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{"created":"2022-01-31T12:43:37.772636+00:00","id":"lit26309","links":{},"metadata":{"alternative":"Zeitschrift f\u00fcr Bauwesen","contributors":[{"name":"Z\u00f6lffel","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Zeitschrift f\u00fcr Bauwesen 40: 281-294","fulltext":[{"file":"p0281-282.txt","language":"de","ocr_de":"281\n282\nJAHRGANG XXXX.\n1890.\nHEFT TH BIS IX.\nNeubau des physiologischen Institutes der Universit\u00e4t Marburg.\n(Mit Zeichnungen auf Blatt 19 bis 23 im Atlas.)\n(Schlu\u00df.)\nIn Bezug auf die Construction des Geb\u00e4udes ist zun\u00e4chst dessen Gr\u00fcndung bemerkenswerth. Durch Bodenuntersuchungen wurde festgestellt, dafs unter der oben aufgef\u00fcllten Erdmasse eine durchschnittlich 2,50 m starke Schicht von sehr feinem, lehmigem Sande, und darunter, nahezu wagerecht gelagert, eine Schicht von Ger\u00f6lle aus groben und kleineren Sandsteinstttcken, in Kies und Sandsteintr\u00fcmmem gebettet, folgte. Stellenweise verlor sich die zusammenh\u00e4ngende Schicht, und es fanden sich nur gr\u00f6fsere Steinst\u00fccke zwischen der oberen Erdmasse und der unter der ganzen Ger\u00f6lleschicht sich vorfindenden Triebsandschicht von etwa 2,8 m M\u00e4chtigkeit. Erst in 5 m Tiefe unter der jetzigen Kellersohle wurde der aus feinem und grobem Kies bestehende gute Baugrund gefunden. Probebelastungen der aufgefundenen oberen Ger\u00f6lleschicht ergaben deren Haltbarkeit unter einem Druck von 3,40 kg auf das Quadratcentimeter, doch wa-ren die Proben von nur verh\u00e4ltnifsm\u00e4fsig kurzer Dauer und bestand f\u00fcr diese E\u00e4lle der g\u00fcnstige Umstand, dafs die untere Triebsandschicht nach keiner Seite hin ausweichen konnte. Nach mehrfachen Erw\u00e4gungen und vergleichenden Kostenberechnungen wurde bestimmt, dafs, nachdem die Umfassungsmauern des Institusgeb\u00e4udes bis auf die untere, zweifellos tragf\u00e4hige Kiesschicht hinabgef\u00fchrt seien, die von denselben alsdann fest ein-gesehlossene Triebsandschicht vermittelst der Vorgefundenen Ge-r\u00f6lleschicht und einer \u00fcber die ganze Fl\u00e4che des Innenraumes ausgebreiteten Kiessch\u00fcttung von 1 m St\u00e4rke zum Tragen der Innenw\u00e4nde unbedenklich herangezogen werden k\u00f6nne. Bei der Ausf\u00fchrung wurde eine gro\u00dfe Erdbewegung erforderlich, denn es mufste die Ger\u00f6lleschicht \u00fcber die Fl\u00e4che des ganzen Institutsgeb\u00e4udes einschL eines Arbeitsraumes von 0,5 m um das Geb\u00e4ude herum blofsgelegt werden. Dio darauf lagernden Erdmassen fanden zur Auff\u00fcllung des Grundst\u00fcckes hinter der chirurgischen Klinik vortheilhaft Verwendung. Von dieser Fl\u00e4che abw\u00e4rts wurden die Fundamentgruben der Umfassungsmauern zwischen Spundw\u00e4nden abtheilungsweise ausgehoben und erfolgte die Gr\u00fcndung innerhalb des Grundwassers durch Betonsch\u00fcttung, dar\u00fcber durch gew\u00f6hnliches Bruchsteinmauerwerk in hydraulischem Kalkm\u00f6rtel. Die in der unteren Triebsandschicht vielfach auftretenden groben Steinbl\u00f6cke verz\u00f6gerten das Hinabtreiben der Spundw\u00e4nde, und es war behufs Beseitigung der Steine das Auspumpen der Fundamentgruben meistens nicht zu umgehen, obschon beabsichtigt war, den Triebsand im Grundwasser durch Sackbagger zu heben, um den mittleren Erdblock durch Wasser-entziehung nicht in Bewegung zu bringen. Mit dem Fortschreiten der Hochf\u00fchrung der Grundmauern wurde zun\u00e4chst der zwischen den Spundw\u00e4nden eingebrachte kr\u00e4ftige Ausbau entfernt, sodann, nachdem die Spundw\u00e4nde selbst herausgezogen, mit ganz besonderer Sorgfalt f\u00fcr den dichten Anschlu\u00df des inneren Erdblockes an die Umfassungsmauern gesorgt. Ebenso wurde die feste Lagerung des Kieses durch schichteweises Einschl\u00e4mmen bei reicher Wasserrieselung und Feststampfen angestrebt Die Grundmauern der Innenw\u00e4nde sitzen 1,20 m unter Keller-\nZeitschrift f. Bauwesen. Jahrg. XXXX.\n(Alle Hechte Vorbehalten.)\nsohle auf dieser Kiessch\u00fcttung auf, ihre Grundfl\u00e4chen sind so angeordnet, da\u00df durchgehende ein gleicher Druck auf die Unterlage erzielt wurde. Die Grundmauern des Treppenhauses mit dem hohen Oberlichtschachte erfuhren daher ^eine wesentliche Verbreiterung gegen die ersten Pl\u00e4ne. Das Wohngeb\u00e4ude konnte, da es bergw\u00e4rts vom Institutegeb\u00e4ude gelegen ist, mit gen\u00fcgender Sicherheit auf der oberen Ger\u00f6lleschicht, die, ohne sie durch Angraben zu schw\u00e4chen, in- ihrer ganzen St\u00e4rke benutzt wurde, gegr\u00fcndet werden.\nGegen das Aufsteigen der Grundfeuchtigkeit wurde in H\u00f6he der Kellersohle eine 1 cm starke Asphaltisolirschicht auf die Mauern gelegt und die zu versch\u00fcttenden Theile der \u00e4u\u00dferen Kellerw\u00e4nde wurden nach deren vollst\u00e4ndigem Trockenen mit einem zweimaligen Asphaltgoudron-Anstrich verwahrt. Durch Vorblendung in Backstein haben die Innenfl\u00e4chen der Kelleraufsen-mauem eine 6 cm breite Luftisolirschicht erhalten, deren in bestimmten Schichten und Abst\u00e4nden angeordnete Binder in Asphaltgoudron getaucht sind. Im \u00fcbrigen bestehen die Au\u00dfenmauern aus Bruchsteinmauerwerk mit Verblendung aus gro\u00dfen und tief einbindenden Sandsteinwerkst\u00fccken, deren hintere Fl\u00e4chen unbearbeitet blieben. Alle Innenmauem sind in Backstein ausgef\u00fchrt Zur Sicherung der Fu\u00dfbodendielung auf Eichenholzlagern wurden letztere auf zwei Backsteinschichten hohen, oben asphaltirten Pfeilern angeordnet und die ganzen Fl\u00e4chen darunter zuvor mit einer 5 cm starken Betonsch\u00fcttung und Ziegelflachschicht in verl\u00e4ngertem Cementm\u00f6rtel versehen. Zur L\u00fcftung des unter der Dielung befindlichen Luftraumes dienen Can\u00e4le in den Seitenw\u00e4nden, die, \u00fcber dem Fufssockel mit Drahtvergitterung versehen, sich nach dem Zimmer \u00f6ffnen (Abb. 7). Die\nAbb. 7. L\u00fcftung des Luftraumes unter der Dielung.