Open Access
{"created":"2022-01-31T13:40:17.745972+00:00","id":"lit24062","links":{},"metadata":{"contributors":[{"name":"Spindler & Hoyer","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"G\u00f6ttingen","fulltext":[{"file":"a0005.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER\nWERKST\u00c4TTE\nF\u00dcR WISSENSCHAFTLICHE PR\u00c4CISIONSINSTRUMENTE\nG\u00d6TTINGEN.\nAPPARATE F\u00dcR\nPSYCHOLOGISCHE UNTERSUCHUNGEN.\nPreisliste XXI.","page":0},{"file":"a0006.txt","language":"de","ocr_de":"Vorwort.\nJ)er Aufforderung der Finna Spindler & Hoyer, f\u00fcr den vorliegenden Katalog die Apparate zusammenzustellen und zu beschreiben, bin ich gerne nachgekommen. Denn wenn diese Arbeit auch viel mehr Zeit und M\u00fche kostet, als es auf den ersten Blick scheinen mag, so hoffte ich doch im Interesse der Wissenschaft zu handeln.\nErstens wird es manchem Forscher viel M\u00fche ersparen, wenn er einen gro\u00dfen Teil der Apparate zusammengestellt vorfindet und deren Beschreibungen stets bequem zur Hand haben kann.\nDer Katalog sollte indessen mehr leisten, als etwa eine Zusammenstellung der bis jetzt \u00fcber die betreffenden Apparate ver\u00f6ffentlichten Beschreibungen und Notizen. Zun\u00e4chst sind die Beschreibungen, auch wo es sich um verwandte Apparate handelt, sehr verschieden, in der einen ist dieses, in der andern jenes betont, die eine nach diesen, die andere nach jenen Gesichtspunkten geordnet. Hier sind sie nach einem gemeinschaftlichen Schema verfa\u00dft und so ihre Vergleichung wesentlich bequemer gemacht. Dazu kommt aber vor allem Folgendes. Will man sich z. B. \u00fcber einen Ged\u00e4chtnisapparat ein sicheres Urteil bilden, so wird man alle in den bisher ver\u00f6ffentlichten Beschreibungen geltend gemachten Forderungen sorgf\u00e4ltig sammeln, event!, die aus eigener Praxis gewonnenen hinzuf\u00fcgen, sich \u00fcber die gr\u00f6\u00dfere oder geringere Wichtigkeit derselben ein Urteil bilden, und, so ger\u00fcstet, an die Kritik herantreten. Diese Arbeit versuchte ich nun im vorliegenden Kataloge zum Teil vorwegzunehmen, indem ich in gemeinsamen Vorbemerkungen zu zusammengeh\u00f6rigen Apparaten die psychologischen und praktischen Forderungen zusammenstellte und darauf bei den Beschreibungen R\u00fccksicht nahm.\nIn der Beschreibung der einzelnen Apparate, der Details, der physikalischen Fehlerquellen und deren Kontrolle, ihrer Gebrauchsanweisung etc., konnte lange nicht alles gesagt werden, was zu sagen gewesen w\u00e4re. Dazu h\u00e4tte mindestens der dreifache Raum zur Verf\u00fcgung stehen m\u00fcssen. Ich war daher gezwungen, eine Auswahl zu treffen. Es wurde manches weggelassen, was mir gen\u00fcgend bekannt oder weniger wichtig schien; zum Teil freilich beruhte die Auswahl auch darauf, da\u00df es mir nicht m\u00f6glich war, jeden Apparat durchzuversuchen. Man m\u00f6ge es mir daher verzeihen, wenn sich auch in wichtigeren Punkten L\u00fccken finden sollten. Vielleicht wird in einer Neuauflage Gelegenheit sein, diese auszuf\u00fcllen. Aber es d\u00fcrfte wohl in der Natur der Aufgabe liegen, da\u00df man sie nie als vollst\u00e4ndig gel\u00f6st wird ansehen k\u00f6nnen.\nBerlin, Oktober 1908.\nDr. Hans Rupp\nAssistent am psychol. Institut zu Berlin (fr\u00fcher Assist, am psychol. Instit. zu G\u00f6ttingen.)","page":0},{"file":"a0008.txt","language":"de","ocr_de":"Vorwort.\nIm Jahre 1898 ging die Firma Carl Djederichs, welche sich u. a. mit der Anfertigung von psychologischen Apparaten nach Angaben von G. E. M\u00fcller und Schumann befasste, in unseren Besitz \u00fcber.\nWir haben uns nun die Aufgabe gestellt, uns eingehender mit der Herstellung psychologischer Apparate zu besch\u00e4ftigen. Zu diesem Zwecke haben wir die Anfertigung einer Reihe von Modellen in Angriff genommen, die teils Verbesserungen unserer fr\u00fcheren Modelle darstellen, teils aber neue, den neuesten Forderungen entsprechende Apparate sind. Einige dieser Neukonstruktionen sind noch nicht zur Vollendung gelangt. Wir beschr\u00e4nken uns daher im folgenden darauf, auf sie an entsprechender Stelle blos hinzuweisen, und werden ihre genaue Beschreibung sp\u00e4ter in Erg\u00e4nzungsheften mitteilen.\nDa eine gr\u00f6ssere Anzahl von bew\u00e4hrten Apparaten von anderen Mechanikern hergestellt werden, so haben wir uns, um ein psychologisches Laboratorium ann\u00e4hernd vollst\u00e4ndig einrichten zu k\u00f6nnen, mit diesen Mechanikern in Verbindung gesetzt und von den meisten von ihnen die Einwilligung erwirkt, einige ihrer Apparate in unseren Katalog aufnehmen zu d\u00fcrfen. Wir nehmen die Bestellung auf diese Apparate entgegen und liefern sie zu denselben Preisen, wie sie von den betreffenden Mechanikern selbst geliefert werden. Dieses Vorgehen d\u00fcrfte wohl den P. P. Herren Psychologen willkommen sein, weil wir damit in unserem Kataloge eine grosse Anzahl der wichtigsten Apparate zusammenstellen k\u00f6nnen, die sonst zum Teil in den Katalogen der verschiedenen Mechaniker zerstreut sind, w\u00e4hrend sich ein anderer Teil nur in B\u00fcchern und Zeitschriften findet, so dass es oft viel M\u00fche kostet, sie zusammenzusuchen.\nWir bitten jedoch, dass man nicht eine Liste aller bis jetzt hergestellten Apparate erwarten m\u00f6ge. Wir haben \u00e4ltere und schon \u00fcbertroffene Apparate nicht aufgenommen und ebenso eine Aufz\u00e4hlung von verschiedenen Modellen desselben Apparates, die keine wesentlichen Unterschiede zeigen, vermieden. Endlich bitten wir zu ber\u00fccksichtigen, dass das Unternehmen im Werden begriffen ist. Wir hoffen jedoch, dass es uns im Laufe der Zeit gelingen wird, die L\u00fccken auszuf\u00fcllen.\nIn dem vorliegenden Kataloge sind die wichtigsten Eigenschaften der angef\u00fchrten Apparate an der Hand von Abbildungen und schematischen Zeichnungen kurz beschrieben, und ist auf Zweck und Verwendung derselben hingewiesen. F\u00fcr einzelne Apparate, bei welchen es w\u00fcnschenswert sein d\u00fcrfte, werden wir sp\u00e4ter eine eingehende Beschreibung und genaue Gebrauchsanweisung beif\u00fcgen. Bei Anfragen und Bestellungen geben wir nat\u00fcrlich gerne die eingehendsten Ausk\u00fcnfte.\nSpindler & Hoyer.","page":0},{"file":"a0009.txt","language":"de","ocr_de":"Verkaufs-Bedingungen.\nDer Versand erfolgt auf Rechnung und Gefahr des Empf\u00e4ngers, je nach dem Gewicht der Apparate per Post oder Bahn.\nDie Verpackung wird aufs Sorgf\u00e4ltigste vorgenommen und zum Selbstkostenpreis berechnet.\nDie Preise verstehen sich in Reichsmark und gelten f\u00fcr Barzahlung.\nFremde Geldsorten und Checks werden zum Tageskurse verrechnet.\nBei Bestellungen bitten wir um genaue Angabe der Nummer des bestellten Gegenstandes.\nHandelt es sich um Apparate, welche mit elektrischem Strom bet\u00e4tigt werden, so bitten wir stets anzugeben, welche Stromquellen (Elemente, Akkumulatoren, Anschluss an das Hochspannungsnetz, Gleich- oder Wechselstrom) vorhanden und f\u00fcr welche Volt- und Amperezahl dieselben eingerichtet sind.","page":0},{"file":"p0005.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER, \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nI. Apparate f\u00fcr\nZeitmessungen und Registrierapparate.\nChronoskope, Chronometer, Uhren.\nNo. 1. Chronoskop nach Hipp. Dieses Instrument hat sich in der Psychologie und Psychiatrie vollst\u00e4ndig eingeb\u00fcrgert und wird bei Ged\u00e4chtnis- und bei allen Arten von Reaktionsversuchen fast ausschlieglidi benutzt. In seiner am h\u00e4ufigsten vorkommenden Form, mod\u00e8le courant, gestattet es, Zeiten bis auf Vioou Sek. = 1 ei genau zu bestimmen, und hat eine Laufzeit von einer Minute. Das Uhrwerk wird durch ein Gewicht getrieben und sein Gang durch eine genau gestimmte Lamelle reguliert. Das Zeigerwerk kann elektromagnetisch aus- und eingeschaltet werden, und zwar ist das Instrument entweder so zu schalten, dag die Zeiger sich drehen, solange ein Strom durch das Chronoskop geht, oder so, dag sie sich drehen, solange der Strom unterbrochen oder durch Nebenleitung hinl\u00e4nglich geschw\u00e4cht ist. Die Wahl der Schaltung h\u00e4ngt u. a. davon ab, ob das Reiz- und das Reaktionsinstrument f\u00fcr \u00d6ffnung oder f\u00fcr Schlie\u00dfung eines Kontaktes eingerichtet sind. In der Vorbemerkung zu Gruppe \u201eVI. Apparate f\u00fcr Reaktionsversuche\u201c sind einige Schaltungen angef\u00fchrt.\nDas Instrument wird auger in der beschriebenen, gew\u00f6hnlichen Form nodi in zwei gr\u00f6geren Formen hergestellt, in weldien es wesentlich praktischer, freilidi audi wesentlidi teurer ist, da diese Modelle relativ selten angefertigt werden. Das eine Modell, grand mod\u00e8le, unterscheidet sich von der gew\u00f6hnlichen Form nur durch die l\u00e4ngere Laufzeit von 6 Minuten ; das zweite, grand mod\u00e8le \u00e0 trois cadrans, unterscheidet sich erstens dadurch, dag es die Zeiten nur auf I/l00 statt auf \u2018/iooo Sek. genau angibt; zweitens durch bedeutend l\u00e4ngere Laufzeiten, 30 oder 60 Minuten, je nachdem die Fallh\u00f6he des Gewichtes 1 m oder nur 50 cm betragen soll ; drittens dadurch, dag es 3 Zifferbl\u00e4tter und 3 Zeiger besitzt, von denen der eine >/ino Sek., der zweite und dritte die Sekunden und Minuten anzeigt. Beide Apparate sind auf einer Konsole montiert, die an einer Wand zu befestigen ist.\nPl \u2022eis No. la mod\u00e8le courant\tMk. 350,\u2014\n\u201e No. 11) grand mod\u00e8le\t\u201e 490,\u2014\nNo. lc grand mod\u00e8le \u00e0 trois cadrans \u201e 605,\n5","page":5},{"file":"p0006.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER, \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 2. Chronometer d\u2019ArsOnval. Dieses Instrument wird durch eine Feder betrieben und zeigt 1/200 Sekunden an. Die elektromagnetische Ein- und Ausschaltung des Zeigerwerkes ist dieselbe wie beim Hipp. Jedoch ist der Apparat so eingerichtet, dag das Zeigerwerk nur dann geht, wenn der Strom ge\u00f6ffnet bez. geschw\u00e4cht ist. Laufzeit 10 Minuten. Die Zeiger k\u00f6nnen stets in die Nullstellung gebracht werden, so dag die Zeiten direkt abgelesen werden k\u00f6nnen, nicht erst durch Subtraktion zu berechnen sind wie beim Hipp.\tPreis 51k. 310,\u2014\nNo. 3. Chronoskop nach Ewald. Dasselbe benugt die momentanen Stronischliegungen einer Stimmgabel von 100 Doppelschwingungen dazu, elektro-magnetisch einen Zeiger bei jeder Schwingung um einen Teilstrich weiter zu bewegen. Der Zeiger kann nadi jeder Ablesung in die Nullstellung gebracht werden.\nPreis Mk. 175,\u2014\nNo. 4. Vernier-Clironoskop nach Sanford. (Sanford \u201eThe Vernier-Chronoskope\u201c Amer. Journ. of Psych. Vol. IX und \u201eImprovements in the Vernier-Chronoskope\u201c ebenda Vol. XII). Dieses Chronoskop gestattet, Zeiten in 1/so Sekunde (vergl. auch die Anm.) zu messen. Vor den \u00fcbrigen Chronoskopen hat es den Vorzug der Einfachheit und Billigkeit. Das zur Zeitmessung n\u00f6tige Ausz\u00e4hlen der Schwingungen ist allerdings umst\u00e4ndlicher als das einfache Ablesen der Zeiten bei den Uhren. Besonders ist das Instrument bei Forschungsreisen zu empfehlen.\nDas Prinzip des Apparates ist folgendes: Er besteht erstens aus 2 Pendeln, von weldien das eine etwas l\u00e4nger ist als das andere, und zweitens aus Vorriditungen, die gestatten, das l\u00e4ngere Pendel am Beginn der zu messenden Zeit (in der Regel eine Reaktionszeit) loszulassen, das k\u00fcrzere am Ende derselben. Die maximale Amplitude (feste Ausgangslage) beider Pendel ist dieselbe.\nBei Modell I und II ist die Pendell\u00e4nge so zu regulieren, dag das l\u00e4ngere Pendel eine Doppelschwingung in 0,80 Sekunden, das k\u00fcrzere in 0,78 Sekunden aus-\n6","page":6},{"file":"p0007.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER, \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nf\u00fchrt. Wenn daher beide Pendel zu gleicher Zeit losgelassen werden, so wird bei jeder Schwingung des k\u00fcrzeren, das l\u00e4ngere Pendel um 0,02 = x/60 Sekunde Zur\u00fcckbleiben. Am Ende der 40. Schwingung des k\u00fcrzeren Pendels wird das l\u00e4ngere um 40XV5o=0,80 Sekunde zur\u00fcckgeblieben sein, also um eine ganze Schwingung; das hei\u00dft, es werden die 4L Schwingung des k\u00fcrzeren und die 40. Schwingung des l\u00e4ngeren Pendels wieder gleichzeitig beginnen (Koinzidenz). Wird ferner das k\u00fcrzere Pendel z. B. um eine V 50 Sekunden sp\u00e4ter losgelassen als das l\u00e4ngere, so mu\u00df, wie aus dem Gesagten unmittelbar hervorgeht, am Ende der ersten Schwingung des k\u00fcrzeren Pendels Koinzidenz eintreten. Wenn es nach 2, 3 '/so Sekunden losgelassen wird, so werden analog am Ende der 2., 3. Schwingung die beiden Pendel koinzidieren. Will man daher umgekehrt wissen, um wieviel Sekunden das k\u00fcrzere Pendel sp\u00e4ter losgelassen wurde, wie gro\u00df also die Reaktionszeit war, so braucht man nur die Schwingungen des k\u00fcrzeren Pendels zu z\u00e4hlen bis zu jener Schwingung, an deren Ende die erste Koinzidenz stattfand. Die Anzahl der Schwingungen gibt die L\u00e4nge der Reaktionszeit in '/60 Sekunde an. Dasselbe Resultat erh\u00e4lt man, wie eine einfache Erw\u00e4gung ergibt, wenn man die Schwingungen des l\u00e4ngeren Pendels vom Beginn der Reaktionszeit an z\u00e4hlt bis zu jener Schwingung, an deren Ende Koinzidenz eintrat. Dieses Verfahren ist bei dem vorliegenden Modell bequemer, weil das l\u00e4ngere Pendel auf der dem Versuchsleiter zugekehrten Seite h\u00e4ngt. Wenn das gr\u00f6\u00dfere Pendel 1, 2 Schwingungen vollendet, ehe das zweite Pendel losgelassen wird, so sind nat\u00fcrlich zum erhaltenen Resultat 1X0,8, 2X0,8 Sekunden zu addieren.\nDie in Rede stehenden Modelle sind nicht blos Chronoskope, sondern sie enthalten au\u00dferdem Vorrichtungen f\u00fcr eine ganze Reihe von Reizen und f\u00fcr Reaktionen; das tr\u00e4gt audi dazu bei, den Apparat namentlich f\u00fcr Reisende wertvoll zu machen.\nModell I. Auf einer stabilen, gu\u00dfeisernen Platte erhebt sieh (in der Figur hinten sichtbar) ein Tr\u00e4ger, an dessen oberem Ende eine horizontale Leiste befestigt ist. An dieser le\u00dfteren sind mittels F\u00e4den die 2 Pendelscheiben aufgeh\u00e4ngt.\nUm den Pendeln ohne M\u00fche die richtige L\u00e4nge geben zu k\u00f6nnen, ist folgende einfache Vorrichtung getroffen: der oben erw\u00e4hnte Tr\u00e4ger hat nahe dem unteren Ende zwei \u00fcbereinander liegende L\u00f6cher; ebenso sind die beiden Pendelscheiben in ihrer Mitte durchlocht. In diese L\u00f6cher passt ganz exakt der in der Figur neben dem Apparate liegend gezeichnete Stab. Steckt man ihn z. B. in das untere Loch und schiebt \u00fcber ihn die Scheibe des vorderen, l\u00e4ngeren Pendels, so braucht man nur den Faden desselben etwas zu spannen, um dem Pendel die richtige L\u00e4nge zu geben. Analog dient das obere Loch in dem Tr\u00e4ger dazu, das kurze Pendel einzustellen.\nFreilich ist es n\u00f6tig, die Schwingungsdauer nachtr\u00e4glich noch genauer mittels der Stoppuhr zu messen. Es schadet nichts, wenn dabei Zahlen herauskommen sollten, die von den oben angegebenen 0,80 und 0,78 ein wenig differieren. Man mi\u00dft eben dann die Reaktionszeit nicht in '/50 = 0,02 Sekunden, sondern z. B. in 0,021 Sekunden als Einheiten. Man vergleiche hier\u00fcber die erste der oben zitierten Abhandlungen.\n7","page":7},{"file":"p0008.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER, \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nVon den weiteren Teilen des Apparates springen vor allem die 2 Taster in die Augen. Der vordere dient dazu, den Reiz auszul\u00f6sen und im gleichen Moment das vordere Pendel loszulassen, der hintere Taster wird als Reaktionstaster benugt. Sowie die Versuchsperson beginnt, ihn niederzudr\u00fccken, wird das zweite Pendel frei.\nDie Schemen Ia und Ib zeigen die Wirkungsweise dieser Vorrichtungen deutlicher. Die Taster bestehen aus dem Winkelhebel A, der um die Axe a drehbar ist. Der horizontale Schenkel tr\u00e4gt den Knopf, der vertikale Schenkel ist an seinem oberen Ende so abgeschliffen, dag seine Schleiffl\u00e4che a genau auf die untere Fl\u00e4che b des nicht beweglichen St\u00fcckes B pagt. Eine Feder, die unterhalb des Knopfes angreift (in der Figur sichtbar), dr\u00fcckt den horizontalen Schenkel nach oben und pregt damit a fest an b an.\nDie Pendelscheibe tr\u00e4gt einen Ring, der mit einem flachen Stiel versehen ist. Dieser Stiel wird zwischen den eben genannten Schleiffl\u00e4ehen a und b eingeklemmt. Wird auf den Taster gedr\u00fcckt, so entfernen sich, wie Schema I b zeigt, die beiden Schleiffl\u00e4dien, und der Stiel und mit ihm auch das Pendel wird losgelassen.\nDie Ausl\u00f6sung einiger Reize beim Niederdr\u00fccken des vorderen Tasters geschieht in folgender einfacher Weise. Akustische Reize k\u00f6nnen dadurch erzeugt werden, dag man mit einem harten Gegenstand mit gleicher St\u00e4rke auf den Knopf des Tasters schl\u00e4gt. Man kann sich audi trainieren, gleichzeitig auf den Taster zu dr\u00fccken und ein Wort oder eine sinnlose Silbe auszusprechen; dadurch wird der Apparat f\u00fcr viele und widitige Versuche verwendbar. Zur Ausl\u00f6sung eines visuellen Reizes wird auf dem vertikalen Schenkel A des vorderen Tasters ein vertikaler Stab befestigt (siehe Figur), der oben mittels einer Klammer ein Sdiirmchen tr\u00e4gt (in der Figur nicht gezeichnet). Dieses verdeckt ein zweites Schirmehen, das durch eine Klammer gehalten wird, welche vorne an der die Pendel tragende Leiste aufgesegt ist. Das zweite Sdiirmchen besigt das Reizobjekt; es ist mit Papier von bestimmter Farbe \u00fcberklebt, oder es stehen Worte oder Ziffern auf demselben etc. Wird nun der Taster niedergedr\u00fcckt, so wird das zuerst genannte Sdiirmchen weggezogen und da-durdi das Reizschirmchen sichtbar. Auch primitive Tastreize lassen sich gleichzeitig mit","page":8},{"file":"p0009.txt","language":"de","ocr_de":"\tQDTXTm T?T?\tWHVTTP o f^\u00d6TTTNOFW\t\n\t\ti\ndem Niederdr\u00fccken des Tasters applizieren, indem die Versuchsperson einen Finger so unter die Hand des Versuchsleiters legt, dag er von dieser beim Niederdr\u00fccken des Tasters ber\u00fchrt wird. Zur Reaktion dient zun\u00e4chst der zweite Taster. \u00dcbt man jedodi die Versuchsperson darauf ein, gleichzeitig mit dem Beginn des Sprechens auf den Taster zu dr\u00fccken, so kann man den Apparat f\u00fcr alle m\u00f6glidien sprachlichen Reaktionen verwenden, wodurch sich wieder, wie durch den sprachlichen Reiz, das Anwendungsgebiet des Apparates sehr erweitert.\nModell IT. Dieses Modell unterscheidet sich in zwei Punkten von dem fr\u00fcheren. Erstens li\u00e2t es 2 Taster zur Reaktion; es eignet sich also f\u00fcr die sogenannten Wahlreaktionen, wenn man zur Reaktion die Tasterbewegung w\u00e4hlt. (Bei sprach-lidier Reaktion lassen sich dieselben Versuche, wie oben erw\u00e4hnt, auch mit dem vorigen Modell ausf\u00fchren). Zweitens ist an dem Taster des Versudisleiters ein Kontakt angebracht, weldier bei Beginn des Niederdr\u00fcckens ge\u00f6ffnet wird. Durch diese legte Einrichtung wird der Apparat f\u00fcr viele neue F\u00e4lle brauchbar. Schaltet man n\u00e4mlich in den Stromkreis, welcher durch diesen Kontakt geht, ein Induktorium, so kann man zur Reizung Funken, Geigler-sche R\u00f6hren, Telephone, Elektroden zur Hautreizung etc. verwenden; man ist hinsichtlich des Ortes, an weldiem der Reiz erzeugt werden soll, nidrt gebunden, man kann seine Intensit\u00e4t mittels des Induktoriums leidit ver\u00e4ndern, und man kann abwechselnd beliebig viele verschiedene und an verschiedenen Orten gelegene Reize geben. Augerdem k\u00f6nnen die Apparate No. 205 und No. 207 und eine Reihe anderer im vorliegenden Katalog nicht angef\u00fchrter Apparate (ohne Induktorium) bei diesem Modell des Chronoskopes zur Anwendung kommen. Nat\u00fcrlich lassen sich audi alle Versuche ausf\u00fchren, die bei der Besprechung des ersten Modelles erw\u00e4hnt wurden.\nDie Schemen II a und IIb zeigen die Konstruktion des Tasters; sie weicht von der Konstruktion im Modell I etwas ab.\nIn dem festen, schraffierten Teil A bewegt sidi der Kolben B ; er wird, wenn nicht auf den Knopf des Tasters gedr\u00fcckt wird, durch die Feder F nach unten gezogen, so dag sein konisch geh\u00f6hlter Kopf fest an A anliegt und den Stiel der Pendelscheibe\n9","page":9},{"file":"p0010.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER, \u00bb G\u00d6TTINGEN.\neinklemmt. Durch Niederdr\u00fccken des Tasters wird der Kolben, wie Schema II b zeigt, gehoben und das Pendel losgelassen. Die Konstruktion der Taster des k\u00fcrzeren Pendels ist dieselbe, nur dag dort zwei Tasterhebel unter dem Zapfen B ansegen, so dag dieser legtere in gleicher Weise durch jeden von beiden gehoben werden kann. Die Kontaktvorrichtung c am vorderen Taster ist ohne weiteres aus dem Schema verst\u00e4ndlich. Die Feder f soll die Sicherheit des Kontaktes verb\u00fcrgen.\nPreis Modell I . Mk. 55.\u2014 \u201e\t\u201e II . \u201e 100.-\nAnmerkung \u00fcber Verbesserungen. Ein Kontakt wie bei Modell II, der bei Beginn der Taster bewegung ge\u00f6ffnet wird, ist auch in Modell I eigentlich schon vorhanden, n\u00e4mlich der Kontakt zwischen den Fl\u00e4chen a und b (vgl. Schema I a und I b), der durch die Wirksamkeit der Feder F noch gesichert ist. Es ist daher, nach einem Vorschl\u00e4ge von Rupp, nur n\u00f6tig, den Teil B von dem Taster zu isolieren, und Klemmen anzubringen, um diesen Kontakt auch elektrisch verwendbar zu machen und damit, nach dem oben Gesagten, das Anwendungsgebiet des Apparates bedeutend zu vergr\u00f6\u00dfern. Das Modell I wird auch mit dieser Erg\u00e4nzung geliefert und zwar mit einem elektrischen Kontakt auch f\u00fcr den zweiten Taster, wodurch sich der Appparat noch zu manchem anderen Zwecke verwenden lassen d\u00fcrfte.\nAuf Wunsch wird ferner, einer Bemerkung in der oben zitierten Abhandlung gem\u00e4\u00df, der Apparat so konstruiert, da\u00df die Loslassung der Pendel elektrisch, durch \u00d6ffnung eines Stromes, herbeigef\u00fchrt wird. Dadurch ist es erstens m\u00f6glich, eine Reihe weiterer Reizinstrumente zu verwenden, wie die Treffer-Apparate No. 217 und 218, den Expositionsapparat No. 219, die elektrische Tastfeder No. 208, die Schallschl\u00fcssel No. 201 und 203, den Lippenschl\u00fcssel No. 204, den Schallhammer No. 205 etc. Ferner k\u00f6nnen au\u00dfer dem Taster als Reaktionsinstrument der Lippenschl\u00fcssel und der Schallsdhl\u00fcssel in Anwendung gebracht werden. Nat\u00fcrlich kann der Apparat auch so konstruiert werden, da\u00df er sowohl mechanische als auch elektrische Loslassung der Pendel gestattet.\nH\u00e4ngt man endlich die Pendelscheibe nicht an F\u00e4den auf, sondern an einem festen Stab, so kann man, nach einem Vorschl\u00e4ge von Rupp, durch ein an einer Skala verschiebbares Gegengewicht, die Schwingungsdauer variieren und dadurch den Apparat nach Bed\u00fcrfnis so einrichten, da\u00df er eine Zeitmessung in \u2018/so, li2o, Vio Sekunden, vielleicht auch in Vioo Sekunden zu bestimmen gestattet. Alle diese Verbesserungen \u00e4ndern den Preis nur unbedeutend.\nNo. 5. Graphisches Chronometer nach Jaquet. Dieses wegen seiner bequemen Form und wegen seiner gro\u00dfen Pr\u00e4zision sehr verbreitete Instrument kann zu verschiedenen Zwecken verwendet werden. Zun\u00e4chst dient es als Stoppuhr : durch Druck auf den kleinen Hebel a wird das Zeigerwerk in Gang gese\u00dft, durch Druck in entgegengese\u00dfter Riditung wird es arretiert ; die Zwischenzeit kann in Sek. und 1j6 Sek. abgelesen werden. Dr\u00fcckt man auf den Hebel b, so schnellen die Zeiger in die Nullstellung zur\u00fcck. Dabei wird im Innern des Uhrwerkes ein Kontakt geschlossen, der die beiden Klemmen r und r\u2019 verbindet. Vor allem aber dient das Instrument dazu, auf einem Chronographen oder Kymographion Sekunden oder F\u00fcnftelsekunden zu registrieren. Man l\u00e4\u00dft zu diesem Zwecke entweder den sehr leichten Schreibhebel d des Instrumentes selbst auf der beru\u00dften Fl\u00e4die schreiben, oder man leitet durch einen anderen am Chronographen schreibenden elektromagnetischen Markierer und\n10","page":10},{"file":"p0011.txt","language":"de","ocr_de":"G\u00d6TTINGEN.\nSPINDLER & HOYER, \u00bb\ndurch die Klemmen s und s' einen Strom, welcher je nach der Stellung des kleinen Dr\u00fcdcers c ein- oder f\u00fcnfmal pro Sek. ge\u00f6ffnet wird, indem jedesmal beim Emporschnellen des Schreibers d \u00fcber der Schraube e ein Platinkontakt unterbrochen wird. Die mit einer Gegenmutter versehene Sdiraube e ist so hodi zu stellen, dag der Hebel in der Ruhelage mit ihr in Ber\u00fchrung ist. Damit dieser Kontakt ein sicherer sei, namentlich wenn man das Instrument in horizontaler Lage gebraucht, schraubt man die rechts sidrtbar vertikale Schraube etwas in die H\u00f6he ; dadurdi wird n\u00e4mlich die auf ihr aufliegende federnde Lamelle nach oben gebogen und so dem Schreibhebel ein schwacher Druck nadi unten gegeben. Auf dieselbe Weise reguliert man auch die Gr\u00f6ge der Exkursionen des Schreibers.\tPreis Hlv. 120,\u2014\nNo. 6. Stoppuhr, Durdi einen Druck auf die Krone K werden 2 Zeiger in Gang gesegt, von denen der groge F\u00fcnftel-Sekunden, der kleine Minuten angibt. Durch einen zweiten Druck werden beide Zeiger zum Stehen gebracht ; durch einen dritten Druck schnellen sie in die Nullstellung zur\u00fcck. Diese Zeitmessung ist f\u00fcr Ge-d\u00e4ditnisversuche (zur Messung der Lernzeit etc.), zur Bestimmung von Rotationsgeschwindigkeiten eines Kymographions, zum Ausz\u00e4hlen von Sdiwebungen zweier T\u00f6ne etc. hinreichend genau. Preis der L lir in Nickeigeli\u00e4use Hk. 25,\u2014\nNo. 7. Stoppuhr mit Taschenuhr verbunden. Die Stoppvorrichtung kann auch mit der gew\u00f6hnlichen Taschenuhr verbunden werden. Diese Werke sind dauerhafter als die einfachen Stoppuhren. Vor allem aber ist diese Vereinigung von Stopp- und Taschenuhren sehr bequem.\nPreis der Uhr in Silbergeh\u00e4use Hk. 45,\u2014 No. 8. Kontaktllhr. Das Pendel einer sehr pr\u00e4zise gearbeiteten Uhr sddiegt 2 mal pro Sek. auf kurze Zeit einen Strom; der in den Stromkreis geschaltete Markierer eines Chronographen oder Kymographions sdireibt bei jedem Stromschlug eine kleine Ausbuchtung. Das Pendel ist mit Kompensations-Einriditung versehen. Die Uhr mit den Kontakten ist auf der Abbildung ohne Geh\u00e4use dargestellt, wird je-dodi in verschliegbarem Mahagonigeh\u00e4use geliefert.\tPreis Hk. 120.\u2014\nNo. 9. Tachoskop. Der Zweck dieses Instrumentes ist, die Anzahl der Umdrehungen einer Axe in einem gegebenen Zeitraum zu bestimmen, und zwar in Minuten und l/5 Sekunden. Dies wird erreicht durch Kombination eines Tourenz\u00e4hlers mit einem zeitregistrierenden Uhrwerk. Die Abbildung zeigt das Zifferblatt des\n11","page":11},{"file":"p0012.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER &\u2022 HOYER, . G\u00d6TTINGEN.\nTourenz\u00e4hlers; auf der R\u00fcckseite befindet sich das Zifferblatt f\u00fcr die Zeitregistrierung. Das Instrument ist f\u00fcr eine Tourenzahl bis 6000 in der Minute konstruiert.\nPreis Mk. 75,\u2014\nNo. 10. Metronom zur Fixierung des Tempos beim Lernen von Silbenreihen, bei Gewichtshebungen etc. verwendbar, ferner zur Feststellung der adaequaten Zeit etc.\nPreis Mk. 15.\u2014\nNo. 11. Kontaktmetronom. Dieses Instrument benutzt die Schwingungen des Metronompendels dazu, in ganz gleichen und durch das Metronom variierbaren Zeitabst\u00e4nden kurze Stromschl\u00fcsse zu erzeugen. Um dieselbe Axe a, wie das Pendel P des Metronoms dreht sich der horizontale Stab S. Dieser und die gleich zu erw\u00e4hnenden Kontaktvorrichtungen liegen vor dem Pendel, \u00e4ugen an dem Metronomkasten. Der Stab S ist mit dem Pendel in Verbindung, schwingt also mit ihm, jedoch im rechten Winkel. Dabei tauchen die beiden Stifte s s' abwechselnd in die Quecksilbern\u00e4pfchen Q Ql, so dag bei jeder Halbschwingung ein Kontakt geschlossen wird. Die N\u00e4pfchen sigen an Schrauben und k\u00f6nnen durch diese in ihrer H\u00f6he verstellt werden ; ebenso lassen sich die Stifte s und s1 nach oben und unten schieben und durdi seitliche Sdir\u00e4ubdien festklemmen. Bei der Adjustierung des Kontaktmetronoms mug man darauf aditen, dag nicht blog die Schl\u00e4ge des Metronoms in gleichen Zeitintervallen folgen, sondern dag auch die Momente, in weldien die Kontakte folgen, aequidistant sind, was man durch die eben bezeichneten Verschiebungen regulieren kann. Auch die Dauer der einzelnen Stromschl\u00fcsse l\u00e4gt sich auf dieselbe Weise variieren.\nPreis Mk. 45.\u2014\nKontrollinstrumente zum Hipp.\nDas Hipp-sche Chronoskop kann zweierlei Fehler aufweisen: 1) Es kann sein, dag der kleine Zeiger in der Sekunde nicht genau 1000 sondern etwa 1020 \u00ab anzeigt; in diesem Falle besteht ein Gangfehler oder \u201ekonstanter Fehler\u201c; derselbe ist der angezeigten Zeit proportional. 2) Das Zeigerwerk beginnt nicht genau in dem Momente zu laufen, wo der durdi die Uhr gehende Strom geschlossen (bez. ge\u00f6ffnet)\n12","page":12},{"file":"p0013.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER, \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nwird ; ebenso bleibt es ein wenig sp\u00e4ter stehen, als derselbe ge\u00f6ffnet (bez. geschlossen) wird. Sind diese Latenzzeiten gleich, so zeigt das Chronoskop die Zeit richtig an (abgesehen von einem etwaigen Gangfehler) ; sind sie nicht gleich, so besteht ein Latenzfehler oder \u201evariabler Fehler\u201c. Durch \u00c4nderung von Stromst\u00e4rke und Federspannung kann dieser Fehler eliminiert werden. Den Gangfehler pflegt man nicht zu eliminieren, weil es sich in der Regel nicht um absolute Zeitwerte, sondern um das Verh\u00e4ltnis der bei einer Untersudiung erhaltenen Zeiten handelt.\nDie Kontrollapparate dienen nun dazu, den Latenzfehler zu konstatieren und zu eliminieren, und ferner dazu, jederzeit eine bequeme Kontrolle zu geben, ob sich an der Einstellung des Chronoskopes nidits ge\u00e4ndert hat.\nNo. 12. Kontrollhaminer, Neukonstruktion. Ein ziemlich schwerer Hammer bewegt sich, sehr sicher gelagert, um eine horizontale Axe. Die Zeit, die er braudit, um von der festen Ausgangslage, in der er durch einen Elektromagneten gehalten wird, herabzufallen, ist au\u00dferordentlich konstant. Im Fallen bewegt er die kleinen Zungen z, z2 der zwei Doppelkontaktvorrichtungen kt k2 nach unten, wodurch in jeder der le\u00dfteren gleichzeitig ein Kontakt ge\u00f6ffnet und ein anderer geschlossen wird. Die zwischen der \u00c4nderung im oberen und der im unteren Kontakt liegende Zeit (Kontrollzeit) wird sowohl chronographisch, wie durch das Hipp gemessen. Die erstere Messung, die mittels einer geeichten Stimmgabel von z. B. 250 Schwingungen ausgef\u00fchrt wird, liefert die richtige Zeit; nach ihr ist die Hippzeit eventuell zu korrigieren. Nimmt man eine kleine Kontrollzeit (120\u2014150 a), so kann man den Gangfehler vernachl\u00e4ssigen und hat Stromst\u00e4rke und Federspannung solange zu \u00e4ndern, bis das Hipp beim Fallen des Hammers genau die Kontrollzeit anzeigt. Bei gro\u00dfen Kontroll-zeiten k\u00f6nnte dieses Vorgehen zu einer ganz falschen Einstellung des Hipp f\u00fchren. Au\u00dferdem w\u00e4chst mit der Kontrollzeit der Fehler, der sich aus einer Ungenauigkeit der Stimmgabel ergeben w\u00fcrde.\n13","page":13},{"file":"p0014.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER, \u00ab G\u00d6TTINGEN.\nDer von uns konstruierte Kontrollhammer unterscheidet sich von den \u00fcblichen in erster Linie durch die Konstruktion der Doppelkontakte, indem hierbei nach dem Vorschl\u00e4ge von Rupp das einfachere Prinzip der Ewald-schen Wippe benugt ist. Durch Bewegen der Zunge z nach unten \u2014 siebe Schema I und II \u2014 wird fast in genau demselben Zeitmoment der Kontakt K2 gesdilossen und der Kontakt K2 ge\u00f6ffnet. Dag die Lage II erhalten, also K, dauernd ge\u00f6ffnet, K2 dauernd gesdilossen bleibe, wird bewirkt durch den Zahn A, der bei Lage II durdi eine Feder unter den hinteren Hebelarm der Zunge z ge-sdinellt wird und so deren R\u00fcckbewegung hemmt. Will man zum Zwecke eines neuen Versuches die Ausgangslage wieder hersteilen, so dr\u00fcckt man mit der Hand den Zahn A in die Lage I zur\u00fcck.\nDie Fallgeschwindigkeit und damit die Kontrollzeit kann man durch Verstellen des Laufgewichtes innerhalb weiter Grenzen variieren. Daher wurde davon abgesehen, den Elektromagneten oder die Kontakte verstellbar zu machen.\nUm zur Messung der Kontrollzeit keines separaten Chronographen oder Kymographions zu bed\u00fcrfen, ist mit dem Hammer die Chronographplatte S fest verbunden. Sie wird direkt berugt und an sie eine Stimmgabel mit Sdireibspige heranbewegt, die, w\u00e4hrend die Platte f\u00e4llt, eine Wellenlinie auf ihr aufzeichnet. Jeder Welle entspricht bei einer Gabel von 250 Schwingungen eine Fallzeit von 4 o. Man will jedodi nicht die ganze Fallzeit des Hammers, sondern nur die Zeit wissen, die er braudit, um vom oberen zum unteren Kontakt zu kommen. Zu dem Zwedce bringt man ihn nadieinander in diese beiden Lagen, h\u00e4lt ihn fest und besdireibt jedesmal mit der Stimmgabel eine horizontale Marke (a a und b b). Dann l\u00e4gt man den Hammer wie gew\u00f6hnlich von oben bis unten fallen, w\u00e4hrend die Gabel ihre Schwingungen aufzeichnet und z\u00e4hlt die Schwingungen zwischen den Marken (vergl. nebenstehende Zeichnung). Nat\u00fcrlich mug man mehr solche Messungen z. B. 10 ausf\u00fchren, wobei man sidi gleichzeitig \u00fcberzeugt, ob der Hammer mit konstanter Geschwindigkeit f\u00e4llt.\nDamit man diese Bestimmung exakt und bequem ausf\u00fchren kann, wird zu dem Apparat ein Stativ f\u00fcr die Stimmgabel geliefert, das 1. gestattet, die Sdireib-spige horizontal an der Platte entlang zu f\u00fchren zum Aufzeichner der horizontalen Marken, und das 2. erm\u00f6glidit, die Gabel von der Platte zur\u00fcckzuziehen und dann wieder genau um denselben Betrag gegen die Platte zu schieben. Wenn man n\u00e4mlidi vor einer neuen Messung die Platte hochheben will, mug man die Schreibspige vorerst entfernen, da sie sonst bei der Hebung verbogen w\u00fcrde. F\u00fcr die Schreibung mug dann die Spige wieder genau um denselben Betrag hinbewegt werden, da sonst, wie leidit einzusehen, die horizontalen Marken ihre Giltigkeit verlieren k\u00f6nnten. Dies ist durch eine Trommelablesung an dem Stimmgabelstativ erm\u00f6glidit,\nKi\tKx\n' A\n14","page":14},{"file":"p0015.txt","language":"de","ocr_de":"\tQPTXTnT pp\tpthvpp Q r^nTTTMfypxr\t\n\t\t\ndurch die jede Lage der Gabel genau bestimmt und stets wieder hergestellt werden kann. Stativ und Hammer sind leicht abnehmbar auf einer gemeinsamen gu\u00dfeisernen Platte montiert und zwar so, dag sie genau die richtige gegenseitige Lage besigen.\nPreis des Kontrollhammers allein\tMk. 165.\u2014\nPreis des Stativs f\u00fcr die Stimmgabel\tMk. 40.\u2014\nPreis der Stimmgabel mit 250 Schwingungen Mk. 50.\u2014\nNo. 13. Kontrollliammer, vereinfacht. Die gleichzeitige Schlie\u00dfung\nvtviwa III Ki\n\u00c4\nund \u00d6ffnung der beiden Kontakte des Doppelkontaktes hat zwar Vorteile, ist aber nicht unentbehrlich. Da die successive Schlie\u00dfung und \u00d6ffnung eine wesentlich einfachere Konstruktion zul\u00e4\u00dft, so wurde sie hier gew\u00e4hlt. Ferner ist bei diesem Modell der Hammer in seiner h\u00f6chsten Lage nicht elektromagnetisch, sondern mechanisch festgehalten; nat\u00fcrlidi geschieht auch das Loslassen mechanisch, indem der den Hammer haltende Schieber durdr eine Feder pl\u00f6glich und mit stets gleicher Geschwindigkeit zur\u00fcckgezogen wird. Der Apparat wird ebenfalls mit einer Chronograph-Platte und mit einem auf derselben gu\u00dfeisernen Grundplatte festmontierten Stativ f\u00fcr die Stimmgabel geliefert.\nPreis des Kontrollhammers allein\tMk. 80,\u2014\nPreis des beweglichen Stativs f\u00fcr die Stimmgabel Mk. 10.\u2014 Preis der Stimmgabel mit 250 Schwingungen\tMk. 50,\u2014\nNo. 14. Kontrollvorrichtuug zum Kipp nach Kiilpe. Die Ein- und\nAussdraltung des Zeigerwerkes im Hipp wird dadurch bewirkt, da\u00df die den kleinen Zeiger tragende Axe A A nach vorne und hinten bewegt wird und dadurdi der mit ihr fest verbundene Stift s bald in das vordere.feststehende Kronrad K, eingreift, bald\nin das hintere Kronrad K2, das sich mit dem Gewichtsuhrwerk best\u00e4ndig dreht, so dag die Axe und mit ihr der Zeiger z im ersteren Falle mitgerissen wird, im legteren Falle stillsteht. Mittels der Kontaktvorrichtung C, C2 kann man nun die Momente der Ein- und Aus-sdialtung am Chronographen markieren. An der hinteren Chronoskopwand ist, isoliert von ihr, ein Winkel aufgeschraubt, der eine Feder F mit einer verstellbaren Platin-spige Ct tr\u00e4gt. Der dieser Spige gegen\u00fcberliegende Sdiraubenknopf C2 ist mit einem Platinbl\u00e4ttchen versehen. C! wird nun so eingestellt, dag sie bei R\u00fcckw\u00e4rtsbewegung der Axe von C2 in dem Momente ber\u00fchrt wird, wo\n15","page":15},{"file":"p0016.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nder Stift s in das hintere Kronrad eingreift und somit das Zeigerwerk zu gehen beginnt. Analog wird im Momente, wo das Zeigerwerk ausgeschaltet wird, der Kontakt Ci C2 ge\u00f6ffnet. Vergleicht man am Chronographen diese Zeitpunkte mit denen, in welchen der durch die Elektromagnete des Hipp gehende Strom geschlossen und ge\u00f6ffnet wurde, so erf\u00e4hrt man unmittelbar die absolute Gr\u00f6\u00dfe der fr\u00fcher erw\u00e4hnten Latenzzeiten.\tPreis Mk. 15,\u2014\nNo. 15. Kontaktpeudel (vgl. N. Ach., \u00dcber die Willenst\u00e4tigkeit und das Denken, Anhang S. 255). Das durch Verschieben eines Laufgewichtes in seiner Schwingungsdauer variierbare Pendel nimmt bei der Halbschwingung nach rechts die Hebel h h von leichten Kontaktvorriehtungen mit, wodurch in jeder der letzteren ein\nKontakt K, dauernd ge\u00f6ffnet und kurz darauf ein anderer Kontakt K2 dauernd geschlossen wird. Aus Sdiema II ist die Konstruktion dieser Vorrichtungen ersichtlich. Der um \u00ab drehbare Hebel ist mit der Klemme 3 in metallischer Verbindung. Bei seiner Ausgangslage ist 3 durch den Kontakt K, mit der Klemme 1, bei der (gestrichelt\n16","page":16},{"file":"p0017.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER, = G\u00d6TTINGEN.\ngezeichneten) Endlage ist 3 mit 2 verbunden. Die Feder f ist in sinnreicher Weise so gebogen, dag sie sowohl den Kontakt K, wie den Kontakt K2 sichert. Der hintere Teil des Hebels gleitet an ihr mittels eines kleinen R\u00f6llchens. Um den Hebel wieder in die Ausgangslage zur\u00fcckzubewegen, bedient man sich am besten der in der Figur sichtbaren Gummiballen. Durch Zusammendr\u00fccken derselben wird n\u00e4mlich der Stift o \u2014 vgl. Sdiema II \u2014 nach links vorgestogen, der wieder seinerseits den Hebel in die fr\u00fchere Lage zur\u00fcckbewegt.\nVier so konstruierte Kontaktvorrichtungen werden mit dem Pendel geliefert; zwei sind auf die vordere Leiste 12, zwei auf die hintere Leiste 1, aufzusegen. Zwischen den beiden Leisten schwingt das Pendel. Zwei gegen\u00fcberliegende Kontakte k\u00f6nnen einander beliebig gen\u00e4hert, ja auch gleichzeitig vom Pendel ausgel\u00f6st werden. Dasselbe erreicht man auch mittels des an die Pendelstange anschraubbaren Zusagst\u00fcckes, das einen kurzen der Pendelstange parallelen Stab tr\u00e4gt, welcher in gleicher Weise wie diese die Hebel h mitnimmt.\nInfolge seiner gro\u00dfen Masse braucht das Pendel jedesmal genau dieselbe Zeit, um von einer Kontaktvorrichtung zur anderen zu gelangen. Hat man also die Stellung derselben fixiert \u2014 die Ausgangslage des Pendels ist bei diesem Modell stets dieselbe \u2014 so kann man dieselbe Zeit beliebig oft und leicht wieder hersteilen. Daher eignet sich das Instrument zur Kontrolle des Hipp. Die Messung der Kontrollzeit geschieht auf chronographisehem Wege (oder mittels eines schon gepr\u00fcften Chronoskopes).\nGegen\u00fcber dem Kontrollhammer hat das Pendel den Vorzug, dag man die Kontrollzeit beliebig klein und beliebig grog madien kann \u2014 legteres dadurch, dag man das Pendel Zwischenschwingungen zwischen der ersten und der zweiten Hebelverschiebung ausf\u00fchren l\u00e4gt. Daher d\u00fcrfte es sich auger zur Hippkontrolle zu mancherlei anderen Zwecken verwenden lassen.\nPreis Mk. 886.\u2014\nNo. 16. TJniversalpeildel nach Kupp. Dieses Instrument ist noch nicht fertiggestellt. Es soll folgende Funktionen haben: 1. Es soll wie das eben genannte Pendel beim Schwingen Kontakte ausl\u00f6sen. Dieselben sollen an einer von vornherein geeichten Skala so eingestellt werden k\u00f6nnen, dag die Zeit zwischen ihren Aufl\u00f6sungsmomenten eine beliebige, gegebene Gr\u00f6ge besigt. Eine chronographische Messung dieser Zeit ist daher nicht mehr n\u00f6tig. Es werden verschiedene Kontaktvorrichtungen konstruiert, so dag sich das Instrument u. a. zu den verschiedenen Zeitsinnversuchen eignen wird. 2. Anstatt der Pendelscheibe erh\u00e4lt das Instrument einen innerhalb weiter Grenzen variierbaren Spalt, der sowohl eine taehistoskopische wie auch eine dauernde Exposition (f\u00fcr Reaktiousversiiche) eines Objektes von beliebiger Gr\u00f6ge (vgl. Expositionsapparat No. 219) gestattet. Auch zur Unterbrediung einer durch Rohre zu- und abgeleiteten Luftwelle, also f\u00fcr akustische Reize, ist das Instrument verwendbar. 3. Endlich soll das Instrument auch als Chronoskop (Pendelchronoskop) eingerichtet werden (nach dem Modell von Bergstr\u00f6m), u. zw. sowohl f\u00fcr genauere Messungen (wie beim Hipp), wie audi f\u00fcr gr\u00f6bere. Nat\u00fcrlich hat dieses Chronoskop als Kontaktpendel sein Koutrollinstrument in sich.\n17","page":17},{"file":"p0018.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER, \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nChronograph, Kymographion.\nDiese Instrumente k\u00f6nnen ebenso wie die Chronoskope zur Zeitmessung verwendet werden, nur sind sie viel unbequemer und darum etwa f\u00fcr Reaktionsversuche unbrauchbar. Jedoch ist eine graphische Zeitmessung zur Kontrolle der Chronoskope, zur Messung sehr kleiner Zeiten (z. B. Latenzzeiten) etc. wohl nicht zu umgehen. Vor allem aber haben die in Rede stehenden Apparate ein weiteres Anwendungsgebiet als die Chronoskope; sie dienen zum Aufschreiben von Kurven f\u00fcr Atmung, Puls, f\u00fcr Ausdrucksbewegungen, f\u00fcr alle willk\u00fcrlichen Bewegungen, wie das Heben von Gewichten, ferner zur Aufzeichnung von Klangkurven, zur Eichung von Stimmgabeln etc. etc. \u00dcberhaupt stets, wenn es sich darum handelt, eine (eindimensionale) Ver\u00e4nderung in ihrem zeitlichen Verlauf, als Funktion der Zeit aufzuschreiben, ist die graphische Methode anwendbar.\nNo. 17. Chronograph nach Schumann. (Zeitsehr. f. Psych., Band 17, S. 260). Die Axe der Trommel schiebt bei der Rotation in \u00fcblicher Weise durch eine\n\u00dcbersetzung den Schlitten mit den Schreibvorrichtungen an der Trommel entlang, so dag die schreibenden Spigen nach einer Umdrehung der letzteren nicht an derselben Stelle, sondern jedesmal 4\u2018/s min weiter links zu liegen kommen. Bei den neuen Modellen des Apparates wird eine zweite \u00dcbersegung hinzugef\u00fcgt, bei der die jedesmalige Verschiebung 9 mm betr\u00e4gt, so dag man auch Kurven mit gr\u00f6geren Exkursionen schreiben kann, ohne dag dieselben sich \u00fcberdecken. Auf Wunsch iefern wir den Apparat auch mit \u00dcbersegungen von anderem Verh\u00e4ltnis.\nDer Schlitten tr\u00e4gt 2 elektrische Markierer nach Pfeil, eine Stimmgabel von 250 Schwingungen und einen horizontalen Stab von 9 mm Dicke, an welchem das Jaquet\u2019sche Chronometer, Marey\u2019sche Tambours etc. befestigt werden k\u00f6nnen.\nPreis, neueste Konstruktion (inch der 2 Markierer, der Stimmgabel von 250 Schwingungen und des Stabes zum Halten von Tambours etc.)\tMk. 400,\nKommutator f\u00fcr die Schreibinstrumente des Chronographen.\tMk* 4P,\nNo. 18. Bandchronograph f\u00fcr Tintenschrift nach Podge. (Zeitsehr. f. Psych., Band 10, Seite 414.) Dieses Instrument gestattet eine Aufzeichnung von Kurven mittels Tintenschrift auf fortlaufendem Papierstreifen (Band). In der urspr\u00fcnglichen Form besteht die Schreib Vorrichtung aus zwei elektrischen Markierern; der eine dient zur Zeitmarkierung, der andere zeichnet Anfang und Ende der zu messenden Zeiten. Der Apparat kann jedoch auch mit 3 Schreibern gebaut werden. Die Schreibvorrichtungen\n18","page":18},{"file":"p0019.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER, - G\u00d6TTINGEN.\nfunktionieren so genau, dag 250 Schwingungen pro Sekunde vollkommen deutlidr geschrieben werden k\u00f6nnen. Mittels eines Uhrwerkes wird das Band mit gleichm\u00e4giger und innerhalb weiter Grenzen variierbarer Geschwindigkeit unter den Schreibfedern weggezogen.\tPreis Mk. 200.\u2014\nPreis des Apparates mit 3 Markierern Mk. 225.\u2014\nNo. 19. Kymographion mit. selbstt\u00e4tiger Senkung.\nEine durch ein Federuhrwerk gedrehte horizontale' Axe bewirkt mittels Kronrad\u00fcber-segung einerseits die Rotation der Trommel um ihre vertikale Axe, andererseits, davon unabh\u00e4ngig, eine Senkung derselben um 14 mm bei jeder Umdrehung. Die legtere Bewegung kann jedoch durch einen Exzenter w\u00e4hrend des Ganges ausgeschaltet werden, so dag sich die Trommel in konstanter H\u00f6he weiter dreht. Die Dauer einer Umdrehung kann von 5 Sekunden bis auf 2 Minuten variiert werden. Die Trommel hat einen Durchmesser von 20 cm und eine L\u00e4nge von 16 cm.\nPreis Mk 350,\u2014\n19","page":19},{"file":"p0020.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER, \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 20. Kymographion ohne selbstt\u00e4tige Senkung. Bei diesem Instrumente wird die Senkung nicht durch das Uhrwerk des Apparates ausgel\u00f6st, sondern man dreht, wenn man die Trommel senken will, mit der Hand an einer Kurbel in entsprechendem Mage. Im \u00fcbrigen ist dieses Kymographion genau gleich dem vorhergehenden.\tPreis Mk. 300,\u2014\nNo. 21. Einfaches Kymographion ohne Uhrwerk. Die Trommel kann mittels der kr\u00e4ftigen Fl\u00fcgelschraube sowohl vertikal und horizontal, wie auch in beliebiger H\u00f6he eingestellt werden. Ein schwerer gugeiserner Fug bewirkt, dag der Apparat bei jeder Lage der Trommel sehr stabil steht. Die Rotation wird durch irgend einen separaten Motor erzeugt, von dem aus eine Schnur zu einer der 2 Rollen des Kymographions gef\u00fchrt wird.\nPreis Mk. 40.\nNo. 22. Kymographion f\u00fcr endloses Papier. Die Papierrolle wird \u00fcber den Zapfen Z gesteckt, sodann das eine Ende des Papieres \u00fcber die Trommel T zur Axe A gef\u00fchrt und an derselben befestigt. Das Uhrwerk greift an A an und rollt das Papier auf dieser Axe auf. Die Schreibvorrichtungen werden auf dem in der Abbildung sichtbaren Stab festgeklemmt u. zw. in der Weise, dag die Spigen an solchen Stellen auf dem Papiere schreiben, wo dasselbe auf der Trommel T aufliegt.\nPreis Mk. 300,\u2014\n20","page":20},{"file":"p0021.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER &\u25a0 HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 23. Vorrichtung f\u00fcr beliebig lange Schleife. Ein nach Bedarf k\u00fcrzerer oder l\u00e4ngerer Streifen Glacepapier wird an den Enden genau senkrecht zu den R\u00e4ndern abgeschnitten und diese sorgf\u00e4ltig \u00fcbereinander geklebt, so dag eine an beiden R\u00e4ndern gleich weite Sdileife entsteht, welche man, wie das Schema zeigt, \u00fcber die Trommel T und \u00fcber die beiden Rollen Rt R2 des in Rede stehenden Apparates spannt. Diese sind einerseits um ihre eigenen Axen sehr leicht drehbar, damit sie sidi mit dem Papierstreifen mitdrehen, ohne dessen Bewegung zu hemmen ; andererseits k\u00f6nnen sie um eine in der Mitte zwischen ihnen liegende Axe gemeinsam gedreht werden. Dadurch hat man es in der Hand, die Spannung der Schleife zu regulieren, ohne den ganzen Rollenapparat verschieben zu m\u00fcssen. Mittels der Fl\u00fcgel-sehraube am Ende der Mittelaxe kann man eine bestimmte Stelle ganz fixieren oder auch nur so viel Reibung erzeugen, dag sich der Apparat bei der Rotation der Kymographion-Trommel nicht von selbst bewegt, sondern nur dann versdiiebt, wenn\nman ihn mit der Hand verstellt. Der Rahmen mit den Rollen kann in dem Stativ sowohl horizontal wie vertikal, der Trommelaxe entsprechend, befestigt und auch in der H\u00f6he verstellt werden. Der sehr stabile, schwere gugeiserne Fug des Stativs ist, damit man die Axe der Rollen genau parallel zu der Trommel stellen kann, mit Stellschrauben versehen (die Figur, die nach einem \u00e4lteren Modell des Apparates angefertigt ist, entspricht nicht genau dieser Beschreibung).\nUm die auf der berugten Sdileife gezeichneten Kurven zu fixieren, nimmt man die Schleife am besten ab und h\u00e4ngt sie \u00fcber eine Rolle, und zwar in solcher H\u00f6he, dag der untere Teil der Schleife in die K\u00fcvette mit der Schellackl\u00f6sung eintaucht. Das Abnehmen gesdiieht am bequemsten mit Hilfe von zwei Haken in folgender Weise : Man legt erst, wie das zweite Schema zeigt, den einen Haken rechts von innen an die Schleife, lockert die Spannung derselben, indem man den Rahmen mit den Rollen etwas dreht; dann greift man mit dem zweiten Haken links bei der Trommel unter die Schleife und kann nun die legtere mit den beiden Haken leicht wegziehen1).\nDer Apparat kann auger f\u00fcr chronographische Zwecke auch f\u00fcr Ged\u00e4chtnisversuche etc. verwendet werden, wenn es sich um sehr lange Reihen handelt, die auf einer blog die Trommel umspannenden Schleife nicht Plag haben.\n]) Dies ist nat\u00fcrlich nur dann m\u00f6glich, wenn die Trommel auf der einen Seite frei ist, wie bei Kymographion No. 21. Auch die Kymographien No. 20 und 22 bauen wir auf Wunsch in dieser Weise.\n21","page":21},{"file":"p0022.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 24. Berussungavorriclitung mit Petroleumbrenner\nPreis Mk. 35.\nNo. 25. Berussungsvorrichtung fiir Gas, bestehend aus einem Gestelle, in welchem die Chronograph- oder Kymographiontrommel gelagert und mittels einer seitlichen Kurbel gedreht werden kann, und aus einem Gasrohr mit vielen nahe nebeneinander liegenden kleinen L\u00f6chern, aus welchen die die Trommel beruhenden Flammen\nbrennen.\nPreis Mk. 30.\u2014\nNo. 26. Fixier Vorrichtung, bestehend aus einer K\u00fcvette, in welche die Schellackl\u00f6sung gegossen wird, und aus einer in der H\u00f6he verstellbaren Rolle zum Aufh\u00e4ngen und Trocknen des mit der Rugschrift versehenen Papierstreifens.\n\u00b0\tPreis Mk. 7.50\nNo. 27. Glacepapier, der Gr\u00f6ge der trommeln entsprechend, 100 Bogen\nChronograph- oder Kymographion-\nPreis Mk. 4.\u2014\n22","page":22},{"file":"p0023.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nSchreibapparate zu Chronographen und Kymographien und Stative dazu.\nUm mit einem Chronographen oder Kymographion exakt und bequem arbeiten zu k\u00f6nnen, mug man \u00fcber Schreibapparate verf\u00fcgen, die 1. die n\u00f6tige Treue und Empfindlichkeit besigen, d. h. die Ver\u00e4nderungen, welche sie registrieren sollen, richtig deutlich wiedergeben, und die 2. genau und auf bequeme Weise in die richtige Lage zur Sehreihfl\u00e4che gebracht werden k\u00f6nnen. Hinsichtlich der Art und Weise, wie diese Forderungen, insbesondere die zweite, bei den im folgenden ausgef\u00fchrten Apparaten erf\u00fcllt sind, seien einige allgemeine Bemerkungen vorausgesdiickt.\na)\tWas die Empfindlichkeit betrifft, so kann dieselbe bei dem Marey\u2019sehen und elektrischen Schreiber dadurch reguliert und den jeweiligen Umst\u00e4nden angepagt werden, dag der Angriffspunkt der Kraft an dem Schreibhebel verschoben wird, wie es bei dem ersten der genannten Schreiber allgemein \u00fcblich ist. Bei den elektrischen\nApparaten, den elektrisdien Markierern, Stimmgabeln und Lamellen kann die Amplitude der Schwingungen auger durch \u00c4nderung der Stromst\u00e4rke vor allem durch Ann\u00e4hern und Entfernen der Magnete vom Anker bedeutend beeinflugt werden.\nb)\tZur Regulierung des Druckes des Schreibhebels ist derselbe um einen von der Spige ziemlich entfernt gelegenen Punkt drehbar, wie es das nebenstehende Schema andeutet.\nc)\tDie Marey\u2019sehen Schreiber k\u00f6nnen in der Riditung der Pfeile in nebenstehendem Schema gedreht werden. Dies hat haupts\u00e4chlich den Zweck kleine Abweichungen von der Parallellage korrigieren zu k\u00f6nnen.\nd)\tDie Dimensionen der Apparate sind so gew\u00e4hlt, dag ihre Schreibspigen, wenn man die Apparate neben dem Jaquet\u2019schen Chronometer auf demselben Stab\n23","page":23},{"file":"p0024.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00b0 G\u00d6TTINGEN\nbefestigt, ungef\u00e4hr ebensoweit von dem Stabe abstehen, wie die Spigen des Chronometers. Die Gr\u00f6ge des erw\u00e4hnten Chronometers ist deshalb als Norm f\u00fcr die Dimensionen der \u00fcbrigen Apparate gew\u00e4hlt, weil dieses Instrument sehr verbreitet ist. Die genauere Einstellung' aller Spitzen in eine Gerade ist bei den einzelnen Instrumenten in verschiedener Weise vorzunehmen: Bei den Marey\u2019schen Schreibern, bei denen der Schreibhebel in einem Strohhalm besteht, der \u00fcber einen Stift gesteckt wird (vgl. No.29, Seite 26 oben), schiebt man einfach den Halm an dem Stift etwas nach vorne oder hinten. Unsere neuen Modelle (Nr. 29, 31 u. 32) gestatten au\u00dferdem, den Hebel mittels einer Schraube in seiner L\u00e4ngsrichtung zu verschieben, so dag man die erw\u00e4hnte Einstellung sehr bequem und genau ausf\u00fchren kann.\ne)\tNachdem man die Schreibapparate einzeln richtig eingestellt und ihre Spigen genau in eine Gerade gebracht hat, ist es von Wert, sie nunmehr gemeinsam von der Trommel weg und wieder genau in dieselbe Lage zur\u00fcckbewegen zu k\u00f6nnen, ohne sie neuerdings einstellen zu m\u00fcssen (vgl. das Schema zu b). Dies erm\u00f6glichen die im folgenden ausgef\u00fchrten Stative.\nf)\tSollen endlich bei Kymographien ohne Senkung dieselben Apparate mehrere Kurven oder Kurvengruppen neben- beziehungsweise untereinander aufzeichnen, so mug man die Schreiber gemeinsam l\u00e4ngs der Trommel parallel zur Axe derselben verschieben. Die Pr\u00e4zisions-Stative No. 45 und 46 gestatten, alle Schreibapparate, nachdem sie einmal richtig eingestellt sind, gemeinsam in dieser Weise zu versdiieben und zwar so, dag keine neue Einstellung der einzelnen Apparate mehr n\u00f6tig ist.\nNo. 29. Marey\u2019sclie Schreiber, 5 cm Kapseldurchmesser, Neu-\nkonstruktiou. Der Apparat hat folgende Feinstellungen:\na) Zur Variierung der Empfindlichkeit ist die Luftkapsel gegen den Schreibhebel verstellbar. Die Drehaxe f des Hebels ist n\u00e4mlich mittels der Verbindungsleiste B mit dem zun\u00e4chst als feststehend zu denkenden parallelepipedischen St\u00fcde A fest verbunden. In diesem St\u00fcck gleitet der Schlitten a a, indem er durch die Spindel der Schraube S1 hin und hergeschoben und durch 2 Stangen gef\u00fchrt wird. An dem Schlitten sigt die Luftkapsel, die sich bei Bewegung des ersteren gegen den Schreibhebel verschiebt. Dadurch r\u00fcckt aber der Angriffspunkt y der Kraft dem Drehpunkt \u00df des Hebels n\u00e4her oder von ihm weg, und die Schreibspige wird bei gleicher Kraft verschieden groge Exkursionen machen. Man hat es dadurch in der Hand, die Empfindlichkeit des Schreibers zu variieren. So wird man bei den schwachen Erhebungen der Kapselmembrane, wie sie bei Registrierung des Pulses entstehen, die Kapsel so stellen, dag ihr Stift nahe dem Drehpunkt \u00df angreift, w\u00e4hrend bei Registrierung der viel ausgiebigeren Atembewegungen der Angriffspunkt ziemlich weit nach rechts vom Drehpunkt verlegt werden mug.\n24","page":24},{"file":"p0025.txt","language":"de","ocr_de":"SP1NDLER & HOYER \u00ab G\u00d6TTINGEN.\n' fi 7\nb)\tDie zur Regulierung des Druckes dienende, in der Vorbemerkung unter b) angegebene Bewegung wird mittels der Schraube 6'3 ausgef\u00fchrt. Der Schlitten bb sigt auf einer kr\u00e4ftigen Stahllamelle cd, welche bei c auf der Klemme K angeschraubt ist. Durdi Emporschrauben von S3 wird die Stahllamelle ein wenig nach oben gebogen und mit ihr der ganze Apparat im gleidien Sinne gedreht. Dieselbe Drehung kann, wenn der Apparat mittels der Klemme K befestigt ist, durch die Schraube S'3 erzeugt werden.\nc)\tDie Verstellung c) der Vorbemerkung wird mittels des Hebels H ausgef\u00fchrt. Er ist um die Axe \u00ab, welche in der festen Leiste B sigt, drehbar. Das Neben-Schema zeigt, wie die Bewegung von H eine Drehung des Sdireibhebels um die Axe y zur Folge hat.\nd)\tDie in der Vorbemerkung unter d) angegebene Bewegungsm\u00f6glichkeit ist dadurch realisiert, dag das St\u00fcck AA, welches Kapsel und Schreibhebel tr\u00e4gt, in dem Schlitten b b verschiebbar ist. Diese Feinstellung wird durch die Schraube S2 ausgef\u00fchrt. Die Schlitteneinrichtung ist der fr\u00fcheren ganz analog.\nDie Anbringung der zweiten Klemme K hat folgenden Zweck : Bei gr\u00f6\u00dferen Exkursionen des Sdireibhebels macht sidi der Umstand st\u00f6rend bemerkbar, dag sich die Spige nicht geradlinig, sondern im Bogen bewegt. Dieser Fehler ist aber unmerkbar, wenn der Hebel gen\u00fcgend lang ist. Bei l\u00e4ngerem Hebel w\u00fcrde jedoch seine Schreibspige\n25","page":25},{"file":"p0026.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\n\u00fcber die des Jaquet\u2019schen Chronometers hinausragen. Dem wird abgeholfen, wenn man die Klemme K ben\u00fcgt; der Hebel kann dann um ca. 5 cm l\u00e4nger sein.\n1 ;t\nUm einen toten Gang bei der Verbindung der Membrane und des Schreibers zu vermeiden, ist dieser durch eine Gummischnur an die Pelote der ersteren gebunden. Der Schreibhebel besteht aus einer, einige Zentimeter langen Aluminiumnadel a, \u00fcber welche ein l\u00e4ngerer, sehr leichter und d\u00fcnner Strohhalm gestedct wird, der durch einen kleinen Gummiring b festgehalten, und in dessen gespaltenes Ende eine aus elastischem Pauspapier gesdinittene Spige durch etwas Klebgummi befestigt wird.\nPreis Mk. 75.\u2014\nNo. 30. Derselbe, 3 cm Kapseldurchmesser, Neukonstruktion.\nDas Instrument ist empfindlicher als das obige No. 29. Hebell\u00e4nge 5 cm ; dennoch steht auch hier die Spige von dem Stativ, auf welchem der Apparat befestigt ist, ebensoweit ab wie bei dem vorigen Instrument.\nPreis Mk. 70.\u2014\nNo. 31. Derselbe, 1 cm Durchmesser, Neukonstruktion, Feinste Gummimenbrane, Hebel \u00e4ugerst leicht, 3 cm lang. Der Apparat dient u. a. f\u00fcr phonetische Aufschreibungen, als Sdireibapparat zum Phonautographen Nr. 181, Kehlton-sdireiber No. 182 u. dgl. Audi dieses Instrument sdireibt in einer Linie mit dem Jaquet\u2019sdien Chronometer.\tPreis Mk. 70.\u2014\nNo. 32. Derselbe, vereinfacht, blog mit den Feinstellungen \u00e4) und c), wie sie die urspr\u00fcnglichen Marey\u2019sdien Schreiber hatten.\tPreis Mk. 40.\u2014\nNo. 33. Marey\u2019sche Aufnehmekapseln mit Stiel zum Befestigen; 3 Gr\u00f6gen mit den Durchmessern 5, 3, 1 cm und entsprediend feiner Membrane.\nPreis Mk. 3.\u2014\n26","page":26},{"file":"p0027.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00ab G\u00d6TTINGEN.\nNo. 34. Zwischenveiltil. Durch leichten Druck auf den Hebel wird der Luftdruck in der Kapsel ver\u00e4ndert. Hierdurch kann der Hebel des Tambours in die Nullstellung gebracht werden.\tPreis Mk. 3.\u2014\nNo. 35. Elektromagnetischer Markierer\nnach Pfeil. Der Anker des Elektromagneten besteht aus einer Stahllamelle, auf welche ein kleiner Stift auf-gesegt ist, der an dem Schreibhebel, sehr nahe an dessen Drehpunkt, angreift, so dag die Ankerbewegung bedeutend vergr\u00f6gert wird. Verschiedene Exkursionen der Schreibspige werden durch Ann\u00e4herung und Entfernung des Elektromagneten gegen den Anker erzielt. Durch Drehen der in der Abbildung rechts unten sichtbaren Schraube wird der Markierer im Bogen gegen die berugte Fl\u00e4che hin und von ihr weg bewegt. \u00dcber den Zweck dieser Verstellung vgl. b) u. d) in der Vorbemerkung S. 23.\tPreis Mk. 75.\u2014\n\u00ab ,\nNo. 39. Elektromagnetische Stimmgabel mit einfachem Kontakt\nmit 50, 100 oder 250 Doppelschwingungen, zur Zeitmarkierung. Sie werden elektromagnetisch in Schwingung versegt, wobei entweder Trockenkontakt oder Quecksilberkontakt verwendet wird. Die Kontakte sind mikrometrisch einzustellen, die Stellung des Trockenkontaktes ist durch eine Gegenmutter zu fixieren. Der Quecksilberkontakt ist mit Vorrichtung zur Alkbholsp\u00fclung versehen. Die Gabeln schreiben entweder direkt mittels einer geeigneten \u00abpige auf der berugten Fl\u00e4die, oder der durch die Stimmgabel z. B. lOOmal pro Sek. geschlossene Strom erteilt einem am Chronographen oder Kymo-graphion schreibenden Markierer ebenso viele St\u00f6ge. Die Gabeln werden genau geeicht geliefert; die Schwingungszahl bezieht sich auf die Schwingungen der Gabel samt Schreibspige und Kontaktvorrichtung.\nPreis bei 50 DoppelsehwTngungen Mk. 50.\u2014 55\t55 100\t55\t55 50.\n55\t55 250\t,5\t55 50.\nNo. 40. Elektromagnetische Stimmgabel mit doppeltem Kontakt\nmit 50, 100 oder 250 Schwingungen. Der eine Kontakt dient wie oben zur elektro-\n27","page":27},{"file":"p0028.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00b0 G\u00d6TTINGEN.\nmagnetischen Ingangsetzung und Erhaltung der Schwingung, der andere zur Schlie\u00dfung und Unterbrechung des Markiererstromes. Beide Kontakte werden sowohl als Trocken-wie auch als Quecksilberkontakte mit Vorrichtung zur Alkoholsp\u00fclung geliefert.\nPreis hei 50 Doppelschwingungen Mk. 60,\u2014 ,,\t,, 100\t,,\t,, 60.\n\u00bb\t\u201e 250\t\u201e\t,, 60.\nNo. 40a. Einrichtung zur Luftiibertraguilg. Fig. zeigt die Stimmgabel in Verbindung mit einer Luftkapsel. Die Eichung bezieht sich auch hier auf die Stimmgabel samt der Luftkapsel. Bei Gabeln mit dieser Einrichtung erh\u00f6ht sich der Preis\num\tMk. 10.\u2014\nNo. 40. Kagenaars Chronoskop. Das Instrument gestattet, Kurven von der aus der Figur ersichtlichen Form zu zeichnen, in weldien der Wellenzug der kleineren Welle selbst wieder eine gr\u00f6\u00dfere Welle bildet. Das sonst oft recht l\u00e4stige Ausz\u00e4hlen l\u00e4ngerer Kurven geht auf diese Weise viel bequemer und schneller.\nDer Apparat besteht aus einem Stativ, das auf einem schweren gu\u00dfeisernen Dreifu\u00df steht. Auf jedem Fu\u00dfe desselben sind 2 Stahlst\u00e4be aufgeschraubt, die mit Laufgewichten versehen sind. Stellt man diese auf die angegebene Marke ein, so haben die 6 Stahlst\u00e4be die Schwingungszahlen 25 und 5, 2 und 10, 10 und 50. Die Schwingungszahlen je zweier auf einem Fu\u00dfe befestigten St\u00e4be verhalten sich wie 1 : 5. Will man nun z. B. die St\u00e4be a und b ben\u00fc\u00dfen, so stellt man mittels eines am Stativ zu befestigenden Armes die beiden Luftkapseln j j so ein, da\u00df ihre Peloten von den schwingenden Lamellen bei jeder Schwingung einen kleinen Sto\u00df erfahren. Die so erzeugten Luftst\u00f6\u00dfe pflanzen sich in den Schl\u00e4udien pq und nach Vereinigung derselben bei s in dem Schlauche / fort, der zur Schreibkapsel W f\u00fchrt. Mittels der H\u00e4hne l und k reguliert man die Intensit\u00e4t der St\u00f6\u00dfe so, da\u00df die von der langsamer schwingenden Lamelle b herr\u00fchrenden St\u00f6\u00dfe st\u00e4rkere Ausschl\u00e4ge der\n28","page":28},{"file":"p0029.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nSchreibspi\u00dfe ergeben. Sie erzeugen somit gr\u00f6\u00dfere Sinusschwingungen, auf welche sidi die kleineren Schwingungen der anderen Lamelle aufse\u00dfen. Die 2 oberen, am Stativ festgeschraubten Arme dienen dazu, den Elektromagneten M und die Kontaktvorrichtung i m zu halten, durch welche die Lamellen in Schwingung erhalten werden.\nPreis Mit. 165.\u2014\nNo. 43. Elektromagnetische Lamelle (Stromunterbrecher) nach Bernstein. Die Stimmgabel ist hier durch eine Lamelle erse\u00dft, welche in \u00e4hnlicher Weise wie die Gabeln auf elektromagnetischem Wege in Schwingung erhalten wird. Bei dem vorliegenden Instrument ist Quecksilberkontakt gew\u00e4hlt; das N\u00e4pfchen mit dem Quecksilber ist entsprechend der Gr\u00f6\u00dfe der Exkursionen in der H\u00f6he zu verstellen. Um Oxydation des Quecksilbers zu verh\u00fcten, gie\u00dft man einige Tropfen Alkohol \u00fcber dasselbe. Die Elektromagnete lassen sich der Lamelle n\u00e4hern und von ihr entfernen, wodurch ebenso wie durch \u00c4nderung der Stromst\u00e4rke die Gr\u00f6\u00dfe der Exkursion reguliert werden kann.\nIm Gegensa\u00df zu den Stimmgabeln bietet dieses Instrument den gro\u00dfen Vorteil, da\u00df man die Schwingungszahl der Lamelle variieren kann, indem man sie n\u00e4her oder ferner vom Ende einklemmt. Mit derselben Lamelle kann man auf diese Weise einen Strom 50 bis 250mal in der Sekunde unterbrechen. Der Tr\u00e4ger der Lamelle ist verschiebbar, damit man bei jeder L\u00e4nge derselben das schwingende Ende zwischen die feststehenden Elektromagneten und das Quecksilbern\u00e4pfchen bringen kann. Die Lamelle ist mit einer Skala versehen, die man mit Hilfe eines geeichten Tonmessers oder mit Hilfe von geeichten Stimmgabeln eichen kann.\tPreis 31k. 75.\u2014\nUnter die Schreibapparate geh\u00f6rt vor allem auch das Jaquet\u2019sche Chronometer, das auf Seite 10 beschrieben ist.\nNo. 45. Pr\u00e4zisioiisstativ f\u00fcr Kymographion ohne Senkung nach\nRupp. Dieses Instrument ist noch nicht fertig gebaut. Es soll die zwei in der Vorbemerkung unter e) und f) angef\u00fchrten Feinstellungen erm\u00f6glichen und sowohl f\u00fcr vertikale wie f\u00fcr horizontale Trommeln verwendbar sein.\nAuch die zwei vereinfachten Formen dieses Apparates : \u201eNo. 46, Stativ f\u00fcr Kymographion ohne Senkung blo\u00df f\u00fcr vertikale Trommeln\u201c und \u201eNo. 47, Stativ f\u00fcr Kymographion mit Senkung\u201c sind noch in Konstruktion.\n29","page":29},{"file":"p0030.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 48. Pr\u00e4zisionsstativ f\u00fcr Kymographien mit Senkung' nach flarey (vgl. Langendorff, Physiologische Graphik, Seite 74 f.). Dasselbe ist leicht\ngebaut und l\u00e4gt sich am Kymographion selbst festschrauben, wie aus der Figur ersichtlich ist. Uber den festen Stativstab ist eine engan-schliegende R\u00f6hre gesteckt, die durdi die Schraube S, welcher die Feder F entgegenwirkt, um den Stab gedreht werden kann, und auf der die Schreibapparate befestigt werden. Das Stativ ist audi f\u00fcr horizontale Trommeln verwendbar.\nDieses Stativ wird, wie die Skizze angibt, entweder zum Anklemmen an den Apparat oder auf Wunsdi auf Dreifug geliefert. Der Preis beibt derselbe.\nPreis Mk. 25.\u2014\n30","page":30},{"file":"p0031.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nII. Apparate zur Untersuchung des Raumsinnes der Augen.\nNo. 49. Apparat f\u00fcr den Uering\u2019scheii Fall versuch. Der Beobachter blickt von O aus durch den Tubus T und den in seiner H\u00f6he verstellbaren Spalt S in einen auf beiden Seiten offenen Kasten, dessen Hinterwand ein gleichm\u00e4\u00dfig grauer\nKarton bildet. In den Kasten wird in beliebiger Entfernung ein kleines Stativ mit einem wei\u00dfen, vom Hintergrund sich deutlich abhebenden Knopf K aufgestellt. Man l\u00e4\u00dft nun, w\u00e4hrend K fixiert wird, durch die kleinen, je 1 cm von einander entfernten L\u00f6cher in der Decke des Kastens Perlen herabfallen und l\u00e4\u00dft den Beobachter jedesmal entscheiden, ob die Perle vor oder hinter dem fixierten Knopf gefallen sei. Da\u00df man fallende Perlen anstatt ruhender Objekte verwendet, hat den Zweck, parallaktische Verschiebungen, wie sie bei Kopf-und Augenbewegungen entstehen w\u00fcrden, auszuschlie\u00dfen. Da ferner die Perlen verschieden gro\u00df sind, so bleibt als Kriterium der Tiefenentfernung der fallenden Perle vom fixierten Knopf bei monokularer Betrachtung nur der Grad der Verschwommenheit \u00fcbrig, w\u00e4hrend bei binokularer Betrachtung die Querdisparation hinzukommt. Da nun bei binokularem Sehen das Urteil sicher und richtig, bei monokularem Sehen sehr unsidier und oft ganz unrichtig ist, so zeigt der Versuch in augenf\u00e4lliger Weise die Bedeutung der Querdisparation f\u00fcr das Tiefensehen.\tPreis Mk. 35.