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Ueber den Bau und das optische Verhalten der Haut von Ascaris lumbricoides

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{"created":"2022-01-31T16:13:26.583563+00:00","id":"lit16158","links":{},"metadata":{"alternative":"Gesammelte Schriften, Erster Band: Wissenschaftliche Abhandlungen","contributors":[{"name":"Czermak, Johann N.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"In: Gesammelte Schriften, Erster Band: Wissenschaftliche Abhandlungen, 157-163. Leipzig: Wilhelm Engelmann","fulltext":[{"file":"p0157.txt","language":"de","ocr_de":"X.\nlieber den Bau und das optische Verhalten der Haut von Ascaris lumbrico\u00efdes.\n[Sitzungsberichte der mathem.-naturwissenschaftlichen Classe der kais. Akademie der Wissenschaften in Wien. 1852. Novemberheft, Bd. JX. S. 755.]\nDie Haut von Ascaris ist aus mehreren histologisch verschiedenen schichtenweise \u00fcber einander liegenden Elementen zusammengesetzt und kann mit Leichtigkeit in beliebig grossen St\u00fccken als eine d\u00fcnne elastische, glashelle Lamelle isolirt werden.\nAuch die einzelnen Schichten, aus welchen die Haut besteht, lassen sich in gr\u00f6sserer oder geringerer Ausdehnung von einander abzieh en und trennen.\nDie Beschaffenheit und Aufeinanderfolge der Schichten habe ich an fl\u00e4chenf\u00f6rmig ausgebreiteten, sorgf\u00e4ltig gereinigten Hautst\u00fccken, bei allm\u00e4hlichem Ver\u00e4ndern der Focaldistanz, und an Durchschnitten und Faltungen der Haut, welche in verschiedener Richtung angelegt waren, ermittelt. Ich kann die bisherigen Angaben \u00fcber den Bau der Ascariden-Haut wesentlich vervollst\u00e4ndigen, indem icli bei der von mir befolgten Untersuchungsmethode eine eigenth\u00fcmliche Hautschichte aufgefunden habe, welche, wie ich aus v. Siebold\u2019s Lehrb. der vergl. Anat. der wirbellosen Thiere, S. 114, ersehe, den fr\u00fcheren Beobachtern entgangen ist, obsclion sie die anderen Schichten bei weitem an M\u00e4chtigkeit \u00fcbertrifft.\nDer Beschreibung des optischen Verhaltens schicke ich die Darstellung des Baues des Ascariden-Haut voraus.\na) Zun\u00e4chst nach aussen findet sich eine etwa 0,007 W. L. dicke, das Licht stark brechende Schichte, welche durch regelm\u00e4ssig angeordnete Furchen in dicht auf einander folgende, bis 0,01\"' breite Querringel getheilt ist, und von den Autoren als Epidermis gedeutet wird.","page":157},{"file":"p0158.txt","language":"de","ocr_de":"158 Ueb. (1. Bau u. das optische Verhalten der Haut v. Ascaris lumbrico\u00efdes.\nAuf Durchschnitten erkennt man, dass die Epidermis nach innen eine zarte faserige Structur besitzt, w\u00e4hrend sie nach der Oberfl\u00e4che in ein homogenes Gewebe \u00fcbergeht. Am deutlichsten sieht man diese F\u00e4ltelten oder Fasern der Epidermis, welche mehr oder weniger senkrecht auf die Querringel gestellt sind, wenn man ein gereinigtes Hautst\u00fcck parallel mit den Querringeln in der Art faltet, dass die Epidermis nach innen zu liegeu kommt.\nDie Furchen, welche mit einander correspondirend an der \u00e4usseren und inneren Fl\u00e4che der Epidermis Vorkommen und die Entstehung der\nfeinen Querringel bedingen, laufen nicht einfach in sich seihst zur\u00fcck, sondern spalten sich manchmal di-chotomisch und werden mit wenigen Ausnahmen an jenen Stellen, welche den beiden Seitenlinien des Thieres entsprechen, pl\u00f6tzlich ganz unterbrochen. Fig. 1 stellt ein St\u00fcck Epidermis der Seitenlinie dar. Man sieht, wie die Quer-\nFig. 1.