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{"created":"2022-01-31T13:31:38.254483+00:00","id":"lit29460","links":{},"metadata":{"contributors":[{"name":"Brehm, Alfred Edmund","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Hildburghausen: Bibliographisches Institut","fulltext":[{"file":"a0001.txt","language":"de","ocr_de":"^incite 3ftitl)c\u00fcung.\nip U \u00f6 g p 1.\nBtiic\u00fcc H\u00e4lfte.\n\u00e9\n'Sp\u00e4ljtr, \u00ef\u00e2itftr unb ^djrottnnur.","page":0},{"file":"a0002.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n","page":0},{"file":"a0003.txt","language":"de","ocr_de":"SUuf\u00efmte\u00e9\ntirCi\u00fciit.\n(Sine allgemeine\n&u u b c b c 3 \u00a3|Herteidj3\ntion % C $itf)m.\nTOt ^Ibbilbuttgen, au3gef\u00fcl)tt unter Leitung fcon 3t* \u00c6reffdjtttetf*\nVierter 3 a n &.\n^Ubbnrgljaitfem\nVerlag be\u00a7 SBiMiograip\u00efjtfdjett 3 n ft tint 3t\n1867,","page":0},{"file":"a0004.txt","language":"de","ocr_de":"5WZy\nr\t1\t1 ~\t' *\nMAX-PLANCK-INSTITUT F\u00dcR WISSENSCHAFTSGESCHICHTE\nBibliothek\n0l-3hi\u00ee\n3(\u00dfe SRecfjte bom Verleger \u00fcotfce\u00efja\u00eften.","page":0},{"file":"a0005.txt","language":"de","ocr_de":"W. C Mjnt\u2019S\nStflufttirteS Xfyittltbtn.\nVierter $an\u00f6.","page":0},{"file":"p0001.txt","language":"de","ocr_de":"pritte glei\u00dfe.\nJ0r p \u00e4 I) C X (Investigatores).\n35er Dcame, Zeichen \u00bbid) Ijter gur Regeichnung einer gr\u00f6\u00dferen 5Ingahl anfd)einenb berZanbter R\u00f6gel anZenbe, ift guerft bon iReichenbach, Zenn aud) nid)t gang in bemfelben \u00a9h\u00fcte gebraucht toorben. (Sr Zill 2S\u00f6geI bereinigen, Zeld)e bon anberen iRaturforfdhem tljeilZeife in biefer, theil; Zeife in Jener Orbnung eingereiht Zurben. SRach 2lnft<ht einiger \u00fcRaturforfcher geh\u00f6ren unfere \u00a9p\u00e4her 3u ben \u201e\u00a9ing;, \u00a9chrei;, \u00a9chrill; unb \u00dfletterb\u00f6geln\", nach 5lnftd\u00a7t anberer ^ier\u00efunbigen, gu ben \u201e\u00a9\u00fcnnfdhn\u00e4blern, \u00a9ihf\u00fcfjlern nnb ^\u00dfaargehern\". \u00a9emeinfchaftlidhe Regierungen ber einen gu ben anbern hat aufjer SReidhenbacE) fein anberer \u00a9hftematifer gu ernennen geglaubt.\n3cf) gefte^e gu, ba\u00a7 bie 3Serfd^ieben^eit ber bon bem genannten Slltmeifter bereinigten R\u00f6gel gr\u00f6\u00dfer ift, al\u00a7 innerhalb ber iReit)en, \u00efbeld^e ibir bi\u00ea^er f ernten lernten, fct)Iie\u00a7e mid) be\u00ea^a\u00efb aber bod) 9^eidf;enbad^ an, ibeil bie \u00a9paher, meiner 5tnftd^t nach, unter ftd) erfid^tlid^ere 5\u00efe^n\u00efid\u00ca>feit befiutben, al\u00a7 mit ben Stngeprigen anberer Orbnungen ober iReihert. R\u00dfenn man einen <\u00a3>orn; bogel mit einem Kolibri begleichen Zill, zirb man babon a\u00eflerbing\u00ea fd\u00dfiberlidf) (StZa\u00a7 geZahren; bergegenz\u00e4rtigt man fid) aber alte bie Bzifclfenglieber, ibeldf;e e3 gibt, fo erfcf>eint un\u00a7 bie RerZanbtfd)aft beibet bod) ibo^I nod) eher einteudE)tenb, al\u00ea bie Bufammengeh\u00f6rigfeit ber $olibti3 unb _ \u00c7pifangfreffer, ibe\u00efd^e fogat al\u00ea \u00a9lieber,ein unb berfe\u00efben Orbnung angefiTett ^b\u00efben ftnb.\n\u00a9ie fRei^e ber Ranger geid)net fief\u00bb bor allen \u00fcbrigen gIeid\u00c7>Vbert^tgen Abteilungen ber \u00aelaffe butd) \u00a9ef\u00eealtenreichthum au\u00ea. \u00a9ingelne \u00a9eftalten zieberholen fidb, fo.gu fagen, ^unbertfadf> : ein unb biefelbe \u00a9runbform fd^eint in Jba^r^aft Zmtbetbarer RSeife umgeftaltet, immer Zieber neu; gebi\u00efbet gu fein, fo bafj bie Trennung fd^\u00efber Zirb; anbere geigen mit benen, Zeldfe unbeftreitbar al\u00a7 RerZanbte angefe^en Zerben m\u00fcffen, nur geringe 5\u00efe^nlidf)\u00efeit. \u00a9ogenannte Rinbeglieber ftnben ftd) ungemein gahlreid) bor, unb nid)t b\u00efol fo\u00efd^e, ibeldfje nad) unferen Anfdhauungen Familien, fonbern aud) fo\u00efd^e, Zel<he Drbnungen berfn\u00fcpfen. \u00a9er Colibri, ZeldE)er, Zenn man bie \u00a9umme feiner \u00aeenngeicf)en ber\u00fcc\u00eeftd^tigt, mit feinem anberen Rogel berglid)en Zerben fann, ift, ibie ibir gu fagen pflegen, ingibei anberen, a\u00ef\u00a7 Orbnungen aufgufaffenben Abteilungen ber \u00a9ba\u00a7er erftdE)tlit bertreten, ber \u00a9fjed^t, eine burd^au\u00ea eigent\u00fcmliche \u00a9eftalt, innerhalb ber fReihe, unferen Gegriffen nad)\u2019, ibieberholt angebeutet. \u00a9a\u00ea \u00a9enrage be\u00ea \u00a9ingbogel\u00ea berfc^milgt mit bent be\u00ea \u00a9\u00fcnn; fdfnabler^; biefer geht a\u00eflgemat in ben f\u00f6letterbogel \u00fcber; ber Colibri ibirb, um midi) [o au\u00eagu; br\u00fcdten, gum \u00a9langbogel, biefer gum (Si\u00ebbogel ober gum Rienenfreffer, ober gum Rartbogel, ber Rartboget gu einem in ben pradhtbollften f\u00e4rben ' prangenben B^genmelfer ober gum $ufuf unb biefer ibieberum gum 5J3fefferfreffer, bem neuzeitlichen Rertreter be\u00ea ipornbogel\u00ea. \u00a9ie \u00a9dE)Zierigfeit, \u00a9rbnungen unb Familien ber R\u00f6gel gu bilben, ober gu begrengen, erreicht innerhalb ber fReiI)e ber \u00a9p\u00e4her ihren \u00a9tfefyunft.\n\u00a9er \u00a9eftaftenreichthum biefer fRei\u00efJe macht eine \u00a9efammtbefdhreibung berfelben gerabegu unm\u00f6glich, falt\u00ea man nicht eben aller gr\u00f6\u00dferen \u00a9ruppen im Refonberen gebenfen ober mit anberen SBorten ber \u00a9ingelbefdhreibung borgreifen Zill. .(S3 gibt fein \u00dcRerfmal, Zeld)e\u00a7 allen \u00a9M\u00e4hern gemeinfam ib\u00e4re.\teingelne \u00ee:he^ Seibe\u00ea1, jebe\u00ea \u00a9lieb, Jebe\u00ea S\u00f6erfgeug \u00e4nbert mandhfadh\nab; Refieberung unb F\u00e4rbung fxnb erftaunlichem S\u00dfecbfel unterZorfen. \u00a9amit h\u00e4ugt Rerf\u00abhieben;\nSre^m, S^ierle\u00f6en. IV.\t1","page":1},{"file":"p0002.txt","language":"de","ocr_de":"9\nSie Spa\u00dfer. SHetterO\u00f6gel.\n\u00dfeit ber SebenSioeife ixngertrenn\u00efid^ zufammen, ba ja ein \u00a9efc\u00df\u00f6pf nid;t anberS leben farnt, a\u00efs feine Segabung eS geftattet. \u00a9omit l\u00e4\u00dft fid\u00df \u00fcber bie \u00a9efammt\u00dfeit \u00ffwxx fe\u00dfr Sieles, aber faum et\u00efoaS Iteberfid\u00dftlid\u00dfeS fagen. SStan fann \u00dferoor\u00dfeben, ba\u00df bie (Sp\u00e4\u00dfer ade \u00a9\u00fcrtel ber Sreite unb ber ^p\u00f6\u00dfe beioo\u00dfnen, in ben \u00a9leic\u00dferl\u00e4ribern aber zd\u00dflreid\u00dfr auftreten als in ben gem\u00e4\u00dfigten ober falten , ba\u00df fie oorzugStoeife S\u00f6albo\u00f6gel ober boc\u00df me\u00dfr ober Weniger an S\u00e4ume gebunben finb -einzelne me\u00dfr, als alle anberen Sogei \u00fcber\u00dfaupt, \u2014 ba\u00df bie meiften \u00dfin\u00dfd\u00dftlic\u00df i\u00dfrer Segabung entfliehen hinter ben Quadern unb G\u00e4ngern zur\u00fcdfte\u00dfen, ba\u00df eS z* S. nur fe\u00dfr lofttige (S\u00e4nger, aber oiete unb arge Schreier unter ihnen gibt, ba\u00df fie oorzugStoeife t\u00dfierifd\u00dfe, jebod) aud\u00df pflanzliche Sta\u00dfrung zu fiep nehmen, ba\u00df \u00dfe'faft auSna\u00dfmSloS in \u00a9inioeibigfeit leben, gr\u00f6\u00dftenteils in -Ip\u00f6\u00dften br\u00fcten nnb ioei\u00dfe \u00a9ier legen, ba\u00df bie ioenigften oon ihnen toanberu, im \u00a9egent\u00dfeil nur einzelne gr\u00f6\u00dfere Steifen unternehmen, ba\u00df bie meiften unS n\u00e4\u00dfen, toenige unS fd\u00dfaben, ba\u00df oon ber gefammten Stnza\u00dfl nur einzelne fiel) f\u00fcr bie \u00a9efangenfd\u00dfaft eignen: hiermit ioirb aber auch SldeS gefagt fein, ioaS man im oorauS zu fcigeu hat; bentt alles? SBeitere mu\u00df au\u00a3 ber \u00a9iuzelbefd)reibung heroorgeheu.\n^Siebente tSrtmung.\n&te \u00c4lctter\u00fc\u00f6tjcl (Scansores).\n(\u00a7\u00a7 gibt ^Benennungen, meldie mau nidjt umgeben, ober \u00bbevmeiben \u00efann. \u00aeev D\u00eeame \u201e\u00aeletterOogel\", ioeld\u00dfer ftet\u00bb im loeiteften (Sinne gebraucht iourbe, ift fo bezeid\u00dfnenb f\u00fcr getoiffe SJiitglieber ber zweiten klaffe, ba\u00df er gerabezu als unerfe\u00dfbar erfd\u00dfeint. \u00a9ieS ejfl\u00e4rt fic\u00df, toenn man bebenft, ba\u00fc ber Staturforfd\u00dfer loie ber SJlat\u00dfematifer oon bem \u00a9rutibgefe\u00df feiner SBiffenfd\u00dfaft, ber SL\u00dfatf\u00e4c\u00dflic\u00dffeit, nie\u00dft abloeic\u00dfen barf, ba\u00df feiner S\u00df^nta\u00dfe beftimmte, unoerr\u00fcefbare \u00a9renzen geftedt finb. SDie Staturloiffenfd\u00dfaft oerlangt auch im Siebenf\u00e4d\u00dfiid\u00dfen \u00dflar\u00dfeit itnb Seftimmt\u00dfeit. Sie geftattet, ben einzelnen \u00a9egenftanb in ber freieften SBBeife aufzufaff\u00e9n ober zu be\u00dfanbeln, aber \u00dfe forbert Sead\u00dftung, i\u00dfrer \u00a9efe\u00dfe unb Stegein, fobalb biefer einzelne \u00a9egenftanb mit anbertt oerglic\u00dfen ober fonf\u00fcoie in Sezie\u00dfung gebrae\u00dft toirb. \u00a9in einzelne\u00bb \u00a9\u00dfier $u benennen, i|t fe\u00dfr leic\u00dft, f\u00fcr eine \u00a9nippe oon S\u00dfieren einen Stamen zu er\u00dfnben, ungemein fd\u00dftoierig. 3m erfteren gade barf Rimmel unb .Jp\u00f6de in Seloegung gefe\u00dft loerben, im le\u00dfteren ioid Sides ioo\u00dfl ertoogen unb bebae\u00dft fein. 3ur Benennung beS \u00a9inzelioefenS Joerben bie Stamen Oon \u00a9\u00f6ttern unb gelben, oon Sergget\u00dfern, $een, (Splp\u00dfen, Stireu unb \u00e4\u00dfulic\u00dfem luftigen \u00a9e\u00dfnbel mit \u00a9rfolg oerioanbt; ja, eS m\u00fcrbe ma\u00dfrfd\u00dfeinlid) adgemein beliebigen, ioenn man ein nod\u00df uubefd\u00dfriebeneS Sd\u00dftoein zu \u00a9\u00dfren beS heiligen Slnton ober eine \u2014 \u00a3aube zu gr\u00f6\u00dferem Stu\u00dfrne irgenb einer felig gefproc\u00dfenen Stonne benennen ioodte, ba innige Sezie\u00dfungen genannter \u00a9\u00dfiere zu gebad\u00dften Sn'f\u00f6nlid\u00dffeiten faum in $rage geftedt toerben f\u00f6nnen: aber bergteie\u00dfen $\u00fc\u00dfn\u00dfeiten Oerbieten \u00dfc\u00df oon fetbft, fobalb eS \u00dfd\u00df um eine \u00a9efammtbezeid\u00dfnuug \u00dfanbelt. \u00a9iefe fod eben eine Sezeic\u00dfnung, fie fod bebeutfam fein, b. \u00df. irgenb etioaS ber \u00a9efammt\u00dfeit \u00a9emeinfameS auSbr\u00fcdeu.\n\u00a9er Stame ^lettero\u00f6gel ift alt \u00dfergebrad\u00dft; aber er ift oer\u00df\u00dfieben gebraud\u00dft loorben. 9)tan \u00dfat mit i\u00dfm aud\u00df Sogeifamilien bezeichnet, f\u00fcr loelc\u00dfe er auS bem \u00a9runbe faum paffenb crfd\u00dfeint, toeil fein einziges i\u00dfrer 3)titglieber bie ^\u00e4\u00dfigfeit be\u00df\u00dft, ioelc\u00dfe er auSbr\u00fcdeu mid. 3d\u00df \u00dfabe oben bie \u00a9r\u00fcnbe angegeben, toeld\u00dfe mid\u00df beftimmten, bie Papageien oon ben \u00c4letterO\u00f6gelu zu trennen, unb id) merbe fp\u00e4ter noe\u00df me\u00dfr zu fagen \u00dfaben: einf\u00dcoeileiOoid id\u00df bemerfen, ba\u00df id\u00df, fa\u00df \u00fcberein\u00dfimmenb mit Steid)etxbac\u00df, unter ben $letterO\u00f6geln nur einen \u00a9\u00dfeil ber fogenaunten \u00a9.\u00fcnnfc\u00dfn\u00e4bler unb bie (Sped\u00dfto\u00f6gef oerfte\u00dfe. \u00a9iefe beiben Sogeigruppen ge\u00dfen fo er\u00dfc\u00dftlid) in einanber \u00fcber unb","page":2},{"file":"p0003.txt","language":"de","ocr_de":"I\n?\u00cf\u00cflgcmeine\u00a7.\n3\npaben, Wenigften\u00ea tpeilWeife, fo \u00a9iele\u00ea itt Seben\u00eaart unb betragen mit einanber gemein, ba\u00df idp |ebe Trennung, Weldpe fie \u00bboit einanberrei\u00dft, f\u00fcr ungerechtfertigt anfepen mu\u00df, obgleid) idp mtr boit; fommett bewu\u00dft bin, ba\u00df eingelne 5. \u00a9. cntwidelte \u00a9ingmu\u00eafeln paben,.W\u00e4prenb biefe anbern fehlen, ober ba\u00df einige feine\u00eaWeg\u00ea in bent \u00a9inn\u00e9 f lettern, Wie e\u00ea bic \u00a9pedpte, \u00a9pedptmeifen ober \u00a9aunt; fteiger tpun. \u00a9erfdpiebenpeit int \u00a9au be\u00ea Seibe\u00ea unb bementfpredpenb audp in ber \u00a3eben\u00ea Weife tx>irb unter ben Angeh\u00f6rigen biefer Orbnung felbftberft\u00e2nblidp ebenfogut betnerflid), Wie bei ben \u00a9liebem anberer g\u00efeid^it>ert^igen Abteilungen.\n\u00a9erfud\u00df man bie \u00c6\u00efetterb\u00f4gel im allgemeinen gu f enngeidpnen, fo l\u00e4\u00dft ftd^ etwa \u00c7olgenbe\u00ea fagen. S)er \u00a3eib ift geftredt, aber bodp fr\u00e4ftig gebaut, ber $al\u00ea ftlrg, ber \u00aeopf gro\u00df. 2)er \u00a9c\u00ef)nabel ift mittellang ober fe^r lang, teilf\u00f6rmig unb ftarf ober gebogen unb fc^toad^. \u00a9ie $\u00fc\u00dfe ftnb furg; l\u00e4ufig, aber langlebig. \u00a9ie 3epen ftnb entWeber regelm\u00e4\u00dfig georbnet ober paarig geftedt, au\u00a7; napm\u00eaWeife aud) oon oier auf brei berringert, ohne ba\u00df man fagen f\u00f6nnte berf\u00fcmmert; bie \u00fcft\u00e4gel, Welcpe fte bekehren, geidpnen \u00dfcp cm3 burd) \u00a9r\u00f6\u00dfe, S\u00df\u00f6lbung unb \u00a9cp\u00e4rfe. \u00a9er Fl\u00fcgel *ift mittel; lang unb gerunbet, guWeilett fehl' breit, niemals fdhmal unb fpip. \u00a9er \u00a9dpWang tann fehr berfdpieben gebilbet fein. S\u00f6egeid^nettb erfd^eint er bei ben botlenbetften \u00a9eftalten ber \u00a9rbnung; benn hier ift er gunt \u00a9temmfdpWang geworben unb pat bamit eine \u00a9ebeutung erlangt, toeldhe ohne \u00a9leidjen ift innerhalb ber gangen klaffe: er bient nicpt allein al\u00ea \u00a9teuerruber be\u00ea fliegenben, fonbern auch al\u00a7 \u00a9t\u00fcpe be\u00ea f entrechte fl\u00e4chen ertletternben \u00a9ogel\u00ea. \u00a9a\u00a7 \u00a9efieber l\u00e4\u00dft \u00dfcp im allgemeinen nicht befdpreiben; benn Wenn man audh behaupten barf, ba\u00df eine geWiffe Ueberein; ftimmung nacpgeWiefen Werben tann, fo bezieht ftdh .\u00a9a\u00ea bocp immer nur auf einzelne \u00a9ruppen, nicht auf bie \u00a9efammtpeit ber Orbnung. \u00a9ei ben einen liegen bie Gebern glatt, bei ben attbertt locter an; bei bief en ift bie F\u00e4rbung buffer, erb; ober baumrinbefarbig, jene prangen in f\u00f6ftfidpen Farben unb Wetteifern mit ben fd\u00dfmmernbften, gl\u00e4ngenbften \u00a9\u00f6geln \u00fcberhaupt; bei eingelnen \u00e4hneln ftdh bie \u00a9efdpledpter, bei oielen unterfdpeiben \u00dfe ftdh fehr Wefentlieh k. \u00a9ie \u00a9igentp\u00fcmlidp; feiten be\u00ea inneren \u00a9atte\u00ea f\u00f6nnen hier nicht befprod^en Werben; ba\u00ea SBidptigfte foil bei \u00a9efdpreibung ber eingelnen Familien eine \u00a9teile \u00dfnben.\nUnter ben \u00a9innen field ba\u00a7 \u00a9e\u00dfept noch entfdpieben oben an; al\u00ea bemn\u00e4dhft entwidettfier \u00a9inn aber b\u00fcrfte ba\u00ea \u00a9ef\u00fchl, Weldpe\u00ea pier al8 \u00a3a\u00df\u00dfnn aufgefa\u00dft Werben mu\u00df, gu begeidhnen fein. \u00a9ie 3unge oerliert bei ben f\u00f6letterb\u00f6geln theilWeife ihre \u00a9ebeutung : fie ift Weniger ein A\u00f6erfgeug be\u00ea \u00a9efdpmadf\u00ea, al\u00ea ein folcpe\u00ea be\u00ea \u00efaftfinn\u00ea. Atlerbing\u00ea .gibt e\u00e9 aud) eingelne \u00a9\u00fcnnfcpn\u00e2bler,, Weldpe nur eine oerf\u00fcmmerte 3unge be\u00dfpen unb f\u00fcglid) bocp nidpt bem \u00a9erbanbe ber \u00c6letterb\u00f4gel entriffen Werben b\u00fcrfen: fie aber ftnb Aufnahmen, Weld)e bie Siegel faum beeintr\u00e4chtigen. \u00a9iefe beleprt un\u00ea, ba\u00df bie 3un9e eine \u2122 h\u00b0^em \u00a9rabe beadpten\u00eaWertpe, burdpau\u00ea eigentp\u00fcmlidpe \u00a9ntwidtelung geigt, \u00a9ei ben meiflen \u00aetetterb\u00f6geln f\u00fcllt \u00dfe nidpt blo\u00ea bie \u00a9cpnabelp\u00f6plung bollft\u00e4nbig au\u00ea, fonbern tann aud) nodj Weit \u00fcber bie \u00a9cpnabetfpipe oorgeftredt unb ebenfoWopl gum Aufnepmen ober Anfpie\u00dfen beftimmter \u00a9egenft\u00e4nbe, Wie gum haften- gebraudpt Werben, \u00a9ine befottbere Anlage be\u00ea 3un9eTt^e^n\u00ea unb berfdpiebener \u00a9tu\u00eafeln Oerleipt ipr $\u00e4pigf eiten, Weldpe feiten \u00dfnb unter bett ge\u00dfeberten fft\u00fccfgrattpieren unb in \u00e4pnlicper SBeife \u00fcberhaupt nur nodp ben \u00a9erWanbten ber ^letter; o\u00f6gel, b. p. anberen \u00a9p\u00e4pern gufommen. \u00aeiefe ^\u00e4pigfeiten f\u00f6nnen fepr oerfdpiebene fein, Wie bie 3unge felbft oerfdpieben ift: ipre \u00a9ebeutung aber bleibt im Wefentticpen biefelbe.\t\u00a9ep\u00f6r mag\nungef\u00e4pr auf berfelben ^\u00f6pe fiepen, Wie ber \u00a9aft\u00dfnn. Ueber ben \u00a9efepmadf l\u00e4\u00dft \u00dfdp fcpWer ein Urtpeil f\u00e4llen, Weil man \u00dfdp niemals flar Wirb, Wie biel man bei hierauf beg\u00fcglidpen \u00a9dplu\u00df; folgerungen auf \u00dftedpnmtg jbe8 \u00a9ef\u00fcpf\u00ea gu fepen pat. \u00a9er \u00a9erudp ift Waprfcpeinticp al\u00ea ber ant Wenigften entwidelte \u00a9inn gu begeidpnen, obWopl \u00a9tandpe\u00ea f\u00fcr ba\u00ea \u00a9egentpeil gu fpredpen fdpetnt.\n\u00a9a\u00ea \u00a9epirn ift Oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00df, f\u00fcr geiftige ^p\u00e4tigfeit alfo bie unumg\u00e4nglicp n\u00f6tpige \u00a9runblage oorpanben.\tt\n\u00a9ntfpredpenb ber Seibe\u00eabilbung unb ben \u00a9egabungett ber \u00aeletterb\u00f6gel m\u00fcffen Aufentpalf Seben\u00eaWeife, 3\u00d6efen unb \u00a9etragen fepr berfdpieben fein, \u00a9ie \u00a9rbnuttg verbreitet \u00dfdp \u00fcber alle\n1*","page":3},{"file":"p0004.txt","language":"de","ocr_de":"4\n\u00aeie \u00a9!p\u00e4ber. \u00dfletterv\u00f6get.\n(Srbt^et\u00efe unb auch fa\u00df \u00fcber ade \u00a9\u00fcrtel berfelben; viele ihrer Familien ftnb aber htnft<htlid) i^re\u00ea Sorfommeng fe^r befc^r\u00e4nft unb Serben im g\u00fcnftigften Satte in anberen S\u00e4ubern bur<h Sermanbte vertreten; h\u00f6chfteng von einer ^antilie bann man jagen, ba\u00df ihre Siitglieber in a\u00dfen (Srbtfyeilen leben. Sluch ber Serbreitungglreig ber einzelnen Slrten ift gemohulidj ein eng begrenzter, menn aud) nid)t immer bez\u00fcglich. feiner Slugbehnung, ba bie Sefd;affenl)eit einer \u00a9ertlichleit beftimmenb fein bann. \u00a9er S\u00dfalb ift ber bevorzugte tt\u00dfohufth nuferer S\u00f6gel: fie Heitern an S\u00e4umen, aug; nalfuigmeife nur an Selfentv\u00e4nben, unb betreiben nod) feltener auf bem fladyen Soben i^re 3>agb. 3e reichhaltiger ber SBalb, um fo vollz\u00e4hliger ift nufere \u00a9rbnmtg Vertreten: auf beftimmten S\u00e4umen leben auch beftimmte \u00dftetterv\u00f6gel. \u00a9ie SUlehrga^l Verteilt jalfraug, jahrein innerhalb beg heimatlichen \u00a9ebieteg, ftreicht h\u00f6chfteng in ihm hm unb her; manche aber manbent auch, unb einzelne Ziehen mit berfelben Sftegelm\u00e4^igbeit, mie anbere Sugv\u00f6gel. Sille ohne Slugnahute finb m\u00e4hlerifd) r\u00fccbfichtlich i^re\u00ea Sluf enthaltet ; mo. ftd^ ber eine behaglich f\u00fchlt, Vermiet ber anbere bie Sebingungen Zu feinem SBohibefinben. S\u00fclle ober St\u00e4ngel an Nahrung ift ficherlich von gro\u00dfem Einflu\u00df auf bie SBahl beg Aufenthalte^; aber bie Nahrung allein beftimmt biefen burchaug nicht; benn gerabe ber ^lettervogel verlangt, ba\u00df auch anbere \u00a9rforberniffe, metche er an fein Seben [teilt, erf\u00fcllt ftnb.\nS\u00eean fotCte meinen, ba\u00df ein Sogei, meldet* leiblich moljl augger\u00fcftet unb geiftig moljl begabt ift, fich allerorten heimifd) machen tonnte, tann aber gerabe bei ben Singeh\u00f6rigen biefer \u00a9rbnmtg bag \u00a9egentheil mahrnehmen. \u00a9er \u00c4lettervoget fliegt gut, z^^r nicht mit ber \u00a9emanbtheit ber Sevorzugteften feiner klaffe, aber hoch ohne Sefdjmerbe; er ift auf bem Soben nicht fremb unb auf ben S\u00e4umen Steifter; er ift ein \u00a9p\u00e4her, nicht btog bem Stamen nach, fonbern in ber \u00a9h^ unb Wahrheit: ein \u00a9p\u00e4her, meiner nid)t allein mit bem Sluge, fonbern auch mit feiner Bunge fteht; er ift feinegmegg auf eine beftimmte Sahrung angemiefen, beft^t vielmehr einen Stagen, Welcher, menn auch nicht fo viel, mie bie Kirche, fo hoch gar Standferlei verbauen unb nicht blog nuhtog, mie jene, Verbauen, fonbern in \u00a9aft unb Slut vermanbetn tann; er ift tlug unb Vorfid)tig, tennt feine ^einbe unb verfteht eg, \u00a9an! feiner \u00c4lettert\u00fcnfie, mehr, atg mancher anbere, Sachftellungen zu entgehen: \u2014 aber er verlangt auch, mehr alg anbere, eine paffenbe S\u00dfohnung, alfo nicht blog einen geeigneten SBohufth- \u00a9ie Stehrzahl ber S\u00f6gel beanfprucht teine S\u00dfohuung (benn bag Steft ift alg folche nicht aufzufaffen); fie begn\u00fcgt fich mit einem m\u00f6gtichft |titten, ungeft\u00f6rten 5pia|e zum Slugruhen unb (Schlafen, unb erft, menn bie \u00a9orge um bie Srut fich geltenb macht, bentt fie baran, f\u00fcr biefe eine $inberftube herzurichten: bie Stehlt ber $tetterv\u00f6get hmgegen mohnt in einem beftimmten Saume, mie bag \u00a9\u00e2ugetljier in feinem Sau ober Sager, unb biefer Staunt muff ein von it)m felbft ober Von einem SlnVermanbten hergerichteter fein, menn er behagen foil. 3>e mehr ein Stitglieb unferer \u00a9rbnmtg ben vottenbetften \u00dftetterv\u00f6geln \u00e4huelt, um fo fefter h\u00e4lt eg an biefer eigen; th\u00fcmlicben \u00a9itte feft. \u00a9ie h\u00e4ngt mit ben erften \u00a9inbr\u00fcden ber \u00c6inbheit burchaug nicht zufammen; benn anbere H\u00f6hlenbr\u00fcter fd>iafen ober mohnen nicht regelm\u00e4\u00dfig iu \u00e4hnlichen \u00a9chtubfminfetn, mie fte zum Sefibau auggefud)t m\u00fcrben: eg ift vielmehr eine Slngemohuheit, melche, au\u00dfer ben tlugen Papageien unb bem flauen Steiftet* \u00a9pah, um* menige S\u00f6gel mit jenen theilen. \u00a9ementfyre<henb ift ein \u00a9hecbt, eine \u00a9pechtmeife, ein Saumt\u00e4ufer unbenlbar ohue S\u00e4ume mit H\u00e4ngen, ein Stauerl\u00e4ufer ohne geeignete \u00a9teinh\u00f6hten. Sei anberen $letterv\u00f6geln in unferem \u00a9inne, meldje nicht in hohleu S\u00e4umen mohuen, mirb bie Sahrmt'ggergiebig\u00efeit einer beftimmten \u00a9ertlid)!eit ma\u00df; gebenb, unb beglfatb ftnb auch fte gebunben.\n\u00a9\u00e4mmttiche \u00aeletterv\u00f6gel ohue Slugnahme ftnb \u00aeerbthierfreffer; aber bie \u00aeerbtl)iere bilben nicht bei allen Familien unb Slrten bag augfchlie\u00dftiche gutter. Sicht menige n\u00e4hren ftd; nebenbei ober Zeitmeilig g\u00e4nzlich auch Von ^\u00dfflanzenftoffen nnb zmar von Fr\u00fcchten unb Seeren ebenfomoht atg von S\u00fcffen, \u00a9\u00e4mereiett ober von H\u00b0uig unb Sl\u00fcthenftaub. \u00a9ie \u00a9rmerbrntg ber Satzung erforbert ftetg eine \u00a9h\u00e4tigteit, mie fte Von ben higher befdjri^enen S\u00f6geln nid;t ober h\u00f6chfteng in befd)r\u00e4n!tem \u00a9rabe unb augnahmgmeife ge\u00fcbt mirb. \u00a9ie Stauung mirb n\u00e4mlich iu ber Segel meber aufgelefen, nod) burch Sachjagen im Sluge erbeutet, fonbern aug bem Serborgenen heworgefucht, oft unter","page":4},{"file":"p0005.txt","language":"de","ocr_de":"2\u00dflgemeine\u00a7.\n5\nS\u00efufttxtnb toon bebeutenber \u00c4raft unb mit toieler \u00dfft\u00fche. $>ie tletterto\u00f6gel Beuten bie Xiefe ber \u00a9lumenfeite ober bag innere ber St\u00fctzen aug nnb burtf\u00ee\u00f4bern aCte SBerftec\u00efpI\u00e2^e ber \u00c6erbthiere unter ber Vaumrinbe ober im Innern beg morftenben \u00a3oI\u00a7eg. Einige muffen fit in pige ihrer \u00a9tm\u00e4te mit 2)em Begn\u00fcgen, mag bie OBerft\u00e4c^e Bietet; anbere arbeiten gewaltig, um bag Ven Borgenfte Bto^ulegen.\n3eber einzelne nu^t bie ihm eigent\u00fcmliche Vegabuitg in Befter SBeife. 5\u00a3>er eine h\u00f6ngt fiel), nad) SReifenart, an bie 3meige nnb fud)t fie uub bie an ihnen haftenben Vt\u00e4tter unb Vl\u00fcthen forg= faltig ab, ber anbere Be\u00eflettert Vaumft\u00fcmme, ber britte plfenm\u00e4nbe; ber toierte treibt eg auf bem \u00fcBoben, mie jene auf ben V\u00e4umen: bie 3lrt ber 3agb ift ebenfo toerfcB>teben, mie ber \u00a9rab ber Vemegunggf\u00e4higfeit.\t.\nDiicht alle \u00dfletterto\u00f6gel entbehren beg 2Bohllaute\u00ea ber \u00a9timme; benn auch in biefer Orbnung gibt e\u00ea \u00a9\u00e4nger, obgleich bereu 2\u00efn$aht nicht gerabe bebeutenb,. nnb bie \u00a9ingf\u00e4higfeit eine toerh\u00e4ltni^ m\u00e4&ig geringe ift. \u00a3)ie \u00dfReh^aht freilich ift unf\u00e4hig &u fingen; fte ift h<>#en\u00ea im Staube, einzelne ivohllautenbe ^\u00f6ne hertoor^ubringen. Von ber \u00a9angeggabe einzelner ift mit \u00a9ntg\u00fc\u00dfen gefprodjen morben: \u2014 ob baffelbe ein gerechteg toar, bleibt fraglich- \u00a9r\u00f6ffere Beachtung, a!3 ber \u00a9efang biefer betoorgugten, toerbient tx?ahrftheinlich) bie toon toielen SRitgliebern ber Orbnnng beliebte Venu^ung nat\u00fcrlicher \u00fctonmerfjeuge, in ber SIbfitt, babur\u00e7h \u00a9ef\u00fchle augjubr\u00fc\u00dfen; benn berartige f\u00fcnfte merben eben nur toon $Ietterto\u00f6geln ge\u00fcbt, 3eber anbere SSogel fingt ober ft\u00abit - ber \u00a9pecht trommelt feine Siebegbegeifterung in bag \u00a3>hr feiner ^Begehrten ober \u00a9rmorbenen: er toerfe^t frembe Korber in \u00a9tmingungen unb entto\u00dft ihnen kl\u00e4nge, um fi<h nnb Slnbere an ihnen gu erfreuen.\nS)ag \u00fcReft ber f\u00f6letterto\u00f6get mirb toerfchieben angelegt unb hergerichtet. SBohl bie meiften brm ten in fohlen, toiele ohne Weitere Vorbereitung, einzelne natbem fie biefelben paffenb auggelleibet; unter ber einen .fpalbfteib ber Orbnung, melte bie 2)\u00fcnnfchn\u00e4bier umfa\u00dft, gibt eg aber auch toiele, ioetche mehr ober Weniger f\u00fcnftlid;e \u00a9eb\u00e4ube in bem \u00a9e^meige ober auf bem Voben errieten, \u00a9tmag Slbfonberlicheg'ift allen SReftern gemein. 2)ie Sln^ahl ber (Ster eineg \u00a9ele^eg ft^an\u00eft, mie in anberen Drbnungen, unb aut \u00a9eftalt unb F\u00e4rbung ber \u00a9ier metfeln toielfach ab. Veibe \u00a9e= fehlechter br\u00fcten, unb beibe feiten reblich bie \u00dfR\u00fchen ber luptt ihrer geliebten Vrut.\npr bie \u00a9efangenfehaft eignen fit Wenige \u00dfRitglieber biefer Drbnung. 3h\u00ab Haltung toen urfacht befonbere \u00a9tmierigfeiten. \u00a3)ie menigfien gem\u00f6hnen fid) leicht an ein haffen^eg \u00a9rfahfutter, unb toiele erftmeren megen ihrer Unruhe unb ^erft\u00f6rungglufi ober ^erft\u00f6runggf\u00e4higleit ihre \u00a9in= fperrung in K\u00e4figen ober ^immern. ^Diejenigen \u00dfletterto\u00f6gel, mette higher gefangen gehalten m\u00fcrben, haben ft<h Ausnahme bie Zuneigung ober menigfteng bie SEheitnahme ihreg \u00a9ebieterg ju ermerben toerftanben. \u00dfBenn man ihnen bie Vebingungen erf\u00fcllt, melte $u einem ertr\u00e4glichen \u00a3)afein im Werter erforberlich fmb, betunben fte auch $ier bie tootle Sebhaftigteft unb \u00a9igenth\u00fcmtit? feit ihreg SSefeng. \u00a9ingelne merben gohm, \u201emie ein \u00a3unb\"; fte gem\u00f6hnen ft, in ihrem Pfleger aut ihren \u00a9ebieter \u00a7u fehen, folgen ihm auf feinen S\u00dfegen getreulit.nat -unb taffen fit 3um nnb \u00a9infliegen gem\u00f6hnen, ja, f\u00f6rmlit &um \u00a3augthiere maten. Slnberen V\u00f6geln gegen\u00fcber geigen fie fit h&tf* \u00bbertr\u00e4glit: ^nxh f\u00ab entfalten eine 9Renge guter \u00a9igenftaften.\nIlle \u00c4tetterto\u00f6gel ftnb n\u00fcfclit, fein einiger ift ft&blidji. Unfer 3Balb, \u2018unfere V\u00e4ume \u00fcben hauf\u00eet, haben in biefer Orbnung ihre beften peunbe, ihre \u00a9traiter. SDer rohe Verfianb beg unge= bilbeten teuften mi\u00df 2)ag freist nitt immer einfehen; baher ift eg bie unabmeigtite WW *>er \u00a9ebilbeten, trerfeitg nat heften Kr\u00e4ften fit ^er ^tetterto\u00f6gel an^unehmen. \u00a3)te \u00a9bette, \u00a9f>ett; nteifen, Vauml\u00e4ufer unb mie fte fonfi not hei\u00a7en m\u00f6gen, f\u00fcllten ung heilig fein, b. h- atg unantaft; bare, untoerleblite 2\u00f6efen gelten.\n3t muff mit peuben be\u00efennen, ba\u00a7 eine berartige SUtftauung fit immer mehr Va\u00efjn Brid\u00e2t. \u00ee)ag fo toielfat toerftriene V\u00f6irten ber SRaturforfter beginnt p\u00fcttc gu tragen, bag Sitt, melteg fte ju toerbrei-ten futen,' \u00a9egenben unb S\u00e4nber gu erhe\u00dfen, in benen bie VBiffenftaft big in bie","page":5},{"file":"p0006.txt","language":"de","ocr_de":"6\n\u00aeie \u20acty\u00e4f)er. \u00dfletter\u00fc\u00f6gel. Slumenb\u00f6gel.\nneuefie 3eit in 23antt unb Sicht erkl\u00e4rt trat. (5rft in ben lebten Oagett ift mir bei* f\u00fcr ben b\u00f6hntifd)en Sanbtag bestimmte (Snttrurf eines\u00bb \u00a9efe^e\u00ea gum \u00a9d)uhe bei* n\u00fchlid)en S\u00f6gel gugegangen, nnb e\u00ea ftet)t gu Reffen, ba\u00df biefeg \u00a9efefj angenommen unb in SSMrffam'feit gefegt Serben trirb. (51)re ben SJi\u00e4nnern, iretd)e biefen \u00a9egenftanb f\u00fcr tr\u00fcrbig eradf>tet haben, Sanbegfad)e, \u00a9taatgangetegenh'eit gu trerben!\n(5g ift \u00fcblid), bie 23\u00f4get, treld)e unfere Orbmtng bilben, in bie beiben, oben genannten f\u00fcnfte einstweilen. Sllg bie ^\u00f6d^ftfteW>enben fiel)t man bie O\u00fcnnfd)n\u00e4bler (Tenuirostres) an/obgleid) man fie nid)t bie \u00f6o\u00fcenbetften \u00dfdetterb\u00f6gel nennen barf. 3d) Wa^e ^em 3\u00ef\u00eft^ergebrad^ten Rechnung getragen, inbem id) mit \u00dc)nen bie ffte\u00fc)e ber gamilien er\u00f6ffne. Sllg $enngeid)en ber \u00a9efamnitheit gelten ber 25au beg \u00a9d)nabelg unb ber $\u00fcfje. . (5rfterer ift b\u00fcnn nnb getr\u00f6hnlid) gebogen, testera* nid)t paatgehig. 3w \u00fcbrigen mu\u00df auf bag Skd)ftehenbe bertriefen trerben.\nOie 3lehnlid)feit, treld)e einige $letterb\u00f6gel mit getriffen \u00a9ingb\u00f6getn geigen, barf f\u00fcr ung ein \u00a9tunb fein, mit ihnen bie Sfteihe unb Orbnung gu er\u00f6ffnen. 3\u00f6it trollen gurt\u00e4d)ft ung befd)\u00e4ftigen mit ben 23tumenb\u00f6getn (Certhiolae), einer irenig Sitten g\u00e4l)lenben \u00a9rufSe Heiner f\u00fcbamerifa; nifd)et 3S\u00f6gel bon pr\u00e4chtiger F\u00e4rbung. \u00a9ie finb fd)tanf gebaut; il)r \u00a9d)nabel ift mittellang, an ber SBurgel berft\u00e4rft, lang\u00e9 ber $irfte fd)irad) gebogen; bie \u00dct\u00e4nbcr beg Dbetfd)nabelg finb eintr\u00e4rtg ge\u00efr\u00fcnnnt; bie ^\u00fc\u00dfe finb furg unb giemtid) fr\u00e4ftig; ber Fl\u00fcgel ift mittellang, ber fpanbt\u00ef)ei\u00ef befielt aug neun \u00a9d)tringen, unter betten bie gtreite, britte unb bierte faft bon gleicher S\u00e4nge unb bie t\u00e4ngften finb; ber \u00a9d)trang ift mittellang unb giemlid) treid)febetig. Oie 3unge ift lang, gehalten unb fabig, aber nid)t augftredbar. Oie @efd)ted)tet unterfd)eiben ftdft in ber F\u00e4rbung: bie SOt\u00e4nnd^en finb getr\u00f6hnlid) blau, bie SBeibd^en meift gr\u00fcn.\nSille 23lumenb\u00f6get finb, nad) ber Serftd)erung be\u00e9 ^ringen bon SSMeb, muntere, aUerliebfte \u00a9efep\u00f6pfe, treld)e in ihrem SBefett unb in il)rer Sebengart bie gr\u00f6\u00dfte 3lehnlid)feit mit unfern \u00a9\u00e4ngent geigen, \u00a9ie finb beft\u00e4nbig in S3etregung, galten ftd) befonberg in ben h\u00f6hnen 3toei\u00e4en ber 2\u00f6atb= b\u00e4ume auf, fliegen ^ter bon 91ft gu Sift, W^n9ert fid) aud) troWl trie bie SJieifen an bie 3treige unb berfolgen \u00aeerbthicre ober gehen ben $r\u00fcd)ten nad^. Oer ^\u00dfring l)ftt in ihrem SJiagen mel)r $r\u00fcd)te atg $erbtl)iere gefunben, namentlich fd)\u00f6tte rot^e \u00a9ament\u00f6rner unb 23eeten. \u00a9ie gieren aber aud) allen Slrten ber reifenben SSaumfr\u00fcd^te unb befonberg ben Orangen nad), benen \u00fcberhaupt faft alle Heineren braftlianifcl>en S\u00f6get gef\u00e4hrlich trerben. 3ur 3Ht ber Steife biefer $r\u00fcd)te hornmen fie in bie \u00a9\u00e4rten unb n\u00e4hern ftd^ ben menfd)tid)en S\u00dfoi)nungen, gang fo, trie bie \u00a9\u00e4nger unb $infen ben \u00fcnfrigen. llebrigen\u00ea leben fie ebenfotroI)l in ben gefd)loffenen Salbungen, trie in ben minber bid)t ftel)enben @eb\u00fcfd)en. Oie getr\u00f6l)ntid)e Sodftimme ift ein \u00efurger Saut; einen eigentlichen \u00a9efang Weit ber $ring nie bon ihnen geh\u00f6rt.\nOie 231 au b\u00f6get (Caereba) tenngeid)nen ftd) burch langen, biinnen, feitlid) ettrag gufammett; gebr\u00fcdten, nut born flat! gugefpihten \u00a9d)nabel mit feid)ter $erbe bot ber \u00a9fn^e, burch giemlidh lange, fpi^e Fl\u00fcgel, in benen bie gtreite unb britte \u00a9d)irittge gleich lang unb bie l\u00e4ngften finb, burd) einen m\u00e4\u00dfig langen, getabe abgeftuhten \u00a9d)tbattg, fchtr\u00e4d)lid)e Seine unb ein nach ben \u00a9e= fd)techtern fehl* berfd^ieben gef\u00e4rbteg ^eber\u00efleib. Oie 3u\u00eet3e ^ \u00e4iemlich lang, gtreilahbig; bie Sappen finb am (5nbe gefafert.","page":6},{"file":"p0007.txt","language":"de","ocr_de":"7\t\u00a9at.\t7\nOer \u00a9ai (Caereba cyanea) i|t M'\u00e4dtig gt\u00e4ngeub t)etlbtau, ciuf bent \u00a9cfyeitet fd)immernb Meut: gr\u00fcn; ber d\u00fcrfen, bie \u00c7t\u00fcget unb ber \u00a9d>man$ feinte ein \u00eetugeuftreifen ftnb fd^tvarg; ber innere d\u00eeanb ber \u00a9d)toungfebern ift gelb. Oag 2tuge ift graubraun, ber \u00a9d)nabet fdjmarj, ber ^ufj lebhaft orangerotb. SBeim S\u00dfeibdjen ift bie Oberfeite seifiggr\u00fcn, bie untere Maffgr\u00fcn, bie \u00c4e^Ie tocijjtidb. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 4%, bie ^ittigl\u00e4nge 2V.i, bie \u00a9djinanjt\u00e4nge IV* Sott.\nOer \u00a9ai ift \u00fcber ben gr\u00f6\u00dften O\u00efjeit \u00a9\u00fcbamerifag verbreitet : man \u00effat i\u00a7n nett Kolumbien an bi\u00e4 nadj \u00a9\u00fcbbraftlien gefttnben. \u201eSn ben non mir bereiften \u00a9egenbeu\", fagt ber ^\u00dfring, \u201eift er nirgenbg fo h\u00e4ufig atg in ber sprobiuj (Sfairito fanto; bettn bort in ben fr\u00f6nen S\u00df\u00e4tbern unfoeit ber \u00a9eef\u00fcfte erlegten meine S\u00e4ger eine greffe SMenge biefer fr\u00f6nen 33\u00f6get. \u00a9ie waren in ber $ort: ^f\u00efangung\u00eageit gehaart, \u00fcbrigeng aber in dteinen \u00a9efe\u00ef\u00effdfaften non fed^\u00ea big adjt \u00a9t\u00fcden bereinigt\n2) er \u00abSeit (Caereba cyanea).\nunb burd^ogen munter bie Iberen SSaumfroneu. Sn tarent \u00dcHagen fanb man meifteng Iteberrefte oon gr\u00fc\u00dften, bod) and) $ erbittere. (Sine taute \u00a9tirnrne ober einen bebeutenben \u00a9efattg Ijaben mir nidjt bon i\u00ffnen geh\u00f6rt/fie foIfen inbe\u00a7 ein siemtid) teifeg \u00a9e^mitfdjer eerneJjmen taffen. S^re Sodftimme ift ein oft unb fdwelt miebertfotter turner Saut, \u00a9ie tf\u00fc^fen unb flattern gteidf unfern greifen gefettfdjafttidj non 9tft gu 2lft, ftnb ftetg in 33emegitng unb Ratten fid) nidjt tauge an ein unb berfetben \u00a9teile auf. Oft ftnb fie mit anbern fteinen 33\u00f6getn, \u00a7. 33. mit Oangarag, gemeinfdjaft: tid) nereint. Sn ber Seit, menu bie faftigen $r\u00fcd)te reifen, fteUen fie biefen eifrig nad).\" \u00a9d) ont: burgf beft\u00e4tigt tebigtid) bie Angaben beg ^ringen, o^ne itmen (Sttoag ^injuguf\u00fcgen; er erm\u00e4hnt jebod) in feiner fReifebcf\u00e4teibung, baff eine nermanbte 2Irt non ben SBitben ertegt mirb, meit biefe an\u00a7 ben f>ract)toott gt\u00e4njenben^ebern fidb> \u00a9d^mudgegenft\u00e4nbe verfertigten.","page":7},{"file":"p0008.txt","language":"de","ocr_de":"8\nSDie \u00a9p\u00f6fer. \u00c6tettevobgef. \u00aetumenOoget. ^onigfauger.\nOie.9)\u00eeitgtieber einer gioeiten \u00a9type (Certhiola) fat mein it pits genannt. Sfty \u00a9djnabet ift faft fopflang, am (Srunbe ebenfo poep mie breit, feiner gangen S\u00e4nge nad) fanft gebogen, attm\u00e4ptid) oerb\u00fcnnt unb in eine lange, fdparfe, gerabe \u00a9pipe a^u\u00ebtaufenb; bie f^I\u00fcgeb finb lang, in ipnen bie gtoeite, britte nnb oierte \u00a9d)ioinge bie l\u00e4ngfiett; ber \u00a9d)toang ift turg ; bie $unge ift tief gehabten, beibe \u00a9pi^entpetle finb in lange SBorften pinfetartig gerfafert.\n. (\nOer 5\u00dfit^>i t (Certliiola flaveola) ift auf ber Oberfeite fdptoargbraun, auf ber Unterfeite unb auf bem b\u00fcrget fdp\u00f6n gelb; ein Stugenbrauenftreif, bie SBorberf\u00e4ume ber .fpaubfefioingen, bie \u00a9dptoangfptye unb bie \u00e4uferften \u00a9dptoangfebem finb loeif; bie $efte ift afcpgrau. Oa3 Stuge ift graubraun, ber \u00a9cpnabet fdpioarg, ber $ufj braun. Oa3 2Seibdpen ift oben fdpto\u00e4rgtidpoli\u00fcenfarbig, unten b\u00fcfter btafgetb, im \u00fcbrigen aber bem-\u00e4ft\u00e4nndpen \u00e4pnticf gef\u00e4rbt unb gegeidpnet. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 85/6, bie $ittigt\u00e4nge 2Y6, bie \u00a9dpioangt\u00e4nge 1 3ott.\nSDer\t(Certhiola flaveola).\nSCudp ber $\u00dfitpit ift in gang SBraftlien gemein nnb auferbem nodp \u00fcber bie 3mfetn SDUttelameritaS oerbreitet. \u201e(Sr finbet fiep\", fagt (S\u00f6ffe, beut ioir bie au\u00eaf\u00fcprtidpfte \u00a9dpitberung feine\u00ea Seben\u00ea Oer; bauten, \u201enid)t fetten in (Sefettfdpaft ber \u00c6olibri\u00ea, inbem er biefe\u00efben St\u00fctzen unb gu bemfetben Bioecfe befudpt toie fie. (Sr fdptoebt aber nicht ocr ben Ot\u00fctpen, fonbent fetty fiep auf ben 33aum unb unterfudpt emfig, oon .gtoeig 5\u00ab S^eig it>eiter^\u00fc^\u00bbfenb, ba\u00ea innere ber St\u00fctzen, toobei er in alten \u00a9tettungen ben Seib brept unb oft mit bent S\u00ee\u00fcden nad) unten geteert jtdp auff \u00e4ngt, um mit feinem gefr\u00fcmmten \u00a9dpnabel unb mit bem iJ3infet feiner 3unge ben Sttfatt ber S\u00f6t\u00fctpen gu pr\u00fcfen. $ier fudpt er bie tteinften \u00aeerbtpiere gufammen. Ueberrafcpenb gutraulid) tommt er oft in bie 2Sl\u00fctpen; ftr\u00e4udper ber ^ftangungen unb (S\u00e4rten Samaica\u00ea. (Sine grofe 9Jtoringa, ioeldpe ba\u00ea gange 3>apr pinburdp reidplid) mit 35t\u00fctpen befe^t ift, fdpeint f\u00fcr ipn toie f\u00fcr bie \u00c6otibri\u00ea befonbere 3\u00efngiepung\u00eatraft gu beftfen. Uub eben jeft, ba id) O\u2019ie\u00ea fdpreibe', ioivb bie oor meinen $enftern","page":8},{"file":"p0009.txt","language":"de","ocr_de":"^\u00dfi\u00fcpit.\n9\nftebenbe SRoringa oon einem Baar biefer lieblichen \u00a9efch\u00f6\u00dffe oor meinen 9Iugen burd)fud)t, m\u00e4ljrenb an einer anbeven \u00a9teile ein Heiner Kolibri non einer B\u00ef\u00fct\u00effe gur anbern bahinfd)ie\u00dft unb anberm\u00e4rtg mieber bie pr\u00e4chtige Urania (ein \u00a9djmetterling) ft\u00abh gu ihnen gefeilt. Bon unferem Bogel allein ert\u00f6nt oft ein fanfteg pfeifen bei feinem @efd)\u00e4fte.\"\n\u00abReft beg Bitpit finbet fich gem\u00f6l)nlich im nieberen \u00a9eb\u00fcfd), nape bei ben Heftern ber Bapiermefpeit, meiere non beffen ^^eigen herabp\u00e4ngen. 9Iucp oermanbte B\u00f6ge! feilen Zuneigung ju biefer 9tad)barfd)aft geigen : fie glauben ftd) opne Smeifel burdj bie ^Pe tiefer gef\u00fcrchteten \u00aeerb; tl)iere gefiebert unb oertpeibigt. \u00a9ag SSrutgefch\u00e4ft f\u00e4llt in bie donate-Biai, Sunt unb Suit. 51m 4. 9Jlai fah id) einen \u00ab\u00dfitpit \u00a9eibeumoUe gum iftefte tragen. \u00a9er Bau, Welcher oft nur \u00a9runblage tear, beutete auf eine BB\u00f6lbung unb beftanb nur aug biefer BaurnmoIIenfeibe. \u00a9p\u00e4ter fah id) mehrere OoIIft\u00e4nbige Beefier. Sh\u00ab \u00a9eftalt ift bie einer \u00e4ugel, bag \u00a9ingangglod) beftnbet ft<h feitlich unb unten. \u00a9ie fepr biden B\u00df\u00e4nbe beftehen aug .fpeu, meldjeg mit ber feibigen B\u00f6otle einer 9Igc\u00efepiag gemifcht ift. Su einem anbern SRefte fanb ich Stuei lt)efr-he auf 9\u2122nlid) meinem \u00a9runbe bicht mit r\u00f6tlichen gleden gegeid)net maren.\"\nSn ber alten 2\u00dfelt merben bie BlumeuO\u00f6gel bnreh bie ^\u00bbonigfauger (Nectariniae) oertreten, \u00a9ie ftttb Heine, gierlid) gebaute B\u00f6gel, Welche tpeilmeife in ben prad)t\u00fco\u00ef\u00effien warben prangen unb babitrcp aud) an bie $oIibrig erinnern, \u00a9och unterfepeiben fie fich Oon biefen fofort burd) ipre turgen fy\u00ef\u00fcge\u00ef unb bie langl\u00e4uftgen $\u00fc\u00dfe, bemgem\u00e4\u00df aber aud) burch bie Sebengmeife, unb begpalb ift eg gemi\u00df nicht richtig, fie, wie eg oft gefchehen ift, alg bie altmeltlicpen Vertreter ber \u00dfolibrig angufehen. \u00a9ie $enngeid)en ber .fponigfauger finb ein gebrungener Seib, ein geftredter, fanft gebogener, b\u00fcnner unb f\u00e4higer \u00a9d)nabel, giemlid) I)od)I\u00e4ufige unb fchlanigepige ft\u00fc\u00dfe, mittellange f\u00c7I\u00fcgel, bereu \u00a3anb= theil aug gel)n \u00a9d)toingen befteljt, unb ein en\u00fcoeber gerabe abgefhifeter ober gugerunbeter ober teil; f\u00f6rmig gugefpi\u00dfter \u00a9cbmang, beffen beibe \u00dcRittelfebetn au\u00dferbem noch fe^r oerl\u00e4ngert fein f\u00f6unen. \u00a9ie gunge ift lang, r\u00f6hrenf\u00f6rmig, tief gehalten unb augftredbar. \u00a9ag \u00a9efteber ift nicht blog nach ben @efchled)tern, fonbern auch nach ber S\u00abpre\u00a3geit berfdjieben gef\u00e4rbt; benn bie ^onigfauger mau; fern gmeirnal im Sdpre unb tragen nur m\u00e4hrenb ber Seit ber Siebe ihr pradptOoHeg \u00aeteib, nadp ber $ortpf!angung hingegen ein h\u00f6cpft unfdpeinbareg, ioie eg fonft ben Weibchen unb ben Saugen eigen ift.\n\u00a9ie gamilie Verbreitet fich \u00fcber SIfrifa, Slften unb Oc\u00e9anien; ber erftgenannte \u00a9rbtpei\u00ef ift befonber\u00ea reich an SIrten. BBo bie ^onigfauger oorlommen, finb fie h\u00e4ufig unb begpalb eine auf;er; orbertt\u00efiche gierbe ber K\u00e4lber, \u00a9eb\u00fcfehe unb \u00a9\u00e2rten. Spr ^Kefen uub ^reiBen W P0# angiehenb ; benn fie geh\u00f6ren gu beu begabtefien unb liebengm\u00fcrbigften SD\u00ceitgliebern ihrer Orbnung. 931 au finbet fie regelm\u00e4\u00dfig paarmeife unb nur furg nach ber Brutgeit in Heinen \u00a9efe\u00cf\u00cffdjaften, melche fich balb in eingelne S\u00dfaare aufl\u00f6fen. Bon biefen erm\u00e4hlt fich bann febeg eingelne ein \u00a9ebiet oon giemlidjem Umfange unb beioaept eg oorfichtig gegen anbere berfelben 2Irt, m\u00e4hrenb eg art\u00efidp oerfehiebene Bermanbte bulbet. Snnerpalb biefeg \u00a9ebietg madpen fich bie \u00a3onigfauger fehr bemerHid). \u00a9ie erfdjeinen mit einer gemiffeu Begelnt\u00e4\u00dfigfeit au beftimmten ^l\u00e4\u00dfen, ba, mo gerabe ein Baum in Bl\u00fcthe fiept, gemi\u00df. \u00a9egpalb tommen fie auch oft in \u00a9\u00e4rten herein unb treiben fich bann ungefepeut oor ben \u00fcDtenfd)en in unmittelbarer 9R\u00e4he ber \u00e4\u00f6ohnungeit umher. S\u00f6enit in fftorbofiafrita ber geigenfattu\u00eb in Blitthe fteht, mirb er gum Bereinigunggort aller 9Irten, melche bie \u00a9egenb beider; bergt. ' \u00a9affelbe gilt f\u00fcr bie S\u00df\u00e4lber, menu hier eine bl\u00fcljenbe \u00e4Rimofe Oereingelt unter anbern B\u00e4umen fteht; \u00a9ie\u00ea gilt f\u00fcr alle B\u00e4ume, bereu Bl\u00fchen $erbtf)iere herbeiloden: benn ihnen ftellen bie #onigfauger nad) \u2014 Bl\u00fcthenftaub unb Bl\u00fcthenhonig oergehren fie nur nebenbei, unmiHt\u00fcrlich, um mich fo auggubr\u00fcden.","page":9},{"file":"p0010.txt","language":"de","ocr_de":"10\nSie \u00a9p\u00e4l)er. ftlettero\u00f6gel. &onigfauger.\n3tt ber 3?it ter Stele br\u00fcften fid) bte SOl\u00e4rtttd^ett mit ihrer \u00a9d)\u00f6nl)eit, nehmen fonberbare \u00a9tedungen an, bemegen fidfj in eigent\u00fcmlicher S\u00f6eife unb fingen babei aud) red)t nieblid). Da3 9Ieft ift ein \u00efunftreid)ev 33au, metier in ben meiften Ratten an d\u00fcnnen 3dmigen aufgelj\u00e2ngt mirb. Da3 \u00a9elege g\u00e4ljlt Wenige \u00a9ier reit remmener g\u00e4rbuttg.\nDie Familie verf\u00e4llt in mehrere gerben, meldfe ftd) unterfdjeiben burd) ba3 SSor^anbettfein ober geilen eine\u00eb 33\u00fcfd)el\u00bb eigent\u00fcmlich gestalteter \u00a9tmudfebern, meldje unter bem gl\u00fcgel fielen, unb burd) ba\u00ea mehr ober meniger metadifd) gl\u00e4ttjenbe \u00a9efteber. Da bie Sebcns>meife berfelben jtdj nid)t ober nur menig nnterfd)eibet, mid id) mid) auf bie betannteften Strten befd)r\u00e4nten.\n3u benjenigett dlrten, meldjc lebhaft gef\u00e4rbt, aber nid)t ober mettig metadgl\u00e4njenb jtnb, feinen \u00a9chmudb\u00fcfd)el tragen nttb einen leilf\u00f6vntigen 0d)irang beften, beffett SfRittelfebern Verl\u00e4ngert ftnb, geh\u00f6rt ber 2lb u; dtifd) (Hedydipna metallica). Die \u00a9tpe, meldje er Oertritt, t'enn^eichuet ftd) bttrefy ben fattm lobflattgcn, geraben unb menig gebogenen \u00a9d)nabel, burd) ben Oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig furzen ginget, in bem bie gtoeite bi\u00f6 f\u00fcnfte \u00a9tminge gleid) lang nttb bie l\u00e4ngften ftnb, unb burd) ben feit; f\u00f6rmigen \u00a9dfmattj, beffen beibe Sftittelfebern fid) bebentenb \u00fcber bie \u00fcbrigen oerl\u00e4ngern. Da\u00ea dft\u00e4nnchen ift auf $obf, ^al\u00ea, d\u00eeiiden unb \u00a9d)ulterbedcn erggr\u00fctt, auf ber ltnterfeite hochgelb; ein SBruftg\u00fcrtel unb ber SBiirgel finb oiolettgl\u00e4ngenb, bie \u00a9djmingen unb \u00a9d)mangfeberu fchtoargblau. Da\u00ea Sluge ift braun, ber \u00a9djttabel nttb bie g\u00fc\u00dfe ftnb fd)marg. Da\u00ea 2\u00f6eibd)en ift ^ellolirett; br\u00e4unlich, auf ber ltnterfeite fdjmefelgelb; bie \u00a9tmiitgeu unb \u00a9djmangfebern ftnb bla\u00df gef\u00e4unit. \u2018Die jungen \u00e4hneln ber dRuttcr, ftnb aber ttod) bl\u00e4ffer. Die S\u00e4nge betr\u00e4gt 6 3rd, mooon 3V2 3rd auf bie mittleren \u00a9djmangfebern gu rcd)ttcn ftnb;* ber gittig mi\u00dft 2V6, ber \u00a9djmattg o\u00efjne bie dRittelfebern l3/4 3rd.\nDer 2lbu;91ifd) ift ber erfte \u00a3rof)enoogel, meldjeut man begegnet, menu man, oomdtorben font; mettb, itt\u00ea innere 2'lfrifa\u00ea einbringt, unb obfdjott er im dtorbeit nur einzeln gu finbett ift, reicht er bod) bi\u00bb meit \u00fcber bie \u00a9rettge binau\u00bb, meld)e attbere mit il)nt in berfelbett \u00a7eim\u00e4t lebenbe 23\u00f6gel ftreng innet)alten. 3\u00a7m begegnet man, fobalb man ben d\u00f4enbefrei\u00ea \u00fcberschritten f)at; i^n^fanb idj fd)on bei $oro\u00bbfo unb Derr in dlorbnubten auf. dRittelnubieu fehlt er au\u00ea bem einfachen \u00a9runbe, meil bie \u00a9egenb gu arm ift, ifn gu ern\u00e4hren, \u00bbeil bie fdjmargen gestaffelt gu beiben \u00a9eiten be\u00ea dtit, be\u00ea einzig Sebenbigen in biefer d\u00f6\u00fcfte, nicht einmal ber fo menig begeljrenben dRi; mofe dtaum geben. Da aber, mo bie dRimofe ftdj mieber geigt, fehlt audj ftd^erlid) unfer SB\u00f6geldjen uidjt. Denn ber 23aum ift fein \u00a9in unb dtde\u00ea: auf ifm beginnt, auf ihm Verfliegt, auf iljm enbet fein Seben! dBetttt er mirflid) einmal ben Sfdjr (Calotropis procera) befugt, fo l)\u00e4lt er fid) bort bedj nur auf, um rafdj bie gro\u00dfen unb ferbt^ierreid^en 23l\u00fctt)en gu burd)forfd)en, ober aber, um bie iljmgum \u00dcBau feinet deefte\u00bb fo erm\u00fcnfd)te ^Pflaujenmode biefe\u00e4 \u00a9traudje\u00eb aufguf ammein: e\u00ea ftnb nur 23efud)e, melc^e er auf bem \u00a9traudje ma^t. Da\u00ea \u00a9leid^e gilt f\u00fcr einige-dlu^flanaen, metd)e in ben \u00a9\u00e4rten ber \u00a9tabt gezogen merbett, namentlid^ f\u00fcr ben geigenfaftu\u00ea, beffen gro^c gelbe St\u00fctzen oott ^erbt^ieren feftr ^eimgefuc^t merben. 3ntmer fe^rt er halb mieber gu feiner dJtimofe gur\u00fcd; fte bietet i|m, ma\u00a7 er bebarf, erm\u00fcttfdf)te\u00ea Dbbad^ unb 91al)rung in g\u00fcde.\nSludf) il)n ftef)t man. regelm\u00e4\u00dfig |)aarmeife, an g\u00fcnftigen Drten aderbing\u00ea fe^r h\u00e4ufig. ^)ier mu\u00df fid) febe\u00ea 5\u00dfaar begn\u00fcgen, unb e\u00ea begn\u00fcgt ftd) aud^ mit menigett bliit^entragenben ^B\u00e4umen ober jeitmeilig mit einer einzigen ^edfe be\u00ea geigenfaftul. Der 2tbu ; dtifd^ ift ein edfjter \u00a9otttteitoogel. dR-orgen\u00ea unb abenb\u00ea ift er nt^ig unb ftid; menu aber ber liei\u00dfe SDtittag \u00fcber ber \u00a9rbe liegt unb bie \u00a9lutftrafden ber fd^eitelred\u00f6t l)erabblit3enben \u00a9otttte ade anbereu di\u00f6get einem f\u00fcllen, fd^attigen 5pi\u00e4bd)en 3ugefc^eud)t ^abett, menu fte ade ber d\u00eeu^e pflegen: ba treibt er e\u00ea am lu\u00dfigften. 2Son St\u00fctze gu 25l\u00fct\u00dfe ge^t fein glug \u2014 freffenb, fe\u00dfreienb, \u00dfngenb, immer in treuer \u00a9emeinfdjaft mit feinem 2Beibd)en! 25or anberen 23\u00f6geln fdljeut er ftd) menig, unb aucf) ben dRenfd)en geftattet er, na^e an il)n l)erati3ufomnten unb i\u00a7n gu beobachten, d\u00dfenn matt eine gerabe red)t in SBl\u00fct^e fte^enbe","page":10},{"file":"p0011.txt","language":"de","ocr_de":"b it : t f d)\n11\n>tftimofe gefunben \u00efjat, braud)t matt fid) nur unter itjv aufgufte\u00ef\u00efen, nnb man ioirb fetten tangere 3e*t auf itjtt harten miiffen.\nS\u00f6tit rafd)em, fdfimrrenben \u00a7lug lommt er an, fefjt ftd^ gt\u00fcifd)en bie \u00a9ornen in ba\u00eb \u00a9enneige hinein, fd)aut fid) fet;r fet)nf\u00fcdfjtig nad) feinem Sf\u00f6eiBd^eit um, ruft itjnt g\u00e4rtlid) fein \u201e\u00a9fdjai, \u00effd)\u00e2f)t, \u00a3fd)\u00e4, jtfdji\", ben Sodton feiner 2trt, entgegen unb beginnt nun rafd) bie St\u00fctzen gu unterfud)en. \u00a9abei richtet er fid) hbd) auf unb legt bal \u00a9efieber glatt an ben Seib, fobaf er fetjr fd)lanl erfd)eint, fliegt non einer St\u00fctze gut* anberen unb ftedt in febe berfelben breb ober viermal feljr rafdt) nad) einanber ba3 \u00a9d).n\u00e4beld)en ein, um bie berfd)iebenen $erfc, tbcldje fid) im Innern aufgefammelt l)aben, herau\u00ebguholen. Slber uid^t blo\u00e4 bie fleinen \u00c6erbt\u00efjiere bilben feine $)M)rung; er l)afd)t aud) neben; bei gefdfibinb eine fliege it>eg unb folgt einer folgen ober einem anberen fummenben $erbtf>ier and) ein \u00a9t\u00fcddfen in ber Suft nad). \u00a9o oft er eine St\u00fctze an\u00ebgefnd)t ^at, fdbreit er gleichfam fr\u00f6hlich auf\n\u00a9er 9lbu-3\u00eeif(f) (Hedydipna metallica).\nunb fliegt bann ein ioenig Leiter, einer gibeiten SBI\u00fct^e ju, unb -ba\u00ea S\u00f6eibd^en folgt it)m \u00fcberall ijin getreulid) nad).\nSBeibe \u00a9atten eine\u00ea 5]\u00dfaare3 ftnb auferorbentlid) g\u00e4rtlid) gegen einanber, unb namentlich ba\u00ea M\u00e4nnchen \u00fcberh\u00e4uft fein 2\u00f6eibd)en f\u00f6rmlich mit Slrtigleiten aller 2lrt. 9luf$er bem Sodton, ibeld)er h\u00f6djft gart herborgeftofen tbirb, fingt e3 ihm ein gang h^fd^e\u00e4 Siebd)en bor. \u00a9er \u00a9efattg pflegt mit ber \u00a9trophe \u201e\u00a9<*, tai, taiti\" gu beginnen unb geht bann nach mancher \u00a9djilff\u00e4nger Leiter, giemlid) beilborren, mit fpinnenbert'unb fchnarrenben ^\u00f6nen bermifd)t. \u00a9er \u00a9anger ftr\u00e4ubt babei bie \u00dfopffebem, l\u00e4fcf bie f\u00c7l\u00fcgel h\u00e4ngen unb breitet fie ein Ujenig, ftelgt ben \u00a9d)tbang, fobaf? er faft fen\u00efredjt fleht, brebt unb ibenbet ftd) nad) alten \u00a9eiten hin unb ffnegelt fein \u00a9efteber im \u00a9trahi ber \u00a9onne. 3Bie ber $fau toeifj er bie Fracht ber f\u00e4rben ibol)l gu ibitrbigen unb bem\u00fcht ftd) be\u00ea^a\u00efb auch, feben ^he^ feines f^bnen \u00a9eibanbe\u00ea im beften Sichte gu geigen. \u00a9a\u00a7 2\u00f6eib<hen \u00e4fft ihm in fomifcher SBeife jebe iBeibegung nach, fo ibeit ihm \u00a9te\u00ea m\u00f6glid) ift. \u00a9benfo groft, ibie bie ^\u00e4rt;","page":11},{"file":"p0012.txt","language":"de","ocr_de":"12\n3)te \u00a9pfiher. \u00dflettero\u00f6gel. \u00a3onigfauger.\nlid&\u00efeit bel 2lbu = 3\u00efifd), ift aber aud) feine \u00a9iferfucpt. \u00a9r bulbet \u00efeitt anberel 9J?\u00e4nnc^en in [einem \u00a9ebiet unb f\u00e4llt \u00fcber [eben \u00a9inbringling mit \u00a3eftigfeit \u00a7er, \u00bberfolgt ihn auf\u00ab eifrigjte burd) bie Suft unb bie \u00e4rgften Bornen ^inbnrcf) unb rafiet nicht eper, all bil er ipn Oottft\u00e4itbig aul'ben \u00a9rennen feine! Reiche! oertrieben \u00c7at.\nSDie SSrutgeit ift oerfcpieben, je nach ber \u00a9ertliddeit ober richtiger, je nadjbem ber ^nipling gu biefer ober jener 3eit bel S^re\u00ea eintritt. 3>n \u00a9\u00fcbnubien unb in ber \u00a9antpara beginnt ber \u00dcRefibau, ' fofort nad) Ooltenbeter SDtaufer, im Sft\u00e4rg unb Slpril; im eigentlichen \u00a9ubapn hingegen fanb icp 3tefter im \u00a9patfommer, nadp 2lttfang ber Stegengeit. \u00a9I p\u00e4lt fc^toer, biefe oon ben Dceftern ber i\u00dferioanbten gu unterfcpeiben. \u00a9ie ftnb an ben \u00e4ufjerften \u00a9pifeen ber SS\u00e4nme, namentlich ber SRU ntofen, aufgeh\u00e4ngt, feiten hoch \u00fcber bem 33oben, guloeilen fo niebrig, bajj man fie eben nod) mit ber ^anb erreichen fantt, mandjmal auch poper oben in ber f\u00f6rone nahe bem S\u00dfipfel. \u00a9ie \u00a9eftalt bei Riefte\u00bb ift eif\u00f6rmig, halb l\u00e4nglicher, halb runbltcper, gutoeilen audb inalgig mtb bann oben unb unten gernnbct. \u00a9a! ^luglocp befhtbet fidh oben an ber \u00a9eite. \u00a9ie ^flangeuiooKe bei 3fcpr bilbet ben hanf>tf\u00e4df>lichften SSanftoff; au! % toerben bie 2\u00dfanbungen gufammengefilgt unb gef\u00fcgt. 3w 3^= nern ift ba! Dleft mit paaren, \u00a9pinntoeben unb auch toopl mit SBl\u00fctpenfafern aulgef leibet. \u00a9ehr gern p\u00e2ngt e! ber S\u00dfogel fo auf, bafj ber \u00a9ingang burcp 23l\u00e4tter gebedt ift. SBeibe \u00a9efcpledpter bauen aufjerorbentlicp eifrig unb beb\u00fcrfen ioenigften! gtoei SBodpen gut* SSodenbung bei \u00c4unfttoerfg. SDrei l\u00e4ngliche, treize \u00a9ier bilben ba! \u00a9elege; fte ioerben, ioie ich glaube, Oom 2\u00f6eibcpen allein au!; gebr\u00fctet, lieber bie \u00a9rgiepung ber jungen pabe i<h fowe ^Beobachtung machen f\u00f6ntten. 211! auf; faltenb mujj e! erfcpeinen, bafj biefe 23lumenfauger toie anberc $ertoanbte guioeilen mit bem ^Reftbau beginnen, noch, ehe fte ihr ^odpgeitlfleib angelegt h\u00fcben. SJt\u00f6gtichertpeife bauen fte fiep atfo nur 33ergn\u00fcgung!nefter uub beulen noch gar nicpt ernftlidh an bie $ortpflangung. \u00a9och mufj ich hierzu bemerfen, bafj bie 3^'Slieberung*be! S\u00dfogel! ba! \u00a9egent^eil gu betoeifen [chien.\n\u00bb SBeldpe \u00c7einbe ber 2lbu=3\u00eeifd) uub feine SSertoanbten eigentlich hat, oermag ich nicpt gu fagen. 3<h Babe nie gefe^en, bafj irgenb ein dtauboogel nach einem jpotiigfauger geflogen h\u00e4tte, \u00a9ie \u00a9e; loanbtpeit ber \u00efleinen \u00a9efellen unb bie \u00a9ornen ber Sftimofen, gtoifcpen benen fte fiep beft\u00e4nbig herumtreiben, [(h\u00fcben fte gegen Eingriffe ber \u00a9herber unb auberer Ralfen. \u00a9agegen toerben bie Hefter ungtoeifelpaft ebenfo gut, ioie alle anberen, oon ben Slffeit gepl\u00fcnbert, toenn biefe fte erreichen.\n\u00a9ie inbifdhen 23ertoanbten be! Slbu^fftifcp pat matt ^euerponigfauger (Aethopyga) genannt. 2lucp bei ihnen ift ber \u00a9chnabel noch furg, aber b\u00fcnn unb beutlid; gebogen, 3^ f^ittig ift bie oierte \u00a9dptoinge bie l\u00e4ngfte, ber \u00a9djtoang ift feilf\u00f6rmig gesteigert, bie Oerfchm\u00e4lerten 3Jtittel= febern ftnb ebenfalls oerl\u00e4ngert. \u00a9a! \u00aeleib bel SJt\u00e4nndjeU! ift burch lebhaft gef\u00e4rbte 3\u00fcgelftreifen au\u00eagegeichnet, ba\u00ea be\u00ea 20eibchen\u00ea ift unfeheinbar, faft einfarbig.\n\u00a9ine ber fdt)\u00f6nften Slrten biefer \u00a9ruppe hec\u00a7t ^ ab et (Aethopyga miles), \u00a9a\u00ea \u00dcDt\u00e4nnchen ift auf ber Oberfeite blutrotp, an ber ^eple unb auf ber \u00a9berbruft ebenfo, aber etioa\u00ea he^ei'i Ber \u00a9berfopf ift oiolettgr\u00fcn, meta\u00eflifch gl\u00e4ngenb, ber \u00fftadfen bunfelo\u00efioengelb, ber 33auch mattolioengr\u00fcn. 33otn 9Jtunbft)infel an Oerl\u00e4uft nad^ ber Jpal\u00eafeite ein fcbmater, nach unten fid) oerbreitenber \u00a9treifen Oon ftaplblauer $arbe. \u00a9ie \u00a9cptoingen ftnb braun, oltOenfarbig geranbet, bie feitlid^en 2lu\u00a7enfebern braun, an ber 2luf$enfahne purpurgl\u00e4ngenb, bie beiben mittleren \u00a9chtoangfebern bunfel unb gl\u00e4ngenb purpurgr\u00fcn, \u00a9a\u00ea 2luge ift bunfelbrautt, ber \u00a9berfcpnabel fcptoarg, ber Unterfdhnabel braun, ber $u|3 graulicpfchtoarg. \u00a9a\u00ea S\u00f6eibcpen ift oben olioengr\u00fcn, unten gelblichgr\u00fcn, \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 6, bie SSreite 6V2, bie ^ittigl\u00e4nge 23/s, bie \u00a9d;toangl\u00e2nge 3 3o\u00dc-\n\u00a9er beerben unb Often ^nbien\u00ea, namentlich ber -\u00eepimalapa, ftnb bie \u00c7eimat biefe\u00ea 2}ogel\u00ea. 3m \u00a9ebirge fteigt er big gu 2500 \u00fcber bal 9Reer empor. 23opl behauptet, ba^ er ^ottig","page":12},{"file":"p0013.txt","language":"de","ocr_de":"13\n\u20222tbu=9fHf$. \u00dfabet. Slujtr\u00fblif <h er \u00a9\u00ef\u00fctljen\u00efef er.\nfveffe unb Sutler berietet, bafc er (Sitten l\u00e4ngere Beit im \u00df\u00e4fig gehalten nnb mit Butfetfoaffer, \u00c7ottig, SBvot unb \u00dcJiUd^ ern\u00e4hrt tya6e. \u00aeie3 iflOTesi, IroS mir \u00fcber bie Seben\u00e4teeife bctannt geworben ift.\n\u00a9ine \u00a9type, ivetdf)e ftdj \u00fcber bie \u00a9unbainfeln unb 9lufiralien Verbreitet, ift neuerbing\u00ea Cyr-tostomus ober Sogenfchnabel genannt tvorben. Oa mir bie beutle \u00abBenennung nicht beneid), nenb genug erlernt, foilt id) bie hierher geh\u00f6rigen S\u00f6gel Sl\u00fcthenlefer nennen, \u00a9ie \u00efenttgeid&nen ficfy burd) fopflangen, ftarl gebogenen, auf ber girfie ftumpffantigen \u00ae<$nabel, beffen R\u00e4uber toentg eingegogen unb beffen \u00a9chneiben gegen bie fe\u00a7r garte \u00a9pi^e t)'m fein gegabelt ftnb, burd) Verh\u00e4ltnis m\u00e4^ig ljohe Saufe, einen giemlid) furgen, abgerunbeten \u00a9c^tvang, mitteltange gl\u00fcgel, tn benen btc vierte unb f\u00fcnfte \u00a9dringe bie anbem \u00fcberragen unb ein auf ber Oberfeite olivengr\u00fcne\u00ea, in ber \u00dfehtgegenb aber regelm\u00e4\u00dfig lebhaft gef\u00e4rbteg \u00c4teib.\nOer auftralifd)e Sl\u00fcthenlefer (Cyrtostomus australis) ift auf ber Oberfeite olivengrun, auf ber Unterfeite fc^\u00f6n ^od^gelb, am \u00a3alg unb auf ber Oberbruft fta^Iblau. Weber bag Stuge giebt ftd^ ein burger \u00a9treifen Von gelber \u2022 $arbe, unter i^m verl\u00e4uft ein etfeag buntler gef\u00e4rbter unb l\u00e4ngerer. Oag 2luge ift faftanienbraun, ber \u00a9d^nabel unb bie $\u00fc\u00a7e ftnb fd)fearg. Oag S\u00dfeibd^en ift auf ber Unterfeite gleichfarbig gelb. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt nach @oulb1\u00ea\n\u00abDteffungen 4%, bie gittigl\u00e4nge 2Vs, bie \u00a9chtvangl\u00e4nge 2V2 Bott.\t\u2022\n@oulb unb \u00ef\u00eftamfat) haben (Sinigeg \u00fcber bie Sebengfeeife mitgetheilt. Oer Sl\u00fcthenlefer verbreitet ftdj \u00fcber bie gange Sorbofd\u00fcfte Sluftralieng, bie anliegenben Bnfeln unb bie (Silanbe ber Oorregjtrafje. (Sr ftnbet ftch \u00fcberall, ift aber nirgenbg h\u00e4ufig, \u00a9efe\u00f6hnlich fleht man ihn paarfeetfe auf bl\u00fchenben S\u00e4umen, feo er ber \u00c4erbthierjagb obliegt. (Sr f\u00e4ngt feine Sente tm ginge ober gieht fie aug ben Sl\u00fcthen hervor, \u00a9in an ber gangen Sorboftl\u00fcfte h\u00e4ufiger Saunt, fceld&er fehr grofce, \u00e4hrenartige Orauben tleiner fcharlachrother Sl\u00fcthen tr\u00e4gt, feirb von ilmt bevorgugt, tvetl biefer Saum ftetg eine Stenge von \u00c4erbtyieren angieht. \u00a3ier verteilt unfer S\u00f6gel hau|>tf\u00e4chltd) tn ben Storgenfhmben, fe\u00e4hrenb er ft<h um bie Siittag\u00e4geit nad) ben bitteren, noch Wattigeren \u00a9e= b\u00fcfdfen gur\u00fcdgieht. Oie \u00a9tirnme ift ein fcharf fchrittenbeg \u00a9efdjrei, ivelcheg etfea gehn \u00a9e\u00efunben anh\u00e4lt unb feie \u201etft tft tm\" \u00eflingt. Oag St\u00e4ttn^en ift fampfluftig feie anbere 2lrten feiner Familie unb verjagt anbere St\u00e4nnchen eiferf\u00fcdtjtig von bem Saume, auf feel^em eg fid) befinbet. .\nOie Srutgeit f\u00e4llt in bie Stonate November unb Oegember. Oag Sefi ift eif\u00f6rmig, feitlidj unb oben mit einem \u00a9d^lupflod), feeld)eg burch einen \u00abeinen Sorbau gefehlt ift. (S3 befiehl aug gftinbenfchalen, Sl\u00e4ttern, \u00bbergebenen ftafem, 9tauhengeff)innft unb \u00a9amenfeolle unb ift infeenbtg mit berfeiben SBoEe^nb mit ftebern auggef leibet. Oag (Si, feeing \u00a9ouib fanb, fear birnem f\u00f6rmig unb auf gr\u00fcnlichgrauem \u00a9runbe \u00fcberall gleichf\u00f6rmig bun\u00efel fchmugigbraun gefledt. Bunge, welche fich in einem anbem Sefte befanben, feurben von bem Weibchen mit fliegen gef\u00fcttert. Oie Stutter fam in einem Beitraum Von gehn Statuten gfeeimal gu ihnen, \u00a9ie flog hfeilfd)ttetl herbei, fe^te ftch an bie untere \u00a9eite be\u00a7 $luglod)eg, blidte einige Beit lang ftchernb umher, f\u00fctterte bie B\u00fcttgen unb verfchfeanb fobann ebenfo pl\u00f6tzlich lieber alg fie gekommen fear.\n* \u2022 * *\nOie inbifchen ^orfd^er, vor allen Ruberen aber \u00a9. St\u00fciier unb Sernftein, haben un\u00a7 unter, rietet \u00fcber eine ben iponigfaugern verfeanbte Familie, feelche man $if an gl auf er (Araclmotherae) genannt hat. \u00a9ie ftnb turg unb gebrungen gebaute S\u00f6gel mit auferorbentlich langem, oft fonberbar gebilbeten \u00a9d^nabel, feeldfjer bei ben meiften ftarl gefr\u00fcmmt unb an ben \u00a9d^neiben fein geg\u00e4hnelt ift.\n","page":13},{"file":"p0014.txt","language":"de","ocr_de":"14\n\u00a9ie \u00a9paper. \u00c6\u00efetterb\u00f4gcT. ^ifemgt\u00e4ufer.\nOie SRafen\u00ef\u00f4df>ei* fittb mit einer ^aut bebeett imb \u00f6ffnen ftep nur am unteren 3\u00eeanbe, irc eine mag; recht bertaufenbe, ripf\u00f6rntige \u00a9palte fiep beftnbet. Oie 3unge ift fepr taug, fabenf\u00f6rmig unb burep; aug mie eine \u00a9cpmetterlingggunge geftaltet. \u00a9ie beftept n\u00e4mtiep -aug gmei feinen Dt\u00f6pren, metepe neben einanber Verlaufen unb in iprem Untertpeit berbunben, aber burep eine feine Stinne angebeu; tet unb nur au ber \u00a9pipe getrennt ftnb. 2)a bag 3ungenbein mie bei ben \u00a9peepten gebaut ift, fo tann auep bie 3im9e Icing perauggeftreett merben. Oie F\u00fc\u00dfe ftnb fr\u00e4ftig, aber m\u00e4\u00dfig lang, berp\u00e4tt; tti\u00dfnt\u00e4\u00dfig t\u00fcrger, atg bei ben meiften ^onigfaugern. Oie ^t\u00fcgel ftnb mittet tan g, in ipnen ift bie vierte \u00a9cpminge bie t\u00e4ngfte. 2)er \u00a9cpmang ift auffattenb furg. Oag \u00a9efieber ftept an Farbenpracht meit pinter bem ber .fponigfauger gur\u00fcct : ein br\u00e4mtliepeg Olibengrmt auf ber Oberfeite unb ein mepr ober meniger tebpafteg \u00a9etb ober \u00a9rau unb \u00a9r\u00fcn auf ber Unterfeite ftnb oorperrfepenb. Oie \u00a9efepteepter unterfepeiben ftep nur menig in ber F\u00e4rbung.\nOie ^ifaugt\u00e4ufer bemopnen b\u00fcftere, fepattenreiepe S\u00d6\u00e4tb.er unb erpebett fiep fetten gu ben luftigen \u00a9ipfeltt poepft\u00e4ntntiger S\u00e4ume, bemegen ftep oietmepr am tiebften gmifepen \u00a9eb\u00fcfcp unb \u00a9tr\u00e4uepern in einer fp\u00f6pe oon p\u00f6epfieng funfgepn big gmangig Fu\u00df \u00fcber bem Soben. Stuf ben \u00a9unba; infetn ftnb eg oor altem bie $\u00dfifangbeft\u00e4nbe, bie ^affeepftangungen, bie Umg\u00e4unungen ber O\u00f6rfer in ber \u00a9bene unb bie Sorp\u00f6tger im \u00a9ebirge, metepe ipnen Verberge geben. Oa, mo ber S\u00dfifang mitb im Sufcppolge m\u00e4epft, trifft man fie fepr regelm\u00e4\u00dfig, \u00a9ie n\u00e4pren ftep bon bem ^onig ber St\u00fclpen unb bon ben $erbtpieren, metepe bem .Jponig naepgepen. Stau ftept fte bon einem Kolben gunt anbern fepmebett unb oft meprmatg gu benfelben gur\u00fcctfepren. \u00a9ie ftecten ben \u00a9dpttabel tief ein in bie \u00a9epeiben, metepe bie St\u00fclpen ump\u00fctteu, unb taften pier naep \u00a9peeptart mit ber 3unge umper. Sieben ben terfartigen Spieren fepeinen bie S\u00dfifangl\u00e4ufer borg\u00fcgtiep \u00efteine \u00a9pinnen gu lieben, unb barauf pin beutet ipr miffenfepafttieper Stame. \u00a9ie auggufp\u00e4pen, pr\u00fcfen fte borg\u00fcgtidp bie Unterfeite ber St\u00e4tter. Stn bie \u00a9em\u00e4epfe itt ber St\u00e4pe ber fp\u00e4ufer unb l\u00e4ttgg ber Umg\u00e4us ttungen ber \u00a9epettne unb \u00a9t\u00e4tte tommen fte regelm\u00e4\u00dfig. Oie Feigenb\u00e4ume befuepen fte megen beg iponigg, \u201eauf beffen \u00a9enu\u00df fetbft ipre penbetartige \u00aeopfbemegung naep pinten unb born, m\u00e4prenb fte bie 3utt9e einfenten, pinbeuten m\u00f6cpte, ba biefetbe. ein mapreg jumpen mie bei ben \u00a9epm\u00e4rmem unter ben \u00a9cpmettertingen begeiepnet, metepeg pier eben im Slnflammern unb \u00a9ipen nur unter biefer ^opfbemeguttg ge\u00fcbt merben tann\". \u00a9ie ftnb biet fepeuer atg bie -Iponigfauger; auep tpr Ftug ift anberg: er ift pfeitfepnett, ruetmeife unb etmag raufepenb, fa\u00dft fpeeptartig. Oie \u00a9ingebornen paben biefen Ftug mopt beaeptet, unb fo fpieten bie ^\u00dfifangfreffer bei mepreren Solfgft\u00e4mmen bie 3totte, metepe bie S\u00f6get \u00fcberpa\u00fcpt f\u00fcr bie Sluguren in 3tom gefpielt paben. Slucp jene maepen ipre fpoff; ttungen abp\u00e4ngig bon iprem Flug unb untertaffen oft einen beabfteptigten Slaubgug, menu bie Sticptung biefeg Fl^geS ipnen niept g\u00fcnftig erfepeint.\nOie borftebenbe \u00a9epilberung ift 3t et cp enb a cp1 g bortreff tiep em S\u00dferte \u201e^ctnbbuep ber fpecietten Ornitpotogie\" entnommen, ba genannter Forfeper, atterbingg auep im mefenttiepen auf SJt\u00fclterg Eingaben ftep ft\u00fcpenb, guerft eine bon Unricptigfeiteu freie Sefepreibung ber Sebengmeife ber S\u00dfifang= t\u00e4ufer gegeben pat.\nOie \u00a9ippe ber ^albfepn\u00e4bet (Hemignathus)-umfa\u00dft S\u00dfifangt\u00e4ufer, metepe ftep bon ipren Famitienbermanbten unb bon ben meiften anbertt S\u00f6gel baburep unterfepeiben, ba\u00df ber \u00a9epnabet mirttiep nur ein palber ift, ba ber in eine feine \u00a9pipe auglaufenbe, ftepetf\u00f6rmige Oberfcpnabet biet l\u00e4nger, bei einigen Strten mirttiep boppett fo lang ift, atg ber Unterfepnabet. Oie F\u00fc\u00dfe ftnb ber; p\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig turgt\u00e4u\u00dfg, aber langgepig. Oag $leib ift einfarbig gr\u00fcn, auf ber Unterfeite gelblicp. Oie \u00a9ruppe gep\u00f6rt Oc\u00e9anien an.\n\u00a9ine ber fep\u00f6nfien Strten iftbergt\u00e4ugenbe .Jpatbfepnabet (Hemignathus lucidus). Oag \u00a9efteber ber Oberfeite ift otibengr\u00fcn, auf bem \u00a9epeitet unb ben Slu\u00dfenr\u00e4nbern ber \u00a9cpmingett in","page":14},{"file":"p0015.txt","language":"de","ocr_de":"15\n\u00a9Iciiijenber\ta16fdfjncit>c\u00cf. \u00a3\u00e4ngeoogel.\n\u00a9ra\u00e4gr\u00fcn \u00fcbergelfenb; ein Streifen \u00fcber bent Inge, bie \u00dfotffeiten nnb bte \u00c6e\u00c7\u00efe finb rein orange* farbig, bie Srufi ift bcttergelb, bei* Sand) Bl\u00e4ffer nnb matter, bei* \u00a3interbaudj gr\u00fcnlichgrau. Sei jungen S\u00f6geln ift bie Oberfeite unb bie ^lugengegenb olioenfarbig, bie untere heUgr\u00fcnlicbgrau, ber Sancb matt gelblich. Oie S\u00e4nge betr\u00fcgt 6 Boll, tooOon i3A auf ben Schwang unb llA BoH auf ben Schnabel gerechnet inerben nt\u00fcffen. Oer llntcrfcbnabel i)t nur 8 Sinien lang.\nlieber bie Seben\u00eameife toiffen inir blol, bap bei* \u00a3albf<hnabel in PfangbPanjungen auf Dahn t;\u00e4ufig oortommt unb ganj nach 9lrt anberer ^\u00dfifangfreffer lebt.\nOie Sihpe bei* ^\u00e4ngeo\u00f6gel (Arachnocestra) fenn^eichnet pdf burch fel)r langen, inenig, aber gleichf\u00f6rmig gebogenen Schnabel, ioelcber am \u00a9runbe faft ebenfo hoch all breit, im ganzen Serlauf\n\u00aeer ^\u00e4ngebogel (Arachnocestra Iongirostris).\ngleich bid, nur gegen bie Styifee hin allm\u00e4hlich \u00f6'erb\u00fcnut, auf ber f\u00c7irf\u00efe pumpftantig unb an ben Sdfneiben be\u00ea Dberphnabell fein gej\u00e4hnelt ift, burch fd^lan\u00efl\u00e2uftge Seine mit mittellangen Beben, ziemlich lange Fl\u00fcgel, in benen bie inerte, f\u00fcnfte unb fedflte Swinge bie l\u00e4ngften finb, unb einen furgen, gerunbeten Sdfmanj.\nOer ^\u00e4ngeooget (Avaclmocestra Iongirostris) ift auf bet* \u00d6berfette olioengr\u00fcn, auf bei* Unterfeite fcbtoefetgelb, an \u00dfeh'le unb Sorberbruft meip; bie Sdfmingen unb Schman'\u00e4febern finb buntelbraun; erftere olioengr\u00fcn gef\u00e4umt; bie brei 3lu\u00a7enf^toftnjfebem meip an bei* Sfnfce. \u00aeel\u2018 Schnabel unb bie g\u00fcpe finb febmarggrau hornfarbig. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 6V\u00bb, bie gittigl\u00e4nge 2%, bie S<hman\u00a7l\u00e4nge 13A Bo\u00ef\u00ef-","page":15},{"file":"p0016.txt","language":"de","ocr_de":"16\nSDie \u00a9pciber. \u00c6tettero\u00f4gel. $pinfetg\u00fcnglcr.\nSn allen Sananenpflangungen ifi ber ,!p\u00e4ngeooget nat SR \u00fc Iler1! ^Beobachtungen, \u00fcaelc^e \u00f6on 35 ent ft ein burtau! beft\u00e4tigt inerben, nictyt fetten, entzieht ftdh aber bod) leidet bent Singe nnb oen r\u00e4tb fit nod) eher burd) fein \u00a9eftrei, all burd) feine Semegungen, meit bie fyarbe ber Sl\u00e4tter ber F\u00e4rbung feittel \u00a9efteber! entflicht. Oa! \u00a9efdbrei \u00e4hnelt einem \u00e4ngftliten Ouiten, mie \u201eOjip, bjip\", el beginnt fetfr teife rtnb mirb bann immer ft\u00e4rter, enbet auf turge 3eit nnb beginnt non neuem. Oiefe \u00a9igenth\u00fcmtid)teit t\u00e4ufd^t ben Zuh\u00f6rer \u00fcber ben eigenttid)en @ifc bei Sogell. Sfi ntan ihm fo nahe gefomnten, ba\u00a7 er beforgt mirb, fo nimmt er fd^neCC bie flucht nnb fdhreit babei fd)arf \u201etritft iritfd)\".\nOa! \u00fcReft hat Sernftein befd^rieben. \u00a9I ifi h^tf* eigent\u00fcmlich- \u201eOie \u00a9eftalt ift bie einer halben Sime, menu man ftd) biefe n\u00e4mtit burd) einen nom \u00a9tiet aulgehenbeu S\u00e4nglfd^nitt getheitt beult. Oot ift biefe Sergleidjung eigentlich nur infoioeit richtig, all man babei ben innern, gur Slufnahme ber \u00a9ier beftimmten Scannt im Singe hat, m\u00e4lmenb bal Sleufjere eine l\u00e4nglich abgerunbete fyornt geigt. Oiefel 6 bil 7 3nH lange nnb 3 bil 4 3dtt breite -Reft ift nun an einel ber gro\u00dfen, mehrere 3u\u00a7 langen Sl\u00e4tter in ber Slrt befeftigt, baff ber innere -Refiraunt ber oberen $l\u00e4d)e bei mehr ober meniger aufrecht ftehenben S5lattel gugemenbet ifi. Oa! Statt fehltest alfo ben Sieftraum oon hinten ab nnb bitbet zugleich bie hintere Reftmanb. Oie S5erbinbung mit bem Statte ifi feitlich nnb unten eine feljr innige; fte mirb burd) Saurnmollenf \u00e4ben Oermittett, \u00e4hnlid) mie el bei bem Reft bei \u00a9tneiberooget! ber \u00a7atl. Oben bleibt eine fpaltf\u00f6rmige Oeffnung, burd) ipetd)e ber ^\u00e4ngeoogel ein= nttb au!tried)t. Oiefer tarnt, menit er auf ben \u00a9iern f\u00fc)t, nicht fehen, mal braufjen oorgelft, el fei beutt, bafj bal SBlatt burch irgenb einen 3nfall einen liebten Rif; erh\u00e4lt. 3um innern Slulbau benu^t ber S\u00f6gel aulftliefjlid) meiche Statt? nnb 33aftfafem,, fomie einige garte ^alme, m\u00e4hrettb bie Slujgenm\u00e4nbe aul benfelben, jebod) gr\u00f6beren \u00a9teffen, oorg\u00fcglit aber au! ben b\u00fcrren, oerntorfd)ten Sl\u00e4ttern beftehen, b. h- au! fold)ett, bereu meichere Seftanbtheile burt bie $eud)tigieit aufgel\u00f6fi m\u00fcrben, fo baff allein bal garte etaftifd)e RerOengerippe-\u00fcbrig bleibt. Seim erfien Slnblid f\u00f6nnte man bal \u00a9emift b\u00fcrrer Sl\u00e4tter eher f\u00fcr ein Raupengefpinnfi halten, all f\u00fcr ein Sogelnefi, gumal and) ber \u00a9ingang auf eine fo ungem\u00f6hnlid)e S\u00f6eife angebradpt ift. Oie beiben \u00a9ier ftnb reinioeif; nnb gegen bal ftumpfe \u00a9nbe hin mit einem au! feinen rotbraunen @trid)en nnb f\u00fcnften beftet)enben Ringe umgeben.\"\n\n*\nSei meitent ber gr\u00f6\u00dfte nnb heroorragenbfte Ob\u00e9it ^er ^\u00dfflangenmett Reuhottanbl, fo ungef\u00e4hr fcpilbert \u00a9oulb, befteht au! gmei reid)en \u00a9ruppen, ben \u00a9ummib\u00e4umen nnb Santfien, meldpe mieberum mehreren gro\u00dfen Sogeifamilien einen behaglichen Slufenthalt bieten, fo ben Papageien unb ben ungemein gahlreidpen ^infetg\u00fcnglern. Oie Familie ber letztgenannten S\u00f6get umfa\u00dft nicht meniger all einige fnnfgig Slrten, meldpe in mehrere nat\u00fcrliche Unterabteilungen gerfaden. Shr ^aulhalt h\u00e4ngt fo innig mit bief en S\u00e4umen gufammen, bafj man bie einen ohne bie anbern fit nitt beuten t\u00f6nnte. Sille pnfelg\u00fcngter freffen Kerbtiere, Sl\u00fctljenftaub unb iponig au! ben baran fo reiten Sl\u00fcthen ber \u00a9ummib\u00e4nme unb genie\u00dfen biefe Raprung mit .ipilfe ihrer langen, an ber \u00a9pif$e ptnfelf\u00f6rmigen unb belpalb hiergu munberbar geeigneten 3unge. Rur menige fteigen oon ben S\u00e4umen herab unb futen auf bem Soben \u00ae\u00e4fer unb anbere Kerbtiere auf, bie SRehrgapl lebt nur auf ben S\u00e4umen, bie einen- auf biefen, bie anbern auf jenen.\nOie \u00aeemtgeid)en ber ^infelg\u00fcngler (Meliphagae) ftnb ein giemtit tanger, leitt gebogener, b\u00fcnn abgerunbeter \u00a9djnabel, beffen Obertiefer ben unteren etma! \u00fcberragt, mittettange, tr\u00e4ftige $\u00fcfje mit ftarten -ipintergepen, mittettange, abgerunbete fyt\u00fcgel, in benen gem\u00f6ljntit bie oierte \u00a9cpmungfeber bie t\u00e4ngfte ifi unb ein mehr ober minber langer, meift and) abgerunbeter \u00a9dpmang. Oie Rafentocher finb unter einer tnorpligen \u00a9dhmiete oerborgen, bie Racpenfpalte ift eng, bie 3unge","page":16},{"file":"p0017.txt","language":"de","ocr_de":"23l u t to o fi e I.\n17\ncorn an ber Spipe mit feinen, borften\u00e4pnlid)en $afern befept, foba\u00a7 fie zu einer tuirflicpen SB\u00fcrftc trirb. SDer Stagen ifi fepr fleht unb irenig muSfelig. SDaS Oefxeber ift rerfcpiebenartig, balb bitter, balb glatter anliegenb, ausp in eigent\u00fcmlicher 2Beife rerl\u00e4ngert, fo namentlich in ber Opr? unb .\u00a3jalSgegenb, balb fepr bunt, balb trieber ziemlich einfarbig, nadj beni \u00a9efcplecpt trenig rer= fcpieben.\n3n iprem SBefen unb Setragen befunben bie ^j\u00dfinfelj\u00fcngter grofje Uebereinftimntung. Sie finb faft opne 3luSnapnte fepr lebhafte unb unruhige, gr\u00f6\u00dftenteils aucp rebfetige S\u00f6get. 3m \u00a9e; Ztreig nehmen fie bie rerfcpiebenften Stellungen an, fe nacp iprer zeitireiligen Sefdj\u00e4ftigung. ^letter; f\u00fcnfte triffen fie rortrefflicp auSzuf\u00fcpren, trenn audj nicpt nacp 2lrt ber Specpte, fo bocd> JrenigftenS nad) 2lrt unferer Steifen. Sie p\u00fcpfcn gefdjidt ron einem Blreig Zum anbern, laufen rafcp l\u00e4ngs ber Bireige bapin unb R\u00e4ngen fid) fepr p\u00e2uftg fopfunterfi an ben Sleften an, um in biefer Stellung nad) unten ftcp \u00f6ffnenbe St\u00fctzen ju burdjfudpen. 3pr $tug ift 'Zellenf\u00f6rmig, trirb aber bei ber Sieprzapl nicpt ireit auSgebepnt, ir\u00e4prenb anbere trieberum treffliche Flieger ju fein unb ftd^> gu iprent Sergn\u00fcgen in ber Suft umperzutummeln fcpehten. \u00aeie Stimme ift reichhaltig: einige finb rorz\u00fcglicpe S\u00e4nger, anbere trenigftenS lebhafte Sdjtr\u00e4pcr. EBenige Slrteit lieben bie \u00a9efelligfeit; bie Sieprzapl lebt paartreife, trenn auch bicht neben einanber. (Sinige irerben als fehr fampfluf%e S\u00f6gel gefdpilbert, irelcpe fid) fiipn auf kr\u00e4hen, Ralfen ober \u00fcberhaupt auf alle anberen gro\u00dfen S\u00f6get ft\u00fcr^en, ron benen fte nid)tS \u00a9uteS ertrarten. Sor bem Stenfdpen freuen fich bie irenigften : riete fontmen im \u00a9egeut^eit bis bidpt an bie. SBopnungen heran unb niften ungefcpeut felbft inmitten ber St\u00e4bte unb auf ben belebteren \u00f6ffentlichen St\u00e4pen, falls hier ihre SieblingSb\u00e4ume'tnacpfen.\n3)aS Seft ift rerfd;ieben gebaut, bie Slnzapl ber \u00a9ier gering.\n$\u00fcr bie \u00a9efangenfdpaft fd)einen fich nur trenige 2lrten \u00a7u eignen; minbeftenS haben trir bisher noch nidht riet \u00fcber gefangene ^infelg\u00fcngler erfahren. 3pre Haltung int $\u00e4ftg ift aber nicht unm\u00f6glich; benn einzelne \u00a9lieber ber Familie finb trieberholt fogar fdfjon nacp \u00a9uropa gebracht trorben.\n2llS SerbinbungSglieber ber .Iponigfauger unb ^tnfelj\u00fcngler finb bie ^onigfreffer (Myzo-mela) ju betrachten. Sie ftnb fleht; ipr Schnabel ift gart unb ziemtidp fiat! gefr\u00fcmmt, ipr $u\u00df fr\u00e4ftig; f\u00c7t\u00fcgel unb Scptranz finb mittellang; lepterer ift gerabe abgefchnitten ober ein irenig auS; gefdhtreift. SDaS \u00a9efieber ift burd) lebhafte F\u00e4rbung ausgezeichnet.\n\u00a9ine ber piibfcpeften Slrten ift ber Slutroget (Myzomela erythrocephala). Sei ihm finb ber \u00c4opf, $a\u00efS unb S\u00fcrjet fdparladprotp, berEt\u00fccfen, ein Sruftbanb, bie f\u00c7t\u00fcgel unb ber Scptranz fchofotabenbraun, bie Unterbrufi unb ber Saudh br\u00e4untidhfahl. 2)aS 2luge ift r\u00f6thlidhbraun, ber Schnabel olirenbramt, ber \u00a7u\u00df olirettgrau. SDaS SBeibdpen ift braun, unten lidptfapl. \u00aeie S\u00e4nge betr\u00e4gt 47s, bie gittigl\u00e4nge 2V4, bie Sdpiranzt\u00e4nge l3/4 3\u00b0^-\ntiefer pr\u00e4chtige fleine Sogei betrohnt bie n\u00f6rblidpen \u00a3peile SluftralienS, namentlich bie \u00a9egenb um $ort \u00a9ffington unb pier faft auSfdf>lie\u00a7lich bie SDididpte ber Stangelb\u00e4ume, treidle alle Sttfeln unb Seebufen umf\u00e4umen. Son ben Slunten biefer S\u00e4ume nimmt er feine Saprung, irelcpe, trie bei ben anbern Wirten ber \u00a9ruppe, auS ^erbtpieren unb ,!ponig beftept. \u00a9r ift ein p\u00f6cpft betreglidheS \u00a9efcp\u00f6pf, fliegt mit ber gr\u00f6\u00dften ScpneEigfeit rott B^eig 3U B^eig nnb bott einem Sl\u00fctpenb\u00fcfdhel gum anbern unb l\u00e4\u00dft babei fein ziemlich fcparfeS unb raupeS Btoitfdpern p\u00f6ren. Ueber feine %oxU Pflanzung ift nocp SicptS befannt.\nS3reljm, \u00a3f)terleben. IV.\n9","page":17},{"file":"p0018.txt","language":"de","ocr_de":"18\n\u00aete \u00abSp\u00e4ter. \u00dfletterv\u00f6gel. $ptnfelg\u00fcngler.\n(Sine gV\u00fcette \u00a9type geid^net [id) butdj befonberg en\u00fcvicte\u00efte O^rB\u00fcfd^e\u00ef aug, unb bie betreffenben SS\u00f6gel paben begljalb gerabegu ben tarnen DIjrb\u00fcftyler (Ptilotis) erhalten. \u00a9ie ftnb geftrecft gebaut, furgfl\u00fcgelig unb langfd^iv\u00e4ngig; ber \u00a9cfmabel ift \u00efurg, giem\u00efic^ [tart unb auf ber $irfte feidfjt gebogen; bie $\u00fcf?e [inb mitte\u00ef\u00efang.\n(Sine ber \u00efj\u00fcbfd^eften Slrten biefer ga^\u00efreic^en \u00a9ruppe tjlber gelbfe\u00efjlige D\u00effrb\u00fcftyler (Ptilotis flavigula). Oie Oberfeite, bie f\u00c7I\u00fcge\u00ef unb ber \u00a9df>lvang ftnb ge\u00efblicfyolivengr\u00fcn, bie Unterteile bunfelgrau, ftlbern fd&immemb, ber SBcmdj unb bie \u00a9eiten Ver\u00eevafdf)ett olivenfarbig; ber Obertopf ift buntelgrau, bie $e\u00ef)Ie fd^\u00f6n guttagetb; bie O\u00efjrb\u00fcftye\u00ef ftnb 8\u00ab\u00ae \u00f4Wi bie Snnenfetynen ber \u00a9tytoingen ftnb buntelbraun. Oag Singe ift \u00efjolgbraun, ber \u00a9d\u00c7mabet fd&toarg, ber $ufc bleifarbig, ber \u00a9d)\u00efunb unb bie 3unge fmb fcp\u00f6n orangegelb. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 8, bie ^ittigl\u00e4nge 4Va, bie \u00a9djtoangl\u00e4nge 4V4 3od. Oag SSeibdjen ift \u00abeiner, bem 2Jt\u00e4nnd)en aber gleid) gef\u00e4rbt unb gegeic^net \u201eOtefer fdlj\u00f6ne unb augenf\u00e4dige Of)rb\u00fcfd)Ier\", fagt \u00a9oulb, \u201eift h\u00e4ufig in alien beivalbeten \u00a9d)\u00efuci)ten um ^jobart^oirn unb \u00fcber gang \u00eeagntanien verbreitet, tommt aber audf) in SSittoria; \u00efanb vor. \u00a9eine F\u00e4rbung \u00e4hnelt bent \u00a9elaube fo, baf? eg fdjtoer \u00a7\u00e4lt, tyn gu entbeden. (Sr ift gierlid) Von \u00a9eftalt unb angenehm in feinem Sluftanbe, munter in alien 23eivegungen, lebhaft, ja auf\u00eaerorbent\u00efidj fd^neil. S\u00dfenn er feine Stauung fucfyt, breitet er oft feine ftl\u00fcgel unb feinen \u00a9c^ivang aug, \u00abettert unb ppft im \u00a9eglveige, bie Verfdfiebenften anmutigen \u00a9tedungen amtebmenb, Ij\u00e4ngt ftdi> aud) ivofyl an ben \u00e4uferfien \u00a9ptyen ber 3n?eige auf. \u00a9ein $Iug ift ivedenf\u00f6rmig, Ivie ber ber <\u00a3pedf)te, tvirb aber feiten ge\u00fcbt. Oie \u00a9timme ift voll, laut, tr\u00e4ftig unb flangreity.\"\n\u201e3)er ddagen ift mugtelig, aber aufferorbentlid) \u00abein. Oie Staljrung befielt aug SSienen, d\u00dfefpen unb anbern dtefcft\u00fcglern, benen er Verfd)iebene \u00c4\u00e4fer unb SSI\u00fctyenftaub Ijinguf\u00fcgt.\"\n,,\u00a9r ift ein feljr fritygeitiger Br\u00fcter: id) fanb bereite \u00a9nbe \u00a9eptemberg ein Steft mit jungen, \u00a9iefe\u00ea Stefi, ioeldjeg geiv\u00f6ltylid) in nieberen SS\u00fcfdjen erbaut toirb, tt>eid)t felty ivefentlid) von bem ader anbern ^jonigfreffet ab, lveldf>e id) tennen lernte, unb gtvar ivegen beg gefr\u00e4sten \u00a9toffeg. \u00a9g ift bag gr\u00f6\u00dfte unb tv\u00e4rmfte von a*den, geto\u00f6lfnlid) gebilbet aug \u00a9treifen faferiger dtinbe, untermifdjt mit \u00a9rag unb \u00a9pinntveben. \u00a9egen bie \u00a3\u00f6l)lung Ijin ift eg nett getv\u00f6lbt unb inttenbig mit bem s\u00dfelg beg Opoffum ober beg K\u00e4nguru auggef\u00fcttert. Oie \u00a3>aare tverben \u00fcbrigeng gutveilen aud) burdlj anbere Ijaarartige \u00a9toffe erfefst, fo g. 25. burd) bie gro\u00dfen S\u00dfebelftr\u00fcnte ber Skumfarren ober burd) \u00a9rag unb feine 3h>eige. Oie \u00a9ier, gtvei ober brei an 3df)I/ dnb auf gartfieifcbfarbigem \u00a9runbe feb>r lebhaft, aber fp\u00e4rlid) mit feljr lebhaften, taftanienbraunen, \u00abeinen runblidfen \u00ef\u00fcpfe\u00efn gefledt.\nOie Skumeng\u00fcngler (Melichaera) tenngeidEjnen fiel) burd) \u00ab\u00e4ftigen 23au, ftarfen, Irenig gebogenen \u00a9d^nabel, ver^\u00e4ltnifm\u00e4fig \u00abtrge ^\u00fcfe, furge, ftarf abgerunbete Fl\u00fcgel unb einen langen, teilf\u00f6rmig gugeffn^ten \u00a9d^ivang.\n3)er Slumeng\u00fcngler (Melichaera mellivora) ift auf ber Oberfeite bunteibraungrau, febe $eber in ber dditte ivei^ geftreift; bie ^e^Ie unb \u00a9ruftfebern ftnb braun, an ber \u00a9f\u00fc^e treif ; bie Xtnterfeite ift lidjter, tveil bie Iveifen \u00a9diaftfleden breiter unb fidl)tbar ftnb; bie 23orberfd)lvingen ftnb an ber Snnenfabne faftanienbraun, \u00fcbrigeng braun mit Ireifer \u00a9fui^- Oie \u00a9teuerfebern ftnb braun, an ber \u00a9pi^e iveif. Oag Singe ift grau, ber \u00a9djnabel fc^tvarg, ber tSu\u00a7 braun. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 11, bie $ittigl\u00e4nge 4V4, bie \u00a9cblvangl\u00e4nge 5V6 3\u00b0^-\nOer 251umeng\u00fcngler ift ein 23etvoI)ner von Oagmanien, dteuf\u00fcbivaleg unb \u00a9\u00fcbaujtralien unb ftnbet fiel) in aden Ofjeilen biefer \u00a9egenben ba, ivo eg 23antften gibt. $ier geh\u00f6rt er gu ben ga1^\u00ab reiften SIrten feiner Familie, \u00a9r fd^eut ftd^ nid)t vor bem Oreiben beg Sdenfcljen, tommt vielmehr v^ne gurd^t big in bie \u00a9t\u00e4bte herein, \u00a9o fal) i^n \u00a9oulb im botanifd)en \u00a9arten gu \u00a9ibne^; ja,","page":18},{"file":"p0019.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9e\u00efb\u00efebliger D^rb\u00fcfiffter. Stumeng\u00fcngter. $o\u00eb.,\n19\nev erhielt fogar gioei \u00fcftefier mit \u00a9iern, loetdfe irt ben S\u00fcfdjen biefeg offent\u00efidfen \u00a9arteng gefunben ioorben. \u00a9r ift ein f\u00fcffner nnb lebhafter S\u00f6get, fampftuftig in \u00efjo\u00efjem \u00a9rabe unb beg\u00effa\u00efb \u00a9egner o\u00cf\u00cfev S\u00f6get, ioetdfe mit itjm bie gteidfe \u00fcftaljrung ttfeiten. deiner [einer Strtberfranbten ift lebhafter unb munterer, atg er. 3|m \u00a9ommer fe^en fid) bie \u00e4ft\u00e4nndjen auf freie Steige unb laffen bontneraug i\u00effre rauben, fonberbaren Saute erfd^atten, toe\u00efdje man nidft unpaffenb mit ben S\u00f6nen bergtidjen Ijat, bie ein SRenfdf) \u00efferborbringt, \u00efoenn er fid) erbricht. \u00aeie Setbo\u00effner Jfaben ilfm be\u00ea^a\u00efb ben tarnen \u201e\u00a9oosgtoarsrud\" gegeben. SB\u00e4tfrenb beg \u00a9djreicng ftetgt er ben \u00a9d)toang, d\u00fcrft ben \u00c6opf nad) hinten unb bl\u00e4ff bie Reifte auf, fobaf\u00ea eg augfie\u00efft, atg ob er feine Saute nur mit ber gr\u00f6\u00dften 5tn= ftrengung \u00efferborbringe.\n\u00a3)ie Srutgeit beginnt im (September unb bauert ib\u00e4tfrenb ber bret fotgenben SSJtonate fort. \u00a3)ag fe|r fteine Dtef\u00ee, ioe\u00efdfeg aug fetfr feinen \u00dftoeigen gufammengebaut, mit SS\u00fcrgeldfen auggetegt, runb unb oben offen ift, fte\u00efjt geio\u00f6lfnlid) in ber \u00a9abet eineg nieberen Sufdjeg, oft nur ioenige $ujj \u00fcber bem Soben. 3)ie gtoei ober brei \u00a9ier finb auf tadj\u00earot\u00c7em \u00a9runbe [b\u00e4rtig bunfelbraun geftedt, am bid'en \u00a9nbe am bidfteften.\nSDie Sanf ften, \u00efoetdje einen gro\u00dfen SIfeil beg ^atjrel \u00effinburd) bl\u00fchen, geio\u00e4tfrcn bent Sogei Sttte\u00ea, ioag er bebarf. \u00a9r unter f uct) t febe eingetne St\u00fctze, ioenn fie ftd) \u00f6ffnet, mit feiner langen Pnfetgunge unb giefd ben St\u00fct\u00efjenftaub ober bie \u00c6erbttjiere gefdjicft Ijerbor. S)abei [f\u00e4ngt er *n alten nur benfbaren \u00a9tettungen auf ober an ben St\u00fctzen, \u00a9r ift fo an bie Sanfften gebunben, baj\u00fc er nur ba borfommt, too biefe S\u00e4ume gebeten: \u00a9outb t)at ilfit niematg fern bon iljnen gefunben. 3)a nun bie Sanfften nur auf fd)ted)tem Soben toad)fen, fo gitt bag gefdjm\u00e2^ige \u00a9efd^ret beg Sogelg ben anfieblunggtuftigen \u00a9urop\u00e4ern atg ein $dct)en, ba\u00a7 ba, too er tebt, f\u00fcr \u00fctciebertaffungen nidjt bie geeignete Oerttid)feit ift.\n,,\u00a9in burd) feine \u00a9timme begeidjnenber Setootjner ber romantifdjen SBi\u00efbniffe SReufee\u00efanb\u00eb\", fagt 9tod)etag, \u201eift ber o\u00eb ober \u00a3ui. \u00a9g ift bon biefem SSunberooge\u00ef nicijt gu biet gefagt, toenn man beraubtet, baf; feiner ber \u00a9anger in ben eurofmifdjett SS\u00e4tbern ftd) mit itjm meffen fann. 5\u00a3>ie \u00a9inlfettigfeit unb bie fanfte Siebtid)feit feine\u00ea \u00a9efangeg erfdjeint mir toirflictj unbergleicfdidl). $\u00a3)en <\u00a9djlag ber eurofmifcben 5ftadf)tigaK, toie fetjr id) fte aud) liebe, finbe idj benttodj bom \u00a9efang biefeg Sogefg bei toeitem \u00fcbertroffen, unb id) gefiele eg, nie in meinem Seben \u00ef)abe id) bon einem fo begauberttben, ftangreid)en S\u00f6get eine Sorftc\u00ef\u00efung gehabt.\" 5\u00a3)ie 9teifenben, toetd^e fb\u00e4ter beg 5j}o\u00eb \u00a9rto\u00e4^nung t^un, fbenben itfm gioar fein fo begeifterteg Sob; aber and) fie r\u00fc^men it>n \u00dcbereins ftimmenb afg einen ber beften \u00a9\u00e4nger Oceanieng, unb beg^atb ift eg tbop gered;tfertigt, loenn idt) i^n f)ier fo augf\u00fc\u00effr\u00eficf) befd^reibe, atg id) eg eben fann.\nf\u00a3>er o\u00eb (Prosthemadera circinata) fenngeid^net ftd) bor attem burct) eigentpmtid^e f^eberb\u00fcfcfjet, ioetd^e gu betben \u00a9eiten beg Sorber^atfeg fielen ; im \u00fcbrigen entff)rid)t er bem \u00a9enrage ber ^amiti\u00e9. \u00aeie allgemeine F\u00e4rbung ift ein tiefeg metattifdtjeg \u00a9r\u00fcn, tbetd;eg in geioiffem Sichte fc^toarg, in anberem brongefarben erfdfeint; ber 9t\u00fccfen ift umberbraun, bie \u00a9fi|en ber Gebern fd)ittern aber ebenfattg; \u00fcber bie \u00a9d)uttern bert\u00e4uft eine toeife Sinbe; bie bert\u00e4ngerten Sebent beg 5Radeng ftnb burd) toei\u00a7e \u00a9c^aftftrid^e gegeidf)itet; bie Gebern ber ^atgfeite finb bert\u00e4ngert, gerfc^tiffen unb mufd)etf\u00f6rmig gebogen, iooburd; ein S\u00fcfd)et gebitbet toirb, ioetd^er bag anbere \u00a9efteber \u00fcberragt, unb ioeit er btenbenb tx>ei\u00a7 gef\u00e4rbt ift, bon i!)m fr\u00e4d^tig abftid^t; ber Saucfy ift umberbraun; bie unteren \u00a9dfioangbecffebent [Rittern; bie \u00a9c^toingen unb \u00a9teuerfebern fxnb fd^toarg, oben fd^itternb, unten gtangtog. S)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 12, bie ^ittigt\u00e4nge 5V2, bie \u00a9dt)Jbangt\u00e4nge 4y2 3ctt.\nObgteid) ber 5po\u00eb fe^r j^\u00e4uftg nact) \u00a9ibne^ gebraut toirb unb fcfyon ibieber^ott tebenb nad) \u00a9urof)a gefommen iftf ^aben tbir boc^ erft in ber 5Jteugeit \u00fcber fein ftreiteben \u00a9inigeg erfahren.\n2*","page":19},{"file":"p0020.txt","language":"de","ocr_de":"20\n\u00aeie \u00a9p\u00e4ber. \u00dfletterooget. ?\u00dfuifetg\u00fcngler.\n\u201e\u00dfein Sogei ber S\u00df\u00e4lber SieufeetanbS\", fagt Sa\u00e7arb, \u201egie\u00a7t bte Sfofmerffanrfeit beS ftremben me\u00c7r auf ftdj, als ber $po\u00eb. \u00a3>er ger\u00e4uf(J)ooIte \u00a9efeH ift befi\u00e4nbig in Seioegung, enttoeber fliegenb bon SBaurn gu Saum ober fegelnb in luftigen Greifen \u00fcber bem SBalbe. \u00a3>iefe \u00c6urgioeit treibt er nament; lieb gegen Slbenb, unb id) toar anfangs geneigt, gu glauben, baff er baburd) putter erfragen foofle, fanb aber fp\u00e4ter, baff baS \u00a9egeln nur gum Vergn\u00fcgen gefdjieljt. Oft fxe^t man $rer ad)t bis get)n gemeinfd)afttid) \u00fcber ben S\u00e4umen baljinf\u00fcegen, breifenb, ftdf) bre^enb, Surgelb\u00e4ume fd&ieffenb, oon einer bebeutenben-$\u00f6l)e mit auSgebreiteten \u00a9dringen unb \u00a9entrang fid) Ijernieberfenfenb unb anbere \u00c4unftft\u00fccbe treibenb, bis auf einen Socfruf alle pt\u00f6fctid) in bas 2\u00f6atbeSbid'id)t t)inabtaud)ett unb bem 2luge entfd)ioinben.\"\n2)er ^5o\u00eb (Prosthemadera circinata).\n\u00a9S fdjeint, bafj bie SReufeet\u00e4nber ben So\u00eb oon jetjer gern in ber \u00a9efangenfd)aft gehalten t)aben. \u00a9ie brauten it)n 9tod)eIaS in bteinen, auS \u00a7Ied)ttoerb oerfertigten K\u00e4figen unb boten tl)n gum Sers bauf an, unb heutigen OageS nod) bemmen auf bemfetben SBege Oiele in bie $\u00e4nbe ber Europ\u00e4er. Sennett Oerfid)ert, bafj bie \u00a9efangenen l)\u00f6d)ft unter^altenb finb, fid) fel)r leidet gasmen taffen unb mit il)ren Pflegern fid) rafd) befreunben. 2\u00efbgefe\u00ef)en Oon i\u00ef)rent oortrefftidj\u00e9n \u00a9efang, befi^en fie bie \u00a9abe ber SftadEjaljmung im \u00c7o'fyen \u00a9rabe: fte fotlen hierin nid)t btoS bie (Sifter ober ben Sftaben, fonbern fetbft bie \u00a9pottbroffeb \u00fcbertreffen, \u00a9ie lernen S\u00f6orte mit gr\u00f6\u00dfter \u00a9enauigbeit nad)f\u00a3red)en unb b\u00f6nnen \u00fcberhaupt jeben Saut ioiebergebeu, ioetd)en fie Oerne\u00ef)men, unb fomit oereinigt fid^ bei ifmen 2ttteS , um fie einem Obierfreunbe ioertl) gu madden: \u00a9d)\u00f6nl)eit unb liebenSto\u00fcrbigeS Setragen, \u00a9efang unb leidste \u00df\u00e4i)mbarbeit.","page":20},{"file":"p0021.txt","language":"de","ocr_de":"$o\u00ea. fieberfyaupt.\n21\nOurd; .\u00eepartlaub erfahren toir, baff ber Same, toelchen bie Dleufee\u00efanber Oorgug\u00eatoeife gebrauten, ein \u00c6langbilb ift. \u201eOie ttad; ber \u00a9\u00fcbfee fahrenben 3Ba\u00effifc\u00ef>f\u00e2nger ^aben un\u00ea biefen Sogel mehrmals tebenb nad; Bremen gebraut. (Siner, toeldjen toir gu beobachten (Gelegenheit fatten, faff meift ru^ig unb in fid) gufammengefauert im Sauer. 3U getniffen geiten lie\u00df er ein eigene th\u00fcmliche\u00ea, helle\u00eaunb gedenbe\u00ea \u201etuitui\" h\u00f6ren, toobei bann bie let\u00eete\u00a9ilbe na<hh^^nb betont tourbe.\"\nOie le^te \u00a9type, mit toeldjer toir un\u00bb hier befdjaftigen \u00efonnen, toirb burdj bie 2Sond)\u00ea; o\u00f6gel (Tropidorhynchus) gebilbet. \u00a9ie femtgeidhnen ftd) Oor allen \u00fcbrigen Sertoanbten burch einen D\u00f6rfer auf ber SBurgel be\u00ea Oberfd)nabe\u00ef\u00ea, nadte \u00a9teilen an \u00c6opf unb \u00a3>al\u00ea unb fchma\u00efe, oer= l\u00e4ngerte \u00c7ebern an ber Sruft unb im Sacfen. 3hre 3un9e if* gtoeib\u00fcrftig.\nOa\u00ea Seberhau\u00dft ber Slnfiebler (Tropidorhynchus corniculatus) ift auf ber Oberfeite grau;. braun, auf ber Unterfeite br\u00e4unlid)grau ; bie \u00c6imtfebem unb bie oerl\u00e4ngerten, langettf\u00f6rmigen, toeXd^e bie Sruft betreiben, finb atlahoeifj, fein braun in bie S\u00e4nge gefXecXt; bie \u00a9d)toangfebern etiben in toeifje \u00a9pitmen. Oa\u00ea 2Iuge ift roth, toirb aber nach bem \u00a3obe braun, ber \u00a9d)nabel unb ber $opf, fo toeit er nadt ift, ftnb fd)toarg toie \u00a3inte, bie g\u00fcfje bleifarbig. Oa\u00ea Skibdjen unterfd)eibet fid) burd) geringere (Gv\u00f6fje, ber junge Sogel burch mehr befieberten $opf, \u00ef\u00fcrgere Sruftfebern unb einen Heineren ober nur angebeuteten \u00a9d)nabell)0der. Oa3 Singe ift bunfelbraun. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt ettoa 12, bie ^ittigl\u00e4nge 53A, bie \u00a9d)toangl\u00e4nge 42/3 god.\n3n Seuf\u00fcbtoale\u00ea ift nad; \u00a9oulb\u2019\u00ea Serftd)erung taunt ein anberer S\u00f6get betannter, al\u00ea btefer. (Sr ift \u00fcberall h\u00e4ufig, in bidjten \u00a9eb\u00fcfdjen n\u00e4d)ft ber f\u00ea\u00fcf\u00eee gemein, aber attdh in ben offenen SB\u00e4lbern be\u00ea Innern alterorten gu fhtben; bod) oertritt ihn hier unb ba einer feiner Sertoanbten. 3n Seuf\u00fcbtoale\u00ea fcheint er nur \u00a9ommerooget gu fein. 2Bo ker oortommt, macht er fid) halb bemerk lid). (Sr fefct fiel;-auf einen b\u00fcrren \u00a9ipfelgtoeig unb l\u00e4fjt oon ba oben herab eigent\u00fcmlich gefd^to\u00e4^ige Saute erfchatten, toetdk bie allgemeine Slufmertfamteit erregen unb oietfad; \u00fcberfe^t toorben ftnb. (Sinige feiner tarnen (Poor soldier, Pimlico, Four o\u2019clock) ftnb \u00c4langbilber feiner \u00a9timme, to\u00e4hrenb ihm bie Sadtl)aut feine\u00ea ^opfe\u00ea unb $atfe\u00a7 bie stamen SOI \u00f6 n d), ^ toft erb rub er unb Seberhaupt Oerfdhafft hat. \u00a9ein $lug ift toettenf\u00f6rmig unb fr\u00e4ftig. Stan fieht ihu oft \u00fcber bie \u00a9ipfel ber S\u00e4ume Oon einem OI)eite \u00f6e3 SBalbe\u00eb gum anbern fliegen. 2>m \u00a9egtoeig gef\u00e4ttt er fi<h in ben auffattenbften Stellungen; feine trummen, tr\u00e4ftigen Tratten geftatten ihm ba\u00ea klettern in jeber Sage be\u00eb \u00ae\u00f6rf)erh Oft h\u00e4ngt er an einem $uffe fafeftigt mit bem \u00aeopfe nach unten. (Srgreift man einen Ser; tounbeten, fo bringt er \u00a9inem mit bejt fd^arfen S\u00e4geln tiefe unb fdjtoere SSunben bei.\n\u00a9eine W\u00e4hrung befiehl in bem St\u00fcthenftaub ber \u00a9ummib\u00e4ume, in feigen, Seeren unb $erb; thieren. \u00a9r beginnt im SoOember gu br\u00fcten, toirb bann fehr lebhaft unb mutt;ig, greift $al\u00efen, kr\u00e4hen, gl\u00f6teno\u00f6gel unb anbere greffe \u00c4laffenoertoanbte an, toetche in bie S\u00e4he feines Sefte\u00ea \u00efommen, unb l\u00e4fjt nicht ab oon feinen Singriffen, bt\u00e9 er fte gen\u00fcgenb toeit toeg gejagt h^t. Oa\u00ea Seft ift roh gufammengebaut, f\u00fcr einen S\u00dfinfelg\u00fcngler fehr grofj, obertaffenf\u00f6rmig, \u00e4u\u00dferlich au\u00ea Sinben, Saumbaft unb SBolIe gufammengefd;id)tet, nach innen mit feineren Steigen, \u00a9ra\u00ea unb biegfamen S\u00dfurgeln aufgelegt. Oa\u00ea \u00a9ange h\u00e4ngt auf bem toagered)ten SI fte eine\u00ea Slpfet; (Angophora) ober \u00a9ummibaume\u00ea, ift nicht im geringsten Oerborgen unb fteht oft nur toenige gu\u00a7 \u00fcber bem Soben. ben baumreichen (Sbenen oon Slberbeen unb 2}arrunbi am oberen Runter br\u00fcten bie St\u00f6ndh\u00f6o\u00f6gel fo h\u00e4ufig, ba\u00a7 man fie gef eilig nennen fann. Oie (Sier, geto\u00f6hnlid; brei an 3ahl,.finb auf bta'Sladh\u00eafarbenem \u00a9runbe mit fleinen, bunfleren f\u00fcnften gefXec\u00eft.\n\u25a0\u00dc\t*\n$","page":21},{"file":"p0022.txt","language":"de","ocr_de":"22\n\u00a9te \u00a9p\u00e4ber- ^lettero\u00f6gel. \u00a3>opfe.\n\u00a9ie auffat\u00efenbften \u00a9\u00fcnnfd)n\u00fcbler ftttb bie -\u00eejpopfe (Upupae); bentt fte unterfd)eiben ftd) oon vtllen Ber\u00efoanbten fe^r it>efentltd^ burdb i^re kurge, gerabegu oerk\u00fcmmerte\tf\u00ea\u00ea tft nid)t leidjt,\ninnert eine paffenbe \u00a9tellung angutoeifen, nnb begbalb ftnb fie ba\u00efb hier, balb boipin gebraut, b. b-balb mit biefen, balb mit jenen Regeln gufammengeftellt ioorben. 2lud) bwftddlicb ber Begrengung ber Familie ^errfd^t keine Uebereinftimmung. \u00a9ie (Sinen \u00efoo\u00ef\u00efen biejenigen B\u00f6gel, mettre mir alg .Ber\u00efoanbte unferer 3Biebe^o^>fe anfe\u00efjen, alg feiere nid)t anerkennen, bie 2\u00efnberen feben in alten Jpopfen \u00fcberbauet nur eine Unterfamilie ber Bauml\u00e4ufer. \u00a9ieg Meg kann ung gleidjgiltig laffen : (Sing ift mofyl unbeftreitbar, bafj man bie jpepfe nirgenbg anberg unterbringen kann, alg eben unter ben \u00a9\u00fcnnfdbn\u00e4blern. \u201eBkg bie Bauml\u00e4ufer\", fagt Staumann, \u201ean ben B\u00e4umen, bie Blauer; kletten an Reifen unb Blauem t\u00a7un, fte^t man bie 2Biebel)opfe auf bem \u00a9rbboben oerrid)ten, unb man k\u00f6nnte fie im Bergleid) mit jenen \u00a9rbl\u00e4ufer nennen/' \u00a9iefer 2tugf|>rud) begiebt ftd) \u00fcbrigeng nur auf unfern SBiebebopf: bentt bie Ber\u00efoanbten treiben jtcb keinegioegg auf bem Boben, fon; bern faft au\u00eafdj\u00efiefjlid) auf ben B\u00e4umen untrer; aber ben Blauerkletten unb Bauml\u00e4ufern \u00e4hneln auch fte in gar mancher \u00a3>inftd)t. Bon einer erftdpidben Uebereinftimmung im Betragen ber Oer; fd)iebenen \u00a9tybenglieber kann man bei ben ^opfen nid^t reben. \u00a9ie (Srbljopfe unterfd^eiben ftdj fe$r \u00efoefentlid) oon ben Baumbopfen; aud) bie Staining ber oerfd^iebenen ^amilienglieber tft nidjt biefelbe; bie prtyflangung ift ebenfalls oerfd)ieben, unb fo l\u00e4ft ftck> ein allgemeineg \u00a3ebengbilb ber Familie kaum geben, fadg man nid)t bag Seben jebeg (Singeinen bebenken unb erm\u00e4hnen mill, \u00a9aber mufj alg Borbemerkung gen\u00fcgen, loenn id) bie \u00e4uferen \u00c4emtgeidben unferer B\u00f6gel folgen laffe.\n\u00a9ie \u00a7obfe ftnb giemlidk) grofje, geftredt gebaute \u00a9\u00fcnnfdjn\u00e4bler. Bb1\u2019 \u00a9d^nabel ift lang, giem; lieb ober fe^r biinn, fladj ober ftark gebogen, b\u00f6ber alg breit, \u00a9ie Bafenl\u00f6dber liegen unmittelbar oor ben \u00a9tirnfebern, finb klein, eif\u00f6rmig unb unbebedt, bie $\u00fcfje finb fd)load) bei ben einen, kr\u00e4ftig bei ben anbern. \u00a9er Fl\u00fcgel ift lang ober m\u00e4fjig lang, ftark abgerunbet, in i^m bie oierte unb f\u00fcnfte \u00a9erringe bie l\u00e4ngfte. \u00a9er \u00a9cbfraug, melier aug gehn Gebern befte^t, ift entioeber gerabeabge; febnitten unb bann kurg ober ftufig unb bann giemlicb ober fe^r lang, \u00a9ag \u00a9efieber liegt giemlid) knapp an. \u00a9eine F\u00e4rbung ift fepr oerfebiebett, bie Bepnung meift eine bunte. \u00a3)inftd)tlid) ber \u00a9efcplecbter ift kaum ein Unterfdbieb gu bemerken. Ob ber innere Seibegbau ber frentbl\u00e4nbifd)en \u00a3opfe bem unfereg beutfdjen Bertreterg ber Familie im \u00efoefentlidjen entfprid)t ober erljeblidje (Sigentb\u00fcmlidkeiten geigt, ift gur B\u00abt nod) niept feftgeftellt.\nUnfer BHebebopf ober ber \u00a3>eer;, \u00a9tink; unb ^otpoogel, \u00a9tinkpapn, $otl)kr\u00e4mer, L\u00fcfter; unb ^ukukgkne^t (\u00fcpupa Epops) oertritt bie \u00a9ippe ber (Srbpopfe. \u2018\u00a9ie kenngeidjnen ftd) burcp geftredten Seib, fepr langen, fcp\u00efoadbgebogenen, fdjlanken, feitlid^ gufammengebr\u00fcdten fpipen \u00a9cpnabel, kurge, giemlid) kr\u00e4ftige g\u00fcfje mit kurgen, ftumpfkradigen Beb\u2122, grofje unb breite, fepr abgerunbete Fl\u00fcgel, einen mittellangen, breitfebrigen, am (Snbe gerabe abgeftupten \u00a9cp\u00efoang unb ein ioeid)eg, lodereg \u00a9efieber, \u00efoelcpeg ftd) auf bem $opfe gu einem ^eberbufdje oerl\u00e4ngert. \u00a9ie Beid^nuttg ift eine feljr bunte, bei allen bekannten Slrten \u00fcbereinftintmenbe. Blepr ober Weniger leb^afteg Sftot^braun ift bie \u00a9ruttbfarbe; bie \u00a9entringen unb \u00a9teuerfebent ftnb fc^loarg unb loei^ geb\u00e4nbert.\n\u00a9en innern Bau bat ^i^fd) unterfud)t. ,,\u00a9ie SBirbelf\u00e4ule befte^t aug oiergeljn ^alg;, fteben big a<bt Bruft; unb fed)g \u00a9^loangloirbeln. \u00a9ed)g B>irbel tragen ed^te, ein ober gtoei fogenannte falfc^e ober \u00e9leifdbrippen. \u00a9er \u00a9d>\u00e4bel geigt eigent^\u00fcmlic^e Ber^\u00e4ltniffe ; bag Bruftbein \u00e4hnelt bem ber \u00a9ingo\u00f6gel. \u00a9df>\u00e4bel, \u00e4\u00dfirbelbein, BruPein, Beden, \u00a3>berarmtnod)en unb fogar bie \u00a9berfdjenkel; knod)en fnb luftf\u00fcl)renb. \u00a9ie oerk\u00fcmmerte Bun9e ^ breiedig, bunten ebenfo breit alg lang, nur mit ioeid)er \u00a7aut \u00fcbergogen, Oorn abgerunbet, am binteren\tan ^en b^n^erett\n(Sden febr fein geg\u00e4bnelt. Bon ^eblko^fmugkeln ftebt man keine \u00a9futr. \u00a9er \u00a9d)lttnb ertoeitert ftcb nidbt gum \u00dfropf. \u00a9er Bormagen ift burdb bide \u00a9r\u00fcfenlo\u00e4nbe auggegeiebnet, ber SDtagen fdpadb; mugkelig u. f. lo.\"","page":22},{"file":"p0023.txt","language":"de","ocr_de":"\u00fcffitebe\u00efjo'pf.\n23\nUnfer 2Biebe\u00ef)obf fantt nur mit feinen n\u00e4c^ften $ertoanbten, nidjt aber mit anbertt S\u00f6geln toer? medjfelt Serben. \u00a9ein \u00a9efteber ift auf ber Oberfeite \u00efe\u00c7mfarbig, auf bem 9Rittelr\u00fcden , ben \u00a9djultern nnb ben kl\u00fcgeln fd;toarj unb gelbltdjtoei\u00df in bie Ouere geftreift; ber Sfeberbufd) ift bunfelrofilel)mgelb, jebe einzelne $eber fd)toar$ an ber \u00a9pi^e; bie Unterfeite ift \u00c7od) lehmgelb, an ben Sancfyfeiten fd)n>ar$ in bie S\u00e4nge gefledt; ber \u00a9djiran\u00a7 ift fd)toarj, ettoa in ber SRitte feiner S\u00e4nge toei\u00df geb\u00e4nbert. Seim SSeibdjen finb bie f\u00e4rben ettna\u00ea fd)mujiger, al\u00ea beim 2R\u00e4mtd)en.\n\u00aeer SKiebe^o^f (Upupa Epops).\nSet ben jungen ift ber $eberbufc\u00a3) f\u00fcrjer. 0)a3 Singe ift bunfelbraun, ba\u00ea \u00a9d>nabel\u00efjortt fddnarg, ber $u\u00df bietgrau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 10\u201410V2/ bie SSreite 18, bie $ittigl\u00e4nge 5, bie \u00a9cfytoan^ l\u00e4nge 4 goU.\nOer gr\u00f6\u00dfte S^eil \u00a9uropa\u00ea, ganj SRorbafrifa unb SRittelafien, nad) f\u00fcbto\u00e2rt\u00ea big \u00c4afdjmir ftnb bie $eimat be\u00ea SBiebeljopfg. 3m fftorben ift er feltener a\u00ef\u00ea im \u00a9\u00fcben; aber fd)on in .SRorbbeutfdjs taub geh\u00f6rt er an getoiffen \u00a9teilen ben S\u00f6geln, toeld)e man regelm\u00e4\u00dfig antrifft. fRad) korben","page":23},{"file":"p0024.txt","language":"de","ocr_de":"24\n\u00aeie \u00a9p\u00e4l;er. \u00dfletteroogcl. \u00a3opfe.\nhinauf oerirrt ev (id; gutoeilen toeit \u00fcber bte \u00a9rengen feinet eigentlichen Serbreitung\u00eagebietg : fo fommt er, toie id) au\u00a3 eigener \u00a9rfahrung Verb\u00fcrgen fann, einzeln noch anf ben So\u00dfoben oor. S^ \u00a3)eutfd;lanb ift ei*3ugOogel, toeld;er in ben lebten \u00a3agen be\u00ea SJt\u00e4rg eingeln ober paartoeife anfcmmt unb \u00a9nbe Slugu\u00dfg nnb Slnfangg \u00a9eptember familientoeife langfam toieber nach \u00a9\u00fcben reift; fcfjon in \u2022Storbo\u00dfafrifa aber toanbert er nicht mehr, (onbern (\u00eereicht h\u00f6ch\u00dfeng im Sanbe auf unb nieber. SDod; trifft man ihn nodh \u00fcberall in \u00a3)ft;\u00a9ubal;n an, nnb ebenfo geh\u00f6rt er unter bie regelm\u00e4\u00dfigen S\u00dfinter; g\u00e4fte S^bien\u00ea.\nSei ung beoorgugt er \u00a9benen, toeldje mehr ober toeniger bid^t mit S\u00e4umen beftanben \u00dfnb. \u00a9egenben, in benen gelber unb liefen mit f leinen SS\u00e4lbcpen abtoe<hfeln, ober folche, too alte S\u00e4ume einzeln inmitten ber gelbmarfen flehen, fagen il;m befonberg gu. Sn \u00a9\u00fcbeuropa treibt er \u00dfcp oorguggtoeife in ben Weinbergen l;eoum; in Slfrifa ift er in jebem 3)orfe, ja felbfi inmitten ber \u00a9t\u00e4bte gu finben: Storboftafrifa ift, toie id; fchon fr\u00fcher gefagt habe, ein \u00fcberaus g\u00fcn; ftigeg \u00a9ebiet f\u00fcr ben S\u00dfiebel;opf. \u00a9r ftnbet fo recht eigentlich Sldeg, toag fein \u00a3erg ftch to\u00fcnfd^t. Stid;t bag Sieh if* *3, toelche\u00ea ^ier f\u00fcr bie Nahrung beg fcpmugigen \u00a9efellen forgt, fonbent ber SJtenfd;. @o flei\u00dfig aud> bie \u00a9eier finb \u2014 allen Unrath k\u00f6nnen \u00dfe bod; nid;t abr\u00e4umen unb genug bleibt \u00fcbrig f\u00fcr biefeftigen S\u00f6gel, toeld^e tote ber adbefannte, burd; mancherlei \u00a9agen Oerherr; lid;te \u201e\u00a3ubl;ub\" ^oth^aufen atg h\u00f6ft>ft erquidliche \u00a9egenft\u00e4nbe betrachten. Sn \u00a9gppten ift ber S\u00f6iebepopf \u00fcberall gemein; benn allerorten gibt eg f\u00fcr ihn reid;lid;e Sefdh\u00e4ftigung. SDie fd;amiofe Ungegtoungenheit ber Araber richtet ihm jeben S\u00dfinfel gu einem oieloerfpredfenben Stahrunggfelbe her, unb bte \u00a9utm\u00fcthigfeit ober toohl richtiger bier@leidhgittigfeit ber Sente erlaubt ihm, fein \u00a9efcp\u00e4ft burcpaug ungeft\u00f6rt gu betreiben. Uubef\u00fcmmert um ben SJien\u00dfhen, toeldjer ftd^ gerabe anfchidt, ben SJtiftf\u00e4fern unb Slagfliegen aud; \u00a9ttoag oerbienen gu taffen, treibt \u00dfd; ber S\u00f6get auf ber ihm toohl bekannten Unrathft\u00e4tte unther; ja, er fennt bag SSefen feinet hauptf\u00e4dhlicpften \u00a9rn\u00e4hrerg fo genau, ba\u00df er gerabegu in beffen SBopming \u00dfd; an\u00dfebelt unb in irgenb einem' Stauerloche feine \u00dfiufenbe $inberfd;ar heoangiept. SJtan braud;t blog aug bent-^enfter feinet ,!paufeg hinab in ben $of ober in ben \u00a9arten gu fehen, toenn matt ben SBiebepopf beobachten toid; man braucht blog burdh bag SDorf gu gehen: bag \u201e,!pubhub\" t\u00f6nt \u00a9inem \u00fcberall entgegen, oon ben K\u00e4ufern herab, aug ben Saumfronen, oon ber t;atb gerriffenen Sehmmatter ober oon einem toiberlid; buftenben \u00a9rb^\u00fcget, hinter einer nid;t allen Slicfen auggefefcten SJtauer. \u00a9g fd;eint faft, alg legten bie Slraber eine befonbere Hochachtung gegen ben S\u00dfiebehopf an ben Stag, alg to\u00e4ren \u00dfe \u00dfd; eg betou\u00dft, ba\u00df er bei all feiner Unreinlid;feit bod; nodh immer nicht fo \u00dfhmugig i\u00df, toie \u00dfe.\n$>er SBiebehopf ift ein fehr unterhaltenber Sogei. \u00a9ein Setragen hat ettoag burd;aug \u00a9igen; th\u00fcmlidhe\u00ea, aber Slngenel;meg. Sei ung gu Sanbe ift er Oor\u00dfdhtig unb fd;eu, toeid;t bent dftenfcben oft toeit aug unb oertraut eigentlich nur bem Kuhhirten, beffen ^erbe f\u00fcr feinen Unter; halt forgt; im \u00a9\u00fcben hat er \u00dfd; auf bag innigfte mit bem 2Renfd;en befreunbet unb treibt feine taufenb S\u00dfoffen unmittelbar Oor beffen Singen. Slber aud; hier toirb oorfontmenben $adg ber \u00a9runb; gug feine\u00ea S\u00f6efeng, eine grengenlofe $urd;t, bemerflid;. \u00aeer Sogei i\u00df flug genug, um \u00dfch Ood; fommen \u00dfd;er gu f\u00fchlen, toenn er einen SQcenfdhen ober ein ^au\u00eathier geto\u00f6hnlidhen \u00a9d;lageg getoalfr toirb; aber fchon ein ^tittb mad;t ihn bebenflich, eine \u00c6a^e forbert feine Sor\u00dfdht peraug, unb eine oor\u00fcber\u00dfiegenbe \u00aer\u00e4l;e erregt Seforgni\u00df, einer ber \u00fcberall gegento\u00e4rtigen \u00a9dhntarohermilane aber ober ein l;armlofer \u00a9dhmuggeier ruft einen namenlofen \u00a9d;reden heroor. \u00a9r \u00df\u00fcrgt \u00dfdh bann \u00e4ugen; blidlidh auf ben Soben nieber, breitet ben \u00a9d)toang unb bie Fl\u00fcgel freigf\u00f6rmig aug, biegt ben \u00aeopf gur\u00fcd, ftredft ben \u00a9d;nabel in bie H\u00f6he uttb oerharrt in biefer \u00a9tedung, toetd;e St\u00e4ufcljung beg dt\u00e4uberg begtoedt, big alle \u00a9efahr Oor\u00fcber \u00dfheint. Staumann behauptet, ba\u00df ihn jebe nahe unb fd)ned \u00fcber ihn hiittoeg\u00dfiegenbe \u00a9d;toatbe erfdhrede, ba\u00df er gufamntenfahre unb fd;ned ben \u00c7eberbufd; entfalte: in \u00a9gppten habe ich fo gvo\u00dfe Slengftlidhfeit nie Oon ihm beobachtet; im \u00fcbrigen aber betr\u00e4gt er \u00dfdh auch ^er gan\u00a7 \u00aeeutfdhlanb. ,,\u00a9g belu\u00dfigt ungemein\", fdhilbert Staumann, \u201ebiefen \u00e4ngft\u00fcd;en Sogei ungefeljen au\u00ea ber St\u00e4he beobad;ten gu f\u00f6nneu. Side Slugenblide toirb er erfdhredt,","page":24},{"file":"p0025.txt","language":"de","ocr_de":"\u00e4\u00dftebehopf.\n25\nunb e\u00ef)e man e\u00ea fid) \u00f6erfieht, fl\u00fcchtet er ftd^ in bie Belaubten Steige eine\u00ea nahen Saunte\u00ea, l\u00e4\u00dft aud) im Slu\u00earuhen ober Beim Skgfliegen feine fd)nard)enbe \u00a9timme ^\u00f6ren unb mad)t aud) hierbei allerlei fonberBare Seinegungen. \u00a9etn\u00f6hnlid) tr\u00e4gt er ben geberBufd^ nicht entfaltet, fonbern fpife nad) hinten gelegt. (Sr fad^elt aber bamit, trenn er B\u00f6fe trirb unb Breitet ihn au\u00ea, trenn er in Sul)e auf einem Saume fifjt ober, trenn er feinen Suf ert\u00f6nen l\u00e4\u00dft. 3ur ftoarung\u00eazeit fpielt er mit bem R\u00e4cher, audh bann, trenn er am Soben umherl\u00e4uft, unb jutreilen entfaltet er ihn felbft tr\u00e4hrenb be\u00ea ^luge\u00ea fo, trie man fpielenb einen $\u00e4df)er auf; unb zumad)t.\" \u00a9ein (Sang auf bem Soben ift gut, fdl>ritttreife, nicht h\u00fcpfenb. 3m \u00a9eztneig bagegen Betregt er fid) trenig, geht I)\u00f4d)ften\u00ea auf ft\u00e4rferen, tragrechten 3leften auf unb nieber. Oer $lug ift leicht unb ger\u00e2ufd)io\u00ea, aber h\u00f6d)ft unregelm\u00e4\u00dfig. Oie Beiben fyl\u00fcgel irerben aBtrechfelnb Balb fcfmelt, Balb langfam gefdhtrungen unb ber ging erh\u00e4lt baburd) ein \u00e2ngftlid)e\u00ea 2lu\u00eafel)en unb geht gucfenb nortn\u00e2rt\u00ea. Oabei trirb ber .ipal\u00ea lang au\u00eagefiredt unb ber \u00a9<hnabel ettna\u00ea abtn\u00e4rt\u00e4 gefentt. Sor bem SRieberfi^en \u2022 fd)tnebt er auf einige SlugenBlicfe, unb bann entfaltet er auch regelm\u00e4\u00dfig feinen ^eberbufd). Oie SodfHmnte ift ein heifer fdhnard)enbe\u00ea \u201e\u00a9hrr\", toeld)e\u00ea juJreilen trie ,,fdf>tr\u00e4r\" Hingt; Bei guter Saune l\u00e4\u00dft er ein bumpfe\u00ea \u201eOueg qiteg\" rernehmen; ber Sjkarung\u00ebruf ift ba\u00ea tyfy Hingenbe \u201e$up hup\", toe\u00efd)e\u00ea ihm feinen Samen rerfchafft hat unb jtrar nicht blo\u00ea in ber beutfchen, fonbern in fa\u00dft allen \u00fcbrigen \u00a9\u00dfrachen; benn tneitau\u00ea bie meiften Samen, treidle er Bei ben rerfdfjiebenen S\u00f6llern f\u00fchrt, ftnb \u00c6langbilber jene\u00ea \u00a3RufeB. 3m Fr\u00fchjahr fl\u00f6\u00dft biefen ba\u00ea 2S\u00e4nnd)en ununterbrodhen au\u00ea, aber fd)on gegen ba\u00ea (Snbe be\u00ea 3uli hin ruft e\u00ea nicht mehr. 2Benn ftch im Slnfang ber Segattung\u00eazett gtrei 9S\u00e4nnd)en um ein S\u00dfeibcheit ftreiten, rufen fie unabl\u00e4fftg, unb bann h\u00e4ngen fie bem fpup auch ein tiefeg, heifere\u00ea \u201eS\u00dfuh\" an.\nOBtrohl an g\u00fcnftigen Orten ein S\u00dfiebel)opfpaar bidht neben bem anbern irolfnt, barf man hoch ron \u00a9efelligteit Bei ihnen nidht reben. Slo\u00ea bie Familie im eigentlichen \u00a9inn\u00e9 be\u00ea SBorte\u00ea h\u00e4lt treu gufammen \u2014 bie Nachbarn ftreiten fi<h forttr\u00e4hrenb. (S\u00ea tommt gtrar feiten gu Oh\u00e4tlidhleiten Ztoifd)en ihnen; irohl aber jagen fie fid) fepr \u00e4rgerlich Ifu unb, her unb geberben fi<h fo, ba\u00df ihr Untri\u00fce nicht zu rerlennen ift. 2Sit anbern S\u00f6geln h\u00e4lt ber S\u00dfiebeI)opf gar leine $reunb; fchaft. Oie einen f\u00fcrchtet er, bie anbern fd)einen ihm gleichgiltig gu fein. Slber biefer, ber Zuneigung fd)einbar fo trenig zug\u00e4ngliche Segel fd)Jie\u00dft fidh, trenn er ron 3ugenb auf freunblich Behanbelt trirb, feinem Pfleger mit au\u00dferorbentlidher3\u00e4rtlid)teit an, unb be\u00ea\u00efjalb geh\u00f6rt ein zahmer S8iebeI)opf zu ben unterl)attenbften unb lieben\u00eato\u00fcrbigften \u00a9efangenen, trelche man fidh benlen lann. \u00a9ein \u00a9eberbenfpiel Beluftigt, feine 3ahmheit unb 3utraulid)leit entz\u00fccten. (Sr trirb zal)m, trie ein fpunb, tommt auf ben Suf, nimmt feinem \u00a9ebieter ba\u00ea putter au\u00ea ber fpanb> folgt ihm burdh alle Bintmer be\u00ea jpaufe\u00ea, in ben Jpof, in ben \u00a9arten, in\u00ea \u00a7reie, ohne an\u00ea SSegfliegen zu benlen; er f\u00fcgt fidh f\u00f6rmlich feinen Saunen. 3e mehr man fidh mit ihm befd)\u00e4ftigt, um fo umg\u00e4nglicher trirb er: er geht fdhlie\u00dflid) felbft auf \u00a9d)ei*ze ein, trelche il;m anfang\u00ea entfdhieben unbehaglich zu fein fd)einen. Sl\u00eferbing\u00ea barf man il)n nicht im engen Sauer halten unb ebenfo trenig ber t\u00fcnftlidl)en S\u00f6\u00e4rme zu fehl* au\u00eafefjen. 3m elfteren f^aUe befdhmuzt er fidh fein \u00a9efteber, im lefjteren rerbirbt er fidh ben \u00a9d)nabel; benn er fudbt, foirie e\u00ea tait trirb, bie tr\u00e4rmfte \u00a9teile im Bimmer, b. h- bie unmittelbare S\u00e4l)e be\u00ea Ofen\u00ea auf. Oa\u00ea aber lann fein @d)ttabel nidht rertragen; berfelbe zieht fidh in ber SB\u00e4rme trumm, fo ba\u00df balb bie \u00a9pitjen au\u00ea einanber Haffen unb ber Sogei fdhlie\u00dflid) gar nicht mehr f\u00e4hig ift, feine Saprung zu fidh zu nehmen.\n$erbtl)iere mancherlei 2lrt, trelche bei* SSiebe\u00dfopf oom \u00a9rbboben auflieft ober mit feinem langen \u00a9d)nabel au\u00ea S\u00f6dhern h^^orzieht unb bez\u00fcglich heiau\u00eabohrt, bilben feine Nahrung. Stift; unb Sta\u00eal\u00e2fer, \u00a9dhmei\u00dffliegen, Saroen unb anbere tothliebenbe \u00aeerfe fd)eint er zu BeOorzugen; er Oer? fchm\u00e4ht aber auch Stai;, Sad);, Sofenl\u00e4fer, fpeufd)reden, ^eimdhen^ Snteifenpuppen, Raupen u. f. tr. nicht, \u00a9eine Seute zieht er mit riel \u00a9efd)idlid)leit au\u00ea ben rerborgenften \u00a9d)lupftninletn heroor unb erfd)lie\u00dft fidh folche oft mit gro\u00dfer Slnftrengung, inbem er trie ein \u00a9ped)t h\u00e4mmert unb meifett. \u201e2\u00f6o er ben Stift ber gerben unb be\u00ea SJilbe\u00ea burdhfud)t\", fagt Saumann, \u201eober tro er fonfi eine","page":25},{"file":"p0026.txt","language":"de","ocr_de":"26\n\u00a9te \u00a9paper. $Ietterv\u00f6gel. \u00a7opfe.\nSeitlcmg ben S\u00fclai\u00ef\u00e2fent nadpgegangen i\u00df, fiept man eine Stenge Weiner \u00a3\u00f6d)er, bie er mit feinem freieren \u00a9dpnabel in ben \u00a9oben gebohrt pat. \u00a9ber biefer bient ipm auep gunt \u00a9\u00f6bten ber gr\u00f6\u00dferen $\u00e4fer unb gum \u00a9b\u00dfo\u00dfett ber garten ^l\u00fcgelbeden, $\u00fc\u00dfe nnb \u00a9ru\u00dffcpilber. (Sr \u00df\u00f6\u00dft einen \u00ae\u00e4fer fo lange mit bem \u00a9dpnabel gegen ben \u00a9oben, bi\u00ea jene Streife abfpriugeit unb birft ipn bann, fo gubereitet, in ben \u00a9dplunb pinab, um ipn Verfdplingen gu f\u00f6nnen.\" \u00a9)er \u00a9cpnabel ift gut gum \u00a9rgreifen; um aber bie erfa\u00dfte \u00a9eute pinab gu b\u00fcrgen, ift e\u00ea unbebingt n\u00f6tpig, fte border in bie \u00a3\u00f6pe gu fdplettbern unb bann aufgnfangen. Sunge \u00a9Siebepopfe, treibe man perangiepen bill, mu\u00df man \u00dfopfen; im entgegengefepten $alle verpungent fte, beil fte bucp\u00df\u00e4blidp niept im \u00a9taube finb, ba\u00ea mit bem \u00a9cpnabel (Srfa^te audp gu verfdplingen. Septere\u00ea lernen fie erft mit ber 3ett.\nSn \u00a9uropa erb\u00e4plt ftdb) ber 2Biebeb)opf am liebften \u00a9aump\u00f6plungen gur Anlage feine\u00ea \u00fcftefte\u00ea, opne febodp ein 9Jtauerlod) ober eine gelfenfpalte, belebe ipm paffenb erfepeint, unbeadptet gu laffen. Sn \u00a9gppten niftet er faft au\u00e4fcpiie\u00dflidp in \u00a9iauerl\u00f6cpem unb fe^r p\u00e4u\u00dfg in ^affertben \u00a3>\u00f6p(ungen bebopnter \u00a9eb\u00e4ube. \u00a9r ift \u00fcberbauet um bie \u00a9Sapl feine\u00ea 9iiftp(ape\u00ea nidpt Verlegen, \u00a9ei und begn\u00fcgt er ftd) im 9Rotpfall mit einem einigerma\u00dfen verftedteu \u00dfSl\u00e4pcpen auf bem flauen \u00a9oben; in ben \u00a9teppengegenben legt er fein 5Reft fogar gbifdpen ben $nodpen eine\u00ea Slafe\u00ea an: \u00dfSallag fanb einmal ein 9deft mit fteben jungen in ber \u00a9ruftp\u00f6plung eine\u00ea 9\u00ef\u00efenfdpengerippe\u00eb. \u00a3)ie \u00a9aump\u00f6pleu berben geb\u00f6pnlicp gar niept, gubeilen aber mit einigen ip\u00e4lmdpen unb \u00a9S\u00fcrgelcpen, audp bopl mit etba\u00ea \u00dfupmi\u00df au\u00eagebaut. \u00a3)a\u00ea SReft auf bem \u00a9oben birb burdp allerlei trodene ^alme, feine \u00a9Surgeln unb \u00a9enift gebilbet unb ebenfalls mit $upmift auSgegiert. 2)aS \u00a9elege beftept aus vier bis fteben verp\u00e4ltni\u00dfnt\u00e4\u00dfig Weinen, fepr l\u00e2nglidpen (giern, belebe auf fdpmugigbei\u00dfgr\u00fcnem ober gelb; lidpgrauent \u00a9runbe mit \u00e4u\u00dferft feinen, bei\u00dfen \u00dfS\u00fcnWdpen \u00fcberf\u00e4et ober auep \u00dfedenloS ftttb, \u00fcber= hattet fe^r abbeicpen. \u00a9eiten finbet man fte Vor Anfang! \u00a9lai vodg\u00e4plig; benn ber \u00a9Siebepopf niftet nur einmal im Sabre. \u00a3)ie \u00a9ier berben Vom \u00a9Seibd\u00dfn allein fecpSgepn \u00a9age lang mit ber gr\u00f6\u00dften Eingebung bebr\u00fctet, bie Sungen von beibett \u00a9Item forgf\u00e4ltig gepflegt, mit SJiaben unb K\u00e4fern gro\u00df gef\u00fcttert unb nod) lange nadp bem \u00a9uSfliegen gef\u00fchrt, geleitet, unterrichtet unb gebamt. \u00a9S\u00e4prenb ber \u00a9rutgeit maept ber \u00a9Siebepopf baS \u00a9pridpbort bapr; t)enn er unb feine Sungen f\u00fcnf en bann in bildlich unertr\u00e4glicher \u00a9Seife. \u00a3)ie \u00a9Item ftnb niept im \u00a9taube, ben \u00aeotp ber Sungen beggu\u00dfpaffen ; biefe ftpen baper, bie Naumann fagt, \u201ebis an bie \u00a3\u00e4lfe im eigenen ttnratp\", unb ber le\u00dftere Verbreitet, beim er in g\u00e4ulni\u00df \u00fcbergept, einen \u00fcberaus efelpaften \u00a9erudp. \u00a9cpon baS br\u00fctenbe \u00a9Seibcpen nimmt ftdp feiten bie 2R\u00fcpe, ben eigenen Unratp beggutragen; baS $inbergimmer aber birb nie gereinigt. SDer \u00a9eftanf giept fliegen perbei, beldpe ipre \u00a9rut in bem SJtifte abfepen, unb fo fommt eS, ba\u00df baS \u00a9eft fcplie\u00dflicp audp nod) von \u00a9taben bimmelt. SDie Sungen \u00dfinfen felb\u00dfver\u00df\u00e4nblidp am meiften, bie \u00a9Wen geben ipnen gulept aber benig nadp, unb erft Viele \u00a9Soeben nadp bem \u00a9u\u00eafiegen Verlieren bie einen, bie bie anbern ben ipnen anp\u00e4ngenben \u00a9e\u00dfanf. \u00a9Senn bie Sungen vo\u00dcft\u00e4nbig erbadpfen ftnb, merft man fo benig mepr bavon, ba\u00df man fte bie ipre \u00a9Item opne \u00a9fei verfpeifen fann. @ie finb bann fepr fett unb ungemein fdpmadpaft. \u00a9)en \u00a9efennern be\u00ea mofaifd)en \u00a9laubett\u00ea freilidp bleibt foldpe \u00a9peife verboten, unb nidpt anber\u00ea benfen bie \u00a9iapamebaner: auep in ipren \u00a9ugen gilt ber \u201e\u00a3ub ^ub;/, fo fepr fte ipn fonft f^\u00e4^en, al\u00ea ein unreine^ \u00a9Sefen.\nSdp bin e8 unentfdpieben (affen, ob man berechtigt i\u00df, bie verfepiebenen au\u00eal\u00e2nbifdpen \u00a9)\u00fcnn= fdpn\u00e4bler, beldpe man ber ^\u00bbopffamilie gugeg\u00e4plt pat, audp birflid) <!popfe gu nennen, einige aber gep\u00f6ren biefer Familie gebi\u00df an, fo fepr fte ftdp audp in ntandpen \u00a9ebopnpeiten von ipren europ\u00e4ifepen \u00a9erbanbten unterfdpeiben.\n\u00a9)ie \u00a9aumpopf e (lrrisor), afrifanifdpe \u00a9Salbv\u00f6gel, ftnb geftredt gebaut, langfcpn\u00e4beltg, furgf\u00fc\u00dfig, furg\u00df\u00fcgeiig unb iangfdpb\u00e4ngig. \u00aeer \u00a9dpnabel i\u00df feiept gebogen, auf ber ^ir\u00dfe gefielt,","page":26},{"file":"p0027.txt","language":"de","ocr_de":"Sctumtotebepopf.\n27\nfeitlicp gufammengebr\u00fccft; bie f\u00eearfen Saufe ftrtb t\u00fcrger alg bte Stittelgepen, biefe tote bie \u00fcbrigen mit langen, ftart gefr\u00fcmmten N\u00e4geln betoeprt; in ben gugerunbeten kl\u00fcgeln finb bie vierte unb f\u00fcnfte \u00a9dringe bie l\u00e4ngften; ber \u00a9cptoang ift breit unb ftart abgeftuft. Oie betannt geworbenen Sirten betoopnen SDtittel; unb \u00a9\u00fcbafrita unb bie benachbarten \u00a9ilanbe, leben nur in S\u00f6\u00e4lbent unb faft augfcptieffticp auf S\u00e4umen.\nUnter ben Saumpopfen, Welcpe ich f ernten gelernt habe, ift ber SaumWiebepopf, trie ich ihn nennen Will (Irrisor erythrorhynchus), un^V\u00fceifel^aft ber angiepenbfte. Oie .ipauptf\u00e4rbung ift ein fcp\u00f6neg, metattifch gl\u00e4ngenbeg Stau, Wetcpeg halb buntetgr\u00fcn, halb purpurn fcpittert; auf ben Snnenfapnen ber brei elften \u00a9cpwingen fiept ein Weiter \u00c7lecfen, auf ben fecpg fotgenben bereu gWei, einer auf ber Sinken;, ber anbere tiefer auf ber Sunenfapne; \u00e4pnlicp ftnb bie brei elften \u00a9cptoang; febern gegeicpnet: auep fte geigen nape ber \u00a9pipe treize $reugflecten. Oag 3Iuge ift braun, ber \u00a9cpnabel unb $u\u00a7 ftnb toraltenrotp. Oag SBeibcpen ift kleiner nnb fein \u00a9efieber Weniger gt\u00e4ngenb. Oie jungen ftnb bunteigr\u00fcn, faft fcpltaarg nnb beinape gtangtog; ipr \u00a9cpnabel ift rotplicpfcpinarg. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 17 big 18 $00, bie Sreite 18V2, bie fyittigl\u00e4nge 6, biejScpWangt\u00e4nge 9 3olt.\nOie Seobacptungen, toelcpe bon mir unb Slttbern neuerbingg \u00fcber bie SebengWeife beg Saum= Wiebepopfg gemacpt Worben ftnb, bet\u00e4tigen bte .Eingaben Sa ill a nt\u2019g in fo bieten f\u00fcnften, bafj Wir Wopt attcp feine 50tittpeitungen \u00fcber bag Srutgefcp\u00e4ft nnb \u00fcber ben $ang beg Sogetg alg Wapr annepmen h\u00fclfen.\n9tacp meinen \u00a9rfapmngett ftnbet fiep ber SauntWiebepopf in 0torboftafrita niept n\u00f6rbtiep beg 16. \u00a9rabeg ber Sreite, bon pier an naep \u00a9\u00fcben pin aber \u00fcberall in ben poepft\u00e4mmigen S$\u00e4tbern. Slufferbent pat man ipn t\u00e4ngg ber ganzen Oftt\u00fcfte big gum $ap nnb fotbeit man bon Often in 50tittetafrifa Weftliep ging, foWie enbtiep in Skftafrita felbft gefunbett. (Sr ift ein S\u00f6albbeWopner nnb tommt p\u00f6cpfteng auf bie Stoffen im SBatbe peraug, opne feboep bie S\u00e4ume gu bertaffen. Stuf baumfreien (Sbenen fiept man iptt nie; benn auf bem Sobett maept er fiep nur feiten gu fepaffen. \u00a9epreienb unb t\u00e4rmenb, pnfept unb fliegt unb tlettert eine \u00a9efe\u00fcfcpaft biefeg fep\u00f6nen Sogelg bttrep ben SBaib, fetten Weniger alg bier, feiten mepr als? geptt \u00a9t\u00fcct. \u00a9pete fpriept bon Fl\u00fcgen, ioeiepe aug fnnfgepn big gWangig \u00a9tiiet beftanben paben fotlen; icp begWeifte feboep, baff biefe Slngabe rieptig ift. Oer $tug p\u00e4lt ftetg aufg inntgfte gufamnten. 2Bag ber eine beginnt, tpnn bie anbern naep. Seim S\u00dfegfXiegert fepreit bie gauge \u00a9efeUfcpaft Wirr burep einanber, fo baff man bie eingelnen Saute niept mepr uttterfepeiben tann. Saillant berfuept, bie $eptt\u00f6ne, Wetcpe mit beWunbermtgg= tb\u00fcrbiger \u00a9cpne\u00fcigteit perborgeftoffen Serben, burep \u201egra ga ga ga ga\" Wiebergugebett, nnb icp ibitt ipm niept Wiberfprecpen, fo Wenig auep feine Sucpftabengeicpen bag Wirtlicpe \u00a9efeprei angbr\u00fcefett tonnen, \u00a9o lange bie \u00a9efeltfcpaft mtgeft\u00f6rt ift, fliegt fie bon einem Saume ober bon einem Sufcpe gum anbern. (Siner p\u00e4ngt fiep unten an ber raupen Sorte eineg \u00a9tammeg feft nnb tlettert an bent= fetben naep aufw\u00e4rtg, einer naep bem anbern folgt, nnb fo p\u00e4ngt halb ber gange $lug an bemfetben \u00a9tamme. 2ln fepief ftepenben \u00a9t\u00e4mmen tlettert ber Saumtbiebepopf, Wenn auep niept mit ber \u00a9eWanbtpeit eineg \u00a9peepteg, fo boep mit ber St\u00fcplofigteit bieter \u00a9teigb\u00f6gel empor, an fentreepten p\u00e4lt er fiep toenigfieng geitWeilig an ber Sorte feft unb unterfuept nun, ben feinen giertiepen \u00a9cpnabel in febe 9iipe ftecfenb, bie tief gelegenen \u00a9cplupfwintet ber $erbtpiere. Oer \u00a9cpWang Wirb niept alg \u00aetetterWertgeug gebrauept, aber boep in $olge beg Slbftreifeng halb fepr abgenupt; baper fepen auep bie $apnen ber Gebern feiten glatt aug. Oent 2\u00dfiebepopf \u00e4pneit nnfer Sogei barin, baff er fepr p\u00e4ufig ftintenbe \u00ae\u00e4fer aufnimmt, bem \u00a9peepte begpalb, ibeii er bie Slmeifenarten befonberg ber\u00fcct= fieptigt. \u00a9nrnep fanb, baff ber SauntWiebepopf Skmgen frifft; 50t ont ei ro gibt fftaupen unb tieine \u00c4\u00e4fer alg \u00dcKaprung an; icp pabe beobaeptet, ba\u00a7 er fiep gei\u00fcbeilig faft angfcplie^liep bon 9lmeifen unb namentlich bon ben fliegenben ern\u00e4prt. Son feinem gutter nimmt er einen p\u00f6dpft unangenepmen \u00a9ernep an; biefer ift aber, je naep ber geitlbeiligen 0tapVung, ein berfepiebener. \u00aee;","page":27},{"file":"p0028.txt","language":"de","ocr_de":"28\n'Die \u20acv\u00e4f>er. \u00dflettero\u00f6gel. Saumfteiger.\nJo\u00f6hnlid) ftin\u00eft er nad) Slmeifen, gar nidjt feto ater auch, toie ber S\u00dfiebehopf, nad) J\u00fcnger unb gulocilen gang abfcpeulid) nad) Stofdju\u00ea.\nSknig anbeve S\u00f6gel habe id) fennen gelernt, toeldje fo treuinnig gufammenhalten, trie bie SaumJoiebeljopfe. 3)er S\u00e4ger, Joeldfer e\u00ea gefdjidt anf\u00e4ngt, fann eine gange \u00a9efeUfcpaft nad) ein? anber nieberfdjiefen. \u00a9obalb einmal ber (Srfte gefallen, fliegen alle Stitglieber be\u00ea Strupp\u00e4 herbei, fepen ober R\u00e4ngen fidj auf Slefte ober \u00a9t\u00e4mme ber nahe fte^enben S\u00e4ume \u00fcber bem Serenbeten auf, fdreien fl\u00e4glid), fcptagen mit ben kl\u00fcgeln unb flauen entfett auf il)n hinab. (Sin Reiter \u00a9dfuf, unb beffen S\u00f6iidung ntadft fie nidjt ettoa \u00e4ngfilid) ober fdjeu, fonbern nur nod) beharrlicher in ihrer \u00a3obtenflage. $\u00f6d)fien3 theilt fich bann ber Srupp, unb Jo\u00e4l)renb bie einen bei ber elften Seid)e Oerharren, umfdjJo\u00e4rmen bie \u00fcbrigen bie gioei.te. @o m\u00f6gen fxcf> ihre Leihen lichten, Joie fie iooden, auch ber lepte nod) h\u00e4lt bei ben get\u00f6bteten \u00a9ef\u00e2prten au\u00ea.\n\u00a3)ie Seioegungen be\u00ea SaumJoiebe\u00efjopf\u00ea finb oerh\u00e4ltnifjm\u00e4fjig gefdjidt. Xroh ber furgen Seine l\u00e4uft ber S\u00f6gel gar nicht fo fdjledjt, Joie man loohl oermutljen foUte, unb im klettern leiftet er f\u00fcr feine 5lu\u00ear\u00fcftung (5rfledtid)e3. U)er $lug befteht au\u00ea einigen raffen $l\u00fcgelfd)l\u00e4gen unb einem barauffolgenben SDaljingteiten; nidjt fetten Joerben aud) Sogenfdjtoingungen au\u00f6gef\u00fcljrt.\n^)infid)ttid) be\u00ea Srutgefd)\u00e4ft\u00a7 berichtet Saillant, bafj ba3 S\u00dfeibdjen in einem Saumlod;e auf bem Stulm fedj\u00ea bi\u00ea ad)t bt\u00e4utichgr\u00fcne (Sier legt, fie ab\u00efoedfetnb mit bem St\u00e4nndjen bebr\u00fctet unb gu bemfelben Sodje nod) l\u00e4ngere 3eit mit ben au\u00eageflogenen jungen gur\u00fcdfe\u00efjrt. \u00c7olgt man abenbS ihrem lauten \u00a9efdjrei, fo belaufd)t man leicht bie neugierigen unb ioenig fd)euen S\u00f6gel unb fann bann erfahren, Joie bie gange Familie fid) in ihre -Jtadjtherbergegur\u00fcdgieht. Saillant Oer; ftopfte baS Saumloch unb holte bie fo gefangene \u00a9efellfdjaft am anbern Storgen Ijeroor. \u00a9obatb ettoaS Sicht hineinfiet, fam einer nad) bem anbern gur Oeffnung unb tourbe rafd) am \u00a9djnabel erfa\u00dft. 5luf biefe Skife erlangte unfer $orfd)er 62 St\u00e4nndjen, 45 Skibdjen unb 11 2>unge Oon oerfdjiebenem 2llter.\nSluferbem berichtet Saillant noch, ba\u00a7 bie Saumljopfe fid) gutoeilen um,ben Stenfdjen, um einen \u00a7unb ober ein anbereS St)ier oerfammetn unb ihm unter lautem \u00a9efdjrei oon Saum gu Saum folgen, \u00a9teht man einen Slugenblicf ftitC, fo fejjen fidh alle auf ben n\u00e4d)ften Saum, beugen jid) auf ben Seinen gur\u00fcd unb fdjaufeln ben Seib oon einer \u00a9eite gur anbern.\nHnfere Steifen Joerben in \u00a9\u00fcbamerifa burd) S\u00f6gel oertreten, toeld)e man Saumfteiger (Anabatae) genannt hat. \u00a9ie \u00e4hneln ben \u00a9\u00e4ngern unb finb beShalb oft mit biefen gufammen; gefteHt Joorben, Jo\u00e4hrenb man fie neuerbingS mit ben S\u00f6pfer\u00fc\u00f6geln unb ben Saumhadern oereinigt hat. \u00a3>ie meifien 2lrten biefer Familie finb fdjlanf gebaut, turgfl\u00fcgelig unb langfdjto\u00e4ngig; ber ettoa fopflange \u00a9djnabel ift giemlid) ftarf unb gerabe ober nur Joenig gebogen; bie $\u00fcfe finb mittelljod) unb bie furgen geljen aud) wit furgen, Joenig gebogenen drallen betoehrt; im Fl\u00fcgel ift bie oierte \u00a9chtoinge bie l\u00e4ngfte; ber \u00a9chJoang befteht auS gio\u00f6lf giemlid) Joeid)en Gebern, Joeld)e fid) ftarf abftufen.\nSide Saumfteiger finb ftrenge S\u00f6albbeJooIjner, Joelr\u00eeje t)\u00f6d)ftenS geitloeilig in offenere \u00a9egenben herau\u00eafommen. \u00a9ie finb feljr lebhaft unb getoanbt, immer in Seioegung, nad) 2lrt unferer \u00a9\u00e4nger ettoa, burdjfriedjen bie gebauten bunfetn, nieberen \u00a9eb\u00fcfdje, h\u00fcpfen auf ben gioeigen unb fteigen Joie unfere Steifen an benfelben umher ober h\u00e4ngen fid) nad) unten an, flettern aber feineSJoegS nad) 2lrt ber \u00a9pedjtmeifen, Sauml\u00e4ufer unb \u00a9pedjte an ben \u00a9t\u00e4mmen auf unb nieber. Siele Slrten haben eine laute, fonberbare \u00a9timme; attbere laffen nur einen furgen unb giemlid) leifert Sodton oernehmen. 2We ohne 5luSnal)me jagen \u00c4erbtljieren nad) unb gtoar ungef\u00e4hr in berfelben Steife Joie bie Steifen. Siele bauen ein auffadenbeS, oft Ij\u00e4ngenbeS unb oben meiftenS Oer; fdjloffeneS 3teft.","page":28},{"file":"p0029.txt","language":"de","ocr_de":"Sauntmcbebopf. f\u00ealetterbroffel.\n29\n\u00a3)ie S\u00fcnbe\u00efntft\u00efer (Phacellodomus) fenngeichnen ftd; burd; furgen, ftarf gufammengebriicften, gtent\u00eftd; gefaben, nur an bei* \u00a9pifce fanft herabgebogenen \u00a9d;nabel, burd; hohe unb flarff\u00e4ufige $\u00fc\u00dfe, abgevunbete gl\u00fcgel unb einen au\u00eb fdptalen, Weid;en, an ber \u00a9pifee breiteren unb gugerunbeten Gebern beftepenben \u00a9d;Wang. \u00a9ie erinnern in mancher $inftd;t an bie \u00a9ra\u00ebm\u00fccfen.\nS)ie \u00c6letterbroff el (Phacellodomus rufifrons) ift auf bei* Oberfeite he\u00fcbr\u00e4unlicholioengrau, auf ber Unterfeite bla\u00dfbr\u00e4uttlid;Wei\u00dfgrau; bie \u00a9cf)Wungfebern finb graubraun, mit bla\u00dfr\u00f6thlid;ent \u00a9trimmer auf ber Sorberfapne; bie \u00a9tint ift bunfelroftbraun, ein \u00a9treifen \u00fcber bem 21uge Wei\u00df. S)a\u00ea 2Iuge ift afdjgrau, ber \u00a9cpnabel oben buufelborngraubrautt, unten Wei\u00dflichhomgrau, ber $u\u00df bla\u00dfbl\u00e4ulichhornfarben. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt nad; ben SDeffungen be\u00eb ^ringen Oon 255ieb 63/9, bie gittigl\u00e4nge 2 V\u00bb, bie \u00a9djWangl\u00e4nge 272 god.\n\u201eOiefer nieblid;e 2\u00dfogeI\", fagt ber Spring, \u201eift mir in ben gro\u00dfen $\u00fcflettl\u00e4nbern nie oorgefotm men, unb id; habe ihn blo\u00ea in ben inneren, h\u00f6heren, oon ber \u00a9onnepip au\u00eagetro\u00fcneten \u00a9egenbett be\u00a7 \u00a9ertong ber ^rooingen \u00a9era\u00eb\u00ea unb Saljia gefunben, too er bie offenen, mit \u00aeeb\u00fcfd;en abWedjfelnben \u00a9egenben beioopt unb bepnb Oon einem Saume ober \u00a9traute gu bem anbern fliegt unb h\u00fcpft. 3n ber Seben\u00eaWeife \u00e4hnelt er ben oerWanbten 21rten, unb namentlich fcpeint er bem roth\u00e4ugigen Saumfteiger (Anabates erythrophthalmus) na^e gu flehen.\" Son le^terem bemerkt ber Sring golgenbe\u00ea: ,,\u00a9r geh\u00f6rt gu jenen S\u00f6geln ber gefd;Ioffenen S\u00dfalbung, Weldfe man oon fern an ihrer fouberbaren, au\u00ea einigen immer gleichartig mobulirten Sonen beftebenben, lauten \u00a9timme erlernten bann. 3<h h^t \u2122 e^ner berlaffenen $\u00fctte im Urtoalb mehrere Sage auf unb h\u00f6rte nun beft\u00e4nbig in ben hohen, oon ben manchfaltigften @d;linggeW\u00e4<hfen oerflod;tenen SE\u00df'albft\u00e4mmen, ioelche bie nieberen S\u00fcfcpe umgaben, bie fonberbare, a\u00fc\u00eb fecp S\u00f6tten beftehenbe \u00a9timme eines? Sogel\u00ea, ben ich nidht lernten gu lernen oermod;te, bi\u00a7 mir ber 3ufaU enblich g\u00fcnftig War. Oiefer Soge! lebt in ben bid;ten, hol;en Urtoalbungen, in ber Sr\u00fctegeit gehaart, im \u00fcbrigen Sl;eil be\u00ea 3pre\u00ea familienWeife. \u00a9ine folche Familie Wohnte nahe bei un\u00ea, unb ich bonnte fie ootlfommen beobachten. 3n ber mit nieberen \u00a9eb\u00fcfdjen bebedten Spugung ftanben einige alte hohe \u00a9t\u00e4mme, mit ftarb belaubter tone, ioelche bei ber Urbarmachung biefe\u00ea glecfen\u00eb ber gerft\u00f6rung entgangen ioaren. Son einem biefer S\u00e4ume hiog an einer langen, b\u00fcnnen \u00a9d;lingpflange ein S\u00fcnbel oon Seifig herab, ioelche\u00ea ba\u00ea SReft biefer S\u00f6gel ioar. 3n biefe\u00ea fal;en toil* fie t\u00e4glich einfd;l\u00fcpfen. 21m Sage burd)' ftrichen fie gemeinfd;aftftd; bie benad;barten Salbungen unb liefen babei beft\u00e4nbig ihre laute, fern berbare \u00a9timme Oernehmen. \u00a9obalb ber 21benb herauf am, h\u00f6rte man bie Familie fid; n\u00e4hern unb fah nun bie S\u00f6gel einzeln hinter einanber oon 21ft gu 21 ft h\u00fcpfen, al\u00eabann aber gioei oon ihnen, loahrfheinlich bie beiben jungen, fcpell an ba\u00ea h\u00e4ngenbe Deft fliegen unb einfriechen. \u00a9ie pflegten pier, obtoohl fte fd;on ootlfommen erioadtfen ioaren, regelm\u00e4\u00dfig gu \u00fcbernachten. d\u00f6ettn fie ftch im SRefte befanben, fonnte man mit einem ftarf en S\u00dffeil mehrerentale gegen baffelbe flie\u00dfen, beOor fte e\u00e4 Oerlie\u00dfen, \u00a9oioie ber Sag anbrad;, oerlie\u00dfen fte ihren 21ufentl;alt ioieber, lie\u00dfen fogleid; im hohen S\u00f6albe ihre \u00a9timme h\u00f6ren unb antworteten ftch gegenfeitig. \u00a9ie fcpeinen muntere S\u00f6gel gu fein unb fid; fehl* gu lieben, ba fte ftch beft\u00e4nbig antworten unb am 21benb oereinigen, \u00a9ie h\u00fcpften mit furg eingegogenen $\u00fc\u00dfen auf ben gWeigen umher, il;ren langen, gew\u00f6hnlich unorbentlid; b\u00fcnbelf\u00f6rmig au\u00eagebreiteten \u00a9d;Wang ein Wenig auf gerichtet, benfelben aud; Wohl beWegenb, fliegen in allen Dichtungen an ben \u00a9d;lingpflaugen, Weld;e bie S\u00f6albft\u00e4mme mandjfad; umflechten, fyn unb per, gew\u00f6hnlich h\u00fcpfenb unb feitw\u00e4rt\u00f6, alfo nid;t nach 2W \u00f6er \u00a9ped^te. S)en Dtagen fanb ich m*t tob teeren angef\u00fcllt.\"\n,,S)a\u00eb Deft ber totter broff et\", f\u00e4hrt unfer \u00a9eW\u00e4hr\u00f6mann fort, \u201efanb id; in ber SDitte ^ebruar\u00e8 unb gWar Wieberholt immer an nieberen, fcplanfen \u00a9eiten\u00e4ften mittelm\u00e4\u00dfig hoher S\u00e4ume. S)iefe\u00ea Deft bilbet einen l\u00e4nglichrunben, gro\u00dfen S\u00fcnbel Oon furgen, gum Sheil halb\u00dfngerbiden Deifern, Welche auf mand;faltige 2lrt quer burd;einanber gef\u00fcgt unb auf einanber geh\u00e4uft ftitb. 3pe S\u00f6\u00e4nbe flehen f\u00e4mmtlid; itad; alten \u00a9eiten unorbentlich hwau\u00eb, foba\u00df man ba\u00ea \u00a9ange, Weldje\u00eb","page":29},{"file":"p0030.txt","language":"de","ocr_de":"30\nSie \u00a9p\u00e4fyer. \u00c4lettcro\u00f6gel. St\u00f6^fero\u00f6gel.\ngumeilen bret $u\u00df lang unb nod) l\u00e4nger ift, faum angreifen fann. \u00aeie S^eiSchen ftnb f\u00e4mmtlid; mit oerfdjiebenartigen \u00a9inbeftoffen gufammenbefeftigt. \u00a9ahe am \u00a9runbe ober bem unteren, \u00c7eraB; h\u00e4ngenben \u00a9nbe hat ber 93ogel einen fleinen, runben \u00a9ingang, \u00a9r fteigt aisbann inioenbig auf; m\u00e4rtS unb Bat nun in bem \u00e4u\u00dferen, gro\u00dfen \u00dc\u00eeeiftgb\u00fcnbel baS eigentliche ERefl oon 9RoS, \u00a9Sode, $\u00e4ben, S3aft unb b\u00fcrrent \u00a9rafe redjt bicf>t gufarnrnengemebt. 9tei\u00dft man ben \u00e4u\u00dferen gro\u00dfen 9teifig; Biinbel auSeinanber, fo finbet man barin bie eben befd)riebene, flehte, runblidje, oben gefd^loffene dteftfammer, in meldjer ber SSogel fe^r meid;, mann unb ftdjer ftfct. \u00a9r oergr\u00f6\u00dfert allj\u00e4hrlich fein 9^eft, inbem er immer in ber n\u00e4chften ^aar^eit rings um ben fdjlanfen 3meig herum auf ^en ∨ j\u00e4hrigen Oteifigb\u00fcnbel einen neuen fefct, unb barin fein f\u00efeineS \u00a9toSneft erbaut. SDie fonberbaren \u00a9eb\u00e4ube ftnb gum Xheil fo fdjmer, ba\u00df ein 9Rantt fie faum fd)mebenb gu halten Oermag. Oeffnet man ben nterfm\u00fcrbigen \u00a9au, fo finbet man gu oberft jebeSmal baS neue dteft unb unter ihm eine Oieihe oon alten, bie oft Oom \u00a9t\u00e4nndjen bemohnt merben.\" \u00a9mainfon, melier baS \u00a9eft guerft befd;rieb, Oerfnhert, ba\u00df e\u00a7 ber Sanbfdjaft ein beftimmteS \u00a9epr\u00e4ge oerleiht. S)aS \u00a9elege befteht auS oier runblichen, rein meinen \u00a9iern.\n$\n\u00dcRahe \u00a9ermanbte ber \u00a9aumfteiger ftnb bie \u00a9Opfer o\u00f6gel (Furnarii). \u00a9ie erinnern burd) ihre \u00a9eftalt an manche SDroffelO\u00f6gel, tonnen aber, mie SDarmtn bemertt, mit feinem europ\u00e4ifchen SSogel Oerglichen merben. \u00a9>er \u00a9djnabel ift etma fopfeSlang ober etmaS turner, m\u00e4\u00dfig ftarf, gerabe ober fanft gebogen, feitlid; gufammengebr\u00fccft; ber Fl\u00fcgel ift mittellang unb ftumpf, bie britte \u00a9chminge ift bie l\u00e4ngfte, bie erfte merflich, bie gioeite menig oerf\u00fcrgt; ber \u00a9c\u00dfmang ift eher furg als lang unb mcid)febrig; ber $u\u00df ift beil\u00e4ufig unb ftarfgepig; bie Graden finb flein, m\u00e4\u00dfig gefr\u00fcmmt, nur bie $\u00a3)auntettfrade f\u00e4llt auf burd; il;re \u00a9r\u00f6\u00dfe.\nSDie \u00a9\u00f6pfero\u00f6gel leben theilS in offenen, mit \u00a9eb\u00fcfehen abmecljfeinben \u00a9egenben, theils in unmittelbarer 9R;\u00e4^e ber menfehiidjen \u00a9Sohnungen. \u00a9ie gehen oiel auf bem \u00a9oben, ^\u00fc^fert gioar in bem \u00a9eb\u00fcfd) herum, flettern aber nicht unb fliegen fchlecht. 3hre \u00a9timme ift fonberbar; benn fie befteht nur auS menigen \u00a9\u00f6nen; biefe aber finb fe^r laut unb merben in eigent\u00fcmlicher S\u00dfSeife oorgetragen. .ip\u00f6chft merfm\u00fcrbig ift ba\u00a7 \u00a9eft einiger Wirten, melche ber gangen Familie ben \u00a9a; men gegeben haben. \u00a93 unterfcheibet ftd;, fo ioeit big jefct befannt, Oon ben \u00a9efiern aller \u00fcbrigen \u00a9\u00f6gel, hat beShalb auch oon jeher bie Slufmerffamfeit ber \u00a9inheimtfehen mie ber \u00a9eifenben auf ft<h gegogen, unb ^er \u00a9ogel felbft ift bemgufolge \u00a9egenftanb forgf\u00e4ltiger \u00a9eobadjtung gemorben. \u00a9Sir oerbattf en namentlich \u00a9Sara, bem \u00a9ringen oon \u00a9Sieb, SDarmin, b1Orbignp unb Sur; meifter ausf\u00fchrliche \u00a9\u00abhilberungen.\n\u201e\u00a9Settn man\", fagt ber letztgenannte $orfd)er, \u201ebie lmhett \u00a9ergfetten \u00a9rafitienS, melche baS malbreid)e \u00df\u00fcftengebiet oon ben inneren \u00a9raSfluren ber \u00a9antpoS trennt, \u00fcberfhritten hat unb nun; mehr in baS h\u00fcgelige \u00a3ha\u00ef &eS 5Rio baS \u00a9elpaS hinabreitet, fo trifft man \u00fcberall an ber \u00a9tra\u00dfe auf hohen, eingeln ftehenben \u00a9\u00e4unten neben ben \u00a9Sehnungen ber Slnfiebler gro\u00dfe, melonenf\u00f6rmige Sepntflumpen, meld;e auf magrechten, armbiden \u00a9eften ftehen unb mit regelm\u00e4\u00dfigen W\u00f6lbungen nach beiben \u00a9eiten unb oben fid) auSbreiten. SDer erfte \u00a9nblicf biefer Sepinfluntpeit hat etmaS ho# Ueberrafd;enbeS. \u2022 \u00a9tan h\u00e4lt fie etma f\u00fcr \u00a9ermitennefier, beoor man ben offenen Zugang auf ber einen \u00a9eite bemerft hat \u00a9ber bie attffadenb gleiche $orm unb \u00a9r\u00f6\u00dfe fpricht hoch bagegen ; benn bie \u00a9ermitennefier ftnb fehr ungleich geftaltet unb aud; nie fcBmebettb gebaut, fonbern oor; frehtig in einem Slftminfel angelegt.\"\n\u201e\u00a3>at man alfo bie regelm\u00e4\u00dfige $ornt biefer Sehmflummen einmal bemerft, fo ift man aud) halb in ber Sage, ihre \u00a9ebeutung gu ergr\u00fcnbett. \u00a9tan mirb baS gro\u00dfe, eif\u00f6rmige Flugloch nicht","page":30},{"file":"p0031.txt","language":"de","ocr_de":"Se^m^an\u00ea.\n31\n\u00fcberfein, auch, trenn man adjtfam genugift, bi\u00eatoeilen einen Keinen, rothgelben 33cge\u00ef burch ba\u00ea= felbe au\u00ea; unb eittfc\u00efj\u00ef\u00fc^fen geh\u00f6ren unb \u2014 baran leidet ba\u00ea tounberlidhe \u00a9eb\u00e4ube als ein 33ogel= nefi ernennen. \u00a9a<8 ift e3 in ber \u00ee:\u00a7at nnb \u00a7mar ba\u00ea SReft be\u00a7 Stoffer\u00f6o ge13 (Purnarius rufus), ben jeber Pineiro unter bent Sftamen S ehmhan\u00ea, $oao be SBarro tennt nnb mit befonbem \u00a9ef\u00fchlen be\u00ea 2\u00f6ohlt\u00bbolten3 betrautet.\"\n\u00a9ie@ibbe ber \u00a9feno\u00f6gel (Furnarius), \u00eebe\u00efc^e ber Se\u00c7m\u00c7an\u00ea Vertritt, entflicht am genaueften bem allgemeinen \u00a9epr\u00e4ge ber Familie. \u00a9er Seib ift tr\u00e4ftig, ber \u00a9dfmabel taunt l\u00e4nger al3 ber \u00dfotf, anf ber $irfte feiert gebogen, oorn p\u00a7er al3 breit, am \u00a9runbe ettoa fo breit trie ho<h\u00ee ber Sauf ift feb>r hoch, ettoa anberthalbmal fo lang al3 bie SJtittelge^e; bie 3e^>en ^\u00e4ftig unb mit \u00efurgen, {d\u00fcrfen, ziemlich gebogenen-R\u00e4geln btioehrt \u00a9ie turnen ginget, in benen bie britte bi3\ntCf //\n2) er Seljnt\u00efjan\u00eb (Furnarius rufus).\nf\u00fcnfte, unter ftdjj gleichen \u00a9chloingen, bie l\u00e4ngften finb, reichen big $um elften \u00a9rittet be\u00ea m\u00e4f\u00fcg langen unb breiten, feitlid) abgerunbeten, ioeichfebrtgen \u00a9chtoange\u00ea l\u00a7inab. \u00a9a3 \u00a9efteber ift ziemlich reichhaltig, feine -ipauptf\u00e4rbung ein rot^\u00efid^e\u00ea Sehmgelb.\n\u00a9er Se^rnhan\u00ea, \u00a9fenoogel, ^\u00fcttenbauer, SBaumeifter, unb toie er fonft nodE> \u00bbon ben SBraftlianern genannt toirb, ift nach Slgara\u2019\u00ea ,2Reffungen 7 goll lang unb'lOY* golt breit; bie $ittigl\u00e4nge betr\u00e4gt 33/4, bie \u00a9dhioanjl\u00e4nge gegen 3 \u00dfoll. \u00a9a\u00a7 \u00a9efteber ift roftgelblichroth, auf bem \u00a9bertopfe braunroth, auf ben \u00a9chtoingen braun, auf ber Unterfeite lichter, auf ber \u00aeehtmitte reiner toeiff; \u00bbom Sluge \u00bberl\u00e4uft ein lebhaft gef\u00e4rbter rofigelber \u00a9treifen nach h^ten; bie \u00a9chtoingen finb grau, bie .fpanbfchtoingen an ihrer SBur^el auf eine \u00a9tredfe hin bla\u00a7gelb gef\u00e4umt; bie \u00a9teuerfebern finb roftgelbroth- \u00a9a3 2luge ift gelbbraun, ber \u00a9chnabel braun, ber Unterlief er am \u00a9runbe toeifj= lieb, ber ?Vuf? braun.","page":31},{"file":"p0032.txt","language":"de","ocr_de":"32\n\u00aeie \u00a9paper. \u00aeIettero\u00f6gel. T\u00f6pfero\u00f6gel.\n9\u00eeadp Drbignp\u2019g Angaben lebt ber Sepmpang, ungef\u00e4hr nadp 2lrt unferer Oroffetn, ebenfomopl auf bert 3toeigen, mie an bem Soben. \u00a9egloeig ifl er fepr lebhaft unb Reiter, unb namentlich bie iounberbarc Stimme l\u00e4f}t er p\u00e4ufig ert\u00f6nen. 9Jtan ftnbet ipn immer ^aartoeife unb meift f\u00fcr fidp allein; bod> tommt eg Oor, baff einer ber beibett \u00a9atten ftd^ aucp einmal mit anbern V\u00f6geln geit; meilig oereinigt, unb bann famt eg, mie Orbignp fagt, nidptg \u00c6omifdp\u00e8reg geben, alg bag \u00fcor; fid^tige \u00a9ebapren beg SJt\u00e4nndpeng, obgleich eg nicht gu Tp\u00e4tlicpfeiten lommt. Oie Nahrung befielt aug $erbtpieren unb S\u00e4mereien, laut vSurmeifter, nur aug erfteren, meldpe Oont Soben auf; genommen merben; benn an ben 3^eigen fte^t man ben T\u00f6pferOogel nie nadp folgen jagen unb noch Weniger f\u00efiegenbe $erfe \u00bberfolgen. 2luf bem Soben betoegt er f\u00eeth fehl' getoanbt, inbem er mit gro\u00dfen Spr\u00fcngen bapinp\u00fcpft; ber $lug bagegen ifl, ben furzen kl\u00fcgeln entfprecpenb, nicht eben rafdt) unb mirb auch niemals meit auggebepnt. Oie Stimme muff ^\u00f6d^ft eigentp\u00fcmlicp fein, meil alle Sefdpretber iprer augbr\u00fccflidp gebeuten, bie \u00a9inen mit SSoplmoften, bie 2lnbern in minber g\u00fcnftiger SSeife. \u201eSeine taute, meit Oentepmlidpe Stimme\", fagt Surm elfter, \u201eift gellenb unb \u00efreifdpenb, unb gem\u00f6pnlidp fdpreten beibe \u00a9atten, irgenbmo auf einem \u00a3>aufe ober Saume ftpenb, gugleicp, aber in Oerfcpiebenen T\u00f6nen unb Tonleitern, bag M\u00e4nnchen fdpnetler, bag Skibdpen bebeutenb langfamer unb eine Terg tiefer. Ueberrafdpenb ift biefe 2lrt unb SGBeife allerbingg, menu man fie bag erfte Stal port, aber angenehm gemifj nicpt, gumat ba bag Sogelpaar \u00a9inem ftetg in bie 3tebe fallt, b. p. gu fcpreien beginnt, ioenn man irgenbmo fiepen bleibt unb laut fpredpenb ftcp unterh\u00e4lt. 3>m \u00a9arten beg iperrn Dr. Sunb gefdpap mir Oieg t\u00e2glicp, unb oft \u00e4u\u00dferte mein freunblicper \u00e4\u00f6irtp, ioemt bie S\u00f6gel ipre \u00a9infpracpe begannen: Saffen Sie bie nur erft augreben, loir tuer b en bocp banebeu nidpt gu S\u00dforte \u00efommen.\"\n2J\u00eean bemer\u00eft batb, baf bie anfangg auffallenbe Oreiftig\u00efeit beg T\u00f6pferoogelg ipre ooltfte Seredptigung pat. \u00a9r gilt in ben Slugen ber Sraftltaner alg ein heiliger ober dpriftlicper Sogei, meil man behauptet, baf; er an feinem gro\u00dfen riefle beg Sonntagg nicpt arbeitet unb bag \u00c7lugtodp ftetg nadp Often pin anlege. \u201eOafj leptere Eingabe nicpt ridptig fei\", bemerft Surmeifter, \u201efanb idp halb fetbft unb \u00fcberzeugte baoon audp meprere \u00a9inloopner, meldpe icp begpalb gu 3tatpe gog; bie Sage, baff ber Sogei Sonntagg nicpt arbeiten foil, pat ioopl ipren \u00a9runb in ber SdpneUigfeit, mit meldper er fein fcpmierigeg T\u00f6erf ootlenbet. ,!pat er nidpt gerabe am Sonntag begonnen, fo ift er fertig, epe ber n\u00e4cpfte Feiertag peranfommt.\"\n*Oag 2teft felbft ift f\u00fcr bie flehten S\u00f6gel mirfticp ein ftaunengm\u00fcrbigeg SBerf. Oie Ste\u00cf\u00cfe, mo er baffelbe anlegt, ift gem\u00f6pnlidp ein o\u00f6\u00fcig magredpter ober mitunter felbft fcpmadp anfieigenber Tpeil eineg brei 3oII ober bar\u00fcber ftarfen Sauntgmeigeg. Sepr feiten gemaprt man bag 9Teft an anbern f\u00fcnften, auf O\u00e4dpern, popen Sailen, f\u00f6reugen ber \u00aeircpen u. f. m. Seibe \u00a9atten bauen gemeinfdpaftlidp. 3uerft legen fie einen magredpten \u00a9runb |aug bem in jebem Oorfe h\u00e4ufigen Sepmber ^aprtnege, meldper nacp ben elften 3begeng\u00fcffen, bie um bie 3e\u00fc tprer Srutfidp einftellen, alg Strafen\u00efotp gu entftefen pflegt. Oie S\u00f6gel bitben aug bemfeiben runbe klumpen, mie $linten!ugeln unb tragen fie auf ben Saum, pier mit ben Sdpn\u00e4bein unb g\u00fcfen aug; breitenb. \u00a9em\u00f6pniidp ftnb audp gerfaprene f$ftangentpeile mit eingetnetet. $at bie \u00a9runbiage eine S\u00e4nge oon adpt big neun 3oH erreidpt, fo baut bag fktar an jebeg \u00a9nbe berfeiben einen auf; m\u00e4rtg fiepenben, feitm\u00e4rtg fanft uadp aufjen geneigten 9\u00eeanb, melcper am \u00a9nbe am p\u00f6dpften (big gmei 3oU pocp) ift unb gegen bie SUtitte ber Seiten fiep erniebrigt, fobafj bie 3*b\u00e4nber oon beiben \u00a9nben per einen poplen Sogen bilben. 3fl biefer 3tanb fertig unb gep\u00f6rig getroefnet, fo mirb barauf ein gmeiter, \u00e4pnlidper gefept, ber ftcp fdpon etmag mepr nadp innen gu \u00fcberbiegt. 2ludp biefen l\u00e4^t ber Sogei guo\u00f6rberft mieber trodlnen unb baut fp\u00e4ter in berfeiben Steife fort, fiep oon [beiben Seiten gu einer Kuppel gufammenfcpliefenb. 2ln ber einen Sangfeite bleibt eine runbe Oeff; nung, meidpe anfangg fretgf\u00f6rmig erfdpeint, fp\u00e4ter aber burdp 5lnbauen oon ber einen Seite per gu einem fenlredpt ftepenben ^albfreig oerl\u00e4ngert mirb. Sie ift bag f^iuglocp. 9Tie pabe idp biefeg anberg alg in foldper ^omt, in \u00a9eftalt einer fen\u00efredpten Oeffnung Oon brei big oier 3oH \u00a3>\u00f6pe unb","page":32},{"file":"p0033.txt","language":"de","ocr_de":"Se\u00c7mtyctn\u00ea. \u00a3\u00f6hl enfl\u00e9 tb er.\n33\nsmei $oE mittlerer \u00a9reite gefe^en. Oie g\u00efetd^\u00efautenbe Angabe bet S\u00efjara ift a\u00effo fein f\u00c7e^\u00efer be\u00a7 Ueberfe^er\u00ea, mie \u00a9heuernann oermuthet; bemt id) fai) nie ein fertiget D^eft mit Ouerm\u00fcnbung, mie genannter $orfd)er fie befd)reibt. Oie ER\u00fcnbung Hegt \u00fcbrigen^, menn man gerabe oor bem E\u00efefte ftel)t, beft\u00e4nbig auf ber \u00efinfen H\u00e4lfte ber Oorberen $l\u00e4d)e; bie redite ift gefd)\u00efoffen. Oer innere \u00dcRanb ber ER\u00fcnbung ift a\u00effo gerabe unb fenfred)ter gefteEt, ber \u00e4u\u00dfere erfd)eint bogenf\u00f6rmig au\u00a7gebud)tet. Oal fertige \u00fcReft glei\u00dft einem flehten \u00a9acfofen, pflegt fed)\u00ea bi\u00ea fieben $oE h0(3)/ \u00fbd)t bi\u00ea neun $0$ tang unb bier bi\u00a7 f\u00fcnf $oE tief su fein, \u00a9eine Sel)mmanb \u00c7at eine \u00a9t\u00e4rfe bon ein bi\u00bb ein unb ein \u00ef)alb $oE, bie innere ip\u00f6hle umfa\u00dft a\u00effo einen Etaum bon bier bil f\u00fcnf $bft \u00a3\u00f6l)e, f\u00fcnf bi\u00ea fed)\u00ea $oE S\u00e4nge unb brei bi\u00ea bier 3oE \u00a9reite. (Sin ber \u00a9oEenbung na\u00ef)e\u00ea SReft, me\u00efd)e\u00ea id) mitna1)m, miegt neun \u00a9fmtb.\"\n\u201e3u biefer .fp\u00f6hle erft baut ber \u00a9ogel ba\u00ea eigentliche -Reft, inbem er an bem geraben Ranbe bet ER\u00fcnbung fen\u00efrec^t nad) innen je^t eine halbe \u00a9dheibemanb einfe^t, bon meldet eine Heine \u00a9ol)le quer \u00fcber ben \u00a9oben be\u00ea Refte\u00ea fortgeht. Oa\u00f6 ift ber \u00a9rutraum. Oerfelbe mirb forgf\u00e4ltig mit Return gelegten trodenen \u00a9ra\u00ea^a\u00efmen unb nach innen mit eingeflod)tenen \u00a3\u00fchnerfebern, \u00a9aurnmoE; b\u00fcffeln u. f. m. au\u00eage\u00ef\u00efeibet. Oann ift bie 2Bo\u00ef)nuug be\u00eb Sel)mhanfe\u00a7 fertig. Oer \u00a9ogel legt feine gibet bi\u00ea bier meinen (Siet hinein, unb beibe \u00a9atten bebr\u00fcten fte unb f\u00fcttern ihre jungen. \u00aeer erfte \u00a9au mirb \u00a9nbe Eluguft\u00ea au\u00ebgef\u00fc\u00ef)rt; bie \u00a9rut f\u00e4Et in ben Anfang be\u00eb \u00a9eptember. \u00a9ine gmeite \u00a9rut mieber\u00ef)o\u00eft fid) ffo\u00e4ter im S^re.\"\nHeber ba\u00ea \u00a9efangen\u00efeben be\u00ea \u00a9\u00f4^feroogel\u00ea fd)eint nur E\u00efsar a \u00a9eobad)tungen- angefteEt \u00a7u haben, \u00a9r hielt, mie er berichtet, einen atten \u00a9ogel biefer 21 tt ungef\u00e4hr einen ERonat lang gefangen unb ern\u00e4hrte ihn mit gelochtem Reis> unb rohem f\u00c7\u00efeifd^. Oa\u00ea Sefjtere \u00a7og er bor. \u00a9\u00dfenn ber \u00a9iffen gum \u00a9erfdhlingen gu gro\u00df mar, fa\u00dfte er ihn mit ben g\u00fc\u00dfen unb ri\u00df ftch mit bem \u00a9d^nabel Heinere \u00a9iffen ab. E\u00f6oEte er bann gehen, fo ft\u00fc^te er fid) fr\u00e4ftig auf einen $u\u00df, erhob ben anbern, hielt ihn einen Elugenblicf gerabe borgeftreEt, unb fe^te ihn bann bor fid) I)ht, um mit bem anbern Su med)feln. \u00a9rjt nadhbem er mehrere biefer \u00a9d)u\u00effd)ritte au\u00eagef\u00fc\u00ef)rt, begann er orbentlid) su laufen. Oft hielt er im fd^neEfien Saufe bl\u00f6ijlid) iune, unb manchmal medhfette er mit beiben \u00a9ang; arten ab, inbem'er halb mit majeft\u00e4tifd;en \u00a9dritten, halb feht eilig bahin lief; babei seigte er ftch frei unb ungesmungen, pflegte aber ben $opf su heben unb ben \u00a9d)mans su fte\u00efsen. \u2022 \u00a9\u00dfenn er fang ober fchtie, nahm er eine ftolse Haltung an, richtete ftch auf, ftredfte ben $al\u00a7 unb fchlug mit ben kl\u00fcgeln, Oroffe\u00efn unb \u00a3abia3 bertrieb er mit gro\u00dfem 3*^u, menn fte ftdE) feinem gutternapfe n\u00e4herten.\n3u bcrfelben Familie geh\u00f6ren bie \u00a9rb\u00ef\u00efeibcr (Geositta). \u00a9ie ftnb fd)lanf gebaut; ber fopf; lange, fanft gebogene \u00a9dfmabel ift am \u00a9runbe breifeitig, bann faft malgig, an ber \u00a9pipe ftumpf geranbet unb ein menig \u00fcbergebogen ; bie Fl\u00fcgel ftnb oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig lang unb fpipig ; benit bie gmeite unb britte \u00a9d)minge ftnb bie l\u00e4ngften; ber \u00a9dhmans ift furs unb etma\u00ea au\u00eagefchnitteu; bie \u00a9eine ftnb m\u00e4\u00dfig hoch, bie \u00a9orbersel;en furs, bie R\u00e4gel Hein unb menig gefr\u00fcmmt.\nSDer ipoplenf leib er (Geositta cunicularia) erinnert in mancher 4)inftd)t an bie Serchett unb ift bon einigen Ecaturforfcpern auch biefer Familie beigeg\u00e2h\u00eft morben. Oie Oberfeite unb bie Fl\u00fcgel ftnb bunfelbraun; bie Unterfeite ift bla\u00dfbraun, bie \u00aeehle mei\u00dflich, bie \u00a9ruft jd)mars gefledt unb geftreift, ber \u00a9auch roftrotplid;, bie 2\u00efugengegenb bla\u00dfr\u00f6thlidf) ; bie \u00a9\u00abhulterbedfebern ftnb bla\u00df gef\u00e4umt, bie \u00a9orberfdjmingen an ber Elu\u00dfenfapne unb \u00a9pi^e fd)marsbraun, an ber 3nnenfal)ne faftanienroth'-braun; ba\u00ea 2luge ift braun, ber \u00a9dbnabel am \u00a9runbe mei\u00dflich, gegen bie \u00a9pi^e hin fchm\u00e4rglidl), ber Su\u00df fdjmarsbraun.\nS3re^m, \u00ef^ierleben. IV.\n3","page":33},{"file":"p0034.txt","language":"de","ocr_de":"34\n\u00a3te* \u00a9paper. \u00c6letteroBgeT. St\u00f6pferOogeT.\n\u00aeer \u00a3>\u00f6plen\u00abeiber befoopnt nad> \u00dfittlifc giemlid) h\u00e4ufig bie b\u00fctren Seiten \u00a9piles, nadp Orbignp bie \u00a9benen ber argentinifdpen ftepublid unb SatagonienS, fotoie bie \u00a3odpebeneu ber \u00a9or= bi\u00fcera oon Solioia, toelcpe gmifdpen 3500 bis 4500 SttetreS \u00fcber bem 9ttecre liegen, \u00dfittlife jagt, bat ber Sogei im gangen bie SebenSart ber Serben pabe, unb auf b\u00fcrren \u00a9teilen fotoopl einzeln, a\u00efs in \u00abeinen \u00a9efellfdpaften angetroffen Werbe, \u201e\u00a9ein r\u00f6tplidp; mcitgraueS \u00a9cfieber, foioie baS fa^Ie fftoftrotp ber mittleren \u00a9dptoungfebern, baS im gluge befonberS ftdptbar Wirb, entfprupt ber $arbe beS SobenS fepr eigent\u00fcmlich. Niemals fap ich auf\tfld) fefcen- \u00aeen @d^an\u00e4\nbeioegt er int \u00a9eben faft beft\u00e4nbig auf unb ab, toie ber \u00a9teinfdpm\u00e4fcer, hoch opne ihn auSgubreiten.\" \u00a9v gleicht bem St\u00f6pfer\u00fcogel in mandhen Segiepttngen, nid)t bloS in ber r\u00f6thlidhen \u00a9d)attirung beS gangen \u00a9efieberS, fonbern auch ptnft<htli<h beS eigent\u00fcmlich burd)bringettben, oft mieberpolten \u00a9cfcpreieS, feiner bro\u00fcigen SBeife, in Slbf\u00e4fjen gu laufen u. f. to. S\u00dfegen biefer SSerWanbtfc^aft nennen ihn bie \u00a9panier \u201e\u00a9afarita\" (\u00abeiner Saumeifier), obgleich ber 3Reftbau fehr oerfepieben oon bem beS S\u00f6pferoogelS ift. \u00a9r baut baS SReft auf bem \u00a9runbe einer engen, runben \u00a3\u00f6ple, welche ftdp toageredpt nahe an fedpS $ufj unter ber \u00a9rbe erftreden foil, \u201e\u00a9inigeSanbleute erg\u00e4plten mir\", fagt 2) ar to in, \u201ebat bie Knaben oft oerfudht h\u00e4tten, baS Sieft auSgugraben, aber niemals bis gum \u00a9nbe gelommen feien. 3)er Sogei w\u00e4hlt eine niebrige Sani in feftent fanbigeii \u00a9oben an ber \u00a9eite eines SGBegeS ober eines ftluffeS. \u00a7ier (in Sapia blanca) ftnb bie dauern auS hartem 2epm gebaut. 3dp bemerkte, bat eine, welche ben \u00a3of meines 2\u00f6opnpaufeS einfdplot, an mehreren \u00a9teilen eine Stenge runber S\u00f6dper geigte. 21IS ich \u00a9igentp\u00fcmer beS \u00a3aufeS nach ber Urfacpe fragte, befdjioerte er ftch bitter \u00fcber ben \u00a3opIen\u00abeiber, unb ich fah fp\u00e4ter audp WirHid; mehrere biefer S\u00f6gel bei ihrer Arbeit, \u00a9ehr fonberbar ift, bat fte bureaus feine Sorftellung oon \u00a3)ide be\u00efommen k\u00f6nnen ; benn fonft to\u00fcrben fte nidpt fo oiele Vergebliche Serfudpe gemacht haben, in bie Sepmmauern, beren \u00a9t\u00e4rle fte burep ihr fort to\u00e4hrenbeS ^>in; unb Verfliegen lernten m\u00fc\u00dften, ihre \u00fcftefierg\u00e4nge gu bohren, 3cp begtoeifle nidpt, bat jeher Sogei, fo oft er auf ber entgegengefepten \u00a9eite ans \u00a3ageSIidpt \u00efam, im p\u00f6dpften \u00a9rabe \u00fcber bie merfto\u00fcrbige \u00a9adpe erftaunte.\" \u00a9rat), toelcper baS Sorfiepenbe toiebergibt, f\u00fcgt pingu, baf ber V\u00f6plenlleiber fepr gapm, rupig unb einfam lebt, aber in Setoegung ift Oom fr\u00fcpeften borgen bis gum fp\u00e4teften SIbenb. Slufgefcpeudpt fliegt er nur eine turge \u00a9trede Weit, fefct fid) halb nieber unb h\u00e4lt oft fo aus, bat er ftdp burdp ben oor\u00fcberfaprenben S\u00dfagen beft\u00e4uben l\u00e4tt, opne ftdp gu erheben. 3u befiimmten fffapreSgeiten l\u00e4tt er oft einen m\u00e4tig fdpri\u00fcenben, gutoeilen fid) gum dritter geftaltenben Sodton oernepmeu. 3n bem Stagen ber \u00a9et\u00f6bteten tourben nadp \u00a9rap Ueberbleibfel oon. K\u00e4fern erlannt; \u00c4ittlifc bagegen oerftdpert, nur K\u00f6rner unb \u00abeine \u00a9teine gefunben gu paben.\n5\u00abS SerbinbungSglieber oon ben St\u00f6pfero\u00f6gcln gu ben \u00a9pedptmeifen toerben bie \u00a9teig; fdpn\u00e4bei (Xenops) betrachtet. 3n iprer SebenSart \u00e4pneln fte ben \u00a9pedptmeifen. 3pr fonberbarer, am Unterliefer auffteigenber, auf ber f\u00fcrftc gerabliniger \u00a9dpnabel oerlcipt iptten ein eigentp\u00fcmlicpeS \u00a9epr\u00e4ge ; ber innere SeibeSbau ftimmt giemlidp mit bem ber \u00a9pedptmeifen \u00fcberein. $)er \u00a9dptoang ift auS toeidpen, abgerunbeteit Gebern gufammengefept; bie f\u00c7itfe ftnb ftarl unb gum klettern an Slejteit unb Saumft\u00e4mmen geeignet. \u201e3d) oermutpe\", fagt ber S1'in g oon S\u00dfieb, \u201ebat 4)oge\u00ab gefdpled)ter einerlei Saprung paben; benn obfdpon bie \u00a9teigfdpn\u00e4bel oorg\u00fcglidp oon $erbtpieren leben, fo glaube id) bod), bat fie aud) S\u00fcffe oergepren. \u00a9ie \u00abettern fo gefd)idt wie unfer Kleiber, unb id) pabe fte nie aufred)t ftpeit fepen. \u00a9ie podpen gegen bie S\u00e4ume Wie bie \u00a9pedpte, ftnb aber nidpt fo lebhaft unb laut, wie unfer Kleiber, fonbern einfame, f\u00fclle S\u00dfalbo\u00f6gel, iocldpe man nadp ber Saargeit in \u00abeinen \u00a9efellfpaften ober Familien, auterbem aber eingeln ober paarioeife finbet. \u00a9ine bebeutenbe \u00a9timme pabe idp oon ipneit nidpt oernontmen. \u00a9ie ftnb nidpt fd)\u00fcdptern, fonbern lontmen ben menfdp\u00efidpen \u00a9opnungen nape, mie uttfere Sauml\u00e4ufer. 3pr 9^efi follen fte in Saump\u00f6plen anlegen. \u00a9ie fdpeitten \u00fcber gang Srafilicn oerbreitet gu fein.\"","page":34},{"file":"p0035.txt","language":"de","ocr_de":"^\u00f4^len\u00efleiber. \u00a9tetg-fdjjnabel.\n35\n\u00a9er Steigfdfjnabel (Xenops genibarbis) ift auf ber Oberfette olioenbraun, auf ber Unter; feite graubraun, an ber \u00aeel)le toei\u00df. (Sin gelblidjtoei\u00dfer Streifen gieljt ftd^ \u00fcber ba\u00ea 2tuge, unb ein toei\u00dfer glecfen fielet unter bent 0)re. \u00a9ie Fl\u00fcgel ftnb graubraun unb rot-braun geftreift, bie mittleren Sdfjtoangfebern rot-braun, bie n\u00e4djfien fcfdoargbrauit, bie \u00e4u\u00dferften fdfytoargbraun mit ro\u00dft; rotten Spieen. \u00aeie S\u00e4nge betr\u00e4gt 4 3dtt 3 Sinien, bie f\u00c7ittig\u00ef\u00e2nge 2, bie Sdjroangl\u00e4nge 1V3 3oU-\u00a9ie Seben\u00ealueife entfprid^t bem oorfte\u00dfenb SJtitget^eilten. \u201e\u00a9iefer Heine $Ietteroogel\", fagt ber S\u00dfring, \u201eift gemein in allen bon mir bereiften braftlianifdfjen S\u00f6\u00e4lbern, too er an ben R\u00e4umen pod\u00dft unb gleidj unfern Steifen an ben heften um\u00dferfud\u00dft. (Sr flettert fe\u00dfr gefc\u00dfidt. Sein \u00fcfteft \u00ef)abe idj nidt;t gefunben, e\u00ea foil in ber ^blj\u00efung eine\u00ea Slfie\u00eb ober Stammet fielen.\" 23urmeifter erhielt\nSer \u00a9teigfdjna\u00f6el (Xenops genibarbis).\nmehrere St\u00fccfe in \u00dcReufreiburg, too bie SS\u00f6geldjen bi\u00a7 in ben \u00a9arten feiner S\u00f6o\u00dfttung famen unb mit pfeifenben \u00a3\u00f6neit, nad) i\u00f6auml\u00e4uferart, munter in ben B^eigen unv\u00dferlj\u00fcbfen.\n(Sine fe\u00dfr ausSgegeic\u00dfnete Familie ift bie ber Sf)ed)tmeifen (Sittae), Sie finb, ma\u00a7 i\u00dfr Spante fagt: dftittelgliebcr groifdjen Spelten unb dfteifen. 9Jtan ^at aitd\u00df fie neuerbing\u00ea gu ben Siitgto\u00f6geht gegrillt, unb e3 l\u00e4\u00dft ftd^ gar nicfyt leugnen, ba\u00df i\u00a7r innerer 23au gr\u00f6\u00dfere 5leljnlidl)feit mit beit Sirtg-o\u00f6geln, at\u00ea mit ben Spechten geigt : ledere jebod) bilben eben nur eine einzige \u00a9ruppe ber an oerfd;icbencn \u00a9eftalten fo reichen \u00aeletterb\u00f6gel, unb gu biefen, nie\u00dft aber gu ben Speddett, geh\u00f6ren bie Kleiber, \u00a9ie \u00aeenugeid(jen ber f^cimilie ftitb ettoa folgenbe: \u00a9er \u00a3eib ift fe\u00dfr gebrungen gebaut, b\u00fcrg; fdjn\u00e4belig, langft\u00fcgelig, turgfc\u00dfto\u00e4ngig unb ftarff\u00fc\u00dfig. \u00a9er mittelm\u00e4\u00dfig lange unb l)arte Schnabel ift oben gerabe, unten aber ettoa\u00ea aufto\u00e2rt\u00ea gebogen, feilfegelfbrmig unb fe\u00dfr fpi^ig, Weniger feil;\n3*","page":35},{"file":"p0036.txt","language":"de","ocr_de":"36\n\u00aete \u00a9paper. \u00dfletter\u00fc\u00f6get. \u00a9pedjtmeifen.\nf\u00f6rmig al\u00e4 Bet ten \u00a9pedjten, aber niept fo fegelig unb fura t\u00fcte bet ten Reifen. Oie Mcfenl\u00f6cper fielen nape an ber (Stirn, finb runblid; unb jum Opeil burep fur^e, aufliegenbe, oorW\u00e4rt\u00bb gerichtete Sartpaare bebedt. Oer gu\u00a7 ift fural\u00e4ttfig unb fepr langaepig; feine \u00a9ople burep oiele Satten au\u00ea; gegeid^net. Oie innere unb mittlere 3epe finb burd) e^n kurae\u00ea \u00a3>\u00e4utd;eit oerbunben, bie erfte unb mittlere big aum erften \u00a9eien! aufammengeWad)fen. Oie fft\u00e4gel finb gro\u00a7, im \u00a7alb!reife gefr\u00fcmmt unb fepr fpi^ig. Oer Fl\u00fcgel ift breit atub -etwas ftumpf; feine \u00a9cpwingeu, unter benen bie britte unb feierte bie t\u00e4ngften, finb meid) unb biegfam. Oer \u00a9cpWana ift fura unb breit, aum Untere ftitpen beim klettern gana untauglich: er beftept au\u00ea a^\u00f6lf fcpWadpen, biegfamen, an ber \u00a9pipe abgentnbeten Gebern. 3>m \u00a9efieber perrfd)t auf ber Oberfeite eine blaugraue, auf ber Unterfeite eine braunr\u00f6tpticpe F\u00e4rbung oor. Oie \u00a9efd)tecpter unterfcheiben fich !aum, bie jungen nur Wenig o on b en Sitten.\nOen innern Sau be\u00ea Seibe\u00ea pat Dtipfd) unterfudjt. \u00a9r fagt, ba\u00a7 bie \u00a9ped)tmeifen im wefentlicpen ben \u00a9ingO\u00f6getn, nicht aber beu \u00a9peepten \u00e4hneln, ba fie bie \u00a9htgmu\u00eafeln unb alle mit biefer 3tnorbnung oerbunbenen Serp\u00e4ltniffe aeigen. Oie Wirbelf\u00e4ule befielt au\u00ea gtfe\u00f6lf ^al\u00eas, add SRippett; unb fteben \u00a9cpWanaWirbeln. Oie \u00a3>interglieber geigen auch \u00a9ertyh ihre bebeutenbe \u00a9ntwidelung. Suftf\u00fcprenb finb nur bie #irnfcpale unb bie Dberarmfnocpen. Oie 3unge reicht in ihrer gew\u00f6hnlichen Sage big aur halben \u00a9cpnabetl\u00e4nge peroor, l\u00e4fjt fich \u00dcbod) \u00fcber bie \u00a9dmabelfpipe oorftred\u00e7n. \u00a9ie ift lang, aber nicht Wurmartig, breit, niebrig, oben gefurdd, \u00fcorn ftumpf gefpalten unb in mehrere Wafern gerriffen. Oer Sormagett ift !ura, ber Magen fleifcpig.\nOie \u00a9peeptmeifen ftnb Weltb\u00fcrger, fehlen aber, fo weit bis jefct befannt, in Mittel = unb \u00a9fibafrifa unb in \u00a9\u00fcbamerifa. \u00a93 ftnb oorauggweife, aber nicht augfcpliefjlicp Walbungen, Welche bie MiU glieber biefer Familie beherbergen. Oie grofje Mepraapl klettert an ben S\u00e4umen auf unb nieber, einige aber laufen mit bem Mauerl\u00e4ufer um bie Wette, an ben fteitften gelfenw\u00e4nben empor. Sielleicht fagt man nicht au feiel, Wenn man behauptet, ba& bie \u00a9peeptmeifen bie oodenbetften aller \u00c4lettero\u00f6gef feien; fofeiet ift geWi&, bafc fte ben \u00a9peepten in biefer f\u00c7ertig\u00efeit nicht nur nicht im geringften nachftehen, fonbern fte in einer Jpinftcpt noch \u00fcbertreffen: fte \u00bberflehen n\u00e4mlich bie fernere \u00c4unft, an f entrecht en fl\u00e4chen o on oben nach unten herabau\u00eflettern, Wag attfer ihnen fein anberer S\u00f6gel oermag. \u201eSh\u00ab f\u00c7ertigteit im klettern\", fagt mein Sater, \u201ehabe1 ich oft umfomehr beWunbert, al3 fte aifg ber \u00a9inrieptung ihrer g\u00fc\u00a7e unb ihres \u00a9d)Wanaeg nicht herooraugehen fepeint. Oie \u00a9eftalt ber \u00a9peepte fattn alg bie \u00a9runbgeftalt ber $lettero\u00f6gel betrad)tet werben, ^pre ftarfen, furaen, mit gepaarten 3epen unb gro\u00dfen, feparf gefr\u00fcmmten IR\u00e4geln oerfepenen \u00c7\u00fcfje, ipr keilf\u00f6rmiger, au g harten, aur\u00fcdfepnetfenben Gebern beftepenber \u00a9cpwaua, ipr meift fcplanfer, nichtiger K\u00f6rper jefeen fte in ben \u00a9tanb, mit ber gr\u00f6\u00dften \u00a9cpnetligfeit unb \u00a9ieperpeit an ben S\u00e4umen hinauf au h\u00fcpfen. Oie ganae \u00a9inrieptung ift fo aWedentfprecpenb, baff man meint, eg f\u00f6nute an berfelben Mdjtg Oer\u00e4nbert Werben, optte baf? ein leichtes klettern unm\u00f6glich w\u00fcrbe. Sei ben Kleibern aber ift Sieles\u00bb ante. Spre ftfijje ftnb l\u00e4nger, Oon ben 3epen ftnb brei oorw\u00e4rtg gerietet; ipr Seib ift furj unb ber \u00a9cpWana pat fo fcpwacpe unb biegfante Gebern, bafj er beim klettern burepaug feine \u00a9t\u00fcpe abgeben fann. Unb boep flettert ber Kleiber niept nur ebenfo gefepidt, wie bie \u00a9peepte an ben S\u00e4umen pinauf, fonbern fogar an ipnen perab unb p\u00e4ngt ftep oft mit nieberW\u00e4rtg gerichtetem $opf fo feft an beu \u00a9tamm an, baff er in biefer \u00a9tetlung eine Sucpen; ober fpafelnuf aufpaden fann. Oie\u00ea erm\u00f6glicht ein\u00e0ig unb allein bie \u00a9eftalt ber 3epen unb Migel. Oie 3epen n\u00e4mlich ftnb ungleich l\u00e4nger, als bei ben (^peepten unb bebeden alfo eine feiel gr\u00f6\u00dfere S\u00fct\u00e4cpe: bie \u00a9pipen beg SRagelg, ber Mittels unb ^intergepe liegen bei auSgefpreigten 3e^en faft f\u00b0 ^eit augeinanber, alg ber Seib laug ift, paben fepr gtofte, im \u00a3>albfrcig gefr\u00fcmmte, nabelfpipe SR\u00e4gel unb unten meprere Satten. Serm\u00f6ge biefer \u00a9inrid)tung f\u00f6nnett fte beim klettern einen oerp\u00e4ltni^m\u00e4fjig gro\u00dfen Umfang umflantmern, Welcper nat\u00fcrlich mepr Unebenheiten unb alfo ntepr 3XupaltSpunfte barbietet. 2lucp bie Watten an ber \u00a9opte bef\u00f6rbern offenbar bag fefte \u00abnpalten, unb bie Serbinbung ber 3epenWurgeln pmbert bag au Weite 5lugeinanbergepen ber 3epen unb oerft\u00e4rft alfo ipre \u00c4raft. Oa nun bie \u00a9inrieptung ber","page":36},{"file":"p0037.txt","language":"de","ocr_de":"$ l e 16 e r.\n37\n$letter\u00bberfgeuge beg Gleiberg gang anberg ift, alg bet ben \u00a9pe^ten, fo ift aud) bte Srt feine\u00ea fletterng toon ber biefer S\u00f6gel fe|r toerfdjtebcn. Oie lederen ftemmen (id) beim ipinaufreiten an bem Saumftamm ftarf an ben \u00a9d)\u00bbang nnb tragen bie Srufl \u00bbeit toont \u00a9tamme abfteljenb, ber Kleiber hingegen toerl\u00e4\u00dft jtd^ blog anf feine S\u00fc\u00dfe nnb h\u00e4lt ben \u00a9dj\u00bbang beinahe ebenfotoeit alg bie Sruft toom Saumftamme ab, an \u00bbeifern er tjinaufpbft. 2ludj bie g\u00e4^igfeit unferer S\u00f6gel, an ben S\u00e4umen herabguflettern nnb ftd) an iljnen mit nieber\u00bb\u00e4rtg gerichtetem \u00aeopfe anguh\u00e4ngen, ttoirb aug ber Sefdjaffenheit feiner S\u00fc\u00dfe erfl\u00e4rlid). Oie ^intergelje ift mit i\u00efjrem gro\u00dfen Sagel feljr gefdjidt, \u00bbeit oben eingu\u00efja\u00efen, \u00bb\u00e4ljrenb bie 93orber\u00a7e^e tief nnten eingreift nnb bag Ueberfippett beg $\u00f6rperg toer\u00efjtnbert. Sei ben \u00a9pedjten fte^cn g\u00bbar g\u00bbei 3el)en hinten, aber fie ftnb getrennt, nnb bie gro\u00dfe ift mehr feitlid) alg gerabe nad) hinten gerichtet; babei ftnb bie Sorbergepen, mit betten beg Gleiberg toerglidjeit, furg. Sollte (ich nun ein \u00a9pedjt toerleljrt an ben Saum h\u00e4ngen, fo to\u00fcrbe oben ber fefic 9lnhaltunggpun\u00eft, \u00bbeld)en ber Kleiber mit bem gro\u00dfen fraget feiner gerabe nach h^en gerichteten, taugen -Jputtergelje erreichen fann, fehlen, nnb bie Sorbergeljen m\u00fcrben toiel gu \u00bbeit oben eingreifen, alg ba\u00df ber S\u00dfogel ohne bie gr\u00f6\u00dfte Snftrengung in biefer \u00a9tellung auggupalten, gefch\u00bbeige ftdh gu be\u00bbeigen im \u00a9taube \u00bb\u00e4re. Oie ihm fo \u00bbidjtige \u00a9dj\u00bbangft\u00fche m\u00fc\u00dfte nat\u00fcrlich, \u00bbentt er fach ihrer bebienen tooUte, fein Ueberlippen bef\u00f6rbern. Statt fieht, ba\u00df ein S\u00f6gel, \u00bbetd;er mit gleicher \u00a9efchidlidjleit an ben Saunten hinauf nnb herabflettern foltte, nicht anberg \u00bbie ber Kleiber geftaltet fein famt. Oie \u00a9igentb\u00fcmlichteit feine\u00ea Su\u00dfbaueg erm\u00f6glid)t ihm aber noch eine britte Se\u00bbegttng, ein \u00efeidjteg ^erumlj\u00fcpfen auf ben 3n\u00bbigm unb anf bem Sobett.\"\n\u00a9otoiel big jefct begannt, ftnb alle Slrten ber Familie \u00a9trichto\u00f6gel, \u00bbeiche nur au\u00dfer ber Srutgeit in einem fleinen \u00a9ebiete auf; nnb ttieber\u00bbanbern, im gangen aber japraug, jahrein an ein unb berfelben \u00a9teile (ich halten. 2So h1# alte S\u00e4ume ober unter Umft\u00e4nben ^etg\u00bb\u00e4nbe ihnen gen\u00fcgenbe Saprung bieten, fehlen fie ge\u00bbi\u00df nicht, beim fte (teigen auch giemlidj hoch tnt \u00a9ebirge em^or. Shre Nahrung befiehl aug $erbtljieren unb ^flangenftoffen, namentlich aug \u00a9\u00e4mereien, \u00bbetdje fte toon ben. S\u00e4umen, \u00a9trauehern unb toon Selfett\u00bb\u00e4nben, \u00bbie toom \u00a9rbboben aufnehmen, \u00a9ie niften in Saunt; ober Steigl\u00f6chern, bereu \u00a9ingang faft regelm\u00e4\u00dfig mit Sehnt unb \u00a9<hlamm \u00fcberlleibet \u00bbirb: baher ber Same. Oag \u00a9elege befiehl aug fedjg big neun \u00a9iern, \u00bbeiche auf lichtem \u00a9rttnbe roth gauntlet ftnb.\nOie \u00bbidjtigfte 2lrt ber nicht eben gasreichen Samilie ift unfer Kleiber ober St aufrecht, \u00bbeldjer auch \u00bbohl \u00a9goec^tmeife, $ofg; ober Saumhader, Saumpider,- Saumritter, Saumreuter unb Saumrutfdjer, 2Saifped)t, \u00a9Iji\u00fcn, \u00a9ottter ober Ootttcr genannt \u00bbirb (Sitta caesia). \u00a9r ift auf ber Oberfeite bleigrau, auf ber Unterfeite rofigelb; ein f<h\u00bbarger \u00a9treifen giel)t ftd) burch bie Singen unb l\u00e4uft an ben $opffeiten big gum \u00a3alfe herunter; Sinn unb \u00aeeljle ftnb \u00bbei\u00df, bie feitlidjen S\u00dfeidjen; uttb bie Unterfd)\u00bbangbedfebern faftauienbraun ; bie \u00a9dh\u00bbittgen ftnb br\u00e4un; Iid)f<h\u00bbarggrau, licht gef\u00e4umt, bie toorberften aud) an ber S\u00dfnrgel \u00bbei\u00df; bie mittleren \u00a9djmangfebern ftnb afchgraublau, bie \u00fcbrigen tieffch\u00bbarg mit afcpblauer \u00a9pi^engeichnung, bie erften auf ber Slu\u00dfenfaljne mit einer \u00bbei\u00dflichen \u00a9teile toor ber grauen \u00a9She unb einem gro\u00dfen, toieredigen \u00bbei\u00dfen Sied auf ber 3nnenfal)ne. Oag Singe ift nu\u00dfbraun, ber \u00a9\u00abhnabet oben hor\u00eetfch\u00bbarg, unten bleigrau, ber Su\u00df horngelblich. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 6, bie Sreite 10, bie fyittigl\u00e4nge 3%, bie \u00a9d)\u00bbangl\u00e4ttge l2/3 3to\u00fc. Oag SBeibepen unterfdjeibet fid) burch beit fchm\u00e4teren fch\u00bbargen Slugenftridj, ben lichteren Untert\u00f6rper unb bie geringere \u00a9r\u00f6\u00dfe.\nSniper nahm man an, ba\u00df \u00a9uropa nur toon einer eingigen Slrt biefer \u00a9ippe, beren ^enugeidjen bie oben angegebenen ber Samilie ftnb, be\u00bbopnt \u00bbirb; gegenw\u00e4rtig \u00bbei\u00df matt, ba\u00df minbefteng brei toerfd)iebene Slrten in unferm \u00a9rbtpeil leben: ber im Sorben toorfommenbe Kleiber, \u00bbelcpen S inn\u00e9e ben europ\u00e4ifdjen nannte (Sitta europaea), ber unfrige unb ber Stelfenlleiber (Sitta syriaca), auf \u00bbelcpen ich gur\u00fcdfommen \u00bberbe. Oer Kleiber fehlt im Sorben \u00a9uropag, fiitbet ftdj aber toon S\u00fctfanb an big \u00a9\u00fcbeuropa allerorten, \u00a9r lebt nirgenbg in gr\u00f6\u00dferen \u00a9efeUfcpaften, fonbern immer eingeln, b. h\u2022 paar\u00bbeife ober in fepr Heilten Samilien uttb enblicp mit anbertt S\u00f6geln toereinigt. \u00a9emifchte,","page":37},{"file":"p0038.txt","language":"de","ocr_de":"38\n\u00aeie (gtyci\u00efjer. SHetter\u00fc\u00f6gel. \u00a9pedjtmeifen.\nIjodjft\u00e4mmige Salbungen, in toeldjen e\u00e4 aber uidjt g\u00e4ngtid) an Unterljotg fetylt, beoorgugt er \u00f6den \u00fcbrigen Oertlic^feiten : \u00c7ier Bann er gutoeilen gemein fein. (Sr fd>eut bie Sft\u00e4^e be\u00ea 2Renfd>en nidjt unb finbet ftd) oor ben Sporen ber St\u00e4bte ober in ben Belaubten Spagierg\u00e4ngen berfelben ebenfo galjlreid), foie im eiufamen Sklbe. 3m Sommer treibt er ftdj in einem fe^r Bteinen \u00a9ebiet umljer: eine eingige \u00a9icfye Bann i\u00a7n ftunbenlang feffeln. unb ipm OoUe Sefdj\u00e4ftigung geben. 3m \u00a3erbft ergreift aud) i^it ber ffteifebrang, unb er bel)nt bann feine Streifereien etfoa\u00ea foeiter au8. Unter allen Umfi\u00e4rtben $\u00e4lt er fid) an bie S\u00e4ume, unb nur im \u00e4ufjerften SRot\u00c7fa\u00ef\u00ef entfcpejjt er fid), eine bautm leere Strede gu \u00fcberfliegen.\n5lnt Kleiber muft 3ebermamt fein SBo^lgefallen fabelt, \u00a9r geidfoet ficfy bur<$ feine 9\u00eeegfamBeit unb 2lnfprud)alofigBeit oor rieten anbern S\u00f6geln au3. deinen Slugenbtid ift er rutjig. \u201eSalb \u00c7\u00fcpft er an einem Saume Ijinauf\", fagt mein Sater, \u201ehalb an il)m l)erab, halb um ipn perum, halb l\u00e4uft er\nSer Slei\u00f6er ober Stoufbet^t (Sitta caesia).\nauf ben Sleften oor ober Ij\u00e4ngt ftdj an fie an, halb galtet er ein St\u00fcddjcn d\u00eeinbe ab, halb padt er, halb fliegt er: $Die3 get^t ununterbrochen in \u00a9inem fort, fobaf? er nur, um feine Stimme Ij\u00f6ren gu taffen, gufoeilen etfoa\u00ea au\u00earu\u00efjt. Seine Stellung ift gebriidt, er gie'fit faft immer ben \u00a3>a\u00ef\u00ea ein, bie $\u00fc\u00a7e an unb .tr\u00e4gt bie foeidjen unb langen Gebern, toder auf einanber tiegenb, fooburd) er ein plumper unb .ungef^idte\u00ea Qlnfeljen erh\u00e4lt. \u00a3)aff er biefem Slnfepen nicht entfprid)t, ^abcn mir oben, gefeiten. Sein $tug ift leid)t, bodj nicht feljr fctmed, mit fiar! au\u00eagebreiteten Schfoingen unb ftar\u00efer Fl\u00fcgels befoegung, nid^t fetten flatternb. \u00a9r fliegt gefo\u00f6hnlidh nidjt foeit in einem 3uge; baran ift aber nid)t UnOerm\u00f6gett, fonbern ber Umfianb fdjulb, ba\u00a7 er, um oon einem Saume gum anbern gu Bommen, feiten eine grofje Strede in ber Suft au\u00eaguf\u00fc^ren braudjt. SDa\u00a7 ihm ber $lug nid;t faner foirb, fteht man beutlid) baran, ba\u00a7 er fet;r oft um bie SBipfel ber S\u00e4ume unb ohne erfennbare Urfadje gufoeilen oon einem Serge gum anbern fliegt. 2luf beut Striae legt er oft eine Strede oon einer Siertelftunbe 2Beg\u00a7, ohne fid) niebergufebeit, gur\u00fcd. . .\tBlettert er lange 3eit \u00a7odj auf ben S\u00e4umen","page":38},{"file":"p0039.txt","language":"de","ocr_de":"Kleiber.\n39\npermit unb Wirb bann nidjt leicht gefeljen; gu Weiten tfi er fo gutraulidj, ba\u00df er oft wenige \u00a9fritte oor bem 9Jienfcl)en fein SBefen treibt.\" (Sr ift beft\u00e4nbig fr\u00f6^Iic^ unb guter B)inge, unb Wenn er Wirt\u00efidj einmal traurig au!jteht, fo beWeift er im n\u00e2djfien Slugenblid, ba\u00df B)ie! nur \u00a9djein War ; benn traurig wirb er in bei* Bhat erft bann, Wenn er Wirtlid) tr\u00e4nt ift. \u00a9eW\u00f6hnlid) macht er ben \u00a9inbrud eine! munteren, rcgfamen, gug\u00efeich eine! liftigen unb oerfdjtagenen Boget!. \u201e\u00a9in .^auptgug in feinem SBefen\", f\u00e4hrt mein SSater fort, \u201eift Siebe gur \u00a9efeHft$aft, aber nicht foWoS gudeinesgleichen, fonbern gu anbern B\u00f6geln, namentlich gu ben Bteifen unb Bauml\u00e4ufern. SCTbe^r al! gWei, brei ober nier Kleiber h\u00fcbe ich, toenn nicht bie gange Familie noch bereinigt War, n*e gufamtnen angetroffen. (Sie fittb, ba fie ihre Nahrung m\u00fchfam auffuchen muffen, Ser unb bertheilt unb gew\u00f6hnlich bie Anf\u00fchrer ber hinten, Rauben = unb Bannenmeifen, unter Welche ftch oft auch bie \u00a9umpfmeifett, bie Bauml\u00e4ufer unb bie \u00a9olbh\u00e4hndjen mifchen.\" \u00fcMturtter fd^Iie^t ftd) ein oereingelter Buntfpedjt ber \u00a9efeHfcpaft an unb h\u00e4lt bann l\u00e4ngere Beit gute \u00a9emeinfdjaft. \u201eBSelche! non bief en fo berf\u00abhieben= artigen \u00a9liebem ber \u00a9efettfdjaft ber eigentliche Anf\u00fchrer ift\", f\u00fcgt Naumann $tngu, //\u00b0^er Ibelihe\u00ea bie erfte Beranl\u00e4ffuitg gu folder Bereinigung gab, l\u00e4\u00dft fidj nicht beftimmen. \u00a9iner folgt bem 9tufe be! Slnbern, bi! ber Brteb gur ^ortpflangung in ihnen erWadjt unb bie \u00a9efeltfd;aft aufl\u00f6ft.\" B)iefe \u00a9enoffenfchaften ftnb in allen unfern B\u00df\u00e4lbern eine fehr gew\u00f6hnliche \u00a9rfcheinung, unb Wer einmal ben begeichnenben Socfruf unfere! Kleiber! tennen gelernt hat, tann fie, burd) ihn geleitet, fehr leicht auffinben unb felbft beobachten. \u00a92 $errfd[jt eigentlich lein innige! Berlj\u00e4ltni\u00df unter ber \u00a9efamint; heit, aber hoch ein entfd^icbener 3ufammenhang; benn man trifft biefelben B\u00f6gel ungef\u00e4hr in ber gleichen Slttgahl tagelang nad) einanber an oerfdciebenem \u00a9teilen an, unfere Kleiber aber feiten mehr als gu gWei ober brei \u00a9l\u00fcden unter ber guWeilen fehr gasreichen SJtenge Oon \u00cf\u00cfReifen unb \u00e4hnlidjem Bolt.\nB)er Sodton ift ein fl\u00f6tenbe!, helle\u00ea \u201eB\u00fc t\u00fc t\u00fc\", ber gew\u00f6hnliche Saut aber, Welcher fortw\u00e4hrenb geh\u00f6rt wirb, ohne ba\u00df er eigentlich \u00a9twa! befagen Will, ein turge! unb nidjt Weit h\u00f6rbare!, aber hoch fdjarfe! \u201e\u00a9it\". ' Slu\u00dferbem oernimmt man B\u00f6ne, Welche Wie \u201egirr twit twit twit ober tw\u00e4t tw\u00e4t tw\u00e4t\" Hingen. B)er $aarung!ruf befteht au! fehr fch\u00f6uen, laut pfeifenben B\u00f6nen, Welche Weit oernommen Werben. B)a! \u201eB\u00fc t\u00fc\" ift \u00a3>auptfache; ihm Wirb \u201eOu\u00fc qu\u00fc unb tirrr\" gugef\u00fcgt. B)a! SMnndjen ft^t auf ben Baumfpiben, breht ftd) t;m unb fyx unb fl\u00f6\u00dft ba! \u201eB\u00fc\" au!; ba! B\u00dfeibdjen, Welche! ftch m\u00f6glicher Weife auf einem Baum befinbet, \u00e4u\u00dfert ftch burd) \u201etw\u00e4t\". B)ann fliegen beibe mit einanber herum unb jagen ftch fpielenb hin unb her, halb bie B\u00dfipfel ber B\u00e4ume umflatterub, halb auf ben Sleften ft<h tummelnb unb alle ihnen eigenen \u00aetetterf\u00fcnfte entfaltenb, immer aber laut rufenb. Unter folgen Umft\u00e4nben ift ein eingtge! Bmtr biefer Iieben!W\u00fcrbigen B\u00f6gel im \u00a9tanbe, einen giemlid) gro\u00dfen Bklbe\u00fcheit ober wenigften! einen Bart gu beleben.\nB)er Kleiber fri\u00dft ^erbtpiere, \u00a9pinnen, \u00a9\u00e4mereien unb Beeren-; gur Bef\u00f6rberung ber Ber= bauung oerfdjludt er \u00c4ie!. \u00a9rftere lieft er oon ben \u00a9t\u00e4mmen ber Stefte ab, fudjt fie au! bem Sftofe Ober ben Stiffen ber Borte heroor unb f\u00e4ngt fte audj Wohl burd) einen raffen \u00a9chwung oom 5lfte, Wenn fie an ihm oorbeifliegen. Bunt \u00a3>aden ift fein \u00a9d)nabel gu fchWad), unb bc!halb arbeitet er nie S\u00f6chcr in ba! \u00a3olg; Wohl aber fpaltet er oon ber \u00dcJiinbe giemlid) gro\u00dfe \u00a9t\u00fcdchen ab. Bei feiner ^erbthierjagb tommt er nicht feiten unmittelbar an bie \u00a9eb\u00e4ube heran, flettert auf biefen umher unb h\u00fcpft Wopl fogar in bie Bmtmer herein, \u201e\u00a9benfo gern al! \u00c4erbthiere\", fagt mein Bater, \u201efri\u00dft er auch \u00a9\u00e4mereien, namentlich Utotljbuchen unb Sinbentt\u00fcffe, 2lhorn;/ tiefer?, Barntens unb Richten; famen, \u00a9icheln, \u00a9erfte unb $afer. Sille biefe \u00a9toffe h\u00ab^ ^ \u2122 feinem \u00e4ftagen gefunben. Bei O\u00f6Hig gefdfloffenen 3<tpfen tann er gu bem \u00a9amen ber \u00fcRabelb\u00e4ume nicht gelangen; fobalb aber bie SDedeldjen etwa! Haffen, gieljt er bie K\u00f6rner heroor unb Oerfd)Iudt fie. B)en Bannenfamen, Welchen au\u00dfer ipm Wenige B\u00f6get freffen, fcheint er fehr gu lieben. B\u00dfenn unfere alten Bannen reifen \u00a9amen haben, ftnb ihre BMpfel ein Siebling!aufenthalt ber Kleiber. B)en ausgefallenen ^olgfamen lefen fte oom Boben auf, bie \u00a9erfte unb ben $afer fpetgen fte ab unb bie \u00a9icheln gerft\u00fcdeln fte, ehe fte biefe Fr\u00fcchte oerfchluden. $afer unb \u00a9erfte fd;einett fie nicht fehr gu lieben, fonbern mehr au! SRoth ^u","page":39},{"file":"p0040.txt","language":"de","ocr_de":"40\n$>te \u00a9p\u00e4ljer. JMetterooge\u00ef. \u00a9pedjtmeifen.\nfcergeljren; benn man jtnbet btefeS (betreibe feiten in invent Stagen. Aothbudien unb Sinbenn\u00fcffe freffcn fte feljr gern unb \u00a7eben fie aud) f\u00fcr nahtungSlofe \u00e2^ten auf. 3$ habe bie Kleiber oft mit Vergn\u00fcgen auf ben mit A\u00fcffen belabenen Aothbudjen beobachtet. 3>hrer bis brei Ratten [ich in ber SR\u00e4^e einer fantenreid)en Budje auf, fliegen abWechfelttb auf fie, brechen mit bem \u00a9chnabel eine Auf ab unb tragen fie auf einen naheftehenben Baunt, in melden jte ein zum \u00a9inflanttnern berfeiben paffenbeS Sod) in ber Ainbe angebracht haben, legen fie in baffelbe, halten fte mit beit Vorbeigehen, haden fte auf unb oerfd)luden ben $ent. 3>eft baffen fie bie \u00a9chale fallen unb holen ftd) eine anbere Auf, Weldje auf gleite V\u00dfeife bearbeitet Wirb. dies geht oft fhntben;, ja tagelang fort unb gem\u00e4hrt wegen ber beft\u00e4itbigen Abwechslung, Welche baS Jpin = unb Verfliegen, baS Abbrechen unb Aufhaden ber A\u00fcffe bebingt, ein recht angenehmes \u00a9chaufptel. die Vafels, Stitben; unb Ahornn\u00fcffe behanbelt ber Kleiber auf \u00e4hnliche S\u00dc\u00dfeife. \u00a9ein feiner \u00a9erud) ^eigt ihm ftetS fo richtig an, ob bie Auf ootl ift ober nicht, baf er nie eine leere abbricht. das durchbrechen ber harten \u00a9cpale einer Vafelnuf foftet ihm einige SA\u00fcpe; aber mit einer Sinben;, Aothbuchen = ober Apornnuf ift er fchneU fertig, \u00a9onberbar fiept eS auS, Wenn er bie A\u00fcffe forttr\u00e4gt. \u00a9S gefchieht ftetS mit bem \u00a9chnabel, ben er, um eine Vafetnuf zu faffeit, ziemlich Wett auffperren muf.\" Aauntann\u2019S Beobachtungen zufolge lieft er im hinter bie abgefallenen ^irfcpfente oom Boben auf unb zerfpaltet auch fte, um gu bem Innern zu gelangen, ober fudjt in ben \u00a9\u00e4rten mit ben SAeifen nach ben Renten ber \u00a9onnenblumen, nad) Oueden unb fpanffamen, Welcher letztere ein Sederbiffen f\u00fcr if)n zu fein fcpeint. Aach \u00a9nell frift er bie giftigen Beeren ber Baunr\u00fcbe, unb bie Knaben pflegen baher an manchen Orten mit ben Aaitfeit biefer ^f\u00efanj\u00ean bie SAeifeitfafien zu umwinben, um burch bie Weithin ftcptbaren rothen Beeren ben Kleiber anzuloden. Vahbeit beobachtete ferner, baf er im V\u00dfinter h\u00e4ufig bie Saroen ber Budjengadm\u00fcde oom Boben aufnimmt, diefe allgemein befannte fegelf\u00f6rntige \u00a9alle gebauter \u00dcA\u00fcde beftnbet ft\u00abh oft in grofer SAenge auf ber Oberfeite ber Buchenbl\u00e4tter, Wirb im fperbfte holz; artig unb f\u00e4llt bann oon ben Bl\u00e4ttern ab. die Kleiber unb bie SAeifen fuchen fte fepr emftg unter ben B\u00e4umen \u00a7ufammen, hadett geW\u00f6hulich an ber \u00a9eite ber \u00a9pipe ein Socp in ben SAantel unb ftnb fo im \u00a9tanbe, bie baritt beftnbliche SAabe herauSzupoIen. \u00a9eW\u00f6hnlich ift bie eingebohrte Oeffnung fo flein, baf bie SAabe faunt mit bem \u00a9djnabel herauSgepoIt Werben famt, btefeS oielmehr Wahr= fcheinlich mit ber Bunge gef\u00e4chen muf. AIS fonberbar hebt Vapben peroor, baf ber Bogel ftetS ben harten, holzartigen Opeil an ber \u00a9a\u00fcenfpife aufhadt, nicht aber bie \u00a9teile bearbeitet, Welche nur burd) ein b\u00fcitneS papierartiges \u00a9efpinnft ber Saroe gefd^loffen ift.\n\u00a9S w\u00fcrbe fdjon erw\u00e4hnt, baf fiep ber Kleiber gegen ben SCBinter hin Vorr\u00e4te gufammentr\u00e4gt. \u201e\u00a9eine VorratpSfammer\", berichtet mein Vater, \u201eift nach ben Umft\u00e4nben halb ber \u00a9palt eines Baumes, halb ein anberer Aip, zu\u00eft)e^cn fogar baS dach eines VaufeS. \u00a9r tr\u00e4gt aber nicht oiel A\u00fcffe an einen Ort, fonbent ftedt fte einzeln ba unb bort^in, optte Btoeifel, bamit nicht ber ganze Aeichthum mit einem SAale zu \u00a9runbe geht, \u00a9inmal biente baS \u00a9tro^bach eines BauernhaufeS in pieftger \u00a9egenb z\u00abnt Auflager eines Kleibers.\"\ndas Aeft fteht immer in H\u00f6hlungen, regelm\u00e4ftg in Bauml\u00f6cpern, auSnapmSweife in SAauer; ober ScelSripeit. \u00a9ehr gern benupt ber fluge Vogel bie oom SAeifter \u00a9pecht gezimmerten V\u00dfopnungen Zu feiner $inberWiege; er liebt eS aber nicht, baf bie Sp\u00fcl feiner Bepaufung gr\u00f6fer fei, als f\u00fcr ipn cS n\u00f6tpig ift unb gebraucht beSpalb ein h\u00f6chft ftnnreicpeS SAittel, mit ftch zu helfen: er oerfleibt n\u00e4mlidh ben \u00a9ingang zu feinem Aefte bis auf ein fleineS Socp, Weites f\u00fcr fein \u00a9in = unb AuSfcpl\u00fcpfen gerabe. grof genug ift. \u201edies gefchieht\", fagt mein Vater, \u201emit Sepnt ober anberer fiebriger \u00a9rbe, Weldjc, wie bei ben \u00a9cpWalbenneftern, burch ben leimartigen \u00a9peicpel angefeudjtet, oerbunben unb zufantmem gehalten wirb, \u00a9r fommt mit bem Buf leiben feines AeftlocheS halb zu \u00a9tanbe, iitbem er ein Kl\u00fcmpchen Sehnt nadh bem anbern im \u00a9d)nabet hintr\u00e4gt unb eS mit bemfelben, nacpbem eS ringsum mit bem \u00a9peilet angefeuchtet ift, feftflebt. SAan glaubt einen fleinen SAaurer zu fe^ett, Welcher, um eine \u00efh^e Zu oerfdhliefen, einen \u00a9tein nad> bem anbern einlegt unb feft macht, diefe SehmWaub hat eilten Bod unb bar\u00fcber in ber dide, unb Wenn fte troden ift, eine fotche fMtigfeit, ^af man fte","page":40},{"file":"p0041.txt","language":"de","ocr_de":"$ tei 6 er.\n41\nnicpt mit bent finger au\u00eabrecpen fann, fonbern ben Steifet gebrauten mttj;, toenn man fie fprettgen ioid. $)a\u00ea \u00a9ingang\u00ealedp, toeldpe\u00ea ftdf) ftet\u00ea in bei* Stitte ber Bepmtoanb befinbet, ift trei\u00earunb unb fo eng, bafj ein Kleiber taunt burdjhriedpen bann. 3ft ba\u00ea SRej\u00ee einmal fo Voeit fertig, bann ift e\u00ea Oor a\u00cf\u00cfen Staubtpieren gefiebert; nur bie Spedpte oerm\u00f6gen bie SBanb gu gerft\u00f6ren unb tpun e\u00ea, toenn ipnen ber \u00c6leiber ipr Siefilodp toeggenommen pat. 3>m Sapre 1819 ^atte biefer tteine S5ogeI ein Sdjtoargfpedpt\u00ealocp f\u00fcr feine Srut eingerichtet \u00aeaum toar er bamit fertig, fo ham bag Scptoarg; fpedpt\u00eapaar, nm fein Stef\u00ee gur neuen S9rut gureept gu machen. SDa\u00ea d\u00dfeibdpen n\u00e4herte fid), ftaunte bie Bepmtoanb an unb gertr\u00fcmmerte fie mit toenigen Sdp\u00ef\u00e2gen. Ueberpaupt pat ber Kleiber toegen ber Sepauptung feine\u00ea Stcfte\u00ea, ehe biefe\u00ea burd; bie Bepmtoanb gefiebert ift, mit mehreren S\u00f6geln gu f\u00e4mpfeu unb mu\u00a7 ihnen oft ioeidpen. So fah ich ein ^'\u00efeiberpaar emftg bauen, aber nod) ehe e\u00ea ba\u00ea \u00a9ingang\u00eatodp oevhteiben fonnte, harnen ein paar Staaren unb'oertrieben bie fdptoacpen Specptraeifen in \u00efurger 3eid\" SMe Sodenbung be\u00ea Saue\u00ea fdjeint beiben \u00a9atten greffe greube gu madden. ,,2)a\u00ea St\u00e4nndpen ft^t\", toie ^\u00df\u00e4^Ier fagt, \u201ein ber St\u00e4he ber geto\u00e2plten Stiftp\u00f6ple nnb faudpgt feinen Saarung\u00earuf in bie Stift, to\u00e4prenb ba\u00ea SBeibdpen eifrig ein; unb au\u00eafdpl\u00fcpft.\" Stan meint e\u00ea ihnen aber aud) angunterhen, baff fie nicht blo\u00ea erfreut finb, fonbern fiep audp \u00fcodbomnten fidler f\u00fchlen. @o unterfudpte pralle ein SReft unb hlopfte, um fidh gu oeraetoiffern, ob e'\u00ea betoopnt fei, unten an ben \u00abStamm. \u00aeer S\u00f6get bant mit halbem Selb au\u00ea bem Sodpe ^eran\u00ea, betrachtete ben forfdpenben S\u00dfoftmeifter eine S\u00f6eile neugierig unb fd)l\u00fcpfte bann mit bem \u00a9ef\u00fcpt ber Ootlften Sicherheit toieber in ba\u00ea innere guriid. SDiefe\u00ea Spiel toieberpolte fidh noch einigentale, unb erft, a\u00ef\u00ea ber Saum erfliegen m\u00fcrbe, flog er ab.\n\u201eSDa\u00ea 3Reft\", fdpliefjt mein Sater, \u201etoeldpe\u00ea nach ber S\u00f6eite ber jp\u00f6plung, in ber e\u00ea fiept, halb einen gro\u00dfen, halb einen hieinen Umfang hat, ift ftet\u00ea oon fehl* trodenen, leichten Stoffen gebaut. 3>n Saubp\u00f6lgern befiehlmt\u00ea \u00a9t\u00fcchcpen Oon-Suchen5 unb (Sichenbl\u00e4ttern, in Stabelto\u00e4lbern immer au\u00ea \u00e4ufjerfi b\u00fcnnen St\u00fcddhen \u00c4iefemfdpale, toeldpe, ba fie eng oerbunben toerben b\u00f6nnen, fo lodet \u00fcber; einanber liegen, baff man b\u00e4um begreift, toiebie \u00a9ier beim Slu\u00ea; unb \u00a9infliegen be\u00ea Soget\u00ea gufammen nnb oben auf ben Schalen gepalten toerben b\u00f6nnen. Stau fotbte benbeu, fie m\u00fc\u00dften unter bem Stufte tiefer b\u00fcnnen Sdfalenbl\u00e4ttdpen begraben toerben.\" Sluf biefer fd;lcd)ten Unterlage finbet man in ben lepten Stagen be\u00ea Slpril ober in ben erften be\u00ea Stai fedp\u00ea bi\u00ea neun, auf halb; ober mildptoeiffem \u00a9runbe \u00e4ufferft fein mit pell; ober tunblerrotpen, halb fdp\u00e4rfer gegeiepneten, halb oertoafdpenen S\u00fcnhtdpen begeidpnete \u00a9ier, ioelcpe mit benen ber Steifen oiele Slepnlidpfeit paben. \u00dcDa\u00ea S\u00dfeibdpen bebr\u00fctet fie allein unb geitigt fie in breigepn bi\u00ea oiergepn S\u00a3agen. SDie jungen toerben oon beiben \u00a9Itern mit ^erbtpieren, namentlid; mit Staupen groff gef\u00fcttert, toadpfen rafdp peran, ftpen aber fo lange im Stefte, bi\u00ea fie o\u00f6dig fliegen b\u00f6nnen. Sladp bem Slu\u00eafliegen palten fie fidp nodp l\u00e4ngere 3eit gu ben Sitten, oon benen fie ern\u00e4prt, oor \u00a9efapren getoarnt unb unterridptet toerben. Stad) ber Staufer oertpeilen fie fidp.\nSDer Kleiber maept Joeber bem Sdp\u00fcpen, nodp bem l\u00e4nger greffe Stiipe. \u00a9r gept opne Umft\u00e4nbe in ben Steifentaften, toenn biefer burdp ipanf ober \u00a7afer geb\u00f6bert tourbe, tommt mit ben Steifen auf ben Steifentang, f\u00e4ngt fidp in Sprenbeln, auf Seimrutpen ober auf bem Sogetperb unb guf\u00e4dig audp toopl in ben 3immern ber K\u00e4ufer, ioeldpe er unoorfidptiger SBeife befudpte. SDer SSerluft ber greipeit fdpeint ipn nidpt gu fepmergen : er gept opne toeitere\u00ea an ba\u00ea gutter unb madpt toenig Slnfpr\u00fcdpe. SJtit ^afer friftet er fidp fein Beben, bei Jpanf p\u00e4lt er fiep redpt gut; bodp mu^ man ipm, toenn man fid) l\u00e4ngere 3eH feiner erfreuen mill, ein gemifd)te\u00ea Entier oorfepen. \u00a9r ift im tteinen Staum fepr nett, im gr\u00f6\u00dferen a\u00dcerliebft; benn er bep\u00e4lt 'audp in ber \u00a9efangenfepaft bie Slmnutp feines SBefen\u00ea bei. ginbet er geeignete ^l\u00e4pe, fo benupt er biefe gu Sorratp\u00eabammern unb ftopft fie halb mit adern St\u00f6glidpen ood. (Die ^aferb\u00f6rner ftedt er, toie Saumann beobadptete, ademal mit bem ftumpfen \u00a9nbe in bie Stipe, fobafj bie Spipe perau\u00eaftept. Garnit fpart er fidp bie St\u00fcpe, toenn er ein\u00ea oer; gepren toid, e\u00ea erft perau\u00eagunepmen : er gept blo\u00ea pin unb fpelgt bie feftgeftedten K\u00f6rner au\u00ea, toobei er fie jebergeit am fptpert \u00a9nbe gu \u00f6ffnen pflegt. Stit anbern S\u00f6geln oertr\u00e4gt er fidp oor;","page":41},{"file":"p0042.txt","language":"de","ocr_de":"42\n\u00aeie \u00a9pcifyer. \u00dflettero\u00f6gel. \u00a9pedjtmeifeu.\ntreff\u00eftc^. Um bte, Welche ihm nicht gufagen, bcf\u00fctnmert er ftch nidjt, unb mit benen, bereit \u00a9efeCtfd^aft er aud) in ber greiljeit auffudjt, h\u00e4lt er gute greunbf\u00f4aft. \u00a9\u00eeur burd) \u00a9in\u00a3 wirb er unangenehm. (Sr l\u00e4rmt unb ^oc^t ohne Unterla\u00df unb oer\u00f6irbt bamit locht aud) manches \u00a9er\u00e4tlj. 3m Bimmer bar f\u2018man ihn nic^t umherfliegen taffen; beim hier tarnt er toegen feiner Berft\u00f4rung\u00ebluft \u00a9<haben anrichten.\n\u00a9tde Kleiber \u00e4hnetn ftch, fooiel befannt, in ihrer Scben\u00eaWcife; einer aber, ber gelfenfleiber (Sitta syriaca), unterfdjeibet ftd) Wefeittlidj burd) feinen Aufenthalt unb bemgufolge aud) in feinem \u00a9etragen. \u00a9r geigt faft biefetbe F\u00e4rbung, loie fein bei un\u00a7 tebenber \u00a9erWanbter; benn and) er ift auf bco Oberfeite afd)btau unb auf ber untern thcitloeifc gitbtid); bod) verbreitet fid) ba\u00ea \u00a9Bei\u00df, ioctd>e\u00eb bei bent unfrigen nur auf ber \u00aeel)le fich geigt, \u00fcber bcu'gr\u00f6\u00dftcn Oljeil ber \u00a9ruft unb \u00fcber bic \u00a9audjmitte; bie \u00a9djwangfebertt ftitb raud)grait, bie mittteren afchgrau, bie \u00e4u\u00dferftett an ber ^rtneit-fahnc fahlbraun geftedt. Oie \u00a9r\u00f6\u00dfe \u00fcbertrifft bie unferc\u00bb f\u00e0leiber\u00ea um \u00a9Benige\u00ea.\n\u00a9Tieljrere \u00a9ogelfunbigett betrad)ten biefen Kleiber nur a\u00ef\u00ea Stbart be\u00eb unfrigen; alte \u00a9ecbadjter aber, weldje ihn in ber Freiheit fa^ett, ftimmen barin \u00fcberein, ba\u00df nur ein \u00a9algforfd)er beibe f\u00fcr gteid)artig hatten tarnt. Ourd) \u00a9Ijtcnberg,\toon ber \u00a9ft\u00fcljle, Sinberma^er unb\nf\u00f6r\u00fcper ftnb loir gegenw\u00e4rtig \u00fcber ba\u00a7 Seben bc\u00ea ge\u00effenfleiber\u00ea einigerma\u00dfen unterrichtet. \u00a9hrett; ber g entbedte if)n in \u00a9tyrien, 2Jtid)ahellc3 fanb it)n auf ben hohen \u00a9ebirgett gloifd)en \u00a9o\u00eanien unb Oatmatien auf, unb bie \u00fcbrigen ber genannten fyovfd^er beobachteten ihn h\u00e4ufig in \u00a9ried)entanb. Oa\u00ea \u00a9tadjftehenbe ift eine Bufammenftcdung ihrer Eingaben.\n\u00a9Senn ber auf ben fc\u00a3>ted;ten Sanbwegen \u00a9riedjeitlattb\u00ea loanberitbe \u00a9ogelfitnbige ftunbenlang teilten \u00a9ogel fte^t ober h\u00f6rt unb bann \u00fcber bie gro\u00dfe Artnuth biefe\u00ea Sattbe\u00bb an gefieberten \u00a9efdj\u00f6pfen nadjbcnft, loirb er guloeilctt pl\u00f6tzlich burd) ein gcdettbe\u00ea \u00a9el\u00e4d)ter au\u00ea feiner \u00a9r\u00e4umerei geriffen. Oiefe\u00e4 \u00a9et\u00e4chter geht oon einer gel\u00eawanb ober ooit einigen gebobl\u00f6dett au3, unb feine \u00a9Bieberholung lentt halb bie \u00a9ltde nad) einer beftimmten \u00a9teile unb bamit auf eine \u00a9pcchtmeife hin, Welche al\u00ea bie Urheberin beffelben erfd)eiut. 3ft be3 \u00a9eobac\u00efjter\u00ea Ohr au Unterfd)eibung ber \u00a9ogelftimmen gew\u00f6hnt, fo wirb er fid) fofort fagen m\u00fcffen, ba\u00df ber geh\u00f6rte unb gefehene \u00a9ogel ot)ne \u00a9Weifet nid^t ber gew\u00f6hnlid)e Kleiber, fonbent ein attberer fein mu\u00df. Oiefer \u00a9ogel lebt gWar nad) Art feiltet \u00a9er^ wanbten, aber faft au\u00f6fd)lie\u00dflid) an Reifen unb befonber\u00ea gern an ben \u00a9B\u00e4nbctt ber alten oenetianifdten Heftungen, in beren \u00a9chu\u00dfl\u00f6d)ent er beft\u00e4nbig ein; unb au\u00eafd/l\u00fchft. \u00a9r ift ungemein behenb unb ftettevt an gang Wagred)ten gel\u00eageftmfen mit berfeiben \u00a9id^erheit umher, Wie an ben fentred)ten \u00a9B\u00e4nbett, ben \u00aeopf nach oben ober nach unten gerichtet, \u201eWie oont \u00a9ftagnet gehalten\". \u00a9Senn er gu einem Reifen anfliegt, h\u00e4ngt er ftd) gern mit bent \u00aeo|>f abw\u00e4rts; auf gelfenptatten unb \u00a9dauern h\u00fcpft er rudweife. Oie \u00a9\u00e4ittne befud)t er gWar auch, ubor twmer h\u00f6chft feiten, unb in gr\u00f6\u00dferen \u00a9Salbungen, in Welchen e\u00ea feine gelfenW\u00e4ttbe gibt, finbet er ftdh nie. \u00a9ein @efd)tei ift ein burd)bringenbe\u00ea, hoch t\u00f4nenbe\u00ea @el\u00e4d)ter, We\u00efd)e\u00ea Wie \u201ejpibbe Ijati tititi\" flingt. Oie Nahrung beftept au\u00ea benfelben \u00a9toffen, Welche auch unfer Kleiber beoorgugt. Oiefem \u00e4hnelt ber gelfenfleiber \u00fcberhaupt in allen \u00a9t\u00fcden: er ift ebenfo lebhaft, ebenfo unruhig unb ebenfo oorWi^ig, f\u00e4ngt ftdh be\u00ea\u00efja\u00efb andh leidet in fallen aller Art, wirb fehr halb g\u00e4hnt unb geht fofort ait ba\u00ea ihm oorgeWorfene gutter, \u00a9r h\u00e4lt ftd) aber im $\u00e4ftg immer auf bem \u00a9oben unb madjt oon ben \u00a9hrungh\u00f6lgertt .Wenig \u00a9ebraudh-\nOa\u00ea \u00a9left Wirb an fd)roffe gel\u00eaW\u00e2nbe unter bem nat\u00fcrlichen Oad)e eind\u00ea getfenoorfprunge\u00eb angeflebt, nach oon ber \u00a9Jt\u00fcljle\u2019\u00ea \u00a9erftd)erung gegen bie \u00a9dorgen = ober \u00a9dittag=, nie gegen bie \u00a9Beftfeite. \u00a93 ift au\u00dfen fehr gro\u00df, f\u00fcnftlid) oon Sehnt gebaut mit elf \u00a9od langem \u00a9ingang, Welcher itt einen $effel enbigt, ber mit Biogen =, \u00a9tinber;, .!punb\u00ea = unb \u00a9djafal\u00ebhuurcn au\u00ebgef\u00fcttert ift. \u00a9on au\u00dfen ift e\u00a7 mit ben gl\u00fcgetbeden gewiffer $\u00e4fer befdj\u00e4lt. 9tad) \u00aer\u00fcfm,13 \u00a9efdhreibungen ift Wohl ba\u00ea gange \u00a9left elf Bod lang unb nad) llmft\u00e4tiben nod) l\u00e4nger, ber \u00a9ingang aber nur eine \u00a9t\u00f6ljre oon ein, h\u00f4dhften\u00ea gWei Bod S\u00e4nge, unb bie fdheinbar falfdhe Eingabe oon ber \u00a9d\u00fcblet erfl\u00e4rt ftdh iftraug, bra\u00df ber gelfenfleiber gar^nidht fetten ba\u00ea \u00a9left einer \u00a9dfjWcdbenart (Cecropis rufula), welche^ eine fo","page":42},{"file":"p0043.txt","language":"de","ocr_de":"Reifen fl et b er. \u00c6appenbauni\u00eflebev.\n43\nlange \u00a9ingangSr\u00f6pre pat, gum Sr\u00fcten benupt. SllS bemerfenStoertp pebt \u00c6r\u00fcper Me Saulu]t beS SfelfenfleiberS perbor. \u00a9r faub eine nat\u00fcrlicpe \u00a9teinp\u00f6plung gum Riefte biefeS SogelS pergeridjtet, inbem biefelbe born gugeflebt unb mit einem gtoei unb ein b;atb Boll langen f\u00fcnftlkpen, auS J\u00fcnger unb ^\u00e4ferfl\u00fcgeln bcftepenben \u00a9ingang oerfepen ioar. Sbiefen brad) er ab, um ipn aufgubetoapren. S)rei 2Bod)en fp\u00e4ter bemerkte er, baf bie .Sp\u00f6plung unfidptbar gemad)t, b. p. oolllt\u00e4nbig gugemauert ioorben toar. Um nun bie Urfadpe biefer Slrbeit gu fepen, fd)nitt er auf S\u00dfuttfdp feiner ^Begleiter bie \u00a9rbfrufte perauS, fanb febod) StidptS im Stcftc unb fdplofj barauS, baf nur bie gro\u00dfe Sauluft ben S\u00f6get gu feiner Arbeit angetrieben \u00ef>atte. \u00a9in \u00a9djtoalbenneft, beffen \u00a9ingangSr\u00f6pre er mit \u00a9raS Oerftopft unb in beffen Stapf er ein grofeS Sod) gefd^nitten patte, fanb er bei feinem gioeitcn Sefudpe ebenfalls lieber auSgebeffert; bie ettoaS befdp\u00e4bigte St\u00f6pre toar toieber pergeftellt unb baS Socp im Stapfe auSgef\u00fcdt. Sei einem anbern Stefte patte ber ^elfenflciber baS pineingefdpnittene Sod) nidpt gugeflebt, fonbern eS f\u00fcr gtoedfnt\u00e4fjtger eracptet, pier nodp eine golliange \u00a9ingangSr\u00f6pre gu bauen, foba\u00a7 baS Steft gloei \u00a9ing\u00e4nge patte. 2)ie Seggeit f\u00e4llt in bie lebten \u00a3age beS Slpril ober in bie erfiett beS SJtai; baS \u00a9elege beftept auS acpt bis neun \u00a9iern, toelcpe ebenfalls auf toeifjem \u00a9ruube rotp gefledt ftnb. \u00a3)aS Skibcpen br\u00fctet fo eifrig, bajj man eS leid)t im S\u00eeefte ergreifen bann.\n\u00aeie Saumfieber (Sittella), toeldpe Steupollanb betoopnen, itnterfdpeiben ftdp bon ben Kleibern burcp einen b\u00fcnnen, pfriemenf\u00f6rmigen, feitlidp ftarf gufammengebriicften, Oor ber \u00a9pipe beS Obers fieferS auSgeberbteu \u00a9dpnabcl; bie Fl\u00fcgel, in benen bie gioeite unb britte \u00a9dptoinge bie t\u00e4ngften ftnb, erreichen baS \u00a9nbe beS b\u00fcrgen, gleid)febrigen \u00a9cpioangeS. 3n ber SebenSloeife gleicpen bie Saum; bleber ben Kleibern. @te bauen aber eigentp\u00fcmlicpe, in ben 3ft>dgcn aufrecpt ftepenbe Sieftcr unb\ngebrauepen toaprfdpetnlidp niemals lepmige \u00a9rbe gu ben SBanbungen berfelben.\n%\n\u00aeer f\u00f6appenba umfieber (Sittella pileata), toeldper \u00a9\u00fcbtoefiauftralieu beloopnt, ift auf bem Oberbopf fdpioarg, auf St\u00fccfen unb Staden graubraun, fcpioadp bunbelbraun l\u00e4ngs geftreift, auf ben kl\u00fcgeln fdpto\u00e4rglidpbraun, auf ber \u00a9tim, einem \u00a9treifen \u00fcber bem Sluge, ber \u00a9urgel, Sruft unb Saudpmitte foei\u00a7, auf ben \u00a9eiten ber Sruft unb beS Saud)eS graulid)braun ; bie \u00a9dringen ftnb fdpto\u00e4rglidpbrautt mit rotpbraunem SJtittelfled unb graubrauner \u00a9pipe. S\u00a3)aS Singe ift gelbbraun, ber \u00a9cpnabel gelb an ber SBurgel, fdptoarg an ber \u00a9pipe, ber ftu\u00a7 b\u00f6nigSgelb. \u00a3>aS 2\u00dfeibd;en ift bunbler unb auf bem gangen ^opfe feptoarg. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 43A, bie ^ittigl\u00e4nge Sy2/ bie \u00a9dptoang; \u00abl\u00e4nge ll/2 BMI.\n\u00a9oulb unb \u00a9ilbert paben einige Stadpridpten \u00fcber baS Seben ber Saumfieber gegeben. SDer erftgenannte Staturforfd)er fanb biefe S\u00f6gel geto\u00f6pnlidp in fleinen StruppS Oon oier bis ad;t \u00a9t\u00fcdfeit auf S\u00e4umen. -!pier rennen fte mit ber gr\u00f6\u00dften Seidptigfeit \u00fcber bie B^eige unb nepmeit beittap jebe erbenflidpe \u00a9tellung an, laufen auep toie bie Kleiber fopfabio\u00e4rtS nad) unten. 3pr $lug ift reifenb fdpnell ; bod) fliegen fte, toie ipre Sertoanbten, nur, toenn eS ftdp barum panbelt, oou einem Saum gum anbern gu gelangen. \u00a3>ie befdpriebenc Slrt traf \u00a9oulb in einer grofe.n \u00a9efe\u00f6fdjaft \u00f6ott ctlra breifig \u00a9t\u00fcdfen an. \u00a3>ie S\u00f6gel ioaren auferorbentlicp fdpeu, fafjen auf beu p\u00f6dpfteu B^eigen ber S\u00e4ume unb flogen fo fdpnell oon Saum gu Saum, baf bie S\u00e4ger eilen mu\u00dften, um einige gu erlegen, \u00a9ilbert fagt, baf ber ^appenbaumfleber fidp immer in Familien oon gepn bis gtoangig \u00a9t\u00fcdf gufammenp\u00e4lt, \u00e4uferft beioeglidp ift unb an ben \u00a9t\u00e4mmen ber S\u00e4ume ungemein fdpnell auf ; unb abto\u00e4rtS fteigt, unb babei, p\u00e4uftger nodp aber im fliegen, ein furgeS fdptoacpeS fiepen auSft\u00f6ft. -3)aS Steft beftept auS furgen Stinbenftreifen, ioeldpe mit \u00a9pinnfteben an bett B^cigen befeftigt unb oben fo bebedft loerbcn, baf baS \u00a9ange gierlidp unb glatt auSftept. Sie \u00a9pinntoebe ift aufgelegt, nidpt um bie \u00a9t\u00fcdfe getotmben; oft ftnb audp ^ledptentpeile mit angebradpt. \u00a9eio\u00f6pnlicp ftept baS","page":43},{"file":"p0044.txt","language":"de","ocr_de":"44\n\u00fcDie \u00a9pcifyev. \u00dfletterO\u00f6gel., Mauerfletten.\n\u00fcfteft in ben h\u00f6dhfien unb b\u00fcvrfien \u00a9abet\u00e4ften einer Vfagie; e\u00ea ift aber fe^r fdjWer gu entbecfen, weil e\u00ea Hein ift unb wie ein Jpolgau\u00eaWudh\u00ea au\u00eafieht. Oa\u00ea \u00a9eiege foil nur au\u00ea brei wei\u00dflichen, mit frei\u00ea; f\u00f6rmigen gr\u00fcnen $lecfen gezeichneten \u00a9iern befielen. SDie Vrutgeit f\u00e4llt in ben September.\n* *\n*\n\u00a9iner ber fkadhto\u00f6gel unferer Sltpen ift ber europ\u00e4ifche Vertreter einer tleinen \u00a9nippe, Welche oon ben oerfd)iebenen S^aturforfdfjern oerfcpieben begrenzt, immer aber al\u00ea gefonberte unb bemgem\u00e4\u00a7 entWeber al\u00ea Familie ober Wenigften\u00ea al\u00ea Unterfamilie angefepen Wirb. Oa biefelbe, fo oiel bi\u00ea fe^t befannt, nur Wenige Mitgtieber g\u00e4plt unb Wir \u00fcber biefe ned) feine\u00eaWeg\u00ea hinl\u00e4nglich unterrichtet ftnb, Wirb e\u00ea gen\u00fcgen, Wenn idE) bwr nur ba\u00eajenige Mitglieb in S3etradt;t giehe, We\u00efdEje\u00ea un\u00ea am n\u00e4clften angeht unb bie gange Familie, ipm gu (Gefallen, mit bem tarnen ber Mauerfletten (Ticho-dromae) begegne.\nOie \u00a9ippe Tichodroma, Welche unfer Vogel bertritt, fenngeichnet fiel) burd) eher gebrungenen, al\u00ea geftredtten Seib, furgen \u00a3a\u00ef\u00ea, gro\u00dfen $opf, fel>r langen, b\u00fcnnen, faft runben, nur an ber SBurgel fantigen, born fpthen, fanft gebogenen \u00a9djnabel, giem\u00efich ftarfe $\u00fc\u00dfc mit fdjlanfen 3ehett, Welche mit fehr gro\u00dfen, ftar\u00ef gebogenen, feinen unb feigen drallen bewaffnet ftnb, mittellange, breite, furge unb abgerunbete Fl\u00fcgel, in benen bie erfte \u00a9dpwinge fehr furg unb bie bierte ober bie f\u00fcnfte bie l\u00e4ngfte ift, einen furgen, au\u00ea Weichen, breiten, an ber \u00a9pitje abgerunbeten Gebern befte^enben \u00a9d;Wang unb ein locfere\u00ea, gerfdhliffeite\u00ea, feibenWeicfie\u00ea \u00a9efieber bon angenehmer unb gum Vhett lebhafter F\u00e4rbung, Welche nach ben Sahre\u00eageiten berfdpieben ift. Oie 3un\u00d6e erinnert im allgemeinen an bie ber \u00a9pedate. @ie ift etwa \u00bb/4 3oH lang, foba\u00df fie bi\u00ea gegen bie \u00a9chnabelfpi\u00dfe reicht, nabelfpi\u00dfig, feboch nur in geringem \u00a9rabe borfchnellbar unb, Wie fchon bei einer geringen Vergr\u00f6\u00dferung bemerft Wirb, mit einer Menge borftenartiger SBiberpafen befet^t, gum 5lnfpie\u00dfen gefangener Veute jebodE) uidht geeignet.\n\u00fcftodl) ift e\u00ea nicht mit \u00abSicherheit feftgeftellt, ob bie \u00a9ippe nur eine eingige Slrt g\u00e4hlt, ober ob bie Mauerl\u00e4ufer \u00a9\u00fcbeuropa\u00ea, Slfrifa\u00ea unb \u00a9\u00fcbaften\u00ea, Welche man bon bem unfrigen unterfdhieben hat, al\u00ea befonbere Slrten aufgef\u00fchrt werben m\u00fcffen. Sebenfall\u00ea \u00e4hneln ftdf; bie einen Wie bie anbern im hohen \u00a9rabe, unb be\u00eaha\u00efb gen\u00fcgt e\u00ea auch bollfommen, Wenn Wir un\u00ea im \u00dcRadhfotgenben auf bie Vefdjreibung be\u00ea 2llpenmauert\u00e2ufer\u00ea, Mauer: ober 2llpenfped)t3 (Tichodroma mur-aria) befdjr\u00e4nfen. Oa\u00ea \u00a9efteber biefe\u00ea anmuthigen Vogel\u00ea ift ber \u00a3>auptf\u00e4rbung nach afchgrau; bie $ehl= gegenb ift im Sommer fdpwarg, im SBinter Wei\u00df; bie Schwingen unb bie \u00a9teuerfebern ftnb fchWarg, bie elfteren bon ber br\u00fcten an bi\u00ea gur funfge|nteu an iprer S\u00dfurgelp\u00e4lfte pr\u00e4chtig hochroth, Wie bie f leinen ftf\u00fcgetbedffebern unb fcpmale \u00a9\u00e4ume an ben Slu\u00dfenfapnen ber gro\u00dfen SDedEfebern ; bie \u00a9teuerfebern. ftnb an ber \u00a9pitie wei\u00df gef\u00e4umt; bie Snnenfapnen ber gWeiten bi\u00ea f\u00fcnften \u00a9dhwinge fmb bergiert mit einem ober gWei Wei\u00dfen, bie ^nnenfapnen ber \u00fcbrigen mit gelben Rieden, Welche nach bem K\u00f6rper gu fchw\u00e4dher werben unb fdhlie\u00dflidh gang berfepwinben, auch'ber 3apt nadp mandfadp ab\u00e4nbern. Oa\u00ea 5luge ift braun, ber \u00a9dpnabel unb bie $\u00fc\u00dfe ftnb fdpwarg. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 6y3, bie Vreite 10y2, bie gittigl\u00e4nge 3l/2, bie \u00a9cpwangl\u00e4nge 2 V\u00bb 3\u00fcl; ber \u00a9cpnabel Wirb 18 bi\u00ea 20 Sinien lang.\nOer Mauerl\u00e4ufer ift Weit berbreitet. \u00a9r ftnbet ftd) an geeigneten Orten \u00fcberall, in ben Hilpert, in ben Sjfyren\u00e4en unb in ben anbern \u00a9ebirgen \u00a9panien\u00ea, in ben Slpemtinen, auf bem Valfan unb in ben griedpifdpett \u00a9ebirgen, auch in \u00a3atra unb ben \u00c4arpatpen. Von ben 3llpen au\u00ea hat er ftd; h\u00e4ufig nad; Oeutfdptanb ber\u00dfogen unb gwar nid^t blo\u00ea nach ben f\u00fcblidjen \u00a9egenben unfere\u00ea Vaterlanbe\u00ea, fonbern bi\u00ea Weit \u00fcber bie Mitte hinauf. Man hat ihn ferner im Sltla\u00ea unb nach Dt\u00fcppell in ben \u00a9ebirgen Vbiffmien\u00ea beobachtet ; er ift enblich, laut ^erbon, im ^imalat)a gemein unb fehlt auch in $afcf)mir unb Vfghaniftan nicht.\nlieber feine Seben\u00eaweife tagen bi\u00ea in bie neuefte 3\u00abt nur b\u00fcrftige Verid)te oor. Oer alte \u00a9 e\u00df= ner War ber erfte ^aturforfcljer, Welcher feiner \u00a9rW\u00e4hnung that; fp\u00e4ter theilten un\u00ea \u00a9teinm\u00fctter,","page":44},{"file":"p0045.txt","language":"de","ocr_de":"2H!penmauert\u00e4u.fer.\n45\n\u00a9pr\u00fcngli, \u00a9chinh unb \u00a3fdjubi \u00a9inigeg \u00fcber itjn mit. 2tber erji im 3\u00ab\u00c7r\u00e9 1864 haben mir buvd) \u00a9irtanner in \u00a9t. \u00a9alten bag Sehen bief eg Bogetg ioirtlid) tennen gelernt. 3d) fann beg; halb nichtg Beffereg tt)un, af\u00ea biefen auggegeichneten Beobachter anftatt meiner reben gu taffen, loobei id) au\u00eabr\u00fccflidj bemerfe, ba\u00a7 ich au\u00dfer einer oer\u00f6ffenttidjten Ibhanbtung nod) \u00fcber einen fahren \u00a9d^ah bon Briefen gu oerf\u00fcgen habe, toelche ich ber \u00a9\u00fcte \u00a9irtanner\u2019g oerbanfe.\n\u201eBknn ber SBanberer im fdjmeigerifdjett \u00a9ebirge beim \u00a9intritt in bie oberen 3\u00fcge beg SH^en^ g\u00fcrte\u00ef\u00ea bie \u00a9renge beg \u00abIpochmatbeg \u00fcberfd)ritten hat unb nun immer tiefer in bag mitbc ^etfenioirrfat einbringt, fo h\u00f6rt er befouberg in gegriffen SXt^eugebieten nicht gar fetten hoch ber getgtoanb herab einen feinen, lang gegoge; neu S\u00dfjtff ert\u00f6nen. \u00a3)er; felbe erinnert gumeift an ben betannten \u00a9efang unfereg \u00a9otbammer\u00eb: er befteht aug einigen ziemlich tauten, fd>neE auf einan; ber fotgenben, auf gleicher \u00a3onh\u00f6t)e ftehenben \u00a9itben, metd)e mit einem, um mehrere B\u00f6ne hohem, taug* gezogenen \u00a9nbton fchtie\u00dfen unb ettoa ioiebergegeben toerben t\u00f6nnen burch bie \u00a9itben \u201eb\u00fc b\u00fc b\u00fc b\u00fciti\".\n\u00a9rftaunt unb erfreut gu; gteid), mitten in bem fdjmeigenben \u00a9teingetoirr j>l\u00f6fcli<h lieber Sebent; geid)en eineg anbern 23e; feng gu oernehmen, fchaut er hinauf an bie taljtegetg; toanb unb toirb bann, ge; to\u00f6hntich erft nach tangerem \u00a9udjen, g\u00efoifd)en ben \u00a9tei; neu eineg fteinen Bogetg ge\u00efoahr, metdjer mit h^tb ge\u00f6ffneten rothen kl\u00fcgeln ohne Stnftrengung bie fenf ; rechte, ftettenioeife \u00fcber; h\u00e4ngenbe S\u00dfanb hinaufttet;\ntert. \u00a9g ift berSRauert\u00e4ufer, bie tebenbige Slfyenrofe, toetd^er ftd) in feinem heimatlichen \u00a9ebiete umher; tummett, ohne \u00a9cheu auf ben teuchenben SOSanberer herabfchauenb, metier ftc(j m\u00fchfam genug big gu feinem hohen SBohnfth emporgearbeit\u00d6 hat. \u00abSpat ber Bergfteiger eg nun nicht gar fo eilig, fo fefct er ftd) gern ftitt auf einen bemoften \u00a9tein, um biefem munberbaren \u00a9efch\u00f6pf eine tteine 2Seile gugufehen. 2lbcr fo fcharf er aud) nad) oben fteht, fo toeh ihm ber hatten tljut, er ift anfangg nicht im \u00a9taube, bag fonber; bare ^arbenfpiet unb bie ftatternben Belegungen, ioetdje mehr an bie eineg \u00a9djmettertingg atg an ben $tug eineg Bogetg beuten taffen, gu oerftehcn. SDer SSRauertaufer fetbft min ihm erfd)einen, mie ein Xraumbitb, unb ber Bhtnfdj ioirb rege, bag tounberbare \u00a9efdj\u00f6hf in ber SR\u00e4he gu betrachten, #at ber Beobachter nun eine fixere Bogetftinte mitgenommen unb treibt ihn nicht etenbe Berniddungg;\n\u00a9er 2ll\u00a3ettmauerl\u00e4ufer ober S\u00dcbenfpedjt (Tichodroma muraria).","page":45},{"file":"p0046.txt","language":"de","ocr_de":"46\nSie \u00a9pcifyer. ^?\u00efettevx>b\u00ee'ic\u00ef. dftauevlletten.\nfucpt, fonbcrit ber (Stfer beS \u00a7orfd)erS, fo mag er fefn \u00a9etoepr oom S^\u00fctfen perabnepmen, unb menu ber S\u00f6gel einen dtugenblid lang unfcpl\u00fcfftg ift, toopiit er ftd) toenbc, recpt fd;arf fielen, \u00a9r barf bann freilid) einen Flehten \u00a9teinpagel nicpt f\u00fcrcpten, ben ipm ber alte Serggeift, ergrimmt \u00fcber bie ftete Serfolguttg feiner \u00a9cp\u00fcplinge, fofort nad) gefallenem \u00a9dpuffe ton oben perab gufcp\u00efeubert; er ntttft ftd) aud) barauf gefaxt madpen, baft ipm ber Sitte boni Serge bie SoSpeit antput, gerabe im fd)\u00f4nfien 3ie\u00efen einen Fleinen \u00a9tein unter bem r\u00fcdftepenben fyuft toeggugiepen, mie eS eben gu gefdpepen pflegt in ben Sergen unb am elften, tocrnt eS gilt, ftd) biefeS dllpenltnbS gu bem\u00e4chtigen, -Sp\u00e4t ber S\u00e4ger \u00a9l\u00fcd, fo fiept er nad) bem \u00a9d)itffe ben fleinen 2Bid)t tobt perablommen, unb menu ben Seicpnam nid)t eine barmpergige ^elSfcpruitbe in ftd) aufnimmt unb begr\u00e4bt, h\u00e4lt er ben ^\u00dfracptoogel toirFlid) in feiner $anb.\"\n\u201e\u00a3eid)ter freilich ge\u00dcngt eS, biefen gu ber\u00fcden, menu er im SBinter in tiefere \u00a9egenben herab; Fournit. 2\u00f6ie ade Sllpeno\u00f6get ift aud) ber dRauerl\u00e4ufer ein \u00a9trid)Oogel. \u00a9r gebt an fonnigen Sagen ben $elSp\u00e4ngen entlang bis \u00fcber 10,000 $uft unbebingter #\u00f6pe empor. dftan pat ihn fchon I>ier unb ba mitten in ben \u00a9letfchern getroffen, an einem ^elsblode eifrig mit \u00c4erbtpierjagb befcp\u00e4ftigt. Unter ben dllpeng\u00fcrtel hinab fteigt er im \u00a9ommer nur feiten, obtoopl er gutoeilett auch pier gefeben toirb. d\u00f6emt aber bie Sage immer F\u00fcrger, bie M\u00e4chte immer l\u00e4nger unb falter toerben, menu bie \u00a9onne beS furzen SageS bie langfame, aber ftete 3unal)me ber \u00a9iSrinbe nid;t mehr gu oerbinbem oermag, bann freilich bleibt aud; biefent Sllpcttbeioopner nichts SlnbereS mehr \u00fcbrig, als ftd) adnt\u00e4blid) in bie tieferen, to\u00e4rmercn unb gefc^\u00fc^teren \u00a9\u00fcrtel gur\u00fcdgitgiepett, ba jebe einigermaften bide \u00a9isFrufte eine f\u00fcr feinen garten \u00a9d)nabel un\u00fcbertoinblicpe \u00a9cpeibeioanb gtoifcpen ihm unb feiner W\u00e4hrung bilbet. \u00a9o fam er im hinter oon 1863 gu 64, ioeldper ftd) burd; feine auSbauernbe grofte $\u00e4lte auSgeid)nete, ioieber einmal bis in nufere \u00a9tabt herunter. 3h beobad)tete ihn h\u00e4ufig an ben \u00dcRagetfluefelfen ber \u00a9teittad); fd)lucht unmittelbar oor ber \u00a9tabt, fotoie an ben $ird)tp\u00fcrmen unb au altem \u00a9em\u00e4uer, oft nabe \u00fcber bemSobett, unb id) Fonnte ipn gutoeileit in fo grofter dt\u00e4pe betrachten, baft ich einen oon ihnen, toe\u00fcper ftd) f\u00fcnf unb fr\u00f6blid) an einem Reifen umbertrieb, bud)ft\u00e4blid) faft mit ber -fpanb batte erreid)en f\u00f6nnen. \u00c7olgt aber eine furge 9Sei^e fonniger Sage, fo eilt er fofort toiebcr h\u00f6heren \u00a9egenben gu, unb erft bie toieberFeprenbe \u00df\u00e4lte bringt aud) ihn in baS Sbal guriid.\"\n\u201ed\u00eeur gang fable Reifen beflettert berdftauerl\u00e4ufer gern, unb je ioilber unb.pflattgenlofer ein Sllpengebiet, um fo fidlerer ift er bort gu ftnben. Sreite \u00a9raSb\u00e4nber, roeld)e ftd) ben R\u00e4ngen entlang giepett, befud)t er nur, um bort ben ^erbtpieren, \u00fcberhaupt, um feiner dkprung nacpgugepen; fonft \u00fcberfliegt er fie eiligft unb ftrebt, fobalb als m\u00f6glich, baS nadte \u00a9eftein gu erreichen. 2ln Saum; ft\u00e4ntme gept er nie; ich fab ipn aud) niemals fid) auf \u00a9eftr\u00fcpp ober aus beit Reifen per\u00fcorragenbeS SlftioerF fepen. \u00a9r lebt nur in ber Suft unb am fteiten Reifen. 2lud) ben \u00a9rbboben liebt er nid)t. Sort liegenbe $erbtpiere fuc\u00ef)t er too m\u00f6glid) oom Reifen auS gu ergreifen, erreicht er aber trop adeS \u00a9tredenS unb SBenbenS feinen 3^ed auf biefe S\u00f6eife nicht, fo fliegt er eilenbs gu, fept ftd) einen Slugenblid, ergreift bie Seute unb paftet im n\u00e4d)ften Slugenblid fhon toieber au ber 2\u00f6anb, too er ftd) nun erft eine bequeme \u00a9tede gur Serfpeifung ber gepolten dtaprung auSfud)t. kleine \u00c4\u00e4fcr, toelhe fiep tobt fteden unb in ber Hoffnung, an eine utterreihbare \u00a9tede gu faden, fiep \u00fcber bie \u00a9teilte pinunterroden taffen, \u00a9pinnen, bie ftd) in ader \u00a9ile an iprem OtettungStau \u00fcber bie Reifen pin; unter gu fl\u00fccpteu fud)en, f\u00e4ngt er mit Seicptigfeit in ber Suft auf, meift, epe fte nur einige $uft tiefer gelangt ftnb.\"\n\u201eSeim Slufflettern tr\u00e4gt er ben $opf ftetS gerabe nah c^en gerihtet unb fiept bann faft ebeitfo furgp\u00e4lftg auS, toie ber Kleiber. Sltt \u00fcberp\u00e4ngenben \u00a9t\u00e4ntnten beugt er ipn fogargttr\u00fcd, um ben garten \u00a9d)ttabel ttiht an oorftepenben \u00a9teilten gu befd)\u00e4bigen. SpeilS in eingetnen \u00a9\u00e4pen, oon beiten jeber burd) einen gleid)geitigen ^t\u00fcgelfcplag unterfiiipt toirb un(b oft, befonberS bei grofter \u00a9ile ober Slnftrengung, oon einem Furgeit f\u00f6eptton begleitet toirb, tpeilS formlid) fpringcnb, gept eS nun mit erftaunlicper \u00a9d)nedigFeit bie fteilfteu ^elSto\u00e4nbe, bie p\u00f6cpf\u00fcn Sp\u00fcrnte piitauf. dtie ft\u00fcpt er fth babei auf bie \u00a9pipe ber \u00a9d)toungfebern, toie SieS oft gep\u00f6rt toirb : piergu to\u00e4rett biefelben oiel gu toeid) unb","page":46},{"file":"p0047.txt","language":"de","ocr_de":"Alpenmftuerl\u00e4uf er.\n47\nfcpmacp. Aug bev gerne beobad;tet, J^at eg aderbingg tiefen Anfcpein; ift man ipm aber nape, fo fiept man ipn feine gl\u00fcgel gerate im umgekehrten \u00a9inn benupen. intern er n\u00e4mlich tag \u00a9dbogengelenk tief ftedt, l\u00e4\u00dft er tie \u00a9d?mingen nach hinten unb eben een bem in fenfrechter Sage befintlichen, mit tem gelfen gleichlaufenten K\u00f6rper unb fomit auch oom gelfen abftehen, unb pierburep mirb eg ihm m\u00f6glid)/ unmittelbar een oben auf tie unter ihm liegcnbe Suftf\u00e4ulc gu mirken unb fi<h fo aufm\u00e4rtg gu bef\u00f6rbern. Oiefe Senupunggmeife ber gl\u00fcgel fleht mit ihrer eigent\u00fcmlich fcpatf abgefhtmpften \u00a9eftalt in engfler Segiepung: fpipe gl\u00fcgel m\u00fcrben tie aufm\u00e4rtg treibenbe \u00aeraft eutfd^tebert benad?; heiligen. Oer Mauerl\u00e4ufer l\u00fcftet fte \u00fcbrigeng m\u00e4prenb beg glatterng nur fo meit, alg n\u00f6thig ift, um aug ihnen einen orbentlihen S\u00f6inbfang gu h\u00fcben; bie einzelnen \u00a9eptoingen m\u00fcffen fid? alfo gegen; feitig uoh gen\u00fcgenb beden. Oen kurzen \u00a9cpmang fuht er beim klettern, mobei er ihm keinerlei Oienfte tut, m\u00f6glihft meit oom gelfen \u00a7u entfernen, um ihn niht gu befep\u00e4bigen.\"\n\u201eSeim Setlettern ber gelfeumanb geigt er eine foltfje \u00c4raft unb \u00a9emanbtheit, ba\u00df man mcpl annehmeu kann, eg g\u00e4be im gangen \u00a9ebirge keine gclgplatte, medpe f\u00fcr ihn gu glatt ober gu [teil m\u00e4re; \u00a9efangene taufen mit Seidjtigteit an ben Tapeten beg Simmerg empor. 3e fteiter unb glatter aber bie gu erftimmeube gl\u00e4cpe ift, um fo fouetter mu\u00df auh bie Steife oor fup gehen, ba an gang glatten gl\u00e4djen auh er fh nur auf Augenblide im \u00a9leihgemihte gu palten oermag.\"\n\u201eOben angeh\u00e4ngt ober \u00fcberhaupt fo pod? angekommen, alg er gun\u00e4hft gelangen mo\u00dcte, fiept man ihn oft mit giemlih meit entfalteten gl\u00fcgeln, foba\u00df bie meinen gleden beutlicp fhtbar merben, fhmetterlinggartig am gelfen h\u00e4ngen unb r\u00fcttelnb fup erhalten, mobei fein \u00aeopf fih Xtn\u00efg unb rehtg menbet, inbem er \u00fcber bie \u00a9cpultern meg bie \u00a9teile mciter unten am gelfenpange, melcper er gun\u00e4hft guftiegen mid, ing Auge fa\u00dft. 3n biefer \u00a9te\u00fcung, in melcper fih ber freitebenbe Mauerl\u00e4ufer nod) am epeften auf Augenblicke rupig beobahten l\u00e4\u00dft, nimmt er fiep in ber SOpat aug, alg ob er auf ber \u00a9pipe ber \u00a9cpmungfebern rape. Mit einem kr\u00e4ftigen \u00a9to\u00df fhneltt er fih pl\u00f6plicp \u00fcom gelfen meg in bie Suft pinaug, menbet fiep in ipr mit Seligkeit, \u00fcberfht\u00e4gt fid) fogar gum Seitocrtreib unb fliegt nun halb mit fcpmetterlinggartigen, unregelm\u00e4\u00dfigen gl\u00fcgelfcpl\u00e4gen, halb mit gang auggebreiteten \u00a9hmingen fih perabfenkenb, halb mie ein Stauboogel mit nah unten gerichtetem \u00c4opf unb angegogenen gl\u00fcgeln pernieberfepie\u00dfenb, ber augerlefenen, oftfepr tief, oft nur menige gu\u00df tiefer liegenben \u00a9teile gu. Oort paftet er im n\u00e4cpften Augenblid, ben $opf bereitg mieber nah oben \u00dferihtet, unb begpalb gefhiept biefeg ^erabfliegen oft in einem fh\u00f6nen, unten furg gebrohenen Sogen, Stacp ber \u00a9eite pin bemegt er fih meift fliegenb; bod? l\u00e4uft er aud; gumei\u00efen mit ftark gebogenen gerfengelenken auf eiuem fhmaten \u00a9efimfe bapin ; aber er liebt Oieg niht unb fliegt halb mieber ab. \u00a9r ift \u00fcberhaupt ein guter glieger, meniger oiedeiept in magreepter Sticptung auf meitere \u00a9trecken, alg in fenkreepter, mie eg eben and? f\u00fcr ipn notpmenbig ift. 3\u00ab biefer Stid)tung ift er in jfeber Sage Meifter, unb niept\u00ea @h\u00f6= nereg kann eg geben, alg ein gS\u00e4rcpen biefer S\u00f6gel \u00fcber bunkeln Abgr\u00fcnben im \u00a9lang ber \u00a9onne fih tummeln gu fepeu.\"\n\u201eOie Stacptrupe p\u00e4lt ber Mauerl\u00e4ufer ftetg in einer gefep\u00fcpten geig; ober Mauerfpalte. 3m \u00a9ebirge patte ih ipn an gemiffen gelgm\u00e4nben, melhe id? als feine Sieblinggpl\u00e4pe kannte, unb an benen er fonft ben Sag \u00fcber ftetg gu fmben mar, immer erft erfepcinen fepeu, menu bie anbern Alpeno\u00f6gel fih fepon l\u00e4ngft p\u00f6ren unb fepeu lie\u00dfen. 3h mar begpalb ber Meinung gemefen, ba\u00df er folcpen \u00a9egenben um biefe Seit fepon aug anbern Alpengebietcn gufliege unb fih abenbg mieber bortpin gur Stacptrupe begebe, mie Oieg manepe Alpeno\u00f6gel gu tpun pflegen. 3ept freili* ftept eg f\u00fcr micp au\u00dfer Smeifel, ba\u00df er einfach eine lange Stacptrupe p\u00e4lt. \u00a9r pat aud) in ber Spat Steht unb \u00a9runb genug bagu; benn einmal mu\u00df ipn bie beft\u00e4nbige unb fepr anftrengenbe Semegung m\u00e4prenb beg Sageg erm\u00fc; ben, unb gubem m\u00fcrbe ipn ein meitereg ^erumkletteni am fp\u00e4teren Abenb bei bem oerftedten Auf; entpalt feiner Seute in ben fepon fr\u00fcp in tiefem \u00a9hatten liegenben \u00a9bl\u00fchten Sticptg mepr eintragen. Auh im \u00a9ommer finkt in biefen \u00a3\u00f6pen, mie fepon bemerkt, bie SB\u00e4rme m\u00e4prenb ber Stacpt oft fepr tief. Oie gelfen \u00fcbergiepen -fiep bann mit Steif unb tropfen in ber griipe unaufh\u00f6rlich- 2\u00dfag p\u00e4tte nun unfer Mauerl\u00e4ufer baoon, fhoit in ber Morgenb\u00e4mmerung, abgefepen oon ber mangelhaften","page":47},{"file":"p0048.txt","language":"de","ocr_de":"48\n\u00aeie (Sparer. \u00c6\u00efettero\u00f4gel. -\u00cfTJaiter\u00effetten.\n^Beleuchtung, au ihnen hevumzuft\u00f6bern ? \u00a9r m\u00fcrbe feine Ft\u00fcgel befd^mugeu uitb naffen unb bann nicht im \u00a9taube fein, [einen F\u00fcfjen bie n\u00f6tige 9lac^^\u00fclfe z\u00ab leiften. Oroh [einer ftarfen St\u00e4gel m\u00e4re em ihm nicht m\u00f6glich, an ^en \u00fcberriefelten Fef\u00eam\u00e2nben fid^ feftzuflammern. Oafj ihn feine Semegung [ehr erm\u00fcben mujj, [te^t man aum [einer Sage im \u00a9<hlaff\u00e4mmerchen. \u00a9r liegt im \u00a9runbe ber Fe\u00ef\u00eafpa\u00efte, gu melier er [ich sur\u00fccfjieht, au[ bent SBaudje, mie ein br\u00fctenber SSogel, un^tveifel^aft nur, um [eine glatter; unb $lettermerfzeuge geh\u00f6rig aumruhen zu f\u00f6mten.\"\n\u201eSlufjer ber Fortpflanzungmzeit fleht man ben SDtauerl\u00e4ufer [eiten paarmeife. (Sr burchftreift meifi ein[am bie oben \u00a9ebiete unb l\u00e4fjt babei [eine furze unb unbebeutenbe, aber angenehm flingenbe \u00a9trophe fletfjig h\u00f6ren, \u00a9egen anbere [einer Slrt, metche bie[elbe \u00a9egenb burchftreifen, benimmt er [ich entmeber gleidfgiltig ober [ucf)t [ie burd) Jperumjagen zu vertreiben. SCHit [rembartigen V\u00f6geln fommt er ohnehin nicht in n\u00e4here ^Ber\u00fchrung, unb menu em gedieht, fl\u00fcchtet er oor ihnen.\"\nlieber bie Fortpflanzung berichtet \u00a9irtanner nicht aum eigener \u00a9rfahrnng, [onbern mieberholt nur bie Angaben, melche mir $\u00f6nig 2Barthaufen zu oerbanfen h\u00fcben. \u201eOie Fortpflanzungm; gefchichte bem SJtauerl\u00e4uferm\", [agt ber Se^tgenannte, \u201ehat ben Siaturforfchern [<hon viel zu [Raffen gemacht. Oie \u00e4ltefte Nachricht hier\u00fcber oerbanfen mir Gramer, melier ihn [omohl in unzug\u00e4ng; lichen Fet\u00ealochern unb altem \u00a9em\u00e4uer, mie in hv^lert ^B\u00e4umen, ja fogar in Oobtenfch\u00e4beln ber 23ein; h\u00e4ttfer nifien l\u00e4fjt. d\u00f6am hieran S\u00f6ahrem unb Fabelhaftem ift, hat [ich iu ber Folge in bie fp\u00e4teren S\u00dferfe oerbreitet. Oh^uemann betreibt brei Hefter: bei einem oon ihnen ift fein gmeifel \u00fcber bie \u00a9djtheit. SDlir gelang em nach mehrj\u00e4hriger ^Bem\u00fchung, zmei fixere, [dh\u00f6ne unb oollfommene SRefier aufzutreiben, beibe oom \u00a9t. \u00a9ottharb. Oam eine, meldf>e\u00ea zmei \u00a9ier enthielt, m\u00fcrbe am 1. 3uni, bam anbere, in melchem brei \u00a9ier lagen, am 18. 3>uni gefunben. 33eibe finb aum benfelben \u00a9toffen erbaut, \u00a9ie [teilen S\u00dfieberholungen oom SRefte bem SSaurnl\u00e4uferm bar, freilich im \u00a9rofen, [tnb im SSerh\u00e4ltnifg ziemlich grof; unb bilben, oberfl\u00e4chlich betrachtet, ein Oerfilztem \u00a9emifd) oon thierifdkn unb pflauzlid)en \u00a9toffen. 3\u201c unterft ftnbet fid; ein feiner.33au oon feinen 2\u00df\u00fcrzeld)en, unb erft in biefent ift bam eigentliche Sleft eingebaut, \u00a9m hat ganz ^en 3In[d\u00a9ein, aim [ei ein altem Sleft, mie bam etma bel Jpaumrothfchmanzem, aim Unterlage gebraucht morben. \u00a9ein oberer \u00fctbeil befteht aum feinem 9Jiom unb meinen Ohierhaaren, meldje gut in einanber oerarbeitet [tnb. Oer Uebergang oom 2Rap>f in ben Staub ift fanft abgerunbet, ber \u00a9auftoff nach innen zu am zarteften, unb ihm [tnb hier eine \u00a9chneeh\u00fchnfe^er^ einige Floden oom \u00a3>aar ber \u00a9chneernaum unb einige Febern aum ber 33ruft bem 3}ogelm felbft beigegeben. 23eim zmeiten Steft befteht bie \u00a9runblage lebiglich aum \u00fcDtom ; bie Slumf\u00fctterung gleicht ber einem SBadfftelzennefiem, l\u00e4fjt [ich oon ber Umfleibung leicht l\u00f6fen unb mirb aum braunen unb meinen Ohier\u00a7aaven' melche im \u00a9runbe bem Dcefrem befonberm zart, faft flaumig finb, gebilbet. Oie \u00a9ier ftnb fleiner aim beim SBenbehalm unb gr\u00f6\u00dfer aim beim Stothfdjmanz. 3hre Form ift [ch\u00f6n ei; ober birnenf\u00f6rmig, bie \u00a9tha\u00efe matt ; ober fchmadjgl\u00e4nzenb unb auf [d^\u00f6tt milch; meifent \u00a9runbe roth beflecft. Oie Fleden ftnb bunfelbraunroth, [ehr flein, punftartig, [eparf begrenzt, flehen am biden \u00a9nbe am zahlreichften unb fehlen gegen bie \u00a9pi^e htu faft ganz-\" Ob bam SCR\u00e4nttchen [ein SBeibdfen beim \u00fcBr\u00fcten abl\u00f6ft, ober ob biefem allein br\u00fctet, ift zur 3eit noch uicht feftgefleGt; mahrfcheinlid) ift bam letztere. S\u00f6ob\u00a7icfi entbeefte im Xatragebirge zmei SRefter bem SDtauerl\u00e4uferm, fonnte aber nicht zu benfelben gelangen, ba fie [ich zmeihunbert Fufz \u00fcber bem SSoben in einer [teilen Fo\u00ef\u00eamanb befanben. 2>n bem einen [chienen [d^on $unge zu [ein; benn bie \u00a9Item trugen entfig Slezung herbei; in bem anbern [chien bam SBeibchen noch zu br\u00fcten, ba bam 3Jt\u00e4nnd>en befl\u00e4nbig mit Nahrung heranflog, meldje ihm bam 2Beibd)en, [einen \u00aeopf oorfiredenb, aum bem \u00a9chnabel nahm. Oie ^Beobachtung btefer anmuthigen \u00a9efch\u00f6pfe gem\u00e4hrte S\u00f6obzid i [o oiel 35er; gn\u00fcgen, baf; er ihnen ftunbenlang zufah- \u00a9r h\u00e4tte auch fiel barunt gegeben, zu einem-ber Stefter zu gelangen; Oiem aber mar oon unten her ganz unm\u00f6glich, unb oott oben herab modte [ich feiner ber Begleiter bem \u00a9rafen hernieberlaffen, ber locfenbften ^Besprechungen ungeachtet.\n\u201eOie Siahrung bem \u00dcDtauerl\u00e4uferm\", f\u00e4hrt \u00a9irtanner fort, \u201ebefteht aum \u00a9pinnen unb $erb; thieren, melche jene^\u00f6hen auch uid)t mehr in zahlreichen Slrten bemohnen, unb er mirb bemhalb nid^t","page":48},{"file":"p0049.txt","language":"de","ocr_de":"Sf\u00eepenmciuer\u00efSitfei-.\n49\nfepr ix>\u00e2^\u00efert[d\u00c9> fein b\u00fcrfert. 2Rit feinem feinen \u00a9d;nabel erfa\u00dft er aud; bie fleinfte S3eute mit \u00a9ttper* peit, toie mit einer feinen \u00c4neifgarge. \u00a9eine 3unge ocrmag er gum erften \u00a9rfaffen ferner \u00c4erbs tpiere nicpt gu Benutzen. Spre \u00a9ienffe beftepen barin, bie mit ber \u00a9d)nabelfpi^e erfa\u00dften unb tn tpr liegenben \u00dferfe ober bereit Saroen unb puppen burd; rafcpe\u00ab SSorfdpneHen angufpiefen unb beim %\\ix\u00fcfc gieren im pintcrn 5\u00a3peil be\u00ab \u00a9dpnabet\u00ab abguftreifen. \u00a9r\u00f6tere Spiere, Staupen g. S3., ergreift er guerft nat\u00fcrticp, toie er fte eben mit feiner \u00a9dpnabelfpipe erteilt, brept unb R\u00fcttelt fte bann aber, bi\u00ab fte enblicp quer \u00fcber bie \u00fcttitte in ipr liegen, f\u00e0\u00efeubert fte linf\u00ab unb redpt\u00ab gegen bie \u00a9teilte unb toirft fte fd;liefjlid; burd; SBofs unb fft\u00fcdto\u00e2tt\u00eafdp\u00efenfern be\u00ab \u00aeopfe\u00ab ber S\u00e4nge nadpin beit <\u00a9d;tunb, Vorauf er nie oergift, ben \u00a9d;nabet nad) beiben \u00a9eiten forgf\u00e4ltig am \u00a9eftein abgutoifdpen. \u00dferbtpiere, toeld;e eine fefte S3ebedung paben, ftfifer g. 23., oermag er ftpon be^alb nicpt angufpiefen, toeit fiep in bem bann notptoenbigertoeife giemlid; weit ge\u00f6ffneten \u00a9dpnabet bie biinne 3mtge beim Slnftemnten gegen ben \u00ae\u00e4ferpanger gu flarf biegen m\u00fcrbe, toa\u00ab btefelbe bei gefdploffenent, fie \u00fcberall umfdpliejgenbeit \u00a9cpnabel nic^t fann. Dbtoopl berdBogel nic^t im \u00a9tanbe ift, mit feinem \u00a9dpnabet an \u00a9i\u00ab unb \u00a9tein ettoa\u00ab \u00a9rfledlidpe\u00ab au\u00abguridpten, betoeift bod; ba\u00ab heftige unb fdpaUenSe $odjen \u00a9cfaugener gegen ba\u00ab \u00a9itter ipre\u00ab \u00ae\u00e4ftg\u00ab beuttiep, baf er an ben Reifen angefrorne \u00dferbtpiere, puppen u. f. to. to\u00abgul\u00f6fen unb in bi* \u00a9rbe ftdp pdptenbe lebenbe 23eute burd; D\u00efadpj\u00efofjetr mit bent \u00a9dpnabet ober \u00fc\u00f6egr\u00e4umen anberer geringer fpinberniffe nicpt\u00ab befto toeniger gu erreid;en toeif. Sm hinter toirb er fiep an \u00a9ier, puppen unb erftarrte \u00c6erbtpiere palten nt\u00fcffen ; bann ift er audp opne Btoeifel ben ganjett \u00a3ag mit bem m\u00fcpeoolten Bufantntenfudpen feine\u00ab Seben\u00abunterpalt\u00ab befdp\u00e4ftigt, unb \u00fcbrigen\u00ab toedt befanntlidp bie nur auf furge Seit fatCenbe \u00a9ottne ba\u00ab Seben einer SRenge erftarrter \u00dferbtpiere.\"\n\u201e\u00a9dpon lange toar ber 23eftp eine\u00ab lebenbett \u00dcRauerl\u00e4ufer\u00ab mein p\u00f6dpfter S\u00dfunfdp getoefen, unb biefer S\u00dfunfcp touep\u00ab, je mepr icp ben SSogel auf meinen \u00a9treifereien in unfern fdp\u00f6nen Sllpen beob; ad;tete. \u00a9leicp nadp meiner fft\u00fcdfepr Oon ber jpod;fdpute polte id; be\u00abpalb einen grofeit, p\u00f6fgernett $\u00e4ftg Oon oier $u\u00a7 \u00a7\u00f6pe, brei S\u00e4nge unb gtoei pf \u00efiefe 00m SDacpboben perab, um ipn f\u00fcr einen gefegentlid;- gu erpaltenben \u00a9efangenen biefer 2trt perguridpten. 2tod; toaren feine* inneren S\u00df\u00e4nbe mit fn\u00f6rrtger ^idptenrinbe \u00fcber unb \u00fcber bepangert; benn er patte oor $apren ber bepenben \u00a9pedptmeife gunt Xuntmelpfape gebient. \u00aeiefe S\u00dc\u00df\u00e4nbe tourben nun burdp Reifen erfept, ben id;, ba idp meinen guf\u00fcnftigeu \u00a9efangenen bodp nid;t bem Stegen au\u00abfepen toollte, in fepr einfacher SBeife perftettte.' Sdp napm bie gidptenrinbenpde, gerfleinerte fte, nagelte fie toieber in oerfdpiebenett Sftidptungeu \u00fcbers unb neben einanber, lief aber bagtoifdpen glatte SBanbfteUen offen, \u00a9inline* Siinbenft\u00fccfeu tourben fo aitfgenagelt, baf fte ettoa\u00ab oon ber 2Sanb ab; unb gegen ba\u00bb Sattere be\u00ab \u00c4\u00e4ftg\u00ab oorftanben, um anftatt ber \u00a9ipfiattgen 3bupepl\u00e4pe abgugebeu. \u00a90 bepanbelte id; beibe \u00a9eiten ber ipintertoanb. SDen oberen ^\u00e4figbobeit ttapm id; perau\u00ab, bi\u00ab auf ein Heine\u00ab P\u00e4pd;en pinten unb oorn am \u00df\u00e4ftg. 2)a\u00ab f^eplenbe erfepte icp burd; ein 2)raptgef(ecpt, bamit aud; oon oben Sidpt ein; fallen m\u00f6dpte. Um bie S3eleud;tung gu oerooKfi\u00e4nbigen, tourbe nun audp nodp auf einer \u00a9eitentoaub bie SCp\u00fcr burdp ein b\u00efdfe\u00ea @la\u00ab erfept. Um bie fRinbe in Men \u00a3u oertoanbeln, napm id; ftarfen Seim, \u00fcberfiriep bamit 9binbe nm fftinbe uttb betoarf ba\u00ab \u00a9ange bid mit flehten \u00a9teinepen unb \u00a9attb, ftellentoeife aud; mit furg gefdpnittenem SRo\u00ab. Sin glatten \u00a9teilen fonnte idp oermittelft be\u00ab Seim\u00ab fogar giemlid; grofe Sufffteine befeftigen, unb fo erpielt id; eine SBopnuttg, toeldpe ber Seben\u00abtoeife be\u00ab \u00fcOiauerl\u00e4ufer\u00ab fo OoHfomtnen al\u00ab m\u00f6glidp entfprkpt. \u00a7ter glatte ^ledpten, bort tiefe ^et\u00ab,fcputnben, \u00a9dplupftoinfel unb \u00a9d;tupfl\u00f6dpev, opne bie id; \u00fcberpaupt einen 33ogel im ^\u00e4fig nidpt gl\u00fcdlid; benfett fann, eine \u00a9dpruttbe mit au\u00abgep\u00f6pltent SSoben, fo eingeridptet, baf fte al\u00ab \u00a9dplaftoinfel benupt toerben fonnte; \u2014 ba\u00ab \u00a9ange mufte ben Slnfpr\u00fcdpen gen\u00fcgen. \u00aeer \u00c4\u00e4ftg toanberte einfttoeilen nadp feinem fv\u00fcperen \u00a9tanbort gur\u00fcd, ba id; toopl einfap, ba& idp mein 3iet beinape nur burdp ein S\u00dfunber erreidpen fonnte. deiemanb pier tourte \u00a9ttoa\u00ab Oon einem gefangenen SCRauerl\u00e4ufer^ feiner ber mir befannten S\u00e4ger, SSilbfcp\u00fcpen unb Siebpaber patte ben SSogel femat\u00ab im \u00c4\u00e4ftg gefepen. Stp fudpte burd; 33erfprcdputtg einer guten SSelopnuttg alle S3ogter f\u00fcr meinen 3^^ getoinnen, pielt midp felbft tagelang im \u00a9ebivge auf, legte \u00a9dplagg\u00e4rndpen, Seimrutpen unb anbere Men \u2019au bie\nSre^m, \u00ee^ierleben. IV.\t^","page":49},{"file":"p0050.txt","language":"de","ocr_de":"50\n\u00a9ie \u00a9p\u00e4per. \u00c6tetteroBgel. Mauerfletten.\n\u00a3iebltnggpl\u00e4pe meinet 2)ogelg: aber idp 50g mieber ab, mtb audp bie anbent ganger brauten mir feinen Mauerl\u00e4ufer. \u00a9)a enblidp ober oieltnepr fcpon nadp gmei ^apren, im Februar beg 3>apreg 1864, erhielt id; ein mirflidp pradptoodeg M\u00e4nnchen, melcpeg auf bie einzig benfbare 2\u00f6eife gefangen morben mar. 23ei ber grimmigen \u00ae\u00e4lte jener 3eft d>ar eg an ben S\u00df\u00e4nben eineg $urpaufeg in ber fd\u00e4pe oon \u00a9t. \u00a9allen umpergeflettert, unOorfidptigerloeife burcp ein ^enfter in ein 3immcr gefommen unb pier fogleid; gefangen morben. SSierunb^Wangig \u00a9tunben nadp feiner \u00a9inferferung gelangte eg in meine .\u00eep\u00e2nbe.\"\tt\n,,\u00a9ebadpter Mauerl\u00e4ufer patte, nadpbem er gefangen morben mar, mebergu freffen, nodp 511 trinfen erhalten; bcmt er mar eigentlid; gunt \u00a9obe Oerurtpeilt unb beftimmt, auggefiopft gu merben. \u00a9iligft-m\u00fcrbe ber eingerid;tete $\u00e4ftg perbeigepolt, unb ber 23ogel, melier fdpott giemlid; fdpmacp unb ermattet augfap, flog, begleitet oon meinen innigften \u00a9egettgm\u00fcnfdpen, hinein. 5llg idp ipn Oor ber \u00a9inbringung in ben $\u00e4frg in ber $attb pielt, ertaubte id; mir, obmol;t er aug ooder \u00aeeple fd;rie unb mit feinem langen \u00a9d;nabel um fiep fd;tug, eine 23eftdptigung feiner oorgunepmen unb gemal;rte gu meiner $reube, baff er alle anbern, meldpe idp bigper in ben .fp\u00e4nben gehabt patte, an \u00a9dp\u00f6npeit \u00fcber= traf, $eine $eber mar Oerlebt.\"\n\u201e\u00a9elbftoerft\u00e4nblidp erhielt er feinen $\u00dflap in einem ungepeigten 3intmer, jebodp in einem folgen, meldpeg einige \u00a9tunben oon ber \u00a9onne befdpienen m\u00fcrbe, \u00a9r ^atte ftdp ingmifd;en auf einen ber 3adfen gefegt, fcp\u00fcttelte fld^ bort unb ^telt rupig Itmfcpau. $aum f\u00fcnf Minuten fetter faut er perab, oerfd;lang gu meiner innigften ^reube f\u00e4mmtlid;e Meplm\u00fcrrner, meldpe idp ipm Oorgemorfen, unb alg biefe oergel;rt maren, ein gangeg \u00a7\u00e4ufd;en b\u00fcrrer 5fmeifeneier. Sept burfte id; hinter meinem 23erftecf peroortreten: bie erfte \u00a9efapr mar oor\u00fcber. Scp pfttte \u00abm\u00e4rtet, ba\u00a7 er nidpt fdpeu m\u00e4re; fo firr aber unb gutraulicp, alg er fidp geigte, patte id; ipn nidpt gu ftnben gehofft, \u00a9r blieb munter, batte ftdp halb eingem\u00f6pnt unb m\u00fcrbe \u00fcberrafdpenb fd^neU gapnt. \u00a9dpott in ber oierten 0?ac^t batte er bie f\u00fcr feine \u00a9d;Iafftede eingerichtete jp\u00f6plung ftdp augerfepen,'unb feitbem fdplief er alln\u00e4chtlich bort. Meblm\u00fcrrner frafj er oon Slnfang an febr gern, leiber aber auch nidptg Slnbereg; benn bie Slmeifen; puppen, metd;e er in feinem gr\u00f6\u00dften junger pinabgem\u00fcrgt patte, lieft er fortan liegen unb Oerftanb ftdp oief lieber bagu, mir feinen langen \u00a9cpnabel burch bag \u00a9itter pittburdp entgegenguftreden, fobatb ich ipnt einen Meplmurrn geigte, liefen napm er mir opne \u00a9d;eu aug ber ^>anb, aderbingg nur, menu er pungrig mar. \u00a9>a id; in ber erflen 3eit nicht ben Mutp patte, ipn gu anberer \u00fcftapruttg gu gmingen, f\u00fctterte idp ipm gepn \u00fc\u00f6odpen lang t\u00e4glich ftebgig \u00a9t\u00fcd auggemacpfene Meplm\u00fcrrner, unb nur, meil id; feit oielen ^apren giemlid; grofje \u00a9\u00e4pe beftpe, oermodpte idp foldpe SBudperginfen gu nepmeu. 33eim Slbg\u00e4plen ber fiebgig \u00a9t\u00fcd aber fain id; mir mandpmal Oor mie ein armer \u00a9agmerfer, ber bag 23rob f\u00fcr feine $inber faft nidpt aufgutreiben oevmag *unb fidp bennod; freut, menn eg ipnen fd;medt. \u00a9chlie^lidp aber magte idp bodp eine 3lenberung in ber \u00a9rn\u00e4prunggmeife. Mein \u00a9efangener erpielt immer meniger Meplm\u00fcrrner unb beftomepr Slmeifenpuppen; aber obgleidp biefelben frifdp maren: er Ser\u00fcprte fte nidpt, litt eper bitterlidpen junger. 2llg er eineg Morgeng gar feine Mepd m\u00fcnner unb nur nocp bie leibigen Slmeifenpuppen Oor ftdp liegen fap, faftete er mit gro\u00dfem \u00a9igenfinn fedpgunbbreifdg \u00a9tunben faft ooKft\u00e4nbig, unb idp mar am Slbenb beg gmeiten ftafttageg, aug ^urdpt, ipn gu oerlieren, im begriff, ipm mieber Meplm\u00fcrrner oorgufepett, alg idp ipn pl\u00f6plidp in adgemopnter \u00a9p\u00e4tigf eit fanb : er patte bie puppen in fttrger 3eit rein aufgegeprt. \u00a9)er ftetg ftdp fteigernbe junger muffte feinen \u00a9ntfdplufj gereift pabeit, lieber oon Slmeifeupuppen gu leben, alg aug Mangel an Mepd m\u00fcrrnern gu fterben. fortan frag er frifcpe Slmeifenpuppen alg $auptnaprung, Meplm\u00fcrrner alg Sederei, befanb ftdp babei auggegeid;net unb fupr in feinem \u00a9irtgett, meldpeg er fdpon einige 2\u00dfod;en nadp feiner \u00a9inferferung begonnen patte, flei\u00dfig fort, \u00a9in f^reunb beg \u00a9rinfeng ober beg SBafferg \u00fcberpaupt fd;icn er nidpt gu fein, menigfteng fap id; ipn nie ftd; haben, nie mit ttaffen Gebern, \u00a9in eingigeg Mal beobadptete-id;, bafj fein \u00a9cpnabel nafj mar, begpalb glaube idp, bafj er menigfteng ab unb gu einmal trinft. 5llg id; ipm einft bie befdpmugten \u00a9dpmungfebern mufdp, fdp\u00fcttelte er ftdp nodp lange 3eit nacpper mit aden 3eidpen beg gr\u00f6\u00dften Unbepageng, fa^ faft ben gangett \u00a9ag mit geftr\u00e4ubtem","page":50},{"file":"p0051.txt","language":"de","ocr_de":"Hfpenmauert\u00e4ufer.\n51\n\u00a9efteber ba urtb \u00eftetterte nur toenig unb langfam, all ob er fid) f\u00fcrchte, opne bie zuf\u00e4llige \u00a7ilfe feiner SBinbfl\u00fcgel bte fieilen SSege gu betreten.\"\n,,311m \u00a9oben feine! $\u00e2fig\u00ea \u00c7erab fam -er nur feiten nub blol bann, toenn ipm ein \u00a3\u00a7ierd)en gu ftart in bie Slugen ftaf, bem $reffgefd)irr napete er fid) im 3i<f\u00e4ac^ am tHfen abw\u00e4rts ftiegenb uub \u00efletternb; bal ^reffen felbft beforgte er p\u00e4ngenb.\"\n\u201e33on feinem ^reiteben per geto\u00f6pnt, ftd) bet \u00dfeiten nad) einer paffenben fRadptperberge umgu; fepett, flieg er gegen Slbenb fteifig in ber \u00dcR\u00e2pe ber ^etlri^e umper, treibe fein \u00a9htaff\u00e4mmerhen bilbete, flog aber fogleid) nad) einem anbern \u00a3peit bel $\u00e4figl, fobalb er ftd) beobachtet glaubte. 2>u bal innere bel \u00a9entam\u00e9 fd)l\u00fcpfte er nie, fo lauge irgenb 2>entanb in ber 3R:\u00e4^e toar: \u2014 eine SSorftd^t, ioelcpe in feinem SBopngebiet ber 3iaubo\u00f6get toegen toopl angebracht fein toirb. N\u00e4herte fiep ein ^rentber bem \u00ae\u00e4ftg, toenn er bereite int !Refte lag, unb glaubte er fid) bebropt, fo erhob er ftd) gang [till, fd)lid) ftd), ohne burd) f^l\u00fcgelfd^l\u00e4ge \u00a9er\u00e4ufch gu oerurfadpen, bie gellfd)runbe hinauf, bil oben an bie \u00c6\u00e2ftgbede, oerlief; bort bie (Spalte, ging nod) eine Heine \u00a9tred'e an bem Reifen oben hin nnb flog nun ploplid) nach einer toeit oom \u00a9dplafplap entfernten (Stelle, ungtoeifelpaft in ber Slbfidpt, ben ^Beobachter gu t\u00e4ufcpen.\"\n\u201eSeiber mar meine $reube an bem lieben \u00a9efangenen nur eine oerp\u00e4ltnifjnt\u00e4fig b\u00fcrge, \u00a9nbe \u00a9eptemberl tourbe ba\u00ea bataillon, gu bem icp all Sirgt geh\u00f6rte, nach \u00a9enf beorbert. (So gern id) biefem Stufe folgte, fo fenfte ftdh bod; ein. \u00a9hatten b\u00fcfterer Slpnung auf mein \u00a3>erg in SBegiepung auf meinen Mauerl\u00e4ufer, obtoohl id) ihn in burcpaul facptunbigen Jp\u00e4nben gur\u00fcdlaffen fonnte. ^loplid) bebam id) bie Nachricht, bafj er am 13. Dftober geftorben fei. _ \u00a9iner meiner ^reunbe fiopfte ben armen (Scheint bann fehr fd^\u00f6n aul, fobafj ich ihtt bann toenigftenl in biefer 2Beife noch beftpe. \u00a3)en K\u00f6rper betoahrte er f\u00fcr mich w SSeingeift, unb all ich enblidh aul frieblichem Kriege toieber nach 3?aufe gur\u00fcdleprte, tourbe el mir fogieich \u00eflar, &a|3 ^er Mauerl\u00e4ufer an einer Sungenentg\u00fcnbung geftorben fei. Mein SSater berichtete, fd)Ott toenigftenl eine 3\u00dfod)e oor bem \u00a3obe beobachtet gu haben, ba\u00a7 er mit mehr Slnftrengung, langfamer unb feltener bletterte, all fr\u00fcher; im \u00fcbrigen toar er noch munter getoefen unb hotte gefreffen, toie geto\u00f6pnlid)- Slm Morgen nach einer falten Stacht tourbe er am S3oben bei \u00ae\u00e4ftgl gufammengeballt unb mit M\u00fche atl)menb gefuubett. \u00a9ine (Stunbe. fp\u00e4ter toar er tobt. 3>d) hatte ihm offenbar gu oiel gugetraut; bettn ba ich bor SOBinb uttb \u00c4\u00e4lte gen\u00fcgenb gefehlt glaubte, gab ich SSefehl, ben $\u00e4ftg erft bei toirflidp gro\u00dfer \u00c4\u00fclte tttl Jpaul gu nehmen, \u00a9r .fcheint ftdh aber both erf\u00fcllet gu haben, unb idh h\u00f6be baraul toieber erfahren, baf? 3\u00ab9 aud) ben abge; h\u00e4rtetften SS\u00f6geltt oerberblicp toerben fantt.\"\n\u201e\u00a3)ie gef\u00e4hrlichften f^einbe bei freilebenben Mauerl\u00e4ufer! ftnb toohl bie fleinett ^alfenarten, befonber! ber (Sperber, toelcher feine Staubg\u00fcge audh in bie h\u00f6dhften \u00a9ebirglg\u00fcrtel aulbepnt. \u00a9r f\u00e4ngt manchen Sitten toeg unb nimmt tool)f auch utand)e\u00ea Slept aul. SDod) gelingt e! bem Mauer; l\u00e4ufer, \u00aeanf feiner Slugfertigfeit, gutoeilen felbft biefem getoanbten St\u00e4uber gu entfliehen. \u00a3)a! habe ich einft felBft mit angefehen.\"\n\u201e\u00a9in (Sperber fud)te Oergeben! erfolgreich auf einen Mauerl\u00e4ufer gu ftopen, toelcher eine toeite \u00a9d)lud)t \u00fcberflog. $e f\u00fcpnere S\u00dfenbungen ber Verfolger aulfitprte, umfomeI)r enttoidelte audh ^er Verfolgte feine \u00aeunftfertigfeit. SDurdh bie Singriffe bei (Sperber! fd)einbar oollauf befep\u00e4ftigt, toufte er ftdh hoch, ftet! fltnf aultoeichenb, aUnt\u00e4hlich ber gegen\u00fcber liegenben ^elltoanb gugugiepen. SSermag er fte gt\u00fccflid) gu erreichen, fo ift er in meinen Slugett gerettet. \u00aeaunt in ber SR\u00e4pe berfetben ange; fommen, gibt er pl\u00f6hlid) bie SSertheibigung auf, fd)ieft pfeilfd)nel[ in geraber fRihtung auf bie $ell; toanb gu, erreid)t fie unoerfeprt unb ift int n\u00e4d)fieu Slugenblid fd)on in einer \u00a9palte oerfd)tounben. \u00a9ogteih gibt nun aud) ber \u00a9perber bie Vergebliche 3>agb auf unb giept unter \u00e4rgerlid)em ^reifhen oon bannen.\"\n\u201eSSon \u00a9haben fann beim Mauerl\u00e4ufer, einem reinen $erbtl)ierfreffer, nid)t bie 3bebe fein; febod) auh fein IRu^en f\u00e4llt in Slnbetrad)t ber \u00a9ebiete, benen er feine \u00dcRaprung entnimmt, nat\u00fcrlih fepr gering aul. Sill eine ber gr\u00f6\u00dften Bievben uttferer Sllpen aber ift er f\u00fcr ben $reunb ber \u00a9ebirgltoelt\n4*","page":51},{"file":"p0052.txt","language":"de","ocr_de":"Sie @o\u00fchev- $tettero\u00f6gel. Baum\u00eftetterer.\n52\noon unenblichem Bkrttf 3\u00dfenn f>T\u00f6fctid; feilte \u00efur$e Strode in ben oben \u00a3\u00f6hen ert\u00f6nt, in benen bie fonftige \u00a9title bei Oobel nur burd) bal Reuten bei \u00a9turmwinbel unb bal \u00a9rotten bel Oonnerl oon ben ft\u00fbrgenben Satoineu unb ben in Or\u00fcmmer gehenben f\u00c7e\u00effen unterbrochen ioirb, fo begr\u00fcbt ber Bkmberer freubig bie fR\u00e2t>e einel fo fd)5nen 3Befenl, unb fein Btid ruht mit Bk\u00fcftge fallen auf ber tieblidien \u00a9rfdjcinung biefer tebenbigen 2ttpenrofe, We\u00efdje bie gro\u00dfartige, aber in einiger \u00a9rftarrung tiegenbe Umgebung fo angenehm belebt. Unb ber Bknberer, erfreut unb erfrifdjt burd) ben 2Inbtid biefel mitten in ber erftorbenen 2\u00eeatur ftetl regen unb frohen Sebenl, fejjt bann mit neuer ^reube feinen befd)toerlidhen S\u00dfeg fort burch bie m mander Beziehung nod) Oiet 511 ineuig burchforfcbte 2tlpenWett.\"\n% \u00ab\n*\nOer fteinfte unferer \u00dftettero\u00f6get, ber Bauml\u00e4ufer, galt tu ben 2tugen fr\u00fcherer DRaturforfc^er at\u00ea bal Urbitb einer namhaften Stngahl oon B\u00f6getn, Wetdje ihm wenigftenl in ber \u00a9eftalt bei \u00a9chnabetl, theitWeife aber auch in ber SebenIWeife \u00e4hneln. Bieuerbingl ift man anberer 2luftd)t geworben unb fteht in bem Baumt\u00e4ufer inegen feiner nottft\u00e4nbig entwidetten \u00a9ingmulletu ben n\u00e4djften Berinanbten bei Btauert\u00e4ufcrl, in\u00e4hrenb mau bie ihm burdjaul \u00e4^nlid; geftatteten unb in gteid;er Bkife inie er tebenben Baumhader \u00a9\u00fcbameri\u00efal fogar einer oerfdjiebenen Drbttung eingereiht hat. 3\u00abh glaube nid)t, ba\u00df bie Unterfdjiebe sWifdjett ben Bauml\u00e4ufern unb ben Baumhadern bebeutenb genug fmb, um ein berartigel Berfahren ju rechtfertigen, bann inenigften! in ber Ber= einigung ber beiben \u00a9ruhten feinen-Berfto\u00df gegen bie BMffeufchaftIid)!eit crfennen; beim bie Baum; hader ftnb int \u00a9ro\u00dfen genau baffelbe, inal bie Baumt\u00e4ufer im kleinen, unb einzelne 9lrten non jenen \u00e4hnettt btefen in inirftid) itberrafdjenber 2Beife.\n2)ie Bauml\u00e4ufer (Certhiae) ftnb fteine, lang geftredte B\u00f6get mit fdgoadjem, mehr ober weniger gebogenen, fantigen, fcharftyihigen \u00a9chnabel, fd)to\u00e4chIid;eu, langatmigen unb mit gro\u00dfen, frutnmen, fdjarfen N\u00e4geln bewaffneten P\u00dfen, [turnten, fchinachfebrigen gl\u00fcgetn, unter bereu \u00a9chtningen bie nierte bie l\u00e4ngfte ift, unb einem giemtid) langen, fchmaten, feitf\u00f6rmigeu, aber in ^nei \u00a9f)ihen getheitten \u00a9chtnanj, Welcher aul sto\u00f6tf gleich farten, fdjnettfr\u00e4ftigen Gebern befteht. Oal \u00a9efieber ift lang tmb weich, auf ber Oberfeite rinbenfarbig, auf ber unteren Wei\u00dftid;. Oie 3uuge ift hornig, fdjarfranbig, lang unb fchmat, norn etWal gefafert, hinten geahnt unb nid;t oorfd)nettbar. Oie \u00a9ingmulfetn ftnb oorhanbeit, aber fehr fd;Wad).\nOie Baumhader ftnb- fr\u00e4ftiger gebaut. 3hr @<hnabet ift oerfd)iebeu lang unb Oerh\u00e4ltni\u00df; m\u00e4\u00dfig fiarf, meift l\u00e4nger all ber \u00aeo|>f, mehr ober Weniger gebogen unb fd;arf fpifcig; bie $\u00fc\u00dfe ftnb \u00e4iemtich furj, gro\u00df unb ftarf\u00a7ehig unb mit hohen, fd^arfen, fehr gefriimmteu Tratten bewehrt; in ben m\u00e4\u00dfig fti^en gt\u00fcgetn ift bie britte ober vierte \u00a9chtoinge bie l\u00e4ngfte ; ber \u00a9chtoang i|t taug unb fteif, feine Gebern ftnb ebenfattl fchuettfr\u00e4ftig unb meift auch gtoeityifcig. Oal \u00a9efieber ift oben einfarbiger, auf ber Unterfeite aber bunter, atl bei ben Bauml\u00e4ufern. Oie 3urt\u00d6e i\u00df f\u00fcrjer atl ber \u00a9d)nabet, ebenfattl nidjt oorfd)nettbar, an ber \u00a9fui^e hornig unb halb gattjrattbig, batb jerfafert. Oie \u00a9ittg; mulfetn fetten nicht oottft\u00e4nbig entwidett fein.\nSDtan fteht aul biefen $ennjeid)en, ba\u00df bie einen ttttb bie attbern B\u00f6get ftdj in altem Bkfent; liehen \u00e4hneln unb belhatb Woht oereinigt bleiben k\u00f6nnen. Um ^rrth\u00fcmer ju oermeiben, Witt ich \u00a9efammtheit mit bem bauten Baum\u00eftetterer (Scandentes) bezeichnten, Wie fd)ou vin5 oon B\u00dfieb el getljan hat.\n2ttte Baum\u00eftetterer ftnb Bewohner bel BSatbel unb bringen in ihm ihr gattjel Seben gu. \u00a9ie be\u00eftetteru bie Baumfch\u00e4fte, Wie bie \u00a9fechte, nur oon ber Bhtrjet bil in ben BM^fet hinau\u00df Lettern aud; Wagrecht auf ben Beften bahin, fteigen aber niematl, Wie bie \u00a9pechtmeifen, \u00efopfabw\u00e2rtl nad; unten. Oie weiften finb einfam tebenbe unb ftitte B\u00f6get, Welche ihrer Nahrung nadjgehen, ohne ftch fet;r benterflid) ju mad)en. \u00a9ew\u00f6hntich trifft man fte paarWeife, nur nad; bem Bulftiegen ber jungen famitienWeife","page":52},{"file":"p0053.txt","language":"de","ocr_de":"S a it m \u00cf \u00e4 u f e r.\n58\nan. einzelne vereinigen fid; guWeilen mit frembartigen S\u00f6geln. unb ftreifen mit biefen l\u00e4ngere 3\u00abt gemeinfd^aftnd) im SBalbe untrer; anbere feinen iebe \u00a9efeUigfeit gu meiben. . Oie gr\u00f6\u00dferen Wirten haben eine (ante, fpechtartige Stimme, bie Heineren taffen hauptf\u00e4chlid) teife Saute verneinten. SQBirflidh gu fingen vermag fein einziger von iljnen. \u00dferbthiere, bereu \u00a9er, Sarven unb Suppen, Spinnen unb \u00e4hnliche \u00a9efdj\u00f6pfe bi\u00efben ihre Nahrung. Suf\u00e4Hig verf^tuefen fie auch Samenf\u00f6rner mit. Oie gr\u00f6\u00dferen Nrten arbeiten mit ihrem Schnabel nach 2lrt ber Spelte, bie Heineren finb Wegen ber SchVo\u00e2ch\u00efichfeit biefeg Skrfgeugg nur im Stanbe, Stilen unb Spalten gu burchft\u00f6bern, nicht aber gu meifetn. $aft alte Urteil br\u00fcten in Saumh\u00f6hten unb bauen hier ein giemtich gro\u00dfeg Seft.\n\u00ee)ie Sippe ber Saumt\u00e4ufer (Certhia), bereu tangeidjen oben bereite gegeben finb, vers breitet fid) \u00fcber bie alte Sklt unb ben Sorben Smerifag, Wirb aber f^on in Stittel; unb Subafrifa nidjt mehr gefuuben. Me Wirten, mettre big jefct unterfdjieben m\u00fcrben, \u00e4hneln ftd) in h$em \u00a9rabe unb haben be\u00ea\u00c7alb aud) viel Streit unter ben \u00c4unbigeu hervorgerufen.\nUnfcr Saumt\u00e4ufer ober S5faumrutf<her, Saumreiter, Saumftciger, Saumpcfet, Saumgrilte, Sittb enficher, \u00ae dtp er (Certhia familiaris) ift auf ber Oberfeite bunf eigrau, toei\u00dflidj betropft, auf ber Unterfeite Wei\u00df. Oie 3\u00fcgel finb braungrau; ein Streifen, Welcher \u00fcber bag 2lugc verl\u00e4uft, ift wei\u00df, ber S\u00fcrget braungrau, gelbtidjroftfarben \u00fcberlaufen; bie SdjWmgen ftnb fepmargbraungrau, mit 2lugnat)nte ber vorberften burdj einen meinen SplfcenftedC unb eine Wei\u00df; gelbliche Siittelbinbe gegeidjnet; bie SdjWangfebern ftnb braungrau, nach au\u00dfen \u00efidjtgelb gefaumt. Oag Singe ift bunfelbraun, ber Oberfdjnabel fdfmarg, ber Unterfd^nabel r\u00f6t^tid^ornfarben, ber Sfu\u00df r\u00f6thli<hgrau. Oag \u00a9eficber ift haarartig gerfdEyliffen unb feibenWeid). Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 5, bie Sreite 7, bie gittigl\u00e4nge 2V3, bie Sd)Wangl\u00e4nge 2V6 Boll.\n^afi gang (Europa unb Sibirien ftnb bie feint\u00e2t, SBatbungen ttttb Saumg\u00e4rten bie Slufent^altg? orte beg Sauml\u00e4uferg. \u00a9 geht meit nad) Sorbett hinauf unb fteigt aud) im \u00a9ebirge ljo<h empor, finbet ftch aber wir ba, too eg S\u00e4ume gibt. Sad) Slrt anberer Strichv\u00f6gel bedeut er to\u00e4^reub ber \u00a9ortpflangungggeit ein fe$r fleineg \u00a9ebiet; nad) berfdben itreid&t er oft in \u00a9efettf^aft mit SWetfen, \u00a9otbh\u00e4hnd)en, Kleibern unb Sped)ten umher; immer aber unternimmt er nur Heinere S\u00e4uberungen. 2\u00f6ie alle fletterv\u00f6get ift er fortw\u00e4ljrenb in Oh\u00e4tigfeit unb bemgufolge aud) in beft\u00e4nbiger SeWeguttg. \u00a9efdj\u00e4ftig unb gemanbt flettert er an ben S\u00e4umen empor, oft in geraber Sinie, oft aud) in Schrauben; minbungen, unterfucht babelfebe Spalte unb- febe Si|e ber Ninbe, ftedft fein feineg Sd)tt\u00e4beldlteu gmifd)en bag Stog unb bie gted)ten unb wei\u00df fo \u00fcberall ein toeuig Nahrung gu erbeuten. Sein klettern gefdjieljt h\u00fcpfenb, aber mit gr\u00f6\u00dfter Seid)tigfeit, unb er ift f\u00e4hig, aud) auf ber untern Sette ber Slefte bahingulaufen. Bum Soben herab fommt er fetten, unb menn eg gefehlt, h\u00fcpft er h^r fehr ungefd)icft herum. Sein ftlug ift. ungleichf\u00f6rmig, aber gtemlich fd)itell ; bodj \u00fcberfliegt aud) er ungern weite Stredfen, fonbern lieber von beut SBipfel beg einen Saumeg gum Stanunenbe beg n\u00e4djften herab, inbem er fid) mit einem Sd)Wung von oben nach unten ft\u00fcrgt, furge Seit hart \u00fcber bem Soben bahinfd)ie\u00dft, fid) toieber etmag hebt unb einen Slugenblicf fp\u00e4ter toie fr\u00fcher an bem Saume Hebt. Oie geto\u00f6hnliche Stimme ift ein leifeg \u201eSit\", bem Saute, melden bie Steifen unb \u00a9olb; h\u00e4hnchen h\u00f6ren laffen, fehr \u00e4hnlich; ber Sodfton flingt ft\u00e4rfer, mie \u201eSri\"; ber Slngbrucf feineg Skr; gn\u00fcgeng ift eine Buf&nimenfefeung beg \u201eSit, Sri\" unb eineg fuvgen, fd)arfen \u201eBi\"- fd)\u00f6nem gr\u00fchlinggmetter fefet bag St\u00e4nnd)en biefe verriebenen Saute in einf\u00f6rmiger unb langweiliger SBeife gufammen ; man ift jebodj faunt berechtigt, bag gange Oonft\u00fcd \u00a9efang gu nennen.