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können wir doch mit grosser Wahrscheinlichkeit erwarten, dass die Cirkulationsverhältnisse im Gehirn andere sein werden, wenn wir uns vor 5 bis 10 Minuten flach auf Rücken und Hinterkopf legten, als wenn wir uns flach auf Brust und Stirn gelegt, andere, wenn wir auf der rechten Seite liegen, als auf der linken, andere, wenn wir den Kopf völlig vornüber beugen, als wenn wir ihn hintenüber hängen lassen. Nach längerer Zeit treten ja zweifellos in jeder Stellung langsam Normalverhältnisse ein, aber wenige Minuten nach neu eingenommener Stellung müssen die verschiedenen Gehirnteile thatsächlich in verschiedener Weise blutdurchströmt und somit in verschiedener Weise arbeitsfähig sein.
Die erste tastende Yerwirklichung dieses Gedankens liegt in Versuchen vor, die ich mit Herrn Dr. med. Eichhorn einen Sommer hindurch angestellt habe; sie beanspruchen lediglich den Charakter einer ersten Anregung. Unsere spezielle Frage war: wie verändert sich die Zeit der sprachlichen Vorgänge (Nachsprechen, eingeübte oder freie Association), wenn die Blutdurchströmungsverhältnisse im Gehirn durch künstliche Körperstellungen verändert werden? Sämtliche Versuche wurden an Herrn Eichhorn angestellt, während ich die Apparate bediente. Sowohl Herr Eichhorn wie ich übten uns, den Druck am Reaktionsschlüssel vollkommen synchron mit der ersten Sprachbewegung auszuführen. Die Versuchsperson benützte dazu einen kleinen leichten Kontaktapparat, der mit Gummiringen am rechten Daumen und Zeigefinger befestigt wurde und der bei der geringsten Bewegung des Zeigefingers den Strom unterbrach; diese Bewegung führte er nun, wie Kon trollversuche mit dem Lippenschlüssel zeigten, vollkommen gleichzeitig mit dem Mundöffnen beim Sprechen aus und keine Körperstellung hinderte ihn an der Benützung dieses Schlüssels. Ich gebrauchte dagegen den üblichen amerikanischen Schlüssel, mit dem ich den Strom schloss in dem Augenblick, in welchem ich der Versuchsperson ein Wort zurief.
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