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Psycho-technische Apparate, Abteilung III

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{"created":"2022-01-31T13:39:45.619077+00:00","id":"lit23707","links":{},"metadata":{"contributors":[{"name":"Pautze, H. & CO.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Berlin","fulltext":[{"file":"a0001.txt","language":"de","ocr_de":"\\T\t\t\u2022\tI\t-,\t\tV -\u20141\nI H' \u00ab\t\tPf |\t\t- \"\u00cf \"\u25a0\t\ti\" ^sy|\n[ \u00ef\t\t\t\t!\tWw jS&\t\nL v\tWS\tfc . fa\t\t\u00a30H\t\u00df$\u00e4f\t.i\u00abSp 'Ci'-.sx;.-/.'*\t\\e\u00a3 '\nm\ti' ~ -\\m\t4\t\n\t> \u00ab\u00bb \u2022 I\t\t\n1 ' m 'g\t\t\t\nt '\u00c6\t\u2022 \u2022* Bk \u2019\u2019\u2022 *\tgy\t\n\t-~!\u00abf -J\n1 ^ FaI\t","page":0},{"file":"a0003.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAU TZ E & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 4-34 u. 435 / Telegramm -Adresse: NUMERIERWESEN\nAbteilung II!\nPsycho-technische\nApparate\nPr\u00e4miiert\nder\nAbteilung I: Maschinen und Apparate f\u00fcr das Buchgewerbe Abteilung II: Maschinen und Apparate f\u00fcr das Eisenbahn-Verkehrswesen.","page":0},{"file":"a0004.txt","language":"de","ocr_de":"Vorwort.\nDie psycho-technischen Berufseignungs - Untersuchungen erm\u00f6glichen nach wissenschaftlich begr\u00fcndeten Methoden eine Beurteilung, ob der Bewerber die f\u00fcr den erw\u00e4hnten Beruf erforderlichen Eigenschaften und F\u00e4higkeiten in hinreichendem Ma\u00dfe besitzt.\nDiese psycho-technische Berufseignungs - Untersuchung ist von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung f\u00fcr die rationelle Personalwirtschaft. Wenn die psycho-technische Auslese vollen Erfolg haben soll, so m\u00fcssen zuverl\u00e4ssige Verfahren und Pr\u00fcfungsger\u00e4te verwendet werden.\nWir haben unter Mitarbeit erfahrener Psychologen eine Reihe von Untersuchungsger\u00e4ten hergestellt, von denen wir nachstehend einige ausf\u00fchrlich beschreiben. Die von uns fabrizierten Apparate sind in der Praxis bereits seit l\u00e4ngerer Zeit erprobt und haben sich auch im Betriebe als zuverl\u00e4ssig und leicht zu handhabende Pr\u00fcfger\u00e4te bew\u00e4hrt.\nBei s\u00e4mtlichen Apparaten stehen eingehende Anweisungen f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Pr\u00fcfungen und Anleitungen f\u00fcr die Auswertung der Pr\u00fcfungsergebnisse zur Verf\u00fcgung. Unsere Mitarbeiter \u00fcbernehmen die Zusammenstellung der Pr\u00fcflaboratorien, die Ausbildung der Pr\u00fcfleiter und die fortlaufende Beratung und \u00dcberwachung.\nBisher haben sich Pr\u00fcfungsger\u00e4te zur Untersuchung von Industriearbeitern, Lehrlingen aller Berufsrichtungen, Technikern, Lokomotivf\u00fchrern, Stra\u00dfenbahnern, Kraftwagenf\u00fchrern, Kranf\u00fchrern, B\u00fcrobeamten, Eisenbahnpersonal, Postbeamten usw. bestens bew\u00e4hrt.\nBerlin-Reinickendorf, im Juni 1925.","page":0},{"file":"p0001.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 434- u. 435 / Telegramm-Adresse: NUMERIERWESEN\nWandermarkenapparat.\nBei allen Bewegungsvorg\u00e4ngen, die der Arbeiter entweder selbst steuert oder mit denen er mitgehen und sie dabei beobachten mu\u00df, braucht er die F\u00e4higkeit, alle Einzelheiten im Laufe dieser Vorg\u00e4nge schnell und sicher","page":1},{"file":"p0002.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 434 u. 435 / Telegramm-Adresse : NUMERIERWESEN\nerfassen zu k\u00f6nnen, wie es zum Beispiel in allen Fahrberufen, beim Kranf\u00fchrer, im Eisenbahnrangierdienst und anderen \u00e4hnlichen Berufen erforderlich ist.\nDie Bef\u00e4higung f\u00fcr diese Form der gebundenen Tatbereitschaft untersucht man am besten mit dem umstehend abgebildeten Wandermarkenapparat. Dieser Apparat hat sich in der Praxis bestens bew\u00e4hrt.