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beidemal oder wenigstens einmal Vergrösserung erfolgte. Es scheint mir somit sichergestellt, dass aüch beim Arm-mass die Grössen'schätzung stets die Resultierende aus Bewegungsempfindung und Entfernungsempfin-dung ist, die in den Zahlen ausgesprochenen Veränderungen der Grössenschätzung bei veränderter Entfernung also nicht aus einer Vernachlässigung der Entfernungsempfindung erklärt werden können. Um diese individuell so verschiedenen Veränderungen dennoch zu erklären, bedarf es vielleicht nur einer Voraussetzung, die sich eng an die uns bezüglich der Grössenschätzung bekannten Thatsachen anlehnen würde. Wir sehen überall, dass eine Raumgrösse überschätzt wird, wenn ihre Durchmessung mühsamer, anstrengender und unbequemer als gewöhnlich ist. Es ist nun wahrscheinlich, dass das Minimum der Anstrengung für das Armmass bei verschiedenen Personen in verschiedener Entfernung vom Körper liegt. Energische kräftige Personen sind gewohnt, den Arm viel in nahezu gestreckter Stellung zu benutzen, bei schlaffen, schwachen Personen überwiegt die Beugestellung; überdies sind die entsprechenden Gewohnheiten in hohem Masse durch Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit, Berufsthätigkeit u. a. beeinflusst. Derjenige also, der gewohnheitsmässig mit gestrecktem Arme tastet, wird die Bewegung mit halber oder viertel Armlänge als Unbequemlichkeit empfinden, die Grössen deshalb überschätzen und somit zu klein machen. Derjenige dagegen, der nach der Art des stark Kurzsichtigen den Arm auf viertel Länge zu krümmen gewöhnt ist, wird die Zunahme der Streckung als Anstrengung empfinden, die Strecken mit gestrecktem Arm somit überschätzen und kleiner machen. Liegt solches Optimum in der Mitte, so müsste das Anstrengungsgefühl sowohl für völlige Streckung wie völlige Beugung zunehmen. Die Wahrscheinlichkeit solcher Deutung tritt noch mehr hervor, wenn die Durchschnittszahlen nicht für sämtliche Grössen zusammen, sondern für kleinere und grössere Strecken gesondert berechnet werden.