\u2014\nNo. 50. Isoskop liacll Ponders (Archiv f. Ophthalmologie, Bd. 21, III, S. 104). Wenn man dem linken Auge zwei F\u00e4den, dem rechten Auge einen vertikalen Faden\ndarbietet und sie so betrachtet, da\u00df im binokularen Bilde der rechte Faden zwischen denen des linken Auges liegt, so werden die in Wirklichkeit parallelen F\u00e4den im allgemeinen gegeneinander geneigt gesehen. Umgekehrt mu\u00df man die F\u00e4den des einen Auges gegen den Faden des anderen Auges um einen bestimmten Winkel neigen, wenn alle 3 parallel erscheinen sollen. Diesen Winkel genau zu messen, seine Abh\u00e4ngigkeit von der Konvergenz, von der Neigung der Blickebene, von Konturen, die sich au\u00dferdem im Gesichtsfeld befinden u. s. w. zu bestimmen, und die analogen Versuche bei horizontalen und schr\u00e4gen F\u00e4den anstellen zu k\u00f6nnen, dazu dient das Isoskop, und\n31","page":31},{"file":"p0032.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nes zeichnet sich dadurch aus, dag sich die betreffenden Einstellungen sehr schnell und bequem ausf\u00fchren lassen.\nEin vertikaler, massiver Holzrahmen R R tr\u00e4gt an seiner Vorderseite einen leichteren, beweglichen Rahmen. Die Leisten desselben sind um die Axen 1, 2, 3, 4, die durch die Ecken des Rahmens gehen, drehbar, so dag sie ein Parallelogramm von beliebigem Seitenwinkel bilden k\u00f6nnen. Durch die Schrauben 5, 6 ist dieser Rahmen an dem zuerst genannten befestigt, und er wird um dieselben gedreht, indem man an den unten vorstehenden St\u00fccken 7, 8 seiner seitlichen, vertikalen Leisten anfagt. Der Winkel der Drehung kann an der rechts oben sichtbaren Gradeinteilung mittels des Nonius, der sich wie ein Zeiger mit dem Rahmen bewegt, auf genau abgelesen und auf 1/100 0 gesdi\u00e4gt werden.\nIn diesem Rahmen werden die F\u00e4den ausgespannt, deren Neigung man variieren soll, w\u00e4hrend soldre F\u00e4den, deren Neigung konstant bleiben soll, in dem festen Rahmen gespannt werden. An dem oberen und unteren Stabe des beweglichen Rahmens ist je eine Metalleiste angeschraubt, an welcher Klemmen verschoben und an beliebigen Stellen festgeschraubt werden k\u00f6nnen. An diesen Klemmen werden die F\u00e4den befestigt. Der Faden des festen Rahmens ist oben an einen Stift gebunden, der nicht beweglich ist, unten an einer Klemme, die auf einer Metalieiste versdiiebbar ist. Stift und Klemme ragen so weit nach vorne, dag der Faden in derselben vertikalen Ebene zu liegen kommt, wie die beiden F\u00e4den des vorderen Rahmens.\nDie F\u00e4den werden, nadidem man den Nonius auf 0 eingestellt, durch Vergleichung mit einem Lote in vertikale Lage gebracht. Die Ablesung gibt dann den genauen Winkel zur wirklichen Vertikalen an. Will man dem unbeweglichen Faden eine Neigung von z. B. 5\u00b0/0 geben, so stellt man erst einen beweglichen Faden auf diesen Winkel ein und richtet nach ihm den unbeweglichen.\nUm auch in horizontaler Richtung F\u00e4den spannen und aus ihr herausdrehen zu k\u00f6nnen, tr\u00e4gt der feste Rahmen an der hinteren Seite einen zweiten beweglichen Rahmen, der sich von dem vorderen nur dadurch unterscheidet, dag die Schrauben, mittels derer er am festen Rahmen befestigt ist, nicht in den vertikalen, sondern in der Mitte der horizontalen Arme liegen. Man erh\u00e4lt ein Bild dieses hinteren Rahmens, wenn man die nebenstehende Figur von der linken Seite aus betrachtet. Auch die F\u00e4den dieses Rahmens kommen in dieselbe Ebene zu liegen wie die \u00fcbrigen F\u00e4den.\nDie genaue Horizontalstellung der F\u00e4den wird in folgender Weise vorgenommen. Man verbindet 2 ungef\u00e4hr vertikal stehende R\u00f6hrchen an ihren unteren Enden durch einen Schlauch und f\u00fcllt dieses System kommunizierender R\u00f6hren mit Quecksilber. Die Kuppeln stellen sich genau in eine horizontale Gerade, nach welcher man durch Visieren die F\u00e4den richten kann.\nDie Einstellung der F\u00e4den bei den Versuchen kann vom Beobachter selbst vorgenommen werden. Um Konvergenz zu erreichen, braucht man nur die F\u00e4den einander zu n\u00e4hern. Um zu untersuchen, welchen Einflug Linien haben, die auger den bis jegt erw\u00e4hnten 3 F\u00e4den im Gesichtsfeld vorhanden sind, spannt man weitere F\u00e4den in dem festen'Rahmen aus. Ferner kann man St\u00e4be und andere Objekte in irgendwelcher Neigung hinter der Fadenebene aufstellen, um ihre Wirkung auf die Gr\u00f6ge des in Rede stehenden Winkels zu pr\u00fcfen.\n32","page":32},{"file":"p0033.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 51. Kanteuapparat nach Hillebrand. (Zeitsehr. f. pSych., Bd. vii Seite 108). Der Apparat dient dazu, einem Auge Objekte in verschiedenen Entfernungen in der Weise darzubieten, dag die Beurteilung der Entfernung nur auf Grund der Akkommodationserscheinungen und der damit unvermeidlich verbundenen Konvergenz m\u00f6glich ist, w\u00e4hrend alle anderen Motive der Tiefenlokalisation, z. B. \u00c4nderung der\nBildgr\u00f6ge bei \u00c4nderung der Entfernung, ausgeschlossen sind. Auf einer horizontalen Grundplatte ist eine kurze vertikale Axe A befestigt, um welche sich die 2 horizontalen Winkel B drehen. Auf ihren 1 m langen F\u00fchrungsschienen aus Metall m m, sind die SdiieberP P1 ger\u00e4usdilos verschiebbar, welche vertikale Rahmen tragen, \u00fcber die auf der dem Beobaditer zugekehrten Seite die undurchsichtigen Kartonschirme S S1 gespannt sind. Die inneren vertikalen Kanten dieser beiden Sdiirme, welche die auf ihre Entfernung hin zu beurteilenden Objekte bilden, sind ganz sdiarf und genau geradlinig gesdinitten, so dag nicht durdi irgend welche Unregelm\u00e4gigkeiten in denselben (Fasern, Kr\u00fcmmungen) Anhaltspunkte f\u00fcr die Tiefensch\u00e4gung gegeben werden k\u00f6nnen. Bei der innersten Lage eines jeden Winkels \u2014 der linke Winkel ist in der Figur in dieser Lage dargestellt \u2014 steht seine Kante genau in der Symmetrieebene des Apparates. Das Auge des Beobachters befindet sich \u00fcber der Axe A und blickt durch ein kurzes, ausziehbares Rohr mit l\u00e4nglicher \u00d6ffnung nach vorne. Das Rohr steckt in dem Schirme R, welcher die \u00fcbrigen Teile des Apparates verdeckt. Den Hintergrund bildet die mattgeschliffene, durch die Lampen L L1 hell beleudrtete Mildiglasplatte M. Die beiden Winkel k\u00f6nnen durch ein Bogenstiidc f so verkuppelt werden, dag, wenn man sie in der Ridrtung des Pfeiles dreht, die Kante des Sdiirmes S1 eben in das Gesichtsfeld tritt, wenn die Kante von S dasselbe verlassen hat. Auf diese Weise l\u00e4gt sidi ein sdmeller Wedisel der beiden Objekte erzielen. Die Stellung der Sdiieber und damit die Entfernung der Kanten vom Auge kann an einer auf m und mj angebrachten Millimeterteilung abgelesen werden.\tPreis Mk. 75. \u2014\nNo. 52. Spiegelhaploskop nach Hering. (Hermann\u2019s Handbudi d. Physiol. Ill 1 Seite 393 f. und Hillebrand, Die Stabilit\u00e4t der Raumwerte auf der Neghaut, Zeitsdir. f. Psych., Band V Seite 38.) Auf einem horizontalen Metallrahmen ruhen die zwei symmetrischen Sektoren S, S2, auf denen in den vertikalen Axen A, A2 zwei Lineale S, S2 drehbar sind (siehe das Schema). Die Sektoren samt den Linealen k\u00f6nnen ein wenig einander gen\u00e4hert oder entfernt werden. Jedes Lineal tr\u00e4gt ein kleines Stativ, in welchem ein Spiegelchen Sp, bez. Sp2 verstellbar ist. Diese Spiegel-chen werden so orientiert, dag sie mit der L\u00e4ngsrichtuug der Lineale einen Winkel von 45 Graden bilden, und dag ihre Ebene vertikal steht. Ferner sind auf den Linealen die Schlitten Sch, Seh2 versdiiebbar, auf welche versdiiedene Rahmen aufgesegt werden k\u00f6nnen.\n33","page":33},{"file":"p0034.txt","language":"de","ocr_de":"1\tJ\tI1\n1\torIlNJJ.Lri\\ oc nUiUK \u00b0 LrUI XUNrrrjiN.\nEine Art von Rahmen zeigt die Hauptfigur: dieselben sind so eingerichtet, dag Gl\u00e4ser eingeschoben werden k\u00f6nnen, auf weldie die beiden haploskopisch zu vereinigenden Bilder ge\u00e4gt oder gezeichnet oder aufgeklebt werden.\nEin anderes Paar von Rahmen, welches redits separat gezeichnet ist, hat folgendes Aussehen: Es sind in einer vertikalen, auf den Linealen senkredit stehenden Ebene drei schwarze Haare gespannt, von denen das mittlere in fester, vertikaler Lage ist, w\u00e4hrend jedes der seitlichen durch je eine Schraubenspindel am oberen und unteren Ende des Rahmens erstens beliebig von den mittleren F\u00e4den entfernt und zweitens beliebig schr\u00e4g gestellt werden kann. In dem Sdiema sind die F\u00e4den durch Kreuze gekennzeidmet.\nStatt dieser Rahmen k\u00f6nnen endlich auch (nadi Hofmann und Bielschowsky, Pfl\u00fcgers Arch. Bd. 80, 1) zwei versdiiedene Paare von Tr\u00e4gern eingesegt werden, auf welche Karten oder Papiere mit Zeidien und Druckschrift zu befestigen sind ; das eine Paar von Tr\u00e4gern gestattet, diese Bilder beliebig zu drehen, das andere erm\u00f6glicht eine genaue H\u00f6henverschiebung derselben.\nDer Beobaditer h\u00e4lt den Kopf so, dag die Drehpunkte seiner Augen \u00fcber den Axen A, A2 liegen. Die legteren werden zu diesem Zwedce samt den Sektoren in die entsprechende Entfernung (Pupillendistanz) gebracht. Bei der den Linealen in der Figur gegebenen Lage bilden sich z. B. die F\u00e4dentripel in den Negh\u00e4uten so ab, als w\u00fcrden sie die Bilder eines einzigen fernen Tripels sein. Dreht man nun die Lineale aus dieser Lage in der Richtung der Pfeile, so konvergieren die Augen, um die F\u00e4den einfach zu sehen, in entsprechendem Mage. Der Konvergenzwinkel ist gleich der Summe der Winkel, um welche das redite und das linke Lineal gedreht wurde. Diese Winkel\n34","page":34},{"file":"p0035.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER . G\u00d6TTINGEN.\nsind an einer Gradeinteilung am Rande der Sektoren abzulesen. Zur Fixierung des Kopfes ist mit dem Apparat ein Stirnhalter und ein Beigbrettdien verbunden.\nMittels dieses Apparates lassen sich viele wichtige Versuche \u00fcber Tiefenlokalisation, \u00fcber Inkongruenz der Netzh\u00e4ute, \u00fcber Schielen etc. in exakterWeise durchf\u00fchren.\nPreis des Apparates mit den einfachen Italimen Mk. 200.\u2014 Preis der Rahmen mit den Fadentripeln Mk. 200.\u2014 Preis der Tr\u00e4ger nach Hofmann und Bielschowsky Mk. 40.\u2014\nNr. 53 Stereoskop nach Wiechert,\nbestehend aus poliertem Mahagonirahmen mit mattgeschliffener Glasscheibe als Bildhalter. \u00dcber dem Rahmen erhebt sich der Linsentr\u00e4ger aus Aluminium. Die Linsen sind einzeln durch Schnecken f\u00fcr jedes Auge passend stellbar.\nPreis Mk. 25.\u2014\nNr. 54. Zeiss-Stereoskop mit wandernder Marke, (C. Pulfrich, \u00dcber neuere Anwendungen der Stereoskopie etc., Zeitschr. f. Instrumentenkunde Bd. 22, Heft 3, 5, 6 und 8 1902). Der Abstand der Okularlinsen von den Stereoskopbildern ist zum Zwecke der Einstellung auf die richtige Sehweite verstellbar. Ebenso l\u00e4gt sich der Abstand der beiden Linsen variieren, um sie einerseits dem Augenabstand und andererseits dem Abstand der Stereoskopbilder anpassen zu k\u00f6nnen.\nZur Demonstration des stereoskopischen Sehens und zur Demonstration des stereoskopischen Megverfahrens dient das Stereomikrometer mit der sogen. wandernden Marke.\nDasselbe besteht aus einem Rahmen, der \u00fcber das Stereoskopbild gelegt wird und 2 der Gr\u00f6ge der Bilder entsprechende Ausschnitte besigt. An der oberen Leiste dieses Rahmens l\u00e4gt sidi in einer F\u00fchrung der die Spige m, tragende Hauptschlitten und auf diesem mittels einer Mikrometersdiraube der die Marke m2 tragende Schlitten verschieben. Man verschiebt also, indem man am Knopf K angreift, mit der Hand beide Marken gleichzeitig, und, indem man an der Schraube S dreht, die Marke m2. Beide Marken k\u00f6nnen mit der Hand nach oben und unten geschoben werden.\nVersdiiebt man mit m, gegen m2, so scheint die einfach gesehene Marke nach vorne und hinten zu \u201ewandern\u201c und auf diese Weise mit verschiedenen Punkten des plastischen Stereoskopbildes zu koinzidieren, dessen Tiefenentfernungen sich aus der Verschiebung der Marke, die auf i/100 abgelesen werden kann, berechnen l\u00e4gt. Die\n35","page":35},{"file":"p0036.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb GOTTINGEN.\nBerechnung ist jedoch bei diesem Instrumente nicht genau, weil die SpiHen der Marken nicht in derselben Ebene liegen wie die Bilder. Es ist n\u00e4mlich n\u00f6tig, \u00fcber die Bilder eine d\u00fcnne Glasplatte zu legen, damit die Spigen sie nicht besch\u00e4digen, dasselbe ist auch bei Diapositiven der Fall. Dadurch entstehen aber parallaktische Verschiebungen, falls nicht zuf\u00e4llig beide Augen senkrecht auf die Bilder gerichtet sind.\nPreis Mk. 110.\u2014\nNr. 55. Tropostereoskop liaclt Ludwig'-Kupp. Das Instrument dient zur Demonstration der Tiefenwirkung der Querdisparation und ist einem gleichbenannten und zu demselben Zwecke konstruierten Instrumente von Ludwig nachgebildet, unterscheidet sich von diesem jedoch dadurch, dag das in verschiedener Tiefe erscheinende Objekt nicht auch verschieden hoch gesehen wird, sondern sidi blog seiner Entfernung nach \u00e4ndert, wodurch die Demonstrierung der Erscheinung wesentlidi vereinfacht wird.\nDie Augen blicken getrennt durch die zwei Rohre r 1, deren Konvergenzwinkel sidi durch Drehen der Rohre ein wenig variieren l\u00e4gt. Die Augen seien so eingestellt, als ob sie den Punkt A fixierten. Dann mug sich A auf korrespondierenden Punkten beider Negh\u00e4ute, n\u00e4mlich auf den Neghautmitten abbilden. Bei gleicher Augenlage bilden sidi B und C auf disparaten Punkten ab, und zwar B, der n\u00e4here Punkt, auf gleichnamig, C der fernere, auf ungleichnamig-disparaten Stellen. Anstatt in A sind nun in dem vorliegenden Apparate in \u00ab und \u00df Marken angebradrt, die als ein Punkt in A gesehen werden. Diese zwei Marken lassen sich symmetrisch nach tilgen und innen verschieben, was nach dem Obigen den Erfolg hat, dag der einfadi gesehene Punkt nach vorne gegen B bezw. nadi hinten gegen C zu wandern scheint.\nPreis Mk. 10.-\nNr. 56. Einfacher Verant nach Gullstrand-Rohr. Wenn man das mit einer photographischen Kamera aufgenommene Bild in versdiiedenen Entfernungen betrachtet, so zeigt es keineswegs immer die gleichen Tiefenverh\u00e4ltnisse, z. B. erscheint bei gr\u00f6geren Entfernungen der Vordergrund unnat\u00fcrlich vergr\u00f6gert. Die riditige Ent-\n36","page":36},{"file":"p0037.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u25a0> G\u00d6TTINGEN.\nfernung, bei welcher die Kopie den gleichen plastischen Eindruck erweckt wie das Original, ist im Falle des ruhenden Auges dann gegeben, wenn der Abstand von der Pupille gleich ist der Brennweite des Objektivs; im Falle des bewegten Auges (aber bei ruhigem Kopf) mu\u00df der Abstand des Bildes vom Drehpunkt des Auges gleidi der Brennweite sein. Da nun die gew\u00f6hnlichen Objektive Brennweiten von ca. 9\u201417 ein besitzen, und ein normales (nicht kurzsichtiges) Auge sich auf ein in so geringer Entfernung gehaltenes Bild nicht abkommodieren kann, so ist es n\u00f6tig, das Bild in dem Ma\u00dfe, als es vom Auge entfernt werden mu\u00df, audi zu vergr\u00f6\u00dfern. Dies leistet der Verant durch Anwendung einer entspredienden Lupe. Und zwar werden Veranten mit einer Lupe von 11 cm Brennweite f\u00fcr Objektive von 9 \u2014 13 cm Brennweite geliefert und Veranten mit 15 cm Brennweite f\u00fcr 13\u201417 cm Objektive. Die Lupen sind so berechnet, da\u00df sie frei sind von sph\u00e4rischer und diromatischer Abweichung. Ferner ist die Brennweite so gew\u00e4hlt, da\u00df der Brennpunkt ungef\u00e4hr in den Drehpunkt des Auges f\u00e4llt, wenn man das Auge an die Musdiel anlegt, welche vor die Linse gesetzt ist.\nDas oben links zu sehende Bild zeigt den ganzen, sehr einfachen Apparat. Den Fu\u00df bilden zwei Drahtb\u00fcgel, die gleidizeitig, wenn man sie unten zusammenbiegt, als Handhabe dienen. Die Grundplatte des Apparates tr\u00e4gt einerseits an 2 Drahtst\u00e4ben den Schirm, in dessen Mitte die Verantlinse befestigt ist. Die Muschel vor der Linse ist in der Figur in der Lage dargestellt, wie sie f\u00fcr das linke Auge pa\u00dft ; will man das rechte Auge ben\u00fc\u00dfen, so mu\u00df die Muschel um 180\u00b0 gedreht werden. Rechts und links von der Linse sind Einkerbungen in den Schirm geschnitten, die f\u00fcr die Nase bestimmt sind. Andererseits tr\u00e4gt die Grundplatte den Rahmen zum Aufnehmen der Kopien; er ist an einer Schiene befestigt, die in einer F\u00fchrung auf der Grundplatte gleitet; man kann dadurch das Bild von der Linse n\u00e4hern und von ihr entfernen. Der in der Figur rechts hinten stehend gezeidmete Rahmen dient zum Aufnehmen von nicht aufgezogenen Kopien.\nWichtig ist es, den Apparat so horizontal bezw. geneigt zu halten, wie der photographische Apparat bei der Aufnahme gestanden hat; das unnat\u00fcrliche \u201eSt\u00fcrzen\u201c von Linien, das man bei Aufnahmen mit nidit horizontal gehaltenen Apparaten ohne Verant beobachtet, f\u00e4llt bei Benii\u00dfung des le\u00dfteren weg.\nDer Verant hat nicht nur den praktischen Wert, da\u00df er Bilder in richtiger Plastik erscheinen l\u00e4\u00dft, sondern auch psychologisdies Interesse, da er besonders deutlich plastisdie Bilder liefert und dadurch zur Kenntnis der Faktoren, welche die Tiefenwahrnehmung vermitteln, beitragen d\u00fcrfte.\tPreis Mk. TO.\u2014\nNr. 57. Doppel verant nach Gullstrand-Kohr. (Siehe das oben rechts gezeichnete Bild.) Derselbe hat zwei Linsen f\u00fcr die 2 Augen ; ihr Abstand ist variierbar, damit er dem Augenabstand angepa\u00dft werden kann (zur Bestimmung des le\u00dfteren vgl. die Apparate Nr. 58 und namentlich 59). Damit die optischen Axen der Linsen bei verschiedenem Abstand der le\u00dfteren stets audi durch dieselben Punkte der Kopien gehen, so \u00e4ndert sich bei diesem Instrumente mit dem Linsenabstande gleichzeitig der der Kopien. Es ist daher f\u00fcr jede Kopie ein eigener Rahmen vorgesehen. Die kleinste Pupillendistanz, f\u00fcr die der Apparat eingerichtet ist, betr\u00e4gt 54 mm. Da man dementsprechend auch die Kopien soweit einander n\u00e4hern k\u00f6nnen mu\u00df, da\u00df ihre korrespondierenden Punkte nur 54 mm voneinander entfernt sind, so kann jede Kopie nur h\u00f6chstens 48 cm breit sein. Damit tro\u00dfdem ein relativ gro\u00dfes Bild gesehen werden\n37","page":37},{"file":"p0038.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nkann, wurde die Brennweite klein gew\u00e4hlt, n\u00e4mlich 73 mm. Die Aufnahme mug daher auch mit Objektiven von \u00e4hnlicher Brennweite vorgenommen werden. Der Abstand der Objektive soll ungef\u00e4hr 65 mm betragen ; bei kleinerem Abstand tritt Verkleinerung des Vordergrundes ein, bei gr\u00f6gerem Vergr\u00f6gerung desselben. Preis Mit. 100.\u2014\nNr. 58 Apparat zur Bestimmung der Pupillen distanz. 2 gugeiserne Tr\u00e4ger halten in Augenh\u00f6he einen 5 cm hohen und 15 cm breiten Spiegel Sp, vor dem 2 Lote Li L2 h\u00e4ngen, die sidi in einer zur Spiegelebene genau parallelen Ebene verschieben lassen. Ihre Entfernung ist an einer Skala mit Nonius abzulesen. Um ein Pendeln der F\u00e4den zu vermeiden, tauchen dieselben mit ihren Bleigewichten in eine kleine Wanne, die mit einer die Bewegung d\u00e4mpfenden Fl\u00fcssigkeit gef\u00fcllt wird.\nwird mittels eines an einem Stativ befestigten und der Spiegel m\u00f6glidist genau in eine frontalparallele Ebene gebracht.\nDie Messung des Augenabstandes geschieht in der Weise, dag man zun\u00e4chst einen Faden so vor dem gleidiseitigen Auge umhersdiiebt, bis er sich mit seinem Spiegelbilde deckt ; dasselbe tut man sodann mit dem anderen Lot. Die auf der Skala abgelesene Distanz der F\u00e4den stellt die Pupillardistanz dar.\tPreis Mk. 30.\u2014\nNo. 58a. Derselbe mit Feinstellung der Lote durch Schrauben\nPreis Mk. 50.\u2014 Nr. 59. Einfacher Augeuabstands-messer nach Zeiss. Wenn es nicht auf gr\u00f6\u00dfere Genauigkeit ankommt, so gen\u00fcgt dieses kleine Instrumentchen zur Bestimmung der Basallinie. Im Gegensatz zu dem vorigen Apparat f\u00e4llt die exakte Fixierung des Kopfes weg. Im \u00dcbrigen ist das Prinzip ein \u00e4hnliches.\nDas Instrument besteht aus nichts weiter, als aus einer kleinen, flachen Pappschachtel, deren eine k\u00fcrzere Seite schr\u00e4g gestellt und mit einer Skala versehen ist, w\u00e4hrend die gegen\u00fcberliegende Seite 2 Spiegelchen (in der Figur gestridielt gezeichnet) tr\u00e4gt. Die Skala besteht auf der linken Seite aus einer O-Marke und auf der rechten aus 30 mm Teilstrichen, die nach ihrer Entfernung von der 0-Marke bezeichnet sind. Entsprechend ist in der gegen\u00fcberstehenden Wand links ein kurzes, rechts ein l\u00e4ngeres Spiegeldien eingesegt.\nMan legt das Instrument mit der schr\u00e4gen Seite ungef\u00e4hr symmetrisch an der Nasenwurzel an. Dann betrachtet man im kleineren Spiegel seine linke Pupille und verschiebt das Instrument so lange nach rechts oder links, bis die durch den Spiegel ebenfalls gesehene 0-Marke genau unter der Mitte der linken Pupille zu liegen kommt. Indem man darauf bedacht ist, das Instrument nicht zu verschieben, fixiert man sodann seine rechte Pupille und liest gleichzeitig an der Millimeterskala ab, welcher Teilstrich wieder unter der Mitte der Pupille liegt. Diese beiden Ein-\nDer Kopf des Beobachters Bei\u00dfbrettchens (vgl. Nr. 63) fixiert\n38","page":38},{"file":"p0039.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00ab G\u00d6TTINGEN.\nStellungen wiederholt man mehrmals zur Kontrolle. Der an der Skala abgelesene Teilstrich zeigt, wie man leidit einsieht, die Pupillendistanz an. Preis Mk. 15.\u2014\nNr. 60. Iiopflialter, wie er von Photographen benugt wird, mit stabilem Fug und mehrfach verstellbarem, mit Tuch \u00fcberzogenem B\u00fcgel zum Anlehnen des Hinterkopfes.\tPreis Mk. 30.\u2014\nNr. 61. Stirnlialter. In einer Zwinge ist ein kr\u00e4ftiger Eisenstab in vertikaler Richtung verschiebbar, der ein lyraf\u00f6rmig gebogenes Flaeheisen tr\u00e4gt, dessen obere Enden durch ein straffgespanntes Band verbunden sind. An dieses wird die Stirne gelehnt.\tPreis Mk. 10.\u2014\nNr. 62. Stirn- 1111(1 Kinn halter. Zwei Zwingen werden im Abstand von 30 cm an die Tischkante geschraubt. Jede tr\u00e4gt einen vertikalen Stab. An diesen St\u00e4ben lassen sich 2 horizontale Verbindungsleisten verschieben, von denen die obere zum Anlegen der Stirne, die untere zum Anlegen des Kinnes bestimmt ist. In der Mitte haben sie eine der Stirn bezw. dem Kinn entsprechende flache Ausbuchtung, die mit schwarzem Sammet \u00fcberzogen ist.\tPreis Mk. 30.\u2014\nNr. 63. Einfacher Kopffixierer (Beissbvettchcn). Eine vollkommen exakte Fixierung des Kopfes kann nur durch das von Helmholg erdachte Beigbrettehen erreicht werden. In einer Zwinge wird ein Stab in entsprediender H\u00f6he festgeklemmt und an dessen oberem Ende das vernickelte Beissbrettchen festgeschraubt. Es l\u00e4gt sich in einem Sdilige ein wenig nach vorne und hinten sdiieben und auch zur Seite drehen. Die L\u00f6cher in dem Brettchen haben den Zweck, dag die Sdiellack- oder Stentsmasse, in weldie die Z\u00e4hne abgedr\u00fcckt werden, sicher h\u00e4lt. Dem Apparat werden 3 Beigbrettehen beigegeben.\tPreis Mk. 15.\u2014\nPreis des einzelnen Beissbretteliens Mk. 1.\u2014\nNo. 64. Kopffixierer nach Hering. (Die Lehre vom binokularen Sehen, S. 78.) In den Axen A At, die genau in derselben horizontalen Geraden liegen, dreht\n39","page":39},{"file":"p0040.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nsich der innere Rahmen R des Kopfhalters, welcher das Beigbrettchen B tr\u00e4gt. Zun\u00e4chst fixiert man die Lage des Kopfes relativ zum Bei\u00dfbrettdien, indem man auf dieses Stentsmasse oder Schellack auftr\u00e4gt und in denselben bei\u00dft, so dag ein Abdruck der Z\u00e4hne gebildet wird. Sodann wird der Apparat so eingestellt, dag die Drehpunkte der Augen in der Linie A A, liegen. Um das zu erm\u00f6glichen, sind der Rahmen und das Beigbrettchen in mehrfacher Hinsicht verstellbar. Zun\u00e4chst kann der ganze Rahmen durch die Schrauben Sj Si verschieden hoch gestellt werden ; dann ist die vordere, das Beigbrettdien haltende Leiste durdi die Schrauben S2 S2 nach vorn und hinten zu verschieben. Endlidi l\u00e4gt sidi das Beigbrettchen um die vertikale Axe der Schraube S3 beliebig drehen und au\u00dferdem in einem Sch\u00fc\u00dfe um einige Zentimeter nach vorn und hinten schieben, \u00e4hnlich wie das Beigbrettdien in No. 63. Ist die angedeutete Kopflage erreicht und durch den Abdrude der Z\u00e4hne fixiert, so kann man \u2014 und das ist der Hauptzweck des Apparates \u2014 den Kopf um die durch die Drehpunkte der Augen gehende Axe dadurch neigen, dag man den Rahmen um die Axe A A3 dreht. Der an der Halbkreisteilung K ablesbare Winkel gibt dann die Neigung der Blickebene an.\nUber die Kontrolle daf\u00fcr, ob die Augen die geforderte Stellung wirklich einnehmen, vergleiche die oben zitierte Abhandlung.\tPreis 31 k. 70.\u2014\nNo. 65. Kopffixierer nach Bonders. (Arch. f.Ophthalm. Bd.2i, m, s.uo.) Der Apparat ist zun\u00e4chst f\u00fcr das Isoskop(vgl. No. 50) gebaut, l\u00e4gt sich jedodi audi gesondert\nvon diesem verwenden. Das Prinzip und der Zweck sind dieselben wie beim Hering\u2019schen Kopffixierer No. 64; auch die Konstruktion ist wenig ge\u00e4ndert. An dem Tisch T ist der Stab S befestigt, der den B\u00fcgel ABA tr\u00e4gt. Durch die Enden desselben geht die Axe a a\u2019, um welche der Kopf gedreht werden soll. Der um diese Axe drehbare Teil des Apparates ist genau so konstruiert wie beim Hering\u2019schen Instrument. Nur ist das Beigbrettchen l\u00e4ngs der Messungsstange s, an der es si\u00dft, verschiebbar und um sie drehbar.\nGebraucht man den Kopffixierer zu Versuchen mit dem Isoskop, so wird er in folgender Weise mit demselben verbunden. Um den Kopfhalter herum wird der gro\u00dfe Rahmen R aufgestellt, weldier 2 kr\u00e4ftige Arme V P tr\u00e4gt, die um die Axen m1\n\n40","page":40},{"file":"p0041.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\ndrehbar sind. An ihren Enden wird der feste Rahmen des Isoskopes befestigt. Das Gewicht derselben wird durch die Gegengewichte Q ausgeglichen. Der Kopfhalter wird so gerichtet, da\u00df seine Axe a a1 mit der Axe m m\u2018 des Rahmens R genau in eine Gerade f\u00e4llt. Dreht man dann das Isoskop um m m1, so dreht es sich um eine durdi die Drehpunkte der Augen gehende Gerade. Fixieren die Augen dabei stets dieselben Punkte der F\u00e4den des Isoskopes, so wird auf diese Weise die Blickebene geneigt. Von dieser Bewegung wird bei kleinen Neigungen der Blidcebene Gebrauch gemacht. Will man gr\u00f6\u00dfere erzielen, so dreht man den Kopfhalter.\nWie man kontrollieren kann, dag die Axe a a1 durch die Drehpunkte der Augen geht, und wie man die Prim\u00e4rstellung erreidit, m\u00f6ge man aus der oben zitierten Abhandlung S. 111 entnehmen.\tPreis Mk. 150.\u2014\nNo. 66. Ophthallliotrop nach Knapp (vgl. Helmhol\u00df, Physiolog. Optik, II. Aufl., S. 667). Zwei die Augapfel repr\u00e4sentierende wei\u00dfe Kugeln, in welchen Linse, Iris und Pupille markiert sind, sind in Kugelgelenken allseitig drehbar. An den Punkten, welche den Angriffspunkten der Muskel entsprechen, greifen Sdin\u00fcre an, die so gef\u00fchrt sind, dag auch ihre Richtung der Richtung des Muskelzuges entspricht. Durch Ziehen an diesen Schn\u00fcren kann man demonstrieren, welche Wirkung die Kontraktionen der einzelnen Muskel haben und durdi welche Muskelkontraktionen die einzelnen tats\u00e4chlich vorkommenden Augenbewegungen Zustandekommen.\tPreis Mk. 80.\u2014\nNo. 67. Pliaenoplitkahiiotrop nach Ponders. (\u201eDie Bewegungen des Auges, veranschaulicht durch das Phaenophthalmotrop\u201c, Archiv f Ophthalmologie, Bd. 16 Abt. I.) W\u00e4hrend die Ophthalmotrope zeigen, wie die Augenbewegungen durch Innervation entsprechender Muskel Zustandekommen, soll dieses, aus praktischen Vor-lesungsbed\u00fcrfnissen hervorgegangene Instrument in erster Linie die Gese\u00dfe der\nAugenbewegungen selbst, vor allem das Listing\u2019sche Gese\u00df, anschaulich machen. Weldie Muskel verk\u00fcrzt, bezw. passiv verl\u00e4ngert werden m\u00fcssen, um diese Bewegungen zu erzeugen, ist eine zweite Frage, die sich, sobald man die Bewegungen selbst klar vor Augen hat, leicht beantworten l\u00e4\u00dft.\nDer Augapfel O O ist um die Axe a a in dem Ringe R drehbar. Dieser Ring dreht sich wieder um die in der Figur horizontal liegende Axe a\u2019, welche in dem Ringe R\u2019 R\u2019 gelagert ist. Dieser endlich l\u00e4\u00dft sich mittels des Stiftes S konzentrisch im Ringe R\u201d drehen. Au\u00dferdem ist die vorne im Augapfel steckende R\u00f6hre r um ihre eigene Axe zu drehen.\nJede der genannten Drehungen kann ihrem Betrage nach an einer Gradteilung\n41","page":41},{"file":"p0042.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\n\nabgelesen werden. Bei der in der Figur gezeichneten Stellung, die der Prim\u00e4rstellung des Auges entspricht, stehen alle Indices auf dem Nullpunkt der zugeh\u00f6rigen Teilung.\nDie dem Listing\u2019sehen Gesege entsprechenden Bewegungen aus der Prim\u00e4rlage heraus erreicht man nun in folgender Weise: Die Erhebung oder Senkung des Blidces erh\u00e4lt man durch Drehen des Augapfels um die horizontale Axe a\u2019; der vertikale Meridian, der im Modell durch die St\u00e4bchen kk repr\u00e4sentiert ist, bleibt dabei in einer vertikalen Ebene. Die \u00fcbrigen Bewegungen des Listing\u2019sehen Gesetzes erh\u00e4lt man dadurch, dag man die Axe a\u2019 aus ihrer horizontalen Lage herausbewegt und nun den Bulbus um diese Axe in ihrer neuen Lage dreht. Die St\u00e4bdien k k bedeuten dabei jenen Meridian, der sich bei der Drehung in seiner eigenen Ebene versdiiebt. Will man erfahren, wie sich der vertikale oder der horizontale Meridian verh\u00e4lt, so braucht man nur nach der Drehung der Axe a\u2019 die R\u00f6hre r so zu drehen, dag k k wieder vertikal und die St\u00e4bchen k\u2019k\u2019 horizontal stehen. Man wird dann bei der Drehung des Auges um a\u2019 sofort merken, dag die St\u00e4bchen nicht in einer vertikalen, bezw. horizontalen Ebene bleiben. Ihre Neigung kann man leicht feststellen, indem man zusieht, um wieviel Grade man die R\u00f6hre r drehen mug, um die St\u00e4bchen in eine vertikale, durch die optische Axe des Auges gehende Ebene zu bringen. Dies geschieht am besten so, dag man durch den Axenkanal, weldier in dem Bulbus freigelassen ist und welcher ein Fadenkreuz tr\u00e4gt, auf einen vertikalen Faden oder eine vertikale Kante blickt und nach dieser die St\u00e4bdien richtet.\nMan kann an dem Phaenophthalmotrop auch den von Helmholg mittels der Nadibilder gelieferten Beweis f\u00fcr das Listing\u2019sche Geseg demonstrieren. Erzeugt man n\u00e4mlich in einem Auge ein Nadibild, so sieht man, durch den Axenkanal blideend, dag die Nadibilder wirklich in der Richtung zu stehen scheinen, in welcher die St\u00e4bchen sich auf eine vertikale Wand projizieren.\nIn die hintere \u00d6ffnung des Bulbuskanales kann man eine Mattglassdieibe einschieben, auf die ein Kreuz gezeichnet ist; \u00e4hnlich in die vordere \u00d6ffnung eine Linse von entsprechender Brennweite. Durch diese bilden sich vertikale und horizontale Linien auf der Mattsdieibe ab, und man kann bei den einzelnen Lagen oder Bewegungen des Auges sehen, ob und wie viel die Bilder in ihrer Richtung von den Balken des Kreuzes (also vom vertikalen und horizontalen Meridian) abweichen.\nBisher war von der Axe a a nodi nidit die Rede. Zur Demonstration des Listing\u2019sehen Geseges ist diese tats\u00e4chlich nidit n\u00f6tig. Sie hat vielmehr den Zweck, dag man mit dem Instrumente auch anschaulidi demonstrieren kann, wie man sidi nach Helmholg die einzelnen, bei der Listing\u2019schenBewegung resultierenden Lagen geometrisch konstruieren kann, n\u00e4mlich 1) durdi eine Erhebung oder Senkung um die Axe a\u2019, 2) durch eine Seitenwendung um die in Rede stehende Axe a a und 3) durch Raddrehung um die optische Axe. Das Auge f\u00fchrt aber diese Bewegungen nidit aus, sondern im wesentlichen nur die eine, dem Listing\u2019sehen Gesege entsprechende Drehung.\nDer Apparat wird in einfacherer und komplizierterer Form hergestellt. Bei der einfadieren ist die eben erw\u00e4hnte Axe a a weggelassen. Daf\u00fcr ist der Bulbus im Ringe R um die optische Axe drehbar. Dies bringt den Vorteil mit sich, dag man feste Angriffspunkte f\u00fcr die Augenmuskeln hat. Beim andern Modell ist dies nicht der Fall; denn bei jeder Drehung der Axe a\u2019 aus ihrer horizontalen Lage heraus wird der Bulbus mitgedreht, es miigten also jedesmal andere Angriffspunkte gew\u00e4hlt werden.\n42","page":42},{"file":"p0043.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nHier aber kann man ihn um den gleichen Betrag in dem Ringe R zur\u00fcckdrehen, er beh\u00e4lt also seine Lage bei, ob er nun um eine horizontale, vertikale oder schr\u00e4ge Axe aus dieser Lage heraus gedreht werden soll.\nDer ganze Apparat ruht auf einem Stativ, auf weldiem er h\u00f6her oder tiefer gestellt werden kann, damit man ihn der Augenh\u00f6he des Beobachters, der durch den Axenkanal blicken will, anpassen kann.\nEndlich wird er in einem gr\u00f6\u00dferen und in einem kleineren Modell angefertigt; das erstere ist f\u00fcr Demonstrationen vor einem gr\u00f6\u00dferen Auditorium berechnet.\nKleines\tModell, einfachere Form\tPreis\tMk. 65.\u2014\n55\t\u201e kompliziertere \u201e\t59\t\u201e 75.-\nGrosses\t\u201e einfachere\t\u201e\t55\t\u201e 100.\n55\t\u201e kompliziertere \u201e\t55\t\u201e 120.\nNo. 68. Apparat zur Demonstration der Lichtbrechung im Auge nach Hering. In der vorderen Wand eines oben offenen, mit tr\u00fcbem Wasser zu f\u00fcllenden Blechkastens befindet sidi ein sph\u00e4risch parallel geschliffenes Glas, welches die Hornhaut repr\u00e4sentiert. Die hintere Wand wird durch eine Glasplatte gebildet, durdi welche man das auf eine davorstehende mattgeschliffene Glasplatte (Ne\u00dfhaut) entworfene Bild betrachtet. Durdi 3 verschieden gro\u00dfe Diaphragmen, welche dicht hinter dem erstgenannten Glase einzuschieben sind, kann der Einflu\u00df der Randstrahlen, die von der Pupillengr\u00f6\u00dfe abh\u00e4ngige Form der Zerstreuungskreise, ferner durch eingeschobene Glaslinsen die Wirksamkeit der Krystallinse demonstriert werden. In ein Stativ vor dem Kasten kann zur Demonstration der Wirkung von Brillen eine Sammel- oder eine Zerstreuungslinse eingese\u00dft werden, ebenso eine durchlochte Hartgummiplatte zur Demonstration des Scheiner\u2019schen Versuches. Durdi einen verstellbaren Spiegel wird Sonnen- oder Lampenlicht in den Kasten geworfen.\nDer Apparat kann audi zur Demonstration des Augenspiegels und des Augen-leuchtens verwendet werden. Man erse\u00dft in diesem Falle die mattgeschliffene Glasplatte durch die beigef\u00fcgte, mit einer Schrift versehene Messingplatte, deckt den Kasten mit der ebenfalls beigef\u00fcgten Eisenplatte zu und betrachtet die Schrift durdi Linsen, welche in das Stativ eingeschoben werden.\tPreis Mit. 75.\u2014\nNo. 69. Distanz variator nach Cliayni. Der Apparat gestattet, die Distanzen von zwei oder drei Punkten, Strichen etc. beliebig zu variieren und ist daher verwendbar zur Untersuchung unserer F\u00e4higkeit, r\u00e4umliche Distanzen mit einander zu vergleichen. Vor anderen, einfacheren Modellen, welche demselben Zwecke dienen, hat dieser Apparat den Vorzug, da\u00df man jeden der drei Punkte unabh\u00e4ngig- von den beiden andern verschieben kann, so da\u00df nicht blo\u00df mit der Vergleichsdistanz, sondern auch mit der Hauptdistanz von Versuch zu Versuch gewechselt werden kann.\nDrei in Blechrahmen gefa\u00dfte Spiegelglasplatten von rechteckiger Form sind unmittelbar hintereinander verschiebbar. Ihr mittlerer Abstand betr\u00e4gt 2 mm. In der Mitte jeder Platte ist ein schmaler Streifen von schwarzem Tuchpapier aufgeklebt. 1 mm vor der vordersten Platte ist ein wei\u00dfer, quadratischer Schirm von 25 cm Seitenlange aus \u00f6lgetr\u00e4nktem Pauspapier ausgespannt. Stellt man nun hinter dem Apparat eine kr\u00e4ftige Lampe (Projektionslampe) auf, so bilden sich von den erw\u00e4hnten drei Streifen\n43","page":43},{"file":"p0044.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nauf dem Schirm scharfe, vollkommen gleiche Schatten. Nat\u00fcrlidi mug die Lampe in gen\u00fcgender Entfernung aufgestellt werden ; damit ferner die Konturen der Lichtquelle durch den Sdiirm nicht sichtbar sind, segt man vor dieselbe Rauchgl\u00e4ser, durch die man zugleich die Intensit\u00e4t des Lidites regulieren kann.\nDie drei Stridie, die audi durch Punkte oder andere Objekte erseht werden k\u00f6nnen, werden mit den Glasplatten gegeneinander versdioben, indem man an St\u00e4ben anfagt, die rechts unten an die Rahmen angesegt sind. Diese St\u00e4be sind mit einer Millimeter-Skala von 20 cm L\u00e4nge versehen; ein feststehender Nonius f\u00fcr jeden Stab dient zur Ablesung, die durch eine davor befindliche Lupe noch erleichtert wird. Die drei Skalen haben in der Mitte ihren Nullpunkt. Stellt man die Nonien auf diesen ein, so decken sich die drei schwarzen Streifen ganz genau und stehen in der Mitte des quadratischen Gesichtsfeldes. Von da kann jeder Streifen mit seinem Rahmen 10 cm nach rechts wie nadi links geschoben werden. Die Glasplatten sind so breit, dag bei diesen Verschiebungen kein Rand einer solchen in das Gesiditsfeld tritt. Eine Platte kann so weit verschoben werden, bis der Strich nicht mehr auf dem Schirm zu sehen ist ; wieder ohne dag deshalb ein Rand in das Feld tritt. Dies hat den Zweck-dag man auch Versuche \u00fcber Success!vVergleichung anstellen kann.\nDa eine genaue Einstellung mit der Hand schwierig ist, ist auch eine Feinstellung mittels Schraube angebracht. Die Stange, die man einstellen will, wird zu diesem Zwecke mit einer Schraube an einen kleinen Schlitten geklemmt, weldier samt der Stange mikrometrisch verschoben wird.\nIm Falle man die eine Distanz (Hauptdistanz) zwar verschieben, aber doch konstant lassen wollte, w\u00e4re es unbequem, jeden der Striche einzeln einstellen zu m\u00fcssen. Es ist daher die Einrichtung getroffen, dag 2 beliebige Stangen gekuppelt werden k\u00f6nnen. Damit sich, wenn man eine der Stangen verschiebt, die andere nicht mit verschieben kann, ist cs n\u00f6tig, nach jeder Einstellung die betreffende Stange zu fixieren, was durch Schrauben, welche den Nonien gegeniiberstehen, erm\u00f6glicht ist.\nDer ganze bis jegt beschriebene Teil des Apparates kann gedreht werden, so dag die Striche nicht blog in horizontaler, sondern auch vertikaler oder schr\u00e4ger Richtung zu verschieben sind. Man kann also mit dem Apparate auch die F\u00e4higkeit pr\u00fcfen, vertikale oder sdir\u00e4g stehende Distanzen zu vergleichen.\nDer Apparat steht auf einem kr\u00e4ftigen Stativ, in dem er verschieden hoch, entsprechend der Augenh\u00f6he des Beobachters, eingestellt werden kann.\nMan kann auch das Tageslicht zur Beleuchtung verwenden; der Apparat wird dann gegen das Fenster gestellt, mit der Sdiirmseite diesem zugekehrt; man betraditet also nicht die Schattenbilder der Streifen, sondern diese selbst, der Schirm bildet nur einen gleidim\u00e4gigen Hintergrund. Man mug aber dabei ber\u00fccksichtigen, dag die 3 Striche nicht ganz in einer Ebene, sondern 1, 3 und 5 mm vor dem Schirm stehen.\nDer Apparat wird in 2 Formen geliefert; beim einfacheren Modell kann der Rahmenapparat nicht gedreht werden; die Stridie sind also nur in horizontaler Richtung verschiebbar. Auch das verstellbare Stativ ist weggelassen, der Rahmenapparat ruht mit zwei einfadien F\u00fcgen auf dem Tisdie.\nPreis des einfacheren Modells Mk. 250.\u2014 Preis des komplizierteren Modells Mk. 350.\n44","page":44},{"file":"p0045.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nNr. 70. Modell zur Demonstration der Kurz- und Weitsichtigkeit.\nAuf einem Stativ, das gleichzeitig als Handhabe dient, ist eine Kugel befestigt, die den Bulbus darstellen soll. Dieselbe hat in der Richtung der optischen Axe einen ziemlich weiten Kanal, an dessen vorderem Ende eine Linse sitjt, w\u00e4hrend in dem hinteren Ende ein Rohr eingeschoben werden kann, das eine die Netzhaut repr\u00e4sentierende Mattglasscheibe enth\u00e4lt. Bei einer gewissen mittleren Stellung des Rohres steht die Scheibe im Brennpunkt der Linse, ferne Objekte bilden sich daher scharf ab. Entfernt oder n\u00e4hert man aber dieselbe der Linse, so entstehen aus demselben Grunde wie beim kurz- bezw. weitsichtigen Auge, unscharfe Bilder, die jedoch durdi das entsprechende der beiden vor die Linse schiebbaren Brillengl\u00e4ser scharf gemacht werden k\u00f6nnen. So demonstriert das Modell die Ursache der Kurz- und Weitsichtigkeit und zugleich deren Kompensierung durch die Brille.\tPreis Mk. 35.\u2014\n45","page":45},{"file":"p0046.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER . G\u00d6TTINGEN.\nIII. Apparate zur Untersuchung des Farbensinnes.\nNo. 71. Kreiselsclieiben, 12 Farbent\u00f6ne, weiss und schwarz.\n3 Gr\u00f6gen von den Durchmessern: 19\u2018/2, 11 >/2 und 9 cm, so dag sich Scheiben der\nnebenstehenden Form hersteilen lassen, in welchem sich von dem durch die \u00e4ugere und die innere Scheibe gebildeten Grund ein schmaler Ring abhebt. Diese Anordnung ist f\u00fcr Kontrastversuche geeignet. Auf Wunsch liefern wir auch andere Scheibengr\u00f6gen.\nDie Scheiben haben in der Mitte ein Loch von 13 mm Durchmesser, der Dicke unserer Kreiselaxen entsprechend. Auf Wunsch liefern wir jedoch die Scheiben auch mit einem kleineren Loch oder ohne Loch.\n1\tDgd.\tScheiben\tje\teiner\tFarbe\t19\u2018/2\tcm\tDurchmesser\tMk.\t1.50\n1\t\u201e\t\u201e\t\u201e\t\u201e\t\u201e\t117.\t\u201e\t\u201e\tMk.\t1.\u2014\n1\t\u201e\t\u201e\t\u201e\t\u201e\t\u201e\t9\t\u201e\t\u201e\tMk.\t1.\u2014\nNo. 72. Kreiselsclieiben, weisses Barytpapier\n1 Dgd. 1972 cm Durchmesser Mk. 1.\u2014\nl\t\u201e\t117,\t\u201e\t\u201e\tMk, \u2014.75\nl\t\u201e\t9\t\u201e\t\u201e\tMk. \u2014.50\nNo. 73. Kreiselsclieiben, tuch schwarz\n1 Dgd. 197s cm Durchmesser Mk. 2.\n1\t\u201e\t1172\t\u201e\t\u201e\tMk.\t1.-\n1\t\u201e\t9\t\u201e\tMk.\t1.-\nNo. 74. Hinterlege-Scheibeil f\u00fcr Kreisel, aus steifem weigern Zeichenpapier.\t1 Dgd. 197, cm Durchmesser Mk. 1.20\n1\t\u201e\tid/2 \u201e\t\u201e\tMk.\t1.\u2014\nl\t\u201e\t9\t\u201e\t\u201e\tMk.\t1 \u2014\n46","page":46},{"file":"p0047.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 75. Schutzringe f\u00fcr Kreiselscheiben aus steifem weigern Zeichenpapier. Ehe man die Schraubenmutter der Kreiselaxe auf die Scheiben segt und die legteren hierdurch fixiert, ist es gut, einen kleinen Ring zwischen Scheibe und Sdirauben-mutter zu schieben, damit die Scheiben durch die legtere nicht besch\u00e4digt werden.\n50 St\u00fcck Mk. 1.\u2014\nNo. 76. Farbige und farblose Papiere, Gr\u00f6sse 50 X 60 cm ; 12 Farben, Weig und Schwarz wie bei den Kreiselscheiben No. 73.\t1 Sag (14 Bogen) Mk. 3.50\nNo. 77. Weisses Barytpapier, Gr\u00f6sse 50X60 cm\tMk. \u2014.15\nNo. 78. Tuchschwarz, 50 cm breit, pro Meter\tMk. 1.\u2014\nNo. 79. Scheibenniesser. Ein rechteckiger, mit einer Millimeterteilung versehener Stab tr\u00e4gt an seinem einen Ende ein scharfes Messer. Auf ihm kann ein sehr genau sigender Sdiieber verschoben und an beliebiger Stelle durch Anziehen einer Schraube fixiert werden. An demselben ist die Spige befestigt. Segt man diese in das Papier ein, so kann man mit dem Messer eine Sdieibe ausschneiden, \u00e4hnlich wie man mit der einen Zirkelspige einen Kreis zeichnet. Der Halbmesser der Scheibe kann durch Versdiieben der Spige beliebig grog genommen werden. Seine Gr\u00f6ge wird an der Skala mittels des an dem Schieber angebrachten Nonius abgelesen. Preis Mk. 15.\u2014\nNo. 80. Schablone zum Ausschneiden von Scheiben. Das Papier, aus dem die Sdieibe ausgeschnitten werden soll, wird zwischen die beiden Metall-sdieiben der Sdiablone gepregt und l\u00e4ngs des Randes derselben mit einer Scheere sorgf\u00e4ltig abgeschnitten.\nGr\u00f6sse 19Va cm Durchmesser Mk. 5.\u2014 ,,\t117a ,,\t\u201e\tMk. 4.\u2014\n,,\t9\t\u201e\t,,\tMk. 4.\nNo. 81. Lochstanzen. Man ben\u00f6tigt sie zu mehreren Zwecken. Erstens um in Kreiselscheiben das Loch in der Mitte auszustanzen, in welches die Axe gesteckt wird. Das Loch mug der Axe ganz genau entsprechen, weil die Scheibe durch\n47","page":47},{"file":"p0048.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\ndasselbe richtig zentriert werden soll. Nat\u00fcrlich mug zu diesem Zwecke das Loch selbst mit dem Umfang der Scheibe genau konzentrisch sein; andernfalls entstehen unscharfe oder, falls man mehrere Scheiben ineinander gesteckt hat, andersgef\u00e4rbte R\u00e4nder. Zweitens ben\u00f6tigt man die Stanzen zum Ausschlagen von L\u00f6chern in Papieren, wenn es sich um Anwendung der Lochmethode handelt. Hierbei soll n\u00e4mlich das Loch mit der Farbe einer darunter oder dahinter befindlichen Scheibe erf\u00fcllt erscheinen. Indem das den Grund bildende und das durch das Lodi sichtbare Papier r\u00e4umlich getrennt sind, kann man sie unabh\u00e4ngig von einander variieren, z. B. durch verschiedene Beleuditung, durch versdiiedene Neigung zur Lichtquelle, oder dadurch, dag man durch das Lodi auf einen Kreisel oder einen Spektralapparat blickt etc. Das Loch mug ganz scharf, die Stanze also gut geschliffen sein ; es d\u00fcrfen ferner die R\u00e4nder nicht aufgebogen oder nadi innen absch\u00fcssig sein. Die Stanzen, die zum Ausstanzen der L\u00f6cher von Kreiselscheiben oder f\u00fcr die Lochmethode dienen, sind daher \u00e4ugen zylindrisch\nund innen konisch gesdrliffen wie Fig. b zeigt. Ein Instrument der Form a w\u00fcrde das Papier etwas zusammenpressen und einen glatten, durdi seinen Glanz st\u00f6renden Rand ergeben.\nHingegen eignen sich die Stanzen der Form a zum Ausstanzen von kleinen Scheiben, wie man sie h\u00e4ufig zu Versuchen \u00fcber Kontrast, \u00fcber den blinden Fleck etc. beniigt. Hier mug der \u00e4ugere Rand der Scheiben gerade abgeschnitten, also die Innenseite der Stanzen zylindrisch sein. Diese Form wird audr verwendet, um den \u00e4ugeren Rand der Schugringe f\u00fcr die Kreiselscheiben auszusdilagen.\nWir bitten, bei Bestellung anzugeben, ob die Stanze \u00e4ugen oder innen parallel (zylindrisch) geschliffen sein soll. Was die Gr\u00f6ge des Durdimessers betrifft, so liefern wir jede gew\u00fcnschte Gr\u00f6ge von 3 bis 30 mm.\nPreis Mk. 2.\u2014 bis 12.\u2014 No. 82. Kreisteilung zum Ablesen der Sektoren nach Jacobsolm.\nSie ist mit einem Griff versehen, damit man beim Gebrauche der Kreisteilung mit der Scheibe nicht direkt in Ber\u00fchrung kommt. Der Griff hat eine der Gr\u00f6ge der Schraubenmutter des Kreises genau entsprechende H\u00f6hlung, die in der Figur punktiert gezeichnet ist. Die Durchmesser des Kreisringes, der sowohl \u00e4ugen wie innen in Grade geteilt ist, sind 9,3 und 13 cm.\nPreis Mk. 15.\u2014\nNo. 83. Kreisteilung nach i\u00ee\u00e9v\u00e9sz. Sie besteht aus einem festen und einem beweglichen Sektor. Zun\u00e4chst wird die schr\u00e4g abgesdiliffene Kante des ersteren genau an die eine Kante des zu messenden Scheibensektors gelegt, dann die schr\u00e4g abgeschliffene Kante des beweglidien Sektors mit der anderen Kante des zu messenden Sektors zur Deckung gebracht und in dieser Lage festgeschraubt. Auf einer Kreisteilung ist sodann der gesuchte Winkel abzulesen.\tPreis Mk. 25.\u2014\n48","page":48},{"file":"p0049.txt","language":"de","ocr_de":"\t\t\n\tbr\u00fcNULtiK & nUYHK \u00b0 u(J I 1 IJNljr,JN.\t\nNo. 84. Milchglasplatte, 40 X 60 cm, mit Rahmen und Stativ.\nSie liefert ein rein wei\u00dfes, sehr helles und gleichm\u00e4\u00dfiges Feld, das zu manchen Zwecken recht wertvoll ist, z. B. zur Erzeugung eines konstanten Adaptationszustandes, zur Zuspiegelung von weigern Licht, als gleichm\u00e4\u00dfiger Hintergrund etc. Die Platte ist gerahmt und der Rahmen mit zwei Doppelf\u00fcgen versehen, die Platte steht vertikal. Ein Pappkasten, welcher mit dem Apparat mitgeliefert wird, dient zum Sch\u00fc\u00dfe der Platte beim Nichtgebrauch.\tPreis Mk. 12.\u2014\nNo. 85. Dunkeltonne. Die 1 m lange Pappdeckelr\u00f6hre R ist innen mit schwarzem Sammt ausgekleidet; ebenso der fest anschlie\u00dfende, aber abnehmbare Dedcel D, der die hintere Wand bildet. Die vordere Wand hat eine kreisrunde \u00d6ffnung von 15 cm Durchmesser. Blickt man durch dieselbe in der Richtung des Pfeiles\nin die R\u00f6hre, so fallen, wie man annehmen darf, gar keine Lichtstrahlen auf die der \u00d6ffnung entsprechende Neghautpartie. Die \u00d6ffnung ist also, physikalisch gesprochen, absolut schwarz, es ist das beste, erreichbare Schwarz.\nPreis Mk. 25.\u2014\nNo. 86. Irisblende. Sie hat eine runde \u00d6ffnung, die durch Verschieben des in der Figur oben siditbaren Hebels vergr\u00f6\u00dfert und verkleinert werden kann.\nDas Instrument ist zu zwei verschiedenen Zwecken zu verwenden. Erstens dient es dazu, ein gr\u00f6\u00dferes Feld bis auf ein gr\u00f6\u00dferes oder kleineres St\u00fcck abzublenden. Zweitens wird es dazu verwendet, bei konstanter Lichtquelle eine Fl\u00e4che verschieden stark zu beleuchten. Die Beleuditungsst\u00e4rke ist der Blenden\u00f6ffnung proportional. Hinter die Blende mu\u00df jedoch ein Milchglas gese\u00dft werden, welches das Licht ann\u00e4hernd gleichm\u00e4\u00dfig auf die zu beleuchtende Fl\u00e4che (die \u00fcbrigens nicht zu gro\u00df sein darf) verteilt. Andernfalls w\u00fcrde bei verschiedener Blenden\u00f6ffnung einfach ein gr\u00f6\u00dferer oder kleinerer Kreis der Fl\u00e4che beleuchtet werden.\nPreis bei maximalem Durchmesser von 2,5 cm Mk. 5.\u2014 ,,\t,,\t\u00e7,\t5?\t\u00bb5\t,, Mk. 20.\nNo. 87. Das Diaphragma nach Aubert hat eine quadratische \u00d6ffnung, die dadurch variiert werden kann, da\u00df derSd\u00fceberSj mehr oder weniger \u00fcber den Schieber S2 geschoben wird. Es k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch beide Schieber symmetrisch verschoben\nwerden. Der Preis des Instrumentes richtet sidi nach seiner Gr\u00f6\u00dfe und nach der Feinheit, mit der die Ver-sdiiebung auszuf\u00fchren sein soll. Auf Wunsch liefern wir f\u00fcr spezielle Formen einen Kostenanschlag.\nSi\nS2\n49","page":49},{"file":"p0050.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 88. Scheibenepiskotister mit Motor. Die Episkotister dienen \u00e4hnlidi wie die Blenden (No. 86 und 87) dazu, die Intensit\u00e4t einer Lichtquelle abzuschw\u00e4chen, jedoch tun sie es in der Weise, dag sie das Licht intermittierend in das Auge oder auf die zu beleuditende Fl\u00e4che fallen lassen. Nach dem Verh\u00e4ltnis der Zeiten der Beleuchtung und der Zeiten der Beschattung bestimmt sich der Grad der Schw\u00e4chung der Lichtintensit\u00e4t.\nDas Scheibenepiskotister besteht aus einem Kreisel mit ausgef\u00fcllten und leeren Sektoren. Die ausgef\u00fcllten, schwarzen Sektoren k\u00f6nnen mehr oder weniger \u00fcbereinander geschoben werden, wodurch der gesamte schwarze Sektor verkleinert bezw. vergr\u00f6gert, und dementsprechend der freie, das Licht durchlassende Sektor ver-gr\u00f6gert bezw. verkleinert wird. Wir liefern den Apparat direkt mit Motor verbunden mit einem Durchmesser der Scheibe von 11 cm Preis Mk. 75.\u2014\n\u00bb\t\u00bb\t!,\t\u201e\t\u201e\t\u201e 16 \u201e\t\u201e Mk. 85.\u2014\nNo. 89. Dasselbe ohne Motor Durchmesser 11 cm Preis Mk. 40.\u2014\n\u201e\t16 \u201e\t\u201e Mk. 50.\u2014\nNo. 90. Zylinderepiskotister nach G. E. M\u00fcller. Um eine Nernstlampe rotiert ein Zylinder, dessen Mantel aus 12 versdiiebbaren Teilen besteht, von welchen je zwei gegen\u00fcberliegende verbunden sind. Diese Teile k\u00f6nnen so \u00fcbereinander geschoben werden, dag im Maximum 10/12 des Zylindermantels frei bleiben, in welchem Falle die Intensit\u00e4t des Lichtes, das bei schneller Rotation nach irgend einer Seite hin ausstrahlt, 10/12 der Lampenintensit\u00e4t betr\u00e4gt. Schiebt man nun die einzelnen Mantelst\u00fccke heraus, so kann man die Intensit\u00e4t auf einen beliebigen Grad herabsegen. An einer Kreisteilung kann die Gr\u00f6ge des herausgeschobenen Sektors abgelesen und darnach die Intensit\u00e4t leicht berechnet werden. Die Rotation wird durch einen mit dem Apparat verbundenen Elektromotor erzeugt. Um den rotierenden Zylinder ist ein zweiter, feststehender Zylinder gesegt, der auf allen Seiten geschlossen ist und nur in der Mitte des Mantels, dort wo der Gl\u00fchk\u00f6rper der Lampe liegt, einen freien G\u00fcrtel hat, dessen Gr\u00f6sse variierbar ist. Diese Vorrichtung hat den Zweck, das Licht nur auf die zu beleuchtende Fl\u00e4che fallen zu lassen. Das ganze Instrument samt Motor ist auf\n50","page":50},{"file":"p0051.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\neinem Stativ derart befestigt, dag man es vertikal, horizontal oder beliebig schief stellen kann. Gegen\u00fcber dem Scheibenepiskotister hat es den Vorzug, dag es mit der Lampe fest verbunden ist, dag es nur auf den zu beleuchtenden Bereich Licht sendet. Es ist ein in sich fertiger Apparat, der nicht zu seiner Anwendung noch einiger Stative Schirme, Blenden und eines Motors bedarf.\tPreis Mk. 150. \nNo. 91. Dasselbe ohne Motor\tPreis Mk. 125.\u2014\nNo. 92. Einfacher Kreisel mit Handbetrieb, eigene Konstruktion.\nDie starke \u00dcbersegung mittels Schneckentriebes, wie sie aus der Figur ersichtlich ist, erm\u00f6glicht es, dag durdi eine langsame, bequeme Drehung des Kurbelrades eine hinreichend schnelle Rotation des Kreisels bewirkt wird.\tPreis Mk. 35.\u2014\nNo. 93. Zweifacher Kreisel mit Handbetrieb, eigene Konstruktion.\nDie Konstruktion jedes einzelnen Kreisels ist dieselbe wie beim vorigen Apparat. Die Entfernung der 2 Kreisel l\u00e4gt sich beliebig variieren.\tPreis Mk. 60.\u2014\nNo. 94. Einfacher elektrischer Kreisel. Hier ist die Kreiselaxe die Verl\u00e4ngerung der Axe eines kleinen, aber kr\u00e4ftigen Elektromotors. Auf die Konstruktion des legteren ist besondere Sorgfalt verwendet. Er hat einen Trommelanker und einen zw\u00f6lfteiligen Kollektor mit Kohlenschleifkontakten; ein Durchbrennen der Kontakte ist also ausgeschlossen. Der Motor ist ferner mit festmontierten Ausschaltern versehen. Der Kreisel ist, wie die Figur zeigt, auf eine Zwinge gesegt.\n51","page":51},{"file":"p0052.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER => G\u00d6TTINGEN.\nHinter der Kreiselscheibe ist eine Rolle angebracht, um den Apparat auch als Motor zum Antrieb anderer Apparate benufeen zu k\u00f6nnen.\nPreis f\u00fcr Gleichstrommotor 110 Volt Hk. 15.- -\n\u201e\t220\n\u201e\t4\u20148\nWechselstrommotor 110 \u201e\t220\n45.50 35.\u2014 50.\u2014\nNo. 95. Vierfacher Kreisel f\u00fcr Hand- oder Motorbetrieb, namentlidi zu Demonstrationen geeignet. Hinter den Kreiseln ist ein Tuch von mittlerem Grau\ngespannt.\tPreis Mk. 125.\u2014\nNo. 96. Variationskreisel nach Musil. Dieser Kreisel dient demselben Zweck wie der bekannte Kreisel nadi Marbe: das Verh\u00e4ltnis der Sektoren w\u00e4hrend der Rotation variieren zu k\u00f6nnen. Er untersdieidet sich jedoch von diesem dadurch,\nSchema /\ndag man das Sektorenverh\u00e4ltnis auch w\u00e4hrend der Rotation mit vollst\u00e4ndiger Genauigkeit ablesen kann, was bei dem Marbe\u2019schen Instrument infolge der nicht ganz konstanten L\u00e4nge der Darmsaite nicht m\u00f6glidi ist. Das Prinzip des Musil\u2019schen Apparates ist von dem des Marbe\u2019schen ganz verschieden.\n52","page":52},{"file":"p0053.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nAuf einem sehr stabilen gu\u00dfeisernen Sockel erheben sich 3 ebenfalls gu\u00dfeiserne B\u00f6cke B, B2 Bs (siehe das Schema I). Der mittlere si\u00dft auf einem Schlitten, der in einer Schwalbenschwanzf\u00fchrung sehr exakt vorw\u00e4rts und r\u00fcckw\u00e4rts gleitet; die beiden anderen B\u00f6cke sind fest. Durch Bohrungen an den oberen Enden aller 3 B\u00f6dce geht zun\u00e4chst die Axe a a, an deren hinterem Ende eine Rolle si\u00dft, f\u00fcr die Schnur des Motors bestimmt, der den Kreisel treiben soll. \u00dcber diese Axe sind 2 H\u00fclsen gesteckt. Die eine H\u00fclse b b si\u00dft an dem mittleren Bode und versdiiebt sich, wie aus dem Schema I verst\u00e4ndlich ist, mit diesem nach vorne und hinten. Sie dreht sich bei der Rotation der erstgenannten Axe mit dieser stets mit, indem ein an ihr befestigter Stift in eine entsprechende Einkerbung der Axe eingreift. Schema II zeigt dies vergr\u00f6\u00dfert im Querschnitt. Damit aber gleichzeitig die H\u00fclse mit dem Bock l\u00e4ngs der Axe nadi vorne und hinten verschoben werden kann, besteht die Einkerbung in einer l\u00e4ngeren Furche, wie sie in Sdiema I angedeutet ist. \u00dcber die Axe a ist weiter die H\u00fclse c geschoben; sie kann nicht nach vorne und hinten bewegt werden, da sie an dem festen Bock B3 si\u00dft. Sie tr\u00e4gt ein ziemlich steiles Gewinde, in welches die Backen \u00df \u00df ein-greifen, die im Innern an der R\u00f6hre b b si\u00dfen. Durch dieselben wird diese H\u00fclse von der H\u00fclse b bei der Rotation mitgerissen. Verschiebt man nun den mittleren Bock nadi vorne, so mu\u00df, da sich die Backen nicht geradlinig, sondern\nSchema ll\nL\nnur in Schraubenwindurtgen in den Furchen der Spindel c nadi vorne bewegen k\u00f6nnen, gleidizeitig die H\u00fclse b und mit ihr die Axe a um c gedreht werden, oder es dreht sidi umgekehrt c gegen a und b. Diese Verschiebung gegeneinander tritt nat\u00fcrlich ebensogut\n53","page":53},{"file":"p0054.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nbei rotierender, wie bei ruhender Axe ein. Es kann also w\u00e4hrend der Rotation die H\u00fclse c um die Axe a gedreht werden. Da nun an ihnen vorne die beiden Kreiselscheiben befestigt sind, so kann auch deren Sektorenverh\u00e4ltnis w\u00e4hrend der Rotation variiert werden.\nJeder Gr\u00f6ge des einen von den Sdieiben gebildeten Sektors entspricht eine bestimmte Stellung des mittleren Bockes in seiner F\u00fchrung. Dieselbe kann durch 2 Skalen abgelesen werden: zun\u00e4chst an der Millimetereinteilung, die an einer der F\u00fchrungsschienen angebracht ist. Die genauere Ablesung aber geschieht mittels einer Gradteilung an der Peripherie der Handscheibe H. Diese legtere sigt an der Axe d d, und mit ihr wird die Spindel gedreht, an welcher sich der Bock nach vorne oder hinten schraubt (vergl. Sdiema I).\tPreis Mit. 325.\u2014\nNo. 97.\tScheine zur Bestimmung der Wcissvalenz t or der\nDunkeltoniie. Die Vorrichtung dient dazu, die Weigvalenz einer grauen oder farbigen Papierscheibe zu bestimmen, indem eine Gleichung, bezw. Helligkeitsgleidumg zwischen der Farbe der legteren und einem Gemisch aus einem Normalweig (Barytpapier) und dem absoluten Schwarz hergestellt wird, das eine Dunkeltonne liefert. Vor der Tonne wird ein Kreisel aufgestellt und auf ihm Sdieiben von folgender Form festgeschraubt. Zu unterst wird die Hintersdieibe H gelegt, welche zwei ringf\u00f6rmige\nAusschnitte von je 90\u00b0 und auf der Hinterseite an beiden R\u00e4ndern der Ausschnitte Kreisteilungen besigt. Auf diese Sdieibe wird die weige Barytscheibe V gelegt, welche einen Vorsprung hat, dessen Durchmesser Rl ein wenig \u00fcber den Durchmesser R der Hinterscheibe vorragt. Auf diese Sdieibe kommt die zu untersuchende, horizontalschraffierte Scheibe u und endlich auf diese eine dunkelgraue, in der Figur A vertikalschraffierte Sdieibe. Durch einen schmalen geschw\u00e4rzten Blediring, der am Rande \u00fcber die zusammengesegte Scheibe gelegt und durdi 3 Sdir\u00e4ubchen an der Hintersdieibe befestigt wird, werden die Sdieiben aneinander festgehalten. Fig. A gibt das Bild der auf diese Weise zusammengesegten Sdieibe. Es entstehen bei der Rotation auf grauem Grunde zwei Ringe, von welchen der innere zur H\u00e4lfte die zu untersuchende Farbe enth\u00e4lt, der \u00e4ugere zur H\u00e4lfte ein Gemisch aus Weig und absolutem Schwarz, da ja durch die Ausschnitte auf die dahinterstehende Dunkeltonne gesehen wird. Zur anderen H\u00e4lfte enthalten beide Ringe das Grau des Hintergrundes. Man schiebt nun den Weig-sektor so lange \u00fcber die \u00d6ffnung, bis die beiden Ringe gleidi bezw. gleidi hell erscheinen. An der an der Hinterscheibe angebrachten Skala kann die Gr\u00f6ge des Weigsektors abgelesen werden.\tPreis Mk. 15.\u2014\n54","page":54},{"file":"p0055.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 98. Polariphotometer nach Hering'. (Grundz\u00fcge der Lehre vom Lichtsinn, 1. Lfg. 1905, S. 67.) Das Instrument erm\u00f6glicht es, \u00e4hnlich wie die Scheibe zur Bestimmung des Kreiselwertes (No. 97), festzustellen, wieviel Licht ein Papier reflektiert (Remissionsverm\u00f6gen) im Verh\u00e4ltnis zu einem weigen Normalpapier (Baryt-weig). Wie dort, so wird auch hier das Normalweig mit dem idealen Schwarz des Dunkelkastens (No. 85) sozusagen gemischt und das Mischungsverh\u00e4ltnis so lange ge\u00e4ndert, bis eine der zu untersuchenden gleiche, bezw. gleichhelle Farbe herauskommt.\nDie Dunkeltonne wird vertikal auf den Boden gestellt, mit der \u00d6ffnung nach oben gerichtet. \u00dcber dieselbe schiebt man von rechts und von links her zwei Streifen der eine von Normalweig, der andere von dem zu eichenden Papier ; der Zwischenraum wird durah das Schwarz der Dunkeltonne erf\u00fcllt. Das Ganze betrachtet man durch das Polariphotometer; dasselbe besteht aus einem doppelbrechenden Prisma und aus einem dar\u00fcber befindlichen Nikol. Das erstere erzeugt von jedem Streifen 2 nebeneinanderliegende Bilder o und e. Die Streifen werden einander soweit gen\u00e4hert, dag, wie das\nSchema zeigt, das ordin\u00e4re Bild o des rechten und das extraordi-\n---\"i n\u00e4re Bild e des linken Streifens\n| sich eben ber\u00fchren.\n|\tDurch den drehbaren Nikol\n| \u00fcber dem Prisma werden die | beiden Streifen w und p be-| trachtet: Er wird zun\u00e4chst so I gestellt, dag das extraordin\u00e4re\n------^ Bild, also w ganz verschwindet.\nDreht man ihn dann aus dieser Stellung heraus, so wird w sichtbar und immer st\u00e4rker, w\u00e4hrend p schw\u00e4cher wird. Bei einer gewissen Stellung ist w=p. War hierzu eine Drehung um tp\u00b0 n\u00f6tig, so ist 360 tg2 ip der Kreiselwert des untersuchten Papieres.\tPreis Mk.\n0\nU\n\tF\t 1\t\t\t 1 !\n1 1 1 1\tW 1\t1 p ! i\n1 1 \t1\t\t\t! ! \tL\u2014 \t\t\u2014J\n\nNo. 99. Einfaches Photometer nach Bougner. (Vergl. Hering, Grund-\nz\u00fcge der Lehre vom Lichtsinn, 1. Lfg. 1905 S. 15.)\nEs besteht aus einem \u00b1 f\u00f6rmigen, innen sorgf\u00e4ltig geschw\u00e4rzten Kasten, in dessen Mitte ein Holzprisma eingesegt ist, dessen Kante dem von oben herab blickenden Beobachter zugekehrt ist. Auf die beiden Fl\u00e4chen a b werden die zu vergleichenden Papiere (auf Glas aufge-\n\u2014\tzogen) gelegt und von rechts und links her durch gleiche Licht-\n\u2014\tquellen aus solcher Entfernung\n55","page":55},{"file":"p0056.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00b0 G\u00d6TTINGEN.\nbeleuchtet, dag sie gleich erscheinen. Legt man gleiche Papiere auf, so kann man auf diese Weise das Intensit\u00e4tsverh\u00e4ltnis der Lichtquellen bestimmen. Auch Schwellen lassen sidi in derselben Weise bestimmen und demonstrieren. Endlich sei u. a. auf den von Hering a. a. O. S. 15 beschriebenen Versuch hingewiesen.\nPreis Mk. 20 \u2014\nNo. 100. Flimmerphotometer f\u00fcr Scheiben nach Sclienck.\nDie eine H\u00e4lfte einer weigen Scheibe ist in der Weise, wie die nebenstehende Figur zeigt, mit Sektoren aus Tuch-sdiwarz teilweise \u00fcberklebt; dieselben sind so gesdmitten, dag sie vom Kreise A aus bis zum Kreise B proportional der Entfernung von A abnehmen. Augen und innen ist die Sdieibe ganz weig, bezw. ganz schwarz. Die Dimensionen sind aus der Figur ersichtlich. Die Kreise A und B werden auf der Scheibe nicht verzeichnet. Will man den \u00dcbergang vom Schwarz zum Weig allm\u00e4hlicher haben, so benugt man 2 Scheiben, deren Sektoren so geformt sind, wie die Nebenfiguren S, S2 zeigen.\nMit diesen Scheiben wird die auf ihre Helligkeit hin zu pr\u00fcfende farbige Scheibe so zusammengestedct, dag die legtere die weige H\u00e4lfte der ersteren \u00fcberdeckt. L\u00e4gt man die Scheibe zun\u00e4chst so langsam rotieren, dag sie noch \u00fcberall flimmert, und steigert dann die Rotationsgeschwindigkeit allm\u00e4hlich, so h\u00f6rt zuerst derjenige Ring der Scheibe auf zu flimmern, dessen Sdiwarz-Weig-Sektoren ein Grau liefern, welches ebenso hell ist wie die Farbe. Diesen Ring genau zu bestimmen, dazu dient das vor die Scheibe gesegte, mit dem Kreisel fest verbundene Flimmerphotometer.\nEs besteht aus einemSchirm, welcher in der H\u00f6he des Mittelpunktes derSdieiben eine kleine \u00d6ffnung hat, und welcher an einer Zahnstange horizontal zu versdiieben ist. Durdi die \u00d6ffnung blickend, sieht man ein kleines St\u00fcck der Sdieibe. Man verschiebt nun den Schirm so lange, bis man den Bereich findet, der nidit mehr flimmert. An einer ver-sdiiebbaren Skala, deren Nullpunkt genau auf den Punkt A eingestellt wird, l\u00e4gt sidi die Entfernung des gefundenen Bereidies von diesem Punkte A ablesen und damit das Grau des Ringes und die Helligkeit der Farbe bestimmen. Zur Fixierung des Blickes dient ein Stirnhalter und ein Diopter. Das durch die \u00d6ffnung des Diopters sichtbare St\u00fcckdien kann durdi entsprechende Wahl der \u00d6ffnung so klein gemacht werden, dag es sich ganz auf der fovea abbildet. Nat\u00fcrlich kann man mittels dieses Apparates auch die Flimmerhelligkeit auf peripheren Neghautteilen bestimmen. Wir liefern diesen Apparat in Verbindung mit einem durch einen separaten regulierbaren Motor zu betreibenden Kreisel.\tPreis Mk. 125.\u2014\nNo. 101. Flimmerphotometer f\u00fcr Zylinder. Statt der rotierenden Sdieibe ist hier ein Zylinder benugt, der zur einen H\u00e4lfte mit dem zu messenden farbigen, zur anderen H\u00e4lfte mit einem weigen Papier bedeckt wird; auf das legtere sind, wie\n56","page":56},{"file":"p0057.txt","language":"de","ocr_de":"CDTMnr T7D\ttrnVTTT?\tnnTTTMGFNT\t1 \u2014\n\t\nden entsprechenden, durch einen separaten\ndie nebenstehende Figur zeigt, 6 Dreiecke aus Tuchschwarz aufgeklebt, so dag das Schwarz von A bis B proportional der Entfernung von A abnimmt. Die Papiere werden durch Gummiringe auf dem Zylinder festgehalten. Da der Zylinder und dementsprechend derVerschiebungsbereidi des Flimmerphotometers 30 cm lang ist, so l\u00e4gt sich das kritische Grau sehr genau bestimmen. Der Preis bezieht sich audi hier auf das Photometer und Motor zu treibenden Rotationsapparat.\nPreis Mk. 150.\u2014\nNo. 102. Apparat zur Bestimmung der peripheren Helligkeit nach\nHering. (Arch. f. Ophthaim. Bd. 35, Abt. 4, S. 25.) Durch ein kleines Loch in einem mit grauem Papier \u00fcberspannten Rahmen ist die Farbe eines darunter befindlichen rotierenden Kreisels sichtbar. Bei gen\u00fcgend seitlicher Fixation \u2014 das Auge wird dabei an den Ring a des Augenhalters angelegt \u2014 wird die Farbe in einem gewissen Grau gesehen. Neigt man nun den um die horizontale Axe s drehbaren Rahmen mehr oder weniger gegen das Fenster, indem man ihn mittels des Griffes h dreht, so kommt man zu einer Lage, bei weldier sich das Loch nicht mehr vom Grunde unterscheidet. Der Grund hat dann diejenige Helligkeit, in welcher die Farbe des Kreisels bei peripherer Betrachtung erscheint. Die Rotation der Scheibe wird entweder durch Drehen der Kurbel k oder durch Treten der Pedale erzeugt. Dem Apparat werden vier Rahmen mit verschieden hellem Grau beigegeben.\nPreis Mk. 165.\u2014\n57","page":57},{"file":"p0058.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 103. Adaptometer nach Nagel. (Zwei Apparate f\u00fcr die augen\u00e4rztliche Funktionspr\u00fcfung, Zeitschrift f. Augenheilkunde, Bd. 17, H. 3.) Das Adaptometer gestattet, den Adaptionszustand (Hell-Dunkel-Adaption) in au\u00dferordentlich genauer Weise zu messen, indem es die Bestimmung erm\u00f6glicht, wie hell eine wei\u00dfe Fl\u00e4che von bestimmter Gr\u00f6\u00dfe beleuchtet werden mu\u00df, damit sie sich von der v\u00f6llig dunklen Umgebung (Dunkelzimmer) eben abhebt (absolute Schwelle).\nIn dem einen Ende des Kastens sind drei Osmiumlampen aufgestellt, die sich durch ihr konstantes Licht auszeidinen. (Ihre geringe Gelbvalenz wird durch eine blau gef\u00e4rbte Milchglassdieibe kompensiert.) Sie beleuditen eine in die gegen\u00fcberliegende Wand eingelassene Milchglasplatte m3, welche das von dem Beobaditer zu betrachtende Objekt bildet. Da die Schwelle bei verschiedener Gr\u00f6\u00dfe des beleuchteten Feldes ver-sdiieden ist, so ist, um ein Normalfeld zu haben, bei den Apparaten der neuesten Konstruktion vor die Milchglasplatte eine Blende mit kreisf\u00f6rmiger \u00d6ffnung von 10 cm Durchmesser gese\u00dft.