\nSor bem Steufdjeu geigt ber Saumt\u00e4ufer nicht bie geringfte Scheu, \u00a9r fommt \u2022 furchtlog in bie \u00a9\u00e4rten herein, befiedert bie Stauern ber \u00a9eb\u00e4ube ebenfotvoh'l mie bie Saumft\u00e4mme unb niftet gar nicht feiten in'paffenben H\u00f6hlungen beg \u00a9eb\u00e4lfeg ber K\u00e4ufer. Ood) merft auch er halb, ob ber Stenfdh ihm Wobl mill ober nicht. Oa, Wo er beg Sd)uheg ficher ift, l\u00e4\u00dft er ben \u00a9rgfeinb ber Ohierc big auf wenige Schritte heranfommen; an anbern Orten fud)t er ber Seobadjtung ftch gu entgiehen, inbem er fo viel atg m\u00f6glich auf bie bem Stenfchen abgefeimte Seite beg Sattmeg h\u00fcpft. So lange","page":53},{"file":"p0054.txt","language":"de","ocr_de":"54\n$ic (Sp\u00e4her. \u00c6lettero\u00f4gel. Baumfletterer.\nbie B\u00dfitterung einigerma\u00dfen g\u00fcnftig i[t, bereift er burch [ein ganje\u00eb \u00a9ebneren eine au\u00dferorbentliche $r\u00f6htichleit; bet na\u00dfkalter Witterung aber ober im Bttnter bei D\u00eeaxtdbfroft merit man i\u00c7m bie Unbe; haglichleit beutlich genug an. Bt\u00f6glicher B\u00dfeife beleidigt ihn oor Sl\u00dcem bie Befchmuzung be3 \u00a9efteber\u00ea, welche bei berartigem ^Better unocrmeiblich ift; benn and) er pit ftd) reinlich, fo lange er e\u00a7 oermag. \u00a9eine \u00dcftadjtrup pflegt er in Baumh\u00f6hlungen zu galten.\n\u00a3)a3 5Refb fiep in einer $\u00f6hle, \u00a9palte ober SRipe, toie fic^-fold^e gerabe finbet; benn nidjt immer br\u00fctet ber Bauml\u00e4ufer in Baumh\u00f6hlen, fonbern h\u00e4ufig aud) in geeigneten \u00a9palten, unter $au3; bauern ober gtoifc^en ben Brettern, ioelche im \u00a9ebirge bie 2B\u00e4nbe ber \u00a9eb\u00e4ube fr\u00fchen, ober auch in Holzfl\u00f6\u00dfen, ztoifeben bem \u00a9tamme unb to\u00eagetrennter Borke u. [. to. 2>e tiefer bie H\u00f6hlung ift, um fo angenehmer fdf;eint fte ipt gu fein. \u00a3)a\u00ea tfteft felbft richtet [ich nach bem \u00a9tanborte unb ift bem; gem\u00e4\u00df halb gro\u00df, halb Hein. \u00a93 befielt au\u00ea b\u00fcrren Siteiferdften, Valuten, \u00a9ra^bl\u00e4ttern, Baumbaft,\n\u00a9troh unb bergleid^en, toeld)e3 mit Staupengefpinnft unb \u00a9pinnentoeben burd^flod^ten ift, unb toirb innen mit feinen Wafern Oon Baft, 2Berg unb einer Btenge oon Gebern oerfc^iebener \u00a9r\u00f6\u00dfe au\u00ebge; f\u00fcttert. SDie eigentliche SOtulbe ift nicht fe^r tief, ber \u00fcftapf aber ftef\u00ea runb unb fauber au\u00eagearbeitet, foba\u00df ba3 Sfteft immerhin 311 ben k\u00fcnftigeren gew\u00e4hlt ioerben mu\u00df. 3)a\u00ea \u00a9elege beftep au\u00ea ad)t bt\u00e9 neun, auf toei\u00dfem \u00a9runbe fein roth gepunkteten \u00a9iern, toelche benen ber Heinen 2Jteifen t\u00e4ufchenb \u00e4hnlich ftnb. Beibe \u00a9efchlechter br\u00fcten, unb beibe f\u00fcttern ihre zahlreiche Brut mit unf\u00e4glicher Slnftrengung heran. \u00a3>ie jungen bleiben lange im 9tefie jtfcen, oerlaffen baffelbe aber, trenn fte geft\u00f6rt toerben, noch ehe fte fliegen k\u00f6nnen unb fucheit ftd) bann kletternb zu helfen, oerbergen ftd) auch mit \u00fcberrafd)enber \u00a9d)neltigteit, fo zu f\u00fcgen, oor ben Slugen be\u00a7 Beobachter^, unb zwar fo meifterhaft, ba\u00df ]ie fchtoer toieber aufzufinben ftnb. \u00a3)ie Sllten f\u00fchren fte nach bem Slu\u00eafliegen noch lange Beit, unb bie Familie geto\u00e4hrt bann bem Beobachter ein h\u00f6chft angenehme^ \u00a9chaufpiel. \u00a9ie ift, toie Naumann fagt, \u201eein luftige^ B\u00f6lkd)en, bie gefch\u00e4ftigen unb \u00e4u\u00dferft beforgten eilten mit ben\nSDer S3au ntl\u00e4uf er ober SBaumrutfdjer (Certhia familiaris). % ber not. @r\u00f6\u00a7e.","page":54},{"file":"p0055.txt","language":"de","ocr_de":"55\nBauml\u00e4ufer. \u00a9ftbelfpedjt. \u00a9Oed&tbaumhader. \u2022\ntoteren Simsen um ftd), alle oft an einem gro\u00dfen ober an einigen nahe beifammen fte^enben S\u00e4umen oerfammelt, halb biefem, halb jenem jungen ein aufgefunbeneg fermier reidjenb ober toon biefen beim emftgen Sluffuchcn eine\u00ea neuen Oerfolgt. \u00a9ie oerfchiebenen \u00a9timmen ber Eliten, gumat toenn ftd; ein oermeintlicher feinb geigt unb ihr \u00e2ngft\u00efid^e\u00ea Setragen habet, bie 2lbtoed)\u00eaIungen unb i^re pofftrlidje \u00a9Ifertigleit bei allen ihren Serridjtungen gem\u00e4\u00dfen \u00a9ent, ber barauf achtet, bie angene^mfte Unterhaltung\", \u00a9a\u00a3 Sauml\u00e4uferpaar br\u00fctet gtoeimal im Saufe be\u00ea \u00a9ontmer\u00ea, ba\u00ea erftemal im 3Jt\u00e4rg ober 2lnfang\u00ea Styrtl, ba\u00ea gtoeitemal im 3uni. \u00a9a\u00ea \u00a9etege ber feiten Srut ffilt aber immer Weniger (Sier, a\u00efs bag erfte, oft nur ihrer brei big f\u00fcnf.\nf\u00fcr bie \u00a9efangenfdhaft eignet ftd) ber Sauml\u00e4ufer nicht. (SB ifi fo gut \u00bbie unm\u00f6glich, ihn ju ern\u00e4hren, \u00a9er fang oerurfacht bem \u00a9e\u00fcbten toenig SSJc\u00fche. (S3 gen\u00fcgt, einige \u00a9chtoeingborfien mit Sogelleitn gu beftreichen unb getotffe Sieblinggb\u00e4ume an belieben, um bag S\u00f6gelchen an ber\u00fcden. Son einer 3agb beffelben lann felbjtoerft\u00e4nblid; leine Dtebe fein; benn h\u00f6chfieng ber SRaturforfd^er barf ftd; f\u00fcr berechtigt halten, ben nur ^ufcen bringenben harmlofen unb liebengfo\u00fcrbigen Sogei 5U tobten,\n\u00a9a bag \u201e\u00a9Rieben\" nicht ber Ort ifi, bie oerfchiebenen formen ber Saumhader aufeu^hten, barf eg gen\u00fcgen, toenn ich\t\u00dcjnen,\t\u00f6on Monberer SMchtigfeit gu fein fd;einen,\nhier auff\u00fchre.\n\u00a9er \u00a9\u00e4betfpecht, ioie ber $\u00dfrina oon SBiet ben einen- nennt (Xiphorhynchus trochili-rostris), f\u00e4llt auf toegen feineg ungeto\u00f6hnlid; langen, fichelf\u00f6rmigen, gelr\u00fcmmten, feinen unb flauten, feitlich gufammengebr\u00fcdten \u00a9chnabelg unb beg iurgeu \u00a9d;toanaeg. 2Xuch bie fl\u00fcgel, in benen bie toierte \u00a9dringe bie- l\u00e4ngfte ift, ftnb oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig Iura unb bie Seine gierlich- \u00a9ie Bnnge ifi fehr Iura, breit gugefpi^t unb ganaranbig. \u00a9ag \u00a9efieber ift b\u00fcfier, oben unb unten olioenbraun, am fopf, \u00a3a 13 unb auf ber Srufi getblichioei\u00df geftrichelt, an ber fehle toei\u00df; bie fl\u00fcgel unb ber \u00a9chtoana ftnb buntelr\u00f6thlid;braun. \u00a9ag Sluge ift braun, ber \u00a9djnabet r\u00f6thlid;braun, ber fu\u00df fchmuaigroth\u00ab braun, \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 9%, bie Sreite 11%, bie fittigl\u00e4nge 3%, bie \u00a9chtoanal\u00e4nge 3V4 3oH. \u00a9er \u00a9djnabel ift ber fr\u00fcmmung nach genteffen 2V3 Boll lang.\n\u201e\u00a9iefen fonberbaren Sogei\", fagt ber- gkitta, \u201efanb ich in ben gro\u00dfen, ununterbrochenen \u00a9Salbungen an ber oertoilberten \u00a9tra\u00dfe, toe!d;e oon Sthecg in ben \u00a9ertong ber ^\u00dfrooing Sahia f\u00fchrt <pier beobachteten toir ihn paartoeife, aber nicht h\u00e4ufig. @r ilettert beft\u00e4nbig an ben \u00a9t\u00e4ntmen unb Sleften, unb nie haben \u00bbir ihn in aufrechter \u00a9tellung auf einem Btoeige ftfcen fehen. feinem SJiagen fanb ich f\u00e4fer unb anbere Heine ferbthiere. 3d) lann aber toeiter SRid^tS \u00fcber bie Sebengart bief er getootmlid; im bid)teften Urfoalb oerborgenen S\u00f6get hinauf\u00fcgen.\"\nSurmeifter erhielt einige biefer S\u00f6gel aug ben Salbungen beg Orgelgebirge\u00ea, unb \u00a9d)om= burgi erto\u00e4hnt, ba\u00df fie n\u00f6rblich big \u00a9utyana oorfommett.\n\u00a9er \u00a9pechtbaumhader (Dendroplex Picus) bitbet erftchtltd) ben Uebergang oon ben Saunt; hadern an ben \u00a9Rechten, \u00a9er \u00a9\u00abhnabel ifi gerabe, oon oben toi\u00e9 oon unten gleichm\u00e4\u00dfig angelt, feittich fiari anfammengebr\u00fcdt, hod), mit fd;arfer SR\u00fcdenfirfie ; ber fl\u00fcgel ift \u00e4rmlich Iura, \u00a9chtoana m\u00e4\u00dfig lang, ber fu\u00df oerl;\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00df. \u00a9ag \u00a9efieber ift r\u00f6thlichbraun, auf fl\u00fcgeln unb \u00a9chtoana rothbraun; bie febern beg fopfeg, $atfeg unb ber Sruft ftnb burd) breite ttei\u00dfe, bunlelgraubrattn eingefa\u00dfte Ouerfleden geaeid)net. \u00a9ag 5luge ift braitn, ber \u00a9d)nabel toei\u00dflid;, ber fu\u00df Bleigrau, \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 8, bie fittigl\u00e4nge 4, bie \u00a9d;ioanaI\u00e4nge 3 Sott.","page":55},{"file":"p0056.txt","language":"de","ocr_de":"56\t\u00a9ie \u00a9p\u00e4bev. JUetterv\u00f6gel. S3aumf(etterer. (S^ec^tc.\n\u00a9er Spedjtbaum\u00c7ader ift nadj Angabe bc\u00ea ^rinjen Von SBieb in SBvaftlicn \u00fcberall nic^t feiten, unb ba er aud) in \u00a9upana gefunben toivb, \u00fcber ben gr\u00f6\u00dften \u00a9I)eil S\u00fcbamerifal Verbreitet. @r lebt in ben gro\u00dfen Uriv\u00e4lbern, \u00a7at bie Seben\u00eaart ber 23aundjader, rutfd^t gleich ben Spedjten an ben St\u00e4mmen nnb heften fyinauf unb pod>t gegen bie fftinbe. 9?ad) vc\u00fceubeter Srut n\u00e4hert er ftd; and) ben meufd\u00dfidjen \u00a9Segnungen; benn er ift bureau\u00bb nid)t fd>eu. \u00a9eine Stimme ifl ein geller,\n2) er (Spedjtbaumljatfer (Dendroplex Picus). % her nat. \u00a9r\u00f6jje.'\n\u00f6ftere mieberljolter \u00a9on. \u00fcftadj bei* ^aarjeit vereinigt er ftd) 31t fleinen @efeHfd)afteu. \u00a9)ie 23rut bringt er in 5\u00f6aum1)\u00f6I)Iungen au3.\n\u00a3 \u00a3\n\u2756\n\u00a9)ie vodenbetfien aller $tetterv\u00f6gel finb bie Sped)te. Sie bilben eine fel;r ^al\u00dfreidje, aber ftreng abgefd)Ioffene, in pokern \u00a9rabe \u00fcbereinftimmenbe \u00a9ruppe, foba\u00df e3 fcC;r fd;tver ^\u00e4tt, biefe in Unter ab: Teilungen gu Verf\u00e4llen. \u00a3>ie meiften $ftaturforfd)er feljen in ber @efammtl)eit eine einzige Familie unb vereinigen, tvie fd)on mieber^olt bemerft, mit biefer 23\u00f6gel, tveld)e faum 31e^nlid)feit mit ben Sped)ten geigen unb nantentlid) in bei* Sebeir\u00f4\u00efvcife ftd) ganoid) unterfd)eiben. SDie \u00a9pcd)te I)aben, ftreng genommen, feine S\u00dfenvanbten; benn aud) bie SS\u00f6gel, tveldje mir eben fennen gelernt I)abeu, meinen fel)r ivefentlid) von i!)nen ab. 5lber bie 53attml)ader geben ftd) anbererfeit\u00ea fo entfd)ieben al3","page":56},{"file":"p0057.txt","language":"de","ocr_de":"cSpedjtbaumhad er.\n57\nSBorbt\u00efbct* ber \u00a9ped)te gu erkennen, bag eS mir nidjt tljunlid) erlernt, bie letzteren in einer befotiberu \u00a9rbnung gu bereinigen, wie idj eS fottj\u00ee ohne \u00a9ebenken t^utt m\u00fcrbe.\n\u00a3)ie \u00a9pedjto\u00f6get (Picidae) kentigeichnen fttf> burd) folgenbe \u00e4Rerkmale. \u00a9er Seib ift geftredt, ber \u00a9djnabet ftar\u00ef, meift gerabe, kegelf\u00f6rmig ober meifetartig, auf bem Sbiiden fdjarfkantig unb an ber \u00a9pi^e fenkredjt gugefd;\u00e4rft; bie g\u00fcge ftnb kurg, ftark unb einw\u00e4rts gebogen; bie \u00e4e^en lang unb paarig gefie\u00ef\u00eft, baS oorbere \u00a9aar bis gur #\u00e4lfte beS elften \u00a9liebes OcrWathfem 3u ber eigentlichen \u00a3intergehe, We\u00efdje bie kleinfte bon allen ift, hat ftd) bie \u00e4u\u00dfere \u00a9orbergehe, bie l\u00e4ngfte beS $u|eS, gefeilt; eS kommt-aber aud) bor, bag bie Jpintergehe berf\u00fcmmert ober g\u00e4nzlich fehlt, fobag ber $ug bann nur brei 3eljen geigt. Side 3ehen -f\u00abib fe^r SroBen' ftarben, fdjarfen, halbmonbf\u00f6rmigen N\u00e4geln bewehrt. \u00a9ie Fl\u00fcgel fmb mittellang unb etwas abgerunbet; bie gpanbfhwingen, gehn an ber \u00a3ahl, fmb fdjmal unb fpib, bie $rmfthwingen, neun bis gW\u00f6tf an ber 3#/ ^aS breiter, aber gew\u00f6hnlich nicht biel k\u00e4rger als bie erftgenannten. Unter biefen ift bie elfte \u00a9chWiuge fehr klein, bie gWeite mittellaug, bie britte ober bie bierte aber bie l\u00e4ngfte. \u00a9ehr auSgegeidjnet ift ber \u00a9djtoang. \u00a9r befteht aus gehn grogen unb gWei kleinen \u00a9eitenfebern, Weide aber nicht unter, fonbern \u00fcber ben erften liegen; bie beiben mittleren \u00a9djwangfebern fmb bie l\u00e4ngften unb ft\u00e4rkften. 3hre @^\u00e4fte nehmen nad) ber \u00a9pi^e gu an \u00a9t\u00e4rke ab, fmb fehr biegfam unb befreit eine bebeutenbe \u00a9djneKkraft. S\u00e4frerib bie ftafern ihrer Jahnen in ber \u00a9Surgeltj\u00e4lfte ber geber bid;t neben einanber flehen unb oer; bunben fmb, Werben fie gegen-bie \u00a9pi^e h\u2122 \u00a9ei, nehmen an \u00a9t\u00e4rke gu, \u00e4ubern ihre fr\u00fchere Dichtung unb Wenben ftd) beiberfeitS nad) unten, fobag bie lieber einem \u00a9ache \u00e4hnlich Wirb, als beffen f\u00e4rfte ber \u00a9chaft angufehen ift. Unter biefem \u00a9aepe liegt bie genau ebenfo gebaute gWeitc dRittelfeber unb unter ihr bie britte. \u00a9ie oierte lieber jeher \u00a9eite \u00e4hnelt nodj ber britten, bie f\u00fcnfte \u00e4ugerfte ift Wie gew\u00f6hnlich gebilbet unb bie feiste auger burdj ihve Sage, aud) nod) burd) ihre befonbere #\u00e4rte auf; fatlcnb. \u00a9aS \u00a9efieber ift berb unb bidjt, bie Gebern beS f\u00f6'opfcS fmb gat)tfeid), klein unb l\u00e4nglid) g\"cftaltet, bie beS Rumpfes minber bid)t gefteIXt, breit unb kurg. \u00a9epr h\u00e4ufig fmb bie topffebern gu einer $ode oertangert. \u00a9ie F\u00e4rbung geigt bei aller \u00a9fond)fattigkeit.bod) eine groge Ucbereiu; ftimniung; fo ift namentlich bie ^opfgegenb burdj ein prad)toolleS 3ftoth gegiert, unb bie @efdjted)ter unterf^ciben ftch haupts\u00e4chlich burd) biefe (Sigenth\u00fcmXid>keit. \u00a9le\u00efjr als bei irgenb einer anbern \u00a9nippe ift eS gul\u00e4ffig, bie \u00a9pedjte nadj ber ^arbenoertheilung gu \u00f6rbnen, unb beSljalb ift eS fepon oon filters per iiblid) geworben', oon \u00a9djWarg;, \u00aer\u00fcn=, \u00a9untfped)teu u. f. W. gu fpred)en.\n\u00a9benfo eigenth\u00fcmlich Wie baS Sleugere ift ber innere .SeibeSbau unferer \u00a9\u00f6gel. \u00a9aS \u00dfuodjen; ger\u00fcft ift gierlidj gebaut, \u00a9ie \u00aeopf; unb Sfiumpftpeile unb ber \u00a9ber; unb \u00a9orberarm fmb luft; f\u00fchrenb. \u00a9aS \u00a9djulterblatt ift kurg, am \u00a9nbe lappenf\u00f6rmig erweitert, baS \u00a9abelbein fehr fchwadh, baS \u00a9chl\u00fcffelbein fehr ftark, baS \u00a9ruftbein geigt einen nieberen tamm. \u00a9ie 2Birbelf\u00e4ule befiehl aus gw\u00f6lf $alS;, fieben bis adht \u00a9ruft; unb acht \u00a9chwangWirbeln, bereu letzterer befonberS grog, ftark, fehr breit an ber ^interfX\u00e4d^e unb mit langen, ftarien \u00a9ornfortf\u00e4^en oerfeben ift. Unter ben Weiten feiten ift bie 3unge her merkw\u00fcrbigfte. \u00a9ie ift klein, hornig, fehr lang gegogen unb an jeher \u00a9eite mit f\u00fcnf bis fechS kurgen, fteifen @tad)eln ober SBorfieu begeht, Welche Wie \u00a9Mberhaken an einer \u00a9feil; fpihe erfcheinen. \u201e\u00a9iefe kleine 3unge\", fagt \u00a9urmeifter, \u201eftfet an einem langen, geraben, griffet? f\u00f6rmigen 3ungenbein oon ber S\u00e4nge beS \u00a9djnabetS, oon Welkem nadj hinten noch gWei hoppelt fo lange, gWeiglieberige 3uug\u00e8nbeinh\u00f4rner auSgefjen. \u00a9aS 3ungenbein ftedt in einer h\u00f6d){t etaftifchen, wargenreiepen \u00a9djeibe, Welche eingegogen Wie eine \u00a9prungfeber auSfieht, im \u00a9cunbe liegt unb fiep gerabe auSbeljnt, Wenn baS \u00a9krkgeug Oorgeftredt Wirb. 3tt her dtupe biegen fiep bie 3ungenbein; h\u00f6ruer um ben jpiuterkopf gur \u00a9tirn hinauf, liegen hier unter her \u00a3aut unb reichen mit ihren \u00a9pitmen Sogar bis in bie hornige \u00a9djeibe beS \u00a9d)nabelS Weit \u00fcber bie \u00a9cafcnt\u00f6cher hinaus, inbern fuh bafelbft (am rechten diafenlod)e) ein eigener $anat gu ihrer Slufnahnte befmbet. \u00a9ie fteigeu oon hier, Wenn ber \u00a9ped)t bie 3unge auSftredt, in bie elaftifhe \u00a9d;eibe beS 3ungeubeint\u00f6rperS hinab unb Schieben fo bie 3unge oor ftch ^xf mehrere 3oll Weit auS bem \u00a9djnabel heraus.\" \u00a9lit biefer eigenth\u00fcmlid)cn 3ungenbilbung ift eine ungew\u00f6hnliche \u00a9ntwidelung eines \u00a9hteimbr\u00fcfenpaareS oerbunben. \u00a9iefe\n!","page":57},{"file":"p0058.txt","language":"de","ocr_de":"58\n\u00aeie Sp\u00e4her. \u00dflettero\u00f6gel. Spedjte.\nPr\u00fcfen gieren ftdh an ben Unterfieferfeit\u00e8n battit unb retten bi\u00a3 unter bie S\u00e4\u00f6ffnungen. Sie fonbern einen fiebrigen Schleim ab unb \u00dcbergaben mit biefent ben fangen Bttngenhabo gang \u00fct \u00e4hnlicher Skife, toie e\u00ea bei bem 2lmeifenfreffer gefd)icf>t. \u00a3)er Sthluttb ift ohne \u00aeropf, ber Sormagen meift fang, ber Stagen mu\u00eafelig.\n\u00a9\u00ea leuchtet ein, bafj eine bevartige Silbung ben Specfd in geroiffev .\u00eepinficht auferorbentlich bef\u00e4higt. SCRit feinen fdEjarf eingreifenbeit N\u00e4geln, melcfje eine au\u00eagebeljnte $f\u00e4d\u00a7e umffammern, h\u00e4ngt er fid) ohne St\u00fche an fenfrechte St\u00e4mme an; ber Sdjtoang unterft\u00fcht ihn babei gegen ba3 \u00a3>inabrutf<hen. 2\u00f6enn er ftdh nun auf biefen ftemmt, br\u00fccfen ftdj nicht blo3 bie Spieen ber adf)t .Ipauptfebern, fonbern and) faft affe einzelnen, gleidf>fam fefbft\u00e4nbig geworbenen ^berenbeit, bie ioiberftanbjsf\u00e4higen ^a^nenftra^fen ber brei mittleren Gebern jeber Seite, an ben Stamm unb finben Wegen ihrer gro\u00dfen Slngahl auch in ber fleinften Ungleichheit beffelbeit einen fiebern ^Inhalte; punft. \u00a3)er fr\u00e4ftige, fd^arfe Schnabel ift gum Steifein oortrefflid) geeignet, nnb ber Schwang bient, trenn ber Sped)t bie3 \u00a9efdj\u00e4ft aulf\u00fc^rt, al\u00ea Sdjneblfeber. \u00aeie 3itnge fann, trie bemerft, ireit oor= geftreeft trerben, bringt rerm\u00f6ge ihrer \u00a3)\u00fcttne ober ^abenartigfeit in alle S\u00f6dher nnb rermag, \u00a3)anf i^rer aEfeitlidf>en SeWeglidhfeit, jeber Siegung eine\u00e4 ron bem ^erbt^ier an\u00eage^\u00f4^lten \u00a9attge\u00ea gu folgen.\n\u00a3>ie Spechte fehlen nur in Seuhotlanb ober Dgeanien \u00fcberhaupt unb auf Stabaga\u00eafar; im \u00fcbrigen ftttb fie \u00fcber alle Steile ber \u00a9rbe rerbreitet unb auch im Sorben feine\u00eatreg\u00ea feltene \u00a9rfchei; mtngen. \u201e2>hre \u00a9efammtgahl\", fagt \u00a9loger, \u201efteigt mit bem gunehmenben Seidhthume ber Zauber an 2\u00f6\u00e4lbern unb tr\u00e4d^ft mit bem \u00fcppigen \u00a9ebenen ber festeren.\" 2\u00f6al)re 5\u00dfarabiefe f\u00fcr fte finb bie au\u00e4gebe^nten, gufamntenh\u00e4ngenben Itrwalbungen ber SSenbefrei\u00e4l\u00e4nber unb namentlich bie S\u00fcbarne; rifa\u2019\u00ea unb 3>nbien\u00a7; benn in Slfrifa fommen merftr\u00fcrbigertreife nur trenige unb faft au\u00eafchliefjlid) f leine Slrtenoor. 3fr ben braftlianifdhen Salbungen geh\u00f6ren fie, trie ums ber $ rin g mittheilt, gn ben gemeinfien, \u00fcberall Verbreiteten S\u00f6geln. \u201eUeberall gibt e\u00ea rerfaulte alte St\u00e4mme, \u00fcberall eine reiche $erbthierernte f\u00fcr biefe etnfameit SBalbbetrohner. $)a, tro in Sraftlien bie Stille ber Weiten S\u00dfilbnifj nidht burdb bie Stimme anbercr lebenber S\u00dfefen unterbrochen trirb, h\u00f6rt man bodh getrt\u00a7 ben Suf ber Spechte. Slber fie betrohnen in jenem fr\u00f6nen Sanbe nidht blo\u00a7 bie Urtr\u00e4lber, fonbern bele= ben auch Sorh\u00f6lger unb \u00a9eb\u00fcfdhe, ja fogar bie offenen Triften.\" S\u00dfarum fie in ben oben genannt ten S\u00e4ubern fehlen, ift feutrer gu begreifen.* \u00a9log er\u20198 Meinung, ba\u00a7 fie S\u00e4ume mit fefter 3^inbe unb fehr hartem $olge nteiben, mag im gangen ba\u00bb Rechte treffen, fd&liefjt aber bodh manche \u00a9inWem bung nicht au8 ; benn einerfeits gibt e\u00ea in ben Salbungen jener S\u00e4nber audh viele S\u00e4ume, auf trelcpe jene Eingabe nicht pafjt, unb anbrerfeitl leben in ihnen \u00aeletterO\u00f6gel, treldhe fdEjeinbar noch treit treniger, al8 bie Spechte, f\u00fcr foldhe S\u00e4ume geeignet finb. Sei un3 gu Saube finben fie ftdh in ^Salbungen, Saumpflangungen unb \u00a9\u00e4rten, \u00fcberall nur eiugeln; benn auch fie geigen ftdh, anbern ihrer 2lrt gegen; \u00fcber, fehr ungefellig unb oereinigen fid; h\u00f4dhften\u00ea mit ben fchon toieberholt genannten Strichv\u00f6geln ber S\u00df\u00e4lber.\n2)er Serbreitung\u00eafvet\u00e9 ber eingelnen Sitten ift giemlidh befdhr\u00e4nft. Seber \u00a9rbtheil, ja, jebe\u00ea Sanb beftfet feine eigenen Slrten, fogar feine befonberen Sippen unb \u00a3>orben. \u00a9in unb biefelbe Slrt fommt h\u00f4chften\u00ea in \u00a9uropa unb Elften oor ; eingelne altWeltlidje Slrten Werben aber in ber neuen S\u00dfelt burdh nahe SerWanbte Oertreten.\n3XUe Spechte haben im Wefentlid;cn biefelbe Seben\u00eatoeife. Sie bringen ben gr\u00f6\u00dften \u00efhe^ ihre\u00ea Seben\u00ea \u00efletternb gu; fie h\u00e4ngen ftdh fogar, to\u00e4hrenb fte fcplafeu, in ber f\u00f6letterfietiung an bie inneren S\u00df\u00e4nbe ber Saumb\u00f6hlungeit, alfo an fentreebte fyl\u00e4djen an\u00bb 3um Soben herab fommen fie feiten, unb toenn fie e\u00a3 thutt, h\u00fcpfen fie mit ungefdhidten Spr\u00fcngen umher. Sie fliegen ungern ioeit; bodh gefdhieht \u00a3)ie3 toahrfd;einlidh toeniger be\u00eahalb, toeii fie ber $tug anjtrengt, al\u00ea oielmehr in f\u00c7olge ber ihnen \u00fcberhaupt eigenen Dful); unb SR\u00e4ftlofigfeit, toeldje fie Oeranlaft, mom\u00f6glid; jeben Saum auf ihrem 2\u00f6ege gu unterfudhen. \u00a3)er Specht fliegt in fehr tiefen S\u00dfellenlinien bahin. \u00a9r erftettert getoifferma\u00a7en ben auffteigenben Sogen einer biefer Sinien mit raffen, fdhioirrenben Fl\u00fcgel; fdhl\u00e4gen, legt bann pl\u00f6tjtidh bie f\u00c7l\u00fcgel hart an ben Seib unb fchic^t nun in fteilen Sogen","page":58},{"file":"p0059.txt","language":"de","ocr_de":"HUgemeineS.\n59\nlieber tief nadp unten perab, Vorauf er bag S\u00efuffieigen Oon neuem beginnt. $n ber -ift\u00e4pe eineg Saumeg angelangt, pflegt er fiep tief perabgufenten, Wenige $u\u00df \u00fcber bem Soben an ben Stamm fiep angup\u00e4ngen, unb nunmepr tlettert er mit gro\u00dfen rafep auf einanber fotgenben (Spr\u00fcngen aufto\u00e4rtg, mancpmal anep feittoartg ober in Sdpraubenlinien oorto\u00e4rtg nnb naep oben, fetten auf toagereepte Sefte pinaug, bigloeilen loopt ein ioenig r\u00fcctlingg, niemals aber topfabio\u00e4rtg naep unten. Seim Snp\u00e4ngen beugt er Stuft, ipa\u00efg nnb \u00aeopf toeit naep pinten; beim Sprunge nidft er mit bem Raupte. 2Jtit bem Sdpnabet p\u00e4mmernb ober meifelnb arbeitet er fe naep Serp\u00e4ltni\u00df feiner Starte gr\u00f6\u00dfere ober geringere St\u00fccte ber Sorte log, beett babnrep bie Scplupfto intet ber \u00c4erbtptcre auf, fpie\u00dft biefelben mit ber Bunge an nnb oerfeptingt fte.\n\u00aeerbtpiere bilben ipre pauptf\u00e4epliepe- \u00fcftaprung, fepr oiete Sitten freffen aber nebenbei gr\u00f6\u00dfere S\u00e4mereien, nnb einige legen fiep oon biefert Sorratpgtammern an. Sie amerifanifepen Sitten follen anep (Sier augfaufen nnb fetbft tteine S\u00f6get ipren jungen gutragen.\n\u00aeie gem\u00f6pnliepe Stimme ift ein turner, ioopllautenber fRuf, ber Slugruf beg Sergn\u00fcgeng bei rieten ein tant ladpenbeg \u00a9efdptei. Slu\u00dferbem bringen bie Speepte nodp eine eigentp\u00fcmtiepe SJtnfif im S\u00dfalbe per\u00f6or: fie \u201etrommeln, fepnnrren, br\u00f6pnen ober fnarren\", ioie man gu fagen pflegt, inbern fie fiep an einen b\u00fcrren Slft p\u00e4ngen nnb biefen bnrep fepr fdpnette Scpl\u00e4ge mit bem Sepnabel in eine git; ternbe Setoegung bringen, .fpierburep betoir\u00eeen fie ein taut fdpatlenbeg \u00a9er\u00e4ufcp, toeldpeg naep ber Starte beg \u00e4^eigeg b^b p\u00f6pet, halb feiner ttingt, aber auf toeitpin im SBatbe gep\u00f6rt loirb. SHefe oerrautpet, ba\u00df bie Setanlaffung gu biefer eigentpiimlitpen SJtufit im Bufammenpange mit ber SMtte; rung ftept, meil er \u00fcberpanpt bie Speepte f\u00fcr bie beften SBetterproppeten. p\u00e4tt ; er meint audp, ba\u00df eg bigloeilen gefdpepen t\u00f6nne, um bie ferbtpiere aug bem ftart befolgten Stfte perauggutreiben, irrt fidp aber nn\u00a7tx>eifelpaft; benn alle Seobadptungen beuten baranf pin, ba\u00df e\u00a7 gefdpiept, um bag S\u00dfeibdpen gu erfreuen. So oiel ift fteper, ba\u00df ber mannlicpe Spedpt bantit gu \u00aeampf nnb Streit peraugforbert, ba\u00df anbere auf biefeg fr\u00f6mmeln pin oon fern perbeieilett, um einen Strau\u00df mit bem \u00fcftebenbupter auggufeepten nnb ba\u00df man bnrep \u00fcfta\u00f6papmung biefeg Stomtnelng oiele Spedpte leicpt gu fidp perantocten bann. \u00a3)er Spedpt betnnbet alfo geloifferma\u00dfen anep feine \u00a9ef\u00fcpte bnrdp ben \u00a9ebtaudp beg ipm loicptigften S\u00dfertgeugg.\n2)a8 SReft ft,ept ftetg in einer Saump\u00f6pluitg unb regelm\u00e4\u00dfig in einer, loeldpe oon ben Spedpten fetbft gegimmert iourbe. \u00a9g ift im \u00a9runbe genommen nidptg Slnbereg alg ber mit einigen Sp\u00e4nen auggetteibete Soben ber \u00a3>\u00f6pte fetbft. SDag \u00a9elege beftept aug brei big adpt fepr gl\u00e4ngenben, rein; loei\u00dfen \u00a9iern, loeldpe oon beiben \u00a9efdptedptern anggebr\u00fctet loerben. SDie Bungen, \u00fcberaug p\u00e4\u00dflidpe \u00a9efdp\u00f6pfe, loeldpe anfangg mit ipren \u00a9Item tanm Slepnlidpteit geigen nnb bereu panptf\u00e4dplidpfte $et; tigteit, bag klettern, fr\u00fcper ang\u00fcben, alg fie bereu \u00a9eftalt nnb Setleibung erpalten, loerben naep bem Slugftiegen nodp einige Beit fang Oon ipren \u00a9Item gef\u00fcprt, bann aber r\u00fcctficptglog aug bereu Sft\u00e4pe Oertrieben.\n\u00a9g tann gar nidpt oft genug loieberpolt unb einbrittglicp genug oerfidpert loerben, ba\u00df nng bie Spedpte nur \u00fcftupen, niematg aber Scpaben bringen. Se dp ft ein Joar ber erfte Dtaturforfdper, loetdper ber unfinnigen Sernicptunggloutp entgegentrat nnb mit 9tedpt bepauptete, ba\u00df er nadp oielf\u00e4priger Unterfndpnng unb Seobadptnng fdptedpterbingg teine fdp\u00e4btidpe \u00a9igenfdpaft an unfern Spedpten pabe entbecten tonnen. Stile fp\u00e4teven f^orfdper, loeldpe bag Seben ber Spiere beobadpteten, ober loenigfieng ben Seobadptern \u00a9tauben fdpentten, paben nadp ipm SDaffclbe Oerfidpert, unb gleidploopl gibt eg peutigen Sageg nodp tp\u00f6ridpte Sente, loeldpe meinen, ba\u00df ein Spedpt bnrep fein Arbeiten an ben S\u00e4umen biefen Sdpaben guf\u00fcgen tonnte. S\u00dfaprpaft \u00fcberrafdpen mu\u00df eg, loemt man erf\u00e4prt, ba\u00df ein geloiffet \u00ae\u00f6nig, loelcper ein Sndp \u00fcber bie S\u00f6albpfiege gefdprieben pat, nodp in unfern Bdten eine, wenn audp teineg; ioegg begr\u00fcnbete, fo bodp benttiep genug auggefprodpene Slntlage gegen bie Spedpte gu fdpteubern ioagt. 3)iefe S\u00f6gel finb nnf\u00e4pig, nng gu fdpaben; fie f\u00f6nnen ung nur n\u00fcpen! Unb biefer \u00fcftupen ift nidpt btog ein unmittelbarer, ein foldper, ioetdper fidp einfadp bnrdp bie S\u00dforte \u201eSertilgnng ber fcp\u00e4btidpen $orftterfe\" augbrutfen l\u00e4\u00dft, fonbern loie bereitg \u00a9loger treffenb peroorgepoben nnb ^orftmeifter","page":59},{"file":"p0060.txt","language":"de","ocr_de":"60\nEie \u00a9paper. \u00dflctterb\u00f6gel. \u00a9pecpte.\n2Bicfe toieberpott pat, aud) ein mittelbarer; benn bie \u00a9ped)te ftnb big fept bie alleinigen Erbauer ber Stopuungcn unferer n\u00fc^Uc^en H\u00f6hlenbr\u00fcter. Seiber to ill man nod) immer nicht einfe^en, ba\u00df biefen SGBalbh\u00fctern SBopnungen gebaut ober menigfteng getaffen toerben muffen, baf? ein alter, popler Saum, melier ipnen geeignete 9Uftpt\u00e4pe bietet, toenn er im SG\u00dfalbe fielen bleibt, ungleich p\u00f6pere Bin; fen tr\u00e4gt, als toenn er gef\u00e4llt unb 51t klaftern aufgefepuptet toirb, nnb begpalb foCCte man umfomepr bebaut fein, bie \u00a9peepte gem\u00e4\u00dfen gu laffen. \u00a9loger meint, ba\u00df \u201ejeher einzelne \u00a9peept f\u00fcr ftep allein burcpfcpnittlicp fepott im Verl\u00e4ufe eine\u00bb SapreS getoi\u00df minbefteng einOupettb, ja oft tooplmepr alg boppelt fo biete befteng eingerichtete H\u00f4plen f\u00fcr anbere H\u00f6hlenbr\u00fcter fertig liefere\", mithin ebenfo biele ^\u00dfaare ber teueren berforge; benn eg bleibe ohne Btoeifel bei ben \u00a9ped)ten \u201eatg gebornen merleuten ber Sogettoett noch ber bei toeitem unbebcutenbere \u00a3peil tpreg n\u00fctzlichen \u00a9epaffeng, ba\u00df jebeg $aar Don ihnen ft<h int Fr\u00fchling fietg eine gang neue Srutp\u00f6ple anfertigt, um fte niematg toie; ber felbft gu benupen\". Oieg ift nun freilich nicht toahr : benn mein Sater fotoohl alg id) felbfi haben gerabc bag \u00a9egentpeit beobachtet; aber fepr richtig ift bie toeiterhin bon \u00a9loger aufgefteUte Sepaup; tuug, ba\u00df bie \u00a9peepte eine getoiffe Neigung geigen, ft<h aud) to\u00e4hrettb ihrer \u00a9triepgeit \u00fcberall, too fie nicht blog gang turge Bett bertoeiten, eine H\u00f6hle gum \u00a9d)\u00efafen gured)t gu fnaepen, unb ba\u00df fte bei biefer Arbeit einen getoiffen.\u00a9igenjtnn befunbe'n, inbent fie nicht fetten eine, auch to\u00f6hl gtoei bercitg ange; fangene unb path fettig gearbeitete H\u00f4plen toieber bertaffen, toeld)e ben meiften attbern H\u00f6hlenbr\u00fctern fchon auggegeiepnet brauchbar erfcheinen, furg, ba\u00df fte f\u00fcr bag 2Sopl biefer n\u00fcptiepen \u00a9efep\u00f6pfe nad) beften Kr\u00e4ften forgen, unb beghatb fhlie\u00a7e ich nticp mit boHfier Uebergeugung ber in einer toenig gele; fenen fa\u00f6ptoiffenfcpaftlicpen Bettfd)rift auggefproepenen Sitte S\u00dficfe\u2019g an, bie \u00a9peepte gu fronen unb empfehle auch meinen Sefertt fte alle ohne Slugnapnie \u201ebie gro\u00dfen unb bie lleinen, bie fchtoargen, gr\u00fc= neu unb bunten atg beto\u00e4hrte greunbe ber S\u00f6\u00e4lber. . . . Oie \u00a9peepte, toenn fte auch bie fdpabpaften \u00a9teilen an ben S\u00e4umen aufbeefen, fepaben entfehieben toeniger, alg fie im H^palt ber gorfte unmit; telbar toie mittelbar 9\u00eeupen ftiften. \u00a9ie toerben fchon burd) bie \u00a9inricptitngen beg ^orftmanneg genug beengt unb befepr\u00e4ntt in ihrer Sermehrung; eg bebarf bagu nicht mepr einer unmittelbaren Serfotgung burch \u00a9epie\u00dfgetoepr. Bmmer fettener toerben in rieten Reiften bie S\u00e4ume, melche fie regelm\u00e4\u00dfig unb gern bel)ufg Anlage bon H\u00f6hungen auffuchen, unb toohl b\u00fcrfte eg an ber Beit fein, gu ihrer He9tmg einige bon biefen anbr\u00fcchigen S\u00e4umen recht abftd)tlid) \u00fcbergupatten, baniit \u00a9ped)te unb H\u00f6hlenbr\u00fcter fte betr\u00fcben. B<P bin ber Uebergeugung, ba\u00df baburd) ebenfotoenig bem Sortheile beg SBalbbeftperg, toie bent S\u00dfufe beg gorftntanneg irgenb eine Seeintr\u00e4chtigung ertoaepfen fann\". Sllfo \u00a9chub unb freieg \u00a9eleit, Hegung unb pflege biefen niiblid)ften unb toichtigften aller unferer SBalbp\u00fcter l\nOie erfte \u00a9ruppe ber \u00a9peepte, toelche toir atg Familie begegnen toolten, umfa\u00dft bie \u00a9cp to arg; fpechte (Dryocopi). \u00a9ie ftnb bie gr\u00f6\u00dften unb fr\u00e4ftigflen ber gefammteti Bunft, auggegeiepnet burd) ipre borperrfepenbe fd)toarge F\u00e4rbung unb ipr oft gu einer Haube berl\u00e4ngerteg \u00c4opfgefteber, im \u00fcbrigen aber bon bem allgemeinen \u00a9epr\u00e4ge niept abtoeid)enb. Bpre toapre Heimat fd)eint Slmerifa gu fein. Hier ftnb fte burep alle \u00a9irrtet berbreitet, to\u00e4preitb fie in ber alten SEBett nur bttrep ein in \u00a9uropa bor; fommenbeg SCRitglieb unb einige, aber fepon abtoeid)enbe ittbifd)e Slrten bertreteu ftnb.\nUttf er \u00a9d)toargfpedpt (Dryocopus Martius), ber $ r \u00e4 p e n ;, S c r g ; ober 2 u b e r f p e d) t, bie Hotg;,Hopl^ ober 2od)fr\u00e4pe, ber Oannenroller :c. ift einfarbig mattfeptoarg, am Obertopf aber tarmoiftnrotp, unb gtoar nimmt biefe $arbe beim 2ft\u00e4mtd)eit ben gangen Obertopf ein, to\u00e4prenb fte fid) beim SBeibcpen auf eine \u00a9teile beg Hmtertopfeg befepr\u00e4ntt. Oag 2luge ift mattfcptoefelgelb, ber \u00a9cpnabel perlfarbig, an ber \u00a9pipe bla\u00dffcpieferbtau, ber $u\u00df bleigrau. Oie Bungen unterfepeiben fid) toenig bon ben eilten. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 17 big 18, bie Sreite 28 big 29, bie \u00a9d)toangl\u00e4nge 6 big 6V2 BoU.","page":60},{"file":"p0060s0001table1.txt","language":"de","ocr_de":"un\u00f6 $huttf\u00ef>ed)t","page":0},{"file":"p0060s0002.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n","page":0},{"file":"p0061.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9pzargfpept.\n61\nm \u00dfenngeipen ber \u00a9ippe bcr \u201e\u00a9aumfpepte\" gelten folgenbe \u00dcRer\u00efmale : \u00a9er mepr alg fopf* lange (\u00a9pnabel ift ftarf, Breiter alg pop, auf ber f\u00c7trfte geraBe, fparf gefielt, \u00a9er ftlugel, in Zelpern bie f\u00fcnfte \u00a9dringe bie l\u00e4ngfte ift, reicht ungef\u00e4hr Big gu gZei \u00a9rittel beg giemlid^ langen \u00a9pzange3 pinaB. \u00a9er Sauf beg Su\u00dfeg ift gro\u00dfentpeilg ton Gebern Bebedft unb l\u00e4nger alg bie SJtittel ; ober \u00e4u\u00dfere \u00a9orbergepe mit Slagel.\nenroba, foZcit eg Bezalbct ift unb Slfien Big gur \u00ef\u00eflorbfeite beg \u00a3imalapa ftnb bie #eimat be\u00ea \u00a9pZargfpepteg. 3n \u00a9uropa zirb er Big gegen ben 68. \u00a9rab ber n\u00f6rbl. \u00a9reite gefunben, nap \u00a9\u00fcben pin ift er feltener, fommt aBer einzeln nop in ben Salbungen \u00a9riepenlanbg unb \u00a9panieng oor. 3n \u00a9nglanb feplt er unb ebenfoZenig ift er Bigper in fpollanb Beobaptet Zorben. \u00a9eit Slbnapme ber gro\u00dfen, gufammenp\u00e4ngenben Salbungen gep\u00f6rt er aup in unferm \u00a9aterlanbe gu ben \u00a9eltenpeiten; er finbet fiep einzeln nur nop in ben Sllpen unb in ben Sftittelgebirgen, fo auf bem #arg, bem \u00eep\u00f9-ringerioa\u00efb, autp in tfannooer unb \u00a9iedlenburg, auf bem (Srg= unb bem gicptelgeBirge. 3n ffiu\u00dflanb unb in \u00a9fanbinaoien ift er noep oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig p\u00e4uftg. (Sr Beoorgugt gro\u00dfe gufammenp\u00e4ngenbe Stabe\u00efz\u00e2\u00efber unb, zie eg fepeint, bie ber \u00a9ebirge. \u00a9en reinen Saubzalb Ber\u00fcprt er nur Beim \u00a9treiepeu. Sitter Jpopzalb, welcher aug gro\u00dfen, ftarfen \u00a9\u00e4umen Beftept, Zenig Befupt zirb unb reidp an Sto\u00dfameifen ift, fagt ipm Befonberg gu. \u00a9en SJtenftpen unb fein Treiben mcibet er \u00e4ngftlip, autp int Sterben unfereg peimatlitpen \u00a9rbtpeilg, unb begpalb geigt er fiep nur augnapm\u00bbZeife in ber St\u00e4pe ber Ortfpafteu. \u00a9op oermag ipn ein einziger popler \u00a9aum an ein Beftimmteg \u00a9ebtet gu feffeln, unb er Oerl\u00e4\u00dft baffelbe, fobalb biefer \u00a9aum ber Slrt Oerfallen. Sie alle Bei ung leBenben Slrteu feiner Familie ift er ein \u00a9tanbooget, ioeltper zaprfpeinlip nitpt einmal ftreidjt; benn bie-jenigeu, Zelpe matt au\u00dferhalb iprer eigenttiepen Sopnfipe antrifft, fpeineu j\u00fcngere \u00a9\u00f6get gu fein, Zeldje in ber SlBfxpt untperftreifen, fttp ein \u00a9ebiet gu erobern, \u00a9in foltpeg \u00a9ebiet bepnt ftp unge; f\u00e4pr \u00fcber ben britten SLpeil einer \u00a9eoiertmeile, unb nur an fepr g\u00fcnftigen \u00a9 or ttiepf eiten mag eg oor; fommeit, ba\u00df \u00a9pZargfpepte enger neben einanber Zopnen.\n\u00a9ag \u00a9etragen biefeg \u00a9ogetg, Zelpen bie \u00a9age mit ber gauberfr\u00e4ftigen \u00a9pringZurgel in \u00a9er; Binbung Bringt, pat mein \u00a9ater guerft augf\u00fcprlicp Beftprieben, unb begpalb lege icp feine \u00a9tpilberung bem Slapfolgenben gu \u00a9runbe.\nllnfcr \u00a9pzargfpept ift ein \u00e4u\u00dferft munterer, fliiptiger, fpeuer, geZanbter unb fiarfer \u00a9oget. \u00a9alb ift er ba, Balb bort, unb fo burpfh'eipt er feinen \u00a9egirf oft in fepr furger 3^ ^ann man ved)t beutlid; an feinem \u00a9eftprei Bemerfen, Zelpeg man im \u00a9erlauf Zeitiger SJtinuten an fepr Oer; fpiebenen Orten p\u00f6rt. \u00a9r l\u00e4\u00dft Befonberg brei \u00ef\u00f4ne oernepmen, gZei im Sluge e*nen \u00ae^en-\u00a9ie erfteren Hingen zie \u201efirr firr unb H\u00fc! H\u00fc!\", bie letzteren zie \u201e!l\u00fcp\", cinfilbig lang gegogen unb fepr burpbringenb, ober tote \u201eHip\u00e4 ftip\u00e4\". \u00a9eint Siefte fl\u00f6\u00dft er aber nop anbere Saute aug. \u00a9ein faltig ift oon bem feiner \u00a9ertoanbten fepr oetfd\u00dfeben. \u00a9r fliegt nipt rudtoeife oberin auf; unb abfteigenber Sinie, fonbern Zellenf\u00f6rmig, faft in geraber Stiptung oorZ\u00e4rtg, Zobei er bie pl\u00fcget fepr Zeit augbreitet unb ftar! fdE>l\u00e4gt, fo ba\u00df eg au\u00eafiept, alg ob ftp bie \u00a9djziugenfpipen Biegen, nipt un\u00e4pnlip bem \u00a9ipetp\u00e4per. \u00a9er Slug ift fanfter unb fpeiut nipt fo anguftrengen alg ber anber\u00ear \u00a9ped)te, begpalb oernimmt man and) nipt ein \u00a9pnurren ber f^l\u00fcgel Zie Bei biefen, fonbern ein eigeneg Supteln, Zelpeg nap Staumann Bei tr\u00fcber, feupter Sitterung Befonberg p\u00f6rbar Zirb. OBgleip er ungern Zeit fliegt, legt er bod) guZeilen \u00a9tred\u2019en oon einer \u00a9iertelmeile unb mepr in einem \u00a9tripe gur\u00fccf. Sluf bem \u00a9oben p\u00fcpft er gicmlip ungefpidt umper, bemungeaptet fommt er nipt feiten auf ipn perab, pauptf\u00e4ptip ben Slmeifenpaufen gu \u00a9efaUen. 3m klettern unb \u00a9leifein ift er*ber gefpidtefte unter allen europ\u00e4ifpen \u00a9pepten. Senn er Hettert, fept er immer Beibe S\u00fc\u00dfe gu gleiper 3eit fort, Zie alle feine \u00a9erZanbten. \u00a9r p\u00fcpft alfo eigentlip an ben \u00a9\u00e4umen pinauf unb gZar mit gro\u00dfer \u00c6raft, foba\u00df man eg beutlid) p\u00f6rt, Zenu er bie St\u00e4gel einfpl\u00e4gt. Sin \u00a9tauben Hettert er gZar aup peritm, aber bop feltener, unb niemalg meifelt er pier, Zie in ben Br\u00fcpigen \u00a9\u00e4umen, in benen er bie Saroen ber SliefenZefpc ober Sto\u00dfameifen zittert, \u00a9eim klettern p\u00e4lt er bie \u00a9ruft Zeit oom \u00a9aumftamme ab unb Biegt ben fpalg nap pinten gur\u00fcd.","page":61},{"file":"p0062.txt","language":"de","ocr_de":"62\n\u00aeie \u00a9p\u00e4per. SHettevb\u00f6geT. \u00a9pedate.\n2>ie gro\u00dfen gtogameifen unb ipre puppen, fomie alle SIrten bon jpolgm\u00fcrrnern, melcpe fiep tu Sftatelb\u00e4umen aufpalten, bitten feine Sftapruug. \u201e3dp pabe\", fagt mein Sater, \u201emeprere ge\u00f6ffnet, teren Stagen mit gtogameifen angef\u00fc\u00ef\u00eft m\u00e4ren. S\u00dfovj\u00fcglicp aber liebt er tie Sarben ter gregen $otgs toefpe. 2>dp pabe einige unterfnept, meldpe Sddptg alg tiefe Sarben unt ipre nodp unbertauten parten \u00ae\u00f6pfe im Stagen patten. Studp pabe icp Steplm\u00fcrmer, teggleidpen ten fep\u00e4ttiepen Sorfen; nut fiepten; \u00efafer, tie rotpe 3tmeife nebft ipren puppen in ungtaubtidper Stenge in iprem Stagen gefunten.\" \u00aeen Safdpfiren foil ter \u00a9dpmargfpedpt unangenepnt merten, meit er gteidp ipnen ten mitten Sienen nadpgrebt unt tie ^\u00f6ptnng, metdpe tiefe beb\u00f6tfern, turep feine Arbeiten unbrauepbar madpt. S3edp= ftein bepauptet, tag er audp Satetpotgfamen, Siiffe unt Leeren freffe; tie fpciteren Seobadpter pabett tiefe Angabe fetodp nidpt beft\u00e4tigt. Urn gu ten Sarben oter jpotgmefpen unt gu ten $olgf\u00e4fern gu gelangen, meifett er groge \u00a9t\u00fccfe aug ten S\u00e4umen unt \u00a9t\u00f6efen peraug, m\u00e4prent er gdp ter Slmeifen gang nadp 5trt ter S\u00efmeifenfreffer bem\u00e4dptigt, intern er fie an feine fiebrige 3unge anleimt.'\n\u00aeic S\u00dfaarungggeit f\u00e2ttt, fenadptem tie Witterung g\u00fcnftig oter ung\u00fcnftig ift, in tie erfte oter gmeite \u00abip\u00e4tfte teg St\u00e4rg. \u201e\u00a3)ag St\u00e4nndpen fliegt tanu tem S\u00f6eibdpeti mit gro\u00dfem \u00a9efdprei Siertelftunten meit nadp, unt menu eg taffelbe betreten pat oter teg Sadpgiegeng m\u00fcte ift, fept eg ftdp an einen oben t\u00fcrren Saum unt f\u00e4ngt an gu fdpnurreu. \u00a9g m\u00e4plt an einem fotdpen Saume diejenige \u00a9teile, an melcpern ta\u00ea ^\u00dfodpen redpt fdpaltt, fept ftdp taran, ftemmt ten \u00a9dpmang auf unt Hopft fo fcpnell mit tem \u00a9dpnabel an ten Saunt, tag eg in \u00a9tnent fort mie \u201e\u00a9rrrrrr\" Hingt unt tie fdpnel\u00efe Semegung feineg rotpen $opfeg fag auggept, alg menu man mit einem \u00a9pan, an meldpem born eine gl\u00fcpente $ople ift, fdpnell pin^ unt perf\u00e4prt. Sei tiefem \u00a9dpnurren ift ter \u00a9dpmargfpedpt meit meniger fdpeu, alg augertem, unt idp pabe midp meprmalg unter ten Saum gefdpfidpen, auf meldpem er tiefeg \u00a9er\u00e4ufdp per\u00f6orbradpte, um ipn gang genau gu beobadpten. 2)ag Skibdpen fomntt auf tag \u00a9dpnurren, meldpeg idp felbft eine Siertelftunte meit gep\u00f6rt pabe, perbei, autmortet audp gumeilen turdp \u201eft\u00fcf ft\u00fcf H\u00fc!\". 2)ag St\u00e4nndpen fdpnurrt nodp, mettn tag S\u00dfeibdpen fdpon br\u00fctet.\"\n2Ittfangg Stprit madpen tie \u00a9dpmargfpedpte Stnftalten gu iprem Sefte. ,,\u00a9ie legen eg in einem fernfaulen Saunte an, ta, mo ftdp ein Slftlodp - oter abgebrodpener, inmentig morfeper 5tft begntet. \u00a3>ier f\u00e4ngt tag SBeibdpen feine Arbeit an. \u00a9g \u00f6ffnet oter ermeitert guerft ten (Eingang bon \u00e4ugen, big tiefer gum \u00a9in; unt 3Iugfriedpen ger\u00e4umig genug ift. TOtanu mirt tag Stugp\u00f6plen teg innertt Saumeg begonnen unt gmar mit befonterer \u00a9efdpidHidpfeit unt \u00a9ntggfeit. \u00a9iefeg Stugp\u00f6pten p\u00e4lt um tegmi\u00fcen fepr fcpmer, meit ter \u00a9dpmargfpedpt bei feinen \u00a9dpl\u00e4gen nidpt gep\u00f6rigen 3ftaum pat. 3>dp pabe ipn pierbei fepr oft beobadptet. \u00a9r pat mandpmal fo menig $\u00dftap, tag er nur einen 3oH meit augpolen fann. SDattn Hingen tie \u00a9dpl\u00e4ge tuntpf, unt tie \u00a9p\u00e4ne, meldpe er peraug; mirft, gut fepr Hein, .Sp\u00e4t er aber inmentig erft etmag Saum gemonnen, tann arbeitet er oiel gr\u00f6\u00dfere \u00a9p\u00e4ne ab. Sei einer menig morfdpen tiefer, in mcldper ein \u00a9dpmargfpedpt fein Seft anlegte, maren tie gr\u00f6\u00dften \u00a9p\u00e4ne, meldpe er peraugarbeitete, 6 3obI lang unt l1/\u00ab 3bH breit, nidpt aber 1 $ug lang unt 1 3^ breit, mie Sedpffein fagt. \u00a9g gep\u00f6rt fdpon eine ungepeure $raft tagu, um jene \u00a9p\u00e4ne abgufpalten; mie grog unt garf m\u00fcgte ter \u00a9dpmargfpedpt fein, menu er 1 gug lange unt 1 3 oll tiefe \u00a9p\u00e4ne peraugarbeiten moHte!\"\n\u201e\u00aeag S\u00dfeibdpen arbeitet nur in ten Sormittaggftunten an tem Sefte ; Sadpmittagg gept eg feiner Saprung nadp. 3fl entlidp nadp bieler Stiipe unt gepn ; big oiergepnt\u00e4giger Arbeit tie jp\u00f6p; lung inmentig fertig, fo pat ge bon ter Unterfeite teg \u00a9ingangg gemeffen gegen 15 3ott in tie \u00dctiefe unt 8 3oH im SDurcpmeffer, bigmeilen einen 3o\u00fc mepr, bigmeilen meniger. inmentig ig ge f^gtatt gearbeitet, tag nirgentg ein \u00a9pan borgept. 2)er Soten bittet einen 2lbfdpnitt bon einer $ugel, feine ^a\u00efbfuge\u00ef, unt ig mit feinen ipolgfp\u00e4nen betedft. 2luf tiefem liegen tann trei big hier, feltener f\u00fcnf unt nodp feltener fedpg berp\u00e4ltnigm\u00e4gig Heine \u00a9ier. \u00a9ie gut i 3bH 5 big 6 Sinien lang unt 1 3b\u00fc 1 big 2 Sinien breit, fepr l\u00e4nglidp, oben ftarf gugeruntet, in ter Siitte baudptg, unten ftumpffpipig, fepr glattfcpalig, inmentig reinmeig unt augmentig fdp\u00f6n gl\u00e4ngentmeig, mie \u00a9mai\u00fce.\"","page":62},{"file":"p0063.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9d) margined)!\n63\n\u201ebatt\u00eet- t\u00bbev \u00a9d)margfbed)t fein SReft hoch anlegen, fo tl)ut er e\u00a7 gern. St habe e3 30 bi\u00ea 50 unb einmal nur 15 \u00a9den hod; gefel)en. Side, meiere tc^) fanb, maren in glattft\u00e4mmigen Suchen unb liefern, nie in anberen S\u00e4umen angelegt. (Sin f\u00fblc^e\u00ea 9Re\u00df mirb mehrere Sal)re gebraust, menn man and) bie Srut gerft\u00f6rt, ja felb\u00df \u00a9in\u00ea non ben Sllten ftte\u00dft. \u00a9\u00ea mirb aber jebe\u00eamal etma\u00f6 am\u00a7; gebeffert b. h- ber Kotl; ber jungen mirb ^erau\u00eagemorfen, nnb einige \u00a9p\u00e4ne merben mieber abgear= beitet. \u00a9\u00ea mad;t bem \u00a9d)margfbett gu oiel SR\u00fche, ein neue\u00ea SReft guredjt gu machen; aut ftnbet er gu menig paffenbe S\u00e4ume, al\u00ea ba\u00df er alle Sahre feine \u00a9ier in einen anbern Saum legen fodte. \u00a9in frifd)e\u00ea 3Ref\u00b1 \u00efann man fdjon non meitern an ben gel)n \u00a9eoiertfu\u00df meit Oerbreiteten \u00a9p\u00e2nen er\u00efennen. SDRit i^uen ift ber Soben bid^t beflreut, unb felbft beim erneuerten liegen einige \u00a9p\u00e4ne unten.\"\n\u201e3)ie\u00a3 gilt non allen \u00a9pedjten. S\u00f6er alfo ihre defter fud>en mill, brauet nur auf bem Soben nad) biefeit \u00a9bauen fiel) umgufeljen. S3ed^ftein ratzet, ba, mo man im SDR\u00e4rg ein g\u00e4rten ftarf fd^reieu h\u00f6re, in ben hohlen S\u00e4umen natgufud)en unb fagt, man m\u00fcrbe bann ba\u00a7 SReft gemi\u00df halb \u00dfnben. \u00a9\u00ea b\u00fcrfte $E)ie3 aber oft fel)r frudjtlo\u00ea fein; benn it habe bie \u00a9beerte bei ber Paarung eine halbe \u00a9tunbe meit oon ihrem SRefte fd^reien h\u00f6ren, unb nie eher ein SRe\u00df gefnnben, at\u00ea bi\u00eb id) auf bie \u00a9baue unter bem Saume aufmerffaut gemorbeu mar.\"\n3)a8 SMnnten l\u00f6ft ba\u00ea 2\u00dfeibd;en regelm\u00e4\u00dfig im Sr\u00fcten ab, bie 3eit aber, in melier \u00a3)ie\u00a7 gedieht, ift nicht genau beftimmt. SRein Sp\u00e4ter hat um acht Uhr SQRorgen\u00ea ba\u00a7 9Jt\u00e4nnd)en unb um neun Uhr noch ba\u00a7 SBeibd^en augetroffen, \u00a9emi\u00df ift nur, ba\u00df bas> S\u00dcR\u00e4nnten in ben SDRittag\u00e9^ unb 9Ratnrittag\u00a7\u00dfunben, ba\u00a7 StBeibcben aber m\u00e4hrenb ber gangen 9Rad)titnb in ben borgen; unb Slbenb= ftunben auf ben \u00a9iern ober Snngen ftfet. \u00a3)ie eben auj\u00a7gefrod)enen jungen fehen l)\u00f6t\u00df unf\u00f6rmlich au\u00ea. \u00a9ie finb nur auf bem Dberf\u00f6rper unb gmar gang fbatfam mit fdhmarggrauen \u00a3)unen befleibet, ihr Kopf erfdheint fehr gro\u00df unb ihr \u00a9d)nabel unOerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig bid. \u201eSagt man ba\u00a7 fie erm\u00e4rmenbe alte SDR\u00e4nnteu ober SBeibdhen Oon ihnen, fo geben fie einen gang eigenen, fd)mir= renben \u00a3on oon \u00dft, ber mit feinem anbern Sogeltaut Slehnlitfeit hat, unb nicht genau befd)rieben merben \u00efann. \u00a9inb fie etma\u00ea gr\u00f6\u00dfer, fo h\u00f6rt man biefe\u00ea \u00a9dhmirren ntd)t mehr oon ihnen.\" \u00a3)ie Sitten geberben fid) fehr beforgt, menu man ber Srut ft<h naht unb fl\u00f6\u00dfen eigent\u00fcmlich flagenbe \u00a3\u00f6ne au\u00ea. \u00a9ie finb, mie faft alle S\u00f6gel, in ber 9R\u00e4l)e be\u00a7 3Refte\u00ea meit meniger fd)cu, al\u00ea fonft unb fehen, ber Srut gu Siebe, ihre eigene \u00a9id)erheit au\u00ea ben Singen, ma3 \u00dfe gu anbern 3eitert niemals thun. \u00a9ieSungen merben, nad; meinet Sater\u00ea S3eobadhtungen, mit ben puppen ber 3Ro\u00df= unb braunroten Slmeifeoon beiben \u00a9Item unb gmar au\u00a7 bem Kropf gef\u00fcttert. \u201eSch habe alte, beim SRe\u00dfe gefd^offene \u00a9d)margfbed)te unterfud\u00df, mette ben gangen \u00a9d)\u00efunb bi\u00ea in ben \u00a9dhnabel Oolt foId;er Slmeifenpuppen hatten, \u00a9t\u00f6rt man bie Sungen nid\u00df, fo bleiben fie im SRe\u00dfe, bt\u00e9 fie o\u00f6ttig fliegen f\u00f6nnen, flettern aber innen an ben SB\u00e4nben ber -\u00eeip\u00f4hle auf unb nieber unb guden oft mit bem Kopfe gum 3Reft= lodhe herauf\"\nSei geeigneter pflege gelingt e3, jung au\u00ea bem SRefte genommene \u00a9tmargfpette l\u00e4ngere Soit am Seben gu erhalten unb in einem gemiffeu \u00a9rabe gu g\u00e4hmen. St erhielt im oorigen \u00a9om= mer brei biefer immer feltener merbenben S\u00f6gel, meld)e \u00dfpon faft au^ge\u00dfebert maren. SDer eine oon it;nen ftarb halb nach feiner SInfunft, nod) ehe er gelernt hatte, felbft\u00e4nbig gu freffen ; bie beiben anbern m\u00fcrben anf\u00e4nglich geftopft, gingen aber bann halb felb\u00df an bag gutter. Um \u00dfe gu gem\u00f6hnett, m\u00fcrben ihnen SImeifenpuppen auf ein b\u00fcnne\u00ea \u00a9raptneh gelegt, meld)e3 bie SDede ipre\u00ea einftmeiligen K\u00e4\u00dfg\u00a7 bilbete. \u00a9ie lernten halb, biefe puppen angufpie\u00dfen, unb man \u00efounte babei bie munberbare Semeglid)feit ihrer Suttge genau beobad;tcn. S\u00f6enu \u00dfe eine \u00a9teile Oon SRahrung gef\u00e4ubert hatten, tafteten \u00dfe mit biefem \u00fcberaus biegfamen SBer\u00efgeuge nach allen \u00a9eiten I\u00dfu auf bem SDrahtnehe umher unb bemegten babei bie 3un9c fo raf$h unb in fo ntand)fad)en SBinbungen, ba\u00df man unmid\u00ef\u00fcrlid; an bie Kr\u00fcmmungen unb SBinbungen eine\u00ea \u00efr\u00e2ftigen, bemeglid;en SBurm\u00ea erinnert m\u00fcrbe. Ratten \u00dfe eine Slmeifenpubhe entbedt, fo \u00efr\u00fcmmten \u00dfe bie 3rwge, richteten bie \u00a9f)ihe gegen bie ^uppe, ftredten bie 3uuge au\u00ea unb hatten bamit regelm\u00e4\u00dfig bie Sente fe\u00df angefpie\u00dft.","page":63},{"file":"p0064.txt","language":"de","ocr_de":"64\n\u00aeie (Sp\u00e4ter, ftettevrBgel. \u00a9pedjte.\n9kd;bent meine \u00a9efangenen orbentlid; frefftn gelernt Ratten, trurben fie in einen gro\u00dfen, eigen\u00bb f\u00fcr \u00a9ped;te t;evgerid)teten $\u00e4\u00dfg gebracht, 3n biefem befanben \u00dfd; bereit\u00ea \u00a9otb ; unb 23untfped;te, unb id; trar ihrethatber nicht gang ohne \u00a9orgeu. \u00aeie \u00a9d\u00dfrargfped;te geigten \u00dfd; jebod; h$# ter; tr\u00e4glid;. \u00a9ie fud;ten feine Sreunbfd;aft mit ihren S\u00dfertranbten angufn\u00fc^fen, mi\u00dfhanbetten ober M\u00e4\u00dfigten fie aber aud; nicht, fonbern betrad;teten fie h\u00f4d;ften\u00ea gteichgittig. 3>eber ber 93\u00f6get ging feinen eigenen 2\u00f6eg unb fd;ien \u00dfd; um beit aitbevn ntd^t gu f\u00fcmmern. SDer einzige Uebergri\u00df, tretd;en bie \u00a9d\u00dfrargfped\u00dfe \u00dfd; erlaubten, be\u00dfanb barin, ba\u00df \u00dfe ben \u00a9d\u00dfaffa\u00dfeit, tretd;eu bie \u00a9olbfped\u00dfe bi\u00ea bapm unbe\u00dfritten inne gehabt Ratten, in it>ren Se\u00dfh nahmen unb fortan behaupteten. 2>er \u00a9ingang gu biefem haften irar f\u00fcr \u00dfe 31t eng; \u00a3>ie\u00ea aber machte ihnen bureau\u00bb feinen Kummer; benn \u00dfe arbeiteten \u00dfcf; binnen trenigen \u00a3agen bie H\u00f6hlung fo gured;t, ba\u00df \u00dfe eben f\u00fcr \u00dfe paffeub mar. \u00a9egen Slbenb \u00dfhliipften \u00dfe regelm\u00e4\u00dfig in ba\u00ea innere, mie tor\u00e9er ber \u00a9o\u00efbfped;t e\u00ea getrau, unb jeber ton ihnen t;ing \u00dfd; an einer ber fenfrechten S\u00f6\u00e4nbe be\u00ea $aften\u00ea gum \u00a9d;Iafen auf. 3d) hattc Mcr beobachtet, ba\u00df bie \u00a9ped;te niemal\u00bb in anberer \u00a9te\u00ef\u00efung fchlafen unb be\u00eahalb bie S\u00df\u00e4nbe be\u00ea ^afteu\u00ea mit SBorfe benageln taffen; fomit maren \u00dfe ihnen gang bequem, unb \u00dfe fd;ieuen 3>ie\u00ea and; banfbar anguerfennen; benn m\u00e4prenb \u00dfe im \u00fcbrigen atte\u00ea .Spotgmerf gerft\u00f6rten, bie an bie 2lu\u00dfemn\u00fcnbe be\u00ea ^\u00e4\u00dfgg angenagelte 93orfe r\u00fccf\u00dfd;t\u00e4to\u00e4 abfeh\u00e4tten, fortir\u00e4hrenb an ben ihnen gur Unterhaltung gegebenen S\u00dfeiben\u00df\u00e4mmett h\u00e4mmerten unb fetb\u00df ba\u00ea i\u00f6alfenmerf be\u00ea $\u00e4\u00dfg\u00e4 bearbeiteten, foba\u00df e\u00ea gefdj\u00fcbt merben mu\u00dfte, lie\u00dfen \u00dfe ba\u00ea innere ipre\u00ea \u00a9d\u00dfafraum\u00bb unrerfehrt.\n3m Anf\u00e4nge ihrer @efangenfd;aft maren unfere \u00a9d;margfped;te gang \u00dfitt; gegen ben \u00a3>erbft hin aber rernahm man fehr oft ihre mot;Iflingenbe, meit f<hattenbe \u00a9timme.\nSeiber entfprad; ber \u00ae\u00e4\u00dfg bod; nod; nid;t alten 2lnforberungen. \u00a9r tag nidjt gefduiht genug, unb fo maren bie SS\u00f6get bem Bu3e 5U fehr au\u00eagefeht. \u00a9ie erf\u00e4tteteu fid;, befatnen Kr\u00e4mpfe, \u00dfeten tom \u00a9tamm prrab gum SSoben, tagen minutenlang \u00dfarr unb regung\u00eato\u00ea unten unb rerfd;iebeit enblid; unter berartigen ^tnf\u00e4tten. \u00a3)er gute^t $erenbenbe mar.\u00dfeben Monate in ber \u00a9efaugenfehaft gemefen.\n5)ie gr\u00f6\u00dften alter \u00a9pechte (Campephilus), meld;e mir 9liefenfped;te neunen motten, beiuohnen 9lmer.ifa. \u00a9ie haben einen fehr kr\u00e4ftigen Seib unb \u00aeopf, aber einen taugen unb b\u00fcnnen $at\u00ea. \u00a3)er ftarfe \u00a9chnabel i\u00df tang unb gerabe, bem unfere\u00ea \u00a9dhmargfped;te\u00ea im mefenttidjen \u00e4hnlich\u00bb. \u00a3)ie S\u00fc\u00dfe \u00dfnb fehr fr\u00e4ftig, bie furgen S\u00e4ufe unbe\u00dfebert; bie \u00e4u\u00dfere ^intergepe be\u00ea r\u00fcdf; m\u00e2rt\u00ea \u00dfehenben Spaare\u00ea i\u00df bie t\u00e4ngfte. Sl\u00fcget unh\u00a9d;mang \u00dfnb taug; in jenen i\u00df bie britte unb vierte \u00a9dringe bie t\u00e4ngfte. 2)a\u00ea \u00a9e\u00dfeber i\u00df fd\u00dfrarg, mei\u00df gegeid;net; bie \u00a3interfopffebern \u00dfnb gu einer \u00a7olte verl\u00e4ngert, bei ben M\u00e4nnchen fehr au\u00eagebilbet unb gr\u00f6\u00dftent^eit\u00e4 roth.\nBmei Wirten biefer \u00a9ippe \u00dfnb e\u00ea, metd;e ber \u00a9rm\u00e4hnung rerbienen: ber \u00aeaiferfped;t unb ber \u00a9tfenbeinfchnabel. \u00a9r\u00dferer (Campephilus imperialis) i\u00df fdjmarg, ein \u00a9d;ulter\u00dfreifen jeber; feit\u00ea unb bie \u00a9pi^enh\u00e4lfte ber ^iuter\u00dfhmingen, fomie bie Unterftiigetbedfeberu \u00dfnb reimrei\u00df, bie teueren am SSorberranbe fdjmarg gefteeft; ber \u00a3interhauptfd;opf ift beim M\u00e4nnchen fdjartachroth, beim Weibchen \u00dfhmarg. \u00a3>ie S\u00e4nge biefe\u00ea fRiefenrogel\u00ea betr\u00e4gt \u00fcber 25 Soll, ber Sittig mi\u00dft 12, ber \u00a9d;mang 9 Bott.\n\u00a3)er \u00a9lfenbeinfd;nabet (Campephilus principalis) ift bem $aifcrfped;t fehr \u00e4hntid; gef\u00e4rbt unb gegeid;net, aber bebeutenb Heiner. 2lud; er i\u00df fe\u00dfwarg ; ber feitlidh\u00ea ^a^\u00dfreifen beginnt aber fdjon hinter bem 2luge, unb im Sl\u00fcget finb nid;t bto\u00ea bie ^)interfchtx>ingen, fonbern aud; bie !\u00efRitte\u00effd;ttnngen reimrei\u00df unb bie Uirter\u00df\u00fcgetbedfebern licht fchttcu'\u00e8 geb\u00e4nbert. SDa\u00ea 2tuge ift leb; haft gelb, ber \u00a9chnabel elfenbeintrei\u00df, ber Su\u00df graublau. \u00a3>ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 21, bie 23reite 80, bie Sittigl\u00e4nge 10V2, bie \u00a9chmangt\u00e4nge 7% Bott.","page":64},{"file":"p0065.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9.djtoarg\u00eepedjt, \u00c6aiferfbedjt Glfen'beinf\u00e4jnabeT.\n65\n\u00a3)er \u00aeaiferft>ed;t be\u00efooljnt bal Fellgebirge unb ^orbfalifornien bil \u00a3ur \u00a9ren$e boit 3Rejifo; ber (Slf\u00e8nbeinfdjnabe\u00ef finbet fid) in ben ^Salbungen lang\u00e9 bel \u00fcftifftfftyf>i bil gnnt O\u00ef)io, bon $\u00eforiba bil iRor b Carolina unb in \u00a3ejal. lieber bal Seben bel (grf\u00eegenannten fehlen nod; aulf\u00fcl)rlid)e Seriate; ber (S\u00effenbeinfdjnabel aber ift bon ben amerifanifdjen Forfdjern gen\u00fcgenb befdjricben ioorben, unb f\u00a7 ift mieberum bor 5Wen 51 ububon, meld)er eine f\u00f6ftlid)e \u00a9djilberung feinel Sebenl liefert-\n25er (SIfenbeinfdjnabel (Campepbilus principalis). \u00ef/s ber nat. \u00a9r\u00f6\u00dfe.\n\u201e3^ \u00c7abe mir immer eingebi\u00efbet, ba\u00df in bem \u00a9efteber bel fjrac\u00c7tboI\u00efen t\u00eb\u00effenbeinfdjnabell Qrtib\u00fb\u00e9 ift, mal an ben @til unb bie Farbengebung 53an \u00a9txTl erinnert. 2)al bunfle @d)ibarg be\u00e9 Seibel, ber gro\u00dfe unb moi)! umfc^riebene mei\u00dfe Fleden auf ben Fl\u00fcgeln unb \u00ef\u00ef\u00eeaden, ber elfem beinerne @d\u00a7nabe\u00ef, bal reiche karminrot!) ber \u00a3olle unb bal gl\u00e4n^enbe \u00aee\u00efb bel 5lugel \u00c7at mir ftetl eine ober bie anbere jener f\u00fcljnen unb gro\u00dfartigen \u00a9djityfungen bei ^tnfell biefel unnad)a^mlid;en Z\u00fcnftler! bor mein geiftigel 51uge gur\u00fcdgef\u00fcljrt, unb meine 51nfid)t \u00a7at ftcfy fo tief in mir befeftigt,\n39reljm, \u00dcberleben. IV.\t^","page":65},{"file":"p0066.txt","language":"de","ocr_de":"66\n\u00aeie <Eft\u00e4her- ^Tettevto\u00f6^eT. Spechte.\nba\u00a7 id) fiet\u00e9, fo oft icfj einen Elfenbeinfd)nabel oon einem Saume gum aubcrtt fliegen fah, gu mir fagte^bort geht ein San . . . .\"\n\u201ed\u00f6oljl m\u00f6chte id) W\u00fcnfd)en, baff id) f\u00e4hig Vo\u00e4re, bie beoorgugteu Aufenthaltsorte beS Elfenbein; fd)nabet\u00a3 gu befd)reiben. Sd) Vo\u00fcnfd)te, bafj id) gufd^ilbern Oerm\u00f6d)te bie Ausbeutung jener tiefen \u2022Stor\u00e4fte, \u00fcBerfd^attet oon Millionen riefenl)after, bunfler \u00a9^reffen, treize it)re fiarren, moSbebedten $Weige auSftreden, als oB fie ben ftd) Dcg^enbett malten Wodten, ftid gu galten unb im SorauS bie Sd)ioierigf eiten gu beben\u00efen, Weld)e er gu \u00fcberwinben haben wirb, Wenn er tiefer in bie meift unnal); Baren \u00a3>eimlid)feiten einbringt \u2014 jener S\u00fcmpfe, Weld)e fid) meilenweit oor i\u00ef)m an\u00eabeljnen, in benert ber S\u00f6eg unterbrochen wirb burd) oorgeftredte rieftge \u00dfWeige, bnrd) gu Sobett geft\u00fcvgte Saumft\u00e4mme unb Saufenbe oon tletternben unb fid) oerfd)lingenben Sftangen ber \u00f6erfd)iebenften Art; id) Wodte, bafj ich \u00f6erft\u00e4nblid) machen f\u00f6nnte bie d\u00eeatur biefeS gef\u00e4hrlichen \u00a9runbeS: feine fumpftge unb fd)lammige SSefchaffenheit, bie Sch\u00f6nheit beS Oerr\u00e4therifd)en \u00a3eppid)\u00ea, toe\u00efdC;er auS ben veid)ften \u00fcdtofen, Sd()ioert; unb d\u00f4afferlilien gufammengeWebt ift, aber, fobalb er ben \u00a3>rud beS $u\u00a7eS erleibet, nach bem Seben beS Abenteurers oerlangt, unb bie hier unb ba ftd) finbenben Sichtungen, Weld)e gew\u00f6hnlich oon einem See buntlen fdhlammigen Staffers auSgefiidt fmb; idh Wodte, bajj ich fa^g to\u00e2re, meinen Sefern einen Segriff gu geben oon ber fdgo\u00fclen, heftigen Suft, Weld)e ben Einbring\u00efing faft gu erftideu bro^t, gumal in unfern $unbStagcu: aber jeber Serfud), baS 23ilb biefer g\u00ef\u00e2ngenben unb entfehlid)en Stor\u00e4fie gu geidhnen, ifl ein verfehlter; nur Eigene Anfd)auung oermag fie fennen gu lernen. Unb id) Void gur\u00fcdfel)ren gur Sefd)reibung beS Ber\u00fchmten Spechts ntit bem elfenbeinern Sd)nabel!\"\n\u201e\u00aeer glug biefeS SogelS ift \u00e4uferfi anmuthig, obgleich biefer feiten mehr als Wenige hunbert Eden au\u00a7gebel)nt wirb, eS fei benn, bafj er einen breiten $lufi gu \u00fcberfliegen h\u00fcbe. 2)ann ftreidht er in tiefen Skdenlinien bahin, inbem er bie Schwingen halb oo\u00ef\u00ef auSbreitet, halb ioieber flatternb bewegt, um ftd) oon neuem Weiter gu treiben. \u00a3)er Ucbergang Oon einem Saume gum anbern unb felbft, toenn bie Entfernung mehrere hunbert Eden betragen fodte, Wirb oerm\u00f6ge eines eingigen SdhWuttgeS angef\u00fchrt, vo\u00e4hrenb Welc^e\u00ea ber oon ber hofften Spi^e h^abfomntenbe S\u00f6gel eine gierlid)e Sogenlinte befd)reibt. biefem Augettblid entfaltet er bie oode Sd)\u00f6nt)eit fetneS \u00a9efieberS unb erf\u00fcdt jeben Sefdjauer mit Sergniigett. SiemalS ft\u00f6ft er einen Saut auS, fo lange er fliegt, eS fei benn, bafj bie Seit feinet) Siebe ge\u00efommett; fobalb er fiep aber an ben Untertheil beS Stammes angeh\u00e4ngt hat unb W\u00e4frenb er gu ben oberen feiten emporfieigt, oernimmt man feine bemerfettS; Voerthe, flare, laute unb angenehme Stimme unb gtoar auf betr\u00e4chtliche Entfernung, ungef\u00e4hr eine halbe Steile weit. SDiefe Stimme ober ber Sodton, Weidner burd) bie Silbe \u201eS\u00e4t\" auSgebriidt toerben fann, Wirb geVo\u00f6ljnlich breimal ioiebei'holt; aber ber S\u00f6gel l\u00e4fjt fie fo oft oernehmen, ba\u00a7 man fagen fann, er fd)reit io\u00e4hrenb beS gangen SageS nur wenige Stinuten nid)t. Seiber beg\u00fcnftigt folc\u00a3;e Eigenheit feine Serfolgung ungemein, unb gu biefer gibt bie irrige Sieinung, bafj er ein Serft\u00f6rer ber S\u00e4ume fei, nur gu oiel Serantaffung. \u00a3)agu fommt, baf feine fdh\u00f6nen $attbenfebern einen beliebten \u00aeriegSfd)mud ber Snbianer bilben, unb bafj er beSfalb auch oon ben 3^othh\u00e4uten eifrig oerfotgt wirb. 2)ie dteifenben ader S\u00f6lfer ftnb erf)idht auf biefen Sdhnutd unb taufen oon ben S\u00e4gern gur Erinnerung bie ^\u00f6fjfe be3 ^r\u00e4dhtigen Sogel\u00ea. S\u00abh traf ^\u00e4u^tlinge ber Subianer, beren ganger \u00a9\u00fcrtel bi^t mit ben Schn\u00e4beln unb Rauben be\u00ea Elfenbeinfchnabel\u00ea bebedt War.\"\n\u201eS$ie anbere feiner Familie lebt aud) biefer Sf)ed)t gew\u00f6hnlich haarWetfe, Wenigften\u00ea bann, Wenn bie Sungen felbft\u00e4nbig geworben ftnb, unb Wahrfdjeinlid) W\u00e4hrt feine Ehe bie gange Seben\u00ebgeit. Stau ficht beibe \u00a9atten ftet\u00e9 gufammen. SDa\u00ea S^eibd)en ertennt man baran, ba^ e\u00a7 fdhreiluftiger unb Oorfid)tiger al\u00ea ba\u00ea St\u00e4nncljen ift. 2)ie ^orthflangung beginnt fr\u00fcher, al\u00a7 bei anbern Spechten, fd)on im St\u00e4rg. SDa\u00a7 Seft Wirb, Wie ich. glaube, immer in bem Stamm eine\u00ea lebenben Saume\u00ea angelegt, am liebfiett in einer Efche, regelm\u00e4fig in bebeutenber ^>\u00f6he. 5)ie S\u00f6gel finb fehr oorftdhtig in ber S3al)i be\u00ea Saume\u00ea unb be\u00ea Slnlagehunfte\u00ea ber ^\u00f6^le, Weil fie 3uimdgegogenheit lieben unb ihre Sefter oor bem dtegen gefdh\u00fcht Voiffen Woden, \u00a9e^halb ift ber Eingang gew\u00f6hnlich unmittelbar","page":66},{"file":"p0067.txt","language":"de","ocr_de":"Slfenbetnf djnabel.\n67\nunter ber SerbinbungSftelle eines gro\u00dfen BtoeigeS in ben \u00a9tamm genauen. 3e nad) ben Umfi\u00e4nben tft bie $\u00f6hlung mehr ober Weniger tief, manchmal nidjt tiefer a\u00efs geljn Bo\u00ef\u00ef, gutoeilen aber aud) bis p brei $ufj unb mepr. \u00a3)er \u00a3)urdjmeffer ber SiRefthohle, Welche id) unterfucpte, Betrug etwa 7 Boit ; baS \u00a9ingangS\u00efod) ift febod) nie gr\u00f6\u00dfer, a\u00efs baf; ber Sogel gerabe einfdjl\u00fcpfen farnt. Seibe \u00a9atten beS I\u00c7aareS arbeiten an ber 5luSh\u00f4I)Iung unb \u00ef\u00f4fen fid) toedbfelfeitig ab. S\u00df\u00e4ljreub ber eine meife\u00eft, Wartet ber anbere aufjen unb feuert i\u00efjn an. 3dj habe mid) an S\u00e4ume hevangefd)Iichen, to\u00e2l)renb bie (Spechte gerabe mit bem Sau ipreS \u00a3Refte\u00ea befd)\u00e4ftigt Waren, unb Wenn id) mein \u00a3)hr gegen bie Sftinbe legte, fonnte id; beut\u00efid) jeben \u00a9<hlag; toeld)en fie ausf\u00fchrten, oernehmen. Bweimal habe id) beobachtet, baf) bie \u00a9lfenbeinfd)n\u00e4bel, uad)bem fie mich am $ufjc beS Saumes gefehen hatten, baS SReft Oerliefjen. 3\u00ab \u00dfentudfy unb, 3nbiana br\u00fcten fie feiten mehr als einmal im 3^hre, \u2122 ben f\u00fcblid)en (Staaten gineimal. 2)aS erfte \u00a9efege befteht gew\u00f6hnlich auS fed)S \u00a9iern non reintoeifjer $arbe, ineiche auf einigen (Sp\u00e4nen am \u00a9runbe ber $\u00f6l)le gelegt inerben. SDie 3ungen jtel)t man fdjon niergchn Sage nor ihrem SluSfliegen gum \u00a9ingangS\u00efod) herauSfd)auen. 3fto Sugenb\u00efleib \u00e4hnelt bem beS 2\u00f6eibd)enS, hoch fel)It ihnen nod) bieipolle; biefe aber in\u00e4chft rafch heran, unb gegen ben-Jperbft hin gleichen fie ihrer \u00e4Rutter fehon fel)r. \u00a3)ie 2R\u00e4nnd)en erhalten bie (Sch\u00f6nheit tyxt\u00eb \u00a9efieberS erfi im n\u00e4dhften Fr\u00fchjahr.\"\n\u201e\u00a3)ie Nahrung befielt I)auptf\u00e4d)Iich in K\u00e4fern, Sarnen unb gro\u00dfen St\u00fcrmern; fobalb aber bie Seeren in ben S\u00df\u00e4lbern reifen, frifjt ber Sogei gierig non biefen. 3<h habe gefehett, ba\u00a7 er fich mit ben SR\u00e4geln au bie S\u00dfeinreben h\u00e4ngt, in berfelben Stellung inie unfere Steifen. 9lud) ^3erfimou; pflaumen fud)t er fid) gufammen, inenn biefe grud)t gereift ift; niemals aber geht er \u00aeorn ober @artenfr\u00fcd;te an, obgleich man ihn guioeiten auf ben in ben \u00a9etreibefelbern'\u2019fie\u00efjenben S\u00e4umen arbeiten fie^t. \u00a9eine \u00aeraft ift fo grofj, ba| er fRinbenft\u00fcdd)en non fieben bis acht 3o\u00fc S\u00e4nge mit einem eingigen \u00a9d)Iage beS m\u00e4chtigen \u00a9d)nabetS abfpalten fann, unb inenn er einmal bei einem b\u00fcrreu Saum begonnen hat, fd^\u00e4lt er oft bie fRinbe auf gtoangig bis breiig $ufj fl\u00e4che in wenigen \u00a9tunben ab.\"\n\u201e2\u00f6enn er oertounbet W\u00fcrbe unb gum Soben fiel, fud)t er fo fd)netl als m\u00f6glich einen naf)e= ftepenben Saum gu erreichen unb fieigt au ihm mit ber gr\u00f6\u00dften \u00a9d)nedigfeit bis gu ben \u00a9ipfelgtoeigen empor, budt fid) nieber unb nerftedt fid) hier\u00ab S\u00df\u00e4l)renb er auffteigt, bewegt er ftd) in \u00a9d)rauben; linien runb um ben Saum unb ft\u00f6fjt bei jebem \u00a9prunge faft fein ,,^\u00e4t p\u00e4t p\u00e4t\" auS, fepineigt aber, fobalb er einen fidjern $lah erreicht'e. S\u00f6btlid) oertounbet, trallt er fid) oft fo feft in bie D\u00eeinbe, baf; er noch mehrere \u00a9tunben nach feinem Sobe h\u00e4ngen bleibt. S\u00dfenn man il)n mit ber .Jpanb fa\u00a7t, fo lange er nod) lebt, oerwunbet er heftig mit bem \u00a9d^nabel unb ben flauen, ft\u00f6fft aber habet traurige unb fl\u00e4glidhe \u00a9chreie auS.\"\nS\u00d6ilfon oerfud)te einen \u00a9lfenbeinfd)nabel in ber \u00a9efangenfdhaft gu halten, fanb aber, baf) SDieS feine \u00a9d)toierigfeiten hat. \u00a3)er in fRebe ftehenbe \u00a9pecht War ein alter Sogei, Welcher erft oertounbet unb bann ergriffen tourbe, \u00a9r fd)rie in ber bereits angegebenen SBeife toie ein \u00efleineS $inb unb erfchredte baburch baS S\u00dfferb S\u00dfilfon\u2019S fo, baf) eS feinen Leiter in SebenSgefahr brachte. 911S biefer mit feinem fdbjreienben S\u00f6gel burd) bie \u00a9tragen oon S\u00dfilmington ritt, rannten alle S\u00dfeiber \u00e4ngftlid) an Xp\u00fcr unb f\u00c7enfter, um fich \u00fcber ben entfeplidhen S\u00e4rm gu unterridhten, unb oor bem S3irt\u00ef)\u00eahauS mu\u00a7te unfer fyorfcher ein toahreS ^reugfeuer oon ^ageit auShalten. \u00a9chlie^lid) brad^te er ben \u00a9Ifem beinfcpnabel auf feinem Bimmer unter unb Oerliefj baffelbe, um f\u00fcr fein fRof; \u00a9orge gu tragen. 21IS er nach etwa einer \u00a9tunbe gur\u00fcdfehrte, fanb er, bajg ber gewaltige Sogei fidh beinah f^n befreit patte, \u00a9r War an ben \u00a9eW\u00e4nbeit beS f^enfterS emporgeflettert unb hatte bie Bmtmerto\u00e4nbe faft burdhbrod)en. SDa S5tlfon ihn geid^nen Wollte, oergieh er ipm ben f^lud^t\u00fcerfuch nnb banb ihn, um einen ferneren gu oerh\u00fcten, mit einer $ette an baS btde Sein eines 9RahagonitifcheS. hierauf oer!ie\u00a7 er baS Biwntei* abermals, um gutter gu fudben. Seim 3u^\u00fc^^mmen oernahm er fdjou auf ber Srcppe, ba^ ber \u00a9pecht Wieber arbeitete, unb als er in baS dimmer trat, fah er gu feinem \u00a9ntfe^en ben \u00efifd) anftatt auf oier, nur nodj auf brei Seinen flehen. SB\u00e4hrenb S\u00f6ilfon geidhnete, brachte\n5*","page":67},{"file":"p0068.txt","language":"de","ocr_de":"68\n5tie \u00a9p\u00e4her. \u00dflettero\u00f6gel. fpel)evfped)te-\nil)m ber unVvtUigc 35oge\u00ef mehrere \u00a9Zunben bei unb betunbete \u00fcBer^au^t einen fo ebe\u00efn unb freil)eitl; liebettben \u00a9inn, baf? ber $orfd)er mehr all einmal baran backte, il)n in [eine \u00a9Z\u00e4lber gur\u00fcdfgubringen. Dal il)m bargereidbte gutter oerfcl)m\u00e4hete er g\u00e4nzlich* unb fo erlag er fd)on am britten Stage ben Selben ber \u00a9efangenfdhaft.\n* *\n*\nDie ^epeofpechte (Melanerpes) geiepnen ftd) Weniger burep \u00fc)re \u00a9r\u00f6fje, all burd) bie ptrben; prad)t ii)rel \u00a9efieberl aul. @ie ftnb kr\u00e4ftig gebaut, grofjt\u00f6pfig unb lurzp\u00e4lftg. Der \u00a9cpnabel ift gerate, am \u00a9runbe breiter all auf ber prfte gem\u00f6lbt, an ben Zaubern ftar! eingegogen, auf; faldenb megen t>ier gleicplaufenber Seifigen, treidle oberhalb unb unterhalb ber Stafenl\u00f6dher ent; [bringen, ftd; bi\u00ab gegen bie Dritte bel \u00a9d)nabell l^inaie^en unb ziepen ftep ^optleplen bilben. Der Sauf ift fo laug, all bie \u00a9Zenbegepe mit Stage!. x 3m pttig fiub bie feierte unb f\u00fcnfte \u00a9dringe unter fiep gleich lang unb bie l\u00e4ngften. Der \u00a9cpmang ift fepr gerunbet, ein Heiner Sting um bie Slugen ift unbeftebert. \u00a9cpmarg mit [Roth ober Stotp mit 3Bei^ ftnb bie oorperrfepenben f\u00e4rben, Die ^ier^er gu g\u00e4plenben Slrten geh\u00f6ren bem korben unb \u00a9\u00fcben \u00a9m\u00e9ritai an.\nDer befauntefte aller ^eperfpeepte ift ber'Stotptopf (Melanerpes erythrocephalus). $opf unb \u00a3all ftnb podhrott), ber \u00ab\u00d6lantel, bie \u00a9dringen unb ber \u00a9cpmang rabenfepmarg, bie hinter* [dringen, ber \u00a9\u00fcrgel unb bie Unterfeite reinmeip Dal Singe ift nupraun, ber \u00a9chnabel unb bie pp ftnb bl\u00e4ulicpfcpmarz. Dal \u00a9Zeibcpen ift etmal Heiner unb minber lebhaft gef\u00e4rbt all bal M\u00e4nnchen. \u00abBei ben jungen ftnb \u00aeopf, \u00a3all, \u00a9tantel unb \u00a9ruft erbbraun, burep fepmargbraune \u00a9loubfleden gezeichnet, bie SBorberfepmingen fepmargbraun, bie fpinterfepmingen r\u00f6tplicpmeip gegen bie \u00a9pipe hin fepmargbraun geb\u00e4nbert, bie \u00a9teuerfebern buitlelbraun fpmarg. Die S\u00e4nge betr\u00e4gt 9, bie \u00a9reite 17, bie pttigl\u00e4nge 4%, bie \u00a9cpmangl\u00e4nge 23/4 3o\u00f6.\nw(\u00a33 gibt bietleicht leinen \u00a9ogel in Storbamerita\", behauptet \u00a9Zilfon, \u201eWelcher befannter m\u00e4re, al\u00ab ber Stotptopf. \u00a9ein breifarbigel \u00a9efieber ift fo begeiepnenb, feine r\u00e4uberifchen \u00a9itten ftnb fo belannt, unb er ift auprbem fo h\u00e4ufig, bajj jebel \u00c4tnb Oon ihm zu erz\u00e4hlen meip\" Der Stotptopf oerbreitet ftd) \u00fcber ben ganzen korben \u00a9m\u00e9ritai. \u00a9tan jteht ipn nacp \u00a9erfteperung bei \u00a9rinzen oon \u00a9Zieb an allen \u00df\u00e4utten ftpen, an ben \u00a9pipen ober an ben \u00a9t\u00e4tumen einel \u00a9aumel h\u00e4ngen ober am \u00a9etourzel umhertlettern unb nacp \u00c4erbtpteren [neben, \u201e\u00a9lau barf ihn\", fagt Slububott, \u201eall einen \u00a9tanboogel ber \u00a9ereinigten \u00a9taaten betrachten, ba er in ben [\u00fcblichen Dpeilen berfelben to\u00e4prenb bei ganzen \u00a9Zinter! gefunben mirb unb bort auch im \u00a9ommer br\u00fctet. Die grofe \u00a9teprgapl feiner Slrt aber maubert im \u00a9eptember oon nul meg unb zmar bei Stacptl. \u00a9ie fliegen bann [ehr hoch \u00fcber ben \u00a9\u00e4umen ba^in, gefeUfcpaftlid; unb hoch feber f\u00fcr fiep, einem gerfprengten \u00a3eere oer; gleichbar, unb ftofen einen befonberu, feparfen Saut au\u00ab, melden man fonft niept oernimmt, gteichfam in ber \u00a9bftept, ftch gegenfeitig aufzumuntern, \u00a9lit Stageigrauen l\u00e4\u00dft ftch \u00a9efe\u00ef\u00effdhaft auf ben \u00a9Zipfeln ber abgeftorbenen \u00a9\u00e4ume um bie \u00a9flangungcn nieber unb ocrmeilt ^tev, ptter [ud)enb, bil Zu \u00a9onnenuntergang. Dann fieigt einer nach bem anbern mieber empor unb fept feine Steife fort.\"\n\u201e\u00a9lit Stulnapme ber \u00a9potibroffel tenue id) leinen fo Reitern unb fr\u00f6hlichen \u00a9oget, mie biefen \u00a9ped)t. \u00a9ein ganzel geben ift peube. \u00a9r ftnbet \u00fcberall Staprung in \u00a9lenge unb allerorten paffenbe \u00a9iftpl\u00e4pe. SDie geringe Arbeit, metdhe er tpun mup mirb f\u00fcr it)n zu einer neuen Duelle oon \u00a9ergn\u00fcgen; benn er arbeitet nur, um ftch entmeber bie zurteften Sedereiett zu ermerben ober um xeine \u00a9Zopnung ^u Zimmern f\u00fcr ftd), f\u00fcr feine (Sier ober feine pmilie. Den \u00a9lenfcEjen f\u00fcrd)tet er, mie el fcheint, burdhaul nicht, obgleid) er leinen fdhiimnteren f\u00c7einb hat, all gerabe ihn. \u00a9Zenn er auf einem Baunlpfapl am \u00a9Zege ober im f^elbe ftp unb SZananb ftch ipm n\u00e4pert, brep er ftd) lattgfam auf bie anbere \u00a9eite bei \u00a9fahl\u00ab, Oerbirgt ftch\tab unb zu oorftdpig heroor, all mode er bie \u00a9bftdht bei \u00a9lenfd;en\nerfp\u00e2pen. @e^t biefer ruhig Oor\u00fcber, fo h\u00fcpft er auf bie \u00a9pip bel \u00a9fapl\u00ea unb trommelt, all mode er","page":68},{"file":"p0069.txt","language":"de","ocr_de":"91 o 11> f o Df.\n69\nfid> begl\u00fcdto\u00fcnfdjen \u00fcber bcn (SrfoTg feiner Sift. Sciljert man fid; ip, fo fliegt er gu bemn\u00e4d;ften ober gtoeitnpften SW, Ij\u00e4ngt ftd) bort an, trommelt toieber unb fdjeint fo feinen \u00a9egner f\u00f6rmlich \u00c7erau\u00ea: guforbern. @ar nid;t fetten erfdjeint er bei unb auf ben Raufern, \u00abeitert an ipen prum, \u00abopft auf bie \u00a9d)inbeln, ft\u00f6\u00a3t einen \u00a9d;rci au3 unb fentt fid; bann nacf) bem \u00a9arten pab, um bort bie beften Leeren gu plitnbern, toe\u00efd;e er entbecfen fann.\"\n\u201e3d; toollte Sdemanb ratzen, bem fftotpbf irgenb einen Obf\u00eegarten pet\u00e9gugeben; benn er n\u00e4pt ftd) nic^t bto3 oon allen Wirten ber gr\u00fc\u00dfte, fonbern gerft\u00f6rt aud; nebenbei nod; eine grofje Menge berfeiben. \u00a3ie \u00dfirfdjenftnb\u00efaum ger\u00f6tet, fo ftnb au<$ fdjon biefe 3S\u00f6gel ba: fie \u00efommen Donatien \u00a9eiten meilenweit t;erbei unb leeren einen Saum auf ba\u00a7 @r\u00fcnblid)fte ab. S\u00f6enn einmal einer erfreuen ift unb bie erfte $irfd;e du\u00eageffriirt \u00a7at, ft\u00f6\u00a3t er feinen Sodton au\u00a7, toipt. mit bem \u00a9cpange, nidt mit bem \u00aeopfe unb pt fid; i^rer im n\u00e4d)fien 51ugenblid bem\u00e4d)tigt. \u00a3>at er genug, fo belabet er feinen\n\u00a9c^nabel nod; mit einer ober gioeien unb fliegt bem Scefte gu, um feinen Suttgen aud; \u00a9ttoaS gu bringen.\"\n\u201e\u00a93 ift gerabegu unm\u00f6glich, bie 3at;t ber SRotppfe, toeldje man in einem \u00a9ommer fte^t, gu fdj\u00e4pn: fo Diel \u00efann id; aber beftimmt oerftcprn, baf; iper pnbert an einem Xage oon einem eingigeu \u00c6irfdjbaum herunter gefcpffen tourben. 3Had> ben \u00dfirfdjen toerben Sirnen, SMP, Sieget, geigen, Maulbeeren unb felbft \u00a9rbfen angegangen, unb Oon ben Serlo\u00fcftungen, Welche bie fftotppe in bem $orn anricpn, mi\u00df id; gar nid)t reben, au\u00ea gurdjt, 2f)iere, Welche gioar in bicfer \u00abf?infid;t fdplbig ftnb, anbererfeit\u00ea aber aud; \u00fcberaus gute \u00a9igenfdjaften befreit, nod; mep anguflagen. . . . \u00aeie Slept, Welche fie oergepen, pflegen einer fonberbaren S\u00dfeife ioeggutragen. \u00a9ie ftofen tt\u00e4mlid; tpen ge\u00f6ffneten \u00a9cpabel mit aller \u00a9eioalt in bie grucp, reifen fte ab, fliegen bann mit ip auf einen 3aunpfaP ober Saum unb gerft\u00fcdeln fte bort mit Mufe. 2Iud) nod; eine anbere fd;Ietp \u00a9ittc pben fte: fte fangen bie \u00a9ier \u00abeiner S\u00f6gel au3. 3\u00ab tiefem 3toed befugen fte fep flei\u00dfig bie 9^if\u00ee=\nSer 9\u00eeot\u00ef)\u00efoM (Melanerpes erythrocephalus). 1/3 ber Hat. @r\u00f6\u00a7e.","page":69},{"file":"p0070.txt","language":"de","ocr_de":"70\n2)ie (Sp\u00e4ter. K\u00efetterooge\u00ef. 4?eberfped(jte.\n\u00ef\u00e2ften, meld)e gu \u00a9unfien ber \u00a9egler unb Slauo\u00f6gel aufgelegt Perben, aud; mohl bie \u00eeaubenh\u00e2ttfer, unb feiten t\u00efjun fie eS ohne \u00a9rfolg.\"\n,,2Iber maS fie auch tl)im m\u00f6gen, Reiter ftnb fie ftetS. Kaum haben ftc ihren junger geftidt, fo bereinigen fte ftd; gu deinen \u00a9efedfchaften auf ber \u00a9pi\u00a3e unb ben Steigen eines abgeftorbenen SaumeS unb beginnen OonhierauS eine fonberbare 3>agb auf oor\u00fcberfdegcnbe Kerbtiere, inbem fie ftdh adjt ober gm\u00f6lf (SHen weit auf fte herabft\u00fcrgen, gumeilen bie f\u00fcnften \u00a9chmenhtngen ausf\u00fchren unb, nad)bem fte ihre Seute gefaxt, lieber gum Saunt gur\u00fcdfehrett unb einen freubigen \u00a9chrei au\u00eaftogen. Bumeilett jagt einer fpielenb ben anbern in einer pdjft angiehenbett Steife; bettn m\u00e4hrenb fie bie meiten, fd^\u00f6it gefd)Untngenen Sogen befd^reiben, entfalten fte bid Oode ^3vad^t ihres \u00a9efieberS unb geh\u00f6ren baburd) ein \u00fcberaus angenehmes \u00a9djaufpiel. Stenn fte bon einem Saum gum anbern fliegen, ift ihre Semegung gleichfam nur ein einiger \u00a9dhmung. \u00a9ie \u00f6ffnen bie gl\u00fcgcl, fenfen ft cp herab unb \u00a7eben ftdh, in ber \u00fcft\u00e4he beS \u00a9tantmeS angelangt, langfam mieber empor. Klctternb beioegen fie ftdh aufm\u00e4rtS, feitm\u00e4rtS unb r\u00fcdm\u00e4rtS, anfcbeiuenb ohne jeglidjc \u00a9djmierigfeit, aber feiten (?) mit bem Kopfe nacd> unten gerietet, mie Kleiber unb manche anbere \u00a9ped;te gu tljun pflegen. 3hre \u00a9chmittgungen bon einem Saume gum anbern gef\u00e4chen, mie man meinen m\u00f6chte, h\u00e4ufig in ber Sbftdjt, einen anbern ihrer 2lrt angugreifen. tiefer aber meig feinen \u00a9egner, Oant feiner unenblic^en \u00a9eibanbt^eit, immer gu foppen, inbem er mit erstaunlicher \u00a9djnedigfeit runb um ben Saum Ilettert.\"\n\u201e\u00a9eiten finbet man ein neu angelegtes ffteft; gem\u00f6hnlidh begn\u00fcgt ftd^ baS $aar, menu eS br\u00fcten tb\u00fctt, mit einem alten, meldjeS ein mettig auSgebeffert unb etmaS tiefer auSgehauen mirb. B^re dtefts h\u00f6hlen finbet man in febem abgeftorbenen Saume, oft gehn ober gtb\u00f6lf in einem eingigett \u00a9tamnie, einige eben angefangen, einige tiefer auSgenteifelt unb anbere oodenbet. \u00a9r\u00fcne ober lebenbe S\u00e4ume merben fo feiten benu^t, bag ich mich leineS erinnern famt, melier ein \u00dctiftlocp biefer \u00a9pecf>tart gehabt h\u00e4tte.... Souiftana unb Kentudp br\u00fctet ber Ototpfopf gmeintal im Saufe beS Sa^reS, in ben mittleren \u00a9taaten gem\u00f6^nlicp nur einmal. OaS Steibdjen legt gtoci bis fed)S reins meige unb burcfyfcfyeitteube (Sier, gumeilen in ^\u00f6plen, mclcpe nur 6 $ug \u00fcber bem Soben eingemeifelt iourben, gumeilen in fold;en, meld^e fo hobt) angebracht m\u00fcrben, als m\u00f6glid>\" dtad) Steif ott\u2019S Ser= fidt)erung hat bie Srut beS dtothtopfs in ber fdhmargen Matter (Coluber constrictor) eine furchtbare Seinbin. Oiefe \u00a9erlange minbet ftd; ^\u00e4u-ftg att ben ^\u00f6d)ften Saumft\u00e4mmen empor, bringt itt baS frieblidje Kinbergimmer beS \u00a9ped^teS, Oerfchlingt hier bie (gier ober bie h^fen jungen, 5Inge= ftchtS ber \u00e4ngftlid) fchreienbett unb umherflatternben \u00a9It\u00e9ra, unb legt fleh \u00f6ann, foenn &er Staunt grog genug if, gufammeugeringelt in baS dteft, um bie Serbauung abgumarten. Oer \u00a9dmlbube, metcher feinen $atS magte, um ein \u00dcJteft biefeS \u00a9pedjteS auSguhebctt, finbet fiel) oft nicht menig entt\u00e4ufd)t, menu er feine \u00a3>attb in bie .fp\u00f6hle ftedt unb anftatt ber 3>mtgen bie entfehlidje \u00a9dr\u00e4nge pacft. \u00a9r hat bann gem\u00f6hnltd) nichts Eiligeres gu thuit, als ohne ade Ob\u00fcdficbt auf \u00a9lieber unb Seinlleiber am \u00a9tamnte heruntergurutfdjen unb oerl\u00e4gt fchrederf\u00fcdt fo fdme\u00cf\u00cf als m\u00f6glid; ben Saum.\n(5S tr\u00e4gt gur Seroodfi\u00e4ttbigung unferer \u00aeemttnig ber \u00a7el)erfped)te bei, menu ich ^er n\u00b0dh einer anbern 9Irt ber \u00a9ruppe \u00a9rm\u00e4hnung thue. 3tt Kalifornien uttb Sbefifo mirb ber Bbothfopf bttreh einen Sermanbten (Melanerpes formicivorus) Ocrtreten, melden mir \u00a9ammelfpecht nennen moden. SDie Oberfeite ift fd^marg, bie \u00a9tirn, ein f^Ied auf ben Sorberfd;miitgen, ber Bttnenfaunt ber hinter; fchmingen unb ber S\u00fcrgel ftnb meig ; ber Oberfopf bis gum \u00a9enid ift hod;rcth, bie Kehle unb ein Sruftbanb ftnb fchmarg; ein ^elb, melcheS bie fd;marge Keple umgibt, ift fchmefelgelb ; bie Sruft unb bie \u00a9eiten ftnb meig, fchmarg in bie S\u00e4nge geftrid^elt. OaS Sluge ift gelb, ber \u00a9d\u00c8\u00bbnabeI unb bie Seine ftnb fchmarg. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 9, bie f^ittigl\u00e4nge 5V4, bie \u00a9dhmattgl\u00e4nge 2V4 3dd.\n\u201eOer \u00a9ammelfpecht\", fagt ^eermann, \u201eift ber h\u00e4ufigfteunb l\u00e4rntenbfle ader \u00a9ped^te Ka(ifor= nienS. Som h\u00f6chften 3tt>eige eines Saumes aus, auf bem er gu ftfeen pflegt, fd^mingt er ftdh pl\u00f6^lidh uadh unten herab, ein Kerbthier oerfolgenb, lehrt, itad;bem er eS ergriffen, gu feinem fr\u00fcheren ^\u00dffa^e","page":70},{"file":"p0071.txt","language":"de","ocr_de":"gtoth\u00efohf. \u00a9ammelfhecbt.\n71\ngur\u00fcd urtb Beginnt Wenige Slugenblide fp\u00e4ter eine \u00e4hnliche 3agb. 3w ^erbft aber befd^\u00e4ftigt er \u00dfd; [ebv eifrig bamit, Heine Soever in bie Olinbe ber (Sitten unb giften gu bohren unb in i^nen (Sitbeln aufgufyeichern. 3n jebe^ 2od; fommt eine eichet, unb fte Wirb fo feft eingeh\u00e4ngt, ba\u00df fte nur mit gjt\u00fc^e herauggegogen werben fann. 3uWeiten gewinnt bie Sltnbe eineg rieftgen Slabetbaumeg ben Slnfdjein, atg fei fte bid;t mit Srongen\u00e4geln befd;lageut Oiefe (Sicheln Werben in fe$r gro\u00dfer SOtenge aufgefpeicbert unb ern\u00e4hren w\u00e4^renb beg S\u00dfinterg nicht nur ben \u00a9hod;t, fonbertt aud; \u00a9ici)2 h\u00f6mdhen, OTufc, \u00a3ct;er tc., treibe biefe Son\u00e4the fe\u00a7r \u00dfarf mitnehnteij.\"\nftclth berbollft\u00e4nbigt biefe Ingaben, \u201eSeim 9lbfd;\u00e4len ber S\u00fcnbe cineg Saumeg\", fagt er, \u201e berner! te id), ba\u00df fte g\u00e4nglid; bur^l\u00f6d^ert war. Oie S\u00f6c^er Waren gr\u00f6\u00dfer afg bie, Welche eine S\u00fcchfem fuge! herborbringt unb fo regelm\u00e4\u00dfig, atg h\u00e4tte man fte mit $ilfe bon Sineal unb \u00e2irfel eing\u00e9bo\u00c7rt. Snete bon ihnen Waren auf bie nettefte S\u00dfeife mit \u00a9id;ein angef\u00fcllt. 3d; hatte fd;on fr\u00fcher ber= gleichen 2\u00f6d;er in ben meiften Weiteren S\u00e4umen Wahrgenommen, aber geglaubt, ba\u00df fte bon \u00aeerb; gieren l)errii\u00a7rten unb mir nicht bie SJt\u00fche gegeben, fie genauer gu unterfud;en. Oa ich fte nun aber mit feft barin ftedenben \u00a9id;etn, Wetd;e ber S\u00dfinb nicht hatte ^ineittWe^en f\u00f6nnen, Wie befd^Iagen fanb, fo fudjte ich ben Urfprung gu erforfd)en. Oie \u00a9rfl\u00e4ruug W\u00fcrbe mir bon einem ffreunbe gegeben, Welker auf einen faltig bon \u00a9hed;ten, ber mit bem \u00a9iubriugen feiner 2Binterborr\u00e4t\u00a7e emftg befd;\u00e4ftigt war, hinwieg. 3d; folgerte nunmehr, ba\u00df ber Huge Sogei nidjt immer gWedlog arbeitet, fonbern ben (Sommer bamit hinbringt, bie S\u00f6djer gu bohren, in benen er \u00a9peifeborr\u00e4t^e f\u00fcr ben hinter fammelt. \u00a9ort tarnt bag SBetter biefen Weber \u00a9tWag an^aben, nod; fte bem \u00a9hechte ttngug\u00e4nglid; madden. Oft habe ich bie Soge! in ber Sl\u00e4he belaufet, Wie fie mit \u00a9idjeln im \u00a9c^nabel, halb ftd; anflammernb, halb fliegenb, einen Saum umtreiften, unb id; habe bie \u00a9efd>idlid>\u00efeit bewunbert, mit ber fte ber\u00ab fitesten, ihre \u00a9ichet in ein Sod; nad; bem attbern eiugutlemmen, big fte ein\u00bb bon haffenbent Umfange gefunbett hatten, \u00a9ie ftedten bie \u00a9id;et mit bem fpi^en \u00a9nbe guerft ^tnein unb floaten fte bann tunftgeredht mit bem \u00a9djnabel feft. hierauf flogen fte Weg, um eine anbere gu holen. Slber bag \u00a9efdj\u00e4ft biefeg Sogelg erfdjeint noch merfw\u00fcrbtger, Wenn man ber\u00fcdftdhtigt, ba\u00df er nur foldhe \u00a9idheln W\u00e4hlt, Weld;e gefttnb unb beUfcrnig ftnb. derjenige, Weidner folche Fr\u00fcchte gum H\u00f6ften fammelt, lieft immer eine bebcuteube Stftenge hohler unb untauglicher mit auf, weit bie gl\u00e4tteten unb fd;\u00f6nften h\u00e4u\u00dfg eine in ihnen ergeugte gro\u00dfe \u00dcJtabe enth\u00e4lt; fogar ber ^fifftgfle 3nbiauer t\u00e4ufd;t ftd; bei ber Slug; Wahl, all feiner \u00a9d;lauheit unb \u00a9rfat;rung ungeachtet, W\u00e4hrenb unter beseitigen, Welche Wir aug ber 3Rinbe unfereg Sauholgeg herborgogen, auch nid;t eine war; bie irgenb Weld;en feint ber'3erft\u00f6rung in ftd; getragen hatte.\"\n\u201e\u00a9<\u00a7 Wirb f\u00fcr eine fidlere Sorbebeutung eineg batbigen \u00a9d;iteefallg erachtet; Wenn man biefe \u00a9fechte mit bem \u00a9inheimfen ber \u00a9id;ein befd;\u00e4ftigt fleht, \u00a9o lange noch fein \u00a9d;nee liegt, gehen fte ihre gefammetten Sorr\u00e4the nid;t an, Oieg thun \u00dfe er ft, Wenn bie auf bent Soben liegenben SR\u00fcffe oom \u00a9chnce bebedt ftnb. Oann begeben fte ftdh gu ihren Sorrathgfgmmern unb piden fte bon ihrem Inhalt teer, ohne bie Stu\u00df\u00dfhale aug ber Oeffnung herborgugiehen. Oie Dtinbe beg gid;tenbauntg Wirb ihrer Oide unb geringen 3\u00f6iber\u00dfanb$f\u00e4hig!eit halber am liebfien gunt \u00a9heid;er benuht.\"\n* *\n*\nOie Suntfhechte (Pici) gelten atg bie bodenbetften SQlitglieber ber \u00a9efammtheit, Weil fte faft augfdhlie\u00dftich ftammlebig ftnb unb nur augnahmgWetfe gum Soben herabfomtnen. \u00a9ie geh\u00f6ren gu ben mittelgro\u00dfen unb fleinen Wirten unb fiitb berh\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig gebrungen gebaut. Oer \u00a9dhnabel i\u00df etwa fohflang, gerabc, am \u00a9runbe ebeitfo hod; atg breit, auf ber ftir\u00dfe fd^arffantig. Oer $u\u00df i\u00df furggehig unb guWeilen berf\u00fcmmert, ba bei eingetnen Wirten nur brei Beljen borhanben \u00dfnb. 3>nx gittig ift bie britte \u00a9d;Wingc bie l\u00e4ng\u00dfe. Oer \u00a9dhwang i\u00df lang unb feilf\u00f6rmig. Oag \u00a9e\u00dfeber i\u00df regelm\u00e4\u00dfig auf fchwargem \u00a9runbe Wei\u00df gegeid^uet unb an gewiffen \u00a9teilen burch Sloth ober \u00a9etb","page":71},{"file":"p0072.txt","language":"de","ocr_de":"72\nSDie \u00a9p\u00e4fyer. \u00dflettero\u00f6gel. \u00a9untfpehte\ngegiert. SDie hierher geh\u00f6rigen Wirten bewohnen faft alle SerbreitungSgebiete bei* \u00a9ped)te \u00fcberhaupt, auSfcplie\u00dflih SJtittel; uub \u00a9\u00fcbafrifa.\nUnfer Sunt;, Sanb;, Sioth* ober \u00a9hilbfped)t (Picus major) barf als baS befanntefte SJiitglieb biefer \u00a9ruppe betrachtet Werben. \u00a9r entfpricht feinem Stamen, benn fein \u00a9efieber ift wirflicp au\u00dferorbcntlid) bunt. SDie Oberfeite ift fd>Warg, bie Unterfeite fcpmugiggelbgrau; ein \u00a9tirn; banb ift gilblich, bie langen, bie ^alSftreifen, gro\u00dfe f^tecfe auf ben \u00a9djnltern unb Ouerb\u00e4nber auf ben kl\u00fcgeln fmb Wei\u00df, bei* ^interfopf unb bei* Unterbaud) pr\u00e4chtig farminroth ; ein (Streifen, Weiher fidj oom \u00a9hnabelgrunbe an ben $alSfeiteit herabgiept, ift fhwarg. \u00a3)em SBeibhen fep\u00eft baS Sloth beS \u00a3>interfopfS. Sei ben jungen ift ber Oberfopf farminroth. SDaS Sluge ift braunrot^, ber \u00a9djnabel lid>tbleifarben, ber gu\u00df gr\u00fcnlichgrau.\n\u00a9ang \u00a9uropa unb (Sibirien big \u00c6amtfhatfa finb bie ^eimat biefeS allbefannten Sogeis. \u00a9eine SebenSWeife ift guerft toon meinem 35ater unb fobann oon St au mann fo ausf\u00fchrlich befcpriebcn Worben, ba\u00df feither faum noch \u00aettoaS hinjugef\u00fcgt Werben tonnte.\nSDfcr Suntfpedjt liebt Sorp\u00f6lger uub tiefe S\u00f6albungen, fommt aber aud) in gelbh\u00f6lgern bor uub erfd>eint im ^perbft unb S\u00f6inter in ben \u00a9arten, \u00a9r beOorgugt ^ieferWalbitngen allen \u00fcbrigen. S\u00f6\u00e4hrenb beS \u00a9ommerS bewohnt er ein nicht eben auSgebehnteS \u00a9ebiet; im iperbft unb S\u00f6intcr ftreidjt er in einem gr\u00f6\u00dferen SSe^irE umher unb bann, Wie fchoit bemerft, gew\u00f6hnlich in \u00a9efe\u00eflfhaft bon Kleibern, Sauml\u00e4ufern, Steifen unb \u00a9olbp\u00e4hnhen. 3m \u00a9ommer bulbet er inner; halb feines \u00a9ebietS feinen \u00a9einesgleichen unb fommt aitgenblidlich her^ei/ fobalb er ein Klopfen bei*; nimmt, auS bem er fcplie\u00dft, ba\u00df ein anberer \u00a9pedd fiep eingefunben habe. Sei feinen \u00a9treifereien folgt er ben S\u00e4umen; er nieibet eS, \u00fcber baS freie gelb 31t fliegen, greilicp fennt er aud) feine Umwege, ba feine \u00a9treifereien eben nur ben einen Btoed haben, ftd) reichlichere Stauung gu fud>en, als er fie au feinem eigentlichen \u00a9tanborte finbet unb fid) babei gugleid) ein Wenig in ber SBelt umgufehen.\nSDer Suntfpedjt ift, Wie Staumann fagt, ein fr\u00e4ftiger, munterer, geWanbter, feder unb babei fh\u00f6ner Sogei, beffeu abfted)enbe garben in ihrer bunten Slbwed^lung aud) in ber gerne unb befonberS Wenn er fliegt,, ihn fehl* gieren. ,,\u00a9S fiept herrlich auS, Wenn bei heiterem SBetter bie\u2019fe Suntfped)te fih oon Saum gu Saum jagen, im \u00a9onnenfhein fcpnell an ben Sleften hinauflaufen ober auh an ^en ^eren \u00a9pipen h^her ^\u00e4urne fid; fonnen ober auf einem b\u00fcrren Baden, oon ber \u00a9onue befhienen, ihr fonberbareS \u00a9d)nurren peroorbringen. \u00a9ie finb faft immer in SeWegung, babdi fehl* hurtig unb beleben ben SBalb, befonberS bie b\u00fcfterert StabelWalbungen, auf eine angenehme 3Beife.\" SDer glug gefcpiept rudWeife, ift giemlih fhne^ unb fcpnurrenb, geht aber gew\u00f6hnlich nicht Weit in einer \u00a9trede fort. Stuf bem Sobett h\u00fcpft ber Suntfpecpt nod) giemlih gefcpidt umher; er fommt aber feiten gu ihm herab, \u00a9ehr gern fefct er fih auf bie p\u00f6hften SBipfel ber S\u00e4ume unb l\u00e4\u00dft babei fein \u201eSid pid\" ober \u201e$if fif\" Wieberpolt oernehmen. Stahtrupe h\u00e4lt er, wie bie \u00fcbrigen \u00a9pecple, in hohlen S\u00e4umen; fotd^e \u00a9hlnpfwinfel fuht er auh auf, Wenn er oerWunbet ift. \u00a9egen \u00a9eineS; gleihen geigt er fih feineSwegS liebenSW\u00fcrbig; man fann auh ipn/trofe feiner \u00a9treifereien mit beni erw\u00e4hnten \u00c4leingefliigel, nicht gefellig neunen, \u00a9egen bie Steifen, \u00a9olbh\u00e4hnhen, Sauml\u00e4ufer unb Kleiber geigt er fid; burhauS niht freunbfhaftlih* \u00a9r fheint gWar ihr Slnf\u00fcprer gu fein, bef\u00fcmmert fih aber gar niht um fie, fonbern \u00fcberl\u00e4\u00dft eS bem ^leingeftnbel, ihm nahgulebeu. gutterneibifh fheint er im'p\u00f6djften \u00a9rabe gu fein, \u00a9r ift einer oon ben \u00a9pehten, weihe fih bm*h nahgeapmteS S\u00dfocpen regelm\u00e4\u00dfig anloden laffen. 3w gr\u00fcpling Oerfep\u00eft er gewi\u00df nie, fih eingufteUen, fobalb er ein Klopfen nah Strt feines SDrommelnS ober jp\u00e4mmernS Oernimmt: benn bann fommt noch bie \u00a9iferfucpt inS \u00a9piel; aber auh \u00a9ommer uub -iperbft erfcpeint er bid^t oor bem 3\u00e4ger, Weiher ihn foppte unb flettert auf allen BWeigen herum, um ben oermeintlihen Siebenbuhler ober Seein; tr\u00e4chtiger gu erfp\u00e4hen. Unb niht bloS baS SJt\u00e4nmpen fliegt herbei, fonbern auh baS SBeibdpen: \u2014 ein beutliher SeWeiS, ba\u00df niht allein bie \u00a9iferfucpt, fonbern auh ^er gwtterneib Urfahe biefeS SetragenS ift.","page":72},{"file":"p0073.txt","language":"de","ocr_de":"33 u n t f p e cp t.\n73\n\u00dcJtandjerlei ferbtpiere unb bereu gier, SarOen, puppen, aber aucp 0l\u00fcffe unb Leeren bilben bte g^prung beg Buntfpecptg. S\u00dcRetnB\u00e2ter unb nacp i\u00efjm SKaumauu Oerfldjern, auf ipre Beobachtungen geft\u00fcpt, bafl er \u00efeine Ameifen freffe uub ebenfoloenig feine jungen mit beu ^nften berfelben f\u00fcttere: \u00a9loger Zugegen erfuhr, bag ein Buntfpecpt, treten er bei ftarfem grofie gesoffen patte, fernen gjtageu \u201elebiglicp uub beinahe oo\u00fcft\u00e4nbig\" mit gro\u00dfen BSalbameifen gef\u00fcllt patte. 9dacp meines BaterS Beobachtung ift er ber Hauptfeinb beg Borfenf\u00e4ferg, feiner SarOen unb (Sier. Uni gu biefen ju gelangen, galtet er bie Sdjatenftiide ber giften orbentlidj ab. \u201e3$ habe \u00a3)ieg oft mit Vergn\u00fcgen beobachtet, (Sr l\u00e4uft an ben (St\u00e4mmen, bereu Stinbe gerfprungen unb loder auffipt, herum, ftedt beit Schnabel unb bie Bunge unter bie Sdjale unb galtet biefe ab, trenn er nicht gu ben \u00dferbtpieren gelangen fann. 3d) habe bie peruntjygefa\u00cf\u00cfenen St\u00fcde unterfuept unb immer gefunben, \u00ef>ag fie oon Bordens unb $id)ten!\u00e4fern unterto\u00fcplt toaren. Aucp frigt er allerlei St\u00e2upcpen, toeltpe f\u00fcr bie B3alb= b\u00e4ume nacptpeilig ftnb unb f\u00fcttert bamit feine 3ungen grofl. (Sr ift ein wahrer (Srhalter ber K\u00e4lber unb foUte auf alle BSeife gefront toerben.\" \u2014 \u201eSBenit er an fdjtoadjen Aeflen hadt/;, f\u00fcgt Staumann pingu, \u201ebemerft man, baB er oft pt\u00f6piid) auf bie anbere \u00a9eite berfelben l\u00e4uft unb nad); fleht, um aud) bie burep bag Bodjen hier aufgefcheud)teu unb entfliel)enben \u00c6erbtpiere ioegfangen gu f\u00f6nnen; beim biefe machen eg gerabe trie bie Stegeutr\u00fcrmer, trenn ber SJtaultrurf bie (Srbe aufio\u00fcplt. Sie fennen bie Ann\u00e4herung ihve\u00ea Bobfeinbeg fo gut trie Jene/ Augnapmgtoeife gefehlt eg \u00fcbrigen\u00ab botp, baB fiep ber n\u00fcfelidhe Bogel \u00abeine S\u00fcnben gu Schulben fomnien l\u00e4\u00dft, \u00a9o tourbe nach B\u00dfiefe\u2019g Berfuherung im 3apre 1844 ein Buntfpecpt gesoffen, um feftgufteden, toaS er in feinem Sd)nabel gu feinen 3ungen tragen trollte, unb man fanb bei ihm eine Junge, noch gang nadte Bteife, auf treldhe er toaprf (peinlich guf\u00e4\u00fcig bei feiner ^erbtpierjagb geftoBen trar. \u00a3>od) gefchehen berartige Uebelthaten getriB fehr fetten. Biel h\u00e4ufiger n\u00e4hrt er fid) oon \u00a9\u00e4mereieu unb gumat ron \u00a3afel= n\u00fcffen unb \u00c4iefernfamen. (Srftere bricht er ab, tr\u00e4gt fie in ben \u00a9bait eineg Baumeg, ben er bagu rorgeridjtet hat unb hadt fie auf. An ftidflengapfen fleht man ihn oft h\u00e4ngen unb arbeiten; h\u00e4ufiger, noch beiflt er fle .ab, tr\u00e4gt fle auf einen Aft unb friflt ben \u00a9amen heraug. \u00a9eine Hauptnahrung fdjeint Jebocp ber \u00aeiefernfamen gu fein, obgleich eg ihm nicht leicht trirb, gu bief ent gu gelangen. \u201eSBenn er \u00c4iefernfamen freffen toill\", berietet mein Bater, \u201ehadt er erft auf ber oberen \u00a9eite eineg gefalteten ober b\u00fcrren Afieg ein Socp, fobag ein tieferngapfen gur H\u00e4lfte hineingeht, \u00a9mmat habe ich \u00abn fotcheg \u00a3ocp auch in ber biden Stinbe einer tiefer nahe am Boben gefepen; eg tourbe aber trenig benupt. 3ft bag Socp fertig, fo fliegt ber Buntfpecpt nach ber \u00aerone beg Baumeg unb oon Afl gu Afl, um eg bequem gu haben, l\u00e4uft auch auf einem Steige oor, faflt ein B\u00e4pfcpen mit bem Schnabel am Stiele unb beiflt eg ab, aber fo, bafl er eg mit bem Schnabel noch halten lann, tr\u00e4gt eg nun gu bem beflhriebenen Socpe unb legt eg fo in baffelbe, bafl bie \u00a9pipe nach oben gu flehen \u00efommt. 3e|t faflt er eg mit ben inneren Borbergehen unb hadt fo lange auf bie \u00a9pipe, big bie \u00a3)edelcpen ger= fpalten unb ber Samen perauggeflaubt toerben bann. 3fl er mit einem Bapfen fertig, toag brei big oier Minuten Beit boftet, fo holt er einen anbern auf biefelbe Art, toirft aber ben oorigen nie eher herab, alg big er ben anbern in bag Socp legen bann. (Sg fd)eint mir 2)ieg um begloiden gu gefd;ehen, bamit er ben alten noch einmal burepfuepen b\u00f6nne, ioenn er beinen neuen f\u00e4nbe; benn rein auggefreffen, toie oon ben ^reugfcpn\u00e4beln, toerben bie Bapfen nie. \u00a3)ieg \u00a9efep\u00e4ft fept er oft ben gr\u00f6flten Bpeil beg Bageg fort unb gtoar auf ein unb bemfelben Baume. 3<h habe in meinem S\u00f6albe eine tiefer, auf mclcper ein unb berfelbe Spedjt oft oiele B\u00dfocpen lang fein Bkfen treibt. \u00a9epon SJtitte Auguflg beginnt er \u00c4iefernfanien gu freffen, ob biefer gleich no<p niept oodf\u00f6rnig, gefd)toeige reif ift, unb lo\u00e4prenb beg BSinterg n\u00e2prt er fiep faft lebiglicp Oon ipm. Bon ben ^iefergapfen ift fein Sd)nabel gum Bpeil mit Harg bebedt, lo\u00e4prenb man an ben Scpn\u00e4beln anberer Specpte oft (Srbe flnbet.\"\nSo gefepidt ber Buntfpecpt im Aufhaden ber \u00dfiefergapfen ift, fo ioenig Augbauer betoeift er beim Anlegen feineg Stefteg. (Sr beginnt fepr oiele H\u00f6hlungen, beOor er eine eingige oollenbet, unb toenn irgenb m\u00f6glich, fuept er fiep ein \u00a3odj loieber auf, in toeldjem er ober einer feiner ArtO'ermanbten fr\u00fcper","page":73},{"file":"p0074.txt","language":"de","ocr_de":"74\n\u00a3te (Sp\u00e4ter. \u00c4letterO\u00f6gel. 33untfhecbte.\nfd)on br\u00fctete. j\u00a3)al \u00a9ingangllodh gum \u00dcJ\u00ceefte ift fo fleiit, ba\u00df ber ESogel eben hinein; unb Ijeraul; frieren famt; bte innere H\u00f6hlung ift, ron ber unteren \u00a9eite bei (Singangl gemeffen, geto\u00f6fynlidj einen $u\u00df tief unb h\u00e4lt babei einen falben 3\u00b0\u00df iw SDurdjmeffer; bie SReft\u00efammer ift intrenbig cbenfo glatt aulgearbeitet, trie bie auberer \u00a9pechte unb unten cbenfaUl mit feinen \u00a9bauen belegt. 33or ber Paarung geht el fehr lebhaft gu; benn getr\u00f6hnlich irerben gtrei SDt\u00e4nnd>en um ein 2Bei6d;en. ,,\u00a9ie fdjtrirreit\", erg\u00e4bt mein 33ater, \u201ehcd; \u00fcber ben E3\u00e4umen toeg unb fliegen oft im Greife herum. \u00a3>at einl bal fliegen fatt, fo fefct el ftd) auf einen b\u00fcrren Elfi unb fdjnurrt ihm gum hoffen. \u00a3)iel bemerkt man beutlidh baran, ba\u00df, fobalb ein EJt\u00e4nndjen aufget)\u00f6rt fyat, bal anbere anf\u00e4ngt, \u00a9o m\u00e4hrt bal \u00a9fuel ftunbenlang fort. (Srblidt ein ESuntfpedd tr\u00e4hrenb biefer 3eit bal ESeibdjen, treldjel fidh immer in ber'St\u00e4he aurait, fo rerl\u00e4\u00dft er feinen 5\u00dflaf$ fogtcid) unb fliegt if>m nadj. E3eibe jagen ftd) bann herum unb fd^reien fe^r ftarf \u201e\u00ae\u00e4d f\u00e4d f\u00e4d unb fid fid\". \u00a3>\u00f6vt \u00a3>al ber anbere \u00a9bedfjt, fo fommt auch er herbei, unb bann trirb bal \u00a9efcfuei nodh \u00e4rger; beibe oerfolgen bal 2Beibcf)en ober beiden einanber. SDiefel \u00a9biel bauert bil fiebett, h\u00f6chftcn! bil adf)t Uhr EJtorgenl unb trirb fo lange getrieben, bil ein Sft\u00e4nndhen ben \u00a9ieg errungen unb bal anbere ro\u00ef\u00effomnteu oertrieben hat.\" \u00a3)a! \u00a9elege befteht aul oier bil f\u00fcnf, feiten fedbl Keinen, l\u00e4nglid) geftalteten (Siern, treidle feljr gartfdjalig, feinf\u00f6rnig unb gl\u00e4ngenbtrei\u00df oon garbe ftnb. 2Beibe (Satten br\u00fcten abtredhfelnb, geitigen bie (Sier in biergehn bil fec\u00a3)!gehn \u00a3agen unb f\u00fcttern bie anfangl h\u00f6dhft unbehilflid;en, h\u00e4\u00dflichen, ireil unf\u00f6rmlichen Sungen mit Elttfobferuttg gro\u00df. \u00a9ie lieben ihre 23rut ungemein, fdjreien \u00e4ngftlidh, trenn fie bebroljt trirb unb treid^en nicht bom \u00fcftefte. Elud) nach bem Elulfliegen f\u00fchren unb f\u00fcttern fte ihre $inber lange 3eit, bil biefe trirflid) felbft\u00e4nbig getrorben unb im \u00a9taube finb, ohne jeglidje Einleitung ihre Nahrung fidh gu ertrerben.\n(Sefangene E3untfbed)te finb hoch ft unterhaltenb. (Sl ift gar nicht fdjtrer, fie an ein \u00a9rfafcfutter gu getr\u00f6hneu. Sch h^be fie monatelang bei getr\u00f6hnlidfem \u00ae reff elf utter erhalten unb ir\u00fcrbe fte trahi'; fcheinlicb noch beft^en, h\u00e4tte id) ihnen mehr \u00a9\u00e4ntereiett reichen laffen. \u00a9ie bertragen ftd) fehr gut mit anbern ihrer 33ertnanbtfd)aft, aber aud) mit bem berfchiebenften ^leingefl\u00fcgel, treidle! man gu ihnen bringt unb erfreuen burd) bie Einmuth unb Sftaftloftgfeit ihrer E3etregung, burch ihre muntere, helle \u00a9timme unb ihr fd)ntudel Elulfehen. \u00a3>och barf man fte bem E\u00dfetter nid;t r\u00fcdfichtllol preilgeben, felbft trenn gen\u00fcgenb f\u00fcr \u00a9dhlupftrinfel im K\u00e4fige geforgt ift; benn 3^9 tobtet auch fie.\nSDie ESuntfbechte trerben bon bem \u00a3ml)nerhabid)t unb \u00a9herber gutreileu gefangen, entgehen biefen furchtbaren ^einben im E\u00dfalbe aber regelm\u00e4\u00dfig burd) bie \u00a9emanbtheit, mit ireld)er fte ES\u00e4utne gu umfreifett ober ftd) in \u00a9d)lubftriufet gu bergen triffeu. Shre \u00a9rot toirb bon E\u00dfiefeln unb (Sich; h\u00f6ntchen gerft\u00f6rt. 2)en Se^teren ftnb fie, trie Etaumaun rerftd)ert, fehr abholb unb berfotgen fte mit \u00e4ngftlichem (Sefd)rei, trenn fie in bie 9t\u00e4l)e it)re! Eieftel fontmen.\nSn ben Saubtralbungen ber \u00a9bene trirb ber E3untfbed)t burdh ben ettral fleineren unb ferneren 2fti 11 elf \u00a3 echt (Picus m\u00e9dius) bertreten ober theiltreife erfe|t; au\u00dferbem aber fommt hier noch eine britte Elrt ber Familie hiugu: ber $leinfhed)t ober @ral;, \u00a9perlingl; unb -iparlefinffoecht (Piculus minor), einer ber 3d>erge ber (Sefamnttheit uttb ber fleinfte aller eurob\u00e4ifd)en \u00a9hed()te. ' \u00a9r unterfdheibet ftch bon feinen t\u00dfertranbten burdh ben furgett, trenig feilf\u00f6rmigen \u00a9dhnabel unb ben gugerunbeten \u00a9dhtrang, beffen Gebern ftumpffbihig ftnb, fotrie burdh bie \u00a9igenth\u00fcmlicbfeit ber 3eid); nung. 33eim 9Ji\u00e4nnd)en ift bie \u00a9tirn gelbgrau, ber Dberfopf farminrot\u00ef), ber Dberr\u00fcdett fd)trarg,, ber gange f^l\u00fcgel einfd)lic\u00dflid) ber \u00a9d)iilter; unb SDedfebent fchtrarg unb trei\u00df geb\u00e4nbert ober ber Unterv\u00fcden auf trei\u00dfem \u00a9ruttbe fdhtrarg geb\u00e4nbert, bie S\u00dfangeugegenb trei\u00df, burd) einen fdhtrargen \u00a9trcifeit, ireldher au ben \u00a3>al!feiten herabl\u00e4uft, ron ber Unterfeite getrennt, btefe grau, feitlidh fd)trarg in bie \u00a3\u00e4nge geftreift; bie SDUttelfebern bei \u00a9dhtrangel ftnb fd;trarg, bie fehlten","page":74},{"file":"p0075.txt","language":"de","ocr_de":"Suntfpecpt. \u00c6leinfpec\u00efjt.\n75\nWei\u00dflip, fpWarg geb\u00e4nbert. feem SC\u00dfetbc^ett feplt bas SRotp am $ opfe ; bie jungen \u00e4hneln ipm, ipre f\u00e4rben ftnb \u00abber nop b\u00fcfierer. \u00a9aS 5Iuge ift gelbrotpbraun ober feuerrotp, bet jungen S\u00f6geln peE; braun, ber \u00a9pnabe\u00ef blcigrau, auf ber f\u00c7trfte beS \u00a9berfpnabc\u00efS unb an ber \u00a9pipe fpWarg, ber $u\u00df bietgrau. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 6, bie Sreite 11 bis il1/,, bte ^ittigl\u00e4nge 23/4, bie \u00a9pwangl\u00e4nge 2V4 Soll.\n\u00a9ie feint\u00e2t beS \u00c6lehtfpeptS bepnt ftd^ \u00fcber gang \u00a9uropa unb \u00fcber Stittelafien auS: Slab be bat ipn nop auf ben Unfein beS \u00a9non beobachtet. \u00a3Rad^ \u00a9\u00fcben hin reicht er bi\u00bb \u00a9riepenlanb unb \u00a9ganten; m\u00f6gliperWeife ftreifen einzelne oonpierauS aup nach 91otbWef\u00eeafrt\u00efa hin\u00fcber, $n \u00a9eutfplanb ifl er in ebenen \u00a9egettben, Welpe reich an \u00a9bfipflangungen ftnb, bureaus nicht feiten, in allen \u00a9obirgen aber eine oereingelte \u00a9rfpeinung. 2Iup er ift mehr \u00a9tanb ; als \u00a9tripoogel. \u00a9a, too er \u00fcberhaupt br\u00fctenb gefunben Wirb, trifft man ihn W\u00e4prenb beS ganzen 3fapreS an5 aber eS \u00efommt both vor, ba\u00df er oon feinen \u00a9betten auS ben $u\u00df ber \u00dcJMttelgebirgfe geitWeilig befugt, alfo ftreicht \u00a9ieS gefchieht regelm\u00e4\u00dfig in ben $erbft; unb $r\u00fcp\u00efingSmonaten, oont \u00a9eptember unb \u00a9Hoher an bis gum Sprit. \u00a9en reinen EiabelWalb meibet er g\u00e4nglip; auch feinen \u00a9treifereien fucht er immer bie Saubb\u00e4ume auf. \u00a9r erwirbt [ich ein beftimmteS \u00a9ebiet unb burchftreift baffelbc t\u00e4glich mehrere Stal; bieS wirb namentlich im \u00a9Sinter bemerllich, Wenn baS Saub ihn Weniger Oerftedt, als fonft. \u00a9er Stittelpun\u00eft feines \u00a9ebietS Wirb burp eine paffenbe ^\u00f6pluitg beftimmt, Weil auch er in einer folgen bie Stacht gubringt. \u00a9eSpalb meibet er auf feinem 3uge g\u00e4ngUp bie; jenigen \u00a9egenben, benen eS an paffettben \u00a9plupfwinWn feplt. SRa<h Saumann fiept er ftp oft gen\u00f6tigt, Steifen unb f\u00c7elbfperlittge, Welpe derartige SRachtperbercjen ebenfo bequem ftnben,. als er, mit \u00a9eWa\u00eft auS bem ^\u00e4mmerpen gu oertreiben; benn ba er fp\u00e4ter gu SBett gept, als jene, ftnbct er bas \u00a9plaff\u00e4mmerpen oft fcpon befept unb erringt fiep bann mentals opne \u00c4ampf ben \u00a9inla\u00df. \u00a9S fpeint, ba\u00df er, beS heftigen \u00a9treitS um bie Jp\u00f6plen \u00bbegen, guWeilen fogar gen\u00f6tpigt ift, bett Seftp berfelben aufgugeben unb ftp neue angulegett.\n\u00a9iefer nieblipe \u00a9peept ift, laut Naumann, einer ber muntcvften unb geWanbtefien feiner \u00a9attung. \u00a3\u00a3Rit gro\u00dfer Seiptigfeit p\u00fcpft er an bett Saumfp\u00e4ften pinan, umfreift fie, Hettert auep Heine \u00a9tredeit riidW\u00e4rtS, boep bett $opf fiel? naep oben unb l\u00e4uft fetbft bis auf bie ftttgerflarfe \u00a9pipe ber 3^eige-pinauS ober fogar auf ber untern \u00a9eite fa\u00dft wagrepter 3^den entlang, \u00a9r pieft unb p\u00e4mmert oiel an bett S\u00e4umen unb ift im Bircumrn ber S\u00f6per gu \u00a9cplafftelleit ober Stiften ebenfo gefpidt, wie bie gr\u00f6\u00dferen SIrten, fuept fiep bagu jeboep immer Weicpe \u00a9teilen auS. Stuf alten \u00a9iepen legt er folcpe niept feiten auf ber untern \u00a9eite fepr fepiefer ober beinape ioagreepter $orngaden an. SuWeilen fept er fiep auf b\u00fcnne3weige itt bie \u00a9uere, Wie anbere S\u00f6gel; er p\u00e4lt fiep bann aber niept fo aufrept unb giept babei bie f^\u00fc\u00dfe an ben Scib. \u00a9egen \u00a9eineSgleicpett ift er ebenfo futterneibifcp unb g\u00e4ntifp, wie bie anbern \u00a9peepte, WeSpalb man ipn au\u00dfer ber SfortpflangungSgeit auep immer nur eingeln antrifft. 3k feinem \u00a9efolge ftnb ebenfaES fepr oft Kleiber, Steifen, Sauml\u00e4ufer unb \u00a9olb; p\u00e4pnepen, welpe mit ipm perumgiepen, aber niept Weiter oon ipm beaeptet werben, \u00a9egett ben Stenfpen geigt er fiep gutrauliep; er l\u00e4\u00dft biefen nape an fiep peranfommen, beoor er Weiter p\u00fcpft ober Wegfliegt, \u00a9eine \u00a9timme l\u00e4\u00dft fiep burep bie \u00a9ilbe \u201e\u00aeiH; ober \u201eIgii\u00ef\" auSbr\u00fccfen; ber \u00a9on ift pop, fcpwad^ unb fein unb Wirb lang gegogen. 3\u00abweilen Wieberpolt et ben einen Saut meprmalS naep einanber; nanjentlicp gefpiept \u00a9ieS beim Slnp\u00e4ngen an einen Saum, naepbem er eine \u00a9trede fliegenb gur\u00fcdgelegt pat. \u00a9r fepreit oiel, befonberS bei peiterem \u00a9Setter, am meiften nat\u00fcrlich im \u00c7r\u00fcplinge W\u00e4prenb ber ^aarungSgeit. \u00a9aS St\u00e4nnpen fepnurrt auep, Wie anbere \u00a9peepte; aber baS \u00a9cpnurren ift Oiel fpw\u00e4per unb Hingt p\u00f6per als bei biefen.\n\u00a9\u00f6\u00e4prenb ber SegattungSgeit, Welpe SlnfangS Stai beginnt, ntaept fiep ber f leinfpecpt burep feine Unrupe, fein beft\u00e4nbigeS ^ufen unb \u00a9cpnurren fepr bemerfliep, unb ba, Wo er p\u00e4ufig ift, gibt eS auep lebpaften \u00a9treit gWifcpen Sebenbuplern, Weld;e um bie \u00a9unft eines \u00a9\u00f6eibd^en Werben, ober gwifepen gWei paaren, Weicpe um bie \u00fcftiftp\u00f6ple f\u00e4mpfen. \u00a9iefe Wirb regelm\u00e4\u00dfig in einer bebeutenben \u00a7\u00f6pe \u00fcber bem Soben angelegt, am liebfien in alten, popen \u00a9iepen, fonft auep in \u00a9arten; unb \u00a9bftb\u00e4umen.","page":75},{"file":"p0076.txt","language":"de","ocr_de":"76\n\u00a3)ie \u00a9yftfycr. \u00c4lctterb\u00f6geT. 33itntf^edE>te. \u00a9r\u00fcnfpedfjte.\n3ho Sau mag ben fleinen fd^tuad^en @efd)\u00f6pfen taiel St\u00fclje madden, unb be\u00ea^a\u00efb tn\u00e4^len fie boraug\u00ea; ix>eife \u00a9teilen, mo ein alter 2lft au\u00eageBrodjen unb inmenbig ba\u00ea $oIa morfd) tfi. \u00a9er. Eingang ift \u201ejtrfelrunb, inte mit einem Sobrer gemalt, nid)t \u00fcber 1% 3dtt im \u00a9urhnteffer. \u00a9ie innen erweiterte \u00a3\u00f6ljtc ift ungef\u00e4hr 6 3od tief\". 9Iud) bie \u00aeIeinfped)te fangen niele \u00fcftiftl\u00f6dfjer an, oljne fte gu bodenbcn, unb er ferneren baburd) ba\u00ea 2lu\u00e8ftnbigmad;en berjenigen, meld)e mirtlich jum Sr\u00fcten Benufet Serben. Um biefe \u00eeennen a\u00ab lernen, mujj man, nah $a\u00a7ler13 Erfahrungen, Beobachten, mo\u00ef)in ba\u00a7 forgfame \u00e4ft\u00e4nnhen fliegt, um fein BriitenbeS 3BeiBd^en \u00a7u f\u00fcttern. \u00a9a\u00ea \u00a9elege Befielt au3 f\u00fcnf Bi3 fteBen kleinen, gl\u00e4n^enb meinen, a\u00abmeilen auch mit \u00e4ufcerfi feinen, rothen ^\u00fcn\u00eftdhen fparfam Beaeid)ueten Eiern. Seibc \u00a9atten Br\u00fcten Wed^fe\u00ef\u00eaWeife, zeitigen bie Eier innerhalb rieqehn \u00a9agett unb \u00fcbernehmen gemeinfchaftlidh bie ^lufjudht ber Sangen, f\u00fchren unb ern\u00e4hren fie aud; nach bem 2lu\u00eaf\u00efiegen nodh lange 3eit.\n\u00a9ie Nahrung be\u00bb \u00aeleinfpehte3 fdheint Blo3 au\u00bb $erbthieren au Beftehen; benn man finbet auch im jperBfi unb SBintcr nichts 2lnbere3 in feinem Scagen. Er Vertilgt eine uitg\u00e4hlige SRettge bon 2lmeifen unb \u00a9pinnen, $\u00e4ferd)en unb namentlich and) \u00c4erbthiereiern, ftiftet alfo nur Stuben unb rerbieut fomit be\u00ea nad)br\u00fcdlid)ften \u00a9djuheS. \u201e9Ud)t allein ben Sktlbb\u00e4umen\", fagt Naumann, \u201efonbern auch ben \u00a9Bfipflauaungen mirb feine 2Inmefenheit gur m\u00e4hren SBohlthat. \u00fc\u00eftau f\u00eeeht il)\u00ab Beft\u00e4ubig an ben S\u00e4umen unb ihren 2lefteu piden unb Beinahe immer freffen, unb Bei nahheriger Unterfudhung finbet man ben Sftagen fc bodgeftopft bon allerlei oft windig kleinen SaumberberBern, bafj man bar\u00fcber erftaunen muf.\"\n\u00a9l\u00fcdlihermeife ift er ber Serfolgunggmuth Weit Weniger au\u00eagefe^t, als anbere \u00a9pedate. Weil er ftd) bem rohen \u00e4ftenfheit nicht fo Bemerflich macht unb \u00a9eu, metd;er ihn fennt, ohnehin gum greunbe hat. Slnbererfeit\u00eb freilich fe^t ihn feine 3\u00abtraulid)teit mancher \u00a9efaljr au3. 2lu<h er l\u00e4fjt ftd) burd) nad)gemadhte\u00ea Jochen ober Klopfen herBeitoden; both mu\u00a7 man feine SBeife, gu h\u00e4mmern, oerftehen, trenn man auf Erfolg rechnen mid : benn nur, menu man fein Klopfen t\u00e4ufhenb nachahmt, tommt er herbei.\n3n ber \u00a9efangenfchaft fcheint bas> niebliche S\u00f6gelhen noch Bon diientanb gehalten morben ju fein; menigfien\u00ea tenue id) leine Eingabe hier\u00fcber. Es? unterliegt nach meinen Erfahrungen laurn einem Bweifel, baf and) biefer \u00a9pecht Bei geeigneter pflege an ein paffenbe\u00ea \u00a9tubenfutter gem\u00f6hnt werben lann, unb fooiel ift moljl gemi\u00a7, bafj er alle auf ihn be\u00fcoenbete TOhe burch fein anmuthige\u00ea Setragen reichlich Vergelten m\u00fcrbe.\n3u ber Suntfped^tfamilie geh\u00f6rt ber auffaUenbfte aller \u00a9ped)te Europa^, bei \u00a9reichen; fpecht (Apternus tridactylus). \u00a9ie \u00a9ippe, meldf>e er oertritt, lenujeichnet ftdj burd) geraben, faft topf langen \u00a9djnabel, meldher Breiter als hoch un^ fcitlich burd) gerabe fR\u00e4nber Begrenzt, auf ber girfte tielf\u00f6rmig erhoben unb an ben \u00a9eiten gegen bie \u00a9pifje hi\u00ab h\u00b0h^eh^S au\u00eagebuchtet ift. \u00a9er f5\u00abB ift breijehig; bie Beiben Sorber^ehen ftnb faft gleich la\u00abg, bie hi\u00abtere ift ein menig l\u00e4nger, al\u00ea fte; alle ftnb f\u00fcrder, als ber Sauf. 3m ftittig ift bie oierte \u00a9chmittge bie l\u00e4ngfte. \u00a9er \u00a9djmana ift teilf\u00f6rmig, bie SRittelfebern ftnb fehl* fietffchaftig unb fhntal gefpifct. \u00a9a\u00ea \u00a9efteber \u00e4hnelt bem attberer Sunt; fpechte; bie herborftedjenbe \u00c4opff\u00e4rbung ift aber nicht roth, fonbern gelb, \u00a9er \u00a9reijehenfpecht tfi. auf ber \u00a9Berfeite fhmarg, auf ber Unterfeite fhtnu^igmeifj ; bie \u00a9tirnbinbe ift auf fhmar$em \u00a9runbe mei\u00a7 gefledt, bie dftitte beS \u00a9Bertopf\u00ea BlaffgolbgelB ; ein \u00a9treifen, meldher jeberfeit\u00ea \u00fcber bem 2luge Beginnt, am -ipintertopf ftd) mit bem ber entgegengefe|ten \u00a9eite bereinigt unb \u00fcber bie 2Ritte be3 fR\u00fcden\u00ea horab^ieht, ift meifj, mehr ober meniger fd)marj gefledt; ber 3\u00ab\u00d6^l unb ein ameiter \u00a9treifen, meldher bon ber \u00a9hnabelmurael entfpringt unb, mit bem 3\u00ab\u00d6e^ gleidjlmifenb, fth feitlid) am JSpalfe herabaieht, ftnb fhmara; bie \u00a9eitenfebern ber Unterfeite ftnb burch S\u00e4ng3; unb \u00a9uerfleden geaeid)net; bie \u00a9hmingen unb \u00e4u^erften \u00a9teuerfebern ftnb fhmara, meifj geb\u00e4nbert, bie mittelften \u00a9teuerfebern ein;","page":76},{"file":"p0077.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c4leinfpedjt. SDreigehenfpecht. \u00a9r\u00fcnfpecht.\nrr ty\ni {\nfarbig fcpmarg. \u00a9al Stuge tft per\u00effarben ober \u00dflbertoei\u00df, ber \u00a9chnabe\u00ef lidhtb\u00efetfarbtg, an ber \u00a9pfte \u00dfhm\u00e4rglich, ber Sft\u00df bunBelbleigrau. \u00a9ie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 9, bte SSreite 14, bte f\u00c7ttttgl\u00e2nge 43/4, bie \u00a9djmangl\u00e4nge 3V4 Soll. \u00a9al 2Beibd)en unter\u00dfheibet ftd^ burch ben SRangel bel gelben ^opffledenl oom 3Jt\u00e4nnd)en; bte \u00aeopfp!atte ift Bei ihm toei\u00df gefledt.\n(Si ift nod) nicht gmeifellol, oB bie in (Europa oorBommenben SDreije^enf^ed^te mirBlidj) nur eine Strt Bilben ober oB man ben \u00a9reigehenfpedjt ber Sllpen oon bem bel S\u00eeorbenl unter\u00dfheiben mu^. Stimmt man an, ba\u00df el nur eine Strt biefer SS\u00f6get gibt, fo ift ein gro\u00dfer \u00ee^et\u00ef (Suropal unb Sl\u00dfenl ail feint\u00e2t berfelben gu Betrachten. Slber ber \u00a9reigehenfped)t \u00efommt Beineimegl \u00fcberall, fonbern oie\u00efmehr unter benfe\u00efben SSer^\u00e4ltniffen oor, trie 5. S3. bal \u00a9djncehuhu. (Sr finbet \u00dfd). auf unfern ^podtgebirgeu unb im hot)cu korben, in ben ba\u00a7tx>ifd^en \u00efiegenben S\u00e4nbetn aBer nur ail oerfprengter 3>rrling. 3ft \u00a9Banbinaoiett ift er bureau! nicht feiten. \u00ef\u00efftan trifft iftt nach korben hft/ fcroeit el S\u00df\u00e4lber giBt, f\u00fcblid; bel 60. \u00a9rabel n\u00f6rblidjer S3reite nur ail \u00a9tricBmogel. 3ft ^iun\u00efanb, 9ftu\u00df= lanb, SiO; unb \u00c6urlanb ift er aud) nidjt feiten, in gang \u00a9ibirien ftetlenmeife h\u00e4ufig, an ber SCR\u00fcnbung bel Slntur bie gemeinfte \u00a9ped\u00dfart; ja, er ift m\u00f6glidjermeife Bil nach StorbameriBa ^trx\u00fcBer oerBreitet ober mirb menigftenl bafelBft burch eine ihm t\u00e4ufdjenb \u00e4hnliche Strt oertreten. (SBenfo Begegnet man ihm auf beit Silben, in ber \u00a9djmeig, \u00a9pro! unb $\u00e4rnthen ober auf ben Karpathen, rn\u00e4ftenb er in ben \u00fcbrigen \u00eehe^ert unfere\u00ea heimatlichen (Srbthei\u00efl ail SBrutOogc\u00ef ganglid) fehlt.\n\u00a9a, mo er regelm\u00e4\u00dfig auf tritt, fd;eint er unfern SSuntfpecht mehr ober mentger gu oertreten; ihm \u00e4hnelt er in Sebenimeife unb betragen. (Sr ift eBenfo munter, eBenfo gemanbt, eBenfo Bed, eBenfo raftlol; er hat einen \u00e4hnlichen $Iug, eine \u00e4hnliche \u00a9timrne, fdjnurrt ober trommelt in ben felBen S\u00dfeife, ift eBenfo futterneibifch unb Bommt belhalb auf bal Klopfen regelm\u00e4\u00dfig herbei: Burg, ber eine \u00e4hnelt bent anbern in allen \u00a9t\u00fcden. \u00a9ie Nahrung Befteht, wie Beim SBuntfpedjt, aul $erb; thieren unb ^flangenfto\u00dfen. 3>n ben \u00fc\u00fc\u00df\u00e4lbertt lieft er \u00aeerfe aller Strt oon ben SB\u00e4umen ab, meifelt, ihnen gu \u00a9cfatlen-, fRihbenft\u00fcde meg ober S\u00f6d^er in bal morfche $otg unb geht gu anbern 3>ahre3; geiten ben \u00a9\u00e4tnereien ober SSeeren nad). Stad) \u00a9fdjubi foil er \u00dfd) gern gu ben SSuutfpechten halten unb Bei ihnen Bleiben. 3ft mie weit biefe Eingabe Begr\u00fcnbet ift, mid id; bal)in gefteUt fein laffen; fte fteht menigftenl burchaul nicht im (SinBlange mit \u00a9ent, mal man fonft an \u00a9fechten Beobachtet. \u00a9al SBeibchen legt in felbftgemeifelte S\u00f6cher oier Bil f\u00fcnf gl\u00e4ngenb mei\u00dfe (Sier.\nhierin ift bal S\u00dfidjtig\u00dfe enthalten, mal mir \u00fcber bie SeBenimeife biefel SSogell miff en.\n* *\n\u2022 %\n\u00a9ie \u00a9r\u00fcnfpedhte (Gecini) fenngeichtten ft<h burch giemlid) Bebeutenbe \u00a9r\u00f6\u00dfe, geftredten SeiBelBatt, einen fchmach teilf\u00f6rntigen, unbeutlich oierfeitigen \u00a9dhnabel, melcher auf ber f^irfte ein menig gebogen ift, B\u00fcrge, Mftige, oiergehige ^\u00fc\u00dfe, abgerunbete Sl\u00fcgel, in betten bie oierte unb f\u00fcnfte \u00a9chminge bie \u00fcbrigen an S\u00e4nge \u00fcberragen, unb eine auffadenb lange 3Utt9e. \u00aeal \u00a9eftebcr ift meift gr\u00fcn, auf ber Unterfeite lichter unb oft quer gemellt. \u00a3>ie lebhaft gef\u00e4rbten ^opffebern ftttb gumeilett gu einer ^olle oerl\u00e4ttgert. Reichen Bach Oergleicht bie \u00a9r\u00fcnffjechte mit ben S3iettenfreffern unb fagt, ba\u00df ihr4 \u00dfhmadjel \u00a9erif>p auf minbere ^raft beute, ba\u00df \u00dfe auch feltener ober nid;t h0(^eu ober gimmern. 3hr @<h\u00e4bel i\u00df mehr all Bei anbern oerl\u00e4ngert unb bie SBruftmirBel haben Breite, bid)t an eittanber ger\u00fcdte, obere \u00aeornfortf\u00e4he. Stil mid\u00dfigftel ^enngeidjett ber \u00a9ruppe mirb feboch immer bie mehr ober menigcr gleichm\u00e4\u00dfige S\u00e4rButtg bei \u00a9e\u00dfeberl angufehen fein; bettn aud; bie @r\u00fcnfhed;te Bilben burchattl Beine ftreng nad; au\u00dfen abgefdhloffene \u00a9nippe.\n\u00a9er bcutfd)e SSertreter biefer Samilie, ber \u00a9r\u00fcns ober \u00a9ralfped)t (Gecinus viridis) tft auf ber DBerfeite hod^gr\u00fcit, auf ber Unterfeite lichtgraugr\u00fcn; bal \u00a9eftd\u00df ift fd)marg, ber OBerBopf unb \u2019SRaden \u00dfnb auf afdjbtauem \u00a9ruube Barmtnroth, ber S3iirgel i\u00df hellgelb, ein \u00a9trcifen unter ben","page":77},{"file":"p0078.txt","language":"de","ocr_de":"78\n\u00a9te \u00a9p\u00e4ber. \u00c6lettero\u00f4gel. \u00a9r\u00fcnfoedjte.\nSBangen Beim \u00a9t\u00e4nndjen rotlj, Beim 2BeiBd)en\t; bie \u00a9dptoingett ftnb auf mattbraunfchtoarjem\n\u00a9runbe burd) gelBlidje ober Br\u00e4unlid\u00fcoei\u00dfe Querftecken, bie \u00a9teuerfebern auf gr\u00fcngrauem \u00a9runbe burdfj fdjtoar^lidje \u00a9treifen geB\u00e4ubert. \u00a9ei ben jungen ift bie Oberfeite graugr\u00fcn unb toei\u00dftich gefleckt, -bie Unterfeite tx>ei\u00a7grau unb fdjnj\u00e4rjlidj gefleckt. \u00a3)a! Sluge ift Bei ben Sitten Bl\u00e4ultdhtoei\u00df, Bei ben jungen bunketgrau; ber \u00a9djnabet ift fcpmujigBleigrau, an ber \u00a9pi^e f^m\u00e4rjlict), ber $u\u00df gr\u00fcnlich Bleigrau. $)ie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 12, bie \u00a9reite 20, bie fjittigl\u00e4nge 7, bie \u00a9c^manjt\u00e4nge 4% 3oU.\n\u00a9uropa unb ein gro\u00dfer \u00ef^eit Rorbtoeftafien! Beherbergt ben \u00a9r\u00fcnfped^t; m\u00f6glichertoeife kommt er aud) in ben Sltta!l\u00e4nbern oor. Sn \u00a9gppten fehlt er, obgleich m*'m \u00a9ater, Raumann, \u00a9loger\n2)et \u00a9tun* ober \u00a9ra\u00ebfpec\u00c7it (Gecintis viridis). y2 bern\u00e2t, \u00a9r\u00f6jje.\nunb Slnbere ba! \u00a9egentheit Behaupten, Rad; Rorben hin verbreitet er ftd) Big Sapptanb. \u00a9r ift in manchen \u00a9egenben \u00a9\u00bbeutfdplanb! ein altbekannter \u00a9oget, to\u00e4tfrenb er in anberen nid)t ober haften! gelegentlich feiner tvinterlid^en \u00a9treifereien angetroffen toirb. Oiefe \u00a9treifg\u00fcge Beginnen, foBalb bie Sungen felBft\u00e4nbig geworben ftnb unb enben erft im n\u00e4chften Fr\u00fchjahre, ioenn bie \u00a9rutgeit herannaht; fie toerben aber toeber mit einer Beftimmten Regelm\u00e4\u00dfigkeit, nod) auf getoiffe \u00a9trecken au\u00eagebehnt : in manchen 2Bintern ftreid)t ber \u00a9oget gar nicht, in anberen fliegt er ziemlich toeit im Sanbe umher.\n\u00a9tan kann nid^t fagen, ba\u00df ber \u00a9r\u00fcnfpedjt ein S\u00dfalbOoget ift. Snt reinen Rabeltoalb ift er feljr feiten, im Saubtoalb trifft man ihn h\u00e4ufiger an ; am lieBften aber Beluohnt er \u00a9egenben, in benen \u00a9aumpflangungen mit freien \u00a9trecken ab.foed;feln. SB\u00e4^renb ber \u00a9rutjeit h\u00e4lt er fiep in ber R\u00e4pe feiner Refth\u00f6ple auf; im S\u00f6inter burchfireift er, auch ^enn ev nidpt bie \u00a9egenb 'oerl\u00e4\u00dft, ein gr\u00f6\u00dfere!","page":78},{"file":"p0079.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9 r \u00fc n f be h t.\n79\n\u00a9ebiet aB im \u00a9ommer, pflegt aber a\u00ef\u00efabenbltdj eine $\u00f6hle au\u00eagufuchen, um in i()r gu fOlafen: bann erfdjeint er monatelang in \u00a9arten, unmittelbar neben ben S\u00dfohnungen, auch felbft in ben \u00a9eb\u00e4nben: \u2019einer, treten ich lange beobachtet habe, fdjlief regelm\u00e4\u00dfig im \u00a9eb\u00e4lf ber \u00dfirche meines \u00a3>eimatborfS, ein anberer in einem \u00a9taarf\u00fcbel, Welcher in unferm \u00a9arten aufgeh\u00e4ngt war.\nSDer \u00a9r\u00fcnfpecht befunbet biefelbe R\u00eeunterfeit unb f\u00c7r\u00f4^Iid^\u00efeit, biefelbe Sift unb 33orftc^t unb biefelbe Unruhe unb Raftlofigleit, Wie feine SerWanbten. \u00a9r flettert ebenfo gut Wie fte, \u00fcbertrifft bie bei un\u00a7 einheimifc^en aber im \u00a9eben; benn er bewegt fich fehr ReI auf bem Soben unb hW hter mit gro\u00dfem \u00a9efdncf umher, \u00a9ein glug ift hart, raufcbenb unb baburch bon bem anberer Rechte berfchteben, ba\u00df er febr tiefe Sogenlinien betreibt. Oie \u00a9timme ift ein helles. Weit t\u00f6nenbeS \u201e@l\u00fcd\", weldjeS, Wenn eS oft wieberholt Wirb, einem burd)t>ringenben \u00a9el\u00e4chter \u00e4hnelt; ber Saut ber \u00e4\u00e4rtlichfeit ift ein wohlt\u00f6nenbeS \u201e@\u00fccf, g\u00e4d ober fifl)\", ber Stngftruf ein h\u00e4\u00dflich^ \u00a9efreifch-\u00aeaS fo bieten anbern \u00a9Rechten gemeinfame trommeln fc^eint ber \u00a9r\u00fcnf^e<\u00e4)t nicht auSguf\u00fchren; Wenigfien\u00ea'haben eS Weber mein Sater noch Naumann jemals geh\u00f6rt.\n\u00a3)a\u00a7 t\u00e4gliche Seben unfereS SogeB \u00e4hnelt bem ber SerWanbten. \u00a93 ift etwa folgcnbeS. \u00a9obalb ber Rtorgentljau einigerma\u00dfen abgetrocfnet ift, bert\u00e4\u00dft ber \u00a9ped)t feine Rachtljerberge, fc^rett bergn\u00fcgt in bie SBett htnau\u00ea unb fd)idt ftch an, fein \u00a9ebiet gu burchftreifen. \u00e4\u00f6enn nicht gerabe bie Siebe in ihm rege ift, bef\u00fcmmert er fidE> wenig um feinen \u00a9atten, geht bietmehr felbft\u00e4nbig feine SBege unb fommt nur gelegentlich mit bem \u00a9hegenoffen gufammen. \u00a9r ftreift bon einem Saum gum anbern, in einer gewiffen Reihenfolge gWar, aber hoch fo regelm\u00e4\u00dfig, ba\u00df man ihn mit Sicherheit an einem beftimmten Orte erwarten f\u00f6nnte. Oie S\u00e4ume fud;t er ftetS bon unten nach oben ab; auf bie Slefte hinauf berfieigt er ftch feltener. R\u00e4ljert man ftch einem Saunte, auf bem er gerabe befch\u00e4ftigt ift,.fo rutfcht er f<hnelt auf bie bem Seobadhter abgefehrte \u00a9eite, fchaut guWeilen, eben ben \u00aeobf bor= ftedenb, hinter bem \u00a9tamme herbor, ftettert h\u00f6her aufw\u00e4rts unb bert\u00e4\u00dft blofclich unbemerft ben Saum, pflegt aber bann feine ^reube \u00fcber bie gl\u00fccklich gelungene flucht burch ein laute\u00ab, frohlocfenbeS \u00a9efchrei funbgugeben. SB gegen ben Mittag hin ift er in ununterbrod;ener Oh\u00e4tigfeit. \u00a9r unter; fucht in ben SormittagSfiunben gewi\u00df \u00fcber hwnbert S\u00e4ume unb nimmt au\u00dferbem jeben Rmeifen; h\u00e4ufen mit. Rn ben S\u00e4umen h\u00e4mmert er biet Weniger als anbere \u00a9Rechte, bagegen meifett w nicht feiten in baS \u00a9eb\u00e4lf ber Wohnungen ober in SehmW\u00e4nbe tiefe S\u00f6d)er. Sknn im \u00a9ontmer bie SBiefen abgem\u00e4ht ftnb, l\u00e4uft er biel auf bem Soben umher unb Jucht bort T\u00fcrmer unb Sarben gufammen; int hinter fliegt er auf bie \u00a9eh\u00e4nge, bon benen bie \u00a9onne ben \u00a9d;nee weggeledt fyrt unb fh\u00e4ht hier nach berborgenen Werfen, \u00a9r ift fein \u00dfoftoer\u00e4chter, gieht aber bod) bie rothe Slmeife jeglicher anberen Rahrung bor unb fliegt ihr gu \u00a9efatlen Weit auf ben Seibern umher. W\u2122gen; nahrung behagt ihnt Wenig, bo<h berfcf)m\u00e4ht er fte nidjt b\u00e4nglich : fo fri\u00dft er, nad) \u00a9nell S \u00a9rfahrung, zuweilen Sogeibeeren. 3m Rmeifenfang ift er gefdhiefter, aB ade \u00fcbrigen \u00a9ped;te,^ weil feine 3unge oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig l\u00e4nger ift unb, Oanf ihrer \u00c4lebrigfeit, in berfclben SBeife Wie beim Rmeifenfreffer gebraucht Werben fann.\n\u00a9nbe Sebruar\u00ea ftellt er ftd> auf feinem Srutplabe ein; aber erft int Rpril macht baS Skibcljen Rnftatt gum Refte. 3m 5R\u00e4rg fieht man beibe \u00a9atten fteB bereinigt, unb baS Rt\u00e4nnchen geigt fich bann fehr erregt, \u00a9S fefet fich auf bie \u00a9f\u00fc^e eines h^en Saumes, f^reit ftarf unb oft unb jagt fobann baS hei\u2018bei gefommene Skibdjen fpielenb bon Saum gu Saum, \u00a9egen anbere \u00a9r\u00fcnf^echte benimmt ftdjbaS S\u00df\u00e4rchen febr unfreunblich ; baS einmal gew\u00e4hlte \u00a9ebiet wirb gegen jeben \u00a9inbring; ling hartn\u00e4ckig bertheibigt. Sum Refte W\u00e4hlt fW& \u00f6er Sogei einen Saum, Welker im Innern fern; faul ober f^on hohl ift. \u00a3ier fud)t er fich eine \u00a9telle auS, wo ein Rft auSgefault War, unb biefe \u00a9teile Wirb nun erweitert. Seibe \u00a9atten arbeiten gemeinfthaftlid) unb fehr flei\u00dfig, foba\u00df bie H\u00f6hlung fc^on innerhalb biergehn \u00a3agen bollenbet ift. Oer runbe \u00a9ingang ift fo klein, ba\u00df ber S\u00f6gel eben auS= unb einfehf\u00fchfen fann; bie innere H\u00f6hlung ift 10 bB 18 Soll tief unb etwa 6 bB 7 Soll Weit. Grifft ber \u00a9r\u00fcnfpedjt im Innern auf fehr fefteS \u00a3olg, fo l\u00e4\u00dft er bie begonnene Rrbeit liegen, unb lieber noch, aB er eine neue H\u00f6hlung fid; gimmert, benufct er eine alte, welche ein anberer feiner Rrt","page":79},{"file":"p0080.txt","language":"de","ocr_de":"80\n\u00a3>te \u00a9pafyer. ^tettevDcfjeT. \u00a9r\u00fcnfped)te. \u00c6ufid\u00eafpedjte.\nmeifelte, lehrt auc^, Wenn er nicht geft\u00f6rt tourbe, im tt\u00e4d)fien Bahre ^ie^cr \u00e8u berfe\u00ef6cn gur\u00fccf. Oa3 \u00a9etege Befielt au3 fedi\u00ea bi\u00ea ad>t \u00a9tern. Sie ftnb l\u00e4nglich, gtattfhalig unb auStoenbig gl\u00e4ngenb Weif. SBetbe \u00a9alten Br\u00fcten wedjfettoeife fedpehn Big ad)tgehn \u00a3age lang, ba\u00ea SUinndjen ton gehn Uhr Siorgett\u00ea bt\u00e9 brei ober toter Uf)r Sad)mittag\u00a7, ba\u00ea 2\u00f6eiBd>en to\u00e4hrettb ber \u00fcbrigen Beit be3 Oag\u00ea; Beibe erto\u00e4rmen aud) bie garten Bungen abtoedpfelnb, nnb Beibe tragen benfelBen eifrig Sahntttg gu. SDie Bungen ftnb eBenfo h\u00e4flidf), toie anberer \u00a9pedljte \u00dfinber, entwickeln jftd) aBer audj cBenfo rafc^ unb flauen fdjon in ber britten S\u00dfoclje ihre\u00ea eigent\u00efid;en Seben\u00ea au\u00ea bem Seftloche Ijerait\u00ea. \u00a9p\u00e2ter Be\u00eftcttern. fte Oonl)ierau\u00ea ben gangen Saum, unb enb\u00eficB burchftreifen fie mit ihren \u00a9Item ba\u00ea gebiet, feeren aber nod) eine Beit lang a\u00eftabenb\u00efid) gu ber Srutlj\u00f6hte guriid. Oie \u00a9treifg\u00fcge toerben nun toeiter unb toeiter au\u00eagebehnt, unb fd)licflid) fucpt bie Familie, Welche nod) immer gufammenh\u00e4tt, liiert mehr bie Srutlj\u00f6hle auf, fonbern \u00fcbernachtet irgenbtoo in einer anbern. Som Oktober an oereingelt fid) bie \u00a9efeUfdjaft: bie Bungen ftnb felbft\u00e4nbig geworben, unb jeber eingeltte fuc^t ftd^ nun; mep ohne Siidftd)t auf bie anbern, fein t\u00e4gliches Srot.\nOer \u00aer\u00fcnfped)t ift fd)tocr gu fangen. Bu \u00a9prenleln ober auf bem Sogeiherbe Wirb bloS guf\u00e4Hig einer Ber\u00fcdt: eher noch gelingt OieS, toetttt man feine \u00a9chlafh\u00f6hlung auSgelunbf \u00abhaftet hat unb Oor bem \u00a9ingange \u00a9dringen anbringt. \u201eBn meinem S$\u00e4lbd)en\", erg\u00e4bt Staumann, \u201ehatte ftd) einft ein \u00a9r\u00fcnfpedjt eine fp\u00f6ljte gu feiner Sachtruhe in eine alte, h&he/ fiwue \u00a9fpe gegimmert. B<h evftic3 ben Saum mit einer langen Seiler, fd)lug ein \u00a9tiftd^en biept \u00fcber ba\u00ea girlelrunbe Sod) unb l)ing einen b\u00fcrnten S\u00fcgel mit \u00a9dringen lofe Baratt, foba^ biefe ben \u00a9ingang beftellten. 2lu8 einer alten Saub; h\u00fctte beobachtete ich nun ungefeljen ben fchlauen \u00a9pedjt, welcher erft im L\u00fcftern anlarn, bie Slnftalten fcheu betrachtete unb einigemal oom Saum abflog, ehe er ben SSuth h^e/ fuh bem toerf\u00e4nglic^en Sodje gu n\u00e4hern, \u00a9nblid) hiu\u00f6 er ftdh oor baffelbe, gudte ein;, gtoeimal hiuein, f\u00fchlte bie \u00a9d)linge um ben jpalio, Wollte entfliehen, laut aber mit gr\u00e4flidjem \u00a9efchrei, ben S\u00fcgel am \u00a7alfe, herabgcflattert unb War gefangen. Beh Behielt ihn nur einen Oag lang unb lief? ihn bann wieber fliegen, \u00a9r freute nun ben oerh\u00e4ngnifoodett Saum auf lange Beit, ging aber hoch nad) Serlauf oon mehreren S$od)en atlabenblich Wieber in feiner $\u00f6hle gur Sttlje. ...\"\n\u201eOer @r\u00fcnfped)t ift ein fo ft\u00fcrmifcher, unb\u00e4nbiger S\u00f6gel, baf man an B\u00fcf)\u00bbuung eines eilten gar nid)t benlen barf. Stan hat eS oerfucht unb ihn an ein Kettchen gelegt; aber ber \u00a9rfolg War immer ein balbiger \u00a3ob beS ungeft\u00fcnten \u00a9efangenen. 2luS einem h\u00f6lgernen Sogeibauer helfen ihm feine kr\u00e4ftigen \u00a9^nabelhiebe fehr halb, unb l\u00e4ft man ihn in bie \u00a9tube, fo H\u00e4mmert er ftd) an 2Idem an unb germeifelt baS $olgtoerl. Oaf fte ftch fung aufgegogen leichter g\u00e4hnten laffen, mag fein ; mir ift aber !ein gad berart belannt geworben.\" B<h meine\u00ebtheilS gWeifle nid)t im geringen, baf ftd) ber \u00a9r\u00fcnfpedpt ebettfo leicht Wirb an ein paffenbeS gutter gew\u00f6hnen taffen, als ber \u00a9cptoargfpecht; unb bettle fd)Ott in biefent gr\u00fchfahre meine 2Inficl)t burd) ben Serfud) bet\u00e4tigen gu tonnen.\n* *\n*\n\u00aeututSfped)te (Colapti) tp ntan biejenigen Srtett genannt, beren \u00a9chnabet beutlid) gebogen unb beren \u00a9efteber mehr ober Weniger gefperbert ift. \u00a9inS ber betannteften Stitglieber biefer \u00a9nippe ift ber @olbfped)t ober glider (Colaptes auratus). Oer am \u00a9runbe breite \u00a9d)ttabel ift geftredt, gegen bie \u00a9pi|e gufammengebr\u00fcdt, auf ber girfte unb an ben \u00a9cpneiben feid)t gebogen; ber Sauf ift auberthalbmat fo lang, als bie \u00e4u\u00dfere Sorbergehe; im gittig ftnb bie oierte unb f\u00fcnfte \u00a9d)Winge bie l\u00e4ngften; bie \u00a9dp\u00e4fte ber \u00a9chwingen unb \u00a9djtoangfebent ftnb hod)gelb ober rodj. OaS \u00a9efteber ift auf ber Oberfeite r\u00f6thlidjgraubraun, fd)Warg geb\u00e4nbert, ber Obertopf unb baS \u00a9enid ftnb afd)gratt; ein halbmonbf\u00f6rmigeS Sattb am fpintertopf ift fd)arlad)roth; ber S\u00fcrgel i]t Weif; bie Ober; fd)Wattgbedfebern ftnb fahlweif, bie \u00aeopffeiten unb bie \u00a9urget graur\u00f6tt)lid), ber B\u00fcgel unb ein breiter \u00a9\u00fcrtet am Unterhalfe feptoarg; bie \u00fcbrige Unterfeite ift auf Weifem \u00a9runbe fchWarg get\u00fcpfelt, Weil","page":80},{"file":"p0081.txt","language":"de","ocr_de":"\u00ae o I b f 0 e dj t.\n81\njebe fteber einen \u00efreiSrunben ftleden geigt; bie \u00a9gingen ftnb fchioefetge\u00efb, bie \u00a9chtoangfebern gelb, b unifier gefoifet. S)aS Sluge iff lichtbraun, ber \u00a9dmabel oben braun, unten bl\u00e4ulich, ber ftufc graublau. $)em 3Beib<hen mangelt ber \u00e9marge g\u00fcgelftreifen. l2)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12V2, bte Breite 16, bie f\u00c7ittig\u00ef\u00e2nge 6, bie \u00a9chloangl\u00e4nge 4V2 3od.\n\u00aeer \u00a9olbfpedjt verbreitet ficty oon Steja\u00ea an \u00fcber bie bereinigten Staaten bis gum \u00e2itfjerflen korben oon 9\u00dfeufdj)ottlanb; er foil aud> auf \u00a9r\u00f6nlanb beobachtet toorben fein. \u00aeer ^\u00dfring 0011\nS)er \u00ae0lbii3ecf)t ober glider (Colaptes anratus). 1/2 ber Hat. \u00a9r\u00f6jje.\n2\u00dfi e b lernte it;n in gSennfotoanien unb Snbiana als gemeinen bogef lernten; auch am SBatoaf\u00f6 tear er fehr-h\u00e4ufig.\n\u00aeie SebenStoeife haben bSiffoit unb 9lububoit gefchilbert. \u201e\u00aeaum hat ber beginnenbe Fr\u00fchling\", jagt ber.Sefctgenannte, \u201egu ber f\u00fc^en Pflicht ber Paarung gerufen, fo oernimmt man bie \u00a9timmc beS \u00a9olbfpedhtS oon ber Ip\u00f6he ber SCBi^fel umgefallener b\u00e4ume als ein 3\u00abc^en beS ber; gn\u00fcgenS, ba\u00a3 bie toidlommene SahreSgeit angebrochen. \u00a3)iefe Stimme ift jefct bie ftreube felbft; benn jte ahmt getoifferma&eu ein langes, heitereS, auf toeityin h>\u00f6rbaveS Sachen nach, berfd)iebene M\u00e4nnchen oerfolgen ein S\u00dfcibdien, n\u00e4hern fid) ihm, neigen ihr \u00a3aupt, breiten ihren \u00a9d^ang unb beioegen ftch feitlid), r\u00fccfto\u00e4rtS unb Oorto\u00e4rtS, nehmen bie oerfchiebenften Stellungen an unb geben fleh\nS8re\u00ef)m, S^terleBen. IV.\t6","page":81},{"file":"p0082.txt","language":"de","ocr_de":"82\n25te \u00a9pffl&er. \u00c4letterr&gel. ihtfuf\u00f4fpedfjte.\n\u00fcberhaupt bie gr\u00f6\u00dfte 33t\u00fc^e, ber (Srtorencn bie \u00a9t\u00fcvfe unb bie Snnigteit ihrer Siebe gu betreifen. \u00aea\u00ea SBei&d&en fliegt gu einem anbern Saum, aber immer \u00bberfolgt ron einem, gtrei unb felbft einem falben $)uhenb ber rerliebten 2Mnnd)en, naeld;e bort Mefetben SiebeSbetocrbuttgen erneuern. \u00a9ie f\u00e4mpfen nidjt mit eiuanber, fdjeinen aud) nid)t eiferf\u00fcdjtig gn fein, fonberu rcrtaffen, trenn ba\u00bb S\u00dfeib^en beu einen ron ihnen berorgugt, ol)ne Umft\u00e4nbe bag gl\u00fccflidje $aar unb fud&en ftd) eine anbere \u00a9d)\u00f6ne auf. \u00a9o gefehlt eg, ba9 ade \u00a9olbfpedjte ba\u00efb gt\u00fcdlid) toere^eXic^t fmb. SebcS ^\u00dfaar beginnt nun fofort einen Saumftamm auggub\u00f6btcn, um eine 2\u00dfobnung gu erbauen, treldje ihren unb ben jungen gen\u00fcgt. Seibe arbeiten mit gr\u00f6\u00dftem (\u00e4ifer unb, trie eg fd;eint, mit gr\u00f6\u00dftem Ser; gnitgen. SBcnn bag St\u00e4nndben befcb\u00e4ftigt ift, b\u00e4ngt ftd; bag S\u00dfeibdjen bid)t baneben unb begt\u00fcdf; iu\u00fcnfdjt eg \u00fcber jebert \u00a9pan, treldben fein \u00a9d^uabel *burd) bie Suft fenbet. SSemt er augrubt, fdjeint er mit ibr auf bag Bierlicpfte gu fpredjen, unb trenn er crm\u00fcbet ift, irirb er ron ibr unterft\u00fc^t. 3n biefer S\u00dfeife, unb IDant ber beiberfeitigen Stnftrengung, Irirb bie #\u00f6ble halb auggemeifelt unb rotlenbet. SR un \u00efiebfofen fie ftd) auf ben Steigen, ftettern mit trabrem Vergn\u00fcgen an ben \u00a9t\u00e4mmen ber S\u00e4ume empor ober um fie herum, trommeln mit bem \u00a9dpuabel an abgeftorbene Btreige, rerjagen ihre Settern, bie \u00fctotljt\u00f6pfe, rertbeibigen bag'9Reft gegen bie Snrpurftaarcn, tidjern unb ladjen bagtrifdben, unb ebe gtrei S\u00dfodben rerftridjen finb, bat bag S>eibd)en feine toier ober fed)g \u00a9ier gelegt unb erfreut ftd) ebne Streifet au ihrer SBeifje unb \u00aeurdbfid;tig!eit. S\u00dfenn eg g\u00ef\u00fcd\u00eficb macht, eine gablreidbe 9Rad)fommenf<baft gu ergeugen, mufj ber \u00a9olbfpedbt in biefer \u00a3inft<bt gufrieben fein; benn erbr\u00fctet gtreimal im 3abve-\"\n\u201e\u00aeer glug biefeg \u00a9ped)teg ift fd)ne\u00ef\u00ef unb au\u00e8bauerttb, im Sergleich gu bem auberer ber Familie fnapp unb turgbogig. \u00e4\u00dfen\u00ab er ron einem Saum gum anbern fliegt, burdEjeilt er eine gerabe Sinie, fenft ftd) Wenige (Sden ror bem erir\u00fcl)lten Saume nieber, b\u00e4ngt ftd) unten an unb flett\u00e8rt nun trie anbere \u00a9pedjte rafd) empor. Sa\u00dft er ftd), trie eg oft gefepiebt, auf einen Btreig nieber, fo fenft er feinen \u00dfopfunb l\u00e4\u00dft bie iroblbefannten Saute \u2018\u201eGlider\" aug, jebod) nur bann, trenn er ftd) \u00bboHtommeit ftcher trei\u00df. (Sr flettert rortrefflid) in allen (Stellungen, treidle \u00a9ped)te annebmen tonnen. 2luf bem Soben,-gutem er \u00f6fter berabfommt, h\u00fcpft er mit gro\u00dfer \u00a9etranbtbeit umher; bod) gc|d)ief)t SDieg getr\u00f6bnlidb nur, um eilte Secre, eine $eufd)recfe ober einen fern aufgunebmen, ober um bie abgc; ftorbenen Saumtmirgelu nadj 9Imeifen unb attberett \u00abeinen Werfen gu unterfuchen. (Sr liebt gr\u00fcdjte unb Seeren mancher \u00abrt; namentlich febeinen ibnt SXepfel, Simen, Sftrftdje unb rerfebiebene SGBalbbeereu b\u00f6d)ft angenehm gu fein. (Sbenfo Wenig rerf^m\u00e4bt er bag junge \u00a9etveibe auf bem gelbe; im S\u00dfinter pflegt er bie \u00c4ornfeimen gu befud)ett. Siete bleiben jabraug jahrein in ben Sereinigten (Staaten, anbere tranbern nad) \u00a9\u00fcben. 3b\u00ab Reifen gefaben beg diaebtg: man erfennt bie fliegenben an bent eigent\u00fcmlichen \u00a9erauft, treldbeg fte mit ihren \u00a9djtringen her\u00bberbringen, fotrie an ben begeidfinenben \u00a9timmtauten, Welche fte gutreilen b^ren taffen.\"\n\u201eSBafdbb\u00e4ren unb fd)trarge \u00a9drangen ftnb gef\u00e4hrliche geinbe beg \u00a9olbtyecbtS. 3>er erftere ftedt oft genug eine feiner Sorberb\u00e4nbe in bie dteftb\u00f6hte, unb trenn fte nicht atlgutief ift, holt er bie (gier getri\u00df b\u00abauf unb faugt fte aug; ja, h\u00e4ufig genug nimmt er aud) ben br\u00fctenben Sogei felbft in Sefd)lag. SDie f^trarge \u00a9flange begn\u00fcgt ftch mit ben \u00a9iern ober jungen. S?rfd)iebene galten; arten \u00bberfolgen ihn im gtuge; ihnen aber entrinnt er in ben meiften g\u00e4lten, inbem er ftch ber n\u00e4d)ften H\u00f6hlung gutrenbet. <\u00a3g ift h\u00f6# luftig, bag (Srftaunen eines galten gu feben, trenn ber gejagte Sogei, ben er eben gu ergreifen rermeinte, ror feinen Slugett rerfdbtrinbet. \u00a9oltte ber \u00a9pedjt einen berartigen Bufludjtgort nicht erreichen tonnen, fo b\u00e4ngt er ftch an einen Saum an unb flettert in Schraubenlinien mit folcher (Schnetligteit um ihn ruttbum, ba\u00df er ben dtaubrogef getr\u00f6bnlid) eben; falfg prellt.\"\n\u201e'Dag gteifcb Wirb ron rieten S\u00e4gern bod) gefd^\u00e4^t unb oft gegeffen, namenttid) in ben mittleren \u00a9taaten. D)ann unb tranu ftebt man ben \u00a9olbfped^t auch auf ben SOR\u00e4rften ron 9letr;9)orf unb Sbitabelpbia auSgefteltt; ich meinegtbeitg aber mu\u00df fagen, ba\u00df bag gteifcb tregen feineg SlmeifengeruchS mir b\u00f6# unangenehm trar.\"","page":82},{"file":"p0083.txt","language":"de","ocr_de":"\u00ae olbfpedjt.\n83\n\u201e^Cud^ in bcv \u00a9efangeufcfjaft ocrliert btefer 23ogel feine nat\u00fcrliche Sebenbig\u00efeit unb Weiterleit nid;t. (Sr geht leicht an! gutter, gerft\u00f6rt aber and) au! lauter Vergn\u00fcgen in einem Tage mehr, al! gmei Wanbmerfer in gmei Tagen ^erfteCCen f\u00f6nnen. ^ebenfatt\u00ea barf Sftiemaub glauben, ba\u00a7 bie \u00a9pcdjte fo bumme, verlorene unb oentadjl\u00e4ffigte \u00a9efdj\u00f6pfe ftnb, al! mau oft angenommen hat.\"\ndeiner ber amerifanifdjen ^orfdjer fdjeittt in \u00a9rfaljrung gebraut gu haben, ba\u00a7 bie \u00a9olbfpedjte bei geeigneter pflege jahrelang im \u00ae\u00e4fig gehalten tu erben f\u00f6nnen. TBie leidet fie itdj an bie \u00a9efattgem fdjaft gem\u00f6bnen, geht am beften barau! her\u00ef>or, fm elnc \u00a9eereife au\u00eb\u00efjalten. \u00a9er Hamburger 5\u00a3h\u00abrgarten erhielt oor brei fahren oier \u00e8t\u00fcd biefer fdj\u00f6nen SO\u00f6gel, unb einer oon ihnen lebt heutigen Tage! nodj. (Sr madjt 1 burdjau! feine befonberen 2lnfpr\u00fcdje an fra! f^uttpr, jebenfad! nicht mehr, al! ein anberer \u00aeerbtljierfreffer; benn er begn\u00fcgt ftd) mit einfachem \u00a9roffelfutter, nur bafj baffelbe mit mel;r Slmeifeneiern geto\u00fcrgt ift, al\u00eb e! bei \u00a9roffeln nothmenbig. \u00a9ie in fftebe ftehenben \u00aeolb= flechte geidjneten ftd) oon Slnfaug an burdjein galjme! unb gutraulidjc! SEBefett au!. \u00a9ie lernten ihren TB\u00e4rter fenuen, famen halb auf feinen Stuf herbei unb nahmen ihm bie bargereidjte Nahrung, befonber! menu biefelbe in nod) lebenben S\u00f6\u00fcrmern beftanb, au! ber ^anb. \u201e$\u00fcr ben i\u00dfogelfunbigen\", fag't mein SSruber, Welcher biefelben \u00a9efangenen oor mir befd)rieb, \u201eift ber non ihnen belohnte Seifig ein Ij\u00f6djft angieljenber \u00a9egenftanb. dftan fann hier in aller dRufje bie fo auffadenbett Semegungen ber \u00a9pedjte \u00fcberhaupt beobachten; man fann feijen, mie fie rafd) unb gefdjidt an ben 23aumft\u00e4mmen innerhalb i\u00efjre! \u00ae\u00e4fig! emporflettern, mie fr\u00e4ftig fie ftd) in bie 3tinbc berfelben ein; . hafen, mie ftdjer fte ftd) gu befeftigen miff en, mie umfaffenb fie ihren \u00a9djnabel gu gebrauchen oerfteljen; man fann felbfi ihren $fog ftubiren: benn gar nicht feiten machen fie menigften! S\u00dferfudEje, in biefer S\u00f6eife ftd) \u00a7u bemegen. 3ln biefen \u00a9efangeuen habe id) beobadjtet, bafj fte auch im \u00abSchlafe ihre liebfte (Stellung annehmen. \u00a9afj bie \u00a9pedjte iBaumh\u00f6hlungett gu ihrer dcadjt\u00efjerberge m\u00e4hlen, mar mir burd) bie 23eobad)tung unfercr beutfd)en 2lrteu befannt gemorben; nidjt! be]to meniger \u00fcberrafchte e! mich, gu fefjen, bafj fm nicht nad) anberer i\u00df\u00f6gel 2lrt fidj einfadf) auf ben 33obeit ber ^\u00f6ljle nieberfepten, fonbern ftd), mie bereit! benierft, an ben TBaitbungcit berfelben in ber ^letterftellung aufh\u00e4ngen. 3d) erfah barau!, bafj ihnen biefe \u00a9tellung leidster mirb, al! febe anbere.\" \u00a9a! Ueberrafdjenbfte, ma\u00bb id) erfahren founte, mar, biefe \u00a9efangenen im Fr\u00fchjahr be! Saljre! 1865 gur ^ortpjtangung fd)reiteu gu fehett. \u00a9ie haben mir baburdj bemiefen, bafj fte ftd) in ber \u00a9efangenfdjaft fo mol)l befanben, mi\u00df ftd) ein feiner Freiheit beraubter 3Sogel \u00fcberhaupt befinben fann. \u00a9er beginnenbe ^r\u00fcljling oerfehlte aud) auf fte feine SBirfung uid)t. \u00a9a! dR\u00e4ttndjen gab feinen 3nbel burch jaudjgenbe! 2Iuffd)reien unb mieberpolte! Trommeln fuub. \u00a9! lodte in ber oott 21 ubub on befdjriebenen SBeife, liebfofte ba! TBeibdjett mieberholt unb trieb mit i(jm \u00fcberhaupt ade \u00a9piele, mie fie ber Paarung oorau!gugehett pflegen, \u00a9ine! SRorgen! fanb ber SOB\u00e4rter ein \u00a9i am SSoben be! \u00df\u00e4fig!, menige Tage barauf ein * gmeite!. SDTeine Hoffnung, rn\u00f6glid)ermeife 3unge gu ergielen, ging aber leiber uid)t in \u00a9rf\u00fcdung. \u00a9a! TBeibdjen begann pl\u00f6^lid) gu fr\u00e4nfeln unb lag eine! borgen! tobt im \u00c4\u00e4fig. \u00a93 mar, anfeheinenb an \u00a9rfch\u00f6pfung in $olge adgufchneder \u00a9ntmidlung ber \u00a9ier, gu \u00a9raube gegangen. Wahrhaft r\u00fchreub mar e!, gu beobachten, mie traurig ba! 3R\u00e4nnd)en fortan ftch geberbete. Tagelang, ohne Unterbred)ung faft, rief e! nad) bem dBeibdjen; e! trommelte im Uebermafj feiner \u00a9e^nfud^t mie fr\u00fcher in ber 3ubelluft feiner Siebe; e! hatte nicht einmal in ben fRadjtfiunben fRulje. \u00a9pater m\u00fcrbe, e! ruhiger unb gulept ftiCC; feine fr\u00fchere jpeiterfeit hat e! aber nic\u00a3>t mieber erlangt, unb fe^t guntal, nad)bent i^nt auch bie \u00a9ef\u00e4hrten geftorben ftnb, ift- e! recht fd)meigfarn gemorben. 3ch ha^e felbfioer; ft\u00e4nblich geeigneten Ort! augenblidlich lebenbe \u00a9olbfped)te beftellt; 2lmerifa aber ift, trofc unferer au!gegeichneten i\u00dferbinbungett, bod) feljr meit, unb e! bleibt be!l)atb fraglich, ob mir femal! mieber fo gl\u00fcdlid) fein merbett, mehrere biefer angiehenbett \u00a9efeb\u00f6pfe gu gleicher 3^t lebenb gu haben.\n3tt ben f\u00fcblidhen \u00a9taaten fRorbanterifa! tritt gu bem \u00a9olbfpecht ein ihm feljr \u00e4hnlicher SSer; manbter, meldjer auch in Tefa! unb namentlich in SRefifo oortommt unb be\u00eb\u00efja\u00efb Colaptes mexicanus genannt morben ift. \u00a9r \u00e4hnelt bem \u00a9olbfpecht ebenfomoljl in ber F\u00e4rbung mie in ber\n6*","page":83},{"file":"p0084.txt","language":"de","ocr_de":"84\n\u00a9ie (Sp\u00e4ter. \u00c6letteroiJget. JhrfuTgfpedjte.\nMorbnung bev Betonung; bod) ftnb bet ipn alte f\u00e4rben bun Her unb bie (Sch\u00e4fte ber $t\u00fcgelfebern nitt gotbgetb, fonbern orangenrotp $)ie Stirn unb bev Oberfopf ftnb fapr\u00f4tpitgraubraun, bie \u00fcbrige Oberfeite ift auf graubraunem \u00a9runbe ftmarg quer gemcttt, ber Unterr\u00fcden aber mei\u00a7; bie Stroaftgfebem ftnb graubraun, ipe Sdj\u00e4fte orangenrotp \u00aeinn> \u00aeehte unb Unterhalt finb hell r\u00f6tpitgrau, Bruft unb Baut auf r\u00dftpit mcifjgrauem \u00a9runbe mit runben ftmargen S\u00dferlfledten gegeidpet; ben \u00a3interfopf ftm\u00fcdt ber ginnoberr\u00f6te fragen, bie Oberbruft ba\u00ea ftmarge Ouerbanb; ber zinnoberrote Bartftreifen iff ebenfalls \u00bbor^anbeti. 3n ber \u00a9r\u00f6\u00a3e fommt ber \u00dfupferfpetP mie mir fan nennen motten, feinem Bermanbten ungef\u00e4hr gteid).\n,,\u00a9)iefer fa)\u00f6ne Bogel\", fagt ber $ring von 2\u00f6ieb, \u201eftnbet ftcfj nicf>t btoS in SDZejifo, in ben ^elSgebirgen am \u00a9olumbia unb an bem Ouetlmaffer beS Sa 5\u00dflata, fonbern am gangen obern 3Jitffourt big gum SaSfatfafaman hinauf. Oer Beobad)ter ift befrembet, menu er furg guoor ben gemeinen \u00a9otbf^ec^t gefdjoffen hat, pt\u00f6pit einen fep: \u00e4pitid)en SSoget gu fehen, an mettent bie fd)\u00f6ne getbe garbe einiger Streite gu einer pratt&olten, orangenrott)en abge\u00e4nbert ift. Btan fommt erft nad) unb nad) gu ber \u00a9rfenntnifc, eine gmar fep \u00e4hnliche, aber bod) oeippebene 9Crt nor fit gu haben.\"\n3t f)abe fetbfioerft\u00e4nblit biefen B\u00f6get nitt megen feiner Befieberung, fonbern \u00bbfelmep megen feiner eigentpmtiten Sitten unb \u00a9emoptjeiten per aufgenontmen. Ueber biefe haben mir neuer; bing\u00ea bmp Sauf fu re au\u00eaf\u00fcp\u00efite 9J\u00eeittheilungen erhalten, mette, Oanf bem \u00a9ifer Bolle\u2019g, amf> ben frember Spaten unfunbigen Oeutften gug\u00e4nglit gematt morben ftnb.\nf/9tatbem it \u00bbon bem \u00a9offre be Revote prabgeftiegen, befud)te it ben fr\u00fcheren Bulfan, metd)er ben tarnen Pgarro tr\u00e4gt. Oiefer eigentpimlite, guderptf\u00f6rmige Berg, metter \u00fcber ber \u00a9bene non Revote foie eine 3nfet auS bem BieereSgrunbe emporfteigt, ermedt ba\u00ea Staunen a\u00fcer Sfeifenben burt bie gftegelm\u00e4fagfeit unb St\u00f6npit feiner Umriffe. 2lber menn man f\u00eet n\u00e2prt unb bie [teilen Seiten biefeS SaoafegetS gu erftimmen anf\u00e4ngt, fo mirb man auf ba\u00ea Uucrmartetfie \u00fcberrafd)t burt ben Mb\u00efid ber fettfamen ^flangenmelt, mette feinen Sttadenboben bebecft. 3ene\u00ea bteid;e \u00a9r\u00fcn, mettes man Oon meitern f\u00fcr S\u00df\u00e4lber gehalten hatte, oerbanft feinen Urfprung uip\u00ea ^Inherent atS einer Mgap fteiner Slgaoen, beren Btattrofetten nur gmei bi\u00ea brei gufc \u00a9reite haben, m\u00e4tjrcnb ber Ourtmeffer iper Sl\u00fctpnft&fte gmei bis brei Bott betr\u00e4gt. Balten ben 2Irtiftodenarten, mette bem meifjen Sanbe aufjerbem not entfpriefjen, mirft eine grofje 9)ucca ihren fp\u00e4rtid)en Statten auf blaugraue Bratpntaffen, unb fte allein oertritt hier, mo B\u00e4ume f\u00fcr eine munberbare \u00a9rfteinung gelten f\u00f6nnen, bie Stelle berfetben.\"\n,,\u00a9)iefe b\u00fcrre \u00a9in\u00f6be, mette, mie eg ftien, burt lebenbeS SBcfen erheitert m\u00fcrbe, begann einen tiefen \u00a9inbrud auf mit auSgu\u00fcben: ba marb meine Stuf merff amfeit pl\u00f6pidt burd) eine grofj\u00e8 gj\u00efenge oon Spesen, bie etngigen Bemopter biefer oben Strid)e, in 3tnfprut genommen. 9Uc ft\u00f6p man ohne eine gemiffe $reube, natbem man tobte B\u00df\u00fcften burtmanbert, triebe? auf Seben, unb mir mar eg in biefer \u00a3infttt feit lange nkp fo moht gemorben. 3t \u00bb\u00ab\u00bbb halb inne, bafc ber Supers ober mefifanifte Sped)t ber \u00c4\u00f6nig biefer OertlitHit fei; benn obmohl nod) aubere Strten fit bafeibft oerfammett hatten, fo behauptete er bot unbeftreitbar baS Uebergetoitt.\"\n\u201eMe biefe B\u00f6get, gro^ mie Hein, maren in au^erorbenttit lebhafter \u00a9emegung unb in bem gangen 2ltoe=2Balbe herrftte eine faft unnat\u00fcrtid)e fRegfamfeit, eine ungemohnte \u00a9hatigfeit. \u00a9)agu hatte bie Bereinigung fo oiefer Spette au ein unb berfetben Stelle fton f\u00fcr fid) allein etmaS Stuffaltenbeg, meit bie 9Ratur biefen B\u00f6geln meit eher Siebe gur \u00a9infamfeit unb eine Seben\u00eameife gum \u00a9rbtheil gegeben hat, mette ihnen, bei Strafe be\u00ea Mangels, gefettige\u00ea Beifammentoohnen unterfagt. SBeit entfernt baher, bie Bemopier ber Steppe burt ungeitige\u00ea Stiegen gu erftveden, oerbarg id) mit bem menig gaftliten Statten einer 2)ucca unb oerfmpe, gu beobatten, maS h^er oorgehen m\u00fcrbe.\"\n,,\u00a9S bauerte nitt lange, fo l\u00f6fte fit \u00f6or meinen klugen ba\u00bb 9t\u00e4thfet. \u00aeie Spette flogen t)in urtb her, H\u00e4mmerten fit an jebe Bftange unb entfernten fit barauf faft augenbtidtit- Stm b\u00e4ufigften fat) man fie an ben Bt\u00fctbenft\u00e4ften ber Sttoen. 2tn biefen h\u00e4mmerten fie einen Mgeubtid, inbem fie","page":84},{"file":"p0085.txt","language":"de","ocr_de":"Jfupf erfpedjt.\n85\nmit ihren fpihen Schn\u00e4beln ioieberholt an bem ipclge Hopften; gleich barauf flogen \u00dfe an bie s3)ucca; \u00df\u00e4mnte, too fie biefelbc Arbeit auf3 \u00fcfteue oornahmen; bann teerten fie fd^neH ioieber gu beit Slloen guv\u00fccf-, unb fo fort. ^cp n\u00e4herte mtd) ba\u00efjer ben Slgaoen, Betrachtete ihre Stengel unb fanb fie \u00dfebf\u00f6rntig burdjbohrt unb gtoar fo, ba\u00df bie S\u00f6d)er unregelm\u00e4\u00dfig ein3 \u00fcber bem anbern ftc^ befanben. \u00aeiefe Oeffnungett ftanben offenbar mit H\u00f6hlungen im Innern in Serbinbung; id) beeilte midj bal)er, einen S3lut^enfchaft abguhaueit unb ihn au3einanbergufd)neiben, um feinen dftittelraum gu betrad)ten. 2\u00f6ie gro\u00df ioar mein Si\u00eeftaunett, al3 id) barin ein ioaljre3 SorratIj3hau^ \u00f6\u00b0n S^ci^rung\u00eaftoffen entbedte! \u00aeie ioeife SBorftcht, ioeldje ber funftfertige Sogei burch bie S\u00dfaljl biefer Sorrath\u00eafammer unb bie Sefd\u00dfxflidjfeit, mit ber er \u00dfe gu f\u00e4llen oer\u00dfept, an ben \u00a3ag legt, oerbienen beibe in gleichem dfta\u00dfe befchrieben gu ioerben.\"\n\u201e\u00a9ie 9lgaoep\u00dfange ftirbt, nachbem \u00dfe gebl\u00fcht hat, ab unb oertrocfnet; aber noch lange nad)her bleibt \u00dfe aufrecht \u00dfehen, unb ihr Schaft bilbet gleid)fam einen fenfred)ten 5\u00dffaljl, beffen \u00e4u\u00dfere Schicht beim Slbtrodnen erh\u00e4rtet, io\u00e4prenb ba3 dftarf be3 Innern nach Hnb na<h oerfcpioinbet unb fo im ddittelpunft be3 Stenge\u00ef\u00ea eine Sfl\u00f6hre frei l\u00e4\u00dft, bie beffen gange S\u00e4nge einnimntt. SDiefe Sft\u00f6^re hat ber Specht bagu erfe^en, feine Seben\u00eamittel barin aufgufpeidjern. 2)ie Seben3mittel aber \u00dfnb (Sicheln, ioeldje ooit unfern V\u00f6geln f\u00fcr ben S\u00f6inter in feiten nat\u00fcrlichen Speichern aufgeh\u00e4uft ioerben. \u00aeie Spittel; ropre bc3 Sc^afte\u00ea ber 2lgaoen hat einen SDurdjmeffet, gerabe.gro\u00df genug, unt (Sicheln eingelit burch; gulaffen, foba\u00df \u00dfe ber dfeilje nach, eine \u00fcber ber anbern, ioie bie ^\u00fcgeldjen eine\u00ea dfofenfrange\u00e2 gu liegen fomtnen; ioettn man bie dt\u00f6ljre ber S\u00e4nge nach fpaltet, fo \u00dfnbet man \u00dfe gleidjfam mit einer S\u00e4ule \u00fcoit \u00a9ic\u00dfeln angef\u00fcllt. Sitbe\u00df i\u00df ihr 5lufeinanberliegen nicht immer fo regelm\u00e4\u00dfig. ben ft\u00e4rfften 2lga0en i\u00df bie \u00e4ftittelr\u00f6ljre Leiter, uttb in einer foldheit h\u00e4ufen \u00dfdj bann bie (Sidjeln unregel; m\u00e4\u00dfiger an. Stber ioie fteUt e\u00a7 ber Sogei an, um feine Sorrath\u00eaf animer, ioeldje bie \u00fcftatur ringsum oerfdjloffen hat, gu f\u00fcllen?\"\n\u201eSJtit Sdjnabedjieben boprt er am unterften\tbe3 Sdjafte3 ein fleiite\u00ea runbe\u00ea Soch burch\nba\u00a7 \u00a3olg. \u00aeiefe\u00a7 Soch er\u00dfredt \u00dfd) bis gur mittleren Sft\u00f6ljre. Sr benufct bann biefe Oe\u00dfnuttg, um Sid)eln Ijineingu\u00dfopfen, bis er bamit ben \u00fctljeil ber Sichre gef\u00fcllt hat, ioeldjer unterhalb be3 So<heS liegt, hierauf bohrt er ein gioeite\u00ea Soch au einem h\u00f6her gelegenen f\u00fcnfte be3 Sdjafte\u00ea, burch ioelche\u00ea er ben innern dtaum ber dJiittelr\u00f6ljre, bie \u00dfch gloifdjett ben beibeit Oeffnungen be\u00dfnbet, anf\u00fcllt, \u00a9leidj barauf bringt er ein britteS Soch noch h\u00f6her h^auf an, un\u00f6 f\u00b0 f\u00e4hrt er fort, big er fo hoch hinaufgeftiegen i\u00df, ba\u00df er ben S\u00dfunft beS Sdjafte3 erreicht, too bie 3\u00a3\u00f6hre fo eng ioirb, ba\u00df fie leine Sic\u00dfeln mehr burdjl\u00e4\u00dft. dftan bead)te feboch, ba\u00df biefe Schaftr\u00f6hre ioeber toeit noch *ein genug i\u00df, al3 ba\u00df bie Sidjeln oerm\u00f6ge ihrer Sd)toere nach unten gegogen io\u00fcrben; ber Sogei i\u00df im \u00a9egentljeil gegtoungen, \u00dfe hineingu\u00dfo\u00dfenr unb trop feines gro\u00dfen Sefdjid\u00ea bei biefer Slrbeit gelingt eS ihm hoch mei\u00df nur, \u00dfe ein bis? gtoei 3ojd tief in bie SR\u00f6ljre hiuabgufchieben; er i\u00df baher in bie dlotljtoenbigfeit oerfept, bie S\u00f6djer fehl* nahe \u00fcber einanber gu \u00dfeEfen, toenn er oont Srunbe bi3 gum Sipfel ein ood; \u00df\u00e4rtbigeS f\u00fcllen be3 Schaftes beioerf\u00dfedigen ioid. 5ludj biefe Arbeit oerrichtet er inbe\u00df nicht immer mit gleicher \u00dftegelm\u00e4\u00dfigfeit. S3 gibt oiele Slgaoenfdjafte, beren dftarf noch fa\u00df unoerfehrt geblieben i\u00df unb faum irgenb eine dt\u00f6ljre bilbet. ^it biefem $ade mu\u00df ber Specht anbere \u00aeunftgri\u00dfe antoenben, um feine Sid)eloorr\u00e4the niebergulegen. 2So er feine H\u00f6hlungen \u00dfnbet, mu\u00df er felbft toelche meifeln. 3U biefem SSepuf bohrt er f\u00fcr febe Sichel, bie er oer\u00dfecfen toid, ein befonbere\u00ea Soch unb legt biefelbe bann in bem dftarfe felbft nieber, inbem er hier ein Soch meifelt, ioeit genug, eine Sichel aufgunehmen. So \u00dfnbet man oiele Stengel, in betten bie Sicheln nicht in einer \u00dfb\u00f6ijre ange; h\u00e4uft \u00dfnb, foitbern jebe f\u00fcr \u00dfch am Snbe eines ber S\u00f6djer liegt, mit toeld)en bie Dber\u00df\u00e4dje be\u00ea Schaftes \u00fcberf\u00e4et i\u00df. 2)a3 i\u00df eine harte 3lrbeil unb Oerurfacht bem S\u00f6gel Oiel Schtoei\u00df. Sr mu\u00df fehr \u00dfei\u00dfig fein, um eine foldje Sorrath^fammer angulegeit. Um fo leichter ioirb e3 ihm nad\u00dfjer, \u00dfe gu benupen. Sr hat bann nicht mehr n\u00f6tljig, feine \u00dcKaljrung unter einer m\u00fchfam gu burd)bred)enben ^olgfchidht gu fuchen ; er braucht nur feinen fpipen Schnabel in eine jener fdjon fertigen Oe\u00dfnungen gu \u00dfecfen, um eine dJtahlgeit barau3 heroorgulattgen,\"","page":85},{"file":"p0086.txt","language":"de","ocr_de":"86\n\u00a9te \u00a9pfiper. $(etterft\u00f6gcl. Shtfufgfpecpte.\n,,\u00a9ie \u00a9ebulb, me\u00efcpe unfere SS\u00f4ge\u00ef beim Sjml\u00efeu iprer Sorratp;\u00bbfammern geigen, ift ni\u00e2t ba3 einige Semerfen\u00earoertpe an ipnett: bie Separr\u00efid)Feit, bie fie aitmenbcit m\u00fcffen, ftcp bie \u00a9idje\u00efn gu fterfdpaffeu, ift nod) ftaunen\u00e2mertper. \u00a9er Pgarro ergebt fid) inmitten einer S\u00f6iifte \u00bbon \u00a9aitb unb Saften, auf betten fein \u00a9idpbaitm m\u00e4d)ft. \u00a93 ift mir ttttbegreiflid), ftott rooper unfere S\u00f6get ii)ve Sebeltlmittel geholt Ratten, \u00a9ie miiffen mehrere SDteileu meit banadp gcftogen fein, \u00bbielteicpt bi\u00ea gum Stbpang ber \u00a9orbittera.\"\n\u201e\u00a9urdj ein fo futtft\u00f4o\u00ef\u00efe\u00ea Serfapren fdj\u00fcpt bie SRatur biefe \u00a9ped)te gegen bie \u00a9cprecfeu be3 $uttger\u00ea in einem eben Sanbe, m\u00e4prenb eiltet fedplmonatlicpen 2Binter3, tee ein ftet\u00ea peitrer Rimmel Stile\u00bb auf\u00e8 $\u00f4dpfte au\u00eaborrt. \u00a9ie \u00a9rocfenpeit fterurfadpt bann ben \u00a9ob be3 ^flattgenleben\u00ea, mie bei un\u00e2 bie $\u00e4lte, unb bie allein ipr miberftepenben, \u00fcberaus bfirven, leberartigen \u00a9em\u00e4dpfe ber \u00a9aftanne ern\u00e4hren feine ftott ben $erbtpieren tttc^r, bie ber \u00a9peept git feinem Unterhalt bebarf. - Optte bie gefd)ilberte Jpilflquetle bliebe unfern S\u00f6geln nur \u00fcbrig, entmeber fortgugiepeit ober Jpunger\u00ea gu fterben.\"\n\u201eSMr maren bamal\u00ea im Stpril, b. p. ittt f\u00fcnften ober feep\u00eaten SKonat ber rauben Sapre\u00eageit, unb bie \u00a9peepte befd)\u00e4ftigten fid) bamit, \u00a9idpeltt au\u00a7 ipren Sorratp\u00eafantmern perftorgulangen. Slttc\u00ea fteranta\u00dft gtt bem \u00a9tauben, ba\u00df e\u00bb mivflidp bie \u00a9icpeln ftnb, bie ipnett gttr \u00a9peife bienett ttttb niept etma fleine Sarftett, bie jene enthalten f\u00f6nttett. \u00a9ie Slrt unb SSeife, mie fie fie genie\u00dfen ; ift cbenfo nterfm\u00fcrbig, als ba\u00bb oben angebeutete, \u00a9ie platte, ruttblidje \u00a9id)cl fatttt ftott beit gu gro\u00dfen $ii\u00dfen be3 \u00a9ped)t\u00ea fdptoer gefaxt toerbett. Um ipr einen .Spalt gu geben unb um fte mit bem \u00a9djttabel fpalteit gu f\u00f6ttitett, nimmt ber Sogei tuieber feine gufludpt gtt einem fepr gefepieften \u00c4unfigriff. \u00a9r boprt in bie Siinbe, melcpe bie fterborrten 2)uccaft\u00e4mme umgibt, citt Socp, gerabe gro\u00df genug, um bie \u00a9iepet mit iprem b\u00fcttitett \u00a9nbe pineinguftecFen, aber nidjt gro\u00df genug, um fte gang pineingepett gu laffen, fleutmt fte itt bie\u00bb Sod) uttb flo\u00dft fie mit feinem \u00a9c^itabel pittciit, mic einen 3aPfcn in ein \u00a9punblocp. \u00a9ie fo feftgepaltene $rud)t toirb battit mit \u00a9djjnabclpiebett ange; griffen unb mit ber gr\u00f6\u00dften \u00a3eid)tigfeit gerfiiidt; betttt mit jebeiii \u00a9treiepe ft\u00f6fjt ber \u00a9pcd)t fte tiefer uttb fefter pineitt. SIuj\u00bb biefent* \u00a9ruttbe fittb.bie \u00a9t\u00e4ntine ftieler S)ucca0 gang ebenfo burcpl\u00f6d)ert, mie bie Slgafteitfcpafte. SBentt biefe S\u00e4ume abfterbett, l\u00f6ft fid) bie fie bebeefettbe \u00ef\u00ef\u00eeinbe ftom \u00a9tatuin uttb l\u00e4\u00dft fo glftifcpett fid) uttb bem .Spotge be\u00ea Sauntet einen fepr ger\u00e4umigen epenraum, ber felbft mieber gttr Sorratpsfanuner, mie bie .Sp\u00f6pluttg ber Slloeftengel, bienett fatttt. itnfere S\u00f6get, fd)netl bereit, fid) biefett Untftanb gu Stupe gu ntad)en, boprett bie abgeftorbene Stiitbe ftollerS\u00f6dper unb ftccfeu \u00a9idjeltt glftifcpett biefelbe unb ba\u00ea -Spotg. Slber bied Serfapren fd)eittt ipttett niept befottber\u00ea gitgtt; fageit, ma\u00bb teidpt erfl\u00e4rlicp, ittbetn ber atlgumeite Staunt bie \u00a9idjcltt gem\u00f6pitlicp auf bett Sobett biefer nat\u00fcrlichen \u00a9afd)e fallen l\u00e4\u00dft, au\u00a7 metdper bie \u00a9petite fie ttaepper uidpt mieber ph'ftorgiepen f\u00f6ttnett. Stud) pabe idp beim Slufpebett ber burdpl\u00f6cperten Stinbenftiicfe nteift nur Ueberbleibfel ftott \u00a9icpeln gefttnbett, bie atu .Spolg pinabgeglitten maren, m\u00e4prenb bie \u00a9pecpte fte itt bett ftott au\u00dfen per pitteinge; boprtett S\u00f6djertt gerftiidften. \u00a9ange \u00a9idjetn maren baritt fepr feiten.\"\n,,\u00a9a\u00a7 int Sorftepenben gefd)itberte Serfapren ift tuerfm\u00fcrbig. Jpier pabett mir einett Sogei, ber ' SBinterftorratp famutelt! Sltt\u00ea meiter $evne polt er eine Stapruttg, bie feiner \u00a9attung fonft nid)t eigen ift uttb tr\u00e4gt fie in anbere \u00a9egenbett, bapitt, mo bie ^flange m\u00e4d)ft, bie ipm gur Sorratp\u00eafammcr bient, \u00a9r fterbirgt fie nid)t in poplett'S\u00e4umen, niept in ^clfenfpalten ober \u00a9rbp\u00f6plett, furg an feinem jener \u00a9.rte, bie ftdp naturgem\u00e4\u00df feinem \u00a9ud)ett bargubieten fd)eiiten, ftielntepr in fdpmalett, im SJtittelpunft eitte\u00ea ^flangettftengel\u00ea fterborgenen O\u00ee\u00f4preit, ftott beren Sorpattbeitfeitt er mei\u00df. 3U biefett \u00dctopren bgpnt er fid) einett S\u00dfeg, inbetn er ba\u00ea fie ring\u00ea untfcpHe\u00dfettbe .Spolg gertr\u00fcmmert; in ipnen p\u00e4uft er feilten Sorratp in firengfter Orbttuttg auf unb bemaprt iptt fo fidper ftor ber ^eud)tigfeit itt einem \u00dfuftattbe, ber p\u00f6dpft giinftig auf feine \u00a9rpaftitng eiitmivft, gefep\u00fcpt gugleid) ftor Statten uttb famen; freffenben S\u00f6geln, mefd)e niept int \u00a9taube ftnb, bttrd) ba\u00ea iptt fd)\u00fcpettbe $>olg gu bringen.\"\n\u201eSOteprere \u00a9ped)te, bie gu fleitterett Slrtett gep\u00f6ren, beft\u00f6lfern ebenfall\u00bb bie \u00a9aftanne be\u00ea ^pigarrog idp pabe ittbe\u00df niept au\u00eafxttbig titaepett f\u00f6ttttett, ob fie citt \u00e2pn\u00efidpe\u00ea Serfaprett beobad)teti. Sn einer gemiffett \u00a9egettb be3 Sergel fap man ung\u00e4plige trodfene unb in Sorratp\u00eafammern","page":86},{"file":"p0087.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c6upferfpedjt. f\u00c7e\u00efbfpecbt.\n87\nbermanbe\u00efte Nloen. \u00a9S mar eine #auptnieberlage boit Nahrungsmitteln, bie ihren Urfprung einem Sufammenftr\u00f6men fehl* bie\u00efer \u00a9fechte in jener \u00a9egenb berbantte. 2Bahrfdheinli<h ift e3, ba\u00a7 biefe S\u00f6gel fid) m\u00e4hrenb ber trodnen SahreSjeit in ben mit Ngaben bicht beftanbenen Stridjen jammern ftnben, too f\u00fcr ihre Sebiirfniffe im Voraus geforgt ift unb ba\u00df fte Beim Seginn ber Negeng\u00fcffe fleh in ben \u00a9benen jevftvcuen, um ben \u00c4erBthicren nadf^u gehen, melclje bie Natur ihnen bann im Ueberflu\u00df bar Bietet.\"\nSB\u00e4hrenb bie gro\u00dfe 2Nehqal)l ber \u00a9fechte auSfd)iie\u00dfltch ober menigftenS h^uptffid^lidh bon ben S\u00e4umen ihre Nahrung fud)t, Betreiben einige ihre Sctgb auf bem Soben. 3U ^nett 9ePrt *>er $ e Ib f p e d) t (Geocolaptes campestris), ein Sogei, melcljer bie offenen Triften S\u00fcbameritaS Betbohnt. \u00a9ie Sippe ber \u00a9rbfped)te, welche er bertritt, tennjeidjnet ftch burdj einen etroa topflangen, geftreeften, \u00bb auf ber $irfte fantigen, m\u00e4\u00dfig jufammengebr\u00fcdten,.fanft gew\u00f6lbten Sdjmabcl, beffen OBerfieJerranb an ber SBttrjel ein Wenig aufgetrieBen ift, burdh fiarfe, tauge unb gugefpi^te $l\u00fcgel, in benen bie bierte Schwinge bie l\u00e4ngfte ift, einen kr\u00e4ftigen, fptpigeit Sd)Wang unb ziemlich fc^tan\u00efe, ljod)= l\u00e4ufige g\u00fc\u00dfe mit bcrh\u00e4ltni\u00dftn\u00e4\u00dfig.fd^Wad^en Sehen. \u00a9aS \u00a9efieber beS ^elbfpe\u00abf>t\u00ea ift Bunt, aber nicht befonberS lebhaft gef\u00e4rbt. \u00a9er Scheitel unb bie \u00aeehle ftnb fd^Warg, bie ^Bangen, ber $alS unb bie OBerbruft golbgelb, ber N\u00fcden unb bie Fl\u00fcgel bla\u00dfgelb, fd)Warfbraun geb\u00e4nbert, ber Unter; r\u00fcden, bie Sruft unb ber Saud) bla\u00dfwei\u00dflidhgelb, jebe \u00c7eber burd) mehrere fdhWarge OuerBinben gezeichnet; bie Schwingen ftnb graubraun, golbgelb gefd)\u00e4ftet, bie ^anbfdhmingen an ber Snnenfaljne, bie Nrmfdjwingen an Beiben $al)nen Wei\u00dflich geb\u00e4nbert; bie SdjWanzfebern ftnb fdjWarzbraun, bie \u00e4u\u00dferen 5\u00dfaarc au ber Nu\u00dfenfapne, bie' brei inneren S\u00dfaare an ber Snnenfahne gelb geb\u00e4nbert. \u00a9je @efdjled)ter untcrfd)eiben fid) Wenig; hoch ift baS 2Beibd)eit minber lebhaft gef\u00e4rbt, als baS \u00fcN\u00e4nndjett. Sei bent jungen Segel ftnb bie Sinben breiter. \u00a9aS Nttge ift bunteltirfd)roth, ber Schnabel fd)to\u00e4r\u00a7; lid;grau, ber $u\u00df fdjmu\u00ffggrau.\n\u201e\u00a9er ^elbfpedjt\", jagt ber $\u00dfrin$ bon \u00e4\u00f6ieb, \u201eift bon allen \u00fcbrigen Nrten burdh feinen Nufenthalt h\u00f6d)fi bejeidhnenb gefdjieben, ba er bloS in offenen, oott ^Salbungen entbl\u00f6\u00dften Stiften unb h\u00f6djftenS in fleincn \u00a9eb\u00fcfdjen bortommt. 3<h ha^e it)n in ben gro\u00dfen \u00c4\u00fcftenWalbungen nie gefehlt, fonbertt Blo3 in h\u00f6heren, trodenen unb erbitten Triften beS innern SertongS ber S\u00dfrobinj Sahia unb SNittaS. Nga'ra faitb ihn in S\u00dfaraguap. \u00a9r fd;eint alfo bem gr\u00f6\u00dften \u00efhe^ ty\u00ea timern S\u00fcbamerifaS anjuge; h\u00f6ren.\" \u2014 \u201eSn beit Slmeifenneftern ber offenen Triften\", beft\u00e4tigt Sur me ift er, \u201egeh\u00f6rt als lieber \u00a9efe\u00fcfchafter ber mertw\u00fcrbige gelbfped)t. 2Bir fanben ben erften am Nbljange einer \u00a3>od)ebene. \u00a9ine ganje \u00a9efellfdjaft, Wohl acht St\u00fcd, Ijadten an einem gro\u00dfen, niebrigen Saum herum unb flogen oon Seit \u00a7u Seit ehtgeln auf ben Sobeit, feierten ba, wie eine \u00c6ra\u00efje unb lehrten bann gum Saum juritd. Sie mu\u00dften mit einer guten Nahrung befdj\u00e4ftigt fein, Wahrfdjeinlich eine Wanbernbe Ser; mitengefellfd)aft \u00fcberfallen haben. 3d) fah bem Sogei halb feine \u00a9igenth\u00fcmtid)feit an. \u00a9in Specht, ber fdjreienb auf bem Sobeit herumfpajiert : meid) ein SBunber, bacpte idh unb rief meinem S\u00f6hne gu, einen $u fd)ie\u00dfen. \u00a9S gelang, \u00a9er Sped)t gurgelte treifd)enb \u00a7u Scben, bie anbern flogen baoon, lie\u00dfen ftch aber halb auf einem nicht fehl* entfernten Saum Wieber nieber. Nun ernannte i'dh meinen neuen \u00a9ef\u00e4prten. \u00a9r gab mir, als idh ihn tobt betrachtete, bie \u00a9eWi\u00dfpeit, ba\u00df idh \u00dfnutpo; gebiet bereits betreten hatte; benn nur auf biefem ift ber fonberbare \u00a9rbfped)t $u ftnben.\"\n\u201e\u00a9er ^clbfpedjt\", erg\u00e4bt ber S\u00dfrinj in feiner Neifebefdjreibung, \u201elebt befonberS bon Sermiten unb Nmeifen, Weldje in biefett \u00a9benen unenblidj h\u00e4ufig ftnb. SNan fiitbet h^r in SB\u00e4lbertt unb Triften gro\u00dfe tegelf\u00f6rmige \u00a7\u00fcgel oon gelben Setten, Weldje oft f\u00fcnf bis fecfjS ^u\u00df hod) unb roit Termiten erbaut finb; in ben offenen \u00a9egenben h\u00fcben fte gew\u00f6hnlich eine mehr abgeflachte \u00a9eftalt. Nehulidje Nefter bon runblicher gornt rfctb fchmarjbrautter f^arbe h\u00e4ngen an bidett Neften ber S\u00e4ume, unb ein jeber ^attuSftamm tr\u00e4gt eines ober mehrere berfelben. Nuf biefen pflegt ber genannte","page":87},{"file":"p0088.txt","language":"de","ocr_de":"88\t\u00aeie \u00a9paper. \u00c4letterr\u00f6gel. Vkicpfdjtrangfpecpte. \u00e4lknbep\u00e4lfe. .\n\u00a9peept gu ftpen unb gu paden. (Sr toirb beSpa\u00efb bief er \u00a9egenb fepr n\u00fcplkp burcp bie Vertilgung ber fcp\u00e4blicpen f\u00f4erbtpiere, treibe in Vraftlien bie ^auptfeinbe be\u00bb SanbbaueS finb. Ood; obgleid) biefe gefr\u00e4\u00dfigen Vpiere ipre (S\u00e4nge \u00fcber unb unter ber (Srbe antegen, obgleich fie btefelben fetbft an ben VB\u00e4nbeu ber nieufcpticpen V\u00dfopnungeit anbringen, Serben fie boep an allen biefen Orten non gapl; reiepen $einben \u00bberfolgt. \u00a9o r\u00e4chen bie 5lmeifenb\u00e4ren, bie \u00a9petite, bie Slnteifenbroffeln unb riete anbere Opiere ben Ranger, beffen ganger \u00a9etrinn \u00f6ftere non biefen tleinen Oerpeerenben ^einben \u00bbergebt toirb.\"\n2luS ben \u00fcbrigen \u00e4Jlittpeilungen beS bringen gept pernor, ba\u00dfSlgara unb \u00a9pir mit Unrecht bon bem ^elbfpecpt behauptet paben, er flettere niept an \u00a9t\u00e4mmen; benn trenn OieS audj feltener gefepiept, als bei ben \u00fcbrigen Slrten, unb trenn and) bie popen Werfen ipm baS H\u00fcpfen erleichtern, fo fiept man ipn boep oft auch na^> 3lrt anberer \u00a9pedate \u00eflettern. (Sr rutfept au ben $attuSft\u00e4mmen hinauf ober h\u00fcpft mit poep aufgerichtetem K\u00f6rper auf ben tragrechten Sleften berfelben umper, h\u00e4lt fiep aber atterbingS gr\u00f6\u00dftentpeilS am Vcben auf. \u00a9eir\u00f6pnticp fiept man ipn paartreife, unb beSpalb trirb bie \u00a9efe\u00fcfepaft, bon tnelcper Vurmeifter fpriept, tropl eine Familie, b. p. Sitte mit ipren jungen, getrefen fein. \u00fcbrigen \u00e4pnelt ber $elbfped;t anberen Vertranbten boKfommen. (Sr fliegt unb fepreit gang trie itnfer europ\u00e4ifeper \u00a9riinfpeept.\n\u201eOaS Sleft be\u00ea Vogels\", fcplie\u00dft Vurmeifter, \u201emu\u00df fepr.oerftedt angelegt fein, ba man eS noep gar niept tennt. Slm Vobett b\u00fcrfte eS tropl faum fiep beftnben. \"\nSItS bie n\u00e4cpften Vertranbten ber eigentlichen \u00a9peepte barf man bie S\u00dfeiepfdjtrangfpecpte (Picumni) betraepteu. 9leid)enbacp fiept in ipnen bie Vertreter ber \u00a9iso\u00f6gel unter ben \u00a9peepten; (SabaniS nennt fie UebergangSglieber gtrifepen ben \u00a9peepten unb ben V\u00f6enbep\u00e4lfen. \u00a9ie geigen im gangen bie \u00a9eftalt unferer \u00a9peepte, befipen aber leinen \u00a9temmfeptrang unb finb au\u00dferorbentlicp Hein, niept biel gr\u00f6\u00dfer als unfere \u00a9olbp\u00e4pmpen. Oer \u00a9dfnabel ift l\u00e4ngtiep, tegelf\u00f6rmig, gerabe, fpip unb opne beutlkpe kanten. Oie Veine ftnb trie bei ben \u00a9peepten gebaut, f\u00fcr bie \u00a9ro\u00dfe ber V\u00f6gel ireber feptrad), nod) Hein; bie \u00fcR\u00e4e^el geigen bie pope \u00a9iepelform ber \u00a9pcd)tfrallen; bie b\u00fcrgen Fl\u00fcgel finb fepr ftumpf unb runbliep, bie rierte unb bie f\u00fcnfte \u00a9eptringe finb bie l\u00e4ngften; ber-\u00a9eptoang beftept auS gtr\u00f6lf feitlicp rerl\u00fcrgten fyebern, trelepe treiep unb abgerunbet unb bereu beibe \u00e4u\u00dferften rerp\u00e4lt; ni\u00dfm\u00e4\u00dfig ebenfo Hein trie bei ben eigentlichen \u00a9peepten finb.. OaS \u00a9efieber ift ungemein treiep unb beftept auS trenigen, f\u00fcr bie \u00a9r\u00f6\u00dfe beS K\u00f6rpers umfangreichen Gebern.\nOie Familie ober, trie Slnbere trollen, bie Unterfamilie finbet fiep pauptf\u00e4cplicp in \u00a9\u00fcbamerila; boep pat man auep in SlfVila eine unb in Schien brei pierper gep\u00f6rige Slrteu entbedt.\nlieber bie SebenSireife fepleu auSf\u00fcprlicpere S\u00f6littpeilungen nod; g\u00e4ngtiep, unb bie rerfepiebenen Vericpte ftimmen im gangen nod) trenig \u00fcberein.\nOer 3trergfped)t (Picumnus minutus) ift auf ber Oberfeite graubraun, auf ber Unterfeite trei\u00df unb feptrarg in bie Ouere geb\u00e4nbert. Oer Obertopf ift feptrarg, fein irei\u00df punttirt, \u00a9tint unb Vorberfepeitel ftnb beim SJl\u00e4nuepen rotp, beim V\u00dfeibcpen ebenfalls trei\u00df geperlt, trie ber \u00fcbrige \u00a9epeitet; bie f(ptravgbrauuen \u00a9eptriugen finb getblid), bie Oedfebern tid)t gef\u00e4umt; bie \u00a9teuerfebern finb feptrarg, bie feitl\u00fcpen mit breitem trei\u00dfen \u00a9treifen an ber Slu\u00dfenfapne, bie beiben mittelften mit fclcpent an ber 3>nnenfapne. OaS Sluge ift graubraun, ber \u00a9epnabet au ber VBurgel bleifarben, auf ber girfte unb an ber \u00a9pipe fepto\u00e4rglicp, ber $u\u00df bleigrau. Ote S\u00e4nge betr\u00e4gt 3 3^ 7 Sinicn, bie Vreite 6 3o\u00dc, bie fyittigl\u00e4nge 1 3oll 10 Sinien, bie \u00a9eptrangl\u00e4nge 1 3oH-\nOer 3^erofpecpt tonuntin allen \u00ae\u00fcft entrai bung en ron\u00a9npana bis SJkraguap niept fetten ror, erfepeint aber auep oft in ber V\u00e4pe ber V\u00dfopnungen. \u00a9ommer lebt er paartreife, in ber falten","page":88},{"file":"p0089.txt","language":"de","ocr_de":"BmcrgfVedjt. 2$enbe\u00ef)a\u00ef\u00ea.\n89\nBeit in \u00abeinen \u00a9efettfd&aften, \u00ef^eld^e giem\u00efid) Weit umherf\u00efreifen. \u00a9r hat, mie ber Brinj fagt, oottfommen bie Sebengart anberer \u00a9pedjte nnb frient an ben stammen umber, um \u00aecrbtl)iere unb ihre Sarnen gu fu^en. Burmeifter bagegeu oerfnhert, ba\u00df feine Sebengmeife gang bie ber @0\u00ab= t)\u00e4bncben fei. Beibe Beobachter Best\u00e4tigen fomit bie Eingaben \u00abgara\u2019g, meldjer fagt, ba\u00df ber Boget an ben Baumft\u00e4mmen \u00abeitere unb guWeileu oon einem B^eig gum anbern Wfe. \u00a9chomburgf fanb ihn- regelm\u00e4\u00dfig unter ben gerben t\u00bberfd)iebener B\u00f6gel, metd)e geittoeilig im \u00a9albe umherftrcidjen, traf ihn aber aud) in \u00a9arten nnb Bflangungen nicht feiten an. 3\u00ab einem \u00a9arten fab er t\u00e4glich ein B\u00e4rgen in ein Slftlod) aug; unb einfchl\u00fcpfen, er fd;eint aber bag'Eteft nicht fetbft unterfud)t gu haben. Bon einer oermanbten 5lrt, melche in Beru lebt, miffen mir burdj Xfubi, ba\u00df fie Oter 3>unge erjiebt Oieg ift BEeg, mag id) meinegtljeilg \u00fcber bie Sebengmeife ber rtieblid;en B\u00f6gel gefunben habe.\nOie \u00a9enbelj\u00e4tfe (Jynges), welche alg bietiefftftehenben atfer <S^ed\u00df>t\u00fc\u00f6gel an5ufef>eu finb, geh\u00f6ren au3fd&lie\u00dflidj ber alten \u00a9eit an. \u00a9ie finb geroifferma\u00dfen alg Binbeglieber gtoift^en ben \u00a9hechten unb ben Muten ober Barto\u00f6geln angufeljen. 3hr Seib ift geftredt, ber ^a!3 lang, ber $opf giem\u00efid) \u00abein, ber ftl\u00fcgel furg unb ftumbf, in ihm bie br\u00fcte \u00a9dringe bie l\u00e4ngfte, ber \u00a9djmang mittet lang, breit unb meichfebrig, ber \u00a9chnabel \u00abtrg, gerabe, ooEfommen tegelf\u00f6rmig, foifc, feitlich nur toenig gufammengebr\u00fcdh, ber gu\u00df giem\u00efid) ftarf, hier* unb paarge\u00efjig, bag \u00a9efteber loder unb toeich. SD er innere Bau \u00e4hnelt nach ben ttnterfudjuhgen Oon BUhfdj bent ber \u00a9Rechte, obgleid) er fein \u00a9igenth\u00fcm\u00efidhe\u00eb hat. SDie fehr augftredbare Bunge ift fabenf\u00f6rmig, au ber @^c aber nicht mit \u00a9iberljafen Befe^t.\nUnfer \u00a9enbe;, \u00a9inbe;, Orel)* ober Dtatter\u00efjalg, Orelj\u00f6ogel, Halbreifer, ^al3= ioinber, Bladen;, Blatter; ober Otterminbel, BlatterWenbel, Bla.ttergange u. f. io. (Jynx torquilla) ift auf ber Oberfeite li^tafchgrau, fein buufler geioeEt unb ge^unttet, auf ber Unter* feite mei\u00df, fparfam mit bunt ein, breiectigen Rieden gegeidfnet; bie Reifte unb ber Unterhalt finb auf gelbem \u00a9ruube quer geioeEt; ein f<hro\u00fcrgti<her S\u00e4nggfireifen giel)t ftd; oom \u00a9feitet big gum Unter; r\u00fcden herab; bie \u00fcbrige Beidfnung beg Oberf\u00f6rperg befteht aug fd^to\u00e4rglidhen, roft; unb hellbraunen fylcden ; bie \u00a9dfmtngen finb rothbraun unb fdftoargbraun geb\u00e4nbert; bie \u00a9dhmangfeberu finb fein fdfmarg gefprenfelt unb geigen f\u00fcnf female Bogenb\u00e4nbcr. Bag Btuge ift gelbbraun, \u00a9djttabet unb Beine finb gr\u00fcngelb. Bei ben jungen ift bie F\u00e4rbung bl\u00e4ff er, bie Beizung gr\u00f6ber unb bag Sluge graubraun. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 7, bie Breite 11, bie gittigl\u00e4nge 8V3, bie \u00a9chmangl\u00e4nge 2V* BoE.\nOer \u00a9enbelfalg tommt auf ber halben \u00a9rbe oor; heimatgberedhtigt aber ift er nur im Sorbett, b. h* in BJlitteleuropa unb in ttRittelaflen. Oeutfdflanb fiubet er fich eingeln atterorten, menu auch nicht gerabe im Hochgebirge ober im b\u00fcftern Hodfmatbe. Biadj K\u00f6rben hin reicht er big gum mittleren \u00a9tanbinaoien; nach Often hin beh\u00fct fich fein B\u00dfohngebiet big gu ben Bmurl\u00e4nbern aug. \u00a9chon in \u00a9\u00fcbeuro^a ift er feiten: in \u00a9panien g. B. tommt er nad> meinen Beobachtungen im Bief; lanbe alg Brutoogel nicht mehr oor, unb ebenfo fdjeint eg in \u00a9riedjenlanb gu fein, \u00a9elegenttid) feineg Bngeg fieht man ihn in gang \u00a9ghpten, Nubien unb im Oft;@ubahn: hier enblidj fc^eint er f\u00fcr ben \u00a9inter Herberge gu nehmen. Baffetbe gilt nach 3 er bon f\u00fcr 3nbien: Hiev ifl ^er \u00a9enbelfal\u00bb in atten feilen, Weldfe man burdjforfdft hat, beobachtet morben, aber ebenfaBCg hau^tf\u00e4chlich ober, nie ich \u00f6laube, augfchfie\u00dflid) im \u00a9inter. Sinberntaher/g Angabe, \u201e\u00fcberwintert in \u00a9riechenlanb unb Wirb in ben BJlonaten Oftober big BJl\u00e4rg nicht fetten in ben OlioenW\u00e4lbern beobad)tet\", fd;eint mir ber Berichtigung gu beb\u00fcrfeu; eg m\u00e4re h\u00f6<hft auffaEenb, menu ber fo manberluftige Boget aug? nahmgmeife in einem fo n\u00f6rblid; gelegenen Sanbe bie falte M^gdt gubringen fottte.","page":89},{"file":"p0090.txt","language":"de","ocr_de":"90\nT'ie \u00a9paper. ^(etterv>b^e\u00ef. \u00e4\u00dfenbep\u00e4lfe.\nS\u00e9i uttg 511 San be evf (peint ber SBenbepalg erft, menu ber ftr\u00fcpling tjo\u00fcftanbig cinge^ogeti ift, unb er Deviant ung bereitg micber, beocr nod) ber \u00a9ommer ganj ooriibergegangen. \u00a9eine Reifen merben beg 9tadptg auggefiiprt, unb jluar fammeln fict> im jpevbft Heine \u00a9efe\u00ef\u00effdjaften, me\u00efdje ben meiten 2Beg gemeinfcpaftlicp 3uriicbtcgen, m\u00e2prenb bie r\u00fcdbbeprenben nereinje\u00eft gieren. \u00a3)od; fiept man aud) im f\u00c7rii^Iinge nodp in \u00a9gppten ober \u00a9panien an befonberg g\u00fcnftigen $l\u00e4pen mehrere biefer fcnft ungefettigen S\u00f6gel beifammett. 3U feinem S\u00dfopngebiet bcoor\u00e7ugt ber SSenbepa\u00efg \u00a9egenben, meldpe reid> an S\u00e4umen, aber bod) nid)t ganj\u00eficp bcmalbet finb. $elbgep\u00f6l3e, 3ufammenp\u00e4ngenbe \u00a9eb\u00fcfcpe ober Obftbaumpffanjungen ftnb feine liebfteu SBopnf\u00eepe. \u00a9r fd)eut ben \u00dcDienfdpen nicpt unb fiebe\u00eft fiep gern in unmittelbarer 9t\u00e4pe oon Raufern, 3. S. in \u00a9arten an, fa\u00ef\u00efg pier nur einer ber S\u00e4ume eine geeignete \u00a3>\u00f6plung beftpt, mcldpe ipm jur Srutfte\u00ef\u00efe bienen bann, $nnerpa\u00efb feincg \u00a9ebietg\n2) er SBenbe^al\u00ea (Jynx torqi\u00fclla).\n!/a ber nat. Ovbjje.\nmadpt er fidp menigfteng im Sampling leidpt bemerftidp; benn feine \u00a9timme ift nidpt ju Oerbcmten, unb fie f\u00e4\u00fct umfomepr auf, alg bag S\u00dfeibcpen bem rufeubeu St\u00e4nndpen regelm\u00e4\u00dfig -ju antworten pflegt, \u00a9ept man bem oft jtoangigmal nadp einanber auggefto\u00dfenen \u201eSMi ib mit ib\" nadp, fo mirb man ben fonberbaren Sogei halb bemerfen. \u00a9r fipt entmeber auf ben feigen eineg Saumeg, aud) mopl angcflammert am \u00a9tamme beffelben ober auf bem Soben, pier mie bort giem\u00efidp rupig, cbgleidp feineg; megg bemegungglog; benn fobalb er fidp beobachtet fiept, bet\u00e4tigt er gum \u00e4Jtinbeften feinen tarnen. SRan bann nidpt fagen, ba\u00df er fcpmerf\u00e4\u00dfig ober ungefcpicbt m\u00e4re: er ift aber tr\u00e4ge unb bemegt ft<p nur, menu T\u00e4eg uuumg\u00e4nglidp n\u00f6tpig ift. Son ber fftaftlof\u00efgbeit unb ^urtigbeit ber \u00a9pedjte ober anberer $lettero\u00f6gel bebunbet er \u00fctidjtg mepr. \u00a9eine ^letterf\u00fc\u00dfe bienen ipm nur 311m \u00dflnblammern; 311m \u00a9teigen fcpeinen fie unbrauchbar 311 fein. Sluf bem Soben p\u00fcpft er mit t\u00e4ppifdpen \u00a9priingen umper,","page":90},{"file":"p0091.txt","language":"de","ocr_de":"S\u00dfenb epa\u00efg.\n91\nunb loenn er fliegt, menbet er fid; foBa\u00efb aid m\u00f6glidj lieber einem Saume gu. 2ful ber #\u00f6pe ft\u00fcrgt er fief) bil bicpt \u00fcber ben Soben pernieber, fliegt pier mit rafd) belegten ^liigeln eine \u00a9trede gerabeaul unb fteigt bann in einem gro\u00dfen, fladjen Soben toieber auflo\u00e4rtl. Sur loenn er gr\u00f6\u00dfere \u00a9treden burdjmeff\u00e8n mu\u00df, fliegt er in einer fanft loogenbcn Sinie bapin.\ndagegen leiftet er \u00a9rfiaunlicpel in Serrenfung feinet $alfel, unb biefe g\u00e4pigfeit ift el, loeld)e ipm faft in allen \u00a9pra\u00dfen ben gleidpbebeutenbcu tarnen oertiepen pat. Bebel Ungeloopnte belocgt ipn, \u00a9rimaffen git fdmeiben, unb biefe loerben um fo teller, je mepr ber Segel burd) irgenb eine \u00a9rfdpeinung in f^urdpt oerfept loorben ift. ,,\u00a9r bepnt ben jpatl oft lang au\u00bb\", fagt Saumattnf \u201efir\u00e4ubt bie ^opffebern gu einer spotte attl unb breitet ben \u00a9djloattg f\u00e4cherf\u00f6rmig aul, 3Wel unter mieberholten, langfamen Serbeugungen, ober er bepnt ben gangen K\u00f6rper unb beugt fid), befonberl, Ivenn er b\u00f6fe ift, langfam oorlo\u00e4rtl, oerbrept bie Sugeit unb beloegt bie \u00aeeple mie ein Saubfrofcp unter fenberbarem, butnpfen \u00a9urgeln. 3u ber Sngft, g. S. loenn er gefangen ift unb ntdn mit ber \u00a3anb gugreifen mill, mad)t er fo\u2019fonberbare \u00a9rimaffen, ba\u00df ein Unfunbiger bar\u00fcber, loenn nicht crfd)redcn, fo bod) erftaitnen mu\u00df. Slit aitfgeftr\u00e4ubten \u00aeopffebevn unb halb gefd)loffetten 2lugen bepnt er ben .fpa\u00efl gu einer befonberen S\u00e4nge aul unb brept ipn mie eine \u00a9flange gang langfam, foba\u00df ber \u00aeopf lo\u00e4preitbbent meprmall im Greife umgebt unb ber \u00a9cpnabel babei halb r\u00fcdlo\u00e4rtl, halb oorlo\u00e4rtl fiept.\" \u00a9I unterliegt faum einem Brceifcl, &u\u00df kev S\u00dfenbepall bamit feine $einbe ober Angreifer fcpredeit mift. 2\u00a3ie ber SBiebepopf fid) beim Snblid eittel Sauboogell gu Soben budt unb ftd) burd; bal meiter oben befd)riebene \u00a9eberbenfpiel unfenntlidj gu madjen fudjt, fo bem\u00fcht ftdj aitcp ber Sknbepall, ben $einb gu t\u00e4ufdpen unb abgufbpreden. (Sv vertraut auf fein unfdjeinbarel \u00a9efieber, beffen F\u00e4rbung fid) ber ber Saumrinbe ober attd) bei Sobenl innig anfcpmiegt unb apmt nodp au\u00dferbem bie Seloegungen ber \u00a9dplange nad), loeld)e ben mciften Spieren furcptbar erfdpeint. S)a\u00df biefe Sertpeibigunglart nicht angeboren, fonbern angelernt ift, bemeift ber S\u00dfenbepall fd)lagenb genug; benn nur bie \u00e4lteren S\u00f6gel, nicpt aber bie jungen geberbeu ftd) in fo tnerflo\u00fcrbiger S\u00f6eife.\nSluder bem angegebenen \u201e2Bii ib mii ib\" Oernimmt man oom Sknbepall feiten einen .anberen Saut. 3m Born ruft bal Si\u00e4nncpen \u201e2\u00f6\u00e4b lo\u00e4b\", in ber SIngft fto\u00dfen beibe @efd)led)ter furg abge-brocpen bie \u00a9ilbe \u201e\u00a9dp\u00e4d\" aul, im Born gi\u00dfpt loenigftenl bal S\u00dfeibdjett loie eine \u00a9cplange. Sie Bungen fcploirren, fo lange fte im Sefte ftpen, nabp Strt ber #eufcpreden.\nS)ie \u00a9panier paben fepr red)t, ioentt fte ben Sknbcpall \u201eHormiguero\u201c ober gu bcutfd) Smeifler nennen; benn biefe \u00df'erbtpiere, loelcpe er ebettfomopl oom Soben all oon ben S\u00e4umen ablieft, bilbctt in ber Spat bie \u00a3auptmaffe feiner Saprung. \u00a9r oergeprt alle Heineren Wirten, nod) lieber aber bie Suppen, all bie aulgebilbeten \u00aeerfe. \u00a9elegentlid) fri\u00dft er and) mopl Raupen unb anbere Saroen ober Suppen; Slmeifeu bleiben aber immer bie \u00a3>auptfad)e. \u00a9eine Bunge, loeldpe er fo locit oor; fireden fann, mie nur irgenb einer ber \u00a9pebpte, leiftet ipnt bei feinem Saprunglerlocrb p\u00f6bpft erfprie\u00dflidpe S\u00fcenfie. Sacp 2lrt bei Smeifenfrefferl ftedt er fie burd) fRipen unb S\u00f6d)er in bal innere ber Raufen, m\u00e4rtet, bil ftbp bie erboften \u00c4erbtpiere an bem oermeintlkpen S\u00dfurnt feftgebiffen paben ober an bem fiebrigen @d)leint p\u00e4ngen geblieben ftttb, unb giept bann bie gange Sabung mit einem fRud in ben \u00a9cpnabel. S)ie Suppen fpiefjt er mit ber Bungettfpipe an, mie fd)on ber alte \u00a9efjner beobacptete: \u201eS)er 3\u00dfittbpal\u00a7 burcpfticpt mit feiner aufjgeftredten Bungen fepr fdpneU bie Slmeiffen, glcid) mie bep onl bie jungen Knaben bie ftr\u00f6fdp mit eifern Sl\u2019eilcu, fo fte an einen Sogen gebunben paben, \u00fcnb \u00f6erfd)ludt biefelbigen, er ber\u00fcpret aud) bie nimmer mit feinem \u00a9djnabet, all bie anbern S\u00f6gel jpre \u00a9pei\u00a7.\"\n^infibptlid) ber tRiftp\u00f6ple mad)t ber S\u00dfenbepall geringe $lnfpr\u00fcdje. \u00a9I gen\u00fcgt ipm, loenn ber \u00a9ingang gu ber ^\u00f6plung einigerma\u00dfen eng ift, foba\u00df nidjt jebel \u00ef\u00ef\u00eeaubtpier ipm ober bet ^inberfbpar gef\u00e4prlibp loerben fantt. Ob bal Sod) fid) in bebeutenber ober geringerer ^)\u00f6pe \u00fcber bem Soben befinbet, fbpeint ipm gientlid) gleid)giltig gu fein, \u00a9iub nteprere Kopien in einem Saunte, fo \u00fcberl\u00e4\u00dft er, mie IR au mann bemerft, bie p\u00f6peren gelo\u00f6pnlibp anberen S\u00f6geln, gelbfperlingen, IRotpfcplo\u00e4ngen unb Steifen, mit benen er niept gern ftreiten mag, nimmt bie unterfte in Sefip unb lebt bann mit","page":91},{"file":"p0092.txt","language":"de","ocr_de":"92\n\u00aeie \u00a9p\u00e4her. \u00dfletterr\u00f6gel. \u00a9enbeh\u00e4lfe.\nallen \u00fcbrigen H\u00f6hlenbr\u00fctern in ticfftem ^rieben. SDie D^ifi^\u00f6^Ie iroirb non bem alten 2\u00f6uft einiger; ma\u00dfen gereinigt unb fo auf bem \u00e4ftulm eine ziemlich ebene Unterlage ^ergefteXXt. SDarauf legt ba! 3BeibdE>en Btitte SCRai^S feine fxeben bi! elf Heilten, abgestumpften, gartfcpaligen, reiitirei\u00dfen \u00a9ier. \u00a9! bebr\u00fctet biefelben ettra riergeljn \u00a3age lang, gr\u00f6\u00dftentljeil! allein, benn el l\u00e4\u00dft fid) nur in ben Btittagl; ftunben ron bem Bi\u00e4nncben abl\u00f6fen: aber e! bebr\u00fctet fie mit bem gr\u00f6\u00dften \u00a9ifer. \u00fcftad) meinen Beobachtungen gelingt e! feiten, ein auf ben \u00a9ierit fthenbe! SBenbehalltreibchen au! bem \u00fcfteftc gu jagen. Klopfen am Baumftammc, treidle! alle \u00fcbrigen H\u00f6hlenbr\u00fcter auffdjeudjt, ft\u00f6rt e! gar nidjt, unb felbft bann, trenn man oben gum 2tiftlod)e l)ereinfd)aut, bleibt el nodh \u00fcber ben \u00a9iern fifcen. 2lbcr e! gifd^t trie eine \u00a9erlange, toieberum in ber 2lbftd)t, gu fd^reefen. \u00aeic ^un9eit ftub, toenn fie bem \u00a9i entfdd\u00fcpften, beinahe naeft ober nur mit trenigen grauen SDunenfafern bef leibet. \u00a9ie trad)fen jeboch giemlid) rafdj heran, tneil beibe (Sltern fidj nad) Kr\u00e4ften bem\u00fchen, ihnen Nahrung in giitle herbeigufdjaffen. \u00aeod) rerlaffen fte ba! 9Ref\u00ee erft, trenn fie rollfommen flugbar getrorben ftttb. \u00a9o forgfam bie 2llten f\u00fcr ba! 2\u00f6oIjl ber zahlreichen \u00c6inberfdjat bebaut finb \u2014 \u00a9in! rerftehen auch fie nicht : bie Reinigung ber Dteftfammer. \u00a3)er BMebeljopf ift tregen biefer \u00dcRadjl\u00e4fftgfeit bei Bober; mann rerfchrieen, ber 2Benbel)al! ift um fein Haar beffer all er; benn aud) fein 9teft trirb gulept \u201eein ftinfenber Bfuljl\"- \u00a3>ie aulgeflogenen jungen inerben ron ben \u00a9Item noch l\u00e4ngere Beil gef\u00fchrt unb forgf\u00e4ltig im \u00a9etnerbe unterrichtet. \u00a9rft um bie Btitte bei 3uli rereingeln ftd) bie Familien, trelche bisher treulich gufammenljielteu, unb jeber einzelne lebt nun ftitt bi! gu bem Stage, trelcher ber Beginn feiner SBinterreife ift.\n\u00a9! h\u00e4lt nicht fchtrer, ben S\u00dfettbehall an ein paffeitbe! \u00a9tubenfutter gu getr\u00f6hnen. (Sinzeine ftitb jebod) fogenannte Stropf\u00f6pfe, treidle nur 2lmeifeneier genie\u00dfen trollen. (Siner, treldjen Sftaumann befa\u00df, litt bei rorgelegten \u00a9chmetterlingen, Rauhen, K\u00e4fern unb \u00ae\u00e4ferlarnen, SibeUen, fliegen, \u00a9pinnen unb felbft Slmeifen ben bitterften Hunger; fobalb aber Slmeifenpuppen gebracht irurben, machte er fi<h fogleich bar\u00fcber her, langte begierig mit ber Bunge trie mit einer \u00a9abel gu unb 30g, ira! au\u00dferhalb bel \u00ae\u00e4ftgl, aber int Bereich feiner Bunge lag, ebenfall! behenb hinein. Sftad) unb nad) bequemt fi<h ber BSenbeljal! aber auch, anbere! putter gu ftch 3U nehmen: fo trenigften! that en bie \u00a9efangenen, trelche ich h^t unb einer, ron tneldjem ^rauenfelb berichtet. Se^tgenannter f^orfcher beft\u00e4tigt bie befannte Erfahrung, ba\u00df ber Bknbeljal! ungemein g\u00e4hnt trirb unb feinen Herrn genau fennen lernt. 3m Einfang freilich fdjneibet ein foldjer \u00a9efangener bei jeber (Gelegenheit feine \u00a9rimaffen. \u201eSDen fo id) ein geitlaug erhalten\", fagt \u00a9\u00e9diter, \u201eber fl\u00f6he nicht halb, trenn ein SJcenfd) hergufam; bod) trarb er gornig, er richtet feinen H^l\u00df auff, mb flie\u00df mit feinem \u00a9chnabel, er bei\u00df aber nicht, mb biefen gog er offt f)inber ftd) rnnb ftreeft jhn triberumb herf\u00fcr, alfo tr\u00e4tuenb ergeigt er feinen Born, \u00a9argtnifdjen tnaren feine Gebern, f\u00fcrau\u00df auff bem Ha\u00ef\u00a7r ftarrenb, mtitb ber \u00a9ebtranh gerthan rnnb auffgericht.\" 2lu! grauenfelb1! Beobachtungen geht beutlich heritor, ba\u00df ber S\u00f6eitbehal! feine \u00a9rimaffen blo! in ber 2lbftd)t fchueibet, um anbere \u00a3ljlere 3U fd)recfen. \u00a9eine \u00a9efangenen unb gtrei Buntfpechtc, trelche er ebenfalls h^tt, befamen bel Btorgen! bie \u00a9rlaubni\u00df, frei im Bintmer umhergufliegett. \u00e4\u00f6eitn einer ber \u00a9pedjte bem S\u00f6enbeljal! gu nahe fam, geberbete ftd) biefer in ber bekannten SBeife, um bie \u00a9ped)te gu erfdjrccfen, unb \u00a3)ie\u00ea gelang il)m audh immer; benn bie \u00a9ped)te flogen jebe\u00eamal baron, trenn ber SSenbehal\u00ea bie \u00a9djlange nachahmte. 2lnfang\u00a7 geberbete er ftd) in \u00e4hnlicher S\u00dfeife gegen feinen \u00a9ebieter; fp\u00e4ter hatte er ftd) mit biefem fo rollft\u00e4nbig rertraut gemad)t, ba\u00a7 er ihm niemals mehr brohete. Uebrigen\u00ea trieberholt ber SBenbe; haf\u00ea, trie grauenfelb fagt, \u201efeine \u00a9eberben gang rhpthmifch. S\u00df\u00e4hrenb er ben Seib flach nieberge; ftreeft rortr\u00e4rt\u00e4 flieht, ftreeft er ben Hal3 fo lang all m\u00f6glich aul, fpreigt ben \u00a9djtrang, ftr\u00e4ubt bie \u00c4opffebern hoch empor unb fdjnellt bann, trenn er ftd) langfam bepnenb, fo treit er rermochte, aul; geftreeft hatte, pl\u00f6hlicp mit rafd)em 9\u00f6ucf ben \u00aeopf gur\u00fcd. \u00aeiefel SDehnen unb Bur\u00fccffdjne\u00fcen trieberholt er rier; big f\u00fcnfmal, bi! ftch fein @egner entfernt. 9tod) auffallenber ift fein Benehmen au\u00dferhalb bei f \u00e4ftgl, ben er \u00fcbrigen! nicht gern rerl\u00e4\u00dft. \u00a9r fucht bann h\u00e4u\u00dfg ein Berftecf auf unb trei\u00df ftch hier fo rortrefflid) gu rerbergen, ba\u00df man ihn gutreilen l\u00e4ngere 3^ Oergeblid) fueben mu\u00df,","page":92},{"file":"p0093.txt","language":"de","ocr_de":"2S en b e ^ a IS.\n93\n\u00a9o lange er nidjt bemerft 51t [ein glaubt, bleibt er niebergebr\u00fcdt gang ru\u00dfig unb folgt, mit ben R\u00fcgen beobadjtenb, bent \u00a9uc\u00dfenben. \u00a9rft menu er ftd^ entbedt fte\u00dft, beginnt toieber bie fontifd) ftr\u00e4ubcnbe Setoegung, um ben \u00a9egner gu \u00e4ngftigHt unb gu toerfc\u00dfeudjen. S\u00dfenn er \u00fcberrafd\u00df itoirb, to\u00e4\u00dfrenb er ftcfj au\u00dferhalb beS $\u00e4figS befinbet, fo br\u00fcdt er jtd) gegen ben Soben ber S\u00e4nge nac\u00df nieber unb bleibt unbetoeglid) liegen. Seobadjtet man i\u00dfn nid)t Leiter, [0 ergebt er fid) aber erft nac\u00df geraumer 3eit mieber unb treibt ftd\u00df ineiter im Birnmer um\u00dfer. \u00a9e\u00dft man jeboe\u00df auf i\u00dfn loS, [0 mieber\u00dfolt er baS alte \u00a9piel.. 9^ur, trenn mehrere S\u00dferfonen gu gleicher Beit inS Burner treten, fliegt er furd\u00dftfam nad\u00df einer \u00df\u00f6\u00dferen \u00a9teile\".\n2)er S\u00dfenbe\u00dfalS bietet jtd) nernid^tung\u00eaf\u00e2d^tigen \u00a9onntagSfd\u00df\u00fc\u00dfen leiber oft genug gum Biele bar unb tr.irb beS\u00dfalb biel h\u00e4ufiger aud) bure\u00df ben SRenfc\u00dfen rertilgt, als eS gefd\u00dfe\u00dfen fodte. \u00a3)er \u00dfarmlofe Sogei \u00dfat im \u00a9\u00dferber unb feinen Scrtoanbten, in \u00a9Ifiern unb ^pe\u00dfern, in \u00aea\u00dfen, SRarberu unb \u00ceBiefeln o\u00dfue\u00dfin fo riele $einbe, ba\u00df ber SRenfd\u00df gerabegu fre\u00fcelt, trenn er i\u00dfn tobtet. \u00aeaS $leifc\u00df ift gtrar gart unb fdjmad\u00dfaft; ber etngige Heine Siffen aber, treiben ber erlegte \u00e4\u00f6enbe\u00dfals \u00dfergibt, rechtfertigt bie \u00a3\u00f6btung in feiner Steife. \u00a90 lange ber Sogei lebt, bringt er uns nur Ru\u00dfen, niemals \u00a9traben. \u00aeie \u00a9rfenntni\u00df biefer unbeftreitbaren S\u00f6a\u00dfr\u00dfeit fodte bod; toa\u00dfr\u00dfaftig in Beber; mannS klugen fein \u00a9d\u00dfu\u00dfbrief fein.\n^ d; t e $ x fr nun\n\u00a9ie \u00ae dho i r r u \u00f6 fl e t (Stridores).\n\u201eUnter allen belebten S\u00dfefen ift ber Kolibri baS fd\u00df\u00f6nfte ber \u00a9eftalt, baS \u00dfr\u00e4djtigfte ber F\u00e4rbung nac\u00df. \u00a9belfteine unb \u00fcRetade, benen nufere \u00aeunft i\u00dfren \u00a9lang gibt, finb mit biefen \u00aeleinobien ber Ratur nidjt gu toerglek\u00dfen. \u00a3\\\u00dfr \u00dcReifterft\u00fcd ift biefer fleine SSogel. iB\u00dfn \u00dfi*t fie mit allen \u00a9aben iiberfci)\u00fcttet, treidle ben \u00fcbrigen V\u00f6geln nur Oereingelt befdjieben trorben finb. Seidjtigfeit, \u00a9djnede, \u00a9etoanbt\u00dfeit, Rnmut\u00df unb reicher \u00a9djmud: RdeS ift biefem ihrem fleineit Siebling gu \u00a3\u00dfeil getrorben. \u00a3)er \u00a9maragb, ber Rubin, ber \u00a3o\u00dfaS fd)immern auf feinem \u00a9etoanbe, tucldjeS er nie mit beut \u00a9taube ber \u00a9rbe befdjmugt; benn fein gauges \u00e4t\u00dferifdjeS Seben \u00dfinburdj ber\u00fchrt er faum auf Rugenblide ben \u00a9oben, \u00a9r ift ftetS in ber Suft, toon Slunte gu Slunte gaufelub, bereu $rifd;e unb bereu \u00a9lang i\u00dfm eigen ift unb bereit Reftar er trinft.\"\n\u201eSDer Kolibri betoo\u00dfnt nur bie \u00a3>immelsftridje/y too fid) Slumen immerbar erneuern; benn bie? jenigen Rrten feiner Familie, toeldje beS \u00a9ommerS bis in bie gem\u00e4\u00dfigten \u00a9iirtel fommen, bleiben bafelbft nur furge Beit. \u00a9ie [feinen ber \u00a9onne gu folgen, mit i\u00dfr toor; unb r\u00fcdt\u00fc\u00e4rtS gu ge\u00dfen unb auf Be\u00df\u00df\u00dfvfl\u00fcgeln im \u00a9efolge eines etoigen ^r\u00fc\u00dflingS gu ioanbeln.\"\n\u00a90 f filbert Suff on in feiner malerifdjen Steife; aber aud\u00df alle nad\u00df i\u00dfm folgenben Rate forfdjer unb felbft bie ernfteften unter iljnen ftimmen in bie Setounberung biefer S\u00dfrad\u00dftto\u00f6gel mit ein. Sten g\u00e4be eS too\u00dfl, fragt Rubttbon, \u201emelier nidjt betounbentb ftid fielen fodte, inenn er eines biefer lieblichen fleiuctt \u00a9efdj\u00f6pfe erblicft, tuenn eS fdjtoirrenb burd\u00df bie Suft flie\u00dft, ftd\u00df in i^r ttoie burdf) B^uber feft^\u00e4lt ober toon Slume gu Slume gleitet, gl\u00e4ngenb, als tto\u00e4re eS felbft nur ein \u00a9t\u00fcd Regenbogen, toeldheS fo lieblich ift, ttoie baS SidEjt felber ?\" \u2014 \u201e\u00aeer Kolibri\", meint 3Baterton, \u201eift ber ft>al)re 5parabieStoogeI. dRan fe\u00a7e i\u00a7n burd) bie Suft flie\u00dfen, mit ber \u00a9djne\u00cf\u00cfigfeit beS \u00a9ebanfenS. ift er eine RrmSl\u00e4nge toor deinem \u00a9e\u00dfd)t, im Ru i\u00df er toerfd)tounben, unb einen Slugenblid fp\u00e4ter gaufeit er mieber um Slunten unb Sl\u00fcthen. Se\u00dft gleicht er einem Rubin, fe\u00dft einem \u00a3opaS, halb barauf einem \u00a9Smeralb unb halb toieberum funfelnbem \u00a9olb.\" \u2014 ,,\u00a9S gibt feine","page":93},{"file":"p0094.txt","language":"de","ocr_de":"94\n\u00aeie S^\u00e4l;er. Scbmirro\u00f6gel. \u00c4olibrid.\nfdj\u00f6ner gef\u00e4rbte, gierlid;er gebaute unb gasreichere Sogeifamilie auf bev Erbe\", fagt Surnteifter, \u201eol\u00e9 biefe in jeber jpinfidjt rnerfm\u00fcrbigfte unb eigentl;\u00fcmlid;fte unter bcn anterifanifd)en Sogelgeftalten. Stan ntufj bie muuberootlcn \u00a9efcfmpfe lebenb in il;rem Saterlanbe gefeiten fabelt, um beu gangen Siebreig it\u00e9rer Statur oollft\u00e4nbig bemunbern gu f\u00f6nnett.\"\n3>n ber Semunberung ber \u00c6o\u00efibrid ftimmen cille ^orfcfjer \u00fcberein, beg\u00fcglid) i\u00a7rer SB\u00fcrbigung in ft;fteniatifd;er .iptnftdd berrfd;en oerfd)iebene 3lnftd;ten. Silben bie Sdjmirro\u00f6gel mirflid; nur eine Familie? Zeniten fie mit $ug unb 9ted;t einer anbern Orbnung ber S\u00f6gel eingcrcil;t merben? Ofefe fragen ftnb fcfjcn oielfad; erm\u00e4gt morb\u00ean ; bie $orfd)er \u00a7aben fid; aber noch heutigen Saged nid)t geeinigt.\nOad (Sine ift nid)t 511 leugnen, ba\u00a7 bie $olibrid in biefer ober in jener \u00a3>inftcf>t an anbere S\u00f6gel erinnern: aber fte erinnern aud) nur an fie \u2014 oergleid;en, gufammeuftellen laffen fte ftd; uid;t mit anbern. Erm\u00e4gt man jebe Eigentl;\u00fcmlid)feit, beriidfid)tigt man bie Summe iljrer Sterfmale, fo mirb man fte fd;tr>erlic^> anbern S\u00f6geln \u00e4lmlidj ftnben f\u00f6nnen. 3$r \u00a9efammtgebr\u00e4ge ift ein burdjaud felbft\u00e4nbiged, unb i^re Sebendmeife, eine beffere Erl\u00e4uterung ber \u00a9eftalt, aid mir fie mit Shorten gu geben oerm\u00f6gen, hat mit ber feined anbern Sogeid 9IeI;nlid;feit. Oie Scbmirro\u00f6gel, mie id; fte nennen min, ftnb, faHd man fo fagen barf, bie Sertreter ber $erbtl;iere in ihrer klaffe: bie 3lrt unb SSeife il;rer Semegung, ihred Sahrungdermerbd, it>r Siefen ^at mit gemiffett $erbtl;ieren, guntal mit .Sdmtetterlingen, eine unoerfennbare 2lef>nlid;feit. S\u00f6gel ftnb bie ^olibrid, metttt fte filmen, $erbthiere in Sogelgeftalt, menn fte ftd; bemegen. Stau l;at fie mit ben Seglern gufammengefteHt: \u2014 fte haben mit biefen nur im ^l\u00fcgelbau 3lehnlid;f eit ; mau f>at fte gu beu O\u00fcnnfdjm\u00e4blern unb indbefonbere gu 'bcn iponigfaugern gebrad;t: \u2014 fie unterfd)eiben ftd^ in jeber \u00a3>inftd)t oott biefen. Ebenfogut f\u00f6nnte man fie aid nahe Sermanbte ber Shed)te betrachten; benn ber Sau ihrer 3un9e ftimmtim mefentlicben mit bent ber Spechtgunge \u00fcEerein. Slber fte felbft ftnb ebenfomenig Sped;te aid Segler ober O\u00fcnnfdjm\u00e4bler. S3o fte aud; untergebrad;t merben m\u00f6gen, fte ftel;en \u00fcberall oereingelt ba, uttb bedfjalb glaube id; feinen fehler gu begehen, menu id> f\u00fcr fte eine eigene Orbnung bilbe. Oa\u00a7 auch anbere Saturforfd)er \u00e4\u00a7nlid;e 9Iuftd;ten gel;cgt unb befolgt haben, geht aud beut'oon Eabanid auf; gefeilten Styfient gnr \u00a9en\u00fcge heroor: bie 001t ihm gebilbete Orbnung ber Sdjrillo\u00f6gel (Strissores) umfa\u00dft auf\u00eaer ben f\u00f6olibrid nur noch bie Segler, bie Sad;tfd;malben unb \u2014 bie St\u00e4ufeo\u00f6gel, $J3ifang; freffer unb Sd;opf^\u00fc\u00a7tter. 3d\u00fcfd;en ben letztgenannten unb ben $olibrid irgenb meldje Sehnlichfeit heraudguftnben, ift mir unm\u00f6glich ; id; fattn nid)t einmal gmifd;en Seglern unb Sad)tfd;malben einer; feitd unb ben Sdgoirr\u00fc\u00f6geln anbererfeitd eine Sermanbtfd;aft erfennett.\nOie \u00a9r\u00f6f^ ber Sdjmirro\u00f6gel fchmanft in meiten \u00a9rengen; benn einige fomnten fleineit Sietten; freffertt an Seibedumfattg gleid;, anbere ftnb faunt gr\u00f6fer, aid eine Rummel. Oer Scib ift in bcn meiften flatten geftreeft ober fd;eint ed meitigftend gu fein, meit ber Sd;toang gem\u00f6hnlicb giemlid; lang ift; bei bettjenigen Srten aber, meld;e nur einen ftunimdljaften Sd;ioang beftfcen, f\u00e4llt cd fofort in bie Sugeit, bafj il;r Seibedbau ein fe^r gebntngettcr, fr\u00e4ftiger ift. Stebr aid bei anberen S\u00f6geln m\u00fcfjen mir t)iev bie einzelnen \u00a9lieber betrad;ten; benn fte ftnb cd, meld;e bie ^olibrid fenngeid;tten. Oer Sd;nabel ift bfriemenf\u00f6rntig gebaut, b\u00fcnn, fd;lanf, fein gugefpi^t, gerabe,ober fanft gebogen, halb oiel l\u00e4nger, halb nur ebettfo lang, mie ber $opf, mitunter faft oon ber S\u00e4nge bed DUtmpfed, feiten nod; l\u00e4nger. Sein Uebergug ift eine feine, leberartige $ornfd;eibe; bie Spille ift meift gerabe, jber 9tanb einfad;; mitunter ift jene etmad ^aftg rmb biefer am oorberen Enbe fein f\u00e4genartig geferbt. Sach innen ftnb bie Sdmabetb\u00e4lften tief audgel;\u00f6f)lt, bid jur Spibe, ber Oberfd;ttabel umfaft ben unteren unb bilbet mit ifmt ein 9\u00eedf>r, morin bie 3ungc liegt. Dlad; hinten ^ebt ftd) bie fyirfte aid ftumpfe \u00aeante aud ber Sd>nabelfl\u00e4d;e |\u00e8roor unb geigt neben ftd) eine feid;te $urd;e, meldfie gmar aid Wafern gr\u00fcbe angufe^en ift, aber bie \u00fcftafenl\u00f6djer nic^t enth\u00e4lt; benn biefe liegen nid)t in i\u00a7r, fottbern oiel meiter nad^ au\u00a7en, unmittelbar neben bem Sdmabelranb. Sie ftttb feine, lattggegogene S\u00e4ngdf^cilten. Oer enge, female, oon nadter ^\u00bbaut au\u00f6gef\u00fcdte ^innminfel reid;t ntef)r ober meniger in ben Unter; fd)nabel Ijinab, bei lurgen Sd;n\u00e4beltt giemlid; bid gur Stifte.","page":94},{"file":"p0095.txt","language":"de","ocr_de":"2ttlgemeine\u00ea.\n95\nSluffa\u00ef\u00efenb klein unb gierlid; gebaut finb bie 3mBe ^r \u00aeolibvi\u00ea. Oer Sauf pat mitunter nod; Sefteberung, ive\u00efdpe ittbeffen ittepr an\u00efiegt, al\u00ea abftept. Oie Bcpen fm& t>\u00f6Utg getrennt, halb am \u00a9runbe etlva\u00ea vertoacpfen; bie Sebedung befielt au\u00ea turnen \u00a3afelfd;ilbern. Oie Tratten ftnb unge? mein fdparf, fpip unb beinahe eben(o Tang, in einzelnen Ratten faft l\u00e4nger, als bie Bepen fclbft. Oie Fl\u00fcgel ftnb Tang, meift fd;mal unb etlva\u00ea fid;elf\u00f6rmig gebogen. Oie erfte \u00a9eptvinge ift immer bie l\u00e4ngfte, pat audp getv\u00f6pnlicp einen ft\u00e4rkeren \u00a9d;aft, al\u00ea bie \u00fcbrigen unb f\u00e4llt \u00fct\u00eabefonbere nod; baburd; auf, bafj bie untere \u00a9d;aftp\u00e4lfte ftdp, bei mannen Slrten tvenigften\u00ea, ungetv\u00f6pnlicp au\u00eabreitet. \u00fcftan g\u00e4plt neun ober getv\u00f6pnlid; gepn Gebern an ber ^>anb, aber nur fedp\u00ea am 3lrmtpeil be\u00ea ^l\u00fcgel\u00ea. Son ben lepteren finb bie vier vorberett gleidp lang, bie glveitpinterften fiufig abgek\u00fcrzt; bod; erreid;en jene hier nid;t gang bie S\u00e4nge ber lebten \u00a3>anbfcpwingen. Oer \u00a9dpivang befielt immer au\u00ea gepn Gebern; fie aber finb auBerorbentlicp verfdpiebenartig gebilbet. \u00a9epr viele Slrten paben einen \u00a9abelfdptvang ; bie \u00e4ufjevften Gebern finb febod; mehr ober Weniger \u00fcber bie mittleren verl\u00e4ngert, bet einzelnen fo, baff fie ba\u00ea \u00a9ed;\u00ea? unb SLRe^rfad^e von bereu S\u00e4nge erreichen, bei anbern nur ivenig. Bpre Sdpnen finb ber ganzen S\u00e4nge nadp giemlid^ gleid; ober gegen ba\u00ea \u00a9nbe bin bi\u00bb gu einem kaum bemertlidpen \u00a9aum verk\u00fcmmert, au ber \u00a9pipe aber tvieberum gu einer ruublidpen \u00a9dpeibe verbreitert, fobaf ber \u00a9dpivattg baburd; ein Slnp\u00e4ngfel erh\u00e4lt, tvie e\u00ea \u00e4pnlicp g. 33. ber ftlaggenbrottgo geigt. 33ei anbern Slrten finb bie ^apnett ungemein fcpntal, unb bie ganzen Gebern erfepeinen gleid;fam mtr al\u00ea \u00a9dp\u00e4fte, an benen beiberfeit\u00ea .ein \u00a9\u00e4umd;en gu fepett ift. SRid^t feiten kommt e\u00ea vor, baff bie \u00a9teuerfebern gerabegit verk\u00fcmmern, b. p. gu \u00a9ebifbett getvorben finb, tveldpe man eper \u00a9tadeln, al\u00ea Gebern nennen m\u00f6dpte. \u00a9benfo bemerkt man, ba\u00a3 ber \u00a9dptvang gegabelt, aber nad; auffett pin bod) abgerunbet ift, fobafg bie \u00a9nbeu ber \u00a9teuerfebern au\u00eagebreitet eine 33ogenlhtie barftellen. 33ei anbern enblidp ift ber \u00a9d;tvang einfach abgerunbet; bie SJ\u00e4ttelfebern finb bann entfliehen bie l\u00e4ngften. Oa\u00ea \u00a9efieber ift gtetnlidp berb unb im 33erp\u00e4ltni\u00a7 gur \u00a9r\u00f4f\u00eae be\u00ea 33ogel\u00ea rcidplicp. \u00a9\u00ea t;at faft gar keine bunigen 33eftanbtpeile, fonbern ift gr\u00f4fgtentpei\u00ef\u00ea part. Uebrigen\u00ea bekleibet e\u00ea ben Seib burdpau\u00ea nid;t gleid;? m\u00e4jjig, fonbern verl\u00e4ngert ftd; an fepr verfcpiebetten \u00a9teilen beffelbctt. \u00a90 tragen einzelne ^olibri\u00ea l\u00e4ngere ober k\u00fcrzere ^opfpaubett, anbere verl\u00e4ngerte 35ruftkragen ober bart\u00e4pnlidpe ^eberb\u00fcfdpelu. f. f. fftuttb um ba\u00ea Sl\u00fcge bleibt ein giemlicp breiter 9tiug nackt. OieSlugenlibr\u00e4nber finb mit kleinen fc^u^eus artigen Gebern anftatt ber SSimpent befept. Oa\u00ea \u00aeleib unterfdpeibet fid; je nadp \u00a9efcpled;t unb Sitter mehr ober meniger unb glvar nid;t blo\u00ea pinfieptlid; feiner F\u00e4rbung, fonbern aud; beg\u00fcglicp ber \u00a9d;mud? febern. Ob nur ein einmaliger ^eberlvecpfel ftattfinbet ober ob bie \u00aeolibri\u00ea einer hoppelten \u00dcRaufer unterworfen finb, ift gur Beit mit \u00a9etvifpeit noep nid^t feftgeftellt.\n\u201e33on bem innern 33ait ber \u00aeo\u00efibri\u00ea\", fagt 33ur meift er, beffen Oarfteltung id; audp im 33or? ftepenben gefolgt bin, \u201eftnb bie \u00a3auptg\u00fcge bekannt. Oa\u00ea \u00a9erif5b ift [ungemein jierlic^ gebaut, ba\u00ea be\u00ea fRumbfe\u00ea gr\u00f4fftentlfeil\u00ea luftf\u00fc^renb. Oer \u00a9d;\u00e4bel ^at fe\u00c7r gro\u00a7e Slugen^\u00df^len, beren \u00a9d;eibe? ivanb burd^brod^en 51t fein fc^eint. \u00a7al\u00ea finb glvolf bi\u00ea brei^eljn SSirbel vor^anben, im fR\u00fcdken gctv\u00f4^n\u00efid; ad)t mit ebenfoviel fRip^en. Oie \u00a9abel ift kuq, fein, pat keinen \u00a9tiel unb verbinbet ficp niept mit bem 33ruftbanb. Septere\u00ea Ivirb naep pinten ju merklicp breiter, ift bort abgerunbet unb nid;t mit 33ud;ten ober S\u00fcdken verfepen. Oer ungemein pope \u00aeamm tritt ftark nadp vorn pervor. Oa\u00ea S3edken ncipert fid; burep feine kur^e, breite florin mepr bem ber \u00a9peepte unb $ukuke, al\u00ea bem ber \u00a9ingV\u00f6gel. Oer \u00a9dpivanj beftept au\u00ea f\u00fcnf bi\u00ea fteben \u00cfSirbeln, fe nad;bem bie vorberen fidp mit bem SSecken verbuuben paben ober frei bleiben. Oie $l\u00fcgeltuocpen ftnb burdp ba\u00ea lange \u00a9dpulterblatt ebenfo merklviirbig mie burdp ben fepr kurzen Ober? unb 33orberarm. Oer ^anbtpeil bagegen pat eine fepr bebcutcube S\u00e4nge. Oie \u00aenocpen ber Seine ftnb f\u00e4mmtlid; fepr fein unb jiemlicp kurg; bod; bepalteu bie 3eP\u00dfu ipve gemopnlid;e \u00a9liebergapl/'\n\u201eOa\u00ea ^ungenger\u00fcft pat in ber Einlage bie meific Slepnlidpkeit mit beut ber \u00a9ped;te, infofern bie langen 3intgenbeinp\u00f6riter gebogen am \u00a7interkopf pinauffteigen unb bar\u00fcber pimveg auf bie \u00a9tint \u00fcbergepett, mofelbft fte in ber fftupe bi\u00ea an ben fRanb be\u00ea \u00a9cpnabel\u00ea reidpen. Oie eigentlidpe 3unge beftept au\u00ea gtvei am \u00a9rttnbe verlvadl^enen ^\u00e2ben, iveldpe aber niept an ber \u00a9pipe ge\u00f6ffnet ftnb, fonbern","page":95},{"file":"p0096.txt","language":"de","ocr_de":"96\nSDie \u00a9paper. \u00a9dpioirro\u00f6gel. S\u00eeo\u00efibtt\u00ea.\nin eine abgeplattete, faft g\u00fctige $\u00ef\u00e2dpeau\u00ealaufen, loeldpe feitlo\u00e2rt\u00ea -mit flehten feinen Siefen Oerfepen ift. Oiefe polten $\u00e4ben fcpeinen nur Suft 311 enthalten; roenigften\u00ea fap idp fie ftet\u00bb teer, hinten oerbinben fie fid) mit einanbcr, nnb pier ift ipre $\u00f6plung mit lo (bereut 3sttengemebe erf\u00fcllt. Oie 3unge loirb bon ba ttadp pinten gu ein ioenig bitfer unb enbet mit gtoei b\u00fcrgen, etioa\u00ea anleinanber gepenben, glatten \u00a9dien, tiefer Opeil ber 3un\u00d6^ ift ftet\u00ea fo lang mie ber \u00a9cpnabel. Unmittelbar pinter -beit beiben S\u00dfurgelecben loirb bie 3unge fbeifd^ig unb gleicpt einem b\u00fcrgen \u00a9tiele, beffen Ober; fl\u00e4cpe in Ratten gelegt ift. Si\u00ea an ben f\u00f6eplbopf berbicbt ftd) biefe \u00a9treibe, ioe\u00efcp\u00e9 bem 3ungenbein; b\u00f6rper entfpricpt, fepr allm\u00e4piidp unb tpeilt fiep bann in gloei \u00a9cpenbel, loeldpe ben ^eplbopf gloifcpen ftdp nepmen unb neben ben Heften be\u00a7 Unterliefet oorbei unb gum ipinterbopf pinauffteigen. Oa\u00ea finb bie 3ungenbetnp\u00f6rner. \u00a9ie ioerben oon einem i\u00dfaare banbf\u00f6rntiger SJht\u00eabeln begleitet, ioelcpe bie Seloegung ber 3unge beloirben. Oer eine ft\u00e4rbere SJtu\u00eabel liegt pinter bem 3ungettbein, gept an ipm bi\u00ea gur 3\u00abnge unb bient gum ^erau\u00eaftrecbeit ber $\u00e4ben, ioobei ftcp bie gefpattete \u00a9dpeibe be\u00ea \u00a9tiel\u00ea ber 3un9e ton beren SSurgel bi\u00ea gum $epl!opf ftarb au\u00eabepnt unb eine oier; bi\u00ea fedp\u00eafadpe S\u00e4nge erp\u00e4lt. Oa\u00a7 anbere \u00e2ftu\u00eabelpaar gept oon ben 3un9enbeinp\u00f6rnern in ber \u00dcUtitte am \u00a9elenbe ber; felben gioifdpen iprett Hbfdpnitten au\u00ea, l\u00e4uft \u00fcber ben \u00a9dpeitel gur \u00a9tirn unb peftet ftdp an bie S\u00dfurgel be\u00ea \u00a9dpnabel\u00ea oor ber \u00a9tirn. Oiefer SOiu\u00eabel giept bie 3un9e gut\u00fccb unb Oerb\u00fcrgt bie \u00a9dpeibe gloifcpen ber 3^\u00e4cnlourgel unb bem ^eptfopfe ioieber.\"\n\u201eOie Skicptpeile ber \u00aeo\u00efibri\u00ea pabe idp bei mepreren Hrten unterfudpt) aber nicpt\u00ea befonbet \u00e2fterbro\u00fcrbige\u00ea barait gefunben. Oer \u00a9cplunb bepnt ftdp am jpa\u00effe gu einem l\u00e4nglidpen \u00a9dplaucp au\u00ea, gang trie bei ben \u00a9pedpten unb \u00aeubttben, epe er in bie \u00a9abet tritt. Sott ba an giept er ftdp ioieber gufammen unb gept burdp eitle fepr enge SJt\u00fcnbung in ben bleinett b\u00fcrgen Vormagen \u00fcber, bem ein gang auffallenb bteiner, runber, ioenig fleifdpiger SOtagen folgt, gercer ift ctuf ber ^nttenfeite mit nebf\u00f6rmigen Or\u00fcfenntafdpen bebleibet, biefer gang glatt unb opne Seberpaut. . . . Oie Slinbb\u00e4rme unb bie \u00a9a\u00fcenblafe feplen; bagegen ift bie Seber fepr grofj, gloeilappig unb ber redete Sappen ent; fepieben ber gr\u00f6\u00dfere. Oie Suftr\u00f6pre tpeilt ftcp fdpon am jpa\u00effc gientlidp loeit Oom \u00a9abelbein in girei \u00a9dpenbcl, nnb an biefer \u00a9teile bilbet ftdp ein beutlidp unterer \u00aeeplbopf Oon beinape, h\u00fcgeliger g\u00f6nn, beffen gange Unterfl\u00e4cpe 001t einem b\u00fcnnett SCRu\u00eabel beiberfeit\u00ea belegt ift, bem noep ein gloeiter fdpmaler ftdp anreipt. Oie Sungenfl\u00fcgel ftnb fepr bleiit, ba\u00ea ^erg aber ift ungemein grofj, \u00fcber breimal fo groff, al\u00ea ber \u00e4Jtagen. HuffaUettb grofj unb loeit ift attdp ber an ber liitbeit \u00a9eite ber Saudpp\u00f6ple perabfteigenbe \u00a9ileiter, irie e\u00ea bie aufferorbenttidpe \u00a9r\u00f6ffe ber \u00a9ier biefe\u00ea bleinett Sogel\u00ea forbert. Oer \u00a9ierftodt bagegen unb bie Roheit ftnb blein unb fcplrer gu ftnbeit. Oa\u00ea r\u00e4umlidpft gr\u00f6\u00dfte Organ be\u00ea Iftumpfe\u00ea ift ber aujferorbentlidp ftarbe, greffe Sruftmu\u00eabel.\"\n\u00a9egenlo\u00e4rtig bennen loir ba\u00a7 Seben ber oerfdpiebenen \u00a9cploirro\u00f6gel nodp oiel gu ioenig, al\u00ea baff loir int \u00a9tanbe lo\u00e4ren, bie Unterfdpiebe, loeldpe ftcp im Setragen biefer unb fener Hrt ungloeifelpaft bebunben ioerben, peroorgupeben. $ebe Sefcpreibmtg, \u00eeoelcpe bi\u00eaper entioorfen lourbe, gibt mepr ober loeniger ein Seben\u00eabilb ber \u00a9efammtpeit. 3<P loi\u00fb oerfudpen, ba\u00ea mir bebannt \u00a9eloorbene \u00fcber; ftdptlidp gufammenguftcllen, glaube aber oorper erft einige \u00aeolibri\u00ea felbft n\u00e4per befdpreiben gu m\u00fcffen. \u00a9in oergeblidpe\u00ea beginnen lo\u00fcrbe e\u00a7 fein, loollte icp oerfudpen, an biefer \u00a9teile ben \u00a9eftaltenreidptpum ber Orbnung in gen\u00fcgenber Hu\u00eaf\u00fcprlicpbeit gu befpredpen. Oer mir gugemeffette 9baum oerbietet, etloa\u00ea So\u00dcfi\u00e2nbige\u00ea gu geben, unb ba idp einmal unOoKft\u00e4nbig fein muff, bleibt e\u00ea ftdp gleidp, ob icp oiele ober ioettige 001t ben in mepr al\u00ea ftebgig Unterabtpeilungcn ober \u00a9ippen gebraepten, \u00fcber oier; punbert Hrten g\u00e4plenben V\u00f6geln pier befdpreibe, foloeit e\u00ea ftdp um \u00a9eftalt uitb g\u00e4rbung panbelt. S\u00dfer bie \u00a9dploirro\u00f6gel bennen lernen ioill, muff gu bem \u00a9oulb\u2019fdpett $Pradpttoerfe ober ioenigfteit\u00ea gu 9beidpeitbacpt ooUft\u00e4nbigfter \u00fcftaturgefdpidpte greifen. 3>n jenem ftnb fie nidpt blo\u00ea alle abgebilbet, fonbern audp befeprieben, biefe\u00ea bietet ber 3eit loenigften\u00ea bie gro^tentpeil\u00ea looplgelungenen Silber ber lieblicpen \u00a9efep\u00f6pfe. 9Rur gang im H\u00fcgemeinen bann idp oon ipneit reben, nur bie auffallenbften S\u00f6gel peroorpeben.","page":96},{"file":"p0097.txt","language":"de","ocr_de":"3ti\u00eaf enf o\u00efibrt.\n97\nman bi\u00ea^ev bie Sdhmirr\u00f6\u00f6gel nur a\u00ef\u00ea Familie, nidjt aber at\u00ea Orbnuug aufgefafjt hat, ift ben Unterabteilungen aud> nur ein untergeorbneter \u00abRang gugefyrodjen morben. Oie Unterfamilien, toeldje man aufgefte\u00ef\u00eft ^at, neune id) hier Familien, um ber bisher befolgten (Sinttjeilung treu gu bleiben.\n\u2713\n@ine fotd)e ^amiti\u00e9 mirb gebitbet burd) bie gr\u00f6\u00dften alter \u00c4otibriS (Eustephani), luette mir Sftiefengnomen nennen motten. 3$r Scfmabel ift taug ober fet;r lang, gerabe ober fet)r feid)t, ent= meber uad) unten ober nach oben gebogen, gteid)m\u00e4fjig gugefytt ober Oor ber Spi^c \u00fcerbidt; bie $\u00fc\u00a7e\n2)er 9\u00eeiefen\u00efoU6rt (Patagona gigas). 3/4 ber nat. (gro\u00dfe (mit \u00a9djnabel).\njtnb toerh\u00e4ltuijjm\u00e4fjig, bie Sd)mingen bei einigen fetjr fang unb fd;mat, bei anberen f\u00fcrger unb breiter; ber \u00a9djmattg ift mittettang, in ber 9Ritte au\u00eagefd)nitten. Oa\u00ea \u00a9efieber geigt feine befonber\u00ea teb= haften f\u00e4rben.\nhierher geh\u00f6rt ber liefen!otibri (Patagona gigas), ein SSogel, metcber unfernt SDtauerfegler an @r\u00f6\u00a7e ungef\u00e4hr gteid;fommt. Oie Oberfeite ift btafjbraun mit gr\u00fcnem Schimmer, bie Unterfeite r\u00f6thlidjbraun, ber \u00abB\u00fcrget graugitbtid); ber fof'f, bie Ob erbruft unb ber \u00abR\u00fcden fmb leicht bunfter gemellt; bie \u00a9dringen finb bunfelbraun, bie \u00a9d;mangfebern Oon berfelbeu F\u00e4rbung, aber griintid) fd)itternb. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 8 3o\u00eft.\n23reljm, gerieben IV.\t7","page":97},{"file":"p0098.txt","language":"de","ocr_de":"98\n\u00aete\t\u00a9djtotrrto\u00f6gel. 3ftiefengnomen. \u00a9nomen.\n(Sin grower \u2018\u00eei'fjeU beS f\u00fcb\u00efidien SBef\u00eeamertf\u00fbS ift bie .\u00eepeimat biefeS auffa\u00cf\u00cfenben SSogelS. \u00e4u\u00dferften \u00a9\u00fcben ift er \u00dfugtoogct, toeld)er regelm\u00e4\u00dfig erfdjeint uub regelm\u00e4\u00dfig lieber tteggieljt. SJian l)at ifm in ^\u00bb\u00f6^ert toon gto\u00f6lfs bis toierge\u00efjntaufenb $m\u00df \u00fcber bem Sfteere gefunben.\n$\u00a3)er \u00a9cbmertfdjnabel (Docimastes ensifer) befifjt bcn gr\u00f6\u00dften \u00a9d)nabel unter allen Kolibris unb fann beS\u00efja\u00efb mit feinem anbern toertoec^feft ft erb en. \u00a9iefer \u00a9djnabef ift ebenfo lang,\n\u00aeer \u00a9djtoertfdjnabe\u00ef (Docimastes ensifer).\nals ber Shtmpf, feicfjt aufw\u00e4rts gebogen, toor ber \u00a9pi(je ettoaS toerbicft; bie $f\u00fcgel finb toer^\u00e4ftni\u00dfs m\u00e4\u00dfig furg unb breit, ber \u00a9djtoang ift mittellang unb beutfid) gegabelt. 5)aS \u00a9efteber ber Oberfeite ift erggr\u00fcn, baS beS f\u00f6opfeS kupferfarbig, baS ber Unterfeite, ber \u00c4etjlgegenb unb ber Sruftmitte brongegr\u00fcn, baS ber \u00a9eiten fdjimmernb Ifeltgr\u00fcn. \u00a9in kleiner Wei\u00dfer f^Ietken ftept hinter bem Senge. \u00a3)ie \u00a9dringen ftnb purfntrbraun, bie \u00a9teuerfebern bunfelbraun mit \u00a9rggfang. \u00a3>er \u00a9d)naM ift","page":98},{"file":"p0099.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9djmertfcBnaBel. \u00a3ctBtdit\u00a7nafe.\n99\nfdOwargBraun, ber $uf getBlicpraun. \u00aeie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 8V9 3o\u00ef\u00ef/ toooon freilich 4 3o\u00cf\u00cf ftuf ben \u00a9djnabel Bommen, bie $ittig\u00ef\u00e2nge 3, bie \u00a9cfywangl\u00e2nge 2lU 3ol\u00ef\u00bb \u00ae\u00fb\u00ea 2BeiBcf)ett ift auf ber DBerj feite matter, auf ber ttnterfeite weifj unb Braun geflecBt, mit ettoa\u00ea SD\u00eeeta\u00ef\u00efftrimmer an ben \u00a9eiten. Sei il)m Betr\u00e4gt bie S\u00e4nge 6V2, bie \u00a9d)naBeII\u00e2nge 3 3^\n$\u00a3)ie feint\u00e2t finb bie \u00a9ebtrge oon Duito.\n\u2756\n\u00a9ine anbere Familie umfafjt bie \u00a9nomen (Polytmi). \u00aeie \u00ef)ierl)er gu g\u00e2\u00c7lenben Wirten finb giemlid; gro\u00a7 unb Br\u00e4ftig gebaut \u00a3>er \u00a9<J)naBel ift mtttellang, Br\u00e4ftig, fdjmad; ober fd)r ftarB gebogen. \u00aeer Siunbranb Beibcr liefern ift oor ber \u00a9pifcc BerBig geg\u00e2l)nelt; ber $u\u00a7 ift Burgge\u00ef)ig unb \u00efang\u00efra\u00ef\u00efig, ber ft-l\u00fcgel Breit, nt\u00e4fjig geBr\u00fcmmt; ber \u00a9cl^wang ift Breit, Wenig l\u00e4nger af\u00ea bie ru\u00c7enbett Fl\u00fcgel; bie Beiben \u00e4ufjerfien Gebern jeber \u00a9eite finb oerB\u00fcvgt. SDa\u00ea \u00a9efteber prangt nidf)t in BefonberS lebhaften f\u00e4rben; bie Ober feite pflegt gr\u00fcnlid^ ober BrongefarBig gu fein, bie untere ift geio\u00f6pnlid) Br\u00e4unlid) unb h\u00e4ufig l\u00e2ng\u00ea geflec\u00eft, bie feitlidjen \u00a9djtoangfebern finb lid)t an ber \u00a9pil)c. 2)ic \u00a9efdjledbter unterfdseiben ftd) Wenig.\n\u00aeie \u00a3jabid)t\u00a7nafe (Grypus naevius) Benngeic\u00efjnet jid^ burd) i\u00a7ren geraben, ftarBen \u00a9djttabel, meiner hoppelt fo Tang als ber \u00aeopf unb auf ber dt\u00fccBenftrfie am \u00a9rttnbe erp\u00f6pt ift unb burd) einen Breiten \u00a9ebwang, beffen Beibe \u00e4u\u00dfere Gebern jeberfeit\u00ea oerB\u00fcrgt finb. \u00aea\u00a7 \u00a9efieber ber OBerfeite ift matt erggr\u00fcn, BupferfarBig fdjiCCevnb ; \u00a9tirn unb \u00a9d^eitel finb buuBelbraun, bie 9t\u00e4nber alter Gebern ber OBerfeite mit Stu\u00eana\u00efjme ber ^t\u00fcgelbed'febern rofigelb; bie $al\u00ea feiten finb roftgelBlicprott); ein fdjmale\u00ea Sanb, We\u00efd)e\u00eb l\u00e4ng\u00a7 ber \u00a9urge! ocrl\u00e4uft, bie Sruft, ber Saud) unb ber \u00a9tei\u00a7 ftnb gcIBlidjgrau, bie Gebern fd)W\u00e4rglid) in bie S\u00e4nge geftreift; \u00fcBer ba\u00ea 5luge oerl\u00e4uft ein BlaffroftgelBer, burd) baffelBe ein fdjWarger \u00a9treifen. 2)ie \u00a9djwingen ftnb fd)Warg, bie \u00e4ufjerften oiotett fcptdernb ; bie mittleren \u00a9d)Wangfebern ftnb erggr\u00fcn, gegen ba\u00ea \u00a9nbc pin rofigelB. SDa\u00ea 9luge ift bitnBelbraun, ber DBerfdpnaBel fd)Warg, ber UnterfdmaBel gelBl\u00fcpWeifj unb nur an ber \u00a9pipe fdpwarg, ber gufj fleifdpfarbett. \u00aeie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 5%, bie $ittigl\u00e4nge 3, bie \u00a9dpWangl\u00e4nge lf2 3od. \u00aeie Heimat ift Sraftlien ; Beootaugte 2lufentpalt\u00eaorte finb ^Salbungen ber \u00a9eBirg\u00eatp\u00e2ler.\n\u00a3)er 9lblerfdpnaBet (Eatoxeres Aquila) unb feine SerWanbten unterfReiben ftep pauptf\u00e4dplidp burd; ben ftcpelf\u00f6rmtg gebogenen, Br\u00e4ftigen \u00a9cpnaBel unb ben mepr Beilf\u00f6rmigen \u00a9cpwang. \u00aeie genannte 2lrt ift auf ber OBerfeite gl\u00e4ngenb graugr\u00fcn; ba\u00ea \u00dfopfgefteber unb eine Bleine $ode ftnb Br\u00e4unlidpfdpwarg, bie \u00aeopf= unb S\u00fcrgelfebern Br\u00e4unlidp gef\u00e4untt. \u00a3)ie Unterfeite ift Br\u00e4unlidpfdpwarg, an ber \u00c4eple mit bunBel graugelBen, an ber Sruft mit Wei\u00a7licpett S\u00e2ng\u00eaflecBen gegeidpnet. \u00a3)ie \u00a9dpwingen finb pitrpurbraun, bie lebten Slrmfdpwingen an ber \u00a9pipe Wei\u00a7 gefledt; bie \u00a9teuerfebern finb gl\u00e4ngenb bunBelgr\u00fcn, gegen bie \u00a9pt^e \u00a7in fd^m\u00e4rglid), an il)r felBft toei\u00a7. SDiefe \u00a9nbgeid^nuttg mirb Breiter nad^ ben \u00a9eiten gu, \u00aeer DBerfd)naBel ift fd;h?arg, ber Unterfd)naBet Bi\u00ea gegen bie \u00a9pifce ^in gelBlid).\n\u00aea\u00a7 Saterlanb ift Sogota.\n* %\n2)ic \u00a9onneno\u00f6gel (Pha\u00ebthornithes) \u00e4Bneln ben cBen Befd)rieBenen, unterfd;eiben ftd) aber bur\u00a7 i^ren fd)toad;en, fanft gebogenen unb ungeBerbten, gro\u00dfen unb langen \u00a9d^nabel, burd^ bie gierigen unb Bleinen \u00a7\u00fc\u00a7e, beren Sauf leicht Beftebert ift unb bie mit fe\u00a7r gro\u00dfen Graden Beloe^rten 3e^en, fomie burd^ ben langen, Beilf\u00f6rmigen \u00a9djtoang, beffen SDtittelfebern bie \u00fcbrigen gelo\u00f6^nlic^ weit","page":99},{"file":"p0100.txt","language":"de","ocr_de":"100\n\u00a3>ie <SV'cit>ev. Sdpoirrvogcl. \u00a9nomen. Sonnenb\u00f6gcl. 9?ergui)mpl)eu.\n\u00fcberragen. Oa3 \u00a9efieber ift ebenfalls nod; gtem\u00efid) b\u00fcflcrfarbig; bie \u00aeefd)led)ter unterf^cibcn fid) l)infid)ttid) bev ftarbung Voentcj, tooljl aber regelm\u00e4\u00dfig buvd) eine \u00bbcrfdjiebene Scbwan^bilbung.\n\u00a3>er CStnftebler (Pha\u00ebthornis superciliosus) geh\u00f6rt gu bcrt gr\u00f6\u00dferen $olibri3: feine Sange betragt 7, bie ftittigl\u00e4nge TU, bie Sd&toanjl\u00e4uge TU 3\u00bbtf- \u00a9efteber ift auf ber Oberfeite matt mctattifdjgr\u00fcn, auf ber unteren r\u00f6t^grau; bie Gebern be\u00ea S\u00ee\u00fcden\u00ea fiub rotljgelb geraubet, bie ber Uuterfeitc einfarbig; \u00fcber itnb unter beut $luge \u00bberlauft ein bla^roftgelber Streifen; b:e \u00a9dringen ftnb braun, mit violettem Anfluge, bie Steuerfebern, beren mittlere bie bereite S\u00e4nge ber\n2)et 2lblerfd)tiabel (Eutoxeres Aquila). 5/7 ber nat. @r\u00f6\u00a7e. (\u00a9eite 99.)\n\u00e4u\u00dferen erreichen, fiub \u00bboit oben tr\u00fcb ergr\u00fcn, oon unten graulid), gegen bie Spifje l)tu fdjlvaq, an il;r Wei\u00df, am Otanbe vor iljr roftgelb. Oer Dberfdmabel ift fdjWarg, ber Unterfdjnabel bi\u00ea gtir SDcitte bla\u00dfgelb ; bie gii\u00dfe ftnb j\u00efeifdjfarben. Oa3 2Bei6d&en untevfd;eibet ftd) burd) bie \u00c4flrge be\u00ea Schwanzes unb burdj biiftere F\u00e4rbung; ber SdjWan^ ift faunt noch feilf\u00f6rmig sugefpifct, bie mittleren Gebern ftnb nicht befonber\u00ea verl\u00e4ngert, foba\u00df bie S\u00e4nge gWei \u00dfoll Weniger betr\u00e4gt al3 bie be\u00bb SdR\u00e4nndjens\u00bb.\nOa\u00ea SSaterlaub ift STcorbbrafUien unb \u00a9upana; beliebte 9lufentl)alt3orte fiub offene, mit \u00a9ebitfdj abWecbfelnbe \u00a9egenben.","page":100},{"file":"p0101.txt","language":"de","ocr_de":"Slb\u00efcvfdjnafc'e\u00ef. (Sinficblcr. (Sljtin&orajoo&ftcl.\n101\nOie S\u00f6ergnpmpfyen (Oreotrochili) getanen ftd) toi* allem bttrdj bie eigentl)\u00fcmlid)c 93tlbuitg ber g\u00ef\u00fcget au\u00bb, ba bie \u00a9d)\u00e2fte ber oorbereit \u00a9d)toingett auffallenb verbreitert finb. Oer \u00a9djnabel ift l)\u00f6d)ften\u00a7 mittellang, ftarf unb pod), opne [eilte fftanb\u00eferbett neben ber \u00a9pif\u00eee; ber \u00a9djtoanj ift fnr\u00a7 nnb faft gerabe abgefdjmtten, nur bie [eitlidjen \u00a9teuerfebern finb abgerunbet. Oa\u00ea \u00a9efteber ift prad)tOo\u00ef\u00ef glcinjeitb unb fdjimnternb, auf ber Oberfeite mcif\u00ee blau ober gr\u00fcn, auf ber Unterfeite lifter; ba\u00ea \u00aeet)lfelb prangt geio\u00f6ljnlid) ebenfall\u00bb in ben lebhafteren SJtetallfarben ; bie feitlidjen \u00a9dj\u00efoanj; febern ftitb oft lueifj. S3eibe \u00a9efdjlecpter unterfdjetben ftd) in bei* fftegel merflid) burd) iljre F\u00e4rbung.\n2>er Gnjimborajoboijet (Oreotrochilus Chimborazo). a/3 ber nat. \u00a9r\u00f6fje.\n\u00a9ine ber pradjtOoKfien 2lrten biefer \u00a9vuppe ift ber \u00a9ptmborajooogel (Oreotrochilus Chimborazo). Oie \u00a9ippe fenn^eidjnet ftd) burd) Mftigen Seibe\u00f6bau, langen, b\u00fcnnen, leidet gebogenen \u00a9djnabel, mittellange, aber freiftige Fl\u00fcgel, einen mittellangen, breiten, feitlidj abgerunbeten \u00a9d)loanj, beffeit Gebern jugefpipt finb, unb fraftige, oben beftaumte $\u00fcfje. Oie \u00aeefd)led)ter finb fepr Oerfdjteben. Oa3 \u00fcft\u00e4nudjen ift auf bent \u00aeopfe unb in ber \u00aeel)lgegenb gl\u00e4ngenb oetldjenblau, auf ber Oberfeite grattlid) olioenbrauit, auf ber Unterfeite ioeiff, feitlid) \u00f6lbraun. 3tt ber SJtitte be\u00ea ^eplfelbe\u00eb ftct)t eitt l\u00e4nglid) breifeitiger Rieden ooit fdjimnternb gr\u00fcner $arbe, ioeldjer oon ber lidjten Unterfeite burd) ein tief fammtfdjtoarje\u00bb 33attb getrennt ift. Oie \u00a9dringen finb pttrpttrbraun, bie","page":101},{"file":"p0102.txt","language":"de","ocr_de":"102\n\u00a9ie (Ety\u00e4fyer. \u00a9djtoirro\u00f6gel. 93ergntymbl)en.\nbeiben StRittelfc^loangfebern bunfelgr\u00fcn, bie \u00fcbrigen an ber Slu\u00dfenfeite gr\u00fcnlid)fd)toarg, an ber Junens feite toei\u00df. \u00a9er \u00a9dfnabel nnb bie $\u00fc\u00dfe finb fdftoarg. \u00a9a\u00ea Steibdlfen ift oben olioengr\u00fcn, unten olioenbraun, toegeit ber lichteren $eberf\u00e4ume einigerma\u00dfen getoellt. \u00a9ie Sruft ift ioei\u00df, jebe gcber an ber \u00a9pi^e \u00f6lbraun gefledt. \u00a9ie mittleren \u00a9dftoangfebent finb gl\u00e4ngenb bunfelgr\u00fcn, bie \u00fcbrigen lid)tgr\u00fcnlic^braun mit loei\u00dfem SSurgeltlfcif, bie brei \u00e4u\u00dferften aud) mit einem loei\u00dfen gleden an ber \u00a9pi\u00a3e ber 2>nnenfal)ne. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 4%, bie \u00a9dfjtoangl\u00e4nge 23/8 Bod.\n\u00a9er S\u00f6gel tr\u00e4gt feinen d\u00eeamen mit dtedft; benn er ift bt\u00e9 jejjt nur am (Slfimborago unb gloar in einer \u00a3>\u00f6l)e oon gto\u00dflf = bi\u00ea fedf\u00f6gefmtaufenb $u\u00df \u00fcber bent \u00dcDteere gefunben to or b en. Serioanbte Slrten be\u00efoolfnen anbere Serggipfel ber Slnbe\u00ea.\n\u00a9ie \u00a9ippe ber \u00a9\u00e4belfl\u00fcg 1er (Campylopterus) geigt bie eigentfmmlidje ^l\u00fcgelbilbung am beutlidffien. \u00a9er Fl\u00fcgel ift breit, unb feine oorberften \u00a9dringen finb ftar\u00ef gef nimmt, bie \u00a9dfj\u00e4fte ber alten S\u00f6gel am \u00a9runbe pl\u00f6^ltdf) erweitert, \u00a9er \u00a9ditoang ift giemlid) gro\u00df ober fturnpf, aber breit gerunbet. \u00a9ie \u00e4u\u00dferften Gebern jeber \u00a9eite finb ettoa\u00ea oerf\u00fcrgt, ber kr\u00e4ftige \u00a9dfnabel ift ettoa anbertfyalbmal fo lang a\u00ef\u00ea ber \u00c4'opf, ioenig gebogen, feitlid) gufammengebr\u00fcdt, ba^er l;\u00f6l)er al3 breit, \u00a9ie Seine finb fein gebaut, bie Graden giemlid) lang.\n\u00a9er \u00a9idfelfl\u00fcgler (Campylopterus hemileucurus ober Campylopterus Delattre\u00ef) ift tief oiolettblau, auf bem Dberfopf bunfelblaufdf)toarg. \u00a9ie \u00a9edfebern, ber Dt\u00fcden unb bie Siirgel; febern finb gr\u00fcn, bie \u00a9dftoingen bunf eipurpurbraun, bie \u00a9dftoangfebern fta\u00efdfdjtoarg, bie brei \u00e4u\u00dferften jeber \u00a9eite fpibento\u00e2rt\u00eb e\u00fcoa gur H\u00e4lfte toei\u00df, guioeilen \u00e4u\u00dferlid) fein fdfioarg gef\u00e4umt. \u00a9er Saud) ift graulidftoei\u00df; bie Unterfdfoangbcdfebern finb ftalflfdftoarg, gr\u00fcnlid) gt\u00e4ngenb. (Sin Heiner toei\u00dfer Rieden ftel)t hinter bem bunflen 2luge. \u00a9er \u00a9d)nabcl ift fd)toarg, ber $u\u00df bunfed braun. Seim S\u00dfeibd^en ift ber \u00aeopf brongebraun, bie \u00fcbrige Oberfeite gl\u00e4ngenbgr\u00fcn, golben fdfimmernb; ein $el)lfelb unb bie Sruftfeiten finb gr\u00fcnlidfblau; bie \u00fcbrigen Unterteile grau mit gr\u00fcnem \u00a9Zimmer.\n\u00a9ie Heimat ift SJtejifo unb Stittelamerifa.\n\u00a9inige anbere Slrten ber Familie Oerbienen Oielleidt au\u00ea bem \u00a9runbe nod) ber \u00a9rto\u00e4lfnung, toeil fie an getoiffe Sienenfreffer erinnern, ffteidjenbad) I)at fte Platystylopterus genannt, \u00a9ie finb gro\u00df unb fr\u00e4ftig gebaut^ tie \u00a9df\u00e4fte ber elften \u00a9dftoingen ftnb nod) ftar\u00ef Oerbidt; ber \u00a9dtftoang ift gerabe abgefcbjnitten, ber \u00a9dfnabet furg, fa\u00dft gerabe unb giemlid) \u00efr\u00e2ftig.\n\u00a9er $rummfl\u00fcgel (Platystylopterus rufus) ift ungef\u00e4hr 5V2 $od lang unb 7 3od breit, auf ber Oberfeite brongegr\u00fcn, auf ber unteren br\u00e4unlid)gelb; bie mittleren \u00a9dftoangfebern finb oon ber F\u00e4rbung be\u00f6 Ot\u00fcden\u00ea, bie \u00fcbrigen Oon ber F\u00e4rbung ber Unterfeite, oor ber \u00a9pifje mit einem fd)ioargen Rieden gegeid)net.\n\u00a9ie \u00a3>eimat ift \u00a9uatemala.\n\u00bb\n\u00a9ie \u00a9belfteino\u00f6gel (Hypophaniae) \u00a7abett T^inftd^tlid^ be\u00f6 ^l\u00fcgelbau\u00ea nodf) einige Sle^nlid); feit mit ben Sergnpmplfen, obtoofd if\u00bbre Sorberfentringen nid;t fo oerbreitert finb. \u00a9er \u00a9d)nabel","page":102},{"file":"p0103.txt","language":"de","ocr_de":"@idf)e\u00effl\u00fcg\u00efev. \u00dfrumntf l\u00fcget.\t\u00c6appenf o\u00eftbrt.\n103\ntft \u00efurg, Mftig unb fanft gebogen, ber $ufj dein, bet einzelnen tootlig bef\u00efaumt. \u00a9ie p\u00fcgel finb giemlidj \u00efurg unb lang, ber Schwang tfi \u00efurg, g\u00efoei feiner \u00c7ebern finb aber bebentenb \u00fcber bie anbern verl\u00e4ngert.\n\u00a9er \u00a3of>a\u00a7 (Topaza pella) \u00efann an ^rad^t ber F\u00e4rbung mit allen anbern \u00c6o\u00efibrt\u00e8 toett= eifern. \u00a9er Scheitel unb ein 33anb, mel<he3 bie \u00aee\u00efjle umgibt, finb fammtfdjtoarg; ber Stumpf ift \u00efupferroth, in \u00a9ranatroth \u00fcberge^enb unb go\u00efbiggl\u00e2ngenb; bie Schhxmgbedfebern finb gr\u00fcn; bie $eijle ift go\u00efben, in geioiffem Sichte fmaragbgr\u00fcn, in anbernt to^a\u00eagelbgl\u00e2ngenb; bie Sdjtoingen finb rot-braun, bie inneren roftfarben; bie mittleren Sd)toangfebern finb gr\u00fcn, bie hierauf folgenben,\n\u00a3>er \u00a3o))a\u00a7 (Topaza pella).\nbrei \u00a3o\u00ef\u00ef \u00fcber bie anbern oerl\u00e4ngerten, \u00efaflanienbraun, bie \u00e4u\u00dferen rotbraun. \u00a9a\u00ea 2Beibd)en ift ber ^au^tfac^e nad) gr\u00fcn mit r\u00f6tlicher \u00c6eh\u00efe; feine F\u00e4rbung ift toeit toeniger fd)immernb a\u00ef\u00ea bie be\u00ea SO\u00ce\u00e2nnd^en\u00ea. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt \u00efoegen ber \u00fcberragenben Sd)toangfebern mehr al\u00ea 8 3o\u00cf\u00cf.\n\u00a9er \u00a3opa\u00eb fd;eint auf @ut>ana befdjr\u00e2n\u00eft gu fein. (Sr betoc^nt bie Ufer ber f\u00c7\u00ef\u00fcffe, namentlich bie bid^tbefd>atteten. (Sine gtoeite fe$r \u00e4hnliche 3lrt lebt am oberen 5lmagonenftrom. \u00ab\n\u00a9er \u00c2appen\u00efolibri (Aithums polytmus) hat einen \u00efurgen, ftar\u00efen, an berSpihe gebogenen Schnabel, lange, fehmate f\u00c7l\u00fcgel unb einen \u00efurgen, leicht gegabelten Schwang, beffen gtoeite \u00e4u\u00dfern feber ftch gegen 6 3od \u00fcber bie \u00fcbrigen verl\u00e4ngert. \u00a9a3 M\u00e4nnchen geichnet fich au^erbem noch","page":103},{"file":"p0104.txt","language":"de","ocr_de":"104\nSDte (sty^ev. \u00a9djtoirroBgel. 35>atbnl)m^eu. \u00a9lumenntnnbben.\nburd) gtoei giem\u00efic^ lange Ojjrb\u00fcfdje\u00ef au\u00ea. Oer Oberfopf ift bunfelfammtfd)toarg, bie \u00fcbrige Ober: feite gr\u00fcn, bie Unterfeite gl\u00e4ngenb fmaragbgriin, ioetdje F\u00e4rbung auf bent \u00a9aud) unb ben \u00a9d&toangbedfebern in \u00a9laufdjtoarg \u00fcbergebt. Oie \u00a9dringen finb ^urpurfc^toarj, bie \u00a9djloangfebern tief fd)toarg, an ber SBurgel gr\u00fcn gl\u00e4ngenb. Oa\u00ea Singe ift buufelbraun, ber \u00a9c^nabel bis gegen bie \u00a9pi^e t)in Korallenrot^, an iljr fddoarg, ber $\u00ab\u00a7 braun. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 10, bie \u00a9reite 6, bie gittigt\u00e4nge 234, bie \u00a9djtoattglgnge 7% 3oH. Oa\u00ea SBeibdjen ift auf ber Oberfeite erggr\u00fcn, auf ber Unterfeite toeifj, feittid) mit gr\u00fcnen Rieden. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 4%, bie ftittigt\u00e4nge 2%, bie \u00a9djtoangl\u00e4nge 178 3oll.\nOie Slrt ift auf Samaifa gu $aufe.\n* *\n*\nOie 2Balbnt)mpl)en (Lampornithes) \u00a7aben einen geraben ober fanft gebogenen, am \u00a9runbe breiten, oor ber geraben \u00a9bij3e gef erbten \u00a9djnabet, langget)ige \u00a9eine mit furgen, l)of>en, ffufjen, ftarf gebogenen Tratten, fdjlanfe Fl\u00fcgel unb einen giemlidj breiten, ftumpfen, abgerunbeten ober leidjt au\u00eagefdjnittenen \u00a9d)toang. Oie F\u00e4rbung ber @efd)led)ter ift febr oerfdjieben.\nStl\u00ea Urbilb ber Familie gilt ber \u00a9tango (Lampornis Mango). Oie \u00a9ippe, loeldte er Oer; tritt, fenngeidjnet ftd) burd) giemlid) langen, beutlidj gebogenen, breiten, in feiner gangen S\u00e4nge flad;ett \u00a9djnabel unb furgen, abgernnbeten \u00a9djtoang. Oa\u00ea \u00a9efteber ber Oberfeite ift erggr\u00fcn mit \u00c4upferfd&itter. Oie \u00a9djioingen finb graufdjtoarg, oiolett fdjidernb, bie beiben mittleren \u00a9d)fc>ang= febern geigen oben bie F\u00e4rbung ber Oberfeite, unten line bie \u00fcbrigen auf beiben \u00a9eiten eine purj>ur= oiolettrotlje F\u00e4rbung unb einen fdjtoargen, ftal)(blau gl\u00e4ngenben Staub; $et)le, \u00a9orberl)al\u00ea, \u00a9ruf! unb Oberbaud) finb famnttfdjmarg, feitlid) fial)lblau begrengt; ba\u00ea Uebrige be\u00ea \u00a9audje\u00ea ift erggr\u00fcn. Oer \u00a9d)nabel ift fdjtoarg, in ber Smgenb braun, ber gufj fdjtoarg. Oa\u00ea SBeibdjen ift auf ber Ober: feite lidjter als ba\u00ea \u00a9t\u00e4nnt^en, auf ber Unterfeite teeifj mit fddoargen S\u00fcngsftreifeu. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 43 4, bie \u00a9reite 7'/*, bie gittigl\u00e4nge 23 4, bie \u00a9djtoaugl\u00e4nge 1V2 3oH.\nOer \u00a9tango ift faft \u00fcberall in \u00a9raftlien gu ipaufe, fommt aber aud) in S\u00dfaraguat), in \u00a9utyana unb auf ben Slntilten oor uitb ift fogar fd)on in Storbamerifa unb gtoar in ^loriba erlegt roorben.\nOie 2\u00dfalbnt)mbbe (Chryeolampis moschita), nad) \u00a9urmeifter iool)l ber fd)\u00f6nfte aller brafilianifdj\u00e7n ^olibri\u00ea, ift braxnt auf bem \u00a9cf>eitel, rubinrott) an ber $eble unb golbenmorgenrotl), pradjtooll gl\u00e4ngenb auf bem \u00a9orberbalfe; ber Fl\u00fcgel fdt>itlert oiolett; ber \u00a9ebioang ift l)eUfaftauien: rotlj, jebe $eber fein fdjioarg geranbet. \u00a9djnabel unb \u00a9eine finb fdjtoarg. Oa\u00ea S\u00f6eibdjen unb bie jungen \u00a9\u00f6gel ftnb oben erggr\u00fcn, unten grau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 4, bie \u00a9reite 5, bie gtttig= l\u00e4nge 2, bie \u00a9djtoaugl\u00e4nge 1V8 3od.\nSll\u00ea $enngeid)en ber\u00a9type gibt \u00a9urmeifter ftylgenbe\u00ea an. Oer \u00a9djnabel ift l\u00e4nger, als ber \u00aeopf, leid)t gebogen, flacb gebr\u00fcdt, an ber \u00a9pipe gerabe, oor iljr beutlid) gef erbt; ber Fl\u00fcgel ift fd)mal, ber \u00a9d)toaug breit, abgerunbet, ber grnfj langgepig unb mit furgen, l)of)en, ftarf gebogenen fptyen drallen beioeljrt.\nOie Heimat ift ba\u00ea \u00f6ftlicpe \u00a9\u00fcbamerifa. $ier geh\u00f6rt bie S\u00f6albnpmplje gu ben p\u00e4ufigften aller \u00a9djioirro\u00f6gel.","page":104},{"file":"p0105.txt","language":"de","ocr_de":"9JIaito. 3Ba\u00efbupmpT;c. \u00a9\u00efuntenf\u00fcffer.\n105\nSDie 33liuueunt;mpl;en (Florisugi) f\u00efttb meifi flav\u00ef gebaute, gientlid; greffe \u00a9djtvirrV\u00f4g\u00e7l, it>e\u00efcf;e ftd; buvdf> i\u00efjren Kr\u00e4ftigen Seib unb iljren, ben vu^enben f\u00c7\u00ef\u00fcgeln an S\u00e4nge g\u00efeid;fontmenben \u00a9d;ivang ber borner befd^riebenen \u00a9vuppe anfdjliefen. 2lud; ber \u00a9d^nabel ift Kr\u00e4ftig, [eine \u00a9pi\u00a3e aber ungefevvt. ber F\u00e4rbung unterfcpeiben ftd; beibe \u00a9efd;led;ter ntel;r ober mtnber.\n\u00a9in am \u00a9runbe breiter unb ftacber, fein nnb langfpij\u00eeiger, beutlid) pfrientenf\u00f6rmiger, geraber \u00a9dpnabel, gierlid;e, fcptcad;e fy\u00fc\u00a7e, bereit 3e\u00a7en arn \u00a9runbe ettoa\u00ea verivadjfen nnb bereu Tratten furg, niebrig unb leidjt gebogen finb, lauge, fdjmale $\u00fcfje unb ein Verl\u00e4ngerter, feilf\u00f6rmiger, fdjmal; febrigcr, beim 2\u00f6eibd;en aber abgerunbeter unb breitfebriger \u00a9d;tvang fenngeicJjnen bie 33 htm en; fit ff er, bereu befanntefte 2lrt, Heliothrix auriculata, in 33raftlien lebt. 5Da3 3t\u00fcdengefieber unb bie $el;lfeiten ftnb lebhaft \u00e9rggr\u00fcn, bei alten SS\u00f6geln golbig fdjillernb; bie \u00a9dringen finb grau;\nfdjtvarg, violett fdjillernb; bie Unterfeite ift reintveifj, ivie bie brei \u00e4uferften \u00a9djtvangfebern jeher \u00a9eite, iv\u00e4tjrenb bie mittleren \u00a9djivangfteuerfebern ftaplblau flimmern. Unter bent 3luge beginnt ein fummtfd; trailer (Streifen, ioetcper ftd; in ei ter l;inten mel;r au\u00eabreitet unb fd;liefjlid; in einem ftaijl; blauen \u00a9aume Verliert. 33eint \u00fcDi\u00e4nncpen ift ber \u00a9djivang fein* lang, unb bie feitlid;en Gebern finb bebeutenb Verf\u00fcgt. \u00aea\u00ea 3\u00f6eibcpen unterfd;eibet ftd; burcp einen furzen, breiten, abgentnbeten \u00a9dplvattg, beffen Gebern faft gleid; lang finb. SDie S\u00e4nge be3 2ft\u00e2und;en\u00ea betr\u00e4gt 5%, bie be\u00ea SC\u00f4eibcpen\u00ea 4V4 3\u00b0^/ ber \u00a9djtvang Von jenem mifjt 2V2, von biefent l7i2 3vU.\n2iadp ^3ritt3 von 3\u00dfieb ift ber 33lumettf\u00fcffer in 33raftlien gtemlid; feiten, nad; 33urmeifter betvoljnt er ba\u00a7 SBalbgebiet ber \u00a9ftf\u00fcfte Bi\u00df 3\u00eeio be Janeiro l;iuab. 3\u00bb \u00a9upana ivirb er burdp eine feljr \u00e4\u00a7nlid;e 3lrt vertreten; bie \u00fcbrigen 3Bertvanbten betvoljnen ben 3\u00dfeften \u00a9\u00fcbanterifa\u00ea.","page":105},{"file":"p0106.txt","language":"de","ocr_de":"106\nSie \u00a9y\u00e4tjer. \u00a9ijicirroBael. S(umeim\\)in(>f>eit. geen.\n\u00a9ie Stumenfauger (Florisuga) unterpheiben pd; ton ben Vorhergehenben burcp giemlidC; flarlcn unb geraben, nur am \u00a9runbe flauen \u00a9cbnabet, melier an ber h\u00f6her all Breit unb fanft BuBBig verbidt ift, parBe g\u00fc\u00dfe, beren Saufe bepebert unb beren \u00e4e^en mit fanft gebogenen Tratten Beitest finb, tauge unb female gl\u00fcgel unb einen Breiten, nic\u00a3>t aBgerunbeten, vielmehr leicht auggebudpeten \u00a9djlvang.\n\u00a9ine fe\u00efjr auggegeid^ete Strt biefer \u00a9ruBB* ift ber \u00a9rauerblumenfauger (Florisuga atra). \u00a9ag gange \u00a9efieber mit Slugfdpu\u00df ber \u00bbftergegenb unb ber Seine ift fammtphtoarg; bie Fl\u00fcgel; bedfebern finb tr\u00fcb erggr\u00fcn, bie \u00a9dpvingen graufdjtoarg, matt violett fdptlernb, bie Beiben mittleren \u00a9dpvangfebern fdpvarg, blauviolett fd)idemb, bie tier \u00e4u\u00dferpen jeberfeitg ivei\u00df mit fd^toargem \u00a9nb= faume. SBeini 2\u00dfeibd;en finb bie garben tr\u00fcber, unb bie SBangen, oft bie gangen \u00dfopffeiten, finb roproth, bie 9t\u00fcdenfebern and) gelbrottj geraubet. \u00a9djnabel unb Seine finb tief\u00dfhtvarg. \u00a9ie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 4l/2, bie gittigl\u00e4nge 2*4, bie \u00a9djtoangt\u00e4nge 1V2 3\u00b0^-\n\u00a9er \u00efrauerblumenfauger geh\u00f6rt gu ben h\u00e4ufigeren Strten Sraplieng, ift aber einer ber ppeuepen unb fd)neUfien unb treibt pd) gern in Bebeutenben \u00a3>\u00f6l)en umher.\n*\n\u00a9ie geen (Trocliili), getvifferma\u00dfen bie Urbilber ber \u00a9rbnuttg, h\u00fcben einen mittettangen, geraben, ungeBerbten \u00a9dmabel, fcpmale \u00a9idpip\u00fcgel unb ein fel;r pr\u00e4djtigeg, nach ben \u00a9ephledpern verfdpebeneg \u00a9efieber.\n3n biefer \u00a9ruBBe geh\u00f6rt ber norbameriBani\u00dfhe Kolibri (Trochilus colubris). 3hn Benngeidpten ein mittetlanger, geraber, am \u00a9runbe gufammengebr\u00fcdter, fBiber, Bfriemeuf\u00f6nniger \u00a9djnabel, B\u00fcrge, fdpvadje, phlanBl\u00e4upge g\u00fc\u00dfe, lange, female gl\u00fcgel unb ein feiert gegabelter \u00a9d;tvang. \u00a9ag \u00a9efieber ber Oberfeite unb bie beiben mittetften \u00a9dhtoangfebern finb gr\u00fcn mit \u00a9olbfdpmmer, bie Snip, bie \u00a3algfeiten unb bie \u00a9urge! BarminBurBurfarbig, mit \u00a9djtoarg gefteeft; ber \u00fcbrige Unterleib ift graulicbtvei\u00df mit \u00a9r\u00fcn untermi\u00dfht; bie \u00a9dringen unb \u00a9teuerfebern finb BurBurbraun. \u00a9ag Sluge ift bunBelbraun, ber \u00a9chnabet unb bie g\u00fc\u00dfe ftnb fdjtoarg. Seim S\u00dfeibchen ift bie gange Unterfeite ivei\u00df, unb bie brei \u00e4u\u00dferen \u00a9dpvangfebera finb burdj einen gleidp farbigen gled gegeidptet. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 3V2, bie Sreite 4V4 3tU.\n\u00a9a\u00ea Saterlanb erftred't ftch \u00fcber ben gangen \u00a9Pen ber bereinigten \u00a9taaten unb \u00a9auaba big Sabrabor.\nSei ben Slmethiftt\u00f6geln (Calliphlox) ift ber \u00a9dptabel l\u00e4nger algber \u00c4oBf, fein, fBife, \u00f6or ber \u00a9Bp$e nach unten unb oben ettvag verbidt. \u00a9ie Seine finb gierlid), bie 3eheTt imb Tratten Burg, letztere par! geBr\u00fcmmt unb pharf gugefBi^t. \u00a9ie gl\u00fcgel pnb Burg unb Blein, ber \u00a9djivang ip Phntalfebrig, beim TOundjen gabelf\u00f6rmig, beim Skibdjen eben. Sei jenen verl\u00e4ngern pch bie feitlidpn gebertt pupg nach au\u00dfen unb pnb fdjarf, aber nicht lang gugefBi^t.\n\u00a9er SlmethipBolibri (Calliphlox amethystinaj beivolptt ba\u00ea \u00a9amBo\u00eagebiet beg innern Sraplien unb Bonimt ba, ivo er fid) pnbet, h&uP$ vor. \u00a9r geh\u00f6rt gu ben ph\u00f6nften Slrten jener \u00a9egenben. \u00a9ag \u00a9epeber ber \u00a9berfeite ift buuBel erggr\u00fcn, matt golbgl\u00e4ngenb, bie ^elpe, bie SBangen unb ber Sorbertjatg big gur Srup pnb Bradpvod amethiftroth, burd) eine reintvei\u00dfe Sinbe","page":106},{"file":"p0107.txt","language":"de","ocr_de":"107\nSrauerblumenf auger. Kolibri. ?Imet\u00ef;if\u00eef olibrt.\nbegrenzt. $Die \u00a9ruft unb bei* \u00a9auch finb fchto\u00e4rzlichgrau, mit fchtoachem (Srgfdritter, bie unteren \u00a9<htoanzbedffebem hellgrau, ioei\u00df gef\u00e4umt; bte \u00a9chtoingen ftrtb graubraun, mit fd^mad^em \u00a9iolett; fd^i\u00ef\u00efer, bie mittleren \u00a9chtoanzfebent erzgr\u00fcn, bie brci Su\u00dferfien \u00a9teuerfebern mit ben \u00a9dfjtoingen gleichfarbig. 3)as> 2Beibchen unterfcfeibet fiel) burch bie treize $eljle unb ben ftumpfen, am \u00a9nbe roftgelb gekanteten \u00a9chioanz- 3)er junge \u00a9ogel \u00e4hnelt bem 2\u00f6eibd^en. 2)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 3V3\n2)er S\u00fcuet\u00efjiftf oli&r t (Calliphlox amethystina). nk ber nat. @r\u00f6\u00dfe.\n3o\u00fc, bie \u00a9reite ungef\u00e4hr ebenfooiel, bie $ittigl\u00e4nge lVs, bie \u00a9dhtoanzt\u00e4nge beim SR\u00e4nnd^en 1V4, beim S\u00dfeibchen a/3 goll.\nSDie \u00a9i\u00a3be ber \u00a9\u00a3ihenfd)to\u00e4nze (Calothorax ober Lucifer) kennzeichnet fid) ^aubtf\u00e4d^Iid^ bur<h bte eigent\u00fcmliche \u00a9df)toanzbiibung ber M\u00e4nnchen. 3)ie \u00a9teuerfebern finb kurz, tentai, fteif unb gegabelt, \u00a9ei einzelnen 5lrten ift bie \u00a9abelung infofern eine regelm\u00e4\u00dfige, al\u00ea bie \u00e4u\u00dferften \u00a9teuerfebern bie l\u00e4ngsten, bie mittlere\u00ab bie k\u00fcrzeren finb; bei anbern Oerk\u00fcmmern bie \u00e4u\u00dferen \u00a9teuerfebern zu fa\u00dft bartlofen-, kurzen $eberftummeln, unb bie \u00a9abelung beginnt erfi oon ber br\u00fcten an. \u00aeie mittleren \u00a9teuerfebern pflegen au\u00dferordentlich kurz Su fei\u00ab. \u00a9eint SSeibc\u00dfen ift ber \u00a9chtoanz gleichm\u00e4\u00dfig, bie \u00a9chtoingen jtnb mittellang. t\u00a3)er \u00a9cfjnabel ift lang, b\u00fcnn unb leidet gebogen.","page":107},{"file":"p0108.txt","language":"de","ocr_de":"108\n\u00a3ie \u00a9pStycr. \u00a9djnniTOogel. Gif eu.\n(Sine her pr\u00e2d;tigften 2\u00efrtcn biefer \u00a9nippe ift ber 9Jhilfant gu \u00a9pren benannte \u00a9pt^en; f df) it) an3 (Calothorax Mulsanti) au\u00ea \u00a9olumbia nnb \u00fc\u00f4olioia. SBetnt 3Jt\u00e4nnd)en ftnb bie Ober; t^eile unb bie \u00a9eiten buttfelgr\u00fcn, pr\u00e4chtig fchimnterttb, ba\u00ea \u00c6ittn, ein fdjmaler 3\u00fcgelftreifen, ber Unterpal\u00ea, ein SBruftmittelftreifeu unb ber 23aud) ioeijg, ba\u00ea $inn fdfimnternb oiolettrotl). \u00a9a\u00ea 2Beibd)cu ift oben lichter a\u00ef\u00ea ba\u00ea dJt\u00e2nudjen, nnten toeifg, an ben \u00a9eiten unb ben Uuterfcptoangbed; febern r\u00f4t\u00ef)lid)braun. \u00a9in \u00a9treifeu, ioe\u00efdfer ftdf> gu \u00a9eiten be\u00ea ^a\u00effe\u00ea l>erabgiel;t, ift btutfelolioen-gr\u00fcn, ber \u00a9d)\u00efoattg lid)tbraun mit fdftoarger 23inbe Oor ber \u00a9pit^e ber febern.\n* *\n*\n\u00a9ie \u00a9\u00effen (Lophornithes) ftnb bie am reidfften gefdfnt\u00fcdten alter ^olibri\u00ea. \u00a9igent\u00efj\u00fcm\u00efidfe ^ebergebilbe gieren tpeil\u00ea ben $opf, tpeil\u00ea beu \u00a9dj\u00efoattg, loenigften\u00ea ben ber 3)?\u00e2nnd>en. \u00a9er \u00a9dfnabel ift fein pfriemenf\u00f6rmig, nur am \u00a9ruube unb unmittelbar oor ber \u00a9tirn et\u00efoa\u00ea abgeflad)t, fp\u00e4ter fdflanf, breljrunb, gerabe, fpih unb ointe d\u00eeanbferbett. \u00a9ie Snijge ftnb befonber\u00ea flein, bie 3epen fe^r furg, bal;cr bie Tratten begiel)entlidf) l\u00e4nger al\u00ea bei anbern \u00a9nippen. \u00a9ie 9Dt\u00e4nnd)en paben ein ungemein praeptoode\u00ea unb bunte\u00ea \u00a9efieber. \u00a9ie S\u00f6eibdfen ftnb fdfmud\u00efo\u00ea.\n23ei ben 3 o pfeif en (Cephalolepis) ift ber faunt fopflange \u00a9dfttabel fein pfriemenf\u00f6rmig, bie \u00a9pipe be\u00ea Unterfdjnabel\u00ea et\u00efoa\u00ea fttppig, ber gu\u00a7 furggepig unb mit feinen, fangen, bihtnen Graden beloel)rt, ber Fl\u00fcgel giemlidi furg, ber \u00a9d;loattg oerp\u00e4ltnifpit\u00e4\u00dfig lang unb breitfebrig. \u00a9a\u00ea \u00a9cpeiteU gefieber be\u00ea \u00fcdt\u00e2nndfen\u00ea Oerl\u00e4ngert fid) in einen 3opf, beffen \u00a9pifse au\u00ea einer eingigen fyeber beftept.\n!3n SSrafilien lebt eine 2) ela lau be gu \u00a9pren benannte 2lrt (Cephalolepis Delalandii). \u00a9a\u00ea dd\u00e4nndfett ift einer ber fd)\u00f6nften \u00aeolibri\u00ea. \u00a9a\u00ea \u00a9efieber be\u00ea d\u00ee\u00fcden\u00ea unb ber beiben mittleren \u00a9djmangfebetn ift matt, aber rein erggr\u00fctt; ba\u00ea $opfgefteber, \u00efoelcpe\u00ea fid) oon ber \u00a9tirn an adnt\u00e4plid) oerl\u00e4ngert, ift lebhaft pederggr\u00fcn, bie l\u00e4ngfteit brei Gebern, loeldfe ben 3opf bilben unb bie ber $opffeiten ftnb bttnfler unb mattgr\u00fcn, im tjeljen 2llter ftaplblau; bie Unterfeite ift afepgrau, ei.i Rieden, toeld)er an ber feble beginnt unb bie gange 33ruft nnb 23aud)mitte einnimmt, lagurblau; bie \u00a9df\u00efoingen ftnb graubraun, leiept oiolett fdjidernb, bie feitlidfen \u00a9teuerfebern fdfio\u00e4rglid), bie \u00e4u^erften ioeifg geranbet. \u00a9er \u00a9cpnabel ift fd\u00a3)loarg, ber $u\u00a3 fdfloargbraittt. \u00a9ent 2\u00f6eibd)en unb ben Sungeit feplt ber \u00ae opffdfmud unb ber lagurblaue fylccf auf ber Unterfeite, \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 3V2, bie gittigl\u00e4nge 2, bie \u00a9cp\u00efoangl\u00e2nge 1 3od. \u00a9er \u00a9dfopf be\u00ea dFt\u00e2nncpen\u00ea ift oon ber \u00a9tint an gemeffett 1% 3od laug.\ndtad) Surmeifter lebt biefer Kolibri nur int S\u00f6albe ober an S\u00dfalbr\u00e4nbent unb fomntt nidjt in bie \u00a9\u00e4rten ber \u00a9inftebler. \u00a9r geh\u00f6rt blo\u00ea hem f\u00fcblicpeu 23raftfien an unb gept faum \u00fcber 9tio be Janeiro nad) \u00fcdorben hinauf.\nUeberau\u00ea reigettbe Spiere ftnb bie \u00efpradftelfen (Lophomis). 93ei ipnett ift ba\u00ea |)at\u00eagefieber beim SMnndjen befonber\u00ea cntloidelt, inborn jtdf) ein pr\u00e4chtiger fragen bilbet, ioeldfer au\u00ea ntepr ober toeniger fdjmalen, langen, muttberood gegeid)itetett Gebern bejtept, unb ett\u00fcoeber angelegt ober abftepenb getragen toirb. 2lud) ba\u00ea \u00a9efieber be\u00ea \u00a9dfjeitel\u00ea ift gelo\u00f6pitlid) oerl\u00e4ngert. \u00a9er \u00a9dfnabel ift ettoa fopflang unb fein pfriemenf\u00f6rmig, oor ber \u00a9pifje ettoa\u00ea oerbedt. \u00a9ie Fl\u00fcgel ftnb flein unb fcpmal, f\u00fcrger al\u00ea ber \u00a9dfjloang, melier att\u00ea breiten, gientlid^ gleich langen Gebern befte^t.\nS\u00dfelc^e oon ben oerfepiebenett 2lrten biefer \u00a9ruppe bie fdj\u00f6nfte, ift fd^loer gu fagett: fte loett; eifern ade an 5\u00dfradf)t. \u00a9ine in \u00a9upana lebettbe 2lrt pei^t Lophornis ornata. \u00a9a\u00ea Otumpfgefteber","page":108},{"file":"p0109.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9pipcnfcptoaug. 3\u00b0H-/ vad&t = unb $i5itig\u00a7clfe.\n109\nift bronjegr\u00fcn ; bie verl\u00e4ngerten \u00a9cpeitelfebern ftnb br\u00e4unlicprotp; ein fcpmale\u00eb SBaitb f toelcpe\u00ea quer \u00fcber beu Un ter r\u00fc eben \u00bberl\u00e4uft, ift fteif, bad \u00a9eftcptdfelb gr\u00fcn, perrlicp fcf>itlernb. \u00a9ie fragen; febern, ivelcpe fiep ftuftg verl\u00e4ngern, finb licptrotpbrauu, an ber \u00a9pipe fcpimmernb gr\u00fcn geffeeft. \u00a9ie \u00a9eptvingen ftnb bunfelpttrpurbraun, bie \u00a9cplvangfebent bunfe\u00efbraunrctp. \u00a9er \u00a9cpnabel ift\n3)ie $\u00dfrad)telfe (Lophornis ornata). 2/3 ber nat. \u00a9r\u00f6jje.\nfleifcprotp, braun an ber \u00a9pipe. SBeim 2Beibd)en ftnb alle f\u00e4rben bl\u00e4ffer unb ber fragen, bie ^aube, fotvie ber fcpimmentbe $lecf um ben \u00a9cpnabel feplen g\u00e4nglicp.\n25ei ben \u00ae\u00f6nigdelfen (Bellatrix) ift ber fragen Weniger, bie \u00dfrene pingegen mepr entlvidelt, aid bei ben ^\u00dfratptelfen. 3n (Columbia lebt eine ber fep\u00f6nfien Sitten biefer @ruppe (Bellatrix reginae). \u00a9ie \u00e4pnelt in ber F\u00e4rbung ber befepriebenen \u00fc\u00dfratptelfe fepr. \u00a9er Stumpf ift erdfarben, ber Unterr\u00fccE'en ix>ei\u00a7 geb\u00e4nbert, ber \u00a9eptoanj braun; bie \u00a9cplvingen ftnb purpurbraun; ber fragen ift fmaragbgr\u00fcn, feine einzelnen Gebern ftnb rotp geflecft. \u00a9ie \u00aerone beftept aud langen, fcpntalen Gebern von lebpaft reftretper $atbe, von benen febe einzelne nape ber \u00a9pipe mit einem buttleU bronjegr\u00fcnen $fecf gejeitpnet ift.","page":109},{"file":"p0110.txt","language":"de","ocr_de":"110\n&ie \u00abSpStyer. \u00a9djtmrrb\u00dfgel. (Hfett. \u00a9t)tyljen.\nOte \u00a9djtoeifelfen (Heliactinus) unterfd)eiben fid) bon ben h\u00f6rigen l)auptf\u00e4d)licl) burd) ben berl\u00e4ngerteit \u00a9dftoang. Oa\u00a7 \u00c6opfgefieber be\u00a7 9Jt\u00e4nnd)en\u00a7 ift ebenfalls berl\u00e4ngert nnb bifbet \u00fcber jebem Singe einen Sappen; ber fyl\u00fcgel ift lang nnb fdjntal, ber \u00a9djtoang feilf\u00f6rmig, nnb gtoar ftnb bie einzelnen Gebern ftarf ftufig abgefeimt nnb alle fermai nnb fcfyarf giigefpi^t. Oer \u00a9d)nabel ift l\u00e4nger al\u00ea ber $opf, bor ber feinen \u00a9pif3e ein fettig nad) oben nnb unten berbieft. Oie g\u00fcfje ftnb Hein, bie drallen furg, giemlicf) grofj nnb ftarf.\nSDie geh\u00f6rnte @djit>eifeife (Heliactinus cornutus). 1/1 ber nat. \u00a9vofje.\nOie geh\u00f6rnte \u00a9d)ibeifelfe (Heliactinus cornutus) ift erggriin, tbenig gl\u00e4ngettb. S3eim SDt\u00e4mtdjen ift ber Dberfopf fta^lblau; ber geberfragen ge\u00efjt bon aufen bnrd) SSiolett in @r\u00fcn, @elb, Orange nnb S\u00eeotl) \u00fcber; bie \u00aeel)fe, ber S$orberljat\u00a7 nnb bie S\u00dfangen ftnb tief fammtfdjtoarg, 'bie Oberbrnft, bie SSaudjmitte, ber \u00a9teif ttnb bie feitlidieit \u00a9teuerfebern ibeifj, bie \u00a9dringen grau. Oent 2Beibd)en feplt ber \u00c6opf; nnb ^al\u00eafcpmud; bie \u00aeel)le ift roftgelb, bie \u00e4ujgerften \u00a9entrang? febern ftnb ungef\u00e4hr in ber SCRitte feptoarg geb\u00e4ttbert. Oer \u00a9d)nabel ift fd)ft>arg. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 4V2, bie gittigl\u00e4nge 2, bie \u00a9d)ibangf\u00e4nge 2 bi\u00ea 2V2 3otl.\nSfod) 33urmeifter geh\u00f6rt biefer pradjdboKe Kolibri gu ben l;\u00e4uftgen SIrten ber offenen (Santpo\u00ea be\u00ea Ottern bon SDHna\u00ea @era\u00eb\u00ea:","page":110},{"file":"p0111.txt","language":"de","ocr_de":"\u00aee\u00ef)ornte \u00a9djtoetf elfe. $laggenfb4'l)e.\nIll\n\u00a3rie \u00a9t)\u00eff)l;en (Lesbiae) finb \u00efjaufrif\u00e2^lid) art il)tem langen \u00a9aBelfcfytoange gu er\u00efennen.\nSBei ben g la g genfer p\u00efjen ftnb bie Beiben \u00e4uferften feljr verl\u00e4ngerten \u00a9djtoangfebern gegen bie \u00a9pi^e \u00efjin fa\u00efjnento\u00ea, an iljr aber mit fein Breiten Sfaljnen Befefct. \u00aeer \u00a9djnaBel ifi \u00efurg, faft gerabe, bie f\u00efeinen $\u00fcfe finb bidjt Beflaumt.\n3)ie $laggenft)iB\u00efje (Steganurus Underwoodi), au\u00a7 \u00a9raftlien, ift auf ber DBerfeite, auf bem \u00a9audje, auf ben \u00a9eiten unb auf ben unteren \u00a9djtoangbedfebern erggr\u00fcn, auf ber \u00a9ruft unb\n\u00a3>ie f\u00ff\u00efaggenft)\u00efr>be (Steganurus Underwoodi).\n1/1 ber nat \u00a9r\u00f4fje.\nam \u00a3>a\u00effe fdrimmernb gr\u00fcn; bie \u00a9erbringen finb purpurBraun; ber \u00a9djboang ifi Braun, bie flaggen ber \u00e4ufjerften \u00c7ebern ftnb fd;boarg mit gr\u00fcn\u00efidjem \u00a9dritter. SDie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 5V2, bie f\u00c7ittig\u00ef\u00e2nge l3/4, bie \u00a9d)ft>ang\u00ef\u00e2nge 3% go\u00ef\u00ef. 2)a\u00a7 2SeiBd)en ift auf ber DBerfeite erggr\u00fcn, auf ber Unterfeite fteiff, gr\u00fcnlid) gefledt. S)ie Uuterfd)b)angbedfebern ftnb Br\u00e4unlid), bie giemlid) gleiddangen \u00a9djrivangfebern ftnb an ber \u00a9|rit\u00efe tveifj gefledt.","page":111},{"file":"p0112.txt","language":"de","ocr_de":"112\t\u00a9ie \u00a9pettier. \u00a9cbnnvrooget. \u00a9ptpben. \u00dcJ\u00cea\u00ebFertfo\u00efibri\u00ea.\n\u00a3>ie \u00a9djleppenfplpljeu (Sparganura) unterfdjeiben ftd) fyauptf\u00e4dilid) burep ipre \u00a9djtoan^ bilbung. Oie \u00a9teuerfebern ftnb nad; aufjen pin gleidimafig gefieigert, bie \u00e4ufjerfien \u00fcber f\u00fcnfmal fo lang, a\u00ef\u00ea bie mittleren, ^ve $apnen ftnb non ber S\u00f6ur^el big \u00a7ur \u00a9pipe jiemlid; gteiepbreit.