\nDas Ger\u00e4t zeigt drei senkrecht nebeneinander liegende B\u00e4nder, die in scheinbar beliebigen Abst\u00e4nden mit Marken (schwarzen Querstrichen) besetzt sind. Das Mittelband steht fest, das linke l\u00e4uft mit gro\u00dfer Geschwindigkeit nach unten, das rechte ziemlich langsam nach oben. Der Apparat arbeitet nun so, da\u00df hin und wieder Markenstriche der \u00e4u\u00dferen B\u00e4nder mit irgendeinem auf dem Mittelband in gleicher H\u00f6he stehen, eine sogenannte Markengleiche bilden. Unsere Abbildung zeigt eine solche Markengleiche bei dem zweiten Querstrich des Mittelbandes. Hier bilden alle drei Striche eine gerade Linie. Diese Markengleiche kennzeichnet den Moment, wo die Versuchsperson die notwendige Handlung rasch und bestimmt auszuf\u00fchren hat. Durch Anziehen des Hebels auf dem Pr\u00fcftisch kann die Bewegung der beiden \u00e4u\u00dferen B\u00e4nder sofort abgestoppt werden, die richtige Handlung wird durch Z\u00e4hler notiert. Durch Loslassen des Hebels werden die B\u00e4nder wieder in Gang gesetzt.\nDas Eintreffen der Markengleichen ist \u00f6rtlich und zeitlich genau vorausbestimmt. Bei einem ganzen Umlauf des rechten Bandes werden der Versuchsperson 75 solche Markengleichen vorgef\u00fchrt, dazu stets in genau gleicher Reihenfolge, so da\u00df also ganz gleiche Untersuchungsbedingungen gesichert sind.\nAls Pr\u00fcfwerte gelten: die Gesamtzahl der Bet\u00e4tigungen und die Anzahl der getroffenen Markengleichen, die durch elektrische Z\u00e4hler selbstt\u00e4tig festgestellt werden. Der Unterschied zwischen beiden Werten w\u00e4re die Zahl der unn\u00f6tigen Bet\u00e4tigungen (z. B..Verkennungen, zu sp\u00e4te Bedienungen).\nDie Hebelbedienungen k\u00f6nnen zur rechten Zeit, zu fr\u00fch oder zu sp\u00e4t fallen. Der Geltungsbereich einer Markengleiche, die zu einem Mehrfachen der Strichbreite angenommen worden ist, ist deshalb noch in schm\u00e4lere Bereiche zerlegt, die mittels elektrischer Kontaktlamellen wieder einzeln auf Z\u00e4hler arbeiten, so da\u00df man ein Bild dar\u00fcber erh\u00e4lt, ob die Versuchsperson haupts\u00e4chlich zur rechten Zeit bedient hat, die Neigung zum vorzeitigen Bedienen besitzt oder h\u00e4ufig und stark zu sp\u00e4t gekommen ist. Daraus lassen sich entweder unmittelbar oder in Verbindung mit anderen psychotechnischen Proben und Beobachtungen lehrreiche Schl\u00fcsse auf gewisse Anlagen und F\u00e4higkeiten im Menschen ziehen.\nDie Versuchsdauer betr\u00e4gt einschlie\u00dflich Erkl\u00e4rung und \u00dcbungsversuch etwa 10 Minuten.\nDer Antrieb der Apparate erfolgt durch einen kleinen Elektromotor, der je nach Wunsch f\u00fcr eine Spannung von 12 Volt oder f\u00fcr Starkstromspannung geliefert wird.","page":2},{"file":"p0003.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 4-34- u. 4-3 5 / Telegramm - Adresse : NUMERIERV7ESEN\nSortier-Automat.\nEine eingeworfene Marke wird zun\u00e4chst durch die Fallhemmung am Ende des Markenschlotes festgehalten. Dabei dr\u00fcckt sie die 3 Koniaktfedern aufeinander, wodurch an dieser Stelle 2 Stromwege er\u00f6ffnet werden. Der eine geht sowohl nach dem Aus-l\u00f6semagneten als auch nach dem einen Z\u00e4hler, teilt sich also, so da\u00df beide Magnete stets zugleich ansprechen. Dieser Z\u00e4hler z\u00e4hlt demnach jede eingeworfene Marke. Ob diese an der richtigen Stelle eingeworfen wurde oder nicht, ist dabei gleichg\u00fcltig. DieserZ\u00e4hlersummiert alle abgeworfenen Marken, zeigt also schlie\u00dflich deren Gesamtzahl an. Der andere Stromweg f\u00fchrt \u00fcberdie Kontaktwalze nach dem anderen Z\u00e4hler. Auf diesem Wege kann kontrolliert werden, ob der Einwurf an der richtigen Stelle erfolgte, und zwar in folgender Weise:\nDie Reizmarken \u2014 36 St\u00fcck, also jede Form dreimal \u2014 liegen in der Fallr\u00f6hre in einer ganz bestimmten, eindeutig festgelegten und festgehaltenen Reihenfolge. Sie werden auch in dieser, also in einer bekannten Reihenfolge ausgesto\u00dfen und machen diesen Kreislauf immer wieder durch, denn jede ausgesto\u00dfene Marke legt sich nach dem Einwurf sofort wieder oben auf den Markenstapel in der Fallr\u00f6hre. Die Versuchsperson hat stets nur eine Marke in der Hand.