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Thätigkeit; eben deshalb kann auch für diese kein angeborenes anatomisches Substrat sich entwickelt haben, während ein solches für die symmetrischen Bewegungen derjenigen Geschöpfe, die ihre Extremitäten im wesentlichen nur in der symmetrischen Kombination zweckmässig verwerten, z. B. für die Flügelbewegungen der Vögel, sehr wohl denkbar ist. Und als dritte Bedingung symmetrischer Einübung würde dann schliesslich jene Erscheinung gelten, dass einseitige Bewegungen eine psychophysische Erregung hervorrufen, welche als Reiz für die Auslösung derjenigen Bewegungen der anderen Seite dient,, die das Gleichgewicht und möglichst geringen Kraftaufwand des ganzen Körpers erzielen. Das gilt aber für die symmetrischen Bewegungen nur bei bestimmten Richtungen, während in anderen Richtungen symmetrische Bewegungen gerade den entgegengesetzten Effekt haben, eine feste Koordination der symmetrischen Gruppe also in jeder Beziehung biologisch unzweckmässig wäre. Dass die Wirksamkeit dieses Gesetzes sehr verschieden intensiv sein kann, zeigten die individuellen Unterschiede der Versuchspersonen; dieselben Hessen übrigens deutlich erkennen, dass „nervöse“ Menschen diese Neigung zur symmetrischen oder unsymmetrischen Kompensation ihrer überflüssigen Mitbewegungen am stärksten besitzen, wie ja alle Reflexe bei ihnen besonders stark sind. — In welchem Sinne diese Ergebnisse praktischen Wert vom nationalökonomischen Standpunkt besitzen, ist klar. Wir sahen z. B., dass gleichsinnig-gleichphasige sowohl wie ungleichsinnige Vertikalkreise fast stets in gleichsinnig-un-gleichphasige übergingen; soll der Arbeiter also mit beiden Händen ein vor ihm in der Medianebene stehendes Rad drehen, so werden die beiden Handgriffe nicht an einem Punkte ansetzen dürfen, sondern der rechte Handgriff muss vom linken durch einen Halbkreis getrennt sein, wenn die grösste Leistung mit geringstem psychophysischen Kraftaufwand bewirkt werden soll. In dieser Weise lässt sich fast jedes unserer Experimente in die Praxis umsetzen. — Der Psychologe und Phy-