﻿185
Als Ausgangspunkt musste natürlich für Auge und Finger die gleiche Entfernung gewählt werden. Wir betrachteten als solche Einheit die Entfernung von der Schulter bis zur Zeigefingerspitze bei ausgestrecktem Arm; dieselbe betrug bei der kleinsten Versuchsperson 63 cm, bei der grössten 76 cm. Bei den Ausgangsversuchen stand also der Augenmassapparat vom Auge, der Armmassapparat von der Schulter um diese Strecke entfernt. Es galt nun einerseits den Einfluss der Entfernung auf das Armmass zu prüfen: zu diesem Zweck blieb bei einer zweiten Versuchsserie der Augenmassapparat stehen, der Armmassapparat aber wurde in die halbe Entfernung gebracht und bei einer dritten Versuchsserie in ein viertel der ursprünglichen Entfernung. Andererseits galt es, den Einfluss der Entfernung auf das Augenmass zu prüfen: es wurde deshalb in der vierten Versuchsserie der Armmassapparat in der Ausgangsstellung gelassen, der Augenmassapparat aber in die doppelte, in der fünften Versuchsserie in die vierfache Entfernung geschoben. Bei einer sechsten Versuchsserie schliesslich war der optische Apparat auf die doppelte, der Bewegungsapparat auf die halbe Entfernung gebracht. Bezeichnen wir jene Ausgangsentfernung, die natürlich für jede Versuchsperson je nach der Armlänge eine andere ist, mit 1, so verglichen wir also erstens Auge 1, Arm 1, zweitens Auge 1, Arm ^2, drittens Auge 1, Arm */4, viertens Auge 2, Arm 1, fünftens Auge 4, Arm 1, sechstens Auge 2, Arm V2. Uebungseinflüsse wurden möglichst durch Wiederholungen ausgeglichen.
Die gewonnenen Durchschnittszahlen sind bei wechselnder Entfernung des Bewegungsapparates und konstanter Entfernung des Augenmassapparates folgende:
Distanz 5 Armlänge		10	15	20 CI.	25	30	35	40
ganze	7,6	12,1	17,2	20,5	26,8	30,8	35,8	40,8
halbe	8,5	11,9	16,9	21,1	25,4	30,1	36,1	41,0
viertel	9,7	14,7	19,3	25,9	29,7	34,6	40,9	44,5