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welchen subjektiven Hilfsmitteln wird diese Distanzvergleichung ausgeführt? Sind schliesslich die subjektiven Distanzvergleichungen gesertzmässig von bestimmten objektiven Faktoren abhängig ? Sind beispielsweise indirekte Beziehungen zu den musikalischen Intervallen massgebend oder sind die Obertöne entscheidend oder etwa die absoluten Schwingungszahldifferenzen oder anderes?
Die Frage, ob eine Distanzvergleichung ohne Rücksicht auf musikalische Intervallbeurteilung möglich ist, hatte Stumpf bereits im ersten Band seiner Tonpsychologie ausführlich erörtert und bejahend beantwortet1). Er bezog die Distanzurteile auf die Abstufungen der Tonähnlichkeit und untersuchte die Bedingungen für die Zuverlässigkeit dieser Urteile mit besonderer Rücksicht auf den Fall, dass die beiden Distanzen einen Ton gemeinsam haben. Das Haupthindernis für die Bildung solcher Distanzurteile erkannte Stumpf darin, dass nur musikalisch Geübte ein feineres Urteil in diesen Fragen haben können und diese naturgemäss beständig durch die Intervallenskala irre werden. Auch wenn man Distanzen wählt, die mit keinem Intervall zusammenfallen, so werden sie vom Musiker als Verstimmungen bekannter Intervalle aufgefasst. Trotzdem glaubte Stumpf auf Grund eigener Beobachtungen annehmen zu dürfen, dass das gleiche Intervall mit zunehmender Tonhöhe bis etwa c3 eine zunehmende Distanz in der Empfindung darstellt. Stumpf weist auch schon darauf hin, dass solche Schätzung „auch objektiv richtig ist, wenn man die Schwingungszahlen als Mass nimmt. “
Wesentlich weitergeführt wurde die Frage dann durch die überaus zahlreichen Versuche, die Wundt anregte und durch C. Lorenz zur Ausführung bringen liess2). Es wurden
*) Stumpf, Tonpsychologie Bd. I. S. 141 ff. S. 247 ff.
2) Wundt, Physiol. Psychol. Bd. 1.3 S. 428 ff. C. Lorenz, Unters,
über die Auffassung von Tondistanzen. Philos. Studien Bd. 6. S. 2(5 bis 104.