\nringel in Folge des Verhaltens der Furchen theils mit abgerundeter Spitze enden, theils mit einander verschmelzen.\nIn dem Raume zwischen den Seitenlinien sind die Theilungen und Unterbrechungen der Furchen nur selten zu treffen, so dass die Querringel daselbst fast durchg\u00e4ngig die gleiche Breite und einen unter sich parallelen Verlauf haben.\nb Als Resum\u00e9 der bisherigen Beobachtungen \u00fcber das Corium der Nematoden findet sich bei Siebold a. a. 0. folgende Stelle : \u00bbDas unter der Epidermis liegende Corium hat eine faserige Structur, indem sich zwei Faserschichten als Quer- und L\u00e4ngsfasern in einem rechten Winkel und zwei andere Faserschichten schief durchkreuzen.\u00ab Ich erkannte zwischen der Epidermis und den von Siebold aufgez\u00e4hlten vier Faserschichten noch eine, bis 0,02\"' und dar\u00fcber dicke Lage einer farblosen, dem geronnenen Eiweiss nicht un\u00e4hnlichen Substanz, welche ganz homogen aussieht.\nSiebold beschreibt a. a. 0. S. 115, Anm. 4, die Structur der Haut der sogenannten Mutterblase von Echinococcus und giebt an, dass sich daselbst \u00bbkeine Epidermis von einem Corium unterscheiden l\u00e4sst, indem die Haut aus einer verh\u00e4ltnissm\u00e4ssig dicken, dem geronnenen Eiweisse \u00e4hnlichen Membran besteht, welche aus einer grossen Menge sehr d\u00fcnner, homogener, dicht \u00fcber einander liegenden Lamellen zu-sa mmengesetzt wird \u00ab.","page":158},{"file":"p0159.txt","language":"de","ocr_de":"Ueli. d. Bau u. das optische Verhalten der Haut v. Ascaris lumbrico'ides. 159\nIch f\u00fchre diese Beobachtung deshalb an. weil die zwischen der Epidermis und dem faserigen Theile des Coriums eingeschaltete homogene Schichte der Haut von Ase\u00e4ris ein \u00e4hnliches Gewebe, wie jenes der structurlosen Lamellen die Mutterblase von Echinococcus zu sein scheint, und weil sie die Vermuthung wahrscheinlich macht, dass sich bei weiteren Untersuchungen Uber die Hautbedeckung der Helminthen solche homogene Lagen viel allgemeiner, als bisher bekannt ist, als wesentliche Bestandtheile der Haut finden d\u00fcrften.\nL\u00e4ngs der beiden Seitenlinien geht durch die ganze Dicke der homogenen Schichte eine senkrechte Trennungsspur oder Rliaphe, an deren unterem Ende eine seichte Furche hinl\u00e4uft, welche sicli auf Querdurchschnitten der Haut als eine leichte Einschn\u00fcrung darstellt.\nc) Unterhalb der homogenen Schichte trifft man eine 0,006\"' dicke Lage von Fasern, welche unter sich parallel in schr\u00e4ger Richtung verlaufen; hierauf folgt eine zweite solche Lage von schr\u00e4gen Fasern, welche sich mit den Fasern der vorigen Schichte unter einem Winkel von weniger als 45\u00b0 kreuzen.\nEs entstehen durch diese Ueberkreuzung Parallelogramme und Rhomben.\nGegen die L\u00e4ngsaxe des Thieres sind die Fasern beider Schichten unter demselben Winkel, nur von entgegengesetzter Seite her, geneigt und laufen also eigentlich in Spiraltouren. Dieser Neigungswinkel betr\u00e4gt etwas mehr als die H\u00e4lfte von 135\u00b0.\nDie L\u00e4ngsaxe des Thieres f\u00e4llt mit der kurzen Diagonale der rhombischen Durchkreuzungsfiguren zusammen; die Querringel der Epidermis sind mit der langen Diagonale parallel.