\nDie Isolierstifte auf der Kontaktwalze sind dort in einer Reihenfolge angebracht, die der Reihenfolge der 36 Marken genau entspricht. Schaltet sich jetzt die Kontaktwalze bei jedem Einwurf um einen Stift weiter, so machen die 36 Isolierstifte den entsprechenden Kreislauf unter der Kontaktfederbr\u00fccke weg wie die Marken selbst. Beide Kreisl\u00e4ufe sind also parallel geschaltet, so da\u00df es m\u00f6glich wird, den einen, der von der Versuchsperson abh\u00e4ngt, n\u00e4mlich die Einf\u00fchrung der Marken in die\nSchlote, mit Hilfe des anderen unver- Figur 2: Innenansicht des Apparates\nFigur 1 : Geschlossener Apparat","page":3},{"file":"p0004.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 4-34- u. 435 / Telegramm-Adresse : NUMERIERWESEN\n\nFigur 3: Darstellung der Zahienscheiben\n\u00e4nderlichen zu kontrollieren. An allen 12 Schloten ist dazu die jeweils 3. Feder mit einer Feder der Federbr\u00fccke elektrisch verbunden: 1 mit 1, 2 mit 2 usw. Sollen jetzt z. B. die Marken 7 eingeworfen werden, und zwar an richtiger Stelle, so mu\u00df (bei der Einstellung des Ger\u00e4tes besorgen!) der Isolierstift unter seiner Federspitze stehen. Diese w\u00e4re damit gegen die Kontaktwalze isoliert, w\u00e4iirend alle anderen Spitzen Kontakt h\u00e4tten. Beim Einwurf an der richtigen Stelle w\u00fcrde der Stromweg \u00fcber die 3. Feder am Markenschlot zwar geschlossen, er w\u00e4re aber an der Kontaktwalze unterbrochen, so da\u00df der 2. Z\u00e4hler nicht ansprechen kann. Erfolgt der Einwurf aber an irgendeiner der 11 anderen Stellen, so besteht an der Schaltwalze \u00fcber die anderen 11 Federspitzen Kontakt, so da\u00df der 2. Z\u00e4hler anspringt. Dieser Z\u00e4hler z\u00e4hlt also alle falschen Einw\u00fcrfe, er z\u00e4hlt \u201eFehler\u201c. Au\u00dferdem ist nat\u00fcrlich auch noch der erste Z\u00e4hler gekommen, so da\u00df man schlie\u00dflich erh\u00e4lt:\n1)\tdie Zahl aller abgeworfenen Marken \u2014 die Gesamtzahl \u2014,\n2)\tdie Zahl der dabei an falscher Stelle abgeworfenen Marken \u2014 die Fehler \u2014.\nDiese beiden Zahlen ergeben sich aus den Z\u00e4hlerablesungen zu Beginn und\nam Ende der Arbeit.\nMit dem Gesamtz\u00e4hler parallel geschaltet ist der Ausl\u00f6semagnet (s. o.). Das Ger\u00e4t l\u00e4uft also bei jedem Markeneinwurf an, gleichg\u00fcltig, ob dieser an der richtigen oder falschen Stelle erfolgte.\nAls Betriebsspannung f\u00fcr das Ger\u00e4t sind 8-12 Volt zu empfehlen.\nStatt der Z\u00e4hler, oder auch in Parallelschaltung dazu, l\u00e4\u00dft sich eine Arbeitsschauuhr benutzen, um die Sortierarbeit der Versuchsperson festzuhalten, und zwar ebenfalls nach Menge und G\u00fcte (Fehler) getrennt. Die Arbeitslinie zeigt au\u00dferdem in ihrem Verlaufe den Aufbau der Arbeit und die Fehlerverteilung, zeigt das Arbeitstempo und seine Schwankungen und gestattet dadurch Schl\u00fcsse zu ziehen auf Tempo, \u00dcbung und Erm\u00fcdung.\nDieser Apparat dient zur Feststellung der Eignung f\u00fcr alle Berufe, bei denen man unter Aufwendung von Aufmerksamkeit, schneller Erkenntnis und Entschlu\u00dfkraft zu arbeiten hat. Seine Verwendung ist v\u00f6llig unbeschr\u00e4nkt und nicht etwa auf einzelne Berufsarten festgelegt.\nFigur 4: Darstellung der Figurenscheiben\nZu dem Apparat werden Zahlenscheiben (Fig. 3) und Figurenscheiben (Fig, 4) mitgeiiefert, ebenso entsprechende Einwurfaufschriften.","page":4},{"file":"p0005.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 434 u. 435 / Telegramm-Adresse : NUMERIERWESEN\nAugenpr\u00fcfer\n(Nach Dr. ing. Ullbricht.)\nDer oben abgebildete Augenpr\u00fcfer ist ein Ger\u00e4t zur Pr\u00fcfung des Sehverm\u00f6gens bei geringer Helligkeit und nach einer Blendung.