\nAnsaugung des Zimmerofens, welcher durch Klappenstellung im Sockel gezwungen werden kann, seine zum Brennen n\u00f6thige Luft aus dem Baume unter der Dielung zu entnehmen, bewirkt das Aussch\u00f6pfen der dort befindlichen Luft und das Nachstr\u00f6men der Zimmerluft durch die vergitterten OefEnungen in den Seitenw\u00e4nden, wodurch au\u00dferdem eine wohlthuende Erw\u00e4rmung des Fu\u00dfbodens erzielt wird. Die Oefen stehen dabei auf Sandsteinplatten, und die Luftzuf\u00fchrung in den Sockel erfolgt hinten\n19","page":0},{"file":"p0283-284.txt","language":"de","ocr_de":"283\nZ\u00f6lffel, Physiologisches Institut der Universit\u00e4t Marburg.\n284\nseitw\u00e4rts durch ein starkwandiges Ofenrohr in Knieform, welches durch die Dielung reicht\nDie Flure sind mit fein scharrirten Sandsteinplatten, .die Thierst\u00e4lle und Hebenr\u00e4ume mit geschliffenen Wesersandstein-platten belegt. F\u00fcr die Aufnahme des Schmutzwassers bei der h\u00e4ufig n\u00f6thigen reichlichen Sp\u00fclung der letzteren sind in den einzelnen B\u00e4umen Meine, an die Entw\u00e4sserungsleitung angeschlossene, gemauerte Einfallsch\u00e4chte mit Sehlammfang angeordnet worden, deren Deckel das Wasser am Bande eines gufs-\neisemeri K\u00e4hmens durchlassen, w\u00e4hrend sie in der mittleren Fl\u00e4che wiederum die Sandsteinplatte zeigen (Abb. 8). Es wird dadurch eine gr\u00f6-fsere Eisenplatte im Fufsboden vermieden und das Aufsteigen \u00fcbler D\u00fcnste thunlichst beschr\u00e4nkt. Zur zeitweisen Kcinigung\tdes\tSchlammfanges\twird\tder\tinnere K\u00e4hmen zu-\ngleich mit dom \u2022 Stein durch die DurcHafslocher gefafst und abgehoben. Die unter den Plattungen liegenden Tho\u00fcrohre der vielverzweigten Entw\u00e4sserungsleitung sind in entsprechend grofse gemauerte Can\u00e4le eingelegt, die Wasserzuleitungsrohre- verfolgen zumeist eben diesen Weg, sodafs beide nach Aufhebung der Platten im Falle einer St\u00f6rung verh\u00e4ltnifsm\u00e4fsig leicht zug\u00e4nglich sind. Im Gas- und Quecksilberzimmer ist zur Erreichung der Quecksilberdichtigkeit der Fufsboden in Terrazzo auf\tBetonunterlage\thergestellt\tund\tnach\tdem aus Sandstein\ngebildeten Quecksilbersammler geneigt angelegt worden.\nDie Decken des Kellergeschosses sind s\u00e4mtlich durch flache Kappengew\u00f6lbe aus Backstein gebildet und mit reinem Schlackensand \u00fcbertragen.\nAlle Aufsenfl\u00e4chen der oberen Stockwerke sind mit Sand-steinquadem verblendet, die Schichten abwechselnd 25 und 38 cm tief, sodafs die Hintermauerung aus Backsteinen m\u00f6glichst mit ganzen Steinen erfolgen ' konnte. Zum M\u00f6rtel f\u00fcr das Backsteinmauerwerk wurde Grubensand mit Schlackensand zu gleichen Theilen vermischt verwendet, der letztere ist fast ganz gleichm\u00e4fsig, aber nicht feink\u00f6rnig und verh\u00fctet durch die letztere Eigenschaft das starke Setzen der vielen M\u00f6rtelfugen der Hintermauerung gegen\u00fcber der geringeren Fugenzahl der Verblendung; die Setzfugen der letzteren wurden so grofs wie die Ziegelsteinfugen gew\u00e4hlt. Auch das Erdgeschofs des Institutes wurde v\u00f6llig, jedoch in rheinischen Tuffschwemmsteinen \u00fcberw\u00f6lbt Da die mit Schlackensand \u00fcbersch\u00fctteten Gew\u00f6lbe die Fufsbodenlast zu tragen haben, und die Widerlagerst\u00e4rken der Aufsenmauem gering sind, mufsten bei der Ausf\u00fchrung umfassende Verankerungen vorgenommen werden, welche sich in allen Theilen aufs beste bew\u00e4hrt haben. Da die Anker \u00fcber den Scheiteln der Gew\u00f6lbe gebalten werden sollten, mufsten dieselben bei der tiefen K\u00e4mpferlage die f\u00fcr diesen Fall \u00fcbliche winMige Form erhalten. Als Deckenst\u00fctzen wurden im physiologischen Laboratorium vier 0,40 m starke Steins\u00e4ulen, im chemischen Laboratorium schlanke eiserne S\u00e4ulen angeordnet, auch die Decke daselbst wurde auf Eisentr\u00e4gern durch flache Kappen gebildet, w\u00e4hrend sonst die Anordnung von Tr\u00e4gem thunlichst\nAbb. 8. Einfallsch\u00e4chte f\u00fcr Schmutzwasser mit Schlammfang.\nvermieden wurde. Die zur Verspannung dienenden Gurtbogen zwischen den Kreuzgew\u00f6lben treten nicht an der IJnterfl\u00e4che der W\u00f6lbungen sichtbar hervor, sondern erheben sich \u00fcber deren B\u00fccken ebensowie die Verst\u00e4rkungsgurte der weiten Kappengew\u00f6lbe. Mit Ausnahme der Umg\u00e4nge des Treppenhauses, die in Tuffschwemmsteinen \u00fcberw\u00f6lbt sind, und des Hebentreppen-hauses, welches mit einem halbkreisf\u00f6rmigen eisernen Wellblechgew\u00f6lbe \u00fcberspannt ist, sind im ersten Stock Balkendecken ausgef\u00fchrt, ebenso im Erdgeschofs und ersten Stock des Wohnhauses. Die Decke des H\u00f6rsaales wird durch zwei starke H\u00e4ngewerke getragen; ihre Balken sind behobelt und sichtbar gelassen, w\u00e4hrend die Fl\u00e4chen der Felder geputzt sind. Ebenfalls durch H\u00e4ngewerke ist die Innenwand am Instrumentenraume entlastet; hier tragen die Querh\u00e4ngewerke zwei l\u00e4ngs liegende Ueberz\u00fcge, an welche die zwischen den Bindern befindlichen Deckenbalken in je zwei Punkten auf starken Schrauben aufgeh\u00e4ngt sind. Hur das Dach des