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zum nahen Objekt durch die Veränderung der Accomodation und Konvergenz die Aufmerksamkeit auf den einen Faktor der Grössenschätzung hinlenkt und somit unwillkürlich Reflexionsprodukte an Stelle naiver Grössenvorstellungen auslöst. Auch hier würde der Fehler wesentlich gemindert, wenn wir Gesichts- und Tastgrössen miteinander vergleichen, derart, dass jetzt die Entfernung des tastenden Fingers konstant bleibt, die Distanz der Augenmassgrösse aber wechselt, vielleicht verdoppelt oder vervierfacht wird. Dadurch dass bei dieser Versuchsordnung die Vergleichsgrösse aktive Armbewegung ist, bietet sich die Methode der mittleren Fehler als die natürlichste dar; sie hat in diesem Falle noch den besonderen Vorzug, dass sie sehr viel geringerer Reflexion bedarf als die von Martius benutzte Methode der minimalen Aenderungen oder der r. u. f. Fälle. Die Grössenvorstellung setzt sich unmittelbar in den Bewegungsimpuls um, und lässt somit eine die Resultate störend beeinflussende Reflexion in sehr viel geringerem Grade auftreten als wenn ein Urteil gefällt werden soll, ob eine der wahrgenommenen Grössen gleich, grösser oder kleiner als die andere ist. Da Martius schon bei seinen zwei Versuchspersonen zum Teil abweichende Resultate erhielt, so war unerlässlich, eine grössere Zahl von Versuchspersonen heranzuziehen. Es haben sich an der Arbeit, die wir im Sommer-Semester 1891 ausführten, 10 Versuchspersonen beteiligt; da aber nur 7 Personen sämtliche Versuchsreihen durchgeführt haben, so wird im folgenden nur von den Ergebnissen dieser sieben (Cl. G. H. Le. Li. Sch. Z.) die Rede sein.
Zur Herstellung der Augenmass- und Armmassgrössen benutzten wir zwei neue Apparate, bei deren Beschreibung auch einige im folgenden nicht zur Verwendung kommende Teile kurz mit erwähnt werden mögen. Der Augenmassapparat, welcher alle Bedürfnisse der Punktdistanzuntersuchung in sehr viel exakterer Weise befriedigt als die früher beschriebenen Apparate, hat als Hauptstück ein dickes Brett von 80 cm im