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dass unsere unwillkürlichen Reflexe, bei denen doch jedenfalls die natürliche Zuordnung zumal bei starkem Reiz ganz rein hervortreten müsste, ebenfalls keine konstante symmetrische Mithewegung zeigen. Wenn der Reflex von einem Reiz in der Medianebene ausgelöst wird, so ist die symmetrische Bewegung selbstverständlich; wenn aber z. B. uns unerwartet auf der Landstrasse ein Hund plötzlich von der Seite ankläfft, so fahren nur die Glieder der entsprechenden Körperhälfte zusammen. Diese und ähnliche Erwägungen legten mir die Ueberzeugung nahe, dass die Frage der natürlichen Bewegungszuordnung durch die übliche Auffassung nicht zureichend beantwortet sei, während es im Interesse der Willenslehre und der Lehre von den Ausdrucksbewegungen u. S. w. hegt, hier möglichste Klarheit zu schaffen. Es schien mir daher angezeigt, diesen gesamten Erscheinungskomplex einer eingehenden experimentellen Untersuchung zu unterziehen; dieselbe wurde im Sommersemester 1891 von den Herren Dr. v. Jankovich, Clemens, Lewy, Zermelo, Liesegang, Gill, Slatopolsky, Fri. Dr. v. Schirnhofer und mir durchgeführt. Systematische Experimente dieser Art existierten, soviel ich weiss, noch nicht; Stanley-Hall, Hartwell, Löb, Delabarre u. a. haben untersucht, wie die Leistungen der beiden Arme sich unterscheiden, nicht aber, welches die natürlichsten Bewegungskoordinationen sind.
Der zuverlässigste Weg, bei erwachsenen normalen Menschen die natürlichste Innervationszuordnung zu finden, scheint mir der zu sein, dass eine Versuchsperson regelmässige periodische Armbewegung mit beiden Händen willkürlich auszuführen beginnt, dann ihre Aufmerksamkeit teilweise oder vollkommen von der Bewegung abgelenkt wird und nun beobachtet wird, ob sich bei abgelenkter Aufmerksamkeit der Typus der Bewegungen verändert. Die vom Willen geschaffenen Hemmungen werden dabei offenbar wegfallen und der natürliche Koordinationszustand wird sich offenbaren; dadurch, dass das Entscheidende des Versuchs in dem Uebergang gewollter