\nZu den Anforderungen, die der neuzeitliche Verkehr an fast alle Fahrzeugf\u00fchrer stellt (Lokomotiv-, Kraftwagen-, auch die \u00fcbrigen Wagenf\u00fchrer), die aber auch f\u00fcr Radfahrer und schlie\u00dflich sogar f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger, die sich im Verkehrsraum bewegen m\u00fcssen, wichtig sind, geh\u00f6rt auch die F\u00e4higkeit des Auges, geringe Lichtreize wahrzunehmen, um auch w\u00e4hrend der Dunkelheit und in der Nacht die auf der Fahrbahn oder in deren n\u00e4chster Umgebung befindlichen Gegenst\u00e4nde, Fahrzeuge und etwaige Hindernisse, oder wenigstens ihre Umrisse hinreichend deutlich zu erkennen. Diese F\u00e4higkeit soll auch beim \u00dcbergang vom Hellen ins Dunkle in ausreichendem Ma\u00dfe erhalten bleiben und selbst unter dem Einflu\u00df unmittelbar vorhergegangener starker Lichtreize nicht in bedenklichem Grade oder zu lange nachhaltend lahmgelegt werden. Solche h\u00e4ufig \u00fcberstarken Lichtreize hat uns die Entwickelung des Verkehrs in \u00fcberreichem Ma\u00dfe beschert: Blendung durch Autoscheinwerfer, Stra\u00dfenbeleuchtung, Schaufenster- und Reklamelichter, Kesselfeuer der Lokomotive usw.\nWenden","page":5},{"file":"p0006.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 434 u. 435 / Telegramm-Adresse : NUMERIERWESEN\nDas zu dieser Augenuntersuchung benutzte Ger\u00e4t beruht auf dem Grundgedanken der Ullbricht'schen Photometerkugel, mit der auf einem Me\u00dffenster aus Milchglas eine in hohem Grade gleichm\u00e4\u00dfige Helligkeit erzeugt werden kann,so da\u00df sich dessen Leuchtwirkung nach au\u00dfen durch Gr\u00f6\u00dfenver\u00e4nderung der Fensterfl\u00e4che scharf stufen l\u00e4\u00dft.\nWie die vorstehenden Skizzen erkennen lassen, besteht das Ger\u00e4t aus 4 Kammern, die durch Licht\u00f6ffnungen untereinander Zusammenh\u00e4ngen. Die \u00d6ffnungen a und d sind Milchgiasfenster. In Kammer I befindet sich eine Lichtquelle. Sie sendet ihr Licht einerseits unmittelbar auf das Fenster a, andererseits durch eine Schieber\u00f6ffnung nach Kammer II. Diese gibt es wieder durch eine Schieber\u00f6ffnung nach Kammer 111, wo dann das Fenster d erleuchtet wird. Mittelst der beiden Schieber kann die Leuchtst\u00e4rke hier von Null an bis zu einem gewissen H\u00f6chstwert feinstens gestuft werden. Die Fenster a und d lassen sich durch eine lichtdicht schlie\u00dfende Klappe wechselweise abdecken.\nFenster a sei jetzt abgedeckt. \u2014 Die Versuchsperson schaut durch das Schauloch in die Kammer IV hinein und betrachtet das Fenster d. Durch Vorstecken von Blenden ist diesem eine ganz bestimmte Form gegeben. Nun wird das Licht auf d gegeben und so lange verst\u00e4rkt, bis die Form der sich langsam erhellenden Fl\u00e4che erkannt und bezeichnet werden kann. Die hierzu ben\u00f6tigte Lichtmenge ist die Reizschwelle des Auges, also der unterste Grenzwert, bei dem das Auge anspricht. Bei ung\u00fcnstigem Ausfall spricht man von Nachtblindheit.\nZum Blendversuch zeigt man nun das von der Lichtquelle unmittelbar beleuchtete Fenster a eine bestimmte Zeitlang und gibt dadurch der Versuchsperson eine Blendung. Durch ein einfaches Hilfsmittel ist sichergestellt, da\u00df diese die Blendung auch wirklich erf\u00e4hrt. Nach Abblendung von a kann man hierauf durch Zeitmessung oder Lichtmessung auf Fenster d die Nachwirkung der Blendung im Auge ermitteln.\nZum Betrieb des Apparates ist eine Stromquelle von 12 Volt erforderlich,","page":6},{"file":"p0007.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 4-34 u. 435 / Telegramm - Adresse : NUMERiERWESEN\nSchlie\u00dfkasten mit Scheibenausgeber\n(D.R.6.M.)\nF\u00fcr Berufe, in denen unter einem st\u00e4ndigen zeitzwang ruhig und sicher gearbeitet und dabei gute Raumvorstellung und Handgeschicklichkeit entwickelt werden mu\u00df, gibt derSchlie\u00dfkasten einen Einblick in die Arbeitsweise des Pr\u00fcflings, Die Ausgabevorrichtung bietet dem Pr\u00fcfling in Abst\u00e4nden von 9 Sekunden Scheiben (insgesamt 50), die sich durch die angebrachten Nuten unterscheiden. Der Pr\u00fcfling hat die Scheiben abzunehmen und in den Kasten einzuordnen, Er mu\u00df hierzu zun\u00e4chst den der Nutung entsprechenden Schlitz aufsuchen und diesen dann mit Hilfe der Scheibe herumschlie\u00dfen. Erst nach dem Schlie\u00dfen und Dr\u00fccken auf den Sperrknopf kann die Scheibe eingeworfen werden. Der Pr\u00fcfling ist bei der Probe mit beiden H\u00e4nden besch\u00e4ftigt; er kann die Scheiben nur in den richtigen Schlitz einordnen. Die G\u00fcte seiner Leistung wird nach der Zahl der ausgelassenen Scheiben, die von der Ausgebervorrichtung abgeworfen\nwurden, beurteilt.