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die Reaktionszeit nach Alkohol gerade anfänglich nicht unerheblich beschleunigt ist. Offenbar ist aber das Buchstabenzählen kein rein motorischer V organg ; die sensorische Leistung des Unterscheidens spielt dabei eine mindestens ebenso grosse Rolle wie das innere Aussprechen der Zahlen. Je unsicherer die Unterscheidung, desto leichter wird selbst bei hastigem Sprechen das richtige Zählen verzögert werden. Wir dürfen wohl annehmen, dass der motorische Faktor des Zählens unter der Wirkung des Alkohols von Anfang an zu grösserer Geschwindigkeit führen würde, wenn nicht der sensorische Faktor die entgegengesetzte Wirkung hätte. Im Laufe der zwei Stunden nimmt die Lähmung der Ganglien, die sensorische Unsicherheit immer mehr ab und es überwiegt daher immer mehr die motorische Beschleunigung.
Beim Farbenbenennen tritt der motorische Vorgang des Aussprechens bezüglich der zeitlichen Beurteilung völlig in den Hintergrund ; während der erste Farbenname ausgesprochen wird, ist die Aufmerksamkeit schon der Unterscheidung der zweiten Farbe zugewandt. Das Erkennen und Associieren der Bezeichnung beansprucht fast den gesamten Zeitwert; das Ergebnis war eine nicht unbeträchtliche Zunahme der nötigen Zeit. Wie erwähnt, wurden diese zeitmessenden Versuche jedesmal nur in zwei verschiedenen Phasen geprüft. Das Ergebnis war, in Differenz werten der Sekunden ausgedrückt:
	A.	
	I	II
Bier	+ 0,12	+ 0,31
Cognak	+ 0,07	+ 0,20
Rheinwein	+ 0,47	+ 0,74
Bordeaux	+ 0,30	+ 0,74
	B.	
Bier	— 0,16	— 0,19
Cognak	-h 0,36	+ 0,53
Rheinwein	+ 0,42	0,28
Bordeaux	+ 0,02	+ 0,17