\n\u00a9ine 9Irt, \u00a9appo genannt (Sparganura Sapho), ift auf ber Oberfeite fcparladpvotp, auf bem \u00aeopfe uub ber Unterfeite metallifdpgr\u00fcn, an ber \u00c4eple lichter unb gl\u00e4njenb, am Unterbaute\nSDer \u00a9aptjo (Sparganura Sapho). 4/6 ber ttat. \u00a9rofje.\nlidptbraunlicp. Oie \u00a9tphnngen fw& purpurbrauu, bie \u00a9dptoan^febent braun, au ber SBurgel gl\u00e4njenb unb feurig orangerotp big gegen bie \u00a9pipe pin, an ipr tieffcptoarjbraun. Oa\u00a7 \u00fcE\u00dfeibdjen ift oben gr\u00fcn, unten grau gefledt. \u00a9ein \u00a9cpbxin$ ift f\u00fcrder, unb bie fyebern ftnb nur lieptrotp.\nOag SSaterlanb ift Solioia.\n* *\n*\nOie lebte \u00a9nippe, toeldper pier \u00a9rio\u00e4pnuttg gefepepett fann, um f afft bie 3Jta\u00eaf enlolibri\u00ea (Microrhamphi). \u00a9ie \u00efenngeicpnen fid) burep fepr furjett, geraten \u00a9cpnabel, mittellange, giemtid) breite Fl\u00fcgel, einen PerfRieben gebilbeten, im allgemeinen aber langen, ntepr ober ioeniger tief gegabelten \u00a9eptoanj unb fonberbare \u00a9d;mudfebern am $opf uub an ber $eple.","page":112},{"file":"p0113.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9apjo: SDornfdjnabe\u00ef. fpelntfo\u00efibrt.\n118\n\u00a9ei bem SDornfdjnabe\u00ef (Ramphomicorn heteropogon) finb nur bie $ebern ber \u00aeejle verl\u00e4ngert. Oer Scjnabel ift \u00efurg, bornartig ; bte Scjmingen ftnb mitteltang, giemlidj fdjmat; ber Sdjmang ift breit unb tief gegabelt. OaS \u00a9efteber ift auf ber Oberfeite gr\u00fcntidj erdfarben, auf bem \u00a9orberfopfe tief fcjtmmernb gr\u00fcn, ba\u00ea Verl\u00e4ngerte \u00aeejlgefteber in ber \u00a9litte nteta\u00ef\u00efifdjgr\u00fcn, feitlicj unb unten orangefarben; frer $interbaud) ift grautidjmei\u00df; bie Sdjmingen ftnb purpur; braun ; ber Sdjmang ift brongebraun.\nOie jpeimat ift Santa ffe be \u00a9ogota.\nOie ^elm\u00efoltbri\u00ea (Oxypogon) unterfdjeiben ftdj burdj einen ipelmbufd), breitere f\u00c7l\u00fcgel, einen gerabe abgefdjnittenen Sdjmang unb ein nocj glangtofere\u00ea \u00a9efteber.\n(Sine, gu (Sjren \u00a3inben1S benannte 2lrt (Oxypogon Lindeni), ift auf ber Ober; unb tinter; feite gientlicb gleidjm\u00e4\u00dfig matt ergfarben; ein Stirnfleif'en unb bie \u00c6opffeiten finb fdjmarg, bie l\u00e4ngften \u00a7elm; unb \u00c6ejtfebern, fomie bie JpatSfeiten mei\u00df; bie Sdjmangfebern ftnb braun, mei\u00df gefdj\u00e4ftet. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 572, bie gittigl\u00e4nge 3, bie Scjmangl\u00e2nge 2l/2 galt.\nSinben fattb biefen auffa\u00eflenben SSogel guerft in ber Sierra \u00fcftevaba be \u00a9toriba in Kolumbien unb gmar in einer ^)\u00f6je von 12 bis 13,000 gu\u00df \u00fcber bem \u00a9teere.\nOie SdjmirrV\u00d6get geh\u00f6ren auSfcjtie\u00dflict) Slmerifa an unb ftnb mejr als alle \u00fcbrigen gefieberten Ot\u00fccfgratStjiere f\u00fcr biefen (Srbtjeil begeidjnenb. \u00a9on fr\u00fcher jer jat ficj bie Meinung verbreitet, ba\u00df fte auf ben m\u00e4rnten \u00a9\u00fcrtet befdjr\u00e4nlt feien; je^t miffen mir, ba\u00df Oie\u00ea burdjauS nicjt ber $alt ift. Sie finben ft\u00f6j in gang \u00a9merifa, fomett bie (Srbe f\u00e4jig ift, \u00a9turnen ober \u00a9t\u00fctjen gu ergeugen. Oer norbamerifanifdje Kolibri ift auf Sabrabor beobachtet morbett, eine \u00a9rt, metcje ijn im \u00a9\u00dfeften Vertritt, fontntt fejr regelm\u00e4\u00dfig nodj am (Soluntbiafluffe Vor, unb ebettfo jat man biefe anfdjeinenb fo fc^m\u00e4cttlicjen \u00a9\u00f6get auf bem ^euertanbe gefunben. Hub nicjt btoS nadj ber \u00a9reite verteilen fte ftdj, fonbern fie erjeben fid) audj gu ben gemaltigen \u00a9ergen ber \u00a9nbe\u00eafette: fte fdjmeben ttodj unmittelbar unter ber Sdjneegrenge in einem jp\u00f6jeng\u00fcrtel umjer, metdjer gmifcjen 12 unb 17,000 $u\u00df \u00fcber bem \u00a9teere liegt; fie befucjen bie Krater ber nodj tj\u00e4tigen, mie ber erlofdjenen $euer; fpeier, gu benen faunt ein anbereS jojereS \u00a9Mrbeitjier ftdj verirrt. \u00a9tan jat fte in fotdjen \u00a7\u00f6jen br\u00fctenb gefunben, m\u00e4jrenb Sdjnee unb |)aget ben vom fyorfdjungSbrang emborgetriebcnen \u00a9tenfcjen umtobten, metdjer meinte, in jenen jp\u00f6jen neben bem \u00aeonbor baS eingige lebenbc \u00a9Sefett gu fein. Oa, mo eS nocj \u00a9t\u00fctjen gibt auf ber \u00a9\u00dfeftj\u00e4tfte ber (Srbe, ba festen audj bie Kolibris nidjt.\n3m allgemeinen barf behauptet merben, ba\u00df jebe \u00a9egenb, ja jebe Oertlicjfcit ijre eigenen Wirten bat. Oie \u00a9ergttjmbjett, melcje ftcj in ben angegebenen -Jp\u00f6jeit umjertreiben, verlaffen biefe nidjt; fte fteigen j\u00f6djfienS bis gur Untergrenge be\u00a7 O\u00fcrtelS jerab, menu raujeS \u00a9Setter bagu fte n\u00f6tjigt, unb bte, meldje bie hei\u00dfen, gl\u00fcbenben ^j\u00e4ler bemojtten, in betten faum ein Suftftrom \u00dfdj regt, ergeben ficj mieberunt nicjt gu jenen |)\u00f6jen. \u00a9ber nicjt bloS bie \u00a9ergc unb bie Stj\u00e4ler, fonbern aucj bie \u00a9S\u00e4lber unb bie Sterben, ja, nocj viel befdjr\u00e2n\u00eftere Oertlidj\u00efeiten bejerbergen befonbere \u00a9rten Von ^olibri\u00ea. \u00a9te^r a\u00ef\u00eb alle \u00fcbrigen \u00a9\u00f6gel ftnb biefe $leinobieu ber Pfaffe menigften\u00e4 ber \u00a9tejrgajl nad) an beftimmte \u00a9turnen ober \u00a9l\u00fctjen gebunben: fte ftejen im innigfien Sufammen^ange mit ber \u00a9\u00dfangenmelt. \u00a9l\u00fctjen, metdje biefen \u00a9eute gem\u00e4jreu, merben von jenen niemals befudjt, unb \u00a9lumen, meldjc eingelne ern\u00e4jren, fdjeinen f\u00fcr anberc nicjt vorjanben gu fein. Sc\u00dfon ber fejr Verfdjiebene \u00a9au beS SdjnabelS l\u00e4\u00dft flie\u00dfen, ba\u00df gemiffe \u00a9rten nur gemiffe \u00a9l\u00fctben burdjfudjeu\nSreljm, 2:^ierle6en. IY.\tg","page":113},{"file":"p0114.txt","language":"de","ocr_de":"114\n\u00a3)te \u00abSp\u00e4ter. \u00a9djmirro\u00dfget.\nunb unf\u00e4hig ftnb, anbete auggubeuten. (Sinserne SCrtcn m\u00f6gen atlerbingg nicht befonberg t\u00bb8h\u00efertf<h fein: \u2014 Dont norbamerifanifc(jen Colibri behauptet SBtlfon, bafj bte H\u00e4lfte ber f\u00fftora feiner ipeimat iljm gotten m\u00fcffe; anbere aber befdjr\u00e4ufen fut) nip blog auf gemiffe S\u00e4ume, fonbern fogar auf eine gemiffe SBipfeth\u00f6tje berfetben. Oie einen beoorgugen bie St\u00fctzen ber oberen Steige, bie anberen tiefer fte^enbe, mieber anbere St\u00e4tter: Oont 3mergfotibri fagt \u00a9offe, baf er faft nur bie St\u00fctzen ber nieberen ^\u00dfftangen ^art \u00fcber bem Soben augbeutet; bie \u00a9onnenO\u00f4gel jte\u00efjt man, taut S a teg, nur fetten auf Slunten ober St\u00fctzen, meldfe in ben non ihnen bemotjnten fdtpattigen SB\u00e4tbern eine Seltenheit ftnb: fte tefert oietmetjr i\u00efjre ^erbt^ierna^rung Don ben St\u00e4ttern ab, inbem fte ftd) mit nnoergleidhlidjer \u00a9emanbUjeit in bem \u00a9etaube betoegen unb jebeg eingetne Statt oon oben unb unten befestigen, furg, bie Stbh\u00e4ngigfeit unferer S\u00f6get oon beftimmten ^ftangen ift nid)t in SIbrebe gu [teilen. '@o nimmt eg uug aud) nid)t S\u00dfunbet, -menn mir benterfen, bajj oiete Snfetn i\u00efjre befonberen \u00c4otf&rig beherbergen, baf? g. S. auf $uan gernanbeg gmei Slrten oorfommen, metdje auf ben benachbarten \u00a9itanben ntdjt gefuitben merben, bafj ber 3mergfotibri oon ^antaifa ftd; nidjt big nad) \u00a9uba verfliegt. 5tn p&ig\u00efeit, gr\u00f6\u00dfere Reifen gu machen, fe^tt eg ben \u00a9djmirro\u00f6getn aber burdjaug nic^t; Oieg bemeifen oiete Slrten gttr \u00a9en\u00fcge. Stud) ftnbet bag \u00a9egent^eit oon bem eben \u00a9efagten infofern ftatt, atg eingetne Slrten ftd) \u00fcber ben halben \u00a9rbffjeit oerbreiten.\nSiit biefer Slblj\u00e4ngigfeit ber \u00a9djmirro\u00f6gel fleht im \u00a9inftang, ba\u00df bie \u00a9teic^ert\u00e4nber Sfmerifag befonberg reich an Slrten ftnb. Ooch m\u00fcrbe man irren, mettn man glauben mottte, ba\u00df bie SBatbungen ber Stiefe, in benen bag ^ftangentebeu bie h\u00f6d)fte \u00a9ntmidtung erreicht hat, bie eigentlid)en S\u00dfarabiefe f\u00fcr bie \u00a9chmirro\u00f6gel m\u00e4ren. Sie munberbar = pr\u00e4chtigen Stumen jener S\u00f6atbungen merben fetbftoer= ft\u00e4nbtidj nicht oerfdjm\u00e4ljt, fonbern im \u00a9egentheit, menigfteng geitmeitig, oon unferen S\u00f6geln umf<hm\u00e4rmt unb burchfucht : aber nid^t bie Stenge ber St\u00fcthen ift eg, metd^e ben Slrtenreidpum ber \u00dfolibrig bebingt, fonbern bie Stanchfattigfeit berfetben. Sadh bem \u00a9tanbe unferer bergeitigen ftorfdjungen b\u00fcrfen mir annet)men, ba\u00df bie \u00a9ebirgggegenben \u00a9\u00fcb ; unb SRittetamerifag eg ftnb, metd^e bie gr\u00f6\u00dfte Slrtenga\u00efjl Oon \u00c4'otibrig beherbergen, in benen fid) ber \u00a9eftattenreidjthum biefer Orbnung am augenf\u00e4ttigften offenbart, \u00a9in beoorgugteg Sanb fdtjeint Stejifo gu fein: eg ift bie .Speimat oon mehr atg einem ^\u00fcnfttjeit atter \u00a9chmirro\u00f6get, metd)e big jejd befannt gemorben ftnb, unb eg l\u00e4\u00dft [ich annehmen, ba\u00df gu benen, metd)e man hier fanb, nod) fehr oiete higher unbefannte tommen merben, menn bag meite unb noch menig unterste \u00abReich beffer burchforfcht merben mirb. Scejifo Oereinigt freilich auch alttc Sebingungett f\u00fcr eine fotd)e Skncbfattigf eit : eg ift bag mechfetreichfte Sanb Stittetamerifag ; eg befxfet atte \u00a9\u00fcrtet ber ^\u00bb\u00f6he unb bamit gteid)geitig bie oerfchiebenen 3^hre^ac^en c^er menigfteng bie S\u00f6\u00e4rnte; grabe berfetben. Oegpalb fte\u00efjt ftdj ber Seobachter, metdjer biefeg munberbare \u00a9t\u00fcd \u00a9rbe betritt, auch \u00fcberall urnfd)mebt oon ben fdjimmembett \u00a9eftalten, \u00a9r ftnbet fie in ber heilen Stiefe, mie in ber eiftgen \u00a3\u00f6tje, ba, mo bag SBaffer feine betebenbe \u00c4raft \u00e4u\u00dferte unb bie gange f^\u00fctte ber \u00a9teichert\u00e4nber ergeugte, bort, mo bie fonnenoerbrannte \u00a9bene nur ben $aftug ern\u00e4hrt, unb oonljieraug big gu ben fteinigten \u00a3atben ber fteuerberge empor. ,,\u00a9ie tragen\", mie \u00a9oulb ft<h auSbr\u00fccft, \u201eihren unnap ahmtichen \u00a9d)tnud fetbft in bie \u00a9palten ber outfanifchen \u00abRuinen; fie beteben bie \u00a9egeuben, in metepe ftch fein menfchticher $u\u00df oerirrt; fte pftern bem fiumpfen Ohr ber fatten \u00a9in\u00f6be ihre garten \u00a3\u00f6ne gu.\"\nSoch ift nicht mit Sicherheit feftgeftettt, in mi\u00e7 meit aud) biejenigen \u00dfolibrig, metche nicht manbern, atg \u00a9tanbo\u00f6get angufehen ftnb. \u00a93 l\u00e4\u00dft ftch aber annehmen, baff feine etngige Slrt jahraug jahrein tn berfetben Oertlidjfeit oermeitt, oietmehr, ber ^htegs ober menigfteng ber St\u00fcthengeit entfpred)enb, halb hierhin, batb borthin ftch menbet, ntoglidjermeife mit Slugfdjlu\u00df ber Siftgeit beft\u00e4nbig herum ftreicht, Sitte Scobactjter, metd)e l\u00e4ngere 3eit an ein unb bemfetben Orte lebten, ftimmen barin \u00fcberein, ba\u00df ftd) gemiffe Slrten nur gu beftimmten Sfahreggeiten geigen, \u00a9o oerfidfert Suttod, ba\u00df Oiete ber in Stejifo tebenben \u00dfolibrig ftch btog im Sorfontmer fehen taffen, \u00a9ingetne erfdhienen int 2Rai unb 3>uni maffenhaft in bem botanifdjen \u00a9arten ber \u00a9tabt Stejifo, unb eg mar bann leicht, oiete oon ihnen gu er\u00efja\u00eften, m\u00e4hrettb man biefetben Slrten gu anbern 3eiten beg Satjreg","page":114},{"file":"p0115.txt","language":"de","ocr_de":"SebenSmeife ber \u00a9djmirr\u00bbBge\u00ef.\n115\nnid)t bemerfte. Oaffelbe beobachtete See\u00bbeS bet Sto= Janeiro; baffelbe SateS m\u00e4ljrenb [einer elfj\u00e4hrigen gorfdjungen am Slmagonenftrome ; baffelbe erfuhren alle \u00fcbrigen $orfd)er, meld)e biefen rnerfm\u00fcrbigen @efd)\u00f6pfen l\u00e4ngere Qtit, b. h- Stonate ober 3ahre nad) einanber, ihre Slufnterff amfeit mibrnen fonnten. 2\u00f6a^rfd^einlid^ [treiben affe Slrten mehr ober meniger meit im Sanbe umher. Oie, melche bie \u00a7\u00f6^e bemol)nen, merben geitmeilig gelungen fein, \u00dfdf) in tiefere \u00a9egenben gu begeben, unb bie, meld)e ba leben, mo emiger $r\u00fcl)ling herrfd\u00df ober bod) ein fort\u00ab m\u00e4hrenbeS \u00a9rneuen ber S\u00dfangenmelt ftattfinbet, mo eS baS gange 3>ahr hinburd) Sl\u00fcttjen unb Slurnen gibt, biefe \u00a9l\u00fccflichen inerben fief; menigftenS ber St\u00fctzen falber non einem Ort gum anbern begeben muffen. \u00a9S ift befannt, ba\u00df bie Kolibris geiniffe S\u00e4ume maffen^aft befugen, fo lange fie in Sl\u00fctl)e fielen, ftd^ fonft aber um biefefbett inenig bef\u00fcmmern; man hat aud) beobachtet, ba\u00df fie ftdf), inenn ein Saunt gerabe gu bl\u00fchen begonnen, oft ungem\u00fctlich gasreich ein\u00dfetfen, gang ebenfo, toie eS bie l)onig[udf)enben $erbtl)iere tf)un. \u00a9ie fliegen bann pl\u00f6fclich non allen \u00a9eiten Ijerbei, o\u00ef)ne ba\u00df man mei\u00df, io ober fte fommen, unb fie befudjen ben Saum tagt\u00e4glich, fo lange er bl\u00fcht. Oiefe OrtS; \u00bber\u00e4nberungen ftnb aber mit ben eigentlichen ^S\u00e4uberungen nidf)t gu nergleichen. \u00a9inen regelm\u00e4\u00dfigen 3ug haben biejenigen Slrten, ineiche in bem n\u00f6rblichen ober [\u00fcblichen gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel ^eimifch \u00dfnb. \u00a9ie erfcheinen faft mit berfelben Segelm\u00e4\u00dfigfeit, inie bei unS bie \u00a9d)matben, nerineilen im Sanbe, br\u00fcten unb treten mit \u00a9inbrud) ber falten Sal\u00dfeSgeit inieberum eine Steife nach in\u00e4rmeren \u00a9egenben an. Oer norbanterifanifdje Kolibri (Trochilus colubris) trifft, nach 3\u00efububon, in Soui\u00dfana fetten nor bem 10. St\u00e4rg ein, in ben mittleren \u00a9taaten fetten nor bem 15. Steril, gem\u00f6hntid) erft gu Anfang beS Stai, unb nenneilt bis \u00a9nbe \u00a9eptember, in \u00c7\u00eforiba bis gum So\u00f6ember. Oie S\u00efrt, ioefche im SSeften SorbamerifaS norfommt (Selasphorus rufus), [teilt \u00dfd), nach Suttal\u2019S Seobad): tungen, SlnfangS Slfml ein unb fe\u00ef)rt um biefelbe $eit inie jener, nach bem \u00a9\u00fcben unb gioar nach Stejifo gur\u00fccf, ino \u00dfe ben Suinter oerbringt. king\u2019s Colibri (Eustephanus galeritus, berfelbe, meldjer auf bem \u00c7euerlanbe gefunben inurbe unb ftch \u00fcber einen [Raum \u00bbon 2500 engl. Steilen l\u00e4ngs ber SSe\u00dfs fiifte SlmerifaS \u00bberbreitet), fommt auch nur im Fr\u00fchling e, erfl\u00e4rticher SSeife gu Slnfang beS $r\u00fcI)lingS beS [\u00fcblichen \u00a9\u00fcrtelS in \u00a9hile an; gmei anbere Slrten, i\u00bbetche hier ioohnen, \u00dfnb ebenfalls 3ug= \u00bb\u00f6gel: \u00dfe geigen \u00dfd) im Oftober unb i\u00bbenben \u00dfd), um bie Stitte beS St\u00e4rg, roieber ben \u00a9leicher\u00ab l\u00e4nbern gu. Sebod) fo\u00fc eS \u00bborfommen, ba\u00df eingelne jahraus, jahrein im \u00a9\u00fcben \u00bberioeilen, unb baffelbe i\u00df \u00bbon norbifd)en Slrten behauptet i\u00fcorben. Slububon meint, ba\u00df bieSSanbermtg beS Sad)tS gefdf)ehe, fann aber felb\u00df\u00bberft\u00e4nblidj SeftimmteS hier\u00fcber nicht angeben. 3>d) fage fetbftoer\u00df\u00e4nbtidf); benn bie Seobad\u00dfung ber \u00a9df)i\u00bbirr\u00bb\u00f6gel hat ihre \u00a9chi\u00bbierigfeiten. Slnbere 3ug\u00bb\u00f6gel fann man mit bem \u00a9e\u00dfdfjt unb bem \u00a9eh\u00f6r \u00bberfolgen: bei ben Kolibris \u00bberfagen bie\u00a9inne uns ihreOienfte. Sind) baS fdf)\u00e4rf\u00dfe Singe \u00bberliert ben \u00dfiegenben \u00a9d)mirr\u00bbogel : eS ift nicht mel)r f\u00e4hig, ihn mahrgunehmen, unb ebenfomenig fann baS Ol)r Sluffd\u00dfu\u00df geben \u00fcber bie Sichtung unb \u00a9ntfermtng, in meld)er er \u00dfd) bemegt. Oer Kolibri \u00fcberrafdf)t ftetS; benn er macht immer ben \u00a9inbrucf eines gauberhaften \u00a9r= fd)einenS. \u00a9r ift bl\u00f6hlid) &&, ohne ba\u00df man eigentlich red)t mei\u00df, mo\u00ef)er er gefommen unb \u00bberfd)minbet ebenfo ^l\u00f6^Itd^ mieber. SSenn man in Sorbanterifa erft \u00a9inen gefeiert hat, bemerft man \u00dfe batb \u00fcberall, \u00a9in SeobadE\u00dfer, meldher \u00fcber ihr \u00a9rfd^einen einen angiehenben S\u00e9ri\u00e2t gegeben hat, fagt, ba\u00df er eines StorgenS mit ber Stadjricht geioecft Joorben i\u00bb\u00e4re: \u201eOie Kolibris \u00dfnb ba\", \u00dfe guerft an einem gerabe in Sl\u00fcthe ftehenben \u00efuthenbaum beobachtet, halb barauf \u00fcberall bemerft unb in gro\u00dfer Stngal\u00df gufammen gefeljen habe, \u00a9r fanb aber, ba\u00df bie Slnga^l rafd) abnahm. \u201e3tadb mehreren Oagen\", bemerft er, \u201eerfd)ien faunt noch einer ^anit unb mann. 2lu<h h^riett ioir halb nachher in ber \u00a9tabt nur nod) bier un^ 0011 einem eingelnen \u00bberzeugten ^S\u00f6gelchen. OarauS fdf\u00dfen mir her\u00bborgugehen, ba\u00df bie S\u00f6anberung ber Kolibris unb ihr \u00a9inbruc\u00a7 in bie \u00a9t\u00e4bte unb \u00a9\u00e4rten guerft in Stenge unb in einem gro\u00dfen \u00a7eere gefdf)ieht. \u00a9ie fommen mie bie \u00a7luth mit einer ftarf aufges fchmolfenen Stelle. Oiefe f\u00c7luih giel\u00df \u00bbon \u00a9\u00fcben her burdfjS Sanb, l\u00e4\u00dft \u00fcberall einige Sln\u00dfebter gur\u00fccf unb \u00dfutljet, \u00dfch allm\u00e4hlich \u00bberlierenb, nad^ Sorben meiter. \u00a9S mag inbe\u00df auch fein, ba\u00df jene \u00bbon uns beobachtete Stagnolie auch nur besmegen anf\u00e4nglich fo gahlreid) befud\u00df mar, meil \u00dfe megen\n8*","page":115},{"file":"p0116.txt","language":"de","ocr_de":"116\n\u00a3ie \u00a9p\u00e4l)ev. \u00a9\u00abbmtrru\u00f6gel.\niprer befonberg k\u00fcnftigen \u00a9tedung ungem\u00f6hnlid) fr\u00fcpgcitig bl\u00fcpte, unb bielleidpt \u00bberteilten ftdp bie Spiere in go\u00efge ber mit jebem Xage in allen \u00a9infein unb Serfteden ber \u00a9egenb ftd) meprenben unb ftd) \u00f6ffttenben SSI\u00fct^en.\"\n\u00a9enn man bag Seben biefer SB\u00f6gel Begreifen mid, mu\u00a7 man rer allen Gingen ihren glug fennen gu lernen fitzen. (Sr Beftimmt, fo gu fagen, bag gange Sehen; er macht ben Kolibri erft gu bem, ma\u00ea er .ift. $eitt anberer S\u00f6gel fliegt mie er, unb be\u00eafialB gero.be fann auch ber \u00a9chmirtmogel mit feinem anbern \u00f6erglidjen merben. ,,\u00a9ie munberood\", fagt \u00a9oulb, \u201emufj ber 2Jted)anigmug fein, meldjer bie gitternbe Semegung eitteg \u00c4olibrig ^errerbringt unb fie fe lange erteilt !' 9Jtir fd)ien it>re Stp\u00e4tigfeit mit SWcptS oergleidjbar, ma\u00ea ich je guoor gcfeljen patte; fie erinnerte midp an ein \u00a9t\u00fcd Sdtafcpinerie, melcpe burdp eine mastige f\u00c7eberfraft mirft. SDiefe (Sigentp\u00fcmlid)feit im gluge machte einen gang Befonberen (Sinbrud auf mid), ba fie gerabe bag \u00a9egentpeil eon Oent mar, mag id; ermattete. Oer \u00a9dpmirrpogel pflegt nid;t mit bem fepned fdpiefjenben ginge einer \u00a9bei = ober 3Jtauerfd;maIBe burd) bie Suft gu gleiten, fonberu palt feine gl\u00fcgel, m\u00e4prenb er reu Slttme gu Slume manbert, ober menu er einen meiten glug \u00fcber einen popen Saunt ober \u00fcber einen glu\u00a7 nimmt, in fortm\u00e4prenb gitternber ober fdjmirrenber Semegung. \u00a9eitn er fid) oor irgenb einem \u00a9egenftanb ing \u00a9leitpgcmicpt fefct, fo gefepiept Oieg fo rafcp, bafj eg bem luge unm\u00f6glich ift, jebem gliigelfcplag gu folgen, unb ein nebeliger \u00a3a\u00efbfreig bon Unbeutlicpfeit auf jeher \u00a9eite beg \u00c4\u00f6rperS ift Ideg, mag ftd; maprneprnen Idfjt.\" \u00a9ang \u00e4^rtlid) br\u00fcdt fid) \u00c4ittlifc aug. \u201eOer glug biefer fleinen S\u00f6gel pat etmag ungemein luffadenbeg; man m\u00f6d)te fte fafi f\u00fcr \u00dferbtpiere anfepen. Son einem Saume gunt anbern fliegen fte fo fepned, bafj man fte Bei iprer \u00aeIeinpeit faum Bemerft; aber bor jebem fte angiepenben \u00a9egenftanbe bermeilen fte. in ber Suft fd)mebenb, mit aufrechter Haltung beg \u00ae\u00f6rpcrg unb fo fepneder Semegung ber gl\u00fcgel, bafj man biefe nur flimmern ftept.\" \u2014 ,,\u00a9ir fanben\", fagt ein anberer Seobacpter boni norbamerifanifepen Kolibri, \u201eeinen fep\u00f6nen unb in bolter St\u00fctze ftepenben \u00efu\u00efpenbaum unb entbedten Balb bie fleinen fummenben, fepmirrenbett glatterer, bie ben Saum in allen feinen Opeilen unb Smeigen Belebten, \u00a9ie freiften oben \u00fcber bem \u00a9ipfel beg Saumeg unb fd)offen auep um feine unteren gmeige bidjt bor unferen lugen bor\u00fcber, balb im \u00a9djatten oerfepminbenb, balb in ben \u00a9onnen= ftrat)Ien aufblipenb. Inf\u00e4nglid), epe icf> fte naper ing luge gu faffen oermoepte, fonnte id) mir faft ebenfogut cittbilben, baff icp ein \u00a3eer bon Sienen, \u00a3orniffen ober 23Iaifafern bor mir Ijatte. Oenn biefe S\u00f6gel fdjlagen faft eben fo peftig, mie bie Srummfliegen, mit ben gl\u00fcgeln, bie baper gumeilen beinahe unftd)tbar merben ober nur mie ein \u00a9t\u00fcd \u00a9d)leier erlernen. Oieg ift befonberg ber gall, menn fte bor bem \u00dfeldpe einer Slume fdpmeben, um feinen ^npalt gu unterfudjen.\" @o lange ber \u00a9d)mirrbogel ftd) auf ein unb berfelben \u00a9teile erh\u00e4lt, bernimmt niait fein \u00a9er\u00e4ufd) beg gl\u00fcgelfdplagg ; fomie er fid) aber in fdjnedere Semegung fept, bringt er einen eigent\u00fcmlich fd>arfen, fummenben \u00a3on perOor, melier ber \u00a9efamnitpeit gerabegu ben lamen \u201e\u00a9ummo\u00f6gel\" berfd)afft l)at. Oiefer Saut ift berfd)iebett, je naep ben oerfcpiebeneit Irten, bei ben gr\u00f6\u00dferen im allgemeinen bumfjfer, alg bei ben fleinercn, bei eingelnen fo aitggefprodjett, baf man fte mit aller \u00a9ieperpeit an ihrem \u00a9efumme ernennen fann. (Sg ift nod) feinegmegg pinreidjenb aufgefl\u00e4rt, burd) melcpe l*t ber Semegung biefeg \u00a9er\u00e4ufd) peimorgebradpt mirb, ba man eben nicht int \u00a9tanbe ift, bie Semegttngen gu unterfepeiben. dftan fann p\u00f6cpjteng annehmen, bafj ber Sogei, menn er gr\u00f6\u00dfere \u00fclaume burdjtnifjt, feine \u00a9d)miugcn nod) fdjneder unb peftiger bemegt, alg m\u00e4hrenb er fiep auf einer \u00a9teile palt; beim fo lange Oieg gefepiept, berurfadjt er eben fein \u00a9er\u00e4ttfd). Oer Suftgug, meld)er burd) ben heftigen tfl\u00fcgelfdplag ergeugt mirb, ift fehr bebeutenb. \u201e3dj bemerfte\", fagt \u00a9aloiit, \u201eba\u00a7 ein Kolibri, melcher in bag Zimmer gefoinmen mar unb \u00fcber ein \u00a9t\u00fcd \u00a9atte fchmebte, bie gange Oberfl\u00e4che ber Saummode in Semegung bradde\", unb ber alte 9tod)efort meint nun gar, eg m\u00e4re, menn ein Kolibri oorbeifliegt, alg ob eine fd)mad)e \u00a9inbgbraut um bie Ohren pfiffe.\nlieber bie Dichtung beg glugg, \u00fcber bie Sittien, meldhe er befdjreibt, fommt man nid)t ing $lare. Oie \u00a9tuedigfeit ber Semegung ift fo bebeutenb unb ber jtd) bemegenbe K\u00f6rper fo flein, barbie Seobadtuitg gur Unm\u00f6glidjfeit mirb. lu bub on oerftchert, ba\u00a7 ber norbamerifattifd)e \u00a9d)mirroogel","page":116},{"file":"p0117.txt","language":"de","ocr_de":"SebenSioeife beu \u00a9dju\u00fcruo\u00f6gel.\n117\nin fangen \u00a9Sedenlinien btc Suft burcpfdjitciDc, fid; auf gcioiffe \u00a9trcdeit unter einem \u00a9Siufcl oon ungef\u00e4hr bier jig \u00a9rabeit ergebe unb bann in einer \u00a9ogenlinie lieber perab fenfe; aber er f\u00fcgt \u00a9>ent pinju, baff eS uttm\u00f6glid) m\u00e4re, bem fliegenben \u00a9ogel auf rnepr als funfjig ober fecpSjig \u00a9doit ju folgen, felbft meint man baS \u00a9tige mit einem guten \u00a9lafe beioaffnet pabe. ^S\u00f6ppig, i^eldjer oiel; fad;e \u00a9etegctipeit patte, Kolibris ju beobadjteit, behauptet, ba\u00df bic ftcpelf\u00f6rmige \u00a9eftalt ber ftl\u00fcgel bem Kolibri jtoar ba\u00a7 fdCjne\u00efXfte \u00a9urcpfdjneiben ber Shift in geraber Sinie, jebotp nid)t baS \u00a9uffteigen ober eine aubere, ntinber gem\u00f6pnlkpe \u00a9rt beS $lugeS geftattc. \u201e\u00a9aper fliegen Kolibris meift nur in magredjter Sticptung k.\" \u00a9iefe Angabe ftept mit ben dRittpeitungen aller \u00c7orfcper, benen mir f^\u00e4pigfeit juin \u00a9eobaepten jutraueu b\u00fcrfen, fo entfdpiebeit im \u00a9Siberfprud;, ba\u00df ein \u00aeemid)t auf fie niept gelegt merben bann, \u00a9ottlb fagt, ba\u00df ber \u00a9cpmirroogel jebe \u00a9rt ber \u00c7l\u00fcgelbemegung mit ber gr\u00f6\u00dften \u00a9ieperpeit auSf\u00fcpren f\u00f6nne, ba\u00df er p\u00e4uftg feutrent in bieJSp\u00f6pe fteigt, r\u00fccfto\u00e4rtS fliegt, fiep im Greife brept ober, fo jtt fagen, oon \u00a9teile ju \u00a9teile ober oon einem \u00a9peil beS \u00a9aumeS ju einem anbern piitmegtanjt, halb aufm\u00e4rtS, halb abm\u00e4rtS fteigenb, ba\u00df er fid) \u00fcber bie p\u00f6cpften S\u00e4ume ergebt uub bann mie ein \u00a9ieteor pl\u00f6plicp bapinfepie\u00dft \u201eOft meilt er fummenb unb rupig unter fleinen \u00a9lumen am \u00a9oben ; jept fepmebt er einen \u00a9ugettblid \u00fcber einem miujigen \u00a9rafe, im n\u00e4djften fielet man ipn in einer \u00a9ntfernitng oon ntepr als oierjig \u00a9epritten \u2014 er ift bapin geflogen mit ber \u00a9epttet ligfeit beS \u00a9ebanfenS. \u2014 \u201e\u00a9ie ftnb\", beft\u00e4tigt ber \u00a9eobaepter beS norbameritanifepen Kolibri, \u201eau\u00dferorbentlid) heftig unb ungeft\u00fcm in ipren \u00a9emegungen, mie \u00a9ieS aud) mopl bei ben Jporniffen ber $ad ift. Oft blieben fie ein paar \u00a9ugenblide auf einem \u00a9unite fdjmeben, als m\u00e4ren fie ba mitten in ber Shift befeftigt, bann aber pl\u00f6plicp fepoffett fie mit \u00a9feilgefc^minbigfeit feitm\u00e4rtS uub fepmenftett fiep int ,!pat6f reife, mie ein \u00a9djlittfcpupl\u00e4ufer, rafcp um ben \u00a9aum perum, um auf ber anbern \u00a9eite eine anberc \u00a9utpe ju fhtben. Oft fepuedte ein Heiner \u00a9ogel oom \u00a9ipfel beS \u00a9aumeS junt Rimmel empor, at\u00f6 m\u00fcrbe er pinaufgefepteubert.\" Unmidt\u00fcrlicp \u00efommt man immer mieber barauf jur\u00fcd, ben \u00a9djmirroogel ate einen gefieberten \u00a9cpmetterling attjufepen. \u00a9icS ift uiept bilblid), fonbern bucp= ft\u00e4blid) jit oerftepen. \u00a9oulb patte SOt\u00fcpe, einen |)errit ju \u00fcberzeugen, ba\u00df er ben Karpfen; fd)mauj (Macroglossa stellatarum) unb ttidjt Kolibris in \u00a9nglaub pabe fliegen fepen, uub \u00a9ateS oerfidjert, ba\u00df eS ipm erft nad) l\u00e4ngerer \u00a9eobad)tung m\u00f6glicp gemorben, einen am \u00a9majottenftronte lebeuben Dt\u00fcffelfcpm\u00e4rmer, ben \u00a9it an (Macroglossa Titan), oon gemiffen \u00a9djmirrO\u00f6geln ju unter= fcpciben, unb ba\u00df er mepr als einmal einen \u00a9cpntetterling anftatt eines Kolibri Oom \u00a9aume perab; gefdjoffen pabe; bcnit bie \u00a9rt unb \u00a9Seife ju fliegen, fiep oor \u00a9l\u00fctpen \u201eaufjup\u00e4ngen\", \u00e4pnelt fiep bei beibett ebeufo, mie ipre \u00a9eftalt $tibianer unb Sieger, aber and) gebilbetc \u00a9Seife palten ben \u00a9itait uub ben Kolibri f\u00fcr ein unb biefelbe \u00a9pierart \u00a9ie pabeit bie Urnmanblung einer Staupe in einen \u00a9cpmettcrling maprgenommen uub folgern, ba\u00df eine nocpmalige \u00a9ermanblung beS \u00a9djmetterlingS in einen \u00a9ogel reept mopl m\u00f6glid) fein tonne, \u00a9emiffeupafte \u00a9eobadjter meinen, ba\u00df and) bie \u00a9inne unb geiftigen g\u00e4pigteiten ber \u00a9cpm\u00e4rmer unb \u00a9dpmirro\u00f6gel auf ungef\u00e4pr gleicper ^\u00f6pe ftepcu b\u00fcrften, paben ftd) aber unjmeifelpaft burdp ben parmlofen \u00a9u\u00eabrud beS Kolibris\u00a9ugeS uub bie \u00e4utraulidjfeit bcS \u00a9ogelS ju falfcpen \u00a9djlitffen oerleiten taffen. SDie unerreiepbare \u00a9emanbtpeit unb \u00a9djnedigfeit ber \u00a9emegungen Oerleipt bem \u00a9dpmirrooget eine \u00a9kperpeit unb ^urcptloftgfeit, meldic auf baS \u00a7\u00f6d)fte iiberrafept \u201e\u00a7at man ben Kolibri aufgefunben\", fagt \u00a9urmeifter, \u201efo fiept man baS Hare \u00a9uge, mie eS unoermanbt beit \u00a9eobaditer anblidt, bie \u00e4u\u00dferfte \u00a9eelenrupe oerratpenb, fo lange ber \u00a9nmefenbe rupig bleibt, \u00a9dein, foloie biefer fiep bemegt, ift jener auep oerfdpmuuben.\"\n\u00a9emiffe Steifenbe paben oon bem pradjtoollen ^arbcnfpiel gefprod;en, melcpeS bei beit fliegenben Kolibris bemer\u00efbar loerbeit fod; ipre \u00a9\u00abgaben ftnb jebod) nur bebingungsmeife- rieptig. \u00a9ou ber ganjen garbenprad^t, meldje biefe lebenbigeit \u00a9betfteine jeigett, bemerft man, menu fie* fliegen, SticptS; fie mirb erft offenbar, menu fie rupen, fei eS, inbem ftc fiep fipmirrenb oor einer \u00a9l\u00fctpc palten, opne einen anberit \u00a9peil beS SeibeS au\u00dfer beit gl\u00fcgelit ju bemcgeit, ober fei eS, inbem fie fid) au\u00earupeitb auf einem Steige niebertaffen. Oiefc \u00a9rt ber \u00a9emegung meint mopl aud; \u00a9dpomburgt ,,\u00a9)aS \u00a9uge\", fagt er, \u201emelcpcS einen \u00a9ugenblid oorper bie \u00a9liitpe noep ftid","page":117},{"file":"p0118.txt","language":"de","ocr_de":"118\n\u00a9te \u00a9paper. \u00a9cptotrro\u00f6gel.\nbetounbert patte, fap tm n\u00e4dpften Slugenblid einen \u00a9opaS bar\u00fcber fd)toeben, opnc fid) dtedpenfd)aft geben gu f\u00f6nnen, tote ev bapin gefommen, bis biefer ebenfo gebanfenfd)ned an einer anberen \u00a9telle gitternb unb flimmernb \u00fcber bent S3l\u00fctpenfdpmude ping. SBanbte id) bas trunfene Stuge nadp einer anberen dbidptung, einem anberen S3aitme gu, fo fanb icp baffelbe t\u00e2ufd)enbe unb entg\u00fcdenbe \u00a9piel: pier begegnete idp bem lieblichen S\u00efubin, bort bem gl\u00fcpenben \u00a9olbtropfen, ober bem taufenbfadp toiberftrap\u00efenben \u00a9appir, bis fidp enblich ade biefe ftiegenben, flimmernben ^unfen gum reigenbften frange bereinigten, ^l\u00f4^lich aber, toieber gefdpieben, baS fr\u00fchere nedenbe \u00a9piel begannen.\"\n\u00a3>at bie \u00a9d)toirrO\u00f6gel ein l\u00e4ngerer $lug erm\u00fcbet, fo fucpen fie im \u00a9egtoeig eine geeignete \u00a9telle gur 3tupe. \u00a9ie beoorgugen I)iergu, laut SB i l f o n, b\u00fcttne abgeftorbene gtoeiglein ober toenigftenS fo\u00efdpe, toeldpe auf brei ober oier 3od bl\u00e4tterlos ftnb. \u00a3>ier pflegen fie aud) gu fd)\u00efafen, toie S3u\u00ef\u00efod bepauptet, oft uad) Slrt mander Papageien angep\u00e4ngt, ben \u00aeopf nad) unten (?).\nSluf bem S3oben ftnb fie ebenfo fremb, toie bie SCRauerfegler : fie toiffen fid) pier nidpt gu bepelfen; benn fie finb unf\u00e4pig gu gepen. \u201e(Sin Colibri\", erg\u00e4plt $ittlit$, \u201etoeldpen id) fdpof, toar nur fepr leicpt am f^l\u00fcgel oertouubet, bennodp aber auf er \u00a9taub, gu fliegen. (Sr fiel gu S3oben, fonnte fid) pier aber nidpt oon ber \u00a9teile betoegen. \u00a9eine f^\u00fcfe finb gum Saufen unb H\u00fcpfen o\u00f6llig unbraucpbar.\" \u00a9rop; bem fomtnen bie \u00a9dptoirro\u00f6gel gutoeilen gum S3oben perab : man fiept fie g. S3, ftd) nieberfc^en, toenn fie trinfen tooden.\n(SS ift eine altpergebradpte \u00e4Keinung, baf fein \u00a9d)toirroogel fingen f\u00f6nne. 2>m allgemeinen fdpeint \u00a9)icS ridptig gu fein; cS liegt aber jept fdpon eine Steipe oon S3eobadptungen oor, toeldpe baS \u00a9egentpeil befagen. ,,\u00a9)ie \u00a9timme ber Kolibris\", fo berichtet ber 5\u00dfring oon SBieb, \u201eift ein nur p\u00f6dpft uubebeutenber Heiner Saut\", unb an einer anberen \u00a9teile erto\u00e4pnt er, baff ein Kolibri feine \u201elaute, furg lodenbe \u00a9timme\" p\u00f6ren lief). S3 ur m ei ft e r fagt : ,,\u00a9)ic \u00a9dptoirro\u00f6gel ftnb aber f eineStoegS ftumm ; benn toenn fie fid) irgenbtoo auf einem b\u00fcnnen Btoeige nieberlaffen unb ba einige 3eit dtupe pflegen, fo laffen fie Oon Beit gu Beit ipre feine, fdptoacpe, gtoitfd)ernbe \u00a9timme p\u00f6ren. 3d) pabe fte \u00f6fters oernommen unb ben \u00fcber mir im \u00a9dpatten beS SaubeS fipenben SSogel beobadptet, toie er abtoedpfelnb mit bent garten Socfton feine feine \u00a9paltgunge \u00fcber einen Bdd auS bem \u00a9dpnabel auf Slugenblide peroorfdpnellte.\" \u00a9)ie meiften \u00fcbrigen S3eobad)ter toiffen nur oon raupen unb fdpriden Sauten gu beridpten, toeldpe fte oernommen pabett, oon Sauten, toeld)e burdp bie \u00a9ilben \u201e\u00a9irr = tirr = tirr\" ober aucp burdp \u201eBod ; god = god\" toiebergegeben toerbcn f\u00f6ttnen. (Singelne, fo S eff on, f\u00fcgen \u00a9)em aucp nodp auSbr\u00fcdlid) pingu, bajj bie Kolibris geto\u00f6pnlid) ftid to\u00e4rcn, unb man ftunbenlang unter einem S3aume oertoeilcn f\u00f6nne, opne einen Saut oon ipnen gu oernepmen. dagegen beridpten Slnbere burdpauS \u00fcbereinftimmenb, baf) getoiffe Slrten toirflid) fingen. \u201e\u00a9Hefer Kolibri\", fagt\u00aeoffe oon bem 3ft>ergfolibri, \u201eift ber eingige, toeld)er einen toirflid)cn \u00a9efattg pat. 3m $r\u00fcpling fiept man ipn fofort nadp \u00a9onttenaufgang auf ben p\u00f6dpfien Btoeigen ber9Jiango = ober Orangenb\u00e4ume fipett unb port ipn pier einen gtoar fd)toad)en, aber p\u00f6dpft angenepm flingenben \u00a9efang oortragen, gutoeilen gepn Sdinuten lang, faft ununterbrod)en, toenn aud) mit nur geringer Slbtoedpslung.\" \u00a9unblad) gebenft einer anberen Slrt (Orthor\u00fcynchus Boothi) mit folgenben SBorten: \u201e3tp fonnte midp bem S3\u00f6geld)ett bis auf oier $uf) n\u00e4pern, um eS gu beobadpten unb feinen gufammengefepten, feinen unb tooplt\u00f6nenben \u00a9efang gu p\u00f6ren, toobei baS SJt\u00e4nncpen bann oft fenfred)t bis gu einer oerp\u00e4ltnifj; m\u00e4fjtg bebeutenben \u00a7\u00f6pe ftieg unb einen feinen, eint\u00f6nigen \u00a9rider p\u00f6ren lieg.\" \u2014 \u201e\u00a9in golb= gl\u00e4ngenber Kolibri\", erg\u00e4plt \u00c4ittlifc, \u201elieg fipenb mit palbauSgebreiteten kl\u00fcgeln einen redpt toopd flingenben unb giemlid) lauten \u00a9efang p\u00f6ren, toaS mir umfomepr auffiel, als bie \u00a9timme ber Kolibris geto\u00f6pnlidp nur auS freifdpenben \u00a9\u00f6nen beftepen fod.\" Seiber fonnte biefer ^orfdper ben oon ipm perabgefdpoffenen S\u00f6ogel nidpt auffinben unb fomit bie Slrt nidpt*beftimmen. SDiefe brei Slngaben gen\u00fcgen meiner Slnftdpt nadp oodfomnten, um jene Meinung gu toiberlegen. Ungtoeifelpaft toirb man audp oon anbern Kolibris SlepnlidpeS beobadptet paben ober nod) beobadpten, toenn man* erfi bapin gefommen fein toirb, bie SebenStoeife ber eittgelnen Slrten oerglcidpenb gu erforfdpen. \u00a9infttoeileit gept eS unS nodp, toie jebem gorfdper, toeldper nur furgc Beit in Slnterifa oerlebt pat. \u201eS3ei meiner","page":118},{"file":"p0119.txt","language":"de","ocr_de":"\u2022 Seben\u00eatoeife ber \u00a9hmirrb\u00f6gel.\n119\nelften Sinfuuft in \u00a9uatemala\", jagt \u00a9albin, \u201efdfjienett mir Me verriebenen Slrten bon t\u00ebolibrig in ihren Sitten unb \u00a9emohnh'eiten, in iljrer Stimme nnb in ihrem Summen bo\u00dfft\u00e4nbig \u00fcbereingu= ftinimen; fp\u00e4tere Erfahrungen aber unb beft\u00e4nbige Stuf mer\u00effamf eit lehrten mich halb fennen, baf jebe Slrt ihr Eigenth\u00fcniliheg hat, unb fo mar ich fchon nach turger Seit im Stanbc, bie Strten an ihrem Schimmer ober, menu ich fte nicht [ah, mit giemlihet Sicherheit an bem Summen ober an ihrem \u00a9efhrei gu erfennen. Eg ift atterbingg fdjmer, biefe ttnterfhiebe mit B\u00dforten auggubr\u00fcden, aber fie [inb bodj er fennbar.\"\n\u00a9ie Sinne ber Sd>mirrb\u00f6gef f<heinen ziemlich gleichm\u00e4\u00dfig unb [ehr hod; entmicfeft gu fein. Stile Beobachtungen laffen mit Beftimmtheit fhlie&en, baf bag \u00a9efic^t biefer B\u00f6gel augnehmenb fcharf fein muf. SQtan erfennt \u00a9ieg an ihren Beilegungen im gtuge unb mu\u00a7 eg annehmen, nachbem man erfahren hat, ba\u00a7 fie fleine, ltnferm Sluge boUft\u00e4nbig unfthtbare ^crbthiere impinge fangen, fie alfo fchen m\u00fcffen. Ebenfo b\u00fcrfen mir \u00fcberzeugt fein, baf ihr \u00a9eh\u00f6r bem anberer B\u00f6gel nicht nachfteht, menn auch hier\u00fcber beftimmte Beobachtungen nicht borliegen, \u00a9er Sinn beg \u00a9ef\u00fchf\u00f4, b. h- h*er ^er Baftftnn, ift gemi\u00df hoch entmicfeft; benn m\u00e4re \u00a9ieg nicht ber gall, fo m\u00fcrbe eg ihnen unm\u00f6glich fein, ben \u00a3aupttheil ihrer Nahrung aug ber \u00a9liefe ber Blumen herborgugiehen. \u201eSie miffen\", mie Bur= meifter fehr richtig fagt, \u201enicht, ob bie Blume f\u00fcr fie etioag Brauchbareg enthalten mirb; fie ftehen barum fchmebenb bor ihr, fenfen ihre Bunge in bie \u00a9liefe unb halten fth babei burch beft\u00e4nbigen gl\u00fcgelfhlag genau auf berfelben Stelle, big fie eine Bl\u00fcthe nach ber anbern unterst haben.\" \u00a9ie Bunge \u00fcbernimmt hier faff genau biefefbe SIrbeit, mie bie ber Spechte: fie pr\u00fcft bie anbern Sinnen unzug\u00e4nglichen Scplupfminfel. 3hv fe^ne\u00ea \u00aeef\u00fchl erfunbet bie Beute unb leitet bag SBerfgeug felbft beim Slufnehmen berfelben. \u00a9efhmacf bemeifen bie ^olibrig burch ihre Borliebe f\u00fcr bie S\u00fcfigl eiten, mooon meiter unten augf\u00fchrlicher bie S\u00eeebe fein mirb. lieber ben \u00a9erud; l\u00e4\u00dft ftcf> faum ein Urteil f\u00e4llen; hoch b\u00fcrfen mir mohl annehmen, fcafj biefer Sinn nicht oerf\u00fcmmert ift.\n\u00a9er mohlgebilbete, gem\u00f6lbte Sch\u00e4bel l\u00e4\u00dft im Boraug ben Schtuf gu, bafj auch bie rein geiftigcn f^\u00e4higfeiten ber Schmirro\u00f6gel auf einer gientlih h\u00b0\u00a7eri \u00a9lufe ^er Entmicfelung ftehen. Seichter alg bei anbern f\u00f6taffcnbermanbten fann bei ihnen bie Beobachtung t\u00e4ufcpen, unb beghalb finb auh biellrtheile ber gorfher \u00fcber ben Berftanb unferer B\u00f6gel fcl;r berfhtebene. So lange bie \u00c4olibrt\u00f6 fth frei bemegen, lernt man fie nur nnboUft\u00e4nbig fennen. Bhre Huruhe unb Stafiloftgfeit, bie Schnelligkeit ihrer Bemegung, ihre Kleinheit unb ihre grofje Slngahl erfhmert eg bem Beobad;ter, ihnen gu folgen: fooiel aber lernt er bch erfennen, baf\u00ea fie fehr mohl gu unterfheiben miffen gmifhen greunben unb geinben, gmifhen 3t\u00fchlihem unb \u00a9h\u00e4blihem, *>a\u00df ihnen gem\u00e4hrter Schuh [te gutraulih unb\u00bbSers folgung fte fheu unb Oorfihtig ntaht. B\u00dfeitaug in ben meiften g\u00e4lten befunben fie eine Bertraueng= feligfeit, metd;e ihnen oerberblih mirb ; \u00a9ieg aber ift einfach geige ihrer au\u00dferorbenttihen \u00a9emanbtheit unb ber Sicherheit in jeber ihrer Beilegungen: fie tragen, um mih fo auggubr\u00fccfen, bag Bemu\u00dftfeiit in ft<h, jeber \u00a9efahr noh rehtgeitig entrinnen gu f\u00f6nnen. So lange eg jih barum hanbelt, Oor ihren nat\u00fcrlichen geinben ftd; gu bergen, mirb fte bieg Bemu\u00dftfein fhmerlid) t\u00e4ufhen. \u00a9em Blenfhen gegen\u00fcber freilih ift allgu gro\u00dfeg Bertraucn oft \u00fcbel angemanbt, unb beghalb gerabe fallen bie Schmirro\u00f6gel ihm fo h\u00e4ufig unb fo leiht gum Opfer.\nBeoor mir gur Betrachtung beg B\u00dfefeng unb Betrageng ober ber Sebengmeife \u00fcbergehen, mirb eg nothmenbig fein, erft \u00fcber bie Nahrung ing Steine gu fomtnen; benn fte beftimmt, mie bereitg mieberholt angebeutet, bag Seben mefentlih mit. Eg ift befannt, ba\u00df\tber Stahrung ber Sd;mirrb\u00f6gel\nirrige S\u00efnjihten geherrfht haben unb theilmeife noh hen'fhen\u00ee K gang neuerbingg foil ein Steifenber, beffen BBerfc id; grunbf\u00e4fclih' uid;t lefe, meil idj toei\u00df, ba\u00df fte boh nur llnmahrheiten enthalten, mit oiel Behagen bie alten @efhidhen lieber aufgefrifht unb ber gl\u00e4ubigen Sefermelt alg etmag gang Steueg aufgetifht haben, \u00a9ie alte Sluftht mar, ba\u00df bie Shmirro\u00f6gel fth Oon bent Blumenhonig n\u00e4hren, ober menigfteng, ba\u00df Blumenhonig bie \u00a3>auptmenge ihrer W\u00e4hrung bilbe. \u201eSehr nat\u00fcrlih mar eg\", fagt ber $ring, \u201eba\u00df man bei ben bieten empfehfenben Eigenfhaften biefer Keinen \u00a9h^ in ben Schiften ber Steifen h\u00e4ufig 9tahrid;ten bon ihnen ftnbet, ebenfo auffa\u00fcenb aber, ba\u00df gemiffe","page":119},{"file":"p0120.txt","language":"de","ocr_de":"120\nVic \u00a9\u00a3c\u00fc)cr. \u00a9d'nntTO&gel.\nmid;tige \u00eeljetfe i\u00c7rer 9Raturgefd)id;te fur un! immer in einem .\u00eepalbbuntet verborgen blieben. Jpier\u00efjer geh\u00f6rt gang befouber! ihre d\u00eeahruug. S3egreiflid; ift e!, baff man biefen nieblichen \u00ee\u00ee;ierenr meldje ihren langen, garten @d;nabet in bie r\u00f6hrenf\u00f6rmigen 23lumen derfenfett, eine ihrer Sch\u00f6nheit ange; meffene Nahrung in ben f\u00fcffen ^onigfdften ber I\u00dfflaugen gufd;rieb. Oa man ihre lange Bunge f\u00fcr r\u00f6hrenf\u00f6rmig hielt, fo glaubte man aud;, fie m\u00fcffte 23lumeuuettar au!fattgen, unb man lieft be\u00fcfalb nod) jefet in oerfd)iebenen V\u00dferten don bem jponigfaugen ber Volibri!. Agara, ein \u00fcbrigen! getoiffen; hafter <Sc^viftfteder, hatte biefen mid;tigen Vhe't &er 3Raturgefd)ic\u00a3?tc nuferer deinen V\u00f6gel nid;t felbft unterfudjt, unb er ift baher bei ber irrigen, bisher allgemein angenommenen Meinung fteheu geblieben. (Sr mar in ber giinftigften Sage, un! \u00fcber biefen \u00a9egenftaub gu belehren, derbient aber mit dtecht ben Vortourf, baff er ftd> eiitgig unb allein an bie \u00e4u\u00dfere \u00a9eftalt ber V\u00f6gel hielt, fonft m\u00fcrbe er ihre \u00a9efd)id)te richtiger er\u00efannt haben, \u00a9iitige anbere Sd;riftfteder haben ben Bntoeg bemerft, auf ioetchem bie Vogeltunbigeu ftd; befanben, unb unter ihnen muff guerft 33 a b i e r genannt merbett, ber bie Verbthiernahrung ber Volibri! entbedte.\" Oiefer fyorfdjer berichtete bereit! im Bal;ve 1778, baff il;nt fehr erfl\u00e4rlid; fei, marurn alle Kolibri!, metd;e man mit Budertoaffer unb St;rup gu ern\u00e4hren gefugt habe, nach turger Beit geftorben feien, ba fie Vlumennettar l;\u00f6ct)ften! guf\u00e4Hig mit derfd;luden, in V\u00f6irdid;feit aber gang Heine V\u00e4fcrd;eit dergehrett, unb gmar biejenigen, meld;e ftd; auf bem 23oben ber 23lttmen aufhalten unb Don bem .Iponig n\u00e4hren. (Sr fdjoff unb unterfud)te derfd;iebene Kolibri!, unb fanb bei allen, buff fie V\u00e4fer unb Spinnen gefreffen hatten. Btoet \u00a9efangene f\u00fctterte er etma fed;! V\u00dfod;cit laug mit Sprup unb B^iebad; aber fie m\u00fcrben immer fd;m\u00e4d;er, ftarben, unb bei ber Berglieberung fanb ftd) in ihren gerriebenen W\u00e4rmen friftaUiftrter Bader. Ungef\u00e4hr um biefelbe B\u00abt \u00fcberfe^te 23raube! SDtolina1! 97aturgefdhic\u00a3)te don (5^ile unb gelangte gu berfelben Uebergeugung mie23abier. 3Xu!f\u00fchrlid>ere! der\u00f6ffentlid;te VHlfon im Bal)t\u2018e 1810. \u201e9ftan hat bi! je^t bie Anftdft gehegt\", fagt er, \u201ebaff ber Kolibri ftd; \u00f6on bem jponig ber ^flangcn n\u00e4hre unb ein ober gmei neuere Veobad;ter nur haben bemertt, baff fte 23rud;ft\u00fcde doit Verbthiereu in bem 9Jiagen be! 23ogel! gefunben h\u00e4tten, 23rud)ft\u00fcde, don benett man glaubte, baff fie burd; BufatC babitt gefommen feien. Oer SD^angel an \u00a9elegenheit, melden bie \u00a9urop\u00e4er haben, um biefen \u00a9egenftaub burd; 23eobad;tung ober Berglieberung gu erlebigen, ift Urfacpe gemorben, baff jene 2lnftd;t allgemein m\u00fcrbe. Bel) meine!; theil! tarnt entfd;ieben \u00fcber biefe Angelegenheit fprecheu. Bd; habe ben Kolibri an fd;\u00f6uen (Sommer; abenben geitmeilig halbe Stunbeu lang auf jene deinen, fd;mirreuben Verbtl;iere Bagb machen fet;en, nach Art ber Fliegenf\u00e4nger, aber mit einer \u00a9emanbtheit, meld;e bereu Flugbetoegungen bei meitern \u00fcbertrafen. Bd; habe don B^t gu Beit eine groffe Angahl biefer V\u00f6gel gergliebert ; id; l;abe ben Bal;alt be! \u00fc\u00ef\u00efiagen! mit Vergr\u00f6fferung!gl\u00e4fern unterfud;t unb in brei doit dier F\u00e4den gefunben, baff er au! gertr\u00fcmmerten 23rud;ft\u00fcden don Verbitteren beftanb. Oft m\u00fcrben gange, aber fehr deine V\u00e4fer nod; iiuderfel;rt mahrgenommen. 23eobad;tuugen meiner Freunbe ftimmen mit biefent \u00a9rgebnijf dodft\u00e4ubig \u00fcberein. 2Aan meiff fel;r mohl, baff bie Kolibri! l;auptf\u00e4d;tich jene glodenf\u00f6rmigen 23lumeu lieben; fie aber gerabe ftnb ber Aufenthalt!ort don deinen Verbitteren.\" \u2014 \u201e\u00a9! ift fehr m\u00f6gtid;\", fagt mit 2Bilfon \u00fcbereinftintmenb 23ulIod (1825), \u201ebaff bie gange @efedfd;aft Vcrblpiere frifft; baffe! diele t(;un, meiff id; gemiff. B^O habe fie in Verfolgung ihrer deinen 23eute mit Aufmertfamfeit beobad;tet, im ^3flangengarten don dJcefifo fomohl, mie in bem ^>ofe eine! -Jpaufe! don Vepuan; tcpcc, mo einer don ihnen don einem bl\u00fchenben ^3omerangenbaumc dottft\u00e4nbig 23efih genommen t;atte, inbent er auf ihm ben gangen Vag faff unb bie deinen Flogen, meid;e gu ben 23t\u00fctl;en tarnen, megfd;nappte. Bd; habe aud; fehr h\u00e4ufig gefepen, baff fte FUegen uttb anbere Verbriete im Fluge aufnahmeit unb bei ber B^glieberung biefe itt ihrem dJtagett gefunben. Bu einem ipaufc gu Balapa, beffen \u00a3of ein \u00a9arten mar, habe id; oft mit Vergn\u00fcgen ben Volibri! gugefet;en, mie fie ihre Bagb gmi|d;en ben uug\u00e4l;ligen Spinncngemeben betreiben. Sie begaben fiep mit Voiftcpt itt ba! \u00a9emirr den Aepen unb F\u00e4beit, um bie gefangenen Fitten meggunehmen; aber meil bie gr\u00f6\u00dferen Spinnen thre 23eute nicht gutm\u00fctig hevgeben mo\u00fcten, maren bie \u00a9iubriitglinge oft gum Otiidgug gegmungen. Oie beheitben deinen V\u00f6gel pflegten, menu fte tarnen, ben ipof erft ein; ober gmeirnal gu umfliegen, at!","page":120},{"file":"p0121.txt","language":"de","ocr_de":"Seben\u00fcmetfe bev \u00a9cptoitvoiigel.\n121\nob fie \u00fc;ven $agb&runb fennen lernen mottten. \u00a9ann begannen ]ie ipren Singriff? inbem fie mit 33orfxc\u00a3)t unter ba! Sieb ber ^inter\u00efiftigen \u00a9pinne flogen unb nun pl\u00f6plicp auf bic tleinen, eiugcmictetten fliegen lo!fdjoffen. Bebe Setoegung erfovberte bie gr\u00f6\u00dfte \u00a9orgfalt; benn oft patten fie faum fo Diel Staum, um ipre Fl\u00fcgel gu belegen, unb ba! geringfte Serfepcn m\u00fcrbe and) fie in bie \u00a9pinnenuepe oermictelt unb gef\u00e4prbet paben. Uebrigen! buvften fie nur bie Stcpe ber kleinen \u00a9pinnen angreifen, ba bie gr\u00f6\u00dferen gur SSertpeibigung iprer Heftung perbeigeft\u00fcrgt tarnen, fobalb fie fiep napeten. \u00a9efepap \u00a9ie!, fo fap man ben Belagerer mie einen Skptftrapl auffd)ief;en. \u00a9em\u00f6pnlid) brauepte ber Kolibri ungef\u00e4pr gepn Minuten gu feinem Staubguge.\" Un! \u00a9eutfdje beleprte ber 5\u00dfrinj oon S\u00dfieb guer|t \u00fcber bie Saprung ber Kolibri!. \u201eOpne bie eben genannten Stadjricpten\", f\u00e4prt er fort, \u201e\u00fcber bie \u00aeerbtpiernaprung unferer tleinen S\u00f6gel barnal! noep 31t tennen, fprad; id) mid) \u00fcber biefen \u00a9egenftanb in ber Sefdjreibuitg meiner brafilianifd)en Steife (1821) unb halb barauf in ber 3>p3 0 822) au!. Bcp bin gang oollfommen pierbon \u00fcberzeugt; benn felbft bie Stagen ber tleinften biefer S\u00f6get fanbeit mir mit \u00aeerbtpierreften bollgeftopft, bagegen nie mit flange nponig angef\u00fcllt. \u00a9ic Staprung beftept, meiner Uebergeugung gufotge, in tleinen ^\u00e4ferepen, \u00a9pinnen, anberen \u00aeerbtpieren unb bergleicpen,\nunb bie Bunge ift ;feine burdpbreepene, gum \u00a9\u00e4ugen geeignete fR\u00f6pre--------- BPre beiben p\u00e4utigen\n\u00a9pipen finb ooKtommeu geeignet, menu fie in ben \u00a9runb ber Slumenr\u00f6pre gebrad)t merben, bie bafelbft befinblicpen p\u00f6cpft tleinen ^erbtpiere gu f\u00fcplen, 311 ergreifen unb bi! in ben \u00a9cpnabet gur\u00fccH gugiepen. Sei Er\u00f6ffnung ber Stagen biefer tleinen S\u00f6gel \u00fcbergeugt man fiep halb bon ber SBaprpeit biefe! \u00a9ape!; benn id) pabe in benfelben gem\u00f6pnlid) bie Ueberrefte Heiner ^\u00e4ferepen gefunben, meld)e fie oft g\u00e4ngtiep anf\u00fcllen. \u00a9a\u00a7 man, mie bei Seffon gu lefen, bie \u00a9djtoirro\u00f6gel in geg\u00e4pmtem Buftanb mit .Iponig ober ^flangenf\u00e4ftcn crpalten paben mill, ift tein Scioei!, ba\u00a7 fie auep in ber ^reipeit eine foldje Staprung gu ftd) nepmen. Bener geleprte Steifeube fdpeint \u00fcbrigen! anep g\u00e4ngtid) meiner Slnftdjt \u00fcber bie Staprung ber Kolibri! beigutreten. \u00a9er \u00a9ngl\u00e4nber Stenn ie fpradp fiep noep ueuerbing! meinen Scobad)tungeu burdjau! entfpred)enb \u00fcber biefen \u00a9egenftanb au!, unb ma! er pier\u00fcber fagt, ift fepr rieptig.\" Itugef\u00e4pr gleid)geitig mit biefer Stngabe be! ^ringen (1831) erfepien Stububon\u2019! au!gegeicpnete! SBert. Bn ipm peifjt e!: ,,\u00a9ie Staprung beftept borgug!meife au! terbtpieren, paupt* f\u00e4d)lid) au! K\u00e4fern, \u00a9iefe gufammen mit tleinen fliegen merben gem\u00f6pnlid) in iprem Stagen gefunben; bie erfteren merben oon ben Slumeit gelefen, bie lepteren im Fluge gefangen. \u00a9er \u00a9d)mirroogel tonnte be!palb al! au!gegeicpucter Fliegenf\u00e4nger angefepen merben. Stettar ober $onig, melcper oon ben oerfepiebeneu S\u00dfflangen aufgefogen mirb, ift gemif? uugen\u00fcgenb, ipn gu erpalten; er bient oielleicpt mepr, um ben \u00a9urft gu ftiden. Sou oiclen biefer S\u00f6gel, melcpe in ber \u00a9efangenfepaft gepalten unb mit g\u00fcltig ober 3ucfer ern\u00e4prt m\u00fcrben, pabe icp erfapren, bafj fie feiten meprere Stonate am Sebeu blieben, unb menu fie bann unterfmpt m\u00fcrben, fanb man fie im p\u00f6cpflen \u00a9rabe abgemagert; anbere pingegeu, beneit gmeimal t\u00e4glid) frifepe Slumeit au! ben S\u00df\u00e4lbern ober au! ben \u00a9arten gebraept unb bereu \u00a9ef\u00e4ugnifj nur mit \u00a9agenepen, burep meld)e Heine \u00dferbtpiere erbringen tonnten, oerfcploffen maren, lebten gio\u00f6lf Stonate unb m\u00fcrben bann noep frei gelaffen.\" Unter ,ben neuern Seobacptern paben \u00a9offe unb Surmeifter benfelben \u00a9egenftanb au!f\u00fcprlicper beleud)tet. .\u201e\u00a9ie Staprung ber Kolibri!\", fagt ber erftere (1847), \u201ebeftept, mie icp \u00fcbergeugt bin, faft au!fd)lie\u00a7tid) au! f erbtpieren. \u00a9a\u00a7 fie Slumennettar mit aufnepmen, mill icp gugeben, unb ebenfo mei\u00a7 id), bay fie mit aufgcl\u00f6ftem Buder ober \u00a3onig in ber \u00a9efangenfepaft eine Beit lang pingepaltcn merben f\u00f6uuen; ba\u00df fte aber bei biefer Staprung leben bleiben, ja nur ipre \u00aeraft bepalten foKteu, begmeifle id) eutfd)ieben. Bd) pabe oielc oon allen pier (auf Bamaita) oorfommenben Slrten gergliebert unb uuab\u00e4nberlid) ben tleinen Stagen mit einer fd)toargen Stoffe augcf\u00fctft gefunben, ber, melcpe man in bem Stagen ber\u00a9\u00e4nger trifft, t\u00e4ufepenb \u00e4pnlidp, mit einer Staffe, meld)c, genauer unterfuept, fid) al! bie Ueberrefte f(einer $erb; tpiere ermie!. \u00a9ie Seobad)tung S\u00dfi If on\u2019!, ba\u00a7 ber ameritanifd)e Kolibri im Fluge fange, pabe icp bei unfern Strien fepr oft gemad)t. Bd) pabe gefepen, baff ber Stango oor \u00a9inbrud) ber Stadjt bie SBipfel ber S\u00e4ume, melcpe niept in Sl\u00fctpe ftanben, umflog unb au! ber Strt feine! Flwcje\u00e4 fdjliefcen tonnen, bafj er tleine ^erbtpiere fing... \u00a9er \u00a9ruub ber fcpueHeu \u00a9repungen be! ^appentolibri!","page":121},{"file":"p0122.txt","language":"de","ocr_de":"122\n\u00a9ie \u00a9p\u00e4per. \u00a9cpmirrv\u00f6get.\nin ber Suft ift \u00aeerbtpierfang. 3<p pctbe einen, metdper bamit befdp\u00e4ftigt mar, in gro\u00dfer S\u00e4pe beob= adpten !\u00f6nncn; idp pabe mit Seftimmtpeit bie kleinen fliegen, metepe er Verfolgte, in ber Suft unters fdpieben itnb mieberpolt ba\u00ea \u00a9dpnappen feine\u00ea \u00a9dpnabel\u00ea geh\u00f6rt.\" Slit alter Slbftcpt pabe idp bie verriebenen Angaben gufammengeftettt, meit immer nodp \u00a9in\u00ea aufguft\u00e4ren bleibt. \u00a9)afj nadp bem Sorf\u00eeepenben fdpmerlidp Semanb nodp verfugt fein fann, an ba\u00ea $onigfaugen ber $o\u00efibri\u00ea gu glauben, barf idp annepmen ; bagegen fdpeint mtr nadpftepenbe Slngabe itnb Slnnapme Surmet ft er* 3 nodp ber Seft\u00e2tigung gu beb\u00fcrfen. \u00a9defer f\u00c7orfc^er behauptet n\u00e4mtidp mit aller Seftimmtpeit, in feiner Seife= befdpreibung ebenfomopt, mie in feiner fpftematifdpen lieberft dpt ber \u00a9piere Srafttien\u00ea, baf bie \u00a9cpmirr; V\u00f6gel niemal\u00ea \u00c4erbtpiere im f\u00c7luge fangen. \u00a9r bet\u00e4tigt SuitecT\u00ea Slngabe beg\u00fcgltcp ber \u00a9pinnen, flettt aber bie \u00fcbereinftimmenbenSeobadptungen ber angegebenen Saturforfdper, metepe er ungmeifetpaft gefannt paben mirb, entfdpieben in Slbrebe. \u201e2>dp pabe gefepen\", fagt er, \u201emie \u00aeolibri\u00ea \u00efteine fliegen au\u00ea freifdpmebenben \u00a9pinnenneftern nahmen, inbem fte vor benfelben ebenfo ftanben, mie vor ben Slumen, uub \u00efonnte beutlidp bemerlen, mie ber rucfmeife ab= unb gufliegenbe Sogei eine St\u00fcde nadp ber anbern perau\u00eapo\u00efte. \u00a9)ie \u00a9pinnen fugten ipn babei nur fetten gu ft\u00f6ren, bie meiften taffen e\u00ea ruptg gefdpepen, meit, menn fie unvorftdptig gu meit Vorfahren, and) fte vont Colibri meggefdpnappt merben, namenttidp bie \u00efteineren. \u00a9)ie \u00c6erbtpieraaprung ift fontit bemiefen, unb fept begmeifett fte mopl Siemanb mepr. . . . Sie aber fangen bie \u00a9cpmirrv\u00f6get ein $erbtpier im glug'e, unb meit fte \u00a9)a\u00ea nidpt t\u00f6nnen, ftnb fte gen\u00f6tpigt, bie tteinen \u00a9pierdpen au\u00ea ben St\u00fctpen gu poten. 2tudp \u00a3>onig mag babei an ipre Bunge lommett; aber er ift p\u00f4dpften\u00ea eine Bugabe, rtic^t ba\u00ea Biet, nadp bem fte ipre Bunge au\u00eaftrecfen. \u00a9)ie poetifdpe Senennung ber Srafttianer Beija flores, Stumenl\u00fcffer, beutet ba\u00ea Serp\u00e4ltnifj atfo ni(pt gang rieptig; ber Kolibri mill mepr al\u00ea btofe\u00ea H\u00fcffen; er lebt mirfliep nur bttrep bie Stumen. Skrum ber fleine S\u00f6get feine Sente niept im fytuge f\u00e4ngt, mie e\u00ea fo viele anbere S\u00f6gel tpun, ift teiept gu erft\u00e4ren, menu man ben taugen, b\u00fcnnen \u00a9(pnabet mit ber engen Slunb\u00f6ffnung betraeptet unb bagegen ben turgen \u00a9dpnabel unb ba\u00ea meite Staut ber \u00a9cpmalbe nimmt. Sille S\u00f6get, metepe \u00c6erbtpiere im $luge fangen, paben \u00efurge ober ftaepe \u00a9d;n\u00e4bet, eine meite Stunb\u00f6ffnung unb lange Sartborften am Slunbminfet. 3a, biefe brei \u00a9igenfdpaften ftepen gur \u00a9r\u00f6fje iprer Seute unb ber \u00a9ieperpeit, mornit fte banaep fdpnappen, ftet\u00ea im geraben Serp\u00e4ltnif. \u00a9in S\u00f6get atfo, ber gleicp bem Kolibri von liefen brei \u00a9igenfdpaften ba\u00ea \u00a9egentpeit beftpt, tann niept $erbtpiere im $luge fangen: er mufj ftpenbe auffuepen, fei e\u00ea, baff er fte, gteiep bem \u00a9pedpte, au\u00ea ben gugen unb \u00a9patten ber \u00a9t\u00e4mme pervor\u00eflaubt ober, mie ber Kolibri, im Metepe ber Stumen erpafept. Bu beiben \u00a9efdp\u00e4ften gep\u00f6rt eine tauge Buuge, Metepe bei bem \u00a9pedpte burdp fabenf\u00f6rmige Sert\u00e4ngerung ber Bungenbeinp\u00f6rner, beim Kolibri burdp ben gteidpen Sau ber Bunge felbft bemerffteUigt mirb.\" Slu\u00ea liefen \u00a9Borten Surmeifter\u2019\u00ea gept ba\u00ea \u00a9ine beuttidp pervor, baff er bie \u00a9cpmirrv\u00f6get niept beobaeptet pat, m\u00e4prenb fte ^erbtpiere im $luge fingen, mepr aber auep niept; benn mie fo oft im Seben mirb e\u00ea audp pier peifjen f\u00f6nnen\n\u201e\u00aerau, tpeurer greunb, ift alte \u00a9peorie,\n\u00a9oep gr\u00fcn be\u00ea Sebett\u00ea emig junger Saum.\"\n\u00a9Bilfon, Slububon unb \u00a9offe ftnb gu forgf\u00e4ttige unb gtaubm\u00fcrbige Seobaepter, al\u00ea ba^ mir ipren Slngaben niept unbebingt vertrauen b\u00fcrften. \u2014\nHeimat unb Oerttidpfeit, bie Serfdpiebenpeit 1er Slumen, metepe Saprung gem\u00e4prett unb anbere \u00e4ufere Serp\u00e4ttniffe \u00fcben atfo einen fepr grofen \u00a9inftufj au\u00ea auf lie Seben\u00eameife 1er Verfdpiebenen \u00a9dpmirrv\u00f6get; aber audp ba\u00ea S\u00dfefen 1er verfdpiebenen Slrten unterfdpeibet ftdp nidpt unerpeblidp. f\u00c7aft alle \u00c6o\u00efibri\u00ea ftnb edpte Sagv\u00f6gel; bodp gibt e\u00ea meprere, metdpe nur in ben ^r\u00fcp= ober Slbenbftunben ipre 3\u00abgb betreiben, m\u00e4prenb be\u00ea peifen Slittag\u00ea aber im tiefen \u00a9dpatten 1er S\u00e4ume 1er Supe pflegen, \u00a9o berichtet S\u00dfaterton unb nadp ipm \u00a9dpontburg! von bem Sopa\u00ea, ba\u00a7 er bto\u00ea m\u00e4prenb 1er f\u00fcpleren \u00a9age\u00eageit tp\u00e4tig fei, bie \u00a9onnenftrapten aber \u00e4ngfttidp meibe, unb jo erg\u00e4plt 1er S^iug von einem anbern, baf er ipn pauptf\u00e4dplidp be\u00ea Storgen\u00ea gefepen pabe, fein \u00a9efteber trodlnenb. \u00aeer B^erglolibri S^maifa\u00ea untfepmirrt mie eine Jpummet bie niebereu","page":122},{"file":"p0123.txt","language":"de","ocr_de":"Sebengweife ber \u00a9chwirrr\u00f6gel.\n123\ngeangen bidjt \u00fcber bem Soben unb ergebt ftdh blog augnahmgWeife in bebeutenbe $\u00f6hen, W\u00e4hrenb ber !Rtefen\u00efo\u00efibrt ftd) fe^r oft in biefen umhertreibt. \u00a9in b\u00ef\u00fc^enber Saum lodt fehr \u00fcerf^iebene S\u00efrten herbei, unb Wenn man unter einem fotzen rerWeilt, tann man im Saufe einer \u00a9tunbe ben gr\u00f6\u00dften ^ei\u00ef berjenigen, treibe eine \u00a9egenb betrogen, erf^einen unb rerfdfjWtnben fehen. Einige Seifenbe, unb unter ihnen \u00a9pir unb SSartiug, haben bon Schw\u00e4rmen bon \u00dfolibrig gefprochen, Snbere behaupteten, baB bie S\u00f6gel nur eingeln erfreuten. \u201eSdl) muB\", fagt ber $ring, \u201eaug eigener Erfahrung erWiebern, baB SSeibe bie SBahrpeit fagen; benn \u00f6fters haben Wir fehr riete Kolibris ein unb berfetben 2lrt an einem mit St\u00fclpen bebedten Saum innerhalb Weniger Minuten erlegt, obgleich fie fonft gew\u00f6hnlich rereingelt fliegen.\" \u00a9tebmann erz\u00e4hlt, baB er um geWiffe s\u00df\u00e4itme oft fo riete Kolibris gugleicp habe fettarmen fehen, baB ein \u00a9efumme entftanben fei, Wie ron einem 3Befpenf<hWarm. SDaffelbe hat mir S\u00f6l)l, ber hamburgifcpe $onful in \u00a9aracag, erg\u00e4bt, Welcher l\u00e4nger alg gWangig Sah\u00ab in Seneguela rertebt hat. (Sr bemerkte jebod) auSbrildblidh, baB eine fotcpe maffenhafte SInfammlung ron \u00a9dhwirrr\u00f6geltt nur bann ftattfinbe, Wenn im Anfang ber SSl\u00fcthejeit ein Saum pl\u00f6htid) riete feiner Sl\u00fcthen ge\u00f6ffnet habe. \u00a9eW\u00f6hnlidp erfdheint einer nach bem anbern unb jeber rerWeilt nur turge Seit an bemfelben Orte. \u201e3hrc Ungebulb ift\", Wie Slgara fagt, \u201eriet gu groB, als baB fte einen unb benfelben Saum abfudhen follten.\" \u00a9ie erinnern, meint ber Seobacpter, ron Welchem ich Weiter oben \u00a9inigeg mittheilte, an bie Sienen; aber e\u00a7 ftellt ftd) gWifdjen beiben \u00a9efcp\u00f6pfen bodh ein fehr bemer\u00efen\u00eaWerther \u00a9egenfap herau3. \u201eOie Siene ift bag Silb ber \u00a9mftgteit unb beS bebadhtfamen gleiBe\u00eb. \u00a9ie fliegt, auch Wenn fte nicht fdjWer betaben ift, tangfam gWifdjen ben Stumen herum unb unterfndht biefelben rorftdjtig, rer? friedht fiep m\u00fcpfetig tief in ihre Welche unb fommt beftaubt Wie ein SQc\u00fcCCer Wieber baraug pernor: man fieht eg ihr an, baB fte ein Arbeiter unb Z\u00fcnftler ift. Oer Kolibri bagegen erfdheint blog atg ein nafcp = unb flatterhafter \u00a9efell.\" Sfaft Oaffelbe fagt Sateg. \u2014\u25a0\n\u201e3n ben SSonaten SS\u00e4rg, Slpril unb 3M\", theilt ung \u00a9offe mit, \u201eift ber \u00c6appentolibri auBerorbentlidh h\u00e4ufig. ^dp barf annehmen, baB tep nianchmal nicht Weniger alg hunbert nach unb nach auf einem geringen Jaunie unb im Saufe eineg Sormittagg gefehen habe, \u00a9ie ftnb aber burdhaug nicht gefeEig; baut Wenn auch ihrer brei ober rier gu gleicher geit bie Stufen beffelben Sufcheg umfdhWeben m\u00f6gen, fo bemerft man hoch leine Sereinigung. Seber einzelne Wirb geleitet burdh feinen eigenen S\u00dfitlen unb befdj\u00e4ftigt ftch nur mit feinen eigenen \u00a9efdp\u00e4ften. 3uWeilen fieht man faft nur Si\u00e4nndpen, guWeilen beibe \u00a9efcpledpter in ziemlich gleicher Stenge erfdheinen; eine eigentliche Sereinigung berfetben ftnbet aber auch nur in ber S\u00e4he beg Sefieg ftatt. 3&ei SS\u00e4nndjen ein unb berfetben 2irt halten niematg grieben, fonbern gerathen augenblidlidj in \u00c4ampf unb \u00a9treit mit einanber; ja, einzelne ganten ftdh mit jebem Kolibri \u00fcberhaupt, ber in ipre S\u00e4he tommt, unb fogar mit rieten anbern S\u00f6geln... Son ihrer $ampftuft ift oft gefprodhen Worben, unb in ber Sthat fdheint eg unm\u00f6glich gu fein, baB S^ei berfetben Srt bie St\u00fcthen ein unb beffelben Sufcpeg gleichzeitig abfudhen t\u00f6nnen. Oer Stango \u00bberjagt auBerbem alle \u00fcbrigen \u00aeolibrig, Welche in feiner S\u00e4he ftdh geigen, \u00a9inft War ici) 3euSe etneg 3toe^ampfeg gWifchen biefen S\u00f6geln, Welcher mit gr\u00f6Berer jpeftigteit auggef\u00fchrt unb mehr in bie S\u00e4nge gegogen W\u00fcrbe, alg gew\u00f6hnlich- \u00a93 War in einem \u00a9arten, in Welchem gWei S\u00e4ume in Sl\u00fcthe ftanben. \u00a9inen biefer S\u00e4ume hatte ein Stango feit mehreren \u00a3agen regelm\u00e4fig befudht. 3ln bem Storgen nun, Welchen idh im \u00a9inn habe, erfchien ein anberer, unb nun begann ein \u00a9chaufpiet, Weicheg mich auf bag h\u00f6chfte angog. Oie Seiben jagten ftdh burch bag S\u00dfirrfat ron gWeigen unb Sl\u00fcthen, unb ber eine ftieB ab unb gu mit anfdheinenber S3utp auf ben anbern. Oann rernahm man ein lauteg Saufdhen ron ihren kl\u00fcgeln unb beibe brehten ftdh Wirbetnb um unb um, big fte faft gutn Soben perabtamen. Oieg gefdhah fo fdjnell, baB tnan ben $ampf taunt rerfotgen tonnte. \u00a9djlieBlid) padte einer in meiner unmittet= baren S\u00e4he ben anbern beim \u00a9chnabet, unb beibe wirbelten ntttt fentredjt pernieber. $ier IteBen fte ron einanber ab; ber eine jagte ben anbern ungef\u00e4hr hunbert \u00a9dhritte Weit Weg unb lehrte bann ftegegfreubig gu feinem alten ^\u00dfla^e gur\u00fcd, fepte ftch auf einen pernorragenben 3^>eig unb lieB feine","page":123},{"file":"p0124.txt","language":"de","ocr_de":"124\nSie \u00a9p\u00e4per. Scpnntrv\u00f6gel.\nStimme er\u00dfpatten. 9tac\u00ef> tvenigeu SOiinuten teerte ber Serfotgte von neuem gur\u00fcd, fd;rte perau\u00ea: fovbernb, unb augenbtidtid) Begann bev $ampf ten neuem. 3d) ivar \u00fcbergeugt, ba\u00df biefe\u00ea 3ufammentreffeit bureau\u00bb feinbtid) tear; benu bev eine fepiett fid^ entfcpiebeit ter bem aubern gu f\u00fcrchten unb flop, iv\u00e4prettb biefer ipn verfolgte, obtoopt er eine neue ^erau\u00eaforberung nid)t unter: taffen tonnte. 2\u00a3enn ein $ampf vor\u00fcber War, unb ber eine au\u00f6rupete, fat; id;, baff er feinen Scpnabet ge\u00f6ffnet patte, at\u00ea ob er naep Suft fdpnappe. 3utveiteu tvurben bie ^einbfetigfeiten unter: broepen unb einige St\u00fctzen unterfud\u00df, aber eine gegenfeitige 2tmt\u00e4perung brad\u00e9e fie bann tvieber an einanber, unb ber 3an^ begann von neuem. (Sin tteiner 5p it pit (Certhiola flaveola), iveteper gtvi\u00dfpen ben St\u00fctzen umperp\u00fcpfte unb ftitt feinet 2\u00aeege3 ging, \u00dfpieit ab unb gu mit 23er; lounberung auf bie Streiter gu fepett; at\u00f6 aber einer von biefen feinen \u00a9egtter in bie $tucpt ge\u00dfptagen patte, ft\u00fcrgte er \u00dfcp pt\u00f6ptid) auf ben parmtofen Stumenvoget, ioetd;er nun \u00dfpteunigft \u00dfcp gur\u00fcdgiepett mu\u00dfte. S)er $rieg, \u2014- benn e\u00f6 ivar ein ivirftieper $etbgug, eine regelm\u00e4\u00dfige \u00a7otge von K\u00e4mpfen, \u2014 bauerte eine ootte Stunbe.\" Suttod erg\u00e4bt, ba\u00df eingehte $otibri\u00f6 Von einem Saume Sefip nepmen unb in beffeit 5ft\u00e4pe jeben anberen S\u00f6get, unb iv\u00e4re berfetbe gepnmat fo gro\u00df, at\u00f6 fte, iv\u00fctpenb aufatten unb regelm\u00e4\u00dfig in bie $tud)t \u00dfptagen. Seiner 2tnfid)t nad) fotl ber Sd\u00dfvirrVoget feinen nabetfeparfen Scpnabet beim Eingriff gegen bie 2tugen anberer S\u00f6get ridften' unb biefe gu eiligem Dt\u00fcdguge n\u00f6tigen. Sa to in verfidjert, ba\u00df eingetne burd) ipre ^ampftu\u00df bem S\u00e4ger oft bie 3^gb vereiteln, iveit fie alte anbent ^otibri\u00f6, Jvetdje \u00dfcp invent 2tufentpatt3orte n\u00e4hern, in bie $tud)t treiben. \u201e\u00a9\u00a3> \u00dfpien mir\", meint jener SDeutfcpamerifaner, \u201eba\u00df $ampf unb Streit ipr .Ipauptgefcp\u00e4ft fei. $aum patte einer oon ipiten feinen taugen Scpnabet in eine Stume geftedt, fo gefiet biefetbe Stume einem anbereu beffer unb ba\u00ea S)uelt begann auf ber Stelle. 3itfoeiten flogen fie babei, ivie gtoei um einanber perumtvirbelnbe Junten einer fteuereffe, fo podj in bie Suft, ba\u00df \u00dfe unfereit Stiden entfepivauben.\"\n$\u00a3)em Stenfcpen gegen\u00fcber geigen fiep bie ScpivirrV\u00f6get int popen \u00a9rabe gutrautiep. Sie ftnb burepau\u00ea niept fcpeu, taffeit fid) itt gr\u00f6\u00dfter \u00fcR\u00e4pe betrad)ten, fliegen opne Siebenten bid)t vor bem 2tuge be\u00ea Seobacpter\u00ea pin unb per unb verteilen, fo lange biefer fid) rupig verp\u00e4tt, optte jegtiepe Seforgni\u00df. \u00a9offe fagt, ba\u00df fte fepr neugierig ftnb unb gu einem \u00a9egenftaub, iveteper iptten auf: f\u00e4ttt, perbeifommett. 2tububon unb nad) ipm Surmei\u00dfer erio\u00e4pnen, ba\u00df fte p\u00e4u\u00dfg in ba\u00ea Snnere ber 3^mmer \u00dfiegen, angetodt burd) Stumenftr\u00e4u\u00dfe, ivetdje pier aufgeftettt ivurben; Satvin berichtet, ba\u00df ba\u00f6 2R\u00e4nnd)en eine\u00f6 5J3\u00e4rcpen\u00a7, ivetdje\u00f6 eben ein \u00fcfte\u00df bauen ivottte, ipm Saumivotte, fo gu fagen, unter ben ^\u00e4nbeit iveguapm; ber spring beobad)tete, ba\u00df fie im Snnern eine\u00ea 3inuner\u00bb, gu ivetepem man \u00dfe ungeft\u00f6rt gefangen tie\u00df, ipr 5fte\u00df erbauten.\n3ur 3eit ift es\u00bb noep nid)t entfepieben, ob bie 5J3aare iv\u00e4preub be\u00ea gangen Sapre\u00ea gufantmen: patten ober ob fie \u00dfcp nur gegen bie \u00fcRifigeit pin vereinigen. S)iefe ift fepr verfd)iebett, je nad) ber \u00a9egenb. Sei benjenigen 2(rten, ivetd)e ivanbern, f\u00e4ttt \u00dfe mit bem ^r\u00fcpting gufantmen, bei ben mittetamerifanifepen Strten ftept \u00dfe im \u00a9inttang mit ber St\u00fctpegeit. \u00a9ingetue Strteu fd)einen fid) \u00fcbrigen\u00ea gar nidjt an eine be\u00dfintmte 3eit binben: \u00a9offe verfid)ert au\u00f6br\u00fcdticp, ba\u00df er in jebent SRonat be\u00f6 S^pve\u00ea frifepe 2tefter be\u00f6 ^appenfotibri\u00ea gefunben pabe. \u201eSoiveit at\u00f6 meine \u00a9rfapvung reiept\", fagt er, \u201ebr\u00fcten bie meiften im S\u00dfttti, to\u00e4prenb \u00a7itt ben S^nuar at\u00f6 bie eigenttid;e Srut: Seit annimmt.\" 2Baprfd)einIid) niften bie meiften Strteu g\u00fc)eimat im S^Pl'e-\n\u00aeie Siebe erregt auep bie Sd))virrv\u00f6get. Sie geigen \u00dfcp gegen bie 5paargeit pin noep einmal fo tebeubig unb nodp einntat fo fampftuftig at\u00f6 fon\u00df. \u201eiRidpt\u00f6\", fagt Suttod, \u201etarnt bie S\u00f6itbpeit erreiepen, )vet<pe fie befunben, ivenn ein anbere\u00ea StR\u00e4nncpen berfetben Strt fiep Jv\u00e4prenb ber Sr\u00fctegeit bem Stanborte eine\u00ea ^Saare\u00f6 n\u00e4pert. Unter bem \u00a9itt\u00dfu\u00df ber \u00a9iferfuept Jverbeit \u00dfe gerabegu tv\u00fctpenb, unb \u00dfe f\u00e4mpfen jept mit einanber, bi\u00ea einer ber \u00a9egner entfeett gu Soben f\u00e4ttt. 3d) pabe einen berartigen ^ampf mit angefepen unb gtvar tv\u00e4prenb eine\u00f6 fdptveren 5)tegen\u00f6, beffen tropfen meiner 2tn\u00dfd)t nad) gen\u00fcgenb fein mu\u00dften, bie tv\u00fctpenben K\u00e4mpfer gu Soben gu fdptagen.\" \u00a9ine anmutpige Scptlberung gibt 2tububon. \u201e3cp tv\u00fcnfd)te\", fagt er, \u201eba\u00df id) aud) 2tnbere be\u00ea","page":124},{"file":"p0125.txt","language":"de","ocr_de":"Seben\u00eatoeife ber \u00a9djmivvoegel.\n125\nBergn\u00fcgen\u00ea tpeilpaftig machen k\u00f6nnte, meldpe\u00ea id) empfunben pabe bet bei* Beobacpturtg einzelner $\u00df\u00e4rd)en biefer lieblidjen \u00a9efdp\u00f6pfe, m\u00e4prenb fie fiep gegenfeitig ipre Siebe erfl\u00e4ren: \u2014 mie ba\u00ea 2R\u00e4nndpen fein \u00a9efieber unb feine Veple ftr\u00e4ubt, mie e\u00ea anf ben Sdpmingen bapintangt unb um fein ge\u00efiebte\u00ea SBeibdjen fiep beluegt, mie vafd) e\u00ea fiep gu ben Blumen perabfenft unb mit belabenem Scpnabel mieber gur\u00fcdfeprt, um biefen bei* geliebten \u00a9attin gu reichen, mie befetigt e\u00ea gu fein fdpeint, menn feine \u00df\u00e4rtlicpfeiteu ermiebert merben, mie e\u00ea mit feinen fleinen Sdjmingen fie f\u00e4delt, al\u00ea ob fie eine Blume m\u00e4re, unb mie e\u00ea fie mit Verbitteren \u00e4gt, melcpe e\u00ea ipr gu \u00a9efallen gefudpt tat, mie biefe 2lufmerffamleit itrerfeit\u00ea mit \u00a9enugtpuung empfangen mirb unb mie turg barauf bie monne\u00fcoKe Bereinigung befiegelt mirb, unb bann, mie fiep bei* SRutp unb bie Sorgfalt be\u00ea SCR\u00e2nncpen\u00ea toerboppelt, mie e\u00ea fetbft ben Vampf mit bem Xpramten aufnimmt, mie e\u00ea ben Blautoogel unb bie Purpur fdpmalbe bi\u00ea gu' tpren SRiftfaften \u00bberfolgt unb ttcrauf mit fummenben ^l\u00fcgelfpipen freubig gur\u00fcdfeprt an bei* Seite bei* geliebten \u00a9attin. S)ocp biefe groben bet* \u00df\u00e4rtlidpleit, streue unb be\u00ea SRutpe\u00ea, melcpe ba\u00ea 9R\u00e4nnd)en toor ben Slugen bei* geliebten \u00a9attin an ben \u00a3ag legt, bie Sorgfalt, mcld)e e\u00ea ipr bemeift, m\u00e4prenb e\u00ea auf bem \u00ef\u00eftefte fipt, fann man mopl feiert, nidpt aber befdpreiben!\"\n2We Slrten oon Volibri\u00ea bauen \u00e4pnlicpe SRefter, unb alle Slrteu legen nur gmei mei\u00dflidpe, l\u00e4ng; litte, im Berp\u00e4ltnif fepr gro\u00dfe \u00a9ier. \u201e$)ie Uebereinftimmung biefer flehten gier litt en Kelter\", fagt Burntetfier, \u201eift fo gro\u00df, ba\u00df i<t eine au\u00eaf\u00fcprlidpe Befcpreibung berfelben f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcffig erad)ten mu\u00df, obgleitt ba\u00ea jeber einzelnen 2lrt megen bei* gu ipnen \u00bbermenbeten Stoffe gemiffe Unterfdpiebe befipt. \u2019 3)iefe merben aber f\u00fcglidp nur al\u00ea \u00f6rtliche angefeten merbett tonnen, ba fie gun\u00e4d)ft motl toon ben befonberen, tier ober bort gerabe toorpanbenen Bauftoffen terr\u00fctren m\u00f6dpteit.\"\n\u201e3Jm allgemeinen gilt toon biefen Heftern: ba\u00df itre \u00a9runblage ein meidper baurnmoll\u00e4pnlidper Stoff ift, aber gerabe feine ec^te Baummolle, unb ba\u00df mit bemfelben anbere fefte Bflangentpeile, namentlicp Banmfled)ten, trodene, gartere Bflangenftoffe unb bie braunen Scpuppen ber ftarrenfraut* mebel toermebt finfr. Solcte Sagen fommen mitunter an einem unb bemfelben SRefte gugleid) toor, bei anbern bagegen nur biefe ober jene. \u00a3)ie $ted)ten ftnb fett \u00bberftpiebener 2lrt; nur fdpeint eben jebe 2lrt toon Volibri\u00ea eine befonbere 2lrt berfelben unb feine anbere bei iprem Bau gu toermenben.\"\n,,\u00a9a\u00ea merfm\u00fcrbigfte SRejl in biefer Begiepung ift mopl ba\u00ea eine\u00ea Sonnenfolibri\u00ea (Pha\u00eb-tornis Eurynome), meidper gum \u00a9inflecpten in feinem lebiglicp au\u00ea garten SRo\u00eafteugeln mit ben Bl\u00e4ttern opne alle Baummolle gebilbeten unb naep unten pin in eine lange Spipe au\u00eagegogenen Bau bie [Rotpfledpte Braftlien\u00ea toermenbet. SDa\u00ea SRej\u00ee erp\u00e4lt baburep nidpt blo\u00ea ein fepr fdp\u00f4ne\u00ea Hnfepen, foubern unter bei* Brutm\u00e4rrne be\u00ea Bogel\u00ea entmicfelt fid) au\u00ea ber glecpte aud) bei* ipr eigen; tp\u00fcmlidpe ftarbeftoff unb f\u00e4rbt bie \u00a9ier lebpaft farminrotp, ma\u00ea bem Venner eine fepr fonberbare Ueberrafdpung toerurfaept. \u00a9\u00ea bleibt n\u00e4mlidp rnerfm\u00fcrbig gu fepen, mie gleidpm\u00e4\u00dfig unb fcp\u00f6n biefer garbeftoff ftd) \u00fcb.er bie \u00a9ier toerbreitet. SBeber ein SB\u00f6lfcpen, nod) ein bunfler \u00a7Ied l\u00e4\u00dft fid) bemerfen, unb boep liegt bie gledpte nidpt al\u00ea gleichm\u00e4\u00dfige Slu\u00eafleibung auf bei* Dberfl\u00e4dpe bei* SReft; mulbe; fie ftedt toielmepr ebenfo mie bei ben anbern 2lrten blo\u00ea mitten in bem B\u00eeo\u00eagemebe unb liegt magredpt in bemfelben, foba\u00df bie eine Seite bei* $l\u00e4dpe freibleibt, iubem fie einen fdpuppenf\u00f6rmigen Sappen, bie Stu\u00dfenfl\u00e4dpe be\u00ea SRefie\u00ea, bebedt.\"\n\u201e3n biefer .Jpinftdpt ift ferner ba\u00ea SReft be\u00ea mei\u00dfp\u00e4lfigen Volibrt (Agyrtria albicollis) befonber\u00ea au\u00eagegeidpnet. \u00a9\u00ea entp\u00e4lt ftet\u00ea eine pellgrfinlidpgraue Baumftedpte, meldpe bie Oberpdpc mie mit einem \u00dfiegelbadpe umgibt. Sludp bie garrenfrautfepuppen ftnb gem\u00f6pnlid) fo eingefept, ba\u00df fte gur Jp\u00e4lfte frei \u00fcber bie \u00e4u\u00dfere gl\u00e4dpe be\u00ea \u00a9\u00e4ugen perabp\u00e4ngen unb fo bemfelben ein gottige\u00ea, faftanienbraune\u00ea Slnfepen geben. So bidpt mie bie $led)tenlappen pflegen fie aber ba\u00ea SReft blo\u00ea an feinem oberen 9tanbe ring\u00ea um bie 2R\u00fcnbung gu befleiben.\"\n\u201e2lu\u00dfer biefen beiben $auptforten fanb id) nodp mandperlei feine, toertrodnete unb toermittertc S\u00dffiangentriebe : feinbl\u00e4ttrige, fleine Stengel in bie Baummolle eingefept, bodp in bei* Siegel nidpt fo toiel unb nidpt fo regelm\u00e4\u00dfig, mie Baumfledpten unb garrenfrautfepuppen.\"","page":125},{"file":"p0126.txt","language":"de","ocr_de":"126\n\u00a9ie Sp&per. <Sd^toirrt>\u00f4f\\e\u00ef.\n,,9iebft bem Sau ber \u00c6olibrinefier felbfl ift gug\u00efetc^ ipre Sage unb (Stellung oerfcpiebenartig. Sttancpe 2lrten binben fid) pierin an beftimmte f\u00fcnfte. So ftept g. S. bag \u00fcfteft beg ioeifjp\u00e2\u00effigen \u00c6olibrig, toelcpeg man fcpon bei Sfto be Janeiro in ben \u00a9arten ber SSorfl\u00e4bte finbet, immer nur auf einem toagerecpten \u00a9abelafie. \u00a9g ift pier gleicpfam in bie \u00a9abel Oon oben per eingeflemmt, fobafj bie \u00a9abel\u00e4fte neben ipm Joagereept fortlaufen ober fettener fcpief anffteigen. 3d) I)abe felbft mehrere folder SRefier gefunben nnb glaube bemertt gu paben, bafj bie S$apl beg Saumeg mit Sebacpt gefcpiept, inbem ber SSogel ioom\u00f6glid) auf biefem ober jenem, aber auf feinem anbern Saume gu bauen fud)t. \u00a9ine anbere 2Irt befeftigt il)r 9Reft immer nur gioifcpen ben mastigen, in gro\u00dfen Sogen \u00fcberp\u00e4ngenben Skbeln Oon manngpopen Darren!r\u00e4utern, toelcpe auf fd^led^tem Soben an ben Sergen toucpem unb toeite Stredlen oerlaffenen SIderbaugrunbeg gu \u00fcbergiepen pflegen. Unter biefen S\u00dfebeln, nap ber Spipe, pflegt ber Heine S\u00f6gel burd) fefteg Serbinben ber fiep ber\u00fcprenben Slatttpeile fein \u00fcfteftepen gu gr\u00fcnben. \u00a9g ftept pier toie in einer gr\u00f6nenben Stafcpe. \u00a9ie meiften Wirten pingegen flemmen bag iprige gtoifepen fenfreept ftepenbe $alme ober feine B^ige ew. 3$ beftpe meprere, toelcpe gtoifepen bie fteifen D\u00eeoprftenget ber toilben \u00a9r\u00e4fer eingelaffen ftnb unb nun bie oerfepiebenen Stengel burep Umbauen berfelben alg St\u00fcpen ober \u00a9r\u00e4ger beg Saueg oereinigen, \u00a9inige bagegen ftnb auep fepr locfer unb opne grofje 2lugtoapl ber Stelle angebraept, fobafj eg mir oiete SOUipe gefoftet pat, fte unoerfeprt in eine bem nat\u00fcrlicpen Stanbe entfpreepenbe Sage gu bringen. \u00a9ag SReft einer anbern 2lrt beftept gr\u00f6jgtentpeitg aug feinen S\u00dfurgelfafertt unb ift liepter alg bag anbere getoebt.\"\nSon bem 3Refle beg Sopa\u00eafolibri berieptet Scpomburgl, bafj eg geto\u00f6pnlid). in einem fleinen \u00a9abelgtoeige oon St\u00e4mnupen, bie ftep \u00fcber ben $luf$ beugen ober in bie oon biefen perabp\u00e4ngenben Scplingpflangen eingebaut toirb. \u201e2lufjen pat bag 3Reft bie F\u00e4rbung oon gegerbtem Seber, unb in Segug auf bie Sftaffe \u00e4pnelt eg bem \u00c7euerfcptoamm. \u00a9amit nun aber, toenn ber S\u00dfinb bie b\u00fcnnen Btoeige fcp\u00fcttelt, ioeber bie \u00a9ier noep bie 3ungen peraugfallen, fo paben bie oorfteptigen \u00a9Item bag SReft mit einem breiten fRanbe Oerfepen, toelcper ttaep ipnen umgebogen ift.\" Slug Sa lo in1 g Eingabe gept peroor, bafj ioenigfteng bei einigen 2lrten bag SJt\u00e4nncpen fiep am Sau beg SRefte\u00ea betpeifigt; benn jener \u00c4obibri, toelcper ipm bie Saumtoolle oor feinen klugen ioegnapm, toar, toie er fagt, ein SDR\u00e4nncpen. 3ot allgemeinen aber fepeint bag S\u00dfeibd)en boep ben gr\u00f6\u00dften \u00a9peil ber Arbeit oerriepten gu muffen. 2lucp pier\u00fcber beleprt ung \u00a9offe nad) eigener \u00a9rfaprung. \u00a9r erg\u00e4plt, bajj er beim Hefter? unb \u00a9ierfnepen pl\u00f6plicp bag \u00a9efeptoirr eineg Kolibri oernapm unb aufs fcpauenb ein S\u00dfeibcpen getoaprte, toelcpeg eine Sftenge oon ^\u00dfflan^entDolle im Scpnabel trug, \u201e\u00a9rfepredt burep meinen Slnblicf, gog eg fiep naep einem toenig Scpritte Oon mir entfernten Btoeige gur\u00fcd. 3d) liejj mtep augenblidlid) gtoifepen ben gelgbl\u00f6den nieber unb blieb ooE; fommen f\u00fcll. Sftad) toenigen Slugenbliden faut eg toieber, unb naepbem eg eine fttrge \u00e4\u00dfeile pinter einem oon ben Sl\u00f6den oerfeptounben toar, erpob eg fiep oon neuem unb flog auf.. 3<P unterfuepte ben Ort unb fanb gu meiner $reube ein neueg, noep unOollenbeteg SReft, toelcpeg icp oon meinem Slape aug fepen fonnte. \u00fcftun toartete icp betoegungglog auf bie Sft\u00fcdfepr beg Sogelg. 3dp patte niept lange gu parren. \u00a9in lauteg \u201eS\u00dfirr\", unb bag S\u00dfeibcpen toar ba unb ping in ber Suft oor feinem 3Refte. \u00a9g erfp\u00e4pete miep, fam augenbtidlicp perbei unb feptoebte meinem \u00a9eftept gegen\u00fcber in einer \u00a9ntfernung oon faunx einem \u00a7u\u00a7. 3^P Oerpielt midp ftiU. \u00a9g fepte ftep auf ben B^eis^ orbnete fein \u00a9efteber, reinigte ben Scpnabel Oon ben SaumtooHfafern, erpob ftep enblid) nnb flog gegen einen Reifen an, ioelcper bid mit gartem, trodenen 9Jiog \u00fcberlleibet ioar. $ier erpielt eg ftep fcptoebenb, ioie oor einer Slume, unb begann nun SJtog gu rupfen, big eg ein giemlid)eg S\u00fcnbel baoon im Scpnabel patte. Oamit flog eg gum 3Refte gur\u00fcd unb, naepbem eg fiep in baffelbe gefept, bem\u00fcpete eg fiep, ben neuen Stoff untergubringen, inbem eg bag \u00a9ange mit bem Scpnabel prefjte, orbnete unb oerioob, to\u00e4prenb eg gleidpgeitig bie SDtulbe burep \u00a9r\u00fcden mit ber Sruft unb ^erumbrepen runbete. SJteine \u00a9egentoart fepien lein ^inbernif mepr gu fein, obgteicp idp nur ioenige $ujj entfernt toar. Scplieplicp erpob ftep bag S\u00f6gelcpen, unb idp oerlief? ben ^3iap ebenfallg.","page":126},{"file":"p0127.txt","language":"de","ocr_de":"Seben\u00eameife bec \u00a9djmirro\u00f4qe\u00ef.\n127\nSim 8. S\u00efpril befuchte ich ben \u00a3)rt mieber unb fanb, bajj ba! SReft Oollenbet mar nnb gioei \u00a9ier enthielt. Sim 1. \u00dcDRai fanbte ich meinen Wiener au! mit bem Auftr\u00e4ge, ba! SReft unb bie br\u00fctenbe Sl\u00efte mir gu bringen. \u00a9r fanb ba! 2Beibd)en auf ben nod) nid^t aulgefchl\u00fcpften \u00a9iern fi^enb, fing e! ol;ne SDR\u00fche unb braute mir e! nebft bem SRefte. S<h fefcte SReft unb 3Me tu einen \u00ae\u00e2ftg. \u00a9ie Sl\u00efte aber mar m\u00fcrrifdf), oer\u00efiefj ba! SReft augenblicklich unb faf? traurig auf einer \u00a9i^ftange. Sim n\u00e4chften SQRorgen mar fte tobt.\"\nSlububon fagt, baf? gehn Bage not^menbig feien, um bie (Sier gu geitigen, unb bajj bie Sungen in einer 2\u00f6od)e grofj m\u00fcdfjfeit, aber oon ihren \u00a9It\u00e9ra nod) ungef\u00e4hr eine gmeite 3\u00dfocf)e gef\u00fcttert m\u00fcrben. \u00a9iefe Angabe fd^eint nicht gang richtig gu fein. BMr miffen oon anbern \u00a9thrift; ftellern, baf; bie jungen, menn fie au!fd)l\u00fcpfen, nacft unb blinb gur SBelt fommen unb fo fd^madf) finb, bajj fie \u201efaurn ihren flehten \u00a9d)nabel \u00f6ffnen f\u00f6nnen, umbal putter Oon ihren \u00a9Item angu; nehmen\". 3m Verlauf ber n\u00e4chften Bage erhalten fie gun\u00e4chfi einen graulichen $laum, unb fp\u00e4ter ba! \u00a9efteber ber Oberfeite. Burmeifter gibt an, ba\u00a7 bie jungen nach fecpgehnt\u00e4giger Bebr\u00fctung bem \u00a9i entfd)I\u00fcpfen, nach oierge^n Bagen bie Slugen \u00f6ffnen, nach oier B\u00f6ochen fl\u00fcgge finb, bi! bahin aber im SRefte bleiben, unb baf; biefe! oon ber SORutter gr\u00f6\u00dfer gebaut mirb, menu bie jungen allm\u00e4hlich gr\u00f6\u00dfer ioerben. Sille biefe Eingaben fd^einen jeboch nicht auf felbft\u00e4nbiger Beobachtung gu beruhen; bagegen theilt un! \u00a9aloin feine eigenen \u00a9rfahrungen mit. \u201e\u00a9ent S\u00dfeibchen\", fagt er, \u201eb\u00fcrfte au!fd)\u00efief;lich bie \u00a9orge obliegen, bie jungen grof; gu giehen; ich ha^e menigfien! niemals ein SDR\u00e4nnchen nahe bem SRefte, ja nicht einmal in bem \u00a9arten gefehen. Sil! ba! B\u00f6eib<hen faf?, geftattete e! mir, bi<ht gu ihm herangutreten, ja felbft ben Oom B\u00dfinb ty.U' unb herbetoegten 3meig fefiguhalten. \u00a9och mar \u00a9ie! nur bann ber f\u00c7att, menu bie \u00a9onne fchien, m\u00e4hrenb ich mich bei b\u00fcfterem Rimmel ober bei SRegenmetter h\u00f6chfien! auf f\u00fcnf \u00a9Heu n\u00e4hern burfte. SBemt ich e! auf; gefdheucht hatte, blieb ich oft in ber 3R\u00e4l;e fifcen, um feine SR\u00fccffehr abgumarten. \u00a9abei bemerfte ich, kaf$ e! jebelmal beim gur\u00fccf fommen ein Heine! \u00a9t\u00fccfchen flechte mitbrachte, melche! e!, nach; bem e! ftd) bequem in ba! SReft gefegt hatte, ber Slufjenfeite berfelben einioob. \u00a9ie! gefd^ah in einer fo 0ertranen!0 ollen unb furchtlofen SSBeife, baf; el fchien, all ob e! glauben machen mollte, e! fei blo! meggeflogen, um biefe flechte gufudhen, nicht aber au! furcht Oor bem SORenfcben. \u00a9ie eben au!gefrocl)enen jungen maren Heine, fdhmarge, forntlofe \u00a9inger mit langen h\u00e4lfen unb nur einem SInfah oon \u00a9dhnabel. \u00a9ie mudhfen aber rafdh heran unb f\u00fcllten halb ba! SReft ooKft\u00e4nbig au!. SRiemall fah ich 2llte *u ^er BrutfieHung auf bem SRefte ftfcen, nachdem bie Sangen au!; gelrochen maren; biefe fdhienen ber \u00a9onne unb bem SRegen r\u00fccfftcht\u00fco! preilgegeben gn fein. Beim Siegen ftanb ba! BBeibchen auf einer \u00a9cfe bei SRefte! mit hoch aufgerichtetem Seibe. \u00a9a! erfte Oon ben jungen flog am 15. Oftober au!, fiel aber fd)on gmifdhen ben n\u00e4chften Blumen nieber. Sch brachte e! in! SReft gur\u00fcdf; both Oerlief; e! baffelbe fofort mieberum unb bielmal mit befferem \u00a9rfolge. Slnt SIbenb beffelben \u00a3ag! fah ich,\tSetter brachte, fp\u00e4ter bemerfte ich,\nba\u00a7 e! einem gmciten Baum guflog, ttnb nunmehr fah i<h e! nicht mehr, \u00a9a! gmeite Smtge oerlie^ ba! SReft gmei ^age f^\u00e4ter.\"\n\u00a9ine fonberbare Beobachtung hat ber spring oon S\u00f6ieb gemacht. S\u00ab einem SRefte, meldhe! er fanb, lagen gmei o\u00f6llig nacfte Suitge, an melchen gro\u00a7e, biefe SDRabeit bergeftalt umherfrochen, ba\u00a7 fte bie B\u00f6ge! \u00f6fter! beinahe oerbargen. \u201eSBie biefe SDRaben hier entftanben maren, mage ich nicht gu entfdheiben; man fagt aber, bafj fie an biefen jungen B\u00f6getn h\u00e4ufig oorfontmen.\" Bur; meifter meint, ba\u00a7 bie SD\u00efaben fcfjmer\u00efich ben jungen B\u00f6geln, fonbern oielmehr bem^othe berfelben nachfiellen b\u00fcrften unb ihre SInmefenheit gur SReinhattung be! SRefie! Oon SR\u00f6then m\u00e4re, erfl\u00e4rt jebodh bamit bie \u00a9ache burchau! nicht, ba mir nicht annehmen f\u00f6nnen, ba\u00a7 eingelne \u00a9chmirro\u00f6gel ihre SRefter reinhalten, bie anbern aber ihre Sun gen, nach SIrt unfere! B\u00f6iebehobfl ober ber Blaurafe, im \u00a9chmuge ft^en laffen fo\u00fcten. \u00a9o' h\u00e4ufig, mie bie Braftlianer behaupten, m\u00f6gen biefe SDRaben \u00fcbrigen! nicht beobachtet merben, ba feiner ber fp\u00e4teren DReifenben unb ^orfcher etma! Slehnlidpe! erm\u00e4hnt.","page":127},{"file":"p0128.txt","language":"de","ocr_de":"128\nSDie @^\u00e4l)er. \u00a9Smii't'O\u00f6gel.\nOoiebo ev$at)tt, bag bev \u00a9d)mirroogel nad) bem \u00a9eft d;t be\u00ea 9Renfd)en fliege, freierer ftd) feinem fRefte n\u00e4here; bei* 5\u00dfvin$ OerfiSert, bag er Oie\u00eb niemals in \u00a9rfahrung gebracht habe; anbere Forfd)er beft\u00e4tigen aber bed) bie alte Eingabe. Slububon berietet, bag bie \u00a9Item, 001t Slngft unb \u00a7urd)t erf\u00fcllt, l;in unb Verflogen, menige 3oll cm bem \u00a9efiebt be\u00a7 OermeintliSen f\u00c7einbe\u00ea tomber, unb fid) bann auf einen 3*oeig tn n\u00e4c^fter -R\u00e4l)e beffelben nieberliegen, um ba\u00ea \u00a9rgebnig be\u00f6 unmitlfontmenen SefuS^ abjuiuarten, unb ber Sri uz erm\u00e4hnt an einer anbern \u00a9teile, bag ftS bie \u00a9Item einer Oon il)m bebre^ten Srut fe!)r \u00e4ngftlid) geberbeten. Oer $rrt\u00ef)um be\u00ea alten Ooiebo ift fel)r erH\u00e4rliS- \u00a9r hat bie Semegungen ber \u00c4olibrieltern f\u00fcr angreifenbe gehalten, m\u00e4^rettb fte nur abmel;renbe fein f\u00fcllten.\nSlububon bemertt ferner, baff bie jungen halb nad) bem 9Iu3fliegen ftS mit anbern bereinigen, unb glaubt, baff fie mit biefen gemeinfdfaftlid), abgefonbert oon ben Sllten, bie S3ahberuttg antreten, ba er oft \u00a7boan\u00a7ig ober breiffig junge \u00c4olibrig, in beren \u00a9efeHfd)aft fid; ein einiger Sllter befanb, gemiffe S\u00e4ume untfSmeben fal). Ob biefe 2Infid)t begr\u00fcnbet ift, laffe id) gern bal;in geftellt fein.\nHeber ba\u00a7 \u00a9efangenleben ber \u00aeotibri\u00ea liegen berfd)tebene SeobaStungen Bor, unb ba ber \u00a9egenftanb ein allgemein anjie^enber ift, mill iS menigften\u00bb bie mistigeren berfelben hier folgen laffen. \u201e\u00a9inige Sente\", erz\u00e4hlt Sljara, \u201ehaben ^olibri\u00ea gefangen gehalten. Oon ebro SRelo, \u00a9tatthalter bon Saraguaty, hat eilte ungef\u00e4hr hier SRonate lang bei ftS gehabt, frei im SRaume fliegenb. Otefe lernten fehr gut ihren \u00a9ebieter fennen: fie f\u00fcgten ihn unb umflogen il;n, menn fte gutter berlangten. Oann brad;te SRelo ein \u00a9ef\u00e4g mit \u00a9hrup, nnb in biefe\u00ea ftedten bie \u00c6olibri\u00ea ihre 3nnge. Son 3eit 3U 3eit veidC;te er ihnen auS einige Slumen, unb unter biefen SorftSt\u00eamagregeln maren bie lieblichen S\u00f6gel faft ebenfo munter, alg im freien, \u00a9ie gingen aud; nur burS bie fRadbl\u00e4ffig!eit ber Sebienten gu \u00a9ruttbe.\"\u2014 \u201eOie \u00a9eltfamfeit biefer Heinen S\u00f6gel\", fagt SBilfon, \u201ehat biele Seute zu Serfud;en bemogen, fie groff zu f\u00fcttern unb an bie \u00a9efangett; fSaft \u00a7u gem\u00f6hnen. \u00a9offer, ein 9Rann, melSer bie \u00a9itten unb @emohnl)eiten unferer ein; heimif d;en S\u00f6get mit groff er Slufnterff amfeit bead)tet hat, erz\u00e4hlte mir, baff er jmei \u00c6c\u00efibri\u00ea mehrere 9Ronate in einem \u00c4\u00e4ftg gehabt unb fte mit aufget\u00f6ftem \u00a3onig erhalten habe. Oie \u00a9\u00fcffigfeit beffelben zog Heine fliegen unb \u00a9Qualen herbei, unb bie S\u00f6get \u00fcer'gn\u00fcgten fid;, biefe meggu; fd;naf)f>en; aud) fragen fte bief eiben mit foldter Segierbe, bag bie $erbtl)iere einen nid)t unbe; tr\u00e4chtlichen Oheil il)reg gutters bitbeten. 5p e a le hatte ^mei junge \u00a9Smirro\u00f6gel aufgezogen, \u00a9ie flogen frei im 5Raume herum unb lieffen ftd; oft auf ber \u00a9Suiter il;re\u00ea \u00a9ebieterg nieber, menu fie junger hatten. Oiefer Jperr beobaStete, bag' fte, menn bie \u00a9ontte in ba\u00ea 3immer fSien, naS 2lrt ber Fliegenf\u00e4nger Heine SRotten megfd;nafjf)ten. . . . 3m \u00a9ommer 1808 m\u00fcrbe mir ein \u00dcReft mit jungen, faft fl\u00fcggen \u00c4oKBrig gebrad;t. Oer eine Oon ihnen flog gegen bie F\u00fcnfter unb t\u00f6btete ftd;, ber anbere OerfSm\u00e4l)ete bag Futter unb mar am n\u00e4d;ften SRorgen halbtobt, \u00a9ine Oante brad;te Sn hierauf in ihrem Sufen unter, unb alg er ftS erholt hatte, nahm fte aufgel\u00f6ften 3uder in ihren 3Runb unb lieg ihn biefen auffaugen. \u00a9o m\u00fcrbe er aufgef\u00fcttert, Big er in ben \u00c4\u00e4fig gebraSt merben \u00efonnte. 3S h^t Su l\u00e4nger alg brei SRonate, ern\u00e4hrte ihn mit 3ucfermaffer unb gab it;m t\u00e4gtid; frifSe Slumen. \u00a9r fSien heiter, munter unb teben\u00eatuftig gu fein, flog Oon Slume zu Slume, mie in ber Freiheit unb zeigte burd; feine Seioeguttg unb fein 3irfmn bie gr\u00f6\u00dfte Freube, menn ihm frifSe Slumen gebrad;t m\u00fcrben. 3S ergriff alle SorftStgmagregelit, um ihn, menn rn\u00f6gliS, burS ben S3 inter zu bringen. Hngl\u00fcdlid;er SBeife aber enttarn er feinem Sauer, flog in ben 5Raum, Oerle^te ftd; unb ftarb.\" \u2014 \u201e3S hatte\", beriStet Sullod, \u201ezu einer 3eit gegen ftebzig ^olibri\u00ea im ^\u00e4ftg, unb mit einiger Slufmerlfamfeit unb \u00a9orgfalt hielt id; fie mod;cnlang am Seben. ^\u00e4tte iS meine ganze 3ett ihnen mibmen l\u00f6nnett, iS m\u00fcrbe fte h\u00aeSft mal;rfd;einliS uad; \u00a9uropa \u00fcbergebraSt haben. Oie Sehauptungen, bag fte milb unb unz\u00e4hmbar feien, bag ge fug in ber \u00a9efangenfSaft felbft umbr\u00e4d;tett u. f. m., finb falfd;. $ein S\u00f6gel f\u00fcgt fid; leiSter in feinen neuen 3ufianb. \u00a9ehr riStig ift, bag fie feiten uml;evfliegen, aber niental\u00ea ft\u00fcrzen fie ftd; gegen ben $\u00e4ftg","page":128},{"file":"p0129.txt","language":"de","ocr_de":"2ebeit\u00a7metfe ber \u00a9hmirrD\u00f6get.\n129\nober ba\u00a7 \u00a9la\u00ea ber Fenfter. \u00a9ie Dertoeilen im \u00a9egentheil fd)mebenb in ber Suft, ouf einem SRaunte, meiner \u00a7ur Bemegung i\u00ef)ret \u00a9d)mingen laum gen\u00fcgt; fte \u00fcermeilen in biefer \u00a9tetlung, anfd)einenb bemegung\u00ealo\u00ea, \u00a9tunben nad; einonber. Sfr jeben \u00c6\u00e2ftg fteUte id) ein Keine\u00eb \u00a9ef\u00e4\u00df, \u00a7\u00f9r ip\u00e4lfte mit bidem Budermaffer gef\u00fcllt, unb in biefe\u00ea fe^te id) St\u00fctzen, me\u00efd)e nun Don ben Keinen \u00a9efangenen fortm\u00e4]f)renb burd)fud)t m\u00fcrben/'\n\u201eObgleich bie f\u00e0\u2019olibri\u00eb, fo longe fie frei ftnb, im l)\u00f6d)ften \u00a9rabe janff\u00fccfjtig ftnb, beobachtete id) Don ben \u00a9efangenen bod) nicf)t bie geringfte Suft gum \u00a9treiten. Sd) fal) im \u00a9egentheil, ba\u00df ftd; bie kleineren ben gr\u00f6\u00dferen gegen\u00fcber unoer;;eihlid)e Freiheiten herau\u00eana\u00ef)men, fo g. B., ba\u00df ftd) einer auf ben \u00a9chnabel be\u00ea anbern fe^te unb in biefer \u00a9tellnng mehrere SJUnuten Dermeitte, ohne baff ber le^tere bie 3lbftd)t geigte, ihn gu oertreiben.\"\n\u201e3lm25. Februar\", erg\u00e4^lt Burmeifter, \u201efanbte mir Berdefte einen Kolibri (Argytria albi-collis). \u00a9r mar D\u00f6Hig munter unb flog in meinem \u00dfimmer umher. \u00a7ier ioaren feine Bemegungen ebenfo rafd; at\u00ea im Freien. BRit \u00a9emalt flog er gegen bie B\u00f6\u00e4nbe ober bie F\u00fcnfter unb ft\u00fcrjte bei jebcnt Slnpralt erfc^\u00f6pft ju \u00a9oben. Um ihn gu erquiden, hotte ich einen bl\u00fchenben \u00dfmeig unb hielt ihm benfclben entgegen: augenblicklich tarn er herbei unb umflatterte bie Blumen ebenfo forgto\u00ea al\u00eb im Freien, in jebe einzelne feine Bnnge auf einen Stugenblid hma\u00f6taffenb. Sch fianb fount gmei \u00a9fritte Don ihm, unb hoch lief) er ftd) nicht ft\u00f6ren, menu id) nur ruhig mar; aber bie geringfte Befragung meinerfeit\u00eb trieb ihn att\u00ea meiner 9R\u00e4I)e. \u00a9r lebte \u00fcbrigen\u00ea nicht lange. Sl\u00ef\u00ea eg bunfel m\u00fcrbe, h\u00f6rten feine Befragungen auf, er fiel erfch\u00f6pft ju Boben unb r\u00fchrte ftd) nid^t mehr, at\u00ea id; ihn in bie \u00a3>anb nahm, obmohl ba\u00eb offene Singe beuttid; Seben Derrieth unb ber -iper^ fd;lag fortbauerte. Sd) tegte \u00f4a\u00ea \u00a3l;ierd;eit, mie eg mit ben halbge\u00f6ffneten Fl\u00fcgeln ftd) ft\u00fc^te, auf eine meid)e Unterlage unb fanb eg in berfetben \u00a9teUung am SDRorgen tobt. \u00a93 mar fanft einge; fd)tafen, um nie mieber \u00a7u ermachen. \u00a9p\u00e4ter er\u00ef)iett id) einen \u00a7meiten lebenben Kolibri, ber mie jener in ba\u00a7 offene Fenfter eine\u00ea Bimmer\u00ea geflogen mar.\"\nSille biefe Slngaben merben \u00fcberboten burch bie au\u00a7gejeid)nete \u00a9dhilberung, meld)e mir \u00a9offe Derbanfen. \u201eSlid ich \u00a9nglanb oerlie\u00df\", fagt biefer. begabte FDrfd)er, \u201enahm ich mir Dor, bie gt\u00e4n^enben \u00a9efd)\u00f6hfe, menu m\u00f6glidh, lebenb nad; \u00a9uropa gu bringen, unb nachbem ich\" einige \u00a9rfahrungen \u00fcber ben ^appenfolibri gefammelt ^atte, fd;ien eg mir, ba\u00df er ju Berfud)en ftch befonber\u00bb eignen m\u00fcffe. SORetne \u00a9rmartungen m\u00fcrben Dereitelt; aber bie Bem\u00fchungen, melche idh mir gab, t;aben mich mit feinen \u00a9itten unb \u00a9emohnl)eiten fehl* befannt gemad;t. Biete biefer B\u00f6get ftnb Don mir unb meinen Wienern mit .fpilfe eine\u00ea gem\u00f6hnlichen \u00a9d;metter\u00efing\u00eanehe\u00ea gefangen morben; benn bie Don einigen \u00a9d)riftfteHern gepriefenen Faden eignen ftd; meiner Slnftd)t nad) mehr f\u00fcr bie \u00a9tubierftube, at\u00a3 f\u00fcr ben B\u00dfalb. Oft fanben mir, ba\u00df bie SReugier biefer Keinen B\u00f6gel ihre Furcht \u00fcbermog. SBemt mir ein SRefj jum Fang gurecht machten, flogen fie oft nid)t Don ber \u00a9teile, fonbern lauten im \u00a9egentheil n\u00e4her herbei unb ftrecKen ihren .\u00eepat\u00ea au\u00ea, um ba\u00ea B\u00f6erl^eug ju betrachten, foba\u00df eg ung leicht m\u00fcrbe, fte megjufangen. 9Rid)t fetten lehrte einer, nad; metd)ern mir Dergeblidh gefangen hatten, jur\u00fcd unb erhielt ftch, gerabe \u00fcber unfern k\u00f6pfen fd;mebenb unb uns\u00bb mit einer unerfd)\u00fctterlid)en 3utraulid;teit in\u00a7 \u00a9eftebt fchenb. Stber eg mar fel)r fdhmierig, biefe fo teid;t ju fangenben B\u00f6get bi\u00eb nach $au\u00ea \u00a7u bringen; gem\u00f4\u00ef)nlid) hatten fte, auch menu fte nid)t im geringften Derte^t maren, Derenbet, ehe mir unfere B\u00dfohnmtg erreichten, unb biefenigen, melche in anfd;einenber \u00a9efunbheit hiev aulamen, fiarben regelm\u00e4\u00dfig fd^on am n\u00e4d;ften Bage. SInfang\u00eb brad;te id) bie frifd) \u00a9efangenen batbm\u00f6glid;ft in K\u00e4fige; fte aber gingen, obgteid) fie ftch hiev tt\u00ee<ht befdh\u00e4bigten, regelm\u00e4\u00dfig \u00a7u \u00a9runbe. ^3t\u00f6hlid; fielen fie auf ben Boben be\u00ea \u00a9ebauer\u00ea I)evab unb lagen hier bemegung\u00ealo\u00ea mit gefd)loffenen Slugett. SRahnt man fie in bie ^\u00bbanb, fo fd)ien eg, dg ob fte noch auf einige Slugenblicfe gum Seben gur\u00fcd'fehrten; fte brehten bann ba\u00a7 fdh\u00f6ne ^au^t hinterm\u00e2rt\u00ea ober fd)\u00fcttelten eg, mie unter gro\u00dfen \u00a9Chinesen, hin unb her, breiteten bie Fl\u00fcgel au\u00ea, \u00f6ffneten bie Slugen, fir\u00e4ubten ba\u00ea \u00a9efieber ber Bruft unb ftarben regelm\u00e4\u00dfig ohne jebe\u00ea \u00eframpfhafte \u00e2w^en. Oie\u00ea mar ba\u00ea \u00a9chidfat meiner erften Berfudhe.\"\nSretjm, 2:^ierleben. rv.\n9","page":129},{"file":"p0130.txt","language":"de","ocr_de":"130\nSDie Sp\u00e4her. \u00a9cpmirroBqe\u00ef.\n\u201e$m Jperbft fing idp gioei junge ER\u00e4nndpen nnb brad\u00e9e fie nic^t in einen \u00c4\u00e4ftg, fonbern in meinen Elrbeit\u00earaum, beffen sp\u00fcren nnb f\u00fcnfter id) Oerftdpert l;atte. Sie ioaren \u00efebenbig, aber nid)t mitb, geigten fiep fpietluftig itnb mir gegen\u00fcber gutrautid), festen fid) g. \u00a9. opne jegtid)e B^\u00fcdpattung geittoeilig auf einen meiner Ringer. \u00a9tunten, treidle idp perbeigebrad)t patte, m\u00fcrben augenbtidticp oon ipnen befugt; aber id; fap attcp fofort, ba\u00df fte eingelne mit Elufmerffamfeit betrad;teten, anbere hingegen oernadpt\u00e4fftgten. \u00a3)e\u00eapalb polte id) bie erfieren in gr\u00f6\u00dferer ERenge ^erbei, unb at\u00ea id) mit einem Strau\u00df non ipnen in ba\u00a7 Biwmer trat, patte id) bie $reube, gu fepen, ba\u00df fte bie \u00a9turnen burdpfud)ten, to\u00e4prenb id) fie nod) in meiner jpanb piett. \u00a3>ie lieben\u00eaio\u00fcrbigen @efd)\u00f6pfe fdtjtoirrten jept faurn einen Bott oor meinem \u00a9efnpte perum unb unterfud)ten alte \u00a9tunten auf ba\u00ea genauefte. Elt\u00a7 idp aud) biefe \u00a9turnen in einem \u00a9ef\u00e4\u00df untergebradpt t)atte, befugten fte batb ben einen, batb ben anbern Strau\u00df, unb bagtoifdpen unterhielten fte ftd) burd) (Spielereien im Bitumer ober festen ftd) auf Oerfd)iebenen \u00a9egenft\u00e4nben nieber. Obtoopl fie gelegentlich ben \u00c7enftern fid) n\u00e4herten, flatterten fte bod) nie an benfetben. \u00a9Senn fte flogen, h\u00f6rte id) oft ba\u00ea Sdjnappen ipve\u00ea Sd)nabel3 : fte hatten bann ungioeifetpaft ein fleine\u00ea \u00c4erbtpier gefangen. Ecad) einiger Beit fiel einer Oon ihnen pt\u00f6plicp in einem \u00a9Sinfet gu \u00a9oben unb ftarb. $Der anbere behielt feine Sebenbigfeit bei. \u00a3)a id) f\u00fcrchtete, ba\u00df bie \u00a9lumen geleert fein m\u00f6chten, f\u00fcllte ich ein fteine\u00ea \u00a9ta\u00ea mit Bttderfaft an, Oer; fd)to\u00df e\u00ea burdh einen \u00aeorf unb ftebtte burdh biefen eine \u00a9\u00e4nfefpute, auf ioetd)e id) eine gro\u00dfe, unten abgefdhnittene \u00a9t\u00fcthe fepte. t\u00a3)er \u00a9oget fam augenbticftief) perbeigefd)mirrt, ping fid) an ben fRanb ber \u00a7tafd)e unb ftedte feinen Scpnabet in bie El\u00f6pre. @\u00e4 toar augenfdheintid), ba\u00df it)m bie Sabmtg behagte ; benn er teefte geraume Beit, unb at\u00ea er aufgeftogen toar, fanb id) bie \u00abSpute teer. Sehr batb fam er auch gu ber nicht burd) \u00a9turnen Oergierten Spute, unb nod) im \u00a9erlauf be\u00ea \u00a3age\u00ea bannte er feine neue ERaprung\u00eaqueEe genau, \u00a9egen Sonnenuntergang fud)te er ftdp eine Seine gum Scptafen au\u00eb; am n\u00e4chften ERorgen Oor Sonnenaufgang mar er aber fdl)on mieber munter, patte aud) feinen Sprup\u00eatopf bereite geteert, \u00a9inige Stunben fp\u00e4ter flog er burdh eine \u00eefmoe, metope ich unoorfid)tiger \u00a9Seife offen getaffen hatte unb entfam gu meinem nid)t geringen Merger.\"\n\u201eSDrei ER\u00e4nndpen, ioetdpe im \u00a9prit gefangen toorben ioaren, machten fid) gugenblicftief) oertraut mit ihrem neuen \u00a9Sopnraum. 3)er eine oon ihnen fanb auch fofort ein \u00a9la\u00ea mit Bucferfprup auf unb faugte mieberpolt. \u00a9iner ftarb, bie anberen m\u00fcrben fo gal)m, ba\u00df ber eine, nod) epe ber \u00a3ag oor\u00fcbergegangen loar, mir in\u00a7 \u00a9eftept geflogen fam, fid) auf meine Sippen ober mein $inn fepte, feinen Sd)nabel mir in ben ERunb ftedte unb meinen Speid)et tedte. \u00a9r m\u00fcrbe fo f\u00fcpn unb ioieberpotte feine \u00a9efuepe fo oft, ba\u00df er fdplie\u00dflid) gerabegu bet\u00e4tigte; benn er toar fo eigenjtnnig, ba\u00df er feine oorfcpneEbare Bunge w \u00fcEe \u00a3peite nteine\u00ea ERunbe\u00ea ftedte, fo, gtoifd)en $inntabe unb \u00a9Sange, unter bie Bunge u. f- to. 2$enn id) ipn betopnen moEte, napnt id) ein ioettig Sprup in ben ERunb unb tub ipn burd) einen fd)macpen Saut, ben er fepr batb oerftepen lernte, gu mir ein. $rifd)e \u00a9turnen fepienen ipm niept befonber\u00ea gugufagen, unb aucp, at\u00ea id) bie \u00a9l\u00fctpen ber ERoringa, meldpe oon ipm im ^reileben fonft beft\u00e4nbig aufgefudpt. merben, in\u00ea B*mmel\u2019 bradpte, bemerfte idp, baf er fte naep einer furgen Pr\u00fcfung oernaept\u00e4fftgte. . . . Seber eingetne erm\u00e4ptte fid) feinen befonbern ^tap auf ben Seinen, toetdpe quer burd) ba\u00ea Biotmer gegogeu maren, unb feprte ftet\u00ea ioteber gu bemfetben gur\u00fcd. \u00a9benfo fud)te ftdp jeber nod) einen ober gtoei ipt\u00e4pe gur geitioeitigen Ebupe au\u00ea unb benupte fte regelm\u00e4\u00dfig, optte ben ERadpbar gu oerbr\u00e4ngett. Selbft toenn er getoaltfam Oertrieben tourbe, feprte er immer ioteber gu bent einmal erto\u00e4ptten Siporte gur\u00fcd, bem in ber fyreipeit \u00a9etoopnten burdpau\u00ea entfpred)enb. SDe\u00eapatb fonnten mir aud), menu mir einen biefer beliebten Sippt\u00e4pe im \u00a9kibe erfunbet patten, mit \u00a9eftimmtpeit barauf red)nen, ben betreffenben Supaber innerhalb ioeniger ERinuten oermittetfi \u00a9ogelteim gu fangen.\"\n,/\u00a3)cr f\u00fcpnfte meiner \u00a9efangenen mar fepr fampftuftig unb griff gelegentlich feinen friebtidperen \u00a9ef\u00e4prten an, toeldper ftet\u00ea gnr\u00fcdmidp. Ecadp fotepem \u00a7aE fepte ftd) jener unb ftie\u00df ein oergn\u00fcgte\u00ea \u201eSfrip\" au\u00a3. ERadp ein ober gmei \u00eeagen aber befam ber \u00a9erfolgte ba\u00ea Spiet fatt unb m\u00fcrbe nun feinerfeit\u00ea gum \u00a9prannen, inbem er gun\u00e4d)ft ben \u00a9ef\u00e4prten oont Sprupgtafe oertrieb. Btoangigntat","page":130},{"file":"p0131.txt","language":"de","ocr_de":"Seben\u00eatoeife bcr \u00a9djtoirrfc\u00f6gel.\n131\nnad; etncmber berfud;te ber burftige \u00a9ogel, ftcf) btefem \u00a9lafe gu n\u00e4hern; aber fobalb er bor bemfelben fd;toebte unb feine 3imge au\u00eaf\u00efrecfte, ft\u00fcrgte fid; bei* anbere mit unbergleid;lid;ei* \u00a9dhnedigfeit auf ibu herab unb jagte il;n bon binnen, \u00a9r burfte gu jeber anbei*\u00ab \u00a9telle beg dtaumeg fliegen, fotbie er fid; aber bem \u00a9ef\u00e4fe n\u00e4herte, gab er bag geidjen gum Kampfe. \u00a3)er Leiber hingegen nahm fid; nach \u00a9etieben feinen \u00efrunf. SD\u00eeit bem 3ur\u00fcdfehren feineg 2Jiutl;eg hatte er aud) feine Stimme tbieber erlangt, unb nunmehr fcbrieen beibe laut unb fdjrill ihr \u201eStrips faft ohne Unterbrechung.\"\n\u201e3Rachbem bie \u00a9efangenen einmal in bem 3immet eingetb\u00f6hnt Jbaren, geigten fte eine Se.bfaftig; feit ohne \u00a9leieren. \u00a9ie nahmen bie berfduebenften Stellungen an, brehten fidh aud; im Sipe\u00ab hin unb her, fobafj ihr reid;eg \u00a9efieber bei bei* berfepiebenen \u00a9eteud;tung IbunberboU flimmerte. Sie flogen hier unb ba hin, feptbenften unb belegten fid; auf bag anmuthigfte in ber Suft, unb bieg Sl\u00fce\u00ea gefepap fo rafcb unb j\u00e4plingg, baf bag Sluge ihren \u00a9etoegungen oft niept folgen fonnte. 3ept mar bag gl\u00e4ttgenbe \u00a9efch\u00f6pf in ber einen \u00a9de, unmittelbar barauf h\u00f6rte man bag \u00a9eptbivren ber unfid;tbaren \u00a9eptoingen in einer anbei*\u00ab hinter ung ober nahm eg felbft, bor bem \u00a9ef\u00efd^te fcpioebenb, toapr, ohne baf man toufte, ibie eg hierher gefommen fein fonnte.\"\n\u201e93on biefer 3eit an big gu \u00a9nbe beg 9Rai erhielt id; ungef\u00e4hr f\u00fcnfunbgtoangig \u00c4olibrig mehr, faft nur Sft\u00e4nncpen. \u00a9intge bon ihnen tbaren mit bem IRep, anbere mit bem \u00a9ogelteim gefangen iborben; aber niept tbenige bon ipnen fiatben, obgleid; fte fofort nad; bem $ang in einen \u00aeorb geftedt toorben tbaren. SDiefeg pl\u00f6plicpe \u00a9erenben fonnte ich mir nie bodft\u00e4nbig erfl\u00e4ren. Oie \u00a9efangenen befd;\u00e4bigten fiep nid;t an ben \u00a9eiten beg $orbe\u00ea, obgleid; fie ftd) hier oft aufhingen, eg fd)ien mir bielmehr, alg ob eg bag \u00a9ntfepen \u00fcber ihre \u00a9efangenfepaft tb\u00e4re, ioelcpeg fo gro\u00dfen \u00a9in; flu\u00a7 auf fie aug\u00fcbt. \u00a9iete bon benen, ioelcpe \u00abcd; lebenb in bag ,!paug famen, lagen bodh fchott im \u00a9terben, unb bon*benen, toeldhe gl\u00fcdlid; in ben Sftaum gebracht iourben, ftarben bie meiften in ben erften bierunbgtoangig \u00a9tuuben, geto\u00f6hnlidh toeil fie bie Seinen, auf benen ihre bereite eingetoohnten \u00a9ef\u00e4l)rten fafen, nicht beachteten, fonbern gegen bie d\u00f6\u00e4nbe flogen, \u00a3ier erpielten fie ftch flatternb lange 3eit; bann fanfen fie langfam niebertb\u00e4rtg, bie \u00a9dringen beloegenb, entfd;ieben fraftlog, big fte auf \u00a9ttoag auffielen. 2\u00dfenn \u00a3)ieg ber \u00a9oben toar, erhoben fie ftd; tbieber, aber nur, um bon neuem gegen bie \u00a93\u00e4nbe gu fliegen. Oft gefepap eg, baf fie hinter ben berfepiebenen haften unb \u00a9\u00fcdjfen nieberftelen, ioeld;e im dimmer ftanben; bann hatten fte niept mehr Biaum genug, um fid; \u00a7u erheben unb ftarben unbead;tet. \u00a3)ieg toar bag \u00a9efd;id bon bielen, fobafj bon f\u00fcnfunbgtoangig nur fteben ftch eingetb\u00f6hnten. \u00a9ie freilich tbaren halb gang gu \u00a3aufe.\"\n\u201e3d; mu\u00a7 pier bemerfen, ba\u00a3 ihr \u00a9Befen fehr berfd;ieben toar. \u00a9inige geigten ftch m\u00fcrrifd;, berbriefjlicp unb tropig, anbere fel;r furdhtfam, anbere tbieber liebengtb\u00fcrbig, fromm, g\u00e4hnt unb gutraulicp, bom erften Slugenblid an.\"\n\u201edRein getb\u00f6httlid;er f5lan, um fte an ben fftaunt unb an bag gttdergef\u00e4f getb\u00f6pnen, Jbar fehr einfach- SGBentt bag \u00df\u00f6rbepen, in tbelchem man bie Neulinge mir brachte, ge\u00f6ffnet iburbe, flogen fie aug unb getb\u00f6l;nlid; gegen bie SDede, feltener gegen bie genfer, -Racf einem 2Beitd;en fdhibebten fte in ber angegebenen \u00a9\u00f6eife an ben SB\u00e4nben, ab unb gu biefe mit ber \u00a9pipe ihreg \u00a9cpnabelg ober mit ber \u00a9ruft ber\u00fcprenb. \u00a9ei.fcparfer \u00a9eobad;tung fonnte man ibahrnehmen, tbenn fte erfep\u00f6pft tbaren unb gu ftnfen begannen. 2)ann liefen fte eg fiep in ber lieget gefallen, baf man fie aufnahm unb auf ben ginger fepte. ^atte'id; fie hier, fo nal;m ich ein ftenig 3uder in ben SRunb unb brachte ihre \u00a9chn\u00e4bel gtbifd;en meine Sippen. 3atbeilen begannen fie fofort gu faugen, mand;mal ibar eg nothtbenbig, fte tbiebetholt bagu eingulaben; hoch lernten fte eg fd;lieflid; reget; m\u00e4fig, unb tbenn einer bon ihnen einmal aug meinem SJtunbe genommen hatte, toar er gu fp\u00e4terem \u00a9\u00e4ugen immer bereit, \u00fctiad; biefer erften Sehre fefcte id; ben \u00a9efangenen borftd;tig auf eine ber Seinen, unb tbenn bag S\u00dfefen beg \u00a9ogelg ein fanfteg toar, blieb er hier aud; ftfcen. \u00a9p\u00e4ter reichte id; ihm anftatt meiner Sippen ein \u00a9tag mit \u00a9prup, unb hatte er bon biefent ei\u00ab; ober gtbeitnal geledt, fo fanb er eg auch auf, tbenn eg auf bem \u00eeifdfe ftanb, unb nunmehr fonnte ich i\u00a7n als geg\u00e4hmt anfehen. \u00a9eine 3eit tourbe jept getheilt gtbifd;en furgen gt\u00fcgen im Raunte unb geittoeiligen fRuhepaufen auf ber\n9*","page":131},{"file":"p0132.txt","language":"de","ocr_de":"132\n\u00aeie \u00a9pctfyer. \u00a9djtoirro\u00f6gel.\nSeine. \u00a3)abei faut e\u00ea oft oor, bafj gtoei einanbev im ^luge oerfolgten. ($3 fdjiett mir, al\u00ea ob tiefe Begegnungen freunbfdjaftlicher Slrt feien. Badj genauerer Beobachtung tourbe idj \u00fcberzeugt, bafj biefe\u00ea beft\u00e4nbige Slbfltegen oon ber Seine nur ben B^ecf batte, Heine, bcm menfdjlidjen Sluge unftdjt; bare \u00c6erbtljiere gu fangen. \u00a9eljr h\u00e4ufig h\u00f6rte id) ba\u00ea \u00a9djnappen mit bem \u00a9djnabel, unb ein; ober gtoeimal fah id) aud), toie eine fliege gefangen tourbe, toeldje f\u00fcr bie \u00a9eljlraft be\u00a7 menfdjtichen Sluge\u00ea eben nod) grofj genug toar. \u00a9etooljniich ioaren biefe Sltt\u00eafl\u00fcge feljr burg. SDer Bogel burd); mafj $3c$fien3 einen ober gtoei Fuf\u00ea Entfernung unb beerte bann nad) feinem \u00a9ihegur\u00fcd, gang toie e\u00e8 bie edjten Fliegenf\u00e4nger tljun; bettn fFItegertf\u00e4nger unb gtoar feljr oollbommene Fliegern f\u00e4nger finb aud) bie \u00aeolibti\u00a7. Einer niebrigen \u00a9dh\u00e4fcung nad) barf id) anne\u00efjmen, baff jeber toenigften\u00ea brei $erbtl)iere in ber Blinute fing unb gtoar mit Joenig Unterbrechung in ber Beit *>om fr\u00fchen B\u00eeorgen bi\u00ea gum SIbenb. 3*t ber Freiheit toerben fte ioahrfcheinlid) nicht fo oiet Beute auf biefe Bkife machen, Joeil fte hier haitptf\u00e4djlid) ben bleinen Werfen nachftreben, toeldje ba\u00a7 3imere ber Blumen betooljnen; aber aud) hier fteljt man fie beft\u00e4nbig in ber angegebenen Bkife auojtiegen. Bleine \u00a9efangenen flogen gelegentlid) and) gegen bie B\u00f6\u00e4nbe unb nahmen Fliegen au\u00ea ben \u00a9pinnennefjen.\"\n\u201eEigent\u00fcmlich \u00eeoar bie Slrt unb 2\u00dfeife i\u00efjre\u00ea Herabf omnten\u00ea, ioenn fte trinfen toollten. Slnftatt n\u00e4mlich auf ba\u00ea \u00a9ef\u00e4fj lo\u00eagufliegen, f\u00fchrten fte uttab\u00e4nberlid) gto\u00f6lf bi\u00a3 gtoangig \u00a9djraubem g\u00e4nge au\u00ea, oon benen fte ein jeber ein toenig tiefer brachte, \u00a9ie tarnen fehl* h\u00e4ufig, um gu faugen, nahmen aber niemals oiel auf einmal. $)od) leerten ihrer f\u00fcnf immerhin ein BBeingla\u00ea t\u00e4glich-3l)r Soth toar ftet\u00ea fl\u00fcfftg unb gleid) bem \u00a9Ornp, toeld)en fte eingenommen hatten.\"\n\u201eSille gingen erft fp\u00e4t gut* Stulje, unb oft fah man fie noch bi\u00ea gur D\u00e4mmerung jagen unb umherfd)toeifen. \u00a9ie toaren aud) to\u00e4hrenb ber S\u00eeadjt fehr unruhig unb tonnten leicht aufgeregt toerben. \u00a3rat man mit einem Sicht in ba\u00ea Bimtner, fo fej$te man jebergeit einen ober gtoei oon ihnen in Betoegung. \u00a9ie fchienen bann benfeiben \u00a9djrecfen gu empfinben, tote im Anf\u00e4nge ihrer \u00a9efangem fdhaft, flogen auch toie fr\u00fcher gegen bie SB\u00e4nbe unb ftarben fogar oor Slngft, toenn man nicht befonber\u00ea auf fte achtete.\"\n\u201eStad)bem meine (befangenen ben erm\u00e4hnten Staunt einige Bett betoohnt hatten, fefete ich fte, f\u00fcnf an ber Bohl, in einen gro\u00dfen \u00c4\u00e4fig, beffen eine \u00a9eite mit \u00aeral)t oergittert toar. 3d) hatte biefen S\u00dfedjfel fehl* gef\u00fcrchtet unb brachte fie be\u00eahalb be\u00eb Slbenb\u00ea in ben \u00df\u00e4ftg, in ber Hoffnung, ba\u00a7 bie Stacht fie beruhigen toerbe. \u00a9d)on fr\u00fcher toaren fie burd) ba\u00ea \u00a9prupgef\u00e4fj nad) unb nach in ba\u00e2 3nnere be\u00ea \u00ae\u00e2fig\u00ea geto\u00f6ljnt toorben, unb fo toar berfelbe ihnen toenigften\u00eb \u00efein unbe\u00efannter Staum mel)i*. Badjbent bie Sth\u00fcr gefdjloffen toar, flatterten fte ein SBeildjen; aber am n\u00e4dhften Stage fah ich 3U meinem Bergn\u00fcgen, bafj alle ruhig auf ben \u00a9pringlj\u00f6lgern fafen unb auch oon bem \u00a9prup nahmen. Balb barauf brachte ich nod) gtoei Bt\u00e4nndjen mehr gu ihnen unb fp\u00e4ter aud) ein Weibchen. 3)aS leptere hatte ftd) fd)on am n\u00e4chften \u00a3age gu einem langfdhto\u00e4ngigen Bt\u00e4nnd)en geftetlt, ioelche\u00ea bt\u00eb bal)in einen \u00a9ipplap a\u00fcein innegehabt, unb bem\u00fchete ftd) augenfcheinlich, Siebe gu ertoerben. E\u00ea h\u00fcpfte feitto\u00e4rt\u00f6 auf ber \u00a9ipftange gegen ihn hin, bi\u00bb e\u00a7 ihn ber\u00fchrte, e\u00e8 fpielte ihm gart in feinem \u00a9eftdjt, fchtug mit ben Fl\u00fcgeln, erhob fidj fliegenb \u00fcber ihn unb that, al\u00ea ob e\u00ea ft\u00abh auf feinen St\u00fcden fepen ioodte u. f. io. Er aber fd)ien, toie id) gu meinem Bebauern fagen muff h\u00f6dhft unh\u00f6flich ober gleidhgiltig gegen berartige Sieblofungen gu fein.\"\n\u201e3<h he9te uun bie gr\u00f6\u00dfte Hoffnung, fte lebenb nadh Englanb gu bringen, ba ich meinte, baf bie \u00e4rgften \u00a9d^toierigleiten je^t oor\u00fcber feien. Slber alle meine Hoffnungen tourben balb gerft\u00f6rt; benn fchon eine SBocfje, nadjbem id) fte in ben \u00ae\u00e4fig gebracht hatte, begann ba\u00ea Berberben. Beeilen ftarben gtoei an einem \u00a3age. 3n ber n\u00e4d)ften 2Bod)e hatte ich blo\u00ea noch einen eingigen, toeldher ben anbern auch balb nachfolgte. 3d) Oerfuchte oergeblid), fte burch ueue gu erfepen; bie ergiebigften 3agbgr\u00fcnbe toaren aber jept oer\u00f6bet. SDie Stobe\u00eaurfadje ber \u00a9efangenen toar ungioeifelljaft ber SRaitgel an ^erbthiemahrung; benn toenn fte auch fortio\u00e4ljrenb \u00a9prup nahmen, fo fonnte berfelbe bo^) nicht gen\u00fcgen, fte gu erhalten. Sille, toeldje ftarben, toaren au\u00eane\u00efjmenb mager unb ihr Blagen fo","page":132},{"file":"p0133.txt","language":"de","ocr_de":"Sebenimeife ber \u00a9chmirtocgel.\n13B\ngufammengefdhrumpft, baf man ihn taum ernennen \u00efonnte. 3m gr\u00f6\u00dferen $aum Batten fie nod) $erbtf)iere fangen k\u00f6nnen, im \u00a9auer mar ihnen Oiel unm\u00f6glich ge\u00efoefen.\"\nDarren meint, mie \u00a9offe noch bemerft, baf el m\u00f6glich fein f\u00f6nne, Sunge oom dlefte an an \u00a9prup gu gem\u00f6hnett, beioeift bamit aber nur, baf er niemafl \u00a9hiere tebenb gehalten hat. Sind) *punbe f'ann man eine Beit lang mit Buder f\u00fcttern: man ern\u00e4hrt fte bamit aber nidjt, fonbern bereitet iljnen ein ftdjerel \u00a9nbe. \u00a9I unterliegt f\u00fcr mid) feinem\tba\u00df el unm\u00f6glich ift,\neinen Kolibri l\u00e4ngere Beit mit Beider ober $onig allein gu erhalten; aber id) begtoeifle nid)t, ba\u00df el m\u00f6glid) fein mirb, biefe lieblichen \u00a9\u00f6gel an ein \u00a9rfapfutter gu gem\u00f6huen. Slnf\u00e4nglich mirb mau fid) hierbei auf Slmeifenpuppen befd)r\u00e4nfen m\u00fcffen; fp\u00e4ter aber bann man mahrfdheinlid) anfiatt beffen fein gerfto\u00dfenen B^iebad, Ou\u00e4rf nnb \u00a9ibotter anioenben. Um bie \u00a9\u00f6gel gum ^reffen gu bringen, mirb man baffelbe Verfahren angumenben haben, meld)el \u00a9offe befd)reibt, nnb m\u00e4l)renb bel \u00a9entmerl mirb f\u00fcr frifche \u00a9lumen beftm\u00f6glid)fi geforgt merben m\u00fcffen. \u00a9o m\u00f6chte el, meiner 9(nfid)t nad), m\u00f6glich fein, folibril lebenb nach \u00a9uropa gu bringen nnb fie pmr menigftenl eine Beit lang gu erhalten. Oa\u00df Se\u00dfterel gelingen bann, geht aul \u00a9oulb1! \u00a9rfahrungen gur \u00a9en\u00fcgc heroor. \u201eOie amerifanifd)en \u00c6olibril\", fagt er, \u201emetche ich Iebenb hierher brachte, maren fo gelehrig nnb furchtlos, mie ein gro\u00dfer \u00a9d)metterling ober irgenb ein anberel \u00c6erbthier bei \u00e4hnlicher \u00a9epanblung fein m\u00fcrbe. Oer $\u00e4fig, in melchern fte lebten, mar gm\u00f6lf Bod lang, fteben Bod breit nnb ad^t Bod hoch- 3n bentfelben befanb fi<h ein Heiner \u00a9auntgmeig nnb an ber \u00a9eite hing eine \u00a9falflafdhe, meld^e t\u00e4glich mit \u00a9prup nnb bem botter einel nngefottenen \u00a9iel gef\u00fcllt mnrbe. \u00a9ei biefer Nahrung fchienen fte gu gebeiheu nnb gl\u00fcdlid) gu fein, bocp nur m\u00e4hrenb ber gaprt l\u00e4ngl ber $\u00fcfie oon Slmeriba nnb \u00fcber ben atlantifchen Ocean, bil fie innerhalb bel \u00a9influff el bel europ\u00e4ifcpen flirnal bauten. Stuf ber \u00a3\u00f6he bel meftlichen Zfyilt\u00ea non Brlanb gaben ftd) unoerfennbare Beid)en ber Slbfcpm\u00e2chung bunb, nnb oon biefer erholten fte ftch nie mehr. Oennod) gelang el mir, einen non ihnen lebenb nad) Sonbon gu bringen. ipier ftarb er ant gmeiten \u00a9age nad) feiner Slnfunft in meinem \u00a3>aufe.\"\n3)ie \u00a9ch\u00f6nheit nnb Bier\u00efid\u00c9>feit ber \u00a9chmirro\u00f6gel haben ihnen bie Siebe aller Slmeri\u00efaner ermorben. \u00aee\u00ea^alb fteUt man ihnen auch eigentlich nur bann nach, menu ein fammelnber \u00a9urop\u00e4er 2)ie\u00ea m\u00fcnfd)t. 3n ben alten fdeifemerfen unb dtaturgefd)ichten fteht gu lefen, ba\u00df man bie bleinen 33\u00f6gel btol mit \u00a9anb ober dBaffer flie\u00dfen bonne. 2tubub on hat fld? verleiten laffen, Oiel gu Oerfucpen unb gefunben, ba\u00df bie aul Staffer befiepenbe Sabung mohl bal \u00a9emehr einfcpmugt, aber beine Kolibri! tobtet, feiner \u00a9ogelbunft ift oodfommeu geeignet gur 3agb ber \u00a9chmirro\u00f6gel, fad! man nur bie red)te Sabung unb bie rechte \u00a9ntfernung beim \u00a9chiefen gu treffen mei\u00df. 3\u2122 \u00fcbrigen beanfprucpt bie 3agb nicpt bie geringste SLR\u00fche ober @efchidlid)beit. \u00a9tan braucht ftdh nur unter einen bl\u00fchenben \u00a9aum auf bie Sauer gu fegen unb im geeigneten 2lugenblid auf ben oor ber \u00a9turne fdjmebenben Kolibri gu fchiefen. 2luf biefe 2lrt bann matt im Saufe eine! \u00a9ormittagl fo oielc erlegen, all man eben mid. \u00a9inen mirbtichen dtufen gem\u00e4hren bie Oobten \u00fcbrigenl nur bem 3Raturforfcfjer ; beitn bie alten Beiten, in benen bie oornehmeit ddefibaner ihr ^leib mit ^olibrib\u00e4tgen fchm\u00fcdten, finb oor\u00fcber. \u00a9egenm\u00e4rtig merben bie \u00a9\u00f6gel menigftenl in \u00a9\u00fcbameriba nirgenbl mehr gum ^\u00dfuf oermenbet.\n2lufer ben 9Jtenfd)en fd)einen bie \u00a9chmirro\u00f6gel ioenig ober beine ^einbe gu haben. \u00a93 i]t bannt angunehmett, baf fie bem Singriff ber Staubo\u00f6get ober Staubthiere \u00fcberhaupt aulgefe^t ftnb ; benn el gibt bein anbere! dtaubthier, meldhel ihnen an \u00a9dhnedigbeit gteid)b\u00e4me. Oie Bungen h^' gegen m\u00f6gen oft bie \u00a9eute ber bletternben 9taubf\u00e4ugethiere ober ber nefterbl\u00fcnbernben \u00a9\u00f6get merben. Oarauf hin m\u00fcrbe menigftenl ber \u00a9ifer fd)liefen, mit meld)ern f olibril berartige \u00a9\u00f6get angugreifen pflegen. 3^ adgemeinett aber fd)einen bie gefl\u00fcgelten \u00a9beffteine menig behedigt gu fein. Oie\u00e8 bemeift fdhon bie auferorbentlidhe Slngaht, in mcldjer fte ungeadptet iprer geringen \u00a9ermeljrung \u00dcberad auftreten. fr\u00fcher hat man ftdh n^t fabelhaften fteinben ber \u00a9dhmiito\u00f6gel befdh\u00e4ftigt; man hat namentlich bie grofe \u00a9ogelfpinne mit ipnen in \u00a9erbinbung gebracht unb geglaubt, baf","page":133},{"file":"p0134.txt","language":"de","ocr_de":"134\nSie (sty\u00e4tyer. Seichtfchn\u00e4bler.\nfie ton jener oft gefangen m\u00fcrben, mie gliegen t>on ber Kreugfhinne. Unfere heutige Kenntni\u00df be\u00ea SBefen\u00ea ber \u00a9chmirro\u00f6get Berechtigt un3 jebod^, an ben ton grau SDterian unb jperra S\u00dfctlifot be 23eau\u00f6oi\u00a7 erg\u00e2\u00efjtten \u00a9efdjidjten biefer 2lrt gu gmeifeln, obfdjon mir annel)men b\u00fcrfen, ba\u00df ein \u00efteiner Colibri ton ben ftar\u00efen 3Re^en gr\u00f6\u00dferer \u00a9pinnenarten fto\u00efjl feftgehalten unb bann mo\u00ef)l aud) ton ber Sftefcfiriderin angefreffen toerben mirb. \u00a3)ie Kolibri\u00ea finb aber nicht fo t\u00e2bpifd), Joie g. 23. bie \u00ef\u00efeinen ginfen, ton benen 23ate\u00ea einmal iljrer gmei in einem \u00a9binnenneije eingemidelt fanb: fie \u00efennen biefe \u00a9efafjr unb miff en i\u00efjr, mie 23ul\u00efod\u2019\u00ea 23eobad)tungen bargeman, mit \u00a9rfolg gu begegnen.\nNeunte grinning.\n\u00aetc Seidjtfdjn\u00e2fcler (Levirostres).\nO3\nc^5n ber britten unb lebten ^auptabtheilung ber \u00a9p\u00e4fyt\u00f6gel tritt eine fel)r gemifdjte \u00a9efe\u00ef\u00effdjaft tor un\u00a7. 23erfdjiebenartige \u00a9eftalten finb l)ier bereinigt, unb bie \u00a9nbglieber unterfdjeiben fid) fo mefentlidj bon einanber, ba\u00df man fie taum al\u00bb 23ermanbte gu erfennen bermag. Oiefe SJ\u00eeand); faltigfeit ber \u00a9efammt\u00efjeit hat berfd)icbene 2lnfid)ten ber gorfdjer begr\u00fcnbet, unb gu Trennungen Oeranla\u00dft, meiere, bei 23cad)tung be\u00ea Seben\u00ea ber betreffcnben 23\u00f4gel, une\u00bb a\u00ef\u00ea ungerechtfertigte erfd)einen m\u00fcffen. T)er paargeljige gu\u00df fpielt aud) \u00efjier eine gro\u00dfe Sl\u00eeoOe ; man ^at iljm eine 23ebeutung bei; gelegt, meldfe er, mie bie 23eobadjtung ber Scbcn\u00ebmeife ber hier in grage fommenbcn 23\u00f6gel lehrt, \u00efeine\u00eameg\u00ea befi^t Unter unferen 2eid)tfd)u\u00e4blcrn gibt e\u00ea mehrere, tr>elcf>e fief) bi\u00e9 auf ben klammer; fu\u00df fo \u00e4ljnlich finb, ba\u00df man fte bermechfcln f\u00f4nnte, unb meld;e aud) in allem 2Befentlidjen eine burdj; au\u00ea gleichartige Seben\u00eameife f\u00fchren. \u00a9ie ab\u00bb Angeh\u00f6rige berfdhiebener Orbnungen aufgufaffen, ift mir unm\u00f6glich; be\u00f4halb habe ich mich aud; bo\u00ef\u00effonimen berechtigt geglaubt, unter bem bon Speichen bad) gebilbeten tarnen eine Orbnung aufgufteUen, melche bisher als folche noch nicht aner= fannt morben ift.\nT)ie \u00ef\u00efftanchfaltig\u00efeit biefer Orbnung erfdjmert eine allgemeine Kenngeichnung ; hoch taffen fich immerhin 2Jterfmalc auffinben, metd)e f\u00fcr bie \u00a9efammtheit giltig ftnb. Oer Seib ift gebrungen, au\u00eanaljm\u00eameife aber auch geftredt gebaut, furgh\u00e4lfig unb gro\u00dff\u00f6pfig; ber \u00a9djnabcl ifl regelm\u00e4\u00dfig gro\u00df unb bid, gem\u00f6hnlid) tief gehalten, oft an feinen \u00a9djjneiben geg\u00e4ljnelt, gumeiten burd) helmartige, hohle $ornmudjerungcn bergiert; ber gu\u00df ift immer niebrig, oft fehr fd)mad) unb ftein, mehr gunt geft\u00dfhen, als gum \u00a9e\u00efjen geeignet, haar; ober unpaargehig; ber gl\u00fcgel ift breit unb gugerunbet, obmot)l aud) hierin ba\u00ea \u00a9egentheil ftattfmben fann; ber \u00a9djmang befteht entmeber aul gehn ober gm\u00f6lf, au\u00eanat)m\u00bbmeife aud) au\u00a7 acht \u00a9teuerfebern, ift aber berfdjieben gebilbet, fehr furg ober lang, gerabe abgefchnitteu ober gugerunbet, gegabelt ober abgeftuft. \u00aeaS \u00a9efteber ift burdjgangtg reich unb gro\u00dffeberig, am \u00a9dmabetgrunbe oft gu 23orften urngemanbelt; feine g\u00e4rbung ift gemeiniglid) eine fehr pr\u00e4chtige, obfd)on e\u00a7 aud) innerhalb biefer Orbnung au b\u00fcfterfarbigen SUMtgliebern nid)t fehlt.\n2luf biefe 2tnbeutungen glaube id) mid) befdjr\u00e4nfen gu m\u00fcffen: ba\u00e4 2lulf\u00fchrlid)cre geh\u00f6rt ber gamilienbcfdjreibuug an. Oodj mag h^er noch bemerft fein, ba\u00df bie oerfdjiebenartigften \u00a9cftalten burch gmifd)en ihnen ftehenbe oerbunben merben, ba\u00df launt etn \u00a3eid)tfdjn\u00e4bier eine fo oereingelte \u00a9tellung einnimmt, mie g. 23. ber Kranichgeier innerhalb ber Orbnung ber Dtaubo\u00f6gel. \u00a9ie ftnb auf ba\u00ea innigfte unb vielfach mit einanber oerfettet. 23iete ihrer gantilien flehen ftd) fo nah, ba\u00df e\u00ea","page":134},{"file":"p0135.txt","language":"de","ocr_de":"Stl\u00efgemeine\u00eb.\n135\nfd)einett Will, al\u00eb ob bie eine mir eine Umpr\u00e4gung ober V\u00dfieberl)olung ber anbcrn ift, obwohl jebe einzelne ftd) i\u00efjre \u00a9clbft\u00e4nbigfeit bewahrt unb au gcWiffen \u00fcJ\u00eferfmalen beftimmt fid; unterfd^eiben l\u00e4ft* \u00a9d)toieriger wirb 2)ie\u00eb Bet ben ^ami\u00efteng\u00efiebern felbft; ^ter ift oft bie genattefte Unterfudjung erfor= berlid), tint bie Verfhiebenljeit jWeier Slrten ju erlernten.\nSDie Seid)tfd}n\u00e4bler ftnb Vkltb\u00fcrger, eigentlich jebod) VeWol)uer be\u00eb Wannen \u00a9iirte\u00ef\u00eb ber (Srbe; bcnn Wenige ooit iljnen nur ftnben ftd) innerhalb gem\u00e4\u00dfigter Sanbftridje unb einzelne blo\u00eb int falten \u00a9iirtel unfere\u00eb Vknbclfterne\u00eb. Slitd) ba\u00eb eigentliche Hochgebirge lieben fie nicht, tool;! aber bie Von berge beffelben. i\u00a3)er VBalb, in feiner oerfchiebenften \u00a9ntwidlung, bilbet ihreH^inift\u00e4tte ; in baumleeren \u00a9egenbeit fie^t man fie nur jeitweilig. SSiele ftnb \u00a9tanb;, manche \u00a9trid);, einige V3anber= unb 3ug; o\u00f6gel; letztere burd)eilen a\u00cf\u00cfj\u00e2hrlich bebeutenbe \u00a9treden. SDie Verbreitung ber einzelnen Slrten ift fehr oerfchieben, im allgemeinen iebodj eine befd)r\u00e4itfte.\n\u00a9igenfdjaften, Seben\u00ebweife unb ^Betragen ber SCRitglieber biefer Orbnung finb fehr \u00fcberein; ftimntenb. SDie Seid)tfd)tt\u00e4bler geh\u00f6ren nicht ju ben befouber\u00eb begabten V\u00f6geln, \u00a9ie ftnb noch beWeguitg\u00ebf\u00e2ljig, Diele aber both nur in einfeitiger V\u00dfeife. 2luf bent Voben ftnb bie meiften g\u00e4nzlich fremb; int \u00a9ejWeig ber Vaumfrotten Wiffen fid) nur Wenige ohne 3tMfcntmc ^rer f^I\u00fcgel fortju; beloegen: ihre f\u00c7ii^e finb geeignet jum Umflammern eine\u00ea 3\u00efoeige\u00eb, Weldjen fte ftiegenb erreichten, unb junt \u00a9titlfitjen, nicht aber junt \u00a9eljeit ober H\u00fcpfen; be\u00ebpalb betrachtet man anS) geWoljntid) biefenigen, Weld)e gehen, gar nicht al\u00eb Angeh\u00f6rige ber Orbnuitg. 3m fliegen hingegen finb alle Woljl; ge\u00fcbt, oiele fogar fo gewanbt, ba\u00df fte mit ben Ralfen ober \u00a9d)Walbeit Wetteifern f\u00f6nnen. (Sine Familie behcrrfdjt in gewiffetn \u00a9rabe auch ba\u00eb V\u00dfaffer: ihre Vtitglieber taudien, fich au\u00eb ber Hbhe herabft\u00fcrjeub, in feine Diefe unb arbeiten ftch mit Hilfe ber Fl\u00fcgel Wteber empor, \u00a9ine reichhaltige \u00a9timme befifjen bie Seid)tfchn\u00e4bler nid)t, unb \u00a9\u00e4nger Werben unter ihnen nicht gefunben. V\u00dfeitige finb fdjtoeigfame, oiele im \u00a9egentheil fehr fdjreiluftige \u00a9efcp\u00f6pfe, alle ohne Vu\u00ebna\u00efjme aber nur juin Hcvt,or\u00f6ringen ioeitiger unb eint\u00f6niger Saute bef\u00e4higt. Unter ben \u00a9innen fdEjeitten \u00a9eficht unb \u00a9eh\u00f6r loopl entloiclelt, \u00a9eruch unb \u00a9efdjmad aber fd)Wadj, oielleidjd fogar Oert\u00fcmmert ju fein. Ueber ba\u00eb geiftige Vkfen ift Wenig St\u00fchmen\u00ebwerthe\u00eb ju fagen. \u00a9injelne Seid)tfdjn\u00e4bler jeid)tten fich a\u00fcerbing\u00eb burd) ihren Verftanb au\u00eb; bie gro\u00dfe \u00dcJiehrjaljl aber fd)eiitt fel)i* fdjwadjgeiftig ju fein, unb einige ftnb wegen ihrer Dummheit gerabeju ber\u00fcchtigt, \u00a9in oerft\u00e2nbige\u00eb Slbw\u00e4gen ber Verh\u00e4ltitiffe Wirb bei ben \u00a3eiehtfd)n\u00e4blcrn feiten bcobad)tet: bie \u00a9incit finb unter allen Umfi\u00fcttben fd;eu, bie Vttberu fo bummbreift, ba\u00df aud) bie erftdjtlid)fte \u00a9efahr feinen \u00a9inbrucf auf fte mad)t.\nSDie Seben\u00ebweife unferer V\u00f6gel ift in ntand;er Htfidjt anjicpenb, Weil eigent\u00fcmlich. SDie Wenigften, nur bie begabten Seid)tfd)n\u00e4bler n\u00e4mlich, lieben bie \u00a9efelligfeit, b. h* eilte engere Vereinigung mit 3hrc3gleid)en ober mit frembartigen V\u00f6geln. 3^ ber fftcgeHreibt jeher \u00a9injelne feine \u00a9efdj\u00e4fte f\u00fcr ftch, unb Wenn nicht gerabe bie Siebe ju V\u00dfeib unb $htb beftimmenb wirft, bef\u00fcmmert er fid) Wenig um Anbere feiner Art, ift oielntchr eher geneigt, jebe Ann\u00e4herung berfelben Don fid) abjtt; Weifen. 9Ridjt einmal bie heilige \u00a9Iternliebe wirb oon Aden anerfannt, obwohl nid)t geleugnet Werben fann, ba\u00df bie 3t i bercr, Weld)e ju b\u00fcn Au\u00ebnahnten geh\u00f6ren, gering ift. Al\u00ea Siegel aber barf gelten, baff ber einzelne Seid)tfd)it\u00e4blcr ober ba\u00ea ein gewiffe\u00ea \u00a9ebiet eiferf\u00fcd)tig ober richtiger neibifd) abgrenjt unb gegen \u00a9inbringlinge h^vtn\u00e4cfig oertheibigt. \u00a9tiU unb ruhig auf einem VaumjWeige ft^eit, ootihierau\u00ea nad) Veute fp\u00e4hett, bie in\u00a7 2luge gefaxte oerfolgen unb nach gl\u00fccflidljein 3'^nge ju bemfelben ober einem \u00e4hnlichen \u00a9i^e jur\u00fccffehrcit unb fo im Saufe bc\u00ea Vage\u00ea ba\u00ea \u00a9ebiet ein ober mehrere \u00dcJtale burd)ftreifen : \u2014 ift \u00a9itte unb \u00a9ebraud) bei bem $ern ber Orbnung, unb nur bie ebelften \u00a9lieber berfelben Weichen pteroon ab, fei e\u00eb, inbent fie fid) gefellig l\u00e4ngere 3eit in ber Suft uml)ertreiben, ober fei e\u00eb, inbent fte im Vereine mit \u00a9leidjartigen Vaumfronen butd)fchl\u00fcpfen unb bej\u00fcglid) ben flachen Voben abfud)en. SDicfe \u00a9bleren ftnb e\u00eb auch, ioeldje fid), Weit mehr a\u00ef\u00eb alle Uebrigen um bie 2lu\u00a7enwelt f\u00fcmntent, an \u00a9reigniffen Vheil nehmen, j. V. entbedte \u00fcbaubthiere Oer; folgen unb ber gefieberten VSalbbeWohnerfdjaft anjeigen ober fonftwie Vhe^nahme ait \u00a3>ent, wa\u00eb um fte borget, befunben, w\u00e4hrenb bie Vteiften eben nur f\u00fcr bie unabWei\u00eblid)fien Veb\u00fcrfniffe \u00a9iitit ju","page":135},{"file":"p0136.txt","language":"de","ocr_de":"136\t\u00aeie \u00a9p\u00e4fyer. 2eid)tfd)n\u00e4bler. 93iene\u00bbfreffer.\nlabert feinen, unb ftc^ ^\u00f4cfjften\u00ea burd) geftlechtlid)e Erregung gu aufjergem\u00f6hnlitem \u00a3t)un beftimmen \u00efaffen.\nkleine S\u00dfirbelthiere, bereit Sitngc unb Ster, \u00aeerfe, S3eid)tljierc, SO^aben unb S\u00df\u00fcrmer bilben bie Nahrung ber meifien, gr\u00fcd)te ba\u00eb ^auptf\u00e4c^Iic^fte gutter einiger Seicpfftn\u00e4bler. diejenigen, luette tierifte 9Raljrung gu ftd) nehmen, ftnb l)\u00f6d)ft gefr\u00e4\u00dfig; benn fie jagen, ftreng genommen, m\u00e4ljrenb be\u00ea gangen Stags, \u00bberbauen raft unb taffen eine ftd) barbietenbe Seute ungef\u00e2\u00efjrbet faum \u00bbor\u00fcbergtehert, m\u00e4ljrenb biejenigen, meldje \u00bborgttgSmeife ober au\u00eafdjliept grudjtfreffer ftnb, e\u00efjer befriebigt gu fein fd)einen. die 3agb ober ber 9Raljrung\u00a7ermerb mirb in berfelbeu S\u00f6eife betrieben, mie \u00bbon beit \u00a9chmalbett, gliegenf\u00e4ngern, staben unb ben fogenannten \u00a9to\u00a7taud)ern, b. I). entmeber burd) 9lttf; unb \u00fcftieberftreidjeit itt ber Suft ober burd) \u00fcftadjfliegeit oon bem \u00a9tpla^e au\u00ea ober je nad) beit Umft\u00e4nben, gutoeilen burdj Slblefert \u00bbom Scbeit unb enblid) burd) \u00a9tof$taud)en, inbem ftd) ber betreffenbe gifler oon feinem \u00a9ipplabe unb beg\u00fcglid) \u00bbon einer gemiffen H<te aul, in meldjer er fit r\u00fcttelnb erh\u00e4lt, auf ba\u00ea SBaffer ^erabmitft unb ba3 in iljm erfp\u00e4ljte \u00a3t)ier mit bem \u00a9c^nabel gu faffeit fudjt. \u00a9e\u00efjr beatten\u00eamertl) ift, bafj eingetne Seic^tf^n\u00e4bter \u00ef^ier\u00efartoen \u00bberfolgen unb ohne \u00a9djabeit \u00bbergetmen, meldje \u00bbon allen anberen SSirbeltljieren \u00bberfd)m\u00e4l)t merben, meil beren \u00a9enujg iljnen gerabegu \u00bberberblid) fein m\u00fcrbe.\ndie gwjge SJteljrheit unfrer SS\u00f6gel niftet in \u00a9rb; unb Saumljohluitgen; einige menige aber bauen fidf) freifte^enbe, funfilofe SRefter, unb eine gu iljnen g\u00e4ljlenbe gamilie \u00bbertraut ihre 9Rad)tominenfdjaft frember pflege an, o\u00efjne ftc jebod), mie au\u00ea neueren Seobattuugen l)er\u00bborguge\u00efjen febeint, g\u00e4nglid) au\u00bb bem Mge gu \u00bberliefen. Sei beit H\u00f6hlenbr\u00fctern ober \u00a9elbftniftern \u00fcberhaupt befiept ba\u00ea \u00a9elege in ber 3Regel au\u00ea meinen Siern, bei benen, mcld)c 9Rittbriiter ftnb, \u00e4hneln bie Sier hinftttlit ihrer \u00a9r\u00f6fe unb g\u00e4rbung benen ber betreffenbeu ^\u00dfflegeeltern, menn aud) nicht in adelt g\u00e4lten. Me Seidjtfdjn\u00e4bler ohne M\u00eanaljme br\u00fcten ober legen nur einmal im 3aljre.\ngilt* ben menf^lichett ^>au\u00eah>alt ftnb bie 2JRitglieber biefer Orbnung giemtich bebeutung\u00ealo\u00ea. ddehrere \u00bbon ihnen machen fttf> aderbing\u00ea in gemiffer H^W n\u00fcpt unb l\u00f6mten unter Umft\u00e4nben fogar erfpriefjtiche dienfte leiften; biefelben S\u00f6get fchaben aber auch mieber, obgleich mehr mittel; at\u00ea unmittelbar, \u00a9treng genommen b\u00fcrfte ftd), \u00bb01t unferem @efid)tlpuntte betrachtet, ber \u00bbon ben Seid)tfd)n\u00e4blern geleiftete 3Ru^eit unb \u00bberurfadjte \u00a9d)aben auf heb en.\ngitr bie \u00a9efangenfdjaft eignen unfere S\u00f6get ftd) nur in geringem \u00a9rabe, cingeltte gar nidht. 9DRand)e laffen ftd) ohne fonberliche SRtilje an ein leidet gu befd)affenbe\u00ea gutter gem\u00f4ljneit, anbere ftnb gerabegu unf\u00e4hig, im engen \u00a9ebauer Nahrung gu ftd) gu nehmen. $ene ftnb al\u00a3 \u00a9efangene mehr ober meniger unterljaltenb, biefe ebenfo langmeilig, al\u00ea m\u00e4hrenb il)re\u00a7 greilebeit\u00ea angiehenb. 3m \u00fcbrigen laffen ftd^ bie Seichtfclm\u00e4bler ni^t nu|bar madhen.\nSRan faitn bie Seidjtfdjn\u00e4bter in mehrere Hauptabteilungen 0ber 3\u00fcnfte gerf\u00e4llen unb biefe al3 Sieft;, gaul;, \u00aeufuf\u00ea; unb Hornt\u00f6gel begeid)nen.\ndie Sieft\u00f6\u00f6gel (Halcyonidae), meld)e megen ihrer Sleljnlittcit mit ben \u00a9liebem \u00bborljer abge; hanbelter Orbitungen an erfter \u00a9teile auf gef\u00fchrt merben m\u00f6gen, geigen al\u00ea gemeiufame \u00e4fterfntale einen mittel; ober giemlid) langen, fpif$en, mel)r ober meniger \u00bbierfeitigen geraben ober fd)mad) gebogenen \u00a9djnabet unb furgl\u00e4uftge *g\u00fcf e, au benen brei 3teu nach torn gerichtet unb untereiuanber mehr ober meniger \u00bberbunben ftnb, fomie ein glatt anliegenbe\u00eb fcfte\u00ea, meift farbenpr\u00e4d)tige3 \u00a9efteber.'\nSll\u00ea bie ebelften unter ihnen betradjte it bie Sienenfreffer (Meropes). \u00a9ie geh\u00f6ren gu beit Sradjto\u00f6getn ber alten SBelt unb ftnb fo eigent\u00fcmlich gebitbet, baf fte nicht leicht \u00bberfanut merben f\u00f6nnen. 3hr $ ftr Qeftredt, ber \u00a9tnabel l\u00e4nger al3 ber $opf, an ber Gurgel giemlid) ftar!, \u00bborn","page":136},{"file":"p0137.txt","language":"de","ocr_de":"Stllgemeineg.\n137\nfpifeig, eben unb unten fonft gebogen, fdjarfr\u00fcdig nnb fdjarffepneibig, mit faunt eingegogenen R\u00e4ubern unb etioa\u00ea l\u00e4ngerem, aber nidbjt iibergefr\u00fcmmten Oberfcpnabel, opne $erbe vor ber \u00a9pipe. \u00a9ie g\u00fcjge ftnb fepr fletn nnb b\u00fcrg; von ben brei Vorbeigehen ift bie \u00e4ufjerfte mit ber mittleren bt\u00e9 gum gtoeiten \u00a9etenf unb bie[e mit ber inneren bil gum elften \u00a9etenf vertvaepfen, bie \u00a9opte bc\u00eapa\u00efb breit; bie Tratten ftnb gientlicp lang, gebrummt, fd;atffpihig unb auf ber inuern (Seite mit einer ettra\u00ea pervor; tretenben fepneibenariigen \u00df'ante Verfepeu. \u00a9ie l^biicjel ftnb lang unb fpipig; unter ben \u00a9dringen i]t bie gioeite bie l\u00e4ngfte. \u00a9er \u00a9eptvang ift lang, enttveber gerabe abgefepuitten ober mepr ober toeniger gegabelt ober aud; fanft abgerunbet; bie beiben Slittelfebern Verl\u00e4ngern fiep bei vielen Sitten bi\u00ea auf ba\u00ea \u00a9oppette ber S\u00e4nge aller \u00fcbrigen \u00a9teuerfebern.\t\u00a9a\u00ea \u00a9efiebet\tift\tb\u00fcrg unb\tettoa\u00ea\tberb,\tfeine\nF\u00e4rbung faft au\u00eanapm\u00f4lo\u00ea eine fein- pracptvoHe unb bunte, obgleidj\tbie\teingelnen\tFarben\tgetv\u00f6pnlid;\n\u00fcber grofje gelber Verteilt finb. Veibe \u00a9efcplecpter unterfepeiben fiep b\u00e4um in ber g\u00e4tbung, unb ba\u00eb einfad)ere \u00a9etvanb ber jungen gept fepon im gtoeiten\tSeben\u00f6japre in\tba\u00ea\t\u00dfleib ber\t\u00a9Itern\t\u00fcber.\n\u00aeie toarmen S\u00e4nber ber alten 3Belt finb bie\teigentliche Heimat\tber SBtenenfreffer\t; nur\teine\neingtge Slrt bornntt in Seupollaub vor. \u00a9ie betvopnen fepr verfdbjiebene Ocrtlidpfeiten, niemals aber fotdje, in ioehpen S\u00e4ume g\u00e4nglicp mangeln. Son ber $\u00fcfte be\u00ea SJleere\u00ea an trifft man fie bi\u00ea gu einem jp\u00f6peng\u00fcrtet Von fedj\u00eas bt\u00e9 adpttaufenb gu\u00a7 \u00fcber bem \u00e4Jteere, unb e\u00a7 fd;eint nidpt, al\u00ea ob eingelne Sitten bie Stiefe, anbere bie \u00a7\u00f6pe beVorgugcn. \u00a9ie im Sorben lebenben Sienenfreffer gieren regel; m\u00e4jjig, bie f\u00fcblidjen ftnb \u00a9tanb; ober \u00a9ttid;V\u00f6gel. \u00a9d;on in \u00a9gppten lebt eine Slrt, tvelcpe fahr and jahrein an bcrfelben \u00a9teile verteilt unb j\u00e4hrlich gtoeimal Sertvanbte \u00fcber fid; tveggiepen fleht, ohne Vom SSanberbrattge ergriffen gu toerben; bie im Bunetn Slfrtfa\u00ea tvopnenben Sitten aber ftreidpen, ben 3apre\u00ebgeiten entfprecpenb: fie erfepeinen an ihren Srutpl\u00e4pen mit Seginn ber Segengeit unb verlaffeu bie ipeimat tvieber, trenn bie tvinterlicpe \u00a9t\u2019trre eintritt. Sille Sitten opne Slu\u00f6napme finb p\u00f6cp|t gefe\u00dcige unb ungemein frieblicpe S\u00f6gel, \u00a9ingelne feparen ftd; nicht blo\u00a7 mit 3pre\u00eagleicpen, fonbern aud; mit vertvanbten Slrten, namentlidh ir\u00e2prenb ihrer Steifen, \u00a9ie bilben bann gemeinfepaftlid; gl\u00fcge unb Vermengen fleh fo voflfomnten unter einanber, bafj man bie Verfcpiebenen Sitten nicht unterfepeiben fann, Sind; befonbere \u00a9etegenpeiten vereinigen oft verfeptebenartige Sienenfreffer auf l\u00e4ngere Beit.\n$n ihrer Sebem\u00f6tveife \u00e4hneln biefe Vrac^tO\u00f6gel am meiften ben @d;tvalben, in mancher ^)infid;t aber auch hen gtiegenf\u00e4ngern. Sei fd;\u00f6nem S\u00dfetter fleht mau fie ober bod; toenigften\u00ea bie gr\u00f6\u00dferen Slrten ber gamilte in poper &*ft, Seute fud;enb, umherftreid;en; bei tr\u00fcber Witterung ober auch to\u00e4prenb ihrer Srutgeit pflegen fie auf hervorragenben Saumgioeigen gu ftpen unb vonpierau\u00ea ihre Ssagb gu betreiben. . Bum Soben herab fomnten fie nur feiten, p\u00f4cpften\u00ea bann, menu fie ein erfp\u00e2pete\u00ea $erbtpier aufgunel;men gebeuten; bagegen ftreid;en fie oft bid;t \u00fcber bem SBafferfpieget bahiu, tvie e\u00a7 \u00a9perrv\u00f6gel thun. \u00a9ie Nachtruhe verbringen fie auf ben B^eigen biepttvipfliger S\u00e4ume ober tv\u00e4hrenb ber Srutgeit in ihren Stiftl\u00f6chern.\n\u00a9\u00eb ift unm\u00f6glich, Sienenfreffer gu \u00fcberfeinen, \u00a9ie verfielen e\u00ea, eine \u00a9egenb gu beleben, \u00a9\u00ea fann faunt ettoa\u00eb \u00a9d;\u00f6nere\u00a3 geben, al\u00eb biefe, halb nach Slrt eine\u00ea galten, halb nad; Slrt ber \u00a9cptoalben bahinftrcid;enben S\u00f6gel. 3m Su ft\u00fcrgt ftd; einer von ihnen au\u00eb bebeutenber \u00a3\u00f6he fenf; recht gum Soben herab, unt ein vor\u00fcberfliegenbe\u00ea ^erbthter, welche^ fein ungemein fd;arfe\u00bb Sluge tvahrgenommen, gu fangen; binnen Weniger Slugenblicfe hett er feine fr\u00fchere \u00a7\u00f6he tvieber erreicht unb fliegt mit ben \u00fcbrigen unter lautem, oft toi eberhotten ,,\u00a9uep guep\", bem allen Slrten gemeinfamen Socfrufe, meiter. S)er ging ift int gangen fel;r ruhig. Stuf einige gl\u00fcgclfchl\u00e4ge folgt ein \u00a9apingleiten mit hdlb au\u00ebgebreiteten, l;utb angegogenen \u00a9cptoingeu, ioeld;e\u00ea aber mit fo gro\u00dfer \u00a9djnelligfeit gefepieht, ba\u00df ber Sogei toie ein Sfeil crfd;eint. Sid;t minber angiepenb ftnb biefe lieben\u00eatv\u00fcrbigen \u00a9efdp\u00f6pfe ba, too fie bleibenb fiep angeflcbclt paben unb in gr\u00f6\u00dfter S\u00e4pe betrad;ten laffen. S\u00fcrcpcn; iveife fiept man fie auf ben pervorragenben niebern Sleften fipen. \u00a9er eine \u00a9atte ruft bent anbern von B^it gu Be(t g\u00e4rtlicp gu; bann erpebt fiep biefer gu einem furgen rafepen gluge unb nimmt ein vor\u00fcberfliegenbe\u00ea ^erbtpier auf. S\u00df\u00e4prenb er bem Saube nacpfliegt, bleibt jener","page":137},{"file":"p0138.txt","language":"de","ocr_de":"138\n\u00a9te \u00a9paper. Seuhtfdjn\u00e4bler. Stenenfreffev.\nru\u00efjig ft^ett unb Wartet auf fein Bur\u00fcdfommen. 3d) pabe nie gefepen, baft ftd^ gWei Sienenfreffer um eine Scute gekritten J\u00fctten, niemals? Beobachtet, baft unter ihnen $ampf aul irgenb Welcher Urfadje entftanben W\u00e4re. ^rieben unb S5ertr\u00e4glid;feit perrfdpt unter allen Umft\u00e4nben unter ihnen, i\u00a7r herein mag fo gasreich fein, wie er fein fann.\nSie Nahrung Befte^t aulfcplieftlid) inferbtpieren, Wetcpe in ber 3\u00eeegel im $luge gefangen, aul= napntlWeife aber audj bon leidet gug\u00e4itglidjeit bl\u00e4ttern ober felbft oom Soben aufgenommen werben. SJlerBro\u00fcrbig ift, baft bie Sienettfreffer giftftachlidje \u00aeerfe Oergehren. Serfud)e, Welcpe angefie\u00fct W\u00fcrben, haben gur \u00a9eniige bewiefen, baft ber \u00a9tid) einer Siene ober S\u00f6efpe beit meiften S\u00f6geln t\u00f6btlich ift, unb Seobad)tungen paben ergeben, ba\u00df fafi alle S\u00f6gel, Weld)e berartige $erbtpiere fangen, ihnen tor bemSergepren ben \u00aeiftftad)el abbeiften: bie Sienettfreffer hingegen fd)lingen ohne jeglicpe Sorbereitung bie gef\u00e4hrliche Seute hinab.\nStile Sienenfreffer niften gefellig unb gWar in tiefen, Wagredjt in [teil abfallenbe \u00a9rbfl\u00e4cijen gegrabenen fohlen. SWe Sitten lieben aud) W\u00e4prenb iprel Srutgefdj\u00e4ftl bie \u00a9efellfdjaft Bprel^ gleichen, unb belpalb ftttb bie Srutftellen faft aulnapnillol fehr gaplreid) beloohntc \u00a9iebelungen. Ser eigentlidje Steftplap ift ein bacfofenf\u00f6rmig erweiterter Otaum am hinteren \u00a9nbe bel \u00a9angel, \u00a9in Wirf\u00efidjcl S\u00efeft wirb nicpt erbaut; bie oier bi\u00bb ftebeit reinWeiften \u00a9ier Werben tielmehr auf ben blofen \u00a9anb niebergelegt, unb erft nad) unb itad) fammelt ftd) ton ben abgebiffenen kl\u00fcgeln ber ^erbtpiere ober ton ben aulgefpieenen \u00a9ew\u00f6llen eine Slrt ton Unterlage, um fo gu fagen, ein \u00a9ih= polfter f\u00fcr bie jungen, an.\nSeiber ift el nicht m\u00f6glid), Sienenfreffer in ber \u00a9efangenfdjaft gu erhalten, \u00a9elbft biefenigen, bcneit man bie Nahrung einftopft, gehen halb gu \u00a9runbe. SBir ftnb nicht im \u00a9tanbe, ihnen umfdjtoffene SBopnr\u00e4unte pergurid)ten unb ihnen in benfetben ein gutter gu bereiten, Wie ihre Seb\u00fcrf; niffe beibel erforbern.\n3>n \u00a9uropa lebt eine Slrt ber Familie, ber Sienen; ober ^ntmenfreffer, Sienenfraft, Sienettf \u00e4itger, Sienentogel ober Sien en Wolf, jpeut ogel, \u00a9eef dh Walnt tt. f. w. (Merops apiaster). \u00a9r geh\u00f6rt gu ben gr\u00f6\u00dferen Strten feiner Familie. Sie S\u00e4nge betr\u00e4gt 10, bie Sreife 17, bie ^ittigl\u00e4ngc 573, bie \u00a9d)Wangl\u00e4nge 4 bi\u00ea 474 3^11. Sal \u00a9eftebcr ift auf ber \u00a9tirn Weift, auf bent Sorberfopf gr\u00fcn, auf bem jpinterfopf, ipintcrball, Saden unb-beit SDUttelfl\u00fcgcln faftanien= ober gimmt; braun, auf bem ER\u00fcden gelb mit gr\u00fcnlidjcm \u00a9dimmer, \u00a9in B\u00fcgelftreifen, Welker ftd) bil gum SJ\u00fcttcl; pall pcrabgiept, unb bie \u00a9infaffung ber blaftgolbgelben ^eple finb fd)Warg. Sie Unterfeite unb ber S\u00fcrgel finb blau ober fpangr\u00fcn, bie \u00a9d)Wingen gralgr\u00fcn, ihre Slufteidanten blau, ihre \u00a9pi^en fcpw\u00e4rglicp, bie \u00a9tcuerfebent blaugr\u00fcn, gelblich \u00fcberlaufen, unb bie terl\u00e4ngerten \u00a9pipen bei mittleren Saarei fd)Warg. Sal Sluge ift pod)farmin, ber \u00a9djnabel fd)Warg, ber \u00a7uft rotplicp.\nSer Sienenfreffer wirb mit toUftcm 3ted)t gu ben beutfdjen S\u00f6geln geg\u00e4hlt, ba er ftd; nicht blol Wieberholt in Seutjd)tanb gegeigt, fonberit aud) fdjon hier gebr\u00fctet hat. SWerbingl ift fein Sor= fommen fein regelm\u00e4ftigel, aber bod) aud) nid)t gerabe ein feltenel, unb namentlich in ben f\u00fcb\u00f6ftlupen SU)eilcrt Seut|'d)lanbl wirb ber auffaHenbe unb leid)t fenntliche Sogei fehr oft bemerft. Son feinem \u00a9rfd)einen in \u00a9egenben, Weld)C Weit n\u00f6rblidj feilte\u00bb Serbreitunglfreifel liegen, haben Wir wieberpoU ftunbe erhalten. Sltan hat iljn nid)t blol inSJlittel; unb Siorbbeutfdjlanb, fonbern auch in S\u00e4nemarf, in \u00a9chweben, ja felbft in ^innlanb Wabrgenommen. 3ulreilett ift er in gientlid) gahlreid)en Fl\u00fcgen crfd)ienen, unb bann hat er nid)t terfel)lt, bie allgemeine Stufmerffamfeit auf fiep gu giehen. \u00a9o berichtet bie Seidiger \u00a9pronif: \u201e\u00a9cltgame S\u00f6get. Anno 1517. Umb Shoppt Jacobi finb fettgame S\u00f6gel, fo unbefanbt, umb Scipgig gefehen unb gefangen Worben, an ber \u00a9r\u00f6ffe Wie bie \u00a9cpwalben, mit langen \u00a9d)n\u00e4beln, ber Dbertpeit am \u00aeopff, \u00a3)all unb Stiiden, war bundelbraun, bie Fl\u00fcgel bundel; blan, ber Seib fdjwarp, bie $eple gelbe, patten hirpe f^\u00fcffe, unb tp\u00e4ten benen Stenen unb $ifd)en greffen \u00a9djaben.\"","page":138},{"file":"p0139.txt","language":"de","ocr_de":"93 i e n e rt f reff er.\n139\n23iel fcXtener gefd;iept cg, ba\u00df bag eine ober anbere ^\u00e4rcpen n\u00f6rblid; ber ^pren\u00e4en unb Sllpctt gunt SSr\u00fcten fdjrcitet; bod; firtb, tote bemerft, aucp berartige g\u00e4de beobadjtet Worben. 2llg regelm\u00e4\u00dfig erfdpeinenben SSrutOogel trifft man ben dienenfreffer erft im f\u00fcblicpen \u00a9uropa an. 3>n Spanien, in Italien, \u00a9riecpcnlanb unb auf atten Snfe\u00efn beg SJcittelmeerg, in ber \u00a3\u00fcrfei, in Ungarn unb S\u00fcbru\u00dflanb geh\u00f6rt er, ftedenWeife Wenigfieng, gu ben gemeinften V\u00f6geln. 2lber er beWopnt nidpt 1 blog \u00a9uropa, fonbern oerbreitet ftcp nod; io eit \u00fcber 2lfien. ^\u00dfal\u00e4ftina unb \u00aeleinafien ift er ebeitfo p\u00e4uftg Joie in S\u00fcbeuropa; in Werften fod er regelm\u00e4\u00dfig oorjfomnten; in ben \u00a9ebirgen ^afcpmirg traf ipn Slbamg in gro\u00dfer 9lngapl an; audp in \u00a9pina ift er fe\u00dfpaft. \u00a9elegentlid; feineg \u00dfugeg fd;eint er palb Slftert unb gang Slfrifa gu burdpftreifen. Schien Wirb er W\u00e4prenb beg SBinterg an geeigneten Orten \u00fcberad beobachtet; in Slfrifa jap id) ipn mit gr\u00f6\u00dfter dlegelm\u00e4\u00dfigfeit gelegentlich feiner S\u00dfanberungen : er erfcpien, oon \u00a9uropa fommenb, Slnfangg September unb gog big S\u00d6iitte Oftoberg \u00fcber ung bapin; ber d\u00ee\u00fcdgug begann Slnfangg beg 5lpril unb to\u00e4prte big gur H\u00e4lfte beg dftai. 3n feinen ber oon mir bereiften \u00a3peilen Slfrifag nimmt ber 33tenenfreffer Verberge f\u00fcr ben SBinter, unb begpafb ift eg mir fepr Waprfcpeinlicp, ba\u00df bie giepenben big nacp S\u00fcbafrifa reifen; benn in ber dt\u00e4pe ber $apftabt traf fie baillant in fofcper SJtenge an, ba\u00df er binnen gWei \u00a3agen mepr afg breipunbert erlegen fonnte. Sie festen fid; bort gu \u00fctaufenbeit auf gro\u00dfe \u00dcB\u00e4utne unb erf\u00fcllten Weite Strecfen mit iprer SCRenge. \u00fcRun bepauptet baillant freilich, ba\u00df bie 23\u00f6gel audp in S\u00fcbafrifa br\u00fcten; id; glaube aber annepmen gu b\u00fcrfen, ba\u00df biefe Angabe irrtp\u00fcmlicp ift, Weil eg nad; meinen \u00a9rfaprungen feinen eingigen 2$ogel gibt, Weldper W\u00e4prenb ber Raiter feineg SBinteraufentpaltg in f\u00fcblicpen S\u00e4ubern br\u00fctet, unb Wir loopl faum annepmen b\u00fcrfen, ba\u00df ber SSienenfreffer ebenfoWcpl ben n\u00f6rblicpen Wie ben f\u00fcblid;en gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel beWopnt. Slugbr\u00fcdlicp bemerfen Wid id; nod;, ba\u00df ade S\u00f6tenenfreffcr, ioeld;e icp auf iprent 3uge beobad;tete, in @efedfd;aft etueg Slerwanbten, beg fogenannten perfifdpen S3ienenfrefferg (Merops persicus) wanberten, beffelben $ogelg, Weldper alg Srrling audp in \u00a9uropa beobadptet Worben ift.\n5luf feinem 23rutpla\u00dfe erfd;eint ber 33ienenfreffer flugweife Sluggangg Slpril ober 5lnfangg 9Jiai, nacp Sinbermaper\u2019g mir faum glaublidpcr Eingabe, bereitg \u00a9nbe \u00e4ft\u00e4rg. \u00e4ditte SJtai\u2019g paben fid; bie l^l\u00fcge einigerma\u00dfen gertpeilt; boep fomrnt eg ebenfo oft oor, ba\u00df meprere ftcp Oereinigen unb gemeinfd;aftlid; eine Sicbelung bilben, Weld;e funfgig, fed;ggig unb mepr \u00fc\u00dfaare g\u00e4plen fann. Oag \u00a9ine wie bag Slnbere p\u00e4ngt Oon ber Oertlid;feit ab. $inbct ftd; eine p\u00f6pere, fenfred;t abfadeube \u00a9rbwanb, Weld;e 9taum gur Anlage f\u00fcr oiele dtefter bietet, fo oereinigen fid; bie \u00f6ienenfreffer ; ift Oieg nidpt ber $ad, fo fudpt ftdp jeber eingelue fo gut gu bepelfen, wie eg eben gept.\nber de\u00e4pe ber Siebelung geigt fid; nun bag geW\u00f6pnlidje Scmmerfeben unfereg 25ogelg. 2B\u00e4prenb ade f feineren Slrten ber Familie nur augnapmgroeifc ipre SBarten auf l\u00e4ngere $eit Ocrlaffen, fiept man bei gutem ^Better ade SJtitglieber eineg i\u00dferbanbeg biefer 5lrt in poper Suft ftunbeulang umperfd;W\u00e4rntcn. Oer ^lug p\u00e4lt gufammen, fattu aber nid;t alg ein gcfd;loffener begcid;net werben; benn bie eingcluen 93\u00f6gel oertpcilen fid) \u00fcber einen gro\u00dfen dlautn, palten nur aufmerffant ein unb bie; felbe dtkptung ein unb rufen fid; beft\u00e4ubig gu. 3\u201d biefer 9Bcife burdpmeffen fie meprere \u00a9coiert; meilen, immer gemeinfd;aftlid;. Sie palten fid; aud; io\u00e4prenb ber gangen 3>agb burd; ipren beft\u00e4ubig toieberpolten Sodton, bag ped flingenbe \u201eSd;\u00fcrr fd;itrr\" ober \u201e@uep guep\" gufammen. \u00a9egenSlbenb erfdpeinen ade in ber \u00dcJt\u00e4pe ber Siebelung, oertpeilen ftdp pier in $\u00dfaare unb fangen nun big gum \u00a9intritt ber O\u00e4mmerung noep ^erbtpiere oon ben rieften aug. 33ei ipren ^fcgben beoorgugen fte ^aibeftreefen aden \u00fcbrigen, aug bem gang cinfad;en \u00a9runbe, Weil biefe bie meiften 3>tnnien pCvbci; giepen unb fte bort bie befte 3iagb mad;eit.\tbie dt\u00e4pe ber Ortfd;aften fommen fte, fo lange bie\nSBitterung gut ift, feiten ober nie. SSer\u00e4nbert ftd; bag ^Better, fo oer\u00e4nbertt aud; fie bie 5Irt uttb SBeife iprer 3agb. Sobalb ber Rimmel untgogen ift ober Wenn d\u00eeegen f\u00e4dt, erpeben fte fid; nid;t in bie p\u00f6peren Suftfdpkptcit, wie Sd;Walben unb nod; mepr bie Segler eg gu tpun pflegen, fonbent jagen bann nur oon ben rieften aug, erfd;einen audp gern in unmittelbarer dt\u00e4pe ber \u00e4Bopuungeu unb branbfepapen bie 33ienenf\u00f6rbe in emp\u00dfnblid;er 2Beife. dJtan fiept fte unter folcpett Umft\u00e4tiben auf","page":139},{"file":"p0140.txt","language":"de","ocr_de":"140\nSDie \u00abSp\u00e4ter. Seid^tfc^n\u00e4bler. Sienenfreffer.\neinem paffenben \u00e2tneige bei n\u00e4hften Saume\u00bb ober auf bem gfugbrettdjen bel \u00a9todel felbft fifcen unb bie aulgehenben Sienen megfdjnappen.\n\u00a9te^eube \u00dferbtljiere fdjeinen bal entfdjiebene Siebting\u00eafutter bei Sienenfrefferl gu fein; benu ebenfo mie er bie Sienenft\u00f6cfe braubfc^a^t, ^l\u00fcitbert er bie Hefter ber SBefpen, fummeln unb #or= uiffeu. Sftan hat beobachtet, bafe er, menu er ein S\u00dfefpenneft flnbet, ftd) m\u00f6glidjft nahe bei bemfelben nieberl\u00e4fjt unb im Serlauf meniger \u00a9tunben nach unb nach alle fliegenben Semohner biefel Rcfte! megfhnappt. Ood) terfhni\u00e4ht er auh ^eufdjteden, \u00a9caben, Sibeden, Sremfen, SR\u00fcden, fliegen unb \u00df\u00e4fer nicht: er nimmt \u00fcberhaupt jebel fliegenbe \u00c4erbt^ier auf, beffeu er anfid;tig mirb, \u00bboraulgefefct, bafj er baffetbe terf dringen !ann. Oie unoerbaulichen gl\u00fcgelbeden unb anbere ^arte ^heile ber Sente merben, gu \u00a9em\u00f6den geformt, mieber aulgemorfett.\n\u00a9nbe dJlai1! beginnt bal Srutgefch\u00e4ft. Bur Anlage feinel Reftel m\u00e4ljlt ftd) ber Sienenfreffer am tiebften bal fanbige ober lehmige Ufer einel ftluffel. \u00a3ier beginnt er ein runbel Sod) ton gmei bil gmetunbeinha\u00efb Bo\u00ef\u00ef im Ourdjuieffer aulguh\u00f6()ten, mahrfheinlidj mit \u00a9chnabe\u00ef unb flauen gugteich, rn\u00f6glichcrmeife aud) mit ben flauen allein. Oiefel Sod) f\u00fchrt magred)t ober in menig auf* fieigenber Dichtung meiter unb bilbet fomit eine #\u00f6hle, melde tier bil fedj3 $u& tief fein fann. Oal (Snbe bel \u00a9augel mirb gu einer fammer ton 8 bil 10 B\u00b0^ S\u00e4nge, 4 bil 6 B0^ Sreite unb 3 bi\u00bb 4 Butt \u00a7\u00f6pe ermeitert, auf bereu Soben bann bal Weibchen im Buni feine tier bi\u00bb fteben (Sier nicberlegt. Bumeilen mirb, laut \u00a9altin, noch eine gmeite Riftfantmer hinter ber erften angelegt unb mit biefer burch einen ctma fu\u00dflangen \u00a9ang terbunben. \u00a9inige Seobachter moUen eine Untern l\u00e4ge ton dftol unb \u00a9enift gefunben haben; id) meineltheill fawn ter|ld)ern, bajj id) in allen Sienen; frefferneftern, melche ich uuterfuchte, niemals eine \u00a9pur ton Riftftoffen fanb. Stul ben ftl\u00fcgelbeden, Seinen u. f. m., meld)e ton ben Bungen nid)t mit gefreffen merben, fo mie aul ben ton ihnen ober ton ben br\u00fctenben Sitten aulgefpiecuen \u00a9em\u00f6den bilbet ftd) nad) unb nach ein f\u00f6nnlid)el \u00a9ihpol]ter im Bnnertt ber Rifttammer, fo ba\u00a7 bie-Bungen einer Unterlage menigftenl nicht g\u00e4nglich entbehren. Ob ba\u00ea SBeibchen allein br\u00fctet ober ob el torn M\u00e4nnchen abgel\u00f6ft mirb, ift gur B\u00abt nod) unbekannt : man meifj blol, ba\u00a7 beibe \u00a9Item ftch in bal @efd)\u00e4ft ber Slufgudd \u00abfeilen unb flei\u00dfig Nahrung gutragen, \u00a9chou \u00a9nbe Buni1\u00bb fiept man Bunge mit ben Sitten umherfliegen unb leptere jene f\u00fcttern. Slnfangl lehrt bie gamilie p\u00f6hft mabrfdjeinlidj gur Rifth\u00f6ple \u00a7ur\u00fcd \u2014 menigftenl beobachtete Stmt)l mehrercmal, bafj brei unb tier Sienenfreffer aul ein unb berfelben jp\u00f6ble flogen \u2014 menige SSodjen fpdter benehmen ftd) bie Bungen gang mie bie Sitten, unb gur Beit ber Slbreife unterf^eiben fte ftch, fomeit el bal Setragen angeht, nicht im geringsten ton biefen.\nOie Sitten mu\u00dften \u00fcbrigeul \u00fcber bal Srutgefd)\u00e4ft nod) gang anbere Oinge gu erg\u00e4ben, all mir, \u201eOer Sogei ift alfo lijlig\", fepreibt \u00a9efner, \u201eba\u00df er feine jungen, bamit fte nit gefangen merben, ton einem ort an bal anbere tr\u00e4gt, \u00a9r fleud)t auch felbft ft\u00e4tl an anbere ort, bamit er nicht gefangen merbe, ba\u00df man aud) nicht fp\u00fcren m\u00f6ge, mo er feine junge ergiehe. . . . SJ\u00eean fagt, ba\u00a7 biefer togel, als ber \u00a9torch, feinen \u00a9Item bep\u00fclfflid) fei, nidjt allein im Sitter, foubern menu fte ihrer -\u00a3>\u00fclff beb\u00f6rffen tnb nott\u00fcrfftig fepett, taffen berhalben jhre \u00a9Item nicht au\u00a7 bem Reft fliehen, fonbern tragen jnen Nahrung hergu, tragen fie auch auff bem R\u00fcden hiu tnb her.\"\n\u00a98 ift erft\u00e4tlich, bafj ber Sienenfreffer nicht \u00fcberad mit g\u00fcnftigem Sluge angefehen mirb. Oie R\u00e4ubereien, melche er ftch gu \u00a9chulben \u00efommen l\u00e4\u00dft, erregen ben Born ber Sieneng\u00fcchter unb giehen ihm eine r\u00fcdfthtllofe Serfolgung gu. Oer Sienenfreffer geigt ftch feiten fdjeu unb am menigften in ber R\u00e4pe Seute terfpreepenber Certlichfeit; benn hier l\u00e4\u00dft er ftd) felbft burch \u00a9dnefjen fo leidjt nicht tertreiben. \u00a9rft mieberhotte Serfolgung madjt ihn torftd)tig unb bie Bagb auf ihn einigerma\u00dfen fepmierig. Bu \u00a9riechenlanb merben nah Sinbermaber1! Serfkperung in ben lebten Rionaten aufjerorbentlid) tiel Sienenfreffer gefdjoffen unb all fd)madhafte \u00a9peife mit Sortiebe genoffen. Stuf \u00a9anbia foHen tiele an ber Singet gefangen merben, in berfelben Steife, melde nul fdjtn \u00a9e\u00dftter befd)reibt: \u201eBpre fd>\u00f6nc reiht bie jungen Knaben in \u00a9reta, ba\u00df fte bie mit ^amfepreden, all bie \u00a9hmalben, fahne, alfo, ba\u00df fte an eine gefr\u00fcmbte \u00a9lufen einen \u00a3>\u00e4mfd)reden fteefen, tub biefe an einen","page":140},{"file":"p0141.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9ieuenfreffev. \u00a9SavtaSfbiut-\n141\ngaben binben, ben fie an einem ovt in ben ip\u00e4nben paben, am anbern aber baffen fte ben ip\u00e4mfSreden fliegen: fo benn biefer Vogel ipn erfepen, toerfdjlucft ev ben, vnnb mirbt alfo gefangen.\"\nOa\u00ea gleifd; be\u00eb \u00a9ogef\u00ea ift, \u00a9ejjnerS Meinung naS, feine gute \u00a9peife, mopt aber ein mirf; fante\u00ea Strgneimittel : \u201eOen Swbenfraf; braucht man niefit gu ber \u00a9pei\u00a7: bann fein gleilS ift raud;, vnb\u00e4mig, vnb b\u00f6fer feud;te, boS ift er bienftlid; f\u00fcr bie b\u00f6fen \u00a9l\u00e4ft im Seib. \u00a9eine \u00a9all mit \u00a9aum\u00f6t auf; vngeitigen Oliven vermifd;t, madbt ba\u00a3 ipaar fepr fSmarp.\"\n\u00a9inige ber gr\u00f6\u00dferen Wirten ber Familie, meldje ftd) burd; fr\u00e4ftigen \u00a9au, verp\u00e4ltni\u00a7m\u00e4\u00a7ig ftarfen \u00a9djnabel unb fe^r verl\u00e4ngerte 2Ji\u00efttetfd;mangfebern au\u00eagekpuen, pat mein unter bem tarnen ber \u00a9ienenm\u00f6tfe (Melittotheres) von anbern \u00a9ienenfreffent getrennt. 3U Snen geh\u00f6rt ber \u00a9Sarlad;fpint (Melittotheres nubicus), ein mirftiS prad;tvot(er \u00a9ogcl. Oa\u00ea \u00a9efieber ift ber tpauptfad;e naS rotp, oben blutrott;, unten rofenrotp; ber \u00aeopf unb bie \u00aeeple, ber \u00a9\u00fcrgel unb bie UnterfSmangbeden fttib bl\u00e4ulkpfpangr\u00fcn; ein \u00df\u00fcgelftreifen, melSer vom \u00a9d;nabelminfet um ba\u00ea 'Sluge bi\u00ea gum Opre Verl\u00e4uft, bie \u00a9pitjen ber \u00a9orber; unb fpinterfd;mingen unb bie \u00a9pipen ber 9Jtittetfd;mangfebern ftnb fd;marg. Oa\u00ea 2Iuge ift, mie bei allen mir befannten \u00a9ienenfreffern, farmin; rotp, ber \u00a9djnabel fdjtvarg, ber gu\u00a7 braun. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 13V4, bie gittigl\u00e4nge 53/4, bie S\u00e4nge ber beiben mittleren @d;mangfebent 7, bie ber \u00fcbrigen \u00a9tenerfebern 4V3\n9J\u00eean t;at ben \u00a9Sartad;fpint in ben verfetjiebenften S\u00e4nbern ber Oftf\u00fcfte Slfrifa\u00f6 beobachtet, gumeiten fepr p\u00e4uftgr gumeilen nur einzeln. SS t;abe ipn af\u00ea einen \u00a9Sanber; ober \u00a9trid;vogel im Oft;\u00a9ubapn fennen gelernt, \u00a9r erfd;eiut in ben Von mir bereiften \u00a9egenbett f\u00fcblid; be\u00bb 15. \u00a9rabe\u00ea it\u00f6rblidjer \u00a9reite mit \u00a9eginn ber 9begengeit unb vermeilt pier bi\u00ea gegen \u00a9R\u00e4rg. Ob er im Oft;\u00a9ubapn aud; br\u00fctet, pabe id; mit \u00a9idjerfjcit nicht erfunbet. 3\u00ab meinen \u00efagebitd;ern finbet ft<h nur einmal bie \u00a9emerfung, ba\u00a7 er \u00a9tnftalt gum \u00a9r\u00fcten mad;e; ein \u00a9ieft aber paben mir nie gefunben. ipeugtin fanb bie 9ciftanfiebeluugen am oberen 5t bi ab t ober meinen 9*cit unb gmar im 5lprit unb \u00a9Rai \u201eauf Sidjtungen in tiefen, fd;r\u00e4geit, immer von ber \u00a9Sinbfeitc abgefeprten S\u00f6ctjern\" unb in biefen runbe, meifje, morgenr\u00f6tplkp burd;fd;immernbe \u00a9ier. !q art mann verfidjert, in einer ftcilen, lepmigen llfcrb\u00f6fctjung oberhalb \u00a9enaar\u2019\u00eb \u201eviele, viele taufenb fold;er V\u00f6llig ungug\u00e4ngliSer \u00a9cefter\" biefe\u00ea \u00a9ienenfreffer\u00e9S unb gange \u00a9Sollen ber \u00a9\u00f6get gefel;en gu haben, unb id; mage nidjt, biefer Eingabe gu miberfpreSen, obgleich id) bie gebrausten Saplen f\u00fcr etma\u00ea podjgegriffen balte. ^eug\u00efin\u2019\u00ea \u00a9eobaStungen ftimmen beffer mit ben meinigen \u00fcberein. \u00a9Sir beibe haben ben $|3rad;tvegel in@efet(; fd;aften von p\u00f4d;ften\u00ea fed;\u00eagig bi\u00bb a^tgig \u00a9t\u00fcden beobad;tet.\n\u00a9o lange ber alle malblofen \u00a9treefen bc\u00ea \u00a9ubapn\u00ea bebedenbe \u00a9ra\u00eamalb nod; reich \u00aeerbtpieren ift, ftnben bie \u00a9ienenfreffer unb mit ihnen viele anbere \u00a9\u00f6get mit Seidjtigfeit Sv t\u00e4glich^\u00bb \u00a9rot; benn fie n\u00e4hren fid) bann faft au\u00eafd;lie\u00a7lid; von .IpeufSreden. Oen \u00a9Sarlad;fpint, erg\u00e4hlt .\u00eejpeugtin, fahen mir in $orbofapn p\u00e4ufig fiS auf \u00a9\u00eeinbviep, \u00a9fein u. f. m. nieberlaffen, fa fogar gumeilen auf gravit\u00e4tifd; im popen \u00a9ra\u00ea ber \u00a9teppen manbetnben \u00a9t\u00f6rd;en, von benen au\u00ea fie auf bie ^)eufSveden Sagb maSten, melSe von ihren fonberbaren \u00a9teitthieren aufgefd;redt m\u00fcrben. @ie vergeprlen ihren 9\u00eeaub im ginge unb lehrten bann mieber nach it;rem alten \u00a9i^e gur\u00fcd. SS erinnere miS niSt biefe\u00ea h\u00fcbfSe \u00a9Saufpiel gefepen gu haben; \u00fcbereinftimmenb mit ^ art mann aber habe iS beobad;tet, bafj bie i\u00dfurpurfpinte ^erblpiere (mie art mann fagt, Saroen) vom \u00a9oben aufttapmen, ja f\u00f6rmliS au\u00ea ben burS bie \u00a9onnenglut entftanbenen \u00a9patten be3 \u00a9rbreiS\u00a7 pervorgogen, unb ebenfo pabe iS, lote \u00a7eugliu, gefepen, ba\u00a7 ein \u00a9teppenbranb neben ben SurSe unb ^erbtpiere freffenben galten auS biefe \u00a9ienenfreffer perbeigiept. Oie brennenbe \u00a9teppe gem\u00e4prt auS Oem, melSer niSt auf ba\u00ea Seben ber \u00a9piere aStet, ein grofartige\u00ab \u00a9Saufpiel; baffelbe geminnt aber f\u00fcr ben SpievforfSer noS einen","page":141},{"file":"p0142.txt","language":"de","ocr_de":"142\n\u00a9te \u00a9pal)er. Seichtfdntabler. 93tenertfreffer.\nbefonberen SReig. \u00a9e\u00efbft auf bie \u00a9efaljr Bin, mid) gu mieber\u00efjo\u00efeu, mu\u00a7 id> hier oon biefen \u00a9teppem br\u00e4nben au\u00eaf\u00fchrlidjer f^rcdfjcn ; bettn gerabe ber \u00a9cparlachfpint fpielt babei eine bebeutenbe dtolle.\n3Benn bie oernidjtenbe \u00a9\u00bbvivre bereite alles ^flangenleben ert\u00f6btet unb nament\u00efid) bie m\u00e2ljrenb ber fRegengeit ]mrabiefifd)e \u00a9teppe in eine traurige \u00a9in\u00f6be Oertoanbelt \u00c7at, g\u00fcnbet ber \u00dcKontabe bei heftigem SBinbe ben \u00a9ra\u00ebmalb in geeigneter Dichtung an. Slugenblidlid) faft unb gemaltig greift ba\u00ea $euer um fidj. 3Jlit ber \u00a9dunette be\u00eb \u00a9turme\u00ea felbft jagen bie stammen \u00fcber bie \u00a9bene baljin. $0ieilenmeit breitet ba\u00ea ^euermeer ftd) ait\u00ea, eine SBoIfe non Qualm unb fftaud) ober bunfle \u00a9lut an ba\u00a7 ipirnnte\u00ef\u00eagem\u00f4lbe ^eftenb. SJtit ftet\u00ea ftd) oerme^renber \u00a9efr\u00e4fjigfeit oerfdjlingt e\u00a7 bie b\u00fcrr gcmorbenen \u00a9r\u00e4fer; gierig g\u00fcngelt e3 felbft an ben R\u00e4umen empor, bie btattb\u00fcrren \u00a9d)ltngpflangen, meld)e ilfnen\n2) er \u00a9djavladjf^iitt (Melittotlieres uubi\u00e7us). 1/3 ber nat. \u00a9r\u00f6fje.\nneue Diahntng geben, oernidjteub. fftidjt feiten erreicht e\u00a7 ben Urma\u00efb unb oerfohtt pier bie Vaum= ft\u00e4rnme, bereu Saubbadj e\u00a7 oerm\u00fcftete; nid)t feiten fournit el an ba\u00a7 \u00a9orf heran unb fdfleubert feine giinbenben Pfeile auf bie au\u00a7 \u00a9troh erbauten J\u00fctten.\nSSenn nun aud) ber \u00a9teppenbranb, ungeachtet ber Sdtenge be\u00a7 Vrennftoffe\u00ea unb feiner leidjten \u00a9ntgiinblid)feit, niemal\u00bb gum Verberben ber fd)iiellf\u00fc\u00a7igen \u00a9piere mcrben fann, erregt er hoch bie gange \u00ce\u00c7iertoelt aufs \u00e4ufjerfte; benn er treibt a\u00ef\u00efe\u00ea Sebenbe, meldje\u00ea bie hoben \u00a9r\u00e4fer oerbedtem toenigften\u00ea in bie $lud)t unb fteigert biefe gumeilen in \u00c7olge feiner fdjnelten Verbreitung gur forms Iid>en d\u00eeaferci. 5Ide \u00a9teppenthiere fliehen fdjrederf\u00fcUt, menu ftd) ihnen 'baS Reiter n\u00e4hert, \u00a9ie Slntilopen jagen mit bem \u00a9turni um bie V3ette; Seoparbeu unb anbere fftaubtlfiere mifdjen fid) unter fie unb oergeffen ber ^einbfdjaft, be\u00ea VBurgenS; unmutig erhebt fid) ber Some, aufbr\u00fcdenb oor ,3orn","page":142},{"file":"p0143.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9djarladjfpint. ^\u00dfradjtfpint.\n143\nober Mgft, bann aber fl\u00fcdjtet er f\u00eecf) mit ben Ft\u00fcd)tenben. Me jp\u00f6ljtenthiere bergen ftd) im ftd^ern 33au uttb (affen bag Flammenmeer \u00fcber ftdj toegfluten. 2lud) fie Werben nid)t pon iljm erreidE>t; bie Sernidjtung gilt mir bem \u00efriedjenben nnb fliegenben \u00a9ew\u00fcrm. Oie \u00a9belangen Perm\u00f6gen eg mdjt, ftd) bem eilenben Reiter gtt entwinben, bie \u00a9forpione, Taranteln nnb Oaufenbfiifjler Werben ftdjer bon il)nt einge()olt. 2lber nidjt blog bie Flammen ftttb eg, Weldje iljnen Perbcrblidj Werben; beim gerabe bag Feuer lodt neue $einbe herbei. 3d) habe fdjon oben erw\u00e4hnt, bafj bie fftaubP\u00f6gcl fdjarem tbeife herbeiftr\u00f6men nnb (aufenb ober fliegenb bor ber f\u00c7ener\u00efinie ihrer 3agb obliegen unb mn\u00a7 mm nod) ^in^uf\u00fcgen, ba\u00a7 neben ihnen and) \u00a9egler nnb in\u00eabefonbere bie ^urpurfpinte tljr 2\u00f6efen treiben, \u00a9ie alle Wiffett eg, ba\u00a7 iljnen bie \u00a9Int beg Sranbeg Seute anftreibt, nnb fte alle benu^en bag g\u00fcnftige \u00a9reigni\u00a7 anf bag Sefte. SD^an erftaunt \u00fcber bie \u00ae\u00fcljnt)eit biefer \u00ef^iere unb namentlid) \u00fcber ben SJtnt^) ber Heineren, gerabe unferer Sienenfreffer. \u00a9ie ft\u00fcrgen ftdj aug ^o^er Suft l)erab oljue Sebenfen burd) ben bid)teften tftandj, [treiben hart \u00fcber ben \u00a9ptl^en ber ^lammenlinie bahin, ergeben ftc^ Wieber, pergeljren bie erfafjte SSeute unb oerfdjwinbcn bon neuem in ben fftaudjWolfeit. ^euglin fagt, bafj einer ober ber anbere gar nid)t feiten ftdj bie \u00a9djwingen ober \u00a9teuerfebern berfenge. 3dj |abe Oag nie gefeljen, famt aber, iljnt in gewiffem \u00a9inne beiftimmenb, Perftdjent, bafj bie SS\u00f6gel in \u00e4ufjerfter 9^\u00e4lje \u00fcber ben Flammen felbft aufs unb nieberftreid)en, unb ba\u00a7 man ftdj jebe\u00eamal Wunbert, toenn man fte nadj einem tljrer Hiljnen \u00a9djwenfungett wieber heil unb unPerfeljrt emporfommett fiel)t.\nOb auch anbere S\u00f6ienenfreffer in berfelben SBeife 3agb machen, \u00fcaei\u00a7 idj nid)t, unb be\u00eblja\u00efb gerabe habe id) ben \u00a9djarladjfpint Ijier mit aufgenommen.\n3n ben Salbungen beg blauen f^luffe\u00ea l)abe idj eine anbere 9lrt ber Familie, ben ^radjtfpint (Coccolarynx frenatus) beobachtet, \u00a9r geidjnet ftd) mit einigen anbern Wirten feiner Familie burdj einen fef>r b\u00fcnnen, gierlidEjen \u00a9d)nabcl, einen mittellangen, gerabe abgefdjnittenen \u00a9djwattg unb ein prad)toode\u00ea \u00a9efieber aug unb bertritt begljalb nad) ben neueren 2lnfd)auungen eine befonbere \u00a9ippe, Jbeld)e Wir, um iljr einen beutfd)enkanten gu geben, Suntfpinte nennen f\u00f6nnen. Oag \u00a9efieber ber Oberfeite ift gr\u00fcn, bag ber Unterfeite gimmtbraun; bie \u00a9tint ift gr\u00fcn unb blau gemifdjt, bie \u00dfel)le fdjarlad)rotlj; ber jpintetbaudj, bie Unterfd)Wangbedeu unb ber S\u00fcrgel ftnb enzianblau; ein B\u00fcgels ft reif en, Weldjer burd) bag 2luge berl\u00e4uft, ift fdjwarg, unten t\u00fcrfigblait gef\u00e4umt; bie Mntfdjwingen geigen am \u00a9nbe eine fchWarge Sinbc unb ftnb Oorn ebenfattl t\u00fcrfi\u00eablau gef\u00e4umt. Oag Sluge ift hodjrotlj, ber \u00a9d)nabel unb bie F\u00fcfte ftnb fd)Warg. SOie S\u00e4nge betr\u00e4gt 8, bie Fittigr\u00e4nge 3%, bie \u00a9d)Wangl\u00e4nge 3l/2 3od.\nOer ^radjtfpint ift eine ber Iieb\u00efid)ftcn \u00a9rfd)einungen beg innern Slfrifa. SUtan begegnet iljm an allen Orten, Welche geeignete ^tiftpl\u00e4^e enthalten, h\u00f6chft fetten ringeln, gew\u00f6hnlid) in fet)r galjH reicher @efe\u00fcfd)aft. ^ier lebt er, mie ade Heineren \u00a9pinte, me^r nad) 2lrt ber Fliegenf\u00e4nger alg nad) Slrt ber \u00a9d)toalben; beim au\u00ebna\u00efjnr\u00eameife nur ergebt er ftc^ \u00fcber bie fronen ber 2\u00f6albb\u00e4unte unb ftreid)t hier, fd)toalbenartig fagenb, auf unb nieber. SO\u00eeir fd)ien e\u00eb, aU ob bie \u00a9efeUfc^aften bie flt\u00e4^e i|rer \u00a9iebelungen laum oerlaffen; benn id) beobachtete fie to\u00e4ljrenb toerfd)iebener Sdlonate immer an bem fetben Orten, obglcid) fte nid)t burch bie Srut gebunben toaren. 9lnt 2Beihnad)t\u00a7tage be\u00ea 3ahrel 1850 legte ich \u2122in \u00a9epiff in ber Sft\u00e4lje ber gal)lreid)ften \u00a9iebelungen an, luelc^e ich fennen lernte. SCRinbeften\u00ea fech\u00eagig H\u00e4rchen hatten fich eine glatte, fefte Ohontoanb am Ufer be\u00ea blauen Fluffe\u00ea gur ^iftftede erz\u00e4hlt unb hier ihre fohlen eingegraben. Oie 2lnftebelung nahm \u00efj\u00f4chften\u00ea einen fRaunt Pon 25 big 36 @eoiertfu\u00a7 ein; auf biefer Fl\u00e4dje aber befanb ftch eine Scifth\u00f6hle au ba- anberen, fo bid)t neben einanber, ba\u00a7 ber 2lbftanb h\u00f4chften\u00ea Pier bi\u00ea fed)3 3oU betrug. Oiefe \u00a9ing\u00e4nge hielten lV23ptt im Ourchmeffer unb f\u00fchrten 3 big 4% Fttfj {n njagred)tcr Dichtung nad) innen; bann erweiterten fte fid) gu ber 2lcftfammer, einem tftaume Pon 6 big 8 3oK S\u00e4nge, 4 big 6 3oll Sreite","page":143},{"file":"p0144.txt","language":"de","ocr_de":"144\n$>ie \u00a9paper. fieicptfdjn\u00e4blev. Sienenfveffer.\nuub 2V2 Bt8 3 Bott \u00a3\u00f6pe. 3n feinem ber Hefter, ioeldje mir untcrfucpten, fanben mir Suuftoffe, aud) in feinem einzigen \u00a9ier ober Bange; bemungeacptet fcpl\u00fcpften bie \u00a9piercpen fortm\u00e4prenb au! unb ein,,\nBpr gefdj\u00e4ftige! \u00a9reiben gew\u00e4hrte ein \u00fcberau! angiepenbe! \u00a9cpaufptel: \u00a9ie n\u00e4cpften S\u00e4ume maren gegiert mit ben pr\u00e4djtigcn S\u00f6geln; auf jebem paffenben Bmetge faf\u00e8 e*a ^\u00df\u00e4icpen ein; tr\u00e4d)tlicp bei einanber, unb einer ber \u00a9atten um ben anbern erpob ftd), Seule ntacpenb, feprte naep einigen \u00a9djmenfungen gur\u00fcd ober flog and) mopl in eine ber .fp\u00f6plen, oerfepmattb in ipr unb fe^rte erff naep geraumer Beit gur\u00fcd, opne bafc mir einfepen fonnten, mal er im Bnnern treiben m\u00f6ge, \u00a9ang unbegreiflich erfd^ien e\u00ea un!, mie e! bem einzelnen m\u00f6glich mar, fein #au! oon bem eine! anbern S\u00e2rcpen! gu unterfepeiben. Sor ben Siftp\u00f6plen ging e! oft gu, mie Oor einem Sienenftode. SJtan fap geitmeilig eine Stenge oon Srad)tfpinten unmittelbar oor ben Seftern auf= unb nieber; fcpmeben; mollten biefe\u00efben aber in ba! innere fepl\u00fcpfen, fo brauchten fte niemal! erft nad) ip.rer H\u00f6hlung gu fud)en: fie oermeilten nur einen 5lugenblid unb fd)\u00ef\u00fcpften bann fo rafep in! Banere, baf\u00ea man mopl \u00fcbergeugt fein burfte, bie betreffenbe \u00a3\u00f6ple m\u00fcffe bie irrige fein, \u00a9egen 5lbenb m\u00fcrbe e! [tiller, unb mit \u00a9inbruep ber Stacht mar bie \u00efebenbigc \u00a9cbar oerftummt unb oerfcpmunben: ade. ober menigften! ber gr\u00f6\u00dfere \u00a9peil &er S\u00e4rdjen fatten im Bauern i\u00eejrer \u00a3\u00f6plung Verberge genommen. SDiefe S\u00dfaprnepmung erregte ben \u00a9ifer be! \u00a9annuler!. Bd) befc^\u00efo\u00a7, einen ftangoerfuep auf bie bama\u00ef\u00ea noep fe^r feltenen S\u00f6gel gu mad)en. \u00a9a! f lebenep m\u00fcrbe herbeigeholt uub Oon oben fo meit perabgelaffen, bafj e! gerabe oor bie fohlen gu h\u00e4ngen faut. 211! icp am n\u00e4chften Storgen nach bem evften Bagbaulfluge mieber guriidfam, maren funfgig ber harmlofen \u00aeefd)\u00f6pfe meiner \u00a9tide gum Opfer gefallen. \u00a9ie hatten ftd) beim 2lu!fcpl\u00fcpfen in bem feinen \u00a9ebiifcp oerftridt. Bd) befam auf biefe 51 rt eine gen\u00fcgenbe Stenge ber S^acpttpiere; aber e! ift mir nod) peute, all m\u00fcffe i<h mir Sor; m\u00fcrfe mad)en \u00fcber biefe Bagbmeife.\n\u00a9ine! britten afrifanifchen Sienenfreffer! ntu\u00a7 ich au! bem \u00aerunbe gebenfen, meil er mehr all anbere feiner Familie au bie \u00a9d)malben erinnert unb bementfpredjenb auch \u00a9cpmalbenfpint (Melittophagus hirundinaceus) genannt morben i|t. \u00a9a! pauptf\u00fcd)lid)fte fenttgeidten ber \u00a9abed fpinte, meldje er oertritt, ift ber feitlid) oerl\u00e4ngerte, in ber Stitte tief au!gef<pnittenc \u00a9d)maug. Oa\u00ea \u00a9efteber ift auf ber Oberfeite gelblid)gr\u00fcn, in gemiffem Sid)te golbgt\u00fcn fd)iUernb; ber hinter; r\u00fcden, bie Oberfdjtoangbeden unb ber \u00a9cpmang ftttb b\u00fcfterer, bie Unterfeite i|t peder gr\u00fcnlich, bie fehle fafrangelb, burep ein ultramarinblauc! Sanb oon ber Sruft getrennt; bie 2lfterbcden unb ein (Streifen oom Safenlocp bi! \u00fcber ba! 2Iuge ftnb t\u00fcrfilblau, bie B\u00fc9e^ mie geto\u00f6pnlid) fd)maig. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 8V4, bie gittigl\u00e4nge 3\\, bie \u00a9cpmangl\u00e4nge 47\u00ab Bott.\nSaillant entbedte ben \u00a9djmalbenfpiut in \u00a9\u00fcbafrifa; anbere ftorfdjer fanbeir ihn h\u00e4ufiger in S\u00dfeftafrifa auf; #euglin beobad)tete ihn fenfeit! bei \u00a9juvfluffe! bil gum fofanga unb gmar au!; fcpliefclicp im \u00a7ocpmalbe, felbft fern oom SBaffer. Sach Saillant\u2019! Siittpeilungeu fod er paarmeife leben unb nur, menu bie Bangen aulgeflogen ftnb, eine fleiue \u00a9efeflfd)aft bilben. Ba \u00a9\u00fcbafrifa ift er ein Bugoogel, mclcper gu einer gemiffen Beit im Bapre erfepeint unb regelm\u00e4&ig mieber meggiept Sor ber 2lbreife famnteln fid) ade, meld)c eine \u00a9egenb bemopnten, gu einer grofett \u00a9epar unb oer; laffen nun gemeinfd)aftlid) ba! Sanb. \u00a9al Srutgefd)\u00e4ft meiept niept oon bem uni Sefanntgemorbenen ab. \u00a9a! \u00a9eiege fod au! f\u00fcnf bi! feep! bl\u00e4ulidmeiBen \u00a9iern beftepen. Saillant behauptet nocp, au biefem Sienenfreffer einen befonber! aitgenepmen \u00a9eruep beiuerft gu paben. \u00a7\u00fcnf bi! feep! \u00a9t\u00fcd, meldpe er in fejnem Belt eingefcploffen, burd)bufteten biefe! f\u00f6rmlid), foba\u00a7 manp\u00e4tte glauben m\u00f6gen, el bef\u00e4uben ftd) Sl\u00fctpen in ipnt.","page":144},{"file":"p0145.txt","language":"de","ocr_de":"<Sdjnxin>en= itub \u00aed&nuttffpint.\n145\nSKufiralien be^erBer^t, fooiel bi\u00a7 je&t begannt, nur einen einzigen 33ienenfreffer, beu \u00a9 d; nt u \u00e4 f p i n t (Cosma\u00ebrops ornatus). Oie Oberfette ift maiengriin; Ober\u00efopf, Suaden unb \u00a9dringen ftnb reff); braun, Oberr\u00fcden unb Siirjel t\u00fcrfi\u00eablau; bie Unterfeite berggr\u00fcn, bie \u00aeehle ^cqgelb, non ber 33ruft burd; eine tiefe fdjtoar\u00e7e S3iube getrennt, bie Ulftergegenb blau, ber 3\u00fcgel fammtfd^tnaq, unten himmelblau gef\u00e4umt. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 8 3\u00b0b[, bie ^ittigl\u00e4nge 4V\u00ab, bie @d)toan$; l\u00e4nge 3V6 3o\u00ef\u00ef.\nlieber bie Seben\u00eatncifc hat \u00a9 ouib berichtet. (Sr fanbs ben \u00a9d)tnudf|)int in \u00a9\u00fcbauflralien unb 9teu= f\u00fcbtoale\u00ea. $ier unb am \u00a9dgoanenfluffe ift er fel;r gemein. Oer 33ogel benorjugt offene, trocfene unb biinnbeftanbene SBalbungen, fifd faft ohne 9lu\u00a7nahme auf einem b\u00fcrren, bl\u00e4tterlofen Steige unb jagt\nSDer @c^rnu\u00e4ft)int (Cosma\u00ebrops ornatus). 2/3 ber not \u00aer\u00f6\u00dfe.\n\nnonhierau\u00ea nadf \u00dferbthieren. \u00eelbenb\u00ea fammelt er fidf an ben Ufern ber glfiffe ju \u00a9efe\u00fcfdjafteu, toeldje ^unberte w\u00e4hlen, \u00a9ein ^Betragen hat fo\u00f6iel 3lujiehenbcd, bajj er in Sluftralien allgemein beliebt ift. Oie aufjerorbent!id)e \u00a9dj\u00f6nheit feine\u00ea \u00a9efieber\u00ea, bie 3icrlid)feit feiner \u00a9eftalt unb bie Slnmuth feine\u00bb gluge\u00eb machen ihn bemerfbar. 3ubem erfdjeint er noch a\u00efs 33ote be\u00ea gr\u00fchling\u00ea : in DReuf\u00fcbtoale\u00ea \u00efommt er im S\u00efuguft an unb oertocilt big $u \u00a9intritt be\u00ea SBintev\u00ea, melier im Sft\u00e4rg beginnt; bann menbet er fid) bent korben 311 unb burchfdjto\u00e4rmt nun in gro\u00dfer \u00fcftenge alle \u00a9egenben $ftorb= auflralieuS, aud) toohl bie benachbarten \u00a9ilanbe, ja, einjelne H\u00e4rchen fotten hier fogar br\u00fcten. Oa\u00ea \u00f6rutgefch\u00e4ft felbft unterfdjeibet ftd) nicht oou bem auberer Wirten.\nS3reljm, \u00ce\u00c7ietle&en. IV.\n10","page":145},{"file":"p0146.txt","language":"de","ocr_de":"146\n\u00a3ie \u00a9paper. fieicptfcpn\u00e4bler. SHenenfreffer. Reifen.\nSn Sn&fen ift bie Familie gaptreidp unb burd) eingelne Wirten oertreten, loeldje jo fe^v ooit bem allgemeinen \u00a9enrage abtoekpen, bafj \u00a9ab a nil aul irrten eine eigene Unterfamilie gebitbet pat. Oie 9tad)tfpinte (Nyctiornis) lenngeicpnen ftdp burd) mittellangen, ftarfeu, gebogenen \u00a9d)nabel, mittel; lange Ringel, in benen bie feierte \u00a9cploinge bie l\u00e4ngfte ift, einen langen, faft gevabe abgefdpnitteneu \u00a9d)loaug unb ein giemlid) reidjel, toeidjel \u00a9efteber, loeldpel fid) in bernai\u00bb; unb 23ruftgegenb gu eigent^iimlid^en fteifen f^ebergebilben oerl\u00e4ngert.\nOer 9tad)tfpint ober \u00a9an g r of bei* $nbter (Nyctiornis Atliertonii) ift auf ber Oberfeite papageigr\u00fcn, auf ber Unterfeite unrein ifabedgelb, olifeengr\u00fcn in bie S\u00e4nge geftreift; ber Oberfopf, bie \u00dfinns unb \u00aeeplfebent, fotfeie bie\u00a9\u00e4ume ber langen, breiten, bunfelbtangriinen \u00a9urgelfebern finb pe\u00eflfpangr\u00fcn. Oal Stuge ift tiefgelb, ber \u00a9cpnabel bleigrau, fd)loarg au ber \u00a9pipe, ber $ufj bunfefgr\u00fcn. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 14, bie 23reite 18, bie ^ittigl\u00e4nge 5\u20194, bie \u00a9djloaugl\u00e4nge 6 3^-Sltpertou fanbte biefen 23ienenfreffcr guerft au beu 9iaturforfd)er Sarbine unb berichtete, baff berfelbe fid) eingeln in ben 23ambulJo\u00e4tbern bei Innern Oon Schien ftube unb bei 9tad)tl fein SBefen treibe. Sluf biefe Eingabe l)ht tourbe bei* auffadenbe unb, toie bitrd) fp\u00e4tere ^Beobachtungen ertviefeu, fatfdje 9tame gegeben. Sept toiffen toir burd) $obgfon\u2019l unb Seobon\u2019l \u00a7orfd)ungcu, baf ber 9iad)tfpint bie gro\u00dfen, luftigen S\u00f6\u00e4tber Snbienl, Oon ber Stiefe au bil gu brei unb oiertaufenb $u\u00a7 unbebingter ,!p\u00f6pe aufio\u00e4rtl, beioopnt, baf er geio\u00f6pnlid) eingeln lebt, oon einem Steige aul jagt unb gu bemfelbcn nad) gliidlid)em $ange gur\u00fcdfeprt, bafj er 23ieucn unb. S\u00dfefpen, aber aud) $\u00e4fer, \u00a9icabctt unb begleichen frifjt unb fid) burd) ein tr\u00e4gem, langmeiligel S\u00dfefen au\u00ebgeidmet. 9tadj $obgfon1l 23erfid)erung foil er gelegentlich ber Sagbgiige, toeld)e bie9\u00eeajapl ocranftalten, oft lebenb gefangen toerbeu: ber Oon ber S\u00e4germenge oerurfad)te S\u00e4rm oerbupt iptt fo, baff er fid) greifen l\u00e4fjt. Oagegen oerfidpert 23opl, bafj er ftd) fd)locr befdplekpen liefe. \u00a9ein \u00a9d)rei foil ein lauter, gellenber \u00efoit fein, lieber bie \u00c7ortpflangung ift etloal \u00a9idjerel nicht befannt. Oie \u00a9iugebornen behaupten, baf er in poplen SS\u00e4umeu br\u00fcte.\n* *\n*\nSill bie u\u00e4d)ften 23ertoanbten ber 23ieueufreffer betrad)tet man bie Dtafeu (Coracii), giemlid) grofe, mcift in bunten f\u00e4rben prangeube SS\u00f6gel, melcpe ebenfalls nur auf ber Oftp\u00e4lfte ber \u00a9rbe gu ipaufe ftnb. Oer \u00a9d)itabel ift mittels ober giemlid) lang, fr\u00e4ftig, gerabe, an ber SSurgel etloal oer; breitert, gegen bie \u00a9pipe gufammengebriidt, fd)arffdjneibig unb an ber \u00a9pipe \u00fcbergebogen. Oer $uf ift furg, fd)ioad)l\u00e4ufig unb furggepig. Oie \u00a9d)toingeit finb mittellang ober lang unb giemlid) breit. Oer \u00a9d)ioang ift in ber 9teget ebetifalll mitteltaug, aber halb gerabe abgefd)nitteu, halb fcljtoad) geruubet, halb feidpt gegabelt; gutoeilcn fmb aud) feine beiben \u00e4uferftcu jfeberu ioeit \u00fcber bie \u00fcbrigen Oerl\u00e4ngert. Oal \u00a9efieber ift gerfdpliffeit, aber l)arfd) unb raup; bie \u00a9d)\u00e4fte ber Gebern fmb fteif, bie 23\u00e4rte glatt, jebodp loder gefdffoffen. \u00a9r\u00fcn, 23lau, 3immtbrauu ober SSeinrotp finb bie porperrfdjenben gerben bel \u00a9ef\u00eeeberl. Oie \u00a9efdplecpter unterfd)eiben ftch toeuig, bie Sungen umoefeiitlidp Oon ben Sitten.\nSill bie eigentliche \u00a3>eimat ber 9tafen fmb bie \u00a9teidperl\u00e4uber ber alten SSklt angufepen. \u00a9ine Strt ber Familie \u00efommt atlerbingl im 9lorben unb fo in \u00a9uropa oor; bie SJteprgapl aber beioopnt ben eben angegebenen \u00a9\u00fcrtet. Slfrifa unb Slfien g\u00e4l)len fo giemlidp bie gleiche Slngapl ooit Slrten; 9\u00eeeupe\u00ef\u00efaub ift arm an SJtitgliebern ber \u00a9nippe. \u00a3rocfene unb ebene \u00a9egenbeit bilben ben beoors gugteu Slufentpalt; in \u00a9ebirgeit finbeu fid) bie Skalen ebenfo feiten, loie in befouberl frud)tbareu \u00a9egenbeu. 9tur bcbingungltoeife fann man fie all S\u00f6albo\u00f6gel betrad)ten. Sn beu biinu beftaubeneu \u00a9teppeuto\u00e4lbern Slfvifal fehlen fie allerbiugl nid)t; bagegen meiben fie im Storbeu ifeie im \u00a9\u00fcben gufammeup\u00e4ngeube S3eft\u00e4nbe. S3ebingung f\u00fcr ipreu Slufentt)alt fmb grefe, eingeln ftepeube S3\u00e4ume ober $elllo\u00e4nbe, $ellfegel unb unbeloopute \u00a9eb\u00e4ube, oon benen aul fie eine Voeite llmfd^au paben","page":146},{"file":"p0147.txt","language":"de","ocr_de":"St a df) t f p i ii t.\n147\nunb bereit .\u00a3>\u00f6pten ober \u00a9palten ipuett paffenbe Stiftpl\u00e4pe bieten, ipier pflegen fte gu ftpen unb ipr \u00a9ebiet forgf\u00e4ltig gu burd;fp\u00e4peit. Sin ctioa borbeifliegenbeg gr\u00f6\u00dfere\u00bb $erbtpier mirb genau in ber; fetben 2Beife aufgenontmen, roie Oieg bon ben Fliegenf\u00e4ngern unb Sicttenfreffern gefd;iept, ein am Soben unborftdptig bapittlaufenbeg \u00dcDt\u00e4ugd;eit, eine \u00a9ibed;fe ober ein anbercr Heiner Surdp aber aud; nidpt bevfd;m\u00e4pt itnb ein Sogetnefi unter Umft\u00e4nben auggept\u00fcnbert. Bu getbiffeu Beiten freffen bie tafelt aud; Fnld;te, obgleid; tpicrifdpe Staprung immer bie beborgugte bleiben mag.\nSitte Stalen ftnb unruhige, unftete unb uitliebeitgm\u00fcrbige S\u00f6gel. \u201eSine au\u00dfcrorbeutlid;e \u00a9d;ctt unb bie madpfarnftc ^\u00dforfidbjt\", fagt \u00a9loger, \u201eniterm\u00fcblid;e, tbilbe Sebpaftigleit unbftete, frope Sumter; feit fammt einem befonbern ^ang gunt Streiten unb S\u00e4rmeu unb bei Sitten eine tropbent nid;t gu beg\u00e4pnteitbc Uub\u00e4nbigleit in bet* @efaugenfd;aft: biefe \u00a9igenfd;afteit fted;en alg jpauptg\u00fcge ipreg \u00a9paralterg perbor. \u00a9ie fipcit, ba fte fiep blog \u00e4ug Seforgiti\u00df, nid;t attg Steigung \u00fcberhaupt ber; bergen, faft nie lauge ftiff, am p\u00e4uftgften frei unb gern auf Sautnmipfeln ober auf biirrcu Slftfpipcit.\" 3m \u00a9egraeig ber S\u00e4itnte-p\u00fcpfcn fte cbeitfo Ibcuig untrer, alg auf bent Soben: fie gebrauten gu jeher Ortgber\u00e4itbernng ipre \u00a9d;lbingcn. Oer Flug ift geioanbt, fdgtell unb au\u00dferorbeittlidp leidpt, aud; burd; \u00a9aullerf\u00fcnfic ber fouberbarfteiuSlrt, ein nterlm\u00fcrbigeg Ueberfd;lageit g. S3., fepr auggcgckpnet. \u00aeie \u00a9timme ift ein unangenepnt parfd;er Saut, tbeldjcr beut beutfd;eit Statuen, einem f\u00e0langbilbe beg; felben, gientlidp genau cntfprid;t.\nStur fo tauge bie \u00a9orge um bie Srut ein Staleiipaar binbet, berioeilt cg au einem beftimmteu Orte; bor ttttb uad; ber Srutgcit fdpmcift eg int Sanbc umper. Itnfere norbifd;e Slrt giept regelm\u00e4\u00dfig, bleibt aber in ber SSinterpcrberge tiid;t in einem beftimmteu \u00a9ebiet, fonbent burd;mi\u00dft pier, fdjeinbar unn\u00fcp, meitc \u00a9tredeit, mie bie in beit \u00a9lcid;erl\u00e4nbent lebenbeit Slrtcit cg tpuit.\nOag Sieft toirb au fepr berfd;icbcucit Orten, immer aber auf biefelbc S\u00f6eife angelegt. Sei uttggu Saitbe niftet bie Slaurafe itt poplen S\u00e4umen, unb begpatb pat man geglaubt, ba\u00df nid)t blog fie, fonbern alle \u00fcbrigen Slrteit pierbon nidpt abruidpen, m\u00e4preub mir jept miffeit, ba\u00df 90taucrl\u00f6d;er, Fcllfpatteu ober felbft ^\u00f6plungen in feilen \u00a9rbm\u00e4nbcit ebenfo oft, bielleid;t ttodp \u00f6fter, gur Slufnapme beg Steftcg bienen m\u00fcffeit. Oicfeg felbft ift ein fepr lieberlid;cr Sau, meid;et ang Valuten, \u00a9ctb\u00fcrgcl, paaren unb Fibern beftept. Oag \u00a9elege entp\u00e4tt hier big f\u00fcnf gl\u00e4itgeub ioei\u00dfe \u00a9icr. \u00a9ie mcrbcit bon beiben \u00a9Item ibed;fclgmeife bebr\u00fctet unb audp bie jungen gcmciufd;aftlid; gro\u00df gegogen. Scibe \u00a9Item geigen einen gro\u00dfen \u00a9ifer, fotoeit eg ftd; um bie Sebriitung unb \u00a9ru\u00e4pruitg panbclt, bertiad;; l\u00e4fftgeu im \u00fcbrigen aber bie Srut fepr, bel\u00fcmmcrn ftdp namcntlid; nid;t int geringften um bie Stein; peit beg Stefteg unb geftatten, ba\u00df biefeg gulept gu einem mapvpaften \u00aeotppaufeu mirb. Oie jungen madpcit fiep halb nad; beut Slugfliegen felbfi\u00e4nbig uitb gepen ttutt ipre eigenen S\u00f6cgc, opne ftd; biel um ipre \u00a9Item ober attbere iprer Slrt gu f\u00fcmmertt; beim \u00a9efelligfeit ift eine \u00eettgcitb, boit lbcWper bie Staben nun einmal S\u00eeidpt\u00ea miff en tbo\u00efleu.\nSeiber palt e\u00ea fepmer, biefe in fo fep\u00f6neit Farben prangenbeit S\u00f6gel an bie \u00a9efangeufdpaft gu getb\u00f6pnen. \u00aeie Sitten laffett ftd;, mie bemer\u00eft, gar nidpt gefangen palten, unb aud) bie 3ullgeit ertragen nur bei ber befielt pflege l\u00e4ngere Beit beit Serlufl ber Fveipcit. Unterpattenb ftttb biefe \u00a9efangeneit \u00fcbrigeng itid)t. \u00a9ie ft pen meifl ftitt unb rupig auf ein unb berfclbcit \u00a9teile, befd;mugen ftd; ba\u00bb \u00a9efteber, berftepeit \u00fcberpaupt nidpt, ftdp bie Freuubfdjaft ipreg ^\u00dfflcgerg gu crmerbeit.\nStidjt blo\u00ea bie \u00a9dp\u00f6npeit be\u00ea \u00a9efteber\u00ea, fonbern aud; bag fd;madpafte Fleifdp giept beit Stalen bict Scrfolgung gu. Sei uitg gu Sanbe p\u00e4tt fid; jeber Sauer f\u00fcr bered;tigt, ben auffaUcnben Sogei perabgttfd;ie\u00dfeit; in \u00a9\u00fcbcuropa jagt mau ipnt regelrecht uad;. Slu\u00dferbem paben bie .Sitten bon beit Fallen aller Slrt unb bie jungen bon Itetternben Staubf\u00e4ugetpieren gu leiben. Oer berniinftige SJicnfd; tput mopl, fic gu fdp\u00fcpen; benn menu fte aud; mirllidp einmal ein Sogcttieft augnepmeu, fo lomiitt biefer \u00a9d;abeit bod; nidpt in Setrad;t gegen ben gro\u00dfen S\u00eeupen, me\u00efdpen fie ftiften.\n10*","page":147},{"file":"p0148.txt","language":"de","ocr_de":"148\n\u00a3>te \u00a9Jj\u00e4ljer. Seidjtfdju\u00e4bler. D\u00eeafen.\nUitferc \u00a9laurate ober \u00a9\u00eeanbel;, \u00a9arten;, \u00a9olb;, \u00a9run; unb \u00a9laufr\u00e4lje, bie Laiben; ober $\u00fcdjenelfter, ber 23irf=, StReer; ober 9Ranbe\u00ef\u00a7e^er, ber\u00a9algen;, \u00a9off;, \u00a3el\u00ef; unb \u00ab!oat\u00abboge\u00ef (Coracias garrulus) eutfpridjt gumeift bent oben gegeidmeten 23ttbe ber Familie. SDie \u00a9type, ioetdje fie vertritt, fenngeid;net ftc^ burdj folgenbe SSRertmale: er \u00a9djnabel ift mitte\u00ef\u00efang, gtem\u00efidj f\u00eear\u00ef, gerabe, tr\u00e4ftig, an ber \u00a9Burge\u00ef oerbreitert, auf ber f\u00c7irfte feiert gebogen, an ber \u00a9ptfce l)af ig ; ber Sauf ift f\u00fcrder at\u00ab bie gRittetgelje; int f\u00c7ittig ift bie gloeite \u00a9dringe bie \u00ef\u00e2ngf\u00eee; ber \u00a9d)ioattg ift gerabe, unb feine beiben \u00e4u\u00dferen Gebern jtnb nidjt oer\u00ef\u00e2ngert. \u00a3)a\u00ab \u00a9efieber ift fe\u00a7r pradjtooll. \u00a9in gl\u00e4ttgenbe\u00ab \u00a9bangr\u00fcn $ $auptfarbe; ber iR\u00fcden unb 2Rantet ftnb ^e\u00ef\u00efjimmt; braun, bie \u00a9tint unb ba\u00ab \u00c2iuu toeifjlid), bie \u00a9cbtoingen oon oben inbigoblatt, oott unten lafurblau, bie Heilten \u00dcDccffebern am \u00a9orberarm unb bie 33\u00fcr\u00a7elfebern l)od)blau, bie \u00e4u\u00dferen \u00a9djtoangfebern T)etf=\n2)te staura\u00efe (Coracias garrulus). 1/3 ber nat \u00a9r\u00f6\u00dfe.\nblau, bie \u00fcbrigen mehr btaufdjtoarg unb nur au ber 9lu\u00a7enfahne ^e\u00cf\u00cfbtau, bie beiben mittleren blau; ober graugr\u00fcn. 5Da\u00ab 2Iuge ift braun, ber \u00a9c^nabel fd;ix>arg, ber gufj fdjmugig bunfelgelb. SDer junge \u00a9ogel ift auf bent \u00a9ber\u00efopfe, bem \u00a3>inter\u00efja\u00effe unb auf ber Unterfeite graugr\u00fcn, auf bem S\u00ee\u00fccfen mattgimmtbraun, auf bem \u00a9djloange mattblaugr\u00fcn, fonft aber ben mitten \u00e4hnlich gef\u00e4rbt. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12 bi\u00ab 13, bie \u00a9reite 27 bi\u00ab 28, bie ftittigl\u00e4nge 7%, bie \u00a9<htoangl\u00e4nge 5 3oU.\n\u00a9ou \u00a9fanbinaoien att f\u00fcbio\u00e4rt\u00ab ift bie \u00a9taurate \u00fcberall itt \u00a9uropa gefuttben loorben; fte oer; breitet ftcl; aber nod; Weiter unb burdjfireift gelegentlich ihre\u00ab 3U\u00d6C^ haU> 2tfrifa unb gang \u00a9\u00fcbajten. 3n \u00a9fiftbirien ^at fte \u00ef\u00eftabbe nic^t mehr gefunben; bod) tornrnt fie, Voie loir burd) fallal loiffen, noch Un f\u00fcbtidjen Alitai at\u00ab \u00a9rutooget oor. \u00a9ei un\u00ab gu Sanbe finbet fte ftd) nur h^r ba, am h\u00e4ufigften felbftoerft\u00e4nblid) in ebenen \u00a9egenben, feljr feiten int \u00a9ebirge. 3>n \u00a9nglanb unb ^olfanb","page":148},{"file":"p0149.txt","language":"de","ocr_de":"S31 a u v a f e.\n149\njoli fte gar nicht gefunben Serben unb bie \u00a9Rivets, Olorbfranfreidj unb Sta\u00efien nur auf bent Buge ber\u00fchren. Stuf \u00c4orfu erfdjeint fte to\u00e4hrenb bel Buge\u00ea in 9roBer\tbie \u00a9craven t\u00bbertx>eilen aber\nnur wenige Vage hier, unb blo! einzelne $\u00dfaare niften auf ber 3nfel ober auf bem Benachbarten gefc lanbe. 2ludj auf SQ\u00ceatta ift fte im grilling unb $erbfl gemein, unb auch hier Oertoetlen blo! einige, um gu Br\u00fcten, 3n \u00a9\u00fcbrufjlaub, \u00a9panien nnb \u00a9riedjenlanb ift fte an geeigneten Orten feljr h\u00e4ufig; in \u00a9ried)entanb Bilbet fte f\u00f6rmliche Olnftebelungen, in \u00a9panien haben toir fte ebenfall! 'oft in ziemlichen \u00a9efe\u00ef\u00effdjaftett Beobachtet, \u00a9elegeittltd) ihrer VMnterreife erfcheint fie in alten oon mir burcb-reiften \u00a9egenben Olfrifal: ich habe fte nod; f\u00fcb\u00efich be! gto\u00f6lften \u00a9rab! n\u00f6rbticher \u00a9reite angetroffen, ja, wenn 21. \u00a9mith richtig Beobachtet hat, fommt fte um biefe Beit fogar am Vorgebirge ber guten Hoffnung oor. Otadj 3erbon foil fte in O\u00f6eft; unb \u00dcJlittelaften gemein fein, bagegen nur in ben norbweftlid)ften ^\u00dfroOingen 3nbten! gefttnben Werben.\nVei tut! gu Sanbe meibet bie Vlaurafe bie Bl\u00e4he bei \u00dcRenfchen \u00e4ngftlid); in (\u00fcblicheren \u00a9egenben l\u00e4\u00dft fte ftd) leichter Beobachten, \u00a9ie ift h\u00f6d)ft unft\u00e4t unb fl\u00fcchtig, fo lange fte nicht bie \u00a9orge um bie Vrut an ein gang Beftimmtel \u00a9ebiet f eff eit, fd)toeift w\u00e4ljrenb bei gangen Vage! umber, oon Vaunt gu Vaunt ftiegenb, unb fp\u00e4ht oon ben Gipfeln ober oon ben \u00a9pitmen b\u00fcrrer Btcfic aul nach Nahrung. Vei tr\u00fcbem better m\u00fcrrifd; unb oerbroffen, tummelt fte ftch bei \u00a9ounenfehein oft, bei \u00a9pietenl halber, in ber Suft umher unb macht babei fonbevbare \u00a9djWettf ungen, ft\u00fcrgt fid) g. V. pl\u00f6plid) aul gtofjcr \u00a3\u00f6lje fopf\u00fcber in bie Stiefe hernieber unb flettert bann laugfam wteber aufto\u00e4rtl ober fdjtoenft fid) mit taubenartigem gluge unter haftigen glitgelfdjl\u00e4gett, fdjeinbar gwedlol, burd) bie Stift, fobafj matt fte immer leid)t erlernten bann. 3nt \u00a9egtocig h\u00fcpft fie nid)t umher; fte betoegt ftd; oielmchr, wie bie meiften \u00fcbrigen Seidjtfdjn\u00e4bler, immer nur mit fpilfe ber Fl\u00fcgel oon einem 2lfte gum anbern. Vuf bem Voben ift fte g\u00e4ngig fremb; hoch fommt el Oor, ba\u00a7 fie ftd) bemfelben ftiegenb fo Weit n\u00e4hert, unt ein bort laufenbel Strier aufnehmett gu fennen. 3h\u00ab @innc fcheinen Wohl eutwicfelt unb ihr Verftanb giemlid) aulgebilbet gu fein ; ihr S\u00f6efeu aber ift nicht gerabe liebenlto\u00fcrbtger 2trt. \u00a9ang int \u00a9egenfape gu ben-oerWaubteit Vienettfreffern ftnb alle Olafen ttttb fo auch bie unfrige g\u00e4nfifd)e, unOer; tr\u00e4glid)e, bifjtge \u00a9efeh\u00f6pfe, Weld)e mit wenig anbern Vtneren ^viebett halten unb guutal mit 3hvc^: gleichen in beft\u00e4nbigem \u00a9treite liegen. Von ber St\u00fchle oerftd)ert, bajj bie Vlaurafe mit ber Ool)le, unb Blaumantt,, bafj fie mit anbern unt fte Wohnenben V\u00f6geln gute grcitnbfdjaft halte; bal \u00a9rfteve ift rid)tig, bal Sefctere hat Wol)l nur bebingunglWeife \u00a9cltung; beim nicht blol bie Olaubo\u00f6gel, fonberu and) ^B\u00fcrger, \u00a3cf)er unb kr\u00e4hen werben oon ber Olafe heftig angefaUen. SB\u00e4hrcnb ber Vrutgeit unb auf ihrem SSBinterguge herrfd)t gr\u00fcben. Oie \u00a9timme entfpridjt bent Blauten : fte ift ein hol)el, fcpnarrenbel, beft\u00e4nbig Wieberholtel \u201eOlafer, rafer, rafer\", ber Saut bei Borul aber ein freifdjenbe! \u201eOl\u00e4h\" unb ber Von ber B\u00e4vtlid)feit ein fl\u00e4glichcl, l)oh^ \u201e\u00aerah\"- ,,\u00a9ci fd)\u00f6nent \u00a9etter\", fagt Blaumann, \u201efteigt bal BJl\u00e4nttdjen in ber Bl\u00e4he, Wo bal \u00a9eibdjen br\u00fctet, mit einem \u201eOlaf, raf, jad\" bil gu einer gietnlichen ^\u00f6he empor, aul Weld)er el ftdj auf einmal toieber herabft\u00fcrgt, babei immer \u00fcberpurgelt, ftd) in ber Suft hin* unb hertoiegt unb unter einem fd)ttcll auf einanber folgenbcu \u201eBl\u00e4h, v\u00e4h, r\u00e4h\", in toelchel el bal \u201eOlaf\" oertoanbelt, fobalb el ftd) gu \u00fcberpurgelu auf\u00e4ngt, wieber feinen \u00a9ip auf ber \u00a9pi^e einel b\u00fcrren Olftel einnimmt. Oie! fdjeitit bett \u00a9efattg oorgufteHett.\"\nBWerlei $erbth\u00fcre unb flehte Surdje, namentlich \u00df'\u00e4fer, -Ipeufdjreden, \u00a9eto\u00fcrm, fleinc gr\u00f6fdje ttttb \u00a9ibechfen bilben bie Olahruttg ber Olafe, \u00a9ine BJlau! nimmt fte Wohl aud) mit auf, unb fleinc V\u00f6gel toirb fte ebenfa\u00ef\u00ef! nicht oerf^m\u00e4hen. Olaumann fagt, bafc er fte nie ein fliegenbe! \u00dferbthicr habe fangen fehen; 3erbott hingegen oerftd)ert, ba\u00a7 bie inbifdje 2lrt auf getoiffe \u00a9treden fliegenbe ferbthiere oerfolgt unb ftd) eifrig mit bem gange ber gefl\u00fcgelten Vermitcn befd)\u00e4ftigt, toetttt biefe ttad) einem gefallenen Olegen ihre Olefter oerlaffen unb uml)erfd)W\u00e4rtitett. Saut Olaumann foil fte auch niental! ^\u00dfflangenftoffe gu ftd) nehmen, to\u00e4hrcnb oon ber SOl\u00fchlc erto\u00e4hnt, bafj in \u00a9ried)enlanb ihre gebern an ber \u00a9d)nabelWttrgel oon bem Bnderftoff ber geigen oerfleiftert erteilten, unb Sinber; map er beft\u00e4tigenb hinjuf\u00fcgt, bafj fie noch nach ihrem B\u00f6egguge au! @ried)enlattb auf bett 3nfeln Oer; toeile, \u201etoo bie geigen, ihre Siebling\u00fcoft, fte noch einige Beit feffelu, ehe fte ihre Oleife nad) ben","page":149},{"file":"p0150.txt","language":"de","ocr_de":"150\n\u00aeie \u00a9paper. Seidjtfcpn\u00e4bler. ffiafeu.\nafrifanifdfen \u00a9ebieten antritt\". $\u00fcr geW\u00f4pn\u00eftd) freilid) bilbeit f\u00f4erbtpiere tpre ,\u00a3jauptuaprung. 23on invent popen \u00a9ipe fd\u00c9jaut fie in bie 9tunbe, fliegt fdjneU nad) bem erfp\u00e4peten \u00c6erbtpier pin, ergreift eg mit bem \u00a9cpnabcl, Deqeprt eg nnb feprt auf ben \u00a9tamm guviid. \u201ePleine \u00a3paufr\u00f4fcpe\", fagt Naumann, \u201emag fie gern freffen. SJ\u00cean bemerfte an jung aufgezogenen 33laurafen, ba\u00df fie felbige mit bem \u00a9cpnabel bei ben \u00a3interf\u00fc\u00a7en ^ae\u00eften, fie gegen ben SBoben f\u00e4lligen, big fie fid) uiept mepr r\u00fchrten nnb fo brei big Dier \u00a9t\u00fccf pinter einauber ocrfcplaugen.\" Waffer fcpeint f\u00fcr fie fein SBeb\u00fcrfni\u00df ju fein; eg ift behauptet worben, ba\u00df fie niemals faufe nnb ficp aitcp nidpt babe, nnb biefe Angabe gewinnt an 2Ba\u00ef>rf\u00ab\u00b1>einlid;\u00efeit, Wenn man ben 33ogcl mitten in ber Wafferlofen \u00a9teppe ober W\u00fcfte fid) umpertreiben fielet, wie id) eg oft beobachtet pabe.\nSu \u00aeeutfd)lanb niftet bie 9tafe in 33aump\u00f6plungen, Wcld)e innen mit trodenen Wuqeln, Halmen, Gebern unb paaren auggef\u00fcttert Werben; in \u00a9\u00fcbeuropa beDoqugt fie zur Sln\u00efage beg S^efte\u00ea Dbiben nnb \u00a9palten im SJtauerWerf ober gr\u00e4bt fid) nad) Slrt ber 33ienenfreffer ip\u00f6plungen in [teil abfallenben \u00a9rbw\u00e4nbeu attg. Septereg paben wir in \u00a9panien, Don ber SJt\u00fcple unb S-inber; ma per in \u00a9riedfenlanb, $oWpg unb Oaplor auf forfu unb SJtalta beobachtet. 3) on ber Sft\u00fcple faub in ber SJtaina eine \u00a9iebelung niftenber 33laurafen unb ztoew am SDteeregftranbe in einer fenfredfteu, breipunbert gu\u00df popen Waitb, beobachtete aber auf Stegropont, wo z^ifepen ben OlioenWalbuugen unb Weing\u00e4rten Diele Sanbp\u00e4ufer ftepen, ba\u00df berfelbe 33ogel pier unter ben \u00a3>\u00e4cpern ber K\u00e4ufer br\u00fctet unb $War mit ben \u00a9opleu unter ein unb bemfelben SDacpe. \u00a3)a\u00df f\u00fcr bie in pubien niftenben Wirten 2)affelbe gilt, erfapren wir burep Serb on. \u00a3)a\u00ab \u00a9elege beftept aug Dier big feepg gl\u00e4nzenbwcifen \u00a9iern. 33eibe @efcpled)fer br\u00fcten abwecpfelnb unb fo eifrig, ba\u00df mau fie \u00fcber ben \u00a9iern mit ber jpanb ergreifen faun. \u201eOne Saugen fipen\", Wie SRaumann fagt, \u201eba bie Sitten ben \u00c4otp berfelben uiept Wegfdpaffen, im \u00a9d)iuuz unb Unrat big \u00fcber bie Opren, foba\u00df bag S\u00eeeft einen fepr cfelpaftcn \u00a9erud) Oerbreitet.\" \u00a9ic Werben mit \u00dferbtpiercn unb \u00dcJlaben gro\u00df gef\u00fcttert, fliegen halb aug, begleiten bie \u00a9Item bann aber nod) l\u00e4ngere Seit unb treten enblicp mit ipnen gcuieinfdpaftlid) bie Winterreife an. \u00a9egen $eiube, Welcpe bie jungen bebropen, benepmcit fid) bie Sitten p\u00f6d)ft mutpig; fic fepcu Weuigfteiig ipre eigene \u00a9id)crpeit riidfid)tglog aufg \u00a9picl.\nS)ie Sagb gelingt am beften, Wenn man fid) unter beit erfunbeten Sicbtinggb\u00e4umen aufftellt. 2>cr \u00c7ang ifi fd)Wieriger; boep geben fid) bei niig zu Sanbe bie SSogelftcller and) gar feine TOpe, fid) ber Otafe zu bcm\u00e4tptigen. Sluberg ift cg, laut Serb on, in Snbicn. \u00a3ier ift bie 9tafe nkpt blog ein \u00a9egeuftanb ber $alfen|agb, fonbern Wirb and) in eigeutp\u00fcmlidfen fallen oft ber\u00fcdt. 93iait biegt n\u00e4mlicp fRoprft\u00e4be fprenfelfrumm, beftreiept fie ringsum mit SSogetleim unb. p\u00e4ngt in ber SOiitte beg 33ogeng eine tobte SJtaug ober einen aubern $\u00f6ber auf. liefen Derfudpt bie S\u00eeafe fliegenb aufzunepmen, ber\u00fcprt babei aber regelm\u00e4\u00dfig mit ipren $liigelfpipen bie leimbeftridpenen \u00a9t\u00e4be unb bleibt an ipnen p\u00e4ngen.\n\u00a3>inficptlicp beg \u00a9efangenlebeng gilt bag oben \u00a9efagte.\nS)ie Sollen (Eurystomus) uuterfcpcibeu fiep pauptf\u00e4d)iicp burdp ben furzen, fepr niebrigen, an ben \u00a9eiten breiten, auf ber Riefte abgerunbeten unb ftarf gebogenen \u00a9d)nabel Don ben iRafcn. Sm \u00c7ittig ift, wie bei biefen, bie zweite \u00a9cpwinge bie l\u00e4ngfte; ber \u00a9cpWanz ift furz unb gerabe abgefepnitten ober fd)Wad) gerunbet, ber ^u\u00df Wie bei ben Dtafen gebilbet. SXucp bie F\u00e4rbung beg \u00a9efieberg erinnert an leptgenannte.\t\u2022\n\u00a9ine ber am beften befannteit Slvteu ber \u00a9ruppe ift ber Dollar Dogel ber Slnfiebler (Eurystomus paeificus). 0)ag \u00a9efteber ift auf $opf unb \u00a3alg bunfelbraun, \u00fcbrigeng auf ber Oberfeite feegr\u00fcn, in ber Wangeugegenb fdfwaq; bie Unterfeple ift fd)\u00f6n blau, febe lieber mit pell;","page":150},{"file":"p0150s0001table2.txt","language":"de","ocr_de":"Kolibris.","page":0},{"file":"p0151.txt","language":"de","ocr_de":"Slaurafe. \u00a9ollaroogel.\n151\nHauen \u00a9cpaftjlreifen, bie \u00fcbrige Unterfette pe\u00ef\u00efgr\u00fcn; bie S\u00efrmftp\u00fcnngen, bie SBurgetp\u00e4lfte ber Slu\u00dfenfapne ber \u00a3anb; uub bie gauge Slu\u00dfenfapne ber Slrmfdpioingen, foioie bie Stufen; fapue ber SSurge\u00efp\u00e2tfte ber \u00a9tp\u00efoangfebern ftttb lebhaft blau; ein Rieden auf ber SCRitte ber \u00a9cpioingc ift bl\u00e4ulicptoei\u00df. Oa! Singe ift bunbelbraun, bie Slugenliber, ber \u00a9cpnabel unb bie Seine ftrtb rotp. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 10, bie ^ittigl\u00e4nge 6%, bie \u00a9cpioangl\u00e4nge 3V2 3\u00b0^*\n\u00a9culb fagt, bag er ben Oodarooge\u00ef nur in S\u00efcuf\u00fcbioale! gefunben pabe, aber oon \u00a9Ifep berietet toorben fei, ba\u00df berfe\u00efbe Soge\u00ef im Sibtoriabeden fepr h\u00e4ufig io\u00e4re. \u00a9r erfcpeint in Stem f\u00fcbtoa\u00efe! im S\u00e9r\u00fcplinge unb giept, foba\u00efb er feine jungen gro\u00df gezogen pat, lieber naep Serben. Sim tp\u00e4tigften ift er um \u00a9onuenauf; unb Sonnenuntergang ober an b\u00fcfteren \u00a9agen, io\u00e4prenb er bei fdjlo\u00fclem SBetter rupig auf abgefterbenen 3loeigen fr^t. (Sr ift immer ein turner Sogei; aber io\u00e4prenb bei* Srutgeit greift er mit ioaprer S\u00f6utp jeben SRubeft\u00f6rer an, ioeldjer ftd) feiner Stift; pople n\u00e4hert.\nSBcnn er $erbtpiere fangen ioid, fipt er geio\u00f6pnlicp auf einem abgefterbenen 3d)e*9e e*ne^ Samuel in fepr aufredjter (Stellung, am liebften in ber St\u00e4pe een einem S\u00dfaffer, unb fd>aut in bie Stunbe, bi! ein $erbtpier feine Slufmerlfamfeit auf fid) gie^t. Stuf biefe! ft\u00fcrgt er Io!, Oer; filtert ftcfy feine! Opfer! unb feprt 51t bemfe\u00efben 3*wige suriid. 3U ttnbern 3^iten fiept man ipn faft nur im $Iuge, geio\u00f6pnlicp paarioeife. Oaitit umfepioebt er bie S\u00dfipfel ber S\u00e4ume uub ergibt burep bie \u00a9cpnedigleit feiner SBenbitngen. S\u00df\u00e4preitb be! $Iuge! fiept man ben filbertoei\u00dfen gledett in ber SJtitte be! \u00c7l\u00fcgel! fepr beutliep, unb baper eben r\u00fcprt ber Scame Oodareegel. Sei b\u00fcfterem SBetter maept er oiel S\u00e4rnt, unb uamentlicp im $Iuge l\u00e4\u00dft er bann ein eigentp\u00fcmliep gitternbe! \u00a9efeprei oernepmen. \u00a9! toirb gefagt, ba\u00df er junge Papageien au! ipren Stiftp\u00f6plen peroorgiepe unb tobte; \u00a9oulb lann Oie! aber nitpt beft\u00e4tigen, fonbern pat immer nur bie Ueberrefte oon K\u00e4fern in feinem Stagen gefunben.\nOie Srutgeit io\u00e4prt 00m September bi! gum Oegentber. Oie brei ober oier perlioei\u00dfen \u00a9ier ioerben in Sauntp\u00f6plen opne ade! Steft abgelegt.\nSon einer eerioanbten SIrt, ioelepe Snbien beioopnt (Eurystomus orientalis), erio\u00e4pnt 3 erb on, ba\u00df fie oielmepr umperfliege, al! bie Staben, aber and; naep \u00a9peeptart ftep an bie S\u00e4ume p\u00e4nge unb in bem morfepen .ipolge naep K\u00e4fern fud)e. Sei einer, ioelcpe Saparb \u00f6ffnete, ioar ber gange Stagen mit polgboprenben K\u00e4fern gef\u00fcllt.\n* *\n*\n3>n \u00a9\u00fcbameri\u00efa toerben bie Staben burd; einige S\u00f6gel oertreten, ioelcpe man \u00a9\u00e4gerafeit (Prionites) genannt pat. Sie paben Slepnlicp\u00efeit mit unferer Slaurabe, unterftpeiben fiep aber burep l\u00e4ngeren \u00a9epioang unb p\u00f6peren Sauf unb noep mepr burep ben am'Staube geg\u00e4hnten \u00a9cpnabel. Oiefer ift leiept gebogen, giemlicp fpip, opne \u00a9nbpaben, feitlicp gufammeugebr\u00fccbt unb an beiben \u00dfieferr\u00e4nbern mepr ober minber regelm\u00e4\u00dfig geberbt, \u00a9teife, aber nid;t fepr lange Sorftenfebern umgeben ben S\u00eeunbranb. Oie fy\u00ef\u00fcge\u00ef fiub giemlicp b\u00fcrg unb etloa! abgerunbet; bie oierte ober f\u00fcnfte \u00a9epioinge ftnb bie l\u00e4ngften. Oer \u00a9djioang ift ftarb unb beilf\u00f6rmig; er befiept bei einigen Slrten au! gepn, bei anbent au! gio\u00f6lf Gebern, ioelcpe paarig gleicpc S\u00e4uge paben. Oie SJtittelfebern ragen \u00fcber bie \u00fcbrigen per\u00fcor, ftnb aber geio\u00f6pnlid) tpeil! an ber \u00a9pipe, tpeil! eine \u00a9trede oor ber; felben abgenupt. Oa! \u00a9efteber ift ioeidj, ood, gro\u00dffebrig uub in ber \u00efiefe ftarb bunig. Oer innere Seibelbau pat manepe! \u00a9igentp\u00fcmlicpe. Oa! \u00a9eripp \u00e4pnelt bem ber Slauraben, aber auep bem ber \u00dfuhube. Oie S\u00dfirbelf\u00e4ule befiept au! breigepn tpal! ;, aept St\u00fcden; unb aept \u00a9d))oangtoirbeIn ; ba! Sru\u00df:bcin ift b\u00fcrg unb breit; ba! \u00a9abelbeiu oerbinbet ftd; ni(pt mit bem famine be! Sruft; bein!; \u00a9cpl\u00fcffelbeine unb \u00a9cpulterblatt \u00dfnb lang, aber b\u00fcmt unb fcpmal. Unter ben inneren Organen geiepnet ftd; bie 3unge burep eine getoiffe Slepnlidfbeit mit ber ^fefferfreffergunge au!, \u00a9ie","page":151},{"file":"p0152.txt","language":"de","ocr_de":"152\n$Dte @^\u00e4t)er. Seid^tfd^nab\u00efer. \u00a9\u00e4gerafen.\n*ift ztoar nid)t fo lang, tote Bei biefen, unb bev 3ungenBeinf\u00f6rpev fe^r fleht; aBer fte Qe^t in eine dornige, feberartig Zerfdjliffette, tief gtoeifa^^ige, ettoa\u00ea Breitere, lanzettf\u00f6rmige (Snbfl\u00e4d^e au\u00bb, toeldfje Beinahe ben ganzen UnterfdjnaBel au\u00eaf\u00fci\u00eft.\n\u00aeie \u00a9\u00e4gerafen ftnb S\u00f6albo\u00f6gel, toeldje \u00fcberall gefunben toerbeu, aber ntrgenbd in Betr\u00e4chtlicher Slnzaljl auf; treten, oielnteI)r einzeln ober paartoeife ZufammenleBen unb ft<h geto\u00f6hnlid) fern oon ben menfd)lid)en 3Bo\u00ef)nungen galten. \u00aee\u00ea 93torgen3 unb S\u00efbenb\u00ea h\u00f6rt man ihren Stuf, toeldjer einem einfachen $fiff auf ber f^l\u00f6te \u00e4hnelt. \u00a9ie f reff en \u00aeerb; t^iere, toeld;e fie gr\u00f6\u00dftenteils am \u00a9oben auff itcfyen.\n(Sitte ber Befannteften Slrten ber Familie ift ber SJtotmot (Prionites Momota). 3)aS \u00a9efteber beS St\u00fcden\u00f6, ber ^l\u00fcgelbecffebern unb ber \u00a9d)enfel ift olioengr\u00fcn, ba\u00ea beS Jpatfe\u00ea, ber f\u00f4e\u00efjle, ber S3ruft unb be\u00ea S\u00f6audjeS roft; gelb; ber \u00a9djeitel, t>ie 33acfen unb ber 3\u00fcgel ftnb fdfjtoarz, bie \u00a9tirn unb eilt fdjmaler fragen, toeldber ben Eintet* fopf umgibt, lebhaft tyangritn; bie \u00a9djtoingen ftttb fd^toarzgrau, bie .Jpattb; fd^toingen am SSorberranbe Rimmel; Blau; ber zto\u00f6lffebrige \u00a9djtoanz ift Oon oben gefe^en gr\u00fcn, oon unten gefeiten fd^toarz- S\u00a3)aS Singe ift rot-braun, ber \u00a9dfmabel fdfjtoarz, ber $u\u00df ^ornbraun; grau. SDie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 19, bie ^ittigl\u00e4nge 67*, bie \u00a9chtoanzl\u00e4ngc\nU 3o\u00fc.\nStad; S3 u rtn e i ft e r Betootjnt ber SJtotmot bie SBalbgebiete ber n\u00f6rblid^en \u00a9egenbeit 33raftlienS unb ift hier aEge; meinBefannt. \u00a9 dj o mB\u00fcrgt fanb ihn h\u00e4ufig in \u00a9uiana unb hatte \u00a9elegen; heit, ihn l\u00e4nger zu Beobachten, \u201e\u00a9d)on oor \u00a9onnenaufgang\", fagt er, \u201eert\u00f6nt \u00aeer \u00ef\u00ef\u00eeotmot (Prionites Momot\u00bb). 1/2 bet nat. \u00a9tb\u00dfe.\tber flagettbe unb ntelaitcholifd)e, aber\nbabei genau Betonte \u201e\u00a3>utu \u00a3)utu\" ber \u00a9\u00e4gerafen auS bem bitten Urtoalbe herOor unb Oerf\u00fcnbet ber fddummentben Statur ben jungen","page":152},{"file":"p0153.txt","language":"de","ocr_de":"SRotmot.\n153\n\u00e4Rorgen. E\u00a3)er merkto\u00fcrbige S\u00f6get fd^ent jebe licite Stelle beg Urtoalbeg unb oerirrt fid) nie big gum Saume beffelben, obfdjon er nidjtg Weniger alg fdjeit ift. \u00a9r l\u00e4\u00dft jebert \u00a9inbringling big in [eine unmittelbare iR\u00e4lje kommen, beOor er gu einem anbertt ber unteren Saumgtoeigc, feinem \u00a3ieb; tinggfi\u00dfe, fliegt. So lute er geb\u00e4umt hat, ft\u00f6\u00dft er augenblicklich fein traurigeg \u201e\u00a3>utu iputu\" aug, hebt tn\u00e4hrenbbem bei ben elften Silben feinen Sdjtoang empor unb fchl\u00e4gt ihn bei ber gioeiten lieber nach unten, eine Setoegung, Welche oiel Sehnlichkeit mit ber nuferer Sad)fielgen hat, nur ba\u00df biefen bag \u00a9rnfte, \u00a9enteffeue ber S\u00e4geraken abgeht.\"\n\u201eE\u00a3)a [ich mir fdjon to\u00e4ljrenb beg elften knrgett Bufammentebeng ^ett Hrbeioohnern \u00a9uianag, ben \u201eM\u00e4nnern ohne Sthr\u00e4ne\", unumft\u00f6\u00dflid) l^evau\u00eagefle\u00efXt, ba\u00df ich mich, namentlich ioag bie Sebengtoeife ber Spiere anlangt, mit meinen fragen an keine beffer Unterrichteten ioenben k\u00f6nne alg an fie, fo frag ich unfern freuttblichen H\u00e4uptling \u00a9abaralli, toie eg k\u00e4me, ba\u00df bie Sdjtoang; febern beg SERotniot nicht toie bie anberer s\u00df\u00f6gel befdjaffen feien. ,,\u201e9Ramt oon jenfeitg beg gro\u00dfen SBaffer\u00ea, morgen fo\u00ef\u00efft \u00aen eg fehen\"\", toar bie Slntioort. 51m folgenben SERorgen f\u00fchrte er midi in ben S\u00dfalb, unb ba gcrabe bie Srutgeit ber S\u00f6gel eingetreten, fo hutte ber kunbige (SabaraUi and) halb ein \u00fcReft mit einem br\u00fctenben \u00a78ogel gefunben unb forberte mich auf, mid) rupig h^uiev cinem nahe gelegenen Saume gu oerhalten.\"\n\u201eBum San beg \u00fcRefteg fucht fid) ber SRotmot eine rnnbe ober eif\u00f6rmige Sertiefung an ber Seite eineg \u00e4p\u00fcgelg ober einer anbern \u00a9rt)\u00f6hung aug. 9ER\u00e4nnd)en unb S\u00dfeibd)en toed)fetn regele m\u00e4\u00dfig im Sr\u00fcten ab; aber fo gemeffen unb ernft auch ber S\u00f6gel in allen feinen Setoegungen ift, fo fdyeint ihm bie Beit auf bem ERefte bod) giemlich lang gu toerben. S)enn kaum hut er brei big oier SERinnten ruhig auf ben \u00a9iern gefeffen, fo brept er ftch auch fdjott mehreremal im \u00aereig auf biefen herum, kommt bann ioieber geitioeilig gnr 3htl)e unb beginnt fein ^erumbrehen oon neuem. SDurd) biefeg fortlo\u00e4ljrenbe Seioegen unb SDrehen kommen aber bie Wafern ber beiben langen Sdjtoangfebern in Unorbnung ober Joerben an ber $ante ber Sertiefung abgerieben. \u00c4aum ift ber abl\u00f6fenbe \u00a9atte herbeigeflogen, fo eilt ber erl\u00f6fte, bie \u00a9l\u00e4tte feineg \u00a9efieberg \u00fcber alles liebenbe Sogei auf ben n\u00e4dften Slft, um bie oertoirrten Wafern Ioieber in Orbnung gu bringen. E\u00a3)ieg aber gelingt ipm freilicf) meift nur burd) g\u00e4ngtidje Sernichtung ber \u00c7afern felbft. \u00a7ierburd) entfte^t jene S\u00fcde, Ooetdje gu fo oielen Sermuthungeti Seranlaffung gegeben hat, unb ioeldje jebegntal je nad) ihrer \u00a3\u00e4nge bag mehr ober minber oorgefdjrittene Sitter beg Sogelg befunbet. Sei gang alten S\u00f6geln erftreckt fid) btefe kahle Stelle beg Sdjafteg felbft big gnr Spi^e, toaprenb ber junge, j\u00e4hrige Sogei, ioeldjer nod) nicht gebr\u00fctet put, bnrehg\u00e4ngig eine nnbefcEj\u00e4bigte unb ununterbrochene gapne geigt.\" 3><h mu\u00df geftehen, ba\u00df mid) biefe \u00a9rkl\u00e4ruug nicht \u00fcbergengt t)ut. Slnbere tangfdjto\u00e4ngige S\u00f6gel br\u00fcten and) unb pu^en fid) ihre Sdjtoangfebern ebenfalls, opne fie gu befch\u00e4bigen: \u2014 to arum foil \u00aeieg nun gerabe bei ben S\u00e4geraken regelm\u00e4\u00dfig geftehen?\nUeber bie \u00a9ier fagt Sd)omburgk iRidjtg, unb aud) bei ben \u00fcbrigen \u00c7orfdjern finbe ich hier; \u00fcber keine Slugabe.\n\u00a3)ag \u00a9efangenleben ber ^\u00e4gerake hat Slgara beobachtet, ioeldjer brei St\u00fcck oon ihnen befa\u00df unb fie frei im \u00e4paufe umhertaufen lie\u00df, \u00a9r fagt, ba\u00df fie fid) fd)eu unb mi\u00dftrauifch, jeboch neugierig geigen. SDie \u00a9efaugenen toaren plump unb fteif in allen ihren Seioegungett, nickten aber mit bem \u00e2pal\u00ea redjt artig auf unb nieber ober betoegten ihn feitlidj hin unb hei'- Sie h\u00fcpften rafd), gerabe unb fd)ief mit auggefpreigten Seinen, toie bie 5\u00dffefferfreffer, umher. Sou ihrem Sihplahe kamen fte nur herab, toenn fie freffen ioollten. 3hre \u00a9\u00dftuft gaben fie burd) ein oft ioieberijolteg ,,\u00abf?u\" ober \u201eStil\" gu erkennen. Sie oergehrten Srot unb nod) lieber rohe\u00ea $leifdj, toeldhe\u00ea fie oor bem Ser; fd)liugett mehreremal auf ben Soben flie\u00dfen, als toenn \u00dfe bie erfa\u00dfte Sente erft tobten m\u00fc\u00dften, kleine S\u00f6get toaren fet)r ita<h ihrem \u00a9efchmad; fie oerfotgten folche lange unb t\u00f6bteteu fie enblid), inbeni fie biefelben gegen ben Soben fdjlugen. \u00a9benfo jagten fie ben SR\u00e4ufett nach; gr\u00f6\u00dfere S\u00f6get aber r\u00fchrten fte nicht an. Sigtoeilen fra\u00dfen fie auch SSaffermetonen unb ^omerangen ; aug 2\u00df\u00e4tfd)korn","page":153},{"file":"p0154.txt","language":"de","ocr_de":"154\tTie \u00a9paper. Seicptfcpucibler. Slacpcnbijgct.\nmarten fie fid) febocp Sticptl. 3U gwfje 33iffen lichen fie liegen, unb niemals faxten fie biefelben mit ben drallen.\nOie Unfertigfeit bel \u00a9pfteml ober, mit anbent SBcrtcn, bie \u00a9cpUnerigfeit, geibiffe 23\u00f6gel unter ben \u00fcbrigen paffenb ein^ucrbnen, betoeifi unter anbent bie Heine \u00a9nippe ber Stacpenb\u00f4gel (Eurylaimi). ^orlftelb, toeldfer eine 2lrt entbedtc, bereinigt fie mit ben S\u00dflattfcpn\u00e4blern Slmerifal; \u00a9toainfon rechnet fie 311 ben Fliegenf\u00e4ngern; S3 lpt1) unb 233a lia ce bringen fie unter bie \u00a9cpmucfregel; 33an Soeben ioeift ipnen in ber St\u00e4be ber ^iegenmelfer ipve \u00a9tellung an; \u00a9rap, .33e n a parte unb St etepenb ad) fepett in ipnen nape 23erlbaubte ber Stafen, unb \u00a9ab anil, ipnen folgenb, betrachtet fie ail 33erbtnbunglglteber gtoifepen ben Stafen unb beu \u00a9djtbalmen, ioelpalb er fiep amp bereeptigt glaubt, attl ipnen, ben Stafen unb ben \u00a9d)toalmen, cine einzige Familie 311 bitben. SBelcper bon ben genannten Fbvfcpern ber \u00cfBaprpeit am n\u00e4dffteu gefommen, ift fepr fraglicp; bentt ftreug genommen, ftnb bie Stadjenb\u00ebgel fo eigentp\u00fcmliep geftaltet, ba\u00a7 fie faum mit anbent berglidjen loerbeu f\u00f6nnen.\nOie bi! jept befannten Slrteit finb gebruttgen gebaute 23\u00f6gel mit furzen, breiten \u00a9cptt\u00e4beln, 3iemli(p Mftigen F\u00fcferc, mittellangeu Fl\u00fcgetu unb f\u00fcllen ober 3iemlicp laugen \u00a9cptb\u00e4n3en. Oer \u00a9cpnabel ift f\u00fcrder, all ber $epf, ftarf unb ttiebrig, an ber S\u00f6uqcl fepr breit, nap ber \u00a9pipe rafd) berftpm\u00e4lert, mit beutlid;em fiel auf bent Obcrfdfnabcl unb pafig gefriimmter \u00a9pipe; bie \u00a9d;nabel; r\u00e4nber finb nad) innen untgefdjlagen ; bie \u00a9patte reidft bi\u00bb unter bal Sluge, unb bie SOiuub\u00f6ffuung ift belpalb faft ebettfo greft, ioie bei bat \u00a9d;lcalutcn. Oie F\u00fc\u00a7c finb mittellaug unb 3iemlidj fr\u00e4ftig; ber Sauf ift tbenig l\u00e4nger, all bie \u00fcDiittetype, bie \u00e4u\u00dfere mit biefer bil 311m 3tbeiten \u00a9elenf, bie innere mit ber 2Rittel3epc bi! 311m erftnt \u00a9elenf berUxnpfeit. 3)er Fl\u00fcgel ift ftti\u20183 tutb gerunbet, in ipnt bie britte ober bierte \u00a9dplbingc bie l\u00e4ugfte. 33er \u00a9cpibatt3 ift enttveber gerunbet ober abge; ftuft, bei einigen Slrten auep feiept au!gefd)nitten. Oa! \u00a9efteber 3eigt lebpafte Farben; bie 23er; tpeilung berfelbett unb bie geiepnuug fcf>eint bei beiben \u00a9efdjledftcrn 3iemlidp gleich 3U fein.\n^nbien unb bie niataiifcpen Unfein finb bie Heimat ber 9tad)enb\u00f6gel. Oie tbcnigen Slrten, toeldje man bt! fept fennett gelernt bat, Itelbopncn b\u00fcftcrc 3C\u00dfalbttugcn unb, ivie e! fepeint, mit 23or; liebe folcpe, toeldje fernab bon bent menfcpltdjcn 33erfepr liegen, lieber bie Sebenltoeife Ibiffen mir noep fepr tbeuig; boep ift bon einigen Slrtctt intmerpin \u00a9ttva! befanut.\nSluf \u00a9umatra unb 23ortteo lebt ber $ellettfd)nabcl (Corydon sumatranus), ber 33ertreter einer befonberett \u00a9ippe. Oiefe fenn3eid;net fid) burtp gebrungene, falfenartigc \u00a9eftalt, einen furzen, fepr breiten, auf ber FU'f\u00efe bel Oberfiefer! bcutliep gefieltcn, an bem S\u00eeanbe ati\u00eagefcphaeiften \u00a9cpnabel, beffen Obertiefer beit untern au ber SBuqel faft bcUft\u00e4nbig umfcpliefjt, fut*3e unb ftarf; l\u00e4uftge, lang3eptge F\u00fcfe, ftumpf gcrunbete Fl\u00fcgel, in benett bie britte unb bie bierte \u00a9dringe bie l\u00e4ngften finb, einen mittellangen, au! 3lb\u00f6lf ftumpf abgerunbeten Fibern gebilbeten \u00a9d)toau3, folbie ein glatt anliegenbe! unb toeidpel, b\u00fcfterfarbige! \u00a9efteber, toeldfe! fid) in ber \u00a9d)ttabeigegeub 3U furzen, fp\u00e4rlicp ftepenben 33orften umgeftaltet. Oa! \u00a9efteber ift int allgemeinen mattfcpmar3; bie \u00aeeple unb ber 23orberpal! ftnb blajglcbergelb ; ber \u00fcDtittelr\u00fccfen ift feuerrotp; bie \u00a9d)tbingen finb mit Slttlnapme eine! fleincn, loeifcn \u00a9piegelfledenl, toelcper fiep bon ber 3tbeitcn bi! 3ur ftebeuten erftredt, fcptoaq, bie \u00a9teuerfebern mattfdjtoar\u00e7, bie beiben mittleren einfarbig, bie \u00fcbrigen nape ber ber \u00a9pipe bttrd) ein loeife! Ouerbanb ge3eid)net. Oa! Singe ift braun; ber \u00a9d)itabel unb eine nadte \u00a9telle, \u00efoelcpe bal 2luge umgibt, finb farminrotp; ber Fuf ift fcpto\u00e4rjlicpbraun. Oie S\u00e4nge","page":154},{"file":"p0155.txt","language":"de","ocr_de":"Gelten fernab el.\tornradjen.\n155\nBetr\u00e4gt 9'/2/ bie ^ittigl\u00e4nge 4, bie \u00a9djtoanjl\u00e4nge 3V2 3olI. \u00aeer \u00a9djnaBel ift ungef\u00e4hr 1 3oU lang nnb an bei* SBurjel l'/4 Bell Breit.\nIteBer bie SeBen\u00eatoeife be\u00e9> \u00c6e\u00ef\u00efenfdjnaBel\u00ea toiffen Wir nod} gar SRidft\u00f6. @r foCf in bitten, feinsten nnb fdjattigen S\u00f6\u00e4lbern feinen 5lufentf)alt nehmen, ftd; Ijauptf\u00e4djlid| an ben Ufern Bon \u00a9eW\u00e4ffent aufffalten. nnb Ijier in flehten @efe\u00fcfd)aften ein langweilige^ \u00a9tilllcBeu f\u00fchren.\n\u00a3)ie n\u00e4djften QSerWanbten biefe\u00ea 9)ogel\u00ea unb bie UrBilber bei* Familie finb bie ^ornrad^en (Eurylaimus). \u00a9ie uuterfdjeiben ftd) faft nur burd) bie 23ilbnng be\u00ea \u00a9dtnaBel\u00ea, Welcher etWa\u00a7 l\u00e4nger nnb flauer ift nnb oo-n oben gefe^en, ntelfi* gernnbet erfdjeint, al\u00ea Bei jenen.\n3)er jaDanifdje .fpornradfen (Eurylaimus javanicus) ift auf ber OBerfeite fdjWar^Braun, anf bem ^interriid'en citronengelB, anf bei* Unterfeite graulid;Weinrotf). \u00a9in SDtittelftreifen ^toifd^ert\nSer ia\u00fcanifcfje ^ornradjen (Eurylaimus javauicus). 1/2 ber nat. \u00a9r\u00f6fje.\nben \u00a9djultern, ein \u00a9treifeu l\u00e4ngg ber \u00a9d;ulterbedfen, foWie l\u00e4ngliche Staubflecfen an ber SDcitte ber 2lu\u00a7enfal)ne ber \u00a9dfwingen finb citronengelB; eine 23inbc vor ber \u00a9dfWangfyifce ift Weif;. \u00a3)er \u00a9cffnaBel ift fd)War$ unb gl\u00e4u$cnb, bie f\u00c7irfie unb bie St\u00e4uber aBer finb graulidjwciff, ber gufj ift gelBBraun. 3)a\u00a7 2\u00f6eiBd)eit ift auf ber Oberfeite geflecft, auf ber Unterfeite matt gef\u00e4rBt. \u00a3)ie S\u00e4uge Betr\u00e4gt 8'/*, bie ^ittigl\u00e4nge 3%, bie \u00a9dffWanjl\u00e4nge 2V\u00bb gold.","page":155},{"file":"p0156.txt","language":"de","ocr_de":"156\n\u00a3)ie \u00a9p\u00e4fyer. 2ei<htfdjtt\u00e4blev. gftadfjeno\u00f6gel. ^(attf^n\u00e4Mer.\n3Rad) 9taff \u00efc\u00ea h\u00e4lt ft(f> ber ^ornradjen hauptf\u00e4chlidj an Flufeufern nnb Seiten auf unb frifet ^ter \u00aeerbtotere unb S\u00df\u00fcrmer. OaS 9teft h\u00e4ngt an einem 3ftdge \u00fcber bent SBaffer. #orSfielb fanb ip auf Sara in einer ber ungug\u00e4nglichften \u00a9egenb beS SanbeS, in auSgebehnteu, an f\u00c7\u00ef\u00fcffen unb S\u00fcmpfen reifen S\u00df\u00e4lbern auf. Son einem Sertoanbten berichtet Reifer, baff er in \u00a9efetl; f\u00fcnften oott breifeig bis oiergig auf beu pdjften Sklbb\u00e4umeit lebe unb fo furchtlos ober fo bumm fei, bafe mau bie gange Schar, einen nad) bem anbern, berabfdgefjen fann.\nOanf beit ^crfd^ungen Serben1\u00bb ftnb ioir \u00fcber einen ber inbifdjen Vertreter biefer fyaniilie beffer unterrichtet. Oie 9tat)a ber Snbier (Psarisomus Dalhousiae) ift ein Sogei, ioeldfier, trie &teid)enbadf fagt, bie 9J\u00eeerfmale ber $eHenf<hn\u00e4bel, Sienenfreffer, Sarto\u00f6gel unb S\u00dffefferfreffer in ftd) bereinigt unb ftd) puptf\u00e4ddid) fenngeichnet burd) ben tn\u00e4ffig langen, breiten, ron oben gefeiert breiedigen, auf ber fyirfte ftarf gebogenen, gehalten Schnabel, bie furgen, leicht gerunbeten Fl\u00fcgel, ben langen, ftarf abgeftuften Sdjioang unb ein lebhaftes \u00a9efieber. Oie Oberfeite ift lafurblau, ber Dberfopf, mit SluSnahme eines fmalteblauen Sd)eitelfledenS, fd)loarg; bie Stirn, ein B\u00fcgel; ftreifen unb ein burger Ohrb\u00fcfdjet, fotrie bie $el)le unb ein fdjmaleS Ot\u00fcdenhalSbanb ftnb fafran; gelb; bie gange Uuterfeite ift papageigr\u00fcn; bie Schwingen ftnb fd)ioargbraun, an ber Sluffenfahne lafurblau, bie Steuerfebern oen oben lafurblau, ron unten gl\u00e4ttgenb fd;irargbraun. OaS Sluge ift braun, ber Schnabel gr\u00fcn, auf ber f^irfte fdjtuarg, ber Fnf; b\u00fcjter gr\u00fcnlichgelb. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 14, bie Sreite 13, bie Fittigl\u00e4nge 4, bie Sdf)loangl\u00e4nge 5V2 Bo\u00ef\u00ef-\n\u201eOiefer pr\u00e4chtige Sogei\", fagt S er bon, \u201efinbet ftch auf bem ^imalapa rom Fnfe ber Serge bis gu ungef\u00e4hr 6000 Fufe \u00fcber bem 9)lcere, fcheint aber nirgenbS h\u00e4ufig gu fein. S<h fanb tyn m einer \u00a3\u00f6lje bon ungef\u00e4hr 4000 $ufe in ben bidbjteflen feilen ber Salbungen, eingeln ober in paaren, oon Saum gu Saum ftiegenb. Oafe er ^erbthiere im Finge f\u00e4ngt, habe ich nicht gefehen, bei ber Berglieberung aber gefunbett, baf; er $eufd)reden unb \u00a9icaben gefreffen hatte.\"\n\u201e\u00a9inmal tourben mir 9\u00eeefi unb (5ier gebracht. OaS erfte ioar ein grofeer, lofe gufammen; gef\u00fcgter Sau auS SJloS unb \u00a9raS, .toeldjer, trie man mir fagte, in einer Saumh\u00f6hle geftanben hatte. Oie gtoei (Eier toaren loeifj oon Farbe.\"\n* *\n*\n2llS bie amerifanifdjen Sertreter ber 9tadjeno\u00f6gel barf man bie oben erm\u00e4hnten ^\u00dflatt; fdjn\u00e4bter (Todi) anfehett. Sie geh\u00f6ren toegen ihrer Schnabelbilbung gu ben auffallenbften S\u00f6geln, ioeld)e man fenttt, unb ftnb beShalb ebenfalls halb hierhin, halb bet^hin gefteUt toorben. \u00a9unbladf) meint, \u201ebafe man fie als 9Jtittelglieber gtoifd)en ben \u00a9iSo\u00f6geln unb ben Fliegenf\u00e4ngern angufehen habe\". Sin bie einen, toie an bie anbern erinnern fte burch \u00a9eftalt unb SebenStoeife. 9lde Wirten, ioeldje man fenttt, ftnb flein unb gierlich geftaltet, ftadifdjn\u00e4bclig, furgfl\u00fcgelig unb furg; fdhlo\u00e4ngig. Oer Schnabel ift mittellang, gerabe unb fo flach gebr\u00fcdt, ba\u00a7 er, ftreng genommen, nur auS gtoei b\u00fcnnen, ftumpfen glatten bcftelft; benn bie f^irfte beS DberfdjnabelS ift faunt noch beutlid). Son oben betrachtet erfdfjeint ber Schnabel- toie ein langgegogetteS, oorn abgeftumpfteS Oreied. Oie Spi^e beS Oberfd)ttabelS ift gerabe, b. h- niept nach unten gebogen; ber Unterfiefer ift ftumpf abgeftupt; bie Sdhneiben ftnb \u00e4u^erfi fein geg\u00e4hnt; bie Stunbfpalte reicht bis hinter bie Gingen. Oie F\u00fcf\u00eae ftnb gierlich unb bie S\u00e4ufe faum l\u00e4nger, als bie Sftittelgehe, bie Behen aufjer; erbentlid) b\u00fcntt, lang unb fd)m\u00e4djtig, bie drallen furg, b\u00fcntt, m\u00e2f\u00eaig ftarf gefr\u00fcmntt unb fpip. Sn bem furg abgerunbeten Fl\u00fcgel \u00fcberragen bie oierte, f\u00fcnfte unb fed)Ste Sdjioittge bie \u00fcbrigen. Oer Schwang ift mittellang, breit unb feid)t auSgefcpnitten. OaS \u00a9efieber beftept auS ioeidjen, glatt","page":156},{"file":"p0157.txt","language":"de","ocr_de":"91 a t) a. \u00a3 o b t.\n157\nantiegenben ftebern; am \u00a9djnaMgtunbe fte\u00efjen \u00abBorf\u00eeen. Oie 3\u00abngc ift an ber \u00abt\u00f6ntet flei\u00dfig, int \u00fcbrigen einem dornigen \u00dcBt\u00e4ttdjen \u00e2hn\u00eficlj unb burd)fchimmetnb, \u201egan\u00a7, it>ie ein 'St\u00fcd \u00c7eberfpute\".\nOer St o b i ober gr\u00fcne \u00ab\u00dftattfcb na bei (Todus viridis), eine\u00ea ber Wenigen SMtglieber bet einzigen \u00a9ippe biefer Familie, ift anf ber Oberfeite btaugr\u00fcn, auf ber Unterfeite grauticfjineijj, an ber \u00aeel)te nnb am SSorber^alfe tjochrofenroth, am Sandte bfafcgetb; bie \u00a9chtringen finb gtaugt\u00fcnlidh, bie mittleren \u00a9teuerfebern oben gr\u00fcn, trie bie Oberfeite, bie beiben \u00e4ufjerftett grau. Oa\u00ea Stuge ift btafjgrau, ber \u00a9cpnabet oben r\u00f6t^Ii^ornfarben, unten btaffcpattachtoth, ber gu\u00a7 braunrot^ ober fleifchfatben. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 4%, bie ^Breite 6V2, bie ^ittigt\u00e4nge 1%, bie \u00a9djtrangt\u00e4nge IV, Bbtt. S3eibe \u00a9efdjtedjter ftttb bottfommen gteid) gef\u00e4rbt.\nlieber bie Seben\u00eatreife biefer \u00fcberaus jiertidjen unb metfir\u00fcrbigen S\u00df\u00f6get trat big in bie neuere Beit trenig befannt, unb erft butdh \u00a9offe unb \u00a9unbtad) finb trir hier\u00fcber unterrichtet irorben. \u201e3n alten feiten bon ^antaifa, hae\u00efd^e ich bereift habe\", fagt \u00a9offe, \u201eift ber Spiattfdt>nabel ein fehr gemeiner SSogel. Stuf bent \u00a9ipfet ber \u00aetueftelbberge, in einer $\u00f6he bon ungef\u00e4hr 8000 $u\u00a7 \u00fcber bent SJteere unb borjuggtreife ba, too ein faft unburchbringticheg Oididht ben \u00a9oben bedt, finbet er ft<f> \u00fcberall, \u00a9ein gt\u00e2njenbe\u00ea, gra\u00eagr\u00fcne\u00ea \u00a9eiranb unb bie rothfammtene $el)te teufen fehr halb bie Stufmerffamfeit ihm gu, unb er geflattet Sebermann, fiep ih>m gu n\u00e4hern; benn er ift ein aufjerorbenttid) firrer 23oget, trie e\u00a7 fcheint, mehr aug \u00a9teichgittigfeit, atg in $otge gro\u00dfer 9Ser; trauengfetigfeit. \u00abKenn er aufgefcpeucht trirb, fliegt er hocpfteng nach beut n\u00e4chften B^eige. \u00a9ehr h\u00e4ufig haben b\u00fcr ihn mit unferm \u00dferb'thiernefc gefangen ober mit einer \u00a9erte 511 \u00a9oben gefdbtagen; ja gar nicht fetten ergreifen ihn bie \u00abBuben mit ber \u00a3attb. S\u00dfegen biefer Bntrautichfeit ift er aXXge= mein beliebt unb hat eine Stenge \u00a9dmieicbetnamen erhalten.\"\n\u201e\u00abRiematg habe id; ben Sptattfc^nabet auf bem \u00a9oben gefehen. (Sr h\u00fcpft gtrifcpen ben Beigen unb '^Bl\u00e4ttern, fucpt hier nad) fteinen \u00aeerbt\u00ef)ieren unb ft\u00f6fjt getegenttid) feinen ftageuben ober gifdjenben Sodtufaug. h\u00e4ufiger noch fte^t man ihn ruhig auf einem B^ei9e flfcen, ben $opf ein; gezogen, ben \u00a9dhnabet nad) oben gerichtet unb bag \u00a9efteber geftr\u00e4ubt, foba\u00a7 er oiet gr\u00f6\u00dfer erfd)eint, atg er trirftid) ift. Oaun fielet er Ijergtid) bumm aug; aber eg fd)eint mehr fo, atg eg trirftid) ift: beuit trenn man if;n genauer beobachtet, benterft man batb, bafj bie t)etlgt\u00e4ngenben Stugen batb hier, batb borthin ft<h richten, unb baff fich ber SSoget bann unb traun 31t einem furzen \u00a7tuge erhebt, \u00a9ttrag aug ber Suft tregfdjnappt unb triebet auf feinen B^eig gur\u00fcdfeljrt, um bag \u00a9efangene bort gu berfcptingen. \u00a9r hat nicptbie \u00c4raft, ^erbthieren gu fotgen; aber er toartet, big biefetben inner; halb eitteg beftimmten Umfreifeg fid) geigen, unb f\u00e4ngt fte bann mit \u00a9idjerpeit treg. \u00abRiematg h\u00c4^e ich gefehen, baf ein \u00ab\u00dftattfdjnabet ^flangcnnahruttg gu fiep genommen h\u00e4tte, obtuopt ich Sutreiten ffeine \u00a9\u00e4mereiett unter K\u00e4fern unb jpautfl\u00fcgtern in feinem S\u00fcagen gefunben habe, \u00a9inet, tretcpen id) im \u00ae\u00e4ftg piett, fcpnappte mit uuftuger \u00a9ier S\u00f6\u00fcrmer treg, fd)tug biefetben heftig gegen feine \u00a9ipftangen, um fte gu gertheiten, unb berfcptang fte bann; ein anberer, tretcpen id) im 91e\u00a3 gefangen unb in bem fRaunt freigetaffen hatte, begann fofort auf stiegen unb anbere f feine \u00aeetb; thiere 3>agb gu mad)en ttnb betrieb biefe, mit ebenfobiet Slugbauer atg \u00a9rfotg, 00m fr\u00fchen SRotgett au, big jum OunMiuerben. S\u00dfon ber \u00a9de beg \u00eeifche\u00ea, bon ben quer gefpauitten Seinen ober bett \u00a9eftmfen au\u00ea flog er bann unb traunJtt bie Suft unb fehrte, nadbbem ba\u00a7 \u00a9dhnappen feine\u00ea \u00a9chnabet\u00ea einen $ang angejeigt hatte, triebet auf benfetben \u00a9tanbort gur\u00fcd. \u00a9r gudte in atte \u00a9den unb SBinfet, fetbft unter bie Stifd^e, in ber Stbftcht, hier bie fteinen \u00a9pinnen au\u00ea ihren Sieben herau\u00eajufangen! Oiefe\u00efbe \u00a9eute fu<hte er audf) bon ber Oede unb bon ben SB\u00e4nben ab unb fanb immer \u00a9tira\u00ea. 2Reiner \u00a9ch\u00e4^ung nad) machte er in jebet DJcinute einen $ang; man farnt ftd) atfo einen \u00abBegriff machen bon ber aufjerorbenttichen Ba^t an \u00dferbttjieren, Jretd)e er bertitgt. bem \u00abRaume, tretd^en er betroljnte, flanb SBaffer in einem Skden; aber id) habe if)n, obfdjon er ftd) gutreiteu auf ben fRanb feine\u00ea \u00a9ef\u00e2\u00a7e\u00ea fe^te, nie trinfen fehen: bie\u00ea that er fetbft bann nicht, trenn er feinen \u00a9dhnabet in ba\u00ea Staffer ftedte. \u00a90 eifrig er fxdh feinen eigenen \u00a9efdh\u00e4ften t)ingab,","page":157},{"file":"p0158.txt","language":"de","ocr_de":"158\n\u00aeie @pcil;ev. Seidjtfdm\u00e4bler. $\u00dflattfd)tt8brer. \u00a9t\u00eao\u00f4ge\u00ef.\nfo meitig bef\u00fcntmerte er fid) um nufere \u00a9egenmart: gutneUen fepte er ftd; it\u00eet\u00ea freimiHig auf $opf, \u00a9coulter ober finger, unb menu er einmal fafj, geftattete er, baf? mau bie anbere $aitb \u00fcber ibtt bect'te unb if;it megnal;iu, obfd;on ibut Oa\u00ea unangenehm 31t fein fd;ien; benn er ftr\u00e4ubte unb bem\u00fchte fid;, mieber frei 51t merbett. Oie \u00a9efellfcbaft fd)ien er leid;t 3U ertragen; aber leiber ging er burd) einen ungt\u00fcdtid;en \u00dfufalt 311 \u00a9ruubc.\"\n\u201e\u00a93 ift in Santaifa nicht \u00a9itte, riete ber eingebornen 93\u00f6get 311 gasmen, fonft m\u00fcrbe biefer gemifj fepoit l\u00e4ngft ein beliebter \u00a9efangener gemorben fein. Ood; 3iel;t er m\u00e4f;renb feine\u00bb ^reifeben\u00bb bie Slufmerffamfeit and; bc\u00eb \u00a9leid;giltigfteu auf fid;, unb jeber \u00a9urop\u00e4cr erfreut fid;, fo oft er it;n fiet;t. 2Benn er 3mifd)en ben gr\u00fcnen 33l\u00e4tteru fipt, fann man it;n faum 001t biefeit unterfd;eibeu, \u2014 benn er felbft fiept au\u00ea, mie eilt 23latt: fomie er aber feine \u00a9tetluug Oer\u00e4nbert unb feine $el;le in bie \u00a9onne bringt, leud;tet biefe mie eine gl\u00fct;eube $ople, befoitber\u00ea bann, menn er fie auf; geblafen l;at.\"\n\u201eOer 5\u00dflattfd;nabet niftet in \u00a9rbt;\u00f6f;len, uaep 3lrt ber \u00a9i\u00bbto\u00f6gel. Sftan geigte mir berartige .ip\u00f6plen; aber id; felbft t;abe niemals Steft unb \u00a9ier unterfud;en f\u00f6itnen unb mufj bc\u00eapatb bie 39cobacptung nteine\u00ea greuttbe\u00ea ^itl l;ier miebergeben.\" tiefer berid;tet naep einigen Slu\u00ealaffungeit \u00fcber bie eigentl;iimlid;e \u00a9eftalt be\u00a7 SSogel\u00eb, baf; berfelbe fid; mit \u00a3>iffe feine\u00ea \u00a9d;nabel\u00f6 unb feiner $\u00fcfje in fenfreept abfatlenbe \u00a9rbfd;icpten eine \u00a3\u00f6f;le gr\u00e4bt, meld;e anfangs gemuuben ift, fid; unge; f\u00e4pr adf;t 3o\u00fc ober einen \u00a7u\u00a7 meit in bie Oiefe erftredt unb t;inten 311 einer badofenf\u00f6rmigen .Ip\u00f6ple ermeitert, metd;e mit 3B\u00fcr3eld;en, trodenem \u00dcIRo\u00ea unb 33aummotIe siemlid; forgf\u00e4ltig au\u00eagef leibet mirb. 93ier ober f\u00fcnf graue, braun gefledte \u00a9ier bilbeit ba\u00f6 \u00a9elege. Oie jungen bleiben in bei-^\u00f6ble, bi\u00ea fte fl\u00fcgge finb. Sn \u00a9rmangelung cine\u00f6 geeigneten Sliftplape\u00eb, br\u00fctet ber 5\u00dflattfd)nabel \u00fcbrigens\u00bb in 53aumt;\u00f6pleti: ,fo berieptet \u00fcbereinftimmeitb mit \u00a9offe and; \u00a9unblad;. jpill patte \u00a9elegent;eit, ba\u00a7 23rutgefd;\u00e4ft mit aller \u00a9em\u00e4d;lid;feit 311 beobad;ten. \u00a9in ^aar Oobi\u00eb Ratten fid; einen fonberbaren Ort 311m Stiften au\u00eagefud;t, eine $iftc n\u00e4mlid;, meld;e 3111* $ud;t Don \u00a9turnen beuupt unb mit \u00a9rbe gef\u00fcllt morbeit mar. \u00a9in Slftlod; in ber SSaitb biefer $ifte mod;te bie 2\u00dfal;l beftimmt t;aben ; benn biefe\u00ea Socp biente al\u00ea \u00a9ingang 31t ber jp\u00f6ple, metd;e im S^nern ber $ifte, b. t;. in ber fie f\u00fc\u00fceuben \u00a9rbe air\u00e2gegrabeu m\u00fcrbe. Obgteid; bie \u00a9\u00f6gel bie Slufmerffamfeit auf ftd; ge3ogen t;atten unb oft geft\u00f6rt m\u00fcrben, trieben fie bod; ipr \u00a9rutgefd;\u00e4ft gaii3 unbef\u00fcmmert unb 3ogen gl\u00fcdlid; bie fyamilie grojg. \u00a9ie fd;ieiteu fid; m\u00f6glid;ft 31t bem\u00fct;en, bem SJtenfcpeu ben Ort ipre\u00ea Siefte\u00bb nid;t 3U \u00fcerratpen unb benutzten beim Stu\u00f6; ober \u00a9iitfd;l\u00fcpfen immer einen Slugenblid, in metd;ern bie Slufmerffamfeit ber \u00a9efud)er burd; irgettb \u00a9tma\u00ea 001t ii)nen abgeteuft morbeit mar. 9113 bie Familie au\u00eageflogeu mar, unterfud;te mau bie \u00c4ifte n\u00e4f;er unb faitb in ber \u00a9rbe einen oielfacp gemuubeuett \u00a9ang, meld;er bi3 gitr SOcitte f\u00fchrte unb f;ier in bie 3Rift= fammer m\u00fcnbete.\n* *\n*\n\u00a9inem ber prad;toollfteit, burd; \u00a9ageit itub SJt\u00e4rd;eu oielfad; oerperrlid;ten \u00a9ogel unfere\u00ea \u00a9rb= tpeit3 3u Siebe f;at eine 3aplreicpe Familie ben fepr unpaffenbeit Seamen \u00a9i\u00f6o\u00f6get erpalteit; benn bie bei meitern gr\u00f6\u00dfte 9lu3a^l ber l;ierf;er 3113\u00e4l;tenben \u00a3eicptfd;n\u00e4bler lebt in bem marinen \u00a9iirtef ber \u00a9rbe unb mei\u00a7 Stid;t3 boit \u00a9i3 unb \u00a9Muter. Oie \u00a9i\u00f6o\u00f6get (Alcedines) fenii3eid;nen fid; burd; fr\u00e4ftigen Seib, furzen ial3, gro\u00dfen $opf, futge ober mitteltauge ^yl\u00fcgeb, einen fingen ober pcd;flen3 mittel; langen \u00a9(^man3,.einen fet;r laugen, ftarfeit, gerabeit, minfligen, fpit^en \u00a9cfmabel, fe^r fleine, brei; ober 0ier3ebige ^\u00fcfe unb ein glatte\u00ea, meift in pr\u00e4chtigen' f\u00e4rben prangenbe\u00f6 \u00a9efteber, meldie\u00eb ftd> itad; bem \u00a9ef(pted;t faum, nad; bem Sllter nur menig unterfd;eibet.\nUeber ben innent 53au ber \u00a9i\u00eao\u00f4gel bat Stibfd; nad; Hnterfud;ungen ber europ\u00e4ifd;en 9lrt al\u00ea auffatlenb ba\u00ea ^otgenbe heroorgepobeit. \u201eOa\u00a7 ^opfger\u00fcft t;at im galten eine gmar oberfl\u00e4ddid;e, aber un\u00f6erfeuubare Slepulicfifeit mit bem ber 9\u00eeeif;er. \u00a9cpuabelr\u00fcdeu unb \u00a9tint liegen faft in einer","page":158},{"file":"p0159.txt","language":"de","ocr_de":"X o b i. 6 i \u00ea 0 o g e (.\n159\ngeraben Sinie. 2)ie Sirbelf\u00e4itle befielt auS elf ipatS ;, acht N\u00fcd'ett; unb ftebett \u00a9djWangWirbetn. Von beu 9\u00eei^^en^aarert |aben uur bie f\u00fcnf lebten Nibbenknochen. \u00aeaS Brufibein gleicht bem ber \u00a9bed)te. An beu .Ipintergliebern iff bie \u00ae\u00fcrge beS SaufeS befonberS merklich- \u00aeie 3unge fte^t Wegen ihrer geringen \u00a9r\u00f6\u00dfe in einem ungew\u00f6hnlichen SRi\u00dfoerh\u00e4ltni\u00df gum \u00a9chnabel. \u00a9ie iff Wenig l\u00e4nger als breit, beinah breicctig, febcd) an ben \u00a9eitenranbern ausw\u00e4rts, am ^jinterranbe einw\u00e4rts gebogen. 2)aS 3ungengeriift iff merkw\u00fcrbig Wegen ber Kleinheit beS 3uitgenk\u00e8rnS unb ber Breite beS 3ungenbeiut\u00f4rberS. \u00aeer \u00a9d)tuub iff Weit, aber nicht gu einem tropfe auSgebaud)t, ber Vormagen fel)r kurg, ber dftagen h\u00e4utig unb ausbeutbar. Blinbb\u00e4rme ftnb nid)t oorl)anbett.\"\n\u00a3)ie \u00a9iSo\u00f6gel fiub Seitb\u00fcrger unb gient\u00efid) gleichm\u00e4\u00dfig oertt)eitt, obgteid) bie Familie, foie gu erwarten, erft innerhalb beS Warmen \u00a9\u00fcrtetS ftdh in ihrer oollcu ^Reidh^attigteit geigt. Alte Wirten fiebeln ftd) in ber N\u00e4he oon \u00a9eW\u00e4ffern an unb folgen biefen bis h^d) inS \u00a9ebirge hinauf, fofoeit es f\u00c7ifdhe gibt, nub bis gum SNeereSgeftabe hinab. S\u00e4ttgS ber \u00a9eW\u00e4ffer leben fie eingeln ober h\u00f6d)ftenS baarWeije: foie alle $ifdjer ftnb aud) fte ftille, langweilige, gr\u00e4mliche, neibifdje \u00a9efeHen, Welche leben Umgang mit 3hre^S^e^)en \u00abher mit anberu V\u00f6geln \u00fcberhaupt m\u00f6glichft Oermeiben unb in febern lebenben Sefett, Wenn and; nid)t einen Beeintr\u00e4chtiger, fo bod) einen \u00a9torer ihres \u00a9eWerbeS erblicken. Nur fo fange bie \u00a9orge um bie Brut fte an ein beftimmteS \u00a9ebiet feffelt, oerWeileu fte an ein unb berfelbett \u00a9teile; \u00fcbrigens fd)Weifen fie ftfd)eub umher, bem Saufe ber \u00a9eW\u00e4ffer folgenb, unb eingelne Arten burd)Wanbertt bei btefer \u00a9elegeuheit gientlich bebeutenbe \u00a9tredeu.\n3hve Begabungen ftnb eigentljumlidjer Art. 3u gehen oerm\u00f6gen fte faum, im fliegen ftnb fte ebenfalls ungefdjidt, unb nur baS Saffer beherrfdjen fte in einem geWiffen \u00a9rabe: fte taud;en in abfonberlid;er Seife unb Oerftehen and) ein Wenig gu fdjWintmen. Unter ihren \u00a9innen fteht baS \u00aeejtd)t obenan; giemlid) gleich hoch entwickelt fcheint baS \u00a9eh\u00f6r gu fein; \u00fcber bie \u00fcbrigen \u00a9imte haben Wir kein Urteil. \u00a3)aS geiftige Sefen ftellt bie \u00a9iSo\u00f6gel tief. \u00a3)ie heroorragenbfte \u00a9igenfdjaft fcheint ein unbegrengteS Mi\u00dftrauen gu fein, \u00a9igentlid) klug kann man fie nicht neunen. SDotf) finb and; fte nicht afteS \u00a9ufett bar; benn fte bekunbeit WenigftenS eine ungemein gro\u00dfe Anh\u00e4nglichkeit an ihre Vrut.\nt^ifche, ^erbthiere, Krabben unb bergleidjen bilbett ihre Nahrung; fte erwerben ftch biefelbe haubtf\u00e4djlid) burch \u00a9to\u00dftaud;en.\n\u00aeie Vermehrung ber \u00a9iSO\u00f6gel ift giemlid) bebentenb; benn alle Arten giehett eine gal)lreid)e Brut heran. 3um Giften W\u00e4hlen fte fich fteile \u00a9rbw\u00e4lle, in benen fie eine tiefe \u00a3\u00f6hte auSgrabett, bereu hinteres \u00a9nbe gur eigentlichen Neftkammer erweitert Wirb, \u00a9in SReft bauen fte nicht; fte h\u00e4ufen nach unb nach aber fo oiele, h\u00fcubtf\u00e4djlid) auS gifchgr\u00e4ten beftehenbe \u00a9ew\u00f6tlc in ihrer Nefb famnter au, ba\u00df im Verlaufe ber 3eit bod) eine Unterlage eutfteht.\n2)em menfd)lid)en ^auShalte bringen bie \u00a9iSo\u00f6gel keinen Nu^eit, aber and) eigentlich keinen \u00a9chaben. fifd)reid)en \u00a9egenben f\u00e4llt bie 90Raffe ber Nahrung, Welche fie beb\u00fcrfen, nicht inS \u00a9eWicht, unb bie bei uttS lebenbe Art ift fo klein, ba\u00df Oou einer burch fte bewirkten Beeintr\u00e4chtigung beS Nlenfdten aud) nid)t gefbrod)en Werben kamt.\n,,\u00ee)er Alct)ou ift ein \u00dcNeevoogel, obwohl er aud) in ben ^l\u00fcffeit Wohnet. Vnb alfo beh ben \u00aeried)en genennt, ba\u00df er in bem Bleer gebiert. $\u00a3)a\u00df er oou Wenigen erkennt Wirt, ift kein Wuttber, bieweil man il)n gar fetten, Ottb allein int Antillen ober in beS Sinters \u00a9onneit ftd) Wenbeu pet. Vnb fobalb er am Sattb nur ein \u00a9dfjiff ombflogen h<*t, f\u00e4hret er oott ftuub an hinweg, alfo ba\u00df mau jn nicht mehr feheu kamt. \u00a9en)lu3 onb \u00a9ehr Wirt baS SN\u00e4mtlein au\u00df biefem Vogel geheiffeit. 5piutard)uS fagt, ba\u00df biefer Alchott ber Weifefte Ottb f\u00fcrncmfte fet; au\u00df allen Bteertljieren. 2)amt er fbvid)t: Welche Nachtigall Wollen wir feinem \u00a9efang, Welche \u00a9chWalbe feiner Sidfertigkeit, weld)e","page":159},{"file":"p0160.txt","language":"de","ocr_de":"160\n\u00aeie \u00a9yfitjer. Scidfjifc^natjfer. di\u00eatogel.\n\u00efaube [einer Sieb, [o er gegen [einem (Seemann tr\u00e4gt, itelche SBten\u00efetn ttoden mir [einem $lei\u00df ter= gleichen ? S\u00a3)ann, ttag S\u00dfei^eit unb \u00aeunft fte an j\u00dfrern heften gu mad;en branden, ift nur ein SBitnber gu [agen. S\u00a3)amt ber 5lId;on mad;t mit feinem anbern SBerdgeug bann allein mit [einem fdjnabel [ein SReft, ja er gimmert bi\u00df alg ein Sd;iff, bietteil eg ein Sffierf i[t, bag ton ben SSklten nid;t tmbgef ehret, nod; ertrendt mag it erben, bann er flehtet fleine $ifd)gr\u00e4t alg ein SS\u00dfiiyp in einanber, alfo, ba\u00df er etlid;e, gleid; alg ben 3ettel, gerab leget, tnb bic anbern alg bie \u00e4\u00df\u00e4fel, in bie mitten baburd) geud)t, bie[e fr\u00fcmmet er bann gu einer fuget, tnb geftaltet eg lang, gteidj alg ein ^agb[ct>if[lin. S\u00dfttb [o er bi\u00df al[o an\u00dfgemad;t, Refftet erg gn en[[erft an bag \u00a9eftab, tnb [o bie 2\u00df\u00e4Uen bartviber fd;lagen, biefeg bettegen, ober barein fdjlagcn, bnttget tnb Refftet er bag noch [\u00eeciffcr, al[o, ba\u00df man eg tteber mit Steinen nod; \u00a9ifen leicfjttid; gerbredjcit ober f>intoegrei[[eu mag. Sn meinem bag St\u00fcrlein ganb ttunberbar ift, al[o [ormieret tnb geftaltet, bg er allein barein mag fomnten, ben anbern aber iftg ganh tnftd;tbar tnb tubefannt, e\u00bb mag aud) [onft gar nid;tg barein fommen, and) fein itaffer, barumnt bg biefer eingang au\u00df einer fd)ttedenben dRateri, alg einem Sd)ttamm, gemad;t ift. S\u00a3)iefe*befd)teuft mit [einem auffchtteden ben 3Beg, ba\u00df nichts barein fommen mag, tteld;e materi bod; tont 3Sogel [o er \u00a7inein[d)lic[fen itil, niebergetrudt itirt, al[o, ba\u00df ba\u00ea d\u00f6affer barau\u00df getrndt, |nt einen fid;ertt 3ugang gibt. Slriftotefeg [agt, bi\u00df SReft fety gleid^ einer dReerbaden, [o ton Sfunten tnb mancherlei dlgten gufammen ge[amfet iterben, Iid;trot, alg ein $intau\u00df, ober Scbreyp\u00f6rnlein mit einem langen #al\u00df geftaltet. Sein bag gr\u00f6ftc SReft ift gr\u00f6f[er bann ber greffe 23abfd)ttamm, termad;t tnb terfleibt allenthalben, bargu hin bnb her alg ein Suivant, an einem ort toll, am anbern leer, ba\u00ea erfe^t ftd; aud) einem fdjaryffen SBehr, al[o, ba\u00df man eg faunt mag gerbatten. \u00a9g fte^et im 3tteifel, ttorau\u00df bod; biefeg SReft gemacht tterbe: man termeint aber eg iterbe au\u00df [pi^e fphgr\u00e4ten gemad;t, bielteil fie ber $i[d;e gelebe. -Radient er [ein SReft atfo au\u00dfgemad;t, legt er beim [eine (per barein, itiettol etliche [agen, er leg biefe gu enfferft in ben S\u00fcReerfanb tnb br\u00fcte fie bafelbft au\u00df, [aft mitten im d\u00dfinter. Sie legen f\u00fcnff per, rnadjen auch ihr SReft in ben fiben erften Stagen, tnb in ben ftben nad;gehenbett legen fie, br\u00fcten fie au\u00df, tnb ergiehen ihre iungen. SDiefer togel gebieret [ein lebenlang, tnb f\u00e4pt an fo er tier S\u00efRonat alt itorbeu ift. SDag d\u00dfeiblin liebet [einen dRattn alfo, ba\u00df eg jm nit nur eine geit im $ar, alg anbere S\u00df\u00f6gel, anhangt, [onberu ftd; bieg gu ihm tnb gu [onft feinem anbern gefettet, aug ^reunbfdjaft, ehelicher $\u00dfflid)t nnb Siebe. So aber ber SIRann je^t ton filter tnterm\u00f6glid; itorben, tnb faum h^rgufommeu mag, nimyt eg ben alten au[[, tnb ernehret, tnb erhaltet jn, alfo, ba\u00df eg benfetbigen uicmalg hinter ihm l\u00e4\u00dft, bietveil eg ben auf ben SR\u00fcden gelegt, mit ftd; tregt, flehet auch bem bet), tnb ift ihm beh\u00fclfflid; bi\u00df in ben Stobt. So ber SIRann geftorbeu, [o effen tnb trinden bie SSeiblin gar nid;tg mehr, fonbent fte tragen Seib eine lange 3etf/ barnad; terberben fte ftd) felbft, hoch ftngen fte tor ihrem Stobt, fo fte je^t auffh\u00f6rett tv\u00f6llen gu fingen, ein fl\u00e4glichen @e[ang, 6etr, \u00a9ehr. 3)ie[eg tttebcrholen fte offt tnb bid, h\u00f6ren bettn auff. \u00aeod) ttolt idh nidht ba\u00df ich ober anbere Seut biefe Stimm [\u00f6lten h\u00f6ren, bietteil biefe viel Sorg, 33ngl\u00fcd tnb ben \u00a3ob felbft bebeute... . \u00a3>er\tmit [amyt [einen jungen hat einen lieblichen \u00a9erudj, gar\nnahe alg ber mohlgefchmadte 23ifent. Sein ^leifd;, ob er gleich tobt, faulet nidjt. SDtan glaubt, ba\u00df er fich [ein ^aut abgegogen, ober allein bag @ingettet;b barau\u00df genommen tnb auffgehendet, alle 3ar, alg ob er noch bep leben mauffe. . . . $)ie ^auffleut [o tt\u00fc\u00fcin Stuch terfauffen, bie haben bie ^aut ton biefem togel bep bem Stud;, alg ob biefe bie \u00aeraft habe, bie Schaben auggutreiben. SDiefeg [ol fte thun, [o fte allein in bent \u00a9abett ober \u00a9emad;en ift barittn bag Stud; bann ligt, tnb bi\u00df haben ctlid;e mir gefagt, [o bi\u00df erfahren haben, ttietrol id; bag faum glaub. <$g [agen etlid;e, bie Straal \u2022 [d;lage nicht in bag ^au\u00df barinn bi\u00df SReft gefuttbeu tterbe. Stern [o man gu ben Sdpen legt, [ol er biefelbigeit mehren, tnb atfo ade Slrmuth hinttegtreiben.\"\n5ll[o erg\u00e4hlt gl\u00e4ubig ber alte \u00a9e\u00dftter, bie ttunberbaren nnb unbegretflid;en Eingaben ber Sllten gufammenftedenb. Hub bag Sf\u00f4unberbarfte ift, ba\u00df fid; biefe dR\u00e4rlein big in bie neuere 3eit erhalten haben nnb ttenigfteng theiltteife geglaubt tterben; bettn heutigen Xageg nod; erg\u00e4t;len ntattd;e 33\u00f6tfer[d;a[ten [aft biefelben @e[chid;teu. So ttie unfere Vorfahren glaubten, ba\u00df ber \u00e4Buubertogel","page":160},{"file":"p0161.txt","language":"de","ocr_de":"(5 i \u00a7 V o g e 1. '\n161\nnod; ini tobten \u00dfuftanbe ben \u00a9life abmehre, Verborgene \u00a9d;\u00e4he vermehre, Gebern, ber ihn bet fid; trage, Slnmutl; nnb \u00a9d;\u00f6nheit verleide, ^rieben in bag \u00a3aug unb \u00a9\u00dfinbftille auf bag \u00a9teer bringe, bie gifd;e an ftd; Iode unb begl;atb beu $ifd;fang Verbeffere, fo laufen felbft l;eutgutage nod; bei einigen afiatifd;en \u00a9\u00f6lferfd;aften, bei ben \u00a3artaren unb Ofij\u00e2fen, muuberfarne \u00a9efcpichten Von 9JUutb gu \u00a9hntbe. Oie genannten \u00a9t\u00e4rnrne fd;reibeu nod; immer ben Gebern unfereg \u00a9ogelg einen Siebe\u00ea= gauber unb feinem \u00a9d;nabel l;eilfame Kr\u00e4fte gu. SUT biefe \u00a9\u00ee\u00e2ren gelten in nuferen Singen \u00a9icbtg mehr; aber ber \u00a9ogel, ben fie Verherrlichten, nnb fein \u00a3eben finb barunt nid;t minber ber allgemeinen \u00a9ead;tung merth.\nUnfer \u00a9igvoget ober \u00ae\u00f6niggfifd;er, ber Ufer?, \u00a9Saffer* ober \u00a9eefpecpt, \u00a9ifett; gart unb \u00a9tartingvogel (Alcedo ispida) \u00efenngeid;net fid; burd; folgenbe \u00a9\u00eeer\u00efmale: Oer \u00a9d;nabel ift lang, b\u00fcnn, gerabe, voit ber ftarfen \u00a9htrgel an nad; unb nad; gugefpi^t, an ber \u00a9pit^e feilf\u00f6rmig ober etmag gufammengebr\u00fcdt, an ben ftarfen \u00a9cpueiben ein mettig eingegogeu. Oie f\u00c7\u00fc^e finb fel;r \u00eftein unb furg; bie mittlere ber brei \u00a9orbergepen ift mit ber faft ebenfo langen \u00e4u\u00dferen big gum gleiten, mit ber\u00ef\u00fcrgeven inneren big gum erften \u00a9eten! vermad;feu, bie ^interge^e ift fe^r \u00eftein. 3u bem fitrgeu unb gientltd; flumpfen \u00c7lfigel ift bie britte \u00a9cpminge bie l\u00e4ngfte. Oer \u00a9d;ivang beftel;t aug gm\u00f6tf \u00efteinen, \u00efurgen Gebern. Oag \u00a9efteber ift reich, aber glatt anliegenb, gerfd;tiffen, febocb berb, prad;tvot( gef\u00e4rbt, oben metaHifd;, unten feibig gt\u00e4ngenb. Oie Gebern beg .^jinter\u00efepfeg finb gu einer tleineu jpetle verl\u00e4ngert. Oa ber \u00ae\u00f6niggftfd;er mit feinem aubent europ\u00e4ifd;en \u00a9cgel ver; mecpfelt toerben fanit, gen\u00fcgt eg, menu mir fagcit, ba\u00df bie Oberfeite gr\u00fcnblau, bie Uuterfeite gelb; braun, bag Sluge buufelbrauu, ber \u00a9d;nabel hocproth unb ber^u\u00df lebhaft mennigrot^ ift. Oie\u00a3\u00e4nge betr\u00e4gt 6Y2, bie \u00a9reite 10Y2, bie fyittigt\u00e4nge 2%, bie \u00a9chmangl\u00e4ttge 1V2 3oK.\n\u00a9ang \u00a9uropa von 3#ttanb, O\u00e4nemar!, Siv; unb \u00a9ft^tanb an nad; \u00a9\u00fcben t;in, fomie ber mefttid;e \u00efheit \u00a9tittetafieng finb bie Heimat beg \u00a9igvogelg. \u00a9orbmefiafrifa mirb er mapr; fcpeinttch aud; alg \u00a9rutvoget Vorfommen; \u00a9orboftafrifa befud;t er regelm\u00e4\u00dfig m\u00e4l;renb beg \u00a9Mnterg, optte febod; bafetbft gu br\u00fcten. $n \u00a9panien, in \u00aeried;enlanb unb auf feinen Unfein ift er nod; h\u00e4ufig, am 3vrban nad; Oriftram\u2019g \u00a9eoba^tungen gemein, auf \u00a9talta fd^on gientlid; fetten. 2>n Oftafien mirb er burd; eine nah vermanbte Slrt vertreten, meld;e Von eingelnen \u00a9aturfor[d;ern alg \u00a9pielart angefel;en mirb. 3\u00ab ben Sllpen fteigt er, taut \u00a9fd;ubi, big gu 5500 $u\u00df \u00fcber bem \u00a9teere empor.\n\u00a9ei ung gu \u00a3anbe fielet man ben prachtvollen \u00a9ogel \u00fcberall, aber immer nur eingeln. \u00a9r f\u00e4llt tvegen feineg fcponen \u00a9efteberg ebenfo auf alg megen feiuer fouberbaren Sebengmeife unb ift begpalb mol;t befannt, obgleid; er feinerfeitg bem\u00fcl;t ift, fich ben \u00a9liefen beg \u00a9tenfepen m\u00f6gtid;ft gu entgiel;en. Slm liebften bemopnt er \u00efleine f\u00c7t\u00fcffe unb \u00a9\u00e4epe mit flarent Staffer; an tr\u00fcben \u00a9em\u00e4ffern fehlt er ftetg. f^t\u00fcffe ober \u00a9\u00e4d;e, metd;e bur<h \u00a9S\u00e4lber flie\u00dfen ober menigfteng an beiben Ufern mit \u00a9Seibicpt beftanben finb, bieten ihm Slufenthatt\u00eaorte, mie er fte vor allen anbern leiben mag; unb menu fte fo viel $aU haben, ba\u00df \u00dfe im \u00a9Unter menigften\u00ea nicht \u00fcberall gufrieren, vermeilt er an il;nen aud; in biefer fepmeren ,3^1. @inb bie \u00a9ei\u2019h\u00e4ttniffe niept fo g\u00fcuftig, fo mu\u00df er ftd; mohl ober \u00fcbet gunt \u00a9Zaubern bequemen, unb gelegentlich biefer \u00a9S\u00e4uberungen eben fliegt er bt\u00e9 nach \u00a9orbafrifa hin\u00fcber.\n\u00a9em\u00f6hntid; fteht man ihn nur, m\u00e4hrenb er pfeilfc^tteU \u00fcber ben \u00a9Safferfpieget bahin\u00dfiegt; benn Oer, meld;er il;n im \u00a9i^en auf\u00dfnben mill, mu\u00df fepon ein ^unbiger fein, \u00a9amentlid; in ber \u00a9\u00e4t;e bemohnter Ortfd;aften ober \u00fcberhaupt in ber \u00a9\u00e4he regen \u00a9erfehre\u00ea m\u00e4plt er ftd; gu feinen 9tuhe\u00dfhen ftet\u00ea m\u00f6glidhft Verftecfte ^Sl\u00e2^cpen unb \u00a9Sin\u00efet au\u00ea, bemeift barin ein'gro\u00dfem \u00a9efd;id, fd;eint \u00dfch auch [e^r Su bem\u00fchen, big er beit rechten Ort gefunben hat. Oa\u00df ber fd;lie\u00dftid; gem\u00e4l;lte ^\u00dfla^ ber rechte ift, erfennt man batb, meil alle \u00a9igv\u00f6get, metd;e einen ^In\u00df befud;en, immer aud; biefetben \u00a9ihpl\u00e4^e ftd; erf\u00fcren. ,,\u00a9ol<her allgemeinen Siebltnggpl\u00e4hd;en\", fagt Staumann, \u201egibt eg in einer \u00a9egenb immer mehrere, aber oft in giemtid;er \u00a9ntfernung von einander, \u00a9ie liegen ade;\n\u00a9re^m, \u00ee^ie\u00eflet>en IV.\t11","page":161},{"file":"p0162.txt","language":"de","ocr_de":"162\n3)tc \u00a9\u00bbaber. Seid^tfc^n\u00e2b\u00efer. (Si\u00e8o\u00f4ge\u00ef.\nmal tief unten, feiten metjv al\u00ea gtoei $ufj hocf) \u00fcber bent SBafferfpiegel unb ftet\u00ea an e\u00fcoa\u00ea abge; legenen Orten. 3n einfameren, t\u00bboit menfd;lid)en S\u00f6ohnungen toeit entfernten \u00a9egenben tociljlt er ftd) gtoar aud) oft freiere \u00a9itje, auf Welchen man ihn bann fd)on \u00bbon Weitem benterfen famt. \u00a9anj auf h\u00f6here, freie gloeige ober gen* auf \u00f6ie 2\u00a3ipfel h\u00f6herer S\u00e4ume fliegt er nur, inenn er ftd^ paaren toitt.\" $eber einzelne \u00a9t\u00e9oogel ober toenigften\u00ea jebe\u00ea S\u00dfaar behauptet \u00fcbrigen^ ein getoiffe\u00ea \u00a9ebiet unb \u00bbertheibigt baffelbe mit gro\u00dfer $artn\u00e4digfeit: e\u00ea bu\u00efbet l)\u00ebd;ftcn\u00ea beu Sktfferfd)ft>\u00e4her unb bie Sad)ftel;$e als> \u00a9enoffeu. Oie Scadd \u00bberbringt ber \u00ae\u00f6nig<oftfd)er unter einer \u00fcberlj\u00e4ngenbeu Ufer; ftette ober felbft im Innern einer H\u00f6hlung.\n\u00aeer GEUbogel ober \u00c4\u00f6nig\u00f6fift^er (Aicedo ispida). % ber nat. \u00aer\u00f6\u00dfe.\nS\u00f6enn irgenb ein S\u00f6gel ein \u201e\u00a9ihf\u00fcfjler\" genannt toerben barf, fo ift e\u00ea ber \u00a9t\u00e9oogel. \u00a9r ftfet buchft\u00e4blid) ^albe Sage lang regung\u00eblo\u00ea auf ein unb berfelben \u00a9teile, immer [till, ben Slid auf ba\u00ea Staffer gelehrt, mit 9hthe einer Sente harrenb, fo red)t nad; $ifd;er 5lrt, \u2014 \u201ef\u00fchl bi\u00ea an\u00a7 ^inan\". \u201e\u00a9eine flehten ^\u00fcffchett\", fagt Naumann, \u201efd)einen nur junt\u00a9t^en, nidd gunt \u00a9e^en geeignet; benn er geht \u00e4ufferft feiten unb bann nur auf einige \u00a9d;rittd)en, ettoa auf ber flehten \u00a7l\u00e4d)e eitte\u00ea \u00a9teine\u00ea ober ^fa\u00efjl\u00ea, aber nie auf flauem \u00a9rbboben.\" Ungeft\u00f6rt toed); feit er feinen @i\u00a3 blo\u00ea bann, ioetttt er \u00bber^toeifelt, \u00bbon t^m au\u00ea \u00a9ttoa\u00ea $u erbeuten. $fi ba\u00eb \u00a9lud i(;m g\u00fcnflrig, fo bringt er tt>eitau\u00a3 bett gr\u00f6\u00dften S\u00c7eil be\u00a7 Sage\u00ea auf berfelben \u00a9teile gu. 2Benn man ihn gebnlbig beobachtet, ftel)t man i\u00a7n ^l\u00f6^Uc^ ben ipat\u00ea an\u00eaftreden^ ftd) nach \u00bborn \u00fcber; beugen, fobaff ber \u00a9d)ttabel gan\u00a7 nach unten gerichtet ift, unb fd\u00f6hlid) tote einen grofd) ober richtiger,","page":162},{"file":"p0163.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9 i \u00a7 b o g e l.\n163\nH)ie einen ^Sfet\u00ef in ba\u00eb SGBaffer fi\u00fcrgen, ol;tte ba\u00a7 er babei bie f^l\u00fcge\u00ef gebraucht. \u00a9em\u00f6httlid; ter; fd;.minbet er boUfomnteit nnter bent SBaffer, arbeitet [id; aber bttrd; einige $l\u00fcgelfd;l\u00e4ge halb mieber Snr \u00a3)berfl\u00e4d;e ent Bor, fd;mingt ftd; ton neuem gu feinem \u00a9ifje auf, fd;\u00fcttelt ba\u00a7 Bkffer tont \u00a9efteber ab, fn^t biefe\u00ea biefleid;t and; ein itenig ttnb nimmt bic torige \u00a9te'dung ein, .!pat er fid; met;reremale tergeblid; bem\u00fct;t, Beute 31t machen, ober gar feinen $ifd) gefef;en, fo entfd;liefjt er fid; ettblid;, feinen ^\u00dffa^ git mcd;felit. 2)al fliegen mirb if;nt fef;r fd;mer. \u00a3>ie finden \u00a9dimiitgen f\u00f6ntten ben fchmeren Stumpf taunt fortfd;teppeit ttnb muffen be^afb fo rafd; belegt merben, baft man bie eiitgeltten Besorgungen nid;t ntef;r nnterfd;eibcn fantt. Br\u00f6gbern ober tiedeid;t gerabe be\u00ea; f;a\u00efb i|t ber glug reiftenb fd;ncH, aber and; fef;r einf\u00f6rmig. SDer \u00a9i\u00eabogel fd;ieftt, fo lange er fattit, in einer geraben Sinie baf;itt, immer gteid; f;od; \u00fcber bent Staffer hinmeg, ttnb bre^t ttnb toenbet fid; nur, toentt ba\u00ea \u00a9em\u00e4ffer febbft fid; menbet; benn pd;fl nngent entfd;lieftt er ftd;, ben $luft ober ben Bad; 31t terfaffen. B\u00dfeiter abo grnei; ober breif;nnbert \u00a9d;ritte befmt er einen fofd;ett $lug ttid;t \u00efeid;t au\u00ea : nngeft\u00f6rt fliegt er nie meiter, al\u00ea Bi\u00ea gu bent lt\u00e4chften \u00a9ihplahe. 