﻿Mitbewegungen.
Die Untersuchung der menschlichen Willensentwicklung verlangt; wie heuté allseitig anerkannt wird, eine weitgehende Berücksichtigung der Bewegungen und Bewegungskombinationen, welche der Körper auf unwillkürliche psychische Impulse hin ausführt, und die der Wille gewissermassen als Material vorfindet, aus dem er das einzelne zweckgemäss verstärken oder unterdrücken lernt. So lange wir nicht wissen, welche Bewegungszuordnungen auf Grund der physiologischen Verbindungsbahnen die natürlichen und ursprünglichen sind, können wir auch nicht entscheiden, welcher psychophysische Vorgang bei einer bestimmten kombinierten oder isolierten Bewegung abläuft, beispielsweise ob bei einer bestimmten Einzelbewegung der Wille nur erregend wirkt oder ob er gleichzeitig hemmend auf andere, von vornherein zugeordnete Bewegungen ein wirkt. Da diejenige Bewegungskombination, welche der natürlichen Zuordnung entspricht, offenbar mit einem Minimum der Willensanstrengung zu erzielen sein wird, die psychische Leistung grösser sein wird, sobald diese natürliche Zuordnung unterdrückt wird und am grössten, wenn unnatürliche Verbindungen willkürlich erzwungen werden, so ist es klar, dass in dieser Frage sich das theoretische Interesse des Psychologen mit dem praktischen Interesse aller derer verbinden sollte, welche Bewegungen pädagogisch einzuüben oder Bewegungen nationalökonomisch auszunutzen haben. So dürfte für den Industriearbeiter das Minimum