\nWas den Windungstypus der von den Fasern beschriebenen Spiraltouren angeht, so habe ich an den von mir untersuchten Haut-stticken gefunden, dass die Fasern der \u00e4ussern Schichte in laeotropen oder linksgewundenen Spiralen, die der innern Schichte in dexiotropen oder rechtsgewundenen Spiralen verlaufen. (Vgl. Uber diese Begriffsbestimmungen Listing\u2019s ; Vorstudien zur Topologie. Abgedr. aus den G\u00f6ttinger Studien, 1847, S. 34 .\nd Unter der innern Spiralfaserschichte liegt ein \u00fcberaus d\u00fcnnes, durchsichtiges H\u00e4utchen, welches eine deutliche, wenn auch sehr zarte L\u00e4ngsstreifung zeigt.\nAuf diese Schichte endlich folgt, wie ich an in Weingeist aufbewahrten Ascariden sehe, eine grob granulirte Membran, welche an ihrer \u00e4usseren Oberfl\u00e4che eine mehr oder weniger deutliche Querfase-rung erkennen l\u00e4sst. In unmittelbarer Ber\u00fchrung mit dieser Lamelle","page":159},{"file":"p0160.txt","language":"de","ocr_de":"I (id Ueb. d. Bau u. das optische Verhalten der Haut v. Ascaris lumbrico\u00efdes.\nstehen dann die L\u00e4ngs- und die Quermuskeln, deren animaler Charakter h\u00e4ufig mit ausgezeichneter Sch\u00e4rfe hervortritt.\nUm den Zusammenhang der beschriebenen Schichten schnell zu \u00fcbersehen, habe ich eine schematische Darstellung eines L\u00e4ngsdurchschnittes der Haut (Fig. 2) entworfen.\na die Durchschnitte der Querringel der a Epidermis, an deren unterer Fl\u00e4che die faserige Structur angedeutet ist ; b die homo-\u25a02 gene Schichte : c die \u00e4ussere, d die innere Spiralfaserschichte; e die L\u00e4ngs-, f die Querfaserschichte.\n-e Beim Abziehen und Reinigen der zu den y optischen Versuchen bestimmten Hautst\u00fccke entfernt man nicht nur die mit den Muskeln inniger zusammenh\u00e4ngende Querfaserschichte, sondern meist auch die zarte l\u00e4ngsgestreifte Lamelle, so dass nur die Epidermis, die homogene Schichte und die beiden Spiralfaserlagen \u00fcbrig bleiben, welche zusammen eine glashelle, etwa 0,039\"' bis 0,04\"' dicke Membran darstellen.\nDie optischen Erscheinungen, welche ich durch diese Membran beobachtet habe, sind nun folgende :\n1. Die zierlichen, feinen Querringel der Epidermis bringen ein sehr brillantes Beugungsph\u00e4nomen hervor. Sieht man durch ein zwischen zwei Glasplatten und unter Wasser ausgebreitetes Hautst\u00fcck, das dicht vor das Auge gehalten wird, nach einer Kerzenflamme, so gewahrt man in der Mitte das unver\u00e4nderte Bild der Flamme, zu beiden Seiten aber in einer geraden Linie auf einander folgende, lebhaft gef\u00e4rbte Spectren, welche mehr oder weniger zu einem Lichtband zusammenfiiessen. Die Spectren nehmen an Gr\u00f6sse und Intensit\u00e4t ab, je weiter entfernt sie von der Medianlinie stehen. Ich habe bis 4 Spectren auf jeder Seite der Flamme gez\u00e4hlt. Der innere, der Flamme zugewendete Rand der Spectren ist blau gef\u00e4rbt, darauf folgt Gr\u00fcn, dann Gelb und endlich Roth. Dort wo die R\u00e4nder der Spectren zusammenfallen, erscheint Violet.\nNebstdem bemerkte ich jederseits zwei gelbliche, etwas verwaschene Strahlenb\u00fcschel, wenn die Entfernung der gesehenen Kerzenflamme eine gewisse Gr\u00f6sse nicht \u00fcberstieg. Die Strahlenb\u00fcschel derselben Seite convergirten von oben und von unten gegen das zweite Spectrum hin und hatten gegen einander eine Neigung von weniger als 45\u00b0. Der Winkel, unter dem die Spiralfasern der Haut gekreuzt sind, ist derselbe ; allein die Richtung der Strahlenb\u00fcschel f\u00e4llt nicht","page":160},{"file":"p0161.txt","language":"de","ocr_de":"Ueb. d. Bau u. das optische Verhalten der Haut v. Ascaris lumbrico'ides. 161\nmit der Richtung der Spiralfasern zusammen, sondern kreuzt sich mit der letzteren.