﻿214
Jede Versuchsreihe bestand aus 30 Einzelversuchen ; zuerst fünf zugerufene einstellige Zahlen, welche die Versuchsperson nur nachzusprechen hatte, dann fünf einstellige Zahlen, zu denen sie die nächstfolgende Zahl sagen musste, und dann zwanzig einsilbige Substantiva, zu denen eine freie Association zu wählen war. Die Zeit wurde mit dem Hipp-schen Chronoskop gemessen. Da das Nachsprechen der Ziffer und das Aussprechen der nächstfolgenden Ziffer fast genau gleich lange dauerte, so wurden die Werte der beiden Rubriken zusammengerechnet, und wir erhalten somit in jeder Versuchsreihe einen Durchschnittswert für die Ziffern aus 10 Einzelversuchen, und einen für die associierten Worte aus 20 Einzelversuchen. Die grössere Zahl der Associationsversuche war nötig, weil die zufälligen Differenzen der Associationsschwierigkeit möglichst eliminiert werden sollten.
Die Versuche wurden nun in sechs verschiedenen Körperstellungen vorgenommen; in jeder wurden in fünf durch Wochen getrennten Zeiten fünf Versuchsreihen angestellt, im ganzen also 30 Versuchsreihen zu je 30 Versuchen. Die 6 Stellungen entsprechen allen überhaupt möglichen, rechtwinklig zu einander geordneten Hauptlagen des Kopfes. Die Stellung I entspricht der Normalstellung des gerade sitzenden Menschen; die Hauptachse des Kopfes, die Verbindungslinie zwischen Hals und Scheitel steht vertikal, der Scheitel oben. Stellung II: die Versuchsperson liegt auf der rechten Seite, Kopfhauptachse also horizontal, die rechte Schädelhälfte ist unten, die linke oben. Stellung III: Lage auf der linken Seite, Hauptachse horizontal, linke Schädelhälfte unten, rechte oben. Stellung IV: der Körper liegt mit den Beinen erhöht auf dem Rücken, der Kopf hängt so stark frei nach hintenüber, dass die Hauptachse des Kopfes vertikal steht, aber der Scheitel nach unten, so dass die Gehirnbasis oben ist. Stellung V : der Körper liegt auf weicher, nicht drückender Unterlage auf der Brust, der an der Stirn unterstützte Kopf mit dem Gesicht nach unten, so dass die Hauptachse horizontal,