durch ein Drahtnetz gesch\u00fctzten Oberlichtes ist in Eisen hergestellt Das Auftreten von Schweifswasser wird der Hauptsache nach schon dadurch vermieden, dafs am Fufsringe des Oberlichtes eine, freie Verbindung der \u00e4ufseren und inneren Luft besteht Um jedoch ganz sicher zu gehen, hat die Firstpfette eine Schweifswasserrinne erhalten. An den Sparren l\u00e4uft das Wasser bis zur Gesimsabdeckung, die im Innern rinnenartig aufgebogen ist, herab, und bei den Glastafeln wird es unten auf die Oberfl\u00e4che der folgenden Tafel dadurch' \u00fcbergef\u00fchrt, dafs infolge der in der Uebedeckung seitlich angebrachten Kittstreifen die Glastafeln nicht dicht aufeinander liegen. Die Dachdeckung ist in deutschem Schiefer auf Schalung hergestellt, die Kehlen und Giebel-anschl\u00fcsse sind sorgf\u00e4ltig ausgeschiefert. Es wurde n\u00f6thig, die auf die L\u00fcftungsrohre aufgesetzten Sauger gegen den Wind durch starke Dr\u00e4hte zu sichern, zu deren Befestigung in der Dachfl\u00e4che vielfach Oesen angebracht werden mufsten. Undichtigkeiten wurden dabei durch Anwendung von Blei verhindert Wie Abbildung 9 zeigt, ist dem Oesenbolzen zun\u00e4chst\neine Bleitafel a untergelegt Ein zweites Bleiblech b \u00fcberdeckt diese oben, ist gegen den Bolzen dachf\u00f6rmig aufgebogen und wird an der Aufbiegung durch einen an den Bolzen gel\u00f6theten Bleitrichter c gesch\u00fctzt; die\" Einrichtung hat sich gut bew\u00e4hrt.\nAbb. 9.\nSchutz der Dachfl\u00e4che gegen Undichtigkeit bei Anbringung von Oesen f\u00fcr die Befestigungsdr\u00e4hte der Sauger auf den L\u00fcftungsrohren.\nSoweit es anging, sind die Abluftrohre geradeaufsteigend durch das Dach gef\u00fchrt worden, doch mufsten die Abz\u00fcge der Digestorien im chemischen Laboratorium \u00fcber dessen Decke bis in die im ersten Stockwerke dar\u00fcber errichtete Scheidewand geleitet werden; dies erfolgte vermittelst glasirter Thonrohre, welche in den Zwickeln der Deckengew\u00f6lbe zum Theil vermauert sind, im \u00fcbrigen mit Cement gedichtet wurden. Aehnlich erfolgte die F\u00fchrung der Abz\u00fcge aus dem Schwefelwasserstoff-\nraume in die Bohre der Wand zwischen der chemischen Samm-\n\u2713\nlung und dem Operationszimmer im ersten Stock.\nDie bei dem Mangel einer k\u00fcnstlichen L\u00fcftung angewandten Luftsauger sind die bekannten Huberschen Windh\u00fcte. Sie ka-","page":0},{"file":"p0285-286.txt","language":"de","ocr_de":"285\nZ\u00f6lffel, Physiologisches Institut der Universit\u00e4t Marburg.\n286\nmen aus Platzmangel nicht f\u00fcr jedes einzelne Rohr zur Verwendung, vielmehr wurden zwei und mehrere Rohre* kurz vor ihrer M\u00fcndung zusammengezogen. Wo es anging, wurden die im Schomsteinkasten befindlichen Rauchrohre mitten durch den Luftsauger und \u00fcber denselben hinaus gef\u00fchrt Die Sauger haben sich ohne weitere Nachh\u00fclfen nach den angestellten Messungen als \u00fcberraschend wirksam erwiesen; nur die Abluftrohre der Abdampfnischen haben aufserdem noch Lockflammen erhalten.\nDie Heizung des Institutsgeb\u00e4udes ist eine vereinigte Luft- und Niederdruckdampfheizung. In einigen Ausnahmef\u00e4llen, wie bei dem Schwefelwasserstoffraum und bei dem Gl\u00fch-und Wageraume, wird die frische Luft aus dem Freien bezw. einem ungeheizten Treppenhause entnommen, im \u00fcbrigen wird sie in einer im Keller befindlichen Luftheizkammer erw\u00e4rmt und dem Haupttreppenhause zugef\u00fchrt, dem sie eine W\u00e4rme von 12 \u00b0C.\u2019mittheilt Da fast alle zu beheizenden R\u00e4ume um das Treppenhaus herum liegen, k\u00f6nnen diese die vorgew\u00e4rmte Frischluft von dort aus bequem durch Vermittlung der kleinen in ihren W\u00e4nden untergebrachten Heizkammern entnehmen. Die in letzteren aufgestelltem Dampfheizk\u00f6rper besitzen aufser dem beim Anheizen zu bedienenden Entl\u00fcftungsventil keine weiteren Ventile; ihre Regelung und Ausschaltung 'wird durch Schlu\u00df des W\u00e4rmeschutzmantels, mit dem sie umgeben sind, bewirkt. Die erforderliche Frischluftmenge kann den R\u00e4umen auch nach Abstellung der Dampfheizung au\u00dferhalb der Ummantelung zugef\u00fchrt werden, eine Mischung tritt beim Oeffnen des Deckels ein. An der Zimmerseite der Heizkammer \u00dft noch eine untere Oeffnung angebracht, wodurch eine Umlauf-Heizung erm\u00f6glicht wird, die f\u00fcr die Erw\u00e4rmung des Fu\u00dfbodens dienlich ist. F\u00fcr diesen Fall kann die durch Zugketten von der Zimmerseite aus stellbare Frischluft\u00f6ffnung auf der Treppenhaus-seite ganz oder theilweise geschlossen werden. Beide Luft-\u00d6ffnungen sind dicht \u00fcber dem Boden der He\u00dfkammer, aber etwa 18 cm \u00fcber dem Fu\u00dfboden der R\u00e4ume angebracht. Zur zeitweisen Reinigung von Staub ist eine Seite der Heizkammer, wo es anging die Flurseite, mit eiserner Th\u00fcr versehen. Die dieser Th\u00fcr zugewendete Fl\u00e4che der Ummantelung kann abgeschraubt werden, sodafs der Heizk\u00f6rper vollst\u00e4ndig blo\u00dfgelegt und erforderlichenfal\u00df aus der Nische herausgenommen werden kann. Die Entl\u00fcftungsh\u00e4hnchen der Dampfheizk\u00f6rper werden au\u00dferhalb der Heizkammer ohne Oeffnen der Th\u00fcren bedient Die Dampfleitung wie die besondere Dampfwasserleitung liegen dicht unter der Decke des Kellergeschosses; am Fu\u00dfe der auf-steigenden Rohre befinden sich Wassersammels\u00e4cke von gen\u00fcgender Tiefe (bei h\u00f6chstens 0,5 Atm. Dampfdruck 0,5 m tief) zur Ueberf\u00fchrung des in den aufsteigenden Dampffohren sich etwa bildenden r\u00fccklaufenden Wassers in die etwas tiefer liegende Sammelleitung. F\u00fcr die Dehnbarkeit der langen Dampfrohrleitung ist durch kupferne Bogenrohre gesorgt. Die Mauerdurchg\u00e4nge sind mit Muffenrohren umgeben, alle Leitungsrohre im Keller sind mit schlechten W\u00e4rmeleitern umh\u00fcllt, und zwar besteht die Umh\u00fcllung aus zusammengepre\u00dfter Torfmasse in l\u00e4ngs aufgeschnittenen dickwandigen Hohlcylindem, welche zun\u00e4chst mit Draht um die Rohre festgebunden, in den Fugen mit Asbestmasse gedichtet, dar\u00fcber mit Leinwandstreifen fortgesetzt umwickelt und mit Oelfarbe \u00fcberstrichen.wurden.