\nDer Scheibenausgeber entspricht dem auf der vorhergehenden Seite beschriebenen Apparat,\nPreis f\u00fcr Schlie\u00dfkasten mit 5 verschiedenen Schlie\u00dfl\u00f6chern . . M.\n,,\t,, Scheibenausgeber mit Motor...........................M.\n,,\t,, 50 genutete Scheiben ................................M,","page":7},{"file":"p0008.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 434 u. 435 / Telegramm - Adresse : NUMERIERWESEN\nAuftragserledigung\nDie Auftragserledigung ist eine Einrichtung zurUnter-suchung der Anstelligkeit, der praktischen Intelligenz, derArbeitsart. Die Aufgabe des Pr\u00fcflings bestehtdarin, eine Reihe von Auftr\u00e4gen (Umh\u00e4ngen von St\u00e4ben, \u00d6ffnen von Riegeln usw.) entweder unmittelbar oder aus dem Ged\u00e4chtnis richtig und so schnell wie m\u00f6glich auszuf\u00fchren. Die Auftr\u00e4ge sind zwangl\u00e4ufig so hintereinander angeordnet, da\u00df der Pr\u00fcfling bei einem Fehler nicht Weiterarbeiten kann. Er mu\u00df den Fehler erst richtigstellen und verliert dadurch Zeit. So dr\u00fcckt sich G\u00fcte und Schnelligkeit der Arbeit einfach in der Zeit aus.\nNach Erledigung s\u00e4mtlicher Auftr\u00e4ge istder Anfangszustand wiederhergestellt.\nPreis: M.","page":8},{"file":"p0009.txt","language":"de","ocr_de":"H. PA\u00dcTZE & CO, / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 4-34 u. 435 / Telegramm - Adresse : NUMERIERWESEN\nFingergeienkpr\u00fcfer\nDer Apparat pr\u00fcft die Gelenkempfindlichkeit in den Fingern f\u00fcrArbeiten, bei denenfeine Druckunterschiede wahrgenommen werden m\u00fcssen. Er besteht aus einem in einen Kasten eingebauten ungleichseitigen Hebel. Der l\u00e4ngere Arm des Hebels in dem Kasten tr\u00e4gt ein Laufgewicht, das mit Hilfe der Stellschraube auf jeden Punkt des Hebelarmes eingestellt werden kann. Das andere k\u00fcrzere Ende des Hebels ragt aus dem Kasten heraus und steht \u00fcber einer festen Platte.\nDer Pr\u00fcfling legt den Zeigefinger unter die feste Platte, den Daumen auf den Hebelarm und soll beim Zusammendr\u00fccken derFinger den Druck des Gegengewichts beurteilen. In einem zweiten, genau gleich gestalteten Kasten stellt der Pr\u00fcfleiter das Gewicht nach einerTeilung auf einen bestimmten Druck ein. Der Pr\u00fcfling soll dann selbst an dem ersten Kasten genau den gleichen Druck herstellen. Die an den Teilungen ablesbare Differenz der Drucke gibt ein Ma\u00df f\u00fcr die Gelenkempfindlichkeit.\nPreis f\u00fcr ein Paar: M.","page":9},{"file":"p0010.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 4-34- u. 435 / Telegramm-Adresse : NUMERIER WESEN\nOptometer.\nZur Untersuchung des Augenma\u00dfes hat der Pr\u00fcfling durch Drehen an dem Stellrad des Optometers den Teilstrich so zu verschieben, da\u00df er die Strecke halbiert oderein Drittel davon abschneidet. An der Einteilung mit Nonius kann die Abweichung von der richtigen Einstellung auf l/l0 mm abgelesen werden.\nPreis: M.\nAugenma\u00dfpr\u00fcfer, Einstellen von Parallelen\nDer Apparat pr\u00fcft die Leistung des Augenma\u00dfes beim Einstellen und Beurteilet\nparalleler Linien.\nVon zwei parallelen Dr\u00e4hten, die \u00fcber eine gleichm\u00e4\u00dfige Fl\u00e4che gespannt sind kann der eine durch Drehen des Handrades aus der parallelen Richtung verstell werden, Der Pr\u00fcfling hat nun an dem Handrad so lange einzustellen, bis die beiden Dr\u00e4hte wieder genau parallel sind. An einer Teilung kann der Fehle abgelesen werden. Der Apparat ist au\u00dferdem so eingerichtet, da\u00df der Abstam und die L\u00e4nge der beiden Parallelen nach Bedarf ver\u00e4ndert werden k\u00f6nner\nPreis: M.","page":10},{"file":"p0011.