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ist niemals das direkte Objekt seiner Untersuchung. Nur soweit hat der physiologische Prozess für den Psychologen Interesse, als er geeignet ist, den resultierenden psychischen Thatbestand bei der Beschreibung von anderen deutlicher zu unterscheiden oder, nachdem empirisch die unerklärliche Verbindung von physischem und psychischem Prozess festgestellt ist, durch den kausal deutbaren Ablauf der physischen Erscheinungen das Nacheinander und Nebeneinander der Bewusstseinsinhalte zu erklären.
So hegt es auch hier. Es ist ein Missverständnis, wenn dem Psychologen untergeschoben wird, er hätte die physischen Wirkungen eines förderlichen oder schädlichen Reizes zu untersuchen; das ist ein rein physiologisches Problem. Den Psychologen interessieren lediglich die Bewusstseinsphänomene Lust und Unlust, und er fragt erstens, ob diese Phänomene dem Verständnis näher gerückt werden können durch Nachweis ihrer Gleichheit, Aehnlichkeit oder Beziehung zu anderen psychischen Erscheinungen, und zweitens ob ihr Auftreten im einzelnen Fall eventuell durch Rücksichtnahme auf begleitende physische Vorgänge erklärt werden kann. Beide Fragen waren bisher vernachlässigt. Man hatte Lust — Unlust erstens durchweg als völlig isoliert stehende Phänomene beschrieben, welche mit denjenigen Bewusstseinsinhalten, die sich bei der Zerlegung der Vorstellungen ergeben, also mit den Empfindungen in keiner Weise coordiniert werden können, und hatte zweitens die psychophysische Erklärung stets auf die Lust — Unlust anregenden Empfindungen, nicht auf Lust — Unlust selbst bezogen. Wir glaubten nun, beide Fragen einheitlich beantworten zu können, indem wir die Theorie aufstellten, dass Lust — Unlust identisch seien mit denjenigen Empfindungen, welche durch Muskelthätigkeit bei der Körpererweiterung und Körperverengerung, bei Streckung und Beugung entstehen, und welche auch in andere Empfindungskomplexe, vor allem in die Streckungs- und Beugungsvorstellung als Element ein-gehen. In derjenigen Verbindung, in der sie den Gefühls-