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—)— 19 mm (M. V. 6 mm). Es ergibt sich also, dass in der Unlust die Streckbewegungen wesentlich zu klein, die Beugebewegungen zu gross, und umgekehrt in der Lust die Beugebewegungen zu klein, die Streckbewegungen zu gross gemacht werden. In der Unlust besteht somit eine starke Tendenz zur Beugung, durch welche die Beugebewegungen verstärkt, die Streckbewegungen geschwächt werden, und in der Lust besteht die Tendenz zur Streckung, wodurch die Streckbewegungen zu gross, die Beugebewegungen zu klein ausfallen. In den beiden anderen Zustandspaaren bezog sich der Unterschied der Gegensätze nur auf die Intensität, insofern in mattem und aufgeregtem Zustand der Impuls zu schwach oder zu stark war, und in ernstem und heiterem Zustand in gleicher Weise die Hemmung für jegliche Bewegung zu stark oder zu schwach ausfiel; bei Lust und Unlust liegt der Gegensatz der Wirkung dagegen in der Verschiedenheit des physiologischen Ansatzpunktes, nicht der Unterschied zwischen Stärke und Schwäche, sondern der Antagonismus zwischen Beugern und Streckern ist es, auf den hier alles ankommt, wenn die berichteten Resultate erklärbar sein sollen.
Untersuchungen über die unbewussten minimalen Bewegungen, in welchen sich unsere vom Gefühl betonten Er-innerungs- und Phantasievorstellungen entladen , scheinen zu demselben Ergebnis zu führen; meine betreffenden Versuche, bei welchen die subjektiv unmerklichen Beugungen und Strek-kungen der Glieder durch Spiegelschwankungen unter Fem-rohrablesung objektiv festgestellt werden, sind vorläufig noch nicht abgeschlossen.
Ich glaube; dass dieses Resultat in hohem Masse geeignet ist, zum Ausgangspunkt für die Entwicklung theoretischer Vorstellungen über die Natur der Gefühle zu dienen.
Zunächst ist nicht zu verkennen, dass biologische, physiologische und psychophysische Thatsachen der verschiedensten Art das beschriebene Phänomen bestätigen dürften und eine