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einer gesetzmässigen Gleichschätzung gleicher Schwingungszahldifferenzen nicht die Rede sein kann. Freilich werden ebensowenig, den musikalischen Intervallen entsprechend, gleiche Schwingungszahlverhältnisse als Distanzen gleich geschätzt, sondern das Maximum der Gleichschätzungen liegt zwischen beiden Punkten; es scheint sich der gleichen Verhältniszahl um so mehr zu nähern, je kleiner die verglichenen Distanzen sind. Des weiteren zeigte sich, dass Versuchspersonen, welche bei den meisten Distanzvergleichungen in ihrem Urteil übereinstimmten, bei gewissen Tonfolgen starke Abweichungen zeigten, die für jede einzelne Person in hohem Masse konstant blieben. Es ergab sich ferner, dass ein längeres Anhalten der Töne zuweilen den Einfluss hat, die Distanz grösser erscheinen zu lassen, und schliesslich, dass ein Anklingenlassen zwischenliegender Töne regelmässig dahin wirkt, die Distanz scheinbar zu vergrössern. Der Frage nach der psychophysischen Grundlage der Tondistanz Vergleichung sei hier noch nicht vorgegriffen, da hierzu noch mannigfaltigeres Material erst gewonnen werden muss. Immerhin scheinen mir die letztgenannten Erfahrungen dafür zu sprechen, dass die Distanzvergleichung nicht auf der Beurteilung der Tonähnlichkeit oder Unähnlichkeit beruht, sondern von Nebenfaktoren abhängig ist, welche zu den Tonqualitäten hinzukommen und in höherem Masse einer exakten quantitativen Abstufung zugänglich sind als die reinen Aehnlichkeitsgrade. In diesem Sinne meinte ich schon in meiner Untersuchung über die Grundlagen der Psyclio-physik, dass bei jeder Toneinwirkung mit der musikalischen eine musikalisch indifferente Erregung verbunden sein muss, welche die Vorstellung der Tiefe und Höhe erweckt und auf der die amusikalischen Distanzurteile beruhen. Seitdem hat sich G. Engel in ganz ähnlichem Sinne ausgesprochen; auch er sieht, die Grundlage der Distanzvergleichung darin, dass wir die Unterschiede des „Schweren, Massigen, Vollen und des Leichten, Dünnen, Stechenden im Ton“ berücksichtigen und in diesen Abstufungen vom Vollen, Mächtigen zum Dünnen,