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um identische Intervalle mit gleichnamigen Tönen handelt. Die Schwierigkeit lässt sich aber leicht überwinden, wenn die Versuchspersonen systematisch für die Aufgabe vorbereitet werden. Geht man aus von den Lorenz-Wundtschen Mitteschätzungen und gewöhnt die Versuchsperson, schon hier die rein musikalische Vergleichung zu hemmen und möglichst naiv die Distanzgrössen zu vergleichen, geht man dann zu Versuchen über, bei denen der Mittelton zweimal hintereinander angegeben wird, so dass vier Töne sich darbieten, von denen der zweite und dritte identisch sind, und lässt man nun allmählich den zweiten und dritten Ton sich langsam voneinander entfernen, so ist es den Versuchspersonen leicht, die beiden Distanzen ohne Zwischengedanken und ohne Uebertragungen unmittelbar miteinander zu vergleichen. Dieses ist der Weg, den wir eingeschlagen haben.
Als Tonquelle benutzte auch ich den Appunschen Tonmesser. Ich stimme Stumpf vollkommen bei, dass so obertonreiche Klänge nicht die besten Objekte für solche Untersuchungen sind, und dass die Zunahme der Töne von yier zu vier Schwingungen für manche feinere Frage zu grob ist; trotzdem glaubte ich den Apparat bevorzugen zu sollen, und zwar in erster Linie, um eine gewisse Kontinuität der Arbeit zu ermöglichen. Meine Untersuchung sollte unmittelbar an die Lorenz sehe anknüpfen und musste somit dasselbe Instrument verwerten; anderenfalls hatte hei etwaiger Verschiedenheit der Resultate erst wieder mit zweifelhafter Sicherheit diskutiert werden müssen, wie weit die Unterschiede aus der Verschiedenheit der Tonquelle zu erklären sind.
Der für die Versuche neu gebaute Apparat unterschied sich von dem Wundtschen lediglich darin, dass ein Kasten Zungen für drei ganze Oktaven von 128 biß 1024 Schwingungen enthielt, von denen aber nur die Oktave 256 bis 512 die 64 um je vier Schwingungen voneinander abstehenden Töne umfasste, während die tiefere und höhere Oktave nur als musi-