\nZur Dampferzeugung dienen drei Niederdruckdampfkessel, deren Dampfrohre sich s\u00e4mtlich im Hauptsammelrohre vereinigen.\nJe zwei Kessel werden f\u00fcr die He\u00dfung benutzt, der dritte dient a\u00df Ersatzkessel. Die Aufstellung der drei Kessel in dem beschr\u00e4nkten dazu verf\u00fcgbaren Raume hat sich gut bew\u00e4hrt, ebenso die Anordnung der Standrohre, die nicht gerade nach oben gef\u00fchrt werden konnten, sondern in einem breiten Mauer-schachte zwischen dem chemischen Laboratorium und dem Flure nebeneinander unterzubringen waren und an ihrem oberen Ende durch eine e\u00dfeme Th\u00fcr von ersterem Raume aus zu \u00fcberseh\u00e9n sind. Etwa hochgetriebenes Wasser ergie\u00dft sich in den sorgf\u00e4ltig cementirten mit der Entw\u00e4sserungsleitung des Geb\u00e4udes verbundenen Schacht Eine besondere Vorrichtung regelt die Kesselfeuerung thunliehst selbstth\u00e4tig derart, dafs bei niedrigem Dampfdruck ein reichlicherer Luftzutritt zu ihr erfolgt, w\u00e4hrend andersei\u00df eine Einschr\u00e4nkung der Feuerung erfolgt, sobald in einzelnen R\u00e4umen die Beheizung durch Schlie\u00dfung des Heizk\u00f6rperdeckels eingestellt wird und dadurch die Dampfspannung in der ganzen Anlage zunimmt\nIm H\u00f6rsaale wurden die Dampfhe\u00dfk\u00f6rper unter dem Podium angebracht, und die Zuf\u00fchrung der vorgew\u00e4rmten Frischluft zu ihnen konnte nur durch wagerechte Leitung unter dem Fu\u00dfboden des H\u00f6rsaales erfolgen. Die Heizk\u00f6rper werden durch Rippenrohre in zwei Abtheilungen gebildet; sie liegen gleichfalls innerhalb eines \u00dfol\u00dfmantels und einer kleinen Heizkammer rechts und links der kurzen Mittelachse des Saales. Durch die Canalf\u00fchrung und die angebrachten Klappen l\u00e4\u00dft sich die He\u00dfung auf L\u00fcftung und Umlauf einrichten. Die an den He\u00dfk\u00f6rpern erw\u00e4rmte frische Luft verbreitet sich unter dem Podium, str\u00f6mt durch die in dessen Setzstufen befindlichen Bohrl\u00f6cher in der zum Wohlbefinden geeigneten Zimmertemperatur aus und w\u00dfd durch die hochliegenden Abluft\u00f6ffnungen entfernt Die Bohrl\u00f6cher sind in gleicher Gr\u00f6\u00dfe, jedoch der Zahl nach von unten nach oben abnehmend angebracht. Beim Anheizen, vor Besetzung des H\u00f6rsaales, dient die Umlaufeinrichtung. F\u00fcr sie sind in der untersten Setzstufe gro\u00dfe, mit Drahtgittem versehene Ausschnitte angebracht, durch welche die eintretende Zimmerluft in besonderer Canalleitung zum Heizk\u00f6rper gelangt. Die Regelung der Luftzuf\u00fchrung, sowie der Deckel auf den Heizk\u00f6rperm\u00e4nteln und der Umlaufklappen erfolgt seitlich, unter dem Lufgange, durch Kettenzugvorrichtungen. Die Fu\u00dfboden-theile unmittelbar \u00fcber den Heizk\u00f6rpern sind durch verdoppelte Ho\u00dfb\u00f6den und Luftisolirung vor \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Erw\u00e4rmung gesch\u00fctzt. Die Keller- und Dachgescho\u00dfr\u00e4ume des Instituts und die Dienstwohnungen haben ausschlie\u00dflich Ofenheizung erhalten. Von den Oefen sind besonders die eisernen, nach einer von Bickell in Marburg verbesserten Construction von der Karlsh\u00fctte bei Biedenkopf angefertigten F\u00fcl\u00dfchacht\u00f6fen hervorzuheben, welche einen den ganzen Winter hindurch anhaltenden Brand erm\u00f6glichen, die L\u00fcftung bezw. Entl\u00fcftung der behe\u00dften R\u00e4ume bew\u00dfken, und deren Heizwirkung und Brennmaterialverbrauch f\u00fcr jede Au\u00dfentemperatur passend geregelt werden kann.\nDer innere Ausbau \u00dft durchweg einfach gehalten. Ueber die Keller- und Stallfu\u00dfb\u00f6den wurde bereits gesprochen. D\u00df Wohnung des Dieners, die Werkstatt und das Kiystallisa-tionszimmer, sowie die K\u00fcche des Institutsdirectors haben Kie-fernho\u00dffufsboden erhalten. In den \u00fcbrigen Geschossen sind die Fu\u00dfb\u00f6den der Flurg\u00e4nge mit Thonplatten belegt, ebenso der Gl\u00fchraum, dagegen sind Destillir- und Schwefelwasserstoffraum mit Sandstein bep\u00dfttet, das optische und Wage-Zimmer im Erdgescho\u00df, die Bibliothek und das Directorzimmer haben\n19*","page":0},{"file":"p0287-288.txt","language":"de","ocr_de":"287\nZ \u00f6 Iffel, Physiologisches Institut der Universit\u00e4t Marburg.\n288\nEiehenriemenhoden, die \u00fcbrigen B\u00e4ume Kiefernholzfufsboden erhalten. Um die Zug\u00e4nglichkeit der Rohrleitungen unter den Dielen zu wahren, sind diese an den betreffenden Stellen auf-geschraubt, oder es wurden dort Priese eingelegt\nDie Th\u00fcren sind aus bestem ostpreufsischen Kiefernholz, die Penster aus Eichenholz gefertigt P\u00fcr reichliche L\u00fcftung im Sommer und besondere P\u00e4lle sind die Oberfl\u00fcgel der Penster um ihre untere Achse drehbar als Klappfl\u00fcgel hergestellt und mit dem in Abb. 10 dargestellten Beschl\u00e4ge*) versehen worden.\ngeschlossen.\nge\u00f6ffnet.\nAbb. 10.\nBeschlag der Penster\u00f6berfl\u00fcgel als Klappfl\u00fcgel zur L\u00fcftung.