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Versuche dieselben Messinstrumente zu verwerten; so wie der Mikroskopiker für die verschiedenen Objekte sehr verschiedene Vergrösserung einstellt, so wird die übliche Messung auf Tausendstelsekunden ungeeignet sein, sobald es sich um grössere Zeiten handelt, wie hier bei der Farbenbenennung. Da Rot, Rosa, Orange oder Violett, Purpur, Braun nicht leicht unterschieden werden, überdies die Hauptfarben in verschiedenen Nüancen vorkamen, so beanspruchte der Gesamtakt nach maximaler Uebung noch allerseits über 5 Sekunden; eine Messung mit dem Hippschen Chronoskop, das fortwährend aufgezogen werden müsste, wäre da beschwerlicher, als nötig. Ich liess für solche Untersuchungen eine Uhr hersteilen, welche sich vom Hippschen Chronoskop vornehmlich dadurch unterscheidet, dass ihre Zeiger mechanisch, ohne jede Mitwirkung der Elektrizität, in Bewegung gesetzt und angehalten werden, dass sie nur Hundertstelsekunden anzeigt, dass das Räderwerk nicht durch Gewicht, sondern durch eine Feder in Bewegung gesetzt wird und über zehn Minuten vollkommen gleichmässig abläuft. Die Gleich-mässigkeit des Ganges wird im groben dadurch bedingt, dass die Kette sich über einen Kegel windet, dessen Verjüngung wesentlich genauer als es hei gewöhnlichen Uhren der Fall ist, den verschiedenen Graden der Federspannung angepasst ist; die feinere Regulierung erfolgt wie bei Hipp durch eine federnde Lamelle. Die Einkoppelung der Zeiger, welche dort durch die Anziehung des magnetischen Ankers geschieht, wird hier durch ein System von Hebeln bedingt, das in einen an der Aussenseite befestigten Taster endet. Das Hauptrad, welches sich in 5 Sek. einmal umdreht, hat 500 Zähne; die Einkoppelung erfolgt somit exakt genug, um die Zeit auf 0,01 Sek. anzuzeigen.
Die ganze Uhr stellt sich als ein schwarzer, völlig geschlossener Holzkasten dar, der 25 cm hoch und breit, 20 cm tief ist. Die Oberseite trägt ausser einem bequemen Handgriff nur einen Knopf, der gedrückt wird, um das Uhr-