3}o<h treibt i\u00a7n ber junger ober bie Diotl; \u00fcberhaupt gumeilen aud; gu ^lugf\u00fcnfien, meld;e man ihm uid;t gutranen m\u00f6d;te. 9Dtand;iitat ftef;t man ihn ftd; \u00fcber ba\u00a7 \u00a9em\u00e4ffer ergeben, pl\u00f4^lid;, flatternb ober r\u00fcttelnb, fid; |tid l;alteit, forgfant ttad; unten fd;auen ttnb mit einem Btale ton biefer ^)5\u00a7e au3 in bie Biefe ft\u00fcrgen. ^Derartige f\u00fcnfte, meld;e bei anbertt \u00a9liebem feiner Familie fel)r \u00fcblich ftnb, betreibt er l;auptf\u00e4d;lid;, menu e3 ftd; barunt f;anbelt, bie gat;lreid;e Brut gu ern\u00e4hren; fte fd;einen alfo gemiffer; ntaftett ba\u00a7 lef$te B\u00fcttel gu fein, meld;e\u00a7 er anmenbet, um Beute gu macfjeit. B\u00dfemt ftd; bie Siebe in if;nt regt, mad;t er ton feiner ^fugbegabttitg einen nodi untfaffenberett \u00a9ebraud;.\nS)ie S\u00eea^rung befiehl borgug\u00eameife au\u00ea fleinen $ifd;eit, nebenbei aber and; au\u00a7 \u00aeerbthiereu, mit benen itamentlid; bie Brut groft gef\u00fcttert mirb. Unter ben Slrteit ber $ifd;e mad;t er mettig llnterfd;ieb. \u00a9r f\u00e4ngt Jeben, beffen er l;abl;aft merbeitfann, ttnb meift felbft eine giemlid; grofte Beute gu bem\u00e4ltigen. Stuf biefe $ifd;e lauert er, ttadf) 9t au nt a ntt13 Slu\u00eabritcf, mie bie \u00aeahe auf bie 9Jtait3. \u00a9r fangt nur mit bent \u00a9d;nabel, ft\u00f6ftt besl;alb oft fehl ttnb ntuft fid; gumeilen fel;r anftrengcn, ehe er eine Beute inadbt. \u00a9in eittgiger \u00c7attg freilich gen\u00fcgt aud; gu feiner Unterhaltung f\u00fcr ben Bag ober menigften\u00bb f\u00fcr bie Raffte beffelbett. \u00a3)ie Strt unb SBeife feinet Ranges? erforbert grofte Umfid;t itt ber B3al;l feiner Bl\u00e4|e; bettn bas> S\u00f6affer, itt meld;ent er fifd;t, barf nid;t gu feiept fein, meil er fiep fonft feid;t bttrd; bie ipefttgfeit feinet \u00a9toftes\u00bb befd;\u00e4bigett f\u00f6nnte; e\u00a7 barf aber auch nid;t gu tief fein, meil er fonft feine Beute oft fehlt. 2lnhaltcnbe3 Stegenmetter, mefd;e\u00ea ba\u00a7 Bkffer tr\u00fcbt, bringt if;nt grofte SRoth, ja felbft ben Untergang, unb ebettfo mirb if;ni ber B\u00dfinter nid;t feiten gunt Berberbett; beim feine 3<*gb enbet, fomie er bie $ifd;e nidht mehr fehen fattn. 3mt BMnter ntuft er ftd; mit beit mettigett offenen \u00a9teilen begn\u00fcgen, melche bie \u00a9i\u00eabedfe eine\u00ea \u00a9em\u00e2ffer\u00ea enth\u00e4lt; aber er ift bann bent Ungemad; au\u00eagefe^t, unter ba\u00eb \u00a9t\u00e9 gu gerathen ttttb bie Deffnttttg ttid;t mieber gu ftttben. Stuf biefe B$eife Verliert gar mancher \u00a9t\u00e9bogel fein Seben: er ftirbt troh feiner Baud;f\u00e4htgteit. 9Jland;mal mirb il;m and; ein gl\u00fcdlid;er \u00c7ang berberblid;: er berfud;t, eilten gu gro\u00dfen gifd; hiuabgum\u00fcrgett unb erftid't babei. gifdhgr\u00e4teit, \u00a9chuBB^ nnb attbere h^e ^he^e feiner 9tahrung fyeit er in \u00a9em\u00f6deit mieber bon ftd;.\nBS\u00e4hretib ber\tf\u00efd; au<h ber \u00a9i\u00eabogel fel)r erregt, \u00a9r l\u00e4\u00a7t bann feine \u00a9timnte,\nein hohe\u00ea, fd;tteibenbe\u00ea, oft nttb fdhnelt mieberholte\u00ea ,,\u00efit tit\" ober ,,\u00a9i ft\", meld;e\u00ea man fonft feiten, meift bon bent erg\u00fcrnten Bogel beruimmt, h\u00e4ufig ert\u00f6nen unb f\u00fcgt ben gem\u00f6hnlid;en Sauten noch befottbere gu, betr\u00e4gt ftd; auch in gang eigenth\u00fcmlid;er B\u00dfeife. \u201eSDa\u00ea Bi\u00e4nnd^n\", fagt mein Bater, \u201efe^t ftd; bann auf einen \u00a9traud; ober Bautu, oft fehr l;od;, unb ft\u00f6^t einen ftarfen, Bfeifenben, bon bent gem\u00f6hnlid;en 9Utfe berfchiebenen Bon att\u00ea. Stuf biefett fommt ba\u00ea 3Beibd;ett l;erbei, ttedft ba\u00ea B\u00ee\u00e2nnchen ttttb fliegt meiter. S)a\u00ea 9Jt\u00e4nnd;ett berfolgt e\u00a7, fe^t ftd; auf einen anbertt Baunt unb fd;reit bon neuem, bi3 ftdh ba\u00ea 2\u00f6eibd;en abermals n\u00e4l;ert. Bei biefem Seiten, me\u00efd;e\u00ea id; nur be\u00ea Bormittag\u00ea bemerft l;obe, entfernen ftd; beibe gmei; bi\u00ea breihunbert \u00a9d^ritte bom S\u00dfaffer unb fi^en mit hod; aufgeridhtetem K\u00f6rper auf ben gelbb\u00e4umen, ma\u00bb fie fonft nie thun.\"\n11*","page":163},{"file":"p0164.txt","language":"de","ocr_de":"164\n\u00a9te (gtyfifyev. Seic^tfc^n\u00e4brcr. (Sigo\u00f6gel.\n\u00a3)ag 33rutgefd;\u00e4ft beg \u00a9igoogelg ift erft burdh bie \u00abBeobachtungen Seigler\u2019g imb meineg S\u00dfater\u00ab befannt geworben; 33 ed; ft ein Joax hier\u00fcber nod; nicht unterrichtet, \u201e\u00a9obalb fidt; ber \u00a9ig; rogel 31t \u00a9nbe SR\u00e4rg ober 3Infangg 3\u00aeril gehaart hat\", f\u00e4hrt mein 33ater fort, \u201efudjt er fid; einen \u00ab\u00dflafe f\u00fcr bag \u00abReft aug. tiefer ift allemal ein trodeneg, fdhroffeg, Dont \u00a9rafe gang entbl\u00f6fjteg Ufer, an Joelchent feine S\u00df\u00dfafferratte, fein liefet unb fein anbereg \u00abRaubgier hinauf ffettem fann. Btt biefeg, einer fenfredjten S\u00df\u00dfanb \u00e4hnefnbe Ufer haden bie \u00a9igo\u00f6gel einen ober gJoei ftufj oom obern 9Ranbe ein ntnbeg Sodfj, Joeldheg geJo\u00f6hnlid; gJoei 3oU int $)nr<hmeffer hat, gJoei big brei ftufj tief ift, etioag aufto\u00e4rtg fteigt unb am Sluggange unten gJoei furchen geigt. Slm hintern \u00a9ttbe erweitert ftch biefeg Sod; gu einer runbltd;en, badfofen\u00e4^n!icd>ett #\u00f6hle, bie brei big oier 3oU in ber \u00a3\u00f6l;e un^ tier big f\u00fcnf 3oU in ber \u00abBreite hat. SDiefe H\u00f6hlung ift unten mit gifdhgr\u00e4ten auggelegt, Joie gepffaftert, Joenig oertieft, troefen unb oben glatt, Joie an ihrem Sluggange. Slttf ben ftifchgr\u00e4ten liegen bie fecbjg big fteben, fehr gro\u00dfen, faft runblichen, gl\u00e4ngenb Joelen, Joegen beg burd;= fchimmernben SDotterg rothgelb augfehenben (Sier. @ie ftnb bie f\u00fcnften unter allen, ioelche id; fenne, ton einer \u00a9latte, oon einem \u00a9lange unb, auggeblafen, oon einer S\u00dfeifje, Joie bie fd;\u00f6nfte \u00a9ntai\u00dfe. 3ln \u00a9r\u00f6fje fommen fte faft einem \u00a9ingbroffelei gleid;, foba\u00a7 eg mir unbegreiflich ift, Joie fte ber \u00a9ig* togel mit feinen furgen unb harten gebern alle bebeefen unb erlo\u00e4rmen fann.''\n\u201e5\u00f6enn ber \u00a9igoogel beim Schaden beg 2od;eg, Joogu er gJoei big brei 9\u00dfod;en braud;t, auf \u00a9teine trifft, fud>t er fte heraugguarbeiten. \u00a9elingt 2)ieg nid;t, fo l\u00e4\u00dft er fie ftehen unb arbeitet um fte herum, fobafj fte guJoeilen halb in bie \u00abR\u00f6hre oorragen. $>er \u00a9tein^en Joegen ift ber \u00a9ingang gunt \u00abRefte oft frumm. Raufen fte ftch aber gu fehr, fo Oerl\u00e4fjt ber 33ogel bie \u00a9teile unb hadt fid; nicht Joeit baoon ein anbereg Sod;. $n \u00a3inftdht beg Keftbaueg geigt ftd; ber \u00a9igoogel gang alg \u00a9ped;t, nur mit bem Unterfchiebe, bafj biefer in morfchen R\u00e4umen, jener aber in ber troefenen \u00a9rbe fein \u00abReft anbringt, \u00a9in f\u00f6lcbeg Sod; beJoohnt ber \u00a9igoogel mehrere 3al;re, Joenn er ungeft\u00f6rt bleibt; Joirb aber ber \u00a9ingang gunt SRefle erJoeitert, fo legt er nie Joieber feine \u00a9ier hinein. \u00a3)af ein SReft mehreremal gebraust fei, erfennt man leicht an einer SRenge oon Sibettenfopfen unb SibeUenf\u00fcgeln, bie unter bie \u00a9raten gemixt ftnb, unb an einer ungeJo\u00f6hnliche'n SDRenge oon $ifd;^ gr\u00e4ten, bie in einem frifd;en Kefte Joeit fparfamer liegen unb, fo lange bie jungen ttod; nicht aug-gefrochen, mit SibeUen\u00fcberbleibfeln nicht oermengt ftnb. Um gu erfahren, ob ein \u00a9igoogellod;, bag Ooit ben fohlen ber S\u00dfaffervatte unb anberer \u00a9\u00e4ugethiere auf ben erften 33ltd gu untcrfcheibeit i]t, beJoohnt fei ober nicht, braucht mau nur hinein gu riechen : nimmt man einen gifdhgerud; Joaf;r, fo fann man feft \u00fcbergeugt fein, bafj man ein frifd;eg 9Reft oor ftd; habe.\"\n. \u201e\u00abIRerfJo\u00fcrbig ift eg, Joie feft ein br\u00fcteuber \u00a9igoogel auf feinen \u00a9iern ober feilten nadten Bungen fiht. SRan fann am Ufer pochen, Joie man Join, er fommt nicht hevaug, ja, er bleibt noch ruhig, joeitn man anf\u00e4ngt, bag Sod; gu erioeitern, unb Oerl\u00e4fjt feine 33rut erft bann, Joenn man ihm gang nal;e auf ben Seib fommt.\"\n\u201e3<h fanb bie \u00a9ier in ber 9Ritte beg 9Rai unb gu Anfang beg Buniug.\"\n\u201e\u00a3>ag M\u00e4nnchen hat giemlich fern, hebert big breihunbert \u00a9chritte oon ben Keftern, feinen \u00abRuheplap, auf ioeld;em eg bie 9Rad;t unb auch einen \u00a3f;eil *>eg \u00a3ageg ^bringt.\"\n\u00abRaumann beft\u00e4tigt biefe 33ef<hreibung oollft\u00e4nbig unb Joeifj nur ioenig l;inguguf\u00fcgen. ergibt an, bafj man in eingelnen SReflertt guJoeilen big elf \u00a9ier fiubet, unb berichtet bann noch \u00a9inigeg \u00fcber bag Bugenbleben ber SB\u00f6gel. \u201eSDag 2\u00f6eibd;en\", fagt er, \u201ebr\u00fctet allein, unb bag \u00abK\u00e4nnchen bringt ihm, lo\u00e4hrenb jeiteg faft unauggefept oiergehn big fechggehit \u00efage lang \u00fcber ben \u00a9iern ftfrt, nicht nur ^ifd;e gur 9RaJ;rung, fonbern tr\u00e4gt aud; beil\u00e4ufig beffen Unratl; aug bem Kefte Joeg, Joay beibe \u00a9atten nad;her auch mit bem ber Bangen thuit. \u00aeie ttnl\u00e4ngft au\u00bb ben \u00a9iern gefd;l\u00fchfteit Bungen finb l;\u00e4fliebe \u00a9efch\u00f6^fe. \u00a9ie finb gang nadt, mehrere \u00efage blinb ttitb oon fo ungleid;er \u00a9r\u00f6jje, ba\u00a7 ich fogenattnte 9Reftf\u00fcd;lein gefunbett habe, Joelc^e fattnt halb fo grofj alg bie anbertt inaren. Bh*\u2018 ifi gro^, ber @d;nabel aber nod; fehr furg unb ber Unterfd;nabel meifieng gJoei Siitien l\u00e4nger alg ber Obertiefer, \u00a9ie ftnb h\u00f6d;ft ttnbehilflid;, gittern \u00f6fterg mit ben k\u00f6pfen,","page":164},{"file":"p0165.txt","language":"de","ocr_de":"(5i\u00a7r oge\u00ef.\n165\nfperren giiVoeilen ben toeiten 9\u00eead)en auf, toifpern \u00efeife, toenn fie hum3l\u2018ig finb ober trenn lie gef\u00fcttert lOerben unb tricd)eit buvdf) eiitaitbcr ioie \u00a9eto\u00fcrtn. 3n biefev Beit ioerbeit fie boit ben Sllten mit 3ufetten\u00efarreit ttnb rorg\u00fcglid) mit Sibellcn, benen biefe guror $opf unb S\u00ef\u00fcgel abfto\u00dfen, gef\u00fcttert, \u00a9pciter bekommen fie aud) f\u00efeine fyifdfe, unb trenn il)nen ttad) unb nad) bie fiebern ioad)fen, fo fcbeineit fie \u00fcberall mit blaufd)l\u00bbarjen \u00a9tadeln betreibet gu fein, loeil bie Gebern in fe^r langen \u00a9cbeibcit ftedeit, unb biefe nid)t fo batb aufplahcn. \u00a9ie ft^cit \u00fcberhaupt lange im Sefie, cl)e fie gum Slugfliegen f\u00e4hig iocrben, unb iC;rc \u00a9rtt\u00e4hruttg mad)t ben Sitten rielc St\u00fche, toeghalb fie ftd) beim aud) in biefev Beit ungemein lebhaft unb tlf\u00e4tig geigen. \u00a9ie auggef\u00efogctten 3ull\u00f4crt ^cr^cn in rul)igfieit SSin\u00efel ber Ufer, befonbetg in \u00a9eftr\u00e4ud), glechttoerl ober gtoifdjen bie auggetoad)fetten SBurjeln am Ufer fte^enber S\u00e4ume gef\u00fchrt, foba\u00df ein Keiner Utn\u00efret\u00e9 bic gange gamilie beherbergt unb jeber einzelne untoeit beg aitbern einen foldiett \u00a9it) hat, too er toenigfleitg oon ber Uferfeite her nicht fo leicht gefehen ioerben bann. \u00a9ie Sitten o er rath en fte, toenn man ftd) guf\u00e4dig naht, burd) \u00e2ngftlidtje\u00ea $i\\u unb Verfliegen in furjen St\u00e4umeit unb burch tt\u00e4glidfeg \u00a9djreien, to\u00e4hrenb bie Bungen ftd) gang fill unb ruhig \u00bberhalten. \u00a9t\u00f6\u00dft man fte aug ihrem \u00a9d)lupftoinlel, fo flattert bag eine ba=, bag anbere borthin, unb bie Sitten folgen halb biefem, halb jenem unter fl\u00e4glidjcnt \u00a9freien. \u00a9g to\u00e4hrt lange, ehe fte ftd) $i\u00dfhe fangen lernen.\"\nS\u00dfie g\u00e4rtlid) bie Sitten ihre Brut lieben, gel)t aug einer Beobachtung SKaumann\u2019S fyxm. (Sr ging ernfHid) barauf aug, ein Seft mit g\u00fctigen aufgufuchen, begab ftd) beghalb an ein \u00a9telle, too er ein fold)eg tou\u00dfte, \u00fcberjeugte ftd) burch beit \u00a9erud) oon ber Slnt\u00bbefeul)eit ber jungen unb begann nun, am Slufbrechen ber V\u00f6hte gu arbeiten. \u201e3<h toar nicht allein, unb toir hatten nid)t nur oiet gefprochen, fottbern aud) t\u00fcchtig mit beit $\u00fc\u00dfen oben \u00fcber beut Sefte auf ben fRafctt geftampft. 3d) erftaunte baher nid^t toenig, alg ich mit einer b\u00fcnnett SRuthe im \u00a3od)e fi\u00f6rte unb mir ber alte \u00a9ig= ooget, ber nunmehr bie jungen \u00bberlie\u00df, beinahe ing @eftd)t flog. \u00a9er Untergang ber Familie toar einmal befchtoffen, unb fo follte beim auch ein Sitter mit barauf gehen; ba toir aber heute fein paffenbeg SBerlgeug* gur Vanb hatten, fo tourbe \u00a9ieg auf morgen \u00bberhoben unb ber \u00a9ingang mit \u00a9dringen beftellt. Side biefe getoaltfamen \u00a9t\u00f6rungen hatten nid)t oermocht, bie ungl\u00fcckliche Stutter abjuhalten, einen Berfud) gu toagen, gu ihren geliebten \u00dfinbern ju fommen, unb fte hing am anbern Storgcn tobt in ber \u00a9chlinge Oor ihrem Stcfte, to\u00e4hrenb bag Staunten, alg toir nun bie jungen auggruben, mehrmals fd)reienb bidht an uttg oorbeiflog.\"\nSDie feit ber Bcr\u00f6ffentlidfung ber Beobadftungen meinet Baterg unb Stauntann\u2019g gefammcltcn \u00a9rfal)rungen haben ergeben, ba\u00df bie Srutjeit beg \u00a9igrogelg ftd) nicht auf bie genannten Sionatc Befd)t\u00e4n!t. Berfd)iebene Umft\u00e4nbe f\u00f6ntten bag $ortpflangungggefd)\u00e4ft rerj\u00f6geru. Sknn bag \u00a7r\u00fcl); fahr fp\u00e4t eintritt, toenn bie ftl\u00fcffe ober B\u00e4che l\u00e4ngere Seit Vochtoaffer haben, toenn bie Seftl)\u00f6hlc ger= ft\u00f6rt tourbe u. f. to., mu\u00df ber \u00a9igrogel beffere Beiten abtoarten, nub fo tann eg gefcheheit, ba\u00df matt noch im \u00a9epfember unertoachfeue 3unge in ben Seftl)\u00f6hlen fmbet.\n\u00a93 ift nicht befannt, ba\u00df irgenb ein Staubthier bent \u00a9igrogel nadeftedt. \u00a9er ertoad)fene entgeht burd) feine Sebengtoeife rieten Berfolguitgeit, benen anbere B\u00f6gel auggefefct ftitb, unb bie Sefth\u00f6l)le ift nur in fettenen g\u00e4den fo angelegt, ba\u00df ein SMefel ober eine Skiff errat te 3U i\u00a7r Spangen kamt. Such ber Stenfd) behedigt unferen f^ifcl;er im gatigeit toenig, nicht ettoa aug \u00a9utm\u00fcthigleit ober Shierfreuublichfeit, fonbern toeil ftd) ber fd)euc \u00aeefed oor Srbermatttt in Sld)t nimmt unb feine $agb ben \u00a9onntag\u00eafch\u00fchen gu fd)toer f\u00e4dt. \u00a9er \u00c4unbige, toelcher feine @ctoohnl)eiten leimt, erlegt il)n ohne fonbertiche St\u00fche unb Joei\u00df fi<h aud) be\u00ea lebenben Bogelg gu bem\u00e4chtigen. Seiber hat eg feine \u00a9d)toierigleit, bag flotte \u00a9efch\u00f6pf an bie @efangcnfd)aft gu geto\u00f6hueit. 3\u00abng aug bent Scfte genommene \u00a9igr\u00f6gel taffen ftd) mit gleifd) unb gifd)en gro\u00df f\u00fcttern unb bann aud) l\u00e4ngere Beit am Sebcn erhalten; alt eingefangene finb ungeft\u00fcm uttb \u00e4itgftlid), Oerfchm\u00e4l)en geto\u00f6hulid) bag flutter unb flattern ftch halb gu \u00a3obe. Val man fte aber geg\u00e4l)mt unb lann man ihnen einen paffenben Slufent; halt geto\u00e4hven, fo jtnb fte toirllid) reigenb. 3m Thiergarten gu Sonbon ftttb f\u00fcr bie \u00a3\u00f6niggfifd)er uttb anbere Skffero\u00f6gel befonbere Borlehrnngen getroffen toorben. Stan hat hier einen gro\u00dfen \u00c4Sfig","page":165},{"file":"p0166.txt","language":"de","ocr_de":"166\n\u00a9te \u00a9pSper. Seichtfcpncibler. <St\u00eat>bgeT.\nerrietet, beffen \u00a9oben tpctlJoeife ein tiefes SBaffcrbeden ifr, nnb beffen \u00a9kmbungeu a\u00ef\u00efe \u00a9equemlid); fetten bieten, Joie f\u00c7ifd^er fie oerlangen. 2>tt bem \u00a9edett ioimmelt eS oon flehten $ifd)en, \u00fcber bents felbett ftitb bequeme S\u00dfarten: turg, baS \u00a9ange ift fo behaglich eingerichtet, als nur m\u00f6glid). 3m biefem \u00ae\u00e4fig beftnben fid) bie bort lebenben \u00a9iSO\u00f6gel Oortrefflid). \u00a9ie f\u00f6mten eS ^ier beinahe Joie an i^ren \u00a9\u00e4d;en treiben; ihre ^ifdperei f\u00fchren fie JoenigftenS gang in berfelbeu SBeife aus, toie in ber Freiheit. 3>d) barf Jooht behaupten, ba\u00a7 mid; biefer beutfehe Segel, beu ich h^i' gum erftenmate in ber \u00a9efangenfdhaft fah, ebenfo angegogen pat, toie irgenb ein anbereS ^h^er ber fo aufjerorbentlid; reichhaltigen \u00a9ammlung.\n3n Sttbien, auf ben malaiifdjen nnb philtppinifchen 3\u00bb fein, fotoie in Neuguinea leben \u00a9iSO\u00f6gel, bereu g\u00fc\u00a7en bie innere 3ehe fehlt, \u00e4ftau hat fte \u00a9tummeleiS\u00fc\u00f6gel (Ceyx) genannt, gew\u00f6hnlich aber nicht gu biefer Familie, fonbent gu ber \u00a9ruppe ber Siefte ober \u00a9aumeiso\u00f6gel gerechnet, Weil ihr \u00a9cpnabel am \u00a9runbe breiter ift. \u00a9ie \u00a9efammtbilbung beS SeibeS, namentlich ber furge \u00a9chtoang unb bie furgen Fl\u00fcgel, uub bie bamit gufammenh\u00e4ngenbe SebeitSJoeife laffen fte jeboep als fo nahe \u00a9ers ioanbte nuferer \u00a9iSO\u00f6gel erfcheinen, ba\u00a7 fie oon biefett nicht getrennt Werben b\u00fcrfett.\n\u00a9ine ber f\u00fcnften nnb befannteften Wirten biefer \u00a9rnppe ift ber Purpur fifth er (Ceyx tridactyla). \u00a9aS \u00a9efteber ift auf ber Oberfeite orangenfarbig, pr\u00e4chtig pfirftdjbl\u00fctproth fdji\u00dfernb; bie F\u00e4rbung ber \u00a3alS = unb \u00a9ruftfeiten gieht ans SRoftrotp in JpeHfaftanienbraun ; bie \u00fcbrige Unterfeite ift fafrangelb; bie gro\u00dfen ftl\u00fcgelbecfcu ftnb reinfcploarg, bie \u00a9chultent unb ber \u00a9orberranb bcS ftittigS faftanienbrauu, bie \u00a9chtoingen fcpjoargbraun, ihre Snnenfahnen roftbraun gef\u00e4umt, bie \u00a9feuers febern roftfarbig. \u00a9aS 5lngc ift braun, ber \u00a9cpnabel fora\u00ef\u00efenrotp, ber $ufj blafjrotp. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 5, bie \u00a9reite 8, bie ft-ittigl\u00e4nge 2\u2019A, bie \u00a9chJoattgl\u00e4nge % 3od.\nUeber bie SebenSJoeife ftnb mir nur ^erbon\u2019S Eingaben befannt. \u201e\u00a9iefer gierige \u00a9ogel\", fagt er, \u201eift oerbreitet \u00fcber gang 3>nbien un& geplon, aber nirgenbS h\u00e4ufig. \u00a9pfeS erbeutete ihn in \u00a9efatt; aber eS fdjeint, ba\u00a7 er eigentlich ein \u00c6\u00fcften\u00fcogel ift. 9tocp h\u00e4ufiger als in ^rtbicit ift er auf beu ntalaiifchen Snfeln. \u00a9r frifjt atiSfcplieflicp Heine \u00a7ifd;e unb \u00a9\u00dfaffertpiere.\"\n\u00a9ie \u00a9iojjfifcper (Ceryle) beJoeifen Joieberum, bafj bie SebenStoeife eines \u00a9efd;\u00f6pfeS ftetS int engften 3ufamntenhang fleht mit feiner \u00a9eftaltung. \u00a9ie unterfcheiben fiep oon beu ^\u00f6nigSfifcheru pauptf\u00e4djlicp burd; ben \u00a9au ber Fl\u00fcgel unb beS \u00a9djioangeS. \u00a9rftere ftnb bebeuteub l\u00e4nger unb fpiper als bei ben \u00df\u00f6nigSftfcpern, \u2014 benn bie gtoeite \u00a9chwinge ift faft ebenfo lang, als bie britte, \u2014 leptere ift giemlich laug uub oerp\u00e4ltnifim\u00e4jgig breit: bie ^lugJoerfgeugc ftnb alfo Weit mehr entloidelt als bei jenen, \u00a9er \u00a9chnabel ift lang, gerabe, fpipig uub feitlicp gufammengebr\u00fcdt. \u00a9aS \u00a9efrebet ift nod) bicht unb glatt anliegeub, aber nicht mehr pr\u00e4chtig gef\u00e4rbt, ja faft glangloS, unb je nach beut \u00a9efcplecpt mehr ober weniger oerfepieben. \u00a9ie \u00a9nippe \u2014 benn matt hot auch bie \u00a9toffifdjer in mehrere \u00a9ippett gertheilt \u2014 ift nantentlid) in Slmerifa gahlreicp oertretcit, fehlt aber auch in Slfrifa unb Elften nicht ; ja, ein \u00a9titglieb berfelbeu ift Joieberholt in \u00a9uropa oorgefemmen unb hat beShalb hier \u00a9iirgers recht erlangt, \u00a9ie umfa\u00dft bie ft\u00e4rfften, geJoanbteften unb bcmgufolge aud; bie raubgierigen 2J\u00eeit; glieber ber Familie: bie \u201e\u00c7ifcpftger\", Joie JoeuigftenS einige oon ihnen \u00a9abaniS genannt hat.\n\u00a9aS Sftitglieb, JoelcpeS uttS gun\u00e4chft angeht, ift ber \u00a9raufifdyer (Ceryle rudis), berfelbe, welcher fiep Oon \u00a9gppten uub \u00a9prien aus Joieberholt nach \u00a9uropa oerflogett hat. \u00a9eine F\u00e4rbung ift eine fe^r befepeibette. \u00a9aS \u00a9efteber ber Oberfeite ift fd;Joarg unb weif; gefchedt, baS ber untern bis","page":166},{"file":"p0166s0001table3.txt","language":"de","ocr_de":"(\u00dfraufifdjcr","page":0},{"file":"p0167.txt","language":"de","ocr_de":"Purpur; unb \u00a9raufifdfjer.\n167\nauf ein ober gWei fdjWarge Vruftb\u00e4itber unb einige bunfle \u00a9eitenfledfe retnix>ei\u00a7 ; bei* Dbetfopf ift faft fd)Warg, ein B\u00fcge\u00effiveif\u00e9n reinfchWarg, ein Slugenbrauenftrcifen fd)Warg unb Weif gefchedtt; bie Weifen \u00a9d)Wangfebern ftttb vor bev \u00a9pi^e mit einem fd)Wargeit Vattb burdjgogen. 2)ag S\u00efuge ift bunfelbraun, bev \u00a9d)ttabel fd)Warg, ber $ttf braun. 2)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 10, bie Vreite 18, bie f^ittig-l\u00e4nge 5, bie \u00a9d)Wangl\u00e4nge 3 3o\u00ef\u00ef. \u00a3)ag 2Beibdjen unterfd;eibet fid) baburd) untr\u00fcglich vom 9Ji\u00e4nnd)en, baft cg nur ein fdjwargeg Vruftbanb beftfct, W\u00e4ljrenb jerteg bereit gWci geigt, SDiefe Ver; fdjiebenheit bat \u00a9Waittfott veranla\u00df t, bie beiben \u00a9efd)led)ter alg gWei verfdjiebene 2lrtcn gu befd^reiben; Steidjeitbad) ift in benfelbctt Srrtljum Verfallen; -\u00eepartlaub hingegen hot bie 2Bat)r\u00efjeit erfannt.\n\u00a3)er \u00a9rauftfdjer ift Weit Verbreitet. \u00a9r finbet fid) in faft allen S\u00e4nbcrit Slfribag, in \u00a9prien, ^al\u00e4fiina, Werften unb Wahrfdjcinlid) and) in $nbien; b\u00e9nit eg ift fe\u00efjr fraglich, ob ber bort Wol)nenbe \u00a9tofftfdjer Wivflid) von bent \u00a9ranfifdjer getrennt tverben barf, tvie eingelne ^orfd^er eg get^an hoben. 3>n \u00a9uropa ift er, tvie bcmcrlt, Wieberhott beobachtet tverben, fo viel idj weif, aber nur in \u00a9riechen; lanb unb in Dalmatien. Vktl)rfd)einlid) bonintt er viel \u00f6fter hier vor, alg man big jept angenommen hat. 3n ben S\u00fcll\u00e4nbern ift er gemein unb beghalb mir burd) eigene 5lnfd)auung bebannt getvorben.\n3<h erinnere mid) nod) recht tvol)l ber Ueberrafd)ung, tvelche mir biefer Vogel bereitete, alg id) taunt ben $uf auf afrifauifd)en Voben gefegt hotte. \u00a9d)on auf bent SJtahmuhbiefanal, tveld)er 2lleranbrien mit bem \u00fcTcil verbinbet, hotte id) tviebevholt einen gro\u00dfen 95ogel, nach 2lrt beg $huvm; falten riittetnb, in ber Stift fdjwcbett ober auf ben \u00a9taugen ber Sch\u00f6pfeimer fitzen fe^en, ohne mir erbl\u00e4rett gu b\u00f6nnett, tveld)er 2lrt berfelbe angeh\u00f6ren m\u00f6ge, \u00a9in gl\u00fccklicher \u00a9d)itf belehrte mich hiev\u00ae \u00fcber, unb mit ivahrem ^vchlocben betrachtete ich ben erbeuteten \u00a9rauftfeher, tveld)er bantalg in meinen Slugctt eine gro\u00dfe \u00a9eltenhcit tvar. $)iefe 9Inftd)t \u00e4nberte ftch fel)r halb; beim bie n\u00e4d)ftfolgenbeit \u00a3age fdhon \u00fcbergeugten mid), ba\u00df ber \u00a9ranftfdjer, tventt auch uid)t gu ben h\u00e4uftgften V\u00f6geln beg Sanbeg, fo bod) gu benen geh\u00f6rt, Welche man \u00fcberall unb gu jeher 3eit gu fel)en beTommt uttb ohne 3Ji\u00fcl)e in beliebiger 2lngal)l erlegen bann.\n\u00a9etv\u00f6hnlich ficht man biefeit \u00a9igvogel auf ben erm\u00e4hnten \u00a9tangen ber Sch\u00f6pfeimer ft^en, feine Wei\u00dfe Vritft bem \u00a9trome gugefehrt. \u00a9tcht eine ^Saline ober 9Jtimofe unmittelbar am \u00fcdilufer unb ift einer ihrer 3tocige Sum Shiffifcen geeignet, fo nimmt er aud) h^ev feinen \u00a9tanb, unb ebenfo gern l\u00e4\u00dft er ftch ouf bem ipolgWerb ber \u00a9dp\u00f6pfr\u00e4ber nieber, lveld)e bnrd) Ochfen bewegt werben unb bie allen d\u00eeeifettben Wot)lbebannte, verW\u00fcnfd)te \u201e9iitmufib\" hervorbringen. S)er \u00a9rauftfd)er tl)eilt-bie \u00a9cheu feineg gierlid)en Vetterg nid)t. \u00a9r f\u00fchlt fid) ftd)er in feiner feint\u00e2t: er Weif, ba\u00df er betn \u00a9gppter trauen barf unb von ihm Sftidjtg gu f\u00fcrchten hot. SDer 93ogel hot \u00e4ftaitdjeg in feinem d\u00dfefen, Wcld)eg ben Neuling \u00fcberrafcht; bog Ueberrafd)cnbfte aber ift hoch feine Vertrautheit mit beut SBefen beg 2Jtenfd)en. Unmittelbar \u00fcber bem Knaben, Welcher bie bag @d)\u00f6pfrab bewegenben Dtinber mit ber Veitfd)e antreibt, unb bud)ft\u00e4blid) im ^Bereiche ber \u00a9eifei, ftpt er fo ruhig, alg ob er Von bem gebachten Knaben geg\u00e4hmt unb abgerichtet W\u00e4re unb in ihm feinen \u00a9ebieter unb Vcfch\u00fcber gu erblicken h\u00f6be; neben unb \u00fcber ben Wafferfd)\u00f6pfettben V\u00dfeibern fliegt er fo bid)t vorbei, ba\u00df eg augfieht, olg Wolle er biefe vom \u00a9trome vertreiben, \u00a9egen bie @eWot)nt)cit unfereg \u00a9igvogelg ift er ein umg\u00e4nglicher, Vertr\u00e4glicher Vogel, b. h- Wenig futterneibifch, vielmehr fehr gefeHig. SDag V\u00f6rdjen l)\u00e4lt treuinnig gufammen, unb Wo ber eine ftfct, pflegt aud) ber attbere gu rafteit. \u00a9eW\u00f6hnlich ftel)t mau bie beiben \u00a9atten bid)t neben einanber, auf einem unb bemfelbeu ?lfte, auf einem uttb bcntfelben Vaumftamtne lauerub:\u2014holte \u00a9 waittfott \u00a9gppten bereift, er w\u00fcrbe gu feiner Ucberrafd)ttng erfahren hoben, ba\u00df feine Ceryle bicincta ber Ceryle rudis ade bie Siebegbienfte erWeift, Welche ein redjtfchaffiter \u00a9attc feiner red)tm\u00e4\u00dfigen \u00a9attin \u00fcberhaupt erWeifett bann; betttt er h\u00e4tte ohne \u00a9d)Wierigfeit fo nahe an bie V\u00f6gel hevongeljen l\u00f6ttnen, baf ihm bie SJterbmale betber unterfd)eibbar geWefen W\u00e4ren.\n\u00a9einen $ifd)fang betreibt uttfer Vogel regelm\u00e4\u00dfig fo, Wie ber ^\u00f6niggftfd)cr, Wenn beffett gew\u00f6hn; liehe f\u00fcnfte nicht mehr augreidfjen Wollen, mit attbertt ^Sorten, nicht vom hohen \u00a9i|e aug, fonbern, inbem er ftch r\u00fcttelnb \u00fcber bem SBaffer erh\u00e4lt unb aug fold)er ^)\u00f6l)e ftd) in baffelbe l)inabft\u00fcrgt. Sf)ev","page":167},{"file":"p0168.txt","language":"de","ocr_de":"168\n5Dte \u00a9p\u00e4per. Setcptfdfjn\u00e4bler. \u00a9i\u00eatoogel. \u00eeiefte.\nf\u00fflug ift toon bem be\u00e9 \u00a9i\u00eatoogel\u00ea ganoid) toerfdpieben. \u00a9ie $\u00ef\u00fcgel merbett gmar aud) nocp rafdp, aber bocp nid)t \u201efdjnurrenb\" betoegt, uub man fann bte einzelnen \u00a9erl\u00e4ge nod) fepr mopl unterfepeiben. \u00a9emgetu\u00e4\u00df ift ber f\u00c7\u00efug gmar nid)t fo rei\u00dfenb, mie beim S\u00f6nigSfifcpcr, aber toie\u00ef gemanbter, b. p. gr\u00f6\u00dferer 9lbmedj\u00ealung fapig. \u00a9er \u00a9i\u00e9\u00fcogel fdjie\u00dft bapiit mie ein abgefdjoffetter \u00a9eigen, ber @rauft[d>er f\u00fcegt faft mie ein f\u00c7al\u00ef, fdjmenft unb menbet ftd) nad) belieben, palt ftd) r\u00fctte\u00efnb minutenlang feft, giept eine \u00a9treefe meiter, menu er m\u00e4prenb [eine\u00f6 \u00a9tidfte^en\u00ea feine \u00a9cute bemerfte, unb beginnt bort toon neuem gu r\u00fctteln, \u00a9eint Angriff auf bie \u00a9eute legt er bie Ringel fitapp an ben Seib unb fturgt nun in etmaS fd)iefer dticptung pfeilfdjited in3 SBaffer, toerfdjmiitbet unter ben 2Beden uub arbeitet fiep nad) einiger $dt mit fr\u00e4ftigen ft-l\u00fcgelfcpl\u00e4gen mieber empor. ^Scarfon fagt toon bem inbifcpcit, ba\u00df er fo lange unter bem S\u00dfaffer bliebe, bi\u00e9 bie unter feinem \u00a9turg erregten \u00a9kfferrittge ftd) gegl\u00e4ttet patten; Serb ou begmeifelt biefe Eingabe, unb id) mu\u00df Serbott tooHft\u00e4nbig dtedpt geben: beim idp glaube uid)t, ba\u00df ber \u00a9to\u00dffifeper jemals l\u00e4nger al\u00ea funfgepn bi\u00ea gmangig \u00a9efunben unter bem \u00a9kffer toermeilt. \u00a9ar nidpt feiten fdjie\u00dft biefer \u00fcbrigens auep m\u00e4prenb feine\u00ea glttge\u00ea, alfo unter einem fepr geringen \u00a9Mnfe\u00ef in\u00ea \u00a9kffer unb erpebt ftdp bann fo fdjned mieber, ba\u00df e\u00a7 au\u00e9ftept, al\u00ea ob er toon bem \u00a9piegel abgeprallt m\u00e4re. Serb on bepauptet, ba\u00df er niemals einen gefepeu pabe, meldper opne\u00a9eute au\u00ea bem \u00a9kffer gefontmen fei; id) meinestpeil\u00e9 barf toerftd)ern, ba\u00df \u00a9ie\u00e9 bocp fepr oft gefd)iept. (\u00a73 ift maprfcpeinlicp uub aud) fepr erfl\u00e4rlid), ba\u00df ber \u00a9raufifdjer gefd)idter ift, al\u00ea nufer \u00a9i\u00eatoogel; bemungeaeptet feplt er oft: benn auep er t\u00e4ufd)t ftd) \u00fcber bie \u00a9iefe, in mcld)cr ein toon ipnt gefepetter $ifdj bapinfd)mimmt. \u00a9kr er int flange gl\u00fccflicp, fo fliegt er fofort feinem gem\u00f6pttlidjen \u00a9iporte gu unb toerfd)Iingt pier bie gemaepte \u00a9eute, oft erft, nadjbem er fte mieberpolt gegen ben \u00a9ft gcfd)lagen, mie \u00a9ie\u00ea anbere feiner \u00a9ermanbtfd)aft gu tpun pflegen, \u00a9knn er nid)t gunt Sage\u00ab au\u00e9fliegt, ftreid)t er mit gleidjm\u00e4\u00dfigem ^l\u00fcgelfdjlag giemlid) niebrig \u00fcber bem \u00a9kffer meg, m\u00f6glicpft in geraber Sittie einem gmeiten \u00a9iporte gu, in beffett SR\u00e4pe er ftd) pl\u00f6plidj auf fdpmingt. lieber \u00a9\u00e2g\u00e9 ift er gem\u00f6pitlid) ftid, gegen \u00a9benb mirb er lebenbiger, geigt fogar eine gemiffe \u00a9piellitft, uub bann toernimmt mau auep oft feine \u00a9timme, einen lauten, fdjridenben, oft mieberpolten \u00a9d)rei, beit idj mit \u00a9uepftaben nidpt aulbr\u00fccfen fann.\n\u00a9ei popetn 9\u00a9lftanbe fiept fid) ber \u00a9to\u00dffifeper geu\u00f6tpigt, feinen geliebten \u00a9trorn gu toerlaffen; beim ba\u00ea \u00a9kffer beffelbett pflegt bann fo tr\u00fcbe gu fein, ba\u00df er feinen ftifdp ntepr maprnepmen fann. \u00a9ie toielcn Kan\u00e4le \u00a9gppteit\u00ea gem\u00e4pren ipm \u00fcbrigeu\u00ea unter foldjen Umft\u00e4nben gen\u00fcgenben \u00a9rfap. Sn ipnen ift ba\u00ea \u00a9kffer fd)on einigerma\u00dfen gefl\u00e4vt unb ber f^ifdp^ug bemgent\u00e4\u00df fo ergiebig, mie fonft irgenbmo. ipierau\u00ea erfl\u00e4re idp mir aud), ba\u00df ber \u00a9ogel in bem fanalreidpen \u00a9elta toiel p\u00e4uftger ift al\u00e9 in Oberegpptcn ober in dhtbiett, mo er ftd) mepr ober meniger auf ben \u00a9trem bcfd)r\u00e4ttfeit mu\u00df. \u00a9urd) bie neuefteit \u00a9tittpeilungen \u00a9riftram\u2019\u00ea erfaprett mir, ba\u00df ber \u00a9raufifdjer aud) an ben \u00a9ecfiiften gefepett mirb unb gmar gu \u00a9upenben \u201ectma ein punbert \u00a9den toont Sknbe \u00fcber bem SBaffer r\u00fcttclnb\". Sn ben \u00fcdlouateit \u00fcdotoember unb \u00a9egember fap ipn genannter ^orfeper in \u201eunfdp\u00e4pbarer \u00a9ttgapl\" lang\u00e9 ber Stifte 5\u00dfal\u00e4ftinag, halb ftfdjenb, halb\u00ab auf ben Reifen ftpenb.\n\u00a9ie \u00a9rutgeit beginnt in \u00a9gppten, menu ber dtil ann\u00e4pernb feilten tiefften \u00a9taub erreidpt pat, alfo im \u00a9t\u00e4rg ober im \u00a9pril. \u00a9baut\u00bb pat Hefter im \u00a9egember gefttnben, maprfd)cinlid) an einer Oertlid)feit, auf meldje ber \u00a9ilftanb meitig \u00a9influ\u00df ge\u00fcbt pat. S$ pabe nur einmal ein \u00a9t erpalten, meldpe\u00e9 mir al\u00ea ba\u00ea unfere\u00e9 \u00a9ogel\u00ea begeid)itet m\u00fcrbe, begme'ifle jept aber, nad)bem idp \u00a9riftr ant\u2019\u00ea \u00a9lit; tpei\u00efuttgen gclefen pabe, bie \u00a9cptpeit beffelben. \u00a3epfgenannter $orfdjer beobadjtete, ba\u00df ber \u00a9rau^ fifdjer in ^\u00dfal\u00e4ftina f\u00f6rmlid)e \u00a9rutanftcbeluugen bilbet. \u00a9itte biefer \u00a9icbeluitgen befanb ftd) in einer fteiteu \u00a9rbmattb an ber 3Ji\u00fcnbung be\u00ea \u00a9\u00eeubamarap ; \u00a9adje\u00e9 in ben \u00a9ee \u00a9enegaretp. \u00a9ie \u00a9ing\u00e2nge gu ben Kopien maren mtr etma toier 3\u00b0^ \u00abber bem \u00a9kfferfpiegel eingegraben uub fonnten blo\u00ea fd)mimmetib erreidpt toerben. Sebe 9t\u00f6pre f\u00fcprte etma 3V4 $u\u00df in bie \u00a9iefe uub ermeiterte ftd) feitlid) gu einer einfadjen ^\u00f6plung. S\u00ab feiner eittgigen fattbett ftdp $ifd)gr\u00e2teu gmifd)en ben \u00a9iern, mopl aber bemerfte man, menu ba\u00ea ideft S\u00ab\u00abgs eutpielt, einen toermefenbeu Raufen toon ^ifcpfnod)en unb Uitratp in ipm. \u00a9in att\u00ea \u00a9ra\u00e9 unb Ut'tfraut beftepeuber Raufen biente al\u00e9 ^eftunterlage. \u00a9art;","page":168},{"file":"p0169.txt","language":"de","ocr_de":"(Sraufifd^cr.\n169\nle11 nahm ant 28. 2l\u00dfril tier unb beg\u00fcglid; fedE)3 (Stev au\u00ea gtoei Heftern; dri\u00dfram fanb, at\u00f6 er am 22. dftai biefelbe \u00a9iebelung befud\u00dfe, eine gfo\u00dfe dftenge au\u00eageftogener jungen, oiete nod; nid;t au\u00ea; getr\u00e4ufene in beit #\u00f6\u00a7len, aber aud; nod; f\u00fcnf \u00fcfte\u00dfer mit frife\u00dfen Qriern, barunter ein\u00ea in einer \u00a3ot;le, ait\u00ea ireld;er Sarttett fd;on ein \u00a9elege entnommen hatte. die g\u00f6nn ber \u00a9ier ift oerfdE\u00dfeben: bie mei\u00dfelt ftnb eirunb, riete aber fe^r l\u00e4nglid^. lieber bie $arbe fagt dri\u00dfram SUd\u00dfg, nnb id; mu\u00df be\u00ea^a\u00efb trohl anne^men, ba\u00df fte ein reine\u00bb S\u00dfei\u00df ift, obgleid; id; mid; erinnere, ba\u00df ba\u00ea eine, treld;e3 mir a\u00ef\u00ea \u00a9rau\u00dffdjerei begegnet m\u00fcrbe, auf lichtem \u00a9runbe buntler getr\u00f6ltt trat*.\n2lu\u00ea einer .Sp\u00f6hte, ireld;e X rift ram unter fudE) te, tant eine Platte mit fech\u00a7 jungen hevoorgeft\u00fcrgt. die mitten fa\u00dfen tr\u00e4hrenb bc\u00ea itjncn uiterto\u00fcn\u00dfhten S3efud^e^ auf ben Oleanberb\u00fcfd;en am Ufer ober flogen \u00e4ttg\u00dflidf; auf unb nieber unb fd;ricn tt\u00e4glid).\n2Beld;e f\u00c7einbe ber \u00a9rau\u00df\u00dfher au\u00dfer bem reifenbett unb too m\u00f6glid; jebc\u00eb dl;ier oentid;tenben \u00a9ngl\u00e4nbet* hat, oermag id; nidbjt gu fagen. 3d; \u00c7tfee nie gefe^en, ba\u00df ein d\u00eeauboogel einen Angriff auf ihn gemalt h\u00e4tte nnb tenue teilt attbere\u00ea 9taubtl)ier, treldE;e3 ihm gef\u00e4^rlid; trerben tonnte.\n* *\n*\n3ln bie \u00a9i\u00eaobgel fd;lic\u00dfen fid; bie Sie fte (Halcyones) an unb gtrar fo innig, ba\u00df bie meiften \u00dcfiaturforfdjer in ihnen nur eine Unterfamilie ober .Sporte ooit jenen fet;en. die Siefte geigen jebod; bei forgf\u00e4ltiger Pr\u00fcfung fo oiel \u00a9igentl;\u00fcmlid;e3, ba\u00df man ihnen eine fe\u00efbftanbige \u00a9tc\u00ef\u00efung trohl gugefte^en barf. Son ben \u00a9i\u00e4o\u00f6getn unter\u00dfheiben fte ftc\u00a3) auf ben erften Slid burd; bie ntet;r ent; nudelten, bei eingelnen fogar fe^r au\u00eagebilbeten S\u00dfugtoerfgeuge. 2lud; ift ber \u00a9djnabel, melier bem ter \u00a9t\u00e9o\u00f4gel im gangen fehl* \u00e4hnelt, regelm\u00e4\u00dfig oiel breiter al3 bei jenem, unb bie ft\u00fc\u00dfe pflegen ft\u00e4rter unb Vorl\u00e4ufiger gu fein. da\u00e9> \u00a9e\u00dfeber i\u00df: loderer unb beft^t nid;t bie fette \u00a9l\u00e4tte, trie ba3 ber \u00a9i\u00ebo\u00f4gel, prangt \u00fcbrigen^ ebenfalls in lebhaften f\u00e4rben : ehtgelne 9lrtcn geh\u00f6ren gu ben pr\u00e4d\u00dfigfteu aller S\u00f6gel. S3eun man trill, barf man bie Siefte al\u00ea Serbinbung\u00eaglieber betrad;ten gtri\u00dfhen ben \u00a9i3; unb Sarto\u00f6geln: \u00dfe haben ooit ben einen fa\u00df ebeufooiel trie ooit ben anbern.\nSlfrita, \u00a9tiba\u00dfen unb Sluftralien nebft ben gtrifd;en biefen beiben \u00a9rbtljeilen gelegenen \u00a9ilanben \u00dfnb bie feint\u00e2t ber gal\u00df; unb geftaltem*eid^en \u00a9tuppe. 3>n SCmerita unb \u00a9uropa fehlen \u00dfe g\u00e4nglid;. (Sie \u00dfnb mehr ober treniger S\u00dfalbo\u00f6gel, unb nur bie trenig\u00dfen betuitben eine Vorliebe f\u00fcr ba\u00ea Staffer, \u00a9ingelne f ollen gtrar mehr ober toeniger nad; 2ltt ber \u00a9iio\u00f6gel \u00dffdjen; bie dJlc\u00dft-gaVl aber fornrnt him \u00dfd\u00dflid; ber Seben\u00eatreife eher mit ben Sarto\u00f6geln \u00fcbereilt. Siele Elften haben fid; oont SBaffer g\u00e4nglid; unabh\u00e4ngig gemalt unb beleben bie troden\u00dfeit \u00a9egenben, oorauggefej\u00df, ba\u00df \u00dfe nid;t baumlos \u00dfnb ; benn S\u00e4ume fdjeiuen gu ihrem S\u00dfohlbe\u00dfnben unumg\u00e4nglich nothtrenbig gu fein.\n\u00a9ntfpred;enb ben trohl enttridelten glugtrevtgeugen \u00dfnb bie Ste\u00dfe oiel betoegung\u00eaf\u00e2higere \u00a9efch\u00f6\u00dffe, al\u00ea bie \u00a9i\u00eaoogel; \u00dfe \u00fcbertre\u00dfen felbft bie \u00dfugbegabteften unter biefen burd; bie Seidbtigteit, 3ierlidE)teit unb \u00a9ctoaubtheit iljre\u00ea f^Iuge\u00ea, toeld;er an ben ber \u00a9ienenfreffer erinnert. 35on einem erhabenen \u00a9ibpuntte au^ iiberfdEjauen \u00dfe bie Umgebung mit aufnterlfanten SBliden, \u00dfiegen, fobalb \u00dfe eine Seule erfp\u00e4heit, auf biefe gu ober ihr nad; unb tcl)rcn toieber gu bem alten <Sihorte gur\u00fcd. 2luf bem Soben \u00dfnb \u00dfe frenib; fie f\u00f6ttnen ebenfo toenig gehen, Joie ihre SerJoanbten. ber ^ertigfeit, ba\u00ea Staffer au\u00eagubeuteu, \u00dfel;en \u00dfe biefen toeit nadE>: mir ift e\u00ea fogar ioahrfd;einlid;, ba\u00df blo\u00ea einzelne unb aucE) biefe nur aulnahm\u00eaJoeife ^ifche ober anbere SBafferthiere au\u00ea bem SBaffer felbft herauf holen. S)ie \u00a9timine ift taut unb eigettth\u00fcmlich, ba\u00ea Jffiie l\u00e4\u00dft \u00dfc\u00df fdEiJoer mit Porten au\u00eabriidctt. lieber bie geiftigen ft\u00e4higfeiten trage ich ein allgemeine^ Urt^eil nid;t gu f\u00e4CEeit. diejenigen Wirten, Joeld;e id; im Sebcn beobad\u00dfen tonnte, fd\u00dfeiten mir in biefer ^)in\u00dfd;t loenig begabt gu fein: \u00dfe geigten eine Ser; trauen\u00eafetigteit unb eine \u00a9d\u00dfoerf\u00e4lligfeit, toeldEje nid;t auf gro\u00dfe Ser\u00dfanbeltr\u00e4fte fdE\u00dfie\u00dfen lie\u00dfen; idE) mu\u00df dem jebodE) hiuguf\u00fcgen, ba\u00df id; auch Ausnahmen fennen gelernt hcibe.\ndie \u00dfcahrung ber \u00a9efammtheit befiehl au\u00ea ^erbthieren aller 5lrt, oorgug\u00ealoeife au\u00ea ^eufd^reden unb gro\u00dfen K\u00e4fern; bie ft\u00e4vteren 5lrten ber Familie oergveifeit \u00dfd; aber attd; an Krabben unb fleinctt","page":169},{"file":"p0170.txt","language":"de","ocr_de":"170\n\u00aeie (Sp\u00e4ter. Setdjtfd)n\u00e4bfet\\ Siefie.\n3BirBcIt^tercn aller klaffen, \u00a9inline finb geartet wegen il)rer 33erfofgtittg bev \u00a9drangen; attbere fielen in bem \u00dctufe, arge 9iefipf\u00fcnberer 511 fein. 2ln fftaubfuft fomnten fte beu \u00a9i\u00eao\u00ebge\u00efn ootf; ft\u00e4nbig gfeid).\nOa\u00a7 Fortpffangung3gefd)\u00e4ft uatevfd^eibet bie Sieftc ebenfalls Von iprett 33ermaubten, Oie meiften 2lrtcn br\u00fcten in 33aumf)\u00ebf)feit, einzelne in nat\u00fcrfid)eu \u00a9rb; ober \u00a9teiup\u00ebpfcn, unb alle bauen ein mepr ober metiiger oo\u00dcfommeneS 9\u00eecft. OaS \u00a9efege fdjciut nid)t befonber\u00bb gaf)freid() 31t [citt. Oie \u00a9er finb retumcifi unb gf\u00e4ngettb, mie bte ber \u00a9iso\u00ebgcf.\nOie Siefte ertragen bie @efangenfd)aft Icid>t unb bauernb, iveil fte fid) halb an ein paffenbe\u00bb \u00a9vfapfutter gem\u00ebptten \u00efaffen. \u00cf\u00cfRait faun fagett, ba\u00a7 bie \u00a9efaitgeiteu utepr auffa\u00ef\u00efcnb als angiepenb finb, barf bann aber nid)t toergeffen, ba\u00a7 and) fte eine innige ftreuttbfdjaft mit ben \u00e4ftenfepen eingepeti unb bapitt gebrad)t merbeit \u00ef\u00ebnncit, iprem \u00a9ebictcr mit gr\u00f6\u00dfter SiebenSmiirbigbeit cutgegengubommcn unb eine manne 3^rtlid;feit f\u00fcr iptt au ben \u00efag gu fegen.\nOie 33 a unifie fte (Halcyon) benugekpnen fid) burd) fangen, gerabeit unb breiten \u00a9d)uabcf, meldjer ftd) bei einigen etmaS aufm\u00e4rtS biegt, b\u00fcrge, aber nid)t af\u00ef^ufdf;\u00ef\u00fcv\u00efcb\u00eficT;e ft\u00fcfjc, mitteffange, abgerunbete \u00c7fitgef, in benen bie britte \u00a9dringe bie f\u00e4ngfte ift, bte rierte unb f\u00fcnfte aber nur menig \u00fcberragt, unb einen oerp\u00e4ftnijgnt\u00e4fiig b\u00fcrgen, gerunbeteit \u00a9cpmaitg.\nOer 33aumfieft (Halcyon rufiventris) ift auf ber Oberfeite fepmarg, auf ber Unterfeite haftauienbraun ; ber $opf, \u00abfpalSr\u00fcdeu unb bie jpa\u00efsfeitcn ftnb afd)grau, ber ipinterr\u00fcden, bie \u00a9d)maitgbedfebern unb ber \u00a9d)mang, fcloie ein gro\u00dfer gfed auf beu \u00c7\u00ef\u00fcge\u00efn gf\u00e4ttgenb fpangriin; bie $epfe ift reinmeifi, bie 33ruft fdpntugig meifg/, ein 3\u00fcgelftreifcit fdpmarg. 33on unten gefepen, ift ber Fl\u00fcgel rot-braun, fobann meijg quergeftreift, gegen bie \u00a9pi^e ber \u00a9dringen fepmarg. Oiefefbe Farbe geigt aud) ber \u00a9cpmang 001t unten. OaS 2luge ift braun, ber \u00a9d)nabcf unb bie F\u00fcfje ftnb rotp. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 872, bie ^ittigf\u00e4uge 372, bie \u00a9d)mangf\u00e4nge 272 3oH-\nSRatt pat biefeit 33ogel in SBeftafriba entbedt, fp\u00e4ter aber and) auf beu Smfefn beS gr\u00fcnen 33er; gcbirgeS unb burd) gang \u00cf\u00cfRittcfafriba bis nad) 2lbifftnien pin attfgefunben. 3*1) bin ipttt oft in ben 3\u00df\u00e4lbern beS Oft ; \u00a9ubabyn\u00ea begegnet.\n\u00a9ooiel idp midp erinnere, pabe id; ben foitberbareit \u00a9efelfeu immer nur eingelit gefehlt, gumeifen aber f)\u00e4tifig and; innerhalb eitteS UntbreifeS 001t geringem Oitrcpmcffer. 3n ber Siegel mar er in ben Ffufiitieberungcn gaplrcid)er als in ben \u00e4rmeren SB\u00e4lbern ber \u00a9teppe; m\u00e4prenb ber Slegengeit aber boitnte man if)n aud) pier \u00fcberall bemerbett. 3u gemiffeit 3c^cri fap x<\u00a7 beinen eingigeit, unb beSpafb barf id; annepmett, bafj er \u00a9trid)Oogel ift, mefd)er m\u00f6gfieper SBeife gar n,id)t im \u00a9ubapn br\u00fctet, foitbcrn pier nur als 33efud)enber erfdpeint, bei reid)\u00efid)cr \u00fcftaprung maufert unb bann mieber feines SSegeS giept. SD^itte \u00a9cptemberS maren affe, mefd)e id) erlegte, in oeffer SDRaitfer.\n3m 33etragen gfeid)t ber 33aumlieft ben 33icnenfreffent unb Fliegenf\u00e4ngern, \u00a9r fliegt m\u00e4()renb beS gangen \u00a3agS oon einem 21 fte ab unb fo fange auf ipn mieber guriid, af\u00ea er oott biefer 35?arte au\u00bb 33eute mad)t unb uid)t geft\u00f6rt mirb. Ood) begr\u00fcnbet ftep biefe 33eb)arrficf)bcit burd)au\u00ea uid)t auf Unf\u00e4t)igbeit, fottbern nur auf \u00efr\u00e2g^eit unb \u00a9feidpgiftigbeit. 33or bem 9)ieitfd)cit geigt er nid)t bie geringfte \u00a9d)cu. \u00a9r betrachtet ben \u00a9urop\u00e4er, mefdper ben meiften \u00fcbrigen 33\u00f6gefn fepr auff\u00e4dt, mit ber gr\u00f6\u00dften \u00a9eefeitru^e unb bann be\u00eaf)a\u00efb opite jegfid)e 2fnftrenguitg 0011t 33aume perabgefdfjoffen merbeit. \u00a9efbft menu er gefehlt m\u00fcrbe, \u00e4nbert er fein 33etragen nidpt, er fliegt bann f)\u00f6d)fteu\u00a7 auf beit it\u00e4d)ften 33aunt unb f\u00e4fjt ftd) bort mieber nieber. Oie 37apruitg fepeint faft au\u00eafcp\u00efief\u00ea\u00efid) au\u00ea \u00a7eufd)reden gu beftepen; gu gemiffen 3e\u00eeieu menigften\u00ea bilben biefe $erfe ftd)erfidp feine alleinige Sprung. Oodf) ad)tet er aud) ber $\u00e4fer, mefd)e bie bf\u00fcpenben \u00e4Jtimofen umfdfimirren,","page":170},{"file":"p0171.txt","language":"de","ocr_de":"23aum= unb 2\u00a3albliefi.\n171\nunb oerfudjt ftd) 3utoeilen ebenfo an \u00a9cpmetterlingen, toelcpe an ipm Ooriibergautetn. 33olle fanb in bem tropfe cine\u00ea Vertoanbten ein \u00a9t\u00fcd non einer \u00a9ibecpfe, nnb e\u00ea l\u00e2fjt ftd; baper annepmeu, baft aucp unfer Vogel auf beravtige\u00ea VMIb Sagb macpt.\nlieber ba\u00ea Vrutgefcp\u00e4ft tpcilt Verreaur \u00a9inige\u00ea mit. \u00a9eine ^Beobachtungen beziehen fid; 3toar ebenfalls auf einen Vertoanbten; SXe\u00c7n\u00efid^c\u00e8 irirb aber auch tocpl f\u00fcr nufere Slrt \u00a9iltigleit haben. Oie 33rutgeit f\u00e4llt in ben Oftober unb StoOcmber. Oa\u00ea Dceft fiept in Vauml\u00f6djcrn unb cutp\u00e4lt brei fugelrunbe, gl\u00e4ttgenb toeife \u00a9ier. Veibe \u00a9efd;lccpter br\u00fcten abioecpfclnb; trenn aber bie 3un9en au\u00eagelrocpen frnb, fepeint ba\u00ea 2Dt\u00e4nnd;en allein f\u00fcr \u00a9rn\u00e4prung ber Familie \u00a7u forgen.\n\u00a9inc anbere \u00a9ippe pat man unter bem tarnen Todirhamphus oon ben Oorigcn unterfd>icbcn, toeil ipr \u00a9cpnabel fiirjer unb breiter, audj {tarier aufio\u00e2rt\u00ea gebogen, ber f^\u00ef\u00fcgel aber l\u00e4nger ift, ba in ipm bie gtoeite \u00a9eptoinge ber britteu an S\u00e4nge faft gleidjfonnnt. Oie \u00a9nippe oerbreitet fiep paupt: f\u00e4cpiid) \u00fcber Oc\u00e9anien, b. p. \u00fcber Slufiralien unb bie gro\u00dfen f\u00fcbafiatifd;en \u00a9ilattbe. Sn Snbiett fommen nur toenige SIrten oor.\nScp erto\u00e4ple eine jaoanifcpe Slrt, ben 233 alb li e f\u00ee (Todirhamphus chlorocephalus) jur Vefprecpung f\u00fcr un\u00ea au\u00ea, toeil ioir, Oanl beit Vecbad;tungen Vernfteiu\u2019\u00ea, \u00fcber bie Seben\u00eatoeifc unterrkptet frnb. Oer 93ogel gep\u00f6rt 31t ben einfad; gef\u00e4rbten Slrten feiner \u00a9ippfd>aft. Oa\u00ea \u00a9cfieber ber Oberfeite ift fpangriin, ba\u00bb ber ltnterfeite toeif; ein B\u00fcgclftreifcn, toehper ftep at\u00ea Vaub bi\u00ea $um ^interpalfe fortfept unb mit bem ber entgegengefepten \u00a9eite oereinigt, ift fdjtoaq; ein f^lcdf auf ber \u00a9tirufeite unb ein S\u00eeadenbaub ftnb fdpnujig toci\u00a7. Oa\u00ea Singe ift gilbli\u00e4p, ber Oberfdjnabcl gan?, ber untere an ber \u00a9pipe feptoar^, an ber SBurgel aber gelblidjtocifj. Oie S\u00e4uge betr\u00e4gt 9, bie Sittig= l\u00e4nge 4\u2019A, bie \u00a9cptoangl\u00e4nge 23A B<dl-\n\u201eSnt ioeftlicpen ^5at>a\", fagt 23 ern ft ei n, \u201eift tiefe bie gemeinfte unb am mcifteit oerbreitetfte Sicftart. $aum ni\u00f6djte e\u00ea pier einen Vacp ober $tuf geben, an beffen Ufern, fatl\u00ea biefe nid;t gatt\u00a7 oon \u00a9ebiifd) ober 233alb entbl\u00f6ft finb, man niept \u00a9elegenpeit patte, biefett Vogel 31t bcobadjten. \u00a9eto\u00f6pnlicp fiept man ipu auf einem frei \u00fcber ba\u00ea SBaffer ober ben Uferranb ragenben Slfte ober \u00a9teine fipett unb gebnlbig abtoarten, bi\u00ea ftep ein $ifd)cpen ober ein ^erbtpier, meldf leptere ipm pauptf\u00e4djtid; 3u feiner Scaprung bienen, fepen l\u00e4ft. \u00a9r toeifj $erbtpiere gefepieft unb fd;nell 31t fangen unb oer= fpeift fte, nadjbent er 3U feinem fr\u00fcperen \u00a9ipplape 3ur\u00fcdgeleprt. SBenn er oon einem 23ad;c 311m anbern \u00fcber offeue\u00ea Satib bapinfliegt, eilt er in uufuperem Stuge, toetd)er au\u00ea fdpteU auf eiitanber folgeubcu $l\u00fcgelfd;l\u00e4geu beftept, in geraber Sinte feinem Bide 3U unb benupt babei gern ci^clne in feinem SBcge ftepenbe V\u00e4ume 3U 3nittoeiligen Stupepl\u00e4pen. S\u00df\u00e4prcnb be\u00ea ^liegen\u00ea t\u00e4fjt er p\u00e4ufig feine pelle, laute \u00a9timmc p\u00f6ren, toelcpc loic \u201e$alep\" Hingt unb opue B^ctfel bie Vcranlaffttng 31t feinem ntalaiifcpen Stamen \u201e\u00dfalep\" getoorben ift. 21m $luge unb au ber \u00a9timme bann man beit Vogel fdpott in 3iemlid;er \u00a9ntfernnng erlernten.\"\n\u201eSn ber St\u00e4pe oott \u00a9abol flie\u00dft ein Heiner 23acp, au beffen [teil abfaUcubeit, eine tiefe \u00a9cplucpt bilbenben Ufern i<p unfern 23ogel ioieberpott niftenb angetroffen pabe. OaS Stcft befanb ftdp nteifieu\u00ea in einer einfachen Vertiefung be\u00ea \u00a9rbbobcn\u00ea, bie oon oben burdp einen \u00fcberp\u00e4ttgenbeu \u00a9teilt unb bcrgleidjcn bebedt nnb befdj\u00fcpt tourbe, ober and; iit einer toagreepten \u00a9palte ober Sln\u00ealaffnttg beffelbcn. \u00a9iitige toenige trodenc 23l\u00e4tter unb SJ\u00eeo\u00eaf\u00ef\u00fcddjeit bilbeit bie einfache Unterlage f\u00fcr bie brei bi\u00ea oier tocifen, toeitig gl\u00e4n^cnbeu \u00a9ier, bie butxp \u00a9rbtpcile meiften\u00ea ftarf befcpmi^t finb unb erft uaep bem Slbmafd;eit ipre toapre \u00c7arbe erlernten taffen.\"","page":171},{"file":"p0172.txt","language":"de","ocr_de":"172\n\u00a9ie \u00a9Vfifyer. Scid^tfdfm\u00e4blcr. Steflc.\n\u00a9inige neuhoU\u00e4ttbifd)e Wirten ftnb Wegen ihrer hrad)tOollen F\u00e4rbung bon ben ff\u00eealb\u00efieften getrennt unb 23lauliefte (Cyanalcyon) genannt Worben. Der S\u00f6lauliefl (Cyanalcyon Macleayi) ift einer ber fch\u00f6nften 33\u00f6gel fJceubo\u00fcanbd. Der Oberfopf bid gum \u00a9enid ift fchWargblau; bilden nnb Hantel ftnb lafitrblau, $liigel nnb Sd)Wang fdjWarg, inbigoblau \u00fcberlaufen; bie gange Unter; feite, bie \u00a9\u00f6urgel ber Jpattb; unb 9lrmfd)Wingctt, ein .Jpaldbanb unb ein l\u00e4nglicher Rieden hinter ben \u00dcJlafenl\u00f6djcrtt ftnb Weiff. Die Slid ift bunfelbraun, ber Scljuabel fdjwarg, ber Sauf fdjw\u00e4rglidjgrau. Dad \u00a9\u00dfeibdjeit ift minber fd)\u00f6it gef\u00e4rbt, unb bad incite $aldbattb ift unterbrochen. Die S\u00e4nge betr\u00e4gt 7, bie f^ittigt\u00e4iigc 3l4, bie Sd)Wangl\u00e4itge 2V12 3bd-\n\u201eSn luftralieu\", fagt \u00a9oulb, \u201eift bid fe^t fein \u00a9idoogel ober Sieft entbedt Worben, Welcher bent gu \u00a9hren 9Jtac Seatyd benannten an Sch\u00f6nheit gleid^f\u00e2me. Die aufferorbentlidje ^\u00dfradjt bed \u00a9cficberd fdjeint auf ein t)ei\u00a7cred \u00dflinta aid auf bad Oou -\u00ceJteuf\u00fcbWaled h^n\u00e2u^euten^ unb bie fJtidjtigfeit biefer 2lnftd)t wirb uuterft\u00fcbt burd) bie \u00a9hatfache, bafe ber SSogel bid gum \u00e4ufjcrfteit 2corben bed auftralifdljeu \u00c7efttanbe\u00ea oerbreitet ift. \u00a9leid) anbern Siefteu fmbet er ftch feiten nahe am \u00a9Baffer, beoorgugt oieltnehr offene \u00a9B\u00e4lber im Jauern bed Sanbed, fobafj man if)n in $ort \u00a9ffingtou ben \u201e\u00a9Balboogel\" nennt, \u00a9eWoIjulid) trifft man ihn paarWeife an, hier unb ba oereingelt. (Sr n\u00e4hrt fid) Oott fleincn Surdjen, Verbitteren unb bereu Saroen. Sein gew\u00f6hnlicher 9Ruf ift ein lauted, heftig heroorgeftofjened \u201e5\u00dfipi\". \u00a9r br\u00fctet im \u00a9tooember unb Degember unb baut fein ffteft manchmal in 33aumh\u00f6hlen, mandjmal wieber in bie Hefter ber Saumameifen, Welche eine fo heroerftechenbe unb eigent\u00fcmliche \u00a9rfd)einung biefer \u00a9egeitb bilben. Da er bei Slttn\u00e4herung eined 2D7enfd)en \u00e4ngfttid) abfliegt unb ein burdhbringenbed \u00a9efdjrei oernehnten l\u00e4\u00a7t, wirb bad \u00ef\u00ef\u00eeeft Oon bem Vunbigcn leicht entbedt. Dad \u00a9elege befielt aud frrei bid oier herlweifjeu (Siern.\"\nDie fKiefenliefte (Paralcyou ober Dacelo) fenngcid;ueu fuh nid)t bl\u00f6d burd) ihre bebeutenbe \u00a9r\u00f6ffe, fonbern auch burd) ben gro\u00dfen, langen unb biden Schnabel, Welcher an ber \u00a9B\u00fcrgel breit unb flach gebr\u00fcdt, l\u00e4ngd ber girfte gerabe, an ber Spi^e feitlich gufammeugebr\u00fcdt unb fd)Wachhafig \u00fcber ben Unterfiefer herabgebogen ift. Die $\u00fc&e fmb furgl\u00e4ufig, aber oerh\u00e4ltniffm\u00e4\u00dfig ftarf, bie 3ehcn fang unb giemlid) bid, bie Fl\u00fcgel mittellang unb fhimpffpibig, in ihnen bie britte Schwinge bie l\u00e4ngfie, bie gWeite aber nur Wenig f\u00fcrger aid biefe. Der Sdjwang ift mittellang unb breit. Dad \u00a9efieber ift reid), loder anliegenb unb feine F\u00e4rbung eine giemlid) unfd)ciubare.\nUnter ben f\u00f6titgliebcrn biefer Sippe, Weld)e audfchliefflid) bem gcftlanbe fTceuhodanb\u00ea angeh\u00f6rt, ift ber S\u00e4ger lieft ober D\u00eeief enf ifd)er (Paralcyon gigas ober Dacelo gigantea) bad befanntefte; beim biefer \u00a9ogel fteHt fid) nicht bl\u00f6d febern \u00a9urop\u00e4er, weld)er 9luftralien betritt, berf\u00f6nlid) Oor, fonbern ift and) unb namentlich in ber neueren 3\u00abt fo oft nach \u00a9uropa gefommen, bajj er gegenw\u00e4rtig feiner gro\u00dfem \u00a9hierfammlung fehlt. Dad \u00a9efieber ber Oberfeite ift bunfelbraun, bad ber Unterfeitc fchniugigfahlweiglich; ber ^jinterr\u00fcden unb bie ^l\u00fcgelbedfebern ftnb bergblau, bie Sdjwangbedfebern roftroth, fd)Warg geb\u00e4nbert, bie langen, gugefpifcten Vopffebertt l\u00e4ngd ihrer Sch\u00e4fte braun gcftrichelt, bie borftigen Otjrfebern fcpWarg, fobafj ein 3\u00fcgelftreifen entfielt, bie 33orberfdjWingen fd)Wargbraun, am \u00a9runbe aber weifj, bie Steuerfebern auf rcftrotljem \u00a9runbe fchtoavg geb\u00e4nbert, bie \u00e4u\u00dferen gr\u00f6fftentheild, bie \u00fcbrigen Wenigftend an ber Spi^e nnb Snuenfahne Weifjlid). 23eim \u00a9Beibd)ett ftnb bie f\u00e4rben minber lebhaft unb Weniger heroorfted)enb ; aud) ftnb bad \u00a9fraun ber Sd)eitelmitte unb ber 3ngel Bl\u00e4ffer. Die S\u00e4nge betr\u00e4gt 17 bid 18 3od, bie Breite \u00fcber 2 ftufj, bie gittigl\u00e4nge 8, bie Sd)Wangl\u00e4nge 6 3eff.\nDer S\u00e4gerlieft ift fd)on ben erfteit ffteifenben unb $orfd)ern, Welche Sluftralieu ber\u00fchrten, auf; gefallen, aber erft burd) neuere $orfd)itngen uitb namentlid) bttreh \u00a9oulb\u2019d Oeobad)tungen befannt","page":172},{"file":"p0173.txt","language":"de","ocr_de":"93 f a u = u U b ^\u00e2gerlieft.\n173\ngeworben. \u201e(Sr ift ein $ogel\", fagt \u00a9oulb, \u201eroe\u00efd^crt feber Setoo\u00c7ner ober S^etfenbe in 97euf\u00fcb\u00ee too\u00efe\u00ea fennen lernen muff, ba nid;t blo\u00ea (eine \u00a9r\u00f6fje auff\u00e2tlt, fonbern oudj (eine ouffergeto\u00f6hnIid)e \u00a9timme bie 2lufmertfondeit ihm gulenft. SDagu fommt, bofj cr bitrd;au\u00ea uidjt fd)eu ift, fonbern int \u00a9egentheil, toenn (Sttoo\u00eb (eine sJteugierbe reigt, herbeifommt, um es> gu unterfudjen. \u00a9o erfdjeint er oft auf bent b\u00fcrren 3meige be\u00ea n\u00e4cbften \u00dcBounte\u00ea, unter meinem fid) \u00ef\u00ef\u00eeeifenbe gelagert, unb beobachtet mit ber gr\u00f6\u00dften 5lufmerlfamleit ba\u00ea Slngfiitbeu be\u00a7 $euer\u00ea ober bie ^Bereitung be\u00ea 2Dtohle\u00a7. \u00a9leid); Voobl entbedt man feine ^tntoefenljeit feiten fr\u00fcher, al3 bi\u00bb er fein gurgelnbe\u00ea \u00a9el\u00e4djter ouffcfd\u00f6gt, ein\n2>er \u00dc\u00e4gerliefi ober Sftiefenfifcf)er (Paralcyon gigas ober Dacelo gigantea). i/8 ber not. @r\u00f6\u00dfe.\n\u00a9el\u00e4djter, foeldhe\u00eb febergeit bei ben Sporern ben ^lulruf oeronlajft: \u201e$lh, ftel; ba, ba ift ja unfer alter yreunb, ber lodjenbe $on3\". \u2019 3)ie \u00efone, meldfe er ouiSft\u00f6jft, (tub fo bemerfen\u00eatoerth, bojf jeher \u00a9chriftftetter \u00fcber \u00a9\u00fcbiuole\u00a7 ihrer gebeult, (Solei) fagt, baff man fein lautet \u00a9efdjret unb \u00a3ad;en in betr\u00e4chtlicher (Sutfernung h\u00f6re, unb er toohrfdjeinlid) baron feinen \u00a9pi^nanten erholten h\u00f6be. \u00a3)a\u00ea \u00a9efchret biefe\u00ea 23ogel3, rerf\u00efdjert (Sopitcin \u00a9turt, Hingt h\u00fce ein (Sijor Silber \u00a9eifter unb muff ben (ftetfenben erfanden, Welcher (ich in \u00a9efo\u00efjr gloubt, io\u00e4hrenb bo\u00ea Ungl\u00fcd bereite h\u00b0^\u00efodhenb feiner fpottet. $ene3 fonberbor foltenbe \u00a9el\u00e4d)ter, beft\u00f6tigt SBennett, leife beginnenb uttb gu einem hohen","page":173},{"file":"p0174.txt","language":"de","ocr_de":"174\n\u00aeie Sp\u00e4her. Seid^tfd^ncibter. Stefte.\nunb lauten \u00a3one frd^ Derft\u00e4rfenb, mirb oft in a\u00ef\u00efett feiten ber Slnfteblung geh\u00f6rt. SJlan Oernimntt e\u00ea in ber O\u00e4ntmerung unb gegen Sonnenuntergang, menn bie Sonne im S\u00dfeften nieberfintt, gleidjfant al\u00ea eine gute Slad)t f\u00fcr ade, meldje e\u00ea h\u00f6ren moden.\" Siodj \u00a7\u00fcbfd;er briidt ftd) \u201eein alter \u00a9ufdj; mann\" in feinen \u201eSBalbg\u00e4ngett eine\u00ea Slaturforfcher\u00ea\" au\u00ea. \u201e(Sine Stunbe \u00f6or \u00a9age\u00eaanbrud) mirb ber S\u00e4ger aufgemedt burdj milbe Saute, meiere Hingen, al\u00ea ob eine \u00a3>eerfd)aar be\u00ea b\u00f6feit \u00a9eifte\u00ea \u00efreifdjenb, fdjreienb unb ladjcnb i\u00efjn umtobe. Oie Saute fmk ber Sdorgengefang be\u00ea \u201eladjenbcit .Span\u00ea\", meldjer feinen gefieberten \u00a9enoffen ben Slitbrud) be\u00ea \u00efage\u00ea oerf\u00fcnbet. 3UV SDUttag\u00eagcit h\u00f6rt man baffelbe milbe \u00a9elad)tcr, unb menu bie Sonne im SBeften nieberge^t, tout e\u00ea mieberurn burd) ben 3Balb. Sd) merbe niemal\u00ea bie evfte SRad^t oergeffen, treize id) in Sluftralien im offenen \u00a9ufd) \u00f6erbradjte. SRad^ unruhigem Schlaf ermad)te id) mit \u00fctage\u00eaanbrudj ; aber id) beburfte 3eit/ um mid) gu befinden, mo id) mid) befanb, fo \u00fcberm\u00e4ttigenb mar bet \u00a9inbrud, meld)ett bie ungemo^nteu \u00fct\u00f6ne auf mid) marten. Oa\u00ea h\u00f6difdje \u00a9el\u00e4d)ter be\u00ea Sagerlieft\u00ea bereinigte fid) mit bem Heineren fl\u00f6ten\u00e4t)nlid)en \u00a3on ber \u201e\u00a9Ifier\", bem ^ei\u00a7ern \u00a9adern ber \u00a9ro^fu^pfmer, bem \u00aereifdjen \u00efaufettber bon Papageien unb berfd)iebenen Stimmen anberer \u00a9\u00f6gel gu einem fo munberbaren \u00a9augeu, mie id) e\u00ea nie bernommen. Sd) habe e\u00ea feitbem l)unbertmat geh\u00f6rt, aber nie mit beufe\u00efben \u00a9ef\u00fcljten, mie bantal\u00ea. Oer ,,lad)enbe \u00a3>an\u00ea\" ift be\u00ea \u00a9ufdjmann\u00ea U\u00efjr, unb ba er tiidjt\u00ea meniger al\u00ea fd)eu, im \u00a9egenttjcil gefedfd)aft\u00ealiebenb ift, madjt er fidlj gemiffennafjen gum \u00a9enoffen be\u00ea 3elte\u00ea unb ift be\u00ea^alb, nod) mehr aber megeu feiner ^einbfdjaft gegen bie Sdjlangen, in ben Singen ber \u00a9nfd)leute ein geheiligter \u00a9ogel.\"\n\u00a3)er S\u00e4gertieft finbet fidj, nad) \u00a9oulb, nid)t in \u00a9anbiemen\u00eatanb ober in SBeftauftralien, fonberu fdjeint allein bem S\u00fcboften S\u00eeeuhodanb\u00ea, ben Sanbftrid)en gmifd)en bem Spenfergotf unb ber \u00a9toretonbap angugelj\u00f6ren. \u00a9r binbet ftd) feine\u00eameg\u00ea an eine beftimmte Oertlid)feit, foubern befud)t jebe berfelben: jene \u00fcppigen \u00a9\u00fcfd)e l\u00e2ng\u00ea ber \u00ae\u00fcfte mie ben b\u00fcnn beftanbenen SBalb ber .\u00eep\u00f4he. nirgenb\u00ea ift er h\u00e4ufig gu nennen, \u00a9r finbet fid) \u00fcberall, jebod) \u00fcberall nur eiugetn. Seine Nahrung ift gemifd)ter Slrt, allein immer bem \u00a3fnm'e^ entlehnt. Surdje, $erbtljiere, Krabben fdheinen befcor; gugt gu merbeit. \u00a9r ft\u00fcrgt ftdh mit \u00a3aft auf \u00a9tbed)fen, unb gar uid)t feiten fiet)t-man ihn mit einer Sd)lange im Schnabel feinem Si^plahe gufliegen. \u201e\u00a9iumal\", fagt ber \u201ealte \u00a9ufdhmann\", \u201efat) id) ein ^\u00dfaar lac^enbe .jp\u00e4nfe auf bem abgeftorbenen Slfte eine\u00ea alten, grauen \u00a9aunte\u00ea ft^en unb Oom hierau\u00ea- toon 3eit gu 3eit nad) bem \u00a9oben herabftofjen. Sie hatten, mie fich bei genauerer Unter; fudmng ergab, eine ^eppidpfchlange get\u00f6btet unb bemiefen burd) ihr \u00a9efdjm\u00e4h unb \u00a9el\u00e4dbter grofje $rettbe bar\u00fcber. Ob fie \u00fcbrigen\u00ea Sd)langen f reff en, rermag idh nicht gu fagen; benn bie eiugigcn Surd)e, meld)e ich Ie m ihvem SRctgen gefunben habe, maren Heine \u00a9ibed)fen.\" Uebrigen\u00ea raubt er and) Heine S\u00e4ugetiere: \u00a9oulb fd)ofj einft einen \u00a9ogel bief er Slrt, blo\u00ea um gu fehen, ma\u00ea er im Schnabel tr\u00fcge unb fanb, ba\u00a7 er eine fcltcne \u00a9eutetratte erjagt hatte. Oafj er junge \u00a9\u00f6gel nid)f Oerfcpont unb namentlid) ben Sieftern gef\u00e4hrlid) merben mag, l\u00e4fjt fid) ermarten. SBaffer fcpeint burd)au\u00ea nid)t gu ben \u00a9eb\u00fcrfniffen be\u00ea Sagerlieft\u00ea gu geh\u00f6ren. Oett grcilebettben finbet man, mie bemertt, fetbft in ben trodenften \u00a9Salbungen, unb and) bie \u00a9efangenen geigen meber be\u00ea Orinlen\u00ea nod) be\u00ea \u00a9aben\u00ea halber ein befonbere\u00ea \u00a9erlangen nadh biefem \u00a9tement.\nOie \u00a9rutgeit f\u00e4llt in bie SJlonate Sluguft unb September. Oa\u00ea ?\u00dfaar fud)t ftd) bann eine paffenbe H\u00f6hlung in einem gro\u00dfen \u00a9ummibaume au\u00ea unb legt hier feine munberOoden perlmeifjen \u00a9ier auf ben \u00a9iulnt in ber \u00a9iefe biefer \u00a7\u00f6hle. \u00a9Benn bie Sungen au\u00eagefd)l\u00fcpft ftnb, oertheibigen bie Sitten ben \u00a9rutplap muthig unb furd^tlo\u00ea, unb Oett, meld)er bie \u00a9rut rauben mid, greifen fie fogar th\u00e4tlid) an unb Oerfepen il)m nidjt ungef\u00e4hrliche \u00a9iffe.\n\u201eOa\u00ea \u00a9rfte, ma\u00ea mir bei meiner Sanbung in Sonbon in bie Singen fiel\", fdhlicfjt ber \u201ealte \u00a9ufdhntamt\", \u201emar ein \u201elad)enber \u00a3an\u00ea\", metcher eingepfercht in einem engen \u00c4\u00e4ftg faff Sliemal\u00ea habe ich e^n erb\u00e2rm\u00efid)eve\u00ea, beHagen\u00eamerthere\u00ea \u00a9Befen gefehen, al\u00ea meinen armen, alten $reunb, meld)er bie Freiheit feiner luftigen \u00a9S\u00e4tber mit bem biden Siebet be\u00ea neugeitlid)en \u00a9abel\u00ea Oertaufchen mu^te.\" Oer \u201ealte \u00a9ufdfjmann\" mag 3led)t behalten mit feiner \u00aelage; benn aUerbing\u00ea fommen","page":174},{"file":"p0175.txt","language":"de","ocr_de":"3S\u00e2ger\u00efief\u00ee.\n175\nbte gefangenen 3S\u00f6geI au\u00ea Sfteuhodanb tu fel;r traurigem Buftanbe Bei un\u00ea an: fo fd;litnm aber, al\u00ea er gebaut haben mag, ift ihr fp\u00e2tere\u00ea Soo\u00ea benn bod; nicht. T)ie\u00ea Bereifen bie (befangenen felbft \u00fcbergeugenb genug. \u00a9ie geh\u00f6ren aderbing\u00ea nid^t gu ben anfprud)30oden gieren, Begn\u00fcgen ftd; oielmehr mit fe^r einfacher Nahrung, mit groB gefd;nittenen Sflcifchft\u00fcddjen, dJt\u00e4ufen unb $ifd;en n\u00e4utlid;, unb oerfd;mergen oielleid;t fd;ott be\u00eal)aIB ben 33erluft ihrer Freiheit. \u00a9ibt man ihnen einen gro\u00dfen ger\u00e4umigen $\u00e4ftg, fo gewinnen fie Ba\u00efb i^re gange J\u00a3jeiterfeit mieber unb Betragen ftd) genau eBenfo, mie in ihrem heimatlid;en Sattbe. \u00a9em\u00f6f;ulid; fU^eit fie ruhig auf bent ^affenbften ^3lahe int \u00aeaftg, menu fte paarmcife gehalten merbett, bid;t neben einanber. T)er ipal\u00ea mirb babei fo ein; gezogen, ba\u00df ber \u00aeopf unmittelbar auf beu \u00a9d;ultern liegt; ba\u00ea \u00a9efteber mirb l\u00e4fftg getragen. Sur 2lbmed;\u00ealitng ftr\u00e4\\ibt einer ober ber attbere ba\u00ea ^opfgefteber fo, ba\u00df ber $opf faft nod; einmal fo gro\u00a7 erfd;eint al\u00ea fouft unb einen fepr ernft\u00efjaften 2\u00efu\u00eabrud geminnt; gumeilen mirb aud; mit bem \u00a9d;toangc gemippt. \u00a9iefer 33emegungett ungeachtet, erfepeint ber 3liefenftfd;er tr\u00e4ge, Oerbroffen unb fd;l\u00e2frig: \u2014 aber er erfd;eint aud; nur fo. 2\u00f6er miffen mid, me\u00df \u00a9eifte\u00ea $ittb er bor fid) l;at, mu\u00df ba\u00ea unruhig ftd; Bemegenbe, liftig Blt^enbe Sluge Beobad;ten: er mirb bann menigften\u00ea gu ber Uebergeugung gelangen, ba\u00df ber 33ogel feine Umgebung fortm\u00e4hrenb Beachtet unb 2lde\u00ea, ma\u00ea borgest, Bemerft.\n3lud; int K\u00e4fige geigt ber 9fitefenftfd;er biefelbe Beitfunbe, mie im auftralifc&en 33ufd;malbe: er fd;reit in ber Dteget mirflid; nur gu ben oben angegebenen Briten. $Do<h tr\u00e4gt er Befonberett \u00a9reig; ttiffen 9ted;uuug, l\u00e4\u00dft ftd; g. 33. Ijerbei, eine il;m gebrachte unb ihm berft\u00e4nbtid;e Begr\u00fc\u00dfung burd; @efd;rei gu ermibent. \u00a3>at er ftd; einmal mit feinem Pfleger enger Befreunbet, fo Begr\u00fc\u00dft er biefett, and; ohne bagu aufgeforbert morben gu fein. \u00aeie gal;mften 9iiefeuftfd;er, melche ich gefel;en habe, leben im Thiergarten gu SDre\u00eabcn. \u00a9ie Bemeifen bem ^uttbigen, ba\u00df ihr Pfleger, mein mertl;cr \u00c7vettnb unb33erttf\u00eagenoffe \u00a9d;\u00f6pff, e\u00ea gr\u00fcublid; bcrftel;t, mit SChieren umgugehen. SDa\u00ea \u00a9rfd;eiuctt be\u00ea \u00a9ebieter\u00ea ift f\u00fcr bie in 9?ebe ftehenben 9tiefenfifd;er ein \u00a9reigni\u00df. \u00a3>ie tr\u00e4umerifche dtulje, in melcher bie 33\u00f6gel ftd; gefielen, mcid;t augenblicklich ber lebhafteften \u00a9rreguttg. \u201e\u00a9obalb id; mid; fehen laffe\", erg\u00e4hlte mir mein ftreunb, \u201eBegr\u00fc\u00dfen mid; bie 33\u00f6gel mit lautem \u00a9efdjrei; gehe id; in ben \u00c4\u00e4fig, fo fliegen fie mir auf \u00a9gutter unb \u00a3anb, unb ich muf? fte mit \u00a9emalt entfernen, menu id; fie lo\u00ea merben mid; beim freimidig haben fte mich nod; nie oerlaffen. \u00a9d;on menu id\u00bb am \u00c4\u00e4ftg auf unb ab gehe, fliegen fie mir nach, auch menu ich tnich fd;einBar nid;t tint fte flimmere.\" 3unt \u00aeemeife ber Wahrheit feiner \u00a9rg\u00e4hlung f\u00fchrte mid; \u00a9\u00e4jopff gu bem Betreffenben K\u00e4fige, unb id; hatte nun felbfi \u00a9etegenljeit, bie' Barett ber Thtcre gu Bemunbern. $)ie gebad;ten 9tiefenfifd;er leben mit \u00a9ilber; unb SRachtreihern, ^urpurh\u00fchnern unb Bbiffen im Befien \u00a9inoernehnten, fd;einen fich aber menig um ihre \u00a9enoffen gu f\u00fcmmern, ftd; eielmehr nur mit ftd; felbft gu Befd;\u00e4ftigen. 9Jiit \u00c6lehtgefl\u00fcgel aber m\u00fcrben fte ftd; fcpmerlid; oertragen; benn ihre dRorbluft ift fehr gro\u00df, \u00a9o frieblich bie \u00a9atten eine\u00ea 5paare\u00ea biefer 33\u00f6gel ftttb, fo g\u00e4nfifd; geigen fte fid;, menu ihre 9tauBfud;t rege mirb. \u00a3>ann mid jeher ber \u00a9rfte fein, \u00a9ine lebenbe 9Jtau\u00ea mirb m\u00fctljenb angefaden, gepadt unb rafd; nad; einanber einige SJcale gegen ben 2lft gefdlagen, eine Bereit\u00ea get\u00f6btete in berfelben 3\u00f6eife Behan; belt. \u00a3)aun paden Beibe ba\u00ea \u00a9d;lachtopfer unb gerren e\u00ea heftig hin unb her, ftr\u00e4uben bie \u00aeopf; febern unb merfen ftd; Bitterb\u00f6fe 33lide gu, Bi\u00ea enblid; einer in ben unbeftreitbaren 33efih be\u00ea SBeute* ftiid\u00ea gelangt, b. h- e\u00ea im Innern feine\u00ea \u00a9d;luttbe\u00ea gegen fernere dtaepftedungen be\u00ea anbern ftd;ert.\nMehrere Slrten ber Familie, meld;e man ^arabie\u00ealiefte (Tanysiptera) genannt hat, unter; fepeiben fich Oon aden \u00fcbrigen 33ermanbten burd; bie Oerl\u00e4ngerten 2Jtittelfd;mangfebern. 3hv \u00a9chnabel ift oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig furg, aber immer nod; mel;r al\u00ea fopflang, ooru fantig ober keilf\u00f6rmig, an ber T\u00dfurgel Breit unb flad; gebr\u00fcdt, in ber \u00dcJiitte ber S\u00e4uge am hofften, auf ber girfte be\u00ea Ober;","page":175},{"file":"p0176.txt","language":"de","ocr_de":"176\n\u00aeie <Sv&l;er- Seicbtfdjn\u00fcbTev. Sicfte.\nfd;nabelS [aft gerate, m\u00e4&rent ter Unterfdjuabel fid; nad; oben_frjmmt. 3m ftittig ift tie vierte \u00a9djhnnge tie l\u00e4ngfte. \u00a9er \u00a9d(;mang ift lang unt ftarf abgeftuft; tie Seiten mittleren \u00a9d^angs fetern \u00fcberragen tie feit\u00efid;cn Weit, unt i\u00c7re g\u00e4hnen fmb Wenigften\u00ea tl;eilmcife febr verfd)m\u00e4tert, bei einigen gleichm\u00e4\u00dfig mehr unt me^r nad; ter \u00a9bibe gu, bei antern von ter SCRitte ihrer S\u00e4nge ab bis gegen tie \u00a9bibe hin, hier aber mieter Verbreitert.\n\u00a9ei tem ^SaratieSlieft (Tanysiptera Sylvia), ter bvad;Vodften \u00a9rt ter \u00a9rtt^e, fint ter Oberfo^f. tie $l\u00fcgel unt tie f\u00fcnf feitli^en \u00a9dbmangfebern bod;blau, tie \u00a9Sangengegenb, ter \u00a3alS; r\u00fcden unt \u00a9lantel fdjmarg, ein treiediger f^Ied gmi[d;en ten \u00a9d;ultern, ter \u00a9\u00fcrgel unt tie gtvei Ver; l\u00fcngerten \u00a9litte\u00effdbmangfetern reinWei\u00df; tie gange Unterfeite ift gimmtrotb; ter i\u00a9d;nabel unt tie f^\u00fc\u00dfe fmb ladrot^t \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 10, tie ftittigl\u00e4nge 3%, tie \u00a9cbmangl\u00e4ngc 2\\ Bod.\n,,\u00a9i\u00a7 je^t\", fagt \u00a9 o ult, \u201ebat mau tiefen prac^tvo\u00ef\u00efeu \u00a9ogel eingig unt adein an ter n\u00f6rtlic^en \u00ae\u00fcfte gefunten. \u00a9aS \u00a9ab ?)or! ift tie Oertlid^feit, Welche er bewohnt, unt er mufj t;ier h\u00e4ufig fein, ta in ter lebten Bed viele \u00a9\u00e4lge von ihm nad; \u00a9uroba gefommen ftnt. \u00a9lac \u00a9illivrab bat mir mitgetheilt, ta\u00a7 tiefer gSaratieSlieft in aden tid>ten Haltungen ter Umgegent von \u00a9ab ?)or\u00ef febr h\u00e4ufig ift unt am liebften ta ft<h auf^\u00e4tt, tvo ter \u00a9Salt \u00efteine fonnige \u00a9l\u00f6fen b<d, tveld;e mabr; jchcinlich befonterS reich an \u00dferbtljicren fint. \u00a9ein pr\u00e4d;tige\u00a7 \u00a9cfieber mad;f il;n leicht bemertbar, loenn er im bfeilfd;neden $luge auS tem \u00a9Salbe l;ervorfommt unt in ihm mieter vermintet. \u00a9ie; mais geigt er fid; auf ter \u00a9rte; gew\u00f6hnlich jtfet er auf. einem nadten, magreren B^eige. ober auf einer \u00a9cpngbflange, \u00fcberfd;aut VonbierauS feine Umgebung unt ft\u00fcrgt fid; auf tie in feine \u00a9\u00e4be lommenten \u00c4erbt^iere, morauf er mieberunt gu feinem alten \u00a9ibbfofce gur\u00fcdfe^rt. \u00a9einen \u00a9d^rei fann man turd; tie \u00a9ilben ,,\u00a9Si wi mi\" mietergeben; er mirt gem\u00f6bnlid; auSgeftofcen, m\u00e4^rent ter \u00a9ogel fibt. tiefer ift fcheu unt mibtrauifd; unt fortert ade \u00a9ebulb tes \u00a9c^\u00fcben beraub, melier ihm gumeilcn eine \u00a9tunte lang folgen \u00efann, ohne einen \u00a9d;uf; auf il;n angubringen. \u00a9ad; \u00a9erfid^erung ter \u00a9ingebornen legt er trei meifje (gier in eine \u00a3\u00f6ble, meld;e er in ten von ten \u00a9meifen aufgef\u00fchrten \u00eft;iirmcn auSgr\u00e4bt.\nHintere Wirten ter \u00a9rubbe, Tanysiptera dea unt Tanysiptera nyrnpha, leben auf Neuguinea, ten \u00a9loluffen unt ten ^hdibbimm\nBum \u00a9d;lu\u00a7 m\u00f6gen tie \u00a9\u00e4g er lie\u00dfe (Syma) nod; mit einigen \u00a9Sorten erm\u00e4hnt merten. \u00a9ei-lange, an ter \u00a9Surgel breite, feitlid; gufammengetr\u00fcdte unt tiinne \u00a9d;nabel, baS l;aubtf\u00e4d;lid;fte \u00a9terfmal ter turd; fie gebilteten \u00a9ibbe / if* an *>en @d;ueiteu gu gWci \u00a9ritttl;eilen ter S\u00e4nge mit ftarfen, zahlreichen, nach bilden gerid;teten B\u00e4hten f\u00e4genartig bcfebt unt flafft in ter \u00a9litte, \u00a9ie obere ^innlate, meld;e in eine febr t\u00fcnne \u00a9bibe auSl\u00e4uft, ift betcutent l\u00e4nger, als tie untere, melcbe ebenfadS febr fdbarffbibig ift. 3n tem turgen gl\u00fcgel fint tie tritte unt vierte \u00a9cringe gleid; lang unt tie l\u00e4ngften. \u00a9er \u00a9d;mang ift mittellang unt ftarf abgeruntet, tie beiten \u00e4ufjerften \u00a9teuerfetern fint betr\u00e4dbtlid; verf\u00fcrgt.\n\u00a9ie bi\u00ea jebt befannten gmei \u00a9rten tiefer \u00a9rubbe bemobnen Neuguinea unt \u00a9orbauftvalien. \u00a9ei ter einen, tem \u00a9otitti (Syma flavirostris), ftnt \u00a9ber\u00ef\u00f4bf, \u00a3alS, \u00a9\u00fcden, Ofyrbedcl unt \u00a3>alS; fetten gimnitrotb, ter \u00a9\u00fcden unt tie Fl\u00fcgel fcbmugiggr\u00fcn, ter \u00a9\u00fcvgcl unt ter \u00a9dbmang gr\u00fcitlid;bfau, tie ^eble unt ter Unterbaud; fablmei\u00dflid;, tie \u00fcbrigen Untertheile gilblidbbraun; ten \u00c4otf umgibt ein hinten unterbrochenes fcbmaleS fd;margeS jpalSbanb. \u00a9er \u00a9d;nabel ift blafjr\u00f6tblid;, auf ter Sfirfte tl;eilmeife fdjmargbraun. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 7V6, tie ^dtigl\u00e4nge 2%, tie \u00a9<h Wangl\u00e4tt ge 21,6 Bvd.\n\u00a9g mar auf ter reichen \u00a3albin[el teS \u00a9ab ?)orf, melcbe, mie e\u00ea fd&eint, eine eigene \u00a9bievn?ert fidb bat/ ^eiev 3lievfi er*dedt m\u00fcrbe, unt tie folgenten \u00a9emerfungen tes \u00c7errn \u00a9lac","page":176},{"file":"p0177.txt","language":"de","ocr_de":"?parabie\u00ea\u00efief\u00ee. ^obitfi.\n177\n\u00a9illivrap enthalten a\u00cf\u00cfe [Rad;rid;teti, meld;e \u00a9oit\u00efb \u00fcber bie SeBen\u00bb\u00eet>etfe famnteln bonnte. ,,\u00aeer [\u00dfebitti, mie ber Soge\u00ef von ben (Singebornen genannt mirb\", fagt jener Seobacpter, \u201efdjjeint [eiten 31t [ein ; beim obgleid; mir fepr nad; il;m fud;ten, tonnten mir bod; niept mel;r at\u00ea vier ober f\u00fcnf <St\u00fcd von ipiteit erhalten. 2\u00f6ie ber [\u00dfarabie\u00e4lieft ift er ein Semopncr ber Sufd/malbuitgeit, m\u00e4prenb [ein 35er; manbter, ber Sorotoro von Neuguinea (Syma Torotoro), bie \u00e4Rangroveit belebt.. 3dp meineStpeif\u00f4 pabe nur einen einzigen lebenb gefepen unb gmar in einer \u00a9ruppe poper S\u00e4ume mit bittern Unter; potg, meld;e ein Heiner (Strom umf\u00e4umte. 3lngegogett burd; [einen [Ruf, an bem ipn bie begleitenben \u00a9ingebortten al<8 ben gefep\u00e4pteu bitti erbannten, fd;lid;en jtd; brei bis toier von un\u00eapergu; eg m\u00e4hrte aber menigften\u00ea gepn \u00e4Rinutctt, bevor einer gum (Scpufj fommen tonnte, beim ber Sogei fa\u00a7 in einer .jp\u00f6pe aufjer aller <Sd;ufjmeite f\u00fcr Sogelbunft. SDodp er fiel unb tarn [0 in unfern Sefip. \u00a3)ie (Singebornen verfteperten, ba\u00a7 er in berfelbeit S\u00dfeife nifte, mie ber 5|3arabie\u00eatieft, unb ebenfall\u00bb meifje (Sier lege.\"\n%\n2)ie 3unft ber Raubv\u00f6gel (Agornithes) fenngeidpnet [id;, laut-(Sabani\u00ea, meld;cr bie \u00a9ruppe benannt t;at, burd; brei gemeinfame \u00dcRertmale: fteife, ntepr ober meniger Verl\u00e4ngerte, itadp vorn gerichtete Savtborftenfebern, eine \u00e4uferft garte \u00a7aut, in melier bie breiten, meid;eit, b\u00fcmtfepaftigen Gebern meift nur locter befeftigt finb, unb einen ent[d;ieben tutut\u00e9artigen Sau be\u00a7 Innern, ntepr aber noch burdp tpr tr\u00e2ge\u00ea, tr\u00e4umerifcpeS 2Be[en.\n3111 jteumeltlicpe Sertreter ber Sienenfreffer barf man, meint man [onft mill, bie-@langv\u00f6gel (Galbulae) anfepett; man fann aber aud; ebenfo gut anuel;men, baf fie Serbhtbung\u00ebglieber [eien gmifd;en ben Sienenfreffern, \u00a9i\u00eav\u00f4geln ober Siefteit unb ben Sartv\u00f6geln, beim fte vereinigen \u00fcRcrbmale Von allen biefen. [Reicpenbacp reipt fte [einen Sienenfreffern ein, Surmeifter fiet;t in ipiten nur eine Unterfamilie ber Sartv\u00f6gel, unb aud; (Sabatti\u00ea erfennt biefe at\u00ea nape Sermatibte von it;nen an. \u00a3)ie \u00aeenngeidpeit ber \u00a9ruppe finb ein ge ft red ter Seib, ein tanger, geraber, poper, [d;ar[tantiger, pfriemenartiger (Sdpnabet, fteine, fdpmadpe, garte, paargepige g\u00fcfjdpen, furge fjl\u00fcgel, ein tanger, ftart; febriger (Sdpmaitg unb ein meidpe\u00ea, loderet, ^r\u00e4d&tig golbgl\u00e2ngenbe\u00ea \u00a9efieber, metd;e\u00a7 jtd; am (Sdpnabel; grunbe gu Sorften umgeftaltet.\n\u00aeie menigen 3lrten ber \u00a9langv\u00f6get, metd;e man tennt, bemopnett \u00a9\u00fcbamerita unb galten fid; hier Vorgug\u00ebmeife in ben feuchten Urmalbungeit auf. 3>pre Seben^meife fcpeint eine [ehr einf\u00f6rmige unb tangmeilige gu [ein, mcit alle [Raturforfeper, meld;e \u00fcber fte Berichten, un\u00ea nur h\u00f6d;ft meuig von ipnen mittbeiten. 3)ie \u00a9lattgv\u00f6gel ftnb, ben \u00fcbereinftimmenben SRittpeilungen gufolge, unftuge, tr\u00e4ge, gteichgiltige \u00a9ejd;\u00f6pfe, meldpe ben braftliani[d;en (Spottnamen \u201ebummer .\u00a3jau3\" mit vollem [Redite tragen.\n$\u00fcr un\u00ea m\u00fcrbe eg unfrud;tbar [ein, bie verfdptebetten (Sippen, in meldbe bie Familie gerf\u00e4\u00fct morben ift, ausf\u00fchrlicher gu bebanbeltt. (gg mag gen\u00fcgen, menn id; [age, bajj eingelne \u00a9langv\u00f6gel an bie Sienenfreffer, anbere an bie \u00a9i\u00bbv\u00f6gel, attbere mieberunt an bie Kolibris erinnern, unb ba\u00a7 bie $\u00fcfje bei einigen vier;, b. p. paargepig, bei attbern nur breigepig ftitb.\n\u00a3)ie 2S(*cautar\u00ea (GUlbula) bentigeid;neit ftep burd; langen, b\u00fcitttett, h\u00b0hen/ [ebarffantigen, [anft gebogenen (Schnabel, Vcrp\u00e4ltnt\u00a7m\u00e4\u00a7ig lange Fl\u00fcgel, in beitett bie vierte unb f\u00fcnfte (Sd;mungfeber bie l\u00e4ngftett ftitb, einen ftarleit, langen unb abgeftuften <Sd;mang, beffen gm\u00f6lf Gebern am \u00a9itbc [dbmal abgerunbet unb beffen \u00e4ufjere Gebern bebeutenb b\u00fcrget al\u00ea bie mittleren ftitb, burd; b\u00fcrge, garte S\u00fcfjdpett, bereu bei be Vorbere 3eben gr\u00f4ftentpcil\u00ea Vermad;[eit unb nur att ber (Spitze frei unb bereit .\u00a3jtntergepeu [ehr b\u00fcrg ftnb, [omie enblich burd; ein [ehr meid;e\u00ea, lodere\u00ea, gerfdpliffene\u00ea \u00a9efieber.\nS9rel)m, \u00effjterleben. IV.\t12","page":177},{"file":"p0178.txt","language":"de","ocr_de":"178\n\u00a3te \u00a9Reiher. Seichtfdjn\u00fcblev. gauf= unb \u00a9djnurro\u00f6gel.\nSDie befanntefle 9lrt ber \u00a9ruppe ift ber Vacantar ohne alte Sftebenbejeidjnung (Galbula viridis). 23ei ihm ftnb bic Oberteile unb bie \u00a9ruft pr\u00e4chtig golbgr\u00fcn ; bie \u00fcbrige Unterfeite ift roftrottj, bie \u00aeehle beim \u00e4R\u00e4nndjen ineifj, beim $\u00f6eibd)en fahlroftgelb ; bie \u00a9eitenfebern bel \u00a9djinan^e\u00ea ftnb roft= roth mit gr\u00fcnen \u00a9pitjen. SDa\u00ea 5luge ift braun, ber feljr lange unb b\u00fcnne \u00a9chnabel, bie B\u00fcgel unb ber nadte 2lugenring fmb fdjtoarj, ber gu\u00a7 ift br\u00e4unlic^ffeifd^farben. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt nad) beit SU\u00eeeffungen be\u00ea bringen non S\u00dfieb 8 Bod 1 Stnie, bie gittigl\u00e4nge 3 3oH 1 Sinie, bie \u00a9chinant l\u00e4nge 8V2 Bdd-\nSD er Sacamar beinohnt bie SBalbungen be\u00ea ganzen \u00ae\u00fcftengebiet\u00ea non SBrafilien unb ift nirgenb\u00ea feiten. 5fta<h 2Inft<ht be3 ^ringen non SGBieb hat ber fdj\u00f6ue i\u00dfogel in mancher \u00a3infid;t 2lehnlid)fcit mit ben Kolibris, unb biefe 2le|nlid)feit erfennen felbft bie rohen Sotoluben an, inbent fte i\u00c7n beu \u201egro\u00dfen Kolibri\" nennen, \u00a9r lebt, inie feine S\u00dferinanbten, einfatn unb ftiU in feudjten 2B\u00e4lbern unb\n\u00aeer 3acamar (Galbula viridis). 3jt ber nat. @ro\u00a7e.\nfdjattigen @eb\u00fcfd)en, fi^t gew\u00f6hnlich am Staffer auf niebereu Bnoeigen, fliegt fd)nell, aber nicht Weit unb ift ein trauriger, ftitter, nerbroffener \u00a9efell, welcher ^Bewegung f\u00f6rmlid) $u freuen fc^eint. \u00a9r inartet gebulbig, bi\u00ea ftc\u00ef) ein \u00c6erbthier n\u00e4hert, f\u00e4ngt biefe\u00ea in fc^nellem ginge unb fehrt ebenfo ft^neU nach bem alten \u00a9tanbortejur\u00fcd. Buineilen faun er aud), txne \u00a9d)omburgf nerfic^ert, ftunbentaug in tr\u00e4ger 9\u00eeu^e au\u00eabauent, ohne ftc^ $u beinegen. SDie \u00a9timme ift ein lauter, geller, \u00f6ftere ioieber^ goiter Xon, nicht aber ein angenehmer \u00a9efang, inie SS\u00fcffon glaubte. SDa\u00ea SReft legen ber 8facamar unb feine SSerinanbten in einem runben Uferlod;e an, inie ber \u00a9i\u00eanoge\u00ef. \u00a9o berichtet ber $rin\u00a7, er felbft aber hat fein\u00a7 biefer Stefter gefunben.\n2fn biefen Eingaben ift eigentlich 2Elle3 enthalten, ina\u00eb \u00fcber bie Sebeu\u00eaioeife ber \u00a9lau^n\u00f6gel mite getheilt iocrben ift. S\u00df\u00f6ppig f\u00fcgt 2)em nodj h^u, ba\u00a7 man in beu tlrin\u00e4lbern ol;ne \u00a9chinierigfeit bie \u00a9teile ju erfennen Oerm\u00f6ge,| ineiche ein \u00a9lan^Oogel fid) juin Siebling\u00eafihe erforen hat; beim bie","page":178},{"file":"p0179.txt","language":"de","ocr_de":"Sacamar. \u00a3fd)afuru.\n179\nf\u00c7t\u00fcgc\u00ef ber gr\u00f6\u00dften unb J>rad;toot\u00efften \u00a9d)metterlinge, bereit Seib allein gefreffen mirb, Beberfett auf einige \u00a9djritte im Untbrei\u00ea ben 23oben. \u00aeie3 mag richtig fein; fel)r fraglid; bagegen ober menigften\u00ea unoerft\u00e4nblid) ift bie Eingabe, ba\u00df ber SSoge\u00ef ba\u00ea oor\u00fcberf\u00efiegettbe \u00c6erbt\u00efjier mit einem \u00a9grunge nnb menigen $l\u00fcgelfd)l\u00e2gen erreiche, mit feinem langen \u00a9dfnabe\u00ef burd)bo\u00ef)re unb bann im \u00a9ifcen gem\u00e2$lid; auffreffe. SBa\u00ea biefe\u00ea 3)urd)boljren bebeuten foil, Vermag id) nid^t gu faff en, ba tel) nur annefymen bann, ba\u00df ber \u00a9langoogel bie $erbtl)iere in berfe\u00efbeit SBeife f\u00e4ngt, mie a\u00ef\u00efe feine 23ermanbten aud).\n* *\n*\n\u00a9benfo tr\u00e4ge nnb langloeilige \u00a9efellen mie bie \u00a9langoogel ftnb bie 23artbubube ober @d;nurro\u00f6gel (Buccones), eine nid)t gerabe gaj)lreid()e, aber bod) aud^ nid)t arme \u00a9ruftye, meld)e au3fd;lie\u00dflid) \u00a9\u00fcbameriba an geh\u00f6rt. 3^e \u00aeenngeid)en ftnb ein f planter, leidet gebogener \u00a9djnabel, melier balb an ben ber Siefte, balb an ben ber \u00aeubube erinnert, fd()mad)ltd)e SSeine, beren erfte unb oierte 3^en nad) hinten gerietet ftnb, foba\u00df bie beiben mittleren ttad; oorn ftdC> menbett, mittellange Fl\u00fcgel unb ein mittellanger ober burger, au\u00ea gm\u00f6lf Gebern befte^enber \u00a9d)mang, enblid; aud) ein ungemein loderet, meid;e\u00ea unb fd;laffej\u00a7, aber biifterfarbige\u00ea \u00a9efteber, meld)e\u00ea ftd^ in ber \u00a9d^nabelgegenb gu fteifen 23orften umbilbet. \u00aeer innere SBau \u00e4hnelt nad; i\u00f4urmeifter\u2019\u00ea ttnterfudfjungen bem ber tubule.\n3We \u00a9d)nurroogel ftnb 23emol;tter ber Salbungen, \u00a9ie leben eingeln ober paarmeife unb oer; einigen ftd) \u00c7odEjften\u00ea geitmeilig gu bleinen Familien. \u00a3>ett menfd;lidjen S\u00dfo^nttngen bontmen fte ungern nal)e, fonbertt treiben fid; lieber im einfamften S\u00dfalbe untrer. 3\u00a7* betragen ift nid;t\u00e9 Weniger a\u00ef\u00ea unterlfaltenb; benn Tr\u00e4gheit, $aull)cit unb 3)umml)eit ftnb bie \u00ef)erOerfted)enbfien B\u00fcge il)re\u00bb 2Befen3. \u00aeie $Kal)tung befielt in $erbtl)ieven, meld)e fte oon einem fefien \u00a9i^e au\u00ea fangen. 9Kand)e Wirten nehmen in gr\u00f6\u00dferer \u00a3>\u00f6l)e, anbere ttal)e bem SSoben i\u00a7ren \u00a9it;; gtt biefent l)erab bomnten fte fel)r feiten, lieber bie ^ortyflanguttg ift man nod; nid)t gen\u00fcgettb unterrid;tet. \u00a9ittgelne Wirten f ollen in felbft gegrabenen \u00a9rbl)\u00f6l)len ttiflen.\n$\u00fcr bie \u00a9efangenfd)aft eignen ftd) biefe iB\u00f6gel in beiner SBeife. 3\u00a7i* \u00a9W\u00e4hrung ift fdjmierig, unb fte entfd)\u00e4bigen eine etma auf fte oermanbte 3ft\u00fc\u00ef)e burd)au\u00ea nid)t. \u00aee8\u00c7alb verfolgt man fte aud; ttur il)re\u00ea $leifd)e\u00ea megen, meld)e\u00ea al\u00ea leder ger\u00fchmt mirb. 2\u00f6egen il)rer ruhigen Haltung l)at fte ber i\u00dfolb\u00e4mifc ber ^Sortugiefen mit bem \u2022\u2019Kamen \u201e2\u00f6albricb)ter\" belehnt.\n3ltt bie Siefie erinnern bie \u00a9d^lafo\u00f6gel (Nystalus), ja eittgelne Slrten Oon il)nen m\u00fcrben bannt oon jenen gu unterfd)eibeu fein, bef\u00e4\u00dfett fte nid)t il)ren fjaarge^igen $u\u00df. SDer \u00a9d)nabel ifi etma ebenfo lang mie ber gro\u00dfe bide \u00c4opf, babei ftarf, gerabe, feitlid) gufammengebr\u00fcdt, glattranbig unb mit ber \u00a9pijje be\u00ea Oberbiefer\u00ea etma\u00ea Ijabtg \u00c7erabgebr\u00fcmmt; ber $u\u00df ifl giemlid) burg unb bid, ber Sauf unb bie B^enr\u00fcden ftnb mit gro\u00dfen glatten tafeln belegt; bie $litgel ftnb b\u00fcrg unb fd)mal; ber \u00a9d)mang ift mittellang unb au\u00ea fd;malen, faft gleich langen Gebern gebilbet; nur ba\u00ea \u00e4u\u00dferfte $aar ber \u00a9teuerfebern ift etma\u00ea oerb\u00fcrgt.\n$\u00a3>urd) Slgara finb mir guerft mit bem \u00a3fd)aburu (Nystalu\u00a7 Chacuru) bebannt gemorbett. \u00aea\u00bb \u00a9efteber be\u00eb Oberbopf\u00ea, fK\u00fcden\u00ea unb ber Fl\u00fcgel ifl r\u00f6tl)ltd;braun, fd)m\u00e4rglid) in bie Ouere geb\u00e4nbert, ba\u00ea ber Unterfeite gelblid^mei\u00df ; ein \u00a7al\u00eabanb unb ein breiter B\u00fcgelftreifen ftnb reinmei\u00df; bie SBangettgegenb ift fd)marg; bie \u00a9d;mingen ftnb graubraun, bie l\u00fcnterften roftrot\u00a7 geranbet unb quer gefledt, bie \u00a9teuerfebern bunbelfd^m\u00e4rglid^graubraun mit gelbr\u00f6tl)lid)en bleinen B^denfleden an\n12*","page":179},{"file":"p0180.txt","language":"de","ocr_de":"180\n\u00aeie (StycUjev. Seicbtfdjn\u00e4Mer. \u00a9djnuvvo\u00f6get.\nben St\u00e4ubern. \u00a9a\u00ea 2lttge ift \u00efaftanienbraun, ber \u00a9chttabcl fdjmugig ginnoberrotl), an ber 30itrge\u00ef buntelgelblid) ftei[dC;farben, auf ber f\u00c7ivfte uub an ber \u00a9t>il$e fdjmarggratt, ber $u\u00df ift graubraun, \u00a9te S\u00e4nge betr\u00e4gt 8, nad) flatterer 9%, bie \u00a9reite 11%, bie ftittigl\u00e4nge 3, bie \u00a9djmattg; l\u00e4nge 2% 3o\u00ef\u00ef.\n24ai*a t|eitt un\u00bb mit, ba\u00df er ben \u00a9ogel immer einzeln unb nid)t gcrabe h\u00e4ufig gefunben habe, regelm\u00e4\u00dfig auf b\u00fcntt bemalbeten \u00a9teilen, \u00a9er \u00dfkittg oon 2Bieb begegnete ilmt in beu \u00a9eb\u00fcfdtett bei Sagoa \u00a9attta, \u201emo er ftill unb eiufam auf offenen Beigen unter ben Saubtronen fa\u00df uub ohne ein \u00a9lieb gu regen, ben \u00a9eobad\u00dfer gang nal)c beranlommen lie\u00df. (Sr blieb bi\u00ea auf fed)\u00ea bi\u00bb ad)t (\u00a9cfjritt rubig \u00dfjjen unb flog erft auf, menu man bie \u00a9iifdje in feiner unmittelbaren Si\u00e4he bemegte\", \u00a9ie\u00ea ftimmt oollfommen mit beu Eingaben 2tgara1\u00ea, meld)cr beu S\u00dfogel ruhig, traurig, bumm unb faul nennt unb augibt, ba\u00df er gem\u00f6hnlid) auf Heilten B\u00fcmigett in mittelm\u00e4\u00dfiger .jp\u00f6lje \u00dfjje. \u00a9er ^Prtng hat ihn auch auf beut 33obeit beobachtet, \u00a9eine Siahruttg be\u00dfet\u00df nad) \u00a9urine i\u00df er in \u00aeerb; thicren, meldje er oom \u00a9la($e au\u00ea f\u00e4ngt, ihnen nach ober entgegen eilenb, menu fie ihm nahe tommen. (Sr tlettert nie nad) 2lrt ber \u00a9ped>te, fonbern m\u00e4rtet ruhig, bi\u00ea ihm eine gufagenbe \u00a9cute ftd) barbietet, \u201e\u00a9ein Sie\u00df t)a^'e ^ uid)t erhalten tonnen; both niftet er nad) Eingabe ber \u00a9ra\u00dflianer in \u00a9auml\u00f6djern unb legt mehrere mei\u00dfe (Sier.\" 21 gara fagt, ba\u00df ber guaranifdje Statue \u00a9fdjafuru ein $langbilb bc\u00ea \u00a9efdjrei\u00ea fei; aber meber ber \u00a9ring nod) \u00a9urmei\u00dfer haben einen Saut oon i\u00a3)m oernomnten.\n\u00a9ie ^rappi\u00dfett (Monasta) unterfd)eibeit \u00dfd) oott beu oorhergcl)enbeu burd) fleitteren, befonber\u00ea nath ber \u00a9fn^e gu b\u00fcnnerett unb fchm\u00e4d)eren, faitft gebogenen, aber nicht hatigen \u00a9djnabel, gierlid) gebaute \u00a9eine, l\u00e4ngere, tyi(jcre Fl\u00fcgel, einen mittellangen, au\u00ea fd)tna(en Sebent gcbilbeten \u00a9i\u00dfmang unb ein nod) meid)ere\u00ea uub molligere\u00ea \u00a9e\u00dfeber. \u00a9a\u00ea 2luge umgibt ein nadter Stiug.\n\u00a9er \u00a3ra\u00df|>i\u00df (Monasta fusca) i\u00df auf fo\u00dff unb Sliiden buntelbrauu, ro\u00dfgelb ge\u00dfreift, auf ber Uuterfeite fahlgrau; ein gro\u00dfer SJtonb\u00dfccfen am llnterhalfc i\u00df reittmei\u00df, ein breite\u00ea \u00a9ru\u00dfbattb baritntcr fd)marg; bie \u00a9d\u00dfoungs unb \u00a9teuerfeberu \u00dfnb buntelgraubrauu, erftere au ber 2lu\u00dfenfahne ro\u00dfbratm gef\u00e4umt. \u00a9a\u00ea 2luge i\u00df \u2019rotbraun, ber \u00a9d)uabel itttb bie S\u00fc\u00dfe \u00dfnb fd)marg. \u00a9ie jungen \u00a9\u00f6gel unterfd)eiben \u00dfd) oon ben 2llten burd) mattere F\u00e4rbung unb minber beutlid)e \u00a9^aft\u00dfrid)e; ber mei\u00dfe SRonbflecten am \u00a3>alfe i\u00df lid\u00dfgelb \u00fcberlaufen, \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 7%, bie \u00a9reite 12, bie Sittigl\u00e4nge 373, bie \u00a9djmangl\u00e4nge 3V6 Bo\u00fc.\n\u201e\u00a9iefer \u00a9arttutut\", fagt ber \u00a9ring, \u201ei\u00df einer ber gentcin\u00dfen S\u00f6albbemohner be\u00ea fiibme\u00dflid)ett \u00a9ra\u00dftieit. \u00a9thon bei Stio be Janeiro fattb ich \u2122 ^\u00fcen bid^ten fd)attigen @ebiifd)en, felb\u00df itt ber Si\u00e4he ber \u00a9Bohnungen auf einem nieberctt B^eige ober aud) auf bent \u00a9oben \u00dfi\u00fc \u00dfhenb ober l)\u00fc\u00a3fenb, um auf ^erbthiere gu lauern. Suttner habe i<h biefen traurigen \u00a9ogel beinahe uubemeglid) \u00dfheu fehen unb nie eine \u00a9timrne Oott ihm geh\u00f6rt.\" \u2014 \u201e(Sr fomntt\", f\u00fcgt \u00a9urutei\u00dfer i\u00dfnSu> \u2122 ^ie \u00a9\u00e4rten ber \u00a9\u00f6rfer unb \u00dffet hier am \u00a9Bege, gur gr\u00fchling\u00eageit mohl paarig, ebne \u00dfd) gu regen ober aud) nur bie gering\u00dfe 2lufmertfamfeit f\u00fcr feine Umgebung gu oerratl)eit. \u00a9er \u00a9inbrttd, melthctt biefer fonberbare \u00a9ogel baburd) ntad\u00df, i\u00df ein h\u00f6d)\u00df \u00fcberra\u00dfhenber. \u00a9flau \u00dfel\u00df il)u, mit feiner mei\u00dfett ^ehle meit au\u00ea bem \u00a9idid)t her\u00fcorleuchteub, fdjott oon ferne unb bemertt, menu man n\u00e4her tommt, ba\u00df er uubemeglid), einem \u00a9d\u00dfafettbett \u00e4hnlich, aber mit gro\u00dfen offenen 2lttgen beu Sbeifenben an\u00dfiert, gleid)fam, al\u00ea m\u00fc\u00dfte er nidjt, ma\u00ea er thitn foHe. \u00a9ummheit unb \u00a9Icidjgiltigteit \u00dfn*ed)ett gtt beutlidj au\u00ea biefettt \u00a9enehmen, al\u00ea ba\u00df man \u00dfd) bar\u00fcber muttbertt tonnte, beu \u00a9ogel Soao \u00a9oibo (bummer ^)an\u00ea) oon ben \u00a9rafilianern genannt gu h\u00f6ren. (Sr i\u00df aud) thierfunblid) ein fottberbare\u00ea \u00a9emifd), ba ber K\u00f6rperbau ber brei\u00dfett, bemeglid)en, l\u00e4rmenbett \u00aeutute mit betit b\u00fc\u00dfertt $leib itttb","page":180},{"file":"p0180s0001table4.txt","language":"de","ocr_de":"envtcltaulun,","page":0},{"file":"p0180s0002.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n\n\n\n","page":0},{"file":"p0181.txt","language":"de","ocr_de":"trappt ft. \u2019Sraumboget.\n181\nbcm tr\u00e4gen SBefcit ber teife fd)tvebenben 3\u00dfadjtfd;toatbe ftd) bereinigt t;at, \u2014 eine geiyiff tnerfw\u00fcrbige Serbtnbung.\"\nSD er 2;ra^if\u00ee (Monasta fusca). 2/3 ber nett. @r\u00f6\u00a7e.\n,,\u00a9a3 9Reft be\u00ea 93ogcI\u00ea t;abe id) nidjt bemerft. 2luct) ber 5)3rin5 bon S\u00dfieb fagt 2\u00eeid)t\u00eb bar\u00fcbcr. \u2014 3m SJ\u00efagcn fanb id; aufjer ben heften anbcrer ffeiner Spiere einen gro\u00dfen Sagfdpnetter; \u00efing, loetdjer gufammengeroidelt faft bcn ganzen SD\u00eeagen au\u00eaf\u00fcttte,\"\n\u00a9ie Tr\u00e4umer (Chelidoptera) unterfdjeibeu ftdj bon ben SartfuMen burdj i\u00a7ren feljr furzen \u00a9d)ioang unb ba\u00ea herbere, f\u00fcqere \u00a9efteber.\n\u00a9er \u00a3raumbogel (Chelidoptera tenebrosa) ift fd;ieferfd^n>ax\u20185, bl\u00e4ulich fcfyitlerub; ber Saud) ift roftgelb; S\u00fcrgel unb \u00a9teijf ftnb ioeijf. \u00a9a\u00ea 2luge ift bunfetbraun, ber \u00a9djnabel fd)toarg, ber Fujf grau, \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 8, bie SSreite 14, bie gittigl\u00e4nge 4V2, bic \u00a9d)ioangI\u00e4nge 2 Bbd.\n\u201e3n ben meiften \u00a9cgenbeit Sraftlien\u00ea\", fagt ber 5J3rinj, \u201eift ber Sraumbogel nid)t feiten, in bieten t)\u00f6d)ft gemein. 2lnt Ij\u00e4uftgften finbet man i()tt ba, too Urioalb unb Stoffen abtoedjfeln unb am Dtaube ber S3\u00e4lbcr, bod) aud) mitten im tiefen Urioalbe. ipier fie^t man auf ben t)ot)en, b\u00fcrren rieften* ber S\u00dfalbbaume ben fleincn fd)lbargeit S\u00f6get ftitt unb unbeioegtid) fi^en. (Sr fliegt al\u00eabamt bon Beit gu 3^it nad) einem $erbtl)iere gerabe in bie -ipolfe, trie ein Fliegenf\u00e4nger, unb f\u00e4ttt fogteid) auf feinen \u00a9tanbort ioiebcr ein. (Sr ift ein einf\u00e4ltiger, ftitter, trauriger \u00a9efed, ber aber immer gern I;od; unb","page":181},{"file":"p0182.txt","language":"de","ocr_de":"182\n\u00aeie \u00a9p\u00e4ber. Seic\u00c7tfc^n5b\u00efer. IR\u00e4^efd^n\u00e4bel.\nnid^t, wie bie meiften feiner SerWanbteit, tief an ber (Srbe ftijt. $E)a er in feiner \u00a9eftalt unb $arbe eine geWiffe 5Xet;nUc^feit mit ber \u00a9djWalbe hat, fo nennen ihn bie Sraftlianer 2Ba\u00efbfdE>tt>aIbe. 2)iefe 2lel)nlichfeit benterft man befonberS, trenn ber Sogel an ber \u00a9rbe fi\u00a3t; benn feine $\u00fc\u00dfe finb Wenig gum \u00a9eljen eingerichtet, nnb er rutfd^t \u00fcber ben Soben fort, mie eine \u00a9djWalbe. \u00a9ein $lng ift leidet unb bogenf\u00f6rmig. Son feinem hohen \u00a9tanborte aus l\u00e4\u00dft er gew\u00f6hnlich feine furje Sodftimme h\u00f6ren. (Sr ift nichts Weniger als fch\u00fcdhtern nnb fe^r leidet gu fdjie\u00dfen. Verjagt man ihn bon feinem \u00a9taube, fo gibt er einige 3ippenbe \u00a3\u00f6ne bon ftd). \u00a9eine Nahrung beftcht in \u00dferbthieren, bereu fRefte ich \u2122 bem SRagen fanb.\" Saut Surmeifter fri\u00dft er befonberS 9lmeifen unb gro\u00dfe Sto\u00dfen.\n\u201e2lm 3Ho \u00a9raube bei Selmonte\", f\u00e4hrt ber ^rin\u00a7 fort, \u201ein ben S\u00df\u00e4lbertt ber Sotofuben beobachtete idl), Wie biefe S\u00f6get niften. S$ fah fie im Sluguft in einem fenfred;ten \u00a9anbufer beS $luffeS in ein runbeS Soch einfriedjen, WeldjeS wie bas beS \u00a9iSbcgelS angelegt War. S\u00dfir gruben etwa gWei $u\u00df tief in Wagrechter fRictdung nad) unb fanben nun auf einer fd)led)ten Unterlage bon einigen Gebern 3Wei mildEjWei^e \u00a9ier.\"\n\n*\n\u00a3)ie n\u00e4d^ften SerWanbten ber Sartfufufe finb ebenfalls nodj arge Tr\u00e4umer; aber bei ihnen f\u00f6hnt hoch WenigfteitS baS ^rachtboUe \u00a9efteber einigerma\u00dfen mit bem f\u00fcllen unb langweiligen S\u00dfefen auS. \u00aeie S^agefd^n\u00e4bel ober \u00a9urufuS (Trogones), eine gahlreidje, \u00fcber bie S\u00f6enbefreisl\u00e4nber ber alten unb neuen S\u00f6elt berbreitete Familie, fenttseidjnen fich burd; geftredten, aber reich Gefieberten Seib, fehr furzen, breiten, breiedigen, ftarf gew\u00f6lbten \u00a9dhnabel mit T^a\u00eftger \u00a9pifce unb baudjig nad) hinten bortretenben fieferr\u00e4nbern, Welche oft ge^hnelt finb, fehr \u00efleine unb fchwadje, fu^l\u00e4ufige, faft ganj bom \u00a9chenfelgefteber berbedte, b\u00fcitn; unb fu^ehige Seine, bereit innere gehe neben bie hintere geftellt ift, \u00efttr\u00e7e, ftarf abgeruubete Fl\u00fcgel, bereu \u00a9dringen fdjmal, fpi\u00a3, fteiffchaftig unb fid)elf\u00f6rmig gefr\u00fcmmt finb, langen, gW\u00f6lffebrigen \u00a9d)Wau3, beffen brei \u00e4u\u00dfere Gebern jeber \u00a9eite fid) berf\u00fct^ett, W\u00e4ljrenb bie fed);\u00a7 mittleren, breiteren bon ann\u00e4hernb gleicher S\u00e4nge finb, unb burdf) ein fehr WeidjeS, lareS, ftarf bunigeS, pradjtboll metallifch gl\u00e4n3enbeS \u00a9efteber, WeidjeS fidj am \u00a9djnabetgruiibe ebenfalls in Sorften berWanbelt. \u00a3)er innere Sau gleid)t im Wefentlid)en bem ber \u00c6ufufe.\nSon jeher hat bie Wunberbolle $radjt beS \u00a9efteber^ bie 5lufmerffamfeit ber $orfd)er unb Saien auf biefe merfwiirbigen S\u00f6gel gelenft, bereit Seben im \u00fcbrigen Wenig SeadjtenSWcrtheS bietet. 3)ie SRagefdjn\u00e4bel erinnern nicht btoS buret) ben Weit gefpalteneu \u00a9d^naGel unb bie auffaUenb fleineit g\u00fc\u00dfe, fonbern auch burd) bie S\u00dfeidjheit ihrer \u00a3>aut ttnb i^re\u00ea \u00a9efteber^ an bie ^addfdjWal\u00f6en, ja, fie ftnb gewiffernta\u00dfen als SerWanbte berfelben aii3ufeheit. Slber ihre SebenSWeife unterfd^eibet fie bod) fo Wefentlich bon ben \u00e4iegenntelfent unb ftellt fie fo beftimmt mit ben ^aulb\u00f6geln im Weiteften \u00a9iune, alfo mit beit \u00a9lansb\u00f6geln unb Sartfufufen 3ufammen, ba\u00df man ftdh nicht Wohl ben SRaturforfchern, Welche fie wirf lieh mit ben iRadjtfchWatben bereinigten, attfd)lie\u00dfett barf. 2lud) fie finb, obwohl fie w\u00e4ljrenb beS \u00a3agS ihren \u00a9efdj\u00e4ften nad)geheit, als \u00ae\u00e4nttnerungSb\u00f6gel au3ufchen; benn jte ber; laffen niemals bie fdjattigen, b\u00fcfieren 3B\u00e4lber, weld)e felbft ber fcheitelredht ftehenben \u00a9onne berWehren, ihre \u00a9trahlen in baS Sklbbmtfel htwd^ufenben. .Jpier in ben unteren ^he^en frer Saumfronen fteht man fte einzeln ober ^\u00bbaart\u00fceife ihr Skfen treiben. So veid^er, je \u00fcppiger ber S\u00dfalb, um fo h\u00e4ufiger finben fte ftep. Slber fie ftnb feineSWegS auf bie fRieberungen befdhr\u00e4nft, fonbern fteigen aud) 31t fehr bebeutenben fl\u00f6hen in bett \u00a9ebirgen empor, ja, ein3elne Slrten Werben auSfchlie\u00dflid) hier gefunben.\nSn ihrem Setragett gleichen fie ben SRitgliebern ber borher behanbelten Familie in jeber ^infid)t. \u00a3r\u00e4ge unb tr\u00e4umerifdh fijjen fte auf einem 3lfte unb fp\u00e4hen bonljierauS in bie fRuttbe. \u00a9in fliegenbeS ^erbthier rei3t fte 3U furent ^fwgo an; fie berfolgen bie Seute mit gro\u00dfer \u00a9eWanbtheit, fangen fie","page":182},{"file":"p0183.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3rauntOogel. \u00aearna.\n183\nmit dictent \u00a9efchic\u00ef unb feeren bann lieber ju einem ^\u00eeuhefmn\u00efte guritcf. Iber nicht blo\u00ea \u00c2erbthtere, fonbern and) ftr\u00fcdhte bienen ihnen gur Nahrung; manche Irten fc^cinen fcgar au3fd)Iie\u00dflid) auf \u00a9flangenftoffe angeiniefen gu fein. Bun Outage be3 9iefte3 inerben \u00a9auntljohlungen benutzt; ba\u00ea \u00a9elege befteht au\u00ea gmei bi\u00ea nier fe^r runb\u00eftdjen, li^tfarbenen, meift tnei\u00dfen \u00a9tern.\n2>n ber \u00a9efangeitfdjaft hat man nod) fein eingige\u00ea SJ\u00dctglieb ber Ramifie beobad)tet. \u00a93 inirb nid;t unm\u00f6glich, e\u00a7 mu\u00df aber fef)r fd)incr fein, bie \u00a9agefdpt\u00e4bel gu erhalten, \u00a9e\u00ef\u00e2nge e\u00a7, fo in\u00fctbe man \u00a9\u00f6gel an ftd) feffefn, ioeldje burc^ ihre \u00a9rad)t alle \u00fcbrigen flaffen\u00f6ermanbten, bie mir im f\u00f4\u00e2ftg galten, befdj\u00e4men.\n\u00a9ead)ten\u00eamertl) ift nod) @in3. Oie Farbenpracht bc\u00ea \u00a9efieber\u00ea, gu beren \u00a9efdjreibung. bie \u00a9Sorte mangefn, ift in einem \u00a9rabe hinf\u00e4llig, mie bei feinem aubern \u00a9ogel. Oie f\u00e4rben fc^einen mie angc^aud)t gu fein: fte Oerlieren ftd), menu fte bem Sichte au\u00eagefe^t merben, fd^on uad) fe^r furger Bcit. \u00a9abani\u00ea fagt, ba\u00df bie \u00dcRagefchn\u00e4bel \u201eSicht unb \u00a9ottne im Seben mie im Oobe nernteiben\"; id) glaube jebod), ba\u00df biefc \u00a9ehauptung ebenfo tneuig richtig iff, inie ber getollte lu\u00f6brucH\nUnter ben niefen f\u00fcbafiatifcJjen \u00fcftagefdut\u00e4beltt ift ber Marita ber Rubier (Harpactes fasciatus) einer ber befannteften. Oie \u00a9ippe ber Feucrfuru\u00efu\u00ea, ine\u00efdbe er ncrtritt, fenngeidjnet ft<h burd) fr\u00e4ftigen, fepr gebogenen, gfattranbigeu \u00a9d)nabel, halb befieberte, b. h- mit ffeinen ^o\u00eac^en beffeibete F\u00fc\u00dfe, furge Fl\u00fcgel unb einen fangen \u00a9djmang, beffen feitlicpe Gebern breit unb non ber \u00e4u\u00dferften bi3 gur \u00a9dhmangrnitte reidhenben, gleichm\u00e4\u00dfig gefteigert ftnb.\nOer m\u00e4nnlid)e $arna ift auf ber Oberfeite r\u00f6thlid) faftanienbraun, auf \u00aeopf unb #al3 fcpmarg, auf ben Fl\u00fcgelbedfebern mei\u00df unb fd)tnarg geftrid)eft, auf ber \u00a9ruft unb ben \u00fcbrigen Unterteilen fd)arfad)rotI). Oie fdEjmarge $eple ift burd) ein blenbenbmei\u00dfeg fdhmale\u00ea \u00a9anb non ber \u00a9ruft getrennt; ein fftiug, meiner am Ohr beginnt unb um ben \u00a3>interfopf ftd) gief)t, ift roth mie bie \u00a9ruft, eine nadte \u00a9teile um bai luge fmaftcbfau. Oie mittferen \u00a9d)mangfebern haben btcfelbe F\u00e4rbung, mie ber fft\u00fccfen, bie \u00e4u\u00dferen ftnb fdjmarg unb mei\u00df. Oa\u00ea luge ift bunfelbraun, ber \u00a9c^nabel tief= bfau, ber F\u00ab\u00df licht fanenbefbrau. Oent \u00a9Seibcben fc^ft bie bttnffe \u00dfopfgeidjnung ; feine Oberarm; fd)mingen unb Oecffebern ftnb fein fd)tnarg unb braun geb\u00e4nbert unb bie Unterfeite ift ofergelb, anftatt rot\u00c7. Oie S\u00e4uge betr\u00e4gt 12, bie \u00a9reite 16, bie gittigf\u00e4uge 5, bie \u00a9d)mangf\u00e4nge 6 Bo\u00fc engfifd).\n\u201e9Jtan finbet\", fagt Serbon, \u201eben \u00dfarna in ben \u00a9S\u00e4lbcrn SDtalabarS nom \u00e4u\u00dferften \u00a9\u00fcben bt\u00e9 gu bem \u00a3R^atgebti*ge, ebenfo aber aud) in einigen \u00a9Salbungen \u00a9tittelinbien\u00bb unb \u00a9eplon\u00ea bis gu 3000 Fu\u00df \u00fcber bem SJieere. \u00a9r benorgugt h\u00f6here \u00a9triche non ungef\u00e4hr 2000 Fu\u00df cm uttb h\u00e4lt ftd) regelm\u00e4\u00dfig in ben bidjteften ^heilen ber \u00a9Salbungen auf. Oft fteht man ihn bctoeguug\u00eafo\u00ea auf einem \u00a9auntgmeige ft^en. \u00a9eobadjtet mau ihn l\u00e4nger, fo gemaf)rt man, ba\u00df er gelegentlich auf; fliegt, um ein Kerbtier meggufangen. Bumeilen lehrt er bann gu bemfefbett \u00a9i\u00a3e gur\u00fcdf, \u00f6fter aber erm\u00e4hlt er fidf) einen anbent, unb fo burdhmanbert er ein gient\u00efidje\u00ea \u00a9t\u00fccf be3 \u00a9Salbei, \u00a9em\u00f6hnlid) lebt er einfam, manchmal in paaren; ich habe aber aud) ihver t>^er un^ f\u00fcnf 3ufanimen 9efehen/ unb gaparb bemerkt, ba\u00df er ftd) in Heine \u00a9efellfchaften gu brei unb nier oereinige, \u00a9ein gutter befiehl in ocrfchiebenen Kerbtieren, oorgug\u00f6tneife itt K\u00e4fern, nadh Saparb auch in \u00a9efpenftfdjredfen unb \u00a9pinnen. 3dh erinnere mich nicht, einen Saut non ihm Oernommen gu hoben, unb fo oiel ift getni\u00df, ba\u00df er gu ben f\u00fcnften aller \u00a9\u00f6gel geh\u00f6rt; Oidell hingegen Oerftdhert, ba\u00df er einen toilben, Uagenben Saut an^fto\u00dfe, meldher an ba\u00ea SJ\u00fcauen ber ^a^e erinnere. Oer hinboftanifdje Statue \u201e^uftti d)uri/i (Ohnel)a\u00ef\u00ea) ift il)m ertheilt inorben, meil er regelm\u00e4\u00dfig mit eingegogettem $alfe haftet.\"\n\u00a9ou einer nermanbten Irt berichtet 3ex*bon nod), ba\u00df er gtoei tnei\u00dfe utnbe \u00a9ier erhalten habe, meldhe itt einer \u00a9aumh\u00f6hle auf bem \u00dcJlulm abgelegt inorben maren.","page":183},{"file":"p0184.txt","language":"de","ocr_de":"184\n\u00aete \u00a9pfi\u00efjer. Seic^tfcfin\u00e4&ter. SftagefdjnSbel.\n\u00a9ei bev einigen 3lrt ber Familie, treibe man bis> je^t in 9lfrifa gefunben Ijat, finb bie \u00a9d\u00dftabel; r\u00e4nbev ge^aljnt unb bie feitlid) Oerf\u00fcr^teit \u00a9djtoan^febent oerfdjm\u00e4lcrt. Oe\u00ealjalb I)at man ftd) berechtigt geglaubt, auf fie eine eigene \u00a9type, bie bev \u00a9luntenf uvuf u$ (Hapaloderma) gu begrihtben.\nOer \u00a9ogel ift \u00fcbrigen^ non \u00a9aillant gu (Sfyven einer fdj\u00f6nen ^ottentottin Ravina (Hapaloderma Narina) genannt loorben; Carina aber bebeutet \u00a9lume, unb bamit ift ber beutfd)e \u00a9ippenname, menu auch nid)t gerechtfertigt, fo bod) erfl\u00e4rt.\n\u00a9ei ber nt\u00e4nnlidjen Carina finb bie gange Oberfeite, eins fd\u00dfie\u00dflid) ber fleinen^liigelbcd; unb mittleren \u00a9teuerfebern, bie $el)le, ber \u00a3>al3 unb bie Ober; feite pradjtooll golbgr\u00fcn, bie Unterbruft unb ber \u00a9aud) bunfelrofenrotl), bie gr\u00f6\u00dferen ^tiigelbedfebcrn grau, fd)to\u00e4rg; lid) geb\u00e4nbert, bie \u00a9dringen fd)toarg mit meinen @d)\u00e4ften, bie \u00e4u\u00dferen \u00a9djmangfebent au ber Slu\u00dfenfaljne ioei\u00df, an bev inneren fdjio\u00e4rglid). \u00a9eint \u00a9\u00f6eibdjen finb ade f\u00e4rben tr\u00fcber ; bie \u00a9tint unb bie $et)le finb braunrot!), bie \u00a9d\u00dfouttgfebern braunfd)toarg.\n\u00a9aillant entbedte bie Carina in ben gro\u00dfen \u00a9B\u00e4lbern ber \u00df'afferei, St\u00fcppell fanb \u00dfe fp\u00e4ter im mittleren \u00a9Balbg\u00fcrtel lang\u00e9 ber abif\u00dfnifd)en \u00ae\u00fcfte, .fpeuglin aud) in fyaffofel unb am ioei\u00dfen bluffe, ie\u00ea unb Ou (5\u00a7aillu enbltd) am 3ambeft auf. 3d) bin nur ein eiitgige\u00ebmal fo gl\u00fcdlid) getoefen, ben \u00a9ractjtoogel gu feljen unb gtoar im \u00a9ftenfaljtljale, ioenige Steilen oon ber ^\u00fcfte be3 rotten SD\u00ceeere\u00ea, glaube aber nidjt, ba\u00df er hier fo feiten ift, toie bie Sfieifenben meinen; beim gerabe bie \u00a9ergto\u00e4nbe, an bereu einer id) bie Carina bemerfte, erfd\u00dfoereit bie \u00a9eobad)titng ber \u00a9\u00f6gel im l)\u00f6d)fteu @rabe. (Sin Querttjal, ioeldije\u00ea Oon i^nen in toeuig 9lugenblideit burd)flogen toirb, eine Selltoanb, an toeldjer fie um hunbert gu\u00df toeit auf; unb uiebevfteigen, tprmen Oor bent \u00a9erfolger gerabegu un\u00fcbev; toinbltdje \u00a3inberniffe auf. 3ule3 \u00a9erreaur fagt, ba\u00df mau bie \u00a9carina in \u00a9\u00fcbafrifa oorgug\u00ebtoeife in ben gro\u00dfen \u00a9Salbungen \u00f6ftlid; be\u00ea \u00aeap\u00a7 ber guten Hoffnung \u00dfnbet. \u00a3>ier lebt \u00dfe fel;r einzeln unb ftid auf ben pdfjften \u00a9\u00e4ttmen, nur in ben borgen ; unb Slbenbftunben itjrer 9tal)rung nad)gel)enb unb Oor bem \u00a9ftenfdjen fcfjeu ent\u00dfieljenb. 3>n ifjrent \u00a9ein unb \u00a9\u00dfefett I)at fie etioa\u00ea fo @igentpmlid)e^, ba\u00df e\u00ea unm\u00f6glid; ift, \u00dfe gu Oerfennen, \u00a9ie Ij\u00e4lt \u00dfd) im \u00a9ii^en fe^r aufrecht; ber\n2)ie Marino (Hapaloderma Narina). % ber not. \u00a9r\u00f6fje.","page":184},{"file":"p0185.txt","language":"de","ocr_de":"Marina, \u00a9uru\u00efua. ^om^co.\n185\n$opf Wirb tief eingejogen, uttb ber \u00a9d)Wanj ^\u00e4ngt fd^\u00eeaff g\u00e7vabe nad) abto\u00e4rtS. Oer glug ift toeid) unb lautlos, fanft fcptoebenb unb, fo oicl id) beobachten tonnte, ohne j\u00e4he SBenbungen. \u201eS\u00df\u00e4hrenb ber 3eit ber Siebe\", jagt Saillant, \u201el\u00e4ftt bie m\u00e4nnltdje Marina Saute oevue^men, Weldje \u00a9djmerj auSjubr\u00fcden fd;einen, w\u00e2ljrenb ber \u00fcbrigen 3\u00abt beS SaljreS ift fie feljr fdjweigfant.\" Serreaur bet\u00e4tigt biefe 2lngabe; er nennt bie \u00a9timme ein flagenbeS unb lang tterljudenbeS \u00a9efdjrei. Slber neben biefen Sauten gibt ber Sogei aud) noch anbere ju h\u00f6ren: er befi^t n\u00e4mlidj bauchrebnerifdje Begabung. Sidjt feiten glaubt mau ihn in weiter gerne, W\u00e4ljrenb er in unmittelbarfter 9R\u00e4lje ftfet. Otefe Eingabe \u00efann id) bekr\u00e4ftigen ; benn id) ha\u00f6e beftimmt baS fonberbare \u00a9d)Wahen oernommen, ohne mir es anf\u00e4nglich erkl\u00e4ren ju \u00efonnen. Saillant oerfichert, baft man bie Carina herbcijieheit f\u00f6nne, Wenn mau ben \u00a9ehret ber \u00a9ule nad)ahme ober auf einem Slatte pfeife, unb OteS ftimmt recht Wohl mit Oent \u00fcberein, WaS anbere SRaturforfcher bon f\u00fcbamerifanifdjen Slrteu beobachteten. Oie Nahrung beftcl)t borjugSWeife auS \u00a9dwietterlingeu, @efpenftfd)redeu unb gliegen. Serreaur fanb \u00fcbrigens auch, obwohl fel)V feiten, \u00c4\u00e4ferrefte in bem Stagen ber bon ihm erlegten.\nSad) Saillant niftet bie Carina in hohlen S\u00e4umen unb legt hier faft runbe \u00a9ter bon Weiter garbe, Welche aber, fo lange fie nod) nicht auSgeblafen finb, Wegen beS burd)fd)immernbcn Inhalts r\u00f6thlid) erfd)cineu. Scrreaur fagt, baft bie 2lttjal)l ber \u00a9ier jWei, feiten brei betrage. Oie Srut; jeit foil jWanjig \u00efage W\u00e4hren, baS SBad&Sthum ber jungen ungef\u00e4hr gleiche Beit erforbern. 2lber auch nach bem 2luSfliegeu bleiben fie noch l\u00e4ngere geit bei ben eilten.\nlieber bie amerifanifdjen Sagefd)n\u00e4bcl finb Wir genauer unterrid;tet. Scan hat bie bieleit 2lrtcn, Weldje bie SBeftlj\u00e4lfte unfern* \u00a9rbc bewohnen, ncuerbingS in mehrere \u00a9ippen jertheilt; bie Untevfcf)iebc, Welche heroorgehoben W\u00fcrben, finb aber gr\u00f6fttentljeilS geringf\u00fcgige. Sei benjenigen 2lrten, Weldje man als bie Urbilber ber ganiilie betrachtet unb \u00a9urufuS (Trogon) nennt, ift ber \u00a9djnabel breit unb poch/ ber Obertiefer baudjtg gew\u00f6lbt, an ber \u00a9pit^e Wenig hafig \u00fcbergebogen, ber Staub gekerbt, ber gl\u00fcgel furj unb ftumpf, ber \u00a9djwauj mittellang, feitlid; Wie bei ben inbifdjen Wirten abgeftuft, baS \u00a9efteber Weid), lar unb groftfebrig.\n21 jara bcfd)rieb juerft bie \u00a9urutua (Trogon Surucua), einen S\u00f6gel bon lO'A 3od S\u00e4nge, 14V2 3oll Sreite, beffen gittig 4l/2 unb beffen \u00a9djwanj 3V3 3od miftt. OaS Sd\u00e4nndjeu ift fcl)r prad)tbod. $opf unb $alS bis jur Sruft herab finb blaufdjwarj; ber St\u00fcden ift gr\u00fcn, ber Saud) blutroth; bie $opf;, ipalS; unb dt\u00fcdenfebern fhimmern in Stetadfarbcu, bie ^opffeiteu ftahlblau ober biolett, bie St\u00fcdentljcile gr\u00fcnlich, bl\u00e4ulich ober gelben. Oie gl\u00fcgelbccffebern finb fein Weden; f\u00f6rmig fdjwarj unb Weift gezeichnet, auf ber 2luftenfaljne fd)mal, auf ber 3>nnenfahne breit Weift gef\u00e4umt. Oie mittleren \u00a9teuerfebern finb blau mit fdjwarjer \u00a9pitje, bie n\u00e4d)ftfolgenbeu fdjwarj mit blaugr\u00fcner Sluftenfaljne. Oie bierte unb f\u00fcnfte jeher \u00a9eite finb an ber \u00a9pi^e, bie \u00e4ufterfte unb fedjcote an ber ganjeit 2luftenfahne Wei\u00df. OaS 2luge ift bunfelroth, ber nadte 2lugenlibranb orangenfarbig, ber \u00a9djnabel iaaei^lich, ber guft fdjwarjgrau. Seim S\u00dfeibdjen ift bie Oberfeite grau, bie Unterfeite rofenroth.\nOer. ^ontpeo (Trogon viridis) ift auf ber \u00a9tim, ben S\u00dfangen, ber ^eple unb bem Sorberhalfe fdjWarj, auf bem \u00a9djeitel, bem Saden, ben .fpalSfeiten unb ber Oberbruft prad)tood ftahlblau, gr\u00fcn fdjidernb, auf bem St\u00fcden, ben \u00a9hulteru unb beit oberfien gl\u00fcgelbedfebern erjgriin, Weld)e g\u00e4rbung auf bem Sitrjel tuS Sl\u00e4ulidje f\u00e4dt; ber Saud) unb \u00a9teift ftnb lebhaft bottergelb, bie \u00e4u\u00dferen gliigel; bedfebern unb \u00a9djwingen fcBinarg, le^terc weift gcranbet; bie mittleren \u00a9djWanjfebertt gr\u00fcn mit fdjwarjem \u00a9ubfaume, bie n\u00e4d)ftfolgenben fdjWarj, au^en erjgritu gef\u00e4umt, bie brei \u00e4ufjcvftcn jeber; feitS an ber 2lu\u00a7enfahne unb \u00a9pi^e weift. Seim S\u00f6eibdjen ift bie Oberfeite bunfelgrau, ber","page":185},{"file":"p0186.txt","language":"de","ocr_de":"186\n\u00a9te \u00a9pStyer. geiftffnSbler. Otigeffn\u00e4bel.\nSauf bla\u00dfgelb, bie ^\u00ef\u00fcgelbedfebern ftnb fein toci\u00df quer geb\u00e4nbcrt. \u00a9al 2Iugc ift braun, ber \u00a9d>nabe\u00ef bla\u00dfgninliftoei\u00df, ber $u\u00df fftoarggrau. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12%, bie Breite 18V2, bie ^ittig\u00ef\u00e2nge 5%, bie \u00a9f toangl\u00e4nge 5V3 3^-\n\u00a9ie \u00a9urubua betoo\u00efft bie llrtoalbuttgcn bel f\u00fcblifen 23x*aft\u00efien unb n\u00f6rblifen SPavaguai); ber ^Pompeo Verbreitet fif \u00fcber Diorbbraf\u00eflien unb \u00a9utyana. \u00a9ie cine toie bie anbere 2lrt i[\u00ee, too fie Vorbontmt, niemall feiten; ber 5f?omf>eo geh\u00f6rt fogar gu ben gcmeiufieu SS\u00f6geln ber Urtoalber, toelfe ber ^\u00dfrinj Von \u00cfBieb befuftc. \u00a9r lebt in ebenen unb bergigen \u00a9egenben g\u00efeif gern unb \u00efj\u00e2lt fid) auf an ber \u00a9eeb\u00fcfte auf, too biefe vom Itrtoalb bcbedt ift. \u201eUeberall\", fagt ber ^ring, \u201eftnb biefe S\u00f6gel verbreitet, fotoo^l im \u00a9ertong uub ben inneren trodencu unb ctfften SBalbungen, all in ben I)o\u00a7en, bunbeln, kraftvollen ^iiftento\u00e4lbern, toeldjc in ^\u00bbinftft ber \u00a9tfi\u00f6nfeit uub burd) freu erhabenen mafeft\u00e4tiff en \u00a9farabter bei toeitem bie S\u00f6albuttgen bei inneren Sraftlien \u00fcbertreffen, \u00a9ie ff einen aber in ben $\u00fcftenl\u00e4nbent viel \u00a7a^treid;er vorgubommen, all in ben \u00a9ebiiffen bei Eiferen Sanbel.\" Slderorten vernimmt man ben fftuf bel Sompeo, einen eint\u00f6nigen, giemlid) b\u00fcrgen, oft toieberljolten ^3fiff, toelfer allm\u00e4lfif von ber \u00a3>\u00f6f)e gur \u00a9iefe |inabfinbt unb 3\u00efe^n\u00eftdC;feit mit bem 9Htfe bei toeiblif en \u00a9ruf al)nl \u00a7at ober, laut \u00a9djomburgb, toie \u201eS\u00dfu tou\" Hingt, unb \u00fcberall bann man ben aSogel felbft toalf nehmen; benn er ift burfaul nift ff eit, fonbent l\u00e4\u00dft ben Sienffen bil in feine unmittelbarfte 9i\u00e4ffe bommen. 21 gar a fa% ba\u00df man eine \u00a9urubua mit bem \u00a9toeb von bent B^eige \u00c7erabfflttg, auf toe\u00efdjm fie fa\u00df, unb auf ber spring f\u00e4lt \u00a9iel Ijinfiftlif bei Svnfeo f\u00fcr m\u00f6glif. 2luf einem freien, m\u00e4\u00dfig Ifljen 2Ifte ff en beibe ftunbenlang unbetoeglid) ober, toie \u00a9fomburgb fagt, unverbroffen, mit eingegogenem \u00a3>alfe unb fflaff l)erab\u00a7\u00e4ngenbem \u00a9d;toange, auf \u00aeerbf iere lauernb. \u00a9eto\u00f6lflif bemerbt man bie S\u00f6gel eingcln ober Ij\u00f6fftenl paartoeife; bof fagt 29 a tel, ba\u00df er auf bleine \u00a9efe\u00fcffaften Von einem falben \u00a9ufcenb \u00a9t\u00fcden gefe\u00c7en Ijabe. ,,\u00a9ie vertoeilen, auf ben unteren B^cigen ber S3\u00e4ume ffenb, faft betoegungllol eine ober gtoei \u00a9tunben lang, unb bre^ett k\u00f6fftenl ben \u00aeopf ein toenig, toenn fif ein fliegeube! $erbfier feigen l\u00e4\u00dft.\" \u00aeommt ein folfel in fre \u00fcft\u00e4lje, fo eifeben fte fif mit leifem, fanften, eulenartigen unb nift rei\u00dfenben fringe, fangen bie Sente unb beeren toteber gu bemfelben @fe gur\u00fcd. h\u00e4ufig bemerbt man fie, laut \u00a9fomburgb, auf ^ibulb\u00e4ttmen, bereu pr\u00fcfte fie gern gu freffen f feinen, geto\u00f6^nlid; in \u00a9efe\u00eft [faft Von \u00a9fmudv\u00f6geln. 2luf Glatterer Ijat in bem SJlageu bei Sponfeo \u00a9amen unb pr\u00fcfte gefunben. 2lm f \u00e4tigften ftnb bie S\u00f6gel in ben \u00e4Jlorgenfivtnben unb namentlid; unmittelbar ttad> \u00a9onnenaufgang. Um biefe Beit t\u00f6nt ber 3BaIb toieber von freut blagenben fftufe.\n\u00a9ie \u00a9urubua niftet in Jp\u00f6ljlungen, toelfe fte fif in bie auf ben S\u00e4umen ftefettben \u00a9enniten; nefter eingr\u00e4bt \u201e3f fafy\", fagt 2Igara, \u201ebal \u00e4ft\u00e4nnfen toie ein \u00a9peft angepngt unb beff\u00e4ftigt, mit feinem \u00a9fnabel bal 9Reft aulgufy\u00f6ljlen, toefrenbbent bal S\u00dfeibfen ru^ig auf einem bettaf barten Saume fa\u00df unb bal Si\u00e4ttnfen burf feine Slide angufeuent ff ten.\" SB\u00e4lfenb ber SPaargeit toirb auf biefe 2lrt laut; man vernimmt bann ben h\u00e4ufig toiebeifolten 9^uf, toelfer ben \u00a9ilben \u201eSio fno\" \u00e4hnelt. 3m (September ift bal \u00fcfteft voUenbet, uub bal'S\u00dfeibf en legt nun feine gtoei bil vier toei\u00dfett (Ster. Ueber bal Srutgeff\u00e4ft bel i\u00dfompeo fat \u00a9fomburgb eine \u00e4ftitfeiluttg gemaft; if mu\u00df aber geftefen, ba\u00df if an bie SUftigbeit feiner Seobaftung nift glaube, \u00a9er Spompeo foil n\u00e4ntlid; gtoiffen Saumgtocigen ein \u00fcfteft bauen, toeld;el gang bem ber S\u00dfilbtauben \u00e4hnelt. (Sr to\u00fcrbe fif, to\u00e4re biefe Eingabe riftig, baburd; von ben meifiett feiner Sertoanbten fefr toefentlif unterff eiben.\n\u00a9ie (Srlegung ber \u00a9urubua unb bei Spompeo verurfaft nift bie geringften \u00a9ftoierigbeiten ; benn felbft wenn mau ben Sogei nift field, bann man fif feiner bem\u00e4ftigen, inbem er fif burf ben leift nafguafntenben 9tuf ^erbeiloden l\u00e4\u00dft unb bann in unmittelbarer Sft\u00e4fe bei S\u00e4ger! feinen \u00a9f nimmt, \u00a9ic Srafitianer toenben biefel \u00c6unftft\u00fcd an, toenn e! fiten, toie el in ben menffenleeren \u00a9Salbungen oft vorbommt, an Sebenlmitteln mangelt, \u00a9al f^leiff felbft foil ffmadfaft fein, \u00a9r\u00f6\u00dfere \u00a9ftoierigbeit verurfaft bie get\u00f6btete \u00a9ttrubua bem Sftaturforffer. \u201e\u00aeein Sogei\", Verfifert \u00a9djomburgb, \u201ernafte mir beim 2lbgiefen fo viele 9tt\u00fcfe, toie ber Svntpeo, ba el felbft bei ber","page":186},{"file":"p0187.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9itruFua. ?Pont^eo. \u00eeoco\u00efcrc. $\u00dffaueitfitrufu.\n187\ngr\u00f6\u00dften SBorftd^t faum gelingt, ben \u00a9alg unBefd^\u00e4bigt ^evuntevgubvingen. OaS 0c\u00fc ift fo $art, bafj eS fogar, menu ber 33ogeI gesoffen Ootn \u00a9aume fallt unb Beim Jperabfatten einen 3toeig Ber\u00fchrt ober auf garten \u00a9oben \u00a7eraBft\u00fcrjt, jutn SluSftopfen unbrauchbar mirb.\"\nOer Snfel (Suba eigent\u00fcmlich ift ein Slagefdftabel, meinem mir ben bort iiBlid^en tarnen \u00a3ocoloro Beiaffen motlen. (Sr unterfc^eibet ftd; oon allen \u00fcbrigen burd; bie eigent\u00fcmliche \u00a9chmangBilbung. Oer \u00a9dftabel ift einfach, b. h- ungebahnt unb ungej\u00e4hnelt, ber $u\u00df mie gem\u00f6hnlid; gcBilbet, ber f^itttg mittellang, ber \u00a9dfoattj aber fonberBar aBgefiu^t. Sitte Gebern n\u00e4mlich Oer; Breitem ftd; an ihrer \u00a9Bi($e, iubem bie Jahnen nach Beiben \u00a9eiten hin fiel) oerl\u00e4ngern, fobafj baS (Snbe ber \u00a9teiterfebern h^lBmonbf\u00f6rmig erfcheint. 3ubem ift ber Oo color o (Prionotelus temnurus) Bunter als bie meiften \u00fcbrigen Slrten feiner Familie. Oer DBerfoff, ber Staden, Stufen unb bie \u00a9d;ulterbedfebern ftnb metaUif\u00e4) gr\u00fcn, bie \u00a9eiten beS OBerfopfeS Blau, ber \u00a9orberhalS unb bie \u00a9BerBruft Btafjafd;grau; ber \u00a9auch ift prachtoolt ginnoberroth; bie \u00a9dfoingen ftnb Braun, mei\u00a7 geb\u00e4nbert, bie grofjen ^l\u00fcgelbedfebern ftahlBlau, mit ireifern \u00a9lieget, bie mittleren \u00a9teuerfebern bunfelerjgr\u00fcn, bie hierauf folgenbeit Blaugriitt, bie brei auf elften an ber \u00a9pi^e toeif. OaS Singe ift pr\u00e4chtig gelbroth, ber \u00a9djnaBet fchmargbrautt, an bem SJiunbmiitfel unb Unterfd;nabel foratfenroth, ber \u00a7uf einfach fd;margbraun. Oie S\u00e4uge Betr\u00e4gt 10, bie \u00a9reite 15, bie $ittig; unb \u00a9chtoangl\u00e4nge je 5 3oH.\nOer \u00a9ocoloro ift auf ber Snfel (Suba au geeigneten Orten fehl' gemein, \u00a9ein \u00a9etragen feheiut oon bem ber \u00a9erlaubten faum abgumeidjen. (Sr fifct auf ben Sleften in faft fenfrechter Stellung, ift tr\u00e4ge, bumm unb bureau! nicht fcheu unb l\u00e4ft oft feine weit h\u00f6rbare, mie \u201eXo corr\" flingeube \u00a9timme Oernehmen, namentlich in ben borgen; unb Slbenbftunben; beim aud; er \u201eflagt Bis bie \u00a9otine fommt unb mieberunt, tuenn fte Oerfd;minben mid\". Stad; b\u2019Orbigttl; mirb baS \u201e\u00a3o corr\" in langen \u00a9aufen auSgefiofjen, bie elfte \u00a9ilbe l;och unb fr\u00e4ftig, bie gmeite tiefer unb mittber laut. \u00fcbrigen unterfcheibet ftd; feine SeBenSVocife nid;t Oon ber Oerloaubter Slrten. \u00a9r frift faff nur \u00a9ftangenfioffe, nad; \u00a9unblad; \u201eauch bie \u00a9l\u00fcthen oott S\u00f6eibcnarten unb bergleid;eu grofe, meid)c \u00a9tunten, bie er im f\u00e4llige abrupft\". Oie ^ortpflangungSgcit f\u00e4llt in bie SJlonate Steril, SJtat unb 3utii. OaS Sleft fleht in \u00a9aumh\u00f6hlungett, am liebften in oerlaffenen \u00a9pedjtl\u00f6chern. Orei Bis oier reintoeife, runbtid;e (Sier Bilben baS \u00a9elege.\n(Sine neuerbingS ebenfalls itt mehrere \u00a9ippen gerf\u00e4llte \u00a9ruppe umfaft bie \u00a9rad;tfuriif uS (Calurus). \u00a9ie finb bie gr\u00f6ften Sltitglieber ber Orbnung, ausgezeichnet burd; ihvett oerh\u00e4ltnifm\u00e4fig Breiten unb flachen \u00aeopf, ihren niebrigett, fd;mafen, nad) ber \u00a9pipe hin nterflidh jufammengebr\u00fceftett, am (Snbe ftarfhafig hera^9e^\u00b0\u00d6enen \u00a9dftabel unb baS fehl* entroicfclte \u00a9efteber ber Fl\u00fcgel unb beS \u00a9djmangeS, mclcheS an \u00dcJ3rad;t baS aller \u00fcbrigen Siagefdjn\u00e4Bel nod; \u00fcbertrifft unb fautn \u00a9eitteS; gleichen hat innerhalb ber gattgen klaffe.\nhierher geh\u00f6rt ber \u00a9fauenfurufu (Calurus-Cosmurus-pavoninus). \u00a9ei ihm liegt baS \u00a9efteber noch \u00fcberall glatt an, unb nur bie Beiben mittelften \u00a9d;mangbedfebent finb \u00fcber bie \u00a9teuer; febern oerl\u00e4ngcrt. Oie Gebern beS Kopfes, $alfeS, Si\u00fcdcnS, ber \u00a9Berbruft unb bie Oedfebern ber Fl\u00fcgel unb beS \u00a9djmangeS finb lebhaft meta\u00fcifd;gr\u00fcn, mit fupfrigem ober oioletten \u00a9d;iHer, bie ber Unterbruft, ber \u00a9cf>enfel, beS \u00a9aud;eS unb\u00a9teifjeS purpurroth, bie ^nnenfeite ber Fl\u00fcgel, bie\u00a9d;mingen unb ber \u00a9d;mang fd;mavg. OaS Singe ift fdfnugig farminroth, ber ttadte Slugenring bttnfelgrau, ber Schnabel bunfel gtnnoBerroth, an ber \u00a9pi^e unb am Sianbe ofergelb, ber $ufi Br\u00e4unlichoferfarben.","page":187},{"file":"p0188.txt","language":"de","ocr_de":"188\nSDie \u00a9pf^er. Seidjtfdfjn\u00e4bler. 9^a^efc^u\u00e4t>et.\nSM \u00e4Beibcheit \u00e4hnelt bem Eft\u00e4mtchen, ift aber lumber pradfooE gef\u00e4rbt. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 14V4, bie 23reite 22Y2, bie ^tttigt\u00e4nge TU, bte \u00a9d)maitgl\u00e4nge 7 Bott. \u00a9ic beiben EJUttelbedfebern \u00fcber; ragen bte \u00a9teuerfebern aber ncd) um 6V2 B^-\n\u00a9pir entbedte biefett $ogel am Etio Elegro; Matterer faub iljn fp\u00e4ter in berfetben \u00a9egenb mieber auf.\n\u00a9er \u00a9d)mudfurutu (Calurus antisianus) unterfdjeibet ftd) baburd) toont spfauenfurutu, ba\u00a7 fid) \u00fcber ber \u00a9d)nabelmurgel etn 33\u00fcfd)el |aarartig gerfdfiffener Gebern ergebt unb bafj ba\u00ea \u00a9edgefteber ber Fl\u00fcgel nub be\u00ea \u00a9djmange\u00ea fehr entmidelt, aber itid)t befottber^ verl\u00e4ngert ift. SM \u00a9efteber geigt faft biefclbe F\u00e4rbung, mie bei fettem; bie brci \u00e4ufjerftcn \u00a9d)maugfebcnt fttib aber faft gang mei\u00a7, unb ber (Schnabel ift gilblid). SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 14, bte gittigl\u00e4nge 7V2, bte \u00a9djmangl\u00e4nge 6V2 Bott*\n\u00a9\u2019\u00a9rbignt) entbedte ben \u00a9djmudfurufu in 33olitoia unb gmar in bett feuddcn unb l)ci\u00a7cn ^Salbungen ber S\u00dfrotoing 2)uttga3. $ier tear er feiten unb fdftvcr gu bemerfen, meil er fid) in ber 9i\u00e4l)e ber reiffenben \u00a9tr\u00f6nte aufhielt.\n\u00a9er \u00a9uefal enblid) (Calurus-Pharomacrus-Mocinno, paradiseus ober resplendens), ber prad)ttooEfte toon allen, fenngeidjtt\u00e7t fid) burd) einen tooEen, ebenfalls au3 gerfd)liffeneu Gebern beftet)cubeu \u00a3)elnt unb bie au\u00a7erorbentlid)e \u00a9ntmideluitg be\u00ea SDetfgefiebert, meldje\u00ea \u00fcber bie Fl\u00fcgel unb ben \u00a9dftoang maEenb ^erab^cingt. SDie F\u00e4rbung entfprid)t ber feiner Ekrmanbten: ba\u00ea \u00a9efteber ber Oberfeite unb ber \u00a9berbruft ift gl\u00e4ttgenb golbgr\u00fctt, ba\u00a7 ber Unterfeite hodj tarminroth- \u00a9a\u00ea Sluge ift bunte\u00efnufjbraun, ba\u00ea Elttgenlib fchmarg, ber \u00a9djnabel gelb, am \u00a9runbe \u00f6lbraun, ber guff braungelb. SDa\u00ea S\u00f6eibc^en unterfdbeibet ftdj burdh ben nur fd)mad) angebeuteten \u00a9ctmpf unb ba3 itocit Weniger entmide\u00efte \u00a9edgefieber, me\u00efdje\u00ea bie \u00a9teuerfebern fauni \u00fcberragt, $opf, Reifte, ^>al\u00bb unb \u00a9berbruft ftnb bei beiben \u00a9efd)led)tern bunteigr\u00fcn, ber Soliden, bie \u00a9d^ultern unb \u00a9berfd)ttoang; bedfebertt \u00a7etfgriin, bie Unterbruft unb ber 58aud) graubraun, ber \u00a9tei\u00a7 ift hoc\u00efjroth; bie mittleren \u00a9teuerfebern ftnb fdjmarg, bie \u00e4u\u00dferen meifj, fdjmarg in bie \u00a9ttere geb\u00e4nbert. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 16, bie gittigl\u00e4nge 873, bie \u00a9dhmangl\u00e4ttge 872 BoE. \u2018 \u00a9ie l\u00e4ngftett \u00a9djmangbedfebern \u00fcberragen bie \u00a9teuerfebern um 25 BvH.\n23i\u00ea toor Purgent mufften mir nur, baff ber \u00a9uefal in ERejifo unb Eftittetamerita gefunben mirb unb l)ier bie \u00a9ebirg\u00eamalbungen bewohnt ; iteuevbing\u00f6 fittb mir burd) \u00a9altoin\u2019\u00ea unb \u00a9mett13 gorfdjungen \u00fcber bie Sebett\u00f6meife unterrichtet morben. \u201e\u00a9er 23ogeI\", fagt \u00a9rftercr, \u201em\u00e4^lt gu feinen Elufentlja\u00eft\u00e8orten einen \u00a9\u00fcrtel toon ungef\u00e4hr 6000 guff unbebingter .jp\u00f6lje. innerhalb beffelbctt fdjeint er itt allen ^Salbungen toorgutomnten, menn aud) nur itt benen, meld)c au\u00ea ben hofften 23\u00e4unten befielen, \u00a9ie niebern B^eige berfelben, b. h- biejenigett, meld)e ftdj ungef\u00e4hr im gmeitnt \u00a9rittel ber 23auntlj\u00f6he beftnben, bienen i^nt gur betoorgugten S\u00dfarte. .fpier fie^t man iljn faft bemegung\u00ealol ft^eit; bentt er bre\u00efjt \u00efj\u00f4chften\u00ea ben $opf langfam toon einer \u00a9eite gur anbern ober breitet unb fdjliefjt abmed^felnb ben faft fenfred)t herablj\u00e4ngenben \u00a9djmang, erhebt iljn aud) mohl unb bringt bann bie lang \u00fcberlj\u00e4ngenben \u00a9edfebern in eine fanfte 23emegung. \u00a9ein 9luge erfp\u00e4ht eine reife f^rud^t ; er erhebt fid) toon feinem B^eige, erh\u00e4lt fid) einen Elugettblid r\u00fcttetnb, ^fCiidt eine 33eere unb lehrt gu bemfelben Bftmi\u00f6c gur\u00fcd. \u00a9ht berartiger Elu\u00eaflug mirb mit einer Bicrlidjteit au\u00eage; f\u00fchrt, me(d)e feber SBefdjreibitng fpottet. $dj ha^'e oft geh\u00f6rt, baff Seute, melche au\u00eageftopfte $olibrt\u00e9 fahen, begeiftert au\u00eariefen: \u201e2Bie 4>radl>ttooil m\u00fcffeu biefe tleinen \u00a9efdj\u00f6pfe erfd)einen, menu fte fliegen.\" Slber \u00a9ie\u00ea ift nicht ber gall. 2Jtan bente fid) ben Kolibri in einer \u00a9ntfernung toon gmangig \u00a9Een, unb man fteht toon feinen garben Etid)t\u00ea, c\u00e8 fei bentt, baff man ftd) in ber aEertoortheill)afteften Sage beftnbe. Slttber\u00ea ift e\u00ea mit bem \u00a9uefal. \u00a9eine ^3rad)t bleibt biefelbe,.meld)e \u00a9teEitng er aud) aunchmett m\u00f6ge, unb er feffelt burd) fte fofort ba\u00eb 5luge. ^eitt anberer S\u00dfoget ber neuen SBelt erreicht ihn, teilt anberer ber alten 2Bclt \u00fcbertrifft i()it. \u00a9ie\u00ea maren meine \u00a9ebanten, al\u00ea ich t>eu elften","page":188},{"file":"p0188s0001table5.txt","language":"de","ocr_de":"$ucJ*dj |)rad)tfuruku.","page":0},{"file":"p0188s0002.txt","language":"de","ocr_de":"\n#\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n","page":0},{"file":"p0189.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9djmucFfuruFu. DttefaT.\n189\nlebenben toi* mir fat). \u201eOer $tug ift rafd; unb mirb in geraber 9tid;tung auggef\u00fcbrt; bic langen \u00a9d;mangbecFfebern, metd;e i\u00a7m bttrd;aug nid;t im 2Bege gu fein [feinen, ftr\u00f6men hinter i^m brein. Oie Saute, meld;e er augft\u00f6fjt, futb oerfd;iebett. \u00a9eine Sodftimme ift ein bo^e\u00eftev Saut, ben \u00a9itbcn \u201eS\u00dfiu miu\" ungef\u00e4hr oergtcid;bar. Oer SSogeX beginnt mit einem fauften pfeifen unb Oer; ft\u00e4vFt biefeg nad; unb nad; gu einem tauten, aber nid;t Ftanglofett \u00a9d;rei. Oft be^nt er biefen Saut, beginnt \u00dcjn teife, oerft\u00e4rFt it;n unb l\u00e4|t if;n bann altgemad; mieber oerftummen. S3eibe \u00ef\u00f4ne Fennen leicht nad^gea^mt merben. Slubere \u00a9d;reie finb raub unb mift\u00f6nenb unb fte taffen ftd; nur mit \u00a7itfe ton SSt\u00e4ttern miebergebett. Sn ber \u00c7ertigFeit ber Stad;abmung beruht ^auptf\u00e4d>tid) ber (Srfolg ber Sftgb auf Ouefatg.\"\n\u201eOie Stabrung befte^t oorguggmeife aug $r\u00fcd;ten; bod; finbet mau gelegentlid; aud; eine \u00a3>eu; fdbredFe in feinem SRageit.\"\nlieber bag 33rutgefd;\u00e4ft t\u00efjeitt Omen (Sinige\u00ea mit. \u201e\u00a9etegenttid; eineg S\u00fb9^n\u00eaftnge\u00eb nad; bem Oerge ton \u00a9attta \u00a9r\u00fcg, erg\u00e4^tte mir einer meiner S\u00e4ger, baf er ungef\u00e4hr eine SJteite ton \u00a9bitagco ein Ouefatneft gefe^en, unb erbot ftdb, bagf2Betbd;en gu ertegen unb mir bag \u00a9i gu bringen, fattg idb i\u00a7m S^nianb gur fjitfe geben mottte. Sd; ging felbjtoerft\u00e4nblid; barauf ein, unb ber SRatttt Fe^rtc mit bem 2Seibd;ett unb gtoei \u00a9iern gur\u00fccF. (Sr berichtete, baf bag Steft in ber -Sporte eincg abge; ftorbenen 33aumeg ungef\u00e4hr 26 $u\u00a7 \u00fcber bem Oobett geftanben hatte. 3ur -Wie f\u00fchrte ein (Sin? gaitggtocb, eben gro\u00a7 genug, um bag \u00a9infd;t\u00fcf)fen gu erm\u00f6glid;en. Oag Sunere bcrfetben mar Faum fo ger\u00e4umig, baf ftch ber SSoget umbrebett Fonnte. Stuf er einer Sage ton SJtulrn fanb ftd) Fein etgentlicheg Steft oor. Stnbere SSergbemobner erg\u00e4ben, baf ftd; ber Ouefat gern mit oerlaffeitett \u00a9|)ed)t^\u00f6^ten bereife.\" \u2014 \u201eSd; bettFe\", f\u00fcgt \u00a9atoin SSorftebeitbem tjingu, \u201ebaf biefe SXngabe f\u00fcr bie StejtFunbe beg SSogetg gen\u00fcgenb ift. SReiner SReittung nad; ^itft ber m\u00e4nnlid;e SSoget nicht mit br\u00fcten, fonbern \u00fcbert\u00e4ft biefe $ftid;t augfcfjticflieh bem S\u00dfeibdtjen. Oer llrf|mtng ber \u00a9rg\u00e4t;tung, baf bag SRefi beg Ouefalg nur in einer burd;get;enben 33aumt)\u00f6^te angelegt merbe, gr\u00fcnbet ftch ungmeifetbaft auf bie Unm\u00f6gtidjFeit, ein anbereg Steft, metdjeg bie tangen \u00a9cbmangfebent beg SJt\u00e4nncbeng nidt>t gef\u00e4^rbet, fid; gu benfen. \u00a9o mufte man ftch einbitben, baf ber 33oget eine Oaunt; h\u00f6hte erm\u00e4\u00dfe, gu beren einem (Singang er einfe^t\u00fcpfe unb burd; beren anbern Zugang ei\u2018 fie mieber oertaffe. Oaf biefe (Srg\u00e4fytung in \u00a9uatemata entftanben ift, unterliegt f\u00fcr mid; Feinem Bmcifet. \u00a9in berartigeg Steft ift mir oft befdbrieben morbett, aber niematg Oott \u00a9inem, melier eg fetbft gefeiten.\"\nOie S^9>^ beg Ouefatg ift f\u00fcr Oen, metd;er ben Saut feineg 2\u00dfilbeg nad;gua^men oerfte^t, fet;r einfach. Oer S\u00e4ger, metd;er ftd; beg i\u00dfradjtoogetg bem\u00e4d;tigen mitt, geht gem\u00e4djtid; burd; ben SBatb unb atimt babei ab\tunb gn\tben SocFruf\tbeg SR\u00e4nnd;ettg\tnach- \u00a9obatb ein\tfotd;eg i\u00a7n\toernimmt,\nantwortet eg. Oer\tS\u00e4ger bleibt flehen\tunb toiebertjolt\tbie oerfd;iebenen \u00a9d;reie, big ber\tSSogel auf\neinem ber n\u00e4chften 93\u00e4unte Oor it)tn erf<heint. \u00a9atoin fagt augbr\u00fcdlid;, baf er fetten lange t;abe marten ut\u00fcffen. \u00a9em\u00f6^ntid; fliegt bag 28eibd\u00c8>en Ooraug unb fe^t fid; in grofer St\u00e4be \u00fcber bem S\u00e4ger nieber. Oiefer beachtet eg nid;t \u00fcnb f\u00e4hrt fort, nad; bem 9R\u00e4nnd;en gu rufen, big tefjtereg.ftd; einftettt. Stur gumeiteu mirb Oon bem Oitefalj\u00e4ger aud; bag 2\u00f6eibd;en erlegt.\n\u2756 %\n\u2022 \u00a3\n\u00a9tue arten; unb geftattenreid;e 3\u00bboft ober, mie Stnbere motten, eine in mehrere Uuterab; tt;eitungen gerf\u00e4ttte\t^amiti\u00e9\tuntfaft bie\t\u00aeuFuFgO\u00f6get\t(Cuculidae). \u00a9ie\tFettngeidbnen\tftd; burd;\ngeftrecFten Seib mit\tgiemtich\ttaugen \u00a7t\u00fcgelit unb langem, abgeftuften, aug\tacht big gm\u00f6tf Gebern\nbeftef;enben \u00a9dRoattg, met;r ober mettiger gufammengebr\u00fcd'teu, fanft gebogenen, mitunter b\u00b0beu/ fd;arfFantigen, ungef\u00e4hr Fof)ftangen ober F\u00fcrgerett \u00a9dfntabet unb oerb\u00e4ttnifm\u00e4^ig taugen unb ftar! gebauten Furggebigett \u00a7\u00fc\u00a7en. Oie S3efd;affeitbeit beg \u00a9efteberg ift fo oerfd;ieben, ba\u00a7 etmag altgemeiu \u00a9ittigeg nid;t auggefbrod;en merben Fanit.","page":189},{"file":"p0190.txt","language":"de","ocr_de":"190\n\u00aeie \u00a9pat)er. Seidjtftn\u00e4bler. -Iponigfufufe.\nSlt\u00e9 b te ebe\u00efften dftitglieber ber \u00e2unft betrattet \u00a9abani\u00ea, uitb mohl mit Sflcd^t, bieJponig; f ulule (Indicatores). \u00a9te ftttb Oerh\u00e4ltnifm\u00e4fig gebrungen gebaut, langfl\u00fcgelig, lurgftto\u00e2ngig, ftarlftn\u00e4belig unb lurgf\u00fc^ig. Oer \u00a9tnabel ift l\u00fcrger af\u00f4 ber \u00c4opf, ftarl, faft gerabe, uat ber \u00a9bte 3U oben unb unten gelr\u00fcmmt, feitlid; gufantmengebr\u00fcclt unb hulig \u00fcbergebogen. Oie 23eine ftnb lurg unb Ir\u00e4ftig, il;re Saufe f\u00fcrger af\u00ea bie Sluf\u00eaengehe. Oie 3ehen ftnb lang, aber nid>t fd;mat. Oer $ittig ift lang unb fj\u00fcfcig, jebod^ gientlid; breit; unter ben \u00a9dringen ift bte britte bte l\u00e4ngfte, bte oierte unb f\u00fcnfte aber nur menig Ocrf\u00fcrgt. Oer ^\u00f4d;fteu\u00ea mittellange \u00a9ttoang, Joeld^er au\u00a7 gVoolf \u00a9teuerfebern gebilbet mirb, ift abgerunbet unb in ber SDUtte ein menig au\u00eagefdjmeift, ba bie beiben mittleren \u00a9teuerfebern etma\u00ea l\u00fcrger al\u00bb bie n\u00e4djften, bie beiben Slufjenfebettt aber bebeuteitb Oer; l\u00fcrgt ftnb. Oa\u00a7 \u00a9efteber ift bicfyt, glatt unb berb; bie einzelnen Gebern fi^eu feft in ber ftarfen ipaut.\nOie fponiglulule geh\u00f6ren hauptfatlit Slftifa an; bentt nur gmei Sitten ber Familie ftnb bi\u00a7 iefct au\u00dferhalb biefe\u00ea \u00a9rbtheil\u00ea, in \u00a9\u00fcbaften n\u00e4mlit, beobachtet morben. @ie leben in malbigen \u00a9egenben, meift paartoeifc, h\u00f6d;ft feiten in kleinen Srubjr\u00f4, flattern oon einem Saume gum anbern unb laffen babei ihre ftavle, tx>o^lflingenbe \u00a9timme oernehmen. \u201eOrofc ihrer unfteinbaren-@r\u00f6\u00dfe unb F\u00e4rbung\", fagt ipeuglin, \u201eftnb ade an ber eigent\u00fcmlichen Slrt ber Semegung im fringe, foioie an ber ioei\u00dfen $arbe ber \u00e4u\u00dferen \u00a9teuerfebern leicht unb auf meithin gu erlennen.\" @ie geh\u00f6ren gu ben Oo\u00efl\u00eath\u00fcm\u00efitften aller S\u00f6gel Slfrila\u00ea ; benn ba, mo fte leben, haben fie fit S^rotann belannt gemacht. \u00a9ton bie alteften SKeifenbeit erm\u00e4hnen ihrer unb namentlich einer fonberbaren \u00a9igenheit, toelche fte, ioie e\u00a7 fdjeint, f\u00e4ntnttlich bergen. 5We\u00a7 Stuffaltenbe n\u00e4mlich/ melteS fte bemertten, Oerfudjett fte anberen Oh*creu unb in\u00eabefottbere aud; bem 9J\u00eeenfd;en mitgutheilen, ittbeut fte in auffallenb breifter S\u00f6eife herbeifliegen unb burd) \u00a9efchrei unb fonberbare \u00a9eberben einlaben, gu folgen. \u201eOa\u00df fte, fo rufenb, h\u00e4ufig an \u00a9iertenftm\u00e4rme f\u00fchren, mei\u00df jeber \u00a9ingebonte Slftila\u00ea ootn \u00aeaf> bi\u00ea gum \u00a9enegal unb oon ber SSefit\u00fcfte bi3 nad) Slbifftnien her\u00fcber. Oot f\u00fchrt ber -Iponigtulul ben ihm folgenben \u00dcHenften ebenfo h\u00e4ufig auf gefallene Shiere, bie ooder ^erbthierlaroen ftttb, ober oerfolgt mit feinem @efd;rei ben S\u00f6men ober Seoparben, lurg Sltle\u00ea, ma\u00ea ihm auf f\u00e4llt.\"\nHeber ihre Sortyflangung\u00eageftitte ftnb mir erft neuerbing\u00a7 unterridfet morben ; bie \u00e4lteren Eingaben haben ft all falft erliefen. Seht miffen mir, ba\u00df bie ^onigfufufe gu ben \u00a9tmarohern geh\u00f6ren, mette ft felbft nicht unt ihre Srut bef\u00fcmmern, fonbent fte ber Obhut unb $\u00fcrforge anberer S\u00f6get anoertrauen.\nSln\u00ea ben bisher befannt gemorbenett Beobachtungen ber fteifenben geht heroor, ba\u00df alle .Iponig; lulule hiuftdhtlich ih^er Sebett\u00eameife int mefentlichen ft \u00e4hneln, unb be^halb b\u00fcrfte e\u00a7 f\u00fcr utt\u00ea ood; fommen gen\u00fcgen, menn it eine Slrt ber Familie unb \u00a9type befd;reibe unb bie Beritte ber reifenben $orfter \u00fcber bie Seben\u00ebmeife auf fte beziehe.\nOer jponigangeiger (Indicator albirostris) ift auf ber Oberfeite graubraun, auf ber Unter; feite meifgraulit; bie \u00a9urget ift ftmarg, ein ^led in ber Ohrgegeitb graitlitmei\u00a7 ; einige \u00a9tcnfel; febernftnb burd) ftmarje S\u00e4ng\u00e4flrite ge^eid;net; bie \u00a9d;mingen ftnb graubr\u00e4unlit/ bie SDedfebern ber Fl\u00fcgel breit meif gef\u00e4umt, bie \u00a9tultern burd; einen gelben f\u00c7fecf gegiert ; bie mittleren \u00a9tmanj; febern ftnb braun, bie beiben folgenben jeber \u00a9eite auf ber Slufenfahne braun, auf ber inneren mei\u00a7, bie brei \u00e4ufjerften ganj mei^ mit brauner \u00a9J)ifce. Oer \u00a9tuabel ift gelblitmeif, ber $u\u00a7 braun. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 6V2, bie gittigt\u00e4nge 4Vi2, bie \u00a9tmanjl\u00e4nge 2V* 3olt.\nSon \u00a9\u00fcbafrifa an oerbreitet ft biefe Slrt \u00fcber beit gatrgen \u00a9rbtheilbi\u00ea gum 16. \u00a9tab n\u00f6rblid)er Sreite; e\u00a7 fteint aber, baf er unb feine Sermanbten in gemiffen \u00a9egeuben, fo int Oft;@ubahn ober in fpabeft nur geitmei\u00efig oor\u00efomnten, alfo BugO\u00f6gel ftttb. Sluffallenber Steife habe it nur ein eingige\u00ea SD\u00ceal einen ^onigluluf gefehen unb gmar blo\u00ea im Sor\u00fcberfliegen, fobajj it au\u00e2 eigener \u00a9rfahvung gar dtitt\u00ea gu fagen mei\u00a7, m\u00e4hrenb alle \u00fcbrigen dteifenben, melte biefelben \u00a9egenben mie id;","page":190},{"file":"p0191.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3 o it i g a n $ e t g e r.\n191\nbefudfjten, fe^r tooljl mit biefert V\u00f6geln Mannt m\u00fcrben, ipeuglin bemerft, bajj er bie Bd* il)reB 9luf; enthalt\u00bb im \u00a9ubaljn ober in Habefd) gtoifdhen bie SDRonate \u00a9c|>tember unb 5tyril fe^en m\u00f6ge, ba er in ber trodenen Sattheit niemalB einen oon ihnen angetroffen habe. 3d> fantt oerfidjent, bafj id) auf bem mittleren blauen Sil auch to\u00e4hrenb ber Segengeit nicht baB \u00a9l\u00fcd gehabt habe, einen oon ihnen gu beobad)ten.\n\u00a3)er Seifenbe Sttbolf, bcffen \u201e\u00a9efdjidde Sethioj\u00fcenB\" im 3>a\u00ef)re 168J erfdb>ien, i[t ber \u00a9rfte, ioeldjer \u00fcber ben Jponigan^eiger fjmcht. \u00a9r toeif; bereitB, trenn and) nidjt burd) eigene \u00a9rfaljrung, ba\u00a7 ber Sogei StleB, ioaB ijjnt aufgefalfen, bem Sienfdhen Oerr\u00e4th, nid)t bloB bie Sienennefter, fonbern and) bie toilben S\u00fcffel, \u00a9lefanten, \u00a3iger unb \u00a9drangen, unb baj? er einen i^m toidigen S\u00e4get ju bem oon ihm entbedten X^ier ober \u00a9egenflanb f\u00f6rmlich \u00ef)inf\u00fcljrt. 2obo, beffen Seife nad) Sbiffinien im Sahre 1728 ^erauBgegeben tourbe, tljut unfereB SogelB ioiebetunt \u00a9rtoa^nung. \u201e\u00a3>er Storcc ober Honigangeiget\", fagt et, \u201ebeft^t eine befonbere Saturgabe, iponig unb Sienen, bereit in Sethiopieit eine unbefd)reiblid)e Stenge unb gtoar oon ben oerfd)iebenften Srtett angutreffen ift, gu entbeden. \u00a9inige ftnb gleidbfam g\u00e4hnt unb iooljnen in K\u00f6rben, anbere galten f\u00efdj in I)ol)ten S\u00e4umen auf, nod> aitbere in S\u00f6djern unb ^\u00bb\u00f6^Ien unter ber \u00a9rbe, bie fte mit \u00a9orgfalt rein galten unb fo f\u00fcnftlidj oer= fteden, baft man S\u00ee\u00fclje hat, fte gu ftnben, obgleich fte oft nahe an ber Sanbfirafte ftnb. 2)er ^onig, toeld)en fie unter ber \u00a9rbe bauen, ift Oodft\u00e4nbig ebenfo gut, toie ber in K\u00f6rben gewonnene, nur ettoaB fdjto\u00e4rger. S<h rn\u00f6dite faft glauben, baft eB berfelbe ^ottig getoefen fei, oon ioelc^em S^anneB in ber SBitfte gelebt hat.\"\n\u201e2\u00f6entt ber S\u00eeoroc ein Sienemteft aufgefp\u00fcrt hat, fe^t er ftd) an bte Sanbftrafte, fd)l\u00e4gt mit ben kl\u00fcgeln, ftngt, fobalb er Semanb erblidt unb fudfjt baburd) ihm begreiflich gu mad)en unb il)n aufgus muntern, baft er itjm folgen folle unb bie 5lntoeifung eineB SienemtefieB gu ertoarten tjabe. Stadt er, baft matt mitgeht, fo fliegt er oon Saum gu Saunt, biB er an biefenige \u00a9teile fommt, too ber Honig gefunbett toirb. 3)er Sbifftnier bem\u00e4chtigt ftd) beB ^onigB, ermangelt aber niemalB, bem S\u00f6gel einett guten \u00a3he^ baoon gu \u00fcberlaffen.\"\nSach biefen beibeit Setfenben gibt \u00a9harmanu \u00a9nbe beB oorigett SahrhunbertB eine oodft\u00e4nbige \u00a9d)ilberung biefer \u00a9igenheit unb beB auffadenben SetragenB ber Honigfufufe, unb biefe \u00a9d)ilberung ift oott allen nad) ihm folgenben Saturforfdjent iebiglich beft\u00e4tigt toorben. Saillant meint gtoar, baft \u00a9parmann toahrfcheinlidh nie einen Houigangeiger gefe^en, fonbern nur bie \u00a9rg\u00e4t)lungen ber Hottentotten toiebergegeben habe; aber ber gute Saillant hat \u00a9parmann nid)t berichtigt unb noch bagu eine falfdhe Sefdhreibung beB ^ortpflangungBgefch\u00e4ftB geliefert: feine Snftd)t fann alfo faum in Stage fomnten.\n\u201e\u00a3)er Sienenoerr\u00e4therfufut\", fagt \u00a9parmann, \u201ebeffen ich bei Sefdhreibung beB SatelB gebacht habe, oerbient, baft id) h^t* feine fonberbare \u00a9efdjidjte auBf\u00fchrlid)er befannt mache. SDer \u00a9r\u00f6fte unb $arbe toegen ift er gtoar eben nicht merfto\u00fcrbig ; benn bei fl\u00fcchtigem Snblid gleicht er bloB bem gemeinen, grauen \u00a9petting, obfdhon er ettoaB gr\u00f6\u00dfer unb falber ift unb einen f leinen gelben Sied auf jeber \u00a9djulter hat, auch feine \u00a9teifjfebern mit 3Bei\u00a7 gemifdht ftnb. \u00a9igentlid) ift eB toohl toeiter Sid)tB alB \u00a9igennuh, um beffen mitten er bem 3Senfd)cn unb bem Satel bie Sienennefter entbedt; benn Honig unb Sienenmabeit finb fein liebfter ^ra\u00a7, unb er toei\u00a7, ba\u00a7 beim ^l\u00fcnbern ber Sienennefter allzeit \u00a9ttoaB ocrloren geht, baB auf feinen Sittheil f\u00e4llt, ober bafj man mit ^tei^ \u00a9ttoaB alB eine Selohnung feineB geleiteten \u00a9ienfteB \u00fcbrig l\u00e4\u00a7t.\" H^er toenbet Saillant mitSedht ein, ba\u00a7 biejenigen Honig\u00efu\u00efu\u00efe, meld)e in ben oott \u00dcKenfdhen bemohnten S\u00dfilbniffen h\u00e4ufen, unm\u00f6glich auf eine berartige Selohnung ihrer \u00a3)ienfte rechnen f\u00f6nnen unb bod) auch leben, ba^ alfo ber Sogei bem SSenfdjeit nicht abftdhtlid) bient, fonbern biefer ftdh bie \u00a9igenheit beB HonigangeberB einfach ju Su^e macht. \u201eSei allebem\", f\u00e4hrt \u00a9harmann fort, \u201efefct bie Slrt, toie biefer Sogei feine Ser= r\u00e4therei betoerfftelligt, oiel Ueberlegung oorattB unb ift betouuberungBto\u00fcrbig. \u00aeer Storgen unb Sbenb fdjeinen feine oornehmft haffenbe 3eit ^u fein; menigftenB geigt er bann ben meiften \u00a9ifer, mit feinem fchttavrenben \u201e\u00a9l)err dherr\" bie Slufmerffantfeit ber SatelB unb\tre\u00d4e \u00e4u","page":191},{"file":"p0192.txt","language":"de","ocr_de":"192\n\u00a9ie \u00a9pfifyer. Seid^tfc^ncib\u00efei*. HonigfuMe.\nmachen. S\u00eean n\u00e4hert ftd) fobann bcm Sogel, ber unter fortgefefctem Dtufen bem \u00a9triche, meinem ber n\u00e2d)fte 33iettenfc^njarm guf\u00efiegt, allm\u00e4hlich rtac^f\u00fcegt. Stan folgt unb nimmt ftd) in Sd)t, burd) \u00a9er\u00e4ufd) ober gal)treid)e \u00a9efel(fd)aft feinen S\u00f6egVoeifer fd)eu gu madden, fonbern antwortet itjm lieber, mie eS einer meiner fd\u00dfauen Sufd)m\u00e4nner tl)at, bann unb mann mit leifem unb gang ge\u00efinben pfeifen, gum Seiten, baff man mitge\u00ef)t. 3d) habe bemertt, ba\u00df meitn baS Sienenneft nod) meit meg mar, ber Sogel jebeSmal mir nad) einem langen $lnge Halt ntad)te, um mittlermeile ben Sienenj\u00e4gcr gu ermarteu unb bon neuem aufguforberu, in eben bem S\u00dfer^\u00e4ltni^ aber, als er bem Scefte neiger faut, gmifdjeuburd) immer eine t\u00fcrgere \u00a9trede flog unb fein \u00aeefd)rei eifriger unb \u00f6fterer erneuerte. S\u00dfenit er ettblid) beim Sefte angenommen ift, eS mag nun in ber \u00aeluft eines SergeS ober in einem l;ol)len Saume ober in einem unterirbifd)en \u00a9ange gebaut fein, fo fd)mebt er einige Sugenblide \u00fcber bem; felben, fe^t ftd) hierauf, unb gmar gem\u00f6hnlid) in einem benad)barteit Sufd), foba\u00df er nid)t gefc^en merben !antt, gang ftiCC nieber unb ftel)t gu, maS gefd)iel)t unb bon ber Sente f\u00fcr il)n abf\u00e4Ut. \u00a9S ift glaublich, ba\u00df er auf biefe Skife jebeSmal l\u00e4ngere ober \u00ef\u00fcrgere Seit \u00fcber bem Siefte I)erumflattert, el)e er ftd) berftedt, ob man gleid) nid)t immer fo genau Sd)t barauf gibt. \u00a3)em fei, mie iljnt molle, fo lantt mau aHegeit berfic^ert fein, ba\u00df ein Sienenneft fel)r nal)e ift, menu ber Sogei gang ftitt fd)meigt. Sn einem Orte, mo mir einige \u00a9age bermeilten, m\u00fcrben meine Hottentotten bon einem etmaS fd)euett Sienen\u00efu\u00eful mehrmals nad) ein unb berfelben \u00a9egenb \u00c7ingelodt, el)e fte aufmerffatn m\u00fcrben unb, burd) ifm gef\u00fchrt, baS 9teft auffpiirten. S\u00dfenn man nun nad) ber Snmeifnng beS SogelS baS Sieucit; ueft gefunben unb auSgepl\u00fcnbert hat, pflegt man ihm auS \u00a9rfenntlid)feit einen anfe\u00a7ulid)en \u00a9l)eil ber fd)led)teren \u00a9djeiben, morin bie junge Srut ft^t, gu \u00fcbertaffen, miemoI)l gerabe biefe \u00a9d)ei6cn bie lederfien f\u00fcr ihn fein m\u00f6gen, fomie auch bie Hottentotten fte leineSmegS f\u00fcr bie fd)ted)teften ^atten.//\n\u201eSteine S\u00dfalbhottentotten fomol)l, als bie Snftebler fagten mir, menu man abftd)tlid) auf ben Siettenfaug auSget)e, m\u00fcffc man baS erftemat nid)t gu freigebig gegen biefen bienfteifrigen S\u00f6gel fein, fonbern nur fo biet \u00fcbrig taffen, als erforbertid) fei, um feinen S)tyetit,gu zeigen; beim hierburd) merbe er in \u00a9rmartung einer reichlicheren Sergettung noch einen \u00a9d)marrn berratl)en, menu bergteid)cn etma in ber 9tad)barfd)aft nod) botI)anben fein foUten.\"\n\u201eObfd)ou um bie ^apftabt mitbe Sienett gefunbett merben, mar hoch btefer Sogei bafelbft gang unbefannt, unb als id) in ber \u00a9egenb beS \u00a9ro\u00dfbatermalbeS guerft babon rebett h\u00f6rte, hielt id) bie gange \u00a9ad)e f\u00fcr eine $abet, gumal id) eben bamalS ben Serfud) eines jungen Stenfd)en, burd) Hilfe eines angeblichen SienenMufS Honig gu finben, berungl\u00fcden fal). Steine Hottentotten bom S\u00fcffel; jagbfluffe unb \u00e4mellenbani berftd)erten mir hernad), ba\u00df fie aud) in biefen ihren \u00a9eburtSgegenbeit mit jenem Sogei Selanntfd)aft gemacht h\u00e4tten, geftanben aber babei, er fei ba feiten unb fd)ett unb meber fo beutlid)er noch fo bienftfertiger Honigmeifer als in hteftger \u00a9egenb unb in ber S\u00df\u00fcfte.\"\n\u201e\u00a9o oft id) aud) in ber 2Biifte unb felbft einmal jenfeitS SrubntjeSh\u00f6l)e biefen S\u00f6gel, mcld)en bie Snftebler feiner ftd) hinauf begiehenben \u00a9igenfd)aften megen ben Honigmeifer nennen, fah unb nid)t fetten bie $r\u00fcd)te feiner Serr\u00e4therei erntete, hatte ich *>od) nur auf ber fft\u00fcdreife \u00aeetegenl)eit, gmei babon gu flie\u00dfen. \u00a3)ieS nahmen meine Sufchm\u00e4nner aber fel)r \u00fcbet, unb obgleich ich borl)er meinen Hottentotten eine gro\u00dfe Seto\u00ef)nung an \u00a9laSforalten ttttb \u00a9aba! berfprodjett hatte, metttt fte mir behilflich fei\u00ab moKten, einen Honigftdu\u00ef gu fangen ober gu flie\u00dfen, fo maren fte bod) gu gro\u00dfe ^reunbe biefeS SogelS, als ba\u00df fte eS h\u00e4tten tl)un motten unb hatten gu menig Sufi, ihn gu oerrathen.\"\n(Summing erg\u00e4bt, ba\u00df matt, um baS Sienenneft auSgunehmett, eine Staffe trodeneS \u00a9raS ant \u00a9ingattge beS SauS angiittbe, ben Honig herauSt)o!e unb bem Sogei g\u00e4be, maS ihm geb\u00fchrt, moranf biefer (Sittern, faits man fein @egmitfd)er mit pfeifen ermibere, oft nod) gu einem gmeiten unb britten Dtefte f\u00fchre, \u00a9ournet) berichtet, ba\u00df er in bem Stagen eines bon ihm erlegten Heufd)reden gefunben, aber gefehett habe, mie ber S\u00f6gel gelegentlich ftd) auf bie Sienenft\u00f6de fefje uub ben auS; ober gufXiegenbett Sietten auflauere, \u00a9r beft\u00e4tigt, ba\u00df bie Gaffent ihn ftetS f\u00fcr feine SDienfte belohnen unb ba\u00df er fofort ttad) bem Sbguge herbeifommt, um bie ihm gur\u00fcdgelaffetten Staben in Sefth gu nehmen. Such \u00aeirt hat erfahren, ba\u00df ber Houigattgeiger gumeilett gmei Stettettne\u00dfer berr\u00e4th, aber","page":192},{"file":"p0193.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3 out fl an feiger.\n193\nfiidfdhtoeigi, ioenn er nur ein cittgigeS toeifj. \u00a9od) Betr\u00fcgt er ben S\u00e4ger guloeilen, inbem er ilju anftatt gu loilben gu gaumen S3ietten-f\u00fchrt. SS ou einem t\u00f6btlichen AuSgange ber K\u00e4mpfe gtoifchen iponigangeber unb SSienen, oon bent SS aillant Berietet, ioeifj feiner ber neueren ^Beobachter \u00a9ttoaS angugeBen.\nSS ai liant oerfichert, baf ber jponigaitgeBer brei Bis nier ioeife (Ster in 33aumf)\u00f6^ltingen auf ben SUtulm lege unb fte gemeinfc^aftlid^ auSBr\u00fcte. SDiefe Angabe ift aBer bttrdj bie SSeobadjtung ber \u00a9ebr\u00fcber SSerreaur mit aller SSeftimmt^eit als irrtptftlic^ nacfjgetniefen toorben. \u00a9ie letztgenannten Aaturforfdjer fanbett \u00a9ier ober $unge ber brei oerfcpiebenen .Sponigangeber, treize \u00a9\u00fcbafrifa Betoohnen, in ben Heftern non SB\u00fcrgent, \u00a9rauO\u00f6geln, \u00a9pedjten, Preten \u00e4ljnlidjett SS\u00f6geltt. Seiber ift mir iljr SSeridjt rtic^f gur .!panb, unb beSljalb fann id) nur benoon jpartlaub gegebenen AuSgug bier anf\u00fchren. \u00a9aS SBeiB^en legt fein gl\u00e4ngenb ioeifjeS \u00a9i auf bie fladfje \u00a9rbe unb tr\u00e4gt baffelBc mit bem \u00a9cpnaBel in baS gut\u00bbor erVx>\u00e4B)lte frembe SRefl, nad)bent eS ein \u00a9i herauSgetoorfen h&t. SBentt ber junge iponigfnfuf. etloaS herangetoadjfen ift, ttadj SSerreaur S3eoBad)tungen ettoa nadj SDionatSfrift, Beginnen bie \u00a9Item, benfelBen gu f\u00fcttern unb forbern i^rt auf, baS dteft ber \u00a9tiefeitern gu oerlaffett. SSerreaur BeoBad^tete, bafj ein unb baffelbe SBeibdhen feine bret \u00a9ier in bie Hefter brei oerfd)iebener fleiner SS\u00f6get legte.\n*\n*\n*\n\u00a9ie \u00aeufufe (Cuculi) fenngeid)nen ftd) burd) fopftangen, fanft gebogenen, gclo\u00f6hnlid) gtemlid) b\u00fcniten, an ber SBurgel verbreiterten \u00a9chnabel, furge ober h\u00f6d)ftenS mittellange, paargepige Sf\u00fcf\u00eae, lange, female unb fpi^e Fl\u00fcgel, in benen bie britte \u00a9djioinge bie l\u00e4ugftc gu fein pflegt, einen langen, abgerunbeten ober feilf\u00f6rmig gugefpifcten, gebnfebrigen \u00a9d)toang, fotoie enbli\u00f6f) etn bid)teS, aber nicht BefonberS umfangretd)eS \u00a9efieber, toeld)eS lofe in ber $aut ftfct. \u00a9ie \u00a9efd>led;ter unterfc^etben ftd) hinjtd)tlich ber F\u00e4rbung in ber Siegel toenig, bie Sdngen merflid) oon ben Alten.\n\u00dcRad) ben Unterfud)ungen non Aipfd) geid)net ftd) ber innere S3au unfereS ^ufufS burd) fofgenbe ^auptmerfmale aus. \u00a9ie SBtrBelf\u00e4ule Befielt auS gto\u00f6tf -fpatS;, fteben bilden = unb ftebett \u00a9d)toangtoirBeln. SSon ben fteben dtippenpaaren haben f\u00fcnf dtippenfnod)en. \u00a9aS SSruftbein Biegt ftd) mit feinen hinteren ^be^ett nadj) ftujjett, baS \u00a9abelbein ift burd) ein f\u00f6rmliches \u00a9etenf mit bem SSruftbein\u00efamme oerbunbeit. \u00a9ie !>fteBenfd)uiter Bl\u00e4tter fehlen. \u00a9aS SSecfen ift furg, nur bie Ober; fd)enfeIfnod)en nehmen feine Suft auf, alle \u00fcbrigen ftnb luftfiibrenb. \u00a9ie hornige 3u\u00abSe ift mittels lang, giemlich gleich breit, am \u00a9eitenraitbe unb Oorn fchneibenb. \u00a9er \u00a9d)luttb ift loeit unb IropftoS, ber SSorntagen mit nieten ftarfen \u00a9\u00abhteimbr\u00fcfen Befefct. \u00a9er h\u00e4utige SSagett iff einer Bebeutenben Auftreibung f\u00e4hig, \u00a9ie Beiben Sebertappen ftnb Oon ungleicher \u00a9r\u00f6fje, bie \u00e4Jtitg ift toingig fleht.\n\u00a9ie d\u00ef\u00efitg\u00efieber biefcr Familie oerbreiten ftd) \u00fcber bie alte SBett unb \u2022Jteithodanb. \u00a9ie ftnb ttt Snbien unb Afrifa BefonberS gahlreid), int (ftorben aber nur burd) eine eingige Art Oertreten. Alle ohne Ausnahme geh\u00f6ren bem SBalbe an unb entfernen ftd) BtoS geitioeilig aus ber fft\u00e4lje ber SS\u00e4utne. \u00a9ofteit ber S3aumtoud)S reicht, ftnben fte ftd) \u00fcberall, Baumleere \u00a9treden hingegen nteiben fte g\u00e4nglid). \u00a9ie norbifd)en Arten ioanbern, bie f\u00fcblidjeren ftreichen h\u00f6d)ftenS int Sanbe auf unb nieber. \u00a9ie ftnb unruhige, ft\u00fcrmifdjO/ fl\u00fcchtige unb fheue SS\u00f6gel, ivetd^e bie \u00a9efelligfeit mit ShreSgleidjett nteiben, ftdh \u00fcberhaupt nicht gern mit anbern S3\u00f6geln gu fc\u00efjaffen machen, \u00a9ie burdhfliegen rafdh ein giemlid) grofeS \u00a9ebiet, burdhfuhen bi\u00e7 S3\u00e4ume, fliegen oon ihnen auS auf baS erfp\u00e4hete ^hiev \u00fbudj looht Bis gunt 23obett herab, ohne ftdh jebodp hier niebergutaffen, unb ftreifen fo fliegenb, freffenb unb fd)i*eienb in ihrem \u00a9ebiete auf unb nieber. \u00a9ie Aahrung Befiehl faft auSfdhlieph auS ^erbtljieren unb inSs Befonbere aus beren Saroen, oor Adern aber aus h\u00f6rigen Raupen, loeldhe Oon ben \u00fcbrigen SS\u00f6getn Oerfchm\u00e4ht loerben. \u00a9ie .(paare biefer Dlaupen Bohren fiep Bei ber SSerbauung fo feft in bie dJtagen* lo\u00e4nbe ein, bafj biefe Joie Behaart auSfehen unb gu falfd)en \u00a9c^l\u00fcffert oerleitet haben, \u00a9eit gr\u00f6\u00dferen SBre^m, Sterleten. IV.\t13","page":193},{"file":"p0194.txt","language":"de","ocr_de":"194\n\u00aeie Sp\u00e4her. 2eid)tfd)n\u00e4Mcv. \u00dfufufe.\nHrten bev Familie fagt man nad), baf ftc and; Heine S\u00dfirbclthiere, Surdje 3. 33., nid)t Verfdjm\u00e4hen, unb a\u00ef\u00efc ol)ue Hu\u00eanahnte gelten, t;cd)ft Wahrfdjeinlid) mit vollem \u00ef\u00ef\u00eeedjte, al\u00ea ffteftr\u00e4uber unb jtnar a\u00ef\u00ea foTd;e, Wcldje bie \u00a9ter nidjt Ho\u00bb wegnefjmen, fonbern aud) Verfangen. Oiefe\u00ea einigerma\u00dfen auffalfenbc Dtaubgeliift erfl\u00e4rt ftd; burd) bie Fortpflanzung ber \u00c4ufufe. S\u00e4mmtlid)e Hrteit bcr Familie unterziehen ftd) n\u00e4ntlid) ber Vebr\u00fctung ihrer \u00a9ier nicht felbft, fonbern biirbert bie pflege ihrer Vrut attbern V\u00f6geln auf, ittbent fie ihre \u00a9ier in beren Hefter legen. Oabei pflegen fie -minbeften\u00ea ein (Si au\u00ea bem Hefte bcr erforeiten ^3ffegeelterrt herau\u00eazunehmett, unb biefe\u00ea ift e\u00ea, Weld)e\u00ea gelegentlich auch mit Verf\u00fcgungen wirb. Oie Vh\u00fct[ache i\u00df geleugnet Worben, unterliegt aber, Vielfad)en Veobad)tungen infolge, gar feinem ^Weifet. lieber bie Urfadje be\u00ea Hid)tbr\u00fcten\u00ea hat man feljr verfd)iebene Zunahmen aufgeftctlt unb zu unter f\u00fcllen gefugt, bi\u00ea jeht aber bureaus nod) feinen fd)Iagenben \u00a9ruttb zu entbeefeu vermodjt.\nF\u00fcr 2Hattd)en fcheint e\u00ea fraglich, ob fair bie $ufufe al\u00ea n\u00fchltd)C ober al\u00ea fd)\u00e4bliche V\u00f6gel auzu; fchett haben. Hnbeftreitbar leiften fie gro\u00dfe Oicnfte burd) Hufzehren ber gegen bie Eingriffe anberer ^crbtl)ierr\u00e4uber gefaappneten haarigen Raupen; aber ebenfo unzweifelhaft verurfadjett fte burd) ba\u00ea Hnterfd)iebeu ihrer (Sicr f\u00fchlbaren Sd)aben, ba bie \u00a9rziehung eine\u00ea \u00aettfuf\u00ea regelm\u00e4\u00dfig bie 33er-uid)tung ber StiefgcfdjWifter, bei beseitigen Wirten, faeld)e ihre \u00a9ier in bie Hefter fleinerer 33\u00f6gcl lege;:, immer nad) fid) zieht, dagegen l\u00e4\u00dft ftd) nun freilich faieber einfaenbett, ba\u00df ein $ufuf in Vertilgung bcr $erbtf)iere mehr leifte, al\u00ea f\u00fcnf ober fed)\u00ea ffeine S\u00e4uger, unb fo fairb e\u00ea al\u00ea faohlgethan crfd)eiucn, faenn fair beu \u00c6ufufen unfern Schuh gew\u00e4hren.\nUnfer \u00dfufiif ober \u00a9and) (C'uculus canorus) vertritt bie Sippe bcr 5fufufe int engften Sinne unb feunzcid)ttet ftd) burd) fd)laufen Seib, ffeinen, fd)faad)cn, fanft gebogenen Sd)uabel, lange, fpi^e Fl\u00fcgel, fehl'langen, gerunbeten Sd)faauz, furze, tpcilfacifc Gefieberte F\u00fc\u00dfe unb ein zientlid) Weid)e\u00ea, b\u00fcfierfarbige\u00ea \u00a9efteber. Oa\u00ea SDi\u00e4nu^ctt ift auf ber Oberfeite afd)graublatt ober bunfelafd}5 grau, auf ber Unterfeite grauwei\u00df, fd)fa\u00e4rzlich iu bie Ouere gewellt; bie^eple, bie Vkngen, bie \u00a9urgel { unb bie fpal\u00eafeiten bi\u00ea zur \u00a9ruft herab ftnb rein afchgrau, bie Sd)faiugeu bleifchfaarz, bie Steuer; febertt fd)faarz, Wei\u00df gcfledt. Oa\u00ea Huge ift hodjgelb, ber Sd)nabel fd)faarz, gilblid) an ber VBttrzel, ber Fu\u00df gelb. Oa\u00ea alte V\u00dfeibdjen \u00e4hnelt bem 9H\u00e4mtd)ett, f)ut aber am fpintet'halfe unb an ben Seiten be\u00ea Untei'halfe\u00ea wenig bemerfbare r\u00f6tl)lid)e Vinben. Oie jungen V\u00f6gel ftnb oben unb unten , quer gewellt, junge Vkibdjen auf ber Oberfeite oft auf rotbraunem \u00a9runbe mit ftarf hervortretenbeit Ouerbinben gezeichnet. Oie Hinge betr\u00e4gt 14, bie Vreite 2412, bie Fittigl\u00e4nge 9, bie Schwanz5 l\u00e4nge 7% 3\u00b0H- Oa\u00ea V\u00dfeibd)en ift um mehr al\u00ea 1 3vH f\u00fcrzer unb fchm\u00e4ler.\nSn \u00a9uropa, Hften unb Hfrifa gibt e\u00ea Wenig S\u00e4nber ober \u00a9egeuben, in benen ber \u00aeufuf nicht beobad)tet Worben ift. Hl\u00ea Vrutvogel bewohnt er ben korben ber alten V\u00f6elt, \u00a9uropa vom Horbfap an bi\u00ea zum \u00aeap Varifa, ben Horben aber viel h\u00e4ufiger, al\u00ea ben S\u00fcbeu. Von hier Wanbert er nad) Silben, von Sibirien au\u00ea burch \u00a9hinct unb SanZ 3\u00abbien bi\u00ea auf bie javanifd)en, bie Sunbainfelu unb nach \u00a9eplott, von \u00a9uropa au\u00ea bi\u00ea nach S\u00fcbWeftafrifa. Sn allen R\u00e4ubern Oft;Suba\u00ef)n\u00ea, Weld)e id) burdhreifte, habe id) auch ben \u00c4ufuf gefehert, aber nod) nirgenb\u00ea in ber VBinterherberge, unb ich ^ei\u00df nid)t,\nWie Weit er feine Vktnberuitg eigentlich au\u00eabehtteit mag. Vei un\u00ea zu Sanbe erscheint er um bie Htitte be\u00ea Hprit, in Sfattbinaviett hingegen erfi Hnfang\u00ea ober felbft H\u00eeitte H\u00eeai\u00ea ; hier wie ba aber verweilt er nur bi\u00ea Hitfaitg\u00ea September, unb fdjon am 11. biefe\u00ea Hionat\u00ea bin ich ihm in S\u00fcbnubien begegnet. Hu\u00eaitat)m\u00eaWeife traf ich il)n Gereit\u00ea am 14. Suli bei Hlerattbrien a\u00ef\u00ea V\u00dfanbervogel an.\nSn Oeutfd)fanb h\u00f6rt man ben $ufuf in alleu V\u00dfalbuttgeit, gleichviel, ob biefelbeu au\u00ea Habel; \u2022 ober ob fie att\u00ea Saubb\u00e4umen beftehen. Su S\u00fcbeuropa ift er Weit feltener al\u00ea bei un\u00ea, ba, Wo e\u00ea ^Salbungen gibt, aber both Wenigfteu\u00ea noch Vrutvogel; in Sfanbittavien hingegen geh\u00f6rt er zu ben","page":194},{"file":"p0195.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c6u\u00efuf.\n195\ngemeinften V\u00f6geln be\u00ea \u00a3anbe\u00ea: toenigften\u00ea erinnere idj mid) nid)t, irgeubtoo fo t>iete \u00c4uFuFe gefc^eit gu ^aben, a\u00efs in Nortoegen unb in Sapp\u00efanb. Stuffa\u00cf\u00cfenb genug ift, baf? eiitge\u00efne \u00aeuFuFe aud) auf Sni'eln gefuuben inerben, it>cld)e fe^r arm an S\u00e4umen [tn\u00ee>, fo 3. S. auf Spit.\n3ebeS \u00aeuFuFSp\u00e4rd)en, richtiger oie\u00ef\u00efeid)t/jebeS \u00c6uFuFSm\u00e2nnchen m\u00e4^It ober erf\u00e4mpft ftd) ein \u00a9ebiet bon giemlicbem Umfange unb Ocrtheibigt baffe\u00efbe ^artnac\u00efig gegen einen ettoaigen Nebenbuhler. 2Birb ein \u00c6uFuF \u00fcerbr\u00e4ngt, fo ftebelt er ftc\u00a3> bid)t neben bem \u00a9roherer an unb ftd)t mit biefem bann faft tagt\u00e4glich einen Straujj auS. \u00aea\u00a7 ein unb berfelbe Sogei gu bemfelben Orte gur\u00fccFFehrt, ^at Naumann burd) Seobad)tungen feftgeftellt. \u00a9r Fanute n\u00e4mlich einen tof, melier ftdj burd) feine auffallenbe (Stimme oor ben \u00fcbrigen Fenngeid)uete, unb erfuhr, ba\u00a7 berfelbe to\u00e4hrenb gtoeiunb; breiig Sehren in jebetrt ftr\u00fchlinge in bemfelben \u00a9ebiete erfd)ien. Seinen Stanbort burd)fd)meift ber\n\u00aeer S\u00eeu\u00efu\u00ef ober \u00aeaud) (Cuculus canorus). i/3 ber not. \u00aer\u00f6{je.\n\u00aeuFuF ohne Unterla\u00df, unb beSl;alb erfd)eint er mit einer getotffen Negelm\u00e4fjigFeit auf beftimmten S\u00e4umen tagt\u00e4glich mehrere SNalc.\nUnter ben mir beFannten Serioanbten ift ber \u00aeuFuF ber fl\u00fcchtigfte, unruhigfte unb lebl)afteftc. \u00a9r ift in Seioegung bout SNorgen bis gum Nbenb, in SFanbittatoien fogar io\u00e4hrenb beS gr\u00f6\u00dften \u00a3he^ ber Nacht. \u00a9S machte einen eigent\u00fcmlichen \u00a9inbrucF auf mich, bei meinen n\u00e4chtlichen Sagbeit ben $uFuFSruf noch ,iac*) e^f 2ibenbS unb fd)on oor ein Uhr SNorgenS gu oernehmett. 3B\u00e4hrettb feiner Streifereien frifjt er beft\u00e4ubig; benn er ift ebenfo gefr\u00e4\u00dfig, als beioegungS* unb fd)reiluftig. 9Nit leichtem, gierigen, fd)nellen $\u00efuge, n>e\u00efd)er bem eine\u00ea f\u00c7alfert \u00e4hnelt, Fotumt er angeflogen, l\u00e4\u00a7t ftd) \u00fcuf einem bicFen 9lfte nieber unb fleht ftd) nach Nahrung um. \u00a7at er eine Seute erfp\u00e4l)t, fo eilt er mit ein paar gefehlten Sd)toeuFungen gu ihr hin, nimmt fie auf unb Fel)rt auf benfelben Nft gttr\u00fccF\n13*","page":195},{"file":"p0196.txt","language":"de","ocr_de":"196\n\u00a9te \u00a9p\u00e4ber. Seidfjtfcbn\u00e4Bler. \u00c6uBu\u00efe.\nober fliegt auf einen atibern Saunt ttnb inieberbolt \u00c7ter baffelbe. 3w \u00a9Banbtnanien fi($t er Befonber\u00ea gern auf ben \u00a9el\u00e4nbern, toeldje bie SSege non ben Reibern aBgrengen, tretBt ftd^ \u00fcberhaupt riet mehr in ber 9i\u00e4\u00a7e ber Ortfd^aften untrer, alg BeLung. UeBrigen\u00ea i|t ber $uBuB nur im fliegen gefehlt, in allem \u00fcbrigen t\u00e4fjpifd^. 3u geben ift er Baum im \u00a9tanbe unb Heftern Bann er gar nicht. 3nt ^r\u00fc^lirtg nerf\u00e4untt ernie,'nacb bent SlttfB\u00e4umen einigemale feinen lauten Stuf erf\u00fcllten gu taffen, nttb trenn bie Siebe ftd) in ilmt regt, treiBt er fo argen SJtifBraud) mit feiner \u00a9timme, baf er gute^t Bud)fi\u00e4Btid) Reifer Wirb. Puffer bem BcBannten \u201e\u00aeuBuB\" ruft ber Sogei aud) noch teife \u201eOuatnatna\" ober \u201e\u00a3agbagbagbag\", to\u00e4hrenb bag S\u00dfeiBdjen ein eigentf;\u00fcmrid^e\u00ea \u00a9clatter ober @eBid)cr Oernebmett t\u00e4ft, tnelcbeg burd) bie \u00a9iBBen \u201e\u00aetniBtniBtoiB\" Ungef\u00e4hr toiebergegeBen toerben Bann.\nOer \u00dfuBuB ift alg ein ho# unfriebfertiger S\u00f6get nerfdjrieen; ich Bann biefer Slnftdjt jebod) nicht Beifiimnten. 2>n \u00aeampf unb \u00a9treit liegt er nur mit anbern feiner Strt: bie gange \u00fcbrige Sogeltoelt l\u00e4ft i^n gteidjgiltig, foBa\u00efb eg ftd) nicht barum banbett, einem SJtitglieb beffelBen ein (Si aufgub\u00fcrben. SlBer gerabe bie Bteinen S\u00f6get, benen bie \u00a9bre ^be^ U>irb, bie jungen ^ttBuBe grofgugieben, Bennen ben alten Mutf unb er fte^t ftcb \u00bberfolgt, foBatb er fid) feben l\u00e4\u00dft, \u00a9efangene, Welche man unter \u00aeleingefl\u00fcgcl h\u00e4lt, ' Vertragen ftd) mit allen \u00a9enoffett oortrefflid) unb beuBen gar nicht baran, mit ihnen gu ftreiten ober gu babern. SlBer freilich ein m\u00e4nnlicher tuBuB ift bem anbern ein Oorn im Singe, \u00a9o Brutfaul ber Sogei ift, fo \u00f6erliebt fd^eint er gu fein. (Sr folgt feinem 2BeiBd)eit, Wohin biefeg ft\u00abb auch inenbet; aBer eg ift noch Beine\u00eatoeg\u00ea argenta# oB Bto\u00ea feinem SkiBd)en ober, tnie forgf\u00e4ltige \u00abBeobachter argtn\u00f6hnen, jebem Beliebigen, Wetcbeg ftcb feben l\u00e4\u00dft. Obgleich er (SntgegenBommen finbet, febeint ihn bie Siebe bod; gerabegu non \u00a9innen gu Bringen. (Sr ift Bu#\u00e4BIicb tod, fo fange bie S\u00dfaarungSgeit tn\u00e4hrt, febreit unaBl\u00e4fftg fo, bat \u00a9timme \u00fcberfd^na^pt, burebjagt unaufh\u00f6rlich fein \u00a9ebiet unb fteht in jebem anbern einen Gebern Buhler, ben baffengWertbeften aller \u00a9egner. OegbatB l\u00e4ft ftcb ber fonft fo fd)eue unb norftd^fige Sogei non Oem, tnelcber feinen 9tuf nad)guabmen nerftebt, auch unter allen Umfi\u00e4nben herbeitocBen.\nOaf ber \u00dfuBuB feine \u00a9ier in frembe Hefter legt, ioar febon ben Sitten BeBannt. \u201eOag SeBr\u00fcten beg tuBuBgeie\u00ea unb bag Slttfgieben beg aug ihm beWorBommenben jungen\", fagt Slrifto; tel eg, \u201etnirb non bemjenigen Sogei Beforgt, in beffen S\u00eeefi bag \u00a9i gelegt tourbe. Oer S\u00dfflegenater Wirft fogar, tnie man fagt, feine eigenen jungen aug bem Stefte unb l\u00e4ft fte nerhungem, tn\u00e4hreub ber junge Mut beranW\u00e4#. Slnbere erg\u00e4ben, bat er feine jungen tobte, um ben Mut bamit gu f\u00fcttern; benn biefer fei in ber Sugenb fo feb\u00f6n, bat feine \u00a9tiefmutter ihre eigenen jungen be\u00eabulB neraebte. Oag Steifte non bem hier (Srto\u00e4bnten tnollen Slugengeugen gefehlt haben; nur in ber SlngaBe, tnie bie jungen beg Br\u00fctenben Sogetg umBommen, ftimmen nicht Sille \u00fcBerein : benn bie \u00a9inen fagen, ber alte \u00dfuBuB Bebre guruef unb freffe bie jungen beg gaftfreunblicben Sogel\u00ea, bie Slnbern Behaupten, tneil ber junge \u00a3uBuB feine \u00a9tiefgefd)Wifier au \u00a9r\u00f6te \u00fcBertreffe, fo fd)nappe er ihnen Slde\u00ea tneg, unb fte m\u00fcften be\u00ea^alB \u00a3ungerg fterBen; Slnbere toieber meinen, er, alg ber \u00a9t\u00e4rBere, freffe fte auf. Oer Mut thut getnif gut baran, bat er feine finber fo unterBringt; benn er ift ftcb Betvutt, tnie feige er ift, unb baf er fte both nicht nertbeibigeu Bann, \u00a9o feig ift er, bat atle Bleinen S\u00f6gel ftcb ein Sergn\u00fcgen barau\u00ea machen, ihn gu gtniden unb gu jagen/' SBir toerben feben, baf an biefer \u00a9chilberung fehl* niel \u00e4\u00f6abreg ift; id) Will aBer and) fogleid) eingefteben, baf toir noch heutigen Sagg Beinegtoegg nollBommen unterrichtet ftnb. Oaf ich auf niete Sinnahmen, Stutbmafungen, 3toecBm\u00e4figBeitgtebren unb bergleid)en, mit benen jebe Scaturgefd)id)te beg MuH ober jebe nogetBunblicbe 3eitfd)rift \u00fcberhaupt \u00fcberf\u00fcllt ift, nicht eingehe, toerben meine Sefer Begreiflich finben. \u00a9oniet ift ficher, baf toir bag SSarum beg Scid)tBr\u00fcteng nod) ni#erBannt haben.\nOag \u00a9batf\u00e4chli^e, b. b- burch SeoBad)tung f^efigefteElte hmf\u00f6tlty beg $ortpflangungggefd)\u00e4ftg ttnfereg Sogelg ift folgenbeg: Oer \u00aeuBuB \u00fcbergibt feine \u00a9ier einer grofett Slngat)l nerfd)iebenartiger \u00a9ingn\u00f6gel gum SlugBr\u00fcteu. \u00a9cbon gegenw\u00e4rtig Bennen inir \u00fcber funfgig nerfdjiebene S\u00dfftegeettern; eg unterliegt aber gar Beinern 3weifet, baf ftcb biefe \u00aeunbe Bei. genauerer Ourcbforfcbttng beg","page":196},{"file":"p0197.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c2u\u00efuf.\n197\ngefammten SSerbreitung\u00eagebiet\u00e9 biefe\u00ea merflo\u00fcrbigen SBoge\u00ef\u00ea noch t\u00fcefenttid^ erweitern toirb. \u00a9o\u00efoeit mtr Mannt, hat man bi\u00ea jefct \u00c6u\u00efuf\u00eaeier gefunben in kn Heftern be\u00ea \u00a9impel\u00ea, \u00a9bel; unb SBergfin\u00efen, H\u00e4nflings, Seingeifig\u00ea, \u00a9r\u00fcnling\u00ea, \u00a9raws, \u00a9olbs, 3fcohr= unb 3Betbena\u00e7tmer\u00ea (Euspiza aur\u00e9ola), ber [pauben;,-!petbe = unb ^e\u00efblerdje, be\u00ea .fpeher\u00ea, einer (Sifter, be\u00ea SDornbre\u00efjer\u00ea unb fRothfbpf\u00ea, ber Nachtigall, be\u00ea S31 a it = unb Kot$s febldjen\u00eb, be\u00ea^au\u00ea* unb \u00a9artenrot\u00c7f^toaTtjeg, Sraun\u00efe\u00c7\u00ef^en\u00c2, be\u00ea fd)loargfehIigen \u00a9teinfdf>m\u00e2^er\u00ea unb \u00a9teinr\u00f4thel\u00ea, ber \u00a9iugbtoffel unb S\u00efmfel, ber \u00a9Berbers/ \u00a9art-ens; 2)orn;, 3aun = unb \u00dcJt\u00f6ndfjSgra\u00e4m\u00fcde, be\u00ea r\u00f4t^\u00efid^en unb 2BeibenIaub= ooge\u00ef\u00ea, \u00a9artenf\u00e4nger\u00ab, ber Noljrbroffel, be\u00ea \u00a3eid^, \u00a9untfifs, Ufers, \u00a9eggeu=, fluffs unb $eufdjretfenrofrfanger\u00ea (\u00a9d^toirl), S^unl\u00f4nig\u00ea, be\u00ea bunflen ^ie^er\u00eb (Anthus obscurus), be\u00ea SGBiefetts, \u00a9aunts unb SBradhpieper\u00ea, ber 33ad) = , \u00a9ebirg\u00eas unb \u00a9d>affte\u00cf3e, be\u00ea fetter; unb fafranf\u00f6pfigen \u00a9o\u00efb^\u00e2^nd^en\u00ea, ber ginfmeife, \u00eeurtels unb Ringeltaube. Unter biefert \u00a9\u00f4ge\u00efn toerben bie \u00a9d)ilff\u00e4nger, \u00a9teigen, %a\u00eam\u00fcden unb lieber beOorgugt, Dreier SRefter aber nur im \u00e4ufjerften Notljfad, m\u00f6glidjerioeife aud) au\u00e2 3Serfe|en benu^t.\nSDie \u00a9ier be\u00ea \u00c6ufuf\u00eb ftnb fo Oerfdjiebeitartig gef\u00e4rbt unb gegeidjnet, trie bei feinem anbern SSogel, beffen \u00a9rutgefdfj\u00e4ft man fennt. 3ebe, felbftrbie auffadenbfle F\u00e4rbung ber \u00a9ier \u00e4hnelt aber nte\u00efjr ober Weniger ber (Sif\u00e4rbung berjenigen S\u00df\u00f6gel, in bereu Hefter jene gelegt Serben, unb be\u00ea^alb ift je nad) ben Oerfdjiebenen Dertlid;feiten halb biefe, halb jene F\u00e4rbung Oorherrfd)enb. Sebe\u00ea SBeibc^en legt nur ein (Si in baffelbe Bceft unb gtoar in ber Negel blo\u00ea bann, ioenn ftd) bereite \u00a9ier be\u00eb ^fleger\u00ea in ihm beftnben. \u00e4Bahrfdjeinlid) legt e\u00ea auch blo\u00ea in bie Hefter ein unb berfelbett SIrt unb h\u00f6d)ften3 im Notljfad in bie attberer SB\u00f6gel. 3)iefe ^atfad^e hat guerft SBalbantu\u00ea aufge; [teilt unb begr\u00fcnbet, unb id) l)abe fte besljalb and) faft mit feinen eigenen Shorten gegeben.\n\u00a3)a3 betragen be\u00ea $ufuf\u00ea to\u00e4ljrenb feine\u00ea gortyflattgung\u00eagefdj\u00e2ft\u00ea l\u00e4fjt ftdb> in ber \u00ae\u00fcrge fdjilbern, trie folgt: \u00a9ofort nadj feiner SInfunft im gr\u00fchjaljr beult ber SSogel an bie Paarung unb fd)reit be\u00eal)alb feinen SiebeSruf burd) ben SBalb, Oerfolgt and) jebe\u00ea S\u00dfeibd^en, beffen er anftdjtig toirb unb hat oon beffen \u00a9pr\u00f6bigfeit burdjau\u00ea nid)t gu leiben. (Sr jagt e\u00a7 gtoar oon einem SBattme gum anbern unb burdjmifjt babei gvofje \u00a9treden, fdjreit ftd) and) Reifer, erreicht aber ba3 3*el feiner S\u00f6\u00fcttfdje, ohne baf; ba\u00eb SBeibdjen fonberlid^e Umft\u00fcnbe madjt, unb toirb nad) oodbradjter Paarung burd) ein laute\u00ea \u00a9elidier belohnt. SBenn ba\u00ea \u00a9i legreif getoorben ift, fliegt ba\u00ea S\u00f6eibdjen aul, unt Hefter gu fudjen. S3ei biefent \u00a9efdj\u00e4ft toirb e8 Oon bem SDt\u00e4nuchen nid)t begleitet; bettn biefe\u00ea fd;eint ftd^ \u00fcberhaupt um feine 97ad)fommenfd)aft nicht gu bek\u00fcmmern. \u00aea\u00ea 91efterfud)en gefd^ie\u00c7t fliegenb ; ba\u00ea SBeibc^en mu\u00a7 aber ein gang abfonber\u00eftdlje\u00ea @efd)id haben, ba e\u00a7 aud^ bie oerftedteften .Hefter au\u00eagufbahen toei\u00a7. 3m \u00a9egenfa^ gu feiner fonftigen \u00a9d^eu fomrnt e\u00e4 bei biefer Gelegenheit fehl* oft in unmittelbare Dt\u00e4he ber SBohnungen, ja felbft in ba\u00ea 3n\u00abore ber \u00a9eb\u00e4ube, g. SB. in \u00a9chup; |>en unb \u00a9djeiter. \u00a9r\u00efaubt e$ ber \u00a9tanbort ober bie SBauart be\u00ea 9\u00eeefte\u00ea, fo fefct fidh ba\u00eb legenbe SBeibdhen auf ba\u00ea 97eft, ift \u00aeie\u00ea nicht ber gall, fo legt e\u00a7 fein \u00a9i auf bie \u00a9rbe*.nimmt el in ben \u00a9dhnabel unb tr\u00e4gt e3 in biefent gu Stefte. @\u00ea \u00efommt oor, ba\u00a7 e\u00e4 in H\u00f6hlungen fd^I\u00fc^ft, burd) bereu \u00a9ingang e\u00a7 ftd) nur mit genauer 3RotI) gio\u00e4ngett bann: eingelne ftnb bei biefer Gelegenheit gefangen toorbeit, ioeil fte fid) nicht retten tonnten. @ar nicht feiten finbet man gloei, aud) gtoei oerfd)ieben gef\u00e4rbte ^ubuf\u00eaeier in ein unb bemfelben 9iefte. 9tachbem bie Sitte ba\u00ea \u00a9i gelegt hat, beh\u00e4lt fie bas? 9ceft noch int Sluge, lehrt Jnieberholt gu bemfelben gur\u00fcd unb ioirft \u00a9ier unb felbft 3unge, niemals aber feine eigenen am\u00a7 bem Btefte. Se^tere ^ha^a(\u00ef)e ^\t(er beobachtet\nioorben\u00bb\n\u201e3u beivunbent ift c\u00a7\", fagt S3ed[)ftein, \u201emit toeldjem gro\u00dfen Vergn\u00fcgen bie S\u00df\u00f6gel eine \u00c6uhd\u00eamutter fid) ihrem Bcefte nal)en fe()eit. SInftatt, ba^ fte bort ihre \u00a9ier Oerlaffen, Ioenn ein SDRenfd) ober fonftigen \u00a9efd;\u00f6^f ihrem Dtefte gu nahe fomrnt, ober Oor SBetr\u00fcbni^ loie tobt gur \u00a9rbe nieberfaden, fo ftnb fte hier im \u00a9egentl)eil gang aufjer ftcb oor ^rettbe. \u00aea\u00ea fleine 3\u00abunf\u00f6ttiggs","page":197},{"file":"p0198.txt","language":"de","ocr_de":"198\n\u00a9te \u00a9p\u00e4hev. geichtfdjtiabler. \u00c6ufufe.\nm\u00fctterdjen 5. 33., ire\u00efdjeg \u00fcber feinen eigenen \u00a9ierit br\u00fctet, fliegt fogleidj ron benfelben herab, irentt ber $ufuf bei feinem S\u00eeefte anfommt itttb mad)t ihm , bamit er fein (Si ttmfo bequemer ein; fliehen bonne. \u00a9g h\u00fcpft unterbeffen um iljn herum unb mad)t burd) fein Jroljeg Soden, bafj bag Stangen audj hevbeifommt unb \u00ef^ei\u00ef an ber \u00a9hre unb Freiheit nimmt, bie ihm biefer grofje 33ogel mad)t.\" $E)ag flingt irunberfd)\u00f6n, ift aber leiber nidjt traljr. Side 33\u00f6gel, benen bie zweifelhafte \u00a9ljre 3ugebad)t irirb, \u00c6ufufe grofj 31t ziehen, befunben im \u00a9egentheil in nid)t mipibeutenber S\u00dfeife if)re Slngft ror bem ihnen bro^enben \u00a9efdjid unb bem\u00fchen ftd) nad) allen Kr\u00e4ften, ben \u00dfufuf ab^u; irehrcn. SDtefer liebt eg and) gar nid)t, in \u00a9egenirart ber ^\u00dfffegeebtern fein (Si in beren Sceft 311 legen. (Sr bontmt an \u201etrie ein \u00a9ieb in ber Stadjt\", rerrid)tet fein \u00a9efcp\u00e4ft unb fliegt eilig baron, fobalb cg rollenbet. Sluffalleub bleibt eg aber bod), bafj biefelben 33\u00f6gel, benen jebe \u00a9t\u00f6rung iljreg \u25a0fteffeg rerhafjt ift, unb ireldje in $olge einer folgen aufh\u00f6ren, ju br\u00fcten, bag \u00c6ufufgei nid)t aug bem Slefte irerfett, trie fte eg mit anbern \u00a9iern, ireldje iljnen untergefdjoben irerben, tljun, bafj fie im 33r\u00fcten fortfa^ren, aud) nadjbem ber $ufuf ihre eigenen (Sier f\u00e4mmtlidj ober big auf Wenige entfernt hat. \u00a9ie Raffen bie f\u00f6uf ufgmutter, entziehen beren \u00a9i ober 33rut ihre pflege aber nidjt.\nSDer junge $ufuf entfdjl\u00fcpft bem \u00a9i in einem \u00e4ufjerft l)ilflofen pftanbe, \u201emadjt fid) aber\", trie Startmann fagt, \u201ean bem unf\u00f6rmlich biden \u00aeopf mit ben grofjen Slug\u00e4pfeln feljr fenutlidj. \u00a9r io\u00e4djft anfangg fdjnell unb trenn erft \u00a9toppein aug ber fdjir\u00e4rzlidjen jpaut Ijerrorfeimen, fieljt er in ber \u00a3l)at Ij\u00fcfdid) aug. \u00dcJtir tourbe einigemale erg\u00e4bt, bafj man im zuf\u00e4lligen SSor\u00fcbergeljcn unb bei fl\u00fcchtigem Slnfeljen geglaubt habe, eg f\u00e4fje eine grofje $r\u00f6te im Siefle\". \u00a9in junger fufuf, ireldjen p\u00e4fjler am 21. 3uni fanb, toar am 24. nodj einmal fo grofj unb mit blaufdjtrarzen fielen unb \u00a9toppein bebedt, aber nodj blinb. 31m 2. 9>uli f\u00fcllte er bag ganze Stefi aug, ja \u00aeopf unb \u00a7alg, fotoie ber \u00a9teifj ragten \u00fcber ben Staub beg Stefteg fiintoeg. SDie Slugett ioarett ge\u00f6ffnet, \u00a9r Zeigte braune ^l\u00fcgelbedfebern, blaufdjirarze $iele mit bergleidjeit furzen ^eberdjen; unter bem Paudjc toar er ganz fallt. Slnt 5. Suli toar er auggeflogen. \u00a90 unbeljilflidj ber eben aug; gefrodjene 93ogel audj ift, fo frefjlufiig zeigt er ftd). \u00a9r beanfprudjt mehr Staljrung, alg bie Pflegeelteru befdjaffett f\u00f6nuett, unb. er fdjnappt biefelbe, trenn trirflidj nodj \u00a9tiefgefdjtrifter im Siefte ftnb, biefen ror benr\u00a9d;nab\u00e8l treg, trirft fie audf), trenn fte nid)t Oerpngern ober nid)t burd^ feine Gutter entfernt ober umgebrad)t irerben, fd)lie\u00a7lidf) aug bem \u00fcRefte ^eraug. \u00aeie ^flegeeltent tragen il;m mit rii^renbem \u00a9ifer allerlei Heine \u00aeerbt^iere zu. \u00a9ie bringen ipnt ^\u00e4fercpen, fliegen, \u00a9dbneden, 9t\u00e4upd;en, SSiirmer unb plagen fid) ront borgen big zum Slbenb, o^ne i|m ben SJtunb Zu ftopfen unb fein etrigeg \u00c7eifereg \u201e3i\u00ea zifi^\" rerftummen zu madjen. 31ucd> nad; bem Slugfliegen folgen fte il)m nod) tagelang; benn er ad)tet if)rer Sprung ntd^t, fonbent fliegt nad) feinem ^Belieben uml)er unb bie treuen Pfleger gel)en iljm nad). 3ui10e^en \u00efommt eg ror, baf? er nid^t im \u00a9tanbe ift, ftdp bitrd) bie enge Deffnung einer S3aumt)\u00f6^luug zu br\u00e4ngen; bann rertreilcn feine ^3flegeeltern il)m zu \u00a9efalleu felbft big iu ben \u00a9p\u00e4tljerbft unb f\u00fcttern i^n ununterbrochen. Sltan h\u00abt S3acl): ftelzentreibdben beobad)tet, Jreld)e noch ihre Pfleglinge f\u00fctterten, alg fchon alle Slrtgenoffen bie S\u00dfanberuttg nach-.bem \u00a9\u00fcben angetreten hatten, \u00a9otreit aber, trie S3 cd) ft ein eg augbef)nt, gebt eg bod) nicht, \u00a9r erz\u00e4hlt feljr anmuthig, treidle f^reube cg fei, einen jungen auggcflogenen \u00a3ufuf feine \u00a9timme erheben ^u h\u00f6ren unb eine SJtenge S3\u00f6gel herbeifliegen zu fef)cu, irelche ihm bann Stahrung bringen. S)er junge tufuf ir\u00e4re gule^t niept mel)r im \u00a9tanbe, feinen \u00a9chnabel oft genug ZU \u00f6ffnen, um bag il)nt ron alleu \u00a9eiten bargereid)te gutter zu rerfdjluden. hierauf folgen einige SBcmerfitugeu \u00fcber bie ireifeu \u00a9iurid)tungen beg \u00a9d)\u00f6pferg, of)ue irelche ber junge $ufuf unfehlbar v^ungerg fterben nt\u00fcfjte \u2014 ein S3ieberntann fauu fid) baran irahrl)aft erbauen. Seiber ift auch biefe SSehauptung S3 ed) ft ein1 g uid)t iral)r. SOtein S3ater fetzte cineit jungen fufu\u00ef, alg er red)t hungrig irar, auf bag jpaugbad). \u00a9g liefen Pad)ftelzen unb $augrott)fd)\u00fc>\u00e4uze auf bem \u00aeadhe herum: fie befallen it)n, brachten il)m aber 3tid)tg zu freffeu. \u00a9in anberer junger ^u!ul irurbe auf bemfelben \u00aead)e auggefe^t unb fp\u00e4rlid) gef\u00fcttert, fobafj er immer fd)rie. Slber fein \u00a9\u00e4nger, feine S3ad)ftelze erbarmete fid) feiner. \u201eUm meiner \u00a9adhe geiri\u00a7 zu irerben\", fagt mein Pater, \u201enahm id) ihn ron","page":198},{"file":"p0199.txt","language":"de","ocr_de":"Kufut.\n199\nmeinem SDadje herab nub trug il) tt hittaug in ein \u00a3l)al, ito eg in bent \u00a9eb\u00fcfd) tide S\u00e4nger gibt. .Spiet fehle id) ihn auf einen Vaumaft, ol)ne ihn angubittbett; benn er tonnte nur itettig fliegen. 3d) Startete lange, ir\u00e4tjtenb ber Kstfuf aug tollem $alfe fdCprtc. (Sublid) tarn ein Saubf\u00e4nger, Steller nid)t ireit baton 3tMge hatte, mit einem Kerbtl)ier im \u00a9djnabel, flog auf ben Kufut gu, befal) il)n \u2014 unb braute bag gutter feinen jungen, \u00a9in auberer \u00a9\u00e4uget n\u00e4herte ftd) ihm nicht.\" \u00a9djabe um bie h\u00fcbfdje \u00a9efd)id)te ton Ved)ftein!\nSDiefer Staturforfdjer nennt ben jungen Kufut aud) bogljaft; aber er if)m toieberum Unrecht. \u201eGr fperrt freilid) ben \u00a9djnabel auf\", fagt mein Vater, \u201eunb fd)nellt ben Kopf tot, SDie\u00ea tljut er aber nur, um ben geinb gut\u00fcdgufd)eu<hen ober and), Stenn er hungrig ift, unb SDag i|t er immer.\" 3d) meinegtheilg mu\u00df behaupten, ba\u00df biejenigen Quinte, Stelle id) gefangen hielt, unb id) habe, it\u00e4^renb id) biefe geilem fdjreibe, einen gur Beobachtung tor mir, nidjt im geringften bog; haft Staren; ja, id) mu\u00df l)ier augbr\u00fcdlid) Stieberholeu, ba\u00df ich aud) i>ott &er Unttertr\u00e4glidjfeit anberen V\u00f6geln gegen\u00fcber, ton bet 9c a um an n fprid)t, Stidjtg beobachten tonnte. SSIein \u00a9efangener lebt mit Papageien, Kernbei\u00dfern, Katbin\u00e4len, Sllpen; unb Kalanberlerdjen, SBiebeljopfen, \u00e4peltn; t\u00f6geln, glaumfu\u00dftauben it. f. it. gufamtnen, Star auch eine 3eit lang in ein unb bemfelben K\u00e4fig mit fleinen Steftafritanifdpen hinten; er hat aber, fotreit Stir erfahren tonnten, nicht einen einigen ton ihnen behelligt, \u00a9elbft alt eiugefangene Kutute Sterben gutoeilen fel)t rafch gal)tn. Gin 2\u00f6eibd)en, stelche\u00ea 2)ebne fing, tarn fd)on am britten Vage feinem Pfleger entgegen, Stenn biefer ihm W\u00e4hrung reichte.\nSDer erStachfene Kufut hat Stentg geinbc. \u00a9eine gluggeioanbtl)eit fid)ert il)u tor ber Scad); fte\u00ef\u00efung ber meiften galten, unb ben fletternben Staubigeren entgeht er itahrfd)einlid) immer. 3u leiben hat er ton ben Siedereien beg Kleingefl\u00fcgelg, auch plagen ihn terfchiebene \u00a9dhmarofcer. Vor bem SJtettfdjen nimmt er ftch in ber Siegel Stohl in 2ld)t; unb f\u00fcr \u00aeeu, itelcher feine \u00a9timme nicht genau nad)guaj)men terfteljt, ift eg fd)Ster, einen Kufut gu ber\u00fcden. Stoch fd^Stieriger ift eg, einen lebenben Kufut in feine \u00a9estait gu befommen. SJcir ift feine eingige gangart befannt, Stelle ficher gum Biele f\u00fchrt.\n3d) glaube, ba\u00df ich fedjt thue, Stenn id) ben Kufut ber allgemeinen \u00a9chonung empfehle. Gr barf bem Vkilbe nicht fehlen; benn er tr\u00e4gt nicht blog gu feiner Belebung, foubern aud) gu feiner Grljattung bei. \u00a3)ag \u00a9ef\u00fchl tria ung glauben mad)en, ba\u00df ber grilling erft mit bem Kufufgrufe im SBalbe eingiel)t. 2)er Vevftanb fagt ung, \u2019ba\u00df biefer flangtolle Stuf uodj eine gang aubere, Stichtigere Bebeutung hat. \u00a3)er Kufufgruf begeidjnet ben Gingug eineg ber trcueftcn unfercr S\u00f6albh\u00fcter. Kerbthicre aller Slrt unb nur au\u00eanahm\u00easteife Beeren bilben bie Stahrung beg Ktifttfg; berfclbe tertilgt aber torgug\u00ebSteife folchc, itctdje gegen anbere geinbe getoappnet ftttb: haarige Staupen! SDa\u00df eg unter biefen abfd)eulid)e S\u00f6albterberber gibt, ift befannt genug, ba\u00df fie fid) oft in entfehlidjer S\u00f6eife termehren, ebenfalls. 3hnen gegen\u00fcber leiftet ber terfdjriene \u00a9and) \u00a9ro\u00dfeg, Unerreichbareg. \u00a9ein unerf\u00e4ttlicher SDtagen gereicht bem SBalbe gur 2\u00f6ol)lthat, feine \u00a9efr\u00e4\u00dfigfeit ihm felbft gur gr\u00f6\u00dften \u00dfierbe, minbefteng in ben Slugen beg terft\u00e4nbigen gorftmanng. SDer Kufut leiftet in ber Vertilgung beg fch\u00e4blid)cu \u00a9eSt\u00fcrmg mehr, alg ber SJlenfd) termag. Giue Beobachtung G. t on Jpomeper\u2019g mag V)ieg beiteifen.\n\u00a3u Slnfang 3uli beg 3al)reg 1848 geigten ftch in einem etSta brei\u00dfig magbeburger SJlergett gro\u00dfen Kteferngelj\u00f6tg mehrere Kutute. Sllg ton \u00a3o me per stad) einigen Vagett Stiebet* ttad)fal), hatte ftd) bie Baljl ber V\u00f6gel fo auffa\u00cf\u00cfenb termehrt, ba\u00df biefeg Greigni\u00df feine lebl)aftefte Stpeitnapnie in Slstfpvud) nahsst. Gg snod)test, einer ungef\u00e4hren \u00a9d)\u00e4!euistg stad), etSta hunbert Kutute burdj bag' \u00a9eh\u00f6lg tertheilt fein. SDer \u00a9rutsb biefer ungeSt\u00f6hstlid)Cst Sluf)\u00e4ufuttg St\u00fcrbe afgbalb flar, ba bie fleiste Kiefernraupe (Liparis monacha) ist gro\u00dfer 2lngal)l bag 3B\u00e4lbd)ctt heimfudjte. SDie Kutute fassben Ueberflu\u00df an Stahrung ttstb unterbrachen ihren Bug, Steld)er eben beg\u00f6nnest hatte, um bie terfpredjenbe Dertlidjfeit auggunufcen. 3e&r eittgelste Star eifrig bem\u00fcht, feist gutter gu fudjen : eist Vogel mochte oft ist ber SJtinute mehr alg $ehn Staupen terfd)lingcss. \u201eStcdsstet sstast nun\", fagt ton","page":199},{"file":"p0200.txt","language":"de","ocr_de":"200\nSDte \u00a9p\u00e4per. Setcptfcpn\u00e4bler. S\u00efuMe.\nkernel)cr to\u00dfrtlidp, \u201eauf jebeit Siegel in ber \u00dcJlin\u00fbte nur gtoci Obaupett, fo madpt \u00ee>ieS auf ein; punbert S\u00f6gel t\u00e4glidp, ben \u00a3ag (im 3utt)ju fedpgepn \u00a9tunben geregnet, 192,000 Raupen, in fitnfgepn \u00a3ageu \u2014 fo lange m\u00e4hrte bei* Slufentpalt bei* \u00c6u\u00efu\u00efe in Waffen \u2014 2,880,000 Raupen. \u00a93 toar aber and) eine fu\u00dftbare Slbnapnie bei* Raupen unverfeitnbar; ja, man toar toerfud^t, gu behaupten, bie \u00aeufufe p\u00e4ttcu biefelben vertilgt, ba fp\u00e4terpin toii\u00fclid; feine \u00a9pur von ipneu \u00fcbrig blieb.\" \u00e4aplen betoeifen!\nSlnfangS biefeS S&prpunbertS tourbe ber Kaufmann ?Dl\u00fcller su S\u00fcbben im \u00a9preetpale benadp\u00ab rieptigt, ba\u00df in ber \u00fcft\u00e4pe feines SBopnortS in einem fumpfigett S3ufd;polge gtoei gang abfonberlic\u00dfe : 5\u00df\u00f6gel umperfl\u00f6gen. \u00a3)er SKann begab fidp mit feinem \u00a9etoepre nadp ber betreffenben \u00a9teile unb erfannte, ba\u00df bie ipnt geworbene STcittpeilung ridjtig toar. \u00a9r fanb gtoei au\u00dferorbentlicp pdptige, fufufSartige S\u00f6gel, toeldpe beft\u00e4nbig von einem Saume gum anbern flogen unb babei ftarf feprieen. \u00a9aS \u00a9efdprei patte mit beut unfereS \u00aeufufS gar feine Slepnlicpfeit, fonbern gliep eper bem ladpenben g^ufe beS \u00a9pedptS. \u00dcJMt 9Mpe gelang eS bem S\u00e4ger, einen gu erlegen. S)er anbere tourbe nad; bem \u00a9(puffe, toeldper feinen \u00a9ef\u00e4prten gu Sobeit geftredt patte, nodp viel fdpeuer unb fonnte, allen Sem\u00fcpungen gum Strofc, nidpt erbeutet ioerben. 2)er erlegte fam fp\u00e4ter in bie \u00a9ammlung meinet SaterS uub tourbe von biefem unter bem tarnen \u00a3angfd;ioangfufuf befeprieben. \u00a9p\u00e4ter ftellte ? fup freilidp perauS, baff tiefer trembling ben Sogelfunbigen fdpon burdp Sinne befannt gemadpt unb mit bem Stamen Cuculus glandarius belegt toorbeu toar; jebenfallS aber toar mein Sater ber \u00a9rfte, toeldper \u00fcber baS Sorfommeu biefeS SSogel\u00ea in \u00a9cutfdpTanb \u00dfunbe gab, unb eS ift ioenigftenS ein mer\u00efto\u00fcrbigeS 3ufennmentreffen, ba\u00df mir, bem \u00a9opne, eS befepieben toar, bie SRaturforfcper guerft \u00fcber baS Srutgefcp\u00e4ft beffelben 33ogel\u00e4 aufgufl\u00e4ren.\n\u00aete \u00a7eperf ufitfe (Coccystes) \u00efenngcidpncn ftep burdp geftredten Seib, faft fopflangett, an ber S\u00dfurgel biden unb merflid; breiten, an ben \u00a9eiten ftarf gufammengebr\u00fcdten, gebogenen \u00a9cpnabel, ftarfe unb Vcrp\u00e4ltui\u00dfm\u00e4\u00dfig lange $ii\u00dfe, toeld;e Vorn bis unter baS \u00c7erfengefenf perab beftebert, pinten j aber gang von Gebern entbl\u00f6\u00dft fmb, mittellange Fl\u00fcgel, in beiten bie britte \u00a9dptoinge bie l\u00e4ngfte, einen mepr als f\u00f6rperla\u00fcgen, feilf\u00f6rmigen, fdpmalfebrigen \u00a9dptoang, beffen \u00e4u\u00dferfte Gebern ettoa palb fo lang als bie mittelften finb, unb ein glatt anliegendes, auf bem \u00aeopfe aber paubigeS \u00a9efieber, ioeldpeS beiben \u00a9efdpledptern gemcinfam, nadp bem Sllter aber ettoaS-oerfdpieben ift. \u00a9loger, , toeldper bie \u00a9ippe auffiellte, redetet gu ipr nodp viele anbere- ItufufSV\u00f6gel, in benen man gegento\u00e4rtig nidpt mepr bie n\u00e4dpfteit Sertoanbten beS \u00a7epcrfufufS erfennt. \u00a9emungeadptet gep\u00f6rt bie SIbtpeilung immer nodp gu ben gaplreidpereu ber Familie unb ift namentlidp in Slfrifa meprfadp vertreten.\n\u00a9er \u00a9trau\u00dffuf uf, toie ioir ipn nennen toollen (Coccystes glandarius), ift auf bem $opfe afdpgrau, auf bem St\u00fcden graubraun, auf ber Unterfeite graulieptoei\u00df ; bie $eple, bei* \u00a9eitenpals unb bie Sorberbruft finb r\u00f6tplidpfaplgelb ; bie gl\u00fcgelbedfebern unb bie Slrmfdptoingen enben mit gro\u00dfen, breiten, breiedigen, toei\u00dfcu Rieden. $>aS Singe ift bunfelbraun, ber \u00a9cpnabel purpurporufarben, unten lidpter, ber ftu\u00df graugr\u00fcnlidp. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt ungef\u00e4pr 15, bief^ittigl\u00e4nge 8, bie \u00a9dptoang; l\u00e4nge 8V2 Sod. \u00a9enauere SORa^c fann id; leiber nidpt geben, obgleicp id; meprere S\u00dfaare forgf\u00e4ltig gemeffen pabe.\n. 2118 baS eigentliche Saterlanb beS \u00a9trau\u00dffuMS ift Slfrifa angufepen. Sn \u00a9gppten unb Stubien ift er ftellemoeife p\u00e4uftg, in bem benadpbarten Slrabien unb ^\u00dfat\u00e4ftina toenigfieuS nidpt feiten; in Sllgerien finbet er fiep ebenfalls, unb VonpierauS ftreift er mepr ober toeniger regelm\u00e4\u00dfig nad; \u00a9uropa per\u00fcber. Sn\u2019\u00ab\u00a9panien ift er Srutvogel, in \u00a9ricd;enlanb fd;eint er feiten er vorgufommen, in Italien pat man ipn \u00f6fter beobadjtet. \u00a9S ift p\u00f6cpft toaprfdpeinlid;, ba\u00df er in gang \u00a9\u00fcbeuropa an geeigneten \u00a9teilen faft aUjj\u00e4prlidp gefunben toirb ; toenigftenS erfdpien er nad; meinen \u00a9rfaprungen","page":200},{"file":"p0201.txt","language":"de","ocr_de":"\u00dfufuf. \u00a9trau\u00dff u\u00efuf.\n201\nb\u00e4br'eitb bev 3uggeit regelm\u00e4\u00dfig bei SUeranbnen, bo er fonft uid;t bor\u00efommt. \u00a9eine Sinterreife be^nt er bi\u00ea in tie Urb\u00e4lber S\u00dc^ittelafrifa\u00ea au\u00ea : id; babe i^n bort bieberbo\u00eft er\u00efegt nnb f\u00fcr einen 3ugOogel gebalten. Uebrigett\u00ea banbern ungloeife\u00ef^aft nur > bie in \u00a9tiro^a anf\u00e2ff\u00eegen fo beit nad; \u00a9\u00fcben binab ; beim bie in \u00a9gluten bobnenben oer\u00efaffeu ibr SSaf\u00e9rlanb in ben nnferm tinter ent= fpredienben SJtonaten nid;t.\n3n \u00a9giften beoorgugt ber \u00a9trauentuf gang entfd;ieben Heine \u00dcJMmofenbaine, bie ftcb fold;e hier nnb ba tnt \u00fcftiltbale finben. \u00a9in S\u00e2lbd;eu, beld;c3 man in einer Sertelftunbe umgebt, fann unter Umft\u00e4nben ad;t bi\u00e2 gebn $aare be\u00eb SSoget\u00f4 beherbergen, b\u00e4brenb man fonft oicle \u00ef\u00effteilen burd;reift nnb bez\u00fcglich burdjjagt, ebne einen einzigen gu bemcrfen. Ob bie $\u00dfaarung\u00a7geit auf ibr gefe\u00ef\u00efige\u00ea Verhalten irgenbbeld;eit (Sinffu^ au\u00e2\u00fcbt, Oermag id; nid;t gu fagen; id; fanu blo\u00ea angeben, ba\u00df bir\nS)er \u00a9traufj\u00efu\u00efu\u00ef (Coccystes glandarius). % bern\u00e2t, \u00a9r\u00f6\u00dfe.\ngerabe b\u00e2f;renb ber SBrutgeit biefe Mute in @efe\u00ef\u00effd;aft, febod; nid;t auch in Srieben gufammen antrafen. 2111 en, beldjer nach mir ^g^pten bereifte, fagt, ba\u00df man ben \u00a9trau\u00dffufuf geb\u00ebbnlid; paarbeife finbe, unb aud; \u00a3euglin gibt an, ba\u00df er nur eingetu getroffen berbe, b\u00fcbrenb id; behaupten mu\u00a7, ba\u00df ba\u00ea b^uftSere 3ufamntenfein bie O\u00eeegel, ba\u00a7 vereinzelte 23orfommeit bie 2lu\u00eanabtne ift.\n3n feinem Sefen unb betragen bat ber \u00a9trau\u00dffufuf mit feinem beutfd;en 23erbaubten beitig gemein. Oer Slug \u00e4t;nelt gbar bem be\u00eb letzteren einigerma\u00dfen; im \u00fcbrigen aber unterfd^eibet ftd; ber 23ogel bocb febr Von ifwt. 2litd; er ift f(\u00fcd;tig, l\u00e4\u00dft fub jcbod;, bie benterft, an ein Viel Heinere^ \u00a9ebict feffelit ; auch er ift uuftet, \u00efe^rt aber bod; viel \u00f6fter gu beufelbcit bl\u00e4hen gur\u00fccf, at\u00f6 jener; audf) er ift eiferfiid;tig, aber bod; uid;t entfernt in bemfelbcit \u00a9rabe, bie ber blinb b\u00fctl;enb\u00a3 $ufuf,\n","page":201},{"file":"p0202.txt","language":"de","ocr_de":"202\n\u00ee'ie \u00a9pSfer. Setcbtfdjn\u00e4bler. \u00c6it\u00efufe.\n\u00eft>eld^ev ftd), toie toil* gefehlt, bon btefer 8eibenfd)aft (o Vo\u00ef\u00efft\u00e2nbig beherrfdjett t\u00e4\u00a7t, ba\u00a7 er fid) tote ftnn\u00efo\u00ea geberbet. $\u00a3>af bie verliebten SO\u00ce\u00e2nndjen ftdC> ebenfalls heftig Verfolgen, habet lebhaft fd)reien unb mit einanber f\u00e4mpfen, ifi felbftverft\u00e4nblid); e\u00ea gefdjiel)t $)tef aber ioenigftettf in einer Viel anft\u00e4n; bigeren S\u00dfeife, al\u00ea beim \u00aeuhd.\nSDer \u00a7lug bef \u00a9traufjfu\u00efuff ift bfeilgefd^toinb unb ungemein gefdjidt; benn ber SSogel eilt rrtit ber \u00a9eioanbt\u00efjeit bef \u00a9perberf burd) baf \u00e4rgfte 3)idid)t hinbttrd), ohne einen 2lugettblid anzuhalten, \u00a9eto\u00f6hnlidj fliegt er nid)t gerabe toeit, fonbern immer nur von einem Saume zum anbern; nur toemt Ztoei 2Mnnd)en ftdj jagen, burdjeilett fte gr\u00f6\u00dfere \u00a9treden. gunt \u00a9oben herab fontnit ber \u00a9trauffuhd toopl \u00e4ufjerft feiten; id) meinet \u00ee^eil\u00ea ^abe il)n toenigftenf nie J)ier gefehcn, aber beobadjtet, baf er fticgcnb Von unten $erbtl)iere aufna^nt. (Sr fliegt, toeitn er aufgefd)eud)t tourbe, einem Saume Zu, bringt in baf innere ber \u00aerone unb toartet hier bie Slufunft bef Serfolgerf ab. 2Jterft er . @efal)r, fo ftieplt er ftd) unbemerft gtoifc\u00a3)en ben 3toeigeit pinburd), verl\u00e4dt ben Saum von ber ent; gegengefepteit \u00a9eite unb toenbet ftd) einem anbern ju. 3u biefer S\u00dfeife bann er ben \u00a9dj\u00fcpcn oft lange foppen. 2)ie \u00a9tintme ift von ber unferef $ufuff burd)au\u00a7 verfcpieben : fie ift ein lacpenbef, elfterartigc\u00ea \u00a9efdjrei, toeld)e\u00a7 willen burd) \u201e\u00aeiau Hau\" toiebergugeben Verfudjt. \u00a3)er \u00ef\u00f4arnung\u00earuf, ioeld)en id) tibrigen\u00ea nid)t vernommen Ijabe, foil toie \u201e\u00aeetd berf\" blingen. 2)er geto\u00f6fnlide \u00a9tintim taut toirb regelm\u00e4\u00dfig fepr oft nad) einanber unb fo laut aufgefto\u00dfen, ba\u00df er mit beinern anberen Sogelgefdjrei vertoecpfelt unb auf toeitpin vernommen toerben bann.\n3m Silagen ber von unf erlegten fanbett toir ^erbtfiere aller 2lrt, aud) Raupen, Sllleit unb feine Segleiter hingegen vor^ug\u00eatoeife \u00a3>eufd)reden.\n\u00a3)ie tarage, ob ber \u00a9trau\u00dffufuf felbft nifte ober feine (Sier anbern S\u00f6geln zur pflege \u00fcbergebe, toar ittfofern von befonberer SMcptigfeit, alf fie entfepieb, ob ber Sogei 31t ben eigentlichen Mufen geregnet toerben b\u00fcrfe ober niept. (Sf lag mir befpalb fepr viel baran, hier\u00fcber ittf \u00aelare zu bomtneit; aber id) bounte trop meine\u00ea mehrj\u00e4hrigen Slufeutpaltf in 2lfrifa hier\u00fcber tauge nidht\u00ea \u00a9icperef erfahren. 2lm 5. 2ft\u00e4r$ 1850 enblid) getoannen toir ben erften Slnpaltfpunft f\u00fcr fernere ^orfdjmtgen. S\u00dfir erlegten in einem SDUmofento\u00e4lbchen bei \u00a9iut fteben \u00a9trau\u00dffufufe unb unter ihnen ein Skibdjeit, ioelcpef ein reifef (Si im Segfcplaucpe trug. SDaffelbe toar leiber burd) ben \u00a9d)u\u00df zertr\u00fcmmert toorben, unb fo bounten toir blof \u00a9plitter uuterfud)en; aber aud) biefe ioareit hinreichenb, unt zu erbentten, ba\u00df baf ($i Von bem ttnfercf \u00aeuftdf fehr verfchieben fein m\u00fcffe. \u00aeaf 2\u00f6id)tigfte toar einfttoeilen, bie Sattheit bef Sogelf gu toiffen, ba biefe in Slfrifa fepr verfchieben, b. p. nicht an beftimmte Slonate gebunben ift. \u00a3ropbcm Verftricpen nod) jtoei 3<d)re, ehe ef mir gelang, \u00fcber baf ^ortpflauzungfs gefd)\u00e4ft ittf Steine zu bontuten.\n2lnt 2. SJl\u00e4rz 1852 verfolgte idf) in einem \u00a9arten bei \u00a3pcbeit in Oberegppten l\u00e4ngere $eit einen \u00a9traufbubub. (Sr \u00e4ffte mid) in beliebter3Beife unb zog mich toopl eine halbe \u00a9tunbelang hinter ftd) her. 3u^et?t fah ich ihn in ein gro\u00dfef S\u00eeefi fd)I\u00fcpfeu, toeld)ef auf einem nid)t befonberf h\u00b0heu Saume ftanb. \u00a90 Verfielt ftd) von felbft, baf id) von je^t an nid)t baratt bad)te, ben Sogcl zu ft\u00f6rett. \u00ef\u00eftach ntebr al0 einer Siertelftunbe flog er toieber att\u00ea bem Dlefte hevnn\u00ea unb entfernte ftd) fofort att0 ber Umgebung. 3^ evftieg beit Saunt unb fattb, baf ba0 9ceft ber Dcebelbr\u00e4fe angeh\u00f6rte, im ganzen fed)0.(Sier enthielt, barunter aber ciitl, ioeld)e0 vor toenigeit \u00e4Riituten erft zertr\u00fcmmert toorben toar. Unter biefen (Siern unterfchieb id) auf beit erften Slid z'vei Heinere, ben \u00aer\u00e4heiteient au \u00a9r\u00f6fe unb \u00c7arbe ztoar nahe ftefenbe, aber bod) mit ihnen nie zu Vertocdjfc\u00efnbe \u00a9ier citte\u00ea anbern Sogel\u00eb. \u00a9ie tourben aufgehoben, mit einer getoiffeit 2lengftlichteit ber Sarfe zugetrageit unb bort mit beit forgf\u00e4ltig aufbetoahrten Kr\u00fcmmern be\u00ea erften \u00c6iduffeif vcrglid)cn. meiner grofeit $reubc fanb id), baf fte mit il)tn vollfontmen \u00fcbereinftimmten. 3\u00ab ber \u00a9r\u00f6fe glichen fte ungef\u00e4hr beit (Slfiereiern, iit ber ^orm aber ben anberer ^ttfidfeier. \u201e3hve S^be ift\", toie Saebeder fagt, \u201eein lichtef Sl\u00e4ulicfgr\u00fcit, ihre 3eid)itung afd)grau unb br\u00e4uitlid)gratt iit bid)t gefteHteit Rieden, toeld)e am ftumpfen \u00a9nbe fid) zu einem mehr ober toeniger gefd)loffeiten^ranz vereinigen. 3luf biefer \u00a9runb; Zeidhnttitg flehen noch einige bttnfelbrautte f\u00fcnfte. SJtit kr\u00e4hen - unb (Slftereieru finb fte faum zu","page":202},{"file":"p0203.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9traufcf u\u00efu\u00ef.\n203\noergleidjeu, tote! weniger ju oermedjfeln; benn ihre $orm, bie K\u00f6rnung ber Shalenoberfl\u00e4he, iljre $\u00efecfengeid)nung, felbft bie gr\u00fcnliche \u00a9r\u00fcnbf\u00e4rbung fatten auf\u00bb erfte Stufehen unb Ber\u00fchren ganj anberl inl Sfuge unb inl \u00a9ef\u00fcp.\"\n\u00fcttleine \u00a9ntbedung m\u00e4re nun fdjon |tnreitt;enb gemefen, um bie Slrt unb B\u00dfeife ber $ortpffan= jung ber $ufufe ju beftimmen; id) machte aber gl\u00fcdlidjer B\u00dfeife am 12. \u00fcft\u00e4rj nod) eine jtoeite Beobachtung, \u00fcoeld^e ber erfteren bebeutenbel \u00a9emidjt oerliefj. 3\u00ab einem \u00aeorfgarten, Vx>cbcf;er, mie in \u00a9giften \u00fcberhaupt gem\u00f6f)nli<h, bidjt mit B\u00e4umen bepflanjt mar, m\u00fcrbe id) burd) bal helH t\u00f6nenbe, mipautenbe \u00a9efd)rei bei alten $ufufl, \u201e\u00aeieffief, fief, fief\" jur 3a\u00e4b aufgeforbert. 3h erlegte beibe \u00a9Item, bemerfte aber halb barauf noch einen Straupufuf unb jmar einen nod) iiidyt oottft\u00e4nbig entmidelten 3ungen, meldjer \u2014 oon jmei ttiebelfr\u00e4hen gef\u00fcttert unb oertheibigt m\u00fcrbe. Bon nun an lief; id) atte ^rapennefter unterfud;en unb mar mirflid) fo gl\u00fcdlid)/ in einem berfetben am 19. tttt\u00e4rj nod) ein \u00aeufuflei ju ftnben.\n\u00a9I uapm mich faum S\u00f6unber, ba\u00a7 biefe Beobad)tungen, meld^e ich faft mit Oorftehenben B\u00dforten oer\u00f6ffent!id)te, bejmeifelt unb bem\u00e4felt m\u00fcrben; mop aber entr\u00fcftete el mid), baf; man ftdj nicht eutbl\u00f6bete, bie mahipeitlgetrcu gegebenen 3hatfad)en all \u201eSlnfthten, meldje id) triftig ju unterft\u00fchen oerfud)t h\u00fcbe\", hinjuftetten, unb jtoar auf bal bebeutungllofe \u00a9efhm\u00e4fc einel fprifhen Knaben pn. \u00a9l\u00fcdlidjermeife hatte idj injmifd)eu eine meitere Beft\u00e4tigung fener \u201eSlnftdjten\" erhalten. Balb nad) meiner Stnfunft in SJtabrib mar id) fetbftoerfi\u00e4ubtid) mit allen \u00eep^uiibigen ber >\u00a3>auptftabt befannt gemorben, unb in ihren Greifen m\u00fcrbe gelegentlich \u00fcber biefel unb jenel \u00a3per gefprodjen. 2)a fragte mich eiite\u00ea \u00a3agel ein recht eifriger (Sammler, ob id) mohl auch ben Straupufuf fenne. 3d) mupe bejahen. \u201eSlber miffen Sie auch \u00aetmal \u00fcber bal Brutgefh\u00e4ft biefel Bogell ?\" 3h bejahte abermall. \u201eSenor, bal ift unm\u00f6glich; benn ih bin ber \u00a9vfte, melher her\u00fcber \u00a9tmal erfahren h<it. BSal miffen Sie?\" 3h tuar l)inl\u00e4nglidj mit ber Bogelmelt SpauienI Oertraut morben, all bafj id) niht mit gr\u00f6\u00dfter 3Bahrfd)einlid)feit bie 3ieheftevu ber \u00a9traupufufe h\u00e4tte augebeit f\u00f6nnen. \u00a3)ie Saatfr\u00e4tje fommt blol auf beut Buge in (Spanien oor, unb Staben unb Siebelfr\u00e4lje fehlen g\u00e4njlid). \u00a9I blieb, menu id) oon bem in \u00a9gppten Beobadjteten folgern mottte, nur unfere gemeine \u00a9Ifter all mahrfd)einlid)e \u00a9rjieherin nod) \u00fcbrig, unb idj nahm feinen Sfufianb, fie mit einer gemiffenBeftinnntheit all bie Pflegemutter ber jungen Straupufufe jtt nennen. \u201eSie haben red)t\", antmortete mein ^reunb, \u201eaber moher miffen Sie bal?\" Shut heilte ih ipn meine Beobachtungen.mit, unb er gab mir bafitr einen \u00efurgen Beridjt oon feiner \u00a9ntbedung.\nSlufmerffam gem\u00e4ht burh etmal oerfdjiebeue, namentlid) Heinere \u00a9ier im ttlefie ber \u00a9Iffer, hatte er fth mit guten S\u00e4gern inBerbinbung gefegt unb oon biefett erfahren, ba\u00a7 ber \u00aeufuf bie betreffenbeu \u00a9ier in bal \u00a9Ifterneft lege. SDie S\u00e4he fhien ihm beim bod) etmal unglaublich ju fein, jumal aud) bie beg\u00fcglihen \u00a9ier oon beneit bei $ufufl mefentlid) oerfd)ieben ioaren. \u00a9r forfd)te alfo felbft nad) unb fanb, baff el ber Straupufuf mar, melher bie frembett \u00a9ier in bie \u00a9Iftermirthfhaft gelegt hatte.\nSlber atth er mar niht ber eigentliche \u00a9utbeder gemefen. Biel fr\u00fcher all mein ^reunb hatte ein alter beutfd)er ttlaturforfdjer, SJtieg, beobad)tet, ba\u00a7 ber junge Straufjfufuf Oon \u00a9Ifteru gef\u00fchrt unb gef\u00fcttert merbe; ba aber ttttieg biefe Beobahtuug nur im engffeu Greife erj\u00e4hlt hatte, burfte mein $reunb bal \u00a9rfflinglreht ber \u00a9ntbedung mohl f\u00fcr fid) beatifprud)en, unb feine caftitiauifdje \u00a9igeit= liebe ioar belhalb niht menig oerle^t, all er oon mir erfuhr, baf; bie gange Angelegenheit ber miffeit= fdjuftlihen SBelt bereitl niitgetheilt morben fei.\n\u00a9egenm\u00e4rtig iff bie ^rage oottft\u00e4nbig entfd)ieben. S\u00dfenige Sa^'e fp\u00e4tcr, all ih Spanien bereifte, burd)forfd)te \u00a3riftram Sllgerien unb erhielt bort \u00a9ier bei Straupufufl, mclhe benen ber 9J\u00ce aurenelfter (Pica mauritanica) \u00e4hnelten, mar aber ber 3lnfid)t, ba\u00a7 er mop in bie Scefter bei Bogell lege, aber felbft br\u00fcte, ba er in einem Stefte, aul meldjem ein ^uifuf flog, jtoei ftarf angc; br\u00fctete \u00a9ier fanb unb in feiner 2lufid)t burd) bie Araber beft\u00e4rft m\u00fcrbe. 3w hinter oon 1861 ju 1862 bereiften Sillen unb \u00a9od)rane \u00a9gppten, unb ba nun bie Pflegeeltern bei Straupufufl bereitl befannt maren, m\u00fcrbe el if)uen nid)t fhiver, in ben Sieffern ber Slcbelfr\u00e4hen oiele \u00a9ier unb","page":203},{"file":"p0204.txt","language":"de","ocr_de":"204\n\u00a9te \u00a9p\u00e4her. Seichtjchn\u00e4bler. \u00c4ufufe.\n3uuge beg \u00a9trau\u00dffutufg gu erhalten. 21 Heu fanb gmar nur jtvct \u00a9ier, aber noch brei 3ungc, unb unter ihnen gmei in ein unb bemfelben Slefte; ber g\u00ef\u00fcdli<herc \u00a9odjrane hingegen erhielt breigeljn (gier unb gm\u00f6lf $unge, j\u00e4mmtlidh au\u00ea ben Heftern ber 9tcbeUrcUje. 3n brei Heftern lagen je gmei (Ster, in einem Siefte gmei 3>unge unfereg Sogelg.\n2lu\u00ea 211 ten1 g 23eobad)tungeu geljt pernor, ba\u00df and) bie jungen \u00a9trau\u00dffufufe immer i\u00efjren \u00a9tiefgejdjmiftcrn in ber \u00a9ntmidelung \u00f6oraugeiten. \u00a9ie m\u00e4ren fd;oit giemlidj Gefiebert, bie jungen 9^ebelfr\u00e4t;en aber nodj ganglidj itadeitb, nnb jo fdjeint eg, ba\u00df bie \u00a9ier beg \u00a9trau\u00dffuhdg fr\u00fcher gezeitigt merben, atg bie \u00aer\u00e4heneier; benn SU len1 g Sinnahnte, ba\u00df ber meiblidje &'u!itf ftdj ftetg ein $r\u00e4ljenneft mit uttoollft\u00e4ubigem \u00a9elege augfudje, ift meinen Scobadjtungen gufotge menigfteug nicht immer richtig. ,,\u00a9g fdjeint\", fdjlie\u00dft Stilen, \u201eba\u00df oen beut \u00a9trau\u00dffufid nur bie in SJttmofen^aiueit fteljenben \u00aer\u00e4ljennefter erm\u00e4ljlt merben; benn mir fanben niemal\u00bb ein Mutgei in folgen Sceftern, metdje auf einzelnen S\u00e4umen ftanben.\" \u00a3riftram fanb, mie er gang \u00ef\u00fcrglidh ung mittljeilte, audj in fkl\u00e4ftina bajfelbe Serlj\u00e4ltui\u00df, mie in \u00a9ghpten. \u201eIgn biefen \u00a9egettben\", jagt er, \u201etrafen mir bie $r\u00e4lje br\u00fctenb an unb gmar ebettjomc^l auf oereingelten S\u00e4umen, alg auj f\u00c7e\u00efjen unb in alten Ruinen, unb ^ier trajen mir audj ben \u00a9tiau\u00dftutut, melier \u00a9ier in jener Scefter legt. SBir erhielten mehrere ton ihnen. \u00a9ittg biejer-untergefdjobeneit f\u00f6inber m\u00fcrbe, mie id) j\u00fcrd;teu mu\u00df, ein traurigeg 5)ajein gef\u00fchrt haben; benn bie Mljeneier maren fa\u00dft gum Slugfdf\u00fcpfeit reif, mdljrenb bag \u00aeutuf\u00bbci ftd) erft teid)t bebr\u00fctet geigte. 3dj mar erfreut, hier um bie Otuinen bon 9\u00eeabat\u00a7 Simmon eine neue Seft\u00e4tigung gu beu Secbadjtungen S re hm1 g, \u00a9od)rane1g unb SU len\u2019g gu erhalten, meldije in \u00a9gl)j)ten bie je \u00a9ier ebettjallg augfdjlie\u00dflicfj in ben Steftern ber 9tebetfr\u00e4\u00a7c janben, m\u00e4ljrenb Sorb Sil jorb in Spanien im \u00a9egentljeil fte ben Sieftern ber (Sifter entnahm, unb and) biejenigen, meldje mir in Sltgerien erbeuteten, unab\u00e4nberlid) in beit Heftern ber bort lebeubett SJ\u00ceaurenclfter gefunben m\u00fcrben.\"\n\u00aeurd) Sillen erfahren mir fdjlie\u00dftidj, ba\u00df ftdj junge \u00a9trau\u00dftutute ol)tte SJt\u00fclje itt ber \u00a9efaitgett; jcf)ajt erhalten lajjett. \u00a9iueg bon benjenigeit jungen, meldje er augljob, ging ohne Umft\u00e4nbe aug gutter, natjm gro\u00dfe SJ\u00efeugcu bon glcijd) gu ftd), jd;rie beft\u00e4ubig hei\u00dfhungrig 'ttad) mehr Nahrung unb bejanb ftd) hierbei jo moljl, ba\u00df eg \u00a9nglanb lebeitb crrcidjte. SSMe lange eg hier auggehalteu, berntag id) nicht gu jagen; SU len bemerkt blog nodj, beritommeu gu haben, ba\u00df bag bitnile \u00a9efteber beg Sogelg im Saufe ber Seit bebeutenb lichter gemorben m\u00e4re, unb l)ievattg geht aljo gur \u00a9eniige herbor, ba\u00df ber \u00a9ejangette menigfteng mehrere Slonate lang bei guter \u00a9ejuitbheit gemejen ift.\n\u00a3)ie (Silanbe Oceanieng unb \u00a9iibafieit beherbergen eine Heine \u00a9ruppe bon Luhden, meldje mau \u00a9udel (Eudynamys) genannt h^- 3hve Mngeidjeu ftnb ein tiefer, kr\u00e4ftiger, auj ber girfte jel)r gebogener, ftartfjaiiger (Schnabel, bejjen Unterfiefer faft gerate ift, ftarfeg\u00fc\u00dfe, mittellauge gliigel, in benett bie bierte \u00a9cpminge bie l\u00e4ngfte ift, ein langer, abgerunbeter \u00a9djmaug unb ein giemlid) meicheg, jehr \u00fcbereinftimntenb gej\u00e4rbteg \u00a9efteber. 2)ag Heinere Si\u00e4nttdjen ift n\u00e4mlich gem\u00f6l)nlid) fdjmarg, bag S\u00dfeibdjen mehr ober meitigcr fdjmarg unb mei\u00df gefledt.\n\u00a3)ie ber\u00fchnttefte SCrt ber \u00a9ippe i\u00df ber $oet ober \u00c4uit (Eudynamys orientalis). \u00a3)ag St\u00e4nndjen ift gl\u00e4ngenb gritnlidjfdjmarg, bag Skibdjett gl\u00e4ngenb bunteigr\u00fcn, auj ber Oberjeite mei\u00df gefledt, auj ben \u00a9d\u00dfoittgen uttb bem \u00a9djmauge mei\u00df geb\u00e4nbert, unten mei\u00df mit fdjmargett gleden, meld)e in ber-jpatggegcnb l\u00e4nglid), in ber Sruftgegenb hergj\u00f6rmig finb. \u00a3)ag Singe ift fdjarladjrotl), ber \u00a9djnabel bla\u00dfgr\u00fcnlich, ber gu\u00df jd^ieferblatt. SDie S\u00e4nge beg SJi\u00e4nndjettg betr\u00e4gt 15V2, bie beg SBetb; ' d)eng 17% bie Sreite beg elfteren 23, beg lel^tcveit 24, bie gittigl\u00e4nge 7V2 uttb beg\u00fcglid) 8 3oU, bie \u00a9dfjmangl\u00e4itge ebettjooiel.","page":204},{"file":"p0205.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9 t r a u \u00df F u F it F. \u00c6ocl.\n205\n\u201etiefer Jool)tbeFannte Vogel\", berietet 3erbon, \u201efiubct ftd) in gang pubien, ton \u00a9etylon bis Vurmah, unb au\u00dferbem auf ben ntalaiifdjen nnb j>ht\u00eftyj>imfd)en 3nfeln. \u00a9r BeVoc^nt \u00a9arten, $aine, Alleen nnb licite VBa\u00efbungett, fri\u00dft faft au\u00a7fd)lie\u00dflid) $r\u00fcd)te oerfd)iebcner Arten, namentlich feigen, Vananen unb bergt., unb \u00efjatt ftd^, obgleid) er nid)t gefe\u00fctg ift, bod) guJoeilen in F\u00efeinett VruphS gufamnten. \u00a9r ift FehteSlocgS fd)eu, ^at aber bie uns beFannte, ruhige, guriidl)altenbe SebenSdrt beS geto\u00f6hnlidjeu \u00c6uFuFS, fo lange er fid) int \u00a9egtoeige aurait, to\u00e4hrenb er taut auffd)reit, fobatb er fliegt. SDer $lug unterfd)cibet fid) ton bem beS \u00aeuFuFS, benn er ift nid)t fo rul)ig unb gteitenb, fonbern erforbert ga^\u00efreid^ere-f\u00c7I\u00fcge\u00effd^I\u00e2ge. \u00a9egen bie Vrutgeit l)ht ioirb ber $oel t\u00e4rmenb unb l\u00e4\u00dft ftd) jebergett terne^men, felbft mitten in ber 9Rad)t, inbem er unabl\u00e4fftg feinen JoohlbcFamtten \u00a9d)rei, ein an \u00a9tatFe anfd)loeltenbeS \u201e\u00aeocl Foel\" auSft\u00f6\u00dft. UebrigenS heftet baS 2Mund)en nod) einen anbern \u00a9timmlaut, Joeldjer Joie \u201ehuioiliu\" ober \u201eIjo\u00e4o\" Ftingt, unb loeun er fliegt, l\u00e4\u00dft er uod) ein britteS, etioaS Flangreid)ereS \u00a9efd)ret Oernehmen.\"\n. \u201eV)aS SBeibdjen biefeS in pubien \u00e4u\u00dferft OolFSth\u00fcmlidjen SSogel\u00ea\", fagt Vltytl), \u201efd)eint fein \u00a9i auSfd)lie\u00dflid) in bieiJRefter ber beiben inbifdjen \u00aer\u00e4l)euarten, ber \u00a9lang; unb AaSFr\u00e4l)e (Anomalocorax splendens unb Corvus culminatus) gu legen. V)ieS ift etJoaS fo @eJo\u00f6hnlid)eS, ba\u00df unS ein unb biefelbe-^\u00dferfon gu gleicher 3eit f\u00fcnf ober fed)S $uFuFScier braute, beren jebeS in einem rerfd)icbenen 9Refte gelegen hatte. SJRan finbet baS \u00a9i unfereS \u00a9d)maroherS fo oft attein in \u00aer\u00e4l)enneftern, ba\u00df man faft gu ber Annahme berechtigt ift, ber \u00aeoel gerft\u00f6re bie \u00a9ter ber \u00aer\u00e4l)e, in beren 9Reft er baS eigene legen Joitl. Aber unerJoiefen b\u00efeibt eS, ob ber junge \u00c6oel ben ^ftinFt bef\u00effct, etloaige VRitbeioohner beS 9RefteS prauSgutoerfen. 3<h bin fel)r geneigt, baran gu gioeifeltt. $ritl), auf beffen \u00a9rfal)rungen ich baS gr\u00f6\u00dfte \u00a9eioid)t lege, terftcherte mid), nie mehr als ein $oe!ei in einem SRefte gefttnben gu haben unb and) nie tn anbern SReftern als betten ber genannten beiben \u00aer\u00e4l)en. \u00a9r beobachtete \u00f6fters, lote baS S\u00dfeibd^eit ber \u00a9langFr\u00e4lje ben ioeiblid)en $oel auS feiner 3Rad;barf<haft tertrieb, unb ein 2DRal, voie biefer ledere, inbem er ber Verfolgung gu entgehen terfitd)te, mit fold)er \u00a9eVoalt gegen bie \u00a9laSfd)eibe eines \u00a9eb\u00e4ubeS flog, ba\u00df er mit gerfd;mettertem \u00a9d)\u00e4bel fogleid) nieberftiirgte. SDRajor \u00a9atibfon erg\u00e4bt: 3\u00ab ber Veranba meines VungaloloS ftehenb, h\u00f6rte ich pt\u00f6hlid) e*n Fautes \u00a9eFreifd) auf bent 9Rafen unb eilte I)htgu, in ber \u00dcDceinuttg, eine junge $r\u00e4l)e fei auS bem SRefte gefallen. Anftatt einer folgen fanb id) gu meinem \u00a9rftaunen einen jungen \u00aeoel. 3d) n\u00e4herte mich auf einige @d)ritte nnb fah, itie ber Flehte Vogel auS bem \u00a9d)nabel ber\u00aer\u00e4l)e 9Rahrung empfing unb babei gitterte unb bie Fl\u00fcgel anSbreitete. \u00a9in \u00a9ingeborner, ioeld)er gugegen Voar, oerftc^erte, ba\u00a7 ber $oel allemal oon ber \u00a9tiefntutter aufgef\u00fcttert Voerbe, unb ba\u00a7 biefe pflege fo lange anbauere, bis ber frembe Vogel felbft f\u00fcr ftd) gu forgen im \u00a9taube fei.\"\n\u201e\u00a3)aS \u00a9i beS ^oelS ift\tleutg unb ZU bis V8 3^H breit; ber \u00a9eftalt nach \u00e4hnelt eS fel)r\nben \u00a9iern beS ^otri ober &anbftreid)erS (Dendrocitta rufa), feine ^arbe ift aber gef\u00e4ttigter, ein blaffeS Dlioengr\u00fcn mit gleichm\u00e4\u00dfig bid)ter r\u00f6thlichbrauner ^lecFung, toeld)e tint baS bide \u00a9nbe gu gebr\u00e4ngter ftel)t. f$mr ben \u00a9ierFuttbigen t)at baS \u00a9i ein begeicdjnenbeS FiduFartigeS itlnfehen.\"\n\u201e3m V\u00dfiberfpruch mit ber oont SDRajor \u00a9aoibfon mitgetheilteu ST^atfad^e berichtet aber ^Philipp3, er felbft unb ein gebilbeter, int Veobad)teu fehl* ge\u00fcbter unb burdjauS guoerl\u00e4fftger \u00a9ins gehonter h\u00e4tten beobachtet, ba\u00df baS ^oelmeibchen, nad)bem eS fein \u00a9i itt einem f\u00f6r\u00e4hennefte niebergelegt habe, bicfeS h\u00e4ufig auS einer getoiffen \u00a9ntfernung beobad)te, um gu gefahren, ob aud) fein 3nngeS auS bemfelben herauSgetoorfen voerbe. SDiefcS gefchehe, fobalb baffelbe fein gefledteS 3w9^ibFleib anlege, alfo fl\u00fcgge fei, unb fofort nehme fid) bie cd)te SDRutter beS hoch nod) hllfMen ^inbeS an, um eS gu f\u00fcttern, \u00a9r Ipbe \u00aeteS mehr als einmal to\u00e4l)renb feines Aufenthalts in \u00a9loalior be; obad)tet/ S)a\u00df bie \u00dfoelmutter ihr 3ntt\u00d6eg f\u00fctterte, fah Vl^th felbft. SDaS 3unge trat* faft gang erft>ad)fen unb fa\u00df ruhig in einem Vaume, m\u00e4hrenb bie Alte, ab unb gu fliegenb, ihm f\u00c7r\u00fcchte gutrug. \u201e2)aS V\u00dfahre an ber \u00a9ad)e fd\u00e7eint gu fein\", fchlie\u00dft Vl^th, \u201eba\u00df ber \u00aeoet hmter einanber oerfd)iebene \u00a9ier legt, in 3^if<henr\u00e4umen ooit gVoei bis brei Vagen, Joie ber europ\u00e4ifdje ^uFuF unb","page":205},{"file":"p0206.txt","language":"de","ocr_de":"206\nSDte \u00a9p\u00e4ljer. Seicf'tfc^n\u00e4bTer. \u00c6uTufe.\nferner, bafj, nad^bem bte- jungen non ben 5\u00dfflegeeltern IjerauSgetoorfen ftnb, bie edjte gutter fie nod; einen ober einige \u00a3age f\u00fcttert.\"\nipiergu bemcrft ^erbon bas 9Rad;fteI)enbe. \u201eOaS $oeImeibd;en legt, mie in Snbien l\u00e4ngft begannt, feine \u00a9er faft au\u00a7fd;liefjlid) in baS SReft ber \u00a9langMlje, riet feltener in baS ber 9laSMl)e. \u00a9em\u00f6ljnlid; legt eS nur ein (Si in jebeS DReft unb meift, aber nidd immer, gerft\u00f6rt eS gleichzeitig eines ber \u00aer\u00e4l)eneier. \u00a9S ifi ein S\u00dfolfSglaube in ^ttbien, bafj bie \u00aer\u00e4l)c ben ^Betrug meide, menn ber junge \u00aeoel faft auSgemacpfen ift unb iljn bann auS bem SRefte ftofje. Oie SRegel fann OieS aber in 2Sal)r^eit nidjt fein, benn id) Ijabe ben jungen 3SogcI oft hon \u00aer\u00e4j)en f\u00fcttern fepen, nadjbem er fdjon baS 9Reft herlaffen patte .... UebrigenS fd;einen eS bie \u00aer\u00e4pen red^t mopl gu meiden, menn fie burd) ben \u00aeoe\u00ef gum jpapnrei gemalt merben.\"\n3u meiner $reube fap id; bei meinem lebten 33efud;e beS \u00efonboner OpiergartenS nodp einen ber \u00aeoelS, meldje 33abu 3Rajenbra SDRuIif, ein iubifcper 33ogeIliebpaber, ber genannten 5lnftalt gefdpenft hatte. Oer SSogel mar bereite feit gmei 3dl;ren in Sonbon unb befanb fiep fo mopl, bafj man mit \u00fcftecpt hoffen durfte, ipn nodp 3aPre lang am Seben gu ermatten, \u00a9eine \u00a9efangenfoft befielt auS ge!od;tem 9ReiS unb Oerf epiebenen $r\u00fcd;ten unb SBeeren, frifdpen mie geborrten. Seiber napm midp ber Opierreidptpum beS \u00a9artenS fo in Slnfprudp, bafj idp gu einer eingepenben SSeobacptung beS ber\u00fchmten 23ogelS feine Seit gemimten fonnte. \u00a9S fd;ien mir \u00fcbrigens, als ob fid; ber $oel in ber \u00aeefangenfdt>aft burcp grofje Sebpaftigfeit auSgeicpne unb baburd; bon feinen europ\u00e4ifdjen $ermanbten fepr'gu feinem 93ortpeil unterfd;eibe.\nOie pradjtoottften alter \u00aeufufe bemof;tien bie \u00a9leidperl\u00e4nber 9lfrifaS, SlftenS unb 9ReupottaubS. Oer DRamc \u00a9o\u00efbfuf ufe (Chrysococcyx) ift f\u00fcr ihre \u00a9dj\u00f6npeit nod; nidjt begeidpuenb genug; beitu it;r \u00a9cfieber flimmert in fo pracptootten f\u00e4rben, mie fie feine \u00dcDRetattherbinbung perhorbringeu fann. Oiefe f\u00e4rbenpradbt ift eins ihrer mefentliduften, bielfeidjt baS mefenttid;fte aller \u00aeenngeidpen. \u00a9ie finb fehr ftein, geftred't gebaut, langft\u00fcgelig unb langfdpm\u00e4ngig. Oer \u00a9dpnabel ift mittellang, nod; Ziemlich fcpmad; unb im ganzen mie bei unfern \u00aeufuf gebilbet, ber $ufj furgl\u00e4ufig unb langgepig, ber ftittig ziemlich fpipig, in il;m bie britte \u00a9dpmuitgfeber bie l\u00e4ngfte, ber \u00a9d;mang mepr als mittels lang, feitlicp etmaS abgerunbet, baS \u00a9efteber fnapp, aber grofjfebrig.\nOer \u00a9o\u00efbfuf uf ober Oibrif (Chrysococcyx auratus) ift auf ber ganzen Oberfeite, mit 9luS; itaprne einiger lichten \u00a9teilen, gl\u00e4ngenb ntetattifd; gr\u00fcn, fupferig fdjitternb; hoch geigen biele hon ben Gebern auch einen bl\u00e4ulidpen \u00a9driller an ipren SR\u00e4nbent, unb .einzelne einen ober gmei berartige Rieden. 2)or unb hinter bem 5luge oerlaufen meijje \u00a9treifen, unb ein gleichfarbiger Rieden giert bie \u00a9tirngegenb. Oie gange Unterfeite ift licptbr\u00e4unlid; ober gilblidpmeifj ; aber bie $arbe ift l;ier fo gart, bafj fie ftd; bloS unmittelbar nadp ber SORaufer in hotter \u00a9c^\u00f6nheit geigt, burdb baS \u00a9onnenlid^t jebod; aud; beim lebenben 35ogeI halb in S\u00dfeifj auSgebleid;t mirb. Oie \u00a9eiten;, bie \u00a9djmangs unb Unter; fl\u00fcgelbedfebern jtnb gr\u00fcnlich, bie erften ^>anb; unb bie Slrmfd^mingen, fomie bie \u00e4nderen \u00a9teuer; febern auf buufelgr\u00fcnem \u00a9runbe mei\u00a7 geb\u00e4nbert. OaS 2lugc ift lebhaft gelbbraun, m\u00fcprenb ber ^aarungSgeit beim tt)R\u00e4nnd;en cod;enitterotb, baS 3lugenlib forattenrott;, ber \u00a9dmabet bunfelblau, ber \u00a7u^ lidjtgraublau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 7V2, bie 23reite 123/4, bie \u00a9ttigl\u00e4nge 4V6, bie \u00a9d^mang; l\u00e4nge 3V4 Bott. OaS 2\u00f6eibd;en ift ein meuig ffeiner unb minber fd;\u00f6n, unterfdjeibet ftd; aud; leid;t burd^ feine geffecfte Unterfeite. OaS- ^ugenbfleib ift bem ber alten $\u00f6gel fepr \u00e4hnlich, bie Unterfeite ift aber gelb angeflogen, 33ruft unb $el;le ftnb metattgr\u00fcn, bicpt gefdjuppt, bie Gebern ber Oberfeite roftgelb geranbet unb bie \u00a9dpmingen roftgelb gefledt.\nUeber baS Seben Ijat guerft baillant \u00a9inigeS berichtet. \u201e3d; fanb ben Oibrif\", fagt er, \u201eim gr\u00f6\u00dften ^\u00a7eile \u00a9\u00fcbafrifaS, 00m \u00a9lefantenfluffe an bis gum Sanb ber tleinen SRamaten, unb gmar fo","page":206},{"file":"p0207.txt","language":"de","ocr_de":"^ o er. \u00a9olbfufuf.\n20'\nh\u00e4ufig, ba\u00df id; Staufenbe bon ihnen I;\u00e4tte erlegen l\u00f6ittten. 2lu\u00a7 meinem Hagebuche erfe^e id;, ba\u00df id; unb mein brader \u00c6laa\u00ea 210 SJ\u00eecinndjen, 113 2\u00f6eibd)en unb 103 ^urtge erlegt haben.\" Mittel; afri\u00efa, too ber S\u00f6gel ton SR\u00fchpell, $cug\u00eftn unb mir Beobachtet tourbe, ift er nid^t entfernt fo gemein. So fciel id; mich erinnere, traf id; ihn immer nur in bem Urtoalbe an. $n meinen SJta\u00df; tafeln ift au\u00f6br\u00fcdlid; bemerft, ba\u00df er fid; in bcn h\u00f6chfteit unb bid;tcften S\u00e4umen bcr Selber aufh\u00e4lt. $ eu glitt beobachtete it;n am toei\u00dfen unb blauen 0HI unb in 2lbifftnien, gutoeilen in \u00eflcinen \u00a9efelO fd;aften, in Leeren fogar h\u00e4ufig unb felbft inmitten be\u00ea \u00aeorfe\u00a7 auf ipeden unb S\u00e4umen. 3>hn\n\u00aeer \u00a9o\u00efbfu\u00efu\u00ef ober S\u00f6tbri! (Ghrysococcyx auratus). % ber nqt. \u00a9r\u00f6\u00dfe.\ngu eutbcden l;\u00e4lt nid;t fd;toer; benu ba3 93t\u00e4nud;eu mad;t ftd; halb bemer\u00eflid;, fei e3 burd; feilt @e[d;rei ober fei c\u00a7 burd; feine Streitluft mit aubern feiner 2lrt. \u00a3)er Sodton ift ein lautet, fl\u00f6tenbe\u00f6 pfeifen, meld;e\u00ea Saillant burd; \u201ejDibibibibril\", $ engl in burd;,,.!\u00a3>uibhuibhuibi\" au\u00eabr\u00fcdt. \u00aea\u00ea 2\u00f6eibd;cn foil blo\u00ea einen leifen \u00a3on, toie \u201eSSiftoil\" llingenb, bernehnten laffen unb mit ihm aud; bem Verliebten 3R\u00e4itnd;en anttoorten ober c3 l;ci'beirufcn. S\u00f6\u00e4hrenb ber \u00a3eit ber Siebe ftnb bie 3Ji\u00e4mtd;en faft ebenfo eiferfiid;tig unb ftreitluftig tote ttnfcr \u00aeiifu! unb balgen ftd; unter gro\u00dfem @efd;rei. 2)ie Skibd;cn geben ihnen \u00fcbrigen\u00ea an Erregung nid;t ba\u00ea \u00a9cringfte nad; unb geigen ftd; im hofften \u00a9rabe nad;; gebenb.\nSaillant fanb, toie er fagt, brciuubad;tgig (Sier be\u00a7 \u00a9olbfuM\u00ea in ben Heftern \u00eferbthiers freffenber S\u00f6gel unb ntad;te bie Seobad;tung, ba\u00df ba\u00ea S$eibd;en fein \u00a9i ebenfalls mit bem Schnabel in bie 9tefter\u2018ber ton it;nen gum ^flegeelterngefd;\u00e4ft erz\u00e4hlten S\u00f6gel tr\u00e4gt, \u00a9r entbedte \u00a3)ic$ guf\u00e4llig, al\u00a3 er einem get\u00f6bteteu 2Beibd;en einen pfropfen in bett 3bad;en [(hieben toollte, um ba\u00bb Se[d;mugen be\u00ea \u00a9efieber\u00ea burd; au\u00ealaufenbe\u00ea Slut gu verh\u00fcten, fd;lie\u00dft aber gang richtig, ba\u00df aud; alle \u00fcbrigen","page":207},{"file":"p0208.txt","language":"de","ocr_de":"208\n\u00a3)ie (Ety\u00e4ljer. Seid^tfc^n\u00e4btcr. \u00aeufitfe.\n$ufufe in bcrfelbeu SBeife berfahren b\u00fcvften. OaS (St ift gl\u00e4ttgenb Wei\u00df. jp eit glitt fattb in ben \u00a9ierft\u00f6den ber bon ihm gerglieberten 3Beibd)en im 3>ult xmb September faft reife (Sier unb bemerke, ba\u00df eine namhafte Slngahl bevfelben befruchtet War. OarauS geht atfo hcri?or, ba\u00df bie S\u00dfermehruttg beS S\u00dfogelS eine bebeutenbe ift.\n3n Steuhottanb lebt bcv gr\u00f6\u00dfte alter \u00dfufufe. \u00a9r bertritt bie \u00a9type ber $rahenb\u00f6get (Scy-tlirops), fo genannt, weit ber Schnabel eher bem eines OjtfanS als bem eine\u00ab MttfS gleicht, tiefer \u00a9chnabet, welcher unferm SSogef bie \u00a9Ijre berfc^afft hat, als SBerbinbungSglieb ber \u00c6ufufe unb f eff erf reff er angefehen gu Werben, ift mehr als fopflang, gro\u00df, bid unb ftarf, an ber S\u00f6urget gientlid) hod) unb breit, feitlich jufammengebrfidt, auf ber girfte ftarf unb an ber \u00a9pifce h^\u00fc he^9c\u00a3o\u00d6en/ Woran ber Unterfchnabel theilnimmt. 3e nach bem Sitter beS 33ogelS geigen ftch im Oberfchnabel mehr ober weniger S\u00e4ttgSfurchen, Weldie gegen ben \u00aeieferranb hw fjhWad)e, gahnartige \u00a9inferbungeit auSfaufen. Oie $ii\u00dfe ftnb ftarf unb furgl\u00e4uftg, ihre 3ehen fr\u00e4fttg, jeboc^ nicht befonberS lang. Oer gittig, in Welchem bie britte \u00a9dringe bie l\u00e4ngfte ift, erreicht ungef\u00e4hr bie SJtitte beS berh\u00e4ltiti\u00dfnt\u00e4\u00dfig furgen, abgerunbeten \u00a9djWattgeS, welcher, tbie gew\u00f6hnlich, auS gehn Sebent gebitbet Wirb. OaS \u00a9efteber ift giemlich reich, in ber F\u00e4rbung bem unfereS \u00dfufufS nicht gang un\u00e4hnlich. B\u00fcgel unb Slugengegenb ftnb nadt.\nOer Stiefenfufuf (Scythrops Novae-Hollandiae), Welcher bie cingige Slrt ber \u00a9type bitbet, ift auf bem \u00aeopfe, bem fpalfe unb ber \u00a9ruft grau, auf ber Oberfeite, bem fl\u00f6get unb \u00a9d)Wang gr\u00fcn; tichotibengrau, jebe Seber hier breit fchWargbraun gefpifct. Oie \u00a9tei\u00dfgegettb ift unbeftimmt graubraun geb\u00e4nbert; bie \u00a9teuerfebent ftnb auf ber Oberfeite bunfelbletgrau, bie hier \u00e4u\u00dferfien Wei\u00df, an ber ($pi^e unb bor berfelbcn burd; ein breites fdjWargcS S3anb, im \u00fcbrigen burch female \u00a9treifen gegeichnet. OaS Sluge ift braun, bie nadte \u00a9teile um baffetbe fcbarlachroth, ber \u00a9chnabel gelblich' hornfarben, ber Su\u00df olibenbraun. OaS SBeib^en unterfcheibet ftch nur bur<h etwas geringere \u00a9r\u00f6\u00dfe. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt \u00fcber 2 Su\u00df, bie f\u00c7ittiglange 13, bie \u00a9chWangl\u00e4nge 10 Belt.\n\u00a9oulb fah ben Stiefenfufuf nur in Steuf\u00fcbWaleS, Wo er ein Bugbogel Welcher int Oftober erf<heint unb im Januar Wieber Weggietjt. Stad) Sattsam fteht man ihn gew\u00f6hnlich fr\u00fch un^ \u00dfbenbS, guWeilen in f(einen Strung bon fieben bis acht \u00a9t\u00fcdeit, \u00f6fters aber paarWetfe. \u00a9ein Slnftanb unb feine \u00a9Uten, feine ^Bewegungen, feine \u00a9rn\u00e4hrung unb bie Slrt unb S\u00f6eife feiner ^ortfjflangung fentt; geidmen ihn auf baS \u00a9ntfehiebenfte als fitful. 3m \u00a9i(3en nimmt er ftch pr\u00e4chtig auS, weit er beit langen \u00a9djwang oft f\u00e4cherartig auSbreitet; im gluge erfcheint er weniger auSgegeidjnet. \u00a9oWohl im \u00a9iben als im fliegen l\u00e4\u00dft er ein tauteS, burchbriitgenbeS \u00a9efe\u00dfrei bernehmen, Wenn ein f\u00c7al\u00ef ober ein anberer Staubbogel ihm gu \u00a9eftebt fournit. 3m SDtagen fattben ftd) \u00a9amen bom rothen \u00a9ttmmi; unb S\u00dffefferm\u00fcngbaum, aber and) Ueberblcibfel bon terbthieren, obwohl nicht in SDlenge. \u00a9Ifeh, welcher ben 33ogcl im Sorbett beobachtete, fagt, ba\u00df er mitunter f\u00fcnf Minuten lang fein ft\u00e4gliches \u00a9efchrei aitSfto\u00dfe. \u201eBuWeilen f\u00fcntmerte er ftch nidjt um unfere \u00a9egenwart; gew\u00f6hnlich aber War er fetjr fcheu. Bu bem \u00dcBobett fant er niemals haunter; ich ha^e ihtt ftetS nul' \u00dbU\u00ce ^ert h\u00f6dhfiett SB\u00e4ume gefeiten.\"\nlieber bie ^ort^flangung fehlen nod; ausf\u00fchrliche Berichte, bod) fcheiitt fo biel feftguftehen, ba\u00df aud) ber Stiefenfufuf feine \u00a9ier fremben \u00a9Item anbertraut. \u00a9oulb erhielt einen, Weither angeblich bon gWei anbern fremben V\u00f6geln gef\u00fcttert Worben war. \u00a9tr\u00e4nge fanb in bem \u00a3egfd)lauche eines bon ihm erlegten S\u00dfeibdjenS ein reifes \u00a9i, Welches auf graulichem \u00a9runbe \u00fcberall mit r\u00f6thlichbraunen Rieden unb f\u00fcnften gegeichnet War.\n\u00a9in junger S\u00e4efenfufttf W\u00fcrbe in ein \u00a9ebauer, Welches bis bal;itt ein 3\u00dcefeuftf<her innegehabt hatte, gebraut, unb hier bon SSennett beobachtet, \u00a9ofort nach feiner Slnfunft \u00f6ffnete ber Stenting,","page":208},{"file":"p0209.txt","language":"de","ocr_de":"9\u00eftef eit\u00eeu\u00efu\u00ef.\n209\nanfdjeinenb \u00c7ungrig, beu \u00a9dtmabe\u00ef, unb fic^e ba, ber 9\u00dcefcnfifd)er erbarmte fid) ber 29aife. \u00a9ut; m\u00fctl)ig natjm er ciu \u00a9tiiddjen steifet), bearbeitete baffe\u00efbe mit feinem \u00a9cfmabe\u00ef fo lauge, bi\u00eb e\u00ea t|m bie n\u00f6tige 3\u00f6etd;e gu tjaben fd^icn uub fted'te e\u00eb feinem \u00a9R\u00fcbling fcrgf\u00e4ttig iit beu \u00a9djnabel. tDiefe\u00ea 5J3ftegegefd)\u00e4ft fefcte ci* [o tauge fort, bi\u00eb ber junge \u00aeutut f\u00e4llig ioar, fc\u00efbft gu freffen. ,,2tt\u00eb ictj iljn fal)\", fdjreibt 33ennett, \u201efafj er auf ber tj\u00f6d)ften \u00a9pi\u00a3e be\u00eb \u00c6\u00e2ftg\u00eb, ertjob ftd) gelegentlich, fd)lug\nSet Stie\u00eecn\u00efu\u00efu\u00ef (Scythrops Novae-Hollandiae). V* ber nat. @rb\u00a7e.\nmit beu fj\u00ef\u00fcgelu unb b\u00e4umte bann toiebcr, nad) 5trt getoiffer Ralfen, mit benen er \u00fcberhaupt eine geioiffe S\u00efe\u00efjn\u00efjdjfeit geigt. S\u00d6Senn ih\u00bbu be\u00eb Sftorgen\u00eb putter gebrad)t tourbe, tarn er t)erab, \u00efeljrte aber augenblidtlid) \u00efoieber gu feinem erhabenen \u00a9ibplahe guriid. 3Sou \u00a3>em, toa\u00eb ich gefeljen habe, m\u00f4d)te id) fd)Iiefjen, bafj ev in ber \u00a9efangeufd)aft fe\u00efjr galjm toerben muff\"\n* *\n*\nUnter ben \u00fcbrigen \u00c6ufu\u00ef\u00ebO\u00f4geln ^abeu, nadj Stnfid^t ber $orfdjer, bie 33ufd(jtufufe (Phoenicophae\u00ef) mit ben bi\u00eb\u00efjer befd)i*iebenen bie gr\u00f6\u00dfte 2\u00efe\u00efjnlid)\u00efeit. 2lud) fie firtb nodb geflredt gebaut, langfdjto\u00e4ngig unb \u00efurgf\u00fcjjig, aber aud) \u00efurgft\u00fcgelig unb befonber\u00eb burdj ihren mittellangen, 93rel)m, Sljierle\u00f4en. IV.\t14","page":209},{"file":"p0210.txt","language":"de","ocr_de":"210\nSDie \u00a9paper. ScicptfcpuSbler. SSufd^fufufe. gerfenfufufe.\njebod) fepr fr\u00fcftigen \u00a9cpnabel, fotoie meift burcp ein nadte\u00ea lugenfelb unb ein pracptOo\u00ef\u00efe\u00ea, oft gerfd)liffene\u00a7, paarartigeg \u00a9efteber unterfdjieben.\nOie Familie ober Unterfamilie tritt namentlich in pubien unb auf ben benachbarten (Silauben Zaplreid) auf, ift aber auch in Ifrifa burch eine Irt oertreten. Ueber bie Seben\u00ebtoeife ftnb mir noch feine\u00eameg\u00ea gen\u00fcgenb unterrichtet; mir miff eu blo\u00ea, bafj bie hierher geh\u00f6rigen $\u00f6gel fern oon ben menfchlichett I\u00dfopttungen in ben bid)teften SB\u00e4lbern ein einfame\u00ea Sebett f\u00fchren, oor bem SJtenfcpen fchen fiih zur\u00fcdziepen, ^au^tf\u00e4c^lid; Kerbtpiere freffen unb mahrfcheinlich felbfi br\u00fcten.\nUeber eine inbifdje Irt, ben Kofil ober 23an; Kofil ber SSengalefeu (Zanclostomus tristis) berichtet Serben. (Sin fehl' jufammeugebr\u00fcefter, oben unb unten gebogener \u00a9d)ttabel, mittels lange, furchige, mit feparfen flauen bemehrte $\u00fcf;e, furze, geruubete Fl\u00fcgel, in benen bie eierte, f\u00fcnfte unb fechte \u00a9dpminge unter ftd; faft gleich lang unb bie l\u00e4ngften ftnb, unb ein fehl-langer, abgeftufter \u00a9chmang finb bie Kennzeicpen ber\u00a9ippe, melier man ben kanten \u00a9id)eis \u00efufttfe geben fattn. Oer Kofil ift auf ber Oberfeite buttfeigraugr\u00fcn, auf bem Kopfe unb \u00a3interpalfc mehr graulich, auf \u00a9dringen unb \u00a9d)loanz fcpimnternb gr\u00fcn; jebe \u00a9teuerfeber ift mei\u00a7 an ber \u00a9pipe; ber $orberpal\u00ea unb bie SSrufi ftnb blafgrau, bie Unterbrufi unb bie \u00a9egenb um bie uad'te lugenftelle meif. Oa\u00ea luge ift buufelbrauu, bie nadte \u00a9teile um ba\u00a7 luge bunfeIfd)artacprotp, ber \u00a9cpnabel fch\u00f6n apfelgr\u00fcn, ber gufj gr\u00fcnlichfd;ieferblau. Oie S\u00e4uge betr\u00e4gt 23, bie f\u00c7ittigl\u00e2nge 6%, bie \u00a9cpmanzl\u00e4nge 163 4 3\u00b0^-\n\u201eOiefer p\u00fcbfd)e 23ogel\", fagt Serb on, \u201efinbet fiep in Bengalen, SDcittelinbien, ben marnten sp\u00e4tem be\u00ea \u00a3tmalapa, aber audj in Iff am, Surrnap unb auf S\u00fcalaffa, mofelbft er fepr p\u00e4ufig ift. Stp habe ipn gem\u00f6pnlicp Oereinzelt gefepen, in ben S\u00f6\u00e4lbern umperftreifenb unb \u00a9efpenft; fdjreden, \u00a9ragp\u00fcpfer, \u00a9rillen unb \u00e4pnlicpeu Kerbtpieren naepfagenb. Sn \u00a9ifim begegnet man ipnt nur in ben marnten Op\u00e4lent, in einer ungef\u00e4hren \u00a3>\u00f6pe oon 3000 $uf \u00fcber bem SJ\u00eeeere. 3mei reinmeife, l\u00e4nglid) runbe \u00a9ier m\u00fcrben mir einmal gebraut; ba3 2teft aber, meldpe\u00ea eine grofje SRaffe oon Steigen unb H\u00f6rnlein fein fod, pabe id; uiept gefepett. \u00a9inbritteg, \u00e2pnlicpc\u00ea (Si entuapm tep bem \u00a3egfcplaud)e ehte\u00ea I\u00dfeibcpene\u00bb, me\u00efd)e\u00ea id) gefd)offett'patte.\" S3lptp bemerft, baft. ber 23ogel feine \u00a9egenmart oft burep feine \u00a9titnme, ein eint\u00f6nigeg, oielfacp mieberpolte\u00ea \u201eOfd)it!\" oerratpe.\n\u00fc\u00dfon einer gmeiten Irt fagt \u00a9oulb, baf fte nur ungern zum fliegen fiep bequeme, auep nie; mat\u00e9 meite \u00a9treden in einem 3uge zur\u00fcd\u00efege, menu Oie\u00e9 aber gefd)epe, iprett 2\u00f6eg gerabeau\u00e9 riepte. \u00a9inige Scaturforfdjer pabett bepauptet, ba\u00a7 biefe Ktdufe auch gr\u00fcepte fr\u00e4fen; Serben bemerft au\u00e9; br\u00fcdlid), baff er Oie\u00e9 nie beobad)tet pabe.\nhierauf ungef\u00e4pr befdjr\u00e4nft ftd) unfere Kuttbe \u00fcber ba\u00ea Seben biefer fep\u00f6nen 23\u00f6get, unb be\u00eapa\u00efb erfd)eiut e\u00ea mir unn\u00f6tptg, noep anberer Irten ber Familie pier zu erm\u00e4ptten.\n*\n*\nOie Kufufgo\u00f6gel, melcpe bie neue Seit bemopnen, pat man fterfenfttfufe (Coccygi) genannt unb ebenfalls in einer befonbern Familie ober Unterfamilie oereiutgt. \u00abjpre Kennzeichen liegen in bem Oerp\u00e4ltniffm\u00e4ffig fr\u00e4ftigen Seibe, ben mepr ober meniger furzen gl\u00fcgeln, bem oft fepr langen, au\u00ea zepn, au\u00e9naprn\u00eameife zm\u00f6lf Gebern gebilbeten \u00a9cpmanze, bem ziemlid) kr\u00e4ftigen \u00a9d)nabel unb ben Oerp\u00e4ltnifm\u00e4ffig poepl\u00e4uftgen ft\u00fcffeu, melcpe bei einzelnen fo eutmidclt ftnb, bafj fte zum Seben auf bem 33oben bef\u00e4pigen. Oa\u00e9 \u00a9efteber geiepnet jtd) burd) feine greffe SBeicppeit att\u00ea. Oa\u00a7 3Beibcpen pflegt gr\u00f6fer at\u00ea ba\u00ea Sl\u00e4nmpen zu fein, \u00e4pnelt biefem febod) in ber F\u00e4rbung, lud) bie Suugen unterfdfcibeu fid) faunf Oon ben Ilten.","page":210},{"file":"p0211.txt","language":"de","ocr_de":"\u00ae of il 9teg enfttfuf.\n211\n\u00a3)ie \u00c7erfenfufufe ftrib \u00fcber gang 9lmerifa Verbreitet, befottber\u00ea aber im \u00a9\u00fcben be\u00ea \u00a9rbtheit\u00ea gu tarife. @ie Vertreten int S\u00dfeften bie \u00aeufufe be\u00a7 \u00c7ftett\u00ea, mit be* neu fte in it\u00e8rent SSefett mattd)e 2tehn\u00efid)feit \u00efjabett, fatten fid) in ben b\u00df\u00e4lbent ober \u00a9aunt; hflangungen auf, [tub fd)eu, ber \u00a9infambeit gugethau, leben meift in ben bid)teften \u00eft)eileu ber \u00a9eb\u00fcfd)e, fdf\u00fcpfen hier gefdfcft bnrd) ba\u00a7 \u00a9egtveig unb fommen gelegeut\u00efid) tvot)l aud) auf ben \u00a9oben ^erab. 3>hre 9M)rung beftet)t in \u00aeerbtf)ieren nnb $r\u00fcd)ten, vorgug\u00eatveife aber in ben paarigen tauben geiviffer \u00a9cbmetterlinge. Nebenbei pl\u00fcit; berit fie bie Hefter ^feinerer \u00a9\u00f6get nnb fd)tuden tvcnigften\u00ea bereu \u00a9ier hiu\u00fbb nnb f\u00f6nnen t)ierburd) l\u00e4ftig tverben. \u00aeaf\u00fcr aber vernid)ten fie tvieberum feine \u00a9ruten burdj ba\u00ea Unter; fd)ieben it;rer \u00a9ier; beim fte br\u00fcten in ber Flegel felbft nnb\nfegen, tvie e\u00ea fdjeint, nur au\u00eanahnt\u00ea\u00eeveife, vielleicht im grcf; ten SRot^faU blo\u00eb, ein\u00a7 i^rer \u00a9ter fremben \u00a9bgeln unter.\n\nM\n\nSDer \u00c4otil ober S3art=\u00c2o\u00efil (Zan clostomus tristis). J/2 ber not. \u00a9r\u00f6jje.\n\u00a3>urd) \u00a9\u00dfilfott, Slububon, 2cuttall unb anbere $orfd)er ift un\u00a7 eine 9lrt ber Familie, ber Sftegenfufuf (Coccygus americanus) befattnt getvorben. SDie \u00a9ippe, iveld)e ber 3Sogel vertritt, fenngeid)iiet fid) bnrd) fopflangeit, fd)tvad)eit, gnfammengebr\u00fcdten, leicht gebogenen, flai^en \u00a9d)nabel, fttrge $\u00fcfje, lange Fl\u00fcgel, in betten bie britte \u00a9dfvinge bie l\u00e4ngfte ift, unb einen langen, abgeftuften, au\u00ea gehn fd)iitalen, guge; runbeteit Gebern beftel)enben \u00a9d)tvang. 5\u00a3>a\u00ea \u00a9efieber ber Oberfeite, eittfdfieflich ber gl\u00fcgelbed; unb mittelften \u00a9chtvang; febern, ift lid)tgranbraun, ba\u00ea ber Unterfeite graulidfveif ; bie erften \u00a9djtvittgett ftttb an ber Snttenfahne br\u00e4nnlid)orangegelb gef\u00e4umt, bie \u00a9d)tvangfebent mit 2lu\u00eanahme ber mittelften fd)tvarg, tveif an ber \u00a9f)ii?e unb bie auf erften and) iveif au\nber ^lufenfabne. SDa\u00ea 2luge ift bunfelbraun, ber \u00a9chnabel oben br\u00e4uulichfdjtvarg, ber Unter; fd)ttabel gelb, ber $itf blaugratt. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12V2, bie \u00a9reite 16, bie ^ittigl\u00e4nge \u00f64/*, bie \u00a9d)ivaugl\u00e4itge 6% 3\u00b0^-\n\u201e\u00a9in $rember\", fagt \u00a9Hlfott, \u201etveld)er bie bereinigten \u00a9taaten befud)t unb int SCRai nnb 3mui burd) ttnfere \u00a9K\u00e4lber gef)t, vernimmt gutveilen tiefe Kehllaute, tveldje ben \u00a9\u00dcben \u201e\u00aeau fau\" ungef\u00e4hr \u00e4l)nelu, langfam beginnen, aber fd)nclter tverben unb fo rafd) enbigeit, baf bie Saute in\n14*","page":211},{"file":"p0212.txt","language":"de","ocr_de":"212\nSie \u00a9paper. Seid^tfd^n\u00e4btev. $evfenfitMc.\neinanber gu laufen fepeinett. Oiefe S\u00f6ne faun er oft p\u00f6rett, opite baf? er ben SSoge\u00ef bemerft, bon fretdjem fie perr\u00fcpren; benn berfelbe ift fcpeit unb einfant, unb fud)t fid; ftet\u00bb bie biepteften Oeb\u00fcfd^e 3u feinem SBopnftpe au\u00ea. SDte\u00ea ift ber getbfcpn\u00e4blige ober Stegenfufuf, ein \u00a9omnterbogel ber bereinigten \u00a9taaten, freteper um bie SOUtte, ober freiter nad) Storben pin, \u00a9nbe 2tpril\u00ea, auep fropl erft Slnfang\u00ea SJtai, eiu^utreffen pflegt unb bi<\u00bb SJtitte \u00a9eptember im Sanbe berfreilt, bann aber unb 3frav 3U gro\u00dfen \u00a9d>aren bereinigt, naep SJcittelamerifa siept, um bort 31t \u00fcberfrintern.\" Oie $d\u00fcge, frelcpe gelegentlich be\u00a7 3u9e*> gebilbet fr erben, berbreiten fiep auf freitpin, opne einen eigentlichen 3ufantmenpang 31t fabelt, obglekp ein Sogei ber \u00a9efettfepaft bem anbern folgt. S\u00f6erbett bie SBanber; feparen burep \u00a9tiirme peimgefuept, fo gefepiept e\u00ea fropl auep, baff fte auf fteineren Sttfetn im Slntillenmeere 3uflud)t fud)en unb bann groffe \u00a9tredfen buepft\u00e4blid) erf\u00fcllen. \u00a9inen fotzen \u00a9epfrarnt fap $urbi\u00ea im Oftober auf ben Sermubainfetn. Oer \u00a9epfrarnt, melier Saufenbe s\u00e4plte, fam naep einem ftarfen \u00a9\u00fcbfreftfrinbe mit Stegen unb lief? ftep sfrifdjen ben Skcppolberb\u00fcfdjen ber \u00a9\u00fcb; f\u00fcfte nieber, fepte aber fepon am folgenben Sage feine Steife fort.\nS\u00f6alb naep feiner SCnfitnft im gr\u00fcpjapre bernimmt mau ben Stegenfufuf \u00fcberall in Stmerifa, unb frentt man feine \u00a9efropnpeiten fennt, pit e\u00ea auep nid;t fd;frer, ipn 3U beobachten, ba er nirgenb\u00ea fetten, an geeigneten Oertlicpf eiten fogar h\u00e4ufig ift. Oie meifteit ^Saare flebetn fiep atterbing\u00bb im 3Balbe an, fepr biete aber nehmen auch in unmittelbarer St\u00e4pe ber S\u00dfopnungen, 3. 33. in Saunt; g\u00e4rten, Verberge, unb ba\u00bb SOt\u00e4nndben berr\u00e4th fidh pier ^UV(f> \u00eee^n au^ ^er fommenbe\u00ea \u201e\u00aeau fau\" ober \u201e\u00aeuf\", fretdfe\u00ea e\u00ea, frie bemerft, fortfr\u00e4prenb h\u00f6ren l\u00e4fft. Sin frarmett Sagen fchreit e\u00a7, laut Shittalt, ftunbeulang ununterbrodhen unb felbft noch fr\u00e4prenb ber Stacpt.\nOer Stegenfufuf ift ein \u00a9d)l\u00fcpfer, fein S\u00e4ufer. 3m \u00a9e^Weig ber S\u00e4ume befregt er fich mit meifeuartiger \u00a9efranbtpeit, 3um Soben fommt er feiten herab, unb menu er hier frirflid) einmal umherh\u00fcpft, gefd)iept e\u00a7 in einer ungemein t\u00e4ppifd;eit S\u00dfeife. Oer $tug ift fd;netl unb ger\u00e2ufcpto\u00ea, frirb jeboch fetten freit au\u00bbgebepnt, fonbern beim elften geeigneten Saume unterbrochen, ba fiep ber Sogei im Innern bidhtfripfliger Saumfronen am fidherften 3U f\u00fchlen f (peint. S\u00f6enn er feinen SBeg burep bie Btbeige nimmt, l\u00e4fjt er, laut Slububon, batb bie Ober;, halb bie Unterfeite fehen. Oie Seaprung beftept au\u00a7 ^erbtpieren unb $r\u00fcd)ten, namentlich \u00a9dunetterlingen, .Ipeufcpreden, paarigen \u00a9djmetterling\u00earaupen unb bergteidfeu unb im .\u00eeperbft au\u00ea oerfd)iebeiteu Seeren. S\u00f6opl niept mit Unrecpt ftept er aud) in bem Serbacpt, bie Scefter ffeinerer S\u00f6get au^upl\u00fcitbent.\nOa\u00ea 5ortpffan3ung\u00eagefd)\u00e2ft bietet infofern etfra\u00ea SJ\u00ceerffr\u00fcrbige\u00ea bar, ah\u00bb ber' S\u00f6get feine \u00aeufuf\u00bbnatur boep nid)t gan3 berteugnet, fonbern frenigften\u00ea 3ufreilen feine \u00a9ier in anberer S\u00f6get Stefter legt. Stuttalt fanb ein\u00f6 in bem Scefte einer \u00a9pottbroffel, ein anbere\u00ea in bem einer S\u00dfanber; broffel. Stocp nterffr\u00fcrbiger ift, ba\u00a7 ba\u00ea 2Beibd)en bie \u00a9ier, fretche e\u00ea legt, fofort bebr\u00fctet, unb bafj bem3ufotge bie jungen niept gleichseitig au\u00eafcpt\u00fcpfen. Oa\u00e8 Sceft beftept au\u00e9> frenigen trodeuen 3freigen unb \u00a9ra\u00ea, ift fepr einfaep, flacp, bem ber gemeinen Outbe \u00e4pntid; unb ebenfo auf frag; reepten 3frdgm befeftigt, oft in SStann\u00eap\u00f4pe. Oie hier ober f\u00fcnf \u00a9ier fiitb l\u00e4nglich\tlebpaft\ngr\u00fcner F\u00e4rbung. \u201eSll\u00ea icp mich int S^pre 1837\", fagt Slububoit, ,,im Slnfang\t\u00a9par;\nle\u00eaton befanb, frurbe icp bon einem ^errn Stpett eingetaben, auf fein \u00a9runbft\u00fcd 3U fommeit, um bort ba\u00ea \u00ef\u00eftefi eine\u00ea Sogel\u00ea in Slugenfcpein 3U nepmen. Oaffelbe, fretd)e\u00ea napesit in ber Sltitte eine\u00ea Sa\u00fcme\u00ea bon m\u00e4\u00dfiger ^)\u00f6pe ftanb, frurbe bon bem \u00a9opne be\u00ea genannten ^)errn teiept erreiept. \u00a9hier ber alten ^ufufe, freiner barauf fa\u00a7, berlie\u00a7 feinen f^lap erft, nadjbem ipm ber Kletterer mit ber Jpanb bi\u00ea auf frenige 30H nape gefommen frar; bann flog er lautto\u00ea einem anbern Saume 3m 3fret junge ^ufufe, fretepe faft fd;on im \u00a9taube fraren, 3U fliegen, berliepn eiligft ihre SBiege unb frOcpett sfrifepen ben Sleften pinau\u00ea, frurben pier aber halb gefangen. Oa\u00ea Sceft frurbe perunter genommen unb mir gereicht, \u00a9\u00ea entpielt noep brei \u00dfufufe, jeboep alle bon berfepiebener \u00aer\u00f6\u00a7e. Oer fteinfte bon ipnen frar anfepeinenb eben erft au\u00f6gefrocpen, ber n\u00e4d)ftfolgenbe fid^ertid) aud; nur ein paar Sage alt, fr\u00e4prenb ber gr\u00f6\u00dfte bon ipnen, fretdher fd;on siemtiep beftebert frar, im Sertauf einer SBocpe p\u00e4tte au\u00eaftiegen f\u00f6nnen. Stehen biefen jungen tagen auep nodh 3frei \u00a9ier im Stefte,","page":212},{"file":"p0213.txt","language":"de","ocr_de":"9\u00eeegen= itnb \u00a9ibedjfenfufnf.\n213\neing, ioelcheg fchon ein Sungeg enthielt, unb ein anbereg, iveld^e\u00ea nod) frifd) toar, alfo erft Hirglid) gelegt fein \u00efonnte. 3llg toir alle bie Jungen hulule neben einanber betrachteten, entbec\u00eften toil* 31t nuferer gr\u00f6\u00dften Bertounberung, ba\u00df aud) nicht gtoei bon ihnen biefelbe \u00a9r\u00f6\u00dfe Ratten. \u00a9ie mu\u00dften gu Oerfd)iebenen 3eiten auggefdjl\u00fcpft, nub bie gr\u00f6\u00dften brei rode BBodjen \u00e4lter fein, alg bie \u00fcbrigen. fR^ett Oerftd)ei*te mir, ba\u00df er Oaffelbe bei einem gtoeiten \u00fcftefte beobachtet habe unb erg\u00e4hlte, ba\u00df in bemfelben oon einem ^Saare to\u00e4hrenb einer Brutgeit nach nnb nach elf junge \u00c6u\u00efufe auggebr\u00fctet unb gro\u00df gezogen toorben io\u00e4ren.\" 3lububon\u2019g (Sntbedung tourbe fp\u00e4ter burch Br e to er1 g Beobachtungen beft\u00e4tigt. \u201eBag B\u00dfeibd;en\", fdjreibt biefer feinem fjreunbe, \u201ebeginnt offenbar gu br\u00fcten, fobalb eg bag erfte (Si gelegt hat. $dj habe in bent \u00fcftefte ein (Si noch frifch gefunben, to\u00e4hrenb in einem gtoeiten bag 3\u00dftnge foeben bie \u00a9d)ale burd)bred)en trollte, unb ebenfo habe id) (Ster auggehoben, trelche gum 3lugfd)l\u00fcbfen reif ioaren, to\u00e4hrenb nicht blog Heinere\u2019, fonbern gum 3lug; fliegen fertige Sunge in bemfelben SRefte fa\u00dfen.\" SDiefe Bhatfad)en ftnb h\u00f6d)ft bead)tengioerth; benn fte flehen,^o otel big jefct befannt, burchaug Oereingelt ba.\n3>n Slmerifa toirb ber tRegentuHif feiten Oerfolgt, unb feine geringe \u00a9cheu, toeldje er an ben Bag legt, hat alfo feinen \u00a9runb. Uebrigeng merit er halb, ob man ihm Joohl tritt ober nidjt: Erfahrung toifsigt auch ihn. Blad) 3lububon fo\u00df er ben (Sbelfalfen oft gur Beute toerben.\nStuf Samaifa tritt gu bem fftegenfufut ein Bertoanbter, toelcher bort fRegenOogel, triff en; fdfaftlid) aber (Sibechfenfulul (Saurothera vetula) genannt\u2019 toirb unb feiner auffattenben \u00a9d)nabelbilbung ioegen erto\u00e4hnt gu toerben oerbient. Bei* \u00a9d)nabel ift l\u00e4nger alg bei* \u00aeo\u00a3f, faft oottlommen gerabe', b\u00fcntt, feitlid) gufammengebr\u00fcdt, an bei* \u00a9pifse ha^9 \u00fcbergebogen. Bie S\u00e4ufe finb turg unb fd;lanl, bie 3ehen taug unb fd)m\u00e4d)tig, bie Fl\u00fcgel mittelfang, in ihnen bie feierte, f\u00fcnfte unb fedjgte \u00a9dfoiuge bie l\u00e4ngsten. Bei* mehr alg mittellange, feitlid) ftarl abgeftufte \u00a9djtoang toirb aug gehn gerunbeten Gebern gebilbet. Bag \u00a9efieber bei* Oberfeite ift bunteigrau, bag ber ttnterfeite fahlgelb, treize \u00c7arbe auf bei* Bruft in Sid)tafdjgrau unb auf bem Bauche tu \u00a9elblichgrau \u00fcbergeht; bie gehn elften \u00a9d)toingen ftnb he\u00dfbraunroth, an bei* \u00a9pifse gr\u00fcnlichbraun, bie beiben mittleren \u00a9feuerfebent grau, gr\u00fcnlich fdjimmernb, bie feitlid^en fd)to\u00e4rglichbraun, an bei* \u00a9pi^e ioei\u00df. Bag Sluge ift nu\u00dfbraun, bei* Slugenring fcharlachroth, bei* \u00a9chnabel fchto\u00e4rglich, bei* $u\u00df bl\u00e4ulidfchtoarg. 9)l\u00e4nnd)en unb B\u00dfeibd)en unterfd)eiben ftd) nicht burch bie F\u00e4rbung. Bie S\u00e4nge betr\u00e4gt 15V2, bie Breite 14, bie fpttigl\u00e4nge 4V2, bie \u00a9chtoangl\u00e4nge 63/4 3o\u00df.\n\u201e(Sitt ober gtoei Bage nad) meiner SlnHmft auf Sjamaifa\", erg\u00e4^lt \u00a9offe, \u201eunternahm ich in \u00a9efe\u00dffdhaft eineg tleinen Knaben einen Singflug nad) einem $\u00fcgel, treidlet* theiltoeife mit einem faft unburchbringlichen Bidicbt beftanben toar. 31 lg toil* bod) einbrangen, bemertte ich einen fonber; baren Bogel toenige $at\u00df oor ung, toelcher ung fcheinbar mit bei* gr\u00f6\u00dften Bheilnahme beobachtete. SJlein Heiner $reunb belehrte mich, ^a\u00df eg bei* fftegenoogel fei, toelcher jeboch auch, feiner albernen Bteugier halber, \u201e\u00dcft\u00e4rrifcher Bhomag\" genannt toerbe. Ohne Weitere B\u00f6orte gu oerlieren, ergriff bei* Bube einen \u00a9tein unb fchleuberte benfelben mit fo gro\u00dfer \u00a9idjerheit nadh bem toi\u00dfbegierigen Bogel, ba\u00df biefer gu Boben ft\u00fcrgte unb id) fomit bie erfte $ru<ht meineg \u00a9ammeleiferg erlangte.\"\n\u201e\u00a9eitbem habe id; ben \u201en\u00e4rrifdjett Bl)omag\" oft gefehen, aber immer in berfelben BBeife Oon 3toeig gu 3^9 h*tyfcn& ober ncit Seichtigteit an ben b\u00fcnnen \u00a9H\u00f6flingen emhorHintmenb, ben ftch ihm \u00dft\u00e4hernben anftarrenb unb, toenn aufgefd)eud)t, blog ein haar \u00a9dritte toeiter fliegenb unb toieberum oor fid) I)ingto|enb. \u00dfftan begegnet if;m \u00fcbera\u00df, aber nur im Biieberioalbe. 3nt (SinHang gu feinen lurgen, hohlen kl\u00fcgeln, toelche an bie bei* k\u00fchner erinnern, fleht man ben (SibedfenHtfut feiten fliegen, au\u00dfer oon einem Baume gum anbetn. h\u00e4ufiger beioegt er ftch fchl\u00fcpfenb unb Hetternb burdfjg \u00a9egtoeige. B\u00dfemt er fliegt, gleitet er in einer faft geraben Sinie ohne $l\u00fcgelfd)lag ba^in. Oft","page":213},{"file":"p0214.txt","language":"de","ocr_de":"214\n\u00a9ie \u00a9l'a^er. Seidfjtfdjn\u00e4bler. $erfenFuFufe. \u00dcT\u00ceabenfreffer.\nfielet man if)n tu fonberbarer \u00a9tettung auf einem 3i\u00fce*3e ben Kopf tiefet* al\u00ea bte $\u00fcfje nieber; gefenFt unb ben \u00a9cptoang faft fenfrec^t herabh\u00e4ngenb. 3m \u00a9ten l\u00e4fjt ev bann uttb Inamt and) ein lautet \u00a9egacFer oemehmen, beffen Klang nicpt ab\u00e4ubert, aber oerfd;iebett ftnett unb mit beuttid) ge\u00f6ffnetem \u00a9tnabel au\u00eageftof\u00eaeit ft\u00f9rb uttb ben \u00a9ilbett \u201e\u00a9iFi ti\u00fc tili\" (fo rafd) gefprbchett, ab\u00bb man Fann) \u00e4hnelt. 3utoeiten oernimmt man biefe Saute and) io\u00e4hrenb eine\u00ea feiner Furien gliige. Seicht fetten bemerFt man ben Segel auf bem \u00a9oben, too er fid; fprungtoeife beiuegt, ben Kopf nieber= gefenFt, ben \u00a9djtoang ettoa\u00ea ergaben.\"\n\u00a9)ie Satzung befielt nicpt blo\u00ea au\u00a7 K erbitteren oerfd)iebener 3trt, fonbertt and; au\u00a3 mancherlei S\u00dfirbetthieren, namentlich att\u00ea Sf\u00f6\u00e4ufen, \u00a9ibecpfen unb bergteidten. Sobinfon fanb in bem Stagen einc\u00ea non ipm \u00a9et\u00f6btcten eine ad)t 3^11 lange \u00a9attmfingereibechfe fo aufgerollt, ba\u00a7 ber Kopf be\u00ea Surdb\u00ea in ber SOiitte tag. S)er S\u00f6get foil guerft ben Kopf ber \u00a9ibecpfe gerquetfd)en uttb fobann, ipn ooratt, ba\u00ea gange \u00a9t)ier oerfdjlingen.\n\u00a9offe fanb ein au\u00bb S\u00dfurgetn, $afern, Sco\u00eb unb St\u00e4ttern befteljenbe\u00ea \u00fcfteft itt einem \u00a9abel= afte mit einem auf lichtem \u00a9runbe gefledten \u00a9i unb erfuhr non ^ill, bafj ba\u00a7 9Jt\u00e4nnd)en nor ber Paarung burdj anmuthige Setoegungen unb itibem e\u00ea ben \u00a9cptoang unb bie Fl\u00fcgel au\u00eabreite unb ba\u00ea \u00a9efteben fir\u00e4ube, bem Skibdjeit feine Siebe erFt\u00e4re.\n\u00a9efaitgeite, toeldje .Spill befafi, lebten mehrere S\u00dfodjen ttub fragen Kerbtiere unb 0deifd)ft\u00fccF= d;en. \u00a9)ie frifd) \u00a9efattgenett fdjrieen \u00e4rgerlich, loarett to\u00fcthenb ttub Oerfud)ten mit toeit ge\u00f6ffnetem \u00a9cpnabel gtt beiden, \u00a9ang aufjerorbcntlid) foil, nach \u00a9offe, bie Seben\u00eaf\u00e2pigFeit biefer S\u00f6gel fein: Seriounbete, toelche uttfer \u00c7orfdjer erhielt, Fonnten non ipm Faurn get\u00f6btet inerben.\n\u00a9ie \u00a9d) ta nF F uFu Fe (Pyrrhococcyx) Fenngeichnett fid) burd) Oerh\u00e4ttni\u00a7m\u00e4fjig Flehten Seib, geftredten, fanft gein\u00f6lbtcn, auf ber girfie aufgetriebenen, an ber \u00a94>ifee fanft abto\u00e2rt\u00eb gebogenen \u00a9chnabet, ftarFe, aber giemlid) fdjlanFl\u00e4uftge Seine mit mittellangen 3ehen/ ^ur3e 3d\u00fcgcl, in benett bte f\u00fcnfte \u00a9cploinge bie l\u00e4ngfte ift, einen fetpr langen, feitlidh oerF\u00fcrgten \u00a9djtoang, ioeldjer au\u00ea gehn, au ber \u00a9pipe fanft abgentnbeten Gebern befiehl, unb ein bidjte\u00ea, aufjerorbentlich toeidjeS, bttnige\u00ea \u00a9efteber.\n3)ie beFanntefte 2trt ber \u00a9type, toelche inir SangfdjioangFuFuFe nennen Jnolleit (Pyrrhococcyx cayanns), ift l^Ffr\u00f6t braun, auf ber Uuterfeite oou ber Sruft abto\u00e4rt\u00e4 bleigrau 5 bie \u00a9d)toingcn ftnb an ber 3nnenfeite unb \u00a9pipe braungrau, bie \u00a9ttoangfeberu oben buuFetrothbraun, unten fdjtoarg, au ber \u00a9pipe ioeifj. 2)aS 2luge ift Farminrotl), ber \u00a9dpnabel gr\u00fcnlichtoeifj, ber guf$ hellbr\u00e4unlichgrau. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 18 bis 22 3oll, ioeil bie \u00a9ttoangt\u00e4nge toecpfelt, bie \u00a9reite 17, bie ^ittigt\u00e4nge 5V2 bi\u00ea 6Y2, bie \u00a9d)toangl\u00e4itge 10 \u201414 3^H-\n\u201eliefen KuFttF\", fagt Surnteifter, \u201eFenttl 3ebcrmann in Sraftlien, ba er bt\u00e9 in bie 2lnfieblttngcu Fournit unb fid) in ben \u00a9\u00e4rten ober ben benachbarten @eb\u00fcfd;eit faft t\u00e4glich fel;en t\u00e4\u00a7t. \u00a9r oerbreitet ftd; \u00fcber ba\u00ea gange m\u00e4rntere SlmeriFa.\" ,,\u00a9r ift\", fo berichtet ber Spring 001t 3Bieb, \u201ein ben meiften \u00a9egenben Dftbrafilien\u00ea nid;t fetten unb Fomrnt fotoohl in gefd;loffeuett Urto\u00e4lbern at\u00e4 in Sortoalbungen unb mit \u00a9eb\u00fcfchen unb Triften abioedjfelttbeu \u00a9egenben oor. \u00a9d;on oott fern ift er an feinem langen \u00a9d)ioange unb bem rotbraunen \u00a9efteber Femttlid). \u00a9r fliegt ungead;tet ber Furgen Sl\u00fcgel gientlid; leicht, ift lebhaft, beft\u00e4nbig in Seioegung, t;ebt t)en \u00a9chloattg aufio\u00e4rtS unb t\u00e4ft feine Sodftimme, einen feinen, toie \u201e3iF siF gif\" Flingenben \u00a9on, mieberhott Oernehntett. \u00a9elo\u00f6hnlidh bemerFt man biefe S\u00f6get gepaart, \u00a9ie fd)einen in \u00a9efellfd;aft ihrer Nahrung nad); gugehen, loelche, toie bie Itnterfuchung Stagett\u00ea geigte, in Kerbtieren beffeht.\" . . .","page":214},{"file":"p0215.txt","language":"de","ocr_de":"(Sibepfeit; unb Sangfpft>angfufuf.\n215\n\u201eUeber ipe 2lrt gu niflett pbe ip 9Ript\u00ea in (Srfapung gebraut. 3)ie \u00a3anbbeft>opter bef\u00fcntmern fid) inentg nm bie fie untgebenben \u00fctperarten, utib man eip\u00e4lt te\u00eap\u00efb ftenig S\u00efu\u00eafunft ben pneu.\"\n\u00a9pr unb \u00e4Rartiud fanben ein SRejt mit fedf;\u00ea gr\u00fcnlich marmorttten (Stern, fagen aber nipt ba3 \u00a9crtugfie \u00fcber bie fprtplangung, fonbern erib\u00e4pett blo\u00ea, \u201eba\u00df ftdCj ber SangfdpangfuM in ben (Santp\u00ea aufplte unb fid) fe\u00efbft burd; ^tintenfp\u00fcffe \u00eeiic3^t bon feinem l\u00e4rmenben \u00a9efpreie abbringen Iaffe/y.\njpdpt eigenp\u00fcntlidje ^ufuf\u00eab\u00ebge\u00ef ftnb bie SDRabenfreffer (Crotophagae), eine ftenig %\u00e0f)b reipe, anf \u00a9\u00fcb; unb SDRittelamerifa befpr\u00e4nfte \u00a9rupe ober f\u00c7ami\u00efte. \u00a9ie \u00efenngeipnet fid) burp geftredten Seib, einen fiarfen auf ber f\u00c7irfie gu einem fparfen $amnt etpopen \u00a9pnabel, Mftige pargepge $\u00fc\u00dfe, beren Slu\u00dfengep ttap hinten getoenbet ift, mittellange Fl\u00fcgel, langen, breiten, fhtmp gerunbeten \u00a9ptoang, melpet* nur au\u00ea ad;t Gebern gebilbet ibirb, unb ein berbe\u00ea, aber fleht; febrige\u00ea, mep ober \u00efoeniger gl\u00e2ngenbe\u00ea \u00a9efteber, toelpe\u00eb au ber \u00a9pnabeltourgel bcrftig ift unb bic 3\u00fcgel; unb 2lugengegenb falp l\u00e4\u00dft. 25a\u00ea innere be\u00ea Oberfpnabel\u00ea ift pp, unb bie .Jpornmaffe felbft beftep au\u00ea fep b\u00fcnntoanbigen 3eden, faft mie bei ben ^fefferfreffern unb ^ornb\u00ebgeln. 2Itt elftere erinnern bie SJRabenfreffer aud; burp ba\u00ea fnapp antiegenbe \u00a9efteber, meld)e\u00ea pren \u00a3eib beft\u00e4nbig mager erfpcinen l\u00e4\u00dft, unb fo pt man fie gemiffernta\u00dfett al\u00ea ein Uebergang\u00ebg\u00efieb ben ftnbem $ufuf\u00eab\u00f4geln gu ben \u00efitfan\u00ea angufepn.\n2)ie Seben\u00eamdfe pt etma\u00bb fep 2\u00efuffaCfenbe\u00ea ; benn bie SORabenfreffer leben burpau\u00ea nipt nap anberer hulule 2lrt, fonbern epr in berfelben SBeife mie unfere (giflent ober \u00c6rapn, gleipen aber aup mieberurn ben fSfefferfreffern. SORan fie^t fie immer in \u00a9efe\u00cf\u00cffpaft unb gmar in ber 9R\u00e2p ntenfpliper 3&opungen ebenfomop, mie int Innern ber .\u00a9teppnmalbungen; am liebflen aber treiben fie ftp in ber \u00a3iefe ber Sp\u00e4ter auf feupten SEBiefenpl\u00e4fcen utnpr itnb regelm\u00e4\u00dfig in ber 9Rap bon 23iep)erben. 2)ie 9R\u00e2p be\u00ea SDRenfdpn fpeuen fie nipt, fa, fie befunbett gumeiten eine 2)reiftigfeit, metpe \u00eetn\u00ea gerabegu uttbegreiflip erfpeint. 3tpe f\u00c7ortyf\u00efangung ift ebenfo eigen; tpmlip, mie fte felbft. \u00a3>ie SDRabenfreffer br\u00fcten (fep oft menigften\u00ea) gemeinfpaftlip, nipt blo\u00ea in \u00a9efetlfpaften, fonbern in ein unb bemfelbett 3Refte, in bem biele SSeibpen pre (Sier gemeinfpafttid) ablegen, ba\u00ea SSrutgefp\u00e4ft gemeinfpaftlip beforgen unb aud) bie jungen gemeinfpaftlip) gro\u00df gtepn. 2)anf prer Idgegenmart, prer Sebenbigfeit unb prent lauten 3Rufen mapett fte ftp ^ebermann benterflip, unb fo ftnb fie benn aup bielf\u00e0p beobaptet morben, namentlip bon 21 g ara, \u00abfpunt; bolbt, bem S\u00dfringeu bon SBieb, \u00a9pomburgf, Orbtgnp \u00a9offe, 23urnteifter unb 2lnbertt. 2lu\u00ea ben SSertpten biefer SRaturforfper gep proor, ba\u00df bie Sebeu\u00ealoeife ber berfpiebeneit 2lrten int toefent\u00efipen biefe\u00efbe ift, foba\u00df man hxprfpeinlid), opte einen f^eper g\u00eet begepn, ba\u00ea bon bem einen SBemerfte auf bie anbertt \u00fcbertragen fann. \u00aeie\u00ea gilt menigften\u00ea f\u00fcr biejettigett SDRitglieber, melpe ber Familie ipen 9Ramen berliepn pbett.