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Unlust, sondern sind Empfindungsinhalte, welche regelmässig starke Lust- und Unlustgefühle erwecken; auch wenn die Erklärung von Schmerz und verwandten Empfindungen durch besondere trophische Nervenprozesse oder besondere Gefühlsnerven richtig sein sollte, so wäre mithin noch immer nichts für die Erklärung der eigentlichen Gefühle geleistet.
Es liegt nahe, genauere Analyse der Gefühle von der experimentellen Forschung zu erwarten; aber die Erfahrung zeigt, dass nur in engen Grenzen Gefühlsversuche im Laboratorium möglich sind. Die durch äussere Reize planmässig hervorgerufene Lust oder Unlust wird bei der geringen Energie dieser Gefühle so sehr durch das intellektuelle Interesse der Versuchsperson am Experiment paralysiert, dass von einem natürlichen Gefühlszustand nicht die Rede sein kann. Die Schmerzempfindung erweckt eigentlich keine Unlust, und die Wohlempfindung erweckt keine Lust, so lange wir wissen, dass der schädigende oder wohlthuende Reiz nur erzeugt war, um dieses Gefühl als Objekt des Studiums hervorzurufen. Da in gleicher Weise wie die Gefühle, Stimmungen, Gemütsbewegungen auch noch mancher andere psychische Zustand im täglichen Leben häufig eintritt, während er im Laboratorium kaum rein erzeugt werden kann, so entschloss ich mich vor einem Jahre, gewisseirnassen ein psychologisches Tagebuch zu führen, d. h. eine Reihe psychischer und psychophysischer Akte unter den wechselnden Zuständen des täglichen Lebens ausserhalb des Laboratoriums auszuführen und die Resultate zu fixieren bei möglichst objektiver Feststellung der seelischen und körperlichen Verfassung.
Das Aufgabenschema, für dessen Absolvierung ich die nötigen Hilfsmittel, wenn es nötig war, leicht bei mir tragen konnte, verlangte jedesmal etwa 20 Minuten zur Erledigung; mehr als 9 Monate hindurch habe ich es täglich 3 bis 5mal durchgemacht und später hoffe ich es weiterzuführen. Es handelte sich um die Zeitdauer intellektueller Funktionen wie Kopfrechnen, Associieren, um die Leistungen des Gedächtnisses,
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