\nS\u00e4mtliche Treppen mit Ausnahme einiger h\u00f6lzernen Bodentreppen sind aus rothem harten und feink\u00f6rnigen Sandstein aus der N\u00e4he Marburgs ausgef\u00fchrt und haben zum Theil verzierte schmiedeeiserne Gel\u00e4nder erhalten. Geschmiedete Gitter sind vor allen Fenstern des Kellergeschosses angebracht Wo die Mauer-Ecken nicht durch Haustein gebildet sind, wurden sie durch Winkeleisen, die mit dem Putz b\u00fcndig liegen, gesch\u00fctzt. W\u00e4nde und Decken sind in einfachster Weise mit Leimfarbe gestrichen, doch haben Vorhalle, Plure, Treppenhaus und H\u00f6rsaal einigen Schmuck erhalten. Der untere Theil der W\u00e4nde in den Laboratorien und Fluren ist bis zu 1,5 m H\u00f6he mit Oelfarbe gestrichen.\nVon ganz besonderer Wichtigkeit f\u00fcr die Benutzbarkeit des Institutes ist seine Ausstattung mit den Leitungen f\u00fcr Wasser, Schmutzwasser, Gas, elektrisches Licht und Femsprech-betrieb. Das Wasser wird dem Institut durch eigene Leitung von der st\u00e4dtischen Hauptleitung in 80 mm weiten Bohren zugef\u00fchrt und tritt zun\u00e4chst, ohne den Wassermesser zu durchlaufen, durch 51 mm starke B\u00f6hren in die sechs in den verschiedenen Treppenh\u00e4usern vertheilten Wasserst\u00f6cke. Neben der Th\u00fcr zum chemischen Laboratorium ist auf dem Flure noch eine Brause an dieser Leitung angebracht, die von Personen, deren Kleider mit Aether oder Spiritus begossen und in Brand gerathen sind, sofort benutzt werden kann. Die Leitung f\u00fcr den t\u00e4glichen Verbrauch geht dann durch den Wassermesser. Sie ist aus 38 und 25 mm weiten, schmiedeeisernen Muffenrohren und 19 mm weiten, starkwandigen Bleirohren gebildet. Die oberen Endigungen der Steigerohre sind mit Windkesseln versehen. In H\u00f6he der Kellersohle ist der Wasserdruck etwa\n*) Benschs patentirter Oberfenster-Verschlufs mit Fanghaken (D. B. P. Nr. 31254) vgl. Centralblatt d. Bauverwaltung 1885 S. 492.\n41/2 Atm. stark und wird im KeEer- und Erdgeschofs zum Treiben von kleinen Wassermotoren benutzt. Alle Auslaufh\u00e4hne sind mit einer Vorrichtung zur Verhinderung des Spritzens versehen, welche in der Theilung der Auslaufmttndung durch ein entsprechend langes Eisenblech und in einer inneren Erweiterung des Echten Baumes vor derselben besteht. Die Becken an den chemischen Arbeitspl\u00e4tzen sind aus braunglasirtem Thon von March u. S\u00f6hne in Charlottenburg nach besonderer Zeichnung f\u00fcr die Tische passend geformt (Abb. 11). Sie sind mit Schlamm-\nAbb. 11. Becken an den chemischen Arbeitspl\u00e4tzen.\nAnsicht.\tAufsicht.\tSchnitt\nfang, Kappe und Sieb versehen, die \u00fcbrigen Becken sind zumeist Waschbecken und aus sog. engEschem Porcellan. Aufser-dem sind die aus Sandstein hergesteflten grofsen und tiefen Sp\u00fcltr\u00f6ge zu erw\u00e4hnen; sie wurden erforderiich im DestilErfaum, im Baume f\u00fcr Glassa^chen und ChemicaHen, im Gl\u00fchraum und Vorbereitungszimmer. Die Vorrichtungen zum Abtropfen sind aus Holz hergesteEt. Um einen thunlichst guten Geruchver-schlufs zu erzielen und zur Schlammentfemung wurden am unteren Ende der Hauptabflufsrohre gr\u00f6fsere Syphons angebracht. Hier schhefst sich die unter der Plattung des KeEergeschosses liegende Thonrohr-SammeEeitung an, durch welche sich das verbrauchte Wasser zun\u00e4chst in einen mit Schlammfang versehenen grofsen Schacht aufserhalb des Geb\u00e4udes ergiefst und zugleich mit dem \u00fcbrigen Tagewasser des ganzen Grundst\u00fcckes der \u00fcberw\u00f6lbten Ketzerbach zugef\u00fchrt wird (vgl. den Lageplan Abb. 15).\nP\u00fcr die Gaszuf\u00fchrung wurde eine 75 mm weite Leitung von der st\u00e4dtischen Hauptleitung abgezweigt Abstellh\u00e4hne sind neben dem aufserhalb des Geb\u00e4udes befindEchen Haupthahne noch so angeordnet worden, dafs die Gaszuf\u00fchrung f\u00fcr KeEer-, Erd- und Hauptgeschofs einzeln, und zwar sowohl im KeEer, wie auch in jedem der Geschosse abgesperrt werden kann. Zur Erleuchtung des H\u00f6rsaales dienen ein Kronleuchter zu zw\u00f6lf Flammen und vier Wandarme zu je drei Flammen. Zur besonders guten Beleuchtung des Experimentirtisches und der Wandtafeln wurden, nach vielen ung\u00fcnstig ausgefaEenen Proben mit anderen Mitteln, sehEefsEch zwei Siemenssche Lampen mit Begenerativbrenner beschafft. Aufser seiner Gasbeleuchtung hat der H\u00f6rsaal noch elektrisches Licht erhalten. Um den Vorzug dieser Beleuchtungsart, die M\u00f6gEchkeit n\u00e4mlich emer Verdunkelung des Baumes ohne L\u00f6schung der Lichter, auch f\u00fcr die Gasbeleuchtung zu gewinnen, wurde die Gasleitung mit entsprechend eingerichteten H\u00e4hnen versehen.\nUm f\u00fcr einige besondere Lehrzwecke die urspr\u00fcngEch nur f\u00fcr den H\u00f6rsaal bestimmte elektrische Beleuchtung auch im physiologischen Laboratorium benutzen zu k\u00f6nnen, ist die elektrische Leitung in diesen Baum gef\u00fchrt worden, doch m\u00fcssen im BedarfsfaEe die Bogenlampen, von denen nur vier St\u00fcck f\u00fcr","page":0},{"file":"p0289-290.txt","language":"de","ocr_de":"289\nZ\u00f6lffel, Physiologisches Institut der Universit\u00e4t Marburg.