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 434 u. 435 / Telegramm-Adresse : NUMERIERWESEN\nKleiner Fl\u00e4chentaster.\nZwei Metallplatten k\u00f6nnen durch Mikrometerschrauben vom Versuchsleiter gegeneinander horizontal verschoben bzw. gegeneinander geneigt werden. Die Versuchsperson hat die Aufgabe, durch Abtasten diese Verschiebung bzw. Neigung festzustellen, ohne dabei hinzusehen. Durch vergleichendes Abtasten mehrerer Apparate mit verschiedener Einstellung kann die Aufgabe\ndifferenziert werden.\nAnwendungsgebiete: Alle Berufe, die ein feines Tastgef\u00fchl erfordern, wie Feinmechaniker, Maschinenbauer, Materialpr\u00fcfer usw.\nGro\u00dfer Fl\u00e4chentaster.\nDurch exzentrische Scheiben k\u00f6nnen durch den Versuchsleiter in einer d\u00fcnnen Stahlplatte Unebenheiten erzeugt werden. Die Versuchsperson hat z. B. die Aufgabe, die Lage und den Grad der Unebenheiten durch Abtasten\nfestzustellen.\nEin Ma\u00dfstab ist dann die Differenz zwischen subjektiver Angabe \u00fcber Lage und Grad der Unebenheiten und der objektiven Stellung der Mikrometerschrauben.\nAnwendungsgebiet: Eignungspr\u00fcfungen in der Maschinenindustrie im allgemeinen, ferner z. B. f\u00fcr Maschinisten, Maschinenbauer usw., die Unebenheiten in den Lagerschalen und Gleitbahnen durch Abtasten feststellen\nm\u00fcssen.","page":11},{"file":"p0012.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 4-34 u. 435 / Telegramm - Adresse : NUMERIERWESE\nKleiner Handgelenkpr\u00fcfer.\nDieser Apparat dient zur Pr\u00fcfung der Feingelenkempfindung des Handgelenkes. Die Versuchsperson hat mittels eines knopfartigen Handgriffes einenZeigeraufeinerScheibezudrehenbiszueinem festen Anschlag, der vom Versuchsleiter erstmalig eingestellt wird, und wieder zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Scheibe tr\u00e4gt eine f\u00fcr die Versuchsperson nicht sichtbare Kreisbogenskala.\nDie Versuchsperson hat dann z. B. die Aufgabe, nach dem Ged\u00e4chtnis den Weg der eben ausgef\u00fchrten Drehbewegung, der bis zum Anschlag reichte, nochmals oder wiederholt mit der Handdrehung zu beschreiben, nachdem der Anschlag beseitigt worden ist. Ein Ma\u00dfstab f\u00fcr die Handgelenkempfindung ist dann die Differenz zwischen der gegebenen Zeigerstellung und der ged\u00e4chtnism\u00e4\u00dfig wiederhergestellten.\nAnwendungsgebiet: Lehrlingsauslese f\u00fcr Industrie und Handwerk, Feinmechaniker, Maschinenbauer, Maschinenarbeiter, Ein\u00fcbung f\u00fcr Artisten, Malmodelle usw.","page":12},{"file":"p0013.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 434 u. 435 / Telegramm-Adresse : NUMERIERWESEN\nAufreiher\nVorrichtung zur Pr\u00fcfung der einfachen Handgeschicklichkeit.\nAuf einem feststehenden 5 mm starken und mehrmals gebogenen Eisendraht sind 100 Messingscheiben aufgeschoben, die vom Pr\u00fcfling zuerst ab-und dann wieder aufzureihen sind. Die Arbeit wird nur nach der Zeit bewertet.\nSortierkasten\nMit Hilfe dieses Pr\u00fcfungsger\u00e4tes wird die Aufgabe gestellt, 100 Karten unter Beachtung bestimmter Merkmale alphabetisch in einen Kasten einzuordnen. Bei dieser Probe wird die Arbeitsgeschwindigkeit und die Zuverl\u00e4ssigkeit in der Merkmalsbeachtung beurteilt. Bewertet wird die Zahl der in der vorgesehenen Zeit nicht einsortierten und au\u00dferdem die Zahl der falsch eingeordneten Karten. Diese Fehler lassen sich leicht feststellen, weil die in dasselbe Fach einzuordnenden Karten an der gleichen Stelle gelocht sind.","page":13},{"file":"p0014.txt","language":"de","ocr_de":"H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK\nBerlin-Reinickendorf-Ost / Markstra\u00dfe 32\nTel.: Reinickendorf 434 u. 435 / Telegramm - Adresse : NUMERIERWESEN\nFormvariator,\ntotrnr rFia avrn\nDer Grundgedanke des Formvariators besteht darin, da\u00df ein Raumgebilde aus starren, aber v\u00f6llig gelenkig miteinander verbundenen St\u00e4ben hergestellt wird. Die Verschiebung der einzelnen Gelenke gestattet die Bildung der abgebildeten Figuren und vieler anderer. Der Apparat dient zur Pr\u00fcfung der geometrischen Auffassungsgabe im Raumlehrunterricht. Es empfiehlt sich jeweils die Anschaffung mehrerer Ger\u00e4te, damit eine gr\u00f6\u00dfere Zahl von Sch\u00fclern zugleich experimentieren kann.