\n\u00a3)ie 20Rabenfreffer (Crotophaga) geigen in ber \u00a9eftalt entfernte 2lel;nlipfeit mit ttnferer (Sifter. @ie ftnb fplattf gebaut, fleinfipftg, \u00efurgpgeltg, langfpm\u00e2ngig unb ppbeinig. \u00aeer fobflange \u00a9pnabel ift pp, n?ei( ftp bie girfte in ber SBurgelmpc fparffantig, fammartig eipebt unb nod) eine \u00a9trede auf ber \u00a9tint ftp fortfe|t; bie\t\u00a9pn\u00fbbel\u00ea ift ftart prabgebogen,\nber ^ieferranb glatt. 2)er $u\u00df ift pp unb tr\u00e4ftig, feilte \u00e4u\u00dfere SSorbergep ungef\u00e4hr nop einmal fo lang, al3 bie innere, unb bie nap pnten geftetibete 2lu\u00dfettgcp ungef\u00e4p ebenfo lang, mie bie","page":215},{"file":"p0216.txt","language":"de","ocr_de":"216\n\u00aeie Spacer. fieicbtfdncibler. 2Rabenfreffer.\neigentliche #iutergehe. \u00a9er $l\u00fcg'el ift nadj SBcrh\u00e4ltnifj lang, reicht irenigfien\u00ea \u00fcber bie Sdjtrang; trurgel hinab; im\tift bie mette Schming\u00e7 bie l\u00e4ngfte. .\u00a9et Sd)trang ift ungef\u00e4hr ebenfo\nlang, trie ber Stumpf; feine beiben \u00e4ufferften Gebern fin b et\u00efra\u00ea rcr\u00ef\u00fcrgt.\n\u00a9ie brei Slrten, treidle S\u00fcbamerifa unb SSrafilieu in\u00eabefonbere betnohnen, unterfd;etben fid) hauptf\u00e4chlid; butd) bie \u00a9r\u00f4\u00a7e nnb Sd)nabe\u00efbilbung.\n\u00a9ie (Sorotya ber 33tafilianer (Crotophaga major) ift ettra\u00ea gt\u00f4jger al\u00ea eine (Sifter, aber riel fdj\u00efanfer nnb ber Sd)nabel bebentenb ft\u00e2r\u00efer; benn berfe\u00efbe ift noch ettna\u00ea l\u00e4nget nl\u00eb ber $obf, feit\u00efid) nicht fc fehr gufammengebr\u00fcdt, mie bei ben \u00fcbrigen Sitten, an ber Spi^e lueriig nnb fanft getr\u00fcmmt; fein $amnt ift auf bie hintere $\u00e4lfte befd)r\u00e4nH. \u00a9ie $ebent be\u00ea $opfe\u00a7 unb S\u00eeaden\u00bb finb lang gugef^i^t, bie be3 Sf\u00ee\u00fcden\u00ea unb ber 35ruft fehr breit. \u00a9ie F\u00e4rbung ift ein bunfle\u00ea Stahlblau, melche\u00ea auf bem Schmante mehr in3 SSioIette, auf ber 33ruft aber in\u00e8 \u00a9r\u00fcue f\u00e4llt, iretl him* bie Gebern berartig gef\u00e4umt finb. \u00a9a\u00ea Singe ift lebhaft hellgr\u00fcn, bie 3>ri3 aber\n2)er 2lni (Crotophaga Ani)\nburch einen fchmalen gelben Dting bon bem Stern getrennt, ber Schnabel unb bie ba\u00ea Singe umgebenbe \u00a3aut finb fd)irarg, bie $\u00fcfje fd)tnargbraun. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 18V3, bie S3reite 22%, bie ^ittigl\u00e4nge 7V3, bie Sd)tnang\u00ef\u00e2nge 95/6 3oll. \u00a9a3 SSeibd)en ift ettra\u00ea Heiner.\n\u00a9er Sini (Crotophaga Ani) ift betr\u00e4d)tlid) Heiner al\u00ea eine (Sifter, \u00efaum fo gtofj trie unfer Mut \u00a9er Schnabel ift topflang, an ber Spi^e ftarf hetabgebogen, ber ^amm auf bem gangen \u00fft\u00fcden be\u00ea \u00a9hetfd)nabel\u00ea fehr fd)arf. \u00a9a\u00ea \u00a9efieber be\u00ea $opfe\u00ea ift rerh\u00e4ltniffm\u00e4f\u00fcg breit, \u00a9ie F\u00e4rbung ift blaufd)tnarg; bie S\u00e4ume ber Gebern be\u00ea SSorberleibe\u00ea fd)tl[ern rirlett. \u00a9a\u00ea Sluge ift","page":216},{"file":"p0217.txt","language":"de","ocr_de":"gorot)ft. 2t nt. 9ft u 113 elf dj u abet.\n217\ngvan, ber 0djnabel imb bie Seine finb fd;tt>ccr\u00a7: \u00aete S\u00e4nge Betr\u00e4gt 13l/2, bie Sreite 15%, bie ^ittig\u00efange 5, bie @d)Zgngl\u00e2nge 6% 3\u00b0^\nS)er 3^iingelfdjttabe\u00ef (Crotophaga rugirostris) i|t etZa\u00ea gr\u00f6\u00dfer al\u00f6 ber ?lni, feilt 0djnabel aber l\u00e4jtglidjer unb ber geffredte famnt mit Bier big f\u00fcnf ftumpfen, Zellenf\u00f6rmigen Ouetrungeln Bergiert. $Die F\u00e4rbung be\u00ea \u00a9efteberg ift bun\u00efelbl\u00e2u\u00efidjfdjZarg, Zenig fd)idernb; boc^ finb bie Gebern be\u00ea $opfe\u00ea, Jpa\u00effeg nnb ber Sorberbruft bunt, lupferig Biolett gef\u00e4umt, bie be\u00ea 3t\u00fcdeus>\n2) er tftunjelfc^nafcel (Crotophaga rugirostris).\nunb Saudfe\u00ea beftimmter nteto\u00ef\u00efgr\u00fcn geranbet. 3)a\u00ea 3Iuge ift graubraun, \u00a9dfnabel unb $ii\u00dfe finb fd)Zarg. \u00aeie S\u00e4nge betr\u00e4gt 14, bie $ittigt\u00e4nge 6, bie @d)Zangl\u00e2nge 7 3o\u00ef\u00ef.\n3)ie \u00a9orotya beZol)nt ^auptf\u00e2d;\u00efitf> mit Sufd) beftanbeue, rut)ige \u00a9egenben \u00a9\u00fcbameri\u00efa\u00ea, ber 2lni \u00aeeb\u00fcfd)e neben Triften, aud) foldje in unmittelbarer fft\u00e4tye ber S\u00efnfieblungen, ber fftungeU fdjnabel bie beZatbeten Uferg\u00fcrtet ber \u00a9aBannen fftorbbraf\u00eetien\u00ea unb \u00a9utyana\u00ea. 3Bie eg fd)eint, Berbreitet ftd) ber 2lni Zeiter a\u00efg bie \u00fcbrigen Slrten ; er ift and;, ben einftimmigen Serftdjerungen ber ffteifenben gufolge, allerorten Biet h\u00e4ufiger atg feine SerZanbten. Svafitien finbet er fid) \u00fcberall, Zo offene Triften mit \u00a9eb\u00fcfdjen unb SorZalbungen abZed)fetn, meibet aber entfliehen bie","page":217},{"file":"p0218.txt","language":"de","ocr_de":"218\n\u00a9te \u00a9pfiper. Seid^tfrf'ncib\u00efer. 20^abcitfi*effer.\ngro\u00dfen gefdptoffenen S\u00df\u00e4lber; in \u00a9upana t\u00f6nt fein peifereg \u00a9efdprei bem ffteifenben entgegen, fobatb ev bie 2tnftebtung oertaffen pat; auf Bantaifa fielet man ipn auf alten \u00a9beneit, ingbefonbere in ben \u00a9teppett unb auf ben S\u00dfeiben, it>e\u00efdt;e Oon uub fftittberperben befugt inerben, unb gtoar fo h\u00e4ufig, baff \u00a9offe behaupten bann, er fei m\u00f6gticpertoeife ber gemeinfte alter S\u00f6gel berufet. Studp bei \u00a9t. \u00a9roir ift er fepr p\u00e4uftg unb inegen feiner auffattenbeu \u00a9rfdjeinung attgemein belamtt.\n\u00a9ein betragen ift ttidpt unangenehm. \u201eS>er 2tni\", fagt .Spitt, \u201eift einer meiner Siebtinge. Stnbere S\u00f6get haben ihre 3apreggeit; aber bie StRabenfreffer finb beft\u00e4nbige Setoopner beg $e\u00efbeg unb in\u00e4hrenb beg gangen 3apreg gu fehen. S\u00dfo immer eg offeneg Sanb unb eine 2Beibe gibt, inetdhe mit einigen S\u00e4umen ober \u00a9tr\u00e4umen beftanben ift, ba bemertt man aucp geioif biefe gefetligen S\u00f6get, \u00a9ie finb breift unb anfdjeinenb furdf>tto\u00ea, nerabf\u00e4umen aber nie, bie Sntunft eineg SCRenfd^en burdp tauteg \u00a9efdprei angugeigen. \u00fcftacp einem nor\u00fcbergegangenen \u00a9einitter finb fie getoif bie elften, inetdhe bag SMdicpt nertaffen, um ihre \u00a9dringen gu trodnen unb hierauf im freien $etbe ft dp lieber gu geigen; fetbft bie ftetg fangfertige \u00a9pottbroffel tput eg ipnen nidpt guOor. \u201eOui jotfd) qui jotfd)\" p\u00f6rt man Don einem nid)t fernen \u00a9eb\u00fcfd), unb ein Heiner $lug Don \u00e4Rabenfreffertt toirjb ftcptbar, mit taug auggeftredtem \u00a9dptoange einem S\u00dftape gugteitenb, auf toetdpem bie $rifd)e unb ^eucptigteit ber \u00a9rbe bag \u00c6erbtpierleben getoedt hat. S)ie \u00a9otttte fenbet ihre \u00a9trabten fcpief auf bie \u00a9bene hernieber, bie \u00a9eebrife Oerbreitet ihre f^rifdtje, unb ein fcpnett unb \u00e4ngfttidh toieberpolteg \u201eOui jotfdp qui jotfdp\" lotrb toieber oernommen. . . . \u00a9in $alt ftiehtt fiep ger\u00e4ufdjtog an ber Sufdjgrenge bahin unb fdptoebt getegenttich \u00fcber bie \u00a9aoanne hinauf ; bie \u00a9turmglode ber fdptoargen S\u00f6get aber ift t\u00e4ngft oon ber gefammten Setoopnerfdpaft beg $etbeg oernommen toorben: nicht ein Saut toirb mehr geh\u00f6rt unb nidpt ein eingiger ^tilget betoegt! ben gt\u00fchenben peifen Sagen, toenn lein Spau mehr f\u00e4llt unb bie gange Sf\u00dfftangenloelt oerfdl>mad^tet, ftept man bie \u00e4ftabenfreffer in fr\u00fcher 9Radpmit; taggfhntbe ben f\u00c7\u00ef\u00fcffen ftdh gutoenben unb pier \u2122 Heine \u00a9 cf eUf dp af ten gertheiten. $aben fie einen Ort erfunbet, too ein enttourgelter Saum in ben \u00a9trom gefallen ift, fo fteht man fie jept in ben Oerfdhiebenften \u00a9teftungen fx^ett, einige ben \u00a9dptoang nad) oben ridptenb unb Oon bem \u00a9egtoeig aug trinfenb, anbere ftitt unb in ftd) gelehrt, anbere ihr \u00a9efteber f\u00e4ubernb unb toieber anbere ftd) auf bem \u00a9aube beg Uferg befch\u00e4ftigenb. #ier oertoeiten fie big gegen \u00a9onnenuntergang, bann fliegen fte nadp einigem Baubern oon bannen, nadpbem einer beg jpaufeng bag Beidpen gegeben, bajj eg nun Beit ift, bie n\u00e4dpttiepe 3Supe gu fudpen.\" \u201e\u00a9ie ftnb ein gang intereffanteg S\u00f6tfdpen\", fdpitbert \u00a9dpomburgl, \u201ebereu etoig gefcp\u00e4ftigcg Sreiben matt ftunbentang gufepen fann. Sepenb ump\u00fcpfen fte bie Sftinberperben ober fdpt\u00fcpfen fte bttrdp bag \u00a9rag, um \u00a9ritten unb anbere \u00c6erbtpiere gu fangen, \u00a9ept eg aber gur gludpt, bann port ipre \u00a9cpneltigleit auf, ba ipre $t\u00fcgetmugfetn gerabe nidpt bie ft\u00e4rtften ftnb unb ipnen batb ben Oienft Oerfagen. . . . 2lnt p\u00e4ufigfien ftnbet man fte an ben Salbungen, ttmg\u00e4unungen ber \u00a9aOannenft\u00fcffe, too fte unter toitbem S\u00e4rm oon \u00a9trauep gu \u00a9traudp fliegen, fettener in ber offenen \u00a9aoanne unb in bem \u00c4mtern beg S\u00dfalbeg.\" \u201e@ie lieben eg\", beridptet \u00a9offe, \u201emorgeng auf nieberen S\u00e4umen mit auggebreiteten \u00a9dptoingen ftdp gu fonnen unb Oertoeiten in biefer \u00a9tettung oft tauge Beit oottfommen rupig. 3k ber \u00a3>ipe beg Sageg fiept man riete in ben tieferen \u00a9benen, auf ben Umg\u00e4unungen ober $eden ftpenb, ben \u00a9dpnabet toeit ge\u00f6ffnet, atg ob fte nadp Suft fdpnappten. Oanit fepeinen fte ipre geto\u00f6pnlidpe \u00a9efdpto\u00e4pigteit unb Sorftdpt gang Oergeffen gu paben. Siandpmat fpieten gtoei ober brei inmitten eineg biden, Oon \u00a9dptingpftangen umtoobenen Sufdpeg Serfteden unb ftofen bann pl\u00f6ptiep ipr fonberbareg \u00a9efdprei aug, getoiffermafen in ber Slbfidpt, anbere aufguforbern, fte gu fudpen.\"\n3\u00ab ipren Setoegungen ftnb fte teinegtoegg ungefdpidt. Stuf bem Soben p\u00fcpfen ober fpringen fie geto\u00f6pntidp umper, inbem fte bie gf\u00fcfje gteidpgeitig erpeben; getegentlidp aber fiept man fie audp \u00fcber $atg unb \u00aeopf bapinrennen unb bann einen $u\u00a7 um ben anbern betoegen. 3m \u00a9egtoeig ber S\u00e4ume ftnb fte fepr gefdpidt. \u00a9ie fufjen auf bem \u00a9nbe eineg .ipauptgtoeigg, getoinnen bie SUtte ber Grotte, inbem fte rafdp auf bem Btoeige bapintaufen, burdpfudpen ben gangen Saum orbenttidp nadp ^erbtpieren unb oerlaffett ipn oon ber anbern \u00a9eite, enttoeber eingetn in berfetben Orbnuttg ober","page":218},{"file":"p0219.txt","language":"de","ocr_de":"(Soropct. Sliii. 9111113 eifern \u00ab bei.\n219\npl\u00f6blidp alle gufammett unter lautem \u00a9efdprei. $nt fliegen fepen fie fonberbar aug; bettn bei* b\u00fcmte \u00a3eib mit bem langen \u00a9dpWanze, bem gro\u00dfen \u00aeopfe unb bem gewaltigen (Schnabel Wirb gerabe anggeftredt unb bie \u00a9dpwingen felbft Werben nur Wenig bewegt, fobaff ber bapingleitenbe Staben; fr eff er, Wie \u00a9offe fagt, eper einem Fifd;e, atg einem Segel \u00e4hnelt.\n\u00a3)er 2lni unb ber \u00a9pertinggfalf muffen, laut SReWton, am meiften unter ben Angriffen eineg Savannen leiben. \u00a9g ift fcpWer \u00a7u fagen, Weiter een beiben, ber 2lni ober Sprann, bem Seobacpter bag meifte Sergn\u00fcgen gew\u00e4hrt. S\u00dfenn eine ftifdpe Srife Wept, ift ber 2lni Wegen feineg langen \u00a9cpWattzeg unb ber furzen f^\u00ef\u00fcge\u00ef gerabegu pitflog. (Sr oerliert bamt g\u00e4nglic^ feine \u00a9eifteg; gegenWart unb fliegt mit bem SBinbe, W\u00e4prenb bag \u00a9egentpeil bag Sefte W\u00e4re. S)ann erfdpeint ber Sprann unb oerfept ipm berartige \u00a9t\u00f6ffe, baff ipm \u00dcPcicptg \u00fcbrig bleibt, alg fid; in eine unerquidlid; augfepenbe SDornpede ober in bag \u00a9rag Ijerabgufi\u00fcrjen. \u00a9ine f^olge biefer Abenteuer ift, baff bag \u00a9efieber beg 21 ni, namentlich bag beg \u00a9dpWanzeg, fepr leibet. Scan fann Wirflidp faum einen einzigen befomnten, beffen \u00a9teuer in gutem 3uftanbe ift.\nS)er fonberbare 9tuf, Welcher alle 2lugenblide oernommen Wirb, Hingt Wie ber Same beg Sogefg burch bie Safe gefprocpen, nadh \u00c4ittlip Wie \u201eSru; i tru;i\", nach 2lzara Wie \u201eOooi\" ober \u201e2laai\", nad; ^\u00dfriitj toon S\u00dfieb Wie \u201e2ltti\" ober \u201e21 i\", angenehm aber ficher nid;t, ba bie 2lnftebler ben S\u00f6gel begpalb, laut \u00a9dpomburgf, \u201ealte .fpere\" gu nennen pflegen. f SDie Nahrung ift gemifepter 2lrt. \u00c6erbtpiere unb S\u00df\u00fcrmer, zumal 3eden, bilben Waprfdpeinlid; bag jpauptf utter; zeitweilig aber halten fid; bie Slabenfreffer faft augfdfliefflidp an Fv\u00fcd;te. \u00a3)ie Fotfdper fanben in bem Stagen ber oon ihnen \u00a9et\u00f6bteten bie Sefte t>erf\u00abhiebener ^erbtpiere, namentlich ber jpeufepreden, Schmetterlinge, fliegen unb bergleidpen, aber auch Seeren Oerfdpiebener | 2lrt unb anbere fruchte. \u00a3>en $\u00fcpen lefert fte bie \u00a9dpmaroper ab, unb beghalb eben halten fie fid; gern auf S\u00f6eiben auf. Stan fieht fie auf bem Sieh umhertaufen, ohne baff biefeg Unwillen befunbet; juWeiten h\u00e4ngen fogar mehrere S\u00f6get zu gleicher 3eit auf ein unb bemfelben Sinbe, gleidjoiet ob eg liegt ober fid; bewegt. 2) er Sr inj oon S\u00f6ieb fah fie in \u00a9efeKfdpaft ber \u00a9dpWarzO\u00f6gel unb beg Weiten \u00a9aracara auf bem bilden beg Sinboiepg fi^en; \u00a9offe beobachtete, Wie fte eifrig befdj\u00e4ftigt Waren, eine $ul; oon ih.ven Ou\u00e4lgeiftern gu befreien, unb auch alle \u00fcbrigen Seifenbett erw\u00e4hnen ber Fveunbfdjaft zWifdpett ihnen unb ben Sinbern. Uebrigcng bebropen fie nid;t btog bie taufenben \u00df\u2019erbtpiere, fonbern jagen auch ben fliegenben nach- \u201e3nt SDegember\", fagt * \u00a9offe, \u201ehabe ich Heine \u00a9efettfehaften oon ihnen abenbg befd;\u00e4ftjgt gefehen, oon einem3Weige aug in bie Suft zu fliegen, unzweifelhaft, um fdhwirrenbe $erbtpiere zu fangen, \u00a9ineg Sageg im Si\u00e4rz unb Stat W\u00fcrbe meine 2lufmer\u00effamfeit auf einige Stabenfreffer getenft, Welche einen groffen \u00a9dpmetterling oerfolgten, unb ein britteg Stal fat; id; einen mit einer S\u00dfafferjungfer im \u00a9dpttabel. h 3dp habe uudp \u00f6efepen, fie gelegentlich Heine \u00a9ibcd;fen bebropen.\"\nlieber bie Fortpflanzung liegen augf\u00fcl;rtid;e, aber nid;t ganz \u00fcbereinftimmenbe Seridpte oor. 2lzara bemerft, baff ber 2lni, nicht aber bie \u00a9oropa, gefe\u00fcfchaftlich nifte; SStcharb \u00a9dpomburgf behauptet bag \u00a9\u00e7gentpeil, unb \u00a9rbtgnp beft\u00e4tigt \u00a9djontburgf\u2019g 2lngaben. \u201eS)ie \u00a9igentp\u00fcm; ' tid;feit\", fagt ber Septgenannte, \u201ebaff fiep mehrere S\u00f6eibdpen bei ber \u00a3eg; unb Sr\u00fctezeit Oereinigen, ein gemeinfdhafttidheg Sefi bauen, gemeinfd;aftlidh bort ipre \u00a9ier legen unb biefe ebenfadg gemein; fcpaftlid; augbr\u00fcten, finbet nid;t beim 2tni ftatt, ba id; immer nur f\u00fcnf big fieben \u00a9ier in einem Sefte fanb; jene \u00a9igentl;\u00fcmlid;feit ift, Wie idp fp\u00e4tcr fanb, nur ber \u00a9oropa eigen: bie groffen : gemeinfamen Hefter biefer 2lrt enthielten oft zwanzig big breiffig Weipe \u00a9ier.\" \u2014\n\u00a3)ag SSeft beg 2lni ift, laut Surmeifter, im SBalbgebiet Srafilieng \u00fcberall, aud; nap bei ben menfdblichen 2lnfieblungen, in niebrigen \u00a9eb\u00fcfeben zu ftnben. \u201eS)ie S\u00f6gel, Weldpe fid; paar; Weife zufammenl;alten, Oerrathen feine \u00a9teile burd; it;r beft\u00e4nbigeg 2lb; unb 3ufliegen meift fepr batb. Sielleidpt in Folge ber h\u00e4ufigen \u00a9t\u00f6rmtg, Weld;er fie l;wv auggefept finb, bauen bie Oer; fdpiebenen S^are fein groffeg gemeinfdhafttid;eg 9ceft; oietmepr ftnb ipre Saue bafelbft nur oon fepr","page":219},{"file":"p0220.txt","language":"de","ocr_de":"220\nSDie Sp\u00e4her. 2eicl)tfd)n\u00e4bfer. Slabeufreffer. Shifal\u00ea.\nm\u00e4\u00dfigem Umfange: fie enthalten in ben meiften g\u00e4lten nicht mehr at\u00ea f\u00fcnf ober fed^\u00ea \u00a9ier. Oa\u00ea non 2lgara gefdf)ilberte gufammenteben Sogel\u00ea in Snfieblungeit mag bagegen an folgen Orten, too er non 3}ienfd;en nicht niel beunruhigt toirb, gtoar ebenfalls noch oorfommen; inSrafilien febodf\u00bb ifi biefe \u00a9rfdf)einung nid^t begannt; idf> ^abe ihrer and; non feinem Sraftlianer erm\u00e4hnen h\u00f6ren, obgleich bie Seute gerabe foldje \u00a9inge\u00efheiten ber einheimifd;en Shiere fef)r gut gu fennen pflegen unb fogteid) baron erg\u00e4ben, toenn man ftdb> bei ihnen itad) ber Seben\u00eatoeife ber \u00a9efch\u00f6pfe erfunbigt.\" hiermit ftimmt bie Angabe Oon \u00a9chontburgf \u00fcberein. \u201eOie Snbianer beraubten\", fagt er, \u201ebaf nur bie \u00a9orcpa\u00ea ein gemeinfame\u00ea 9Reft bauen, to\u00e4hrenb bie beiben anbern Srten biefe \u00a9igentpmtidE); feit ni(f)t Reifen, inbem bei if;nen jebe\u00ea H\u00e4rchen fein eigene\u00ea SReft befifet.\" Oagegen theilt un\u00ea \u00a9offe ^o\u00efgenbe\u00ea mit. \u201eOie O^atfad^e, bafj ber 2lni in \u00a9efeCtfd^aft baut unb ein ungeto\u00f6tjnlicf) grofje\u00ea Sefi au\u00ea gtoeigen gemeinfd^aftlicf) f;erftet(t, toirb ton affen Slufiebfent beft\u00e4tigt. \u00aeeto\u00f6f;nfidE) foff ein hoher Saum jnr Anlage geto\u00e4f;ft toerben.\" Hill, beffen Eingaben burc^au\u00ea gfaubto\u00fcrbig ftnb, fagt: \u201e\u00a9ttoa ein halbes? Ou^enb non ihnen baut nur ein eingige\u00ea 9Reft.,Oaffelbe ift gro\u00df unb ger\u00e4umig genug, um affe aufgunehmen unb bie gefammte ^iuberfc\u00a3)ar gu beherbergen. \u00a9ie betreiben bic Sebr\u00fctung mit gr\u00f6\u00dfter Eingebung unb Oerlaffett e\u00ea, fo fange fie br\u00fcten, niemals, ohne bie \u00a9ier mit Slattern gu bebecfett. . . Sm Sufi fanb id) eilt 9Reft biefer S\u00f6gel. . \u00a9s> beftanb au\u00ea einer gro\u00dfen \u00fcQRaffe non Oerflodjtenen Steigen, toeldje mit Slattern au\u00ebgefteibet toaren. $n ihnt lagen adf)t \u00a9ier, aber glei<hgeitig bie \u00a9dfalenftiid'e non nieten anbern unb nod) ein gute\u00ea St;eil berfelbeit unter bem Saume.\" \u201eSteine fed)3 \u00a9ier be\u00ea 2lni\", f\u00e4hrt Sur m ei fte r fort, \u201efinb ettoa fo groff, toie * geto\u00f6hnfidhe Saubeneier. (Sie hatten, frifdh gefegt, eine n\u00f6ffig toeife $arbe unb ein freibige\u00ea 2fnfehen, toobei jebocf) ein gr\u00fcnlicher Soit l)iriburd)fchimmerte. Hier unb ba toaren (Streifen unb \u00a9triche in bie Oberfl\u00e4che eingeriffen, burct) toefd^e ein fd^\u00f6neg \u00a9elabongr\u00fcn gunt Sorfchein fam. Sebe Ser\u00fchrung mit harten \u00a9egenft\u00e4uben gerft\u00f6rte ben toeifjeit Uebergug unb lief bie gr\u00fcne untere Sage heroortrcten; ja, al\u00ea ich ba\u00ea \u00a9i mit bem \u00dcDReffer fdf;abte, ging ber toeijge ^reibe\u00fcbergug noffenb\u00ea herunter. Sch ha^e benfefben hiernad) f\u00fcr eine befonbere <Stoffau\u00eajcf)eibung, toefd^e ba\u00e4 \u00a9i, to\u00e4hrenb e3 nor ober in ber Girafe ncrtoeift, non biefer erh\u00e4lt, unb gtoar m\u00f6chte ich ben (Stoff mit bem freibigett ^rt^alt ber Urinmaffe oergleichen, toomit ber ^oth ber S\u00f6gel befleibet gu fein | pflegt. \u00a9ntfernt man ben Uebergug, fo erh\u00e4lt ba\u00ea norher gang matte, freibige \u00a9i einen leichten \u00a9lang\u00fcbergug, eine fet;r feinporige Oberfl\u00e4che. Oiefe $arbe ift halb ettoa\u00ea mehr blaugr\u00fcn, halb reiner meergr\u00fcn.\" \u201eSrn Suni\", fagt SRetotoit, \u201efanb ich ein SRefi Mefer 2lrt. S<h fah 3foei S\u00f6get bidf;t neben einanber fi^en unb gtoar, tote fid) fp\u00e4ter hcrau\u00eafiellte, auf bem SRefte, toeld)e3 fidf) * an ben \u00a9tantm lehnte unb non einigen jungen \u00a9dj\u00f6flingeit gehalten tourbe, in einer H\u00f6he non ungef\u00e4hr f\u00fcnf $ufj \u00fcber bem Soben. \u00a9\u00bb toar ein roher Sau non \u00a9t\u00f6den unb Btoeigen, gro\u00a7 unb tief, theiltoeife mit trodlcnen Sl\u00e4ttcrn au\u00eagef\u00fcfft, gtoifd)en benen ich niergehn \u00a9ter entbedfte. Oa\u00ea Seft toar augenfcheinlich gemeinfame\u00ea \u00a9igenthnnu \u00a9eto\u00f6hnlich fa\u00a7en gtoei ober brei S\u00f6gel bicf;t neben -einanber in ihm unb manchmal nier ober f\u00fcnf unb bar\u00fcber in ber Saumfrone; fie fchrien fo lange, al3 ich in ber S\u00e4he toar.\" Oie Sangen neriaffen, taut \u00a9chontburgf, ba\u00a7 Seft, ehe fie noch fbugf\u00e4^ig finb, unb h\u00fcpfen in \u00a9efeUfch\u00e4ft ber 2llten mit gleicher \u00a9etoanbtheit non \u00e2ttrng gn 3tneig. \u00a9obatb fiel; \u00a9efahr naht, erheben fidE> bie 2llten mit toilbem \u00a9efchrci, unb in rafc\u00a3)en \u00a9pr\u00fcngen eilen bie Sungen nom \u00a9eb\u00fcfdl; ober non ben S\u00e4umen herab, um, auf bem Soben angefommen, im \u00a9rafe gu nerfdhtoinbeit.\nOie SRabenfreffer finb fo toenig fd^en, ba\u00a7 ihre fuunt \u00a9chtoierigfeiten nemrfacht. Oa, too fic toenig mit beit SRenfchcn nerf ehren, grengt ihre Oreiftigfeit an ba\u00eb Unglaubliche, \u201e\u00a9leich mehreren S\u00f6geln biefer \u00a9in\u00f6beit\", berichtet jpunt bolbt, \u201efdheueit fte ftdC; fo toenig oor bem SReufchen, ba^ \u00dfinbet fte oft mit ber ^\u00bbattb fangen. Sn ben Sh\u00e4tern non 2lragtta, too fie fehr h\u00e4ufig finb, festen fie fi<h am hellen Sage auf nufere H\u00e4ngematte, to\u00e4hrenb toir bariit tagen.\" Sur ba\u00ea pfeifen f\u00f6nnett fte, toie \u00a9chontburgf oerfidf)ert, nicht nertragen; toenigfien^ fliegen fie augenblidflidh banon, fobatb man einen pfeifenben Son au\u00f6ft\u00f6fH. Oiefeitigeit, toetche man fcl)ie^t, fallen \u00fcbrigen^ feine\u00eatoeg\u00ea","page":220},{"file":"p0221.txt","language":"de","ocr_de":"-\n\u00a9oropa. 2\u00efni. 9\u00eeunge\u00effcpitabel. \u00a9porenluluF.\t221\nimmer in bie \u00a9einalt be\u00ea S\u00e4get\u20183, benn ipre Seben\u00e2g\u00e2pigleit ift erftaunlicp gro\u00a7. ,,3Birb ber SDRaben-f reff er\", berietet \u00a9cpomburgl nod), \u201enicpt in ben $opf ober in ba\u00a7 $erg gefcpoffeit, fo tarnt ber S\u00e4ger Oerftcpert fein, bafj er iptt nicpt in feine \u00a9einalt betommt. SDcit fabelhafter \u00a9cpne\u00dcigteit l\u00e4uft ber 9lngefd)offenc burd) ba\u00ea \u00a9eb\u00fcfd) ober \u00a9ra\u00a7 bapin, uitb non gepit bi\u00a3 gin\u00f6lf, bie id) oft auf einen \u00a9d)ufj nerinunbete, faub id) meift taunt einen ober ginei, 'wenn id) an bie \u00a9teile laut, ino fte perab; gefallen inaren. \u00a9leid) am anbern \u00a3age nad) unfern* Slntunft in B^iunta fd)o\u00a7 id) einen mit ber \u00aeugel nom 33aume perab. Oie $ugel hatte iptn ben gangen 33aud) aufgeriffen, fobafj bie \u00a9ingeineibe perau\u00eapingen, unb bennoch gelang e3 mir nid)t, ben fliehenben unb feine eigenen \u00a9eb\u00e4rnte hinter ftd) perfcpleppenben SSogel eiitgupolen, bi3 ihn enblich einer ber Sttbiaiter ineiter al\u00ea gineipunbert \u00a9cpritt non ber \u00a9teile, wo er gur \u00a9rbe gefallen mar, bie (Singeineibe um bal \u00a9eftriipp getoidett unb fo an ber $lud)t nerhinbert, auffanb unb mir brachte.\"\n\u2756 *\n\u2756\nSlfrita, Oftinbien, bie malaiifd)eu \u00a9ilanbe unb Sf\u00eeeupo\u00cf\u00cfanb inerben non einer Familie fonberbarer SS\u00f6gel beinohnt, ineld)e man \u00aeutal3 ober \u00a9borenlutule (Centropodes) genannt hat. Shve \u00a9eftalt erinnert nocp an bie anberer hulule; ber \u00a9chnabel ift aber fehl* tr\u00e4ftig, litrg, t ftart gebogen unb feitlid) gufammeugebr\u00fcdt, ber $ufj pod)l\u00e4ufig unb oerp\u00e4ltnifm\u00e4fjig lurggehig, bie \u00a3>iutevgel)c in ber iKegel mit einem mehr ober ioeuiger langen, faft gerabeit, fpipeu \u00a9born beinehrt, ber $liigel fehl* turg unb abgerunbet, ber gel)nfebrige \u00a9d)inang mittels ober fel)r lang unb ebenfalls abgeftuft. Oa\u00ea \u00a9efieber ift mertm\u00fcrbig h^^'fd^, incil alle Gebern mehr ober inenigcr partfcp\u00e4ftig unb | hartfahnig fiub. Oie \u00a9efd)led)ter uittevfcpeiben fid) nid)t bitrd) bie F\u00e4rbung, bie Suttgett aber fe\u00ef)r auff\u00e4llig Don ben Sitten, bereu \u00aeteib fie, mie e\u00ea fd)eint, erft im brittcn Seben^japre atilegen.\nSJtan barf bie \u00aeuta\u00ef\u00ea a\u00ef\u00ea bie altineltlid^cn Vertreter ber ftcrfeututute anfepen, ba fie in ihren * \u00a9itten unb @etoot)nheiten mand)fad) an biefe erinnern. Stiebere, bidfjt oerfcplungette \u00a9eb\u00fc|'d)e, Dbopr; tic\u00efid^te unb felbft \u00a9ra^w\u00e4lber bitben ihren Slufeutpalt. \u00a3)ier rennen fie oiel auf bem 8oben umher, br\u00e4ngen ftd) mit m\u00e4ufeartiger \u00a9etnanbtheit burd) bie bid;tcften i\u00dferftlgungcn ber ^flangeuinelt, ttettern au ben ^oprfteitgeln ober im \u00a9egineig ber 23iifd)e empor, burd)fd)t\u00fcpfeit unb buvd)fud)eu auch ba\u00ea Snuerfte ber anbern V\u00f6geln faft ungug\u00e4nglid^ett @ebiifd;e uitb jagen gro\u00dfen \u00c6erbtpieren, \u00efaufenb; j f\u00fcttern, \u00a9torpionen, ober felbft \u00a9ibed)fen unb \u00a9d)langeit nad), pl\u00fcnbern SSogelnefter au\u00a7 unb oer; fcpm\u00e4pen \u00fcberhaupt teiuevtei tl)ierifd)e S3eute, fd)eincn bagegeit aber 5\u00dfflangenftoffe nicpt gu ber\u00fchren. Spr Slug ift fehl* fd)led)t, unb bie \u00a9d)toingen inerben be^palb and) nur im \u00e4ufjerfieu Stotpfall gebraucht. Oie \u00a9timme befteht au\u00ea cigenth\u00fcmlid)eu bumpfen uitb tpeilioeife bauchrebnerifchen Sauten. Spre Hefter, erbauen fte im bid)teften \u00a9eftriipp, Ot\u00f6pricpt ober im \u00a9rafe, ohne grofje HR\u00fche auf ben SSau gu nerineitben; bod) ftellen einige eilt Sfteft her, Welcpe\u00ea infofern fiep au\u00eageicpnet, al3 c\u00a7 \u00fcberw\u00f6lbt unb mit ginei Oeffnuitgen oerfepeit inirb, non beneit bie eine gum \u00a9in=, bie anbere gum 3lu\u00a7fd)l\u00fcpfen bient. Oa\u00ea \u00a9elege beftept au\u00ea brei bi\u00ea f\u00fcnf Weif en \u00a9tent, ineld)e non beiben \u00a9Item bebr\u00fctet inerben. r Oie Stiitgcu ftnb \u00e4itfcrft p\u00e2f\u00eficpe, fonberbave \u00a9e)d)\u00f6pfe.\n\u00dcB\u00e4prenb uteiue\u00ea Slitfeutpalt\u00e9 in Stfrila pabe icp eine bort p\u00e4ufige Slrt, ben \u00a9porenlulul (Centropus aegyptius), Icuiteit gelernt, \u00a9r gep\u00f6rt gu ben Slrteit mit oerp\u00e4ltnif nt\u00e4fig lurgem \u00a9d)inange uitb norperrfepeub r\u00f6tplicpbrauuem \u00a9efteber, ineld)e gegemn\u00e4rtig in ber \u00a9ippc ber \u00a9porenf\u00fcfe oevs einigt inerben. $opf unb Kadett ftnb fd)inarg, fft\u00fcdeit unb Fl\u00fcgel r\u00f6tplid)laftatiienbraun, bie \u00a9tetters febern gr\u00fcitlicpfcploarg, Weif gef\u00e4umt, alle Untertpeife gilblid)faplgrau. Oa\u00ea Sluge ift pr\u00e4chtig","page":221},{"file":"p0222.txt","language":"de","ocr_de":"Sic @p8f)cr. 2eicbtfd)u8bler. \u00c6ufa\u00ef\u00ea.\n222\npurpurrot\u00efj, ber \u00a9djnabel fdjmarg, ber $uf bunfelbraungratt. \u00a9ie S\u00e4uge betr\u00e4gt 14, bie \u00a9reite 16V2, bie f\u00c7ittig\u00ef\u00e2nge 5V?, bie \u00a9djmangl\u00e4nge 7 '/* 3\u00b0^- 3m f\u00c7ittig ift bie fed)flc \u00a9djminge bie \u00ef\u00e2ngfte.\n\u00a9er \u00a9poren\u00efufuf ift in \u00a9corboftafrifa* an geeigneten Dert\u00efid)feiten nidjt fetten unb namentlich in \u00a9gluten fte\u00ef\u00efentneife eine fel)r gem\u00f6l)nlid)e \u00a9rfd)einung. .\u00eepier lebt er faft auSfd)ltef;lid) ba, mo eS gr\u00f6\u00dfere 9M)rmalbnngen gibt, im \u00a9ubal)n h\u00e4lt er fid; in ben ungug\u00e4nglid)ften \u00a9idid)ten auf, ba er mie eine 9\u00eeatte burd) bie S\u00fcden in ben fdjeinbar unburdtringUdjen \u00a9eb\u00fcfd)en gu fried^en ocrfteljt, gleid)Oiel, ob bie \u00a9ebfifd)e bornig fmb ober nid)t. \u00a9r flettert nnb fdjl\u00fcpft, \u00efriedjt unb br\u00e4ngt fid) mie ein SDt\u00e4ufeoogel burd) baS \u00e4rgffe \u00a9ididd, fomrnt nach geraumer 3\u00abt h*er unb \u00e4um Sjrfdjetn, pafpelt fid) bi\u00bb gu einer gemiffen ip\u00f6he empor, l)\u00e4lt fi^enb unb faft bemeguttgSloS eine 3e\u00fc fang Xlmfd)au unb oerfchminbet bann m\u2019teber im Innern feiner \u00a9ufd;feftungen ober fliegt langfam, mehr fcpmebenb unb gleitenb als ffatternb, einem gmeiten SBufd^e gu, falls er eS nidjt oorgieljt, ben Seg laufenb gu burdjmeffen. \u00e4ttit ben eigcntlid)en \u00df'ufufen hat er in feinem Sefett gar feine ^leljnlidjfeit; benn er ift ein ruhiger, fti\u00fcer, langmeiliger \u00a9efell, melier fid) menig bemerf(id) mad)t unb feine \u00a9efdj\u00e4fte m\u00f6glid)ft heimlich betreibt, \u00a9eine Nahrung befteht auS $erbttjieren mand)crlci 3lrt, maljr; fd;einlid) oorgugStoeife auS 5lmeifen, nad) betten er gumeilen in miberm\u00e4rtiger Seife ftinft.\nSie alle Wirten feiner Familie, h\u00e4lt ftd) aud) ber \u00a9porenfufuf ftreng paarmeife. Senn man ben einen \u00a9atten aufgefunben Ijnt, barf man barauf rechnen, audh ben gmeiten gemaf)r gu merben. 9iur bie jungen fd)meifen l\u00e4ngere 3ett, oietteidjt 3<trc lang, einfatn umher. \u00a9aS \u00a9eft habeiep ein eingigeS Stftal gefunben, unb gmar im \u00a9elta in ber bidjten Grotte eines OelbauntS. \u00a9S befianb faft auSfdjliefjltd) aus ben J\u00fctten ber \u00a9amenfolben beS SfRaiS unb enthielt \u00a9ube 3uliS oier halbermad&fene 3unge, oon benen mir baS eine l\u00e4ngere 3<ht bei einfacher $oft am Seben erhielten, \u00a9ie \u00a9ier aber ftnb mir unbefannt.\n3n 3Rorboftafri\u00efa benft \u00a9iemanb baran, ben \u00a9porenfufuf gu Oerfolgen, man betrachtet ihn mit ber \u00a9leid)giltigfeit, meldje man gegen bie meiften 93\u00f6gel an ben \u00a3ag legt. 3m Often 5lfrifaS foil er ober ein \u00a9ermanbter Oon ihm mit mifjg\u00fcnftigem 5luge angefeljen merben, uttgmcifelhaft beShalb, meil fein ftinfenbeS gleifd) ftch in feiner Seife gur \u00a9enufcung eignet. Seld;e geinbe ber \u00a9ogel hat, oermag id) nicht gu fagen. 3<h n^e 9efehcn/ e\u201dtev ^er $a^en nuf ihn 3^gb gemacht h\u00e4tte, \u00a9ie hornigen @eb\u00fcfd)e, in benen er lebt, ftnb fein befter \u00a9dju^.\n\u00a90 oiel td) mich erinnere, Ijnbe ich t>en \u00a9porenfufuf nur einmal unb bloS furge 3eit int \u00ae\u00e4ftg gehalten, \u00a9af er fid) ohne fonberlidje Itmft\u00e4nbe eittgem\u00f6hnen l\u00e4ft, bemeift ein \u00a9efangetter, meldjer gegenm\u00e4rtig tm \u00a3fhergarfan gu Snfterbam lebt, \u00a9r befentmt hur roheS f^leifd^ oorgefefct; biefeS einfache gutter gen\u00fcgt feinen ^lufpr\u00fcdjen ooKft\u00e4itbig. \u00a9eine \u00a9igenheiten fann er im \u00ae\u00e4fig aller; bingS nicht gur \u00a9eltung bringen; bemungeadjtet feffelt er feben futtbigen \u00a9eobadjter burd) feine Haltung unb bie \u00a9emanbtljeit, mit melcher er l\u00e4uft, h\u00fcpft, flettert unb turnt. 3hl\u00ab gegen\u00fcber erfdjeint unfer $ufuf als ein Ij\u00f6djfi langmeiliger \u00a9efed.\n\u00a9ie inbifchett Wirten jinb unter bem tarnen Centroeoccyx oon \u201eben afrifanifdjen getrennt morben, hauptf\u00e4djlid) iljtcS l\u00e4ngeren, ftufigen \u00a9d)mangeS unb ber bis auf bie rotbraunen gl\u00fcgel fchmargett F\u00e4rbung halber, \u00a9on ben \u00a9ngl\u00e4ttbern merben fte kr\u00e4henfafane genannt.\n\u00a9ine ber oerbreitetften unb befannteften Slrten ift bie \u00a3>edenfr\u00e4lje, mie bie \u00a9ngl\u00e4nber fie benamfet Ijdben (Centrococcyx viridis). \u00a9ei ihr fiitb $opf, Dladen, bie oberen \u00a9djmangbed; febern unb ber \u00a9djmang, fomie bie gange Unterfeite gl\u00e4ngenb gr\u00f6nfehmarg, ber 3R\u00fcden unb bie \u00a9tmingen rotp ober nu\u00dfbraun, gegen bie \u00a9piije hin lebhafter roffj. \u00a9iefeS \u00aeleib beS alten \u00a9ogelS ift aber oon bem ber 3nngett feljr Oerfchieben. S^ad) \u00a9minl)oe mcd)felt bie ^edcufr\u00e4lje breimal ihr","page":222},{"file":"p0223.txt","language":"de","ocr_de":"@ 0 o r en f u \u00ef u f. $ c d eu\u00efr\u00e4 I) e\n223\n$teib. 3m elften ^a^ve ift baffelbe auf ber Oberfeite lidjtv\u00f4tpdj, fd;ioarg geb\u00e4nbert, auf ber Untere feite toei\u00df, hier unb ba mit \u00ef\u00ef\u00eeot\u00ef; getufd;t, im gtoeiten 3<ihve <tuf her Oberfeite braun, l\u00e4ngd ber geber= fc^\u00e2fte \u00efidjt oderfarbig; ber fd;toavggr\u00fcnlid;e \u00a9chtoaug ift mehr ober weniger r\u00f6thlid; getuf<ht, bie r\u00f4t^\u00efid^en \u00a9djtoingeu fmb mel;r ober Weniger braun geb\u00e4nbert, bie unteren Steife Iid>t lebcrge\u00efb, l\u00e4ngd ber \u00a9d;\u00e2fte Iid;ter, \u00fcbrigend braun geb\u00e4nbert unb gefledt. 2>m britten Sa^re enb\u00efid; erreicht bad $leib feine b\u00efeibenbe F\u00e4rbung unb 3eid;nung. Oad 2tuge ift rotl;, ber \u00a9d;ttabel fchtoarg, ber $u\u00df bleifarben. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 15, bie ^ittigl\u00e4nge 672, bie \u00a9d;Wangl\u00e2ngc 8 3o\u00ef\u00ef cng\u00efifd).\nOie ^eifenfr\u00e4^e ift Weit \u00fcber -Jpinterafien verbreitet, \u00a9ie finbet ftd), menu auch einzeln, in gang pubien, nom 9t^atgebirge unb ^imala\u00ffa au nad; Often hin in a\u00ef\u00efeit \u00a9cgeubeit ber ^albinfel, ferner auf \u00fcJ\u00eealabba, in \u00a9\u00fcbcbina, auf \u00a9umatra, 3a0a, ber Snfet gormofa u. f. to. Snbien betoo^nt fie bie Ofdftnge\u00efn, auf 3aoa bie mit niebrigem, bidjten \u00a9eb\u00fcfd; beWachfeneit St\u00c7algelanbe ber 33or= berge, befonber\u00ea menu biefe reid; fmb an 3tohrbidid;ten, auf \u00c7ormofa biejenigen SBa\u00efbt^eile, too bie 23\u00fcume mit \u00a9d;Iiuggeio\u00e2d;feu \u00fcberfponnen f\u00efub. \u00fcftad; O er n ft ein lebt fie ftiCC unb Oerborgcn, meiften\u00ea in ber 5ft\u00e4f;e be\u00bb \u00a9rbbobend, oerr\u00e4tl; ftd; aber burd; i\u00a7re wenn aud; fe\u00ef;r fd;toad;e \u00a9timme, Weld;e ber bed europ\u00e4ifdkn \u00c6ubub\u00bb einigerma\u00dfen \u00e4hnelt unb il;r ben malaiifdjen 9tameu \u201eOubut\" Oerfd;afft l;at. 9\u00efad; \u00a39 tier l\u00e4\u00dft fie oerfcfyicbene Saute h\u00f6ren, einige, welche bem \u00a9ebetl bed benga= \u00efifd;en ^udbfed \u00e4hneln, aubere, We\u00efd;e burd; bie \u00a9ilben \u201e\u00a9lubglub \u00ee gugug unb gugitr\" toiebcr; gegeben ioerben fonuett. \u00fcRur ungern oerl\u00e4\u00dft ber SSogel bie ooit ihm' bewohnten Oidid;te, unb bei brot;enber \u00a9cfa^r fud;t er lieber burd; Saufen a\u00ef\u00bb burd; fliegen fid; gu retten. SG\u00dfirb er plohlid) aufgejagt, fo fliegt er in geringer \u00a3)\u00f6lje uub geraber dtidjtung bem n\u00e4d;ften \u00a9eb\u00fcfdje gu, bie b\u00fcrgen ftl\u00fcgel gutocilen fd;lageub, ben \u00a9djWaug audgebreitet uub etWad nad; unten geneigt. Unter allen Umft\u00e4uben fud;t er ftd; fo halb al\u00bb m\u00f6glich ioieber im \u00a9eb\u00fcfd) gu oerbergeu.\n\u201eOad 3Rcft\", fagt S3 ern ft e i n, \u201ehabe id; \u00f6fterd gefunben. \u00a9d ftaub immer im bid)tefteu \u00a9ei b\u00fcfd;, in geringer ^\u00f6^e \u00fcber bem \u00a9rbbobeu, auf einigen alten \u00a9tof^eln, umgebogenen ober gebrodenen Halmen unb bergleid;en, ober aud; gtoifd;en beu SXeften eined nieberen \u00a9traud;ed. 2lde, Wcld;e id; faub, toaren au\u00bbfd;lie\u00dflid; aud Sllang = 2llangbl\u00e4ttern Oerfertigt, toeld;e bunftlod gufammengef\u00fcgt uub nur h\u00f6djft uuootlbommen oerbunben toaren, foba\u00df bei* gange 23au beim SBegne^meu oou feiner \u00a9teile fd;on geifiel unb nur mit 2Di\u00fc\u00a7e in feiner $orm einigerma\u00dfen erhalten tocrben fonute. \u00a9iitgelne cuts gelten an\u00dferbem itod; einige trodene 23aumbl\u00e4tter gur Unterlage f\u00fcr bie toei\u00dfen, balbfdjaligen, mattgl\u00e4ngeuben \u00a9ier, oou benen id^ brci, bi\u00eatoeilen jeboa; aud; nur gtoei \u00a9t\u00fcd faub, uub gtoar unter Umft\u00e4nben, toeld;e mid; mit @id;ert;eit anneljmen laffen, ba\u00df bei* S3ogeI nidjt me^r gelegt l;abeu to\u00fcrbe. SXuffaXXenb toar ed mir ferner, ba\u00df in einigen Heftern neben gtoei \u00a9iern Oon geio\u00f6^nIid;er \u00a9r\u00f6\u00dfe ein br\u00fcte\u00bb, meidlid; Heinere\u00bb lag. 23ead;ten\u00a7toertl; ift, ba\u00df id; \u00fcber \u00a3ag \u00dfetl bad 9Jt\u00e4nnd;en br\u00fcteub antraf. 3BeId;eu 2Intt;eit bad 2Beibd;en am 23rutgefd;\u00e4fte nimmt, unb gu ioeld^er \u00efagedgeit ed br\u00fctet, ^abe id; bid fe^t nod; nicEjt beobachten \u00efouuen. Oie uod; nid;t f\u00fcggen 3>imgen \u00c7aben ein tounberIicf)ed, feltfamed 2ludfel;en. 3hve ^auI n\u00e4mlich fd;ioarg unb auf ^o^f unb SR\u00fcden mit fteifen ^aar; ober, richtiger, borften\u00e4hn!id;en Gebern bebedt. Oie Stmcje ift bunfelorangeroth mit fd;arf abgefchnittener fchtoarger \u00a9pihe.\t^ahev nid^t toenig oertounbert, aid id; bad erfte 9\u00eeeft mit Sangen faub\nunb biefe fd;toargeu \u00efh^eve mix ^en \u00a9clmabct mit ihrer oraugerot^en 3U\u00eel\u00d4e entgegenftredten.\" Oa\u00df bie jungen ebeufo fre\u00dfluftig fiub, toic anbere hulule, unb ohne fonbertid;e SJt\u00fche aufgef\u00fcttert toerbeu f\u00f6nneu, erfahren toil* burd; \u00a9to in hoe, toeld;er oier oon ihnen aud einem \u00fcftefte nahm.\nOie auflralifdfeu Vertreter ber Familie hat nian ^afaneufporen\u00efu\u00efu\u00efe (Polophilus) genannt; toeil fte ftdE> oon ben \u00fcbrigen burd; bebeuteube \u00a9r\u00f6\u00dfe uub b\u00fcrgen, biden, ftarf gebr\u00fcmmten","page":223},{"file":"p0224.txt","language":"de","ocr_de":"224\n\u00aeie (Sparer. Sktdjtfdjnciblev. \u00a3ufa\u00ef\u00a7. SBaribBget.\n\u00a9cpnabel uuter[d)eibeu. Oer ^afaueit\u00efu\u00ef nt (Polophilus phasianus) i\u00df b\u00fc\u00dferfdfgoar^, auf beu f^liigclbccffebevit fahlbraun unb\t, weil jebe $eber einen litten \u00a9c\u00dfaft\u00dfreifen jeigt, auf bem\nUnterriicten tiefgr\u00fcn, fdjvoaq gefprenfelt; bie \u00a9d\u00dfoingett finb fa\u00dfanienbrauu unb regelm\u00e4\u00dfig hoppelt fepmar^ geb\u00e4nbert, bie \u00a9cfjmanjfebern bunfelbraun, gr\u00fcnlid) fd\u00dftlernb nnb rotl) unb bla\u00df; f\u00e4rben fein gefprenfclt, aue\u00df mit 5lit\u00a7ua\u00dfme ber beiben mittleren toei\u00df ;$ugefpi\u00dft. OaS SUtge ift rot\u00df, bei* \u00a9c\u00dfnabel fd\u00dftoar$, ber $it\u00df bleifarbigfdiftarj. 3m SugenbHeibe i\u00df bie Oberfeite r\u00f6t\u00dflid\u00dfs\nJ ^\n\nSD er \u00c7afanen\u00efu\u00efu\u00ef (Polophilus phasianus). y3 ber nat. \u00a9r\u00f6fje\nbraun, bie Unterfeite fa\u00dflgrau; \u00fcbrigens i\u00df bie 3eify nung biefelbe mie bei ben eilten. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 24, bie ^ittigl\u00e4nge 10, bie \u00a9djtoan^l\u00e4nge 14 3cU.\nlieber bie SebenSttteife pat \u00a9oulb berichtet. Oer \u00c7afauentutut, toeftper in 5lu\u00dfralieu noe\u00df jtoei Serioanbte \u00dfat, \u00dfnbet \u00dfdb in fump\u00dfgen, mit Sufcp\u00ee \u00dfolg, \u00a9raS unb SR\u00f6\u00dfrid\u00df \u00fcpptg beftae\u00dffenen \u00a9egenben unb \u00df\u00e4lt \u00dfc\u00df pier fa\u00df auSfc\u00dflie\u00dflic\u00df auf bem \u00a9oben auf, \u00fcber loeW\u00dfen er mit Seid\u00dfigteit ba\u00dfinrennt. Stur im Stot\u00dffalt \u00dfiegt er auf \u00dfb\u00dfeve S\u00e4ume, jun\u00e4t\u00df\u00df auf bie unteren 3^9^ unb nae\u00df unb nad) \u00df\u00fcpfenb lueiter nae\u00df oben, bi\u00bb gu ben \u00df\u00f6\u00dferen lie\u00dfen empor. \u00a9rft tsom \u00a9ipfel auS \u00dfreid)t er tr\u00e4gen $htg\u00a7 nad) anbern S\u00e4umen \u00dfin\u00fcber.\nOaS Steft ftept mitten in einem \u00a9ra\u00eapo\u00effter unb i\u00df fe\u00dfr gro\u00df, auS troefenen \u00a9r\u00e4fern gebaut unb oben ^ugeft\u00f6tbt, aber mit ^mei Oe\u00dfnuitgeit oerfe\u00dfeit, burd) ioeld)e baS Skibdjen beim Sruten beu $opf unb beu \u00a9<\u00dfman$ ftedft. 3umeilen trifft man baS Steft unter ben Sl\u00e4ttern eines ^aubanuS,","page":224},{"file":"p0225.txt","language":"de","ocr_de":"$afanett\u00efitfuf. ^\u00dfertoogel.\n225\ntote! \u00f6fter after unter einem SB\u00fcfcpet bon t)ot>cm \u00a9rafe. die brei bis f\u00fcnf \u00a9er, Weldje baS \u00a9elege ftilben, ftnb runblicft, raut) unb fchntujigWei\u00df oott $arfte, manchmal braun angelaufen.\n*\nSEfteljrere DRaturforfdjer haften mit ben SBartkufuken eine reichhaltige SSogelfami\u00efie bereinigt, welche, ftreng genommen, ftd) in jeber $tnftdjt uuterfcfteibet unb mit ben ^3 f e ff er fr eff ern gr\u00f6\u00dfere 9lehn= lidjkeit pat als mit jenen. die SBart\u00f6\u00f6get, Wie fte mit bottem fRec^te genannt Serben (Capitones), kemtjeidjiten ftd^ burdj mittettangen, Mftigen, faft fegeif\u00f6rmigen, feitlid) aulgefd^ibeiften, an ber 2Bttrjel weiten, gegen bie \u00a9pi\u00a3e t)in jufammettgebr\u00fcdten \u00a9djnaftel, fur je, after fr\u00e4ftige, paarjeljige $\u00fc\u00dfe, mitteltange ober fur je gerunbete ^t\u00fcget unb furjen, meift gerabe aftgefd)uittenen, juWeilett after aud) etwas jugerunbeten unb bann Oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig tangeren \u00a9cptoanj, fowie. WeidijeS, after feftftfcenbeS, in pr\u00e4chtigen \u00c7arfteit prangenbeS \u00a9efieber, WeldjeS ftcf) in ber \u00a9djnaftelgegenb ju japU reid;en 23orfien umgeftattet hat.\ndie Familie ift in bem hei\u00dfen \u00a9\u00fcrtet ftciber S\u00dfetten heimifd), Wirb jebod^ in ben oerfd)iebenen \u00a9rbtl)eilen burd) oerfd)iebene \u00a9ippen bertreten. 3n Slfrifa unb in Slftett ift fie ftefonberS entwickelt; in Stuftratien hingegen Wirb keiitS ihrer \u00fcDUtglieber gefunben. 3m \u00a9egenfah ju ben tr\u00e4gen, lang; Weitigen \u00a9artfufufen finb bie meiften SBartb\u00f6gel lebhafte, muntere, r\u00fchrige SS\u00f6gel, legen aud) niemals jene bumme \u00a9orgloftgfeit an ben \u00a3ag, bie, wie Wir gefe^en haften, bie S3artfufufe fo [ehrauS; jeidhnet. Sind) tieften fie bie \u00a9efettigfeit unb bereinigen ftd) be\u00ea^alft oft ju kleinen \u00a9d)aren, Weld)e l\u00e4ngere 3eit gemeinfd)aftlid) ihre \u00a9efc^\u00e4fte betreiben. 3\u00a7re Nahrung erwerben fte ftd) nicht nach 2trt ber 23artfufufe, benn Wot)t nur bie weuigften Warten, bis ein oor\u00fcfterfliegenbeS \u00aeerfttl)ier in fang* gerechte 9R\u00e4he kommt: bie meiften burdhft\u00f6ftern im \u00a9egentheit SBaumwipfel unb \u00a9eft\u00fcfd)e nach allen [Richtungen hin unb lefen flei\u00dfig auf, Was fie finben. \u00a9elegentlid) fold^er Sagbunternehmungen burdhftreifen fte ein engeres ober Weiteres \u00a9eftiet im Saufe beS \u00a3ageS. 3hre Nahrung Befielt eftettfo; Wohl aus \u00aeerfttl)ieren, Wie aus 23eerett unb Fr\u00fcchten berfchiebener 2trt. Stuf bem SSobext fd;eiiten fie frernb ju fein, \u2014 wenigftenS erinnere ich ntidh nie, eine ber afrifanifdhen 5lrten hie\u2019-' gefetjen ju haften \u2014 int klettern hingegen ftnb fte nicht ungefchidt. der ^tug ift fttrj, aber fchnell; bie Fl\u00fcgel werben fcfjwirrenb bewegt, um bie \u00f6erh\u00e4ltnt\u00dfm\u00e4\u00dfig fd)Were Saft beS SeifteS ju tragen. \u00a7aft alle ftnb mit einer lauten, Weit h\u00f6rbaren \u00a9timme begabt, unb mehrere 3lrten f\u00fchren regelm\u00e4\u00dfig dmft\u00fcde aus, an Welchen alle \u00e4ftitglieber ber \u00a9efetlfdhaft theilnehmen. dem 2Rettfd)en gegen\u00fcber jeigcn bie meiften Wenig \u00a9d)ett; eS fdheint, ba\u00df fte auf ben \u00a9d)u\u00a3 bertrauen, Welchen ihnen bie bidhten ^Baumkronen, ihre SieftlingSpl\u00e4he, gew\u00e4hren, unb in ber \u00eft)at h\u00e4lt eS fdhWer, fte hier ju entbeden. diejenigen aber, welche eS tieften, ftd) frei ju jeigen unb \u00fconhierauS ihr foxtberftareS Sieb in bie SSelt ju fchmettern, pflegen \u00f6orftd)tig ju feitt unb baS \u00a9eWiffe f\u00fcr baS UttgeWiffe ju nehmen. daS [fteft hot man in ^o^Ien ^B\u00e4umen, aber auch in \u00a9rbl)\u00f6hlen gefunben. die \u00a9er, Welche man kennen lernte, Waren wei\u00df. 3m \u00fcbrigen mangelt \u00fcber baS SSrutgefdh\u00e4ft jegliche \u00c4unbe.\n\u00a9S mu\u00df f\u00fcr uns gen\u00fcgen, Wenn ich f\u00fcr jeben \u00a9rbtl)eil je einen Vertreter ber Familie ju fd)itbern oerfud)e.\nUnter ben afrifanifdhen \u00dcBartft\u00f6geln hot mich ber $J3erloogel (Trachyphonus margaritatus) am meiften angejogen. \u00a9r Oertritt bie \u00a9ippe ber \u00a9d)mudftart\u00f6\u00f6gel, bereu \u00aeenttjeid)en in bem fdhlanfen, mittettangen, auf ber \u00a9rfie leicht gew\u00f6lbten, an ber \u00a9pifte jufammengebr\u00fcdten, nicht 93rel)tn, SHjierlrten. IV.\t15","page":225},{"file":"p0226.txt","language":"de","ocr_de":"226\n\u00aeie (gty\u00e4ber. Seidjtfdjn\u00e4bler. \u00a9art\u00f6\u00f6gel.\naber au\u00eagefdjtoeiften \u00a9dfnabel, ben Oerlj\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig \u00c7o^en ft\u00fc\u00dfeu, bereu Saufe l\u00e4nger af\u00ea bie SOUttelge\u00c7e ftnb, ben giemlid) langen kl\u00fcgeln, in benen bie vierte \u00a9dringe bie l\u00e4ngfte ift, unb in bem giemlidj langen, abgerunbeten \u00a9djloange gu finden finb. Oa3 \u00a9efieber bcr Oberfeite ift umbrabraun, toei\u00df geperlt unb geb\u00e4nbert, ba\u00ea ber Unterfeite gl\u00e4ngenb fd\u00dfoefelgelb, in ber \u00a9ruftgegenb r\u00f6tl\u00dfid) \u00fcber; flogen; bie \u00a9tim unb ber \u00a9cfeitel, beim SMttndjen aud) ein \u00aeelf(fleden, foloie ein au\u00a7 f\u00fcnften gebilbetel \u00a9ruftbanb ftnb fdjtvarg; ber \u00a9tei\u00df unb ber \u00a9\u00fcrgel bunfelfdjarladjrotlj. Oa3 3luge ift bunfelrotb, ber \u00a9djnabel ^>eHrott;, ber gu\u00df bleigrau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 7, bie ^ittigl\u00e4nge 3V2 Bo\u00fc.\n\u00a9\u00fcblid) be\u00ea 17. \u00a9rabe\u00ea n\u00dfrblidjcr \u00a9reite ift ber $erloogel in allen oon mir burdjreijten @e; genbett 97orboftafrita\u00a7 leine \u00a9eltcmfeit, in ben ^Salbungen unb \u00a9\u00e4rten \u00a9ettaar\u00ea unb \u00c6orbofafm\u00ea, b)ier\n2) er )\u00dferlt)0gel (Tracbyphonus margaritatus). */5 bet nat. \u00a9r\u00f6jje.\nunb ba toenigften\u00ea, fogar-eine regelm\u00e4\u00dfige \u00a9rfdjeinung. 3u erm\u00e4hnen ift hierbei freilid), ba\u00df er fein 3Jt\u00f4glid)fie\u00ea tljut, ftdj bemertbar gu machen. (Sr fpridjt, toie id) bereite an attberer \u00a9teile gejagt Ijabe, non ftd) felbft; benn er ift e8, meiner bie \u00a9\u00e4rten in ben O\u00f6rfertt ber 37ieberuttgen ber \u00a9teppe unb ben S\u00dfalb gu beleben tnei\u00df. \u00a9eto\u00f6fynlid) trifft man i\u00a7n paartoeife, uad) ber \u00a9rutgeit aber aud) in tleinen \u00a9efeUfd^aften. Sftiental\u00ea oerftedt er ftd; fo, ioie anbere \u00a9arto\u00f6gel Slfrifa\u00ea, fonbern geigt ftd), namentlid; gu geu?iffen Beiten, fetjr gern frei. Bunta\u00ef in ben borgen: unb Slbenbftuuben fdjtoingt er ftd) auf bie fy\u00f6djfie \u00a9pi\u00dfe getniffer \u00a9\u00e4ume unb fcfreitet oonbierau\u00a7 munter unb fr\u00f6^Iid) in bie \u00e4\u00f6elt hinein, \u00a9ofort nad) bem (Eintreffen auf einem \u00a9aume beginnen beibe \u00a9atten oereint einen \u00a7\u00f6d;ft","page":226},{"file":"p0227.txt","language":"de","ocr_de":"s\u00dferloogel. \u00ae o \u00ef b 6 a r U' o g c t.\n227\neigent\u00fcmlichen \u00a9cfattg, melier nach meinem Urteil burt bic \u00a9\u00dcben \u201e\u00a9ufgu\u00ef girre girre gufguf\", nat \u00c7artmann\u2019\u00ea 5XnftdE>t aber burd) \u201e\u00efiur tiur\" au\u00eagefproten inerben fann. Seiber \u00a9timmen Oerfd)metgeu in ber foitberbarften 2\u00f6eife mit einanber, foba\u00df ein mal)rer \u00a3onunfug entfielt, ein \u00a9efang, fo oermorrett unb bunfet, ba\u00df man bie eingelncn Saute upt unterpeibeu bann, \u201eein \u00a9tnurren\", mie Hartmann mit noblem 9ted)te fagt. \u201eSebenfatt\u00e9\", meint biefer $orfd)er, \u201eift ber \u00a9efang be\u00ea ^ertoogel\u00ea einer ber fonberbarfteit nnb begeitnenbften SR atur laute, mette man in biefer \u00a9egenb Oer; nimmt.\" 21 ber ber \u00a9efang unterhalt gerabe bcpalb unb oielleid)t aut not au3 &ent \u00aevunbe, meil er mit fo oiel jpergett\u00eafreube oorgetragen mirb, ba\u00df man bie \u00a9efii^le be3 Sogel\u00ea nothmenbig teilen mu\u00df. Ucbrigen\u00ea liebt biefer e3 bnrd;au\u00ea nid)t, non mi\u00dfbegierigen SRenpen mei\u00dfer F\u00e4rbung betaufd)t gu merben; mcnigfteu\u00ea pflegt er augenblidlit ftilX gu ptoeigen, fobalb fp ein \u00a9urop\u00e4er feinem \u00a9tanborte n\u00e4hert, oerl\u00e4\u00dft aut liefen gem\u00f6hntp sur retten 3eit, foba\u00a7 e\u00ea nitt eben tept ift, fein Treiben in genitgenber 9c\u00e4lje gu beobatten.\n3m \u00fcbrigen lebt ber 5)3erloogel nat anberer feiner Familie. (Sr bemegt fp langfant in ben Saumfronen hin nnb her, lieft bort $erfe auf, gept Dr\u00fctte au unb fud)t fp \u00a9\u00e4mereiett gufammen. (Sr flettert fddedjt, fliegt halb fdpirrenb, halb pmebenb, npt gern loeit, liebt \u00fcber? hanpt bie 3tuhe unb halt au bem einmal gem\u00e4lzten \u00a9tanborte mit gro\u00dfer 3\u00e4higfeit feft, behnt aber bie \u00a9rengen feiue\u00ea \u00a9ebiet\u00ea meiter au\u00a7, al\u00ea anbere Sarto\u00f6gel jener \u00a9egenb e\u00ea gu tun pflegen.\n\u00bb Ueber ba\u00ea ^Xccft ftnb mir burd) ^\u00bbeaiglin unterrittet ioorben. \u201e3n einem gunt 2Iin;\u00a9aba f\u00fchrenben \u00ef\u00ef\u00eeegenbett\", fagt er, \u201efanb it am 26. \u00a9eptember ba\u00eb \u00fcReft biefe\u00a7 Sogel\u00a7 in einer fenf; retten \u00a9rbmaub. \u00a9I mar ungef\u00e4hr ad)t bi<\u00a7 neun $u\u00df unter ber ipalfohle angebradjt. \u00a9in'fr\u00e9t\u00e9; runbe\u00ea, 2V2 Bolt int Ourpmeffer haltenbe\u00ea Sod) f\u00fchrte mit menig Neigung nad) aufm\u00e4rt\u00bb etma gtoei 3od tief in bie 2Banb in einen gr\u00f6\u00dferen, ruubliteren, nad) unten gulaufenben fRaum, ber oon bem Su ihm f\u00fcl)renbeu \u00a9ange nod) burd) eine 2lrt Heiner 2Baub gepieben mar. 3m Innern lag ein frifdje\u00eb \u00a9i, ohne alle Unterlage auf etma\u00ea aufgeloderter \u00a9rbe. \u00a93 ift im Sep\u00e4ltni\u00df sum S5ogel mittelgro\u00df, eigcftaltig, au beiben \u00a9nben giemlp ftumpf, rcinmei\u00df, rofenroth burd)fd)einenb, au\u00dfer; orbentlid) feinfd)alig unb gt\u00e4ngenb. 2lni 8. Oftober entbedte id) au einem \u00e4hnlpen Orte ein -Reft mit oier bebr\u00fcteten \u00a9ierit. Oa\u00ea SReft mar bem oben beftriebeneu gang gleit; nur mar ba\u00a3 Sett f\u00fcr bie \u00a9ier mit dRaloenfameu gef\u00fcllt. Ob ber \u00fc\u00dferloogel feine 3Rifth\u00f6hle felbft gr\u00e4bt, oermag it nitt gu fagen.\"\n2tt\u00e9 Sertreter ber aftatipen 2lrten habe id) ben \u00a9olbbartOogel (Xantholaema indica) erm\u00e4hlt, meil mir \u00fcber feine Sebeit\u00e9toeife einigerma\u00dfen unterrittet ftnb. Oie \u00a9ippe, melte er Oer; tritt, fenngeitnet fp burd) furgeu, feitlit auggebaipten \u00a9d)itabel, giemlit fpifce gl\u00fcgel, in benen bie britte, oierte unb f\u00fcnfte \u00a9tmiuge bie l\u00e4ngfteu ftnb, unb einen furgeu, faft gerabe abgeftnittenen \u00a9tloang. Oa\u00ea \u00a9efieber i|t gr\u00fcn auf ber Oberfeite, gilblit = ober gr\u00fcnlpmei\u00df auf ber untern; bie Gebern be\u00a7 9^\u00fcden\u00ea unb bie $t\u00fcgetbedfebern ftnb gelblit gef\u00e4untt, bic ber Sruft gr\u00fcnlit l\u00e2ng\u00ea geftreift, bie \u00a9tim unb ein \u00c6ehlfledcn gl\u00e4ngeub ftarlatroth, festerer nat unten gofbgelb gef\u00e4umt; ein Sanb um ben \u00a3interfopf unb um bie Sruft, fomie ein Sartftreifen ftnb pmarg. Rid)t fetten trifft man gelbe Wartungen, meld)e fr\u00fcher at\u00e9 eigene 2lrt angefchen m\u00fcrben. Oa\u00a7 2luge ift bunfetbraun, ber \u00a9d)itabet ftmarg, ber gu\u00df foradeuroth. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 672, bie Sreite 11, bie f^ittigl\u00e4nge 3'4, bie \u00a9d\u00fcoattgl\u00e4ttge 1V2 3od.\nOer \u00a9olbbartoogel oerbreitet ftd), taut Serben, \u00fcber gang Snbien, \u00a9epfou unb bie malapifteu Snfeln, fet)lt aber im ^imatapa uttb im Punjab, \u00a9r ift h\u00e4ufig \u00fcberall, mo e3 S\u00e4ume gibt, bemopnt bie hodjft\u00e4mntigeit 20albe\u00eatt)eile, ^aitte, \u00a9pagierg\u00e4nge unb \u00a9\u00e4rten, ift burd)au\u00ea upt peu unb fommt unmittelbar bi\u00ea gu ben K\u00e4ufern heran, l\u00e4\u00dft \u00dft fogar nid)t feiten auf biefett felbft nieber. \u00a9inige 97aturforfd)er glauben beobad)tet gu haben, ba\u00df er mie ein \u00a9ped)t an ben S\u00e4umen umher;\n15*","page":227},{"file":"p0228.txt","language":"de","ocr_de":"228\n\u00a9ie \u00a9p\u00e2\u00ef;ev- Seid^tfd^n\u00e2b\u00efer. 33artt\u00bbo^c\u00ef. tpfefferfreffer.\nttettere; $erbou aber Berf\u00eed;ert, \u00a9)ied nie gefeiten gu haben unb begtoeifelt, ba\u00a7 irgenb ein 23artOoget \u00fcberhaupt in biefer 3Bei[e ftd; Belege. \u00a9>ie \u00a9timnte ift tant, ber \u00a9itbe ,,\u00a9ut but11 oergleid;bar. SDer \u00a9olbbartooge\u00ef l\u00e4fjt bie[e Saute geto\u00f6bnlid; Bernebmen, ioenu ev auf ber \u00a9pipe eined \u00a9aumeS ftfet, unb pflegt Bei jebern Saute mit bent Raupte gu uicfen, evft nadj ber einen, bann nad) ber anbern \u00a9eite bin. \u00a9tirnrne unb SBctoegungen bed Raupte\u00bb haben ihm ben tarnen ,,\u00aeupferfchmibt\" Berfd;a|ft, unb biefer ift Bei (Europ\u00e4ern Voie Bei Snbiern gang unb geBe. \u00a9unbetoal bemer\u00eft, bajj ein unb berfe\u00efBe \u00a9olbbartBogel immer gleid;lautenb fingt, fetten aber gtoei gefunben Serben, ioeId;e i^re SJhtftf genau in berfetben SBeife tortragen, baff bedbalb, ioenu gioei ober mehrere biefer SS\u00f6get nabe Bei einanber ft^en unb gleichzeitig fd;reieu, eine nicht unangenebme SJcufit entftebt.\n^riicbte Oerfcbiebener 3trt, geittoeilig vielleicht auch \u00c6erbtbiere, Bitten bie -Wahrung bed 33ogeId; bod; lief; ein \u00a9efangener, ioelcben S3tl;tb Beobachtete, tbierifdje Nahrung liegen, menu ibm ftv\u00fcdjte gereicht tourben. \u00a9)ad 9Reft ioirb in 33aumb\u00f6b^n angelegt. \u00a9)ad \u00a9elege befte'bt aud gtoei nub vielleicht mel;r toeifen (Siern. SSabrfcheinlid; ivtrb ein unb biefetbe \u00a7\u00f6bte jahrelang nad; einanber Benu^t.\nUnter ben anterifanif^eu 3Irten ber Familie ift ber erft f\u00fcrglich entbedte \u00a9utanbartoogel (Tetragonops ramphastinus) ungtoeifell;aft ber mer\u00efto\u00fcrbigfte, iveil er in ber \u00a9bat'ein SDMttelglieb gu fein fcbcint gtoifd;en SBartVogetu unb \u00a9utand. \u00a9r tenngeid;net fich burd; traftigen, an ber SBurget vierfeitigen \u00a9cbnabel, beffen Unter\u00efiefer gabtig gefpalten ift unb ben $afeit bed oberen in ftd; aufnimmt, mittettange Fl\u00fcgel unb mittellangen, feitlid; ftarf abgeftufteu \u00a9d;ioaitg. \u00a9)ie g\u00e4rbung bed \u00a9efteberd ift febr Bunt, aber anfpred;enb. \u00aeer \u00aeopf, ein Wadenbanb, bie $l\u00fcge\u00efbccf; febern unb ber \u00a9d;toaug ftnb fd;ioarg, ber OBerr\u00f6den ift-Braungrau, ber Unterr\u00fcdeu gilblid;, ein breicdiger Rieden feitlid; bed \u00a3alfed toeif?, bie \u00a3el;le unb ber \u00a9eitenbaud; grau, ein bad \u00c6eblfelb nad; unten Begrengenbe\u00ea S3anb fd;arlad;rotb, bie Sruftmitte feuerrotb- \u00a9ad 2luge ift gitbticb, ber \u00a9cbnabet gelb an ber SSurgel, fd;toarg an ber \u00a9pifce, ber guff bunfetgrau. \u00a9te S\u00e4uge Betr\u00e4gt 8V4, bie\u2018git% l\u00e4nge 4, bie \u00a9d;ioangl\u00e4ttge 3l/4 3oH-\nSDie feint\u00e2t ift \u00a9cuabor. lieber bie Sebeudtoeife ftnb tvir noch nicht unterrichtet.\n\u00a9>ie lebte 3unft ber \u00a9rbnung umfa\u00dft bie .fporno\u00f6gel (Bucerotidae). \u00a9ie tenngeichnet ber unoerb\u00e4ttnifm\u00e4fig groffe, aber leid;te, gcttige \u00a9d;nabel, Welcher Bei vielen nod; burd; fonbcrbare 2Iudto\u00fcd;fe Vergiert ift: alle \u00fcbrigen SDiertmale b\u00fcrfen neben biefem \u00a9cbnabel aid nebenf\u00e4d;lid;e Betrachtet toerben. 9Wan fann \u00fcber ben SSerJoanbtf^aftdgrab ber att= unb neuzeitlichen 3lrtcu ocr; fd;iebener 2lnftd;t fein: aid Vertreter ber einen toirb man bie anbere bod; anfeben m\u00fcffen. \u00a9ie gtvifcheu ihnen Beftebenben Itnterfchiebe toerben nicht oerfannt rnerben tonnen, fte rnerben aber aud; nicht \u00fcberfd;\u00e4ht Serben b\u00fcrfen. \u00a9prid;t man bem paarigen $u\u00a7 bie Sebeutung ab, ioctd;e il;m beigelegt tourbe, fo barf mau fte Bereinigen; befenut man fid; gur entgegengefepten 5Injtd;t, fo Wirb man fte trennen m\u00fcffen. 9ieid;enbad; ftebt in ihnen 2$crtoanbte: ich feitbent id; bie einen unb anberen tebenb gef eben babe, Bon ber 9\u00fcd;tigfeit feiner 3lnfid;t Bollfommen \u00fcbergeugt toorben.\n\u201e3n 93raftliett\", fagt \u00abBurmeifter, \u201eftnbet ftch feine eigeutb\u00fcmlid;ere, fd;on burd; ihr gauged Slnfeben fenntlid;er gemad;te \u00a9rupber aid bie ber \u00a9utand ober ^3fefferfreffer (Kamphasti). SBemt man bie Papageien nicht ohne \u00a9ruub aid ^Saraltelform ber Riffen betrachtet, fo muff man bie \u00a9ufaue ben gaultbieren gegen\u00fcberftedeu unb hat bagu bie beftimmtefte 23eranlaffung in ber \u00fcber?","page":228},{"file":"p0229.txt","language":"de","ocr_de":"Xu\u00efanbartoogel.\n229\netnf\u00eeimmenben geographifd)en Verbreitung Briber Xhiergeftaltcu. Xufanc betoohnen nur bie 3Benbe? freisl\u00e4nber Sinter if aS, gehen aber als V\u00f6gel leidster nub tue iter in bie benachbarten \u00a9egenben \u00fcber: Xufan e ftreifen bis SJteiifo nnb VttenoS SlpreS, ioofelbft $aultl)iere nicht mehr gefunben inerben, Kulane betoohnen auch bie ioeftlid)eit 9lbl)\u00e4ngc bcr \u00a9orbillereu, toohin bie ^aulthiere nicht gehen, \u00a9chon Verglehnen non \u00fcber 5000 $u\u00df \u00a3>\u00f4\u00ef)e betreten fie nicht mehr; auch ift baS Naturell ber V\u00f6gel fein fo langfameS, Joie baS ber gaulthiere. \u00a9in Vogel* mu\u00df behenber fein, fonft ift er fein Vogel mehr. Slber ftumpfftitnig finb auch bie Xufatte, trenn auch nidf>t in bent \u00a9rabe, trie bie f\u00c7autthiere.\"\n3d) mu\u00df fagen, ba\u00df mir biefe SluSeinanberfefcung beS gei\u00dfreichen Vurmeifter unPer\u00df\u00e4nblid) ift; beim baS Seben ber Xufane bietet, fo ireit eS mir befannt, nicht bie geringfte Verantaffung gu einem berartigen Vergleiche, deiner ber anberen Vcobad)ter fpridjt non \u00a9tumpf\u00dfunigfeit ber S\u00dffefferfreffer, feiner hat in ihrem SBefen \u00a9ttraS entbecft, traS au baS ber f^aulthiere erinnert. Vtan r\u00fchmt nufere V\u00f6gel tm \u00aeegent\u00ef)eit als muntere uttb fluge \u00a9efelfen, bereit Vetragen Vergn\u00fcgen geio\u00e4hrt, ineil eS eine geiniffe Vielfeitigfeit beS \u00a9eifteS befunbet. Ood) befdbeibe id) mid). Vurmeifter hat bie XufanS in ihren d\u00f6\u00e4lbern, id)-habe nur inenige im Seifig gefehen.\n\u201eOer auSgegeid)netfte X\u00ef)eil ^ XufanS\", f\u00e4hrt Vurmeifter fort, \u201eift fein \u00a9djnabel, ein gro\u00dfer, gebogener, feitlich mehr ober ineniger gufaiittnengebr\u00fccfter ^\u00bbornfegel, ioeld)er an ber S\u00dfurgel bie Vreite beS gangen \u00c6opfeS befi^t unb in ber S\u00e4nge bem eigentlichen Stumpfe nicht nad)fteht. \u00a9r ift \u00fcberall mit einer, b\u00fcnnett ipornfd)id)t befleibet, ineld)e bi\u00bb an ben \u00a9ruttb reicht. Oal)er fehlen ihm bie Stafengrube unb bie SBacphaut. \u00a9elbft bie Stafenl\u00f6df)er ftnb nerfteeft unb bis an bie \u00e4u\u00dferfte \u00a9renge gegen baS \u00c4opfge\u00dfeber gur\u00fcdfgebogen, ioofelbft fte nach oben, bid;t nor ber \u00a9tint, gu beiben \u00a9eiten beS \u00a9chnabelr\u00fcdenS liegt, \u00a9ine ftarfl)afige \u00a9pi^e ober B\u00e4^ue hat ber \u00a9d)nabel nicht. 3\u00df er am Staube gadig, fo finb baS nur fp\u00e4ter entftanbeue Serben (?). Oie \u00a9egettb beS Kopfes um baS Sluge unb am Oberfd)nabeI Pom SJtunbipinfel bis gut* \u00a9tirn ift in ber Stegel nadft, ohne alle Gebern, felbft ohne bie V\u00fcrffenfebern, Welche h\u00e4ufig biefen Ort beflcibett. Slud) bie Slugenliber ftnb \u2019toimpers loS; ein \u00a9harafter, Weldhen bie Xufatte mit ben S\u00dfapageien gemein h\u00fcben.\"\n\u201eOaS-f\u00c7eberfleib ber Xufane ift Poll, aber nicht reichlich; eS befiehl Piclntehr auS irenigen gro\u00dfen, treid)en, laxen Gebern, Welche breit, runb unb giem(id) furg ftnb. OaS erftreeft ftdh auch auf bie Fl\u00fcgel, Welche einen ntnben \u00a9d)nitt haben unb nie Weiter als bis auf ben Slnfang beS \u00a9chmangeS reichen, auch fo breite, gro\u00dfe, felbft lange Slrmfchtringen beftfcen, ba\u00df ftd) bie beg\u00fcglid) piel Heineren, befonberS f\u00fcrgeren $anbfd;tpingeu barunter in ber Stuhe faft oodft\u00e4nbig bebeefen. Oie erfte \u00a9dringe ift betr\u00e4djtlid), bie gWeite m\u00e4\u00dfig Perf\u00fcrgt, bie Pierte in ber Stegel bie l\u00e4ngftc, bodh Wenig l\u00e4nger als bie brittc unb f\u00fcnfte, Weld)en aud) bie fed^Ste faum nad)fteht. Oer \u00a9d)ioattg bagegen ift gro\u00df, \u00f6fters breit, in ben mciften f\u00c7\u00e2tlen lang, feilf\u00f6rmig gugefpi^t unb ftufig. \u00a9r befiehl aus gehn \u00c7ebern. Oie Veine finb gro\u00df unb ftarf, aber nicht flei\u00dfig ; ber Sauf ifi giemlid) lang, b\u00fcnn unb Pont wie hinten mit tafelf\u00f6rmigen @\u00fcrtelfd)ilbcrn, bereu 3alht fteben gu fein pflegt, befleibet. Oie 3ehen haben \u00fcber beit \u00a9elenfungen gWei furge, bagWifd;ett auf ben \u00a9liebem ein langes Xafelfd)ilb, ftnb aber fonft mit einer margigeit \u00a9ol)le mit m\u00e4chtigen Vafleit befleibet unb enben mit langen, ftarf gebogenen, aber uid)t fehl\u2019 fr\u00e4ftigen Graden, Pou beiten bie beiben Oorberen nur irenig gr\u00f6\u00dfer finb als bie eutfpred)enben hinteren, \u00fcbrigens aber am Snnenraitbe eilten \u2019erweiterten Porfpringenben \u00a9aunt beft^en.\"\n\u201eVon bem iitnern Vau ber Xufaitc ift baS 2Bid)tigfie ebenfalls befannt. SJtan Wei\u00df, ba\u00df ber fo gro\u00dfe unb fd)einbar plumpe \u00a9dmabel h^b ift, mit einem fd)malen gro\u00dfmafd)igcn \u00aenod)ennek erf\u00fcllt, Weld)eS Suft Poit ber Stafe her in ftdh aufnimmt .unb baburd) ben \u00a9d)nabel gang leidet macht. SJiait wei\u00df ferner, ba\u00df bie Siafeng\u00e4itge Sf\u00f6rmig gebogene Stohren ftnb, Weld)e Pon bcr \u00a9tirn im \u00a9d)nabelgrunbe gur Stad)enh\u00f6hle hinabfteigen, unb ba\u00df bie 3unge ein fd)mateS, horniges, am Staube gefaferteS Vanb, einem \u00a9raSblatte Pergleich)bar, barftedt, ohne ade fleifd)igen Veftanbtheile. Oer \u00a9d)tunb hat feinen $ropf unb ber SJtagen feine biefen VtuSfelf\u00f6rper, foitbern nur eine fleifd)ige S\u00f6anb. Oie Seber befielt aus gmei Sappen, bie \u00a9adenblafe unb bie Vlhtb\u00f6\u00e4rme fehlen. Slnt","page":229},{"file":"p0230.txt","language":"de","ocr_de":"230\n\u00a9ie \u00a9pcitjer. Seidjtfdjn\u00e4bfer. ?\u00dffefferfreffei\\\n\u00a9ertpp ift bie 9lulbehttuitg ber \u00efuftf\u00fcfyrenben \u00aenod;cn befonbcrl ^er\u00f6orju^eben. \u00a9ie befdjr\u00e4uft ftd; auf \u00a9d;\u00e4bet, $all, Stumpf, Oecfeit unb Oberarm. Oer Oberfdjeufel uttb atle abm\u00e4rtl gelegenen \u00aenod;en, nebft beiten am Sinn unter bem \u00a9lleitbogen, f\u00fchren 9Jtarf. Oer ipatl befielt au\u00bb gm\u00f6lf, ber bilden aul fteben bil ad;t, ber \u00a9chmang aul adjt 2BtrbeIn. Oal S3ruftbein ift itid;t grofj, nad; hinten erweitert unb an jeher \u00a9eite mit gtoei ungleichen Sufeit oerfeheit. Oer Manitu ragt menig oor, ift nad; oont nidE)t oerl\u00e4ngert unb auf eigent\u00fcmliche 2\u00f6eife mit ben beiben getrennten \u00a9djenfeln bel \u00a9abe\u00efbeinl oerbunben.\"\nOie Sebettimeife ber \u00a9ttfanl ift, nad;j\u00f6urmeifter\u2019l $erfid;erititg, am beften oon bem bringen non SBieb gcfd;i\u00efbert morben, uub be\u00ea^a\u00efb ift el billig, bie SBorte biefcl aulgegeid;neteit $orfd;erl hier folgen gu laffeit. \u201e\u00a9onnini unb 5lgara haben uni getreue \u00a9djilberungen non ben foitber; baren 33\u00f6geltt gegeben, meld;e in beit f\u00fcbamerifattifcheit Urm\u00e4lbent unter ber ^Benennung \u00a9uf atta befannt ftnb. 2>nt allgemeinen ftintmen bie $ftachrid;teit ber beiben genannten \u00a9d;riftftelter \u00fcber bie Sebeulart biefer nterfm\u00fcrbigeit \u00a9efch\u00f6pfe \u00fcberein. (Sin jeber non ihnen hat inbeffen einige Keine 2Ibmeid;ungeit, bie ftd; aber, tnie mir fcheint, giemlid; leicht gulgleicbeu taffen, ohne bem 2\u00dfertl;e ber einen ober ber anbern 33cobad;tung gu nahe gu treten.\"\n\u201e3>u beit brajtliauifdten Urm\u00e4lbent ftnb Kulane n\u00e4d;ft ben Papageien bie gemeinftett 33\u00f6gel. Ueberalt erlegt man ihrer in her falten Baljrelgeit eine SCRenge, um fie gu effen. %\u00fcx beit frcmbcit Dteifeubeu haben ftc inbeffen ttod; mehr Sutereffe all f\u00fcr ben 2>ul\u00e4nber, ber fomoljl au bie l;\u00f6d;ft fonberbare \u00a9eftalt, all an bie gl\u00e4ttgettbeit f\u00e4rben biefer 23\u00f6get gem\u00f6hnt ift; bettn bie \u00a9ufane geigen auf einem meift fohlfd;margeit \u00a9ruitbe bei \u00a9efieberl mand;erlei fehl' lebhafte, blenbenbe f\u00e4rben, \u00a9elbft bie $ril bei 9Iugel, bie 33cine unb ber rieftge \u00a9d;nabet ftnb oeit biefer lebhaften F\u00e4rbung nicht aulgeitommen.\"\n\u201eOafj btefe fch\u00f6itett $\u00f6gel in ben braftlianifchen S\u00df\u00e4lbent fehl' gahtreid; fiitb, ift gemi\u00a7; ebeitfo ftd;er ift el aber, mie aud;. \u00a9onnini richtig bemerft, baf el fd;mcr l;\u00e4lt, \u00fcber ihre Sebenlart unb \u00a9itten, befonbcrl \u00fcber ihre ^ortyfianguug genaue 9Radh)ridhten gu fantmeln. 9Rte habe id) bal il\u00eeeft eittel \u00a9ufanl gefunben. Oie 23raftliauer haben mir inbeffen ocrftd)ert, fte legten gtoei \u00a9ier in hol;le 23\u00e4unte ober 23aum\u00e4fte, unb Oiel ift mir auch mahrfd;einlich, ba bie meifteu bortigen i\u00df\u00f6gel nur gmei \u00a9ier legen.\"\n\u201eOie Nahrung her \u00a9ufane mar ebenfaHl lange ein uneittfd)iebener ^3unft in ihrer Dtaturs gefd;id;te. Slgara mi\u00df fte bie SRefter ber 33\u00f6gel ^l\u00fcnbern laffen, Wogegen id; gioar 9tid;tl cin^ mettben fault, jebod; bemerfen muff, ba\u00a7 ich \u2122 bem \u00e4ftagen nur Fr\u00fcchte, grud;tferne unb \u00e4hnliche loeidje Sdiaffett gefunben habe. SBaterton beft\u00e4tigt bal \u00a9efagte ebenfalll unb baf; bie \u00a9ufane nid;t fieifd;freffettb feint, \u00a9ie ftnb ben ^\u00dfflangungen Oon 23aitaneit uub \u00a9uaoab\u00e4umett fehr gef\u00e4hrlid;, ba fte bett $r\u00fcd;tett berfclbeit nad;ftcllen. 3nt geg\u00e4l;mten Bufianbe ftnb fie immer SlKelfreffer, mie id; mid; baoon felbft gu \u00fcbergeugeit \u00a9elegetiheit gehabt habe; benn id; fah einen fold;en 33ogel $lcifd;, ^3iroit (einen S3rei oon \u00dfftanbiocantehl unb ^leifd;br\u00fche) unb $r\u00fcd)te Oerfchicbener 2lrt gierig oerfd;lingcit. hierhin i^ attd; unbegiocifelt bie 23emerfung Oon ^umbolbt gu g\u00e4hlen, ba\u00a7 ber \u00a9ttfatt ^ifdhc freffe, iooburd; biefer SSoget iit geg\u00e4hmtem Buftanbe ben \u00dfr\u00e4hett fehr \u00e4hnlid;, nur noch tceit hcif= hungriger erfcheint. Oa\u00a7 er fein gutter beim $reffen in bie ^\u00f6he ioerfe, habe ich uid;t beobachtet. 9\u00eead; ber 33erftd;erung ber SBilbeit leben bie \u00a9ufane in ber Freiheit blol oott fruchten, \u00a9ie fd;eitteit. im allgemeinen oiel 2lehnlid;feit mit ben kr\u00e4hen gu haben, oielleid;t fiitb fie aber in ber Freiheit SlHelfreffer, minbeften! f\u00fcr bal, mal meid; genug ift, unt oon ihrem fd;toad;en \u00a9d;itabct gang oeo* fchlungen gu merbeit. \u00a9ie ftnb neugierig mie bie kr\u00e4hen, oerfotgen bie fRaubo\u00f6gel gemeinfc^aftlid^ unb Oerfammeltt ftd; gal;lreid;, unt beit ^c\u00fcttb gu neefen. 3l;ven Slug nt\u00f6d;te ich uicht fd;mer nennen; bod) geht \u00a9onitiiti1! 5lulfage oiellcid;t auf bett groffchn\u00e4bligften aller \u00a9ttfaite, bett \u00a9ofo, meld;en id; nie fliegen fah. Oie Ouf an a (Ramptastus Temminckii) fliegt hoch/ toeit unb iit fanften Oogen ftd; fortfd;mingettb. Oabei bemerft man feine befonbere \u00eelnftrenguug, nod; cine \u00a9teUtiug, bie oon ber anberer SS\u00f6gel abmid;e. \u00a9ie tragen ^all unb \u00a9d)nabet magrecht aufgeftreeft uub fliegen nicht, mie","page":230},{"file":"p0231.txt","language":"de","ocr_de":"Straf f ft ri.\n231\nbaillant fagt, fdjWer mit eingegogettem .\u00eepalfe. SBaterton irrt, Wenn er behauptet, ber greffe \u00a9cpnabel fdjeine bem 33ogeI l\u00e4ftig gu fein, unb er trage ipn na<p ^ pinabgeneigt; ^enn m*r ^ eS fepr oft aufgefalten, trie leicpt unb fcpne\u00efl biefe SS\u00f6get mit iprem gro\u00dfen \u00a9djnabel \u00fcber ben p\u00f4cpf\u00efen S\u00f6atbb\u00e4umcn ipre \u00a9cpWenfungeit mad;ten nnb bann Wieber in ipren buufetit \u00a9djatten htnabeilten. \u00a9otite ber \u00efofo hierbon eine SluSnahnte macpen? 2>cp begWeifte eS, ba ber \u00a9cpnabel fo leid;t ift, baff er ipnett burd)auS nicpt befdjWerlicper gu fein fd;eint, al\u00bb ber Heinere \u00a9cpnabel bem <\u00a9pecpt.\"\n,,\u00a9ie \u00a9timme ber betriebenen Xufane ift bei jeber Slrt etwas abweidjenb. 3lgara fagt, fie Hinge bei ben reu ipm beobadjteten Slrten ,,rad\". \u00a9ieS mag f\u00fcr ben \u00a3ofo gelten, bei ben bon mir beobachteten S\u00efrten ift fie pierbon feT^r abWeicpenb.\"\n,,\u00a9ie Urb\u00f6lfer bon S\u00efnterifa benupen ^\u00e4uftg bie fdj\u00f6nen bunten Gebern biefer S3\u00f6gel gum ^\u00dfupe, befonberS bie orangefarbene 33ruft, Welcpe fie gang abgiepen nnb anpeften.\"\n\u00a9aS \u00fcftacpfolgenbe wirb aud) bie neueren 33eobad;tungen enthalten, fo Weit fie mir befannt ftnb. \u00a9S wirb gnr \u00aeenngeicpnuug ber Familie gen\u00fcgen, wenn id) bie t\u00dfertrcter gWeier \u00a9ippen 3ur SBefcpreibung auSW\u00e2ple.\nSIraffariS (Pteroglossus) nennt man biejenigen Slrten, beren \u00a9cpnabel berp\u00e4ttniffm\u00e4fjtg Hein, fcplanf, ntnb, gegen bie \u00a9pipe Weniger gufammengebr\u00fcdt, an ber S\u00dfurgel nid^t h\u00f6her a\u00efs ber \u00dfopf ift, bisweilen einen mehr ober minber feparf abgefe^ten, aufgeworfenen Dtanb geigt unb an ben \u00a9djneibeu mehr ober Weniger gef erbt ift. \u00a9ie !Rafent\u00f6d;er liegen nicht bor bem \u00a9d)nabel, fonbern in einem 9tuSfd;nitte bcffelben, gu bcibeit \u00a9eiten ber abgeplatteten \u00a9tirnfirfte. \u00a9er Fl\u00fcgel i]t furg, aber eerp\u00e4ltniffm\u00e4ffig fpi^ig, ba bie britte \u00a9Zwinge in ipnt bie l\u00e4ngste ift. \u00a9er @d)Wang ift lang unb feilf\u00f6rmig gugefpipt, Weit bie \u00a9eitenfebern ftnfig berf\u00fcrgt finb. \u00a9aS \u00a9efteber geiepnet fiep aus burd) 9Dtand;fattigfeit ber F\u00e4rbung. \u00a9r\u00fcn ober \u00a9elb Werben pier borperrfepenb. 33ei manchen Wirten tragen bie 2\u00d6eibd;en ein bon ben \u00e4Jt\u00e4nncpcn abWeid)enbeS $teib.\n\u00a9ine ber berbreitetften Slrt biefer \u00a9ippe ift ber Straffari ber SBrafilianer (Pteroglossus Aracari). \u00a9ie \u00a9runbfarbe feines \u00a9efteberS ift ein bunfleS SDtetaHgr\u00fcn; $opf nnb \u00a3>alS finb fcpWarg, auf ben S\u00dfangen mit bunfelbraunbiotettem Stnfluge, bie Unterbruft unb ber 33aud) btaffgr\u00fcngelb, eine SSinbe, Welcpe fiep \u00fcber bie 23aud;niitte giept, unb ber SB\u00fcrgel bis gum fft\u00fccfen pinauf rctp ; ber \u00a9cpwang ift bon oben gefepen fd)Warggr\u00fcn, bon unten gefepen graugr\u00fcn. \u00a9aS Stuge ift braun, bie nadte Slugengegenb fcpieferftpwarg; ber \u00a9berfdptabel pat eine gilblicpwei\u00a7e $arbe, unb nur ber \u00dcJlunbWinfel neben bem aufgeworfenen Glaube unb bie abgerunbete fftinnenftrfte ftnb feptoarg ; ber Untevfcpnabel bagegen ift gang fcpWarg, mit Weifem Staube am \u00a9rttnbe; bieSeine ftnb gr\u00fcnfiep* grau, \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 17, bie gittigt\u00e4nge 6, bie \u00a9cpWangl\u00e4nge 612 \u00dfod.\n\u201e\u00a9er Slraffari\", fagt ber 5\u00dfring, \u201elebt in alten bon mir bereiften braftlianifcpen UrW\u00e4lbern in \u00cf\u00cfPenge nnb geigt in ber ^auptfaepe gang bie SebenSart ber \u00efufane. SOtan ftept ipn fepr p\u00e4uftg auf ben oberften b\u00fcrren feigen eines popen S\u00f6albbjaumeS ftpen, bon Wo auS er feinen furgett, gWei; ftimmigen 3tuf ert\u00f6nen t\u00e4ft, ber etwa ftingt wie \u201e\u00aeulif fulif\". \u00a9r lebt paarWeife unb aufjer ber ^Saargeit in fleinen \u00a9efedfdjaften, Wetdje naep ben \u00c7r\u00fccpten umpergiepen. SSefonberS in ber falten 3eit, ber Oteifegeit ber meiftcit fyr\u00fccpte, berl\u00e4fjt er oft bie ^Salbungen unb n\u00e4pert fiep ben l\u00fcften unb 5J3ftangungen, Wo man bann ihrer biete erlegt. \u00a9aS $teifd) ift gut, in ber falten ,3eit auep fett, \u00a9iefe SS\u00f6gel fliegen bogen ; unb ftoffWeife, Wie alle \u00a3ttfaue unb fd>nellen Wenig mit ben kl\u00fcgeln. 2\u00dfenn fie in 9tupe fipen, Wippen fie mit bem \u00a9d;Wange Wie unfere (Sifter. 3pr 91eft mit gWei \u00a9iern ober .jungen flnbet man in einem popleit 23aume ober Slfte. Um bie fRaubb\u00f6gel, befonberS um bie \u00a9ulen berfammeln fte ftd;, um fte gu neefen/'","page":231},{"file":"p0232.txt","language":"de","ocr_de":"232\n$>te \u00a9p&\u00efjer. Setc^tfd^n\u00e2b\u00efcv. ^\u00dffefferfveffer.\n,,\u00a3)iefe 2trt\", toer&o\u00ef\u00effi\u00e2nbigt \u00a9 c\u00eff o m B u r g f, \u201eift jiem\u00efidb h\u00e4ufig in Britifct) \u00a9utycuta. 9Jian Begegnet Bern straff art in ben SMbem tlfeif\u00ea paavfoeife, t^etf\u00f4 gefeltfct)aft\u00efic\u00a7 auf S\u00e4umen mit reifen $r\u00fcdt)tett, treize audf\u00bb ber \u00a9runb foldfer Serfamm\u00efungen gu fein fdeinen, ba fte fic\u00ef) augenBticflidf) toieber paartoeife aBfonbern, fomie fie auff\u00efiegen. \u00a9ie leBen nur mm $r\u00fcdfjten.\" Sur me ift er Behauptet ba\u00ea \u00a9egent\u00effeit. ;,\u00a9ie f reff en nid)t Blo\u00ea gr\u00fc\u00dfte, fonbern aud) \u00aeerBtt)iere; fe\u00efBft groffe $\u00e4fer pflegen fie gu Oerfdftucfen\", unb 3)ie\u00ea ift aud) mir ba\u00ea \u00a9lauBm\u00fcrbigere. UeBer ba3 Setragen giBt letztgenannter fftaturforfd)er in feiner ffteifeBefd)reiBung eine gtoar B\u00fcrge, aBer anfd^aulic\u00ef>e\nSD et Sltaffari (Pteroglossus Aracari). i/3 ber nat. \u00aerb\u00a7e.\n\u00a9dfitberung. \u201e(Sine ^amiti\u00e9 biefe\u00ea Sogef\u00ea faff in ber droite einer ber ft\u00e4rfften S\u00e4ume unb ta\u00ea, mit fcerne\u00efjmlid&etn \u00a3one i\u00a7r Se\u00effagen au\u00eabr\u00fcdt'enb, bie .f\u00c7r\u00fcd^te bon ben\u00e2toeigen, mit betten fie Bedangen fein mufften. 3dE) gtauBte Papageien gu fe\u00efjen unb tounberte mtdf) fd)on, baff fie nid^t laut fdjreienb aufffogen. \u00a3>a\u00ea Sene^men ber \u00a3\u00ef)iere mar gang papageiartig, aBer nidfft fo oorftd)tig. \u00a9ie B\u00efieBen rutfig Bei ber StrBeit, loctten oon 3eit gu \u00dfeit tntt ber \u00a9timme unb liefen ftd\u00a7 ungeft\u00f6rt BeoBadften, \u00aeie $apagei\u00e2I)n\u00efid)Beit ift md)t gu oer\u00efennen. \u00a9ie \u00efeBett mie feue paartueif\u00e9, gefei\u00efig in \u00efleinen \u00a9dfm\u00e4rrnen, fatten fo auf bie S\u00e4ume ein, tefen $r\u00fcd)te aB unb fliegen paarfoeife auf, menu","page":232},{"file":"p0233.txt","language":"de","ocr_de":"Slraffart. \u00a3olo. \u00c6trtmru\n233\nman fie erfdjredt.\" \u00a9a teg Oevgcbert, bag er tie f\u00c7\u00efiige einer anberen 2lrt ber \u00a9ippe niemals? auf grudbtb\u00e4unten oerfammelt, fonbern beft\u00e4nbig auf ber 2Banberfd)aft gefeben habe, auf betx nieberen \u00a9\u00e4untett non Bmeig gu Bmeig b\u00fcpfenb unb int \u00a9elaube fxdf> oergedeitb. \u201e\u00aeein Straff art ft\u00f6gt, fo oiel tdj meig, ein H\u00e4ffenbeS @efd)rei au3, mie bie gro\u00dfen Cutan\u00e9; eine SCrt qu\u00e4lt mie ein grofd).\"\nSDerfelbe f^orfd^er erg\u00e4bt, bag er eine\u00ea \u00a3ages? ein nterlm\u00fcrbige\u00ea Bufammentreffen mit nuferen V\u00f6geln gehabt habe. \u201e35on bem b\u00f6cbften \u00a9aume einer bunllen \u00a9cbludg batte id) einen SCraffart t)erab; gefd)offen. (Sr mar nur oertounbet nnb ferrie laut auf, als id) fljn aufne^men mo\u00ef\u00efte. ^n bentfelbett Slugcttblid belebte ftdj bie gbattige \u00a9d)lud)t mie burd) Bauberei mit be\u00a7 \u00a9et\u00f6bteten ^ameraben, non benen ich oorber feinen einzigen gefeben batte. \u00a9ie liefen ftd), non Stft. gu Stft b\u00fcpfenb, gu mir bernieber, fangen geh an ben h\u00e4nfen ber \u00a9dgingpgangen an, nnb alle fr\u00e4chten unb fcplugen mit ben gl\u00fcgeln, mie Furien, #\u00e4tte id) einen langen \u00a9toef in ber \u00a7anb gehabt, icp batte mehrere Oon ihnen oon ben Bmeigett l)erabfd)lagen fbnnett. SRacbbem ich ben \u00a9ertounbeten get\u00f6btet, bereitete ich mid) oor, bie f^redt>en gu beftrafen; biefe aber begaben geh, fobalb ba3 @ef<brei ibre\u00ea \u00a9ef\u00e4^rten oerftummt mar, fofort mieber in ihre fidleren 3\u00dfipfel gur\u00fcd nnb maren, noch ebe id) mein @emel)r mieber gelaben batte, f\u00e4mmttid) Oerfcbmunben.\"\nS)nrdb \u00a9dbomburgf erfahren mir noth augerbent, bag auch ber Straffari febr h\u00e4ufig bon ben Snbianern gefangen unb gegr\u00e4mt, in ber Siegel auch halb gutraulid) mirb; bureb \u00f6^f>tg, bag bie (Singebornen in bem gefebabten \u00a9tbnabel nnb ber langen, gefransten Bunge ber \u00a9\u00f6gel ein untr\u00fcgliche^ Mittel gegen gpergbr\u00fcden nnb Kr\u00e4mpfe fel)en.\n3)ie $\u00dffeffe.rfreffer (\u00dfamphastus) lenttgeicbnen ftd) burdb anffallenb grogen, am \u00a9runbe febr biefen, gegen ba3 (Snbe l)in bebentenb gufantmengebr\u00fcdten \u00a9tbnabel, melcber auf ber girfte fd)arffantig ift, ftavfe, b\u00b0be/ langlebige \u00a9eine, beren Saufe mit grogen, platten \u00a9afeln belegt gnb, \u00eftirgen, breiten, gumpfgerunbeten, gleidblangen \u00a9dgoang, unb b\u00fcrge Fl\u00fcgel, in beren f\u00c7ittig bie vierte unb f\u00fcnfte \u00a9dbminge bie l\u00e4ngflen ftnb. SDie F\u00e4rbung ber Oerfdjiebenen 9lrten, meldbe man fennt, ift febr \u00fcbereinftimmenb. (Sin gl\u00e2ngenbe\u00ea \u00a9djtoarg ift bie \u00a9runbfarbe; oon ibr beben gd) rotbe, meige ober gelbe gelber an ber ^eple, bem Et\u00fcden unb \u00a9\u00fcrgel ab. 2llle Slrten leben einzeln, paarmeife unb nur au\u00ebnabm\u00ebmeife in fleinen ober gablreid^en \u00efrupp\u00ea im Urmalbe unb laffett ftd) niemals in ber \u00fcft\u00e4be ber menfd)lid)en Slngeblungen feben.\n\u00a3)ie gr\u00f6gte 2lrt ber \u00a9ippe ig ber \u00a9olo (Ramphastus Toco). \u00a9ei ihm ift ba\u00ea \u00a9egeber gleidbm\u00e4gig fdjmarg; bie \u00aeeble, bie SSangen unb ber \u00a9orberbal\u00e4, bie oberen unb bie \u00a3>berfd)mang= bedfebern ftnb meig ; ber \u00a9\u00fcrgel ift beUblutrotb- \u00a3>er febr groge, hohe \u00a9tbnabel, beffen dtanb einige Serben geigt, ig lebhaft orangerotb, gegen ben Et\u00fcden biu unb an ber \u00a9pi^e be\u00bb Unterliefet feuer= rotfj, m\u00e4brenb bie \u00a9pi\u00a3e be\u00ea Dber\u00efieferS mie ber gfamb be\u00ea \u00a9cbnabel\u00ea Oor bem \u00aeopfgegeber febmarg ift; bie klugen, bie B\u00fcgel unb bie \u00a9dtjl\u00e4fengegenb ftnb lebhaft feuerrotb, bie Slugenlibr\u00e4nber fcpmargblau, bie \u00a9eine blaugrau. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 22, bie gittigl\u00e4nge 8%, bie \u00a9cbmangl\u00e4nge 5l/4 Bo\u00df-\nSDer \u00a9oho bemobnt bie hochgelegenen 'tytilt \u00a9\u00fcbameri\u00efa\u00e9 oon \u00a9upatta an bt\u00e9 5\u00dfaraguap hinauf.\n3nt korben Stmer\u00fca\u00ea Oertritt ihn bie etma\u00ea Heinere, fdganter gebaute, ihm aber febr \u00e4hnliche \u00dftrima (Ramphastus erythrorhynchus). \u00a9ie unterfct)eibet geh bauptf\u00e4dblicb burd) ben niebrigen, grbgtentbeill fd&arlacbrotben, auf ber girfte unb am \u00a9runbe gelb gef\u00e4rbten \u00a9dbnabel, ben breiten rotben \u00a9autu am unteren \u00dftattbe ber mcigen \u00c4eble unb ben gelben \u00a9\u00fcrgel,","page":233},{"file":"p0234.txt","language":"de","ocr_de":"234\n\u00a3)ie \u00a9v\u00e4fyer. \u00a3ei<htfdjn\u00e4bler. ^\u00dffefferfreffev.\n3>n \"ben $\u00fcftenhxtlbungen 33raftlien\u00a7 hingegen \u00efebt bie \u00a3u\u00efana (Ramphastus Temmin-ckii). 33et thrift bei* Mberljal\u00ea bottergelb, \u00efid[;tcv gef\u00e4umt unb bie 23ruft burch eine rothe 23inbe gefchm\u00fcdt; 33\u00fcrjel unb \u00a9teift finb rotlj. \u00a3)ev @d)uabrl ift gl\u00e4n^enb fdjtoarj, am \u00a9runbe bor bem SRanbe mit breiter blaftgelber S3inbe ; ba\u00ea 5litge ift bl\u00e4ulid), ber nacfte Slugenriug bunfelrotl), ber $uft bleigrau. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 18V2, bie Breite 21, bie ftittigl\u00e4nge 7, bie \u00a9chfoangl\u00e4nge 6V4 $o\\l. \u00a3>ie jungen SS\u00f6gel unterfdjeiben ftdj burd) ben Weniger geferbten \u00a9dmabel unb bie bl\u00e4fferen f\u00e4rben.\n2\u00efu3 ben mir befannten \u00a9djilberungen ber ^aturforfdjer, treidle bie ^3fefferfreffer in ihrer Heimat beobachteten, geht harbor, baft bie Sebenlweife ber betriebenen Wirten fidj im ttef entlie\u00dfen\n25er 5\u00a3o!o (Ramphastus Toco). % ber not. \u00aer\u00f6\u00a7e. (@iel)e \u00a9eite 233.)\n\u00e4hnelt, fobaft man ba\u00a7 bon bem einen 23efaunte toohl auch auf ben aubern beziehen !ann. \u00a3>er Mo mohnt, mie bemerlt, nur in ben leeren \u00a9egenben be\u00ea Sattbe\u00ea, nad) \u00a9d)omburg\u00ef au3; fdjlieftlich in ber \u00a9abanne unb hier t\u00efjeil\u00ea ^aai'ivcife in bctt Oajen unb an belbalbeten Ufern ber gl\u00fcffe, theil\u00ea in fleinen \u00efrupb\u00ea, tr>eld)e bie offene \u00a9abanne nad) ben eben reifenben fruchten burchfheifen. \u00aeie \u00aeirima geh\u00f6rt gu ben gemeinften SBalbb\u00f6geln, ift nur unmittelbar an ber $\u00fcfte feiten, um fo h\u00e4ufiger hingegen im bidjt gefd)loffenen 3BaIbe. \u00a3)er \u00a3ufan enbtid) ift in ben bon bem ^rinjen bon 255ieb burdjreiften \u00a9egenben bie befanntefte 2lrt feiner \u00a9ipbe unb fommt","page":234},{"file":"p0235.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3ofo. \u00aeivimct. Zu\u00efana.\n235\n\u00fcberall bor, mo gro\u00dfe, gufammenh\u00e4ttgenbe Salbungen fid; ftnben. Sufanag unb $irimag leben, ben \u00fcbeveinjHmmenbeit Angaben ber-$orfd;er nad;, bon ber Srutgeit an big gegen bie K\u00e4ufer ^in paartoeife.\n\u00a9eto\u00f6hntid; galten ftd) bie Pfefferfreffer pcd) oben in ben S\u00dfalbbaumen auf. $ier burdh-fdhl\u00fcpfen fie, Satzung fudieitb, mit mehr SBe^enbigfeit, atg man ihnen gutrauen m\u00f6d;te, bie fronen, ober fi^en attgruhenb auf ben \u00e4u\u00dferftcn \u00a9pi^ett ber $\u00a3<$fien S\u00e4ume unb taffen bont;ieraug it;re fnarrenbe ober pfetfenbe \u00a9timme bernel)mcn, metd;e bei einzelnen eine entfernte Aehnlid;feit mit ben \u00a9ilben \u201e\u2018Sofano\" fabelt fott. \u201eBumeilen\", bemerft S\u00e4te\u00bb, \u201efxe^t mau eine \u00a9efe\u00fcfd;aft bon bier big f\u00fcnf \u00a9tiiden ftunbentang auf ben S\u00f6ipfelgmeigen eitteg ber haften Saunte ft^en unb h\u00f6rt fie bann ein fonberbareg Sonft\u00fcd augf\u00fchrett. \u00a9iner bon ihnen, tbetd;er fyoljer f\u00ef^t, alg bie anbern, fd;eint ber Leiter beg mi\u00dft\u00f6nenben \u00a9angett gu fein; bon ben \u00fcbrigen fdjreien oft gtoei abfttedhfelnb in betriebenen Tonarten.\" Stud; toeun fie fid; in beu bid;tefteu Serfled;tungeu ber .gtoeige berborgen haben, taffen fte nod; oft ihren fRuf berttehmeu; befottberg fdjreituftig aber fotten fie, nad; Sei*; fid;eruttg ber Subimter, bor fommenbem Stegen fein uub begpatb atg gute SBetterpropheteu gelten. 3\u00a7r ^tug ift bert;\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gut. \u00a9ie fdE)ft>eben fanft bon einer Saumtrone gur anbern, m\u00e4hrenb fte, ibettrt fte gr\u00f6\u00dfere \u00a9treden burcf)meffen, mit b\u00fcrgen, abgebrochenen \u00a9t\u00f6\u00dfen, ben $opf, iba^rfd^eintid^ in $olge ber \u00fcbertoiegenbett \u00a9r\u00f6\u00dfe beg \u00a9cpnabetg, etmag nicbergebeugt bahineiten. Agar a fagt, ba\u00df fte in einer geraben, magred;ten Sirtie fortf\u00eereid^en unb ihre $t\u00fcget itt getbiffen 3mifdhenr\u00e4umen unb mit bernehmlichem \u00a9er\u00e4ufd; gufammenfdhtagen, ftdf) aber fd;netter f\u00f6rbern, atg man anttehmen m\u00f6chte.\nAUe Arten, ohne Augitahme, fittb beft>egtid;e, muntere, fd;eue, aber hoch neugierige S\u00f6get, \u00a9ie weichen bem Stenfd;cn mit gro\u00dfer Sorfid;t aug unb taffen ftd; nur bon ge\u00fcbten J\u00e4gern befdjteichen, tteden ben \u00a9dfjithen and;, inbcm fte nach 3Xrt uttfereg .fpeherg bor ihm hinftiegen, niematg ibeit tbeg, aber immer gur rcd;tcn Seit, unb ftd; fietg mieber einen \u00a9ih ertb\u00e4hten, ioctdher bie Ann\u00e4herung erfd;ft>ert. Aber biefctben S\u00f6get finb augenbtid\u00fcd; gur \u00a9tette, menu eg gilt, einen fftaubboget, eine \u00a9ute gu \u00e4rgern. 2>hre Aufmertfamfeit erftredt ftdh auf Atteg, mag um fte herum borgeht, unb beghalb fittb fte eg benn auch, ft>etd;e gem\u00f6hnlid; guerft $einbe auggefunbfd;aftet haben unb biefc nun ber \u00fcbrigen gefieberten S\u00dfelt angeigen. i\u00a3>a fte fr\u00e4ftige unb mehrhafte Spiere ftnb, fd;fagen fie bie fdjib\u00e4cberen tRaubb\u00f6get auch regelm\u00e4\u00dfig in bie $tud;t, hauptf\u00e4d;lid; mohl nt $olge beg Aergerg, metd;en fie benfetben bereiten. Sateg fagt, ba\u00df fie fd^eu unb mi\u00dftrauifd) ftnb, fo tauge fie ftd; in fteinen @efetlfd;aften hatten, auffattenb unborftd;tig bagegen fid; geigen, menu fie ftdh gu gr\u00f6\u00dferen tr\u00fcgen berbiitbeit unb S\u00f6atbungeit befuchen, metd;e fie fonft meibett. Seibeg gefehlt, nachbem bie Staufer, mctd;e in bie Stonate St\u00e4rg big 2>uni f\u00e4ttt, boriiber ift.\nUcber bie Salbung hen:[d;en noch heutigen \u00efagg berfd;iebene Anfidhten. \u00a9chomb\u00fcrgt behauptet mit alter Seftimmtt;eit, ba\u00df fte nur Fr\u00fcchte freffett, unb Sateg fagt, ba\u00df fyriic\u00a3)te ungineifelhaft ihr hauptf\u00e4dhlid;fteg gutter feien, ihr tanger \u00a9d;ttabel ihnen auch bag Sfi\u00fcden berfelben fepr erleichtere, toeit er ihnen geftatte, unberh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig meit gu reichen : Agar a hingegen berftd;ert, ba\u00df fte ftdh teinegmegg auf ^\u00dfftangennahrung befd;r\u00e4nten, fonbern eine Stenge S\u00f6get bertifgen unb megen ihreg gro\u00dfen \u00a9d;nabelg alten Angfi einfagen, ba\u00df fte bie fleineren bon ben Sefiern treiben unb bie \u00a9ier uub jungen bergehren, fetbft fold;e ber Ararag, ba\u00df fte gur Sftegengeit, menu bag twrte \u2022Reft beg S\u00f6pferbogetg meid; geworben, auch biefeg angehen, eg geraden unb bie \u00a9ier unb jungen heroorgiehett. Auch .\u00eepumbolbt gibt an, ba\u00df fie ^ifdjc fveffen. 3<h bin bolttommen \u00fcbergeugt, ba\u00df beibe letztgenannten $orfd;er 3bectd haben; bentt aud; bie ben ipfefferfreffern fo nahe ber= manbten ^ornb\u00f6get ftnb $rud;tfreffer, machen aber both gutoeiten eifrig 3agb auf fdhm\u00e4dhere S\u00dfirbet; .{t;icre, unb atteSufaug, ioetdhe man higher in \u00a9efangenfd;aft beobad;tet ^at, nahmen nicht nur ol;ne Sebenfen thierifd;e Stahvung gu ftd;, fonbent berfofgtett auch fteine S\u00dfirbelthiere mit fo gro\u00dfem \u00a9ifer, ba\u00df mau moht bemerfen tonnte, fte m\u00fc\u00dften ettoag ihnen burdhattg 2tatiirtid;eg tpun. Agar a bemertt noch, ba\u00df fte $riid;te, ^teifdhbroden unb S\u00f6get itt bie Stift ioerfeit, ;oie ein ^afdhenfpietev bie","page":235},{"file":"p0236.txt","language":"de","ocr_de":"236\n\u00a9ie (gtySfyer. Seicbtfdw\u00e4bler. ^\u00dffefferfreffer.\nkugeln, unb SWeg fo lange auffangen, big eg juin \u00a9djluden Bequem lommt. \u00a9ie \u00fcbrigen Seobadjter \u00c7aben biefe Slrt, gu freffen, nidjt gefeljen. \u00a9djontburgb fagt augbriidlid), ba\u00df er eg Weber oon \u00c7ret\u00efebenben nod) oon ben \u00a9efangenen bewerbt habe. \u201e\u00a9ein gutter oom Soben aufguneljnten, madjt bem fonberbar geftalteten SSoge\u00ef alterbingg einige \u00a9d)Wierigbeit; hat er baffelbe aber einmal erfa\u00dft, bann T^ebt er ben \u00a9djnabel fenbred)t in bie $\u00f6l)e unb oerfdjtudt eg, ohne eg D\u00f6rfer empor; gehoben gu haben.\" Slber \u00a9djomburgb f\u00fcgt aud) hingu, ba\u00df ber S\u00f6get eine beWunberunggW\u00fcrbige \u00a9efd)idlid)feit beft^e, bie i\u00efjm gugeWorfene -W\u00e4hrung aufgufangen, unb \u00a9ieg l\u00e4\u00dft mid) glauben, ba\u00df ber alte, gewiffenhaftc Slgara bod) richtig beobachtet T^at. $umbo!bt freilich fagt \u00a9affelbe, Wie \u00a9djontburgb, ober richtiger, \u00a9djontburgb fagt \u00a9affelbe, wie ipuntbolbt. \u201eS\u00f6enn er trtnfen will\", f\u00fcgt biefer gro\u00dfe \u00c7orfdjer nod) IjitUu/ \u201egeberbet ftd) ber Sogei gang feltfam. \u00a9ie SW\u00f6ndje behaupten, er mache bag Beidjen beg \u00c4reugeg \u00fcber bem Staffer, unb biefe Slnfidjt ift gum Sotfg; -glauben geworben, foba\u00df bie Areolen bem \u00a9uban ben fonberbaren tarnen ,,\u00a9iog te be\", \u00a9ott Oergelte eg bir, beigelegt haben.\" \u00a9urd) \u00a9aftetnau erfahren Wir, Wie bag \u00a9rtnben oor fid) geht, \u00a9er \u00a9uban ftreeft n\u00e4mlid) bie \u00e4u\u00dfetfie \u00a9pifse feincg gro\u00dfen \u00a9cfwabelg in bag Staffer, f\u00fcllt ben; felben, inbem er bie Suft br\u00e4ftig an ftd) gie^t unb breljt algbann ben \u00a9d^nabel unter fto\u00dfwei\u00dfen ^Bewegungen um.\nlieber bie \u00c7ortpflangung fehlen nod) eingeljenbe Seridjte. \u00a9ie \u00a9uban\u00bb niften in Sauml\u00f6chern unb legen gwei Wei\u00dfe \u00a9ier. 3hve Sungett erhalten halb bag fdj\u00f6ne \u00a9efteber ber \u00a9Item, ihr \u00a9chnabel aber erft im gWeiten big britten Baljre bie ihm eigenth\u00fcmlid^en, fdj\u00f6nen f\u00e4rben, hierauf i befdjr\u00e4nbt fid) bie \u00aeunbe \u00fcber biefen Wichtigen Sebengabfdjnitt ber S\u00f6gel.\nSillen Sfefferfreffern wirb in Srajtliett eifrig nad^geftellt, ebenfoWohl ihreg ^leifdjeg unb ihrer fd)\u00f6nen Gebern halber, alg in ber Slbfidjt, bie fonberbaren \u00a9efellen ftd) gu ^auggenoffen gu erwerben. \u201eSMr erlegten\", bemer\u00eft ber Si-\u2019ing, //\u00aeft oiele Oon ihnen an einem \u00a9age, unb ihr br\u00e4ljenartigeg $leifdj W\u00fcrbe bann gegeffen.\" Surnteifter hingegen oerfidjert, ba\u00df bag $leifdj ein fe\u00c7r angenehmeg \u00a9eridjt tiefere, Weicheg, mit 9teig gebodjt, einer guten \u00a9aubenbr\u00fclje \u00e4hnlich unb gang fd)madhaft fei. \u00a9djontburgb begeidjnet bag ^leifdj einfad) alg e\u00dfbar. Sateg fagt, ba\u00df alle SeWoljner \u00a9gag, einer \u00a9rtfdjaft am Slmagonenftrome, ber Bagb beg \u00a9ubang eifrig obliegen, Wenn biefer, gu gr\u00f6\u00dferen j Fl\u00fcgen Oereinigt, in ben benadjbarten Salbungen erfcheint. \u00a9ie ftnb bann, Wie bemerft, wenig fcheu unb fallen auch bem ungefdjidten \u00a9dj\u00fcfsen teid)t gur Seute. \u201eDobermann in \u00a9ga, Weld)er um biefe B^it irgenbwelcheg \u00a9ewehr, ober auch nur ein Stagrohr auftreiben bann, geht bamit in ben S\u00dfatb hinaug unb erlegt fid) gur Serbefferuttg feiner Sdtittaggtafel einige biefer S\u00f6get, foba\u00df in ben ? SJtonaten 2>uni unb 3>uti gang \u00a9ga faft nur oon \u00a9ubang lebt. SBodjentang hat jebe Familie tagt id) einen geb\u00e4mpften ober gebratenen ^\u00dffefferfreffer auf bem \u00a9ifche. \u00a9ie ftnb um biefe Beit ungemein fett, unb ihr $teifd) ift kann au\u00dferorbentlid) gart unb fehmaebhaff.\"\nlieber bie SerWenbung ber \u00a9d)inudfebern gibt \u00a9djomburgb augf\u00fc^rlid^e -Wadjridjt. \u00a9r befdjreibt ein Bufammentreffen mit ben Slaiongbongg unb fagt: \u201e3hr gefd)madoollfter $eberfdjntud beftanb gr\u00f6\u00dftentheilg in biden \u00c6opfbinben aug ben rothen unb gelben Gebern, Weld)e bie Pfeffer; freffer unmittelbar \u00fcber ber \u00a9chWangWurgel haben. \u00a9a nun nicht allein bie SJcaiongbongg, foitbern auch bie \u00a9uinaug, ttaupeg unb I\u00dfauiranag foWoljt ihre \u00dfopfbebedung, alg and) f\u00f6rmtid)e Sl\u00e4ntel aug biefen Gebern oerfertigen, fo Werben bie beiben Slrten ber Sfefferfreffer (benen ingbefonbere nad); gefteKt wirb) batb auggerottet fein, \u00a9iefent Untergang ihrer $teibertieferer beugen bie d\u00dfilben jeboch auf eine h\u00f6chft fd>arffinnige Steife baburch oor, ba\u00df -fie bie S\u00f6get gu biefent Bl\u00fcod mit gang kleinen unb mit \u00e4u\u00dferft fchWachem \u00a9ift befhidjenen Pfeilen flie\u00dfen, \u00a9ie S\u00dfunbe, bie ein foldher spfeil oerurfadd, ift gu unbebeutenb, um t\u00f6btlid) gu Werben, W\u00e4hrenb bag fd)Wad)e \u00a9ift ben Ser; Wunbeten nur bet\u00e4ubt, \u00a9er S\u00f6get f\u00e4llt herab, bie geW\u00fcnfdjten Gebern Werben herauggegogen, unb * nad) burger Beit erhebt er ftd) Wieber, um oieUeid)t wieberholt gefd)offen unb beraubt gu Werben.\"\nSung aufgegogene \u00a9ubang geh\u00f6ren gu ben angiehenbften \u00a9efangenen. \u201e3>k SebcngWeife unb geiftiger Slntage\", fagt ^umbotbt, \u201egteid)t biefer Sogei bem St\u00e4ben, \u00a9r ift ein muthigeg, leicht","page":236},{"file":"p0237.txt","language":"de","ocr_de":"5\u00a3ofo. $trtmct. Stutctua.\n237\ngu g\u00e2pmenbeS \u00a3pier. \u00a9ein langer \u00a9dpnaBet bient ipm als 33ertpeibigungSmaffe. \u00a9r ntacpt fid; gum iperrn irn -Ipaufc, ftiet)It, maS er erreichen tarnt, Babet ftep oft uub fifept gern am Ufer beS \u00a9tromeS. SDer SDufan, melden mir getauft, mar fepr jung, bennod) ueefte er m\u00e4prenb ber gangen $aprt mit ftcptBarer Sufi bie tr\u00fcBfetigen, gornm\u00fctpigen tttaeptaffen.\" \u00a9cpomBurgt ergabt eine piiBfdje \u00a9efepiepte. \u201e33efonbereS Vergn\u00fcgen machten mir unter ben Oielen gaumen gieren, bie id) in Saht? \u00a3icaBa fanb, ein S\u00dffefferfreffer, bei* ftep gum unBefd)r\u00e4nften $errfdper niept allein beS gefammten \u00a9efl\u00fcgelS, fonbern felBft ber gr\u00f6\u00dferen 33ierf\u00fcpler emporgefepmungen patte, unb unter beffeu eifernent \u00a9center fiep \u00a9rop unb \u00aelein mittig Beugte. Sollte ftep \u00a9treit unter ben gapmen Strompeteno\u00f6geln, -fpofoS, 3atuS unb anberen ip\u00fcpnent entf pinn eit, opne B\u00f6gern eilte 9ltteS auS einanber, fomie fiep ber kr\u00e4ftige \u00a3prann nur fepen liep; mar er in ber -Spipe beS BanteS nid;t Bemertt morben, einige fepmerg* pafte 33iffe mit feinem unf\u00f6rmlicpen \u00a9cpnaBet Beleprten bie \u00a9rpipten, bap ipr ^errfeper teinen \u00a9treit unter feinem 33olte bulbe; marfen mir SBrot ober \u00aenocpen unter ben biepten Raufen, feiner ber gmei= unb oierf\u00fcpigen Untertpaneu magte auep nur bas tleinfte \u00a9t\u00fcd aufgupeBen, Bet\u00f6r fidp jener nidjt fo oiel auSgefucpt, als er f\u00fcr n\u00f6tpig pielt. 3a, feine $errfcpfud;t unb Stprannei ging fo meit, bap er alles S\u00df\u00dflterrecpt auS ben Singen fepte unb jeben fremben \u00a3)uttb, melcper oietleicpt mit ben auS ber 37ad)Barfcpaft perBeieilenben 3ttbianern peranlant, unBarmpergig f\u00fcplen lief;, maS in feinem Sbeiepe tttecptcnS fei, inbem er biefen Bip unb im gangen SDorfe umperjagte. SDie gequ\u00e4lten Untertpanen fottten noep ant \u00a3age meiner 51B reife ton biefem \u00a3utan Befreit merben. (Sin groper \u00a3>unb, melcper am Stttorgen mit feinem jperrtt angefommen unb gu mepreren pingemorfenen \u00aenocpen eBenfo oiel ttteept, mie ber paB= unb perrfcpf\u00fceptige Pfeffer fr eff er gu paBeit glaubte, fepte fiep rupig in 33eftp berf elften, opne erft aBgumarten, oB fie bent in ber ttt\u00e4pe ftpenben 33ogel gef\u00e4llig fein tonnten. \u00aeaum mar SDieS aBer oon lepterem Bemertt morben, als er auep gornig auf beu \u00c7reepen fpraitg unb ben .Spunb einigemal in ben \u00aeopf Bip. SDer \u00a9eg\u00fccptigte fing an ^tt fnurren, ber 33ogel liep fiep baburd) niept aBfcpreden unb padte opne (SrBarnten mit feinem ungefepidten \u00a9cpnaBel auf ben ^reoler, Bis biefer ftd) pl\u00f6plid) perurnmanbte, naep bem erg\u00fcrnten 33oget fepnappte unb ipnt fo in ben \u00aeopf Bip, bap er itaep furger B\u00abt ftarB. OaS \u00a3pier bauerte uns ungemein, ba eS mirtlidp rnepr als l\u00e4djerlicp auSfap, menu eS ftd) fcIBft oor bem gr\u00f6pten .Jpuitbe niept f\u00fcreptete, ober eilten attberen fleineren ungeporfamen Untertpan nad)br\u00fcdliep gur ttbupe OermieS. Bu biefer lepteren klaffe gep\u00f6rte namentlicp ein SRafenB\u00e4r.\"\nS3ateS meip ton einem anbereu gu Bericpten. StlS er eines \u00a3ageS im Salbe untperging, fap er einen Pfeffer fr eff er auf einem nieberett SSaumgmeige ftpett uitb patte menig Sttt\u00fcpe, ipn mit ber $anb meggunepmeit. SDer 33oget mar entfr\u00e4ftet unb palB oerpungert, erpolte ftd) aBer Bei guter 97aprung rafcp mieber unb m\u00fcrbe eines ber unterpaltenbfien \u00a9efcpopfe, melcpeS man fiep oorftetten faitn. \u00a9ein ttkrft\u00e4itbnip gliep bem ber Papageien, \u00a9egen allen \u00a9eBrattcp m\u00fcrbe ipnt erlaubt, ftep frei im\t$aufe\tgu Bemegen. (Sine geh\u00f6rige\tBureeptmeifung\tgen\u00fcgte, ipn oom SlrfteitStifdje\nfern gu patten. (Sr apSltteS, maS\tfein \u00a9eBieter\tgenop: $leifd),\t\u00a9cpilbtr\u00f6ten,\tS^rinpa,\n\u00c7r\u00fccpte tc. unb mar ein regetm\u00e4piger \u00efpeilnepmer an ben SJtaplgeiten. \u00a9eine \u00c7reptuft mar aupers orbentliep, feine S\u00dferbauungSf\u00e4pigteit erftaunlicp. \u00a9r fannte bie \u00a9pfiunben genau, unb eS m\u00fcrbe ' itaep einigen\tSocpeit\tfepmer, ipn attS\tbem (Spgimmer gu entfernen.\t3Jian fperrte ipn in bett ton\neinem popeit\tBaune\tuntgeBeneit $of\tein; er aBer\t\u00fcBerttetterte bie\tStrennungSmanb, p\u00fcpfte in ber\nfft\u00e4pe beS \u00a9pgimmerS auf unb nieber uitb evfepien mit ber erfien \u00a9cp\u00fcffel auf bem \u00a3ifcpe an ipm. \u00a9p\u00e4ter gefiel er ftep, in ber \u00a9trape oor bem jpaufe fpagieren gu gepen. \u00a9ineS \u00a3agS marb er geftoplen, uub 33ateS Betracptete ipn nat\u00fcrlicp als Oerloren. Btoei \u00a3age fp\u00e4ter erfd)ien er jeboep nad) alter \u00a9emopnpeit int \u00a9pgimmer: er mar feinem unreeptm\u00e4pigen 33eftper gliidlicp entmifept.\n\u00a9in anberer \u00a9efangener, melden \u00a9roberip unb 33igorS Befapett, erpielt faft auSfcptieplid) SPftartgenftoffe unb nur gumeiten \u00a9ier, melcpe unter baS gem\u00f6pttlicpe gutter, 93rot, ttteiS, Kartoffeln tc. gemifdpt m\u00fcrben. ^r\u00fcd;te lieBtc er fepr, uitb menu ipm ein \u00a9t\u00fcd 3lpfel, Orange, ober ettyaS","page":237},{"file":"p0238.txt","language":"de","ocr_de":"238\n\u00a9ie \u00a9paper. Seicptfcpncibler. t\u00dffefferfreffer. ^orno\u00f6gel.\n3Ie^ntic\u00a3;e^ \u00f4evcidC;t tourbe, beioie\u00ea er jebe\u00eamal feine Bufriebenpeit. \u00a9r fafte bert Siiffeit mit ber \u00a9dpnabelfyipe, ber\u00fchrte it;n mit erftdjtl\u00fcpem Sergn\u00fcgen oermittelft feiner Bunge unb braute ipn bann mit einem rafcpen fRttd nad) oben in bie \u00a9urgel. Srop feiner Vorliebe f\u00fcr S\u00dfflaugennapruug madjte er fup, lebenben Spieren gegen\u00fcber, einer getoiffen fRanbluft fepr oerb\u00e4dptig. \u00a9r geigte fret) erregt, toemt irgenb ein anberer 3SogeI ober fe\u00efbft ein au\u00eageftopfter 93atg in bie SR\u00e4^e feine\u00ea \u00ae\u00e4ftg\u00a7 gebradpt tourbe, erpob fiep, ftr\u00e4ubte bie Gebern unb ftief einen bumpfen, Ilappenben Saut au3, toeldper, Joie e\u00ea fdpien, Sergn\u00fcgen ober richtiger Sriumppgefdprei au\u00eabriidett fo\u00ef\u00efte. \u00a9leiepgeitig beh\u00fcte ftd) ba\u00ea Sluge, unb er fdpien bereit, fidp auf feine Sente gu fi\u00fcrgen. SBettn man ipm einen \u00a9Riegel oorpielt, befunbete er \u00e4pnlidpe \u00a9rregung.\n\u00a9in \u00a9tieglijj, toeldpen Sr ob er if) in ben $\u00e4ftg feine\u00ea \u00a9efangenen brad;te, tourbe \u00e4ugen; blidlicp oon bem Sufatt erfdpnappt, unb ber arme \u00ef\u00efeine Sogei patte eben nod) 3e*t, unt einen turgen, fdptoadpen \u00a9dprei au\u00eaguftofen. 3m n\u00e4dpften Slugenblid Joar er tobt unb fo gufammen; gequetfdpt, baf bie \u00a9ingetoeibe gum Sorfdpein tarnen, \u00a9ofort nad) feinem Sobe begann ber St\u00f6rber fein Opfer gu rupfen, unb nadpbent Oie\u00eb groftentpeil\u00ea beforgt Joar, gevbradp er bie \u00c4nodpeu ber \u00a9dptoingen unb g\u00fcfe unb germalmte bie fleine Seidpe, bi\u00eb fie eine formlofe Staffe bilbete. Oabei p\u00fcpfte er Oon Btoeig \u00a7u Btoeig, fHef\u00df forto\u00e4prenb fein eigentp\u00fcmlidpe\u00ea \u00a9efdpnatter au\u00ea unb gitterte mit bem \u00a9dpnabel unb ben \u00a9dptoingen. Oie \u00a9ingetoeibe Oergeprte er guerfi, hierauf aber, \u00a9t\u00fcd f\u00fcr \u00a9t\u00fcd, ben gangen Sogei, felbft \u00a9cf>nabel unb g\u00fcfe mit, unb to\u00e4prenb be\u00ea> Serfcplingensi befunbete er ba\u00ea gr\u00f6\u00dfte Sergtt\u00fcgen. Sadj ooHenbeter Staplgeit reinigte er ben \u00a9djttabel oon ben ipm anp\u00e4ngettben Gebern fepr forgf\u00e4ltig. Sr ob er ip f\u00fcgt Oent pingu, baff er ntepr als einmal beobadjtet, toie fein Su!an ba\u00ea Serfdplungene oon ftd^ gegeben, aber and) toieber gefreffen pabe, gang nad) Slrt ber .\u00eepunbe. \u00a9inmal f\u00f6rberte er in biefer Steife ein \u00a9t\u00fcd gleifd) toieber gu Sage, ioelcpeS in bem tropfe bereite tpeiltoeife oerbaut ioar. SB\u00e4prcnb er fidp erbrad), lief er jenen \u00eflappenben Saut oernepnten. \u00a9pe er ba\u00ea gleifd) oon ftd) gab, patte er fein gutter burdpfucpt unb gefunben, baf eS nur aus Srot beftanb; biefe\u00ea aber Oerfdpntapete er, unb eS fepien, als ob er ftd) burep fein \u00a9rbreepen ben \u00a9enuf tpierifeper Saprung nod; einmal pabe oerfdpaffett tooHen. Oiefer \u00a9efangene fdpien leptere \u00fcberpaupt ben ^\u00dfflangenftoffen oorgugiepeu: er fuepte ftetS guerft baS g\u00efetfdp auS feinem gutternapfe peroor unb ging erft bann an bie ^flaugenftoffe, toenn jenes Oer; geprt toar.\nOer Sufatt, toeldpen SigorS gefangen pielt, toar auffa\u00ef\u00efenb liebeuSto\u00fcrbig unb untg\u00e4ngltd). \u00a9r erlaubte, baf man mit ipm fpielte, fraf aus ber .Ipanb, toar munter, nett unb trop feines unf\u00f6mtlicpen \u00a9dpnabelS anmutpig unb leidet in feinen Seioegungen, pielt fein \u00a9eftebev auep ftetS rein unb orbentlicp unb babete fid) regelm\u00e4fig t\u00e4glid) einmal. SBenn er niept geft\u00f6rt tourbe, benapnt er fid) an einem Sage toie am anbern. Stit Ounfeltoerben ooUenbete er feine lepte Staplgeit, betoegte fidp nodp einigemale im \u00df'\u00e4fig ruubum unb lief fidp bann auf ber podpften \u00a9ipftauge nieber. 3n bemfelben Slugenblid gog er beit \u00aeopf gtoifdpen bie \u00a9d;ultern unb brepte feinen \u00a9d;toang, fobaf er fentredjt .\u00fcber ben Et\u00fcden gu fiepen laut. 3u biefer \u00a9tellung oertoeilte er ettoa gtoei \u00a9tunbeit lang gtoifdpen \u00a9cplafen unb S\u00dfa'dpen, bie Slug eu geio\u00f6pnlicp gefd)Ioffen. Oantt erlaubte er jebe Ser\u00fcprung, itapm auep toopl eine Siebling\u00eafpeife gu fidp, \u00e4nberte feine \u00a9tellung aber nidpt. \u00a9bettfo geftattete er, baf man ipm ben \u00a9d;ioang nieberbog, bradpte ipn aber immer toieber in biefelbe Sage gur\u00fcd. \u00a9egen ba\u00a7 \u00a9nbe ber angegebenen Bett brepte er langfam ben \u00a9dpnabel auf ben S^\u00fcdett, oerbarg ipn pier gtoifdpen ben geberu unb lief bie gl\u00fcgel perabfinfen, fobaf er toie ein gebet*; ball erfdpien. 3m S\u00dfinter \u00e4nberte er fein Setragen; ba\u00ea ^antinfeuer pielt iptt bann nod; lange toadp.\n\u201eSteine Stdaite\", fdpreibt mir Dr. Sobittu\u00ea, \u201efiitb podpft lieben\u00eaio\u00fcrbige Sl\u00f6gel. 3pr pradptool\u00efe\u00ea \u00a9efteber entg\u00fcdt Beberntann, unb ber ungepeuere \u00a9d)itabel toirb leine^toeg\u00ea unf\u00f6rmig, fonbern p\u00f4dpften\u00ea eigentp\u00fcmlidp gefunben. \u00a9ie fdjeueit bie S\u00e4pe be\u00ea S\u00eeenfdpen burdpau\u00ea nidpt,","page":238},{"file":"p0239.txt","language":"de","ocr_de":"SUIgemeineg.\n239\nfinb ftet\u00ea munter ttnb lebhaft, ihre \u00a9\u00dftuft ift fortto\u00e4ljrenb rege, iljre 9\u00eeeintid)feit\u00ea\u00efiebe fo gro\u00df, ba\u00df e\u00ea immer \u00a9ttoa3 gu putzen unb gu Bef or gen gibt; ibre \u00a9etoanbtf)eit ift iiberrafd^enb : furg, fie finb unterhattenb im befielt \u00a9inn\u00e9 be\u00ea 2Bort\u00a7.\"\nOie alttoetttidhen Vertreter ber eff erf reffer finb bie ipontO\u00f6get (Bucerotes). Oamit foil nid)t gef\u00fcgt fein, ba\u00df fi<h beibe Sogetgruppen nid)t toefent\u00efi<h unterfd)eiben ; bie Unterfd)iebe crfdjcinen mir aber feine\u00ebtoeg\u00ea fo gro\u00df, als geto\u00f6tjntich angenommen toirb. Btt ben ^aufjtfdd^lit^ften Sceidmaten \u00e4hneln fid) beibe Familien ungtoeifethaft mehr, alg \u00fcftaben unb \u00a7orn\u00f6\u00f6gel ober Mute unb \u00a3ufait\u00ea unter einanber \u00fcbereinftimmen.\n\u00a9\u00a7 ift nicht ferner, bie Familie gu fenngeidhnen; beim ber tauge, fetjr bide, mehr ober toeniger gebogene unb meift mit fonberbarett 2tu3to\u00fcchfen, fogenannten R\u00f6mern, oerfehene Schnabel bitbet, fo oerfd)ieben er auch geftattet fein mag, ein fo begeidhnenbe\u00ea S\u00eeerHnal unferer S\u00f6get, ba\u00df fte mit anberen nicht Oertoecbfett toerben f\u00f6nnen. Sie finb aber aud; im \u00fcbrigen auffattenb geftattet. Oer Seib ift fe^r geftredt, ber .Ipat\u00ea mittet; ober giemlidh taug, ber \u00aeobf oerf)\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig Hein, beraub gehn Gebern befte^enbe Sct)toang mittet; ober fe\u00a7r tang, ber \u00c7t\u00fcget furg nub ftaid gugerunbet, ber $u\u00df niebrig, furg unb \u00efjeftgehig, ba\u00a7 \u00a9efieber ber Oberfeite giemtid) Heinfebrig, ba\u00ea ber Unter; feite paarig gerfchliffeu. Sei oieten Strten bteiben \u00aeehte unb 2tugengegenb uadt, unb ba\u00a7 obere 2tugentib tr\u00e4gt ftarfe haarartige SBimpern. Oie SERand>fattigfeit ber ^amiti\u00e9 ift eine auffattenb gro\u00dfe: faft jebe 3trt \u00efanu aud) ab\u00a7 Sertr\u00e9ter einer Sippe betrachtet toerben, unb jebe 2trt unter; fdieibet ft<h au\u00dferbem nod) in ben oerfdEjiebenen Sttter\u00eaftufen i^re\u00ea Seben\u00eb.\nSei Unterfud)\u00fcng be\u00ea inneren Saue3 f\u00e4llt Oor attem bie 2eid)tigfeit ber \u00aeno<hen auf. 9tic()t bto\u00ea ber ungeheuere Schnabel, foubern aud) bie meiften $nodjen befielen au\u00e9> fet)r gro\u00dfen, \u00e4u\u00dfer# b\u00fcnntoanbigen Betten, toetd)e fetbftoerfi\u00e4nblid) tuftf\u00fcf)reub finb. Oa\u00bb Sruftbein erweitert fid) nact) hauten unb geigt jeberfeit\u00ea eine feilte 2lu3bud)tung. Oa\u00ea fef)r ffeine \u00a9abetbein ift nid)t mit bem Sruftbein Oerbunben, bie Speifer\u00f4\u00ef)re toeit, ber Siagen mu\u00f6fetfr\u00e4ftig ; bie O\u00e4rme finb fehr furg, Stinbb\u00e4rme festen. Sei oieten, oietteid)t bei alten 2trte\u00fc bet)nt ftd) ba\u00ea Suftf\u00fcttung\u00ea; Oerm\u00f6gen aud) bi\u00ea auf bie jpaut au\u00ea, toetcf)e nur fd)toad) an bem K\u00f6rper haftet, an eingetnen Stetten gar nicht mit bemfetben oerbunben gu fein fdheiut unb gai)freid)e, mit Suft gef\u00fcttte Bitten befi^t.\nS\u00fcbaften, bie mataiifd)en ^nfetn, bittet; unb S\u00fcbafrifa finb bie jpeimat ber ^ontO\u00f6get. 2>u Stfien fdheinen fie befottber\u00ea enttoidelt gu fein; aber aud) in 2tfrifa toerben fie burdh oiete Strten oertreten. Sie ftnben ftd) oom SJteere\u00eaftranbe an bi\u00ea gu einer unbebiugten .!p\u00f6he oon 8 bi\u00ea 10,000 $u\u00df empor, regelm\u00e4\u00dfig in bidhten unb hod)ft\u00e4mmigeu Salbungen ; nur bie Heineren SIrten'fommen geittoeitig aud) in niebrigen Seft\u00e4nben oor. Sttte Strten teben paartoeife, ftnb aber ber \u00a9efe\u00ef\u00efigfeit gugethan unb Oereinigen ftch be^hatb oft mit 3>hve39\u00cfeid)en < mit oertoanbten 2lrten unb fetbft mit g\u00e4ngtid) Oerfdhiebenen, oorau\u00eagefeht, ba\u00df teuere biefetbe Seben\u00eatoeife theiten. 9\u00dfie bie \u00efufan\u00ea Oerbringeu auch ^en gv\u00f6\u00dften Oheil if)re\u00ea Sebett\u00ea auf ben S\u00e4umen; biefenigen Wirten, toetdhe ftd) auf bem Sobett gu fc^affen ntadhen, geh\u00f6ren gu ben Stu\u00eanahmen. Oie dJlehr; gat)t hat einen h\u00f6chft ungefchidten \u00a9ang, betoegt fid) aber mit Oerlj\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00dfer \u00a9etoanbt; heit im \u00a9egtoeig ber S\u00e4ume. Oer ^tug ift bei a\u00efleu Strten beffer, at\u00ea man gtauben m\u00f6chte, toirb febod) fetten toeit in einem Buge fortgefetjt, obtooht man nid^t annehmen fann, ba\u00df er erm\u00fcbet; benn eingetne fdhtoeben oft hatbe Stunben fang freifenb in hoher Suft umher. Sei ben meiften Strten gefdhieht er mit fo oiet \u00a9er\u00e4ufch, ba\u00df man ben ftiegenbeu ^ornOoget eher h\u00f6rt, at\u00ea man ihn fieht, fa, getoiffe 2trten, nad) einftimmiger Ser\u00dfdheruug guter Seobacf)ter, bi\u00ea auf eine engtifdf>e Sfteite toeit Oernet)men \u00efann.","page":239},{"file":"p0240.txt","language":"de","ocr_de":"240\n\u00aete Sp\u00e4l;er. Seicbtfcbn\u00e4bler. \u00a7ovnO\u00f6gel.\nOie Sinne, namentlich \u00a9eftd^t unb \u00a9et;\u00f6r, firtb toohl entmidelt, bie \u00fcbrigen menigften\u00ea nidjt oer\u00ef\u00fcmmert. lieber ba\u00ea geifiige \u00e4\u00dfefen mangelt un\u00ea nodj gen\u00fcgenbe (Erfahrung; fo oiel aber miff en mir, ba\u00df faft ade al\u00ea Oorftd;tige, fd;eue, adptfame, mit einem S\u00dforte Huge \u00a9efd^\u00f6^fe bezeichnet merben muffen. Oie Stimme ift ein mehr ober meniger bumpfer, ein; ober gmeiftlbiger Saut, meiner aber mit gro\u00dfer 9\u00efu\u00eabauer hevoorgefto\u00dfen mirb unb jur ^Belebung be\u00ea \u00ef\u00f4a\u00efbe\u00ea mefentlidb mit beitr\u00e4gt.\nOie Nahrung ift gemixter 2lrt. Oie nteifien iporno\u00f6gel greifen, menn fte l\u00f6mten, Heine S\u00dfirbelt^iere unb \u00aeetfe an, nehmen fogar 2la\u00ea gu jtd;, unb ade, offne 51u\u00eanalfme, freffen Oer; fd;iebette Fr\u00fcchte unb K\u00f6rner. \u00a9inige ftnb Slde\u00eafreffer in be\u00ea SBort\u00ea \u00f6odgiltigfier Sebeutung.\n\u00a3\u00f6d;ft eigent\u00fcmlich ift bie 2Irt unb S\u00f6eife ber Fortpflanzung, \u2014 ob f\u00e4mmtlidjer Slrten ift aller; bing\u00ea fraglich, ba and; hier\u00fcber nod; menige 5Beobad;tungen gemalt m\u00fcrben unb mir eigentlich nur ba\u00ea 23rutgefd;\u00e4ft inbrfd^er Wirten fettnen gelernt haben. Oiefe br\u00fcten in gro\u00dfen SBaumh\u00f6hlen; aber ba\u00ea Sonberbare bei ber Sad)e ift, ba\u00df ba\u00ea 2JI\u00e4mtd;en fein 2Beibd;en, m\u00e4hrenb e\u00ea br\u00fctet, bi\u00ea auf eilt fleine\u00ea, runbe\u00ea Sod), oodft\u00e4nbig eiumauert, bi\u00ea auf ein Sod;, eben gro\u00df genug, um burch baffelbe ben Sd;nabel zu fteden unb Nahrung zu empfangen. Oie SBrut^\u00f4^\u00efe mirb alfo bud;ft\u00e4blid; Zu einem Werfer, unb in ihm muf ba\u00ea SBeibc^en fo lange Oermeilen, bi\u00ea bie Sangen au\u00ea; gefdfl\u00fcpft, ja, mie Einige behaupten, bis fte flugfertig ftnb. Unterbe\u00df tr\u00e4gt ba\u00ea M\u00e4nnchen eifrig Nahrung herbei unb muff ftd), fagt man, babei fo anftrengen, ba\u00df e\u00ea gegen \u00a9nbe ber 23rutzeit hin \u201ezu einem \u00a9eripp\" abmagert. ^Inberioeitige (Erz\u00e4hlungen, meld;e \u00fcber ba\u00ea 23rut; gefdf\u00e4ft mitgetheilt morben ftnb, mage ich nid;t mieberzugeben, meil fte mir nod; nicht gen\u00fcgenb verb\u00fcrgt zn fein fdieinen.\nOie freilebenbeit fpornO\u00f6gel ttnb zuntal bie gr\u00f6\u00dferen Wirten l;<\u00fcben menig Feiube; benn bie nteiften dlaubo\u00f6gel fcheuen mol;lmei\u00ea\u00efid; bie f\u00f6raft ber gemaltigen Sd;tt\u00e4bel, m\u00fcffett e\u00ea fid; im \u00a9egentheil gefallen laffen, gefoppt unb genedt zu merben. 2lud; ber 9Jtenf<h behelligt bie \u00a3)orn; O\u00f6gel menig, h\u00e4lt fogar einige f\u00fcr heilige S\u00dfefen. Oemungeachtet fd;einett fte \u00fcberad in il;m ihren \u00e4rgften Feinb zn erlernten unb meid;en ihm mit gr\u00f6\u00dfter SSorftcht au\u00ea. 5lber mie ade llttgen unb Oorftd;tigen OE)iere merben fie, menn fie in \u00a9efangenfdfaft gelangten, fehr halb za^m unb bemeifen bann eine fo gro\u00dfe 9Inh\u00e4ngtid;feit an ihren Pfleger, ba\u00df biefer e\u00ea ihnen gefiatten bann, nad; ^Belieben ftd; zn bemegen, ba fte nur au\u00eanahnt\u00eameife bie ihnen gem\u00e4hrte Freiheit mi\u00dfbrauchen.\nOer mir zugemeffene Scannt gefiattet mir nidjt, bie geftaltenreiche F^ntilie'in m\u00fcnfdfen\u00ea; merther 2lu\u00eaf\u00fchr\u00efid;\u00efeit zu bebanbetn. 3d; mu\u00df mich auf oier Slrten befd;r\u00e4nien.\nOie Sippe ber \u00a9tattljornoogei (Khynchaeeros) umfa\u00dft bie lleinften SJlitglieber ber Familie. Oer Sd;nabel ifi Oerh\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig Hein, obfd;on immer noch fehr gro\u00df, oben unb unten gebogen, an ben Ol\u00e4nbern mehr ober meniger gez\u00e4hnelt unb auf ber fd;neibigen Firfte etmaS erhaben, feitlid; auch mohl fei<ht gefurzt, aber ohne jeben hornigen Sluffafc, ber Fn\u00df lut\u2019z unb fchmach, ber Fl\u00fcgel, in bem bie oierte ober f\u00fcnfte Sd;minge bie l\u00e4ngfte, mittel;, ber fanft abgerunbete Schmanz Ziemlich lang.\n$om 17. \u00a9rab n\u00f6rblicher SBreite an oerbreitet ftd; eine 3lrt biefer Sippe, ber \u00a3of (Rdyncha-cerus erythrorhynclius) nach S\u00fcben hiu \u00fcber ben gr\u00f6\u00dften Opeit SlfrifaS, unb fte i|t and; mir burch eigene ^Beobachtung be\u00efannt gemorben. Oa\u00ea \u00a9efteber ber Oberfeite ifi fahlbraungrau, ba\u00a7 ber Unterfeite fd;ntuzigmei\u00df, \u00aeopf unb \u00a3>al\u00ea ftnb graumei\u00df, bie Fl\u00fcgelbeden fcptoarz unb gilblid;mei\u00df gefledt, bie gro\u00dfen Sd;mingett auf ber 9lu\u00dfenfahne fchm\u00e4rzlidb, auf ber 3^enfal;ne met\u00df, bie hi^terften aber brauttgrau, an ber 5lu\u00dfenfal;ne mei\u00df, bie beibett mittleren Steuer;","page":240},{"file":"p0241.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3o\u00ef.\n241\nfebern fchmugiggrau, bie \u00fcbrigen fd)to\u00e4rglid;, iuei\u00df an ber @pi\u00dfe. \u00a9a\u00ea 9luge ift bunfelbraun, ber \u00a9djnabel, mit Slu\u00eanapme eine\u00bb bunfe\u00efn f\u00c7leden\u00ea an ber SBurgel be\u00ea ttnterfchnabel\u00ea, blutrot\u00ef), ber $u\u00df braungraulidj. \u00ee)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 17%, bie Sreite 22, bie ^ittigl\u00e4nge 6V2, bie (sdiftang; l\u00e4nge *7% \u00e2o\u00ef\u00ef. \u00a3)a\u00ea \u00e4^nlid^ gef\u00e4rbte S\u00dfeibdjen ift bebentenb Heiner.\n3n a\u00cf\u00cfeit SBalbungen Slbifftnien\u00ea, Oft;@nbat;n\u00ea nnb ^o'rbofa^n\u00ea nnb mahrfdjein\u00efid) in allen entfpredenben \u00a9egenben \u00fcOtitteH, SBBefi* nnb \u00a9iibafri\u00efa\u00ea geh\u00f6rt ber Sto\u00ef gu benjenigen S\u00f6geln, toeldje man tagt\u00e4glich fiept ober h\u00f6rt. Stan begegnet ihm, menn and) feltener, fchott in ben biinn beftan*\n\u00a9er \u00a9O\u00cf (Rhynchacerus erythrorhynchus).\nbenen ^Salbungen ber \u00a9teppe unb regelm\u00e4\u00dfig, [teilentoeife [ehr h\u00e4ufig, w \u00f6en $lu\u00dfnieberungen, too ber 2\u00f6alb au\u00ea pdpen S\u00e4umen befteht. \u00a9ebirge fteigt er, nad) $ euglin*3 Seobacptungen, bi\u00ea gu 7000 ftu\u00df nnbebingter .!p\u00f6pe empor.\n\u00a9r ift, Haie bie meiften ^ornto\u00f6gel, ein echter Saumoogel, toeldjer nur ungern auf ben Sobett perabfommt, toaprfcpeinlicp bto\u00ea bann, toenn St\u00e4ngel an Seeren unb Saumfr\u00fcchten ipn gtoingt, bort unten Nahrung gu fud;en. \u00a9etoiffe S\u00e4ume im \u00a9ebiete Serben gu \u00a3iebling\u00a7pl\u00e4hen; auf ipnen erscheinen er unb feine Sertoanbten, unter toeldje er fid) gern mifcht, mit gr\u00f6\u00dfter 9tegelm\u00e4\u00dfig!eit. \u00a9r liebt e\u00ea, fiep frei gu geigen unb fe\u00dft ftdp be\u00eapalb m\u00f6glichft pod) in ben S\u00dfipfeln auf bie \u00e4u\u00dferften\nSBreljm, \u00a9gerieben. IV.\t16","page":241},{"file":"p0242.txt","language":"de","ocr_de":"242\n\u00a9te Sp\u00e4pr. Seicbtfdjn\u00e4bler. ^>orriV>I5\u00f4e\u00ef.\nSpfcen ber B^eige. Son einem B^'eige Sum wbrot b\u00abpt er mit giemtpem Uugefd^icf, auf ein unb bemfelben Slfte aber rutfcp er bepnb bapu. Sein $lttg erinnert einigerma\u00dfen an ben unferer \u00a9pedate, ift aber fo eigent^\u00fcmlid^, ba\u00df man ben \u00a9of auf jebe \u00a9ntfernung erfennt. SJtebrere rafcp ^l\u00fcgelfdjl\u00e4ge ergeben ben S\u00f6gel auf eine getoiffe ^)\u00f6p, oon toeldpr tjerab er \u00dfd) mit tief meber= gebogenem Sdptabel in fep [teilen Sogen nach unten fatten l\u00e4\u00dft, hierauf lieber emprfletternb unb oon neuem nad) gbio\u00e4ttg fid) fenfenb. \u00a9>abei toirb ber SdjVoang med)felfeitig gebreitet nnb lieber gufammengetegt. \u00a9)et Statue beg Sogelg ift ein \u00c6langbilb feiner (Stimme; benn biefe befielt aug einem einzigen mopt\u00f6nenben Saute, toeldpr aber fep' oft nnb furg nad) einanber mieberptt mitb, foba\u00df bag \u00a9ange minutenlang m\u00e4pen fattn. Seber einzelne Saut mitb mit einer Neigung beg $opeg begleitet, bag \u00a9efd^rei gegen bag \u00a9nbe pn aber immer tafcpr, unb ber S\u00f6get mu\u00df \u00dfd) gule^t fep: anftrengen, um alte \u00a9\u00f6ne, it>ie er geiniffenpft tpit, nicfenb gu beglaubigen.\n3n einer |jin\u00dfd)t \u00e4hneln bie \u00a9tattprnb\u00f6get unferen Staben. Sie \u00dfnb neugierige unb auf; merffame \u00a9efdb\u00f6pe. SBenn man ein SBilb erlegt pit, pflegen fie prbeigufommen, fepn ftd> mop aud) in ber St\u00e4be auf einen Saum unb treiben fcpeienb biefeg \u00a9rcigni\u00df ber S\u00dfalbbemopterfd)aft mit. Siet me^r nod) erregt fte bag \u00a9rfcpinen eineg gef\u00e4^rlidbjen \u00a9pereg, g. S. einer Solange ober eines? Staubtpereg Sie ftnb eg, toeTd^e mit alter SSutb unb aller \u00a9efdpdflicbleit ber Staben auf ben Up fl\u00f6\u00dfen; fte ftnb eg, toe\u00efdje ben \u00dfhleicpnben Seoparb anbern \u00a9peren oerratpn; fte ftnb eg, meld)e bem [ponigangeber ing jpanbmerf pfufcpn unb bie oon ihnen entbecfte Sdbtange ober jebeg anbere auffattenbe \u00a9efc\u00df\u00f6pf ipen \u00aelaffent>ermanbten angeigen. Unb nicht btog biefe, fonbern aud) bie S\u00e4ugetpere achten auf ip \u00a9ebapen; benn fte h\u00fcben \u00df<h wirf lieh ein geWiffeg Slnfepn unter ben \u00fcbrigen \u00a9peren \u00bberrafft. \u00aeer \u00c4fippfpringer fpp bag \u00a9eb\u00f6r, menu er ipen Stuf Oernimmt, bie rupnbe Slntitope erbebt \u00dfd) \u00f6om Sager, bie leicht befdpingten S\u00f6get fomnten berbeigeflogen, furg, atteg Sebenbe im SBalbe Wirb aufnterffant unb rege.\n3n bem Stagen ber oon mir erlegten \u00a9latthorno\u00f6gel habe idb $r\u00fcd)te, S\u00e4mereien nnb \u00aeerb; tbiere gefunben; idb Stifle \u00ab\u00abP, ba\u00df e*n bom \u00abufgefunbetteg Sogetneft auggepl\u00fcnbert, ein no dt) t\u00e4ppifepr Sogei ober ein fleineg S\u00e4ugetper, eine \u00a9ibed)fe u. f. tu. gufgeuommen Wirb; benn [peugfin fab eine Slrt ber Sipe fogar auf einem Slafe freffenb befdpftigt, menu aud) oielleidp nur, um bie Sar\u00f6en oon Sfag\u00dfiegen gu fud)en. \u00a9efangene m\u00fcrben oon bemfelbett $orfd)ev mit $leifd), Semmel u. f. W. lauge Beit erhalten. 3<b b^e teiber niemalg einen lebenbett \u00a9lattbornoogel befeffen.\nUeber bie ftortp\u00dfanguug fann idb etWag Seftimmteg nid)t mittbeiten. Stad) Serfperung ber Straber foil bag Steft beg \u00a9of in Saumb\u00f6blungeu angelegt Werben unb bei Seginn ber gro\u00dfen Stegengeit \u00a9ier enthalten.\nStfg Sertreter ber inbifd)eu Sitten ber gamitie mag guerft ein U)o^^e\u00efhovnbogel (Dichoceros) \u00a9rW\u00e4ptung \u00dfnben. 3b\u00ab fenngepnet ber gro\u00dfe, bebe, breite, \u00fcber bag erfte Sdbnabelbrittet pnaug= reid)enbe, einen betr\u00e4chtlichen \u00a9beit beg Sorberfopfeg \u00fcberbeefenbe, pnten abgeftupe, born in gWei ftumpfe Spi\u00dfen getpitte Sdptabelauffap\n\u00a9)ag \u00a9efteber beg kontrah (Dichoceros bicornis) ift ber \u00a7aupfad)e nach fdparg; ber $atg, bie Sppn ber oberen Scpvangbecfen, ber Saud) unb bie Unterfdpangbecffebern, ein gl\u00fcgel\u00dfedteu, bie ^anbfebmingen an ber SSurgel, f\u00e4mmtlid)e Schmingen an ber Sp\u00dfe unb enblid) bie Steuerfebent, mit Stugnabme eineg breiten, feipargen Sanbeg oor ber Spp, \u00dfub met)r ober meniger rein; mei\u00df. \u00a9ar nicht feiten erfepinen bie ^alg= unb \u00c7l\u00fcgelfebern gitblid) in golge einer ft\u00e4rfereu \u00a9inf\u00e4rbung mit bem \u00c7ette ber Siirgelbr\u00fcfe. \u00a9)ag Singe i\u00df fdbartapotb, ber Oberfdpabet eilt; fchlie\u00dflich beg Sluffapg roth, in S\u00f6ach^gelb \u00fcbergebenb, ber Unterliefet gelb, rotl) au ber Spp, ber Staum gmifdben bem Sluffah unb bem Sd)nabel \u00f6on oorn gefeben fd)m\u00e4rglid), ein fdbmaler Streifen,","page":242},{"file":"p0243.txt","language":"de","ocr_de":"243\n\u00a3 o f. h o m r a l).\n\u00eeoe\u00efdjer cmf ber $irfte beS \u00a9djnabe\u00efS bahinl\u00e4uft, bun\u00efelbraun, ber S\u00f4urje\u00eft^ei\u00ef beS \u00a9chnabelS blei; fdjmar\u00a7, bie nacfte 9lugenljaut fd)tt>arg, ber $u\u00df buu\u00efelbraun. \u00a3)ie S\u00e4uge betr\u00e4gt 4 $u\u00a7, bie gittigl\u00e4nge 19 bis 20, bie \u00a9dhtoan$\u00ef\u00e2nge 17 3oK; ber \u00a9d)nabel ift 10 Bo\u00ef\u00ef, toorn hintern ^eil beS 9luffabeS bis gur \u00a9pi^e 13 go\u00ef\u00ef lang; ber Sluffafe felbft mi\u00dft 77* 3oH in ber S\u00e4nge, 3l/4 3ott in ber 93reite.\n\u00aeer ipomrat) bcioohnt bie -Jpocfytoalbungen 3>nbienS, Dom \u00e4u\u00dfevften \u00a9\u00fcben au bi\u00ea gum $ima\u00efa\u00ffa nub toon ber SDlalabar\u00ef\u00fcfie an bis uadB Slffam, &urma$ unb ber ma\u00efa\u00ffif$en Jpalbinfel hin\u00fcber, \u00efommt \u00fcbrigens aud) auf \u00a9umatra toor. JRad^ gerben ftnbet er ftd) an ben 93ergtto\u00e4nben\n\u00ae er \u00c7ont\u00efai) (Dichoceros bicornis),\nbis 5000 $u\u00df \u00fcber bem \u00dcOteere, meift aber tiefer. (Sr h\u00e4lt fid) in ben bid)tefien \u00a3)fdjungeln auf,, l\u00e4\u00dft fid) gelegentlich aber aud) auf einen ^o!)en 93aunt an offenen \u00a9teilen fe\u00efjen; jpobgfon bemerft, ba\u00df er offene unb angebaute \u00a9egenben ben eigentlichen S\u00f6ilbniffen oft toorgie^t. 91ad) ^erbon fteht man ihn gem\u00f6f)nlid) paartoeife, feltener in \u00efleiuen gingen, nadj ^obgfon juioeilen in \u00a9efell; f\u00fcnften toon gftangig bis brei\u00dfig. ,,\u00a9r ift\", fagt SUrbon, \u201eim allgemeinen ein fe^r ftiller SBogel, melier bann unb toann ein tiefeS, febod) nicht lautes \u00aer\u00e4<h$eu toerne^meit l\u00e4\u00dft, gelegentlich \u00fcber, toenu fid) eine \u00a9efeUfdjaft jufammen\u00dfnbet, fe\u00a7r laute, raut)e unb unangenehme \u00a9djreie auSft\u00f6\u00dft.\"\n16*","page":243},{"file":"p0244.txt","language":"de","ocr_de":"244\n$)te (Sp\u00e4ter. Seicptfd)n\u00e4bler. ^orubogel.\nipcbgfon t>evfxd;ert, baff bag \u00a9efcprei eineg oermunbeten Bogelg btefer 5lrt gumeilen gerabegu crftauttlicp fei: \u201eicp faim eg mit nichts Slnberent oergleidfen, a\u00efg mit bem \u00a9efdjrei beg \u00a9felg, fo aufferorbentlicp ift feine \u00aeraft.\" \u201eDie Stimme\", beft\u00e4tigt Bidelf, \u201eerregt bag \u00a9cpo, unb eg iotrb \u00a9inem guerft fairer, gu glauben, baff ein Siegel fo\u00efdje \u00a3\u00f6ne bon ftd) gibt. S\u00dc\u00dfic bei anbcrn Slrten mirb bag \u00a9efdjrei ebenfomopl beim \u00a9inatpmen, alg beim Slugftoffen ber Suft pcroorgebradjt.\" Der Montrai) fliegt mit h\u00e4ufigeren gl\u00fcgelfcpl\u00e4gen, alg anbere \u00a3ornO\u00f6gel unb fcpmebt nur, bcoor er ftd) auf einen Baum uieberl\u00e4fft. Dag \u00a9er\u00e4ufcp, melcpeg feine Scpmingen oerurfadjett, fann man auf rne^r alg eine SDteile \u00a9ntfernuitg mapmepmen.\nDie Nahrung fdjeiut faft augfdjliefflid) aug gr\u00fc\u00dften gu beftehen, meldje bon ben R\u00e4umen gepfl\u00fcdt, aufgemorfeit, gefangen unb bann berfchlungeu merbett. Sltt \u00a9efangetten hat man \u00fcbrigeng beobad)tet, baff fte and) thierifd^e Nahrung nicht oerfdjm\u00e4pen.\nlieber bag Brutgefdj\u00e4ft liegen mehrere Beobadjtungen bor. \u201e2\u00dfemt bag Bkibcpen\", fagt SJtafo n, \u201efeine f\u00fcnf big fedjg \u00a9ier gelegt hat, mirb eg bon bem M\u00e4nnchen fo bollft\u00fcnbig mit Sehnt eingemauert, baff eg ebeu nur feinen Schnabel burd) bie Deffnung fteden lanit. So bringt baffelbe nun bie Brut; geit gu, unb bag S\u00fcft\u00e4nndjen ift eifrig befch\u00e4ftigt, ihm ^r\u00fcdjte gugutragen.\" Didell berbo\u00fcft\u00e4nbigt biefe Eingabe. \u201e5lnt 16. gebruar 1858\", erz\u00e4hlt er, \u201eerfuhr ich bon ben Bemopnern beg Dorfeg Barett, baff ein groffer ^>ornfd^nabel in ber \u00a3>\u00f6plung eineg benadjbarten Baunteg br\u00fcte unb baff fd;on feit einigen fahren berfelbe ^lap bon einem 5\u00dfaare benupt morben mar. 3>cp befucpte bie SBrutfteUe unb bemerfte, baff bie H\u00f6hlung ftd) in bem Stamme eineg faft gerabcn, auf f\u00fcnfzig ftuff boni \u00a9oben aftlofen Baume befanb. Die \u00a3)\u00f6ple mar mit einer biden Sepntlage big auf eine Heine Deffnung berfdfloffen, burdj meldje bag S\u00f6eibcpcn bcn Sd)nabel fteden unb bem 2Dt\u00e4nnd)en gef\u00fcttert merben fonnte. \u00a9iner ber Dorfbemoptter Hetterte mit bieler SCR\u00fc^e au bem Baume empor, inbcnt er Bambug; ft\u00f6de in ben Stamm trieb, unb begann ben Sepiu meggur\u00e4unteu. SB\u00e4prenb er befd)\u00e4ftigt tear, lief bag QJt\u00e4nndjen laute, r\u00f6d^elnbc D\u00f6ne ber nehmen ; eg flog aber ab unb gu unb laut bid)t an ung peran. Die \u00a9ingebornen fd;ienen eg gu f\u00fcrsten unb behaupteten, baff fte bon ipm angegriffen Ioerben m\u00fcrben; ich patte begpalb meine 9Rotp, fie abgupalten, e\u00ea gu t\u00ebbten. 2Ilg bie #\u00f6l)lung- geu\u00fcgeub ge\u00f6ffnet mar, ftedte ber \u00a9mporgefletterte feinen 5lrnt in bag innere, m\u00fcrbe aber bem 2\u00dfeibd^en fo peftig gebiffert, baff er ben 2Irm fd)nell gur\u00fcdgog unb faft gu Bobcn geft\u00fcrgt m\u00e4re. SRadjbem er bie .fpanb mit einigen Sappen umh\u00fcllt patte, gelang eg ipm, bcn Bogel herau^giigie^cn : \u2014 ein erb\u00e4rmlich aug; fehenbeg \u00a9efdj\u00f6pf,\tunb fdjmugig. Dag Dpier\tperabgcbradjt tin^ auf ^eu \u00aebben\nfreigelaffen, h\u00fcpfte pier, unf\u00e4hig gu fliegen, umher unb bebrohte bie Umftehcnbeu mit feinem Sdjnabel. \u00a9nblid) erkletterte eg einen kleinen Saum unb blieb pier ftpen t ber cg biel gu fteif mar, alg baff eg h\u00e4tte feine Fl\u00fcgel gebrauchen unb ftdh mit bem SMnndfen bereinigen t\u00ebnnen. ber \u00a3iefe ber ^\u00f6hle, ungef\u00e4hr brei \u00a7u\u00a7 boni \u00a9ingange, lag ein eingigeg, fepmugig lichtbr\u00e4unlicheg \u00a9i auf afiulm, 9tinbenft\u00fcdd)en unb Gebern. Sluferbem mar bie \u00a7\u00ebhle mit einer StRaffe faulenber Seeren gef\u00fcllt. \u00a3)ag 2Beibd;en mar bon bem Del feiner SB\u00fcrgelbr\u00fcfe gelb gef\u00e4rbt.\"\nSDag Sunge fepeint ftep gietnlid) langfam gu entmidelu; menigfteng berflcpert \u00a3>obgfon, ba\u00a7 eg erft im bierten ober f\u00fcnften Sahre gu boKer ^lugbilbung gelaugte. 23lpth h^ugegen behauptet naep Beobachtungen an \u00a9efangenen, baff brei 3>ahre Sur \u00a9ntmidelung gen\u00fcgen.\nlieber bie \u00a9efaugenfepaft tpeilt Didell bag 3Rack>ftchenbe mit. Der Rentrai) mirb, menu er fung aufgegogett ift, fepr gapm, bleibt aber immer k\u00fcpn unb bebropt Diejenigen, meldfc er niept fennt, mit feinem gemaltigen unb gef\u00e4hrlichen Scpnabel. \u00a9iner Iie\u00a7 ftd) feine Stebfofungen gefallen, mie eg Heinere Wirten ber gamilie tpun. \u00a9r flog im \u00a9arten umher, hielt ftd) pier auf gro\u00dfen B\u00e4umen ober auep auf bem \u00a3augbsd)e auf, fant gumeilen gum Boben perab, piipfte pier mit fepiefen Spr\u00fcngen umper, fiel babei gelegentlich and) auf bie \u00a7anbmttrgel nieber unb fudjte ftd) im \u00a9rafe gutter gufammen. \u00a9iuntal fap ipn fein \u00a9ebicter einen grofep fangen, aber mieber megmerfett, ttad)bem er ipn unterfuept patte. Bei feinen morgentlicpen Spagierg\u00e4ngen u\u00e4ftc er ftd) oft bag \u00a9efieber ein, bann pflegte er ftep, menu bie Sonne fant, mit auggefpannten gl\u00fcgeln rupig pingufepen, um bie","page":244},{"file":"p0245.txt","language":"de","ocr_de":"^omrat). 3at;rooge\u00ef.\n245\ngeberit ioieber 31t trodneu. Itcbvigcng fdjienen gioei cutbere \u00a9efattgenc gu bctueifeu, ba\u00df if;neti bie Si\u00e2ffe burdfaug nid^t unangenehm toar ; benn fie festen fid; oft ftunbenlang ben heftigften St\u00f6gen: g\u00fcffeit aug uub lie\u00dfen fid; oo\u00eftft\u00e2nbig eimt\u00e4ffen. SDie taute (Stimme Oeruahm man niemals, fonbevn btog ein [d;ioad;eg, murmelnbeg \u00a9ritngen. \u00a9eine \u00a9efr\u00e4\u00dfigfeit toar gro\u00dfartig; er tonnte eine S\u00dfarabtegfeigc ot;ue SJt\u00fche ^irtabm\u00f6rgen.\n\u00a9egento\u00e4rtig leben brei ^onirapg im Sh^'Oarteu Su Bonbon. \u00a9ie haben mid; ftunbentang gefeffett unb hinl\u00e4nglich \u00fcbergeugf, ba\u00df man fie, toenn man \u00fcberhaupt Oergleidjen ioitt, nur mit ben 5\u00dffeffer>freffern oergleichen tann. 3hre Stellung ift fehl* Oerfd;iebett. Stuf bem \u00a9egtoeig hatten fie fid; gen>\u00f6f;ntid; toagredjt ; im 3uftanbe gr\u00f6\u00dfter St\u00fche aber taffen fie ben \u00a9d;\u00fc>ang fentrecht hei*ab: f;\u00e4itgeu. Sei gro\u00dfer ipihe ftrecten fie beu ipalg taug aug unb fperren gleid;geitig auch ben \u00a9<hnabet auf, alg m\u00fc\u00dften fie nad; Suft fd;nappett. Stuf bem flachen Soben bcioegeit fte fid) h\u00f6d^ft ungefdjidt. \u00a9ie fi^en h^r auf ben ^u\u00dfiourgetit, nid^t btog auf ben 3ehen> ni\u00fcffen fid; babei nod; auf beu \u00a9d;toattg ft\u00fc^en, um fid; im @teid)geioid;t 31t hatten, unb Oerm\u00f6gen nur, fid; burd) t\u00e4ppifdje \u00a9priinge, bei benen beibe Seine gteid^geittg beloegt ioerbett, gu f\u00f6rbern. @teid)toohl burd)meffen fie in btefer S\u00f6eife nicht fetten gr\u00f6\u00dfere \u00a9treden.\n\u00a9ehr h\u00fcbfdh fieht eg aug, loemt gloei ^omrapg, toie eg oft gu gefd)eheti pflegt, fpietenb mit einanber f\u00e4mpfen. \u00a9ie podeit fid;, einer bem anbern gegen\u00fcber, nteber, fpringen pl\u00f6hltd; beibe oorto\u00e4rtg, [d)tagen unter h\u00f6rbarem Knappen bie \u00a9d)n\u00e4bet in einanber unb ringen nun f\u00f6rmtid; gufammen. 9Jtand;mal fdjeint \u00fcbrigeng aug fotd;eni \u00a9piet aud; \u00a9ruft ioerbeu gu iootfen.\nSStatt ern\u00e4hrt bie ^ornO\u00f6get mit hartgefod)tem iRei\u00e4 unb oerfd;iebenen fjr\u00fcd;ten; Stofinen finb eine Sederei f\u00fcr fie. SD er S\u00df\u00e4rter ioirft ihnen gelegentlich \u00a9ttoag gu, unb fie haben fich fo im fangen ge\u00fcbt, ba\u00df fie je|t auch ben tteinfteu \u00a9egenftanb unfeh tbar mit ber \u00a9d;nabetfpif3e er faff en.\n\u00a9g bient gur SerOotlft\u00e4nbigung, ioenn ich bem Sovftehetiben nod; bie aulgegeid;nete \u00a9chitberung fotgen taffe, ioetche Serttfieiti oon ber Sebengtocife etneg Serioanbten, beg 2>ahr\u00fc09e^ (\u00fc.h.yti-ceros plicatus) gegeben hat. Oie \u00a9ippe ber ^altenhoruo\u00f6gel, ioetcher biefer angeh\u00f6rt, tenu; geid;net fich t;auptf\u00e4d;tid; baburd;, ba\u00df ein faltiger SButft auf bem Dberfd;nabet bie \u00a9tette beg ^orne\u00ea oertritt. Oie \u00a9d/toingen finb mittettang; ber \u00a9d;ioang ift giemtid; ftart abgerunbet, ber gu\u00df furg unb fr\u00e4ftig. Oag \u00a9efteber ift fchioarg unb ber Obertopf br\u00e4untid;gelb, ber \u00a9d;toang ioei\u00df, bag Slugc braunrot!), ber \u00a9d^nabet tid)tl)ornf\u00e4rben, ber $u\u00df fchio\u00e4rgtid;grau. Oag 3\u00f6eib= <hen unterfcheibet fid; oon bem 3Jt\u00e4nud)en burch bie F\u00e4rbung ber nadten $ehlf)aut, ioetche bei tpm hettgetb, bei feuern fd;uuigig inbigobtau gef\u00e4rbt ift. Oent fungen S\u00f6get fehlt ber SButft; benn biefer entioidett fich erft mit oottenbetem 2Bad;gthum, uub ba bie tiefen Duerfurd)en nicht immer in gleicher Slngapt oort;anben finb, glaubte man fr\u00fcher, ba\u00df mit febem 3>ahve fid; ein neuer Ouerioutft bitbe unb man alfo aug ihrer Slngahl bag Sitter \u00ee$eg Sogetg berechnen f\u00f6nne. SDiefer Umfianb gab Seranlaffitng gu bem bet ben \u00a9urop\u00e4ern,jener \u00a9egenben \u00fcblid;eit Stamen. Sei ben \u00a9unbanefen hei\u00dft er Ofutan.\nOer 3aI)r\u00fcoget beioohnt bie \u00a9unbainfeltt unb SJtala\u00effa. \u201e\u00a9ein eigentlicher Stufenthattgort\", fagt Sernftein, \u201efinb ftitte, auggebehnte S\u00dfalbungen beg he^en Sieftanbe\u00ea unb bie Sorberge big tn Roheit oon 3 big 4000 $u\u00df \u00fcber bem SJteere. h^her fldcftwten SBatbungen fournit er fetten ober gar nicht oor, loahrfd;eintid; ireit geioiffe S\u00e4ume, oott bereu Fr\u00fcchten er fid; n\u00e4hrt, h'er nid)t mehr angetroffen toerben. Stach biefen $r\u00fcd;ten ftreift er oft ioeit umher, uub man fiet;t ihn nid^t fetten paarioeife, befonberg am fr\u00fchen SJiorgen, in bebeutenber ip\u00f6he \u00fcber ben riefigen S\u00e4umen beg SBalbeg bahiueiten uub in geraber Sinie \u00a9egenben guftreben, loo fruchttragenbe S\u00e4ume ihm reichliche SJtahlgeit oerfprechen. S\u00df\u00e4hrenb beg $lugg firedt er $a\u00efg unb \u00aeopf mit bem gewaltigen","page":245},{"file":"p0246.txt","language":"de","ocr_de":"246\nSDte \u00a9pfifyer. 2eichtfcbn\u00e46ler. \u00a3ovnoogel.\n\u00a9djnabel meitaug. \u00fcfterfm\u00fcrbig ift ba\u00ea eigent\u00fcmliche faufenbe \u00a9er\u00e4ufdC;, meldje\u00ea in abmed&fe\u00efnber \u00a9tarie ben $lug biefeg $ogel\u00a7, \\<x oielleidjt aller \u00a3orno\u00f6gel, begleitet unb in giemlidjer Entfernung h\u00f6rbar ift. Xk Uvfa^e biefe\u00ea \u00a9aufen\u00ea, meldjc\u00eb, mie id) bemcrft gu \u00a7aben glaube, befonber\u00e4 m\u00e4ljrenb be\u00ea \u00a9enfcn\u00ea ber gl\u00fcgel bei jebem $Iiigelfd)lage herborgebradjt mirb, ift, fo biel id) toei^, ncd) nic^t befannt. \u00a9djmingt man einen f^ittig unferc\u00e2 $cget\u00e9 burd) bie 2uft, fo mirb babuvd) gmar ebenfalls ein gemiffe\u00ea \u00a9aufen tyerborgebrad>t; baffelbe l\u00e4\u00dft ftd) febod) feincSmegS mit bem be\u00ea\nSD er 3aIjrbogeI (Bhyticeros plicatus). 1/4 ber nat Or\u00f4jje-\nf\u00fcegenben 23oge\u00ef3 dergleichen. Einige SahrO\u00f6gel, inclue in einem ger\u00e4umigen 23eh\u00e4lter lebenb unterhalten m\u00fcrben, malten gumeilen, auf beit \u00a9pntngh\u00f6lgern fi^cnb, mit ben kl\u00fcgeln \u00a9emeguugeit, ohne ba\u00a3 fid) ba\u00ea in D\u00eeebe f\u00ef\u00e7henbe \u00a9aufen h\u00e4tte oernehmen laffen. 2Wein berartige \u00a9d)mingungen ber Fl\u00fcgel ftnb lange nicht fo fr\u00e4ftig, mie bie m\u00e4hrenb be\u00eb ftlugeg. ^ch bin geneigt, gu glauben, bafj bie ungeheure Slu\u00eabehnung ber Suftf\u00e4dPe, melche fid) befanntlid) gmifd)en $aut unb SJht\u00ea\u00efeln big in bie \u00a9djenfel, bie \u00a9^i^e ber Ringel unb bie $eljlgegenb erftredt unb bie bamit oerbunbene","page":246},{"file":"p0247.txt","language":"de","ocr_de":"^ahrooge\u00ef.\n247\n^\u00e4higteit, gr\u00f6\u00dfere Suftmaffen aufgune^men, eine jpauhtroltc hierbei fpielt. \u00a9hue S^eifel tfl btefer g\u00e4higfeit Wenigf\u00efctt\u00ea bei* ho\u00efje nnb leiste ging guguf^retben, Welker ben Regeln bei ihren oerh\u00e4ltnifc m\u00e4\u00dfigen nid)tfet)r gro\u00dfen kl\u00fcgeln eigen ift. S\u00df\u00e4hrenb be\u00ea ^\u00efiegen\u00ea tnu\u00a7 aber bei ber abtoedjfelnbett unb ftaiden SRn\u00eafe\u00efjnfannnenjie^ung nothtoenbig bie gV\u00fcifd^en -\u00eepaut nnb SDZu\u00ea\u00efeln eingefdj\u00efoffene Suftmenge bin nnb her gebr\u00fceft nnb gepre\u00dft Werben, nnb biefem Itmftanbe m\u00f6chte id) Wentgften\u00ea gnnt \u00a9heil ba\u00ea erm\u00e4hnte \u00a9an] en guf^vcibeit.\"\n\u201e\u2018Der Sahroogel lebt faft immer, fetbft auffer bei* gortyftangung^eit, paariveife; in \u00abeinen Oefe\u00dcfd^aften ober Familien habe id) i\u00a7n nie angetroffen. SSerfd^iebene SBaumfr\u00fcdhte bilben feine Nahrung, nnb ei* fliegt, Wie betner\u00ab, oft Weit nad) benfclben. SD\u00ceit getodjtem Otei\u00ea, Kartoffeln, i\u00dfifang nnb anbern Fr\u00fcchten habe id) mehrere l\u00e4ngere Seit unterhalten nnb biefe, b. h- bie iung aufgezogenen, W\u00fcrben halb fo g\u00e4hnt, baff id) fie mit gefluteten kl\u00fcgeln frei umherlanfen laffen tonnte. 2llt eingefangene Weigern ftd) nid)t feiten, jfebe Nahrung zu ftd) zu nehmen nnb fterben nad) einigen \u00a9ageit oor junger, \u00a9ine \u00a9timme h^be id; in bei* Freiheit oon nnferrn 25ogel nod) ntd^t geh\u00f6rt; allein er tfl fo fd)eu, bafj e\u00ea fehler h\u00e4lt, in feine DZ\u00e4he zu tarnen. SDie gefangenen liefen, Wenn fie gereizt W\u00fcrben, ein laute\u00ea 23r\u00fctlen h\u00f6ren, ba\u00ea oiel Hehntidjfeit hat mit bem cinc\u00ea \u00a9d)Wein\u00ea, Weld)c\u00ea Zornig ift ober gefchtadbtet Wirb. 2Ber e\u00ea zum erfienmale h\u00f6rt, glaubt ba\u00ea \u00a9f\u00fcllen irgenb eine\u00ea DZaubthier\u00bb zu Vernehmen. 3tt ihrem \u00a9dpnabel haben fte eine bebeutenbe Kraft, obgleid) man \u00a9ie\u00ea bei bem zeitigen \u00a9au beffelben unb ben feiue\u00eaWeg\u00ea ftarFen Kaumu\u00eafeln nicht erwarten m\u00f6d)tc. \u00a9ic beifett fehr enthfinblid). \u00a9in alt eingefangener haefte felbft in fein au\u00ea gehaltenem \u00a9ambu\u00ea verfertigtet \u00a9eh\u00e4lter ein Sod) unb, a\u00ef\u00ea id) baffel\u00f6e burd) ein etwa halbz\u00f4llige\u00ea SBrctt Wieber bid)t machen lief, and) oon legerem fehr halb grofe \u00a9h\u00e4tte ab, fobaf id) befl\u00e4nbig um fein \u00a9nttommeu beforgt fein mitfte. \u00a9en nadten Kehlfad tat er, ba er mit bent oorberent \u00a9rufiluftfad in \u00a9erbiitbung fteht, aufblafen nnb au\u00eabehueu, Woburd) er bebeutenb an Umfang znnimmt. \u00a9r tl)ut \u00a9ie\u00ea befonber\u00ea W\u00e4hrenb bet rul)igen \u00a9i^ent. \"\n\u201e\u00a3)ie ^orthflanzmtg\u00eagefd)id)te biefer \u00a9\u00f6gel ift h\u00f6d)ft merfw\u00fcrbig. 3hv ^efi ieQen mitten im bid)teften 3Balbe in hohlen \u00a9\u00e4umen an tutb z^ar in ziemlicher ,\u00a3>\u00f6hc \u00fcber bent \u00a9rbboben. 3n hieftger \u00a9egenb ift ba\u00ea 9Zeft hoppelt m\u00fchfant zu finbeit, ba bie mit bid)ten \u00a9Salbungen bebedten \u00a9erggeh\u00e4nge fd)inale, [teile \u00a9rate bilbctt, Weld)e burd) tiefe \u00a3l)\u00e4ler getrennt Werben, unb feber Staunt ZWifd)en ben rieftgett \u00a9aumfl\u00e4mmcit burd) eilt unburd)bringlid)e\u00ea \u00a9eWirr nnb \u00a9eftriipp oon Darren, \u00a9d)linggeto\u00e4d)fett, Wilbent i\u00dfifattg unb bcrgleid)ett autgef\u00fcUt ift, burd) tveldpet man ftd) nur mit bent Kapmeffer in bei* -Jpattb nt\u00fchfaut einen \u00a9Seg bahnen tarnt. \u00a9inntal macht ftd) ba\u00ea 9Zeft, Weil in einem l)ol)len \u00a9aume angelegt, bem \u00a9uge Wenig ober taum bemer\u00eflicp, unb bann ift e\u00ea, felbft Wenn man Urfad)e hat, in bei* einen ober anbern \u00a9egenb be\u00ea- \u00a9Sa\u00efbe\u00ea baffelbe zu Oermnthen, au\u00ea ben am gef\u00fchrten \u00a9r\u00fcnbett oft fehr fd)ioierig, bit bahin bnrd)zubringen; Wenn \u00a3)iet aber gegl\u00fcdt ifl, ntitf man feben bei* rieftgen SB\u00e4ume genau muftent, ob nicht irgenbwo int \u00a9Sihfel bie ben \u00a9ittgattg Zum SZefie bilbeitbe \u00a9halte j\u00eed) beftnbei \u00a9i\u00eaWeilett oerr\u00e4tl) ba\u00ea ab= unb zufliegenbe \u00a9Z\u00e4nndjett ba\u00ea SZefi, unb \u00a9ie\u00ea tear ber $all bei bem einzigen, Weldje\u00ea ich bi\u00eaher beobachtete. \u00a9affelbe toar in einer ^\u00f6he oon etioa 60 $ttf in einem hohlen'OZafamalabaum angelegt unb bot mir \u00a9elegenfieit, ba\u00ea fd)on Oon ^or\u00eafielb SJtitgetheilte beft\u00e4tigt zu ftttben. \u00a9obalb n\u00e4mli\u00f6h bie zur Einlage bet ^Reftet gew\u00e4hlte Saumh\u00f6hle, bei bereu \u00a9rtoeiterung bei* ftarfe \u00a9chnabel ben V\u00f6geln fehr zu flatten tommen mag, in Orbnuttg gebrad)t ift, unb ba\u00ea 2Beibd)en zu br\u00fcten anf\u00e4ngt, toivb bet* \u00a9ingang Oom SR\u00e4ntt\u00f6hen mit einer aut \u00a9rbe unb oerfaultem ^olze beftel)enben, h\u00f6chft tvahvfdpcinlich mit bem \u00a9heidjel bet ^hiet'e\u00ea Oermengten SDZaffe fo toeit bi\u00abht gemauert, baf nur nodh eine \u00abeine Oeffnung \u00fcbrig bleibt, bttreh toelche ba\u00ea 2\u00dfeibd)en feinen \u00a9d)nabel oorftreden tann. 2\u00df\u00e4l)renb ber ganzen Brutzeit Wirb e\u00ea oom 3DZ\u00e4nnd)eit reid)lid) mit \u00c7r\u00fcd)ten gef\u00fcttert, unb te^tere\u00ea ift be\u00eahalb ;geztoungen, gnWeileu bi\u00ea in betoohnte unb oerh\u00e4ltnifm\u00e4fig baumarme \u00a9egenben ftd) zu begeben, \u00a9o iourbe z- S3, iu ber hieftgen, faft burchloeg angebauten \u00a9egenb ein foldje\u00ea SJt\u00e4nnchen in einem benad)barten \u00a9arten gefchoffeit. 2lber loarum gefdjteht nun ba\u00ea \u00a9inmauern be\u00ea 20eibd)en\u00ea? SDa^ e\u00ea, wie ^or\u00eafielb","page":247},{"file":"p0248.txt","language":"de","ocr_de":"248\n\u00aete \u00a9p\u00e4her. \u00dfeichtfchn\u00e4bler. Jpornu\u00f6gel.\nannimmt, 511m \u00a9d)ufee gegen ^ie Riffen gefd)el)e, fdjeint mir nid)t mahrfd)etnlid), ba menigftent tie jaoantfdjen Offert ftd) Ujo^C h\u00fcten mcrbeit, in ben 23ereid) einer fo kr\u00e4ftigen 2Saffe gu fommcu, alt et ber \u00a9djnabel bet 23ogelt ift. \u00a9her tonnten bie gr\u00f6\u00dferen \u00a9idfhornarteu gef\u00e4hrlidj merbcu, gumal mir ein \u00c7aKI befannt ift, ba\u00df ein gefangen gehaltenet ^lugetcporn einen in baffelbe 3imme^ gebrachten Ralfen fofcrt anfiel, troh bet \u00a9tr\u00e4ubeut t\u00f6btete unb felbft tl)eilmeife auf fra\u00df. 33efonberer \u00a9rm\u00e4lj= nung merth fdjeint*mir ber Umftanb gu fein, ba\u00df in bem oon mir beobad)teten \u00c7a\u00ef\u00efe bat 2\u00f6eibd)eit ben gr\u00f6\u00dften feiner ^dpnitg = unb \u00a9d\u00dfoangfebern Oerloren hatte, inbent oon ben \u00a9dpingen erfter Orbnuug nur nod) bie beiben elften, oon benen gtoeiter Drbnung in bem einen gl\u00fcgel nod) fcd)t, in bem anbent blot nod) bier oorhanben mareu, m\u00e4fjrenb bie neun elften ein \u00fc\u00dficrtel bit ein kalbet ihrer S\u00e4nge erreid)t hatten, \u00a9huren baton, ba\u00df bie Gebern etn>a abgebiffen maren, lie\u00dfen fid) nirgenbt finben; and) mar et auffatlenb, ba\u00df ber D\u00eeumpf bet \u00a3ljiei\u2018c\u00eb tteber \u00a9toppein nod) funge Gebern geigte. $olge biefet mangelhaften Buftanbet feiner Fl\u00fcgel mar ber SSogcl nid)t im \u00a9tanbe, ftd) aud) nur einen $u\u00df torn 23oben gu erheben, unb m\u00fcrbe, einmal au\u00bb bem SRefte gefallen, auf feine \u00e4\u00dfeife mieber in baffelbe haben gelangen f\u00f6nnen. \u00a90 meit meine 23eobad)tungen. \u00a3)er (Stngebonte, me\u00efdjer bat erm\u00e4hnte \u00fcfteft gefunben hatte, unb mich 3U bemfelben f\u00fchrte, oerfperte mir, ba\u00df bat 2\u00dfcibd)en m\u00e4hrenb bet 33v\u00fctent ftctt bom SDR\u00e4nuchen auf bie angegebene S\u00dfeife eingemauert m\u00fcrbe, ba\u00df et in biefer 3eit feine \u00a9djmingen med)fele, b\u00f6llig ungefdfdt gum fliegen m\u00e4re unb erft gu ber 3eit bet ^l\u00fcggemcrbcnt ber jungen fein ^lugberm\u00f6gen mieber erhalte. (St finbet mithin biefet (Siumaucru lebiglich aut $orforge ftatt, um gu berh\u00fcten, ba\u00df bat 2\u00dfeibdjeit nicht au\u00ea bem 9iefte f\u00e4llt. SBeitere 23eobad)tungen m\u00fcffen \u00a3)iet entfdjeiben.\"\nJportfielb gibt noch aubere \u00a9rg\u00e4l)lungen ber (Singebornen mieber. (Sr behauptet n\u00e4mlich, ba\u00df bat S\u00f6eibdjen bom 2Mnnd)en ciferf\u00fcd^tig bemalt unb nadj 23efinben beftraft merbe. \u00a9laubt bat 2R\u00e4nnd)en, fo ungef\u00e4hr fagt er, nad) einer geitmeiligen 2lbmefenl)eit gu bemerfen, ba\u00df ingmifchen ein anberet 9DR\u00e4ttnd)en fid) bem \u00dcKefte gen\u00e4hert l>at, fo mirb bie Oe\u00dfnung fofort burd) ben eifere f\u00fcd)tigen unb erg\u00fcrnten 23ogel gugemauert, unb bat eingefd)loffene 2Beibd)eit mu\u00df altbann cleublid) uinfomnieit.\n$E>at bon 23ernftein befdjtiebene 9Reft beftanb aut einer einfachen, b\u00fcrren Unterlage bon menigen SReifertt unb .Ipolgfp\u00e4ueu. ,,\u00a9t enthielt neben einem f\u00fcrglich autgefrodjenen, noch blinben jungen ein ftarf bebr\u00fctetet (Si, meldet im SSeif\u00e4ltni\u00df gum 23ogel giemlid) f(ein ift, ba fein S\u00e4ngen; burd)ineffer nur aut 64 SDRillemeter, fein gr\u00f6\u00dfter Ouerburchmeffer nur aut 43 SD\u00eeidemeter befteht. (St hat eine etmat l\u00e4ngliche \u00a9eftalt unb giemlidh grobf\u00f6rnige, mei\u00dfe \u00a9d;ale, auf ber hier unb ba einige bla\u00dfr\u00f6thlidje unb br\u00e4unliche, menig in bie 2lugen fatlcnbe molfen\u00e4hnlidje 3eid)nungen unb Rieden fid) befinben.\"\nSDer ber\u00fchmtefte aller afrifanifd)eit \u00abIpornb\u00f6gcl ift ber 21 bbagamba (Bucorax abyssinicus), Vertreter ber \u00a9ippe ber ^ornraben. (Sr geh\u00f6rt gu ben gr\u00f6\u00dften 2lrten ber Familie, i\u00df fr\u00e4ftig gebaut, furgfl\u00fcgelig, furgfd)m\u00e4ngig, aber giemlid) ljod)beintg. \u00a9ein \u00a9djnabel ift fehl' gro\u00df, fcpmach gebogen, feitlid) abgeplattet, ftumpffpi\u00dfig, in ber SQRitte ber \u00a9d)neiben flaffenb, aber nur mit einem furgen, obfdjon giemlid) hohen 2lutmud)fe \u00fcber ber iffiurgel bet Oberfchnabelt Oergiert. \u00a3>ie 2lugen unb bie ^eplgegenb finb nadt unb fepr lebhaft gef\u00e4rbt. 3stn \u00c7ittig \u00fcberragt bie fed)tte \u00a9chminge bie anbern. S)at \u00a9efieber ift, bit auf bie gehn gilblidjmei\u00dfen ^)anbfd)mingen, gl\u00e4ngenb fd)marg, bat 2luge bunfelbraun, ber \u00a9chnabcl, mit 2lutnahme einet ^ledent am Dberfdjnabet, melcher hinten roth, oorn gelb ift, fd\u00fcoarg, ber 2lugenring, mie bie ^ehle, bunfelbleigrau, festere breit l)od)roth gef\u00e4umt. \u00aeat S\u00f6eibdjen unterfd)eibet fid l)auptf\u00e4d)lid) burd) etmat geringere \u00a9r\u00f6\u00dfe unb bat meniger entmidelte nadte ^el\u00dffelb. \u00aeie S\u00e4nge betr\u00e4gt nad) eigenen SDReffungen 43l 2, bie 23reite 70, bie ^ittigl\u00e4uge 213/4, bie \u00a9d)mangl\u00e4nge 1342 Soll.","page":248},{"file":"p0249.txt","language":"de","ocr_de":"Sahrbogel. 'SU'b a fi a mb a.\n249\nSDer $ornrabe hat ungef\u00e4hr bicfelbe Serbreituug, wie ber \u00dctof, ift aber \u00fcberall felteuer. (Sr lebt nur paarWeife unb nicht unter [einen \u00a9attunggberWanbtcn*> ift and; fein Saumbogel int eigentlichen \u00a9inn\u00e9 beg-30ortg, [cubent [djreitet rabenartig auf ber (Srbe umher, hier Sprung [ud^enb, uub nimmt nur, Weint er aufgefd^eud^t Wirb, auf S\u00e4umen [eine 3uflud)t ober erw\u00e4hlt fte gu [einen dtuhefihen. 9?ad; ber Srutgeit bereinigen ftd; guWeilen mehrere ^\u00dfaare mit ihren jungen, unb bann fann man ad;t big gehn \u00a9t\u00fcd auf ben Srachfelbertt umherWanbern fehen.\n2)er Segel ift eine [o auffadenbe (Srfdjeinung, ba\u00a7 er jebem (Singebornen Wehl befannt ift unb fid) eine geWiffe 2ld)tung erwerben hat. Sei Erregung geberbet ftd; namentlich bag S\u00eeattnchen [ehr\n2) er 2lb\u00ef>agamfia (Bucorax abyssinicus).\n[onberbar. (Sg breitet [einen \u00a9djWang au\u00bb unb legt ihn Wieber gufammen, gang nach 2Trt beg \u00a3rut= hahng, bl\u00e4ft [einen $et)lfad auf, [dfjleift [eine Fl\u00fcgel auf beut Soben unb gibt ftd) \u00fcberhaupt ein geWaltigeg SInfehen. SDer (Sang ift rabenartig, aber etwag mehr Wadelnb, ber $lttg feinegWegg fchwad), Wie behauptet Wirb, fonbern im \u00a9egentheil leidjt unb fd;\u00f6n, auch auf gro\u00a7e \u00a9treden hin [thwebenb, [obalb ber Sogei erft eine geWiffe ^\u00f6he erreicht hatT SDod\u00bb liebt eg aud) ber jporttrabe nicht, in einem $uge Weite \u00a9treden gu burchmeffen, -fonbern f\u00e4llt, Wenn er aufgcfcheudjt W\u00fcrbe, halb Wieber ein. \u00a9inb S\u00e4ume in ber de\u00e4he, [e pflegt er gun\u00e4dbft biefen [ich guguWettben unb bon","page":249},{"file":"p0250.txt","language":"de","ocr_de":"250\n\u00a3)ie \u00a9p\u00e4l;er. Seid^tfc^n\u00e4bter. \u00a3)ontt\u00f6geT.\nber \u00a3>\u00f6l;e aug umher gu fp\u00e4ljen. \u00a9rfd;eint il;nt \u00a9twag bebeitflid;, fo ergebt er fid; htd; auf beit f\u00c7\u00fc^eit uttb fcpaut mit ge\u00f6ffnetem \u00a9dhnabel \u00e4ngfilid; ben \u00a9nfontmenben entgegen, \u00a9er elfte Saut, Welcher ton einem auggeftojgen Wirb, gibt bann bag 3eid;en gur $lud;t f\u00fcr bie gange \u00a9efell; fdpaft. \u00a9d;eu nnb torftcfdig ift er unter alten Umft\u00e4nben, unb begl;alb h\u00e4lt eg ftetg fd;Wer, ftd; ihm 311 nahen. \u00a9elbft beim $utterfud;en w\u00e4hlt er ftd) am tiebften fold;e \u00a9teilen, Weld;e nad; alten \u00a9eiten hin freie Umfd)au geftatten.\n2>n bem \u00a9tagen eineg m\u00e4nnlichen $omraben, Welchen id; gerlegte, fanb id; unter \u00a9ung; f\u00e4fern unb ^\u00bbeufd^reden einige 2B\u00fcrmer unb ein giemlid; grofjeg \u00a9ham\u00e4leoit. \u00a9ouruep gibt \u00a9d;neden, \u00a9ibed;fen, $r\u00f6fd;e, hatten, \u00a9t\u00e4ufe, terfchicbene $eufcf;reden, \u00ae\u00e4fer unb anbere \u00aeerb; t^iere, \u00a9t on teil*0 Surd;e, \u00a9\u00f6gel, \u00a9ier, \u00ae\u00e4fer, \u00a9taubiofaWurgeln unb \u00a9runbtt\u00fcffe alg feine \u00a9ahrmtg an. \u201e(Sr jagt\", fagt \u00a9ourneb, \u201eam tiebften ba, Wo bag \u00a9rag Weggebranut W\u00fcrbe, hadt mit feinem kr\u00e4ftigen \u00a9dpnabel in ben garten \u00a9oben, bre^t haftig \u00a9rbflumpett um, fobafj ber \u00a9taub batonftiegt, nimmt bie gefangenen \u00c6erbthiere, wirft fie in bie Stift, f\u00e4ngt fte Wieber auf unb l\u00e4ft fte in ben \u00a9d;lunb tjinabrolten. \u00a9r\u00f6tere \u00a9erlangen tobtet er auf folgenbe 2lrt. \u00a9knn einer ber \u00a9\u00f6gel einen berartigen Surd; entbedt bat, fommt er mit brei ober tier anbern ^erbei, n\u00e4hert ftd^ &on ber \u00a9cite mit auggebreiteten \u00a9d;Wingen unb reigt mit biefett bie \u00a9d)lange, breht ftd; aber im red;ten 2tugenbtid ploplid; um, terfept i\u00a7r einen gewaltigen ^\u00bbieb mit bem \u00a9dpnabel unb t;\u00e4tt gefd;Winb Wieber fein fd;\u00fcpenbeg $l\u00fcgelfd;ilb tor.- \u00a9iefe Eingriffe Werben Wiebertjolt, big bie \u00a9dtjtauge tobt ift. \u00a9et;t biefe gum Angriff \u00fcber, fo breitet ber ^ornrabe beibe Fl\u00fcgel tor ftd; hin unb fd;\u00fcpt bantit ben \u00aeopf unb bie terWunbbarften \u00a9(jede.\"\n\u00a9ie \u00a9timme ift ein bumpferSaut, Welcher Wie \u201ebu\" ober \u201efu\" Hingt. \u201eSoden fict; \u00a9t\u00e4nndjeu unb \u00a9$eibd;en\", fagt jpeuglitt, \u201efo ft\u00f6jgt ber eine, Wahrscheinlich bag \u00a9t\u00e4itnd;eit, biefen buntpfen, Weit p\u00f6rbaren Saut aug, unb auf ihn antwortet ber anbere ebenfo, aber um eine Df t\u00e4te p\u00f6per. \u00a9iefe Unterhaltung ber \u00a9atteu, Welche faft ungertrennlich ftnb, bauert oft Wohl eine \u00a9iertelfhtnbe laug ununterbrochen fort, bi\u00bb irgenb eine \u00e4u\u00dfere \u00a9t\u00f6rung fie beeubet.\" \u00a9ournet; berid;tet genau \u00a9affelbe, bemerft aber nod;[, baf\u00ea bag \u00a9t\u00e4nud;eit uuab\u00e4nberlid; gnerft gu fdbreien beginnt, unb ter; fid;ert, baft man ben \u00a9uf faft gWci englifd;e \u00a9teilen Weit ternehmen fann.\n2lug eigener \u00a9rfahrung Weift id;, baft ber jpornrabe in ^o^lert \u00a9\u00e4ttmen br\u00fctet, nnb burd; ^peuglin, baft er fleine, runbe, rauhfd;alige, Weifte \u00a9ier legt, Db bag \u00a9elege aug mehr alg einem eingigen \u00a9i befteht, unb ob bag 2Seibd;en eingemauert Wirb, ift, fo tiel ich Weift, gur 3eit noch nicht eutfdhieben. \u00a9ie \u00a9aumh\u00f6hlung, Weld;e ich anffanb, geigte feilte \u00a9pur ton einer bei*; artigen Arbeit unb enthielt nur ein eingigeg 3unge. \u00a9affelbe War giemlidh fl\u00fcgge unb big auf ben \u00a9titteltheil ber \u00a9dhWungfebern rein fd;Warg. \u00a9on einem ^orn auf ber \u00a9d;tiabelwurgel War noch feine \u00a9pur gu fepen. 2Bir terfuepten, bie Sllten beim \u00a9efte gu fd;iefteit unb brachten bag fd;on au\u00eagehobene Snnge be\u00eapciIB Wieber itt bie \u00a9iftp\u00f6hle gur\u00fcd; feinet ber fd;euen \u00a9Item aber lie\u00a7 fidp erbliden. \u00a9a\u00ea 3unge W\u00fcrbe mit ropem gleifd;e ern\u00e4hrt unb geigte fid; halb fehr gutraulid;. \u00a9\u00ea War auf nuferer \u00a9arfe nicht gefeffeft, fonbern fonnte ftd; nad; \u00a9elieben bewegen, hatte fich aber halb einen beftimmten 5ptah au\u00ebgeW\u00e2hft nnb fehrte gu biefem unter allen Umft\u00e4nben gur\u00fcd. \u00a9e\u00ea fonber; baren \u00c7rennbfchaft\u00eaterh\u00e2ltniffe\u00ea, weld;e\u00ea e\u00ea mit-einer \u00a9teerfahe fd\u00a7fo\u00a7, h^c id; fd^on im elften \u00a9anb biefe\u00ea SBerfe\u00ea (\u00a9. 58) \u00a9rW\u00e4hnutig getl;an, uttb id; Will hier nur nod; hinguf\u00fcgeu, ba^ e\u00ea ber 3(ta\u00ebhorntogel War, Welcher fp\u00e4ter beit greunbfchaft\u00bbbunb aufred;t erhielt. 3n \u00a9harthum burfte ber ^orurabe int $ofe untherfpagiereit unb treiben, Wag er Wollte; er mad;te auch ton ber if;m gefchenfteit Freiheit umfaffenbett \u00a9ebrauch, unterlie\u00df aber nie, ton 3ett gu 3eit gu feinem ^reuiibe gnr\u00fcdgufehreu. 2ln manchen \u00efagen terbrad;te er \u00a9tunben in beffett \u00a9efellfd;aft, obgleich er toll; ft\u00e4nbig gemi^h^belt W\u00fcrbe. \u00a93 Waren mehrere Slffen im $ofe angebunben, ber ^ornrabe fannte aber feinen \u00c7reunb fehl* Wohl uttb ging immer gu biefem, nie gu einem anbern hin. Uebrigeng Wujgte er fich auch fortft gu unterhalten, \u00a9r ter folgte unfere g\u00e4hnten Sbiffe, jagte nad; \u00a9perlingen ober trabte in l\u00e4cherlicher 3Beife, fd^einbar nuplog, im |>ofe auf unb nieber, fprang guWeilen torn","page":250},{"file":"p0251.txt","language":"de","ocr_de":"Slbbagamba.\n251\n\u00a9oben auf, f\u00fchrte bie \u00eeiauiibeT\u00cfic\u00a3;ften S3eibegungen mit bem Sopfe attg u. f. m. S\u00eeid)t fetten v befiieg er eine unferer Sagerft\u00e4tteu, legte ftd) tjiev gem\u00fctlflid) nieber, breitete bie Fl\u00fcgel aug unb ftecfte feinen Sopf halb unter beu Saud;, halb unter bie ^tilget. \u00a9egen uttg mar er burd)aug tiid)t b\u00f6sartig : er lie\u00df ftd) fireid)en, aufhebett, forttragen, beferen unb unterfud)en, ohne jernalg in Born zu ger\u00e4tsen, mad)te \u00fcberhaupt bon feinem furchtbaren Schnabel nientalg \u00a9ebraud).\n$\u00a3)a\u00df nid)t atte gefangenen iporuraben fo angiet;enb ftnb, mie biefer jung aufgezogene, gel)t aug einer 3J\u00eeitt\u00ef)eitung bon SBobittug heri)ca\u2018: ,,\u00a9ie fc^\u00e4^en mid)\", fc^reibt mir mein ^reunb, \u201eim Seltne bcg .Jpomraben gl\u00fcdlid), id) nrtd^ fetbft aber nid)t. 3><h mu\u00df fagen, baff ber 23ogel ein ungemein langmeiliger \u00a9efelt ift, obmol)l feine ganze \u00a9rfdjeinung fel)r in bie Slugen f\u00e4llt. Sllg bag ^er autant, \u00fcbermieg id; it;m eine eigene Slbtl)eilung in meinem @efellfd)aftgt\u00e4ftg, in meld)er ftd) Zuf\u00e4llig eine fl\u00fcgellahme $augtaube, fonft fein lebenbeg SBefen befanb. \u00a3>ie erfte \u00a3\u00ef)at beg $ortts raben, meld)er ftd; nad) bem ^erau\u00eanehnten aug bem SSerfanbf\u00e4ftge fd)ett nieberb\u00fcdte, mar, ba\u00df er, fobalb er ftc^ unbeobachtet glaubte, fofort bie \u00a3aube \u00fcberfiel, t\u00f6btete unb halb auffra\u00df. SBemt ich nt id; fern ober berftecft hielt, ging er, ungef\u00e4hr mie ein \u00a9telz\u00f6ogel fd)reitenb, in feinem 3lufentl)attg; orte umher, begehrlich nad) allen benachbarten SS\u00f6geln fd^ielettb, unb er m\u00fcrbe biefe gemi\u00df get\u00f6btet haben, m\u00e4ren fie nid)t burd) fiebere SDral)tm\u00e4nbe bon ihm getrennt gemefen. Stapte fid) ihm 2>emanb, fo br\u00fcefte er fid) fofort in eine fteine \u00a9de nieber unb hielt fid) fo ruhig, ba\u00df man il)n f\u00fcr aug; geftopft ha^cn tonnte, h\u00e4tte er nicht bag gro\u00dfe lebhafte Singe bemegt. S\u00f6enbete man .fid) einen Slugenblid ab, fo fd)l\u00fcpfte er mie ein ^3feil in fein ^)\u00e2u\u00ebd)eu unb berfuchte fich febent 33lide zu ent; Ziehen. SWm\u00e4hlid) erhob er fid) bann mieber unb fal) ftd), langfant borfchleid)enb, um, ob bie Stift rein fei. JSpatte er fid) in biefer Beziehung beruhigt, fo fd)ritt er mit genieffciten (Schritten meiter unb fchmang ftd), t)a\u00efb fpringenb, halb fliegenb, auf eine \u00a9ipftange ober am liebften auf bie \u00a9pi^c einer fleinen \u00efamte, meld)e fid) unter bem \u00a9emid)te beg S\u00dfogelg umbog. .\u00eepier fa\u00df er bann ganz ruhig, obgleich eg mir unbegreiflich mar, mie er mit feinen furzen Behen auf bem fdjmattfenben \u00a9i^c ftch zu erhalten bermod)te. Burner aber fah er fi<h \u00e4ngftlid) um, ob mohl aud) Bemaub ftd) il)m n\u00e4here. 33ei gr\u00f6\u00dferer 3lnn\u00e4f)entng batte man alle Urfad)e, ftd) bor feinem m\u00e4d)tigen \u00a9d)ttabel in Sicht zu nehmen. SUtit bem Singe feber S3emegung beg fich ihm 9t\u00e4l)ernben folgenb, \u00f6ffnete er beu \u00a9chnabel unb fuhr pfeilfd)nefl nad) ber auggeftredten .\u00eepanb, unb feine Siffe maren ungemein fr\u00e4ftig unb fd)merzten empftnblid). \u00a3>ie Si\u00e4nber beg \u00a9d)ttabelg ftnb fel)r fd;arf, unb ber bazmifd)en gerathene Ringer ifi in gro\u00dfer \u00a9efahr, l)\u00ablb abgefch\u00e4lt zu merben, mie id) fetbft zu meinem nid)t geringen S\u00dferbruffe erfahren mu\u00dfte. SDennod) ift eg leicht, beu SSogel zu padett; beim man braucht ihm mit ber einen .fpanb nur einen \u00a9egenfianb borzuhalten, auf meld)en er fein Sfugennterf richtet, unb tarnt ihu bann burd) einen fd)netten \u00a9riff mit ber J^anb am jpalfe paden.\"\n\u201eSJteiu \u00a9efangener berfd)m\u00e4hte febe anbere Stahrung, alg ^leifd); S3rob uttb $r\u00fcd)te r\u00fchrte er nicht an. Slm liebften berzehrte er SMufe, bereu er fe<h^ big acht \u00a9t\u00fcd nad) einanber berfd)lang; ebenfo maren it;m SS\u00f6get fel)r mittfommen. 5\u00a3)ie \u00dcJt\u00e4ufe m\u00fcrben mit bem Jpaar, bie 35\u00f6gel mit allen Gebern hiuuntergem\u00fcrgt. \u00a9in einziger 33i\u00df gen\u00fcgte, um ben armen \u00a9pah, meld)er mit 33li|egfd)uelle erfa\u00dft m\u00fcrbe, zu tobten. fftegenm\u00fcrnter maren gleid)fallg eine gefugte \u00a9peife unfereg SSogelg; bod) festen ihm alle biefe Soft nicht zuzufagen, unb id) m\u00f6chte behaupten, ba\u00df er in ber Freiheit hauptf\u00e4d)lid) bon 2urd)en lebt. SErofc ber forgfantften pflege uttb reid)lichften Soft m\u00fcrbe mein \u00a9efangener fel)r mager, bag fleifchige Seplfelb, meld)eg ftch fr\u00fcher ganz feft anf\u00fchlte, zeigte fid) fchlaff unb meich unb einer Jjpautfalte \u00e4hnlich. \u00dcDlatt tonnte bag \u00a3l)ier uid)t tr\u00e4nt neunen: cg fra\u00df unb berbaute gut, bie Gebern lagen ipnt fitapp amSeibe; bie \u00fcberhanbnel)menbe Slbzel)ruug unter biefen Umft\u00e4nben aber mar ein fichereg Beiden, ba\u00df eg fiep nicht mohl f\u00fchlte unb irgettb \u00a9\u00dcoag bermiffen mu\u00dfte, \u00a9itteg SJ\u00ceorgettg fattb id) ihu tobt in feinem S\u00e4fige.\"\n\u201e3d) taufe ttiemalg einen .ipornraben mieber; beim biefer eine h\u00abt mich burd) feine \u00a9d)euf)eit ftetg ge\u00e4rgert. Siietnafg h^be ich il)n in feinem \u00a3l)un unb Treiben beobad)ten t\u00f6nuen unb mit Stiemanb hftt er ftd) befreunbet.\"","page":251},{"file":"p0252.txt","language":"de","ocr_de":"252\n\u00a9te \u00a9p\u00e4()er. Seidfjtfdjn\u00e4bler. \u00a3)omb8ge\u00ef.\nSBeitere\u00eb erfahren toir burdj 9Jlonteiro. \u00a9in \u00a9efangener bicfc\u00ea fjorfd&er\u00e4 erhielt gemifdjteg flutter uitb befanb ftc\u00ef) ibol)l babei. \u00a9inmal tourben ibm aud) $ifd)e borgetoorfen, unb eg fdjiett, ba\u00df biefelben i(;m fef;r besagten. SU\u00bb er auf bout .\u00eepiUjnerljofe freigelaffen tourbe, ft\u00fcrgte er jtdj fofort auf bte \u00ae\u00fcd)lein, m\u00fcrgte iu einem S\u00efugenbiid fed)g bon ifjnen \u00c7inab unb befdjlo\u00df fein $r\u00fc\u00a7ftiid mit berfdjiebenen \u00a9iern, toeldje er gu fid; ua\u00efjm.\nSDie \u00a9ingebornen Slfrifag [teilen bem \u00a3>ornraben nid;t nad), ibeil fie fein ^leifd) nid)t gu ber\u00efoert\u00efjen, ben erbeuteten \u00fcberhaupt nidjt gu benufcett toiffen. ^>ier unb ba fotX ber SQogel gu ben \u00efjeiligen \u00a9gieren geg\u00e4rt toerben. \u00a9ine cigentb\u00fcmlidje ^agbtbeife if\u00ee in $orbofal)n \u00fcblid). \u201eSJtan pflegte beu $ornraben\", fagt S\u00ee\u00fcbpell, \u201ef\u00fcr mid; regelm\u00e4\u00dfig lebenb eingufangen, iubern man iljn burdj ftete\u00bb Stadjjagen gu ^ferbe fo lange berfolgte, big er, aufg Sleu\u00dferfte erm\u00fcbet, ftd^ nidfjt mel;r auff dringen fonnte.\"","page":252},{"file":"p0253.txt","language":"de","ocr_de":"gierte ^ctljc.\nC \u00e4 tl f r r (Cursore s).\ns ^)te \u00a9emegung\u00a7f\u00e4l)igfeit eine\u00bb Oefd^\u00f4pfe\u00ea ift, menn nid)t bie roefentItd;fie, fo bod) eine ber elften \u00a9ebingungen zu feinem Seben; fie ift aber aud) ein SJievtgeid^en f\u00fcr feine \u00a9tellitng im \u00a9Aftern, f\u00fcr feine toermanbtfdhaftlidhen ^Bereifungen ju anbern, ba fte, mie mir fd)on mehrfach erfahren haben, bie (Erl\u00e4uterung feiner \u00a9efia\u00eft felbft ift. \u00a9ei ben bi\u00eal)er belfanbelten Orbttuttgen ber \u00a9\u00f6gel mag bie j \u00a9rfenntni\u00df biefer \u00a9>al)rheit zumeilen fd)mierig fein, bei benjeuigen Orbttungen, meldt;e mir nod) ju be^anbeln haben, br\u00e4ngt fie fid) jebem Unbefangenen non felbft auf.\nSCRit ben eigentlichen \u00a9aum; unb Suftto\u00f6getn hoben mir abgefdfloffen unb unS fortan mit benen Zu befd)\u00e4ftigen, metdfe mehr ober meniger auf ben \u00a9oben gebannt finb. 2lud) unter ben S\u00e4ufern gibt eS nod) niete,, mcld^e ben gr\u00f6\u00dften Xlfeil ihve^ SebenS auf \u00a9\u00e4unten nerbringen unb nur auS; nahrn\u00eameife ihren Manien beth\u00e4tigen; bie \u00a9efammtl)eit aber geh\u00f6rt entfdfieben ber \u00a9iefe, bent \u00a9oben, an, unb nicht menige finb fremb gemorben in ber -Ipolfe: bie midfjtigfte \u00a9egabung ber \u00a9\u00f6gel, $tugf\u00e4l)igfeit, geht ihnen toollft\u00e4nbig ab.\n\u00ef SDaS gemeinfame Kennzeichen ber S\u00e4ufer ift bie bebeutenbe \u00a9ntmicfelung ihrer \u00a9eine auf Kofien ber $l\u00fcget. \u00a9eibe \u00a9emegungSmerfzeuge fiel)en bei ihnen in einem beftimmten \u00a9erh\u00e4ltniffe gu einanber; b. h- bie $l\u00fcgel toerf\u00fcmntern in bemfetben \u00a9rabe, in bem bie \u00a9eine ftd) toertooK; fomntnen. Oamit ift zugleich auSgetyrod)en, ba\u00df bie toollfommenften S\u00e4ufer nicht auch als bie I)\u00f6d)ft; ftehenben gelten m\u00fcffen; benn nicht bie \u00a9infeitigfeit, bie \u00fcbermiegenbe \u00a9uSbilbung eines unb beffetben SeibeStl)eifeS ober \u00a9tiebeS, fonbern bie \u00aeleidf)m\u00e4\u00dfigfeit unb \u00a9in\u00ef)etfigfeit ber t*erfcf>iebenen \u00a9Werf; Zeuge beS SeibeS befunbet bie \u00a9o\u00ef\u00effcmmeml)eit.\nStuf bie \u00a9efd)affenl)eit ber \u00fcbrigen \u00a9lieber ber S\u00e4ufer fommt eS, bez\u00fcglich ihver 9tang; 1 orbnung im gro\u00dfen \u00a9anzen, meniger an, unb beSl)a\u00efb mirb eS fein fehler fein, toon einer \u00a9efdfreibung ber allgemeinen SJcerfmate gun\u00e4dhft abzufehen, zumal auch biefe fReilfe reich ift an toerfd)iebenartigen \u00a9eftalten, unb ihre \u00a9nbglieber meit auS einanber liegen ober, um cS mit anberen \u00a9Porten zu fagen, fidh mefeutlich toon einanber unterfdheiben.\nOie S\u00e4ufer finb ebenfalls \u00a9Weltb\u00fcrger; ihre \u00a9erbreitung ift aber, in gemiffent \u00a9inne, eine ! befd)r\u00e4nfte, benn nicht einmal jebe Orbnung hat in jebem \u00a9rbtheile ihre \u00a9ertreter. Oa\u00df ber 3Reidh= thum ber \u00a9leidherl\u00e4nber auch htnftchtlid) biefer 9\u00eeeil)e ftd) auStyrid)t, ift erfl\u00e4rlid); bo<h fann man nicht fagen, baff bie gem\u00e4\u00dfigten \u00a9iirtel arm an S\u00e4ufern finb: fie finben ftd) fogar im n\u00f6rblidhen falten \u00a9\u00fcrtet nod) in mehreren \u00a9typen, \u00a9inzetne \u00a9rten finb ober maren hinftd)t\u00efid) tyres \u00a9or; fomntenS fo befdhr\u00e4nft, ba\u00df fte bereits g\u00e4nzlich toertilgt merben fonnten ober ihrer \u00a9ernid);","page":253},{"file":"p0254.txt","language":"de","ocr_de":"254\nSDte S\u00e4ufer.\ntung unauftyaltfam entgegen getyen; anbere 9lrten Verringern fidf; ntetyr Von S\u00abtyr 51t Satyr. Styre 2lufenttyaltlorte fmb ty\u00f6d)ft vertrieben. 9\u00eeocty bitbet ber Sktb ityren bevorzugten S\u00dfotynfib; fie beleben aber aucty baumtofe \u00a9egenben in verty\u00e4ttuifm\u00e4fig gro\u00dfer Slnzatyl unb [teigen im \u00a9ebirg \u00fcber bie \u00a9renge bel 23aumivud)fel empor ober bi! zur pftanzenlofen \u00c6\u00fcfte bei SDteerel tyinab.\n9Jtan mu\u00a7 amtetynten, baf; bie \u00dciatyrung auf ben Slitfenttyaft ber S\u00e4ufer gro\u00dfen \u00a9inflttf aul\u00fcbt; unfere Seobactytungen fmb berzeit aber nccty nid)t votlft\u00e4nbig genug, all ba\u00a7 tvir feftfteUen tonnten, in rvie iveit fte 9lbty\u00e4rtgigleit bebingt. \u00a9erabe bei ben S\u00e4ufern ty\u00e4tt el fetter, bie tyinfidf;tlicf> biefer Slbty\u00e4ngigfeit unztveifeltyaft beftetyenben \u00a9efe^e zu crfennen. Unfere S\u00f6gel finb ttyeiliveife ebenfogut \u00dcbaubttyiere, ivie galten unb Stbler ober \u00a9cfdvalben unb l\u00e4nger, ttyeiliveife aber audty entfdf;iebenc ^\u00dfftanzenfreffer, unb man ift burctyau! nicht int \u00a9taube, von ityrer \u00a9eftatt aul mit \u00a9ictyertyeit auf bie bevorzugte 9tatyrung zu folgern; benn fctyeinbar Serivanbte tveictyen, bez\u00fcglich'it\u00e9rer \u00ef\u00effotyrmtg, fetyr von einanber ab. \u00a3>od) barf man im allgemeinen betyaupten, baf bie S\u00e4ufer fid) leidjter, all anbere S\u00f6gel, einer itynen urfpriiuglid) nictyt zufagenben \u00a9rn\u00e4tyrungliveife anbequemen unb ftd) bei einem putter, ivetdfel fte bei freier S\u00dfatyl iiaatyrfc^einlid^ verfd)nmtyen Iviirben, verty\u00e4ltnifm\u00e4fig tvotyl befinben.\n\u00a3)ie \u00fcbrigen SebenlVerty\u00e4ttuiffe ber in 3^ebe ftd)enben S\u00f6gel finb zu Verfd)iebenartig, all baf fte tyier befprodjett tverben f\u00f6nnten. \u00a3>a! $ortpflanzung!gefd)\u00e4ft z-\tftimmt foeitig \u00fcberein\nunb Verbient einer ganz befonbereit Sead)tung. 9iid)t bei alten S\u00e4ufern bettyeiligen ftd) beibe \u00a9Itern an ber Sebr\u00fctung ber \u00a9ier unb an ber \u00a9rzieljung ber jungen ; bie \u00a9orge bafiir f\u00e4ttt vietmetyr oft ber \u00e4Rutter allein zu: aber aud) fte fpielt nid>t immer bie .fjauptrotle, fonbent \u00fcberl\u00e4\u00dft biefe bem SSater, U)eld;er ben gelegten \u00a9ient unb au!gefd)liipfteit Suugett bie volle Eingebung ber SDtuttcr zu Styeil derben l\u00e4ft. Unb nid)t genug : el gefd)ietyt nod) n>eit Auff\u00e4lligere!. \u00a9inzelne S\u00e4ufer bef\u00fcntmern fid), nactybent bal S$eibd)en feine \u00a9ier in einem nat\u00fcrlichen Sr\u00fctofen untergebraept tyat, gar nicht ntetyr um bie 9tad)fommenfd)aft, fonbern \u00fcberlaffen el ber 9Jtutter SRatur, f\u00fcr fte zu forgen: biefe \u00a9Item Verfudjen alfo, faUl man fo fagen barf, fetbft ben tutuf nod) zu \u00fcberbieten. \u2014 Sut \u00fcbrigen fann tyier nod) bemerft toerben, bajj viele S\u00e4ufer bie anberett V\u00f6geln tyeilige etyelictye Brette nid)t fennett, viclmetyr nadj Art ber \u00a9\u00e4ugettyiere in Sieltveiberci \u2014 unb ebenfo in Sietm\u00e4nnerei \u2014 leben, ba\u00a7 bie Sermetyrung ber meiften eine bebeutenbe ift, baf* bie jungen von vielen fetyr felb; ft\u00e4nbig in bie SBelt treten, einzelne, wie ttad) Sorftetyenbem erkl\u00e4rlich, vom erftett Sage ityrcl Sebettl an in jeber $inftd)t f\u00fcr fi<h forgen, bafc ityre \u00a9nttvidlung bennod) eine fetyr verriebene, ityr S\u00dfactylttyum in ber Siegel ba\u00efb beenbet ift unb fie ftd) beltyalb zu 2tu|ttyieren vorz\u00fcglich eignen. \u00a3)ie O\u00eeeitye ber S\u00e4ufer [teilt allerorten beliebtel Sagbivilb, aul ityr W\u00e4tylte ftd) ber Stftenfd) feine ergiebigfien \u00a3>auiv\u00f6gel, unb auf fte vorzuglWeife ftitb bie Slide \u00dcDerer gerichtet, Welche ttnfcrcn S\u00df\u00e4lbern unb Fluren, unferett ^p\u00fctyncrty\u00f6fen unb \u00a9t\u00e4lten neue Setvctyner, neue Dtuhttyiere zufiityreit njollen. \u00a9I ift faum zu viel gefagt, menu mau betyauptet, ba\u00a7 nur bie S\u00e4ufer bie Sem\u00fctyungen unb Soften lotyiten tverben, welche bie gegenw\u00e4rtig fo lebtyaft betriebene \u00a9inb\u00fcrgerung frembl\u00e4nbifctyer Spiere bebingt.","page":254},{"file":"p0255.txt","language":"de","ocr_de":"\u00ae irro\u00f6gel.\n255\n,3el)nte ^rbmutg.\n\u00aeic \u00a9irrtt\u00f6flel (Gyratores).\n3\u00cfK bie \u00cf)\u00f4d)|~tfte6cnben S\u00e4ufer erfrfieinen uns bie \u00a9irrt\u00f6gel ober Xaubcu. 2)!an barf fie anfeben al\u00ea Berbinbung\u00eaglieber ber |joder unb SReftfl\u00fcd^ter, ber fctl^er bef)anbetten unb ber nodb gu bebattbelnben 33dgel. \u00a9ingelne f^orfd^er mo\u00ef\u00efen in ihnen \u00a3>\u00fcbner erfennen unb reifen fie mit biefen ein unb berfe\u00efBen Orbnung ein: bie gmifdben beiben 2\u00efbtbeitungen befiebenbe 9\u00efebntidbfeit ift febod) nur eine fdjeinbare, feine mirflidje; benn ftreng genommen unterfdjeiben ftcb bie H\u00fcbner ober \u00a9djarr; O\u00f6gel in feber ^infid^t oon ben \u00a9tubett, foioeit fid) folder Unterfcfjieb innerhalb ein unb berfelben Sfteibe geltenb madden fanit. \u00a9ie tauben finb Sfteftboder, bie .\u00eep\u00fcbner \u00ef\u00ef\u00eeeftf\u00ef\u00fcdbter, b. b- feue merbett bilflo\u00ea, ^alb nadt, blinb geboren, bicfe fontmen al\u00ea fertige @e[d)\u00f6pfe, befiebert unb mobt begabt gur \u00cfBelt. \u00a9iefer eingige Xlnterfd^ieb ift fo triftig, ba\u00df an eine engere Bereinigung beiber Slbtbeitungen, al\u00ea fie hier angenommen, nid)t gebadjt merbeit fann, fo lange man ba\u00ea ^)auptf\u00e2d^\u00efi(f)e nicht \u00fcber bcm SRebenf\u00e2d^\u00efid^en, ba3 SBefentlid^e nicht \u00fcber bem Unmefentlidben Oergi\u00dft.\n2\u00f6er einen \u00a9irrOoget fennt, fennt affe. \u00a9ie Orbmtng ift eben[o ftreng in ft<h abgefd^fcffen, mie bie ber i\u00dfapageien ober \u00a9djmirro\u00f6'gel, foba\u00df man in i^r gem\u00f6bnlid) aud) nur eine eingige Familie fte^t unb biefe b\u00f6<hften\u00a7 in mehrere Unterfamilien gerf\u00e4ltt. Severe abgugrengen, f;at feine \u00a9djmierigfeit, unb barau\u00ea erfl\u00e4rt e\u00e4 ft cf) audt), ba\u00df bie Sfnficfjten ber f\u00c7orfd^er r\u00fcdfftdf)tlid^ ber tauben insgemein fe^r oerfchiebett ftnb.\n\u00a9ie \u00a9irro\u00f6gel'finb mittelgro\u00dfe, furgfdjn\u00e4beltgc unb furgf\u00fc\u00dfige S\u00e4ufer mit mitteUangeu f\u00c7f\u00fcgebn, Oerfcbieben langem \u00a9djioange unb gientlidf) reichhaltigem, aber feftanfiegenben \u00a9efieber, beffen F\u00e4rbung regelm\u00e4\u00dfig eine anfpredjenbe ift. \u00a9er Seib ift gebrungen gebaut, ber \u00a3>aI3 furg, ber \u00aeopf gientlidf; flein, aber mof)fgebilbet. \u00a9er \u00a9dmabel ift ftet\u00ea fttrg, bei ber 9Jteljrgaf>t aud) fcpmad), an feiner B\u00dfurgel meid), nur an ber \u00a9bi^e hornig, ^ier ettoa\u00eb aufgemorfen, gem\u00f6lbt unb fanft^afig gebogen, bei einzelnen fr\u00e4ftiger, bider, h\u00e4rter, au\u00eana^nt\u00eameife aud) fe^r gem\u00f6lbt unb fein Unterteil nab \u00f6er \u00a9pifce fogar geg\u00e4^nelt; er ift ftetS l)\u00f6ber al\u00eb breit; feine ^\u00e4nber ftnb eingegogett, gumeilen felbft ffaffenb; bie 9tafenl\u00f6d)er liegen gientlidf meit nad) oorn, ftnb gem\u00f6bnlid) rihf\u00f6rmig unb merben oft Oon einer baud)igeu, fnorbeligen, mit ber 2Bad)\u00eab\u00fbtit \u00fcberfleibeten \u00a9dmbbe bebedt. \u00a9er furge $u\u00df ift oiergebig, fein Sauf fetten h\u00f6bet* a\u00ef\u00ea bie SCRittetgebe lang, au\u00eanabm\u00eameife nur bi\u00a7 unter bie $erfe befiebert; bie 3ehen> bon benen brei nad) oorn jtdb richten, ftnb getbeitt ober b\u00f4dbfteit\u00ea burdb eine febr furge \u00a9bannbaut tbeilmeife oerbmtben, bie Tratten ftarf, aber furg, meift audb menig gebogen; bie Befleibung be\u00ea Sauf\u00ea mirb oorn burdb furge \u00a9uerfcbilber, hinten burdb neuartige \u00a9cbubben gebilbet. \u00a9er Fl\u00fcgel beftet)t au\u00ea bitten \u00a9dbmungfebern, oon benen gehn am ^anbtbeit, elf bi\u00ea funfgebu am Unterarm ft^ert, unb unter benett bie gtoeite bie anbern \u00fcber= ragt, \u00a9er \u00a9d)mang mirb regelm\u00e4\u00dfig au\u00ea gm\u00f6lf, au\u00eanabm\u00eameife au\u00ea oiergebn bi\u00ea fed^gebn Gebern gufammengefefd, ift meift furg unb fd)madb gerunbet, gumeilen aber audb lang unb bann gem\u00f6^nlidf; feitlid) ocrf\u00fcrgt. \u00a9a\u00a7 berbe unb feftc \u00a9efieber liegt aud) giemtid) glatt an; bie eingefnen Gebern finb Oerb\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00df, breit abgerunbet unb unten bunig. \u00a9anfte f\u00e4rben finb oorberrfdbenb, lebhafte, pracbtood fdbimmentbe aber feine\u00eatoeg\u00ea au3gefd)loffen; namentlich Jfpal\u00ea unb bie $t\u00fcgel= beden fdbitfern oft in ben ^\u00bbradbtooUften SJtetaUfarben. \u00a9ie \u00a9efcbledbter unterfdjeiben ficf) bei ben meiften 2lrten menig oon einattber; bie jungen hingegen meiden regelm\u00e4\u00dfig Oon ben 2ftten ab. ^inpdbttid) ber \u00a9r\u00f6\u00dfe l\u00e4\u00dft ftdb fagett, ba\u00df ber fftiefe unter beit bisher befannten \u00a9irro\u00f6geltt einer fleinen Bruthenne, ber 3ft>erg einer Serd)e etma gleidbfommt.","page":255},{"file":"p0256.txt","language":"de","ocr_de":"256\n^Tte S\u00e4ufer, \u00a9ivro\u00f6get.\nlieber ben inneren \u00a9au beS SeibeS liegen bie \u00a9rgebniffe eingepenber Unterfud)ungen oor. \u201eOie \u00a3auben\", bemerlt 9lipf<p, beffen Angaben audp bas fpater ftolgenbe entnommen ift, \u201egeigen in mehreren \u00a9ilbungS\u00fcerp\u00e4ltniffen, gumal in ber $ornt beS \u00a9ruftbeinS, ber \u00a9abel, beS \u00a9orberarmS, beS \u00a9edenS, beS \u00a9\u00efagenS, ber Suftr\u00f6pre \u00eec. eine nicpt geringe Slepnlidpteit mit ben \u00a3\u00fcpnern, meicpett anbererfeitS aber and) gar mertlid) Oon biefen ab.\"\n3m tnodjenger\u00fcft geid;net fid) gun\u00e2cpft bie tuftf\u00fcprenbe \u00a3irnfdjale burdp \u00a9reite unb W\u00f6lbung beS \u00a9tirntpeitS oor ber aller fogenannten edpten \u00a3\u00fcpner auS. OaS Opr\u00e4uenbein bilbet leinen oberen plattenartigen \u00a9orfprung, unb bie \u00efurgen nnb fdpmad)en \u00a9d)t\u00e4fbornen laufen nicpt in eine \u00a9pipe gufammen, trie beibeS bei ben $\u00fcpnern ber $a\u00ef\u00ef; bie \u00a9anmenlnodpen finb breiter, als bei beu \u00a3\u00fcpnern. Oie SSirbetfaule beftept auS 12 big 13 \u00a3atSs, 7.gum Opeil unter einanber oer; madpfenen 3ft\u00fcden; unb 7 \u00a9dpmangmirbeln. OaS \u00a9ruf\u00efbein apnelt bem ber Jupiter megen feineS gegen baS \u00a9eden pin oorfpringenben ^interranbeS, untcrfdpeibet ftcp aber burcp bie S\u00efnorbnung ber fogenannten Sudeten unb burcp bie auffa\u00cf\u00cfenbe #\u00f4pe beS tammeS, metdper nur oon ben \u00a9egtern, tolibriS unb gtugp\u00fcpnern an SluSbepnung \u00fcbertroffen mirb. Oem fcpmacpen, fdpm\u00e2djtigen \u00a9abel* beine feptt ber, bei ben \u00a3\u00fcpnern ausgepr\u00e4gte, untere unpaare f\u00c7ortfa^; ber ^anbtpeil ber gt\u00fcgel ift im \u00a9egenfap gu bem ber ^\u00bb\u00fcpner l\u00e4nger als ber \u00a9orberarm, unb biefer langer als ber Oberarm. OaS \u00a9eden ift ebenfo breit unb flacp, mie bei ben \u00a3\u00fcpnern, bie #interglieber beneu biefer \u00a9\u00f4gel \u00e4pntidp gebilbet, \u00fcbrigens burcp nicptS SIbfonberticpeS auSgegeidpnet.\nOie mintage ber \u00dc\u00c2uS\u00efeln erinnert in mancper \u00a3infupt an bie ber \u00a3\u00fcpucr; eS geidpnen ftd) namentlwp bie, melcpe bie \u00a9orberglieber bemegen, burdp bie aufjerorbentlidpe \u00a9tarie iprer \u00a9\u00e2ud)e unb bie t\u00fcrge iprer \u00a9epnen auS.\nOie meicpe Bunge ift fcpmal, fpipig, pfeilf\u00f6rmig, ipr feingeg\u00e4pnelter tfinterranb eingegogen; ipr tern beftept auS t norpelmaffe ; ber pintere unpaare \u00a9tiel bcS BungenbeinS ift ein eigenes bemeglicpeS \u00a9t\u00fcd. Oer \u00a9dplunb erweitert fiep gu einem mapren tropfe, beffen S\u00df\u00e4nbe in ber SBrutgeit fxd) oerbiden unb bann auf ber inneren Oberfl\u00e4d;e neuartige galten unb 3e^en meld;e unter erp\u00f6pter \u00efp\u00e2tigleit ber \u00a9lutgef\u00e4fte einen mildjartigen \u00a9toff abfonbern unb bamit bie elfte \u00a9peife ber Heilten Bungen bereiten, \u00a9o oiel bis jept befannt, unterfd;eiben fid) bie tauben pierburep oon allen \u00fcbrigen V\u00f6geln. Oer Vormagen ift geftredt unb br\u00fcfenreiep, ber eigentliche Klagen fepr muSfeltr\u00e4ftig. Oer Oarmfdjtaud) ift etma fed)S= bis adjtmal fo lang als ber Seil? ; bie \u00a9linbb\u00e4rme finb immer Hein. Oie Seber i|t unglcid)tappig; bie \u00a9attenblafe feptt; bie \u00a9aud); fpeid;elbr\u00fcfe ift hoppelt, bie \u00a9tilg breprunb, ber \u00a9ierftod einfad) unb nur auf ber linlen \u00a9eite entmidelt. \u2014\n9Jian barf bie \u00a9irro\u00f6gel moplbegabte \u00a9efep\u00f6pfe nennen, \u00a9ie finb bemeglid)e, muntere, tebpafte, feinfinnige unb giemlid) Huge Opiere, geid)nen fup audp oor oielen SS\u00f6geln unb inSbefonbere Oor ben oermanbten \u00a3\u00fcpnern burcp anfprecpenbereS 2Befen auS. \u00a9ie gepen gut, menu aud; nidpt gerabe fcpneU, fo bodp auSbauernb, niden aber bei jebem \u00a9dpritte mit bem topfe, meit ipre \u00a9eine bod) fepr niebrig finb. \u00a9ingelne 5lrten laufen p\u00fcpnerartig unb fepr rafcp \u00fcber ben \u00a9oben bapin, anbere geigen fup auf ipm ungefdpidt, um fo getoanbter bagegen im \u00a9egtoeig ber \u00a9\u00e4ume. Oiejenigen, meldpe am beften gu $u\u00a3e finb, fliegen am fdptedpteften; bie grofe \u00a9ieprgapt aber befipt einen fepr fdpnellen unb traftOotlen, rafeper \u00e4\u00f6enbungen f\u00e4pigen, gemanbten gtug, meldper mit einem taut pfeifenben \u00a9er\u00e4ufdp oerbuuben gu fein pflegt. Oafj bie tauben anS freien \u00a9t\u00fcden gumeilen fdpmintmen, pabe icp in \u00a9gppten beobad)tet, bap ]te im f^atCe ber p\u00f6d)ften Diotp fogar taud)en, pat Naumann erfapren. Oie \u00a9timme ber \u00a9irro\u00f6gel pat im allgemeinen oiel Uebereim ftimmenbeS, \u00e4nbert bei ben eingetnen Wirten aber bodp mandfad) ab. \u00a9igentp\u00fcmlid) ift fie ftetS, unb beSpalb paben mir auep gang befonbere 2Borte gu iprer \u00a9egeidpttung gefd)affen, ttangbilber iprer fetbft. Oie meiften tauben \u201erudfen\", b. p. ftofen abgebrochene, popltlingenbe, tiefe Saute auS, in benen bie \u00a9ilbe \u201entd\" ober \u201erudS\" Oorperrfdpenb i|t, anbere \u201egirren\" ober taffen fanft gitternbe \u00a3\u00f6ne oernepmen, meld)e bem ttange beS leptgebraucpten B^it^orteS entfpred;en; eingetne Slrten","page":256},{"file":"p0257.txt","language":"de","ocr_de":"MgemetiteS\n257\npeulen, \u00fbttbere \u00efadjen, einige geben pod)ft flangoolte, Woptgerunbete, oollt\u00f6nige Saute gum iBeften, uubcrc fnttrren abfdjeu\u00efid). Wie bie \u00a9timmc aber aup fein m\u00f6ge, fie geh\u00f6rt alterorten zum Wafb? \u00efongert unb tr\u00e4gt \u00fcberall ba^u bei, ipnt ein geWiffeS \u00a9enrage ju oerleipen.\nUnter ben \u00a9innen ftept unzweifelhaft bas oerp\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00dfe, Wohlgebaute unb oft fepr fdj\u00f6n gef\u00e4rbte, auSbrudSOo\u00ef\u00efe 2luge oben an; beim baS \u00a9efidjt ber \u00a9irro\u00f6gel ift ganz oorz\u00fcglicp. $aum minber auSgezeicpnet ift baS \u00a9ep\u00f6r, \u00fcber beffen \u00a9d)\u00e4rfe man leicpt ein beftimmteS Urtpeil gewinnen fann; oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fe^r entwickelt b\u00fcrften auch \u00a9efcpntad, \u00a9erucp unb \u00a9ef\u00fcpt fein. SDen Wrftanb ^at man oft \u00fcberfcp\u00e4pt, beftoc^en oon ber ntepr fdjeinbaren als Wirtlichen Slnmutp beS WefeitS. SDie \u00a9irro\u00f6gel finb regelm\u00e4\u00dfig fcpcu unb oorfichtig, unterppeiben aber feineSWegS mit bemfelbcit Urtheil, Wie anbere SS\u00f6gel, zd\u00fcfcpen Wirtlicher unb oermeintlicper \u00a9efahr, fonbern nehmen ftetS baS \u00a9eWiffe f\u00fcr baS Ungewiffe, unb Weichen beSpa\u00efb bem SBauer ober \u00a9cp\u00e4fer ebenfo \u00e4ngftlicp auS, wie bem S\u00e4ger. \u00a9S tommt oor, ba\u00df einzelne fxch in ber Sft\u00e4pe ber dftenfcpen anfiebeln; fie aber b\u00fcrfen als SluSitapmen oon ber Siegel gelten, tauben Wirtlid) zu n\u00e4hmen, ift fchwierig unb Wirb, Wie eS f (peint, erft m\u00f6glich bei ben diacpfommen mehrerer \u00a9efcpledjter, Welche bereite in \u00a9efangenfcpaft gelebt h\u00fcben. Shre 23eurtpeilungSgabe ift gering, ihr @eb\u00e4d;tni\u00df WenigftenS nicht heroorragenb; hoch \u00fcbertreffen bie \u00a9irro\u00f6gel and; in geiftiger ^\u00bbinftd^t entfd^ieben alle \u00fcbrigen S\u00e4ufer.\nSDaS ^Betragen ber tauben pat fo oieldBeftecpenbeS, ba\u00df fie fchon feit altersgrauer 3eit als \u00a9innbtlber aller bentbaren guten \u00a9igenfcpafteit betrachtet unb fogar ber \u00a9pre geW\u00fcrbigt Worben finb, \u00fcbeiftmtlichen Gegriffen \u00a9eftalt ju oerleihen. SDem unbefangenen Singe ftellt fxch tpr Wefen in minber g\u00fcnftigem Sichte bar. Shre Einmuth Wirb gewi\u00df dtiemanb in Stbrebe ftetfen Wollen, unb aud; an ihrer 3\u00e4*tlicpfeit gegen ben \u00a9atten fann fiep ein gleichgeftimmteS \u00a9em\u00fcth erfreuen, ba baS \u00a9cpn\u00e4belit nun einmal an unfer H\u00fcffen erinnert: bie ger\u00fchmte eheliche treue ber Stauben ift jebocp feineSWegS fo au\u00dferordentlich unb \u00fcber febe SDti\u00dfbeutung erhaben, als man gemeint hat, unb oon einer pingebenben Slnp\u00e4nglicpfeit gegen bie Minber ift WenigftenS bei oielen SJiidjtS zu bemerfen. SBiele, jebocp feineSWegS alle \u00a9irro\u00f6gel lieben bie \u00a9efelligfeit unb halten fup paarWeife gufammen; ob aber ein Paar Wirf tied) \u00dfeitlebenS oerbunben bleibt, Wie man geW\u00f4pnlicp annimmt, ift fepr fraglich : eS liegen auch ^Beobachtungen Oor, Welche fein g\u00fcnftigeS 3eugni\u00df abgeben f\u00fcr ihre epelicpe treue. Spr Fortpflanzungstrieb ift gwar nicht fo ausgepr\u00e4gt, Wie bei ben H\u00fchnern, immerhin aber noch fehr heftig, unb Wenn Wir baS \u00a9ebahrett ber Oerliebten Stauben im g\u00fcnftigften \u00a9inite auffaffen, fo taffen Wir unS eben, Wie bereits gefagt, beftechen burdj ihr gegen? feitigeS \u00a9cpn\u00e4beln, unb oergeffen anbere in ihrer 3\u00e4rtlid)feit noch oiel anmuthiger erfepeinenbe SB\u00f6gel, Wie z- S3- Papageien. Waprpaft abfd)eulicp erfepeint unS bie Streulcfigfeit oieter tauben gegen ipre SBrut: fie oerlaffen nid)t btoS ipre \u00a9ier, fonbern fogar bie bereits auSgefcpt\u00fcpften Sungen, Wenn fie geft\u00f6rt unb in Folge baoon mi\u00dftrauifcp W\u00fcrben. Sind; \u00a3Reib unb dfti\u00dfgunft fann man ipnen niept abfpreepen; ipre Habgier \u00fcberwiegt jebe dt\u00fccffupt auf ipre \u00a9enoffen: fie beden gefuitbeneS Fetter mit ben Fl\u00fcgeln zu, W\u00e4prenb bie oerfeprtenen ^\u00fcpner, Wenn fie reicplicpe SRaprung entbeden, anbere perbeirufen. Eingebung, \u00a9elbftoerleugnu'ng zu \u00a9unfteit attberer W?fen feitnen bie \u00a9irro\u00f6gel \u00fcber? paupt nkpt; fie fd\u00dfie\u00dfeit fid) aud) auberen \u00a9efep\u00f6pfen nur fepeinbar an, ba fie in Wirflicpfeit bloS mit ^spveSgteicpen gern oerfepren. \u00a9ie betradjten bie meiften Spiere mit \u00a9teicpgiltigfeit ober beapten fie gar niept; bie ft\u00e4rferen \u00a9efep\u00f6pfe f\u00fcrepten, oielen mi\u00dftrauen fie.\nSDie \u00a9irro\u00f6gel finb Weltb\u00fcrger im Weiteftcn (Sinne beS Worts. (Sie leben in alten \u00a9rbtpeiten, in febent \u00a9\u00fcrtet berfelben, in ber ^>\u00f6pe, Wie in ber tiefe, immer aber oorzugSWeife im Walbe; benn bie Wenigen, Wetcpe fiep auf pflauzentofen FeBw\u00e4nbett anfiebeln, gep\u00f6ren zu ben StuSnapmen. SDie Sft\u00e4pe beS WafferS lieben, Waffertofe \u00a9treden meiben fie, Wenn auep bamit niept gefagt fein foil, ba\u00df fie pier g\u00e2nzticp feplen, ba fie ipre Flugfertigfeit in ben \u00a9tanb fept, t\u00e4glidp ferngelegene tr\u00e4nfpl\u00e4pe Zu befuepen. Spi'e gr\u00f6\u00dfte \u00a9ittwidlung zeigt bte Ordnung in Oc\u00e9anien ober auf ben gro\u00dfen unb flehten Sufefn beS ftiden Weltmeeres. SDie \u00a9unbainfetn, Philippinen, SOtotuffen finb reiep an ocrfdpebeitartigen unb pracptooUeit tauben; in dceupoflanb unb auf Neuguinea lebt eilte, nampafte\nSr et) ut, \u00ee^ierleben. IV.\t17","page":257},{"file":"p0258.txt","language":"de","ocr_de":"258\n\u00a3ie S\u00e4ufer, \u00a9irro\u00f6gel. ftrud}ttaiiben.\nAngaht; in \u00a9\u00fcbafien ober in ^nbien unb \u00a9\u00fcbdjina \u00efoerben fie faunt tninber reichhaltig Vertreten. Sn Afrifa Raufen gtoar nidjt fo oiete Arten, trie in Afien, bie einzelnen Arten treten aber in \u00fcberrafdjenb grower Angaljl auf, unb be\u00ea^alb Begegnet man ben BUtgliebern ber Drbnung a\u00cf\u00cf\u00fcBera\u00cf\u00cf, felbft nod) tief im Innern ber S\u00fcfte. Sn ben Salbungen ber \u00a9teppe fleht man ^ier unb ba, fo gu fageit, jeben Saum oon it)nen befejjt; in ben Urto\u00e4lbetn ift baS Audfen, \u00a9irren, Reuten unb fonftige SautgeBen ber dauben eine fo gew\u00f6hnliche SJiuftf, ba\u00df fie alte \u00fcbrigen Bogelftitnmen Beinahe \u00fcbert\u00f6nt; ein einziger Brunnen, eine Safferladje in ber \u00a9teppe ober S\u00fcfte toirb gum \u00a9annuel; plafse ober toenigftenS gum \u00a9tettbidjein f\u00fcr .\u00eepunberttaufenbe biefer fl\u00fcd^tigeit unb oerh\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig Wenig Begehrlichen B\u00f6get. Amerifa unb gutnal ber \u00a9\u00fcben biefeS \u00a9rbtheilS Beherbergt \u00fcber ein dritttljeit aller bis jef$t Befannten \u00a9irro\u00f6gel. \u201eSn ben eitblofen UrW\u00e4lbern oon Braftlien\", fagt ber $ring, \u201eleben oiele daubenarten. Shr f\u00fcnfter Auf erfreut ben oon ber \u00a3>ii)e beS dageS ermatteten S\u00e4ger, ber am $u\u00dfe eines alten SalbftammeS auf toeidjcm 9Aofe am ftar herabraufd;enbeu Salbbad)e ftd) auSruljt, Vo\u00e4hrenb Banille unb anbere Sotjlger\u00fcdlje ihn erquidett.\" Sn Mittel; ameri\u00efa ftnb fie noch h\u00e4ufiger als in Braftlien, ba Snfeln ihnen am Bcften gugufagen fd)einem\n-\u00a3jinf\u00efd)t\u00efid) beS Aufenthaltes toirb Balb bcmerflid), ba\u00df fid) bie oerf^tebenen Arten in ihre Seit getheilt haben. S\u00e4ljrenb bie einen auSfd)Iie\u00dflid) BauntOogel ftnb unb t)\u00f6chftenS, um gtt trinfen, gum Boben herab\u00efcmmen, oerBringen hier anbere ihr gauges Sebett ober erheben fid) bod) h\u00f6dhftenS auf htrge Bett gu nieberen Bauntgweigeit, unb W\u00e4ljrenb bicfe ben bunflen Salb Beo\u00f6lfern, ftebeln ftd) anbere im lichten \u00a9ebiifd) ber \u00a9teftye an. Sieber anbere h\u00e4nfen nur auf Seifen, nur in nieberem bidjtcn \u00a9eb\u00fcfd), nur auf \u00efleinen Snfeltt :c.\nAlle im korben lebenben Arten ftnb Sauber;, bie im \u00a9\u00fcben Wohnenbett \u00a9tricks ober \u00a9tanb; o\u00f6gel. diefe leben h\u00f6dhftenS in Keinen \u00a9efe\u00dffdjaften, gew\u00f6hnlich aber paar Weife; bie \u00fcbrigen oereintgen ftd) nur W\u00e4ljrenb ber Sanbergeit gu gro\u00dfen Fl\u00fcgen; anbere Bilben jahraus, jahrein gasreiche Berb\u00e4nbe, unb getoiffe Arten fd^aren fid) gu SAaffen, Welche, glaublicher \u00a9dj\u00e4hung ttad), alle unter B\u00f6geln fouft \u00fcblid)en Bereinigungen Weit \u00fcberbieten: ntatt fpridjt oon ^tilgen, Weldje auS Millionen Xaubett ein unb berfelben Art gebtlbet roerben. die IReifen ber Waubent\u00f6en \u00a9irro\u00f6gel werben \u00fcbrigens feiten toeit auSgebeljnt; unfere europ\u00e4ifdjett Arteivg. B. giel)en h\u00f6dhftenS bis Aorb; afrifa hin\u00fcber, bleiben aber mciftenS fdjott in \u00a9\u00fcbeuro^a.\nShre Nahrung entnehmen unfere 33\u00f6gel faft auSfdjlie\u00dflidj bem ^ftangenreidje. Snt tropfe cingelner Arten hat man Heine \u00a9eh\u00e4uSfdjttedett, S\u00fcrmer unb Staupen gefunben; attdh tnei\u00df man, bafj fte ihre eigenen Saufe frcffen: ber ^uttertljeil, Weldjen baS dljierreid) ihnen liefert, ift aber ftetS fehr gering, \u00a9\u00e4mereien unb SurgelfnoKett ber oerfdhiebenften Art bilben baS gutter ber SAef)rljeit; bie Angeh\u00f6rigen gewiffer Familien ober Unterfamilien n\u00e4hren fid) oon Beeren unb Salb; fr\u00fcd)ten. daS gutter toirb einfach aufgelcfen ober abgepft\u00fccft, feltner bttrd) BevHeinerung ber \u00a9d)oten ober anberweitige Anftrengung gewonnen unb noch feltner mit ben $\u00fc\u00dfen auSgefcharrt, eher nod) mit bem \u00a9d)ttabel auSgegraben; ebenfowenig Werben bie gefunbenen A\u00e4ljrftoffe oor bem Berfdjlingen gerfi\u00fcdfelt. Biele Arten lieben falghaltige \u00a9rbe unb erfdjeinen baher regelm\u00e4\u00dfig an \u00a9teilen, Weldje fotdje enthalten, nach \u00a9netl\u2019S Beobachtungen hauptf\u00e4djfid) W\u00e4ljrenb ber Beit, in Weldjer fte Snnge haben, diejenigen Arten, loelche harte K\u00f6rner genie\u00dfen, nehmen gur Bef\u00f6rberung ber Berbauung Heine Duargft\u00fcdfdjcn unb anbere harte \u00ae\u00f6rper, bie Seibdjen, trenn fte legen tooUeu, aud) $alf gu fidh- \u00a9ie beb\u00fcrfen oiel Saffer, toeil biefeS nicht BloS gum Sofdfjen beS durfteS, fonbern aud) gum Aufquellen ber harten K\u00f6rner bienen mu\u00df.\n\u00a9o oiel bis jefet befannt, br\u00fcten alle \u00a9irro\u00f6gel mehr als einmal im Satj^. \u00aeaS Aeft toirb oerfd)ieben angelegt: im \u00a9egtoeig ber B\u00e4ume unb \u00a9eb\u00fcfdije, hod) nub niebrig \u00fcber bem Bobett, in ^elSh\u00f6hlen unb Bauntf\u00f6cheru, auf biden Aeften ober \u00a9tammftrunf en, fetten auf bent flachen Bobett. \u00a9S ift ein erb\u00e4rmlidjer Bau auS iocnigen b\u00fcrreu Aeifent, treidle todfer ttttb lieberlich \u00fcber einanber gefdjidjtet toerben unb oft fo lofe atifliegen, ba\u00df man nicht begreift, trie bas \u00a9ange Sinb unb Setter toiberfteljen fann. Bteei toei\u00dfe \u00a9ier bilben baS \u00a9elege; eingeltte Arten legen oieltcidjt nur ein","page":258},{"file":"p0259.txt","language":"de","ocr_de":"STllgemetneg.\t259\neinzigeg (Si, anbere gutoeifen bereit brei: bag Eine, tote bag SXrtbere ftnb fe\u00efteite Stugnapmen Don ber ffteget.\nSBaprenb ber ^aarung\u00eajeit Betoirbt ftd^ ber \u00efauBer fe^r eifrig um bie \u00a9unft ber XauBe, rudft, girrt, turtelt, tadpt, peult, ergebt fid) in fonberbaren Setoegungen, fid) B\u00fcdenb, Derneigenb, brepenb, Dors unb gurudfaufenb, fliegt mit Blatfcpenbem \u00a9er\u00e4ufdp naep oBeit unb l\u00e4fjt fidp fauft toieber nadp unten pernieber, fcpn\u00e4belt ftd; mit ber \u00a9attiu, lieft ipr fobantt getegenttid; and; bie Saufe aB, mepr in ber Slbftdpt, biefe \u00a7u Derzepren, alg um bie \u00a9emaplin zu f\u00e4uBent, Betoeift \u00fcberhaupt burd; adertet Beiden unb \u00a9eberben feine grofe Erregtheit. Stm Srutgefdp\u00e4ft Beteiligen fid; Beibe Ettern, ber St\u00e4uber aBer \u2014 fatig man Dom Setragen ber jpaugtauBe auf bag ber \u00fcBrigen Slrten fd;liefen barf \u2014 Beinegtoegg ohne \u00e4Jhtrren, toeit ipm bag \u00a9tidfthen ^\u00f6d^ft unangenehm unb oerpafjt zu fein fdpeint. Oie Otube Br\u00fctet to\u00e4hreitb beg ganzen Otgeg, mit Slugnapme ber SJiittaggftunben, ber Oauber to\u00e4hrenb biefer. Stadp Dterzepn; Big gtoanjigt\u00e4giger SeBr\u00fctung entfdpt\u00fcpfen bie jungen: \u2014 Bleine, pitftofe, Btinbe, mit getBem $taum fparfam Betteibete \u00a9efdp\u00f6pfe, toetd;e im Stefte Blei&en, Big fie D\u00f6tlig fl\u00fcgge getoerben finb. \u00a9ie toerben anfangg mit bem B\u00e4feartigeit \u00a9toff, toeld^en bie SBaitbungeit beg $ropfeg aBfonbern, fp\u00e4ter mit aufgequetlten, fdplicfltd; mit parten \u00a9\u00e4mereien gef\u00fcttert ober richtiger geftopft. 3hre Steiterenttoidluug ttadp bem Slugfliegen Beanfprudpt toenig B^t; bemt bie meiften Slrten finb Bereitg nad; Dottenbetem erften Sebengfapre fortpflattzunggf\u00e4pig.\nStile Omben, gunt minbeften biejenigen, toeldpe Bei ung \u00a7u Sanbe leben, ftnb alg unBebingt n\u00fc|lid;e S\u00f6get 51t Bezeichnen. Oer Sauer, toeld;er BeBamttlidp ftetg Seeintr\u00e4dptigung f\u00fcrchtet, Behauptet zdxto bag \u00a9egentpeil, unb fogar 97aumann pat ftd; Derleiten taffen, ipm BeizufHntnten : Sfarrer \u00a9nett, ber fdpon toieberpott genannte t\u00fcchtige, unbefangene unb oert\u00e4flidpe ^orfcper, ^at ftch burdp forgf\u00e4ttige unb m\u00fcpeDolte Seobadptungen \u00fcberzeugt, baf bie Xaubett ztoar einzelne \u00a9etreibeB\u00f6rner, toetdhe ohne fie Derberben to\u00fcrben, auflefen, im allgemeinen aber fid; faft augf d;lieflidp Don bem \u00a9amen Derfchiebener, ber Sanbtoirtpfdpaf t Derberbtid;er UnBr\u00e4uter ern\u00e4hren unb baburd; einen gerabezu unberechenbaren Stufen Bringen, \u00a9nett zahlte tut ^vopfe einer Don ihm get\u00f6bteten ^augtauBe 3582 K\u00f6rner ber Sogeltoide unb Beredtjrtet, baf eine Oaube mit einem Bungen j\u00e4prlid; gegen 800,000 biefer K\u00f6rner Dertitgt. \u00a9eine getoiffenhaft angeftetlten SeoBadhtungen toibertegen jeben So\u00abrtourf, toetd;er ben \u00efauben Bigher gemadpt, jebe Serb\u00e4d;tiguitg, toetdhe auf fie gefdpleubert tourbe, unb ftelten alg unumft\u00f6ftidpe S\u00dfaprpeit fefi, baf unfer \u00a9etreibebau ohne fie arg gef\u00e4hrbet fein to\u00fcrbe. \u00a9g ift hier nicht ber Ort, biefe Slngelegenheit fo augf\u00fchrlidh zu Befpredpen, atg fie toopl Derbient: bag Sorftehenbe Bann aber auch Bebermann gen\u00fcgen; betttt ber Sern\u00fcnftige toirb eine ber Skprpeit entfpredpenbe SeoBadptung Dietteid;t pr\u00fcfen, fidherlidh aber nid;t, Btinben Sorurtpeilg halber, ohne tocitercg Dertoerfen. Oag Ergebnis einer Pr\u00fcfung obiger Sepaup-tung toirb nur zu \u00a9unften ber tauben unb ipreg toaderen Sertpeibigerg augfatlen.\nUnter ben breipunbert unb einigen Slrten \u00a9irro\u00f6getu, toetdpe man Big jefct Bennen gelernt pat, pflegt man bie $rud;ttauben (Trerones) obenanzuftelten, toeit man fie getoiffermafjen atg SerBinbunggglieb ber .fpodo\u00f6gel im toeiteften \u00a9inne unb ber OauBen anfiept. \u00a9ie Benn-Zeid;nen ftd; burd; gebrungenen Seibegbatt, Burzen, biden \u00a9d;nabet, Burze, fepr Br\u00e4ftige, Breitfoplige-\u00a7\u00fcfe, mittetlange \u00a9d;toittgen, Burzen, geto\u00f6pittid; aug Dierzepn Gebern gebitbeten, gerabe abges fdpnittenen, fetten ettoag Beilf\u00f6rmig Derl\u00e4ngerten \u00a9d;toanz, fotoie enblidp burdp pradptDotteg, ber -fpauptfacpe nad; gr\u00fcneg \u00a9efieber.\nOie \u00c7rudpttauben Derbreiten ftd; \u00fcber Bnbien unj) bie mataiifdpen Bnfetn, Stuftralien ober Oc\u00e9anien \u00fcberhaupt unb SlfriBa. \u00a9ie teben in gr\u00f6\u00dferen ober Bteineren \u00a9efettfdpaften, faft augs\n17*","page":259},{"file":"p0260.txt","language":"de","ocr_de":"260\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9irro\u00f6gel. gvuc\u00c7ttaubeu.\nfd)lie\u00dflid) auf frud\u00c7ttragenben S\u00e4umen; i\u00c7re Sprung befte\u00c7t in Seeren unb gr\u00fc\u00dften unb oielteic\u00c7t \u25a0au\u00eana\u00c7m\u00eatoeife nur in K\u00f6rnern. Sie \u00dfnb auf beu Sauniert getoanbter, al\u00ea alle \u00fcbrigen Oauben; benn fie erinnern in i\u00c7ren Setoegungen f\u00f6rmlidfj an bie Papageien, laufen rafdjj beu feigen ent; bang, R\u00e4ngen \u00dfc(j mit niebergebeugtem K\u00f6rper au biefelbeu an unb nehmen \u00fcberhaupt Stellungen an, toeldje ben Serioanbten unm\u00f6glid) \u00dfnb. S^re (Stimme ift laut unb ioo\u00c7\u00eft\u00f4nenb, non ber anberer Oaubeit fe\u00c7r oerfdjieben. Oie inbifc\u00dfen unb toaljrfdjeinlid) aud) bie afrifanifd)en 2lrten bauen ein lofe sufammengef\u00fcgte\u00ea Sftefi au\u00ea B^eigen in ben bic\u00c7feften Saumfronen unb legen gtnei ioei\u00dfe \u00a9ier. 3d) \u00c7ebe Oie\u00a7 au\u00eabr\u00fcdflid) ferner, \u00efoeil mehrere SKaturforfdjer behauptet \u00c7aben, ba\u00df einzelne S\u00efrten biefer Ramifie in Saum\u00c7\u00f4\u00c7len niften unb bi\u00ea nier (Sier legen follen\u00bb\n5ln bie \u00aeefangenfd)aft geio\u00f4\u00c7nett \u00dfd) bie grudjttauben fd\u00c7toerer, al\u00fc anbere Orbnung\u00eaoer\u00efoanbte ; bemungead\u00c7tet ift e\u00a7 fehte\u00ealoeg\u00eb unm\u00f6glid), fie l\u00e4ngere B^it su erhalten: man mu\u00df fie jebod) im putter einigerma\u00dfen befc\u00c7r\u00e2nfen, ioeil fie \u00fcberaus gefr\u00e4\u00dfig finb unb in f^olge baoon leidjt gu \u00a9runbe ge\u00c7cn. Uebrigen\u00ea geh\u00f6ren fie nid)t gu beu ansie\u00c7enben \u00a9efangenen; benn fo lebhaft unb laut fie fid) roa\u00c7renb ibre\u00ea f\u00c7reileben\u00ea geigen, fo ftid unb ru\u00c7ig oer\u00c7alten fie fid) im \u00a9ebauer.\nSkmt man, fo ungef\u00e4hr \u00c7abe id) in meinen \u00a9rgebniffen u. f. to. gefagt, ben erften 2BaII be\u00ea \u00c7o\u00c7eu \u00a9ebtrge\u00ea \u00fcberfd)reiteub, bie \u00e4rmeren \u00ef\u00eflieberungen ber Samd)ara \u00c7inter fid) gelaffen l)at unb in feue reic\u00c7 betoac\u00c7fenen O\u00c7\u00e2\u00efer eingetreten ift, in beuen ber oo\u00ef\u00effliitgenbe 9\u00eeuf bei gl\u00f4tenio\u00fcrger\u00eb ber Oor\u00c7errfdjenbc Son tourbe, nimmt man \u00fcberall bie farbenfd)\u00f6nfte aller norboftafrifauifc\u00c7en Oauben toa\u00c7r; benn bai l)od)pfeifenbe glugger\u00e4ufd), toeldp bie aufgefc\u00c7euc\u00c7ten Sc\u00c7to\u00e2rme oerurfad)cu, ober bie fonberbar \u00c7euleuben, burd) bie Silben ,,\u00a3>i \u00c7a \u00c7u\" ungef\u00e4hr toiebersugebenben Stimmlaute biefer S\u00f6gel m\u00fcffen auc\u00c7 bem uuge\u00fcbteften Sliaturbeobac\u00c7ter auffalleu.\nS)ie ^apageitaube (Phalacroteron abyssinica)* cntf\u00e7ric\u00c7t beut Oorfte\u00c7enb gesegneten Silbe ber gamilie. Sie ift fr\u00e4ftig gebaut, lang\u00df\u00fcgelig unb fursfd\u00dfo\u00e4usig, i\u00c7r Sdjnabel furs, fein Dbert\u00c7eil \u00c7afig \u00fcbergebogen, feine Skrselgegenb nadft, ber Sauf oerlj\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig furs, gr\u00f6\u00dftenteils be\u00dfebert, ber gu\u00df felbft fe\u00c7r breitfo\u00c7lig unb fursse\u00c7ig, ber gittig foifc, in il)m bie gVoeite Sd\u00c7toinge bie l\u00e4ng\u00dfe, ber Sd\u00c7toans gerabe abgefd)iiitten. OaS \u00a9e\u00dfeber ift f)rad)tood gef\u00e4rbt, auf ber Oberfeite bla\u00dfolioengr\u00fcn, auf ber Unterfeite \u00c7eilgelb; ber \u00dfopf, ber \u00a7ali unb bie Sruft ftnb afc\u00c7graulid\u00c7gr\u00fcn, bie Sd)ultern toeinr\u00f4t\u00c7tic\u00c7, bie gl\u00fcgelbecfeu fd)to\u00e4rslic\u00df, breit \u00c7e\u00fcgelb gef\u00e4um.t, bie Sdjtoingen fd\u00c7io\u00e2rslid), lid)ter gef\u00e4umt, bie Steuerfebern afd\u00c7grau, unten oon ber S\u00dfursel bii sur Stitte fd\u00dfoars,. oon ber SUtte bii sur Sfpe \u00dflbergrau. Um ben Slugapfel sP't fid) ein fc\u00dfmaler, f\u00f6nigiblauer Oting, bie \u00fcbrige 3ri8 ift pur\u00c7urrot\u00c7, ein nadfter Oting umS Singe bl\u00e2ulid)graurot\u00c7, ber Sd)nabel an ber SBursel toei\u00df, bl\u00e4ulid) fdf\u00dfmmernb, an ber Spifee bagegen bla\u00dfrotl), bie 2Bac\u00c7S\u00cf)aut f-^musig forallenrot\u00c7, ber gu\u00df bunfelorangegelb. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12, bie Sreite 21, bie gittigl\u00e4nge 6%, bie Sdjtoansl\u00e4nge 4V4 B\u00b0\u00ef\u00ef- OaS gleic\u00dfgef\u00e4rbte S\u00f4eibd\u00c7en unterfdjeibet ftd) burd\u00c7 geringere \u00a9r\u00f6\u00dfe.\nOie 5\u00dfapageitaube Oerbreitet \u00dfd) \u00fcber gans Sftittel; unb S\u00fcbafrifa. Saillant fanb fie im Sanbe ber gro\u00dfen 9\u00eeamafen; f\u00e7\u00e2tere Seobad\u00c7ter trafen fie in S\u00dfeftafrifa unb in 2lbifftnien an. Oemmincf fagt, ba\u00df fte \u00c7ier bie 2iieberungen betoo\u00c7ne unb to\u00e2\u00c7renb ber ^i\u00dfe be\u00ea Oage\u00ea anf ben \u00c7\u00f4d\u00c7ften S\u00e4umen fi\u00c7e, o\u00c7ne ftd\u00c7 su t\u00fc\u00c7ren, bei 2lnn\u00e2\u00c7erung ber Otegeuseit aber nad) S\u00fcbafrifa \u00eeoanbere unb stoar in gro\u00dfen B\u00dc0eu, ioeld)e in beiounberung\u00eato\u00fcrbiger -^)\u00f4be ba\u00c7in \u00dfiegen f offen : idf) \u00c7alte \u00dfe f\u00fcr feinen S\u00dfanberoogel, unb auc\u00c7 ade neueren Seobad\u00c7ter fd)einen mit mir berfelben 2lnftd\u00c7t su fein. ^tad\u00c7 meinen \u00a9rfa\u00c7rungen beo\u00f6lfert fie in fleinen gamilien bie tieferen \u00a9ebirg\u00ea; t\u00c7\u00e2ler unb bie unmittelbar am \u00a9ebirge liegenben ^lieberungen ber Santd)ara, in benen bie S\u00dfradE\u00df","page":260},{"file":"p0261.txt","language":"de","ocr_de":"^\u00dfapageitaube.\n261\nber $K>enbefrei\u00ealanber gur \u00a9eltung gekommen ift. ,!peuglin fanb fte aud; im f\u00fcb\u00eftd^ett \u00a9ennar, am iret^en f\u00c7\u00efuffe unb in \u00aeorbofat;n auf. .JpochbeWtyfelte \u00fcDRimofen, toeld^e ber (S\u00c7riftu\u00eaborn fc^\u00fc^enb umfteht nnb ber \u00a9iffu\u00ea mit feinen bierfeitigen 3Ran!en b>nrcf>fXict;t, bilben in ber \u00a9amchara ben beborgugten Aufenthalt biefer \u00efauben, Waluenb in ben \u00a9ebirg\u00eath\u00e2lern bie brachtbctleu \u00a3amarinben, $igelien, mit ihrem bitten \u00a9daube, nnb enb\u00efid) bie fd;attigen SKipfet ber gewaltigen \u00a9itomoren gu nod; geeigneteren 2Bct;nfiben werben. \u00ee)a, Wo brei ober oier biefer 33\u00e2ume gufammenftehen, Wirb man bie ^\u00dfapageitaube fd;Werlid; bcrmiffen, fa einzelne \u00a9ifomoren Werben gum 23er fammlungl orte am SCRorgen nnb Abenb unb gum fc^attigen 9\u00eeuhe}dahe in ber $i\u00a3e be\u00ea 2Jiittag3. ^>ier unb'ba trifft man auch nufere 23\u00f6gcl paarWeife, geW\u00f6hnlid; aber fd;tagen fte fi<h gu Familien ober fleinen\n2)ie 5\u00dfatia\"geitau&e (Phalacroteron abyssinica). i/2 ber nat. \u00a9r\u00f6jje.\nSl\u00fcgen bon ad^t bi\u00eb gWangig \u00a9triefen gnfammen; gasreichere habe id; nid;t gefeljen. $luge felbft hatten jt<h bie eingetnen 5)3aare in trauter @efe\u00ef\u00effd;aft. $)id;t an einanber gefd^miegt, fi^en bie garttidhen \u00a9atten, nnb ^Derjenige, Wetd;er rul;ig beobachtet, faun gar nicht in Bweifel bleiben, ' Weld;e B^ei im fttuge e\u00ea fmb, bie mit einanber fid; bereinigt haben. $)ie ^apageitaube fd^eint in ihrer 3\u00e4rtlid;beit bie \u00fcbrigen 23erWanbten nodh gu \u00fcberbieten, fdheint befonbere 3eid)en ^hrer \u00a9attenliebe an ben \u00a3ag gu legen, 3eid;en, Welche id; Wenigfien\u00a3 bei anbern nod; nid^t beobachtet habe. SE>as> Slneinanberfchmiegen, ba3 \u00a9dhn\u00e4betn, ba\u00ea frcubige, id; m\u00f6dhte fagen, aufjaud;genbe \u00a9mhorfteigen be\u00ea SJi\u00e2nnchen\u00ea, ba\u00ea $latfd;en mit ben gt\u00fcgetn unb ba3 barauf folgenbe fanfte $inabfd;Weben gur","page":261},{"file":"p0262.txt","language":"de","ocr_de":"262\n\u00a3ie S\u00e4ufer, \u00a9irro\u00f6gel. tauben.\n\u00a9attin, mie eS ber Stauben Art ift, bet\u00e4tigt aud) fie; aufjerbem aber breitet fte ttod) mit unbe; fcf>reiblid;er 3ferlidjbeit uttb Anmut!) bie aufgehobenen Fl\u00fcgel \u00fcber ben \u00a9egenftanb ihrer Siebe unb oerfudjt, um bem \u00a9atten gu gefallen, f\u00fcnfte unb \u00a9emohnheiten nadjguahmen, meldje fonft nur bei ben Bapagcien beobachtet Serben. Seiber fiel unfer Aufenthalt nicht in bie allgemeine Brutgeit, unb fomit hatte ich nidjt \u00a9elegenheit, baS Betragen biefer tauben m\u00e4hrenb ber Paarung 51t beobad)ten; aber id) fah bod) genug, um eine Berechtigung f\u00fcr bie eben aitSgefprochene Anficht gu erlangen.\nUufere Staube hat in ber Sthat grofe Aehnlidfteit mit Papageien, \u00a9djon bie F\u00e4rbung ihre\u00bb \u00a9efieberS, ba\u00a7 pr\u00e4chtige \u00a9riin unb baS lebenbige \u00a9elb, erinnern an jene fd)\u00f6n gef\u00e4rbten B\u00f6get. Oagu fontmt aber nod) baS eigenth\u00fcmlidje ^erumHettern in ben B\u00e4umen unb bie fonberbareit \u00a9te\u00ef\u00efungen, meldje fie annimmt, \u00a9e\u00efbft ber bunbige S\u00e4ger mirb im Anf\u00e4nge nicht feiten get\u00e4ufcht: er glaubt mir Hid) einen Bapagei oor fich gu haben. AIS befonbere \u00a9igenth\u00fcmlidjleit erm\u00e4hne ich noch, baf fich Bapageitaube gumeilen platt auf bie Acfte nieberlegt, faft mie ein fdjlafenber 3iegenmelfer. Oer $Iug ift feijr rafch unb reifenb, aber hart unb Oon einem laut pfeifenbett \u00a9er\u00e4ufdj begleitet, meldjc\u00ea fid) oon bem $Iugger\u00e4ufdj jeber attbern Staube unterfcheibet. Aur bie \u00a9timme hat, mie angegeben, menig Anmutiges, fonbent eher etmaS ^cuIenbeS. \u00a9irrenbe ober rudfenbe St\u00f6ne habe ich w<ht Vernommen.\nSn bem SDtagen ber erlegten fanb ich Beeren ber Oerfd)tebenften Art, unb \u00a9tngeborne im \u25a0Sanbe fagten mir, ba\u00a7 man ben tauben nur ba begegne, mo eS beerentragenbe B\u00e4ume unb \u00a9tr\u00e4ud)er Jgibt. SJlit biefer Nahrung fteht im \u00a9in\u00eflang, bafj unfere Oaube nicht auf bie \u00a9rbe herab\u00efommt; ich meine\u00eatheil\u00ea habe fie menigftenS nur in Baurnmipfeln gefet)en.\nBaillant fagt, bafj bie Bapageitaube in Baumh\u00f6hlen auf einem erh\u00f6hten Raufen oon B\u00eeeS unb trodenen Bl\u00e4ttern nifte, unb bafj baS Bkibdjen Oier gilblidjmeifje \u00a9ier lege. Sdj fann bie Angabe freilich nicht burdj eigene Beobachtung miberlegen, halte fte aber hoch f\u00fcr irrig.\nOie Sagb ift nur bann einfad) unb ergiebig, menu man einen jener SieblingSb\u00e4ume auf; .gefmtben hat unb unter ihm fich anftelttt. Oer Bogcl ift fdjeu ober menigftenS oorftdjtig unb l\u00e4\u00dft ben S\u00e4ger nid)t leicht anfommen.\nOb man alt gefangene Stauben biefer Art an \u00a9rfafcfutter gem\u00f6hnen lann ober nicht, Ocrmag ich nid)t gu fagen. Baillant erg\u00e4hlt, bafj er hier Sange auS einem SFcefte genommen unb mit gr\u00fcd)ten ern\u00e4hrt habe, bafj biefelben aber gu \u00a9runbe gingen, als bie fyr\u00fcchte fehlten, ba fte jebeS unbere gutter oerfdjm\u00e4I)ten.\n% *\n&\nOie Oauben (Columbae) unterfd)eiben ftd) bon ben \u00dcMtglieberit ber borhergehenbett \u00a9ruppc hauptf\u00e4chlich burch ihren fchmadheit, nur an ber \u00a9pi^e hornigen, an ber S\u00f6urgel aber meid)en unb mit einer BkdjSljaut bebedten, mittellangen \u00a9d)nabel, bie etmaS h\u00f6heren, fdjntalfobigen, gunt \u00a9ehen gefchidten $\u00fcfje, ben aus gm\u00f6lf Gebern gebilbeten, gerabe abgenutzten ober abgerunbeten \u00a9d)mang unb bie minber pr\u00e4chtige F\u00e4rbung iljreS \u00a9efteberS.\n3n biefer Familie geh\u00f6ren alle bei uns milb lebenben Stauben unb biejenigen, meld)e unS am tt\u00e4chflen angehen, meil fte gu unfern jpauStljieren geiporben finb. Oie \u00a9nippe ift \u00fcber alle \u00a9rb; Ujeile oerbreitet, in ber alten SBelt aber geftatten; unb artenreicher als in ber neuen.\nUnfere Sftittgcl; ober jpolg;, 2\u00dfalb;, 3BiIb =, Bloch; unb \u00aeo\u00efjltaube (Palumbas tor-quatus) ift megen ihrer \u00a9r\u00f6fje unb ihres kr\u00e4ftigen Baues, beS oerh\u00e4ltntfjm\u00e4fjig langen \u00a9djmangcS unb ber b\u00fcrgen $\u00fcfje gum Bertreter einer befonbern \u00a9ippe erhoben morben. OaS \u00a9efieber ber ulten B\u00f6ge! ift auf $opf unb Aadett, fomie an ber \u00aeehle bunfelmohnblau, auf bem Oberr\u00fcden uttb Oberfl\u00fcgel bttnfelgranblau, auf bem Unterr\u00fcden unb \u00a9teifj Iid)tblau, auf $opf uttb Bruft r\u00f6thtichs","page":262},{"file":"p0263.txt","language":"de","ocr_de":"$pat'agcitaube. Ringeltaube.\n263\ngrau, auf bei* \u00fcbrigen Untevfeite littgraublau unb auf bem Unterbaute toeif; ber untere ^^eil bei 4)alfe! ift jeberfeit! mit einem gl\u00e4ngenb ioei\u00a7ett f^feefen gegiert unb fd)illert in meta\u00cf\u00cfifd)en f\u00e4rben (taubenlj\u00e4lfig); bie <Sd^n>ungfeberit finb f tiefergrau, bie \u00a9ttoangfebern ftieferfttoarg, burd) eine I)e\u00ef\u00efere Ouerbinbe gewidmet, ein breiter Streifen am ^l\u00fcgelbug unb ein gro\u00dfer Steden auf ben \u00a9ttoangfebern enblid) toeiff Oal 2Beibd;en unterfdjeibet fid) burdb etioal geringere \u00a9r\u00f6\u00a7e, ber junge SSogel bui*t mattere F\u00e4rbung, Oal R\u00fcge ift blafjfttoefelgelb, ber \u00a9tuabel ^\u00efcifegetb, an ber S\u00f6urgel rotl), ber $u\u00a7 bl\u00e4ulid)rotf). Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 16V2, bie ^Breite 28V2, bie f^ittig-l\u00e4nge 9, bie \u00a9ttoangl\u00e4nge 6V\u00ab 3\u00b0\u00df*\n$oit \u00a9\u00fcbffanbiitaDien an Derbreitet fit bie Ringeltaube nat \u00a9\u00fcben l)in \u00fcber gang \u00a9uropa, unb ebenfo ioirb fie in Rfien Dom mittleren Sibirien an bil gum mittleren ^imala^a gefmtben.\n\u00a9elegentlit tljrer ^S\u00e4uberungen ftreift fie nad) Rorbtoeftafrifa hin\u00fcber; ben Rorboften bei \u00a9rb= tljeill aber ber\u00fchrt fte nid;t. \u00a9d)on in \u00a9\u00fcbeuropa tritt fie Diel eingelner auf, all bei uni gu Sattbe, nad) unfern 5Beobad)tungen in \u00a9Manien jebot an gegriffen Orten in gro\u00dfen \u00a9efellftaften.\n@ie ift ein etter 2Balb = ober toenigften! eilt ed)ter %aumDogel. Sfr Oeutfddanb begegnet man itjr in allen ^Salbungen, fte m\u00f6gen grof ober flein fein unb aul \u00a9ttoarg; ober aul Saubtjotg befielen, im \u00a9ebirge toie in ber \u00a9bene, nalje bei ben D\u00f6rfern loie fern Don ben menftUtett U\u00f6oljnungen; bot fte^n^ e\u00ae, all ob fte ben Rabeltoalb beoorgugt, m\u00f6glid)ertoeife aul bem eingigett \u00a9runbe, ioeil bannen;, %'ufykn; unb \u00c4iefernfamen mit gu il)ren liebften Raljrunglmitteln\n\u00a9ie 3lingel= ober ^oljtaube (Palumbus torquatus). i/3 ber nat. (St\u00f6\u00dfe.","page":263},{"file":"p0264.txt","language":"de","ocr_de":"264\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00aeim>\u00f6gel. tauben.\ngeh\u00f6ren. Stugnahmgmeife fiebelt fte \u00dfcfj and) inmitten ber D\u00f6rfer ober felb\u00df inmitten OolH reifer \u00a9t\u00e4bte auf eingelnen B\u00e4umen an: ich ^abe fie in ben \u00a9pagierg\u00e4ngen Seipgigg unb Oregbeng, fomie in ben \u00a9arten 3etta\u2019g a\u00efg Brutoogel gefunben.\n3m Rorben ihreg Berbreitunggfreifeg ift bie Ringeltaube ein Sugoogel, freierer fehr regelm\u00e4\u00dfig meggiel\u00df unb mieber erfd^eint, fdf)on im f\u00fcblidfjen Oeutfdjlanb unb nod) mehr in \u00a9bauten unb Italien aber ein \u00a9tanboogel. Oie non ung augmanbernben gieren big \u00a9\u00fcbeuropa unb oerbringen ben B\u00dfintcr aud) in folgen \u00a9egenben, in beneu gumeilen fehr raufjeg unb unfreunblidf)eg B\u00dfetter modhenlang herrs fd)en famt: loir fabelt fte unb bie ^>ol;ltaube in fehr gahlreidfen \u00a9c^aren m\u00e4hrenb ber BMntermonate bei R\u00eeabrib unb in ber \u00a9ierra ReOaba beobachtet, gleichzeitig aber auch erfahren, ba\u00df in bem genannten \u00a9ebirge gerabe biefe 2lrt \u00a9ommer unb B\u00dfinter giemlid) gleich ^\u00e4uftg fein foil. 3\u00ab Rlittelbeutfc^lanb trifft bie Ringeltaube bereitg im SR\u00e4rg, augnahmgioeife fogar fd)on im Februar ein unb oermeilt fym, in ihrer Heimat, big Rtitte ober \u00a9nbe Oftoberg; nach meineg Baterg Beobachtungen \u00dfebelt \u00dfe fi<h aber nidf)t alle 3^hre Nt gleicher Slngahl in ein unb bemfeiben \u00a9ebiete an, fonbern nimmt R\u00fccfficht auf guf\u00e4tlige Umft\u00e4nbe: menu ber gichtenfamen gut geraden ift, ift fte im \u00a9\u00abhmargioalbe fehr h\u00e4ufig, menu bag \u00a9egentheil \u00dfatt\u00dfnbet, Oerl\u00e4\u00dft fie bie Rabelh\u00f6lger unb toenbet ft<h mehr ben Saub^\u00f6lgern gu.\nOag Betragen ift guerft oon meinem Bater treu unb augf\u00fchrlicf) gefchilbert, unb feine Betreibung feitbent eigentlich to eher bereichert, noch irgenbmie berichtigt morben: Raumann h<U fie eben auch nur untfehrieben, nicht aber mefentlich oeroodft\u00e4nbigt. \u201eOie Ringeltaube\", fagt \u00a9r\u00dferer, \u201eift ein \u00e4u\u00dferft rafler, fl\u00fcd^tiger unb \u00dfheuer Boget. \u00a9ie geht gefdfjidt, aber nicht fehr fd\u00dfted, tr\u00e4gt babei ben Seib halb magrecht, halb aufgeridf\u00dfet unb bemegt ben ipalg unaufh\u00f6rlich, \u00a9ntmeber fi^t \u00dfe auf bem SBifjfel ober tief in ben feigen oerborgen, \u00a9ie hat gemiffe Sieblingg^ b\u00e4ume, auf beiten man fte faft alle SRorgen antrifft entmeber folche, melche meit \u00fcber bie anbern hittaugragen, ober folche, melche b\u00fcrre BSipfel haben. 3hr glug i\u00df \u00dfh\u00f6n, fd^neU, gefcljicft, oet> urfacht beim Sluf\u00dfiegen \u00aetat\u00dfhen unb bann ein pfeifen in ber Suft. \u00a9df)on in meiter \u00a9ntfernung fantt man bie \u00dfiegenbe Ringeltaube nicht nur an ber \u00a9r\u00f6\u00dfe, fonbern auch an bem langen \u00a9d\u00e9mange unb bent loei\u00dfen gteefett auf ben kl\u00fcgeln erfennen.\"\n\u201eUm ein treueg Bilb Oom Betragen biefer Baube gu geben, mid ich ihre Sebeugart furg be\u00dfhreiben. Oie R\u00e4cht bringen beibe \u00a9atten in ber R\u00e4lje beg Refteg gu. gr\u00fct; Oor Oageganbruch \u00dfttb fie fdjon munter, unb bag SR\u00e4nttchett begibt \u00dfd) auf feinen Sieblinggbaunt. ipter f\u00e4ngt eg in ber O\u00e4mmeruug an gu rueffen, mag ber gelbtaube \u00e4hnlich, aber ft\u00e4rfer, faft mie \u201eRucffucffucf\" unb \u201e\u00aeufufu\" ober \u201eRufufu fufu\" Hingt, \u00a9g \u00dfht babei feft auf einem 2lfte, bl\u00e4\u00df aber ben ^alg auf unb bemegt il;n. 3ebeg Rueffen mirb breis big oiermal nach eittanber mieberhott unb folgt, je hi^iger ber Xaubert ift, be\u00dfo \u00dfhneder auf einanber. Oie itt ber R\u00e4he be\u00dfnblid^ett Bauberte merben baburch h^'beigelocf't, fe^en \u00dfdh auf benachbarte B\u00e4ume unb rueffen nun, mit einanber metteifernb. Blerfm\u00fcrbig i\u00df, ba\u00df man gem\u00f6hnlid) brei, feltener gmei, aber nie oier SR\u00e4nnchen in geringer \u00a9nt; fernung oon einanber rueffen h\u00f6rt. 2lde fi^en babei auf ^ohen B\u00e4umen unb nicht fetten auf ben BMpfeln. \u00a9inmal beobachtete ich, ba\u00df ein 9R\u00e4nndf)en biefer Baubenart auf ber \u00a9rbe oor bent Bkibc\u00eftett rueffte, unb ein anberegmal \u00dfog eing rueffenb \u00fcber midh meg. $ommt bag 2Beibct)en auf bag Rucffett herbei, fo fe^t eg fid) nahe bei bem SR\u00e4nnchen nieber, unb biefeg ruefft nun nicht mehr, fonbern \u00dfhreit nur oon SU Seit \u201efmh\" ober \u201ehuh\", mag ein innigeg Behagen augbr\u00fceft. \u00a9g fd^eint baburch ben neben ihm \u00dfhenben Baubcrten feinen \u00a9ieg oerf\u00fcnben gu moden. Oag Rueffen ift am ft\u00e4rf\u00dfen an minb\u00dfiden, marnten SRorgen; bodf) ha^e e\u00ea auch \u00f6ei Regen unb J\u00e4tern \u00a9<hnee geh\u00f6rt unb gmar oom Styrtl big in ben Sluguft, aber \u00dfetg am h\u00e4u\u00dfgften, menn bag 5\u00dfaar gu einer neuen Brut Rnftatt macht.\"\n\u201eUm \u00dfeben, ac^t ober neun Uhr morgeng (bie Seit i\u00df oerfcl\u00dfeben) Oerftummt ber Zaubert unb fliegt mit bem SBeibchen, menn biefeg meber \u00a9ier noch fleine 3unge hat, nach gutter aug, geht auch auf bie \u00a9alglecfe. Um gehn Uhr beginnt bag Rueffen mieber, aber fchm\u00e4cher unb meniger anhaltend","page":264},{"file":"p0265.txt","language":"de","ocr_de":"Ringeltaube.\n265\nfobaff man eg ton einem Zaubert oft nur Wenige Stale h\u00f6rt, Rad) elf Ul)i* geht bie Ringeltaube gur Or\u00e4nfe unb ml)t nun iu beu Stittaggftunben in einem bitten Saum oerftecft. Um gWet ober brei Uljr fliegt fie toieber nad) gutter, f\u00e4ngt um f\u00fcnf ober fed)g Ul)r, guWeilen fr\u00fcher, guWeilen fp\u00e4ter, gu rucEfen an unb begibt ftd) bann, menu fie ihren Ourft nod) gef\u00fcllt hat, gur Rul)e.\"\n\u201eOag \u00c7r\u00fchfahr unb ben \u00a9ommer \u00fcber flel)t man bie Ringeltaube geW\u00f6hnlid) paarWeife, fetten in fieinen unb nod) feltener in gro\u00dfen \u00aeefeHfd)aften. Sei bei* Paarung, gu melier bag RucEfen bug Sorffnei ift,'geigt ftd^ ber Zaubert \u00e4uj\u00dferft unruhig, .\u00a9r bleibt bann nid)t auf einer \u00a9teile, fonbern fliegt ton -freien \u00a9t\u00fcdfen auf, fteigt in fd^iefer Richtung in bie ^)\u00f6^e, fd)l\u00e4gt bie ^t\u00fcge\u00effbifjen fo heftig gufammen, ba\u00a7 man eg auf Weithin flatfd^en ^)\u00f6rt, fenft ftd) herauf fd)Webenb nieber unb treibt biefeg \u00a9piel oft lange 3ett. Oie O\u00e4ubin folgt iljm guWeilen, erwartet il)n aber gew\u00f6hnlich rul)ig; benn er feiert meift, nad)bem er einen gro\u00dfen \u00aei;eig im fliegen befd)rieben, gu feinem Siebiinggaufenthaite gur\u00fccf. Oie Segattung felbft gefd^ie^t entWeber auf ben S\u00e4umen, inbcm fiel) bie T\u00e4ubin auf einen Rft fauert, ober auf bem Refte. Oaf; gWet Zauberte einanber gebiffen h\u00e4tten, h\u00fcbe id) nie bemerft . . . .\"\n\u201eSeibe \u00a9atten tragen, nad)bem bei* S\u00dftah gum Refte auggeW\u00e4I)tt ift, bie \u00a9toffe herbei, aber bag Skibd)en oerarbeitet fie. Oag Reft fleht hod) unb tief. h\u00fcbe auf\tliefern,\nOannen, (Sid\u00e9en, Suchen, \u00a9rlen unb Sinben angetroffen, unb gWar in einer ^>\u00f6he Oon gehn big bunbert \u00a7uff, bodh gew\u00f6hnlich niebrig auf \u00a9tangenhotg iu h\u00b0^ett OidEid)ten, am \u00a9tamme ftarfer S\u00e4ume unb OerftecEt. \u00a9g befteht aitg b\u00fcrren $id)ten, liefern, Oannen unb Suchen, Reifem ober aug ben Steigen einer biefer Saumarten, ift aber fo lodEer unb fc^led^t gebaut, baj; man uidht fetten bie \u00a9ier Oon unten burdhfdhimmern fleht; eg ift platt, nur ba, Wo bie \u00a9ier liegen, Oertieft unb h\u00e4lt gW\u00f6tf big funfgehn 3oU im Ourd)meffei*. Obgleich eg fehl\u2019 f<hlecpt gebaut ift, fteht eg bod) feft unb tro^t bem S\u00dfetter fo, baf; ich nicht ein eingigeg oem \u00a9t\u00fcrm herabgeWorfeneg gefunben h\u00fcbe. Oft aber bauen bie Ringeltauben gar fein eigeneg Reft/ fonbern bebienen fld) ber oerlaffeneu \u00a9ichhorni nefier, Welche bann oben platt gebr\u00fccfi unb guWeiten mit einigen Reifem belegt Werben, \u00a9inft fanb ich und) bie \u00a9ier biefer Oaube in einem alten \u00a9Iftemnefte, beffen Jpaube bag \u00a9Iftempaar gum Sau feincg frifd)en Reffeg Weggetragen hatte . . . Oie gWei l\u00e4nglichen, auf beiben \u00a9eiten gleich, gugerunbeten, b\u00fcnneu unb rauhfd)aitgett, 'gt\u00e4ngenbWeifen \u00a9ier fanb ich *>on bei* testen H\u00e4lfte heg Rprit big gur lebten H\u00e4lfte Sulig. @ie Werben oon beiben \u00a9atten auggebriitet unb gWar fo, bafj bag 2R\u00e4nnd)en Oon neun ober gehn Uhr Oormittagg big brei ober oier Uhl* nadhmittagg bar auf fH)t. . . .\"\n\u201eSRerfW\u00fcrbig ift bie geringe Rnh\u00e4nglid)feit ber Ringeltaube an ihre \u00a9ier. 3<h fenne feinen beutfehen Sogei, Welcher feine \u00a9ier fo gleidhgiltig betrachtet. Sagt man bie br\u00fctenbe Ringeltaube einmal oem Refte, bann fann man bie \u00a9ier nur gleich mitnehmen; b\u00e9nit fie oerf\u00e4fjt fie geWif;. S\u00fcr ijt fein f^atC oorgefommen, baf; fle biefelben Wieber angenommen h\u00e4tte, \u00a9inb aber beibe \u00a9atten in ber R\u00e4he beg faft ober Wirflidh oollenbeten Refteg unb Werben aufgefagt, bann oerlaffen fie eg gew\u00f6hnlich nicht. SSemt ich je^t ein Refl biefer Oaube finbe, gehe ich oorbei, alg h\u00e4tte ich eg nicht gefehen, unb laffe bie br\u00fctenbe Oaube ruhig barauf f\u00ee^en. Oamt bleiben bie Riten nicht baoon. \u00a9egen bie Sungen ift bie Siebe gr\u00f6\u00dfer, aber bodt> uidht fo ftarf alg bei anbent S\u00f6geln. Son einem 5|3aar fl\u00fcgger Ringeltauben lief; ich bie eine augl)eben, um fie aufgugiehen. Oieg hatten bie Riten fo \u00fcbel genommen, ba\u00a7 fle bie anbere nicht mehr f\u00fctterten. Oie Sangen Werben, big ihre Gebern her\u00f6or? gebrodhen finb, oon ben Riten abWedhfeinb unb unaufh\u00f6rlidh, fp\u00e4ter, big gum Rugfliegen, bei regnerifdher ober falter S\u00dfitterung\u2019am Oage, unb in ber R\u00e4cht ftetg, oom S\u00dfeibd)en erw\u00e4rmt. S\u00dfenn fie flein finb, Werben fle Oon beiben \u00a9item mit bem f\u00e4feartigen \u00a9toffe aug ihrem tropfe gef\u00fcttert, Wenn fle Gebern haben, mit ben im tropfe erweichten \u00a9\u00e4mereien ern\u00e4hrt. Seim f\u00fcttern, Weicheg fr\u00fch um fteben ober adht unb abenbg um oier ober f\u00fcnf Uhr gefd)iel)t, geben bie Sungen einen eigenen, fnurrenben Oon beg S3ohlbeI)ageng Oon fleh- Sei Rnn\u00e4herung eineg SRenfdjen fd)nahhen fte mit bem \u00a9dhnabef unb beiden nad) ber -)panb. \u00a9ie Werben nach bem Rugfliegen nur furge 3eit","page":265},{"file":"p0266.txt","language":"de","ocr_de":"266\n\u00a3)ie 2ciufer. \u00a9irix>ccjer. Xciubeu.\nt>ott ben Riten gef\u00fcttert unb gef\u00fchrt, Weit fie ba\u00efb it>r putter fudjett unb fid) ber @efaf)ren in Rd)t tteljmcn lernen, $ebe\u00ea ber \u00a9Item hat gem\u00f6t)nlid) ein Sunge\u00ea bet ftd) unb leitet e\u00eb auf bem gelbe gum greffen an.\"\nSieb\u00efing\u00ebnahrung ber Ringeltaube ift \u00a9amen ber Rabelholgarten; mit it;m finbet man im (Sommer oft ben gangen \u00dfrohf ungef\u00fcllt, \u00a9ie lieft it)u nid)t nur bon ber (Srbe auf, fonbern ^olt ihn aud), Joie mein Satcr Beobachtet hat, gmiftijeu ben flaffenben \u00a3)ecfeld)en ber 3ahfe\u00ab \u00c7erbor. Ru\u00dferbem fri\u00dft fie \u00a9etreibearteu unb \u00a9ra\u00ebf\u00e2mereien, au\u00a7nat)m\u00f4meife aud) \u00a9d)necfen unb Regen; tb\u00fcrmer, unb im \u00a9p\u00e4tfommer \u00a3>eibelbeeren. Rad) R au manu finbet fie im Saubmatb ein beliebtet Rat)rung\u00eamittet an \u00a9id)elu unb Sud)ecfern. 3)iefe Angabe ftimmt bortrefflid) mit 2)em \u00fcberein, ma\u00eb id) in \u00a9panien erfuhr unb beobad)tete; benn hier bilben bie gr\u00fcd)te ber immergr\u00fcnen \u00a9i<he ba\u00ea hauhtT\u00e4df>tidt;fte gutter ber at\u00ea SSinterg\u00e4fte im Sanbe anmefenbeu $otgtauben.\n\u00a3)iemenigen K\u00f6rner, metd)e ftch bie Ringeltaube im gelbe gufammenlieft, barf man if)r g\u00f6nnen: c\u00ea fittb eben nur fo\u00efd)e, Welche o\u00ef)ne fie bod) berfommeit m\u00e4ren, unb fie mad)t biefen flehten \u00a9ingriff in ba\u00ea Sef\u00efhthum be\u00ea 9Renfd)en taufenbfad) mieber gut burd) ba\u00eb Rufge\u00ef)ren bon Unfrautfamen berfdjiebener Rrt, \u00a9ie bringt alfo feinen \u00a9d)aben, mu\u00df bielmel)r al\u00eb ein u\u00fchtiche\u00eb ^ier betrachtet unb fo\u00ef\u00efte gefd)ont merben. 3<h meine\u00ebtheit\u00eb fel)e in il;r einen S\u00f6gel, metd)er im Skilbe gar nid^t fehlen barf, weil er gu feiner Selebung fo Wefentlich mit beitr\u00e4gt, unb alle Ratur; unb Stl\u00fcerfreunbe benfen, glaube id), nicht anber\u00ea. 2)er gierige Sauer freilich bber ber traurige \u00a9onntag\u00eafd)\u00fch berfolgett fie gu jeber 3al)re\u00eageit, unb ber \u00a9iibeurop\u00e4er lichtet bie Reil)e ber fid) bei ihm gu \u00a9afte bittenben 3Banberfd)areu fo biel al\u00ea m\u00f6glich- @t\u00fcdftid)er SSeife i)t e\u00a7 nid)t gerabe leidet, eine .ipolgtaube gu ber\u00fcdfen. diejenigen, Welche in ben \u00a9t\u00e4bten niften unb Wenige gu\u00df \u00fcber ben ^)\u00e4uj)tern ber \u00a9pagierg\u00e4nger ungefd)eut ihr S\u00dfefen treiben, ja tljun, al\u00a7 ob fie geg\u00e4hnt m\u00e4ren, ftnb gro\u00dfe Ru\u00eanal)meu bon ber Regel. 3m allgemeiucu i)t bie Ringeltaube unter allen Umft\u00e4nbeu bor; fid)tig unb traut feinem 9Renfd)eu, aud) bem nicht, meld)er harmlos gu fein fd^emt. diefe Sorfid)t rettet fie bor ben meiften Rad)ftedungen ber gebachten Tierfeinbe, unb ber funbige feiger ftellt il)r eben nicht nach, meil er fie fenuen unb lieben gelernt hat, S)ie\u00bb ift ber \u00a9runb, med)alb biefe Saube uod) \u00fcberall bei un\u00eb borfommt, noch nirgenb\u00eb au\u00eagerottet morben ift. Reben bem 9Renfd)cn hat ber borfid)tige S\u00f6gel menig.geinbe, melche ihm gef\u00e4hrlich merben f\u00f6nnen. \u00a3abid)t unb Sknberfalf ober bie gro\u00dfen Sermanbteu be\u00a7 letzteren fangen gumeilen eine Rite; SSilbfafse, Saummarber unb \u00a9ichhorn, bielleicht aud) ber meibliche \u00a9herber, unb nad)t\u00a3 ber Uhu bebrohen bie Srut.\n\u00a9efangene Ringeltauben merben ertr\u00e4glich gal)m unb hatten biete 3al)re im K\u00e4fige au\u00ea. \u00a9y h\u00e4lt nicht fd;mer, fie an ein paffenbe\u00ea \u00a9rfahfutter gu gem\u00f6hneu, ba gcmifchte \u00a9\u00e4mereien ihren Rnfh\u00ef\u00fcd)en boHfi\u00e4ubig gen\u00fcgen. 3U\u00cf gortpflangung im \u00ae\u00e4ftg fchreiten fte aber nur au\u00eanahm\u00eameifc. SReine\u00ea SKiffen\u00ea gelang e\u00eb bem Raturforfdher S\u00dfietrub\u00eafi guerft, Sunge bon feinen gefangenen Ringeltauben gu ergieten. Sei unfern gegenm\u00e4rtigen Rnftalten, b. h- bei ber \u00a9inridhtung ber gr\u00f6\u00dferen @efei\u00effd)aft\u00eaf\u00e2fige in unfern Tierg\u00e4rten, mid ein fotcf)e\u00a7 \u00a9rgebni\u00df uid)t biel mehr befagen. Ruch im hamburger Tiergarten, meld)er f\u00fcr berartige S\u00f6gel haffenbe R\u00e4umlichfeiten noch nidbt befiht, fd;ritt ein 5\u00dfaar Ringeltauben gur gortpflangung, unb nur ein ungt\u00fcd'ticher 3ufad berl)inberte, ba\u00df ba\u00a3 \u00a9rgebni\u00df ein befriebigeube\u00ea mar. 9Rit anbern \u00a9irrb\u00f6geltt ber berfd)iebenften Rrt bertr\u00e4gt fleh biefe Saube feljr gut. \u00a9ie macht uie \u00a9ebraud) bom Red)te be\u00ea \u00a9t\u00e4rferen unb l\u00e4\u00dft ftd) bon fleinen \u00a9d)m\u00e4d)tingen oft merfm\u00fcrbig biel gefallen, ohne fid) berfelben gu ermehren.\nSring Sudan Souaharte hat aud) bie Sfrofylt, Sodh = , Slod; ober Slautaube unter bem Ramen Palumboena bon ber gelfen; ober gelbtaube getrennt unb gum Sertreter einer befoit; bern \u00a9type erhoben; id) mu\u00df aber fagen, ba\u00df id) gmifd)en ben beiben feine Unterfcljiebe gu erfennen","page":266},{"file":"p0267.txt","language":"de","ocr_de":"Ringeltaube. f\u00e8oMtawbe.\n267\nrermag, treidle $tt foldjer Trennung berechtigen. Oic $ennjeid)ett ber gelbtaube, gebntngener Seib, furger, b\u00fcmter \u00a9djnabel, mittetholje g\u00fc\u00dfe, gientlid) lange gl\u00fcgel unb f\u00fcrjerer, faft gerabe abgefdjnittener \u00a9djiran^, gelten f\u00fcr bie eine, trie f\u00fcr bie anbere.\nOie #oertaube (Columba oenaa) ift auf \u00c4ofjf unb #ald, Oberfl\u00fcgel, Unterr\u00fcden unb 33\u00fcrgel mohnblau, auf bem Oberr\u00fcden tiefgraublau, in ber f\u00f6ropfgegenb treinrot\u00a7f auf ber \u00fcbrigen Ituterfeite mattmohnblau; bie \u00a9ddringen unb bie \u00a9ttben ber \u00a9teuerfebern futb fd)ieferbtau; \u00fcber ben Fl\u00fcgel gie^t ftd) eine unrollfommene bunfle \u00a9inbe; ber Jadeit fd)ittcrt taubenh\u00e4lftg. Oad Sluge ift tiefbraun, ber \u00a9djnabel bla\u00dfgelb, an ber SBur^el bunfelfleifd)rot\u00efj, irei\u00df beft\u00e4ubt, ber gu\u00df mattbunfelrotl). Oie jungen feunjeidjncn fid) burdj bie unreinen f\u00e4rben i^re\u00ea \u00a9efteberd. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12 bid 12V2, bie \u00a9reite 25 bid 26, bie gittigl\u00e4nge 81/*, bie \u00a9djtransl\u00e4nge 5 3oU.\nUngef\u00e4hr biefelben S\u00e4nber, in benen bie Ringeltaube rorfontmt, beherbergen aud) bie ipohltaube; fie ift aber \u00fcberall fettener all jene, aud bem fel)r triftigen \u00a9runbe, ineil fie nid^t \u00fcberall leben faim, ba fie an alte \u00a9\u00e4ume mit paffenbcn ^\u00f6^Inngert gebunben ift. \u00a9ie irohnt in Salbungen aller Slrt, gar nicht feiten aber auch auf gelbb\u00e4umen, trenn biefe eine paffenbe H\u00f6hlung gur Sluf; n\u00e4hme bed Refted h\u00fcben, ^utreilen auf folgen in unmittelbarer R\u00e4he ber O\u00f6rfer. 3>tt SRittel; bcutfdhlanb erfdjeint fte einzeln int 9R\u00e4r$; ttad) ber \u00a9Binterljetberge reift fte in gl\u00fcgen um bie SRitte bed Oftober ab. Rud) fie \u00fcbertrintert f^ott im f\u00fcblidjen \u00a9uropa, unb h\u00f6djft feiten ftreifen Heine gl\u00fcge bid nad) Rorbtrcftafrifa hin\u00fcber. 3\u00ab \u00a9gtypten ift fie bid jefet noch nicht beobachtet trorben, obgleid) Raum amt bad \u00a9egcntljeit behauptet. 3>it Subien irirb fie burd; rertranbte Slrten rertreten.\n\u00a9ie ift ireniger rafch unb trilb aid bie Ringeltaube, aber behenber in it)ren \u00a9eireguttgen, geht gefd)idter unb tr\u00e4gt ben Seib getr\u00f6hnlid) ettrad mehr aufgerichtet, fliegt geiranbt, int Stnfang mit f(atfd)enbem \u00a9er\u00e4ufd), fobanu mit hohem unb heden pfeifen unb ror bent Rieberfefcen, treld^ed fanft fd)trebenb gcfd)ieht, ohne jeglidjed \u00a9er\u00e4ufd). 3hvc Stimme, b. T). il)f D\u00f6udfcit, unterfcheibet ftd) irefentlid) ron ber ber Ringel; unb gelbtaube: ed Hingt einfad) trie \u201e$u l)n l)u\"* \u201e33eint Rudfen\", fagt mein \u00a9ater, \u201ebl\u00e4ft bie ^ohltaube ihren jpatd ebenfalld auf unb betregt ihn, ftfjt aber auch trie bie Ringeltaube feft auf bem Stfte unb unterfcheibet fid) baburd) ron ber gelbtaube, tnelcbe tr\u00e4hrenb bed Rudfend hin unb her l\u00e4uft. SR an h\u00f6rt ront Styril bid \u00a9eptember oft eine einzelne Jpohltaube ruef fett ; bod) antwortet gutreilen ein SR\u00e4nnchen bent attbern, unb ba, tro riele hohle \u00a9\u00e4ume in geringer \u00a9ntfernung ron einanber ftel)en, tretteifern mehrere Stauben mit einanber. Oad Rudfeit rernimmt man nicht nur in ben SRorgen;, \u00a9ormittagd; unb Slbenbfiuitbctt, trie bei ber Ringeltaube, fonberit gu jeber $eit, tr\u00e4hrenb treld)er ber Zaubert in ber R\u00e4he ber br\u00fctenben T\u00e4ubin ober feiner jungen ftd) befutbet. \u00a9or ber Paarung ift nat\u00fcrlich bad Rudfen am ft\u00e4rffteu ...\" fc\n\u00a9ine gro\u00dfe Rnh\u00e4nglidjfeit-hat bte \u00a7ol)ltaube an ihren Slufenthaltdort, an treld)en fte freilid) iregett ber bort beftnblidjett hohlen \u00a9\u00e4ume gebunben ift. \u00a95cmt fte aufgefd)eud)t Jrirb, l\u00e4\u00dft fte ftd) nicht treit baron nteber unb fehrt, fobalb fte feine \u00a9efaljr mehr f\u00fcrchtet, ju ihm guriid.\nOie Rahrttng befiehl in K\u00f6rnern aller Slrt. \u00a9ie fliegt fr\u00fch ron acht bid neun Ul)r unb ttadjmittagd ron brei bid rier Uhr nach gutter aud, lieft biefed ron ben Siedern unb \u00a9liefen auf unb \u2022gcl)t girifdjett elf unb gtr\u00f6lf Uhr mittagd unb abenbd $ur Str\u00e4nfe.\nOad .fpohltaubenpaar ift eilt \u00a9ilb treuer \u00a9attenliebe. Oad SR\u00e4nttd)en h\u00e4lt innig gu feinem USeibdjen, ift getr\u00f6hnlid) in feiner R\u00e4he, unterh\u00e4lt ed mit Rudfen, tr\u00e4hrenb ed br\u00fctet unb begleitet ed, trenn ed ron bett \u00a9ient gejagt irirb. \u00a9ofort nach ber SInfunft int gr\u00fchjahr ertr\u00e4gt ftd) bad \u00a9\u00e4rdjen eine paffenbe Riftl)\u00f6l)le, unb fdjon Slnfangd Rjmt ftnbet man in ihr bad erfte \u00a9elege. \u00a9\u00dfirb bie \u00a3ol)Itaube nicht geft\u00f6rt, fo mad)t fte brei \u00a9ruten im 2>aljre, nientald aber g\\rei nach einanber in bcnifelbeit Refte, fonberit jebc in einer attbern \u00a9aumh\u00f6l)lung. Oied gefd)ieht bed; halb, ireil ade tauben ben Unrath ihrer jungen nid)t aud bent Refte tragen, bie H\u00f6hlung aber, in ireldjer Sunge gro\u00df trud)fen, trie Rauntann fagt, \u201eein ftinfenber Spful)l rott Unratt) ift\", foba\u00df","page":267},{"file":"p0268.txt","language":"de","ocr_de":"268\n\u00a3)ie S\u00e4ufer, \u00a9trro\u00dfgel. tauben.\nMe jungen in ihrem eigenen \u00c4otlje \u00df\u00a3en, mit ihm bie Sauet) ^ nnb \u00a9dhmattgfebern befdjm\u00fcgen unb ftd> erft lange Beit nach bem Sluf\u00dfiegen reinigen. Slber eben, meil jebef $\u00dfaar im Saufe bef \u00a9ommerf mehrerer fohlen bebarf, fommt ef oft um f oldie in gro\u00dfe Serlegenljett unb Roth- \u00a9f mu\u00df ftd) ben Riftylah ferner erftreiten unb hat nicht blof mit anbern $ohltaubenbaaren, fonbern and) mit \u00a9hed\u00dfett, \u00a9taaren, Oo\u00efjlen unb SRanbelMhen gu f\u00e4rnpfen* unb ba alte biefe S\u00f6gel meljrhafter ftn.b alf bie Saube, mu\u00df biefe gem\u00f6hnlidh meinen, 3tn n\u00e4dh\u00dfett Ssal\u00dfe fann baf f\u00dfaar bie H\u00f6hlung mieber bcgiehen; ber Unrath ift bann in golge ber g\u00e4ulni\u00df ober, \u00a9auf ben $erbtl)ieren, fo Oer\u00e4nbert morben, ba\u00df er nicht mehr hinbert, ef lp obetteidtjt audt) ein \u00a9hedjt ober ein anberer S\u00f6gel bie -fp\u00f6ljlung, mieber aufger\u00e4umt Son eiugelnen SSogelfteUern ift behauptet morben, ba\u00df bie ^oljltaube nicht in S\u00f6tern br\u00fcte, meldje ein \u00a9hedjt furg Oort)er bemohnte: mein Sater hat baf \u00a9egentheil burdh Beobachtung feftgeftettt.\nOie ^opauben \u00dfnb nicht allein g\u00e4rtlidje \u00a9atten, fonbern audt; treue \u00a9Item. ,,\u00a9o menig Stnh\u00e4ngli\u00e4\u00dfeit bie Ringeltauben gegen pre \u00a9ier geigen\", fagt mein Sater, \u201eeine fo aufgegeichnete betoeifen bie \u00ab\u00eepohltauben. \u00a9ie fi^en nid\u00df nur fe\u00efjr feft auf ben \u00a9iern, fo fe\u00df, ba\u00df man bie br\u00fctenbe Saube gumeilen ergreifen fann, fonbern \u00dfe jfuc\u00dfen fetbjt mit \u00a9efal\u00df iljref. Sebenf ba\u00a7 Reft mieber auf. SRan lann nach ber S\u00e4ubin flie\u00dfen, ohne ba\u00df fte ihre \u00a9ier oerl\u00e4\u00dft.\"\nSitte f\u00c7einbe, meldje bie Ringeltaube bebrohen, merben auch ber jpohltaube gef\u00e4hrlidj; aber fte hat in golge iljref ^\u00f6tjlenbr\u00fctenf noch mehr gu teiben, unb gar mandhef Reft mag, oom Saunt? marber unb Hermelin aufgenommen merben. Oocfj hat man audj ein friebtidhef Bufammenlebeu ber \u00a3>ohltaube unb arger R\u00e4uber beobachtet, mie man ef faum f\u00fcr m\u00f6glich hatten m\u00f6chte. 3n bei* R\u00e4lje meinef $eimatfortef m\u00fcrbe, mie mein Sater erg\u00e4bt, eine \u00a9idje gef\u00e4llt, in meldjer in einem untern Sodje oier junge Saummarber unb in einer Ijodj oben be\u00dfnblidjen H\u00f6hlung' gloei junge ^ohltauben fa\u00dfen. Oiefe rnerlm\u00fcrbige Radhbarfdhaft b\u00fcrfte oieileicf)t nie mieber oorfommen.\n\u00a3in\u00df<htlidj bef \u00a9efangenlebenf gilt faft Oaffclbe, maf bei Sefdhreibung ber Ringeltaube erm\u00e4hnt Iourbe; aber bie $oljitaiibe mirb leid\u00dfer gahm a\u00eff lepre, rnifdjt fidh freim\u00fctig gumeilen unter bie gelbtauben unb foil ftd) fogar mit biefen haaren. Seftimmte Seobadjtungen hier\u00fcber liegen freilidh nidjt Oor; aber baf betragen ber beiben Sermanbten gegen einanber l\u00e4\u00dft oermuthen, ba\u00df bie Sinnahme nicht unrichtig ift. Slud) bie gefangenen \u00a3>ohftauben bef hamburger Spr^ gartenf leben in gro\u00dfer greunbfdjaft mit gelbtauben, unb mehr alf einmal habe id) gefeiten ba\u00df ein gelfentauber eine .Spoljltaube treten ioollte.\n0)ie midjtig\u00dfe aller tauben ift bie g elf en;, \u00a9tein?, \u00a9rotten? ober Ufer taube (Columba livia); benn fte i\u00df bie \u00a9tammmutter unferer \u00a3auf taube, meldje ihr nicht blof in ber g\u00e4rbung, fonbern auch int Setragen oo\u00fcft\u00e4nbig \u00e4hnelt unb leicht mieber oermilbert. 3dj brauche mo\u00efjf lattm gu erm\u00e4hnen, ba\u00df ich unter biefer ^auftaube nur ben gelb\u00df\u00fcdhter Oerftehe, nicht aber bie fogenannte garben; unb Raffentaube, \u00fcber bereu Slbftammung Bmeifel gehegt merben l\u00f6nnen. \u00aeie geifert^ taube ift auf ber Oberfeite hetlafchblau, auf ber Unterfeite mohnblan. Oer $o\u00a3f i\u00df blau, ber \u00a3>alf bif gur Sru\u00df bunfelfpferfarben, oben hellblaugr\u00fcn, unten hurpurfarben fdhillernb, ber Unterr\u00fcden mei\u00df; \u00fcber ben gl\u00fcgel giehen \u00dfc\u00df gmei fdjmarge Sinben; bie \u00a9d)mingen \u00dfntt afdjgrau, bie \u00a9teuerfeberu bunlelmohnblau, am \u00a9nbe fdhmarg, bie \u00e4u\u00dferften auf ber Slu\u00dfen; feite mei\u00df. Oaf Sluge i\u00df fd)mefclgelb, ber \u00a9^nabel \u00dfhmarg, au ber S\u00dfurgel lid\u00dfblau, ber gu\u00df bunfelblauroth. SR\u00e4nndhen unb S\u00dfkibdjen unterfchetben ftdh \u00efaum burdh bie g\u00e4rbung ; bie jungen ftnb bunller alf bie Sllten. Oie S\u00e4uge betr\u00e4gt 18, bie Sreite 23, bie gittigl\u00e4nge 8V6, bie \u00a9d)mang^ l\u00e4nge 4V3 Boll.","page":268},{"file":"p0269.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a7o\u00ef)\u00eftftube. fe\u00effentaube.\n269\nf\u00c7v\u00fc^er nahm man an, bafj fxd^ bie fe\u00effentaube \u00fcber ganj \u00a9uropa, ben gr\u00f6\u00dften \u00ef^eil AfteitS unb Aorbafrifa Verbreite; gegenm\u00e4rtig unterfd^eibet man, nnb mopl mit \u00a3fted)t, menigftenS gmet berfdjiebene Arten, bte fe\u00effentaube, meldje im korben mo\u00efjnt, unb bie Sergtaube, meldje im \u00a9\u00fcben gu ^>aufe ift. SAein Sater \u00c7at bie \u00efe^tcre unter bem tarnen Columba glauconotos, \u00a9trid\u00efanb unter bem Aamen Columba intermedia bon jener getrennt Sn \u00a9\u00fcbeuropa fdjeint ber SerbreitungS; freiS ber einen an ben ber anbern 31t grenzen: id) beobachtete in ber \u00a9ierra Aebaba fl\u00fcge bon biefer unb bon jener Art. \u00a9djon in \u00a9gppten eS feine meifr\u00fccfige fe\u00effentaube mehr, unb auch in Schien fcpeint, laut Serb on, nur bie Sergtaube bor^ufommen. \u00a3>inftd)tlich ihl'e\u00bb Aufent; halts, ihrer ScbcnSmeife unb il)veS SetragenS unterfdjeiben ftd) bie beiben Arten, fobiel idj maljr; nehmen fonnte, nid;t im geringften; eS mirb aXfo fein fehler fein, menn id) unter Ser\u00fccfftd)tigung ber berfdjiebenen Jjpeitnat baS mir bon beiben Sefannte 3U einer Sefdjreibung gufanintenfaffe.\nSide f elfentauben mcidjjen bon ben meiftcn DrbnungSbermanbten barin ab, bafj fie ihren Aufenthalt auf Reifen ober im alten \u00a9ent\u00e4uer nehmen, S\u00e4ume aber meibcn. \u00a9ie eigentliche Reifen; taube bemeljnt Klippen unb felfenlj\u00f6hlen \u00a9uropaS, namentlidh berfd)iebene \u00a9egettben l\u00e4ngs ber S\u00dfeftf\u00fcfte bon \u00a9cbottlanb, tnSbefonbere bie jpebriben, \u00a9rfnet); unb \u00a9hetlanbStnfeln, bie faroer infein unb baS fleine felfeneilanb AemteS\u00f6 bei \u00a9tabanger an AormegenS meftlidjer $\u00fcfie, ferner fafi alle geeigneten Oertlidjfeiten um baS SAitte\u00efmeer, bon \u00a9rieft an bis \u00a9riedhenlanb unb bon franfreid) an bis \u00a9\u00fcbfpanien hinab; bie Sergtaube erfept fie in ben f\u00fcblidjen unb f\u00fcb\u00f6ftlichen S\u00e4nbern. S^ne * geh\u00f6rt im Snnern beS SattbeS als S\u00dfilblittg \u00fcberall 31t ben \u00a9eltenheiten, biefe finbet fid) auch fern bom SAeere unb felbft bon \u00a9em\u00e4ffern inmitten beS SattbeS, obmol)! nid)t 31t berfennen ift, bafj fte felS; m\u00e4nbe in ber SR\u00e4^e bom SJteere, bon fl\u00fcffen ober anbern \u00a9em\u00e4ffern allen \u00fcbrigen \u00a9ertlichleiten bezieht \u00a9raba traf bie fe\u00effentaube auf ben faroerinfeln an. ,,\u00a9ie ift\", fagt er, \u201ehier gemein, I\tniftet faft auf jeber bemopnten Sttfel, meif ftd) aber fo 3U berbergen, bafj bie Setbohner meber ihrer\n\u00a9ier, nod) iljrer Sangen h.abhaft merbeit f\u00f6nneit. Aud) trenn fte ihre Aaprung auf ber Snbmarf fud)t, ift fie fehr fdjeu, babei im fliegen fo gemanbt, bafj meber bie Aaubm\u00f6ben, nodh bie Aaben ihr \u00a9tmaS anhabcu f\u00f6nnen, m\u00e4prenb bie 3ahmen tauben fogleid) bon letzteren get\u00f6btet merben. S<h fah fte in eine ger\u00e4umige ^ople fliegen, in meld)e man allenfalls gelangen fonnte. Aad) bieler Al\u00fcpe unb \u00a9efahr fantett mir bahin unb bemerften, bafj bie \u00a7\u00f6l)le fet;r berfdh\u00fcttet ipar unb auS mehreren Heineren beftanb. \u00a9ie \u00a9ing\u00e4nge m\u00e4ren burd) gr\u00f6\u00dfere unb fleinere \u00a9teilte berbedft, fobaf? bon ben tauben ober gar ihren Srutpl\u00e4jjett Aid)tS gn fe^en mar. SBeber \u00a9pred^en, noch \u00a9freien, nod) \u00a7\t\u00a9teinmerfen Bradjten fie h^rau\u00ea; eS m\u00fcrbe alfo ein \u00a9emehr abgefeuert, ^\u00dfl\u00f6hlid) belebte ftd) bie\nip\u00dfhle, unb bie \u00a9aubett flatterten nach allen \u00a9eiten babon.\" Auf ben \u00a9attareen ift fte, b. h\u00bb bie Sergtaube, laut Solle, nidjt nur l\u00e4ttgS ber Stiften, fonbertt auch ^ef im Sutern ber SnfHn, mo biefe nicht bemalbet finb, im Ueberflufj borhanben; fie m\u00fcrbe felbft noch in 8 bis 10,000 fufi -fp\u00f6he ant \u00a9eibe angetroffen, ja, Sertpelot fattb fte auf S^arote ttt bem noch frifdjen Krater ber feuerfreier, troh beS \u00a9d)mefelgeru(hS unb ber gro\u00dfen .Spille, meldhe barin hen*fd)ten. And) bort br\u00fcten ober fd)lafen fte am liebften in .fp\u00f6hlett, unb auf S^arote gem\u00e4hren fte ein [gan3 befott; bereS Sogbbergn\u00fcgen, inbem man im \u00a9unfein mit f\u00e4deln in ihre \u00a9rotten bringt, ben \u00a9ingang \u25ba berftopft unb bann mit \u00a9taugen auf fte loSfd)I\u00e4gt. S\u00ab \u00a9gppten fah ich a\u00eet felsm\u00e4nben, namentlich in ber A\u00e4he ber ^ataraften in fehr gro\u00dfer SJ\u00eeenge, ein3elne fl\u00fcge bon ihnen aber audj inmitten ber S\u00f6\u00fcfte, mo man ftd) fragen muftte, mie bie arme \u00a9rbe hier im \u00a9tanbe fei, ben SfJtaffen gen\u00fcgenbe Aahruttg 3U bieten. Sm Snnern AfrifaS ift fte biel feltener als bort, auS bem gan$ einfachen \u00a9runbe, meil es hier Wenige felftge \u00a9ebirge gibt; an g\u00fcnfiigen \u00a9teilen aber bermifjt man fte nicht, unb ein eingeltt ftehenber f elfen mit fteilen SB\u00e4ttben beherbergt fte gemi\u00a7. S\u00ab S^ien geh\u00f6rt fte 3U ben gemeinften unb h^ftgften S\u00f6geln, br\u00fctet ebenfalls in -ipoljlen unb dtifdjen ber felfen unb Klippen, mo m\u00f6glich in ber A\u00e4he bom S\u00dfaffer unb oft in \u00aeemeinf<haft mit bem Alpen; fegler, fo in ber A\u00e4he ber ber\u00fchmten f\u00e4lle bon \u00a9rifoppa. ^)ier, mie in\u00a9gppten, lebt bie Sergtaube aber auch in einem h^lbmilben 3uffonbe. @ie bemohnt n\u00e4mlich a^c a^en ruhigen \u00a9eb\u00e4ubc, \u00a9tabt;","page":269},{"file":"p0270.txt","language":"de","ocr_de":"270\n\u00a9te S\u00e4ufer. \u00a9irrb\u00f6gel. \u00a9auben.\nmauern, gtogoben, gelfentempet unb \u00e4httlid)e Saulid)feiten, unb fte begie\u00efjt enblid) bie St\u00fcrme, meld)e % gu \u00a9efaden errietet Serben. 3n Dberegpptcn gibt eg biete Ortfdj\u00e4ften, ireldje member \u00a9auben a\u00efg ber 9Jtenfd)en falber erbaut gtt fein fdjeinen. Sur bag untere Stod'trerf beg pptamibenartigen, platt gebedten \u00a3aufeg betrohnt ber Sauer, bag obere, getb\u00f6l)nlich trei\u00df get\u00fcnchte unb foitfitrie bewerte, geh\u00f6rt ben \u00a9aubett an, unb au\u00dferbem errietet man nodj tjolje fuppelf\u00f6rmige \u00a9h\u00fcrme, einzig unb atfeiu biefer SS\u00f6gel iregen. SDaS Sftauertoerf aller jener \u00a9eb\u00e4ube, treidle id) Stauben* fcfjl\u00e4ge nennen trid, befielt nid)t aug Biegetfteinen, fonbern bon einer getriffen \u00a3\u00f6l)e an nur aug gro\u00dfen, eif\u00f6rmigen, bicftranbigen \u00a9\u00f6pfen, ireldje \u00fcber einanber gelagert unb burd) St\u00f6rtet, beg\u00fcgliclj Silfd)lanim mit einanber berfittet trurben. 3eber \u00a9opf ift an bem nad) au\u00dfen geteerten \u00a9nbe burcfj; broken, bag betreffcnbe Sod) jebod) nid)t gro\u00df genug, um einer \u00a9aube 3u8an9 gu geib\u00e4ljren, fonbern nur beftimmt, Suft unb 2id)t burdhgulaffen. 95on ber anbern innern Seite bagegen ift jeher \u00a9opf bequem gug\u00e4nglid) unb gibt einem Sefte Dtaum. \u00a9)ie Eing\u00e4nge gu ben \u00a9aubent)\u00e4ufern finb giemlid) gro\u00df xtub mit eingemauerten dteiftgb\u00fcnben umgeben, ireldje bie Stelle ber gtugbretter bertreten. \u00a9)a\u00df biefe \u00a9inrid(jtuug fid) betr\u00e4hrt, ge\u00efjt aug ben Waffen bon \u00a9auben, trelclje bie Raufer fort= ir\u00e4hrettb umlagern, beutlid) ^erbor.\n3m Silben finb bie gelfentauben Stanbb\u00f6gel; im korben gtringt fie ber hinter gum Skmberu. Sie berfammeln fid) bor 3>em Abg\u00e4nge in fetjr gahlreidje Sdjir\u00e4rnte unb fd)einen tr\u00e4ljrenb iijreg ^lufentljalteg in ber grembc biefe Vereine nid)t gu l\u00f6fen. \u00a9g ift mir irahrfdjeinlid), ba\u00df berartige Sknberfdjaren oft bon ung bemerbt, aber nid)t erbannt, fonbern alg gew\u00f6hnliche gelbpdjter ange; feljen werben. Sic gieren erft bann bie Slufmerbfambeit auf fid;, trenn man fie, trie guWeiten gefdjie^t, ftd) mit fr\u00e4sen unb \u00a9Wljlen bereinigen ober auf S\u00e4umen niebertaffen fteljt, Wag fie immer nod) \u00f6fter alg bie gelbpdjter gu tljun pflegen. 3m 34\u2122 1818 erfd^ien ein Sct)Warm bon etwa taufenb paaren gu \u00a9nbe \u00a9)egemberg in ber \u00a9egenb bon ^reugburg^ireldjer allgemeine Slufmerffamfeit erregte. SDiefe \u00a9auben gelten fid) in \u00a9efedfehaft ber Saatfr\u00e4^en unb \u00a9)o\u00a7len, fa\u00dfen am \u00a9age mit ben ^au\u00eatauben in frieblidjer \u00a9emeinfehaft auf ben \u00a9)\u00e4d)ern, gogen aber gegen Slbenb in bie Sabel; m\u00e4lber unb \u00fcbernad)teten ^ier auf S\u00e4umen. Sie blieben big Siitte 3attuarg in jener \u00a9egenb unb rerfdjWanben nad) unb nad), ohne ba\u00df man erfuhr, Wie. \u00a9inen \u00e4hnlichen gtug beobad)tete mein Sruber in ber SR\u00e4lje meineg \u00a9eburtgorteg, unb ioaljrfdjeinttd) waren bie gelfentauben, treidle mir in ber Sierra Sebaba unter ben Sergtauben antrafen, and) nur fotdje eingeWanberte.\n\u00a9)ag Setragen ber getfeutaubeu meidet bon bem unferer ^au\u00f6taube Wenig ab. Sie finb geWanbter, namentlid) bepenber im ginge, alg unfere gelbpchter, unb regelm\u00e4\u00dfig feljr menpenpeu: in adern \u00fcbrigen gew\u00e4hrt ung bag Setragen ber.Sadpmmcn ein getreueg Sebengbtlb ber Stamm; eitern. Sie geljen gut, aber nidenb, fliegen gang bortrefflid), mit pfeifenbem S\u00e4ufeln, burd)meffen ungef\u00e4hr funfgeljn Steilen in ber Stunbe, flatten bor bem Suffliegen unb fdjWeben bor bem Sieberpen, fteigen gern hoch empor unb freifen oft l\u00e4ngere Beit in bid)t gefd)loffenen Sd)ib\u00e4rmen. \u00a9)ie S\u00e4ume meiben fte auffadenb, obwohl eg einzelne Sugnal)men gibt. So fle^t man bie egpp; tifdben \u00a3>augtauben regelm\u00e4\u00dfig auf ben fWnten pen, unb audj bei ung beobachtet man eingelne gelbpdjter, Weldje tytx ftd) nieberlaffen. Seim Sahrungfttdjen laufen fie ftunbenlang auf bem Soben herum, beim \u00a9riufeu traben fie guWeiten ein Wenig in bag d\u00f6affer hinein; bie egpptifd)en aber feigen fid), trenn fte trinfen troden, mitten auf ben Strom, taffen fid) bon ben SMen tragen unb erheben fid), trenn fie ihren \u00a9Hilft geftidt halben.\nSinne unb geiftige g\u00e4bigfeiten ber getfentauben finb trohl enttridelt. \u00a9)ie trilben taffen fid) gtrar nicht leidjt beoba^ten; bei ben g\u00e4hnten aber bemerft man halb, ba\u00df man eg mit flugen unb rerft\u00e4nbigen S\u00f6geln gu thun hat. 3h* \u00aekf<m ift ein \u00a9emifd) bon \u00a9utern unb S\u00f6fem. Sie finb friebfertig unb bertr\u00e4glich, richtiger bielleicht gleid)giltig gegen anbere \u00a9hiere unb leben unter ft<h \u00ce0 giemtid; in grieben. SDie Saarungggeit erregt freitid) auch bei ihnen eiferf\u00fcd^tige \u00a9efple, unb bann bann eg borlomnten, ba\u00df gtrei \u00a9auberte fid) ftreiten; bie Sad)e ift aber nidjt fo ernft gemeint, unb ber ^autpf tr\u00e4hrt feiten tauge. $lud) gutterneib macht ftd) bemerflid): biejenige \u00a9aube, treld)e reiddid)","page":270},{"file":"p0271.txt","language":"de","ocr_de":"g e t f e n t a u b e.\n271\nSprung ftnbet, breitet bie Fl\u00fcgel auS itnb oerfudjt baburd) anbere abguhalten, baS \u00a9efunbene mit il\u00bb gu tf)eilen; bie \u00a9efedigfeit, \u00bbeld)e ihnen in boxent SJta\u00dfe eigen ift, beenbet berartige 3tot\u00dfig= feiten aber immer in fel)r fr\u00fcher 3eit, unb trenn \u00aeefa\u00ef)r fid^ naht ober ein Umnetter brol\u00df, gibt aud; bie \u00a9efammfheit 33e\u00bbei[e ber ebelften \u00a9ef\u00fc^Ie.\nOie Stimme, baS befannte Studfen, befielt auS bumhfen, ^eu\u00efenben itnb rodenben S\u00f6nen, \u00bbeld)e ungef\u00e4hr trie \u201eSJtaruf ut) ntur\u00efu\u00efuh marhtdu\u00efuh\" flingem Oie eingelnen SluSrufe tnerben mit S\u00fcdlingen, Streuungen unb \u00c6opfniden begleitet; fie folgen \u00dfd) um fo fd)neder, je eifriger baS 9Jt\u00e4nnd)en ift. SJtand)mal fto\u00dfen bie S\u00e4uberte Saute auS, \u00bbeld)e man burd) bie (Silben \u201e\u00a7u^u\" ober \u201efp\u00fcf)ua\" begeid\u00dften fann: fie befunben ein Verlangen beS SJt\u00e4mtchenS nad) bem SBeibdjen ober ftnb Klagen \u00fcber gu lange 2lb\u00bbefen\u00ef)eit beS einen \u00a9atten.\nSitte Sitten unfereS \u00a9etreibeS unb au\u00dferbem bie S\u00e4mereien non StapS unb St\u00fcbfen, Sinfen, \u00a9rbfeit, Sein u. f. tn., not adern Slnberen aber bie K\u00f6rner ber als unausrottbares Unfraut gef\u00fcrsteten SSogeltnide bilben bie Stauung ber Reifens unb ipauStauben. SJtait hat fie als fd^\u00e4bltdf>e Spiere betrachtet, \u00bbeil fie giemlid) niel Sprung beb\u00fcrfen unb uns f\u00fchlbare SSerlufte guf\u00fcgeit f\u00f6nnen; \u00bbenn man aber bebenft, ba\u00df fie \u00a9etrcibe nur io\u00e4tjrenb ber 3eit ber SluSfaat freffen, tnirb man \u00bbeniger ftreng urteilen, unb babei mu\u00a7 man nod) ber\u00fcdftdEitigen, ba\u00df fie ben Sdjaben, \u00bbeld)en fie oerur? fachen, burd) 2lufgel)ren non Unfrautf\u00e4mereien reid)lid) triebet* gut ntad)en. \u00a9S unterliegt feinem 3\u00bbeifel, ba\u00df fie uns niel mehr nii^en als trir glauben. Slud) fie fliegen regelm\u00e4\u00dfig gu getriffen 3eiten nad) Stafjrung aus, ge\u00bb\u00f6t)nlid) fr\u00fch unb normittagS unb nad)mittagS nod) einmal, \u00bbenn fie ein befonberS ergiebiges $elb erffo\u00e4^t haben, oft giemlid) \u00bbeit.\nSJtait nimmt an, ba\u00df bie ^elfentaube \u00bbenigftenS g\u00bbeimal j\u00e4l)rlid) niftet unb \u00bbei\u00df mit SSeftimmts heit, ba\u00df ber f^elbfl\u00fcd^ter tut Sattfe beS Sommers ntinbeftenS bret SSruten ntad)t. SJtit SSeginn beS ^r\u00fchtingS rudft ber Sauber fei\u00bb eifrig, geigt \u00dfd) g\u00e4ntifd) anberen gegen\u00fcber unb erf\u00e4mpft ftd^, nid)t immer ohne SJt\u00fcbe, fein S3eibd)en, \u00bbeld)em er bie gr\u00f6\u00dfte 3\u00e4otlid)feit befunbet. \u201e\u00a9in einmal Oers buttbeneS ^\u00dfaar\", fagt Staumann, \u201etrennt fid) im Seben nicht \u00bbieber unb ift aud) au\u00dfer ber $ort= hflangung immer beifammen. SluSitahmen hierooit ftnb feiten. Sobalb ber Sauber einen Ort f\u00fcr baS Steft ertr\u00e4gt t)at, fefet er fid) ba feft unb heult, ben \u00aeopf auf ben S3oben niebergelegt, bis bie S\u00e4ubin fommt. Oiefe l\u00e4uft ge\u00bb\u00f6hnlid) mit auSgebreitetem unb auf\u00dfreid)enben Sd)\u00bbange auf ihn gu, f\u00e4ngt an, mit ihm gu t\u00e4nbeln unb frabbelt ihn gang beljutfam g\u00bbifd)en ben ^opffebern. Oer-Sauber reibt bagegen feinen \u00c4opf gum \u00f6fteren auf feinen St\u00fcdenfebent. SSeibe fangen ftd) an gu fd)n\u00e4beln, \u00bbobei \u00dfe fehl\u2019 g\u00e4rtlid) thun, unb nunmehr erft folgt bie ^Begattung. SSenit \u00dfe oodgogen, fd)reiten fie mit \u00dfolgent Sln\u00dfanb einher, fliegen aud) \u00bbohf mit ben kl\u00fcgeln flatfd)enb unb in ber Suft fpielenb, ein \u00bbenig in bie -Jp\u00f6lje unb erbnen unb futheit nun \u00dfidfd)\u00bbeigenb ihr \u00a9e\u00dfeber \u00bbieber. So\u00bbie bie S\u00e4ubin ade bem betreten Oorhergegangenett 93e\u00bbegungen g\u00e4rtlid) er\u00bbibert, fo gefd)ieht eS nicht feiten, ba\u00df fte, nadjbent \u00dfe betreten \u00bborben, aud) ben Sauber betritt. Stad) einigen Sagen, an \u00bbeld)en bie Begattung \u00f6fters oodgogen \u00bburbe, treibt ber Sauber feine \u00a9attin oor \u00dfd) t)er gum Sti\u00df\u00dflahe, \u00bbo ber S3au beginnen fod, \u00dfiegt nad) S3au\u00dfoffen auS, tr\u00e4gt \u00dfe im Sdjnabel herbei, ttnb bte S\u00e4ubin baut bamit baS Steft. OiefeS ift ein \u00dfadjer, in ber SJtitte \u00bbenig vertiefter, ohne ade $unft gufammengelegtcr Raufen trodener Steifer, 5J3\u00dfangenftettgel, Stroh ttnb b\u00fcrrer Valuten. 33iS gum Segen beS er\u00dfen \u00a9ieS oergehen nun nod) mehrere Sage, \u00bb\u00e4hrenb \u00bbeld)er baS S\u00f6cibd)en \u00f6ftere oom 9Jt\u00e4nnd)en betreten unb enblid) gunt Stefte getrieben \u00bbirb.\" Oie g\u00bbei \u00a9ter haben eine I\u00e4nglid)e \u00a9eftalt, \u00dfitb glattfd)alig, gl\u00e4ngenb unb rein\u00bbci\u00df. S3eibe \u00a9efd^\u00efed^ter br\u00fcten, bie S\u00e4ubin ooit bret Uhr nad)mittagS bis gehn Uhr oormittagS ununterbrod)en, ber Sauber in ben \u00bbettigen Stunben, \u00bbeld)e bag\u00bbifd)eit liegen, unb tro^bem \u00bbirb ihm bie 3eit oiel gu lang; benn fd)on nad) ein Uhr pflegt er \u00e4rgerlich gu heulen, in ber 2lb\u00dfd)t, bie Saube, \u00bbeld)e ihre \u00bbenigen \u00a9rl)olungS\u00dfttnben bod) fel)r n\u00f6thig ha*> ^evBcijuf\u00fcpveit.\nStarts fd)l\u00e4ft er \u00fcbrigens in unmittelbarer St\u00e4l)e beS Ste\u00dfeS, immer bereit, bie \u00a9attin nad; Kr\u00e4ften gu befd)\u00fchen. \u00a9r bulbet eS itid)t einmal, ba\u00df eine anbere Saube \u00dfch n\u00e4hert. Stad) fechSgehn bis","page":271},{"file":"p0272.txt","language":"de","ocr_de":"272\n\u00a3)ie S\u00e4ufer, \u00a9irro\u00f6gel. Sufuf\u00eatauBen.\nattgebn hagelt ftnb bie (Sicr gezeitigt, unb bie \u00e4u^erft un&e$ilflid&ett blinben Sangen ftl\u00fcpfen in einem 3\u00bbifteuraume son 24 big 36 \u00a9tunben nat einanber aug.. S\u00ab ber erften Seit \u00bberben fie son betben Eltern mit bem gutterbrei gef\u00fcttert, melier ft im tropfe bilbet; fp\u00e4ter erhalten fte erweichte \u00a9\u00e4mereien unb enblit h\u00e4rtere, nebft \u00a9teilten unb Sebmf\u00fcdfen. \u00a9ie fmb nad) oier \u00a9Boten erfragen, ft\u00bb\u00e4rmcn mit ben Sitten aug, machen ftdC; in Wenigen Oagen felbft\u00e4nbig, unb bie eitern fdjreiten nun gnr g\u00bbeiten SSrut.\n^ \u00a9ie gelfett; unb bie getbtauben haben biefclben geinbe, \u00bbie anbere Slrten ihrer Drbnung, bie letztgenannten felbfoerft\u00e4nblid) mehr alg bie \u00bbitblebenben, \u00bbeil biefe ihre geinbe nidjt nur beffer f ernten, fonbern ihnen aut leidster entrinnen. 23ei ung gu Sanbe ftnb SRarber, S\u00f6anberfalfen unb ^abic^te bie fd)limmften geinbe ber Oauben, im \u00a9\u00fcben Serben fene burt \u00a9ertoanbte oollft\u00e4nbig oertreten. \u00a9or \u00abRaubo\u00f6geln f\u00fcrsten ftd) bie tauben fo, ba\u00df fte gu\u00bbeilen gu fonberbaren \u00dcRitteln tre 3uflud;t nehmen, \u00a9o fab SRaumann einen getbptter, oom \u00a9\u00dfanberfalfen oerfolgt, ft in einen \u00a9eit ft\u00fcrgen, untertauten unb an einer gang anbern, \u00bbeit entfernten \u00a9tede roieber aufs tauben unb \u00bbeiterfiegen. \u00a9a\u00df fidE) \u00a9auben oft in bag innere ber K\u00e4ufer fl\u00fcchten unb babei genfer; fteiben gerbreten, ift begannt.\n\u00a9er gelbpdfer lebt and) bei ung eigentlich nur in falber \u00a9efangenpaft; benn er betoa^rt ft fetg eine getoiffe \u00a9elbf\u00e4nbigfeit. SBilbe gelfentauben, \u00bbeite fung aug bem \u00abHefte genommen \u00bberben, betragen ft, \u00bbie id) nad; eigener \u00a9rfabrung serf tern fann, genau \u00bbie gelbpdjter. 5lud; fie befreunbeu ftd) mit ben \u00e4Renften, febod) ohne fene \u00c7ingebeube Untert\u00e4nig!eit, \u00bbeite bie garben; unb dtaff entaub en an ben \u00a9ag gu legen pflegen. Sefctgenanute, bie greube unb ber \u00a9tola ber fogenannten Sieb^aber, haben, ftreng genommen, \u00bbenig mit ihren angeblid^en \u00a9tammeitern gemein, unb begl)alb bleibt eg immer not fraglich, ob man fte alg \u00abRad&\u00efommeu ber gelfen; ober \u00a9ergtaube betrauten barf. \u00a9ern motte it aut \u00fcber fie unb tyr Seben b\u00bbr \u00a9inigeg mit teilen, id) wei\u00df aber, ba\u00df id) \u00bbeher bem Sieb^aber not *>em in *>er \u00a9aubenfunbe erfahrenen gen\u00fcgen famt; benn biefe \u00aeunbe ift eine SBiffenftaft, mit \u00bbetter id) mit not aip \u00a7abe oertraut mad)en f\u00f6nnen.