\nBeleuchten die Lampen direkt die Fl\u00e4che m8, so liegt seine Helligkeit auch bei starker Helladaptation bedeutend \u00fcber der Schwelle. Es handelt sich also darum, die Lichtst\u00e4rke absdiw\u00e4chen zu k\u00f6nnen. Dies ist erstens durch drei durdil\u00f6cherte Metallscheiben erm\u00f6glicht, deren L\u00f6cher eine solche Gr\u00f6\u00dfe haben, da\u00df durdi Einschieben der hintersten Scheibe die Intensit\u00e4t auf herabgese\u00dft wird, und ebenso durch Hinzuf\u00fcgen der mittleren und vorderen Scheibe die Intensit\u00e4t jedesmal auf l/20 des fr\u00fcheren Betrages sinkt; zusammen bewirken also die 3 Scheiben eine Herabse\u00dfung der Liditst\u00e4rke auf \u2018/soso- Weiter befindet sidi in der Mitte des Kastens ein Aubert\u2019sches Diaphragma, dessen \u00d6ffnung zwisdien 1 und 10000 mm2 variiert werden kann. Die Beleuchtungsst\u00e4rke von ms ist aber der Gr\u00f6\u00dfe der Diaphragma\u00f6ffnung proportional. Also verhalten sich die extremen Beleuditungsst\u00e4rken, die durdi Ein- und Ausschieben der Platten und durch Verstellen des Diaphragmas erreidibar sind, wie 1:80 Millionen. Die \u00d6ffnung des Diaphragmas wird durch Drehen des Steuerrades Tr variiert und seine Gr\u00f6\u00dfe durdi das Fenster K in der oberen Wand des Kastens an einer Skala abgelesen.\n58","page":58},{"file":"p0059.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nHat man diejenige Einstellung des Apparates bestimmt, bei welcher die Lichtst\u00e4rke des Feldes 1 Meterkerze ist (es ist dies die Schwelle f\u00fcr ein gut hell adaptiertes Auge), so l\u00e4gt sich f\u00fcr jede andere Einstellung die Lichtst\u00e4rke nach diesem absoluten Mage ausdriicken; man hat nur mit einer Konstanten zu multiplizieren.\nUm im Dunkeln das zu betrachtende Feld finden zu k\u00f6nnen, ist es vorteilhaft, etwa an den oberen Rand desselben das Fixierzeichen No. 131 zu halten.\nDie Lampen d\u00fcrfen nicht zu lange brennen, da sonst die Hige den Apparat besch\u00e4digen kann.\tPreis Mk. 540.\nNo.\t104\tApparat\tf\u00fcr\tSimultankontrast\tnach Hering'.\t(Zeitschrift\nf. Psych. Bd.\t1.)\tMan\tbringt\tdie\tAugen von oben her\tm\u00f6glichst nahe an\tdie beiden\nfarbigen Glasplatten p p1 heran und fixiert, durch dieselben blickend, den Knopf k. Der\nvon der weigen Grundplatte sidi abhebende sdiwarze Streifen s erscheint dabei in Doppelbildern, welche,\twenn die beliebig\tauszuwechselnden Gl\u00e4ser\tpp, verschiedenfarbig sind,\nebenfalls verschieden gef\u00e4rbt erscheinen, was nach der psychologischen Theorie des Kontrastes unm\u00f6glich w\u00e4re, da der Grund einfarbig, n\u00e4mlich in der Mischfarbe der beiden Gl\u00e4ser erscheint.\nMittels der allseitig verstellbaren weigen Platten w\u2019 w kann man der Farbe der Gl\u00e4ser mehr oder weniger weiges Licht zusegen, um die Kontrastfarben besser zur Geltung zu bringen. Aus dem gleichen Grunde sind die Platten p\u2019 p drehbar. Die farbigen Gl\u00e4ser k\u00f6nnen ausgewechselt und die jeweilig nicht ben\u00f6tigten Gl\u00e4ser in der Schublade des Tischchens aufbewahrt werden.\nDer Apparat l\u00e4gt sich auch zur Demonstration des binokularen Kontrastes verwenden.\tPreis Mk. 4o.\nNo. 105. Apparat zur Demonstration des Spiegelkontrastes nach\nHering. (Pfl\u00fcgers Archiv Bd. 41, Seite 358.) In einen oben und vorne zu \u00f6ffnenden Kasten sind unter dem Winkel von 45\u00b0 Spiegelglasplatten von verschieden gef\u00e4rbtem Glas einzusegen. An der Grundfl\u00e4che und an der Hinterfl\u00e4che sind weige Kartons mit\n59","page":59},{"file":"p0060.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00b0 G\u00d6TTINGEN.\nschwarzen, 1 cm breiten Ringen von verschiedenen Durchmessern angeklebt. Blidct man von oben in den Kasten, so sieht man die untere Platte durdi das Glas z. B. gr\u00fcn gef\u00e4rbt, w\u00e4hrend von der hinteren Platte infolge der Reflexion an der oberen Fl\u00e4che des gr\u00fcnen Glases wei\u00dfes Licht heraufgesendet wird. Die Durchmesser der Ringe der beiden Platten sind nun, wie das Sdiema zeigt, so gew\u00e4hlt, dag zwischen je zwei Ringen der einen Platte ein Ring der anderen Platte gesehen wird. Die Ringe der unteren Platte ersdieinen in der Kontrastfarbe, in unserem Falle rosa, die Ringe der hinteren Platte gr\u00fcn; der Grund ist weiglichgriin gef\u00e4rbt. Eine unten am Kasten angebrachte Holzklappe, welche in der Figur nicht gezeichnet ist, dient dazu, das in den Kasten fallende Licht abzuschw\u00e4chen und jene Beleuditungsst\u00e4rke herzustellen, bei welcher die Kontrastfarbe am intensivsten gesehen wird. Bei dunkleren Platten neigt man sie nach unten, bei helleren, z. B. Gelb, stellt man sie nahezu senkrecht.\nTreis il k. \u00f6d.\u2014 No. 106. Farbige Fenster zur Erzeugung-\nfarbiger Schatten nacll Hering. (Pfl\u00fcgers Archiv Bd. 42, S. 113.) Ein in einer Dunkelkammer einzusegendes Fenster ist folgenderma\u00dfen eingeriditet: Durdi zwei, etwa in % m Entfernung nebeneinander liegende, in ihrer Breite variierbare Spalte kann das Tageslicht einfallen. Der eine Spalt wird durch Fenster mit farbigem Glas verschlossen, vor dem anderen Spalt l\u00e4gt sich ein zur H\u00e4lfte aus Milchglas gebildetes, zur H\u00e4lfte undurchsichtiges Fenster in vertikaler Richtung verschieben. L\u00e4gt man durdi den ersteren Spalt z. B. rotes Licht R eindringen, so beleuditet dasselbe die Milchglasplatte M mit Ausnahme eines Streifens GR, weldier im Schatten der vor der Platte vertikal stehenden Leiste S liegt. Infolge der roten Umgebung des Streifens erscheint derselbe in der Kontrastfarbe (gr\u00fcn), welche bei g\u00fcnstiger Beleuditung von dem weigen Fenster W her sehr deutlich hervortritt. Der Streifen R ist nur von dem roten und nicht vom weigen Fenster beleuditet und er-sdieint daher viel ges\u00e4ttigter als die \u00fcbrige Platte. Das Experiment geh\u00f6rt zu den sch\u00f6nsten Demonstrationsversudien. Zur Bestimmung des Preises ist die Angabe der Gr\u00f6\u00dfe der Fenster notwendig.\nNr. 107. Doppelter Nuancierungsapparat nach Hering. (Grundz\u00fcge der Lehre vom Lichtsinn, 2 Lfg. 1907, S. 121). Bei diesem Apparate ist in fruchtbarer Weise das Prinzip verwendet, durdi versdiiedene Neigung eines farbigen oder farblosen Feldes gegen die Liditquelle, z. B. gegen das Fenster, innerhalb weiter Grenzen jede Intensit\u00e4tsnuance herzustellen.\nIn dem unteren Teile eines innen mit schwarzem Tudipapier ausgelegten Kastens, welcher mit seiner offenen Wand gegen das Fenster zu stellen ist, sind die beiden Platten p, ps befestigt ; jede Platte ist unabh\u00e4ngig von der andern um eine horizontale, in derselben Geraden liegende Axe drehbar, und die jeweilige Neigung kann an den \u00e4ugen angebrachten Teilkreisen K abgelesen werden. Will man den Platten die gleiche Neigung geben, so kuppelt man sie durch einen Schieber. Auf diese Platten werden Papiere gelegt oder besser \u2014 da die Papiere h\u00e4ufig nicht ganz eben aufliegen \u2014 mit Papier \u00fcberzogene Glasplatten. Damit diese bei Neigung der Platten nicht abgleiten, sind die R\u00e4nder der legteren aufgebogen.\n60","page":60},{"file":"p0061.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nDie obere Wand des Kastens ist bis auf einen Rand von wenigen Zentimetern entfernt. Uber die so entstehende rechteckige \u00d6ffnung werden Kartons gelegt, die auf der Unterseite mit Tuchschwarz, auf der Oberseite je nach Bedarf mit farbigem oder farblosem Papier \u00fcberklebt und mit 2 L\u00f6chern versehen sind, durch die man auf die beidenPlatten Pj p2 sieht, so dag die L\u00f6cher mit der Farbe der von unten herauf kommenden Lichter erf\u00fcllt erscheinen (Loch-Methode). Die Gr\u00f6ge der L\u00f6cher richtet sidi nach dem Zweck der Versuche. Bei Helllgkeitsbestimmuiig farbiger Papiere, wo auf die eine Platte das farbige Papier, auf die andere ein passendes Grau gelegt wird, macht man die L\u00f6cher rechteckig und m\u00f6glichst grog, aber doch so, dag die R\u00e4nder der Platten auch bei starker Neigung derselben verdeckt bleiben. \u00c4hnliches gilt bei anderen Versuchen, wo man die von unten kommenden Liditer vergleidien will, ohne dag die Neigung der Felder erkannt werden soll. Zieht man andererseits den oben aufgelegten Karton wieder weg, so dag die Neigung gesehen wird, so zeigt sich der Einflug der \u201eCled\u00e4chtnisfarbeu\u201c in auffallender Weise. Bei Versuchen \u00fcber Simultankontrast, zu denen sich dieser Apparat besonders eignet, werden die L\u00f6cher im oberen Karton klein genommen, etwa 12 mm Durchmesser, damit die Kontrastfarbe das ganze Feld erf\u00fcllt. Das kontrasterzeugende Feld wird durch den Karton gebildet, bezw. durdi die auf ihn aufgelegten farbigen oder farblosen Papiere, die dann ebenfalls ein entsprechendes Loch besigen.\tLegt man auf die eine H\u00e4lfte des Kartons\nein m\u00f6glidist schwarzes Papier, auf die andere weiges, so sieht man bei gleicher Neigung der Platten p, p2 durch den Unterschied der beiden L\u00f6cher augenf\u00e4llig die Wirkung des vom weigen Papier erzeugten Kontrastes. Die Figur zeigt diese Anordnung, indem die Verschiedenheit der beiden H\u00e4lften des Kartons durch verschiedene Schraffierung angedeutet ist. Man kann auch die St\u00e4rke des Kontrastes bestimmen, indem man die eine Platte so lange neigt, bis die beiden L\u00f6dier gleich erscheinen ; die Gr\u00f6ge des Unterschiedes der Grau der beiden Platten ist ein Mag der St\u00e4rke des Kontrastes.\nDer Apparat gestattet ferner, den von unten kommenden Farben weiges Licht zuzusegen, indem dieses durdi eine Milchglasplatte (vgl. No. 84) durdi die ge\u00f6ffnete seitliche T\u00fcre T2 in der Richtung des Pfeiles in den Kasten gesendet und durch die Glasplatte P nach oben reflektiert wird. Durch diese Einrichtung lassen sich einige weitere Versudie mit dem Apparate anstellen. Z. B. kann man die Wirkung der durch denWeigzusag erzeugten Adaptations\u00e4nderung demonstrieren (Koeffizientensag, vgl. auch\n\u00ab0\nIt\nJ I\n61","page":61},{"file":"p0062.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nHering a. a. O. S. 124). Wenn man die das Licht hineinreflektierende Platte versdiieden gegen das Fenster neigt, so erh\u00e4lt man verschieden starken Weigzusag zu den von unten heraufkommenden Lichtern. Man kann auf diese Weise die Farben mehr oder weniger mit Weig verh\u00fcllen. Wir liefern \u2014 nach einem Vorschl\u00e4ge von Rupp \u2014 zu dem Apparat auch eine Milchglasplatte von entsprechender Gr\u00f6ge, die an der Seite des Kastens angeh\u00e4ngt werden kann und um eine vertikale Axe drehbar ist, um eben verschieden starken Weigzusag erzeugen zu k\u00f6nnen; der Neigungswinkel ist an einer Kreisteilung abzulesen.\nDem Apparate werden Papiere und mit Papieren \u00fcberzogene Glasplatten f\u00fcr einige wichtige Versuche beigegeben.\nAnstatt mit den Platten p, p2 liefern wir den Apparat auch \u2014 nach einem Vorschl\u00e4ge von G. E. M\u00fcller \u2014 mit elektrischen Kreiseln, die entweder feststehend oder um dieselbe Axe wie die Platten drehbar sind. Die Kreisel sind bei dem untenstehenden Preis nicht mit eingerechnet.\tPreis Mit. 75.\u2014\nNo. 108. Miiller\u2019scher Aufsatz zum Nuancierungsapparat. \u00dcber die\n\u00d6ffnung in der oberen Wand des Nuancierungsapparates wird statt des oben erw\u00e4hnten Kartons ein stereoskopartiger Kasten geschoben, der in seiner unteren Platte zwei Aubert\u2019sche Diaphragmen d2 d2 besigt, durch die man auf die Platten im grogen Kasten sieht. Oben tr\u00e4gt das Stereoskop zwei Okularrohre Rt R2, die sich mittels\nGummiringes an ihrer M\u00fcndung eng\n!U Ri\nan das Auge anlegen. Schliegt man die beiden getrennten vorderen Deckel D, D2 des Stereoskopes und die Diaphragmen, so gelangen gar keine Strahlen in das Auge. Der Miiller\u2019sche Kasten wirkt also wie ein Dunkelzimmer. Je nachdem man die Deckel einzeln schliegt oder \u00f6ffnet, lassen sich bei hinreichend langer Betrachtung f\u00fcr jedes Auge getrennt verschiedene Adaptationszust\u00e4nde herstellen, und die Wirkungen der nach \u00d6ffnung der Diaphragmen von unten kommenden Lichter pr\u00fcfen.\nPreis Mk. TO.\u2014\nNo. 109. ltupp\u2019scherAufsatz zum Nuancieruiigsapparat. Will man mit dem\nNuancierungsapparat die Gesege des Kontrastes genauer zeigen, so ist es n\u00f6tig, auch den Grund, auf welchem die Farben der Platten p2 p2 erscheinen, nuancieren zu k\u00f6nnen. Diesem Zwecke dient der in Rede stehende Aufsag. Die Papiere, welche den Grund (kontrasterregendes Feld) bilden sollen, werden auf die drehbaren Platten q, q2 gelegt, welche, wie auch die Papiere selbst, einen streifenf\u00f6rmigen Sehlig besigen, durch den die Farben der unteren Platten gesehen werden. \u00dcber die rechteckige \u00d6ffnung in\n62","page":62},{"file":"p0063.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nder oberen Wand des Aufsatzes wird ein Karton mit den in der Figur gezeichneten Ausschnitten gelegt, welcher die R\u00e4nder von qt q, verdeckt.\nErteilt man diesen sehr verschiedene Neigung, so dag sie verschiedenen Kontrast erzeugen, stellt jedodi pj p2 so ein, dag die beiden Kontrastfelder gleich erscheinen, so bleibt diese subjektive Gleidiheit erhalten, wenn man den oberen Karton wegzieht, trogdem, wegen der Ged\u00e4ditnisfarben, die beiden kontrasterzeugenden Felder objektiv ganz andere geworden sind. Es l\u00e4gt sich also gleichzeitig zeigen, dag die Ged\u00e4chtnisfarbe auf den Kontrast keinen Einflug hat.\nPreis Mk. 65.\u2014\nNo. no. Apparat zur Demonstration der Nachbilder nach Hering. Der Apparat besteht aus einem Kasten, in dessen unterer H\u00e4lfte eine Reihe von Tafeln h\u00e4ngen, die mittels der seitlichen Griffe hochgezogen werden k\u00f6nnen. Auf jeder Tafel ist ein Quadrat von intensiver F\u00e4rbung aufgeklebt mit einem Fixationspunkt in der Mitte. Nachdem der Beobachter dieses Quadrat l\u00e4ngere Zeit fixiert hat, l\u00e4gt man die Tafel des Kastens fallen, und der Beobachter sieht nun auf der grauen Hinterwand das Nachbild des Quadrates.\nPreis Mk. 50.\u2014\nNo. in. Einfacher Spiegelfarbenmischapparat. (Vgl. Helmholg, Phys Opt. II. Aufl. S. 350, und Hering, Grundz\u00fcge der Lehre vom Lichtsinn, 1. Lfg. 1905 S. 56.) Auf einer mit schwarzem Sammt \u00fcberzogenen Grundplatte erhebt sich in der Mitte ein Spiegelglas Sp. Legt man rechts und links von ihm farbige oder farblose Papiere ft f2 (am besten auf Glas aufgezogen) auf und blickt von 0 aus schr\u00e4g gegen das Spiegelglas, so mischen sich mit den direkt von T kommenden Strahlen diejenigen Strahlen, die von f2 herkommen und an dem Spiegel reflektiert werden.\nDer Apparat wird aber erst dadurdi wertvoll, dag man das Verh\u00e4ltnis der beiden Komponenten des Mischlichtes \u00e4ndern kann, u. zw. ist dies auf dreifache\n63","page":63},{"file":"p0064.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nWeise m\u00f6glich: erstens dadurch, dag man die Papiere symmetrisch zur Glasplatte auseinander oder zusammenschiebt; zweitens dadurch, dag der Beobachter selbst von einem h\u00f6heren oder tieferen Punkte aus betrachtet; endlich dadurch, dag man die Glasplatte um den Punkt a dreht; dabei mug man, falls man eine vollst\u00e4ndige Deckung der beiden Papiere w\u00fcnscht, das eine derselben, welches nicht direkt gesehen wird, entsprechend verschieben. Der Grund, weshalb sidi das Verh\u00e4ltnis der Komponenten \u00e4ndert, ist in allen 3 F\u00e4llen der, dag dabei der Reflexionswinkel des gespiegelten Lichtes variiert wird, und dag das Licht um so vollst\u00e4ndiger reflektiert wird, je flacher es auff\u00e4llt, je gr\u00f6ger also der Einfalls- und der Reflexionswinkel ist.\nAuf diese Weise lassen sidi also 2 Farben in beliebigem Verh\u00e4ltnis mischen. Auch mehr oder weniger Weig l\u00e4gt sich einer Farbe zusegen, indem man auf die linke, direkt gesehene Seite die Farbe, auf die rechte das weige Papier legt und unter verschiedenen Winkeln auf die Glasplatte blickt. Ebenso lassen sidi schwarzverh\u00fcllte Farben erzeugen; man legt in diesem Falle auf die linke Seite kein Papier, sondern blickt auf den schwarzen Sammt, mit dem die Grundplatte \u00fcberzogen ist und \u00e4ndert die Intensit\u00e4t des reflektierten Lichtes wieder in einer der oben besdiriebenen 3 Arten. Legt man endlich auf die eine Seite ein belegtes Spiegelglas, so kann als die eine Komponente auch Tageslicht, das Blau des Himmels etc. verwendet werden.\nDem Apparate werden einige mit verschiedenen Papieren \u00fcberzogene Glasplatten beigelegt, welche beim Nichtgebrauch in der unter der Grundplatte befindlichen Lade aufbewahrt werden k\u00f6nnen.\tPreis Mk. 25.\u2014\nNo. 112. Farbenmisekapparat f\u00fcr farbige Gl\u00e4ser nach Hering.\nDer Apparat dient dazu, 3 farbige Lichter, die dadurch erzeugt werden, dag weiges Licht durch farbige Gl\u00e4ser hindurch gesendet wird, in beliebigem Intensit\u00e4tsverh\u00e4ltnisse zu mischen. Die 3 mattgeschliffenen Milchglasplatten ww,w2 senden weiges Licht in das K\u00e4stchen K. Beim Eintritt in dasselbe durchsegt das Licht die farbigen Gl\u00e4ser f f, f2, die vor die\n64","page":64},{"file":"p0065.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nbetreffenden \u00d6ffnungen des K\u00e4stchens geschoben und beliebig ausgewechselt werden k\u00f6nnen. Sodann werden im Innern die von rechts und von links kommenden Strahlen durch die Glasplatten s s1 nach oben reflektiert, so dag also in das von oben her blickende Auge die Strahlen aller 3 farbigen Lichter gelangen und sich in demselben mischen. Will man nur 2 Farben mischen, so schlie\u00dft man eine der T\u00fcren t tt t2, die vor den 3 \u00d6ffnungen angebracht sind. Die Intensit\u00e4t jedes einzelnen Mischlichtes wird dadurch variiert, dag man die Milchglasplatten w w, w2 verschieden gegen die Lichtquelle neigt.\tPreis Mk. 75.\u2014\nNo. 113. Spektralfarhenmischapparat uacli Helmholtz, einfaches\nModell. (Vgl. A. K\u00f6nig und Diterici, Die Grundempfindungen etc., Zeitschr. f. Psych. Bd. 4 S. 243.) Auf einem runden, gu\u00dfeisernen Tische ist in der Mitte das auf 3 Seiten\ngeschliffene, stark brediende Flintglasprisma P aufgestellt. Der Kante 1, 2 symmetrisch gegen\u00fcber ist, ebenfalls feststehend, das Beobachtungsrohr B angebracht. Den beiden andern Kanten stehen die 2 Kollimatoren Ct C2 gegen\u00fcber, die jedoch um eine genau durch die Mitte des Prismas gehende vertikale Axe drehbar sind. An den \u00e4u\u00dferen\n65","page":65},{"file":"p0066.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER <> G\u00d6TTINGEN.\nEnden dieser Kollimatoren werden die beiden Brenner G, G2 aufgestellt. Sehen wir zun\u00e4chst von den in den beiden Kollimatoren montierten Nikol\u2019sdien Prismen Nt N2 und von den Kalksp-atprismen K, K2 ab, so wird das von Gt herkommende Licht durch den bilateralen, mittels der Schraube verstellbaren Spalt in C, eindringen und, da der Spalt im Brennpunkt der achromatischen Linse L, liegt, durch diese als axenparalleles Strahlenb\u00fcndel austreten. Der auf die Fl\u00e4che 3 des Prismas fallende Teil dieser Strahlen wird an 3 und 1 so gebrochen, dag er wenigstens teilweise in das Beobachtungsrohr B gelangt, w\u00e4hrend dies von den auf 2 auffallenden Strahlen nicht gilt. Infolge der Brechung im Prisma treten aus demselben die Strahlen in verschiedenen Richtungen aus, jedoch haben, da die eintretenden Strahlen s\u00e4mtlich parallel sind, die Strahlen gleicher Wellenl\u00e4nge auch gleiche Richtung. Die Linse Ls vereinigt aber alle parallelen Strahlen in je einem Punkte ihrer Brennebene d d, so dag in dieser ein reelles Spektrum entworfen wird, aus dem der Spalt S ein kleines, ann\u00e4hernd homogenes St\u00fcck herausgreift. Das Analoge gilt von den Strahlen, die von dem Kollimator C2 herkommen. Auch von ihnen wird in d d ein Spektrum entworfen, das jedoch im allgemeinen gegen das erste verschoben sein wird. Blickt man nun durch S, so sieht man die Prismenfl\u00e4chen 1 und 2 von gewissen homogenen Lichtern durchleuchtet und durch die scharfe Kante 1, 2 getrennt. Dreht man einen Kollimator, so verschiebt sich auch das betreffende Spektrum und es wird die entsprechende Prismenfl\u00e4che in einer anderen Farbe erscheinen.\nDie \u00c4nderung der Wellenl\u00e4nge und die Mischung von verschiedenen homogenen Lichtern wird jedoch auch auf anderem Wege erzielt. In jeden Kollimator ist ein Doppelspalt K eingesegt, der sich zwischen Spalt und Linse verschieben l\u00e4gt. Je weiter er vom Spalte entfernt wird, desto gr\u00f6ger ist der Abstand der beiden senkredit zu einander polarisierten Doppelbilder. Die auf diese Weise entstehende Verschiebung des einen Bildes gegen das andere hat aber denselben Effekt, wie wenn der Kollimator seitw\u00e4rts verschoben w\u00fcrde, n\u00e4mlich es sind die von den beiden Doppelbildern in d d erzeugten Spektren gegen einander verschoben. Somit erscheint, wenn man durch den Spalt S blickt, die betreffende Prismenfl\u00e4che in einer Mischfarbe von 2 homogenen Lichtern, die umso verschiedenere Wellenl\u00e4nge haben, je weiter der Doppelspalt vom Kollimatorspalt gegen die Kollimatorlinse ger\u00fcckt ist.\nUm in der Mischfarbe nach Belieben die eine Komponente im Verh\u00e4ltnis zur anderen st\u00e4rken oder schw\u00e4chen, ja ganz zum Verschwinden bringen zu k\u00f6nnen, sind die Nikol\u2019schen Prismen N2 vor die Spalte Si S2 gesegt. Geht man von einer Lage der Nikol aus, bei der der augergew\u00f6hnliche Strahl ganz ausgel\u00f6scht ist, und dreht nun das Nikol, so wird dieser allm\u00e4hlich auftauchen und auf Kosten des gew\u00f6hnlichen st\u00e4rker werden, bis, nach Drehung um 18011 nur der augergew\u00f6hnliche durchgelassen wird und er seine h\u00f6chste Intensit\u00e4t erreicht hat. Die Stellung der Nikol kann mittels der Indizes I, I2 an den Teilkreisen D, und D2 abgelesen werden.\nDer Spalt S wird durch ein Okular (Lupe) betrachtet, das auf das Beobachtungsrohr gesteckt wird. Man sieht dann, zufolge einer kreisf\u00f6rmigen Blende, eine kleine Scheibe, die aus 2 von einander scharf getrennten Halbscheiben besteht.\nUm die Kollimatoren vor Erw\u00e4rmung zu sch\u00fcgen, ist zwischen diese und die Lichtquelle je ein kleiner, mit Alaunl\u00f6sung gef\u00fcllter Glastrog gesegt, der mit den Kollimatoren fest verbunden ist.\nPreis Mk. 1000 \u2014\n66","page":66},{"file":"p0067.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 114. Spektralfarbenmischapparat nach Helmholtz, verbessert\nIiacll K\u00f6nig'. Dieses Modell zeigt folgende Vervollkommnungen gegen\u00fcber dem eben beschriebenen: 1) Auger den zwei Hauptkollimatoren besigt der Apparat zwei Nebenkollimatoren zur Beimischung von weigern Licht. Durch \u00c4nderung der Spaltbreite wird die Intensit\u00e4t des weigen Lichtes reguliert. 2) Die Brenner sind mit den Kollimatoren gemeinsam auf starken, um die Vertikalaxe des Apparates drehbaren Armen montiert, so dag ihre Lage zu den Kollimatoren stets genau dieselbe ist und dies nicht erst durch besondere Mittel kontrolliert werden mug. 3) Der Okularspalt ist bilateral verstellbar und durch Schieber nach oben und unten beliebig zu begrenzen. Der Okularauszug ist mittels Triebes einzustellen.\nPreis Hk. 3500.\u2014\nNo. 115. Grosser Spektralfarbenmischapparat nach Helmholtz, verbessert nach K\u00f6nig'. Bei diesem Modell kommt gegen\u00fcber den beiden vorigen noch folgendes hinzu: 1) Die grogen doppelbrechenden Prismen in den Kollimatoren k\u00f6nnen herausgenommen werden. 2) Die Kollimatorspalte sind von der Mitte aus durch Schnurl\u00e4ufe zu variieren. 3) Die Nebenkollimatoren sind mit eigenen Lampen, 4) mit Nikolschen Prismen versehen, und sie sind 5) f\u00fcr weiges und homogenes Licht eingeriditet, u. zw. einseitig durdi Einschalten eines Reflexions- bezw. Flintglasprismas und f\u00fcr beide H\u00e4lften durch Einschalten eines planparallelen Spiegels. 6) Ein Okular-aufsag mit kreuzbaren Nikols dient zur gleichm\u00e4gigen \u00c4nderung der Intensit\u00e4t beider Felder. 7) Einrichtung zur seitlichen Fixierung (peripheren Betrachtung). Dem Apparat werden beigegeben 4 Gaslampen mit Metallzylindern, 4 Gasgl\u00fchlichtlampen, 4 Zirkonlampen mit Linnemann\u2019schen Brennern und 1 Extragaslampe f\u00fcr diffuses Licht; endlich 2 groge K\u00e4sten zur Aufbewahrung der optischen Teile.\nPreis Mk. 8000.\u2014\nNo. 116. Spektralfarbenmischapparat nach Asher. (Verhandlg. der deutsch-physik. Gesellschaft V. Jahrgang No. 18 und 19). Der Apparat unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten vom Helm-holg\u2019schen Apparat: 1. Die homogenen Farben werden durch ein Beugungsgitter erzeugt, die Farben sind daher im Spektrum gleichm\u00e4gig verteilt und ihre Abst\u00e4nde in demselben sind proportional den Differenzen ihrer Wellenl\u00e4ngen; dag das Spektrum lichtschw\u00e4cher ist, st\u00f6rt wohl kaum. 2. Alle Spalte erhalten Licht durch denselben Auerbrenner, indem es, wie aus der Figur ersichtlich, durch zwei gekr\u00fcmmte Spiegel sowohl in die rechten wie in die linken Spalte geworfen wird. 3. Praktisch wertvoll ist es, dag die Spalte vom Beobachter selbst eingestellt werden k\u00f6nnen.\nDie Spalte k\u00f6nnen in ihrer Ebene nadi rechts und links verschoben werden. Je nach ihrer Lage fallen die Lichtstrahlen, nachdem sie durch die Objektivlinsen \u00db! 02 parallel gemacht worden sind, verschieden schr\u00e4g auf das Gitter G auf, und dementsprechend gelangen in das Beobaditungsrohr Lichter verschiedener Wellenl\u00e4nge. Das Licht des rechten\n67","page":67},{"file":"p0068.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nund des linken Spaltes mischt sich; durch \u00c4nderung der Spaltbreite wird die Intensit\u00e4t jeder Komponente und damit ihr Anteil an der Mischfarbe bestimmt. Damit w\u00e4re aber blog die M\u00f6glichkeit zur Mischung gegeben. Um ein Vergleichsfeld, das ebenfalls durch eine beliebige Mischfarbe ausf\u00fcllbar sein soll, zu erhalten, ist \u00fcber den genannten Spalten ein zweites Paar in derselben Weise und unabh\u00e4ngig vom ersten Paar verschiebbar. Jedes Spaltpaar f\u00fcllt mit seinen Lichtern eine H\u00e4lfte der kreisf\u00f6rmigen \u00d6ffnung, die im Beobachtungsrohr siditbar ist, aus. Die horizontale Grenzlinie zwischen den Halbscheiben ist vollkommen scharf. Um weiges Licht zusegen zu k\u00f6nnen, ist bei V ein vertikales Rohr aufgesegt, durch dessen oberen, variierbaren Spalt mehr oder weniger weiges Licht eindringt. Zur beliebigen Schw\u00e4chung des oberen oder unteren Feldes sind bei D zwei Spalte eingef\u00fcgt, die durch Schrauben megbar verschoben werden k\u00f6nnen. Die \u00d6ffnung bei E dient zur eventuellen Einf\u00fchrung eines Episkotisters in den Strahlengang. Die Eichung des Apparates geschieht so, dag das homogene Eichlicht vor das Okular gestellt wird und der vor den Spalten sigende Beobachter diese so lange verschiebt, bis die scharfe Linie in der Mitte des jeweilig beobachteten Spaltes liegt.\nApparat mit einfachen Spalten komplett Preis Mit. 800.\u2014 ,,\t\u201e bilateralen Spalten\t,,\t..\t1150.\u2014\nEichung der 4 linearen Spalten in Wellenl\u00e4ngen, Mehrkosten ,,\t,.\t100.\u2014\nNo. 117. Apparat zur Diagnose der Farben blindheit nach Hering.\n(Archiv f. Opthalmologie Bd. 36 Abt. I S. 225). Der Apparat dient dazu, schnell und\nmit Sicherheit festzustellen, ob einer der gew\u00f6hnlichen Typen von Farbenblindheit z. B. Rotgr\u00fcnblindheit vorliegt. Man versucht mittels desselben, ob der Patient gewisse charakteristische Gleichungen z. B. zwischen rotgelb und gr\u00fcngelb herstellt Die beiden zu vergleichenden Felder sind relativ grog, mit sehr reinen und ges\u00e4ttigten Farben gleichm\u00e4gig erf\u00fcllt und stogen unmittelbar aneinander. L\u00e4gt sich unter diesen f\u00fcr die Erkennung von Unterschieden g\u00fcnstig sten Bedingungen eine vollst\u00e4ndige\n68","page":68},{"file":"p0069.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER . G\u00d6TTINGEN.\nGleichung erreichen, so wird bestimmt z. B. im angenommenen Falle rot und gr\u00fcn nicht empfunden ; es handelt sich dann um Farbenblindheit, nidit Farbenschw\u00e4che.\nWie bei dem Farbenmischapparat No. 112 werden die Farben dadurch erzeugt, dag weiges Licht durch farbige Gl\u00e4ser gesendet wird. Ein Holzkasten, dessen vordere Wand und dessen seitliche W\u00e4nde zu \u00f6ffnen sind, tr\u00e4gt ein Rohr mit dem K\u00e4stchen K. Die rechte, linke und untere Wand des legteren ist zur H\u00e4lfte entfernt, u. zw., wie das Schema zeigt, von der linken und unteren Wand die vordere, von der rechten die hintere H\u00e4lfte. Vor die so entstehenden \u00d6ffnungen werden farbige Gl\u00e4ser geschoben. Im Innern des K\u00e4stchens sind 2 Glasplatten diagonal eingesegt. Die vordere, weldie im Schema gestrichelt gezeichnet ist, reflektiert das durch die linke Glasplatte kommende Licht nach oben und l\u00e4gt gleichzeitig das von unten kommende Licht durch, so dag sidi beide Lichter mischen. Die andere, im Schema nicht gezeidmete Glasplatte liegt in der hinteren H\u00e4lfte des K\u00e4stchens und reflektiert das von rechts kommende Licht nach oben. Der durdi das Rohr herabblickende Beobachter sieht demnach ein rundes Feld, das in eine vordere und eine hintere H\u00e4lfte geteilt ist; die Grenzlinie zwischen beiden ist vollkommen scharf. Eine in das Rohr eingesegte Irisblende gestattet, das ganze Feld beliebig zu verkleinern, was f\u00fcr die Untersuchung von Skotomen oder der fovea centralis von Wichtigkeit ist. Die Milchglasplatten W W, W2 senden, je nach ihrer Neigung gegen die vorne gedachte Lichtquelle (z. B. das Fenster), mehr oder weniger Licht durch die 3 farbigen Gl\u00e4ser. Auf diese Weise l\u00e4gt sich die Intensit\u00e4t jeder der 3 Farben beliebig variieren. Die Neigungen der Platten k\u00f6nnen an Kreisteilungen abgelesen werden. Die 2 seitlichen Platten kann der Beobachter selbst mittels der Kn\u00f6pfe S\u00c4 bequem einstellen.\nMit dem Apparate wird eine Beschreibung nach Hering mitgeliefert, in welcher angegeben ist, welche Farben man zu w\u00e4hlen, und wie man bei der Herstellung der Gleichung zu verfahren hat. Ebenso wird eine gr\u00f6gere Anzahl von farbigen Gl\u00e4sern beigegeben, so dag man den Apparat zur Herstellung mannigfaltiger Gleidiungen und zur Diagnose verschiedener St\u00f6rungen des Farbensinnes verwenden kann, zumal da sich in dem einen Feld 2 Farben mischen lassen. Segt man vor eine Oeffnung kein Glas ein, so wird durch dieselbe weiges Licht von variierbarer Intensit\u00e4t gesendet.\nPreis Mk. 200.\u2014\n69","page":69},{"file":"p0070.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nNo. 118. Farbengleichungsapparat nach Nagel.\n(Archiv f. Augenheilkunde Bd. 38, S. 50\u201452. Diese Beschreibung betrifft das erste Modell; seitdem sind vom Autor einige Verbesserungen vorgenommen worden). Der Apparat dient \u00e4hnlichen Zwecken wie der eben beschriebene Hering\u2019sche Apparat\nWie bei diesem sind farbige Gl\u00e4ser beniigt, jedoch werden dieselben durch einen Auerbrenner beleuditet, weil dann die Beleuchtung eine konstantere ist. Dieser sendet durch eine unten n\u00e4her beschriebene Spaltvorrichtung Licht in das Rohr R, in welches der zu Untersuchende in der Riditung des Pfeiles blickt. Die Scheibe S am Ende der R\u00f6hre dient dazu, das Licht der Lampe von dem Beobadrter abzuhalten mit Ausnahme der Strahlen, die durch die \u00d6ffnung in der Mitte der Sdreibe kommen. In der Mitte des Rohres sind nebeneinander 2 Revolverscheiben eingesetzt, deren Form Figur II zeigt. Jede Scheibe hat 5 halbkreisf\u00f6rmige \u00d6ffnungen, die der Reihe nadi durch wei\u00dfes, rotes, gelbes, gr\u00fcnes und blaues Glas verschlossen sind. Die Federn b, die in kleine Einkerbungen am Rande der Scheiben einsdmappen, sorgen daf\u00fcr, dag jedesmal zwei dieser \u00d6ffnungen in der Mitte einander symmetrisch gegen\u00fcberstehen. Die Versuchsperson sieht dann in dem sonst schwarzen Gesichtsfelde in der Mitte 2 Halbscheiben, die von irgend zweien der 5 erw\u00e4hnten Farben erf\u00fcllt sind. Damit der Versudisleiter\n70","page":70},{"file":"p0071.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nvon \u00e4ugen sieht, welche Scheibe im Gesichtsfeld steht, sind an der Peripherie der Revolver, wie in der Fig. I angedeutet ist, 5 kleine, farbige Glasscheibchen eingelegt; in der Farbe desjenigen Scheibchens, welches eben zu oberst liegt und durch ein entsprechendes Loch in der Feder b zu sehen ist, erscheint auch die gleichseitige H\u00e4lfte des Gesichtsfeldes im Rohre.\nDie Helligkeit einer jeden der beiden im Gesichtsfelde erscheinenden Halbscheiben kann nun durch eine Spaltvorrichtung variiert werden, welche an dem der Lampe zugekehrten Ende des Rohres angebracht ist. Von den Revolverscheiben bis zum Spalte geht eine vertikale mittlere Scheidewand, die das Rohr in 2 seitliche H\u00e4lften teilt, deren jede unabh\u00e4ngig von der anderen abstufbar beleuchtet werden kann. Figur III zeigt die hierzu dienende Spaltvorrichtung. Von den Seiten her lassen sich mittels der Zeiger f, f2 die beiden Platten d, d2 der mittleren Scheidewand (die in der Figur als vertikaler Strich gezeichnet ist) beliebig n\u00e4hern. Mit der Weite der Spalte S! s\u00e4 \u00e4ndert sich aber die Lichtst\u00e4rke des beleuchteten Feldes. Damit die Beleuchtung gleichm\u00e4gig sei, sind hinter den Spalten und unmittelbar vor den Revolverscheiben Mildiglasplatten eingesegt. \u00dcber den Spalten ist eine aus 4 Marken bestehende Skala angebracht, an welcher die Spigen der Zeiger spielen. Je nach der Stellung der Zeiger in dieser Skala \u00e4ndert sich die Spaltweite und damit die Helligkeit der gesehenen Felder. Die Skala ist auf der dem Beobaditer zugewendeten Seite angebracht. Damit sie deutlich sichtbar ist, wird sie von der Lampe her durch den horizontalen Schlig a beleuditet, vor den jedoch zur D\u00e4mpfung des Lichtes Gl\u00e4ser vorgesegt sind. (Siehe Fig. I).\nF\u00fcr jede der wichtigsten Typen von Farbenblinden und Anomalen l\u00e4gt sich mit Hilfe der vorhandenen Gl\u00e4ser und der Helligkeitsregulierung eine charakteristische Gleichung herstellen. F\u00fcr den Deuteranopen ist es folgende Gleichung : auf der einen Seite rot dunkel (Marke 1), auf der anderen gelb etwas verdunkelt (Marke 2). Der Normale sieht beide Felder gleich hell, dem Deuteranopen erscheinen sie ganz identisch u. zw. gelb. Der Protanop hingegen sieht bei dieser Einstellung das gelbe Feld bedeutend heller. Die f\u00fcr ihn charakteristische Gleichung wird erreicht, wenn man den der gelben Farbe entsprechenden Zeiger auf Marke 1 stellt. Will man f\u00fcr die beiden genannten Typen andere Gleichungen herstellen, so darf man sich nicht an die angegebenen Marken halten. \u2014 Um die Rot- und Gr\u00fcn-Anomalen zu erkennen, wird ihr gesteigerter Farbenkontrast benugt. Sie sehen bei der zulegt erw\u00e4hnten Einstellung das Gelb durch den Kontrast gr\u00fcn. Um die beiden Typen zu unterscheiden, \u00e4ndert man die Helligkeit des Rot so lange, bis es gleidi hell dem (dunkeln) Gelb erscheint. Der Gr\u00fcnanomale w\u00e4hlt dabei eine Einstellung, die auch der Normale als Helligkeitsgleichung anerkennt. Der Rotanomale hingegen verlangt eine viel st\u00e4rkere Beleuchtung des roten Feldes.\nNeben diesen typischen Gleichungen, f\u00fcr die der Apparat speziell eingerichtet ist, lassen sich nat\u00fcrlich noch eine Reihe anderer widitiger Gleichungen herstellen (z. B. gr\u00fcn-grau usw.).\nPreis Mk. 65.\u2014\nNo. 119. Anomaloskop nach Nagel, Modell I. (Zwei Apparate f\u00fcr die augen\u00e4rztl. Funktionspr\u00fcfung, Zeitschr. f. Augenheilkunde, Bd. 17, H. 3.) Dieses Instru-\n71","page":71},{"file":"p0072.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nment soll einem praktischen Zwecke dienen, n\u00e4mlich zur schnellen Entscheidung, ob der zu Untersuchende normalen Farbensinn hat, oder ob er nach der Terminologie der Helm-holg-Schule - - ein Rot- oder Gr\u00fcnblinder (Dichromat, Protanop oder Deuteranop) oder ob er ein Rot- oder Gr\u00fcnanomaler (Trichromat) ist. In der Tat d\u00fcrften diese 5 Typen die am h\u00e4ufigsten vorkommenden sein.\nDas Anomaloskop ist ein Spektralfarbenmischapparat, der jedoch speziell f\u00fcr die Herstellung der Lithium-Thallium-Natrium-Gleichung eingeriditet ist. Als Lichtquelle dient eine Nernstlampe in Blechgeh\u00e4use mit Vorgesetzter Milchglasplatte; es ist am besten, wenn sie mit dem Apparat auf einer Grundplatte montiert ist. Zur Zerlegung des Lichtes dient eine geradsichtige Prismenkombination ; Kollimator und Beobachtungsrohr liegen daher in einer Geraden. Sie sind nicht drehbar ; Lichter verschiedener Wellenl\u00e4nge werden durch Verschieben der Kollimatorspalte und ebenso die Mischlichter durch zwei in entsprechender Entfernung nebeneinander liegende Spalte erzeugt. Die ganze Spaltvorrichtung besteht aus einem oberen einfachen und\neinem unteren doppelten Spalt. Der erstere erzeugt, wie das Schema zeigt, ein einfaches Spektrum, aus welchem der Okularspalt ein bestimmtes, ann\u00e4hernd homogenes Licht herausgreift. Verschiebt man ihn z. B. in der Richtung des Pfeiles, so versdiiebt sidi das Spektrum in entgegengesetzter Richtung und durch den Okularspalt wird ein anderes homogenes Licht siditbar. ln analoger Weise erzeugen die durch den unteren doppelten Spalt eintretenden Lichter zwei Spektren, die gegeneinander verschoben sind, und durch den Okularspalt treten zwei verschiedene homogene Liditer aus, die im Auge eine Mischfarbe erzeugen. Die Strahlen des einfachen und des Doppelspaltes werden durch ein im Okularrohr liegendes Zwillingsprisma so auseinander gehalten, dag die \u00d6ffnung des Okularspaltes zur einen H\u00e4lfte mit dem einfachen, zur anderen mit dem Mischlichte erf\u00fcllt erscheint, und dag beide Halbscheiben durch eine scharfe Kante getrennt sind. Diese \u00d6ffnung wird durdi ein vorgeschobenes Okular betrachtet, wodurdi sie in deutlicher Sehweite u. zw. unter dem Winkel von 2\u00b0 erscheint, so dag sie sich ganz auf der fovea abbildet.\nUm nun die Li-Tl-Na-Gleidning herzustellen, wird der obere einfache Spalt auf Na eingestellt; seine Intensit\u00e4t kann durdi \u00c4nderung der Spaltbreite variiert werden, der Spalt ist zu diesem Zwecke bilateral verschiebbar eingerichtet. Der untere Doppelspalt ist so konstruiert, dag seine beiden Spalte stets dieselbe Entfernung haben, und zwar eine soldie Entfernung, dag, wenn der eine Spalt auf Lithium eingestellt ist, der andere Thallium liefert. Wohl aber ist das Verh\u00e4ltnis der beiden Spaltbreiten und damit auch das der Intensit\u00e4ten der Mischlichter beliebig variierbar. Die \u00e4ugeren\n72","page":72},{"file":"p0073.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nKanten a fl\u2019 sind n\u00e4mlich von feststehenden Teilen gebildet, w\u00e4hrend die beiden inneren a\u2019 fl von einer verschiebbaren Platte gebildet werden. Verschiebt man diese, so wird der eine Spalt auf Kosten des anderen vergr\u00f6\u00dfert; man kann auch einen\nSpalt ganz schlie\u00dfen.\nDurch diese Spalteinrichtungen lassen sich in der Tat f\u00fcr die erw\u00e4hnten 4 Typen charakteristische Gleichungen herstellen. Der Rot- und der Gr\u00fcnblinde werden durch eine Gleichung Na=Li, ebenso durch eine Gleichung Na=TI kenntlich. (Hierbei wird der eine Spalt des Doppelspaltes ganz geschlossen). Erkennt der Normale eine solche vom Farbenblinden hergestellte Gleichung wenigstens als Helligkeitsgleichung an, so ist der legtere gr\u00fcnblind (Deuteranop); wenn nidit, so ist er rotblind (Protanop). Die beiden Typen von anomalen Trichromaten sind dadurdi charakterisiert, dag sie, um zwischen Na einerseits und Li u. TI andererseits eine vollst\u00e4ndige Gleichung herzustellen, ein anderes Mischungsverh\u00e4ltnis der Mischliditkomponenten braudien als der Normale. Der Rotanomale braudit relativ viel Li, der Gr\u00fcnanomale relativ viel TI. Zur Herstellung einer vollst\u00e4ndigen Gleichung ist es nat\u00fcrlich stets n\u00f6tig, dem Na die richtige Intensit\u00e4t zu geben, was, wie schon erw\u00e4hnt, durch Regulierung der Breite des oberen einfachen Spaltes geschieht.\nDer Apparat ist sehr handlich, er nimmt wenig Raum ein, und man kann ihn selbst ohne Gehilfen einstellen.\nPreis Mk. 380.\u2014\noLoC \u00df P'\n\u25a1m\nto\nNo. 120. Anomaloskop nach Nagel, Modell II. Dieses Modell unterscheidet sidi von dem I. einfachen Modell dadurch, dag das Beobachtungsrohr gegen das Prisma drehbar ist. Man kann also bei gleicher Stellung der Spalte auch andere Partien der Spektren sehen, z. B. die Gleidmng Blaugr\u00fcn = Indigo-Cyanblau herstellen, bei welcher das Gelb der Makulapigmentierung keine Rolle spielt. Im allgemeinen steht jedoch einer Gleichung zwisdien einem bin\u00e4ren Gemisch und einer einfachen Farbe die feste Entfernung der beiden Spalte des Doppelspaltes entgegen.\nPreis Mk. 500.\u2014\nNo. 121. Wollproben nach Holmgren\nPreis Mk. 7.50\nNo. 122. Tafeln zur Diagnose der Farbenblindheit nach Nagel.\nPreis Mk. 1.80\nNo. 123. F\u00e4rb e II schwel len ap P ar at. Ein Spektrometer mit feststehendem Teilkreis und starkbrechendem Prisma entwirft ein objektives Spektrum, aus welchem durdi den sehr feinen Okularspalt OS ein ann\u00e4hernd homogenes Lidit herausgegriffen\n73","page":73},{"file":"p0074.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nwird, das nach Durchsegung der Konvexlinse L ein Loch in dem grogen weigen Schirm S ausf\u00fcllt. In deutlicher Sehweite (25 cm) vor dem Schirm befindet sich das Auge A des Beobachters, der somit die Spektralfarbe als scharfbegrenzten Kreis sieht. Die Gr\u00f6ge des Kreises ist so gew\u00e4hlt, dag er sich bei Fixation sicher nur im fovealen Gebiete der Neghaut abbildet. Durch \u00c4nderung der Breite des Kollimatorspaltes KS, welche mittels der einen der in der Figur sichtbaren Stangen vom Beob-\nachter selbst vorgenommen werden kann, l\u00e4gt sich die Intensit\u00e4t der Farbe variieren und so die Farbenschwelle bestimmen. Um die einzelnen Spektralfarben zu erhalten, wird, ebenfalls vom Beobachter aus, der Kollimator um die Axe des Spektrometers gedreht; mittels einer Skala, die man vorher geeicht hat, l\u00e4gt sich die Wellenl\u00e4nge des bei dieser Stellung siditbaren Lidites bestimmen.\nDer Schirm S ist zu dem Zwecke da, um den Grund, auf dem die Farbe erscheint und der wegen der Kontrastwirkung, die er auf die Farbe aus\u00fcbt, f\u00fcr die Schwelle von Bedeutung ist, variieren zu k\u00f6nnen. Dies geschieht am besten durch Beleuchtung mit dem Miiller-schen Zylinderepiskotister.\nFerner ist hinter der Okularlinse der Kreisel Kr mit freien Sektoren angebracht, welcher es gestattet, erstens der Farbe Weig zuzusegen und zweitens nach der Flimmermethode die Helligkeit derselben zu bestimmen. Auch diese Sdieibe kann man, zur Variierung ihrer Helligkeit, mit dem Zylinderepiskotister beliebig stark beleuchten.\nDer Apparat l\u00e4gt sich nat\u00fcrlich auch f\u00fcr periphere Betrachtung verwenden. Will man ferner bei Tagesbeleuchtung mit ihm Versudie anstellen, so hat man erstens zu sorgen, dag von vorne keine Strahlen in das Okular gelangen, die dann an dei Linse reflektiert und einen Zusag von weigern Licht ergeben w\u00fcrden, und zweitens wird man an passender Stelle drehbare weige Schirme anbringen, die je nach ihrer\n74","page":74},{"file":"p0075.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNeigung gegen das Fenster mehr oder weniger Licht auf den Schirm S und den Kreisel Kr reflektieren (\u00e4hnlich wie beim Apparat f\u00fcr Simultankontrast No 104.\nPreis Mk. 300.\u2014\nNo. 124. Elektrische Brille nach Gu E. M\u00fcller. (\u00dcber die galvanischen Gesichtsempfindungen, Zeitschrift f. Psych. Band 14, S. 332). Um galvanische Gesichtsempfindungen zu erzeugen, leitet man einen Strom von vorne in das Auge hinein und an irgend einer andern Stelle z. B. am Nacken ab. Die elektrische Brille dient als Elektrode zur Zuleitung des Stromes zum Auge. Sie besteht aus einer Mensurbrille, die innen mit sehr feinem, weichem Schwamm ausgelegt ist, der sich, wenn er angefeuchtet ist, gut an die R\u00e4nder der Augenh\u00f6hle anschmiegt. Die beiden Brillen\u00f6ffnungen selbst sind frei, damit das Auge vor oder w\u00e4hrend der Wirkung des Stromes auf farbige oder farblose Objekte je nach dem Ziel der Versuche blicken kann. Dem Instrument wird eine Elektrode zur Ableitung des Stromes beigegeben.\nPreis Mk. 30.\u2014\nNo. 125. FixierpunktYOrrichtuilg nach Nagel. (Zwei Apparate f\u00fcr die augen\u00e4rztliche Funktionspr\u00fcfung, Zeitschrift f. Augenheilkunde Bd. 17 H. 3). Eine kleine Gl\u00fchlampe ist allseitig von einem Metallgeh\u00e4use lichtdicht umschlossen; ein das Geh\u00e4use umgebender Metallzylinder verh\u00fctet, dag man mit den bei l\u00e4ngerem Gebrauch heig werdenden Geh\u00e4use in Ber\u00fchrung kommt. Das legtere hat eine \u00d6ffnung R, bei der eine R\u00f6hre ansegt, die selbt eine kleine seitliche \u00d6ffnung K besigt. Bei R ist ein rotes Glas eingesegt; die in das Rohr eintretenden roten Strahlen werden durch das total reflektierende Prisma P reflektiert und treten durch die seitliche \u00d6ffnung aus. In die legtere ist ein Milchglask\u00fcgeldien zur H\u00e4lfte eingelassen, das von dem roten Lichte allseitig durchleuchtet wird, so dag man den roten Punkt bei Betrachtung von verschiedenen Seiten her sieht. Um \u00dcberhigung der Lampe zu vermeiden, ist es ratsam, das Instrument nicht zu lange ununterbrochen zu benugen.\nPreis Mk. 75.\u2014\nNo. 126. Heliumr\u00f6hre zur Eichung' eines Spektralapparates. Das in\neinem Glase eingeschlossene Heliumgas wird durdi Induktionsstr\u00f6me zum Gl\u00fchen ge-bradit und liefert dabei 7 Liditlinien mit den Wellenl\u00e4ngen 707, 688, 588, 502, 495, 470, 446 uft. Mittels derselben kann man die Skala des Spektralapparates leicht vollst\u00e4ndig eichen. Auch wegen der bequemen und dauernden Herstellung der betreffenden homogenen Lichter ist das Instrument wertvoll.\nPreis Mk. \u2014.\u2014\n75","page":75},{"file":"p0076.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nNo. 127. (^uecksilberlampe zur Eichung eines Spektralapparates.\nDiese Lampe leistet \u00e4hnliche Dienste wie die Heliumr\u00f6hre No. 126. Sie liefert die Lichter 615, 579, 577, 546, 491, 436, 405 \u00ab\u00ab. Bei Bestellung bitten wir anzugeben, ob die Lampe durch Indektionsstrom oder Bogenlichtstrom bedient werden soll. Auf Wunsch erteilen wir n\u00e4here Auskunft.\nPreis Mk. 10.\u2014 his 70.\u2014\nNo. 128. Platinring nach Winter, zur Eichung eines Spcktralappa-\nrates dienlich, falls inan die Eichung in der gew\u00f6hnlichen Weise durch Metallsalze ausf\u00fchrt. Er besteht in einer ringf\u00f6rmigen Pfanne aus Platin, die anstelle der Auer-lampe in den Bunsenbrenner gesteckt wird und in die die Salze gef\u00fcllt werden.\nPreis Mk. 20.\u2014\nIV. Apparate f\u00fcr akustische und phonetische Untersuchungen.\nUnter den unten angef\u00fchrten Apparaten finden sich folgende Arten von Tonquellen: Stimmgabeln mit undohne Resonatoren, elektromagnetische Stimmgabeln, Zungenpfeifen, Lippenpfeifen, angeblasene Flaschen in Kugel- und in Zylinderform, Metallsaiten (Monochord) und die Sirene. Es eignet sidi keineswegs jede Tonquelle zu jeder Untersuchung; vielmehr werden im allgemeinen bei verschiedenen Untersuchungen verschiedene Anforderungen an sie zu stellen sein ; eine Reihe von Untersuchungen wird man auch mit verschiedenen Tonquellen ausf\u00fchren m\u00fcssen. Wir stellen hier, um die Wahl der Tonquellen zu erleichtern, eine Zusammenstellung der Forderungen auf, die man an die Apparate stellen kann, und geben an, welche dieser Forderungen die einzelnen Tonquellen erf\u00fcllen.\n1. Anzahl der Obert\u00f6ne. Hinsichtlich der Anzahl der Obert\u00f6ne lassen sich die oben erw\u00e4hnten Tonquellen ungef\u00e4hr in folgende Reihe ordnen: Fast obertonfrei sind die kugelf\u00f6rmigen, angeblasenen Flaschen und die Stimmgabeln mit Resonatoren. Nur im ersten Momente, beim Anstreichen oder Anschl\u00e4gen gibt die Stimmgabel einige hohe Obert\u00f6ne. Etwa an zweiter Stelle kommen die Stimmgabeln ohne Resonatoren und die Lippenpfeifen aus Holz, nach diesen die Lippenpfeifen aus Blech, die zylinderf\u00f6rmigen angeblasenen Flaschen (Tonvariator); weiter schlie\u00dfen sich die elektromag-\n76","page":76},{"file":"p0077.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nnetischen Stimmgabeln an. Die Sirene besigt bereits ziemlich viele Obert\u00f6ne; die meisten aber haben die Metallsaiten und die Zungenpfeifen. Um Obert\u00f6ne ganz auszuschlie\u00dfen, wie es z. B. bei Untersuchung der Anzahl der Differenzt\u00f6ne n\u00f6tig ist, bedient man sich der Interferenz (vgl. No. 172).\nF\u00fcr manche Fragen ist es sehr wichtig, dieselbe Untersuchung mit Instrumenten anzustellen, die verschieden viele Obert\u00f6ne liefern. Die einzelnen Geh\u00f6rsreize bezw. -Empfindungen sind dann nicht blo\u00df hinsichtlich ihrer Klangfarbe verschieden, sondern auch hinsichtlich der Schwebungen und Differenzt\u00f6ne, welche durch die Obert\u00f6ne erzeugt werden. Daher werden einige besonders wichtige und vielseitige Apparate mit verschiedenen Tonquellen hergestellt, z. B. mit Stimmgabeln und Zungen ; vergl. die Anmerkung zu No. 155.\n2.\tAbh\u00e4ngigkeit der Tonh\u00f6he von der Temperatur. Stimmgabeln und Zungen haben den gro\u00dfen Vorzug, dag sidi ihre Tonh\u00f6he mit der Temperatur fast gar nicht \u00e4ndert. Aus diesem Grunde und wegen der in den folgenden Punkten angef\u00fchrten Eigenschaft eignen sie sich zur Bestimmung der Tonh\u00f6he anderer Instrumente und zur Zeitmessung bei graphischen Registrierungen. Metallsaiten \u00e4ndern bekanntlich bei st\u00e4rkeren Temperaturschwankungen ihre Stimmung. Ebenso sind angeblasene Flaschen in der Tonh\u00f6he von der Temperatur abh\u00e4ngig, da sich mit dieser erstens das Volumen der Flasche \u00e4ndert, und da zweitens die w\u00e4rmere, d\u00fcnnere Luftmasse auf einen anderen Ton resoniert als die k\u00e4ltere, diditere.\n3.\tAbh\u00e4ngigkeit der Tonh\u00f6he von der St\u00e4rke der Erregung. Wieder zeichnen sich Stimmgabeln und Zungenpfeifen dadurch aus, dag sie bei versdiieden starker Erregung (durch verschieden kr\u00e4ftiges Anstreichen und Anschl\u00e4gen, bei elektromagnetischen Gabeln durch verschieden starken elektrischen Strom, ihre Tonh\u00f6he nicht \u00e4ndern, wenn nicht sehr extreme Intensit\u00e4ten gew\u00e4hlt werden. Hingegen \u00e4ndern die Lippenpfeifen und angeblasenen Flaschen bei verschiedener St\u00e4rke des Luftstromes ihre Tonh\u00f6he erheblich. Man kann jedodi durch konstante Gebl\u00e4se (vgl. No. 167 und namentlich No. 168) solche \u00c4nderungen vermeiden. Die Sirene w\u00fcrde, um einen Ton von konstanter Schwingungszahl zu geben, einen \u00e4u\u00dferst gleichm\u00e4\u00dfig laufenden Motor voraussegen.\n4.\tM\u00f6glichkeit einer feineren Abstufung der Intensit\u00e4t. Die M\u00f6glichkeit einer exakten und me\u00dfbaren Abstufung der Intensit\u00e4t bei gleicher Tonh\u00f6he und Klangfarbe ist bei elektromagnetischen Stimmgabeln dadurch gegeben, dag man die Stromst\u00e4rke variieren kann. Verbindet man mit den Gabeln offene Resonatoren (vgl. No. 161), so kann man nach dem Beispiele von Helmholg die verst\u00e4rkende Wirkung des Resonators auch dadurch herabsegen, dag man die \u00d6ffnung, durch welche die Luft in den Resonator einti\u2019itt, verkleinert. Dasselbe Prinzip l\u00e4gt sich nat\u00fcrlich auch bei Zungenpfeifen mit Resonatoren verwenden. Freilich wird auf diese Weise kaum eine so feine Abstufung zu erreichen sein wie durch \u00c4nderung der Stromst\u00e4rke. Offene Pfeifen kann man dadurch schw\u00e4dien, dag man sie auf der einen Seite verschlie\u00dft d. h. in gedeckte Pfeifen verwandelt. Vor allem aber \u00e4ndert sich die Intensit\u00e4t des Pfeifentones bei \u00c4nderung des Druckes der aus dem Blasebalg kommenden Luft. Indem man z. B. auf den Deckel der Windlade verschiedene Gewichte auflegt, l\u00e4gt sich dieser Druck etwas variieren. Ein Gebl\u00e4se, das eine Regulierung des Luftdruckes innerhalb weiterer Grenzen und mit hinreichender Exaktheit erm\u00f6glichte, scheint zur Zeit noch nicht zu\n77","page":77},{"file":"p0078.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nexistieren. In ihrer Intensit\u00e4t abstufbare Instrumente sind u. a. zur Synthese von Kl\u00e4ngen wichtig, da die Klangfarbe nicht blog eine Funktion der Zahl und H\u00f6he der Obert\u00f6ne ist, sondern auch eine Funktion der St\u00e4rke derselben.\n5.\tM\u00f6glichkeit, einen Ton (lauernd mit gleicher Intensit\u00e4t zu erzeugen. Dies ist wieder durch elektromagnetisch erregte Stimmgabeln m\u00f6glich, aber auch durch Pfeifen und Flasdien, wenn man \u00fcber ein konstantes Gebl\u00e4se verf\u00fcgt, wie es das Gebl\u00e4se No. 166 oder noch besser die Luftpressen No. 167 und 168 sind. Solche Tonquellen sind n\u00f6tig zu Reaktionsversuchen und tachistoskopischen Versudien. Der Ton wird dabei durdi eine R\u00f6hrenleitung geleitet, in weldrer an passender Stelle eine Unterbrediungs-vorrichtung angesegt ist, die die Tonwelle in einem bestimmten Momente durchl\u00e4gt und bei tachistoskopisdren Versuchen nach einer gewissen Zeit wieder aufh\u00e4lt.\n6.\tM\u00f6glichkeit, mehrere T\u00f6ne oder auch denselben Ton in stets gleicher Intensit\u00e4t und gleicher Klangfarbe wiederholt zu erzeugen. Wenn man in dieser Hinsicht sehr strenge Anforderungen stellt, so wird man z. B. die mit dem Bogen gestrichenen oder auf dem Gummikissen angeschlagenen Stimmgabeln und das mit der Hand zu zupfende Monochord nicht verwenden k\u00f6nnen. Eher eignen sich hierzu die Gabeln No. 129, die mitKl\u00f6ppeln versehen sind, welche durdi eine Feder stets genau gegen dieselbe Stelle der Gabel geschleudert werden. Am besten aber sind wieder elektromagnetische Stimmgabeln, Zungen-u. Lippenpfeifen und Flaschen mit konstantem Gebl\u00e4se. Die angegebene Forderung hat man zu stellen, wenn es sich um genaue Bestimmung der Unterschiedsempfindlidikeit f\u00fcr T\u00f6ne und Intervalle handelt, weil die Vergleichung der T\u00f6ne erschwert ist, wenn die T\u00f6ne auch in anderer Hinsidit als in der Tonh\u00f6he verschieden sind und weil solche Nebenunterschiede eine Verschiebung des Tonh\u00f6henurteils bewirken k\u00f6nnen.\nNo. 129. Einzelne Stimmgabeln mit beliebigen Schwingungszahlen, etwa zwischen den Grenzen 50 und 2000. Die Schwingungszahl stimmt bis auf */2 Schwingung genau. Die Gabeln werden in folgenden Formen geliefert:\na)\tBloss die Gabel, ohne Resonator etc. Um ihren Ton deutlidi zu h\u00f6ren, h\u00e4lt man sie an das Ohr oder verst\u00e4rkt denselben durch einen entsprechenden Resonator.\nPreis pro Stck. Mb. 15. \u2014\nb)\tGabel auf parallelepipedischem Resonanz-kasten. Legterer steht auf Filzfiigchen, damit sich die Schwingungen nicht auf die Unterlage (z. B. Tisdiplatte) \u00fcbertragen. Der Resonanzkasten ist beiderseits offen und genau abgestimmt, so dag das Instrument einen vollen und lang anhaltenden Ton gibt und auch f\u00fcr Demonstrationen in H\u00f6rs\u00e4len geeignet ist.\nPreis Mk. 20.\u2014\nc) Elektromagnetische Gabel mit (Juecksilberkontakt (\u201eUnterbrechungsgabel\u201c nach Helmholg), ohne Resonator. Sie kann entweder als Erreger zu den Gabeln d) und e) oder, indem man einen verst\u00e4rkenden Resonator in die N\u00e4he der Zinken-\n78","page":78},{"file":"p0079.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00b0 G\u00d6TTINGEN.\nenden bringt, als Tonquelle verwendet werden, endlich auch als Erreger f\u00fcr einen elektrischen Markierer bei der graphischen Zeitmarkierung. Die elektromagnetische\nIngangsegung geschieht auf folgende Weise : In der Ruhelage taucht der an der einen Zinke befestigte Platindraht p in das N\u00e4pfchen Q, welches mit Quecksilber gef\u00fcllt ist, ein. Das N\u00e4pfchen ist in der H\u00f6he verstellbar und wird so eingestellt, dag die Spige des Platindrahtes eben in das Quecksilber eintaucht. Wird nun ein Strom durch den zwischen den Zinken befindlichen Elektromagneten EM und den eben besprochenen Quecksilberkontakt geleitet, so werden die Zinken vom Elektromagneten angezogen. Dadurch wird aber, wenn das N\u00e4pfchen richtig gestellt ist, der Quecksilberkontakt aufgehoben und der Strom unterbrochen. Die Zinken schwingen dann verm\u00f6ge ihrer Elastizit\u00e4t nach genau bestimmter Zeit in die Ruhelage zur\u00fcck, wobei von Neuem der Kontakt geschlossen wird und sidi dasselbe Spiel wiederholt. Das I. und II. Schema geben die Schaltung an. Der Strom geht von der Klemme Kj durch den Elektromagneten EM, sodann \u00fcber K, zum Quecksilbernapf Q1) von da durch den Platindraht p in die Gabel und \u00fcber K1) zur Stromquelle zur\u00fcck. Zwischen K2 und K, ist es vorteilhaft eine Nebenleitung mit einem grogen Widerstand W herzustellen, wie sie auch in den Schemen gezeichnet ist. Dies hat n\u00e4mlich die Wirkung, dag das bei akustisdien Versuchen st\u00f6rende Funkenger\u00e4usch wegf\u00e4llt, welches bei Schliegung und namentlich bei \u00d6ffnung des Quecksilberkontaktes entsteht. Ist z. B. der Kontakt zun\u00e4chst geschlossen, so tritt der Strom bei Kt ein und teilt sich bei Ka. Da jedoch W einen relativ grogen Widerstand darstellt, so geht er gr\u00f6gtenteils durdi den Hauptzweig mit dem Quecksilberkontakt. Wird aber dieser unterbrochen, so bahnen sich die dabei entstehenden Induktionsstr\u00f6me nicht, indem sie Funken erzeugen, einen Weg durch die Luft, sondern entladen sich durch die Nebenleitung \u2014 Die Gr\u00f6ge der Exkursion und damit die Intensit\u00e4t des Tones wird durch \u00c4nderung der Stromst\u00e4rke reguliert ; entsprechend mug nat\u00fcrlich auch das Quecksilbern\u00e4pfchen verstellt werden. Um zu vermeiden, dag das Quecksilber oxydiert wird, giegt man einige Tropfen Alkohol auf dasselbe. Bei Bestellung ist die Zahl der Schwingungen anzugeben.\nPreis Mit. G\u00e4rt) Elektromagnetische Gabel mit ({uecksilberkontakt und mit zylinderf\u00f6rmigem Resonator. Vor die Gabel ist, wie die erste u. dritte Figur des vorigen Apparates zeigen, ein Resonator in Form eines Hohlzylinders gesegt, der bei o eine kleine kreisrunde \u00d6ffnung besigt, welche durch den Schieber s ganz oder teilweise verdeckt werden kann. Auf diese Weise l\u00e4gt sich die Intensit\u00e4t des\n1) Diese Verbindung ist im ersten Schema irrt\u00fcmlich weggelassen.\n79","page":79},{"file":"p0080.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\ndurch den Resonator verst\u00e4rkten Tones variieren. In einer F\u00fchrung kann der Resonator von der Stimmgabel weggeschoben und auch ganz entfernt werden; beim Versuche schiebt man ihn jedoch m\u00f6glichst nahe an die Gabel heran.\nPreis Mk. 100.\u2014\ne)\tElektromagnetische Gabel ohne Kontakt und ohne Resonator.\nSie wird dadurch erregt, dag durch ihren Elektromagneten ein Strom gesendet wird, welcher durch eine Unterbrechungsgabel c) oder d) geht und in derselben eine gewisse Anzahl von Malen geschlossen und unterbrochen wird. Bei jedem Stromschlug werden die Zinken der ersteren Gabel angezogen. Die Schwingungszahl der Unterbrechungsgabel (prim\u00e4re Gabel) braucht nicht dieselbe zu sein wie die der anderen, sekund\u00e4ren, sondern mug nur in der legteren enthalten sein. Macht z. B. die prim\u00e4re Gabel 100, die sekund\u00e4re 400 Schwingungen, so erh\u00e4lt diese nur bei jeder 4. Schwingung durch die erstere einen Anstog ; die zwischenliegenden 3 Schwingungen f\u00fchrt sie durch ihre eigene Elastizit\u00e4t aus. Auf diese Weise k\u00f6nnen durch eine Unterbrechungsgabel mehrere sekund\u00e4re Gabeln in Schwingung versegt werden (vgl. Helmholg, Lehre von den Tonempfindungen V. Auflage Seite 195\u2014200 und 631\u2014635).\nPreis Mk. 50.\u2014\nf)\tElektromagnetische Gabel ohne Kontakt mit zylinderf\u00f6rmigem Resonator. Die Montierung der Gabel ist dieselbe wie bei der eben erw\u00e4hnten Gabel; der Resonator ist derselbe, wie er unter d beschrieben ist.\nPreis Mk. 65.\u2014\n\ng)\tStimmgabel mit Anschlagvorrichtuug ohne Resonator. Die Anschlagvorrichtung ist so eingerichtet, dag die Gabel immer mit m\u00f6glichst gleicher Intensit\u00e4t angeschlagen wird. Wenn man auf den Knopf K dr\u00fcckt, so springt der Hammer H, durch die Kraft der Feder F geschleudert, gegen die Zinke der Gabel. Infolge der Konstanz der Federkraft hat der Schlag und damit der Ton stets die gleiche Intensit\u00e4t; auch die Dauer des Abklingens und die Schnelligkeit mit der die Intensit\u00e4t abnimmt, ist ziemlidi konstant. Vollst\u00e4ndige Konstanz hat sich allerdings bis jegt nicht erreichen lassen.\nPreis Mk. 25.\u2014\n//\nh)\tStimmgabel mit Schraube \u00abach Marx, ohne Resonator. Bei Untersuchungen \u00fcber Unterschiedsempfindlichkeit von T\u00f6nen und Intervallen ist es n\u00f6tig, eine Reihe von T\u00f6nen zu erzeugen, die voneinander sehr wenig verschieden sind. Zu diesem Zwecke verstimmt man eine Gabel ein wenig. Dies kann durch Aufkleben\n80","page":80},{"file":"p0081.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nvon Wachs geschehen. Angenehmer und vollkommener ist jedoch das zuerst von M.\nMeyer angewendete Verfahren mit einer Schraube, wie sie nebenstehende Figur zeigt. Schraubt man dieselbe tiefer in die Gabel hinein, so wird diese verk\u00fcrzt und der Ton h\u00f6her ; umgekehrt, wenn man sie herausschraubt. Damit die Schraube aber stets fest sitjt und beim Schwingen der Gabel nicht schlottern oder sich gar verschieben kann, sdilug Mechaniker Marx folgenden Weg ein: Die Schraube wird der L\u00e4nge nadi durdibohrt und in ihrem unteren Teile gespaltet, ln ihr sitjt eine zweite Schraube, die unten konisch verdickt ist. Schraubt man diese nach oben, so dr\u00fcckt der Konus die beiden H\u00e4lften der ersten Schraube nach \u00e4ugen und presst sie in die Windungen der Gabel fest hinein, sodag ein Schlottern ausgeschlossen ist.\nDie Schraube bietet im Gegensag zum Verfahren mit Wachs vor allem den Vorteil, dag man die einzelnen Stellungen ablesen und dadurch mit genau bestimmten Tondifferenzen arbeiten kann. Die Trommel der Schraube ist zu diesem Zwecke mit einer Einteilung versehen ; bei den verschiedenen Lagen innerhalb einer Umdrehung fallen verschiedene Striche dieser Einteilung mit der Kante des festen in der Figur zu sehenden Zeigers zusammen. Um ferner die ganzen Umdrehungen z\u00e4hlen zu k\u00f6nnen, ist auch der Zeiger mit einer Einteilung versehen; jedem Teilstrich derselben entspridit ein Schraubengang. Mittels dieser zwei (willk\u00fcrlichen) Skalen l\u00e4gt sidi also jeder Ton genau und leidit wiederherstellen.\nDie Eichung solcher Gabeln bezieht sich auf jene Stellung der Schraube, in weldier sie auf die mit 0 bezeichneten Teilstriche eingestellt ist. Sie l\u00e4gt sich von dieser Stellung aus ungef\u00e4hr gleidi weit nach oben und nach unten schieben.\nAuf Wunsch wird jede Gabel, die eingesendet wird, mit dieser Schraubeneinrichtung versehen. Der Preis bezieht sidi auf die Schraube ohne Gabel.\nDurch diese Schraubeneinrichtung erh\u00f6ht sich der Preis jeder Gabel um Mit. 15.\u2014\nNo. 130. Normal-a, 435 Schwingungen. Die Gabel ist auf '/* Schwingung genau geeicht. Damit sie die Stimmung ganz genau beibeh\u00e4lt, ist es ratsam, sie nicht mit dem Bogen anzustreichen, da das anhaftende Kolophonium die Stimmung \u00e4ndern k\u00f6nnte; aus demselben Grunde soll sie nicht mit Wachs beklebt werden, da auch wenn man es wieder sorgf\u00e4ltig entfernt, doch Teilchen zur\u00fcdcbleiben.\na)\tBlog die Gabel, Saitenl\u00e4nge 14 cm.\nPreis Mit. 20.\u2014\nb)\tGabel auf Resonanzkasten\nPreis Mk. 30.\u2014\nNo. 131. Oberton-Serie nach Stumpf von 16 Stimmgabeln mit (len Schwingungszahlen 50, 100, 150, 200 usw. bis 800, (vergi. c. stumpf und K. L. Schaefer, Tontabellen, Beitr\u00e4ge zur Akust. u. Musikwiss., 3. Heft, S. 140, Mitte und Fugnote.) Die Serie enth\u00e4lt eine gr\u00f6gere Anzahl harmonischer T\u00f6ne zu den tiefsten Gabelt\u00f6nen und damit auch die widitigsten nat\u00fcrlichen Intervalle. Es sind absichtlidi T\u00f6ne mit einfachen Schwingungszahlen gew\u00e4hlt und nicht, wie es gew\u00f6hnlich geschieht, musikalisch ausgezeichnete T\u00f6ne. Es l\u00e4gt sidi n\u00e4mlich dadurch\n81","page":81},{"file":"p0082.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\ndas Verh\u00e4ltnis der Schwingungszahlen zweier beliebiger T\u00f6ne unmittelbar, ohne Rechnung bestimmen und andererseits findet man ohne M\u00fche zu jedem der gew\u00f6hnlich in Betracht kommenden Schwingungszahlenverh\u00e4ltnisse Gabeln, die in diesem Verh\u00e4ltnisse stehen. Will man z. B. eine reine Quinte hersteilen, die das Verh\u00e4ltnis 2:3 besitzt, so \u00fcberblickt man sofort, dag die Gabeln 200 und 300, 400 und 600 usw. in diesem Schwingungszahlenverh\u00e4ltnisse stehen. Ebenso werden die Obert\u00f6ne zur Gabel 100 einfach durch die Gabeln 200, 300 usw. repr\u00e4sentiert.\nDie Serie wird in folgender Ausstattung geliefert :\na)\tBlog die Gabeln, ohne Resonatoren\tPreis il 15 Mk. 240.\u2014\nb)\tGabeln auf Resonanzkasten\tPreis \u00e0 35 31k. 400.\u2014\ne)\tElektromagnetische Gabeln ohne Kontakt und ohne Resonatoren \u00e0 50\nPreis 31k. 800.\u2014\nf)\tElektromagnetische Gabeln ohne Kontakt und mit Resonatoren \u00e0 65\nPreis Mk. 1040.\u2014\nIn den beiden legten Serien von sekund\u00e4ren Gabeln ist als prim\u00e4re Gabel eine Unterbrechungsgabel von 50 Schwingungen zu benugen. Preis 31k. 50.\u2014\nNo. 132. Obertonserie ton 8 Stimmgabeln mit den Schwingt!ngs-zalilen 100, 300 nsw. bis 800.\na)\tBlog die Gabeln ohne Resonatoren \u00e0 15\tPreis Mk. 120.\u2014\nb)\tGabeln auf Resonanzkasten \u00e0 25\tPreis Mk. 300.\u2014\ne) Elektromagnetische Gabeln ohne Kontakte und ohne Resonatoren \u00e0 50\nPreis Mk. 400.\u2014\nf) Elektromagnetisdie Gabeln ohne Kontakte und mit Resonatoren \u00e0 65\nPreis Mk. 530.\nPrim\u00e4re Unterbrechungsgabel von 100 Schwingungen zu den beiden legten Serien\tPl eis 31k. 50.\u2014\ng)\tdieselbe Ausstattung wie f), nur die Gabeln auf einem gemeinsamen Brette montiert und geschaltet, mit Unterbrechungsgabel und Nebenleitungswiderstand (vergl. Helmholg, Lehre von den Tonempfindungen, Seite 195\u2014200 und 631\u2014635)\nPreis Mk. 800.\u2014\nNo. 133 Intervalls\u00aerie von 27 Gabeln nach Stumpf. Die Serie enth\u00e4lt genau dieselben 27 T\u00f6ne wie der Zungen-Intervallapparat No. 155 nach Stumpf, sie ist auch in derselben mannigfachen Weise verwendbar wie dieser. Man vergleiche hier\u00fcber das unter No. 155 und das in der dort zitierten Schrift Gesagte und man beachte die Anmerkung daselbst.\nDie Serie wird in folgenden Ausstattungen geliefert :\na)\tBlog die Gabeln\tPreis Mk. 400.\u2014\nb)\tGabeln auf Resonanzkasten.\tPreis Mk. 675.\u2014\n82","page":82},{"file":"p0083.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER <* G\u00d6TTINGEN.\nNo. 134. Dreiklangserie von 33 Gabeln nach Stumpf. Diese Serie ist analog dem Zungendreiklangapparat No. 154 gebaut, dient auch zu denselben Untersuchungen wie dieser. Man vergleiche das in No. 154 und das in der dort zitierten Schrift Gesagte und beachte wieder die Anmerkung zu No. 155.\nDie Serie wird in folgenden Ausstattungen geliefert:\na) Blo\u00df die Gabeln\tPreis Mk. 345.\u2014\n1>) Gabeln auf Resonanzkasten.\tPreis Mk. 575.\u2014\nNo. 135. Einfache Dreiklangserie bestehend aus dem Grundton, der kleinen und gro\u00dfen Terz und der Quinte. Die Gabeln werden in 4 Oktaven geliefert mit den Grundt\u00f6nen 100, 200, 400 und 800.\na) Blo\u00df die Gabeln ohne Resonatoren\nPreis Mk. 60.\u2014\n1>) Gabeln einzeln auf Resonanzkasten\nPreis Mk. 100.\u2014\nV) Dieselben auf zusammenh\u00e4ngenden und gleich gro\u00dfen Resonanzkasten, die durch verschieden gro\u00dfe \u00d6ffnungen abgestimmt sind.\tPreis Mk. 100.\u2014\nNo. 136. Serie von 8 Gabeln, die diatonische Tonleiter in musikalischer Stimmung gebend, mit dem Grundton 400.\na) Blo\u00df die Gabeln ohne Resonatoren\tPreis Mk.\t130.\u2014\n1>) Gabeln auf Resonanzkasten\tPreis Mk.\t300.\u2014\nNo. 136 a. Serie von 8 Gabeln, die diatonische Tonleiter in nat\u00fcrlicher Stimmung gebend, mit dem Grundton 400.\na) Blo\u00df die Gabeln\tPreis Mk.\t130.\u2014\n1>) Gabeln auf Resonanzkasten\tPreis Mk.\t300.\u2014\nNo. 137. Serie von 13 Gabeln, die chromatische Tonleiter in musikalischer Stimmung gebend, mit dem Grundton 400.\na)\tBlo\u00df die Gabeln,\tPreis Mk.\t195.\u2014-\nb)\tGabeln auf Resonanzkasten.\tPreis Mk.\t335.