\nDieses Lehrmittel empfiehlt sich besonders f\u00fcr Berufsschulen.","page":14},{"file":"z0001.txt","language":"de","ocr_de":"Wie die M\u00fcnchener Presse \u00fcber die auf der M\u00fcnchener Ausstellung von uns ausgestellten Psycho-technischen Apparate urteilt:\nDie Maschine a!s Examinator.\nEin geordneter Verkehr erfordert richtig ausgew\u00e4hlte und sorgf\u00e4ltig geschulte Hilfskr\u00e4fte. Ein ungen\u00fcgend ausgebildeter Bediensteter bedeutet in den \u00e4u\u00dferen Betrieben eines Verkehrsunternehmens eine Gefahr f\u00fcr seine Mitmenschen; es braucht hier nur an Stra\u00dfenbahn-, Kraftwagen- und Loko-motivf\u00fchrung erinnert zu werden.\nUm von Anfang an eine m\u00f6glichst richtige Auswahl des Personals zu gew\u00e4hrleisten, haben Reichsbahn, Reichspost und andere Institute einschlie\u00dflich gro\u00dfer Industrieunternehmungen eine Reihe von psychotech-nischen Apparaten eingef\u00fchrt, die den Anw\u00e4rter auf seine geistige und k\u00f6rperliche Eignung selbstt\u00e4tig pr\u00fcfen. Die ersten Versuche in dieser Richtung wurden im Jahre 1919 gemacht. Seit 1922 ist das psychotechnische Verfahren obligatorisch. Eine F\u00fchrung durch den technischen Sekret\u00e4r der Reichsbahn, Herrn Happach, machte mit den haupts\u00e4chlichsten Apparaten, die auf der Deutschen Verkehrsausstellung zu sehen sind, bekannt.\nDa ist zun\u00e4chst in einem eigenen Raum der gro\u00dfe Pr\u00fcfapparat f\u00fcr Fahrer der Firma H.Pautze & Co., Berlin-Reinickendorf-Ost, Markstra\u00dfe \u25a0 32. Er dient zur Geschicklichkeitspr\u00fcfung f\u00fcr Lokomotivf\u00fchreranw\u00e4rter. Der Pr\u00fcfling bekommt Fahrhebel und Bremse in die Hand, ein kinemato-graphischer Apparat wird eingestellt und l\u00e4\u00dft seine Bilder \u00fcber die langgestreckte Leinwand vor dem F\u00fchrersitz rollen. Hierdurch scheint es, als ob der Fahrer, dem die Leinwandbilder entgegenrollen, sich selbst in voller Fahrt befinde. Die Bilder sind nun mit allen m\u00f6glichen Hindernissen gespickt: Haltsignale, Stra\u00dfen\u00fcberg\u00e4nge, fahrende Autos usw., die die Geistesgegenwart des F\u00fchrers auf eine harte Probe stellen. Alle Fehler, die er macht, werden elektrisch gez\u00e4hlt. Und da jeder Pr\u00fcfling genau dieselben Aufgaben bekommt, kann er sich nicht \u00fcber die Launen seines Examinators beschweren. Nach Schlu\u00df der Ausstellung soll dieser Apparat in M\u00fcnchen Verwendung finden.\nIn einem Kasten stecken verschiedene Schl\u00fcssel, die in einer vorgeschriebenen Reihenfolge in andere L\u00f6cher umgesteckt werden m\u00fcssen. Ist der letzte Schl\u00fcssel richtig gesteckt, so \u00f6ffnet sich eine Klappe, die neue Auftr\u00e4ge enth\u00e4lt. Bei dieser Aufgabe wird nat\u00fcrlich die Zeit gewertet.\nF\u00fcr Lehrlinge sind Apparate konstruiert, die die Merkf\u00e4higkeit f\u00fcr Zahlen, technisches Verst\u00e4ndnis, Augenma\u00df, Gef\u00fchl f\u00fcr Gewichtsunterschiede, Tastsinn f\u00fcr H\u00e4rte, Gl\u00e4tte und Umri\u00df der Formen einwandfrei erkennen lassen. Besonders wichtig ist die Pr\u00fcfung der Geschicklichkeit der Hand. Hier m\u00fcssen die Lehrlinge einen Draht nach einem vorliegenden Muster in kurzer Zeit biegen, gelochte M\u00fcnzen \u00fcber einen unregelm\u00e4\u00dfig-gebogenen Draht ziehen usw. Die Bahnwerkst\u00e4tten richten sich bei der Auswahl der Lehrlinge nach den Pr\u00fcfungsergebnissen des psychotechnischen Laboratoriums der Reichsbahndirektion M\u00fcnchen.\nIn kurzen Zeitabst\u00e4nden fallen aus einem anderen Apparat M\u00fcnzen, die schnell in bestimmte Schlitze gesteckt werden m\u00fcssen.\n(M\u00fcnchener Zeitung.)","page":0},{"file":"z0002.txt","language":"de","ocr_de":"Psychotechnik.