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täten die weitaus wichtigsten; auch das Tier macht die unsymmetrischen Laufbewegungen, um Kraft zu sparen, und geht zu den symmetrischen Galoppbewegungen nur in dem Ausnahmefall über, dass vorübergehend zur Erzielung grösster Schnelligkeit der grösste Kraftaufwand nötig ist.
Vereinigen wir die so gewonnenen Ergebnisse mit dem, was uns oben die Betrachtung der Kinder, der Kranken und der normalen Erwachsenen lehrte, so ergibt sich etwa folgendes Verhalten. Eine angeborene symmetrische Koordination der Extremitätenmuskeln existiert nicht. Solche symmetrische Thätigkeit tritt ein erstens und hauptsächlich dann, wenn der die Thätigkeit auslösende Reiz in der Mittelebene liegt oder auf beide Gehirn-, resp. Rückenmarkshälften direkt symmetrisch erregend wirkt: dieses gilt von der Atmungs-, Schluck-, Kau-, Sphink-terenthätigkeit, vom Niesen, Gähnen, Lidschluss und vielen anderen, jenes von den Konvergenzbewegungen der Augen u.s.w. Alle diese symmetrischen Innervationen müssen notwendig von Anfang an in Kraft treten; es spricht daher nichts gegen die Möglichkeit, dass konstante Verbindungsbahnen für diese Muskelgruppen das aus dem symmetrischen Einwirken der Reize sich ergebende Zusammenwirken erleichtern. Zweitens kann symmetrische Thätigkeit dadurch entstehen, dass symmetrisch zur Medianebene liegende äussere Objekte unsere Extremitäten zur Leistung anregen, resp. symmetrische Thätigkeit zur Erreichung eines bestimmten Zweckes nötig ist; wir lernen mit beiden Händen symmetrisch ein gleichmässig um die Mittelebene verteiltes Objekt fassen, heben, halten u. s. w. ; wir lernen hüpfen, schwimmen, rudern u. s. w. Zu fester Koordination durch Uebung kann es dabei nicht kommen, weil unsymmetrische Reize und unsymmetrische Leistungen uns viel häufiger in Anspruch nehmen; wir gehen und laufen viel mehr als wir hüpfen und schwimmen, wir benutzen die Arme beim Essen, Schreiben, Musizieren, Greifen nach seitlichen Gegenständen u. s. w. viel häufiger als zu symmetrischer
Münsterberg, Beiträge. IV.	14
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