\u2014\nNo. 138. Kontinuierliche Stimmgabelreihe nach Edelmann,\nmit 10 Gabeln ohne Resonatoren. Durch dieselben k\u00f6nnen alle T\u00f6ne von 20 Schwingungen bis c3 hergestellt werden. Zur Erzeugung h\u00f6herer T\u00f6ne bis \u00fcber die obere H\u00f6rgrenze hinaus dienen 2 Galtonpfeifchen (vergl. No. 147), die der Serie beigegeben\nsind. Die Gabeln sind mit Laufgewichten versehen; durdi Verschieben derselben kann man die Tonh\u00f6he so weit variieren, da\u00df der h\u00f6chste Ton einer Gabel mit dem niedersten der n\u00e4chst h\u00f6heren, und ihr tiefster Ton mit dem h\u00f6chsten der n\u00e4chst niedrigeren Gabel \u00fcbereinstimmt, so da\u00df man mittels der ganzen Serie wirklich eine kontinuierliche Tonreihe hersteilen kann. Auf\nC\n83","page":83},{"file":"p0084.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nden Zinken sind, wie aus der Figur ersichtlich ist, Marken eingerigt, bei welchen Schwingungszahlen oder musikalische Tonbezeichnungen stehen. Stellt man die beiden Laufgewichte auf diese Marken ein, so gibt die Gabel den angegebenen Ton.\nDie Serie ist zum Eichen anderer Tonquellen sehr geeignet. Vor allem ist sie zur Bestimmung der oberen und unteren H\u00f6rgrenze verwendbar und daher f\u00fcr klinische Untersuchungen wertvoll. Die Gabeln werden in einem Etui geliefert, so dag sie bequem transportabel sind. Gleichzeitig sind sie dadurch vor Staub und \u00e4ugerer Besch\u00e4digung geschiigt. In dem Etui ist auch die Aufbewahrung der 2 Galtonpfeifchen und zweier Kl\u00f6ppel zum Anschl\u00e4gen der Gabeln vorgesehen.\nPreis Mk. 500.\u2014\nNo. 139. Bassbogen zum Anstreichen der Stimmgabeln. Es ist besser,\nden Bogen nidit am Ende der Zinken anzusegen, wie die Figur I zeigt, sondern seitlich, wie es in Figur II dargestellt ist, u. zw. aus folgenden 2 Gr\u00fcnden: Erstens verwendet man die Enden h\u00e4ufig zum Aufkleben von Wachs, um die Gabeln ein wenig zu verstimmen. Zweitens kommt es beim Anstreichen der Enden leicht vor, dag man nach der Seite r\u00fcckt und dag, wie die Figur I zeigt, nur mit einem Teil der Haare gestrichen wird. Bei dieser etwas rohen Handhabung werden aber die Haare stark strapaziert und reigen h\u00e4ufig.\tPreis Mk. 5.\u2014\nNo. 140. Hammer zum Anschl\u00e4gen der Stimmgabeln. Ein gutes Anstreichen der Gabeln mit dem Bogen segt \u00dcbung und Geschicklichkeit voraus. Bequemer und einfacher ist es, sich eines Hammers zu bedienen, um die Gabel in Schwingung zu versegen. Freilich erzeugt man damit nicht so kr\u00e4ftige und anhaltende T\u00f6ne. \u2014 Der Kopf des Hammers ist mit einem dicken Ring aus Gummi oder Leder \u00fcberzogen. Denn durch Anschl\u00e4gen mit harten Gegenst\u00e4nden w\u00fcrden mit der Zeit kleine St\u00fcckchen von der Gabel ab-springen oder Verschiebungen der Teildien entstehen, was die Stimmung betr\u00e4chtlich beeinflussen k\u00f6nnte.\tPreis Mk. 1.35\nNo. 141. Gfummikissen zum Aufschlagen der Stimmgabeln. Gabeln ohne Resonatoren segt man dadurch in Schwingung, dag man sie auf einen weichen Gegenstand aufschl\u00e4gt. Hierzu dient ein in ein Holzbrettchen eingelegtes dickes Gummikissen.\nPreis Mk. 3.\u2014\nNo. 142. Lippenpfeife aus Holz aufklappbar, um die innere Einrichtung zu demonstrieren.\tPreis Mk. 10.\u2014\n84","page":84},{"file":"p0085.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 143. Lippenpfeife nach Hopkins mit (Gasrohr, offen und gedeckt zu verwenden, mit verschiebbarer Membrane. Sie dient dazu, objektiv die Sdiwingungsknoten zu zeigen. Wenn n\u00e4mlich die Membrane an einer Stelle steht, wo die Luft schwingt, so wird sie mitgerissen; dies kann man dadurch deutlidi sichtbar machen, dag man feinen Sand auf die Membrane streut, welcher in dem angenommenen Falle in lebhafte Bewegung ger\u00e4t. Schiebt man hingegen die Membrane an die Stelle eines Knotens, so bleibt der Sand ruhig liegen, da die Membrane selbst nicht sdiwingt. Man kann auf diese Weise die Knoten bei offenen und gedeckten Pfeifen leicht aufsuchen und demonstrieren.\nPreis Mk. 20.\u2014\nNo. 144. Doppelpfeife mit verstellbarem Stempel. Der gut anschlie\u00dfende Stempel jeder Pfeife l\u00e4gt sich mittels seines Stieles verschieben. An dem Stiele sind Marken angebracht; sdiiebt man ihn bis zu einer Marke ins Rohr hinein, so gibt die Pfeife den neben der Marke bezeidmeten Ton. Die Pfeifen sind auf die chromatische Tonleiter in temperierter Stimmung von 400\u2014800 Schwingungen geeicht. Durch Vergleichen mit dem Zungen-Intervallapparat nach Stumpf No. 155 kann man auch beliebige andere T\u00f6ne und Intervalle, die in diesem legtgenannten Apparate Vorkommen, mit der Doppelpfeife hersteilen und so dieselben Untersuchungen an beiden Instrumenten durchf\u00fchren. (Vergi. hierzu die Anm. zu No. 155.)\nPreis Mk. 25.\u2014\nNo. 145. Einfacher Dreiklangapparat, Lippcnpfeifeu, welche den Grundton 400, die kleine und groge Terz in musikalisdier Stimmung und die reine Quinte geben.\tPreis Mk. 25.\u2014\nNo. 146. Satz sehr hoher Lippenpfeifen aus Blech. Sie sind auf die T\u00f6ne der diromatischen Tonleiter von e3 bis c6 und die diatonische Tonleiter von c6 bis c7 abgestimmt und dienen dazu, unser musikalisches Empfinden in seinen oberen Grenzgebieten und an der Grenze des H\u00f6rens \u00fcberhaupt zu untersuchen. Die Pfeifen k\u00f6nnen durch die Blasevorrichtungen No. 167 bis 169 oder durch den Blasebalg der Flaschenorgel No. 165 angeblasen werden.\nPreis Mk. -.\u2014\nNo. 147. Galtonpfeifchen nach Edelmann, neueste Konstruktion.\nDieses Galtonpfeifchen ist eine besonders pr\u00e4zise gearbeitete Lippenpfeife, die sehr hohe T\u00f6ne gibt und sich daher sehr gut zur Bestimmung der oberen H\u00f6rgrenze eignet. Es ist nach dem Typus der Lokomotivpfeife gebaut: das Mundst\u00fcck, aus welchem Luft (oder ein anderes Gas) unter grogem Druck str\u00f6mt, hat einen ringf\u00f6rmigen Schlig, und das zylindrische Pfeifenrohr endet in eine sehr scharfe ringf\u00f6rmige Schneide,\n85","page":85},{"file":"p0086.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nauf welche der ausstr\u00f6mende Luftstrom st\u00f6\u00dft. Diese beiden wesentlichen Teile der Pfeife sind an einem kr\u00e4ftigen B\u00fcgel befestigt, welcher gleichzeitig zum Halten des Instrumentes dient. Damit man nun verschieden hohe T\u00f6ne erhalten kann, ist die L\u00e4nge des Pfeifenrohres variierbar eingerichtet, indem der Boden desselben sich mittels Schraube verschieben l\u00e4gt. Die jeweilige Stellung derselben kann an den zwei Skalen abgelesen werden. Die erstere gibt an, bei welchem Schraubengang man sich befindet, die legtere gibt die besondere Stellung der Schraube innerhalb einer vollen Umdrehung an. Auch das Mundst\u00fcck ist verschiebbar; dieses mu\u00df n\u00e4mlich bei h\u00f6heren T\u00f6nen n\u00e4her an die Lippe des Pfeifenrohres herangebracht werden, weil sonst das Anblaseger\u00e4usch zu stark wird und unter Umst\u00e4nden der Pfeifenton ganz verschwindet. Zur Feinstellung der Distanz zwischen Lippe und Mundst\u00fcck, der sog. Maulweite, dient eine Schraube, deren Trommel ebenfalls mit einer Einteilung versehen ist, w\u00e4hrend wieder die Nummer des Schraubenganges an der kleinen, blo\u00df 3 Striche enthaltenden Skala abgelesen wird, welche an dem Zeiger angebracht ist.\nDie Luft wird durch einen anzusegenden Schlauch eingef\u00fchrt; dieser kann mit irgend einem Blasebalg in Verbindung gesegt werden. Um aber von einem solchen unabh\u00e4ngig zu sein, (was f\u00fcr klinische Zwecke von gro\u00dfer praktischer Bedeutung ist), wird dem Apparat ein Schlauch mit Gummiballgebl\u00e4se beigegeben. Dr\u00fcckt man auf den Ball, so wird ein kr\u00e4ftiger Luftstog in die Pfeife gesandt, der einen kurzen Ton erzeugt ; lang anhaltende T\u00f6ne w\u00e4ren f\u00fcr das Ohr sehr unangenehm.\nPreis Mk. 50.\u2014\nNo. 148. Zungenpfeife von 100 Schwingungen mit 7 Resonatoren f\u00fcr die ersten 7 Obert\u00f6ne. Der Apparat dient dazu, die in dem obertonreichen Klang der Zungenpfeife enthaltenen Obert\u00f6ne objektiv durch Resonanz anzuzeigen.\nDas nebenstehende Schema gibt einen L\u00e4ngs-\n-------------------------U.\n\nschnitt eines Resonators. Derselbe spricht nur dann an, wenn man die \u00d6ffnung bei o zuh\u00e4lt. Durch abwechselndes \u00d6ffnen und Verschlie\u00dfen derselben mit dem Zeigefinger kann man die Wirkung des Resonators sehr augenf\u00e4llig demonstrieren.\tPreis Mk. 55.\u2014\nNo. 149. Zungenpfeife von 50 Schwingungen mit 15 Resonatoren f\u00fcr die ersten 15 Obert\u00f6ne. Ausstattung und Zweck des Apparates sind dieselben wie bei dem vorerw\u00e4hnten Apparate.\nPreis Mk. 95.\u2014\nNo. 150. Obertonapparat nach Appunu mit 1(5 Zungen. Segt man in einer Platte mit kleinen rechteckigen \u00d6ffnungen Zungen ein, dag sie in den \u00d6ff-\n86","page":86},{"file":"p0087.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nnungen schwingen k\u00f6nnen, wie es bei der Mundharmonika der Fall ist, so erh\u00e4lt man wegen der Kleinheit der Zungen einen wenig umfangreichen Apparat, der doch eine relativ gro\u00dfe Anzahl von T\u00f6nen geben kann, die sich au\u00dferdem durch gro\u00dfe Konstanz auszeichnen. Appunn hat nach diesem Prinzip und durch eine geschickte Blaseeinrichtung sehr brauchbare Apparate gebaut: einen Obertonapparat und verschiedene Tonmesser; und nach dem Muster dieser Apparate sind auch der Dreiklang- und der Intervallapparat nach Stumpf No. 154 u. No. 155 angefertigt. Die genauere Einrichtung der Apparate ist folgende : \u00dcber die horizontale Grundplatte, in deren Oeff-nungen die Zungen schwingen, ist ein Kasten gese\u00dft, dessen Seitenw\u00e4nde durdi einen Balg gebildet sind, so da\u00df sich der Kasten in vertikaler Richtung ausziehen l\u00e4\u00dft. In diesen wird nun von unten her durch einen hohlen Zapfen, welcher in die Grundplatte eingese\u00dft ist, Luft gepre\u00dft, indem man den Apparat auf einen Blasetisch se\u00dft, dessen Ventil der Gr\u00f6sse des Zapfens entspricht. Eine gewisse Regulierung des Luftdruckes wird durch das Ventil erreidit, welches sich in dem Ma\u00dfe senkt, als sich der obere Windkasten f\u00fcllt, wodurch ein zu starkes Eindringen der Luft verhindert wird. (Das Schema soll nur das Prinzip des Apparates andeuten, und gibt die Einrichtung nicht ganz genau wieder.) Die Oeffnungen, in welchen die Zungen schwingen, sind auf der unteren Seite durch Schieber verschlossen, welche mit Kn\u00f6pfen in Verbindung stehen, die auf der vorderen Au\u00dfenseite des Apparates zu sehen sind. Zieht man einen solchen Knopf heraus, so wird der Schieber unter der Oeffnung weggezogen, und die bis dahin im Kasten eingesperrte Luft str\u00f6mt durch diese \u00d6ffnung aus und se\u00dft dabei die betreffende Zunge in Schwingung.\nDer Obertonapparat enth\u00e4lt entsprediend der Stimmgabelserie No. 131 16 Zungen mit den Schwingungszahlen 50, 100, 150, 200 usw. bis 800.\nPreis Mk. 125.\u2014\nNo. 151. Obertonapparat nach Appunn mit 8 Zungen mit den Schwingungszahlen 100, 200 usw. bis 800, entsprechend der Stimmgabelserie No. 132.\nPreis Mk. 75.\u2014\nNo. 152. Tonmesser nach Appunn mit 65 Zungen von c1=256 bis C2\u2014512, je 2 aufeinanderfolgende Zungen unterscheiden sich um 2 Schwingungen. Der Apparat ist wie der eben beschriebene Obertonapparat No. 150 gebaut. Weil die Zungen die Stimmung sehr gut halten, eignet sich der Apparat eben als Tonmesser, d. h. zur Bestimmung der Schwingungszahlen anderer T\u00f6ne und zur Eichung von Tonquellen.\nPreis Mk. 420.\u2014\nNo. 153. Tonmesser nach Appunn mit 65 Zungen von c2=512 bis c3=1024, je 2 aufeinanderfolgende Zungen unterscheiden sich um 4 Schwingungen.\nPreis Mk. 420.\u2014\nAnm. 1. \u00dcber das kleine und sehr handliche Reisentouometer nach v. Hornhostel siehe den Nachtrag.\n87","page":87},{"file":"p0088.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nAnm. 2. Mit diesen Tonmessern lassen sich auch T\u00f6ne anderer Oktaven bestimmen. Die rohe Bestimmung geschieht nach dein Geh\u00f6r; die feinere aber wird in bekannter Weise durch Z\u00e4hlen der Schwebungen ausgef\u00fchrt. Es ergeben n\u00e4mlich, falls die zu bestimmenden T\u00f6ne tiefer sind als die des Tonmessers, ihre Obert\u00f6ne mit den Zungent\u00f6nen Schwebungen; sind umgekehrt die zu bestimmenden Kl\u00e4nge h\u00f6her, so erzeugen sie mit den Obert\u00f6nen der Zungen Schwebungen.\nNo. 154. Dreiklan g-app arat nach St lim pf (Bemerk, \u00fcber zwei akustische Apparate, Zeitschr. f. Psych. Bd. VI, Seite 33). Der Apparat ist genau wie der Obertonapparat No. 150 gebaut, nur enth\u00e4lt er Zungen mit anderen Schwingungszahlen, n\u00e4mlich: 100, 120, 125, 150; 200, 240,250, 300; 400, 480, 500, 600; 800, 960, 1000, 1200; 80, 160, 640, 720; 700, 900, 1100. Es sind also zun\u00e4chst die Dur- und Molldreikl\u00e4nge in physikalischer Stimmung in 4 Oktaven vertreten; au\u00dferdem sind noch 7 T\u00f6ne hinzugef\u00fcgt, die speziell zur Untersuchung der Differenzt\u00f6ne von Wert sind. Als Schwingungszahlen sind aus demselben Grunde, wie er unter No- 131 angef\u00fchrt ist, runde, arithmetisch einfache Zahlen gew\u00e4hlt.\nDer Apparat ist sehr vielseitig verwendbar; man vergleiche hier\u00fcber die zitierte Schrift. Hier m\u00f6ge nur Einiges herausgegriffen werden : Man kann den Wohlklang der Dur- und Molldreikl\u00e4nge in verschiedenen Tonlagen vergleichen ; auch bei enger und weiter Lage derselben. Da der Apparat z. B. zum Ton 100 eine gro\u00dfe Anzahl (10) Obert\u00f6ne besigt, eignet er sich sehr gut dazu, sich im Heraush\u00f6ren von Obert\u00f6nen aus dem sehr obertonreichen Klang der Zunge zu \u00fcben. Man l\u00e4gt n\u00e4mlich, um die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Oberton z. B. 400 zu lenken, einen Moment die Zunge 400 schwingen. Der Apparat enth\u00e4lt ferner alle gebr\u00e4uchlichen Intervalle in physikalischer Stimmung, zum Teil in verschiedenen Tonlagen, und eignet sich daher auch zu Untersuchungen \u00fcber Konsonanz, Dissonanz und Verschmelzung. In den zwei h\u00f6heren Oktaven kann man die Differenzt\u00f6ne, den 1. und noch deutlicher den 2. beobachten und ihre verschiedene Wirkung beim Dur- und Molldreiklang zeigen. Die auftretenden Differenzt\u00f6ne sind, damit man sie gesondert ert\u00f6nen lassen kann, separat in der Serie enthalten.\nPreis Mk. 150.\u2014\nNo. 155. Intervallapparat nach Stumpf (Bemerkungen \u00fcber 2 akustische Apparate, Zeitschrift f. Psych. Band VI, Seite 39). Auch dieser Apparat ist ebenso gebaut wie der Obertonapparat No. 150. Er enth\u00e4lt 21 Zungen, welche die wichtigsten nat\u00fcrlichen, temperierten und pythagoraeischen Intervalle innerhalb der Oktave 400 \u2014 800 bilden, u. zw. \u201edie beiden Terzen in je dreifacher Abstimmung: nat\u00fcrlicher (5:4, 500 und 6:5, 480), pythagoraeischer (81:64, 506\u2018/4 und 32:27, 4742/27) und temperierter (1,260:1, 504,0 und 1-189:1, 475,7), die Quinte in nat\u00fcrlicher (3:2, 600) und temperierter (1,4983:1,599,3) die kleine Septime dreifach: als sog. nat\u00fcrliche (7:4, 700, Ton \u201ei\u201c), als Quarte der Quarte (16:9, 7111/9) und als kleine Terz der Quinte (9:5, 720). Quarte und Sexten sind nur in nat\u00fcrlicher Stimmung 4:3, 533'/s, 8:5, 640 und 5:3, 6662/3) aufgenommen, weil man sie als Umkehrung der Quinte bezw. der Terzen ebenfalls in der verschiedenen Stimmung erzeugen kann. Dagegen ist noch die kleine Sekunde und zwar in doppelter Stimmung (cis=25:24, 4162/3 und des = 16:15, 4262/s), auf-\n88","page":88},{"file":"p0089.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\ngenommen, und die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Quarte, diese als gro\u00dfe Terz der gro\u00dfen Sekunde gedacht (45:32, 5621/2), nicht wie sie meist als Glied der chromatischen Leiter verzeichnet wird, =26/24X4/3> weil sie in ersterer Stimmung den \u00dcbergang zur Dominante bildet und darum dem Geh\u00f6r am n\u00e4chsten liegt.\u201c Endlich sind neben dem Grundton (400), und der Oktave (800) die nat\u00fcrliche gro\u00dfe Sekunde (9:8, 450) und die nat\u00fcrliche gro\u00dfe Septime (15:8, 750) enthalten.\nDer Apparat \u201ehat den Zweck, durch eine m\u00f6glichst geringe Anzahl von Stufen, die eine leichte \u00dcbersicht und Vereinigung in einem handlichen Apparat gestatten, dodi alles Wesentliche der Intervallenlehre zur Anschauung zu bringen: die sehr merkliche Versdiiedenheit der Wirkung nat\u00fcrlicher gegen\u00fcber pythago-raeischen und temperierten Konsonanzen, die nicht minder merkliche von enhar-monisch verschiedenen Intervallen (des \u2014a gegen\u00fcber cis\u2014a ist ein v\u00f6lliger Mi\u00dfklang) auch den Untersdned der verschiedenen kleinen Septimen (die sog. nat\u00fcrliche Septime mit dem Durdreiklange verbunden = 4:5:6:7, wirkt physisch ohne Frage angenehmer als die musikalische), und den Unterschied im Wohlklang der gro\u00dfen und kleinen Sexte bei so obertonreichen Kl\u00e4ngen (die kleine n\u00e4hert sich hier, wenn die T\u00f6ne zusammen gegeben werden, in der Tat, wie Helm hol \u00df lehrt, den \u00dcbelkl\u00e4ngen). Da\u00df der Molldreiklang auf der zweiten Stufe unrein ist (weil die gro\u00dfe Sexte mit der gro\u00dfen Sekunde keine reine Quinte bildet \u2014 eines der Motive zur Temperatur), wird selbst einem wenig musikalischen Ohr sofort deutlich: dieser Dreiklang ist un-temperiert ein entschiedener Mi\u00dfklang.\u201c\nDen bisher erw\u00e4hnten 21 Zungen sind noch 6 Erg\u00e4nzungszungen mit den Sdiwingungszahlen 800,5, 801, 802, 803, 805 und 810 hinzugef\u00fcgt, um die verschiedene Unterschiedsempfindlidikeit der einzelnen Intervalle demonstrieren zu k\u00f6nnen. Bei der Oktave kann man z, B. schon eine Verstimmung von einer halben Schwingung (400\u2014800,5) merken, bei der nat\u00fcrlichen gro\u00dfen Terz (640 \u2014 800) wird eine gr\u00f6\u00dfere Verstimmung n\u00f6tig sein. Der Ton 810 ist auch deshalb von Wert, weil er mit dem Ton 800 das Verh\u00e4ltnis eines Kommas (80:81) darstellt.\nAnm: Es ist von gr\u00f6\u00dfter Bedeutung, dieselben Untersuchungen an oberton\u00e4rmeren und obertonreicheren Tonquellen anzustellen. Aus diesem Grunde sind die Serien von Stimmgabeln No. 131 bis 134 genau auf dieselben T\u00f6ne abgestimmt wie die Zungenapparate No. 150, 151, 154 und 155. Die gleidien T\u00f6ne und Intervalle lassen sich aber auch, wenigstens zum Teil, mit der Doppelpfeife No. 144 und mit dem Tonvariator No. 166 erzeugen, so da\u00df sich mit Hilfe der von uns gelieferten Apparate tats\u00e4dilich dieselben Untersuchungen an sehr verschieden obertonreichen Tonquellen anstellen lassen.\nPreis Mk. 175.\u2014\nNo. 156. Satz von 7r\u00f6hrenf\u00f6rinigen Resonatoren, welche auf die 7 Obert\u00f6ne des Tones 100 resouiereu. Die n\u00e4here Beschreibung ist bei No. 148 gegeben.\nPreis Mk. 35.\u2014\n89","page":89},{"file":"p0090.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00b0 G\u00d6TTINGEN.\nNo. 157. Satz von 15 r\u00f6hrenf\u00f6rmigen Resonatoren, welche auf die 15 Obert\u00f6ne des Tones 50 resonieren. Sie haben die unter No. 148 beschriebene Form. Vergl. auch No. 149.\nPreis Mk. 75 \u2014\nNo. 158. Satz yon 7 kugelf\u00f6rmigen Resonatoren, welche auf die 7 Obert\u00f6ne des Tones 100 resonieren. Sie sind aus Messing angefertigt.\tPreis Mk. 70.-\nNo. 159. Satz Ton 15 kugelf\u00f6rmigen Resonatoren, welche auf die ersten 15 Obert\u00f6ne des Tones 50 resonieren.\nAusstattung ist dieselbe wie beim vorigen Sa\u00df.\tPreis Mk. 120.\u2014\nNo. 160. Demonstrationsresonator, auf der einen Seite durch einen Deckel verschlie\u00dfbar. Er ist, wenn er als offener Resonator verwendet wird, auf den Grundton 400 abgestimmt. An dem Apparat l\u00e4\u00dft sich Folgendes zeigen: Wird das eine Ende geschlossen (gedeckt), so spridit der Resonator auf den Ton 200 an, sein Grundton ist also die Oktave des Grundtones des offenen Resonators. Ferner resoniert der offene Resonator au\u00dfer auf den Grundton auch auf alle Obert\u00f6ne desselben, hingegen der gedeckte Resonator nur auf die ungeraden Partialt\u00f6ne seines Grundtones 200, also z. 8. nicht auf den Ton 400. Man zeigt dies, indem man entsprechende Stimmgabeln vor die Resonatoren\u00f6ffnung h\u00e4lt. Diese Demonstration ist deshalb von Bedeutung, weil sidi dieselben Schwingungsgese\u00dfe bei gedeckten und offenen Lippenpfeifen zeigen. \u2014 Auf Wunsch wird der Resonator auch auf einen anderen Grundton abgestimmt.\tPreis Mk. 25.\nNo. 161. Derselbe, mit ausziehbarem Resonator, so da\u00df der Grundton innerhalb gewisser Grenzen beliebig gew\u00e4hlt werden kann.\tPreis Mk. 35.\nNo. 162. Kontinuierliche Resonatorenreihe nach Koenig. Sie besteht\naus 14 Resonatoren, die in folgender Weise eingerichtet sind: Der innere Teil derselben wird durch ein Rohr Ri gebildet, das an dem einen hinteren Ende durdi eine halbkugelf\u00f6rmige Kuppel abgeschlossen ist. Dieser Teil wird in das auf beiden Seiten offene \u00e4u\u00dfere Rohr Ra geschoben, an welchem ein Stab befestigt ist, durch den der Resonator auf einem kleinen Stativ beliebig hoch gestellt werden kann. Dadurch nun, da\u00df man das innere Rohr tiefer\n90","page":90},{"file":"p0091.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\noder weniger tief in das \u00e4u\u00dfere hineinsteckt, bilden beide Rohre zusammen einen verschieden gro\u00dfen Resonanzraum; man kann denselben Resonator auf alle T\u00f6ne innerhalb eines gewissen Bereiches abstimmen. Da nun die h\u00f6chsten T\u00f6ne des einen Resonators mit den tiefsten des n\u00e4chstkleineren \u00fcbereinstimmen, so bilden die 14 Resonatoren tats\u00e4chlich eine \u201ekontinuierliche\u201c Reihe, und zwar lassen sich zu allen T\u00f6nen von 50 bis etwa 1200 Schwingungen die entsprechenden Resonanzr\u00e4ume her-stellen. \u2014 Das \u00e4u\u00dfere und innere Rohr passen sehr genau aufeinander. Das legtere ist mit einer Millimeter-Teilung versehen, damit man die einzelnen Stellungen fixieren und eventuell eichen kann.\nPreis Mk. 350.\u2014\nNo. 163. Kontinuierliche Resonatorenreihe nach Schaefer. Diese Reihe besteht blo\u00df aus 4 Resonatoren, f\u00fcr alle T\u00f6ne von A bis c3. Das innere Rohr hat nicht einen halbkugelf\u00f6rmigen Boden, sondern ist so gebaut wie der in No. 148 abgebildete Resonator. Es ist ferner wie beim vorigen Apparat mit einer Millimeterskala versehen, die f\u00fcr die T\u00f6ne der 12stufigen Leiter geeicht ist. Die Eichung bezieht sich auf a\u2019 = 435, 18\u00b0 C und gilt genau, wenn der Resonator bei o \u2014 vergl. die Figur zu No. 148 \u2014 durch einen der beigegebenen Gummipfropfen verstopft ist bez. wenn die \u00d6ffnung in das Ohr gehalten wird.\nDie Resonatoren werden in einem Etui geliefert.\tPreis Mk. 125.\u2014\nZ N R\nNo. 164. Yokalr\u00f6hre, zur Demonstration der Entstehung der Vokale. Sie besteht aus einer Zungenpfeife Z, \u00fcber welche ein Resonanzrohr R gesteckt ist, das sich verschieden weit \u00fcber das Pfeifenrohr hinausschieben l\u00e4gt. Dadurch entsteht vor der Pfeife ein variierbarer Resonanzraum, der je nach seiner Gr\u00f6\u00dfe verschiedene Obert\u00f6ne des Zungenklanges verst\u00e4rkt und damit dessen Klangfarbe \u00e4ndert. Es lassen sich tats\u00e4chlich einige den Vokalen \u00e4hnliche Kl\u00e4nge erzielen. Die Pfeife wird bei o mit dem Munde angeblasen.\nPreis Mk. 10 \u2014\nNo. 165. Flasclien-Orgel. Von allen Tonquellen d\u00fcrften wohl die kugelf\u00f6rmigen Glasflaschen den weichsten, oberton\u00e4rmsten Klang geben. Daher wurde im psychologischen Institute zu Berlin aus einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl solcher Flaschen eine Orgel zusammengese\u00dft, welche au\u00dfer dem eben besprochenen Vorzug nat\u00fcrlich noch diesen besi\u00dft, dag man jeden der vorhandenen T\u00f6ne, wie auch Akkorde, Melodien usw. in sehr bequemer Weise erzeugen kann, n\u00e4mlich einfach durch Niederdr\u00fccken der betreffenden Tasten des Manuals. Die nachstehende Figur gibt eine Ansicht des Instrumentes: sie zeigt das Gestell, in welchem die Flaschen aufgeh\u00e4ngt und die Anblasevorrichtungen befestigt sind. Die Anzahl der Flaschen betr\u00e4gt 54, sie sind auf die T\u00f6ne der temperierten chromatischen Tonleiter von C bis fs abgestimmt. umfassen also die 5 wichtigsten Oktaven. Die Anblasevorrichtung ist \u00e4hnlich gebaut wie der Blasetisch No. 167; sie besteht aus Blasebalg und Windlade. Von dem mit der Windlade in Verbindung stehenden Hohlraum H \u2014 vergl. das\n91","page":91},{"file":"p0092.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nSchema zu No. 167 \u2014 f\u00fchren ebensoviele Ventile nach \u00e4ugen, als Flaschen vorhanden sind, und die Schieber, welche die Luft durch das Ventil austreten lassen bezw. absperren, stehen mit den Tasten der Klaviatur in Verbindung und werden durch Niederdr\u00fccken der Tasten ge\u00f6ffnet. Von jedem der Ventile f\u00fchrt sodann ein gesondertes Rohr zu der zugeh\u00f6rigen Flasdie.\nUm den Blasebalg auch f\u00fcr andere Instrumente nugbar zu machen, ist ein Ventil f\u00fcr Tonmesser, Pfeifen etc. hinzugef\u00fcgt. Ferner f\u00fchren von der Windlade R\u00f6hren\nzu den 4 kleinen Ventilen, die in der Figur unter der zweiten Flaschenreihe zu sehen sind. Diese dienen zum Ansegen von Schl\u00e4uchen, um Sirenen, das Galtonpfeifchen u. dgl. anblasen zu k\u00f6nnen. \u2014 Die Orgel ersegt also durch ihre Anblasevorrichtung den Blasetisch.\nDie Flaschen haben freilidi gegen\u00fcber Zungen und Stimmgabeln einen Naditeil; sie verstimmen sich von Zeit zu Zeit, da sie mit der Temperatur ihren Hohlraum \u00e4ndern, und da auch die Luft bei verschiedener Temperatur und Dichte in anderen Schwingungszustand ger\u00e4t. Man mug daher die Flaschen nachstimmen, was durch Eingiegen von Paraffin geschieht und eine ziemlich m\u00fchsame Arbeit ist. Immerhin aber halten die Flaschen namentlich wenn sie in einem Raum von ann\u00e4hernd konstanter Temperatur gehalten werden, ihre Stimmung besser als die Klaviersaiten. Auch w\u00fcrde dieser Mangel nicht imstande sein, die oben angef\u00fchrten Vorz\u00fcge zu \u00fcberwiegen, die das Instrument vor allen \u00fcbrigen erw\u00e4hnten Apparaten auszeichnen. Und schlieglich mag auch noch des aesthetischen Genusses gedacht werden, den die Orgel mit ihren wundervollen weichen T\u00f6nen bereitet.\nPreis Mk. \u2014.\u2014\n92","page":92},{"file":"p0093.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00b0 G\u00d6TTINGEN.\nNo. 166. Ton variator nach Stern (Zeitschr. f. Psych. Bd. 30 Seite 422.) Der wesentliche Vorzug des Apparates, dem er auch seinen Namen verdankt, bestellt darin, dag er gestattet, einen Ton w\u00e4hrend seines Erklingens kontinuierlich zu variieren.\nEs wird dies dadurch erreicht, dag der Boden der Flasche, durdi deren Anblasen der Ton entsteht, verschoben wird.\nDes N\u00e4heren ist der Apparat in folgender Weise konstruiert: Durch ein Gebl\u00e4se, welches einen sehr konstanten Druck liefert, wird die Luft in die Anblaserohre gepresst, welche schr\u00e4g \u00fcber den M\u00fcndungen der Messingflaschen endigen. Zu jedem Anblaserohr geh\u00f6rt ein Ventil, welches man herausziehen mug, damit die Luft in das Rohr gelangt und die Flasche zum T\u00f6nen bringt.\nDie Tonh\u00f6he wird, wie schon gesagt, dadurch variiert, dag man ihren Boden verschiebt. Dieser wird durch einen dicht ansdiliegenden Kolben gebildet, dessen Stiel nadi unten gerichtet ist. W\u00fcrde man, w\u00e4hrend die Flasche angeblasen wird,\n93","page":93},{"file":"p0094.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nden Kolben mit gleichf\u00f6rmiger Geschwindigkeit heben, so w\u00fcrde sich die Tonh\u00f6he nicht gleichf\u00f6rmig, sondern erst langsam und dann schnell \u00e4ndern. Um dies zu vermeiden, ruht die Kolbenstange, wie das Schema zeigt, auf einer Scheibe, die einen schneckenartig geformten Rand hat. Gedreht wird diese Scheibe durch eine Kurbel,\ndie jedoch nicht an der Axe der Scheibe selbst sigt, sondern an einer seitlichen Axe, welche durch eine Zahnrad\u00fcbersegung vom Verh\u00e4ltnisse 1:10 mit der Scheibe verkuppelt ist. An dieser wie an der Kurbel ist je eine Gradeinteilung angebracht; die erstere dient zur gr\u00f6beren, die legtere zur feineren Einstellung.\nDer Tonumfang des Apparates richtet sich nach der Anzahl und der Gr\u00f6\u00dfe der gew\u00e4hlten Flaschen. F\u00fcr viele F\u00e4lle m\u00f6gen 3 Flaschen gen\u00fcgen mit den Tonumf\u00e4ngen 300\u2014600, 400\u2014800, 500\u20141000. Der Umfang jeder Flasche \u00fcberdeckt sich zu einem Teil mit dem Umfang der n\u00e4chsten Flasche. Man kann auf diese Weise gleichzeitig 2 oder 3 sehr nahe liegende T\u00f6ne erzeugen.\nDie erw\u00e4hnten Gradteilungen sind auch nach Schwingungszahlen geeicht. Diese sind jedoch nicht als absolut genau zu betrachten, denn die Stimmung ist, wie bei Flaschen \u00fcberhaupt, dem Einflug der Temperatur unterworfen. Kommt es also auf die absolute Tonh\u00f6he an, so mug der Apparat mit konstanten Tonquellen verglichen und eventl. neu geeicht werden. Ebenso sind die auf den Skalen abgelesenen Schwingungszahlenverh\u00e4ltnisse nicht absolut zuverl\u00e4ssig.\nDieser Mangel wird aber durch die vielseitige Verwendbarkeit des Apparates weitaus aufgewogen. Er eignet sich vor allem zu Untersuchungen \u00fcber Unterschiedsempfindlichkeit sowohl von T\u00f6nen, wie von Intervallen ; ferner kann man an ihm leicht Schwebungen, Zwischent\u00f6ne und Differenzt\u00f6ne zeigen. Auch lassen sich mit ihm Untersuchungen anstellen \u00fcber Konsonanz, Dissonanz, Verschmelzung und \u00fcber den Grad des Wohlklanges von Intervallen und Akkorden in verschiedener Stimmung usw. (Vgl. auch die Anm. zu No. 155.)\n94","page":94},{"file":"p0095.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u25a0 GOTTINGEN.\nPreis der einzelnen Flaschen mit 2 Skalen, Drehkurbel und Anblaserohr bei dem\nTonumfang von\t100 bis\t165 Schwingungen\t\tMk.\t160.\u2014\n\t150 \u201e\t300\t\u201e\t55\t150.\u2014\n\t200 \u201e\t400\t>>\t55\t130.\u2014\n\t300 \u201e\t600\t>>\t55\t120.\u2014\n\t400 \u201e\t800\t>>\t55\t120.\u2014\n\t500 \u201e\t1000\t>>\t55\t120.\u2014\n\t600 \u201e\t1200\t>>\t55\t120.\u2014\nAnm. \u00dcber das auch als Tonvariator verwendbare Reisetouometer nach y. Hornhostel siehe den Nachtrag.\nNo. 167. Blasetisch. Der Tisch dient als Anblasevorrichtung f\u00fcr alle Lippen-und Zungenpfeifen, f\u00fcr die Appunn\u2019sehen Tonmesser und die \u00e4hnlich gebauten Apparate, ferner zum Anblasen von Sirenen u. Flaschen. Der Druck ist nicht vollst\u00e4ndig konstant, reicht jedoch f\u00fcr viele F\u00e4lle aus. Die Anblasevorrichtung besteht aus Blasebalg B und Windlade W. Der erstere, welcher auf der Figur zuunterst zu sehen ist, wird durch Treten eines Pedales P in Funktion gesegt. Bei jedem Tritt wird Luft in die dar\u00fcber befindliche Windlade gepresst, bis ihr Balg ganz ausgezogen und die Lade gef\u00fcllt ist. Diese steht durch ein seitliches vertikales Rohr R mit dem unter der Tischplatte abgeschlossenen Hohlraum H in Verbindung, von welchem einzelne Ventile v und Rohre r nach \u00e4ugen gehen. Diese sind zun\u00e4chst durch Schieber\nund St\u00f6psel verschlossen und werden erst ge\u00f6ffnet, wenn das anzublasende Instrument angesegt ist. Die Ventile, von denen 2 groge und 2 kleine in der Tischplatte angebracht sind, haben eine so groge \u00d6ffnung, dag die Zapfen der von uns gelieferten Apparate genau in dieselben passen. Die Rohre dienen zum Ansegen von gr\u00f6geren oder kleineren Sdil\u00e4udien, die zu Sirenen, Flaschen, zum Galtonpfeifchen etc. f\u00fchren.\tPreis Mk. 150.\u2014\nNo. 168. Luftpresse mit Reguliervorricktimg. Der Apparat ist in der Abbildung des Tonvariators No. 166 zu sehen. Er zeichnet sich vor den Blaseb\u00e4lgen, auch vor denen mit Windregulierung, dadurch aus, dag er einen ganz konstanten Druck der Luft, welche das Instrument anbl\u00e4st, erzeugt, was bei genauen Messungen namentlich f\u00fcr Flaschen und Lippenpfeifen von wesentlicher Bedeutung ist.\nIn einen mit Wasser gef\u00fcllten Kessel wird, mit dem offenen Ende wie eine\nTaucherglocke nach unten gekehrt, ein zweiter Kessel gesenkt, der durch sein Gewicht einen gewissen Druck auf die durch ihn und das Wasser abgeschlossene Luft aus\u00fcbt. Die so komprimierte Luft wird durch Rohre zum anzublasenden Instrument gef\u00fchrt. Der mit Wasser gef\u00fcllte Kessel (Wasserkessel) besteht, wie das Schema zeigt, aus einem \u00e4ugeren Wa und einem, nicht viel engeren inneren Wi. Dies bezweckt, dag der mit Wasser zu f\u00fcllende Raum kleiner und damit das gesamte Gewicht des Apparates verringert wird. Jedoch ist der zwischen den Kesseln freibleibende Raum weit\n95","page":95},{"file":"p0096.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\ngenug, um den in einer F\u00fchrung laufenden Luftkessel darinnen spielen zu lassen. Die durch diesen komprimierte Luft wird durch das Rohr R in der Richtung der Pfeile nach \u00e4ugen zu Ventilen V geleitet, an welche die anzublasenden Instrumente angeschlossen werden. Um den Apparat f\u00fcr verschiedene Instrumente, eventuell f\u00fcr mehrere gleichzeitig verwenden zu k\u00f6nnen, zweigen vom Rohre R mehrere Rohre zu Ventilen ab. In demselben Mage nun, in dem die Luft durch ein Ventil ausstr\u00f6mt, sinkt der Luftkessel. Hat er seine tiefste Lage erreicht, dann mug er durch Ziehen an dem Griff G hochgezogen werden. Damit hierbei kein verd\u00fcnnter Raum entsteht, sondern der Kessel sich mit Luft f\u00fcllen kann, ist in seine Decke ein Ventil eingesegt, welches so konstruiert ist, dag es sich beim Hochziehen des Kessels \u00f6ffnet, und darnach, wenn der durch die Schnur s nach oben ausge\u00fcbte Zug nachl\u00e4gt, sieb senkt und die \u00d6ffnung wieder luftdicht verschliegt. Damit das Legtere aber wirklich ein-tritt, ist es n\u00f6tig, dag der Zug pl\u00f6glich aufh\u00f6rt; man mug also, nachdem man den Kessel hochgezogen hat, mit einem sehr schnellen Ruck nachlassen.\nIn der bis jegt beschriebenen Form besage der Apparat noch einen Fehler. Der Luftkessel verliert beim Eintauchen in das Wasser an Gewicht ; somit w\u00fcrde der auf die Luft ausge\u00fcbte Druck um so schw\u00e4cher werden, je tiefer der Kessel sinkt. Dieser Fehler wird durch folgende Regulier-Vorrichtung vermieden. Der Deckel ist, wie aus dem Schema zu ersehen ist, um das Ventil herum vertieft. In die so entstehende ringf\u00f6rmige Schale m\u00fcndet ein Schlauch, der mit dem vertikalen Rohre r, das mit Wasser zu f\u00fcllen ist, in Verbindung steht. Je tiefer nun der Kessel sinkt, desto mehr Wasser fliegt aus dem Rohre in die Schale, und zwar ist der Durchmesser des Rohres so gew\u00e4hlt, dag genau ebensoviel Wasser abfliegt wie der eintauchende Kessel verdr\u00e4ngt. Somit wird der Gewichtsverlust des Kessels durch das zufliegende Wasser kompensiert.\nDer Kessel sinkt schneller, wenn mehr Ventile ge\u00f6ffnet sind, oder wenn Ventile mit gr\u00f6gerer \u00d6ffnung, wie sie f\u00fcr tiefere T\u00f6ne n\u00f6tig sind, verwendet werden. L\u00e4gt man am Tonvariator nur den Ton al anblasen, so sinkt der Kessel etwa in s/4 Minuten. Dann mug die Untersuchung auf mehrere Sekunden, bis der Kessel wieder hochgezogen ist, unterbrochen werden. Darin liegt nat\u00fcrlich ein kleiner Mangel des Apparates. Ferner l\u00e4gt der Luftdruck in den legten Momenten des Sinkens nach, was man an dem deutlich merkbaren Sinken des Tones erkennt. Man wird indessen wohl in den meisten F\u00e4llen die Untersuchung so einrichten k\u00f6nnen, dag diese M\u00e4ngel nicht st\u00f6ren.\nPreis 31k. T75.\u2014\nNo. 169. Doppelluftpresse nach Whipple. (The Amer. Journ. of Psych. XIV p. 107, vgl. auch Titchener, ebenda XV p. 57.) Dieser Apparat besteht aus zwei Luftpressen, die miteinander in der Arbeit abwechseln.\nDer Bau der einzelnen Pressen weicht in einigen Punkten von dem des vorerw\u00e4hnten Gebl\u00e4ses ab. In die Seitenwand des \u00e4ugeren Wasserkessels Wa sind ganz unten kurze mit H\u00e4hnen versehene Rohre H eingesegt, die zum Ablassen des Wassers dienen. Das Rohr R des vorigen Apparates ist weggelassen, es wird sozusagen durch den inneren Kessel Wi selbst gebildet. Von dem inneren Hohlraum des legteren f\u00fchrt\n96","page":96},{"file":"p0097.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\ndas Rohr R' nach \u00e4ugen. Es endigt, wie das Schema zeigt, in T-f\u00f6rmige St\u00fccke, in dessen beide seitliche Arme je ein Ventil eingeschlossen ist. Das eine derselben Vi\ngeht nach innen auf und dient dazu, die Luft in den Kessel einzulassen, wenn derselbe gehoben wird. Das andere Va geht nach \u00e4ugen auf ; es \u00f6ffnet sich, wenn vom Kessel her ein \u00dcberdruck vorhanden ist. An diese Ventile Va schliesst sich ein gegabeltes Rohr an, welches die Pressluft beider Kessel dem anzublasenden Instrumente zuf\u00fchrt.\nDie beiden Luftkessel sind miteinander in folgender Weise verbunden: von dem Deckel des einen f\u00fchrt eine Eisenkette \u00fcber zwei groge starke Rollen C zum Deckel des anderen. Sinkt also der eine, so wird durch die Kette der andere gehoben. Dadurch dag die Rollen C groge Durchmesser (13 cm) besigen, wird die Ungelenkigkeit der Kette unsch\u00e4dlich gemacht. Die Kette dient aber gleichzeitig dazu, den Fehler zu kompensieren, der dadurch entsteht, dag der Luftkessel beim Eintauchen in das Wasser an Gewicht verliert. Der Fehler ist \u00fcbrigens hier, wie man leicht einsieht, wegen der Kuppelung der beiden Kessel doppelt so grog wie bei einem Kessel. Die Kette ist nun genau so schwer gew\u00e4hlt, dag z. B. ein 10 cm langes St\u00fcck ebenso schwer ist wie das Gewicht des Wassers, das ein Kessel beim Sinken um 10 cm verdr\u00e4ngt. Infolge dieser Regulierung ist das System der Kessel und der Kette bei jeder Lage imindifferenten Gleichgewidit. Die Kessel sind nat\u00fcrlich genau gleich gearbeitet, das Wasser steht (durdi Verbindung der H\u00e4hne H mittels eines Schlauches) in beiden gleidi hoch.\nUm nun jedem der Kessel ein \u00dcbergewidit geben und ihn zum Sinken bringen zu k\u00f6nnen, f\u00fchren von den Dedceln die Schn\u00fcre s vertikal aufw\u00e4rts und \u00fcber R\u00f6llchen zu den Ringen, welche so schwer sind, dag sie die Schn\u00fcre spannen. In diese Ringe werden Gewichte q geh\u00e4ngt, die durdi Zulegen von Bleiplatten beliebig grog gemacht werden k\u00f6nnen. Nadi Whipple h\u00e4ngt man nun zuerst ein Gewicht von z. B. 10 kg an den Ring eines Kessels an; dieser wird dadurch gehoben, w\u00e4hrend der andere Kessel ein \u00dcbergewicht von 10 kg erh\u00e4lt und zu sinken beginnt. Hat er seine tiefste Lage erreicht, dann nimmt man das Gewicht schnell weg und h\u00e4ngt es an den andern Ring, der bis dahin kein Gewicht getragen hat, so dag nun die umgekehrte Bewegung eintritt. Die dabei entstehende Pause kann aber noch verringert werden, wenn man so vorgeht: Man h\u00e4ngt an den Ring z. B. des Kessels K, ein Gewicht von 10 kg an, weldies w\u00e4hrend der ganzen Versuchszeit nie weggenommen wird; K2 hat somit, wenn\n97","page":97},{"file":"p0098.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nsein Ring kein Gewicht tr\u00e4gt, stets ein \u00dcbergewicht. Jedesmal wenn er nun infolge dieses \u00dcbergewichtes vollst\u00e4ndig herabgesunken ist, h\u00e4ngt man an seinen Ring ein Gewicht von 20 kg an. Dadurch ist nicht blo\u00df das andere Gewicht kompensiert, sondern gleichzeitig der hochgezogene Kessel Iv( mit einem gleichen \u00dcbergewicht von 10 kg versehen, so dag nun dieser zu sinken beginnt. Hat er seine tiefste Lage erreicht, dann hebt man das Gewicht von 20 kg wieder ab. Hierbei ist also die Handhabung einfacher und die Pause auf ein Minimum reduziert.\nPreis Mk. 335.\nNo. 170. Sirenenscheiben. Die Sirenen sind vielseitig verwendbar und f\u00fcr eine Reihe von Untersuchungen wohl unentbehrlich. Ein besonderer Vorzug derselben ist es, dag man mit derselben Scheibe je nach der Rotationsgeschwindigkeit T\u00f6ne, Intervalle und Akkorde in sehr verschiedener und kontinuierlidi variierbarer H\u00f6he erzielen kann. Dazu kommt die groge Billigkeit des Instrumentes und der weitere Vorzug, dag man die T\u00f6ne blog durch Drehen der Schwungmaschine mit der Hand und durch Anblasen der L\u00f6cher mit dem Munde, also in sehr einfacher Weise ohne besondere Hilfsmittel erzielen kann. F\u00fcr genauere Untersuchungen ist freilich ein konstanter Motor n\u00f6tig, ev. wird man audi eine k\u00fcnstlidie Anblasevorriditung vorziehen. Diesen Vorz\u00fcgen steht der Mangel gegen\u00fcber, dag es sdiwierig ist, den Ton l\u00e4ngere Zeit genau auf derselben H\u00f6he zu erhalten; denn audi ein sehr konstanter Motor weist Schwankungen auf, die unter Umst\u00e4nden deutlich merkbare Schwankungen der Tonh\u00f6he ergeben. Dadurch ist nat\u00fcrlich auch die Bestimmung der H\u00f6he erschwert. Noch gr\u00f6ger ist die Schwierigkeit, wenn man mit der Hand dreht, falls der Experimentator nidit ein fein ausgebildetes Sch\u00e4gungsverm\u00f6gen (absolutes Tonbewugt-sein) besigt.\nBesonders geeignet ist die Sirene f\u00fcr Untersuchungen \u00fcber die minimale, zur Erzeugung einer Tonempfindung n\u00f6tige Anzahl von Schwingungen, \u00fcber die k\u00fcrzeste Tonfolge, bei der die T\u00f6ne nodi successiv nicht simultan wahrgenommen werden, \u00fcber Unterbrechungs- (Intermittenz-) und Variationst\u00f6ne, auch \u00fcber Ger\u00e4usche usw.\nDie \u00d6ffnung des Anblaserohres mug (zur Vermeidung von Anblaseger\u00e4uschen) dem Durdimesser der angeblasenen L\u00f6cher angepasst sein. Um mehrere Lochreihen gleichzeitig anblasen zu k\u00f6nnen, bedient man sich gabelartig verzweigter Rohre, die gemeinsam angeblasen werden. Auf Wunsch wird jeder Zweig mit einem Hahn versehen. Den unten erw\u00e4hnten Scheiben werden stets passende Anblaserohre beigegeben. Preis pro St\u00fcde\t4.\u2014\na)\tEinfache Pre i kl an g -Schei I) e, sie enth\u00e4lt 5 Lochreihen, welche die Intervalle c es e g c1 nat\u00fcrlich in beliebiger Tonh\u00f6he geben und zwar in nat\u00fcrlicher Stimmung.\nPreis Mk. 6.\u2014\nb)\tOherton-Sclieibe, sie enth\u00e4lt 8 Lochreihen, die \u00e4ugerste gibt den Grundton, die \u00fcbrigen der Reihe nach die ersten 7 Obert\u00f6ne. Die Scheibe enth\u00e4lt damit\n98","page":98},{"file":"p0099.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00b0 G\u00d6TTINGEN.\ngleichzeitig eine Reihe der wichtigsten nat\u00fcrlichen Intervalle, die sich wieder in beliebiger Tonh\u00f6he durch sie erzeugen lassen.\nPreis Mk. 8.\nc) Tonleiter-Scheibe, sie enth\u00e4lt 8 Lochreihen, welche die diatonische Tonleiter in nat\u00fcrlidier Stimmung geben. Auch mittels dieser Scheibe lassen sich eine Reihe der widitigsten Intervalle in nat\u00fcrlicher Stimmung erzeugen.\nPreis Mk. 8.\u2014\nNB. Auf Wunsch werden Scheiben f\u00fcr Intervalle in anderer (temperierter, pythagoreischer) Stimmung, auch f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von T\u00f6nen angefertigt (Akkorde in weiter Lage u. dgl).\nd) Scheibe f\u00fcr k\u00fcrzeste T\u00f6ne und Tonfolgen nach Abraham,\nBr\u00fchl lllld Schaefer (Abraham und Br\u00fchl, Wahrnehmung k\u00fcrzester T\u00f6ne und Ger\u00e4usche Zeitschr. f. Psych. Bd. 18, Seite 177; Abraham und Schaefer, \u00dcber maximale Geschwindigkeit von Tonfolgen, Beitr\u00e4ge zur Akustik u. Musikwiss., 3. Heft, S. 13). Die Scheibe ist aus Aluminium angefertigt und hat einen Durchmesser von 80 cm. 3 cm vom Rande entfernt ist eine Reihe von 20 L\u00f6chern (2 mm Durchmesser und 2 mm Abstand) gestanzt; sie nehmen nur den 25. Teil des Kreises ein, in dem sie liegen. Wird diese Lochreihe angeblasen, so entstehen kurze T\u00f6ne, die durch Pausen getrennt sind und jedesmal aus 20 Schwingungen bestehen. Verklebt man nun ein Loch nach dem andern, etwa mit Wundenpflaster, so kann man die minimale Anzahl von Schwingungen bestimmen, bei der eben nodi ein Ton wahrzunehmen ist. Zur Untersuchung sehr tiefer T\u00f6ne ist 6 cm vom Scheibenrande entfernt eine Reihe von 10 gr\u00f6\u00dferen L\u00f6chern ausgestanzt.\nDieselbe Scheibe ist auch eingeriditet zur Untersuchung k\u00fcrzester Tonfolgen. Sie besi\u00dft zu diesem Zwecke mehrere Lochreihen, welche bestimmte, voneinander ver-\nschiedene T\u00f6ne geben. Um z, B. 2 T\u00f6ne abwechselnd und gleichdauernd (Triller) zu erzeugen, ver-\nklebt man abwechselnd L\u00f6cher der einen und der anderen Lochreihe, wie das nebenstehende Schema versinnbildlicht, und bl\u00e4st beide Lochreihen gleidizeitig an.\nNB. Auf Wunsch wird die Scheibe auch f\u00fcr andere Intervalle oder andere Anzahl von T\u00f6nen eingerichtet.\nPreis Mk. 20.\u2014\ne) Scheibe f\u00fcr Unterbrechimgs- (Interinittenz)- T\u00f6ne nach Bennert,\n(Arch. f. Ohrenheilkunde, Bd. 24 S. 181, vgl. auch Schaefer u. Abraham, Studien \u00fcber Unterbrechungst\u00f6ne, Ardi f. d. ges. Physiologie Bd. 83, S. 207). Man denke sich auf einem Kreise der Scheibe 96 Punkte in gleichem Abstande gezeichnet, sodann abwechselnd an 4 Punkten L\u00f6cher gebohrt, an den n\u00e4chsten 4 Punkten nicht. Von dieser Art ist die \u00e4u\u00dferste Lochreihe a der Dennert\u2019schen Scheibe. Im nebenstehenden Sdiema sind die L\u00f6cher durch leere Kreise o dargestellt, w\u00e4hrend\n99","page":99},{"file":"p0100.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\ndie schwarzen Kreise \u2022 nichtdurchlochte Stellen bedeuten. Bei den Lochreihen b u. c folgen auf 3 bezw. 2 L\u00f6cher jedesmal ebenso viele nichtdurchlochte Punkte.1) Bl\u00e4st\no o. o o o o o o o o o o o \u00ae \u00ae o a\no\to\t<?'\noooe\u00a9\u00a9ooo\u00a9@\u00aeooo\u00ab b O\tO\tob'\noo\u00aeeoo\u00ae\u00aeoo\u00aeooo\u00ab\u00ae n o\to\to\to\tc'\nman die Scheibe an, so h\u00f6rt man erstens den Hauptton z. B. c3, welcher der Frequenz der L\u00f6cher entspricht; er ist bei allen 3 Reihen derselbe. Daneben h\u00f6rt man bei hinreichender Rotationsgeschwindigkeit 3 Unterbrechungst\u00f6ne, deren Schwingungszahl gleich ist der Anzahl der Unterbrechungen des Haupttones. Sie verhalten sich wie 1 : 4/s : 2 und haben in dem angenommenen Falle die Tonh\u00f6hen c, f und c'. Den 3 genannten Lochreihen sind noch die Reihen a' b' c' beigef\u00fcgt; sie enthalten genau so viele L\u00f6cher, als die ersteren Unterbrediungen erzeugen. Indem man abwechselnd die ersten und die legtgenannten Reihen anbl\u00e4st, \u00fcberzeugt man sich, dag die Unterbrechungst\u00f6ne wirklich genau gleich sind den T\u00f6nen a' b\u2019 c, d. h. dag ihre Schwingungszahl gleich der Anzahl der Unterbrechungen ist.\nDieselben Unterbrediungst\u00f6ne treten auf, wenn gr\u00f6gere mit kleineren L\u00f6chern abwediseln, also die Intensit\u00e4t des Tones periodisch schwankt. Es sind, um dies naeh-\nj weisen zu k\u00f6nnen, 3 weitere Haupt- und eben-d' soviele Nebenlochreihen auf derselben Scheibe e ausgestanzt. Bei Scheibe d wechseln 4 groge\nOOOOooooOoooooo O\tO\nOOOOOOOoOOOOOOO O\tO\noooooooOoooooooo /' mit 4 kleinen L\u00f6chern;2) die Tonh\u00f6he des Unter-\u00b0\t\u00b0\tr brechungstones ist dieselbe, wie wenn die\nkleinen L\u00f6cher garnicht vorhanden w\u00e4ren; es entsteht der Ton der Reihe d' welcher gleidi ist dem Ton der Reihe a\u2019. Bei c folgt auf 7 groge ein kleines, bei f auf 7 kleine ein groges Loch. In beiden F\u00e4llen hat der Unterbrediungston dieselbe H\u00f6he.\nEndlich ist noch eine nicht durch Pausen unterbrochene Reihe von 96 L\u00f6diern vorhanden. Sie dient erstens dazu, den Hauptton deutlich h\u00f6ren zu lassen, zweitens aber l\u00e4gt sich durch Verkleben der in dem nebenstehenden Schema schwarz ausge-cl f\u00fcllten Kreise zeigen, dag dieselben Unterbrechungst\u00f6ne herauskommen, wenn die Pause, wie sie in der Reihe a vorhanden ist, durch einzelne Luftst\u00f6ge unterbrochen wird. Ferner kann man nachweisen, dag derselbe Unterbrechungston entstellt, wenn ebenso oft Phasenverschiebungen Vorkommen, als Unterbrechungen. Wie namentlidi die legte der 3 Lochreihen zeigt, sind die 2 durch Klammern bezeichneten Tripel von L\u00f6chern durch eine Pause getrennt,\ndie nicht ein ganzes Vielfaches der Schwingungsdauer be-\nOOOOOO\u00ae\u00bb\u00ae\u00ae\u00ae\u00ae\u00ab-\tb b\no@o\u00aeo\u00ae\u00aeo@o\u00a9@ tr\u00e4gt, d. h. die durch jedes Tripel erzeugten T\u00f6ne haben averscj1je(jene phase. Der Unterbrechungston ist derselbe wie bei der Anordnung \u00ab. (Der Hauptton ist in der 2. und 3. Reihe nat\u00fcrlich die tiefere Oktave des Haupttones von <*).\no o o o o o t o o o o o o \u00ab\nO O O O O O ( O O O O O O f o O O O O O ( o o o o o o < O O O O O O l\no o o o \u00ab o \u00a9 \u00ae o <\no \u00a9 o o < o o \u00a9 o < O \u00ae O O 1\n*) Die Reihe c ist in der Figur nicht ganz richtig gezeichnet und ist dem Text entsprechend korrigiert zu denken.\n2) Auch bei dieser Reihe ist in der Figur ein Fehler, den der Leser dem Text entsprechend korri-\ngieren wolle.\n100","page":100},{"file":"p0101.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nMan kann die Unterbrechungst\u00f6ne auch verst\u00e4rken und einem Auditorium demonstrieren, indem man entsprechende Resonatoren unmittelbar an die Lochreihe h\u00e4lt. Dadurch ist gleichzeitig bewiesen, dag die Unterbrechungst\u00f6ne physikalischen Ursprunges sind und nidit erst im Ohre entstehen. Auch Obert\u00f6ne des Unterbrechungstones k\u00f6nnen mittels Resonatoren (z. B. Stimmgabelk\u00e4sten oder kontinuierliche Resonatorenreihe No. 162) nachgewiesen werden.\tPreis 311c. 13.\u2014\nf) Scheibe f\u00fcr Unterbrecliungs- (Interiiiittenz-) T\u00f6ne nach Koenig*,\n(Quelques exp\u00e9riences d\u2019acoustique p. 140 f. ; vgl. auch Schaefer u. Abraham, Studien \u00fcber Unterbrechungst\u00f6ne, Arch. f. d. ges. Physiol. Bd. 83, S. 209). Unterbrediungs-t\u00f6ne treten audi dann auf, wenn die Gr\u00f6ge der L\u00f6cher und damit die Intensit\u00e4t des Tones wellenartig wediselt. Die Schwingungszahlen derselben sind gleidi der Anzahl der Perioden in der Sekunde. Die Scheibe besigt wie die vorige zun\u00e4dist 3 Hauptreihen a, b, c mit 96 L\u00f6diern; in der ersten Reihe a nehmen die L\u00f6cher vom 1. bis zum 4. an Gr\u00f6ge zu, dann ab, das 7. ist wieder gleidi dem 1.; die Periode besteht also aus 6 L\u00f6chern. Bei den Reihen b u. c erstreckt sie sidi \u00fcber 8 bezw. 12 L\u00f6dier (vgl. das Schema). Die Unterbrechungst\u00f6ne verhalten sich daher wie 1 :3/2 :2; hat der\no o OOOO\to o OOOO\to\tOOOOO o ooOOO\to\ta\nO\tO\tO\tO\tO\tn'\nooOOOOOOoooOOOOOooOOOOOO o b\nO\tO\tO\tOb'\no OOOOOOOOOOO\to\tOOOOOOOOOOO\to\tC\nO\tO\tO\tC\nHauptton wieder die H\u00f6he\tc3, so sind die\tUnterbrediungst\u00f6ne eg\tg1,\tc2. Damit man\nsidi \u00fcberzeugen kann, das die Schwingungszahlen der Unterbrechungst\u00f6ne wirklich gleich sind der Anzahl der Intensit\u00e4tsperioden pro Sekunde, sind wieder die Lodireihen a' b' c' beigef\u00fcgt.\nAuch die Unterbrechungst\u00f6ne kann man durch Resonanz verst\u00e4rken und damit einem Auditorium demonstrieren. Gleidizeitig ist dadurch ihre Objektivit\u00e4t nadi-gewiesen.\tPreis Mk. 7.\u2014\ng-) Scheibe fiir Yariationst\u00f6ne (vgl. Schaefer und Abraham, Archiv f. d. ges. Physiologie Bd. 88 S. 483). Die Scheibe besigt eine Lochreihe von 24 L\u00f6diern von 2 cm Durchmesser und 4,5 cm Abstand. L\u00e4gt man sie rotieren und h\u00e4lt einen H\u00f6rschlauch mit dem einen Ende nahe an die Lochreihe heran, w\u00e4hrend man das oder die beiden anderen Enden in die Ohren f\u00fchrt, so h\u00f6rt man zun\u00e4chst den \u201eScheiben ton\u201c S, dessen Schwingungszahl gleich der Anzahl der pro Sekunde vorbeiziehenden L\u00f6cher ist. Stellt man sodann auf der anderen Seite der Sdieibe eine Stimmgabel von G Schwingungen so auf, dag die L\u00f6dier der Sirene gerade vor den schwingenden Enden der Gabel vorbeiziehen, so h\u00f6rt man neben dem Gabelton 2 \u201eVariationst\u00f6ne\u201c, deren Schwingungszahlen G-j- S und G\u2014S sind. Diese T\u00f6ne lassen sich durch entsprechende Resonatoren (z. B. aus der kontinuierlichen Reihe No. 162) verst\u00e4rken und demonstrieren, womit gleichzeitig ihre Objektivit\u00e4t nachgewiesen ist. Neben diesen Variationst\u00f6nen h\u00f6rt man unter Umst\u00e4nden sehr deutlidi sogen. Unterbrechungst\u00f6ne, die aber nidits anderes sind als Differenzt\u00f6ne, welche die Variationst\u00f6ne mit dem Gabelton (zum wesentlichen Teile\") subjektiv, im Ohre erzeugen und die sidi daher durdi Resonatoren nicht (wenigstens nicht merkbar) verst\u00e4rken lassen.\nPreis Mk. \u00ab.\n101","page":101},{"file":"p0102.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nS\nK\nNo. 171. Schwungmaschine zur Sirene. Die Sirenenscheibe S wird auf der Welle a der Schwungmaschine \u00e4hnlich wie eine Kreiselscheibe befestigt. An der Welle si\u00dfen Rollen, von denen Riemen zu den Rollen der tieferen Welle b gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen, welche gr\u00f6\u00dfere Durchmesser als die ersteren be-si\u00dfen. Die Drehung wird entweder mit der Hand durch Anfassen an der Kurbel K ausgef\u00fchrt oder, wenn gr\u00f6\u00dfere Konstanz erforderlich ist, mittels eines Motors, der je nach Umst\u00e4nden an der Welle a oder b angreift.\nPreis Mk. 35.-\nNo. 172. Dichord nach Spearman (vgl. Sommer, Die Ausstellung von exper. psydrol. Apparaten und Methoden bei dem 1. Kongre\u00df f\u00fcr exper. Psydr. in Gie\u00dfen, 1904, S. 32). Auf einem Brette sind zwischen 2 feststehenden Stegen 2 Metallsaiten ausgespannt, die in \u00e4hnlicher Weise wie die Saiten eines Klaviers mittels eines Schl\u00fcssels zu stimmen sind und wie die Metallsaiten der Zither mit einem Ring angeschlagen werden. Zwischen den feststehenden Stegen besi\u00dft jede Saite 2 von einander unabh\u00e4ngige verschiebbare Stege. Man hat somit, indem man stets das zwischen einem Endstege und dem n\u00e4her liegenden beweglichen Stege liegende St\u00fcck ben\u00fc\u00dft, 4 T\u00f6ne gleichzeitig zur Verf\u00fcgung, die man beliebig und unabh\u00e4ngig voneinander variieren kann. Die Stellung der beweglidien Stege ist an einer Millimeter-Skala abzulesen. Au\u00dferdem sind auf dem Grundbrette 2 Skalen angebracht, welche, die riditige Stimmung der Saiten vorausgese\u00dft, die T\u00f6ne der Tonleiter bezw. Sdiwin-gungszahlen angeben. \u201eDie sonstigen Vorz\u00fcge solcher Apparate (weiter Tonumfang, Freiheit von Anschlagsger\u00e4usch, Gleichheit der St\u00e4rke, Gleichartigkeit der Obert\u00f6ne, rasdie Herstellung aller m\u00f6glichen Intervalle, Billigkeit usw.) vereinigen sich hier mit einer Genauigkeit, die derjenigen der Stimmgabel gleichkommt, da sidi Intervalle bis zu 1/10 Schwingungen erzeugen lassen. Dies wird durch Anbringung eines Nonius erreicht, sowie durch eine Einrichtung, verm\u00f6ge deren der Stellungswechsel des Steges keine Ver\u00e4nderung der Spannung verursadit, und die Ersch\u00fctterung der angesdilagenen H\u00e4lfte der Saite zur anderen nicht \u00fcbergehen kann.\u201c\nJedem Instrument wird au\u00dfer dem dazugeh\u00f6rigen Schl\u00fcssel und Ring eine Gebrauchsanweisung beigegeben.\tPreis Mk. 120.\u2014\n102","page":102},{"file":"p0103.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00b0 G\u00d6TTINGEN.\nNo. 173. Interfere il zap parat nach Noremberg-Krueger, (vgl. Krueger, Philos. Stud. Bd. 17 S. 233 ff.). Die einzige sichere Methode, obertonfreie Kl\u00e4nge zu erzeugen, ist die Ausl\u00f6schung der in einem Klang vorhandenen Obert\u00f6ne durch Interferenz. Diese wird nach dem Vorg\u00e4nge von N\u00f6rem-berg dadurch erzeugt, dag an die R\u00f6hre A, in welche die Schallwelle eindringt, Nebenrohre senkrecht angesegt sind. Die Luftwelle pflanzt sieh dann nicht blog in dem Hauptrohr A A fort, sondern zweigt auch in die Nebenrohre ab, wird an den verschlossenen Enden derselben reflektiert, langt mit einem gewissen Phasenunterschied wieder in dem Hauptrohre an und interferiert infolgedessen mit der direkten Welle. Die L\u00e4nge des eben be-\u20141 sdiriebenen Abzweigungsweges wird nun so gew\u00e4hlt, dag die Phasenverschiebung eine halbe Welle betr\u00e4gt, in welchem Falle die st\u00e4rkste Schw\u00e4chung der Hauptwelle eintritt. Will man z. B. den ersten Oberton von c\u2019=256, n\u00e4mlich den Ton c2=512 schw\u00e4chen, so mug man, da seine Wellenl\u00e4nge 66,4 cm betr\u00e4gt, die seitlichen Rohre >/4 Wellenl\u00e4nge \u2014 0,166 cm lang nehmen. Zu diesem Zwedce werden die versdiiebbaren Stempel der Rohre soweit herausgezogen, dag der durch sie abgeschlossene Teil diese L\u00e4nge erh\u00e4lt. An einer Skala, die der Stiel der Stempel tr\u00e4gt, l\u00e4gt sich die L\u00e4nge des abgesdilossenen Teiles ablesen. Krueger fand nun weiter, dag die Interferenzwirkung am st\u00e4rksten ist, wenn die Abzweigung an einer Stelle beginnt, die um ein Vielfaches der Wellenl\u00e4nge von der Tonquelle (z. B. der Hinterwand des Resonanzkastens der Stimmgabel) entfernt ist. Nach seinem Beispiele sind den Nebenrohren die in der Figur bezeichneten Abst\u00e4nde voneinander gegeben. Darnach kann, wenn die Stimmgabel ein ganzes Vielfaches einer Wellenl\u00e4nge von der Ansagstelle des ersten Rohres entfernt ist, der Ton c\u2018=256 durch 3, der Ton c2=512 durdi 5, der Ton c3= 1024 durch alle 6 Rohre geschw\u00e4cht werden, wobei in jedem Falle die Rohre an einer f\u00fcr die Schw\u00e4chung g\u00fcnstigsten Stelle stehen. Die abschw\u00e4dienden Wirkungen mehrerer Rohre summieren sich und bringen den Ton zum g\u00e4nzlichen Verschwinden.\nAuf Wunsdi werden nat\u00fcrlich Interferenzapparate mit mehr Seitenrohren und mit Abst\u00e4nden derselben geliefert, die f\u00fcr Grundt\u00f6ne von anderen Schwingungszahlen berechnet sind.\nPreis Mk. 200.\u2014\nNo. 174. Tontabellen nach Stumpf und Schaefer. (Beitr\u00e4ge zur Akustik und Musikwiss., 3. Heft S. 139 ff.) Diese 9 Tabellen, deren Plan von Stumpf und Schaefer entworfen und die von legterem mit groger M\u00fche berechnet wurden, sind bei akustischen Versuchen von groger praktischer Bedeutung. Sie geben eine \u00dcbersidit \u00fcber die Schwingungszahlen der wichtigsten musikalischen T\u00f6ne von C2 bis c, bei verschiedener Stimmung des a1 und bei verschieden gestimmten Intervallen\n103","page":103},{"file":"p0104.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00ab G\u00d6TTINGEN.\nferner eine \u00dcbersicht \u00fcber die Ableitung und Berechnung der legteren. Die 3 in den Tabellen ber\u00fccksichtigten Gesamtstimmungen sind: 1) die physikalische Stimmung, bei welcher C2 als 16 angenommen ist (a1 hat dann als temperierte Sexte von c, die Schwingungszahl 430,54, als nat\u00fcrliche Sexte die Schwingungszahl 4262/s). 2) die heutige Normalstimmung a1 = 435, 3) die fr\u00fchere, zur Zeit von Helmholg geltende Nor-malstimmmung a1 =\t440. Die Intervalle sind von den Grundt\u00f6nen c aus in tempe-\nrierter und nat\u00fcrlicher Stimmung verzeichnet, von den legteren ist nat\u00fcrlich eine Auswahl getroffen. Den Kopf der Tabellen bilden die Bezeichnungen der T\u00f6ne (cis, dis. etc.), die Schwingungszahlenverh\u00e4ltnisse (z. B. temperierte groge Terz 12 24 - 1,2599 oder nat\u00fcrliche groge Terz T - bji = 1,2500) und bei enharmonischen Intervallen die Ableitungen derselben (z. B. der Ton cis ist als kleine Terz der grogen Terz E berechnet, was durch das Symbol T/t ausgedr\u00fcckt ist). 3 Tabellen sind doppelt vorhanden; die einen geben die Schwingungszahlen in ganzen Zahlen und gemeinen Br\u00fcchen, die anderen in ganzen Zahlen und Dezimalbr\u00fcchen an.\nPreis Mk. 3 \u2014\nNo. 175. Schallpendel. Die beiden Pendel mit Ebenholzkugeln sdilagen beim Fallen auf einen Eisenambos auf und erzeugen dabei ein Ger\u00e4usdi, dag um so\nst\u00e4rker ist, aus je gr\u00f6gerer H\u00f6he das Pendel f\u00e4llt. Die Fallh\u00f6he jedes Pendels ist an einer Kreisteilung ablesbar. Um ein Pendel von einem bestimmten Punkte der Teilung aus fallen lassen zu k\u00f6nnen, stellt man einen Schieber auf diesen Punkt ein und dr\u00fcckt an dessen vorstehenden Stift das Pendel fest an. Damit das durch seine Elastizit\u00e4t vom Ambos zur\u00fcckprallende Pendel nicht wieder anschlagen und Ger\u00e4usche hervorrufen kann, h\u00e4lt man es beim Zur\u00fcckspringen an der Watteumh\u00fcllung auf.\nPreis Mk. 90.\u2014\nNo. 181. Pliouautograph nach Rousselot. Er dient dazu, Gesprochenes oder Gesungenes, ebenso Kl\u00e4nge verschiedener Tonquellen und Instrumente graphisch zu registrieren, um aus den Kurven \u00fcber Tonh\u00f6he, Intensit\u00e4t, Klangfarbe etc. Aufschlug zu erhalten. Die Luftwellen werden durch einen Trichter aufgenommen und verst\u00e4rkt und von diesem aus durdi einen Schlauch der sehr empfindlichen Marey\u2019schen Kapsel No. 31 mitgeteilt, welche sie auf den Schreibhebel \u00fcbertr\u00e4gt. Da Membrane und Hebel nat\u00fcrlich infolge ihrer gr\u00f6geren Mage und infolge ihrer Elastizit\u00e4t picht allen feinsten Schwingungen der Luft folgen k\u00f6nnen, so werden diese durch die Kurve nicht genau wiedergegeben. Aber im Wesentlichen (z. B. in der H\u00f6he der T\u00f6ne, wenn dieselben nicht zu hodi sind), ist die Reproduktion dodi richtig, und sie reicht f\u00fcr viele Untersuchungen vollst\u00e4ndig aus.\nPreis Mk. 90.\u2014\n104","page":104},{"file":"p0105.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 182. Kellltousclireiber nach RoUSSelot. Hierbei wird nicht gegen einen Trichter gesprodien, sondern man legt die Marey\u2019sche Aufnehmekapsel des Apparates an den Sdiildknorpei des Kehlkopfes an, weldier genau die Schwingungen der Stimmb\u00e4nder mitmacht. Die Membranbewegung wird wieder auf die sehr empfindliche Schreibkapsel No. 31 \u00fcbertragen. Der Apparat hat den Vorzug, dag er die Versudisperson in keiner Weise bel\u00e4stigt, keine abnorme Haltung u. dgl. verlangt. Die Kurven geben Tonfall und Intensit\u00e4t getreu wieder; nur zu einer Analyse der Klangfarben, also der Vokale kann der Apparat nicht verwendet werden, da diese nicht blog durch die Stimmb\u00e4nderschwingungen sondern audi durch die Resonanz in der Mundh\u00f6hle bestimmt sind.\nPreis Mk. 80.\nNo. 178. Phonautograph mit Lichtschreibnng (Vokalkurrenapparat) nach Samojloff. Die Luftsdiwingungen, die in dem Trichter durch Sprechen oder Singen, oder durdi eine Stimmgabel usw. erzeugt werden, \u00fcbertragen sidi auf die Membrane M.\nAuf derselben sigt ein sehr leiditer Korkzapfen, in dessen unterer Einkerbung ein Korkkeil eingreift, welcher um die Axe a sehr leicht drehbar ist und an einer schr\u00e4gen Seitenfl\u00e4che das Spiegeldien Sp tr\u00e4gt. Wirft man auf den Spiegel schr\u00e4g einen Strahl a (von einer Projektionslampe her), so wird derselbe bei ruhender Membrane nadi b reflektiert.\nIst aber die Membrane in Bewegung, so schwingt audi der Spiegel und mit ihm der Lichtstrahl b, indem er bald gegen b', bald gegen b\" geworfen wird.\nDie so entstehende Liditstrahlsdiwingung wird sodann durch ein rotierendes Spiegelprisma (vgl. No. 179) sozusagen auseinandergezogen und ergibt, auf eine Wand projiziert, eine Liditkurve, die sidi mit der Tonh\u00f6he, Intensit\u00e4t und Klangfarbe \u00e4ndert und zum Zwecke eines genaueren Studiums und der Fixierung photographiert werden kann. Haupts\u00e4chlich aber dient der Apparat zur Demonstration, vor allem von Vokalkurven. Nebenstehende Figur zeigt das erw\u00e4hnte Rotationsspiegelprisma und den Gang der Lichtstrahlen bei ruhendem Prisma.\nPreis Mk. 110.\u2014\nNo. 179. Rotationsspiegelprisma nach Koenig. Es dient dazu, Schwin-gungen eines Lichtpunktes, die in einer geraden Strecke a b liegen, in eine Kurve auseinanderzuziehen. Vergl. die Beschreibung zu No. 178 und Langendorff, Physiol. Graphik, S. 84.\nPreis 11k. 45.\u2014\n105","page":105},{"file":"p0106.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - GOTTINGEN.\nNo. 180. Phonautograph f\u00fcr Flammenschreibung nach Koenig.\n(Vgl. Langendorff, Physiol. Graphik, S. 83). Die Schwingungen der Luft werden hier einer sehr empfindlichen Gasflamme mitgeteilt, u. zw. in folgender Weise. Sie gelangen, nachdem sie durch den Schalltrichter Tr verst\u00e4rkt worden sind, durch einen\nSchlauch in die Kapsel K, deren Einrichtung das Schema zeigt. Die Kapsel besigt im Innern eine Kammer K, in deren Mitte eine sehr empfindliche Membrane ausgespannt ist. Bei z ist der vom Schalltrichter her kommende Schlauch angesegt. Die eintretenden Schwingungen teilen sidi somit der Membrane mit. Auf der anderen Seite derselben m\u00fcndet seitlich in die Kammer das Rohr G, in das durch einen Schlauch Gas von sehr konstantem Druck eingef\u00fchrt wird. Dieses str\u00f6mt durch das Rohr f aus und wird so reguliert, dag es in einer Stichflamme mit scharfer, leuchtender Spige brennt. Wenn nun die Membrane schwingt, so \u00e4ndert sich entsprechend der Druck des Gases und die Flamme brennt in denselben Perioden h\u00f6her und tiefer. Um diese in einer vertikalen Geraden sich bewegenden Schwingungen der Flammenspige verfolgen zu k\u00f6nnen, benugt man nach Koenig ein rotierendes Spiegelprisma (No. 179).\nPreis Mk. 25.\u2014\nNo. 176. Phonograph, Exzelsior, 45 II. Type. Der Phonograph ist f\u00fcr phonetische und akustische Untersuchungen ein sehr wertvolles Instrument. Er dient dazu, gesprochene S\u00e4ge, Lieder, Rhythmen usw. zu fixieren, um sie nachher zum Zwecke einer genaueren Analyse beliebig oft reproduzieren zu k\u00f6nnen. Die Wiedergabe ist nat\u00fcrlich nicht genau dem Original gleich ; aber in den wichtigsten Eigenheiten (Tonfall, Rhythmus etc.) wird es doch getreu wiedergegeben. Die Aufnahme geschieht bekanntlich so, dag in einen Trichter gesungen bezw. gesprochen wird; die dabei entstehenden Luftschwingungen \u00fcbertragen sich auf die am Ende des Trichters liegende Membrane und weiter auf einen Stift, welcher sehr feine Vertiefungen in eine mit einer weichen Masse (Antimonseife) \u00fcberzogene, unter ihm rasch vorbeirotierende Walze eingr\u00e4bt. Bei der Reproduktion folgt der Stift, der mit leichtem Druck auf der Walze aufsigt, diesen Vertiefungen, macht also dieselben Schwingungen wieder und \u00fcbertr\u00e4gt sie auf die Membrane und die Luft. Vor die Membrane wird dabei entweder wieder ein Schalltrichter gesteckt, welcher die T\u00f6ne verst\u00e4rkt und gestattet, sie einem Auditorium zu demonstrieren ; oder man segt einen Schlauch an und leitet durch ihn die Luftwellen zu den beiden Ohren. Dem Apparat wird ein solcher, sich in 2 Teile gabelnder Schlauch beigegeben.\nDer Stift kann durch eine Hebelvorrichtung in jedem Moment von der Walze abgehoben und wieder auf sie aufgesegt werden. Ebenso l\u00e4gt er sich samt der Membran und dem Trichter l\u00e4ngs der Walze verschieben. Man kann also einzelne Stellen des Phonogramms herausgreifen und beliebig oft wiederholen, was f\u00fcr das Studium desselben von grogem Wert ist.\n106","page":106},{"file":"p0107.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nHandelt es sich um Aufnahmen, die schwer oder gar nicht zu wiederholen sind, wie die Phonogramme, die bei wilden V\u00f6lkern gemacht sind, dann ist es n\u00f6tig, von den Walzen, die sehr leicht Besch\u00e4digungen ausgese\u00dft sind und sich durch den Gebrauch stark abn\u00fc\u00dfen, auf galvanoplastischem Wege Kopien hersteilen zu lassen. Diese leisten genau dasselbe wie die Originalwalzen und sind dauerhaft und widerstandsf\u00e4hig.\nDas in Rede stehende Modell des Phonographen hat den Vorzug der Billigkeit und Handlichkeit (es wiegt nur 11/2 kg), und es liefert sehr gute Phonogramme. Es eignet sich daher vorz\u00fcglich f\u00fcr Aufnahmen, die f\u00fcr wissenschaftliche Zwecke bei Reisen (Naturv\u00f6lker, Landbev\u00f6lkerung) gemacht werden.\nPreis Mk. 45.\u2014\nNo. 177. Phonograph, Edison Home Modell. Dieses Modell ist gr\u00f6\u00dfer und schwerer als das vorige, liefert aber deutlicher vernehmbare Reproduktionen und eignet sich daher vortrefflich zur Demonstration. An Exaktheit steht es auf einer Stufe mit dem vorigen.\nPreis Mk. 155.\u2014\nAnm. Das Ph o n o gr a mm ar chi v des Psychologischen Institutes zu Berlin NW. Dorotheenstr. 95/96 besi\u00dft eine reichhaltige Sammlung von Phonogrammen (namentlich Lieder und Instrumentalst\u00fccke wilder V\u00f6lker). Von vielen derselben werden Kopien zu Studien- oder zu Demonstrationszwecken abgegeben. Forscher, die sich daf\u00fcr interessieren, m\u00f6gen sich an die Herren Dr. v. Hornbostel und Dr. Abraham wenden.\nV. Apparate zur Untersuchung der Haut= u. der Kinaesthetischen Empfindungen.\nVorbemerkung \u00fcber Aesthesiometer.