\nLegt man zwei Hautst\u00fccke derart \u00fcber einander, dass sich die Querringel der Epidermis unter einem rechten Winkel kreuzen, so erh\u00e4lt man dieselbe prachtvolle Erscheinung, welche Frauenhofer durch seine gekreuzten feinen Gitter beobachtet hat.\nDer erw\u00e4hnten gelblichen Strahlenb\u00fcschel erscheinen unter diesen Umst\u00e4nden 8, welche abwechselnd einen Winkel von 90\u00b0 mit einander machen.\n2. Die Haut von Ascaris ist doppelt brechend und besitzt zwei Schwingungsrichtungen, welche sich rechtwinkelig durchkreuzen und mit der L\u00e4ngs- und der Querachse des Tliieres parallel sind. Sie verh\u00e4lt sich gegen polarisirtes Licht wesentlich ebenso wie ein Gyps-hl\u00e4ttchen von gewisser Dicke.\nBringt man ein ausgebreitetes Hautst\u00fcck unter das Polarisationsmikroskop oder einen [anderen \u00e4hnlichen Apparat, und gibt ihm eine solche Stellung, dass die Polarisationsebene der zur Beleuchtung verwendeten Lichtstrahlen mit den Querringeln der Epidermis zusammenf\u00e4llt oder auf denselben senkrecht steht, so l\u00e4sst es das polarisirte Licht unver\u00e4ndert durch. Bei jeder anderen Stellung des Hautst\u00fcckes erf\u00e4hrt das polarisirte Licht eine Ablenkung und Zerlegung, welche dann am st\u00e4rksten ist, wenn die Querringel der Epidermis mit der Polarisationsebene der Lichtstrahlen einen Winkel von 45\u00b0 machen.\nSind die Nicoffschen Prismen des] Polarisationsmikroskop es z. B. gekreuzt, so erscheint dann das Hautst\u00fcck im dunklen Gesichtsfelde lavendelgrau erhellt ; werden die Prismen parallel gestellt, so schl\u00e4gt das Lavendelgrau in das complement\u00e4re Nussbraun um.\nDiese F\u00e4rbungen werden noch greller und auffallender, wenn man 2 oder 3 Hautst\u00fcckchen gleichsinnig \u00fcber einander legt.\nMan hat somit dieselben Erscheinungen, welche Br\u00fccke an sein-d\u00fcnnen Gypsbl\u00e4ttclien beschrieben hat vgl. Br\u00fccke : Ueber das Wesen der braunen Farbe, Pogg. Ann. Band LXXIV, 1848. S. 461) und muss sie auch auf die gleiche Weise erkl\u00e4ren.\nMerkw\u00fcrdig ist der Umstand, dass die Haut von Ascaris nicht in ihrer ganzen Ausdehnung doppeltbrechende Eigenschaften besitzt. Die den beiden Seitenlinien entsprechenden Hautpartieen zeigen keine Spur davon, und lassen das polarisirte Licht in jeder Richtung unver\u00e4ndert durch. Sie erscheinen im dunklen Gesichtsfelde bei jedweder Stellung des Hautst\u00fcckes dunkel, im hellen Gesichtsfelde hell, so dass, wenn die Hautstiicke im \u00fcbrigen gef\u00e4rbt erscheinen, diese Stellen als\nCzermak, Schriften.\t11","page":161},{"file":"p0162.txt","language":"de","ocr_de":"162 Ueb. d. Bau u. das optische Verhalten der Haut v. Ascaris lumbrico'ides.