\n*\n*\n\u00c6u\u00efuf\u00ea tauben (Macropygiae) l)at S3o uaparte biefenigen \u00a9irro\u00f6gel genannt, \u00bbeite fdfanf gebaut, fleinf\u00f6pfg, giemlid) furgpgelig, Iangft\u00bb\u00e4ngig unb furgf\u00fc\u00dfig ftnb. \u00a9ie \u00a9ruppe, \u00bbeite \u00bbir nitt \u00fcbergeben b\u00fcrfen, ift uid)t befonberg gablreid), aber ebenfo\u00bbol)t in ber neuen, \u00bbie in ber alten \u00a9Seit oertreten. Me Wirten, beten Seben\u00ea\u00bbeife man fennt, fmb im hoben \u00a9rabe gefedig; einzelne ocreinigen ftd) gu \u00a9taten, \u00bbeid)e jebe \u00a9f\u00e4png unm\u00f6glit mat en. \u00a9ie f\u2122b in ge\u00bbiffem \u00a9inn\u00e9 alg grud)tfreffer anguf eben, n\u00e4bren ft \u00bbenigfeng gum \u00a9peil mehr oon \u00a9aunt; fr\u00fctten alg oon \u00df\u00f6rnern. Side leben in Salbungen, ob\u00bbobl einzelne fd)on in einem bid)t befan; benen \u00a9arten Verberge nehmen f\u00f6nnen. Uebrigeng bat bie \u00a3ebeng\u00bbcife ber oerf\u00e4iebetten Sitten biefer \u00a9ruppe \u00bbenig Uebereinftimnienbeg, unb eg fragt ft begbalb nod) fel)t, ob bie oon \u00a9ona; parte gebilbete Unterfamilie \u00bbirflit alg eine naturgem\u00e4\u00dfe gu betratten ift. g\u00fcr ung mu\u00df eg gen\u00fcgen, \u00bbenn it bie befanntefe, aber aut *>ie n?id)tigfte Slrt ber \u00a9ruppe gu ftilbern oerfute.\nddein S5ater bat ge\u00bbiffe S3\u00f6gel mit ben r\u00e4tbfelbaften Snbiern Oerglid)en, \u00bbeite im \u00a9\u00fcben unfereg \u00a9rbtbeilg not heutigen \u00eeagg eine \u00abRode fpielen, unb bemgem\u00e4\u00df Big c un er o\u00f6gel genannt, d\u00dfie biefeg beimatglofe \u00a9ol! erfteinen fe oft pl\u00f6plit an Orten, \u00bbo man fte lange Sabre nid)t fab, \u00bbeil ihnen hier xtifyifyvt SRabrung \u00bbinft, febeln ft fef an, benehmen ft gang, alg ob fe beimift \u00bb\u00e4ren unb oerft\u00bbinben \u00bbieber, ohne ba\u00df man \u00bbei\u00df, \u00bbobin fe gingen, \u00a9in foltcr gigeuneroogel ift- bie bod)ber\u00fct)mte SBanbertaube, \u00bbeite in ben ungeheuren \u00a9Salbungen dtorb; amerifag halb b\u00bbi', halb bort ihren 2\u00f6ol)nfb nimmt, br\u00fctet, \u00abdtidioneit oon Sangen beoanfebt, gange \u00a9\u00f6afbfrecfen oer\u00bb\u00fcftet, ade ihr gufagenbe SR\u00e4^rung in einer ge\u00bbiffen \u00a9egenb auf gehrt, baf\u00fcr","page":272},{"file":"p0273.txt","language":"de","ocr_de":"2B a n b e i-t a u b e.\n273\nbon ben SDtenften \u00efaufenben \u00efjingefdjtattet toirb nnb atlgemadj toieber nnb auf 3>a\u00efjre ber; fdfjtoinbet. 2Bir berban\u00efen SfiHIfon nnb Slububon fo au\u00eaf\u00fc^rltd^e \u00dcBerid)te \u00fcber biefe \u00a3auben, bafj e\u00ea al\u00a7 g\u00e4ngltd) unn\u00f6tig er[d)eint, bie feitbem toer\u00f6ff entlie\u00dfen 33emerfungen anberer ^orfdjer \u00c7iitguguffigen.\n\u00a9ie SGBanbertaube (Ectopistes migratorius) ift Mftig gebaut, \u00efang^\u00e2lftg nnb \u00eflein\u00efityf\u00eeg, iljr \u00a9d;nabel mittellang, giemlidj b\u00fcnn, gerabe, ber Fl\u00fcgel lang, gugefptt, in t\u00a7m bie gmeite \u00a9djtoinge bie t\u00e4ngfie, ber au\u00ea gtoolf \u00c7ebern befteljenbe \u00a9d^manj langer a\u00ef\u00ea bie ^liige\u00ef, mit 2lul; nannte feiner beiben etma\u00a7 berf\u00fcrgten \u00fcDiitte\u00effebern abgeftnft, ber Sauf \u00eeur^, aber Mftig, \u00ef\u00fcrger\n5DtC SBaitbertauBe (Ectopistes migratorius).\na\u00ef\u00ea bie 907itte\u00cf3e^e oljue Slagel. \u00a9te allgemeine F\u00e4rbung ift fd)ieferbtau, bie ber Unterfeite r\u00f6tpdj; grau; bie \u00a3>al\u00eafeiten ftnb purpurbiolett fdyi\u00ef\u00efemb, ber 23aut nnb bie 2lfterbede njeifj, bie \u00aed)ixsingen fdjm\u00e2rtid), tteifj gef\u00e4umt, bie mittleren \u00a9teuerfebern fdjmarj, bie feitltdjen lidjtgrau, am \u00a9runbe ber Snnenfa^ne mit braunroten nnb einem fc^ioar^en Rieden, \u00a9a\u00ea Sluge ift glanjenb rot, ^er \u00a9t^\u00fbbel fd)foar\u00a7, ber gufj blutrot. Seim etoa\u00a7 Heineren SBeibdjjen \u00c7errfdjt 2lftgraubraun, auf bem S\u00ee\u00fcden nnb SB\u00fcr^el S\u00f6eifjlitgrau oor; bie mittleren \u00a9djtoanjbedfebern fin& rotbraun, \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt beim SJMnncfjen 16V4, beim SBeibcfjen 15, bie SSreite 25 nnb 23, bie ^ittigl\u00e4nge 7%, bie \u00a9ctjboant\u00e4nge 8V\u00ab 3oH.\n8re5m, S\u00c7ier\u00eee\u00f4en. IY.\n18","page":273},{"file":"p0274.txt","language":"de","ocr_de":"274\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9tiTO\u00d6gel. \u00aeufuf Stauben.\nSSctt ber JpubfonSbaty an bis gum \u00a9olf oon SKejifo unb bon ben tfelSgebirgett an bis gur \u00f6ftlid)en tnfte ftnbet ftd) bie \u00abKanbertaube in allen (Staaten KorbamerifaS, aber feineStoegS \u00fcberall in gleicher \u00abKengc. Su ben opferen Staaten fd)eint fie, trie \u00a9erwarbt jagt, in gr\u00f6\u00dferen Waffen aufgutreten \u201eunb bal)er fd^veiBen ftd; aud) bie bon ben glaub to\u00fcrbigften \u00abBeobachtern auS; gehenben \u00a9efhreibungen ihrer Sitten unb \u00a9etoohnh eiten, treibe im 2Iuge mandes \u00a9urop\u00e4erS inS Keid) ber g\u00e4bet gu geh\u00f6ren feinen, toeil er oernehmen muf, baf in Korbamerifa bie 3\u00fcge toilber \u00a9auben bie Sonne Oerfinftern, meilengrofe SK\u00e4lber burd) ihoen fcharfen $oth oerborren unb [tarte riefte unter ihrer Saft brechen machen, einer gasreichen \u00abKenfd)enmenge nebft ihren Steinen unb einer Ungahl \u00abRaubtieren toodjenlang Nahrung bieten unb in \u00e4\u00dfatb unb gelb toirflid) furch^ baren Staben thun tonnen\". \u201e$Die SBanbertaube, treibe in 9lmerifa \u00abKilbtaube genannt toirb\", [agt \u00abKububon, \u201ebetoegt ftch mit auferorbentlidjer Sd)nelligfeit unb treibt ftd) burd) tape, ioieberhotte gl\u00fcgetfd)l\u00e4ge burch bie Suft. Sie fliegt oft, ioie bie gahme to\u00e4hrenb ihrer Siebe\u00eageit, im Greife umher, mit beiben im Eintet erhobenen gl\u00fcgeln ftch in\u2019ber Schwebe erhattenb, bis fie fid) nieberl\u00e4ft. Oann ft\u00f6^t fte bie Spieen ber \u00abBorberfd)toingen an einanber unb Oeranlaft baburd) ein bi\u00eb auf breifig ober oiergig \u00a9den oernehmbareS \u00a9er\u00e4ufd). \u00aeeiJ0V fie fld& W/ fie bic \u00c4raft beS glugeS burch toieberholte gt\u00fcgetfchi\u00e4ge, um gum ruhigen \u00a9rfaffen eines B^eigeS ober gum gttfett auf bem SSobett gelangen gu tonnen.\"\n\u201eSd) habe meine \u00abBetreibung mit ber SchUberung beS gtugeS begonnen; benn er ifi eS, metcher bie \u00a9eioohnheiten biefer \u00a9hiere beftimmt. 3$te \u00a9S\u00e4uberungen gefd^ehen auSfchlie^Iich ber Nahrung halbe?, nicht, um ber \u00abKinterftrenge ber norblpen \u00abBreiten gu entrinnen, ober um einen haffenben \u00abBl\u00e4h gum \u00abBr\u00fcten gu fudjen. Oemgem\u00e4f nehmen fie nirgenbS einen feften Staub, fonbern ftebeln ftd) ba an, too fte gutter ftnben unb oertoeilen unter Umft\u00e4nben jahrelang ba, too man fte fonft nie bemertte. \u00a9>ann oerptoinben fte popp un\u00ee) \u00efe^rett erf* nC1^ fahren lieber gur\u00fcct. 3hte auferorbentipe glugfraft feftt fte in ben Staub, \u00a9rffaunlid)eS gu leiften. SieS ift erprobt ioorben burch in Slmerifa tool)Ibefannte \u00a9hatfachen. 2Ran t\u00f6btete in ber Um; gebung \u00abRetot)orfS \u00abSSanbertauben, bereu \u00c4rotf mit \u00abReis gef\u00fcllt toar, melden fte hoch nur in ben gelbem \u00a9eorgiaS unb \u00a9arolinaS oergehrt haben tonnten. \u00a9)a ihre Verbauung fo rafch oor fp geht, baf *>aS eingenommene gutter in gto\u00f6lf Stunben o\u00f6Uig gerfejst ift, mufte man pliefen, baf fie gtoipen breO unb oierhunbert (englipe) Steilen binnen fed)S Stunben ober bie \u00abKeile in einer Minute gur\u00fcctgelegt hatten, \u00a3iernad) tonnten fte bei gleicher \u00a9eptoinbigfeit in Weniger als bret \u00a9ageu nach \u00a9uro^a gelangen, Otefe glugtraft wirb unterst burch grofe SinueSfd)\u00e4rfe, toeldje fie in ben Staub fefct, bei ihren raffen gl\u00fcgen baS Sanb unter ftch abgufpen unb ihr gutter mit Set\u00e0tig\u00efeit gu cntbeden. Sch habe beobachtet, bat fle, trenn fte \u00fcber eine unfruchtbare \u00a9egenb gogen, in hoher Suft bahinftrpen, to\u00e4hrenb fte ba, too bie \u00a9egenb toalbig unb nahrungoerforechenb\ntoar, ftch oft hernieberfentten.\"\t,\t_______ .\n\u00a9eparbt hat recht, toenn er annimmt, baf man bte Sd)tlberuttgeu 3Stl)on \u00bb unb 9Iububon1\u00a3 \u00fcber bie SRaffepaftigfeit ber SBanbertauben f\u00fcr fabelhaft Balten fann. \u201e5lttf meinem \u00abKege nad) granffurt\", erg\u00e4hlt \u00abKi l f o n, \u201ebupftrid) ich bie \u00abK\u00e4lber, \u00fcber ioe!d)en id) in ben \u00abKorgenftunben oiele \u00a9auben na^ Often hatte fliegen fehen. \u00a9egen ein Uhr mittags begannen fte gur\u00fcdgufehren unb gtoar in folgen ungeheuren Scharen, baf ich mich nicht erinnern tonnte, guoor fo oiele auf einmal gefeiten gu haben, \u00a9ine Sid;tnng in ber K\u00e4he ber \u00ab8erfoebud)t gem\u00e4hte mir freie SluSftdd, unb t;ier fe^te midh \u00a9)aS, toaS id) fah, OolIenbS in \u00a9rftauncu. \u00a9)te \u00a9auben flogen mit grofer Stetigfeit unb Schnelligfeit ungef\u00e4hr in ber \u00abe eines \u00abB\u00fcd)fenfdntffeS \u00fcber mir, mehrere Schichten bid unb fo eng neben einanber, baf, trenn ein glintenfd)itf fie h\u00e4tte erreichen f\u00f6nnen, eine eingige Sabung mehrere oon ihnen gef\u00e4llt haben to\u00fcrbe. \u00abBon ber \u00abRechten gur Stufen, fo ioett baS 5luge reichte, erftredte fid) biefer unermefliehe 3^9 tn \u00aereite un\u00ef) ^\u00e4nge, unb \u00fcberall fd)iett er gleich gebr\u00e4ngt unb glei^ bicht gu fein. Neugierig, gu erfahren, trie lange baS Sdjaufpiel tr\u00e4ten to\u00fcrbe, gog ich ^eine\tSeit gu beftimmen unb fefcte mid) nieber, um bie oor\u00fcbergtehenben","page":274},{"file":"p0275.txt","language":"de","ocr_de":"2B an b ertaube.\n275\nStaufcenfdjaren 51I beobachten, (SS tbar um 1V2 Ul)r unb ich fajj bon nun an meljr als eine \u00a9tunbe, aber fiatt baf id; eine \u00a9erminberung beS Bug3 mahrnehmen \u00efounte, fd;ien er gu warfen an \u00a9ttzahl unb gugunetymen an \u00a9djne\u00ef\u00efig\u00efeit, unb id) mufjte enblid^, um \u00c7ranffurt nod) 51t erreichen, meinen Seg fortfefcen. \u00a9egen hier Uhr nadjmittagS freute id) ben Kentucfpflufi bei ber \u00a9tabt ^ran\u00effurl \u2014 ber tebenbige \u00a9trom \u00fcber meinem Raupte fdjien aber nod) immer ebenfo yt\u00e2jb reid^ r nod) ebenfo breit zu fein, als je zubor. Sange nachher geioa^rte id) bie Stauben nod) in gro\u00dfen \u00a9btl)eilungen, meld)e fed)S ober ad)t \u00a9tinuten brauchten, e\u00ef)e fie bor\u00fcber ioaren, nnb biefen folgten toieberum anbere \u00a9d)aren, in berfc\u00efben \u00a9id)tung nad) \u00a9\u00fcboften fliegenb, bis nad) fcd)S Ul)r beS \u00a9benbs. Oie gr\u00f6\u00dfte \u00a9reite beS BugeS lief? ctuf eine entf^red^enbe \u00a9reite tT)reS \u00a9rutplaheS fd)lie\u00a7en.\"\n\u201e3m \u00a3>er^ft 1813\", berietet \u00a9ububon, \u201eberlief id) mein \u00a3>auS \u00a7u \u00a7enberfon am Ufer beS Ol)io auf ber \u00a9trafje nad) SouiSbille. \u00a9iS id) einige \u00a9teilen unter $arbenSburgh \u00fcber bie b\u00fcrren (Sbenen ging, bemerkte id) einen Bug Sanbertauben, boeld)er bon 9*lorboft nad) \u00a9iibmeft flog. Oa mir il)re Sluja^I gr\u00f6\u00dfer erfd)ien, als id) fie jemals borner gefe^en hatte, faut mir bie Suft an, bie B\u00fcge, toe\u00efdfje innerhalb einer \u00a9tunbe im \u00a9ereid) meinet \u00a9ugeS bor\u00fcberflogen, zu g\u00e4lten. 3d) ftieg beSl)atb ab, fefcte mid) auf eine (Srl)\u00f6hung unb machte mit meinem S\u00dfinfel f\u00fcr jeben bor\u00fcberge^enben Bug einen Stupfen auf 3 Rapier. 3\u00ab \u00efurger Beit fcinb id), ba\u00a7 baS Unternehmen nicht auSzuf\u00fcl)reu tbar; benn bie \u00a9\u00f6gel erfd)ienen in unz\u00e4hlbarer \u00a9tenge. 3d) erl)ob mich a\u00effo, z\u00e4hlte bie Stupfen unb fanb, bafj id) in 21 \u00a9tinuten bereu 163 gemacht hutte. 3dh fe^te meinen Seg fort, aber bie \u00a9taffen bermehrten fid) immer ft\u00e4rfer. Oie Suft mar budhft\u00e4blid) mit Stauben erf\u00fcllt unb bie \u00a9ad); mittagSfonne burdh fie berbun\u00efelt, \u00eft>ie bei einer \u00a9tonbfinfternifj. Oer Unrath fiel in \u00a9taffen mie \u00a9d)neefto<fen herab , unb baS \u00a9er\u00e4ufch ber \u00a7l\u00fcgelfd)l\u00e4ge \u00fcbte eine einfdEjl\u00e4fernbe \u00a9Bildung auf meine \u00a9inne.\"\n\u201eS\u00e4i)renb id) in \u00a9oung\u2019S Sirt\u00ef)fd)aft am Bufammenfluffe beS \u00a9altriber mit bem Ohio auf mein \u00a9iittagSeffen tbartete, fah id) nod) unerme\u00a7Iid)e Segioneu bor\u00fcberziel)eu, in einer \u00a9reite, foeldjc ftdh boni Ohio bis zu ben m ber Seme ftd^tbaren \u00a9Salbungen erftredte. \u00a9id)t eine einzige biefer Stau\u00c7en lief ftch lieber ; aber in ber ganzen Umgegenb gab eS and) feine \u00a9uff ober (Sichel, Oetn; gent\u00e4fj flogen fie fo hod), bafj berfd)iebene \u00a9erfud)e, fie mit meiner bortrefflichen \u00a9\u00fcd)fe zu erreichen, bergeblid) ioarett \u2014 bie \u00a9c^\u00fcffe ft\u00f6rten fie nid)t einmal.\"\n\u201eUnm\u00f6glich ift eS, bie \u00a9d)\u00f6nheit ihrer Suftfdfjibenfungeu zu befd)reibe\u2018n, menu ein $alf berfud)te, eine aus bem Raufen zu nehmen, \u00a9tit (Sinetnmale ft\u00fcrzten fie fich bann unter Oonner; ger\u00e4ufdh, in eine fefte \u00a9taffe zufammengepadt, toie ein lebenbiger \u00a9trom hernieber, br\u00e4ngten, bidht gefdhloffen, in mehligen unb fdjarfminfeligen Sinien bortb\u00e4rtS, fielen bis zum \u00a9oben herab unb ftrictjeu \u00fcber bemfeiben in unbergleidjticher \u00a9d)nelle bahin, fliegen bann fen\u00efred)t empor, einer m\u00e4chtigen \u00a9\u00e4ule bergleidhbar, unb enttbidelten ftdh, nadjbem fie bie ^\u00f6he mieber erreicht, zu einer Sinie, gleid) ben \u00a9eftnnben einer ungeheuren, rieftgen \u00a9dr\u00e4nge.\"\n,,\u00a9or \u00a9onnenuntergang erreichte ich SouiSbille, tbeld)eS bon JSparbenSburgl) 55 \u00a9teilen entfernt ift. Oie \u00a9auben zogen noch immer in unberringerter \u00a9nzahl bahin, unb fo ging es brei ^age ununterbrodhen fort.\"\n\u201eOaS ganze \u00a9olf toar in \u00a9Saffen. \u00a9n ben Ufern beS Ohio ibimmelten \u00a9t\u00e4nner unb Knaben burdh einanber unb fdjoffen ohne Unterla\u00df unter bie fremben \u00a9\u00e4fte, toeldhe hier, als fte ben ^luf freuzen trollten, niebriger flogen, \u00a9taffen bon ihnen tourben bernid)tet, eine 2\u00dfodhe unb l\u00e4nger genofj bie \u00a9eb\u00f6lferung \u00a9idjt\u00ea als ba\u00ea f\u00c7leifdh ober baS (Jett ber tauben, unb es tbar bon \u00a9id)tS, als bon S\u00dfilbtaubeit bie \u00a9ebe. Oie Suft toar tb\u00e4hrenbbem gef\u00e4ttigt bon ber eigent\u00fcmlichen \u00a9uS; b\u00fcnftung, toeldhe biefer \u00a9rt eigen ift.\"\n\u201e(SS ift h\u00f6chft anziehenb, zu fehett, baf ein \u00a9dhtbarm nach bem anbern genau biefelben \u00a9dhlbett; fungen ausf\u00fchrt, toie ber borhergehenbe. Senn 5. \u00a9. ein \u00a9aubbogel an einer getbiffen \u00a9teile unter einen folgen Bug geflogen hatte, befcprieb ber folgenbe an berfelben \u00a9teile bie gleichen Sinfelz\u00fcge, Kr\u00fcmmungen unb Seitenlinien, tteldhe ber angegriffene Bug, in feinem \u00a9efireben, ber gef\u00fcrchteten\n18*","page":275},{"file":"p0276.txt","language":"de","ocr_de":"276\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9ivrobgel. Ru\u00efu\u00ef\u00eatoubett.\nPlatte beg dt\u00e4uberg gu entrinnen, burchftegen hatte. \u00a9et 9Renf<h, meld;er berartige \u00a9<hmen?ungen gu Beobachten m\u00fcnfd;t, Brauet nur, mcnn er einen berartigen Auftritt gefeiten, auf berfetBen \u00a9teile gu \u00bbermeilen, Big ber n\u00e4chfte 3U9 an\u00efommt.\"\n\u201eVielleicht ift eg nid)t unn\u00fcfc, eine \u00a9ch^ung aufguftetlen oon ber Stngahl ber \u00a9auben, mel^e ein fold;er \u00a9chmarrn enth\u00e4lt, unb oon ber Beenge ber Nahrung, meld;e er \u00bberl\u00fcgt, stimmt man an, ba\u00a7 ber Bug eine Bieile Breit ift \u2014 trag butd;aug nicht \u00fcbertrieben genannt merben barf \u2014 unb baff er Bei ber angegebenen \u00a9d;nedigfeit ununterbrochen brei \u00a9tunben m\u00e4hrt, fo erh\u00e4lt man ein Parallelogramm oon 180 englifdjeu \u00a9eoiertmeilcu. 9Red;net mau nun nur gmei rauben auf bic \u00a9eoiertede, fo ergibt ftd), baff ber Bug au\u00a7 einer Bidion, hunbertunbfunfgehn Millionen, hunbert= unbfed;gunbbreiffigtaufenb \u00a9t\u00fccf SBanb ertauben befteht. \u00a9a nun febe \u00a9aube t\u00e4glich einen halben \u00a9pint an \u00abNahrung bebarf, braud;t ber gange Bug eine Btenge oon acht Biidionen, ftebenljunbert; unbgm\u00f6lftaufenb Bufhelg t\u00e4glich-\" BWfon [teilt eine \u00e4hnliche Rechnung auf unb gelangt gu bem \u00a9rgebniff, baff ein \u00a9chmarrn \u00fcber gmei Millionen tauben enth\u00e4lt unb t\u00e4glich fiebengehn SDRillionen, \u00bbierhunbertunboierunbgmangigtaufenb Bufhelg ^\u00f6rnerfutter bebarf.\n\u201e\u00a9obalb bie tauben\", f\u00e4hrt Slububon fort, \u201eNahrung entbeden, beginnen fie gu Greifen, um bag Sanb gu unterfuchen. S\u00df\u00e4hrenb ihrer \u00a9cljmenfungen gem\u00e4hrt bie biente 3Jlaffe einen prad;t\u00fcoden 2lnblid. 3e nad;bem fte ihre \u00abRichtung mechfeln unb bie obere ober untere \u00a9eite bem Beobachter gulehren, erfd;einen fte halb blau, halb purpurn, \u00a9o gie\u00efjen fte niebrig \u00fcber ben K\u00e4lbern bahin, oerfchminben geitmeilig im Saubmer!, erheben ftd; mieber unb ftreid;en in h\u00f6heren \u00a9ehrten fort, \u00a9nblid; laffen fte ftch nieber; aber im n\u00e4chften Slugenblid erheben fte ftd;, plofclich erfchredt, unter einem bonner\u00e4hnlichen dr\u00f6hnen unb oergemiffern ftch fliegenb \u00fcber bie ocrmeintliche \u00a9efaljr. \u00a9er junger bringt fte feboch halb mieber auf ben Boben herab, \u00a9obalb fte gefugt haben, fleht man fte emftg bie melfen Bl\u00e4tter burd;ft\u00f6bern, um nad; ber gunt Boben gefallenen \u00a9id;elmaft gu fu\u00e7hen. Hnabl\u00e4fftg erheben ftd; einge\u00efne B\u00fcge, [treiben \u00fcber bie fpauptmaffe bapin unb laffen ftch mieber nieber; \u00a9ieg gefchieht aber in fo rafter fjolge, baf ber gange Bug beft\u00e4nbig gu fliegen fc^eint. \u00a9ie Bahrunggmenge, melche oom Boben aufgefud)t mirb, ift erftaunlid; groff; aber bag Sluffudjen gefchieht fo oodfommen, baff eine Bachlefe vergebliche Arbeit fein m\u00fcrbe. 2\u00f6\u00e4l;renb fte freffen, ftnb fte gumeilen fo gierig, ba\u00a7 fte beim Berfd;luden einer Bu\u00a7 ober (Sichel beuchen, alg ob fte erftiden m\u00fc\u00dften. Ungef\u00e4hr um bie Btitte beg \u00a9ageg, naepbem fte ftch gef\u00e4ttigt haben, laffen fte ftch auf ben B\u00e4umen nieber, um gu ruhen unb gu oerbauen. Stuf ben Steigen laufen fte gem\u00e4chlich [Un unb her, breiten ihren fd;\u00f6nen \u00a9dfmang unb bemegen ben fpalg oor = unb riidm\u00e4rtg in fehr anmuthiger S\u00dfeife. S\u00dfenn bie \u00a9onne nieberftntt, fliegen fte maffenhaft ben \u00a9chlafpl\u00e4hen gu, melche gar nicht feiten .Jpunberte Oon Bieilen Oon, ben f$?utterpl\u00e4hen entfernt liegen.\t^\n\u201eBetrachten mir nun einen biefer \u00a9djlafpl\u00e4he, meinetmegen ben an bem \u00a9r\u00fcnen bluffe in \u00dfentudp, melchen ich mieberholt befugt habe, \u00a9r befanb ftch in einem hochbcftanbenen \u00a9albe, melier nur menig Untermuch\u00a7 hatte. 3d; ritt oiergig teilen in ihm bahin unb fanb, ba ich il;n an oerfchiebenen \u00a9teilen freugte, bau er mehr alg brei teilen breit mar. 311g id; ihn bag erfte \u00abKal befiuhte, mar er ungef\u00e4hr oor oiergehn \u00a9agen in Beflfe genommen morben. 3*ei \u00a9tunben oor \u00a9onnenuntergang lam id; an. SBenig tauben maren gu fehen; aber oiele Seute mit Pfetben unb SBagen, \u00a9eueren unb \u00a9chie^oorrath hatten ftch ringg an ben Sft\u00e4nbern aufgeftellt. B^et \u00a3anb; mirthe hatten \u00fcber breihunbert \u00a9diente mehr alg hunbert Bleilen mcit hergetrieben, in ber SIbftd;t, fte mit taubenfleifch gu m\u00e4ften. Ueberall fah man Seute befd;\u00e4ftigt, \u00a9auben eingufalgen, unb ader= orten lagen Raufen oon erlegten\"B\u00f6geln. \u00a9er herabgefallene BUft bebedte ben Boben mehrere Bod hoch, in ber gangen Slugbehnung beg \u00a9chlafplafjeg, fo bid;t mie \u00a9chnee. Biele B\u00e4ume, beten \u00a9t\u00e4mme etma gmei gu\u00a7 im \u00a9urd;meffer hatten, maren niebrig \u00fcber bem Boben abgebrochen, unb bie Slefte ber gr\u00f6\u00dften unb ft\u00e4rlften herabgeft\u00fcrgt, alg ob ein Drtan im S\u00dfalbe gem\u00fcthet h\u00e4tte. Side Singeichen beuteten barauf biu, baff bie Slngat;l ber B\u00fcgel, melche hier geh\u00e4uft hatten, eine \u00fcber ade Begriffe gtoffe fein nutzte. Sllg ber Beitpunlt beg \u00a9intreffeng ber rauben herannal;ete, bereiteten","page":276},{"file":"p0277.txt","language":"de","ocr_de":"SBan\u00f6ertaube.\n277\nfidj bereit fteinbe fafi \u00e4ngfllid) auf invert Empfang oor. Siete erfd)ienen mit eiferneu O\u00f6pfen, metcpe Sdpmefet enthielten, anbere mit ^ienfadeln, mieber aubere mit pf\u00e4hlen, bie \u00fcbrigen mit \u00a9emepren. Oie Sonne mar unfern Sliden entfdjtounben, unb nod) nid)t eine einzige Xaube mar erfdpienen ; aber Sldem ftanb bereit, unb Sitter Slugen fd^auten auf gum Haien Rimmel, meld^er gVoifc^ert beu popeu R\u00e4umen pinburdj fd)immerte. ^pi\u00f6^Iict) bemannt man ben allgemeinen \u00a9djrei : fie fomnten. Unb fie tarnen, obgteid) nodj entfernt, fo hoch mit einem Or\u00f6pnen, toeldpes mich an einen ftarlen Seefiunit erinnerte, ber burdp bam Stafelmerl brauft. Slim bie S\u00f6get mirflid) ba Ioaren, unb bei* Bug \u00fcber mir Pegging, oerfp\u00fcrte ict> einen heftigen Suftgug.\"\n\u201eStaufenbe 001t tauben m\u00fcrben rafcp ton ben S\u00dffaplm\u00e4nnern gu Sobett gefd)lagen; aber ununterbrochen ft\u00fcrgten anbere herbei, Bept m\u00fcrben bie ^euer entg\u00fcnbet, unb ein gro\u00dfartigem, ebenfo munberoodem, mie entfe^\u00efid^e\u00ea Sdpaufpiet bot [ich ben Sliden. Oie tauben, toetdpe gu Jtaufenben aidamen, lie\u00dfen [ich atterorten nieber, bim um bie Slefte unb Steige ber S\u00e4ume ftd) fefte Waffen gebilbet hatten, \u00a3ier unb ba brad;en bie Slefte unter ihrer Saft, ft\u00fcrgten Iracpenb nieber unb oernidjteten ^\u00bbunberte ber barunter ft^enben S\u00f6get, gange klumpen oon ihnen gu Soben rei\u00dfenb. \u00a9m mar ein Stuftritt ber Sermirruitg unb bem Stufruhrm. \u20182>cp fanb em g\u00e4nzlich unn\u00fcp, gu fpredpen, ober audj ben mir gun\u00e4dpft Stepenben gugufdjreieu. Semerfte man both fetbft bam Stbbreunen ber \u00a9etoepre meift nur au bem Slipe bem ^Sul\u00fcerm! \"\n\u201eStiemanb burfte magen, ftd) auf ben Scpauplap ber Serpeerung gu begeben. Oie (Sdpmeine maren in einen S\u00dfferd) gebradjt morben; benn it)r \u00a9efdp\u00e4ft, bie lobten unb Sermunbeten aufgulefen, fottte erft am n\u00e4d)ften borgen beginnen. Sd;on mar em Sditternadpt, unb nod) fortm\u00e4prenb tarnen bie Stauben, noch immer geigte fidj teilte Sibnapme. Oer Stufruhr m\u00e2prte bie gange Stad)t piuburd) fort. %\u00e4) mar begierig gu erfahren, auf mie iocit hin mau ben S\u00e4rm oernehmen t\u00f6nne, unb fanbte be'mhalb einen SJiann ab, Oiem gu erforfdpen. * \u00a9r feierte mit ber Stadpridpt gur\u00fcd, ba\u00df er brei teilen oom Orte nod) Sldem beutlid) geh\u00f6rt habe, \u00a9rft gegen Sagemanbrud) legte fich bam \u00a9er\u00e4ufd) einigerma\u00dfen. Sange, beoor man einen \u00a9egenftanb uuterfdpeiben tonnte, begannen bie Stauben bereitm meggugiepen unb gloar in einer gang anberu Stid)tung, aim fie getommen maren. Sei (Sonnenaufgang maren a\u00fce oerfdjmunben, metd)e nod) fliegen tonnten. Stun oernahm man bam Reuten ber S\u00df\u00f6lfe, ber $\u00fcdpfe, ber Sud)fe, bem \u00dfuguarm, ber S\u00e4ren, Skfd)b\u00e4ren unb Seuteltpiere, metd)e unten umherfd)n\u00fcffelten, m\u00e4prenb Slbler unb eine SJtaffe oon \u00a9eiern fich einfanben, um mit jenen bie Seute gu theilen. Bept begannen and) bie Urheber ber Stieberlagen bie tobten, fterbenben unb oerfi\u00fcmmetten Stauben aufgulefeit. (Sie m\u00fcrben auf Raufen getoorfen, bim Beber fo Oiel hatte, aim er m\u00fcnfdjte 5 bann lie\u00df mau bie Sdpmeine lom, um ben Steft gu oertilgen.\"\n\u00a9enau biefelbe Sdpl\u00e4d)terei finbet auf ben Srutpl\u00e4pen ber S\u00dfanbertaube ftatt. \u201eOam Srut; gefch\u00e4ft berSBilbtaube\", erg\u00e4t)lt Stububon ferner, \u201eunb bie S\u00dfl\u00e4pe, medpe gu biefem \u00e4^ede gem\u00e4plt toerben, ftnb ber Sead)tung merth- Oie $ortpflaitgung p\u00e4itgt nicht gerabe oon ber Sfapvemgeit ab, aber ber gew\u00e4hlte Sptap ift immer ein foteper, meldper leid)t gu erlangenbe Slapruitg im Ueberfluffe enth\u00e4lt unb in paffenber St\u00e4pe oon S\u00dfaffer belegen ift. SSalbb\u00e4ume oon gro\u00dfer \u00a3\u00f6pe tragen bie Stefter. 3u biefer Beit rudft bie S\u00dfanbertaube fanft, aber bocp ft\u00e4rter, aim unfere \u00a3>aumtaube, mie \u201e\u00dfup tup !up\", m\u00e4prenb fie fonft nur bie Silben \u201e\u00aei ti ti\" aumgufto\u00dfen pflegt. Oer Sauber geigt einen ftolgen Slnftanb unb folgt bem S\u00dfeibdjen, entmeber auf ben Soben ober, auf ben feigen, mit aumgebreitetem Sd)toange unb Ij\u00e4ngenbcn kl\u00fcgeln, ioetdhe er unten gu fdjleifen pflegt. Oer Seib mirb aufred)t gehalten, ber \u00a3ropf oorgebr\u00fcdt. Oie Slugeit btipen, er rudft, hebt bann unb ioann feine Fl\u00fcgel, fliegt einige \u00a9den ioeit oorio\u00e4rtm, lehrt gum SC\u00dfeibcpen gur\u00fcd, fcpn\u00e4belt fidp lieblofenb mit biefem unb f\u00fcttert em aum feinem tropfe. S\u00eeadp fofepem Sorfpiel beginnen beibe ben Sau iprem S\u00eeeftem. Oaffelbe beftept aum ioenigeit b\u00fcrren Steigen, metd)e auf einer Slftgabel burep einanber gelegt ioerben. Stuf ein unb bemfelbeit Saume fiept mau oft funfgig bim Jpunbert Slefter beifammen, idp m\u00fcrbe jagen, ltodp mepr, f\u00fcrd;tete idp nidpt, ba\u00df man bie munberbare \u00a9efdjidpte biefer Slaube f\u00fcr nt\u00e4rd;enpaft palten m\u00f6cpte. Oie gmei \u00a9ier finb ruublicp unb reinmei\u00df. dB\u00e4prenb bam","page":277},{"file":"p0278.txt","language":"de","ocr_de":"278\n\u00a9ie Sciufer. \u00a9irrr\u00f6gef. $ufuf Stauben. Turteltauben.\n\u00abKeibchen br\u00fctet, ern\u00e4hrt eg bag \u00abMundjen, erWeift ihm \u00fcberhaupt eine Wahrhaft r\u00fcljrenbe B\u00e4rtlidjfeit unb Buneigung. Gg rerbient bemerft 31t treiben, ba\u00df bie Bungen regelm\u00e4\u00dfig ein S\u00df\u00e4rdjen ftnb. \u00a9ie Sitten f\u00fcttern ihre \u00a9troffen, big biefe ftd) felbft ern\u00e4hren tonnen; bann 0erlaffen fie bie Gltern unb bilben big gu ihrer Steife gefonberte Schw\u00e4rme. Stad) fed^g SJlonaten finb fie fortyflangunggf\u00e4hig.\"\n\u201eSobalb bie jungen auSgefrodjeu ftnb, beginnt ber \u00a9eWaltherrfdjer, SHettfdj genannt, bie \u00abBruten gu rernid)tcn. Gr gieljt aug mit Sterten unb anbern SBaffen unb haut Slefte unb S\u00e4ume nieber, ben Trieben ber ^awtlofen Slnftebter gu ftcren. Seim Bufammenft\u00fcrgen ber gef\u00e4llten \u00a9t\u00e4mme unb Slefte treiben bie Bungen aug ben Steftern gefd)teubert unb Staffen ron ihnen rertilgt.\"\nSSitfon fdjtlbert ben Srutylah augf\u00fchrtidjer. \u201eSKenn bie SBanbertauben einen Srutplah l\u00e4nger im Seftfc gehabt haben, bietet er einen \u00fcberrafdjenbeu Slnblid bar. \u00a9er Soben ift godhoch mit Stift bebcdt, atleg Weidje \u00a9rag unb Sufdjhrlg ift gerft\u00f6rt. Waffen ron Slcften liegen unten, Ir irr burd) einanber, unb bie \u00abB\u00e4ume felbft ftnb in einer Streife ron mehr alg taufenb Sldern fo rollig fahl, alg ob fte mit ber Slrt bebaubeit trorben tr\u00e4ren. \u00a9ie Spuren einer folgen SerW\u00fcftung bleiben jahrelang ftd>tbar, unb man fl\u00f6\u00dft auf riele Stellen, tro in mehreren nachfolgenben Bahren leine \u00abPflange gum Serfdom fommt. \u00a9ie Bnbianer betrachten einen folgen Srutylah alg eine tridhtige \u00a9uelle f\u00fcr ihren \u00abKohljlanb unb gebengunterhalt Sobalb bie Beugen r\u00f6dig auggetrathfen finb, erfreuten bie SeWohner ber umliegenben \u00a9egenben mit Skigen, Setten unb $ochger\u00e4thfd)aften, riele rom gr\u00f6\u00dften Ttjeil ihrer Familie begleitet, unb bringen mehrere Tage auf bent Srutplahe gu. Slugengeugen erg\u00e4l)lten mir, bag \u00a9er\u00e4ufdj unb \u00a9efreifch in ben \u00abK\u00e4lbern fei fo gro\u00df getrefeu, ba\u00df bie Sferbe fdjeu getrorben tr\u00e4ren unb feiner bem anbern, ohne ihm ing \u00a9hrJu [freien, ftd) rerft\u00e4nblid) h\u00e4tte machen f\u00f6nnen. \u00a9er Soben trat* bebedt mit gebrochenen Sleften, Ijerabgeft\u00fcrgten Giern unb Bungen, ron benett gerben ron Sdjweinen ftd) m\u00e4fteten. .fpabidjte, Ralfen unb Slbler freiften fdjarenireife in hc\u00bbhe^ Suft unb 'holten f\u00abh uad) belieben junge Tauben aug ben Stefiern; bag Singe falj Stid)tg alg eine ununterbrochene, ftch tummelnbe, br\u00e4ngenbe, burch einanber flatternbe Taubenmaffe ; bag Staunen ber gittige glich bem Stollen beg \u00a9onnerg. \u00a9agwifdjen rernahm man bag ^raffeln ber ft\u00fcrgenben S\u00e4ume; benn bie 5?olgfd)l\u00e4ger tr\u00e4ren jefct befch\u00e4ftigt, biejenigen umgtthauen, treidle am bichteften mit \u00abHeftern bebedt tr\u00e4ren.\"\nStau foHte glauben, ba\u00df bie Tauben burch berartige Slnftalten rertilgt treiben m\u00fc\u00dften. \u201eB<h habe mich aber\", bemerft Slububon, \u201eburch jahrelange Seobad)tungen \u00fcbergeugt, ba\u00df fte nichts Slnbereg alg bie Stobuug ber \u00abK\u00e4lber gu rerminbern rertnag.\" But Ba^e 1805 famen in Seewurf Sd)ooner an, treidle mit Sknbertauben belaben tr\u00e4ren. \u00a9ag St\u00fcd irurbe gu einem Gent rerfauft. Gin Scann in ^enuftylranien fing, trie Slububon ung mittheilt, in feinem Schlaggarn an einem Tage f\u00fcnfljunbert \u00a9u^eub unb gog gutreilen gtrangig \u00a9u^enben ron ihnen bag Steh mit einem SHale \u00fcber ben $opf. Stoch im Bdfjre 1830 famen fte fo h\u00e4ufig auf ben STcarft gu SteWtyorf, ba\u00df man fte \u00fcberall maffentreife fah- \u00a9ie rorftehenbeu B^h\u00efen b\u00fcnfen ung entfefelid) gu fein, trir b\u00fcrfen habet aber nicht rerfennen, ba\u00df bei ung gu Sanbe unter ben \u00a9roffeln unb SHeifen noch heutigen Tagg eine \u00e4hnliche Schl\u00e4d)terci ge\u00fcbt wirb, \u00a9ie \u00abKaubertauben treiben nur ba in SJtenge rertilgt, tro fte miHiouentreife auftreten, auf bie \u00a9roffeln macht halb Guropa Bagb. \u00a9ie f\u00e4rben beg ung ron Slububon unb SHlfon aufgerollten Stlbeg erfcheinen ung greller, alg fie eg foUten.\nBn ber \u00a9efaugenfehaft h\u00e4lt bie Sknbertaube bei geeigneter pflege jahrelang aug unb foflangt ftch auch ohne Umft\u00e4nbe fort. Gegenw\u00e4rtig fehlt fte itt feinem nuferer Thierg\u00e4rten. Gg ift fehr Wahrfcheinlich, ba\u00df biejenigen, Welche in Gnglanb gefd)offen W\u00fcrben, ber \u00a9efangenfehaft ents fontmeit finb.\n* *\n*\n\u00a9ie Turteltauben (Turtures) bilben eine gasreiche, fehr \u00fcbereinftimmenbe \u00a9nippe. Sie ftnb fd)lanf gebaut, fleinf\u00f6pftg, lattgfl\u00fcgelig unb lattgfd)W\u00e4ngig, ihre S\u00fc\u00dfe rerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig","page":278},{"file":"p0279.txt","language":"de","ocr_de":"SG\u00dfanbertaube. Turteltaube.\n279\nlaug, minbef\u00efenS gum \u00a9efym auf bem Soben geeignet, $Da3 \u00a9efteber hat im allgemeinen eine r\u00f6thlid)e F\u00e4rbung; ein 9tadenbanb, toeld)e3 bei ben meiften 2lrten oorlommt unb ihnen gur gro\u00dfen 3ierbe gereift, ift en\u00fcoeber fd)toarg ober perlftecfig fd)toarg unb loei\u00df.\nSide \u00a9rbtljeite beherbergen Stitglieber biefer gamilte; bie #auptmenge berfelben finbet ftd^ aber both in ber alten 2Mt, unb namentlich Iften unb Stfrifa ftnb fehr reich an Turteltauben, \u00a9ie beioohnen am liebften Sufd)toaIbitngen, felbft folche ber b\u00fcrrfiert \u00a9bette; bod) finbeit itch mehrere Slrteit auch im feuchten Urtoalbe unb bann hauptf\u00e4d)lich in ber S\u00e4l)e Oont T\u00dfaffer. 3n ihrem d\u00f6efen \u00e4hneln fie anbern Tauben, erfcheitten un\u00ea jebod) anmutiger unb lieben\u00eato\u00fcrbiger, toogu bie \u00a9etoanbtheit ihrer Setoegungeu, oor adern ber au\u00ebg\u00e9geid)nete, rafche $lug unb bie bei ben meifteu Slrten fehr anfprechenbe Stimme ba\u00ea 3hr^9e beitragen. \u00a9\u00e4mmtlidje Slrten ohne Slu\u00eanahnte ftnb gefedig, trenn auch nid)t immer to\u00e4hrenb ber Srutgeit, fo hoch im \u00fcbrigen Sapre, unb eingetue bilben gutoeilen \u00e4u\u00dferft gahlreiche \u00a9d)to\u00e4rme, toelche gro\u00dfe \u00a9tred'en in \u00e4hnlicher TBeife erf\u00fcllen, trie Skmber; tauben bie norbamerifanifchen T\u00df\u00e4lber. T)a\u00ea Srutgefd)\u00e4ft bietet nid)t\u00ea 2lbfonberlid)e3. T)a\u00a7 dleft trirb geio\u00f6hnlid) im uiebern Sufd)ioerE, oft nur trenige $u\u00df ober felbft unmittelbar \u00fcber bem Soben angelegt; e\u00ea ift ein ebenfo mangelhafter Sau, trie ber anberr S\u00f6ilbtauben.\n3n ber \u00a9efangenfd;aft taffen ftch ade 9lrteit biefer \u00a9ruppe mit SeidEytigfeit halten, ba ihre dtahrung au\u00a7 reinem \u00ae\u00f6rnerfutter befteht; fte fchreiteu hier auch bei ber einfachen pflege gur $ort; pflanguttg. SJiit rertranbten Wirten paaren fie ^ feitet, unb bie Stenbliuge, trelche fte ergeugen, ftnb trieberum fruchtbar. 2fn gang dtorbafrifa unb in Serbien gelten bie Turteltauben f\u00fcr heilige S\u00f6gel, trelche oon Siemanb beledigt trerben unb be\u00eapalb in unmittelbaren Serlel)r mit ben 9Jtenfd)en treten, \u00a9ie leben in aden Drtfcpaften unb in adett \u00a9\u00e4rten, felbft in ben fteinften, unmittelbar an ben K\u00e4ufern, unb geigen ein fo gro\u00dfem Sertrauen in bie @aftfreunbfd)aft ihrer d\u00dfirthe, ba\u00df fte felbft bie genauere Seobad)tung i\u00ef)re\u00ea Srutgefd)\u00e4ft3 geftatten.\nUnfere Turteltaube ober Turtel (Turtur auritus), ba3 ilrbilb einer \u00a9ippe ber Familie, fenngeid)net ftd) burd) fdjlaufe \u00a9eftatt, gerabett, ror ber \u00a9pifje ber beiben ^innlabett eingegogenett unb ettra\u00ea erh\u00f6hten \u00a9dj\u00fcabet, tauge unb fd)ioad)gel)ige Sc\u00fc\u00dfe, lange Fl\u00fcgel, in betten bie gtreite unb britte \u00a9chtriuge bie l\u00e4itgfteit ftnb, ttttb einen l\u00e4nglichen, beutlid) abgerunbeten \u00a9Strang. T)ie Gebern ber Oberfeite ftnb roftbrauttgrau, braun geranbet, in ber \u00dcUtitte fhtrarg unb afchgrau gefledt; Sd)eitel unb ^iuterhal^ graulid)himntelblau, bie \u00abfpat\u00eafeitcn burd) oier feptrarge, filberfarben gef\u00e4umte Ouerftreifen gegeid)net, Sorberpat\u00ea, \u00c6ropf unb bie Dberbruft treinroth, bie \u00fcbrigen Unterteile bl\u00e4ulichrothgrau, nach unb nach in \u00a9rautrei\u00df \u00fcbergepenb; bie \u00a3>anbfd)toingen feptrarggrau, bie 2lrmfd)toingen afdfblau \u00fcberflogen, bie \u00a9d)ulterfebern fduo\u00e4rgtid), breit roftroth gelautet. T)a\u00a7 5luge ift br\u00e4unlid)gelb, ber 2lugenring bl\u00e4ulid)roth, ber \u00a9chnabel feptoarg, ber $u\u00df farminrotl). T)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 11, bie Sreite 19V2, bie ^ittigl\u00e4nge 6V2, bie \u00a9d)loangl\u00e4uge 5 $od.\nT)ie Turteltaube ift \u00fcber einen gro\u00dfen Tpeil \u00a9ttropa\u00ea unb 9lften3 oerbreitet unb burd)toanbert im Saufe be\u00ea SSinter\u00ea nodh fepr toeite \u00a9treden nad) \u00a9\u00fcben hin. Sei un\u00ea gu Sanbe ftnbet fte ftch fiedenioeife unb hier unb ba nicht feiten; aber fdEjon im Sorbett T)eutfd)ianb\u00ea fehlt fte in rieten \u00a9egenben g\u00e4nglid), unb in \u00a9fanbinaoiett fontmt fte nur nod) ttt ben f\u00fcblid)ften ^rooingen Oor, obtoohl ftch eingetue bin nach Sapplattb oerftogen haben. Um fo h\u00e4ufiger ift fte in \u00a9\u00fcbeuropa, 37orbloeftafien unb \u00fcdorbtoeftafrifa, to\u00e4l)renb fie ben dtorboften be\u00ea Ungenannten \u00a9rbtl)eit\u00ea nur gelegentlich ihrer TBinterreife ber\u00fchrt. $n \u00a9pauien begegnet man ipr in manchen \u00a9egenben fehr h\u00e4ufig, tu anbern feiten unb in eingelnett gar nid)t; in \u00a9riechentanb lommt fte gahtreid) oor; in \u00a9\u00fcbru\u00dflattb, $leinaften uttb S\u00dfat\u00e4ftina fod fte ftedenloeife gemein fern.","page":279},{"file":"p0280.txt","language":"de","ocr_de":"280\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9ivro\u00f6gel. Turteltauben.\n2luf ben (Sonaren tritt fie, taut 33\u00f6lte, maffenpaft auf. \u201eVon % toimmeln bie eiufameu f\u00fcbticpen Skater \u00a9anariag. \u00a9ie ift eg, toelcpe mepr alg jeher aubere Vogel mit i prent metobifcpen dtudfen uub \u00a9irren bie blumenreiche V\u00f6ifbnifj jener cnbtofen \u00a9djludjten Belebt, in benen meilentoeit fdjnee\u00efoeifjeg, buftenbeg \u00a9eftr\u00fcpp bie Slbp\u00e4ttge Betteibet, to\u00e4f)renb im Tpaltoege fetBj\u00ee p\u00f4pereg Vufcps Inert to\u00e4djfh 2luf jebem 3Ifte, auf jebem \u00a9teinbtod faft fipt bie Turteltaube, gurdjtlog fdjaut fte ben Leiter mit tarent gro\u00dfen, feelenoodeit Stuge an ober l\u00e4uft emftg, opne aufguftiegen, auf bem SGSege, melden er oerfolgt, oor i^nt per.\" 3tuf ben b\u00fcrreu, griedjifcpen \u00a9Benen Begegnet man ipr in \u00e4pnlidjer 9Ingapt uub gtoar io\u00e4prenb beg gangen 3^*3 ; bod^ ift bie \u00e4Jtenge ber Vruttauben in teinen Vergleich gu [teilen mit ben ungeheuren \u00a9eparen ^ tocldje auf ihrem Ourcpguge bie gelber Bebeden. 3m gr\u00fcpjapre finb mandje glurett budjft\u00e4blicp mit Turteltauben Bef\u00e4et, unb ein gefepidter S\u00e4ger tann ein palbeg \u00a3>unbert Oon ihnen an einem Tage erlegen. Viele Bleiben in \u00a9riedjenlanb to\u00e4prenb beg V\u00dfinterg, anbere giehen meiter, unb bann fieht man fie in \u00a9gppten unb Nubien an geeigneten Orten nicht fetten, fotoeit id) in \u00a9rfaprung Brachte, aber niemals in gro\u00dfen SbRaffen. 3m mittleren Oftafien toirb fte bnreh eine \u00e4hnliche gr\u00f6\u00dfere 2lrt oertreten, toelcpe 9t ab be eine \u201egtofto\u00fccpjige \u00a9pielart\" oon ihr nennt; in Schien fepeint fte and) nid)t oorgutommen; toenigfteng fuhrt fte 3 erb on unter ben bort Beobachteten V\u00f6geln nid)t mit auf.\nVei ung gu Sattbe trifft fte Slnfangg 2lpril ein, Oertoeilt big gum Stuguft auf ihrem VruH plape, ftreicpt bann umt)er unb Oerl\u00e4fjt uttg im (September toieber. \u201eOafj man fte in manchen 3at)ren h\u00e4ufiger alg in anberen antrifft\", fagt mein Sp\u00e4ter, \u201er\u00fchrt tpcilg oon bem mehr ober ioeniger h\u00e4ufigen gieptenfamen, tpeilg oon ben gr\u00f6\u00a7eren ober geringeren 3Rieberlagen per, toelche fie auf ihren V\u00dfanberungen erleiben.\" 3<h g\u00efaube, baf bag \u00a9rftere richtig ift, bie 9Rieberlagen aber faum in ^Betracht gegogen ioerben b\u00fcrfett, ba bie ftarfe Vermehrung biefer Taube berartige Vertufte toieber au\u00eagleid)t.\n\u201eT)ie Turteltaube\", f\u00e4h\u00bbt mein Vater fort, \u201eift nicht nur ein fch\u00f6n gegeiepneter, fonbern auch in feinem gangen V\u00dfefen liebettglo\u00fcrbiger Vogel, fobajj man ftch nicht tounbern barf, toenn fte oon T)id)tern unb Siebenben hochgeachtet toirb. \u00a9epen ihre \u00a9d)\u00f6npeit nimmt f\u00fcr fte ein. 3h^ fanften garben gehen aufpredjenb in einanber \u00fcber uub fteheu fo gefdjntadooll neben einanber, baf matt fte mit Vergn\u00fcgen an fieht.\" 2tud) ihr V\u00f6efen ift anmuthenb, obgleich man nid)t Oertennen barf, baf fie \u00fcber \u00a9eb\u00fcpr ger\u00fchmt toorben ift. 3hre ^ertidjen Vetoegungen, ihr 2lnftanb unb bag fanfte \u00a9irren befted)eu ben Veobadjter, uub menu biefer Oo\u00dcenbg bie \u00a9attentiebe tennen lernt unb Oon ber 3\u00e4rtlid)feit Beuge toirb, mit toelcher bag 2Dt\u00e4nnd)en fein S\u00dfeibcpen behanbelt, glaubt'er berechtigt gu fein, biefen Vogel alg ben liebengto\u00fcrbigjien oon allen gu begeichtten. Oag ift nicht gang richtig; benn auch bie Turteltaube p\u00fbt ipte fchtx>ad;en \u00a9eiten, unb il)re 3\u00e4rtlid)teit ift nid)t gr\u00f6\u00dfer, alg bei Oieten anbern V\u00f6geln, ihre Treue oietleicpt geringer.\nOie Turteltaube geht gut unb tr\u00e4gt ftch babei fepr fchmud unb fd)\u00f6n. Sie fliegt oortrepep, b. p. ungemein fitted, leicht uub getoanbt, giemlid) ger\u00e4ufeptog unb oerftept, mit betounbrunggto\u00fcrbiger @efchidlid)teit alle m\u00f6glid)en @d)toentungen augguf\u00fcpren. Von einem 3taubooget Oerfolgt, fdjieft fte in einer unbegreiflid)en VBeife burch bie bichteften Vaumgtoeige pinburep, ohne burd) fie behinbert gu toerben, to\u00e4hrenb ber flugge\u00fcbte R\u00e4uber baburch regelm\u00e4\u00dfig fo bet\u00e4ftigt toirb, bafj er oon ihr abfteljen muff Oie fet)r fanfte.unb angenehme \u00a9timme toirb burd) ben beutfdjen unb nod) mehr bett lateinifdjen kanten ber Taube toiebergegeben. Oag \u00a9irren ift ftreng genommen ein popeg, eiut\u00f6nigeg knurren, toeld>e\u00ea toie \u201eTur tur\" Hingt unb oft toieberljott toirb. Slber biefeg \u201eTur tur\" ift fo flaugooll, ba\u00a7 eg Sebermann erfreut. Oabei fifct ber Tauber auf ber \u00a9pipe einer giepte, tiefer ober Tanne ober im \u00a9\u00fcben auf ber eineg beliebigen Vnfcpeg, auch toopt auf einem b\u00fcrren SSipfel ober bem oorftepem ben Vfte eineg p\u00f6peren Vautneg, bl\u00e4ft ben \u00a3at\u00f6 auf unb fenlt \u00dfopf unb \u00a9cpnabet etioag naep unten, \u00a9tept man ipm fepr nape, fo port man, baji gtoifd)en bag \u00a9irren ein leifeg klappen eingefepoben toirb, toelcpeg eine gotge beg rafd)en \u00a9inatpmeu\u00ea fein mag. Oa\u00e4 \u00a9irren ift eben auep nur ein Siebe\u00eagefang be\u00ea Tauberg, unb biefer l\u00e4ft eg baper pauptf\u00e4dplid) to\u00e4prenb feiner Siebegbegeifierung","page":280},{"file":"p0281.txt","language":"de","ocr_de":"TurtettauB e.\n281\nror ber Paarung p\u00f6ren. \u00a9r Beginnt [dEjon tor Sonnenaufgang, f\u00e4prt bamit fort, Bis ber dftagen ipn ans \u00c7utterfucpen mapnt, t\u00e4fjt fid) in ben $ormittagSftunben nocpmalS rernepmen unb girrt gegen 2lBenb trieber ft\u00fcrter. T\u00dfinb unb raupeS ^Better Bringen ipn gum Scptreigen; an fr\u00f6nen Sftorgen aBer girrt er patbe Stunben lang faft ununterbrocpen. Sft ein \u00a9ebiet reid) an biefen Tauben, fo tretteifern bie SJMnndjen mit einanber, unb bann Beleben fie alterbingS ben 2Balb in einer p\u00f6cpft angiepenbeti S\u00dfeife. T\u00df\u00e4prcnb ber eigentlichen ii\u00dfaar\u00fcngSgeit fteigt baS SJt\u00e4nncpen nad) bem \u00a9irren in fd)iefer Sf\u00e4cptung nad) oBen, flatfept baBei mit ben kl\u00fcgeln, fenft ftdh tangfant pernieber unb teprt meift gu bemfelBen Orte gur\u00fccf; hierauf Beginnt baS \u00a9irren ton neuem, anpaltenber als je. Oer pipige Tauber n\u00e4hert fxdh baBei liebtofeub ber Taube, bie SieBfofung trirb ertribert, unb bie Begattung Befcpliefd baS Spiel. lange bie S\u00dfrutgeit bauert, galten Beibe \u00a9atten eines i\u00dfaareS ungemein treu gufammen, unb trenn eins ton ipnen gu \u00a9runbe gept, ift ber Scpmerg beS anbern gro\u00a7. \u201eS\u00e4? er fegte\", erg\u00e4bt mein i\u00dfatcr, \u201ebaS 2\u00a3eiBd)eu eines $\u00df\u00e4rd)enS. OaS dlt\u00e4nncpen flog nacp bem SBalbe gu, feprte aBer, ba baS 2BeiBd;en nid)t folgte, um unb Begann gu girren, um eS gu fiep gu rufen. OaS arme Tpier bauerte micp, unb id) inodte eS aucp tobten, um feinem Kummer ein \u00a9nbe gu machen; bod) hielt eS niept fepufjgerecpt auS, floh aBer aucp niept in ben fcp\u00fcpenben 2\u00f6alb, fonbern hielt fid) mehrere \u00a9tunben taug in ben ^elbb\u00e4umen auf, toeil eS opne fein rerlorneS SBeiBdhen nicht gur\u00fcddepren toollte.\" S\u00dfiete S\u00e4ger glauben, ba\u00a7 ber \u00a9atte eines TurteltauBenpaareS auS Summer gu \u00a9runbe geht, trenn ipm fein \u00a9pegefponS geraubt trirb: ber \u00a9tauBe ntacpt bem S\u00e4gerpergen \u00a9pre, ift aBer unBegriinbet. Ood? pat er fein \u00a9uteS; benn eS gilt, in \u00a9rtr\u00e4gung biefer Slnfidpt, unter ben k\u00fcnftigen T\u00f6aibm\u00e4nnern f\u00fcr eine Siinbe, auf Turteltauben gu fdpiefjen.\n\u00a9etreibe mattdjerlei Slrt, S\u00e4mereien ber rerfdpiebenften i\u00dfflangen, aucp Sid?ten; unb liefern; faat unb im \u00e4perbft TSoIfStnildjfameu Bilbeit bie \u00fcftaprung ber Turteltaube; nebenbei trerben aud) fleine Sd)neden mit ausgenommen. Oen gelbem n\u00fcpt fie burcp 2lufgepren ber Untrautfamen; ber Sd)aben aBer, treidln fte burd) 2lufnepnten ron $anf, Sein, $trfe, dtapS ober 3t\u00fcBfen, \u00a9rbfen, Sinfen unb TBiden rcrurfad)t, tommt nicht in Setracpt. \u00a9If Upr rormittagS unb gegen 2lBenb fliegt fie gur Tr\u00e4nte unb girar, ba fie gutes Ouelltraffer Berorgugt, oft i\u00dfiertelmeileu Jreit.\nOie $ortpftangung Beginnt Balb nacp ber SIntunft im 2lpril unb tr\u00e4prt Bis gum Sluguft; benn aud) bie Turteltaube Br\u00fctet gtrei;, rielleid)t breimal im Snpre. OaS SReft, ein erb\u00e4rmlidjer S3au, trirb ron Beiben \u00a9atteu gemeinfd)aftlid) in geringer ,!p\u00f6pe auf SauB; ober Dtabelb\u00e4umeu errichtet, opne jebe $unft auS b\u00fctren Geifern, Jpaibetraut, SB\u00fcrgeldpen gufammengef\u00fcgt, ift platt, ba, tro bie \u00a9ier liegen, ctiraS rertieft, im gangen aBer fo lieberlich gearbeitet, bafj man bie Beiben \u00a9ier unb bie Br\u00fctenbe Taube ron unten beutlidj erfenneu tann. Ood) fdp\u00fcpt eS fein Stanbort fo giemlich gegen bie rerpeerenben TBirtungen beS Sturmes, treldjcr eS, ft\u00fcnbe eS freier, ungtreifelpaft peruntertrerfen triirbe. Oie \u00a9ier trerben tredljfelStreife Bebr\u00fctet unb inarm geliebt, bie\tjelbft\nBei augenfd\u00a7einlid)er SeBenSgefapr nicht rerlaffen. \u00a9rn\u00e4prung gefepiept in berfelBen d\u00dfeife, trie Bei anbern tauben. Sie taffen fiep opne jegliche \u00dcDtiipe gro\u00a7 giepen unb trerben, trenn man fiep mit ipnen Befcp\u00e4ftigt, Balb fepr gapm. \u201e Oie geg\u00e4pmte Turteltaube\", fagt mein SBater mit rotlem dteepte, \u201eift ein aderliebfter SSogel ; nid)t nur ipre Sd)\u00f6npeit, fonbern aud) ipr angenepmeS 3Befen unb baS fanfte \u00a9irren beS Taubers fiepern ipr ben 3Sorgug ror alten \u00e4pntidjen V\u00f6geln. Sie ift leiept gur Paarung unb ^ortpflangung gu Bringen. S<P P^Be ein 5)3aar in einem engen \u00a9itter gefepen, irelcpeS pier Baute unb Br\u00fctete, auep fetbft meprere gehabt, trelcpe S3rot, SSeigen unb fjicptenfamen auS ber \u00e4panb fragen.\"\nOie Sluggeiranbtpeit unb Sipnelligfeit fiepern bie Turteltaube ror rieten Serben. Sie ent; gept ben meiften unferer 3\u00eeauBr\u00f4gel, unb nur bie Orut pat ron bem gefammten S^auBgefinbel 9Jtand)eS gu leiben. Oer SJ\u00eeenfep Bepe\u00ef\u00efigt fie trenig, ber S\u00dfaibmann fd)\u00fcpt fie, unb ber SonntagS; j\u00e4ger Bem\u00fcpt fiep getr\u00f6pnlidp rergebtiep, fiep ipr fcpufjgeredjt gu napen; benn fte ift immer p\u00f6d)ft ror; fxeptig unb l\u00e4^t ftep fo leicht nid)t Ber\u00fcdfen. Sn ber T\u00f6interpcrBerge freiliep ergept eS ipr fd)Iimm: pier gereiept ipr ipre \u00a9efettigteit gum SSerberBen.","page":281},{"file":"p0282.txt","language":"de","ocr_de":"282\nSie S\u00e4ufer. \u00a9trre\u00f6gel. Turteltauben.\nS\u00e4d)ft ber Turteltaube mirb, abgefepeit Don bev ^e\u00effentaube, teine anbeve 2frt bei* Orbnttng p\u00e4uftger gaprn gehalten, alg bie oermanbte 8 a dp tau be. 33 o nap arte pat fte gunt Vertreter einer befonbcnt \u00a9ippe (Streptopeleia) erhoben, meil ipt \u00a9d)mang b\u00fcrget unb miuber abgetunbet, ipt ^algs banb gefdploffen unb ipr \u00a9efteber lifter tft, aud) mehrere anbeve Sitten \u00e4pnlidpe Siertmale geigen : bie -Unterfdfebe gmifdjen Sad); unb Turteltaube fiub aber p\u00f6dft geringf\u00fcgig. Tie 8ad)taube (Streptopeleia risoria) i|t ifabellget\u00f6, auf bent S\u00fcden buntler, auf bent ^opfe, bet ^eple unb bent Sandpe littet, auf ben \u00a9dringen fdjm\u00e4rglidp; ein \u00a9enidbattb ift fdpmarg. Tag Sluge ift lid)trotp, bet \u00a9dptabel fdjmarg, bet $u\u00df tarminrotp. Tie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12, bie Sreite 20, bie $ittigl\u00e4nge 6VZ, bie \u00a9dpmangl\u00e4nge 5 3\u00b0d*\nTer meftlicpe Tpeil Snbieng, \u00a9eplon, Semen, Arabien unb ein gro\u00dfer Tpeil Dftafrifag fmb bie feint\u00e2t bet 8ad)tanbe. Seidpenbad) behauptet gmat, ba\u00df biejenigen Saturforfdjer, meld)e Sadp; tciu^n in Slftiba beobad)tet paben motten, fie mit einet Dermanbten Slrt Derioedpfeln unb l\u00e4\u00dft felbft bie ton baillant gegebene SIbbitbung nidpt gelten; id) aber bann, auf eigene \u00a9rfaprung geftiipt, Oerfidjent, ba\u00df id) bie Sacptaube nidpt nur bei Slben, fonbetn and) in Slftiba, namentlid) in bet \u00a9atwpara unb in ben \u00a9teppentoatbungen am blauen bluffe beobadjtet pabe unb gmat in au\u00dferorbettt; lidpet Stenge. \u00a9ine Sermedpglung mit anbetn Tauben braudpc id) nidjt gu fiircpten, ba id) Diele in Slfrifa erlegte 8ad)tauben in bet ^eimat auf bag \u00a9orgf\u00e4ltigfte mit anbetit Detglid)en unb gefuuben\t*\npabe, ba\u00df fie ftdp Don unfern gapmen nidpt im geringften unterfd)eiben. Sadp \u201e^etbou finbet fie ftd> in gang Snbien, oorguggioeife auf S\u00e4umen unb \u00a9eb\u00fcfdjeit in ber S\u00e4pe bebautet \u00a9egen; ben, aber auep in ben Tfcpungeln; nad) meinen \u00a9rfaprungen liebt fie b\u00fcrte, m\u00fcftenartige \u00a9teppen; gegenben. @ie ift fdpon Don Siittelnubien an nad) \u00a9\u00fcben pin p\u00e4uftg unb mirb im Sintern Stfrifa\u00ea gut gemeinften Slrt bet gangen Otbnung. Sei einem Sftitt butd) bie \u00a9amdpata ober burdp itgenb eine \u00a9teppe beg Snnetn t\u00f6nt bag Sacpen unb \u00a9irren biefet Tauben beinape Don jebem Sufd)e perab unb gu gemiffen Beiten beg Sapreg, gegen Stnfang bet T\u00fctre pin, fammeln fie ftdp in mand)en Salbungen gu mirtlidp unfdp\u00e4febaren \u00abWaffen. Stan tarnt B\u00fcge getoapren, meldpe, menn aud) nidpt j ftunbenlang, fo bodp Diele Slinuten pinter einanber in bieptem \u00a9emimrnel bapinfliegen ober, menn fie fid) niebetlaffen, budpft\u00e4blicp palbe \u00a9eDiertmeilen bebedien. Sdj erinnere midp an Tage, ioo mit bie Sadptauben \u00fcberaug l\u00e4ftig m\u00fcrben, mei\u00ef fie mir bie Sagb faft Dereitelten, inbem fie miep Don allen \u00a9eiten umgaben unb bie Seobacptung anbetet feltenerer Tpiete mefentlicp beeintr\u00e4chtigten, \u00a9oldpe f Serfammtungcn fepeinen, maptfdpeinlidp Dom Saprunggmangel getrieben, modpenlang gemein-fdpaftlidp in ber \u00a9teppe umpergufdpmeifen, unb fte tommen an mandpen Safferpl\u00e4pen in ben Sot; mittag\u00eaftunben unb gegen Slbenb gu Stillionen an, menn auep nidpt f\u00e4mmtlidp auf einmal, fo bodp ftunbenlang in ununterbrodpenet $olge.\nS\u00e4prenb beg \u00fcbrigen Sapreg fiept man bie Sacptaube paarloeife ober in fleinen Familien. Sn ber \u00a9antepara bemertte idp auf jebem Sufd)e gmei big btei ^aare, unb menn bag eine fSaar aufflog unb ftdp einem anberen Sufd)e gumanbte, fanb eg biefen ftdperlidp fdpon befefct. Tient tropfe ber Don mir erlegten entnapm id) bie Derfdpiebenften \u00a9\u00e4mereien; eg mar mir aber oft unbegreiflich, mie bie Stenge ber Tauben gen\u00fcgenbe Saprung ftnben tonnte. f\u00c7reilidp pidten fte emftg aud) an foldpen \u00a9teilen \u00a9tmag auf, mo mir beim fep\u00e4rfften \u00a9udpen Sidpig entbeden tonnten.\nTie \u00a9timme \u00e4pnelt bem \u00a9irren ber Tuttel, mirb aber regelm\u00e4\u00dfig Don Sauten begleitet, meldpe man mit \u00a9el\u00e4cpter Derglid)en pat, meil fie mie \u201e#i pi pi pi\" tlingen: taper benn aud) ber Same beg Sogelg. Ta\u00df jener Sergleid), mie jeher anbeve, pintt, braudpt nidpt erm\u00e4pnt gu metben : ben erm\u00e4pnten Sauten feplt bag -\u00eepelle, Offene beg Sadpeitg; fie tlingen bumpf, popl unb teinegmegg fr\u00f6plidp, begpalb aber bodp nidpt unangenepm.\nSerben fagt, ba\u00df bie Sad)taube in Subien gu jeber Sapreggeit br\u00fctet: in Sfrita ift Tieg * nidpt ber galt. <j?ier beginnt bie ftortpflangung turg Dor \u00a9intritt ber elften Segen unb enbet mit ben leisten. Tag Settagen bet oerliebten Sadptauben unterfdpeibet ftdp menig Don bem anberer Srten. Ter Tauber tr\u00fcmmt ben S\u00fcden unb ftr\u00e4ubt beffen \u00a9efteber, biidt ftd) tief, ridptet ftdp barauf","page":282},{"file":"p0283.txt","language":"de","ocr_de":"2atf)tctube.\n283\nlieber pl\u00f6Blidj auf, rudf\u00ee, \u201etadjt\", faring! bon einem Seine auf ba\u00ea anbere ober mit Beibert g\u00efeic^= jeitig bom 9lfie empor, Bl\u00e4fi bie $eljfe auf u. f. m., unb bie \u00efauBe Bem\u00fcht ftd), ipm m\u00f6glidjft gef\u00e4llig 3U fein. \u00a3)a\u00ea \u00dcTieft ift ein eBenfo licbevlidjer Sau, mie Bei ben bermanbten Slrfen. S)ie (Ster unb jungen merbeit marnt gelieBt unb 3\u00e4rtlid) Be^anbel-t\n3m \u00a9ubaljn Bef\u00fcmntert fid^ ber Sdtenfd) menig um bie \u00a3auBen, unb \u00fcftiemanb f\u00e4ngt fte. \u00a9\u00ea ntufj aBer fel)r leicht fein, ftd) i^rergu Bem\u00e4djtigen; benn id) erhielt an ber aBifftnif^en \u00ae\u00fcfte fo biele, at\u00f6 id) eBeit modte. 3\u00f6ie ber ftattg gefd)iel)t, bermag id) \u00fc&rigen\u00ea nid)t \u00a7u fagen. SDie Sad)tauBe gem\u00f6l)nt ftd) ol)ne Umft\u00e4nbe an einen engen $\u00e4fig unb pflan3t ftd) $cr nod) leidster fort at\u00ea bie \u00a3urteltauBe. ,,\u00a9iu Saar Sad)tauBen\", erg\u00e4bt \u00ae\u00f6nig 28artl)aufen, \u201efud)te in meinem \u00a9efed; fdjaft\u00eaBauer einen ber diatur m\u00f6glid)ft entfpred)enben iRiftplaB unb Baute fein ftet\u00ea mieber Benu^te\u00ea d\u00eeeft auf einem \u00a3aunenBufd)e. (Sin aubere\u00eb hingegen tjeeft immer an ber (Srbe, obgleich e\u00eb nid)t l^ier geBoven ift, io\u00e4tjrenb gerabe jene burd) it;rert fr\u00fcheren Aufenthalt gen\u00f6tigt maren, am Sobeit 31t Br\u00fcten. Aud) im 3tmnter tragen fie bie \u00a9ierfd)aten m\u00f6glid)ft meit bom dtefte meg. \u00a9in Saar hat bie @emol)nheit, Bei jeher Srut, foBalb ba\u00eb gtoeite \u00a9i gelegt ift, ba\u00eb erfte \u00a9i au\u00eb bent d\u00eeefte 311 merfen unb unter ben D\u00eeanb beffe\u00efBen 3U fd)arren. \u00a9onberbar ftcl)t eB au\u00eb, trenn oft Beibe Alte 3ugtcid) auf beut einen jungen ft^en. \u00a3)aB S\u00eeanndjeu loft baB 2\u00f6eiBd)en ntorgenB 3el)n Uhr unb nad)mittagB gmifdjen 3tbci unb brei auf einige 3<\u00fct bom Sr\u00fcten ab. 3\u00ab meinem \u00a9efedfd)aft\u00eaBauer ftnben fid) faft immer einige \u00efebige Stauben ; allein feine mi\u00df ftd) mit einem fd)on feit brei Streit 3U biefent 3mecfe gehaltenen SturteltauBer berBinben. 3nt \u00a9egenfaB ^ter^u bereinigten ftd) bor l\u00e4ngerer 3fit in SubmigBBurg eine m\u00e4nnliche Sad)tauBe mit einem D\u00eeeBhuhn. 3)iefeB legte aud) mirflid) \u00a9ier, allein fie maren unbefrud)tet, menigftenB m\u00fcrben, troB eifriger SeBr\u00fctung, feine 3ungen auBgebrad)t.\"\ntitrer BeoBad)tete an feinen \u00a9efangenen, bafj bie Staube baB erfte \u00a9i abenb\u00eb gtbifd^en fed^\u00e4 unb fteBen Uhr legt, am folgenben Stage ruht, am britten nad)mittagB 3mifd)en 3mei unb brei Uhr baB 3meitc @i legt unb bann mit bem Sr\u00fcten Beginnt. 3uft>eilcn Br\u00fctet ber St\u00e4uber mit ber Staube 3ugleid). Sier3ehn Stage nad) bem Segen fommen bie 3ungen auB. @ie ftttb mit menigen mei\u00a7; liehen SDunen Befleibet; fd)on am britten Stage aBer bred)cn bie erften fielen harbor, unb \u00f6ffnen ftd) bie Augen. 9tad; ad)t Stagen erhalten bie 3ungen Bereite l)ai\u2018te S\u00e4mereien ; am fedj^ehnten ober ad^ehnten Stage ftnb fie fl\u00fcgg; nad) hier 2Bod)en freffen fte allein; in ber fteBenten ober achten 2\u00f6od;e Beginnt bie SRaufer.\n\u201e2Bie feljr bie 2ad)tauBen f\u00fcr bie f\u00f6ranfheiten ihrer \u00a9enoffett empftttblid) ftnb\", Benterft \u00ae\u00f6nig 23artl)aufen, \u201efaub idh an ben meinigen Beft\u00e4tigt; benn alB id) einft heftl9ert ^citarrh hatte, hufteten unb nieften fte fortm\u00e4hrenb. \u00a9in anbermal, alB id) bon ber 9teffelfud)t Befallen m\u00fcrbe, Befamen auch fte einen -!pautauBfd)lag.\"\n\u201e\u00aeie dtebenBart, fanft mie bie Stauben, ftnbet auf fte nicht immer Slnmenbung. dcamentlich ein \u00efauBer geigte ftd) gegen anbere im 3inmter umljerlaufenbe S\u00f6get fehl* unbertr\u00e4glidh unb eiferf\u00fcdjtig. 2luf ein dbeBhuhn hatte er e\u00eb boi^ugomeife aBgefehen, biefe\u00ea berfolgte er fortm\u00e4hrenb unb mi\u00dfhanbelte e\u00eb th\u00e4tlich, foBalb e\u00ea ftd) bem \u00dcRefte ober bem \u00c7uttertroge nahe te.\"\nSei guter ^\u00dfflege bauern bie SadjtauBen biele 3ahie im ^\u00e4ftg au\u00eb. g\u00fcrer hat einen \u00a3auBer fieBengehn 3ahre tang gehabt unb ihn and) bann nur burd) einen ungl\u00fcdlidicn 3ufad berforen.\ndteBen ben berfd^iebenen hurtet; unb SadjtauBen leBt inSlittetafrifa ein \u00e4ufjerft niebliche\u00eb Stit; glieb berfelBen \u00a9ruppe, metche\u00ea idh 3\u00fc>er\u00f6tauBe nennen mill (Chalcopeleia afra). S)ie \u00a9ippe ber SJtetallflecfentauBen, meld)e 3fbetd)ettBad) auf fte Begr\u00fcnbet hat, fen^eidjnet fid) hauptf\u00e4chtidh burd) ben f\u00fcllen, aBgerunbeten \u00a9dhtbatt3, ben hbchl\u00e4uftgen $u{3 unb eine eigenthiimlid) metallifche ^\u00e4rBung ber OBerarrnfchmingen. SDa\u00eb 3d*ergt\u00e4uBd)en ift auf ber DBerfcite erbBraun, mit \u00f6lfarBenem \u00a9chimmer,","page":283},{"file":"p0284.txt","language":"de","ocr_de":"284\nT)te S\u00e4ufer, \u00a9irrr\u00f6gel. Turteltauben. Sfiattentauben.\nauf bcm \u00a9bcr\u00efopfe afd;graur auf \u00a9tint uub Stehle treulich, auf beut 33iirgel fchtrarg, ber Unten feite r\u00f6thlichgrau, nad) bem S3auct;e 31t treifjlich; bie \u00a9dringen ftnb fchtrargbraun, am \u00a9runbe uub an ber Sunenfahne gimmtroth; bie metatlifctjen Reefen fabelt eine buntle blaufchtr\u00e4rgliche, bie mitt; leren \u00a9chtuangfebern biefelbe F\u00e4rbung trie ber d\u00fcrfen ; bie feitlid)ert ftnb fdhtrarg. \u00a9a! Sluge tft rotl), ber \u00a9cfjnabel fchtr\u00e4rglich, ber $ufj gelbrotl). \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 7%, bie ^ittigl\u00e4nge 4, bie \u00a9d)tnangl\u00e4nge 8 3o\u00ef\u00ef.\n\u00a9ie 3^ergtaube verbreitet ftdfj \u00fcber \u00a9\u00fcb; unb \u00a9ftafrifa uub trirb im S\u00dfeften burclj eine fetjr nahe rertuanbte 5lrt erfefct. ^adj meinen Erfahrungen reicht fte nicht \u00fcber ben 16. \u00a9rab rt\u00f6rblid^er 23reite nach \u00fcftorben h'nauf un^ toirb erft f\u00fcblidj fcom 14. \u00a9rabe h\u00e4ufiger. 3\u00ab ben Urtra\u00efbungen be! blauen f\u00c7TuffeS ift fte eine allt\u00e4gliche Erfcheimtng, unb auch in ben reich\n2>ie Btoergtau\u00f6e (Chalcopeleia afra). i/2 ber nat \u00a9rb\u00dfe.\nbemachfenen Th\u00e4tern ber \u00a9ameffara ober be! abifftnifchen \u00a9ebirge! fommt fte an paffenben \u00a9teilen \u00fcberall ror; aber man h\u00f6rt fte viel \u00f6fter, als man fte fieht\n^aartreife betrohnt fte bie bichtverfchlungenen nieberen \u00a9eb\u00fcfd^e; in ben \u00dcBipfeln ber h\u00f6hern \u00dcB\u00e4ume bemerkt man fte nie. 9Jtan barf fagen, ba\u00a7 ihr gange! Seben im \u00a9chatten jener \u00a9iefungen verfliegt ; benn fte Verl\u00e4dt biefelben nur auf Minuten, trenn fte ber \u00a9urft gu einem SS\u00e4fferd^en treibt, \u00a9a, too fte h\u00e4ufig ift, h\u00f6rt man au! jebent SSufcf) herfcor ihr eigent\u00fcmliche! unb unrerfenn; bare! Sftudfen, unb trenn man ftd) VorfidE)tig n\u00e4hert, fattn man fte auch bemerken ober ihr 97eft gu fehen bekommen. \u00a9amit ift aber noch nicht gefagt, bafj man fte ober bie Eier auch erlangen l\u00f6mte; benn bie eigentlichen \u00fcb\u00dfohnfthe fteHen bem S\u00e4ger oft.un\u00fcbertrinbliche ^ittberniffe in ben S\u00dfeg.\n\u00a9a! betragen ber 3trergtaube erfcheint un! ebeufo anmuthig, trie fte felbft. \u00a9ie ift ein \u00fcberau! frieblidher, hctrmlofer SSogel, trelcher in feiner reichen SBufttrelt fiiH fein 2Befen treibt, \u00a9ie lebt ftreng paartueife \u2014 trenigften! erinnere id) mich nie, \u00a9efeltfchaften ron ihr gefe^en gu h\u00fcben \u2014 aber an","page":284},{"file":"p0285.txt","language":"de","ocr_de":"^mergtaube.\n285\nbefonberg g\u00fcnfiigen Orten ioopnt in jebent gr\u00f6\u00dferen \u00a9ufcpe ein S\u00df\u00e4rdpen, unb ber eine \u00a9ufd), ioeldper nur gtoeipunbert \u00a9e\u00fciertfu\u00df Sanb Bebedt, fdjeint ipr ooKft\u00e4nbig gu gen\u00fcgen. Sleu\u00dferft [eiten fommt fte unter ipm pernor unb ing f^reie gelaufen ; fobalb alg m\u00f6glich Oerfriedpt fie ftc^ lieber im Ounfel eineg anbern ebenfo bidpt oerfdplungenen \u00a9eb\u00fcfcpeg. Spre Heimat ift fo retdp an allerlei (S\u00e4mereien, gumal an \u00a9amenf\u00f6rnern ber \u00a9djlingpflangen, meldje bie S\u00f6opnftfje erft recpt peimlidp madpen, inbern fte biefelben mit iprett kaufen; unb \u00a9l\u00fctpennepen \u00fcberfphtnen unb burdpfledpten, ba\u00df unfere \u00a9aube gr\u00f6\u00dfere \u00dcS\u00dfanberungen nidpt angutreten Brauet, unb ba fie fid) nun regelm\u00e4\u00dfig in ber St\u00e4pe beg S\u00f6afferg anftebelt, fo fantt fie fo redf>t nad) -ipergengmunfcp ein bepaglidpeg \u00a9tillleben f\u00fchren.\nSm \u00a9ubapn Beginnt bie Fortpflanzung mit ben elften Stegeng\u00fcffen, in 3IBifjinien fdpeint fte in ben Monaten ftaltguftnben, meWpe unferm Fv\u00fcpltng entfpredpen ; menigfteng oernapm idp um biefe Bett fepr oft ipre fo Bejeid^nenbe \u00a9timme. Oiefe erinnert nur nodp entfernt an bag Siudffen b\u00e7r \u00a9aube unb I;at mit ben S\u00f6tten, meldpe ber \u00a9of bem SBatbe gum \u00a9eften gibt, meit mepr Slepnlicpfeit. Oer Stuf Befielt n\u00e4mlicp nur aug ber \u00a9tIBe \u201eOu\"; biefer eine Saut wirb aber gepn; big f\u00fcnfzehn; mal nadp cinanber mieberpolt, anfangs langfam, gegen ben \u00a9dplu\u00df pin mit einer mepr unb mepr fiep fteigernben \u00a9dpne\u00fcigfett. \u00a9in gang Befonberer, unbefdpreiblidper \u00a9\u00dfopllaut fenngeidpnet ipn, fo ba\u00df man fdpmerlid) in \u00a9erfudpung fommt, ipn mit bem \u00e4pnlidp flingenben beg .\u00eepornooge\u00efg gu Oer; medpfeln. Slnbere Saute pabe id) nie oernommen, nadp ber S\u00dfaarungggeit \u00fcberpaupt feinen mepr.\nOag SQt\u00e4nndpen ift \u00e4u\u00dferft g\u00e4rtlidp gegen feine \u00a9attin, umgept biefe mit gierlidpent \u00dfopfniefen, fdpn\u00e4belt fte, umpalfi fte unb fliegt bann auf einen oielleidpt fu\u00dfpodp \u00fcber bem \u00a9oben fiepenben Sift Oon meldpent eg feinen Subeiruf erfdpaUen l\u00e4\u00dft. Oag Dleft ioirb en\u00fcoeber im bidptefien \u00a9eb\u00fcfdp part \u00fcber bem \u00a9oben ober auf abgebrodpenen \u00a9t\u00e4mmen, audp mopl in \u00a9aump\u00f6plungen mit gro\u00dfem \u00a9ingange erridptet. \u00a9g \u00e4pnelt bem anberer \u00a9aubett, ift aber, menu eg frei fiept, bod) etmag fdpmucfer unb Beffer gebaut, m\u00e4prenb bagegen menige Steifer bie Unterlage f\u00fcr bie \u00a9ier Bilben, ioenn eg in .Jp\u00f6plungen angelegt tourbe. 3lm 14. S^nuar fanben mir in einem foldpen Stefte ein fleineg gilblid); toei\u00dfeg \u00a9i.\n\u00a9efangene Stauben biefer 2Irt pabe id) nie gefepen, Bin aber \u00fcberzeugt, ba\u00df fte ftdp leidpt erpalten laffen unb oiel Vergn\u00fcgen gem\u00e4pren m\u00fcrben.\n*\n*\n*\nStallentauben pei\u00dfen diejenigen Slrten, meldpe ftdp burdp podpB\u00e4uftge Seine auggeidpnen unb augfdplie\u00dflidp auf bem \u00a9oben leben. Oerartige \u00a9auben ftnb, mit Slugnapme oon \u00a9uropa, in allen \u00a9rbtpeilen peimifdp unb giendidp gleichm\u00e4\u00dfig oertreten. Sober \u00a9rbipeit Bemaprt ftdp fein eigen; tp\u00fcmlidpeg \u00a9epr\u00e4ge, unb begpalb pat man ftdp Beredptigt geglaubt, bie pierper gu g\u00e4plenben \u00a9irr; O\u00f6gel mieberurn in meprere Unterabtpeilnngen ober Unterfamilien gu gerf\u00e4tfen.\nOie allen gemeinfanten $enngeidpen ftnb furge ober p\u00f6dpfteng mittellange Ff\u00fcgel unb fr'\u00e4ftige ober oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig pope S\u00e4ufe. Oer \u00a9dpmang ift Oerfdpiebett geftaltet, oft furg unb gerabe abgefdpnitten ober leidpt gerunbet, oft oerl\u00e4ngert unb bann feilf\u00f6rmig.\njpinftcptlidp iprer Sebengmeife fann man bie \u00a9runbtauben alg SDtittelglieber gmifdpen ben \u00fcbrigen tauben unb ben -fp\u00fcpnent anfepen. \u00a9ingelne Sitten fiepen gemiffen Stebp\u00fcpnern fepr nape unb merben begpalb oon Stidptfunbigen gerabegu alg foldpe begeidpnet.\nBonaparte pat bie amertfanifdpen Sitten, meldpe mir \u00a9rbtauben nennen moHen, in einer befonbern Unterfamilie oereinigt unb biefe mit bem Stamen Zenaidae begeidpnet. Sllg SOterfmale berfelben gibt er an fr\u00e4ftigen Seib, furge Fl\u00fcgel unb fepr entmicfelte, lange, fr\u00e4ftige \u00a9eine. Oie pierper gep\u00f6rigen Elften oerbreiten ftdp \u00fcber gang SImerifa, treten aber namentlidp im \u00a9\u00fcben gapl; reid) auf.","page":285},{"file":"p0286.txt","language":"de","ocr_de":"286\n\u00aete S\u00e4ufer, \u00a9ivrb\u00f6gel. SRatteutauben.\n2ln bie Turteltauben erinnern bie \u00a9djlagtauben (Melopeleia). \u00a9ie haben berh\u00e4ltnifm\u00e4fjig lange $l\u00fcgel, einen giemlid) langen \u00a9djtoang, foioie ein ben Turteltauben \u00e4hnliches \u00a9efieber, meldjeS um baS Singe herum breite Greife frei l\u00e4fjt. TaS ber\u00fchmtere SDlitglieb biefer Wenige Slrten g\u00e4hlenben \u00a9type ift ber Tubuli (Melopeleia meloda) auS \u00a9\u00fcbtoeftamerifa. Tiefe Taube .ift gimmtbraun, mit \u00f6lfarbigem \u00a9trimmer, auf bem Dberfopfe bunfelbraun, auf bem S\u00fcrgel graublau; ber UnterhalS unb bie \u00a9urgelgegenb fmb rot-braun, bie Unterbrufi unb ber Saud) grau\u00efid), bie \u00a9dty\u00fcngen bunfelbraun, graulicljmety gef\u00e4umt, bie \u00a9teuerfebern fdjtoarggrau, oor ber meinen \u00a9ptye fd)toarg geb\u00e4nbert. Unter bem \u00a3>hre fteljt ein l\u00e4nglich eif\u00f6rmiger, fdjmarger Rieden, bie \u00a3>alSfeiten geigen fdndernbe \u00a9teilen. TaS Sluge ift ftymargblau, ber Slugenring ober ein breiter nadter B\u00fcgel bitnf elblau, ber \u00a9d;nabel ftymarg, ber f\u00a3u\u00a7 rot^. Tie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12, bie gittigl\u00e4nge 6% 3dd.\nlieber bie SebenStoeife fehlen nod) ausf\u00fchrliche Seriate ; boty berbanfen mir Tftyubi einige SD\u00ceittheilungen. \u201eTiefe Taube\", fagt er, \u201egeichnet ftd) auS burd) ihren melobifd) melancholifchen\n2)er Su\u00efuli\n(Melopeleia meloda).\n\u00a9efang, meldjer auS einer breimaligen Sieberholung beS SauteS \u201e\u00aeu;fu;li\" befteht. (Sinige mieber-holen ihn \u00f6fters, feiten aber mehr als f\u00fcnf; bis fermai; bod) ift unS ein Seityiel befannt, ba\u00a7 eine folche Taube baS \u201e\u00dfu;fu;Ii\" biergehumal mieberljolte. Tie (Singebornen nennen fie nad) ihrem \u00abRufe Muli unb haften fte im \u00df\u00e4fig. Siele S\u00dferfoneit haben eine gro\u00a7e Seibenfdjaft f\u00fcr fte unb begahlen fie fehr theuer. Ter $reiS mirb nad) ber Sieberholung beS SRufeS bebingt. 3\u00bb ber fr\u00fcheften SJtorgenftunbe unb gegen Slbenb rufen fie am h\u00e4uftgften.\"\n3<h habe mehrere biefer Tauben l\u00e4ngere im \u00df\u00e4ftg beobachten f\u00f6nnen, an ihnen aber burd); aus StidjtS bemerft, morin fie ftch fcon anbern unb guinal ooit ben Turteltauben unterfdjeiben. @ie betragen ftch genau ebenfo mie biefe uitb haben namentlich mit ben \u00a3ad)tauben oiele Slehnliddeit in ihrem Slnftanbe unb ber Slrt unb Seife ihres SortragS. (SS ift unS nicht gelungen, fie gur $ort;","page":286},{"file":"p0287.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c6u\u00efult. \u00a9runbtauBe.\n287\npflangung gu Bringen, unzweifelhaft aber nur au\u00ea beux \u00a9runbe, Weil ber hamburger \u00a9arten baf\u00fcr nod) feine geeigneten 3R\u00e4umlid;feiten Befit^t. Unfcr $lima vertr\u00e4gt ber \u00aeu\u00efu\u00efi ebenfo gut, wie norb? amer if anifc^e unb auftralifd)e \u00efauben.\nOie f\u00efeinfteu SJiitglicber ber Orbmtng \u00c7at EteidhenBad; \u00a9per\u00efing\u00eataubeit (Pyrgitoenas) genannt. \u00a9ie ftnb fr\u00e4ftig gebaut, \u00efurgha\u00efftg uxxb fleinf\u00f4pftg, i\u00c7re \u00a9djwingen mittellang, in ihnen bie gWeite \u00a9dringe bie l\u00e4ngfie; ber gW\u00f6lffebrige \u00a9djWang if\u00ee giem\u00efich fur g unb gerunbet, ber \u00a9dptabe\u00ef fe\u00efjr furg, gerabe, fd;Wad), ber $u\u00df oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig furg, ber Sauf nicht Befiebert.\nOie \u00a9runbtauBe ber \u00ef\u00eftorbamerifaner (Pyrgitoenas passerina) ift grauIid^Braun, auf Ober; \u00efopf unb $al\u00ear\u00fccfen afchgrau, auf bem SS\u00fcrge\u00ef unrein Braungrau, an ber \u00aeel;le Wei\u00dflid); bie Sruft; unb SSorber^al\u00eafebern ftnb bunfelBraun gef\u00e4umt, bie \u00a9d)Wingen bunfelbraun, auf ber 3nnenfa\u00a7ne Braunrot^, bie \u00a9teuerf\u00e9bern fd)Warg, bie feitlid^en auf ber Slu\u00dfenfahne Wei\u00df gef\u00e4umt; bie \u00c7tiigelbecf; febern geigen runblid) ftahlgl\u00e4ngenbe f\u00c7Iecfen. Oa\u00ea 2luge ift orangerot\u00c7, ber \u00a9dhnabel Bla\u00dfroth, bunffer an ber \u00a9pifce, ber $u\u00df ffeifd;Braun. SDie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 672, bie 33reite 10V4, bie $ittig= l\u00e4nge 8V4, bie \u00a9d()Wangl\u00e2nge 2V3 3off-\nf\tSBilfon, StubuBon unb \u00a9offe fyxBen un\u00ea iiBer bie Sebett\u00ea Weife biefer nieblichen \u00efauBe\nunterrichtet. \u201eSeit alten 3eiten\", fagt SC\u00dfilfon, \u201egelten bie \u00a3auBen al\u00ea ein \u00a9innbilb be\u00ea ffrieben\u00ea unb ber UnfdEjutb ; feine non allen aber oerbient biefen Etuhnt mehr al\u00ea bie \u00aerunb= taube, bie g\u00e4rtlidfjfie xtnb friebfertigfte Oon allen.\" \u00a9ie ift int \u00a9\u00fcben ber bereinigten \u00a9taaten unb [ auf beu Unfein SBeftinbieu\u00ea ^eimifd;, im Dcorbeu Slmerifa\u00ea uur 3ugOogel unb auf bie $\u00fcfienftridE)e Befd^r\u00e4nft, in S\u00f6eftinbien, Wenigften\u00ea auf Samaifa, ein \u00a9tanboogel, Welcher ftd) in fleinen \u00a9efeE; fd;aften oon oicr Bi\u00ea gWangig \u00a9tiief gufammenh\u00e4lt unb namentlich grajtge \u00a9Beiten ober 333eibe^l\u00e4^e Befud)t. 3n Oftfloriba naht fie fid; ben D\u00f6rfern unb fiebelt ftd) namentlich in ben OrangeW\u00e4lbd)cn au, in weld)en fte gern Br\u00fctet. 3um \u00a9irren fefct fte ftch auf erh\u00f6hte \u00a9egeuft\u00e4nbe, namentlich auf 3\u00e4une, Weld)e bie gelber umgeben, unb h^er l\u00e4\u00dft fte ftch leicht Beobachten, W\u00e4l)renb fte, wenn fie auf\tbem\tboben bahinl\u00e4uft,\tnicht immer gefehen Wirb. 9ll\u00ea echte \u00a9rbtaube\tWetteifert fte im\nSaufen\tmit\tben fp\u00fchnern unb\t\u00e4hnelt ben fleineren \u00fcE\u00eeitgliebern biefer Orbnung\tauch barin, ba\u00df\nf fte ben \u00a9d)Wang geW\u00f6hnlid) etWa\u00ea erhebt. 3um fliegen entfd)lie\u00dft fte ftch ungern, fliegt aud) niemal\u00ea weit in einem 3uge/ haften! S*hn *n e^ner \u00a9trede fort, niebrig \u00fcber bem bobeit Weg, aber leid)t unb mit ^feifertbem \u00a9er\u00e4ufch, Wcld)e\u00ea man febod) fofort oon bent anberer Oauben unterfd^eibet. 2\u00f6enn eine ber @efeEfd)aft ftd) erhebt, folgen alle; ber 3ug fenft fid) jebodh rafdh Wieber gunt \u00a9oben herab unb fehrt auch regelm\u00e4\u00dfig gu bentfelBen Orte gur\u00fcd, oon Welchem er aufgetrieben W\u00fcrbe. 3n ben ^riihling\u00eamonaten oernimmt man in ben SB\u00e4lbern \u00fcberaE ba\u00ea Etueffen ber \u00a9runbtauBe, ein laute\u00ea, ft\u00e4glich fragenbe\u00ea \u201eSEfteho\" ober ein fanfte\u00ea \u201e2BuB\", unb bann h\u00e4lt e\u00ea\tauch\tnicht fchWer, ba\u00ea\toerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00dfe unb fefte, \u00e4u\u00dferlich au\u00ea\tb\u00fcrren 3toetgen\n1 gufammengefd)id)tete, innen mit\t\u00a9ra\u00ea au\u00eage\u00efleibete \u00fcEeft gu ftnbeit, Weld)e\u00ea regelm\u00e4\u00dfig in nieberem\nbufd;Werf angelegt wirb, unb ba\u00ea erftemal int 9lpril, ba\u00ea gweitental im 3uni gWei Heine reinWei\u00dfe \u00a9ier enth\u00e4lt. Oer Oauber geberbet ftd) gang Wie ber E\u00eeiugcltauBer, geigt aber mehr SJtutl) unb ^antpf; luft, Wenn f^einbe ftch nahen, Wagt fid; felbft an \u00a9t\u00e4rlinge unb ^>eher, Wc\u00efd)e ba\u00ea 37eft Bebrohen.\nOie Nahrung Beftel;t au\u00ea ^leiugef\u00e4me ber Oerfdhiebenften 3lrt, nad; 5lububon auch au\u00ea 9\u00eeei\u00ea uub fleinen 23ecren. Nebenbei lieft bie \u00a9runbtauBe Ouargf\u00f6rner auf, um bie Verbauung gu f\u00f6rbern. Eiad) 5trt ber JSp\u00fchner pabbelt fte fid; im \u00a9aube, unb oft fteht man ben gangen $lug, Wie ein SSolf Rebh\u00fchner, bi<ht Beifantmen liegen.\nOa ba\u00ea f\u00c7leifch at\u00ea au\u00eagegeid;net gilt, wirb bie \u00a9runbtauBe oft gefangen, in 9torbamerifa gew\u00f6hnlich in Deeken, auf ^antaifa in \u00a9chlingett unb mit SSogelleim. 3n ben \u00a9dhlingett fangen fid;","page":287},{"file":"p0288.txt","language":"de","ocr_de":"288\n\u00a9ie S\u00e4ufer. \u00a9irrt\u00f6gel. 9\u00eea\u00ef\u00efeutauben.\nbte mciften am Jpa\u00effe, unb tie\u00efe ton i\u00efjnen finbet mau nidjt blog er\u00efn\u00fcrgt, fonbern in f^o\u00efgc ber heftigen, \u00eframpfhaften .gucfungen tr\u00e4hrenb beg \u00a9obegfampfeg f\u00f6rmlich enthauptet. \u00a9erriete Knaben fudjen bie \u00a9r\u00e4nfftellen gu erfmtben unb [treuen pter fiebrige K\u00f6rner aug, treidle einen fo torgiigIid)ett 53ogeIIeint abgeben, bafj bie \u00a9aube terlernt ift, trenn aud) nur eine einzige lieber ber\u00fchrt trurbe. Oie (befangenen getr\u00f6hnen ftd) halb an ben Serlufi ihrer Freiheit unb f\u00f6nnen im K\u00e4fig gur gortpflangung gebraut toerben. (Sin $aar, tneldjeg 51 u bub on fah, itar mit feinen jungen gefangen unb in einen \u00a9efe\u00ef\u00effchaft\u00eabau\u00e8r gebraut trorben. #ier bebecfte eg fofort bie Kleinen unb \u00e4gte fte, big fte erwachfen traren. \u00a9obann fd^ritt eg gum gtreitenmale gur gortpflangung unb legte unb br\u00fctete in bemfelben sjcefle. \u2022 \u00a9offe fagt \u00fcbrigeng, bafj bie (befangenen fehr hinf\u00e4llig ftnb. (Sing biefer \u00a9\u00e4ubdjen, freldjeg er in feinem 3immer fliegen Iie\u00a7, ftie\u00a7 bei einem gluchtterfud) ein trenig gegen bie SDede, fiel nieber unb terenbete auf ber \u00a9teile. Oemungeachtet fieht man bag \u00a9runbt\u00e4ubchen nicht gerabe feiten in unferen \u00a9hicr9\u00abrten tber in ^en ^uben ber .fp\u00e4nbler.\n\u00a9)ie im Often ber (Srbe lebenben (Srbt\u00e4ubchen fenngeidjnen ftd) burd) fehr fddanfen 2Bud)g unb langen, meift aug tiergehn gebern gebilbeten \u00a9chttang. hierher geh\u00f6ren bie \u00a9jjerbert\u00e4ubdjen\nS)aS \u00a9Berbert\u00e4uBcfjen (Geopeleia striata). 1/2 ber nat. (Sr\u00f6jje.\n(Geopeleia), \u00abeine, nieblid^c S\u00f6gel, mit furg abgerunbeten kl\u00fcgeln, bereit brei erfte \u00a9dringen ftufig terf\u00fcrgt unb gegen bie \u00a9pi^e hi\u00ab terfc^m\u00e4lcrt ftnb, einen bem g\u00fctig an S\u00e4nge gleupommenben @d)ttang, beffen tier \u00e4ufjerfien geberpaare ftd) gleichf\u00f6rmig abftufen, unb banbartig gegeichneteg \u00a9efieber.","page":288},{"file":"p0289.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9perfcert&u&djett\u00bb \u00c6etlfcbtrangtauBe.\n289\n\u00ae\u00fb\u00ea Sterbe rt\u00e4ubchen (Geopeleia striata) ift bed erbbraun, oben unb unten geb\u00e4nbert. SBffe Gebern ber OBerfeite ftnb fd)trarg gef\u00e4itmt, bie ber Unterfette fein fcljtnarg geb\u00e4nbert, Stirn unb \u00dfefyle afcbgrau, 33audj unb Stei\u00dfbeden trei\u00dflich, Scbtringen unb ddittetfcbtnangbedfebern ergbraun, bie flehten Oedfebern ber Unterfl\u00fcgel rotbraun, fein fd)tnarg gefprenfelt, bie feitlid^en Sdjtrangfebern am \u00a9runbe reinfdjtrarg, gegen bie Spi^e bin Breit reintrei\u00df. Oal S\u00efttge ift licht; Braun, ber Schnabel belt?, ber $u\u00df bunfetgetb. Oie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 9, bie $ittigl\u00e4nge 3V4\n\u00a3)ie Sunbainfetn unb SJtotuffen ftnb bie feint\u00e2t bel Sherbert\u00e4ubdjenl ; el trirb aBer doubter; aul febr h\u00e4ufig nad) ben benachbarten S\u00e4ubern aulgef\u00fcbrt, gelangt aucb adf\u00e4brlicb in giem\u00efid^er 3tnjabl leBenb nad) \u00a9uropa. Stuf be prance bat man el eingeb\u00fcrgert, b^er f\u00b0^ e\u00ea W eben; fa\u00fcl febr h\u00e4ufig fein. Oie Baraner fd^\u00e4^en el brth, fytitttn el gern im \u00ae\u00e4ftg unb glauben, ba\u00a7 feine angenehme Stimme bal .fpaul ror 23egauberung fd^\u00fc^e. Sie begabten belbalb aud) fo!d;e \u00a3\u00e4ubd)en, ix>eld^e ftd) burdb ihre Stimme unb fonfttrie aulgeid)nen, mit febr b\u00b0ben Reifen.\n\u00ee)al betragen ber \u00a9efangenen trirb febr ger\u00fchmt; ich mu\u00df aber gefteben, ba\u00df mir bie Sobel; erbebungen, treidle bem 33\u00f6geld^en gefpenbet Serben, ettral \u00fcbertrieben fd^einen. Stnmutbig in fernen t\u00dfeiregungen ift bal Sperbert\u00e4ubcben aderbingl, unb feine Stimme febr angenehm; aber ade \u00a9efangenen, treidle idb Beobad^tete, fa\u00dfen faft ben gangen \u00a3ag \u00fcber ftid unb betregungllol auf ein unb berfelben Siede, meift bidbt an einanber gebr\u00e4ngt, auch trenn ihrer riete traren, unb tarnen Btol, um gu freffen unb gu trinfen, gum SSoben herab. Unter anberen Otuben machten fte ftd) febr trenig bemerftid), unb fetbft in @efedfd)aft Heiner, ihnen gegen\u00fcber trebrlofer SS\u00f6get hielten fte ftd; fd^eu unb \u00e4ngfttich gur\u00fcd. \u00a9I mag fein, ba\u00df fte ftcb lebhafter geigen, trenn man fte paartreife in einem \u00ae\u00e4ftg h\u00e4lt unb ihnen burd) forgf\u00e4ltige SBepanblung ade Scpeu abgetr\u00f6bnt p\u00fbt; ich rermag hier\u00fcber febodb nicht gu urteilen unb fann nur fagen, ba\u00df ich biefenigen, trelcbe ich Beobachten tonnte, lang; treilig gefunben habe.\n\u00a9ine nape SSertranbte bei Sperbert\u00e4ubcpenl, bie ^etlfcptran^taube (Stictopeleia cuneata) betnopnt dteupodanb unb gtrar ade Xpeite bei ^eftlanbel, tretche \u00a9outb Befuchte, gumat bie \u00a9Benen bei Innern, fotreit biefe Befattnt ftnb, in gro\u00dfer ddenge. Sie unterfcheibet ftcb oon bent Sherbet*; t\u00e4ubepen burd) ettral l\u00e4ngeren Schtrang, beffen f\u00fcnf \u00e4u\u00dferfien S\u00dfaare ftd) ftufig rert\u00fcrgen, unb tropftge Zeichnung. Oer \u00dfopf, ber <pall unb bie 23ruft ftnb grau, ber Dt\u00fcden unb bie Schultern gimmt; Braun, bie gl\u00fcgelbedfebern bunfelgrau, bie Schulterfebern burd) gtrei irei\u00dfe, fchtrarg umgogette Rieden gegeic^net; ber Saucp unb bie Unterfl\u00fcgelbedfebern irei\u00df, bie Scbtringen Braun, r\u00f6tlich an ber Snnenfapne; bie rier 9JiitteIfd)tnangfebertt grau, gegen bie Spifce bin fd)trarg, bie \u00fcbrigen an ber d\u00dfurgel grauliebfebtrarg, gegen bal \u00a9nbe bin reintrei\u00df. Oal Singe ift lebhaft rotp, ber nadte Stugenring Bla\u00df fd^arlach ober gr\u00fcngelb, ber Sd)nabel buntelolirenbraun unb ber $u\u00df r\u00f6tblichfteifchfarben ober gilblicp. Oal 2\u00dfeibd)en ift ettral Heiner all bal dd\u00e4nndpen unb am hinter; fohfe, \u00a3atfe unb auf ber OBerfeite mehr Br\u00e4unlich gef\u00e4rbt; bie gt\u00fcgelfteden fteben minber bidpt unb nicht fo regelm\u00e4\u00dfig trie Beim \u00e4R\u00e4nndpen. Oie S\u00e4nge Betr\u00e4gt TU, bie ftittigl\u00e4nge 3Va, bie Sdptrang; l\u00e4nge 4V3 Bod.\nSaft biefelben SSorte, tredpe S\u00dfilfon gum 9tupme ber \u00a9runbtaube gebraucht, trenbet Kapit\u00e4n Sturt auf bie \u00c6eitfdptrangtaube an. \u201eSldel, tral trir lefen ober uni einbilben rott ber Unfchulb unb Sanftmutb ber Oauben, bal ift rerf\u00f6rpert in biefem \u00fcberaul garten unb fdp\u00f6nen t\u00dfogel, trelcher am dfturrab unb Oarling gemein ift unb in ben rerfchiebenften \u00a9egenben bei Innern gefunben trorben ift.\" \u00a9outb fagt, ba\u00df bie gierige Oaube ebenfotrobl burch ihre \u00a9eftalt unb burdp bie garte, ruhige F\u00e4rbung bei \u00a9efieberl, trie burdb bal gabme unb anmutbige Benehmen geeignet fei, ein Siebling ader \u00a3pierfreunbe gu trerben, fotrie fie el Bereitl f\u00fcr bie SSetropner Sluftralienl getrorben. \u00a9r traf fte manchmal in kleinen B\u00fcgen, oft aber ^aartreifc ober eingetn. Sie l\u00e4uft \u00fcber ben S3obeu\nSreljm, \u00a3I)ierIe&en. IV.","page":289},{"file":"p0290.txt","language":"de","ocr_de":"290\n\u00a9ie g\u00e4ufer. \u00a9trro\u00f6gel. Sauftauben.\nmit einer fttrgBippenbeit \u00a9eBeguitg beg \u00a9cpBangeg unb tfl, gumal B\u00e4prenb fte fri\u00a7t, fo Bettig fcpett, bafj matt fte beinahe mit ber fpanb greifen \u00efann. fliegt fte bann auf, fo fept fte fiep p\u00f6dpfteng auf ben n\u00e4cpften \u00a9aunt unb bleibt ^)ier betoegungglog gtoifdjen ben 3Beigett, big fte ftd) ftpliefjlid) lieber auf ben \u00a9oben perabl\u00e4fjt. Sicpt feiten traf fie \u00a9oulb bid)t an ben offenen Sp\u00fcren ber Slnfieblcr beg Innern, Be\u00efdje fte, ba fie ftd) immer t)ier ftnbet, Benig bead)ten. \u00a3)ag Seft ift leicpt, aber gierlid^ aug wenigen \u00a9ragpalmett erbaut unb ftet)t geB\u00f6pttlid) in einer 2IftgabeI ttal)e \u00fcber bem \u00a9oben. 2)ie beiben \u00a9ier ftnb Beifj. \u00a9ei ben (Singebornen peifjt bie \u00dfeilfcpBangtctube \u00a9ien = na=brunfa, Weil fie ftcp erg\u00e4ben, baf fte urfpr\u00fcnglid) bag 2ftcn?tta, eine 2lrt ber Magien, Siebtinggnaprung ber \u00a9tpWargen, eingef\u00fc^rt pabe.\n* *\n\u2756\nSauf taub en (Geotrygones) nennt man einige plump unb Mftig gebaute \u00a9irrO\u00f6gel mit runbltcpen kl\u00fcgeln, bereu erfte \u00a3anbfcpwingen oft ftarf Oerfiirgt finb, unb pod)= unb bidl\u00e4uftgen, \u00efurggeptgeu pijjen. Sille Slrten, Wcltpe gu biefer \u00a9ruppe geh\u00f6ren, beWopnen \u00a9\u00fcb = unb SWittelhmeri\u00ef\u00ab.\n\u00a9te eigentpiimlidpfte 2lrt biefer \u00a9.ruppe ift biefftebpupntaube, trie Saillant fie genannt pat (Starnoenas cyanc\u00eecephala), welcpe eine befonbere (Sippe oertritt. Sie ift traf tig gebaut; bie \u2022pigel ftnb lurg, bie fpattbfcpwingen fcpmal, f\u00e4belf\u00f6rmig gebogen unb gugefpipt, unter ipnen bie britte unb oierte bie l\u00e4ugften, bie 3Irmfd)Wingeit ftumpf, obgleid) nidpt fepr breit; ber gw\u00f6lffebrigc \u00a9cpWang ift m\u00e4fjig lang unb ^ugerunbet, ber \u00a9cpnabel Mftig, pod) unb breit, an ber \u00aeuppe gew\u00f6lbt, ber pi waprpaft pupnartig lang unb bidl\u00e4ufig, mit \u00efurgen, fleifcpigen 3epen, Welcpe greffe, ftarf gebogene Tratten tragen. Oag \u00a9efteber ift reid)\u00eficp unb et Wag berb, ein g\u00fcgeG artiger Streifen naeft, aber mit fleinen eif\u00f6rmigen- S\u00dfargett befleibet. Oie allgemeine prbuttg, ein fcp\u00f6neg \u00a9pofolabenbraun, gept auf ber Unterfeite in Sotpbraun \u00fcber unb erftpeint auf ber \u00a9ruft Weinrotp \u00fcberflogen; ber \u00a9berfopf unb einige fepuppenartige \u00a3aBfebern feitlicp unter ber \u00aeeple ftnb fcpieferblau, bag \u00a9efiept, ber Staden unb bie \u00aeeple fd)Warg, ber \u00df\u00fcgel unb ein \u00a9anb, Welcpeg' ben \u00a9urgelfleden umfpliefjt, reinWeifj, bie \u00a9cpwiugen bunfelbrattn, oorn rotpbraun gef\u00e4umt, unten afepgrau fcpimnternb; bie SfRittelfcpWaugbedfebern cpofolabenbrattn, bie feitlicpen fd) io argbraun. SDaS Sluge ift buufelbraun, ber \u00a9cpnabel forattenrotp an ber S\u00dfurgel, graublau an ber \u00a9pipe, ber pfj blafjr\u00f6tplicpWeifj, auf ben \u00a9cpilbern ber ptfjwurgel fcp\u00f6n farminrotp, auf ben 3epen bunfeG bl\u00e4ulieprotp, auf ber \u00a3aut an ber \u00a9inlenfung ber 3epen pimmelblau. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12, bie piigelbreite 17, bie pttig= unb \u00a9d)WangI\u00e4nge je 5 3ott.\n2IB bie Heimat b.iefeg prad)tootten \u00a9ogeB muff man bie Sufel \u00a9uba anfepeu; ooupieraug oer* breitet fte ftd) norbW\u00e4rB bB gloriba, f\u00fcbW\u00e4rB bB \u00a9enegue\u00efa, f (peint auep, laut \u00a9urmeifter, bie oberen \u00a9egenben \u00a9rafilieng am Slmagonenjtrome gu ber\u00fcpren, fommt aber Beiter im \u00a9\u00fcben niept mepr oor, Ob fie auf 3fcwaifa gefttnben Wirb, ift fraglid); \u00a9offe fagt, bafj man fte oft oott \u00a9uba einf\u00fcpre unb oon ipr reben p\u00f6re, pat aber \u00a9eftimmteg \u00fcber ipr Sorfommen auf lepterer Snfel nitpt erfapren. Slububon traf meprere oon ipnen in portba an unb gBar im Sttai, fap auep ein paar jung aufgegogene, Waprfcpeinlicp au\u00a7 bem Sefte genommene, fonnte febod) \u00fcber bag peileben SicpB feftftetteu, Bie beim \u00fcberpaupt, tropbem bie.\u00a3aube fd)on ben \u00e4lteren \u00a9epriftfietteru belanrrt war unb oft natp \u00a9uropa gebraept Borben ift, nur einige Angaben Oon Sfcicorb oorguliegen fd)einen; beim \u00a9unblad) beft\u00e4tigt biefe Angaben lebiglid), opne fte Wefentlicp gu bereid)ern.\n\u201eOie Sebpupntaube\", fagt Sicorb, \u201elebt fepr gur\u00fcdgegogen in ben UrWalbungen \u00a9ubag. \u00a90 ift aufjerft feptoierig, fte gu beobaepten, fei eg, Beil bie fortftpreitenbe Urbarmatpung be\u00ea Sffialbeg fte oertreibt, fei eg, Weil ipr gu jeber Seit naepgeftettt Birb, ba bie Areolen bag aug; gegeid)nete peifcp ober beit aug iprent \u00a9erlauf gu l\u00f6fenben \u00a9eBinn BopI gu to\u00fcrbigen toiffeu","page":290},{"file":"p0291.txt","language":"de","ocr_de":"S\u00eeebpuputaube.\n291\nitnb teine \u00a9elegenpeit oor\u00fcbergepeit \u00efaffett, fie gu Oerniepten. Uni btefett Soge\u00ef gu jagen, mu\u00df man fr\u00ab\u00c7 \u00fbm Xage gur \u00a9telle fein ; benn mit (Sonnenaufgang pflegt er ft cp auf bie p\u00f6cpfien Steige ber gr\u00f6\u00dften Saunte gu fepen, in ber Stieptung naep Often pin. Oer Stpau, Welcper auf beu S\u00efntii\u00efen w\u00e4preitb ber Stadpt in gro\u00dfer Stenge f\u00e4llt, burdpn\u00e4\u00dft wie Stegen bag \u00a9efteber unb Oer= antaft bie S\u00f6gel, fiep gu troetnen; begpalb fepen fie beu erften \u00a9traplen ber \u00a9onne entgegen. Um biefe 3\u00abt mu\u00df mau unfere Saube auffuepen; aber Oieg muff opne jeglicpeg \u00a9er\u00e4ufcp gefepepen: benn 'ipr \u00a9ep\u00f6r ift fo au'\u00dferorbentlidp fein, ba\u00df bag leifeftc Staffeln fie oeranla\u00dft, naep ber.Urfacpe gu fp\u00e4pen \u2014 unb bann ift beu S\u00e4ger fepen unb blipfdpnetl fliepen bag S\u00dfert eineg Slugenblictg. \u00a9twag fp\u00e4ter begegnet man ipr in beu nieberen Oictidpten ber SB\u00e4lber auf beu belaubteften Sweigen, welcpe fie auffuept, um ber fpipe beg \u00a3ageg gu entgepen, am p\u00e4ufigften in ber St\u00e4pe Oort bluffen, gu beuen fie fournit, um ipreu Our ft gu f\u00fcllen. Oamt ift fie Weniger fcpeu, oielleidpt, Weil fie fiep,, gebeeft burep bieSl\u00e4tter, in \u00a9ieperpeit glaubt, m\u00f6glicperweife auep, ineil bie jpipe ipr\u00e8 Sebpaftigteit Oer= minbert. Slber Wenn auep bie Stittagggeit ein Slnfdpleidpen erleicptert, fo ift eg um fo fdpwerer, fie Waprgunepmen; benn auep ber S\u00e4ger ift weniger aufgelegt, fie gu Verfolgen, Weil bie au\u00dferorbentliepe \u00a9lut ber \u00a3agegmitte ipn ebenfo bel\u00e4fiigt, wie fein SBilb. Sefonberg p\u00e4ufig trifft man fie gu geWiffen Seiten auf ben Sudfererbfen an, bereu h\u00fclfen fie augleert.\" Oiejenigen, welcpe Slububon fap, befanbett ftep ebenfalls in ber St\u00e4pe oont Staffer unb pieften pier \u00aeieg auf, ratfhten aber fepteunig in ba\u00ea Oicficpt gur\u00fccf unb w\u00fcrben, obgleicp biefer gefepiefte S\u00e4ger ben gangen \u00a3ag naep ipnen fuepte, niept Wieber gefepen.\nlieber bie ^ortpffangung berieptet \u00a9unb la cp: ,,\u00a9ie fepen\", fagt er, \u201eipr aug Steifem oer= fertigtet Steft auf bie \u00aerone geWiffer \u00a9cpmaroperpf\u00eeangen im fdpattigen, Won Unterpolg freien $ocp; Walb. Oie \u00a9ier pabe icp aber uoep niept gu fepen befommen.\"\nOieg ift Sltleg, Wag idp \u00fcber bag ^reileben beg Opiereg pabe finbett f\u00f6nnett.\nOie Stebpupntaube mu\u00df auf \u00a9uba fepr oft gefangen uub oielfadp im \u00c4\u00e4ftg gepalten Werben; benn in mauepen Sapren fonimen auffaUenb oiele \u00fcon ipnen auf ben europ\u00e4ifepen Opiermar\u00eft, unb man faun fie bann f\u00fcr Wenige spater taufen. Oer pamburger Opiergarten pat meprere befeffen, teiber aber niept lange Sdt, Wenn auep oielleidpt nur begpalb, Weil bie n\u00f6tpigen St\u00e4umlidpteiten gu iprer Seperbergung niept oorpanben Waren, \u00a9ie maept einen gang eigentp\u00fcmliepen \u00a9inbruct, Weil ipr Setragen ebenfo abfonbertiep ift, wie ipre F\u00e4rbung. Oiejenigen, welcpe icp beobaepten tonnte, gew\u00e4prteu mir \u00fcbrigeng wenig Sergnitgen. \u00a9ie fa\u00dfen mit aufgebl\u00e4ptem \u00a9efieber oft lange Seit ftill auf ein unb berfeiben \u00a9teile, bewegten fiep nur auf bem Soben, befepmugten fiep. fortw\u00e4prenb unb fepienen ber Steinigung ipreg \u00a9efieberg burdpaug niept mit bcntfelbcn \u00a9ifer obguliegen, Wie anbere wauben. \u00a9inen \u00a9timmlaut pabe idp, fo oiel idp ntidp eutfinne, niemalg oon* einer meiner \u00a9efangeneit Oer nommen; eg ift jebodp m\u00f6glidp, ba\u00df auep fie ftdp p\u00f6ren lie\u00dfen, Wir Oieg aber, Weil fie unter oiclen anberen tauben lebten, niept Waprgenontmen paben. SHt uuferent \u00dflinta fdpienen fte ftdp niept befreunben gu tonnen: jeber f\u00e4ltere \u00a9ommertag ftimmte fte unbepaglidp, jeher .Stegengu\u00df madpte'fic beinap tr\u00e4nt.\n* ^\n*\nOc\u00e9anien beperbergt meprere Oauben, Welcpe befiimmt' gu fein fepeinen.,' iu unfern Sogel= p\u00e4ufern eine gro\u00dfe Stolle gu fpielen, Weil fie niept blog burep bie \u00a9dp\u00f6npeit ipreg \u00a9efieberg unb bie Slnmutp ipreg S\u00dfefeng feffcln, fonbern fiep auep leiept fortpflangen unb begpalb Wopl gu ^augtpieren gemaept werben t\u00f6nneu. Spre \u00a9inb\u00fcrgerung wirb begpalb gegenw\u00e4rtig \u00fcberall oerfuept unb. Oerfpridpt einen, fo gu fagen, panbgreiflidpen Stupen, ba bag gteifdp einiger Slrten, Wenigfteng naep einftimmiger Serfidperung ber Steifenben, gang Oorg\u00fcglidp fein foil. Oiefe Oauben oerbienen alfo einer befonbern Ser\u00fcetfidptigung.\n19*","page":291},{"file":"p0292.txt","language":"de","ocr_de":"292\nSDie S\u00e4ufer. \u00a9irrobgel. \u00a9fciegeltauben.\nSDie \u00a9piegeltauben (Phapes) geh\u00f6ren ebenfalls au benen, ioeldje Biel am Robert leben, unterfdjeiben ftdf aber butd) t^re \u00efutai\u00e2ufigen unb langatmigen pfje Bon ben bisher erm\u00e4hnten 95er-tretern bet 3unft. \u00a9ie ftnb Berptnifjm\u00e4feig grojj, meift auc\u00a7 fr\u00e4ftig gebaut, obgleid) einzelne Sitten i\u00efjre\u00ea langen \u00a9djfeanaeS toegen filant erlernen; bet \u00a9d)nabel ift ftarb, bet P\u2019tgel in bet 9tegel lang unb fyi|ig,. bet au\u00ea oie^n obet fedpe^n Gebern befte^enbe \u00a9cpana mittellang ober lang, ba\u00a7 \u00a9efiebet- bunt \u00fcnb burd) bie metallifd) fdpernben fpgelbedfebetn fe^r au3geaeid)net. Uebet bie Seben\u00eatoeife oerban\u00efen mir \u00a9oulb bie au3fi\u00eff)tlicfyften 9\u00eead\u00a7ti^ten.\n\u00aeie fdj\u00f6nfte, menn aud) nic^t bie ba\u00a7 Reifte Betfyte^enbe 2lrt bet Familie ift bie \u00a9c$o pf; taube (Ocyphaps lophotes). \u00a9ie fennaeicpt ftc^ burc\u00a7 fd)tanten Seibe\u00eabau, lange, tyi^e gl\u00fcgel,\nS)ie <Sdjo!pftau&e (Ocyphaps lophotes). 1/2 ber nat. \u00a9r\u00f6\u00dfe.\nben Biera^nfebtigen, langen, ftufig feitfoi^igen \u00a9dpan$, ben htraen, an bet \u00a9pifee ftarl gebogenen \u00a9c^nabel, bie niebeten pfje, beten Sttittelaelje ebenfo lang ift mie bet Sauf, unb lange, foifee \u00a3aube, meiere bur$ bie Betl\u00e4ngetten tfinterpiptfebem gebilbet mirb. SDet \u00c4ctf, ba\u00ea \u00aeeftd)t unb bie Unterfeite ftnb grau, bie \u00a3intetpl>tfebetn fcpata, bie bet Oberfeite lidplioenbraun, meld?e F\u00e4rbung an ben #al8feiten in \u00ef\u00eftet\u00eeeurot^ \u00ffbergep bie gro\u00dfen $t\u00fcgelbetffebern gl\u00e4naenb btonaegt\u00fcn, meijj gef\u00e4umt, bie \u00a9dringen btaun, fcpal br\u00e4unlid)mei\u00a7 ge\u00efantet unb aum \u00a3pl aud? an bet \u00a9pitje mei\u00a7, bie mittleren \u00a9teuetfebetn erbbtattn, bie \u00fcbrigen bunfelbtautt, an bet 5lufeufa^ne gr\u00fcn gl\u00e4naenb, an bet \u00a9pipmeiff \u00aea\u00a7 5luge ift gelbotange, bet nadte runblid>e 5lugentanb nelfenrotl), bet \u00a9c^nabel an bet S\u00dfnrael bunM\u00f6Ibtauu, an bet \u00a9pifee fdpara, bet p\u00a7 nelfenrot^. 2)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 13V2, bie $ittig; unb bie \u00a9d)manal\u00e4nge je 6 3oll.","page":292},{"file":"p0293.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9cpopftaube. Srongeff\u00fcge\u00eftaube.\n293\n\u201e3t erlief eit ber \u00a9eftalt unb ber etgentp\u00fcmlicp fcplanfe \u00a9cpopf\", fagt \u00a9oulb, \u201emadpen biefe Saube gu einer ber fcp\u00f6nftcn 2luftratien\u00a7 : in iprer 2lrt ift fie oielteicpt bie fcp\u00f6nfte \u00fcberhaupt, \u00a9ie ift h\u00e4ufig auf beu \u00a9benen be\u00ea SSelliugtontpale\u00ea ober in ber Sftadpbarfcpaft be\u00ea S\u00eeorumbibfcpi unb fd^eint \u00a9umpfgegenben gu beoorgugen, foba\u00df tpr Sor\u00ef-ommen at\u00ea ein ftdjere\u00ea 3ei^eu f\u00fcr eine toflffers reiche \u00a9egenb angefepen wirb. Oie ber ^\u00fcfte n\u00e4cpfte Dertlicpfeit, too icp fte antraf, War ber SJhtrrapflu\u00df. ^)ier ift fie gtem\u00efidf) l\u00e4ufig; in Stenge aber belebt fie bie \u00a9bene |inter ber Storetonbap unb bie Ufer be\u00ea Samoi. \u00a9ie fc|I\u00e4gt fic| oft gu gro\u00dfen ^t\u00fcgen gufamtnen, unb ioenn biefe W\u00e4prenb ber trodneu Sfapre\u00eageit an Sanbfeeen ober ^lu\u00dfufer tommen, W\u00e4plen fte ftcp einen einzelnen Saum ober \u00a9traucp au\u00ea, auf welcpent fte ftcp niebertaffen. 3>n nam|after Slngapl ft^ert fte bann bic|t an einanber, unb alte fliegen gteicpgeitig |erab gunt 2Baffer,-fo gebr\u00e4ngt, ba\u00df Ou\u00dfenbe oon i|nen mit einem einzigen \u00a9dpuffe erlegt merben tonnen. 3>pr $htg geicpnet ftcp burcp feine rei\u00dfenbe \u00a9cpnelte oor bem aller Wirten au\u00ea. Sacp einem Slnftitge, Wetdper au\u00a7 mepreren ft|nellen f^l\u00fcgelfd^I\u00e4gett befte|t, fcpwingen fte ftc| anfc|einenb o|ne Weitere Slnftrengung ber $liigel empor. Seim 2lbftiegen oon einem Slfte |eben fte ben \u00a9cpwattg, gicpen ben \u00aeopf eitt unb fliegen bann Weg.\"\n\u201e2lm 23. \u00a9eptember fanb ic| ba3 Sfteft auf einem niebern Saume ber gro\u00dfen \u00a9bene n\u00e4cpft \u00a9unberntein am Samoi. \u00a9\u00a3 \u00e4|nelte bem anberer Sauben unb ent|ielt gWei Wei\u00dfe \u00a9ier, auf melden ba\u00ea 3BeibdC;en br\u00fctete.\"\n\u00a9oulb meint, ba\u00df bie \u00a9d|opftaube, al\u00ea SeWopnerin be\u00a7 \u00d6rtern, Wopt nic|t leic|t ein \u00a9egem 5 ftanb allgemeiner Seobatptung Werben t\u00f6nne, fpric|t aber freilid) Oon einer $eit, Wetcpe breiig ^a|re |inter un\u00ea gur\u00fcdtiegt. S^toifcpen ift bie fd;\u00f6ne Staube oft nacp \u00a9uropa gefontnten, unb gegenw\u00e4rtig giert fie bie \u00a9efetlfcpaft\u00eabauer aller unferer Tierg\u00e4rten, \u00a9ie |\u00e4lt pter bei ber eiitfacpflen S\u00dfftege faprelattg au3 unb pflangt fic| auc| regelm\u00e4\u00dfig fort. Stit anberett Stauben lebt fie in tiefftem f ^rieben, gegen tleinere S\u00f6gel geigt fte fiep gleic|giltig. Siebpabern au\u00eat\u00e2nbifcper Spiere barf fte Warm empfo|lett werben.\nOie \u00a9epiliertauben (Phaps) ftnb plump gebaut, langfl\u00fcgelig unb lu-rgfpto\u00e4ngig; ber \u00a9cpnabel ift faft topflang, ber tr\u00e4ftige Sauf t\u00fcrger al\u00ea bie Stittelgepe; im Mittig jtnb bie gtoeite unb britte \u00a9d)Winge bie l\u00e4ngften. \u00a9ine SCrt biefer \u00a9rttppe, bie Srongefl\u00fcgeltaube (Phaps * chalcoptera), ift auf ber Oberfeite braun, auf bem Jpintertopfe buntelbraun, auf ber Unterfeite Weinrotp, nac| bem Saucpe gu graulitjp; ber Sorbertopf, ein \u00a9treifen unter bem 9tuge unb an ber $e|le ftnb getbticpWei\u00df ; bie ^al^feiten grau, bie Sl\u00fcgelbedfe\u00f6ent mit t\u00e4ngtiepen, tupfer= brongefarbenen, fcpiUeraben, gWei ober bret Slrmfcploingen mit gl\u00e4ngettben, gr\u00fcnen Rieden gegiert, bie SiittelfcpWangbedfebern braun, bie \u00fcbrigen tiefgrau. Oa3 Suge ift buntelr\u00f6t|lidpbraun, ber \u00a9cpttabel fdpto\u00e4rglicpgrau, ber ^u\u00df farminrotp. .Oern S\u00dfeibdpen feplt ba3 licpte \u00a9tirnbanb, feine F\u00e4rbung fpielt mepr in ba\u00ea \u00a9raue, unb bie \u00a9piegelflecten finb tleiner. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 13, bie ^ittigl\u00e4nge TU, bie \u00a9tpwangl\u00e4nge 5 god.\noOtefe Saube gep\u00f6rt gu beseitigen S\u00f6geltt SReupoIlanb\u00ea, ioeldpe bereite ben erften \u00a9amntlern in bie ^\u00e4nbe feien; fte ift be\u00eapalb fdpon feit tanger 3ed Mannt. S\u00dfie e3 fepeint, Oerbreitet fie fiep \u00fcber ben gangen \u00a9rbtpeit, tommt aber in geWiffen \u00a9egenben nur a\u00ef\u00ea 3u9feoget oor. O\u00fcrre, mit \u00a9eftr\u00fcpp ober ^aibe beftanbene ^t\u00e4dpen bilben ipre Siebling3pl\u00e4pe. \u201e2\u00dfeun fte guerft antommen\", fagt ber alte Sufcpntautt, \u201eftnbet man fie gwiftpen ben Darren unb -iponigfir\u00e4udpem unb gioar ebenfo oft unter ben S\u00e4umen, al\u00ea gWifcpen ipren 3lheigen; Wenn bie ^pre\u00eageit oorr\u00fcdt, Wettben fie ftep ber J^aibe gu unb patten fiep pier namentlicp W\u00e4prenb ber Sltacpt unb am Siorgen auf; Wenn bie Oiftetn treiben, Wirb faft jebev Sufcp gum SBopnfipe einer biefer Stuuben, unb Wenn bie \u00a9amen be\u00a7 S\u00cfBattlebaum\u00ea reif ftnb, begegnet man ipnen gewi\u00df am \u00a7u\u00dfe beffeiben.\" \u00a9oulb nennt fte plumpe, fcpWerf\u00e4Uige S\u00f6gel, fagt aber, ba\u00df ipre bebeutenbe $tugtraft fte in f\u00fcrgefter Beit \u00fcber Wette \u00a9treden","page":293},{"file":"p0294.txt","language":"de","ocr_de":"294\n\u00a9ie S\u00e4ufer. (SHrrb\u00f4ge\u00ef. Sptegelteuben.\nhinwegf\u00fchre. \u201e33er (Sonnenaufgang f\u00efeht man fte tnt fdjnc\u00ef\u00efften \u00c7\u00efttge ihren 2\u00dfeg \u00fcber bte \u00a9benen nadp ben Schlucpten unb \u00a9r\u00e4nlpl\u00e4ben berfolgen. $ennt man t^re Sitten, fo fann man immer an rfnen Beobachten, ob man bem Staffer nahe ift, unb biefe\u00eb l\u00e4ft ftd), trenn auch bie \u00a9egettb b\u00fcrr fc[)eiut, bod) crluttben, ba bie \u00a9aubett bon alten Seiten her in einer Dichtung ber \u00a9r\u00e4nle gufliegen. SBenn reichlich Siegen gefallen ift unb bie $l\u00fcffe unb \u00a9eidje bi\u00a7 gum Staube gef\u00fcllt finb, \u00e4nbern fte ihr betragen, Weit fie bann nid^t mehr n\u00f6thig ha^ett/ Gaffers halber fid) in \u00a9efahr gu begeben. 3hr tiefes unb \u00efciute\u00f4 Studfcn bernimmt man W\u00e4ljrenb ber beacht unb am borgen; e\u00eb Hingt trie ferne\u00ea \u00dcBl\u00f6fen bon \u00ae\u00fchen.\"\nSDie SSrutgeit f\u00e4llt in unfere $erbfi; ober bie aufiralifhen $r\u00fchling\u00eamonate. SDic erfte SBrut finbet man im Slugufi, oerfp\u00e4tete, taut SBerfxcherung be\u00ea alten \u00fcBufchntantt, noch SInfangS Februar. \u00a3)a\u00a7 Steft fiept gew\u00f6hnlich auf wagrechten Steigen eine\u00ea \u00a9ummibaunt\u00ea ober einer Sittgeppora, nahe\n2)ie SBronjeft\u00fcgeltaube (Phapschalcoptera). i/3 ber not- \u00a9r\u00f6fje.\nam 23obett, Wo m\u00f6glich in ber Si\u00e4pe rom SBaffer. \u00a9\u00ea unterfdtjeibet ftch bon anbern \u00a9aubenneftern nicht Wefentlicp, unb aucp bie (Sier ftimmen mit betten berWanbter Slrten bon gleicher \u00a9r\u00f6fe \u00fcberein, t\u00f6eibe \u00a9efepteepter br\u00fcten abwepfelnb. \u00a9nbe Januars fammetn ftch bte jungen in gro\u00dfen Schw\u00e4r; men, Welche bann bie beliebten Dertlicpleiten gemeinfant burchftreifen uttb bem Sch\u00fcben gute 2>agb geben.\nSlt\u00ea ftch \u00a9oulb W\u00e4hrenb ber langen SCrodenpeit be3 SGBinter\u00e2 bon 1839\u201c gu 40 in 93regi befanb, hatte er \u00a9efegeupeit, bie SSrongefl\u00fcgeltauben gu beobachten. Siacp Skrftcperung ber \u00a9ingebornett gab e\u00ea meilenweit leinen anbern \u00a9r\u00e4niplab, als einen im Reifen auSgep\u00f6plten unb burd; ben Siegen bor mehreren SDtonaten gef\u00fcllten \u00a9\u00fcmpel, in unmittelbarer St\u00e4pe feine\u00ea 3elteS. 3u biefer tr\u00e4nte lauten alle SS\u00f6gel ber Stacpbarfcpaft, mit SluSnapme ber nur \u00aeerbtpiere freffenben Slrten. Papageien, jponigb\u00f6gel unb attbere erfepienett ununterbrochen am Staube be\u00a3 3Bafferbe^\u00e4lterS unb f\u00fcllten, ohne","page":294},{"file":"p0295.txt","language":"de","ocr_de":"23 r o n g e f l \u00fc g e 11 a u b e. 23 u d) \u00df ab c n t a u b e.\n295\nbie 2lmoefenheit bel Borfd)eri gu Beamten, ihren Our\u00df. Oie 23rongefl\u00fcgeltauben trafen faft nie; mail io\u00e2hrenb bel \u00a3agel, fonbern evft nad) (Sonnenuntergang ein nnb gtoar einge\u00efn ober paartoeife. Oie angenommenen Begaben fid) nid^t unmittelbar an bie SBafferr\u00e4nber, fonbern Blieben- nad; bem ^erabfliegen cine Bett Tang rut)ig auf bem \u00a9oben, fdjlidjen bann beb\u00e4d\u00dfig n\u00e4her unb flogen hierauf tarent (Scplafplahe gu. Oer alte 23ufd)mann erg\u00e4bt, ba\u00df er ad)'t ober gehn oon ihnen im Saufe bei 2\u00efbenbl an ber Or\u00e4nBe gesoffen habe, unb ba\u00df bal \u00a9r\u00dfheinen bel 2lbenb\u00dfern! bem Bager all Beiden galt, feinen \u00a9taub eingunetnnen. Side Steifenbe, ioeldje aul eigener \u00a9rfal)rung fpred)en, r\u00fchmen bal oortrefflid)e gteifd) biefer Oauben, ioeld)el ebenfogut auf bie SCafet bel (Statthalter! gebraut, ioie oon ben S\u00f6ilbett int Bnnern bei Sattbe! g^geffen ioirb. Head) ber 23rutgeit \u00dfnbett gro\u00dfe Sagben \u00dfatt, unb gutoeilen fittb bie Bager fo oom @l\u00fcd beg\u00fcn\u00dfigt, ba\u00df einer im Saufe bei Oage! gtoangig bil brei\u00dfig S\u00dfaare erlegt.\n\u00a9egento\u00e4rtig geh\u00f6rt bie 23rongefl\u00fcgeltaube gu ben regelm\u00e4\u00dfigen \u00a9rfepeinungen in unfern \u00a3ljier= g\u00e4rten; fte toirb in \u00fcteuhollanb in @efangenfd)aft gehalten unb Ij\u00e4uftg nad) \u00a9uropa \u00fcbergef\u00fcl)rt. 23ei geeigneter pflege pflangt fte \u00dfd) fort; in ben lebten Bahren \u00dfnb namentlich in \u00a9ttglanb unb Belgien oiele biefer au!gegeid)net fr\u00f6nen Spiere geg\u00fcd)tet toorben, unb fo fielet gu hoffen, ba\u00df el toirBlicf) gelingen Joirb, \u00dfe gum Jpaultljiere gu madden.\nOie 2Sad)teltauben (Geophaps) unterfd)eibett ftd^ l)auptf\u00e4d)lid) burd) ben Burgen unb kr\u00e4ftigen (Sd)nabet, bie Burgen unb gerunbeten ^l\u00fcget, ben giemlidj) \u00c7o^ctt Sauf unb ben nadteu 2Iugenring oon ben 23rongefl\u00fcgeltauben. (Sie ftnb mehr all jene ober all irgenb eine anbere \u00a3aubc 2luftralien! \u00a9rbo\u00f6gel unb br\u00fcten auch ant 23oben.\n23ei ber 23ud)fiabentaube (Geophaps scripta) finb Oberfeite unb 23ruft lid^tbraun, bie \u00fcbrigen Unterteile afdjgrau, feitlid) ioei\u00df, bie 23aud)febern gelbbraun, bie\u2019 <Sd)toingen unb gl\u00fcgelbecB; febent bla\u00df gefaumt, bie 2lu\u00dfonfahnen mehrerer ber gr\u00f6\u00dferen Oedfebern mit einem gr\u00fcnlich purpurn fcpillcrnben, bunBel umf\u00e4umten (Spiegel gegiert, bie $eple unb \u00a9urgelgegenb, ein breiter (Streif oom Itnterfdmabel nad) bem 2luge gu unb ein Bled an ber ipallfeite fd)neemei\u00df; fd)toarge (Streifen, bie ftd) gu bud)ftabeu\u00e4hnlidfjen Bigurett oereinigen, heben \u00dfd) febarf oon bem lichten \u00a9ruitbe ab. Oa! 2luge ift bunBelbraun, ber 2lugenrhtg bl\u00e4ulichgrau, ber (Sd)nabel fd)toarg, ber Bu\u00df purpttrloein; roth- Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12, bie Bittigl\u00e4nge 5V2, bie (Sd)loangl\u00e4nge 4 Bott.\n\u201eOiefe \u00a3aube\", fagt \u00a9ottlb, \u201eift foiooi)t f\u00fcr ben 23ogelBunbigett, f\u00f6ie f\u00fcr ben Beinfd)meder ein angiehenber \u00a9egenftanb; benu fte ift bal ttr= unb 2Sorbitb einer l)\u00f6d)ft eigentl)\u00fcmtid)en Oaubettgrttppe nnb iht Bfci\u00dfh eine \u00e4u\u00dferft .fd\u00dfnadhafte^Speife. 2111 SBilbpret nenne id) fte unbebingt einen ber beften 23\u00f6gel, toe!d)e id), to\u00e4hrenb id) in 2lu\u00dfraliett toar, gegeffen habe; ja, \u00dfe fleht, meiner Meinung nach, Beinern anbern SBogel in ber gangen SSBelt nad); benu mie ber 2Bonga ; 2Bonga fittb beibe 23ruftmulBelu ioei\u00df, faftig unb ungemein mohlfd)medenb. \u00a9I ift fd)abe, ba\u00df ein fo aulgegeichnet fd)madhafter 23ogel int Bnnern lebt .unb belljalb ioenig benufct ioerben Bann. 2lngichettb f\u00fcr ben Bager ioirb bie 23uch\u00dfabentaube, ioeil fte gr\u00f6\u00dfere 2lel)nli(hBeit mit ben H\u00fchnern geigt, all irgenb eine anbere.\"\n\u201eB(h habe fte geto\u00f6hnlid) pa'artoeife, \u00f6fter\u00ab auch tn Bleinen Oruppl oon oicr bil fed)l \u00a9t\u00fcden gefehen. SBenn man \u00df\u00abh ihnen n\u00e4herte, fud)teu fte fid) anftatt burd) Bitegen burd) Saufen gu retten, inbent fie mit ber gr\u00f6\u00dften (SdjnedigBeit bahinrannten unb ftd) auf bem nadten 23oben ober unter einem Bleinen (Strauche nieberbudteu, itt ber 2lb\u00dfcht, ftch gu Oerbergen. 2\u00dfenn fte \u00dfdh erhebt, \u00dfiegt \u00dfe mit au\u00dferorbentlid)er (Sd)nelligBeit tinb Oerurfacht babei ein lautel (Schnurren mit ben Bl\u00fcgeln. Bn ber \u00dftegel ioenbet fte ftd) einer anbern (Stelle ber \u00a9bene gu, oft aber aud) bem ioagered)ten B^eige","page":295},{"file":"p0296.txt","language":"de","ocr_de":"296\t\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9irro\u00f6gel. \u00a9oiegeltauben.\neine\u00eb Vaume\u00eb, auf toeldjen fie fid; bann platt nieberbr\u00fcdt unb baburd; fo Verbirgt, ba\u00a7 man fie faum nnterfd>eiben fann.\"\n\u00a3>ie gtoei \u00a9ier Serben auf ben nadten Voben gelegt; non einem Dlef\u00eee bemerft man leine \u00a9pur. \u00a3)ie Sangen laufen nnb fliegen fchon, Wenn fie \u00efaum fo grofj wie eine SBachtel finb: \u00a9 ou\u00ef b erlegte ein\u00eb non ihnen, Weil cr ttid^t innate, melden Vogel er nor fief) \u00c7atte.\n\u00a9enannter $orfd;er traf bie Vud;ftabentaube guerft auf ben Sioerpoolebenen an nnb umfo h\u00e4ufiger, je mehr er bem Sftamoi ftd; n\u00e4herte. Von anberen ffteifenben erfuhr er, bafj fie gwifd;en bem Vturrapfluffe nnb \u00a9\u00fcbauftralien ebenfalls h\u00e4ufig oortommt; in ben (Sammlungen, Weldje im korben ober SBeften be\u00eb ^eftlanbe\u00eb gemalt W\u00fcrben, hat er fie jebod; nid^t gefunben: fie fd)eint affo nur auf ben \u00a9\u00fcben nnb Often befd^r\u00e4nft gu fein.\nBn ben non mir bereiften Tierg\u00e4rten habe ich bie Vuchftabentaube nid;t gefeljen; id; fut be fie and) in ben mir befannten T^rfcergeichniffen tn<ht auf gef\u00fchrt, nnb fomit fdjeint e\u00eb, bafj biefe oief; Oerfprechenbe Slrt nod; nid^t lebenb nad; \u00a9uropa gelangt ift.\n(Sine anbere fepo grofje unb feinere Vaube pat\u00a9 oui b gur Vertreterin einer \u00a9type erhoben nnb biefer ben Flamen Vkij3fleifd;tauben (Leucosarcia) gegeben. Oie \u00aeenngeid;en liegen in bem fep\u00ef kr\u00e4ftigen, gebrnngenen Seibe, bem l\u00e4nglichen, tnalgigen \u00a9d;nabel, bem langgeftredten Saufe, ben lurgen, mufd;etf\u00f6rmigen Ringeln unb bem mittellangen, gugerunbeten \u00a9d;Wange.\nOie V$onga ; SBonga ober \u00a9Iftertaube (Leucosarcia picata) ift anf ber Dberfeite rufj; grau, auf ber Unterfeite, bem Vorber\u00efopfe nnb an ber \u00c6e^\u00efe Weif;, cm ben \u00aeopffeiten licpt; grau; bie 3\u00ab\u00d4e\u00ef/ ein breiediger Rieden an ber \u00a9urgel unb gWei breite, nad; ber Vruft gn oerlaufenbe V\u00e4nber ftnb fcpWarg, bie \u00c7ebern ber Vauchfeiten burd; breiedige bun\u00ef\u00efe SJtetallf\u00efeden gegeidjnet, bie VorberfcpWingen braun, bie feitlid;en \u00a9teuerfebern Weif; an ber \u00a9pifse, bie UnterfdfWangbed; febern bnnfelbraun, gegen bie \u00a9pi\u00a3e l;in \u00efidjter gef\u00e4rbt. Oa\u00eb Singe ift bnnfelbraun, ber \u00a9cpuabel purpurfd;Warg, ber f\u00c7ufj nellenrctt). Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 15, bie $ittigl\u00e4nge TU, bie \u00a9djWang; l\u00e4nge 534 BoH.\n\u201eSlbgefepen oen iprer eigent\u00fcmlichen Bei<hnung\", fagt \u00a9onlb, \u201eoerbient biefe Vaube nod; be\u00ebpalb Vead;tung, Weit fie einen ber gr\u00f6\u00dften Sederbiffen f\u00fcr bie SCafel bietet, ^inftd^tlid) iprer \u00aer\u00f4f;e ift fie ber erfte aller auftralifdjen \u00a9irro\u00f6gel, hinftd;ttich ber \u00a9\u00fcte i\u00a7re\u00ea gteifche\u00eb \u00efommt ipr nur bie Vuchftabentaube gleich. 9^an mu% bebauern, baf; ein fo Vortrefflicher Vogel nicht \u00fcber ba\u00eb gange Sanb oerbreitet ift. 3k ben \u00a9benen ober auf ben offenen \u00a3\u00fcgelgegenbett W\u00fcrbe man fich Oergebli<h nad; ihr umfehen; fie bewohnt nur ba\u00eb \u00a9eftr\u00fcpp l\u00e4ngs ber $\u00fcfte. Bhre langen S\u00e4nfe beuten auf ihren Aufenthalt am Voben fym, nnb in ber Tat $ fie g\u00e4ngtid; \u00a9rb\u00fcogel, Welcher bie \u00a3iefe ber \u00a9idiote auffud;t nnb fich feiten ben \u00a9trauten ber \u00a9onne auSfefct. 2\u00df\u00e4l\u00a7renb ich bie ein; famen S\u00df\u00e4lber burdjgog, erfdjredte mid; oft ba\u00eb pl\u00f6fclid;e' Anffliegen einer 2Bonga;2Bonga, Wc\u00efd;e\u00eb ein \u00a9er\u00e4ufd; Oerurfadd, Wie ba\u00eb Slnffte^en eine\u00eb \u00a7afan\u00ea. 3|r \u00c7\u00efng ift aber nicht Oon langer \u00aeaner; fie mad)t oon biefer ^ertigleit nur \u00a9ebraud), um fich auf ^en B^eig eine\u00ea benachbarten Vanme\u00e4 gn fe^en ober um einer \u00a9efa^r gn entgehen. Slm Sttatoarra hatte id; oielfache \u00a9elegenheit, fie gn beobachten, unb to\u00e2\u00c7renb meine\u00eb Aufenthalte in biefeu \u00a9egenben fuchte id; mid; ihrer fo oft al\u00eb m\u00f6glich gn \u00a9nnften meiner \u00a3afel gn bem\u00e4chtigen.\"\nAuch bie S\u00dfonga ; \u00e4\u00dfonga toirb nenerbing\u00eb nicht feiten lebenb nach \u00a9nropa gebracht, \u00a9ie h\u00e4lt fich hier gut, oerlangt nur gew\u00f6hnliche^ \u00a3aubenfutter nnb geigt fid; gegen unfer ^lima burd;; an\u00ea nicht embftnblich. \u00a9nglanb hat fie fid; fchon toieberhott fortgepflangt.","page":296},{"file":"p0297.txt","language":"de","ocr_de":"S\u00dfonga;2Bongct. 2R\u00e4^nentau6e.\n297\n$n einer ber prad)tfeotlfien aller tauben, ber \u00e4ft\u00e4hnen; ober ^ragentaube (Calloenas nicobarica), fte\u00efjt Von aparte bie Vertreterin einer eigenen Familie, Weit fie oon ihren Drbnungl;' feerwanbten fo Wefenttid) abWeidjt, ba\u00a7 er meint, fie in feiner anbent \u00a9ruppe unterbringen gu f\u00f6nnen. @ie ift fehl* fr\u00e4ftig gebaut, ihr @d;nabel, Welcher feor ber \u00a9tirn eine Weid)e, fugelige VSarge geigt, ftarf, ber $uf? p^nergrtig, fr\u00e4ftig, ^od^l\u00e4uftg unb furggeljig, ber gl\u00fcget feljr lang, tn ber 9\u00eeu^c bil \u00fcber bal \u00a9dfjWangenbe \u00c7inau\u00eareid^enb, in tljm bie britte unb feierte (Schwinge \u00fcber alle anbent feerl\u00e4ngert, ber aul gW\u00f6lf breiten Gebern beftelfenbe \u00a9djWang abgerunbet, bal \u00a9efieber reich unb in ber $allgegenb fo feerl\u00e4ngert, bajj hier eine tief herabfadenbe SDt\u00e4hne entfielt. SDie F\u00e4rbung ift eine feljr ^>rac\u00a3)tfeolCfe. \u00a3)er $opf, ber $al3, bie gange Unterfeite unb bie Schwingen finb fdEjWarggr\u00fcit, bie Gebern ber Unterfeite cpanblau gef\u00e4nmt, bie l\u00e4ngften ^al\u00ebfebern bei fragend, ber Oftkfen, ber V\u00fcrget unb bie ^t\u00fcgelbecffebern gralgr\u00fcn, mit SJtetallftrimmer, bie f\u00fcrgeren ber\nSDie 2)\u00ee\u00e2\u00efjnen= ob er \u00c4ra g ent au6e (Calloenas nicobarica). ^3 ber nat \u00a9r\u00f6fje.\n2Jt\u00e4pne* golbgl\u00e4ngenb, bie Scljwangfebern reinWeiff. 2)al Singe ift liebt rot-braun, ber Scijnabel leberfdfjwatg, ber ^ujg r\u00f6ffjlichpurpurfarben. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 14, bie Vreite 29, bie $ittig; l\u00e4nge 9l/2, bie Scf>Wangl\u00e4nge 2% 3oU.\nVon ben SUcobaren an bil nad^ Neuguinea unb ben Philippinen hin h^ man bit Vl\u00e4hnentaube auf allen Snfeln gefunben, feorguglWeife aber auf fleinen, unbewohnten (Silattben, gleidhfeiel, ob bie; felben in ber \u00fcft\u00e4lje gr\u00f6\u00dferer Sanbmaffen ober feereingelt im \u00fc\u00f6ieere liegen. Sie geh\u00f6rt aUerbingl auch gu ben Slrten, Welche faft nur auf ber (Srbe leben, unb ihr $lug erfdheint fchWerf\u00e4\u00fcig; aber fte ift im Stanbe, hunberte feon Steilen gur\u00fccfgulegen, ohne gu erm\u00fcben, unb fo h&t fie fid) \u00fcber 4000 englifche teilen feerbreitet. \u201e2$ habe\", fagt Vkltace, \u201ebeftimmte \u00aeunbe, ba\u00a7 man fie auf hoher See erlegt hat, W\u00e4hrenb fie einer fleinen, Ijunbert teilen feon Neuguinea entfernten Snfel guflog. \u00a3)iefe \u00a3hatfa^e gut* \u00a9rfl\u00e4rung ihrer weiten Verbreitung geWif? mit bei.\"","page":297},{"file":"p0298.txt","language":"de","ocr_de":"298\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9ivro\u00f6get. iMbnentauben.0 \u00aerouerttauben.\n2(m liebftcit ppcint fie feite Ueinen Snfelc^en, meld;e eilt gr\u00f6pereS \u00a9ilattb umgeben, gu bcmopiteit, oielleidp meil fie Pt auf ipiten oor 23erfoIgttng abfeiten ber 9taubtt;iere mepr geptert f\u00fcplt, als auf gr\u00f6\u00dferen Sattbmaffeit. (Sie ift \u00fcbrigens allerorten, mo pe oorfommt, feiten, menigftenS mirb pe n\u00fcpt in gr\u00f6\u00dferen Trupps gefitnben. 9iad; beit 23erpterungen ber 9teifenben p\u00e4lt fte Pt nur auf beut 23obeit auf, l\u00e4uft pier ungemein ppnell untrer unb frnpt nat oerpptebenen K\u00f6rnern, nimmt aber mopl aud; t^)iertfdC;e 9taprung gu f\u00eed). 9>pr 2teft legt fte itad; 2Irt bei* fReb^\u00fc^ner am 23obett an. (Sie mirb oon ben (Europ\u00e4ern, mekpe pd; in iprer Heimat angepebelt paben, oft gefangen gehalten, gelangt aber leiber nidft fo h\u00e4ufig nat \u00a9uropa, als eS gu \u00a9unften ber Siebpaber m\u00fcuppenSmertp m\u00e4re. 23or ungef\u00e4hr fed;Sgig Sauren muff SDieS anberS gemefett fein; beim SS aillant fap, mie er erg\u00e4bt, in einem 23ogeIpctufe beS ^o\u00ef\u00ef\u00e2nber\u00e2 \u00a3>ame\u00a7\u00effoff ftebgepit (St\u00fcd biefer prattoollen \u00a3aube unb \u00efonnte baper eine fepr gute 23efReibung ipreS \u00a9efangenlebenS geben. 2IIS er ben erften 23Ud auf fie marf unb fie fo lebhaft am 23oben unterlaufen fap, fragte er ben 23epper, ioaS $DaS f\u00fcr niebXid^e H\u00fcpner feien, unb erfuhr gu feiner Ueberrappung, bap er bic SJt\u00e4puentaube oor ftd; pabe. 2Iuf ferneres befragen teilte ^\u00bbameS^off ipnt mit, baff er bie SS\u00f6gel feit gloei unb brei Sauren beftpe, bap fte jtt fortm\u00e4prenb auf bent 23oben gelten, oon K\u00f6rnern aller 2Irt ern\u00e4hrten, Kerbtiere aber aut rtitt oerppttt\u00e4peten unb beS 2lbenbS mic bie H\u00fcpner gu einem niebern (Sipe pt erh\u00f6ben, um pier bie \u00a3Ratt gu \u00bberbringen. \u00a9S fei ppmierig, pe burd; beit erften 2\u00dfinter gu bringen; Ratten pe biefen aber erft hinter pt, fo braute man pe bloS not 9e9cu ^PuptMIte unb not me^r 9e9cn ift\u00e4ffe gu pp\u00fcpen, unb bann fei eS leitt, pe 31t erhalten. SDie meiblid;en SDt\u00e4pnentauben, mette HameSpoff befap, geigten Pt fortppangungSluftiger, als bie Zauberte, legten aut Oerppiebene \u00a9ier oon ber \u00a9r\u00f6pe ber Heiner H\u00fcpnerraffen. \u00a3)iefe \u00a9ier ftienen \u00fcbrigens unfruttbar gu fein; menigftenS gelang eS fautes ^0 ff nid;t, 3unge gu ergielen. 23 ai liant meint, bap ein $Iima mie baS oon (S\u00fcbfrantreit beit \u00e4R\u00e4pncntaubeti mopl guptgen, unb bap eine \u00c7ortppangung berfelben pier m\u00f6glitjein b\u00fcrfte.\n\u00a3)er Hamburger Tiergarten pat mehrere biefer prattoollen tauben eine $eit lang befeffeit, unb it pabe beobadpen l\u00f6nneit, bap 23aillant\u2019S 29eppreibuitg eine burtcmS naturgetreue ift. 3m lonboner T(ex'9ai^en paben.. pt mehrere 5|3aare mieberpolt fortge^flangt unb bie jungen gl\u00fcdlid; gropgejogen, fobap alfo 23 ai liant \u2019S Hoffnungen bereits \u00fcbertroffen m\u00fcrben.\n* *\n5\u00a3)ie gr\u00f6pteit aller \u00a9irro\u00f6gel leben auf Neuguinea unb ben benatbarten \u00a9ilattben unb finb begeitnenb fronen taub eit (Gourae) genannt morbeit. 23onaparte bilbet auS ipnen eine befom bere Familie; anbere \u00fcftaturforpper fepen in ber \u00a9ruppe menigftenS eine Unterfamilie. \u00a3>ie kronen; tauben femtgeitneit pd; burd; tre bebeutenbe \u00a9r\u00f6pe, melte bie unferer H\u00fchner \u00fcbertrifft, unb burt ben prattoollen \u00aeopfppmud, melter auS einer f\u00e4terartigen, aufrittbaren H^ube oon gerfd^Itffencn Gebern Befielt. 3pr 23au ift etloaS plump, ber Fl\u00fcgel m\u00e4pig lang unb felfr gerunbet, ba bie oierte bis pebente \u00a9tminge bie l\u00e4itgften beS ^ittigS, bie 2Irmftmingen aber not l\u00e4nger als bie H^ub= ftmiugen ftnb, ber auS fctSgepit ^ebent gebilbete \u00a9d^maitg lang unb abgerunbet, ber @d)itabel etma oon palber Kopfl\u00e4nge, im gangen bem anberer Zaubert \u00e4^tilid;, ber \u00c7up langl\u00e4ttpg unb lurggepig, baS \u00a9epeber meid;, bid;t unb ber H^uptfate nat fd;icferbdau gef\u00e4rbt.\nSJlan fcititt bis fefct nur gmei 2Irten biefer \u00a9ruppe, bie ^roiteittaube (Goura coronata) unb bie Ttertaubc (Goura Yictoriae). 2)aS \u00a9epeber ber erperen ip ppieferblau, auf ben (Stultern fapanienrotp, auf bem SJtitteip\u00fcgel iocip geb\u00e4nbert; bie (Sd;maugfebern enbeit mit einer aftgrauen SBinbe. \u00aeaS 2Iuge ift gilblid;fd;arlad;farbeit, ber @d;tiabel b\u00fcfteitorngrau, ber $up rot, toeiplit \u00fcberpubert. 23ei ber $\u00e4d;ertaube perrftt ebenfalls @d;ieferblau oor, bie Unterfeite ift aber faftanien=","page":298},{"file":"p0299.txt","language":"de","ocr_de":"kronen; intb $\u00e4d;ertauBe.\n299\nrotpraun; bic ^t\u00fcgelBinbe Blaugrau uttb bie Breite \u00a9dpangeubBiube meifjgrau; aud; fittb bte Gebern ber $oppuBe nid^t einfadE; gerfcpiffen, fonbern am \u00a9nbe mit fteinen $apen Befe^t, meiere bie \u00a9eftatt l\u00e4ngtkpr 2)reiede geigen. SDa\u00ea 9tuge ift ginnoBerrotp herauf? fteifdparBig. SDie S\u00e4nge ber erft; genannten Betr\u00e4gt 28, bie ^ittigl\u00e4nge I4Y2, bie \u00a9dpaitgl\u00e4nge 10 3olt. S)ie \u00c7\u00e2dprtauBe ift nod; etma\u00ea gr\u00f6\u00dfer.\n@cf)on im Sape 1699 [at; ber alte kampier, mie S\u00f6altace nadpeift, bie \u00c6ronentauBe in iper Jpeimat; fp\u00e4ter m\u00fcrben biete nad^ Oftinbien unb ben \u00a9unbainfeltt au\u00eagef\u00fcpt unb per auf ben Wen mie \u00a3>\u00fcf;ner geptten. SJtepere tauten auct; nad; Jpottanb ttnb gierten per bie \u00a9amntlungen\n\u00aeie gf\u00e4djertaufie (Goura Victoriae).\nreifer SieBpBer. $)od; mupen mir Bt\u00e9 in bie neuefte Beit [o gut al\u00ea 9iid;tS \u00fcber ip gteileBen, unb aud^ putigen \u00a3agS nod; ift itnfere $enntni\u00a7 per bon fep b\u00fcrftig: erft 9to[enBerg unb S\u00f6atlace t;aBcit unS \u00a9inigcS mitgetpitt.\n\u201e\u00aeie f\u00earoncntauBe\", fagt ber \u00a9rftere, \u201eleBt in Stenge auf ber \u00ae\u00fcfie bou Neuguinea, fomie auf ben Snfeln SBaigiu, \u00a9alamati unb \u00e4ftifool. Sn iper SeBenSmeife \u00e4pett fte ben ftafanen, ftreidp in \u00eflcinen Zxupp\u00ea im 2Balbe t;erum unb'pit ftd; gern auf bem Soben.\" . . ., \u201eSn Neuguinea\", Bemerft ber fiefctere, \u201egeftottet baS. gelten bon fleifcpreffenben \u00a9\u00e4ugetperen, Me","page":299},{"file":"p0300.txt","language":"de","ocr_de":"300\n&ie S\u00e4ufer. \u00a9irrOogel. \u00dfronentctuben. Bahntctuben.\nSeltenheit non Sfaubo\u00f6geln unb gro\u00dfen Surdjen eine ungeft\u00f6rte Vermehrung biefe\u00e9 fr\u00f6nen Vogels, ^ch habe ihn oft auf ben VSalbpfaben umherlaufen feljen; benn er bringt ben gr\u00f6\u00dften ^ \u00a3age\u00e9 auf bem Voben $u, fleh h^r \u00fc\u00b0n herabgefatleneu Fr\u00fcchten n\u00e4hrettb, unb fliegt nur, Wenn er auf; gefaucht Wirb, auf einen ber untern B^eige be\u00ea n\u00e4d)ften Vaume\u00e9, Weld)en er auch jum Schlafen erw\u00e4hlt.\" \u201eSDie \u00aeronentaube\", f\u00e4hrt S\u00f6ofenberg fort, \u201ei\u00dft nicht fd)Wer gu flie\u00dfen. 5Xuf ber $al)rt lang\u00e9 be\u00e9 oberen ^arufafluffe\u00ea an ber Vteftk\u00fcfte Oon Neuguinea tourbe oon unferm Voote au\u00ea ein auf bem \u00dcRefte ft^enbe\u00e9 V\u00dfeibd)en erlegt. $)a8 SReft beflanb au\u00e9 lofe guf aramengef\u00fcgten Steigen unb enthielt einen eben au\u00e9 bem \u00a9i gekommenen jungen Vogel.\"\n\u201e3u \u00a3)ora hei\u00dft bie $ronentaube 2Jt a mb r u k, an ber S\u00fcbtoeftf\u00fcfte Z i t i. Sie toirb ziemlich h\u00e4ufig lebenbig nad) Slmboina, Vanba, Sa\u00fca unb Oon ba nach \u00a9uropa gebracht, Wa\u00ea 31t ber falfchen Sinnahme gef\u00fchrt hat, ba\u00df fte auch auf biefen Snfeln 3U #aufe fei. SDie $\u00e4d)ertaube fcheint feltcner 3u fein unb betoohnt {\u00fcblichere \u00a9egenben \u00dcReuguinea\u00ea.\"\n2lud) gegenw\u00e4rtig noch fieht man lebenbe \u00c6ronentauben am h\u00e4ufigften in ben hotl\u00e4nbifd^en Tierg\u00e4rten. Um \u00a9inige\u00e9 '\u00fcber ihr \u00a9efangenlebett $u erfahren, toanbte idh mid) an meinen Veruf\u00e9genoffen artin in SRotterbam unb tourbe burdh ba\u00ea 9Rad)folgenbe erfreut. \u201eZk beiben $ronentauben, Welche unfer Tiergarten bejaht, W\u00fcrben am 24. Suli 1864 oon.einem hier Wohnen; ben Siebhaber gekauft; Wir Wiffen baher nicht, Wie lange fie fd)on in ^ollanb leben. V\u00dfohl aber k\u00f6nnen wir fagen, ba\u00df fte fleh hei fehr einfacher Nahrung (SDRai\u00ea, altbackenem Vrot unb etWa\u00ea frifebjem Salat) recht gut halten unb and) ben VMnter leidet \u00fcberftehen. Sie [inb bei un\u00ea'itt einem $\u00e4ftg untergebradht, Welcher im freien fleht; im VMnter wirb berfelbe an ber offenen Seite mit \u00a9las ge; fchloffen unb biefe\u00e9 in falten St\u00e4dten noch mit Segeltud; \u00fcberbedt. Za \u00fcber \u00a3ag\u00ea bie Sonne ben \u00ae\u00e4ftg befcheinen fattn, Wirb f\u00fcnftliche \u00a9rw\u00e4rmung nicht angeWenbet; auch haben Wir erfahren, ba\u00df [ich bie f\u00f6ronentauben bet einer \u00ae\u00e4lte oon + 36\u00b0 g. nod) munter 3eigen.\"\n,,\u00a9\u00e9 fcheint, ba\u00df ftch bie ^ronetttauben an ihre S\u00df\u00e4rter Wohl gew\u00f6hnen; fte bemerken Weitigfien\u00e9 jebe Slenberttng in ber Reibung il)re\u00e9 Vfleger\u00e9, unb geigen ftch bann fd^eu, W\u00e4hrenb fie fonft fehr 3utraulid) ftnb. Stuch.S\u00e4rm unb \u00a9er\u00e4ufch beunruhigt fte.\"\nSchott burdh 2DRitd)etr\u00e9 Veobachtungen konnte feftgeftellt Werben, ba\u00df c\u00e9 m\u00f6glich ift, gefangene \u00c6ronentauben 3ur gortpfla^ung 311 bringen. \u201eSDie Sl^aljl ber \u00c6ronentauben be\u00e9 lonboner Ztytxt garten\u00e9\", fo erg\u00e4hlt genannter gorfcher, \u201eWaren bi\u00a7 auf ein VR\u00e4ttnchen ber fronen; unb ein SBeibdjen ber $\u00e4d)ertaube aulgeftorben. 3d) lie\u00df be\u00eaha\u00efb beibe in einen {Raum be\u00ea alten Vogelhattfe\u00e9 bringen. Slnfang\u00e9 Sutti beobachtete man, ba\u00df fte ftd) gepaart hatten, unb 3toei Monate fp\u00e4ter etwa begannen fie ihre Vorarbeiten sum SReftbau. 3tt bem offenen Te^e he\u00ea Voge\u00efhaufe\u00ea befanb fid) ein gro\u00dfer Slft, in ungef\u00e4hrer $\u00f6he Oon fed)3 $u\u00df \u00fcber bem Voben, Weiter al\u00e9 Sihftange biente. Sluf bie \u00e4u\u00dferfte Spifce biefe\u00ea Slfie\u00e9 trugen fte B^eige unb Steifer, Weld)e 31t biefent B^ede ihnen gegeben Waren, bem\u00fcl)eten ftch aber oergeblid), auf ber glatten unb nicht gen\u00fcgenben Unterlage ein platte\u00ea Steft 3u begr\u00fcnben. SDer aufmerkfante S\u00dc\u00df\u00e4rter nahm ihre Verlegenheit Wahr unb unterft\u00fchte fte, inbem er ein breite\u00e9 St\u00fcd $orbgefted)t untevnagelte. Stunmehr begannen fte ernft\u00ef)aft 3U bauen. Slnt 15. Sluguft ruhten fie oon ihrer Slrbeit, bei welker ba\u00e9 2R\u00e4nnd)en ben Betr\u00fcger, ba\u00e9 3\u00f6eibd)en ben Verarbeiter gemacht hatte ; e\u00ea W\u00fcrbe aber, wie wir oermuthen, an biefent ereigni\u00df\u00f6otlen \u00a3age ba\u00e9 \u00a9t gelegt, obgleid) ber SB\u00e4rter nid)t int Stanbe War, baffelbe je^t 3U fehen, ba ein ober ber anbere Vogel e\u00a7 beft\u00e4nbig bebedte. SDa\u00e9 Stefl war nur Wenige $u\u00df oon ber Slu\u00dfenWanb be\u00ea Vogelhaufe\u00e9 entfernt, unb W\u00e4hrenb ber Vrutgeit gingen hiev \u00efaufenbe oon Veftidjern.Oor\u00fcber; bie V\u00f6gel br\u00fcteten aber fo eifrig unb ununterbrochen, ba\u00df ber SB\u00e4rter nur einmal ba\u00e9 \u00a9i fehen konnte unb 3War gerabc in bem Slugettblid, Wo ein Vogel ben anbern abl\u00f6fte. SDie au\u00eagefebte Sage be\u00ea Stefte\u00e9, Welche\u00ea nur burep ba\u00ea b\u00fcnnc \u00a9elaube einer fletterrofe einigerma\u00dfen gef\u00fcgt War, mad;te mich teegen bc\u00e9 \u00a9ittfluffe\u00ea ber \u00e4\u00f6itterung beforgt um ba\u00ea Sunge, Welche\u00e9 am 13. September au\u00e9; gekrochen War. SDiefe\u00e9 aber W\u00fcrbe fortw\u00e4hrenb oon einem ber \u00a9Item bebedt unb gef\u00fcttert, W\u00e4hrenb ed unter ihnen fa\u00df. Slm SRorgen be\u00e9 17. W\u00fcrbe ba\u00ea S^ttge jeboch tobt im dtefte gefunben, ob in","page":300},{"file":"p0300s0001table6.txt","language":"de","ocr_de":"liefen krontaube,","page":0},{"file":"p0301.txt","language":"de","ocr_de":"$ronen= unb ^\u00e4djertaube. \u00dfa^ntaube.\n301\n$olge beS tfeberma\u00dfeS bon S\u00dforforge ober infolge eines Sufa\u00eflS, mill id) unentfd)ieben \u00efaffetr. Oie Gutter fa\u00df auch nod; auf bent lobten mit ungeminberter Veharrlid)feit unb m\u00e4rrnte ben Seic^s nam mit il)ver Vruft, als ob fte an ihren Verluft nicht glauben tonne. Oa id) mir roohlbemu\u00dft mar, meiere St\u00c7ei\u00efna\u00c7me biefer trembling berbient, bat id) meinen $reunb 30olf, i\u00ef)u abgubilben.\"\n\u201eAm 24. Oftober m\u00fcrbe ein anbereS \u00a9i gelegt, baffelbe fiel aber Teiber bon bem B^eige herab unb murbe gerbrod)en am Voben gefunben. 5Rod) befinben ftd) beibe V\u00f6gel auSgegeid)net mol)l, unb fo \u00c7abe id) Hoffnung, ba\u00df' fte im n\u00e4cpften Satyre unb jeber in einer befferen Seit unb unter g\u00fcnftigeren Umft\u00e4nben mieber br\u00fcten unb fo gt\u00fcdlid) fein merben, il)r 3ungeS aufgubringen.\"\nOb biefer fromme Vhmfd) VUtchelTS in Erf\u00fcllung gegangen iff, mei\u00df ich nicht; bagegen faun id) mittleren, ba\u00df Aehnlid)eS am Tiergarten gu Sdotterbam gefd;el)en ift.\n\u201e3m September beS 3aI)reS 1864\", f\u00e4hrt Martin fort, \u201elegte baS Seibc^en unfereS gSaateS ein \u00a9i, bebr\u00fctete eS mehrere Vage, berlie\u00df bann aber baS SR eft. Unterfudbung beS \u00a9ieS ergab, ba\u00df eine \u00a9ntmicfelung nicht ftattgefunben ^atte. 3nt Satyre 1865 legte bie Oaube nictyt. 3U Anfang biefeS $t\u00fchial)tS bemerften mir, ba\u00df fie mieberholt Gebern \u00a7in= unb hertrug; eS m\u00fcrbe tf)r beSl)alb ein SReftplaty \u00ef)ergerid)tet, unb fie fetyien bar\u00fcber fel)r befriebigt gu fein; benn fie begann fofort mit bem Vau beS defies. Am 21. 2R\u00e4rg legte fte mieber ein \u00a9i, bebr\u00fctete eS gmar nictyt, berjagte jebod) ben St\u00e4uber, menn biefer ftd) bem 9R:efte n\u00e4hern mol\u00efte, aus ber SR\u00e4^e beffelben. \u00a9in 3ungeS m\u00fcrbe, mie id; fp\u00e4ter erfuhr, aud) bieStnal nod) nictyt ergielt.\"\n\n\u2756\n*\n\u00a9ine Oaube, melctye bie Veactytung ber ftorfctyer in hotyem \u00a9rabe auf ftd) 9eS\u00b09en nictyt Sd)nabelbau crtyeblid) bon allen \u00fcbrigen unS befannten ab; bod) fctyeint eS mir, als ob man auf bie 9Btl= bung beS SctynabelS mehr @emid;t gelegt tyabe, als fte berbient. 3ebenfa\u00ef\u00ef\u00ea b\u00fcrfte eine Sd)lu\u00dffolgerung, meld;e man gezogen ty*t, nod) gu gerechten S^eifeln \u00c7erauSforbern. SCRait glaubte n\u00e4mlid) in ber Satyntaube, mie mir unfern SSogel nennen f\u00f6ntten, bie n\u00e4d;fte Vermanbte ber ber\u00fchmten Or oute gu erfennen unb nahm feinen Anftanb, beibe in ein unb betreiben Familie gu bereinigen, Seitbem id) eine in S\u00dfeingeift hierher gefanbte 3^ntaube, metd)e ftd) in ber Sammlung ber Herren \u00a9obeffrop beftnbet, gefe^en l)abe, mu\u00df icty behaupten, ba\u00df fte anberen Oauben, unb inSbefonbere ben $rud)t= tauben, bocty in ungleich h\u00f6herem SIRa\u00dfe \u00e4hnelt als ber Oronte, unb febenfallS mit ityr nictyt in ein unb biefelbe Familie gebracht merben barf.\nOie S^h^taube (Didunculas strigirostris) mirb angufetyett fein als Vertreterin einer befonberen Familie. Sie tyat bie \u00a9eftalt einer etmaS plumpen \u00a9rbtaube. Oer Oeib ift fr\u00e4ftig, ber jpalS giemlid) lang, ber \u00aeopf gro\u00df, ber Sctynabel biel ty\u00f4tyer als breit, fein Oberteil bom \u00a9runb an aufm\u00e4rtS, im \u00fcbrigen Verlaufe gleichm\u00e4\u00dfig fiarf abm\u00e4rtS gebogen unb fetyarftyafig \u00fcbergefr\u00fcmmt, an ber Sd)neibe otyne S\u00dftyn ober Ausbuchtung, fein Unterteil nach unten hin ebenfalls auSgebogen, born aber fepief abgeftu^t unb hier i^berfeitS breig\u00e4hnig eingefd)nitten, feine Sd;neibe feid;t nad; unten auSgefcpmeift, ber ^u\u00df fr\u00e4ftig unb ein ed)ter ^aubenfu\u00df, ber Sauf ftarf unb bis gur f^erfe nadft, l\u00e4tjger als bie 9JMtelget)e ; bie Sehen ftnb frei unb mit ftarf en, flach auSgebogenen, unten auS^ geh\u00f6hlten A\u00e4geln bemepri Oer gl\u00fcgel ift abgerunbet, in ihm bie britte Sd)minge bie l\u00e4ngfte, bie bierte l\u00e4nger als bie gmeite, biefe l\u00e4nger als bie f\u00fcnfte, teuere l\u00e4nger als bie erfte, biefe l\u00e4nger als bie feiste u. f. m. Oie Oberarmfebern ftnb fo lang, ba\u00df fte faft ben \u00a7anbfebern gleicpfommen. Oer aus biergehn Gebern gebilbete Schmang ift mittellang unb feicht abgerunbet; bie gufammengelegten Fl\u00fcgel erreichen mit ilmer Spi^e baS lebte Vtertheil feiner S\u00e4nge.\nOa b'aS bom SBeingeift burdfjn\u00e4\u00dfte \u00a9efieber mir bermehrte, bie 3eid)nung unb F\u00e4rbung gu erfennen t mu\u00df ich bie bon \u00a9oulb guerft ber\u00f6ffentlic^te, bon Ven nett unb fRamfap berbo\u00ef\u00efs","page":301},{"file":"p0302.txt","language":"de","ocr_de":"302\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9irro\u00f6gel. \u00dfahataaben.\nft\u00e4nbigte ober berichtigte Sefchreibnng folgen taffen. \u00a3>er \u00aeopf, ber .\u00eepal\u00ea, bie 93ruft unb ber Saudj finb gt\u00e4n^enb gr\u00fcnfd)ioar3, bie Sebent be\u00ea Dberr\u00fcden\u00ea mit einem gl\u00e4t^enb gr\u00fcnen $led an ber \u00a9pitje jeher $eber gegiert, ber ltntcrr\u00fcden, bie f^bwgel, ber \u00a9<h\u00eeoan3 unb bie Unterfchtoanjbectfebern fd)\u00f6n unb bun\u00efel f aftanienbraun, bie \u00a9d)toingen graufdjtoai^. $\u00a3)a\u00ea 2luge ift fd^toargbrann, bie nadte \u00a9teile um baffe\u00efbe unb ber 3\u00fcgelftreifen lebhaft orangenroth, ber \u00a9dEmabel orangenroth, gegen bie \u00a9pi\u00a3e hin lid)tgelb, ber $ufj lebhaft roth, bie Graden gelblid)toeifj. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12V2, bie Sreite 24, bie $ittigl\u00e4nge 7, bie \u00a9djtoanjl\u00e4nge 3 3od.\nSeichtem anfd>einenb jungen S\u00f6gel, melden Sennett befprodjen, ift ba\u00a7 \u00a9efteber r\u00f6thlid) djoMabettbraun, bnnller auf bem fftiiden, bem \u00a9d^toan^e unb ben kl\u00fcgeln, lidjtbraun quergeftreift auf ber Sruft unb ben $l\u00fcgelbedfcbern. SDas Sluge ift bunMrothbraun, ber Slugenring ffeifd^= roth; ber \u00a9d^nabel an feiner 2\u00f6ur;$el orangenroth, int \u00fcbrigen gelblich; ber lebhaft orangehtroth-\n\u00a3)ie erfte 3ahntaube tourbe oon Sabp -\u00eeparoep in einer Serfteigerung auftralifdfer \u00a9egen? ft\u00e4nbe erftanben, be\u00ea^alb f\u00fcr einen Seiool)ner Sieuhollanb\u00fc erff\u00e4rt unb oon \u00a9oulb in feinem S\u00dferle \u00fcber bie S\u00f6get biefe\u00ea \u00a9rbtheil\u00ea abgebilbet unb befc^rieben. \u00a9ine gtoeite SIbbitbung oer\u00f6ffentli\u00f6Bte ^peale nad) einem oon ihm eingefammelten \u00f6fteren S\u00f6get. \u00a9p\u00e4ter erhielten mir and; einige \u00aeunbe \u00fcber bas> Seben ber 3ahntaube, (ernten ioenigften\u00ea mit Sefthnmtheit ba\u00ea Saterlanb lernten, unb anfangs biefe\u00ea ^ahrjehnt\u00ea tourben ioieberum SJtittheilungen Oer\u00f6ffentlid[)t.\nS\u00dfenn man oerfudht, bie oerfd^iebenen Eingaben gufammengufte\u00ef\u00efen unb Oon benen, toeld^e ftd) ioiberfpred)en, bie toahrfdheinlichften ber\u00fcdfidhtigt, l\u00e4ft fid) ^o\u00efgenbe\u00ea \u00fcber ben merlhnirbigen S\u00f6get fagen:\n\u00a3)ie 3ahntaube beioohnt bie \u00a9amoainfeln unb gtoar ioatbige Serggegcnben in einer geioiffen \u00a9ntfernung oon ber $\u00fcfte. $a\u00ef\u00ef\u00ea bie Eingaben Soutenant S\u00dfalpote\u20193 richtig ftnb, Joar fie fr\u00fcher fe^r h\u00e4ufig ciudh auf ber Snfet Upola, auf toeld^er fie gegenlo\u00e4rtig faft au\u00ebgerottet ift unb gloar hauptf\u00e4dhlid) infolge einer Siebhaberei ber \u00a9ingebornen f\u00fcr^a^en, loeldhe theiftoeife oerroilbertert unb grofje dtieberlagen unter ben bisher oon feinem Dtaubthier bebrohten \u00a9rbo\u00f6gefn angerid)tet haben. SDie \u00a9ingebornen nannten fie SDt an um e a ober \u201edtother S\u00f6get\" unb fdj\u00e4hten fie iljre\u00ea oor? trefflichen ^leifche\u00ea halber fo hoch, bafj fie aUj\u00e4hrlid; einen l\u00e4ngeren Sfagb^ug nadh ben Sergen unter? nahmen, einzig unt) allein in ber 3lbfid6t, SDianumea\u00ea ju fangen. 2Iu\u00a7 \u00a9taire\u2019\u00ea Seridhten geht heroor, baf bie 3ahntauben ba, loo fte nod) oorfommen, gefel!fd)aftltoeife leben unb ftd) hauptf\u00e4dhlid) auf bem Soben aufhalten. SBal0le behauptet gtoar, baff er fie to\u00e4hrenb ihre\u00ea \u00c7reilebett\u00ea immer nur auf ben S\u00e4umen, nie auf bem Soben gefehen habe, f\u00fcgt aber hht3u, baff er ^3l\u00e4^e gefunben, auf benen fie gefctjarrt haben mufften, \u00a9taire hingegen oerfidfiert, baff fie fidh nur auf bem Soben ern\u00e4hren unb aud) auf ihm br\u00fcten, um \u00a7u fd^lafen aber Saum^toeige auffudhen. \u00aeer $tug \u00e4hnelt bem anberer tauben, gefd^ieht jeboch mit fo gro\u00dfem \u00a9er\u00e4ufdh, bafj man e\u00a7 auf toeithin h\u00f6rt, toenn fte fid; erheben, unb bie \u00a9ingebornen barauf ba\u00a7 \u00a9pridjioort begr\u00fcnbet haben: er l\u00e4rmt toic ein Sinnumea. SBalpolc bemerft, bafj fie fidh h\u00f6d)ften3 oon einem Sktlbe ^unt anbern toenben unb fehr feiten ihren $tug bi\u00a7 311 einer ber benachbarten Unfein au\u00ebbe\u00efjnen. \u2014 lieber ba\u00ea Srutgefd)\u00e4ft toiffen toir noch nidht\u00ea \u00a9idhere\u00ea; bettn bie Eingaben ber Serichterftatter finb SBieberholungen ber oon ben \u00a9in? gebornen gemachten SD\u00eeittheilungen. SDa\u00a7 sJlefi fold auf bem Soben flehen, ba\u00ea \u00a9elege oon beiben \u00a9Item abtoed;felnb unb mit fo gro\u00dfem \u00a9ifer bebr\u00fctet toerben, ba\u00a7 fie fidh mit ben ^\u00e4nbeit fangen laffen. \u00a9ie Sangen finb, laut S\u00f6alpole, fo hilflo\u00ea toie bie anberen tauben, fd^einen auch langfant heran^utoachfen unb fid) langfam 31t enttoideln; benn fie erhalten erft im gt\u00fceiten Seben\u00eajahre ba\u00ea \u00aeleib ihrer \u00a9Item, m\u00f6glidhertoeife erft im britten ihre Oode 3Iu\u00ebbilbung. \u00a9erfelbe Serid)terftatter bemer\u00eft nodh, baf bie \u00a9ingebornen ber \u00a9amoainfeln 3ahatanben oft in ber @efangenfd)aft hielten, \u00a9ie hoben halbfl\u00fcgge Suage au\u00ea bem Dtefte ober fingen bie 2tlten Oermittelft dce^en unb mit Sogelleim. S)ie \u00a9efangenen lourben an einer langen \u00a9d)Uitr am Seine gefeffelt unb biefe an einem \u00a9tod ober an einer \u00a9abel befeftigt. d\u00dfenn bie Seute bann au\u00eagingen, nahmen fie gutoeilen ihre S\u00f6gel mit.","page":302},{"file":"p0303.txt","language":"de","ocr_de":"\u00dfapntaube.\n303\n(Srft in ber neueften 3eit Ratten Otaturforfdper \u00a9elegenpeit, gefangene 3gputauben gu beobachten. 3m 3apre 1863 erfuhr iBennett, baf; ber britifcpe Konfttl SBilliamS eine lebenbe 3dpntaube beft^e unb fie bemn\u00e4d)ft nadp \u00a9ibnep fenben Uolle. \u00a9ie toar nocp jung nnb bie Bdpnung ipreS KteferS nod) nid^t en\u00fcoidelt. 2Iud) \u00efoar fie fepr fd)eu unb toenig an ben K\u00e4fig geto\u00f4pnt; benn S\u00f6tlliamS hatte fte erft oor ungef\u00e4hr fedpS S\u00f4odpen erpa\u00eften. \u00a3)ie (Singebornen fdpienen auf bas \u00a7\u00f4d)fte \u00fcberrafcht gu fein oon ber gro\u00dfen \u00efpei\u00efnapme, toe\u00efdpe biefem $ogel adfeitig gefdpenft tourbe unb nodp mepr oon ben popen greifen, welche man ipnett bot. \u00a3>er SJtanumea fam im Sum 1863 nadp \u00a9ibnep unb tourbe g\u00eeoei \u00a3age fitter oon Sennett beftdptigt. \u201eBiurfi\", fagt biefer, \u201efd/ten erfreu unb ioilb gu fein, fpater tourbe er gammer unb id) fonnte ipn beobadpten, opne baf; er \u00c7urdpt geigte, io\u00e4prenb er anfangs feine 9lngft burd) getegentlidpeS ^luSfiofen einiger rafd) ioieberpolter Saute befunbete. (Sr befanb fid) in einem 23auer, toeld)er mepr einer Kifte als einem K\u00e4ftg \u00e4hnelte unb nur oorn \u00a9troffen batte. .!pier rannte er auf bem \u00a9oben umper ober faff auf ben niebern \u00a9brings folgern ober oerbarg fid) in einem ber $Binfel, ioie er gern gu tpun pflegte. ^\u00dfenn er aufgeft\u00f6rt tourbe, lief er fitrdptfam im K\u00e4ftg umper, unb gtoar mit gro\u00dfer \u00a9chne\u00eflig\u00efeit, ben K\u00f6rper oorgefiredt unb ben Kopf niebergebr\u00fccft, faft nadp 3\u00efrt ber .\u00eep\u00fcpner. SDie ^Behauptung, baff er niemals S\u00f6affer trinft, ertoieS fidp als. falfcp. (Sr fiept fepr bumm auS unb pat auffer feinem unf\u00f6rmlidpen \u00a9dpnabel \u00dcRidptS, toaS ipn befonberS angiepettb madpt. \u00a3)er eingige Saut, toeld)en er auSft\u00f6fjt, ifi ein rafd)eS \u201eKu lu fit\". (Sr frifft gefoepten 9teiS, 3)amS unb Kartoffeln.\"\n(Sin gtoeiter unb \u00e4lterer SSogel, toeldpen Sennett beobad)tete unb fp\u00fcter anfaufte, toar fepr gapm unb oerfcplang oor ben Gingen beS \u00a7orfcperS, opne \u00a9d)eu, gefoepten 2)amS in gro\u00dfen \u00a9t\u00fcden. 93erfcpiebene \u00a9\u00e4mereien gennalmte er in berfelben SBeife, toie eS Papageien tpun, menu fie freffen, iBrot oergeprte er and), unb gioar inbem er eS unter feine $\u00fcffe napni unb mit bem \u00a9d)nabet gerfleinerte. (Sr fraff nur bei Xage, nidpt aber, toenn er Seute oor ftdp fap .... Dbgleidp .ber \u00a9cpuabel fr\u00e4ftig gebaut ift, gebraud)t ipn ber \u00e4ftattumea bod) niemals als $lngriffStoaffe; toenigftenS oerfudpten bie (befangenen nidpt, nad) ber in ben K\u00e4fig gefiedten .fpanb gu beiffen, geigten ftdp im \u00a9egentpeil fo furdptfam, baff fie fid) opne toeitereS aufnepmen liefen, nadpbem fte ftdp in einer (Sde niebergebudt patten, \u00a9o lange 23ennett bie 23\u00f6gel befaff, betoiefen. fie nidpt bie geringfte 3uueigung gu ber \u00aeame, toeldpe fie t\u00e4glich f\u00fctterte; beSpalb begtoeifelt ^Bennett auep, baff fie fid) f\u00fcr bie \u00a9efan; genfdpaft eignen toerben. Buioeilett erfd)ienen fte oerp\u00e4ltniffm\u00e4ffig gapm; bann geigten fte ftd) toieber opne bie geringfte SSeranlaffung fd)eu unb ioilb.\n23eibe (befangenen tottrben nad) Sonbott gefanbt unb trafen pier am 10. Slpril 1864 ein, lebten aber nidpt lange. Sartlett beobadptete nodp $o!genbeS: SDer SJtanumea fd)reitet in einem gr\u00f6\u00dferen Raunte, fo lange er nidpt geft\u00f6rt toirb, lattgfam unb beb\u00e4dptig einper, in ber Olegel mit fo tief eingegogenent \u00a3alfe, baff ber Kopf auf bem 3t\u00fcden gu rupen fd)eint. (Sr ift ein \u00a9r\u00fcnfrudpt; freffer, aber ber eingige feiner Orbnuttg, ioeldper auS ber Frucht, bie er fri\u00dft, \u00a9t\u00fcden perauSbeifft. \u00a9r\u00f6ffere $r\u00fcdpte gerfleinert er, opne ftd) ber SJtitpilfe feiner $\u00fcffe gu bebienett; bie \u00a9cpale einer \u2022Jluff gertr\u00fcmmert er opne fonberlid)e Slnftrengung. \u00a9ein Cberfdfnabel bann, Voie ber ber $apa; geien, fetbft\u00e4nbig beioegt toerben. (Sr trinft nidpt nadp 3lrt anberer \u00a9irro\u00f6gel, fonbern nadp 2lrt ber \u00a9\u00e4nfe, inbem er feinen \u00a9dpnabel gun\u00fcdpft inS S\u00f6affer fenft uttb bann rafd) ben Kopf auftotrft.","page":303},{"file":"p0304.txt","language":"de","ocr_de":"304\n\u00aeie S\u00e4ufer, @d(jatrr\u00f6gel.\n<Elfte $rimmtg. -\nSte \u00aedjarrtti>gel (Rasores).\nO\u00efen jerf\u00e4ttt tie klaffe ber i\u00df\u00dfgel in gtoet ^auptaBtljeihmgen ober \u201e(Stufen\": in tie ber Refthocfer unb bie ber Refift\u00fcchter. ,,9Ran hat\", jagt er, \u201ebie gan^e Pfaffe ber SS\u00f6gel in gtrei Raufen gertheilt, in Sanb ; nnb SBafferr\u00f6gel, nnb unter biefe and) bie \u00a9umpfr\u00f6gel geregnet. Oaburd) entfielt aber eine febr gro\u00dfe Ungleichheit, inbem bie Angahl ber Sanbr\u00f6get gar gu gro\u00df iff.\" OaS Severe ifl nun freilich \u00efein \u00a9runb, um baS Althergebrachte gu ber Werfen; Ofen bleibt unS aber beffere \u00a9r\u00fcnbe gur Rechtfertigung feiner \u00a9intheitung nicht fd)ulbtg. \u201eBd) fehe\", f\u00e4hrt er fort, \u201eauf bie \u00a9ntmicflung ber SS\u00f6get. Oie einen fommen nadft unb blinb au\u00a7 bem \u00a9i unb m\u00fcffen baher lange ge\u00e4gt Serben. \u00a9ie nenne ich Refthocfer. Oie anbern fommen fcjjon ziemlich befiebert unb fehenb auS bem (Si unb f\u00f6nnen faft fogleid) laufen unb ihre Rahrung fuchen. \u00a9ie nenne ich Reftft\u00fcd)ter. Oer \u00a9ang ber erfteren ift h\u00fcpfenb, ber ber gtreiten fd)reitenb; man f\u00f6nnte fte ^j\u00fcpfer unb \u00a9ehr ei ter nennen. 3>ene halten fich hoch, unb ihre jpauhtbetregung ift ber Flug, biefe halten ftch immer auf ber (Srbe unb im S\u00f6affer auf unb fliegen nur, trenn e\u00a7 noth thut; man f\u00f6nnte fte Flieger unb S\u00e4ufer nennen. Sette an einerlei Rahrung gebunben, leben ron \u00a9amen unb fruchten auf bem \u00a9tengel ober ron fchneU betreglicljen Ofjieren, biefe leben oon allem SR\u00f6glid)en, ron abgefallenem \u00a9amen unb fruchten unb meift ron langfant friechenben gieren, trie ron \u00a9djnedfen unb \u00a9etr\u00fcrm, f\u00c7ifchen, Surdjen, E\u00df\u00f6getn unb \u00a9\u00e4ugetijieren, ron gefochtem f\u00c7leifc^ unb \u00a9ent\u00fcfe; man f\u00f6nnte fie \u00a9inerlei; unb AlleSfreffer nennen, Sene fxnb ferner faft burchg\u00e4ngig flein, unb bie Rtehrgaljt erreicht nicht bie \u00a9r\u00f6\u00dfe beS Raben, biefe bagegen finb meiftenS gr\u00f6\u00dfer als ein jpuljn; jene fd)lafen ftehenb, biefe hoefenb ic.11\n\u00a9S l\u00e4\u00dft ftch nicht rerfennen, ba\u00df biefe Unterfd)iebe thatf\u00e2d)li<h begr\u00fcnbet unb getrid)tig finb; f\u00fcr bie Aufteilung eines \u00a9hftemS haben fie jebod) nur eine untergeorbnete S3ebeutung. SSiele \u201e\u00a9chreiter, S\u00e4ufer, AlleSfreffer, ^u^g\u00e4nger, \u00a9d^Iaffteher\" unb trie Ofen bie SRitglieber einer feiner \u00a9tufen fonft noch genannt hat, finb Refthocfcr, nicht Reftfl\u00fcchter: trir m\u00fcrben alfo anfeheinenb enge t\u00dfertnanbte trennen m\u00fcffen, trollten mir ber Dfen\u2019fd)en Auffaffung bem A\u00df ortlaute nach Imlbigen. immerhin aber rerbienen bie ron bem geiftreichen ^orfcher entmicfelten Anfichten unfere SSer\u00fcdf; ftdjtigung, unb ^ebenfalls barf ich h*er unerm\u00e4hnt taffen, ba\u00df trir unS fortan rorgugStreife mit Reftfl\u00fcdjtern gu befd)\u00e4ftigen haben merben.\n\u00dcRan hat eine Orbnung aufgeftefft unb ihr ben Ramen ber \u00a9charrr\u00f6gel gegeben, meit man f\u00fchlte, ba\u00df bie in ihr rereinigten SS\u00f6gel hoch nicht im firengften \u00a9inne gufamnten geh\u00f6rnt. A\u00df\u00e4re baS @egentl)eil ber Fall gemefen, fo m\u00fcrben bie \u00a9lieber biefer Orbnung paffenber k\u00fchner ober jp\u00fcljnerr\u00f6gel genannt morben fein. S<h habe ben Anfichten ber \u00dcReljrgaht ber ^hierfunbigen Rechnung getragen unb biefelbe OrbnungSgrenge angenommen, mie fie; eS ifiOieS jebod) feineSiregS ohne ernfte tBebenfen gefehehen, unb tnahrfcheinlich m\u00fcrbe ich mehrere Familien, treidle man im allgemeinen gu ben \u00a3>\u00fchnerr\u00f6getn g\u00e4htt, ron biefen getrennt unb gu eigenen Orbnungen erhoben haben, h\u00e4tte id) ben gu folcher Vornahme unerl\u00e4\u00dflich n\u00f6thigen \u00a9toff gur Verf\u00fcgung gehabt. Um biefe meine SSebenfen gleich h*er \u00f6orgubringen, milt idj bemerfen, ba\u00df eS fid) meiner Anftd^t nad) hauhtf\u00e4d^lich um bie Flugh\u00fchner, bie \u00a9djafu; ober S\u00dfenelopelj\u00fchner, bieJSpoffoS unb bie \u00a9ro\u00dffu\u00dfh\u00fchtter hanbelt, treibe Btoeifet gegen bie OrbnungSreriranbtfchaft aller \u00a9djarrr\u00f6get als fehr begr\u00fcnbet erfcheinen taffen. Sdj rertrahre mich alfo gegen jebe falfc^e Auslegung, treidle baS Rachftehenbe erleiben f\u00f6nnte, inbem id) auSbr\u00fccflid) erfl\u00e4re, ba\u00df, meiner Anfdjauung nach, bie Unter;","page":304},{"file":"p0305.txt","language":"de","ocr_de":"S\u00efltgemeine\u00ea.\n305\nfd)iebe gtoifdjen ben eigentlichen H\u00fchnern, Weld)e ben \u00c6ern ber Orbnung bilbeit, nnb ben Stug; h\u00fcptern einerfeit\u00ea, ben \u00a9d)afu\u00a7, jpoffo\u00ea nnb \u00a9ro\u00dffu\u00dfh\u00fchnern anbererfeit\u00ea fep bebeutenb finb unb gu einer Trennung nach Orbnungen Berechtigen. Oiefe Snftcp erh\u00e4lt burd) Ertragung ber Seben^oeipltitiffe ein bebeutenbe3 \u00a9eWicp; benn bie genannten itnterfd)eiben ft<h burch ipe Sebeu\u00ea; \u00eet>ei[e, ihr Setragen, burch ihre \u00a9rn\u00e4pung unb Sortpanning fo Wefenttid) non ben eigentlichen ^iihnevo\u00f6geln, ba\u00df e\u00ea unter alten itmft\u00e4nben al\u00bb ein Skgni\u00df angefehen Werben mu\u00df, fie mit it;nen gufammen gu Bringen. Slber aud) bie allgemein giftige \u00a9inorbnung ber Betreffenben Familien hat Siele\u00f6 f\u00fcr ftd^: Bor allem ba\u00a7 \u00a9ine, ba\u00df man Bei ftreng fachgem\u00e4\u00dfer Sehanbluttg biefer Stage gum minbeften gtoei neue Orbnungen Bulben m\u00fc\u00dfte, eine f\u00fcr bie Stugh\u00fcpter udein unb eine gleite f\u00fcr bie \u00fcbrigen gtoeifel^aften k\u00fchner. Unb baBei w\u00fcrbe man noch immer nid)t alte Sebenten ertebigt haben! 3u \u00a9rw\u00e4gung biefe\u00ea Umftaftbel glaube ich wich Wenigften\u00eb teine\u00ea SePer\u00ea fchutbig gu machen, trenn ich altangenommene Orbnung\u00eagrenge aufredp erhalte. Ood) ioerbe ich ^ Sad); ftehenbe Ipupf\u00e4dpid) auf bie eigentlichen \u00abfp\u00fchner Beziehen unb bie abWeicpnben S^wilien ber Orbnung fpter aup\u00fcl)rlid) Befchreiben.\n\u201e^eine Sogetgrupe gleichen Sange\u00ea\", fagt Sur m ei ft er, Welcher ber herrfthenben SBuftd^t hulbigt, \u201egeigt Bei einer fo allgemeinen Serbreitung \u00fcber bie \u00a9rboberft\u00e4d)e eine fo!d)e Serfdfeben; heit be\u00ea $\u00f6rprbaue.3, trie bie hier gu Behanbelnbe ber \u00a9d)arro\u00f6gel ober ip\u00fchner iw treiteften \u00a9imte. k\u00fchner gibt e\u00ea \u00fcberall \u2014 nid)t blo\u00ea als\u00bb Hausgefl\u00fcgel, oon ben 9Senfd)en \u00fcber bie \u00a9rboberfl\u00e4che rer; breitet: aud) urfp\u00fcnglid) ift eine ^\u00fchnergeftatt an allen betrohnbaren 3d)eilen ber \u00a9rbe rorhanben. 5lber freilich ber begeic^nenbe Su\u00eabrud be\u00ea \u00a3upt\u00ea ift in ber \u00e4u\u00dferen \u00a9rfd;einung oft fo rerftedt, ba\u00df \u00ee\u00ea St\u00fche foftet, bie \u00a3\u00fcl)nerOerWanbtfd)aft im Sogei nachgutreifen.\" \u00a9iebel behauptet nun gtrar ba\u00ea \u00a9egentpit, ba er ber Snficp ift, alle \u00a9d)arro\u00f6gel b\u00f6ten in Setragen, Sebeu\u00eaWeife unb Organifation fo begeichnenbe allgemeine 3Serfmate, ba\u00df felbfi bie \u00e4u\u00dferften \u00a9lieber ber \u00a9rupe nod) leicht unb ftd)er ertannt trerben: \u2014 aber \u00a9iebei hat biefe Sel)aupung enttreber ettra\u00ea gu leicht; fertig au\u00eagefpocpn, ober bie S\u00f6gel felbfi nicht fo gut gelaunt, trie fein Sorg\u00e4nger, beffen Su\u00ea; fBrudh ich 3U ^m meinigen gemacht Ipbe. \u00a93 ift fep fchtrierig, allgemein giltige \u00dfenngeicpn f\u00fcr bie \u00a9djarrB\u00f6get aufgufteUen.\nOie \u00a9d)arrr\u00f6gel finb Ir\u00e4ftig, felbft fdperf\u00e4dig gebaut, iurgpgelig, ftarlf\u00fc\u00dfig unb reid) be\u00dfebert. 3P\u2018 ^ ift gebrungen, lurg unb hod)br\u00fcftig, ber #al\u00ea lurg, l)\u00f6d)fien\u00a7 mittellang, ber \u00dfop ilein. Oer \u00a9dpabel \u00e4nbert rielfach ab, riel mep* g. S. at3 ber \u00a9dpabel ber Staub; ober \u00a9ingB\u00f6gel: er ift in ber Segel lurg, faum halb fo lang af\u00ea ber \u00aeop, gutreilen aber auch fep' lang, bie^ope\u00ea\u00ef\u00e2nge beinahe erreiepnb. 3m elfteren Sade ift er gugleid) breit unb hod), mehr ober weniger ftart gew\u00f6lbt unb an ber \u00a9pp h\u00fb^9 her\u00fb^9e^\u00b0\u00d4ei1/ winbeften\u00ea gu einem iitpenf\u00f6rmigen .fporn; nagel au\u00eagegogen, gegen ioetd)en ber hintere, Wekp, h\u00e4utige \u00a3ptf nur bepalb Weniger fdjarf ftd) abfep, Weil biefe \u00a9trede be\u00ea \u00a9d)nabe\u00ef\u00ea l\u00fcrger ift, al3 bei ben Oaubeu. Oer hintere 0:heir ift meift mit Sehern betleibet, unb gWifcpn ihnen ftp eine fd)male p\u00efutige \u00a9cpipe, ioetep, wie bei ben tauben, ba\u00ea Safentod) bedt. Slu\u00eanahm\u00eatreife ift ber pntere \u00f4e\u00ea \u00a9\u00abhnabet\u00eb mit einer f\u00f6rmlkpn S3ad)p)aut \u00fcbergogen unb biefe \u00fcberbedt bann Wohl aud) Anoden, Welche Bor ber ^paarung\u00eageit anfchWeden unb nach ihr ftd) Bertieinern, Wie bei ben tauben. 3m lederen Sude ift ber \u00a9d)nabel aud) fehl' Berfcpn\u00e4d)tigt, oben unb unten gebogen, nur an ber \u00a9pp gu einer turgeit, hornigen \u00a9nbfcptpe Beif\u00e4rtet, unb ba\u00ea Weite, offene Safentod) liegt in einer langen Safengrube. Oie Seine, ba\u00ea ioid)tigfte SeWegunglWerfgeug ber \u00a9d)arro\u00f6gel, finb ftetS fep* tr\u00e4ftig gebaut, meift mittethod), bie S\u00fc\u00dfe tanggepg, bie S\u00e4get lurg. Oer \u00a9d)cnte\u00eftpil be3 Seinem erfd)eiut Wegen ber tr\u00e4f; tigen S\u00eeu\u00eateln, Welche per an bie $nocpn ftd) anfepn, bidfleifcpg, ber Sauf ftart, berSu\u00df mehr ober Weniger eutioidelt. 3n ber Segel finb feine Bier Sehen Wohl au\u00eagebilbet, guWeiten aber Bert\u00fcmmert bie Hintergehe bi\u00a3 auf ben Saget, Wetter fetten Bermi\u00dft Wirb. Sei ben meiften ber auf bent Soben lebenbett \u00a9dharrB\u00f6gel ift bie h\u00f6her al3 bie \u00fcbrigen angefepe Hintergehe tlein, bei ben Saumh\u00fchnern hingegen giemtid) gro\u00df; bei einer \u00a9rupe ift bie Sehenentwidetung auffadenb. Oie Graden\nSre^rn, \u00ee^ierleben. IV.\t20","page":305},{"file":"p0306.txt","language":"de","ocr_de":"306\n\u00aete S\u00e4ufer. \u00a9djavro\u00f6gel.\nftnb meift furg, breit unb ftumpf, gutoeifett aber au cp latte; uttb [cernai, ftetg jebcd; fettig gebogen, \u00a9ei getoiffen Sitten bev \u00a9djavro\u00f6gel Serben [ie nad) ber Bapreggeit geioecpfelt, b. p. abgetoorfett, Joie eitt auggegogetter \u00a9djup, unb Joieberunt neugebilbet. 2)er $ltigcl ift in bev Siegel \u00efurg unb bann ftatf abgentnbet unb fepilbartig geJo\u00f6lbt; eg maept ftd) aber and) bag gerabe \u00a9egentpeil benterflid). Slnt \u00a3janbtpeil beffelben ftpen gepn, am Slrmtpeil gto\u00f6lf big ncuttgepn \u00a9d)toingen. \u00aeer \u00a9djioang ift fepr oerfepiebett gebilbet unb gefaltet, fann attd) g\u00e4nglicp fehlen: er beftel)t aug glo\u00f6lf ober oiergepu big aug adjtgepn unb gloattgig \u00a9teuerfebent (ioeld)e iibrigeitg in fo poper 3apl nur bent SCR\u00e4nncpen gufemmen), ifi halb furg, halb mittel -, halb fepr lang unb bann feitlicp ftarf Oerf\u00fcrgt. \u00a3)ag \u00fcbrige \u00a9efteber ber \u00a9eparro\u00f6gef ift im allgemeinen berb unb gro\u00dffeberig; bie eittgeliten Gebern fittb an iprer .\u00a9B\u00fcrget buttig; tpr \u00a9d)aft oerbidt ftd), unb oou ber \u00a9pule gept ein gloeiter, fel)r gro\u00dfer, aber nur buniger, fogenaituter Slfterfcpaft aug. \u00a9ead)tung oerbient bie uttgelo\u00f6pnlicpe \u00a9nttoidelung ber SB\u00fcrgel = ober \u00a9eptoangbedfebern, toelcpe getoiffen $\u00fcpnern gum pauptf\u00e4cplicpften \u00a9d)tnud Joer; ben, ebenfo ferner bie metfJo\u00fctbige Slugbilbuttg uttb Entfaltung, loelcpe bei einzelnen Wirten bie OberarntfdjJoingen geigen. $)ag \u00a9efteber belleibet ben Seib unb $alg fepr reidplitp, bei gJoei Familien and) bie ftu\u00dftourgeln big gu ben 3epe\u00ab pe\u2122b, bagegen oft Heinere ober gr\u00f6\u00dfere \u00a9teilen am \u00aeopfe unb an ber \u00a9ttrgel frei. jpict touepe-rt bann bie JSpaut ebenfo, Joie au anberen \u00a9teilen bag \u00a9efieber: eg bitben ftep fcptoielige Stuftreibuugen, \u00a9Bargen, Sappen, Saturne, ^Initient unb anbere Slttp\u00e4ngfel, fogar Keine ^\u00f6rnepett, unb alleg bag St\u00e4dte gl\u00e4ngt unb leud)tet itt beit leb? paftefiat Farben. Sin $racpt unb garbenfd)\u00f6npeit fielen bie \u00a9d)arro\u00f6gel \u00fcberhaupt Joettig anberen ttad), unb oiele oon iptten f\u00f6ntten mit ben gl\u00e4ngeubflett aller \u00aelaffett\u00f6enoanbten Joetteifevn. Ucbvigeng mag benterlt fein, ba\u00df eg niept foloopt ber \u00a9lang ober bie \u00a9cp\u00f6npeit ber ft\u2019arbe, alg oielntepr bie 3ierlid)leit bet Bekpnung unb bie ftarbenoertpeilung ift, toag ttng aufprid)t. $>ie \u00a9erfdjiebenpeit ber \u00a3rad)ten geigt fiep bei leittem \u00a9oget gr\u00f6\u00dfer alg bei beit ip\u00fcpnettt; bie SR\u00e4ttndjen unterfepeibeu fiep Joenigfteug bei oielen fo auffaHettb oott ben \u00a9\u00f6eibdjett, Joeld)e pier alg ber befd)eibenere \u00a9peil erfepeinen, ba\u00df eg f\u00fcr bie Unlunbigett fd)toer fein fann, in bem einen ben \u00a9atten beg atibern gu erlenuett. \u00a3)ag SugenbKcib Joeid)t ftetg oott bem ber alten 33\u00f6gel ab unb burepl\u00e4uft oft unb meift in \u00fcberrafepenb lurger Beit meprere \u00a9tttfen ber \u00a9nttoidelung, beoor eg gunt Sllter\u00eaHeibe loirb.\n\u00aeer innere \u00a9au ber \u00a9d)arrO\u00f6gel ift itt mandjer .fpinftept eigeutp\u00fctnlid). \u00a3>ag \u00a9eripp ift maffig unb bag Suftf\u00fcdungg\u00f6etm\u00f6geit ber eingelnett \u00dfnodjeu gering; luftf\u00fcprenb ftnb oor allen anberen bie \u00a3)berfcpenfelfnod)eu. \u00a3)er \u00a9ruftbeinf\u00f6rper ift niept cigentlid) tn\u00f6dpern, fonbertt p\u00e4utig, naep pittten jeberfeitg hoppelt auggebiuptet; bie innere biefer \u00a9ud)teit erftredt ftd) fo Jveit ttaep oorn, ba\u00df ber \u00a9ruftbeinf\u00f6rper felbft big auf einen fcpmalen $nocpenftreifen oerf\u00fcmntert erfepeint; ein gtoeiter \u00dfnoepenftreifen trennt bie eine \u00a9ud)t oott ber anbertt. \u00a3)er \u00aeamnt beg \u00a9ruftbeing ift minber pod), alg bei ben tauben, oortt oerbreitert, in feinem Saufe ftarf geto\u00f6lbt. \u00a3)ag \u00a9abelbeitt ift b\u00fctttt unb fd)in\u00e4d)tig. 3)ie \u00a9orberglieber geiepnett ftd) burd) bie \u00a9reite beg \u00a9orberarmg unb bie bogenf\u00f6rmige Kr\u00fcmmung ber \u00a9Hbogenr\u00f6pre aug. \u00a3)ie mittleren SKidentoirbel oerJoad)fen gu einem eingigen \u00a9t\u00fcd. SDreigepn big funfgepn \u00a9Birbel bitben ben \u00a3algtpeil, fteben rippentragenbe ben \u00a9rufttpeil, f\u00fcnf big feepg beit \u00a9epJoangtpeil ber \u00a9Birbelf\u00e4ule; SDiefe \u00a9efepreibung pa\u00dft \u00fcbrigeng, Joie icp nocpmalg peroorpeben toilf, nur f\u00fcr bie eigentlidpen \u00a3\u00fcpner. \u2014 \u00a3)ie Bunge ift giemlid) gteiepbreit, oben flad) unb toeiep, oorn lurg gefpipt unb meift auggegafert, ber Bnngenfern einfad), oortt fn\u00f6d)ertg, pinten Inorpelig, ber Buugenbeint\u00f6rper fd)mal unb l\u00e4uglid). \u00a3>er \u00a9cplunb ertoeitert ftd) gu einem toapten$ropf oon anfepnlid)er \u00a9r\u00f6\u00dfe. \u00a3)er \u00a9orntagen ift bidJoanbig unb br\u00fcfenreiep, ber SJtageu ftartmustelig. SDie \u00a9linbb\u00e4rme fittb fepr lang unb fadenf\u00f6rmig gefaltet. \u00a3>ie Seber ift m\u00e4\u00dfig gro\u00df, ttngleid)lappig, bie \u00a9allenblafe Kein, bie fOtilg Kein uttb runbtidj. S)ie Suftr\u00f6pre ift Joeid), loirb nur aug fnorpligett Gingen gebilbet unb bei ben SJMnncpett geloiffer Slrtett in iprem unteren \u00efpeile mit einer gelligen gallertartigeu SDlaffe \u00fcberfleibet k.\nSDie \u00a9cparro\u00f6gcl ftnb, Joie bereitg angebeutet, SBeltb\u00fcrger, itt Slftett aber am p\u00f6dpften entloidelt. Beber \u00a9rbtpeil beherbergt geloiffe Familien tttepr ober toeuiger augfepie\u00dflid), loobei freilich ber\u00fcdfieptigt","page":306},{"file":"p0307.txt","language":"de","ocr_de":"9\u00dclgemettie!.\n307\nPerben muf?, ba\u00a7 unfer \u00a9uropa, bie $a\u00efbinfel 5tfien\u00ea, feine Art ober Familie beftfct, Weld;e hier unb beg\u00fcglid; in Afrifa nicht aud; \u00c7eimifdE) W\u00e4re, unb baf; bem gangen Sterben \u00fcberhaupt biefe\u00efben Familien gemeiitfant ftnb. Oie innerhalb bev \u00a9knbefreife gelegenen S\u00e4nber Aften!, Afrifa!, Amerifa! unb Oc\u00e9anien! aber geigen gevabe in biefeit S\u00e4ufern ein felbfi\u00e4nbigc! \u00a9enrage.\nAl! beoorgugte \u00a9Sohnft\u00e4tte nuferer \u00a9\u00f6get barf man ben \u00a9kdb anfehen, bie eiitgige aber ift er nicht; benu aud; bie hflangenlofe \u00a9bene, bie nur mit biirftigem \u00a9eftr\u00e4ud; unb \u00a9r\u00e4ferit bebedten \u00a9erggeh\u00e4nge ber Alpen \u00fcber ber Sd;neegrenge unb bie ihnen entfpred;enben SJlolfteppen be! Storben! toerben Oon Sd;arrO\u00f6geln beo\u00f6lfert. So Weit man nad; Storben bin oorbrang: ein Sd;neel;ul;n bat man auf jebem gr\u00f6\u00dferen \u00a9ilanbe gefunben, unb Wo mau aud; fein mag in ber \u00a9S\u00fcfte, ba, Wo bie ntt! faunt begreifliche SJi\u00f6glid;feit gum Seben oorhanben: ein $litghul;n wirb man fd;Werlid; oermiffen. Oie gange \u00a9rbe ift in \u00a9eftfc genommen Worben oon ben \u00dcDtitgliebern biefer Orbnung; too bie einen oergWeifeln, i^r Seben gu friften, ftnbeit anbere ba! t\u00e4gliche \u00a9rot. All\u00fcberall leben fie, oon ben kuppen ber \u00a9ebirge au bi! gum \u00a9efiabe be! SJteere! bevab, oom \u00a9leidber au bi! gu ben n\u00e2d;ft bem \u00a9oie gelegenen Snfeltt: \u2014 nur ber fed;fte \u00a9rbt^eil, bie um ben S\u00fcbpol gelagerten $el!; maffen, beherbergt fie nicht. \u00a9Me fte e! erm\u00f6glichen, ftd; ihren Unterhalt gu erwerben an beu Orten, wo entWeber bie \u00a9lut ber Sonne ober bie \u00c6\u00e2tte ber monatelangen S\u00eead;t unferer \u00a9rbe Oebe unb Arrnuth bringt, Oa! oerm\u00f6gen loir nicht gu fagen, faum'gu begreifen, obgleid; loir Wiffett, ba\u00a7 ihnen eigentlich ade! \u00a9eniefbare recht, ba\u00a7 fte gWar Oorgttg!Weife \u00a9ftangenfreffer, aber bod; aud; t\u00fcchtige St\u00e4n\u00f6er ftnb, ba\u00a7 fte mit \u00abStoffen ftd; begn\u00fcgen, Wetd;e nur Staupen mit il;nen theilen ober h\u00f6chften! eingelne \u00a9Meberf\u00fcuer gur Agung nehmen, \u00a9in! aber fepeit Wir Wol;l, ba\u00a7 fte fich \u00fcberall, too fie leben, auch h\u00f6dhft behaglich f\u00fchlen, ja, baff fte ftd) allerorten mehr ober weniger gleid; bleiben in \u00a9kfen unb \u00a9etoohnhetteu.\nSJtan fantt bie ScparrOoget nid^t all befonber! begabte \u00a9efcp\u00f6pfe begeichnett: ihre ^\u00e4pigfeiten ftnb gering. Oie toenigfteu oerm\u00f6gett, im $luge mit anbern \u00a9\u00f6geltt gu Wetteifern, bie meiften finb mehr ober Weniger frentb auf ben R\u00e4umen, toeil fte fich fytv nid;t gu benehmen Wtffen, unb alle ohne Aufnahme fdheuen ba! \u00a9Saffer. 3>hr 3teid; ift ber f(ad;e \u00a9oben, Sie ftnb oollenbete S\u00e4ufer; nur biejenigen, bereu $lugf\u00e4l;igfeit am h\u00f6ch>ftert entwidelt ift, ftnb c! nicht. 3hre kr\u00e4ftigen unb oerl;\u00e4ltni\u00a7m\u00e4\u00a7ig hohen \u00a9eine geftatteu ihnen nicht nur einen aulbauernben, fonbern auch einen fehr fchneden Sauf: im Saufen fantt fd)on ein Heinere! $uhn bie \u00a9tenfcpen befd;\u00e4uteu. Steid;t bie f\u00f6raft ber \u00a9eine adein,nicht au!, fo werbett aud; bie Fl\u00fcgel mit gu .fpilfe genommen, bod; mehr, um ben Seib im \u00a9leidhgewid;t gu halten, al! um ihn oorto\u00e4rt! gu treiben. 3um fliegen entfd;iie\u00a7t fich ber Sd;arrooget in ber Siegel nur, Wenn er e! unbebingt thuit muff, Wenn er laufettb ba! 3wl feiner \u00a9M\u201dmfd;e unb Abfidhten entWeber nicht rafd) ober nicht ftd;er genug erreichen gu f\u00f6ntten glaubt. Oer gfug ber gro\u00dfen Sltehrgapl unferer Orbitung ift aud; fo fehlest, baf Oie! leicht begreiflich wirb: er erforbert oiele, rafd;e Schl\u00e4ge ber furgen, runben Mittige, geftattet beit fte beWegettbeit \u00dcJtulfeln feine Stupepaufen unb erm\u00fcbet bal;er fehr halb, Spielenbe! Umherfliegen, wie e! auberer \u00a9\u00f6gel Art, f\u00e4llt ben ScparrOogeln gar nid;t ein; wenn fie ihrer \u00a9egeifterung Aulbrud oerieipen wollen, gebrauchen fte bie \u00a9eine mehr al! bie Fl\u00fcgel, Welche h\u00f6dhften! benufjt Werben, um alle Sch\u00f6nheit gu entfalten, ober um S\u00e4rnt gu machen. Aber auch in biefer ^in|td;t gibt e! Au!nahmen. \u2014 Oie Stimme ber Sd;arro\u00f6gel ift eigent\u00fcmlich- \u00a9\u00dfenige Arten b\u00fcrfen fd;Weigfam genannt Werben; bie meiften fdf)reien gern unb oiel. \u00a9on angenehmen \u00a3\u00f6nen Wirb aber Wenig oeritontmen, fad! man oon bem Aulbrucf ber 3\u00e4rtlid;feit, Weld;en bie ^\u00fchnermutter ihren B\u00fcchlein gegen\u00fcber anWenbet, abfteht unb ben eigentlichen Siebelrttf be! ^\u00bbal;n! allein ber\u00fcdfichtigt. Oiefer Stuf Wirb gWar oon ben Wortarmen S\u00dfelfchen \u00a9efang genannt, wir hingegen Wenben gu feiner\u00a9egeid;nungSlulbr\u00fccfe, meift \u00aefangbilber, an, ioelche treffenber ftnb: uitfere Sprache l\u00e4ft bie ^\u00e4l;tte fr\u00fchen, foltern, fnarrett, balgen, fdhteifen, We^en, fdfnalgen, f<hnaf)f)en, loot*gen, fr\u00f6pfen, \u00a9efehUntad;entc. \u2014 an \u00a9efang benft nicht einmal ber \u00a9\u00dfaibntamt, in beffen Of;ve bie Saute mand;er $\u00e4l;ne angenehmere SJtuftf ftnb, al! bie \u00a9Seifen \u00fcnfrer \u00a9onf\u00fcnftler.\n20*","page":307},{"file":"p0308.txt","language":"de","ocr_de":"308\n\u00a9te S\u00e4ufer, Sdjatro\u00f6gel.\nlieber bie h\u00f6heren f\u00c7\u00e2^ig\u00efeitert l\u00e4\u00dft ftch aud) fein g\u00fcnftigeS llrtheit f\u00e4llen. \u00aeie Sdjarr\u00f6\u00f6gel ftnb nidjt alS hodtgeiftige \u00a9efctmbfe gu Betrauten, obmohl fte ttodj 1)\u00b0$ \u00fcBer oie\u00efe anbere geftellt merben m\u00fcffen. @efid)t imb \u00a9eh\u00f6r fd)einen fd;arf, \u00a9efdfmad unb \u00a9erud) menigftenS nid)t ber; f\u00fcmmert gu fein; \u00dcBer bas \u00a9ef\u00fch\u00ef muffen mtr unS beS Urt\u00efjei\u00efS enthalten, \u00a9in gemiffeS SCRa\u00df bon Verftanb l\u00e4\u00dft freilid) ftd) nidfjt in SIbrebe [teilen; Bet forgf\u00e4ltiger ^Beobachtung Bemerft man aBer halb, ba\u00df nur bie nieberen ^irnt^\u00e4tigfeiteu entmidelt ftub. S)ie Sdfarro\u00f6gel bemeifett, ba\u00df fte gmar ein gutes \u00a9eb\u00e4dftni\u00df, aBer menig UrtheilSf\u00e4higfeit haben. Sie lernen berfte^eit, ba\u00df aud) fie bon geinben bebroBt merben, feiten aBer gmifdjen biefett unterfd)eiben; betttt fte Benennten fid) ben gef\u00e4hrlichen gieren ober 2ftenfd)eu gegen\u00fcber nicht attberS, als attgeftd)tS ungef\u00e4hrlicher : ein \u00a3hurm; fall fl\u00f6\u00dft ihnett baffelBe \u00a9nlfe^en ein mie ein 9lbler, ber 3IderSmaitn biefelbe $urd)t mie ber S\u00e4ger, f^ortgefefete Verfolgung mad)t fie nur fdjeuer, nicht aBer oorftdjtiger, mi\u00dftrauter, aber nicht fliiger. Uttb menu bie Seibenfd)aft ins Spiel fommt, ift eS mit ihrer Klugheit borBei.\nSeibenfctjaftlid) im h\u00b0hen \u00a9rabe geigen ftd) alle Sd)arro\u00f6gel, and) biejcntgett, meldje mir als bie fanfteften unb frieblidjften begegnen. \u00a3)ett Rennen mirb nad)ger\u00fchmt, ba\u00df fte ftd) gu ihrem Vorteile bon beu h\u00e4huett uuterfReiben, fte berbicnen biefett 9Rul)m febod) nur tl)eilmeife; bemt auch fie ftnb g\u00e4ufifd) unb neibifd), menu nicht megeu ber h\u00e4hue, fo hoch megen ber \u00aeinber. Sie, melc^e ihre \u00ae\u00fcd)leitt mit erhabener Siebe bet)anbeln, ftd) iptetmegen ber gr\u00f6\u00dften unb augenfdfjeinlicbften @cfal)r auSfepeu, i\u00a7nen 31t Siebe hungern unb entbehren, meldie fet\u00f6ft fremb; artigen Vkfen gttr treuen SDcutter merben, menu biefelbett burd) bie 2S\u00e4rme ihres hergeuS gunt Sebett gerufen m\u00fcrben, fennen fein Mitgef\u00fchl, feine Varm^eqigfeit, fein S\u00dfoBlmolIen gegen bie \u00c6ittber attberer V\u00f6gel, bie \u00ae\u00fcd)leitt attberer Rennen: fte tobten biefelbett burdf) Sd)nabe\u00efhiebe, menu fte and) nur argm\u00f6l)nett, ba\u00df bie eigene Vrut Beeintr\u00e4chtigt merbett f\u00f6nnte.\nSin S\u00f6efen ber h\u00e4l)ue tritt ber S\u00f6tbeffpruch gmifchett guten unb fehleren \u00a9igenfdjaften noch fd)\u00e4rfer l)eroor. \u00a3)ie \u00a9efd^ted^tSt^\u00e4tigfeit berjenigen, meld)e nicht in \u00a9iitmeibigfeit leben, ift bie lebhaftefte, melc^e man unter V\u00f6geln \u00fcberhaupt beobachten fannr .fte leifteu in biefer [?inftd)t \u00a9rfiautt; lic^eS, ItnglaublidfeS. \u00a3)ie ^aarungSluft mirb Bei ihnen gu einer f\u00f6rmlichen ^aaruttgSmutl), manbelt ihr Vkfen g\u00e4nglich um, unterbr\u00fcdft, menigfteuS geitmeilig, alle \u00fcbrigen \u00a9ebattfen unb @eftil)le, l\u00e4\u00dft fte gerabegtt finnloS erfd)einen. \u00aeer paarungSluftige ha^n ^enut uur e*n Siel* eine, mehrere, oiele h^unett. S\u00f6ehe bem \u00a9feichgefinnten! 3hm gegen\u00fcber gibt eS feine Sd)oitung, il)ut gum. Seibe merbett alle Mittel oermenbet. fein anberer Vogel bef\u00e4mpft feinen Vcebenbupler mit gr\u00f6\u00dferer V\u00dfutl), menige ftreiten mit berfelben nie ermattenben SluSbauer. 3lde VSaffen gelten, febeS Mittel fcheiut im Voraus gerechtfertigt gu fein. 3um Kampfe reigett Sch\u00f6nheit unb Stimme, St\u00e4rfe, \u00a9emanbtbeit unb fonftige Vegabung; gel\u00e4mpft mirb mit einer \u00a9rbitterung ohne \u00a9leiden, unter g\u00e4nglicher 2Ri\u00dfad)tuitg aller Unift\u00e4nbe unb Verh\u00e4ltniffe, unter \u00a9eringfd)\u00e4huug erlittener Vhtuben, gliidflich \u00fcberfianbener \u00a9efahr; gel\u00e4mpft mirb im bud)ft\u00e4bltd)en Sinne auf Seben uttb \u00a3ob. 3\u00bb\u00ab bergen Beiber K\u00e4mpen herrfht nur baS eine \u00a9efiihl: ben anbern gtt fd)\u00e4bigen an Seib unb Seben, an \u00a9hre unb SelbftBemu\u00dftfein, an SiebeSgl\u00fccf unb SiebeSl\u00f6hnuug. VlteS mirb oergeffen, fo lange ber \u00aeampf m\u00e4hrt, auch bie 2\u00dfilligfeit ber h<mw, melche bem 3luSgang beS Kampfes fcheinbar mit ber gr\u00f6\u00dften \u00a9em\u00fcthSrulje gujteht. \u00aeie \u00a9iferfud)t ber Sdbarro\u00f6gel ift furchtbar, freilich audi begr\u00fcnbet. \u00a9helid;e \u00a3reue- ift feiten unter ben bmhmm. SDie h<mne verh\u00e4lt ftd) ben SiebeS; bemerbungen beS\tgegen\u00fcber \u00efeibenb, b. h- fie l\u00e4\u00dft ftd) biefelbett einfad) gefallen. 3lber fte\nmad)t in ihrer Eingabe ebettfo mettig einen llnterfdhieb gmifd)en biefent uttb fettem hal)ne, mie ber hal)tt gmifcheu ihr unb attberett heunett. 3DRan nimmt gem\u00f6hulid) an, ba\u00df bei ben in Vietmeiberei lebenbett Scharro\u00f6geltt ein mehrerer heulten \u00a9atte fei, etma in bemfet\u00f6eit Sinne, mie ber 2[RuSlimherr uttb \u00a9ebieter'Oott oier red)tnt\u00e4\u00dftgeu \u00a9attiunen uttb einer beliebigen Slttgahl Sflaointten: ber Vergleidh m\u00fcrbe einigerma\u00dfen gutreffenb fein, menu eS bem ha^n m\u00f6glich m\u00e4re, feine hetttten in berfelben SBeife abgufd)lie\u00dfett, mie ber S[Rai)atttmebaner feine grauen oor febeS SRauneS klugen Oerbirgt. 3>aS freilich ift richtig : att gutem ober rneinetmegeu auch an b\u00f6fem 3BiUen, bie \u00a9efefce beS","page":308},{"file":"p0309.txt","language":"de","ocr_de":"Slffgemcine\u00ea.\n309\n\u201efparepnt\", b. I;. be\u00ea \u201eUnantaftbaren\" gu \u00fcbertreten, fe^Tt e\u00ea ben irbifcpen $uri\u00ea cbenfo menig al\u00ea ben Rennen; biefe aber f\u00fchren au\u00ea, ma\u00ea jene nur m\u00fcnfcpen. Seber anbere .jpapn ift ipnen ebenfo midfomnten, mie ber, meldper meint, ber fftedptm\u00e4fjige gu fein. SSielVoeiberet gibt e\u00ea nidpt unter ben gieren: e\u00ea gibt blo\u00ea \u00a9in = ober Vielepelidffeit; menu gef\u00fcnbigt mirb gegen bie \u00a9efepe, meld;e mir Zeitige nennen, gefd;iel;t e\u00ea bon beiben \u00a9eiten. Oer .jpapn ber \u00a9dparro\u00f6gel erfdpeint un\u00ea nur al\u00ea ber [flimmere, begehrlichere Vpei\u00ef; ftreng genommen treibt er e\u00ea nicht \u00e4rger, al\u00ea-bie .jpeune : funfgeptt bi\u00ea gmangig \u00a9ier im ^sa^ve, meldpe befruchtet fein moden, finb genug f\u00fcr einen meiblicpen Vogel ! Oer $apn aber bleibt, m\u00e4hrenb bie jpeune br\u00fctet, ftdp felbft \u00fcberlaffeu, uub bie Verfucpung tritt oft an il;n heran in \u00a9eftalt auberer Rennen, meld;e nodp unbemannt finb; fein \u00a9ent\u00fcth ifi empf\u00e4nglich f\u00fcr febcu Vorgug be\u00ea anberen @efd;led;t\u00ea; er Oergijjt bie eifrig br\u00fctenbe ddutter, unb bamit ift ade\u00ea Uebrige erfl\u00e4rt.\n\u00a9\u00ea mirb fp\u00e4ter erfuptlid; merben, baff biefe \u00a9d;ilberung f\u00fcr ben \u00aeern ber Drbnung gilt. 2XHe \u00a9dparro\u00f6gel, meldpe gu gmeifeln hinjtdptlidp iprer Vermanbtfd;aft mit ben H\u00fchnern Oeranlaffen, bemeifen burdp ihre Seben\u00eatoeife, bafj biefe Siebenten geredjtfertigt finb. 3h1\u2019 3\u00dfefett m\u00e4hrenb ber S\u00dfaarung unb ihr ^ortpflangung\u00eagefdp\u00e2ft ift burdpau\u00ea oerfdpieben ooit bem foeben gefdpilberteu; id; m\u00fcrbe mich aber mieberholen m\u00fcffen, menu id; hierauf eingel;en moUte.\nVei ben eigentlichen H\u00fchnern bef\u00fcmmert ftdh ber \u00a3>at;u menig um ba\u00ea \u00a9dpidfal feiner Vrut. Vei oielen Slrten \u00fcberl\u00e4\u00dft e\u00ea ber Sp\u00e4ter ber dftutter, bie \u00a9ier gu bebr\u00fcten unb bie 3uttgen gu f\u00fchren; bei anberen fient er .fidp menigften\u00ea bann mieber bei ber Familie ein, menu ba\u00ea langmeilige \u00a9efdp\u00e4ft be\u00ea Vebr\u00fcten\u00ea g\u00ef\u00fcdlidh beenbet ift. \u00a9iugelne bienen nunmehr al\u00ea V\u00dfarner unb Seiter ber jept gufammettgeh\u00f6rigen \u00a9char; anbere hingegen gefeiten ftdh erft bann gu ben Sungett, menu biefe ermachfen ftnb.\nSide eigentlichen fj\u00fcpncr br\u00fcten auf bem Voben, nicht auf V\u00e4umen, mie $o\u00ef\u00efo\u00ea uub 5j3ene= lopep\u00fcpner e\u00ea thun. , Oa\u00ea dteft bann oerfdpieben fein; e\u00ea mirb jebod; niemal\u00ea f\u00fcnftlerifd; angelegt. Oie S\u00fciutter bemeift il;re \u00a9orgfalt in ber Slu\u00eamapl be\u00ea fdape\u00ea, fdpeint e\u00ea aber f\u00fcr unit\u00f6thig gu palten, ba\u00ea d\u00eeeft felbft au\u00eagubauen. Oa, mo bie \u00a9egenb bufd;reid; ift, mirb bie feidpte Vertiefung, meldpe bie \u00a9ier aufnehmen foil, unter einem Vufdpe angelegt, ba, mo \u00a9eb\u00fcfdp mangelt, menigften\u00ea gmifdpen h\u00f6herem \u00a9rafe ober im \u00a9etreibe, jebenfad\u00ea an einem nt\u00f6glidpft oerftedten Orte, fobajj e\u00ea immer fdpmer aufguftnben ift. Viele Slrten oermenben einige dteiferdpen unb and; mohl Gebern gur Slu\u00ea^ f teibung, anbere f\u00fcttern bie SDtulbe gar nidpt au\u00ea. Oa\u00ea \u00a9elege pflegt oielg\u00e4hlig gu. fein. Oie \u00a9ier finb oerfdpieben, aber boep \u00fcbereinftimmenb gegeidpnet. Viele JSp\u00fcpner legen einfarbige, rein; mcife, graulid;e, braungilblidpe, bl\u00e4uliche \u00a9ier, anbere foldpe, meldpe auf ebettfo gef\u00e4rbtem ober r\u00f6tl;lid;em \u00a9ruitbe entmeber mit feinen fS\u00fcnftdpen unb V\u00fcpfeldpen ober mit gr\u00f6\u00dferen Rieden unb f\u00fcnften oon bttnfler, oft lebhafter F\u00e4rbung gegeidpnet ftnb. Oie Vrutgeit ift Oerfdpieben: fie betr\u00e4gt im drittel etma brei VSocpen.\n\u00a9\u00ea mid fdpeinen, al\u00ea ob bie -Jp\u00fcpuermutter burdp ipre treue Eingebung ber Vrut audp bie Siebe be\u00ea Vater\u00ea erfepen mode; b\u00e9nit e\u00ea gibt feinen Vogel, meldper fidp mit gr\u00f6\u00dferem \u00a9ifer feiner Sftadp\u00ee fommenfdpaft mibmet, al\u00ea eine peinte, unb ba\u00ea fdp\u00f6ne Vtlb ber Vibel ift alfo ein in jeber jpinfidpt mop\u00efgem\u00e2plte\u00ea. Oie br\u00fctenbe Sentie \u00ef\u00e2fjt fidp faunt $eit, ipre d\u00eeaprung gu'fudpen; fie oergijjt ipre fr\u00fcpere \u00a9d;eu unb gibt fidp bei \u00a9efapr opue Vebenfen prei\u00ea, in ber 2lbftd;t, baburdp ipre Sungett gu fdpitpen.\nOie jungen \u00a9dparro\u00f6gel Oer\u00efaffen ba\u00ea \u00a9i al\u00ea fepr bemeguug\u00eaf\u00e2pige unb \u00fcberhaupt begabte V\u00dfefen. \u00a9ie nepmeu pom elften Vage ipre\u00ea Seben\u00ea an flutter auf, meldpe\u00ea bie 3llte ipnen blo\u00ealegt, folgen bereu fftufe uub merben oon ipr gepubert, menu fie erm\u00fcbet finb ober gegen raupe VMtterung gefdp\u00fcfct merben foden. 3fP-\u2019 Vkdp\u00eatpum gept ungemein rafdp oor ftd;. \u00a9dpott meitige Vage, nad;bem fte ba\u00ea \u00a9i Perlaffen, finb fte im \u00a9taube gu fliegen, minbefteu\u00ea gu flattern. 3\u00ab Oerp\u00e4ltnifjm\u00e4fjig fepr furger 3cit erpalten fte audp an anberen \u00a9teden be\u00ea Seibe\u00ea Gebern, anftatt ber erften buntfarbigen, immer aber bent Vobeu entfpredpenb gef\u00e4rbte Ounen. Oie \u00a9dpmingen ermeifen ftd; halb al\u00ea unge;","page":309},{"file":"p0310.txt","language":"de","ocr_de":"BIO\n\u00aete S\u00e4ufer. \u00a9d&atroogel. ^(uglj\u00fc^ner.\nnttgenb, bie ingmifdjeit gr\u00f6\u00dfer gemorbette Saft beg Seibcg gu tragen; fie inerben aber fo oft gemed;fclt, bafj fte tyre \u00a9ienftc uiemalg \u00f6erfagen: ber f\u00c7ittig eineg ^\u00bbu^n\u00ea, meldbeg gum crfteu \u00dcDtal bie Xradjt ber au\u00eageinad^enen V\u00f6gel feiner S\u00efrt anlegt, \u00c7at einen bier; big f\u00fcnfmaligen ^eberiued^fe\u00ef burd;mad;en m\u00fcffen. S3ei ben meifteu 5lrteit ge\u00eejt bie Umfleibung fd;on oor Veenbigung beg erften 3dC;reg in bie ber alten 33\u00f4ge\u00ef \u00fcber, anbcrc hingegen beb\u00fcrfeu ein eg 3\u00e4traumeg non gtoei unb felbft brei Safyren, benor fie alg auggefiebert gelten f\u00f6nneu. Feue pflegen fid; bereite im erften Jperbfte i^reg Sebeng gu paaren, brechen minbefteng fdjon eine Sange gu \u00a9bren beg anbern @efd;led;tg; biefe bef\u00fcmmern fid), benor fie ermacbfen ftnb, inenig um bie V\u00dfeibcbeit.\n\u00a9ehr niele Rennen merben non Btaubthieren, benen fte fouft leidet entgegen m\u00fcrben, meg; genommen, m\u00e4hrenb fte br\u00fcten, toeil fte ftcp nid;t entfd;liefen f\u00f6nnen, bie \u00a9ier gu neriaffen. \u00a9efdjieht Sefctereg, fo pflegen aud; fte gur SSerftellung ihre 3ufludf)t gu nehmen: fte {teilen ftd; lahm unb h\u00fcpfen palb laufenb, palb flatternb nor beut Verfolger ba^in, big fie biefen gl\u00fcdlidE) nom \u00fcltefte entfernt haben; nod; beforgter geigen fie fid), menu erft bie \u00a9d;ar ber \u00ae\u00fcd;lein au\u00eagefcpl\u00fcpft ift.\n\u00a9ie \u00a9d;arro\u00f6gel l;abeit fo niel f^etnbe, baff nur ihre ungem\u00f6hnlid; ftarfe Vermehrung bag \u00a9leid;gemid;t gmifd;en Vernichtung unb \u00a9rfetjung l;ergufteUen nermag. Sille fftaubthiere, grofe unb Heine, ftelleu ben |)\u00fct;itent eifrig nach, unb bei* SCftenfd; gefeilt fiel) \u00fcberall alg bei* fd;limmfte F\u00dfinb gu ben fo gu fagen ttat\u00fcrlid;en Verfolgern. \u00a9ie ^>\u00fcl;ner ftnb eg, ineld^e allerorten guerft unb mehr gejagt merben, alg bie \u00fcbrigen V\u00f6gel gufamntengenommen. Slber ber \u00dcDteitfd; h^t aud; halb cinfeljen lernen, bafj biefe micfjtigen \u00aehiere fwh ood; 9ftn5 emberg nermertl;en laffen. *\u00a9r l;at fdjon feit alterggvauer 3\u00dfit ioenigfteng einige non il;nen an fiep gu feffeln gefugt unb fie non ben ^Salbungen \u00a9\u00fcbafteng \u00fcber bie gange \u00a9rbe nerbreitet, unter bett nerfdjiebenften ipimmelgftrichen, unter ben oerfd;iebeuftcu Umft\u00e4nbett l;eimifd; gemad;t. \u00a9g ift mal;rfd;einlid;, ba\u00a7 er fid; bie brand;; barften unter allen auggem\u00e4l;lt; eg unterliegt aber aud; feinem greifet, baff er niete non benen, metdje gegenm\u00e4rtig nod; milb leben, unter feine Votnt\u00e4fjigfeit gmingen ttttb in ihnen n\u00fcplicpe ^augt^iere geminnen f\u00f6nnen mirb. \u00a9ag Veftrcben ber Sleugeit, frembl\u00e4nbifd;e \u00aebi\u00dfre bei ung ein: gttb\u00fcrgent, fann bttrep feine \u00ae\u00a7ierorbnung beffer gere<ptfertigt ttttb gl\u00e4ngettber belohnt merben, alg burd; bie \u00a9charrb\u00f6gel, bereu \u00a9d;\u00f6nheit, leid;te 3^mbarfeit ttttb 9ri\u00fcpti(pfeit non feiner anbern Vogelgruppe \u00fcbertroffen mirb.\n\u00a9ie bereitg erm\u00e4hnten F lug5 ober 2B\u00fcft enp\u00fcp ner (Pteroclae) nehmen itt ber Orbnung ber \u00a9charrb\u00f6gel eine fo nereittgelte \u00a9tellung ein, bafj fte niept btog eine eigene Familie, fonbern eine befonbere 3unft bilben. \u00a9em\u00f6hnlid; fiept man fte alg Ueberganggglteber non ben \u00a9tuben gu ben ^\u00fcftnern an, unb eg t\u00e4ft ftep gar niept leugnen, baff biefe 2lnftd;t Vieteg f\u00fcr fiep bat; anbererfeitg aber fann man uiept oerfenneit, bafj fie fiep bod; nur auf oberfl\u00e4cpltcpe 3Sergteicpung gr\u00fcttbet. \u00a9affelbe gilt f\u00fcr bie neuerbingg geltenb gemad;te Meinung, baf man in ihnen bie Vertreter ber \u00a9rappen unter ben \u00a9d;arro\u00f6getn gu fepeit babe, meil baf\u00fcr ber Vau beg \u00a9djnabelg unb ber F\u00fcffe, fomie auch bie Vefd;affenbeit ber Vefteberttng unb bie Fortpflangung fpriept. 3d; meinegtbeilg bin ber Slnficbt, baf man bie glugb\u00fcbner mit anberen \u00a9djarro\u00f6geln ober mit \u00a9aubett gar niept oergleicpen fann, ba\u00df fte oielmehr eine jener Familien bilben, meld;e bag \u00a9epr\u00e4ge ihrer Heimat auf bag \u00a9d;\u00e4rffte befunben unb ebenfo eigentb\u00fcmlid; ftnb unb leben, mie biefe \u00a3eimat eg ift. 3cp febe in ihnen niept bie am b\u00f6cpfteu ftel;enbeu \u00a9d;arrb\u00f6gel; aber ich trage einer Vegabung, ihrer aufjerorbentlichen ^lugfertigfeit, meld;e fte oor allen \u00fcbrigen auggeidjnet, 9ted;nung. 3^icpt umfonft haben bie Flugh\u00fchner ihren \u00fcftamen erhalten: fte \u00f6 erhielten ihn in Oollftem \u00a9intte beg SBorteg. \u00a9er \u00a9cpnabel ift eg nttpt, me\u00efd;er fie feungeidfmet, ber Vau beg Fuf\u00df3 ebenfo menig: ihr SJterf; mal ift bie \u00a9ntmidelung beg \u00a9efteberg, uttb oor allem bie Slugbilbung ber Flugmcrfgeuge. \u00a9g gibt fein^uhn, feinen \u00a9d;arroogel, melier ihnen t;i\u00dftin gleicht; eg gibt feinen Saufoogel, melcper fte","page":310},{"file":"p0311.txt","language":"de","ocr_de":"9l\u00cf\u00cfgemetne\u00a7.\n311\n\u00fcbertrifft. 3\u00a7re Wunbetbare peintat, bie baum\u00efofe un b pf\u00efangeuarme \u00a9bene, mag fie ftd) nun a\u00efs oo\u00eflenbete Stifte ober a\u00efs \u00a9teppe, a\u00efs W\u00fcf\u00eeei\u00eehafteS Felb ober oerWahrlofteS Slcferlanb geilen, fpiegelt fut) Wieber, oetf\u00f6rtert ftch, fo gu fagen, in btefen gieren. \u00a9ie \u00bberlief ihnen, ben beoorgugten f in.bern, nicht bloS bas S\u00fcftenf leib in feiner Menbung, fonbern gab ihnen and) jene 23eWeg\u00efithfett, Weldje allein bef\u00e4higt, in einem fo armen \u00a9ebiet baS Seben gu frifteu, ja, fogar ein frifdje\u00ea, fr\u00f4hlidjeS Seben gu f\u00fchren.\nSDie S\u00fcftenh\u00fchner erfdjeinen Wegen it\u00e9rer langen Fl\u00fcgel unb be\u00bb langen \u00a9djwangeS fd^lan\u00ef, ftnb aber in 3Ba^v^eit fehr gebrungen gebaute 33\u00f6gel. Shv Seib ift \u00efurg, bie S3ruft fe^r gew\u00f6lbt, ber pals mittellang, ber \u00aeopf \u00eflein unb gierlich, ber\u00a9d)nabel \u00eflein, \u00efurg, auf ber ftirfte feiert gebogen, am Untertiefer oor ber \u00a9pi\u00a3e ein Wenig oerbfdft,. feitlidf; nur unbebeutenb gufammengebr\u00fcdt, foba\u00a7 er runblid) erfd;eint; bie Siafenl\u00f6c\u00f6cr liegen an ber Surgel, unter ben \u00a9tirnfebern oerborgen, Werben burdl) eine paut halb gefdjjloffen unb \u00f6ffnen ftd; nach oben. 3)ie F\u00fcfje fwb \u00eflein, b. giemlid) \u00efurgl\u00e2uftg unb fehr furgge^ig, bei ben \u00a9liebem einer \u00a9type in burchauS eigent\u00fcmlicher Seife oerf\u00fcmmert, alle Sorbergehen bis gum erften \u00a9elent unb Weiter mit einer paut oerbunben ober, wie man auch fagen fattn, mit einanber oerWadjfen, unb mit Rauten gef\u00e4umt; bie pintergehe ift ftummelhaft unb hoch angefefct ober fte fehlt g\u00e4nglid); bie Si\u00e4gel ftnb turg, feidjt gebogen, ftumpf unb breit. 3)ie f\u00c7l\u00fcgel ftnb turgarmig, bie \u00c7ittige fehr lang, in ihnen bie \u00a9dringen oon ber erften an gleichm\u00e4\u00dfig oer\u00ef\u00fcrgt; ber auS 14 bis 18 Gebern gebilbete \u00a9dfjWang ift minbeftenS abgerunbet, geto\u00f6hnlid) aber feilf\u00f6nnig gugefpi^t, unb feine beibett Sftittelfebern verl\u00e4ngern ftd) oft bebeutenb \u00fcber alle \u00fcbrigen. 2)aS \u00a9efteber befiehl auS gtemlich furgen, breiten, abgerunbeten, fehr horten Gebern, welche bent Selbe, obwohl fie ihn locfer befleiben, bo<h ein gl\u00e4ttet SluSfehen oerleihen. SDie F\u00e4rbung ift eine edjt w\u00fcjtenhafte, b. h- eine foldje, Weldje genau ber F\u00e4rbung beS SBobenS entfpridjt, int toefentlidhen alfo ber beS \u00a9anbeS \u00e4hnelt,' bie 3ei<hnung gew\u00f6hnlich eine \u00fcberaus gierlidje unb fo manchfad^e, bafj eS unm\u00f6glich Wirb, fie im allgemeinen gu begeidjnen. $n her Siegel unterfchetben ftch bie \u00a9efchledjter; eS macht ftd; aber baS Umgefehrte benterflich, ohne ba\u00df _mau fagen f\u00f6uute, baS \u00a9ine ober baS S\u00efnbere beute auf \u00a9ippenoerfdjiebenheit ber betreffenben Slrtett. 2)ie auSgefieberten jungen \u00e4hneln gew\u00f6hnlich ber Stutter, legen aber fehr halb baS Sl\u00efterS\u00efleib an.\n\u201eStach ihrer gangen \u00a9teduug\", fagt Stihfd;, \u201eftehen bie Flugh\u00fchner gWiften ber tauben; unb Salbh\u00fchnergruppe; aber fie fdjeinen ftd) n\u00e4her an jene als an biefe echte \u2014 f\u00fcgen Wir h^gu: \u00fcberhaupt eine \u2014 p\u00fchnerfantilie angufchlie\u00a7en. Stamentlich geigen fte in pinftcht ber Srh\u00e4ltniffe ber Feberflur, ber panbfchWingen, ber StuSfeln unb ber gangen Form beS Fl\u00fcgels, beS \u00aeepf= ger\u00fcfteS, ber Bunge, beS @abel= unb beS S\u00f6ruftbeinS bie gr\u00f6\u00dfte Slehnlidjfeit mit ben tauben; au\u00dferbem ftnbet man bei ihnen freilich faft alle Fornienoerh\u00e4ltniffe, Welche bie Stauben mit ben p\u00fcpuern gemein haben, bagegen, Wie eS fcheint, nur Wenige, Welche Wohl bei ben H\u00fchnern, nicht aber bei ben Stauben fid; ftnben : fo bie langen, gang h\u00fchuerartigen \u00a9linbb\u00e4rme. \u00aeie gr\u00f6\u00dfte \u00a9igenth\u00fcmlichfeit ihrer SSilbung befiehl Wohl in ber 23efd;affenheit ber Fnfgehett, ba nicht bloS ber SDaumen oerft\u00fcmmelt ift, fonbern auch hie \u00e4ufjere S\u00dforbergehe, anftatt Wie bei faft allen V\u00f6geln f\u00fcnf \u00a9lieber gu hoben, nur aus oier berfelben befiehl, Wie bei ben Stachtfd;atten. 3n ber \u00a9ntwidelung beS Srujibein\u00efammeS \u00fcbertreffen bie Flngh\u00fchner noch bie tauben unb oielleid;t felbft bie \u00a9egler unb Kolibris.\"\n\u00aeie'Flugh\u00fchner ftnben ftch nur in ber alten Seit, unb gWar OorgugSweife in Slfrita, obgleich man nicht fagen \u00efattn, ba\u00a7 bief er \u00a9rbtheil auch ben gr\u00f6\u00dften Formenreichthum beftfet. 3hre point\u00e2t behnt ftch foWeit, als bie S\u00fcfte reicht: bentgem\u00e4ff leben fte in Slfrita befonberS gahlreich; fte Werben aber aud) in Slfiett burd; eine namhafte Slttgahl Slrteit Oertreten unb fehlen felbft unferent \u00a9uropa nid)t, obwohl fte ftch hier bloS auf ben SL^eil befd^r\u00e4nfeu, welcher Slfrifa \u00e4hnelt. Sober \u00a9rbtheil, \u00a9uropa ausgenommen, beft^t feine eigenen Slrten; aber einzelne Oon ihnen ftnb \u00fcber ungeheuere S\u00e4nberftreden oerbreitet unb \u00efommen in allen brei \u00a9rbtheilen als .\u00a9tanbo\u00f6gel oor. \u00a9ie Werben jeboch nid)t bloS an ihren eigentlichen Sohnfhen beobachtet, fonbern Waubern guWeilen in S\u00e4ubern ein, in Weld;en man fie fr\u00fcher nicht bemerkte. 3tvor Oerweilen faft alle Slrten jahraus, jahrein an berfelben","page":311},{"file":"p0312.txt","language":"de","ocr_de":"312\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9djarro\u00f6gel. Flugh\u00fchner.\n\u00a9teile ober minbe\u00dfen\u00e4 in bevfelben \u00a9egenb ; ihre au\u00dferordentliche Flngfertigfeit aber fefct fie in ben \u00a9taub, ohne alle Vefcf>merbe ^unberte ooit teilen gu burdjeilen, unb gemiffe, un\u00ea nod) unbekannte Xlmft\u00e4nbe oeranlaffen fte, manchmal meit \u00fcber bie \u00a9rennen iljreg \u00a9ebiete\u00ea gu fd)meifen. (%g \u00dc)ut Oie3 oorguglioeife eine 21rt, meld)e regelm\u00e4\u00dfig manbert; aber mau I)at aud) fdjon oon ben? jenigen, meldje mir i)\u00f6d)ften3 a\u00ef\u00ea \u00a9trid;o\u00f6gel betrauten b\u00fcrfen, Verfprengte in S\u00e4ubern gefitnben, meld)e mir a\u00ef\u00ea ihnen burdjau\u00ea frembe begeid)nen nt\u00fcffen.\nHeber ba\u00ea allen Flugh\u00fchnern \u00a9emeinfame ber Seben\u00e4toeife, ber \u00a9itten unb be3 Vetragen\u00ea barf id) am\u00a7 \u00a9r\u00fcnben, bereu Vered)tigung fp\u00e4ter erkl\u00e4rlich merben mirb, im Vorau\u00ea meuig fagen; einige V\u00dforte aber m\u00f6gen hier ihre \u00a9teile finben, unb menu e\u00ea beinahe biefelben \u00dfnb, meldje id) fdjon fr\u00fcher gebrauste, fo mag man \u00a9o\u00efdje\u00ea bamit entfdjulbigeu, ba\u00df jene Vkrte mir, um mid) fo au\u00eagubr\u00fcden, burdj bie \u00e4\u00df\u00fcfte felbft eingegeben unb gugebradjt morben finb.\nV\u00dfenig SS\u00f6gel oerfteljen e\u00ea, mie bie F\u00efngh\u00fcljner, bie \u00f6befteu unb \u00e4rmften \u00a9egenben gu beleben, inmitten ber b\u00fcrr\u00dfen 2B\u00fc\u00dfe, an Orten, mo nur ber ftitfe, leidjte V\u00df\u00fcftenl\u00e4ufer unb bie ferner; m\u00fctljig rufenbe \u00a9anblerdje ben $fab be\u00a7 d\u00eeeifenben freugen, ergebt fidf) Oor ihm, polternb unb raufdjenb, bie rebfelige, fa\u00dft gefd;m\u00e4l^ige \u00a9d^ar bicfcr begabten @efd)\u00f6pfc. 2113 Better m\u00f6gen fie un3 erfd)einen, menu mir it)ren Seib mit beneu anberer V\u00f6gel dergleichen : al3 gange, ed)te V\u00dct\u00dfem tljiere ftellen fie fiel) uns\u00bb Oor, menn mir i\u00efjr Seben gu erforfd)en fud)en. V$o it)re erhabene SJtutter bie SDt\u00f6glic\u00dffeit be\u00a7 Seben\u00ea gem\u00e4hrte, mirb man fie gemi\u00df nicht Oenniffen; fa, fie finb e3, meld)e uu\u00ea erft \u00c6unbe geben oon biefer \u00e4ft\u00f6glidjkeit : benn un\u00ea bleibt e3 unbegreiflich, mie fie \u00fcberhaupt im \u00a9taube finb, iljr Seben gu friften. SD\u00ceehrere Wirten moljnen, menigftemg pie unb ba, bid)t neben einanber, oljne \u00dfdj febcd) mit anberen ihrer Familie gu oermifdjen; bie SO\u00fctglieber einer 2trt leben aber in treuer \u00a9emeinfdjaft unb bilben oft ungeheure Fl\u00fcge, meld)e bann \u00e4ftoitate lang gufammem palten, gefellig itmherfdhmeifeu unb t\u00e4glich meite \u00a9treden burdjmeffen, meil bie arme VS\u00fcfte felbft ihnen, ben 2Benigbegel)renben, nur ftellenloeife Nahrung gem\u00e4\u00dfen kann. Oer 9beifenbe begegnet ihnen \u00fcberall. Obgleid) \u00dfe tagt\u00e4glich unb mit gr\u00f6\u00dfter Regelm\u00e4\u00dfigkeit gur Vr\u00e4nke fliegen m\u00fcffeu, fdjeint \u00dfe bod) eine gr\u00f6\u00dfere \u00a9ntfernung ber mafferfpenbenben Oue\u00fceu Oon ihren Futterpl\u00e4hen mettig gu k\u00fcmmern: e3 mirb ihnen leicht, oor bem \u00a9dhlafengehen nodh einen \u00a9pagiev\u00dfug au\u00ebguf\u00fcljren, meld)er uu\u00ea al\u00ea \u00a9agereife unb mehr erfcheiuen mag. Oe\u00ea\u00efja\u00efb ift e3 benn aud) oorguggmeife bie Beit, in ber fte ihren Our ft f\u00fcllen moden, meldje fie oor ba3 21uge be3 $\u00e4ger3 ober be3 Forfdjer\u00ea bringt; beim menu ihr galjlreidjer \u00a9d)marrn in bidjt gebr\u00e4ngtemt Raufen unter bem faft allen Slrten gemeinfamett Rufe \u201ef\u00eal)abba, kpabba\", bahiu fliegt, mu\u00df aud) ba3 bl\u00f6befte Singe ihrer anfidhtig merben ober ba\u00a3 ftumpfefte Ol)r \u00dfe mahrneljmen. \u00a9onft i\u00df e3 nidjt immer leid\u00df, \u00dfe gu bemerken: il)r VB\u00fc\u00dfeukleib ift ein fo munberbarer \u00a9djui), ba\u00df \u00dfe e\u00a7 Oerfteheu, \u00dfd) felbft Oor bem ge\u00fcbten Sluge un\u00dfdhtbar gu madjen. Unb menu auch ber \u00aeunbige e3 halb lernt, iljre Sieblinggpl\u00e4\u00dfe oon anbereu \u00a9tcKeu ber \u00a9itt\u00f6be gu\u00bb unterfdjeiben, menngleidh er, Oauk ihrer lebeubigeit \u00a9cfdj\u00e4ftigkcit unb Regfamkeit, \u00dfe bann ohne 9Ml)e aufgu\u00dfnben mei\u00df: fo oerfteheu \u00dfe e3 bod), felbft il)n burd) ihr Un\u00dfd)tbarmad)eit gu hintergeijen, m\u00e4hrenb ber Unkunbige bi3 gu bem Slugeublide, mo er pl\u00f6hlid) oon Rimberten fliegeuber V\u00f6gel umraufdjt mirb, oon ihrem Vorljaubenfeiu kaum eine Stljnung haUe-\n\u00a9leichm\u00e4\u00dfig leben bie \u00a9djm\u00e4rrne SRouate lang gufammen, bi3 bie ^paarung\u00eageit heran naht, unb bie Siebe ftdj aud) bei ihnen geltenb macht. Oanu gertheilen fidf\u00bb bie Flugh\u00fchner in Heinere >trupp\u00ea unb biefe in bie eingelnen 5\u00df\u00e4rd)en, Oon beneu nunmehr jebesi \u00dfd) eine paffenbe \u00a9teile auf bem fanbigen 33obeu au\u00eafudht, tyti eine feid\u00dfe Vertiefung fd)arrt unb, uad)betn bie menigeu \u00a9ier oom 2Beibd)en gelegt morben finb, ber Vrut mit \u00a9ifer \u00dfd) hingibt, \u00a9ine bis> gmei Vruteu merben auf biefe SSkife aulgef\u00fchrd; bann fammelu \u00dfd) bie Vereingelten mieber, unb ba3 alte Seben beginnt oon neuem, fa\u00eff\u00f4 nicht befonbere Urfad)eu I\u00dfnbernb ober menigften\u00ea oer\u00e4ubernb einmivfeu.","page":312},{"file":"p0313.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9anga. \u00c4ljata.\n313\nOie \u00a9ippe ber gfugty\u00fcljner unterfd\u00dfibet ftd) burclj ben gtt\u00dfs unb gl\u00fcgelbau \u00fcott ber feiten \u00a9ruppe ber Familie, ben \u00a9teppenfj\u00fctjnern. 3>n bem f\u00c7ittig \u00dfnb bte evfle unb gtoeite \u00a9djioinge bie l\u00e4ng\u00dfett. Oie |\u00c7\u00fc\u00a7e fttjb \u00fciergepig, bie Bepen nur an ber S\u00dfurgel burd) eine $aut \u00fcerbuttben. Oie \u00a9efdfjtedjter unterfdjeiben fiep regelm\u00e4\u00dfig burd) bie g\u00e4rbung.\n$on biefer \u00a9ippe geh\u00f6ren gtoei Sirten \u00a9uropa als 33rut\u00fc\u00f6gel an, unb eine britte [ell fid) Oon S\u00effri\u00efa auS piercer oer\u00dfogen \u00c7aben.\nOie \u00a9anga (Pterocles arenarius), eine ber gr\u00fc\u00dften 2fr ten ber \u00a9ruppe, i\u00df: auf bem \u00aeopfe unb bem -Jpinterljaffe \u00dfeifdjr\u00f6tl\u00dfidjgrau, im \u00fcftadett bunfler als am $opfe, auf bem \u00dcDlantel Ha\u00df ober bunfefgefb unb fd)ief er f\u00e4rben burdjeinanber geftedt unb gtoar fo, ba\u00df baS \u00a9nbe jeher geber einen runblicpen odergelben gled geigt, meiner nad) ber 2\u00f6urgef gu burcl) ein buttflereS 23anb begrengt toirb; bie $epte ift odergelb, ein \u00a9urgelbanb braunfdjtoarg, bie 93ru\u00df r\u00f6tf\u00dfidjgrau, ein fdjarf abgegrengteS Sru\u00dfbanb fd;)oarg ober braunfdbioarg, toie ber OaudEj; bie \u00a9d\u00fcoingen ftnb afdjgrau ober afdjblau, an ber \u00a9pijjc fdjio\u00e4rglicfjbraun, oon unten gefeiten fol\u00dffd)toarg, bie ber gtoeiten Orbuuttg an ber S\u00dfurgel ioei\u00df, bie oberen gliigelbedfebertt tpeilioeife rein odergelb unb unge\u00dfedt, bie unteren ioei\u00df, bie beibett mittleren \u00a9djioangfebertt gimmtbraun mit fd\u00dfo\u00e4rglidjen Ouer\u00dfreifen, bie \u00fcbrigen \u00a9teuerfebern afdjgrau, ioei\u00df an ber \u00a9pit^e; aud) \u00dfe erfdjeinett, oon unten gefeljett, bis auf bie \u00a9pifje toljlfd\u00dfoarg ; bie oberen Oedfebent \u00dfnb oon ber garbe beS S\u00fcdens, bie unteren ioei\u00df unb fd\u00fcoarg geftedt. Oie S3e\u00dfeberung ber f^\u00fc\u00dfe \u00a7at eine bunfle braungelbe garbling. OaS 2lugc i\u00df buntelbraun, ber \u00a9df\u00dftabel fcpmugigblau, ber gu\u00df, foioeit er unbe\u00dfebert, buntelblaugrau. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 13V2, bie SSreite 26 bis 27, bie gittigl\u00e4nge 8%, bie \u00a9djioangl\u00e4ttge 4\tOaS\nS\u00f6eibcpeit i\u00df auf bem gangen 3\u00ee\u00fcden, unb an ber JpalSfeite fanbgetb, jebe SR\u00fcdenfeber \u00fciclfad) fdjioargbraun in bie Duere geb\u00e4nbert, jebc eingelnc \u00c4opfs, Badens, $alS; uitb SSorberbru\u00dffeber burd) bunfle jtropfen\u00dfede gegeid\u00dftet; \u00c4e\u00a7ls unb S3ru\u00dfbanb \u00dfnb nur angebcutet; ber Oaud) i\u00df ebenfall\u00bb braunfd\u00dfoarg, aber lichter ioie beim SJt\u00e4nndfjen. 3>n ber \u00a9r\u00f6\u00dfe ntad\u00df ftd), meinen Sfteffuttgen gufolge, gioifepen beiben \u00a9efd\u00dfed\u00dfern faunt ein Unterfdjieb bemerflidfj.\nOie at a ber Slraber (Pterocles Alchata) i\u00df etioaS Heiner als bie \u00a9anga, aber lebhafter gef\u00e4rbt. 3>m allgemeinen Ijerrfd\u00df audf) bei it;r bie \u00a9anbfarbe oor; bie \u00a9tint unb bie SBangeit; feiten finb ro\u00dfbraun, bie $ef;fe unb ein feiner B\u00fcgel\u00dfreifen, loeld\u00dfr Oom 2luge beginnt uttb ficf> gunt \u00a3>interfopf I\u00dfnabgiel\u00df, fdjioarg, ber ^interljalS, \u00fcftaden ttnb \u00dft\u00fcden br\u00e4uttlid) graugr\u00fcn mit gelben gteden, ioeif bie \u00a9nben ber eingetnen gebern \u00a9nbtupfen geigen, bie fleiuen gt\u00fcgetbeden graulic\u00dfblutrotlj, bie Oberfebern oor ber \u00a9pi^e breit ro\u00dfbraun, fobantt fein hellgelb unb enblid; bunfelbraun geb\u00e4nbert, bie gro\u00dfen Oedfebern gr\u00fcntief) graugetb, fd\u00dfoargbraun gef\u00e4umt; bie \u00a9urgelgegenb i\u00df r\u00f6tt\u00dfid) fahlgelb, bie obere 23ruft lebhaft gimmtbraun, oben unb unten burd; ein fdentales, fcjjioargeS 33anb begrengt, ber 93attd) ioei\u00df; bie \u00a9djioingen \u00dfnb grau, fdjioarg gefdfj\u00e4ftet, auf ber inneren gl\u00e4dje in Ounfefgrau \u00fcbergepenb, bie \u00a9d^ulterfeberu au\u00dfen gr\u00fcnlid^gelbgrau, innen fa^lgrau, bie \u00a9d^toangfebern auf ber 2lu\u00dfenfa\u00a7ne grau unb gelb geb\u00e4nbert, auf ber Innern fapne grau, au ber \u00a9pifce ioei\u00df; bei bent \u00e4u\u00dfer\u00dfen i\u00dfaar i\u00df au dp bie Slu\u00dfenfa^ne ioei\u00df, bei bett barauf fotgenben gitblidjioei\u00df; bie oerl\u00e4ngerten \u00a9d^ioangfebern fabelt bie g\u00e4rbuttg ber \u00a9clutter; bedett, \u00dfnb aber fepioad) geb\u00e4nbert. OaS SBeibd^en geigt im ioefentlid^en biefetbe gar bett; oertl;eilung, unterfd;eibet \u00dfc\u00df febcd; untr\u00fcglid; bttrt\u00df bie feine Ouerb\u00e4nbentng beS gangett Ober; f\u00f6rperS, burd) eitt boppelteS oberes ^alSbanb, ioeldjjeS ein graugilblidf)eS gelb einfd)lie\u00dft, unb burd) bie ioei\u00dfe ^e^le. .3\u00dfbe eingelne Et\u00fcden f eher ift fef;r fein unb giert id) geb\u00e4nbert, am S\u00f6urget; t^eile auf \u00dfeifd)r\u00f6t^tid)em \u00a9runbe buttfelbraun, an ber \u00a9pi^e breiter bt\u00e4utid)grau, fanbgelb unb braun. S3ei bett gl\u00fcgelbedfebertt \u00e4nbert bie \u00a9pi|enf\u00e4rbuttg infofern ab, als bie \u00a9nbbinbett hellgelb, ^ellgimmtbraun unb ft\u00dfioargbraun \u00dfttb ; bei ben ben $anbtl)eil bedenben gebern i\u00df nur bie Slu\u00dfenfa^ne fd^ioargbraun gef\u00e4umt. OaS Slttge ift braun, ber \u00a9djmabel bleigrau, ber gu\u00df","page":313},{"file":"p0314.txt","language":"de","ocr_de":"314\n$ie S\u00e4ufer, \u00a9djarrv\u00f6ger. Flugh\u00fchner.\nbr\u00e4unlid). $>ie S\u00e4nge be\u00ea \u00e4R\u00e4nncheng betr\u00e4gt 12%, tie \u00a9reite 22%, bie ptigl\u00e4nge 7, bie \u00a9d>toangt\u00e4nge 5 3^*\n2)ie Sljata (Pterocles Alchata).\n3n tracer \u00a9odenbung geigt ft\u00abh bie \u00a9anbfarbe bei einer britten 2Irt ber \u00a9type (Pterocles exustus), treuer toir ben f\u00fcr ade geltenben tarnen, \u00a9anbljuhn, betaffen tonnen. Sei tyrn ift bie \u00a9efammtf\u00e4rbung ein f^\u00f4ne\u00ea r\u00f6tylicheg Sfabed, tvelche\u00ea auf ben \u00a9Sangen, im \u00a9effect unb ben Fl\u00fcgelbeden in lebhaftere^ \u00a9elb \u00fcbergebt nnb auf beut dt\u00fcden einen gr\u00fcnlichen \u00a9dt)immer geigt. SDiefe F\u00e4rbung ivirb burd) ein females fchtoargeS \u00a9anb, tne\u00efdt)e\u00a7 an ben \u00a3at\u00f6feiten beginnt unb ftd) \u00fcber bie Oberbruft tteggietjt, von ber tiefd^o\u00efotabenbraunen F\u00e4rbung ber Unterbruft unb be\u00a7 \u00a9auche\u00ea getrennt; bie \u00a9efieberung ber ftufjtourgeln unb bie Unterfc^angbedfebern ftnb lieber ifabedfarbig; atte tleineren fpgelbedfebern geigen an ihrer \u00a9ptye einen tyotolabenbraunen \u00a9anbfleden; bie \u00a3anbf(htvingen ftnb fdjtoarg, son ber britten an toeifc an ber \u00a9ptye unb Smtenfahne, bie beiben mittleren fe^r verl\u00e4ngerten unb in feine \u00a9ptyen ausgewogenen \u00a9<htvangfebern ifabedgelb, bie feinigen tiefbraun, btafcbraun geftedt unb geb\u00e4nbert. SDaS 2luge ift buntelbraun, ein breiter, nadter dting um baffetbe citronengetb, ber \u00a9dtyabel unb bie Sufoeh\u2122 finb bleifarben. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 13, bie \u00a9reite 23,. bie gittigt\u00e4nge TU, bie \u00a9djtvangl\u00e4nge 5V* big 6 3od. SDaS \u00e6\u00f4eibdjen ift auf ber Oberfeite auf ifabedfarbeuem \u00a9ruitbe buntler geftedt unb gefiridjelt; ber ^opf, mit Slu\u00eanahme ber ^e^le unb O^rgegenb, ber \u00dcRaden unb ber \u00a7al\u00ea finb graulich ifabetfgetb unb burch buntle Oropfenflede gegeid)net; baS \u00a9rufibanb ift nur angebeutet; ber \u00a9auch braun unb fdjtvarg geb\u00e4nbert; bie mittleren \u00a9teuerfebern finb tvenig \u00fcber bie \u00fcbrigen verl\u00e4ngert.","page":314},{"file":"p0315.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9cinbl)u\u00ef)n. \u00a9treif enf lugbubn.\n315\n\u00a3>a\u00ea \u00a9treifeuf lughu\u00ef)n (Pterocles Lichtensteinii) enblid) ift oben unb unten auf ltd)U graulidjgelbem \u00a9runbe fein fdjroarg in bie Duere geftreift. \u00aeie \u00a9tim unb ber Vorberfdf)eitel ftnb toeifjlidf), ein oon bev \u00a9cfmabelivurget \u00fcber bie \u00a9tien Verlaitfenbeg Vanb aber, \u00fc>eldf)eg ba\u00ea licite gelb tljeilt, ift fo^tfdhtoarg; auf bem Obertopfe, in ber \u00fcfikngengegenb unb au ber \u00aeel)le veilvanbeln fid) bie Ouerftreifen in Vropfenfleden, auf bent SJiantel treten lebhaft gelbe, l^albmonbf\u00f6rmige gteden gmifdjen fie, loeil l)ier bie Gebern berartig gef\u00e4rbte \u00a9nbbinbeu geigen; \u00fcber bie Oberbruft gieljt ftd) ein breitet S3anb ton lidjtbrauitgelber garbe, meldjeg in ber \u00fcDUtte burd) ein fdjma\u00efe\u00ea buntelbrauue\u00ea geteilt unb nadi) unten \u00a7in burd) ein \u00efidjtgraue\u00ea begrengt toirb ; bie ^\u00bbaubf^loingen finb butdelbraun, an ber Stufenfa^ne lidjdbraun, bie \u00a9dringen gtoeiter Drbnung au ber SBurgel braun, an ber 2lufjenfal)ne rein toeifj, gegen bie \u00a9^i^e hin fd;tvarg; ber abgerunbete \u00a9djtoaug, beffen\n35 a \u00a7 \u00a9attbljuljn (Pterocles exustus).\nbeibe SDtittelfebern ftd) nicht \u00fcber bie \u00fcbrigen verl\u00e4ngern, ift v\u00f6tl)lid)graugelb, jebe gebet mit feinen fd)ft>argen Duerbinben gegeid^net. \u00a3)a\u00ea 2luge ift buntelbraun, ber Slugenring fd)ivefetgetb, ber \u00a9d^nabel fd)mugig orangegelb unb berguf, fo loeit er nadt, erggelb. $)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 10V3, bie SBrette 21Y2, bie gittigl\u00e4nge 7, bie \u00a9djtvangl\u00e4nge 272 3oll. 3)em 2Beibd)en fehlt ba\u00ea buntle \u00a9tirnbanb unb bie tid()tr\u00f6tl)lid)e Vvuftbinbe; eg ift auf grauifabellfarbenem \u00a9runbe oben unb unten fel)r gleichm\u00e4\u00dfig fein fd)toarg in bie Ouere geftreift.\n\u00a9anga unb ^l^ata ^abcn ungef\u00e4hr biefelbe Verbreitung; \u00a9anb = unb \u00a9treifenflughuhn geh\u00f6ren {\u00fcblicheren \u00a9egenben an. Unter ben europ\u00e4ifd^eit S\u00e4ubern batf nur \u00a9panien alg bie Heimat von gluglmhnern betrachtet Serben; benit iveun aud; namentlich bie \u00a9anga in vielen anbertt S\u00e4ubern \u00a9\u00fcbeuropag unb felbft inmitten 2)eutfd)lanbg beobachtet tvorben ift, haben Ivir bod)","page":315},{"file":"p0316.txt","language":"de","ocr_de":"316\nSie S\u00e4ufer. \u00a9charro\u00f6get. Flugh\u00fchner.\nfie uub jcbe\u00eb anbere Flughuhn, ive\u00efd^e\u00ea hier ftd) geigte, immer nur als Svrlinge angufehett, to\u00e4hreub bie beibett genannten 2lrten mit unter bie \u00a9haraftero\u00f6gel \u00a9pattien\u00ea geg\u00e4plt Serben muffen unb in gemiffen S\u00dfroOtngen ber ibertfcljen $albinfel ebenfo regelm\u00e4\u00dfig oorfommen, aB anbere ober biefetben Slrten in Elften unb in SIfrifa. SMe gu erioarten, erftredt fidf) ba3 Satertaub bief er S\u00df\u00f6gel \u00fcber einen gro\u00dfen S^eil ber alten \u00a9rbe. \u00a9anga unb '\u00aeljata finb h\u00e4ufig in allen entfpredjenben \u00a9egettben SRorbtoeftafrifrB, \u00f6ftlid) bB nad) SunB l)in; aber fte Oerbreiten ftc^ aud) \u00fcber beit gr\u00f6\u00dften Stljeil Slften\u00ea unb erfdjeinen, toenigpten\u00ea im S\u00dfinter, nod) feljr regelm\u00e4\u00dfig in Snbien. -!pier, toie in \u00fcRorbofb unb SRittelafrifa, toerben [ie \u00fcbrigen\u00bb au\u00dferbem burd) ba3 bort br\u00fctenbe \u00a9attbhuhtt unb Sertoanbte oertreten, Jo\u00e2\u00efjrenb ba\u00ea \u00a9treifenftughut)n auf Slfrifa befd)r\u00e4ntt gu fein fd^eint unb meinen (Erfahrungen gu Folge, erft in ben f\u00fcblidfj be\u00f6 18. \u00a9rabed n\u00f6rblid)er Breite gelegenen \u00a9teppeit, nid)t aber in ben eigentlichen SB\u00fcften ftdj ftnbet. Sn \u00a9panien betoopncn bie Flugh\u00fchner Slttbas lujten, dRurcia, Valencia, beibe \u00a9aftilien unb Slragonien; hoch herrfd)t immer in einer ^rooing mehr bie eine als bie anbere 9trt oor; Sbaffelbe gilt f\u00fcr Slfrifa, SDaffelbe, laut 3 er bon, f\u00fcr pubien: bie oerfd)iebeiten Sirteit leben neben, nicht unter einanber.\nSide Flugh\u00fchner betoopnen nur SMiften ober \u00a9teppengegenben; auf Felbern fieht mau fie blo\u00ea bann, ioetttt bie Fr\u00fcdhte abgeerntet finb. S)ie mit trodeuent, b\u00fcrreu, afrifanifdjen SRiebgrafe, ber \u00a7alfa, bebedtett (Ebenen, nteift oerto\u00fcftetc Felber, ftnb ihre \u00a3iebling\u00a7pl\u00e4he; in \u00a9banieit leben fte auf gang \u00e4hnlichen \u00a9teilen: hier beherbergt fte l)auptf\u00e4d)lid) ba\u00ea fogenannte \u201e\u00a9ampo\", ein Felb, toeld)es> eben aud) nicht oiel mehr aB S\u00df\u00fcfte ift. \u00a9attg SDaffelbe fagt Serb ou hinftd)t\u00efid) Snbien\u00eb. d\u00dfalbige \u00a9egenben nteiben fte faft \u00e4ngftlidh; bagegen fdjeitteit fie fid) ba, too niebere\u00ea \u00a9eftr\u00fcbb fp\u00e4rlid) ben Sobett bedt, toie e3 in ben afrifanifdjen \u00a9tebbett ber Falt ift, vedjt toohl gu beftnbett: fte f\u00fcrchten ben gefchloffenen S\u00dfalb, toeil ihr gtoar rafdjer, ft\u00fcrniifcher, nicht aber getoaitbtcr Flug fte hier, too fte beim 9luffdjtoirren leicht an \u00dftoeige unb 2lefte flo\u00dfett f\u00f6ttueit, gef\u00e4l)t'bet, to\u00e4hrettb fte ba, too \u00a9eftr\u00e4ud) uub S\u00e4ume fel)r oereiitgelt flehen, \u00fcberall beit n\u00f6tigen \u00a9pietraum f\u00fcr ihre Setoegungen finben. Unter allen Umft\u00e4nbeit to\u00e4hlen fie \u00a9teilen, bereit Sobenfarbe ber F\u00e4rbung iljre\u00e2 \u00a9efteber\u00ea m\u00f6glidhft entbricht: ba\u00ea r\u00f6tl)lidje \u00a9rau ber \u00a9anga ftimmt mit bent lehmigen \u201e\u00a9ampo\", ba\u00eb lebhafte \u00a9elb be\u00ea \u00a9anbhuhn\u00ea mit bent faft golbfarbeitett \u00a9aitbe ber d\u00df\u00fcfte \u00fcberein; ba3 $teib be3 \u00a9treifen; flttghuhn\u00ea \u00efemtgeidjnet bie manchfaltigere \u00a9te^he.\nSn ihrem S\u00dfefett unb Setragen geigen bie Flugh\u00fchner ettoal burdjau\u00ea \u00a9igenth\u00fcmiidje\u00ea. Sebe ihrer Setoegungen ift oon ber aitberer \u00a9charro\u00f6gel oerfd)iebett. Shr \u00a9ang ift leicht unb fd)\u00f6tt, mehr h\u00fchner= aB taubenartig, immerhin aber noch etioa\u00a7 trif>f>elnb, nicht eigentlich reitnenb, mie bei ben ed;ten H\u00fchnern; fie tragen ftd) int \u00a9eben oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig hoch, halten bie Fu\u00dftourgelit gerabe uub fefcen nun langfant ein Sein oor ba\u00ea anbere, niden aber nicht bei jebem \u00a9d)ritt mit bem $opfe, toie Sauben gu thutt pflegen. SberFlug ift, toie toieberholt bemerkt, raufchenb uttb ft\u00fcrmifd); er befiehl au\u00a7 einer fReiljc gleichm\u00e4\u00dfiger, fd^neU fidj folgenber Fl\u00fcgelfdhl\u00e4ge uttb erinnert einigerma\u00dfen an beit ber Saubett, oiel mehr aber au beit ber ^Regenpfeifer. \u00a3)a\u00ea \u00a9d)toebeube be\u00ea Saubettfluge\u00ea fehlt ihm g\u00e4nglich; benn nur, toeitn bie Flugh\u00fchner ftd) gur \u00a9rbe herabfeitlett tooKen, gleiten fie ohne Fl\u00fcgel: fdjtag burch bie Sufi. Seim Mufftet)en fletteru fte, fo gu fagen, in faft fenfredjter Dichtung rafd) empor, unb erft nad)bem fte eine getoiffe $\u00f6he erreicht haben, fliegen fte in gleicher \u00a9bette \u00fcber beit Sobett bahin, gew\u00f6hnlich au\u00dfer \u00a9dju\u00dfn\u00e4he, immer bidjt gebr\u00e4ngt neben einanber, alfo in gefchloffenen \u00a9djio\u00e4rnten, unb unter lautem ununterbrochenen \u00a9efdjrei. Sn bem \u00a9d)toarme felbft mad)t ftd) faum ein 2Bed)fel betnerflid); febe\u00ea einzelne \u00a9t\u00fcd beh\u00e4lt genau feine \u00a9teile unb ft\u00fcrmt in gleichem Slbftanbe oon ben \u00fcbrigen mit biefett toeiter; ein Sorbr\u00e4itgcn ber einen uub gur\u00fcdbleibett aitberer, toelche bann oielleid)t toieber au bie \u00a9pi^e gu fommett fttchett, toie e3 bei oielen anbern S\u00f6geln benterft toirb, fittbet bei ihnen nid)t ftatt. \u00a3)ie \u00a9timme ift fo begeidhnenb f\u00fcr biefe S\u00f6gel, ba\u00df fte mit anbern nicht oertoed)felt ioerben fantt. SDer arabifche dtame \u201e^ha^a/// richtiger \u201e\u00aeha^a/3 ifl ein ^langbilb be\u00ea \u00a9efchreie\u00ea, toeld)e\u00ea fte int F\u00efuge au\u00f6fto\u00dfen; to\u00e4hrenb man bagcgeit, toenn fte am Soben herumtaufen, einen oiel fanfterett, teife heroorgefto\u00dfenen Saut oernimmt, toeld)en man burd) bie \u00a9ilben","page":316},{"file":"p0317.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9anga. f\u00eepata. \u00a9anb; unb \u00a9treifenftttgpupn.\n317\n,/\u00a9lud\" ober \u201e$\u00dfud\" et it) a toiebergeBen faun, unb ireldpcr ungef\u00e4hr bie l\u00f6ebeutuug eine! Unter; paltunglgefdptu\u00e4fce! pat. \u00a9o fepr ftd^ bie \u00a9timmiaute bei* oerfdpiebetten Stilen \u00e4pneln , fo [teilen fdp bod) Bet fdparfer 33eoBadptung getoiffe Uuterfdpiebe peraul, ireldpe freilid) mit SGBorteit nidpt immer au!; gebr\u00fccft toerbett f\u00f6nnett. SDod) gilt \u00aea! nidpt f\u00fcr alle SIrten. \u00a9o Vernimmt man Bon bent \u00a9treifen; f\u00fcgpupn anftatt be! \u201e\u00aepabba f^abba\" fepr OoKHingenbe Saute, tueldpe id) bttrd) bie \u00a9ilBen \u201e\u00c4\u00fcl\u00fc H\u00fc H\u00fc \u00f6r\" toiebergcgeben pabe unb gtrar, inbem id) bal unmitte\u00efBar Borger \u00a9ep\u00f6rte aufgugeidpncn rer; fnd)te. OB bie 3Mnnd)en Befottbere, Bon betten ber S\u00f6eiBcpen oerfcpiebene Saute aulfto\u00dfen, pabe id) Bi! jept nod) nicpt ermitteln f\u00f6nneu, oBioopl id) gu ber Slnttapme Berechtigt gu fein glauBe, ba\u00df e! fo fein toirb. UeBer bie \u00a9intte unb anbertoeitigen \u00c7\u00e2pigfeiten bel \u00a9epirn! l\u00e4\u00dft fdp fdptuer ein Itrtpeil fatten. Oa\u00df bal \u00a9efdpt ber \u00c7lugpiipiter fepr fdparf fein muff, erf\u00e4hrt jeber S\u00e4ger Balb genug; ba\u00df it)i* \u00a9ep\u00f6r ioopl enttoidelt ift, erfennt man an ber Slufmerffamfeit, toeldpe fe bem leifeften \u00a9er\u00e4ufdp unb nament\u00efid) ben Bon fern per t\u00f6nenben Sodrufen it)rer Slrtgenoffen toibmen: trie e! aBer mit ben \u00fcBrigett \u00a9innen fielen mag, trage id) nidpt gu fagen. 3Son ber 23ilbfamfeit ipre! \u00a9eifte! geben bie S5\u00f6gel mandpfacpe 33etreife. \u00a9ie erfennen unb toiirbigen bie \u00a9leidpfarbigfeit ipre! \u00a9efeber! mit ber 23obenf\u00e4dpe, auf toeldper fte leben: bcnn fie ioiffen au! ipr Befett! 93ort^ei\u00a3 gu gieren; fte Befunbctt eine getriffe Sift unb laffen erlernten, baff \u00a9rfaprmtg fte fet)r Balb ioi^igt : benn fte, toeMpe eigentlich Bertrauenlfelige \u00a9efdp\u00f6pfe genannt toerbett m\u00fcffen, toerben, trenn fte SSerfoIgungen erfuhren, Balb ungemein fcpeit unb Borfid)tig, geigen ft<h and) fetl fdpeuer, trenn fte [ich in gr\u00f6\u00dferen \u00a9efellfdpaften gufamntenpalten, all trenn fte eingetn ober in Heinett \u00a3rutty! Bereinigt ftnb, Betreifen alfo, ba\u00df bie kl\u00fcgeren ihrer SIrt \u00a9rfaprungen gefantmelt haben, unb ba\u00df btefe Bott ber \u00a9efammtpeit Bepergigt toerben. Spr SO\u00dfefen erfcpeint uni all ein \u00a9emifd) Bon fcp tribertyrecpenben \u00a9igeitfcpaften. \u00a9ie ftnb \u00fcberaul gefellig, Bel\u00fcmmern ftch, ftreng genommen, aber nur um Sp^gleicpen ; fte leben mit ben Berfdpicbenfen V\u00f6geln int tiefften Rieben, geigen fiep gutreilen aber bod) p\u00e4tnifd) unb neibifd), trie bie \u00efauben, opne ba\u00df man bie Urfad)e gu erfennen oerm\u00f6d)te; fte galten eintr\u00e4dptlid) Bei einattber, Beginnen aber gelegentlich unter einanber einen 3treifantyf unb fechten biefett trader burd), obglei<h Bon bem tyrid)tr\u00f6rtlid) getrorbenett $antyfe!mutp ber $\u00e4pne Bei ipnen uidpt gu rebeu ift, unb el unter ipnen gu einem \u00a9treite auf SeBen unb \u00a3ob tropl nientall fommt.\nOa! t\u00e4gliche Sebett ber ^lugp\u00fcpner nimmt einen fef)i* regelm\u00e4\u00dfigen Verlauf. SCRit Slulnapnte ber SO\u00e4ttagl; unb Bielleicht ber SJtitternadptlfuuben ftnb fte Beft\u00e4itbig in Stp\u00e4tigfeit, ntinbefen! trad). SDal \u00a9treifeitflughuhn paBe id) tr\u00e4prettb bei gangen Xage! in Oeireguttg gefehlt unb gu jeber \u00a9tunbe ber 9Ra<ht geh\u00f6rt: id) tourbe nicht toenig \u00fcBerrafht, all id) feine h\u00f6<hft trol)llautenbe \u00a9timme nod) in ben ty\u00e4ten Sftadptfunben oernapm, all id) Beim Bleichen \u00a9d)immer bei \u00e4Ronbe! \u00a3ntyp! Bon ih\u00abt gu einer fd)iBad)ett SCRineralquelle fliegen fal), um bort ftch su tr\u00e4ufelt. OB aud) bie \u00fcbrigen Slrten ber \u00a9type fo rege ftnb ober ob nur ber SJtonbfdpein bal \u00a9treifenfugpupn fo rege mad)te, mu\u00df id) bapin gefeilt fein laffen; id) paBe hierauf Begiiglidpe SeoBadptungen nicht gefammelt. \u2014 \u00a9emein; faut if alten Bott mir Beobachteten Slrten ^olgenbel:\n91od) el)e ber \u00a3ag eigentlidp angeBrod)en, b. p. nod) epe bie in ben nieberen Breiten nur miuutens lange O\u00e4mmeruttg Begonnen, Bernintmt matt Bereit! bie Unterpaltungllaute ber Flugh\u00fchner, unb fobalb matt \u00a9egenf\u00e4nbe unterfd)eiben fantt, ftel)t man fe emfg gtrifd)en ben nieberen \u00a9toppein ober @ra!b\u00fcfd)eit um^erlaufen ttttb Slaprung attfnetynett. Sterben fe nid)t geft\u00dfrt, fo treiben fte biefel \u00aeefd)\u00e4ft ununterbrod)eit Bi! gegen neun Upr Bormittag!; bann fliegen fe, ber Sctyrelgeit ent; fpred)enb, ettra! fr\u00fcher ober fp\u00e4ter, gur ^r\u00e4nfe. ^ier fotttmen im Verlaufe einer \u00a9tunbe \u00efaufettbe an, trenn bie \u00a9egenb trafferarm ift, biefe \u00efaufenbe an einer' fleinen ^Pfttye, trenn ba! Sanb Bon Fl\u00fcffett burdpfepnitten trirb, bie eittgelnen \u00efrupp! an alten paffenbett \u00a9teilen bei glu\u00dfuferl. \u00a9ie f\u00fcrgeit fdp au! poper Suft itt fdptefer 3lidptitttg in bie 9R\u00e4pe ber \u00a3r\u00e4nfe perab, laufen rafdp auf bem S3oben treg, Bil an! S\u00f6affer pinab, trittfen in brei Bi! Bier pafigett B\u00fcgen unb erpeben fdp, ent; treber unmittelbar oont Staffer au! ober uad)bem fe gur \u00a9infallfelle gur\u00fcdgelaufett ftnb, uutertreg! einige Ouargf\u00f6rner aufgenommett, fdp aud) tropl nod) ein trenig aulgerupt paben. Seber ging trenbet","page":317},{"file":"p0318.txt","language":"de","ocr_de":"318\n\u00aeie 2ciufov. \u00a9harro\u00f6geT. Flugh\u00fchner.\nfid^ berfelbett \u00a9egenb gu, oon Weiher er herkam, imb Wahrfheinlid; kel;rt jcber gu bemfe\u00efben \u00a9ei$e; gebiete guri\u2019td. \u00a9rlegt man f\u00c7\u00efng^\u00fc^ner bei ber \u00efr\u00e2nke, fo finbet man, ba\u00a7 fie ihren \u00aeropf mit K\u00f6rnern berart angefiitlt haben, bafj bie hit bebedettbett Febern baufhett. 9bad;bem fid; bie SS\u00f6gel getr\u00e4nkt haben, tritt bie mit ber beginncuben 23erbauung oerbunbette 9iu^e ein, unb je^t fie\u00efjt man bie $ette, gruppettWeifc oereingelt, in behaglicher 9buhe, entWeber in fel6ft gefcbarrten, feid;ten $er; tiefuugcn ober aud; ohne Weitere! auf bent \u00a9aube gelagert, gew\u00f6hnlich platt gebr\u00fcdt auf bent \u00fc\u00dfauche, oft aber aud; auf ber \u00a9cite, halb auf biefer, halb auf jener liegenb, Wobei bann ber eine Fl\u00fcgel aulgebreitet unb beit \u00a9tragen ber \u00a9onne preilgegebett Wirb. \u00a9\u00e4hrettb biefer 9bul;epaufc fdjWeigt aud; bie Unterhaltung; fte beginnt aber augenblicklich Wieber, Wenn ftd; etwal $erb\u00e4d;tigc! geigt. $tt ben Dbahniittaglftuubeu Wirb eine gWeite \u00a3CRahIgeit eingenommen, unb gWifchett oier nttb fcdf>\u00ea Uhr fliegt 2Wel gunt gWeiten SCRal ben \u00a3r\u00e4ttkpl\u00e4ben gu. 5lud; bielntal oerWeilt ber Flug nur Wenige SOUnuten an bent labungfpenbettbett Orte unb eilt nun unmittelbar bem \u00a9d>lafpla^e gu; bod; fann el oorkomtnen, bafj biefer in ber Db\u00e4he ber Ottelfe gew\u00e4hlt Wirb, Wie ich fold;e! aud; einmal, freilid; an einem oottt \u00fcDbettfheu in keiner \u00a9eife beunruhigten Orte, beobachtet habe.\n5Rur ba, Wo bie Flugh\u00fchner oerfolgt Werben, geigen fte ftd; fd;eu; in ber eigentlichen SBiifte, Wo fte Wenig mit 3)\u00eeenfd>en in Ber\u00fchrung kommen, laffen fte ben Leiter auf feinem Kamele jtd> ihnen bil auf Wenige \u00a9djritte n\u00e4hern; felbft bem Fu\u00dfg\u00e4nger Wirb el nicht fhWer, au fte herangukontmen, Wenn er fte reddgeitig cntbedt hat, unb bie bei ber Sagb \u00fcberhaupt n\u00f6tige 33erftedung anWenbet, b. h- thut, all ob er t;armlo! an ihnen ooriiber gehen Wolle. 5lber gerabe bal \u00a9ntbedett t;at feine Schwierigkeiten. \u00a9I geh\u00f6rt ein fehr fcharfel 5luge bagu, fte wahrgunehmen. Sch habe mehr all hunbertntal \u00a9\u00fcftenh\u00fchner gejagt ttttb erlegt, bin aber bei jeber Sagb oott neuem in \u00a9rftaunen gefegt Worben \u00fcber bie Fertigkeit ber Ohierc, fth ben \u00a9IWen gu eittgiehen. hierbei leiftet ihnen ihr \u00a9\u00fcftengeWanb bie beftcn Oienfte: bal F'lughuhu braud;t [ich blol auf bem Ooben, beffen F\u00e4rbung el in ben feinften \u00a9chattirungen auf feinem \u00a9efteber tr\u00e4gt, niebergubr\u00fcden unb ftd; ruhig gu oer; halten, ttttb el felbft ifl gleidjfam gu einem \u00a3l;eH be! \u00aeobenl geworben; man oertnag el oon biefem nicht mehr gu unterfepeiben. biefer \u00a9eife t\u00e4ufd;eit alle Flugh\u00fchner ben uttkitttbigen Verfolger, \u00a9er ein red;t fcharfel 5luge befifd unb gu beobaddett gelernt hat, ftcht bei feiner Slnn\u00e4hentug an eine auf b\u00e7r \u00a9rbe rul;enbe \u00aeette Flugh\u00fchner mehrere alte Sft\u00e4nndjett, Welche mit hod;aufgeftredtem H\u00e4lfe beit 5lnkomntenben betrachten, unb gewahrt bei Weiterem Herangehen, wie biefe \u00a9\u00e4d;ter pl\u00f6felid; uttftddbar Werben unb bie gange gahtreid;e \u00c6ette unfieptbar ntad;eit, inbent aud; fic ftd; platt auf bie \u00a9rbe legen. Seber oor\u00fcbergiehenbe 9bauboogel, jebel ftch geigenbe unb gef\u00fchrlid; fd;einenbe @efd;\u00f6pf oerWanbelt in biefer SX\u00d6eife bie Hunberte oon V\u00f6geln in Hunberte ooit H\u00e4ufchen, Weld;e bem \u00a9anbe fo ootlkommen \u00e4hneln, ba\u00a7 man immer unb immer Wieber iiberrafdit Wirb, Wenn pl\u00f6blid; oon einer \u00a9teile, auf Weiher man nur \u00a9anb gu bemerken glaubte, bieoieleit, grofett 23\u00f6gel unter lebhaftem \u00a9er\u00e4ufh fid; erheben.\nOie Nahrung befkeht, Wenn nid;t aulfhliefjlid;, fo bod; faft nur aul S\u00e4mereien. Oa, Wo el Felber gibt in ber 9R\u00e4I;e ber \u00a9\u00fcfte, haben fte beim \u00a9infammein biefer K\u00f6rner, Wenigftenl geitweilig, leidjte Arbeit: in gang Dborboftafrika g. S3, n\u00e4hren fte fid; SDconate lang nur oott ber Ourrah; in \u00a9panien branbfd;apen fte bie \u00a9eigen;, SObail; unb \u00a9idenfelber; in Snbien erfheinett fte auf ben abgeernteten unb troden geworbenen 3bei!felt>ent. Su ben \u00a9\u00fcften uttb Steppen aber haben fte nur iit ben Wenigen \u00e4hrentragenbeit \u00a9r\u00e4fern ergiebige Db\u00e4hrpflangen, uttb l;ier begreift man el oft Wirklid; nid)t, Wie fie el m\u00f6glich ntad;en, tagt\u00e4glich bie fehr Weiten kr\u00f6pfe gu f\u00fcllen. Ob fte $erb; tpiere aufnehmen, Weif; ih nid;t; id; habe, fooiel id; mid; entf\u00efnne, immer nur K\u00f6rner in ihrem SJiagen gefunben. Oie \u00a9efangenett freffen \u00fcbrigenl Slmeifeneier.\nSn \u00a9\u00fcbeuropa unb \u00dcRorbafrika br\u00fcten bie Flugh\u00fchner in ben erfien Fr\u00fchlinglmouateit, in SD\u00ceittelafrika gu Einfang ber 9begeugeit, Weihe beit norbifhen Fr\u00fchling oertritt, iit \u00a9\u00fcbiubien, laut Serb on, in ben SJbonaten gwifd;en Oegentbcr unb \u00dcJbai, in \u00fcftittelinbien nod; etwa! fp\u00e4ter. Sh","page":318},{"file":"p0319.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9aitga. \u00ae\u00a7ata. Sattb- unb \u00a9treif enf lughuhn.\n319\nhabe nur ein etngtgeS 2M bie \u00a9ier eines btefcr $\u00fc\u00a7net erhalten, eigene ^Beobachtungen \u00fcber bie Fortpflanzung jebodh nid^t anfteUen f\u00f6nneu. S\u00a3)aS ^Betragen gefangener \u00aehataS hat mich in ber burd) ^Beobachtung freilcbenber VerWaubten gewonnenen Slnftd^t unter ji\u00e4fet, ba\u00df alle Flugh\u00fchner in \u00a9in; Weibigfeit leben. \u00dcDiait Benterft ftetS ein \u00e2ufammenlebcn ber S\u00dfaare unb fteht an ben gefangenen g\u00e4hnen, ba\u00df fie nur einer $enne ftdh wibntett. SDteS gefdfjieht, fo Weit ich Beobachtet habe, ohne ben Stufwanb Ooit oerfchiebenen Stellungen, ^Bewegungen, \u00a9eberben unb Sauten, Welche bie M\u00e4nnchen anberer Schar rO\u00f6gel treiben: ber Flughahn l\u00e4uft in Befcheibener \u00abSpaltung um feilte \u00a9vforene herum unb gibt feinen \u00a9ef\u00fchlen h\u00f6dhfienS burdh Str\u00e4uben ber Febern unb S\u00fcften ober VS\u00f6lben ber Fl\u00fcgel, foWie ein gelegentliche^ furgWierigeS Vreiten beS Schwanges SluSbrudf. 2lber auch in ihm regt ftdh, Wenn bie Siebe ihn Begeiftert, bie Suft gum Streite. So friebliebenb er fonft iff, fo Wenig er anberen SOf\u00e4nndhen fonft l\u00e4ftig Wirb, fo lebhaft oerfolgt er in ber S\u00dfaargeit [eben anberen Jpahu, Ja fogar [eben anberen 93ogel, Welcher ftdh feiner \u00a9eliebten n\u00e4hert. 3ebe Serd^e, Welche Bisher mit ihm im Beften \u00a9inOerft\u00e4nbni\u00df lebte, Wirb jel^t, fobalb fte in-bie Sft\u00e4he fomntt, burdh ein \u00e4rgerliches \u201e2)r\u00f6hb, broh, brah, br\u00e4h\" unb burdh bie gleichzeitig eingenommene Fedhterftellung (niebergebeugter \u00aeopf, gew\u00f6lbte Fl\u00fcgel) gewarnt unb, Wetttt fte nicht barauf achtete, oertrieben. 2luf einen attbcrn \u00abSpahn [t\u00fcrmt ber \u00a9iferf\u00fcdhtige mit tiefgefenftem unb Oorgeftrecftem \u00aeopfe, erhobenem Schwange, aber glattanliegenben Fl\u00fcgeln unb Febern rafdhen SaufeS loS, unb er mu\u00df eS Wohl ernftlidh meinen, Weil mau jenett fo eilfertig baS V\u00dfeife fudhen fteht.\nHeber ScReftbau, \u00a9iergahl unb Vr\u00fctung berichten Striflram unb ^erbott. 95ott ber \u00a9aitga fagt ber \u00a9rftere, ba\u00df fte, Wie alle \u00fcbrigen ihm befannten Slrten, brei \u00a9ier legt, uttb ba\u00df bie SDreigahl itnab\u00e4nberlidh, ich \u00fcber mu\u00df h^u bemerfen, ba\u00df mir oier \u00a9ier auS einem Deleft gebracht W\u00fcrben, unb auch Serben gibt bie 2lngahl beS \u00a9elegeS gu brei ober oier an. SDie Slrabcr befdhrieben mir baS SReft als eine [eichte Vertiefung im Sanbe ohne jegliche Unterlage. Srbp gibt an, ba\u00df bie oott ihm aufgefunbeitett \u00a9ier in einer g\u00e4ngtidh baumlofen \u00a9egettb auf bem blofen Sanbe lagen unb ein eigentliches SReft nicht oorhanben war; SlbamS hingegen behauptet, ba\u00df baS Sattblau eine einfadhe Vertiefung in bett Vobeit grabe unb ben SRanb berfelben burdh einen $reiS oott b\u00fcrrcn \u00a9r\u00e4fern gu fr\u00fchen fudhe: er fattb, Wie er fagt, im Sutti mehrere alte Hefter. 2)ie \u00a9ier aller bis jept befannten 2lrten \u00e4hneln ftdh *n fwhem \u00a9rabe. ' Sie geigen baffelbe \u00a9epr\u00e4ge wie bie anberer \u00a9rbbr\u00fcter, n\u00e4mlich eine mit ber Umgebung \u00fcbereinftitnmenbe F\u00e4rbung, ftnb gleichh\u00e4lftig, an beiben \u00a9nbett faft gleich; m\u00e4\u00dfig abgerunbet; ihre Schale ift berb, unb troh beS fiarfen Zornes unb ber tiefen Sporen glatt unb gl\u00e4itgettb, bie \u00a9runbf\u00e4rbung ein heUeS, reines ober inS \u00a9r\u00fcnlidhe unb 9R\u00f6thli<he giepenbe Vraun; gelb; bie Schalenflecfen Wc<hfeltt in oerfchiebenen, oott ber \u00a9ntnbfarbe ftdh abhebenben V\u00f6nen, oott hellerem gu bunflerent Violettgrau, bie BeichnungSfledfen ebettfo in \u00a9elb; ober 9fothbraun; beibe ftnb giemlidh bid)t \u00fcber bie gange Fl\u00e4che oertheilt unb gr\u00f6\u00dfere, unregelm\u00e4\u00dfig geftaltete, mit fleineren unb [ehr fleinett gemifdht. So befdhreibt ValbantuS bie \u00a9ier nach eigener Unterfudhung. 3\u00f6\u00dfenn baS \u00a9elege aus brei \u00a9icrn befiept, liegen gWei oott ihnen itt einer Sinie, unb baS britte ber S\u00e4nge nach neben an. \u00a9er Vogel foil, laut \u00a3riftram, W\u00e4hrenb beS VriiteuS auf einer Seite liegen unb mit einem auSgebreiteten Fl\u00fcgel bie \u00a9ier bebecfett, beShalb auch einen h\u00f6<hft fonberbaren 2lnblicf gew\u00e4hren. Striftram glaubt, ba\u00df biefe Stellung Wegen beS popen VruftbeinfamnteS nothWenbig fei: ich meine, ba\u00df fte Wohl nur eine guf\u00e4Uige gewefen fein mag, welche ber Vogel angenommen hat, um ftdh auS; guruhett. Heber baS erfte Sugenbleben ber Flugp\u00fcpner fettne ich nur bie fttrge STRittpeilung, Weldhe Vartlett neuerbingS Oer\u00f6ffentlidht hat, unb audj fie begieht ftdh bloS auf B\u00fcchlein, Weldhe im \u00ae\u00e4fig erbr\u00fctet W\u00fcrben: \u201e\u00aeie \u00aepata hatte im Vogelpaitfe beS lottboner \u00efpiergartenS fdhott Wieberholt \u00a9ier gelegt, auch oerfuc\u00efpt, fie aitSgubr\u00fcten; bie Vrut war jeboch regelm\u00e4\u00dfig nicht auSgefomnteit. SlnfangS Sluguft 1865 W\u00fcrben gWei \u00a9ier in eine [eichte SDUtlbe im fanbigen Voben beS VogelhattfeS gelegt, eifrig bebr\u00fctet unb am 29. 3luguft gl\u00fccflich ausgebracht. Sie Waren ziemlich bewegliche \u00a9efcp\u00f6pfe, obfdhott nicht in bemfelben \u00a9rabe, Wie junge k\u00fchner, Fafanen ober Rebh\u00fchner, jebodfp fr\u00e4ftig unb munter, Wudhfen auch gu betr\u00e4chtlicher \u00a9r\u00f6\u00dfe heran, ftarben aber, nocp be\u00fcor fte ihr","page":319},{"file":"p0320.txt","language":"de","ocr_de":"320\n\u00a9tc K\u00e4ufer. \u00a9djarro\u00f6get. g\u00efugp^ner.\nVkdpgtpum Ootlenbet fatten.\" (Sine, biefen Shorten beigegebene Vbbi\u00efbung madpt ung mit bent erfteit Ounentleibe befannt. \u00a9g biirfte an Bierticpleit laum \u00a9eineggleidpen frttben. \u00a9in bunlleg \u00a9anbgelb ift bie \u00a9runbf\u00e4rbung ber Oberfeite, bunlle SCRonbflecfett fdpattirtn, toei\u00dfe, buntel gef\u00e4umte (Streifen t^eiten fte in mehrere, regelm\u00e4\u00dfig abgegrengte f\u00c7e\u00efber. Heber ben \u00aeopf Oerlaufen ein SRittels unb gtoei Vrauenftt eifen ; oon beui breiteren SUiclenftreifen feigen fid; gtoei fdjm\u00e4lcre ab, toenbett fid^ feitlid), fobann toieber nad) Oorn itnb untfcplte\u00dfen fo bie oier SDtittelfelber, toaprenb bie beiben unteren burep fte nttb bie lichte Unterfeite begrenzt Serben. 3Xudp bie Fl\u00fcgel ftnb burep SSogenftreifen gegiert, ^mitten ber gelber fiept man nod) eingelne Heine, runbe, toei\u00dfe $lede. Oie Unterfeite ift einfarbig gilblidp inei\u00df.\n2Iitdj bie glugp\u00fcpner fabelt im \u00e4ftenfepen ben \u00e4rgften f\u00c7ehtb ; bentt gegen bie meiften Vaubtpiere fdp\u00fcpt fte ipr fdjneller $lug. 3Rtr tourbe gefagt, ba\u00df ipnen ber \u00a9belfal! unb nadptS ber \u00a9cpalal unb S\u00f6\u00fcftenfucpg gef\u00e4^rlidO toerben; aug eigener \u00a9rfaprung oerntag id) jeboep hier\u00fcber \u00fcRidptg gu fagen. ^Dagegen pabe id) fepr p\u00e4uftg auf glugp\u00fcpner gejagt unb oft mit bent befielt \u00a9rfolge. \u00a9o lange bie V\u00f6gel nod) niept fd)eu getoorben ftnb, l)\u00e4lt eg nid)t fdjtoer, fte gu erlegen: fte oertrauen im allgemeinen gu oiel auf ipr \u00a9anblleib. 3<P erinnere miep, mit einem eingigen \u00a9epttffe Oiergeptt oon ipnen erlegt gu ^abett. \u00a9ie oertragen aber einen fepr ftarlen \u00a9cpu\u00df, unb biejettigen, betten niept bie ebelften \u00a9peile ober bie \u00a9dptoingen oerlept tourben, ergeben ftd) nod) regelm\u00e4\u00dfig, fliegen toeit toeg unb fallen bann erft tobt gu Voben perab. SDer \u00a9annuler pat noep mit einer \u00a9eptoierigleit gu l\u00e4mpfen, toeil bie Vertounbeten fo heftig gu flattern pflegen, ba\u00df ipre nur lofe an ber \u00a3aut ftpenben Gebern faft immer in gro\u00dfer SJ\u00ceenge auggepen ; bei ber ^\u00e4ufigleit ber 3S\u00f6gel liefert iprn aber einige Vugbauer halb bag \u00a9en\u00fcgenbe.\n\u00a9ang anberg geigen ftd) bie $lugp\u00fcpner ba, too fte nteprfaepe Verfolgungen erfahren paben. \u00a7ier ift au ein Vefepleiepen gar niept gu beulen, unb mau mu\u00df begpalb bie \u00a9r\u00e4nlftette auffudjen, pier anftepen unb fte ertoarten. (Sine fotdje pat mein Vruber betrieben, unb ba biefe \u00a9epilberung Vertr\u00e4ge gur \u00caunbe nuferer V\u00f6gel liefert, toil! icp bag Vkfentlidje pier folgen laffen. \u201e2Beil bie glugp\u00fcpner\", fagt er, \u201eoon ben Spaniern gern gegeffett toerben, ftellt matt ipnen auf alle mdglidpe \u00e4\u00dfeife nacp, unb fte ftnb begpalb ungemein fcpeu unb \u00f6orjtcptig. SDXan fdpie\u00dft fte regelm\u00e4\u00dfig bei ben \u00a9rinlpl\u00e4pett auf bem Vnftanbe. \u00a9ie pflegen bag \u00e4\u00dfaffer ftetg fo nape alg m\u00f6glidp an ber Quelle aufgufuepen unb eilen begpalb nad) bem \u00a9ebirge ober nad) podpgelegenett Orten, um bafelbft ipren 2)urft gu ftillen. 3u bem einmal erto\u00e4plten \u00a9rinfplape leprett fte t\u00e4glidp unb gur beftimmteu \u00a9tunbe toieber; ber S\u00e4ger lattn alfo fxeper barauf reepnett, fte gur redjten 3ert erfepeinen gu fepen. \u00a9r oerbirgt ftdp in ber 9R\u00e4pe ber \u00a9telle, too er ipre f\u00c7\u00e2prte am Dtanbe beg S\u00dfafferg im \u00a9attbe bemertte, forgf\u00e4ltig, am beften in einer mit \u00a9teinen \u00fcberbedten glitte, mu\u00df aber jebenfallg fdpon eine ober anbertpalb \u00a9tunben oor bem erto\u00e4pnten Vnlommen ber \u00a9piere gur \u00a9teile fein . . . . \"\n\u201eVon bem Vabe oon Slrcpena aug, toofelbft icp mid) oiergepn \u00a9age aufpielt, unternapm icp am g to eiten \u2019\u00dffingfttage einen Sagbaugflug nacp bem anbertpalb Steilen entfernten (Sampo be Ul\u00e9a, einer (Sin\u00f6be, in toelcper Vienenfreffer, #aubenlerd)en unb \u00a9teinfdpto\u00e4per faft bie eingigen befteberten Vetoopner toaren. 2Bir erreidpteit gegen ftebett Upr bag Vett beg fftegenftromeg, in toelcpem bie glugp\u00fcpner \u00e4\u00dfaffer gu trinleu pflegten, \u00a9in $irt patte genau bie \u00a9teile auggetunbfd)aftet unb bafelbft 5lnft\u00e4nbe erbaut. \u00a9)ag Flu\u00dfbett tourbe gu beiben \u00a9eiten eingefd)loffen oon fteilen $elg; to\u00e4nbett, toelcpe oon pracptooll bl\u00fcpettbett Oleanbergeb\u00fcfcpett betleibet toaren. Vlog pier unb ba geigte ftdp eine jpf\u00fcpe fdjmugigen \u00e4\u00dfafferg, unb an eittgelnen \u00a9teilen bemerlteu toir auep fdpon g\u00e4prteu oon glugp\u00fcpnern im \u00a9anbe. fRadpbem toir brei Viertclfhmben gegangen toaren, tourben bie gu\u00df= tapfen gaplreidpcr, unb halb fattben toir bie aug \u00a9teinen forgf\u00e4ltig erbauten Slttft\u00e4nbe in ber V\u00e4pe beg pier riefetnben SBafferg.\"\n\u201eSept fdp\u00e4rfte mir unfer S\u00e4ger nodpmalg bie ung fdpon gegebenen Verpaltunggma\u00dfregeln ein, n\u00e4mlid) rupig im Vnftanbe gu bleiben, bag \u00a9etoepr gu fpannen unb auf bag S\u00dfaffer gu ridpten, um nadpper jebe Vetoegung m\u00f6glidpft gu oermciben; benu bie \u00a9angag, pier \u00a9purrag genannt, feien","page":320},{"file":"p0321.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9ctttga. feitet. \u00a9 a n b = unb \u00a9tr eif eitfluqhubn.\n321\nfepr fcpcue, \u00efiftige S\u00f6get. \u00a9te erfunbeten erft fe^r genau tie Oertlicp\u00eeeit, epe fte fid; nieberlie\u00dfen, f\u00ee\u00fcrgten ftdC; in ber SR\u00e2pe be\u00eb Skffer\u00ea perab, br\u00fcdten fiep platt auf bie ($rbe, ba\u00ea \u00a3)pr auf ben Sobett legenb, um gu gordien, gingen bann rafcp einige \u00a9dritte oor bi\u00ea gum Staffer, tauften ben \u00a9dpnabel breimal in baffelbe, um in brei langen S\u00fcgen gu trinken, unb flogen fo rafd) baoott, al\u00ea fte gekommen.\"\n\u201e\u00a9inigc Seit patte id) im S\u00fcnfianbe gefeffen, al\u00ea id; ba\u00ea \u201e\u00a9fdpuerr\" iiBer mir porte unb aud) Balb brei Flugp\u00fcpner al\u00ea \u00c6unbfcpafter pin = unb Verfliegen fap. \u00a9ie lie\u00dfen fiep meiter oBen nieber; Balb barauf aBer erfdjienen abermals\u00bb gmei unter benfelBen Sorficpt^ma\u00dfregeln unb ji\u00fcrgten bann mit fcpnurrettbem \u00a9cr\u00e4ufdp bicpt neben meinem Slnftanbe auf ben Soben. \u00a9enau, mie bie S\u00e4ger e\u00a7 befdjriebett, mar ipr Setragen; af\u00ea fte aber gum gmeiten Stale ben \u00a9cpnabet eintaudjdeit, napm icp fie auf\u2019\u00ea \u00aeorn unb feuerte. Slo\u00ea ba3 SSeibcpen Blieb auf bem S\u00dftape, ba3 St\u00e4nncpeit, ferner oer= munbet, flog baoon, f\u00fcr un\u00a7 unerreichbar meit. ... \"\nSm [perbft unb S\u00f6inter, um tnelcVe 3eit fte fiep in gro\u00dfen \u00a9cparen gufammenpalten, merben Bei ber \u00a9r\u00e4nke oft funfgepn Bi\u00ea gmangig \u00a9t\u00fcd auf einen \u00a9cpu\u00df erlegt.\n\u00a9er f^ang fdpeint ttocp ergiebiger gu fein, al\u00a3 bie Sug\u00f6 mit bem Feuergeloepr. \u00a9ie \u00dcRorboft; afrikaner ftnb gu faul, SRepe unb \u00a9dringen gu [teilen; im SRorbmeften be\u00ea \u00a9rbtpeil\u00ea nt\u00fcffen aber fe^r oiele gefangen merben, ba mir neuerbing\u00ea menigften\u00ea bie \u00aepata in namhaften Stengen lebenb erhalten. \u00a9urcp Solle erfahren mir, mie \u00a9ie\u00ea bemerkfte\u00ef\u00efigt mirb.\n,,\u00a9ie Flugh\u00fchner\", fagt er, \u201efdhreiteit ihrer kurgen Seimpen halber nie freim\u00fctig \u00fcber gr\u00f6\u00dfere \u00a9teine pintoeg, fonbern laufen am liebften auf ebener \u00a9rbe fort; be\u00eapalb mad^t man einen \u00a9ang gum Staffer, ittbem man \u00a9teine in gmei Leihen aufftedt, gerabe breit genug, ba\u00df eine \u00a9anga pinburcp; kommen kamt, unb legt \u00a9cpliitgen benfelben entlang: fo erh\u00e4lt man oiele lebenbig.\"\nSn ber \u00a9efangenfcpaft merben biefe fonft fo fcheuen S\u00f6get fehr g\u00e4hnt. \u201eS<h habe\", fo erg\u00e4hlt mein Sruber, rfein S\u00dfaar \u00a9anga\u00ea \u00fcber ein Supr lung lebenb in meinem Simmer gehalten, \u00a9en gr\u00f6\u00dften \u00a9peil ^ 3Tcige\u00ea brachten fte au\u00dferhalb be\u00ea \u00ae\u00e2fig\u00ea frei umhertaufenb gu, ohne ba\u00df e\u00ea ihnen eingefallen m\u00e4re, burdp ba\u00a7 offene F\u00fcnfter gu entfliehen, obgleich fte gang gut fliegen konnten. Stit? tag\u00ea flogen fte auf beit \u00a9ifdp, trippelten ba herum, tafen Srotkrumen auf ober fra\u00dfen bief eiben au\u00ea meiner jpanb. 2lnt fr\u00fchen Storgen medte midp ba3 St\u00e4nndpen burdp feinen SRuf, ber bent SRudfen ber \u00a9auben fehr \u00e4hnlich ift, unb audp oft in fp\u00e4ter Stacht konnte man benfelben nod) Oernehmen, morau\u00ea man alfo ficher fd^lie\u00dfen barf, ba\u00df bie Flugh\u00fcpiter aud; im Freien be\u00ea SRad^t\u00ea munter ftnb.\"\n\u201e\u00a9ehr erg\u00f6plidp mar e\u00ea, gu fehen, mie ftdp bie tpenne meine\u00ea Suare\u00ea, nachbem fie oodkommett oertraut gemorben mar mit ihrem \u00a9ef\u00e4ngttiffe unb ihrer Umgebung, gegen ihr frembe Serfonen unb \u00a9piere benahm. N\u00e4herte ftdp ipr eine ihr unbekannte S\u00dferfon, fo ftr\u00e4ubte fte SR\u00fcdens unb \u00dfopfs febern, flie\u00df ein \u00e2rgerticpe\u00ea \u201e\u00a9urgurgurr\" au\u00ea, ging mit lang oorgeftredtem jpalfe auf bett \u00a9in= bringling gu unb padte ipn, menu er fiep nicht gur\u00fcdgog, in Fu\u00df ober $anb, heftige Fl\u00fcgetfdpl\u00e4ge bagu au\u00eatpeilenb. tpunbe unb \u00aeapen oertrieb fte in berfelben 2\u00dfeife ftet\u00ea au\u00ea bem Simmer, \u00a9er \u00a3>ahn geigte biefe\u00ea Setragen meniger, unb' nur menu er gang in bie \u00a9nge getrieben m\u00fcrbe, oertheibigte er fidp mit \u00a9cpnabel unb Fl\u00fcgeln.\"\n,,\u00a9ie Flugh\u00fchner leben in ber \u00a9efangenfdjaft mit anbern S\u00f6geln in Friebeit. S<h ha^e f^e mit ^alanberlerchen, S\u00fcmmern unb anbern kleinen S\u00f6geln gufammengehalten, ohne ba\u00df ber geringfte \u00a9treit gmifdjen ber \u00a9efedfchaft entftanben m\u00e4re ober ba\u00df bie Flugh\u00fchner gegen bie kleineren ba\u00ea fRedpt be\u00ea \u00a9t\u00e4rferen gur \u00a9eltung gebracht h\u00e4tten. Sm hamburger S\u00a9htergarten leben fie mit ben \u00a9teppenh\u00fchnern in gr\u00f6\u00dfter \u00a9inigfeit gufammen. Sei geeigneter pflege unb guter Sepaitblung halten fte in ber \u00a9efangenfcpaft lange au\u00ea;\u2019 bie \u00a9efangenen be\u00ea gebadeten \u00a9arten\u00ea ha^en fogar eine ^\u00e4lte oon 20 \u00a9rab SR. ohne Unbequemlichkeit ober SRachtheil ertragen. Siet eher fdpabet ihnen bie SR\u00e4ffe. \u00a9egen SRegen ftnb fie fehr empfinblidj, unb man mu\u00df fte be\u00a7hntb gci regnerif^ett \u00a9Tagen im oerbedten SRaume halten, meil fte gu bumm finb, ihren SRadhtk\u00e4fig aufgufuepen unb ftep bort gegen SR\u00e4ffe gu fep\u00fcpen.\"\n\u00a9re^nt, S^ierte\u00dfen. IV.\n21","page":321},{"file":"p0322.txt","language":"de","ocr_de":"322\n5Die S\u00e4ufer, \u00a9cparrv\u00f6gef, \u00c7\u00efugp\u00fcpner.\nheften \u00a9anga, $pata, \u00a9anbpupn uub verWanbten ^lugp\u00fcpnern Beherbergt 9lften nocp eine gWeite \u00a9ippe ber Familie, freiere man unter bem Flamen \u00a9teppenpupn (Syrrhaptes) getrennt hat. 3n ber \u00a9eftalt \u00e4hneln bie Beiben Bis jefet Befannt geworbenen Slrten biefer \u00a9ippe ben $lug; h\u00fchnerrt [ehr; fie unterfcheiben [ich aber Wefentlid) burd; ihre eigenthiimlich Verl\u00e4ngerten \u00a9cpwingen unb bie \u00dfiirge ihrer $\u00fc\u00dfe, Weld;e als Verf\u00fcmnierte Begeidjnet Werben f\u00f6nneu. 3m ftittig ift bie erfte \u00a9djWinge bie l\u00e4ngfte, ihre \u00a9igentpiimlicpfeit aber Beruht barin, ba\u00a7 fie an ber \u00a9pipe lang ausgewogen unb pier fonberbar verfepm\u00e4lert ift, fobafj biefer \u00a3peil e^ev e^nev 33orfie als einer $eber \u00e4hnelt, \u00a9in nocp Wichtigeres SDterfmal ift ber Aufbau : bie $ufjWurgeln ftnb niept BloS am 23orbertheil Befxebert, Wie Bei ben \u00a9anbp\u00fcpuern, fonbern ringsum unb Bis gur \u00a9pipe ber B^pen mit B\u00fcrgen, gerfd;liffenen Gebern b.icpt Bebedt; ber $uff felbft Befteht nur auS brei Behen/ ^a h^tere g\u00e4nglid) fehlt; bie SSorbergepen ftnb fehr verbreitert unb ihrer gangen S\u00e4nge nach burd) eine ipaut verbunben, fobaf; herauf;, Von unten gefehen, eine eingige \u00a9ohle Bitbet, Welche mit ftarf hvrnigen \u00a9argen Belteibet ift ; bie 9t\u00e4gel ftnb Breit unb tr\u00e4ftig.\n\u00a9aS \u00a9teppetthuhn (Syrrhaptes paradoxus) ift ohne bie Verl\u00e4ngerten 9JtittelfcpWangfebcrn (Wetdfe Bei beu von mir gemeffenen \u00a9t\u00fcden abgeftof\u00eaen Waren) 15 Bvd lang unb ohne bie ver= l\u00e4ngerten \u00a9cpwingenfpipett 23 3vH Breit; bie gittigl\u00e4nge Betr\u00e4gt 7, bie \u00a9chWangt\u00e4nge 472, ein; fcpliefjlid; ber verl\u00e4ngerten STuttelfebern ungef\u00e4hr 8 Bdtt- \u00a9aS \u00a9eibepen ift etwas B\u00fcrger unb fd)m\u00e4ler. \u00a9er \u00a9Berfopf, ein \u00a9treifen, Welcher, vom Sluge Beginnenb, nad; ben ^alSfeiten verl\u00e4uft, biefer unb bie \u00c6opfgegenb ftnb afepgrau; ledere Wirb burep ein brei; ober vierfaches, auS feinen Weiten unb fcpwargen \u00a9treifen BeftehenbeS 33attb von ber graulich ifabeUfarbenen HnterBruft getrennt, ber \u00a9Berbaud) ift BraunfchWarg, ber Unterband), Wie bie unteren \u00a9cpwangbedfebern, licht afepgrau; bie \u00aeeple, \u00a9tirn unb ein Breiter \u00a9treifen \u00fcber bem Sluge ftnb lehmgelb; ber 9t\u00fcden ift auf lehmgelbem \u00a9runbe mit bunfteren \u00a9uerftreifen geb\u00e4nbert. \u00a9ie \u00a9cpwingen ftnb afepgrau, bie vorberften au\u00a7ett fcpWarg, bie hinteren innen graulich gef\u00e4umt; bie \u00a9d)ulterfebern Br\u00e4unlich, Vorn gilblid) ttnb an ber \u00a9pi^e Weif; gef\u00e4umt, bie inneren gl\u00fcgelbedfebertt fanbbraun mit fcpWarg; Braunen \u00a9nbtupfen, bie \u00a9cpWangfebern auf gelbem \u00a9runbe bunfel geb\u00e4nbert; bie Gebern, Weld)e bie S\u00e4ufe Befleiben, fepen falb Weiffrtcp auS. \u00a9aS \u00a9eibepett unterfepeibet fiep Vom 9Jt\u00e4nnd)en burd) ben SDtangel beS SBruftbanbeS, burep bie licptere, Brciunlid^e F\u00e4rbung beS UnterbaucpeS unb baS licptere \u00a9elb beS @efid;tS, foWie enblid) burep baS mepr geftedte als geb\u00e4nberte \u00a9efteber ber \u00a9Ber; feite, beffen Beicpnung fiep auep an ben ^alSfeiten fortfept.\nJaltas entbedte baS \u00a9teppenpupn in bem lepten \u00a9ritttpeile beS vorigen 3nprpunbertS gelegentlich feiner gro\u00dfen Steife burep \u00a9ibirten, Bericptet unS aber p\u00f6cpft Wenig \u00fcber feine SebenS; Weife, \u00a9ie SebenSfunbe beS Vogels Blieb auep Bis in bie iteuefte Beit unbefannt; benn eine von fpuc gegebene 9Jiittpeilung War fo unverft\u00e4nblicp, bafj wir fte unm\u00f6glich auf nufer fpupn Begiepen fonnten, Wie Wir nunmepr eS b\u00fcrfen. \u00a9rft 9t ab be (1861 \u2014 63) unb faft gleichzeitig \u00a9winpoe (1861) Ver\u00f6ffentlichten \u00fcber beffen SebenSWeife eigene 23eobacptungen. Unb auffalleub genug, ein Bufall Verfc\u00a3;affte ttnS feitbem \u00a9elegeupeit, baS .\u00a9teppenpuhu giemlicp genau Bennen gu lernen.\n\u00a9urep f\u00dfallaS Wu\u00dften Wir, bap bie firgififepen uub Bulgarien \u00a9teppen Bis \u00a9pina bie fpeimat unfereS \u00a3upnS ftnb unb baffelbe ben \u00dfirgifen unter bem 9tamen 23\u00fclbr\u00fcd, bett Otuffeu unter bem 9tamen \u00a9abfep a Befannt ift. 33on \u00a9VerSmattn W\u00fcrbe unS ber \u00a9opnfreiS etwas genauer Beftimmt. ,,\u00a9aS \u00a9teppenpupn\", fagt er, \u201eBcWopnt nur bie \u00a9teppe \u00f6fttiep vom faSpifd;en 9Jtecre Bis nad; ber \u00a9ongarei. 3m \u00a9eften gept eS feiten Weiter nad) 9iorben als Bis gunt 46. Sreitengrabe, im Often bagegen viel Weiter; beim man trifft cS bort g. S3, nod) auf ben \u00a3ocpfteppen beS f\u00fcbficpen Slltai, am oberen Saufe ber \u00a3fd)u|a, in ber \u00a9egenb beS bortigen epineftfepen S3orpoftenS. \u00a9ie 9Ticngolen bafelbft nennen eS \u201e9tufturu\", bie bortigen \u00a9Wofebattgen \u201eSlltin\".\nS3evor icp 9tabbe\u2019S S3eoBad)tungen pier Wiebergebe, mag erft bie erW\u00e4pnte ^uc\u2019fcpe SDtit; tpeilung eine \u00a9teile finbeu. ,,\u00a9ir paben\", fagt ber gute 9Jtaun, \u201ein ber \u00a9artarei eine SSogelart","page":322},{"file":"p0322s0001table7.txt","language":"de","ocr_de":"jStcppc n\u00fffi\u00fftur.","page":0},{"file":"p0322s0002.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n\n\n\n\n\n","page":0},{"file":"p0323.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9tcpp enpupn.\n323\nbeobachtet, freiere p\u00f6epft fonberbare \u00a9igentp\u00fcmlidpfeiteu barbietet uttb ben Staturforfcpern Dieb feid;t ttodp unbefannt fein b\u00fcrfte. tiefer \u00a9ogel l^at bie \u00a9r\u00f6fje einer \u00a9Badptel. \u00a9eine gl\u00e4ngenben, fdptrargen Singen jtnb Don einem pimmelblauen Greife, ioie mit einem $eiligenfd;ein umgeben; fein ganzer K\u00f6rper ift afdpgrau,- fdptrarg geffedt; bie \u00a9eine ftnb unbef\u00efebert; e\u00eb bebedtt fie eine 2lrt gottigen, groben -ipaare\u00eb, bem be\u00eb \u00e2ftofdpu\u00eatpiere\u00ea nid;t gang tnt\u00e4pnlid;; bie $epen ftnb burdpau\u00eb nid)t trie bie anberer \u00a9\u00f6gel geftaltet, fonbern gleiten in Sldent benen ber gr\u00fcnen \u00a9ibedpfe: fie ftnb mit \u00a9dp uppen betreibet, bereu \u00a3>\u00e4rte bem fdp\u00e4rfften SJteffer tropt. \u00a9o pat biefe\u00eb feltfame \u00aeefd;\u00f6pf gugleid; \u00a9ttra\u00eb Dom \u00a9ogel, Dom \u00a9\u00e4ugetpiere unb Dom Surcp. \u00a3)ie \u00a9ptnefen nennen e\u00ea Sbraepen; fu\u00a7 (Loung-Kio). \u00a3>tefe \u00a9\u00f6gel langen geir\u00f6pnlicp in gro\u00dfen \u00a9dparen Don ber \u00a9teppe per an, jwmal, trenn Diel \u00a9dpitee gefaden ift. \u00a9ie fliegen mit ftaunen\u00ebirertper \u00a9cpnedigfeit unb Der; urfadpen burdp ipren ^l\u00fcgelfdplag ein lautet, aber unterbrodpene\u00eb \u00a9er\u00e4ufdp, trie trenn ber \u00a3jagel f\u00e4llt. 21 l\u00eb loir in ber n\u00f6rblidpen SOtongolei ber fletnen \u00a9priftengemeinbe be\u00eb \u00a9pale\u00eb ber fdptrargen SBaffer Dorftanben, brachte un\u00eb einer Don unfern Sieubefeprten, ber ein guter S\u00e4ger toar, eine\u00ea \u00eeage\u00eb gtrei foldper \u00a9\u00f6gel lebenbig. \u00a9ie toaren au&erorbentliep toilb. \u00a9obalb mau ftdp ipnen n\u00e4perte unb fie mit ber \u00ab\u00c7anb ber\u00fcpren trodte, fir\u00e4ubten fie ba\u00eb .iSpaar iprer \u00a9eine; toagte man e\u00eb, fie gu ftreidpeln, fo erpielt man augenbltcflid; berbe \u00a9dpnabelpiebe. \u00a9\u00eb toar unm\u00f6glicp, biefe SDradpenf\u00fc&e am geben gu erpalten, fo ungefi\u00fcm geberbeten fte fiep. 2)ie K\u00f6rner, toeldpe toir ipnen Dorftreuten, r\u00fcprten fte niept. an. SDa toir fapen, baj? fie bodp an junger gerben w\u00fcrben, entfdploffen toir un\u00eb, fie gu Derfpeifen. Spt* Sdifcp pat einen gientlidp angenepnten \u00a9Bilbgefdpmacf, ift aber \u00fcber alle \u00a9egriffe part.\"\nStad; biefem \u00a9r\u00f6bdpen urdpriftlidper \u00a9ogelfunbe mag un\u00eb St ab be be\u00eb \u00a9efferen belepren. 3dp bemerfe jebodp, bafj idp feine \u00a9cpilberung niept im ftrengften \u00a9inne bem \u00a9\u00dfortlaute naep gebe, Diel; mepr ba\u00eb in gtrei Derfd;iebenen \u00a9\u00dferfen Don ipm \u00a9efagte in ber mir geeignet fd)einenbeu \u00a9Seife gufamntengufleden Derfudpt unb nidpt \u00a3ierpergeporige\u00eb toeggelaffen pabe.\n\u201e3ur 3eit, trenn \u00a9permopjt\u00eb unb \u00a9pmbaria gebl\u00fcpt, unb bie elften \u00c6no\u00ebpen ber fepmad bl\u00e4tterigen Silie ftdp entfaltet paben, bietet audp ba\u00eb \u00a9pierleben in ben \u00a9teppen trefentlicp anbere \u00a9rfd;einungen, al\u00eb im ftr\u00fcpjapre \u00a3ur \u00a9l\u00fctpegeit ber Sribeen. \u00a9\u00ea ift bie \u00a9rutgeit ber \u00a9\u00f6get unb bie 3eit ber \u00a9eburt ber meiften trilben \u00a9teppentpiere. \u00a9Sir trollen alfo, um jenen Unterfcpieb Hennen gu lernen, un\u00eb abermal\u00eb gum \u00a9arabnor, unb gtrar peute in feine ir\u00fcfteften \u00a9egenben, naep ber \u00a9renge, Derfepen, iro einige erp\u00f6pte Snfelu au\u00eb bem pier nodp treiepen \u00a9cplammboben auftaudpen. 2)ie Steife gu ipnen \u00fcber bie popen \u00a9teppen geigt un\u00eb ein irapre\u00eb \u00a9ommerbitb pieftger \u00a9egenb. S)ie \u00a3ipe ber \u00a9tittag\u00ebfonue madpt bie \u00a9lurmeltpiere befonber\u00eb luftig; in treitem \u00a9ogen podp in bel\u00fcft freifen bie \u00a9dpreiabler; gebulbiger al\u00eb fte ftpt ber \u00a9uffarb ftunbenlang auf einem pgel; ba\u00eb angenepme \u00dftritfdpern ber ntongolifdpen Serdpe l\u00e4fjt fidp Dernepmen; bie \u00a9feifpafen beginnen ipre langtrierigen Slrbeiten; bie gaplreicpen gerben giepen gu ben fumpftgen \u00a9\u00fc&traffcrpf\u00fcpen be\u00eb Atarai; ba\u00eb S\u00e4rnten ber \u00aerauiepe, treldpe\u00ea ftdp pciuftg int^r\u00fcpjapre p\u00f6rett lief?, pat aufgep\u00f6rt; feine \u00a9an\u00eb, feine \u00a9nte ift ftdptbar; nur feiten giept eine SR\u00f6re podp an utt\u00eb Dor\u00fcber, ipr folgt itt ireitett fernen eine gtreite unb britte. \u00a9)ie au\u00ebftraplenbe \u00a9S\u00e4rme umflimmert in breiten \u00a9Seden alle Umriffe; bie unfein im\u00a9arai fdptrimmen f\u00f6rmlidp itt einem beft\u00e4nbigen, tredenbeu, luftigen \u00a9ruttbe. $ein \u00a9aum, fein \u00a9traud; begeid;nct bie perlte; nur pier unb ba fdpeinen plumpe tpierifd;e K\u00f6rper; maffen \u00fcber bem \u00a9oben gu fdptreben, burdp ipre fdpeinbare \u00a9r\u00f6fje t\u00e4ufdpenb. 2lber ber \u00a9algboben ift nidpt tobt, niept fo tobt al\u00eb ba\u00eb \u00a9ereidp ber \u00a3uft. 3m \u00a9egentpeil, ein \u00a9ogel, ber ebenfo merf; tr\u00fcrbig burd; feinen \u00a9au, al\u00eb burdp feine Seben\u00eblreife unb \u00a9erbreitung ift, \u00fcberrafd;t un\u00eb pier burd; feine ^p\u00e4ufigfeit : ba\u00eb \u00a9teppenpupn.\"\n\u201e3ur Beit, trenn ber \u00a9dpnee an ben b\u00fcgeln ber \u00a3od;fteppen nodp liegt, SJtitte SJt\u00e4rg, giept er au\u00eb \u00a9\u00fcben pieper uttb lebt bann in fleinen @efedfd;aften, aber immer fepon gepaart. 3n gelinben \u00a9Sintern trifft man ipn am Storboftraube ber popen \u00a9obi an; er erfepeint aber and; naep ftrengen \u00a9Sintern fepon fo geitig, unb br\u00fctet bann fo fr\u00fcp, baf? er audp in biefer ^)irtfidpt \u201eauffadenb\"\n21*","page":323},{"file":"p0324.txt","language":"de","ocr_de":"324\nSDie S\u00e4ufer, \u00a9parro\u00f6get. f\u00c7\u00efugpper.\nift. \u00a9eine (Ster finbet man Bereite in ben erften \u00a3agen beS Slpit unb \u00a9nbe \u00dcDtaiS junt gtreiten SDla\u00efe. Stap nottbrapter Reiter Vrut irepfett er irapfpeintid) oft ben StufentpttSort, unb in\u00e4penb ber V\u00dfintermonate fd)treift er bis gum \u00a9\u00fcbranbe ber \u00a9obi in bie Vorberge ber n\u00f6rbtipen jpimatat;anerftad;ungen. \u00a9pon am 10. SJt\u00e4rg 1856, atS bie \u00ae\u00e4tte \u00fcber Stapt nop bis gu \u2014 13 St. fiel unb bie V3\u00e4rme um bie SJtittagSgeit ftp auf + 2 3b. \u00a9rabe belief, tarn bie erfte kleine \u00a9par \u00a9tepep\u00fcper gum \u00efaraPnor. \u00a9ie fliegen in gang gefptoffenen betten, \u00e4ptip ben Stegenpeiferarten, galten ftp im \u00c7r\u00fcpap in \u00efteinen \u00a3rup>S, \u00efretpe auS bereite gehaarten V\u00f6getn (oier bis fepS ^aare) befielen, gufammen, bilben aber im ^erbft oft $t\u00fcge oon mehreren ^unbert \u00a9t\u00fcden. SB\u00e4penb beS $tugeS laffen fte ein rept OenteljmtipeS \u00a9(freien pren, iretdfeS 35er; anlaffung gu ber bei ben SJtongoten gebr\u00e4uptipen Venemtung Stj\u00fcpterj\u00fcn gegebenst. \u00aeie S\u00dfaare bleiben aup in\u00e4penb beS $tugeS beifammen.\"\n\u201e3m ^riptinge erfpeinen bie \u00a9tepenppner fep regetm\u00e4fig gu gang beftimmter 3eit am f\u00fcfjen V\u00f6affer, um gu trinfen. \u00a9ie gieren bann auS a\u00ef\u00efen Stiptungen prbei unb fd^reien, fobalb fie baS Ufer geinap tnerben, toorauf bie bereits antnefenben antworten unb jene ftcf> gu biefen gefeiten. 2tm 3^anbe beS V\u00f6afferS fielen fte in Steifen, meiftenS gu gep bis gtn\u00dftf bei einanber. 3Pe 3tup per tn\u00e4pt aber nid;t tauge; fte gieren bann inieber fort, um f\u00f6rmtip gu \u00e4fen, unb gtoar gu ben ireifjen \u00a9tetten in ber \u00a9tepe, auf benett \u00a9atg auSgeioittert ift, unb gu ben fteinen ,!p\u00f6pn, bie mit \u00a9r\u00e4fern betnapfen ftnb. \u00a9ie oerfpm\u00e4pn nipt bie junge faftreid^e \u00a9poffe ber \u00a9aticornien unb treiben biefe f\u00f6rmtip ab, atfo in ber Strt, inte ber \u00a3rape eS mit \u00a9r\u00e4fern tpt. 3m tripling fanb ip im \u00a9ptunbe unb SJtagen bie \u00a9amen ber \u00a9atfote.\"\n\u201e3m \u00a9ommer fonnen fte ftp gern; and) hierbei traf ip gefonberte i\u00dfaare, aber meiftenS mehrere berfetben beifantmen. V\u00f6te bie \u00a7\u00fcper fparren fie ftp bann ftape Vertiefungen in bie tnepgraueft, fatgburpbrungenen, geringen \u00a9ip\u00f6pngen, bie ^ier unb ba am Ufer beS \u00a3arai;nor tneite \u00a9treden bitben unb bie \u00a9atgplangen ern\u00e4pen. 3^ pbe P m biefer Stup einige SJtat lange beobaptet. StnfangS taufen fte nop emjtg prunt, gfeipfam fupenb; finb fte gang fatt, fo beginnt ipe Stup, geir\u00f6ptip gegen etf Up, menu eS rept pijj toirb. \u00aeann fparren fie Ver; tiefungen unb pden ftp in biefetben, fupen ftp aup gang trie bie \u00a3>auSpper rept gem\u00e4ptip in ben geloderten Voben eingutr\u00fcPen, trobei fte ben K\u00f6rper feittr\u00e4rtS pn = unb prbetregen unb baS fonft fo gtattantiegenbe \u00a9efieber aufbt\u00e4pn. V\u00dfapen ftetten fte babei nicp auS. \u00a9o ftpn fte gang rupg, unb man fann fte taunt bemerten, ba ip getbgraueS, fcparg gefpenfetteS \u00a9efteber bem Voben retp \u00e4ptip ift. \u00a9in $atf fpieft im ^feitftug \u00fcber bie Stupnben bapn, fte raffen ftp auf unb entgiepn ftd^ batb unfern unb beS begierigen St\u00e4uberS V\u00efiden. 3P Stotpuf tredt bie n\u00e4cpen \u00aeameraben; aup biefe erpben ftp unb eiten baron, bmp ip* \u00a9efdpei gange Vanben gur $Iupt aufmunternb; benn ade, ioetpe ben Stngftruf rernepten, folgen, aup trenn fte nipt berfetben Vanbe angepren, bem Veifpet ber Stufgefpeupten. \u00a9o erf\u00fcllt ftp bie Suft in turger 3^it mit ung\u00e4pigen fteinen \u00a9paren biefer eigentpmtipeu #\u00fcprr. 3P W\u00e4rmen t\u00e4ft ftp non alten \u00a9eiten fer nernelfmen, unb im dtu fpie\u00a7en bie V\u00f6get an unS nor\u00fcber, ep trir gum \u00a9puffe fommett. Stber ebenfo rafp, trie biefe 3Rup geft\u00f6rt irurbe, fteltt fte ftp irieber ein. \u00aeie \u00a9tepenpper taffen ftp nieber, taufen anfangs furptfam \u00fcber bie treife \u00a9atgftette, bis fie abermatS auf ppe \u00a9rppngen ftp legen unb trie Oorpr ftp Oerptten. \u00a9ie b\u00fcrften \u00fcbrigens taunt bem gefpidteften \u00a9betfatfen gum Staube inerben. 3p f^tug ift fpneibenber unb rafper atS ber ber tauben. \u00aea^ fte aber gugteip auSbauernbe Saufn\u00f6get finb, begtreifle ip; benn ipe Vetregungen gu $uf ftttb gtrar rafp, aber nipt anpttenb./;\n\u201e\u00a9ep fonberbar ift baS gortgiepn gapreiper \u00a9tepenpperbanben im \u00a9ommer. \u00a9S liegt mir Per\u00fcb er eine eigene Veobaptung oor, bie entfpieben baf\u00fcr fp'idjt. 3ttS id; ntip in ben testen \u00efagen beS SJtai^u ben im Varai;nor gelegenen Stratinfetn begeben irottte, mu\u00a7te ip tneite Ufer; ftreden am jep auSgetrodneten \u00a9ee gur\u00fcdtegen, unb ftief rormittagS auf eine Ungap ffeiner Vanben biefer V\u00f6get, tnetpe inSgefammt ein \u00a9ebiet betropten, aber fo fpeu traren, ba^ ip mip","page":324},{"file":"p0325.txt","language":"de","ocr_de":"(Steppenhuhn.\n325\nirrten auf \u00efeine V\u00dfeife n\u00e4hern \u00efonnte. \u00abftad) oielen oergeblidjen Verfud)ett, fie gu fd)iefen, gab id) Me 3>agb big gum 2lbenb auf. 2)tit (Sonnenuntergang Ratten fid) alle V\u00f6gel in gioei grofe \u00a9chio\u00e4rme, beren jeber ioohl taufenb @t\u00fcde g\u00e4lten mochte, oereinigt unb l\u00e4rmten auf bag \u00a9ifrigfte. 3;d) Reffte fie nun befd)leid)en gu \u00ef\u00f4mten, hatte mid) aber geirrt; benn ioeber gu $\u00dfferbe, nod) \u00efried)enb \u00efonnte idf mid) ihnen n\u00e4hern. 9iad) mehrmaligem Sluftreiben oerliefen ]ie enblicl) bie Ufer beg Sarai* nor unb flogen \u00f6jtlid) gu beu \u00a3\u00f6l)ett ber \u00a9teppe, ioo fte fid) an gioei Orten nieber* liefen. Oiefe $\u00dfl\u00e4tje ioaren im VMnter bie Sagerft\u00e4tten gioeier gerben geioefen; eine bide \u00a9d^id^t fd)ioargen, fd^on feft getretenen \u00e4ftifteg hatte ft<h auf ^nen erhalten, un^ ^nrdE) ^iefe \u00aeec^e *\u00b0ar \u00efeineg ber fd^hoad^eit $\u00dfflangen!eime gebrungen. .Spier blieben fte ungeft\u00f6rt, ba bie einbred)enbe Oun\u00efelheit mid) an ber ioeiteren 3agb oerhinberte. 2lber immer noch l\u00e4rmten fte fort. 2lm n\u00e4cbften Vage ioaren fie fpurlog \u00fcerfdf)tounben. SRiemal\u00df, fo oft id) im Saufe beg \u00a9ommerg gum Varai ging, fanb id) ioieber einen oon il)nen. 2iud) bie herumgiehenben giften fal)en fie nid)t, Oer; tr\u00f6fteten mich aber auf bie $erbftgeit, in ioeld)er fie, Soie fie fagten, noch h^uf^9er ^ier^er\u00ef\u00e2mert. Seiber erf\u00fcllten fiel) ihre Angaben nicht. \u00a9g befrembete mich, baf ein SSogel nad) OoUenbeter gioeiter \u00abBrut pt\u00f6htid) gur \u00a9omnterggeit oodft\u00e4nbig fortgog, obgleich i*h and)\tbief emballe ein Veifpiel\nf\u00fcr bie unft\u00e4te, ioanbernbe Sebengioeife Soahrer \u00a9teppenbeioohner gefunben gu haben glaube. \u00a9rfi alg ich O\u00eftober in ben f\u00fcblid)fien \u00a9egenben ber \u00a9teppe auf bie 2lntilopenjagb gog, alg fchon lange ber Jpcrbftgug beg \u00a9eft\u00fcgelg beenbigt ioar, fah id) fenfeitg beg Slrgunf bie \u00a9teppenh\u00fchner ioieber. \u00aeetteng\u00fcge Oon ihnen flogen fd)ned unb hod) je^t nach korben, auf rufftfd)eg \u00a9ebiet, ioo ich aber im \u00abBereich ber \u00a9teppe nid)t ioieber fanb.\"\n/;Oag 3Refi ift fel)r tunftlog unb ben ^lughuhnneftern ioohl gang \u00e4hnlidh- \u00a9g br\u00fcten mehrere \u00ab\u00dfaare gemeinfdhaftlidh, bod) nie oiele. 