\nDer Ausdruck \u201eAesthesiometer\" ist \u2014 \u00e4hnlich wie der Ausdruck \u201eAesthetik\" \u2014 in willk\u00fcrlicher Weise spezialisiert worden, indem man ihn beschr\u00e4nkt hat auf Instrumente, die zur Bestimmung der Empfindlichkeit f\u00fcr Druckreize auf die Haut dienen. Je nachdem es sich um Bestimmung von Intensit\u00e4tsschwellen handelt, wo nur ein Hautpunkt gereizt wird, oder von Raumschwellen bezw. um Sch\u00e4tzung oder Vergleichung von \u00fcberschwelligen Distanzen, wo jedesmal zwei Punkte ber\u00fchrt werden, sind die Instrumente im Folgenden als einfache oder als Do p p e 1-Aesthesiometer bezeichnet. Ferner werden verschiedene Druckintensit\u00e4ten, sofern sie nicht durch freie Hand bestimmt werden, bei den im folgenden ausgef\u00fchrten Instrumenten auf 3 Wegen erzeugt : durch verschiedene L\u00e4ngen eines Haares, durch verschiedene Spannung einer Feder oder endlich durch verschieden schwere Gewichte. Dementsprechend sind die Ausdr\u00fccke Haar-Aesthesiometer, Fed er-Aesthesiometer und Gewichts-Aesthesiometer gew\u00e4hlt.\n107","page":107},{"file":"p0108.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb GOTTINGEN.\nNo. 183. Einfaches Haar-Aesthesiometer nach y. Frey. (Untersuchungen \u00fcber die Sinnesfunktionen der menschlichen Haut. Erste Abhandlung: Druckempfindung und Schmerz, Abhandlungen d. math. phys. Classe der Kgl. Sachs. Ges. d. Wiss., Bd. XXIII. S. 214 f.). Das Instrument dient dazu, die Intensit\u00e4tsschwelle f\u00fcr Druckreize der Haut, d. h. jene minimale Druckst\u00e4rke zu bestimmen, bei welcher eben noch oder eben schon ein Druck gesp\u00fcrt wird. Eine exakte Regulierung und Variierung der Geschwindigkeit mit der der Reiz einse\u00dft, sowie der Gr\u00f6\u00dfe der ber\u00fchrenden Fl\u00e4che erlaubt das Instrument nicht. Es soll nur ein m\u00f6glichst einfacher und handlicher Apparat sein zur schnellen Orientierung \u00fcber die Druckempfindlichkeit, wie er zu klinischen Zwecken n\u00f6tig ist. Aber auch f\u00fcr die Demonstration wird es sidi aus denselben Gr\u00fcnden sehr eignen.\nj\tIn einer ca. 5 cm langen \u00e4u\u00dferen H\u00fclse H gleitet\nj\tmit etwas Reibung der Stab S, der der L\u00e4nge nach mit einer\nsehr feinen Bohrung versehen ist. ln diese Bohrung passt genau der d\u00fcnne Draht D, welcher mit dem einen Ende an der \u00e4u\u00dferen H\u00fclse H befestigt ist, w\u00e4hrend er an dem anderen, freien Ende ein Pferdehaar tr\u00e4gt, das durch die Bohrung des Stabes S hindurchgeht. Je nachdem man diesen Stab mehr oder weniger in die \u00e4u\u00dfere H\u00fclse hineinschiebt, pH\tragt das Haar verschieden weit \u00fcber ihn hinaus. Nach der\nL\u00e4nge des vorragenden St\u00fcckes des Haares bestimmt sich I\taber der Widerstand, den dasselbe der Durchbiegung beim\nNiederdr\u00fccken auf die Haut entgegense\u00dft: darauf beruht eben das Prinzip des Apparates. Jeder L\u00e4nge des Haares, somit auch jeder Stellung des Stabes S und jedem Teilstrich an der Skala, die in diesen eingeri\u00dft ist, entspricht eine genau bestimmte St\u00e4rke des Druckes. Da das Haar ebenso wie die H\u00fclse etwa 5 cm lang ist, so lassen sich sehr verschiedene Reizintensit\u00e4ten herstellen, von den leisesten, meist unter schwelligen Intensit\u00e4ten bei langem Haar, bis zu den kr\u00e4ftigen und schon schmerzenden Reizen bei nur wenig vorstehender Borste. Die extremen Intensit\u00e4ten verhalten sich etwa wie 1 : 50.\nEs sind noch einige Bemerkungen hinzuzuf\u00fcgen. Bei gleich langem, aber verschieden gebogenem Haare ist der ausge\u00fcbte Druck nicht ganz gleich. Der maximale Druck wird nahezu erreidit, ehe noch eine merkliche Biegung eintritt; bei Durchbiegung steigert sich der Druck noch ein wenig, nimmt bei st\u00e4rkerer Durchbiegung aber wieder ab. Man wird also am besten so stark mit dem Instrument auf die Haut dr\u00fccken, da\u00df eine eben merkliche Durchbiegung eintritt. Bei st\u00e4rkerer Biegung macht sidi au\u00dferdem der Fehler st\u00e4rker bemerkbar, da\u00df das Haar nicht mit der ganzen Fl\u00e4che des Querschnittes, sondern nur mit einer Kante auf die Haut wirkt, und da\u00df eine seitliche, im Sinne einer Verschiebung des Haares auf der Haut wirkende Komponente entsteht.\nDas Haar darf auch deshalb nicht stark gebogen werden, damit seine Elastizit\u00e4tsgrenze nidit iibersdiritten wird. Denn in diesem Falle kehrt es nicht sofort nach der Reizung, sondern erst nadi einiger Zeit in seine Ausgangslage zur\u00fcck, oder es erh\u00e4lt gar einen dauernden Knick, so da\u00df es durch ein neues erse\u00dft werden mu\u00df.\n108","page":108},{"file":"p0109.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nUm das Haar nach dem Gebrauch zu sch\u00fcfen, schiebt man den Stab S ganz aus der H\u00fclse heraus, so dag er das Haar m\u00f6glichst weit deckt, und steckt augerdem \u00fcber Stab und Haar die zweite in der Figur nebenliegend gezeichnete H\u00fclse H, welche durch Reibung gen\u00fcgend sicher h\u00e4lt.\nDie Eichung der Skala nimmt man mit einer sehr feinen Wage vor, indem man f\u00fcr jeden 5. oder 10. Teilstrich bestimmt, wie viel Milligramm man auflegen mug, damit das Haar eben durchgebogen wird.\nPreis Mk. 7.\u2014\nNo. 184. Schwellenwage nach V. Frey. (Untersuchungen \u00fcber die Sinnesfunktionen der menschlichen Haut. Erste Abhandlung: Druck und Schmerz. Abhandlungen d. math. psys. Classe d. Kgl. Sachs. Ges. d. Wiss., Bd. XXIII, S. 189 ff.). Sie dient, wie das vorige Instrument, zur Bestimmung der Schwelle f\u00fcr Druckreize auf die Haut, jedoch gestattet sie auch eine exakte Variierung der St\u00e4rke des Druckes und der Geschwindigkeit der Belastung. Augerdem l\u00e4gt sich die Gr\u00f6ge der belasteten Fl\u00e4che leicht variieren. Freilich wird dadurch das Instrument sowie auch seine Handhabung wesentlich komplizierter. Zur Erzeugung verschiedener Druckst\u00e4rken wird eine Feder verwendet.\nDer in horizontaler Richtung festzuklemmende Stab T tr\u00e4gt eine Gabel, in welcher die zwei Axen A, A2 sigen. An der einen Axe At ist der sehr leichte, ca.\n8 cm lange Hebel Ht mit dem Beriihrungsstiftchen St befestigt, an der anderen Axe A2 der Hebel H2 und die Zwinge z, die den Korkstreifen K und einen mit einer Kreisteilung versehenen Papiersektor tr\u00e4gt. Beide Axen sind verbunden durch eine\n109","page":109},{"file":"p0110.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nSpiralfeder, welche oben durch die Zwinge gehalten wird und unten an dem Scheibchen vor dem Hebel H, befestigt ist. Wenn man den Hebel H2 hebt, in dem man die in der Figur gezeichnete Schnur nach oben zieht, so wird die Axe A2 gedreht und zun\u00e4chst mittels der Feder audi die Axe A! mitgenommen. Der Hebel H, stellt sidi dabei auf einen gewissen Teilstrich ein. Da er, sowie auch die Feder, nicht unverr\u00fcckbar an der Axe A, befestigt, sondern durch die Schraubenmutter Mt festgeklemmt ist, so kann man nach Lockerung dieser Mutter beide so einstellen, dag der Hebel in der erw\u00e4hnten Ruhelage auf den Nullpunkt der Teilung sidi einstellt. Sowie nun, w\u00e4hrend man den Hebel H2 weiter nach oben zieht, das Stiftchen St die Haut ber\u00fchrt, wird der Hebel Ht festgehalten, es kann sich nur mehr die Axe A, drehen, und mit ihr verschiebt sidi der Sektor, sodag der Hebel auf andere Teilstriche der Gradteilung zeigt. Gleichzeitig aber wird die Spiralfeder zusammengedr\u00fcckt, enger gerollt, und damit durch sie ein immer st\u00e4rkerer Zug auf den Hebel H, ausge\u00fcbt, der sich als st\u00e4rkerer Druck des Stiftdiens St auf die Haut \u00e4ugert. Jedem Teilstrich entspricht somit eine genau bestimmte Druckst\u00e4rke.\nVor dem Versuch wird das Instrument in solcher Lage befestigt, dag der Ber\u00fchrungsstift der gew\u00fcnschten Hautstelle fast bis zur Ber\u00fchrung gen\u00e4hert ist. Man klemmt das Instrument an einem Stativ in ungef\u00e4hr ridrtiger Lage fest und nimmt die Feinstellung durch Schrauben der Mutter M3 vor, indem man so die Spige langsam auf die Hautstelle herabl\u00e4gt.\nDie Eichung wird in folgender Weise vollzogen: Man stellt in der eben besprochenen Weise das Instrument so ein, dag die Spige St die eine Schale einer sehr empfindlichen (diemischen) Wage ber\u00fchrt. Dann legt man auf die andere Schale verschiedene Gewichte, l\u00f6st die Arretierung der Wage und hebt den Hebel H2 solange, bis wieder Gleichgewidit herrsdit. Dieses Heben wird durch Senken der Sdiraube S vollzogen, welche auf den kurzen Arm des zweiarmigen Hebels H2 dr\u00fcckt. H2 kann \u00e4hnlidi wie H, mittels der Mutter M2 in versdiiedener Lage auf der Axe A2 befestigt werden.\nDie Gr\u00f6ge der ber\u00fchrten Hautstelle l\u00e4gt sich in sehr einfacher Weise variieren. Man legt erst mit einer Pinzette sehr behutsam die kleinen, mit dem Instrumente gelieferten Scheibchen auf die Haut; die dabei event, auf tretenden fl\u00fcchtigen Ber\u00fchrungs-\n110","page":110},{"file":"p0111.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER * G\u00d6TTINGEN.\nempfindungen haben auf den Erfolg des Versuches keinen Einflug. Sodann l\u00e4gt man den Stift der Schwellenwage auf das Scheibchen herab und \u00fcbt durch sie einen st\u00e4rkeren oder geringeren Druck aus.\nEs er\u00fcbrigt noch zu besprechen, wie die Geschwindigkeit der Ber\u00fchrung bebestimmt wird. v. Frey verf\u00e4hrt so, dag er den Faden, welcher den Hebel H2 zieht und dadurch den Druckreiz ausl\u00f6st, von einem Kymographion mitnehmen l\u00e4gt, das eine konstante und variierbare Geschwindigkeit besigt. Der Faden wird zuerst, wie aus der Figur und aus dem vorstehenden Schema ersiditlich ist, nach oben und \u00fcber die Rolle R, gef\u00fchrt, dann ein St\u00fcck horizontal zum R\u00f6lldien R2 und von diesem schr\u00e4g abw\u00e4rts zu dem Hebel L, an welchem er festgebunden wird. Dieser Hebel wird von dem Daumen D, der an der vertikalen Trommel T des Kymographions befestigt ist, ein St\u00fcck mitgenommen u. zw. mit genau bestimmter Geschwindigkeit, die sich in bekannter Weise durdi Verstellen der Windfl\u00fcgel und der Friktionsseheiben-\u00fcbersegung regulieren l\u00e4gt. Damit der Hebel, wenn er von dem Daumen nidit mehr mitgenommen wird, durdi die Kraft der Spiralfeder der Schwellenwage nidit zur\u00fcckgezogen werde, zieht man die Schraube bei P so fest an, dag die Feder die dadurdi entstehende Reibung leicht \u00fcberwinden kann. Nach dem Versuche zieht man mittels des ebenfalls an L festgebundenen Fadens F2 den Hebel wieder zur\u00fcck und stellt dadurdi auch die Ausgangslage in der Schwellenwage wieder her.\nUm verschiedene Druckst\u00e4rken auszu\u00fcben, mug der Faden verschieden weit zur\u00fcckgezogen werden. Zu diesem Zwecke wird das Kymographion auf eine Platte gestellt, welche um C drehbar ist. Durch Drehen der Platte samt dem Kymographion um diese Axe wird der Zahn D mehr oder weniger gegen den Hebel L vor- bezw. zur\u00fcckgeschoben und mug daher diesen ein gr\u00f6geres bezw. kleineres St\u00fcck mit sich f\u00fchren.\nPreis Mk. 37.\u2014\nNo. 185. Doppelae\u00c4hesiometer nach Spearman. (Sommer, Die Ausstellung von exper.-psyehol. Apparaten und Methoden bei dem Kongreg f\u00fcr exper. Psydiol. in Giegen 1904 S. 37.) Das Instrument dient haupts\u00e4dilich zur Untersuchung\nder simultanen Raumschwelle der Haut, d. h. derjenigen Distanz zweier Spigen, bei welcher dieselben eben als 2 Spigen bezw. als r\u00e4umlich getrennt liegend erkannt werden. Seine Konstruktion ist augerordentlich einfach. Es hat 2 gegeneinander verschiebbare Teile. Der eine Teil besteht aus einem Lineal, auf dem eine Millimeterteilung (bis 60 mm) eingerigt ist, und aus einem links daran sich anschliegenden Kopf, an welchen eine gerade und eine sdir\u00e4g nadi unten stehende Spige angesdiraubt sind. Der andere Teil hat eine Schwalbenschwanzf\u00fchrung, in der das eben erw\u00e4hnte Lineal gleitet, und tr\u00e4gt ebenfalls eine Spige. Die Entfernung der zwei nach unten gerichteten Spigen ist an der Skala abzulesen; zur genaueren Messung dient ein Nonius. Die Spigen sind aus einem schledit w\u00e4rmeleitenden Material, n\u00e4mlich aus Elfenbein angefertigt, damit K\u00e4lteempfindungen bei der Ber\u00fchrung m\u00f6glichst vermieden werden.\n111","page":111},{"file":"p0112.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb GOTTINGEN.\nDie dritte Spi\u00dfe dient zu Versuchen, bei welchen nur eine Spi\u00dfe aufgesetzt wird, also zur Bestimmung der Successivschwelle, falls man die zu ber\u00fchrenden Punkte schon vorher auf der Haut gekennzeichnet hat, und zu den sogenannten Lokalisationsversuchen, wo die Lage blo\u00df eines Punktes anzugeben ist.\nDas Instrument ist ganz aus Aluminium gearbeitet ; es ist daher sehr leicht. Au\u00dferdem sind die Dimensionen so klein als m\u00f6glich genommen und die Form so gew\u00e4hlt, da\u00df es sehr bequem zu halten ist. Dies sind wesentliche Vorz\u00fcge gegen\u00fcber anderen Konstruktionen desselben Apparates. Denn das Instrument wird mit der Hand dirigiert und vor allem auch der Druck mit freier Hand erzeugt. Dies ist aber nur bei einem sehr leichten und handlichen Instrument mit hinreichender Exaktheit durchzuf\u00fchren.\nPreis IIK. 13,50.\nNo. 186. Doppel-Crewiehtsaesthesiometer nach Kupp. Dieses Instrument hat einen etwas anderen Zweck als das vorige. Es dient erstens zur succes-siven Reizung der Haut auch f\u00fcr den Fall, da\u00df man die Punkte nicht vorher auf der Haut bezeichnet hat, und es wird ferner die St\u00e4rke des Druckes nicht mit freier Hand, sondern durch Auflegen von Gewichten bestimmt. Dadurch kann gleichzeitig die St\u00e4rke des Druckes in exakter Weise und me\u00dfbar variiert werden.\nAuf einem 14 cm langen und 2 cm breiten, horizontalen Rahmen R gleiten die 2 Schiebe. In Ringen und L\u00f6chern dieser Schieber gleiten wieder, in vertikaler Richtung, die 2 Stahlst\u00e4bchen s, s2, welche oben die runde Platte P tragen, in deren Mitte der Stab s3 aufgese\u00dft ist. Auf die St\u00e4bchen s, sind Elfenbeinspi\u00dfen auf-\ngeschraubt, die sich leicht abnehmen und je nach Bedarf durch spi\u00dfere oder stumpfere erse\u00dfen lassen. Die St\u00e4bchen sind so gebogen, da\u00df die Spi\u00dfen einander bis zur vollst\u00e4ndigen Ber\u00fchrung gen\u00e4hert werden k\u00f6nnen. Ihre Entfernung ist an der Millimeterskala (bis 100 mm), die auf dem Rahmen eingeri\u00dft ist, abzulesen. Die St\u00e4bchen s2 sind k\u00fcrzer als s, ; sie haben nur den Zweck, zu vermeiden, da\u00df diese sich drehen, weil sich dadurch die Entfernungen der Spi\u00dfen \u00e4ndern und vielleicht auch unbeabsidi-tigte Empfindungen (bei der Drehung) entstehen w\u00fcrden. Auf die St\u00e4bchen s3 endlich werden Gewichte aufgelegt, wie solche in der Figur auf dem rechten Schieber zu sehen-\n112","page":112},{"file":"p0113.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nsind. Die Gewichte haben die Form von dickeren oder d\u00fcnneren Scheiben und sind in der Mitte durchbohrt. Es werden, wenn nicht besondere W\u00fcnsche ge\u00e4u\u00dfert werden, je 2 Gewichte von 5, 10, 20 und 50 g mit geliefert. (Die Platte P mit den St\u00e4bchen und der Beinspi\u00dfe wiegt 3 g). Damit die Schieber bei der relativ gro\u00dfen Belastung nicht umkippen, und \u00fcberhaupt zur Sicherung der F\u00fchrung werden sie von unten durch Federn an die Rahmen angedr\u00fcckt.\nDas Heben und Senken der Platten samt den Gewichten und Spi\u00dfen geschieht durch Exzenter in folgender Weise. Auf den Stab St, welcher den Rahmen tr\u00e4gt, sind 2 kleine Pfosten aufgese\u00dft. Der hintere, etwas h\u00f6here tr\u00e4gt einen Exzenter, der vordere einen Doppelhebel, auf dessen einen Arm der Exzenter dr\u00fcckt, w\u00e4hrend der andere Arm rechtwinklich umgebogen ist und unter einen kleinen, an der Platte P an-gese\u00dften Stift s4 greift und mittels desselben die Platte samt den Gewichten und Spi\u00dfen hebt bez. sinken l\u00e4\u00dft. Die Platte auf dem linken Schieber ist in der Figur gehoben gezeichnet, die auf dem rechten gesenkt. Jeder Schieber hat seinen eigenen Exzenter; beide sind voneinander unabh\u00e4ngig.\nMan verf\u00e4hrt bei successiver Reizung so, da\u00df man zun\u00e4chst die Spi\u00dfen hebt, also die Exzenter nach hinten dreht ; sie sind so gearbeitet, da\u00df sie von selbst in dieser Ausgangslage bleiben. Sodann bewegt man den einen Exzenter mit bestimmter, gleichf\u00f6rmiger Geschwindigkeit nach vorne, so da\u00df die erste Ber\u00fchrung stattfindet, schl\u00e4gt ihn z. B. nach 1 Sek. wieder zur\u00fcck und dreht dann den andern Exzenter mit derselben Geschwindigkeit nach vorne, um ihn ebenfalls nach 1 Sek. zur\u00fcckzuschlagen. Die Druckst\u00e4rke wird dabei durch die Schwere der Gewichte sowie der Platten samt den St\u00e4bchen und Spi\u00dfen bestimmt. Nur die Geschwindigkeit, mit der die Ber\u00fchrung einse\u00dft, ist nicht maschinell, sondern durch freie Hand reguliert. Jedoch lie\u00dfe sich auch hier ein \u00e4hnliches Verfahren einschlagen, wie es bei der Schwellenwage nach v. Frey (No. 184) beschrieben ist.\nWill man Versuche mit Simultanschwelle anstellen, so werden die 2 rechtwinklich umgebogenen Hebel, auf welche die Exzenter wirken, miteinander verkuppelt, so da\u00df man mit einem Exzenter beide Gewichte gleichzeitig heben und senken kann. Damit jedoch die Spi\u00dfen auch gleichzeitig die Haut ber\u00fchren, m\u00fcssen sie so eingestellt werden, da\u00df sie schon vor der Ber\u00fchrung gleiche Entfernung von der Haut besi\u00dfen. Dies erreicht man dadurch, da\u00df man sie auf den St\u00e4bchen s, ein wenig hinauf bezw. hinuntersdiraubt. \u2014 Nat\u00fcrlich kann man mit diesem Aesthesiometer auch bei Simultanschwelle die Geschwindigkeit der Ber\u00fchrung exakt regulieren und variieren, wie es v. Frey bei der Schwellenwage tut.\nDer Apparat ist horizontal an einem Stativ zu befestigen. Es wird zu diesem Zwecke eine an den Tisdi zu klemmende Zwinge mit einem verschieden hodi einzustellenden vertikalen Stab beigegeben und eine Doppelmuffe, um daran den Stab St des Instrumentes zu befestigen.\nPreis Mk. 60.-\nNo. 187. Einfaches Gewiehtsaesthesiometer nach Kupp. Das Instrument dient dazu, einen einzigen (\u00fcbersdiwelligen) Druckreiz von variierbarer und me\u00dfbarer St\u00e4rke zu erzeugen. Man kann also den Einflu\u00df der Druckst\u00e4rke auf die\n113","page":113},{"file":"p0114.txt","language":"de","ocr_de":"SP1NDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nLokalisation eines Punktes und auch auf die Successivschwelle bestimmen; nur mu\u00df in dem le\u00dfteren Falle die Reihe der Punkte, die man reizen will, vorher auf der Haut bezeichnet werden.\nPrinzip und Konstruktion sind genau wie beim vorigen Apparat. Man denke sich einen Schieber herausgenommen und mit einem Holzgriff versehen, so erh\u00e4lt man im wesentlichen das Aussehen des Instrumentchens.\tPl \u25a0eis Mk. 1 *2.*)0\nNo. 188. Elektroden zur elektrischen Hautreizung, in Gr\u00f6\u00dfe und Form nach Wunsch.\nNo. 189. Warinetaster nach Miescher. Derselbe dient dazu, Tastreize von beliebiger und genau bestimmbarer Temperatur zu applizieren. Ein nach unten konisch zulaufendes, mit einem schlecht w\u00e4rmeleitenden Futteral \u00fcberzogenes Neusilberr\u00f6hrchen von 45 mm L\u00e4nge ist durch eine Scheidewand in 2 L\u00e4ngsh\u00e4lften geteilt, die nur ganz nahe an der durch ein d\u00fcnnes Metallpl\u00e4ttchen von 1 mm Durchmesser verschlossenen Spi\u00dfe kommunizieren. An die eine L\u00e4ngsh\u00e4lfte se\u00dft sich ein Zuflu\u00df-, an die andere ein Abflu\u00dfr\u00f6hrchen an. Der Einstr\u00f6mungsweg erweitert sich zu einer kleinen Metallkapsel, in welcher die Kugel eines feinen Thermometers eingepa\u00dft ist. Bei einem Wasserstrom von 15 ccm pro Min. und einer um 27-30\u00b0 C h\u00f6heren Temperatur als die der Zimmerluft zeigt das Thermometer die Temperatur der Spi\u00dfe auf ca Vi\u201e\" genau an. Das Wasser mu\u00df klar filtriert und frei von kohlensaurem Kalk sein. Das Instrument wird schr\u00e4g aufgese\u00dft wie ein Bleistift, weshalb auch die Spi\u00dfe etwas abgeschr\u00e4gt ist.\nPreis Mk. 30.\u2014\nNo. 190. Bewegungsmesser nach (xoldscheider. (Gesammelte Abhandlungen Bd. IL S. 288 und Berliner klin. Wochenschrift 1890, No. 14.) Der Apparat dient dazu, unsere Empfindlichkeit f\u00fcr Bewegungen der K\u00f6rperteile gegeneinander zu pr\u00fcfen, vor allem um Bewegungsschwellen, sowohl f\u00fcr aktive wie f\u00fcr passive Bewegungen zu bestimmen. F\u00fcr seine Konstruktion war der Gedanke ma\u00dfgebend, da\u00df er f\u00fcr klinische Zwecke geeignet sein soll, also zur schnellen Orientierung dar\u00fcber, ob der Patient normale oder abnorme Empfindlichkeit besi\u00dft. Daher ist der Apparat so konstruiert, da\u00df seine Handhabung sehr einfach ist, und da\u00df er keine langen Vorbereitungen und keine Nebenapparate erfordert.\nDie Holzschiene s wird mit seiner unteren Fl\u00e4die, die mit Leder \u00fcberzogen ist, auf das zu bewegende Glied, z. B. auf den Unterarm aufgelegt und, wie\ndie Figur zeigt, mit den H\u00e4nden an denselben angedr\u00fcckt, so da\u00df es gut anliegt. Oben an der Schiene ist, quer zu ihr, also senkrecht zur Zeichenebene ein St\u00fcck mittels einer Schraube befestigt, welches verstellbar ist und soweit \u00fcber den Arm vorragen mu\u00df, da\u00df der Sektor mit dem Pendel, den es tr\u00e4gt, freien Spielraum gewinnt. Der Sektor ist an dem Querst\u00fcck nicht starr befestigt, sondern kann mit Reibung in zweifacher Weise gedreht werden : erstens um das Querst\u00fcck als Axe, also in seiner eigenen (und in\n114\n\u00a3","page":114},{"file":"p0115.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nder Zeichen-) Ebene, zweitens um seine Symmetrieaxe, die durch den Nullpunkt der Teilung geht und in der Figur fast senkrecht liegt. Das Pendel stellt sich durch seine Schwere vertikal. Damit es, ehe es zur Ruhe kommt, nicht lange hin- und herschwingt, gleitet es mit einem kleinen R\u00f6llchen an der unteren, gebogenen Leiste des Sektors. Zur bequemen Ablesung des Teilstriches der Gradteilung, auf den sich das Pendel einstellt, ist es mit einem R\u00e4hmchen versehen, in dessen Mitte vertikal ein d\u00fcnner Draht ausgespannt ist. Der Teilstrich, welchen der Draht deckt, ist f\u00fcr die Ablesung ma\u00dfgebend. Man kann leicht bis auf halbe Grade ablesen, da jeder Gradstrich vom n\u00e4chsten 2 mm entfernt ist.\nMan stellt den Sektor durch Drehen um das Querst\u00fcck so ein, dag das Pendel bei der gew\u00e4hlten Ausgangslage des Gliedes auf 0 zeigt. Wird nun das Glied aus dieser Lage heraus gedreht, so bewegt sich um genau denselben Winkel auch die an ihm fest anliegende Schiene und mit dieser der Sektor, w\u00e4hrend das Pendel infolge seiner Schwere in vertikaler Lage verharrt. Der neue Teilstrich, vor welchen das Pendel dabei zu stehen kommt, gibt dann, wie eine einfache \u00dcberlegung zeigt, den Winkel der ausgef\u00fchrten Drehung an.\nDie Ausgangslage des Gliedes braucht keine horizontale zu sein. Nur mu\u00df wenigstens bei starker Neigung, der Sektor in solche Lage gebracht werden, da\u00df er wieder vertikal nadi unten steht und das Pendel bei 0 einspielt. Stets aber m\u00fcssen der Sektor und das Pendel in einer vertikalen Ebene liegen.\nWenn man nicht, wie bisher stillschweigend angenommen wurde, die Schwelle f\u00fcr die Beugung und Streckung untersuchen will, sondern die f\u00fcr die Drehung z. B. des Armes um seine L\u00e4ngsaxe, so tritt die zweite der obenerw\u00e4hnten Bewegungsfreiheiten des Sektors in Kraft; er wird um seine eigene Symmetrieaxe um 90\u00b0 gedreht, so da\u00df er senkrecht zum Arm und senkredit zur Zeichenebene steht.\nZuweilen st\u00f6ren aktive Muskelspannungen beim Halten des Gliedes den Versuch. Das einfachste Mittel dagegen ist es, wenn der Versuchsleiter das zu bewegende Glied selbst festh\u00e4lt. Eventuell m\u00fcssen die proximal gelegenen Teile fixiert werden. Die Fixierung und Bewegung soll so geschehen, da\u00df Hautempfindungen bei der Be-Bewegung m\u00f6glichst vermieden werden. \u00dcbrigens betont Goldscheider, da\u00df seine \u201ePatienten ausnahmslos sehr schnell die Bewegung von den \u00fcbrigen Sensationen unterscheiden\u201c lernten.\nPreis Mit. :>0.\u2014\nNo. 191. Feclllier\u2019sclie Gewichte. (Elemente der Psyehophysik 1, S. 96 f. Revision der Hauptpunkte der Psyehophysik S. 359, ferner G. E. M\u00fcller und F. Schumann, \u00dcber die Vergleidiung gehobener Gewichte, Pfl\u00fcg. Arch. Bd. 45, S. 37 f.) Sie dienen zur Untersuchung unserer Unterschiedsempfindlichkeit f\u00fcr aktiv gehobene Gewichte. Form und Ausf\u00fchrung sind genau dieselben wie bei den urspr\u00fcnglichen, von Fechner selbst ben\u00fc\u00dften Gewichten.\n115","page":115},{"file":"p0116.txt","language":"de","ocr_de":"SP1NDLER & HOYER \u25a0 G\u00d6TTINGEN.\nIn das einfache Gestelle, dessen Form aus der Figur er-sichtlidi ist, werden zun\u00e4chst unten gro\u00dfe, den ganzen Boden deckende Gewichtsplatten eingelegt. Dar\u00fcber wird eine Blechplatte mit einem Aufsag gelegt, wie sie in der mittleren Figur zu sehen ist. In den Aufsag passen kleinere Gewichtsplatten, auf die wieder eine Blechplatte mit einem nodi kleineren Aufsag gelegt wird, weldier zur Aufnahme der kleinsten Gewichte bestimmt ist. Die legtere Platte samt ihrem Aufsag ist in der Figur links in vergr\u00f6\u00dfertem Magstabe gezeichnet. \u2014 Diese ganze Einrichtung hat den Zweck, dag die Gewichte in dem Gef\u00e4ge zentrisdi verteilt sind, dag sie ferner beim Heben nicht hin und her rutschen, und dag sie, wenigstens bei m\u00e4giger Hubgeschwindigkeit, nicht herausfliegen.\nDer zu den Gef\u00e4\u00dfen geh\u00f6rige vollst\u00e4ndige Sag von Gewichten umfa\u00dft je 10 Bleiplatten von 1000, 500, 100, 50 g, 20 Bleiplatten von 200 g; ferner je 10 Zinkplatten von 10, 5, 1, % g und je 20 Zinkgewichte von 20 und 2 g. Es lassen sidi somit in Intervallen von je \u2018/2 g alle Gewidite von % g bis zu mehreren kg einlegen. Die Gef\u00e4ge selbst sind relativ leidit und sind untereinander genau gleich schwer.\nDer Griff, an dem die Gef\u00e4ge beim Heben angefa\u00dft werden, ist aus Hartgummi angefertigt; er ist sehr handlich und dreht sich leidit um seine Axe.\nDie einzelnen Hebungen m\u00fcssen untereinander ganz gleidi ausgef\u00fchrt werden, mit gleicher Gesdiwindigkeit und bis zu gleidier Hubh\u00f6he. Das Tempo wird am besten durch ein Metronom reguliert, die Hubh\u00f6he durch eine \u00fcber den Gewiditen ausgespannte Schnur ; die Gewidite werden so hoch gehoben, dag die Hand die Schnur eben ber\u00fchrt.\nUm das beim Niedersegen der Gewichte entstehende, st\u00f6rende Ger\u00e4usch zu d\u00e4mpfen, nimmt man als Unterlage ein gepolstertes Brett. Will man die \u201eRaumlage\u201c f\u00fcr die zu vergleichenden Gewichte konstant lassen, so werden dieselben nidit nebeneinander, sondern successiv an dieselbe Stelle gesegt. Hierzu bedient man sidi am besten \u2014 nach einem Vorschl\u00e4ge von Sdioll \u2014 einer gepolsterten Drehscheibe. Die Gewidite werden vor dem Versuche in entsprechendem Abstand auf den Rand der Scheibe gesegt und dann einfach durch Drehung derselben successive an dieselbe Stelle gebracht.\nPreis von 10 beflissen samt dem vollst\u00e4ndigen Gewichtssatz\nMk. 375.\nMk.\t30-\nMk.\t1.50\nMk.\tT0.\u2014\n116\nPi \u2022eis eines einzelne\u00ab leeren Gelasses\nPreis des gepolsterten Brettes\nPreis der gepolsterten Drehscheibe nach Scholl","page":116},{"file":"p0117.txt","language":"de","ocr_de":"S FIND LE R & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 192. Apparat nach Laura Steffens. (Zeitschr. f. Psych. Bd. 23 S. 274). Derselbe dient dazu, die Schnelligkeit der Hebung am Beginne derselben zu messen. \u00dcber dem Grundbrett P, dreht sich in der Axe A die Platte P2, die durch die Feder F von dem ersteren abgehoben wird. Die Platte P2 tr\u00e4gt die Zunge Z, deren Platin-,\tspieen bei der h\u00f6chsten und tiefsten Lage\nder Platte die Platinbl\u00e4ttchen p2 und P! ber\u00fchrt, die an dem Messingb\u00fcgel B, bezw. an dem Grundbrett befestigt sind. Z ist mit der Klemme K,, pj sowie p2 mit K, in metallischer Verbindung. Stellt man das zu hebende Gewidit auf die obere Platte, so dr\u00fcckt es dieselbe nieder, und Kt wird mit K2 durch den unteren Kontakt bei P, verbunden. Wird das Gewicht abgehoben, so wird der Strom unterbrochen, bis die Platte die in der Figur dargestellte Endlage erreicht hat, in welcher der obere Kontakt bei p2 hergestellt wird. Die Dauer der Stromunterbrechung, die sich mittels des Hipp\u2019schen Chronoskopes messen l\u00e4gt, \u00e4ndert sich je nach der mittleren Schnelligkeit, mit der das Gewicht in den ersten Momenten abgehoben wird.\nPreis Mk. .50.\u2014\nNo. 193. Charpentier solle Gewichte. 2 gleich schwere, aber verschieden gro\u00dfe Messingkugeln mit Schlinge zum Halten. Wenn man die Gewichte hebt und vergleicht, indem man sie gleichzeitig ansieht, so entsteht die T\u00e4uschung, als ob die kleinere Kugel deutlidi schwerer sei.\nPreis Mk. 10.\u2014\nNo. 194. ErgOgrapll nach Mosso. (Du Bois-Reymond\u2019s Arch. Jahrg. 1890 S. 90, Die Erm\u00fcdung, Lpz. 1892, S, 86 ff.) Er dient dazu, die von einem Mittelfinger nach bestimmtem Tempo ausgef\u00fchrten Gewichtshebungen graphisch zu registrieren. Die \u00fcbrige Hand und der Arm sollen sich m\u00f6glichst wenig an der Hebung beteiligen. Zu\ndiesem Zwecke wird der Arm mittels der halbringf\u00f6rmigen Kissen A, der Zeige- und Ringfinger durch die R\u00f6hren F festgehalten, w\u00e4hrend der Mittelfinger durch den dazwischen liegenden Ring gesteckt wird, der sein Grundglied fest umschlie\u00dft, so dag die 1. und 2. Phalanx frei bleiben. Vor den bisher besprodienen Teil des Apparates wird der in der Figur rechts stehende Hebelapparat gesegt. Das zu hebende Gewidit wird an einer Darmsaite befestigt, die \u00fcber die Rolle R zum Schlitten S f\u00fchrt. An diesen greift auf der rechten Seite eine zweite Darmsaite an, die zun\u00e4chst hori-\n117","page":117},{"file":"p0118.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nzontal, dann \u00fcber eine Rolle gehend nach aufw\u00e4rts zu dem Ringe f\u00fchrt, der an dem Mittelfinger steckt. Das nebenstehende Schema zeigt diese F\u00fchrung der Saite. Wird nun der Finger gebeugt, so zieht er die Saite nach sich, und mit derselben den Schlitten S, welcher den Hebel H tr\u00e4gt, und mittels dieses Schlittens endlich das Gewidit. Der Hebel zeichnet auf einer langsam rotierenden Trommel mit horizontaler Axe eine Kurve, weldie die Abnahme der Hubh\u00f6he und den eigent\u00fcmlichen Fasenverlauf der einzelnen Hebung zeigt. Eine einfache, in der Figur weggelassene Vorrichtung gestattet es, die Summe aller einzelnen Hubh\u00f6hen und damit durch Multiplikation mit dem Gewicht die Gesamtarbeit zu bestimmen.\nDer Apparat wird dazu verwendet, den Einflug geistiger und k\u00f6rperlicher Erm\u00fcdung sowie auch anderer Umst\u00e4nde auf die Muskelleistung zu untersuchen. Der Apparat kostet complet\nPreis Mk. 150.\u2014\nNo. 195 Derselbe, Handlagerung; modifiziert nach Dubois. (Schnyder, Alkohol und Muskelkraft, Pfl\u00fcg.-Arch., Bd. 93, S. 458). Bei diesem Instrument\nist der Mosso\u2019sche Sdireibapparat beibehalten, hingegen von dem Dubois\u2019schen Instrumente die Art der Handlagerung und der Handbewegung \u00fcbernommen. Die Hand umfagt hier einen kr\u00e4ftigen Zapfen und wird durch die 2 verschiebbaren Halter fixiert. Ferner kann hier die Bewegung mit dem Zeigefinger ausgef\u00fchrt werden, was den Verh\u00e4ltnissen des t\u00e4glichen Lebens besser entspridit.\nincl. Schreibapparat Preis Mk. 150.\nNo. 196. F\u00fclilstreckeuapparat nach Schumann. Der Apparat dient zur Vergleichung von F\u00fchlstrecken, cl. h. von Strecken, die bei ges\u00e8iossenen Augen mit der Hand durchfahren und abgesch\u00e4gt werden.\nAuf einem auf 3 Stellschrauben ruhendem Gestelle erheben sich vorne 2 Tr\u00e4ger, die oben 2 parallele runde Stangen und unmittelbar darunter eine vierkantige Leiste tragen. Die 2 Stangen dienen zur F\u00fchrung f\u00fcr ein J f\u00f6rmiges St\u00fcck, an dessen vertikalem Stab die Versuchsperson anzufassen hat, um das ganze St\u00fcck in geradliniger F\u00fchrung horizontal fortzusdiieben. Die zu verglleichenden Strecken werden dadurch bestimmt, dag der Bewegung Grenzen, Hemmnisse gesegt werden. Soll die Strecke z. B. von links nach rechts durchfahren werden, so wird die Ausgangslage durch einen\n118","page":118},{"file":"p0119.txt","language":"de","ocr_de":"SNINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nAnschlag auf der linken Seite bestimmt, w\u00e4hrend die rechte Grenze durch ein Hemm-\nnis auf dieser Seite markiert wird. Die Hemmnisse werden an Schiebern angebracht die auf der kantigen Leiste l\u00e4ngs einer Skala zu verschieben sind. Das nebenstehende\nin gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstabe gehaltene Schema zeigt ihre Konstruktion. Der Schieber wird von unten durch eine Schraube an der Leiste festgesdiraubt. Oben hat er einen Einschnitt, in welchen der eine Balken eines T-f\u00f6rmigen St\u00fcckes passt. Dieses ist etwas h\u00f6her als der Schieber und hemmt dadurch den dar\u00fcber befindlichen, von der Versuchsperson fortgeschobenen Griff Gr, indem an demselben ein Stift befestigt ist, welcher \u00fcber den Schieber selbst eben noch hinweggeht, w\u00e4hrend er durch das etwas h\u00f6here Hemmnis aufgehalten wird.\nSehr kleine Differenzen von Strecken, wie man sie zur Untersuchung dei Unterschiedsempfindlichkeit ben\u00f6tigt, werden nicht durch Verschieben der ganzen Schieber erzeugt, sondern dadurch, da\u00df T-St\u00fccke mit verschieden breiten oberen Balken ein-gese\u00dft werden. Das Auswechseln derselben ist sehr einfach ; man fa\u00dft sie an dem ringf\u00f6rmigen Griff an und hebt sie aus dem Schieber heraus bezw. se\u00dft sie in denselben ein.\nDamit man die von der Versuchsperson ausgef\u00fchrten Bewegungen in ihrem Phasenverlauf genauer studieren kann, ist es n\u00f6tig, sie graphisch zu registrieren. Zu diesem Zwecke ist der Apparat so eingerichtet, da\u00df er mit dem Schreibapparat des Ergographen verbunden werden kann, dessen Schreibhebel dann die Bewegung auf einem Kymographion oder Chronographen aufzeichnet. Die Figur zeigt den Apparat in Verbindung mit der Schreibvorrichtung. Des Genaueren ist die Einrichtung folgende: Der von der Versuchsperson zu verschiebende Griff tr\u00e4gt einen Ring, m welchem ein Stab gleitet, der nach hinten geht und dort in einem durch eine S\u00e4ule getragenen Ring festgeklemmt ist. Beide Ringe drehen sich um eine vertikale Axe, um die Verschiebung des Griffes nicht zu hindern. Hinten wird auf zwei S\u00e4ulen der Schreibapparat des Ergographen aufgeschraubt. Mit dem Schieber dieses Apparates wird die fr\u00fcher erw\u00e4hnte Stange gekuppelt und so die Bewegung des von der Versuchsperson bewegten Griffes auf den Sehreibhebel \u00fcbertragen.\n119","page":119},{"file":"p0120.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nMit Absicht ist der Apparat f\u00fcr eine geradlinige und nicht f\u00fcr eine zu dem bewegten K\u00f6rpergelenk konzentrische Bewegung eingerichtet. Die geradlinige Bewegung ist zwar physiologisch komplizierter, indem sie durch Zusammenwirken mehrerer Gelenke entsteht, aber auf sie beziehen sich vorwiegend unsere r\u00e4umlichen Vorstellungen, und die Sch\u00e4gung und Vergleichung von Gr\u00f6\u00dfen. Au\u00dferdem kommen rein kreisf\u00f6rmige durch Drehung um ein einziges Gelenk entstehende Bewegungen im praktischen Leben kaum vor.\nincl. Schreibapparat Preis Mk. 225.\u2014 olme Schreibapparat Mk. 150.\u2014\nVI. Apparate f\u00fcr Reaktionsversuche.\nVorbemerkung und Angabe von Schaltungen.\nReaktionsversuche sind bekanntlich solche Versuche, bei welchen der Beobachter auf gegebene Reize m\u00f6glichst schnell mit bestimmten Bewegungen zu reagieren hat, event, nach Zwischenschaltung gewisser Aufgaben, und bei welchen die Zeit vom Beginne des Reizes bis zum Beginne der Reaktion gemessen wird. Denn aus dieser Reaktionszeit lassen sich unter Umst\u00e4nden Schl\u00fcsse auf die Dauer, Kompliziertheit und Art der psychischen Vorg\u00e4nge zwischen der Einwirkung des Reizes und der Reaktion ziehen. Die Versuche haben daher ein weites Anwendungsgebiet in der Psychologie und Pathologie. Vor allem ist es gelungen, Aufschl\u00fcsse \u00fcber die relative Dauer zentraler Vorg\u00e4nge (Reproduktion, Apperzeption etc.) unter verschiedenen Umst\u00e4nden (Aufmerksamkeit, Hemmungen, Erm\u00fcdung etc.) zu erhalten und damit eine wertvolle objektive Eigenschaft derselben kennen zu lernen.\nDie Versuchsanordnung hat nach dem Gesagten vor allem die Aufgabe, die Messung der Zeit zu erm\u00f6glichen. Hierzu k\u00f6nnen verschiedene Chronoskope verwendet werden. Meistens ben\u00fcgt man das Hipp, u. zw. das mod\u00e8le courant desselben (No. 1 a). Es k\u00f6nnen jedoch auch die Chronoskope No. 2, 3 und 4 verwendet werden. Das legtere ist durch seine Einfachheit ausgezeichnet sowie dadurch, dag es zugleich Vorrichtung zur Reizung und zur Reaktion enth\u00e4lt (vgl. auch die Anm. zu No. 4). Ferner sei verwiesen auf das Universalpendel No. 16 das als \u201ePendelchronoskop\u201c auch zur Zeitmessung dient und gleichzeitig als Reizinstrument verwendbar ist. Endlich seien erw\u00e4hnt ein Chronoskop nach Netschajeff, das im Nachtrage n\u00e4her beschrieben wird, und das ebenfalls mit Reiz- und Reaktionseinrichtung versehen ist, und ein noch im Bau befindliches Chronoskop nach Rupp, bei welchem das Prinzip der Sanduhr verwendet ist (vgl. auch Anm. zu Punkt i) der Vorbemerkung von Gruppe VII und die Anm. zu No. 216).\n120","page":120},{"file":"p0121.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nBei den meisten dieser Chronoskope geschieht die Ein- und Ausschaltung des Zeigerwerkes auf elektromagnetischem Wege. Daher sind die im Folgenden angef\u00fchrten Reiz- und Reaktionsinstrumente so eingerichtet, dag im Moment, wo der Reiz erscheint bezw. wo die Reaktion beginnt, ein Kontakt ge\u00f6ffnet oder geschlossen wird.\nIm Folgenden sind die wichtigsten Arten angef\u00fchrt, nach denen das Hipp mit dem Reiz- und dem Reaktionsinstrument in einen Stromkreis geschaltet werden k\u00f6nnen. Die verschiedenen Schaltungen unterscheiden sich in zweifacher Hinsicht. Einmal dadurch, dag bei den einen Schaltungen die Elektromagneten des Hipp w\u00e4hrend der Reaktionszeit von einem elektrischen Strom durchflossen werden (Stromschliessung w\u00e4hrend der Reaktionszeit), bei den anderen Schaltungen der Strom w\u00e4hrend der Reaktionszeit ge\u00f6ffnet, hingegen vor- und nachher geschlossen ist (Strom\u00f6ffnung w\u00e4hrend der Reaktionszeit). Im ersten Falle wird im Hipp das untere Paar von Elektromagneten benugt und die obere Feder st\u00e4rker gespannt; im leg-teren Falle wird das obere Paar benugt und die untere Feder st\u00e4rker gespannt. \u2014 Zweitens kann man die Schaltungen nach dem Gesichtspunkt einteilen, ob das Reiz-und das Reaktionsinstrument f\u00fcr \u00d6ffnung oder f\u00fcr Sdiliegung eines Kontaktes eingerichtet sind. Darnach gibt es 4 Kombinationen: a) Schliegung-\u00d6ffnung, d. h. das Reizinstrument ist f\u00fcr Schliegung, das Reaktionsinstrument f\u00fcr \u00d6ffnung eingerichtet. b) \u00d6ffnung-Schliegung. c) Schliegung-Schliegung. d) \u00d6ffnung-\u00d6ffnung. Nimmt man die erste Einteilung hinzu (Stromschliegung, Strom\u00f6ffnung w\u00e4hrend der Reaktionszeit), so gibt es somit 8 Kombinationen. Dabei ist von den Schaltungen abgesehen, in welchen beide Paare von Elektromagneten im Hipp benugt werden.\nEs ist nicht wertlos, sich f\u00fcr m\u00f6glidist viele Kombinationen die entsprechenden Schaltungen gegenw\u00e4rtig zu halten. Denn erstens kann es sein, dag ein Paar von Elektromagneten versagt ; auch gibt es \u00e4ltere Modelle, welche nur 1 Paar besigen. Zweitens sind zwar die meisten Reiz- und Reaktionsinstrumente sowohl f\u00fcr \u00d6ffnung wie f\u00fcr Schliegung eingerichtet, einige hingegen doch nur f\u00fcr eines von beiden. Im Folgenden sind 6 verschiedene Schaltungen angegeben; f\u00fcr 2 von den erw\u00e4hnten 8 Kombinationen lassen sich analoge einfache Schaltungen nicht durchf\u00fchren. In der Literatur sind bis jegt nur die 3 Schaltungen la, 2a und 2b erw\u00e4hnt. Mit ihnen, ja mit den beiden Schaltungen la und 2b wird man in den meisten F\u00e4llen auskommen. \u2014 In den Sdiemen der Schaltungen bedeutet (J) eine Pohl\u2019sche Wippe, die hinter der Stromquelle eingeschaltet wird, um den Strom zur Vermeidung von remanentem Magnetismus kommutieren zu k\u00f6nnen. Der Hipp ist durch seine 2 Elektromagnetenpaare repr\u00e4sentiert; je nachdem bei der betreffenden Schaltung die obere oder die untere Feder st\u00e4rker zu spannen ist, ist nur die obere bezw. untere Feder eingezeichnet. Das Reiz- und das Reaktionsinstrument sind durch einfache Kontakte angedeutet.\n121","page":121},{"file":"p0122.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nl. Stromschliessung' w\u00e4hrend der Reaktionszeit. Es werden die unteren Elektromagneten benutzt und daher die obere Feder st\u00e4rker gespannt.\na) Schliessung-\u00d6ffnung. Reiz- und Reaktionsinstrument sind hintereinander geschaltet. Der Kontakt im Reaktionsinstrument ist vor dem Versuche geschlossen, der im Reizinstrumente ge\u00f6ffnet. Beim Reiz wird der lefetere und daher der ganze Stromkreis geschlossen, durch die \u00d6ffnung des Kontaktes im Reaktionsinstrument wird er wieder ge\u00f6ffnet.\nb) \u00d6ffnung-Schliessung. Reiz- und Reaktionsinstrument sind in Nebenleitungen gelegt. Da n\u00e4mlich der Hipp in seinen Elektromagneten einen ziemlich starken Widerstand besitzt, so geht bei geschlossener Nebenleitung fast alle Elektrizit\u00e4t durch diese, und der Hipp ist so gut wie ausgeschaltet. Der Kontakt im Reizinstrument ist vor dem Versuch gesdilossen, somit geht der Strom durch die betreffende Nebenleitung. Erst wenn diese gleichzeitig mit der Reizung unterbrodien wird, geht er, da die andere Nebenleitung von vornherein ge\u00f6ffnet ist, ganz durch den Hipp. Bei der Reaktion wir die zweite Nebenleitung gesdilossen und daher der Strom in diese abgelenkt.\nc) Schliessung-Schliessung. Hier ist nur das Reaktionsinstrument in eine Nebenleitung gelegt. Die Schaltung wird nach dem unter b) Gesagten ohne weiteres verst\u00e4ndlich sein.\nd) \u00d6ffnung-\u00d6ffnung. Hier ist umgekehrt das Reizinstrument in eine Nebenleitung gelegt. Auch diese Schaltung versteht sich nach dem unter b) Gesagten von selbst.\n122","page":122},{"file":"p0123.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\n2. Strom\u00f6ffnung' w\u00e4hrend der Reaktionszeit. Es werden die oberen Elektromagneten im Hipp benugt und daher die untere Feder st\u00e4rker gespannt.\na)\tSchliessung-\u00d6ffnung. Reiz- und Reaktionsinstrument sind analog wie bei der Sdial-tung la hintereinander geschaltet. Nur sind beide in die Nebenleitung gelegt.\nb)\t\u00d6ffnung-Schliessung. Reiz- und Reaktionsinstrument sind analog wie bei Schaltung lb nebeneinandergeschaltet, nur sind sie nicht in eine Nebenleitung, sondern in die Hauptleitung gelegt. Das Reizinstrument ist vor dem Versuch geschlossen, das Reaktionsinstrument ge\u00f6ffnet; der Strom nimmt daher durch das erstere seinen\nWeg. Beim Reiz wird auch dieser Zweig ge\u00f6ffnet, also der Strom unterbrochen. Bei der Reaktion wird der andere Zweig geschlossen, somit kann der Strom durch ihn fliegen.\nEs er\u00fcbrigt noch, eine Komplikation der Schaltung zu besprechen, die z. B. bei Reizinstrumenten entsteht, in denen der Reiz durch einen Induktionsstrom erzeugt wird (Telephon No. 206, elektrische Hautreizung No. 188, ebenso optischer Reiz durch elektrischen Funken etc.). Bei den meisten Reizinstrumenten wird durch die Reizung eine mechanische Bewegung erzeugt, welche gleichzeitig dazu verwendet wird, einen Kontakt zu \u00f6ffnen oder zu schliessen. In den erw\u00e4hnten F\u00e4llen ist aber keine solche mechanische Bewegung vorhanden. Man wird zun\u00e4chst daran denken, den Hippstrom selbst als prim\u00e4ren Strom zu benugen und durch seine Sehliegung oder \u00d6ffnung gleichzeitig den Reiz auszul\u00f6sen und den Hipp in Gang zu segen. Allein dann ist ein neuer Widerstand, n\u00e4mlich der der prim\u00e4ren Spirale in den Stromkreis eingesdialtet, wodurch Schwierigkeiten entstehen, z. B. mug die Stromst\u00e4rke so gew\u00e4hlt werden, dag sie nidit allein dem Hipp gen\u00fcgt (vgl. das bei der Hipp-Kontrolle auf S. 12 f. Gesagte), sondern dag sie auch einen entsprechend starken Induktionsschlag erzeugt. Solchen Schwierigkeiten weicht die von Ewa ld angegebene Schaltung aus (vgl. Dumreicher, zur Messung der Reaktionszeit, Dissert., Stragburg 1899, S. 37). In den Hippstromkreis wird nicht das Reizinstrument selbst eingeschaltet, sondern die\nEwald\u2019sdie Wippe (s. u. Gruppe X). Das nebenstehende Schema verdeutlicht deren Funktion. Sie besteht aus 2 Hebeln. Wenn man den rechten Hebel in der Richtung des Pfeiles nadi unten dr\u00fcckt, so wird in einem gewissen Moment der Kontakt K, geschlossen, aber bei schnellem Niederdr\u00fccken fast gleichzeitig der Kontakt K2 ge\u00f6ffnet. Das Instrument wird nun so verwendet, dag der eine Kontakt in den Hippstromkreis eingeschaltet wird, w\u00e4hrend der andere in einen davon ganz unabh\u00e4ngigen, mit eigener Stromquelle\n123","page":123},{"file":"p0124.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nund eigenem Widerstand ausger\u00fcsteten Kreis gesdialtet wird, welcher auch das Reizinstrument, z. B. die prim\u00e4re Spirale des Induktoriums enth\u00e4lt1). Wird im Hippstromkreis der Schlie\u00dfungskontakt der Wippe benu\u00dft, so liegt im Nebenstromkreis des Reizinstrumentes der \u00d6ffnungskontakt, der Reiz mu\u00df also durch Strom\u00f6ffnung erzeugt werden; und umgekehrt. Es sind somit auch hier genau dieselben Schaltungen des\nHipp m\u00f6glich, welche oben erw\u00e4hnt wurden. Anstelle des dort angef\u00fchrten Kontaktes des Reizinstrumentes tritt einfach der eine Kontakt der Ewald\u2019schen Wippe. In der Literatur ist blo\u00df eine einzige Schaltung erw\u00e4hnt (vgl. die fr\u00fcher zitierte Abhandlung). Sie entspricht unter den oben beschriebenen Schaltungen der ersten: Ewald\u2019sdie Wippe und Reaktionsinstrument sind hintereinander in den Hippstrom geschaltet, u. zw. von der Wippe der Schlie\u00dfungskontakt. Der Reiz wird durch \u00d6ffnung des Nebenstromes erzeugt, was beim In-duktorium vorteilhaft ist, da der \u00d6ffnungsschlag kr\u00e4ftiger ist als der Schlie\u00dfungssdilag.\na) Reizinstrumente.\nNo. 199. Optischer Reizapparat nach Roemer. (Kraepelin,Psydioi.Arbeiten, Bd. 1, Seite 572). Er dient dazu, eine Karte mit einem darauf geschriebenen Worte oder Zeichen schnell zu exponieren und im Momente der vollen Exposition einen Kontakt zu schlie\u00dfen.\nDie gu\u00dfeiserne Grundplatte A tr\u00e4gt zwei S\u00e4ulchen B B, durch deren Kopf eine Axe geht, um weldie die rechteckige Platte c drehbar ist. Auf diese Platte wird die Reizkarte gesteckt und zwar zun\u00e4chst auf der dem Beobachter abgewendeten Seite. Eine starke Feder in der Trommel E bewirkt sodann, wenn man den Hebel K mit der hemmenden Nute G niederdr\u00fcckt, da\u00df die Platte sich schnell um 180\u00b0 dreht, wodurch die Karte auf die dem Beobachter zugekehrte Seite kommt. In dieser Lage wird sie durch die Hemmvorriditung H festgehalten, in welcher sie gleichzeitig einen dauernden Kontaktschlu\u00df bewirkt.\nPreis 31k. 60.\u2014\ni) Auch Reizinstrumente, in welchen durch Anziehung oder Loslassung eines Ankers der Reiz erzeugt wird, k\u00f6nnten in \u00e4hnlicher Weise geschaltet werden. Dasselbe gilt nat\u00fcrlich auch von Reaktionsinstrumenten. \u00dcbrigens ist, genau gesehen, etwas Analoges bei den Schallschl\u00fcsseln realisiert ; nur ist dort die Ewald\u2019sche Wippe durch ein Relais ersetjt.\n124","page":124},{"file":"p0125.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u201e G\u00d6TTINGEN.\nNo. 200. Kartenweclisler nach Ach. (Kraepelin, Psychol. Arb., III. Band, S. 256.) Dieses Instrument gestattet es, eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Karten mit verschiedenen W\u00f6rtern, Zeichen, Farben etc., die vorher in gewisser Reihenfolge in den Kasten a des Apparates eingelegt worden sind, in derselben Reihenfolge nacheinander zu exponieren. Durch Druck an dem Hebel B wird der vorher verdeckte Spalt in dem Sdiirme y frei und dadurch die Karte mit dem Reizwort (z. B. Wohnhaus) sichtbar. Durch einen zweiten Druck an dem Griffe A wird der Spalt wieder verdeckt und gleichzeitig die Karte nach unten in die schr\u00e4ge Rinne \u00e4 geschleudert und die n\u00e4chste an ihre Stelle gedr\u00fcckt. Im Momente, wo die Silbe auf der Karte ganz sichtbar wird, wird ein durch den Apparat geleiteter Strom geschlossen.\nDas rechts stehende Schema zeigt die n\u00e4here Ausf\u00fchrung des Apparates. Mit dem schon erw\u00e4hnten Schirme y stehen in fester Verbindung der Kasten a, in welchen die Reizkarten vertikal eingestellt werden, die schr\u00e4ge Rinne S, die gleichzeitig als Fu\u00df dient, und endlich die Platte JJ (siehe das Schema). Diese Platte dient als Rahmen f\u00fcr die 2 beweglichen Platten C und F, die hinter bezw. vor J liegen. In den Ausschnitt D der hinteren Platte C passen, der Gr\u00f6\u00dfe wie der Dicke nach, genau die in den Kasten gelegten Reizkarten; sie werden durch die Feder H in den Ausschnitt ineingedr\u00fcckt. An der eben erw\u00e4hnten Platte C ist der in der Figur zu sehende Griff A befestigt. Dr\u00fcckt man ihn nach unten, so wird auch die Platte und mit ihr eine Reizkarte nach unten gezogen, und le\u00dftere in die Rinne \u00f6 hinausgeschleudert. L\u00e4\u00dft man den Griff A wieder los, so wird er samt der Platte durch eine Feder nach oben zur\u00fcckgeschnellt, und es r\u00fcckt eine neue Reizkarte in den Ausschnitt D. Wenn die Platte nach unten gezogen wird, so nimmt sie mittels zweier Haken E auch die vordere Platte F mit. Diese hat, ebenso wie J, einen Ausschnitt, der der Gr\u00f6\u00dfe des Spaltes G im Schirme y entspricht. Wenn sich beide Platten in der in dem Schema gezeichneten Lage befinden, so ist die Reizkarte sichtbar; wenn hingegen F mit C nach unten gezogen wird, so verdeckt der obere Teil von F die Karte. F bleibt in der unteren Lage auch dann, wenn C wieder nach oben geschnellt wird und die neue Karte in den Ausschnitt D kommt. Erst wenn man an dem kleinen seitlichen Hebel B (siehe die Figur) zieht, wird audi F nach oben geschnellt und damit der neue Reiz sichtbar.\n125","page":125},{"file":"p0126.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00ab G\u00d6TTINGEN.\nEs er\u00fcbrigt nun noch zu erw\u00e4hnen, wie bei der Exposition des neuen Reizes ein elektrischer Kontakt erzeugt wird. An der Platte J ist, durch ein Hartgummist\u00fcck K isoliert, eine Klemme befestigt, mit der die Feder L in Verbindung steht. Wenn die Platte F nach unten gezogen ist, so ber\u00fchrt sie die Feder L nicht; wenn sie hingegen nach oben kommt, so tritt in einem bestimmten Moment ein Kontakt ein; u. zw. ist die Feder L so gebogen, dag der Kontakt in dem Momente entsteht, wo das Wort auf der Reizkarte ganz sichtbar wird.\tPreis Mli 85_____\nNo. 201. Schall Schl\u00fcssel nach Catell. (Philosophische Studien Band III Seite 313). Der Apparat dient dazu, in dem Momente, wo man beginnt, ein Wort in den Schalltrichter zu sprechen, einen Kontakt dauernd zu \u00f6ffnen oder dauernd zu\nschlie\u00dfen. Er kann daher als Reizinstrument zu solchen Versuchen verwendet werden, wo der Reiz in einem gesprochenen Worte besteht.\nDurch die Luftwellen des in den Schalltrichter gesprochenen Wortes wird die an dem Rande des legteren ausgespannte Membran in Schwingungen versegt. In ihrer Mitte ist innen ein Platinbl\u00e4ttchen angeklebt, das bei nicht-schwingender Membran einen gegen\u00fcberstehenden Stift eben ber\u00fchrt. Schwingt hingegen die Membran, so wird bei jeder Schwingung der Kontakt einmal ge\u00f6ffnet und einmal geschlossen, und damit auch der Strom, der durch die beiden Klemmen am Rande des Trichters zugef\u00fchrt ist. Dieser Strom geht durch die Spulen des im Folgenden beschriebenen Relais, in welchem durch die erste, momentane Strom\u00f6ffnung ein anderer Strom dauernd geschlossen oder ge\u00f6ffnet wird. Dieser erst ist es, der durdi den Hipp ge-\nPreis Mk. 40.\u2014\nleitet wird.\nNo. 202. Relais zum Schallsclillissel nach Catell. (a. a. o.) An einem\ngalgenartigen Tr\u00e4ger h\u00e4ngt eine Stange, die unten einen Anker tr\u00e4gt, weldier von\n126","page":126},{"file":"p0127.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00ab G\u00d6TTINGEN.\nvon diesem entfernt wird. Durch die Elektromagnete wird der auch durch den Schallschl\u00fcssel gef\u00fchrte Strom geleitet. Wird dieser nun bei der ersten Schwingung der Membran auf einen Moment unterbrochen, so wird der Anker losgelassen und durch die entgegenwirkende, mittels Schraube regulierbare Feder F soweit weggezogen, dag der bei der n\u00e4chsten Schwingung auf kurze Zeit wieder geschlossene Strom nicht mehr imstande ist, ihn anzuziehen. Durch die Ankerbewegung wird ferner bei S, ein Kontakt ge\u00f6ffnet, bei S2 ein soldier geschlossen. Leitet man nun den Chronos-kopstrom bei K ein und bei Kt bezw. K2 weg, so wird derselbe in der Tat durdi die erste momentane Strom\u00f6ffnung im Schallschl\u00fcssel, also bei Beginn des Sprechens \u2014 abgesehen von einer kleinen konstanten Latenzzeit \u2014 dauernd ge\u00f6ffnet bezw. geschlossen.\nPreis Mk. 85.\u2014\nNo. 203. ScliallselllHssel nach Roemer. (Kraepelin, Psychol. Arb. Bd. I, Seite 577). Er unterscheidet sich vom eben besprochenen Apparat dadurch, dag er eine empfindlichere Membran hat,*) weshalb er freilich auch eine zartere Behandlung und strenge Vermeidung von Ersch\u00fctterungen verlangt, und dag ferner das Relais in sinniger Weise mit dem Schallschl\u00fcssel zu einem wenig Raum einnehmenden Apparate verbunden ist.\nAuf der in dem Rahmen E ausgespannten Fournier-Membran D ist ein Platinbl\u00e4ttchen befestigt, das der gegen\u00fcberstehende Platinstift eben ber\u00fchrt. Wenn die Membran schwingt, so wird der Kontakt zwischen Bl\u00e4ttchen und Stift bei jeder Schwingung einmal unterbrochen und geschlossen, und desgleichen ein Strom, der zu den Klemmen K, und K2 geleitet ist, da K, durch den Tr\u00e4ger F mit dem Platinstift und K, durch die Wicklung des Elektromagneten und durch den feinen zum Platinbl\u00e4ttchen f\u00fchrenden Draht mit diesem in Verbindung steht. Dieser Strom bewirkt, dag der Anker c, wenn er mittels des Stiftes\nG durch Ziehen an der Schnur des Hebels H dem Elektromagnete gen\u00e4hert worden ist, von diesem festgehalten wird. Gleichzeitig ist dann Ks durch den Anker und den\n*) Auf Wunsch wird der Apparat auch mit der Papier- oder Lammsledermembran des Catellschen Schallschl\u00fcssel und umgekehrt dieser le^tere mit der Roemer\u2019schen Fourniermembran geliefert.\n127","page":127},{"file":"p0128.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nEisenkern mit K4 verbunden, w\u00e4hrend, wenn der Anker herabf\u00e4llt, K3 und K6 in Verbindung stehen. Der Versuch wird nun so ausgef\u00fchrt, dag zun\u00e4chst durch Ziehen an der Schnur der Anker gehoben und durch den Elektromagnetstrom festgehalten wird. Spricht man dann gegen die Membran, so f\u00e4llt bei der ersten Schwingung derselben der Anker herab, ohne wieder angezogen werden zu k\u00f6nnen, und schliegt oder \u00f6ffnet dauernd einen Strom, je nachdem man die Klemmen K, K6 oder K3 K4 beniigt. Die Glocke, deren Klingel mit dem Anker verbunden ist, hat den Zweck, bequem merkbar zu machen, ob der Anker wirklich gefallen ist. Vor die Membran wird, um die Luftwellen wirksamer zu machen, ein Schalltrichter gesegt, der durch ein eigenes Stativ gehalten wird.\tPreis Mk. 95.\u2014\nNo. 204. Lippeiisellliissel nach Miiller-Pilzecker. Wie der Schallschl\u00fcssel kann auch dieses Instrument zu solchen Reaktionsversuchen verwendet werden, bei welchen der akustische Reiz in einem gesprochenen Worte besteht. Der Versuchsleiter dr\u00fcckt das Mundst\u00fcck mit der Unterlippe oder den unteren Schneidez\u00e4hnen in die\nH\u00f6he und l\u00e4gt es beim Beginn des Sprechens schnell fallen. Wesentlich ist es 1) sehr schnell zu sprechen und damit den Schl\u00fcssel rasch fallen zu lassen, 2) ihn nicht erst fallen zu lassen und nachher zu sprechen \u2014 ein Fehler, der von Unge\u00fcbten sehr h\u00e4ufig begangen wird. Durch \u00dcbung und Konzentration lernt man indeg schnell die richtige Handhabung. Das Instrument hat vor den beiden vorigen den Vorzug der Einfachheit und Billigkeit und funktioniert bei richtiger Benugung sehr exakt. Es erfordert auch nicht wie jene einen besonderen Relaisstrom. Durch Loslassen des Mundst\u00fcckes wird der Kontakt zwischen den Klemmen K, K2 ge\u00f6ffnet und nach einer Latenzzeit von wenigen Sekunden zwischen K, und K\u201e ein Kontakt geschlossen.\nPreis Mk. 25.\u2014\n\"TT\u201c\t\u00ab\u00bb*\u25a0\u201c'\nr \u00cf\u00c6\nf I\nNo 205. Scliallliammer. Durch den Schlag des Hammers auf den Ambos\nwird ein akustischer Reiz gegeben. Der\ngeleitet.\nSchlag wird durch elektromagnetische Anziehung des um eine horizontale Axe drehbaren Hammerstieles erzeugt. Durch \u00c4nderung der Stromst\u00e4rke kann die St\u00e4rke des Schlages innerhalb gewisser Grenzen variiert werden. Beim Aufschlagen wird zwischen Hammer und Ambos ein Kontakt hergestellt. Durch die Klemmen K und K' wird der Strom zu den Elektromagneten\nPreis Mk. 45.\u2014\nNo. 206. Telephon. Wenn man dasselbe in den sekund\u00e4ren Kreis eines In-duktoriums schaltet, so entstehen bei Schliegung und namentlich bei \u00d6ffnung des Prim\u00e4rstromes kurze, knallartige Ger\u00e4usche, die sich als akustische Reize f\u00fcr Reaktionsversuche eignen. \u00dcber die Schaltung siehe den Schlug der Vorbemerkung.\nPreis Mk. 8.\u2014\n128","page":128},{"file":"p0129.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00ab G\u00d6TTINGEN.\nNo. 205a. Elektrische Sehreibfeder nach Kraepelin, (Kraepelin,Psychol. Arbeiten, Bd. II S. 400) etwas umge\u00e4ndert nach Kupp. Das Instrument kann zur Applikation von Druckreizen verwendet werden. Es besteht aus einem hohlen Hart-Sl\tgummigriff, in welchem\num die Axe A ein Hebel drehbar ist, dessen einer Arm sich in die zur Ber\u00fchrung dienende stumpfe Hartgummispige fortsegt, w\u00e4hrend der andere Arm die Klemme K, bei seiner h\u00f6chsten und tiefsten Lage mit der Klemme K2 bezw. K3 verbindet. Wenn auf die Spige kein Druck wirkt, so wird dieser Hebelarm durch die Feder F in die H\u00f6he gedr\u00fcckt und K, mit K2 verbunden. \u00dcbt man mit der Feder aber einen Druck aus, so bekommt der Hebel die andere Endlage, es wird der Kontakt IvL Iv2 ge\u00f6ffnet und zwisdien Kt und K3 der Kontakt hergestellt. Der Druckreiz wird mit freier Hand ausgef\u00fchrt. Bei st\u00e4rkerem Drude und bei einiger Geschicklichkeit von Seiten des Versuchsleiters sind die kleinen Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten der Reizung irrelevant.\nDie elektrische Schreibfeder wurde von Kraepelin urspr\u00fcnglich zur Bestimmung der Schwankungen der Arbeitsleistung benugt und auch zu diesem Zwedce konstruiert. Anstelle der Hartgummispige war eine Bleispige. Die Versuchsperson hatte hintereinander eine gro\u00dfe Anzahl von kurzen Additionen auszuf\u00fchren. Die resultierenden Summen wurden mit der Feder niedergeschrieben und darnadi jedesmal ein Strich gezeichnet. Die Feder war mit dem elektr. Markierer eines Kymographions in Verbindung. So oft daher beim Schreiben ein Druck auf die Feder ausge\u00fcbt wurde, zeidi-nete der Markierer eine Marke. Neben dieser Schreibkurve wurden l/5 Sek. markiert, und so konnten durch die Marken der nadi jeder Rechnung gezeidmeten Striche die einzelnen Additionszeiten und ihre Schwankungen bestimmt werden.\nAuch das vorliegende Instrument l\u00e4gt sich in derselben Weise ben\u00fcgen. Es ist nur die Hartgummispige durch eine Bleispige zu ersegen. Mit dem Apparat werden mehrere Spigen beiderlei Art geliefert.\nPreis Mk. 25.\u2014\nNo. 206a. Elektr. Taster nach Ewald. (Dumreidier, zur Messung der Reaktionszeit, Diss. 'Stra\u00dfburg 1899, S, 87.) Derselbe dient zur elektrischen Hautreizung. In dem Hart-gununiknopf des Tasters endigen zwei Metallstifte. Dr\u00fcckt man den, am besten mit warmem Wasser be-\n129","page":129},{"file":"p0130.txt","language":"de","ocr_de":"SP1NDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nfeuchteten Zeigefinger auf den Knopf, so ist durch die Haut die Verbindung zwischen den bis dahin isolierten Stiften hergestellt. Wird nun durch diese Leitung ein Induktionsstrom gesendet, so erzeugt derselbe in der Hand einen elektrischen Reiz.\nPreis Mk. 30.\u2014\nNB. Zu den Reizinstrumenten geh\u00f6ren auch die Ged\u00e4chtnisapparate 212 bis 216 sofern sie f\u00fcr Trefferversuche eingerichtet sind, die gesonderten Trefferapparate No. 217 und 218, der Expositionsapparat No. 219 und das noch unvollendete Universalpendel No. 16. Endlich lassen sich auch das Vernier-Chronoskop nach Sanford (No. 4) und der im Nachtrag beschriebene Apparat nach Netsdiajeff als Reizinstrumente verwenden.\nII. Reaktionsinstrumente.\nNo. 207. Reaktionstaster. Derselbe wird so benugt, dag die Versuchsperson vor dem Versuch den Zeigefinger oder Zeige- und Mittelfinger auf den Knopf des Tasters niederdr\u00fcckt und bei der Reaktion die Finger schnell weghebt, wobei ein Kontakt ge\u00f6ffnet wird. Das Instrument ist auch als Stromschl\u00fcssel verwendbar.\nPreis Mk. 20 \u2014\nNo. 208. lOfacher Reaktions-taster in zwei getrennten Teilen; jeder Teil enth\u00e4lt 5 Taster f\u00fcr die 5 Finger einer Hand. Die Kn\u00f6pfe entsprechen in ihrer Anordnung der Lage der Fingerspigen einer mittel-grogen Hand.\nPreis f\u00fcr 10 Taster Mk. 00.\u2014\n..\t99\t5\t99 Mk. 50.\n\u2122NB. Zu den Reaktionsinstrumenten geh\u00f6ren vor allem die Sdiallschl\u00fcssel No. 201, 203 und der Lippenschl\u00fcssel No. 204. Sie sind urspr\u00fcnglich als Reaktionsinstrumente f\u00fcr sprachliche Reaktion konstruiert und werden auch meistens als solche verwendet. Ferner ist zu erw\u00e4hnen der elektrische Taster nach Ewald No. 206a, der sich nicht blog zur Hautreizung, sondern als Taster gleichzeitig zur Reaktion verwenden l\u00e4gt. Endlidi enth\u00e4lt das Vernier-Chronoskop nach Sanford (No. 4) einen, bezw. zwei Taster zur Reaktion, ebenso das im Nachtrag erw\u00e4hnte Instrument nach Netschajeff.\n130","page":130},{"file":"p0131.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 209. Cresamtanordnuiig' f\u00fcr Reaktionsversuche (vgl. Sommer, Lehrb. d. psychopathol. Untersuchungsmethoden, Seite 165). Um Reaktionsversuche mit mehreren Reizen und verschiedenen Reaktionsbewegungen sofort hintereinander anstellen zu k\u00f6nnen, sind die betreffenden Instrumente auf einem Tische so montiert, dag man blog an einem Schaltbrett verschiedene St\u00f6psel einzusegen hat, wenn man dieses oder jenes Instrument eingeschaltet haben will. Auch das Hipp\u2019sche Chronoskop und sein\n\nSchaltbrett allein.\nKontrollinstrument stehen auf dem Tische. Als Reizinstrumente sind f\u00fcr visuelle Reize der Ach\u2019sche Kartenwechsler V, f\u00fcr akustische Reize der Schallhammer A und der Lippenschl\u00fcssel L, f\u00fcr taktile Reize die elektrische Schreibfeder T vorgesehen; als Reaktionsinstrumente der Reaktionstaster R und der Schallschl\u00fcssel Sch (da der Lippenschl\u00fcssel mehr \u00dcbung erfordert, als bei solchen Versuchen willkommen sein d\u00fcrfte). Jedes dieser Reizinstrumente kann mit jedem Reaktionsinstrumente durch St\u00f6pselung verbunden werden. Nat\u00fcrlich wird auf Wunsch auch eine andere Zusammenstellung von Instrumenten geliefert.\nNo. 209 a. Preis des Schaltbrettes\tMk. 80.\u2014\nNo. 209 b. Preis der polierten Tischplatte Gr\u00f6ge 120X80 cm. 31k. 25.\u2014\nWird der Preis von No. 209 a und 209 b zu Grunde gelegt, so kann der Besteller unter Hinzuf\u00fcgen der Preise der von ihm gew\u00e4hlten Apparate f\u00fcr die \u201eGesamtanordnung f\u00fcr Reaktionsversuche\u201c den Preis der Anordnung selbst berechnen. Das Montieren der Apparate auf der Tischplatte erfolgt kostenlos.\nNB. Eine sehr einfache Gesamtanordnung f\u00fcr Reaktionsversuche bietet auch das Vernier-Chronoskop nach Sanford No. 4, wenigstens in den oben erw\u00e4hnten 2 Modellen, indem dieselben zur Reizung, Reaktion und gleichzeitig zur Zeitmessung ohne jegliche Nebenapparate und ohne Stromquelle dienen. Freilich l\u00e4gt sich die Reaktionszeit nur in \u2018/so Sekunde bestimmen. Ebenso vereinigt das im Nachtrag beschriebene Instrument nach Netschajeff Reiz-, Reaktionsapparat und Chronoskop. Aber auch hierbei ist die Genauigkeit der Zeitmessung wesentlich geringer wie bei den obigen Apparaten.","page":131},{"file":"p0132.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER . G\u00d6TTINGEN.\nVII. Apparate zur Untersuchung des Ged\u00e4chtnisses.\nDer Zweck der Ged\u00e4chtnisapparate 210 bis 216 ist es, eine Reihe von Silben, Zahlen etc., die einzupr\u00e4gen ist, successiv, mit genau bestimmter Geschwindigkeit und beliebig oft vor dem Auge vorbeiziehen zu lassen. Dieses wird auf verschiedene Weisen bewerkstelligt. Man schreibt die Silben etc. untereinander auf einen Papierstreifen, spannt diesen \u00fcber einen Cylinder (Trommel) von entsprechendem Umfang und dreht denselben. (Siehe Schema I). Oder man spannt den Streifen \u00fcber 2 Zylinder, deren Entfernung je nach der L\u00e4nge des Streifens verschieden gro\u00df genommen wird; man spricht in diesem Falle von einer \u201eSchleife\u201c. (Siehe Schema II). Oder die Silben werden, statt auf Streifen, auf Scheiben geschrieben, u. zw. radial an den Rand, und die Scheibe in Rotation verseht- (Siehe Schema III). Damit die Versuchsperson nie mehrere Silben zugleich sehen kann \u2014 die Darbietung soll rein successiv sein \u2014 wird vor dem Streifen bezw. vor der Scheibe ein Schirm mit rechteckiger \u00d6ffnung angebracht, die so grog ist, dag nie mehr als eine Silbe sichtbar ist.\nEine weitere Aufgabe dieser Ged\u00e4chtnisapparate und insbesondere der Apparate 217 und 218 ist die, dag sie Versuche nach der Treffer- und Zeitmethode (vgl. M\u00fcller und Pilzecker, Beitr\u00e4ge zur Lehre vom Ged\u00e4chtnis, Zeitschr. f. Psychol., Erg\u00e4nzungsband 1, S. 3 ff.) erm\u00f6glichen. Dieselben bestehen darin, dag von den gelernten Silben bestimmte vorgezeigt werden, und die Versuchsperson aus dem Ged\u00e4chtnisse jene Silben zu nennen hat,-die in der gelernten Reihe auf die ersteren gefolgt sind\n132","page":132},{"file":"p0133.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER . G\u00d6TTINGEN.\noder ihnen vorausgegangen waren u. dgl.m. Dabei ist auch die Zeit vom Vorzeigen jeder Silbe bis zum Nennen der reproduzierten Silbe zu messen. Wie man sieht, handelt es sich um Reaktionsversuche. Zur pl\u00f6glichen Exposition der Silben werden jedoch nicht die in Gruppe V angef\u00fchrten Reizinstrumente benutzt, sondern man hat den besonderen Bed\u00fcrfnissen entsprechend eigene Apparate gebaut, die man als Trefferapparate zu bezeichnen pflegt. Die Silben werden in \u00e4hnlicher Weise wie sie eben beschrieben wurde, mittels einer Trommel oder Scheibe, eine nach der anderen vorgef\u00fchrt. Davor steht wieder ein Schirm mit rechteckiger \u00d6ffnung. Die Exposition mu\u00df, um eine genaue Zeitmessung zu erm\u00f6glichen, eine pl\u00f6gliche sein. Es wird entweder die Trommel so schnell gedreht, dag die Silbe pl\u00f6glich hinter der \u00d6ffnung erscheint, oder es wird die \u00d6ffnung durch ein Schirmchen zun\u00e4chst verdeckt und dieses dann pl\u00f6glich weggezogen.\nBei der genaueren technischen Durchf\u00fchrung dieser Ziele ergaben sich eine Reihe von speziellen Forderungen an die Apparate. Je nach der Konstruktion und je nach dem Preise erf\u00fcllen die einen diese, die anderen jene Forderungen, die einen erf\u00fcllen sie in vollkommenem, die andern in weniger vollkommenem Grade. Im Folgenden sind die Forderungen, die man bisher gestellt hat, ziemlich vollz\u00e4hlig an-gef\u00fcrt. Auch ist kurz darauf hingewiesen, durch welche Mittel dieselben erf\u00fcllt werden, und welche Mittel besser, welche weniger vollkommen zum Ziele f\u00fchren. Eine solche \u00dcbersicht d\u00fcrfte von Vorteil sein, damit man bei der Wahl des Apparates nidit Gefahr l\u00e4uft, den einen oder anderen Punkt, der von Wichtigkeit gewesen w\u00e4re, zu \u00fcbersehen.