\ndunkle oder helle Streifen von geringer Breite und verwaschenen Contouren markirt sind. Die mikroskopische Untersuchung der Seitenlinien ergiebt, ausser den oben angef\u00fchrten Verh\u00e4ltnissen der Epidermis, der homogenen Schichte und einer unbedeutenden Lockerung der Spiralfasern, keine wesentliche Abweichung im Baue ihrer Hautstellen, welche die beobachtete Erscheinung gen\u00fcgend erkl\u00e4ren m\u00f6chte. Man d\u00fcrfte demnach zu der Annahme einer Ungleiclim\u00e4ssigkeit in der mo-lecul\u00e4ren Zusammensetzung der histologischen Bestandteile der Haut gedr\u00e4ngt werden, welche eben nur durch ein so empfindliches Beagens, wie das polarisirte Licht, aufgedeckt werden kann, der gew\u00f6hnlichen Untersuchung aber entgeht.\nLegt man zwei Hautst\u00fccke in der Art \u00fcber einander, dass sich die Querringel rechtwinkelig durchkreuzen, so bleibt die Stelle, wo sie sich bedecken, bei gekreuzten Prismen in jeder Stellung dunkel, hei parallelen Prismen hell, w\u00e4hrend sich die frei hervorstehenden Ecken nach dem mitgetheilten Gesetze f\u00e4rben. Die Erkl\u00e4rung hiervon ist dieselbe, wie hei gekreuzten Gypshl\u00e4ttchen.\nSchliessen die Hautst\u00fccke Theile der Seitenlinien mit ein, so werden die letzteren hei eiuer Neigung von 45\u00b0 gegen die Polarisationsoder Schwingungsebene der beleuchtenden Strahlen in der Ausdehnung, als sie von dem zweiten Hautst\u00fcck bedeckt werden oder es decken, gef\u00e4rbt erscheinen m\u00fcssen, weil sie eben keine doppeltbrechenden Eigenschaften besitzen und die Wirkung der darunter oder dar\u00fcber liegenden Hautstellen nicht ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.\nAuch an Durchschnitten der Haut habe ich dieselben optischen Ph\u00e4nomene beobachtet. Die eine der Richtungen, nach welchen die Schwingungen des durchfallenden Lichtes abgelenkt werden, liegt in der Fl\u00e4chenaushreitung, die andere steht senkrecht auf derselben in der Durchschnittsebene.\nDabei bemerkte ich an den untersuchten Schnitten noch folgende Verschiedenheit im Verhalten der einzelnen Schichten :\nln L\u00e4ngsdurchschnitten zeigten die Epidermis und die Spiralfaserlagen nur Spuren der doppelten Brechung, w\u00e4hrend die homogene Schichte der F\u00e4rbungen sehr deutlich erkennen liess. In Querdurchschnitten war die Wirkung der homogenen Schichte weniger stark, dagegen traten die doppeltbrechenden Eigenschaften der Epidermis etwas mehr, die der Spiralfaserlagen aber in auffallendem Grade hervor.\nDie vorliegende Mittheilung ist ein Beitrag zu den durch B\u00f6ck in Christiania begonnenen, von Eklach, Thomas u. A. fortgesetzten","page":162},{"file":"p0163.txt","language":"de","ocr_de":"Ueb. d. Bau u. das optische Verhalten der Haut v. Ascaris lumbrico\u00efdes. 1 63\nUntersuchungen. durch welche in der Zukunft noch mancher wichtige Aufschluss \u00fcber die feinsteu Organisations-Verh\u00e4ltnisse und Ver\u00e4nderungen in der molecul\u00e4ren Zusammensetzung der organischen Gebilde zu erwarten stellt. Wir haben im Polarisationsmikroskop ein Instrument, welches der Erkenntniss wesentlich neue Bahnen er\u00f6ffnen kann, wenn einmal dessen Ben\u00fctzung allgemeiner und dessen Anwendung behufs des Studiums physiologischer und pathologischer Vorg\u00e4nge m\u00f6glich geworden sein wird.\nil *","page":163}],"identifier":"lit16158","issued":"1879","language":"de","pages":"157-163","startpages":"157","title":"Ueber den Bau und das optische Verhalten der Haut von Ascaris lumbricoides","type":"Book Section","volume":"1.1"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:13:26.583568+00:00"}

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