\nIn ihren Anf\u00e4ngen vielfach bek\u00e4mpft, isst die Psychotechnik, d. h. die mechanische Pr\u00fcfung der Tauglichkeit f\u00fcr einen bestimmten Beruf, heute ein unbedingt anerkanntes Verfahren, um ungeeignete Arbeitskr\u00e4fte auszuschalten und die Auswahl der besten zu erreichen. Der Beruf, der dem Menschen Freude macht, ist doch meistens zugleich der, f\u00fcr den er geeignet ist. Diese Eignung ist, das sieht man an den Schwankungen der Probeleistung, ungemein verschieden. Der Beweis f\u00fcr die Zuverl\u00e4ssigkeit solcher Untersuchungen liegt sowohl in der Tatsache, da\u00df bei mehrfachen Wiederholungen trotz einzelner Schwankungen der Gute gut und der Schlechte schlecht bleibt, und dann vor allem darin, da\u00df in der Praxis die von der theoretischen Pr\u00fcfstelle Vorgeschlagenen auch wirklich die Brauchbaren sind.\nEine besondere Abteilung der Deutschen Verkehrsausstellung unter Oberleitung des Reichsbahnsekret\u00e4rs Happach gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die mannigfachen Versuche an Pr\u00fcflingen. Besonders bemerkenswert ist die Pr\u00fcfung zur Gewinnung ausbildungsf\u00e4higer Lokomotivf\u00fchrer. Die Maschinenfabrik H. Pautze & Co., Berlin-Reinickendorf, hat mit Hilfe eines kinemato-graphischen Verfahrens einen sinnreichen Apparat hergestellt. Der Pr\u00fcfling steht, Fahrstrom und Bremse bedienend, auf seinem F\u00fchrerstand, die Gleise bewegen sich, als ob er selbst in Fahrt w\u00e4re, auf ihn zu. Ein Z\u00e4hlwerk stellt einwandfrei fest, ob er die unvermutet auftauchenden Hindernisse, Haltsignale usw. entsprechend beachtet hat. Diese Proben werden demn\u00e4chst auch in Bayern eingef\u00fchrt. Ein Bahnsteigschaffner, der einen besonders scharfen Blick f\u00fcr die G\u00fcltigkeit der rasch angesammelten Fahrkarten haben mu\u00df, wird durch einen Apparat gepr\u00fcft, der auf einem Laufband richtige und falsche Zeichen willk\u00fcrlich nebeneinander vorbeigleiten l\u00e4\u00dft. Dann wieder m\u00fcssen bestimmte Aufgaben im Kopf gemerkt und entsprechend durchgef\u00fchrt werden, wobei teils die Zahl der Fehler, teils der Zeitablauf gemessen wird. Lehrlinge werden auf ihren Tastsinn an ungleichen Gewichten gepr\u00fcft, ihr Augenma\u00df wird an verschiedenen Formen ge\u00fcbt, ihr technisches Verst\u00e4ndnis an der Geschicklichkeit erkannt, mit der sie ein Drahtmuster m\u00f6glichst \u00e4hnlich nachbiegen. Vielfach sind die Apparate, die Auffassungsverm\u00f6gen und Intelligenz kontrollieren. Ein wichtiger Punkt ist die Nervosit\u00e4t. Metallpl\u00e4ttchen, die in verschiedene Schlitze verpa\u00dft sind, werden von einer Maschine in kurzen Zwischenpausen ausgegeben; wer gleich beim ersten Mi\u00dferfolg, durch das Klappern der ungen\u00fctzt herunterfallenden St\u00fccke zappelig wird, der hat schon verspielt.\nIn vielen F\u00e4llen erspart eine theoretische Pr\u00fcfung die M\u00fche, Ungeeignete jahrelang auszubilden und dann doch f\u00fcr den angestrebten Dienst verloren zu sehen. Bei einer idealen H\u00f6chstforderung von 100 Punkten werden von einzelnen Resultate bis zu 98 Punkten erreicht, der Durchschnitt bewegt sich zwischen 60 und 70. F\u00fcr die Betriebe ergibt sich eine brauchbare Handhabe in der Auswahl des Personals; sie kommt nicht nur der deutschen Wirtschaft zugute, sondern auch bei besonders verantwortlichen Stellen \u2014\u25a0 Lokomotivf\u00fchrern, Kraftwagenf\u00fchrern, Hochspannungsarbeitern, Angestellten der chemischen Industrie \u2014 verringert sie . Ui^gl\u00fccksf\u00e4lle, zumal ja solche Pr\u00fcfungen nicht nur am Anfang die Geeignetheit, sondern auch bei h\u00f6herem Lebensalter die weitere Verwendbarkeit erkennen lassen.\n(M\u00fcnchener Neueste Nachrichten.)","page":0}],"identifier":"lit23707","issued":"1925","language":"de","pages":"22","startpages":"22","title":"Psycho-technische Apparate, Abteilung III","type":"Trade Catalogue"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T13:39:45.619083+00:00"}

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