\na)\tEine Hauptforderung ist es, dag der Apparat die Silben mit hinreichend gleidim \u00e4giger Geschwindigkeit vorbeif\u00fchre, da bekanntlich bei verschiedenem Tempo der Vorf\u00fchrung verschieden schnell gelernt wird, und da die Versuchsperson selbst kleine Schwankungen h\u00e4ufig merkt und als St\u00f6rung empfindet. Die Apparate 210, 211, 214, 215 und 216 sind daher mit einem durch Windfl\u00fcgel regulierten Gewichts- bezw. Federmotor versehen. Dagegen h\u00e4ngen die Apparate 212 und 213 in dieser Hinsicht von der G\u00fcte und von der richtigen Behandlung des Kontaktmetronoms ab. Es ist bei demselben darauf zu achten, ob erstens die geraden und ungeraden Schl\u00e4ge und momentanen Stromschl\u00fcsse in gleichen Zwischenpausen erfolgen (vgl. das hier\u00fcber in No. 11 Gesagte), und ob zweitens das Metronom nach l\u00e4ngerer Zeit nicht langsamer geht als am Anf\u00e4nge.\nb)\tDie Geschwindigkeit mug variierbar sein, wenigstens innerhalb gewisser Grenzen. Denn erstens wird man das Tempo bis zu einem gewissen Grade der Individualit\u00e4t der Versuchsperson anpassen. Vor allem aber wird es variiert, um den Einflug dieses Faktors auf Lernen und Behalten zu pr\u00fcfen. S\u00e4mtliche Apparate sind so eingerichtet, dag die Expositionsdauer der einzelnen Silben mindestens zwischen\nund 3 Sekunden beliebig gew\u00e4hlt werden kann. Diese Grenzen werden wohl ausreichen. \u00dcbrigens ist bei einigen Apparaten die Geschwindigkeit \u00fcber diese Grenzen hinaus variierbar.\n133","page":133},{"file":"p0134.txt","language":"de","ocr_de":"I\nSPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nc)\tDer Apparat darf nicht zu schnell ablaufen. Die Apparate, die im Folgenden angef\u00fchrt sind, laufen s\u00e4mtlich mindestens so lange, dag eine 12silbige Reihe 40 mal vorbeiziehen kann. Sollte es n\u00f6tig sein, das Uhrwerk dann noch einmal aufzuziehen, so wird die dadurch entstehende kleine Pause kaumals St\u00f6rung angesehen werden k\u00f6nnen.\nd)\tDie Apparate 210, 211, 212, 215 und 216 sind mit Tourenz\u00e4hlern versehen, weldie die Anzahl der ganzen Rotationen (Wiederholungen) oder die Gesamtzahl der von einem bestimmten Momente an vorbeigezogenen Felder angeben. Der Versuchsleiter ist dadurch der unbequemen Arbeit des Z\u00e4hlens enthoben; er liest einfach am Schl\u00fcsse, wenn die Versuchsperson die Reihe erlernt hat, die Zahl der hierzu gebrauchten Wiederholungen am Tourenz\u00e4hler ab. Soldie Z\u00e4hlvorrichtungen werden auf Wunsch auch an den Apparaten angebracht.\ne)\tEine wohl unentbehrliche Forderung f\u00fcr einen Ged\u00e4chtnisapparat ist es, dag er f\u00fcr verschieden lange Reihen verwendbar sei. Die 12silbigen Reihen d\u00fcrften zwar am h\u00e4ufigsten angewendet werden, namentlich da solche Reihen jegt gedruckt zu kaufen sind (vgl. No. 222). Allein bisweilen wird man aus verschiedenen Gr\u00fcnden zu 8-, 10- oder audi zu 16-, 20-, 24-silbigen Reihen greifen. Selten wird man bei Ged\u00e4chtnisversuchen noch l\u00e4ngere Reihen ben\u00f6tigen. Wohl aber braucht man solche bei Reaktions- und tachistoskopischen Versuchen, wenn man eine l\u00e4ngere Reihe von Reizw\u00f6rtern hintereinander geben will. Hierzu lassen sich n\u00e4mlich die Ged\u00e4chtnisapparate ebenfalls verwenden, wie wir weiter unten sehen werden. \u2014 F\u00fcr verschieden lange Reihen werden entweder Trommeln von verschieden grogem Umfange ben\u00fcgt, oder es wird die Schleife weiter oder k\u00fcrzer genommen. Auf den ersten Blick erscheint die Schleife zweifellos als das Einfachere, da man f\u00fcr alle verschiedenen L\u00e4ngen nur 2 Trommeln ben\u00f6tigt. Allein sie bringt unter Umst\u00e4nden Schwierigkeiten mit sich. Zun\u00e4chst mug sie sehr sorgf\u00e4ltig geklebt werden, so dag sie \u00fcberall gleidi weit ist, sonst w\u00fcrde sie sich l\u00e4ngs der Trommel verschieben und leicht reigen (vgl. auch No. 23, S. 21). Aus dem gleichen Grunde m\u00fcssen die 2 Walzen, \u00fcber welche die Schleife gespannt ist, genau parallel sein. Vor allem aber mug die Einrichtung so getroffen sein, dag die Schleife von der Trommel genau mitgenommen wird; denn w\u00fcrde sie einmal Zur\u00fcckbleiben, so w\u00fcrden die Silben nicht mehr in der Mitte des Gesichtsfeldes erscheinen. \u2014 Wenn nun die Geschwindigkeit eine gleichm\u00e4gige ist, wie bei den Apparaten 210, 211 und 216, so hat dies keine Schwierigkeit. \u2014 Anders aber ist es bei Ruckbewegung (vgl. Punkt g). Hier m\u00fcssen eigene Mittel angewendet werden, um ein Zur\u00fcckbleiben zu verhindern. Man wird zun\u00e4dist daran denken, die Schleife st\u00e4rker zu spannen. Allein erstens wird dadurch leicht dem Motor zuviel zugemutet; zweitens und haupts\u00e4chlich w\u00e4re es dann erforderlich, bei jeder neuen Schleife, die man aufzieht, sich zu \u00fcberzeugen, ob die Spannung genau dieselbe geblieben ist, da sonst die Geschwindigkeit der Rotation sich \u00e4ndern w\u00fcrde. Dieser Schwierigkeit entgeht man, wenn man die Schleife frei h\u00e4ngen l\u00e4gt und sie durch dasGewidit der unteren Walze spannt. So bleibt die Spannung dieselbe, auch wenn die eine Schleife ein Minimum l\u00e4nger sein sollte. Doch bleibt es fraglich, ob der Streifen dabei genau mitgenommen wird. Man hat vielmehr andere Wege eingeschlagen, um dies zu erreichen. Beim Apparat 213 dr\u00fcckt ein Doppelr\u00f6llchen das Papier an die Trommel an; der Druck wird durch eine Feder ausge\u00fcbt; er ist variierbar, bleibt aber, solange man an der Einstellung nichts\n134","page":134},{"file":"p0135.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\n\u00e4ndert, konstant. Beim Apparat 214 ist die Trommel 6-kantig und die Schleife zwischen je 2 Silben geknickt. Die Kanten legen sich in die Knicke hinein und nehmen so den Streifen mit. Endlich ist bei dem in Anm. 2 zu 213 erw\u00e4hnten Apparat die Trommel mit Stiften versehen, die in entsprechende L\u00f6cher der Streifen eingreifen und so diesen notwendig mitziehen. Diese 2 legteren Mittel bringen freilich den Nachteil mit sich, dag man sich der M\u00fche unterziehen mug, die Streifen zu knicken bezw. zu durchlochen.\nf)\tDa h\u00e4ufig mehrere Silbenreihen unmittelbar hintereinander gelernt werden sollen, so mug das Auswechseln derselben schnell vonstatten gehen. In dieser Hinsicht ist zun\u00e4chst zu bemerken, dag die Trommeln so lang, und daher die Streifen so breit sind, dag mindestens 2 einsilbige Reihen nebeneinander aufgeschrieben werden k\u00f6nnen. Will man also zu einer neuen Reihe \u00fcbergehen, so braucht blog der Schirm mit der rediteckigen \u00d6ffnung, durch welchen man auf die Silben blickt, nach rechts oder links verschoben zu werden, je nachdem n\u00e4mlich die neu zu lernende Reihe rechts oder links von der fr\u00fcheren auf dem Streifen aufgeschrieben ist. Indessen ben\u00f6tigt man diesen Plag auf dem Streifen h\u00e4ufig f\u00fcr Trefferversuche (vgl. Punkt i); ferner wird man bisweilen auch mehr z. B. 6 Reihen unmittelbar hintereinander lernen lassen wollen. Es mug daher unter allen Umst\u00e4nden auch daf\u00fcr gesorgt sein, dag sich die Streifen schnell auswechseln lassen. Am besten ist in dieser Hinsicht der Lipmann\u2019sche Apparat (214) eingerichtet; bei ihm sind 2 Schleifen nebeneinander angeordnet; w\u00e4hrend die eine ben\u00fcgt wird, kann auf der andern ein neuer Streifen aufgespannt werden. Aber auch bei den andern Apparaten erfordert das Auswechseln bei einiger Gesdiickliehkeit nidit mehr Zeit als etwa '/4 bis 1 Minute. Soviel Zeit wird man der Versuchsperson schon wegen der starken Perseveration und wegen der r\u00fcckwirkenden Hemmungen g\u00f6nnen m\u00fcssen, so dag von einer St\u00f6rung durch die Vorbereitungen zur neuen Reihe nicht die Rede sein kann.\ng)\tDie Forderung, die wohl das meiste Nachdenken verursacht hat, ist die der Ruckbewegung. Die Silben sollen nicht mit gleichm\u00e4giger Geschwindigkeit vorbeiziehen, sondern jede Silbe soll pl\u00f6glich ins Feld springen, daselbst einige Momente ruhig stehen bleiben und dann ebenso schnell der n\u00e4chsten Silbe Plag machen. Das andauernde gleichf\u00f6rmige Vorbeiziehen ruft n\u00e4mlich manchmal Bewegungsnachbilder und Schwindelersdieinungen hervor, \u00e4hnlich wie man sie beobaditet, wenn man von einer Br\u00fccke aus l\u00e4nger auf das fliegende Wasser hinabsieht. Verdienen somit die Apparate mit Ruckbewegung, ceteris paribus, zweifellos den Vorzug, so ist andererseits die Forderung dodi nicht eine unumg\u00e4nglich notwendige. Man vergesse nicht, dag viele undgerade grundlegende Versuche mit Apparaten ohneRuckbewegungausgef\u00fchrtworden sind. \u2014 Um nun diese Ruckbewegung zu erzielen, sind eine Reihe verschiedener Prinzipien angewendet worden. Sie sind in den Beschreibungen genau angef\u00fchrt und gegeneinander abgewogen.\nMit der Erzeugung der Ruckbewegung war es jedoch nidit abgetan. Es ergaben sich vielmehr durch sie neue Forderungen. Die Silbe sollte nach dem Ruck m\u00f6glichst pl\u00f6glich zum Stehen kommen; es lag aber die Gefahr nahe, dag die Trommel infolge ihres Schwunges \u00fc b e r die Endlage hinausschnellt. Andererseits, wenn sie pl\u00f6glich auf gehalten wurde, gab es leicht ein Zittern, ehe sie ganz ruhig stand. Beides mugte nach M\u00f6glichkeit vermieden werden. Endlich entstand durch das pl\u00f6g-\n135","page":135},{"file":"p0136.txt","language":"de","ocr_de":"\nSPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nliehe Ingangse\u00dfen und Aufhalten ein nicht unbedeutendes Ger\u00e4usch. Somit erhob sich die neue und sdiwierige Aufgabe, dieses zu beseitigen oder wenigstens zu schw\u00e4chen. Der einfachste Weg hierzu ist es, die bewegte Masse m\u00f6glichst klein und lei dit zu machen; damit allein kommt man aber nicht immer aus, es m\u00fcssen noch D\u00e4mpfungsvorrichtungen u. dgl. hinzutreten. Das N\u00e4here hier\u00fcber mag aus den Beschreibungen ersehen werden. Was die Forderung der Ger\u00e4uschlosigkeit selbst betrifft, so mu\u00df betont werden, dag keineswegs alle Fachm\u00e4nner von der Wichtigkeit derselben \u00fcberzeugt sind. In der Tat, es ist eine gewisse Markierung schon durch die optisdie Bewegung der Silbe gegeben. Was sollte es schaden, wenn hierzu die weitere (akustische) Markierung durch die Ger\u00e4usche kommt ? Es m\u00fc\u00dfte denn sein, dag man die Wirkung der Markierungen versdiiedener Sinne auf die Aufmerksamkeit pr\u00fcfen wollte. Auf den Sinnestypus beim Lernen und Behalten wird diese Markierung kaum einen Einflug haben. Wohl aber kann in einer anderen Hinsicht das Ger\u00e4usch tats\u00e4chlich als St\u00f6rung empfunden werden, in dem Falle n\u00e4mlich, wenn das Aussprechen der Silben mit dem Ert\u00f6nen der Ruckger\u00e4usche nicht zeitlich zusammenf\u00e4llt Die Versuchspersonen stellen sich daher h\u00e4ufig von selbst so ein, dag sie die Silbe erst aussprechen, wenn das Ger\u00e4usch des n\u00e4disten Ruckes kommt. Hierdurch aber ist eine gewisse Einseitigkeit, freilich auch eine gewisse Konformit\u00e4t der Versuche gegeben.\nh)\tVon gro\u00dfem praktischen Wert ist es, sich \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe des Gesichtsfeldes zu einigen. Das Anfertigen der Reihen kostet sehr viel M\u00fche, und man wird daher froh sein, wenn man die einmal angefertigten Reihen auch f\u00fcr andere Apparate verwenden kann; ebenso ist der Druck von Silbenreihen sehr kostspielig und es w\u00e4re sicher nicht rentabel, f\u00fcr jeden Apparat neue Reihen drucken, zu lassen. Daher werden wenigstens die neueren Modelle meistens nur f\u00fcr folgende 3 Feldgr\u00f6\u00dfen gebaut (sofern nicht ausdr\u00fccklich anderes gew\u00fcnscht wird) : 30X13, 45X20, 70X3\u00b0 mm. Die erste Gr\u00f6\u00dfe ist die der gedruckten Reihen No. 222, die legte ist die urspr\u00fcnglich von M\u00fcller und Schumann gew\u00e4hlte. \u2014 Manchmal will man l\u00e4ngere W\u00f6rter, Paare von Silben oder W\u00f6rtern, etc. darbieten. In diesem Falle w\u00e4ren die genannten Feldgr\u00f6\u00dfen, wenigstens die beiden ersten zu klein. Indessen sind die meisten Apparate so eingerichtet, dag 2 Reihen nebeneinander Plag haben, und da\u00df nur durch den Schirm die eine Reihe verdeckt wird. Man braudit somit nur die \u00d6ffnung im Schirm entsprechend zu w\u00e4hlen, um ein doppelt so breites Feld zu haben.\ni)\tAuch hinsichtlich der Trefferapparate kann man verschiedene Forderungen stellen. Unbedingt ist zu fordern, dag die Silben in derselben Gr\u00f6\u00dfe, Schrift etc., kurz in m\u00f6glichst derselben Weise dargeboten werden wie beim Lernen selbst. Ferner sind sdion oben 2 Arten der Exposition erw\u00e4hnt worden : entweder springt die Silbe selbst ins Gesichtsfeld, oder es wird ein Sdiirm vor ihr weggezogen. Das erstere l\u00e4gt sich sehr einfach bei den Ged\u00e4chtnisapparateil mit Ruckbewegung durdi-f\u00fchren. Die pl\u00f6glidie Bewegung ist mit dem Rudi schon gegeben ; man mu\u00df nur den Apparat nach dem Ruck anhalten k\u00f6nnen und daf\u00fcr sorgen, dag durch die Rudcbe-wegung gleichzeitig ein Kontakt z. B. gesdilossen wird. In dieser Weise sind in dei Tat die Apparate 212, 213, 214 und 216 eingerichtet. Allein wenn diese Exposition audi in den meisten F\u00e4llen ausreicht, so hat sie dodi M\u00e4ngel: der eine Mangel ist, dag sich die Silbe selbst bewegt und ihre Bewegung \u2014 und eventuell ein Zittern beim Anhalten \u2014 gesehen wird ; der zweite, da\u00df die Bewegung eine relativ langsame\n136","page":136},{"file":"p0137.txt","language":"de","ocr_de":"SP1NDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nist. Befriedigender ist es, wenn man einen Schirm vor der \u00d6ffnung wegbewegt. So sind die Trefferapparate 217 und 218 eingerichtet. Sie sind vom Ged\u00e4chtnisapparat getrennt und haben eine eigene Trommel, auf welche der Streifen mit den Reizsilben aufgespannt wird. Es ist aber vorteilhaft, wenn Lern-und Trefferapparat vereinigt sind, so wie es bei den eben fr\u00fcher erw\u00e4hnten Apparaten der Fall ist. Eine solche Vereinigung des Lernapparates mit der vollkommeneren Treffereinrichtung ist bei dem Apparat 215 durchgef\u00fchrt. Endlidi mug der Trefferapparat so gebaut sein, dag die Versuche sich unmittelbar an das Lernen der Reihe anschliegen k\u00f6nnen. Wo Treffer- und Lernapparat getrennt sind, ist dies ohne weiteres m\u00f6glich. Bei den \u00fcbrigen Apparaten gilt analoges wie es unter Punkt f) \u00fcber den rasdien Wechsel der Lernreihen gesagt wurde.\nAnm. Als Reaktionsinstrumente hat man bei den Tretferversudien die Schallschl\u00fcssel No. 201 u. 203 und vor allem den Lippenschl\u00fcssel No. 204 verwendet. Zur Zeitmessung wird gew\u00f6hnlich das Hipp\u2019sche Chronoskop benu^t. Dasselbe ist jedoch hierf\u00fcr nicht gerade sehr geeignet : es l\u00e4uft zu schnell ab, so dag man gezwungen ist, das Gewicht sehr oft aufzuziehen; und nicht selten passiert es, dag es unerwarteter Weise abl\u00e4uft, noch ehe die Versuchsperson reagiert hat, so dag die Messung vereitelt wird. Der Grund, weshalb es dennoch immer gew\u00e4hlt wird, ist einfach der, dag die Laboratorien gew\u00f6hnlich nur mit diesem Instrument, u. zw. mit dem mod\u00e8le courant desselben, versehen sind. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dag sich auch das Vernier-Chronoskop (No. 4) recht gut eignen w\u00fcrde, namentlich in den in der Anm. auf S. 10 vorgeschlagenen erweiterten Formen ; freilich ist hierbei das Ausz\u00e4hlen der Schwingungen etwas umst\u00e4ndlich und zeitraubend. Ferner sei ein neues Chronoskop nach Netschajeff erw\u00e4hnt, das im Nachtrag n\u00e4her beschrieben werden wird. Endlidi sei es gestattet, auf ein anderes, w\u00e4hrend des Druckes dieses Kataloges nach Angaben von Ru pp konstruiertes und noch im Bau befindliches Chronoskop hinzu weisen, das gerade den bei Trefferversuchen bestehenden Verh\u00e4ltnissen an-gepagt wird. Das Prinzip dieses Instrumentes ist das der Sanduhr, nur wird nicht Sand, sondern Quecksilber verwendet, und ferner wird der Strahl beim Beginn der Exposition pl\u00f6glich freigelassen und bei Beginn der Reaktion wieder gehemmt. Nach dem Volumen der ausgeflossenen Menge bestimmt sich die inzwischen abgelaufene Zeit. Das Chronoskop soll eine Messung bis auf 'Ao Sek. genau gestatten.\nk)\tUnter Umst\u00e4nden ist die Forderung von Wert, dag die ganze Anordnung m\u00f6glichst wenig Hilfsappa rate und H i 1 fs ei n r i ch t u n g e n beanspruche, dag sie wenig Raum einnehme, ja dag sie bequem transportierbar sei. In diesem Falle wird man den Apparaten den Vorzug geben, die keine Elektrizit\u00e4t, kein Metronom brauchen, und die den Trefferapparat in sich haben. Zur Zeitmessung wird man nicht den Hipp, sondern das Vernier-Chronoskop No. 4 oder die in der Anm. zum Punkt i) erw\u00e4hnten Chronoskope nach Netschajeff und Rupp w\u00e4hlen. \u2014 Ferner ist zu \u00fcberlegen, ob es angeht, dag der Apparat an einen Tischgeschraubt wird und ob ein Loch f\u00fcr das Gewicht in den Tisch gebohrt werden kann, wie es einige Apparate fordern. Man wird dann vielleicht den Gewichtsmotor durch den obendrein leiditeren Federmotor ersegen lassen u. dgl. m.\nl)\tF\u00fcr Massenversuche und Demonstrationen in Auditorien und Sdiulen ist bis jegt kein Apparat gebaut. Es liegen sich aber versdiiedene Modelle zu diesem Zwecke vergr\u00f6gern. Einige kleine Modelle werden sich audi im Projektionsapparat verwenden lassen.\nm)\tZum Schl\u00fcsse sei darauf hingewiesen, dag einige Apparate dadurdi wertvoller werden, dag sie audi zu anderen Zwecken verwendbar sind. So ist schon unter i) beschrieben, wie sich die Ged\u00e4chtnisapparate f\u00fcr Treff er vers uche und damit audi f\u00fcr Reaktio nsversuche \u00fcberhaupt verwenden lassen. Und in \u00e4hnlicher Weise k\u00f6nnen namentlich die Apparate mit Ruckbewegung zu t a c h i-stoskopischen Versuchen gebraucht werden. Man l\u00e4gt den Apparat z. B. 3 Rucke machen; beim t. Ruck erscheine ein leeres Feld, beim 2. das Reizwort,\n137","page":137},{"file":"p0138.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nbeim 3. wieder ein leeres Feld. Dann war das Wort eine bestimmte kurze Zeit, also tachistoskopisch, exponiert. Die Expositionszeit kann innerhalb gewisser Grenzen variiert werden, indem man die Rucke schneller oder langsamer aufeinander folgen l\u00e4gt. Freilich wird auch die k\u00fcrzeste dabei erreichbare Expositionszeit in vielen F\u00e4llen no da zu lang sein. Manchmal aber wird sich doch diese Anordnung verwenden lassen, z. B. um die minimale Zeit zu bestimmen, die zur Apperzeption gewisser Reize n\u00f6tig ist, oder um die relative Zahl von richtigen und falschen Apperzeptionen bei bestimmter Expositionszeit festzustellen. - Eine Variante dieser tachi-stoskopisdien Versuche ist es, wenn man dem Beobachter nach der Exposition nicht l\u00e4ngere Zeit zum Nachdenken gibt, sondern ihn zwingt, sdmell zu reagieren, indem man den Apparat weiter rotieren und immer neue Reize geben l\u00e4gt. Auch zu solchen Versudien eignen sich die Ged\u00e4chtnisapparate, sowohl die mit kontinuierlicher wie die mit Ruckbewegung. \u2014 Endlidr lassen sidi die Apparate audi in der Weise zu tachisto-skopischen Versuchen verwenden, dag man vor der ruhig stehenden Silbe ein Tachi-stoskop aufstellt, welches die Silbe pl\u00f6glich aufdeckt und nadi bestimmter Zeit wieder ebenso pl\u00f6glich verdeckt; \u00e4hnlich wie man zu Treffer- und Reaktionsversuchen vor die ruhende Silbe einen Fallschirm stellen kann. Der Ged\u00e4chtnisapparat dient dann nur zum bequemen Auswediseln der Reize. \u2014 In allen diesen F\u00e4llen bietet der Ged\u00e4chtnisapparat nur dann wesentliche Vorteile, wenn er die Anwendung l\u00e4ngerer z. B. 40- oder 60-silbiger Reihen erlaubt.\nAuger zu diesen 3, \u00fcber Ged\u00e4chtnisversuche hinausgehenden Anwendungsweisen lassen sich die Apparate 210 und 211, namentlich der erstere, als Kymographien ben\u00fcgen; ihre Konstruktion ist auch aus der der Kymographien hervorgegangen. Endlidi ist beim Apparat 215 der konstante Gang dazu ausgen\u00fcgt, in bestimmten Intervallen Kontakte zu schliegen; der Apparat dient also gleichzeitig als Kontaktmetrono m. Ja, da mehrere in verschiedenem Tempo gehende Kontaktreihen gleichzeitig nebeneinander benugt werden k\u00f6nnen, so leistet das Instrument \u00e4hnliches, wie das Chronoskop nach Kagenaar (No. 42).\nNo. 210. Ged\u00e4chtnisapparat nach M\u00fcller-Schumann. (Zeitschrift f\u00fcr Psydi., Bd. 6, S. 97). Dies ist der erste in der Literatur erw\u00e4hnte Ged\u00e4chtnisapparat. Er ist nicht f\u00fcr Ruckbewegung eingerichtet. Die Konstruktion ist der der Kymogra-\nphien nachgebildet. Ein Gewidit treibt ein durdi Windfl\u00fcgel reguliertes Uhrwerk; von diesem wird die Bewegung mittels Friktionsscheiben\u00fcbersegung auf eine Trommel \u00fcbertragen, auf die der Papierstreifen mit der Silbenreihe aufgespannt ist. Das Ge-\n138","page":138},{"file":"p0139.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER * G\u00d6TTINGEN.\nwicht h\u00e4ngt an einer Schnur, die von der Welle aus durch ein in den Tisch zu bohrendes Loch nach unten geht. Der Schirm vor der Trommel, welcher bewirkt, dag jedesmal nur eine Silbe sichtbar ist, ist in der Figur weggelassen. Die Geschwindigkeit ist dank der Regulierung sehr konstant und kann durch Auflegen von Gewichten durch Verstellen der Windfl\u00fcgel und durch \u00c4ndern der Friktionsseheiben\u00fcber-segung innerhalb sehr weiter Grenzen variiert werden. Infolgedessen ist der Apparat nicht auf Ged\u00e4chtnisversuche beschr\u00e4nkt, sondern kann zu allen Zwecken gebraucht werden, zu denen ein Kymographion dient. Ein Tourenz\u00e4hler gestattet, die Anzahl der Rotationen und somit die Anzahl der Wiederholungen der Silbenreihe abzulesen. F\u00fcr verschieden lange Reihen sind Trommeln von verschiedenem Umfang einzusegen; das Auswechseln derselben geht au\u00dferordentlich einfach und schnell. Dem Apparat wird je eine Trommel f\u00fcr 8, 10, 12, 16 und 20-silbige Reihen beigegeben. Dabei ist als Feldgr\u00f6ge 70X30 mm angenommen. Die Trommeln sind so lang, dag 3 Reihen nebeneinander Plag haben. Will man wesentlich l\u00e4ngere als 20-silbige Reihen anwenden, so mu\u00df man entweder die Silben kleiner schreiben und dementsprechend den Spalt kleiner machen, oder man mu\u00df eine Schleife verwenden. (Hierzu eignet sich die Seite 21 beschriebene Vorrichtung No. 23. Man ber\u00fccksichtige die unter Punkt e) der Vorbemerkung erw\u00e4hnten Vorsichtsma\u00dfregeln.) In beiden F\u00e4llen l\u00e4gt sidi der Apparat audi zu der zweiten und dritten Art der unter Punkt m) der Vorbemerkung erw\u00e4hnten tachistoskopischen Versuche verwenden.\nEin Vorzug des Apparates ist seine Einfachheit. Er braucht keine Elektrizit\u00e4t und keine Hilfsapparate. Auf Wunsch wird er in kleineren Dimensionen (Feldgr\u00f6ge 30X13 f\u00fcr die gedruckten Reihen, Trommell\u00e4nge 60 mm) und mit Gewichtsuhrwerk gebaut und mit derselben Treffereinrichtung wie Apparat 215 versehen. In dieser Form ist er bequem transportierbar.\nPreis des grossen Modells\tMk. 450.\u2014\nPreis des kleinen Modells\tMk. 350.\u2014\nNo. 211. Derselbe, vereinfacht nach MC. Dongall. Hier ist die Friktionsscheibe weggelassen, da die Variation der Geschwindigkeit, wie sie f\u00fcr Ged\u00e4dit-nisversuche in Betracht kommt, sich leicht durch Auflegen von Gewidrten und durch Verstellen der Windfl\u00fcgel erreichen l\u00e4\u00dft. Trommell\u00e4nge 25 cm. Durchmesser 20 cm.\n139","page":139},{"file":"p0140.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nAuch dieser Apparat wird auf Wunsch mit Federmotor und in kleinen Dimensionen (Feldgr\u00f6ge 30X13 f\u00fcr die gedruckten Reihen, Trommell\u00e4nge 60 mm) gebaut und mit Treffereinrichtung wie Apparat No. 215 versehen.\nPreis des grossen Modells\tMk. 350.\nPreis des kleinen Modells\tMk. 100.\nNo. 212. Muemometer nach Itansellburg. (Monatsschrift f\u00fcr Psychol, u. Neurol., Bd. 10, S. 321.) Bei diesem Apparat wurde das erste Mal der Versuch gemacht, die Silben nicht mit gleichf\u00f6rmiger Geschwindigkeit, sondern ruckweise an dem Auge vorbeiziehen zu lassen. Das mechanisdie Prinzip, durch welches dies erreicht wurde, ist folgendes. Die Axe, die ruckweise rotieren soll, tr\u00e4gt ein Zahnrad, in dessen Z\u00e4hne eine Sperrklinke eingreift, die jedesmal, wenn sie niedergedr\u00fcckt wird, das Rad um einen Zahn weiterbewegt. Das Niederdr\u00fccken der Klinke wird aber nicht mechanisch, sondern elektromagnetisch bewirkt. Der Apparat wird in einen Stromkreis geschaltet, der ein Kontaktmetronom (vgl. No. 11) enth\u00e4lt; so oft in diesem auf einen Moment der Kontakt hergestellt wird, erfolgt ein Ruck. Der Zeitpunkt der Strom\u00f6ffnung ist f\u00fcr die Bewegung ohne Einflug. (Sollte dennoch bei der \u00d6ffnung eine kleine Ruckbewegung entstehen, so hat man nur die Schraube, welche an der Einschnappfeder des oberen Zahnrades angebracht ist, entsprechend einzustellen.)\nDie nebenstehenden Figuren geben ein Bild des Apparates. Der Mechanismus ist zum Sehuge in ein K\u00e4stchen (20X20 cm) eingesdilossen, dessen Deckel aufklappbar ist. Die erste Figur zeigt das K\u00e4stchen allein, mit aufgeklapptem Deckel. In der Mitte desselben erhebt sidi die kurze Axe; sie tr\u00e4gt eine Metallscheibe, auf welcher mittels der Schraubenmutter M die Kartonscheibe befestigt wird, an deren Rand radial die Reizworte geschrieben sind (vgl. die Vorbemerkung Schema III). Diese Scheibe rotiert ruckweise mit der Axe, und es r\u00fcckt dadurdi eine Silbe nach der anderen unter den viereckigen Spalt D des Deckels (siehe die untere Figur). Unter der Metallscheibe sieht man das Zahnrad Z. E sind die Elektromag-nete. Bei I sind an der unteren Seite des K\u00e4stchens 2 Klemmen angebracht, die zur Einschaltung der Elektromagnete dienen. N ist ein einfacher Tourenz\u00e4hler, dessen Z\u00e4hlwerk bei jeder vollen Umdrehung der Axe (60 Rucke) um eine Nummer weiter bewegt wird. Die Nummer ist von \u00e4ugen durch das Fenster auf der linken Seite des K\u00e4stchens abzulesen.\n140","page":140},{"file":"p0141.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER * G\u00d6TTINGEN.\nDie Geschwindigkeit, mit der die Rucke erfolgen, wird durch das Metronom bestimmt. Man achte auf die Konstanz desselben, ob und wann es beginnt, langsamer zu laufen. Das kleinste Intervall zwischen je 2 Rucken, das sich mittels des Metronoms erreichen l\u00e4gt, betr\u00e4gt */3 Sek., das gr\u00f6\u00dfte 3 Sek. F\u00fcr Intervalle von l1/, bis 3 Sek. wird nur der eine der beiden Kontakte eingeschaltet, also bei jeder ganzen Schwingung einmal der Strom geschlossen. Namentlich im anderen Falle, bei Benutzung beider Kontakte, mu\u00df das Instrument sorgf\u00e4ltig eingestellt werden ; man vergleiche hier\u00fcber No. 11 S. 12 und Punkt a) der Vorbemerkung. Da die Metronomschl\u00e4ge leicht st\u00f6ren, namentlich wenn sie mit den Ruckger\u00e4uschen des Mnemometers nicht zusammenfallen, so ist es ratsam, das Metronom in ein Nebenzimmer zu stellen oder wenigstens die Schl\u00e4ge zu d\u00e4mpfen, indem man das Instrument auf eine dicke Filzplatte stellt und eine Glocke dar\u00fcberst\u00fclpt. Statt des Metronoms k\u00f6nnen auch andere zeitmarkierende Apparate (Zeitsinnapparat, Universalpendel u. dgl.) verwendet werden.\nDie zweite Figur zeigt den oben beschriebenen Reizapparat in Verbindung mit dem Metronom und einem Taster; aus ihr ist gleichzeitig die Schaltung zu ersehen.\nAuf dem Grundbrettchen des Tasters ist rechts ein einfacher Schalter angebradit, durch den der eine, in der Figur der linke, Kontakt des Metronoms ein- oder ausgeschaltet werden kann, damit man nach Belieben die einfachen oder die Doppelschwingungen des Pendels ben\u00fc\u00dfen kann.\nDas Zahnrad an der Axe hat 60 Z\u00e4hne und kann nicht ausgewechselt und beliebig durch ein anderes mit einer geringeren Anzahl von Z\u00e4hnen erse\u00dft werden. Die Reizscheibe macht daher stets 60 Rucke bei einer vollen Umdrehung. Will man somit eine Reihe von z. B. 12 Silben wiederholt darbieten, so mu\u00df man sie 5 mal (oder, wenn man jedesmal 3 Zwischenfelder frei l\u00e4\u00dft, 4 mal) hintereinander aufschreiben. Auch lassen sich nicht die gedruckten Silbem\u2019eihen nadi M\u00fcller-Schumann (No. 222) verwenden, da diese auf gerade Streifen und nicht radial auf Sdieiben gedruckt sind.\nHingegen eignet sich der Apparat sehr gut f\u00fcr Reaktionsversuche, bei welchen eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Reizen gegeben werden soll. Der pl\u00f6\u00dfliche Ruck wird be-nu\u00dft, um den Reiz schnell darzubieten (vgl. Punkt i) der Vorbemerkung). Damit jedesmal nur ein Ruck erfolge, der Reiz also dauernd exponiert werde, \u00f6ffnet man nach dem Ruck sofort mittels des Tasters den Strom. Handelt es sich um sehr rohe Zeitmessung, so kann man die Schl\u00e4ge des Metronoms bis zur Reaktion z\u00e4hlen. F\u00fcr feinere Messungen ist ein elektromagnetisches Chronoskop z. B. das Hipp (No. 1) zu ben\u00fc\u00dfen (vgl. die Anm. zu Punkt i) der Vorbemerkung.) Das Metronom wird dabei\n141","page":141},{"file":"p0142.txt","language":"de","ocr_de":"\t\n\torilNiJ.LrLK \u00f6c ilU x JiK 0 uU 1 IIINvjrrLIN.\nausgeschaltet oder ein Kontakt in demselben dauernd geschlossen. Der Ruck wird jedesmal durch kurzes Niederdr\u00fccken des Tasters erzeugt. Im Moment, wo der Reiz erscheint, wird durch die Ruckbewegung selbst bei C (siehe die obere Figur) ein Kontakt geschlossen. Bei II sind an der unteren Seite des Reizapparates 2 Klemmen angebracht, die zu diesem Kontakt f\u00fchren. Diese 2 Klemmen, das Hipp und das Reaktionsinstrument werden in einen zweiten, von dem oben erw\u00e4hnten ganz unabh\u00e4ngigen, mit einer eigenen Stromquelle versehenen Stromkreis geschaltet.\nDas Mnemometer l\u00e4gt sich auch als Tadiistoskop in den in Punkt m) der Vorbemerkung beschriebenen Weisen ben\u00fcgen.\nZu dem Apparat werden 23 gedruckte Reizkarten nach Ranschburg geliefert.\nPreis des Miiemometers incl. Taster, Schalter und Metronom\nMk. 175.\u2014\nPreis\tdes\tMnemometors allein also ohne Taster\tetc.\tMk.\t115.\u2014\nPreis\tder\t23 Reizkarten nach Ranschburg\tMk.\t20.\u2014\nPreis\tvon\t50 leeren Reizkarten\tMk.\t7.50\nNo. 213. Ged\u00e4chtnisapparat nach Wirtll. (Wundt, Philos. Studien, Bd. 18, S. 701.) Wie der vorige Apparat ist auch dieser f\u00fcr Ruckbewegung eingerichtet ; jedoch ist das Prinzip, wodurch dieselbe erreicht wird, ein ganz anderes. Gleichzeitig wurde\nbei diesem Apparate das erste Mal daf\u00fcr gesorgt, die Ger\u00e4usi bei den Rucken zu vermeiden.\nDas nebenstehende Schema soll das Prinzip veranschaulichen. Die Axe, an welcher die Trommel bezw. die Scheibe mit den Silben sigt, und welche sich also ruckweise drehen so\", tr\u00e4gt ein Steuerrad R, in dessen stabf\u00f6rmige Z\u00e4hne abwechselnd die beiden Haken H eingreifen. Das Gewicht G sucht die Axe samt der Trommel bez. Scheibe in der Richtung des PfeiRs zu drehen. Wird bei der in der Figur gew\u00e4hlten Ausgangslage erst der linke Haken zur\u00fcckgezogen, indem dessen Elektromagnet E auf kurze Zeit von einem Strom durdiflossen wird, so wird das Steuerrad frei, es dreht sich, bis es von dem Haken auf der andern Seite aufgefangen wird. Wird dann im rechten Elektromagnet einen Moment ein Strom geschlossen, w\u00e4hrend indessen der linke Haken durch seine Feder F in die Ausgangslage zur\u00fcckbewegt wurde, so dreht sich die Axe wieder ein St\u00fcck, bis sie links aufgefangen wird. Und solcher Rucke macht sie doppelt so viele als das Steuerrad Z\u00e4hne hat. Der abwechselnde Strom-\n142","page":142},{"file":"p0143.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nSchluss in den beiden Elektromagneten wird durch ein Kontakt-Metronom (vgl. No. 11) oder einen \u00e4hnlichen Apparat (Zeitsinnapparat, Universalpendel etc.) erzeugt. Dadurch werden gleichzeitig die Intervalle zwisdien den Rucken reguliert, \u00e4hnlidi wie beim vorigen Apparate.\nAuf dreifachem Wege k\u00f6nnen hierbei Ger\u00e4usche entstehen: Erstens beim Anziehen der Haken H an die Elektromagnete E; zweitens wenn die Haken von den Elektromagneten freigelassen und durch die Federn F zur\u00fcckgesdmellt werden; drittens wenn die Haken das Steuerrad auffangen. Um diese Ger\u00e4usche unh\u00f6rbar zu machen, sind zun\u00e4chst alle bewegten Teile m\u00f6glidist klein gehalten und aus sehr leichtem Material hergestellt. Ferner sto\u00dfen Metallteile bei der Bewegung nie wieder auf Metall, sondern stets auf weiches, d\u00e4mpfendes Material. Es werden die Haken H durch die (verstellbaren) Lederpuffer pt p2 aufgehalten; die Ansa\u00dffl\u00e4chen der Federn F sind mit Leder belegt und auch das Gestelle, welches die Haken tr\u00e4gt, auf Leder gebettet. Ebenso werden die Stifte des Steuerrades nicht durch Metallteile aufgefangen, sondern die Haken sind vorne gegabelt, zwischen den Zinken jeder Gabel ist eine Seidensdinur gespannt, und auf diese schlagen die Stifte auf. Durch diese Einrichtungen konnte tats\u00e4chlich, namentlich bei dem kleiner und leichter gebauten zweiten der beiden Modelle ein ger\u00e4uschloser Gang erzielt werden.\nDie genauere Ausf\u00fchrung des Apparates istaus der nebenst. Fig. zu ersehen. R ist\ndas Steuerrad mit 30 Z\u00e4hnen, A sind Anker an den Haken. Die oben erw\u00e4hnten Lederpuffer sigen an den in der Fignr sichtbaren Schrauben und k\u00f6nnen durch diese verstellt werden. Die Seidenschnur zum Auffangen des Steuerrades ist l\u00e4ngs des Hakens bis an das untere, etwas angebogene Ende desselben gef\u00fchrt und dort durch eine Schraube eingeklemmt. Dadurch ist gleichzeitig die M\u00f6glichkeit gegeben, ihre Spannung zu regulieren. Der Drude der Federn F kann mittels der Schrauben nahe an ihren Einklemmungsstellen reguliert werden. Endlich ist das ganze Metallpl\u00e4ttchen, auf dem die Haken befestigt sind, in der L\u00e4ngsrichtung derselben ein wenig verschiebbar, damit man die Einstellung so regulieren kann, dag, wenn der eine Haken einen Stift aufh\u00e4lt, der andere genau in der Mitte zwischen zwei Stiften steht. An allen diesen Einstellungen ist jedoch nur selten und nur nach l\u00e4ngerem Gebrauch eine Aenderung vorzunehmen. Der Apparat wird nat\u00fcrlich sorgf\u00e4ltig eingestellt geliefert.\nWirth lieg 2 Modelle des Apparates bauen. Beim ersten werden die Silben auf Scheiben geschrieben. Diese haben genau die Gr\u00f6\u00dfe und Form der Scheiben des vorigen Apparates ; es lassen sich daher dieselben Scheiben f\u00fcr beide Apparate verwenden. Das Steuerrad hat 30 Z\u00e4hne, die Axe macht somit eine volle Umdrehung, wieder wie beim Ranschburg-Apparat, in 60 Rucken. Der Apparat ist an eine Wand\n143","page":143},{"file":"p0144.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nzu h\u00e4ngen. Den Mechanismus verdeckt ein aufklappbarer Schirm mit einem horizontalen Spalt, welcher jedesmal nur eine Silbe erscheinen l\u00e4gt. Damit die Silben genau in die Mitte dieses Spaltes zu stehen kommen, mug die Scheibe so auf die Axe aufgesegt werden, dag einer der zwischen je 2 Silben gezogenen Radien sidi genau\nBeim zweiten Modell, das die zweite Figur zeigt, ist eine Trommel anstatt der Scheibe be-n\u00fcgt, damit durdi Anwendung der Schleife beliebig lange Reihen verwendet werden k\u00f6nnen. Das Werk ist in ein K\u00e4stdien K eingeschlossen da es noch leichter und kleiner gebaut ist als beim ersten Modell. Die Trommel hat einen Durchmesser von 8 cm und madit 30, nidit (10 Rucke bei einer Umdrehung. Sie bewegt sich bei jedem Ruck um ca. 8 mm weiter. Ihre Breite betr\u00e4gt 5 cm. Das Diaphragma in dem Schirm S ist jedoch nur 4 mm hoch und 2,8 cm breit. Die Schraube V dient dazu, die Trommel zu fixieren. Dies ist bei allen Manipulationen mit dem Apparat, vor allem beim Auflegen einer neuen Schleife ratsam, da durch gewaltsames Drehen der Trommel leicht die Spannung der Seidenschnur ge\u00e4ndert oder gar eine gr\u00f6bere Verlegung herbeigef\u00fchrt werden kann. Damit die Sd\u00fceife von der Trommel bei den Rucken sicher mitgenommen wird, wird sie mittels des Doppelr\u00f6llchens F an die legtere angedr\u00fcckt. Durch die Mutter M kann der dabei ausge\u00fcbte Druck reguliert werden. Der ganze Apparat ist an einem Stativ zu befestigen. Die Kette, an der das Gewidit h\u00e4ngt, wird durch die Rollen so gef\u00fchrt, dag der Apparat \u00e4hnlich wie der Ranschburg-Apparat, in bequeme, schr\u00e4ge Lage gebracht werden kann.\nDie Regulierung der Geschwindigkeit der Rucke geschieht bei beiden Modellen durch das Metronom. Da dieses selbst Ger\u00e4usche erzeugt, so mug es in einem Neben-raum aufgestellt werden. Ueber die Einstellung desselben gilt das beim vorigen Apparat Gesagte. Die Schaltung ist hier eine andere als dort. Der Strom wird von der Stromquelle (nach Zwischenschaltung eines Stromunterbrechers) zum Pendel des Metronoms geleitet, dann von den beiden Quecksilbern\u00e4pfen desselben zu den Klemmen ct c2, wie sie in der 1. Figur zu sehen sind. Hinter den beiden Elektromagneten vereinigen sich die 2 Wege bei K und werden von hier aus gemeinsam zur Stromquelle zur\u00fcckgef\u00fchrt. Auf diese Weise erfolgt bei jeder Halbschwingung ein Ruck; das l\u00e4ngste durch das Metronom erreichbare Intervall ist dann ca. D/2 Sek. F\u00fcr l\u00e4ngere Intervalle mug man sich, falls man das Metronom benugen will, eines Hilfsapparates bedienen. Wirth hat einen soldien Duplikatorumschalter, wie er ihn nennt, konstruiert (a. a. O. S. 711).\nWie beim Ranschburg-Apparat m\u00fcgte man audi bei diesem, um k\u00fcrzere, z. B. 12-silbige Reihen darbieten zu k\u00f6nnen, dieselben mehrmals hintereinander aufschreiben.\nmit dem Zeiger J deckt.\n144","page":144},{"file":"p0145.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nDer Apparat eignet sich haupts\u00e4chlich zu den drei Arten der unter Punkt m) der Vorbemerkung beschriebenen tachistoskopischen Versuche. F\u00fcr Treffer- und daher audi f\u00fcr Reaktionsversuche ist er nicht eingerichtet.\nPreis des Apparates mit Scheibe\tMk. 175.\u2014\nPreis des Apparates mit Rolle f. Schleife\tMk. 300.\u2014\nAnm. I. An dem Berliner Modell dieses Apparates wurden im Laufe der Zeit und werden noch augenblicklich einige Aenderungen vorgenommen, die sich als w\u00fcnschenswert herausstellten. Zun\u00e4chst ist das Steuerrad, wie im Schema, mit 7 Stiften versehen, so dag die Trommel 14 Rucke macht. Der Apparat eignet sich dadurch f\u00fcr 12-silbige Reihen, indem man bei 12 Rucken Silben, bei den 2 legten Rucken leere Felder erscheinen l\u00e4gt, so dag zwischen je 2 Darbietungen der Reihe eine Pause von 2 Rucken erfolgt. Als Feldgr\u00f6ge ist die Normalgr\u00f6ge 13X30 mm der gedruckten Reihen (No. 222) gew\u00e4hlt. Die Trommel ist 6 cm lang, sodag 2 solche Reihen nebeneinander verwendet werden k\u00f6nnen. Das Auswechseln der Trommeln l\u00e4gt sich sehr schnell vollziehen, da sie einfach aufgesteckt werden. Auch das Steuerrad kann herausgenommen und durch eines mit einer anderen Anzahl von Stiften ersegt werden f\u00fcr l\u00e4ngere oder k\u00fcrzere Reihen. Dementsprechend sind auch die Elektromagnete und Haken verschiebbar eingerichtet. Die ersteren k\u00f6nnen augerdem den Haken etwas gen\u00e4hert und von ihnen entfernt werden. Damit im Falle, dag man l\u00e4ngere Schleifen anwendet, diese sicher mitgenommen werden, sind Stifte am Rande der Trommel befestigt und entsprechend in die Schleife L\u00f6cher geschlagen. Die Stifte greifen in die L\u00f6cher des Streifens ein und ziehen ihn absolut sicher mit. Endlich kommt noch ein Tourenz\u00e4hler und ein Fallschirm f\u00fcr Treffer- und Reaktionsversuche, \u00e4hnlich wie bei Apparat No. 215 hinzu.\nAnm. II. Bei den Apparaten 212 und 213 ist das Metronom, also das Pendel zur Regulierung der Zeitintervalle zwischen den Rucken benugt, aber in der Weise, dag das Pendel erst Kontakte schliegt und der durch dieselben fliegende Strom elektromagnetisch die Ruckbewegung im Ged\u00e4chtnisapparat ausl\u00f6st. Es liegt nun der Gedanke nahe, ob man diesen Umweg nicht vermeiden und durch die Pendelbewegung direkt die Ruckbewegung ausl\u00f6sen k\u00f6nnte. In der Tat wurden solche Konstruktionen versucht, und dabei dieselben 2 speziellen Wege eingeschlagen, durch die sich der Ranschburg- und der Wirth-Apparat unterscheiden. Die dem ersten Apparat entsprechende Konstruktion wurde vom Mechaniker Marx gemacht, das Modell bis jegt jedoch noch nicht durchgef\u00fchrt. Ein Pendel wird in \u00e4hnlicher Weise wie bei der Pendeluhr in regelm\u00e4gigen Gang versegt und erteilt bei jeder Schwingung der Trommel des Ged\u00e4chtnisapparates einen Stog. Die zweite Konstruktion r\u00fchrt von Rupp her. Da bei der Pendeluhr das Zahnrad selbst ruckweise sich bewegt, so versuchte Rupp, ob sich diese Ruckbewegung nicht gleichzeitig f\u00fcr die Ged\u00e4chtnistrommel benugen l\u00e4gt. Der ganze Apparat w\u00fcrde dann weitaus der einfachste von allen bisher gebauten Ged\u00e4chtnisapparaten sein, keinen Strom, keine Nebenapparate, kein kostspieliges Uhrwerk ben\u00f6tigen. Es ergab sich jedoch bei der Durchf\u00fchrung vor allem eine Schwierigkeit: das Pendel hat, wie bei der Uhr so auch hier, nicht blog die Rudcbewegung des Zahnrades zeitlich zu regulieren, sondern es mug andererseits durch das Zahnrad einen Antrieb erhalten. Dies suchte Rupp in der Weise zu erreichen, dag er die Spigen des Ankers abrunden lieg, wie das nebenstehende Schema zeigt, w\u00e4hrend die \u00fcbrige Kante, auf welcher die Z\u00e4hne gleiten, genau konzentrisch zum Drehpunkt des Pendels geschnitten wurde. Solange die Z\u00e4hne auf diesem konzentrischen Bogen gleiten, kann sich das Zahnrad nicht drehen, die Trommel mit den Silben bleibt also ganz ruhig, das Pendel erf\u00e4hrt aber auch keinen Antrieb. Wenn hingegen die Z\u00e4hne auf die abgeschr\u00e4gten Teile kommen, so entsteht eine Komponente der Kraft, die die Pendelbewegung f\u00f6rdert. Freilich bewegt sich dann auch das Zahnrad und damit die Silbe. Wenn indessen nur ein kleines St\u00fcck abgeschr\u00e4gt wird, so st\u00f6rt diese Bewegung knapp vor dem Ruck nicht. Leider aber ergab sich, dag eine solche kleine Abschr\u00e4gung keine hinreichende Unterst\u00fcgung f\u00fcr das Pendel zu geben vermag ; bei der geringsten St\u00f6rung verz\u00f6gerte dieses seinen Gang. Es wird daher wohl n\u00f6tig sein, dem Pendel einen separaten Antrieb zu geben, sei es durch ein zweites Gewicht oder durch eine Feder wie bei der Unruhe der Taschenuhr. Trog dieser Komplikation d\u00fcrfte ein solcher Apparat immer noch zu den einfachsten z\u00e4hlen.\nMan k\u00f6nnte auch daran denken, zur Zeitregulierung statt des Pendels eine Spiralfeder, \u00e4hnlich wie bei der Unruhe der Taschenuhr zu verwenden ; doch wird sich dabei kaum die Dauer der einzelnen Schwingungen innerhalb gen\u00fcgend weiter Grenzen variieren lassen; man vergleiche Punkt b) der Vorbemerkung. Eher liege sich die Torsion verwenden, wie sie bei neueren Uhren verwertet wird; durch Verk\u00fcrzung oder Verl\u00e4ngerung des tordierenden Fadens oder Drahtes k\u00f6nnte die Schwingungsdauer beliebig variiert werden.\n145","page":145},{"file":"p0146.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 214. (xed\u00e4clltllisapparat liacll Lipiuann. (Ueber das erste Modell vgl. Zeitschr. f. Psych., Bd. 35, S. 202; \u00fcber das zweite verbesserte Modell Zeitschr. f. Psych., Bd. 49, S 270, im Folgenden ist blog dieses zweite Modell beschrieben.) W\u00e4hrend die beiden vorigen Instrumente einen elektrischen Strom und Nebenapparate (Metronom, Stromunterbrecher, eventl. Duplikatorumschalter) ben\u00f6tigen, suchte Lip-mann blog mit mechanischen Mitteln und ohne Hilfsapparate auszukommen.\nDas Prinzip des Apparates ist ebenfalls von dem der vorigen ganz verschieden. W\u00e4hrend dort (auch bei den in der Anmerkung erw\u00e4hnten Konstruktionen) die Zeitintervalle zwischen den Rucken durch die periodische Bewegung eines Pendels (bezw. einer schwingenden Feder oder eines tordierten Fadens) reguliert werden, wird hier und bei den Apparaten 215 und 216 zuerst eine gleichm\u00e4gige, kontinuierliche Rotationsbewegung erzeugt, welche dann ihrerseits bei jeder einzelnen Umdrehung an einem oder mehreren Punkten die Ruckbewegung einer 2. Axe ausl\u00f6st, an der die Trommel sitjt; und zwar sind die Apparate 214 und 215 so eingerichtet, dag die kontinuierlich rotierende Axe selbst der Trommel die St\u00f6ge erteilt, dag also keine zweite Kraft n\u00f6tig ist.\nDas nebenstehende Schema zeigt, wie dieses Prinzip bei dem Lipmann-Apparat realisiert ist. Man sieht 2 R\u00e4der; das untere Rad K wird durdi ein genaues Federuhrwerk in gleichf\u00f6rmige, kontinuierliche Rotation versegt; es sei daher als \u201ekontinuierliches\u201c Rad (K) bezeichnet. Im Schema ist die Kraft der Einfachheit halber durch ein Gewicht angedeutet. An diesem Rade sind, senkrecht zu seiner Ebene, Stifte aufgesegt, die in die Z\u00e4hne des oberen Rades eingreifen. Dieses legtere soll ruckweise rotieren und ist daher mit R bezeichnet. So oft nun ein Stift des kontinuierlichen Rades nach oben kommt, nimmt er das Zahnrad ein St\u00fcck mit; dann steht dasselbe wieder still, bis der n\u00e4chste Stift nach oben kommt und in den n\u00e4chsten Zahn eingreift. Durch diesen einfachen Mechanismus wird das Zahnrad in der Tat ruckweise fortbewegt, und mit ihm bewegt sich ebenso die Silben-Trommel.\nDie beiden umstehenden Figuren zeigen die n\u00e4here Ausf\u00fchrung der Konstruktion. Die erste Figur gibt die Vorderansicht des Apparates. Das Werk ist zum gr\u00f6gten Teil durch den Schirm 16 verdeckt, der nur 2 rechteckige Oeffnungen 11 hat, durch die man die Silben, u. zw. jedesmal nur eine sieht. Redits hinter dem Schirm ist der Kasten 1 mit dem Uhrwerk zu sehen. Dasselbe wird mittels der Kurbel 2 aufgezogen. Der kleine Hebel 3 dient zum Ingangsegen und Arretieren des Werkes. Mittels der Schraube 4 kann man den Gang verlangsamen und beschleunigen, u. zw. verhalten sich die extremen Geschwindigkeiten ungef\u00e4hr wie 1:2*/*\u00ab Zur weiteren Variierung der Geschwindigkeit dient eine andere Einriditung, die unten besprochen ist. Die erw\u00e4hnte Schraube ist mit einer groben Kreisteilung versehen, die es erm\u00f6glicht, den Apparat auf eine bestimmte Geschwindigkeit mit hinreichender Genauigkeit einzustellen\n146","page":146},{"file":"p0147.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - GOTTINGEN.\nDie 2. Figur gibt die hintere Ansicht des Apparates und zeigt die Uebertragung der Bewegung auf die Trommeln. Vom Uhrwerk wird die Axe 5 angetrieben. An ihr sigen die 2 kontinuierlichen R\u00e4der \u00f6 und diese versehen in der oben erl\u00e4uterten Weise die Zahnr\u00e4der 7 in ruckweise Bewegung. Mit diesen legteren wieder sind die 2 sechskantigen Trommeln 10 in fester Verbindung. Die 2 Trommeln 12 dienen dazu, die Schleifen, die \u00fcber die ersteren Trommeln gelegt werden, horizontal zu halten und zu spannen. Sie werden durch die B\u00f6cke 13 getragen, welche an den Schienen 14 zu verschieben und mittels der Fl\u00fcgelschrauben 15 zu fixieren sind. Die Schienen sind sorgf\u00e4ltig aufgesegt, die B\u00f6cke gleiten sehr exakt, sodag die runden und die sechskantigen Trommeln bei jeder Entfernung genau parallel stehen. (Man vergl. hier\u00fcber Punkt e) der Vorbemerkung.) Bei jeder Umdrehung der Axe 5 macht die Trommel 6 Rucke, da das kontinuierliche Rad 6 Stifte besigt. Dieselben sind jedoch leicht herauszunehmen. Ben\u00fcgt man z. B., wie im Schema gezeichnet, nur 3 Stifte, so werden bei jeder Umdrehung blog 3 Rucke erzeugt; ebenso kann man 2 oder nur 1 Stift verwenden. Die Intervalle zwischen den Rucken werden dann 2, 3 bezw. 6 mal so lang. Dies ist also das zweite Mittel, um die Rotationsgeschwindigkeit zu variieren. Zu beachten ist jedoch, dag sich beim Verstellen der Schraube 4 die Ruckdauer und die Dauer der Exposition in gleichem Verh\u00e4ltnisse \u00e4ndern, w\u00e4hrend sich beim Herausnehmen von Stiften blog die Expositionsdauer \u00e4ndert, die Geschwindigkeit des Ruckes aber konstant bleibt.\nDer Apparat l\u00e4uft, wie die Kontrolle ergab, mit sehr konstanter Geschwindigkeit (man vgl. hier\u00fcber die 2. der oben zitierten Abhandlungen). Um das Uhrwerk m\u00f6glichst gleidim\u00e4gig zu belasten, ist es g\u00fcnstig, die beiden Trommeln so einzustellen, dag sie die Rucke nicht gleichzeitig, sondern abwechselnd ausf\u00fchren. Dies l\u00e4gt sich leicht erreichen, da das Zahnrad auf seiner Axe verstellt und mittels einer kleinen Schraube in jeder Lage fixiert werden kann. Ebenso w\u00fcrde es den Gang beeinflussen, wenn die Schleife zu stark gespannt w\u00fcrde. Es ist nur eine ganz lose Spannung n\u00f6tig, da sie, wie in Punkt e) der Vorbemerkung erw\u00e4hnt, dadurch mitgenommen wird, dag der Papierstreifen geknickt ist und die Kanten der Trommel sich in die Knicke hineinlegen.\nF\u00fcr l\u00e4ngere oder k\u00fcrzere Reihen wird einfach die Schleife verschieden weit gemacht. Die Trommeln lassen sich so weit n\u00e4hern, dag sidi noch Schleifen von 8 Feldern \u00fcber sie legen lassen. Bei der weitesten Entfernung der Trommel fagt die Schleife 42 bezw. 64 Felder, je nachdem man Trommeln mit 2 cm oder 13 mm Feld-\n147","page":147},{"file":"p0148.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nh\u00f6he benu\u00dft. Es wird n\u00e4mlich dem Apparat sowohl ein Paar der kleineren, f\u00fcr die gedruckten Silbenreihen No. 222 berechneten, wie auch ein Paar der gr\u00f6\u00dferen Trommeln mit 2X3 cm Feldgr\u00f6\u00dfe beigegeben.\nEin Vorzug des Apparates ist es, da\u00df man beliebig viele Reihen hintereinander lernen lassen kann, ohne dazwischen durch das Wechseln der Streifen die geringste Zeit verlieren zu m\u00fcssen. Ebenso k\u00f6nnen an dem Apparate Trefferversuche unmittelbar nach den Lernversuchen angestellt werden. Aus diesen Gr\u00fcnden besi\u00dft eben der Apparat eine 2. Schleife. W\u00e4hrend die Versuchsperson an der einen Schleife lernt, hat man Mu\u00dfe, die andere aufzuziehen bezw. auszuwechseln. Au\u00dferdem sind die Trommeln so breit, da\u00df 2 Reihen nebeneinander aufgeschrieben werden k\u00f6nnen. Dementsprechend sind die 2 Diaphragmen 11, die man in dem Schirm in der 1. Figur sieht, mit 2 von oben herabklappbaren Sdiirmchen versehen, von denen das eine die rechte, das andere die linke H\u00e4lfte des Diaphragmas deckt.\nDie Rucke erfolgen zwar nicht vollst\u00e4ndig ger\u00e4uschlos, aber doch nur mit einem sehr leisen, dumpfen Ger\u00e4usch, da\u00df sicher nicht als St\u00f6rung empfunden wird. Die D\u00e4mpfung wird erstens dadurch erreicht, da\u00df die Stifte des kontinuierlichen Rades mit Gummischl\u00e4uchen \u00fcberzogen sind, die sich im Bedarfsf\u00e4lle leicht durch neue erse\u00dfen lassen. Ferner sind die Z\u00e4hne von 7, wie das nebenstehende kleine Schema zeigt, mit Federn f versehen. Der Stift St prallt somit nicht direkt auf die relativ schwere Masse des Zahnrades, mit dem auch noch die Trommel in starrer Verbindung steht, sondern die Bewegung wird vorbereitet, allm\u00e4hlich eingeleitet, indem der Stift erst auf die Feder wirkt. Es zeigte sich, da\u00df diese Einrichtung in der Tat einen Einflu\u00df auf das Ger\u00e4usch hat. \u2014 Um ein Zittern und Weiterschnellen der Trommel zu vermeiden, ist mit ihr die Hartgummischeibe 9 fest verbunden, an welcher die Feder 8 schleift. Dadurch entsteht eine kleine Bremsung, welche in dem angegebenen Sinne wirkt.\nDer Apparat ist auch f\u00fcr Trefferversuche eingerichtet u. zw. f\u00fcr solche der einfacheren Art, wie sie in der Vorbemerkung Punkt i) beschrieben sind. Die Rucke werden zur schnellen Exposition benu\u00dft und durch die Ruckbewegung gleichzeitig ein Kontakt geschlossen. Die schon fr\u00fcher erw\u00e4hnte Hartgummischeibe 9 ist, den 6 Prismenfl\u00e4chen entsprechend, mit 6 Metallschrauben befestigt, die so abgeschliffen sind, da\u00df sie nicht \u00fcber die Scheibe hinausragen. So oft die Feder 8 \u00fcber eine solche Schraube schleift, ist der Kontakt geschlossen. Die Feder ist verstellbar und mu\u00df so justiert werden, da\u00df sie auch nadi dem Ruck die Schraube noch ber\u00fchrt, damit ein dauernder Kontakt entsteht. Andererseits mu\u00df die Trommel vor jedem Ruck ein wenig gedreht werden, damit der Kontakt wieder ge\u00f6ffnet wird.\nNoch eins ist f\u00fcr die Trefferversuche zu bemerken. Es w\u00e4re bei schnellem Gang schwer, sofort nach der Exposition, ehe noch der neue Ruck beginnt, das Werk zu arretieren Auch mu\u00df das Uhrwerk einige Momente im Gang sein, um die richtige Geschwindigkeit zu erlangen. Deshalb verf\u00e4hrt Lipmann so, da\u00df er die eine Trommel f\u00fcr Lern-, die andere f\u00fcr Trefferversuche benu\u00dft und bei der le\u00dfteren einige Stifte des kontinuierlichen Rades, z. B. alle bis auf einen, entfernt. Dann erfolgen die Rucke ebenso schnell wie\n148","page":148},{"file":"p0149.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00ab G\u00d6TTINGEN.\nvorher, aber die Pause zwischen je zwei Rucken ist 6 mal so grog. Dadurch hat das Werk Zeit zum Anlaufen und der Versuchsleiter Zeit zum Arretieren.\nWie zu Trefferversuchen, so l\u00e4gt sich der Apparat auch zu anderen Reaktionsversuchen und ebenso zu den in Punkt i) der Vorbemerkung erw\u00e4hnten tachisto-skopischen Versuchen verwenden.\nDer Apparat ist auf ein Tischchen aufgesegt, damit die Diaphragmen, wenn man das Ganze auf einen Tisch von normaler H\u00f6he stellt, in Augenh\u00f6he kommen. Die F\u00fcge des Tischchens sind mit Filz unterlegt, damit einerseits keine Schall\u00fcbertragung auf die Unterlage stattfindet, und damit andererseits diese nicht besch\u00e4digt wird.\nPreis Mit. 330.\u2014\nNo. 215. (Jed\u00e4chtnisapparat, Eigeukoiistruktiou. Audi bei diesem Apparate ist eine mechanische Erzeugung der Rucke gew\u00e4hlt, um Elektrizit\u00e4t und Nebenapparate zu vermeiden. Das Prinzip ist ebenfalls dasselbe wie beim vorigen Apparat, indem wieder erst eine kontinuierliche Drehbewegung hervorgerufen wird, welche dann ihrerseits die Ruckbewegung erzeugt. Jedoch ist die Art, wie aus der kontinuierlichen die Ruckbewegung entsteht, eine ganz andere. Sie wird durdi das\nnebenstehende Schema veransdiau-licht. Die treibende Kraft, ein Gewichtsuhrwerk, versegt eine horizontale Scheibe in gleichf\u00f6rmige, kontinuierliche Rotation, sie sei daher wieder als kontinuierliche Scheibe (K) bezeichnet. Sie greift mit ihrem Rande ein wenig in die Einkerbungen eines Zahnrades ein, mit dem die Trommel in fester Verbindung steht, und welches somit ruckweise rotieren soll; dasselbe sei daher mit R bezeichnet. Die kontinuierlidie Scheibe ist in der aus dem Sdiema ersichtlichen Weise an einer Stelle l\u00e4ngs ihres Randes eingeschnitten und der so entstehende Streifen nadi unten gebogen. Wenn sie sidi in der Richtung des Pfeiles dreht, und das abw\u00e4rts gebogene St\u00fcck in die Einkerbung des Zahnrades R eingreift, so wird dieses auf der linken Seite gehoben u. zw. so hoch, als der Streifen abw\u00e4rts gebogen ist; und dieser ist gerade so viel abw\u00e4rts gebogen, als die Einkerbungen voneinander entfernt sind. Indem sich dieses Spiel bei jeder Umdrehung von K wiederholt, wird das Rad R jedesmal ruckweise einen Zahn weiterbewegt.\nDie Kinematik kennt verschiedene Arten, aus einer kontinuierlichen eine ruckweise Drehbewegung zu erzeugen. Unter ihnen wurde vom Mechaniker Spindler & Hoyer die eben beschriebene aus folgenden Gr\u00fcnden gew\u00e4hlt. Die Hebung des Zahnrades, also die Ruckbewegung sefet hier allm\u00e4hlich ein und h\u00f6rt wieder allm\u00e4hlich auf; dadurch ist ein pl\u00f6tzlicher Anprall und damit starkes Zittern und starkes Ger\u00e4usch vermieden. Ferner ist ein Weiterschnellen der Trommel nach dem Ruck ausgeschlossen, da das Zahnrad nach dem Ruck durch den nicht aufgebogenen Rand der kontinuierlichen Scheibe in Zwangsf\u00fchrung gehalten wird. Freilidi sind diese Ziele nicht vollkommen erreidibar, da ein gewisser toter Gang stets vorhanden sein mug.\n149","page":149},{"file":"p0150.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nDie beiden Figuren zeigen den ganzen Apparat. Das Uhrwerk ist in einen Kasten eingeschlossen. Es ist ein Gewichtsuhrwerk, dessen Geschwindigkeit durch Gewicht und Windfl\u00fcgel variiert werden kann. Um das Werk in Gang zu segen, zieht man den oben auf dem Kasten vorstehenden Schieber in die H\u00f6he ; um es zu arretieren, dr\u00fcckt man denselben nach unten. Die der Silbentrommel zugekehrte Seitenwand des Kastens hat eine rechteckige \u00d6ffnung, in die man die kontinuierliche Scheibe und unter dieser ein Zahnrad hineinragen sieht; beide sigen an derselben vertikalen Axe. Das Zahnrad dient dazu, die Bewegung des Uhrwerkes auf die kontinuierliche Scheibe zu \u00fcbertragen. Rechts von der legteren sieht man das Zahnrad, welches die Ruckbewegung ausf\u00fchrt und an dessen Axe die Trommel sifet. Von der kontinuierlichen Scheibe ist noch zu bemerken, dag das aufgebogene St\u00fcck sidi \u00fcber >/\u00ab des ganzen Randes erstreckt; somit verh\u00e4lt sich die Dauer der Rucke zur Dauer der ruhigen Exposition stets wie 1:5.\nDie Trommel macht so viel Rucke bei jeder vollen Umdrehung, als das Zahnrad R Z\u00e4hne besigt. F\u00fcr verschieden lange Reihen m\u00fcssen daher nidit blog verschieden groge Trommeln, sondern entsprechend auch Zahnr\u00e4der mit mehr oder weniger Z\u00e4hnen eingesegt werden. Die R\u00e4der sind gleich an der Trommel befestigt. Die kontinuierliche Scheibe bleibt dabei dieselbe und audi an der gleichen Stelle.\nNat\u00fcrlich m\u00fcssen dann, wie aus dem nebenstehenden Schema verst\u00e4ndlich ist, die kleineren Zahnr\u00e4der der kontinuierlichen\nScheibe mehr gen\u00e4hert werden als die gr\u00f6geren. Daher ist die Axe, auf welche das Zahnrad samt der Trommel gesteckt wird, seitlich verschiebbar, u. zw. wird sie mittels des horizontalen Stabes St verschoben, der rechts an sie angesegt ist. Die Einstellung mug dabei eine sehr genaue sein, da, wenn das Zahnrad zu viel an die kontinuierliche Sdieibe r\u00fcckt, Reibung entsteht, welche den Gang hemmt, und wenn zu weit weg ist, die F\u00fchrung zu lodcer wird und die Trommel bei den Rucken","page":150},{"file":"p0151.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nschlottert. Um die Einstellung zu erleichtern, ist der erw\u00e4hnte Stab St mit sehr sorgf\u00e4ltig gefeilten Einkerbungen versehen, in die eine feststehende Feder F einschnappt. Man hat dann, um das Zahnrad richtig einzustellen, blog daf\u00fcr zu sorgen, dag die Feder in die entsprechende Einkerbung eingreift. Diese Lage wird dann durch Anziehen der Schraubenmutter S fixiert. - Mit dem Apparat werden zwei Trommeln f\u00fcr 14, zwei f\u00fcr 12 und eine f\u00fcr 24 Rucke geliefert.\nDas Auswechseln der Trommel geht sehr schnell, man steckt sie samt dem Zahnrad einfach auf die Axe auf und fixiert sie mittels der Schraube, die in der Figur in dem Hohlraum der Trommel zu sehen ist. Um die Silbenreihen schnell wechseln zu k\u00f6nnen, ist es daher besser, die neue Reihe auf einer Reservetrommel aufzuspannen und die ganze Trommel zu wechseln statt auf derselben Trommel einen neuen Streifen aufzuspannen. Zu diesem Zwecke werden f\u00fcr die k\u00fcrzeren Reihen je 2 Trommeln geliefert. Als Feldgr\u00f6ge ist bei dem urspr\u00fcnglichen Modell 2X3 cm gew\u00e4hlt. Da die Trommeln 6 cm breit sind, k\u00f6nnen 2 solche Reihen nebeneinander aufgeschrieben werden. Die neueren Modelle werden, wenn nicht ausdr\u00fccklich anderes gew\u00fcnsdit wird, f\u00fcr die Normalgr\u00f6ge 30X13 mm der gedruckten Reihen No. 222 gebaut.\nVor der Trommel steht ein vertikaler Schirm, der in einer einfachen F\u00fchrung gegen die Trommel zu verschieben ist; siehe die 2. Figur. Vor seinem rechteckigen Diaphragma kann ein Blechbl\u00e4ttchen verschoben werden, um die redite oder linke H\u00e4lfte zu verdecken, damit nur die eine der beiden Silbenreihen sichtbar ist. Das Bl\u00e4ttchen kann auch ganz weggehoben werden, damit man auch das Doppelfeld benugen kann, wie es f\u00fcr l\u00e4ngere W\u00f6rter oder bei Darbietung eines Paares von Silben n\u00f6tig ist.\nDer Apparat ist auch f\u00fcr Trefferversuche eingeriditet, u. zw. ist er mit der in Punkt i) der Vorbemerkung erw\u00e4hnten vollkommeneren Einrichtung versehen, bei der sich nicht das Reizobjekt selbst bewegt und ins Feld springt, sondern wo ein Schirm vor demselben weggezogen wird. Die Einriditung ist nach Angaben von Rupp konstruiert. Hinter dem Schirm, der vor der Trommel steht, gleitet in leichter F\u00fchrung ger\u00e4usdilos ein 2. Sdiirm. Wenn man diesen hochzieht, so verdeckt er die \u00d6ffnung im vorderen Sdiirm, so dag die Silbe auf der Trommel nicht zu sehen ist. In dieser Lage wird er oben durch eine einfache Einschnappvorrichtung festgehalten. Dr\u00fcckt man auf den in der 2. Figur oben sichtbaren Hebel, so f\u00e4llt der Schirm, durch seine Schwere und haupts\u00e4chlich durch die beiden seitlichen Federn gezogen, schnell herab. Da er nun in seinem oberen Teile rechteckig ausgeschnitten ist, so wird beim Fallen die Silbe sichtbar. Gleichzeitig wird in dem Momente, wo der vordere Spalt ganz aufgedeckt wird, ein Kontakt ge\u00f6ffnet, indem eine Feder, die mit dem Schirm f\u00e4llt, erst auf Metall, dann auf Isoliermasse (Hartgummi) schleift. Nachdem die Silbe sdion ganz sichtbar geworden ist, f\u00e4llt der Schirm noch einige Zentimeter weiter herab. Die \u00d6ffnung in seinem oberen Teile erstreckt sich so hoch hinauf, dag dabei die Silbe immer noch sichtbar bleibt. W\u00e4hrend dieses Fallens wird die Bewegung ged\u00e4mpft und der Schirm schlieglich ganz aufgehalten, u. zw. ohne dag ein Ger\u00e4usch auftritt. Mit dem Schirm fallen n\u00e4mlich 2 seitliche Kolben, die dicht anschliegend in Rohre tauchen Je tiefer sie sinken, desto mehr wird die Luft in den legteren, da sie nur schwer entweichen kann, komprimiert und \u00fcbt dadurch einen Gegendruck aus. Dieser Fallschirm\n151","page":151},{"file":"p0152.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nunterscheidet sich somit in 2 Punkten von den bis jegt konstruierten. Erstens ist, um eine schnelle Bewegung zu erzielen, nicht die Sdiwere benugt, sondern im wesentlichen die Federkraft. Da diese im Anfang am st\u00e4rksten wirkt, so hat der Schirm gleich zu Beginn der Bewegung hinreichende Geschwindigkeit, es wird somit an Raum gespart. Zweitens wird der Schirm nidit pl\u00f6tzlich angehalten, wodurch starke und schwer zu d\u00e4mpfende Ger\u00e4usche entstehen, sondern allm\u00e4hlich w\u00e4hrend eines l\u00e4ngeren Weges; hierbei aber l\u00e4gt sidi leicht eine ger\u00e4uschlose D\u00e4mpfung erreichen. \u2014 Vor jedem Trefferversudi dreht man die Trommel um eine Silbe weiter, indem man das Werk nur einige Momente laufen l\u00e4gt; man w\u00e4hlt hierbei am besten einen sehr langsamen Gang, indem man das Gewicht verringert.\nWie f\u00fcr Trefferversuche, so l\u00e4gt sich der Apparat audi f\u00fcr andere Reaktionsversuche und f\u00fcr alle in Punkt i) der Vorbemerkung erw\u00e4hnten Arten von tachisto-skopischen Versuchen verwenden. Benugt man n\u00e4mlich die gr\u00f6gte der Trommeln f\u00fcr 24 Silben und bei ihr erst die rechte, dann die linke H\u00e4lfte, so kann man, auch ohne Schleife, 48 Reize ohne Unterbrechung hintereinander darbieten, was in den meisten F\u00e4llen vollkommen ausreichen wird.\nDer Apparat besigt noch 2 von Ru pp vorgeschlagene Nebeneinrichtungen. Je nach Wunsch des Bestellers wird eine beliebige oder jede Trommel so eingerichlet, dag sie nicht blog rudcweise, sondern auch kontinuierlich rotieren kann, wie es bei den Ged\u00e4chtnisapparaten 210 und 211a der Fall ist. Die Trommel wird in diesem\nFalle, wie das nebenstehende Sdiema zeigt, so weit rechts von der kontinuierlichen Scheibe K festgeschraubt, dag diese nicht mehr in die Einkerbungen des Zahnrades R eingreift. Der kontinuierliche Antrieb erfolgt nun durch ein Zahnrad r,, das an einer aus dem Kasten vorragenden Axe des Uhrwerkes sigt. Dieses Rad wird durch das gleich zu besprediende Rad r2 mit r3 gekuppelt, weldies legtere wie das Zahnrad R an der Tronnnelaxe befestigt ist. r2 sigt an einem Stabe, der um \u00ab gedreht und mit der Schraube S fixiert werden kann. Will man diese ganze Einrichtung nicht benugen, sondern die Trommel ruckweise rotieren lassen, so wird der erw\u00e4hnte Stab samt r2 in die gestrichelte Lage weggeriickt. \u2014 Dadurch dag der Apparat auch f\u00fcr kontinuierliche Rotation eingerichtet ist, wird er wohl f\u00fcr manche weitere Zwecke zu verwenden sein.\nDie 2. Nebeneinrichtung hat mit Ged\u00e4chtnisversuchen nichts zu tun. Es wird das konstante Uhrwerk dazu ausgenugt, in bestimmten und variierbaren Zeitintervallen Kontakte zu erzeugen. \u2014 In dem Uhrwerke befinden sidi infolge der notwendigen \u00dcbersegungen Axen, die sich versdiieden schnell drehen. 3 soldie Axen, deren Geschwindigkeiten sich wie 1:10:50 verhalten, sind nadi hinten verl\u00e4ngert. An ihnen sigen wie aus der 2. Figur zu sehen ist, kleine Walzen, auf denen Kontaktfedern schleifen. Bei jeder Umdrehung einer solchen Walze wird an einer Stelle auf einen Moment ein Kontakt gesdilossen. Die Einrichtung wirkt also wie ein Kontaktmetronom,\n152","page":152},{"file":"p0153.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nnur genauer und vollst\u00e4ndig ger\u00e4uschlos; audi sind die Intervalle innerhalb viel weiterer Grenzen variierbar, indem man erstens Windfl\u00fcgel und Gewicht \u00e4ndern und zweitens verschiedene Walzen benutzen kann. Verbindet man ferner die Kontakte mit elektrischen Markierern, so kann man gleidizeitig mehrere Zeitkurven nebeneinander aufschreiben, von denen die eine z. B. Sekunden, die andere \u2018/s oder Vio Sek. markiert. Ja, durch eine besondere vonRupp angegebene Schaltung lassen sich mit ein und demselben Markierer Kurven schreiben, in welchen jede 5. oder jede 10. Marke l\u00e4nger ist, und die somit ein sehr bequemes und schnelles Ausz\u00e4hlen gestatten, \u00e4hn-\nlidi wie die Kurven des Kagenaar-schen Chronoskopes No. 42. Das nebenstehende Schema zeigt diese Schaltung. Man sendet den Strom erst durch den h\u00e4ufigeren, z. B den 1/6 Sek. Kontakt und verzweigt ihn hinter diesem; in den einen Zweig legt man den zweiten, z. B. 1 Sek. Kontakt, in den anderen einen Widerstand W. Nach Vereinigung der Zweige f\u00fchrt man den Strom durch den Elektromagneten des Markierers und zur\u00fcck zur Stromquelle. Wenn nun blo\u00df der \u2018/s Sek.-Kontakt geschlossen ist, so wird der Markierer eine kleine Exkursion machen, wegen des Widerstandes. Wenn hingegen audi der Sek.-Kontakt ge-sdilossen ist, so verringert sidi der Gesamtwiderstand, die Exkursion des Schreibers und damit die Marke wird eine gr\u00f6\u00dfere.\nAn den neueren Modellen des Apparates sind gegen\u00fcber den \u00e4lteren einige \u00c4nderungen vorgenommen. Wie schon erw\u00e4hnt, sind die Trommeln den gedruckten Silbenreihen angepagt. Ferner ist ein Tourenz\u00e4hler hinzugef\u00fcgt. Endlich wird der Apparat auf Wunsdi mit einem Federuhrwerk versehen, was den Vorteil mit sidi bringt, dag man kein Loch in den Tisch, auf den der Apparat gestellt wird, bohren mug, durch welches die Schnur f\u00fcr das Gewicht nach unten h\u00e4ngt.\nPreis des kompl. Apparates mit 2 Trommeln f\u00fcr 14, zwei f\u00fcr 12 und einer f\u00fcr 24 Rucke\nMit. 350.\n1\t1\t1\t1 I 1 I i 1 I I I 1 I 1\t1 I L\nNo. 216. (Ted\u00e4chtnisapparat nach Hempel-Kupp. Wie bei den beiden vorigen Apparaten, so ist auch hier zun\u00e4dist eine gleichf\u00f6rmige, kontinuierliche Rotation erzeugt, die ihrerseits eine Ruckbewegung hervorruft. Das Prinzip jedodi, nach dem die Ruckbewegung durch die kontinuierliche bewirkt wird, ist hier ein ganz neues, es ist \u00fcberhaupt kein mechanisches, sondern ein optisdies. Der Grundgedanke hierzu r\u00fchrt von Hempel her; Rupp hat in der Durchf\u00fchrung einige Verbesserungen vorgenommen.\n153","page":153},{"file":"p0154.