\n290\ndas Auditorium beschafft sind, dahin umgeh\u00e4ngt werden. Zur Erzeugung des elektrischen Lichtes dient eine dynamoelektrische Compoundmaschine, zu deren Betrieb ein Zwillings-Gasmotor von Otto (Deutz) von drei Pfordekr\u00e4ften beschafft worden ist. Um die Hausleitung vor den St\u00f6fsen des Gasmotors, die ein Zucken der Flammen verursachen w\u00fcrden, zu sichern, sind in die aus dem Hauptgasmesser unmittelbar abgezweigte besondere Leitung f\u00fcr den Motor Eegulatoren eingeschaltet worden, und weil das f\u00fcr den Motor verbrauchte Gas billiger abgegeben wird, ist hier noch ein besonderer Gasmesser aufgestellt\nDie Femsprechleitung besitzt Stationen im Arbeits- und Wohnzimmer des Assistenten und des Dieners und im Mi-kroskopirzimmer. Ihre Centralstation befindet sich in der mechanischen Werkstatt und wird vom Mechaniker bedient. Gleichlaufend mit ihr geht die elektrische Klingelleitung.\nNebengebiiude.\nAbb. 12. Kellergrundrifs vom Nebengeb\u00e4ude.\nZur Unterbringung von Eis-, Kohlen- und Futtervorr\u00e4then, von feuergef\u00e4hrlichen Gegenst\u00e4nden, S\u00e4ure-, Aether- und Spiritusballons und zur Erg\u00e4nzung der Thierstallungen wurde ein Nebengeb\u00e4ude, bestehend aus Keller, Erdgeschofs und Dachboden errichtet Es liegt an dem an der Ostgrenze des Grundst\u00fcckes angelegten Fahrwege, an welchem sich auch die Licht- und Einlade\u00f6ffnungen f\u00fcr das Kellergeschofs befinden. Im Keller-geschofs liegen nach Norden der Eiskeller, mit zwei Luftisolir-schichten im Mauerwerk, h\u00f6lzernem, nochmals isolirtem Einhau und Entw\u00e4sserung unter Wasserabschlufs nach einem bis auf die durchl\u00e4ssige Kiesschicht reichenden Sickerschacht Oeffnungen zum Einbringen des Eises befinden sich in der Decke des Kellers in der Nordost\u00e8cke und aufsen in der Umfassungsmauer daselbst \u00fcber Sockel, durch doppelte Holzdeckel und Th\u00fcren mit dazwischen gelegter Strohpolsterung geschlossen. Zur Entnahme soll die Oeffnung in der Decke benutzt werden, welche vom Inneren des Erdgeschosses aus durch einen besonderen, mit zwei Zwischenth\u00fcren versehenen Zugang erreichbar ist. Auch f\u00fcr die Durchl\u00fcftung des Eiskellers vor dessen Beschickung ist durch eine in der Seitenwand des Kellers nach dem Gange zu angebrachte, f\u00fcr gew\u00f6hnlich in der oben angegebenen Weise geschlossene Oeffnung gesorgt worden. Der Baum neben dem Eiskeller ist zur Aufbewahrung von Ger\u00e4then und zur Unterbringung von zwei Heidelberger Tonnen bestimmt, welche zur zeitweisen Aufnahme thierischer Leichentheile bis zu deren Entfernung dienen sollen. Das Ausbringen der Tonnen erfolgt durch den vor diesem Baume befindlichen Schacht vermittelst Flaschenzuges. In der Mittelachse befindet sich das Treppenhaus, von Kellersohle bis Dachboden f\u00fchrend, und der \u00fcbrige Kellerraum\nist zur Aufnahme der Brennmaterialien und der Yorr\u00e4the an Kraut und B\u00fcben f\u00fcr die Thiere bestimmt.\nIm Erdgeschofs befindet sich neben dem oben erw\u00e4hnten Zug\u00e4nge f\u00fcr den Eiskeller ein ger\u00e4umiger Stall zur Beobachtung eines gr\u00f6fseren Thieres (Pferd oder Bind), welcher Baum bieten mufs f\u00fcr die Verrichtungen beim Werfen des Thieres und f\u00fcr eine gr\u00f6fsero Anzahl ,von Beobachtern. Der Baum ist behufs sorgf\u00e4ltiger Eeinigung mit feinen Sandsteinplatten belegt; f\u00fcr l\u00e4ngeren Aufenthalt des Thieres wird reichlich gestreut. Bechts und links vom Treppenhause liegt je ein Baum zur Unterbringung von V\u00f6geln, H\u00fchnern, Tauben, G\u00e4nsen, in je besonderen \u00fcblichen St\u00e4llen und von kleineren V\u00f6geln in Nistk\u00e4sten einerseits und f\u00fcr Meerschweinchen und Kaninchen anderseits. Vor beiden Stallungen sind, durch niedrige Th\u00fcren vom Geb\u00e4ude aus zug\u00e4nglich, K\u00e4fige von 2,5 m Breite und 4 m L\u00e4nge im Freien angebracht, die zur Beobachtung des Verhaltens operirter Thiere im Freien dienen. Ihr aus Kiessch\u00fcttung hergestellter Fufsboden besteht nach unten aus immer gr\u00f6beren St\u00fccken,\nPferdosta.lt.\nAbb. 13. Brdgesehofsgrundri\u00ca vom Nebengeb\u00e4ude.\nunter denen Schichten aus geschlagenen Steinen folgen, welche das eindringende Begenwasser nach einem Entw\u00e4sserungsschacht abf\u00fchren. Bei der freien Lage der K\u00e4fige mu\u00dfte au\u00dferdem einerseits Schutz gegen das Eindringen von Batten und Baub-thieren, anderseits auf das Unterw\u00fchlen der eingehegten Thiere Bedacht genommen werden. Zu diesem Zwecke wurde der untere Theil aus 1 m hohem Wellblech hergestellt, welches durchschnittlich 0,70 m tief in das Erdreich hinabreicht. Die senkrechten, aus A-Eisen gebildeten Pfosten sind in Steinw\u00fcrfeln, die unter der Unterkante dieser Wellblechumfassung liegen, eingelassen, ebenso befinden sich die wasserabf\u00fchrenden Stein-schlagschichten in dieser Tiefe. In der Mitte der K\u00e4fige ist ein Sandsteintrog mit kleinem Springbrunnen und Wasserabflufs zur Versorgung der Thiere mit frischem Trink- und Badewasser angebracht Endlich liegt an der S\u00fcdseite, von aufsen zug\u00e4nglich, der Baum f\u00fcr die Ballons,, die in eisernen Kippgestellen aufgestellt sind. Der Dachraum dient zur Unterbringung von Trockenfutter, Kisten usw. Das Geb\u00e4ude ist massiv aus Sandstein, wie das Hauptgeb\u00e4ude, jedoch in den Fl\u00e4chen nur ham-merrecht bearbeitet ausgef\u00fchrt, das Kellergeschofs wurde mit flachen Kappen aus Backsteinen \u00fcberw\u00f6lbt, der Eiskeller hat doppeltes, mit Luftschicht versehenes Gew\u00f6lbe erhalten.\nVon den Nebenanlagen ist der f\u00fcr die Beobachtung operirter Thiere bei ihren Gehversuchen in Gr\u00f6fse von 10:3m angelegte Hundehof zu erw\u00e4hnen, welcher glatt geplattet und mit eiserner Einfriedigung versehen ist. Ferner der Froschteich (Abh. 14). Er besitzt einen lichten Durchmesser von 4 m und eine Tiefe von 1,50 m bis zum Wasserspiegel. Der obere Band","page":0},{"file":"p0291-292.txt","language":"de","ocr_de":"291\nZ \u00f6 Iff el, Physiologisches Institut der Universit\u00e4t Marburg.