3n ben falgburdhbrungenen \u00a9r\u00fcnben am Varabnor, meiften\u00ea auf beffen je^t feit fahren troden gelegten Voben felbft, ioirb eg burd) eine j\u00efadh aug= geioorfene Vertiefung oon etioa f\u00fcnf Boll Ourd)meffer gebilbet, beren 3ianb mit einigen \u00a9alfola* fproffen unb \u00a9r\u00e4fern umlegt ioirb, ioe\u00efd)e festeren jebodh aud) bigioeilen fehlen. Oie 2lngal)l ber \u00a9ier betr\u00e4gt oier. 2>n ihrer \u00a9eftalt \u00e4hneln fte ben glughul)neiern; fie geidhnen jtd) aug burd) ih^\u2018e rein elliptifdhe $orm, ftnb jebod) guioeilen an bem einen \u00a9nbe etioag fpi^er alg am anbern. Oie \u00a9runbfarbe ioed)felt oon hed gr\u00fcnlichgrau big fdhmugig br\u00e4mtlid)grau, leptere ift bie geio\u00f6I)n= lichere. Stuf biefem \u00a9runbe finbet fid) bie meifteng feinfledige, erbbraune 3eid)nung in gioei Oer\u00ab fdhiebenen V\u00f6nen.\"\n\u00a9o ioeit Sftabbe.\nUnfere ^enntnif ber Sebeng\u00efunbe beg \u00a9teppenl)uhng iourbe fchon ein 3>ah\u00ef ttadh berft \u00a9rfdjeinen beg 9babbe\u2019fdhen ^auptioer\u00efeg in $olge eigenth\u00fcmlidher Umft\u00e4nbe h\u00f6dhfi ioefentlidh bereichert. \u00abBereite im Sahre 1860 ioar eg burd) \u00a9dhlegel unb \u00fcftoore ioiffenfdhaftlidh feftgeftellt ioorben, baf eingelne \u00a9teppenh\u00fchner in HJlitteleuropa fid) gegeigt hatten, \u00a9g ioaren fotd)e auf ben O\u00fcnen ^ollanbg unb in Vritanien erlegt ioorben; ja, man hatte, fattg \u00a9ollet recht unterrichtet ift, SJtitte Sluguftg 1861 einen aug oiergehn big funfgehn \u00a9t\u00fcden befiehenben ^lug oon ihnen bei SJtanbal in \u00abJlorioegen beobad)tet unb ebenfadg mehrere gefdhoffen. \u00fcftan hatte biefe Vereingelten alg ^rrg\u00e4fte betrachtet unb ihrem \u00a9rfcheinen \u00efeine gr\u00f6\u00dfere Vebeutfam\u00efeit beigelegt, \u00a9tioag 2tehntid)eg fanb, ioie \u00a9ioinl)oe berichtet, im ^erbf\u00ee beffelben 3ah\u00efeg in Diorbdhina ftatt. \u00a7ier aber hanbelte eg fid) nidft um eingelne Verfprengte, fonbern um ein gangeg ^>eer unferer V\u00f6gel, ioeldfe fich auf ber \u00a9bene gioifchen geling unb Vientftn niebergelaffen hatten. Oie \u00a9hinefen oerfolgten bie ^remblinge, ioeld)e ihnen unter bem \u00fcftamen \u201e\u00a9atfchi\" ober \u00a9anbl)\u00fchner ioohl be\u00efannt ioaren, auf bag \u00a9ifrigfte unb erg\u00e4plten \u00a9iotnhoe, baf fte h\u00e4ufig in \u00abTiefen gefangen unb mit bem SuntengeioeI)re erlegt io\u00fcrben. Dead) einem reichlichen \u00a9dhneefaCC^ioar ber $ang fo ergiebig, bafj ber 2Jtar\u00eft oon Oientftn bud)ft\u00e4blid) \u00fcberf\u00fcHt ioar. 2J?an reinigte geioiffe \u00a9teilen oont \u00a9dfnee, legte hier bie Vtepe unb \u00efonnte beg reid)lid)ften ^angeg ficher fein. Oennoch ioaren bie V\u00f6gel fdheu, namentlich fo lange fie ftd) auf bem Voben hielten, io\u00e4hrenb fte im fliegen nah an ^em \u00a9dh\u00fcpen oor\u00fcberftreiften. Oie","page":325},{"file":"p0326.txt","language":"de","ocr_de":"326\t\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9eparrb\u00f6geL gtugp\u00fcpner.\n\u00a9ingebornen Wu\u00dften \u00fcbrigend, baf; bie Heimat ber \u00a9teppenp\u00fcpner bie grofge \u00a9bene ber Xartarei p inter ber Ber\u00fchmten Stauer ift.\n^\t^\u00e4) Will ed baptn geftedt fein Taffen, ob aufer ben wenigen \u00a9teppenp\u00fcpnern, Weid;e bid gum\n3al)ve 1863 in \u00a9uropa Bcobacptet W\u00fcrben, nod; anbere Bier erfcBieuen Waren, Balte Oied jebccB f\u00fcr BeinedWegd unWaprfcpeinlid;; ja, meinem \u00a9raeptend ift bie dR\u00f6glicpBeit nid^t audgefcploffen, ba\u00a7 cinje\u00efne bon biefen Wenigen ipre eigentlicpe \u00a3eimat Wieber erreid^t unb fp\u00e4ter einer gr\u00f6\u00dferen 2tngapt iBrer StrtberWanbten geWifferma\u00dfen aid S\u00f6egWeifer nad; bem neu entbedten Sanbe gebient BaBen: febenfadd bleibt ed auffa\u00ef\u00efenb, ba\u00df bor ber gro\u00dfen \u00a9inWanberung, WeTcBe im 3apre 1863 ftattfanb, Wieberpoit bie bid bapin \u00a9uropa fremben SS\u00f6geT Beobachtet W\u00fcrben. \u00a3)em fei \u00fcbrigeud Wie ipm Welle: tBatf\u00e4cBlicB ift, ba\u00df in bem genannten 3<tpre ein fe^r Bebeutenber \u00a9cpwarm in \u00a9uropa erfepien unb ftcB \u00fcber bie meiflen n\u00f6rbfidpen S\u00e4nber unfered <SrbtBeiTd berbreitete. Inf Webern SBege biefe \u00a9inWanberung gef\u00e4^en ift, l\u00e4\u00dft frdf; mit giemiid;er Glatit nacBWeifen, unb Wenn im \u00a9\u00fcbof\u00eeen \u00a9uropad ebenfo auf bie grembliuge geachtet Worben W\u00e4re, Wie Bei und gu Sanbe, in granBreicp, ben Stieberlanben unb in \u00a9ro\u00dfBrifanten, W\u00fcrben Wir WaBrfcBeinIi<B ben 2\u00dfeg auf bad \u00a9enauefte Beftimmen Bonnen. 3$ Babe biefe 2Infid;t an einem anbern Orte Bereite audgefproepen; e\u00ea ift mir ieboep bon einer \u00a9eite entgegnet Worben, ba\u00df biefe Meinung aderbingd feBr gro\u00dfartig taute, aber boep nur eine reine S\u00dfpantafte W\u00e4re. 3d) Bebaure, ba\u00df mid) bie gur dttterft\u00fcpung eined bei artigen 2ludfptud;ed borgebracBten \u00a9r\u00fcnbe niept Baben \u00fcbergeugen f\u00f6nneu. \u00a93 ift an ber Betreffenben \u00a9tede n\u00e4miidp gefagt Worben, ba\u00df man bie \u00a9teppenB\u00fcBner auf geWiffeu Unfein ber SRorbfee fr\u00fcher Beobachtet Bat aid auf bem gefttanbe, unb ber \u00a9eptu\u00df Wenigftend nape gelegt Worben, ba\u00df bie 23\u00f6gei bort auep fr\u00fcher erfcBienen W\u00e4ren aid Bier; mein \u00a9egner B\u00e4tt ed fogar f\u00fcr nid)t unm\u00f6glicp, ba\u00df ein bern\u00fcnftiger \u00fcJleufch glauben f\u00f6nne, man berm\u00f6ge bie \u00a9pur ber \u00a9teppen= B\u00fcBtter bom n\u00f6rbticBen Oeutfd;lanb an bid nad; Ungarn gu berfotgen. \u00a9in einziger 23lid auf bie \u00dfarte Wiberlegt febe berartige 2inttapme. 23on ben mongolifcBen \u00a9teppen naep \u00a9ro\u00dfbritanien unb ben gar\u00f6erinfetn gibt ed nur eine \u00a9tra\u00dfe f\u00fcr 23\u00f6gei, Wetcpe eine SebendWeife f\u00fcBren Wie bad \u00a9teppenBuBn, unb biefe \u00a9tra\u00dfe ift gewi\u00df niept ber \u00a9eeWeg burcB bad \u00a9idmer unb bie SRorbfee ober meinetwegen and; bie inbifcBeurop\u00e4ifcBe \u00a9d;ifferftra\u00dfe. Subem fiept, trop ber SRangetpaftigBeit ber erhaltenen \u00e4Rittpeilungen, laut SReWton, gotgenbed feft: dRan pat ben Bug ber \u00a9teppenp\u00fcpner Beobachtet bou 33robp in \u00a9adigien Bid fRaran an ber SBeftf\u00fcfte bon Urlaub unb bon \u00abBidcarode in \u00a9\u00fcbfranfreiep Bid Stpordpabn auf beu gar\u00f6erinfetn; man pat erfapren, ba\u00df bie \u00a9inWanberer in \u00a9ofotttip in 2R\u00e4pren am 6. SRcft, in \u00a3\u00fccpei in S\u00dfeftpreu\u00dfen am 14., in ^olBwip in \u00a9cpleften am 17., in SB\u00f6ptau in 2Inpalt am 20., auf Saatanb an bemfelben Stage, auf jpeigoianb unb au ben englifcpen l\u00fcften (dtortpumberlaub) am 21., auf Oorfum, \u00a9tafforbfpire unb an ber ft\u00fcfte bon Saucafpiie am 22., auf ben gar\u00f6ern in ben tepten S\u00a3agen bed 9Rai angefommen ober Wenigftend Waprgenommen Worben Waren, \u00a9in adm\u00e4piieped SBorr\u00fcden in ber gegebenen Dichtung ift alfo bodfommen BeWiefen, unb bie Steifef\u00e4pigBeit ber \u00a9teppenp\u00fcpner fiept mit ben ermittelten Seiten niept im SBiberfprudp. \u00a9twad f\u00fcpner, aber immer noep gerechtfertigt ift biefe \u00a9fcplu\u00df; folgerung: bie \u00a9teppenp\u00fcpner ftnb bon ber dRongolei in einem gro\u00dfen ginge aufgebrotp\u00e9n unb in ber angegebenen SRid;tung Weiter gegogen. SDa ipre Steife Burg bor ober W\u00e4prenb iprer \u00a9rutgeit ftattfanb, paben fiep gtoare ober Struppd bon bem <pauptpeere getrennt unb feitabf\u00fcpreube 2\u00dfege cin= gefcplagen ober fup auf \u00a9teden, Wetcpe ipnen paffeub erfdpienen, niebergelaffen. SSicle bon benen, Welcpe bie SReeredB\u00fcfte erreiepteu, ftnb Wopl aud) Wieber umgeBeprt unb in bad innere bed Sanbed gur\u00fcdgeflogen. \u00a3ieraud Wirb fup ipre 35ereingelung aud; mit erBl\u00e4ren taffen. Ood; lege id; auf biefe Meinung ebenfo Wenig @eWid;t, aid auf aded Itebrige, Wetcped niept BeWiefen Werben Bann, unb Oied ifl ja auep meinem Seteprer red;t Wopl BeBannt.\n3u OanB ftnb Wir biefem tepteren, bem ^errn Dr. 21 it um, berpfTicptet \u00fcber bie StRiD tpeilung, Weid;e er und gegeben pat. 3pm W\u00fcrbe bad \u00a9t\u00fcd, bie grembiinge W\u00e4prenb ipred \u00a9ommertebend in ber grembe Wieberpott gu beobaepten unb burd; faepberft\u00e4nbige d\u00eead;frage noep","page":326},{"file":"p0327.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9teppenhwhn-\n327\nmehr in \u00a9rfaprung gu Bringen. 3>dh inerbe begl)alb non feinen Rngaben bag mir befonberg midjtig \u00a9rfcbeinenbe hier folgen laffen, ohne midp jebod) an ben Wortlaut jener Rtittheilung gu binben.\n\u00aeie Steppenh\u00fchner geigten ftd^ auf \u00a9orfunt am 21. Rtai, unb gmar in Heineren Rbtheilungen non ginei big gto\u00f4lf St\u00fcden. \u00a9ont 23. Quni big gum 1. 3uli m\u00fcrben fie nidC;t gefeiten, bann jebod) mieber in gro\u00dfen Sdhm\u00e4rrnen. Rltum unb oon\u00aerofte fa\u00ef)en nier non ihnen am 8. Rugufi unb erfauntcn fofort, ba\u00df fie eg mit V\u00f6geln gu t\u00a7un Ratten, meld)c h\u00f6dhfteng mit ben Steinm\u00e4lgern, fonft aber mit feinem anbern Stranboogel oermedjfelt merben fonnten. 2)ie erm\u00e4hnten nier gogen in rei\u00dfenber \u00a9efd)minbtgfeit, mit feilten, rafdjen f^Iwgelfd^I\u00e4gen il)veg SBegcg ba^in unb ftie\u00dfen m\u00e4l)renb beg glttgeg beft\u00e4nbig Sodt\u00f6ne aug, meld)e mie \u201eQuid, quid, quid\" Hangen, unb mit ber Stimme Heiner Regenpfeifer entfernte Rel)ulid)feit gu haben fd)ienen. R\u00e4ubern bie \u00a9\u00f6gel auf etn offene^ \u00a9Satt eingefallen maren, machte ftdp non \u00a3)rofte auf ben \u00a9Seg, um an fte herangufomntett, ba non Rnfdjleidjen feine Rebe fein fonnte. Rlg er big auf einige fpunbert Stritte fid) gen\u00e4hert ^atte, erBKidte er einen gro\u00dfen Sd)marm non V\u00f6geln, meld)e ipm offenbar unbefaunt maren. Sie fa\u00dfen regungglog bicfyt neben einanber unb Ratten f\u00fcr \u00a9olbregenpfeifer angefprod)en merben f\u00f6nnen, m\u00e4re nid)t bie Haftung eine gu magred)te gemefen. R\u00e4l)er alg auf ettoa 200 Stritte lie\u00df ber Schmarrn ben Sdj\u00fcben nicht tjeranfommen, obgleich biefer bie gem\u00f6hnlidjett f\u00f6unfigriffe Beim Herangehen an fd)eue \u00a9\u00f6gel nid)t unterlie\u00df. \u00a9lopd) erhoben fid) bie H\u00fchner unter nerne^mbarem \u00a9raufen unb R\u00fcg; fto\u00dfen ihrer Stimmlaute, loeld)e eingeln geh\u00f6rt mie \u201e\u00ae\u00f6derid\" gu ftingen fdpienen, aber bei biefer SRaffe gu einem \u00a9einirr gufammenfdpmolgen. Riebrig ftrid)en fie \u00fcber bie ioeite Sanbpd)e fort, \u00e4ljnlidl) einem Sd)marme nom gelbe heintfehrenber tauben. Sie bilbeten einen breiten $ug, flogen mit rei\u00dfenber Sd^rteHigfeit unb betrieben babei fanfte, burdE) Ruffteigen unb Senfen gebitbete \u00a9ogen.\nSene\u00ea \u00a9Satt mu\u00dfte einer ihrer Sieblhtggpl\u00e4he fein; benn man bemerfte fte fortan hier oftntalg. Sie fndbten biejenigen Stellen, meld)e mit Schoberia maritima bemad)fen ftnb, ba fte ben Santen biefer 5J3f(angeit fe|r gu lieben fd)einen. Qmmer m\u00e4hten fie freie f\u00c7\u00ef\u00e2d^en, am fiebften an ber \u00a9rettge jener ^Sflangenbefi\u00e4nbe. Ru\u00dfer bent Santen ppdten fte and) \u00a9b\u00e4ttc^en ab, gang ioie bie \u00a7\u00fcf)tter. \u00aeod) fanb Rftunt in bem tropfe mehrerer aud) augfd)lie\u00dfltd) ben Santen, bei anbern bie grud)t einer \u00a9ragart, mahrfdheinlid) Poa distans, gemifdjt mit unreifen $apfeln Oon Lepigonum marinum. \u00a3)ie kr\u00f6pfe maren ftetg gang gef\u00fcllt, ber Rahruttg ioettig gr\u00f6bere Sanbf\u00f6rner beigemifdht; in ben gteidpfa\u00ef\u00ef\u00ea gef\u00fcllten \u00a9tagen mar bagegen ber Sattb in auffadenber \u00a9tenge oor; hanben. \u00a9alb nad) jenem oerungl\u00fcdten \u00a9erfud)e traf SDrofte ein eingelneg Huhn auf e*iner ringg oon E\u00a3)\u00fcnen umgebenen, etma einhunbert \u00a9torgen gro\u00dfen Rieberuttg. \u00a9g mar bei mettent uid)t fo fdE)eu, alg ber gange Sdhmarnt. \u00a9r bemerfte eg beim ^>eroor\u00efontnien aug bent \u00a9erfted int Saufen; eg mar jebod) auf bent mei\u00dfen Sanbe fo firmer gu fehen, ba\u00df beim Stittftehen feine Umriffe nid)t mehr mahrgenornntett merbett fonnten. 2)ag Rufftiegen \u00e4hnelte bem Ruff\u00eeel)en beg Rebhuhn\u00f6 ; bodh Happerte jeneg mit ben gl\u00fcgelit mie fid) erl)ebenbe \u00a9attben, \u2014 eine \u00a9eobad)tung, melche fp\u00e4ter mel)rfadh gemacht merbett fonnte. 2)er ^lug be\u00ea Steppenhuhn\u00ea erfdheint anf\u00e4nglich gientlid) fdjmerf\u00e4\u00fcig unb ifi and) feine\u00eameg\u00ea rafd), nicht entfernt fo leid)t unb gemanbt, mie ber oon Stranb* unb S\u00dfafferl\u00e4ufern; ift e\u00e8 aber einmal int ginge, fo \u00fcbertrifft e8 bie le^teren an Schnell igfeit um ein \u00a9ebeuteube\u00ea. R It tint ift geneigt, e\u00e4 f\u00fcr einen ber alterfdhnellften \u00a9\u00f6gel gu halten, unb meint, ba\u00df bie \u00a9ilfertigfeit feine\u00ea gluge\u00ea nur burdh bie Sdjne\u00ef\u00efigfeit ber \u00a9emegung eitte\u00ea angreifenbeit \u00a9belfalfen \u00fcbertroffen merbe. gen\u00fcgenber R\u00e4lje Oernimmt man ba\u00ea gl\u00fcgelflappern jebe\u00eamal beim Ruffliegen, m\u00e4hvenb ba\u00ea \u00a9or\u00fcberftreidhen eine\u00ea Sdhmarnte\u00ea ein ftarfe\u00ea \u00a9raufen heroorbringt. Schnelle Sdhmenfungen, feitlidhe 2Benbungen unb bergleid)en fdheinen bie Steppen; h\u00fchner nicht au\u00eaf\u00fchren gu f\u00f6nnen; fte befchreiben gr\u00f6\u00dfere fanfte \u00a9ogen in einer magred)ten \u00a9bene. Sehr l)od) flogen nur oerfprengte \u00a9\u00f6gel; bie Oereinigten Stetten ftrichen h\u00f4dhften\u00ea brei\u00dfig gu\u00df \u00fcber ben \u00a9oben meg. \u00ee)ie aufgetriebenen flogen niebrig \u00fcber ba\u00ea SOBatt burd) bie jQ\u00fcnentl)\u00e4ler, big fte aug bem \u00a9cftdhtgfreig oerfdhmunben loaren, lehrten jebod) gern mieber um unb fielen mo])l aud)","page":327},{"file":"p0328.txt","language":"de","ocr_de":"328\n\u00a3)te S\u00e4ufer, \u00a9cparro\u00ebgel. glugp\u00fcpner.\nauf bemfelben pape lieber ein, menu pier adeg 23erb\u00e4d)tige oerfdpmmtben; b\u00fcnfte i^ttett ber pap uid^t ftdper, fo {trieben fie aberntafg \u00bbeit fort unb liefen ftc^ auf eiuem aube ru iprer Sieblinggpl\u00e4pe uteber. 2llg auf einen ffiegenbeit \u00a9d;marnt ein SRoprioeip ftie\u00df, teilte ftdp bie STcaffe unb lie\u00df ben 3Raub0ogel burdp. \u00a9ei [titter \u00a9ee malten ftdp bie \u00a9cpm\u00e4rme audp in gro\u00dfen Entfernungen burd) ipr roeit^infc^aUenbe\u00ea, ununterbrod;eneg \u201ef\u00f6dertd\" ober \u201e\u00ae\u00f6di, f\u00f6di, f\u00f6di\" leidpt bemerflidp. \u00aea\u00eb 23ifb beg SSogelg tfi \u00fcbrigeng fo eigentp\u00fcmlidp, ba\u00df man ipn, audp menu er lautlog feineg 2\u00f6egeg 8ie\u00c7t, nidpt mit anbern Oermedpfeln famt. SDag \u00a9teppenpupn \u00e4pnelt in feinem gluge bent \u00a9teim tt\u00e4lger, aber and) bem \u00a9olbregenpfeifer; eg pebt jebodp bie gl\u00fcgel p\u00f6per unb tr\u00e4gt ben fpa\u00ef\u00ea fepr eingegogen, foba\u00df bei feinem im SSergleid^ gum \u00a9olbregenpfeifer fleinen $\u00f6pfcpen ber gl\u00fcgel oorn ioeit eingelenft gu fein fdpeint. \u201eSdp tenue\", fagt 2tltum, \u201efeinen 23ogel, ber ftiegenb unmittelbar oor ben gl\u00fcgeln fo abgeftu^t erfdpiene unb glaube fie (bie \u00a9teppenp\u00fcpner) jept in bebeutenberer Entfernung ernennen gu tonnen, opne ba\u00df icp jebod; im \u00a9taube m\u00e4re, ade Eigentp\u00fcmlidpfeiten ipreg glugeg genau gu befdpreiben.\"\nStuf bem erm\u00e4pnten oon $>\u00fcnen umgebenen S\u00f6att m\u00fcrben bie mongolifdjen gremblinge gem\u00f6pnlidp beg Si\u00eforgen\u00ea big gegen neun Upr angetroffen, \u00a9ie fdpienen pier an beftimmten \u00a9teden bi\u00ea gu jener \u00a9tunbe gu Oermeilen unb bie einmal gem\u00e4plten \u00a9ippl\u00e4pe regelm\u00e4\u00dfig mieber aufgu; fuepen; menigfteng tonnte man 2)ieg aug ber oielen Sofung flie\u00dfen. 2\u00dfenn fte nidptg Ungem\u00f6pu= lidje\u00eb bemertt patten, fa\u00dfen fte rupig bidpt neben einanber, meifteng naep einer \u00a9eite gemenbet, gu je gmeien ober bodp menigen beifammen. \u00a9egen gepn big elf Upr fepienen fie regelm\u00e4\u00dfig bag gro\u00dfe SBatt gu befudpen unb bort ber Sdaprung uadpgugepen; menigfteng fielen fte um biefe Seit oft bafelbft ein, unb fudpten bann eifrig naep \u00a9amen unb \u00c6nogpen. d\u00efadpbem fte eingefaden maren, blieben fte mopl-20 SCftinuten lang bemegungglog ftpett, 2ldeg um fidp per mufternb; algbann begannen fte mit iprer Slefung, inbem fte, \u00fcber ben \u00a9oben trippelnb unb rutfdpenb, in berfelben dtidptung oorm\u00e4rtg liefen unb emftg \u00a9amen aufpidten. Eingefne \u00eer\u00fcppcpen fprengten ftep audp mopl feitm\u00e4rtg ab ober blieben ein menig gttr\u00fcd, pielten ftdp jebodp immer gum \u00a9dpmarme. dagegen bemertte man ein eingclneg \u00a9t\u00fcd, meldpeg faft jebegmal meit gur\u00fcdblieb ober ftdp feitm\u00e4rtg gu fdjaffen madpte unb ben S\u00d6Bfidpter abgugeben fdpien. 2118 Oon SDrofte einmal, pinter einem ungef\u00e4pr gmei gu\u00df popeu fp\u00fcgel auf bem SSaudpe liegenb, ben gangen \u00a9cpmarnt beobadptete, patte ipn biefer eine SSogel bemertt, ftieg pierauf fofort auf einen tteinen [p\u00fcgef, redte fiep, pob ben $opf unb ftie\u00df laut fein \u201e\u00df\u00f6devid\" aug. 2luf biefeg Seicpen lief faft ber gange \u00a9cpmarnt bidpt gufammen unb blieb unbemegltdp ftpen. 2)rofte fdpo\u00df, ber \u00a9cpmarnt braufte fort; aber ber alte #apn, meldper ben \u00a9treidp gefpielt patte, empfapl fidp unter lautem \u00a9efdprei erft, nadpbem ber Oerbl\u00fcffte S\u00e4ger ftdp fdpon erpoben patte. SGB\u00e4prenb,bie \u00a9teppenp\u00fcpner umperliefen, riefen fte leife \u201e\u00ae\u00f6d, t\u00f6d\"; menu gmei einanber gu nape tarnen, poben fte bie ginget, gogett ben \u00dfopf, uapmeu eine bropenbe \u00a9tedung ein unb riefen fepned \u201e\u00c4ritritrit\". 2ludp fprangen fte mopl gegen einanber in bie #\u00f6pe, unb bann erpoben ftdp immer einige anbere, oietleicpt in bem \u00a9tauben, ba\u00df \u00a9efapr Oorpanbett fei; fte lie\u00dfen fiep aber eben fo fepned mieber nieber. Sn ben SDRittaggftunben fdpienen fte regelm\u00e4\u00dfig bie trodnen, pei\u00dfen 2)\u00fcnen aufgufuepen, um ftep im \u00a9anbe gu haben, \u00a9ie patten audp pier ipre beftimmten $l\u00e4pe, unb gmar jene gro\u00dfen oben \u00a9anbft\u00e4dpen, auf benen ber b\u00fcrftigfie S\u00dfflangenmudpg burep \u00a9t\u00fcrme gerft\u00f6rt morbett. Einmal patte man breigepn \u00a9teppenp\u00fcpner einfaden fepen, mar rafcp perbei; geeilt, patte mit bem gernropr bie gange gl\u00e4dpe oon bem SSerfted aug abgefudpt; aber fein SSogel mar gu entbeden, big ftep enblidp guf\u00e4dig einer int \u00a9eftdptgfelbe beg gernglafeg bemegte. \u00a9elbft in einer Entfernung oon oiergig \u00a9dpritten pielt eg fdpmer, biefe \u00a9anbo\u00f6gel genau gu fepen, unb in einer Ent: fernung oon gmeipunbert \u00a9dpritten mar eg faft unm\u00f6glidp, fte gu entbeden, audp menu man genau bie \u00a9tede fannte, auf meldper ftdp iprer fuitfgig big fedpgig niebergelaffen patten. Slnfangg maren bie f\u00f6inber ber \u00a9teppe menig fdpett gemefen; bie peiltofe 33erfolgunggmutp ber Sabeg\u00e4fte aber madpte fte halb oorftdptig unb fcplie\u00dflid; fo \u00e4ngjilidp, ba\u00df eg audp bent ge\u00fcbteften S\u00e4ger faunt m\u00f6glidp mar, fie gu \u00dcberliften.","page":328},{"file":"p0329.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9teppenhuhn.\n329\n\u00dcRadjbem bie \u00a9teppenh\u00fchner f\u00fcnf \u00dcDRonate lang auf Borfum inte in ihrer feint\u00e2t gelebt Ratten, nerfd)manben fie nad) unb nad) g\u00e4nglid} non ber Snfel. 2lm 1. Dftober m\u00fcrben mit bem gemro^re nod) nierunbfunfgig \u00a9t\u00fccf non ihnen geg\u00e4ljlt, am 10. maren noch ac\u00a3)t, am 12. noch f\u00fcnf, am 13. noch gmei beobachtet morben: fie m\u00e4ren bie leisten. Born 1. big 15. Oktober ^atte ftch alfo ber gange ging allm\u00e4hlich entfernt. Ungef\u00e4hr um biefelbe Beit m\u00fcrben fie mieberunt hier unb bann im Smtern \u00a3)eutfct)lanbg beobachtet: fo, laut 211 tum, im Olbenburgifchen unb nach meinen eigenen Beobachtungen in ber 9R\u00e4he non Hamburg. \u00a9ie maren aber feinegmegg g\u00e4nglidj Oerf<hmunben, mie 2lltum behauptete, fonbent m\u00fcrben noch int folgenben Salme in S)eutfdhlanb beobadhtet: fo im 3uni 1864 in ber \u00a9egenb non flauen, unb niel fp\u00e4ter noch, gu \u00a9nbe Oftoberg beffelben Sahreg, bei S\u00dfrefchen in ^3ofen; fie haben ftch ebenfo in ber 9R\u00e4he Hamburgg, ungef\u00e4hr um biefelbe Beit, nod) gegeigt, h\u00f6dhft mahrfcheinlict) alfo and) gebr\u00fctet mie im Salme 1863 in S\u00fctlanb unb auf mehreren b\u00e4nifdfien ^rtfeltt. Seiber mar eg mir nicht Oerg\u00f6nnt, \u00fcber bie bei Hamburg br\u00fctenben B\u00f6get eigene Beobachtungen angufteden; \u00fcber biejenigen aber, metdhe in O\u00e4nemarf nifteten, hat 9Reinharbt ung berichtet. Oie elften \u00a9ier m\u00fcrben furg nach 2lnfunft ber B\u00f6gel gefitnben unb genanntem $orf<her am 6. Suni \u00fcberfenbet. Oag 9Reft hatte brei (Sier enthalten. 9Rach SDRittheilung eineg Berichterftatterg hatte ber betreffenbe S\u00e4ger gmei \u00fcftefier unb fein \u00fcftachbar ein britteg gefunben; auf biefen Heftern maren bann bie br\u00fctenben B\u00f6gel, erft bie Rennen, bann bie jp\u00e4bne, gefangen morben. Bmei nahe neben einanber ftehenbe 9Refter hatten brei unb beg\u00fcglidj gmei (Sier enthalten. Oag erfte beftanb aug einer f leinen mit etmag trodenem \u00a9anbrohr auggef leibeten Bertiefung im \u00a9anbe; bag gmeite mar im Haibe'fraut angelegt unb mit etmag nerborrtem \u00a9rafe auggef\u00fcttert. Snt Berlaufe beg Suni fanb man noch mehrere diefter auf ben O\u00fcnen ; fie maren alle in berfelben B\u00f6eife gebaut. 9Rodh am 27. ^uti trieb jener S\u00e4ger ein \u00a9teppenhuhn nom SRefte auf unb fah, bafj eg brei (Sier enthielt, fe^te \u00a9dringen, lehrte nach einigen \u00a9tunben gur\u00fcdf unb fanb, bafj bie Henne gefangen mar; ber Hahn m\u00fcrbe in berfelben Bkife erbeutet. Sngmifdhen mar ein B\u00fcchlein auggefchl\u00fcpft, unb ihm folgte fp\u00e4ter ein gmeiteg ; hoch fiarben beibe am erfien Bage, mahrfdheinlich aug SORangel an geeigneter pflege. Oiefe Beobachtungen bemeifen alfo, bafj bag \u00a9teppenlmhn in \u00a9intneibigfeit lebt, unb ba\u00a7 ber \u00a7ahn ftd) am Br\u00fcten betheiligt.\nSn bem bereitg erm\u00e4hnten Sluffa^e, meldhen ich Sahre 1863 \u00fcber bie \u00a9inmanberung bie= fer B\u00f6gel ner\u00f6ffentlidhte, hatte ich bie Hoffnung auggefprodjeu, b'afj fidh bie \u00a9teppenh\u00fchner, fallg ihnen adfeitig \u00a9d;onung merbe, bei ung mohl feftfe^en unb ft\u00e4nbigeg ^lugmilb merben tonnten. \u201eUnb menn Oieg nicpt ber f^aU m\u00e4re, menn alle berechtigten Hoffnungen fdheitern fodten, fo m\u00fcrbe bag \u00a9rgebnifj beg Berfudheg, ob bie \u00a9teppenh\u00fchner bei ung heimifd) merben ober nicht, ftdherltch immer nodh mehr merth fein, alg ber geringe 3Ruhm, meldhen ftd) ein S\u00e4ger ermirbt, ber fdhonungglog unb ungaftlidh gegen biefen gu ung getommenen Befudh nerf \u00e4hrt-\"\n\u00a9g mar mir alfo haupt[\u00e4cf)lich barum gu thun, \u00a9aftfreunbfdhaft f\u00fcr bie $remblinge gu ermirfen; jebenfallg lag mir bie 2tbftc\u00a3)t fern, eine SRaturgefchichte ber B\u00f6gel gu fd^reiben ober meinen Hoffnungen ben \u00a9tempet ber Unfehlbarfeit aufgubriicfen. S<h tourbe jeboch mijjoerftanben. 211 tum fanb ftd) Oeranlafjt, gegen meine \u201eBitte an alle beutfdhen S\u00e4ger\" gu $elbe gu giehen. \u201eBrehm\u2019g Hoffnung\", fo l\u00e4fjt er ftch unter 2lnberem oernehmen, \u201ebafj bie \u00a9teppenh\u00fchner ftch hier Oermehrett unb bei anfangg geh\u00f6riger \u00a9djonung bleibettbeg ^lugmilb merben m\u00fcrben, ift mir f\u00fcr ben Hauptherb Bortum, meld)er bod) benfelben bei reichlicher Nahrung fo g\u00fcnftigeg Berrain bot, mie mohl faum eine anbere Sofalit\u00e4t in unferer \u00a9egenb, gr\u00fcnbtich gerfdfjlagen. \u00a9a er (n\u00e4mlich ich) toahrfdjeinlid) nie einen \u00a9prrhapteg in ber freien DRatur gefehen hat, fo merben ihm auch mohl feine anbermeitigen, burch bie Sebengmeife biefer B\u00f6gel geft\u00fchten \u00a9r\u00fcnbe f\u00fcr biefe Bcrmuthung gu \u00a9ebote ftehen.\" \u00a9g liegt mettteg \u00a9radbteng fein \u00a9runb Oor, bie Unm\u00f6glichfeit einer \u00a9inb\u00fcrgerung beg \u00a9teppenhuhng in \u00a9eutfdhlanb gu behaupten, unb meine Bermuthung ift, mie aug Borftehenbem hernorgeht, hoch fo gang haltlog nicht geinefen. 2lber freilich eine Bebingung h\u00e4tte oor 3XHem erf\u00fcllt merben m\u00fcffen : man h\u00e4tte bie \u00a9teppenh\u00fchner mit mehr \u00a9djionung behanbeln foden, alg eg gefchehen ift. Seute,","page":329},{"file":"p0330.txt","language":"de","ocr_de":"330\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9cprto\u00f6gel. glugppter.\ntoe\u00efdp fetbft gugeftepn, bajj fie, nadpem bie Bagb mit bem geuergemep fdpierig gemorben, gu \u00a9ift (mit \u00a9trpdpinl\u00f6fung getr\u00e4nkten SBetgenk\u00f6rnern) ipe Bpludp neunten, [feinen non ^ierfc^onung feine 23orfiedung gu pbett. \u00a9bettfo, mie auf 23orkum, m\u00fctpte man \u00fcberall gegen bie prmloffctt grentbltnge: man Verfolgte fte auf ba\u00a7 d\u00ee\u00fcdfidp\u00ealofefte, fo lange man fie \u00bberfolgen konnte. 23iele fanben audj burdj eigene^ 23erfd)ulben tpen 3^ob ; fo m\u00fcrben mehrere eingeliefert, meldje gegen bie \u00a3elegrappnbr\u00e4pe geflogen maren uub ftd) babei leben\u00ebgef\u00e2p\u00efid) \u00bberlebt Ratten. \u00a9l\u00fcdlkprmeifc m\u00fcrben aber aud) mehrere \u00a9teppenppter gefangen, unb fo un\u00ea menigfienS \u00a9elegenpit geboten, ip betragen im K\u00e4fige gu beobachten. Oer Tiergarten gu Sonbon Tratte bereite gmei Sape nor ber gro\u00dfen \u00a9inmanberung eine reiche \u00a9enbung lebenber \u00a9teppeitptper au\u00ea Tina erhalten; ba3 Bap 1863 aber braute bie23\u00f6gel in faft ade gr\u00f6\u00dfere Xpcv\u00e2\u00fbrten, unb ebenfo in ben 23eft\u00a3 meperer Siebs pber; e\u00a7 konnten alfo oielfacp Beobachtungen \u00fcber ip \u00a9efattgenleben angeftedt inerben.\nUnter ben periiber ner\u00f6ffent\u00efid^ten S\u00d6tittpilungen nerbienen bie non 23olle, 21. n. .Sporne per unb -Spolp prr\u00fcpenben Beachtung; meine eigenen 2Bapneptungett ftimmen namentlich mit benen ber beiben \u00a9rfigenannten \u00fcberein, $op erg\u00e4pt, bag er am 17. Oktober 1863 ein nerlnuubetei \u00a9teppenppt in einem kleinen \u00ae\u00e4ftg fal) unb mit ipn Oerfcpebene Berfudp anftedte, bereu \u00a9rgebitig mar, bag ba\u00ea jpup ftd) benapn mie anbere 23\u00f6gel aud). Oer kranke gl\u00fcgel m\u00fcrbe abgenommen, bie 2\u00f6itnbe gebrannt unb perauf bem \u00a9efangeneit eine 2\u00f6opfhibe gum Aufenthalte angemiefen. 2lm britten \u00a3age nach ber \u00a9efangenfdpaft napt er 2Beigenk\u00f6nter gu ftd), unb begann nun opte gurdp im Bimmer umprgutrippelu; er pdte fein gutter auf, pdte fid) an gemiffett \u00a9teden nieber uub mar gumeilen and) fcp \u00e4rgerlich- 92amentlid) konnte er bie \u00aerinolinen uid(>t leiben; benn m\u00fcrbe eine folche oon iper Beftprin ipn gu nap gebracht, fo flieg er \u00a3\u00f6ne be\u00ea Unmiden\u00ea au\u00ea, lief mit \u00bbor; gepltenem \u00aeopfe unb .Spa\u00effe entr\u00fcftet barauf Io\u00a7 unb big barnaep\n\u00a9pater brad)te ip $op in fein eigene\u00ea Btntmer uub fefcte ip per in einen giemlich langen unb breiten, niebrigen, mit SHe\u00eafanb gef\u00fcdteu haften, meiner in ber dt\u00e4p be3 Ofen\u00eb ftanb, Oerforgtc ip mit gutter unb beobachtete ip. Oiejtun gefammelten \u00a9rfapungen ftttb aupepnb. \u201e\u00dcJMt bem ermad)enbeit Stage\", fagt unfer \u00a9em\u00e2p\u00eantann, \u201emar aud) ber 23ogel mad), begab ftd) nad) feiner gutterftede, meldje er gar halb kennen lernte, unb pickte emfig bie K\u00f6rner auf. Oaun trippelte er in ber \u00a9tube umpr, pickte aud) mopl per unb bort auf beit 23ol)len (Oielen), einer \u00a9troJjmattc unb einer ^elgbede, uub pufcte ftdj, ittbem er fein gange! ^leib einer genauen 23efid)tigung untermarf. Oie miberft\u00e4nbigen gebern ber gl\u00fcgel, be! \u00a9dpattge! unb ber \u00fcbrigen \u00c4'\u00f6rpcrtpile, melcp er erreichen konnte, gog er babei burd) ben \u00a9d)ttabel, legte fie gierlidj gurecht unb erpb ftd) aud) gumeilen, um bie gl\u00fcgel au!gubreiten unb lofe gebern au!gufdj\u00fctteln, mobei fein K\u00f6rper aber, burd) ba! geilen ber einen gl\u00fcgelfpip, leid)t au! bem \u00a9leidjgemidjte kam.\"\n\u201e\u00a9djaute bie \u00a9onne in ba! nad) \u00a9\u00fcben gelegene genfier, fo fud)te ber 23ogel begierig bie \u00a9trapen berfelben auf, pdte att ber bem genfter gegen\u00fcberliegenben Bwintermanb nieber, lehnte fidj mit ber einen \u00a9eite an ba! \u00a9ejtm!, lieg bie anbere \u00a9eite oon beit \u00a9trapen erm\u00e4rnten unb folgte benfelben, fo lange er fte erpfepn konnte. $ngmifd)en pel e! ipn \u00f6ftere ein gu freffen. \u00a9r erpb ftd) bann, eilte ope Aufenthalt nadj ber ungef\u00e4p acht gug entfernten gutterftede, pidte bie K\u00f6rner rafd) auf, begab fiep a\u00ef!bann meiften! \u2014 nicht immer \u2014 gum 2Bafferuapfe, ftedtc ben \u00a9d)nabel pnein, napn gmei ober brei unb mepere gientlid) lange B\u00fcge, pb ben $opf mieber (mobei ber \u00a9d)nabel aber nie \u00fcber feine magerechte \u00a9teduitg pnaulkatn) unb eilte opte meitcrcu Aufenthalt gu feinem fonnigen ^\u00dflap gur\u00fcd, um ftd) bafelbft niebergulaffen. Oiefe! Strinfen mit gmei bi! brei B\u00fcgen gefdjal) gumeilen nur einmal, gumeilett aber aud) gmei; bi! viermal unmittelbar pnter cinanber, b. p ope bag ba! \u00a9teppenppt oom \u00a9ef\u00e4g megging.\"\n\u201e\u00cf\u00cfRerkm\u00fcrbig ift e! mir gemefen, bag ber Bcgel'erft nad) gm\u00f6lf \u00efagen, Oom \u00a3agc feiner 23er; munbung an geredjuet, 2\u00dfaffer gu ftd) napn, obgleich ber t\u00e4glich frifd) gef\u00fcdte \u00fcftapf neben feinen K\u00f6rnern ftanb, ba ba! \u00a9teppenpp bodj, ben \u00fcftadjridjten ber \u00a9d)riftftcder gufolge, bie Oueden in ber \u00a9teppe fteigig befugt; c\u00bb mug feine Unkenittnig barait \u00a9cpulb gemefen fein.\" Oen \u00a9ang","page":330},{"file":"p0331.txt","language":"de","ocr_de":"Steppenpupn.\n831\nbetreibt $olp fe^v gut, unb namentlich ift bie Bergleidjung be\u00a7 laufenbeu Steppenpupns mit S\u00dfuppen, Welcpe bnrcp ein S\u00a33erf bewegt werben, toortrefflid) geW\u00e4plt. S\u00a3)a3 Auftreten, toon bem man im freien 9tid)t3 toernimmt, war auf bem feften \u00a9oben fe^r p\u00f6rbar. B\u00dfemt bie \u00a9onne nidjt ins Bimmer fcpieit, fiteste bei* \u00a9efangene eine Stp\u00fcre auf, unter Weld)er falte Snft burepftr\u00f6mte, unb $olp fcplof baratt\u00e9, geWif\u00ea richtig, baf ipm bie BwtmerW\u00e4vme l\u00e4fiig geWefen fei. \u201eSDteinc F^au ^atte oft ipren Spaff mit bem Bogel. B\u00dfeitit fie ftep ipm etWa\u00ea n\u00e4herte, rid;tete er gornig ben \u00aeopf gegen fte, lief ein tiefe\u00ea ,,\u00a9ud\" p\u00dfren, We\u00efcpc\u00e9 fiel) auep guWeileit toerboppelte; n\u00e4herte fte ftd) ipm mepr, fo ftief; er ba\u00e9 \u201e\u00aeud\" \u00e4rgerlicher unb ^eCCt\u00f6nenber, toier; bi\u00e9 f\u00fcnfmal nad) einanber au\u00ea, toerft\u00e4rfte e\u00a7 gu einem im Stone ^\u00f6^er anfieigenben \u201e\u00a9urrrrrrr\", unb richtete ben jpal\u00e9 unwillig nod) h\u00f6her empor. 3ui\u00fce^en bi\u00a7 er bann nach bem toon ihr pingepaltenen Ringer unb ftr\u00e4nbte bie Sdjwangfebent im Greife poep empor, bem fftabe einer S\u00dffautaubc gleich-\" SDer kiefe\u00ea \u00a9efangenen erfolgte fepon am 11. Sftotoember.\nBol\u00efc\u2019\u00e9 unb ^omeper\u2019\u00ea SDZitt^eilnngen \u00fcber gefangene Steppenh\u00fchner befunben bie ge\u00fcbten Beobachter. \u201eS\u00a3)er allgemeinen \u00a9rfepeinung nach\", meint ber \u00a9rftere, \u201e\u00e4hnelt ba\u00e9 Steppenhuhn ben tauben fepr; nur fteht e\u00e9 noch me\u00ef ttiebriger auf ben Beinen ab? alle mir befannte tauben, and) al\u00e9 bie Flugp\u00fcpner. S\u00a3)et fepr fleine $opf, ber anfd)cineub nid^t auf l\u00e4ngerem Jpalfe, Wie bei ben tauben, fonbern furg, gebrungeit auf bem maffigen K\u00f6rper aufftpt, erinnert gugleid) an bie B\u00dfadjtel, ein \u00a9inbrud, Welcper burep bie faple Sprenfelnng be\u00e9 \u00a9efteber\u00ea noep toermehrt Wirb; \u00efurg, bem \u00e4u\u00dferen 5lnfepen nad) erfepeint ber Bogel mt\u00ea etwa al\u00e9 ein \u00dcDtittelgtieb gwifepen Staube unb 2\u00f6ad;tel. SDer dtumpf ift breit, unten fepr abgeplattet; bie Fl\u00fcgelfpipen Werben , bie Steuer; febern Wagrecpt getragen ; ber Sauf ift trippelnb, nid)t gu fdpne\u00fc; beim Saufen Wadelt ber 3bumpf etWa\u00ea, unb bie F\u00fcfe fxnb babei faum fteptbar. S\u00a3)ie Stimme, Weldje man nid)t oft port, ift leife unb beftept au\u00ea gWei toerfepiebeuen Sauten, mit benen bie Stpiercpen einanber loefen, unb bie, toon bem einen au\u00e9geftofjen, fogleid) ipre Beantwortung feiten\u00ea ber anbern finben. SDt\u00e4mtcpen unb 2Beibd)en fdjeinen biefelben 9^ufe gu paben unb bamit gu wedjfeltt. SDicfe beftepen au\u00ea einem tiefen unb toollt\u00f6nenben \u201e\u00a9elitf, geluf\" unb au\u00e9 einem popen \u201e\u00ae\u00fcrr, f\u00fcrr\", Welcpe beibe, loie gefagt, leife au\u00e9gefto\u00a7en Werben.\" Bon \u00a3>onteper fonnte bie gefangenen B\u00f6gel l\u00e4nger beobachten, unb feine Betreibung ift be\u00e9palb nod) richtiger. ,,S\u00a3)a\u00ea Steppenpupn\", fagt er, \u201eerinnert burepau\u00ea nid)t an eine Staube, fonbern geigt fiep tooUfommen flugpupnartig. \u00a3)er Scpritt, bie Bewegungen ftnb faft gang Wie bei ber $pata. SDer Unterfcpieb gWifcpen beiben ergibt fiep barau\u00e9, ba\u00a7 bie Fuf Wurgeln fo toer= fepieben lang ftnb, unb bie Fupilbung'felbft eine anbere ift, We\u00eapalb b\u00fb\u00ea Steppenpupn f\u00fcrgerc Scpritte maept unb mepr fcpleidpt al\u00e9 ba\u00e9 Flugpupn.\" 3$ pabe 3>m ^irtgugiif\u00fccgen r ba\u00a7 ba\u00e9 Scpleicpen pauptf\u00e4cpticp in ber fdpiefen Haltung ber Fufjtourgeln feine \u00a9rfl\u00e4tung ftnbet. S\u00a3)a\u00e9 Step; penpupn ift unter ben Scparrto\u00f6geln ein Waprer Sopleng\u00e4nger. \u00a9\u00ea erpebt ben Untertpeil feine\u00ea Seibe\u00ea faum einen palben Bed \u00fcber ben Boben, W\u00e4prettb ba\u00ea F^\u00f4pupn boep minbefien\u00e9 um ba\u00eb \u00a3)reifacpe p\u00f6per ftept, nur, Weif e\u00ea feine St\u00e4nbcr fepr gerabe p\u00e4lt. \u201e\u00aeic gange Unterfeite\", f\u00e4prt unfer Ftorfcper fort, \u201ebilbet beim F^ffK\u00ab f^ft gerabe Sinie, \u00fcber Welcpe ftd) ber fft\u00fcden W\u00f6lbt. 3)te K\u00f6rper; runbung liegt bei ipm aber niept in ber Bcitte, fonbern im Borbertpeil, W\u00e4prenb nad) pinten gu bei* Unterr\u00fccfen fepr geftredt toerl\u00e4uft. 5)ie Fl\u00fcgel Werben, wie auep Brucp rid)tig beobachtet, auf bei*; fepiebene 3Beife getragen; ftet\u00bb liegen bie Scpwingcn f\u00e4dperartig gufamntengefcplagen pinter einanber, foba\u00a7 fte ftep bacpgiegelartig beden unb bie f\u00fcrgere auf ber l\u00e4ngeren ftd) abgeid)itet. \u00ee)ie be\u00eapalb fepr fcpmalerfchetncnbe, faft f\u00e4belf\u00f6rmige ScpWinge Wirb entWeber gang frei getragen unb liegt befonber\u00eb* bei lebpaften Bewegungen geW\u00f6pnltcp auf bem Scpwange, ober fte ift unter ben langen fcpmalen $T>edfebern be\u00ea Scpwange\u00ea toerborgen unb liegt entWeber unter bem SdpWange, in eine Sinie mit ben mittleren langen ScpWangfebent au\u00ealaufenb ober mit ber Spipe frei nad) oben; leptere\u00ea ift ba\u00ea \u00a9eW\u00f6pnlicpere. . . . %n ber SKupe\", fcpliegt ^omeper, \u201efugelt fiep ber Bogel gientlicp ftarf unb gleicpt fept ber SBacptel mepr al3 Wenn er in Bewegung ift. \u00aeen \u00a9inbrud be\u00ea Scpleicpen\u00ea befam id) bei allen lattgfamen Bewegungen, ben be\u00a3 df\u00eearionettengange\u00ea bei ber fd)nederen, ben bc\u00ea SBadelnbcn","page":331},{"file":"p0332.txt","language":"de","ocr_de":"332\nSie S\u00e4ufer, \u00a9dparr\u00fcBgel. $litgp\u00fcpner. 3ftctucpfu\u00dfB\u00fcBiter.\nunb SE\u00dfatfdpelnben bet ber gr\u00f6\u00dften \u00a9tie. 3)ocp nodp einmal, bie 23emegungen be\u00ea $opfe\u00a7, ba3 -Spin; unb Hmrmerfen be\u00ea \u00a9anbe\u00ea mit bent \u00a9dpnabel, baB Veitepnten Beim \u00fctaprungfudpen, ba\u00bb Hordpen, ba\u00ea 2lu3fp\u00e4pen nadp etma\u00ea Ungem\u00f6pnlidpent, frtrg, ber gange Slu\u00eabrud be\u00ea geifiigen Seben\u00ea, bie3 2lde\u00ea ift burcpait\u00ea p\u00fcpner= unb nidpt tauBenartig unb erinnert nidpt allein, fonbern ift gang jo mie Beim $lugpupn. \u00c7lug; unb \u00a9teppenpupn b\u00fcrfen niemals getrennt merben.\"\n\u00fcftadpbent idp ba\u00a7 (Srftling\u00earedpt meiner merken jfreunbe geloaprt, barf idp mopl meine eigenen Veobadptuitgen \u00fcB.er gefangene \u00a9teppenp\u00fcpner folgen taffen.\n\u00a3)er Hamburger Tiergarten erhielt im gangen fteben \u00a9t\u00fcdt ber eingemanberten $rentblinge, am 2. unb 5. Oktober unb am 1. SDegember '1863. 3mei oon ipnen tarnen tr\u00e4nt an unb ftarben am 1. unb beg\u00fcglicp 15. fdoOember beffe\u00efben 3apre\u00ea; ein britte\u00ea oerenbete am 21. \u00dcJt\u00e4rg 1865; gmei anbere m\u00fcrben oon einem 2Biefel get\u00f6btet, me\u00efdpe\u00ea ftd^ burc\u00a3> ba\u00ea SDra^tgcfted^te be\u00ea \u00ae\u00e4ftg\u00a7 gebr\u00e4ngt patte, gmei leben ttocp peute. betragen unb S\u00f6efen paben fiep oom erften Vage menig oer\u00e4nbert unb entfpredpen burdpau\u00ea ben \u00a9dpilberungen 23olle1 \u00a7 unb Homeper'\u00ea. dtamentlidp mit! idp peroorpeben, baff idp meine\u00eatpeil\u00ea niemals oerfucpt morben bin, bie \u00a9timmlaute burdp \u201e$\u00f6cterict\" gu \u00fcberfepen, mie Dr. 2lltum e\u00ea getpan, fonbern aucp hierin meinen ^reunben beiftimmen mu\u00df. Unfere (befangenen paben ftdp bei einfacher diaptmtg redpt mopl befunben, im \u00a9ommer mie im 3Biuter ; benn fte ftttb japrau\u00ea, jahrein in iprem $\u00e4fig geblieben, paben audp nur fetten oon ber ipnen guftepenben ^reipeit, ftdb> in ben bebecften unb tpeilmeife burdp \u00a9la3 gefcp\u00fcpten Hiuterraum biefe\u00ea \u00ae\u00e4ftg\u00a7 gu Oerf\u00fcgen, \u00a9ebraudp gemalt. 23ei fdegenmetter gegen ober gieren fie ftdp gern an eine gefep\u00fcpte \u00a9teile gur\u00fcct, pat e\u00a7 aber l\u00e4ngere 3eit nidpt geregnet, fo Oermeilen fie etma eine palbe \u00a9tnnbe lang im unbebeetten Vpeile ^ ^\u00fcftg\u00ea unb taffen fxdf> ipr \u00a9efteber cintt\u00e4ffen; bann erft trippeln fte in\u00ea innere. $\u00e4lte beledigt fie nidpt; fic paben ben ftrengen V\u00dfinter oon 1863 gu 64 opne anfdpeinenbe Vefdpmerbe \u00fcberftanben unb fiep audp in giemlidp tiefem \u00a9dpnee nodp .mit gro\u00dfer \u00a9efepidtlidpfeit bemegt. 2Benn e\u00a7 nidpt gerabe fepneiete, blieben fte immer bratt\u00dfen; fte br\u00e4ngten fiep bann aber bidpt gufamnten, \u2014 idp m\u00f6dpte fagen: fie legten ftdp f\u00f6rmlidp in einanber \u2014 benn m\u00e4prenb fte im \u00a9ommer gmar truppmeife, aber bodp nidpt unmittelbar neben einanber gu fdplafen pflegten, legten fte ftdp im \u00a9dpnee fo neben einanber, ba\u00df alle f\u00fcnf gleidpfam nur eine \u00e4ftaffe bilbeten. SDabei lagen fte nidpt in ein unb betreiben dtidptung, fonbern gmei ober brei mit ben k\u00f6pfen nadp biefer, bie \u00fcbrigen nadp ber anbent \u00a9eite, foba\u00df in ber Vpat ein gmifepenraurn blieb. 2Iu\u00ea biefer Sage liefen fie ftdp nidpt einmal burdp \u00a9dpneefad Oertreiben, fonbern lieber tpeilmeife einfdpneien, mandpmal bi\u00ea auf bie $\u00f6pfe. 3ot \u00a9dpnee fdpiett ipnen febe Vetoegung fdpmer gu fallen, \u00a9ie mufften bann ben Vorbertpeil ipre\u00ea \u00c6\u00f4rper\u00ea budpft\u00e4btidp mie einen \u00a9dplitten burdp ben \u00a9dpnee fdpieben, unb bitbeten baburdp eine giemlicp tiefe, sber Vreite ipre\u00ea Vorberleibe\u00ea entfpredpenbe 23apn, ioeldpe in ber 2Jtitte burdp gmei tiefere ^ttrdpen bie eigentlichen ^\u00e4prten geigte, fad\u00ea man pier ttodp oon g\u00e4prten reben barf, ba bie eingelnen gu\u00dftapfen nidpt mepr au\u00eagebr\u00fcdft maren, fonbern unmittelbar in einanber \u00fcbergingen.\n2tnfang\u00ea 3ttni 1864 geigten bie ftdp fonfi fo frieblicpen \u00a7\u00e4pne unrupig unb begannen -fdp\u00efie^lidp) mit einanber gu f\u00e4mpfen. \u00a9ie napnten babei eine \u00a9te\u00fcung an, metdpe oon ber iprer 23ermanbten, ber $tugp\u00fcpiter, fepr oerfepieben mar; benn fte erpobett ftdp mit bem 23orbertpeil ipre\u00ea Seiber, ftr\u00e4ubten ade Gebern be\u00ea ^\u00bbatfe\u00ea, ber 23ruft unb be\u00ea Oberr\u00fccfen\u00ea, l\u00fcfteten bie Fl\u00fcgel etma\u00ea unb fupren nun giemlidp eilfertig auf einanber lo\u00ea, moptgegielte, aber, mie e\u00a7 fdpieit, menig empfinblicpc \u00a9dpnabelpiebe au\u00eatpeilenb. 3)er eine m\u00fcrbe regelm\u00e4\u00dfig in bie f^lndpt gefdplagen unb ber anbere begab fidp bann ftege\u00eaftolg gu einem ber 2Beibcpen, pinter unb neben mcldpent er eine gdtlang nntper; trippelte. 2lm 6, 2>uni m\u00fcrbe ein uugmeifelpaft oon biefem StBeibdpen perr\u00fcprenbe\u00ea (Si gefunben. 3m 3ctpte 1865 geigten fiep bie \u00a9teppenp\u00fcpner fdpon int \u00fcDtai paarung\u00ealuftig, unb biefelbe $emte, meldpe im oorigen 3cipre Hoffnungen ioadp gerufen patte, legte bie\u00e4mat am 14., 19. unb 21. 2J\u00efai ipre brei (Sier. (Sin 3eeft m\u00fcrbe nidpt gebaut, nidpt einmal eine Vertiefung gefdparrt, unb jebe\u00ea \u00a9i an einer oerf^iebenett \u00a9tede abgelegt, obgleidp idp angeorbnet patte, ba\u00df ba\u00ea erfte unber\u00fcprt blieb unb","page":332},{"file":"p0333.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9te\u00a3\u00a3enl)it\u00ef)n.\n333\nba\u00a7 ^V\u00fceite gu biefem gebracht m\u00fcrbe. ber ^offrmng, bafj bie [penne bod) nod) Br\u00fcten Vocrbe, lief; id) bie \u00a9ier langer liegen a\u00ef\u00a7 it)nen gut mar, nnb fd)lief;lid) mufte id) fte megnel)men, o^ne toeitere Serfud)e mad)en gu Bonnen. 2lm 22. $uni Begann bie [penne gum gmeiten 2Me gu legen, unb miebetum maren e\u00ea brei \u00a9ier, meld)e fte Brachte; aBer aud) bie\u00eamal Ber\u00fcdftd)tigte fie felBige nid)t, fonberu Betrachtete fte ungef\u00e4hr mit berfe\u00efBen @Ieid)giltigBett mie \u00a9teine. SDie\u00eamat fo\u00ef\u00efte eiu SruU oerfudE) angeftettt merben; teibcr mar aBer eine geeignete [pau\u00a7l)enne nid)t gu fd)affen, unb fo unter= BlieB bie Sr\u00fctung mieberunt.\n3)ie \u00a9ier ftnb ftd) f\u00e4mmtlid) in l)o\u00ef)em \u00a9rabe \u00e4hnlich- 3i)re S\u00e4nge Betr\u00e4gt 17 Bi\u00a7 18 Sinien, it)r gr\u00f6\u00dfter Ouerbitrd)nteffer 12 Bi\u00a7 13 Sinien. \u00a9ie ftnb etttytifd), an Beiben \u00a9nben faft gleich aBgeftumpft, feinB\u00f6rnig unb Baum g\u00ef\u00e2ngenb. 2)ie \u00a9runbfarBe ift ein gr\u00fcnlid)eB \u00a9rauge\u00efB, bie \u00e2eidhnung Befteht au\u00a7 lid)tgrauBraunen Unterfleden unb bmtBetgrauBrauner \u00a3)BerfI\u00e2d)e, me\u00efd)e ftd) im gangen gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcBer bie DBerfI\u00e4d)e be3 \u00a9ie\u00a7 oerBreiteu, Bei eingelneu febod) um ba\u00a7 eine \u00a9nbe Brangartig [teilen; gmifd)eu ben Rieden geigen ftd) ^ri^eln, \u00a9d)miBen unb eingelne ^PunBte. \u00a9omeit id) urteilen Bann, Bomnten fte in \u00a9eftalt unb \u00c7\u00e2rBung mit ben \u00a9iern ber $Iugt)\u00fcI)ner fehr \u00fcBerein.\n2>nt \u00a9ommer biefe\u00ea 3al)re0 (1866) hatte fid) ein 2Jt\u00e4nud)en ber \u00aeI)ata ber einen \u00a9teftyem l)enne angepaart unb gaB ftdh oiele 9Ji\u00fcl)e, ihre 3uneiguttg gu ermerBen. \u00a9ie bulbete bie 2lnn\u00e4t)erung be\u00ea [pal)ne\u00a7, aBer fte lieBte i\u00ef)n nid)t; menigften\u00ea m\u00fcrbe \u00fcftiemanb non un\u00ea 3<mge ernfterer SieBe\u00ea^ Betreife non il)rer \u00a9eite.\n* *\n*\n\u00a9ine gtoeite \u00dfunft ber Orbnung umfa\u00dft bie \u00e4\u00f6alb^\u00fc^ner (Tetraonidae), bie reid)l)altigfte \u00a9nippe ter gangett Orbnung. 3$r SeiB ift gebrmtgen geBaut, ber [pal\u00ea Burg, ber \u00aeopf Btein, ber \u00a9d)naBet gem\u00f6^nlid) Burg, Br\u00e4ftig unb bidB am \u00a9runbe, ber $ujj niebrig ober \u00c7\u00f4d)ften\u00eb mittelpod\u00c7, ber Fl\u00fcgel nod) giemltch lang, Bei ben meiften aBer bo<h fd)on fehr gerunbet, ber \u00a9d)mang Burg, getr\u00f6hnlich gerabe aBgefdljnitten, au\u00eanapnt\u00eameife gugefpi^t ober au\u00a7gefd)meift. $\u00a3)a\u00ea reiche \u00a9efteber l\u00e4\u00dft nur Bei menigeit Bleine \u00a9teilen frei, Befiebert im @egentl)eil in ber fftegel felBft ben \u00aeopf faft nodft\u00e4nbig unb erftredt ftd) Bei einigen Bi\u00a7 auf bie 3e^en heraB ; bod) merben aud) Bei biefer \u00a9ruppe fd)on nadte lebhaft gef\u00e4rbte \u00a9teilen BenterBlid). \u00a3)ie \u00a9efd)Ied)ter unterfd)eiben ftd) oft fehr meuig burd) $\u00e4rBung. 3)er SerBreitmtg\u00ebBrei\u00ea ift gr\u00f6\u00dfer al\u00ea ber anberer gleid)mertl)iger 2lBt\u00ef)eitungen : bie 2BatbI)\u00fcl)ner b\u00fcrfen al\u00ea SMtB\u00fcrger Begegnet merben.\n0\nUnter ben Familien, in meld)e bie 3unft gerf\u00e4ttt, fteUen mir bie 9taud)fuf;l)\u00fct)ner (Tetraones) oben an. \u00aeie ^enngeid^en ber gu biefer \u00a9ruBpe geh\u00f6rigen \u00a7\u00fc^ner ftnb : gebrungener, Br\u00e4ftiger SeiB mit Burgen ober pd)fiett\u00ea mittellangen \u00a9d^mingen unb Burgern, gerabe aBgefd)uittenen, au\u00eana^rn\u00eamcife aBer aud) oerl\u00e4ngerten, Beilf\u00f6rmig gugefpi^ten ober gegaBeltett \u00a9d\u00e9mange, Burgern, ftarBen, biden, fehr gem\u00f6IBten \u00a9c^naBel unb niebrigen, ftarBen g\u00fc\u00a7en, bereu \u00c7u\u00a7murgeln me^r ober meniger Befiebert ftnb, fomie ein reichet, bid)te\u00ea \u00a9efteber, meld^e\u00ea nur \u00fcBer bem 5luge ober am ^\u00bbiuter^alfe Bleine \u00a9teilen frei l\u00e4\u00dft, non benen biefenige \u00fcber bem Sluge mit rotten l)ornigen ^Bl\u00e4ttchen BeBleibet ftnb. Sei nieten 2BaIbl)\u00fc\u00a7nern tragen bie 3^en eigentpmlid^e ^orngeBitbe, fogenannte $ranfen, toel\u00e4je man a!3 nerB\u00fcmmerte Gebern angufe^en ^at.\n97ach ben Unterfud)ungen non 3Ri^fd^ ftnb folgenbe SOberBmale f\u00fcr ben inneren Sau ber 2Ba\u00efbI)\u00fc\u00ef)ner Begeid)uenb: \u00a9a\u00ea ^r\u00e4nenBeiu nerBreitert \u00dfdh auf ber \u00a9tirn unb Bilbet eine ftarBe, feitlidh oorffmingenbe glatte, tn\u00e4^renb ber aBfteigenbe \u00a3l)eil nerB\u00fcmmert. \u00aeer norbere unb Hintere \u00a9dhl\u00e4fborn nerBinben fid) unb untfd)tie\u00a7en einen ^anal, in meinem ber \u00a9d)I\u00e4fmu\u00a7BeI entfpringt. \u00aea\u00ea OBerBieferBein ift fehr Blein; bie \u00a9auntenBeine ftnb fcbmal unb gr\u00e4tenartig, bie Hinteren ^ort= f\u00e4^e ber UnterBiefer\u00e4fte lang unb aufm\u00e2rt\u00ea geBr\u00fcmmt. \u00a9ieBen SBirBel tragen Breite unb ftarBe","page":333},{"file":"p0334.txt","language":"de","ocr_de":"334\n\u00a3)te S\u00e4ufer, \u00a9dfjarro\u00f6gel. \u00a9aitcbfu\u00dfb\u00fch\u00fcer.\n^i^en, bereit oorberf\u00eeeg \u00a9aar fa\u00effd^ ift; bte mittleren \u00a9Birbel oerWa<hfen. 2)ag \u00a9ruf\u00efbeitt \u00e4hnelt bem ber \u00a9auben, ift iebod) am jpalgranbe mehr entWicBett, im gangen mehr h\u00e4utig alg \u00efn\u00f4d;ern unb fein \u00aeamm minber ho<h alg Bei ben \u00a9auben. \u00a3)ie \u00a9abe\u00ef oerfdhm\u00e2dhtigt, bag @ct)u\u00efterB\u00efatt Verbreitert fid^ am freien \u00a9nbe. \u00a3)ie \u00a9orberg\u00eficber geidlmen f\u00efdf) burch bie \u00a9reite beg \u00a9orberarmg unb bie Kr\u00fcmmung ber \u00a9dbogenrohre aug; Oberarm unb \u00a3aubtheil jtnb B\u00fcrger alg ber \u00a9orberarm. 3)er marBlofe Knochen beg OBei'fc^en\u00efel\u00ea nimmt Suft auf. lieber bie \u00a9aumen; ft\u00e4c^e oerlaufen geg\u00e4hnte Ouerteiften; bie giemlid^ gleicpreite, oben flache unb tveidf;e, Burggefpifete Bunge \u00c7at einen einfachen, hinten mit \u00a9dBfortf\u00e4hen berfe\u00efjenen \u00c6ern unb l\u00e4nglich fd^malen Bungen; BeinB\u00f6t^er. 2)em unteren \u00c2chl\u00efopfe fehlen eigene \u00a9lugBeln. SDer \u00c6ropf ift anfehnlidf) gro\u00df, ber br\u00fcfenreid^e \u00a9orntagen btdwanbig, ber \u00a9tagen ftarBmugBelig. \u00a3)ie \u00a9tinbb\u00e4rme geid;ncn fret; burch i^re S\u00e4nge aug. \u00a9itte runblidje gallertartige, mit BedgcWebe beBleibete \u00a9taffe Belegt, \u2014 Weuigfteug Beim \u00a9uer; unb \u00a9irBhahn \u2014 ben unteren \u00a3\u00a7eil ber freieren Suftr\u00f6hre unb beg \u00c6ehlBohfeg.\n\u00a3)er \u00a9orben ber \u00a9rbe ift bie-^eimat ber \u00a9auchfu\u00dfh\u00fchner. Sie Verbreiten fid) tom $ima\u00efatya unb ton ben oftafiatifdf>en \u00a9ebirgen an \u00fcber gang \u00a9fieu unb (guropa, fehlen in \u00a9friBa g\u00e2ng\u00efid), werben aber in \u00a9orbameriBa Wieberum unb gloar vielg\u00e4^lig oertreten. \u00a9Salbungen bilben ihren bet\u00f6r; gugten, Beinegfregg aber ben augfdjliepdjen \u00a9uf enthalt; benn eingelne bewohnen bie Steppen, anbere bie gebirgigten falben in ber \u00a9\u00e2pe ber \u00a9dmeegrenge, opne fid) tiel um \u00a9eb\u00fcfd) ober \u00a9\u00e4ume gu \u00ef\u00fcmmeru. \u00a9de, opne \u00a9ugnapme, ftnb Stanbo\u00f4get, Weldje japraug, jahrein in berfelben \u00a9egenb verweilen unb h\u00f6djfteng unregelm\u00e4\u00dfig ftreid)en. Sie leben W\u00e4hrenb ber \u00a9rutgeit paarWeife ober eingeln, fonft immer in \u00a9efedfcpaften, bilben aber niemalg gro\u00dfe Sd) W\u00e4rme, fonbern blog Familien ober betten, Welche aug einigen Familien befielen. 3BaIbfrfi<hte mancherlei \u00a9rt, \u00a9eeren, \u00dfnogpen, \u00a9l\u00e4tter, aud) \u00a9abein beg Sd)Warghotgeg, S\u00e4mereien, Kerbtiere unb \u00dferbthierlaroen bienen ihnen gur \u00a9ahrung; eingelne freffen geitWeilig faft nur \u00a9l\u00e4tter unb \u00c6nogpen, Weil ihre arme #eimat ihnen bann Baum mehr bietet.\n\u00a3)ie \u00a9auchfu\u00dfh\u00fchner b\u00fcrfen Wohlbegabte \u00a9\u00f6gel genannt Werben, obwohl man fie nicht alg hod;ftehenbe \u00a3\u00fchner angufehen hat. Sie gehen gut, fdhrittWeife unb fehr fdhned, fliegen aber fehltet; f\u00e4dig, unter raufd)enben $l\u00fcgelfdf)l\u00e4gen unb, Wie eg fdheint, mit \u00a9nftrengung, be^alb auch feiten freit unb niemalg hoch. 3hl\u2018e \u00a9ttrne ftnb fd^arf unb gumal bie beiben ebelften Wohl entfridelt; bie geiftigen g\u00e4higBeiten hingegen fd^einen auf einer giemlid) tiefen Stufe gu flehen.\n\u00a9iugelne \u00a9rten leben in gefahrener \u00a9he, We \u00fcbrigen in \u00a9ielfreiberei unb beg\u00fcglid; \u00a9iel= m\u00e4nnerei, ba ftd) ber fpahn mit jeher beliebigen .fpenne unb bie \u00a3enne fuh mit jebem beliebigen ^ahne haart, ohne ba\u00df beghalb beibe in ein engereg unb bauernbereg \u00a9erh\u00e4ltni\u00df treten. $)ie \u00a9aarunggluft fd)eint bei ihnen lebhafter gu fein alg bei aden \u00fcbrigen Sdjarro\u00f6getn ; benn bie \u00a3\u00e4hne leiflen fr\u00e4hrenb ber \u00a9aarungggeit gang \u00a9u\u00dferorbentlid;eg burch \u00a9eberben unb Saute, burd) f\u00f6rmlicheg \u00a9ergeffen ber gewohnten Sebengfreife unb burch ein \u00a9eitelsten, freld^eg frir tod nennen W\u00fcrben, Wenn eg ung nicht gar gu angiehenb erfdhiene. Oiefeg Siebegfpiel ift fo auggepr\u00e4gt, fo eigent\u00fcmlich, ba\u00df eg im B\u00e4germunbe unter bem \u00a9amen \u201e\u00a9alge\" ober \u201e$alge\" eine befonbere \u00a9egeidhnung erhalten hat.\n\u00a9de \u00a9auchfu\u00dfh\u00fchner oermehren ftd) fehr ftarB; bag \u00a9\u00dfeibchen legt acht big fedhggehn \u00a9ier. SDiefe finb einanber fehr \u00e4hnlich, rein eif\u00f6rmig, glattfcpatig unb auf gilblid;em \u00a9runbe braun gefledt. \u00a9in eigentlidieg \u00a9efi Wirb nicht gebaut; bie Rennen begn\u00fcgen fid), an einem Oerftcdten \u00a9l\u00e4hmen eine feilte \u00a9ertiefung auggufcharten, unb Bleiben biefe h\u00f6chft unorbenttid) mit etfrag \u00a9enift, oielleidjt and) mit einigen Gebern aug. Oem \u00a9rutgefdj\u00e4ft fribmeu fte ftch mit fehr gro\u00dfem \u00a9ifer; fie gehen erft bann Oom \u00a9efi, Wenn il;nen bie augenfcbeinlichfte \u00a9efahr broht, geftatten eg, ba\u00df \u00a9er\u00e4nberungen in ber \u00a9\u00e4he beffelben oorgenommen Werben, unb oertaffen ihre \u00a9ier ober B\u00fcchlein \u00fcberhaupt nie; malg, fo lange fie leben. Oie auggefd)l\u00fcpften Bungen bemuttern fte big gum gtiiggeWerben mit ber gr\u00f6\u00dften 3\u00e4rttid)Beit, unb ohne \u00a9e\u00dfnnen fehen fie ihr Seben ein, Wenn fte glauben, baburd) bag ber \u00ae\u00fcd)lein retten gu B\u00f6ttnen. Se^tere Wadhfen fehr rafd; heran, muffen aber mehrere, auch","page":334},{"file":"p0335.txt","language":"de","ocr_de":"StuerBuBn.\n335\n\u00e4ufjerlicp fidptbarc \u00a9nt\u00fcndelung\u00eafhtfen burcpmadpen, be\u00bbor fie ba\u00ea Sllter\u00eafleib anlcgeu. \u00a9enauere\u00ea hier\u00fcber i\u00bbirb bie \u00a9ntmidefung\u00ebgefd;id;te be\u00ea Sluerpupn\u00ea, t\u00bbeld;e idp au\u00eaf\u00fcprlid;er ju geben gebenfe, un3 lepren.\n@epr eigeutp\u00fcmlid; ift eine Seobad;tuug, me\u00efdpe in ber [Rendit Bon fdpmebifd;en [Raturforfdhern gemalt morben ift. Oie [Raudpfuffh\u00fcpuer mecpfeln nidpt blo\u00ea ipr \u00a9efteber, toie anbere -^\u00fcpner, fonbern and; ipre [R\u00e2gel, inbent biefe\u00efbeit f\u00f4rm\u00eficp abgeftofjen unb nadp nnb nadp burd; neue erfept inerben, benen ber alte [Rage! bi\u00ea gu [einem So\u00eafadett jum \u00a9dpn^e bient, Otefer S\u00dfedpfel fd;eint gleid;jeitig mit ber Erneuerung ber ipornfranfen au ben gepen ftattjufinben.\nOer SRenfd; ift e\u00ea nid;t getoefen, bem mir bie \u00a9rpaltung ber [Raudfufh\u00fcpner \u00bberbanfen; beim er pat unter bie[em eblen d\u00dfilbe \u00e4rger gekauft al\u00ea bie fdplimmften [Raubtiere, unb er \u00bberfolgt bie fd;\u00f6uen unb burcpau\u00ea unfdp\u00e2blidpen S\u00f6gel r\u00fcdjldptjolo\u00ea nodp gen\u00fcgen \u00eeage\u00ea. [Rur ba, too eine .georbnete $or[imirtp[d;aft eingef\u00fcprt nnb ba\u00ea eble d\u00f4atbmerf \u00bbon k\u00fcnftigen \u00a9r\u00fcnr\u00f6den gepanbpabt mirb, genie\u00dfen jene be\u00ea ipnett [o uotpmenbigen \u00a9djupeiS; in benjenigen \u00a3\u00e2nbern, mo fie nod; p\u00e2uftg finb, im popen korben n\u00e4mlicp, [teilt ipnen jfeber Sauer opne \u00a9djonung, opne Sarmperaigfeit nad;, unb maprfdpeinlidp fiept ipnen bort baffelbe \u00a9dpidfal be\u00bbor, mie in [Mitteleuropa : fie merbeu nad; unb nadp au\u00eagerottet merbeu, mie ber \u00a9tolj unfere\u00ea S\u00dfalbel, ba\u00eb Sluerpupn, in \u00bbielen \u00a9aueit unb \u00a9egenben bereite au\u00eagerottet murbe. S<h pa\u00efte e\u00a7 f\u00fcr meine Sflidpt, aud; au biefem Orte f\u00fcr alle Sk\u00efbp\u00fcpner grofj nnb fleht in bie (gerauten gu treten unb fie magren Opierfreunben auf ba\u00a7 SB\u00e4rmfte ^u empfehlen. Oie [Raudpfufjp\u00fcpner merben, mie id; mit aller Seftimmtpeit behaupte, nuferem d\u00dfalbe nirgenb\u00ea unb niemals fc^\u00e4blid^; fie finb nidpt einmal im \u00a9taube, bie jungen \u00a9d;oitungen gu gef\u00e4chen, \u00a7irfcpe nnb [Repe mit^ man gu ben d\u00f6alboerm\u00fcftern g\u00e4pleit, felbft gegen beit $a[eit l\u00e4fjt fiep SRandpe\u00ea eintoenben: genaue Seobadptung ber [Raudpfufjp\u00fcpner aber miberlegt jebe \u00fcble \u00fcRadjrebe, meld;e audp ipnen gemorbett ift. \u00a93 ift ioapr, bafj fie ftd^ geitmeilig, namentlich im d\u00f6inter, faft au\u00eafdpliefjlid; \u00bbon ben Slattern nnb \u00aeno\u00eapen ber d\u00dfalbb\u00e4ume n\u00e4hren: niemals aber !ann im \u00a9rnfte beraubtet merben, bafj fie baburdp bem SBalbe fRad^t^e\u00dc gugef\u00fcgt Ratten. Unb meil fie nun nidpt blo\u00ea unfd;\u00e4blicp, fonbern auch bie $reube unb Slugenmeibe \u00bbon allen Oenen finb, me\u00efdpe ben d\u00dfalb fettnen unb lieben, meil fie mandpe\u00ea eble S\u00e4gerperg [erlagen madhen unb [Riemanbeu beeintr\u00e4chtigen, [cd man fte hegen unb-pflegen, fo\u00bbie\u00ef man immer bann, unb fie fdp\u00fchen gegen ihre $einbe, gu benen ich auch unb in elfter [Reihe jene traurigen \u00a9efetfeu rechne, meldhe mohl tobt' gu fdpiefjen, nidht aber 311 jagen \u00bberftehen. \u00a9in S\u00e4ger, nnb m\u00e4re er auch \u00efein k\u00fcnftiger S\u00f6aibmann, mirb niemals fdhaben: ber \u201eSla\u00eaj\u00e2ger\" fchabet unter alten Umft\u00e4nben, m\u00f6ge er nun at\u00eb fogenannter \u00a9dh\u00fche, ober a\u00ef\u00ea nidht\u00eanuhiger deefterfucher im SBalbe fre\u00bbeln.\nOa\u00ea gr\u00f6\u00dfte nnb ebelfte aller [Rauchfufth\u00fchner ift ba\u00a7 5Iuer= ober Urhuhn, 3\u00f6alb;, \u00a9urged, [Riethhu^tt/ auch Sergfafan genannt (Tetrao Urogallus), einer ber gr\u00f6\u00dften 2anb\u00bb\u00f6gelOeutfdh; tanb\u00ea, bie 3^erbc ber SB\u00e4lber, bie ^reube be\u00ea dBaibmann\u00ea. \u00a9r \u00bbertritt nad; ben heutigen 5tnfdhauungen eine befonbere \u00a9ippe, f\u00fcr meld;e id; \u00fcbrigen^ an^er bem ftarf gugerunbeten \u00a9dht\u00bbange unb ben \u00bberl\u00e4ngerten ^ehlfebern feine befonberen ^enn^eidjen anjugeben mei^. Oer 3Ixterhahn ift, trohbem er an \u00a9cp\u00f6nheit hinter aubem feiner Sermanbtfchaft gur\u00fcefftept, ein prad;t\u00bboder Sogei. Sdp mid feine Sefd;reibung mit meine\u00ea Sater\u00ea Shorten geben. Oer \u00a9cpeitel unb bie ^eple finb fd;i\u00bb\u00e4rjlich ; ber ^interpal\u00ea ift bunfelafcpgran, fcht\u00bbarg gem\u00e4ffert, ber Sorbei-pal\u00ea [dptn\u00e4rglidh afepgran gem\u00e4ffert, ber [R\u00fcden auf fdjhmrglidhem \u00a9runbe fein afcpgrau unb roftbraun \u00fcberpubert, ber Oberfl\u00fcgel fepmargbraun, ftarf roftbraun gem\u00e4ffert; bie \u00a9d;i\u00bbau\u00a7febent ftttb fd;l\u00bbar\u00a7 mit menig meifen Rieden; bie Sruft ift gl\u00e4njenb ftaplgr\u00fcn, ber \u00fcbrige Uuterf\u00f6rper fd;mar3 unb i\u00bbei\u00a7 gefledt, in ber Slftergegenb ft\u00e4rfer al\u00ea am Unterleibe. Oa\u00ea Singe ift braun, bie nadte \u00a7aut um baffelbe ladrotp, ber \u00a9dpttabel","page":335},{"file":"p0336.txt","language":"de","ocr_de":"336\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9djarrbijfte\u00ef. Sftauhfitfh\u00fchner.\nl)ornWei\u00a7. Oie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 2 Fuf$ 2 Big 5 3o\u00ef\u00ef, bte Vrette 4 Fu\u00a3 4 Big 7 3o\u00ef\u00ef, bte Fittigl\u00e4nge 15 big 17 3otI, bie \u00a9djWanzl\u00e4nge 13 Big 14 3otf, bag \u00a9eWidjt, laut \u00a9eher, 10 Big 12 ^pfunb im Mittet. j\u00fcngere \u00abSpanne unterfdjeiben ftd\u00bb nur wenig ton ben alten. Oie lernte ift um ein Orittet Heiner unb fel^r Bunt, \u00aeopf unb OBertjalg ftnb fhw\u00e4rztich roftgelB unb fc^WarjBraun in bie Ouere geftreift; auf bem \u00fcbrigen Oberfbrper geigt fidj bie 23efieberung alg ein \u00a9emifdj ton \u00a9hWarzbraun, SRoftgelB unb SRoftgraugetb; bie \u00a9teuerfebern ftnb auf fdj\u00f6n roftrot^em \u00a9ntnbe fd;Warz in bie Ouere geB\u00e4nbert, bie \u00c4ehle unb ber f^I\u00fcgelbug roftrothgelb; bie OBerBrufi ift roftrotl), ber Vaud) auf roftgilBlitfjem \u00a9runbe unterbrochen fdjtoarz unb Weijs in bie Ouere geB\u00e4nbert. Oie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 2 Fnf\u00ea 3V2 Big 6 3tBt, bie Vreitc 3 Fufj 6 Big 8Va 3\u00b0^/ bie Fittigl\u00e4nge 13 Big 14, bie @d)toan$l\u00e4nge 8 Big 9 3ttt; bag \u00a9eroicfyt fd)WanH zWifdjen 4 Big 8 \u00fc\u00dffunb.\n3>n fr\u00fcheren 3e^ten Ijat bag Sluerhuljtt unzweifelhaft alte gr\u00f6\u00dferen unb zufanttneuh\u00e4ngenben Salbungen 9Rorbafieng unb \u00a9uropag Bewohnt; gegenw\u00e4rtig ift eg in tielen \u00a9egenben g\u00e4nzlich auggerottet. Ood) ift fein VerBreitunggfreig immer noch ein feljr Bebeutenber, ba bie \u00a9renzen beffelben Wenig Befchr\u00e4nft worben zw fein fheinen, bie Vernichtung ftch tielmehr nur auf geWiffe \u00a9teilen Befchr\u00e4nfte. Vlaftug nahm bie Silben alg f\u00fcbli<hfte VerBreitungggrenze beg flolgen Vogelg an, lannte aber bamalg bie neueren ^orfchungen einiger Veobac\u00a3)ter im \u00a9\u00fcben itnfereg \u00a9rb; theilg noch nicht. Mufeum ton 3Jlabrib ftet)en mehrere Stuerh\u00fc\u00efjner, We\u00efdje, laut m\u00fcnblihem Berichte beg Vorftanbeg, auf ber fpanifhen \u00a9eite ber $hren\u00e4en erlegt Worben Waren; ton ber M\u00fchle erhielt ein Sluerhuhtt aug Vradjori, WofelBft eg, ebenfo wie in 3lnatolien, nicht fetten zn fein fcheint unb erfuhr, ba\u00a7 ber Vogel felbft auf \u00a9ub\u00f6a torfomme; Sinbermaher Bemerft fp\u00e4ter, baf? eg in ben VB\u00e4tbern Slfarnanieng ziemlich h\u00e4ufig ift unb bafelbft Br\u00fctet. Vonhieraug nad) SRorben hin finbet man ben Vogel noch hantigen \u00a3ageg in allen ^>odh= unb Mittelgebirgen: fo l\u00e4ngg ber ganzen SUpentette nnb auf ben Karpaten, auf bem ^nra* in bem ObenWatbe, bem Fichtelgebirge, bem V\u00f6hmer; unb \u00ee^nvingerWaibe unb im $arz, \u00fcberall aber einzeln, nirgenbg h\u00e4ufig, \u00a9rft im SRorben \u00a9uropag, in ben gro\u00dfen V\u00f6albmtgen \u00a9lanbinaoieng unb 9Ru\u00a7lanbg tritt er zahlreicher auf, unb OaffelBe gilt f\u00fcr ben Big fe^t burchforfchten ^hc^ SRorbafteng Big \u00aeamfdjatfa hin\u00fcber. 2>n \u00a9\u00abhonen hat bag 2lnerhuhn, taut VSallengreen, merfbar aBgenommen; in ben \u00fcbrigen St^^eilen\u00a9chWebeng, mit 5lugnahme oon \u00a9othlanb, bagegen finbet man eg allgemein, Befonberg in ben mittleren unb n\u00f6rblidjeren S\u00dfro\u00fcinzen, Big Sabbmart hinauf, unb erft ber 69. \u00a9rab n\u00f6rblid)er Vreite Bilbet hier bie \u00a9renze feineg Verb reitunggf reif eg. 9Rad) 9tabbe ift eg in ben zufammenh\u00e4ngenben VSalbungen \u00a9iBirieng nicht fetten, Wirb aber \u00f6ftlid) beg Slpfelgebirgeg burd) eine Heinere 3lrt erfe^t, unb Wahrf^h ein lieh ift eg biefe, Welcher \u00c4itttifc in \u00c6amfhatta Begegnete. \u00a3ebtgebad)teg 2luerhuhu W\u00fcrbe oon Mibbenborf unter bem tarnen Tetrao Urogalloides unterf\u00abhieben, fcheint mir aber baffelBe zu fein, Weicheg mein Vater Bereite im 3>dhre 1831 Tetrao maculatus Benannt, Betrieben unb alg einen auch in Oeutfcblanb oor\u00efommenben Vogel lernten gelehrt hat.\nOag 5luerhuhn Bevorzugt \u00a9ebirggWalbungen benen ber \u00a9Bene, oerlangt aber oor allem zufamnten; * h\u00e4ngenbe Veft\u00e4nbe. Oa, wo eg gemifchte V\u00dfalbungen gibt, nimmt eg am liebsten in biefen feinen \u00a9tanb; n\u00e4dhftbem fiebelt eg ftch Befonberg gern im \u00a9hWai'zWalbe an, obgleich auch ber SaubWalb augnahmgWeife zu feinem VSohnfhe Werben fantt. ^artig\u2019g Vehauptung beg \u00a9egentheilg Wirb burch bie \u00a9rfahrungen aller \u00fcbrigen Veobachter unb burch bie Be\u00efannte ^hatfache, baf; in Sftorbs enroba unb Slften ber \u00a9hWarzWalb entf(hieben OorWiegt, gen\u00fcgenb Wibertegt. OB bie Eingabe einiger Fotfher, ba\u00a7 bag 2luei\u2018huhn am liebften auf ber Mittaggfeite ber Vergletten \u00a9taub nehme, Begr\u00fcnbet ift ober nicht, laffe id) ba\u00ef)in gefteHt fein; jebenfadg oerlangt ber Vogel altft\u00e4mmige Forften, in Wethen eg nid)t an V\u00e4d)en, OueHen unb anbern VS\u00e4ffem fehlt, unb Wethe neben bem hohen Veft\u00e4nbe Oidid)te ober \u00a9teilen mit ^>aibe, niebrigem \u00a9eftr\u00fcpb nnb Veerengeftr\u00e4ud) Befa\u00dfen ; auh Moorgrunb liebt eg feljr.\nOag 5lulrhuhn ift ein \u00a9tanbooget, Wenn auh niht im ftrengften \u00a9inne beg V\u00dforteg. Vei gro\u00dfer, anhattenber ^\u00e4tte unb tiefem \u00a9hnee oerl\u00e4\u00a7t eg im ^ohQebirge zuweilen feinen \u00a9tanb unb","page":336},{"file":"p0337.txt","language":"de","ocr_de":"Sluevpupn.\n337\ngept in einen tieferen \u00a9\u00fcrtel perab, pflegt aber ^ eintretenber mitber Witterung regelm\u00e4\u00dfig nadp ber -ip\u00f6pe gur\u00fccfgufepren ; im \u00a9littelgebirga ober im Jp\u00fcgellanbe giept e\u00ea ftd^ guWetlen au\u00ea einem \u00a9ebiet nacp bem anbern, opne ba\u00df man einen eigentlich fcplagenben \u00a9runb baf\u00fcr angugeben W\u00fc\u00dfte. \u00a9>odp mu\u00df hierbei bemerft inerben, ba\u00df \u00fcber biefe\u00ea \u00a9treiben nodp nicht ^Beobachtungen gefammelt io or b en finb, Welcpe jebeit 3treifeb au\u00e4fdplie\u00dfen; benn ioie fcpon mein \u00a9ater anf\u00fcprt unb \u00a9eher beft\u00e4tigt, gefdpiept e\u00ea, ba\u00df ba\u00ea 2luerWilb im ftrengen \u00a9hinter guWeilen SO\u00dfocpeu lang auf beu \u00a9\u00e4umen ft<h aufh\u00e4lt, ohne .gunt \u00a9oben perabgufommen, ba\u00df alfo ber ^Beobachter baburdh leidpt get\u00e4ufdpt unb gu ber \u00a9Meinung oerleitet ioerben \u00efamt, ba\u00ea S\u00dfilb pabe |tdp einem anbern \u00a9tanborte gugeWenbet. \u201e\u00a9lerfw\u00fcrbig ift e\u00ea\", fagt mein \u00a9ater, \u201eba\u00df ba\u00ea 9luerpupm im S\u00f6inter oft mehrere, fogar adpt \u00a9age auf einem \u00a9aume fiepen bleibt unb fa\u00dft alle \u00a9abein auf bemfelben oergehrt.\" \u2014 ,,\u00a9\u00ea fiel mir\", erg\u00e4plt \u00a9eper, \u00a9orfiepenbe\u00ea be\u00dft\u00e4tigenb, ohne e\u00ea gefannt gu haben, \u201ebei \u00a9elegenheit be\u00ea \u00c7ucp\u00eabeftatten\u00ea ober \u00a9infreifen\u00ea auf, ba\u00df idh fein \u00a9tuet Sluerioilb fp\u00fcrte. S<P fragte hin unb ioieber nach ber Urfacpe bief er \u00a9rfcpeinung; aber fein \u00a9lenfcp fonnte mir einen \u00a9uffcplu\u00df \u00fcber bie ft\u00e4nbig geioorbene \u00a9epauptung, \u201eba\u00ea Sluerioilb hat feinen \u00a9tanbort geioechfelt\", geben. 2Il\u00ea id; jeboep guf\u00e4Hig einmal eine \u00dfette oon einigen gioangig \u00a9t\u00fccf g\u00e4hnen unb Rennen an einem Slbpattge aufgebaut fanb, an welchen fiep bie \u00a9onne ftarf anlehnte, War mir ba\u00ea \u00a9\u00e4tpfel mit einem \u00a9tale gel\u00f6ft. Sn bief er \u00a9tredfe haben Wir fte \u00a9age lang beobachtet, \u00c6no\u00eapen unb \u00a9abein oon Richten unb \u00a9annen \u00e4fenb, ohne in ber gangen \u00a9tredfe auch nur \u00a9in \u00a9t\u00fccf SKuerWilb auf bem \u00a9dpnee gu fp\u00fcren.\"\n\u00a9ei gew\u00f6hnlichem \u00a9erlauf ber \u00a9)tnge h\u00e4lt fiep unfer jpupn \u00fcber \u00a9ag\u00ea auf bem \u00a9oben auf, unb W\u00e4hlt fiep, Wenn e\u00ea fein fann, folche \u00a9teilen, Welche bie erften \u00a9tragen ber \u00a9lorgem fonne empfangen unb fleine offene \u00a9Seibepl\u00e4pe befipen, bie mit \u00a9\u00fcefidpt au\u00ea \u00a9Salbb\u00e4ume\u00ab, Reibet s, \u00a9rombeer = unb \u00a3aibengejir\u00e4ucp abWedhfeln, auch flare\u00ea Staffer in ber \u00a9\u00e4pe haben. \u00a3ier l\u00e4uft e\u00ea auf bem \u00a9oben umher, burepfrieept ba\u00ea \u00a9eftr\u00fcpp unb ba\u00ea niebere \u00a9eftr\u00e4udh, fudpt feine \u00a9aprung gufammen, unb erpebt ftdp nur, Wenn ipm etwa\u00ea \u00a9uffa\u00ef\u00efenbe\u00ea begegnet, \u00a9egen \u00a9benb ftept e\u00ea auf; #apn uub \u00a3emte trennen ftch, unb beibe treten mit \u00a9inbruep ber \u00a9aept gn \u00a9aume, um pier tpre \u00a9aeptrupe gu palten, \u00a9ie erpeben fiep fa\u00dft nie gum SBipfel, fonbern bleiben regelm\u00e4\u00dfig in ber \u00a9litte be\u00ea \u00a9aume\u00ea fiepen, fcplafen unb b\u00e4umen mit \u00a9nbruep be\u00ea \u00a9torgen\u00ea Wieber ab.\n\u00a9)ie \u00a9efung be\u00ea SluerWilbe\u00ea befiept in \u00a9aumfno\u00eapen, \u00a9l\u00e4ttern ober \u00a9abein, \u00aeiee= unb \u00a9ra\u00eabl\u00e2ttern, \u00a9Salbbeeren, \u00a9\u00e4mereien unb \u00c6erbtpieren. \u00a9)er \u00a3apn nimmt, minbeften\u00ea gur \u00a9alg= geit, mit gr\u00f6berer \u00a9aprung oorlieb a\u00ef\u00ea bie \u00a3>enne ober bie Sangen, \u201e\u00a9ei gepn \u00a3\u00e4pnen, beren \u00aeropf ich in ber \u00a9alggeit unterfudpte\", fagt mein \u00a9ater, \u201efanb icp \u00a9icpt\u00ea, al\u00ea \u00a9annen = ober gidpten* ober fiefednabeln, unb e\u00ea fepeint, ba\u00df ftep ber \u00a3apn W\u00e4prenb ber \u00a9alge gar nidpt bie Seit nimmt, lange naep \u00a9aprung gu fudpen, oie\u00eemepr S)a\u00ea fri\u00dft, Wa\u00ea er gieiep in ber \u00a9\u00e4pe paben fann. \u00a9\u00ea ift mir aber auep Wegen ber g\u00e4ngltcpen \u00a9erfdpiebenpeit im \u00a9efepmaef be\u00ea \u00a9Bilbpret\u00ea be\u00ea \u00a3aptte\u00ea unb ber \u00a7enne p\u00f6dpft Waprfdpeinlicp, ba\u00df ber erftere meift \u00c6no\u00eapen oon gicpten, \u00a9annen unb liefern Oergeprt, W\u00e4prenb bie leptere ftdp geWopn\u00eficp oon garteren \u00a9eW\u00e2dp\u00eatpeiiett n\u00e4prt. \u00a9)aper mag e\u00ea Wopi audp fommen, ba\u00df ba\u00ea gleifep be\u00ea alten \u00a9uerpapn\u00ea part, g\u00e4pe, ftropern unb bei geW\u00f6pnlttper Zubereitung faum genie\u00dfbar, ba\u00ea ber \u00a3enne bagegen fepr gart unb woplfcpmedfenb ift. SDa\u00ea \u00a9Bilbpret ber palbj\u00e2prigen \u00a3\u00e4pne ift ebenfall\u00ea fepr gut; aber bi\u00ea gu biefem \u00a9Iter ftnb fte audp mit ber \u00a9lutter gelaufen unb paben an iprem \u00a9ifdpe gegeffen.\" \u2014 kleine tiefeierbe ober \u00a9anb fdpeinen gur \u00a9er; bauung ber aufgenommenen \u00a9aprung uubebiugt n\u00f6tpig gu fein; man finbet fte ftet\u00ea in bem \u00a9lagen ber \u00a9r\u00efegten. 3um SBaffer fomntt ba\u00ea \u00a9uerptipn meprmai\u00ea im Saufe be\u00ea \u00a9age\u00ea.\nUnter beu mir befannten \u00a9efepreibungen ber \u00a9igenfdpaften unfere\u00ea SCBilbe\u00ea palte icp bie oon meinem \u00a9ater im 3\u00abpre 1822 oer\u00f6ffeutlicpte immer noep f\u00fcr bie au\u00eaf\u00fcprlicpfte unb befte. Sdp werbe fie be\u00eapalb pier folgen laffen unb nur pier unb ba einige \u00a9Sorte einfepiebeu, Wobei icp namentlich \u201ebie Sluerpapnbalge\" meitte\u00ea Wertpen greunbe\u00ea, be\u00ea gorftmeifter\u00ea SDominif \u00a9eper, eine\u00ea leiben; fcpaftlicpen \u00a9uerpapnj\u00e2ger\u00ea, gu ber\u00fcdfteptigen pabe. ,,\u00a9)a\u00ea \u00a9uerWalbpupn\", fagt mein \u00a9ater, \u201eift\nSretym, \u00eeljier\u00efeljen. IV.\t22","page":337},{"file":"p0338.txt","language":"de","ocr_de":"338\n\u00a3>te S\u00e4ufer, \u00a9cpatrbijqef. Raucpfufp\u00fcpner.\netit plumper, fdpm er f\u00e4llig er unb [Reiter Sogei. \u00a9ein \u00a9ang ift gefd^n?hxb, jebodp lange nidpt fo fdbnetlC inte bev ber ^elbp\u00fcptier, \u00a9rappen, Regenpfeifer unb S\u00e4ufer. \u00a9S tr\u00e4gt ben Seib faft magredpt, nur ioenig naep hinten gefenft, unb ben Dat\u00e9 etmaS Oorgelegt. Ruf ben S\u00e4umen'ift feine (Stellung oerfdpieben.. \u00a9er K\u00f6rper mtrb halb magredpt gepalten, halb auf gerietet, ber Da^ halb Oor;, halb in bie D\u00f6pe geftrec\u00eft. \u00a9S fiept \u00fcbrigens auf ben S\u00e4umen nidpt bloS auf ben unteren Refien, fonbern, menu bie SSipfel ftart genug finb, audp meit oben: idp pabe D\u00c4fme u^b Demten auf \u00d6en fpipen gefepen. Ruf ber \u00a9rbe l\u00e4uft eS perunt, menu eS Raprung fudpt. \u00a9er $tug ift fdpmer; f\u00e4llig, raufdpenb, burdp fdpnelle \u00a9cpmingenfcpl\u00e4ge befdpleunigt, faft gerabeauS unb nidpt anpattenb. Dapn unb Denne fliegen nur \u00efurge \u00a9treden unb ftetlen fiep bann ftetS auf bie S\u00e4ume. Seim Ruf; fdpmingeu beS RuerioilbeS oon -ber \u00a9rbe auf einen Saum ift baS \u00a9et\u00f6fe ber raufcpenbeit \u00a9dpmingen fepr ftart. D\u00f6Pn urt^ Denne ffa\u00f6 fa ber Regel ungemein fdpeu. SP* \u00a9eftdpt unb \u00a9ep\u00f6r, nidpt aber ipr \u00a9erudp, finb \u00e4ujgerft fdparf, unb fie benupen biefe \u00c7einpeit iprer \u00a9inne, um einet \u00a9efapr Don Weitem gu entgepen.\" \u00a9epe-r fagt genau \u00a9affelbe unb f\u00fcgt gum Seteg ^olgenbeS pingu: \u201elim midp oon ber f\u00c7einpeit ber \u00a9erudpsmertgeuge gu \u00fcbergeugen, pabe idp m\u00e4prenb ber Satge Ruerp\u00e4pne unter allen m\u00f6glicpen SMttben angefprungett, opne jemalS bemertt gu paben, ba\u00a7 fte midp -mittels beS SMnbeS maprgenornnten p\u00e4tten; pierauS fcp\u00efof idp alfo, baf ipre \u00a9erudpsmertgeuge meniger auSgebilbet fein muffen.\" \u00a9dpledpteS \u00a9Setter, audp beoorftepenbe \u00a9t\u00fcrme fdpeinen bie \u00a9epeupeit beS RuermilbeS gu oerminbern. \u201e\u00a9Sir miffen ein Seifpiel\", f\u00e4prt mein Sater fort, \u201ebaf? nadp einem Ruerp\u00e4pne, melcper im \u00a9Sinter einige \u00a9age auf einem Saume geftanben patte, meprere \u00a9dpiiffe getpan m\u00fcrben, opne bafj er fortflog; \u00fcberpaupt \u00efomrnt man im \u00a9Sinter oft oiel leidpter als im \u00a9ommer fdpufjredpt an biefeS fdpeue 3Bilb an. \u00a9ie Dennen fmb, metl fte gefdpont merben, meniger oorftdpttg als bie Dcipne unb gur S\u00dfaarungSgeit oft fo firr, baf fte fepr gut auSpalten.\" Su feinem \u00a9Sefen geigt f\u00eedp baS Ruermitb als ein edpteS Du\u00a7n- ^er DaPn ift eitt unOertr\u00e4glidper, j\u00e4pgorniger, ftreitf\u00fcdptiger Sogei, metdper, falls man Don gefangenen auf freilebenbe fdpliefen barf, japrauS, japrein mit anbern D^puen im \u00a9treite liegt unb beSpalb notpmenbiger \u00a9Seife ein ein; fteblerifdpeS Seben f\u00fcpren mufj. \u00a9r geigt fiep aber audp ben Donnen gegen\u00fcber perrfdpf\u00fcdptig unb gornm\u00fctpig; benn fo tiebe\u00eatolt er fidh m\u00e4prenb ber 5paarungSgeit geberbet, fo gleidpgittig fdpeint er auf erbeut gegen feine \u00a9emaplin gu fein, \u00a9efangene paben midp beteprt, baf eS gef\u00e4prlidp fein tann, ein S\u00dfaar Riterp\u00fcpner gufammengupalten, meit ber D\u00dfpn mandpmal, opne erfl\u00e4rlicpe Seranlaffung, \u00fcber bie Denne perf\u00e4llt unb fte in abfdpeulidper Steife mifpanbelt. Strfpennen barf man nodp meniger mit ipm gufammenbringeu, meit fie Don ipnt nidpt allein beft\u00e4nbig gequ\u00e4lt, fonbern unter Umft\u00e4nben get\u00f6btet merben. \u00a9aS \u00a9egentpeil eine\u00ea fotdpen SetragenS ift allerbingS audp beobadptet morben : pat man ja bodp in ber \u00a9efangenfdpaft ftpon Stenblinge Don Ruerpapn unb Sirtpenneir erpalten.\tS^ei D^nen entfpinnen ftdp fepr lefdpt ernfte K\u00e4mpfe; aber audp in biefer D\u2122=\nfiept finben RuSnapmen ftatt: eS \u00efomrnt Dor, bafj ba, mo baS Ruerpupn p\u00e4uftg ift, ftdp im \u00a9p\u00e4t; fommer unb Derbpt gumeiten Diele D\u00e4pne gufammenfdparen unb, mie eS fdpeint, l\u00e4ngere 3eit gemein; fdpafttidp ftdp umpertreiben.\n\u00a9S ift allgemein befannt, baf bie ^\u00dfaarungSluft alle m\u00e4nrtlidpen D\u00fcpner auf \u00f6aS p\u00f6dpfie erregt; fo toll aber, mie eS ber Ruerpapn treibt, geberbet ftdp faum ein anberer DaPn- Rubere \u00a9Salbp\u00fcpner finb ebenfalls \u00e4uferfi erregt; fie geben iprem \u00a9ef\u00fcpl aber menigftenS in aumutpiger 3Beife RuS; bruct, m\u00e4prenb ber Ruerpapn feine \u00a9cpmerf\u00e4Uigteit audp bann nidpt oerleugnen \u00efann, unb feine \u00a9onberbar\u00efeit beSpalb um fo auff\u00e4lliger erfdpeint. Sei jungen D\u00e4pnen regt ftdp ba\u00a7 Semuftfein iprer m\u00e4nnlicpen S\u00dfiirbe bereits in ben Derbftmonaten; menigftenS nimmt man an, baf fie eS finb, metdpe um biefe $dt balgen ober bodp gu balgen Derfudpen; \u00e4ltere pingegen geigen ftdp nur im f\u00c7r\u00fcpjapre fanfteren \u00a9ef\u00fcpten gug\u00e4nglicp. Spr SiebeStaumet beginnt unb enbet gtt einer gang beftimmteu 3eit- \u00a9a ber edpte S\u00dfaibmann ben ftolgen S\u00f6gel nur m\u00e4prenb ber Salge erlegt, pat er biefe auf baS \u00a9enauefte erforfdpt, unb beSpalb bauten mir nidpt allein betn Raturforfcper, fonbern audp betn S\u00e4ger eingepenbe \u00a9dpilberungen biefeS SiebeSfpielcS.","page":338},{"file":"p0339.txt","language":"de","ocr_de":"9tuer\u00a7uljn.\n389\nS\u00dfenn ber 3luerl)ahn gu balgen beginnt, ift eg noch ftid im Sklbe. fp\u00f6djfteng bie Nmfel unb in giinftigen Saljten toielletd)t and) bie Singbroffel laffen fid) bereite toernehmen; f\u00fcr bie \u00fcbrigen S\u00e4nger ift ber Fr\u00fchling nod) nid)t erfdjienen, 3m Hochgebirge liegt ber Sklb im Schnee begraben; felbft in ber Oiefe hat er nur hie unb ba toon ihm ftd) befreit. 3fi fret* Nt\u00e4rg reich an fd)\u00f6nett Oagen, fo h\u00f6rt man fd)on um biefe 3eit einen unb ben anbern -Spalm balgen; folgt ben fdj\u00f6ttcn Sagen fd)led)te S\u00dfitterung, fo gefriert ben ip\u00e4hnen, Wie ftch \u00a9ab am er ^affenb aulbr\u00fcdt, auch ber Sdjnabel Wieber gu. 3ut SNittelgebirge balgt ber 2luerhal)n toont geinten ober gW\u00f6lften 9lpril an regelm\u00e4\u00dfig, W\u00e4brettb bie eifige \u00ae\u00e4lte beg Hochgebirge^ feine Siebe manchmal nod) einen gangen SNonat in Sanben legt. Oie Salge felbft gefd)ieht folgenberma\u00dfen: Ntit Seginn ber \u00a3eit fammeln fid) bie Ntteth\u00e4hne, weldje toor^er fi\u00abh toereingelt Ratten, auf beftimmten Sktlbpl\u00e4pen, gew\u00f6hnlich auf Serg; lernen, Welche gegen SNorgen ablj\u00e4ngen unb mit jungem unb altem Holge beWad)fen ftnb. ^ier finben ftd) auch bie Rennen aug ber Umgegenb abenbg ein, in ber l\u00f6blichen 3lbftd)t, ben ihnen gu Ehren ftattfinbenben Siebegfpielen beiguWohnett. Seibe \u00a9efdhledhter fommen abenbg gegen fiebert Uhr ftumm geftridjen unb fdjwingett ftd) auf eingelne Saunte unter ftar\u00efem \u00a9erraffet ein. \u00a7 artig fiat mandatai beobachtet, ba\u00df bie Rennen im $tuge einen J)ed tl\u00e4ffenben Sott, toie ein Heiner Sagbhttnb, fid) geben; \u00a9eper fagt, ba\u00df ber \u00a3al)n, nadhbem er ftd) eingefdhWungen, mehrere Ntinuten beWegungglog ftel)t, 2ldeg um ftd) mit au\u00dfergew\u00f6hnlicher Nufmerff amfeit muftert unb beobachtet, auch burd) bag geringfte \u00a9er\u00e4ufd), Weld)eg ihm toerb\u00e4d)tig toorfomntt, gum Nbfie\u00ef)en bewogen Wirb. Sleibt 2ldeg ruhig, fo gibt er gew\u00f6hnlich unter fonberbarem -SpalgbeWegen einen Saut toon fih, Welchen man mit bent Nugbrucf \u201e^Borgen\" ober \u201ekr\u00f6pfen\" begeidhnet, mit bent \u00a9rungett eineg jungen Sd)Weineg toen gleicht unb afg ein guteg 3eid)en f\u00fcr bie n\u00e4d)ftmorgige Salge h\u00e4lt. Oamit ift jebod) nodh nicht gejagt, ba\u00df biefe am n\u00e4chften Ntprgen aud) Wirf ltd) fiattfinben wirb; benn ber -Spahn beWeift, Wie alle felbft beobachtenben 3\u00e4g5V behaupten, ein au\u00dferorfrentlidh feineg Sorgef\u00fchl f\u00fcr fommenbe SUtterung. \u201e9Natt bemerft nid)t feiten\", fagt \u00a9eher, \u201ew\u00e4ljrenb ber Beit ber Salge, ba\u00df oft beim fd)\u00f6nften SNorgen, an Welchem bem S\u00e4ger ohnehin fchon bag Herg toor $reube lacht unb er feiner Sad)e fid)er gu fein glaubt, eine arge S\u00e4ufd)ung ber gehegten Erwartungen folgt, n\u00e4mlich, ba\u00df fein Hahn fl(h melbet. Sritt ein fold)er $ad ein, fo fann man \u00fcbergeugt fein, binnen toierunbgWangig Stunben fd)tedhteg S\u00dfetter gu haben. Namentlich fchehtt ber fpabn bag -Sperannahen toon Sd)nee gu Wittern. Ebettfo tritt oft ber untgefehrte $ad ein. 3<h beobachtete, ba\u00df in ber Nacht ein heftigeg \u00aed)nee; geft\u00f6ber begann, big 9Nitternad)t fortbauerte unb bann aufh\u00f6rte, unb ba\u00df bie $\u00e4tjne am n\u00e4chften SNorgen fth benitoch melbeten, wie in ber beften 3eit ber Salge. Nuf ein berartigeg Sorf omntni\u00df folgt geW\u00f6hnlid) anhaltenb fdj\u00f6neg Sktter.\" Nidht feiten gefchieht eg auch, ba\u00df ber $ahn fchon am Slbenb f\u00f6rmlid) balgt, b. h- g\u00efeih nah ^cm Eittfd)Wingen fth melbet, bann aud) Wohl auf bie Erbe herab f\u00e4llt, hier ffsiclt, bie Rennen, Wenmfoldhe in ber N\u00e4he ftnb, unter allen tn\u00f6glid)en, h\u00f6d)ft pofftrltd)en Spr\u00fcngen toor fth hertreibt unb fie fdhlie\u00dflid) betritt. Oieg aber finb Nugnahmen. Sei fd)lehtem SBetter, namentlich bei Schneegeft\u00f6ber, balgt ber \u00a3>at)n nur tu feltenen f\u00e4llen, unb Wa\u00ef)r= fd)cinli<h hat \u00a9eher Ned)t, Wenn er annimmt, ba\u00df fold)e SiebegtodI)eit blog burd) bie 3u3enb ber betreffeuben \u00a3>\u00e4hne erfl\u00e4rt werben fann. Negelm\u00e4\u00dfig beginnt ber -Spa\u00efjn bei g\u00fcnftiger S\u00f6itterung, fobalb fih am SNorgen Wei\u00dfe (Streifen im Often geigen, ungef\u00e4hr gegen brei ober etwag nad) brei Uhr in ber $r\u00fclje: derjenige alfo, Weither bag Sd)aufpiel fehen wid, mu\u00df fth fd)on uad) 2Nittentad)t ben Nrmen beg Sdplafg entwiuben nnb nach guter S\u00e4ger 2lrt bereitg um gWei Uf)t, fp\u00e4tefteng um gWei unb ein halb, gur Stede fein.\n\u00a3)ie Salge hebt mit bem fogenannten Sdhnalgen ober Sdhnahhen am, \u201ennb toon je^t fteigert fth \u00f6ie Nufmerffamfeit beg S\u00e4gerg, big ber erfte Schlag h\u00f6rbar wirb, Weld)er f\u00fcr fo Siele Sph\u00e4ren; inufif ift nnb Sebem, ber bie Salge fennt, bie ^utgfhl\u00e4ge befdjteunigt.\" \u201eOer $ahn ftredt\", wie mein Sater fagt, \u201ebei ber Salge ben $opf toor, jebod) nicht jebeg SNal gegen Ntorgen, wie behauptet Worben ift, h\u00e4lt ihn in fepr\u00e4ger Nichtung nad) toont, ftr\u00e4ubt bie \u00aeopf; unb ^eblfebern unb gibt nun bie fd)natgenben O\u00f6ne toon ftch, Welche immer fhneder auf einanber folgen, big ber fpauptfd)lag\n22*","page":339},{"file":"p0340.txt","language":"de","ocr_de":"340\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9parto\u00f6gel. fftaupfu\u00dfb\u00fchuer.\nerfpatlt unb ba\u00ea Spleifen anf\u00e4ngt. \u00a9)iefe\u00ea befielt au\u00ea jtfdEjenben bauten, ioelpe bem Sehen eine\u00ea eifernen Serfseuge\u00ea fep \u00e4hnlip ftnb unb in mehreren, an einanbev gereiften S\u00e4hen ftp folgen; bev lehte \u00a9on toirb lang gezogen, \u00a9eto\u00f6hnlip gleich beim Slnfange be\u00ea 23alsen\u00ea, feltener in ber \u00dcDtitte be\u00ea au\u00ea \u00ef\u00efa\u00ff>^enbert Sauten beftepnben Sahe\u00ea hebt er ben Sptoans ettoa\u00ea, foba\u00df berfelbe Stoppen fenf? unb toagrepter Stiftung mitten inne fiep, breitet pn f\u00e4cherf\u00f6rmig au\u00ea unb pit bie ettoa\u00ea gefenften Fl\u00fcgel oom Seibe abfiepnb. ' 93eim klappen trippelt er bi\u00eatoeilen auf bem Slfte; beim Spleifen ftr\u00e4ubt er faft alle Gebern unb brep [ich nicp feiten prunt. \u00a9)op gep ba\u00ea 33algen nipt immer fo regelm\u00e4\u00dfig oor ftp. Einige h\u00f6ren im klappen Oor bem -\u00eepauptfplage, anbere nap prn, anbere mitten im Schleifen auf, nop anbere laffen nur einige flappettbe \u00a9\u00f6ne h\u00f6ren; ja, gutreilen gefpie\u00efp e\u00ea, ba\u00df ein Siuerhapt an ein unb bemfelbett borgen mit orbentltpem unb unorbentlipem SSatjen toepfelt.\" SJtan hat oielfad; oerfupt, bie Saute, toelpe ber Sluetpahn h\u00f6ren l\u00e4\u00dft, mit 23upftaben toiebersugeben ; e\u00ea ift \u00a9)ie\u00ea jebop niemals gelungen, unb aup $reunb \u00a9eper toirb ber Salppeit eben nur nahe gefommen fein, fie aber getoi\u00df nicht erreicht haben. ,,\u00a9)er erfie Schlag\",\n, fagt er, \u201eift Oergleichbar bem 5lu\u00earuf ,,\u00a9\u00f6b\"; bann folgt ,,\u00a9\u00f6b, t\u00f6b, t\u00f6b, t\u00f6b\" unb enbltp immer fchneller ,,\u00a9\u00f6b \u00f6b \u00f6b \u00f6b \u00f6b \u00f6b\" u. f. m., bi\u00ea ber fogenannte Jpauptfplag, toeld;er ungef\u00e4hr toie \u201e\u00a9lad'' \u00eflingt unb fi\u00e4rfer h\u00f6rbar al\u00ea bie oorhergehenben ift, gefchieht. \u00a9)attn beginnt ba\u00ea fabelhafte Schleifen, Sehen, \u00a9infpieten, aup ba\u00ea \u201eSr\u00ea; ober fogenannte \u00a9efehelmapen\" benannt, toelpe\u00ea bi\u00ea jep, troh aller m\u00f6glichen t\u00dferfupe unb Bem\u00fchungen, feinem Sterblichen auch uur anncperung\u00eatoeife napsuahmen gelang unb toalpfpeinlip nie gelingen toirb. \u00a9\u00ea bauert ungef\u00e4hr brei unb eine halbe, aber nie \u00fcber oier Sefunben, l\u00e4\u00dft fid; einigerma\u00dfen mit bem Sehen eine\u00ea langen \u00a9ifpmeffer\u00ea an einer Senfe dergleichen unb Hingt ettoa toie \u201e.\u00eepeibe heibc heibe heibe heibe heibe heibe heiberei.\" 2ltt bem 5luerhahne be\u00ea hamburger \u00a9arten\u00ea, toelper in febem ^r\u00fcpahre regelm\u00e4\u00dfig unb h\u00f6chft eifrig balgt, habe ich beobachtet, ba\u00df ba\u00ea Schnaken bei ge\u00f6ffnetem Schnabel herOorgebrapt unb h\u00f6chft toahrfpeinlip burp eine gro\u00dfe Slnfirengung ber \u00aeeh\u00effopfmu\u00eafeln betoirft toirb. \u00a9)a\u00ea Slu^fto\u00dfen be\u00ea -fpauptfplag\u00ea loenigften\u00ea- erfch\u00fcttert ben \u00df'ehlfopf genau in berfelben Steife, loie ein fr\u00e2ftige\u00ea Sungenfpnalsen ben unferigen; man tarnt btefe \u00a9rfp\u00fctterung beutlip toapmehmen. \u2014 Sebe\u00ea neue \u00a9infpelen mapt ben \u00a3>abn erregter. (Sr geht auf bem 9lfte auf unb nieber, l\u00e4\u00dft, h\u00e4ufig feine Sofung fallen, greift mit einem ober bem anbern St\u00e4uber in bie Suft, fpringt aud; toohl Oon einem 9lfte sunt anbern ober fiep nach, loie ber S\u00e4ger fagt, f\u00fcrs, befinbet ftp in einer getoiffen SSers S\u00fcdung, toelpe ihn snloeilen 2Me\u00ea um ftp her oergeffen l\u00e4\u00dft. SDie\u00ea gep foioeit, ba\u00df er ftp fogar um ben \u00aenall eine\u00ea ^euergetoehre\u00ea nipt f\u00fcmmert, felbft loenn ber Spu\u00df ihm gegolten hat, oorau\u00ea; gefetp nat\u00fcrlip, ba\u00df er nipt oon einem Sprotforne ber\u00fchrt m\u00fcrbe. \u201eSnt Sptoerh\u00f6ren beim Splei\u00dfen\", f\u00e4hrt mein SSater fort, \u201eftnb alle Slueip\u00e4pte einanber gleip; aber mit bem Sehen ift e\u00ea anber\u00ea. \u00a9\u00dfir gingen einft auf bie Slueipapt\u00eabalse, nnb al\u00ea \u00a9tuer oon un\u00ea, um einen Sluerhahn SU unterlaufen, \u00fcber eine Bl\u00f6\u00dfe toeg mu\u00dfte, ftiebte ber Sluetpahn mitten im Spleifen ab unb fptoieg g\u00e4nslip, ein beutliper Betoei\u00ea, ba\u00df er ben Sp\u00fcren bemerft hatte, \u00a9in anbere\u00ea Btal fplugen mir, m\u00e4p-enb be\u00ea Spleifett\u00ea eine\u00ea Sluepahne\u00ea, \u00c7eue-f unter pm. \u00a9>a\u00ea \u00a9er\u00e4ufp be\u00ea ^euerfplagen\u00ea h\u00f6rte er nipt, aber bie gunfen fah er rept gut. \u00a9in britte\u00ea 2M bemerften mir, ba\u00df ein Sluetpahn mitten im Spleifen abbrap, al\u00ea ein toei\u00dfe\u00a7 \u00a9afpentup unter il;m gefploeuft m\u00fcrbe.\" SD^eitt SSater glaubte, ba\u00df bie ftarfe 5\u00dfreffung ber oon pm beloegten Suft, ba\u00ea \u00a9er\u00e4ufp, ioelpe\u00ea er felbft oerurfapt, -bie Urfape biefer Spmetp\u00f6rigfeit fei; ip fann mip jebop feiner Slnftpt nipt anfplie\u00dfen, fonbern mu\u00df \u00a9abamer 9\u00a9ept geben, melper bie fogenannte \u00a9aub; unb Slinbheit anfteht al\u00ea bie Sirfung einer auf ba\u00bb k\u00f6pfte geftiegenen 23runft ober Sinnlipfeit, melpe ben $ogel Sllle\u00ea um ftp her oergeffen l\u00e4\u00dft. Seher 33eobapter, melper einen Sluetpahn in ber \u00a9efangenfpaft balgen fah, fommt su ber Uebevseugung, ba\u00df bie Sinne\u00eap\u00e2tigfeit be\u00ea oerliebten \u00a9eden eingig unb allein burp feine auf ba\u00ea k\u00f6pfte gefteigerfe Aufregung beeintr\u00e4ptigt merben fann. S\u00e4hrenb be\u00ea eigentlipen \u00a9inpielen\u00ea er \u00d6en \u00aeo\u00a3f fenfrept in bie \u00a7\u00f6he su heben, unb fo fann e\u00ea red;t mohl oorfommen, ba\u00df fein-2luge ba\u00ea unter put 33orgeheube nipt mahrnimntf, aup abgefehett baooit, ba\u00df","page":340},{"file":"p0341.txt","language":"de","ocr_de":"Stuerpupn.\n341\nfiep bie Sfticfpaut feines Singes m\u00e4prenb biefer \u00c6opfbemegung regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber mepr als bie \u00a3\u00e2\u00effte beS Slugapfels gie^t. \u00a9a\u00df er aber fiept un b p\u00f6rt, unterliegt feinem \u00e2t\u00fccifcl, nnb id) faun bie oon \u00a9ab am er gerieft angefiellte Unterfudpung burdp eigene 23eobadptungen an \u00a9efangenen beft\u00e4tigen. \u201eSdp befa\u00df\", fc erjagt leptgenannter gorfeper, \u201eeinen Sluerpapn, meldjer gapm tear, an.Oter Sdpre \u00efebenb nnb patte baS Vergn\u00fcgen, ipn jebeS f\u00c7r\u00fc^ja^r balgen gn p\u00f6rett. 9tun fiel eS mir ein, fein \u00a9ep\u00f6r nnb \u2019\u00a9efidpt gu pr\u00fcfen, mogu mir mein 33ater bep\u00fclflid) mar. 3\u00dfie genau ber 33erfudp auSfallen mu\u00dfte, erhellt bar aus, ba\u00df ber \u00a3apn auep eifrig fortbalgte, menu man fo nape bei ipm ftanb, ba\u00df man ipn mit ber \u00a3anb ber\u00fchren fonnte. S<P felbft ftellte midp neben ipn nnb lie\u00df meinen SSater mit gelabenem \u00a9emepr an oiergig \u00a9fritte meit gefeit, bodp fo, ba\u00df er ben ^Beginn beS \u00a9dpleifenS genau p\u00f6ren fonnte, um im redeten 3lugenblicf ben \u00a9cpu\u00df abgugeben. 9\u00cf\u00cfS ber \u00a3>apn fcpleifte, fcpo\u00df mein 33ater ab. \u00a9er \u00a3>apn manbte paftig ben $opf ber \u00a9egenb gu, auS melier ber \u00a9dpu\u00df gefommen mar, nnb bemieS burep fein 33enepmen, ba\u00df er ben \u00aenaU mopl geh\u00f6rt patte, lie\u00df fid) aber im \u00a9cpleifen burdpauS nidpt ft\u00f6ren. \u00a9iefer 33erfudp m\u00fcrbe mopl an gepumal mieberpolt unb jebeS \u00fcJtal biefelbe 33emegung feitenS beS .fpapneS bemerft. \u00a9ann lie\u00df idp $upferp\u00fctdpen abbrennen: auep biefe porte er. S\u00df\u00e4prenb ber 33alggeit mar er fepr b\u00f6sartig unb pieb nadp 2Wem, maS fid) ipm n\u00e4herte, \u00a9ieS gab mir SSeranlaffung, fein \u00a9eftefet gu pr\u00fcfen. S\u00f6\u00e4prenb er fcpleifte, ftreefte id) bie \u00a7anb auS, als motte idp feinen \u00aeopf ber\u00fchren. Sdp mu\u00dfte aber- jebe\u00ea 9}tal bie Jpanb gur\u00fcefgiepen ; benn im Oollen \u00a9cpleifen pieb er nadj berfelben; ja nodp mepr, menn er fdpleifte unb uns ben 3t\u00fccfen gumenbete, fam er fogleidp angefprungen, menn man ipn g. 33. am \u00a9dpmange greifen mollte.\"\n\u00a9ie ungem\u00f6pnlidpe Aufregung, Iin meldper fiep ber 33ogel m\u00e4prenb ber 33alge befinbet, l\u00e4\u00dft e\u00ea einigerma\u00dfen erfl\u00e4rlidp erfdpeinen, ba\u00df er gumeilen bie gr\u00f6\u00dften \u00efodpeiten begept. \u00a9o Berichtet [ SBilbungen oon einem Sluerpapne, meldper fidp pl\u00f6^lidp auf f\u00e4genbe ^olgmadper ft\u00fcrgte, fie mit ben gl\u00fcgeln feplug, nadp ipnen;, bi\u00df unb ftdp faum oertreiben lie\u00df, \u00a9in anberer flog, nadp Slngabe beffe\u00efpen \u00a9dpriftfteiterS, fogar auf baS gelb perauS, ftellte ftdp ben $ferbeu eines SlcfermanneS in ben 2Seg unb madpte biefe fcpeu; etn britter napm Sebermann an, meldper fidp feinem \u00a9tanborte n\u00e4perte, oerfudpte fogar mit ben ^ferben ber gorftteute angubinben. \u201e33or mepreren Sdpren\", erg\u00e4plt mein 33ater, \u201elebte eine palbe SDteile Oon meinem S\u00dfopnorte ein 3luerpapn, meldper bie allgemeine 2lufmerffamfeit auf fidp gog.. 2B\u00e4prenb unb nad) ber 33alggeit pielt er fidp in ber \u00fcft\u00e4pc eines giemlidp befudpten 2\u00f6egeS auf unb geigte ba, ba\u00df er alle gurdpt oor ben \u00dcDtenfdpen g\u00e4nglid)\n' abgelegt patte. SInfiatt oor ipnen gu fliepen, n\u00e4perte er fidp ipnen, lief neben ipnen per, bi\u00df fie in bie 33eine, feplug mit ben gl\u00fcgeln unb mar fepmer gu entfernen, \u00a9in S\u00e4ger ergriff ipn unb trug ipn nadp einem gmei \u00a9tunben oon biefem 2Bege entfernten Orte. 3lm anbern \u00a3age mar er fdjon mieber an ber alten \u00a9telle, \u00a9in S^gbfreunb napm ipn oon bem 33oben meg unb unter ben 2lrm, um ipn bem \u00a9berf\u00f6rfter gu \u00fcberbringen, \u00a9er Sluerpapn oerpielt fidp anfangs rupig ; als er fidp aber feiner f^reipeit beraubt fap, begann er mit ben g\u00fc\u00dfen gu fdparren, foba\u00df er bem Pr\u00e4ger ben 3tocf gerfepte unb freigelaffen merben mu\u00dfte. g\u00fcr abergl\u00e4ubifdpe SQienfdpen mar biefer 33ogel ein fepr furdptbareS \u00eepier. \u00a9a er oft $olgbie\u00f6e \u00fcberrafdpte, fo ging in ber gangen \u00a9egenb bie \u00a9age, bie S\u00e4ger p\u00e4tten einen b\u00f6fen \u00a9eift in ben 3luerpapn gebannt unb gm\u00e4ngen ipn, immer ba gu erfdpeinen, mo fte fidp nidpt felbft einfhtben f\u00f6nnten. \u00a9iefer SBapn erpielt unferent 33ogel, meldper eine gang befonberc ^ampfluft gegen bie 9)tenfd)en gu paben fd)ien, meprere SDtouate baS Seben, bis er oerfd)manb, opne ba\u00df man mu\u00dfte, auf meldpe 3\u00dfeife. S\u00dfaprfdpeinlidp pat ipn ein ftarfer \u00a9eift, beren eS in itnferer \u00a9egenb audp gibt, ergriffen unb get\u00f6btet.\"\nSn ber Siegel oerfteigt ftd) ber SOtutp beS SluerpapnS nidpt fo podp ; eine gemiffe ^ampfluft aber geigt er m\u00e4prenb feiner 33alge unter allen Umfi\u00e4nben. \u00a9in alter ^apn bulbet feinen jungen in einem Umfreife oon ungef\u00e4pr breipunbert \u00a9epritten, gibt cS and) nidpt gu, ba\u00df ein junger balgt, unb f\u00e4rnpft mit jebent 3tebenbupler, meld)er fiep miberfept, nad) \u00dctitterart auf Men unb \u00a3ob. - Sm g\u00fcnftigften galle bringt einer bem anbern fdpmere 3}ermunbungen am $opfe bei; gar nidpt feiten aber bleibt","page":341},{"file":"p0342.txt","language":"de","ocr_de":"342\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9djanV\u00f6cjel. Stauchfufb\u00fchner.\neiner bei* ^\u00e4mbfenben tobt auf bem ^ta^e liegen. Sunge ip\u00e4hne, iretche in ihrer S\u00e4he einen alten fhrkett Salgbetben iriffen, taffen fict), taut \u00a9et)er, nur teife unb unterbrochen h\u00f6ren.\nSE)ag Salgen m\u00e4hrt Big nach Sonnenaufgang unb pflegt aut lebhaftesten gu fein, trenn ber Sag anbricht. *Stan tritt bemertt haben, baf atte \u00a7\u00e4hne befonberg eifrig balgen, trenn in ben Storgern ftunben bie Stonbftchel am Rimmel fte^t : bie Urfactje b\u00fcrfte ira^rfd^einlit^ nur in ber gr\u00f6fern ^ette beg Storgeng gu jucken fein. Sadfjbem ber \u00a3ag rotttommen angebrochen ift, ftetjt ber $ahtt ab, unb rerf\u00fcgt ftdf) gu bcu Rennen, iretdje in einiger \u00a9ntfernung ron i\u00a7nt ftctj herumtreiben. 3uireiten gefdjteht eg, baf cineg ber rerliebten tt\u00f6eiber ftct) tocfenb bem balgenben \u00abfpahne n\u00e4hert unb ihn mit g\u00e4rttichem \u201eSat, bat\" gu fict) eintabet. \u00a9iner fotzen Stockung revmag fein $erg nicht einen Sugenbtict taug gu triberftehen: er f\u00e4ttt, trenn er bie Siebe\u00ea\u00efaute h\u00f6rt, trie ein \u00a9tein rom Saume herab unb taugt nun einen fottberbaren Steigen auf bem Soben. fsn ber Segel aber muff er bie Rennen auffuchett unb nid^jt fetten giemtict) treit nach ihuen fliegen. \u201e3>n ber S\u00e4he ber Rennen\", fdhreibt mein Sater, \u201ebalgt er jebeg Stal auf bem Sobett, geht babei um biefe herum unb betritt fte, nachbent fie fict) gang auf ben Soben niebergekauert haben. S3ie riete Rennen ein ^atjn an einem Storgcn betreten kamt, l\u00e4fjt fidC) nicht bestimmen, treit er fetten mehr atg ihrer brei big rier um ftch hat unb fdhtrertidt) fo riete gufammen finbet, atg er ftch tr\u00fcnfdf)eu mag. \u25a0 \u00a3)ie Rennen fdheinen gu einem jpahtte mehr 3uneigung gu haben, atg gum attbern; baher cutftehen auch bie f\u00e4higen $\u00e4mffe, treldje ubrigcng niematg tr\u00e4hrenb ber eigenttichen Salge, fonbern ftetg in ber S\u00e4he ber Rennen unb auf bem Soben auggefochtcn Ererben. SDabei trerben bie ^\u00e4hne fo tr\u00fcthenb, baf man gutreiten einen ron ihuen mit jp\u00e4nben greifen bann, Stanche ip\u00e4hne gelangen gar nicht gur Segattun'g unb balgen bann noch int St ai, ja felbft impuni unb 2>uli; both ift \u00a3)ieg ein auf er ft feltener galt.\" Set fdlj\u00f6ner trodf'ner SBitteruug ift bag Satgen, taut $ artig, immer ein Sorfpiel ber Segattung, bei unfreuubtidhent naffen S\u00dfetter hingegen geht biefe ohne treitereg ror ftd^..\n3n ber britten ober rierten 2\u00f6ocf)e ber Satge fireichen bie befriebigten \u00a3>\u00e4hne nact) ihren getrohuten, ron ben Salgpl\u00e4hen oft treit entfernten \u00a9tanborten gur\u00fcct, unb bie Rennen fchreiten nunmehr gum Seftbau. 3ebc ron ihnen fudjt ftch einen faff en ben $lah f\u00fcr ihr Seft unb trennt ftch ron anbertt ihreg \u00a9efchtedhteg. 2>ag 9Reft ift eine feilte Sertiefung neben einem alten Saumftodte ober einer eingetn ftehenben bufdhigen kleinen Richte, gtrifdhen $aibetraut ober int Seerengeftr\u00e4udf), unb trirb h\u00f6dhfteng mit ettrag b\u00fcrrem Seifig auggefteibet. \u201eSeiber\", fagt \u00a9et;er, \u201eift bie jpenne nicht rorfichtig genug, um einen gu fliehen, tretcher bem Sattbgeug unb cbenfo beit b\u00f6fett Stenfchen trettig auggefefct ift. 3u ber Seget gefetzt bag \u00a9egentheit, unb bie meiften Hefter trerben an gangbaren SBegett ober $uffteigen jebett \u00a9djuheg bar gefunben, baher ftch aud) Bie geringe gort; hftangung beg Suertrilbeg erkl\u00e4ren t\u00e4fjt.\" SDie 2lngat)t b\u00e7r (gier eineg \u00a9ctegeg fdt;tranft je nach Bent Sitter ber flutter. 3unge Rennen legen fetten mehr atg fedjg big acht (gier, \u00e4ltere berett gehn big \u25a0 gtr\u00f6lf. SDic \u00a9ier fittb im Serhaltnif gum S\u00f6get klein, nur 28V4 big 32 Siiticit t\u00e4tig unb 22 big 24 Siniett breit, tauglich, oben gugerunbet, trettig bauchig> unten fhtmpffpifeig, giemlich b\u00fctttt unb glatt; fdhalig\u201e gt\u00e4ngcnb, mit trenig bemerkbaren Soren unb auf getbgrauent, ober fchniugiggctben, fetteuer graubr\u00e4untichgetben \u00a9ruttbe bidder ober fp\u00e4rticher mit graugelben, braunfchmugiggelben, helfen unb taftanienbraunen gtedten unb Suutten gegeichuet, gutreiten auch buttkfer getr\u00e4ffert. \u00a9ie trerben ron ber Stutter mit einer Eingabe bebr\u00fctet, iretche trahrhaft ergreifenb ift \u00a9o kann man g. S., taut \u00a9eher, bie jpettitc, trenigfteng in ber testen 3eit ber Sebr\u00fctung, mit ben ^\u00e4nbett ron ihrem Dcefte auf heben unb fte mieber hinfeben, ot)ne baf fic irgenb eine furcht geigt ober ihr Seft buret) S\u00dfegftiegen rert\u00e4ft. \u00a9g ift f omit bie St\u00f6glidjteit geboten, atte jene Sefter, iretche gr\u00f6\u00dferer \u00a9cfahr auggefeftt finb, gu fdfj\u00fcfcen, inbettt matt eine 2lrt \u00a9ing\u00e4ttnung ober \u00a9infriebigung ringgum giet)t unb f\u00fcr bie Slug; uttb \u00a9inkehr ber^enne einen Staunt offen l\u00e4\u00dft, tretcher gerabe gumSDurchfchl\u00fchfen gen\u00fcgt. \u00a3)iefeg Serfahren trirb mit bem Slugbruck \u201eipttbern\" begeidf)net, uttb feiteug ber Spetttte ohne Slnffanb gebutbet.\n\u201e\u00a9ittb bie jungen einmal auggefattett, fo laufen fte ttadf) Serlauf einiger \u00a9tuiibcn, nadfibent fte geh\u00f6rig abgetroctuet, mit ber Stutter treg unb trerben rott jefct an mit einer uttgetr\u00f6hnlichen","page":342},{"file":"p0343.txt","language":"de","ocr_de":"Sluetpup.\n343\nSiebe unb \u00a9orgfa\u00eft Septet. \u00a9S ift r\u00fcpenb gu fepn, menn man fo unoerpfft unter eine \u00dfette fournit, mit meinem \u00a9efd^rei unb S\u00e4rm bie Sllte \u00a9inen empf\u00e4ngt. 3ut Stu ftnb alle jungen oerfpmunben, unb fie miff en ftp fo gut gu Oer fielen, ba\u00df eS mirflip ferner pliy eins oon ipen gu eutbedeit. (Sinen gro\u00dfen Spit biefeS \u00a9rfolgeS oerbattfen fie iper F\u00e4rbung. 3P ptte \u00f6fter, namentlip auf alten \u00a3olgfpl\u00e4gen, bie gange \u00c4ette unter meinen S\u00fc\u00dfen; fie maren nop nipt fl\u00fcgge, unb bettttop mar id) feiten fo gl\u00fcdlip, eines oon- ipen aufgufinben. trauriger fiep eS freilid) mit einer \u00dfette auS, menn \u00a3err Reinette mit feiner unfehlbaren 0tafe bapnter fommt. \u00a9l\u00fcdt bie adbefannie Sift ber Butter, immer brei bis oier Stritte oor bem gudjfe bapn gu laufen unb bapu gu flattern, ftp gu j\u00eeeUen, als m\u00e4re fte an ben kl\u00fcgeln gel\u00e4hmt, unb dMnede fo aus bem SBereip ber jungen gu f\u00fcpen \u2014 gi\u00fcdt biefeS lepere, fo Jtep fte p\u00f6ptp auf, ftreipt nap bem S\u00dflap, mo fte gutefet ipc jungen lie\u00df unb gibt burd) mo\u00c7lbefannte S\u00f6ne \u201e\u00a9lud glud\" funb, ba\u00df bie \u00a9efap oor\u00fcber ift, morauf fte fip mit ipen in entgegengefefcter Stiptung eiligft auf unb baOott ntac^t; gelingt SDieS aber nipt, fo fiep eS leiber oft traurig auS unb nipt feiten bleibt feines ber jungen \u00fcbrig.\"\n3m g\u00fcnftigfien S<dle mapfett bie \u00ae\u00fcplein unter bem treuen \u00a9eleite ber SRutter rafp pran. 3pe \u00fcftapung beftep faft nur in ferbtperen. Sie Sllte f\u00fcpt fte an g\u00fcnftige Steden, fparrt oerfprepenben SSoben auf, lodt fie mit bem g\u00e4rtlipen \u201eS5ad, bad\" prbei, legt ipen eine fliege, einen Reifer, Saroe, Staupe, einen SBurnt, eine fleine Spnede u. bergt, auf ben Spnabet, unb gem\u00f6pt fte fo gunt ^reffen, \u00a9ine SieblingSnapung oon ipen ftnb bie puppen aller beutfpen Slmeifenarten. Sie Sllte l\u00e4uft oft mit ben jungen an bie \u00aeante ber folget*, um bie auf ben SBiefen unb Stainen fiepnben Slnteifenpufen aufgufupen. Siubet fie einen, bann fparrt fte, bis bie SarOen gum SSorfpein fomnten, unb lodt nun baS gange SBolf gufammen, meipeS eilig bie gute SRapgeit oerfplingt. S\u00dfenn bie jungen pranmapfett, freffen fte faft Sides, maS bie SRutter Oergept. Spon nad) menigett SBopeit ftnb fte fo toeit beftebert, ba\u00df fie b\u00e4umen ober menigftenS flattern f\u00f6nnen; ip eigentlipeS Seberfleib erhalten fte aber erft oiel fp\u00e4ter. hier\u00fcber pt mein SSater bie forgf\u00e4ltigften 23ecbaptitngen gemapt, unb fie ftnb eS benn aup, meipe bie \u00a9runbiage ader bis jep oer\u00f6ffenttipten SSefpreibungen ber oerfpiebetten 3ugenbfleiber Silben.\n3m dieft; ober glaumenfleibe finb-Stirn unb B\u00fcgel roftget\u00f6, burp gmei braune, pnter ben Stafenl\u00f6pern beginnenbe S\u00e4ngSfireifett unb einen auf bem B\u00fcgel fiepnben braunen Sieden gegeipnet; \u00fcber bie Stugen giep ftp bogenf\u00f6rmig ein brauner Strip, gioifpeti ipen oerlaufen gmei pnteit ftp oereinigenbe fpmargbraune Streifen; ber -fpinterfopf ift roftfarben, pnten mit einem fpm\u00e4rglipett SBanbe gegeipnet, auf meipent ein l\u00e4ngs ber SCRitte beS roftgelben $alfeS prablaufenbcr Streifen fenfrept ftep; bie Seiten beS \u00c6opfeS finb rofigelb, mit einem braunen ober fpm\u00e4rglipen Stripe pnter ben Singen, bie Gebern beS St\u00fcdenS roftfarben, mit fpm\u00e4rglipen unb braunen Rieden unb Streifen, bie beS Unterf\u00f6rperS aber graulip fptoefelgelb, an ber $ePe am pdften. SaS Slttge ift bl\u00e4ulipgrau, ber Stern bleifarbig, ber Spnabet an ber oberen \u00c6innlabe bunfel, an ber unteren pdprnfarben; bie BePn unb 9o\u00e4gel ber bereits mit Sunen bebedten S\u00fc\u00dfe ftnb gilblip.\nSBenige Sage nad) bem SluSfriepen Srepen bie Spmungfebent proor, nap ipen bie Stiiden; unb bie SBrufifebern, fplie\u00dflip aup bie beS \u00aeopfeS, melper am l\u00e4ngftett unbefiebert bleibt, unb nuttmep gep bie Srapt inS erfte Seberfleib \u00fcber. 3n it)m ftnb ade fleinen Sebent beS \u00aeopfeS, jpinterplfeS unb fft\u00fcdenS am \u00a9runbe graufpmarg, att ber Spp mei\u00dflip, l\u00e4ngs beS SpafteS rofigelb gefireift, \u00fcbrigens fpmarg unb rofigelb in bie Ouere gefledt, bie Spmungfebent grau; fpmarg, rofigelb gefledt unb geb\u00e4nbert, bie \u00d6berfl\u00fcgelbedfebern ben St\u00fcdenfebern \u00e4ptlip, bie beS Unterf\u00f6rperS rofigelb, braun gefledt unb geb\u00e4nbert.\nSind) biefe Sebent faden Salb mieber auS., unb baS $\u00fcd)lein eip\u00e4lt jep baS gmeite Seberfleib. 3n ipt ift baS \u00a9efteber beS $opfeS unb $mterplfeS roftgraugelb mit fpm\u00e4rglipen unb braunen Suerbinben unb Bidgacflittien, beS Si\u00fcdenS auf rofibraunem \u00a9runbe ebenfo gegeipnet, bie Siede unter bem Sluge br\u00e4unlip unb mei\u00df gefledt, bie \u00aeepe graumei\u00df mit tiefgrauen S\u00e4umen unb","page":343},{"file":"p0344.txt","language":"de","ocr_de":"344\nOie S\u00e4ufer, \u00a9dpatrb\u00f6gel. Raudpfu\u00dfp\u00fcpner.\nQuerf\u00efeden, ber SBorberpalS refigilblicpWei\u00df mit fdpw\u00e4rglicpen Querbinben unb roftfarbener \u00a9pipen* laute, an Welcper guWeiten nodp eine fcpw\u00e4rglicpe fiept, bet \u00aeropf roftgelb mit wei\u00dflidpeit $eber= fpipett unb $leden^ bet \u00fcbrige Unterl\u00f6rper mit meinen unb roftgelben, braunen unb in bie Quere geftreiften Gebern, Welcpe eine fepr unregelm\u00e4\u00dfige 3eicpnung bilben, betreibet. Oag 5luge ift bl\u00e4ulicp, ber \u00a9tern grau, bet \u00a9cpnabel bornfarbig; bie 3epen'fmb berngrau, bie R\u00e4gel pornWei\u00dflicp, bie ^u\u00dfWurgeltt immer noep mit grauen Ounen befeft.\nSi\u00ea jept ftnb \u00e4R\u00e4nncpen unb 2BeibdC;cn einanber \u00e4pnlicp gef\u00e4rbt'; boep geigt fiep fd^on ber \u00a9r\u00f6\u00dfenunterfepieb. Oag SBeibepen gebt nun aOm\u00e4blicb in bag auggef\u00e4rbte \u00c4leib, ebne merllidpeu ffcrbenunterfdpieb, \u00fcber; bag \u00e4ft\u00e4nnepen legt noch ein britte\u00e4 fteberlfeib an. 3n ibm ift ber \u00aeopf fcpWarggrau, auf ber Oorbern \u00a7\u00e4lfte roftfarben \u00fcberflogen, \u00fcberall peHafcpgrau geW\u00e4ffert; ber \u00a3>interpalg unb bie ipalgfeiten finb afebgrau, unmerllidp ing \u00a9elbgraue giepenb, mit febr feinen 3idgadlinien; gleiche F\u00e4rbung geigt ftcb auf bem Unterr\u00fcden unb \u00a9tei\u00df, auf bem Oberr\u00fcden pim gegen ein matteg Stopraun, mit fepWargbraunen 3idgadlinien. Oie noch ftumpffpipigen \u00a9cpWung? febern ftnb graufcpWarg, matt roftgelb gefledt unb gelautet, bie Oberarmfebern, wie bie Ober; fl\u00fcgelbedfebern, bunlelroftbraun mit Wei\u00dflicpen \u00a9pi^enfCecfen unb fcpw\u00e4rglicpen, fepr fcpmalen 3id; gad\u00efinien. Oag ^e^lgefieber ift grauwei\u00df mit fcpw\u00e4rglicpen unb tiefgrauen.\u00a9pipenlanten, bag beg S\u00dforberpalfeg Wei\u00dflicp, fcpw\u00e4rglicp unb afebgrau gefledt unb geW\u00e4ffert, bag beg \u00c6ropfeg in ber \u00e4ttitte unb ba, too er au ben Oberbalg anfl\u00f6\u00dft, fcpWarg mit roftfarbeiten unb grauen \u00a9pipenlanten, \u00fcbrigeng roftfarben, fcpw\u00e4rglicp unb fdpwargbraun gemifept. 2luf ber 3Ritte ber 23ruft erfdpemen alle Gebern fcpWarg, roftfarben befpript unb befledt, an ben \u00a9pipen Wei\u00df, auf ben \u00a9eiten mattroprauu mit Wei\u00dfen \u00a9pipen unb fdjWargen 3td;gadlinien, auf 23aud; unb \u00a9epienbein Wei\u00df unb grauwei\u00df gemifept. Oag Sluge ift fcpWarg, ber \u00a9tern braun, ber \u00a9cpnabel pornfarben, unten licpter,'an bernante pornWei\u00dflicp, bie ^u\u00dfWurgel big an ben Urfprung ber 3eben mit toei\u00dfgrauen, bunenartigen Gebern belleibet; bie 3epen finb pornfarben, bie Sft\u00e4gel pinten bunlet;, Oorn pe\u00fcpornfarbig.\nS\u00dfenn ber junge Sluerpapn bie #\u00e4lfte feiner \u00a9r\u00f6\u00dfe erreicht pat, breepen bie Gebern beg aitggef\u00e4rbten \u00c6leibeg peroor unb g war guerft in ben kl\u00fcgeln unb im \u00a9Zwange, bann an ben \u00a9eiten, ber 23ruft unb fp\u00e4ter am \u00fcbrigen K\u00f6rper. Oer S\u00dfucpg berfelben unb bie \u00a9rgeugung aller gept fo langfant oon flatten, ba\u00df mit SSoKenbung beg neuen \u00dfteibeg ber 23ogel auep feine \u00a9r\u00f6\u00dfe fo giemlicp erlangt pat.\n3m \u00a9p\u00e4tperbfte trennt fiep bie junge Familie naep bem \u00a9efcplecpte: bie SBeibcpen bleiben bei ber SRutter, bie jungen \u00a3\u00e4pne ftreifen noep gemeinfam umper, laffeit ab unb gu fepon ipre \u00a9timmc bernepmen, f\u00e4mpfen Wopl auep guWeiten unb beginnen im n\u00e4cpfleu fjr\u00fcpjapr-bie SebengWeife ber Sllten.\nSlu\u00dfer bem $ucpg unb bem \u00a3>abicpt fte\u00fcen noep oiele $einbe bem Sluerpupn nadp. Oie alten \u00a3\u00e4pne finb freiliep oor ben meiften fRaubtpiereu geftepert, Oattl iprer $orftcpt unb ipreg SBaumlebeng; bie garten jungen pingegen unb noep mepr bie \u00a9ier Werben oon allerlei 9ftaub; geg\u00fccpt part mitgenommen unb auep bie fcpw\u00e4cperen Rennen gr\u00f6\u00dferen Raubtpieren, fo namentlich bem Slbler unb Upu, \u00f6fterg gur SBeute. Oie \u00a9ier finb oon f\u00e4mmtlidpen ^baubf\u00e4ugetpieren unb au\u00dferbem'nocp oon \u00c4r\u00e4pen bebropt, fallen auch leiber oft genug r\u00fcdficptglofen SRenfcpen in bie \u00a3\u00e4nbe: maudper ^irt, manner ^\u00bbolgpauer erlabt fid; abenbg an einem \u00a9ierlucpen, Welcpen er feinen v^augpennen niept oerbantt. Oa, Wo bie 3agb Oon g\u00fcnftigen \u00a9r\u00fcnr\u00f6deit gepanbpabt wirb, oerf\u00e4prt man \u00fcberall mit ber n\u00f6tpigen \u00a9eponung. f\u00f6ein Waprer SBaibmann erlegt eine Sluerpenne: bie 3^gb gilt augfcplie\u00dflicp bem ^apne, unb audp ipnt nur W\u00e4prenb ber 3cit feiner SBalge. Oag begreift Oerjenige, Welcpcr, unb W\u00e4re eg aud; nur einmal, felbfi pinauggegangen ift in fr\u00fcper SRorgenftunbe, um ben balgenben Sluerpapn gu belaufdpen unb, Wo m\u00f6glidp, gu erlegen, \u00a9g ift Oieg ein ^unftft\u00fcd; benn ber jpapn bleibt auep W\u00e4prenb feiner SiebegtoKpeit in ber Obegcl nodp. oorfteptig unb l\u00e4\u00dft ftdp nur oon bem ge\u00fcbten 3\u00ab9or ber\u00fcden. Stber gerabe bie \u00a9d;Wierigteit erp\u00f6pt bie Sagbfreubc. \u00a9in ^auptreig ber $agb liegt \u00fcbrigeng auep in ber Beit unb Oertticpteit. \u201eSBeim","page":344},{"file":"p0345.txt","language":"de","ocr_de":"2luerbuhn-\n345\n2Rottbfd)ein m Stag\", fagt t>on \u00dfobell, \u201egeht ed in bie malbigen \u00a9r\u00fcrtbe, ober im ga\u00ef\u00ef ber Rimmel tr\u00fcb, g\u00fcnbet man eine f^ac\u00efel an, bid man in bic SR\u00e4lje bed SBalgplahed \u00efommt. \u00aea geht ber \u00abffi\u00e9g oft gmifdjen alten \u00abB\u00e4umen ^inburd), bie ftd; in ber ^Beleuchtung ber brennenben Sp\u00e4ne Phantaftifd) audneh.men, ober er f\u00fchrt in einen $tlggrunb mit Oerfr\u00fcppeltem ^rummljolg, meldjed (ginett in feltfamen \u00a9eftalten anfdjaut, unb bie Stimmung mirb eine mehr unb mehr gefp\u00e4nnte. \u00abBon Beit gu Beit laufet man in bie 5Xlad;t hinein nach feem SBalgrufe, nad; bem ftdj ber S\u00e4ger oielleicht noch mehr fe^nt, aid bie lernte, meldjer er gilt. SDabei taudjt mancherlei SBeforgni\u00df auf, ba\u00df ber ^japn ctma nicht Suft habe gu balgen, mie ed \u00f6ftere gedieht. Somie nun aber aud ber bunllen S\u00dfilbni\u00df. bad Sdjnalgen ert\u00f6nt unb bad leife SBefcen, ba r\u00fchrt ftd) bad S\u00e4gerblut, ba iff alle Slufmertf amleit auf bad 3lnfpringen m\u00e4hrenb bed S\u00cfBebend ober Schleifend gerietet\" \u00aead Slnfpringen felbft mill ge\u00fcbt fein; benn eine eingtge unbebachtfame SBemegung reicht hin, ben \u00a3>al)n gu oerfdjeudjeit, m\u00e4hrenb btefer bem ge\u00fcbten S\u00e4ger faft regelm\u00e4\u00dfig gum Opfer f\u00e4llt. \u201eSRad) einem jebedntaligen .Sp\u00f6ren bed .Spauptfdjlaged, beg\u00fcglid) bed fogenannten \u00a9infpielend\", lehrt \u00a9eher, \u201en\u00e4hert fid) ber S\u00e4ger mit gtoei ober brei Spr\u00fcngen ober gro\u00dfen Stritten, unb er m\u00e4rtet bann mieber ruhig ben SBerd ab, ohne aber nebenbei alle m\u00f6gliche.SBorftdd aud ben 5lugen gu laffen. 2luf biefe Slrt mirb bad Slnfpringen fortgefe^t, bid man and bem S\u00dfalgen bed Sluer\u00efjahncd mahrnimmt, ba\u00df man fid) bemfelben bid auf Sdju\u00dfmeite gen\u00e4hert, $at man enblid) ben SSogcl erblidt, -fo fpannt man ben .Spaljn bed \u00a9emehred, fchl\u00e4gt m\u00e4hrenb bed \u00a9infpielend an, ermartet ruhig ben n\u00e4chften SBerd unb flie\u00dft ihn herab.\" \u00a3)ad Hingt, aid ob bie gange Sagb recht einfad) m\u00e4re, m\u00e4hrenb ich and eigener \u00a9rfahrung Oerftchern mu\u00df, ba\u00df So\u00efdjed leinedioegd ber $all ift. \u00a3)ad S^gbfieber bem\u00e4d)tigt ftd) aud) bed ruhigjten Sch\u00fc\u00dfen; ed mirb biefem fd^mer, ben lauten ^ergfcplag gu b\u00e4mpfen, ferner, bem Sdta\u00df ber Schritte einguhalten, fdjmer, ruhig bid gum n\u00e4dhften \u00a9infpielen gu marten. @ar h\u00e4ufig fommt ed Oer, ba\u00df man bad Stillftehen faum audhalten lann; nicht feiten gefchieht ed, ba\u00df ber .Spahn ben Sch\u00fc\u00dfen and) trofc ber gr\u00f6\u00dften \u00abBorftdjt, mel<he bief er beobachtet, rechtzeitig erfp\u00e4pt unb baoonfliegt, m\u00e4hrenb ber S\u00e4ger ihn bereits in feiner \u00a9emalt m\u00e4hnt. Unb felbft menn man gl\u00fcdlid) bid unter ben SBaum gelangte, hat man oft nodi feine \u00abRoth, ben gro\u00dfen SBogel gu fehen; benn bie SRorgenb\u00e4niuiening ift laum erft cingetreten, menn bie rechte Be^ 8ur 3<*gb erfreuen, unb ed h\u00e4lt trofc.feer \u00a9r\u00f6\u00dfe bed S\u00dfogeld ferner, ihn in ber bunllen $rone einer Richte gu unterfd)eiben, noch fernerer,' ihn mit Sicherheit aufd \u00c4orn gu nehmen. \u201eS\u00dfenn aber ber Sdju\u00df gl\u00fcdt, menn er faUenb herunterraufdjt burd) bad \u00a9egmeige unb fd;mer auf ben SBoben plumpt, menn man ihn \u00efj\u00fbt, ben m\u00e4chtigen SBogel, unb ber erfte 3Rorgenftrahl ihn befchauen l\u00e4\u00dft aid einen febermeid)en, alten S\u00dfechbogel, bann ift ed mohl luftig, unb man ftedt gern bie fr\u00f6nen fchmargen, am \u00a9nbe mei\u00df gefprenlelten Schaufelfebern auf ben .Spitt.\"\nS)ie normegifchen ^Bauern jagen ben 2luerhal)n faft nur in ber angegebenen Sfikife, meil ed felbft unter ihnen aid Unrecht gilt, Sd)lingen unb \u00abRehe gu ftetlen, mic ed freilich oft genug noch gefdjieljt. Snt ^Berner Oberlanbe mar, laut SCfdjubi, bie SRuerljahnjagb bid auf bie neuefte Beit fehr brotlig unb eigenth\u00fcmlich- \u201e$)er S\u00e4ger pflegt ein mei\u00dfed \u00a3entb \u00fcber ben $opf gu giehen unb matet auf feinen Sd)neefd)uhen, bid er bad Rollern bed balgenben \u00a3)ah.ned oernimmt. SB\u00e4hrenb biefer fingt unb gugleich im Schnee ober auf bem Slfte feine pofftrlichen Spr\u00fcnge mit rabf\u00f6rmig audgebreitetem Schmeife macht, manbelt ber Sd)\u00fch gerabe auf bad SHjier lod; in ben Raufen fteht er gang f\u00fcll; ber .Spahn ftarrt ihn an, menn er it)it gem\u00e4hrt, unb f\u00e4hrt bann gu balgen fort, bid ber Schu\u00df geht.\" 2lm Senifei follen bie ^Bauern nad)td mit gadeln in bie \u00e4\u00df\u00e4lber gehen unb bie burcp bad Sicht erfchredten unb geblenbeten Sluerh\u00fcljner mit beulen tobtfd)lagen. So mirb berichtet; ob ed mahr ift ober nicht, mage ich \u2122<ht \u00e4u entfdjeiben.\n\u00a9efangenc 9luerlj\u00fchner geh\u00f6ren gu ben Seltenheiten in allen Stljierg\u00e4rten. \u00a9d ift nicht leiept, fre an ein ihnen gufagenbed\u2019 gutter gu gem\u00f6ljnen unb fehr m\u00fchfam, Sunge aud \u00a9iern aufgu; giehen. SDa, mo Sluermilb noch ft\u00e4nbig \u00f6orlommt, gelangt man ohne gro\u00dfe Schmierigleit in SBefth","page":345},{"file":"p0346.txt","language":"de","ocr_de":"346\n$)ie S\u00e4ufer, \u00a9cprrpgel. 3RaudE)fug\u00ef>\u00fc\u00a3)ner.\nber (Ster, unb eine Haughenne, ober nod) beffer eine Stnitpnne, br\u00fctet biefe auch aug: bie jungen aber oerlangen eine ganz abfcnberlidje pflege, unb gebeten aud) bei biefer nur augnapngloeife. @e^)er pit eilte f\u00fcnftlid)e SSermep'ung beg Sluerioilbeg f\u00fcr fep loop augf\u00fcpbar, loeitti Soften uub glei\u00a7 niep gefpart loerben. SJ\u00cean foil fiep meint er, \u00a9ier oerfepffen, biefe burdj Bruthennen aug; br\u00fcten taffen, unb bie jungen loie gafatten bepnbetn. \u201eS\u00f6irb gen\u00fcgenb f\u00fcr fietg frifc^e Slmeifeneier unb fr if d) eg, loo m\u00f6glich flie\u00dfenbeg SBaffer, in bent fie fid) in golge gerne babett, geforgt, loirb ferner alleg ioie immer benannte Raubzeug aug iper ttt\u00e4he gerafft, fo ftnb faft alle \u00a9efapen f\u00fcr ip \u00a9mprfommen \u00fcberlounben. (Sine Haupfacp lo\u00e4re bie, ba\u00df bie alte ^enne mit ben jungen, loenn t\u00efjunlip nad) ungef\u00e4hr oier S\u00dfodjen in ber tti\u00e4he eitteg gr\u00f6\u00dferen SBatbtpile\u00ea unter beft\u00e4nbiger Slufficp auggefep Jo\u00fcrbe, um ftd) nad^> uub nad) au ben SSalb zu gelo\u00f6peit, loag feiner \u00a9d)ioierigfeit unterliegen b\u00fcrfte, ba ipten ipe angeftammte S\u00dfilbpit unb ip fpueg SBefen fep zu flatten fournit, \u00a9er S\u00dfalb nutzte felbftoerft\u00e4nblid) alle \u00a9igenfdjaften in fi<h oereinigen, toefcp bent Sluerloilb angenehm unb erfpie\u00dflid) ftnb. 33or Sittern ftnb barin zu lo\u00fcnfcpn: liefern, giepen, bannen unb Suchen, fonttige Slbpttge, flie\u00dfenbe S3\u00e4cd)e unb offene Quellen, nebft gro\u00dfer 9tul;e. @3 mu\u00df in jenen \u00a9treden, loo f\u00eed) bag Sluerloilb auf pit, Sltteg oermieben loerben, loag baffelbe beunruhigt; benit eg ift eine attbefannte \u00a3l)atfacp, ba\u00df in \u00a9egettben, loo fonft ein guter \u00a9taub loar, bag Sluergeft\u00fcgel ftd) loegzog, loeil in jenen \u00a9treden, loo eg feinen gelo\u00f6plicpn \u00a9taub ptte, Holzf<P\u00e4ge er\u00f6ffnet iourben. \u00a9ag g\u00e4lten oon nur fed^g big fieben \u00a9t\u00e4mmen reicht oft pu, fie auf lange Beit zu oertreiben.\" Unter 33er\u00fcdfid)tigung ber angegebenen SSebingungen pit eg \u00a9eher niep nur f\u00fcr m\u00f6glich, fonbern f\u00fcr Oottfommen augf\u00fcpbar, Sluerloilb zu ers\u00e4hen unb baffelbe nad) unb nach 5um \u00a9tanbloilb zu machen. \u00a9a\u00df bie \u00a9ad)e nicht fo leidet ift, geht unter Slttbernt auch aug ben S3er; fudhen heroor, Joelche in \u00a9d)ottlanb angeftettt iourben. \u00a7icr loar fr\u00fcher bag Sluerloilb nicht feiten, lo\u00e4hrenb eg gegenw\u00e4rtig fafi-auggerottet ift, unb man laut beghalb auf ben \u00a9ebanfen, eg loieber eingufithren. \u00a9ie \u00fc\u00dferfuep fepiterten, obgleidh fie unzweifelhaft mit gr\u00f6\u00dfter S3orjtd)t unternommen unb auch bie n\u00f6tigen SJtittel barauf Oerloenbet iourben.\n\u00a9iner unferer funbigfteit H\u00fchnerz\u00fcchter, Oettel, hat mehrere SSerfucp gemalt, ttiaud)fu\u00df; h\u00fchner gro\u00df zu ziehen. \u201eSluerh\u00fchner folooht alg 23irfpihner ftnb in unfern \u00a9tabtforften h\u00e4ufig, unb beghalb auch \u00a9ier zu erlangen; bie Stufzudjt jebod) ift \u00e4u\u00dferfi fd)ioierig, ba bie faunt aug; gefd)l\u00fchften Bungen auf bie Rodungen ihrer \u00a9tiefmutter nicht h\u00f6ren uub feine anbere \u00fcftapmtg alg bie ganz naturgem\u00e4\u00dfe, oor Sittern \u00aeerbtpere, Slmetfenpuhhen u. f. lo. zu fid) nehmen. S\u00e4\u00dft mau bie jungen Siegel tng greie, fo ftnb fte augenblidlich Oerfdjiounben. \u00a9ieg ift mir felbft einmal mit SBirfh\u00fcptern- begegnet, ttadhbem foldhe einige Bage alt loaren, unb ich habe nie loieber eine \u00a9hur oon ihnen aufftnben f\u00f6nnen. 33or mehreren Bahren hutte ein g\u00f6rfter in unferer \u00a9egettb ein Stuerhuhnneft entbedt, loorin bie Bungen eben augzufp\u00fcpfen begannen, unb biefeit Hergang fturd) eine Sanbpnne gl\u00fcdlid) zu \u00a9nbe gef\u00fchrt. SJtit gro\u00dfer 9Jl\u00fci)e ift eg ihm gelungen, fed)g \u00a9t\u00fcd Zu erziehen, unb loop nur beghalb., loeil er ihnen im SBalbe eine H\u00fctte gebaut unb fie auf einen freien, mit Sieben umgebenen $lah gebracht hat, Joofelbft fie gut gebiehen.\" Bd) f\u00f6nnte nod) mepere SBeifpele anf\u00fchren, aug beiten proorgep, ba\u00df ftdh foldhe Bunge gro\u00df ziehen laffen: eg ift \u00a9ieg z* S3. meinem greunbe SSobinug loieberholt gelungen unb loirb in \u00a9faitbiitaoien allj\u00e4hrlich auggef\u00fcp't; fepoieriger, unb ztoar ungleid) fd)loieriger alg bie Slufzucht ber gafaiten bleibt bie ber fftaucpu\u00dfh\u00fchner jebodh unter allen Umft\u00e4nben.\nSllt eingefangene Sluerh\u00fchner ftnb noch fd)loerer zu z\u00e4hnten, bez\u00fcglich an ein pffenbeg gutter Zu gelo\u00f6hnen, unb namentlich bie Heunen fterben faft regelm\u00e4\u00dfig in ben erften Bagen ihrer \u00a9efattgett; fdhaft. \u00a9er hamburger \u00a9fnergarten hat mehrere Sluerhennen befeffen; eg ift uttg aber troh ber gr\u00f6\u00dften tttt\u00fche nid)t gelungen, fie nur ein Bap' lang zu erhalten. Heber bie \u00a9ingeio\u00f6ptung eineg Sluer; hahng theilt mein 23erufggettoffe \u00a9 ch \u00f6H f f bag ttiadhftepnbe mit.\n\u201eBm oorigen Bap balzte ein Sluet'hapt itt ber ttc\u00e4he einer gro\u00dfen tiefer in ber f\u00e4dhfifdjeit \u00a9chloeiz- \u00a9r geh\u00f6rte zu ben Siebegtotten; beim er fam auf eine grau f\u00f6rmlich loggeft\u00fcrzt, foba\u00df","page":346},{"file":"p0347.txt","language":"de","ocr_de":"Sir\u00efpupn.\n347\nfie gen\u00f6tigt toav, fidp mit bem Korbe gu oertpeibigen. SJter\u00efm\u00fcrbiger EBeife begegnete ipr SDftffelbe audp biefeS 3&P* unb gtoar an berfelbeu \u00a9telle. \u00a3)er -Ipaptt ^ac\u00efte tapfer auf bie SSaben ber ferait loS; fie marf ipm ipre \u00a9cp\u00fcrge \u00fcber ben Kopf unb \u00efonnte ipn fo opne grofje ER\u00fcpe fangen unb in einem- \u00a9acte, ben fie mit fiep f\u00fchrte, um .!pa<ffp\u00e4ne gu famnteln, nadp $aufe tragen. 3>dp befam fofort \u00fcftadpridpt, polte mir ben .fipapn unb brachte ipn, ba er fepr fdpeu mar, auf ben buntten Sobenraunt. 3ur Slefung gab idp ipm liefern;, bannen = unb \u00c7icptenreifig, oerfdpiebene \u00a9\u00e4mereien unb alle nur erbenftidpen \u00a9etreibearten, nebft fleingefdpnittenen Kartoffeln, fleingem\u00fcrfeiten Srobft\u00fcdcpen, \u00a9anb aus ber \u00a9Ibe, ferner ein giemlidp greffes @ef\u00e4\u00a7 mit Staffer, nagelte audp Kiefer\u00e4fte an bie Salten gum 9luf b\u00e4umen, moburdp er fiep fepr halb peimifdp f\u00fcplte. \u00a9dpon am feiten Xage mertte idp, baf er Kiefernabeln altem Slnbern oorgog; au\u00a7erbem mar nur gang menig bon ben Kartoffeln unb am bierten \u00a3age audp etmaS Srot \u00bbergeprt morben. 2lm fedpsten \u00efage napm er in Staffer gemeidpten SQtaiS an, blieb aber nodp immer pauptf\u00e4dplidp bei Kiefernnabeln, bie er nodp fept t\u00e4glidp frifdp mit ben Sleften betommt. K\u00e4fer, Smeifencier, \u00e4fteptm\u00fcrmer nimmt er fetten, gr\u00fcne unb fepmarge Stadppolberbeeren nur menig, fepr gern aber ^eibelbeeren, ebenfo, obfdpoit nidpt fo gern, S\u00dfreifjel; beeren, feltner Sogeibeeren, \u00a9\u00e4mereien, aufjer mandpmat ein menig SBeigen ober Sudpmeigen, napm er gar nidpt, jpanffamen nur einmal. Dtadpbem er biergepn \u00a3age in ber \u00a9efangcnfdpaft tear, porte idp ipn fr\u00fcp palb gmei Upr balgen. 3>dp giug nun \u00f6fters audp mit fremben Beuten gu ipm, unb fo m\u00fcrbe er nadp unb nadp fo gapm, bafj er fidp fdpon feit langer Beit in bem ^\u00fcpnergepege befinbet unb borgepalteneS Skipbrot ober \u00a9emmet Bebermann auS ber $anb nimmt. (Sr pat oottfi\u00e4nbig abgemaufert unb ift gur $reube alter Kenner pradptoolt im \u00a9efteber.\"\n3n \u00a9fanbinaoien pat man gefangenes Suergeft\u00fcgel mieberpolt gur gortpflangung gebradpt unb, mie bemertt, audp Slenblinge oott ipm unb bem Sirfmilb ergielt. \u00a3>iergu ift ein gro\u00dfes, mit paffenbem \u00a9eb\u00fcfdp befepteS \u00a9epege im freien erfteS \u00a9rforbernip unb eine gefdpidtte Sepattbluug ber S\u00f6gel, gumat \u00e4ngftlidpeS Sermeiben jeber \u00a9t\u00f6ruug mefentlidpc Sebingung. Sknn elfteres pergefteltt, leptere erf\u00fcllt merben fann, foil ber \u00a9rfolg giemlidp fidper fein.\n9tadp ben neugeitlidpen Snfdpauungen vertritt baS gmeitgr\u00f6pte europ\u00e4ifepe Dtaudpfuppupit, uufer Sirtpupn, eine befonbere \u00a9ippe, meldper mir ben Manien \u00a9pielpupn (Lyrurus) geben mollen. \u00aeie Kenngeidpen biefer \u00a9ippe ntadpen fidp pauptf\u00e4dplidp im m\u00e4ttnlidpen \u00a9efcpledpt bemertbar; ber \u00a3apn ift eS, meldper \u00fcberpaupt Seranlaffung gur Trennung gegeben pat. $>aS Sirfpupn ift giemlidp fdplanf gebaut, ber Fl\u00fcgel turg, oerp\u00e4ltnifm\u00e4fig aber l\u00e4nger als beim Suerpupn, mulbem f\u00f6rmig gem\u00f6lbt, ftumpf gugerunbet, in ipm bie br\u00fcte \u00a9dpmittge bie l\u00e4ngfte, ber \u00a9dpmang, meldper auS adptgepn gebent beftept, beim Skibcpen feidpt abgefdpnitten, beim SDtanndpen pin= gegen fo tief gegabelt, baf bie l\u00e4ngften Unterbecffebern \u00fcber bie f\u00fcrgeflen Eftitte\u00fc unb \u00a9teuer= febern pinauSrcidpeu; bie brei mittelften 5)taare ber lepteren gleidpen ftdp in ber S\u00e4nge, bie \u00e4u\u00dferen fteigeru ftdp unb biegen ftdp pont= ober palbmonbf\u00f6rntig naep Supen, fobap ber gange \u00a9dpmang mirflidp eine leierartige \u00a9eftalt annimmt. \u00aeer \u00a9dpuabet ift mitteltang unb ftarf, ber $up, beffett \u00e4upere unb innere 3epe gleidp lang finb, nidpt bloS bis auf bie Bepen perab, fonbern audp auf ben \u00a9pannp\u00e4\u00fcten, gmifcpen biefen, befiebert. Superbem pebt \u00a9mainfon, meldper bie \u00a9ippe aufftetttc, nodp ben \u00a9lang beS \u00a9efteberS beS ^apneS als SOterfmal peroor.\nUnfer Sirf;, Saub;, 9Jtoor;, \u00a9pie\u00fc, \u00a9piege\u00fc, \u00a9dpilb;, Saumpuptt u. f. m. (Lyrurus tetrix), ber eiitgige bis jept bekannte Sertreter ber \u00a9ippe, ift fepmarg, auf Kopf, $atS unb Unterr\u00fccfen pr\u00e4eptig ftaplblau gl\u00e4ngenb, auf ben gufammengelegten kl\u00fcgeln mit fdpneemeipett Sinben gegeidpnet, baS Unterfdpmanggefieber reinmeip. 3)aS 5luge ift braun, ber \u00a9eper blau;","page":347},{"file":"p0348.txt","language":"de","ocr_de":"348\n\u00aete S\u00e4ufer. \u00a9<harrOi>get. 9f\u00eeaudifu^\u00fc^ner.\nfd)toai;g, ber Schnabel fd^roarg, bie 3e^ert finb gvaubr\u00e4unlid) r bie Augenbrauen unb eine nadte \u00a9fette unt\u00ea Auge fiorfjrot^. SDa\u00ea \u00a9kibdjen \u00e4bnelt ber Auerhenne; bie F\u00e4rbung feine\u00ea \u00a9efteber\u00ea iff ein \u00a9emifcb \u00bbon \u00a9toftgetb unb \u00a9toftbraun, mit fcbioargen Ouerbinben unb Stedten. \u00aeie S\u00e4nge be\u00a7 \u00a9ft\u00e2mtcben\u00ea betr\u00e4gt 2, bie \u00a9reite ettoaS \u00fcber 3 guf, bie $ittigt\u00e4nge 12, bie \u00a9chtoangt\u00e4nge 7 ba\u00ea A\u00f4eibdjen iff um V2 $uf tiirger unb um % $u\u00a7 fdjm\u00e4ter.\n2)a\u00a7 \u00a9irt^u^n bat ungef\u00e4hr biefelbe \u00a9erbreitung toie ba\u00ea Auerbubn, gebt aber nicht fo toeit nach \u00a9\u00fcben tjinab unb \u00bbietteicbt ettoa\u00ea toeiter nach korben b^^uf. Auf bem f^anifd^en unb gried)ifdbett \u00a9ebirge fommt e\u00ea nicht mehr \u00bbor, unb auch in \u00a9orbitatien fett e\u00ea nur fye unb ba gefunben merben, fetbftoerfi\u00e4nbtich bto\u00ea im \u00a9ebiete ber Atyen. 3n SDeutfdjtanb lebt e\u00ea \u00fcberaft, too e\u00a7 geeignete Salbungen gibt, unb gtoav in ber \u00a9bene leie im Hochgebirge; benn e\u00ea geigt fid) to\u00e4bterifcb\nUnfer S3ir\u00efljuljn (Lyrurus tetrix). 1/4 ber nat. \u00a9r\u00f6jje.\nbinfid)tlich ber Oerttidjdeit, nicht aber r\u00fcdfiebttid) ber \u00a9egenb. H\u00e4ufig ift e\u00ea auf atten beutfeheu \u00a9Rittetgebirgen, nicht fetten im \u00a9oigttanbe, in Hannover unb ftettentoeife in \u00a9corbfdjte\u00ea\u00efoig unb S\u00fctlanb, h\u00e4ufig ebenfo im gangen Afyengebiet, gemein in Silo = unb \u00a9ftt;tanb, in \u00a9\u00efanbinaoien unb S\u00eeuftanb, foioie enbticb in \u00a9ibirien bi\u00ea gum Amurtaube biu. Aber immer unb \u00fcberatt trifft man e\u00ea nur ba an, too ber \u00a9Batb feinen Anforberungen entflicht \u00a9\u00ea \u00bberlangt bor ACtem \u00a9egenben, ioetebe reich an niebern \u00a9eftr\u00e4uchern finb, fei e\u00ea, baf biefe burd) bie $aibe, fei e\u00ea, baf fte burch SDidicbte gebitbet toerben. \u00a9efchtoffene HocbUmIber Hebt e\u00ea nicht; bagegen ftebett e\u00ea fid) ungemein gern ba an, too ber \u00a9Batbgrunb mit Haibetraut, $eibetbeeren, \u00a9infter unb anberm niebern \u00a9eftr\u00fchh bebedt ift, unb ebenfo \u00efiebt e\u00ea \u00a9ftoorgrunb gang auferorbenttidj; benn man begegnet ibm auch ba, too bie \u00a9umbfbftangen \u00bborberrfdjen unb bie ^atbe ober ba\u00ea \u00a9eftr\u00fchh gur\u00fcd= br\u00e4ngen, toenn auch nicht in ben eigentlichen \u00a9r\u00fcchen ober \u00a9ftor\u00e4ften. 3\u00ab ber \u00a9d)toeig beOorgngt e\u00ea,","page":348},{"file":"p0349.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9trfbubn.\n349\nlaut \u00a3fd)ubi, ebenfofebr bie gebirgigen Oberm\u00e4lber al\u00ea ben mittleren 3\u00dfalbg\u00fcrtel, nnb geht gern bi\u00ea an bie \u00a9renge be\u00ea ,!potgmud)fe\u00ea ember, mo e\u00ea bann bie Sichtungen mit bidfdem ^\u00bbaibefrant ober fpeibel= nnb 33tombeerb\u00fcf<hen unb entlieh and; bie Oidicl)te ber Segf\u00f6hren, toe\u00efd^e ihm guten \u00a9<huh gew\u00e4hren, auffudht. \u201eOa\u00ea bir\u00efhuhnreidhfte \u00a9ebiet ber \u00a9d)meig ift ohne 3tx?eife^ \u00a9raub\u00fcnben unb hier mieber ba\u00ea mit b\u00fcfterem 33ergmalb nnb finfteren f^I\u00fcBert au\u00eagefleibete 33al \u00dcRingen, ein fetten befugter \u00a9eitenarm be\u00ea 33al ba \u00a9cart (Unterengabin). 3u ben ftruppigen Seg; unb 33erg; tiefem nnb 3Ir0enb\u00fcf<hen jener \u00a9egenb h\u00f6rt man bie $\u00e4bne im Fr\u00fchling oon alten \u00a9eiten balgen.\" 3luf ben baherfdjen Sitten unb in ben bidjten \u00dcR\u00f6fern ober S\u00fcRooren ift ba\u00ea 33irfgefl\u00fcget ebenfalls \u00fcberall gu .fpaufe: auf ben tilgen oon 3\u00dfeilt)eim, Oieffen, SRofenhetm, 9Reidhenbalt u. f. io. fann man im \u00a9p\u00e4th'erbft unb im SBinter, taut Dobell, oft adf)tgig bis hunbert ^\u00e4hne beifammen fehen. 3n SCRenge bemohnt e\u00ea \u00a9tanbinaoien oon \u00dcRorbfdjonen an, unb gtoar alle ^Salbungen bis gum Sllpengurtel empor. Oaffelbe gilt, mie mir burd) SRabbe erfahren, f\u00fcr bie ^Salbungen be\u00ea f\u00fcb\u00f6ftlichen \u00a9ibirienS. 3n ber \u00a9egenb be\u00ea norb\u00f6fHidjen SSaifalufer\u00ea [tief biefer \u00dcRaturforfcher m\u00e4hrenb feiner SReife fafi t\u00e4glich auf br\u00fctenbe 3Seibdhen ober fp\u00e4ter auf 93irthuhntetten erfuhr, ba\u00df im \u00a9ebiet be\u00ea unteren 33ureja lo\u00e4Brenb ber SDRonate Oftober unb \u00dcRo\u00fcember oon einem eingetnen ^ofafenpoften gemi\u00df gegen gmeitaufenb Sirfh\u00fchner erlegt unb gefangen morben maren. SBeiter oben im 9Rorben be\u00ea ^efttanbe\u00ea ber alten \u00a9rbe nimmt ber 33oget jebodh an Slngahl ab.\n3m mittleren Oeutfdhtanb ift ba\u00ea i\u00dfirfhuhn ein \u00a9tanbooget, menu auch oietteicht nicht im ftrengfteu \u00a9inne; auf bem jpodjgebirge unb im \u00dcRorben aber tritt e\u00ea giemtid) regelm\u00e4\u00dfige ^S\u00e4uberungen an. \u00a9o oerl\u00e4\u00dft e\u00ea, laut \u00a3fd)ubt, in ber \u00a9d)meig gmeirnat im 3^h^ feinen Wohnort unb fliegt umber. 3m \u00a9immenthal bat man beobachtet, ba\u00df e\u00ea im \u00a9p\u00e4therbft giemlid) regelm\u00e4\u00dfig nach ben toaHifer 33ergen hiu\u00fcberftreidht. SSiele Oon ben \u00e4\u00dfanbernben finben ftch gar nicht mieber guriid in ihre eigentliche ipeimat, merben oerfct)tagen unb gerathen in frembe\u00ea \u00a9ebiet. 3n ben n\u00f6rblidjen \u00a9egenben merben biefe 3\u00dfanberungen regelm\u00e4\u00dfiger; e\u00ea gieljen ftd; g. 33. bie 33itfh\u00fchner, melche in ber jp\u00f6he mohnen, nach tieferen gefeilten \u00a9teilen guriid. SRabbe erfuhr, ba\u00df uufere 33\u00f6get im 3\u00dfhtter in gro\u00dfen \u00a9charen oom Slpfetgebirge gum mittleren Onon manbern unb hier auf ben3nfeln, melche mit 3Beiben; unb 33alfampappeln beftanben ftnb, ber reichlichen 9Rahrung halber Verberge nehmen. \u00a9leidE>e 3K$anberungen laffen jtd) f\u00fcr ba\u00ea mittlere 3lmurlanb nadhmeifen; bo<h ift e\u00ea nod) nicht feftgeftettt, ob fte allj\u00e4hrlich ftattfinben.\n\u201eOa\u00ea 33ir\u00a3huhn\", fagt mein 33ater, \u201eift gmar aud> fdjmerf\u00e4ltig, mie ba\u00ea Sluerhuljn, aber in allen feinen 33emegungen gemanbter. \u00a9\u00ea l\u00e4uft fdjnetfer al\u00ea ba\u00ea 3luerhuhn unb tr\u00e4gt babei ben Seib menig nach hmte\u00eet gefenft unb ben ^\u00bbal\u00ea Oorgelegt. 3luf ben 33\u00e4umen ift feine \u00a9te\u00fcung halb aufgerichtet, halb magredjt; ber .fpal\u00ea mirb halb eingegogen, halb in bie \u00a7\u00f6he gefiredt. \u00a9\u00ea fteht lieber auf Saubs al\u00ea auf DRabelb\u00e4unten unb ift ioeit \u00f6fter auf bem 33oben al\u00ea ba\u00ea Sluerhuhn. Ungeadjtet ber furgen \u00a9chmingen ift fein $lug hoch fe^r gut, geht gerabeau\u00ea, mit ungemein fchnellem $l\u00fcgetf(f)tage unb oft gange \u00a9treefen in einem 3uge fort, \u00a9r raufefd gmar auch, aber meit meniger al\u00ea ber be\u00ea 3luerhuhn\u00ea unb fd)eint oiel leichter gu fein. Oie \u00a9inn\u00e9 ftnb fehr fct)arf. \u00a9\u00ea fielet, h\u00f6rt unb riedjt Oortrefflidh, ift auch unter allen Umft\u00e4nben oorfidhtig.\" 50fchubi fagt, ba\u00df e\u00ea ein giemlich bummer 33ogel unb ber Ort\u00eafinn bei ihm menig entmide.lt fei, ba\u00df e\u00ea feine angeborne \u00a9dheu unb 3\u00dfilbheit h\u00e4ufiger al\u00ea 33orftdht unb Ueberlegung oor 33erfolgungen rette: ich fantt biefe 33ehauptung nicht gu ber meinigen machen, ba ich glaube, ba\u00ea \u00a9egentheil erfahren gu haben. DRur \u00e4u\u00dferft feiten l\u00e4\u00dft ftch ^a\u00ea 33ir\u00ef\u00c7uhn ber\u00fcden; e\u00ea- gefdjieht Oie\u00ea h\u00f4dhften\u00ea bei beoorfteljenber fl\u00fcrmifdher 3G3itterung im SGBinter, f\u00fcr meldhe and) biefer 33ogel ein feine\u00ea \u00a9ef\u00fchl gu haben fdheint. 3n ber 9Regel nimmt e\u00ea, mie bie \u00a3aube, ba\u00ea \u00a9emiffe f\u00fcr\u00ea Ungemiffe unb fud)t jeter \u00a9efahr fo balb al\u00ea m\u00f6glich gu entrinnen. Oie \u00a9timme ift Oerfdh.ieben, je nad) bem \u00a9efdhledhte. Oer Sodton ift ein he\u00efle\u00ea, furg abgebrodjene\u00ea pfeifen, ber 3lu\u00eabrud ber \u00e2ortlidhleit ein fanfte\u00ea ,,33ad, bad\", ba\u00ea Sailen ber hinter ein feine\u00ea pepen; m\u00e4hrenb ber 33atggeit aber entmidett ber \u00a7at)n einen 3Rei<hthum an \u00ef\u00f4nen, melche man bem fonft fo. fdhmeigfamen 33ogel faunt gutrauen m\u00f6dhte.","page":349},{"file":"p0350.txt","language":"de","ocr_de":"350\n\u00a3ie S\u00e4ufer. \u00a9djattoogel. 9f\u00eeaud)fu^\u00fcBner.\nHiuftdjtbid) ber Nahrung unter [Reibet fid) ba\u00ea SSirfljuhn aufjattenb genug oon feinem SBertoanbten : e\u00ea geniest unter a\u00fcen Untft\u00e4nben gartere SDing\u00ea ab\u00ea bief\u00e9r. SBaumfno\u00eapen, SSb\u00e4tter, Leeren, K\u00f6rner unb \u00aeerbthiere bilben bte \u00dc\u00cfRahbgeit. $m \u00a9ommer pfbiidt e\u00ea ftd) Reibet=, gkeifjeb;, Him = unb ^Brombeeren, im hinter 2\u00f6ad)b)obberbeeren, oergeljrt nebenbei bie ^no\u00eapett be\u00ea H>aibe; trautet, ber 23irfen, Hafebftauben, (Srben, SBeiben unb Suchen, bebt auch Woljl au\u00eanahm\u00eaweife non jungen gr\u00fcnen ^ieferng\u00e4^fctjert, Une un\u00ea Uitterfudjung ber kr\u00f6pfe alter H\u00e4hne gelehrt Ijat; bagegen oerfchm\u00e4ht e\u00ea fabeln faft immer. (Sbenfo gern ab\u00ea 5)3fbangenftoffe nimmt e\u00ea t^ierifd^e 3Rab)rung git ftd^: fbeine \u00a9d)neden, SO\u00df\u00fcrmer, 2bmeifenbar\u00bben, ^biegen, \u00c4\u00e4fer unb bergleidjen, unb gumab bte Sangen Serben faft au\u00eafd^\u00efxe^\u00efid^ mit garten $erbtb)ieren ge\u00e4gt. SDie S\u00e4uberungen, Uoebc^e\u2022 ber 23ogeb im korben unternimmt, gefebjehen ^auptf\u00e4d^bid^ ber Stahrung Rabber. \u00fcb\u00f6entt in \u00a9ibirien ^roftWetter eintritt, fielet mau ba\u00ea \u00fc\u00dfirffmhn, baut 3t ab be, in ben SSormitta^\u00eaftunben auf ben fronen ber SSatfampappetn ftfjen, bereu b\u00fcrre 3wetge burd) ben \u00a9djnabeb gieren, unb fo bie b)argigen ^no\u00ea^en abftreifeu; SDaffebbe tljut e\u00ea aud) mit ben Otuffjen ber S\u00f6eifjbirfe unb anberer Saubb\u00e4unte. \u00ae\u00f6rnerfutter uerfd^m\u00e4^t e\u00ea nidjt, unb in ber \u00a9efangenfcbjaft gew\u00f6hnt e\u00ea ftd) leicht an berartige Staining. Steine \u00a9teindjen ober Ouargf\u00f6rnd^en ftnb i^nt ebenfabb\u00ea 23eb\u00fcrfnif.\n23om 3buer\u00a7u^n unterfd^eibet ftd) ba\u00ea 23irb\u00ef)u\u00efjn fel)i* gu feinem SBortljeitc burd) grofe (Sefelbigfeit. \u00a3>ie Oerfdjiebenen @efd^bed>ter beben faft immer, regelm\u00e4\u00dfig wenigften\u00ea im ^erbfte unb im S\u00f6inter, gufammett. 2bud) unter ben Sitflj\u00e4hnen gibt e\u00ea eingebne, Welche ^ieroon SRtc^t\u00ea Wiffen Wollen, fonbern einfam i^re \u00a3age oerbeben, unb ftd) erft gegen bie 23abggeit ijnt wieber bei S^re\u00eagbeid^en einftnben; ihrer ftnb jebod) Wenige. \u00a3)a\u00ea Sebett be\u00ea 23irfhuhn\u00ea ift \u00fcbrigett\u00ea giemlid) Wed)feboolb, fd^ott Wegen ber S\u00dfanberungen, Webdje im SBinter unternommen Userben. Um biefe Bett b)aben bie SS\u00f6gel guWeiben aud) ihre biebe 3toth um ba\u00ea t\u00e4gbic^e 95rot : bei tiefem \u00a9djtteefalb g. 23. muffen fte ftdfj ihre Stahrung oft redfjt f\u00fcntmerbid) erwerben, unb bann bann e\u00ea gefd\u00a3jet)en, ba\u00df fte ftd) bange (S\u00e4nge unter beut \u00a9cfmee graben m\u00fcffen, um etWa\u00ea \u00a9eniefbare\u00ea aufguftnben. Hochgebirge unb im hohen \u00dcJtorben fo\u00fcen fie ftd), Une fd)on ber abte (Se\u00dfner Wei\u00df, bei fd)bimmem S\u00f6etter gufamnten; h\u00e4ufen,, ftd) f\u00f6rmbid) einfd^neien Ibaffen, unb unter ber fd)\u00fchenben \u00a9d)neebecfe oerWcibett, bi\u00ea ba\u00ea Unwetter toor\u00fcber ift. Unter fobd)en Umft\u00e4nben mag e\u00ea manchmal fd)bed).t um ihren \u00a3tfd) bef\u00eee\u00ef\u00eft fein, audh troi? ber (Sen\u00fcgfamfeit, Welche fte bann geigen. 2bber bie Seiten beffern fid), unb mit ben erften \u00c7r\u00fch\u00efing\u00eatagett geigt ftd) bie \u00fcobbe Seben\u00eabuft, ja ber oobbe Ueberntuth itnfere\u00ea Huhne3; bettn ttod) ehe ber \u00a9dEjnee toeggefchntobgen, beginnt bie 23abge.\n\u00a3)er 2buerhahnj\u00e4ger mag behaupten, ba\u00df bie 23abge feine\u00ea Siebling\u00eaoogeb\u00ea ba\u00ea ($rl)abenfte fei unb unm\u00f6gbid) \u00fcbertroffen Werben bonne oon bent Siebe\u00eaffnebe irgenb eine\u00ea anbern 23ogeb\u00ea: ber 3tid)tj\u00e4ger wirb ihm faunt beiftimmen f\u00f6nttett. Unb febbft unter ben S\u00f6atbm\u00e4ttnern gibt e\u00ea biebe, Webd)e glauben, ba\u00df bie 23irbhuhnbabgc ba\u00ea \u00a9d)\u00f6nfie fei, webc\u00ef)e\u00ea ber Fr\u00fchling bringen bann, \u00a9etoifj ift ba\u00ea @ine: derjenige, mebdher and) nur einmal auf ber 23irbhahnbabge ioar, mirb fie ttiema\u00ef\u00ea bergeffen. (S\u00ea tr\u00e4gt gar SSiebe\u00ea bagu bei, ben Siebe\u00eareigen be\u00ea H^hne^ f\u00fcr ttn\u00ea angieljenb gu mad)en : bie Oertbidbbeit unb bie weiter borger\u00fcdte\tbie 50tenge ber H\u00abhnc^ toebche balgen, bie\nSlbWedhfebung ihrer \u00fct\u00e4nge, bte auf Weithin ben S\u00dfabb bebebenbe \u00a9timme be\u00ea \u00ef\u00e2nger\u00ea unb ba\u00ea S\u00dfabbbongert, Webdhe\u00ea fte gewiffermafen einbeitet, bie \u00a9d)\u00f6uheit unb \u00a9eWanbtheit be\u00ea Hahne\u00ea unb Sbttbere\u00ea mehr.\nSn SDeutfchbanb beginnt bie 23abge be\u00ea'23irbh\u00fbbm3, Wenn bie ^no\u00ea^ett ber 23irfe auffdjWebbeit, alfo geWchnbidb fdhon in ber gWeiten H\u00fcbfte be\u00ea 3Ji\u00e4rg; fte W\u00e4hrt aber W\u00e4hrenb be\u00ea gangen Stpril fort unb bauert bi\u00ea in ben SJtai hinein. 3n beut Hochgebirge, wie in ben S\u00e4nbertt be\u00ea ^torbett\u00ea, tritt fte fp\u00e4ter ein unb bann bi\u00ea SDUtte ja febbft bi\u00ea gum anhabten. 2bud) im \u00a9p\u00e4tb)erbft h\u00f6rt man guWeilett eingebne 23irbh\u00e4ljne fehr eifrig fobbern, gbeid)fant ab\u00ea Wollten fie fd) oorbereiten unb etn\u00fcben auf ben Fr\u00fchling hin; biefe fd)Wadhen SBerfudhe haben jebodh mit bent eigentlichen 23abgeit faunt Slehnbidbfeit.","page":350},{"file":"p0351.txt","language":"de","ocr_de":"Str\u00ef\u00efju\u00efjtt.\n351\n2)er Bh\u00efhahn w\u00e4hlt ftd; gu feiner Balge regelm\u00e4\u00dfig einen freien 5\u00dflaij im d\u00f6albe, am liebften eine SBiefe ober \u00a3et;be, aud; einen \u00a9d;tag, auf meinem bie junge Baumfaat ihn nod; nic^t hinbent faim. (Sr erfdjeint am Slbenb in ber beffelben, tritt gu Baume unb Balgt Ijier in Unterbrechungen Big gum (SinBrudje ber 9Rac^t. $r\u00fch in ber \u00e4Jtorgenb\u00e4mmerung bert\u00e4\u00dft er bie \u00a9d\u00dfaf\u00dfede unb BegiBt fid; auf ben Boben \u00c7eraB ; benn feine \u00a3\u00e4nge erforbern einen gro\u00dfen Staunt. 2\u00f6o bag Birfwilb h\u00e4ufig ifi, fammein \u00dfd; auf g\u00fcnftigen \u00dfd\u00e4hen biete an, nad; Stilffon\u2019g S\u00dferftdjerung i^rer brei\u00dfig Big biergig, manchmal hunbert. SDer erfte \u00a3>al)n, ibetd;er \u00dfd; geigt, gibt Beim \u00a9in\u00dfieben einige quiefenbe \u00a3\u00f6ne bon fid), fdjWeigt 'hierauf einige 3ett unb Beginnt nun gu Blafen ober gu fc\u00a3;leifen, Worauf bie eigentliche Balge anf\u00e4ngt, ,3m SDt\u00e4rg unb in ben erften \u00a3agen beg Steril wirb \u00dfe noch oft unterbrochen, fp\u00e4ter w\u00e4hrt \u00dfe ben gangen SJtorgen fort, nnb jeber eingelne .Jpahn Be Wei\u00df bann eine Slugbauer, toddle ung in \u00a9r\u00dfaunen fefct: in Sapplanb h\u00f6rte id; ben Birfbalm bon elf Uhr abenbg an, Big fr\u00fch nm S^ei btljr ununterbrochen Balgen. Bei ung gu Sanbe pflegt er erft mit Slnbrud; beg SDiorgeng gu Beginnen, nnb fo ift eg, laut \u00a3fd;ubi, auch im Hochgebirge. \u201eBor \u00a9intritt ber SDtorgenb\u00e4mmerung, Beinahe eine \u00a9tunbe bor \u00a9onnenaufgang, h\u00f6rt man in ben Silben Big 5000 $u\u00df \u00fcberm dReere guerft ben furgen \u00a9efang beg ipaugr\u00f6thlingg eine S\u00f6eite gang allein; Balb barauf erWedt ber hunbertftimmige \u00a9d^lag ber Stingamfeln alleg Boged leben, bom b\u00fcftern ^\u00bbochtoalb Big gu ben lebten gwergfohren hiuan, unb erf\u00fcllt alle gl\u00fchen unb Bergth\u00e4ler; unmittelbar barauf, Wohl eine \u00dfarfe l;dlbe \u00a9tunbe bor \u00a9onitenaufgang, t\u00f6nt ber flangbode erfte Batgruf beg Birfljahng Weit bnrch bie Siunbe, unb ihm antworten hier unb bort, bon biefer Slip, bon jener gelfenfupbe, aug biefem $rummhotgbidid;t. unb bon jenem deinen BergthalW\u00e4lbd;en herauf bie \u00a9enoffen. dRehr aig eine halbe \u00a9tunbe Weit h\u00f6rt man bag bumpfe Rollern unb gifdjenbe $aud;en jebeg \u00a9ingelnen aug allem B\u00f6geljubel beutlid; heraug.\" \u00a3)ie SSaige feibft i\u00df Siebcgtang unb Siebeggefang gugieich. Stuf bag erfte pfeifen ober Duiefen, Welcheg man bom einftiebenben \u00a7ahue bernimmt, folgt bag fogenannte Blafen ober \u00a9d\u00dfeifen, ein merfw\u00fcrbigeg hohleg Bi\u00dfhen, welcheg Sliiffon nicht \u00fcbel burch bie Budh\u00dfaben \u201eBfdEjjo\u2014 p\" toiebergibt unb unmittelbar barait reiht fid; bag fogenannte Modern, Weidheg 93edh ftein burcfy bie \u00a9iibe \u201e\u00a9olgolgolgolrei\", diitffon aber, unb meinem \u00a9ef\u00fchle nach richtiger, burd; bie Saute \u201eStutturu\u2014 ruttu \u2014 ruifi \u2014 urr\u2014urr \u2014 urr \u2014 rrrutturu \u2014 ruttu \u2014 rudi\" gu \u00fcbertragen berfud\u00dfe. .d\u00dfenn ber ^>ahn fel;r l;i|tg i\u00df, Balgt er in \u00a9inem fort, foba\u00df Modern unb \u00a9dhleifen Beft\u00e4nbig abgu; Wechfeln fcheinen, unb man ben Slnfang unb bag \u00a9nbe eineg \u00a9ajjeg faum mehr unterfd;eiben fann.\u2019 \u00a9g fommt Beim Birft;al;n nur feiten &or, ba\u00df er, Wie ber Sluerhahn, Sldeg um \u00dfd; her bergi\u00dft unb fo gu fagen taub unb Blinb i\u00df; ich ^nne \u00fcbrigeng bod; $\u00e4de, ba\u00df \u00a9ingeine, auf Weiche W\u00e4hrenb beg \u00a9d\u00dfeifeng gefd;offen W\u00fcrbe, nicht bon ber \u00a9tede Wichen, fonbern gu ber dfteinung berleiteteu, ba\u00df \u00dfe ben \u00aenad nicht bernommen. Beim 93aigen geberbet fich ber Birfl;ahn in ber fonberbarften unb todften \u00e4\u00f6eife. \u201eBor bem Modern\", fagt mein Bater, \u201eh\u00e4lt er ben \u00a9d\u00dfbang fenfred;t unb -f\u00e4cherf\u00f6rmig auggebreitet, richtet jpalg unb ^opf, an Welchem\u2019ade Gebern geftr\u00e4ubt fiitb, in bie $\u00f6he unb tr\u00e4gt bie Fl\u00fcgel bom Seibe ab unb gefenft; bann thut er einige \u00a9priinge hin unb her, guWeiien im Greife herum, br\u00fcdt enblid; ben UnterfdhnaBel fo tief auf bie \u00a9rbe, ba\u00df er \u00dfd; bie \u00c6innfebern abreibt. 93ei aden biefen Bewegungen fdhl\u00e4gt er mit ben kl\u00fcgeln unb breht fid; um \u00dfd; feibft herum.\" 3e h^\u00d4eY er tbirb, um fo lebhafter geberbet er \u00dfdh, unb \u00dfhlie\u00dftid; meint man, ba\u00df mau einen B)ahnfinnigen ober Boden bor \u00dfdh felje. Slm I;eftig\u00dfen Werben bie Bewegungen, Wenn \u00dfdh mehrere Birkh\u00e4hne auf ein unb berfelben \u00a9tede ein\u00dfnben; bann Werben aug ben G\u00e4ngern w\u00fctl;enbe \u00a9treiter. 3hver S^ei \u00dfeden \u00dfd; gegeneinanber auf, Wie Ipaugh\u00e4hne, fahren mit tief gu Boben gefenften k\u00f6pfen auf einanber log, fpringen beibe gu gleicher Beit fenfred\u00df bom Boben auf, berfud;en \u00dfd; gu hauen unb gu fragen, faden wieber herab, umgehen \u00dfc\u00df unter W\u00fctl;enbem Modern mchrmaig, nehmen einen neuen Slnlauf, unb \u00dfreben, \u00dfdh gegenfeitig gu p\u00e4den. SBivb ber \u00c4ant)?f ern\u00dfhaft, fo mu\u00df jeber ber K\u00e4mpfer Gebern taffen; aber tro\u00df ber fd;einbaren SButt;, mit Wetd;er \u00dfe tampfcu, l'ommen faum, biedeid;t niemalg ern\u00dfhafte Berlbunbungen bor, unb eg fd)eint","page":351},{"file":"p0352.txt","language":"de","ocr_de":"352\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9cparrOoget. Staucpfufjp\u00fcpner.\nfaft, at\u00ea tootle \u00a9itter nur ben St\u00fcbern Oerfdjeudjett, nicpt aber fcp\u00e4bigett. SDocp gefcpiept e\u00ea, bafj ber \u00a9t\u00e4rlerc ben \u00a9djto\u00e4djeren beim \u00a9d)opfe padt, Joie einen \u00a9efangenen eine \u00a9trede toeit ioegfdfteppt, ipm bann nod) einige .Spiebe t>erfe^t, ipn gu fl\u00fccpten gioingt unb hierauf froplodenb gunt Kampfs plape gur\u00fcdleprt, um ineiter gu batgeu. \u00a9tarte .!p\u00e4pne pflegen ftd) im Saufe be\u00ea SJiorgen\u00ea auf oerfcpiebenen Valgpl\u00e4pett eingufinben, in ber Stbficpt, ipre Shaft an mehreren \u00a9egnent gu erproben; fie inerben unter Umft\u00e4nben ber \u00a9cpreden alter j\u00fcngeren, minber ge\u00fcbten .Jp\u00e4pne, toe\u00efcp\u00ea fid; ipnen ioopt ober \u00fcbet unterinerfen m\u00fcffen. 3)er gefcplagene Spapit teprt \u00fcbrigen^ geio\u00f6pntid) ebenfalt\u00ea inieber gum Shmpfptape gur\u00fcd unb beginnt non neuem gu fireiten ober ftiegt einem gioeiten Valg; plape gu, um bort feine Shaft mit b\u00e7r eine\u00ea anbern Spapne\u00ea gu meffen.\n$\u00a3)ie S3a\u00ef\u00a7e todt geio\u00f6pntid), bocp nicpt immer, bie Rennen perbei, fobafj bie Jp\u00e4pne gegen Sibfcplufj be\u00ea Siebe\u00eareigen\u00ea pin beu Sopn iprer SJ\u00ce\u00fcpen ernten tonnen. Sn \u00a9tanbinaoien pat mau Beobachtet, baff ein gefangener ^apn, ioetdjer in einem umg\u00e4unten \u00a9arten balgte, ioieberpolt oon freitebenben Rennen befucpt inurbe; bei un\u00ea gu Sanbe bemertt man bie Rennen nur au\u00eattapm\u00ea; ineife in ber St\u00e4pe ber Valgpt\u00e4pe, unb bie Sp\u00e4pne m\u00fcffen oft ioeit nad) ipnen ftiegen. Spaben bie SBeibcpen fiep eingefunben, fo treten bie \u00a7\u00e4pne mit ipnen in ben fp\u00e4teren Sttorgenftunben gu Vaume, lottern nod) einige Beit pier fort unb begeben fiep fobann gemeinfepafttiep nad) ben SBaibe; pt\u00e4pen, ioofetbft bie Begattung gu erfolgen pflegt, \u00a9in [tarier Spapn betritt unter ftmft\u00e4nben oier bi\u00ea feep\u00ea Spennen im Saufe be\u00ea SJlorgen\u00ea, ifi jeboep nur fetten fo gt\u00fcdtid), eine berartige Stngapt um ftcp oerfammetn gu l\u00f6nnett.\n\u00a9egen \u00dcDUtte be\u00ea SDlai mad)t bie Virlpemte Sinftatt gum br\u00fcten. Spr Steft ift ebenfalt\u00ea nur eine feiept au\u00eagefeparrte, p\u00f4cpften\u00ea mit etioa\u00ea \u00a9enift betegte Vertiefung an einer m\u00f6gtiepft gefep\u00fcpten \u00a9tette gtoifepeit popen \u00a9r\u00e4fern, unter l\u00efeinen V\u00fcfcpen u. f. io. \u00a3>a\u00ea \u00a9elege entp\u00e4tt fteben bi\u00ea gepn, .bi\u00eaioeiten ioopt auep gio\u00f6tf \u00a9ier, ioetepe auf graugetbem, graubtaffem ober r\u00f6tpticpgetbem \u00a9runbe mit bunletgetben, rofb ober \u00f6lbraunen unb grauen Steden unb ^\u00dfuntten biept beftreut ftnb. \u00a3)ie \u00a3enne br\u00fctet gtoar nid)t fo eifrig, ioie bie Siuerpemte, aber bod) immer noep mit ioarmer Eingabe, oerfuept, ftd) napenbe geinbe burep Verftetlung\u00eat\u00fcnfte oom Seefte abgutenlen, unb ioibmet ftcp im g\u00fcnftigften gatte ber Siufgucpt iprer Minber mit ber gr\u00f6\u00dften Bhtticpteit. 2)a\u00ea Sugenbteben ber \u00ae\u00fcd)tein ifi ungef\u00e4pr baffetbe Joie beim Stuerpupn, unb aud; ber \u00aeleibetioed)fet ber Sangen gept faft in gleicher SBeife Joie bei jenen Oor ftcp. \u00a3>ie $\u00fc<ptein ioiffen ftcp oom elften \u00a3age tpre\u00ea Sebett\u00ea an gefepidt gu oerbergen, lernen fepr batb flattern unb ftnb fepon naep einigen SBocpen int \u00a9taube, ben Sitten \u00fcberall pin gu folgen. SDemufigeacptet pabeit fie noep oiete \u00a9efapren au\u00eaguftepen, beoor ipr V\u00f4acp\u00eatpum oo\u00ef\u00efenbet ift. \u00a9ie oer\u00efoeiten bi\u00ea in ben \u00a9p\u00e4tperbft pinein in \u00a9efettfepaft ber SJtutter unb trennen fiep erft bann Oon ipr, toenn fte bereit\u00ea ein ber Sitten \u00e2pnlicpe\u00ea SHeib angelegt pabett.\n2)ie Virtpupnjagb ioirb oon atterlei Sbaubgeg\u00fccpt unb aud) alterorten Oon ben Sftenfcpen eifrig betrieben. Sn \u00a3)eutfcptanb ertegt man bie atten fp\u00e4pne io\u00e4prenb ber Vatge unb bie j\u00fcngeren int \u00a9p\u00e4t; perbfte beim^reiben. Stuf ben Spocpgebirgen unb in ben n\u00f6rbtid)en S\u00e4ubern ftettt man ipnen, mit Siu\u00ea: napme ber Vrutgeit, io\u00e4prenb be\u00ea gangen Sapre\u00ea naep, unb niept bto\u00ea mit bent geuergeioepr, fonbern aud) mit Step unb \u00a9eptinge. \u00a3)ie attgiepenbfie Sagb bteibt unter alten Umft\u00e4nben bie io\u00e4prenb ber Vatge, fepon be\u00eapalb, ioeit um biefe Beit ber Vkibmann, auep ioenn er nidjt gl\u00fcdtiep ioar, burep ba\u00ea iounberoolie \u00a9cpaitfpiet, ioetepe\u00ea er geniest, genugfam entfep\u00e4bigt ioirb. Sn \u00a9epioeben lauert ber S\u00e4ger auf fotepen SBatbpt\u00e4pen unb SJtooren, ioo SBirlp\u00e4pne gu batgen pflegen, oon ein Upr be\u00ea Sftorgen\u00ea an in einer au\u00ea Steifem gufamntengebauten \u00a9epiepp\u00fctte auf bie ftd) einftettenben Virtp\u00e4pne, bi\u00ea fid) einer oon ipnen fcpufjrecpt napt. 2)er Shatt oerfcpeudjt bie \u00a9efettfepaft, ber \u00a9d)\u00fcp aber bteibt rupig in feiner \u00a3>\u00fctte ftpen. Stacp einiger Beit beginnt ein Virtpapn ioieber gu lottern, ein anberer ftimmt ein, ein britter l\u00e4fft ftcp ebenfalt\u00ea oernepmen, eine ^)enne todt bagu, ba\u00ea Shdern auf ben V\u00e4umen ioirb lebpafter, unb naep Verlauf oon ettoa einer \u00a9tunbe erbreiftet ftcp enblicp ioieber einer, gum Voben perab gu lommen, beginnt gu blafen, gibt bamit ben Sintoefenben ba\u00ea Beiepen, baf Sitte\u00ea","page":352},{"file":"p0353.txt","language":"de","ocr_de":"Strip up n.\n\u25a0353\ntoieber in Orbnung fei, unb halb ift ber ^lan toieberum mit ben G\u00e4ngern bebedt. \u00a9in gtoeiter Vapn toirb gesoffen; bal alte Spiel Beginnt ton neuem, unb toenn ber S\u00e4ger \u00a9l\u00fccB pat, Bann er iprer brei unb nier an einem SOcorgen erlegen. S^ mancpen \u00a9egenben Baut man ftdE> aitcp ba, too SirB; p\u00e4pne Bei (Sonnenaufg\u00e4nge ehtgufaUen pflegen, Scpie\u00dfp\u00fctten gum SerftecB. \u00a9e\u00fcbte Scp\u00fcpen tocBen bie oerlicbten V\u00e4pne burd; Nacpapmung bel Slafeitl ober burd) ben Saut ber Rennen perbei ober Bet\u00f6ren bie jungen baburcp, ba\u00df jie ben Nuf ber Ntutter poren laffen; Burg, el toerben bie allere oerfdjiebenartigften 3^gbtoeifen in Nntoenbung gebracht, Sn \u00aeurlanb, Siolanb unb Sitpauen toirb bie Sagb mit beut \u201eSalbapn\" ober \u201eSnltoan\" Betrieben, einem aulgeftopften ober B\u00fcnftticp nadjgebilbeten Spietpapne, toeld\u00dfer auf einem \u00c7allBaume Befeftigt toirb. \u00a9in S\u00e4ger oerbirgt fiep unter einem Sdjirme in ber N\u00e4pe bel Sanmel, fein \u00a9epilfe fcpeucpt bie Balgenben V\u00e4pfle non ipren SieWinglpI\u00e4pen toeg unb BetoirBt bamit, ba\u00df fie fiep auf S\u00e4umen nieberlaffeu, oon benen aul fie ben oermcintlicpen Nebenbuhler ers\u00e4hen. Sf* SMel ber $all, fo treibt fte bie \u00a9iferfuc^t in bie N\u00e4^e beffelben unb regelm\u00e4\u00dfig inl Serberben.\nSn tyxol unb in ben Ba^ertfdBjen Vorgebirgen toirb bcm SirBpapne befonberl eifrig nad^gefteCft, toeil feine Scptoangfebern all ein Beliebter ScpmucB oon jungen Surfdpen am Vmte getragen toerben. Nod) oor ettoa brei\u00dfig Sapren gatten biefe Spielpapnfebern, taut hobelt, all ein 3^en ker Veranlforbentng unb Nauftuft, je ttacpbem fte am Vute Befeftigt toaren.\nNach \u00a3pro!erfagen. tr\u00e4gt ber teufet, toenn er, toie el fo h\u00e4ufig gefdjiept, all S\u00e4ger erfd^eint, einen halben Spielpapnfto\u00df auf feinem Vute, titelt aber auf ber linBen Seite, toie c\u00efjrtft\u00efid^e S\u00e4ger, fonbern ftet! auf ber rechten, foba\u00df ihn alfo ber fromme leicht gu erBennen unb oor feinen gef\u00e4hrd liehen Sod\u2019ungett ftep gu fehlen oerntag.\n2llt eingefangene SirBp\u00fcpner laffen fiep Bei geeigneter pflege jahrelang am Seben erhalten unb, toenn man ihnen gen\u00fcgenben Spielraum gibt, auch sur $ortpftangung bringen. Nach meinen \u00a9rfahrungen ift el unbebingt nothtoenbig, ipnen einen gr\u00f6\u00dferen Naunt angutoeifen, toelcher gtoar gegen 3ug gefep\u00fcpt fein, im \u00fcbrigen aber g\u00e4nglich int freien ftehen mu\u00df. Sepftangt man ben Soben biefel Naumel mit bieptem \u00a9eftr\u00fcpp, fo toirb mgn mit giemlicper Sicherheit auf Nach-Bommenfcpaft rechnen b\u00fcrfen; benn ber SirBpapn balgt in ber \u00a9efangenfehaft too m\u00f6glid) nod; eifriger, all im freien. \u00a9r l\u00e4\u00dft ftep regelm\u00e4\u00dfig in jebeut Verbfte h\u00f6ren, beginnt int $r\u00fcplinge mit bem erften toarmen \u00a3agc, unb balgt bil gegen Suni ^trt ununterbrochen fort, \u00a9ine ber gefangenen Vennen bel hamburger \u00a3piergartenl legte fecpl \u00a9ier unb fcpidte ftch an, biefetben gu bebr\u00fcten, oerlie\u00df bal Nefl aber in $olge ber oielen St\u00f6rungen toieber; el gelang baher teiber nicht, Sunge gu ergiehen. SBanbinaoifcpe Sogelliebpaber finb gl\u00fcdlicher getoefett: gegento\u00e4rtig Bennen toir oiele Seifpiete, ba\u00df SirBp\u00fcpner im K\u00e4fige geg\u00fcrtet tourben. \u00a3)ie Smtgett m\u00fcffen mit ber gr\u00f6\u00dften Sorftcpt bepanbelt toerben, unb auch bie Niteingefangenen geto\u00f6pnen ftch feptoer an ein paffenbel \u00a9rfapfutter, obgleich fte fp\u00e4ter Baum mepr Umfi\u00e4nbe oerurfadjen all Vaulp\u00fcpner.\nSn \u00a9egenben, too Nuer; unb SirBp\u00fcpner neben einanber toopnen unb bic Nuerp\u00e4pne au\u00dfer; geto\u00f6pnlicp oerminbert toorben finb, ftnben fiep gutoeiten Nuerpennen in ber N\u00e2pe einel Satgplapel ber SirBp\u00e4pne ein,4um fiep oon biefen betreten gu laffen, unb ebenfo gefcpiepl el, ba\u00df ftep SirB; pennen gu unbetoeibten Ntoorfcpneep\u00e4pnen in gleicher Nbftcpt gefeden ober toenigften! bereit Siebei; betoerbungen gehalten. Sil gegen Nnfang ber brei\u00dfiger Sapre Bannte man nur bie aul ber Sereinigung eittel SirBpapne! unb einer Nuerpenne entftanbenen Stenblinge unb toar geneigt, in ipnen eine eigene Nrt Naucpfu\u00dfp\u00fcpner gu fepen; Nilffon1! aulgegeidptete Sorfcpungen aber unb bie \u00a9ntbecBung ber Saftarbe oon SirB; unb SNoorfdmeepijpnern betoiefen bal S^ige biefer Nnficpt, toeldje unter Nnbern auep oon meinem Sater lange 3eit feftgepalten tourbe, \u00a9egen; to\u00e4rtig paben toir oiele Seobacptungen bar\u00fcber gefammett, ba\u00df fiep oerfdjiebenartige S\u00f6gel freitoillig gefcplecptlicp oermifcpeit unb Slenbtinge ergeugen: bie \u00a9ntftepung jener Saftarbe pat fomit nicptl Nuff\u00e4lligel mepr f\u00fcr uni; gleicptoopt bleibt fte immer einer allgemeinen Seacptung toertp, unb belpalb toill icf ipre Burge Sefcpreibung pier folgen laffen.\nStyerle\u00f6en. IV.\n23","page":353},{"file":"p0354.txt","language":"de","ocr_de":"354\nSCie S\u00e4ufer. \u00a9djam\u00f6gel. 3taitdjfit\u00dfl;\u00fcl;ncr.\n\u00a9a\u00ea^atfe\u00ef\u00ef ober SD\u00eeitte\u00ef^u\u00c7n, meinem man ben Unffenfdjaftlidjeu tarnen Tetrao m\u00e9dius gegeben, ber Slenbling gtoifdjen 2luer; itnb Sirffu\u00dfn, fteft, ma\u00a7 \u00a9ef\u00eealt nnb F\u00e4rbung anlangt, gietnlid) in ber SRitte gmifdjeu feinen beiben \u00a9tammeltern, gibt ftd; aber feitte\u00ebmeg\u00ea, mie unter 5\u00efnbern aud; Oeglanb behauptet, \u201eauf beu erften Slid fin\" af\u00eb Slenbling gu ernennen. Sefonber\u00ea rner\u00efm\u00fcrbig toirb e\u00ea au\u00a7 bem @runbe, meil feine F\u00e4rbung eine fefr regelm\u00e4\u00dfige, b. f. bei ben einzelnen \u00a9t\u00fc.deu gleichartige ift.\n\u00a9er \u00a3afn ift auf bem Oberd\u00f6rfer fd;marg, \u00fcberall mit grauen f\u00fcnften uub feinen $idgad= liniett gegeidmet, auf bem Oberfl\u00fcgel fcfto\u00e4rg tiefbraun ttnb grau burefehtanber gem\u00e4ffert; \u00fcber bie\n\u00aea\u00a7 9\u00eeadel = ober ittel^u^n (Tetrao m\u00e9dius). 1/4 ber nat. \u00a9r\u00f6fje.\n\u00a9cfhntngfebern gmeiter Ojbtutng \u00bberl\u00e4uft eine, breite, unreintoei\u00dfe Sittbe rtnb eine folcfe \u00a9fifem faute; ber feid;t au\u00eagefcfnittene \u00a9cf mang ift feftoarg, am (Sttbe ber Gebern gumeilen ioei\u00df gef\u00e4umt, ba\u00ea \u00a9efteber ber Unterfeite fdj toarg, auf bem Sorberfatfe ttnb \u00c4opfc furfurfdji\u00fcernb, an ben \u00a9eiten grau \u00fcberfubert, auef mofl mei\u00df gefledt, bie Sefieberung be\u00f6 Seine\u00f6 mei\u00df, bie ber $tt\u00df; mttrgel fefmarggrau. \u00aea\u00ea 5luge ift bunfelbraun, ber \u00a9d;ttabel font feftoarg. \u00aea\u00ea 2\u00dfeibd;ett \u00e4fnett halb ber Witter ;, halb ber Sirff ernte, unterfcheibet ftd; aber \u00bbott jener immer bttrd; geringere,","page":354},{"file":"p0355.txt","language":"de","ocr_de":"S\u00eeatfe\u00effyu\u00efj n.\n355\nOon biefer burdj bebeutenberc \u00a9v\u00f6\u00dfe. \u00a9ef)r fj\u00e4u\u00dfg mag eg f\u00fcr cine \u00a9irthenne art gefeiert Serben. SDic S\u00e4nge beg 3R\u00e4nn($en3 betr\u00e4gt 25 big 28, bie beg SBetbdjeng 21 big 22 Bott.\n\u00aeie \u00a9tenb\u00efinge g\u00efoifd^en \u00a9irt= unb \u00a9d)neehuljn taffen \u00dfd) teinter alg \u00a9ag ernennen, mag fie ftnb; benn ifjr \u00a9efteber geigt in nidjt mi\u00dfgubeutenber \u00a9Seife ein \u00a9emifd) bei* F\u00e4rbung beiber \u00a9tamm; eitern, \u00a9ie \u00a9dhm\u00e4rge beg \u00a9irthutjng unb bie \u00a9\u00dfei\u00dfe beg \u00a9d)neehul)ng ftreiten jtdfj, um mid) fo au\u00f6gubr\u00fcden, um bie Ober^errfd^aft. Ob biefer \u00a9tenbling ein befonbereg \u00a9ommer\u00efteib autegt, inetd^eg bann ein \u00a9emifd) oou \u00a9djmarg unb \u00a9raun fein m\u00fcrbe, tonnte big jefet nodj nid^t fe\u00dftge\u00dftedt toerben, unb ebenfo menig tennt man, fomeit mir betannt, meiblidje \u00a9lenbtinge biefer 2lrt.\nOag 3fiactetl)uhn ift \u00fcberall gefunben morben, mo 5tuer = unb \u00a9irtl)\u00e4hne neben einanber leben: in \u00a9eutfdjlaub, in ber \u00a9d)meig, oorneljmtid) aber in \u00a9fanbinaoien. ipier merben, tant \u00fcftitffon, allj\u00e4hrlich berartige \u00a9tenb\u00efinge gefangen ober erlegt. 2lnt \u00f6fterften t)at man fie in bem n\u00f6rblid^en ^eile Oom \u00a9\u00dferntelanb beobadjtet; and; in \u00dcRormegen fcljeiuen fie nid)t gerabe feiten gu fein, \u00a9er dtactelhaljn hat feine befonberen \u00a9algpl\u00e4jje, fonbern ftnbet fiel) auf benen ber 2luer* ober h\u00e4ufiger nodf) auf benen beg \u00a9irfhaljneg ein, regelm\u00e4\u00dfig gum Merger ber balgenben #\u00e4hne unb ber S\u00e4ger; benn im \u00a9emu\u00dftfein feiner \u00a9t\u00e4rfe geht er mit affen \u00a9irfl)\u00e4huen K\u00e4mpfe ein, jagt fie au\u00bb einanber unb treibt fie fdfie\u00dftid) in bie $lud)t, ft\u00f6rt minbe\u00dfteng bag gelo\u00f6bnlid^e Bufammcnleben ber batgenben ^\u00e4frne auf bag cmp\u00dfnblid)fte: bie S\u00e4ger \u00f6er\u00dfdjern, ba\u00df ein eingiger 3tacfel\u00a7al;n bie gange Sagb Derb erben forme, \u00a9ie Saute, meldje er beim \u00a9algen aug\u00df\u00f6\u00dft, befiedert in einem r\u00f6djelnbett unb grobgurgelnben \u201eftarr farr farr\", meld^eg etmag mefr 2lehnlidjfeit mit bem. \u00a9algen beg \u00a9irfhaljneg alg mit berrt beg Sluerljahneg bat. \u00a9r fdjleift aber meber, nod) tljut er einen \u00a7auj)tfd)lag, mie ber Sluerljahu, fonbern bl\u00e4ft gegen bag \u00a9nbe beg \u00a9olgeng Ijin, mie ber \u00a9irfljahn, nur meit ft\u00e4rfer. ^eiu eingiger \u00a9eobadjter mid gefeiert f)abcrt, ba\u00df er rtad) bem \u00a9algen bie \u00a9irfljenneu betritt; bod) l;at biefe \u00a9ehauptyng menig gu bebeuten, ba man audj oon ber Begattung beg 2luer; unb \u00a9irfmilbeg nur in 2lugrtat)mef\u00e4ffen Beuge mirb, unb bag oereingelte \u00a9orfommen beg SRacfelljahng bie \u00a9eobadjtung nod) befonberg erfdjmert.\nlieber bag betragen biefeg \u00a9leubtingg f)at \u00a9tilffon \u00a9inigeg Ver\u00f6ffentlicht. \u201eSdj ^abe\", fagt er, ,,nad) einanber brei DtadeHj\u00e4ljne irrt K\u00e4fige gehalten, unb einen oon ifmert f\u00fcnf Sd^ve lang beobad)tet. Snt affgemeinen ift ber \u00a9ogel rnel)r tr\u00e4ge atg lebhaft, \u2019unb fit^t fa\u00dft ben gattgeu $tag \u00fcber in nebenbei* \u00a9teftung, mit etmag aufgefir\u00e4ubten Sebent, rtieberf)\u00e4rrgenbem \u00a9djioange unb gcfd)toffenen 2lugert auf feiner \u00a9tartge. Slu\u00dfer ber $r\u00fcf)lingggeit b\u00f6rt man fa\u00dft nie einen Saut oon iljm. 2ludj nad)bent er f\u00fcnf Salme im \u00a9auer gugebrad)t Tratte, mar er nod) mitb unb fd^\u00fcd^terrt; \u00a9emfenigett, metier \u00dfd) beni K\u00e4fige n\u00e4herte, mid) er furdfjtfam aug. \u00a9agegert geigte er \u00dfd) gegen fteinere S:t)ierc unb \u00a9\u00f6gel, metd)e gu feinem \u00a9emitter tarnen ober oon feinem gutter gu freffeu fugten, gornig unb m\u00fctf)cub, am mei\u00dften gegen ben gr\u00fcf)Iing Ijin. \u00a9r \u201eradelte\" bann aud) mit einem grungenben unb tnurrenben Saute, fpevrte babei ben \u00a9d)ttabel meit auf unb bebrot)te Sebcn, metier if)m \u00dfd) n\u00e4herte, \u00a9nbe SJl\u00e4rg ober Stnfangg Styril, je nad)bem bag gr\u00fc^tinggmetter fr\u00fcher ober fp\u00e4ter eintrat, begann er gu balgen. \u00a9\u00df\u00e4ljreub ber \u00a9alge ging er nun audf) auf feiner \u00a9tauge ober auf bem \u00a9oben beg \u00a9ebauerg \u00c7in unb \u00a7er, erfyob ben \u00a9d)maitg unb breitete i^n f\u00e4cherf\u00f6rmig aug, lie\u00df bie gtiiget \u00dfufen, ftr\u00e4ubte bie ^algfebern unb richtete ben \u00a9d^nabel meit ge\u00f6ffnet nad) oben, \u00a9ie elften Saute tfangen tiefer alg bie teueren, metd)e in befonberer Sfufregung h\u00f6f)er unb heftiger augge\u00dfto\u00dfen, aber bod) faum in einer \u00a9ntfernung oon hunbertunbfunfgig \u00a9dritten oernommeu m\u00fcrben. Sm gangen be\u00dfranb fein \u00a9algeit ang grungenben, raffetnben ober tnarrenben Sauten, metd)e er gleid)fam heroortv\u00e4dhgte. S\u00ab bcmfelben \u00a9arten mit it)m, febodh m einem anbern \u00ae\u00e4\u00dfge, balgte ein \u00a9irt^a^n, unb man hatte fomit \u00a9etegenbeit, beibe gu oergteid)en. \u00a9er \u00a9irtt)ahn erfd)ien atg ein \u00a3ont\u00fcn\u00dftler, meld)er eine anmuthige \u00a9df;\u00e4fermeife mit Seid)tigteit unb einem gemiffett \u00a9iohlbehagen oortr\u00e4gt : ber \u00dfbadelhahu bagegen geberbete \u00dfd) bei feinem \u00a9ingen gar munberlid), unb eg to\u00dftete Ihm \u00dfd)ttid) SJi\u00fchc, fein rauheg Sieb hevtoorgubringen; beunod) mar in biefent ein gemiffer \u00eeatt unb Tonfall nid)t gu oertenuen. \u00a9r balgte ben gangen 9tyrit f)i\u00abburd) unb big\n23*","page":355},{"file":"p0356.txt","language":"de","ocr_de":"356\n$)te S\u00e4ufer, @d)atro\u00f6gel. Sftaudjfufffj\u00fcbner.\ntrt ben S\u00fctai Ijinein, aber nie geitig beg 9J\u00eeorgeng, fonbern blog am \u00a3age, fotooljl oor^ inte nad); mittags, unb nur bet fernem SGBetter, \u00a9onnenfdjein, io\u00e4ljrenb ober nad) einem toarmen fJbegen. 3m \u00bbperbfte j\u00f6rte man i^n guioeilen and) ein loenig radeln; to\u00e4hrenb beg \u00fcbrigen ^dbt'eg toar er ftumm. Seine Sprung beftanb in greifet= unb anberen S\u00dfalbbeeren, fo\u00efange fold^e gu haben toaren; aud) frafj er gern gefcjnittenc Steffel, toeifjen $ojl nnb anbereg \u00a9r\u00fcngeug nebft \u00a9etreibel\u00f6rnern.\n\u00aeer Hamburger Tiergarten erhielt am 21. Stuguft 1868 einen fftadelhaljn, metdjer in \u00a9djtoeben gefangen unb bereite eingeio\u00f6hnt ioorbeit mar. tiefer SSoget erinnerte in feinem ^Betragen oiel mehr an ben Sluerljahn alg an ben 33irf\u00a7a\u00a7nj bentt and) er betunbete jene ernfte 2\u00f6\u00fcrbe, toeld)e ben 3tuer$a$n fo auggeidjnet. S\u00dfon ber fftauflufi, bh ihm nadjgefagt toirb, geigte er teine \u00a9put. \u00a9in \u00efampf luftiger SSirf^a^n, melier mit i\u00a7m in baffelbe \u00a9ebege gefperrt tourbe, mafjte fid) im \u00a9egent^eit feljt halb bie Oberherrfdjaft \u00fcber it)n an unb richtete ihn in einem S\u00efnfa\u00ef\u00efe oon \u00a9iferfudjt berartig gu, baff ber arme SBIenbllng fp\u00e4terhin, fobalb er feineg \u00a9egner\u00ea anftdjtig tourbe, eitigft einem bufdpreidjen 2\u00dfin!el gurannte, ftd) \u00a7ier unter bag \u00a9eftr\u00fcpp \u00e4ngftlidj oerbarg, gera\u00f6hnlid) platt auf ben \u00a9oben nieberbr\u00fcdte unb nidjt mehr mudfte.\n\u2022Sieben bem 9fuer= unb Sirt^u^ne lebt in ben europ\u00e4ifdjen Salbungen nod) ein britteg SKitglieb ber Familie, bag jpafet; ober fRotthuljn (Bonasia sylvestris), toetdjeg alg Vertreter einer befonberen \u00a9ippe angefejen toirb. Sn ber \u00a9eftalt \u00e4hnelt nufer \u00a3uf)n bem bigger befptodjenen SSertoanbten; feine gufjtourgel ift aber nur big gu brei Viertel ihrer S\u00e4nge befiebert, unb bie ftnb nadt; ber \u00fcbgerunbete \u00a9djtoang befielt aug feejggehn \u00a9teuerfebern; bie \u00a9cjeitelfebern ftnb ftarf oerl\u00e4ngert nnb gu einer #oIte aufridjtbar. 23eibe \u00a9efc\u00c7\u00efedder \u00e4hneln ftdj in \u00a9r\u00f6fje nnb F\u00e4rbung beg \u00a9efteberg, obtoo^l fte ftdj noth leidet nnterfd^eibeu laffen.\n\u00aeag \u00a9efteber ift auf ber Oberfeite roftrothgrau unb toeife geftedt, ber gr\u00f6\u00dfte Teil ber gebern auch) mit fc\u00a7toargen Menlinien gegeidjnet; auf bem Oberfl\u00fcgel, beffen F\u00e4rbung ein \u00a9emifd) oon \u00ef\u00efboftgran nnb f\u00f6oftfarben, treten toeifce S\u00e4nggftreifen nnb ioeife gtede beutlid) heroor; bie \u00c6eljte ift toeift nnb braun geftedt; bie \u00a9djtoingen ftnb graubraun, auf ber fd;malen Slufjenfahne r\u00f6tblidj toei^ geftedt, bie \u00a9teuerfebern fdjio\u00e4rglidh, afdjgtau getufept unb bie mittleren roftfarben geb\u00e4nbert unb gegeidjnet. \u00a3)ag Sluge ift nu\u00dfbraun, ber \u00a9djnabel fdjtoarg, ber gu\u00a7, fotoeit er nadt, porn= braun. \u00a3)em SBeibdjen fehlt bie fdjtoarge ^ejle, unb bie F\u00e4rbung feineg \u00a9efteberg ift minber tebjaft, namentlid) mejr grau alg roftrotj. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 17 big 18, bie ^Breite 23 big 25 3od, bie gittigl\u00e4nge \u00fcber 7, bie \u00a9cjtoangl\u00e4nge gegen 5 3\u00b0^- Oag S\u00dfeibdjen ift um 15 ober V6 Heiner unb fdjto\u00e4djer alg bag 3Jl\u00e4nndjen.\n2)er t\u00dferbreitungfreig beg ^afeljujneg erftredt ftdj bon ben 5llpen an big gum ^\u00dfctarfreife, unb oon \u00a9tanbinaoien an big naej Oftftbirien. Snnerjatb biefer auggebejnten S\u00e4nberftreden finbet ftcj unfer #ujn \u00efeinegtoegg allerorten, fonbern nur in getoiffen \u00a9egenben. \u00a9g beoorgngt \u00a9ebirge ber \u00a9bene, j\u00e4lt ftd) aber audj bort btog jier unb ba ft\u00e4nbig auf. 3m Sllpengebiete, in Oefterreidj, kapern, \u00a9\u00f6jmen unb \u00a9cjleften ift cg nidjt gerabe fetten, in Sib'- nnb \u00a9ftjlanb, einem gro\u00dfen Teile Oon \u00a9fanbinaoien unb in ben meiften ^Salbungen 3tu\u00a7lanbg gemein, aud) in Sibirien fletfentoeife j\u00e4ufig; eingetn lommt eg am $arg unb in graulen oor; ben norbbeutfdjeu \u00a9benen aber fejtt eg g\u00e4nglidj. \u00a9rofe, bun\u00efle unb gemifdjte SB\u00e4tber, namentlid) fotdje, toeldje aug \u00a9idjen, \u00abBir\u00efen, \u00a9rien unb SRup\u00e4umen beftejen, auf ber \u00a9\u00fcbfeite liegenbe, toenig befudjte, an fteinigte, mit SSeerengeftr\u00fcpp bebedte falben grengenbe \u00a9ej\u00e4nge ftnb feine Sieblinggaufentjaltgorte, to\u00e4jrenb eg im reinen ^abeljotgtoalbe feiten unb immer nur eingetn angetroffen toirb. Sn Salbungen, toelcje feinen Slnforbentngen entfpreejen, to\u00e4jtt eg fid) bidjte \u00a9eft\u00e4nbe gu feinem SBojnorte, unb nad) ijnen giejt eg ficj bei jeber \u00a9efajr gur\u00fcd. Se toedjfelreidjer ber SBatb, um fo angenehmer","page":356},{"file":"p0357.txt","language":"de","ocr_de":"Jpafel\u00efjufyn.\n357\nfdEjeint er ibm gu [ein. 3ln gegriffen Sf\u00f6albftettcn finbct man eg jahrau\u00ea jahrein, io\u00e4hrenb e\u00ea anberc geittoeilig berl\u00e4\u00dft, um einen furgeu \u00a9treifgug gu unternehmen. iftamentlid) bie jp\u00e4hnc ftreidjen im iper&fte giem\u00efid^ regelm\u00e4\u00dfig nad) angrengenben fleinen SB\u00e4lbern ober @d)l\u00e4gen, um [ich bort au berfd)iebenen 23eeren gu erlaben. Oabei gefd^ie^t e\u00a7 benn, ba\u00df eingelne oft ein bi\u00ea gfoei teilen toeit in bie gelber unb ba3 $elbgeftr\u00e4udf) fliegen unb fo fcrmlid^ ftdj> berfcijlagett; bod^ fehren bie meiften gegen (Snbe be\u00ea SDtonat\u00ea nad) ben gro\u00dfen ^Salbungen loieber guriicf. 2lud) im \u00fcbrigen 3>ahre toed)felt ba\u00ea .fpafelljuhn mit feinem Slufenthalt\u00eaorte. @o h\u00e4lt e3 ftdj, nad) Sepen, im SDlai, 2>uni nnb ^uli borgug\u00ea\u00efoeifc im gemifd)ten \u00a3>olge unb gern an ben [R\u00e4ubern be\u00e9> SBalbe\u00ea auf, gieljt\n2)a\u00ea ^jafel* ober SRottljuIjn (Bonasia sylvestris). i/3 ber nat. \u00aer\u00f6\u00a7e.\nfidb im 9fuguft nadh h^heren 3\u00f6albfteden gur\u00fcd unb m\u00e4hert ftd) allm\u00e4hlich ben 33eerenfd)l\u00e4gen, io\u00e4hrenb bie eingetuen -Jp\u00e4ljne ftd) gu ihren \u00a9treifg\u00fcgcn aufd)iden; im September begegnet man ihm an ben S\u00dfalbr\u00e4nbern unb in \u00a9eb\u00fcfdieu, fogar in ^aibegegenbeu, fatbo.nur bid^te \u00a9eb\u00fcfdje, bie 3uflud)t\u00eaorte, in ber SR\u00e4he finb; ioenn ba\u00e8 \u00a3aub gu fatten beginnt, berl\u00e4\u00dft e\u00ea gelo\u00f6hnlidj ben Saubholgtoalb unb gieht fid) nad) ben \u00fcftabelio\u00e4lbent gur\u00fcd; um biefe 3eit erfdheinen aud) bie alten \u00a3>\u00e4bne toieber in bem S\u00dfalbc; im Oftober trifft man bie k\u00fchner nur ba, too bie Ol\u00e4tter nicht fo ftarf fallen, unb io\u00e4hrenb be\u00ea St\u00f6inter^ enblid) begegnet man ihnen ioieberum im gemifd)ten SBalbe,","page":357},{"file":"p0358.txt","language":"de","ocr_de":"358\n\u00a9ie S\u00e4ufer. \u00a9cparrtoBgel. fftaucpfufjp\u00fcpner.\n3n ben \u00a9djtoeigeralpen p\u00e4lt eg ftep, tote \u00a9fepubi Berichtet, fcorguggtocife in beut unteren unb mittleren Salbg\u00fcrtel ber \u00a9ebirge auf, feiten auf ben Sorbergctt unb in ben gorftett ber \u00a9bene. \u00a9g ifi oft ber Begleiter beg Sltterpupneg, fc^eint aber augnapmgtoeife p\u00f6per gu gepen. 2lud) pier gicl>t eg bie SRittaggfeite biept betoalbeter einfamer Sergpatben allen \u00fcbrigen Orten t>or unb finbet ftd; oorguggmeife in fieinigten, mit Sacppotber;, \u00a3afel; unb \u00a9rlenb\u00fcfcpen bemaepfenen, ton S\u00e4cken burcpfloffenen, mit \u00a9annen unb SBir\u00efen befepten \u00a9ebieten. 3m korben fiebelt eg ftd^ im \u00a9ebirge, toie in ber \u00a9bene, in \u00a9\u00efanbinarien am ^\u00e4ufxgften am gufje ber norbifepen Silben an.\nOag ^afelpupn lebt in \u00a9intoeibig\u00efeit, pit fic^ gern berftedt unb mad)t ftep begpalb toenig bemer\u00eftidp. SRur fetten unb bieg guf\u00e4\u00fcig, ober toenn man fxd) babei [till unb berftedt p\u00e4lt, getoaprt man eg am p\u00e4uftgften nod) im Saufen, toenn eg, ton einem \u00a9eb\u00fcfd;e nadp bem anbern rennenb, einmal \u00fcber eine freie \u00a9teile pintoeg-mujj, ober in ber rauben Sa^regjeit aud; auf ben Sleften eincg Saumeg ftpeub, too eg ftd), toie auf bem \u00a9rbboben, toenn eg ipm gunt \u00a9ntfliepen gu fp\u00e4t b\u00fcnft, auf ft\u00e4rferen Sleften ber S\u00e4nge nad) ^inbriidt unb aud) ben fopf barauf pinfhedt, fobafj eg ftd; bem Uneingetoeipeten reept oft berbirgt. Son b\u00fcnnen 3toeigett mig ergreift cg geto\u00f6pnlid; ein anbereg S\u00dfettunggmittel: eg fliegt fd;ned toeg unb terbirgt ftd) im \u00a9eftr\u00e4uepe am Sobcn. 3m ruhigen Suftanbe jtpt unb gept eg fepr gebudt, wie ein fftebpupn, toenn eg ttnficper ift, aber mit mepr erhobenem unb im Saufen mit borgefiredtem \u00a3alfe. 3\u00abt 2a\u00abfe if* ungemein fcpne\u00fc unb getoaubt, and) \u00efann eg bortreffliep fprittgen. ,,3d) betaufd^te eing\", erg\u00e4bt SRaumann, \u201ebeim lugbeeren einer Oopne, toetd;eg mit \u00a7ilfe ber gt\u00fcget \u00fcber tier gufj feufreept in bie $\u00f6pe fprang, bie erfepnappten Seereub\u00fcfcpet in bie \u00a3\u00f6pe rijj, unb atg eg mid) in bemfelbcn 2lugcnblide getoapr tourbe, fd;nell bamU unter bie napen Sad;polberbeerb\u00fcfd;e rannte.\" Oie #enne tr\u00e4gt im Saufen bie toeuig terl\u00e4ugerten \u00a9d;eitelfebern glatt niebcrgelegt, to\u00e4prenb ber mit mepr Slnftaub einper; fepreitenbe \u00a3>apn bie \u00a3aube l\u00fcftet.\n\u201eOer gtug ift, toie bei anbern Salbp\u00fcpucrn, anftrengenb unb, toegen ber fepnurrenben, fepr gefd;toinben Setoegung ber hirgett, runben gl\u00fcgel, mit flattern \u00a9er\u00e4ufd; terbunben, gebt aber fd;tteller ton flatten atg ber beg 5luer= unb Sivfbupneg. Oag $afelpupn \u00fcbt ipu nid)t opne SRotp, fenbern l\u00e4uft lieber folange alg m\u00f6glid; auf bem mit \u00a9rag unb Mutern bebedten Soben fort, ja cg fud;t feibft ton ben S\u00e4umen perab nad; furgem ginge fein Serftcd toieber auf. 3m \u00fcbrigen pat ber gtug grofjc Slcpnlicpfe\u00fc mit bem ber SRebp\u00fcpner.\"\nOie \u00a9timme barf reichhaltig genannt toerbeu. 3R\u00e4nncpen unb Seibcpcn unterfd;eiben ftd) burd; fte nicht untoefentlicp, unb namentlid) bie Rennen taffen ticlfad) toed;fetnbe Saute bernepmen. Oie jungen einj\u00e4hrigen \u00a3\u00fcpner anbern, toie Sepen behauptet, ihren Sodruf mit bem guuehmenben ^tter big gum \u00a9eptember beg erften 3<tp\u00abg f\u00fcnfmal, \u00a9g ift fdjtoer, biefen \u00abRuf mit Sorten miebergugeben. \u00a9r beginnt im honett auf; unb abfteigenben Oigfant unb enbet in berfelben \u00a9onart mit einem l\u00fcrgeren ober l\u00e4ngeren \u00a9rider. Oie erftj\u00e4prigen \u00a3afelp\u00fcpner loden, folange fte gufammen in ber fette leben, einfach : \u201eP, pi, pi, pi\\ ^ ^ar bie \u00a3\u00e4pne ebenfo^tie bie Rennen, \u00a9inb bie 3uttgen fchon paaruitggf\u00e4pig, menu aud; nod) in ber fette, fo taffen fte einen \u00a9on Vernehmen, melier ettoa burd; ,,\u00a9ip\" ober \u201etipti\" auggebr\u00fcdt toerbeu \u00efann, fp\u00e4ter f\u00fcgen fte nod; einen br\u00fcten gu, fobaB ber gange \u00a9timmtaut ,,\u00a9ih tih\u2014titi\" ober \u201e\u00a9ip tip \u2014 tite\" \u00efliugt. Oer auggebitbete \u00a7apn pfeift ein f\u00f6rmtid;eg Siebdjcn, toeldpeg matt bur<h bie \u00a9ilbett \u201e4\u00dch tit;\ttoieber;\ngugeben oerfudht hat. Oicfer fRuf toirb \u00fcbrigeng meprfad; rer\u00e4ubert unb gtoar ebenfotoohl int Slnfange, alg am \u00a9nbe. Oie alte #enue unterfdjeibet ftd; burd; it;re \u00a9timme toon bent ^apne auffallenb unb l\u00e4fjt, namentlich toenn fte baronfliegt, einen fogenaunten S\u00e4ufer p\u00f6ren, toeldper fepr fein unb leife beginnt, immer lauter uttb breiter toirb unb enblid; in m\u00f6glicpft fd;itctl auf einattber fotgenben \u00a9\u00f6tten enbigt. Sepett \u00f6erfuept bag \u00a9auge burd; bie \u00a9ilbett \u201e\u00a9ititititititititi\u00efiu\u00ef\u00efiul; \u00efiul\u00efinl\u00efiul\" anggttbr\u00fcdett, unb fob eit bemerft, ba\u00a7 ipn bie 3\u00e4ger Oberbaperttg burd; bie Sorte \u201e3iep, giep, giep, bei ber \u00a3>ip in bie ^\u00f6p\" gu \u00fcberfepen pflegen.","page":358},{"file":"p0359.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3> a f e \u00ef p u p n.\n359\n$infidjt\u00efid) ber \u00a9tnneganlagen unb geiftigen ^\u00e4^tgleiten fielet bag ^afelpupn mit bent 23trf= pupne ungef\u00e4hr auf gleicher \u00a9tufe; fein d\u00dfefen unb feine Sebengart unterfcheibet eg aber Wefentlid) non letzterem. \u00a9g geh\u00f6rt nid;t 31t ben \u00a3\u00fct)nem; Weldje in \u00e4\u00dfieleljigfeit leben, fonbern h\u00e4lt ftch paar; nnb familiettWeife gufantmen. \u00a9epon int \u00a9eptember W\u00e2plt ftd) bei* junge -fpapn eine \u00a9ef\u00e4prtin, opne jeboep bie \u00dfette 3U oerlaffen; gegen bag p\u00fcpiapr pin trennt er fttf; mit ipr, nnt \u00a7ur prtpflangung 3tt fepreiteh. Aud) er pat eine \u00a9glge, Wie Auer; nnb Sirfpapn, taugt aber nid^t in ber augbrudg; ootlen dBeife, Wie bie genannten, fonbern begn\u00fcgt fiep, burep Aufricpten feiner \u00a9feitet;, \u00a3)pr; nnb ^cplfebern unb fe^r lebpafteg Frittern unb pfeifen ber \u00a9attin feine \u00a9efiiple htnbgugeben. ASenn er reept ^i%tg ift, pfeift unb tridert er oon \u00a9onnenuntergang an faft bie gange dtadjt pinburep big gunt fp\u00e4ten dRorgen ; babei fiept er geW\u00f4pn\u00eficp auf einem geeigneten SSaunte in mittlerer ip\u00f6pe ber $rone unb bie Rennen auf einem benachbarten; benn gum 33oben perab fommt ber balgenbe .Ipapn nur unmittelbar oor ber Begattung. \u00a3)ie \u00a3>enne fod um biefe 3eit ben $apn fo an ftdj gu feffeln Griffen, ba\u00a7 er fie leinen Augettblid oerl\u00e4fjt unb ftd) niept einmal burep bag pfeifen anberer jp\u00e4pne gn \u00aeampf unb \u00a9treit oerloden l\u00e4jjt, W\u00e4prenb er fonft einer berartigen Aufforberung unter allen Umft\u00e4nben itatpfommt. \u00a9rft loeun bie \u00a3>enne br\u00fctet, Wirb feine ^ampflufi Wieber rege ober hoch bemerfltd).\ts\nAm prtpflangungggefcp\u00e4ft nimmt ber .ipaptt Wenigfteng in einem geWiffett \u00a9rabe Antpeil. dtaep ber elften Begattung fuept ftep bie $emte einen nt\u00f6glid)ft gut oerftedten $lap unter \u00a9eb\u00fcfd) unb dteiferit, hinter \u00a9teinbl\u00f6den, im prrenfraut u. f. to., unb legt in eine dRulbe ipre fehr flehten, glattfchaligen, gl\u00e4ngenben, auf r\u00f6tplicpbrauitgelbem \u00a9ruitbe rotp unb bunfelbraun gefledten unb get\u00fcpfelten \u00a9ier, acht big gepn, and; Wopl gto\u00f6lf unb mepr an ber 3apl, unb bebr\u00fctet fte bret oode d\u00dfoepen lang fo eifrig, bafj man in ihre unmittelbare di\u00e4pe fommett fantt, ehe mau fte oeifheucht. d\u00df\u00e4prettb fte fipt, unb folauge bie jungen noep fleht ftnb, treibt ftd) ber .^apit ttad) eigenem belieben umher, gumeift aderbittgg in ber dt\u00e4he ber \u00a9attin, gutoeilen aber aud) in entfernteren \u00a9trieben, gu benen it;n ber Sodtoit eiiteg anberen $apneg gerufen, unb erft toernt bie jungen gr\u00f6\u00dfer getoorben, fiubet er fid) toieber bei ber Familie ein, um fortan berfelben alg treuer pprer unb d\u00df\u00e4djter gu bienen. 2)ag dtejt ift \u00e4uferft fd)toer gu fittben, tocil fein \u00a9taubort ftetg mit gr\u00f6\u00dfter 3$orftd)t geto\u00e4l)lt toirb, unb bie \u00a3entte bei Ann\u00e4herung eitteg ^eittbeg nid)t baOoit ptnft unb flattert, fonbern f\u00abh fttd unb ger\u00e4ufd)log pinWegfcpleidjt, ja f\u00f6rmlich pinWegftieplt, to\u00e4hrenb fte, toeutt fie bie \u00a9ier aug freien \u00a9t\u00fcdeu Oerl\u00e4fjt, nie Oerfehlt, biefelben mit ben dtiftfloffcn forgf\u00e4ltig gu bebeden. Aud) bie auggefdppften jungen ioerben nur guf\u00e4dig einmal bemerft. dead) ihrem \u00a9intritt ittg Seben hubert fte bie \u00a7enne ned) eine 3dt laug im \u00fcRefte, big fte oodfomnteit abgetrodnet jtnb; bann f\u00fchrt fte bie $inberfcpar balbm\u00f6glidjft geeigneten d\u00dfeibepl\u00e4pett gu. \u00a9obalb fte \u00a9efaljr Wittert, gebraud)t fte ade dkrfiedunggf\u00fcttfte, Wedpe itt iprer Familie \u00fcblidj ftttb, unb bie flehten, ben \u00a9rbboben t\u00e4ufdjenb \u00e4hnlid) gef\u00e4rbten B\u00fcchlein br\u00fcden ftch fo gefd)idt gWifcpett dRog unb &raut, \u00a9teine, SSautnWurgelit unb bergleid)en, bajj Wopl bie feine dtafe eitteg pd)fcg ober .\u00a3j\u00fcpuerhunbcg, nicht aber bag Auge eitteg dRenfcpen fte ioahrttehmett fatttt.\nAnf\u00e4nglich werben bie \u00c6\u00fccpleitt att fottttige \u00a9tedett gef\u00fchrt, unb hier faft augfdjliejjlid) mit \u00c6erbtpieren ern\u00e4hrt; fp\u00e4ter nehmen fie biefelbe Nahrung gu fid), Wie bie Alten, ttod) immer oiele ^erbtpiere, aber and) 23cerctt, \u00a9ragfpipett, Sl\u00e4tterfuogpen uttb Sl\u00fctpeubl\u00e4ttdjeu ber oerfchiebettett ^flatigeit. \u00a9ie lernen fcl)r halb fliegen uttb oertaufdjett bann ihren n\u00e4chtlichen dtupeplap unter ber SJluttcrbruft mit ttieberen ttttb h\u00f6heren 23aum\u00e4ften, auf betten fie fid) bicht neben uttb nod) theilweife unter bie SJcutter niebergufehen pflegen. dRit beut pugbarWerbett trifft nun aud) ber 23ater Wieber bei ber pmilie eitt, uttb nunmehr bilbet bie gauge \u00a9efedfdjaft ein \u00a9efperre, Weld)eg big'gunt iperbfte treu gufamtuenh\u00e4lt.\nSeiber Wirb bag ^afell)uhn Oott gu %al)V felteuer, Wenigfteng bei ttttg gu Sattbe, troh beg ihm abfeiteng ber dReufchett gern gew\u00e4hrten \u00a9djitheg. \u00aete d\u00eeaubf\u00e2ugethierc unb \u00dctaubo\u00f6get m\u00f6gen oiele Suttgett Wegttehmett; cg m\u00fcffett aber aud) nod) anbere llrfad)ctt gu biefer in tnaudjer ^>inftd)t auf;","page":359},{"file":"p0360.txt","language":"de","ocr_de":"360\n\u00a3ie S\u00e4ufer. \u00a9djatrsBgel. 9laucljfu\u00dfl)\u00fcljner.\nfadenben Serminberung beitragen. Sielen \u00a9egenben, too eg fr\u00fcher^afelpljner gab,finb fie jefct Ser; fdjtounben, o^ne ba\u00df man eigentlid) fagen fann, toarum. dagegen toanbern fte in einzelne Salbungen and) toieber ein, gut grettbe beg S\u00e4gerg. \u00a9oift eg gefdjepen in einigen SS\u00e4lbettran bem f\u00fcblidfjen Strange beg (Srggebitgeg, toofelbft man gegento\u00e4rtig bereitg toieber namhafte f\u00c7\u00ef\u00fcge antrifft. SDa, too bag \u00c7afetyu\u00efjn \u00c7duftg ift, toirb eg in Stenge erlegt; benn fein SBilbpret ift unbeflritten bag f\u00f6ftlidjfte, toeldjeg bie Drbnung ber \u00a9cfyarrS\u00f6gel ung \u00fcberhaupt getourt: eg toirb son Kennern bent beg gafang ober bem ber \u00a9achtel nod) entfd)icben sorgegogen. SDie S<*g*> toirb enttoeber mit \u00a3ilfc beg Sorfteljljunbeg ober, unb too^l mit gr\u00f6\u00dferem Vergn\u00fcgen, Sermittelft ber fogenannten Sod\u00e9 betrieben. Severe ift eine S\u00dffeife, auf toeldjer ber dtuf beg #a^neg t\u00e4ufcfyenb nadjgealjmt unb jebeg fampfluftige St\u00e4nndjcn perbeigegogen toirb. \u00a9l\u00fcdlidjertoeife geh\u00f6rt gu biefer SaS^td e^ne \u00f6etoiffe \u00c4unfifertigfeit ober mit anbern S\u00dforten ein j\u00fcnftiger S\u00e4ger.\n2Bie bei anberen #\u00fc$nern erregen \u2019bie lebten fd)\u00f6nen \u00a3>erbfttage aud^ bag #afel$u$n, unb machen eg geneigt, mit anbern \u00a9eineggleitijen gu f\u00e4mpfen, gu ftreiten. SDiefe fogenaunte \u00c6ampfgeit to\u00e4^rt Sou ben erften Sagen beg \u00a9ept ember an big gu (Snbe Oftoberg, unb fte.ift eg, toefdje gur Sagb benujd toirb; namentlid) bie erften Sage beg \u00a9eptember finb l)iergu geeignet, fa\u00ef\u00efg bie Witterung g\u00fcnftig ift. \u00a3>er S\u00e4ger, toeldjet auf ber Sode mit Erfolg $af eigner jagen toid, mu\u00df nidb)t nur bie Sagbart, fonbern aud) ben SSalb genau fennen; benn bie ^auptfad^e ift unb bleibt, ftd) einen geeigneten \u00a9tanbort gu toasten unb to\u00e4ljrcnb beg \u00a9attgeg m\u00f6glidfjft toenig \u00a9er\u00e4ufdj gu ser^ urfad)en. S\u00ab ber gr\u00fcbe beg Storgeng rnadjt mau ftd& auf, fdjleidfjt burd) ben SBalb, unb ftedt ftdb ba, too man ipafellj\u00fcpner toei\u00df ober serniut^et, pinter einem \u00c7odbfd)aftigen Saume auf. ^auptbebingung beg \u00a9tauborteg ift ein imltmfreife son btei\u00dfig \u00a9djritten freier, b. p. nid^t mit \u00a9eftr\u00fcpp ober \u00abjpaibe bebedter Soben, toeil ber Ijerbei gelodte ^jafelpaljn nid)t immer geflogen, fonbern fe^v oft gelaufen fommt, bann felbfiserft\u00e4nblidp jebe \u00a3)edttng benu^t unb regelm\u00e4\u00dfig ben \u00a9dfj\u00fcfeen eper entbedt, alg biefer fein SGBilb. SDer fdjulgeredjte S\u00e4ger ftedt ober leljnt ftd, uadjbem er ben paffenben \u00a9tanbpunft gefuttben, an feinen Saum, bringt fein \u00a9etoeljr son ber \u00a9djulter in bie ipanb, fpaitnt ben \u00a3>aljn, nimmt bie Sode unb ruft nun gun\u00e4dft atg j\u00fcngerer \u00a3afe\u00ef\u00efja\u00efjn. Sei giinftigem S\u00dfetter fommt ber get\u00e4ufdjte \u00a3al)n auf ben erften Sou geflogen itnb gtoar fo fd)ned, ba\u00df ber S\u00e4ger fauni Seit f)at, bie Sode aug bem Stunbe gu neunten. (Sr erfennt aug ber gr\u00f6\u00dferen ober geringeren \u00a9t\u00e4rfe beg Slufbraufeng, ob ber \u00a3aljn sou einem Saume auf ben anberen geflogen ift ober ftd) son bem Saume auf bie (Srbe getoorfen \u00efjat, toei\u00df alfo im Soraug, Sou toeldjer \u00a9eite fein S\u00dfilb anfommen toirb, ftedt ftd) g\u00fcnftig gured^t, lodt nod) einmal, um jenem bie \u00a9tede genau gu begeidjnen, ftef)t fd)ti\u00df fertig nad).ber betreffenbeit \u00a9egenb f)in unb toirb fo in ber d\u00eeegel ben anfommenben $apn fd)on son toeitem toaljrneijmen f\u00f6nncn. S\u00e4uft biefer auf bem Soben ba\u00c7in, fo toartet ber \u00a9d)\u00fcb, big er fjinter eine Saumtourgel ober pinter eine (Srbsertiefuug tritt, benutzt bief en Slugenblid gum 2Infd)Iag, gielt genau, rul)ig unb br\u00fcdt ab, fobafb ber #a$n auf funfgebn, gtoangig ober l)\u00f6d)fteng breiig \u00a9djrittc gum Sovfcpein fommt; benn eg Ijanbelt fid) aud) barum, ba\u00df legerer im g\u00eaner gufammenbrid)t, ba ein angefd&of* feneg \u00a3u^n faft regelm\u00e4\u00dfig serloren geljt, fei eg, inbem eg fiep unter eine Saumtourgel Serfriedd ober in Steg sergr\u00e4bt, ober fei eg, inbem eg fliegenb einen bid)t\u00e4ftigen Saum erreicht, iu beffen ^rone eg ftd) big gum Serenben serbirgt. 2luf ein \u00a3>afellju^n, toeldjeg nid&t naf> unb beutlid) gu fe^en ift, barf nie gefdfjoffen toerben. \u00aeommt bag S\u00dfilb niept uadfj bem erften Soden, fo mu\u00df ber S\u00e4ger toenigfteng f\u00fcnf Stinuten lang ruljig fi^en, besor er toieber ruft, toeil er iu ben meiften g\u00e4den anuet)nien barf, ba\u00df fein SBilb bie Sodung bod\u00a3) sernommen unb bann Son felbft fommt, um mfy gufe^en. gliegt ber #aljn auf ben Sodruf Ijerbei, fo mu\u00df iu bemfelbeu Stugenblid, in toeld)em er ftcb auf ben Saumaft toirft, gefdjoffen toerben; beim fobalb ber S\u00f6gel ben Stenfd^en toa^ruinimt, gc^t er auf unb bason. (Sin alter \u00a3al)tt, toeldjer fr\u00fcher burd) Serfcpeucbung, ge^lfc^\u00fcffe ober unridljtigcg Soden betrogen unb mi\u00dftrauifd) gemacht tourbe, fommt toeber ge^enb, nod) fliegenb unmittelbar auf bie Sode, fouberit l\u00e4uft ober fliegt in foldjer Entfernung runbunt, ba\u00df man feiten gum \u00a9db>u\u00df fommt. Sodt ein J^afel^a^n entgegen, fo toid er bamit fagen, ba\u00df er nidjt Suft ober","page":360},{"file":"p0361.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3>af ettyufyu. 5\u00dfrainel)ufyn.\n361\nSHuth hat, fofort zu erfdjeinen. Oanu hei\u00dft eg f\u00fcr ben S\u00e4ger gebulbig harten; bod) tljut er moljl, menu er eins ober ztoeimal lodt, um jenem feinen \u00a9tanbpun\u00eft m\u00f6glidjft ridjtig angubeuten. Oer .Jpafelljahn antwortet barauf gem\u00f6hnlid) nod) einigemal unb \u00fcerftumntt mieber. Slber nad) f\u00fcnf big zehn \u00e4Jlinuten gefdjieljt eine Ueberrafclmtig. SJlan prt pl\u00f6\u00dflid) Slufbraufen; ber $at)n lommt in einem Suge hevan unb mirft fid) Dor bie f^\u00fc^e beg S\u00e4gerg, oft mit foirer \u00a3>eftigfeit, ba\u00df oor\u00efjanbeneg, trodeneg Saub f\u00f6rmlich aufftiebt. Sk ber feften Ueberjeugung, auf biefem f\u00fcnfte feine ^ameraben ju ftrtben, bemerft er gtrar \u00a9tmag, meld)cg nid)t au\u00ebfte^t mie \u00ab\u00a3)oiz, ernennt aber hoch nic^t fofort ben SJtenfdjen, unb fd)idf fid) bann langfam gum Sfbmarfd) an. liefen Slugenblid ber Verbl\u00fcfftheit mu\u00df ber S\u00e4ger gum \u00a9touffe beuu\u00dfen. \u00a9er\u00e4tl) ber \u00a9d)\u00fc\u00df gViaifd^ert bielc Jpafellj\u00fchner, meldje getrennt einzeln ober paarioeifc in h\u00f6rbarer SBeite Don einanber fid) befinben unb runbum gleichzeitig autmorten unb loden, fo fournit auf feinen Slnruf nur zuf\u00e4llig ein Zpafelhuhn herbei. Oer ge\u00fcbte S\u00e4ger mei\u00df aber in foldjen f\u00e4llen Sftatlj, inbem er alg -fpenne lodt; bann mirb eg ruhig, unb er faun nunmehr feine Sagb beginnen. Oft gefd)ieht eg, ba\u00df er Don einem unb bemfelben \u00a9taubpunfte aug mehrere jp\u00e4ljne erlegt; beim ber $nad beg \u00a9emdjrg ft\u00f6rt biefe nicht, folange ber S\u00e4ger feinen \u00a9taub nicht oerl\u00e4\u00dft, ober fid) \u00fcberhaupt nicht betoegt. Oieg barf erft gefd)ehen, kenn fid) ber \u00a9djii\u00df einem zweiten \u00a9taube zumenbet.\n\u00a90 befd)reibt Sepen biefe anziehenbe Sagb.\n\u00a9efangene Zpafellj\u00fchner gelo\u00f6hnen fich z^ar leicht an ein \u00a9rfapfutter, merbeu aber feiten zahm. Sm Anf\u00e4nge ihrer \u00a9efangenfdjaft finb fie entfehlid) \u00e4ngftlich, unb meint ber 9(iaum, in bem man fic h\u00e4lt, nid)t gro\u00df genug ift, rennen fie fich beim \u00a9rfd)eiueu cineg 2)lenfd)en zu Oobe. \u00a9iitb fie jebcdj einmal eingem\u00f6hnt, unb haben fich uiit ihrem Pfleger befreunbct, fo erfreuen fie biefen auf bag h\u00f6chfte; bctm fie bleiben auch im Seifig anmuthig unb liebengm\u00fcrbig.\nUnter ben Dtaud)fu\u00dfh\u00fchnern Sftorbamerifa\u00ea gibt eg mehrere, melde unferem Sluem unb Virfgefl\u00fcgel big auf bie \u00a9r\u00f6\u00dfe unb garbenDertheilung \u00e4hneln; anbere aber befunben ein burdjaug felbft\u00e2nbige\u00ea \u00a9epr\u00e4ge. Unter ihnen fcheint mir bag S\u00dfrairichuhn (Cupidonia americana) einer befonberen Slugzeidjnuug mertlj. Oie \u00a9ippe, meld)e e\u00bb Dertritt, unterfdjeibet fid) Don anbern SSalbh\u00fchnern hauptf\u00e4d)lid) burd) z^ei lange, aug ungef\u00e4hr- ad^pn fdfjmalett Gebern gebilbete \u00dc8\u00fcfd)cl, bie zn beiben \u00a9eiten beg #alfeg herabh\u00e4ngen unb hiev uadte ^autftellen bebeden, meld)c mieberum bie Sage Don blafeuartigen, mit ber Suftr\u00f6ljre in Verbinbung ftehenben Zpautf\u00e4den bezeichnen. Oie \u00a9efd^lechter unterfd)eiben fich faitm in ber F\u00e4rbung, fonbern h\u00f6d)fteng baburd), ba\u00df bie \u00a9d)inudfebent beim \u00fcft\u00e4nudjen l\u00e4nger finb alg beim S\u00f6eibdjen. Sm \u00fcbrigen \u00e4hnelt bag ^rairiehuhn hiufrchtlich feineg Seibegbaueg bem Sluerhuljne;, bod) ift ber aug achtzehn breiten, Zugerunbeten Gebern beftehenbe \u00a9djioanz Derh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig \u00ef\u00fcrzer alg bei jenem; im Sfittig ift bie Dierte \u00a9djminge bie l\u00e4ngfte unb bag \u00dfopfgefteber einigerma\u00dfen Derl\u00e4ngert.\nOie Gebern ber Oberfeite ftnb fdjmarz, bla\u00dfrotlj unb mei\u00df, bie ber Unterfeite bfa\u00dfbraun unb mei\u00df in bie Ouere geb\u00e4nbert, moburdj ein fdjmer zu bef<hreibenbeg \u00a9emifd) gebadeter f\u00e4rben entfteht; ber Vaud) ift mei\u00dflid); bie \u00a9cpmungfebern finb graubraun, ihre \u00a9dj\u00e4ftc fepmarz, ihre Slu\u00dfenfapneit r\u00f6tblich gefledt, bie \u00a9teuerfebern bunteigraubraun, mit fd)muzigrnei\u00dfem \u00a9pipeitfaume, bie Gebern ber SBangeng\u2019egenb unb \u00dfcple gelblich, ein Vanb unter bem Singe braun, bie langen Gebern am #alfe fntb buidelbraun au ber \u00e4u\u00dferen, bla\u00df gelbroth an ber inneren fyapne. Oag Sluge ift faffee; braun, bie Vrau fdjarladjrotp, ber \u00a9cpnabel bunfelpornfarben, ber $u\u00df, fotoeit er nadt, orangem gelb; biefelbe F\u00e4rbung zeigen aud) bie nadten ^he^c am ^interhalfe. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 18, bie Vreite 30, bie gittigl\u00e4nge 55/6, bie \u00a9^manzl\u00e4nge 4V2 30\u00cf\u00cf.","page":361},{"file":"p0362.txt","language":"de","ocr_de":"362\n\u00a9te S\u00e4ufer. \u00a9dfjarrDogel. fRau^fu^\u00fc^ner.\nHeber bie Seben\u00eaireife be3 5)]ramel)u^ue\u00ea ^abcn i\u00fciv burd) 2Bi\u00effott, 21 u bubon, dintta\u00eft unb Slttbere ausf\u00fchrliche 2CRitt\u00a7eilungen erhalten unb au\u00dferbem tu ber testen Seit nielfad) \u00a9elegenbeit gehabt, in unfern \u00a9Tierg\u00e4rten \u00a9efangeuc ju beobachten.\n\u201e2llS ich guerft in \u00c6entudt) OerroeiTte\", fagt 2'lububon, beffen \u00a9djilberung id? rorgugStreife benn|en ioerbe, \u201etrar ba\u00ea 5prairieTnTn fo h\u00e4ufig, ba\u00df mau fein SBilbpret nicht h\u00f6her fdj\u00e4fcte a\u00efs getr\u00f6fmlidieS \u00c7leifcf), nnb fein trirflicber S\u00e4ger eS f\u00fcr tr\u00fcrbig \u00efjelt, barauf S<*9& Su ma$en* blau fah biefe ^\u00bb\u00fc^ner mit berfelben SJli\u00dfguitft an, trie in anbern \u00a9Teilen ^er bereinigten \u00a9taaten bie ^r\u00e4^cn, nub gtrar in $olge ber berTeerungen, treize fte auf $ntd)tb\u00e4umen unb in \u00a9\u00e4rten tr\u00e4Trenb be\u00ea S\u00dfinterS ober auf ben Reibern im Saufe beS \u00a9ommerS anrid^teten. \u00a9)ie bauerfinber ober bie SRegerbuben traren rombtorgen bis gunt 2Ibenb befch\u00e4ftigt, mithilfe non klappern bie untridfontmenen \u00a9\u00e4fte gu nertreiben, nnb aHer^anb fallen unb \u00a9djlingcn trttrben gebraudjt, um fte\n2)a3 ^raitietjufyn (Cupidoriia americana). 1/3 &er not. @r\u00f6\u00a7e.\nju fangen. Sn jenen \u00a9agen gefchah eS h\u00e4ufig, ba\u00df gur bMnterSgeit ^3ratrteh\u00fchnev inS \u00a9dj\u00f6ft ber bauern famen unb I;ier mit ben #\u00fchnem fra\u00dfen, ba\u00df fte fid; auf ben K\u00e4ufern freitridig niebertie\u00dfen ober in ben \u00a9tra\u00dfen beS \u00a9orfeS umherliefen. Sch erinnere mich, ba\u00df man mehrere in einem \u00a9tade fing, tretcTen fte freitridig aufgefucht Ratten, G\u00fctern nachfoTgenb. Sm Saufe beffclben Sinters erlegte ein ftreunb non mir riesig \u00a9t\u00fccf non ihnen, gu bem eingigeu Strecfc, um ftch im b\u00fc<hfen= flie\u00dfen gu \u00fcben; bentt er hielt eS nicht ber bl\u00fche ioerth, bie erlegten aufguttehnten: fo \u00fcberf\u00e4ttigt mar er unb ade \u00a9lieber feiner Familie mit bem SBilbfn-et jener #\u00fchner. bleine eigenen Wiener gogett fetten \u00a9peef bent braten ber ^Srairieh\u00fchuer entfchiebeit nor.\"\n\u00a9tiefe \u00a9rg\u00e4hlung ftingt auffadettb genug, trenn matt trei\u00df, ba\u00df fte ftd) auf baffelbe Sattb begie\u00dft, itt ireldjent man ror f\u00fcnfunbgtrangig (je^t fedjSgig) SaTven ^aS \u00aet\u00fccf tiefer -f?\u00fchuev f\u00fcr einen \u00a9ent fanfen fottnte, gegentr\u00e4rtig aber fattnt ein eingigeS gefttnben trirb. 2lud) bie btwrieh\u00fchuer T^ben","page":362},{"file":"p0363.txt","language":"de","ocr_de":"$J5ratrie\u00ef>ufyn.\n363\n$entucft) oerlaffen uub giel)en (id), toie bie ^nbtancr, ioeiter unb heiter nach SSeften guriid, ntn ben SJZorbge\u00ef\u00fcften beg toei\u00dfen 9J\u00eeattueg 31t entgegen. 3u ben \u00f4ft\u00efid)cn \u00a9taaten, too fie nodj oorbanben ftnb, ban\u00efen fie i\u00efjv Veftebeu nui* Scigbgefe^ett, ioe\u00efdfe man 31t invent \u00a9djufee erlaffeu \u00a7at. Oer S\u00e4ger, toeldjer fie nod) in S\u00eftaffe finben toill, mu\u00df \u00efoeit nad) SBef\u00eeen gieren ; beim and) gegen, to\u00e4rtig nod) io\u00e4brt bie Verfolgung fort, unb bicfelbe \u00aelage, toeldje 2\u00efububon attgfprad), gilt l)eute nod).\n2\u00efbtoeid)enb Oon ben Bilder befdfriebenen \u00c7ami\u00efien\u00fcertoanbtcn beOorgugt bag V^airiel)u|n ioalb. unb baumlofe \u00a9benen allen \u00fcbrigen \u00a9tridjen unb oerbient alfo ben i\u00a7nt erteilten Stauten. \u00aeitrre, fanbige \u00a9treden, tocld)e nur fp\u00e4rlid) mit Vufdftoerf beftanben, aber mit \u00a9rag betoadffen finb, bilben feinen 2lufeutbaltgort; oon bem bebauten Sanbe giebt eg ftd) febod) nid)t gurnet, fonbern fud^t gelber eher auf, ioeil fie ihm reid)lidbe Ota^rung gem\u00e4\u00dfen. 2Jtel)r alg anbere Staudjfu\u00dfb\u00fcbner gleicher \u00a9r\u00f6\u00dfe ift eg auf ben Voben gebannt; eg b\u00e4umt b\u00f6djfieng, um Veerett unb $r\u00fcdjte bon V\u00fcfdjen unb V\u00e4utnen abgupfl\u00fcdett ober bei fel)r fernerem S\u00dfetter; benn aud) bie Stacht oerbringt eg in ber Oiefe gtoifdjen \u00a9rag unb \u00a9eftr\u00fcpp. Sm SDBinter tritt eg \u00a9treifg\u00fcge an, toeld)e man in getoiffem \u00a9inne ^S\u00e4uberungen neunen fantt, toeil fie einigerma\u00dfen regelm\u00e4\u00dfig gefd\u00dfje^en ; bodj Ijaben fie blog ben gtoed, g\u00fcnftige SSeibepl\u00e4p attfgufud)en unb io erben begljalb and) feinegtoegg \u00fcberall, fonbern nur l)ier unb ba unb in geioiffen V\u00dfintern auggef\u00fc^rt, foba\u00df oiele S\u00ab8er unfere ip\u00fcbner mit Stedjt alg \u00a9tanbioilb anfe^en.\nSn feinen Vetoegungen erinnert biefeg \u00a9eff\u00fcgel oielfad) an unfer ^aug^u^n; eg ift plumper unb fd)toerf\u00e4!liger alg bag gierige ^afel^u^n. SSemt eg pl\u00f6felidj geft\u00f6rt toirb, ergebt eg fidb> ; ioenn eg aber ben Verfolger oon fern ioaljrnimmt, uub ber Staunt oor i\u00a7tn offen ift, l\u00e4uft eg mit gr\u00f6\u00dfter \u00a9tie baoort, einem ber n\u00e4djffeu \u00a9ragb\u00fcfdje ober Vufd)bidid)te gu, oerbirgt fid) \u00a3>ier uub br\u00fcdt fid), big iljm ber S^9e^* !e^' nedfe \u00efommt. Stuf frifd) gepfl\u00fcgten gelbem fab eg 21 ububon mit alter SJtadft unter 3wl)ilfcuat)me ber Fl\u00fcgel bat)inrenncn, l)inter gr\u00f6\u00dferen \u00a9d)ollen fidj nieberbritden unb bann toie burd) 3mtberei aug bem 2luge oerfd)ioiubcu. Stuf biden Vaumgtoeigen beioegt eg fid) mit \u00a9efdffd, auf fd)io\u00e4dberen erh\u00e4lt cg fid) nur mit .fpilfe ber Fl\u00fcgel im \u00a9lcid)getoid)t. \u00aeer $lttg ijt fr\u00e4ftig, regelm\u00e4\u00dfig unb gientlidj ffdfftetl, aud) red)t ant)altenb \u2014 gutoeilcn fliegt bag $\u00dfrairiebul)u mehrere SJteilen toeit in einem Buge \u2014 bag \u00a9d)toingenger\u00e4u(d) minber laut alg bei anbent Stand), fu\u00dfpbnern. \u00a9g bemegt ftd) burd) bie Suft mit toieberbolten \u00c7l\u00fcgelfdjl\u00fcgen, auf ioeld)C bann ein langfameg \u00a9leiten, bei ftarf niebergebeugteu \u00a9dffoiitgeu, folgt; io\u00e4l)renbbem pflegt eg bag unter it)m liegenbe \u00a9ebiet gu \u00fcberfeinen. Veim 2lufftel)eit ruft eg getooplidf) oier. ober f\u00fcnfmal nad) einanber. Von bem ^itubc l\u00e4\u00dft eg (ich nidjt ftelleu; eg fud)t lieber fein \u00a7eit in ber Sflucbt, uub erbebt fid) ioo m\u00f6glid) in ioeiter \u00a9ntfernuitg oon bem \u00a9d)\u00fcf$en.\nSDie geio\u00f6bnlid)e \u00a9timme beg ffkairiebubneg unterfd^eibet fidb ioenig oon ber unfereg \u00a7aug. bubtteg; io\u00e4t)venb ber ff$aarungggeit aber l\u00e4\u00dft ber .ipabn b\u00f6d)ft eigentb\u00fcmlidje Saute oerttebmen. \u00a9r bl\u00e4ft bie Suftf\u00e4de gu beiben \u00a9eiten beg \u00a7alfeg auf, foba\u00df fie in \u00a9eftalt, $arbe unb \u00a9r\u00f6\u00dfe einer deinen Orange \u00e4l)netn, biegt ben \u00aeopf gum Vobeit b^vab, \u00f6ffnet ben \u00a9dbnabel unb ft\u00f6\u00dft nad) einanber mehrere, halb lauter, halb fd)to\u00e4cber rollenbe SO\u00f6tte aug, ioeldje benen einer gro\u00dfen Orommel nid)t gang itn\u00e4l)nlid) ftnb; hierauf erbebt er fidb, f\u00fcllt bie Suftf\u00e4de oon neuem uub beginnt ioieberum gu \u201etuten\". 2lit einem ff$rairiebal)ne, ioeld)en 21 u bub ou gal)m hielt, bemertte er, ba\u00df bie Ouftf\u00e4de nad) bem 2lugfto\u00dfeit fetter V\u00f6ne ihre Stunbuitg oerloreit unb einen 2lugenblid lang ioie geborftene Vlafett augfabeit, aber ttadb ioenigen \u00a9efuubcit ioieber ihre Sf\u00fctle erlangt bitten. Oieg oeranla\u00dfte ihn, bie Suftf\u00e4de oermittelft einer Stabei gu \u00f6ffnen, unb bag \u00a9rgebni\u00df toar, ba\u00df ber Vogel jene Saute nicht mel)r bev\u00f6orbringen tonnte, \u00a9in ^abn, bei loeldfcnt unfer \u00c7orfdjer nur eine 3eHc ge\u00f6ffnet bcitte, oermod)te ttodf) gu tuten; bie Saute ioarett aber oiel fdb>U>\u00e4d;er alg fr\u00fcher, \u00a9obalb bie 5\u00dfaarungg; unb ^ampfgeit ooriiber ift, fd^ntmpfen bie Sttftf\u00e4de gufammett, uttb to\u00e4l)venb beg ^perbfteg ttnb VSinterg b^ett fie fidb bebeutenb oerringert. Vei jungen ^\u00e4t)neit treten ffe mit 2luggattg beg erften SBiuterg in Ob\u00e4tigfeit, oergr\u00f6\u00dfern fid) aber ttod> mit ben S\u00abbvett me^v un^ lne\u00a7r*","page":363},{"file":"p0364.txt","language":"de","ocr_de":"364\nOie S\u00e4ufer, \u00a9djarr\u00fc\u00f6gcl. Staudjfu\u00dfb\u00fcbiter-\nOie Slefung beg gfratrie\u00efjubneg befielt ebenfotoob\u00ef aug ^ffangenftoffen tote aug \u00c6\u00efeingetbier ber berfchiebenften S\u00efrt. 3m Saufe beg \u00a9ommerg toerbett SBiefen unb- $ornfe\u00efber, im $erbfte bie \u00a9arten unb SBeinberge, im SCBinter \u00a9egenben, in benen eg toiete Beeren gibt, aufgefuchi Leeren aller S\u00efrt liebt biefeg #ubtt -gang ungemein, unb ihnen gu \u00a9efa\u00fcen befteigt eg bie SBipfel ber \u00a9eb\u00fcfdje, toelcbe fie berborbrtngen ; aber and; SBaumfr\u00fcc^te, g. 93. Siegel, besagen ihm fe^r. \u00a9etreibe alter Slrt bitbet einen \u00a3auptt\u00c7e\u00fc feiner Stabrung ; eg fri\u00dft ebenfotoob\u00ef bie jungen \u00a9pi^en ber flatter, toie bie reifen borner beffetben; be^atb \u00cfarut eg im $e\u00efbc toie im \u00a9arten redjt laftig toerben. Stnbererfeitg nn^t e\u00ea aber auch toieber burdj Slufgebren bon fcf>\u00e4blicf;en Werfen, \u00a9chneden unb bergleidjen. Vefonberg. ergibt fd^eint eg auf ^eufd&redfen gu fein, unb toenn ein \u00a9lieb ber \u00a9efellfdjaft fotzen fetten SSiffett erfo\u00e4bt bat, rennen alle \u00fcbrigen hinter itjm brein, um too m\u00f6glich an ber SJtablgeit tbeilgunebmen. Oa\u00df eg anbere \u00ae erbittere, namentlich Slmeifenbaufen, aud) nid)t berfdjm\u00e4bt, brandit faunt erto\u00e4tjnt gu toerben.\n\u00a9egen ben SBinter bin fdjl\u00e4gt ftd^ bag ^rairie^u^it ba, too eg pnftg ift, in gasreiche $l\u00fcge gufamnten, toetdje ficb erft mit Slnbrud) beg ^r\u00fct)Iing\u00ea toieber gerfprengen. Oieg gefehlt, foba\u00efb ber @d)nee gefdjmc\u00efgen ift unb bie elften \u00a9ra\u00eab\u00ef\u00e2tter ftc^ geigen ; eg bleiben bann jebod) immer nod) Oruftyg bon gtoangig unb mehr \u00a9t\u00fcden bei einanber. 3fbe biefer \u00a9efettfd)aften erto\u00e4fft fid) jejd einen befonberen S\u00dflafc, auf toetd;em fie t\u00e4glich gufanimenfommt, um bie nunmehr beginnenben Siebegfpiele unb O\u00e4nge aufguf\u00fcbren. \u00a9rrcgt burdj ben S\u00dfaarunggtrieb, fliegt bag Slt\u00e4nnchen, ehe nod) ber erfte \u00a9djimmer beg Oageg im Often ftc^ geigt, eilig jenen Valgpl\u00e2^en gu, um bie Gebens buffer, toe\u00efd^e bort ftcf) einfinben, gum Kampfe t)erau\u00eaguforbern unb mit ihnen gu ftreiten. \u00a9g tr\u00e4gt in biefer Seit fein $od)geit\u00eaf(eib, unb gtoar mit einem \u00a9elbftbetou\u00dftfein, toeing bon feinem anbern Vogel \u00fcbertroffen toerben fann. 3eber eingetne \u00a3a\u00efjn fpreigt ftd^, fobie\u00ef\u2018er fann, jeber eingetne btidt boit Verachtung auf ben anbern tjerab, unb jeber gebt mit ben ftolgeften \u00a9eberben an bem anbern bor\u00fcber. Oag \u00a9fuel ift auggebreitet unb nach borto\u00e4rtg \u00fcbergebogen, bie f\u00e4cherf\u00f6rmig gereiften gebern fielen bom \u00a3a\u00effe ab, toie eine gefteifte #algfraufe, toei\u00ef bie orangegetben 8uft= beptter jefct gu \u00c4nge\u00efn aufgeblafen ftnb, bie \u00a9djtoingen toerben, toie bei anbern batgenben ^ii^nern, bom Seibe ab unb gefen\u00eft getragen unb auf bem Voben unter \u00abh\u00f6rbarem \u00a9er\u00e4ufd^ gesteift, ber former toirb niebergebr\u00fcdt, nnb fo rennen fie eilig neben einanber baljin nnb gegen einanber log. 3tjre Singen teuften bon \u00dfampfegluft, bie erm\u00e4hnten fonberbaren Saute, toeldje burd) jene SSeh\u00e4lter nterfto\u00fcrbig berfi\u00e4rft toerben, erf\u00fcllen bie Snft, nnb ber erfte Sodton einer \u00a3>cnne gibt bag Beiden gur \u00a9flacht. Oie f\u00e4mgfenben \u00a3>\u00e4bne geben gegen einanber an, f bringen fu\u00dfbod) bom Voben empor, abgefc\u00a3>lagene Gebern toirbe\u00efn bernieber, nnb eingetne Vlutgtropfen, toeldje bon bem gerfra^ten #alfe bevabriefeln, betoeifen gur \u00a9en\u00fcge, ba\u00df ber \u00c6ampf febr ernftbaft gemeint ift. \u00a3>at ein ftarfer \u00a3abn einen fcbto\u00e4cberen in bie glnd)t gefdfagen, fo fndf er ftd; einen gtoeiten \u00a9egner beraub, nnb oft fann man felgen, ba\u00df einer nad) bem anbern bor biefeni Sieden unter ben n\u00e4dften O\u00fcfcben 3nflndbt fueben mu\u00df. S\u00f6enige bon ihnen bertoeilen auf bem 5)\u00dflane nnb bebauten, fo abgebe^t fie audj finb, bag \u00a9cblacbtfelb, langfam nnb ftolg auf ibm bht= nnb berfd)reitenb; fobann fueben \u00a9ieger nnb SBefiegter bie Rennen auf, um bon ihnen ber \u00e4ftinne Sobn gn empfangen.\nStiebt feiten gefebiebt eg, ba\u00df ein bereitg berebeltcbteg SJt\u00e4nncben ^l\u00f6^Iicb bon einem Sieben; bubler \u00fcberfallen toirb, toeldjer, bnrd) bag Siebeggeplanber ber Verm\u00e4hlten bevbeigegogen, ft<b fliegenb mit rafenber (Site auf ben \u00a9l\u00fcdlitben fi\u00fcrgt. Oann br\u00fcdt ftcb bie ^enue fofort auf ben Voben nieber, unter bie Vrnft ibreg \u00a9emablcg, toetd^er, ftetg gum Kampfe bereit, ftd; bem \u00a9egner ftellt unb, alle feine \u00c4raft anfbietet, um ihn Su bertreiben.\n3n \u00a9egenben, too'bag ^rairiebnbn toenig bom SJienfdjen gu leiben bat, h\u00f6rt man fein Vrummen ober Outen nid)t allein in ben fr\u00fchen SJtorgenftnuben, fonbern bon \u00a9onnenaufgang big gum Sciebergang, to\u00e4brenb man ba, too bie fampfegluftigen Obiere ben ft\u00e4rferen geinb \u00fcber ftd; toiffen, feiten nach \u00a9onnenaufgang nod) einen Saut bon ihnen bernimmt. ipier toirb ftetg ein berborgener \u00c4ambfblab geto\u00e4blt, nnb ber \u00a9treit felbft fo fnrg alg m\u00f6glich abgemacht. 3unge ^\u00e4bne","page":364},{"file":"p0365.txt","language":"de","ocr_de":"^vatrie\u00ee>u\u00ef>tt.\n365\nftvciten auch im $erbft, W\u00f6hrenb bie jungen Rennen um biefe Seit ftd^ gu frieblidjerem Sljun gufammenfd;aren.\n3e nad; ber f\u00fcblid;eren ober n\u00f6rdlicheren Sage eine\u00ea Stanborte\u00ea legt bie \u00a3>enne fr\u00fcher ober fp\u00e4ter, oon Anfang Steril au, bi\u00ea g\u00eet \u00a9nbe be\u00ea Sftai. Slububon fanb in ^entudty Se\u00dft unb \u00a9ier fd;on in ben elften Stagen be\u00ea Styril, glaubt aber, ba\u00df bie eigentliche Sifigeit bod; erft in ben Sftai f\u00e4llt. Oa\u00ea Steft wirb ohne jeglidje Sorgfalt and troduen Slattern unb \u00a9r\u00e4fern gufammengebaut, unter allen Umfi\u00e4nbeit aber gWifd\u00dfen hohem \u00a9rafc ober unter bic^t gum Sobcn l;erabh\u00e4ngenbem \u00a9eb\u00fcfdf; Wol;l oerborgen. Oie ad;t bi\u00ea gW\u00f6lf \u00a9ier, Weldjc in ber \u00a9r\u00f6\u00dfe benen be\u00ea .\u00eepau\u00eahuhne\u00ea gleid;lommen unb lidjtbrauntidh, faft lote S\u00dferlljuhneier gef\u00e4rbt ftnb, werben in aetdgehn bi\u00a7 neungebn Stagen gezeitigt, bie jungen, fobalb fte gehf\u00e4hig, oon ber Stutter Weggef\u00fchrt; benn ba\u00a7 Sft\u00e4nndhen bef\u00fcmmert fid; nid;t um fie. \u00a9ine S\u00dfrairieljenne mit ib>ren \u00ae\u00fcd;lein erinnert in jeber \u00e4pinfidht an eine Familie unferer f)au\u00a7henne : bie 2llte belunbet ihren f\u00f6tnbern gegen\u00fcber biefelbe S\u00f6rtltd;leit unb Sft\u00fctterlid;teit Wie jene. Slnfang\u00ea Werben bie B\u00fcchlein ebenfalls oorgug\u00eaWeife mit \u00aeerbtl;ieren ge\u00e4gt, fester f\u00fchrt fie bie Stutter auf SBalbWege unb an \u00e4hnliche Sftahrung oerfprechenbe Orte, unb oft fteht man fie Oitngerljaufen burdhfdharren, um hiev bie nod; unoerbauten \u00a9etreibel\u00f6rner aufgunehmen. Sei Slnn\u00e4herung eine\u00ea Staubthiere\u00ea ober Stenfchen \u00dft\u00f6\u00dft bie \u00a7enne einen S\u00dfarnungl; taut au\u00ea: bie jungen OerfdhWinben bar auf, Wie burdj S^uberfchlag, unb jene fud;t nun burd) bie belannten f\u00fcnfte ber Serftellung ben geinb oon ihnen abguf\u00fchren. \u201e\u00a9inmal\", erg\u00e4bt 21 ububon, \u201efcheudhte mein SjSferb eine fold;e gan\u00fctie Oom S\u00dfege auf. Oie lleinen B\u00fcchlein erhoben fid; fofort in bie Suft, gerftreuten ftd;, einige \u00a9Ken Weit Wegfliegenb, nach allen Seiten hiu, fielen gum Soben herab unb hielten fid; hier fo ftttt unb oerftedt, ba\u00df ich nidht ein einziges mehr auffinben lonnte, obgleich ich einen gro\u00dfen Stl;eil meiner Seit barauf oerWenbete, fie aufgufudben.\"\nUngeft\u00f6rt br\u00fctet ba\u00ea ^Srairiehuhn nur einmal im Saljre; Werben ihm jebodh bie elften \u00a9ier geraubt, fo fudjt e\u00ea biefen Sertuft gu eiferen; ba\u00ea gWeite \u00a9etege enth\u00e4lt aber immer Weniger \u00a9ier a\u00efs ba\u00ea erfie. 3m Sluguft finb bie B\u00fcchlein etwa fo gro\u00df Wie bie SaumWadhteln unb bereite Wohl ge\u00fcbt, wenn auch nicht im fliegen, fo bod; im flattern; um bie Stitte be\u00a7 Oltober ftnb fte au3= geWadhfen, unb nunmehr Werben fie oon Sag gu Sag fdheuer.\nSille geeigneten 9taubtl;iere Sftorbamerila\u00ea, in\u00eabefonbere ber SprairieWotf unb ber $ud;3, bie oerfdhiebenen Sftarber unb Stintthiere, Ralfen unb \u00a9ulen ftnb fdjlimme ^einbe ber Wehrtofen k\u00fchner, fchlimmere oielleic\u00dft at\u00ea b'er Sftenfdh, Welcher wenigften\u00ea neuerbing\u00ea eingefehen h^t, ba\u00df bie 3agb nur bann erhalten Werben fann, Wenn feiner Seit ftrenge Regung ftattfinbet. 3u ben brei\u00dfiger 3al;ren erfdhien ein \u00a9efeh gum Schube ber S\u00dfrairieh\u00fchner, weld;e\u00ea 3e\u00f6ett wit geint \u00aeollar\u00eb Strafe bebroht, ber ein St\u00fcd biefe\u00ea SBilbe\u00ea au\u00dfer ber auf bie Senate Oltober unb SRooember befd;r\u00e4nlteu Sagbgeit erlegte, \u00a9\u00ea i\u00dft mir wahrfdheinlich, ba\u00df in f\u00c7olge biefe\u00ea \u00a9efehe\u00ea bie S&hl \u00f6er k\u00fchner an geWiffen Orten fid; wieber betr\u00e4d;tlid; oermehrt h&t; benn gegenw\u00e4rtig erhalten Wir adwintertid; Sftaffen oon ihnen aud; auf unfere SS\u00e2r\u00efte geliefert, unb guWeilen l\u00f6nnen Wir hunbette oon Sebenben laufen.\nOie 3cigb felb\u00dft wirb auf oerfd;iebenc S\u00dfeife au\u00eagef\u00fchrt unb Oon einzelnen S\u00e4gern mit Oeiben-fchaft betrieben, fr\u00fcher W\u00fcrben oiele jp\u00fcljner auf ihren Salgpl\u00e4^en erlegt, biefe auch Wohl mit 3lfd;e befdh\u00fcttet unb bie baljenben ip\u00e4hne mit St\u00f6den crfdhlagen, nad\u00dfbem fie burd; bie aufgeWirbette Slfdhe geWifferma\u00dfen erblinbet waren. Sltit bem \u00a9eWeljr fod man auf folchcn S\u00dfl\u00e4^en oft greulid;c SerW\u00fc\u00dftungen eingerichtet ha^en* 3n ^iet gr\u00f6\u00dferer Slnga\u00dfl noch W\u00fcrben unb Werben bie ip\u00fchner gefangen. Sltan ftedt auf ben Smtterpl\u00e4hen 3Rehe fteUt Schlingen ober begibt fid; be\u00ea Sad;t\u00ea gu ben oor\u00dfer erlunbeten Sdhlaf\u00dfteUen. \u201e3d; beobachtete\", fagt Slububon, \u201emehrere SR\u00e4d;te nad; einanber oiele Sprairieh\u00fchner beim Sdhlafengehen auf einer nidht Weit oon meinem \u00a3>aufe entfernten S\u00dfiefe, Weld;e mit l;#di \u00a9rafe bi^t bebedt War, unb befdfo\u00df, nadht\u00ea einen gangoeifuch gu machen. S\u00ab biefem S^erfe nahm ich gro^e\u00ea Sngneh unb ging in Segleitung einiger SJieger, Welche Saternen unb lange St\u00f6de trugen, auf bie b\u00e8treffenbe Stelle; bie Stehe W\u00fcrben aufgeftedt,","page":365},{"file":"p0366.txt","language":"de","ocr_de":"366\nSDie S\u00e4ufev. \u00a9djarro\u00f6geb. \u00a9audfeufep\u00fcpuer.\nunb bie 3agb begann. 9bb\u00a7 Wir ba\u00ea erfte \u00a3upu auffdpeudpten, flog e\u00a7 gb\u00fcdbidjerWeife gevabe gegen ba\u00a7 \u00a9ep, unb 0\u00cf8 einen lugenbbid fp\u00e4tev fid) eine grofee Sbngapb anberer ger\u00e4ufdpootb erpob, fernen and) biefe berfelben 9lidptung gu. $)a\u00a7 \u00a9ep W\u00fcrbe fobann fbadp auf ben \u00a9oben niebergebv\u00fcdt unb ein (befangener nad) betn anbevn in \u00a9idperpeit gebraut, dreimal Wieberpobteu loir unfern \u00a9erfudp mit bemfe\u00efben Erfolge; bann aber m\u00fcfete tdp bie Sagb aufgeben, Weib bie \u00ef\u00ef\u00eeeger ein lautet \u00a9eb\u00e4dpter nidpt mepr unterbr\u00fcden bannten. \u00a9tit \u00a9eute betaben gogen loir peim. 2bm n\u00e4dpfeen borgen liefe ftc^ Fein eingige\u00ea \u00a3upn auf jener \u00a9\u00dfiefe fepen, obgbeid) geloife mehrere \u00a3unberte oon ipnen entbommen Waren.\"\n\u201e\u00aeie \u00a9efangenen\", berichtet 3lububon ferner, \u201eloerben fepr halb gapnt, br\u00fcten aud) in \u00a9efangenfdpaft, unb id) t)abe midp oft gelounbert, bafe man fee nidfe b\u00e4ngft fd)on gu #au8tpieren gemalt pat. 2\u00f6ab)renb id) mid) in \u00a7euberfon aufpiebt, baufte id) fed)\u00eagig bebenbe, meift junge prairie* biibner, loe\u00efd)e f\u00fcr midp gefangen ioorben m\u00e4ren, oerfcpnitt irrten bie Fl\u00fcgel unb biefe fee in einem \u00a9arten oon oier 3bd'er ^I\u00e4d;enin^abt frei umperbaufeu. \u00a9adp einigen \u00a9\u00dfodpen loaren fee bereite fo an mid) geWopnt, bafe id) mid) ipnen n\u00e4hern burfte, opne fee gu erfcpreden. 3d) gab iljnen \u00a9etreibe, unb fee febbfe fudjten fedp oerfdpiebcne anbere \u00a9feangcnftoffe. 3m Saufe be\u00ea SBinterS hegten fee oobbenb\u00ea able gurdpt ab, biefen im \u00a9arten perum loie gapme^\u00fcpner, \u00fcermifcpten fed) aud) Wopb mit biefen unb frafeen meiner grau fo gu fagen au\u00ea ber \u00a3anb. \u00a9inige #\u00e4pne oon ipnen loaren fo mutb)ig geworben, bafe fee e8 mit \u00a3au3 = unb \u00a9rutp\u00e4pnen aufnat)mcn. Seber eingebne oon ipnen W\u00e4pbte fedj abenb\u00eb feinen befonbern \u00a9ippbap unb richtete feine \u00a9ruft feet\u00eb bem S\u00f6inbe entgegen. 3lb\u00ea ber grilling Farn, br\u00fcfteten fee fed) unb tuteten unb beimpften loie in ber greift, \u00a9iebe Rennen oon ipnen hegten aud) (gier, unb eine gute Slngapt oon jungen lourben erbr\u00fctet. Iber bie #\u00fcpner traten meinem \u00a9arten gubept fooieb \u00a9traben, bafe id) fee abfd)bad)ten m\u00fcfete.\"\n3n unfern Tierg\u00e4rten hjaben loir un\u00ab bi\u00eapet oergebbid) bem\u00fcpt, ein \u00e4pubid)e\u00a7 \u00a9rgebnife gu ergieben. \u00a9\u00dfir pabeit bie \u00a9rairiep\u00fcptier bupeubWeife geh\u00e4uft, ipnen ba\u00eb oerfdpiebenfte gutter oor= gehegt, fee in gefdptoffenen ober in freien @et)egeu gehabten, unb uu\u00a7 bie grofete \u00a9t\u00fcpe gegeben, um fee gur gortpfbangung gu bringen, immer aber erfahren miiffen, bafe bie \u00a9\u00f6geb fearben, opne bafe loir un\u00ea erbb\u00e4ren Fonnten, loarum. \u00aeicfe \u00a9rfaprung pabeu loir nid)t bbo\u00ea in \u00a9eutfdpbanb, fonbern aud) in \u00a9ngbanb, \u00a9etgien unb #o\u00cf\u00cfanb niadpen m\u00fcffeu, unb gegenw\u00e4rtig beinah) bie Suft Oerboren, un\u00ea fernerhin mit bem unbanFbareu \u00a9erfudpe, gebaute $\u00fcpncr bei un\u00a7 eingub\u00fcrgern, gu befaffen. \u00a9tekpWopb gloeifte id) nid)t, bafe loir \u00a9rairiep\u00fcpner bei un8 ehtgew\u00f6puen F\u00f6nnten; ber \u00a9erfudp m\u00fcfete aber im \u00a9rofeen au\u00e4gefiiprt loerben. \u00a9tau m\u00fcfete minbefeenS einige SDupenb Fr\u00e4ftige \u00a9\u00f6geb an einer geeigneten OerttidpFeit freigeben, unb fee fed) bie n\u00e4d)fte Seit g\u00e4ngbid) febbfe \u00fcberbaffen. Unter fobdpeit Umft\u00e4nben W\u00fcrben fee p\u00f6cpfe Waprfepehibid) gebeipen, fo oerfdpieben unfere Laiben unb bie ^rairien S\u00efmeri\u00efa\u00ea and) fein m\u00f6gen, gebenfatb\u00ea ift ba\u00eb \u00a9rairiepupu einen fobdpen \u00a9erfudp toertp.\n\u00a9ine ber merFlo\u00fcrbigftcn unb augiepenbfeen \u00a9nippen ber gamibic ift bie ber \u00a9dpneep\u00fcpner (Lagopus), ebenfoloopb Wegen be\u00ea auffab\u00efenben unb nodp Feine\u00ebWeg\u00ea gen\u00fcgenb erforfdpten geben Wedpfeb\u00ea, ab\u00ea aud) Wegen ber Seben\u00eaWeife iprer \u00a9titgbieber. SDiefe Fenngeidpnen fedp burdp fepr gebrungene \u00a9efeabt, mittebbange gb\u00fcgeb, in benen bie britte \u00a9dpwinge bie b\u00e4ngfee. ift, einen Furgen, fanft abgerunbeten ober geraben, au\u00ea adptgepu gebern gebilbeten \u00a9dfeoang, Fleinen, mittebbangen unb mittebfearFen @d)nabel unb oerp\u00e4btnifem\u00e4feig Furge giifee, bereu Saufe unb 3cpeu mit paarigen gebern beFbeibet finb, foWie burd) ein fepr^reicpe\u00ea geberFbeib, beffen garbling in ber 9tegeb mit ber 3apre\u00eageit Wedpfebt. \u00a3)ie\u00a9\u00e4get, Webdje bie 3epen beloepren, feub oerp\u00e4btnifem\u00e4feig bie gr\u00f6feteu, Webdpe bie 3taud)fufep\u00fcpner \u00fcberpaupt befepen, unb an ipneit geigt fedp ber j\u00e4prbidje \u00a9\u00dfed)feb am beutbidpfeen. \u00a9ie \u00a9efd)bedpter unterfdpeibeu fedp Wenig in ber g\u00e4rbnng, unb bie gungeu erpa\u00eften ba\u00efb ba\u00ea ^leib iprer \u00a9btern.","page":366},{"file":"p0367.txt","language":"de","ocr_de":"6d)ueet)ul)n.\n367\nSDte \u00a9d)neeh\u00fchner ftnb auf ben korben ber alten \u00a9rbe, nid)t aber auf bie eine #\u00e4lfte befd)r\u00e4nlt; beun man ftnb et fie ebenfoioohl in \u00a9uropa unb Slftert mie in Slnterifa. Stad) \u00a9\u00fcben \u00c7in bilben bie S\u00dftyrenaen unb Sllpen, bie mittelaftatifdjen \u00a9cbirge unb beg\u00fcg\u00efid) baS f\u00c7elfengebirge bie \u00a9renge ihres 23crbreitungSfreifeS ; nad) Serben l)in erftredt fid; biefev, foioeit ber ^pflangenmuchS reicht: man hat biefe menigbegehrenbett \u00a9efdjityfe ned) unter beut 80. \u00a9rabc n\u00f6rblid)er Breite gefttnben. \u00a38on ber allgemeinen \u00a9cfilberung ihrer SebenSioeife glaube id) abfel)en gu b\u00fcrfen, ba id; bie beibett Wirten, meld)e in SDeutfdJlanb oerfommett, auSf\u00fcl)rlid) gu fedjilbern gebenfe.\nSDer Slbenb eines ber lebten SRaitage mar fd)on giemlid) oorger\u00fcdt, als mir, mein Junger ^Begleiter unb id), bie an ber \u00a9tr\u00e4fe reit \u00a9)riftiania nad) SDront^efm gelegene \u00a7alteftelle \u00c7ogStuen auf bem SDoorefJelb erreichten; mir Ratten eine lange Steife gur\u00fcdgelegt unb maren miibe. SIber alle \u00dcBefd)merben beS SBegeS m\u00fcrben oergeffen, als fid) unS ber bereits erm\u00e4hnte normegifche S\u00e4ger \u00a9rtf \u00a9menfon mit ber $rage oorftedte, ob mir mohl geneigt feien, auf \u201eStiper\" gu Jagen, \u2022 meldje gerabe Je^t in oollfter S3alge ft\u00fcnben. 3\u00dfir muftett, meld)eS \u00e4\u00dfilb mir unter bem normegifd)en Stamen gu oerftel)en hatten, meil mir unS bereits tagelang bem\u00fcht hatten, baffelbe aitSftnbig gu macben. \u00a3)aS Sagbger\u00e4th m\u00fcrbe rafd) in \u00a9tanb gebracht, ein Smbif genommen unb baS Sager aufgefud)t, um f\u00fcr bie morgenbe ^r\u00fchJagb bie n\u00f6tigen Kr\u00e4fte gu geminnen. B\u00ab nnferer nicht geringen Ueberrafdjung !ant es aber f\u00fcr bieSmal nicht gum \u00a9d)lafen; benn unfer S\u00e4ger [teilte fid) bereits um bie gel)nte \u00a9tunbe ein unb forberte unS auf, ihm Je^t gu folgen. \u00aeoj>ffd)\u00fcttelnb gehorchten mir, unb menige SRinuten fp\u00e4ter lag baS cinfame \u00a9eh\u00f6ft bereits hinter unS.\n\u00a3)ie Stacht mar munberood. \u00a9S herrfd)te Jenes gmeifelhafte SD\u00e4mnierlicht, melcheS unter fo bol)en ^Breiten um biefe Beit ben einen \u00a3ag bon bem anberu fd)eibet. SBir fonnten alle \u00a9egenft\u00e4nbe auf eine gemiffe \u00a9ntfernung hin noch unterfd)eiben. S\u00f6ohlbefannte SS\u00f6gel, meld)e bei unS gu Sanbe um biefe Beit fd)on l\u00e4ngft gur Stulje gegangen ftnb, liefen ftd) noch ber nehmen: ber \u00c6ufufruf fd)a\u00ef\u00efte aus bem nahen SSirfengeftr\u00fchR gu unS hev, ^ \u201e(\u00a9d)a!, fd)al\" ber \u00e4\u00f6achhotberbroffel m\u00fcrbe laut, * fo oft mir eines Jener \u00a3)idid)te betraten, oon ber \u00a9bene her t\u00f6nten bie heden, flangOodett \u00a9timmen ber \u00a9tranbl\u00e4nfer unb bie fd)merm\u00fctl)igen Stufe ber \u00a9olbregenpfeifer, ber \u00a9teinfchm\u00e4fcer fd)narrte bagu, unb baS SBlaulehldJett gab fein f\u00f6ftlid)eS Sieb gum \u00a9efteu.\nUnfer S\u00fcgbgebiet mar eine breite, oon fanft auffteigenben \u00a9ergen begrengte Hochebene, mie fie bie meiften \u00a9ebirge StortoegenS geigen, ein Xl)e^ Jener ungeheueren SJioSftebbe, mcld)e ftch \u00fcber ben gangen Storben ber \u00a9rbe auSbreitet unb unter bem Stamen \u201e^timbra\" betannt geloorbett ift. SDiefe timbra ift, ftreng genommen, ein eingigeS ungeheueres SJtoor ober ein SJtoraft, in meld)ern bie Stenthierflechte unb bie Staufd)bcere baS grofe S\u00f6ort f\u00fchren, \u00a9rftere \u00fcberfpanttt in einer b\u00fcttnen \u00a9d)id)t ben \u00a9oben \u00fcberall ba, mo er auS \u00a9er\u00f6d befteht; le^tere fiebelt ftch auf &etu \u00a9terbebette ber Siebte an. Stur an tieferen \u00a9teilen entmid'eln ftch, ebenfalls auf bem \u00a9rabe ber nieberen, auch h^heve Wangen; aber fie bleiben unter allen Umft\u00e4nben b\u00fcrftig unb fr\u00fcb>pelhcift: fie fd)einen gleichfant niebergebeugt gu fein oon ber langen S\u00f6interlaft, meld)e felbft ber fnrge f<h\u00f6ne \u00a9ommer nid)t oergeffen laffen fann; fte H\u00e4mmern fid) feft an bie \u00a9rbe an unb lried)en fd)langem gleid) auf ihr meiter, als ob fte au ber SJtutter \u00a9ruft \u00a9d)uh fud)en m\u00fcften gegen bie Stauhheit beS SanbeS, gegen bie 2Bud)t beS ftch \u00fcber ihnen entborth\u00fcrmenben \u00a9chneeS. SDod) tragen eS mancherlei Sllbenfflangett, hier im milbett \u00a3id)te beS \u00a9omnterS aitfgulebett, gu gebeihen, fr\u00f6htid) i$n gr\u00fcnen unb luftig gu bl\u00fchen, m\u00e4hrenb alle \u00fcbrigen ^Pflangen ein trauriges \u00a9ilb oon ber Slrmut\u00ef) beS SanbeS geben. SDie $id)ten; unb ^\u00f6hrenm\u00e4lber finb l\u00e4ngft in ber \u00a3iefc gur\u00fcdgeblieben, unb and) bie \u00a9irfen, meld)C fo freuttblid) bie unteren \u00a9eh\u00e4nge begr\u00fcnen, erfd)eiuen mie greifenhafte Bloerge, fnorrig, tiefft\u00e4mmig unb bid)t oergmeigt. Sltt ihre \u00a9teile treten ber fried)enbe 2Bad)hotber, melcher, oiele \u00a9Heu meit auf bem i\u00dfoben fortlaufenb, grofe unb bide, aber ungemein rtiebere \u00a9eb\u00fcfd)e bilbet unb fid) auch bttrd) feine ftumffen Stabeln mefentlid) Oor beut f\u00fcbl\u00e4nbifchen auSgeid)ttet, bie B^erg; birfe, Jenes niebere, niebliche \u00a9tr\u00e4uchlein, meld)eS ftch an bie \u00a9rbe heftet, toic &er \u00a9fhen","page":367},{"file":"p0368.txt","language":"de","ocr_de":"*368\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9djarro\u00f6gel. Ra\u00fccbfufp\u00fcpner.\nan bett \u00a9tamm ber \u00a9idje, meldje\u00eb erft \u00a9nbe Sum\u00f6 feine Kneipen gu 23t\u00e4tter\\j% entfalten lann unb bie \u00abeinen freunblidpen \u00a9latter fepon \u00a9nbe \u00a9eptemberg ober \u00a9litte O\u00abober8 lieber oon \u00a9dpnee Begraben laffen muf, bie \u00a9aalmeiben, meldpe pier ebenfalls Oerfr\u00fcppeln, \u00f6ie Sftciixfd^=, bie $eibe\u00ab, bie SJlo\u00eabeere u. a. \u00a3)ie Rentpierflecpte bleibt aber unter allen Umft\u00e4nben ber peroorragenbfte \u00a3peil ber ^fangenmeit ba oben nnb Oerleipt bem \u00a9ebirge auf \u00a9teilen Jin jenen gilblicpfcpneeigen i (Stimmer, melcpen man felbft gefeiert paben mu\u00a7, um fidp oon feiner \u00a9Bildung in ber nadp ben \u00eeage\u00eageiten fo medpfeloollen \u00a9eleucptung ber \u00a9onne eine \u00a9orftellung machen gu f\u00f6nnen.\n\u00a9in foldpe\u00eb \u00a9t\u00fcd \u00a9rbe mar e8, melcpe\u00eb oor un\u00ea fld^ au\u00ebbreitete. ^unberte unb \u00a9aufenbe oon \u00a9\u00e4dpen unb Rinnfalen gerriffen ben faplen gilblicpen 3Te^pid&r melden bie ftledpte auf ba\u00eb \u00a9er\u00f6tt gelegt patte, pier unb ba. gu einer gr\u00f6\u00dferen Sacpe fidp au\u00ebbreitenb, aud; mopl gu einem \u00abeinen \u00a9ee ft<\u00a7 oereinigenb. 3)a8 \u00a9eftr\u00fcpp ber Smergbirfe f\u00e4umte bie Ufer unb trat mopl audp au einzelnen \u00a9teilen gu einem 2)idicpt gufammen. \u00a9uf ber #ocpebene felbft mar ber grueling bereite ein; gezogen; an ben fie einfcpliefenben \u00a9erglepnen hingegen hielten au\u00ebgebepnte partfruftige \u00a9dpneefelber ben \u00a9Binter nodp feft.\nliefen \u00a9erglepnen unb \u00a9dpneefelbern manbten mir un\u00a7 gu, fdpmeigfarn, ermartung\u00eaooll unb auf bie oerfdpiebenen \u00a9timmen, melcpe um un\u00ea per laut'm\u00fcrben, mit \u00a9ufmer\u00effam\u00efeit unb \u00a9Bob\u00ab gefallen p\u00f6renb. \u00a9tma oierpunbert \u00a9fritte modpten mir in bief er \u00a9Beife gur\u00fcdgelegt paben, ba blieb unfer f\u00c7\u00fc^rer fielen unb laufepte unb \u00e4ugte mie ein Sudp\u00ea in bie D\u00e4mmerung pinau\u00eb: er fp\u00fcrte. SDaf feine \u00a9ufmer\u00effam\u00efeit nidpt ben erm\u00e4hnten \u00a9\u00f6geln galt, muf ten mir; oon bem \u00a9or; panbenfein anberer \u00a9piere aber tonnten mir nidpt ba\u00ea \u00a9eringfte maprnepmen. Unfer 2$3er jebod) mufte feiner \u00a9adpe mopl fteper fein; benn er begann, nadpbem er un\u00ea \u00a9dpmeigen geboten, mit bem ermarteten \u00a9Bilbe gu reben, inbem er mit eigent\u00fcmlicher \u00a9etonung einige \u00a9tale hinter einanber bie \u00a9ilben \u201e\u00a9fiat, bjiaf, bjt = af, bjUa\u00ef\" au\u00earief. Unmittelbar nadp feinem Sodrufe h\u00f6rten mir in ber gerne ba\u00eb \u00a9er\u00e4ufd; eine\u00ea auffiehenben #upue8, unb in bemfeiben \u00a9ugenblide oernahmen mir and) einen fcpallenben Ruf, meldper ungef\u00e4hr mie ,,\u00a9rr ; red ; ed ; ed ; ed\" \u00abang. \u00aeann marb mieber \u00a9Heg [till. \u00a9ber ber \u00a9Ute begann oon neuem gu loden, immer fchmadhtenber, fdpmelgenber, pingebenber,' oerf\u00fcprerifdjer, unb idh mer\u00efte jefet, baf er bie Siebeslaute beg \u00a9\u00dfeibdpeng jene\u00ea \u00a3\u00fcpneroogelg nadjapmte. \u00a9tuf bag \u201eSDjia\u00ef\", melcpeg ben liebeggl\u00fcpenben \u00a3apn aufger\u00fchrt hatte, folgte jept ein garteg, oerlangenbeg unb \u00a9em\u00e4hrung oerpetfenbeg \u201e@u, gu, gu, gurr\"; ber erregte Jpapn antmortete in bemfelbeu \u00a9ugenblide, bag ^l\u00fcgelger\u00e4ufd) m\u00fcrbe ft\u00e4rfer, mir fielen hinter ben \u00a9\u00fcfdjen nieber : unb unmittelbar oor un\u00ea, auf bienbenber \u00a9dpueefl\u00e4dpe, ftaub ein ^japu in oo\u00ef\u00efer \u00a9alge. \u00a9g mar ein' \u00a9nblid gum \u00a9ntg\u00fcden ! \u00a9ber bag S\u00e4gerfeuer mar bod; m\u00e4djtiger al\u00ea ber \u00a9\u00f6unfeh be\u00ea \u00c7orfdher\u00ea, fold) \u00a9d;aufpiel gu genie\u00dfen, \u00a9he idh nodh\tirar \u00f6a\u00a7\ntreu erprobte \u00a9emehr an ber \u00a9Bange, unb beoor ber ^paljn noch einen Saut oon fid) gegeben, m\u00e4lgte er ftdh bereite in feinem \u00a9lute.\n\u00aeer \u00aenad be\u00ea \u00a9dhuffe\u00ea ermedte ben \u00a9Bieberhall, aber aud; bie \u00a9timmen aller gefieberten \u00a9emohner unfere\u00ea \u00a9ebiete\u00ea. \u00a9on ben \u00a9ergen hernieber unb oon ber \u00a9hallte herauf liefen fut; \u00a9timmen oernehmen; menige \u00a9d;ritte oor un\u00ea r\u00e4ufelte eine \u00a9ntenfdhar ooni \u00a9Gaffer auf; ein auf; gefdheudjter Wu! flog burch ba\u00ea SD\u00e2mmerung\u00eabun\u00efel au un\u00eb oor\u00fcber; Regenpfeifer unb \u00a9tranb--l\u00e4ufer trillerten unb fl\u00f6teten. \u00a9Em\u00e4hlich m\u00fcrbe e\u00eb mieber rupig, unb mir festen unfern \u00a9Beg fort, ben aufgenommenen \u00a3apn mit \u00a9Baibmann\u00ebluft betradtenb. \u00a9dhon menige punbert \u00a9epritte meiter lief ber Rite mieber feine Verf\u00fchrenden Saute p\u00f6ren, unb bie\u00eamal antmorteten, anftatt eine\u00eb <papne\u00ea, bereu gmei. \u00a9ang mie oorpin m\u00fcrbe ber pipigfte oon ipnen perbeigeganbert; jept aber g\u00f6nnte idp mir bie $reube ber \u00a9eobaeptung.\n2lm entgegengefebten \u00a9nbe be\u00a7 \u00a9cpneefetbe\u00eb fiel ber folge \u00a9ogel ein, betrat leicpten \u00a9ange\u00eb bie \u00a9\u00fcpne unb lief gerabe auf un\u00eb gu. \u00a98 mar nod; pell genug, baf mir ipn fdpon in ber ^erne beutlicp mapmepuien lonnten. \u00a9ber ber liebe\u00earafenbe @efe\u00fc baepte gar nid;t an \u00a9efapr unb fam n\u00e4per unb n\u00e4per, bi8 auf einige \u00a9epritt an un8 peran. S)a8 \u00a9piel palb erpobeu, bie f^ittige gefen\u00ab, ben","page":368},{"file":"p0369.txt","language":"de","ocr_de":"9\u00ef\u00efoorfc\u00a7nee\u00ef)uf)n.\n369\n\nniebergebeugt : fo lief er borm\u00e4rt!. &>a. mit einem \u00fcfftale fdjien er fief) gu bermunbern, ba\u00df bie Sodungen geenbet Ratten, unb mmmef;r begann er feinerfeit! feljnffidhtig gu rufen. SJ\u00eeehrmal! marf er ben \u00c6opf in fonberbarer SBeife mtdj hinten, unb tief au! bem3\u00ab\u00aberften ber 33ru\u00df\u2018heraul Hangen, bumpfen Kehllauten bergleidjbar, abgefeimte 9tufe, treffe man buref) bie Silben \u201e\u00a9abaulj, gabau\u00efj \" einigerma\u00dfen beutlicf) aulbr\u00fccfen fann; biefelben Saute, meld)e bie \u00fcftormeger burdEj bie SBorte ,,-\u00eepbor er h un\" \u2014 mo ift fie? \u2014 \u00fcberfein.\nUnb ber 9llte mar mirf\u00efidj fo f\u00fcljn; mit feiner SJ\u00eecnfdjenftimme gu antworten, ben jpafjn glauben gu madjen, ba\u00df bal SBeib\u00efein, bie .erfefmte \u00dcBraut, \u00dfd\u00a3) blo! im \u00a9eb\u00fcfcf) berftedt habe. Seifer unb fdjmadjtenbev al! je rief er mieberljolt in ber borhin angegebenen Steife ^\u2014 unb eilfertig rannte ber -Spaljn mit ticfgefenftem Kopfe unb kl\u00fcgeln herbei, bic\u00a3>t an un! |eran unb bud)ft\u00e2blidj \u00fcber unfere Seine h?eg; benn mir lagen nat\u00fcrlich ber S\u00e4nge fang auf bem Sct)nee. SDodj jefct modbte er feinen 3vrtl)um mohl etngefefjen haben; er ftanb pi\u00f6jjlid) auf, ftiebte babon unb rief affen SOUtbemerbern ein marnenbel, leife! knurren gu. 3^t mochte ber alte S\u00e4ger loden mie er moffte; ba\u00ea Siebeifeuer ber gal\u00dfreid) berfammelten \u00a3>\u00e4ljne fd^iett geb\u00e4mpft gu fein, tfjre Srunft m\u00fcrbe burd) ein mo^Iberec^tigtel Sebenfen \u00fcbermogen.\nmir gogen meiter unb bedielten uni auf eine Strede bon mehreren SDlinuten gang ru^tg, bil unfer ^ufjrer glaubte, ba\u00df mir in bal \u00a9ebiet nod) ungeft\u00f6rter \u00ab\u00a3j\u00e4l)ne eingetreten m\u00e4ren. \u00aeort m\u00fcrbe bie Sagb fortgefefct, unb icf) erlegte nad) ben er\u00dfen Socfungen einen gmeiten unb menige SJ\u00eeinuten fp\u00e4ter ben britten jpaljn. Seht aber fdgenen bie S\u00f6gel gemifngt morben gu fein; el mar bor; \u00fcber mit ber Sagb, nicht jebod) audj her\u00fcber mit ber ^Beobachtung. 2)enn gu meiner ^reube bemerfte icf), ba\u00df fortan bie Steibcpen, melche fic^ bilker gang unfid\u00dfbar gemacht hatten, bal 2lmt bei S\u00dfarner! \u00fcbernahmen, um ihre Siebhaber hon bem Serberben abgufjalten.\n3Bir manbten uni bem \u00a9ef)\u00f6fte mieber gu, ft\u00f6rtem untermeg! noch biele, biele $aare ber angieljenben S\u00f6gel auf unb \u00efamen mit 5fnbrud) bel \u00a3age! in unferer geitmeifigen S\u00dfohnung mieber an.\n@o lernte ich einen &er h\u00e4u\u00dfg\u00dfen unb angiehenbften S\u00f6gel bei h^ett korben!,. bal 9)to orfdjneebuljn, fennen. 3cp habe biefe \u00a9efd^id^te \u00dfhon in ber \u201e\u00a9artenlaube\" erg\u00e4^It, unb bennoch fein Sebenfen getragen, hier fa\u00dft biefefben Sterte mieber gu gebrauchen, meif ich heab\u00dfd)tigte, ben erften \u00a9inbruef, melchen biefe! #u\u00c7n auf ben S\u00e4ger unb ftorfdjer macht, in m\u00f6glid)\u00dfer treue gu fcf)ilbern. Sp\u00e4ter bin ich ^ed) manche Dcacht fnuaulgegcgen, um Schneeh\u00fchner gu erlegen, unb oben in Sapplanb habe idh \u00dfe benn auch unter anbern Serl)\u00e4ltniffen ihre! Seben! lernten \u2022gelernt \u2014 nicht blo! in jenen fti\u00fcen Stunben, in benen bie\n\u201e2ftttteruad)t\u00a7fonn\u2019 auf ben Sergen lag,\nSlutrotl) angufdhauen \",\nfonbern auch um bie Stittaglgeit, menu \u00dfe ihrer W\u00e4hrung nadhgehen, ober menu bie m\u00fctterliche \u00a3enne bie Schar ihrer reigenben K\u00fcd\u00dfein f\u00fchrt. Hub immer unb unter affen Umft\u00e4nben hat mich btefer S\u00f6gel gu feffejfn gemu\u00dft, foba\u00df idf) i^u unbebingt all eineu ber angiehenbften unb beadjtenl; mertheften jener \u00a9egenb begeiefmen barf.\n\u00aea! 2Jtoor = , SSftora\u00df;, 2Beiben=,\tSdjnee; ober SCSei\u00df^u^jt (Lagopus albus)\nfteht in ber \u00a9r\u00f6\u00dfe gmifchen Sirf= unb Rebhuhn ungef\u00e4hr mitten inne: bie S\u00e4nge bei \u00a3a\u00efjne! betr\u00e4gt 15, bie Sreite 24%, bie ftittigl\u00e4nge 7%, bie Sdjmangl\u00e4nge 4V4 Bold; bal Steibdjen i\u00df um einen Bod f\u00fcrger unb fa\u00df ebenfooiel fd)m\u00e4fer. \u00a3)ie F\u00e4rbung bei \u00a9e\u00dfeber! ift je nach ber Sahrelgeit oerfdhieben. 3m SBinter tr\u00e4gt bal Schneehuhn ein gmar einfache!, aber bennoch f\u00e4\u00f6ne! Kleib. Sein gange! \u00a9e\u00dfeber ift bi! auf bie oiergefjn \u00e4u\u00dferen Schmangfeberu blenbenb mei\u00df; bie Sdhmangfebern hingegen \u00dfnb tief fchmarg, mei\u00df gefantet unb mei\u00df an ber SBurgel; bie fed)! gro\u00dfen Sd\u00dfoungfebern geigen auf ber 5lu\u00dfenfahne einen langen braunfdfjmargen Streifen. 3m ^c^eit\u00ea\u00efleibe \u00dfnb Ober^ fohf unb ^interhal! roftfarbig, fudhlroth ober roftbraun, fd)marg ge\u00dfedt unb geme\u00fct, bie Sd)ulter=,\n$rel)m, 2^ier\u00efe6en. IV.\t24\n-f","page":369},{"file":"p0370.txt","language":"de","ocr_de":"370\n$ie S\u00e4ufer, \u00a9djarvo\u00f6flel. SRaudjfuff\u00f6\u00fcBner.\n9R\u00fccfen=, S\u00fcrgel; unb bie mittleren @d)Wangfeberu f\u00f6Warg, gut H\u00e4lfte roftBvaun ober bunBelvoftgelB in bie Ouere geMnbert nnb alle Gebern Wei\u00df gef\u00e4umt, bie \u00a9d&toangfebem oerHid)en unb i\u00a7re @nb= Bauten aBgefdf>Iiffen, bie \u00a3anbfd\u00a7Wtngeu Wei\u00df, U>ie int hinter, bie Irmfd&Wingen Braun, mie bei* Dtiidfen, \u00a9efWjt, fte\u00c7\u00efeunb \u00a9urgel roftrot\u00c7, geW\u00f4\u00c7nlic\u00c7 ungefledt, \u00c6otf, OBerBruft unb St\u00f6\u00dfen roftfarBen ober roftBraun, fein fdjWavg gef^ri^t unb geWettt, bie Gebern ber StittelBruft fd)Warg, roftfarBig uitb Wei\u00df geftedt, bie be\u00ea Saud&e\u00ea unb ber Seine Wei\u00df, bie UntevfdjWangbedfebern fd&Warg mit roftgelBen unb Braunen S\u00e4ubern unb 3idgadlimen gegeidjnet; unter bem luge unb an bem HftunbWinBel fielen Wei\u00dfe glede. \u00a3>ie \u00a9tunbf\u00e4tBung Bann lichter ober fetter fein; e\u00a7 Bann oorBommen, ba\u00df. bie Sehern auf lidfjtBraunem \u00a9runbe fdf)Warg gegebne! ftnb u. f. to. 3m Saufe be\u00ea \u00a9omnter\u00ea Bleichen bie Sehern au3. SDa\u00e2 S3eiBd)en ift ftet\u00ea lifter, erh\u00e4lt auc$ fein \u00a9ommerfleib immer fr\u00fcher als ba\u00ea Staunten. \u00a9Beidseitig mit ber Anlegung ber buuBIen Sefieberung \u00c7eBt unb rottet ftc$ her SrauenBamm, unb W\u00e4ljtenb ber ^aarang\u00eageit tr\u00e4gt er gum @d\u00a7mude be\u00ea Soge\u00ef\u00ea nid;t unWefentlid) mit Bei.\nSiele Sorfd)er nehmen an, ba\u00df eine gtoeimalige Staufer ftattfinbet: eine im [petBft, Weldie fid) \u00dcBer ba\u00a7 gange \u00a9efieber erftredt, unb eine gtoeite im Srfif\u00f6aljre, burd) WeldBe ba\u00a7 Bleine \u00a9efieber geWedjfelt Wirb. Sun aBer ge\u00c7t ba\u00ea SBinterBIeib Beine\u00ebtoeg\u00ea unmittelbar in ba\u00a7 \u00a9ommerBleib \u00dcBer unb biefe\u00ea eBenfotoenig in ba\u00ea S\u00dfinterBIeib. 3>e8$\u00abIB \u00ffat man gu her Snna\u00c7me gelangen Bonnen, ba\u00df ba\u00a3 Stoorfd^nee^u^n viermal im 3al)re maufere. dagegen glauben ameriBanifdje Sorfd^er BeoBadjtet gu IjaBen, ba\u00df ba\u00ea^leingefteber im \u00c7crBfte Wenigften\u00eb nidjt neu erfe^t, fonbem einfach oerf\u00e4rBt toerbe, unb gtoar fed biefe Serf\u00e4rBung, laut 9bid)arbfon., an ber \u00a9pit^e ber Sehern Beginnen unb fo rafdfj \u00fcberljanb nehmen, ba\u00df in ad)t Bis geljn Sagen ber SBed&fel ooltenbet ift. Stein nortoegifcf)er S\u00e4ger oerftdjerte midi) nun aBer toieber, ba\u00df ba\u00ea Stoorfdjueefmbn tm \u00a3erbfte, trenn pl\u00f6fclid) [tarier \u00a9dmeefa\u00fc eintrete, bie nod\u00a7 Braunen Sehern an\u00e9mie, ba\u00df ein\u00ea baBei bem anbern \u00a7elfe, unb ba\u00df man bann bie buuBIen o err\u00e4t!) erifc\u00c7 en Sehern be\u00ea \u00a9ommer\u00ea oft maffem Weife ftnbe.\nSeiber I)aBe id^.nod) Beine \u00a9elegen^eit gefunben, \u00dcBer ben SebetWed)feI eigene SeoBad^tungen ju fammeln. (Sin \u00cfKccrfctiiiectjafin, Wetten ber hamburger \u00a9arten lebenb befa\u00df, W\u00fcrbe tm Jjerbftc, gerabe cor ber \u00abKaufet, Don einem SRaubtlfiere get\u00f6btet; einen \u00a9rfatj baf\u00fcr haben loir ncct^nicfit erlangen (\u00f6nnen, fo [ebr ich auch battah ftrebe. Stenn nur \u00a9efangene, Welche im Steten gehalten nnb allem \u00a9nfluffe beb SSetterd ftreid gegeben Werben, \u00ef\u00f4nnen und auffl\u00e4ren \u00fcber ben SBeelffel ber Sleiber. GfinftWeilen evfdjeint e\u00f6 mir ne dt feilt fraglich, Welche von ben oorljin beregten Sinnahmen ber gorier bie flr\u00dfgte 2Ca^vf^einri^\u00efeit f\u00fcr fi<h fat: id, habe gerabe' neuevbing\u00ab \u00fcber bie SBerf\u00e4rbung \u00cfSalmtcbnumgen gemacht, Welche ich Wer f\u00fcr g\u00e4njlich unm\u00f6glich h'ctt-\u00a9\u00fcrfte man e\u00f6 Wagen, non biefen ^Beobachtungen au\u00bb auf ben geberwehfei bed lBcoor]dmeel;ufm-lleibed ju fc^Iie\u00a7en, fo W\u00fcrbe man annehmen muffen, ba| nur eine etnjtge SJiaufer tm 3at)ve ftattfinbet, alle \u00fcbrigen SBer\u00e4nberuttgen bed gebevlleibed aber einfach burch SSerf\u00e4rbung bewirlt\ntoel\u00ee\u2019e\u00ae(lg s\u00dfioorfchneehuhn oerbreitet ftch \u00fcber ben SRorben ber alten unb neuen SBelt, foinmt jeboch ni*t \u00fcberall in gleicher iffienge Oor. \u00a9ehr h\u00e4ufig ift ed in \u00a9lanbinaoien, \u00bbom SBermelanb an bid tum Siorb\u00efaf) hinauf, gemein auch in ginnlanb nnb SKuftanb, h\u00e4ufig noch in rufftfe^en Oftfee\u00bb fjrooingen, namentlich in Si\u00f6=,\tunb Surfanb bid Wauen herab, gahlveich ebenfo tn otelett\n\u00a9egenben \u00a9ibirtend. fftabbe fagt, baf et W\u00e4hrenb feiner fftunbteife um ben SSatfalfee tue\u00bb tnald uttb ebenfowenig am mittleren Slmur fflioorfchneeh\u00fchner antraf unb bedhalb oorau\u00f6febett mu\u00df, ba\u00a7 fte int Sommer nicht hier leben; Wohl aber begegnete er ihnen im \u00f6fitichen \u00a9afan, unb twat in ber \u00ae\u00f6he oon 5 bid 6000. guf \u00fcber bem \u00dcReeredfoiegel, namentlich in ben.Wetteren Jtj\u00e4lern, weihe mit SBirfettgefr\u00f6uh befanben fnb. 3m Storben Slmerifa\u00f6 bewohnt bad -puEitt, laut \u00e4tidjarbfon, alle \u201efeljgegenben\" jtoifdoeu bem 50. unb 70. \u00a9rabe ber Streite, tft aber inner\u00bb halb biefer \u00a9renje theilweife S\u00dfattberoogel, Weiher fh mit Ann\u00e4herung bed SBinterd in ja^trethe","page":370},{"file":"p0371.txt","language":"de","ocr_de":"o vfc\u00efjit eel)ul)n.\n371\n\u00a9bm\u00e4rrne gufammenfb\u00efagt xutb f\u00fcbm\u00e2rt\u00ea gte^t, obtoobl e\u00ea a\u00fbb itt ben ftrengften Bintern nob inaffen^aft in ben malbigen \u00a9egenben unter bem 67. \u00a9rabe gefunben mirb. 3m 3aBve 1819 erfdjien e\u00ea Bei \u00a9umBer\u00efanbboufe, unter bem 54. \u00a9rab ber Vreite, gegen bie gmeite Bobe be\u00ea SioBemBer unb \u00efe^rte mit Veginn be\u00ea gr\u00fcbling\u00ea lieber nad) bem Vorben gur\u00fcdf. \u00a9tma\u00ea 3te^n\u00efid\u00a7e0 fd)eint aub auf ber \u00a9fb\u00e4lfte ber \u00a9rbe fiattgufinben; benn Biele SJJ\u00eeoorfbtteeb\u00fcbner manbern Bon f\u00f4urlanb unb Sit^anen au\u00ea allminterlib Bi\u00ea \u00a9ftpreu\u00dfen, unb einzelne feilen ftd^ guioeilen Bi\u00ea nab Hemmern Verflogen \u00c7aBen. Leiter nad) \u00a9\u00fcben \u00c7in bat ftdj unfer Vogel niemals -gegeigt. 2luf S\u00ea\u00efanb, mie in \u00a9r\u00ebn\u00efanb fehlt er g\u00e4nglid), unb in \u00a9bottlanb mir b erburb eine anbere, in oie\u00efer \u00a7inftd;t nob gmeifeHjafte 2Irt Bertreten, \u00fcBer meld;e ib meiter unten nob einige Borte gu fageu haben merbe.\ngWobrfd&nee\u00c7u\u00c7n fiebelt ftb in \u00a9Benen unb an fanften Verg\u00efebnen an, meld^e ba\u00ea \u00a9enrage ber \u00a9Bene geigen. \u00a9aBei ift freilich fejtgu^alten, ba\u00df man unter \u00a9Benen nur feiere gu eerfte^eu b^t, meld^e fid), mie e\u00ea in \u00a9BanbinaBien ber $ad, im jpobgeBirge felBft finben; benn in bie eigentlichen \u00a9baler Bommt unfer ^u\u00c7n Blo\u00ea bann unb mann unb immer nur auf B\u00fcrge $eit herab. SDie\u00ea erkl\u00e4rt ftb,'meint man mei\u00df, ba\u00a7 e\u00ea an bie VirBen = unb Beibenarten geBunben ift,. bereu 9\u00eeeid), mie fehon BemerBt, erft \u00fcBer ber \u00a9renge be\u00ea 97abelma\u00efbe\u00ea Beginnt.\n^uf jenen \u00a3obebenen unb in ber \u00a9mtbra ift e\u00ea fie\u00ef\u00efenmeife ungl\u00e4ubig ^\u00e4uftg, h\u00e4ufiger gemi\u00a7, al\u00ea jebe\u00ea anbere <$pubn. \u00a9in SJSaar mobnt bid^t neben bem anbern, unb ba\u00ea \u00a9ebiet be\u00ea einge\u00efnen ^aare\u00ea ift fo meuig au\u00eagebebnt, ba\u00df mau e\u00ea mit f\u00fcnfbunbert \u00a9britten unb meniger fd;on burb-fdbreitet. B\u00e4brenb ber ^r\u00fcbling\u00eageitj Bertbeibigt ber ^abn feine \u00a9renge eiferf\u00fcbtig gegen jeben \u00a9inbringltng berfelben 2Irt; menu aber bie \u00c6\u00fcb\u00efein erft berangemabfen finir, fd)Iagen ftd) bie einge\u00efnen Familien in gr\u00f6\u00dfere \u00a9bm\u00e4rme gufammen, unb btefe burbftreifen bann gemeinfbaftlib meite \u00a9treden; benn ba\u00ea BinterleBen ifi Bon bem femmerliben Treiben meit Berfbieben.\nSDa\u00ea 3Jtoorfbneebubn geh\u00f6rt gu ben BegaBteften, regfamften unb lebenbigften H\u00fchnern, meld)e id; Benne, \u00a9\u00ea ift in allen Vemegungen febr gemanbt, be\u00eabalb aub feiten ruhig, unb Beruht e\u00ea, ftd) unter ben Berfbiebenften Verb\u00e4ltniffen gefbidt gu bBmegen. \u00a9ie Breiten, bic^t Befieberten $\u00fc\u00a7e geftatten ihm, ebenfo rafb \u00fcber bie tr\u00fcgerifbc HRc\u00eabede al\u00ea \u00fcber ben frifben \u00a9bnee meg; gulaufen ; ftc Bef\u00e4higen e\u00ea mabrfbeinlib oub gum \u00a9brnimmen. \u00a9er \u00a9ang ift Berfbieben, mie Bei ben meiften H\u00fchnern, \u00a9em\u00f6bulib l\u00e4uft e\u00ea fbrittmeife in gebudter \u00a9tellung, mit etma\u00ea gefr\u00fcmmtem fft\u00fcden unb b\u00e4ngenbem \u00a9bmange bahnt, jeher Vertiefung be\u00ea Voben\u00ea folgenb, unb nur menu etma\u00ea Vefonbere\u00ea feine SIufmerBfamBeit reigt, einen ber Bleinen #\u00fcge\u00ef erBIimmenb, um Bonbierau\u00ea gu ftbern; menu e\u00ea ftb aber Berfolgt ftebt, rennt e\u00ea mit Baum gIauBIid)er \u00a9ile feine\u00ea \u00ee\u00f4ege\u00ea fort. Veiin \u00a9ibern ftredt e\u00ea ftb fo lang au\u00ea al\u00ea e\u00ea Bann, bebt ben \u00c4ojjf hob auf unb erfbeint nun auffa\u00fcenb fblanB. \u00a9er glug ifi leibt unb fb\u00f6n, bem unfere\u00ea VirBmilbe\u00ea \u00e4bnliber, al\u00ea bem be\u00ea fRebbubne\u00ea; er geilet ftd) Befonber\u00ea baburb au\u00ea, ba\u00df auf einige rafbe \u00a9bl\u00e4ge\u00bbein l\u00e2ttgere\u00ea \u00a9abingleiten folgt, $urg Bor bem \u00a9infallen l\u00e4\u00dft ba\u00ea S\u00fcft\u00e4nnben regelm\u00e4\u00dfig fein laufc fba\u00ef\u00efenbe\u00ea ,,\u00a9rr=red=ed = ed=ed\" Bernebmenj ba& Bet\u00f6ren hingegen fliegt immer fiumm. \u00a9eit \u00a9bnee Beberrfbt unfer \u00a3ubn in eigentb\u00fcmliber Beife. \u00a9\u00ea gr\u00e4bt ftdb nibt Blo\u00ea tiefe \u00a9\u00e4uge in benfelbeu, um gu feiner im Binter Berbedten Nahrung gu gelangen, fonbern ft\u00fcrgt ftb aub, trenn e\u00ea Bon einem fftauboogel Berfolgt mirb, fenBrebt au\u00ea ber Suft herab unb taubt bann f\u00f6rmltd) in bie leibte \u00a9ede ein. Vei jirengem Better fubt e\u00ea hier 3uflud)t, um ftb gegen bie rauben Binbe gu fb\u00fcfjen: gumeilen foEC man ben gangen $Iug bibt an einanber gefdjart antreffen, unb gmar fo, ba\u00df bie gange \u00a9efe\u00fcfbaft unter bem \u00a9buee Bergraben ift unb nur bie einge\u00efnen \u00ae\u00f6|>fe berau\u00eafbauen.\n\u00a9ie fbarfen \u00a9inne maben e\u00ea bem Dttoorfbneebubne leibt, eine ftd) nabenbe \u00a9cfabr re<$tgeitig gu erBemten, unb e\u00ea Berfiebt meifierbaft, ftb bann Beftm\u00f6glibft gu fb\u00fc^en. \u00a9leibmobl ifi e\u00ea in ber Siegel nid)t fbeu, *oft fogar auffallenb breift unb mutbig; bod) mirb e\u00ea burb mieberbolte Ver^ folgungen ebenfad\u00ea Borftd)tig unb mi\u00dftrauifd).\n24*","page":371},{"file":"p0372.txt","language":"de","ocr_de":"372\t\u00a9te Saufet, \u00a9djavrOogel. iftau^fu^\u00fc^ner.\n\u00a9ie9MBrung Befielt BcmBtf\u00e4djlicB au! spflangenftoffen, im-hinter faft nur au! ben Slattern fno\u00eapen ber erto\u00e2&uten @ej\u00eer\u00e2ud&e unb B\u00f4d)f\u00eeen! nod; au! ben oerborrten Seeren felBft, im \u00a9ommer au! garten Slattern, St\u00fctzen, \u00a9pr\u00f6flingen, Seereu unb \u00f6erfdjtebenen ^erBtbieren, We\u00efdje gelegent\u00efid; mit erbeutet Serben. K\u00f6rner aller Arten inerben gern gef reff en, lnie bie befangenen gur beniige BeWeifen.\nSftod) m\u00e4^rt bie Salge luftig fort, ba $at ba! \u00a93eiBd;eu l\u00e4ngft feine hier gelegt An fonnigen R\u00e4ngen ber .\u00a3od;eBene, gWifd;en bem Bereite fdC;neefreien beftr\u00fc^ ber \u00a3aibc, gWifBen Reibet, 9Jte^l= unb StolBeeren, im beBiifd; ber \u00a9aalWeibe ober 3wergBirfe, in ben 2\u00dfa^olberB\u00fcfc^en unb an ci\u00c7nlidjen oerftedten ^l\u00e4t^en Bat e! ftc^ eine flad;e Vertiefung gefdjarrt unb mit einigen b\u00fcrren bral* Balmettunb anbern wenigen troefnen ^flangent^eilen, aud; mit eigenen Gebern unb mit brbe aufgelegt, \u00a9er \u00a9tanbort be! \u00ef\u00ef\u00eeefte! wirb unter allen Umft\u00e4nben fo WoBl gem\u00e4ht, baf man e! fd;Wer finbet, oBgleid; ber \u00a3aBn fein St\u00f6glicBfte! t\u00a7ut, e! gu OerratBen. br geigt jefet feinen oollen SUttB; benn er Begr\u00fcbt feben 9ftenfd;en, febe! IRauBtBier, We\u00efd;e! ftd^ nal>t, burd) ba! Warnenbe \u201ebaBauB, gaBauB\", fiellt ftd; breift auf einen ber Keinen \u00a3\u00fcgel, flie\u00dft aufgefd;eud;t nur wenige \u00a9dritte weit unb Wieberl;olt ba! alte \u00a9fuel, ungWeifelBaft in ber ABftd;t, ben $einb oont 3Refte aBguBringen. begen anbere \u00a3\u00e2\u00c7ne oertBeibigt er fein beBiet Ijartn\u00e4dig; eine unBeWeiBte \u00a3enne aBer-fd;eint feine \u00abBegriffe oon eljeli^er \u00a9reue wefentlid; gu Oerwirren; Wenigften! ift er trofc feiner SieBe gur battin ftet! geneigt, iu i^rer befettfdjaft einige Seit gu oert\u00fcnbeln. \u00a9ie \u00a3enne BleiBt Bei befahr m\u00f6glid;fi lange ruBig ftfeen, fc^cint fid; anfang! gar nid^t um ba! i^r broBenbe Unzeit gu Bet\u00fcmmeru unb fd;leid;t erft weg, Wenn man unmittelbar neben i^rettt Aefte fte^t \u2014 bann.freilich unter Aufbietung aller in ber Familie \u00fcblichen Verftellung\u00fc\u00fcnfte. begen anbere Rennen foil aud; fte ftd; fe^r ftreit fiid)tig geigen, unb gubem BeBaupten bie Norweger, ba\u00a7 eine -fpenne ber anbern, fatl\u00ea \u00a9ie! m\u00f6glid;, bie bier raube unb nacB iBrem \u00c0efte Bringe. Aud; W\u00e4Brenb ber Srutgeit ttod; ftnb bie StoorfcBnee; BiiBner um 9Jtitternad;t am leBBafteften; man oernimmt i\u00a7r befcBrei feiten oor ber gel;nten ABenb; ftunbe. golgt mart bem Dtufe be! 9Jt\u00e4mtd;en!, fo !ann man BeoBad;ten, ba\u00a3 ein \u00a3>aBn ben anbern gum Kampfe fo-rbert unb mit biefem einen ernften \u00a9treit au\u00eaftdjt, Bi! ettblid; bie Zenite oorn Sftefte au! mit fanftem \u201e\u00a9jafe\" ober \u201ebu, gu, gurr\" ben bemaBl nad; \u00a3aufe forbert\n\u00a9a! belege ift Aulgang! 2M, ftdBer Anfang! 3uni oo\u00fcg\u00e4Blig unb BefteBt au! neun Bi! gW\u00f6lf, guWeilen aud; au! funfgeBu, fed;!geBn Bimf\u00f6rmigen, glatten, gl\u00e4ngenben biern, WelcBe auf odergelbem brunbe mit gaBltofen leberbrauneu ober rotBBraunen $ledd)ett, V\u00fcnltcBen unb \u00a9\u00fcpfeldjen Bebedt ftnb. \u00a9ie \u00a3enne Wibmet fid; bem Srutgefd;\u00e4ft mit gr\u00f6\u00dfer \u00a3ittgeButtg; ber \u00a3al;u fcBeint an iBm leinen \u00a9Beil 5U en, fonbern nur all \u00a9\u00f6\u00e4cBter gu-bienen. beBt Alle! gut, fo fcBlityfen fd;on bnbe Suni! ober Anfang! $uli bie niebli^en \u00ae\u00fcd;lem au\u00ea ben biern, unb nunmeBr fie^t man bie gange Familie oereinigt im Stoore, aud; ba, Wo berfelBe feBr toafferreid; ift. && oerbieueu unfere Xfytvt ben Manien \u25a0 StoraftB\u00fcBner in feber ^inftcBt: fte ftnb WaBre \u00a9umpfo\u00f6gel geworben unb fd;einen ftd; aud; auf bem pfftgften \u00a9d)lamme mit Seid^tigleit Bewegen gu l\u00f6nucn. 2\u00dfal;r= fd;einlicB fucBeu fte gerabe biefe \u00a9teilen guerft auf,- um iBren kleinen eine bem garten Alter am Beften entfaredjenbe SaBrung Bieten gu f\u00f6nnen, \u00a9ted;m\u00fcden unb iBre Saroen n\u00e4mlid;, oon benen bie SAoore W\u00e4l;renb bei \u00a9ommerl wimmeln.\nVermittelft eine! guten $ernroBre! B\u00e4lt e! nid;t fcBwer, eine fold;e Familie gu BeoBacBten. \u00a9er \u00a7aBn, Weld;er an ber brgieBung ber ^ in ber ben W\u00e4vmften AntBeil gu neBmett fd;eint, geBt mit ftolgeu \u00a9dritten, Bod;geBoBenen ^\u00bbau^tel immer oorau!, Beft\u00e4nbig ftd;ernb unb Bei befaBr bttrcB feilt \u201ebaBauB\" waruenb, f\u00fcBrt bie gange Familie gu 9RaBrung oerfpretBenben ^piat^en unb geigt ftd; \u00fcBerBauBt \u00e4uferft Beforgt. \u00a9ie nieblid;en ^\u00fcdtlein tragen in ben erften \u00a9agen il;re! SeBett! ein \u00a9unenlleib, WelcBe! einem S\u00fcnbel ber bRetitBierftec^te gum VerWed;feltt \u00e4Bnlid; fteBt. \u00a9ie ftnb rafd; unb BeBenb, Wie alle wilbett ^\u00fc^leitt, laufen Ieid)t unb gewanbt \u00fcBer \u00a9d;lamm unb \u00e4Baffer^ gr\u00e4Bett l;iJ^eg xin^ lernen fd^ott nad; ben erften \u00a9agett il;re! SeBett! bie f[einen* fhtntBfen \u00a9d;Wiitgett geBraucBen. \u00a9o ift e! erllctrlid;, ba^ fte ben meiften befal;rett, Weld;e iBnen brol;ett, entgeBen.","page":372},{"file":"p0373.txt","language":"de","ocr_de":"SDtoorfdpueepupn.\n373\n\u00aeie \u00a9leidpfarbig\u00efeit ipreS KletbeS mit b cm 23oben l\u00e4ufst fc\u00efbft baS fd^arfe ^altenauge, unb bie Oevt\u00efid\u00c9jfeit, auf melier fie ft dp untp er tummeln, fid^ert fie bor NeinedeS ober feines 23ermanbten, beS \u00a9iSfudpfeS, unfehlbarer Nafe. \u00a9o madpfett fie luftig peran / med;feltt bie anf\u00e4nglich braun unb fdpmarg gem\u00e4fferten \u00a9dpmingen halb mit mei\u00dfen, erneuern audp biefe ttodp ein ober mehrere SJcate unb h\u00fcben \u00a9nbe NuguftS ober StfangS (September bereits fo ziemlich bie \u00a9r\u00f6\u00dfe ihrer \u00a9Item erreicht. S\u00e4prenb beS Sinters bermeilen fte in ber \u00a9efe\u00ef\u00effdjaft bon bief en; fobalb aber gegen baS $r\u00fcp; fahr bie Siebe fiep geltenb mad;t, fprengett fiep bie Golfer, unb bie jungen $\u00e4pne treten nun l\u00fcptt als 23emerbcr ber alten unb jungen Rennen auf.\n\u2022 SDaS SNoraftpupn bilbct in Normegen eines ber gefdp\u00e4ptefteit ^agbthtere. \u00a9eine gro\u00dfe \u00a3>\u00e4ufig!eit gem\u00e4hrt bem nur einigerma\u00dfen gefehlten S\u00e4ger eine ergiebige SluSbeute, unb beShalb finb biele Normannen biefem Saibmert mit Seibenfd^aft ergeben. Slber nur bie menigfien bon ihnen tennen bie S<tgb, toeld^e ber alte (SriC midp lehrte, \u00a9ie berfolgen bte Jp\u00e4pne enttoeber im ^erbfte, bebor bie S\u00df\u00f6lter fiep gufammengefepart haben, ober im Sinter, menu fie, gu Rimberten bereinigt, in ben 23irtenbididpten liegen. Sm iperbfte ift ein guter 23orftcppunb gur \u00a9dpneepupttjagb unerl\u00e4\u00dflich; mit feiner Jpiifc aber tann man im Saufe eines Nachmittags \u00a3)upenbe erlegen, mie ich felbft erfahren pabe. S\u00f6p jagte in \u00a9efedfdpaft eines \u00a9ngl\u00e4nberS, metd;er bereits feit fed;S Sa^retx aUj\u00e4prlich auf bie 23erge gog unb pier mocpenlang biefem Saibmevle oblag. (Sr tonnte mir bie Nngapl ber bon ipnt erlegten $\u00fcpncr genau augeben, unb ich erfupr, ba\u00df er in einem ^\u00bberbfte fdpon \u00fcber bierpunbert. \u00a9t\u00fcd bon ipnen get\u00f6btet patte, hierbei mu\u00df id; freilidp \u00a9inS micberpolen, tbaS icp fdpon in ber \u201e\u00a9artenlaube\" erm\u00e4pnt pabe, ba\u00df n\u00e4mlicp bie (Sngl\u00e4nber ben SanbeSeingebornen ein maprer \u00a9reuet ftub, meil fie leine Regung, leine \u00a9d;onung lennen, meil fie bie Sungen nieber; fepie\u00dfen, menu fte erft.bie \u00a9r\u00f6\u00dfe einer Sagtet ober Serdpe erlangt paben, gteicpbiel, ob fte biefeibett bann tuipen l\u00f6ntten ober nidpt. SSoit ntepr als einer \u00a9eite ift mir berftd;ert morben, ba\u00df biefe \u201eNaSj\u00e4ger\" bie bon ipnen gemeuepetten K\u00fcdptein ipren $unbett gumerfen, ba\u00df fte \u00fcberhaupt nur jagen, um eine gro\u00dfe Nngapl bcS ebten SilbeS in ipre Siften eintragen gu l\u00f6ntten. \u00a3)er Novmctnn berabfd;eut mit Ned;t fodpen Prebet; er jagt bie \u00dcNoorfdpnecp\u00fcpner nur, menu fte ermadpfen ftnb unb bann auep bloS in ber Slbfidpt, fte gu itupett. 3)ie -fpauptjagb finbet unter allen Umfl\u00e4ttbett im Sinter ftatt, uttb gmar aus bem einfad;en \u00a9runbe, toeil bann bte erlegten .jp\u00fcpner auf meitpiu berfenbet merben l\u00f6ntten. NderbingS ift bic ^agb, menu tiefer \u00a9dpnee liegt, giemlid; befdpmerlidp; fo feptimm aber, toie Naumann eS barftetlt, ift eS bodp nid;t. \u00dcDcr \u00a9dpneepupttj\u00e4ger matet ntdpt in ben \u201euntbirtpbarften, \u00f6beften \u00a9egenben\u2019 in tiefem \u00a9dpnee permit\", ft\u00fcrgt fiep auep nid;t \u201e\u00fct ber; fepneite Slbgr\u00fcttbe\" ; benn er bebient fup gur Sagb feiner \u00a9dpneefdj\u00fcpe, tbelcpe ipn leiept aud) \u00fcber lofen \u00a9dpnee megtragen, er \u201eberirrt fiep aud; nidpt in bem ioeiten tointerltcpen Einerlei\"; beim er lennt feine $jetbS, unb bie eingelnen 23 er ge geben ipm immer nodp SNertmale gur ^eimtepr. \u00a9obiel ift freilidp toapr, ba\u00df ber S\u00e4ger ein Ir\u00e4ftiger \u00fcJlann fein mu\u00df, meldper Slnftrenguitgeu nidpt fepeut unb fiep aud; in bieptem Nebel ttod; gu benepmen ioei\u00df. UebrigenS gebraudpt matt im Sinter baS \u00a9etbepr toeit meniger als Nep uttb \u00a9d;littge, fdpon beS tpeuent S\u00dfulberS megen. \u00dcNau. lennt bi\u00ab SagerfteKe beS SilbeS unb ftedt pier gmifdpett bem 23irlengeftr\u00fcppe, gu melcpent bie .fj\u00fcpner ber Ne\u00dfung palber lomnten nt\u00fcffen, mit'bem beften \u00a9rfolge. Sk toeldper Nttgapl gumeilen \u00a9dpneep\u00fcpner gefangen toerbett, mag man barattS ermeffen, ba\u00df ein eittgiger Silbp\u00e4nbler im Saufe eines Sinters auf \u00fcDobrefjetb allein 40,000 \u00a9t\u00fcd fammeln unb oerfenben tonnte, \u00a9egenm\u00e4rtig erftredt fidp ber ^anbel mit biefem Silbe nidpt bloS auf \u00a9todpolm ober Kopenhagen, fonbern itt jebent einigerma\u00dfen ftrengen Sinter audp bis nad; SDeutfdptanb unb \u00a9ro\u00dfbritannien : io er baS Silbpret bcS \u00a9dpnee; pupneS erproben mid, braudpt ftdp gur geeigneten Seit nur au eilten patnburger Silbp\u00e4nbler gu menben, er mirb eS fcpmerltcp bergebtidp tptttt,\nSn ber \u00a9efangenfdpaft fiept man bie anmutjpigen .