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nAn der horizontalen Axe a sigt die Trommel Tr. \u00dcber die letztere ist eine Papierschleife mit den zu lernenden Silben gelegt, die vertikal herabh\u00e4ngt und durch die kleinere Trommel tr beschwert ist. Die Axe o. wird samt der Trommel in gleichf\u00f6rmige kontinuierliche Drehung versegt. Die Silben werden durch die 2 Spiegel Sp, Sp2 in der Richtung der ausgezogenen Linien dem Auge zureflektiert. Der Tubus T hat eine so kleine \u00d6ffnung, dag nur 1 Silbe, z. B. die bei 1 stehende, gesehen wird. W\u00fcrden die 2 Spiegel stille stehen, so w\u00fcrden die Silben in gleichm\u00e4giger Geschwindigkeit vorbeiziehen. Nun ist aber der Spiegel Sp, um die Axe \u00df drehbar. Er hat einen Fortsag f, mit dem er auf dem Rande des Rades K aufruht. Dieses Rad ist, wie die Trommel, fest mit der Axe a verbunden und dreht sich somit kontinuierlich; es sei daher wieder als kontinuierliches Rad (K) bezeichnet. Bei Drehung von der in der Figur gezeichneten Ausgangslage aus wird der Fortsag f durch den allm\u00e4hlich aufsteigenden Rand des Zahnes etwas gehoben, und damit audi der Spiegel ein wenig gedreht. Nach einer */4 Drehung von K f\u00e4llt sodann der Fortsag an dem steilen Rande des Zahnes herab und damit dreht sich der Spiegel schnell in die erste Lage zur\u00fcck. Bei derselben 1ji Drehung sei die Silbe von 1 nach 2 gelangt. Die Z\u00e4hne von K sind nun genau so gesdinitten, dag der Spiegel am Ende der Drehung in eine solche Lage kommt, dag er den von 2 her-kommenden Strahl wieder in derselben Richtung gegen Sp, reflektiert, wie vorher den von 1 kommenden Strahl, und dag ebenso bei jeder Zwisehenlage der Strahl in dieser Richtung weitergeht. Somit erscheint w\u00e4hrend dieser ganzen Bewegung die Silbe dem Beobachter nicht bewegt, sondern ruhend. Wenn der Fortsag dann an dem steilen Rande des Zahnes herabgefallen und der Spiegel in die erste Lage zur\u00fcckgekehrt ist, so reflektiert wieder er die von 1 herkommenden Strahlen dem Beobachter zu. Genau an der Stelle 1 ist aber jegt die n\u00e4chste Silbe angelangt, indem der Abstand der Silben so gew\u00e4hlt ist, dag er l/i des Trommelumfanges betr\u00e4gt. Somit ist in diesem Momente pl\u00f6glich die n\u00e4chste Silbe erschienen.\nBei dem urspr\u00fcnglichen Modell nadi Hempel ist nicht eine Schleife, sondern eine einzige Trommel verwendet, ferner nicht 2 Spiegel, sondern nur der Spiegel Sp,. Dies hat 2 Nachteile. Erstens m\u00fcssen die Silben in Spiegelsdirift aufgeschrieben werden ; zweitens zeigt es sich, dag die Silben zwisdien den Rucken sich zwar nicht fortbewegen, aber ein wenig nach vorne und hinten neigen. Diese 2 M\u00e4ngel sudite Ru pp zu vermeiden. Der erste war leicht zu beseitigen, es wurde einfadi der Spiegel Sps hinzugef\u00fcgt.*) Der zweite Mangel\n*) Diese Verbesserung hat inzwischen auch Hempel an seinem Apparate angebracht.\n154","page":154},{"file":"p0155.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb GOTTINGEN.\nberuht auf Folgendem: Angenommen, es seien die Silben auf einer Trommel Tr aufgespannt, und eine Silbe bewege sich von 1 nach 2 ; entsprechend drehe sieh auch der Spiegel Sp von 1 nach 2. Bei der Lage 1 geht der Strahl senkrecht von der Trommel weg; der Beobachter glaubt also senkrecht auf die beschriebene Fl\u00e4che zu sehen, Dann mu\u00df bei der Lage 2\nder Strahl schr\u00e4g von der Trommel weg zum Spiegel gehen und der Beobachter glaubt schr\u00e4g unter dem Winkel auf die Schreibfl\u00e4che zu sehen, oder vielmehr die Fl\u00e4che scheint sich ihm um den Winkel p,\u2014q2 geneigt zu haben. Diese scheinbare Neigung kann nur dann vermieden werden, wenn man (i%- macht, das hei\u00dft, wenn die Silben auf einer konkaven statt auf einer konvexen Fl\u00e4che liegen ; und zwar mu\u00df der Mittelpunkt der Kr\u00fcmmung im Drehpunkt [i des Spiegels liegen. Dies ist aber bei dem obigen Modell wirklich der Fall, u. zw. ist es dadurch erreicht, da\u00df statt der Trommel eine Schleife verwendet ist, und da\u00df diese durch ein vorgehaltenes, entsprechend gebogenes Spiegelglas G konkav gekr\u00fcmmt ist. In der Tat ist bei diesem Modell nicht die geringste Spur einer Neigung der Silben zu bemerken.\nDie Rotation kann durch einen beliebigen, separaten Motor erzeugt werden, wofern er nur hinreichende Konstanz besi\u00dft. Auf Wunsch wird auch ein Gewichtsoder Federuhrwerk mit dem Apparat verbunden. Ein einfacher Tourenz\u00e4hler z\u00e4hlt die einzelnen Rucke. F\u00fcr verschieden lange Reihen werden verschieden lange Schleifen benu\u00dft ; die geringste Zahl von Feldern, die die Schleife haben mu\u00df, betr\u00e4gt 8. Die Schleife l\u00e4\u00dft sich sehr schnell auswechseln, da die Trommel, \u00e4hnlich wie beim vorigen Apparat, nur an einer Seite an ihrer Axe befestigt ist, nach der andern Seite ganz frei steht. Die Gefahr, da\u00df die Schleife nicht genau mitgenommen wird, ist hier von vornherein sehr gering, da die Trommel nicht ruckweise, sondern kontinuierlich bewegt wird. Unter diesen Umst\u00e4nden erzeugt die untere beschwerende Trommel tr gen\u00fcgend Reibung. Die Ruckbewegung vollzieht sich ohne das geringste h\u00f6rbare Ger\u00e4usch. Dies war hier leicht zu erreichen, da es sich um sehr kleine Bewegungen handelte und die bewegte Masse, der Spiegel mit dem Fortsa\u00df, sehr leicht gemacht werden konnte. Au\u00dferdem wurde die Spi\u00dfe des Fortsa\u00dfes mit Leder \u00fcberzogen. Ein Zittern der Silben nach dem Ruck ist nicht zu bemerken, da federnde Massen vermieden sind und die Ruckbewegung blo\u00df durch die Schwere, nicht durch Federkraft erzeugt wird. Als Feldgr\u00f6\u00dfe ist die Normalgr\u00f6\u00dfe 30X13 mm der gedruckten Reihen No. 222 gew\u00e4hlt; da die Trommel 6 cm lang ist, so haben zwei solcher Reihen nebeneinander Pla\u00df.\nF\u00fcr die einfachen Trefferversuche, wie sie in Punkt i) der Vorbemerkung beschrieben sind, ist der Apparat dadurch verwendbar, da\u00df der Fortsa\u00df f einen Draht d tr\u00e4gt, der, wenn der Spiegel f\u00e4llt, also der Ruck erfolgt, in Quecksilber taucht und dadurch vollst\u00e4ndig ger\u00e4uschlos einen Kontakt schlie\u00dft. Die kurze Bewegung der Trommel wird dabei nat\u00fcrlich nicht durdi den Motor erzeugt, sondern mit der Hand; die Trommelaxe ist zu dem Zwecke nach hinten verl\u00e4ngert und tr\u00e4gt eine kleine Kurbel. Dabei ist die Schnelligkeit der Rucke von der Schnelligkeit, mit der man dreht, unabh\u00e4ngig, da die Ruckbewegung durch das Fallen des Spiegels erzeugt wird.\n155","page":155},{"file":"p0156.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nIn \u00e4hnlicher Weise wie f\u00fcr Trefferversuche l\u00e4gt sich der Apparat audi f\u00fcr andere Reaktionsversuche verwenden; ebenso f\u00fcr die tachistoskopischen Versuche, wie sie unter Punkt m) der Vorbemerkung angef\u00fchrt sind.\nEin Vorzug des Apparates ist es, dag er sehr wenig Raum einnimmt und daher bequem transportiert werden kann. Ferner gestattet er einen so schnellen Wechsel der Felder, dag er sich auch als Stroboskop verwenden l\u00e4gt.\nPreis auf Anfrage.\nNo. 217. Trefferapparat nach Miiller-l\u2019il/.ecker. (Zeitsehr. f. Psydi. Er-g\u00e4nzungsbd. 1, S. 4). Der Zweck und das Wesen der Trefferversuche ist bereits in der Vorbemerkung insbesondere in Punkt i) erl\u00e4utert worden. Der in Rede stehende Apparat ist von den Ged\u00e4chtnisapparaten zum Lernen der Silben ganz isoliert. Die Silben werden in derselben Gr\u00f6ge und Sdirift wie die vorher gelernten Silben auf einen Streifen untereinander geschrieben und dieser \u00fcber eine Trommel gespannt. Vor der Trommel steht ein Schirm mit einer rechteckigen \u00d6ffnung, deren\nGr\u00f6ge durch Schieber zu variieren ist. An der vorderen Seite des Schirmes gleitet, durch vertikale Stangen gef\u00fchrt, ein zweiter Schirm, der ebenfalls eine \u00d6ffnung besigt. Wenn dieser hochgezogen ist, so verdeckt er die \u00d6ffnung im ersten Schirm und damit auch die Silbe auf der Trommel. Wenn er hingegen beim Fallen seine tiefste Lage erreicht, so kommt seine \u00d6ffnung gerade vor der im ersten Schirm zu stehen, und die Silbe wird sichtbar. W\u00e4hrend des Fallens erlangt der Schirm eine ziemlidi groge Gesdiwindigkeit, so dag die Beim Auffallen \u00f6ffnet er einen einfachen Quecksilberkontakt. In seiner h\u00f6disten Lage wird er durdi Elektromagnete festgehalten.\nDamit die Silben genau in der Mitte des Spaltes ersdieinen, ist erstens eine prismatische Tommel gew\u00e4hlt, und zweitens an der Axe eine einfache Einschnappvor-riditung angebracht, deren Feder immer dann in eine Einkerbung einschnappt, wenn eine Seitenfl\u00e4che der Trommel genau vor dem Spalt steht. Man hat also den Streifen so aufzuspannen, dag die Silben genau in der Mitte zwischen 2 Kanten zu stehen kommen und die Trommel stets so einzustellen, dag die Feder einschnappt.\nDie Gr\u00f6ge der Trommel richtet sidi nat\u00fcrlich nach der Gr\u00f6ge der Trommeln des Ged\u00e4chtnisapparates. Dies mug daher bei der Bestellung angegeben werden.\nDer Apparat ist nicht auf Trefferversuche beschr\u00e4nkt, sondern kann zu beliebigen Reaktionsversuchen mit optischen Reizen verwendet werden, sofern nur die Gr\u00f6ge des Spaltes hinreidit. Namentlich l\u00e4gt sidi bequem eine gr\u00f6gere Reihe von Reizen hintereinander geben, indem man groge Trommeln (z. B. f\u00fcr 24 Silben) oder eine Schleife anwendet ; im legteren Falle ist eine 2. Trommel hinzuzuf\u00fcgen, z. B. die Vorrichtung No. 23 S. 21.\nPreis Mk. 140.\u2014\nExposition sehr rasch erfolgt.\n156","page":156},{"file":"p0157.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 218. Treffer-Apparat nach Kupp. Der Apparat unterscheidet sich vom vorigen durch die Konstruktion des Fallschirmes; es ist dieselbe, wie sie bei Apparat 215 beschrieben wurde. Im \u00dcbrigen gilt alles in der vorigen Nummer Gesagte.\nPreis Mk. 175 \u2014\nNo. 219. Silbentr\u00e4ger f\u00fcr simultane Exposition. Die bisher erw\u00e4hnten Ged\u00e4chtnisapparate sind f\u00fcr den Fall berechnet, dag die Silben successiv\ndargeboten werden. Man kann die ganze Reihe aber audi simultan exponieren, und dementsprechend auch Trefferversuche anstellen, wo das ganze Tableau exponiert wird, indem alle Felder bis auf ein gewisses leer bleiben. F\u00fcr solche Versuche dient der in Rede stehende Apparat als Silbentr\u00e4ger.\nAuf einer Holzplatte erheben sich seitlich 3 S\u00e4ulen, auf die mittels Ringen Platten aufgesteckt werden. Jede dieser Platten hat nebeneinander 6 oder 8 rechteckige \u00d6ffnungen. An diese legt sich von hinten ein Bledistreifen an, weldier die Reizkarten tr\u00e4gt, die hinter den \u00d6ffnungen erscheinen sollen und auf die Silben geschrieben werden. Der nebenstehende Querschnitt zeigt die Einrichtung deutlicher. Die durch gestrichelte Linien angedeuteten Karten ruhen in Nuten des Blechstreifens b. Um sie auszuwechseln, klappt man den Streifen nach hinten, indem man an dem Knopf K anfagt, und kann dann bequem die Karten herausnehmen und hineinstecken. L\u00e4gt man den Knopf dann wieder los, so wird der Streifen durch die Feder F zur\u00fcckgeschnellt. Die Feder dr\u00fcckt gleichzeitig die Karten m\u00f6glichst nahe an die Platte a an so dag deren R\u00e4nder keine Schatten werfen k\u00f6nnen. Solcher Platten mit 6 bezw. 8 Feldern steckt man, je nach der L\u00e4nge der Reihen, 1\u20143 \u00fcbereinander auf die S\u00e4ulen.\nSehr einfach gestalten sich mittels dieses Apparates die Trefferversuche: man hat blog in ein bestimmtes Feld eine Karte zu stecken; die \u00fcbrigen Felder bleiben leer (schwarz).\nMit dem Apparat werden 3 Platten zu 6 und 3 zu 8 Feldern geliefert. Die Feldgr\u00f6ge betr\u00e4gt 3X6 cm. Auf Wunsch werden nat\u00fcrlich audi Platten mit mehr oder weniger Feldern und mit anderer Feldgr\u00f6ge geliefert.\nPreis Mfe. 75.\u2014\n157","page":157},{"file":"p0158.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 220. Expositionsapparat f\u00fcr beliebig'grosse Felder. Um das gro\u00dfe Silbentableau, wie es der vorige Apparat zeigt, zum Zwecke von Trefferversuchen mit Zeitmessung pl\u00f6glich zu exponieren, w\u00e4re es unpraktisch, unmittelbar vor demselben einen Schirm fallen zu lassen, wie es bei den kleinen Feldern der fr\u00fcher erw\u00e4hnten Trefferapparate geschieht. Der Schirm w\u00fcrde zu gro\u00dfe Dimensionen annehmen, zu starke Ger\u00e4usche erzeugen, und obendrein der untere Teil des Feldes merklich sp\u00e4ter exponiert werden als der obere. In diesem Falle ist es vielmehr vorteilhaft, den Spalt mit dem Schirm nahe vor das Auge zu stellen; man kann dann auch bei einer Spalt\u00f6ffnung von wenigen Zentimetern Felder von betr\u00e4chtlicher Gr\u00f6\u00dfe exponieren. Nach diesem von G. E. M\u00fcller vorgesdilagenen Prinzip ist der in Rede stehende Apparat konstruiert. Die \u00d6ffnung kann durch Schieber variiert und der Feldgr\u00f6\u00dfe angepa\u00dft werden. Der Fallschirm ist \u00e4hnlich gebaut wie beim Trefferapparat 218. Mit dem Apparat ist ein Stirnhalter und ein Lippenschl\u00fcssel f\u00fcr die Reaktion verbunden.\nWie die Trefferapparate \u00fcberhaupt, so ist audi dieser Expositionsapparat nicht auf Trefferversuche beschr\u00e4nkt, sondern f\u00fcr beliebige optische Reaktionsversuche verwendbar.\nPreis Mk. 150.\u2014\nNo. 221. (xesamtaiiordnung' f\u00fcr Trefferversuche. Die Anordnung ist im Wesentlichen dieselbe, wie sie bei den im G\u00f6ttinger Institute angest\u00e9llten Versuchen getroffen war. Die Apparate werden auf einem Tische montiert und geschaltet geliefert. Die Vorf\u00fchrung bei den Trefferversuchen kann entweder visuell, mittels des Trefferapparates, oder akustisch, mittels des Lippenschl\u00fcssels L, geschehen. Zur Reaktion dient der Lippenschl\u00fcssel L. Statt der Lippenschl\u00fcssel werden auf Wunsch auch Schallschl\u00fcssel geliefert. Hinsichtlich dieser beiden Instrumente vgl. No. 201. 203 und 204. Kj K, und K2 sind Kommutatoren ; erstere dienen zum Kommutieren des Hippstromes, beziehungsw. zum Aus- und Einschalten des Kontrollhammers ; legterer geh\u00f6rt zu den Magneten des Trefferapparates. Es sind also zwei Stromquellen n\u00f6tig. Auf Wunsch werden audi 2 Anschlu\u00dfapparate f\u00fcr Starkstromspannung (110 oder 220 Volt) mit geliefert.\nAn Stelle des Trefferapparates kann nat\u00fcrlich auch ein Ged\u00e4chtnisapparat gesegt werden, der mit einem Trefferapparate verbunden ist. Dann ist die Anordnung f\u00fcr Lern- und Trefferversuche komplett.\ncSvoutwff fy-Mvvmcd.\nOvCfti'VW't-Gfcor.\u00ab\n(\u00fflOsp.(7.\n\n\n\n\n158","page":158},{"file":"p0159.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER . G\u00d6TTINGEN.\nZusammenstellung :\nPolierte Tischplatte mit 3 Kommutatoren, den n\u00f6tigen Klemmen und\nVerbindungen.................................................. 75.\u2014\nKontrollhammer No.\t13........................................... 80.\u2014\nBewegliches Stativ No.\t13..................................... 40.\u2014\nStimmgabel\tNo.\t39 .......................................... 50.\u2014\nChronoskop n. Hipp No.\tla........ .................................. 450.\u2014\nChronograph\tNo.\t17 .......................................... 500.\u2014\nTrefferapparat No.\t217.......................................... 140.\u2014\n2 Lippenschl\u00fcssel................................................... 50.\u2014\nPreis Mk. 1285.\u2014\nNo. 222. Silbeiireihen f\u00fcr (\u00fcediichtiiisversuche nach Miller-Schumann.\n(Zeitschr. f. Psych. Bd. VI. S. 98 ff.) Das Zusammenstellen von Silbenreihen nach Regeln, wie sie f\u00fcr Ged\u00e4chtnisversuche n\u00f6tig sind, und das Aufschreiben der Silben auf die Papierstreifen oder -scheiben f\u00fcr die Ged\u00e4chtnisapparate erfordert sehr viel M\u00fche und Zeit. Es war daher ein dringendes Bed\u00fcrfnis, dag solche Reihen gedruckt wurden und k\u00e4uflich zu beziehen seien. Ru pp hat nunmehr ein Teil der Reihen, welche M\u00fcller und Schumann f\u00fcr ihre Ged\u00e4chtnisapparate zusammenstellten, mit Zustimmung dieser Autoren revidiert und ver\u00f6ffentlicht.\nDie Reihen bestehen aus 12 sinnlosen Silben, die Silben aus 3 Buchstaben : einem Anfangs-, einem Endkonsonant und einem Vokal oder Diphthong in der Mitte. Die genaueren Regeln, nach denen die Silben gebaut und zusammengestellt sind, entnehme man aus der oben zitierten Abhandlung.\nDie Silben werden sowohl in B\u00fcchlein, wie auf Streifen geliefert. Ihre Anordnung und Form ist in beiden F\u00e4llen dieselbe. Die B\u00fcchlein dienen zu Protokollierung, k\u00f6nnen aber auch zu Versudien verwendet werden, wenn man die ganze Reihe simultan darbietet. Die Streifen haben die Form, wie sie das nebenstehende Schema verkleinert zeigt. Links stehen die 12 Silben untereinander. Unter ihnen sind 2 Felder freigelassen, damit zwischen je 2 Wiederholungen eine Pause eingeschaltet werden kann. Bei Apparaten mit Ruckbewegung kann die Pause nur in 1 oder 2 Rucken bestehen. Eine Pause von 2 Rucken d\u00fcrfte vorzuziehen sein, da durch eine ein-ruckige Pause der trochaeische Rhythmus, in dem meistens gelernt wird, gest\u00f6rt w\u00fcrde. Aus demselben Grunde sind die Ged\u00e4chtnisapparate h\u00e4ufig f\u00fcr 14 Rucke eingerichtet. Nat\u00fcrlich kann man bei Benugung dieser Streifen auch eine Pause von 1 Ruck oder gar keine Pause verwenden, endlich, da die Felder nicht durch Striche begrenzt sind, bei Ged\u00e4chtnisapparaten mit kontinuierlicher Rotation einen beliebigen Zwischenraum w\u00e4hlen, sofern er nur die Gr\u00f6\u00dfe von 2 Feldern nidit \u00fcberschreitet. Oberhalb der Silben ist ein Raum freigelassen zum \u00dcbereinanderkleben der R\u00e4nder. Auf ihm ist gleichzeitig die Nummer der Reihe notiert.\n159","page":159},{"file":"p0160.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNeben den 12 Silben steht eine 2. vertikale Reihe von 6 Silben f\u00fcr Trefferversuche ; es sind die ungeraden Silben der linken Reihe. Ihre Reihenfolge ist nach den von M\u00fcller und Pilzeeker (Zeitsehr. f. Psych., Erg\u00e4nzungsband 1, S. 25) auf gestellten Regeln gew\u00e4hlt. Das leere Feld unter jeder Silbe hat f\u00fcr die Protokollb\u00fcchlein den Vorteil, dag man die von der Versuchsperson genannten Silben in dasselbe einschreiben und die Trefferzeit notieren kann. Auch f\u00fcr die Apparate mag es von Vorteil sein, vor oder nach der Exposition ein leeres Feld zu besigen.\nAls Feldgr\u00f6ge wurde von Rupp nach Vereinbarung mit G. E. M\u00fcller und Ebbinghaus die Gr\u00f6ge 30X13 mm gew\u00e4hlt. Sie ist einerseits m\u00f6glichst klein genommen, damit audi die Ged\u00e4chtnistrommeln klein sein k\u00f6nnen und das Ruckger\u00e4usch leicht zu d\u00e4mpfen ist; andererseits ist sie grog genug, dag man die Silben bequem noch mit der Hand schreiben kann.\nMan wird mit diesen Reihen nat\u00fcrlich nicht in allen F\u00e4llen auskommen. Immerhin werden nadi diesen Regeln gebaute Reihen am h\u00e4ufigsten angewendet werden, sowie sie auch bisher meistens verwendet wurden. Augerdem ist es von Wert, wenn verschiedene Autoren bei ihren Versuchen dieselben Reihen benugen ; die Versuche werden dann konformer und besser vergleichbar.\nDie Forscher sollten die Reihen sehr sparsam, nur zu Haupt- und nicht zu Voroder Demonstrationsversuchen verwenden, damit sie m\u00f6glichst wenig bekannt werden. Vollends w\u00fcrden dieselben an Wert verlieren, wenn sie in Laienh\u00e4nde k\u00e4men. G. E. M\u00fcller gab daher nur unter der Bedingung seine Einwilligung zum Druck der Reihen dag sie aussdilieglich an Forscher geliefert werden. Die P. T. Besteller werden daher, sofern ihr Name in dem Fache noch nicht bekannt ist, gebeten, in irgend einer Weise, z. B. durdi Empfehlung eines Fachmannes oder Institutes, die wissensdiaftliche Verwertung zu verb\u00fcrgen.\nPreis je eines B\u00fcchleins mit 60 Reihen oder von je 60 Streifen\nMk. 3.\u2014\nTachistoskope.\nV orb emerkung.\nTachistoskope nennt man solche Apparate, die eine sehr kurze Darbietung eines Reizes erm\u00f6glidien. Wie schon der Name sagt, handelt es sidi hierbei meistens um visuelle Reize. Es wurden jedoch auch Versuche mit akustischen Reizen angestellt.\n160","page":160},{"file":"p0161.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nApparate, die speziell zu solchen Versuchen dienen, hat man Ta ch ist o p h one genannt. Indessen steht nichts im Wege, den schon gel\u00e4ufigen Namen Tachistoskop auch auf diese Apparate auszudehnen, umsomehr als sich eine Reihe von Apparaten sowohl f\u00fcr akustische wie f\u00fcr visuelle Reize verwenden lassen.\nUm eine tachistoskopische Exposition zu erreichen, werden die verschiedensten mechanischen Hilfsmittel benutjt. Es seien hier kurz die Hauptprinzipien der Konstruktion angedeutet.\nMan hat einen Schirm mit einem Spalt vor dem zu exponierenden Objekt fallen lassen (Falltachistoskop). Wenn der Spalt vorbeikam, war das Objekt sichtbar. Je kleiner der Spalt war, oder je schneller der Schirm fiel, desto k\u00fcrzer war die Expositionszeit. Statt der Schwere hat man dabei auch Federkraft verwendet (wie beim Momentverschlug). Da ferner das Auffallen des Schirmes stets mit Ger\u00e4usch verbunden war, so ersetzte man ihn durch eine Scheibe oder einen Ring mit einem freien und verstellbaren Sektor nach Art der Episkotister, oder durch ein Pendel mit variablem Spalt (Pendeltachistoskop, Spaltpendel). Schlieglich hat man statt eines Schirmes zwei verwendet, die hintereinander in bestimmtem Zeitintervall fielen, und von denen der eine das Objekt aufdeckte, der andere verh\u00fcllte. Nat\u00fcrlich ist dann ein Zeitapparat n\u00f6tig, der die Zwischenzeiten bestimmt (Kontaktpendel, Zeitsinnapparat, auch Kymo-graphion).\nWie in diesen F\u00e4llen das Objekt verdeckt bezw. aufgedeckt wird, so k\u00f6nnen auch die das Objekt beleuchtenden Liditstrahlen unterbrochen werden.\nEndlich ist das Prinzip zu erw\u00e4hnen, das bei den Ged\u00e4chtnisapparaten, freilidi in sehr roher Weise, realisiertist. Diese lassen sich, wie oben (S. 137 m.) erw\u00e4hnt, ebenfalls zu tachistoskopisdien Versuchen verwenden. Sie gestatten, eine Silbe mehr oder weniger pl\u00f6glich hinter einem Spalt erscheinen und nach variierbarer Zeit mit einem ebensolchen Ruck wieder verschwinden zu lassen. Man vermeidet aber bei den eigentlichen Tachi-stoskopen dieses Prinzip, das Objekt selbst zu bewegen. Wenn indessen das Objekt so schnell kommt und verschwindet, dag keine Bewegung gesehen wird, so ist nicht einzusehen, weshalb dieses Prinzip zu verwerfen sein sollte. Bei den Ged\u00e4chtnisapparaten ist diese Bedingung freilich nicht erf\u00fcllt.\nF\u00fcr akustische Reize kommt zu diesen Prinzipien noch das der Sirene hinzu. Damit d\u00fcrfte die Liste der bis jegt angewendeten Prinzipien ersch\u00f6pft sein. Nicht alle diese Prinzipien kommen bei den Apparaten, die in diesem Katalog angef\u00fchrt sind, vor. Sie sind aber doch erw\u00e4hnt, weil in Naditr\u00e4gen des Kataloges die Liste der Apparate erg\u00e4nzt werden wird. Bei der Ausf\u00fchrung ergeben sich nat\u00fcrlidi noch viele Differenzierungen, die haupts\u00e4chlich durch die versdiiedenen Forderungen, welche man an die Apparate gestellt hat, bedingt sind. Es ist von Wert, bei der Wahl des Apparates sich diese Forderungen gegenw\u00e4rtig zu halten. Im folgenden seien dieselben angef\u00fchrt.\na) Die Exposition soll m\u00f6glichst pl\u00f6tzlich gesdiehen. Man soll nicht die Bewegung oder das allm\u00e4hliche Kommen und Verschwinden des Spaltes oder des Reizes merken, und es sollen nicht die einen Teile des Objektes fr\u00fcher wahrgenommen werden als andere. Man versucht dies zu erreichen durch m\u00f6glichst schnelle Bewegung des Spaltes, oder indem man das Lichtb\u00fcschel an m\u00f6glichst engen Stellen unterbridit, z. B. nahe dem Auge oder in der Brennebene. Ein sehr einfacher und sinnreicher\n161","page":161},{"file":"p0162.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nWeg zur ideal gleichzeitigen Exposition aller Teile des Bildes ist beim Tachistoskop nach Erdmann und Dodge (No. 224) eingesehlagen. \u2014 Damit die Bewegung der Spaltr\u00e4nder m\u00f6glichst wenig auff\u00e4llt, stellt man h\u00e4ufig den Spalt so in den Strahlengang, dag die R\u00e4nder verschwommen, wie ein Nebel erscheinen.\nb)\tEine Hauptforderung ist nat\u00fcrlich, dag die E xp o sitio ns z e i t variierbar und zugleich genau messbar sei, und dag sie bei derselben Einstellung des Apparates immer konstant bleibe. Die Prinzipien der Zeitvariierung wurden zum gr\u00f6gten Teil schon oben angedeutet : verschiedene Breite des Spaltes, verschieden schnelle Bewegung desselben bei konstanter Breite. Hierzu kommt, dag man das Lichtb\u00fcschel an verschieden engen Stellen unterbricht, bei gleicher Spaltbreite und gleicher Geschwindig keit (Erdmann und Dodge, No. 224). Wie hierbei die Expositionszeiten zu bestimmen sind, versteht sich wohl von selbst. Hinsichtlich der Konstanz ist zu sagen, dag sich beim Fallschirm und beim Pendel durch gen\u00fcgende Masse leicht die n\u00f6tige Exaktheit erreichen l\u00e4gt. Weniger verl\u00e4glich scheint die Federkraft zu sein. Die \u00fcblidien Momentverschl\u00fcsse reichen f\u00fcr exaktere Versuche nicht aus. Bei Apparaten, die durch einen Motor getrieben werden, h\u00e4ngt die Konstanz nat\u00fcrlich von der G\u00fcte des Motors ab, man wird z. B. bei elektrisch betriebenen Motoren solche mit Reguliervorrichtung vorziehen.\nc)\tWie bei den Ged\u00e4chtnisapparaten hat man audi hier die Forderung der Ger\u00e4uschlosigkeit gestellt. Namentlich hat man geltend gemacht, dag die Ger\u00e4usche die Selbstbeobachtung st\u00f6ren. Jedenfalls ist, ceteris paribus, ein ganz oder nahezu ger\u00e4uschlos arbeitender Apparat vorzuziehen. Es verdienen daher das Episkotister- und Pendelprinzip den Vorzug vor dem des Fallschirmes. Indessen, wenn es sich um kleine Schirme handelt, wie bei den Apparaten 224 und 228, so l\u00e4gt sich das Ger\u00e4usch leicht so d\u00e4mpfen, dag es kaum mehr st\u00f6ren wird. \u2014 Von groger Wichtigkeit ist diese Forderung f\u00fcr akustische Reize; hierbei darf kein h\u00f6rbares Nebenger\u00e4usch entstehen.\nd)\tBei visuellen Reizen treten oft l\u00e4nger dauernde Nachbilder auf. Das Zentrum erf\u00e4hrt also keineswegs Reize von so kurzer Dauer, wie es die physikalischen Reize sind ; und, was unangenehmer ist, bei gleicher physikalischer Reizdauer entstehen verschieden lange physiologische Reize. Namentlich \u00e4ndert sich diese Nachwirkung mit der Adaptation. Bei Dunkeladaptation zeigen sich l\u00e4nger dauernde Nachbilder, die obendrein ziemlidie Schwankungen aufweisen. \u2014 Daher ist es n\u00f6tig, eine konstante und helle Beleuchtung zu w\u00e4hlen. Ferner hat man, um die Nachbilder \u201eauszul\u00f6schen\u201c, kurz nach dem ersten Reiz einen zweiten kr\u00e4ftigen Reiz ins Auge gesendet. F\u00fcr solche ausl\u00f6schende Reize nach beliebiger Zwischenpause ist vor allem das Tachistoskop nach Schumann eingerichtet.\ne)\tSpeziell f\u00fcr visuelle Reize ist weiter die Forderung zu stellen, dag das Auge auf das Objekt akkommodiert und adaptiert sei, und ebenso ist es wichtig, die Stelle, wo der Reiz erscheinen wird, bekannt zu geben, damit sich das Auge und die Aufmerksamkeit richtig r\u00e4umlich einstellen k\u00f6nnen. \u2014 Zu diesem Zwecke mug, bevor der Reiz kommt, das leere Gesichtsfeld etwa ebenso hell beleuchtet sein wie sp\u00e4ter das mit dem Reiz erf\u00fcllte. Wenn es sich um kleine Felder handelt, so ist ein Fixationspunkt zur Einstellung des Auges und der Aufmerksamkeit nicht n\u00f6tig. Jedenfalls aber mug wegen der richtigen Akkomodation das leere Feld,\n162","page":162},{"file":"p0163.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER . GOTTINGEN.\ndas vor der Exposition sichtbar ist, bezw. der Fixationspunkt, die gleiche Entfernung vom Beobachter haben wie der Reiz. Inwiefern die einzelnen Apparate diesen Forderungen gen\u00fcgen, ist bei den Beschreibungen n\u00e4her ausgef\u00fchrt.\nf)\tNicht alle Tachistoskope f\u00fcr visuelle Reizung gestatten binokulare Betrachtung. Tats\u00e4chlich kommt man in den meisten F\u00e4llen mit monokularer Betrachtung aus. Nur spezielle Raumprobleme erfordern die erstere. Freilich hat die binokulare Betrachtung, namentlich wenn, wie es meistens der Fall ist, ein Fernrohr dazukommt, den Nachteil, dag die Versuchsperson in ungewohnte Situation verseht wird. F\u00fcr Psychiater wird dies von Bedeutung sein, ebenso in F\u00e4llen, wo nur wenige Versuche angestellt werden k\u00f6nnen, (z. B. bei Demonstrationen und in \u00dcbungen). Sonst st\u00f6rt dieser Umstand aber nicht, da man sich sehr schnell an die Situation gew\u00f6hnt.\ng)\tSpeziell bei akustischen Versuchen ist es wichtig und zugleich schwierig, einen vollst\u00e4ndig sicheren Abschluss des Tones zu erzielen, so dag er nur w\u00e4hrend der kurzen Expositionszeit zu h\u00f6ren ist. H\u00e4ufig dringt n\u00e4mlich auch vor und nach derselben eine schwache Welle durch und man h\u00f6rt einen leisen konstanten Ton. Man wird sich bei der Wahl des Apparates Rechenschaft geben m\u00fcssen, ob bei den besonderen Zwecken, f\u00fcr die man ihn anwenden will, dieser Ton st\u00f6ren und die Resultate beeintr\u00e4chtigen w\u00fcrde oder nicht. Es wird in der Beschreibung der einzelnen Apparate, sofern sie \u00fcberhaupt f\u00fcr akustische Versudie in Betradit kommen, angegeben werden, ob diese Fehlerquelle vorhanden ist oder nicht, bezw. wie sie vermieden ist.\nh)\tEs gibt einige speziellere Untersuchungen, die auch speziellere Forderungen stellen. So hat man Versuche angestellt, um kurz hintereinander, aber in variabler Zwischenzeit, 2 Reize tachistoskopisch darzubieten. (Tachistoskop nach Schumann); oder man hat in einem gr\u00f6geren, dauernd exponierten Reizkomplex nur einzelne Stellen (Buchstaben in einem Wort u. dgl.) tachistoskopisch ver\u00e4ndert (Spiegeltachistoskop nach Wirth, siehe Nachtrag) ; oder man hat neben dem tachistoskopisch dargebotenen Reiz einen Reiz dauernd exponiert, um beide hinsichtlich ihrer Intensit\u00e4t, Helligkeit etc. vergleichen zu k\u00f6nnen (Tachistoskop nach Marbe) usw., usw.\ni)\tEinige Apparate lassen sich auger zu tachistoskopischen Versuchen auch zu anderen, Nebenzwecken verwenden und werden dadurch vielseitiger und wertvoller. So ist z. B. das Tachistoskop nach Schumann auch als Stroboskop zu verwenden.\nk)\tWie bei allen Apparaten wird man auch hier die Forderung der Einfachheit stellen. Man wird es unter sonst gleichen Umst\u00e4nden vorziehen, wenn keine Nebenapparate (Motor, Tourenz\u00e4hler, Kontaktpendel etc.) n\u00f6tig sind, wenn man keine Elektrizit\u00e4t oder besondere Beleuchtungsvorrichtungen braucht. Ein einfaches Tachistoskop f\u00fcr die Praxis des Psychiaters, das leicht transp ortierbar ist, w\u00e4re ein Bed\u00fcrfnis, ist aber bis jegt wohl noch nicht gebaut.\nl)\tEndlich wird man auch einen Apparat fordern, der sich zur Demonstration und f\u00fcr Mass enversuche eignet. Von den im Folgenden angef\u00fchrten Apparaten sind f\u00fcr diesen Zweck nur das Tachistoskop nach Marbe No. 229 und alle Apparate, sofern sie f\u00fcr akustische Reizung dienen, verwendbar. F\u00fcr primitive Schulversuche mag ein in den Strahlengang einer Projektionsvorrichtung eingeschalteter Momentverschluss gen\u00fcgen.\n163","page":163},{"file":"p0164.txt","language":"de","ocr_de":"SP1NDLER & HOYER \u00b0 G\u00d6TTINGEN.\nZum Schl\u00fcsse der Vorbemerkung seien noch kurz die wichtigsten Fragen angef\u00fchrt, zu deren L\u00f6sung tachistoskopische Versuche verwendet werden. Die n\u00e4chst-liegende Fragestellung ist wohl die, wie lange ein Reiz wirken mu\u00df, um \u00fcberhaupt eine Empfindung auszul\u00f6sen, wie lange er wirken mu\u00df, damit die Empfindung auch die dem Reiz entsprechende Intensit\u00e4t erreicht, und umgekehrt, wie sich intensiv und qualitativ eine Empfindung bei kurzdauerndem Reiz von der bei l\u00e4ngerer Reizdauer unterscheidet. (Zeitschwelle, Ansteigen der Empfindung). In analoger Weise l\u00e4gt sich die Zeitschwelle f\u00fcr die Erkennung von W\u00f6rtern, Buchstaben etc. unter verschiedenen Umst\u00e4nden (z. B. sinnlose und sinnvolle Zusammenstellung) bestimmen. Oder man bestimmt umgekehrt z. B., wie viele Buchstaben bei gleicher tachistoskopischer Expositionszeit noch richtig erkannt werden, wieder einerseits mit, andererseits ohne Wortzusammenhang. Hieraus lassen sich mancherlei Aufschl\u00fcsse \u00fcber den Vorgang der Erkennung (Lesen) gewinnen. Ebenso gelangt man zu einer Analyse dieses Vorganges durch die Ber\u00fccksichtigung der verschiedenen Fehler, die bei kurzdauernder Reizung auftreten. Man hat hierdurch den hemmenden oder st\u00f6renden Einfluss von \u201eResiduen\u201c und \u201eDispositionen\u201c feststellen k\u00f6nnen. Auch f\u00fcr die Beobachtung des Erkennungsvorganges sind die tachistoskopischen Versuche, namentlich bei nachfolgendem ausl\u00f6schenden Reiz sehr instruktiv. Endlich hat man k\u00fcrzeste Reize verwendet zur Untersuchung der Frage, wie viel Reize von bestimmter Art unser Bewu\u00dftsein in einem idealen Zeitpunkte (kein Wandern des Blickes und der Aufmerksamkeit!), also simultan zu umspannen vermag (Umfang des Bewu\u00dftseins), wie verschieden deutlich dabei die einzelnen Reize aufgefa\u00dft werden (\u201eKlarheitsgrade des Bewu\u00dftsein s\u201c), insbesondere bei verschiedener Verteilung der Aufmerksamkeit.\nNo. 223. Tacllistoskop nach Exner. (\u00dcber die zu einer Gesichtswahrnehmung n\u00f6tige Zeit, Si\u00dfungsber. d. Wiener Akad. d. Wiss., math.-nat. Classe, 1868, Bd. 58, S. 601). Bei diesem Apparat ist zun\u00e4chst das Episkotisterprinzip verwendet: Auf die Scheibe N werden 2 halbkreisf\u00f6rmige Ringsektoren aufgese\u00dft, die einen beliebigen Spalt bis zu 180\u00b0 freilassen k\u00f6nnen. Blickt man von A (Auge) aus gegen 0 (Objekt), so wird dieses umso l\u00e4nger exponiert werden, je gr\u00f6\u00dfer bei konstanter Umdrehungsgeschwindigkeit der freie Sektor ist, und je schneller bei gleichem Sektor die Scheibe rotiert. Bei dieser Anordnung w\u00e4re jedodi nodi ein gro\u00dfer Mangel vorhanden. Das Objekt w\u00fcrde auch bei den vorhergehenden und bei den folgenden Umdrehungen der Scheibe jedesmal auf kurze Zeit exponiert. Dies zu verhindern, ist der Zweck der zweiten Scheibe M. Sie ist durch eine Zahnrad\u00fcberse\u00dfung mit N so verkuppelt, da\u00df sie sich einmal umdreht, wenn N 12 Rotationen macht, und sie besi\u00dft einen sektorenf\u00f6rmigen Aussdmitt von der Peripherie. Blickt man also von A aus durch M und N gegen O, so wird man, w\u00e4hrend der freie Sektor vor M vorbeizieht, die Scheibe N eben eine volle Umdrehung machen sehen; hingegen ist dieselbe w\u00e4hrend der\n164","page":164},{"file":"p0165.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nM\tN\nn\u00e4chsten und w\u00e4hrend der vorhergehenden 11 Umdrehungen durch M verdeckt. Somit folgen in der Tat die Expositionen nicht unmittelbar aufeinander, sondern in ziemlichen Zwischenr\u00e4umen, und man blickt z. B., damit man nur einmal einen Reiz empf\u00e4ngt, erst w\u00e4hrend des lebten Zwischenraumes in den Apparat. Dabei hat man immer nodi Zeit genug, sich richtig einzustellen.\nDag die Expositionen sich in gewissen Pausen wiederholen, l\u00e4gt sich dazu verwerten, bei den vorhergehenden Expositionen einen Fixationspunkt und bei der nachfolgenden einen ausl\u00f6schenden Reiz zu geben. (Vgl. Punkt e der Vorbemerkung). Die Pause zwischen den Expositionen kann durch \u00c4nderung der Rotationsgeschwindigkeit reguliert werden. Zum schnellen Vertauschen des Objektes mit dem Fixationspunkt bezw. mit dem ausl\u00f6schenden Reiz l\u00e4gt sich die Vorriditung No. 227 verwenden.\nDamit die Helligkeit des Gesiditsfeldes vor der Exposition ungef\u00e4hr dieselbe ist wie w\u00e4hrend derselben (vgl. Punkt e der Vorbemerkung), sind die dem Beobachter zuge-kehrten^Seiten der Scheiben M u. N geweigt. Nat\u00fcrlidi m\u00fcssen sie auch entsprechend beleuditet werden.\nDer Apparat ist nodi mit einem Linsensystem ausgestattet. Das Objekt wird in gr\u00f6gerer, \u201eunendlicher\u201c Entfernung aufgestellt und durch ein Fernrohr betrachtet, das knapp vor M aufzustellen ist. Zwischen M und N liegt in 2 Gabeln ein Rohr, das 2 Linsen L, L2 enth\u00e4lt, deren Brennebene in die Scheiben M und N, bezw. in die Mittelebene F f\u00e4llt. Die gestrichelten Linien zeigen den Gang der Strahlen, die vom unendlich, fernen Objekt O ausgehen. An der Gr\u00f6ge und Sch\u00e4rfe des betrachteten Objektes wird durch das Linsensystem Lx L2 nichts ge\u00e4ndert. Hingegen bewirkt dasselbe, dag die R\u00e4nder des freien Sektors von N (siehe die punktierten Linien) so gesehen werden, wie wenn sie in der Ebene von M liegen w\u00fcrden; und da diese unmittelbar vor dem Fernrohre liegt, so m\u00fcssen sie verschwommen erscheinen. Der Erfolg ist also, dag das Objekt nicht durch einen scharfbegrenzten Schirm von der Seite her verdeckt wird, sondern dag sich ein allm\u00e4hlidi dichter werdender Nebel vor das Objekt legt und dasselbe in allen Teilen fast gleichzeitig verdeckt und in \u00e4hnlicher Weise wieder abdeckt.\n165","page":165},{"file":"p0166.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nGleichzeitig liegen die 2 Scheiben so, dag sie den Strahlengang an einer ziemlich engen Stelle unterbrechen. Es gen\u00fcgt daher eine kleine Bewegung der Spaltr\u00e4nder, um das Objekt aufzudecken bezw. zu verh\u00fcllen, selbst wenn das Objekt eine relativ groge Ausdehnung hat oder infolge der Linsenwirkung im Fernrohr vergr\u00f6gert erscheint. Dementsprechend kann auch die Bewegung der Scheibe leicht so schnell genommen werden, dag sie im Fernrohr l\u00e4ngst nicht mehr gemerkt wird.\nDer Apparat mug durch einen separaten, konstanten Motor betrieben werden. Die Kraft segt an einer Rolle der Scheibe M an. Bei der Wahl der Rotationsge-sdiwindigkeit ist zu ber\u00fccksichtigen, erstens wie groge Pausen zwischen den einzelnen Expositionen, und zweitens welchen Bereich von Expositionszeiten man n\u00f6tig hat. Um sich von der Gr\u00f6ge der Rotationsgeschwindigkeit und von der Konstanz derselben \u00fcberzeugen zu k\u00f6nnen, ist an der Scheibe M ein Kontakt angebracht, welcher bei jeder Umdrehung einmal auf einen Moment geschlossen wird.\nDer Preis bezieht sich auf den Apparat ohne Motor und Objektr\u00e4ger.\nPreis Mk. -300.\u2014\nNo. 224. Tachistoskop nach Erdmann-Dodge. (\u00dcber das Lesen, S. 94). Dieser Apparat verwendet zwei verschiedene von den in der Vorbemerkung erw\u00e4hnten\nmechanischen Prinzipien zur Erzeugung tachistoskopischer Expositionen. F\u00fcr sehr kurze Expositionszeiten, n\u00e4mlich f\u00fcr solche unter \u2018/ioo Sek., dient \u00e4hnlich wie beim Exner\u2019schen Apparat eine Episkotisterscheibe U S mit variierbarem freiem Spalte. Hierbei w\u00fcrde nun zun\u00e4chst dieselbe Schwierigkeit auftreten wie oben: es w\u00fcrde das Objekt Del jeder Umdrehung der Scheibe einen Moment sichtbar sein. Um dies zu vermeiden) ist hier im Unterschied vom Exner\u2019schen Apparat ein Fallschirm F S verwendet, dessen variabler Spalt so grog zu machen ist, dag, w\u00e4hrend er an der Scheibe herabf\u00e4llt, diese gerade eine volle Umdrehung macht. Der Fallschirm hat aber nicht allein diese Hilfsfunktion zu verrichten, sondern er dient dazu, die Expositionsdauer bei l\u00e4ngeren Zeiten zu bestimmen. In diesem Falle wird die Scheibe nicht benugt. Die Zeit kann dann variiert werden entweder durch \u00c4ndern der Spalth\u00f6he, oder dadurch, dag man den Schirm nach vorne oder hinten schiebt.\tWie n\u00e4mlich aus dem\nFolgenden zu ersehen ist, bilden die in Betracht kommenden Lichtstrahlen einen Kegel, und dieser wird bei verschiedener Lage des Schirmes an verschieden engen Stellen unterbrochen, so dag die Exposition bei gleicher Geschwindigkeit der Spaltbewegung verschieden lange dauert.\nEine ebenso einfache wie sinnreiche Einrichtung bewirkt, dag das ganze Objekt genau gleichzeitig sichtbar wird und wieder verschwindet. \u2014 Die von dem Objektfeld 0 herkommenden Strahlen durchsegen, nachdem sie durch den Spalt des Fallschirmes\n166","page":166},{"file":"p0167.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - GOTTINGEN.\nund den freien Sektor der rotierenden Scheibe gegangen sind, den Linsenspalt LS und gelangen zur Steinheil\u2019schen Linse, die auf der das Gesichtsfeld repr\u00e4sentierenden\nMilchglasplatte Gf der Kamera ein in allen Teilen scharfes Bild entwirft. Der Linsenspalt ist nun so gro\u00df zu w\u00e4hlen, dag, wie Schema I zeigt, selbst wenn durch den Sektor V der dahinter stehenden Scheibe oder durch den Fallschirm nur mehr ein ganz kleiner Teil des Spaltes frei bleibt, dennoch von allen Punkten des Objektes a b c Strahlen auf die Linse fallen, und somit ein vollst\u00e4ndiges, wenn auch schw\u00e4cheres Bild entworfen wird. Macht\nLS\nn\nman den Spalt gr\u00f6\u00dfer oder entfernt ihn von der Linse, so ist dies, wie Schema II zeigt, nicht mehr der Fall.\nDag das Bild tachistoskopisch auf eine Milchglasplatte geworfen wird, hat noch andere Vorteile. Zun\u00e4chst ist die Situation des Beobachters eine vollst\u00e4ndig nat\u00fcrliche, normale. Es ist auch binokulare Betrachtung m\u00f6glich. Ferner ist eine richtige Akkommodation ohne weiteres garantiert und infolge des m\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Feldes ist es leicht, audi ohne Fixationspunkt Blick und Aufmerksamkeit richtig einzustellen\nUm einen pl\u00f6glichen \u00dcbergang von Hell zu Dunkel und umgekehrt zu vermeiden, wird die Milchglasplatte auch vor und nach der Exposition beleuchtet u. zw. dadurch, dag die ihr zugekehrten Seiten der Rotationsscheibe und des Fallschirmes gewei\u00dft sind und von einer entsprechend aufgestellten Lampe wei\u00dfes Licht in die Kamera reflektieren.\nDas Fallen des Fallschirmes wird durch Anziehen eines Ankers eingeleitet. Wenn Fallschirm und die Scheibe mit dem freien Sektor benugt werden, so ist es nicht gleichgiltig, an welcher Stelle sich die Scheibe in dem Momente befindet, in dem das Pendel zu fallen beginnt. Daher wird die Bewegung des Pendels durch einen Kontakt ausgel\u00f6st, den die Scheibe selbst bei einer bestimmten Lage schlie\u00dft. Die mit der Scheibe fest verbundene Welle tr\u00e4gt einen Stift c, welcher bei jeder Umdrehung an die Zunge c\" schl\u00e4gt und dadurch jedesmal einen Moment einen Kontakt schlie\u00dft. In einen Stromkreis werden nun hintereinander der Kontakt c' c\", der Elektromagnet des Fallschirmes und z. B. ein Taster geschaltet. Wenn die Exposition erfolgen soll, so dr\u00fcckt man auf den Taster, worauf im Laufe der n\u00e4chsten Scheibenumdrehung durch den Kontaktsdilug an der Welle der Strom auf einen Moment vollst\u00e4ndig geschlossen wird, und somit die Anziehung des Ankers und Ausl\u00f6sung des\n167","page":167},{"file":"p0168.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nFallschirmes erfolgt. Statt den Taster zu gebrauchen, kann man auch, nach dem Beispiele von Erdmann und Dodge, durch das fallende Gewicht eines Gravitationsmotors, der die Rotationsscheibe bewegt, automatisch einen Kontakt schlie\u00dfen lassen.\nDer Apparat erfordert einen separaten konstanten Motor, um die Scheibe zu drehen. Der Preis bezieht sich auf den Apparat ohne Motor und Objekttr\u00e4ger.\nPreis 1k. 300 \u2014\nNo. 225. Objekttr\u00e4ger hierzu nach Erdmann-Dodge. Als Objekttr\u00e4ger speziell f\u00fcr Buchstaben und Worte dient ein in einem Schlitten \u2018 \u2018 verschiebbarer vertikaler Schirm \u2018 1 mit einem Spalt 0, in dessen Rahmen die Schriftzeichen eingeschoben werden. Sie bestehen aus schwarzen Papierbuchstaben, die auf Mattglaspl\u00e4ttchen aufgeklebt werden. Dem Apparat wird eine Serie von Buchstaben und W\u00f6rtern beigegeben.\nPreis Mk. 30.\u2014\nNo. 226. Tacllistoskop nach Schumann, (vgl. Sommer, die Ausstellung von exper. psychol. Apparaten und Methoden bei dem 1. Kongre\u00df f\u00fcr exper. Psychol, in Gie\u00dfen, 1904, S. 14). Hier ist ebenfalls das Episkotisterprinzip verwendet, nur in etwas ver\u00e4nderter Form. Ein gro\u00dfes vertikales Rad von 75 cm Durchmesser, das in\nKugellagern ger\u00e4usdilos l\u00e4uft, tr\u00e4gt an seiner Peripherie einen 8 cm breiten Ring, der aus 8 Oktanten besteht, die abgeschraubt werden k\u00f6nnen. Die meisten Oktanten sind einfache Blechstreifen. Einige jedoch sind besonders ausgestattet. Vor allem betrachte man den Oktanten, der in der Figur links unten liegt. Er besteht aus 2 Teilen; der eine linke si\u00dft fest und reicht ungef\u00e4hr bis in die Mitte des Oktanten, der rechte l\u00e4\u00dft sich \u00fcber den linken nach links hin schieben. Dadurch wird\n168","page":168},{"file":"p0169.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nrechts ein Spalt frei. Die Skala dar\u00fcber gestattet, die Gr\u00f6ge dieses Spaltes abzulesen. Blickt man nun von vorne gegen den Ring, der mit Ausnahme des erw\u00e4hnten Spaltes ganz geschlossen sein mag, so wird ein dahinterstehendes Objekt so lange sichtbar sein, als eben der Spalt vorbeizieht. Wie bei den vorher beschriebenen Apparaten wird die Expositionszeit durch Variierung der Spaltbreite ver\u00e4ndert, nachdem man vorher die Rotationsgeschwindigkeit des Rades so reguliert hat, dag durdi Variieren der Spaltbreite der n\u00f6tige Bereich von Expositionszeiten herauskommt.\nDie Anwendung eines grogen Rades statt einer Scheibe von relativ kleinem Durchmesser hat Vorteile. Um die n\u00f6tige Geschwindigkeit des Spaltes zu erreichen, kann das Rad viel langsamer gedreht werden wie die Scheibe, da der Spalt weit vom Zentrum abliegt und sich entsprechend schneller bewegt. Es folgen somit die einzelnen Expositionen in relativ langen Pausen aufeinander, und, was die Hauptsache ist, man braucht nun, keine eigene Vorrichtung, um die vorhergehenden und nachfolgenden Expositionen unwirksam zu machen. Man kann dies vielmehr mit der Hand durch einen Schirm bewerkstelligen, den man in der Zwischenzeit vor und nach der Exposition wegnimmt bezw. vorh\u00e4lt. Andererseits kann man durch entsprechende Rotationsgeschwindigkeit des Rades die Zwischenzeit doch so kurz machen, dag bei der vorhergehenden Exposition der Fixationspunkt, bei der nachfolgenden der ausl\u00f6schende Reiz mit Erfolg angewendet werden kann. F\u00fcr den legteren ist noch eine andere Einrichtung vorhanden, die weiter unten besprochen wird.\nDer Apparat gestattet auch, zwei Expositionen von variabler Dauer kurz hintereinander, u. zw. wieder mit variabler Zwischenzeit, zu geben. Hierzu dienen die 2 Oktanten, die in der Figur links oben liegen. Sie sind \u00e4hnlich konstruiert wie der fr\u00fcher beschriebene Oktant. Ihre beiden beweglichen Schieber lassen zwischen sich einen variabeln Spalt frei. Derselbe ist jedoch unterbrochen erstens durch ein kleines St\u00fcck Ring, an welchem die 2 Schrauben zum Befestigen der Oktanten sigen. Zweitens sind an diesem Ringst\u00fcck 2 drehbare Schirmchen angebracht, die in der Figur sdir\u00e4g nach hinten stehen. Wenn nun diese Stelle des Rades vor dem Auge vorbeizieht, so entstehen knapp hintereinander 2 Expositionen. Der Zwischenraum zwisdien ihnen ist umso gr\u00f6ger, einen je stumpferen Winkel die 2 Schirmdien bilden, und umso kleiner, je spiger derselbe ist. So l\u00e4gt sich also die Zwisdienzeit regulieren. Die Dauer der 2 Expositionen selbst wird durch die 2 ersterw\u00e4hnten Schieber reguliert. Will man diese Einrichtung nicht benugen, so schiebt man die Schieber zu, sodag der Ring an dieser Stelle ganz geschlossen ist.\nBen\u00f6tigt man eine gr\u00f6gere Zwischenpause zwischen den 2 Expositionen als sie hier erreichbar ist, so segt man den einen der eben erw\u00e4hnten 2 Schieber nicht in den unmittelbar anstogenclen, sondern in einen weiter entfernt liegenden Oktanten ein. Freilich lassen sich dann nicht alle m\u00f6glichen Zwischenpausen herstellen.\nSchlieglich ist nodi der Oktant zu besprechen, der in der Figur redits unten liegt. Er dient dazu, kurz nach der Exposition des Reizes ein Licht als \u201eausl\u00f6schenden Reiz\u201c ins Auge zu werfen. Er tr\u00e4gt einen 45\u00b0 gegen die Ebene des Rades geneigten Spiegel, der, wenn er vor das Auge kommt, ein rechts stehendes Licht in dasselbe reflektiert. Der Spiegel ist verschiebbar und seine Stellung an einer Skala abzulesen. Es l\u00e4gt sich somit die Zwisdienzeit zwisdien Reiz und ausl\u00f6schendem Reiz variieren.\n169","page":169},{"file":"p0170.txt","language":"de","ocr_de":"SP1NDLER & HOYER \u00ab G\u00d6TTINGEN.\nDas Objekt wird in \u201eunendlicher\u201c Entfernung aufgestellt und durch ein Fernrohr monokular betrachtet. Dieses wird an dem vertikalen Stabe befestigt, der vorne unten an dem Gestelle angeschraubt ist. Da der Spalt unmittelbar am Fernrohr vorbeizieht, so werden seine R\u00e4nder versdiwommen gesehen und ihre Bewegung f\u00e4llt weniger auf, als es bei scharfen R\u00e4ndern der Fall w\u00e4re. \u00c4hnlich wie beim Tachi-stoskop nach Exner hat das Fernrohr auch den Vorteil, da\u00df der Spalt das Licht-b\u00fcschel an einer sehr engen Stelle unterbricht und doch das Objekt in relativ gro\u00dfem Gesichtswinkel, also relativ gro\u00df gesehen werden kann. Es wird daher sdion bei geringerer Geschwindigkeit des Spaltes die Bewegung nicht mehr gesehen. W\u00fcrde das Objekt so gro\u00df und so nahe sein, wie es im Fernrohr ersdieint, so w\u00e4re das Lichtb\u00fcschel an der Stelle, wo tats\u00e4chlich der Spalt liegt, wesentlidi breiter und es w\u00e4re eine ausgedehntere Bewegung und eine gr\u00f6\u00dfere Gesdiwindigkeit des Spaltes n\u00f6tig, damit man dieselbe nicht mehr wahrnimmt. Die richtige Adaptation wird dadurch erreicht, da\u00df die vorderen Seiten der Oktanten wei\u00df gestrichen sind und entsprechend beleuchtet werden.\nEin Vorzug des Apparates ist es, da\u00df er audi als Stroboskop verwendet werden kann. Es werden dann 8 gleiche Oktanten eingese\u00dft, deren jeder 2 radialstehende Spalte tr\u00e4gt, so da\u00df 16 solcher Spalte in gleichen Abst\u00e4nden auf dem Ringe verteilt sind. Auf der dem Beobachter abgewendeten Seite der Oktanten werden die Bilder durch Federn festgehalten und von hinten durch einen Spiegel gleichzeitig mit dem Vorbeiziehen des Spaltes ins Auge geworfen.\nDer Apparat erfordert einen separaten und sehr konstanten Motor. Die Axe hat 2 Schnurscheiben von verschieden gro\u00dfem Durdimesser.\nDer Preis bezieht sich auf den Apparat ohne Motor, Fernrohr und Objekttr\u00e4ger.\nPreis Mk. 225.\u2014\nNo. 226 a. Fernrohr hierzu\nPreis Mk. 05.\u2014\nNo. 227. Objekttr\u00e4ger zum schnellen Wechseln der Objekte. Unmittelbar hintereinander sind 3 Rahmen, in die Kartons von der Gr\u00f6\u00dfe 20; 10 cm gesteckt werden k\u00f6nnen. Gew\u00f6hnlich werden dieselben in folgender Weise verwendet: Der vorderste Rahmen tr\u00e4gt den Karton mit dem Fixationspunkt, der zweite einen\nKarton mit dem zu beurteilenden Objekt F\t(Buchstaben, W\u00f6rter, Zahlen, Striche etc.)\nder hinterste kann dazu verwendet werden, a einen Karton mit dem ausl\u00f6schenden Reiz zu tragen. Der hinterste Rahmen ist fest; die beiden vorderen sind so konstruiert wie es das S die ma zeigt. Der Rahmen ist durch einen Stab getragen, der bei \u00ab auf einer Axe si\u00dft und links durch einen Elektromagneten EM hochgehalten wird. Wenn das\n170","page":170},{"file":"p0171.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nObjekt gewechselt, also der hintere Rahmen sichtbar werden soll, so wird der Strom des Elektromagneten ge\u00f6ffnet und der vordere Rahmen f\u00e4llt schnell nach unten. Die Fallgeschwindigkeit wird hierbei durch die Feder F erh\u00f6ht. Da der Rahmen nicht pl\u00f6glich aufgehalten wird, so entsteht auch kein st\u00f6rendes Ger\u00e4usch.\nDie Ausl\u00f6sung des Falles, d. h. die Strom\u00f6ffnung kann auch vom Tachistoskop automatisch besorgt werden. Zu diesem Zwecke dienen die 2 gebogenen St\u00e4be, die rechts und links unten an dem Gestelle des Tachistoskopes befestigt sind. An ihnen werden in entsprechender Lage Umwerfkontakte angeschraubt, wie sie bei dem Kontaktpendel No. 15 beschrieben sind. Der eine Kontakt, welcher vor der Exposition ge\u00f6ffnet wird, l\u00e4gt den vordersten Rahmen mit dem Fixationspunkt fallen, der zweite, der kurz nach der Exposition ge\u00f6ffnet wird, bewirkt das Fallen des Rahmens mit dem Objekt und deckt dadurch den Rahmen mit dem ausl\u00f6schenden Reiz auf. An dem Rade des Tachistoskopes sigt ein kleiner Stift, welcher die Kontakthebel umwirft.\nNat\u00fcrlich kann der Apparat auch dazu benugt werden, in 2 kurz aufeinanderfolgenden Expositionen 2 verschiedene Objekte zu exponieren. In diesem Falle tr\u00e4gt der 3. Rahmen das 2. Objekt.\nPreis Mk. 60.\u2014\nNo. 228. Fallschirm zur Darbietung' des Fixationspunktes. Der\nkleine Apparat dient dazu, vor der Exposition des Objektes einen Fixationspunkt erscheinen, denselben aber w\u00e4hrend der legten Umdrehung des Rades automatisch wegziehen zu lassen. Der Fixationspunkt wird auf dem in nebenstehender Figur sichtbaren Schirm markiert, und der Schirm zun\u00e4chst durch Elektromagnete hochgehalten. Indem das Rad, \u00e4hnlich wie es beim vorigen Apparat beschrieben ist, vor dem Vorbeiziehen des Spaltes einen Kontakt \u00f6ffnet, wird der Schirm losgelassen und das dahinterstehende Objekt sichtbar.\nSchirm und Elektromagnete sind auf einem Stativ befestigt und k\u00f6nnen in beliebiger H\u00f6he eingestellt werden.\tPreis Mk. 50.\u2014\nNo. 229. Tachistoskop nach Mache. (Archiv f. d. ges. Physiol. Bd. 107, S. 585). Der Apparat gestattet, zum Unterschied von den bisher beschriebenen Apparaten, zwei Bilder gleichzeitig zu exponieren u. zw. das eine der Bilder beliebig oft hintereinander jedesmal eine minimale Zeit, das andere Bild nur einmal dieselbe\n171","page":171},{"file":"p0172.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nminimale Zeit. Er dient also speziell zur Untersuchung der Frage, ob das durch den einmaligen Reiz erzeugte Bild ebenso hell erscheint wie das Bild, welches entsteht, wenn derselbe Reiz mit einer zur Verschmelzung hinreichenden Frequenz geboten wird, oder ebenso hell wie das flimmernde Bild. Auf einige andere Fragen \u00fcber Farben, zu denen sich der Apparat eignet, ist weiter unten hingewiesen. Dieser speziellen Verwendung entsprechend ist der Apparat zun\u00e4chst nicht f\u00fcr Buchstaben u. dgl. eingerichtet, sondern f\u00fcr Farbenreize.\nDie Konstruktion ist \u00e4hnlich wie beim Tachistoskop nach Erdmann und Dodge, nur werden die Bilder mittels eines Projektionsapparates auf einen Schirm geworfen und statt eines Fallschirmes mit variablem Spalt sind 2 Schirmchen angewendet, von denen das eine den Spalt \u00f6ffnet, das andere schlie\u00dft. Die genauere Ausf\u00fchrung ist folgende: In den Strahlengang eines Projektionsapparates wird an der Stelle des Diapositivs ein Schirm eingese\u00dft. welcher im Abstande von 7 mm zwei L\u00f6cher a nnd \u00df von 2 mm Durchmesser besi\u00dft. Von diesen entwirft der Projektionsapparat auf einem Schirm 2 helle, scharfe Bilder. Unmittelbar hinter dem Sdiirm mit den 2 L\u00f6chern rotiert eine Sdieibe, deren Form das nebenstehende Schema zeigt. Bei einer Umdrehung wird das Loch a dreimal, \u00df einmal exponiert. Damit nun \u00df bei den n\u00e4chsten Rotationen nicht neuerdings Strahlen durchl\u00e4\u00dft, sind auf der anderen, der Lichtquelle zugekehrten Seite des Schirmes \u00fcber dem Loche \u00df hintereinander 2 Elektromagnete angebracht, die kleine Fallschirm-chen tragen. Diese le\u00dfteren sind so geformt, da\u00df das eine das Loch deckt, wenn es vom Elektromagneten hochgehalten wird, und da\u00df das andere das Loch erst beim Fallen verschlie\u00dft. Der durch die Elektromagnete gehende Strom wird nun durch eine Kontaktvorrichtung am Tourenz\u00e4hler, welcher an der Welle der rotierenden Scheibe si\u00dft, bei jeder 100. Umdrehung ge\u00f6ffnet. Durch geeignete Stellung der Kontakte wird sodann zun\u00e4chst der erste Schirm losgelassen, u. zw. so, da\u00df er f\u00e4llt, bevor vor dem Loch \u00df der freie Sektor der rotierenden Scheibe erscheint, und darnach wird in dem zweiten Elektromagneten der Strom ge\u00f6ffnet, u. zw. wieder in einem solchen Zeitpunkt, da\u00df der Schirm bereits gefallen ist, bevor der freie Sektor das 2. Mal vor \u00df vorbeizieht.\nAu\u00dfer in dieser speziellen Weise kann der Apparat noch in mannigfadier anderer Weise verwendet werden. Will man nur ein Feld beliebig kurze Zeit und nicht periodisch exponieren, so verschlie\u00dft man einfadi das Loch \u00ab. Durch Einschieben von Rauchgl\u00e4sern und gef\u00e4rbten Gl\u00e4sern kann man die Intensit\u00e4t und Farbe des Bildes variieren. Verwendet man eine Scheibe mit variablem freien Sektor, welche jedoch nur das Loch \u00df deckt und a dauernd offen l\u00e4\u00dft, so kann man die Nachbildphasen, welche bei einmaliger kurzer Reizung entstehen, mit dem konstanten Bild von a vergleichen. \u2014 Nat\u00fcrlich kann die Form und der Abstand der 2 L\u00f6cher auch anders gew\u00e4hlt und so Form und Abstand der Objekte variiert werden. Man hat dann einfach einen anderen Schirm einzuse\u00dfen. U. s. f.\nDer Projektionsschirm wird dauernd st\u00e4rker oder schw\u00e4cher beleuchtet, je nach dem Adaptationszustande, den man erzielen will. Nat\u00fcrlich mu\u00df die Beleuchtung stets\n172","page":172},{"file":"p0173.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nso sein, dag sich das vom Projektionsapparat herkommende Bild noch deutlich vom Grunde abhebt. Dadurch dag man den Schirm sieht, ergibt sich von selbst die richtige Akkommodation. Ein Fixationspunkt ist wohl nicht n\u00f6tig, namentlich dann nicht, wenn der eine von a herkommende Reiz dauernd wirkt.\nDie Episkotisterscheibe mug durch einen separaten konstanten Motor betrieben werden. Die Geschwindigkeit und Konstanz der Rotation l\u00e4gt sich durch den mit der Welle verbundenen Tourenz\u00e4hler und mit Hilfe einer \u2019/5 Sek. Uhr bestimmen.\nEin besonderer Vorzug des Apparates ist es, dag er sich auch f\u00fcr Demonstrationen und Massenversuche verwenden l\u00e4gt.\nDer Preis bezieht sich auf den Apparat ohne Projektionsvorrichtung und Motor.\nPreis Mk. 125.\u2014\nNB. Als Tachistoskope lassen sich von den fr\u00fcher erw\u00e4hnten Apparaten verwenden das Universalpendel nach Rupp No. 16 (\u201eSpaltpendel\u201c, vgl. die Vorbemerkung), ferner f\u00fcr rohe Versuche, die Ged\u00e4chtnisapparate mit Ruckbewegung No. 212 bis 216. F\u00fcr akustische Reize eignen sich die Sirenen (vgl. No. 170 d). Es sei darauf hingewiesen, dag die Liste der Tachistoskope in sp\u00e4teren Auflagen und in Nachtr\u00e4gen des Kataloges erg\u00e4nzt wird.\nIX. Apparate zur Pr\u00fcfung des Zeitsinnes.\nNo. 230. Kontaktapparat (Zeitsinnapparat) nach Schumann. (Zeitschrift f. Psych., Bd. 17, S. 253.) Derselbe dient dazu, in beliebigen, sehr genau bestimmbaren und variierbaren Zeiten elektrische Kontakte auszul\u00f6sen. Er l\u00e4gt sich zu den verschiedensten Zwecken verwenden, u. a. zur Kontrolle des Hipp. Die wichtigste Verwendung ist aber die zur Untersuchung des Zeitsinnes und des Rhythmus. Es werden dann die einzelnen Kontakte mit Reizapparaten verbunden, z. B. mit einem Telephon, in welchem jedesmal ein kurzes, knallartiges Ger\u00e4usch entsteht; die zwischen je zwei solchen Ger\u00e4uschen liegenden Zeiten, die an dem Apparat beliebig eingestellt und zugleich gemessen werden k\u00f6nnen, werden beurteilt und verglichen.\n173","page":173},{"file":"p0174.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nEin gu\u00dfeisernes, auf 3 F\u00fcgen sicherstehendes Kreuz tr\u00e4gt einen horizontalen Ring von 42 cm Durchmesser, der eine Kreisteilung in */4 Grade enth\u00e4lt. Genau zentrisch \u00fcber diesem Ringe dreht sich in Spigen eine vertikale Axe, an welcher der\nSt 2.\nDoppelhebel H und zwei verschieden gro\u00dfe Schnurscheiben si\u00dfen. An der Peripherie des Ringes k\u00f6nnen Kontaktvorrichtungen verschiedener Konstruktion aufgese\u00dft werden. Indem der erw\u00e4hnte Hebel bei der Drehung der Axe \u00fcber diese Kontaktvorrichtungen hinweggeht, schlie\u00dft oder \u00f6ffnet er einen Kontakt. Se\u00dft man mehrere solche Vorrichtungen auf und se\u00dft den Hebel in gleichm\u00e4\u00dfige Bewegung, so ist die Zeit die er braucht, um von einem Kontakt zum andern zu gelangen, genau proportional der Anzahl der Grade, die dazwischen liegen. Will man die absolute Zeit messen, braucht\nman nur die Umdrehungsgeschwindigkeit mit der 1 /s Sekundenuhr zu bestimmen.\nEs werden drei verschiedene Kontaktvorrichtungen gebaut. Eine ist so konstruiert, wie das nebenstehende Schema zeigt. Der schraffierte Teil Kr stellte den Querschnitt des Kreisringes dar. An ihm wird von au\u00dfen, in dem Schema von rechts, die Kontaktvorrichtung angese\u00dft und durch die Schraube Si befestigt. Dadurch da\u00df die Nase n in eine entsprechende Nute des Ringes eingreift, ist ein sicheres Si\u00dfen des Kontaktes verb\u00fcrgt. Wenn man diese Schraube ein\nwenig lockert, kann man die Vorrichtung bequem auf dem Ring verschieben, und so die Zeitintervalle schnell von Versuch zu Versuch \u00e4ndern. Zwei Stellstifte o sorgen daf\u00fcr, da\u00df dabei keine Stauung in der Nute eintritt. Die jedesmalige Stellung des Kontaktes wird mittels des Zeigers Z auf der Teilung des Kreisringes abgelesen. Der Zeiger si\u00dft, damit er von den oberen Teilen des Kontaktes nicht verdeckt wird,\n174","page":174},{"file":"p0175.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nseitlich an dem St\u00fccke A. Auf dieses letztere sind rechts zwei Messingst\u00fccke \u00fcbereinander aufgesegt, welche den starken, federnden Blechstreifen F einklemmen. Derselbe kann durch die Schraube S2 ein wenig nach unten gebogen werden. An seinem freien Ende tr\u00e4gt er zun\u00e4chst ein isolierendes Hartgummilager L, sodann einen Hartkupferblock B, an welchem eine Klemmschraube S3 sigt.\nDieser Bl\u00f6de wird nun von oben her eben ber\u00fchrt durch die Hartkupferfeder f. Dieselbe sigt an dem fr\u00fcher erw\u00e4hnten Doppelhebel des Apparates, der hier in dem Schema durch das schraffierte St\u00fcck H repr\u00e4sentiert ist. Wenn H \u00fcber den Kontakt sich hinbewegt, so schleift f einen Moment auf dem Block auf und erzeugt einen kurzen Kontakt. Der elektrische Strom, der durch diesen Kontakt gesddossen werden soll, wird dem Blocke durch die Klemmschraube S3 zugef\u00fchrt. Man mug dabei darauf achten, sehr leichte und leicht bewegliche Dr\u00e4hte zu benugen, damit auf den Block kein Zug ausge\u00fcbt wird. Von der Feder geht der Strom weiter in den Hebel H und in die Axe und das Gestelle des Hauptapparates und kann durch eine der an der oberen Verbindungsleiste sichtbaren Klemmen weggef\u00fchrt werden.\nDie Dauer der kurzen Kontakte, die sich mittels dieser Vorrichtung erzeugen lassen, kann innerhalb gewisser Grenzen variiert werden. Dies ist wichtig, denn sehr kurze Stromschl\u00fcsse sind oft nicht im Stande den Reizapparat in T\u00e4tigkeit zu segen, oder erzeugen zu schwache Reize. Man hat es also durdi die gleich zu beschreibende Vorrichtung auch in der Hand, bis zu einem gewissen Grade die Reizintensit\u00e4t zu regulieren.\nDer Hartkupferblock B ist, wie das nebenstehende Schema zeigt, an seiner obersten Schichte dreieckig abgeschnitten. Je nachdem nun die Feder weiter rechts oder links \u00fcber den Block schleift, wird der Kontakt l\u00e4ngere oder k\u00fcrzere Zeit dauern. Man kann also die Kontaktdauer durch Verschieben der Feder variieren. Diese Verschiebung wird auf folgende Weise erreicht. Auf dem Hebel H gleitet in Schwalbenschwanzf\u00fchrung sehr exakt der Sdilitten Sch. Rechts an denselben ist das vertikale St\u00fcde t4 angesegt, in welches die Spindel der Mikrometer-Sdiraube S4 eingreift. Durch Drehen dieser Legteren kann man also den Schlitten nach rechts oder links schieben. Der kleine Tr\u00e4ger t2 ist mit H verbunden und bildet den festen Halt f\u00fcr die Schraube Zwischen R und t2 ist eine kr\u00e4ftige Spiralfeder ausgespannt, die den Zweck hat, einen toten Gang bei der F\u00fchrung des Schlittens zu verhindern.\tEs l\u00e4gt sich\nsomit die Stellung desselben sehr genau regulieren. Die Befestigung der Feder f an dem Schlitten ist sehr einfach. Legterer tr\u00e4gt einen kurzen vertikalen Stab St,, welcher in ein konisches Loch des Schlittens genau pagt und durch Reibung hinreichend sicher h\u00e4lt. Der Stab hat eine vertikale Bohrung, durch welche ein d\u00fcnnerer Stab St2 von unten durchgesteckt und durch eine seitliche Schraube festgeklemmt wird. Dieser legtere tr\u00e4gt unten die Feder f.\nMan mug bei der Einstellung darauf achten, dag die Feder F sicher, aber doch nur ganz leicht \u00fcber den Block sdileift. Zun\u00e4chst kann man dies dadurch regulieren, dag man sie in entsprechender H\u00f6he \u00fcber dem Block festklemmt. Eine genaue Regulierung ist erm\u00f6glicht durch die Klemme S2, indem nidit die Feder verschoben\nw\n175","page":175},{"file":"p0176.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nsondern der Block ein wenig gesenkt, oder wenn die Feder F schon ein wenig nach unten gebogen ist, etwas gehoben wird. Diese Feinstellung hat aber vor allem einen anderen Zweck, n\u00e4mlich den, eventuelle kleine Inkongruenzen in der Konstruktion der einzelnen Kontaktvorrichtungen auszugleichen. Diese \u00e4ugern sich, wenn man z. B. kurze Telephon-Ger\u00e4usche verwendet, dadurch, dag die einzelnen Kontakte ungleich starke Ger\u00e4usche ergeben. Das l\u00e4gt sieh durch sorgf\u00e4ltige Einstellung der Schrauben S2 ausgleiehen.\nDie eben beschriebene Kontaktvorriditung wird dann benugt, wenn die zu beurteilenden Zeiten am Anfang und am Ende durch kurze Ger\u00e4usche begrenzt werden, oder wenn man Zeiten, die in dieser Weise begrenzt sind, durdi einzelne kurze Zwisdienreize, also diskontinuierlich, erf\u00fcllen will. Es eignen sich hierzu als Reizmittel vor allem der Schallhammer, das Telephon und der elektrisdie Taster nach Ewald. Die Intensit\u00e4t l\u00e4gt sich durch Widerst\u00e4nde regulieren, was sowohl f\u00fcr Zeitsinnversuche (Vergleichung stark und schwadi begrenzter Intervalle) wie insbesondere f\u00fcr Rhythmusuntersudlungen von Wichtigkeit ist. Audi der elektrische Funken eines Induktors l\u00e4gt sich als akustischer oder visueller Reiz verwenden; doch mug man im legten Falle das Ger\u00e4usch d\u00e4mpfen. Es ist daher bequemer, Geigler\u2019sche R\u00f6hren zu benugen.\nDie beiden andern Kontaktvorrichtungen sind so eingerichtet, dag ein Strom nicht momentan, sondern dauernd geschlossen bezw. ge\u00f6ffnet wird. Das nebenstehende\nSchema zeigt die Konstruktion n\u00e4her. Der untere Teil ist genau so gebaut, wie bei der fr\u00fcheren Kontakteinrichtung. Auch die Befestigung geschieht wieder mittels der Schraube Si und die Nase n greift in eine entsprechende Nute in dem Kreisring des Hauptapparates. An diesen unteren Teil ist zun\u00e4chst eine horizontale Grundplatte aus Hartgummi angeschraubt, welche in der Mitte ein |\u201c-f\u00f6rmiges Messingst\u00fcck tr\u00e4gt. Zwischen dessen oberem und unterem Arm dreht sich in Spigen die vertikale Axe aa. Dieselbe tr\u00e4gt eine Hartgummischeibe und dar\u00fcber eine Messingscheibe. In der legteren sind die St\u00e4bchen Si s2 eingeschraubt. Wenn nun der Zeiger des Elauptapparates in der Richtung des Pfeiles vorbeikommt, so nimmt er das St\u00e4bchen S[ ein St\u00fcck mit. Hierzu dient der zur Vermeidung eines Anschlagger\u00e4usches mit Gummi \u00fcberzogene Stift St, der im vorigen Schema zu sehen ist. Die Ausgangslage von Si ist durch das vertikale St\u00e4bchen s3 fixiert; man bringt S[ in diese Lage, indem man an dem St\u00e4bchen s2 angreift. Bei der Drehung von Sj wird audi die Axe und mit ihr die Hartgummischeibe gedreht. An ihr schleift eine gebogene Hartkupferfeder, die mit der Klemme K, in Verbindung ist, und deren Spannung, wenn n\u00f6tig, durch das Sdir\u00e4ubdien S3 regu-\n176","page":176},{"file":"p0177.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - GOTTINGEN.\nliert werden kann. An einem St\u00fcck der Peripherie in der Hartgummischeibe ist ein Platinstreifen eingelegt und zwar ist derselbe bei den zwei Kontaktvorriehtungen verschieden gelagert: bei der einen so, dag bei der Ausgangstage die Feder noch auf Hartgummi aufliegt, aber, so wie nur die geringste Drehung erfolgt, sofort das Platin ber\u00fchrt und auch bei der \u00e4u\u00dfersten Drehung in Kontakt mit demselben bleibt. Dieser Fall ist im Schema dargestellt, indem der Platinbelag durch den schraffierten Streifen angedeutet ist. Bei der anderen Kontakteinrichtung besteht in der Ausgangslage Kontakt; derselbe wird aber sdion bei der kleinsten Drehung unterbrochen und wird nicht wieder geschlossen, bis st in die urspr\u00fcngliche Lage zur\u00fcckgedreht wird.