\n292\nhat ein Profil erhalten, welches den Fr\u00f6schen das Besteigen des trockenen Landes erleichtert, das rings um die Einfassung in lm Breite angelegt und mit Pflanzen besetzt ist. Um das stetig durch den Springbrunnen inmitten des Beh\u00e4lters zugef\u00fchrte Wasser in der f\u00fcr oben\ngenannten Zweck H\u00f6he zu halten, ist daselbst ein Ueberlauftrichter angebracht, w\u00e4hrend ein Grund-ablafs die zeitweise n\u00f6thige v\u00f6llige Entleerung erm\u00f6glicht Der Boden des Beh\u00e4lters ist 0,5 m hoch mit geeignetem Erdreich f\u00fcr Wasserpflanzen bedeckt, welche darin gezogen werden. Die Einfridigung des Teiches hat 7 m Durchmesser erhalten, besteht aus einem Gestell von A-, L- und Bandeisen und einem Ueberzug aus Drahtgewebe, w\u00e4hrend der untere Theil durch Eisenblech, das bis in das Erdreich reicht, v\u00f6llig geschlossen ist Um das Ueberspringen und- Ueberklettem dieser Einfriedigung zu verh\u00fcten, ist sie 2 m hoch und oben mit einem nach innen zur\u00fcckgeneigten 1,10 m breiten Theile angelegt worden, von welchen die Thiere infolge ihrer Schwere zur\u00fcckfallen m\u00fcssen. In der Einfriedigung ist eine Th\u00fcr zum Betreten des Inneren angebracht und im Wasserbeh\u00e4lter befinden sich gemauerte Stufen zum Hinabsteigen. Die Regelung des Wasserzuflusses, d. h. des Springbrunnens, erfolgt vom Institute aus im Kaninchen - Baume, von wo aus auch die Entleerung dieses Leitungsarmes bewirkt werden kann.\nDie Umgebung des Geb\u00e4udes ist in den gegebenen H\u00f6henverh\u00e4ltnissen zur Abf\u00fchrung des Tagewassers nach Nordosten hin ge-- regeltundmitKieswegen und Graspl\u00e4tzen versehen, die mit B\u00e4umen undStr\u00e4uchem bepflanzt\nsind. Aus dem Lageplan (Abb. 15) wird die Entw\u00e4sserung des gesamten Grundst\u00fcckes, sowie die Abf\u00fchrung des Dachwassers ersichtlich, die Einfallsch\u00e4chte sind s\u00e4mtlich mit Schlammf\u00e4ngen versehen. Die Entw\u00e4sserungsleitung selbst besteht aus 15 bis 25 cm weiten Thonrohren. Vor der Ausflufs\u00f6ffnung des am Einfahrtsthore an der Ostgrenze angeordneten Sammelschachtes ist ein eiserner Bost angebracht, der Schacht ist besteigbar in 0,80/0,80 m Weite hergestellt\nAbb. 14. Der Froschteich.\n\u00fcfcopwaibt* XatHi-bkch\nr------------- ,.T\nAbb. 15. Lageplan des physiologischen Instituts.\nDie Bauausf\u00fchrung begann im, Sommer 1885 mit der Niederlegung der auf dem zur Verf\u00fcgung gestellten Bauplatze bestehenden alten Geb\u00e4ude. Mit den Gr\u00fcndungsarbeiten konnte erst anfangs November 1885 vorgegangen werden; sie wurden\ndurch den Winter l\u00e4ngere Zeit unterbrochen und Ende Mai 1S86 fertig gestellt. Bis zrun Winter 1886/87 wurde fast der ganze Bau bis zum Hauptgesims hochgef\u00fchrt und noch ein Theil des Geb\u00e4udes mit Dach versehen. Ende Mai 1887 beendete man die Dachdeckerarbeiten des Instituts, und der innere Ausbau begann. Im Juli 1887 wurden die Arbeiten f\u00fcr das Wohnhaus in Angriff genommen und derart gef\u00f6rdert, dafs am 15. October das D\u00e4ch gerichtet und am 10. November die Schieferdeckerarbeiten beendet waren. Mit der Montirung der Heizanlage war am 1. August begonnen worden, sie wurde bis zum Februar 1888 soweit betriebsf\u00e4hig, dafs die Schlufsprobeheizung und vorl\u00e4ufige Abnahme stattfinden konnte. Die Gas- und Wasserleitungs-Arbeiten wurden Fr\u00fchjahr 1888 im grofsen vollendet, doch haben die letzten Fertigstellungen erst nach der Einbringung\nder inneren Einrichtungsgegenst\u00e4nde ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen und bis zur Uebergabe des Instituts gedauert. Die Leitungen f\u00fcr die Fernsprecheinrichtung sowie f\u00fcr die elektrische Klingel- und Lichtanlage wurden zur Zeit der Ausf\u00fchrung der Malerarbeiten im Sommer 1888 gelegt. Im M\u00e4rz 1888 erfolgte die Genehmigung der f\u00fcr die s\u00e4mtlichen inneren Aus-r\u00fcstungs - Gegenst\u00e4nde auf Grund vorangegangener Instructionsreisen angefertigten Zeichnungen. Ihre Bearbeitung war zeitraubend, doch wurde infolge der erzielten Genauigkeit dieser Unterlagen weiterer Zeitverlust bei der Ausf\u00fchrung vermieden. Die Uehergabe des Wohngeb\u00e4udes konnte am 1. October, die des Institutes nach reichlich ange-stellter Pr\u00fcfung aller Einrichtungen und Anlernling der Bediensteten am 21. December 1888 stattfinden.\nDie Baukosten haben betragen:\n1.\tF\u00fcr die Gr\u00fcndung.....................rund 29400^5,\n2.\tf\u00fcr den Hauptbau:","page":0},{"file":"p0293-294.txt","language":"de","ocr_de":"293\tKohte, Die Kirche San Lorenzo in Mailand.\t\t\t294\n\tUebertrag 294:00 Ji,\t\tUebertrag 230080 Ji,\t29400 Ji,\na) Erdarbeiten bis Kellersohle .\t1610 Ji,\tr) Bauf\u00fchrung .\t.\t.\t.\t.\t.\t21360 Ji,\t\nb) Maurerarbeiten\t\t23720 Ji,\ts) Insgemein .\t.\t.\t.\t.\t.\t14400 Ji,\t\nc) Maurermaterialien ....\t34210 Ji,\t\tzusammen .\t.\t265840 Ji,\nd) Asphaltarbeiten .\t.\t.\t.\t.\t850 Ji,\t3. Innere Einrichtung:\t\t\ne) Steinmetzarbeiten einschl. Mat\t66840 Ji,\ta) M\u00f6bel ....\t. . . . 27900 Ji,\t\nf) Zimmerarbeiten\t\t11540 Ji,\tb) Instrumente .\t.\t....\t24000 Ji,\t\ng) Stakerarbeiten\t\t990 Ji,\t\tzusammen .\t.\t51900 Ji,\nh) Schmiede- und Eisenarbeiten\t9780 Ji,\t4. Nebenanlagen .\t.\t\t16500 Ji,\ni) Dachdeckeiarbeiten ....\t5190 Ji,\t5. Nebengeb\u00e4ude .\t.\t\t9520 Ji,\nk) Klempnerarbeiten ....\t1820 Ji,\t\tim ganzen .\t.\t373160 Ji.\n1) Tischlerarbeiten\t\t22210 Ji,\tBei 784,5 qm bebauter Grundfl\u00e4che des Hauptbaues hat\t\t\nm) Schlosserarbeiten ....