\nDa nun die Feder f mit der Klemme Kj, der Platinbelag mit der Klemme K,, die in der Figur hinten liegt, in Verbindung steht, so wird durdi den Zeiger des Apparates der durch diese Klemmen geleitete Strom dauernd ge\u00f6ffnet, je nachdem man die eine oder andere Einrichtung benu\u00dft.\nMan braudit diese Kontaktvorriehtungen u. a.. um Zeitstredcen kontinuierlich\nauszuf\u00fcllen. Verwendet man z. B., wie es meistens geschieht, Stimmgabel u. Telephon, so kann man das le\u00dftere einfadi in die 'Nebenleitung des Stromes legen, welcher die Stimmgabel in Schwingung erh\u00e4lt. Diese Schaltung hat aber den Nachteil, da\u00df sich die Intensit\u00e4t des Telephonger\u00e4usches nicht regulieren l\u00e4\u00dft. Dieses entsteht n\u00e4mlich dadurch, da\u00df sidi bei der \u00d6ffnung des Kontaktes die Extrastr\u00f6me in der Nebenleitung entladen. Solche hochgespannte Str\u00f6me k\u00f6nnen aber durch Widerst\u00e4nde nicht merkbar geschw\u00e4cht werden. Ein Widerstand im Hauptstrom hingegen bringt die Gabel leicht zum Stehen. Daher eignet sidi besser eine Gabel mit doppeltem Quecksilberkontakt nach Helmhol\u00df (vgl. No. 40), wie sie das Schema zeigt. An jeder Zinke ist isoliert ein Draht befestigt, der redits und links in einen, der H\u00f6he nach verstellbaren Quecksilbernapf taucht. Der eine Napf, z. B. der linke, wird hodigestellt, so da\u00df der Draht\ni77","page":177},{"file":"p0178.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nstets eintaucht, der andere so, dag, wenn die Gabel schwingt, der Draht bald eintaucht, bald nidit. Die obere Unterbrediung wird dazu benugt, die Stimmgabel in bekannter Weise dauernd in Schwingung zu versegen. Die untere wird in einen davon ganz unabh\u00e4ngigen Stromkreis geschaltet, welcher seine eigene Stromquelle hat und in weldien audi das Telephon und die Kontakte des Zeitsinnapparates gelegt sind. Hier kann man durch Widerst\u00e4nde die St\u00e4rke des Stromes innerhalb gewisser Grenzen beliebig variieren. \u00c4hnlidies ist der Fall bei der von Schumann angegebenen Anordnung. Man l\u00e4gt eine Stimmgabel oder Lamelle mittels eines Resonators auf ein Mikrophon wirken und \u00fcbertr\u00e4gt den Ton von diesem auf ein in einem Nebenzimmer aufgestelltes Telephon. In diese legtere Leitung wird auch der Kontakt des Zeitsinnapparates eingeschaltet.\nStatt des Telephons l\u00e4gt sich auch das Tachistophon nach Kr\u00fcger-Wirth, welches im Nachtrag besprochen wird, verwenden.\nWenn man sehr kurze Intervalle hersteilen will, w\u00fcrden nach dem bisher Gesagten die beschriebenen Kontakte nidit verwendbar sein, insofern man sie nidit so nahe aneinander bringen kann. Darum ist der Hebel H doppelarmig und auf beiden Seiten gleich ausgestaltet, n\u00e4mlich mit Kontaktfeder f und einem Stift St versehen. Stellt man also die zwei Kontakte diametral, so kann man die Intervalle beliebig klein w\u00e4hlen. Dieser doppelarmige Hebel kann aber entfernt und durch einen einarmigen ersegt werden, weldier durch eine Bleiplatte aequilibriert ist. Wenn n\u00e4mlich 2 Hebel rotieren, ist es bei sdmeller Rotation schwer, sie von einander zu unterscheiden.\nEndlich ist nodi eine Einrichtung zu erw\u00e4hnen, die sehr bequem und praktisch ist. Man stellt die Versuche meistens so an, dag von Versuch zu Versudi das Intervall ge\u00e4ndert wird. Die Kontakte m\u00fcssen sich also sdinell und leicht verschieben lassen. Meistens wird nur ein Kontakt variiert. Obwohl die angegebenen Vorrichtungen sidi ziemlidi leidit verschieben lassen, ist doch eine bequemere Einrichtung w\u00fcnschenswert, Deshalb lieg Schumann einen Kontakt auf einen Hebel aufsegen, welcher unter dem Kreisring um die gleidie Axe wie der Hebel H drehbar ist. In Figur 1 tr\u00e4gt dieser Hebel den linken hinteren Kontakt. Er segt sich nach \u00e4ugen in einem kleinen Griff fort, an den man anfagt, um ihn zu verschieben.\nDer Apparat mug durch einen sehr genauen Motor getrieben werden. Schumann benugte den Elektromotor nach Helmholg und erreichte eine so groge Genauigkeit, dag die mittlere Variation nur 1 Promille der Umdrehungszeit betrug.\nPreis des Apparates mit einer Kontaktvorrichtung auf dem drehbaren Hebel.\nMk. 256.\u2014\nNo. 231. Kontaktvorrichtung hierzu f\u00fcr kurzdauernden Kontakt,\nwie sie oben beschrieben ist.\tPreis Mk. 30.\u2014\nNo. 232. Kontaktvorrichtung hierzu, f\u00fcr dauernde \u00d6ffnung oder f\u00fcr dauernde Schliessung, wie sie oben beschrieben ist. Preis Mk. 30.\u2014\nNB. Als Zeitsinnapparat ist auch das Kontaktpendel No. 15 und das Universalpendel No. 16 zu benugen. Das erstere hat eine willk\u00fcrliche Skala, die erst zu eichen ist; das legtere eine Skala, die geeicht ist.\n178","page":178},{"file":"p0179.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nX. Diverse Apparate.\nNo. 233. Sphygmograph mit Luft\u00fcbertragung. Eigenkonstruktion.\nDerselbe dient zur Aufzeichnung von Pulskurven, und zwar des Radialispulses. Nach dem Vorgang von Ludwig ist der Apparat in 2 getrennten Teilen hergestellt. Die erste Figur zeigt den unteren Teil, den Basisrahmen, und seine Befestigung auf dem Unterarme. Zugleich ist auf dieser Figur das Gestelle mit den Armlagern abgebildet, auf welches der Arm nach dem Vorg\u00e4nge von Ludwig aufgelegt wird.\nI _\nf\n---M-,\n\u00c6\u00cf\u00cf2\n-l !\n\n\nDer Basisrahmen besteht aus zwei Schienen, die an der unteren Seite, mit welcher sie auf dem Arme aufliegen, mit Tuch bekleidet sind. An den 4 Ecken des Rahmens sind drei Haken und eine Klemme befestigt. An den einen der Haken ist ein Band angebunden, welches in der Weise, wie die linke Figur zeigt, um den Arm geschlungen und schlie\u00dflich durch die Klemme eingeklemmt wird. Nachdem der Rahmen fest aufgebunden ist, segt man den eigentlichen Sphygmographen auf. Man braudit hierzu die Schraubenmutter M, welche auf dem Rahmen zu sehen ist, nicht abzunehmen, da die Grundplatte A des Sphygmographen eine \u00d6ffnung besigt, weldie die Mutter durchtreten l\u00e4gt. Sodann bringt man den Sphygmographen in solche Lage, dag die Hartgummipelotte P gerade \u00fcber der Stelle der maximalen Pulserhebung liegt. In dieser Lage schraubt man ihn mittels der Mutter M fest.\nDas zweite Schema zeigt die Konstruktion des Sphygmographen selbst. An der schon erw\u00e4hnten Grundplatte A ist unten die kr\u00e4ftige Stahlfeder F angesdiraubt, die die Pelotte tr\u00e4gt. Mittels der Schraube Si wird die Feder so viel nadi unten gebogen, bis die Pelotte fest aufliegt. \u00dcber ihr ist auf der Feder eine kurze Spige aufgesegt, welche gegen die Gummimembrane einer Marey\u2019schen Luftkapsel K dr\u00fcckt und die Schwingungen der Pelotte und damit die Pulsation auf diese \u00fcbertr\u00e4gt. Die Kapsel wird gehalten durch einen Hebel, welcher um die Axe a drehbar ist. Die Drehung wird mittels der Sdiraube S2 ausgef\u00fchrt, welcher eine heftige Spiralfeder F entgegen wirkt. Man ben\u00f6tigt diese Feinstellung, um die Kapsel genau einzustellen, so dag sie die Spige der Pelotte eben ber\u00fchrt. Die zulegt erw\u00e4hnten Teile liegen hinter den \u00fcbrigen und sind in dem Schema darum gestridielt gezeichnet.\n179","page":179},{"file":"p0180.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nDie Konstruktion ist so ausgef\u00fchrt, dag keine Eigenschwingungen der bewegten Massen die Kurve beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. Die Feder F dr\u00fcckt die Pelotte fest auf die Pulsstelle auf, so dag sie allen feinsten Bewegungen der legteren genau folgen mug. Ebenso mug die auf die Pelotte oben aufgesegte Spige dieser genau folgen, da sie mit ihr starr verbunden ist. Von der Pelotte zur Kapsel f\u00fchrt keine Gelenk\u00fcbersegung, so dag kein toter Gang vorhanden ist. Die Masse, die wirklich Eigenschwingungen ausf\u00fchren k\u00f6nnte, besteht somit nur in der Kapselmembrane und nat\u00fcrlich in der Membrane der Schreibkapsel samt dem Schreibhebel, sowie in der Luft zwischen diesen beiden. Diese Massen k\u00f6nnen aber wegen ihrer Leichtigkeit keinen bemerkenswerten Fehler hervorbringen. \u2014 Dag die Aufnahmekapsel und die Pelotte sich nicht in einer vertikalen Geraden, sondern in schwachem Bogen bewegen, kann bei dem grogen Halbmesser und bei den minimalen Bewegungen nichts ausmachen.\nPreis Mk. 55.\u2014\nNo. 234. Gestell mit Armlager zum Sphygmographen. Das Gestelle ist in der vorigen Nummer in der 1. Figur zu sehen. Es wird mittels einer Zwinge an den Tisdi geschraubt. Der linke vertikale Stab tr\u00e4gt das aus zwei B\u00fcgeln bestehende Armlager, der rechte einen B\u00fcgel zum Anfassen f\u00fcr die Hand. Der legtere steht auf dem Tisch auf; der erstere wird in solcher H\u00f6he eingestellt, dag die Hand etwas abw\u00e4rts gebogen ist. Auf diese Weise wird die Pulsstelle am besten hervorgekehrt.\nDiese Lagerung ist nicht unbedingt n\u00f6tig, doch hat es Vorteile, wenn Arm und Hand stets in derselben Lage sind. Unbedingt erforderlich ist dies aber, wenn man, wie es bei manchen Sphygmographen der Fall ist, die Bewegung der Pelotten direkt auf ein Kymographion \u00fcbertr\u00e4gt. In diesem Falle w\u00fcrden die unwillk\u00fcrlichen Bewegungen des Armes grobe Fehler hervorrufen.\nPreis Mk. 15.\u2014\nNB. Auf Wunsch werden auch andere Sphygmographen geliefert, nach Marey, Ludwig, Brondgeest, v. Frey etc, insbesondere auch solche, die gleichzeitig mit einem Uhrwerk verbunden sind (nach Ludwig, v. Frey, Dudgeon, Richardson Jaquet etc.).\nNo. 235. Pneumograph. Das Instrument dient dazu, Athem-Kurven aufzunehmen, indem es die Erweiterung oder Verengung des Brustumfanges durch Luft\u00fcbertragung einem Marey\u2019sehen Schreiber \u00fcbermittelt.\nMan h\u00e4ngt den Pneumographen zun\u00e4chst mittels eines Bandes, das an den zwei Ringen rr befestigt ist, und das man um den Hals schlingt, so auf, dag er mit seiner Grundfl\u00e4che g mitten auf der Brust aufliegt. Sodann f\u00fchrt man ein zweites Band, das an dem\n180","page":180},{"file":"p0181.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00b0 G\u00d6TTINGEN.\nRinge R befestigt ist, um den Brustkorb herum zur Klemme Kl, an welcher man es so befestigt, dag es straff gespannt ist.\nDie Basis g des Pneumographen wird durch eine starke, federnde Platte gebildet, an welcher rechts und links zwei getrennte Teile aufgesegt sind. Zun\u00e4chst sind an die Platte die zwei Messingst\u00fccke A und B angeschraubt; mit ihnen sind in starrer Verbindung erstens die zwei \u00e4ugeren Tr\u00e4ger mit dem Ringe R und der Klemme Kl, sodann die Tr\u00e4ger t, t2 t3. Der erstere tr\u00e4gt den festen Teil der Kapsel K. Diese sigt an einem Stiel, der in dem Tr\u00e4ger verschoben und in beliebiger Lage festgeklemmt werden kann. t3 tr\u00e4gt ein sektoren\u00e4hnliches St\u00fcck C, welches drehbar ist und oben mit seinen Zacken in die Z\u00e4hne einer Zahnstange greift. Diese dreht sich um eine, im Tr\u00e4ger ts oben gelegene Axe und wird durdi die Feder f gegen C angedr\u00fcckt. Endlidi ist C durch ein kleines Verbindungsst\u00fcck mit der Kapselmembrane verbunden.\nWenn nun der Patient oder die Versuchsperson einathmet und dabei den Brustkorb ausdehnt, so wird auf R und Kl ein Zug nach \u00e4ugen ausge\u00fcbt. Dabei biegt sich die Basisfeder ein wenig, so, wie sie in dem Schema gezeidmet ist, und es drehen sich die 2 getrennten Teile des Apparates etwa um die Punkte A und B. Und da der eine mit dem festen Teil der Kapsel, der andere mit der Membrane verbunden ist, so wird die Kapsel aufgebl\u00e4ht. Zieht sich umgekehrt beim Ausathmen der Brustkorb wieder zusammen, so strebt die Basisfeder genau in demselben Mage ihrer Ruhelage zu, dreht dabei die 2 Teile des Apparates wieder zur\u00fcck, und die Kapsel wird wieder zusammen- bezw. eingedr\u00fcckt.\nBei der Analyse der Kurven ist darauf zu achten, dag, wie aus dem Gesagten hervorgeht, die Erhebung der Kurve der Ausathmung, die Senkung der Einathmung entspricht. Man ist zun\u00e4chst geneigt, die Kurve in umgekehrter Weise aufzufassen.\nDie Einrichtung mit dem gezackten Sektor C und der Zahnstange hat den Zweck, dag man einerseits in bequemer Weise die Membrane richtig spannen kann; andererseits dient sie zur Schonung der Membrane beim Aufbinden des Apparates. Man kann die Zahnstange n\u00e4mlich nach links \u00fcberschlagen, indem man an dem an ihrem Ende angebrachten Knopf anfagt. Dann k\u00f6nnen R und Kl stark auseinandergezogen werden, ohne dag die Kapsel zu stark aufgebl\u00e4ht und die Membrane zerrissen wird. Das Sektorenst\u00fcck C folgt n\u00e4mlich, wenn es nicht oben durch die Zahnstange gehalten wird, ohne wesentlichen Widerstand der Kapsel. Ein pl\u00f6gliches und heftiges Auseinanderziehen von R und Kl kommt aber bei den groben Manipulationen des An-\n181","page":181},{"file":"p0182.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLE R & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nbindens und Spannens des Bandes, namentlich wenn dieselben von Unge\u00fcbten vorgenommen werden, nicht selten vor. Audi versudit sidi die Vp. dabei h\u00e4ufig in besonders tiefen Athemz\u00fcgen. Durch die erw\u00e4hnte Einriditung ist aber das Instrument dabei vor Besdi\u00e4digung gesehiigt.\nPreis Mk. 75.\u2014\nNB. Auch von diesem Apparate werden auf Wunsch die anderen gebr\u00e4uchlidien Modelle geliefert; ebenso verwandte Apparate, um die Bewegungen einzelner Punkte des Thorax, oder einzelner Durchmesser zu registrieren (St e h t o graph), oder um Bauch-Athmung, Athemvolumen und Athemdruck zu messen etc.\nNo. 236. Cardiograph. Eigenkonstruktioil. Der Apparat dient dazu, die einzelnen Phasen des Herzspigenstoges genau aufzuzeidmen. Die Konstruktion ist dieselbe wie beim Sphygmographen, nur f\u00e4llt der Basisrahmen weg. Daf\u00fcr sind an die Grundplatte g des eigentlidien Sphygmographen 3 kurze, verstellbare Hartgummif\u00fcge angesegt, durch die der Apparat so auf die Brust aufgestellt wird, dag die Pelotte genau \u00fcber der Stelle des Herzstoges zu liegen kommt. Bei l\u00e4nger fortgesegten Messungen wird der Apparat mittels eines Gurtes um die Brust fixiert.\nPreis Mk. 52.\u2014\nNB. Wie bei den beiden vorhergehenden Apparaten, so werden audi bei diesem andere Modelle z. B. das nach Marey und der Herztonapparat nach Marbe geliefert.\n182","page":182},{"file":"p0183.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nXI. Hilfsapparate.\nNo. 237. Elektromagnetischer Itotationsapparat nach Helmholtz.\nDer Motor besi\u00dft 2 Paare von Elektromagneten ; die \u00e4u\u00dferen stehen fest, die inneren sind an einer vertikalen, in Spi\u00dfen laufenden Axe befestigt. Diese tr\u00e4gt oberhalb\nder Elektromagnete eine Stufen-scheibe, von welcher die Bewegung durch Schn\u00fcre auf andere Apparate \u00fcbertragen wird. Damit die Bewegung auch f\u00fcr horizontale Axen verwertbar sei, ist links an den Apparat eine Stufenscheibe mit horizontaler Axe angese\u00dft, auf welche die Bewegung durch 2 kleine R\u00f6llchen von der ersten Stufenscheibe her durch Schnurlauf \u00fcbertragen werden kann.\nUnten auf den L\u00e4ngsbalken des Kreuzes, auf welchem der Apparat ruht, ist ein isolierendes Brettchen aufgese\u00dft, das 2 Klemmen tr\u00e4gt und 2 Tr\u00e4ger, an denen die B\u00fcrsten befestigt sind, die den Strom bald in der einen, bald in der anderen Richtung den inneren Elektromagneten zuleiten. Die Klemmen f\u00fcr die \u00e4u\u00dferen Elektromagnete sieht man an dem oberen Querbalken des Apparates.\nZwischen den B\u00fcrsten und den Elektromagneten tr\u00e4gt die Axe des Apparates eine von Helmhol\u00df ersonnene, elektrische Regulier Vorrichtung. Das Schema zeigt die\nKonstruktion deutlicher. An der Axe aa si\u00dft zun\u00e4chst unten eine isolierte Scheibe mit halbringf\u00f6rmigen Platinstreifen p, p2, an welchen die B\u00fcrsten schleifen. Von den Streifen f\u00fchren Verbindungen zu den Klemmen Kt K4. Die Reguliervorrichtung selbst si\u00dft auf einem, im Schema schraffiert gezeichneten Messingst\u00fcck, welches fest mit der Axe verbunden ist. Am rechten Ende desselben ist oben ein Hartgummipl\u00e4ttchen und auf dieses ein _|\u201c-f\u00f6rmiges Messingst\u00fcck aufgese\u00dft, welches den Hammer H tr\u00e4gt ; der le\u00dftere ist um die Axe \u00ab drehbar. Wenn die Hauptaxe samt der ganzen Reguliervorrichtung gen\u00fcgend schnell rotiert, so wird der Hammer infolge der Zentrifugalkraft nach rechts abgehoben. Ihm wirkt aber eine Spiralfeder entgegen,\n183","page":183},{"file":"p0184.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\ndie an dem Schlitten Sch befestigt ist und durch die Sdiraube S mehr oder weniger gespannt werden kann. Eine Trommelablesung gestattet, dieselbe Spannung immer wieder herzustellen. In der Ruhelage liegt der Hammer H an dem Metallstiftchen \u00bb an, weldies von den \u00fcbrigen Teilen isoliert und nur mit der Klemme K2 verbunden ist. Endlich geh\u00f6rt zur Reguliervorrichtung noch der Widerstand W, welcher aus einem auf eine Spule isoliert aufgewickelten Neusilberdraht besteht.\nDiese Einrichtung wirkt in folgender Weise. Der Strom kommt durch die eine B\u00fcrste zun\u00e4chst zum Platinstreifen p, und zur Klemme kt. Von dieser f\u00fchrt ein Draht zu ks und damit zum Stiftchen \u00ab. Wenn der Hammer an \u00ab- anliegt, so geht der Strom durch ihn zur Klemme Ks, zu den inneren Elektromagneten EM und von diesen zur Klemme K4, zum Platinstreifen p2 und durch die zweite B\u00fcrste in die Stromquelle. Ist aber der Hammer abgehoben, also mit a nidit in Kontakt, so mu\u00df der Strom von K, durch den Widerstand in die Elektromagnete gehen.\nManstellenunzun\u00e4distungef\u00e4hr jene Rotationsgeschwindigkeit her, die man ben\u00f6tigt. Sodann werde die Spiralfeder so gespannt, da\u00df sie eben noch den Hammer an o andr\u00fcckt. Macht man dann den Strom nur wenig st\u00e4rker, so wird die Rotation schneller und die Zentrifugalkraft st\u00e4rker als die Spiralfeder, der Hammer wird abgehoben und der ganze Strom mu\u00df durch den Widerstand gehen. Dadurch erf\u00e4hrt er nat\u00fcrlich eine Schw\u00e4chung, die Rotation wird langsamer, und der Hammer sinkt wieder zur\u00fcck und schlie\u00dft den Kontakt. Dadurch beginnt das Spiel aber von neuem. Der Hammer wird also best\u00e4ndig abgehoben und angezogen. Man h\u00f6rt daher ein fortw\u00e4hrendes leises Geklapper.\nMan mu\u00df den Apparat so einstellen,, da\u00df dieses Klappern eintritt und auch fortdauert. Nur dann hat man Gew\u00e4hr, da\u00df die Reguliervorrichtung funktioniert und die Schwankungen in der Rotationsgeschwindigkeit ausgleicht. Die Genauigkeit ist dann aber eine sehr gro\u00dfe. Schumann fand die Schwankungen, die er mittels des Zeitsinnapparates (vgl. No. 230) konstatieren konnte, geringer als ein Promille.\nDer Apparat dient zu Zwecken, wo es auf sehr gro\u00dfe Genauigkeit ankommt, wie bei Zeitsinnversuchen, beim Tachistoskop u. dgl. Er besigt nur eine geringe Kraft und wird durch Schwachstrom bedient.\n\u00c4\tPreis Mk. 280.\u2014\nNo. 238.\tNo. 239.\nNo. 238. Schwaclistronmiotor ohne Reguliervorriclitung f\u00fcr 6\u201410 Volt\nPreis Mk. 35.\u2014\n184","page":184},{"file":"p0185.txt","language":"de","ocr_de":"SPJNDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 239. Kleinmotor f\u00fcr Starkstrom mit 1200 Umdrehungen pro Minute.\n110 Volt.\nPferde- kraft\tGleich- strom\tEinphasen- Wechselstrom\tDreh- Strom\n\tM\tM\tM\nV 50\t41-\t43,50\t\u2014\nV\u00bb\t46,-\t51 \u2014\t65,\u2014\n220 Volt.\nPferde- kraft\tGleich- strom\tEinphasen- Wechselstrom\tDreh- Strom\n\tM\tM\tM\n\u2018/so\t45,-\t47,\u2014\t\nV20\t50,\u2014\t55 \u2014\t70,-\nNo. 240. Starkstrommotor, mit im Fuss eingebautem Anlasser und Regulier-Widerstand und mit horizontaler Axe.\n\tGleichstrom.\t\t\nPferdekraft.\tUmdrehung in der Minute.\tbis 120 Volt.\tbis 220 Volt.\nVlO\t2000\tPreis Mk. 45.\u2014\tPreis Mk. \u2014\nV.\t1850\t\u201e \u201e 80.\u2014\t\u201e\t\u201e 90.-\nV.\t2000\t\u201e\t\u201e\t90.-\t\u201e \u201e 100.\u2014\n\tEmphasen-Wechsel-Strom.\t\t\nPferdekraft.\tUmdrehung in der Minute.\tbis 120 Volt.\tbis 220 Volt.\n7.6\t1350\tPreis Mk. 80.\tPreis Mk. 85.\u2014\n'Is\t1400\t\u201e\t\u201e 105.\u2014\t\u201e\t\u201e HO.\u2014\n\tDrehstrom.\t\t\nPferdekraft.\tUmdrehung in der Minute.\tbis 120 Volt.\tbis 220 Volt.\n7\u00ab\t1320\tPreis Mk. 65.\u2014\tPreis Mk. 70.\u2014\nVs\t1320\t\u201e 80.-\t\u201e\t\u201e 85.-\n185","page":185},{"file":"p0186.txt","language":"de","ocr_de":"SP1NDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nNo. 241. Starkstrommotor mit vertikaler Axe.\nGleichstrom.\nPferdekraft.\tUmdrehung in der Minute.\nV i6\t2000\nVs\t1850\nV\u00ab\t2000\nbis 120 Volt. Preis Mk. 60.\u2014 \u201e\t\u201e\t90.\u2014\n\u201e \u201e 100.\u2014\nbis 220 Volt. Preis Mk. 65.\u2014 \u201e\t\u201e\t95.-\n..\t105.-\nEinphasen-W echsel-Strom.\nPferdekraft.\tUmdrehung in der Minute.\tbis 120 Volt. bis 220 Volt.\n>/16\t1350\tPreis Mk. 90.\u2014 Preis Mk. 95.\u2014\nV\u00bb\t1400\t\u201e\t\u201e 115.\u2014\t\u201e\t\u201e 120.-\nPferdekraft.\nVs\nDrehstrom.\nUmdrehung in der Minute.\tbis 120 Volt.\n1320\tPreis Mk. 70.-\n1320\t\u201e \u201e\t86.-\nFiinfstufiger Anlasswiderstand zu No. 341\nbis 220 Volt. Preis Mk. 75.\u2014 \u201e\t90.-\nPreis Mk. 30.-\nNo. 242. Starkstrommotor Vas Ps.. mit Reduktionskuppelnng. Durch eine Schneckentriebiiberse\u00dfung kann die Bewegung au\u00dferordentlidi stark reduziert werden. Die langsame Bewegung ist sehr regelm\u00e4\u00dfig und ziemlich kr\u00e4ftig. Der Motor nebst Reduktionskuppelung mit einem Ballast und einem Regulierwiderstand ist auf einer Schieferplatte montiert.\nPreis Mk. 300.\u2014\nNo. 243. Derselbe, mit elektrischer Regulier Vorrichtung, nach dem Helmhol\u00dfschen Prinzip (vgl. No. 237). Durch dieselbe erh\u00f6ht sich der Preis um\nMk. 80.\u2014\nNo. 244. Kleines Schwachstromvoltmeter, in der Gr\u00f6\u00dfe von Stoppuhren, mit Etui, zum Pr\u00fcfen von Akkumulatoren etc. sehr geeignet. Man legt das Ende der Sdinur an den einen Pol und die aus dem Geh\u00e4use vorstehende Spi\u00dfe an den anderen.\n186","page":186},{"file":"p0187.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00ab G\u00d6TTINGEN.\nEin gr\u00f6\u00dferes und genaueres Instrument ist in den meisten F\u00e4llen \u00fcberfl\u00fcssig. Die \u00fcblichen gr\u00f6\u00dferen u. exakteren Instrumente haben gegen\u00fcber diesem den Nachteil, da\u00df man Dr\u00e4hte braucht, sie in Klemmen einsdialten mu\u00df, und da\u00df sie volumin\u00f6ser und schwerer sind. Man entschlie\u00dft sich daher erfahrungsgem\u00e4\u00df leichter und \u00f6fter, dieses kleine und sehr handliche Instrumentchen zu benu\u00dfen, und es wird auf diese Weise mancher Schaden an Akkumulatoren vermieden. Dazu kommt der sehr geringe Preis des Instrumentchens. Messbereich 0\u201475 Volt. Preis Mk. 15.\u2014\nNo. 245. Kleines Amperemeter. Konstruktion und Vorz\u00fcge sind dieselben wie beim vorigen Apparate. Me\u00dfbereich 0\u201430 Amp\u00e8re.\tPreis Mk. 15._\nNo. 246. Kleines Volt- und Amperemeter. Hier sind die beiden vorigen Instrumente vereinigt. Die obige Figur zeigt dieses Instrument. An dem Geh\u00e4use sind 2 Spi\u00dfen angebracht, eine f\u00fcr die Messung der Volt, die andere f\u00fcr die Amp\u00e8re. Ebenso sieht man 2 verschiedene Skalen. Me\u00dfbereich 0\u201475 Volt, 0\u201430 Amp\u00e8re.\nPreis Mk. 20.\u2014\nNo. 247. Ausclilussapparat f\u00fcr Starkstromleitung (vgl. N. Ach. \u201e\u00fcber die Willent\u00e4tigkeit und das Denken\u201c, Anhang Seite 292). Der Apparat dient dazu, den Starkstrom einer Lichtleitung soweit abzuschw\u00e4chen, da\u00df er auch f\u00fcr Apparate, die nicht Starkstrom verlangen, verwendet werden kann, ohne dieselben zu sch\u00e4digen. Die Zuleitung ist vollkommen isoliert, so da\u00df man mit dem ungeschw\u00e4chten Strom nie in Ber\u00fchrung kommen kann. Die Abschw\u00e4chung geschieht erstens durch eine oder\n187","page":187},{"file":"p0188.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nzwei Lampen, die einzeln aus- und eingeschaltet werden k\u00f6nnen ; zweitens durch einen Schieferwiderstand, der aus einem auf einen Schieferzylinder aufgewickelten, nicht isolierten Konstantandraht besteht. Dreht man an der kleinen Scheibe S, so schraubt man damit den Kontaktschieber K an den Windungen des Widerstandes h\u00f6her oder tiefer. Dadurch wird, wie das Schema A oder in gel\u00e4ufigerer Weise das kleine Schema B zeigt, die elektromotorische Kraft des Stromes in der Nebenleitung, in welche die Apparate eingeschaltet werden, verringert oder erh\u00f6ht. Eine Skala gestattet, die Stellung des Schiebers und damit die St\u00e4rke des Schwachstromes (nach willk\u00fcrlichem Mag) genau abzulesen.\nBei der Bestellung ist anzugeben, ob der Apparat f\u00fcr 65, 110 oder 220 Volt geliefert werden soll.\nPreis Mk. 65.\nNo. 248. Stroinschliissel (Yorreiberschliissel) nach Du-Hois-Keyniond (Trockenkontakt). Auf einem isolierenden Grundbrettchen sind 2 Messingst\u00fccke\nbefestigt, die je 2 Klemmenschrauben tragen. Zwischen ihnen liegt ein drehbarer Hebel. Wenn dieser mittels des Griffes nach unten an das Grundbrettchen angedr\u00fcckt ist, so liegt er fest und federnd an dem vorderen Messingst\u00fcck an und verbindet so dieses mit dem hinteren. Dr\u00fcckt man den Griff nach unten und dadurch den Hebel nach oben, so wird die Verbindung unterbrochen.\nDer Apparat ist, wie die Figur zeigt, auf eine Zwinge aufgesegt, durch die er am Tischrand befestigt wird.\nPreis Mk. 12.50\nNo. 248a. Derselbe ohne Zwinge\nPreis Mk. 10.\nNo. 249. Taster. Derselbe kann als Stromschl\u00fcssel verwendet werden, indem man den Taster niederdr\u00fcckt.\nUm einen dauernden Kontakt erzeugen zu k\u00f6nnen, ohne den Taster best\u00e4ndig niederdr\u00fccken zu m\u00fcssen, ist seitlich vom Tasterhebel auf dem Grundbrettchen ein federnder Streifen an-\ngebracht; wenn man diesen gegen die Mitte dreht wird der Kontakt zwischen den Tasterklemmen dauernd geschlossen.\nPreis Mk. 22.\u2014\n188","page":188},{"file":"p0189.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 250. Stromschl\u00fcssel f\u00fcr (Juecksilberkontakt nach Du \u00dfois-Rey-\n111011(1. Wenn man den Griff nach rechts umkippt, tritt der Draht, weicher von der Axe des Griffes aus in das Quecksilber taucht, aus diesem heraus, und der Strom wird ge\u00f6ffnet. Durch die umgekehrte Bewegung wird er geschlossen.\nMan verwendet das Instrument namentlich dort, wo es n\u00f6tig ist, einen Strom ger\u00e4uschlos zu schlie\u00dfen, wie z. B. bei Verwendung des Schallhammers.\nDas Instrument ist auf einen Eisensockel gesegt, so dag es sicher steht, was wichtig ist, damit das Quecksilber nicht\nversch\u00fcttet wird.\nPreis IIk. 12.\u2014\nNo. 250a. Derselbe, auf Brett, ohne Eisensockel Preis Mk. 10.\nNo. 250b. Derselbe, auf eine Zwinge aufgeschraubt.\nPreis Mk. 12.\u2014\nNo. 251. Derselbe, etwas vereinfacht,\nPreis Mk. 5.\u2014\nNo. 25ia. Derselbe, auf einer Zwinge befestigt. Preis Mk. 7.\u2014\nNo. 252. Umschalter f\u00fcr Trocken-Kontakt. St\u00f6pselkontakt. Die Klemme K wird durch St\u00f6psel, die in der Mitte einzusegen sind, entweder mit oder mit K2 verbunden.\nPreis Mk. 10 \u2014\nNo. 252a.\nDerselbe, auf einer Zwinge befestigt.\nPreis Mk. 12.\nNo. 253. Derselbe.\nNo. 253 a. Derselbe\nSchleifkontakt. Der schraffiert gezeichnete Hebel ist drehbar. In der schraffierten Lage verbindet er die Klemmen 1 und 2. Dreht man ihn in die gestrichelte Lage, so schleift er auf das mit der Klemme 3 verbundene Metallst\u00fcck auf und verbindet so 1 und 3. In der Mittellage sind alle 3 Klemmen isoliert.\nPreis Mk. 6.\nauf einer Zwinge befestigt.\nPreis Mk. 8.\u2014\n189","page":189},{"file":"p0190.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNB. Die Umschalter 252 und 253 werden nat\u00fcrlich audi mit mehr als 2 Kontakten geliefert. F\u00fcr jeden weiteren Kontakt erh\u00f6ht sich der Preis um\nMk. 1.\u2014\nNo.\t254.\tSchaltbrett\tf\u00fcr St\u00f6pselkontakte.\tAuf\teinem isolierenden\nGrundbrette\tsind\t8\tKlemmen K, bis K\u00ab befestigt.\tJede\tderselben sifet auf\neinem der schraffiert gezeichneten Messingst\u00fccke. Diese k\u00f6nnen durch St\u00f6psel miteinander verbunden und so die mannigfaltigsten Verbindungen zwischen den den Klemmen\tzugef\u00fchrten Dr\u00e4hten\nhergestellt werden.\tSolche\tSdialtungen ben\u00f6tigt\nman z. B., um mehrere Elemente parallel oder hintereinander zu schalten, oder beim Zeitsinnapparat, wo man manchmal eine gr\u00f6\u00a7ere Zahl von Kontakten (z. B. 7) benutjt, oder bei Reaktionsversuchen, wenn man mehrere verschiedene Reiz- oder Reaktionsapparate benutzt. Man kann dann bequem und schnell bald diese, bald jene Apparate einschalten.\nPreis Mk. 40.\nNo. 254a. Dasselbe, auf einer Zwinge befestigt.\nPreis Mk. 43.\nNo. 254b. St\u00f6pselschalter mit (1 St\u00f6pseln und 2 St\u00f6pselklemmen. Konstruktion und Zweck \u00e4hnlich wie oben, insbesondere zur Abnahme des Stromes (mittels der 2 St\u00f6pselklemmen) von einer Batterie, deren Elemente parallel oder hintereinander geschaltet werden k\u00f6nnen.\tPreis Mk. 30.\nNo. 255. Sclialtbrett fiir ({uecksilberkontakt. Der Apparat dient zu demselben Zwecke wie der vorige. Auf einem isolierenden Grundbrette sind 8\nKlemmen Kj bis K8 befestigt und jede mit einem Quecksilbernapf in Verbindung. Durdi j\u2014,-f\u00f6rmig gebogene Kupferdr\u00e4hte k\u00f6nnen je 2 benachbarte N\u00e4pfe verbunden werden. Dadurch lassen sich wieder mannigfaltige Verbindungen zwisdien den Klemmen hersteilen und die Schaltungen leicht u. ger\u00e4uschlos \u00e4ndern.\nDas Sdialtbrett l\u00e4gt sich audi zum Kommutieren des Stromes verwenden. Man sefet dann eine Pohl\u2019sche Wippe z. B. in die Klemmen K2 und K\u201e ein und verbindet Kx und K7, Ks und K3 durdi isolierte\n190","page":190},{"file":"p0191.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb GOTTINGEN.\nKupferdr\u00e4hte. K, und K,; sind dann die Hauptklemmen, die man mit der Stromquelle verbindet, von Kt und K5 z. B. nimmt man den Strom f\u00fcr die Apparate ab. (vgl. No. 259).\nDas Instrument mug mit einer Zwinge an dem Tisch befestigt werden, damit das Quecksilber nicht versch\u00fcttet wird.\nPreis Mk. 12.\u2014\nWippe dazu\tPreis Mk. 6.\u2014\nNo. 255 a. Dasselbe, auf einer Zwinge befestigt. Preis Mk. 14.\u2014\nNo. 255b. Dasselbe auf Eisensockel. Durch die Befestigung mittels einer Zwinge wird der Tisch leicht besch\u00e4digt. Deshalb ist hier das Instrument auf einen Eisensockel gesegt, durch den es hinreichend sicher steht.\nPreis Mk. 14.\u2014\nNo. 256. Kiellinien, zum Verbinden lose h\u00e4ngender Dr\u00e4hte.\nPreis pro Dtzd. Mk. 3.50\nNo. 256a. Klemmen, auf lolz (Tisch) od. Metall aufzuschrauben.\nNo. 257. Klemmen, auf einer Zwinge befestigt. Auf die Zwinge ist zun\u00e4chst ein isolierendes Hartgummist\u00fcck aufgesegt, auf dem dann die 2 Klemmen befestigt sind. Diese Einrichtung ist von praktischem Wert. Wenn die Klemmen frei an lose liegenden Dr\u00e4hten h\u00e4ngen, so kommen sie leicht in Ber\u00fchrung und erzeugen eine St\u00f6rung der Schaltung oder Kurzschlug u. dgl. Hier ist dies unm\u00f6glich. Auch ist hier weniger Gefahr, dag man an den lose liegenden Dr\u00e4hten h\u00e4ngen bleibt, die Schaltung zerst\u00f6rt oder gar Apparate mitreigt. Namentlich, wenn man eine Schaltung l\u00e4nger benugt, wird man einen solchen stabileren Zustand w\u00fcnschen.\nPreis Mk. 4.-\nNat\u00fcrlidi werden auf Wunsch auch mehr als zwei Klemmen aufgesegt; f\u00fcr jede weitere Klemme erh\u00f6ht sich der Preis um\tMk. 0.75\n191","page":191},{"file":"p0192.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 258. Stromwender (Kommutator) nach Rumkorff (Trockenkontakt). Die Stromwender oder Kommutatoren dienen dazu, durch eine einfache schnelle Bewegung die Richtung, in der der Strom die Apparate durchl\u00e4uft, \u00e4ndern zu k\u00f6nnen. Bei den psychologischen Experimenten benugt man dieses Instrument gew\u00f6hnlich zu dem Zwecke, dag sich kein remanenter Magnetismus in den Elektromagneten der Apparate entwickeln kann, welcher die Funktionsweise des Apparates oft st\u00f6rend beeinflussen w\u00fcrde.\nAuf einem Hartgummibrettchen erheben sich zwei Messingb\u00f6cke, die eine horizontale Axe tragen. An dieser sigt ein Hartgummizylinder, welcher zwei gegen\u00fcberliegende Messingw\u00fclste tr\u00e4gt. Die Axe geht durch den Zylinder nicht ganz durch, sondern ist in der Mitte unterbrochen. Das Schema, welches den Apparat von oben gesehen darstellt, zeigt diese Einrichtung. Die W\u00fclste sind schraffiert gezeidmet. Das eine St\u00fcck a der Axe ist mit dem Wulste w\u201e das andere mit dem Wulste w2 verbunden. Wenn die Axe gedreht wird, so ber\u00fchren die W\u00fclste die zwei auf dem Grundbrett befestigten aufw\u00e4rtsgebogenen Blechstreifen, weldie in der Figur rechts und links zu sehen sind. Die Streifen federn und sind so gebogen, dag ein sicherer Kontakt entsteht. Endlich besigt der Apparat 4 Klemmen; das eine Paar ist mit den Axenh\u00e4lften, das andere mit den beiden eben erw\u00e4hnten Blechstreifen verbunden.\nMan verbindet nun die Pole der Stromquelle mit dem einen Paar der Klemmen, z. B. mit denen, die mit den Tr\u00e4gern der Axenh\u00e4lften verbunden sind, und leitet von dem anderen Paare aus den Strom in die Apparate. Welche man mit der Stromquelle, welche mit den Apparatstrom verbindet, ist gleichgiltig. Es ergibt sich nun leicht, wieso der Strom gewendet wird. Die beiden Schemen stellen die verschiedenen Lagen dar. Bei der einen liegt der Wulst w, so, dag er mit K2, bei der andern so, dag er mit Kt verbunden ist. Tritt der Strom bei a in den Kommutator, so geht er bei der ersten Lage durch Kt in die Apparate, kommt bei K2 zur\u00fcck und geht durdi w2 und b in die Stromquelle. Bei der zweiten Lage l\u00e4uft er von K2 aus in die Apparate, durchfliegt dieselben also in umgekehrter Riditung.\nWenn man die Axe so dreht, dag die W\u00fclste nach oben bezw. unten stehen, so sind alle 4 Klemmen isoliert. Man kann daher das Instrument als Stromschl\u00fcssel verwenden. Auch als Umsdialter ist es zu gebrauchen. Man verwendet zu diesem Zwecke z. B. die Klemmen K, K2 und die bei a. Bei der einen Lage der Axe ist a mit K,, bei der anderen mit K2 verbunden.\no K\nYZ\u00cfZZZZzkZ\nWZZZZZ\u00c4\no\nw,\n\nWo\nK,\no-\nK\nzz^zzzz\n_______________\n_______________________1\n\n\no\n\n192\nPreis Mk. 17.-","page":192},{"file":"p0193.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00ab G\u00d6TTINGEN.\nNo. 259. Wippe (Stromwender, Kommutator) nach Pohl. Der Zweck des Instrumentes ist derselbe wie beim vorigen. Es unterscheidet sich von diesem dadurch, dag Qu e ck s i 1 ber ko n takte verwendet sind.\nIn ein rundes Grundbrett aus Holz sind 6 Quecksilbern\u00e4pfe eingelassen. Jeder derselben steht mit einer seitlichen Klemme in Kontakt. Die Paare 4 und 5, 3 und 6 der N\u00e4pfe (siehe das Schema) sind durch je einen isolierten Kupferdraht verbunden. \u00dcber den N\u00e4pfen erhebt sich ein Drahtgestelle, welches hin- und hergewippt werden kann und dem Apparat seinen Namen gegeben hat. Es ruht auf 2 Dr\u00e4hten, die in die N\u00e4pfe 1 und 2 tauchen, unten in dieselben eingehakt und oben durch ein Hartgummist\u00fcck, welches gleichzeitig als Griff dient, verbunden sind. Die Dr\u00e4hte reichen nur ein St\u00fcck in den Hartgummigriff hinein und ber\u00fchren sich in demselben nicht. Von jedem der Dr\u00e4hte geht ein halbkreisf\u00f6rmiger B\u00fcgel nach abw\u00e4rts. Kippt man die Wippe nach links, so tauchen die beiden linken Enden dieser B\u00fcgel in die N\u00e4pfe 3 und 4, kippt man sie nach rechts, so tauchen die anderen Enden in die N\u00e4pfe 5 und 6. Dadurch werden aber die Klemmen 1 und\n2\tim ersten Falle mit den beiden linken, im zweiten mit den beiden rechten Klemmen verbunden.\nMan leitet nun den Strom, den man in verschiedener Richtung durch die Apparate senden will, zun\u00e4chst zu den Klemmen 1 und 2, die deshalb als Hauptklemmen bezeichnet seien. Sie sind schon optisch dadurch ausgezeichnet, dag der Hartgummigriff in ihrer Verbindungslinie liegt. Dann betrachtet man entweder die zwei linken Klemmen\n3\tund 4 oder die zwei rechten 5 und 6 als die Pole der Stromquelle, leitet also z. B. von 3 aus den Strom in die Apparate und nach 4 zur\u00fcck.\nDann geht bei der ersterw\u00e4hnten linken Lage der Wippe der Strom, der bei 1 eintreten m\u00f6ge, zun\u00e4chst nach 3, von da aus durch die Apparate gegen 4, durch die Wippe nach 2 und zur Stromquelle zur\u00fcck. Bei der andern, rechten Lage der Wippe geht er von 1 nach 5, von dort durch den diametralen Kupferdraht nach 4, von hier aus durch die Apparate zu 3, 6 und wieder durch 2 zur\u00fcck. W\u00e4hrend er also fr\u00fcher in der Richtung von 3 nach 4 ging, geht er jegt von 4 nach 3, d. h. er ist kommutiert.\nDie Wippe l\u00e4gt sich wie das vorige Instrument auch zu anderen Zwecken verwenden. Zun\u00e4chst kann sie als Stromschl\u00fcssel, d. h. zum \u00d6ffnen und Schliegen eines Stromes verwendet werden. Ferner kann man sie als Umschalter benugen. Verwendet man n\u00e4mlich die Klemmen 1, 3 und 5, so sind bei der einen Lage der Wippe 1 und 3, bei der anderen 1 und 5 in Verbindung. Auch folgende Verwendung ist manchmal von Wert: Wenn man die Wippe z. B. nach links kippt, so sind 1, 3 und 6 einerseits und 2, 4 und 5 andererseits verbunden. Man\n193","page":193},{"file":"p0194.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER . G\u00d6TTINGEN.\nkann die Wippe in dieser Weise z. B. bei der Schaltung 2 b der Reaktionsversuche (siehe Seite 123) verwenden.\nDie Wippe soll mit einer Zwinge am Tisch befestigt werden, damit durch Anstogen, Ziehen an den Dr\u00e4hten u. dgl. kein Quecksilber versch\u00fcttet wird.\nPreis Mk. 13.\u2014\nNo. 259a. .Dieselbe mit Zwinge. Damit das Instrument sicher steht, ist es auf eine Zwinge aufgeschraubt, durch die es am Tische befestigt wird.\nPreis Mk. 11.\u2014\nNo. 259b. Dieselbe auf Eisensockel. Durch das Befestigen mittels Zwinge wird der Tisch leicht besch\u00e4digt. Daher ist hier die Wippe auf einen Eisensoekel ge-segt, um sicher zu stehen.\nPreis Mk. 13.\u2014\nNo. 260. Wippe nach Ewald. (Dum-reicher, zur Messung der Reaktionszeit, Dissert., Stragburg, 1899, S. 37). Dieser Apparat dient dazu, gleichzeitig einen Kontakt zu \u00f6ffnen und einen andern zu schliegen. Er wurde schon auf Seite 123 f. erl\u00e4utert.\nPreis Mk. 30.\u2014\nNo. 261. Schieferwiderstand. Ein nicht isolierter Konstantandraht von bestimmter Dicke u. L\u00e4nge ist so auf Schiefer aufgewunden, dag die einzelnen Windungen einander nicht ber\u00fchren. Dar\u00fcber l\u00e4gt sich an einer F\u00fchrungsstange ein\nmit isoliertem Griff versehener Schieber nach rechts und links schieben, der federnd und sicher auf dem Widerstand schleift. Die Enden des Drahtes sind mit den beiden auf dem Grundbrett redits u. links zu sehenden Klemmen in Verbindung. Mit dem Schieber ist die rechts oben befindliche Klemme durch die F\u00fchrungsstange verbunden. Leitet man nun einen Starkstrom zu den erstgenannten Klemmen 1 u. 2, so kann man von ihm je nach der Stellung des Schiebers einen st\u00e4rkeren oder schw\u00e4cheren Strom abnehmen. Will man den Strom nur wenig schw\u00e4chen, so leitet man ihn bei 1 ein und bei 3 weg. Je nach der Schieberstellung ist dann mehr oder weniger Widerstand eingeschaltet.\nS XxxA\u00c0/Jctcm\n\n194","page":194},{"file":"p0195.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nI\nS*iefergr\u00f6ge 200X50X20 mm.\t\t\t\tS*iefergr\u00f6ge 300X50X25 n\t\t\t\t\trim. is\tS*iefergr\u00f6ge 300X60X35 mm.\t\t\t\nMaximal- Belastung:\tWiderstand\t\tPreis\tMaximal- Belastung\t\tWiderstand\t\tPre\t\tMaximal- Belastung\t\tWiderstand\tPreis\n0,3 Amp.\tca. 650\t\u00df\t16,50 Mk.\t0,3 Amp.\t\tca. 1200\t\u00df\t19,25\tMk.\t0,3 Amp.\t\tca. 1500 \u00df\t22,\u2014 Mk.\n0,45 \u201e\t\u201e 420\t\u201e\t16,50 \u201e\t0,45\t11\t\u201e 800\t11\t19,25\t11\t0,45\t\u00bb\t\u201e 1000 \u201e\t22, \u201e\n0,6 \u201e\t\u201e 230\tn\t16,50 \u201e\t0,6\t11\t\u201e\t450\t\u201e\t19,25\t11\t0,6\t11\t\u201e 600 \u201e\t22,- \u201e\n1\u201e\t\u201e\t150\tn\t16,50 \u201e\t1,-\t11\t\u201e\t300\t\u201e\t19,25\t11\t1,-\t11\t\u201e\t360\t\u201e\t22,- \u201e\n1,2 \u201e\t\u201e 100\t\u201e\t16,50 \u201e\t1,2\t11\t\u201e 220\t\u201e\t19,25\t11\t1,2\t11\t\u201e 280 \u201e\t22,- \u201e\n1,5\t\u201e\t\u201e\t65\t\u00bb\t16,50\t\u201e\t1,5\t11\t\u201e 120\tM\t19,25\t11\t1,5\t11\t\u201e\t150\t\u201e\t22,- \u201e\n2,- \u201e\t\u201e\t35\t\t16,50 \u201e\t2,-\t11\t70\t\u201e\t19,25\t11\t2,-\t11\t\u201e\t90\t\u201e\t22,- \u201e\n>,\t\u201e\t24\tii\t16,50 \u201e\t3,-\t11\t\u201e\t45\t11\t19,25\t\u201e\t3,-\t11\tr ^ 11 > \u00b0 11\t22,- \u201e\n4,- \u201e\t\u201e 16\t\u201e\t16,50\t\u201e\t4,-\t11\t\u201e 28\t11\t19,25\t11\t4,-\t11\t\u201e\t36\t\u201e\t22,- \u201e\n5,- \u201e\t\u201e 8\t\u00bb\t17,25\t\u201e\t5,-\t11\t\u201e\t15\t11\t20,50\t11\t5,-\t11\t\u201e 18 \u201e\t23,- \u201e\n7,\u2014 \u201e\t\u00bb\t5\tii\t17,25\t\u201e\t7,-\t11\t\u201e 8\t11\t20,50\t11\t7,-\t11\t\u201e 10 \u201e\t23,- \u201e\n10,- \u201e\t\u201e\t2,5\t\u201e\t18,50 \u201e\t10,-\t11\t\u201e\t4\t11\t21,25\t\u201e\t10,-\t11\t11 ^ 11\t24,25 \u201e\n15,- \u201e\t1,-\t\u201e\t18,50 \u201e\t15,-\t\t2\t\u201e\t21,25\t\u201e\t15,-\t11\t2,5 \u201e\t24,25\t\u201e\n20,- \u201e\t\u201e\t0,5\t\u00bb\t18,50\t\u201e\t20,-\t\t\u201e 1\t\u2019*\t|21,25\t11\t20,\u2014\t11\t\u201e\t1,5 \u201e\t24,25\t\u201e\nNo. 261a. PriiyJsioiiSSChieferwiderstand. Er unterscheidet si* vom vorigen nur dadur*, dag die F\u00fchrungsstange mit einer Skala versehen ist, so dag man die Stellung ablesen und immer wieder genau herstellen kann. Au* l\u00e4gt si* der Widerstand eidien. Dur* diese Einri*tung erh\u00f6ht si* der Preis um\nMk. 8.50\nNo. 262.\nUniversalschieferwiderstand. Er besteht aus 2 S*ieferleisten, deren eine mit d\u00fcnnem, deren andere mit dickem Draht umwunden ist. Der Widerstand der ersteren ist zehnmal so grog wie der der legteren. Jede ist mit einem eigenen S*ieber versehen. Dadur* kann man den Gesamtwiderstand sowohl innerhalb sehr weiter Grenzen wie audi glei*zeitig mit groger Genauigkeit regulieren. Der eine S*ieber dient sozusagen zur groben, der andere zur feinen Einstellung. Das Sdiema gibt die S*altung an. Man f\u00fchrt den Starkstrom bei den Klemmen a a, ein. Den S*wa*strom nimmt man bei c C! ab. c u. c, sind Doppelklemmen, so dag man glei*zeitig ein Voltmeter V ein-\n195","page":195},{"file":"p0196.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u25a0> G\u00d6TTINGEN.\nschalten kann. Verbindet man b und b1; so liegen die Apparate in einer Nebenleitung, l\u00f6st man diese Verbindung, so geht der ganze Strom in die _\tSchwachstromleitung und\nist nur durch die zwischen den Schiebern und den Klemmen a at gelegenen Widerst\u00e4nde geschw\u00e4cht. Man hat also dieselben zwei Schaltungsm\u00f6glichkeiten wie beim vorigen Instrument.\n\tKS\t0=\tF=5\n\t(rrt\ty\t\u00c4\n\t\tK\t\nS-c-fe/\u00eeuq/eft>/iTa\nSchief er gr\u00f6ge 200X50X20 mm. 1\t\t\t\t\tSchiefergr\u00f6ge 300X50X25 mm.\t\t\t\nMaximal-\t\tWiderstand\t\tPreis\tMaximal-\tWiderstand\t\tPreis\nBelastung\t\t\t\tM\tBelastung\t\t\tM\n7 Amp.\t\tca. 5\tSi\t34,75\t7 Amp.\tca. 8\tSi\t38,-\n20\t>>\t\u201e\t0,5\tyy\t\t20\t\u201e 1\tyy\t\n5\t\t\u201e 8\t\t\t5\t\u201e\t15\t\t38,\u2014\n\tn\t\t\t34,75\t15\t\u201e 2,0\t\t\n15\t>>\t\u00ab 1\tyy\t\t\t\tyy\t\n3\t\t\u201e\t24\t\t\t3\t\t\t38,\u2014\n\t\t\tn\t34,-\t\t\u201e\t4,0\t\t\n10\t\t\u00bb\t2,5\tyy\t\t10\t\tyy\t\n1,5\t\t\u201e\t65\t\t\t1,5\t\u201e\t\u201e 120\t\t38,-\n\t\t\tr\t34,\u2014\t\t\t\t\n7\t>>\t\u201e\t5\t\u201e\t\t7\t\u00bb 8\t\u201e\t\n1,2\t\t\u201e 100\t\t\t1,2 \u201e\t\u201e 220\t\t\n\t\t\t\t34,-\t\t15\t\t\n5\t)>\t\u201e 8\tyy\t\t5\t\t\t\ni\t>>\t\u201e 150\tyy\t\t1\t\u201e 300\tyy\t\n4\t>)\t\u00bb 16\tyy\t\t4\t\u201e 28\tyy\t\n0,6\tyy\t\u201e 230\tyy\t\t0,6 \u201e\t\u201e 450\t\u201e\t\n3\t))\t\u201e\t24\tyy\t\t3\t\u201e\t45\tyy\t\n0,45\t)>\t\u201e 420\tyy\t\t0,45\t\u201e\t\u201e 800\tyy\t\n2\t))\t\u201e\t35\tyy\t\t2\t\u201e\t70\tyy\t36,25\n0,3\t))\t\u201e 650\tyy\t33,\u2014\t0,3\t\u201e\t\u201e 1200\tyy\t\n1,5\tJ)\t\u00bb\t65\t\u201e\t\t1)5\t,,\t\u201e 120\tyy\t\n0,3\t>)\t\u201e 650\tyy\t\t0,3\t\u201e\t\u201e 1200\tyy\t\n3\tyt\t\u201e\t24\tyy\t\ti 3\t\u201e\t45\tyy\t\n0,3\tyy\t\u201e 650\tyy\t\t0,3\t\u201e\t\u201e 1200\tyy\t\n5\tyy\t\u201e 8\tyy\t\t5\t\u201e\t15\tyy\t\n0,45\tyy\t\u201e 420\tyy\t\t0,45 \u201e\t\u201e 800\tyy\t\n5\tyy\t\u201e 8\tyy\t\t5\t\u201e\t15\tyy\t\nSchiefergr\u00f6ge 300X60X35 mm.\nMaximal-\nBelastung\nWiderstand\n7 20 5 15\n3\n10\n1,5\n7\n1,2\n5\n1\n4\n0,6\n3\n0,45\n2,00\n0,3\n1,5\n0,3\n3.0 0,3\n5.0 0,45 5,0\nAmp.\nca. 10 \u201e\t1,5\n\u201e 18 \u00bb\t2,5\n\u201e\t55\n\u201e\t5\n\u201e 150 \u201e 10 \u201e 280 \u00bb 18 \u201e 360 \u201e\t36\n\u201e 600 \u201e\t55\n\u201e 950 \u201e\t90\n\u201e 1500 \u201e\t150\n\u201e 1500 \u201e\t55\n\u201e 1500 \u201e 18 \u201e 950 \u201e 18\nPreis\nM\n41,25\n39,50\n196","page":196},{"file":"p0197.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 263. Allseitig: verstellbare elektrische Lampe. Aus dem 1 m hohen Stativ l\u00e4gt sich ein Stab herausziehen und in beliebiger H\u00f6he durch eine Schraube festklemmen. Er segt sich in einen l1/3 m langen, aus kleinen Ringgliedern zusammengesegten und daher allseitig verstellbaren Arm fort, der an seinem Ende eine elektrische Lampe tr\u00e4gt. Derselbe ist so steif, dag er in jeder Lage die Lampe h\u00e4lt.\nDer Apparat ist sehr bequem. Man kann die Lampe mit einem Griff in die Lage bringen, in der sie am besten ein Objekt beleuchtet, was man sonst oft nur mit vieler M\u00fche und mit Zuhilfenahme von Tischen, Kistchen, Stativen, Muffen etc. notd\u00fcrftig erreicht.\nPreis Mk. 40.\u2014\nNo. 264. Wassermotor. An den Hahn einer Wasserleitung anzu-schliegen. Er l\u00e4gt sich z. B. zum Treiben von Kymographien verwenden und \u00fcberhaupt dort, wo es keiner sehr grogen Kraft und keiner sehr grogen Konstanz bedarf. \u00dcbrigens d\u00fcrfte seine Konstanz nicht hinter der der Elektromotore zur\u00fcckstehen. Freilich wird dies von den lokalen Umst\u00e4nden des Wasserdruckes ab-h\u00e4ngen.\nPreis 12.\u2014\nNo. 265. Tourenz\u00e4hler, mit Ablesung der Tourenzahlen bis zu 10 000 und mit Nullstellung. Der gr\u00f6gere Zeiger gibt die Einheiten, der kleinere die Hunderter an (\u00e4hnlich wie beim Hipp). Der kleinere Zeiger kann vor\n197","page":197},{"file":"p0198.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 GOTTINGEN.\njeder Bestimmung in die Nullstellung gebracht werden. Das in der Figur nach links stehende Ende wird an die Axe (z. B. des Kreisels), dessen Tourenzahl man messen will, angelegt. Und zwar wird, wenn die Axe in der Mitte eine kleine Vertiefung hat, die dreikantige Spige des Tourenz\u00e4hlers, wie sie an den beiden n\u00e4chsten Figuren zu sehen ist, in die Vertiefung hineingedr\u00fcckt; wenn die Axe eine Spige hat, so wird die beigef\u00fcgte H\u00fclse \u00fcber das dreikantige Ende des Tourenz\u00e4hlers gesteckt, auf dem sie ganz sicher sigt, und sodann das Instrument mit der anderen, freien Seite der H\u00fclse an die Spige der Axe angehalten (vgl. die Figur).\nPreis Mk. 8.\u2014\nNo. 265a. Derselbe, andere Konstruktion.\nDie Tourenzahl bis 9999 ist hier sehr bequem durch die 4 Ziffern, welche hinter den kleinen \u00d6ffnungen zu sehen sind, abzulesen. Im \u00dcbrigen gilt alles oben Gesagte.\nPreis Mk. 12.-\nNo. 265b. Tourenz\u00e4hler, mit Glocke. Das Instrument ist \u00e4hnlich konstruiert wie No. 265. Nur hat es blog einen Zeiger, welcher an der Kreisteilung die Tourenzahlen bis 100 angibt. Daf\u00fcr wird bei jeder hundertsten Umdrehung \u00e4hnlich wie bei Metronomen ein Glockensdilag ausgel\u00f6st. Man kann dann mit der Stoppuhr sehr bequem und genau die Tourenzahl bestimmen. Man segt den Tourenz\u00e4hler an, l\u00e4gt ihn erst in Gang kommen, beginnt dann von einem beliebigen Glockenschlag an zu z\u00e4hlen, indem man gleichzeitig die Uhr stoppt, z\u00e4hlt z. B. bis zum 50. Schlage und stoppt beim legten wieder die Uhr. Dies ergibt eine sehr genaue Bestimmung der Tourenzahl.\tPreis Mk. 7.\u2014\nNo. 266. Dosenlibelle.\nPreis Mk. 5.\u2014\nNo. 266a. KorrektiOllS-Wasserwage, Messingrohr, starke eiserne Sohle; die Parallelstellung des Rohres zum Grundbrett ist durch eine Schraube zu korrigieren.\nPreis Mk. 7.50\n198","page":198},{"file":"p0199.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nruht entweder auf der Platte A B A C \u2014 dann steht die Axe horizontal, sonders befestigt werden mug, um sicher zu stehen.\nNo. 267. Transmission, Stufensclieibe.\nEine Axe tr\u00e4gt mehrere Rollen von verschiedenem Durchmesser, dieselben sind aus Eisen, so dag die ganze Stufenscheibe eine betr\u00e4chtliche Masse darstellt, welche durch ihre Tr\u00e4gheit eventuelle Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten der Motorbewegung ausgleicht. Die Axe dreht sich in Spigen und l\u00e4uft trog des betr\u00e4chtlichen Gewichtes der Eisenscheiben sehr leicht. Durch Lockern der Schraube S kann man sie herausnehmen, um die Schnur \u00fcber die Rollen zu legen. Der ganze Apparat dann steht die Axe vertikal, oder auf der Platte Der Apparat ist so massiv, dag er nicht be-\nPreis Mk. 20.\u2014\n(\nr-n\tNo. 268. Dieselbe, leichter\nr r\ts\u2014*\nl '\t.\tv t gebaut. Die Axe wird nur einseitig\ngehalten, so dag man die Schnur ohne weiteres \u00fcberlegen kann. Der Scheibe ist ein Stab beigegeben, in dessen Kopf die Axe sowohl horizontal wie auch vertikal befestigt werden kann. Der Stab selbst kann samt der Scheibe in beliebiger H\u00f6he in einer Zwinge (vgl. No. 271) eingestellt werden.\nPreis Mk. 15.\u2014\nNo. 269. Dieselbe, mit Zahnrad-iibersetzung und 2 Stufensclieiben.\nBei einer Umdrehung der Axe c macht infolge einer Zahnrad\u00fcbersegung b10 und aI00 Umdrehungen.\nPreis Mk. 50 \u2014\n199","page":199},{"file":"p0200.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo. 270. Zwinge zum Stativen etc. am Rande des lieh n\u00f6tig bei Apparaten, die behalten m\u00fcssen, wie z. B. solchen, die Quecksilber ent-bewegt werden. Die Figur n\u00e4mlich einenLippensehliissel, (vgl. No. 204).\nBefestigen von Apparaten. Tisches. Dies ist nament-genau die gleiche Lage beider Fallhammer, oder von halten, oder von solchen, die zeigt einen der legteren, an einem Stativ befestigt\nPreis Mk. 3.50\nNo. 271. Zwinge zum Befestigen von St\u00e4ben in horizontaler und vertikaler Richtung. Die Zwinge besigt eine horizontale und eine vertikale Bohrung. Es kann gleichzeitig nur 1 Stab befestigt werden, der horizontale oder der vertikale. Die Zwinge eignet sich besonders f\u00fcr Stirnhalter, Beigbrettchen u. dgl.\nPreis Mk. 6.\u2014\nNo. 272. Einfache Stative. a) mit einer rechteddgen Grundplatte, Stange 12 mm dick, 70 cm oder 150 cm hoch. Die Figur zu No. 270 zeigt ein solches Stativ. Das h\u00f6here Stativ eignet sich besonders zum Halten von Schirmen, wie man sie bei optischen Versuchen oft ben\u00f6tigt. Es wird auf den Boden gestellt.\nH\u00f6he 70 cm\tPreis Mk. 3.\u2014\nH\u00f6he 150 cm\tPreis Mk. 4.50\n200","page":200},{"file":"p0201.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nb) mit Dreifug, um sicherer zu stehen.\nH\u00f6he 70 cm\tPreis Mk. 3.\u2014\nH\u00f6he 150 cm\tPreis Mk. 4.50\nc) mit Dreifug und Stellschrauben.\nPreis Mk. 8-15.\u2014\nNo. 273. Muffen. a) Hoppelmuffe, um 2 St\u00e4be senkrecht zu einander zu verbinden, z. B. um die Klammern No. 274 auf einem Stativ zu befestigen.\nPreis Mk. 1.50\nb) Doppelmuffe, die zweite Muffe drehbar, um 2 St\u00e4be in einem beliebigen Winkel miteinander zu verbinden, z. B. um eine Klammer schr\u00e4g an einem Stativ befestigen zu k\u00f6nnen.\nPreis Mk. 4.75\nc) allseitig verstellbare Muffe, durch eine Schraube einzustellen. Durdi Anziehen dieser einen Schraube kann man einen Stab in beliebiger H\u00f6he und Neigung an einem andern Stabe (Stativ) befestigen.\nPreis Mk. 8.\u2014\n201","page":201},{"file":"p0202.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u2022 G\u00d6TTINGEN.\nNo. 274. Klammern, a) mit runden oder winkeligen Backen zum Halten von dicken St\u00e4ben, Rohren, des Telephons etc.\nPreis Mk. 2.50\nb) mit flachen Backen, zum Halten von Schirmen bei optischen Versuchen etc.\nPreis Mk. 3,50\nBei der Bestellung von Stativen, Muffen und Klammern ist der Durchmesser und die L\u00e4nge der gew\u00fcnschten St\u00e4be anzugeben.\n02","page":202},{"file":"p0203.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nInhalts-Verzeichnis.\nI. Apparate f\u00fcr Zeitmessung und Registrierapparate.\nChronoskope, Chronometer, Uhren.\nNo.\n1.\tChronoskop nach Hipp.\na)\tMod\u00e8le courant.\nb)\tGrand mod\u00e8le.\nc)\tMod\u00e8le a trois cadrans.\n2.\tChronometer d\u2019Arsonval.\n3.\tChronoskop nach Ewald.\n4.\tVernier-Chronoskop.\nModell I Modell II\n5.\tGraphisches Chronometer nach Jaquet.\n6.\tStoppuhr.\n7.\tStoppuhr mit Taschenuhr verbunden.\n8.\tKontaktuhr.\n9.\tTachoskop.\n10.\tMetronom.\n11.\tKontaktmetronom.\nKontrollinstrumente zum Hipp. Vorbemerkung.\n12.\tKontrollhammer, Neukonstruktion.\nStimmgabel.\nStativ.\n13.\tKontrollhammer, vereinfacht.\nStimmgabel.\nStativ.\n14.\tKontrollhammer zum Hipp nach Iviilpe.\n15.\tKontaktpendel.\n16.\tUniversalpendel nach Rupp.\nChronograph, Kymographion. Vorbemerkung.\n17.\tChronograph nadi Schumann. Kommutator f\u00fcr die Sdireibinstrumente.\nNo.\n18.\tBandchronograph f\u00fcr Tintensdirift nach Dodge.\n19.\tKymographion mitselbst\u00e4tiger Senkung.\n20.\tKymographion ohne selbstt\u00e4tige Senkung.\n21.\tEinfaches Kymographion ohne Uhrwerk.\n22.\tKymographion f\u00fcr endloses Papier.\n23.\tVorrichtung f\u00fcr beliebig lange Schleife.\n24.\tBerugungsvorrichtung mit Petroleumbrenner.\n25.\tBerugungsvorrichtung f\u00fcr Gas.\n26.\tFixiervorrichtung.\n27.\tGlacepapier.\nSchreibapparate zu Chronographen und Kymographien und Stative dazu.\nVorbemerkung.\n29.\tMarey\u2019sdier Sdireiber, 5 cm Kapsel-durdimesser, Neukonstruktion.\n30.\tDerselbe, 3 cm Kapseldurchmesser, Neukonstruktion.\n31.\tDerselbe, 1 cm Kapseldurchmesser, Neukonstruktion.\n32.\tDerselbe, vereinfacht.\n33.\tMarey\u2019sdie Aufnahmekapseln.\n34.\tZwischenventil.\n35.\tElektromagnet. Markierer nach Pfeil.\n39.\tElektromagnet. Stimmgabel mit ein-fadrem Kontakt.\n40.\tElektromagnet. Stimmgabel mit dopp. Kontakt.\n40a. Einrichtung zur Luft\u00fcbertragung,\n42.\tKagenaars Chronoskop.\n43.\tElektromagnet. Lamelle (Stromunter-bredier) nach Bernstein.\n45. Pr\u00e4zisionsstativ f\u00fcr Kymographion ohne Senkung nadi Rupp.\n203","page":203},{"file":"p0204.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo.\n48.\tPr\u00e4zisionsstativ f\u00fcr Kymographion mit Senkung nach Marey.\nII.\tApparate zur Untersuchung des\nRaumsinnes der Augen.\n49.\tApparat! den Hering\u2019schen Fallversuch.\n50.\tIsoskop nach Donders.\n51.\tKantenapparat nach Hillebrand.\n52.\tSpiegelhaploskop nach Hering.\n53.\tStereoskop nadi Wiechert.\n54.\tZeiss-Stereoskop m. wandernder Marke.\n55.\tTropostereoskop nach Ludwig-Rupp.\n56.\tEinfacher Verant nach Gullstrand-Rohr.\n57.\tDoppel-Verant nach Gullstrand-Rohr.\n58.\tApparat zur Bestimmung der Pupillendistanz.\n58a. Derselbe, mit Feinstellung der Lote durch Schrauben.\n59.\tEinf. Augenabstandsmesser nadi Zeiss.\n60.\tKopfhalter.\n61.\tStirnhalter.\n62.\tStirn- und Kinnhalter.\n63.\tEinf. Kopffixierer (Beigbrettchen).\n64.\tKopffixierer nach Hering.\n65.\tKopffixierer nach Donders.\n66.\tOphthalmotrop nadi Knapp.\n67.\tPhaenophthalmotrop nadi Donders.\n68.\tApparat zur Demonstration der Lichtbrechung im Auge nach Hering.\n69.\tDistanzvariator nach Chaym.\n70.\tModell zur Demonstration der Kurz-und Weitsichtigkeit.\nIII.\tApparat# zur Untersuchung des\nFarbensinnes.\n71.\tKreiselscheiben, 12 Farbent\u00f6ne, weig und schwarz.\n72.\tKreiselscheiben, weiges Barytpapier.\n73.\tKreiselscheiben, tuchschwarz.\n74.\tHinterlegescheiben f\u00fcr Kreisel.\n75.\tSchugringe f\u00fcr Kreiselscheiben.\n76.\tFarbige und farblose Papiere.\n77.\tWeiges Barytpapier.\n78.\tTuehsdiwarz.\nNo.\n79.\tScheibenmesser.\n80.\tSchablone zum Ausschneiden von Scheiben.\n81.\tLochstanzen.\n82.\tKreisteilung zum Ablesen der Sektoren nach Jakobsohn.\n83.\tKreisteilung nach Revesz.\n84.\tMilchglasplatte.\n85.\tDunkeltonne.\n86.\tIrisblende.\n87.\tDiaphragma nach Aubert.\n88.\tSeheibenepiskotister mit Motor.\n89.\tDasselbe, ohne Motor.\n90.\tZylinderepiskotister nach G. E. M\u00fcller.\n91.\tDasselbe, ohne Motor.\n92.\tEinfacher Kreisel mit Handbetrieb, eigene Konstruktion.\n93.\tZweifacher Kreisel mit Handbetrieb eigene Konstruktion.\n94.\tEinf. elektr. Kreisel.\n95.\tVierf. Kreisel f. Hand- od. Motorbetrieb\n96.\tVariationskreisel nach Musil.\n97.\tScheibe zur Bestimmung der Weig-valenz vor der Dunkeltonne.\n98.\tPolariphotometer nach Hering.\n99.\tEinf. Photometer nach Bougner.\n100.\tFlimmerphotometer f\u00fcr Scheiben nach Schenek.\n101.\tFlimmerphotometer f\u00fcr Zylinder.\n102.\tApparat zur Bestimmung der peripheren Helligkeit nach Hering.\n103.\tAdaptometer nach Nagel.\n104.\tApparat f\u00fcr Simultankontrast nach Hering.\n105.\tApparat zur Demonstration des Spiegelkontrastes nadi Hering.\n106.\tFarbige Fenster zur Erzeugung farbiger Schatten nach Hering.\n107.\tDoppelter Nuancierungsapparat nadi Hering.\n108.\tM\u00fcller\u2019sdier Aufsag zum Nuancierungsapparat.\n109.\tRupp\u2019scher Aufsag zum Nuancierungsapparat.\n204","page":204},{"file":"p0205.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo.\n110.\tApparat zur Demonstration der Nachbilder nach Hering.\n111.\tEinf. Spiegelfarbenmischapparat.\n112.\tFarbenmischapparat f\u00fcr farbige Gl\u00e4ser nach Hering.\n113.\tSpektralfarbenmischapparat nachHelm-hol\u00df, einf. Modell.\n114.\tSpektralfarbenmischapparat nachHelm-holg, verbessert nach K\u00f6nig.\n115.\tGro\u00dfer Spektralfarbenmischapparat n. Helmholg, verbessert nach K\u00f6nig.\n116.\tSpektralfarbenmischapparat n. Asher.\n117.\tApparat zur Diagnose der Farbenblindheit nach Hering.\n118.\tFarbengleichungsapparat nach Nagel.\n119.\tAnomaloskop nach Nagel, Modell I.\n120.\tAnomaloskop nach Nagel, Modell II.\n121.\tWollproben nach Holmgren.\n122.\tTafeln zur Diagnose der Farbenblindheit nach Nagel.\n123.\tFarbenschwellenapparat.\n124.\tElektrische Brille nach G. E. M\u00fcller.\n125.\tFixierpunktvorrichtung nach Nagel.\n126.\tHeliumr\u00f6hre zur Eichung eines Spektralapparates.\n127.\tQuecksilberlampe zur Eichung eines Spektralapparates.\n128.\tPlatinring nach Winter zur Eichung eines Spektralapparates.\nIY. Apparate f\u00fcr akustische und phonetische Untersuchungen.\n129.\tEinzelne Stimmgabeln.\na)\tBlo\u00df d. Gabel, ohne Resonator etc.\nb)\tGabel auf parallelepipedischem Resonanzkasten.\nc)\tElektromagnet. Gabel mit Quecksilberkontakt.\nd)\tElektromagnet. Gabel mit Quecksilberkontakt und mit zylinderf\u00f6rmigem Resonator.\ne)\tElektromagnet. Gabel ohne Kontakt und ohne Resonator.\nNo.\nf)\tElektromagnet. Gabel ohne Kontakt mit zylinderf\u00f6rmigem Resonator.\ng)\tStimmgabel mit Anschlagvorrich-tung ohne Resonator.\nh)\tStimmgabel mit Schraube nach Marx ohne Resonator.\n130.\tNormal-a, 435 Schwingungen.\nAusstattung a und b.\n131.\tObertonserie nach Stumpf von 16 Stimmgabeln mit den Schwingungszahlen 50, 100, 150, 200 etc. bis 800.\nAusstattung a, b, e und f.\n132.\tObertonserie von 8 Stimmgabeln mit den Schwingungszahlen 100, 200 etc. bis 800.\nAusstattung a, b, e, f und g.\n133.\tIntervallserie von 27 Gabeln nach Stumpf.\nAusstattung a und b.\n134.\tDreiklangserie von 23 Gabeln nach Stumpf.\nAusstattung a und b.\n135.\tEinf. Dreiklangserie.\nAusstattung a, b und b'\n136.\tSerie von 8 Gabeln, die diatonische Tonleiter in musikal. Stimmung gebend mit dem Grundton 400.\nAusstattung a und b.\n136a. Serie von 8 Gabeln, die diatonische Tonleiter in nat\u00fcrlicher Stimmung gebend, mit dem Grundton 400. Ausstattung a und b.\n137.\tSerie von 13 Gabeln, die chromatische Tonleiter in musikalischer Stimmung gebend, mit dem Grundton 400.\nAusstattung a und b.\n138.\tKontinuierliche Stimmgabelreihe nach Edelmann.\n139.\tBassbogen zum Anstreichen der Stimmgabeln.\n140.\tHammer zum Anschl\u00e4gen der Stimmgabeln.\n141.\tGummikissen zum Aufschlagen der\n205","page":205},{"file":"p0206.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER - G\u00d6TTINGEN.\nNo.\nStimmgabeln.\n142.\tLippenpfeife aus Holz, aufklappbar.\n143.\tLippenpfeife n. Hopkins mit Glasrohr.\n144.\tDoppelpfeife m. verstellbarem Stempel.\n145.\tEinf. Dreiklangapparat, Lippenpfeifen.\n146.\tSafe sehr hoher Lippenpfeifen aus Blech.\n147.\tGaltonpfeifchen nach Edelmann, neueste Konstruktion.\n148.\tZungenpfeife von 100 Schwingungen mit 7 Resonatoren f\u00fcr die ersten 7 Obert\u00f6ne.\n149.\tZungenpfeife von 50 Schwingungen mit 15 Resonatoren f\u00fcr die ersten 15 Obert\u00f6ne.\n150.\tObertonapparat nach Appunn mit 16 Zungen.\n151.\tObertonapparat nach Appunn mit 8 Zungen.\n152.\tTonmesser nach Appunn mit 65 Zungen von c1=256 bis c2 512.\n153.\tTonmesser nach Appunn mit 65 Zungen von c2= =512 bis c3=1024.\n154.\tDreiklangapparat nach Stumpf.\n155.\tIntervallapparat nach Stumpf.\n156.\tSafe von 7 r\u00f6hrenf\u00f6rmigen Resona-natoren, welche auf die 7 Obert\u00f6ne des Tones 100 resonieren.\n157.\tSafe von 15 r\u00f6hrenf\u00f6rmigen Resonatoren, welche auf die 15 Obert\u00f6ne des Tones 50 resonieren.\n158.\tSafe von 7 kugelf\u00f6rmigen Resonatoren, welche auf die 7 Obert\u00f6ne des Tones 100 resonieren.\n159.\tSafe von 15 kugelf\u00f6rmigen Resonatoren, welche auf die ersten 15 Obert\u00f6ne des Tones 50 resonieren.\n160.\tDemonstrationsresonator.\n161.\tDerselbe, mit ausziehbarem Resonator.\n162.\tKontinuierliche Resonatorenreihe nach K\u00f6nig.\n163.\tKontinuierliche Resonatorenreihe nach Schaefer.\n164.\tVokalr\u00f6hre.\nNo.\n165.\tFlaschenorgel.\n166.\tTonvariator nach Stern.\n167.\tBlasetisch.\n168.\tLuftpresse mit Reguliervorrichtung.\n169.\tDoppelluftpresse nach Whipple.\n170.\tSirenenscheiben.\na)\tEinf. Dreiklangscheibe.\nb)\tObertonscheibe.\nc)\tTonleiterscheibe.\nd)\tScheibe f\u00fcr k\u00fcrzeste T\u00f6ne und Tonfolgen nach Abraham, Bruehl und Schaefer.\ne)\tScheibe f\u00fcr Unterbrechungs- (Inter-mittenz) T\u00f6ne nach Dennert.\nf)\tScheibe f\u00fcr Unterbrechungs- (Inter-mittenz) T\u00f6ne nach Koenig.\ng)\tScheibe f\u00fcr Variationst\u00f6ne.\n171.\tSchwungmaschine zur Sirene.\n172.\tDichord nach Spearmann.\n173.\tInterferenzapparat nadi N\u00f6remberg-Kr\u00fcger.\n174.\tTontabellen n. Stumpf und Schaefer.\n175.\tSchallpendel.\n181.\tPhonautograph nach Rousselot.\n182.\tKehltonschreiber nach Rousselot.\n178.\tPhonautograph mit Lichtschreibung (Vokalkurvenapparat) nach Samojloff.\n179.\tRotationsspiegelprisma nach Koenig.\n180.\tPhonautographf\u00fcr Flammenschreibung nadi Koenig.\n176.\tPhonograph, Exzelsior, 45 M Type.\n177.\tPhonograph, Edison Home Modell.\nV. Apparate zur Untersuchung' der Haut- und der Kinaesthetischen Empfindungen.\nVorbemerkung \u00fcber Aesthesiometer.\n183.\tEinf. Haar-Aesthesiometer n. v. Frey.\n184.\tSchwellenwage nach v. Frey.\n185.\tDoppel-Aesthesiometer n. Spearman.\n186.\tDoppel - Gewichtsaesthesiometer nach Rupp.\n187.\tEinf. Gewichtsaesthesiometer n. Rupp.\n206","page":206},{"file":"p0207.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo.\n188.\tElektroden zur elektr. Hautreizung.\n189.\tW\u00e4rmetaster nach Miesdier.\n190.\tBewegungsmesser nach Goldscheider.\n191.\tFechner\u2019sche Gewichte.\n192.\tApparat nach Laura Steffens.\n193.\tCharpentier\u2019sche Gewichte.\n194.\tErgograph nach Mosso.\n195.\tDerselbe, Handlagerung, modifiziert nach Dubois.\n196.\tF\u00fchlstreckenapparat nach Schumann.\nTI. Apparate f\u00fcr Reaktionsversuche.\nVorbemerkung u. Angabe von Schaltungen, a) Reizinstrumente.\n199.\tOptischer Reizapparat nach Roemer.\n200.\tKartenwechsler nach Ach.\n201.\tSchallschl\u00fcssel nach Catell.\n202.\tRelais zum Schallschl\u00fcssel n. Catell.\n203.\tSchallschl\u00fcssel nach Roemer.\n204.\tLippenschl\u00fcssel nach Miiller-Pilzecker.\n205.\tSchallhammer.\n206.\tTelephon.\n205a. Elektrische Schreibfeder n. Kraepelin. 206a. Elektrischer Taster nach Ewald, b) Reaktionsinstrumente.\n207.\tReaktionstaster.\n208.\tlOfacher Reaktionstaster.\n209.\tGesamtanordnungf. Reaktionsversuche.\nTU. Apparate zur Untersuchung des Ged\u00e4chtnisses,\nVorbemerkung.\n210.\tGed\u00e4chtnisapparat n. M\u00fcller-Schumann.\n211.\tDerselbe, vereinfadit n. Mc. DougalJ.\n212.\tMnemometer nadi Ranschburg.\n213.\tGed\u00e4chtnisapparat nach Wirth.\n214.\tGed\u00e4chtnisapparat nach Lipmann.\n215.\tGed\u00e4chtnisapparat, Eigenkonstruktion.\n216.\tGed\u00e4chtnisapparat nach Hempel-Rupp.\n217.\tTrefferapparat nach Miiller-Pilzecker.\n218.\tTrefferapparat nach Rupp.\n219.\tSilbentr\u00e4ger f\u00fcr simultane Exposition.\n220.\tExpositionsapparat f\u00fcr beliebig groge Felder.\nNo.\n221.\tGesamtanordnung f\u00fcr Trefferversuche.\n222.\tSilbenreihen f\u00fcr Ged\u00e4chtnisversuche nach M\u00fcller-Schumann.\nYIII. Tachistoskope.\nVorbemerkung.\n223.\tTachistoskop nach Exner.\n224.\tTachistoskop nach Erdmann-Dodge.\n225.\tObjekttr\u00e4ger hierz. n. Erdmann-Dodge.\n226.\tTachistoskop nach Schumann.\n227.\tObjekttr\u00e4ger zum schnellen Wechseln der Objekte.\n228.\tFallschirm z. Darbietung d. Fixationspunktes.\n229.\tTachistoskop nach Marbe.\nIX.\tApparate zur Pr\u00fcfung des Zcitsiunes.\n230.\tKontaktapparat (Zeitsinnapparat) nach Schumann.\n231.\tKontaktvorrichtung hierzu f\u00fcr kurzdauernden Kontakt.\n232.\tKontaktvorrichtung hierzu, f. dauernde \u00d6ffnung oder f\u00fcr dauernde Sdiliegung.\nX.\tDiverse Apparate.\n233.\tSphygmograph mit Luft\u00fcbertragung, Eigenkonstruktion.\n234.\tGestell m. Armlager z. Sphygmographen.\n235.\tPneumograph.\n236.\tCardiograph, Eigenkonstruktion.\nXI.\tHilfsapparate.\n237.\tElektromagnet. Rotationsapparat nadi Helmholg.\n238.\tSchwacbstrommotor ohne Reguliervorrichtung.\n239.\tKleinmotor f\u00fcr Starkstrom mit 1200 Umdrehungen pro Minute.\n240.\tStarkstrommotor, mit im Fug eingebautem Anlasser und Regulier-Wider-stand und mit horizontaler Axe.\n207","page":207},{"file":"p0208.txt","language":"de","ocr_de":"SPINDLER & HOYER \u00bb G\u00d6TTINGEN.\nNo.\n241.\tStarkstrommotor mit vertikaler Axe.\n242.\tStarkstrommotor 1/ie Ps., mit Reduktionskuppelung.\n243.\tDers., m. elektr. Reguliervorrichtung.\n244.\tKleines Schwachstromvoltmeter.\n245.\tKleines Amp\u00e8remeter.\n246.\tKleines Volt- und Amp\u00e8remeter.\n247.\tAnschlugapparatf\u00fcr Starkstromleitung.\n248.\tStromschl\u00fcssel (Vorreiberschl\u00fcssel nach Du-Bois-Reymond (Trockenkontakt).\n248a. Derselbe, ohne Zwinge.\n249.\tTaster.\n250.\tStromschl\u00fcssel f\u00fcr Quecksilberkontakt nach Du-Bois-Reymond.\n250a. Derselbe, auf Brett ohne Eisensockel. 250b. Derselbe, auf eine Zwinge aufgeschraubt.\n251.\tDerselbe, etwas vereinfacht.\n251a. Derselbe, auf einer Zwinge befestigt.\n252.\tUmschalter f\u00fcr Trockenkontakt.\n252a. Derselbe, auf einer Zwinge befestigt.\n253.\tDerselbe, Schleifkontakt.\n253a. Derselbe, auf einer Zwinge befestigt.\n254.\tSchaltbrett f\u00fcr St\u00f6pselkontakte.\n254a. Dasselbe, auf einer Zwinge befestigt. 254b. St\u00f6pselschalter mit 6 St\u00f6pseln und 2\nSt\u00f6pselklemmen.\n255.\tSchaltbrett f\u00fcr Quecksilberkontakt. 255a. Dasselbe, auf einer Zwinge befestigt.\n255b. Dasselbe, auf Eisensockel.\nNo.\n256.\tKlemmen.\n256a. Klemmen.\n257.\tKlemmen, auf einer Zwinge befestigt.\n258.\tStromwender (Kommutator) nach Rum-korff (Trockenkontakt).\n259.\tWippe (Stromwender, Kommutator) nach Pohl.\n259a. Dieselbe, mit Zwinge.\n259b. Dieselbe, auf Eisensockel.\n260.\tWippe nach Ewald.\n261.\tSchieferwiderstand.\n261a. Pr\u00e4zisionsschieferwiderstand.\n262.\tUniversalschief erwiderstand.\n263.\tAllseitig verstellbare elektr. Lampe.\n264.\tWassermotor.\n265.\tTourenz\u00e4hler, mit Ablesung\tder\nTourenzahlen bis zu 10000 und mit Nullstellung.\n265a.\tDerselbe, andere Konstruktion.\n265b.\tTourenz\u00e4hler mit Glocke.\n266.\tDosenlibelle.\n266a. Korrektions-Wasserwage.\n267.\tTransmission, Stufenscheibe.\n268.\tDieselbe, leichter gebaut.\n269.\tDieselbe, mit Zahnrad\u00fcbersetjung\tund\n2 Stufenscheiben.\n270.\tZwinge.\n271.\tZwinge.\n272.\tEinfache Stative.\n273.\tMuffen.\n274.\tKlammern.\n208","page":208}],"identifier":"lit24062","issued":"1908","language":"de","pages":"216","startpages":"216","title":"Apparate f\u00fcr psychologische Untersuchungen. Preisliste XXI","type":"Trade Catalogue"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T13:40:17.745977+00:00"}