\t5210 Ji,\tdas Quadratmeter ausschliefslich Gr\u00fcndung 339 Ji, und bei\t\t\nn) Glaserarbeiten\t\t2550 Ji,\t11203,5 cbm Rauminhalt\t(von Kellersohle bis zu den Haupt-\t\no) Anstreicherarbeiten ....\t5760 Ji,\tgesimsen gerechnet) das\tCubikmeter 23,7 Ji gekostet. Die\t\np) Ofenarbeiten, Centralheizung.\t19900 Ji,\tBauausf\u00fchrung erfolgte unter Oberleitung des\t\tUniversit\u00e4ts-\nq) Gas- und Wasserleitung .\t.\t17900 Ji,\tArchitekten und Kreisbauinspectors Wentzel durch den Unter-\t\t\nzu \u00fcbertragen\t230080 Ji, 29400 Ji,\tzeichneten.\t\tZ\u00f6lffeL\nDie Kirche San Lorenzo in Mailand.\n(Mit Zeichnungen auf Blatt 29 bis 35 im Atlas.)\n(Schlu\u00df;.)\n(Alle Rechte Vorbehalten.)\nIII. Die Gestalt der Kirche in r\u00f6mischer, byzantinischer und romanischer Zeit\nLiegen auch keine sicheren schriftlichen Bel\u00e4ge vor, dafs San Lorenzo auf der Stelle eines untergegangenen r\u00f6mischen Baudenkmals sich erhebe, so liefert doch das heutige Geb\u00e4ude gen\u00fcgende Anzeichen, um diese Thatsache aufserhalb jedes Zweifels zu stellen. Die korinthischen nnd compositen Capitelle, welche in nicht geringer Zahl in San Lorenzo und in Sanlppolito vorhanden sind und alle zu einer gleichen Ordnung geh\u00f6ren, sind viel zu gut, als dafs sie > christlicher Zeit ausgef\u00fchrt sein k\u00f6nnten; vielmehr stimmen ihre Formen mit jenen der vor der Kirche befindlichen antiken S\u00e4ulenreihe v\u00f6llig \u00fcberein. Die genannten Capitelle m\u00f6gen einst zum Schmucke irgend eines heidnischen Prachtsaales geh\u00f6rt haben, der von ihrem heutigen Standorte nicht weit entfernt zu suchen sein wird. Desgleichen ist das vor San Aquilino befindliche Th\u00fcrgestell zweifellos r\u00f6mische Arbeit; wahrscheinlich gilt auch dasselbe f\u00fcr das unter den Grundmauern dieser Capelle gefundene Betonpflaster. Das Mauerwerk der \u00e4ltesten Theilo nicht allein der Kirche, sondern auch der ihr angeh\u00f6renden Bauwerke besteht aus Ziegeln, welche muthmafslich einem abgebrochenen r\u00f6mischen Bau entnommen sind, und zeigt Bildungen, f\u00fcr welche r\u00f6mische Vorbilder sich beibringen lassen. Die genaue TJebereinstimmung der Achsen von San Lorenzo mit denen der alten Capellen und sogar der antiken S\u00e4ulenreihe verdient, besonders bei einem mittelalterlichen Banwerke alle Aufmerksamkeit. Schliefslich sei auch auf die zahlreichen Bruchst\u00fccke von Inschriften der r\u00f6mischen Kaiserzeit hingewiesen, welche in und bei der Kirche gefunden worden sind.1)\nGew\u00f6hnlich pflegt eine Bodenerhebung den Ort zu kennzeichnen, wo ein m\u00e4chtiger Bau untergegangen ist, und auf\n1)\tTh. Mommsen, Corpus inscriptionum Latinarum. V, 2. Gallia cisalpina. Berlin, 1877. Fol. Nr. 5805 , 5806 , 5809, 5810, 5814, 59S2, 6223 und 6303.\neiner solchen steht San Lorenzo.1) Vom Carrobbio kommend, steigt der Corso di Porta Ticinese bis hinter der Mitte der antiken S\u00e4ulenreihe auf einer Strecke von 100 m um mehr als iy2 m an und fallt von dort wieder abw\u00e4rts.2) Von der S\u00e4ulenreihe steigt das Erdreich bis zur Schwelle der Kirche nochmals um 80 cm an. Noch gr\u00f6fser ist der Unterschied zwischen dem Fufsboden der Kirche und dem Pflaster der sie n\u00f6rdlich und \u00f6stlich umgebenden Piazza della Vetra, ein Unterschied, welcher beim Austritt aus San Sisto fast 3 m betr\u00e4gt, nach der gegen\u00fcber liegenden Seite des Platzes aber noch bedeutend w\u00e4chst3)\nSo grofsartig nun auch das antike Geb\u00e4ude, welches die Stelle von San Lorenzo einnahm, gewesen sein mag, so wurde es doch in solchem Mafse zerst\u00f6rt, dafs von seiner Gestalt uns nichts erhalten blieb. Das heutige Geb\u00e4ude steht, wie die Untersuchung der Grundmauern ergab, in keinem unmittelbaren Zusammenh\u00e4nge mit dem heidnischen. Es ist aber eine nicht ungew\u00f6hnliche Erscheinung in der Geschichte der kirchlichen Architektur, dafs sp\u00e4tere Erneuerungen einer Kirche zwar den Aufbau je nach den k\u00fcnstlerischen Anschauungen und dem technischen Verm\u00f6gen \u00e4ndern, das Wesen des alten Grundplans aber festhalten.4) Sollte der christliche Neubau daher nicht\n1)\tDer Boden Mailands, welcher im allgemeinen nach einer schiefen Ebene von Nordwest nach S\u00fcdost f\u00e4llt, sodafs der h\u00f6chste und der tiefste Theil der Stadt gegen einander einen Unterschied von 15 m aufweisen, ist von nat\u00fcrlichen Erhebungen frei. Wo dennoch Erhebungen Vorkommen, sind sie erst durch Zerst\u00f6rung alter Bauwerke hervorgerufen worden. VergL Milano Tecnica, Ipsografia.\n2)\tSeitdem man vor einigen Jahren die Br\u00fccke, welche \u00fcber den mittelalterlichen Festungsgraben f\u00fchrt, erneuert hat, ist allerdings das Gef\u00e4lle gegen' dieselbe hin verringert worden.\n3)\tDie Senkung des Platzes auf der Nordseite wird allerdings durch die Niederung der Vetabbia vermehrt, eines alten Canals, welcher ehemals zwar ein wichtiger Wasserlauf war, heute aber, da er stark eingeengt, \u00fcberbr\u00fcckt worden ist.\n4)\tEine bedeutende Ausnahme von dieser Regel bildet der centrale Neubau von S. Peter in Rom, welchen die Begeisterung der Renaissance f\u00fcr den Centralbau an Stelle des alten Langbaues setzte.","page":0}],"identifier":"lit26309","issued":"1890","language":"de","pages":"281-294","startpages":"281","title":"Neubau des physiologischen Institutes der Universit\u00e4t Marburg","type":"Journal Article","volume":"40"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T12:43:37.772641+00:00"}