\u00c7\u00fcptter audp in \u00a9lanbittabien fetten. T)aS eingige bon ipnen, meld;eS icp beobadpten tonnte, mar jenes bereits erm\u00e4pnte, meldpeS ber pamburger ^piergarten befa\u00df. \u00a9Spalte, epe eS gu unS gelangte, fd;on in \u00a9lanbtnabien l\u00e4ngere Seit in ber","page":373},{"file":"p0374.txt","language":"de","ocr_de":"374\n\u00aete S\u00e4ufer. \u00a9djarroogel. \u00a3Rau$fu$\u00fc\u00c7ner.\n\u00a9efangenfdjaft gugebra^t unb ft<$ fo^an gemifd)te\u00a7 \u00df\u00f6rnerfutter getonnt, baff feine (Spaltung un\u00ea burdjau\u00e4 feine \u00a9d)toierigfeiten oerurfadjte. g\u00fcr \u00a9l\u00e2tterfno\u00eapen unb Leeren, J\u00fceld^e eB al\u00ea Sederbiffen gu betrauten fd)ien, tourbe a\u00ef\u00eferbing\u00ea geforgt; id) bin febod) geneigt, gu glauben, ba\u00a7 e3 fid) aud) o^ne biefe45ftahrung\u00eaf\u00efoffe ermatten Ijaben to\u00fcrbe. $cn anberen fftauchfufpljnern, toelche td) in ber \u00a9efangenfdjaft beobachten fonnte,. unterfd)ieb e3 fic\u00a7 burd) feine Sebenbigfeit unb \u00e4utrau; \u00efidb)\u00efctt. \u2014 Einige \u00a9efangene. f ollen gur ftortyflangung gebracht toorben, bie erbr\u00fcteten jungen aber in fr\u00fcher Sugenb gefiorben fein.\n\u201e2Iuf ben in fo fjo^ent \u00a9rabe flimatifd) milbeit britifdjen 3^feltt\", fagt \u00a9loger, \u201eauf beten gr\u00f6\u00dferen feilen in ^en '\u00ae^enen \u00abn& nieberen \u00a3l)\u00e4lern mandait hinter gar nid)t fd)neit, too in\n\u00a9a\u00a7 9JtoorfdjneeI)uI)n (Lagopus albus), (gommer. V3 ber nat. @r\u00f6fje.\nfeinem hinter ein tiefer ober l\u00e4ngere 3eit Hegenber \u00a9dmec f\u00e4llt, unb beren n\u00f6rblidjfie Steile immer noch merflidjer f\u00fcbiid) liegen af\u00f4 bie f\u00fcblidjfien 2Bo!)npl\u00e4f3e be\u00ea 9ftoorfd)nee\u00ef)u\u00ef)ne\u00ea in \u00a9fanbinaoien: bort fommt ber 2$ogel nirgenb\u00ea mit ioeiffer 2\u00dfintertrad)t Oor. 2)ie bortigen Xorf= moore betoo\u00efjnt ba\u00ea fogenannte fd^ottifd^e \u00a9d^nee^u^n (Lagopus scoticus), toeld)e\u00a3 bent 3Jtoor= fdjnee\u00ef)\u00fcljne be\u00ea ^eftlanbe\u00ea im \u00a9ommergetoanbe fo o\u00f6\u00fcig gleid)t, baff blo\u00ea ber SCRangel alle3 2Bet\u00a7en auf ben f^Iiigeln unb eine graue, braungefledte \u00a9efieberung ber ^\u00fcfe e\u00ea oom lederen uuterfd)eibet;","page":374},{"file":"p0375.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9dfjottifdje\u00ea \u00a9djneeljufyn.\t375\ninbeg fournit el bod) fe\u00efbft in biefen beiben \u00a9t\u00fcdeu lieber mit bem festeren in beffen evftem \u00c7ebevs \u00efleibe \u00fcberein.\"\n\u201eSDiefe 2Iehn\u00efid)feit einet feitl ift ebenfo auffadenb, mie anbererfeit! bie gang augerorbentlid) enge Verbreitung bel Voge\u00efl, unb bie nad) geogra^ift^er S\u00e4nge unb Vreite faft genau gleidje \u00a9tfltedung feinel Vaterlanbel. Veibe m\u00fcrben f\u00fcr eine mirfti\u00e4)e 9lrt, foo nid)t \u00fcberhaupt, bod) minbeftenl unter ber geogra^^ifd^en Sage unferel V3elttl)eitel, im Vergleiche gu bem Vaterlanbe f\u00e4mmtlicber marrn; unb faltbl\u00fctiger V\u00dfirbeitl)iere, getabegu beifpiellol fein. \u00a9ie b\u00fcrfen alfo mopl gu ber Vegr\u00fcnbung ber SXnftd^t bienen: bag jenel fd^ottifd^e \u00a9d)nee!)uhn nid)tl Slnberel fei, all eine f\u00fcblid)e tlimatifd;e Vb\u00e4nberuug unferel 3doorfd)neehuhnel, meld)el, nad)bem fid; mit ber fteigenben . Venninberung ber VB\u00e4lber unb ber. gunehmenben ddilberung ber Climate alte fe^t all notbifd) bekannte Vl;ierarten h\u00f6her nach bem 5\u00dfole hinauf gur\u00fcdgogen, all ein gu fd)lechtet Flieger auger \u00a9tanbe mar, bon Vritannien aul \u00fcber ben breiten \u00fcdteerelarm hinmeg nach einem h\u00f6her norbm\u00e4rtl gelegenen Sanbe \u00fcbcrgufehen.\"\n2Senn ich jemals oerfudht fein f\u00f6nnte, bie @logerfd)en Slnfichttn hinftdhtlid) ber flimatifdhen \u00a9pielarten ber Vh*ere theilen, fo m\u00e4re el in biefern f\u00c7aCCe; benn bal fchottifche ddoorfdhueehuhn ift in ber Vt)at geeignet, berartige Slnfichten herborgurufen. \u00a93 \u00e4hnelt in feiner \u00a9r\u00f6ge unb in feinem Vkfen bem SRoorfchneehuhne berart, bag el b\u00e4um gu oerfchiebenen Meinungen 2lnlag geben b\u00f6nnte, m\u00e4re man \u00fcber bie V\u00dftrbung bel \u00aelimal mirtlid) fchon im deinen, mie \u00a9loger annimmt. Sluffadeuber Vkife n\u00e4mlich fdheintnodh beiner ber reichen englifchen \u00a9utlbeft^er baran gebadet gu haben, eine \u00a9treit= frage ber Vogelbunbigen auf bie einfachfte V3eife baburch gu l\u00f6fen, bafi er einige $unbert ddorafth\u00fchner \u00b0 oon SRormegen bommen l\u00e4gt, fie aulfefct unb bann abmartet, ob bie iRachbommen ber \u00a9ingef\u00fchrten burdh bal milbe \u00c6lima \u00a9d)ottlanbl urngemanbelt merben ober nicht, \u00fcftur auf btefe VBeife l\u00e4gt ftd) \u00a9emigheit ergielen; benn folange mir bie \u00a9inmirbung bel $Iimal nicht bemeifen b\u00f6nnen, ift adel Sieben f\u00fcr ob'er gegen bie Slrteinheit bei fd^ottifd^en unb feftl\u00e4nbifchen \u00fcbftoorfdjneehuhnel bebeutungllol. \u25a0 3d) bin meit entfernt/ bie Slrteinheit ber beiben k\u00fchner f\u00fcr unm\u00f6glich gu halten; aber id) oerlange, be\u00f6'or ich fte anerbenue, Vemeife f\u00fcr fie, unb fotd)e finb bisher nod; nicht beigebracht morben.\nSDal fchottifche \u00a9dhneehuhn \u00e4hnelt, mie bemerbt, bem ddootfdhneehuhne in feinem \u00a9ommets bleibe. SDie Gebern bel $opfel unb Vadenl finb auf iid)tbraunrotbem \u00a9runbe mehrfadh fchmarg in. bie Duere geftreift, bie bel S\u00ee\u00fcdenl unb ber ^l\u00fcgelbecbfebern in ber SJtitte fd)marg gefledt, bie ber \u00a9urgel rotl), bie ber Vruft unb bel Vaud)el bunfelpurpurbraun, burdh gahlreid)e fd)maie V\u00e4nber geftreift, bie \u00a9d)mungfebern b\u00fcfterbraun, bie \u00a9chmangfebern, mit Slulnahine ber oier mittelften, fchmarg, biefe fdjmarg unb roth geMnbert; bal \u00a9d)enbebgcfieber ift blagrotl), bunbler quer geftreift; bie ftugmurgeln unb Sehen bebleiben meiglid)c Gebern. 3)al Vuge ift nugbraun, ber \u00a9chnabel fchmarg; bie ftarfen 3^\u00e4gel ftnb meiglidh- \u00a3>al \u00a9efieber bel 2Beibd)enl fed bunfler fein all bal bel 9Jt\u00e4nnd)ertl; auf Vruft unb Vaud) geigen fid) eingelne meige Rieden unb an ben \u00a9nbeu einiger gt\u00fcge\u00efbedfebern meige \u00a9pitmen. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 15, bie \u00a9rette 26 Sod; bal VBeibdhen ift \u00efleiner.\nSDic f\u00fcblidhften \u00a9raffdhaften \u00a9rogbritannien!, in metd)en bal fchottifche \u00a9d)neehuhn ft\u00e4nbig lebt, finb 2)erbpfhite, Sancafhire unb 3)or\u00effhive;. Oon hiev an finbet el ftd) \u00fcberad bil gu ben \u00e2ugerf\u00eeen ^ebriben unb Drfuepinfeln, fehlt febod) auf ben \u00a9hetlanblinfeln unb in Urlaub,\n3n feiner Sebenimeife unterfeheibet el ftd) faunt oon bem SOloorfchneehuhne. 3nt gr\u00fchfahr trifft man el paarmeife, fp\u00e4ter, menu bie fed)l bil gehn S\u00abngen fd)on einigermagen ermad)fen ftnb, in \u00a9efedfd;aften; int VMnter hingegen fchl\u00e4gt el ftdh gu betten oon oiergig bil funfgig \u00a9t\u00fcd gufammen unb mirb bann auffadenb fcheu nnb oorftchtig. \u00a9ebirglbeeren ader Vrt, bie \u00a9pihett bel $aibetraute! unb bie ^nolpen oerfdhiebener S\u00dfflangen bilben feine Nahrung, \u00a9ine aulf\u00fchrlidjO Vefdhreibung biirfte nach bem Vorhergegangenen unn\u00f6tig fein.","page":375},{"file":"p0376.txt","language":"de","ocr_de":"376\nSDie S\u00e4ufer. \u00a9djarro\u00f6gel. Sftaudjfufth\u00fchner.\nS\u00efuf ben 2IIpen itrtb ben gtyrenaen, fomie auf ben \u00a9ebirgen be\u00a7 fftorbenS ber gangen \u00a9rbe, foe\u00efdje baS \u00a9epr\u00e4ge be\u00a7 2Ityeng\u00fcrtelS an ftd) tragen, ja felbft in ben n\u00f6rblicben \u00a9betten leben \u00a9chneeh\u00fchncr, i\u00bbeld)e in \u00a9eftalt unb V\u00f6efen Don ben SJtorafb unb f<$ottifdjcn\u2019@djiteeh\u00fcljncm fo \u00bber[Rieben ftnb, baf? aud) baS bibbere 2tuge fie fofort als befonbere 9Irt unterfdjeibet, treibe jebod) unter ftd) ebenfalls abtoeidjen unb beSbja\u00efb \u00bbergebene 2Inftd)ten ber f\u00c7orfc^er veranlagt Baben. SBafjrenb bie \u00a9inen alle biefe $\u00fc\u00ef)ner f\u00fcr ein unb biefelbe 51rt erBI\u00e4ren, ja, 2B allen green fogar gang genau toeifj, baf? ihre Verbreitung io\u00e4hrenb ber \u00a9iSgcit ftatt fanb, ftnb SInbere ber Meinung, ijafj fte es mit \u00bberfc^iebenen, aber ftd) fe\u00ef)r nahe fie^cnben SIrten gu t\u00ef)un haben. \u00a9S toirb n\u00f6t^ig fein, hier\u00fcber nod) einige \u00a9orte gu fagen; bod) Bann SDicS erft gefd;ef>en, nad)bem mir baS betreffenbc \u00a7u^n ober eines biefer $\u00fcl)ner felbft Bennen gelernt haben \u00bberben.\n\u00a3)aS Silben;, $elfen= ober Vergfd)neehu\u00ef)n (Lagopus alpinus) ber \u00a9chmeig ift, laut @d)ing, nad) ber Sah^eSgeit fo \u00bberfd;ieben, baff man fagen Bann, im \u00a9omnter fei feine F\u00e4rbung itt\nSDo\u00eb 2n))enfd)neel)ul)n (Lagopus alpinus), \u00a9otrnner. V\u00e4 be* not. \u00a9rb\u00a7e.\njebem Vtonat oer\u00e4nbert. 3U allen SaljreSgeiten ftnb beim SJI\u00e4nndjen ber Vaud), bie untern SDecBfebern beS \u00a9djtoattgeS, bie oorbern \u00a3)edfebern ber f\u00c7I\u00fcge\u00ef, bie \u00a9djmungfebern unb bie Saufe toeif ; bie \u00a9djtoungfebem haben fd)n>cirglid)e \u00a9d)\u00e4fte, unb ber \u00a9djmattg ift fd^tnarg. 3m \u00a9ontmer aber fetjen bie \u00fcbrigen \u00a3he^e febl* \u00fcerfd)ieben auS. SDie \u00c7r\u00fchlingSmaufet beginnt \u00e4ftitte Styrit\u00f6, bann Bommen hin unb mieber fd)w\u00e4rglid)e Gebern gum Vor freine, unb ber Vogel ift ioeifjlid) unb bunt gefdjedt; SInfangS SfJlai ftnb $of)f, $alS, Sft\u00fccBett, bie obern \u00a3>edfebern ber gliigel unb bie Vruft fdjtoarg, roftfarben unb toeipunt, bie fiebern n\u00e4mlid) enttoeber gang fd)t\u00bbarg mit gang nubeutlidjen roftfarbenen Ouerftreifen, ober fd)toarg he^rof^9e^ un^ toei^Iich geb\u00e4nbert; an \u00aeehle unb ben \u00a9eiten beS $a\u00effeS tritt baS VBeifje am meiften heroor. SDie Gebern felbft ftehen bunt unter einanber, nid)t feiten mit einigen gang toeifjen gemifd)t; alle aber bleichen nad) unb nad) fo ab, bafj \u00a9nbe SluguftS ober \u00a9epemberS befonberS ber fR\u00fcden fc\u00a3>\u00f6tt he\u00ef\u00efafd)grau unb fd)to\u00e4rglid) funBtirt","page":376},{"file":"p0377.txt","language":"de","ocr_de":"Snpcni<\u00ef)\u00eeiee\u00ef)u\u00efjtt.\n377\nerfd)eint, bie roftfarbenen SB\u00e4nber an #alS unb $obf faft gang Wei\u00df geworben fittb, meift aber nod) einige gang unregelm\u00e4\u00dfige roftge\u00efb unb fd)Warg geb\u00e4nberte unter ben anbern ftdj finben. Skint SSeibc\u00dfen ftnb ade biefe \u00a3I)ette fdjWarg unb roftgelb geWedt, bie S\u00e4nber riet breiter unb beutlidjer.\n3m SBinter Serben, mit Stu\u00eanatjme ber fchwargen, je^t licht gef\u00e4unt ten \u00a9teuerfebern, beim SDt\u00e4nndjcn auc\u00efj berjenigert, Weld;e ben $\u00fcgel bilben, a\u00cf\u00cfe Gebern blenbenb Wei\u00df; both fommt eS Oor, ba\u00df einzelne bunte Gebern fielen bleiben. SB\u00e4hrenb bcr $erbftmaufer, Welche im Oftober beginnt, fe\u00efjen bie Schneeh\u00fchner gang bunt auS; fdjon im'\u00fcftobember aber finb jte fdfjneeWei\u00df geworben. Oie mittleren Oberbedfebern beS \u00a9dfjWangeS Verl\u00e4ngern fic^ fo, ba\u00df fie bis gum (Snbe beS \u00a9d)WangeS\n/\n,\tjDa\u00ebSnpenfdjneeijuIjn (Lagopus aipinus), SBinter. Vs bet itat. \u00a9r\u00f6\u00dfe.\nreidjen, unb eS fdjeint, als ob bie \u00a3D7itte beS \u00a9dE)WangeS Wei\u00df fei. Hebei* ben Slugen fteljt eine rotlje, ttxxrgige, am obern Stanbe auSgegacfte \u00a3>aut, bie aber am \u00fc\u00fcl\u00e4nndjen viel ft\u00e4rfer ift. Oie S\u00e4nge beS 3MnndjenS gibt \u00a9djing gu 13 3od an, unb beSWegen Wid id) erg\u00e4ngenb ^inguf\u00fcgett, ba\u00df nad) meinen eigenen \u00dcDteffungen beim norWegifdjen \u00a9djneehuhne bie S\u00e4nge 13 bis 13%, bie Sreite 23, bie $ittigl\u00e4nge 7 unb bie \u00a9d)toangl\u00e4nge 4 $od betrug, fowie id) aud) nod) gu bemerfen habe, ba\u00df baS Sluge bunfelbraun, ber \u00a9d)nabel aber fdjWarg ift.\nSon biefem \u00a9djneehuhne WeidEjen aber nun bie \u00fcbrigen ab, unb nicht bloS in F\u00e4rbung unb \u00a9r\u00f6\u00dfe, fonbern Woljl auch in ber SebenSWeife. Oie 2IbWeid)ung hinfidjtlich ber \u00a9r\u00f6\u00dfe unb F\u00e4rbung verfucht \u00a9loger gu erkl\u00e4ren Wie folgt: \u201e2luf Erlaub, too ein gem\u00e4\u00dfigtes tr\u00fcbes ^nfelflima bie garbenentwidelung Wenig beg\u00fcnftigt, fc^einen bie Schneeh\u00fchner minber bunfler unb ntinber rofifarben, als in bent w\u00e4rmeren \u00a9fanbinavien; bagegett bewirft bie milbe Witterung im S\u00f6inter ein","page":377},{"file":"p0378.txt","language":"de","ocr_de":"378\nSDte S\u00e4ufer, \u00a9djarro\u00f6gil. Sftauchfufdfobner.\nftarfe! $eri)ortrctcn bel \u00a9djfoargen am t\u00ebopfe, foeldhe! bort nicht-adein oie! breiter foirb beim SJl\u00e4nndhen, fonbern ft<h aud) gu einem oft recht beutlidjen \u00a9treifen emporhebt beim SBeibdjen, obfooljl er bei j\u00fcngeren erft mit SIulgang be! erften SBinter! ihre! Beben! erf^eint SBenn \u00fcbrigens bie \u00fcl\u00e4nbifdhen gug\u00efeid^ etfoa! fdhlanfer gebaut aulfeljen, fo fommt Oie!, fofern e! nicht Hofer \u00a9djem ift, fooljl oon einer nid^t fo umfangreichen SBefteberung per. \u2014 SBeiter nad) Often, trie in \u00a9fanbinaoien, ift ba! \u00a9ommerfleib im allgemeinen flotter; ba! Sinterfleib ber SBeibdjen bagegeu foieber ohne heutige! \u00a9djfoarg am \u00aeopfe, foie \u00fcberhaupt aufjer 3llanb foo\u00c7I \u00fcberall, foenn nicht etfoa mit Slulnahme oon \u00a9djottlanb. 3Rod^ tiefer im feftl\u00e4nbifd^en Often*, foo bie SBinterf\u00e4lte int gleichen Sdafie fo\u00fcdhfi, foie bie \u00a9ommerw\u00e4rme fteigt, fdjeinen auch bie SJt\u00e2nndhen ihr \u00a9djfoarg au! bem \u00a9treifen gu Oertieren. \u2014 \u00a9o fdbeint ferner ben minber ^>ei\u00a7en unb foenig heiteren \u00a9ommern unferer fiibbeutfdjen Sllpen, im SSerg\u00efeid^e mit aden norbeurop\u00e2ifdhen, auch ein hedere! \u00a9ommerfleib ber fdhfoeiger \u00a9df>neepf;ner gu entfpredjen. Stuf ben beutfdjen, norbeurop\u00e4ifdhen uub fd)ottifd;en \u00a9ebirgen fd^einen biefe SSpge\u00ef ba! \u00c7e\u00ef\u00efgraulidje gfoeite ober \u00a9p\u00e4tfommerfleib oft gu tragen, im h\u00f6heren korben Slmerifa! bagegen e! foegen \u00c4\u00fcrge bel \u00a9ommer! feiten ober gar nicht mehr aulegen gu tonnen; benn bort ftnbet man g. SB. auf ber SMoideinfel noch mitten im %um mand\u00e9e SJt\u00e4nndhen in ooder reiner SSBintertrad^t. S3on ben {\u00fcblicheren aber, g. 33. auf bem greifengebirge, unter 54 \u00a9rab n\u00f6rblic^er SSreite, fd^einen mand\u00e9e bie eigentliche grauere \u00a9ommertrad^t Oodft\u00e4nbig gu befommen. ^iergu fommt fogleidj eine nterfto\u00fcrbige SIb\u00e4nberung ober Slulartung oor mit einem an ben oierge^n ^auf)tfebern gang foeifjen \u00a9d^foange, ber felbft im \u00a9ommer fo bleibt.\"\n@g l\u00e4fjt ftd) gefoifj nict;t leugnen, bajj biefe SluSlaffung SJtandhe! f\u00fcr ftdj h&t; \u00fcber ebenfos foenig foirb man oerfennen b\u00fcrfeu, bafj fte einftfoeilen nur ein ^S^antaftegebilbe ift. gab er unb Holboell, foeldhe auf SHanb unb in \u00a9r\u00f6nlanb oiele Sa^re lang \u00a9dhneephner beobachteten, ftnb anberer Slttftd;t: -fte fehen im \u00fcl\u00e4nbifdhen unb gr\u00f6ttl\u00e4nbifdjen \u00a9dhneehuhne eigene Slrten. Ood) barf auch auf ihre Slnftdht gur geit.nodh fein befonbere! \u00a9efoidht gelegt Werben: bi! jefct ftttb Wir nodh nid;t im \u00a9taube, \u00fcber bie Slrteinheit .ober SlrtOerfdjiebenheit biefe! SSogel! enbg\u00fcltig gu entfcheiben. Stur derjenige, foeldher oiele oon 'allen ben in grage fommeuben Schneeh\u00fchnern fo\u00e4hrenb ihre! greileben! unb (foo m\u00f6glich gleidhgeitig) in ber \u00a9efangenfdjaft beobachten tonnte, fo\u00fcrbe bef\u00e4higt erfdheinen, ein Urteil abgugeben, Welche!, foenn and; nidht entfdheibenb, fo hoch oon \u00a9efoidht fein m\u00f6chte. SBir unfererfeit! b\u00fcrfen, unbefdhabet ber SBiffenfdhaftlichfeit, ade Sllpenfdmee; h\u00fchner ber \u00a9rbe all gleichartig anfehen unb bemgent\u00e4fj ein allgemein giltigeS Bebenlbilb gu gefoinnen fliehen.\nOie Sllfjenfdhneeh\u00fchner befoohnen bie Sllpenfette in ihrer gangen Slulbehnung, bie S\u00dfpren\u00e4eg, bie fcbottifdhen Hochgebirge, ade h\u00f6heren ^Berggipfel \u00a9fanbinaoien!, Sllanb, bie \u00a9ebirge Storb; ftbirien! ober Siorbaften! \u00fcberhaupt, ben Storben bei feftl\u00e4nbifdhen Slmerifa unb \u00a9r\u00f6nlanb. 33on ben Silben oerirren fleh eingelne bil auf ben \u00a9dhfoargfoalb, oon ben S\u00dfhren\u00e4en au\u00ea ben S3erg= fetten Slfturienl unb \u00a9aligienl. unb oon bem geftlanbe Slftenl aul oermuthlich bil nach Siorbjaban,\n, fad! ein oon ben bortigen \u00a9ingebornen herr\u00fchrenbe! \u00a9ent\u00e4lbe foirflich nadh einem im Sanbe erbeuteten 3Hpenfdhneehuhne gefertigt fourbe. Stad) Sterben hw hftt man nuferen SBogel \u00fcberad gefunben, foo man ba! geftlanb .betrat, in Sinter if a bi! gum 75. \u00a9rabe, auf \u00a9pi^bergen, fofoeit man oorgebrungen.\n3m \u00a9egenfah gum SJtoraf\u00fcjuhne lebt ba! Sllpenfchneehuhn nur auf offenen, b. h- nidht mit \u00a9eb\u00fcfdh bebedten \u00a9teden, belhalb auf ben Sllpen immer \u00fcber bem \u00a9\u00fcrtel bei Holgfoudhfel, nahe an \u2022 \u00a9dhnee unb \u00a9il, in Storfoegen auf ben fahlen mit \u00a9er\u00f6d bebedten SBerggtpfeln unb nur in 3Hanb unb \u00a9r\u00f6nlanb fo\u00e4hrenb ber SSrutgeit in tieferen \u00a9egenben, felbft in ben Stieberungen in unmittelbarer St\u00e4he bel SJteerel. Slber ba! ill\u00e4nbifdhe unb ba! gr\u00f6nlanbifdhe Sllpenfdhnee^u^n, toefdhe! jenen entfprechenb lebt, bringt menigften! noch einen gro\u00dfen ^he^ be! Schrei auf ben 33ergen gu. Slu! Stabbe\u2019l 23eri<ht geht horoor, ba\u00a7 e! in Oftftbitien ebenfad! nur im Hochgebirge unb gfoar \u00fcber ber \u00a9rettge ber Sllpenrofen, in H^^eu ^o11 a^; bi^ neuntaufenb gufj \u00fcber bem SOteere, ftd; anftebelt.","page":378},{"file":"p0379.txt","language":"de","ocr_de":"211 p e it f cl) n e ei) u pt.\n379\n2)aS Sllpenftpeepp unterfdC;eibet ftd) in feiner SebenStoeife auffa\u00ef\u00efenb \u00bbon feinen 33er-toanbten. \u00a9ein Sefen ift ruhiger , ' toeil feine f^\u00e2^ig\u00efeiten geringer gu fein flehten. Sut Saufen unb im fliegen fournit eS mit ipen fo giemlid) \u00fcberein, ja biefe Setoegungen ftnb \u00bbielleid)t nod) leidster als beim \u00e4Jiorafifdpeeptpe. Slber nur feiten fliegt baS Sllpenfdpeepp toeit in einem 3uge, ba, too es ftod) nid)t \u00bberfolgt tourbe, niemals, \u00a9dbittg unb $fd)ubi pben gefunben, bafj ber $\u00efug 2leplid)feit mit bem *\u00a3aubenftuge ^abe; id) meines 5tpilS bin burd) bie \u00bbon mir Seobacp teten niemals an tauben erinnert toorben : id) pbe fie eben nur mit bem \u00fcDtoraftfdpeeppe \u00bber; gleiten f\u00f6nnen. einer gertigfeit fdpint unfer pp feine Sertoaubten entfliehen gu \u00fcber: treffen: eS ift ein red^t guter \u00a9dpintmer. ,,3d) pbe mehrmals bemerkt\", fagt [polbcell, \u201ebafj baS \u00a9dpeepp ntd^t allein im \u00fcftotpa\u00cf\u00cf fdpimmen f aitn, fonbcrn gutoeilen fetbft ope \u00bbfolgen \u00a9runb fdpimmt. 3m (September 1825 lag id) mit einer \u00a9aleaffe auf bei* fogenannten \u00a9\u00fcb; oftbud)t bei \u00a9r\u00f6ntanb; toir Ratten einige \u00a3age \u00dc\u00cf\u00cfebel, unb mehrere \u00a9dpeepper tarnen auf baS \u00a9d)iff. \u00a9ineS \u00bbon ipen flog fo gegen baS \u00a9eget, ba\u00a7 es ins Saffer fiel. 3d) lief), ba eS faft [tides Setter toar, ein Soot auSfepn, in bei* Meinung, es toerbe mir gur Sente toerben; aber eS erpb ftd^ mit gr\u00f6\u00dfter Seicpigfeit \u00bbom Saffer unb flog ba\u00bbon. 3m n\u00e4c^ften Sinter fal) id) bei gep \u00a9rab teilte gtoei \u00a9dpeeppter \u00bbon ben UbfigSfelfen bei \u00a9obp\u00bbtt prabfliegen unb ftd) ope Siebenten auf baS SBaffer fepit. @leid)fa\u00ef\u00efS pbe id) \u00a9epeepper in einem kleinen \u00a9ebirgStoaffer fiel) haben unb auf felbigent prumfdpimmen fepn.\"\n\u00aeie \u00a9timme ifi \u00bbon ber beS SUlorafippteS auffa\u00ef\u00efenb \u00bberfdpeben unb pdpt eigentpmlid). @S fdpint aber, als ob bie norbifd)en Slrten gang anbere Saute prett taffen toie bie f\u00fcblid)en. \u201eSei [tardent \u00ef\u00eftebettoetter\", fagt \u00a9d)ing, \u201eober toenn \u00a9dpee ober Siegen fa\u00ef\u00efen toi\u00ef\u00ef, fdpeien bie Sllpenfdpeepper unaufprlid) \u201e$r\u00f6g\u00f6g\u00f6g\u00f6\u00f6gr\u00f6\", ober aud) \u201eDen\u00f6= g\u00f6\u00f6, \u00f6n\u00f6, g\u00f6\u00f6\". \u00a9agegen toenn fte' ipe 3ungen loden ober einen 3taub\u00bbogel erbliden, fo fdjreien bie Sitten mep \u201e\u00a9\u00e4s g\u00e4, gag\u00e4\u00e4\", unb bie 3mtgen \u201e\u00dfip, gip, gip.\" \u00a9old)e Saute pbe id; nie oernommen, toietmep, ebenfo tote anbere Seobad)ter, nur ein merfto\u00fcrbig bumpfeS, r\u00f6dpInbeS, tief auS berate fontmenbeS \u201eSlap;, mit bem ftd) \u00fcbrigens nod) ein \u00a9dparren oerbinbet, toeldpS ftd() mit Sudpaben toop faum auSbr\u00fcden l\u00e4fjt. $aber, ^olboell unb $r\u00fcper \u00fcberfepn biefen Saut burep .\u201e2lrrr\" ober \u201eOrrr\"; id) meine aber, bafj man ben 9t;Saut nid)t fo beuttid) oernimmt, toie baburep angebeutet toerben fo\u00ef\u00ef. \u00aeen Sodruf beS SeibdpnS apte mein nortoegifd)er 3\u00e4ger burd) einen Saut nad), toelcpr an baS SJiiauen junger \u00c4afcen erinnert, unb ungef\u00e4p \u201eSiiu\", aber fo eigentpmlid) Hingt, bafj aud) mir Sud)ftabeu mangeln, um ipt treu toiebergugeben.\n\u00a9elegentlid) ber \u00a9d)ilberung feiner erften 3agb auf Sllpenfdpeepper-bemerft S3 oje: \u201e\u00a9ie ertoarteten auf bem mit llpenpflangen fparfant betoadpenen Reifen toie \u00bberfteinert bie iperanfunft beS 3\u00e4gerS unb entflopn bamt ope @efd)i*ei mit ger\u00e2ufdpo\u00ef\u00efem $l\u00fcgelfd)lage\"; fp\u00e4ter fagt er: \u201e\u00a3)ie unbefdpeiblidp SEr\u00e4gpit biefer S\u00f6gel ftid)t fonberbar gegen bie SJiorafifcpeepper ab. S)ie SMundpn fepinen ben gangen Sag lang in ber 9l\u00e4p iper br\u00fctenben Seibcpn fti\u00ef\u00ef gu ftjjen, unb gtoar ftetS auf ben pdpten, abpngigfien Sl\u00e4fcen, als erfreuten fte ftd) neben bent Slbgrunbe ber fernften 2luSfid)t\". fpber begeidpet baS iSl\u00e4nbifd)e Sllpenfdpeepp als \u201eaufjerorbenttidf) unb ft dpi* bumm\", J^olboell baS gr\u00f6nl\u00e4ttbifd^e als \u201efep einf\u00e4ltig\". 3\u00a7 pbe bei \u00ef\u00efiieberfpift meiner \u00a9eobs aeptungen faft biefelbeit 2Borte gebraucht, toie 33oje: \u201e2)ie baiben erften dft\u00e4nndpn, toelcpe icp erlegte toaren merfto\u00fcrbig unOorftdptig, fte geigten nidpt bie geringfte \u00a9epeu, fonbern ertoarteten ben 3\u00e4ger, fdpeinbar mit bem pdpten \u00a9rftaunen, ope toeggufliegen.\" 3\u00ab ^er \u00a9d^toeig betragen ftd^ unfere ^\u00fcper nptanberS: \u201eS3ei 37ebeltoetter\", bemerft \u00a9d)ing, \u201elaufen fte am meiften auf bem 33oben prum unb glauben ftd) \u00bbor a\u00ef\u00efen \u00ef\u00eftac^fte\u00ef\u00efungen am ftdprften; aber aud) bei toarntem \u00a9onnenfd^eine ftnb fte fep* gap.\" \u201e\u00a9ie laffen bann\", toie \u00a3fd)ubi\u2018pitguf\u00fcgt, \u201eauf offenen \u00a9ipfeln ben SJtenpen oft bis auf gept \u00a9epitt nap fommen.\" Sei faltem SBetter fo\u00ef\u00efen fte freuet* fein, toapfdpinlid) fd^on beSplb mit, toeil fte im Sinter fid) gu gr\u00f6\u00dferen \u00a9d)aren oereinigeu.","page":379},{"file":"p0380.txt","language":"de","ocr_de":"380\n\u00a3>ie S\u00e4ufer, \u00a9cparro\u00f6gel. Aaucpfu\u00dfp\u00fcpner.\nSDic dtaprung Befielt oorgugltoeife in ^fCan^enftoffen. Stuf ben Alpen finbct man ipren ^rc^f mit Bl\u00e4ttern ber Alpentoeibc unb bei #aibefraut!, mit \u00dfnolpen bei* bannen, ber Alpenrofen, mit greife!', Reibet = unb Brombeeren, oerfdpiebenen Blumen unb bergleidpen angef\u00fcdt; auf ben Sanb; ftra\u00dfen fielet man fie befcp\u00e4ftigt, jpaferf\u00f6rtter au! bem dRifte ber S\u00dfferbc unb dRaultpicre aufgufudpen, unb im Sommer j\u00eeeden fie aderpanb \u00c6erbtpieren nadp. 3^ korben bi\u00efben \u2018 bie \u00c6nolpett unb Bl\u00e4tter ber Btoergtoeiben unb Birtenarten, bie Bl\u00e4tter; unb BIfitpenfnolpen ber oerfdpiebenfien Alpeupflangett ioie bie -auf jenen #\u00f6pen nodp toadjfenben Beeren, im dtotpfad aud) gledptentpeile, toelcpe fie oon ben \u00a9feinen abflauben, ipre Ae\u00dfung. gad! g\u00e4bet richtig beobadjtetpat, tragen fte fiep auf beftimmten P\u00e4pen, 'ipren Sieblinglrupeftpen, Borr\u00e4tpe oon diaprung f\u00fcr ben hinter ein.\n3m dRai fiept man ade Alpenfepueep\u00fcpnet; gepaart, unb beibe \u00a9atten galten fiep, fotange bie Bebr\u00fctung ber \u00a9ier to\u00e4prt, aufammen. dBenn aber bie 3ungcn aulgefcpl\u00fcpft ftnb, entfernt fiep ber <papn aeitroeilig oon ber gamilie unb aiept ben p\u00f6peretx \u00a9ebirgen au, um pier bie io\u00e4rmfte 3e\u00fc bei Sommer! au oerbringen. dB\u00e4prenb er fr\u00fcper ftid unb traurig toar, toirb er lebpaft, l\u00e4\u00dft oft feine Stimme oernepmen, erp\u00e4lt oom SBeibdjen Anttoort, fliegt fepr gefeptoinb, mit taum betoegten gl\u00fcgeln aum Bergn\u00fcgen in bieSuft, inbem er fepr\u00e4g empor jieigt, einen Augenblid mit aitternben gl\u00fcgeln ftid ftept unb ftep bann pl\u00f6plicp toieber nieberioirft, gef\u00e4llt ftdj gutoeilen auep in Stedungen, toelcpe einigerma\u00dfen an bie Balgt\u00e4nge anberer Raudpfu\u00dfp\u00fcpner erinnern, opne ipnen jeboep gu gleichen, \u00a9r nimmt ioeber an bem Brutgefcp\u00e4fte nocp an ber g\u00fcprung ber jungen Xpeil. 5Die $enne fuept ftep dRitte ober \u00a9nbe 3uni unter einem niebrigen \u00a9eflr\u00e4ucp, ober .auep toopl einem fep\u00fcpenben Steine, eine paffenbe Stede aum \u00fcftefte auf, feparrt pier eine feiepte Bertiefung, tleibet fie funf\u00fco! mit toelfen Bl\u00e4ttern aul, legt ipre neun (bil oiergepn, auep toopl fedjlgepn, auf rotpgelbem \u00a9runbe mit bunfelbraunen gleden get\u00fcpfelten \u00a9ier unb beginnt mit Eingebung au br\u00fcten. Rad) Berlauf oon ungef\u00e4pr brei SBodpen fmb bie jungen geaeitigt. Runmepr geigt fiep bie Sorgfalt unb m\u00fctteriiepe Aufopferung ber $enne in gl\u00e4naenber d\u00dfeife. Sobalb bie kleinen einigerma\u00dfen abgetrodnet finb, f\u00fcprt fte bie $enne oom Refte toeg auf Raprung oerfpreepenbe Bi\u00e4pe, unb pier treibt ftep bie bepenbe Sdpar munter umper., SDropt \u00a9efapr, fo erpebt ftcp> bie Alte, um burd) ipr d\u00dfegfliegen bie Aufmertfamfeit bei geinbe! auf ftep au teufen; bie jungen aerftreuen ftep auf biefe! geiepen pin augenbtiefliep unb paben ftep im diu gtoifepen ben Steinen oerborgen, to\u00e4prenb jene bem S\u00e4ger fafi unter bie g\u00fc\u00dfe l\u00e4uft. Steinm\u00fcller ft\u00f6rte, Joie \u00a3fd)ubi era\u00e4plt, einft ein \u00a9epede auf unb fug ein $\u00fcd;Iein ein, ba! j\u00e4mmerlicp piepte; bie dRutter fdjo\u00df in toilber Bergtoeiflung auf ipn au unb tourbe oon ipm erlegt, d\u00f6elben \u00fcberreifste am dRonte Rofa eine $emte mit neun \u00c6\u00fcdplein; obgleich in- ber gr\u00f6\u00dften \u00a9efapr fcptoebcnb, toar fte bod) nid;t aunt Auffliegen au bringen, fonbern lief rafcp toeiter, mit ben aulgebreiteten gl\u00fcgetn bie Sangen bedenb. Bon biefen pufepte to\u00e4prenb ber gludjt einl naep bem anbern unbemerft inl \u00a9eftein unb erft, all biefpenne ade geborgen fap, flog fte, auf bie eigene Rettung bebaept, auf unb baoon. Bon ben oerftedten \u00efpierepen toar trop ader Aufmerf fantfeit niept einl aufaufinben. \u00aeaum aber patte ftep 38 e I b e n in ein Berfied gelegt unb ein A\u00dfeilepen getoartet, fo fam bie Scpneepenne eifrig toieber perbei gelaufen, gludftc teife, unb in toenig Augenbtiden fepl\u00fcpften ade neun $\u00fcd)lein toieber unter ipre gt\u00fcgel. 'Auep ^\u00dfrofeffor # o rn = f cp up fap auf einer Sdptoeigerreife eine gamilie oon Alpenfcpneep\u00fcpnern. \u00a3)ie jungen toaren nod) fleht unb bie dRutter fo um fte beforgt, ba\u00df fte oor ben Reifenben nidpt flop, fonbern gana nape oor ipren g\u00fc\u00dfen untperlief; fte p\u00e4tte mit bem Stode erf\u00e4plagen toerben f\u00f6nnen, aber ber tpierfreunblidpe #ornfdpup bepedigte fte felbjtoerft\u00e4nblicp niept. dBie toeit bie Aufopferung ber treuen dRutter gept, toirb aul einer Angabe g aber\u2019! erftcptlicp. \u201ed\u00dfenn man im fperbfte nur barauf Adpt pat\", fagt er, \u201eba\u00df man bie Alte fepont, fo fann man leiept ben gangen \u00a3rupp einl nadp bem anbern toegfepie\u00dfen; benn bie dRutter fliegt, oon bem S^uffe erfSredt, a^ar auf, ioirft fiep aber aul Beforgni\u00df f\u00fcr bie Smtcjm gfeid) toieber gur \u00a9rbe, unb biefe, toedpe auS \u00f6fter! bei bem Sd;uffe auf; ftepeu, faden einen Augenblid fp\u00e4ter, ber dRutter folgenb, toieber guin Boben perab,\"","page":380},{"file":"p0381.txt","language":"de","ocr_de":"Sllpenf djnee^u\u00efjn.\n381\n3)aS ^taumfteib ber \u00c6\u00fccblein ift gWar fcpr Bunt, aber bod; in bemfelben \u00a9rabe, lote baS anberer jungen-\u00a3>\u00fchner mit bem Sobeu gleid;farbig. Hebet ben br\u00e4unlichen bilden oerlanfen unregelm\u00e4\u00dfig fdjtoarge \u00a9treifen nnb ein ^e\u00efXbr\u00e4nnlid^er $ted auf bem .\u00a3)interfopfe loirb oon einem folgen einge\u00dfhloffen. \u00a9tirn, \u00aeehle, tpalS nnb Saud; \u00dfnb Wei\u00dflich, bie Sruft'unb bie \u00a9eiten r\u00f4tljlid; \u00fcberflogen, bie S\u00e4ufe mit graulichen \u00a3)unen betteibet.\nStuf Sslanb unb@r\u00f6ntanb, toofelbft bic Sltpenfdhneeh\u00fchner fehr oft in ben ^h\u00e4tern br\u00fcten, fleht man, taut $aber unb jpolboc\u00eft, bie Familien \u00a9nbe SluguftS noch in ber.Oiefe; Slnfang Ott ob\u00e9r\u00e9 aber geht bie Sitte mit ihren nunmehr ooll\u00df\u00e4nbig auSgeWadhfenen jungen auf bie hohen SBerge, unb fortan oereinigen ftd; bie einzelnen S\u00f6lfer, oft gu fehr gro\u00dfen \u00a9cfjaren. SDicfe oerloeilen hier gew\u00f6hnlich W\u00e4brenb beS ganzen SSinterS unb f\u00fchren ein giemtid; regelm\u00e4\u00dfiges Seben. Stau jieht \u00dfe bereits bei OageSanbrud; mit $utterfud;en befdh\u00e4ftigt, aber bis nad; Mittag feiten fliegen. 3)anu erheben fie \u00dfdh, \u00dfreid;en, gu fteinen \u00a9dharen Oereinigt, gu \u00a3ha^ \u00f6n \u00a9oef\u00fcfte u. f. tu. unb fehreu toiebet gu ben Sergen gur\u00fcd. \u00a9inb jebodh bie Olj\u00e4ler fdhneefrei, fo oerloeilen fie hier l\u00e4ngere 3eit, unb ebeitfo fl\u00fcchten fte \u00dfd; gur Oiefe herab, Wenn oben in ber $\u00f6l)e fogenannter \u00a9iS= fchlag f\u00e4llt unb \u00dfe im Stuffudjen ihrer 9Raf;rung gehinbcrt Werben. Unter fofdjen Umft\u00e4nbeu m\u00fcffen \u00dfe oft weit umher\u00dfreifen unb fidh recht f\u00fcmmerltd; ihr Seben friften. $aber oer\u00dfchert, ba\u00df \u00dfe, ausgehungert, fogar in bie SBohnungeu ber Slenfdhen fommen ober \u00fcber meilenbreite SteereSarme hinweg nach fleinen fdhneearmetr Snfetn fliegen, Welche ihnen ein ergiebiges SSeibefelb oerfprecbeu. Sn ber \u00a9d;Weig \u00dfnbet etwas SlehntidheS ftatt. \u201eSSemt ber \u00a9p\u00e4therb\u00df\"/ fagt Ofd;ubi, \u201ebie kuppen ber Serge mit \u00a9chnee bebedt, ziehen \u00dfe \u00dfd; gegen bie mitberen gl\u00fchen unb SSeiben, ja mit Sorliebe auch bis gu ben \u00dfSa\u00dfftra\u00dfen herab unb \u00fcberwintern ba bis in ben Fr\u00fchling hinein.\" \u00a3)od; mu\u00df eS \u00dfhoit l;art fommen, Wenn \u00dfe \u00dfd; gu berartigen \u00a9treifereien entfdhlie\u00dfen; benn bei regelm\u00e4\u00dfigem Serlauf ber Oinge Wiffen \u00dfe \u00dfdh auf ihren ip\u00f6hen oortrefflid; gu bergen. 3>ie bide \u00a9d;neebede, welche ihnen ihre Sle\u00dfung \u00fcberfdh\u00fcttet, \u00dfdf)t \u00dfe Wenig an; \u00dfe graben \u00dfdh mit \u00a3eid;tigfeit tiefe \u00a9\u00e4nge im \u00a9chnee, bis fie gum @efud;ten gelangen, f\u00fcmmern \u00dfdh \u00fcberhaupt gar Wenig um bie Unbill beS SBetterS; benn biefelbe \u00a9djneebede bient ihnen auch \u00a9chut; gegen rauhe SSinbe unb bergleidhen: \u00dfe taffen \u00dfdh, Wenn eS arg \u00df\u00fcrmt unb Weht, mit Seljagen einfd;neien, foba\u00df bloS bie $\u00f6pfe heroorfcpauen, unb ber ge\u00fcbte S\u00e4ger ihr Sorhanbenfeht bann nur an ben fdjWargen B\u00fcgel; ftreifen bemerfen fann. \u00a9ehr Wahrfdheinlidh i\u00df, ba\u00df \u00dfe \u00dfdh f\u00f6rmlich SSinterWohnungen errichten, tiefe S\u00f6dher im \u00a9chnee n\u00e4mlid;, Welche \u00fcber ober neben ihren SorrathShaufen angelegt Werben, \u00a9in foldheS \u00a3ocb fanb \u00aer\u00fcper auf einem gro\u00dfen \u00a9d;neefelbe S^\u00efanbS; eS War gang mit Sl\u00e4ttern eines bort Wachfenben \u00a9rafeS f\u00f6rmlich auSgelegt.\nSlbgefehen oon jenen unregelm\u00e4\u00dfigen \u00a9treifg\u00fcgen treten bie 2tlpenfd;neeh\u00fchner im SSinter, namentlich im Sorben SlmerifaS, audh gr\u00f6\u00dfere ^S\u00e4uberungen an. Obgleich oiele ber gr\u00f6nl\u00e4nbifdjen \u00a9c\u00dfneeh\u00fchner auch bann iwd; auf ihren \u00a9tanborten oerWeilen, Wenn bie lange SSinternad\u00df bort eingetreten ift, tre\u00dfen bod; in jebern \u00a9p\u00e4therbfte, unb gWar gegen anberer S\u00f6gel 9lrt, nicht bei reifef\u00f6rbernbem \u00a9egen ;, fonbern bei Slorbwinb, gro\u00dfe Staffen im \u00a9\u00fcben ber J^albinfel ein unb \u00dfebeln \u00dfdh hier auf ben Sergen an. SDaffelbe \u00dfnbet, laut Slububon, auf Sabrabor ftatt: hier fommen, Wie unferem $orfd;er erg\u00e4bt W\u00fcrbe, allwinterlidh Stauf enbe oon Sllpenfd;neeh\u00fchnern an unb bebeden alle Serge unb \u00a9eh\u00e4nge. Stber auch in \u00a9fanbinaoien pat man \u00e4hnliche \u00a7\u00e4He beobadhtet: auf ben Sofobben erz\u00e4hlte mauSoje, in OromS\u00f6 Siljenborg, ba\u00df einmal bei ftarfem OftWinbe oiele unferer k\u00fchner erfdhieneu W\u00e4ren.\nUeber ben \u00c7eberWechfel ber 3ltpenfd;neeh\u00fchner i\u00df man ebenfalls nod; nidjt im klaren. SS\u00e4hrenb bie fd;Weiger $orfd;er ber Steinung fitib, ba\u00df biefer SSedhfet gwetmal im S^hve rwr \u00df<h im ^erbfte auf ade, im Fr\u00fchjahre nur auf Heinere Gebern \u00dfd; erftredenb, glaubt JSpolbo eit, ba\u00df WenigftenS eine breimalige unb Stacgittiorap, ba\u00df fogar eine oiermalige Stauferung beS \u00a9e\u00dfeberS ftatt\u00dfnbet. $aber bagegeu meint beobachtet gu haben, ba\u00df \u201ebie Wei\u00dfen Gebern beS SSinterS feine $otge einer neuen Staufer im \u00a9p\u00e4thjahre, fonbern beS SlbtaffenS ber \u00a9ommerfebern \u00dfnb\", ba er in ber Sluts","page":381},{"file":"p0382.txt","language":"de","ocr_de":"382\n\u00a9te S\u00e4ufer. \u00a9chatrboge\u00ef. 9ftcm<hfitfjh\u00fchner. gelbh\u00fchner.\nfeber fiet\u00ea bte Bunte \u00a9omnterfeber, nie bie toeifje SBinterfeber fanb, unb oft Gelegenheit ^atte, gu BeoBadjten, bajj feue SBinterfeber nad) unb nad) Bon ber SBurget gur \u00a9pi^e ioei\u00a7 tourbe. SRabbe Berietet bie i\u00a7nx auffadenbe \u00a9hatfadjc, bafj einige Bon Hjut erlegte 3l\u00efpenf\u00a7neep^ner int \u00f6fttidjen \u00a9ajangeBirge fd)Otf am 12. Suni fiebern ber Unterfeite, be\u00ea Saud)e\u00ea unb ber SSruft erneuerten unb Bereite bie 2Bintertrad)t anlegten. ,,5CRan fai) Befonber\u00ea auf ber Sruft unb ant $alfe bie toeifjen frifd)en, meiften\u00ea nod) Btutfpuligen \u00c7ebern ba\u00ea-Bunte \u00a9ontmerfleib burdjfehen; bagegen fchoBen ftd) auf bem SR\u00fcden immer nod) oiel Btuttynlige \u00c7ebern Oor.\" Sd) glauBe, bajj ft\u00e7h bie fdjeinBar fid) toiberff\u00eered^enben SeoBadfjtungen Bereinigen laffen; benn id) \u00ef)aBe n'eiterbtng\u00ea erfahren, bajj gleichzeitig mit ber SJlaufer.auch eine Serf\u00e4rBung ber Gebern ftattfinben \u00efamt, unb toage e\u00ea, btefe (Erfahrungen auf ba\u00ea \u00a9djneeBuhn gu Begieren, fetBftoerft\u00e4nblid) ol)ne mir int (Entfernteren ben 2lnfd)ein ber lin; fe^IBarBeit geBen gu tootlen. \u00a9omit nel)nte id; an, bafj bie ^au^tmaufer be\u00ea 3\u00ef\u00effoenfd^nee^u^neS in ben iperBfi f\u00e4llt, bafj jebod^ toa^rfc^eirtlid^ rtid^t alle Gebern neu geBitbet, fonbern bie im Saufe be\u00ea \u00a9ommer\u00ea ^eroorgeff>ro^ten toenigften\u00ea t^eilpoeife umgef\u00e4rBt toer^en ; int Fr\u00fchling erneuert fid) bann ba\u00ea \u00aeleingefieber, unb gtoar gefd^ie^t \u00a9)ie\u00ea Bei ben \u00a9SeiBd)en fr\u00fcher, al\u00ea Bei ben M\u00e4nnchen. \u00a9>ie F\u00e4rbung biefer jej$t neUgeBilbeten Gebern ifi jebod) leine BleiBenbe, fonbern im @egentl)eit einem mehrfachen \u00a93ed)fet untertoorfen. HeBrigen\u00ea fd)eint fooiel feftguftehen, bajj bie $eimat be\u00ea \u00a9d)nee; huhue\u00ea atterbingS einen (Einflu\u00df auf bie SCRaufer au\u00ea\u00fcBt, ba ba\u00ea S\u00f6interfleib mit Seginn beS \u00cfSinter\u00ea, ba\u00ea \u00a9ontmerfleib mit Segimt be\u00ea \u00a9ommer\u00ea, ba\u00ea eine toie ba\u00ea anbere alfo, je nach ber \u00a3)ertlid)leit, fr\u00fcher ober fy\u00e4ter angelegt toirb. \u00aeurg oor ber ^erBftmaufer toedhfeln bie Sllpenfdhneeh\u00fchner aud) ihre Tratten.\nSDie 5lrntuth unb ltntoirthlid)feit ber S\u00d6ohnbl\u00e4he be\u00a3 2lfhenfd)neehuhne\u00ea toirb biefem nid)t fetten OerberBlid). \u00a9o anfhrud)to\u00ea e\u00ea auch fein mag, fo gefd)idt e\u00ea \u00a9turnt unb \u00a9Better gu Begegnen toeifj: aller UnBitt ber \u00a9Bitterung ift e\u00ea hoch nicht getoad)fen. \u00a9Bemt im 2Binter Bei ruhiger Suft \u00a9age lang \u00a9dntee herunterf\u00e4llt, toirb nufer fpuhn faunt gef\u00e4hrbet: e\u00ea l\u00e4\u00dft ftd), toie fd)on Bemer\u00eft, einfd)neien, ober e\u00ea gr\u00e4Bt jtd) feine \u00a9\u00e4uge unter ber toeifjen \u00a9)ede, toelche ihnt bann noch gunt \u00a9d)uhe toerben mu|; toenn aBer Sauinen oon ben Sergen heraBroKen, toirb mandhe\u00ea Bon ben \u00a9dhneentaffen erbr\u00fcdt, unb toenn ftd) eine harte (Ei\u00eafrufie \u00fcBer bie \u00a9d)neebede legt, mujj mand)e\u00ea oerf\u00fcmntetn unb bent ^junger erliegen. SIBer nicht Bto\u00ea bie d\u00eeatur tritt ben harmtofen S\u00f6geln hart, ja faft feinblid) entgegen, fonbern auch unb *tt *>fet h^hevem \u00a9wbe ber SJtenfd) unb ba\u00ea gefamntfe 9RauBgeg\u00fcd)t. $m Sluge ber norbifchen S\u00f6lferfd)aften erfcheineu bie \u00a9dhneeh\u00fchner at\u00ea ein ihnen gefpenbeter \u00a9egen, toie Born Rimmel heraBgetr\u00e4ufelteS \u00a9Rauna ober Born Ofttoinb herBeigetoef)te \u00a9Bad)teln einftmal\u00ea beu ^inherit ^Sraet\u00ea. \u00a9aufenbe unb ^unberttaufenbe toerben allj\u00e4hrlich gefangen unb gtoar auf bie leichtefte 2irt, toetd^e e\u00ea geBeu fann, baburd), bajj ber l\u00e4nger fie einfach in bie Bon ihm aufgefteKte \u00a9djtinge treiBt; nicht toenige fallen bem mit bem \u00a9etoeljre au\u00eager\u00fcfteten S\u00e4ger gur Seute, unb eBenfooiele, toie bie \u00a9Jtenfd)en f\u00fcr ftd) Beaufhruchen m\u00f6gen, m\u00fcffen unter bem gah^ ber g\u00fcdhfe unb be\u00ea Sielfra^e\u00ea ober in ber $taue ber Sagbfallen unb \u00a9dfmeeeuten BerBluten. \u00a9tn \u00a9t\u00fcd f\u00fcr bie k\u00fchner, ba\u00a7 ihre \u00a7eimat ihnen ein grof\u00eae\u00ea \u00a9eBiet ftd^ert, nad) bem fich toenigften\u00ea ihr fpauhtfeinb, SReufch, nicht Berirrt.\nSltt eingefangene 2llhenfd;neeh\u00fchner taffen ftdh g\u00e4hnten, b. h- an ein \u00a9rfahfutter unb an ben $\u00e4fig geto\u00f6hnen, hatten auch l\u00e4ngere 3eit tu ber \u00a9efangenfchaft au\u00ea; junge hingegen foden eine fo forgf\u00e4ltige pflege Beanfpruchen, ba\u00a7 ihre 5lufgudht fetten gelingt. dReljr toei\u00a7 id; ^ier\u00fcBer nicht mitgutheiten; benn id) felBft haBe niemal\u00ea ein leBenbe\u00ea Slt^enfd^neehuhn im K\u00e4fige gefehen.\n^ *\n*\nt\n\u00a9)ie ^elbh\u00fchner (Perdices), toelche eine ber gahlreidhften Familien ober toenigften\u00ea \u00a9ru^en ber Drbnung Bitben, unterfdheiben ftch Bott ben 9baud)fup\u00fchnern burd) ihre geftredte \u00a9eftatt, ben Berh\u00e4ltnijgm\u00e4fjig lleinen ^o^f unb bie unBefteberten S\u00e4ttfe. \u00a9)er Fl\u00fcgel, in toeldhent bie br\u00fcte ober","page":382},{"file":"p0383.txt","language":"de","ocr_de":"2fllgetnetne\u00a7.\n383\n\u2022\nvierte \u00a9dringe bic l\u00e4ngfte gu fein pflegt, ift ebenfalls nod) fep \u00efurg unb abgerunbet, aber nicp mep' fo geto\u00f6lbt, tote bet ben fftaudjfupi\u00fcmevn, bet auS gto\u00f6lf bis fedjSgehn fyebern beftepnbe \u00a9dhtoang immer furg. \u00a9er \u00a9cptabel pflegt Derh\u00e4ltnifjm\u00e4fjig geftredt gn fein, to\u00f6lbt fid) auf ber girfte nur m\u00e4ffig unb ifi feitlid) nicp gufammengebr\u00fcdt. \u00a9er Sauf toirb oft burd) einen, aud) toop burd) gtoei \u00a9froren betoehrt. Um baS \u00a9uge finbet ftd) gntoeilen, jebcch nicp immer, eine nadte \u00a9teile, auSna^mS* toeife ift and) toop ein $epfelb unbeftebert; bagegen fehlen bie f\u00fcr bie 9\u00eeancE)fu\u00a7p\u00a7ner fo begeicptenben \u00a9rauettto\u00fclfie fietS. \u00a9aS \u00a9efteber liegt meiftenS giemlid) glatt an; feine F\u00e4rbung uuterfdjeibet bie \u00a9efcpecper getooptlid) nicp.\nben Unterfudjungen Don \u00a9ihfd) unterfcpibett ftd) bie gelbh\u00fcpter Don ipen tt\u00e4dpen \u00a9er= toanbten, ben jRauchfujjh\u00fcptern, oorg\u00fcglid) burd> \u00c7olgenbeS. \u00a9er \u00a9orberarm ift meift ober immer ettoaS \u00ef\u00fcrger als ber Oberarm, baS \u00a9eden eben fo fd;mal nnb l\u00e4nglich toie bei ben meiften oertoanbten Familien nnb hat nicp jene auffadenbe \u00a9reite nnb f\u00c7\u00efad^^eit, toeldhe bie ber \u00a9auchfufjpthner auS= geidptet; ber \u00a9orn am \u00a9eitenranbe jebeS \u00a9armbeineS, toelcpr lederen fehlt, ift per beuttid) nnb gnmal bei ben ftranfolinen auSnepnenb enttoidelt, ber \u00a9berfcpnfeifnodhen marfig unb nicp lufts f\u00fcpenb. \u00a9ie \u00a9d^toangtoirbel ftnb in \u00a9em\u00e4fjpit ber \u00ae\u00fcrge nnb \u00a9dp\u00e4dhe ber \u00a9d^toangfebern fep* fchtoad) nnb Diel Heiner als bei ben fftaudpuffppern. \u00a9ie fonberbare gallertartige \u00e4ftaffe, toelcp ftd) jeberfeitS am unteren \u00a9nbe ber Suftr\u00f6pe ber m\u00e4nnlichen 3ftaudhfu\u00a7pper beftnbet, fehlt per, bie \u00a9linbb\u00e4rme, obgleich lang, ftnb bod) tocit \u00ef\u00fcrger als bei jenen, bie \u00a9ieren bagegen mehr in bie S\u00e4nge gegogen nnb pnterto\u00e4rtS toeit toeniger entfernt als bort.\n50lit \u00a9uSnalpte beS h\u00aehcn dtorbettS betoohnett bie ^elbh\u00fchner alle S\u00e4nber ber alten \u00a9Seit nnb ade \u00a9egenben Dom \u00a30\u00eeeereSgeftabe an bis gu ben bebentenbften \u00a9ergh\u00f6pn empor. 3Pcm Z\u00fcrnen entfpedhenb beDorgugt bie gro\u00dfe \u00e4ftepgap aderbingS offene, toalblofe \u00a9teilen; bemungeadpet gibt eS Diele, toeldje gerabe in \u00a9Salbungen ftdh anjtebeln nnb h^cr ebettfo Derftedt leben, toie irgenb ein anbereS \u00a7uhn.\n3>n ihrem \u00a9Sefen geidjtten ftd) bie fjelbhpner in mandpr .fpinftcp aus. \u00a9ie ftnb bepnber nnb getoanbter als Diele ihrer OrbnungSDertoanbten, fliegen gtoar ettoaS fdjtoer, aber both noch giemlid) rafcp trenn auch feiten Ipd) unb toeit, laufen gang Dorg\u00fcglid) unb Derftel)en fogar in einem getoiffert \u00a9rabe gu flettern, b. p fidh auf abfdfmfftgen fyelSto\u00e4nben mit einer \u00c7ertigfeit gu betoegen, toeldhe in \u00a9rftaunen fefct; ade aber Dernteiben eS foDiel als m\u00f6glidh, ftdh auf \u00a9\u00e4umen niebergulaffen, nnb bie toenigen, toeldhe b\u00e4umen, geh\u00f6ren entfcpeben gu ben \u00a9uSnahmen. $inftcplidh ber geiftigen $\u00e4pS; \u00efeiten fcpinen jte toenigftenS bie \u00a9audjfu\u00dfh\u00fchner gu \u00fcbertreffen, \u00a9ie finb fcharfjtnnig nnb Derh\u00e4ltnifP m\u00e4\u00dfig \u00eflng, f\u00fcgen ftdh leidet in bie Derfcpebenften \u00a9erh\u00e4ltniffe, geigen eine getoiffe Sift, toenn eS gilt, \u00a9efapen auSgutoeidhen, anbererfeitS auch toieber SJtuth unb \u00aeampfluft, unb befnnben Diele \u00a9igenfd)aftett, toeldhe unS anfprecpn. \u00a9obiel bis jefp be\u00efannt, leben ade nuferer Familie angeh\u00f6rigen \u00a9rten in \u00a9intoeibigfeit, bie meiften toohl auch in fep* treuer \u00a9her to\u00e4penb eingelne freilidh ftdh Dom \u00a9fabe ber \u00a9ugenb abloden nnb burd) ein ihnen Dor\u00efontmenbeS \u00a9Seibcpn gur Untreue gegen bie geto\u00e4hltc \u00a9attin Derleiten laffett. \u00a9m \u00a9rutgefch\u00e4fte nehmen bie \u00a9Mmtcpn feinen ^he^S toop aber be\u00ef\u00fcmmern fie ftdh fp\u00e4ter angelegentlidh um ipe jungen, \u00a9ie ^enne legt eine grop \u00a9ngap einfarbiger ober auf lichtgilblidhem unb br\u00e4unlichem \u00a9runbe bnn\u00efel gefledte \u00a9ier in ein einfaches dceft nnb ertoeifi ftdh ihren ^\u00fcdjlein als treue, aufopentbe dJtutter. \u00a9S\u00e4penb ber \u00a9rutgeit lebt jebeS 5\u00dfaar f\u00fcr ftdh, erobert ftd). ein \u00a9ebiet ititb Dertheibigt biefeS gegeft anbere berfeiben \u00a9rt, aud; toohl gegen frembartige \u00a9inbringlinge. \u00a9adpent bie jungen ertoadhfett finb, fdhlageit fidh oft mepere Familien in gahlreiche betten gufammen.\n^inftdhtlich ber \u00a9ahruttg unterfdjeiben ftdh bie \u00c7elbh\u00fchner infofern Don ben 9iandhfu\u00a7h\u00fchnertT/ alS fte faft nur garte \u00a9toffe Dergehren, pflangliche toie thierifdhe. \u00a9on ^iefernabeln. unb \u00e4hnlichem f<Ped)ten gutter, toie baS \u00a9uerhupt, lebt getoi\u00a7 fein dftitglieb biefer Familie; ade \u00a9rten jagen aber beit Dcrfdjiebenften ^erbthieren unb bereit Saroen eifrig nad;, nnb bie meiften fdheinen K\u00f6rnern anbere \u00a9flangeutheile, namentlid; \u00a9l\u00e4ttcr unb bergleidjeit, Dorgngiehett.","page":383},{"file":"p0384.txt","language":"de","ocr_de":"384\n3)ie S\u00e4ufer, \u00a9cpcirro\u00f6gef. gelbl)\u00fchner.\ndtur ein mi\u00dfg\u00fcnftiger Sauer toirb bie ^elbp\u00fchner ju ben fcp\u00e4blidjen gieren ga^\u00efeu. Oie S\u00fcbl\u00e4nber be^ichnen aderbing\u00ea einje\u00efne 2\u00efrten al\u00ea eine Sanbplage, nennen aber ben SUt\u00eabrucf nid)t fo genau; b\u00e9nit im \u00a9runbe ift man ben sierlidfen \u00a9efd)\u00f6pfen allerorten sugetpan unb f\u00fcrchtet itidjt, oon ipnen gebranbfdjapt gu inerben. Oiefe 3uneigung gr\u00fcnbet ftd^ freilich and) sum gro\u00dfen ty\u00f9lt , mit auf ba\u00ea Vergn\u00fcgen, irelche\u00ea bie ^elbp^ner in\u00eagefammt ben ^agbfreunben bereiten, \u00a9\u00ea gibt feine eitrige 2Irt ber Familie, auf ireldje nid)t mehr ober Weniger leibenfchaftlid) gejagt m\u00fcrbe.\nSide Mittel fept man in Setregung, um ba\u00ea eine-ober ba\u00ea anbere ^elbpuhn 51t erlangen: $euer; getoehr unb anbere Waffen, Steh unb- Schlinge, abgerichtete Ralfen unb Hunbe. SWerorten merben atCi\u00e4^rXic^ Saufenbe biefer H\u00fchner erlegt, unb faft \u00fcberall erfehen ftd) bie Serlufle rafc^ irieber. --Oie Sebeutung folder S\u00f6gel barf man getri\u00df nidjt unterfdj\u00e4hen.\nSin bie \u00a9efangenfepaft geto\u00f6pnen ftd) bie ftelbp\u00fcpner fe^r leidet; oiele oon ipnen galten bei einigerma\u00dfen geeigneter pflege jahrelang im K\u00e4fige au\u00ea. Stande flie\u00dfen fiep fo innig bem SJteitfcpen an, ba\u00df fte ipm trie ein H\u00abnb auf bem $u\u00dfe nacpfolgen, fiep f\u00f6rmlich all S\u00efitglieber be\u00ea Haufe\u00ea gu betrauten feinen unb mepr ober minber an ben Seiben unb ftreuben iprer Pfleger Slntpeil nehmen; bie meiften fepreiten im K\u00e4fige auch sur gortpflansung.\n2ll\u00a7 Serbinbttng\u00eaglieber ber Staucpfu\u00df; uub gelbp\u00fcpner fann man bie $elf enp\u00fcpner (Tetrao-gallus) anfepen; benn fte oereinigen in ber 3:^at Better f\u00c7amirtenmerfmale in ftep. Ses\u00fcglicp ber | \u00a9r\u00f6\u00dfe nehmen fte bie erfte Stellung in ihrer gamilie ein, ba fte bem Stuerpupne faum nachftehen.\nOer Seih-ift gebrungeu gebaut, ber \u00a3al3 furs, ^er \u00c4opf flein, ber gl\u00fcgel mittellang, aber ettoa\u00ea Sugefpipt, loeil bie streite uub britte Sd)iohtge ftd) \u00fcber bie anbern oerl\u00e4ngert, ber au\u00ea achtsehn Gebern gebilbete Scpioans m\u00e4\u00dfig lang, fanft abgerunbet, ber Schnabel l\u00e4nglid), aber gleichseitig fr\u00e4ftig unb breit, ber $u\u00df furs, *>erb, fcie ftu\u00dftoursel mit einem ftumpfen Sporen beloehrt. Oa\u00ea \u00a9efieber befleibet ben Seih in reicher g\u00fcdc, unb namentlid) bie Ober; unb Unterfcptransbecffeberu ftnb fehr enttoidelt, trenn auch nicht befonber\u00ea oerl\u00e4ngert. \u00a9in Heiner Rieden hinter bem Sluge ift unbefiebert.\nSide \u00c7etfenp\u00fcpner betroffnen bie Hochgebirge Slften\u00ea; bie am l\u00e4ngfteu befannte 2lrt fommt aber j noch auf bem \u00aeaufafu\u00ea oor unb barf be\u00eapalb unter bie eutop\u00e4ifepen S\u00f6gel gew\u00e4hlt inerben. Oocp . fehlt un\u00ea gegentn\u00e4rtig noch eine genauere \u00c6unbe ipre\u00ea Seben\u00ea, unb be\u00eapalb ift e\u00ea nothtrenbig, ba\u00df trir auch eine ber f\u00fcbaftatifchen Slrten ber\u00fccfftd)tigen.\ni\nOa\u00ea \u00c6\u00f4ttig\u00earebpupn ber Werfer (Tetraogallus caspius) ift auf \u00aeopf, Staden unb Ober; bruft afchgrau, auf bem St\u00fcden grau unb fahlgelb geio\u00e4ffert unb gefprenfelt, auf ber \u00fcbrigen Unter; feite grau, rothgelb in bie S\u00e4nge geftreift, toeil hier bie einselnen gebern, treidle eine SJtifcpung oon \u00a9unfelafchgrau unb ^ahlr\u00f6thlich seinen, gelbe Sdhaftffede haben, bie ftd) mit benett anb.erer Gebern . Sit langen Streifen orbnen, foba\u00df e\u00ea au\u00eaf\u00efept, al\u00ea ob biefe Streifen \u00fcber alle Gebern ber Sruft, be\u00ea Sattcpe\u00ea unb ber S\u00dfeidpen ohne Unterbrechung meglaufen; strei bttnfle, afd)graue S\u00e4nber sieh\u2122 ftd) oom SMnfel be\u00ea Unterfcpnabel\u00ea nach ber Sorberbruft herab, iroburep brei mei\u00dfe gelber entftehen: ein\u00a7 an ber \u00aeeple unb eine\u00bb stt jeber Seite be\u00ea \u00a9eficpt\u00ea unb Oberpalfe\u00ea ; bie Oedfebern b.e\u00ea Ober; fC\u00fcgel\u00ea ftnb ebenfalls fchmars unb fahlgelb geio\u00e4ffert, aber an ber Slu\u00dfenfapne breit r\u00f6thlid) gef\u00e4umt, foba\u00df biefe ledere F\u00e4rbung hier sur \u00a9eltung fommt, bie Schtringen hingegen, big auf ihre grauliche \u00a9pipe, blenbenbmei\u00df; biefelbe F\u00e4rbung geigen auch Sautfp; unb Unterbedfebern be\u00ea Schmanse\u00ea. Oa\u00ea Slugc ift bunfelbraun, ber Scpnabel bla\u00dfhornfarben, ber $u\u00df r\u00f6tplkpgelb. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 24 3rd.\nOa\u00ea ^elfenpupn, treld)e\u00ea ben treftlichen Himafapa beiropnt (Tetraogallus himalayensis), mirb oon ben englifd)ett R\u00fcgern Scpneefafan ober ^tochlanb\u00ea^u^it, oon ben \u00a9ingebortten \u00aeabaf ober 3er; Sftonal genannt. Sluf ber Oberfeite l)errfd)t ein mehr ober irettiger in\u00ea Sr\u00e4um tid)e siel)enbe\u00eb Slfdjgrau oor; Oberfopf, Spangen unb Staden ftnb grau, faft ade Gebern be\u00ea 'fR\u00fcden\u00ea r\u00f6thlidljer, fein fepmars gefprenfelt, unb biejenigen, melde ben Stantel bilben, bttnfel; ober","page":384},{"file":"p0385.txt","language":"de","ocr_de":"$ \u00f6niggrebpuhn unb \u00a9djneefafan.\n385\nr\u00f6thlid)braitn gefireift, Mc beg \u00c6imtg unb ber \u00a9urgel ioeif\u00efid), bie ber Sruft grctu\u00eftd)toet\u00a7, burd) fdjio\u00e2rglidje \u00dcIftonbfleden gegeid)ttet, bte berttnterbruft ioeifjlid), bte \u00fcbrigen grau, fein braun gefprenlelt, aud) mit gloei braunen Rieden gegiert. Stuf ben \u00a9eiten oerbla\u00a7t bag \u00a9rau, auf ben unteren \u00a9ed^ febern gept eg in SSeijj, auf ben \u00a9cpenleln in \u00a9unlelgrau \u00fcber. \u00a9ag 2luge toirb toon gtoei braunen S\u00e4ubern eingefd)loffen, toelcpe ftd) an ben Valgfeiten bereinigen, \u00a9ie Vanbfcpioingen ftnb toeifj, ipre \u00a9pipen auf grauem \u00a9ruttbe braun gefledt, bie \u00a9teuerfebern r\u00f6tplidj, auf ber Slufenfaptte fein fcploarg, auf ber Sunenfapne grau gefprenlelt; bag 5luge ift bunlelbraun, bie nacfte \u00a9teCfe hinter tpm gelb, ber \u00a9dpnabel blafpornfarben, ber $u\u00a7 gilblidjrotp. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 29, bie Sreite 40, bie gittig* l\u00e4nge 13, bie \u00a9cptoangl\u00e4nge 8 $ML \u00a9ag S\u00dfeibdpen ift Heiner, ungef\u00e4hr 24 3oH lang.\nSont \u00df\u00dfniggrebpupne Joiffen loir, bafj eg auf bem ^autafu\u00ea, foloie auf ben p\u00f6djften Sergen Slrntenien\u00ea unb ^urbiftang gefunben toirb, oielleicpt aud) nocp auf ben perjtfdpen Vorgebirgen oor; lornmt. 3u ben \u00a9djriften ber toiffenfdjaftlicpett \u00a9efe\u00ef\u00effdpaft gu ^etergburg fittbet ftd) eine b\u00fcrge Angabe \u00fcber bie Sebengioeife, t\u00fcelc^e ungef\u00e4hr folgenberntafjen lautet: \u201e\u00a9ag Vupn p\u00e4lt fiep nur im \u00a9djneeg\u00fcrtel auf, unb oerl\u00e4fjt biefe \u00a3\u00f6pe niemals, \u00a9g ertr\u00e4gt aud) bie Siefe nicpt; benn junge ^\u00fccptein, toelcpe loir in bem ebenen \u00aeapetia aufgiepen loollten, \u00fcberlebten bag erfte 3apr uicpt. \u00a9g l\u00e4uft gefeHig auf ben Reifen unb namentlich auf ben oorfprittgenben \u00a9eftmfen ber Serglo\u00e4nbe mit gr\u00f6\u00dfter Sepenbiglett umper, fiept mit einem tauten \u00a9cprei auf, fobalb eg \u00a9efapr merit unb ift fo f(heu, baf{ eg aud) bem borfirtigften S\u00e4ger nur fetten gelingt, ftd) fcpufgrecpt gu n\u00e2pern. Stau finbet e\u00ea in betten bon fecpg big gehn \u00a9tiideu, meift in \u00a9efe\u00fcfcpaft ber loilben 3^gen, bereu \u00c6otp eg to\u00e4prenb beg S\u00f6interg mit geniefen foil, \u00a9egen ben Verbft hin ioirb eg fepr fett; fein SSilbpret glcid;t bem beg gemeinen 9iebhtthneg. 3m tropfe lourben unter ben \u00a9\u00e4mereien aller m\u00f6gliren 2llpcu; pflaugen eine grofe SOlenge bon \u00a9anb unb \u00a9teinen gefunben.\"\nD\u00eeabbe hat \u00fcber bag ^elfenpupn beg 2lltai ebettfallg nur loenig in \u00a9rfaprung bringen l\u00f6nucit. \u201e5Bie bie laulaftfd)en \u00a9tehtb\u00f6de\", fagt er, \u201ein bem bort lebenben gelfenpuhnc einen Segleiter ftnbeu, fo joden aud) bie beg Slttai mit bem ftbirifcpcn \u00a9teinbode in \u00a9efettfcpaft leben. 3<h glaube, bafj biefer \u00a9rfcpcinung eine gemeinfame, in ber Sieblinggnaprung begr\u00fcnbete Urfare gu \u00a9runbe liegt. Sornehmlir juren beibe bie \u00a9ebiete auf, loo alpine ^otentitten ioacpfen, bcren \u00dfnogpen fte gern freffen. Subeffen ift biefeg 3ufammenteben fo auffallenb, baf) eg ben \u00a9ojoten unb Surj\u00e4ten im obern SHuH unb \u00a9latpale allgemein belannt loar. Seiber gelang eg mir nid)t, eineg biefer grofett V\u00fcl)tter gtt erbeuten. Sor \u00a9omtenaufgang fotlen fte, nad) ben \u00a9rg\u00e4plungen ber S\u00e4ger, eine 3eitlang fliegen, am Oage fid) aber oornepmlid) ruhig oerhalten. Sei Obegenioetter feilen fie eine Oerfd)ieben; t\u00f6nige Sodfiimme, loeftpe mit gifrenbem pfeifen beginnt, h\u00f6ren taffen. 3um Giften unb SR\u00e4d)tigeu fud;en fee Heine V\u00f6plen in ben Reifen auf. \u00a9ie (Ster lourben mir atg auf bl\u00e4ulirem \u00a9runbe fd)loarg gefledt betrieben.\"\n3um \u00a9l\u00fcd f\u00fcr unfere SBifjbegierbe haben ung Vutton unb Slountaineer augfiiprlicper \u00fcber ben \u00a9chneefafan unterrichtet, \u201e\u00a9iefer pr\u00e4chtige Sogei fmbet ftd) im gangen V\u00f4\u00efjeng\u00fcrtet beg ioeftlidjen Vlutalapa big nad) \u00dctepal t)iu unb ebenfo an geeigneten Orten ber d)inefifd)en Xartarei, ober in Oibet; loahrfd)einlid^ ift eg biefetbe 2trt, ioeld)e Signe audp in $afd)ntir beobad)tete. \u00a9r ift allen \u00a9ebirggbetoohnern toopl belannt, toirb oielfad) gejagt unb oft auf bie St\u00e4rlte gebrad)t./;\n\u201eOer ^lufenthalt\", fagt Stountaineer, \u201ebefd)r\u00e4nlt ftd) augfd)tie\u00a7lid) auf bie mit \u00a9d)ttce bebedten V\u00f6h^u unb Serge unb bie oon ihnen auglattfenben 3\u00fcge big gur oberen S^albgrenge herab ; bod) treibt ber \u00a9d)itee im SSinter auch biefe harten S\u00f6gel gur \u00a3iefe hernieber, unb gloingt fte, j\u00e4l)rlid) gtoeimal 2\u00dfanberungen gtt unternehmen. Sn \u00c6unatour ftnb fte gu jeber Sal)ve\u00a7geit h\u00e4ufig, auf ben \u00a9angegbergen jebod) nur ootn Suni big gum Sluguft; gteid)toohl loanbert gar mancher ^orfd)er ober S\u00e4ger \u00fcber bie h\u00f6d)ften erfteiglid)eit \u00a9ipfet unb fteht ihrer hoch nur Wenige, \u00a9eglja\u00efb glaubte id), bafj oiete, too nid)t alle, Welche gu geWiffcn Sahreggciten fid) hier herumtreiben, zeitweilig ftd) nad) ber Sartarei gur\u00fcdgiel)en, um bort gu br\u00fcten, \u00a9egen Anfang \u00a9eptemberg fteht man fte guerft auf ben graftgen ^Sl\u00e4^en unter ber \u00a9chneelinie, nahe bem Serggipfel, and) Wohl nodjiiefer, an ber oberen\n23reljm, \u00ee^ierleben. IV.\t25","page":385},{"file":"p0386.txt","language":"de","ocr_de":"386\n\u00a9le SSufer. \u00a9djavrtobfle\u00ef. f\u00c7etb^\u00fcC>ner.\n\u00a9renge beg \u00a3oIg\u00bbud)feg. \u00abRadj bem elften, adgemeinen unb Bebeutenberen \u00a9chneefade \u00efontmen fie fcfjaren\u00bbeife auf unbe\u00bbachfene, fretfle^enbe \u00a9erg\u00efuppen beg Satbgiirtelg \u00a7eraB, unb h\u00bbr ter\u00bbeilen fie Big gum \u00a9nbe beg \u00abMrg. SDiefe \u00a9treifg\u00fcge \u00bberben \u00bbatjrfdjeinlidh in ber erften \u00abR\u00e4cht nad) bem \u00a9chneefade auggef\u00fchrt; benn id) habe fie unaBcinbertid) fr\u00fc\u00efjefteng am n\u00e4djften borgen, nach foment Vorg\u00e4nge in iljrer SinterljerBerge gefeiert. \u00a9g niu^ aBer tiel \u00a9dfjnee gefallen fein, Bet\u00f6r fie nieber-fommen; benn im milben hinter erfdjeinen fie, mit \u00abfcnahme \u00a9ingelner, nicht in bev Siefe. Saljr: fdjeinlid) \u00bb\u00e4t)tt ftd) bie S3e\u00bbo^nerfc^aft eineg \u00a9ergeg audj eine getoiffe SinterljerBerge, gu \u00bbetdjer fie adf\u00e4hrtich Ijerunterlommt.\"\n\u201e\u00a3)er \u00a9djueefafan ift gefedig unb fd^l\u00e4gt fid) in gingen gufammen, \u00bbeldje gutoeilcn aug g\u00bbangig Big breiig \u00a9t\u00fcd Befielen, ob\u00bbohl man ge\u00bb\u00f6ljnlid) nidjt metjt alg iljrer f\u00fcnf Bi\u00ab geljn Bei einanber finbet. \u00e4Rdjrere fotdjer gt\u00fcge Beinernen ein unb baffelBe \u00a9erggebiet. 3m \u00a9omntev fteljt man bie wenigen, \u00bbeldje auf bev inbifcf;en \u00a9eite BlieBen, in eingelne $aare gerfprengt; gegen ben Sinter hin aBer, BeBov bie 2Kaffe \u00bbanbert, habe ich ftetg mehrere ton i^nen Bereinigt gefunben. \u00a9eiten t erlaffen fte bag \u00a9e&iet, auf \u00bbeifern fie fidfj angeftebelt haben, fonbern fliegen tielmeljr, \u00bbenn fie aufgefdjeuc^t \u00bberben, tor\u00bb\u00e4rtg unb rfid\u00bb\u00e4rtg. Niemals Befugen fte ben Salb ober bag SDidEid&t, ja, fte meiben fclBft fold^e \u00a9teilen, \u00bbo bag \u00a9rag lang if, ober too irgenb \u00bbetcheg \u00a9eftr\u00fcpp ben \u00a9oben Bebedt, unb e\u00ea ift begljatB faft unn\u00f6tig, gu fagen, baj? fie niemals B\u00e4umen. Senn bag Setter fd^\u00f6n unb \u00bbarm ift, ftfcen fte \u00bb\u00e4hrenb beg Sageg auf ben gelfen ober auf rauben \u00a9teilen ber \u00a9elj\u00e4nge, o\u00efjne ftd), mit Slugna\u00efjme ber Borgens unb 9lBenbftunben, tiel gu Be\u00bbegen. 3f ^ aber ^alt, neBIig ober regnerifdj, fo jtnb fte rege unb munter, laufen^Beft\u00e4nbig auf unb nieber unb \u00e4fett ftdf> \u00bb\u00e4ljrenb beg gangen Sageg. \u00a9eint greffen gehen fie langfam Bergauf unb piden bann unb \u00bbann jtad) garten \u00a9tattfpifcen ton \u00a9r\u00e4fertt, fungen \u00a9djoten terfd^iebener ^fangen, unterbrechen i\u00efjrcn \u00a9ang audlj \u00bboljl. gelegentlich unb f ertappen nadj irgenb einer g\u00bbieBelartigen Surgel, \u00bbeldje fie feljr lieBeit. \u00a9rreidjeit fte ben \u00a9ipfel eineg \u00a9ebirgggugg, fo pflegen fte h\u00bbr ein \u00bbenig gu ter\u00bbeilen; bann fliegen fte nad) einer anbern \u00a9teile, fallen gu \u00a9oben unb laufen \u00bbieberum nach ber \u00a7\u00f6\u00a7e empor. 3\u00a7r \u00a9ang ift feljr ungefdfjidt; fie ergeben baBei ipren \u00a9<h\u00bbeif unb machen, \u00bbenu fie fidh in einiger Entfernung Beftnben, ben \u00a9inbrud einer grauen \u00a9ang. \u00a9ang Befonberg lieben fte fotdje Seibept\u00e4fce, auf beneit \u00a9djafljeerben gen\u00e4chtigt haben; \u00bbahrfdjeinlid), \u00bbeil h\u00bbr ^ag \u00a9rag, auch \u00bbettn bag \u00fcbrige Jlattge troden unb b\u00fcrr if, nod) im frifdjefen \u00a9r\u00fcn prangt. 3hve \u00abRadjtljetBerge \u00bb\u00e4ljteu fte auf gelfen\n\u00fcber IBgr\u00fcnben; gu foldjen bl\u00e4hen fommen fe tiele M\u00e4chte nad) einanber.\"\t^\t^\n\u201e3hr \u00a9efchrei, ein leifeg, fanfte\u00ab 3ifdfjen, ternimmt man bann unb \u00bbann \u00bb\u00e4hrenb beg Sageg, am lautefen aber Bei Sageganbrudj unb fel)v h\u00e4ufig Bei nebligem Setter. \u00aeer SRuf Beginnt mit einem lang auggegogenen Sone unb enbigt mit einer golge ton rafdjen S\u00dfftffett. \u00a9r^ tf Bei \u00bbeitern ber angeneljmfe ton allen, \u00bbeiche irgenb eilt geber\u00bbilb ternehmen l\u00e4\u00dft. UeBrigeng httt man biefeit tollen \u00abRuf nur bann, \u00bbettn ber \u00a9ogel fill ffct; beim \u00bbenn er aufgeft\u00f6rt \u00bburbe unb \u00bbegl\u00e4uft, f\u00f6fjt er in furgen 3\u00bbif<henr\u00e4umen ein einfad)eg, leifeg pfeifen ang. \u00a9r fc^reit, \u00bbenn er auffeljt, fchnetf, fchrittenb unb heftig, ge\u00bb\u00f6hnlid) and), folange er fiegt unb felbft noch einige \u00a9efunben, nad)bem er \u00bbieber gu \u00a9oben gefommen ift; bann aber geht fein \u00abRuf in einige \u00bbenige Dcoten \u00fcber, \u00bbeiche in einer auffaKenbett Seife \u00a9efriebignng bar\u00fcber\tauggubr\u00fcden fcheinen, baf\ter glitdlid) \u00bbieber \u00a9runb\tunb\n\u00a9oben ge\u00bbonnen. 3d) glaube, bafc ich\tbag \u00abPfeifen biefer \u00a9\u00f6gel,\t\u00bbel^eg fie Beim\t\u00abduffehen\tunb\nglieaen ternehmen laffen, mit \u00abRichtg Beffer tergleichen lann, alg mit bem \u00a9er\u00e4uge, \u00bbel^eg eine SauBenfchar hertorbringt, \u00bbenn fe fliegt unb \u00bbenn fie ftch auf einer ge\u00bbiffen \u00a9teile meberlaffen \u00bbtU,\num hier gu freffen.\"\ts\n\u201eS)er \u00a9fineefafan ift nicht Befonberg \u00bbilb ober fdljeu. Senn\tman ton unten\tanfd)letcht\tunb\nfuh Big auf ungef\u00e4hr a^tgig ober hunbert\t\u00a9den genaht h\u00abt, geht er\tlangfam Bergauf\tober feit\u00bb\u00e4rtg,\nbreht ftd) oft um, um gur\u00fcd gu feljeu, l\u00e4uft aber, fallg er nicht \u00bberfolgt \u00bbirb, feiten \u00bbeit \u00bbeg; naht man f d) ihm bagegen ton oBenljer, fo fteljt er auf, ohne erft \u00bbeit gu taufen. UeBerljaupt getf er feiten \u00bbeit Bergab, unb nieutalg Befchteunigt er feinen Sauf Big gum kennen, eg fei benn auf \u00bbenige \u00a9den","page":386},{"file":"p0387.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c6Bni\u00e2Srefcfyu\u00c7n unb \u00a9djneefafan.\n387\n\u00c7tn Oor bem Sluffteljen. \u00a3>ie gange \u00c4ette ergebt fidj jiet\u00f6 gu gleichet Beit, raffen gluge\u00ea, fert\u00eft \u00dfdj guerft regelm\u00e4\u00dfig in bie Xiefe herab, inenbet ftdt> bann nnb fteigt Wieber Bt\u00eb gu ungef\u00e4hr berfelBeit $\u00f6he empor. S\u00f6ettn ein \u00a9eh\u00e4nge auf eine gr\u00f6\u00dfere \u00a9trede \u00a7in baffelBe \u00a9epr\u00e4ge geigt, fliegen bie \u00a9dnteefafanen oft \u00fcBer eine Meile Weit uitb erheben \u00dfdj baBei Ijodj in bie Suft, W\u00e4ljrenb \u00dfe auf feineren Berggipfeln, namentlich auf foldjen, ttjeld^e fie im SBinter Befugen, feiten toeit unb rrteift nur um bie n\u00e4dj\u00dfe \u00a9de herum \u00dfreidjen.\"\n\u201e@ie freffen bie Bl\u00e4tter Oerfdjiebener V\u00dfangen unb \u00aera3, gelegentlich Wohl auch Mol, Gurgeln unb 33lumen; \u00a9ral Bilbet aBer immer bie ^auptmaljigeit. 3ung aufgefchoffenen S\u00f6eigen unb \u00a9erfte \u00dceBen \u00dfe fehr, unb loenn \u00dfe ein oereingeltel f\u00c7elb in ber D^\u00e4^e iljrel \u00a9tanborte\u00ea Wiffen, Befuchen fie baffelBe lo\u00e2hrenb ber \u00fcftadjt unb am Morgen; niemal\u00ea jebodj \u00efomnten \u00dfe in bal regel; m\u00e4\u00dfig Bebaute Sanb heraB. \u00a9eW\u00f6hnlid) \u00dfnb \u00dfe unm\u00e4\u00dfig fett; ihr SBilbpret i\u00df aBer nidjt Befonberl gut, unb hat, loenn ber Vogel in Bebeutenben -Sp\u00f6ljen erlegt Jourbe, oft einen unangenehmen \u00a9erudj, loehher \u00fcon geloiffen St\u00e4hrp\u00dfangen herr\u00fchrt.\"\n\u201eObgleich id) mandjen \u00a9ommer im \u00a9chneeg\u00fcrte\u00ef bel \u00a9eBirgel guBra<hte, habe ich boch niemals Steft ober \u00a9ier biefel Bogel\u00ea gefunben; bagegen Bin ich \u00a3ibet oft Familien mit jungen Begegnet. Bei biefen betten loaren aBer immer mehr alte B\u00f6gel unb m\u00f6glicher SBeife.meljr al\u00f6 ein Bolf gufammen, foba\u00df ich m*r leine Be\u00dfimmte Meinung \u00fcBer bie Slngaljl einer Vrut habe Bilben f\u00f6nnen. SDie \u00a9ier, irelc^e Don S^eifenben gefunben lourben, haben ungef\u00e4hr bie \u00a9r\u00f6\u00dfe oon benen bel SErutljahttel, \u00dfnb aber, loie bie ber Iftaudjfu\u00dfh\u00fchner, oon einer l\u00e4nglicheren \u00a9e\u00dfalt; ihre \u00a9runbf\u00e4rBung ift ein he\u00fcel OlioenBraun; bie Beidjnung Befteht aul eingelnen fleinen lichtnu\u00df; Braunen Rieden.\"\nOie Bebeutenbe \u00abSp\u00f6lje, in Weldjer bie gelfenh\u00fcljner leben, \u00dfd^ert \u00dfe oor oielen Verfolgungen, benen ihre Verloanbten aulgefe^t \u00dfnb. SDemungeachtet haben auch fie ihre geinbe; benn alle gr\u00f6\u00dferen unb \u00df\u00e4rferen Slbler.feljen in ihnen eine WiMommene Veute. S)ie \u00a9djneefafanen feilen, loie Mountaineer noch erg\u00e4hlt, oorg\u00fcglich Oom fpihfd) W\u00e4ngigen Slbler (Halia\u00ebtos fulviven-ter) Bel\u00e4\u00dfigt loerben, obwohl biefer gum \u00a9l\u00fcd f\u00fcr bie k\u00fchner in jenen ^\u00f6hen nicht gerabe h\u00e4u\u00dfg ift unb and; niemals im ginge f\u00e4ngt. SIBer feinem Sluge entgeht ein fo gro\u00dfer Vogel felb\u00dfoer; \u00df\u00e4nblidh nid\u00df, unb loenn er ern\u00dflich 3agb machen loid, erm\u00fcbet er bal fdjWerf\u00e4llige \u00a7ui)n bure\u00df fortgefehte\u00f6 SluftreiBen fchlie\u00dflich bod) fo, ba\u00df el unter feinen flauen Bluten mu\u00df. Von \u00a9eiten be\u00ea Menfdjen haben bie gelfenh\u00fcljner fdjloerlid) oiel gu leiben: bie 3agb in jenen \u00a3\u00f6l)en ift nicht Bebermannl \u00a9adje, gang abgefehen baOon, ba\u00df bie Bagbfertig\u00efeit ber Morgenl\u00e4nber loenig gu Bebeuten hat.\n\u00a3)ie \u00a9efangenfehaft feinen bie gelfenh\u00fcljner ohne \u00e4BefdjWerbe gu ertragen. Mountaineer fagt, ba\u00df \u00dfe \u00dfdj Balb an bal SeBen im \u00ae\u00e4\u00dfg gelo\u00f6hnen unb bann auch \u00c4\u00f6raerfutter gu \u00df\u00abh nehmen, Begloeifelt aber, unb geloi\u00df mit 9^ed^t, ba\u00df man \u00dfe mit folgern gutter allein auf bie SDauer erhalten f\u00f6nne unb r\u00e4th belhalB, \u00dfe in einen Beweglichen $\u00e4\u00dfg gu fperren, beffen Voben aul \u00a9itterloerf Befteht, unb biefen $\u00e4\u00dfg oon einer Begraften \u00a9teile gur anbern gu r\u00fcden, um fo bem Vogel immer paffenbe S\u00dfeibe gu Oerfcha\u00dfen. S)ie englifc^en S\u00eeaturforfdjer unb bie oon \u00a9in; B\u00fcrgerung frembl\u00e4nbi\u00dfher B^iere fdjw\u00e4rmenben grangofen Betrachten fchon gegenw\u00e4rtig bal eine ober bal anbere gelfenhuhn all einftige VeWohner bel fdhottifc^en \u00a3od)lanbel ober unferer Silben; Wir haben jebod) alle Urfache, ein\u00dfWeilen noch Befdjeibenere S\u00f6\u00fcnfdje gu hegen, \u00a9o\u00f6iel mir Befannt, ift Bi8 jefct nur eine eingige Slrt ber \u00a9ruppe, unb gWar bal \u00c4\u00f6niglreBhuhn, einmal lebenb nach \u00a9nglanb gekommen unb hat hier einige Beit im SEhiergarten gu Sonbon aulge\u00efjalien. Garnit foil jebod; feinelWegl gefagt fein, ba\u00df bie Bulunft uni nicht Dbofen Bringen f\u00f6nne. Man Wirb gewi\u00df einen fo oiel Oerfpredjenben Vogel nicht aul bem Sluge Oerlieren unb fr\u00fcher ober fp\u00e4ter fo oiele gelfenh\u00fchner Bei uni einf\u00fchren, all gu einer oortheilhaften B\u00fcdjtung in ber \u00a9efangenfehaft erforber; -lieh \u00dfnb. 3d; Will allen J\u00fcngern S)ianal unb ben g\u00fcnftigen \u00a9r\u00fcnr\u00f6den inlbefonbere oon bergen\n25*\ni","page":387},{"file":"p0388.txt","language":"de","ocr_de":"388\n\u00aete S\u00e4ufer, \u00a9c^arrb\u00f4^e\u00ef. gelb\u00ef)\u00fcl;ner.\nW\u00fcufchen, bafj irrten nod) bie $reube ju ^etl Werbe, auf beit Sllpen ober unfernt S\u00eeiefengebirge eineg biefer gewaltigen ^elbp^uer gu erlegen.\nSn \u00a9uropa fontmen bret ^ii^nerarten Oor, Welche gegenw\u00e4rtig mit anbern SerWanbten in einer \u00a9type bereinigt unb 9botlfj]\u00a7\u00fct)ner (Cacabis) genannt werben. Shr &ib fr\u00e4ftig, ber \u00a3>alg furs, ber \u00aeopf Oerh\u00e4ltniftm\u00e4ftig groft, ber Fl\u00fcgel mittellang, in t^m bie britte unb oierte (Schwinge bie l\u00e4itgfte, ber aug jW\u00f6tf big fed^je^n Gebern gebilbete \u00a9cf)Wans giemtid) taug, bon ben Ober; fdjwangbedfebern nicht oollft\u00e4nbig bebedt, ber \u00a9djnabel l\u00e4nglich, aber both fr\u00e4ftig, ber $uft mittelhoch, unb entWeber mit ftumfjfen \u00a9poren ober Wenigfteng mit einer bie \u00a9poren anbeutenben ^ornWarge oerfehen, bag \u00a9efieber reichhaltig, aber fnabb anliegenb. (Sin rothlidjeg \u00a9rau, Weldjeg bei einzelnen Slrten ing \u00a9djieferfarbene sieht, ift bie borf)errfdjenbe F\u00e4rbung ; ber Sorberhalg unb bie Oberbrufi, foWie bie Speichen finb bur<h lebhaft heroortretenbe f\u00e4rben aitggeseidhnet.\nOie hierher geh\u00f6rigen k\u00fchner bewohnen \u00a9\u00fcbeuropa, 3Beft= unb Mittelaften unb \u00dcJiorb; uttb SBeftafrifa, einfd)lieftltch Mabeira unb bie fanarifdljen Snfeltt. \u00a9ie leben, ihrem felfenfarbenen \u00c4leibe entfhrechenb, borjug\u00eaWeife auf \u00a9ebirgen ober in W\u00fcftenhaften \u00a9benen unb meiben ben SBalb ebenfo \u00e4ngftlid) Wie bie \u00c7elfenh\u00fchner.\nUnter ben erw\u00e4hnten bret Wirten geh\u00f6rt eine unfernt Saterlanbe an: bag \u00a9tenth ul) n (Cacca-bis saxatilis ober Caccabis graeca). Oie Oberfeite uttb bie Sruft finb blaugrau mit r\u00f6tlichem \u00a9chintmer; ein bie Weifte \u00aeehle untfd)lieftenbeg Sanb unb ein fo\u00efdjeg, We\u00efdfe\u00ea fid) unmittelbar an ber \u00a9d)nabelWuqel \u00fcber bie \u00a9tint sieht, foWie ein Heiner Rieden am \u00aeintt ftnb fdjWars, bie Gebern ber S\u00f6eicheit abWechfelttb gelbrothbraun unb fdjWars geb\u00e4nbert, bie \u00fcbrigen ber Unterfeite roftgelb, bie \u00a9chwitigen fchW\u00e4rjlichbraun mit gelblichweiften \u00a9ch\u00e4ften unb roftgelblidjen \u00a9treifen an ber \u00aeante ber. lufjenfahne, bie \u00e4u\u00dferen \u00a9teuerfebern roftroth- Oag 5luge ift rothbraun, ber \u00a9djnabel fora\u00eflenroth nnb ber gut btafjroth- Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 13 big 14, bte Breite 19 big 20, bie f^ittig= l\u00e4nge 0, bie \u00a9djWansl\u00e4nge 4 Boll; bag SBeibchen ift, Wie geW\u00f6hnlid;, Heiner.\nSut fedj^ehnten Sahrhunberte lebte bag \u00a9teiu^u^n in ben felftgen Sergen am ^heine, namenflid) in ber \u00a9egenb oon \u00a9oar; gegenw\u00e4rtig finbet man eg nur noch int 3llf)engebiete, unb gwar in Ober; \u00f6flerreid), Oberbahern, Styrol unb ber \u00a9d^Weij. h\u00e4ufiger ift eg auf ber f\u00fcblidfen \u00a9eite beg \u00a9ebirgeg unb gemein in gan\u00a7 \u00a9riechenlanb, ber O\u00fcrfei, \u00c6leiuaften, ^\u00dfal\u00e4ftina unb Arabien. Sn Sorben unb $interinbien, foWie in \u00a9\u00fcbchina, Wirb eg bttrch eine ihm h\u00f6<hft \u00e4hnliche 2lrt, Weldje oielc SRaturforfcher nur alg Slbart betrachten, oertreten. $a<h S\u00dfeften hin fdjeint bag rothe Meer bie \u00a9renge feineg Serbreitunggfreifeg su bilben; benn eg fournit in 9Ifrifa wahrfchetnltd; nur auf ben SWifcfjen bent rothen Meere nnb bent SRile gelegenen \u00a9ebirgen oor.\n\u00a9g ift wenigfteng ber Seadjtmtg Werth, baft baffelbe \u00a9teinhuhu, Weldjeg auf ben 3llpen bie \u00a7\u00f6he ber Oiefe entfchieben oorsieht unb ft<h am h\u00e4uftgften auf fonnigen, etWag begraftcn \u00a9chutt; halben gWifchen bernois; nnb \u00a9chneegrense finbet, int \u00a9\u00fcben and) bie \u00a9bene beo\u00f6lfert. 3war trifft man eg in \u00a9riedhenlanb nur ba, Wo ber Soben felftg ober Wenigfteng w\u00fcflenhaft ift, aber feinet Wegg au\u00eafdhtie^lidh in #\u00f6hen, Weldje jenem Sltyeng\u00fcrtel entsprechen, fonbern auch auf Heinen Snfetn, bereu h\u00f6chfle \u00a9pifeett faum breihunbert gufj \u00fcber ben S\u00eeeere\u00eafRiegel fid) erheben. Sinbermat)cr behauptet fogar, ba\u00a7 eg.nie auf bie hohen ^uh^en ber \u00a9ebirgS\u00ef\u00e2mnte fteige, fonbern ftdi mehr in ber SDfUtte berfeiben aufhalte, unb fdheint bamit bie Angabe Son ber \u00dcJt\u00fchle\u2019\u00ea, baf? eg aud) in bent ftrengften SBinter sWifd^ett bent \u00a9d;nee ber \u00a9ebirge Stuntelieu\u00ea sn finben fei, berichtigen sn Wollen. 3luf betn \u00a9inai haben wir eg, bez\u00fcglich feinen aftatifd^en Sertreter, ttod; in einer ^)\u00f6he oon fedjg; tanfenb gu^ \u00fcber bent Sleere benterH, nnb oon bent inbifd^en fagt Mountaineer, ba\u00a7 eg in ben","page":388},{"file":"p0389.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9teint) ul) u.\n389\nunbetool)nten \u00efjo\u00efjen \u00a9egenben am tj\u00e4ufigften gefunben toirb. Su ber \u00a9d)toeig lebt eg, laut Bfdjubi, \u201eam liebften auf fonnigen \u00a9er\u00e4ugen gtoifc^en brummt) otg unb Sllpenrofenitaubeit, unter ben hohen dauern'ber fte\u00effento\u00e2nbe, in @ercE(fd)tud)tcn unb \u00a9dhneebctten, gtx\u00bbtfdt;en \u00a9teinb\u00ef\u00f4den unb Kr\u00e4utern\", unb get)t btc\u00ea im BBinter au\u00ea bem I)oIjeu \u00a9\u00fcrte\u00ef nad) ben tieferen \u00a9teinhalbcn herab, oft bi\u00a7 in bie B\u00e4he ber Bergb\u00f6rfer unb fe\u00efbft ber Drtfdjaften be\u00ea Bieftanbe\u00ea. liefen Eingaben entfpred)eit bie Beobachtungen, toeldje SR ou ut aine er am \u00a7imalaba anftettte: aud) hier erfdjeint e\u00a7 um bie Btitte be\u00ea \u00a9eptember in gasreichen betten auf ben bebauten Reibern, nahe bei ben D\u00f6rfern be\u00ea tieferen Sanbeg.\n3)a\u00ea \u00a9teinhuhn geidjnet fid), toie alte feine Bertoanbten, bereit Seben\u00eatoeife un\u00ea belannt getoorben ift, burdj Be\u00efjenbig\u00efeit, \u00a9djarffhtnigleit, Klugheit, Btutlj, ^antpflufi unb leiste \u00e4\u00e4hmbarfeit Dor aubern H\u00fchnern fe^r gu feinem Bortbeite au\u00f6. \u00a9\u00ea tauft au\u00dferordentlich rafdj unb mit betounbermtg\u00f6; to\u00fcrbigent @efd)id \u00fcber ben Bobcn bahin, gteid)Otel, ob berfetbe eben ober uneben, fteinigt ober mit \u00a9ra\u00ea beftanben ift, Itcttcrt mit \u00a3eid)tigleit \u00fcber $els>bl\u00f6de htttiueg ober an feittid)en Abh\u00e4ngen empor unb oermag fid) nod) auf $t\u00e4djen gu erhalten, toeldje bem Bnfdjein nad) einen fo fd)toerteibigen Bogel in feinem gortlommen auf ba\u00ea Beu\u00dferfte behinbern. Snt Bergteid) mit aubern ip\u00fcbnerarten hat c\u00a7 einen teid)ten, geraben, fd)nedf\u00f6rbernben unb auffattenb ger\u00e4ufd)Iofen $tug; bemungead)tet ftreift c\u00ea fetten toeit in einem Bu9e fort, fonbern l\u00e4\u00dft ftdj foba\u00efb al\u00ea m\u00f6glich ioteber auf bem Bobett nieber, iocit c\u00a7 auf bie \u00aeraft feiner \u00a9dientet bod) nod) mehr oertraut, atg auf bie oertj\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fchr ftarlen Bruftmu\u00f6leln. Ungegtoungen fliegt es> nie auf h\u00f6here B\u00e4ume, toie e\u00a7 \u00fcberhaupt atte toatbigen \u00a9teilen faft \u00e4ngfttid) meibet; im Bothfatt oerbirgt e\u00a7 ftch aber bod) in ben Babetgtoeigeit ber SBettertaune. Unter beit \u00a9innen ftet)t bag \u00a9eftd^t, beffeit \u00a9ch\u00e4rfe jebent S\u00e4ger tooljl be\u00efaunt ift, obenan. SDa\u00df bie geiftigen ^\u00e4higleiten fehr auggcbitbet finb, lehrt bie Beobad)tung beg freitebeitbeu, toie beg g\u00e4hnten \u00a9teinl)uhueg. \u00a9g ift unter alten Bergh\u00fchnern bag fd)euefte unb oorfid)tigfte, ad)tfam auf BCteg, ioag ruitbum oorgeljt; eg uuterfd)eibet ben \u00a9dmhen fchr ioot)t oott bem it)m ungef\u00e4hrlichen Jpirteu, toie eg \u00fcberhaupt feine $einbe genau \u00efennen lernt; eg oerftet)t eg meifterhaft, ben oerfd)ie; beitftett 9iad)ftettungen ftch gu entgiehcit unb betoeift gu jeber Beit einen hohen \u00a9rab 001t Klugheit; aber eg f\u00fcgt fid) gegtoutigett aud) fet)r teid)t in oer\u00e4ttberte Untft\u00e4ttbe unb toirb gerabe beghatb in \u00fcberrafd)enb furger Beit gat)m un^ sutrautid) gegen feinen S\u00dffteger.\n2)\tie \u00a9timnte erinnert in mandjer -!pittfid)t au bag \u00a9adern ber ^paugh\u00fchner. \u00aeer Sodrttf ift ein fdjattenbcg \u201e\u00a9igigid)\" ober \u201e\u00a9hagibig\", ber Saut, ioetd;er beim Bufftiegen auggeflo\u00dfeu toirb, ein cigcutt)\u00fcmlicheg 5\u00dffeifcit, ioeld)eg matt bttrd) bie \u00a9itbeit \u201e^pitfchtt, pitfdjii\" ungef\u00e4hr toiebergebeu \u00efantt. \u00a9a, too eg oiete \u00a9teiuh\u00fchuer gibt, glaubt man ftd), toie Bon ber Bl\u00fchte fagt, gur ^Paaruitg\u00eageit in einen \u00a3mhnert)of oerfetpt, fo oietf\u00e4ttig erfchattt ber Buf biefer autnutt)igen \u00a9efcfj\u00f6pfe Oon alten \u00a9eiten her.\n3)\tie Bal)ruitg beftct)t aug oerfd)tebetteit ^\u00dfflangenftoffeu unb aug ^teingett)ier mattd)ertei 2trt. Snt .!pod)gebirge n\u00e4hren fid) bie \u00a9teiut)\u00fcl)ner oott beu $itogpett ber Btpettrofe unb attberett ,!pod)gebirgg; pftangett, oon Beeren, garten Bl\u00e4ttern uitb oerfd)iebeitett \u00a9\u00e4mereiett, nebenbei aber aud) oott \u00a9pintten, Werfen, bereit Saroett unb bergleid)eit; itt ber Biefe befud)ett fie bie gelber, uamenttich fotange bag \u00a9etreibe noch niebrig uttb frifdj ift, unb bann oergehren fte gutoeiteu ttidjtg Bubereg, atg bie \u00a9pitmen oott fungem SBeigen unb anbernt gr\u00fcnettben \u00a9etreibe; im SBiitter geljen fte aud) toohl bie B\u00f6ad)t)otberbceren au ober nehmen fetbft mit gidjtenuabetit oortieb.\nSDa, too \u00a9teint)\u00fchner h\u00e4ufig ftnb, Oereittigett ftd), toie fd)0it bemer\u00eft, im \u00a9p\u00e4therbfte oft mehrere B\u00f6ller gu gal)lreid)ett betten, in S\u00abbien, taut Blountaineer, g\u00f9 fo\u00efd)ett, toetd)e big haubert \u00a9t\u00fcd g\u00e4hteit \u00ef\u00f4ititeit. Beit bem Beginn beg ^r\u00fctjtingg fprengeit fich biefe Bereine toieber, uttb nunmehr to\u00e2\u00efj\u00eft fid) jebeg eingetne Bftctr einen befonberu \u00a9tanbort, inmitten ioetd)em eg gu br\u00fcten gebeult. 2)er .fpatjn Oertheibigt ba\u00ea \u00a9ebiet mit bem gr\u00f6\u00dften ^etbeumutt)e: er bel\u00e4ntpft febett \u00a9iitbringtiug itt feilt \u00a9ehege mit toahver Seibenfd)aftlichteit/ unb gtoar aud) battu nod), toeitit bie \u00a7entte bereite br\u00fctet.","page":389},{"file":"p0390.txt","language":"de","ocr_de":"390\nI\nSDie S\u00e4ufer, Sf arrooge\u00ef. $elbpfner.\nS\u00efaf Sinber matter *g Veobaftungen legt bag Steinpfn in \u00a9riefenlanb ffon SJtitte ^ebruar\u00ea, naf ben Angaben ber fc^toeiger $orff er in ben Sltyen erft \u00a9nbe S\u00ef\u00efaig, Slnfattgg 3>m\u00fb unb fe\u00efbf\u00ee im Suli feine \u00a9ier. Oag ffteft ifi eine einfache Vertiefung, toelfe unter niebrigen Stoergtannen ober \u00a9efir\u00e4uf, unter Oortagenben (Steinen unb an anbern geff \u00fcbten unb Oerborgenen Orten auggeff arrt, unb mit ettoag SJtog, ^eibetraut, \u00a9rag unb bergleifen auggef leibet toirb. Oie Slugf\u00fctterung geff iep im Hochgebirge mit oiel gr\u00f6\u00dferer Sorgfalt alg in tieferen \u00a9egenben unb gumal im \u00a9\u00fcben, too bie \u00a7enne gutoeilen eine einfache ddulbe im (Sanbe fdjon f\u00fcr pnreif enb p\u00eft. \u00e2^blf big f\u00fcnf: gept, auf blaf\u00eage\u00efblidpeifjem \u00a9runbe, mit fep feinen, blafjbr\u00e4unlifett Striaen gegeifnete \u00a9ier bilben bag \u00a9elege. Oie \u00a3>enne br\u00fctet ungef\u00e4hr af tgehn Vage lang fe^r eifrig unb f\u00fchrt bann bie B\u00fcchlein in \u00a9efedffaft freg \u00a9atten auf bie erften SBeibep\u00e4p. \u201eOie jungen\", fagt SOfchubi, \u201ehaben, ioie bie Sitten, eine aufjerorbenilife gertigfeit im Verfteden unb finb oerfftounben, ehe mau fte redtjt getoapt. St\u00f6rt man eine Familie auf, fo fi\u00fcrgt fie nach \u00f6erffiebetter Dichtung, faft ohne Sl\u00fcgelfflag mit bem \u00e4ngftlifen Stuf \u201eS\u00dfitffii, ptffii\", feitto\u00e4rtg ober abto\u00e4rtg, nietft blog oiergig Schritte toeit, unb boch tft man nip im Staube, in ben Steinen ober Str\u00e4ufetn auch nur etneg toieber gu entbeden. jpat aber ber S\u00e4ger ettoag \u00a9ebulb, unb Oerfleht er eg, mit einem Sodpfeiffen ben Stuf ber .Sp.enne nafguapnen, fo fammelt ftch halb bag gange Volt ber gefelligen Vpere toiebet.\" Su \u00a9riefenlanb, too bag Steinhuhn, toie \u00fcberall, ein fep- gefch\u00e4^teg unb gefuchteg S\u00dfilbpet ifi, gieht man fchon im SStonat Suni gur Sagb beffetben aug; biefe aber hat, laut $\u00dfoioh3, infofern befonbere Schtoierigfeit, alg bag aufgeff eufte Volf ftch naf aden Stiftungen pn gerftreut, ohne ba\u00a7 eing fif um bag anbere gu be\u00ef\u00fcmmern, oielmep jebeg barauf bebaft ff eint, ftf nt\u00f6glifft ff ned unb ftf er gu oerfieden. \u00a9elingt eg bem oerfolgten Steinhuhne, einen guten Verftedpap eine bif te \u00a7ede g. V., aufgufmben, fo l\u00e4fjt eg ftf fo leicht nift toieber auftreiben, unb ber S\u00e4ger hat bann geto\u00f6hnlich bag Slaffehen. Oa, too bie k\u00fchner h\u00e4ufig finb, geto\u00e4pt bie Sagb aber trofcbem reife Slugbeute unb gropg Vergn\u00fcgen.\nOie leichte S\u00e4hmbarfeit beg Steinhuhneg ifi ben \u00a9riefen ioie ben Sftoeigern, ben Snbiern ioie ben Werfern toop befannt; baher ftnbet man gerabe biefen Vogel fc^r h\u00e4ufig im K\u00e4fige, \u201e\u00a9gift metfio\u00fctbig\", fagt Sf ing, \u201eba\u00a7 biefe toilben V\u00f6gel fo leift geg\u00e4pnt toerben f\u00f6itnen. Sie freffen oft ff on naf toenigen Vagen aug ben \u00a3\u00e4nben, laffen fif auf toohl ber\u00fchren, beiden aber taper unb ffmerghaft, toenn man fte faffen toid. \u00a9eg\u00e4hmt finb eg muntere unb ff\u00f6tte Vpere; allein frei barf man fte nift laufen laffen, fte fliegen gleich baoott, unb toenn fie auf beu \u00dcJ\u00eeenffen nift mehr ffeuen, fo fliehen fte bof bie St\u00e4he beffelben, fotange fie f\u00f6nnen. Slttbern V\u00f6geln gegen\u00fcber ftnb fte fep g\u00e4nfiff, unb mit H\u00fchnern beiden fte ftf ioeiblif prum.\" Slber bie SOt\u00e4nnfen f\u00e4ntpen nift blog mit frembarfigen H\u00fchnern, fonbern auf mit Spe^gleifen, unb gioar auf Seben unb Vob. \u00a9in S\u00df\u00e4rf en oertr\u00e4gt ftf, gtoei SJi\u00e4nnfen liegen in beji\u00e4nbigem Streit mit einattber, unb gar nift feiten beift eing bag anbere tobt. Oiefe Unoertr\u00e4gliffeit unb \u00dfampluft toar ff on ben Sitten toohl befannt; benn man hielt bie gefangenen Steinh\u00fchner pupf\u00e4flif beghalb, toeil man fte gur Veluftigung ber guffauer mit einanber f\u00e4ntpen lief. Oaffelbe geffiep heutigen Vageg nof in Schien unb \u00a9hina: fym toerben fep- oft K\u00e4mpfe gtoiffen gtoei Steinh\u00fchnern oeranftaltet.\nSm S\u00dfiberfpuf gu bem oon Sf ing \u00a9efagten toirb oerftfert, baf man in Schien Stein; huptet in fep hohem \u00a9rabe g\u00e4pnt, ja fte gu f\u00f6rmlifen <paugtperen maft. Sie taufen frei im <paufe herum, geh\u00f6ren f\u00f6rmlif gu ber Familie unb folgen ipem \u00a9ebieter burf #of unb \u00a9arten, \u00a9ingetne biefer \u00a9efangenen toerben fo breift, bajj fte fif'allerlei Siedereien heraugttehmen gegen grembe ober bie Oienet beg #aufeg, beten untergeorbnete Stellung fie gu erfennen ff einen. Sin ber \u00c4\u00fcfte Oon V eff a unb \u00a9lata toid fte Sttuifarb alg toirflif e \u00a3augtpere, toelfe in ber \u00a9efangem ffaft geg\u00fcftet unb oon befonberen Ritten gur S\u00dfeibe getrieben toerben, fennen gelernt haben. Sn \u00a9riefenlanb gelten fie alg V\u00f6efen, toelfe Sfuh gegen Vegaubetung geio\u00e4p\u2019en f\u00f6nnen, unb toerben beghalb h\u00e4ufig gefangen gehalten. \u00a7ier aber g\u00f6nnt man fnen feine \u00c7reipit, fonbern fprrt fte in","page":390},{"file":"p0391.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9teiuBuBn. StothBuhn.\n391\nfegetf\u00f6rmige 2\u00f6eibenf\u00e4fige ein, toeldje fo eng ftnb, ba\u00df fie fi<h fautn herum ju toenben verm\u00f6gen. Oeffenungeadjtet galten fte Biete Sa^re in fo engem \u00a9etoahrfam auS.\n3\u00bbt \u00a9\u00fcbioefteuroha \u00fcnrb baS \u00a9teinhutjn burd; feinen n\u00e4dtjften SSerioanbten, baS Obot^u^n (Caccabis rubra) erfejit. SDiefer fd^\u00f6ne 33ogeI unterfdfjeibet fidfj Bon jenem ^auptf\u00e4dE)lid^ burct) bie Bor^errfd^enb r\u00f6tliche F\u00e4rbung bei* Ober feite nnb burct) baS Breitere, nad^ unten ^in in ^facfcn aufgel\u00f6fte ipatSBaitb. SDaS Dtothgrau bei* OBerfeite ift auf ipinterfopf unb \u00fcftacfen am teBtjafteften, faft rein roftroti), auf bent Reitel grau, 23rufi unb OBerBaud) ftnb rein afchgrauBr\u00e4untich, bei* UnterBaud) unb bie Unterfd^mangbedtfebern BranbgelB; bie Bert\u00e4ngerten 2Beict)enfebern jeigen auf hettafchgraueni \u00a9runbe mei\u00dfroftf arbeite unb faftanienbraune OuerB\u00e4nber, toelche burd) tieffchtoarje \u00a9trid)e fdj\u00e4rfer Begrenzt toerben. \u00a9in ioei\u00dfeS $Banb, toetd)eS auf ber \u00a9tint Beginnt, Bitbet in feiner\n25 a 0 SRotljljiiljn (Caccabis rubra). 1/3 bet nat. (St\u00f6\u00dfe.\nSSert\u00e4ngerung einen beuttict) herBortretenben 23rauenfh*eifen ; bas Bon bem^at\u00eabanbe eingefa\u00dfte, nach innen fd^arf Begrenzte, fafi reinf\u00f6ei\u00dfe ^e^tfetb tritt lebhaft herBor. $)aS 2\u00efuge ift het\u00efBraun, ber 2Iugenring ^innoBerrotB, ber \u00a9dmaB\u00e9t Btut = unb bei* $u\u00df Bla\u00dffarminrot^. 2)aS S\u00dfeibd^en unters f Reibet ftd) nur burct) ettoaS geringere \u00a9ro\u00dfe unb baS $et)Ien bei* froren artigen SBar^e auf bem ^inter\u00efaufe Bon bem \u00fclft\u00e4nncfyen. \u00a3)ie S\u00e4nge Betr\u00e4gt ld1/\u00ab, bie ^Breite 20, bie ^ittigl\u00e4nge 6, bie \u00a9chmangt\u00e4nge 4V2 3\u00b0^-\n\u00a9rjt burct) bie ^Beobachtungen bei* neueren 3eit ift bie $eimat beS Stotpu^ne\u00ea mit einiger \u00a9idfjer^eit fefigefteltt ioorben; fr\u00fcher h'at man eS mit feinen Beiben SSertoanbten oft Berioechfelt. \u00a9S Betoo^nt nur beit \u00a9\u00fcb\u00efoeften nnfereS l^eimatlid^en \u00a9rbtijeif\u00ea, Bon bem mitt\u00e4gigen ffranfreid) an, bie nad) \u00a9\u00fcben I)in gelegenen S\u00e4nber unb 3)ttfeht, namentlich \u00a9panien, Portugal unb bie 2tttaSl\u00e4nbcr; auf 90talta geh\u00f6rt eS Bereits gu ben \u00a9elten^eiteu ; Leiter nach Often hin toirb eS ioahrfd)einlid\u00df","page":391},{"file":"p0392.txt","language":"de","ocr_de":"392\n\u00a9ie S\u00e4ufer. \u00a9djavrv\u00f6get. ge\u00efbh\u00fct)uer.\ngar ttid)t mehr gefunben. Bor etwa hunbert Sauren T^at man eS in \u00a9ro\u00dfbritannien eingeb\u00fcrgert, nnb gegenw\u00e4rtig lebt eS ^ier gasreich in einigen \u00f6ftlid)en \u00a9raffdjaften.\n\u00a9\u00df\u00e4hrenb meiner Beife in (Spanien l^abe id) baS Bothhuhn vielfach beobachtet, fdjon beStjalb, Weit mir eine ausf\u00fchrliche 2Sefc\u00a3;reibung feiner SebenSWeife bamalS nicht belannt War; ingtoifd)en hat mein Btuber eine fo\u00efd;e gegeben, nnb ba ich f^n \u00a9rftlingSred)t gu Wahren l)abe, Werbe id) baS oon ihm \u00a9efagte h^er Wiehernden nnb nur hier unb ba einige \u00a9Sorte beS trefflichen 21. von f\u00f6ntet)er hinguf\u00fcgen.\n\u201e\u00a3)aS Bothhuhn liebt bergige \u00a9egenben, Welche mit Reibern abWed)fetn. 3n \u00a9paniett finbet man eS faft auf allen \u00a9ebirgen, mit Ausnahme vielleicht ber 3% l\u00e4ngs ber Borbt\u00fcfte, bis gu fed)S= taufenb gu\u00df \u00fcber bem SBeere empor. \u00a9)en bid)ten \u00a9Salb meibet cS; bagegen ftebelt eS ftd) gern in ben \u00fc\u00dfarlS ober auf b\u00fcnn bewatbeten \u00a9treden an, beren $\u00dfflangenWud)S hauptf\u00e4d^licf; aus I)\u00b0\u00a7er ^aibe, immergr\u00fcnem \u00a9id)engeb\u00fcfd), BoSmarin unb S^htmiattfir\u00e4itd^en befielt.\" 2luf ben Balearen fanb eS -fpomeper am h\u00e4ufigften in ben -fpaferfelbern ber \u00a9tbh\u00e4nge beS \u00a9ebirgeS, eben ba gwifdjett ben mit \u00a9iffenrofen unb SeutiSfengcftr\u00e4ud\u00bb beWachfenen \u00a9teinhalben, enblid) aud) mitten gWifdjen ben ge\u00effen felbft, unb gWar im \u00c4mtern ber 3>nfel ebenfo h\u00e4ufig wie an ber \u00c4\u00fcfte. \u00a9S ift ein \u00a9tanboogel, Welcher ein ziemlich befd)r\u00e4nfteS \u00a9ebiet beWopnt unb in unmittelbarer Bad)barfd)aft mit anbern feiner Brt lebt. \u00a9d)iug behauptet, ba\u00df ftd) baS Bothhut)n in feinen \u00a9itten vom \u00a9teinhuhne fel;r unterfcheibe. \u00a9S foil minber gefettig fein, nicht in eigentlichen betten leben, aud) gepaart minber treu gufammenhatten, ftd) fchWer g\u00e4hnten laffen u. f. W. 3d) tenue bie Duellen uid)t, aus Welchen genannter gorfdjer gek\u00f6pft hat, glaube aber behaupten gu b\u00fcrfen, ba\u00df oorfteheube Angaben uid)t begr\u00fcnbet ftnb.\n\u201e3n feinen Bewegungen\", f\u00e4hrt mein Bruber fort, \u201ehat baS 3^othhuhu \u00f6ieI mit unferm Beb; huhne gemein; bod) barf man eS Wohl auch in biefer #inft<ht' gieriger unb anmuthiger nennen, \u00a9ein Sauf ift ungemein rafch unb im hohen \u00a9vabe geWaubt; eS rennt mit gleicher \u00a9djuctligteit gwifdjett gelsbl\u00f6den unb \u00a9teinen ba|iu, tlettert fegar mit oielem \u00a9efepid auf biefen umher unb nimmt babei nur feiten feine \u00a9d)Wingen gu \u00a7ilfe. \u00a9ein glug ift bebeutenb fouetter als ber unfereS Bcbt)uhncS, Verurfadjt aud) Weit Weniger \u00a9er\u00e4ufd) als biefer. DaS Bothhuhtt erhebt ftd) leicht, fieigt rafch in eine geWiffe \u00a3\u00f6t)e, ftreid)t in ihr mit fd)Wirreuben, Wenig vernehmlichen gt\u00fcgelfchl\u00e4gen bahiu unb fd)Webt oft auf gro\u00dfe \u00a9treden fort, ohne einen gl\u00fcgel gu bewegen. Bon gelSW\u00e4nben ft\u00fcrjt cS fid) f\u00f6rmlich raubvogelartig gur Stiefe herab. \u00a9)emungead)tet fliegt eS nur ungern Weit unb noch weniger wicberl)olt nach einanber auf, fonberu fud)t ftd) foviel als m\u00f6glid) burd) Saufen gu helfen.\" 2lud) \u00a7 omet) er fagt, ba\u00df eS in allen SebenSverrichtungen viele Behnlidfteit mit bem Bebt)ul)ue hat : \u201eeS weibet, l\u00e4uft unb br\u00fcdt fid) vor bem #unbe Wie vor bem 9Benfd)en ober von felbft W\u00e4hreub beS \u00a9ageS, um auSgurul)eu ober fid) gu verbergen, unb ift l)auptf\u00e4d)lid) abeubS rege. Dabei liegt cS jeboch nicht fo feft, gel)t vielmehr gern heraus. 2\u00f6enn eS auf ben Beineu ift, l\u00e4\u00dft eS fid) Weit treiben, ol)ue aufguftiegeit ; ift eS jeboch beS BerfolgettS \u00fcberbr\u00fcffig, fo erhebt e\u00bb ftd) nicht auf er \u00a9chufWeite, Wie unfer Bebten fo oft thut, fonberu br\u00fcdt ftd) unb l\u00e4\u00dft ben S\u00e4ger fdju\u00dfgerecht heranlommen,\" Begeid)itenb f\u00fcr unfern Bogel ift, ba\u00df er gern b\u00e4umt; er tt)ut Dies aud) feineSWcgS blos im galt ber Bott), fonberu ba, Wo cS B\u00e4ume gibt, regelm\u00e4\u00dfig, unzweifelhaft in ber 2lbftd)t, von ber ^p\u00f6l)e aus gu fid)ern. Den Sodruf beS 3Mnnd)enS \u00fcberfet^t \u00a7 ont et) er burd) bie \u00a9Sorte: ,,\u00a9d)id fd)ertta\", W\u00e4hreub Wir geglaubt haben, ba\u00df ein fdjttarrenbeS \u201e\u00a9ad taderad\" ober \u201e\u00dfereMef\" baf\u00fcr gebraud)t Werben tonne; id) mu\u00df jebod) genanntem gorfdjer beiftimmen, wenn er fagt, ba\u00df ber Buf itt berfeiben 2lrt unb \u00a9Seife Wie von uttferm Otebhuhne auSgefto\u00dfett Wirb, nur ba\u00df ber \u00a9ou nicht fo Ireifdjenb, burchbrittgettb, fonberu mehr lifpelnb, gifdjenb unb ruttb i|t. Um gu Warnen, fto\u00dfeu beibe @efd)lechter ein leifeS \u201eBeb reb\", beim Bufftehen ein fdjallenbeS ,,\u00a9d)erb\" aus.\n\u201eSDett gr\u00f6\u00dften \u00a9heil *>eS MreS\tIebt Bothhuh\u00ab in betten ober \u00a9cfperren Von\nget)n bis brei\u00dfig \u00a9t\u00fcdeu; bentt jebenfallS fdjlagen fid) oft mehrere gamiliett gu einem Bolle gufammett. \u00a9)aS \u00a9efperre treibt ftch itt bemfelben \u00a9ebiete umher, obwohl nicht eben regelm\u00e4\u00dfig; es fontmt aud),","page":392},{"file":"p0393.txt","language":"de","ocr_de":"3totBt;uI;n.\n393\nioeil bas 3\u00eeot\u00ef;t;u\u00ef;n fe^r ioenig SBaffcr Bebarf, niemals gur Beftimmten \u00a9tuttbe zur Vr\u00e4nfe. \u00a9eine Vh\u00e4tigfeit Beginnt mit bent elften Morgengrauen nnb to\u00e4l)rt Big nad; \u00a9onnenaufgang; toenigftenS Oernimmt man bann ben Stuf beS $al;neS nur nod; fetten. 2Bci\u00ef;renb ber MittagSftunben ift baS Soif fel;r fti\u00ef\u00ef; it>al;rfc\u00ef;einlid> liegt eS Jefct im \u00a3>alBfd;lummer, iooljloerbedt stoif^en bem \u00a9eftein ober im niebern \u00a9eftr\u00fcpp. \u00a9egen \u00a9onnenuntergang toirb eS oon neuem rege nnb treiBt ftdf; nun Bis in bie Stadst hinein, met)r fpielettb als Stauung fudjenb, untrer. V)ie Beit ber SicBe \u00e2nb\u00e8rt felBftoerft\u00e4nblid; aud; baS Setragen beS Stot^u^ne\u00e4. \u00a9cf) on im Februar trennt ftd; baS Sott in Paare, bie \u00a9panier Behaupten, Bereits am Vage beS heiligen SltttoniuS:\nAl dia de San Anton\nCada perdiz con su perdicon.\u201c\n\u201eBe nach ben Oerfd^icbenen ProOinzett \u00a9panienS ift bie Paarungszeit \u00fcbrigens Oerfcpieben: in \u00a9\u00fcbfpanieu f\u00e4llt fie in ben Slnfattg beS M\u00e4rz, in Mittelfpanien ober in ben \u00a9eBirgen zu \u00a9nbe biefeS Monats, aud; iool;l in ben Slnfang beS Slpril. V)ie W\u00e4hlte f\u00fchren baBei ^i^ige K\u00e4mpfe um bie Rennen anS ttttb gcBett \u00a9elegenl;eit zu einer fet;r attziehenben, ioeiter unten zu BefdfjreiBenben Bagb. Sr\u00fctet bie $emte Bereits, fo \u00fcBerlaffett fie biefelBe ihrem \u00a9djidfale unb fd;tei<hcn, Minne fud)enb, nod; ioeiter umher, freilich geio\u00f6hnlich zu ihrem SerberBett. V)aS Steft finbet ftcf> in \u00a9etreibefetbern, V\u00dfeinBergen n. f. io. unter einem StoSmarin s ober VhitnianBufd;e, nnb Befielt auS einer mutbenf\u00f6rmigen Vertiefung, ioeld;e bie lernte in ben Soben fdjarrt. \u00a9S enth\u00e4lt z^\u00f6lf Bis fed;Szet;n \u00a9ier, ioeld;e ftd; burd; \u00a9r\u00f6fje nnb ^\u00e4rBung oon ben en unfereS SteBlJuhneS unterfd^eiben. Bhre \u00a9eftatt ift ftumpfer nnb gerunbeter, bie fefte \u00a9d)ale gt\u00e4nzenb, oBgleid; man bie oielen Poren beutlid; erfennett fann, bie \u00a9runbfarBe ein lichtes StoftgelB, toeld;eS mit ga^\u00ef\u00efofen, Braunen-Pun\u00eften nnb gledett \u00fcBerftreut ift. \u00a9oBatb bie Bungen bem \u00a9ie entfd;lupft ftnb, taufen fte gefd;ioinb timber, forgfam Beh\u00fctet oon ber Jcfct BefonberS oorftd^tigen Mutter. Sei @efal;r Benimmt ftd; bie Familie toie nufer SteBtjutm unter gleichen Umft\u00e4nben. . . Slttd; bie Jungen Stothh\u00fchner lernen ioenige Vage nach beut 2IuSfiicd;en flattern, toechfeln rafdj bie \u00a9cf)ioiiigcit, toeld;e f\u00fcr bie Saft beS SeiBeS Batb zu fdjtoad; ioerben, uub ftnb Bereits in ber britten V\u00dfod;e ihres SeBenS \u00e4ufjerft Betoeglid;e nnb geioaitbte \u00a9efdj\u00f6pfe. Bhre SluSBilbung Beanfprud;t zioifc^en oier nnb f\u00fcnf 2\u00f6od;en. Slttf\u00e4nglich \u00e4ffen fie ftd; oon $erBttferen, Saroen, SB\u00fcrmern nnb feinem \u00a9ef\u00e4nte; fp\u00e4ter Ratten fte ftd;, ioie bie Sitten, g\u00e4nglid; au letztere uttb au \u00a9r\u00fcnzeug mausertet Slrt, ioetd;eS ihnen, Joie eS fetjeint, Zugteid; bie Vr\u00e4nfe erfehett muff.\"\n\u201eV)ie Stothh\u00fchner ioerben in \u00a9pattiett eifrig gejagt. Bhve Serfotgung Beginnt Bereits, ioentt bie Bungen bie \u00a9r\u00f6fje einer VBad;tel erreicht t;aBen. Man fud;t bie S\u00f6lfer entloeber mit -fp\u00fchnerhunbcn ober burd;ftreift auf gut \u00a9t\u00fcd bie oon ihnen Beioot;nte \u00a9trede. Biu #erBfte Bebient mau ftd; mit \u00a9rfotg eiiteS SodoogetS. Slm eifrigften Betreibt man bie Bagb io\u00e4hrettb ber Paarungszeit; fte ift bann auct; unBebiugt bie angie^enbfte, ioetd;e man auf biefe S\u00f6get auS\u00fcBen faitti, ttttb baBei ganz eigenth\u00fcmlid;.\"\n\u201eVier B\u00e4ger BegiBt ftd; mit einem Sodoogel \u201eSteclamo\", ben er in einem fogenaitnten \u00a9lodern Bauer mit fid; f\u00fchrt, bat;iu, ioo er 9tott;pt;ner Oermutt;et, uub errid;tet auS um^erliegettben \u00a9teilten eilte ungef\u00e4hr brei \u00a7ufj t;o^e Mauer, ioetd;e if;ttt atS Serfied biettett foil. Bel;\u00ab ober f\u00fcnfzehn \u00a9d;ritte baoon entfernt, ftetlt er bett \u00c4\u00e4ftg.auf einen ert\u00f6ten Puidt uttb Bebedt ihn teid;t mit Steifem, nad;bem er oor^er bett iteBerzug, Joeld;er baS \u00a9eBauev Bis bal;itt Oert;iittte, aBgenotnmen l;at. Bft ber Sodooget gut, fo Beginnt er fegteid; feinen Stuf mit einem ioieberl;olteu \u201eVadtad\", bem battit ber eigentliche Sodruf, ein \u201eVadterad\", folgt. Bu ber Stegei to\u00e4l;rt eS nur einige Minuten, unb cS erfd;eint ein Stothhul;u in ber 9t\u00e4\u00a7e beS \u00c4'\u00e4ftgS. V)a matt zu Slttfattg ber Paarungszeit ip\u00e4t;nc als Sodo\u00f6gel Benu^t, fo fournit eS Oor, ba^ foloot;t \u00a7\u00e4t;tte toie Rennen fid; Bei bem \u00a9d;\u00fcj3Ctt einfieUen, t;\u00e4ufig aud; baS Paar, \u00a9ie fetjen fid; nad) bem \u00a9ef\u00e4t;rteu um, auttoorten auf feinen Stuf, uub ba fie fid; bem \u00a9d;\u00fcBett frei z\u00fcgelt, ioerben fte auf Ieid;te SBcifc erlegt. 2)icfc Betgb to\u00e4f;rt ungef\u00e4hr oierzc^n Vage. \u00a7aBett bie $e\u00fcttett Bereits gelegt uub BeBr\u00fctett il;re \u00a9ier, fo nimmt ber B^gcr","page":393},{"file":"p0394.txt","language":"de","ocr_de":"394\n\u00a9te S\u00e4ufer. \u00a9cparro\u00f6gel. $elbp\u00fcpner.\nanftatt beS -fpaptte\u00eb eine $enne als SodOogel unb Oerf\u00e4prt gang in ber eben betriebenen S\u00dfeife. \u00a9S erteinen je\u00a3t nur bie ungetreuen ober unbeJoeibten .\u00eep\u00e2pne, n\u00e4hern fid) mit p\u00e4ngenben kl\u00fcgeln unb gefir\u00e4ubten $opf; unb Stadenfebern, burg, in ber SSalgftellung, bent 35erfleete beS \u00a9dp\u00fcpen, f\u00fcpren oor ber tpenne, bie fie ioept p\u00f6reit, aber nidpt fepen f\u00f6nneu, gierlupe \u00a9\u00e4nge auf unb ioerben babei in ber oodfien Subelluft be\u00eb SebenS meudplingS get\u00f6btet. S)er S\u00e4ger Jo artet, ioenn ein .\u00a3japn erlegt iourbe, ob ftd; ein gJoeiter geigen Joitl, unb bann ftdper barguf regnen, ba\u00df, Joenn nod; ein ipapn im Umbreife einer $iertetftunbe oorpanben ift, berfelbe ebenfalls halb erfdpeinen Joirb; ja, eS bommt oor, ba\u00df gioei, brei \u00a3>\u00e4pne gu gleicher Seit erflehten, fid; heftig bef\u00e4mpfen unb oft gugteid; bem t\u00f6btlicpen \u00a9dprot erliegen. Slnttoortet bein tpapn auf baS fortgefe^te Stufen beS SodoogelS, fo oerl\u00e4\u00dft ber S\u00e4ger rupig feinen Slnftanb, n\u00e4hert fic\u00a3> langfant bem K\u00e4fige unb giept bie \u00a7\u00fcde bar\u00fcber, lieft bie tobten tp\u00e4pne gufammen unb fudpt einen anbern S\u00dftafc gur S&gb auf. SJtan mu\u00df forgf\u00e4ltig Oermeiben, unmittelbar nadp bem \u00a9dpuffe aus bem SSerftedbe peroorgufpringen, um ettoa ben get\u00f6bteten JSpapn aufgunepnien; beim baburdp Joirb ber SodOoget fdpeu, ruft in ber Siegel nidpt Joieber, oerliert fogar guJoeilen feine SBraudpbarfeit f\u00fcr immer. tpauptf\u00e4dplidp biefer S^bart Joegen Joirb baS Stotppupn in \u00a9panien allgemein gapm gehalten. Sk geJoiffen \u00a9egenben feplt ioopl in beinern \u00a7aufe eine \u201e$erbig\", unb eifrige S\u00e4gor galten bereu niedrere nadp ben \u00a9efcpledptern in oerfdpiebenett St\u00e4umen unb K\u00e4figen, \u00a9in guter SodOogel Joirb treuer begabt, oft mit 140 bis 150 Stpaler unfereS \u00a9elbeS; in ipm befielt guJoeilen ber gefammte S^eid^t^um eines S^gbbunbigen; benn gar nidpt feiten bommt eS oor, ba\u00df ein eingiger \u00a9cp\u00fc|e io\u00e4prenb ber. Seit ber \u201eSteclamo\" fedjSgig bis adptgig ^3aare Stotpp\u00fcpner erlegt. 3Joar ift biefe S^\u00dfb oerboten; bodp b\u00fcmmert ftdb) ber \u00a9panier um jebeS anbere \u00a9efep nod; mepr als um baS, JoeldpeS gegeben iourbe, um feiner 23ernidptungSioutp entgegengutreten.\"\n\u201e\u00aeie gur S^gb beftimmten Stotpp\u00fcpner ioerbett japrauS, japrein in benfelben bleinen \u00a9ebauern gehalten, in benen man fie fp\u00e4ter mit ftdp gurS\u00dfQb piuauS nimmt, unb nur bie eifrigften S\u00e4ger taffen ipnen eigentliche pflege angebeipen\u00bb SDie gro\u00dfe SJtenge bepanbett fie nadp unferer Slnficpt gang erb\u00e4rmlidp. \u00a9emungeadptet palten bie Sodo\u00f6gel japretang in foldper traurigen \u00a9efangenfepaft aus.\"\n\u201eSBirflidp auffadenb ift, ba\u00df mau Jo\u00e4prenb beS ,!pod)fommerS bie fo geJoanbten unb bepenben Stotpp\u00fcpuer mit ben Rauben fangen bann, \u00a9in mir bebannter S\u00e4ger oerftanb eS auSgegeidpuet, fiep in biefer SBeife iprer gu bent\u00e4dptigen. \u00a9r n\u00e4perte fiep in* ben SJlittagSftunben einem oorper erbunbeten J\u00dfolbe, jagte eS auf, beobaeptete beffen $tug unb lief bann eilig nadp ber \u00a9egenb pin, auf ioeWper bie Stebp\u00fcpner einftiebteu. -Ipier oerfolgte er fie oon neuem, braepte fie Joieberum gum ginge, ging ipnen gum gJoeiten SJtale nadp unb fupr fo fort, bis bie tp\u00fcpner gar nidpt mepr fidp erpoben, fonbern laufenb ipr ^eil oerfudpten ober angftooU fidp gu 23oben br\u00fcdten unb fidp greifen liefen. S)iefeS \u00a9rgebni\u00df Jourbe geJo\u00f6pnlidp fdjon nadp brei; ober oiermaligem Sluftreibeu erreidpt!\"\nSeiber pat man bei unS gu Sanbc bem Stotppupne bie 33ead)tuug, ioetdje eS oerbient, nodp nidpt gefdpenft. \u00a9S ift burdp ben in \u00a9ro\u00dfbritannien angeftedten SSerfudp gur \u00a9en\u00fcge beJoiefen, ba\u00df biefeS fdp\u00f6ne, n\u00fcplidpe SBitb fidp in ipm urfpr\u00fcnglidp fremben \u00a9egenben einb\u00fcrgern l\u00e4\u00dft; man pat audp erfapren, ba\u00df bie \u00a9ier, Joenn fie gut oerpadt ioerben, ben J\u00dferfanb oon \u00a9iibfranfreid) bis gu unS auSpalten, unb ebenfo bie gortpflangung Oon \u00a9\u00fcbeuropa eingef\u00fcprter 5paare im K\u00e4fige ergielt. 3^r pat man meprere SDlale alte unb junge Stotpp\u00fcpner bei uns auSgefe^t, fidp aber burdp bie erften ung\u00fcnftigen J\u00dferfudpe abfdpreden taffen. SDie Joenigen J\u00df\u00f6gel biefer 2trt, Joeldpe man freiliefj, iourbeu regelm\u00e4\u00dfig fdpon nadp einigen \u00a9agett nidpt mepr gefepen; fie patten fidp auf bem ipnen fremben 93oben nid)t guredptfinben tonnen ober Joaren burdp Staubgeug oerft\u00f6rt unb gefprengt Joorben. SJteiner Slnftdpt nadp ftnb biefe SSerfudpe f\u00fcr bie SJtpgtidjteit ber \u00a9inb\u00fcrgerung in feiner SBeife entfdpeibenb, unb belpalb tann eS nur Jo\u00fcnfdpenSJoertp fein, Joenn fie halb unb in gro\u00dfartigem \u00fcfta\u00dfftabe erneuert ioerben. SDiefe Slngelegenpeit oerbient mit \u00a9ifer betrieben gu ioerben, ioeil Stotp; unb Stebp\u00fcpner einanber Joaprfdpeintidp nidpt oertreiben ober ft\u00f6ren, fonbern im \u00a9egentpeite frieblid) neben unb gioifdpen einanber leben b\u00fcrften, unb Joeit bie Stotpp\u00fcpner gerabe biejenigen \u00a9teilen, Joeldpe baS Stebpupn meibet, beOorgugen, atfo \u00a9ebiete, Joeldpe bis je\u00e7t feinen S\u00ab\u00f4^er^ra3 \u00d6al^en/ f\u00f6t uns nupbar","page":394},{"file":"p0395.txt","language":"de","ocr_de":"Sf\u00eeotlj\u00efiu\u00efjn. $\u00efi\u00bb\u00bbenhuhn.\n395\nmachen tonnten. DJlatt t\u00efjut Unrest, \u00bbon unfern Tierg\u00e4rten 31t \u00bberlangen, ba\u00df in ihnen bie gur \u00a9inb\u00fcrgerung n\u00f6tigen SotJjlj\u00fchner ge^\u00fcd^tet inerben, m\u00fc\u00dfte fidC; \u00f6ielme^r eine hinl\u00e4ngliche 5tn= galjl \u00bbon \u00a9iern aug \u00a9\u00fcbfrantreic\u00efj gu \u00bberfRaffen finden, \u00abunb biefe \u00a9ier br\u00fctenben Sebh\u00fchnern, bereu Hefter auggutunbfdjaften in\u00e4ren, unterlegen, bamit bie gl\u00fcdlidj auggefcljl\u00fcbften Suugett in ihrer fr\u00fchen Sugenb ber ihnen unbebingt n\u00f6tigen R\u00fchrung eineg freilebeitben ipuhneg \u00bberfriert in\u00e4ren. S\u00eeot^ufner, meldje in biefer S\u00dfeife Bei ung gu Sanbe bag Sid^t ber S\u00dfelt erbliden, in\u00fcrben, ioie id) anneljmen barf, feljr Balb ftdj geeignete Dertlidjfeiten augfudjen unb Bei erfotberlidjer Regung rafclj fidj \u00bbermeljren. Sei ber Sortrefflicljteit nuferer gegcnin\u00e4rtigen Serteljrganftalten unterliegt bie \u00a9inb\u00fcrgerung biefer S\u00f6gel faum nennengtoertljen \u00a9djmierigfeiten; aber fie mu\u00df freilidj \u00bbon \u00a9adders ft\u00e4nbigen in bie .fpanb genommen unb mit ettoag me\u00efjr \u00a9ifer Betrieben inerben alg bigjjer.\n5luf \u00a9arbinien, in \u00a9riedjenlanb unb eingeln \u00c7ier unb ba in \u00a9\u00fcbfratttreidj, h\u00e4ufiger aber in Sorbmeftafrita, |auft bie britte 5lrt unferer \u00a9type, inelc^e mir gu ber\u00fcdftdjtigen fabelt, bag $li\u00a3heuhuljn (Caccabis petrosa). \u00a9\u00ea tenngeidjnet ftd^ ^au^otf\u00e4d^tid^ burdj bag auf faftanien; Braunem \u00a9runbe mei\u00df get\u00fcpfelte -fpalgbanb. \u00aeie \u00a9tirn unb ber \u00aeopf fink he^ afdfjgrau, ^ie \u00a9cpeitelmitte, ber Saden unb \u00a3>interljalg taftanienbraun, bie \u00fcbrigen Gebern ber Oberfeite rotljgrau, auf ben kl\u00fcgeln ing Sl\u00e4ulidje fpielenb, bie $eljle unb ein 5lugenbrauenftreifen mei\u00dflidjgrau, bie ber Unterfeite Blaugrau, Stuft ; unb S\u00dfeidjengegenb beuen beg \u00a9teinhuhneg \u00e4T^nlid^ ; eingelne Gebern ber Oberfeite geigen roftgraue \u00a9infaffungen; 5luge, \u00a9djnabel unb $u\u00df tommen in ber F\u00e4rbung mit beit entfpredjenben Te^en ber Sermanbteu \u00fcberein. ber \u00a9r\u00f6\u00dfe fleht bag ^Xippen^u^n hinter bent \u00a9teins unb D\u00eeot^u\u00c7ne etmag gur\u00fcd; idjj Bin febod) nicht im \u00a9taube, genaue Sta\u00dfe angugebeu.\n5ludfj \u00fcber biefeg .\u00a3ju\u00efjn haben ung erft bie neugeitlidjcn ^orfdjungen einigerma\u00dfen unterrichtet; fr\u00fcher |at mau eg fortm\u00e4ljrenb mit bem Sottjs ober \u00a9teinljuhne \u00bbermedtjfelt, fein Sorfontmen in (Europa audj moljl g\u00e4ttglidj geleugnet. 5luf \u00a9arbinien ift bag ^libbenljuhtt, laut \u00a9aloabori, fepr p\u00e4ufig; in \u00a9riedjenlanb fommt eg, beit \u00fcbereinftintmenben Angaben Soit ber St\u00fcljle\u2019g uttb Sittbetmatyer\u2019\u00eb gufolge, nur auf ben f\u00fcblidjjten \u00a9ebirgen unb ^ier and) blog auf ben ^\u00f6cpften kuppen \u00bbor; auf Stalta mirb eg, i\u00bbie \u00a9getting angibt, a\u00dcj\u00e4prlid^ in Stenge aug 5lfrita eingef\u00fcljrt; in \u00a9fxmien hingegen fdjeint eg g\u00e4nglidj gu fehlen, obgleich gerabe biefeg Sanb \u00bb01t \u00bbielen,$orfdjern alg feine $eimat angefe^en mirb.\n3m S\u00dfiberfprudje gu ben Se\u00efjauf\u00eetungen Son ber St\u00fchle1 g unb Sinbermaher\u2019g fagt \u00a9aloabori, ba\u00df man unferm $uljne feljr unbaffenber S\u00dfeife feinen Samen beigetegt Ij\u00fc\u00a3>e, ba eg niebrige $\u00fcgel unb bie \u00a9bene toeit mehr liebe alg bie Serge, ja in gerriffenen \u00a9ebirgen gar nicht gefunben merbe; \u201ebagegen ift man fidjer, eg auf ben b\u00fcgeln angutreffen, meldje \u00aeontfelber umgeben uttb mit \u00a9iftenrofen, \u00a9djleljen unb nieberem \u00a9eb\u00fcfdj bemad)fene \u00a9teilen \u00bborljanben ftnb\". 5ludj \u00fctriftam bemertt, ba\u00df bag ^lippenhuhn in Sorbmeftafrita in \u00a9benen fidj auf halte, unter anbern in foldjen, in beitett eg blog m\u00e4ljrenb breier Stonate im 3dfjre SBaffer gibt, dagegen \u00bberftd^ert nun mieber Solle, ba\u00df eg auf ben fanarifdjen 3nfeltt auf ben Ijodjgelegenen, b\u00fcrren Sergftreden mie in ber jliefe lebt, ja fogat in einigen T^ern noc^ am S\u00fc\u00dfe beg \u00efe^befegelg br\u00fctet. \u201eSiit biefent mo^ls fd^ntedenben SBilb^ret\", fagt biefer feljr forgf\u00e4ltig beobad)tenbe ^orfdfjer, \u201eftttb \u00bbier ber Unfein \u00bbom Steeregftranbe unb beit pei\u00dfeften T\u00e4lern an big iug tieffte $od)gebirge reid) gefegnet: teine aber meljr, alg \u00a9ontera, mo bie -fptiljner, nad) bem Slugbrude ber Sanblcute, gu einer S\u00efage, freilich einer nidjt attgufd^mer gu ertragenbett, gemorbeit ftnb unb bag \u00a9t\u00fcd gem\u00f6ljnlid) mit fedf>g fpanifd^en Tupfers breiertt \u00bberlauft mirb. 3\u00ab \u00a9attaria gibt eg iljrer hinl\u00e4nglich; fo ftnb fte u. 51. auf ber 3nfel 3^leta nicht feiten; bie meiften aber ergeugt int 3mmrn ber 3ttfel bie meite \u00a9albera \u00bbon \u00efirajana, mo man, hinter einer \u00a9teinmauer \u00bberborgen, in ben Zeniten fooiel biefer herrlichen k\u00fchner flie\u00dfen lamt, alg \u00a9inem nur immer gel\u00fcftet, \u00a9g ftnb feljr fdj\u00f6ne \u00a9efd^i^pfe, red^t eigentliche ^elfeno\u00f6gel, bie, je milber unb bergiger bie \u00a9egenb ift, in befto gr\u00f6\u00dferer Stenge fidj geigen.\" \u00a9p\u00e4ter bemertt Solle, ba\u00df bag $lippenhuljn auf ben Kanaren mahrfdheinlich erft eingef\u00fchrt morben ift. \u201e$)ie S^gbluft ber alten","page":395},{"file":"p0396.txt","language":"de","ocr_de":"396\nSUe S\u00e4ufer. \u00a9djarroBge\u00ef. Setbb\u00fcboer.\n\u00a9rafen oon \u00a9omera feiernt bie frii^efte SSerantaffung biergu geioefen gu fern; bemt bemgkter \u00a9atinbo gufotge, toar eg \u00a9aud&o be ferrera, ber fie in ber gtoeiten Raffte beg funfgebnten Sa^unbertg guerfl aug ber SarOarei nad) \u00a9omera Brachte, too fte ftd) Batb fo ungeheuer vermehrten, ba\u00df fte toirllicb gu einer Sanbptage geworben itnb bie \u00a9eiftlid)feit mehr afg einmal gu bem feltfameit \u00e4Rittet feine 3uftud)t nahm, fte burd) S3efd)to\u00f6rungett in bte \u00a9teinto\u00fcfte beg \u00a9ebirgeg guriidguBattnen.\"\n$n feinem S\u00f6efen bat bag ^liB^en^u^tt mit feinen S3ertoanbten gro\u00dfe 5tebntid)\u00efeit. \u00a9g ift cBcttfo Bc^ettb trie biefe, fliegt ungern auf xtttb ger\u00e4ufdjoott in faft ioagred)ter 3fUd)tung ba^in, geigt fid) nid)t fd^eu unb l\u00e4\u00dft einen fe^r fonberBaren Sodruf vernehmen, treiben man, ioenn and) nidjt gerabe genau Begeidjnenb, burd) bag mebrntalg toieberbotte, langfam auggefprodjenc 3Bort \u201e$ai\" (mit fe^r gebetmtem i) augbriideu tarnt, \u00a9atoabori fanb fd)on in ber elften \u00a3\u00e4tfte beg Sebruar SR\u00e4mtdjeu unb S\u00dfeibd)en gehaart; S3 eile gibt an, ba\u00df bie funfge\u00c7n Big gtoangig \u00a9ier in gtoeiunb; gtoangig Stagen auggeBr\u00fctet ioerben. SRad) ber SSr\u00fctgeit batten fid) bie \u00c4li^enb\u00fcbner in \u00a9efettfdjaften Beifammctt, ohne ba\u00df gerabe bie S3erbinbung eine innige m\u00e4re. SO\u00dfetttt gejagt, fliegt ein jebeg nad) feinem eigenen S3eliebett baron, unb fie geben fid) fp\u00e4ter toenig 9R\u00fcbe, ff) toieber gufammenguftnben.\nUnfer 9beB= ober gelb^ubu (Perdix cinerea ober Starna cinerea) unterfd^eibet ftd) oon ben 9iotbb\u00fcbnern, abgefeben von ber S\u00e4rbung, burd) bie S3efd)ilberung ber S\u00fc\u00dfe, ioctdje an ber Sorter* tmb ^interjette gtoei Reiben Bilbet, bag Sehlen einer \u00a9porentoarge unb burd) ben S3au beg St\u00fcgetg, in toeldjem bie br\u00fcte, feierte unb f\u00fcnfte \u00a9djtoinge bie l\u00e4ngsten ftnb; aud) Befiebt ber <\u00a9cbtoang aug 16 Big 18 Sebent. \u00a3)ag \u00c4leib ftebt an \u00a9d)\u00f6nbeit bem ber \u00abRotbb\u00fcbner gtoar nad), ift aber bod) febr anfpredjenb. \u00a3)ie \u00a9time, ein Breiter \u00a9treifen \u00fcber unb hinter bem Stuge, bie \u00aeoj>ffeiten unb bie \u00aeebte ftnb bettroftrott) ; ben Br\u00e4unlichen flopf geidjnen getbtid)e S\u00e4uggftridje, ben grauen bilden roftrotbe DuerB\u00e4nber, tidjte \u00a9d)aftftrid)e unb fdjtoarge feine Bidgadtinien; ein Breiteg, auf afd)grauem \u00a9runbe fdjioarg geioettteg S3anb giert bie SSruft unb fefrt fid) gu Beiben \u00a9eiten beg Untcrteibeg fort, toirb hier aber burd) roftrotbe, Bciberfeitig toei\u00df eingefa\u00dfte OuerBinben unterBrod)en; auf bem ioei\u00dfen S3aud)e ftebt ein gro\u00dfer, bufeifenf\u00f6rmiger Steden oon faftanienbrauner SarBe; bie \u00a9djtoangfebern geigen bie in ber Samitie gejv\u00f6bulidje roftrotbe S\u00e4rbung, bie mittleren Sehern aber ftnb, toie bie SS\u00fcrgelfebern, rofis Braun unb Braunrotb quergefircift unb bie #anbfd)totngen auf mattbraunfd)toargem \u00a9runbe roffe getblid) qnergeB\u00e4nbert unb geftedt. $)ag Stuge ift nu\u00dfbraun, ein fdjmater, nadter Sfting um baffetbe unb eitt \u00a9treifen, ioetdjer ftd) oon it)m aug nach hinten Oert\u00e4ngert, rotb, ber \u00a9dftabel Bl\u00e4uliebgrau, ber Su\u00df r\u00f6tblid)mei\u00dfgrau ober Br\u00e4unlid).' \u00a3>ag ffeinere 2Beibd)en \u00e4bnett bem SR\u00e4nnd)en, ift aber minber fd)\u00f6n, ber Braune Sted auf bem S3aud)e nicht fo gro\u00df unb nid)t fo rein, ber bilden bunller. \u00a3>ie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 12, bie S3reite 20, bte S\u00fctigt\u00e4nge 6, bie \u00a9djtoangt\u00e4nge 3 3o\u00ef\u00ef.\najlitteteuroja unb eitt Xbeit oon \u00dcRittelajten ftnb atg bag SSaterlanb beg ftebbubneg angufeben; bemt im \u00a9\u00fcben finbeteg ftd) nur bier unb ba, unb im Sorbett bat man eg erft eingeb\u00fcrgert, \u00a9g Betoobnt $Deutfd)lartb, SD\u00e4nemarf, \u00a9ro\u00dfbritannien, $oIIanb, SSetgien unb SRorbfranfreid), gang Ungarn, bie X\u00fcrfei, einen \u00a3beil \u00a9riedjen\u00efanb, SRorbitatien unb ebenfo Stfturien, Seon, #od)cata; Ionien unb einige \u00a9egenben oon SIragonien, ift h\u00e4ufig in \u00dcRitte\u00fc unb \u00a9iibru\u00dftanb, in ber Mm, in \u00c4leinafteit, unb toirb in Vaurien bureb eine ihm fet)r \u00e4hnliche Slrt, oietteiebt Stbart, oertreten. \u00a9Betten giebt cg unter alten Umft\u00e4nben ben \u00a9ebirgen oor; in ber uiebern \u00a9d)ioeig g. S3. Begegnet man it)m h\u00e4ufig, in ben SSergb\u00f6ben Big gu breitaufenb Su\u00df \u00fcber bem \u00e4Reere. \u201eSunborte, toie am Rimmels Berge in Slbbcngett\", fagt \u00effebubi, \u201eunb am Kantor, too eg Big gegen oiertaufenb Su\u00df \u00fcber bem gReere biuauffteigt, geh\u00f6ren gu ben Stugnabmen. \u00aeag \u00a9ebirge ift fo reich an Obtient, ba\u00df eg bie ber \u00a9Bene uid)t gu Borgen Braud)t.;' Btt feinem SGBoblbefiuben Beanfprud)t eg gut angebaute, toed)fetreicbe \u00a9egenben; eg ftebett ftdh gtoar im Selbe an, Bebarf aber S3ufd)bidid)t gu feinem \u00a9ebujse unb Hebt","page":396},{"file":"p0397.txt","language":"de","ocr_de":"SHippeuhubn. fR e \u00ef> \u00ef) u t> n.\n397\nbe\u00e2^a\u00efb \u00a9triebe, in baten c\u00a7 t;ter nnb ba ein SGS\u00e4tbd^eu, einen bebufchten $\u00fcgel, ober Wenigften\u00ea eine biente \u00a3ede gibt. \u00aeen eigentlichen SGBa\u00efb ineibet e\u00a7, niebt aber [eine Member unb bie Borgehi%, unb ebenfowettig-fdjeut e\u00a7 fid; oor naffen, fumpfigen \u00a9teilen, oorau\u00eagefept nur, baft biefe hier nnb ba mit <pot$ beftanben ftnb, nnb Heine Snfeldjen, Weldje fnh etwa\u00a7 \u00fcber bem Gaffer erheben, umfdjlie&en. Sn ftran\u00efreidj hat man neuerbing\u00ea bie Beobachtung gemacht, bafj Rebh\u00fchner gerabc in fumpfigen \u00a9egenben fiep aufhalten, unb ba man nun auj^erbem fanb, ba\u00a7 biefe ftcb> burd> bie geringe \u00a9rofje unb einen nur au\u00a7 fed^epn Gebern beftehenben \u00a9djwaitj au^eid)nen, glaubte mau, in ihnen eine eigene 5lrt gu ernennen, [omit alfo eine oon meinem Bater unb gar mandant S\u00e4ger [d;on l\u00e4ngft au\u00eagefprochene Behauptung beft\u00e4tigt gu finben.\n\u00aea\u00ea 3te6= ober ^elb^u^n (Perdix cinerea ober Starna cinerea). i/3 ber \u00abat. \u00a9r\u00f6fje.\n\u00a9\u00a7 gibt wenige B\u00f6gel, Weldje ftrengcr an bem einmal gew\u00e4hlten \u00a9ebnete fefthalten af\u00ea ba\u00eaD\u00efeb; huhu, \u00a9rfahrung\u00eama^ig bleiben bie in einer \u00a9egenb, ja, bte auf einer $tur erbr\u00fcteten Snngett hier Wohnen, unb Wenn einmal ein [Reoier oer\u00dfbet, W\u00e4hrt e\u00a7 oft lauge Seit, beoor fid) toon beu \u00a9rennen her Wieber einzelne 5\u00dfaare einftubett unb bie oerlaffene \u00a9egenb neu beo\u00f6lfern. \u00a9leid)Wohl hat man im lt\u00f6rblichen SDeutfddanb beobachtet, ba\u00a7 faft in febern \u00a7erbfte Wanbernbe Rebh\u00fchner crfd)eiiten, juWeilen in gro\u00dfen \u00a9efeUfd^aften. \u00a9o fap ein Bntber \u00ef\u00ef\u00eeaumann\u2019\u00ea einft eine \u00a9djar oon oieHeicht f\u00fcnfhunbert \u00a9t\u00fcden, Weldje in gr\u00f6\u00dfter \u00a9ilc, halb fliegenb, halb laufenb, nad) S\u00dfeften 30g, babei \u00fcber einen etwa breihunbert \u00a9dritte im \u00a9urdjmeffer halteuben [Raum ftd) au\u00eabehnte unb unaufhaltfam fo Weiter riidte, baft alle in berfclbeit [Ridjtung fortrannten, bie hintern \u00fcber bie oorbern Wegflogcn, unb","page":397},{"file":"p0398.txt","language":"de","ocr_de":"398\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9djarrooget. $elbh\u00fchner.\nber gange \u00a9\u00f6hWarm rafdjj bem \u00a9eftdhtgfreife beg SBeobadhterg entfdf)Wanb. 9\u00ef\u00efan Will bcmer\u00eft haben, bafj biefe k\u00fchner, Weldfje non ben J\u00e4gern \u00dfwgp^ner genannt werben, Heiner a\u00efg bie fogenannten \u00aetanbp|ner ftnb, ftch \u00fcbrigeng aber oon btefetf nicht unterfdheiben. Ob man beibe- genau oergltdhen hat, Weijj id) jebod) nidf>t, uub beg\u00ef)alb erfd)eint eg mtr ntcf>t fo gang unm\u00f6glich, ba\u00a7 Wirlltch gWei bon einanber abweidjenbe S\u00efrten ber \u00a9type bei ttttg gefunben Werben.\t9Jt\u00f6glid)er Weife ftnb eg gerabe\njene \u00a9umpfh\u00fchner, Weld)e Wanbern, uttb bte geringere 5lngal)t ber \u00a9teuerfebern, Weld)e bei biefett beobachtet W\u00fcrbe, W\u00e4re bann oieHeid)t nid)t alg guf\u00e2\u00cf\u00cfig angufel)en, fonbern alg ein beftimmteg SD\u00ceerf; mal gu betrauten. Oie $elbh\u00fcl)ner, weld)e bag ofHidh>e \u00a9ibirien bewohnen, oer\u00efaffen bie n\u00f4rb\u00efidC;en \u00a9triche atlwinterlid) unb fud)en in ben f\u00fcblid)en \u00a9teppen ber Oartarei, auf \u00a9anb^\u00fcge\u00efn unb in ben -\u00a9\u00fcmpfen, Wo ber \u00a9d)nee niemalg bauernb liegen bleibt, eine Verberge; fte f\u00fcllen ftd) inOaurien aud) Wohl unter bie \u00a3>augh\u00fcl)ner mifd^en unb oor ben \u00a9d)euern einftnben. 3n \u00a9d)Weben hat man bie 3ftebphner erft eingef\u00fc^rt, unb gWar, Wie eg h^BH bor etwa 350 3al)ren. 9^ach 9tilffon\u2019g 35er; fidjerung oerbreiten fte gleichzeitig mit bem fortfd^reitenben Einbau beg Sanbeg ftd) immer Wetter, fobafj fte nunmehr nach) \u00a9egenben oorgebruugen ftnb, in benen fte oor ein ober gWei S^rge^nten nid)t gefeiten W\u00fcrben. 33on ben gro\u00dfen, an \u00a9aatfelbern reichen \u00a9benen \u00a9d)ooneng, Wo fte \u00fccrbent am gahlreidhften Oorl)anben Waren, h\u00fcben fte fid) aufw\u00e4rtg gegogen unb fomnten jefjt nicht blog auf ben gr\u00f6\u00dferen 3lcferfelbern unb $l\u00e4d)en\tin ben \u00fcbrigen 8anbfd)aften big nach Uplanb unb \u00a9eftridUanb,\t4\nfonbern audh in ^elftnglanb oor. 3^\tNorwegen haben fte fidh gleidhfallg ntd)t blog in bei* 9t\u00e4he Oon\n(Shvifttanta eittgefunbett, fonbern bereitg bag Oo\u00fcrefjelb \u00fcberfliegen. 2luf ben in ber Oftfee liegenben 3nfeln finb fte gemein. 33 em erbeng Werth ift, bafj fte ftd) audh auf ben erft neu angebauten \u00a9teilen angeftebelt haben unb int SBinter guWeilen in \u00a9egenben erfd)einen, in benen fte higher noch niemalg beobachtet worben Waren.\nOag S\u00eeebhuhn wirb gern gef eben Oon $orfd)ern unb Saien, oon S\u00e4gern unb 9Ud)tj\u00e4gern. \u00a9g hat ein anmuthigeg 3\u00dfefen unb oiele gute \u00a9igenfdhaften. 3^ feinen 33eWegungen \u00e4hnelt eg ben Otothh\u00fchnern. sJtuhigen \u00a9angeg fdhreitet eg mit eingegogenem .Jpalfe unb gefr\u00fcmmtem D\u00ee\u00fccfen geb\u00fcdtt | bahin; Wenn eg \u00a9ile hat, tr\u00e4gt eg ftch'hoch unb ben ipalg oorgeftredU. Oag 33erfteclenfpielen \u00fcerfteht eg ebenfogut wie feine 33erWanbten; eg benu^t jeben \u00a9d)\u00efupfwin\u00efel unb br\u00fcdtt ftd) im \u00fcftothfa\u00fce auf ben fachen 33oben nieber, in ber Hoffnung, Wegen ber \u00a9leidhfarbigfeit feineg \u00a9efteberg mit jenem \u00fcberfeinen gu Werben. Oer $lug ift\tgwar nicht gerabe fd)Werf\u00e4\u00fcig, erforbert aber both bebeutenbe\ts\nSlnftrengungen unb erm\u00fcbct halb. 33eim 3Iufftehen arbeitet ftch bag 9tebh\u00fcl)n mit lebhaftem Fl\u00fcgel; fdhlag empor; hat eg jebodh einmal eine gewiffe \u00a3>\u00f6l)e erreicht, fo ftreidht eg ftredtenweit mit unbewegten kl\u00fcgeln burdh bie Suft unb gibt ftdh nur geitWeife burch rafdhe \u00a9dhl\u00e4ge Wieber einen neuen Slnftof. Uebrigeng erhebt eg ftch ungern ho<h unb fliegt auch fetten Weit in einem BuSer am alterWenigften bei heftigem 3\u00a3inbe, Weither eg f\u00f6rmlich mit ftdh fortfd)leubert. 2lbWeid)enb \u00fcott feinen 33erWanbten b\u00e4umt eg nie, Wenigfteng folange eg gefunb ift; eg geh\u00f6rt fdhon gu ben gr\u00f6\u00dften \u00a9ettenheiten, Wenn ein Otebhuhn fidh einmal auf bent Oad)e eineg \u00a9eb\u00e4ubeg nieberl\u00e4jjt. Oagegen \u00fcbt eg unter Umft\u00e4nben eine $ertigfeit, roeld)e man ihm nicht gutrauen m\u00f6dhte: eg Oerfleht n\u00e4mlich gu fdhwintmen. S\u00dfobgicf i beobachtete gWei betten, welche bei \u00a9efabr jebeg 2M einem wafferreidhen 33rudhe ober bluffe guflogeit unb fchwintmenb ihre \u00a9id)erheit fudhten. \u201e3ltg Wir biefe \u00a9rfaljrung gemacht hatten\", erg\u00e4htt er, \u201eliefen Wir eineg \u00a3ageg bie k\u00fchner auftreiben unb legten ung am entgegengefepten Ufer platt nieber. 33alb fahen Wir benn audh bie 33\u00f6get in bag feidhte 3Saffer waten, ohne B\u00f6gern bem alten -fpahne folgenb, bann bicht neben einanber fdhwimmenb, fdheinbar ohne 2lnftrengung. \u00a9ie trugen babei bie \u00a9d)W\u00e4nge in bie jp\u00f6he gehoben, bie Fl\u00fcgel etWag oom Seibe entfernt. 3llg fte herauglamen, fdh\u00fcttelten fte bag \u00a9efteber, Wie \u00a3>augh\u00fcl)ner nach einem \u00a9anbbabe, unb fd)ienen gar nicht erm\u00fcbet gu fein.\"\nOie \u00a9timme, welche man gew\u00f6hnlich oernimmt, ift ein lauteg, weitt\u00f6nenbeg \u201e\u00a9irt'htf\" unb wirb ebenfoWohl int \u00a7luge, wie im \u00a9ipett auggeftofjen. Oer alte ^>ahn \u00e4nbert biefen \u00a3odtton in ein \u201e\u00a9irrh\u00e4l\" um, unb gebraucht ihn ebenfoWohl, um feine \u00a9attin unb $inber herbeigurufen, alg um","page":398},{"file":"p0399.txt","language":"de","ocr_de":"Sftebpupn.\n399\neinen \u00a9egner gum Kampfe aufguforberit. \u00a9e\u00e4ngftigte .Jp\u00fcpner Taffen ein gedenbeg \u201efftipripriprip\" ober ein fcparrenbeg ,,\u00a3\u00e4rt\" \u00f6entepmett; junge fiepen loie g\u00e4hnte $\u00fcd)lein unb rufen fp\u00e4ter ein oon ber \u00a9timnte ber 9\u00eflten loopl gu unterfc^eibenbe\u00ea \u201eSiipegirr t\u00fcp.\" \u00aeer 5Xu\u00eabru\u00c6 ber Sepaglicpfeit ift ein bumpfeg \u201e\u00aeurrud\", ber S\u00dfarnunggruf ein fanfteg ,,$urr\".\n2\u00efn \u00a9innegfcp\u00fcrfe unb gei\u00dfigen ^\u00e2pig\u00efeiten ftept bag 9lebpupn pinter ben Serloanbfen fcploer; licp gur\u00fcd. \u00a9g ift flug unb oerft\u00e4nbig, Oor\u00dfcptig unb fcpett, unterfdjeibet feine $einbe unb \u00c7reunbe loopl, loirb burd) \u00a9rfaprung geloipigt unb geigt oiel \u00a9cfcpid, ftd^ ht Oerfdjiebene Sagen beg Sebeng gu f\u00fcgen. \u00a9g ift gefedtg, friebliebenb, treu unb a\u00fcfopferunggfapig, \u00e4u\u00dferft g\u00e4rtlicp gegen ben \u00a9atten ober gegen bie $inber, befunbet aber a\u00cf\u00cfe biefe guten (Sigenfd^aften ntepr innerhalb ber Familie im f\u00eerengften \u00a9inn\u00e9 beg SBortg alg anberen gieren unb fclbfi anberen ber gleichen 3Irt gegen\u00fcber. SSemt eg gilt, ben Se\u00dffc gu \u00fcertpeibigen, f\u00e4mpft ein .fpapn gar loader mit bem anbern, unb menu ftcp gloei Familien oerbinben looden, gept eg opne Seilereien nicpt ab; bagegen nimmt \u00dfcp eine Familie oerloaifter jungen fepr oft an unb bie \u00a9Item ergeigen beit gremblingen biefetbe B\u00fcrt; lid)feit loie ben eigenen ^inherit.\n9}\u00eeit bem \u00a9cpmelgen beg \u00a9cpneeg regt ftcp ber ^\u00dfaarunggtrieb. \u00a9djon im Februar fprettgeu fic\u00ef) bie S\u00f6der, loeldje lo\u00e4prenb beg SBinterg treu gufammenpielten, in i\u00dfaare, unb jebeg oon biefen erlo\u00e4plt fiep einen iprn paffenben \u00a9tanbort. \u00a3ritt nocpmalg lointeulidpeg ^Better ein, fo oereinigen ftcp bie Suare iooplaucp loieber auf \u00efurge 3^it ; jebenfadg aber trifft fte ber fommenbe $riipling Oereingelt. Se^t oernimmt man in ben \u00fcJiorgett ; unb 9Ibenb\u00dfunben bag peraugforbernbe dhtfen ber fp\u00e4pne, ftept aud) ioopl gloei oott ipnen in ernftem \u00a9treite um ein SBeibcpen begriffen. \u00a3)abei fpringen beibe toie l\u00e4mpfcnbe ,!paugp\u00e4pne gegen einanber unb oerfttdjen ftd^ mit Graden unb \u00a9d\u00dftabel gegenfeitig gu fcp\u00e4bigen. \u00aeer \u00a9cplo\u00e4cpere mu\u00df ioeicpeu, unb ber \u00a9ieger feprt froplodenb gur \u00a9attin gur\u00fcd. \u00a9g loirb beraubtet, ba\u00df bie einmal gefcploffene \u00a9pe eineg Saareg unaufl\u00f6gtid) fei; bod) l\u00e4\u00dft fid) fcploerlicp beftimmen, ob ber aug folgen K\u00e4mpfen peroorgepenbe \u00a9ieger ioir\u00eflicp immer ber rechtm\u00e4\u00dfige \u00a9atte ift, toie man gern annimmt. 3)ag \u00a9ine ift freilich nichtig, ba\u00df ftch bie loitdlicp gepaarten \u00a3>\u00fcptter einigerma\u00dfen aug bem S\u00e4rm ber 3Belt guriidgiepen, b. p. ba\u00df ftch bie jp\u00e4pne mit anbern m\u00f6glicpft toenig in \u00aeampf unb \u00a9treit einlaffen. Slber nicht bie Seioeibten \u00dfnb bie \u00a9t\u00f6ren; friebe, fonbern biejenigen, loetcpe auf $reierg $\u00fc\u00dfen gehen ; fie \u00ef\u00fcmmern ftch loenig um bie dtedjte dlnberer unb \u00dfnb jebergeit geneigt, ipren ddutp unb ipre $antpflu\u00df gu erproben. Beeilen loerben bie B\u00e4nfereien fo arg, ba\u00df ber S\u00f6aibmann eittgreifeit mu\u00df, um ben ^rieben pergufteden.\n\u00a9nbe 3Iprilg, gelo\u00f6pnlicp erft Slnfangg dftai, beginnt bie Jpenne gu legen. 3>pr dteft ijt eine einfache Sertiefung auf bem flauen Soben, loelcpe mit einigen loeicpen Valuten au\u00eagef\u00fcttert unb oft an redjt unpaffettben Sl\u00fcBett angelegt loirb. Si\u00ealoeilett bedt e\u00e4 ein Sufd); in ben mei\u00dfen Jadeit aber ftept e\u00a7 mitten im fr\u00fcpauffdpie\u00dfenbett \u00a9etreibe, nantentlid) in d\u00f6eigen, \u00a9rbfen unb db\u00fcbfen, im ^lee ober int popen \u00a9rafe ber SBiefe, aud) loopl auf jungen \u00a9cpl\u00e4gen am dtanbe Heiner \u00a7elb; p\u00f6lger u. f. Io. \u00a3)a\u00a7 \u00a9elege g\u00e4plt neun big ftebgepn (gier ; loenigfteng nimmt man an, ba\u00df biejenigen Scefter, in benen man mepr faitb, nicht oon einer eingigen ^\u00bbenne adein benu^t Jourbett. \u00a7at eine \u00a7enne loeniger al\u00ea neun \u00a9ier, fo l\u00e4\u00dft ftcp pieraug, laut Siegel, mit 2\u00f6aprfcpeinlicp!eit folgern, ba\u00df bag erfte \u00a9elege burcp irgettb einen Bufad oerungl\u00fcdte. \u00aeie \u00a9ier ftnb bimf\u00f6rmig, glattfcpalig, loenig gl\u00e4ngenb unb bla\u00dfgr\u00fcnlidp braungrau oon $arbe. 2)ie ^\u00bbenne br\u00fctet ungef\u00e4pr bret SBocpen lang mit unglaublicher Eingebung, fo anpaltenb, ba\u00df ipr nad) unb nacp faft ade Saucpfebern aug; faden, unb oerl\u00e4\u00dft bag dieft nur folange alg uubebingt erforberlicp, tyn bie notploenbige dbaprung aufgufud)eit. 2\u00f6\u00e4prenb fie br\u00fctet, ioeidjt bag dd\u00e4nnd)en nicht aug ber dt\u00e4pe, palt oielmepr gute 2Bad)t, loarnt bie \u00a9attin oor jeber \u00a9efapr, gibt fiep aud) gelo\u00f6pnlicp biefer preig unb \u00efeprt, fo loie eg oerfdjeudjt Jourbe, loieber gur alteu \u00a9tede gur\u00fcd. \u00aeiefe SBadpfamfeit beloaprt bie jpenne oor bett meiften \u00a9efapren, loeld)e ipr bropen, foloeit ber \u00a3apn \u00dfe gu ftd)ern oermag. S\u00dfirb biefer get\u00f6btet, fo ftept aud) ipr gientlid) \u00dfd)er ber Untergang beoor. ^ortgefepte dtadpftedung \u00efantt ein fRebpupnpaar \u00fcbrigeng, fo fepr eg bie Srut auep liebt, bod) Oom idefte oerfepeuepen.","page":399},{"file":"p0400.txt","language":"de","ocr_de":"400\nSie S\u00e4ufer, \u00a9djarrD\u00f6gel. $elbp\u00fcpner.\nS)ic Suttgeu ftrtb aUerliebfte \u00a9efdj\u00f6pfc, fdjon foWeit eg ftd) um bag 2leufere panbelt. 3P? \u00a3>unenlleib geigt auf ber Dberfeite eine Sftifdputtg Don \u00a9elbbraun, D\u00efoftgelb, S\u00eeoftbraun unb \u00a9dpwarg, w\u00e4prenb auf ber Unterfeite liefere ^i'Ben Dorperrfdpen; bie geidpnung beftept aug unter; brod)enen gledenfireifen. \u00a9ie belegen ftd) Dom elften Sage ipreg Sebeng an mit oielem @efd)id, oertaffen bag jReft fogar fcpon, epe fte ooUlommen troden geworben ober Don allen Slnp\u00e4ngfein ber \u00a9ierfdjalen befreit ftnb, unb lernen eg fepr rafdp, ftd) ben UnterWeifungen iprer \u00a9item gu f\u00fcgen. Sater unb SJhttter nehmen an iprer \u00a9rgiepung gleichen Slntpeil; ber SSater beWad)t, Warnt unb Der; tpeibigt, bie Butter f\u00fcprt, ern\u00e4hrt unb Hubert fte. Vertiert eing ber \u00a9Item fein Seben, fo \u00fcber; nimmt ba\u00ea anbere bie pflege, atfo aud) ber Sater bie fftid)ten ber Butter. \u201e3ft\u00fcprenb ift eg\", fagt an mann, bie \u201eunbegrengte (Sorgfalt ber \u00a9Item um i^re lieben kleinen gu beobadpten. 2lengftlicp fp\u00e4penb, Don weldper \u00a9eite Ungl\u00fcd brope ober ob eg abguWenben fei, l\u00e4uft ber Sater pin unb per, W\u00e4prenb ein lurger Skrnungglaut ber Stutter bie jungen um ftcp Derfammett, ipnen befielt, ftd) in ein Serfted gn begeben unb fdpnell einem jeben ein folcpeg im \u00a9etreibe, \u00a9rafe, \u00a9eb\u00fcfdpe, hinter ^ttrcpen, in ^aprgeleifen unb bergleidpen anWeift unb, fobatb fte alte geborgen glaubt, mit bem Sater Sllleg aufbietet, um ben Angriff gu Dereitetn ober abguWenben. Stutpig [teilen ftdp beibe \u00a9Item nun bem $ehtbe entgegen, greifen ipn, im \u00a9ef\u00fcl^le iprer \u00a9d)W\u00e4d)e, jebocp nidpt an, fonbern fud)en feine Slufnterlfamleit Don ben 3ttngen ab unb auf ftd) gu lenlen, ipn Weiter unb Weiter Don ben jungen abgugiepen, big fte glauben, ipn Weit genug entfernt gu paben. $\u00a3)ann fliegt guerft bie Stutter gu ben Suiten, bie ipr angeWiefeneg Serfted unterbefj um leinen $ttfj breit Derlaffen paben, gur\u00fcd, unb Derfudpt, btefe eiligft ein \u00a9t\u00fcd Weiter fortgufd)affen. \u00a9iept enblid) ber Sater alle feine Sieben in \u00a9id)erpeit, fo entt\u00e4ufd)t audp er feinen Verfolger unb fliegt baoon. \u00a9obatb nun ringg umper 5l\u00dceg wieber rupig unb bie feinbfelige \u00a9t\u00f6rung oetfd)Wunben ift, l\u00e4ft er feinen 9tuf p\u00f6ren, Welcpett bie SRutter fogleid) beantwortet, Worauf er fofort gu feiner Familie eilt. \u00aeein Staubtpier tarnt bie 2Bad)famteit ber g\u00e4rtlid)en, forgfamen \u00a9Item pintergepen, Weber bei Sage nod) bei Sad)t, Wenn n\u00fcpt befonbere Umft\u00e4nbe ben f\u00c7einb beg\u00fcnftigen. 2lber audp bie unbebingte golgfamteit, bie liebengw\u00fcrbige 2lup\u00e4ngtid)teit ber \u00aeinber gu ben \u00a9Item pat man oft gu beWunbern \u00a9elegenb;eit.\" SSenn- bie \u00ae\u00fcdp; lein erft etWag erWad)feu ftnb, oer\u00e4nbern fte unb ipre \u00a9Item bag Setragen. S)ie gegenfeitige 3ln; p\u00e4nglidpteit pat ftdp nid)t Derminbert; aber bie Steinen ftnb ingwifdpen felbft\u00e4nbiger geworben, unb jebeg eingetne lernt mepr nad) eigenem \u00a9rmeffen panbeln. Connut ipnen jefct ein \u00a7einb gu nal)e, fo ergeben fte fid), fliegen gufatumen ein \u00a9tiid fort unb fallen wieber ein; Werben fte nodpmalg aufgcft\u00f6rt, fo fprengt fid) bag Soll, b. p. jebeg eingelne \u00a9t\u00fcd fliegt nad) einer anbern 9tid)tung pin Don bannen, l\u00e4fjt ftdj nieber unb br\u00fcdt ftd) entWeber ^latt auf ben Soben ^in ober fud)t fid^ burd^ Saufen ober anberWeitigeg Serfteden gu retten. SJteint ber Sater, ba\u00a7 bie \u00a9efaljr Doriiber fei, fo beginnt er gu loden ; eing um bag anbere Don ben ^inbern antwortet, unb bie treuen \u00a9Item Derfamnteln nun nad) unb nad) Wieber bie gange \u00a9d)ar, inbem ber Sater eing Don ben 3ttngen nad) bem anbern Ijerbeiljolt unb gur SDtutter bringt, Wel^e bie bereitg Dereinigten unter i\u00c7re g\u00fc^rung genommen \u00a7at. \u00a9pater muffen bie 3nngen bem Sater einen Xpeil feiner \u00a9orge abnepmen, n\u00e4mlid) auf Sorpoften treten unb Umfd)au galten. SDiefeg S\u00dfad^eftepen, Weld)eg, Wie eg fd)eint, abWed)fe!nb Don allen jungen \u00a3\u00e4l)tten ge\u00fcbt Wirb, bef\u00f6rbert i^re Slugbilbung fepr Wefentlid). Verlieren junge \u00ef\u00eftebp\u00fcpner ipre \u00a9Item, fo Derfud^en'fte ftd) mit fremben S\u00f6llern gu Dereinigenj bentt fte paben ingwifdjen gelernt, baf bag Sei*' eingeln eineg Solleg ben ftd)ern Untergang beffelben gur $olge t)at.\n3n ber fr\u00fcpeften \u00dfinbijeit freffen bie 3fbebp\u00fc\u00a7ner faft nur \u00dferbtpiere, fp\u00e4ter, Wie il)rc \u00a9Item, aud) Diel ^flangenftoffe unb guWeilen biefc attgfd)liefli^. Sig gur \u00a9rnte pin treiben ftd) bie S\u00f6ller pauptf\u00e4d)lid) auf beit \u00a9etreibefelbern umper; nad) ber \u00a9rnte fallen fte auf Kartoffel; ober ^raut\u00e4dcrn ein, Weil fie pier bie befte 5)edung ftnbett. 3m \u00a9p\u00e4tperbfte fttd)en fte \u00a9toppein unb nod) lieber \u00a9turg\u00e4der auf, tn beren ^urdpen fte ftd) oerfteden l\u00f6nnett. SRapeliegenbe SMefen Werben ber ^eu-fdpreden, benad)barte \u00a9d)l\u00e4ge ber Slmeifenpuppett palber gern befud)t; bie Sacptrupe aber palt bag Soll immer auf freiem fyelbe. \u00a9g Derl\u00e4ft am Storgen fein Sager ttnb begibt fiep gun\u00e4epft auf trodene","page":400},{"file":"p0401.txt","language":"de","ocr_de":"Uleb\u00c7u\u00c7n.\n401\n\u00a9teilen tm f\u00c7e\u00efbe, fudjt ftdh hier fein Rr\u00fchft\u00fccb, Wenbet ftd^ fobann ben SBiefen gu, auf benen ber Sl\u00eeachtthau nunmehr abgetrocbnef iff, legt ff<h, Wenn bie 9Jtittag!fonne br\u00fccbt, in bie S3iifc^e uttb nimmt and) Wolff ein \u00a9taubbab, gelff nachmittags? in bie \u00a9toppeln gur\u00fcc\u00ee unb fliegt gegen 5Ibenb ber \u00a9dffaff ftelle Wieber gu. 3\u00ab bicfer SBeife w\u00e4hrt bal Seben fort, bi! ber SBinter eintritt. \u00a9r ift eine fdfftntme Beit f\u00fcr unfer $uhn unb bringt ihm oft ben jpungertcb. \u00fcftidff bie \u00c4\u00e4lte fd)abet ilffu, fonbern ber \u00a9cfmee, Weil bief er bie 9Ieffuug gubec\u00eft unb guWeilen fo hart Wirb, baff bie k\u00fchner nicht im \u00a9tanbe finb, ft\u00abh fct\u00eb 3ur uahrungbergenben \u00a9rbe burdhgugraben. \u00a9olange fie ffharren b\u00f6ttnen, gelff 3IIIe! gut: fie bennen bie Reibfl\u00e4chen, auf benen S\u00dfinterfaat ober 9bap! f\u00eee^t, fe\u00a7r genau unb n\u00e4hren fid) Iffeo immer noch gi emlidh leidet; trenn aber Wecpfelnbe! S\u00f6etter eine \u00a9ilbruffe auf bie \u00a9dffteebecbe legt, bommen fie in bie gr\u00f6\u00dfte 3\u00eeot\u00efj, ermatten mehr unb mehr, Werben leidet eine \u00a9eute ber fftaubtlffere unb fterben buchft\u00e4blich ben ^ungertob. Sn ftrengen S\u00dfintern vergeffen fie alle \u00a9cheu gegen bie SJ\u00eeenffhen, nahen fi<h ben ^D\u00f6rfern, fuchen in ben \u00a9\u00e4rten \u00a9dhufj unb Nahrung, bommen felbft in! \u00a9eh\u00f6ft, in bie ^aulfluren herein unb ff\u00fcrgen fiel) gierig auf bie K\u00f6rner, Weld)e eine milbth\u00e4tige \u00a7anb ihnen guWarf. guWeilett Werben bie ^afen ihre Obetter, inbem fie bureb; \u00a9(harren verborgene Obahrung blollegen. Sn mehr all einem Oteviere ftirbt W\u00e4ljrenb einel harten O\u00dfinter! ber gange ^\u00fchnerbefianb aul. \u00a9od) ebenfo fd^neU, trie bal \u00a9lenb eintritt, bann el ffd) Wieber gum \u00a9itten toenbeu. \u00a9oWie ber ^hauWinb unb bie \u00a9onne im herein nur hier unb ba offene \u00a9teilen fchftffen, ftnb bie k\u00fchner geborgen, unb haben fie erft einige \u00a3age nach einanber ftdh fatt gefreffen, lehrt aud) bie frohe Sebenlluff, Weldff fie fo fehr aulgeidhnet, halb lieber in ihr \u00a3erg gur\u00fccf.\nS)ie Stngalff ber Reinbe unferel Obebhuhnel ifl erffaunlidh groff. 3HIe vierf\u00fcffigen Obaubthiere bebrohen namentlich bie \u00a9ier unb bie junge \u00a9rut; Habicht unb \u00a9belfalb ftnb 3IIt unb Sung fort-to\u00e4hrenb auf ben Rerfen; \u00a9herber, \u00a9uffarb, 2Beih, bie Obaben unb bie \u00a3eher fdfftappen ihnen bie (Sier Weg. OBentt man ftdh \u00f6te \u00a9\u00abfahren vergegenw\u00e4rtigt, benen ein Otebhulfft aulgefefff ift, bevor el fein volle! 3Ba<h!lhum erreicht hat, unb bebenbt, baff e! ber b\u00f6fen Witterung noch aufferbem \u00a9tanb halten muff, begreift man b\u00e4um, Wie e! m\u00f6glich, baff e! \u00fcberhaupt nod) Reibh\u00fchner gibt. 2)e!= halb muff e! ba! \u00a9effrebeu aller vern\u00fcnftigen OObenfchen fein, ben allgemein fdh\u00e4blichen Reinben foviel all m\u00f6glich 2Ibbrud) gu thun unb noch aufferbem burdh geeignete \u00a9dhufcmaffregeln f\u00fcr ba! SDSohl-befinben unb \u00a9ebenen ber u\u00fcjffidhen SS\u00f6gel gu forgen. SDidffe Reefen ober Heine SDicbidffe, fo; genannte Otemifen, bagu beftimmt, bem Otebhuhne eine \u00e4uffudff gu gew\u00e4hren, foEten in allen Rluren angelegt unb auf! beffe unterhalten Werben, unb aufferbem feilte man noch \u00fcberall bebacht fein, bie Ocoth, Welche jeber ftrenge S\u00f6inter bringt, m\u00f6glichft gu milbern, inbem man in ber SR\u00e4he folcher Odemifen gutter aulftreut unb ben \u00dctifd) auch fifr biefe hungrigen bedft. SDal ffteblffthn bringt nirgenb! unb niemal! \u00a9dhaben, tr\u00e4gt gur \u00a9elebung unferer Rluren Wefentlidf) mit bei, erfreut Seber; mann burdh bie 3Inmuth feine\u00dcBetragenl, gibt \u00a9elegenheit gu einer ber angieheubffen Sagbett unb n\u00fcfet enblidh burdh fein Vortreffliche! S\u00f6itbpret. SDaf\u00fcr foEte man ftdh hoch banbbar geigen!\n9Jtan nimmt an, baff e! fdhwer fei, Obebh\u00fchner gu g\u00e4hnten; e! ftnb aber bod) viele \u00a9eifpiele be? bannt, baff jung Slufgegogene ftch ben ^enfeffen innig anfcploffen. \u00a9ang neuerbing! W\u00fcrben gWet hierauf bez\u00fcgliche \u00a9efchichten erg\u00e4hlt, Welche gur \u00a9eelenbunbe biefe! \u00fctlffere! beitragen unb belljalb aucl; h^er \u00a9vw\u00e4hnung finben m\u00f6gen, \u00a9in ^uhn, von bem \u00a9rudladher berichtet, hatte ftdh an einen \u00aenaben angefchloffen, 3Benn biefer einige \u00a9tunben abWefenb War unb Von ber \u00a9dhule ober ^trdhe nadh \u00abfpaufe bam, begr\u00fcffte e! ihn burdh \u00a9ntgegeneilen, 3af)fen an ben Kleibern u. f. W.j Wenn er Weggehen Wollte, begleitete e! ihn bil gur Sch\u00fcre, flog an biefer empor, rief laut, behrte unruhig gur\u00fcdt, ging nochmal! horten, geberbete ftch oft eine \u00a9iert\u00e9lfhinbe lang untr\u00f6ftlich, begann manchmal, Wenn man fcf)on glaubte, baff e! Slblel vergeffen habe, feine Klagen von neuem, belaufclffe bie dritte, h\u00f6rte adhtfam auf ba! \u00a9er\u00e4ufd) einer aufgehenben 3^h^re, Blieb ftepen, um gu horchen uttb eilte, Wenn e! bie dritte be! Knaben erbaunt hatte, frettbig ber inttent 3intmerth\u00fcre gu, um il)tt gu empfangen. \u201e511! ba! #u\u00efjn, gerabe mit \u00a9anbeu ftd) Vergn\u00fcgenb, ben Knaben einft weinen h\u00f6rte,\nSBreljnt, S\u00c7ierleBen. IV.\t9\u00df","page":401},{"file":"p0402.txt","language":"de","ocr_de":"402\nSDie S\u00e4ufer. \u00a9djarvs\u00f6gel. ^etbt)\u00fcf)uer.\nfam eS sen feinem Aufenthaltsorte quer burd) baSBimmer geft\u00fcrzf lief feljr fd^netC unb evfidf)tlidC; l)\u00f6hft beforgt um jenen herum, flog ihm auf ben Arm, flaute ihm unter IjofHgen ^Bewegungen beS poffeS inS \u00a9efidjt unb flie\u00df ein faufteS \u201e\u00a3af\" auS, uttserfennbar in bev Abftdjt, ben Knaben zu beruhigen. \u00a3)iefe Butteigung hatte ftdj ohne alles Buthun feitenS beS Knaben herauSgebilbet. (Sin anbereS Rebhuhn, welches 3er aufgezogen hatte, W\u00fcrbe fehr halb zutraulich unb gew\u00f6hnte ftdj an feine ^Pfleger, foba\u00df eS in Aufregung geriet^ trenn eS Diientanben son ber Familie um fth hatte. \u201e<StneS \u00a3ageS\", fagt nufer (Gew\u00e4hrsmann, \u201eals ich mit meiner Familie bie \u00abBohnung oerlaffen hatte, um einen \u00a9pagicr;, gang zu madjen, rief mich mein fpauSWirtlj mit bem \u00abBemerfett zuriid, baff baS eingefdjloffene Rebhuhn fich im Bimmer Wie rafenb geberbe. 3h 8^g hierauf in weine S\u00dfoljnung gur\u00fcc\u00ef, unb fobalb id) bie \u00a3lj\u00fcre beS BiwmcrS ge\u00f6ffnet hatte, Worin ber t\u00dfogel eingehend War, f\u00dfrang berfelbe hoch on mich h^ran unter fteten \u00c7reubenbezeiguttgett. 3h ua\u00eejm ihn nun mit inS $reie. SDort blieb er ftetS an meiner \u00a9eite, unb nur erft, als einBpitnb in nuferer \u00abTi\u00e2\u00efje erfchien, W\u00fcrbe er \u00e4ngftlidj unb unruhig unb broljtc baoonfliegen zu Wollen. Aasern id) jebod) ben \u00a3unb entfernt hotte, lehrte bie 9tu$e bei bem $oget Wieber znr\u00fcd, unb er sollenbete mit nnS ben furzen \u00a9f)aziergang. (Sp\u00e4terhin h\u00f6be id) ihu nicht Wieber mit inS f\u00c7r\u00e8ie genommen, f\u00fcrhtenb, ba\u00df er m\u00f6glidjerWeife burh einen \u00a3>unb ober fonftwie zu \u00a9hoben fommen f\u00f6nnte. (SS mu\u00dfte jeboh Sou biefer Beit an, ber ^Beruhigung beS S\u00dfogelS holber, ftetS ein SLRitglieb meiner gamilie zu #aufe bleiben.\"\n\u201e\u00a9ein gr\u00f6\u00dftes Vergn\u00fcgen beftanb, zum \u00e4\u00dferbru\u00df meines Weiblihen S\u00dferfonalS, barin, fth ^ \u00e4JlorgenS in fanbigem \u00aeehridjt Zu tummeln, unb eine befonbere (Sigenth\u00fcmlid)feit Wohnte ihm iufofern nod) bei, als er, fobalb mittags unb abenbS bie \u00a9Reifen aufgetragen waren, auf ben \u00efifd) geflogen fam unb nahfah, ob bort Wol)l irgenb ein Sederbiffen f\u00fcr ihn sorhanben fei. 3\u00f6ar eine \u00a9d;\u00fcffel mit Rubeln, eines feiner StebliitgSgeridjte, aufgefept, fo holte er fih einige heraus. $anb er, ba\u00df foldje Zu hei\u00df Waren, fo legte er fte behutfam auf benfRanb ber \u00a9h\u00fcffef unb lie\u00df fte bort bis zur (Srfaftung liegen, Worauf fte bann \u00bbergehst W\u00fcrben.\"\n\u201eUm nun aber aud) bem SSogel in gefdjledjt\u00dcher ^Beziehung gereht zu Werben, faljnbete ih in feinem zweiten SebenSjahre nah einem \u00fcBeibdjett unb War fo gl\u00fcdflihr redjt \u00f6alb eine, Wenn and) uid)t ganz zohwe, fo bod) s\u00f6ttig gefunbe unb fr\u00e4ftige \u00a3enne zu erlangen. \u00a3)ie elfte \u00abBegegnung betber War in ber \u00a3hat beluftigenb. \u00a9obalb n\u00e4mlid) ber \u00a3aljn bie \u00a7enne bemerft hotte, n\u00e4herte er fid) ihr lattgfam mit langgeftrecftem $alfe, geftr\u00e4ubten Gebern unb unter bem fortw\u00e4hrenben Sodrufe \u201e\u00a3ad! fad! fierred!\" AIS fobann eine beiberfeitige Buneigung unb SSerft\u00e4nbigung erzielt zu fein fd)ien, taugte ber $a$u sor lauter Sufi unb greube f\u00f6rmlih um Moyenne herum, W\u00e4hreub teuere fth babei fehte unb ein leifeS \u201e\u00c4rrr\" h\u00f6ren lie\u00df. Aad) Verlauf son ungef\u00e4hr sterzeh\u00ab Stagen \u2014 eS War gegen (Snbe Sftai\u2019S \u2014 unb nadjbem bie fpentte inzWifhen etwas zahmer geworben War, fanb eines 9dadjs mittags mitten in unferm 3Bohnzimmer bie Begattung ftatt. Einige Beit barauf W\u00fcrbe bie penne ungew\u00f6hnlich unruhig unb lief hoftig auS einem Bimmer in baS anbere, inbent fte babei fortw\u00e4hrenb ben Sodton \u201e$ad\" anSftie\u00df. tiefer aufgeregte Buftanb bauerte ununterbrochen einige \u00a3age lang an. p\u00f6\u00dflih flog fte, obgleih ihr bie $l\u00fcgel etwas serfhnitten waren, auf baS 2)ad) beS \u00abRadjbarhaufeS unb serfhwanb son bort auS feurio\u00ab. \u00abSie ih sermuthe, log bie Urfad)e ihrer Unruhe unb festem Entweihung barin, ba\u00df fte befrudjtet War unb einen paffenben 23r\u00fcteort fuhte, fofhen aber tu nuferer \u00abBohnung nid)t aufzttpnben sermohte unb beSljalb anberW\u00e4rtS fuhte. \u00a9ehnfud)t nad) feinem sei*; fhwunbenen SBeibdjen h\u00f6be ih \u00fcbrigens beim \u00a3ahne nicht Wahrgenommen; er fhntiegte fth sielmel)r feitbem noh weit inniger als fr\u00fcher an mid) unb bie Steinigen an, unb ih fonb beShalb auh leine \u00abBeranlaffung zur \u00abBefdjaffung eines zweiten \u00abBeibdjenS.\"\n\u201eAadjbem wir unS an biefem beifpielloS z\u00e4hmen 33ogel brei Bohre lang Wahrhaft erfreut hotten, befudfe mid) eines \u00a3ageS ein \u00abBefaunter. tiefer fteht baS liebe Stehen auf bem @opl)a liegen, Wo eS feine \u00abmittagSrulje h\u00e4lt, nimmt eS sott bort Weg, um eS zu liebfofen unb, fefet cS fobann Wieber auf fein \u00dct\u00fchebl\u00e4hhen zur\u00fcd. ffurze Beit barauf fdf\u00e4gt eS Itampfoaft mit ben kl\u00fcgeln um ftd), bann","page":402},{"file":"p0403.txt","language":"de","ocr_de":"grctn\u00efoHn.\n403\nverbrep eg ben \u00aeop, ba\u00ea 9luge brid\u00e2t, bie g\u00fcfje ftreden fitf) gittevnb unb \u2014 teblog liegt unfer Heiner Siebling, mit einer Sp\u00e4ne von mir benejd, in meiner fpanb.\"\nSn \u00a9\u00fcbaften unb Slfrifa tommen neben ben Otebp^nern Sertvanbte Vor, melcp grantot ine \u2019 (Francolinus) genannt merben, \u00a9ie unterfcpiben fid^ von ben Otebppern burd) ben l\u00e4ngeren \u00a9djnabet, ben hopren unb in ber O\u00eeeget mit einem, and; moP mit gmei \u00a9pren betoepten gu\u00a7, burd) ben l\u00e4ngeren \u00a9cpoang unb ein bidjtereg, oft fep bunteg \u00a9efteber. SD er \u00a9djnabet ift m\u00e4fjig ober giemlidj lang, tr\u00e4ftig unb etmag ptig; ber \u00a9djmattg beflep in ber dteget aug vierge\u00efjn Gebern unb ift entmeber gerabe abgefdjnitten ober leidet gugerunbet; im f\u00c7ittig \u00fcberragt bie britte ober Oierte \u00a9dringe bie \u00fcbrigen an S\u00e4nge. Sl\u00e4mtdjen unb \u00e4Beibdpn \u00e4hneln ft cf) gem\u00f6ptlidj in \u00a9r\u00f6fje, g\u00e4rbung unb \u00e4^ipnung, obtvop aud) bag \u00a9ntgegengefe^te oortommen tann.\nHeber bie Sebengmeife ber granfoline ftnb mir nodj feinegmegg gen\u00fcgenb unterrichtet, unb namentlich bie 2lrt, meldje in \u00a9ttropt lebt unb ung alfo am n\u00e4chften angeht, ift noch fehr unbetannt. galtg ich von eigener ^Beobachtung ber afrifanifd^en Slrten unb ben SJiittljeilungen, melcp mir \u00fcber bie inbifdpn erhalten h\u00fcben, auf bie Sebengmeife anberer getblj\u00fchner biefer \u00aerupp fdl>lie\u00a7en barf, tarnt ich golgenbeg berichten: SDie grantoline leben paar; ober fainilienmeife in bufcpcicpn \u00a9egen; ben, auch moht im eigentlichen S\u00dfalbe, jebodj fhmerlidj in foldjem, metcher aug hohen S\u00e4umen befiehl, fonbern lieber ba, mo ntebereg \u00a9eb\u00fcfdj vorprrfdjt unb nur pe unb ba eingelue h\u00f6here S\u00e4ume ftd) bar\u00fcber erheben. Unter beut \u00a9eb\u00fcfch ftnbett fie ihre 3nflud)tgft\u00e4tten unb auch loop einen SpU-ihrer \u00dcRapung. SDa, mo ihnen ber dJcenfdj nicht fep nadjftellt, ftnb fte h\u00e4ufig : einzelne Wirten h\u00fcbe idj in Slfrifa in gro\u00dfer Slitgap gefuttben, zahlreicher vielleicht atg jebeg aitbere bort oorfommenbe ^uljn, ba ein 5j3aar bidjt neben\"bem anbern fleht unb jebeg ftd) mit einem fleinen SSoptfreife begn\u00fcgt. SDiefe \u00a7\u00e4uftgfeit erfl\u00e4rt ftdj tpilmeife burd) bie Sliifprudj^lofigteit ber k\u00fchner, ppupticb ihrer SRapung. SDie grantotine ftnb n\u00e4mlich StUegfreffer im buhfl\u00e4blidjen \u00a9inne beg 3\u00f6ortg unb ent; nehmen, mie ttnfere -ipaugh\u00fcpter, ipe Siefjung ebenfomohl bent fangen;, mie bent Stperreidje. f\u00f6nogpen, Sl\u00e4tter, \u00a9ragfpipit, Seerett, Corner, \u00df'erbtpere, \u00a9chneden unb Heine SMrbeltpere bilbett ihr gutter, unb an berartigen \u00a9toffen ftnb jene SB\u00e4lber unettblidj reid), fobafj eg ihnen alfo nicht ferner mtrb, ben n\u00f6tpgen Sebarf an \u00fcftapung gu ermerben. Sn ipen Segabungen flehen bie granfoline menig anbern SJlitgliebern ihrer Orbnuitg nad). \u00a9ie taufen auggegeidjnet, Oerflehen eg meifterhaft, ftd) burd) bag bid)tefte \u00a9efir\u00fcpp pnburd)guarbeiten ober gmifdhert bem oermorrenften \u00a9teingeft\u00fcft pnburhguflepen, unb fliegen, menu eg fein mufj, teid)t unb fdh\u00f6n bahin, obgleid) fetten \u00fcber meite \u00a9trecfen in einem 3nge. SDie Wirten, metd^e ich beobachtet habe, b\u00e4umen nicht; anbere foUen augnapngmeife auf S\u00e4umen 3nflud)t fuchen.\n9ftit Seginn beg gr\u00fcpingg ber betreffenben Sauber, in Siittetafrifa alfo gu Slnfang ber Siegen; &eit, fucp ftch Seltne eineg ^Saareg einen geeigneten Sufd), fd^arrt per eine Heine Sertiefung, fleibet biefe mit \u00a9enifl, Sl\u00e4ttern unb ipalmett aug uttb legt in bag menig funftooKe Deleft ip*e ad;t big gehn, vielleicht auch funfgepn \u00a9ier. Ob fth ber jpapt am Svutgefh\u00e4ft ober an ber \u00a9rgiepung ber ^inber betpitigt, meijj ih nid^t; bag Schere glaube id) jebod) annehmen gu b\u00fcrfen, ba id) beobachtet habe, bafj er bie Seitung ber \u00c4ette, methe ftd) fp\u00e4ter gufammenftnbet, \u00fcbernimmt.\nSn SRittetafrifa merben bie granfoline fehr eifrig gejagt, and) oft gefangen. Oie Sagb gefhieht fafl nur mit fpilfe ber auggegeid)tteten Binbljunbe, meld)e bie laufenben fp\u00fcljner verfolgen unb greifen, ja, felbfl ben aufftehenben nod) gef\u00e4plih merben, inbent fte mit einem gemattigen \u00a9ap ttad)fpringeit unb fehr oft bie ing Sluge gefaxte Sente mirflid) erreicpn. 3unt gangen gebraust man SRep, methe quer burd) bie S\u00fcfd)e geftellt, unb \u00a9hlingen, meld)e fo gmifcpu bem \u00a9eb\u00fcfd) angebracht merben, bafj bag burdifdjt\u00fcpfenbe ^upt ftd) entmeber am #alfc f\u00e4ngt unb erm\u00fcrgt ober mit beit S\u00e4nfen feffett.\n26*","page":403},{"file":"p0404.txt","language":"de","ocr_de":"404\nSDie S\u00e4ufer. \u00a9charroBgel. gelbl)\u00fcl)nei\\\n2)te \u00a9efangenen toerben Doit ben \u00a9ingeboriten in ber JRegel fofort gelobtet; auf Verlangen \u00efann man Jebodh Sebenbe erhalten, foDiel man mitt. 2ln ben $\u00e4fig unb ein einfad)e\u00eb ^\u00f6rnerfutter geio\u00f6hnt fid) auch ber alt eingefangene gran\u00efo\u00efin ohne a\u00ef\u00efc Umft\u00e4nbe, nnb toenn man anfangs bie SSorftcht gebraust, feinen SSaner mit einer ioeic^en \u00aeecfe gu oerfehen, fobaf er fid) ben $opf nid)t ftmnb ftofeit fann, m\u00e4\u00dfigt fid) fein im Anf\u00e4nge feljr ungeftiimeg Sefen halb; er loirb rafd) gahm unb fdjreitet bei geeig-neter pflege and) 1doI)1 gur gortpflaugung.\n\u00a9\u00ea unterliegt feinem \u00e2tneifel, baf nod) Dor e\u00fcoa breiig Streit ein SJUtglieb biefer \u00a9ippe, ber' granfolin (Francolinus vulgaris), in mehreren S\u00e4nbern \u00a9uropag gefunben tourbe: fo namentlich auf (Sicilien, auf einigen Unfein beg gried)ifd)en SJleereg unb in ber 5R\u00e4$e beg \u00a9eeg TOufera m Valencia, \u00a9egenio\u00e4rtig ift ber $ogel aber allem 3lnfcf)ein nad) fytx toie bort g\u00e4nglid) au\u00eagerottet, unb moglid^ertoeife ioirb er in gang \u00a9uropa nicht meljr gefunben. dagegen lebt er nod) in giemltdber ' Slngahl auf \u00a9ppern, in \u00dfleinaften, gumal in \u00a9prien, im \u00a9\u00fcben beg fd)ttargen 9Jteereg unb im Storben Snbieng, \u2014 Dorauggefefct, baf biejenigen gorfdjer, loeld)e gtoifchen bem inbifdjen unb europ\u00e4ifdjen granfolin feinen Unterfdb>ieb fanben, richtig beobachtet haben.\nMalherbe fagt, baf ber granfolin auf \u00a9icilien bie \u00a9benengtDifdjen\u00a9altagirone unb SterranoM betoohne, feuchte \u00a9egenben ober hoch bie 9t\u00e4l)e Don 23\u00e4d)en beDorguge, ftd) oft mitten im S3infid)t auf halte unb ein einfameg Seben f\u00fchre; (Sterling hat ihn oft in \u00a9prien gefeiert unb gloar gem\u00f6hnlid) einfam ober in paaren, immer unter ben SCR^rt^engeb\u00fcfc^en, welche um bie glufufer fid) finben, ober auf ben feuchten, fumpfigen \u00a9teilen in ben \u00a9benen; Serb on berichtet, baff er in gang Storbinbien, Dom \u00a3imalapa an big gum \u00a9angegtpale herunter, f\u00fcblid) big nach \u00a9inbh unb \u00a9ugurate, \u00f6ftlich big SDacca unb 3lffam hi\u00ab oorfommt, unb im \u00a9ebirge big gu ungef\u00e4hr Diertaufeub guf \u00fcber bem SJteere emporfteigt, hier ebenfa\u00fcg feuchte, grafige liefen, angebaute gelber, \u00abeine Stfdhbidichte, aud) Wopl bie \u00a3)fd)ungeln beDorgugt unb ftch immer unb \u00fcberall in \u00abeinen \u00a9efettfhaften m ber \u00dcR\u00e4he beg Safferg aufh\u00e4lt.\nSDer m\u00e4nnliche granfolin ift ein fehr ferner SBogel. SBorbetfotf, Sangen unb Srujt ftnb tief, fd)toarg, bie gebern beg \u00a3>interfopfeg r\u00f6thlich gef\u00e4umt unb Weif l\u00e4ngg geftreift, bie \u00a3)l)rfebern rein? meif, bie beg SCRittel^alfeg rothbraun, fobaf ein breiteg Jpalgbanb entfielt, bie beg Od\u00fcdeng fchtoarg, r\u00f6thlidh gef\u00e4umt unb weif gef\u00efec\u00eft, bie beg Unterr\u00fcdeng feinfdjWarg unb Weif quer geftreift, bie ber \u00a9ruft bunfelfd)Warg, nad) bem 23au<he gu mehr ober Weniger mit Seif gefledt ober geftreift, bie \u00a9d)enfel unb bie Unterfd)Wangbedfebern enblid) br\u00e4unlich, bie \u00a9dringen roth unb fd)Warg, bte TOtelfebern ihrer gangen S\u00e4nge nad), bie \u00e4uferen an ber Surget fdfjttarg unb grau geftreift, bie \u00fcbrigen fcpWarg. 2)ag Sluge ift braun, ber \u00a9d)nabel fdfoarg, ber guf gelbrotp. \u00aeie Sange betragt 13 big 14, bie Breite 20, bie gittigl\u00e4nge 5 V\u00ab, bie \u00a9dpwangl\u00e4nge 3% 3od.\n\u00a3)ag Seibchen tr\u00e4gt ein Diel befd)eibenereg \u00a9ewanb. S3ei ihm ift ein lichteg \u00a9elbbraun bte \u00a9runbf\u00e4rbung; bie \u00a9cpeitelfebern ftnb braun, feberfeitg mit einem grofen gilblidjen gleden gezeichnet, bie beg ^\u00bbalfeg unb ber SSruft mit \u00abeinen braunen gledett get\u00fcpfelt, bie ber \u00fcbrigen Unterfeite \u00e4ffn; lieh geb\u00e4nbert, bie beg dt\u00fcdeng unb ber gliigelbeden matt graubraun, toeifgelb gef\u00e4umt.\n3n ber falten Sahreggeit\", fagt Serb on, \u201enad^em bie Sungen fl\u00fcgge unb felbft\u00e4ubig getDorben, flnbet man ben granfotin \u00fcber einen gr\u00f6feren Xhetl beg Sanbeg Derbrettet alg mahrenb ber heifen Monate unb ingbefonbere tt\u00e4hrenb ber \u00ef\u00eftegengeit. SDlan begegnet ihm bann auch oft tu gelbem fern Dom Saffer. \u00a9elegentlidh fleht man einen ober ben anbern and) b\u00e4umen, bag aber ift\nimmer ein feltener gall.\"\t0 .\nS\u00df\u00e4hrenb ber 5paargeit l\u00e4ft ber \u00a3>ahn bei \u00a9onnenaufgang unb gegen 5Ibenb fleiftg feine -v.oct; \u00fcimme h\u00f6ren, ein \u00a9efcprei, toelcheg Malherbe mol)l\u00abingenb nennt unb burdh bie \u00a9\u00abben \u201eZtt, tre, tre\" gu \u00fcbertragen Derfudht. \u00a9in ftcilianifdheg \u00a9pr\u00fcd)U)ort fagt, ber S\u00dfogel ioolle bannt feinen eigenen Serti) angeben, ba fein Silbpret mit tre \u2014 brei \u2014 ^arig (einer fictlianifd)en TOuge) ober 10 @gr. Derfauft toerbe. Serb on nennt bag @efd)rei mift\u00f6nettb unb bemerft, baf man eg auch tu","page":404},{"file":"p0405.txt","language":"de","ocr_de":"$\u00ef(tn\u00efoUn. \u00c6\u00fcjienpupu.\n405\nSnbien in rerfdptebene Spradpen gu \u00fcberfein rerfudpt, \u201eopne ba\u00a7 jcbod> bicfc Eiadpapmung \u00a9em, treldper eg nidpt prie, eine trirflidpe Sorfte\u00cf\u00cfung geben f\u00f6nnte. \u00a9te ERapammebaner fagen, baf; ber granfo\u00efinpapn bag \u00a9ebet \u201e\u00a9obapn tert f ubrut\", Rubere, ba\u00a7 er bie SBorte \u201eSuffun, piag, ubruf\" (\u00c6nobtaudp, Stiebet, Sngtrer) p\u00f6ren \u00efaffe; Slbamg rerfudpt bag \u00a9efdprei burdp \u201eSopi irai) tritfdp\", uttb ein Slnberer glaubt bte Silbe \u201eSuf fcpuf ti=titur\" rernommen gu paben; eiu Sefdpreiber enblidp meint, jene \u00abStimme Hinge trie ein Saut, treldper auf einer gerbrodpenen \u00a9rompete per; rorgebradpt trirb. \u00a9er Etuf felbft ift nidpt befonberg laut, obgleich mau ipn immerhin auf eine giemlidpe Stredfe Oernimmt. \u00a9a, iro ^ranfotine h\u00e4ufig ftnb, antwortet eiu ER\u00e4mtdpen bem anberri, uub jebe\u00ea pflegt babei eine Heine \u00a9rp\u00f6pung gu befteigeu, um ronpieraug fiep p\u00f6ren gu taffen. SRadp fRegentr etter ober bei tr\u00fcbem Rimmel fdpreien bie S\u00f6get \u00f6fter alg fonft\".\n\u00a9er $ranfotin ifl nidpt befonberg fdpeu; aber er pflegt, trenn er ftdp rerfotgt fiept, immer in einer getriffen (Entfernung ror bem S\u00e4ger pingulaufen, ftdp babei m\u00f6glicpft gu oerbergen, uub nur bann eine freie Stelle gu \u00fcberfdpr eiten, trenn er \u00a9ieg unbebingt tpun muf. Su biefer \u00a9Seife tauft er manchmal gtrei big brei Spinnten lang ror bem S\u00e4ger per, epe er fidp gnm Elufftepen entfdpliefjt. \u00a9er $tug ift fr\u00e4ftig nnb oernrfacpt ein tautet \u00a9er\u00e4ufdp, f\u00f6rbert aPer nur tangfam nnb trirb andp niematg treit duggebepnt. Su ber Siegel fliegt bei* aufgefcpeucpte S\u00f6get blog bem n\u00e4dpfien \u00a9eb\u00fcfcp gu nnb t\u00e4ft ft dp pier fofort trieber gnm Soben perab.\nSn Snbien br\u00fctet bie lernte, laut Serben, in ben ERonaten ERai big Sum. \u00a9ag Eleft trirb getr\u00f6pnlidp im popen \u00a9rafe, gutreiten in einem Subigofetbe, gelegentlich tropt andp im \u00dfudferropre angelegt. gepn ober gtr\u00f6lf, manchmal fogar funfgepn blapl\u00e4ulidpe, treize ober blafgr\u00fcnlidp^ \u00a9ter bilbett bag \u00a9elege. Sie treiben Jraprfdpeintidp eon bei* ERutter altein bebr\u00fctet.\nEtodp ror irenig S^pren trurben auf Sicilien riete $ran\u00efclitte erlegt; gegentr\u00e4rtig fdpeint cg pier mit ber S\u00ab8^ f\u00bb Stemlidp rorbei gn fein. Einberg ift eg in Sprien nnb ingbefonbere in Snbien. \u00a9ie Setgbgeitnng rott Bengalen ertr\u00e4pnt^ ba\u00a7 im -Sapre 1841 ein S\u00e4ger an einem eingigen \u00a9age f\u00fcnfunbfiebengig t\u00dfaare erlegte, \u00a9iefe feiten ftnb ror\u00fcber ; immerpin aber maept ber gefdpicUe S\u00e4ger an geeigneten Orten ttodp reidptidpe Sente. \u00a9ag \u00a9\u00dfitbpret foil giemlidp gut fein, namenttidp trenn eg rorper einige \u00a9age gepangeu pat nnb fait aufgetragen trirb. S\u00ab einigen \u00a9peilen beg Sanbeg rerfertigt man ^atgfragen ang ben Sdptrangfebern beg ER\u00e4mtcpeng.\n\u00a9efangene ^ranfotine ftnb in nuferen \u00a9pierg\u00e4rten nidpt eben p\u00e4nftg; idp pabe fie namenttidp in ben frang\u00f6ftfdpen nnb betgifdpen gefepen. \u00a9ie befte Seguggquette f\u00fcr fte ift ERarfeitte. \u00a3>ier fotteit fte gutreiten in gro\u00dfer ERenge anfommen uub gtrar rott Algerien ebenfogut trie rott Sprien per. Sei geeigneter pflege palten fte fidp fepr gut, pftangen fidp andp opne fottberlidpe Umft\u00e4nbe int K\u00e4fige fort.\nUnter ben afrifanifdpen fyranfotinen gibt eg einige, iretdpe ftdp burdp ein nadfteg, lebpaft gef\u00e4rbteg ^eptfelb ron ben \u00fcbrigen nnterfdpeiben nnb begpatb lteuerbingg in einer eigenen Sippe rereinigt trorben ftnb, ber trir ben Et amen Etacftpatgp\u00fcpner (Pternistes) geben trotten. Spv Seib ift rerp\u00e4ltnifm\u00e4fjig fdptanf, ber $alg mittellang, ber fopf flein, ber \u00c7ittig, in treldpem bie rierte Sdptringe bie l\u00e4ngfte, fepr abgerunbet, ber Sdpirang, treldper nidpt rom f\u00c7t\u00fcgel bebee\u00eft trirb, faft gerabe abgefdpnitten, ber Sdpnabet mittellang nnb geftreeft, ber $ufj podp nnb fein Sauf beim EJi\u00e4undpen mit einem Sporen betreprt.\n\u00a9ie allgemeine F\u00e4rbung beg l\u00fcften pupneg (Pternistes rubrieollis), trie idp bie burdp eigene Seobadptung mir befannt getrorbene Elrt nennen tritt, ift ein rertrafdpeneg \u00a9raubrann; faft alle Gebern aber, mit Elugna\u00c7me berer beg Oberfopfeg, geigen in ber ERitte einen langen, ttadp ber Spipe gn ftdp rerbreiternben gilblidp; treiben $eitflecten, audp tropt treifje-Et\u00e4nber, uitb pierburdp entftept eine fepr gleichartige Siedlung; uitfcr Jpuptt ift alfo eigentlich brautt uub ireifjtidp gefdpeeft. \u00a9ie ^anbfdptrittgen","page":405},{"file":"p0406.txt","language":"de","ocr_de":"406\n\u00aete S\u00e4ufer. \u00a9djavro\u00f6gel. Saumh\u00fchncr.\nhaben bie allgemeine F\u00e4rbung beg \u00a9efieberg, [tub aber an bcv anderen $al)ne gelb ger\u00e4nbert unb tragen an ber inneren eben folcbe breite l\u00e4ngliche pfeifen, w\u00e4l)renb auf ben \u00a9d)Wangfebcm eine aug \u00a9elb unb \u00a9raun befte^enbe unregelm\u00e4\u00dfige Sanbgeid)nung gum Sorfd)eiu \u00efommt. \u00aeag Singe ift lid)tbraun, bie nadte \u00a9teile um baffelbe,zinnoberrot^, bag \u00c4ehlfelb gelb, bunfelrotl) eingefa\u00dft unb gefledt, ber \u00a9d)nabel bun\u00efelbraungrau, au ber \u00abf\u00f6urgel unb auf ber \u00abRafenbede rotl), ber gu\u00df bunfel; braungrau. 3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 16, beim 2Beibd)eu 141,4, bie Sreite 25, beim 2Bcibd)cu etwa 24, bie gittigl\u00e4nge 7%, bie %d)Wangl\u00e4nge 4 $otl.\n\u00a9oriel big jefet befannt, reicht ber Serbreitungs\u00efreig beg \u00ae\u00fcj\u00efenhu\u00ef)neg son ber \u00abRorbgrenge Slbpffinieng an big gu ben \u00a9oma\u00efil\u00e2nbern herab; \u00fcberall aber finbet eg ftd) nur int $\u00fcftenlanbe unb beg\u00fcg\u00efid) in ber Xiefe, niemalg in \u00a9ebirgen. \u201e2\u00dfenn mau son ber \u00ae\u00fcfte beg rotten 2Jleere\u00eb bent \u00a9ebirge ftd) guWenbet\", fo babe id) in meinen \u201e\u00a9rgebniffen\" u. f. in. gefagt, \u201ebegegnet man gun\u00e4d)ft biefem \u00a7ubue. \u00a9g beWol)nt paar; unb famitienineife fel)r gahlreid) bie 3)idid)te unb bie Uferf\u00e4ume ber diegenbetten unb Wirb um fo h\u00e4ufiger, je oerfd)lungetter unb auggebel)nter biefelben ftub. 3m eigentlichen \u00a9ebirge habe id> eg nie bemerft; Wohl aber lebt eg nod) einzeln unmittelbar am $u\u00dfe beg elften \u00a9ebirggwadeg.\"\n\u201e\u00a9benfoWeuig alg anbere granfoliue geigt fid) bag t\u00fcftenl)ul)n frei; eg l\u00e4uft oielmebr bei Sin; n\u00e4l)erung eineg 9J\u00efenfd)en fo eilig alg m\u00f6glid) bem n\u00e4d)ften \u00a9eb\u00fcfdje gu unb flie\u00dft ftd) in ii)m ineiter, mit meifierl) after \u00a9eWanbtpeit febe g\u00fcnftige \u00a9telle ftd) augfudienb, pfeilfdjnell \u00fcber eine St\u00f6\u00dfe non einem Sufdje gunt anbern rennenb, immer bebad)t, fid) beftm\u00f6glid)ft gu bedeu unb geini\u00df \u00fcbergeugt, ba\u00df fein \u00aeleib ber noif errfcbenben Sobenf\u00e4rbuug in jeber \u00a3unftd)t auf bag genauefte fid) anpa\u00dft. Slog menu man eg auf einem freien \u00abpia^e \u00fcberrafcbt ober einen \u00a3unb auf feine \u00a9pur \u00a7efet, fleht eg unter ger\u00e4ufd)OoHem gl\u00fcgelfd)lage auf unb inenbet ftd) einem entfernten 3)idid)te gu, in tneldjem eg bann bie glud^t laufenb fortfe^t. 15)er glug ift giemlid) teid)t, anfangg allerbingg ftatternb, in einer geiniffen ^\u00f6\u00a7e aber riet fd)Webenb: er f)at mid) am meifien an ben unfereg Sirlpu^neg erinnert, \u00a9o teid)t er \u00fcbrigeug genannt inerbeu tann, fo ineit fte\u00c7t er hinter bem Saufe gur\u00fcd; benn unfer \u00a3ul)tt rennt mit ungl\u00e4ubiger \u00a9eWaubtheit unb \u00a9chnellig\u00efeit bahin.\"\n\u201e2Bie bie SerWanbten, meld)e mir betannt inurben, lebt and) bag $\u00fcftenl)uhn in \u00a9iuineibigleit. man 'trifft \u00ab\u00dfaar bei \u00abPaar in treuer \u00a9emeinfdjaft, unb inenn man einer gr\u00f6\u00dferen Slngal)! begegnet, ftttb eg gioei ober brei gkare, Welche ftd) guf\u00e4tlig oereinigten ober Familien im eigentlichen \u00a9inue beg SSorteg, b. h- bie \u00a9Item mit ihren f\u00fcnf big fe<$g jungen. Ungeachtet biefeg trauten Bufammenhalteng ber \u00a9alten, ift bie \u00a9iferfud)t ber \u00a3\u00e4l)ne ebenfo gro\u00df, Wie bei anbern Mtgliebern ipreg ftreitbaren \u00a9efd)lcd)tg. \u00abKenn id) auch felbft bie K\u00e4mpfe nicht mit angcfehen fyabe, Welche bie 9R\u00e4nnd)en aug; fechten m\u00f6gen, fo fprad) hoch bag heraugforbernbe @efd)rei beg einen unb bie trofcige Antwort beg anbern \u00a3al)tteg beutlid) genug f\u00fcr meine \u00abBehauptung.\"\n\u201e\u00aeer Sftuf beg $\u00fcftenl)uhneg ift ein echteg \u00abBalbhuhngefd)rei, obgleich er mid) manchmal mehr au bie \u00a9tinime beg 5\u00dferlhuhneg ober unfereg Stebhuhneg erinnert h<*t, alg an bag Modern unb Salgeu unfereg Sir!; unb SluerWilbeg. Slm h\u00e4uftgften oernahm ich ^autc r/\u00aeirr\u00e4\u00e4, dtirr\u00e4\u00e4\", Welche itt einiger \u00a9ntfernuug bem Sodtone beg 3tebhul)neg t\u00e4ufd)enb \u00e4hnlich Hingen. 3m Slpril unb mai hatte bie ^ortp\u00dfangnng begonnen; unfere k\u00fchner Waren aufg \u00e4u\u00dferfte erregt unb riefen unb fd)rien in ben Slbeubftunben ohne \u00a9nbe. \u00a9in \u00abHeft fanb id) in einem bid)ten unb bunflen Stifte, gwifchen mehreren \u00a9t\u00e4mmen, unmittelbar \u00fcber bem Soben. \u00a9g ioar eine tiefe, mit etmag Saub unb einigen Gebern auggclegte Sht\u00efbe, Welche fed)g reinWei\u00dfe, in \u00a9eftalt, \u00a9r\u00f6\u00dfe unb F\u00e4rbung benen eineg Keinen haughuhneg \u00e4hnliche \u00a9ier enthielt. SDie ^enne felbft mad)te mid) auf bag \u00abHeft aufmer\u00eefam. \u00a9te lief bei .meiner Slnfunft aug bem Sufd)e heraug, ging e\u00fcoa funfgig \u00a9d>ritte Weit fort, ftedte ftd) bort auf eine Sl\u00f6\u00dfe hin, breitete bie gl\u00fcgel, fd)lug mit ihnen unb fhrie \u201e^ih\u00e4rr,\" ungtoeifelhaft in ber Slbfrcht, mich Oom \u00abHefte abguf\u00fcf)ren. 3d) begeid)uete mir ben Sufd) unb folgte ihr. \u00a9te ging weiter unb Weiter, hufd)te unb flatterte, f^rie beft\u00e4nbig oor mir her, f\u00fchrte mid) Wir\u00effid) faft f\u00fcnfhuubert \u00a9chritte ihr nach, flieg pl\u00f6hli<h ft\u00bbf fe^vte nun im gro\u00dfen Sogen gum Sefte gur\u00fcd, gang nach Slrt","page":406},{"file":"p0407.txt","language":"de","ocr_de":"$\u00fcften\u00ef}u\u00ef)n\n407\nihrer Sertoanbten. S)er ^apt lie\u00a7 fid; npt fc^en; bod> jtoetfle p npt, ba\u00a7 aud) cr fp in ber \u00dcft\u00e4p befanb.\"\n,,\u00a3)ie t\u00fcftenbetoohner fteUen gerabe biefed \u00a3pn fe^r ^\u00e4ufig, unb jtoar in \u00a9dpngen, toie man mir fagte. Sit ben K\u00e4ufern manner \u00a9uroper ftnbet man ed in ber \u00a9efangenpaft. 2)iefe ertr\u00e4gt e\u00ea red>t gut, bleibt aber immer toitb unb unb\u00e4nbig. Sdj braute einen \u00a3ahn mit mir nad) \u00a9uropa. 2)ie Sagb hat feine befonberen \u00a9dpierigf eiten unb biirfte bor bem Hunbe noch lepter [ein, aid fie und tourbe, \u00e4\u00f6ettn man im Halbmonbe bie [ftegenftrombetten abgep, bann man biefed Hup in Sftenge erlegen; beim fobielc and) in ben Siipen fp toegftehlen, fobiele lomtnen im Stuf-fielen bem S\u00e4ger bord [Rohr. \u00a9ie bertragen aber einen fep ftarben \u00a9dpf; unb enthommen felbft tobttounb nod) \u00efj\u00e2nfig. SP SBibb^ret ift im ty\u00f6djften \u00a9rabe ptnadhaft: ed fiep bem bed i\u00dferlt)u\u00efjned boltft\u00e4nbig gleid^.\"\n\u00a3)ie \u00a9tedeber a\u00eftwelt\u00efpen ^elbh\u00fcpter bertreten in Amerita bie ihnen fep* \u00e4pttpen Saunt; hipner (Odontophorij. 3Rit biefem kanten begeid^neit toir eine ga^treic^e Familie, beren 9Rit; gtieber, bei aller Aehnlpleit mit ben alttoeltlpen Sertoanbten, hoch ettoad \u00a9elbft\u00e4nbiged haben, obgleich fid) \u00a3)ad leidster erfe^en aid befcpetben l\u00e4fjt.\n\u00aeie Saumlpptcr ftnb blein ober mittelgro\u00df gierlic^ gebaut, mittellang ; ober burgfd^to\u00e4ttgig, burdj burjett, fel;r ppn, feitlp jufantmengebt\u00fcdten, an ber \u00a9cljneibe bed \u00dfieferd oft gejapten \u00a9dptabel unb ben pp\u00e4ufigen, tangjepgen, unbefprnten gufj audgejepnet. Sn bem mittellangen, aber nod) fep jugerunbeten Fl\u00fcgel \u00ffftegt bie bierte, f\u00fcnfte ober fedjdte \u00a9djwinge bie l\u00e4ngfte ju fein; ber \u00a9djwanj toirb gebilbet bon jto\u00f6lf Gebern, beren \u00e4u\u00dfere mep ober toeniger berl\u00fcrjt ftnb. \u00e4\u00f6arjige, lebhaft gef\u00e4rbte Augenbrauen fehlen ben \u00e4Ritgliebern biefer Familie; eine nadte \u00a9teile umd Auge ftnbet fp bei bieten. \u00aead \u00a9efteber ift reichhaltig, bei ben meiften Arten nid)t befottberd lebhaft, bei bielett aber bod) fep* p\u00f6n gef\u00e4rbt unb immer anfpepnb gejepnet.\nSid in bie neuere Seit toar bie Familie ber Saumpper noch toenig betannt, unb toir berbanleit erff \u00a9oulb eine geit\u00fcgenbe \u00aeunbe ber berpiebeiten Arten. S\u00ab einem $J3racptoerfe bed genannten ftorperd, toeped bie \u00a9dpberung unferer H\u00fcbner bejtoedt, ftnb f\u00fcnf unb brei\u00dfg berpiebene Arten bargeftellt, unb toenn aud^ bie \u00a9etbft\u00e4nbigleit einiger bon ipen angejtoeifett toerben bann, fo fiep und bod) anbererfeitd bie \u00a9ntbedung bidpr noch unbekannter mit \u00a9perpit bebor: bie angegebene Artenjap b\u00fcrfte atfo epr ju niebrig aid ju h<P gegriffen fein.\nSftittelamerifa ift aid bie eigentliche Heimat ber Saumpper ju betragen; im \u00a9\u00fcben unb im korben bommeit berpttnifp\u00e4\u00dfg toenige bon ihnen bor. Auch fie betoohnen bie berpiebenfteit Oertlpbeiten. \u00a9ittige leben im $elbe unb in ber \u00a9bene, anbere int \u00a9eb\u00fcp, einzelne auch im HP5 toalbe; biefe erinnern burd) ihre Sebendtoeife an bad ^afettoilb, jene an bie [Reblppter, obtoop hierbei feft gehalten werben mp, ba\u00a7 fte f\u00e4mmtlich ihren tarnen berbienen. Skfen unb,\u00a9igenpaften feitttjepnen ben tern ber Familie aid nahe Sertoanbte ber gelbhpner, to\u00e4penb bicfenigen, toepe in ihrer \u00a9eftalt an bie ^afelhptter erinnern, biefen auch in ber Sebendtoeife \u00e4hneln. Alle Saunt; bpner, ohne Audnahme, ftnb hochbegabte, betoeglpe, parffmnige unb geiftig bef\u00e4higte \u00a9efdj\u00f6pe. @ie taufen rap unb getoanbt, fliegen leicht, toenn auch npt audbauernb, benehmen fp im \u00a9ejtoeig ber S\u00e4ume mit \u00a9epid, fehen unb h\u00f6ren fdjarf, befunben eine berft\u00e4nbige Seurtheitung toedplnber Serh\u00e4ltniffe, taffen fp bedhalb auch ^Pe \u00f6efonbere \u00a9cpbierigfeit j\u00e2bmen unb an ben SSRenpen gew\u00f6hnen. Spe Anntuth unb Brcrlichfeit wirbt ihnen in Se\u00f6em, ber fte lernten lernt, einen greunb ; ihre grucpbarleit unb Unp\u00e4blpteit hat bereitd Wohl begr\u00fcnbete Hoffnungen f\u00fcr Weitere \u00fcRpung ertoedt. \u00dcRit bollft\u00e4nbigem 9le<pe richtet fp gegenw\u00e4rtig bie allgemeine Aufmertfamteit auf biefe H\u00fchner. Stau berfucp biejenigen, toeld)e beit Aorben Amerifad bewohnen, bei und pimifdh ju","page":407},{"file":"p0408.txt","language":"de","ocr_de":"408\n$)ie S\u00e4ufer, \u00a9dparro\u00f6gel. Sctump\u00fcpner.\nmachen unb pat eine 5Xrt Dort ipneit bereite in \u00a9ro\u00dfbritanuien eingeb\u00fcrgert; anbere Wirten gereichen einftBeilen ntinbeftenS unferen Tierg\u00e4rten gur \u00dfierbe. Sprer finb freilicp nodp fepr Wenige; aber febeS $apr faft bringt unS in bief er .\u00eepinfiept eine neue \u00a9rBerbung. Oie Saumpiipner erf\u00fcllen alte Snforberungett, Belcpe man an berartige 35\u00f4ge\u00ef 51t fteUeit berechtigt ift: fie finb anfprucploS, Bie Beuig anbere Wirten ihrer 3unft unb belohnen febe auf fte oerBanbte 9R\u00fcpe reichlich* Spnen ftept gang gemi\u00df eine gro\u00dfe 3utunft beoor.\nSraftlienS Skibungen beBopnt bie Gaunere (Odontophorus dentatus), baS Urbilb einer ber gaplreidperen \u00a9typen unb eine ber gr\u00f6\u00dferen Wirten ber $antilie. \u00a9ie unb ihre SerBanbten lemtgeicpnen ftdp burdp tr\u00e4ftigen Sau, oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig langen .ipafS unb mittelgro\u00dfen \u00aeopf, einen auS Beidpen Gebern gebilbeten, turgen, etBaS abgerunbeten \u00a9dpBang, turge, ftart gerunbete Fl\u00fcgel, in benen bie f\u00fcnfte unb fedpSte \u00a9dpBinge bie anberen \u00fcberragen, einen kr\u00e4ftigen, feittidp gufammem gebr\u00fcdften, ungemein popen, auf ber Dberftrfle ftart gew\u00f6lbten, patig \u00fcbergebogenen \u00a9dpnabet, beffen Untertieferranb gBei beutticpe 3^ne be\u00dfpt, langt\u00e4ufige unb langgepige \u00a7\u00fc\u00dfe, Betcpe Born gro\u00df get\u00e4felt, pinten gefdpilbert unb fporentoS, aber mit fdparfen, fpipigen, Benig gebogenen drallen beBeprt finb, foBie ein beiben \u00a9efdpledptern gleidpfarbigeS \u00a9efteber, BeldpeS fiep auf bem $opfe paubenartig Oerl\u00e4ngert, unb einen giemlicp breiten, lebhaft gef\u00e4rbten 8ting um ba\u00a3 Sluge frei l\u00e4\u00dft.\nOaS \u00a9efteber ber \u00a9apuere ift auf bem Dbertopfe braun, ein 3\u00fcgelftreifen, Beldper fidp bis gunt Radien perabgiept, roftrotpgelb, jebe $eber fein rofigelb punttirt; Radien, SR\u00fceten, Fl\u00fcgel unb \u00a9dpBang ftnb gelbbraun,, bie \u00c7ebern beS \u00a3alfeS unb OberriictenS abBedpfelnb fdpBarg unb braun geflectt unb gelb l\u00e4ngSgeftreift, bie ber \u00a9dpultern auf ber Snnenfeite ber $apne mit einem gro\u00dfen, fcpBargen, breiedfigen, bie Oecffebent an ber \u00a9pipe mit bla\u00dfgelben, pergf\u00f6rmigen Rieden, bie unteren \u00a9dpulterfebent unb lebten SrmfdpBingen am Stwenranbe roftgelb gef\u00e4umt unb baneben fcpBarg geftreift, B\u00e4prenb bie SRitte aller Gebern roftgelbgrau unb rotpbraun marmorirt erf(peint; bie braunen $anbfdpBingen geigen am Su\u00dfenranbe Bei\u00dfe Rieden, bie bleifarbigen SrmfdpBingeu auf ber Slu\u00dfenfapne roftgelbe Ouerb\u00e4nber, alle Gebern beS Unterr\u00fcdenS, beS S\u00fcrgelS unb beS \u00a9cpBangeS in ber 2Ritte auf roftgelbem \u00a9runbe marmorartige \u00a3\u00fcpfelfleden, einen bla\u00dfgelben \u00a9aunt unb einen fcpBargen Rieden oor ber \u00a9pipe; bie ber Unterfeite ftnb f chief ergrau, br\u00e4unlidp geranbet. OaS 2luge ift braun, ber nadte Slugenring buntelfleifdprotp, ber \u00a9dpnabel fdpBarg, ber $u\u00df graulidp fleifdprotp. OaS SSeibcpen unterfdpeibet ftep 00m SR\u00e4nndpen burep bie mattere F\u00e4rbung unb bie oerfofdpenere 3eicpnung feines \u00a9efieberS; baS \u00dfteib beS fungen SogelS fpielt mepr inS \u00fctoftbraune, unb feine 3e\u00fcpnung ift noep unbeutlicper. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt I6V2, bie Sreite 17V4, bie f^tttigs l\u00e4nge 5V6, bie \u00a9dpBangl\u00e4nge 8 3od.\nlieber bie SebenSBeife pat meines SMffenS nur ber $ring oon SHeb auSf\u00fcprtidp beridptet. Oie \u00a9apuere erfept in Sraftlien ootftommen unfer europ\u00e4ifdpeS \u00a7afelpupn, mit bem fte etBa einerlei SebenSfoeife pat; ber 5\u00dfring toei\u00df beSpalb niept, loarum \u00a9onnini ipre SebenSBeife mit ber beS SlebpupneS Oergleidpt: Baprfdpeinlidp fannte biefer baS ^afelpupn nidpt pinl\u00e4nglicp. \u00a9ie lebt, gepaart unb fp\u00e4ter in betten ober S\u00f6llern, im bidpten UrBalbe. #ier gept fte auf bem Soben in bem troefnen Saube iprer Dtaprung nadp ober lieft oon ben S\u00e4umen bie Seeren unb f\u00c7r\u00fcdpte auf. \u00a9ie ifi \u00fcber ben gr\u00f6\u00dften Oon \u00a9\u00fcbamerila oerbreitet unb in mandpent ber Urio\u00e4tber an ber Oftl\u00fcfte fepr gaplreidp. Oer S\u00dfring fanb fte befonberS am SCRucuri, Sllcoba\u00e7a, Setmente, 3lpeoS unb in anberen \u00a9egenben, Bo oft oiele Oon ipnen gefepoffen Burben. ^en \u00a9efir\u00e4ucperrt ber offenen \u00a9eel\u00fcfte tommen biefe S\u00f6gel nidpt Oor; bagegen p\u00f6rt man in ben gefdploffenen Skibungen, befonberS in ber Slbettb; unb SSRorgenb\u00e4mmermtg, ipre lante, Beit burep bie SMtbni\u00df fcpallenbe \u00a9titume.","page":408},{"file":"p0409.txt","language":"de","ocr_de":"t\u00ebapue.re. Saumtocichtcl.\n409\nS\u00dfritta 501 ax glaubte, ba\u00df blo\u00ea bei* #apn ruft, obgleich $3 ara ba3 \u00a9egent^eil fagt. \u00a9ie \u00a9timme ift ein au\u00a7 brei ober Oter X\u00f4nen 3ufammengefepter 5Ruf, ioelcper fepr oft unb fc^neU pinter einanber ioieberpoit ioirb. Su ber borgen* unb SIbenbb\u00e2mmerung ftfcen btef\u00e7 S\u00f6gel f\u00e4mmtlicp in einer tfteipe, biept an einanber gefcp\u00efoffen auf\u2019einem niebern Saumafte, unb bie .fp\u00e4pne taffen bann fid; p\u00f6ren. w\u00a9a8 5Jleft haben toir auf beut Soben im bid;ten S\u00f6albe gefunben. @8 enth\u00e4lt gehn bt\u00e9 f\u00fcnfzehn toei\u00dfe \u00a9ier. 3$ pabe nicht geh\u00f6rt, ba\u00df mehrere folder S\u00f6gel gemeinfchafttich niften, unb bie Sepauptung Sirep\u2019\u00ea, ba\u00df man ba\u00ea \u00ablieft auf einem \u00abBaume finbe, bann icp miept bet\u00e4tigen.\"\n,,\u00a9ie Sagb ber (Sapuere ift etioa biefelbe, toie bie auf unfer #afelpupn. 2Senn meine $\u00fcpnerpunbe eine \u00c4ette folcper k\u00fchner fanben, fo ftanben biefe unter tautem \u00a9er\u00e4ufepe ihrer Fl\u00fcgel auf unb festen fiep fogleicp auf einem Slfte nieber. \u00abUlan tonnte fte af\u00eabamt oon ben S\u00e4umen perabfd;ie\u00dfen; botp geh\u00f6rt eine getoiffe Hebung baju, bie graubraunen S\u00f6gel in ben biepten 3toeigen aitfjufinben. \u00a9a\u00ea $leifcp ift tooplfcpmecfenb.\" Surmeifter fagt, ba\u00df man bie \u00a9apuere oft h\u00f6re, aber feiten 31t fet;en behomme, ba\u00df e\u00a7 feboep bem S\u00e4ger, toelcper ben So\u00fcton nacp3uapmen oerfteht, leidet gelinge, ben Sogei 3U erlegen. \u00a9a\u00ea S\u00dfilbpret fanb letztgenannter f\u00c7orfc^er uid;t fo tooplfdpmedenb, toie ba3 unfere\u00ea 9\u00eeebpupne3.\n\u00a9a\u00eaSaumhuhn, toeld;e\u00eaftd^ geioiff erma\u00dfen europ\u00e2ifcpe\u00eaS\u00fcrgerred;t erloorben hat, ift bie Sauim ober oirginif cpe 20a cp tel, aucp \u00efoopl \u00a9o\u00efinpupn genannt (Ortyx yirginianus), neben brei ober oier Sertoanbten ber Sertreter einer befonbern (Sippe, toelcpe ftd; ungef\u00e4pr burd; fotgenbe \u00ab\u00effterfmale bennjeiepnet: \u00a9er Seib ift burj unb br\u00e4ftig, ber \u00a3ats mitteltang, ber \u00aeopf mittelgro\u00df ber \u00a9dpnabel b\u00fcrg, br\u00e4ftig, ftarb geto\u00f6lbt,\tfein \u00a9bertpeil\tpabig \u00fcbergebogen, bie\t\u00a9cpneibe feine\u00ea Untertpeile\u00a7 oor\nber \u00a9pipe 3toei= ober\tbreimal\teingeberbt, ber\t$l\u00fcget geto\u00f6lbt, m\u00e4\u00dfig\tlang, in ipm bie oierte \u00a9dptoingc\nbie l\u00e4ngfte, ber gto\u00f6lffebrige \u00a9dploanj b\u00fcrg abgerunbet, ber $u\u00df mittelpocp, Oorn mit jtoei S\u00e2ng\u00eareipen glatter $orntafein, feitlicp unb pinten mit bleinen \u00a9epuppen bebedt; ba3 ettoa3 gl\u00e4ujenbe \u00a9efieber oerl\u00e4ngert fiep auf bem \u00dfopfe ebenfalls 311 einer bleinen $aube.\n\u00a9ie m\u00e4nnlidpe Saumtoacptel gilt, obgleich ipr \u00a9efieber niept in iebpaften f\u00e4rben prangt, mit Dtecpt af\u00ea ein fepmueber Sogei. Side Gebern ber Oberfeite ftnb r\u00f6tplicpbraun, fcptoar3 gefledt, ge= t\u00fcpfelt unb geb\u00e4nbert, gelb gef\u00e4umt, bie ber Unterfeite ioei\u00dflicpgelb, rolpbraunl\u00e4trg\u00e4 geftreift, unb fepioars in bie Duere getoedt; ein toei\u00dfe^ Sanb, toelcpe\u00ea auf ber \u00a9tirn beginnt unb \u00fcber ba\u00a7 Sluge toeg nad; bem ^interpalfe l\u00e4uft, bie toei\u00dfe $eple, eine \u00fcber bem liepten Sanbe fiep bapi^iepenbe fcptoai^e \u00a9tirn= binbe unb eine folcpe,\ttoelcpe,\toor bem Singe\tentfpringenb, bie \u00aeeple\teinfcplie\u00dft, fotoie enblicp bie au\u00a7\n\u00a9cptoar3, 2Bei\u00df unb\tSraun\tbeftepenbe \u00ef\u00fcpfeiung ber \u00c7ai\u00eafeiten\th\u00fcben oereinigt einen 3ierlicpen\n$opffcpmuct; auf ben Oberpgelbedfebern perrfept \u00abftotpbraun Oor; bie buntelbraunen ,\u00a3>anbfcptoingen ftnb an ber Siu\u00dfenfapne blau gef\u00e4umt, bie Sirmfcptoingen unregelm\u00e4\u00dfig branbgelb geb\u00e4nbert, bie \u00a9teuerfebern mit Siu\u00eanapme ber mittleren graugelblicpen, fcptoarj gefprenfelten, graublau, \u00a9a3 2iuge ift nu\u00df;, ber \u00a9dpnabei bunteibraun, ber \u00a7u\u00df graublau, \u00a9a3 2\u00d6eibd;en untepfepeibet fiep burep bi\u00e4fferc F\u00e4rbung unb unbeutlicpere 3ei(pnung be\u00ea \u00a9efieber\u00ea, pauptf\u00e4cplicp aber burep ba\u00a7 \u00a9elb ber \u00a9time, ber Srauen, ber #at\u00f6feiten unb ber ^eple. \u00a9a\u00ea \u00a9efcpledpt ber Sungen, toeiepe bem Skibcpen \u00e4pneln, l\u00e4\u00dft ftep an ber mepr ober minber beutlicpen \u00dfeiipnung bereite erfennen. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 9, bie Sreite 135/6, bie ^ittigi\u00e4nge 4V*, bie \u00a9cptoan3l\u00e4nge 2l/2 3od.\n\u00a9anaba bilbet bie n\u00f6rblidpe, ba\u00ea f\u00c7eifengebirge bie ioefttiepe, ber 50leerbufen oon \u00abBiejito bie f\u00fcbiiepe \u00aereu3e be\u00ea Serbreitung\u00eafreife\u00ea ber Saumioacptei. Stuf einigen Sufein im \u00a9oife oon \u00abDiejito, too fie ebenfaU\u00ea oorlotumt, fod fie erft eingeb\u00fcrgert toorben fein. Spren Slufentpalt\u00eaort to\u00e4plt fie ftdp in \u00e4pniieper Steife toie unfer fRebpupn. \u00a9ie beOorjugt ba\u00ea \u00c7elb, Oerlangt aber Sufdpbidicpte, \u00a7ecfett","page":409},{"file":"p0410.txt","language":"de","ocr_de":"410\n\u00aete S\u00e4ufer, \u00a9djam\u00f6get. \u00aeaumt)\u00fcbner.\nuub bev^Ietd)cn \u00a9d)u|orte, fdjeint aud) gelegentlich tie 5tiefe be\u00ea 2Balbe\u00ea aufgufud)ett. 3>m \u00a9\u00fcben ber Sereinigten \u00a9taaten ift fie ein \u00a9tanboogel, im Serben tritt fie attj\u00e4hrlid) \u00a9treifg\u00fcgc an, treibe gu f\u00f6rmlichen ^S\u00e4uberungen werben f\u00f6nnen.\n\u00a9ie \u00a9djilberungen ber amerifanifdjen ^orfdjer beWeifeu gur \u00a9en\u00fcge, ba\u00a7 bie SaumWadjtel in ihrer Seben^Weife unb ihrem Setragen unferm fftebljuhne \u00e4hnelt, \u00a9er Sauf ift ebenfo beljenb, ber ftlug wo\u00efjl noch etWa\u00a7 rafter; bie \u00fcbrigen Segabungen fielen ungef\u00e4hr aufberfelbeit #i>he\u00bb bie \u00a9tintme aber' befi^t mehr fj\u00efang unb 2Bed)fel al3 bie be\u00ea Rebhuhnes. \u00a9ie befielt au3 gWei Sauten, Wetdje guWeiten nodj burd) einen Sorfd)tag eingeleitct, meift oft nad) einanber Wiebert)ott Werben uub Wie \u201eSobWeit\" Hingen. \u00a9iefe Saute f\u00f6nnen leidet nad)geahmt Werben unb ^aben ber Saumwachtel beu toolf3tI)\u00fcmltd)ett tarnen \u201eBob white\u201c \u00bberfd&afft. \u00a9er ?(u3brud ber 3\u00e4rtlid)beit ift ein fanft gwitfd)ern: ber Saut, ber Slngftruf ein \u00e2ngfttid)e\u00ea pfeifen.\nWm-\n\u00e6&Stk\nSDte 33aum= ober tnrgittiftf)e 2Bad)tel (Ortyx virginianus). i/2 ber nat. Or\u00f6fje.\n\u00dcJtit Seginn be\u00ea $r\u00fchtiug\u00a7 fprengen ftd) bie \u00a9d;W\u00e4tme ober S\u00f6lfer, Welche W\u00e4^renb be\u00ea SSinter\u00ea gufammengetebt Ratten. Seber \u00a3al)n erwirbt fid), oft erft nad) langem Kampfe, eine \u00a3enne, uub er* W\u00e4hlt ftd^ nun ein paffenbe\u00ea S\u00f6o^ngebiet. 3n biefent geht e8 fefet lebhaft gu; benn bie Aufregung be\u00ea 3Mnnd)en\u00a7 be\u00efunbet fid> nid)t blo\u00ea burd) fortW\u00e4hrenbeS stufen, fonbern auch burd) \u00a9treit mit anbern. \u00a9egen SIbenb fietjt man auf alten Umg\u00e4unungen, gew\u00f6hnlich auf ben h\u00f6chften \u00a9fcifeett ber pf\u00e4hle, SaumWad)tein jtfcen, Welche, \u00bbon$ierau3 taut rufeub, fid) bemerflid) gu mad)en fud)en, burd) i\u00a7r \u00a9freien anbere ^ne^erbeilodEen, mit biefen Mmpfeu unb nad) beenbigtem \u00a9treite Wieber auf i|re bo^en \u00a9i^e gur\u00fcdf\u00efejreu. Sknig fp\u00e4tcr, febod) fetten oor Anfang \u00fcttai\u2019S, fdb>reitet bie #enne gum \u00dcJceftbau. \u00a9ie geigt fid) hierin forgfamer al\u00ea uitfer Rebhuhn; benn nicht btoS ber \u00a9tanbort be\u00ea Sefte3 Wirb fiet\u00eb mit Sorfid)t gew\u00e4hlt, fonbern biefe\u00ea auch mit einer gewiffen \u00c6unftfertigfeit in bem Sobeit au\u00eagefcharrt unb giemtich orbentlidh mit \u00a9r\u00e4fern, \u00a3atmen unb Slattern au\u00eage\u00efleibet. \u00a9eW\u00f6hnlich erficht fie fid) einen bidden \u00a9ra\u00eabufdf) unb fd)arrt in ber \u00fcftitte beffelbeu eine halbkugelige \u00a9rube au\u00ea,","page":410},{"file":"p0411.txt","language":"de","ocr_de":"S a u m lo a dj t c 1.\n411\nteeldfe fo tief gu fein pflegt, ba\u00df fie ben ftpenben Soge\u00ef faft oo\u00ef\u00efft\u00e2ubig aufnimmt. SBenn baS utm ftepenbe \u00a9raS emporte\u00ab#, ump\u00fcllt unb oerbeclt eS baS SReft in erte\u00fcnfcpter SSeife nnb te\u00f6lbt ficp gugleicp an ber \u00abSeite, tee\u00efcpe gum 2\u00efuS; unb (Sinfcpl\u00fcpfen benupt tetrb, gu einem tporartigen 2luS= gange. SDie f\u00eater finb runblicp, b\u00fcnnfcpa\u00efig nnb reinteei\u00df non ftarbe ober aucp teopl mit fcpteacpen lehmgelben S\u00fcpfe\u00efn gegeicpnet. Spre Slngapl fcpteanHt gteifdjen gte\u00f6lf nnb gteaugtg: man pat fogar brei\u00dfig in einem unb bemfe\u00efben SRef\u00eee gefunben. Seibe f\u00ea\u00eftern br\u00fcten, nnb baS Sl\u00e4nutzen \u00fcber; nimmt nod) att\u00dferbem baS 21mt eine\u00bb treuen S\u00df\u00e4cpterS. Sacp breiunbgtoangigt\u00e4giger Sebr\u00fctuug fcp\u00ef\u00fcpfen bie nteb\u00efid;en, auf roftbraunem \u00a9runbe \u00efid^tfa^\u00efbrannltd; \u00ef\u00e2ngSgeflreiften, unten, mit 21uS; n\u00e4hme ber gelben \u00c6\u00e9ple, fahlgrauen jungen auS, unb nunmehr tpeilen ftcp beibe f\u00ealtern in bereu Leitung unb pflege; teenigften\u00ea p^e an \u00a9efangenen beobachtet, ba\u00df ficp ber H*# nom erften Sage ihreB SDafeittS an mit ebenfooiel Siebe unb B\u00e4rtlidjHeit ihrer annimmt teie bie Henne. 33cibe 21lten pflegen fiep bicpt neben einanber niebergu\u00efaffen, gete\u00f4pn\u00efid) fo, ba\u00df ber $opf beS einen nach biefer, ber beS anbern nacp jener Dichtung' fiept, unb beibe gufammen pubent in biefer Stellung bie gap\u00efreicpe Srut. SSenn bie Familie umher l\u00e4uft, geht ber Leiter regelm\u00e4\u00dfig OorauS, teeil er fich auch jept baS 2B\u00e4d)tev; amt nicht nehmen laffeit mill, unb bie S\u00eeutter mit ben kleinen folgt erft in einer geteiffen (Entfernung. Sto\u00efgen \u00a9angeS fepreitet jener bahin, nnb unabl\u00e4fftg teenbet er ben $opf halb nach einer, halb nadh ber anbereu Seite. Seber harmlofe s\u00dfogel, teeld^en er fieht, fl\u00f6\u00dft ihm jefct Seforgni\u00df ein; aber fein Stutp ift ebenfo gro\u00df teie feine Sorforge f\u00fcr baS 2\u00f6opl ber \u00dfinber: er ftiirgt fiep auf jebett \u00a9egner, teclchem er geteadjfen gu fein glaubt, in ber 2lbft<pt, ben S\u00f6eg frei gu hallen. (Sine foldhe Familie biefer fdhmuden S\u00f6gel gete\u00e4hrt ein \u00fcberaus angiepenbeS Silb ! Sei teir\u00ef\u00efid^er \u00a9efapr gibt fiep ber Sater bem $einbe preis, unb te\u00e4prenb er ihn befdh\u00e4ftigt, fdhafft bie Stutter bie \u00dfinberfepar in Sicherheit Sd;on in ber britten S\u00f6odje iprcS SebenS oerm\u00f6gen bie Saumteacpteln fich flatternb gu erheben, unb foba\u00efb fie 5)i\u00e7j\u00a7 l\u00f6nnen, Oerminbern fich bie Gefahren, tee\u00efcpe fie bebrohen; benn jefct ftiebt beim (Sr; fdheinen eines geinbeS baS gange' Soll anS einanber, unb jebeS cingelne B\u00fcchlein rennt unb flattert teciter, einem ftdpern guflucptSorte gn, te\u00e4hrenb bie (Eltern nach teie oor ihre SerftedungS\u00ef\u00fcnfie treiben. Sp\u00e4ter b\u00e4umt bie pl\u00f6plid) erfepredte gamilie regelm\u00e4\u00dfig, fofern S\u00e4ume in ber S\u00e4he ftehen.\n(Einige SdhriftfteKcr glauben, ba\u00df bie Saumteadftel gteeimal im Sapre br\u00fctet; eS fdheint mir jebod; aus ber Scpilbentng ber anbern peroorgugepen, ba\u00df 2)ieS nur bann gefepiept, teenn bie erfte Srut gu \u00a9runbe ging. (Sin $reunb oon S\u00f6ilfon pat bie Saumteadjteln auch als treue ^flegeeltern Hennen gelernt. (Sr machte fich ben Spa\u00df, in eins ihrer Sefter mehrere H\u00fchnereier gu legen; biefe teurben trop ihrer \u00a9r\u00f6\u00dfe eifrig bebr\u00fctet, unb all\u00e9 jungen Hamen auS. \u00a3)er Seobadpter \u00fcberrafchte bie Familie fp\u00e4ter in oerfepiebenen Speilen feitte\u00e4 \u00a9eteefeS unb bemerHte halb, ba\u00df bie jungen HauS; hennen unter Seitung ber Sanmteadhteln alle Scheu nnb Sorftcpt junger ^ebp\u00fcpncr annapmen, bei ber geringfien \u00a9efahr laufeub fl\u00fcchteten, fid) gelegener Bett platt auf bie (Erbe br\u00fccHten nnb ftch gang teie teilbe S\u00f6gel geberbeten. Seiber teurben biefe Sungen J6aXb bie Sente ber dtaubtpiere ober morb; f\u00fcdptiger S\u00e4ger.\nS\u00df\u00e4prenb beS SommerS n\u00e4hrt fid) bie Saumteadjtel oon ^erbtpieren unb allerlei S\u00dfflangenftoffen, namentlich auch oon \u00a9etreibeH\u00f6rnern ; int Herbfte bilbert le^tere bie hauptf\u00e4dplidpfte Speife. So lange bie Fluren gr\u00fcn ftnb, lebt 211t nnb Sung herrlich nnb in greuben; teenn aber ber SSBinter ein; tritt, leibet and) biefeS Hupn oft bittere Sott), unb bann gefepiept eS, ba\u00df eS fiep gnm S\u00dfanbertt uad) f\u00fcblid)eten \u00a9egenben entfd)lie\u00dfen mu\u00df. Stuf fclthcn Steifen ftttben otele beit Untergang:.beim baS \u00dciaubgeug ift ihnen ununterbrodjen auf beit Werfen, nnb ber Slenfd) fcfct alle SUttel in Seteegung, um fiep beS ledern S&ilbpretS gu bem\u00e4dhtigen. 21n ben Ufern ber gro\u00dfen Str\u00f6me ftebelit ftch fchon im OHtober \u00a3aufenbe oon Sanmteadhteln an, alle \u00a9eb\u00fcfhe belebenb nnb tagt\u00e4glich oon einem Ufer gnm anbern*fdjtecifenb, teobei gar manche in ben SBellen ihren Sob finbet. Sp\u00e4ter oerlaffen fie biefe be= liebten 3ufludhtSorte nnb Hommen auf bie befahrenen Stra\u00dfen, um hier ben Stift ber $ferbe gu burep; fuepen, unb enblicp, teenn tiefer Scpnce ipnen brau\u00dfen \u00fcberall ben Stifcp oerbecHt, erfepeinen fie, getrieben oom Hunger, in unmittelbarer S\u00e4pe ber 21nfiebelungen, ja felbft inmitten beS \u00a9eb\u00f6fteS, mifepen","page":411},{"file":"p0412.txt","language":"de","ocr_de":"412\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9djam\u00f6gel. Saumh\u00fchner.\nftd) unter bie .JpauSlj\u00fchner, vertrauen ftdj gleidhfatit bereu R\u00fchrung an unb nehmen bie Srofanten auf, toeld)e oon bem Sifcpe iprer gl\u00fcdlidperen Sertoanbten fallen, $inben bie liebenStoiirbigen unb an; mutigen Settler gaftlicpe Slufnapme oon \u00a9eiten ber Stenfdjen, fo nehmen [ie io\u00e4prenb ber b\u00f6fett Beit gern in ber Scape ber S\u00f6opnung ipreS \u00a9aftfreunbeS Verberge, unb je ntepr ipr Vertrauen fteigt, um fo gutraulidjer toerben fie : einzelne oon folgen SBitblingen foden gu falben ipauStpieren geioorben fein.\nSDie Sauu\u00fcoad\u00dfel eignet ftd^> ebenfo fepr gttr B\u00fcpmung, trie gur \u00a9inb\u00fcrgerung in anbere \u00a9egen; ben. \u00a9efangene, ioeldpe attf\u00e4nglid) mit einiger \u00a9orgfalt bejubelt unb Oor allen Singen in K\u00e4fige mit meiner Seitttoanbbede gefperrt lourben, f\u00f6hnen fiep fdpon nad) einigen Sagen mit iprem Soofe auS, Oerfieren halb alle \u00a9djeu unb gem\u00f6^nen fiep in \u00fcberrafdpenb turner Beit an ipre Pfleger. 5Rod^ leidster freilidj laffen ftd) biejenigen gasmen, meldfie unter bem Singe beS SJtenfcpen gro\u00df getoorben ftnb. Sie Slmerifaner Oerftdpern, ba\u00df man gutoeilen Saumtoadpteleier in ben Steftern berjenigett $\u00fcpnet ftnbe, treidle au\u00dferhalb beS \u00a9ep\u00f6fteS br\u00fcten, ba\u00df foldje \u00a9ier and) ioopl gegeitigt unb bie jungen Saum; toadpteln mit ben eigenen \u00aend)tein ber Pflegemutter gro\u00df gezogen ioerben. Slnf\u00e4ttglicp foKen fie fiep gang toie ipre \u00a9tiefgefeproifter betragen, b. p. jebem Sodrufe ber jpentte folgen, mit ipr inS innere beS \u00a9ep\u00f6fteS fommen; fp\u00e4ter aber pflegt bod; ber $reipeitStrieb in ipnengu erma\u00dfen, unb menu ber $r\u00fcp; ling fournit, fliegen fte regelm\u00e4\u00dfig baron. Son gtoei Saumtoacpteln, toebpe auf fold^e S\u00f6eife erbr\u00fctet toorben toaren, erg\u00e4bt S\u00dfilfon, ba\u00df fie, naepbem fte ber \u00a9tiefmntter bereite enttoadpfen, eine eigent\u00fcmliche Buneigung gu \u00ae\u00fcpen geigten, \u00a9ie begleiteten biefe \u00fcberall pin, auf bie S\u00f6eibe pinattS unb toieber nadp bem \u00a9ep\u00f6fte gnr\u00fcd, unb als im SBinter bie beerbe eingebrad)t tourbe, folgten fie ipren ^reunben bis in ben \u00a9tad. Slber aud) biefe beiben flogen mit Seginn beS \u00c7r\u00fcpliitgS pinauS auf ipre gelber. Sadpmattn oerfudpte eine gr\u00f6\u00dfere Slngapl oon Saumtoacpteln gu gasmen, \u00a9r lie\u00df im $elbe \u00a9ier fudfen unb legte biefe Santamp\u00fcpnern unter. Sie auSgefdpl\u00fcpften Sungen folgten iprer Pflegemutter, als ob fie beren eigene \u00aeinber to\u00e4ren, halb barauf audp iprem \u00a9ebieter, toeldper bie Sorfidpt gebrandet ^>atte, ipnen baS \u00e4u\u00dferfte $t\u00fcgetgetenl toeggufdpneibett. \u00a9ie tourben fo gapm, ba\u00df fie ungefdpeut in baS innere beS Kaufes lauten, auf ben Sifdp flogen, an toeld)em ipr Pfleger fdl;rieb, unb biefem tu bie .fp\u00e4nbe Rieften. Spre Stadptrupe oerbradpten fie in einem .Jp\u00fcpnerlorbe, melden man in ben \u00a9arten geftellt butte. Seiber holten bie $apen ber Stadpbarfdpaft fo riete Oon ihnen toeg, ba\u00df im n\u00e4dhften f5:r\u00fchicihre nur noch gtoei SBeibd)en unb eine gr\u00f6\u00dfere Slngaht oon SJt\u00e4nndpen \u00fcbrig toaren. Siefe belebten jept bie llmgegettb bureb ihr lautes unb looplt\u00f6nenbeS Stufen, toeldpeS ftdp, obgleich fte bodp leine Slnleitung gehabt, oon bem ber freilebenben nid)t im geringften unterfchieb. \u00a9ie l\u00e4tnpf ten unter einanber, aber auch mit Sauben unb jungen .fp\u00fcpnern, toelche gelegentlich ihr \u00a9ebiet betraten. 3>wr Ski legten beibe S\u00f6eibdpen in ein unb baffelbe Sceft, unb bie \u00a9ier ionrben Oon einer ipauSpenne auSgebr\u00fctet. Sadpmattn lonnte biefe Serfudhe nicht toeiter Oerfolgen; anbere Seobadhter aber toaren gl\u00fcdlid)er unb ergogen, namentlich in gefdjtoffenen St\u00e4umen, ohne alle SJt\u00fcIje oiete biefer nieblichen S\u00f6get. Sn unfern Shierg\u00e4rten br\u00fcteten bie Saumtoadjteln am fidher\u00dfen, toenn \u00bb man fie angemeffen f\u00fcttert, ftd) fonft aber m\u00f6glid)ft toenig um fte bek\u00fcmmert. Shre er\u00dfaunliche Frucht; barleit ift ber Serntehrung \u00fcberaus g\u00fcnftig. S\u00dfotlte man bei uns gu Sanbe benfelben Serfudh tragen, joetdjen bie \u00a9ngl\u00e4nber bereits auSgef\u00fchrt h\u00fcben: eS to\u00fcrben Joenige Paare gen\u00fcgen, um gun\u00e4d)ft eine \u00c7afanerie unb oott biefer auS ein Steoier mit bem oieloerfprechenben SBilbe gu beo\u00f6llern- \u00a9in foldher Serfudh toirb, toic ich mir gu behaupten getraue, toenn er oott \u00a9adijoerft\u00e4nbigen unternommen toirb, nidht fehl fdjlageit; benn felbft bie unfereS gemeinen \u00c7ufcmen oerurfadht gr\u00f6\u00dfere SOt\u00fche unb \u00a9a^lenntni\u00df als bie ber Saumtoachteln.\nSie Sagb ber festeren toirb oon ben Slmerilanern gern betrieben, obgleich fte nidht fo leidet ift, ioie bie auf nufer Stebhuljn. Sie Saumtoadhtel l\u00e4\u00dft ftd) n\u00e4mlid) nicht oom jpunbe ftedeit, fonbertt fucht, toenn fie \u00a9efaljr fteht, fr'ch laufenb gu retten; bann, im \u00e4u\u00dferften Stothfatfe, ftel)t eine hter, bie anbere bort auf, gelo\u00f6hnlidh bidht Oor ben f^\u00fc\u00dfen beS S\u00fcgerS, toeldjer ein guter \u00a9dhith fein mu\u00df, toenn er ber rafd) bahineilenben Sente habhaft toerben toiU. S\u00efod) fd)ioieriger toirb bie S\u00abg^, toenn ein Soll Saumtoachteln gliidlid) beit SBalb erreicht hat; betttt bamt pflegen alle, tocld)e fid) erheben, gu","page":412},{"file":"p0413.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9djol'f; unb \u00a3elmmadjte\u00ef.\n413\nR\u00e4umen unb fid) auf ben ftarfett heften platt niebergubriiden, mcburdj fie ftd) regelm\u00e4\u00dfig aud) bem fdjarfen Sluge entgie\u00efjen. dagegen folgen fte bem Sode, unb \u00a9erjenige, melier ben 3Ruf beS einen ober anbern \u00aeefd)led)teS nadjguahmen reiftest, madjt gute 3agb. 3\u00ab Slmerifa menbet man \u00fcbrigens \u00ef\u00efce^ unb \u00a9d)linge oiel lieber an als baS ^euergemeljr, unb namentlich ber \u00a9arnfad fdjeint eine gro\u00dfe Stolle gu fielen. Um in ihnr Saummachtein gu fangen, gie^t man in \u00a9efeUfd^aft gu ^\u00dfferbe burd) bie gelber, lodt von $eit Su Beit, Vergemiffert ftd) \u00fcber ben \u00a9tanbort eines SSolfeS, [teilt baS 9ieh unb reitet nunmehr, einen-\u00eepatbmonb bilbenb, lad;enb unb plaubentb auf baS Sott gu. OiefeS l\u00e4uft nt\u00f6glidjfi gebedt auf bem \u00a9oben meg unb, menu gefd)idt getrieben mirb, regelm\u00e4\u00dfig tn1S \u00a9arn. 3\u00ab biefer S\u00f6eife f\u00e4ngt man guiveiten fec^Sje^rt bis gmattgig \u00a9t\u00fcd mit einem 9Jiate.\n\u00a3>aS SMIbpret ber Saurnmad)tet mirb als vortrefflich ger\u00fchmt; eS fo\u00df felbft in bem milbreidjen Sinter if a Seinesgleichen nid)t h\u00fcben.\nSon allen H\u00fchnern SImerifaS, freite id) fenne, m\u00fcnfd)e id) gmet in \u00a9eftalt, F\u00e4rbung unb S\u00dfefen ftch au\u00dferorbentlid^'\u00e4^uclnbe bei unS eingeb\u00fcrgert gu fe^en: \u00aeie \u00a9chopf; ober f aliforntfdje 3\u00f6ad^tel unb ihre Sermanbte, bie ^jelmmadjtet, toie mir bie ledere, um betbe gu unterbleiben, nennen mo\u00dfen. Unb biefer \u00e4\u00dfunfd) m\u00fcrbe leidster gu erf\u00fcllen fein, als fo manner \u00e4hnliche, melchen id) hege; ja, ich mage vorauSgufagen, ba\u00df er erf\u00fcllt merben mirb. 2\u00f6er bie beiben genannten S\u00f6gel fennen lernt, mu\u00df fie lieb geminnen, unb mer fte einmal lieb gemonnen hat, mu\u00df m\u00fcnfdjeu, fte als freie Semoljner unferer ^Salbungen gu fehen. 3d) bann noch mehr fagen; beim id) barf mittheilen, ba\u00df mir von einflu\u00dfreicher \u00a9eite bie n\u00f6tt)ige ipilfe verfprod)en morben ift, ba\u00df gmet unferer d\u00fcrften, ftd) bereit erfl\u00e4rt h\u00fcben, in ihren gafaneriett bie 3\u00fcd)tung nnb Einb\u00fcrgerung gebachter $\u00fcl)ner ober menigftenS ber \u00a9chopfmadjtet verfugen gu mo\u00dfen. Slber idb m\u00f6chte ben anmutigen @e[d\u00df>\u00f6^feu noch mehr greunbe merben, unb beShalb lege ich jebem meiner Sefer bie Sitte anS \u00a3erg, Sefirebungeu, melche barauf abgielen, jene bei unS heimifd) gu machen, nad) beften Kr\u00e4ften unterfi\u00fcfcen gu modelt.\n3)ie \u00a9d)Ohf mach tel (Lophortyx californianus) unb bie eint mach tel (Lophortyx Gam-belii) bilben eine befonbere \u00a9ippe ber Saumh\u00fchner, melche [ich oornehmlich burd) bie Sefchaffenbeit beS \u00dfopffdjmudeS auSgeichnet. \u00a3)er Seib ift fr\u00e4ftig, ber \u00a3alS furg, ber \u00aeopf m\u00e4\u00dfig gro\u00df, ber ftittig furg, gemclbt unb gerunbet, in ihm bie feierte unb f\u00fcnfte \u00a9chmittge \u00fcber bie \u00fcbrigen Verl\u00e4ngert, ber aus gm\u00f6lf Gebern befiehenbe \u00a9chmang giemlid) furg unb merflid) abgeftuft, ber \u00a9chnabel furg unb fr\u00e4ftig, auf ber f\u00c7irjle fd)arf gebogen, ber $u\u00df mittelhoch, 1 eitlich ein menig gufammengebr\u00fcdt, baS \u00a9efteber ro\u00df, aber feft anliegenb unb gl\u00e4ngenb. 3\u00ab ber SRitte beS \u00a9cheitelS erheben ftdj gmet bis gehn, in ber Siegel feier bis fedjS Gebern, meld)e an ihrer SBurgel fehr Verfdjm\u00e4tert, an ber \u00a9pipe aber Verbreitert, ftc^elartig nach vorn \u00fcbergebogen unb beim TOut<hen, mie gu ermarten, mehr entmidelt finb als beim S\u00f6eibchen. \u00a3)ie g\u00e4rbuitg ift gmar nid)t befonberS prachtvo\u00df, aber ungemein anfpredjenb, meil bie ^arbenVertheilung eine im hohen \u00a9rabc gef\u00e4\u00dfige, unb beShalb barf man moI)l mit \u00a9ottlb, m eich er biefe beiben Saumh\u00fchner als bie f\u00fcnften von a\u00dfen erfl\u00e4rt, \u00fcbereinftimmen.\nSet ber m\u00e4nnlichen \u00a9chopfmad)teI ift bie \u00a9tim ftrohgelb, jebe lieber bunfet gefd)\u00e4ftet, biefe $arbe burch ein \u00a9tirnbanb, meldjeS, ftch Verl\u00e4ngernb, einen Srauenftreifen h\u00fcbet, begrengt, ber Oberfdjeitet bunfet s, ber \u00a3interfd)eitet umberbraun, ber Staden, melcher von S\u00e4ngSfebern befleibet mirb, blaugrau, jebe $eber fchmarg gef\u00e4umt unb gefch\u00e4ftet, mit gmei mei\u00dftichen Rieden an ber \u00a9pifce, ber St\u00fcden olivenbraun, bie $ehle fchmarg, ein fte umfdjlie\u00dfenbeS Sanb mei\u00df, bie Oberbrufi blau; grau, bie Unterbruft gelb, jebe fteber lichter an ber \u00a9pi^e unb fchmarg gef\u00e4untt, ber mittlere \u00a3heit beS Saud)eS braunroth unb jebe \u00c7eber ebettfa\u00dfS bunfet gef\u00e4umt, fo ba\u00df eine fd)ivarge Stuftet; geidptung entfielt; bie \u00a9eitenfebern finb braun, breit mei\u00df, bie Unterfchmangbedfebern lichtgelb, bunfet","page":413},{"file":"p0414.txt","language":"de","ocr_de":"414\nSie S\u00e4ufer. \u00a9djavtOogeT. Saum-U-ner.\ngefc-\u00e4ftet, bie \u00a9d)toingeu Braungrau, bie Slrmfdj\u00fcnngeu gelblich gef\u00e4umt, bie \u00a9teuerfebern reingrau. $\u00a3>aS Slugc ift bun\u00efelbraun, ber \u00a9d)nabel fdjtoarg, ber $ui3 bun\u00efelbleigrau.\nSDaS Kteib be\u00ea SBeibdjenS ift felbftfcerft\u00e4nblid) einfacher gef\u00e4rbt, bte \u00a9tiw fc-mujigtoeifjbraun . geftrid)elt, ber \u00a9Reitel Braungrau, bte Ketyte gilblidj, buntter gefirmelt, bie Sruft fchmugiggrau, bie \u00fcbrige Unterfeite unb bie gddfriuitg ber Gebern Bl\u00e4ffer, fd-mugiger unbminber beuttidf) au\u00eagefproc^en. 3)ie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 9, bie gittigl\u00e4nge 4V3, bie \u00a9dl)toangl\u00e4nge 3V2 Bott.\nS)aS \u00a9efteber ber ipetmtoadjtel geigt eine \u00e4hnliche garbenoertheitung; baS fdjtoarge \u00a9eftchtSfelb ift aber gr\u00f6\u00dfer, \u2014 bemt e\u00ea erftredt fidC; and) auf ben 33orberf<heiteI, unb nur ein Keiner X^eit ber \u00a9tirn erfdjeint toeifflich \u2014, ber Jpinter\u00efopf lebhaft rot-braun, bie Unterfeite gelb, o-ne Slcufihelgeichnung, ber\nSi\u00ea \u00a9 cf) Of h) a d)tet {Lopliortyx californianus). V* Der nat. \u00aerb\u00dfe.\n23aucf) fdfjtoarg unb ba\u00a7 \u00a9eitengefieber, anftatt auf olbenfarBenetn, auf fnac-tig rot-braunem \u00a9runbe Iid)tgelb in bie S\u00e4nge geftreift, tote \u00fcberhaupt alle f\u00e4rben lebhafter unb gl\u00e4ngenber ftnb.\nSDie \u00a9chopftoadf)tel tourbe gelegentlich ber 9beife ber Fregatte \u201eSa ^eroufe\" in Kalifornien entbedt unb in bem \u00fcber biefe 9\u00eeeife -erauSgegebenen Seide abgebilbet, fp\u00e4ter aber an allen geeigneten \u00a3)ertlid)\u00efeiten be\u00ea Sanbe\u00ea in Stenge aufgefunben; bie #elmtoadjtel entbedte \u00a9ambet, gu beffen \u00a9-reu fte fp\u00e4ter benannt tourbe, int $ahre 1841 auf ber \u00f6ftlidjen \u00a9eite ber faliforuifcheu \u00a9ebirge ; i-r eigentliche^ SBatertanb aber ift ba\u00a7 \u00a9ebiet oon Irigona, toofelbft fte i-re Slertoanbte erfefct.\n5lde ^Berichte \u00fcber bie Seben\u00eatoeife ber \u00a9chopftoad;tel finb auffa\u00ef\u00efenber Seife nodj fehr b\u00fcrftig. \u201etiefer prad-tootte SSogel\", fagt \u00a9ambet, \u201efo aujjerorbentlid- ^\u00e4uftg in gang Kalifornien, bereinigt","page":414},{"file":"p0415.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9tfj opf= unb $elmtoad;tel.\n415\nftdh im Sinter gu gasreichen \u00a9dp\u00e4rmen, toeldje gutoeilen taufenb unb mehr \u00a9t\u00fcd g\u00e4hten, oorau!; gefegt, ba\u00a3 bie Salbungen geeignet finb, um jo oielen \u00a3)edung gu geto\u00e4hren. \u00a9benfo h\u00e4ufig, al! im S\u00f6albe, finbet man fxc auf ben Bnfc\u00a3>tgert \u00a9betten unb \u00a9er\u00e4ugen bel .\u00a3)\u00fcgellaitbe!. \u00a9ie behtnbet biefelbe Sad;fandeit toie bie Vaumtoadhtel, ift aber oiel beffer gu gufje unb vereitelt bie Verfolgung baburch, bafj fie mit einer betounberuttglto\u00fcrbigen gertigfeit baoon l\u00e4uft unb fic\u00ef> Oerbirgt. Sirb fie plopd; aufgefd;eud;t, fo fliegt fie geio\u00f6htilid; ben V\u00e4umen gu, unb Ijier br\u00fcdt fie fid) auf toagredjten Sleften toie ein \u00a9idhhorn nieber; bann erfeptoert bie S\u00efelfnlidj\u00efeit ihre! \u00a9efteber! mit ber Vaunt; rinbe ihre 5lufftnbung-fe^r.\"\n,,\u00a3)a! Dleft toirb auf bent Voben angelegt, gew\u00f6hnlich am gufje eine\u00bb Vaumel ober unter bem \u00a9egtoeige eines Vufd;el; ba! \u00a9elege pflegt gutoeilen feljr reid;g\u00e4|lig gu fein. 3n einer feilten Ver; tiefung, welche am gpe eines \u00a9idhenbaume! aulgefdharrt unb mit einigen Wenigen Vl\u00e4ttern unb trodnem \u00a9rafe belegt, in ber SCRitte ber SJhtlbe aber unbe\u00efleibet toar, fanb id; oierunbgtoangig \u00a9ier. SR\u00dfglic^ertoeife Ratten gtoei Rennen in baffelbe Dceft gelegt, ba funfgeljn \u00a9ier bie gew\u00f6hnliche 3lngal;l be! \u00a9a\u00a3e! gu fein fdjeint.\"\ngrepberg, welcher bie \u00a9dhopfioachtel ebenfalls in ihrem Vaterlanbe beobachtete, jagt, ba\u00a7 fie \u00a9tanboogel fei ober bod; wenigften! nur tmbebeuteub ftreid>e, Oon \u00a9ral, \u00abS\u00e4mereien, ^Wiebeln, Saud), KnotlengeW\u00e4chfen unb \u00e4hnlichen ^flangett, Veeren aller Dlrt, fotoie oon Kerbtieren fiep n\u00e2pre, junge \u00a3aue ober \u00fcberhaupt bid;teS \u00a9eftr\u00fcpp jeber anbern Dertlidpit beoorguge, unb fie feiten unb niemall \u00fcber oiergig bi! funfgig \u00a9dhritte toeit oerlaffe, ft<h alfo faum \u00fcber ben \u00a9djatten be! Salbe! hinan! in! greie Oerirre, oor bem ipunbe giemlid; lange aulpalte, beim Slufftepen unfeftlbar bem erften alten Vaume gnfliege unb hier Wahren bt\u00e8 \u00a3>afelhuhne! annehme, im hinter aber ftd; lange \u00a9\u00e4nge unter bem \u00a9c^nee grabe. 3\u00ab Kalifornien fcpieft man fte mit einer Keinen V\u00fcd;fe oon ben V\u00e4umen herab, jagt fte aber aud; mit #ilfe be!\u2018\u00a3unbe!; benn ihr gleifdp Ift topar unb bem be! |)afethuhnel beftimmt gleidhguftellen.\nDInbere \u00a9dhilberungen be! greileben! ftttb mir nicht befannt geworben. dagegen haben Wir in ber neueften geit burep \u00a9one! eilte gang oortrefflidpe Sebenlbefcpreibung ber $elmwad;tel erhalten, unb ba loir annehmen b\u00fcrfett, bafj bie beiben nahen VerWanbten ftd; in ber greipeit ebenfo \u00e4hneln Serben, toie in ber-@efangenfd;aft, toirb un! \u00a9one! Waprfdheinlid; and; ba! Men ber \u00a9dpopfWad;tel burd; Dtadjftepenbe!, einen Slulgug feine! Vericptel, lernten lehren.\n\u201eSer bie \u00a9itten ber fpelntWacptel erforfd;en toill, mp alle Vequemlidhleit eine! geregelten geben! hinter fid^ laffett nnb oon Seften au! gegen taufenb Vleilen in! 3nnere toanbern. \u00a9r gelangt bann in eine toilbe \u00a9egenb, in Welcper ber DlpadpesSnbiatter noch immer \u00a3err ift, unb in Weldperftd; ber Weife Dftann nur burch tagt\u00e4glich erneuerte' K\u00e4mpfe gu erhalten oerntag. \u00a9! ift eine \u00a9egenb, oon tu eich er man jagen femn, baf fiep bie \u00a9in\u00f6be in ihrer gangen \u00a9rof artigfeit geigt. 2)a! Sanb toirb gerriffen oon g\u00e4hnettben Dlbgr\u00fcnbett, tief eingefdhnittenen Sp\u00e4tem unb \u00a9d;iud;ten, neben benen ftd; riefige Verge aufbauen, unb bebedt oon Sao amaff en, toeld;e l\u00e4ngft oerf\u00fcplte unb unfenntlid; getoor; bene geuerfpeier aulWarfen. gl\u00fcffe gibt e! hi\u00ab/ in bereu trodnem Veite ber Dleifenbe oor 2)urfi umfommen mag, unb toeite \u00a9benen, beftanben mit einem trodnen fdharfen \u00a9rafe unb nieberm Vufd;; Werfe, toeldhe unter beft\u00e4nbigem Saffermangel leiben. Dlber btefe \u00a9egenb ift ein \u00a3anb ber \u00a9egenf\u00e4pe unb Sunber. Von ben toilbeften Vergen toerben lieblid;e, feuchte, gr\u00fcue unb fruchtbare sp\u00e4ter einge; fdhloffett; toeite Salbungen ebler gidhten unb Kiefern unb \u00a9ebern toedhfeln mit b\u00fcrren unb oer\u00f6beten Saoafelbern ab; bie \u00a9ep\u00e4nge ber ^\u00fcgel finb mit ber \u00a9pe, ber \u201eVtegquite\" unb \u201e\u00e4ftanganita\" bebedt, to\u00e4hrenb bie Ufer ber \u00a9tr\u00f6me oon SBo\u00ef\u00efpappeln, V\u00dfeiben unb Vcpb\u00e4umen eingefa\u00dft unb burd; beinahe unburchringtid;e S\u00f6\u00e4lle oon fReben, \u00a9tad;elbeeren, \u201e@r\u00fcnBornen\", Dlofen unb, toie e! fcheint, jeber anbern 3lrt rattfenber \u00a9eto\u00e4chfe eingehegt toerbeu. \u00a3hi\u00ab; unt> ^Pflangentoett, ja felbft bie getfen geigen ein frembartige! neue! \u00a9epr\u00e4ge, fogar bie Suft fd;eiut auber! al! baheim gufammett; gefept gu fein.\"\n\u00aeiefe \u00a9egenb ift ba! eigentlid;e Vaterlanb itttfere! Vaumhul;ne!.","page":415},{"file":"p0416.txt","language":"de","ocr_de":"416\n\u00aete S\u00e4ufer. Scharro\u00f6gel. 33auml;\u00fcbner.\n\u201eSd)\u00f6n f\u00fcr bas Sluge, fanft f\u00fcr bas @ef\u00fcl;l, f\u00fcfj buftenb f\u00fcr ben \u00a9erud; itnb fc^mac\u00ef^aft f\u00fcr ben \u00a9aumen \u2014 in ber \u00ef^at, bie ^\u00bbelmtpad^te\u00ef ift ein herrlicfjer 2Soge\u00ef ! Seitbem id) fie gunt erften SOtale fai), oor fielen Salden, auSgeftopft, t\u00f6lpelhaft aufgenagelt auf ein Orett, um einem SQtufeum als Bierbe gu bienen, habe P ftc betounbert: jefet aber, nad)bem id) fte im Sehen, in ihrer $eimat beobachtet, mit ihr oerlehrt habe, beOor ber \u00a9lang ihrer Singen gebrcd)en tear, nadhbem ihre \u00ae\u00fcd;leitt meine Sdhofthiere gemorben, bemunbere ich fie wehr unb meine, bafj eS laitnt einen aitbern SSogel in Simerifa geben fann, meld)er fo fdh\u00f6n ift mie fte. Shre hotten unb runben formen erfdjeinett leineS; megS plump; benn JfpalS unb Sd)mang jtnb lang, ber $opf ift Hein, unb bie-gierlid) gebogene $eber oerleiht eine au^erorbentlidhe Slnmuth- Sh1* 2auf Ph* leidet unb gem\u00e4d)iid) auS: eS ift ein munber; OoUer Slnblid, einen $ahn gu fel)en, mie er ftolg bahinf ehr eitet, mit erhobenem Raupte, leuchtenbeu Singen unb fd)manfenber JSpe\u00efmfeber, \u00fcber ben am SSoben liegenben Stamm, unter toeldhem fid; feine Heine Familie oerftedt hat. \u00a9r ift fo muthig unb fo fd)mad),fo miltenSftarl unb fo unf\u00e4hig bagu!\"---\n\u201e(Solcher S\u00dfogel mitfj ben f\u00c7orfd^er, ben Z\u00fcnftler, ben S\u00e4ger in gleichem \u00a9rabe entliefen. Slber er hat noch anbere SSorgitge; benn ber angenehme \u00a9erud) unb loftbare \u00aeefd)mad feinet garten, ioeifen $leifd)eS mu\u00a7 felbft bem \u00a9utfd)meder ber anfpruchoollftett Sorte gen\u00fcgen.\"\n\u201e\u00a9S toar fp\u00e4t im Suni, als ich in meinem OeftimmungScrte, in Slrigona, eintraf. S<h erfuhr halb, bafj bie $elrnmad)tel \u00fcberaus h\u00e4ufig ift- Schon beim erften SagbauSfluge ftraudhelte ich fo gu fagen \u00fcber ein SSoll funger B\u00fcchlein, meld)e eben bem \u00a9i entfehl\u00fcpft toaren; aber bie lleinen behenbeit OI)ier<hen rannten baOon unb oerbargen fid) fo tounberbar, bafj ich nicht ein eingigeS oon ihnen ftnbett tonnte. Sd; erinnere midi;, bafj ich fte mit ber S3ergmad)tel (Oreortyx pictus) oertoedhfelte unb midi; munberte, noch f\u00b0 fp\u00e4t Sunge oon biefer gu ftnben. Slber eS mar noch nicht fp\u00e4t f\u00fcr bie $elmmad)tet; benn idC; traf nodi; im Sluguft oiele SSruten, meld;e erft menige Oage alt maren, Sin folgenben Sahre beobadhtete ich, baf bie alten SS\u00f6gel \u00a9nbe SlprilS ftd) gepaart hatten, unb SlnfaugS Suni fal; i<h bie erften B\u00fcchlein. S<h m\u00fcrbe alfo belehrt, baj? baS S3rutgefdh\u00e4ft biefer Slrt m\u00e4l;renb ber SJtonate SJtai, Suni, Snli unb Sluguft oor fid) geht, unb ich glaube, eS ift mahrfd)eintid), baf fie gmei, m\u00f6glicher; meife brei SSruten in einem Sahre auSbr\u00fcten. Oie gr\u00f6\u00dfte Slngahl ber B\u00fcchlein einer \u00dcBrut, meldhe ich lennett lernte, mar gmifd)en funfgehn unb gmangig, bie tteinfie fed;S bis ad^t. Slm erften Oltober traf ici; gmar gelegentlich auch noch halb ermad)fene B\u00fcchlein an; bie SDtehrgahl aber mar bereits faft ober gang fo grof mie bie \u00a9Item unb fo pgge, bafj fie mol)t bie Slufmertfamteit eines ehrlichen S\u00f6aibmanneS auf ftch giehen tonnten.\"\n\u201eSolange als bie junge 23rut bie SSorforge ber \u00a9Item bebarf, h\u00e4lt fie fid; in einem eng ge; fd)loffenen SSolte gufammen, unb menu btefeS bebroht mirb, rennt jebeS eingelne fo fd)nell baOon unb br\u00fcdt fid; an einem fo paffenben Orte nieber, ba\u00a7 eS fehr fd)mer h\u00e4lt, fte gum Slufftehen gu bringen, \u00a9elingt eS, fo fliegt bie \u00a9efetlfd)aft in gefdhloffenem Sd)marme auf, f\u00e4llt aber gem\u00f6hnlidh halb mieber uieber, in ber Siegel auf bie niebern Bloeige oon SS\u00e4umen ober S3\u00fcfd)en, oft aber audh auf ben SSobett. <pier pflegen bie S\u00df\u00f6gel f\u00fcll gu ft|ett, manchmal f\u00f6rmlich auf einem Raufen unb, meil fte meinen, gut Oer; ftedt gu fein, geftatten fie eine Slnn\u00e4herung bis auf menige Schritte. Sp\u00e4ter im Sahre, menu fie ihre oobfe \u00a9r\u00f6fje erreicht haben, b\u00e4umen fte fettener, finb oorfid)tiger unb laffen ftd) bann fermer nal;e lomnten. Oie erfte Slnbeutung, bafj man ftch einem SSolte gen\u00e4hert hat, gibt ein einziger Saut, meiner gmei; ober breimal nadh einanber rafd) mieberholt mirb; ihm folgt ein Stafd;eln auf ben b\u00fcrren Ot\u00e4ttern, unb bie gange \u00a9efellfchaft eilt fo fd)nelt als m\u00f6glich baOon \u2014 noch einen Schritt meiter, unb alle erheben ftd) mit einem fd)nurrenbett \u00aeer\u00e4ufd)e unb gertheilen ftch nach ben oerfd)iebenfien Stichtungen him\"\n\u201eSJUt SluSnahme gufammenh\u00e4ngenber Stabelm\u00e4lber ohne Unterholg beo\u00f6lfern biefe k\u00fchner jebe Oertlid)leit, fd)einen jebod) bid;teS \u00a9efir\u00fcpp unb namentlich jene 3\u00dfeibenbidid)te, meldhe bie Ufer einfaffett, gu beoorgugen. $ier gu Sanbe freilid) trifft man fte faft ebenfo h\u00e4ufig an ben gerriffenen \u00a9eh\u00e4ngen gmifdhen bem \u00a9eftr\u00fcpp, meld;eS biefe bebedt, ja felbft in bem@eb\u00fcfd)e ber b\u00fcrren \u00a9bene, unb ba ich ihnen auf jeber Oertlidh\u00efeit begegnet bin, lann id; eigentlich faum fagen, ba^ fie einer ben ^\u00dforgug geben.\"\ni","page":416},{"file":"p0417.txt","language":"de","ocr_de":"Scpopfs unb $elmrnachtet.\n417\n\u201e3Sie ipre [\u00dfermanbte, n\u00e4prt fidp aud; bie |)eimmadptet oorgugStoeife oon (S\u00e4mereien unb gr\u00fc\u00dften, obfepon \u00c4erbtpiere einen nicht geringen Opeit tprer Siebung auSntadpen. S\u00e4mereien alter benfbaren \u00a9raSarten, Seeren ber oerfdpiebenfien 2lrt, Trauben u. bgt., ipeufdpre\u00fcen, \u00c4\u00e4fer, fliegen unb anbere$erbtpiere, SllleS finbet man in ipren kr\u00f6pfen, unb gmeifetSopne Serben fie, menn5lrigona angebaitt [ein mirb, ^Beigen, loggen unb anbereS \u00a9etreibe auch nid;t oerfdmt\u00e4pen. 3\u00ab ben erfien \u00c7r\u00fcplingSmonaten freffen [ie gern bie 2BeibenfnoSpen, unb bann be\u00efommt ipr $leifdp einen bittern 33eigefd;mad.\"\n\u201e3d; pabe brei oerfdficbene Saute oon ber $etrnmad;tel vernommen. Oer erfte, ber gem\u00f6pit; Iid)e \u00abRuf, meiner bei jeber \u00a9elegenpeit auSgeftofjen mirb, ebenfomopt um baS SSoXf gufammengu; Ratten, ober um eS gu marnen, ift ein einfadpeS, ftare\u00ea, mep\u00eflautenbeS, gumeiten ung\u00e4plige 9Rale mieberpo\u00efteS ,,\u00a3fd;ing, tfdping\", ber gmeite Saut ein \u00eftareS, fr\u00e4ftigeS pfeifen, mettes in meinem O^re mie bie Silben \u201e\u00c6i\u00efin\u00ef\" t\u00f6nte: biefen [Ruf oernimmt man m\u00e4prenb ber [\u00dfaarungSgeit, menu ba\u00ea 9R\u00e4nndpen um bie \u00a9unft beS 3BeibcpenS mirbt; ber britte Saut, ein im hoben \u00a9rabe flanglofer [Ruf, mirb, mie ici; glaube, nur oont 9R5nncpen auS'geftojjen unb, meiner SReinung nach, and; btoS bann, menu baS 2Beibd;en br\u00fctet ober feine $iid;tein f\u00fchrt: ihn oernimmt man namentlich bei Sonnenauf ; unb Sonnenniebergang. OaS SR\u00e4nndpen pflegt babei auf ben \u00dfronengmetgen eines \u00a9idjen^ ober 2Beibenbufd;eS gu fipen, ftredt ben \u00a3alS lang auS, t\u00e4fjt bie gl\u00fcgel h\u00e4ngen unb fd;re\u00fc nun feine rauben, Mftigen \u00aeeplt\u00f6ne in ben SBalb hinein.\"\n\u201eOie gierlidbe Kopfhaube, meldpe fo mefentlidp gum Scpmudfe biefer 2Irt beitr\u00e4gt, h\u00fcbet jtdp fd)on in fr\u00fcpefter Beit auS; benn man bemer\u00eft fie bereits bei \u00ae\u00fcd;tein, metepe nur toeuige \u00a3age alt finb. S3ei ihnen beftept fie freilid) nur auS einem deinen, \u00efurgen [\u00dfufepe oon brei ober oier Gebern, meld;e eher braun als jdpmarg, gegen ihre Spipe nicht verbreitert unb gerabe aufgeridhtet finb. \u00a9rft menu ber SSogel oollfommen pgge ift, richtet fie fiep oorm\u00e4rtS. Oie Slngapt ber Gebern, auS meldper fie beftept, feptvanft- erpeblidp. Beeilen mirb fie oon einer eingigen unb bann mieberum oon adpt bis gepn Gebern gebilbet. \u2014 Unmittelbar nadp ber ftortpf\u00efangung tritt bie dRaufer ein; fie aber gept fo langfam unb allm\u00e4ptid; oor fidp, ba\u00a7 idp p\u00f6d;ft fetten ein St\u00fc\u00fc gefd;offen pabe, metdpeS gum WuSftopfen unbrauchbar gemefen m\u00e4re. 5lud; bie $elmfebern merben nur nad; unb nad; gemedpfelt, fobaft man taunt einen [\u00dfoget opne biefen pr\u00e4chtigen \u00aeopffdpmu\u00fc finbet.\"\n\u201eOie 3agb ber $etrnmad;tel ift fdpmieriger als bie ber \u00a9aummadptet. Sie erpebt ftdp gmar nidpt pl\u00f6plidp, fliegt auch nidpt fdpnetler als jene; aber menu ein 23olt aufgeftanben ift unb ein ober gmei St\u00fc\u00fc oon ipnen erlegt morben finb, p\u00e4lt eS \u00fcberaus fdpmer, nodp einen br\u00fcten Sdpufc angu; bringen. Sie liegen, gemiffe IXmft\u00e4nbe ausgenommen, fepr fdpted;t, unb menu fie aufgefdpeudjt m\u00fcrben unb mieber ewfallen, br\u00fc\u00fcen ftc ftdp oft, opne ftdp mieber auffdpeudpen gu taffen, ober taufen fo fd;neU unb fo me\u00fc als nur m\u00f6glidp, foba\u00a7 man fie, menu eS \u00fcberhaupt gefdpiept, erft in giemtidper \u00a9nt; fermtng oon ber \u00a9infadSfte\u00fce mieber finbet. 3pre \u00a9emopnpeit, ftdp laufenb baOon gu fiepten, erm\u00fcbet nidpt bloS ben S\u00e4ger, fonbern aud; ben #unb in fo popem \u00a9rabe, baff fetbft ber am beften abgeridptete meuig ober gar nidpt nupen fann. fyreitidp bietet ftdp bem Sdp\u00fcpen oft \u00a9elegenpeit, auf baS laufenbe \u00a3upn einen Sdpuf? angubringen : aber meldper SBaibmann m\u00fcrbe mopt in biefer rupm; lofen SBeife feine 3agbtafd;e mit einem fo eblen dBitbe gu f\u00fcllen fud;en! Oer ftlug ift \u00fcberrafdpenb fdpnett unb fr\u00e4ftig, ftetS eben unb gerabeauS, fobafj eS bem ge\u00fcbten Sd;iipen nidpt eben fd;mer p\u00e4lt, fie gu erlegen.\"\n3m 3apre 1852-m\u00fcrben fedpS [paar Sdpopfmad;teln oon ^rn. OeSdpampS in f^ranireidp ein; gef\u00fcprt. Sd;on im fotgenben 3apre ergielte man oon ipnen [Radpfommenfdpaft, unb fp\u00e4ter gogen bie ^errett ^\u00dfomme, oon [Rotpfdpilb unb Saul nier viele Sunge. 3m gr\u00fcplinge beS SapreS 1858 liefe OeScpampS gmei $aar auf einer geeigneten Oertlidp\u00efeit frei unb bemerlte gu feiner greube fd;on im 3uni, ba\u00a7 fie eine gaplreidpe Familie um fid; patten. Slnbere [\u00dferfudpe fielen ebenfalls g\u00fcnfttfl aus. [tropbem fdpeiut bie Angelegenheit in granfreidp nidpt mit bem n\u00f6tpigen \u00a9ifer unb ber gen\u00fcgeuben Sadpfenntnif betrieben morben gu fein. OieS. gept unter ^Inherent auS einer Angabe\nSSre^nt, 2^icrle6cn. IV.\t07","page":417},{"file":"p0418.txt","language":"de","ocr_de":"418\n\u00a3)ie S\u00e4ufer. \u00a9djavrtobge\u00ef. l\u00f6aump^ner.\ntoon S\u00f6ufft\u00e8rc be Aercty ^erbor, Weldje, obgleid) fie gut Aufmunterung unb Aadjahmung erWeden foE, eben nur beWeift, bafj bie \u00a9ache fa\u00effd> angegriffen W\u00fcrbe. Varon oon grever g, Weiter Big je# bie g\u00fcnf\u00fcgften \u00a9rgebniffe ergie\u00eft hat, \u00e4u\u00dfert ft<h her\u00fcber Wie folgt: \u201e3* einem Seitraume bon brei Sauren, 1868, 1864 big 1865, tourbe eine Angaljl oon 732 \u00a9t\u00fcd \u00a9tern ergiett, biefe ftief; m\u00fctterlich bon \u00a3aughennen bebr\u00fctet unb nur 154 3unge grofjgegogen. \u00a9er Verluft bel\u00e4uft fiel) auf bie auffaEenbe\u2018#\u00f6he bon 578 \u00a9t\u00fcd. \u00a9g toirb nicht bemerft, tote ftar! bie Anga# bon V\u00dfeibchen toar, bon benen bie (Sier getoonnen iourben, unb gerabe in jener Angahl ift Wahrfdjeinlich bie Urfadje ber bielen unfruchtbaren <Sier gu finben. Aud) bon SAutterbruten ift Aidjtg gu lefen; biefe aber ftnb bie \u00a9runblagen ber Z\u00fcchtung.\"\n,,\u00a9a burch genaue Angabe ber \u00e4\u00dferlufte bei SAanchem geredete Vebenlen ftatt Aufmunterung herborgerufen toerben m\u00f6chten, fo toirb ebenfalls h*er e^ne ^er \u00a9ogebniffe in gleicher V\u00dfeife toie oben borgelegt, mit bem befonbernVemerten, bafj biefe Verfudje mitten in,\u00a9eutfd)lanb unternommen unb mit beutfdjer i\u00df\u00fcnltlichfeit unb Augbauer gum gl\u00fcdiiehften Auggange gebracht tourben. \u00a9ie Aufgabe toar, bon eingef\u00fchrten \u00a9<hohfWad;t&n bie S\u00fcdjtunggf\u00e4higleit im \u00a9efangenleben nachgm toeifen, ferner bargutljun, ob bie in S\u00fc\u00dfung gewonnenen 3nngen bag n\u00e4chfte ^ahr alg g\u00fccbtungg; f\u00e4hig ftd; bew\u00e4hrten, unb enbfidh, ob bie Aad;Eommen ber erften 3ungen ebenfaEg giiehtunggf\u00e4hig w\u00e4ren. Aidjt nur aEe jene Verfud)e gl\u00fcdten ooElontmen, fonbern bie V\u00f6gel W\u00fcrben bahin gebrad)t, , ba\u00a7 ein gtoar fogar gWei Vruten ing Seben rief unb grofc gog, foba\u00a7 im erften 34\u00ab bon gWei $aar SAutterbruten neununbbreifjig 3nnge ergielt w\u00fcrben. 3m gWeiten 3&hre ^\u00b0m ein SA\u00e4nncben unb ein S\u00dfkibdjen, @ohn unb \u00a9oebter ber borj\u00e4hrigen, gur S\u00fcchtung, ergeugten eine Vrut bon fiebgehn 3ungen, unb aud) biefe W\u00fcrben grofjgegogen. 3m britteu 3ahre lauten \u00a9nfel gur Sucht, ebenfaEg \u00a9ruber unb \u00a9chWefter; auchjier gl\u00fcdte AEeg: eine \u00e4Jtutterbrut mit breigehn Suttgen W\u00fcrbe aufgegogen.. \u00a9in berartigeg Verfahren mu^ einen fo t\u00fcchtigen ltntergrunb fegen, baf mit Seichtigleit eine S\u00fc\u00dfung bon beliebiger Augbehnung barauf aufgebaut Werben lattn.\" Aug ber Sifie^ Welche grehberg aufgefteEt hat, erfehenWir, bafj in ben brei 3<th\u00abn bon brei At\u00e4nndjenunb hier V\u00dfeibd;en j in f\u00fcnf Vruten ftebenunbftebgtg \u00a9ier ergeugt, bon biefen neununbfechgig 3unge auggebradjt unb biefe f\u00e4mmtltch grofjgegogen W\u00fcrben, \u00a9ie fr\u00fcheren SAittheilungengr eh ber g1 g ftnb fehr angiehenb. \u00a9iefer gorfcher taufte tmSA\u00e4rg 1863 fehlest gehaltene lalifornifdje Wachteln, braute fte in einen entforechenben Sudjtl\u00e4ftg unb fanb fehr halb \u00a9ier in bemfelben. \u00a9ie erften tourben hier unb ba abgelegt; aber bie , \u00a3enne ging nicht ang Vr\u00fcten, fobaj? etwa f\u00fcnfunbgWangig \u00a9er einer \u00a3aughenne untergelegt werben mu\u00dften. Vier \u00a9age nach Wegnahme ber \u00a9er W\u00fcrbe beobad)tet, bajj bie \u00a9chobfWachtelhenne an einem oerborgenen S\u00dflafce bereitg Wieber hier \u00a9ier gelegt hatte; fie fuhr im Segen fort, unb alg bag sfteft biergehn \u00a9ier enthielt, begann fte gu br\u00fcten. Aunmehr erft ging fte baran, bag Weft gierlid) gu orbnen. \u00a9g War gWar nicht fristgerecht, fonbern nur aug ben in aEem\u00e4chfter A\u00e4he liegenben \u00a9r\u00e4fern unb \u00a3\u00e4lmchen nachl\u00e4fftg gufammengebaut, aber bodj entforechenb bertieft. Aach eimtttb; gwangig \u00a9agen fdptften bon ben biergehn \u00a9iern gW\u00d6If 3unge aug, W\u00fcrben bon ben \u00a9Item gef\u00fchrt, b\u00e4umten mit bem neunten \u00a9age unb ^liefen am fedjggehnten bereitg Wie bie \u00a9tern auf hohen f\u00fcnften ber B\u00e4umchen. Aeungehn \u00a9age nach i$rer \u00a9eburt begann bie \u00a3enne nod;malg gu legen, unb alg fte eg big auf fechggehn \u00a9t\u00fcd gebracht, gu br\u00fcten. AEe biefe \u00a9er lauten aug. \u00a9ie Veobadjtung ergab, baf bag Aeft in einer Vertiefung ber \u00a9rbe, Wenn m\u00f6glich unter oorfpringenben E\u00dfurgefn angebracht unb aug 9Aog, \u00a3\u00e4lmchen unb Vl\u00e4ttern tunftlog gebaut W\u00fcrbe, ba& bie \u00a7enne regefr nt\u00e4fjig gegen 2Rittag legte, aEein br\u00fctete,' aber oon bem \u00a3ahne bewacht unb oon jebern Vorg\u00e4nge unterrichtet W\u00fcrbe, bajj fte eg nicht leiben mochte, wenn man eilt \u00a9i ber\u00fchrte, ja felbffr wenn etn Heiner Vogel in ber A\u00e4he beg Aefteg betroffen Worben war, erft mehrere SAale umg Aeft ging unb bie \u00a9er forgf\u00e4ftig betrachtete, beoor fte ftch Wieber gum Vr\u00fcten nieber\u00fce^.\nSAinber g\u00fcnftig waren bie \u00a9gebniffe, wenn bie \u00a9ier \u00a3aughennen untergelegt w\u00fcrben, \u00a9tefe gerbr\u00fcdten oiele oon ben (Stern ober auch felbft bie fchon auggefdjl\u00fcbften 3ongen, fragen jene unb biefe, f\u00fchrten nidjt orbentlid), lurg, erWiefen fid) alg Wenig brauchbar. \u201eVei ber auferorbentlicbert","page":418},{"file":"p0419.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9djopf= unb ^e\u00efmf\u00f4a^te\u00ef\n419\ntR\u00fcprigkeit ber jungen\u00a9dpopfmacptettt fcpott gteicpnad) bem AuSfcpt\u00fcpfen\", fagtf\u00c7repberg, \u201egew\u00e4hrt e\u00ea oict Vergn\u00fcgen, t^nert gttgufepen. t\u00a3)ie ton -JpauSpennen AuSgebr\u00fcteten bek\u00fcmmerten fid) nid^t um ben Sodruf ber Pflegemutter; fie gepen ipren eigenen 3Bcg, fucpen ipr putter felbft unb kepren nur mieber, trenn fie fid) m\u00e4rmen motten. 3<P fa^ biefer tage gleic^a\u00efte $afanen neben S\u00dfacpteln \u2014 mie \u00a9impel ober \u00a3)ummk\u00f6pfe erfdjtenen fie gegen biefe r\u00fchrigen, fepr bepenben tpiere.\" Pott befonberer A\u00f6icptigkeit fcpeiut mir bie \u00a9-faprung $repberg1S gu fein, ba\u00df bie jungen, melcpe ton ben \u00a9kein ber erfterm\u00e4pnten \u00a9djopfmacpteln perr\u00fcpren, ipren \u00a9Item an \u00a9r\u00f6\u00dfe, Lebhaftigkeit unb 2Runterkeit bei mettent nad)ftanben, unb ficpertid) hat ber fcparfftnnige Beobachter fRecpt, menu er annimmt, ba\u00df ohne Beugung ober Suf\u00fcprung frifd^en PtuteS ein g\u00fcnftigeS \u00a9rgebni\u00df in ber \u00a9efangenfcpaft nicpt erhielt merben kann. 3>nt freien thut bie Statur baS 3hr^Se> *n t>er \u00a9efangem fd)aft geigen ftd^ alte Uebetft\u00e4nbe, mettpe Permifcpung ton fo nahen Permanbten gur $olge hat.\nS)a eS mir tor atfeu Gingen baran gelegen ift, \u00a9cpopfmacptetu in unfern ^Salbungen eingtt; b\u00fcrgern, rieth i<p meinem $reuttbe 33 eck er in SubmigStuft, beut \u00a9ro\u00dfpergoge ton dRedlenbttrg hierauf beg\u00fcgtidhe Porfcpl\u00e4ge gu machen. Septerer, mekd^er berartige Peftrebungen mit gr\u00f6\u00dfter tpeilnapme terfotgt unb fo tiel als m\u00f6glich unterft\u00fcpt,-ging bereitmittig auf biefen Porfcptag ein, nnb fo m\u00fcrbe benn gun\u00e4cpft mit f\u00fcnf Paaren ein Perfucp gemacht. Pon einem \u00a9rgebni\u00df biefeS PerfucpeS kann idj noch nicht berieten; benn bie Ungunft beS leptoergangenen \u00a9ommerS (1866) unb bie geringe \u00aeenntni\u00df, tielteicht auch geringe SPUtigteit beS betreffenben PRirtetS, melchem bie Sucht antertraut mar, h\u00fcben bie Ausf\u00fchrung einftmeiten noch terhinbert. \u201eAIS bie \u00a9cpopfmacptetn\", fo fchreibt mir mein $reunb, \u201ebenen ber ^afanenm\u00e4rter gun\u00e4cpft bie \u00a9cpmingen abgefchnitten patte, nach AuS= ziehen unb dteubilben berfetben, mieber fliegen konnten, fuchte fnh jeher $apn eine $ettne auS; benn ich h^tte, 3h\u00abm 3Ratpe fotgenb, alte in einem ber f\u00fcnf neben einanber unb unter ftd) terbitnbenen Suchtk\u00e4fige freigelaffen. \u00a9S fonberte ftch gun\u00e4cpft ein paar ab unb macpte fich in einer Ableitung beS SmingerS h>eimifch; barauf folgte ein gmeiteS, brittcS unb oierteS Paar, unb innerhalb menig Etagen maren f\u00e4mnttliche fR\u00e4ume befept. Am 18. April hatten alte Paare fich gefunben, p\u00e4uStid) eingerichtet unb maren anfd)einenb mohl gufrieben; am 11. 9Rai begann baS \u00a9erlegen, \u00a3)ie erften \u00a9er, meldje gefunben m\u00fcrben, maren untodtommen, b. p. fepr \u00ef\u00efetn, nur palb fo gro\u00df als bie fp\u00e4ter gelegten, kugetrunb unb auf erbfarbenem \u00a9rmtbe mit tieten bunkten P\u00fcnktchen befpript, m\u00e4prenb bie fp\u00e4teren bie fcp\u00f6ne \u00a9iform unb bie regelm\u00e4\u00dfige, kr\u00e4ftigere Seithrtung hatten. \u00a3)ie erften \u00a9er m\u00fcrben auch utcht an einen bepimmten \u00a3)rt, fonbern hier unb borthin gelegt, unb ebenfomenig hielten bie Rennen eine bejtimmte Seit gmifcpen bem Segen beS einen unb anbent \u00a9ieS ein, \u00a9n PSeibcpett legte jeben britten tag, ein anbereS einen tag um ben anbern, ein britteS, mie id) beftimmt anf\u00fchren kann, in Paufen oon f\u00fcnf bis fecpS tagen. \u00a9ft baS britte unb feierte \u00a9 mar oottkommeu auSgebilbet; aber auch biefe m\u00fcrben noch ohne meitereS auf ben \u00a9anb gelegt. Nunmehr grub id) unter einer kleinen $icpte eine dRulbe anS, fammelte in ihr bie umhertiegenben \u00a9er, unb fiepe ba: bi\u00e9 jungen SR\u00fctter nahmen Sehre an unb legten bie fotgenben \u00a9er ohne Ausnahme bahinein. And) id) machte jept bie Bemerkung, ba\u00df brei Rennen ihr Dcefi gu oerfch\u00f6uern fuchten, inbem fie P\u00f6\u00fcrgelcpen, \u2022\u00a3)eup\u00e4lmcpen tc. hcvbeifuchten unb einen runben \u00aerang um baS SReft burcp beft\u00e4nbigeS.\u00a9icpumbrehen herfteltten. Pknu fte bie \u00a9er Oerlie\u00dfen, bedien fte biefelben ausnahmslos mit b\u00fcrren \u00abBl\u00e4ttern gu.\"\n,,t\u00ee)aS \u00a9erlegen ging ohne Unterbrechung oorm\u00e4rtS, unb balb mar eine namhafte Anzahl ber? felben Oorhanben. Perfcpiebene unb ftarke fRegeng\u00fcffe, melche gumeilen baS gange Reft unter SSaffer festen, fepienen nicpt feiet gefepabet gn haben.\"\n\u201eAm 1. 3uti enbtiep hatte icp bie ftreube, gn fepen, ba\u00df baS PBeibcpen, met<heS fiep guerft oon ben \u00fcbrigen abfonberte unb guerft legte, feft ftpen blieb unb br\u00fctete, \u00a9ang alterliebft mar eS gu beobachten, mie ber $apn biefeS Paares aufb\u00e4umte unb jeben ^erannapenben burd) pelle, marnenbe t\u00f6ne anmetbete, unb mie bie #enne fid) bann fofort feft nieberbr\u00fcdte, f^ba\u00df fte oom \u00a9rbboben kaum ober mirttid) nid)t gu unterfepeiben mar. fcplo\u00df barauS, unb mopl niept mit Unrecpt, ba\u00df bie \u00a9cpopfmacpteln auep tpre \u00abRefter beffer gu oerbergeu miffen, als unfere \u00abRebp\u00fcpner, fomie fte biefen an\n27*","page":419},{"file":"p0420.txt","language":"de","ocr_de":"420\n5\u00a3ie S\u00e4ufer. \u00a9patro\u00f6gel. 33aumpiipuer.\n\u00a9pnettigfeit, \u00a9etoanbtpeit, 33epenbigfeit unb \u00aelugpeit toeit \u00fcBevtveffert. 2t\u00e4perte man ftp ber br\u00fc= tenben $enne ntepr als bem .fpapne gut b\u00fcnfte, fo toarnte berfelbe befottberS cinbringlip, xmb bie lernte ging Oerfioplen baOon, niemals aber fr\u00fcher, als bis fie mit einem \u00a9parrtvitte baS umperliegenbe trocfene Saub \u00fcber bie (Sier gefireut patte.\"\n\u201eSeiber machten bie \u00fcbrigen fpennen feine Sfnftalt gum SSr\u00fcten; eS tourbe beSpalb n\u00f6tpig, bereu (Sier Smtpemten unb .fjauSp\u00fcpnern gu \u00fcbergeben.\"\n\u201e\u00a3)aS felbft br\u00fctenbe \u00cfBeibpen braute nap breiunbgtoangig \u00a3agett gto\u00f6lf \u00a9tiicf gefunbe, kr\u00e4ftige 3unge auS. \u00a9ie tourben in ben erften Xagen ipreS SebenS oon ber Gutter oiel gepubert, gum f\u00fcttern angeleitet unb beim Dealen eines SDtenfpen getoarnt. 2)ie -Spenne tief; einen einzigen Saut ert\u00f6nen, unb augenblicflip barauf toaren bie flehten reigenben \u00ae\u00fcpleitt oerfptouitben, fobaff eS unS aud) bei ber gr\u00f6\u00dften 2lufmerffamfeit nipt nt\u00f6glip tourbe, eines ober baS anbere aufgufinben. 3>pr SBapStpunt ging \u00fcberaus fc^ne\u00ef\u00ef oon ftatten. \u00a9pon Anfangs \u00a9eptember toaren fie ootlft\u00e4nbig fl\u00fcgge, einige trugen bereits faft gang baS $Ieib it\u00e9rer \u00a9Item.\"\n\u201e\u00a3)ie \u00fcbrigen \u00a9ier, ungef\u00e4hr fiebrig an ber Bapl, patten ein fplimmeS \u00a9picffal. \u00a9in \u00eepei\u00ef ber auSgefpl\u00fcpften jungen tourbe oon ben \u00a3rutpennen gerbr\u00fcc\u00eft, ein anberer Xpeil oon ben -fpauS; p\u00fcpnern beim 2fuSfpl\u00fcpfen gefreffett, ein anberer ftarb nap toenig \u00a3agen. 3)ie \u00a9ier, toelpe in eine 23rutmafpine gelegt toorben toaren, famett gar nipt auS. \u2014 He\u00f6rigenS brautpe icp toopl faum 31t erto\u00e4pnett, baff baS tpeiltoeife SIftijflingen oon toeiteren ^erfupen nipt abfprecf\u00e9n, bie 3U(pt oiel; mepr eifrig fortgefe^t toerben toirb.\"\n2luS biefen 23eobaptungen gept toieber gur \u00a9ett\u00fcge peroor, baff baS Buptcrgebniff nur banu ein g\u00fcnftigeS ift ober fein toirb, toenn man SDtutterbruten ergielt. 2)op muff icp peroorpeben, baff icp aitcp meprfap baS \u00a9egentpeil beobachtet pabe, baff icp \u00a7itpner fap, toelcpe ipre flehten, bepenbett pflege; finber mit groffer \u00a9orgfalt f\u00fcprten unb ein \u00fcberaus angiepenbeS \u00a9pattfpiel geto\u00e4prten, toeil man ipnen fo rept bie 33erlegenpeit anmerfte, toelcpe ipnen baS rege, lebenbige unb unrupige 23oIf oerurfapte. \u00a9popftoapteln, toelcpe oon gut br\u00fctenben ^auSpenneit inS Sebett gerufen tourben, geigen geto\u00f6pnlicp gar feine \u00a9epeu gegen ben \u00e4Jienfpen, in toelpem fie ipren Pfleger erfennen lernen, laufen in \u00a7of unb \u00a9arten perum, fommen inS \u00a7auS ober 31t beftimmten ^utterpl\u00e4pen gur\u00fccf unb toerben gu palbcn \u00a3>auStpieren. 2lber gerabe folpe jpalbtoilbe too\u00fcen toir nipt erzielen. \u00a3>er erfte Btoecf, toelpen toir 31t oerfolgen paben, ift, unfere ^Salbungen mit ben pr\u00e4ptigen \u00a7\u00fcpnern gu beo\u00f6lfern, unb SDaS pat, meines \u00a9raptenS nap, burpauS feine \u00a9ptoierigf eiten. 9fup ip pabe biefelbe Uebergeugung toie $repberg, baff biefem Sogei im beutfpen$eipe eine greffe Bufunft toerben muff, toeil bieSor; tpeile, toelpe feine \u00a9inb\u00fcrgerung geto\u00e4prt, oon SRiemanbem beftritten toerben f\u00f6nnen, aup bie 3upt felbft burpauS feine uniibertoinblipen \u00a9ptoierigfeitcu oerurfapt. Sielleipt tr\u00e4gt baS Sorjtepenbe bagtt bei, einen ober ben anbern $orftmann unb Spierfreunb iiberpaupt gu Serfupen gu oeraulaffen ; beSpalb toil! ip gum \u00a9pluff nop meine burp eigene SBeobaptung unb Ser\u00fccfftptigung ber \u00a9r= faprung Anberer getoonnenen Sfnfipten \u00fcber bie S\u00f6\u00dfaprfpeinlipfeit beS \u00a9elingenS einer \u00a9inb\u00fcrgerung unferer $\u00fcpner pier folgen laffeu.\nSe\u00f6or man ftp \u00a9popftoapteln oerfpafft, toirb man ftp erft bie n\u00f6tpigen Buptgepege pergu; ftellen paben. \u00a9S gen\u00fcgt, toenn biefe bei gepn $uff Breite eine Briefe oon gtoangig unb eine fp\u00f6pe oon apt bis neunftuff paben; bop toirb eS oortpeilpaft fein, toenn man bieSSobenppe bcS \u00a9ebauerS gr\u00f6\u00dfer anuimmt. \u00a9ie SRorbs unb Oftfeite m\u00fcffen burp fefte \u00e4\u00f6\u00e4nbe gefp\u00fcpt, bie einzelnen \u00a9epege burp enge \u00a9itter getrennt toerben, bie SDecfen berfelben auS \u00a9raptnefren beftepen. SDaS fenfrepte \u00a9ittertoevf fann auS #oI$ pergeftettt toerben; \u00a9ifentoerf ift aber oorgugiepen, toeil eS gegen 9taub= tpiere befferen \u00a9pup geto\u00e4prt. 2Jtan barf aup nipt oergeffen, ba& SDtarber ftp gutoeilen burp \u00a9arnnepe einen \u00a9ingang gu oerfpaffen toiffett, to\u00e4prenb ipnen \u00a9ifenbraptnepe felbft\u00f6erft\u00e4nblip jeben 2\u00f6eg abfpliefen. \u00a9in 2;peil beS gujjbobenS toirb mit reinem \u00a9anbe, ein anberer mit Olafen belegt, ein britter m\u00f6gtipft bipt mit immergr\u00fcnen \u00a9tr\u00e4upern, beren 2lefte bis guni 33oben perabreipen, bepffanjt; ein Speil fann aup burp einSDap gegen Siegen gefp\u00fcpt toerben, obgleip \u00aejeS nipt unbe;","page":420},{"file":"p0421.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9djoOf unb'^elmtvachtel.\n421\nbingt nothtoenbig ift. dagegen halte id) eg f\u00fcr fdjr Widdig, ba\u00df mau Heine Zfy\u00fcxfytn anbringt, burdj Weld)c gutter ; unb Vrinfgef\u00e4\u00dfe h er\u00e4ug ; unb ^ineingebvad)t Werben f\u00f6nnen, ohne ba\u00df man bie 955gel baburd) beunruhigt, ^retyberg r\u00e4th, einen bid mit ^lu\u00dffanb iiberbedten 2Beg im \u00a9ebauer anju; legen, bon Welchem aug ber V\u00df\u00e4rter Silleg unterfingen \u00efann, ohne ben V\u00f6eg ju Oer taff ert, unb ebenfo, t)ier unb ba einen fleinen $\u00fcget aufgubanen, weil foldje bem ^\u00bbahne einen Sieblinggfth bieten unb, Wenn fie mit Vufd)Werf beftanben finb, Oon ber \u00a3>enne regelm\u00e4\u00dfig gur Anlage beg \u00fcftefteg benufet Werben, fallg man auf ihrer \u00a9pi^e e^ne Heine Vertiefung auggr\u00e4bt unb in biefer bie gerftreut gelegten \u00a9ier fammelt. SDie .!p\u00f6he fd^\u00fc^t bag SRefl bei Siegen oor UnterWaffer unb f\u00f6rbert fd)on beghalb bag \u00a9Hingen ber Vrut. \u00a9in alter knorriger SOBurjelftod, welcher $\u00dflaf3 genug jum Stefte freil\u00e4\u00dft, macht foldhen [p\u00fcgel noch anjieheuber f\u00fcr unfere Vaumlmhner.\n\u00a9rfal)runggnt\u00e4\u00dfig Wei\u00df man, ba\u00df \u00a9djobf; unb fpelmWadjtel bie \u00a9efetlfchaft anberer V\u00f6gel . lieben, tl)ut alfo Wohl, ihnen einige \u00a3erd)en, Simmer unb Linien be^ugefelten.\n\u00aeie Nahrung mu\u00df m\u00f6glid)ft Oerfdhiebenartig gew\u00e4hlt Werben. \u00a9in ^auptfutter bleibt guter $irfe; eg ift aber oortheilhaft, trenn man ihm \u00a9etreibe aller Slrt, 3Biden, \u00a9rbfen, #anf unb \u00fcber; haupt m\u00f6glidhft Oerfdjiebene K\u00f6rner beimifdht, namentlid) aud) j?eufd)lag unb bie beim Sluftourfe beg \u00a9etreibeg gur\u00fcdbleibenben, fogenannten \u00a9djeuerngef\u00e4me gum Ueberflu\u00df beigibt Side K\u00f6rner m\u00fcffeu troden gehalten, bie na\u00dfgetoorbenen aug ben ^uttern\u00e4ftfeu entfernt, \u00a3\u00fclfenfr\u00fcd)te b\u00fcrfen nur in geringer \u00a9abe gereicht Werben; jene fd^abett ber \u00a9efunbheit, biefe oerurfad)en nad; l\u00e4ngerem \u00a9enu\u00df Unfruchtbarleit, \u00a9r\u00fcnfutter barf uicmalg mangeln: im d\u00dfinter alfo toirb man fohl, \u00a9alat u. bgl., im Fr\u00fchling auggeftod)cnen S\u00eeafett mit bem frifd;en \u00a9rafe, ebenfo getoonnene SBeigen; unb loggen; hflaugen, unb im \u00a9cntmer alleg \u00fcbrige f rant, toelcheg man haben lamt, gur Verf\u00fcgung [teilen m\u00fcffeu. 9Jtau tl)ut Wohl, allen fohl ober \u00a9alat hod)guh\u00e4ngen, um bie V\u00f6gel 31t 3toingen, barnad) 3U h\u00fclfen, fid) fo alfo bie ihr 2Bol)lfein f\u00f6rbernbe Vetoegnng 311 oerfchaffen. Vor unb to\u00e4hrenb ber Vrut3eit barf ferbthiernahrung nid;t fehlen: fte ift ben jungen unbebingt nothtoenbig, unb einige 5)]funb frifdfe Slmeifeneier tragen hunbertf\u00e4ltige Binfen. 3>u Ermangelung biefeg Vortrefflichen gutterg faun mau ftd) bie n\u00f6thigen ferbtlfiere mit einem fogenannten \u00a9d)\u00f6\u00dffer, mit toeld)em man bag \u00a9rag ber S\u00f6iefett augbeutet, oerfchaffen. Vod) barf man oon biefer 9\u00eeal)rung nid)t guoiel auf einmal reichen, mu\u00df aud) bie f erfe ober puppen immer m\u00f6glidhft im f \u00e4\u00dfge 3erfireuen.\n2)ie 3ur Bud)t beftimmten \u00a9d)obfwadhteln m\u00fcffeu an oerfd)iebeneu Oertlid)leiten getauft toerben. Sftan ioenbet fid) alfo an bie beutfd)en ober belgifd)en Tierg\u00e4rten, Oerfchreibt ftd) eine beliebige Strahl oon paaren, h\u00e4lt bie 3uerft eingetroffenen ftreng gefonbert, big man bie erto\u00fcnfehte Slu3al)t beifammen hat, unb toechfelt bann bie S\u00dfaare, inbent mau 3U ben aug bem einen Tiergarten ftammenben g\u00e4hnen bie aug bem anbern be3ogeuett Rennen fefd unb umgetehrt. Scun aber \u00fcber; l\u00e4\u00dft man bie oerfdfjiebenen S\u00df\u00e4rdhen ftd) felbft, forgt f\u00fcr reichhaltigeg unb Oerfchiebcnartigeg gutter, feuert bie $aarunggtuft burd) Slmeifeneier, #anf unb anbere erregenbe Nahrung an unb greift blog bann oermittelnb ein, toenn eine \u00a3entte beft\u00e4nbig \u00a9ier legt, ohne 3U br\u00fcten. Tu* fie bag \u00a9egentheil, fo \u00fcberl\u00e4\u00dft man ihr auch bie pflege ihrer $inbcr fooiel alg thunlid), unter jt\u00fcfct aber bie \u00a9rn\u00e4l)rung bcftm\u00f6glid)ft, inbent mau in gett\u00fcgenber Sl^ahl pfianflliche unb thierifebe \u00a9toffe m\u00f6glidhft \u00f6ereiu3elt in ben $\u00e4fig ftreut. Cegt bie [penne eine uttgeio\u00f6hnlid) hohe Sl^ahl oon \u00a9iertt, fo beutet V)ieg auf \u00a9d)to\u00e4dhe beg fpalfneg; in biefent $alle alfo mu\u00df man einen anbern 3U ihr bringen.\nSitu sehnten ober 3to\u00f6lften Vage ihreg Sebeng finb bie B\u00fcchlein 3U einem freieren Beben bef\u00e4higt, unb nunmehr ift eg an ber Beit, fte in einem SSalbegtheile, welcher bem nat\u00fcrlichen Slufent; haltgorte unfercr Vaumh\u00fchner m\u00f6glidhft entfpridft, frei 3U laffett; beim eg fournit fehr oiel barauf att, ba\u00df man bie Familie noch to\u00e4hrenb ber g\u00fcnftigen Sahregseit in ben SBalb bringt unb % baburd) eg erleichtert, ftd) Weiter fort3uhelfcn. V)ie jungen b\u00fcrften unter ber Oortrefflidhen Seititug ihrer \u00a9Item halb fo fdfeu unb Oorftd)tig Werben, ba\u00df fte ben meifteit 9tad)ftetlungen entgehen; fie Werben ftd) bie ihnen am befielt sufagenben Oertlid)feiten felbft attgw\u00e4t)tett, ben n\u00e4dhften Sinter 3toeifelgohtte\n!","page":421},{"file":"p0422.txt","language":"de","ocr_de":"422\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9tarro\u00f6gel. Wachteln.\ngut \u00fcberfielen xtrtb im fotgenben f\u00c7r\u00fc^a^re felb\u00df sur Forty\u00dfansung, bie Ettern aber Wahrftein\u00efit not in bemfe\u00efben Sal\u00dfe Su einer ^Weiten \u00aevut fc^rettett.\nEg leuchtet ein, ba\u00df bie Einb\u00fcrgerung um fo beffer gelingen mu\u00df, jemehr Familien gleichseitig an einem unb bemfe\u00efben Orte fret gelaffen Werben. Ein etWaigeg Fehlfd\u00dfagen barf unb fann nic^t abftreden; benn bie Einb\u00fcrgerung Wirb ebenfo \u00dfter gelingen, \u00fc?ie bie beg Stothhuhneg unb ber BaumWattel in Englanb gelungen i\u00df. \u201eBei ben verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringen 2ln\u00efauf\u00ea\u00efoften biefer B\u00f6gel\", fo ftreibt mir ftr eh b er g, \u201ebarf fchon Etwag geloggt Werben; ich &in jebod) \u00fcberseugt, ba\u00df fdjon sehn ^agre mit jungen, Weh bann minbe\u00dfeng teilweife su einer seiten Brut fchreiten, innerhalb swei fahren &*n erften \u00aetanb \u00fcberaltert haben Serben.\"\n* *\n*\nMehrere Staturforfter fe^en in ben W acht ein (Coturnices) eine befonbere Unterfamilie, obgleich fte nicht verlernten, ba\u00df bie Unterftiebe sWiften ben hierher su s\u00e4hlenben \u00a9tarrV\u00f6getn unb ben ^elbh\u00fchnern unerheblich genannt Werben m\u00fcffen. Slubererfeitg flicht 2Jtand\u00c9>e\u00e8 f\u00fcr bie Trennung ber beibett \u00a9ruppen, unb jebenfallg fann eg nicht alg ein f^^Ier angefehen loerben, Wenn man \u00dft ber Stnfid\u00df jener Fvr\u00dfher an\u00dfhtie\u00dft.\n2llg fennseiefjen ber Watteln gelten geringe \u00a9r\u00f6\u00dfe, aber kr\u00e4ftiger, gebrungener Seibegbau, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig lange, fpi^igeFl\u00fcgel, ein aug s^olf Zeichengebern beftehenber, fehl* turser, abgerum beter, unter ben auffattenb verl\u00e4ngerten, \u00fcberh\u00e4ngenben B\u00fcrselfebern verftedter \u00a9tloans, Heiner, an ber (Stirn erh\u00f6hter \u00a9tnabet, mitteltanger ober lurser, unbef\u00dfornter Fu\u00df unb siemtit reichhaltigeg \u00a9efteber, Welte\u00ea ben $o\u00dff oollft\u00e4nbig betleibet unb beffen F\u00e4rbung ftch hin\u00dfttfi^ *>cr \u00aee; fdjlechter Wenig unterfcb>eibet, auch nach ber Sal\u00dfegseit nur unnterllich \u00dft ver\u00e4nbert.\n\u00a9elbft wenn man alle Heineren k\u00fchner, \u00fcber bereu BerWanbt\u00dfhaft man Steifet hegen tann, SU ben Felbh\u00fchnern rennet, mu\u00df man jebem Erbteile ber \u00f6ftlid)en ^albtugel eine ober mehrere ihm eigent\u00fcmliche Watteln suge\u00dfehen. \u00a9erabe biefe \u00a9ruppe ift Weiter verbreitet alg alle gteid;= Werthigen Slbtheilungen ber Orbnung. \u00a9ie geigt ftch befonberg reifhalti\u00f6 iu ben malat\u00dfften S\u00e4ubern unb in Sluftralien; Wir leimen berseit aber noch teinegWegg alle Strten, Welche hier leben, unb b\u00fcrfen mit (Sicherheit annehmen, ba\u00df ihrer noch mehrere Werben entbedt Werben. Ebenfo aug; gebehnt Wie ber Berbreituuggfreig ber \u00a9efammtheit i\u00df auch bag Wohngebiet ber einsetnen Slrten ober Wenig\u00dfeng bie \u00a9trede, innerhalb welker eine unb biefelbe 9lrt vortommt: unfere beutfd;e Wastel s- 33. toirb but\u00df\u00e4blit auf ber halben Erbe gefunben; ihre langen Fl\u00fcgel bef\u00e4higen \u00dfe, Reifen su unternehmen, Welche f\u00fcr einen H\u00fchnerv\u00f6gel alg gro\u00dfartig beseitet Werben m\u00fcffen.\nOie Sebengweife unterfc^eibet bie Wadjteln in mehrfacher H\u2019w\u00dftt von ben Felbh\u00fchnern. 3hte gfteifef\u00e4higteit unb bie bamit sufammenh\u00e4ngenbe Wanberlu\u00df \u00fcbt einen bebeutenben Ein\u00dfu\u00df auf bag Seben aug. 2tber unfere SS\u00f6get seigen auch in gefetliger Hiu\u00dft*, r\u00fcd\u00dfttlit ber Fortpffansung u. f. W. mand^eg Eigent\u00fcmliche. Ungew\u00f6hnlich unter ben \u00a9tarrv\u00f6geln i\u00df ihre geringe \u00a9efe\u00ef\u00efigteit, Welte \u00dft befonberg barin augf^rid^t, ba\u00df \u00dfe nur in lodern* Ehe leben unb \u00dft fon\u00df Wenig um emanber t\u00fcmmern, aut nur bann su gro\u00dfem \u00a9taren vereinigen, Wenn ber Wanbertrieb unb bie Wanber* not \u00dfe sufammenf\u00fchrt. Stitt minber eigenth\u00fcmtit i\u00df ferner, ba\u00df \u00dfe \u00dft \u00fcberall Wohl be\u00dfnben, Wo it)re Slnforberungen an bag Seben einigerma\u00dfen erf\u00fcllt werben, ba\u00df \u00dfe fogar in S\u00e4ubern, wette man alg ihnen frembe beseitnen mu\u00df, sur Fvrtp\u00dfansung ftreiten. 3>hre leibliten unb gei\u00dfigeit Begabungen flehen hinter benen anberer \u00a9tarro\u00f6get nitt aur\u00fcd: in vieler H^\u00dft*/ un*> fo namenttit in ber Bewegtheit, \u00fcbertreffen bie Wattetn, mit Slugnahme ber Flugh\u00fchner, alle \u00fcbrigen \u00a9tarrv\u00f6gcl. Oie Stauung, Welte \u00dfe su \u00dft nehmen, i\u00df ungef\u00e4hr biefelbe anberer Heiner H\u00fchner; bot barf man vielteitt fagen, ba\u00df \u00dfe \u00dft wehr an tieri\u00dfhc alg an p\u00dfanslite \u00a9toffe halten. Ungeattet ber loderen Ehe, in Weiter \u00dfe leben, vielleitt gerabe beghalb, Vermehren \u00dfe \u00dft","page":422},{"file":"p0423.txt","language":"de","ocr_de":"S\u00dfadfjtet.\n423\nfe\u00a7r ftarf ; g\u00efeid^ix)oT^I reicht biefe Sermehrung faunt au!, bie Serlufie gu becfen, ioeiche jebe Sirt biefer reifeiuftigen \u00a9efclj\u00f6pfe gu er\u00efeibert pat. (Sine Stenge bon \u00c7einben lauert ihnen auf im Storben ioie ini S\u00fcbert; ber SJienfch allein Oernichtet in jebem jperbfie unb in jebem ^r\u00fc^linge .Jpunberttaufenbe oon ihnen, unb ba! Steer, ioeiche! fie allj\u00e4hrlich g\u00efoeimai \u00fcberfliegen, oerfcljlingt minbef\u00eeen! ebenfo oie\u00efe. Oem entf^red^enb fchioanft ihre Singaljl in einer geioiffen \u00a9egenb feljr bebeutenb: in manchen Saljren begegnet man aUerort\u00ea Sacf)teln in Stenge, in anbern fie\u00a7t man fie feiten unb fp\u00e4rtich.\nOie Sachtei, aud) Schnarr*, Sanb* unb Scpiagloachtef genannt (Cotumix communis), ift auf ber Oberfeite braun, roftgelb quer? unb l\u00e4nglgeftreift, auf bem $opfe bunfler ai! auf bem h\u00fclfen, an ber \u00aeel)le rojibraun, am tropfe roftgelb, auf ber Sauchmitte gilblichioei\u00df, an ben Sruft* unb Saudjfeiten roftroth, hellgelb in bie S\u00e4nge geftreift; ein lid^tgelbbrauner (Streifen, metdjer an ber Surgel bel Oberfdjnabel! beginnt, gie^t ftd) \u00fcber bem Singe ba\u00a7in, am ^alfe Ijerab unb umfchlie\u00dft bie $ehie, ioirb ^ier aber burch gioei fdjmate, bunfeibraune S\u00e4nber begrengt; bie ipanbfdjroingen geigen auf fdhio\u00e4rglichbraunem \u00a9runbe r\u00f6tlich roftgelbe Ouerflecfen, treidle gufantmen Sauber bilben; bie erfte \u00a9dringe ioirb au\u00dfen burd) einen fd^malen, gilbtidffen Saum Oergiert; bie roftgelben Steuerfebern h\u00fcben ioei\u00dfe Sch\u00e4fte unb fdjioarge Sinbenfiecfe. Seim Seibchen finb alle f\u00e4rben oiel bl\u00e4ffer unb unfeheinbarer, auch tritt ba! ^e^lfelb ioenig heroor. Oal Singe ifi ^ells braunr\u00f6tfjlid), ber Schnabel horngrau, ber $u\u00df r\u00f6tlich ober bia\u00dfgeib. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt TU, bie Sreite 13, bie ^ittigl\u00e4nge 4, bie Schioangi\u00e4nge 1% Soll.\nStau fennt ioenig S\u00e4nber ber alten Seit, in benen unfere Sachtei noch nicht beobachtet ioorben ift. 2>n Europa fommt fie oom fedj\u00eagigfteu \u00a9rabe n\u00f6rbl. Sreite an nach S\u00fcben hin \u00fcberall oor, toenn auch erft oom funfgigften \u00a9rabe an regelm\u00e4\u00dfig. Sn Stittetafien lebt fte in einem etioa! f\u00fcbticher gelegenen \u00a9\u00fcrtel an geeigneten Orten nicht minber h\u00e4ufig, oielleicht noch maffenhafter all in \u00a9uropa, unb ba fie nun oon hier* Joie oon bortau! .aEj\u00e4^rlid^ S\u00e4uberungen nach bem S\u00fcben antritt, burchftreift fie and) gang Storbafrifa bi! in bie \u00a9leidferl\u00e4nber biefe! \u00a9rbtheil! unb gang S\u00fcbafien; ja, e! ift ioahrfd)einli<h, ba\u00df fie ben toarmen \u00a9\u00fcrtel burchgiept unb ben f \u00fcblichen gem\u00e4\u00dfigten befucht: benn biejenigen Sachtein,, ioeldje im \u00aeaplanbe erlegt unb gefunben ioorben, ftimmen fo genau mit ber unferigen \u00fcberein, ba\u00df man eine Slrtoerfd^ieben^eit faum annehmen fann.\nOie S\u00e4uberungen ber Sad^tel ftnb in jeber Segnung merfio\u00fcrbig. Sie gefdjehen allj\u00e4hrlich, ioeichen aber gleichioohl oon bem 3uge anberer S\u00f6gel nicht unioefentlich ab. \u00a9iugelne Satteln fcheinen faft io\u00e4hrenb bei gangen ^ahrel auf ber S\u00e4uberung gu fein, unb auch biejenigen, ioeiche fich io\u00e4hrenb bei Sommer! ber ^ortpflangung falber eine Belang feft anftebeln, oeriaffen ba! geio\u00e4hlte \u00a9ebiet f einelioeg! alle gu gleicher Seit. \u00a9ingelne erfcheinen fcfjon \u00a9nbe Slugu\u00df! in \u00a9gppten ; eine gr\u00f6\u00dfere Slngapl trifft hier im September ein: in bemfelben Stonate aber finbet man, unb feine!* ioeg! feiten, in Oeutfcptanb nodh br\u00fctenbe Seibdhen ober Sunge im Ounenfleibe. Oer ^auptgug gefdhiept allerbing! im September; er io\u00e4hrt aber ben gangen Oltober h^burdh unb in eingeinen f\u00e4llen fogar bi! in ben SoOember hinein. Serfammiungen oor ber Steife fcheinen nicht ftattgu* finben, bie eingeineu Sadjteln ftch oieimehr ohne fR\u00fccfftcht auf bie anbern gur Steife aufgumachen; unterioeg! aber gefeilt ftch eine erobern, unb bi! bie ffteifenben nach S\u00fcbeuropa gelangt ftnb, haben ftch bereit! gasreiche gl\u00fcge gufammengefchart. Som Slnfange September an ioimmelt e! in allen Reibern l\u00e4ng! ber \u00ae\u00fcfte be! Stittelmeer! Oon Sachtein. \u201eSk.ben \u00a9eftr\u00e4udhen l\u00e4ng! ber Slbgr\u00fcnbe, \u00a9r\u00e4ben unb Siefen, in jebem \u00a9eftr\u00fcpp, hinter jeber Scholle\", fagt Son ber St\u00fchle, r\u00fcctftdhtlich \u00a9riecheitlanb!, \u201efliegt oor bem S\u00e4ger eine Sad)tel auf, unb ioenige Stunben gen\u00fcgen, um bie Saibtafche gu f\u00fcllen. St\u00e4nden Storgen trifft man, ioenn nacht! Sirodo geblafen, feine Sachtein mehr an benfelben 5\u00dfl\u00e4pen, ioo tag! guoor gange Sdharen lagen; pl\u00f6^lich aber erfcheinen ioieber gro\u00dfe ^l\u00fcge oon ihnen, unb fo ioechfeit e! ab, bi! Stadhtfr\u00f6fte ben lebten Ourchreifenbetx","page":423},{"file":"p0424.txt","language":"de","ocr_de":"424\n\u00a9te S\u00e4ufer. \u00aed)\u00fbrrb\u00f4gel. SBadjte\u00efn.\nberfcheucht haben.\" \u00a9enau ebenfo ift eg in ber X\u00fcrfei, in \u00a9\u00fcbitalien unb ganten, nid;t anberg ving\u00ea um bag fchWarge unb fagf\u00fcfdfe tf\u00f6eer unb ebenfo an bei- t\u00fcfte beg j;af>anifd)en unb d)inefif^cn SDZcere\u00ea. 2lber fd)on in \u00a9\u00fcbfran\u00efreid) unb nod) l\u00e4ufiger auf ben bvei f\u00fcblid)ett ^albinfelu'f\u00eauropag \u00fcberwintern allj\u00e4hrlich biete 2\u00f6adjteln; ja, man |at felbft in \u00a9eutfdjtaub W\u00e4t)renb beit eigentlichen S\u00dfintermonaten einzelne gefunben.\n<Mt reifenben \u00a9kdjtetn benu\u00dfeu bag f\u00c7eft\u00efanb foWeit fte l\u00f6ttneu, unb beg|alb fommen an ber \u00a9pi\u00dfe ber f\u00fcblidjen #albinfet fo ga|treic|e \u00a9djaren gufammen. \u00a9ei wibrigem, b. h- in ber Reifes richtung Weljenbem SBinbe fiodt ber \u00e4ug; foWie aber \u00a9egeuWmb eintritt, ergebt fid) ber \u00a9djWarm unb fliegt nnn ing \u00a9teer |inau\u00ea unb in f\u00fcbWeftlidjer Richtung Weiter. S\u00dfenn ber SBiitb beft\u00e4nbig bleibt\n\u00a9te 3Bad)teI (Coturnix communis), i/\u00ee -ber li\u00e2t. \u00a9r\u00f6fje.\nunb nid|t $unt \u00a9turnte amo\u00e4chft, ge|t bie Steife gl\u00fcdlid) bon flatten; benn bei ruhiger Witterung fournit faunt eine nenneng Wertlje Strahl nuferer Steifenben im \u00a9teere um. $)ie \u00e4Banberfd&ar fliegt ihren SSkg ba|in, folange bie traft ihrer \u00a9djwingen eg m\u00f6glich macht; tritt \u00fcbergro\u00dfe \u00a9rnt\u00fcbung ein, fo l\u00e4\u00dft ft<h, wie id) bon glanbw\u00fcrbigen \u00a9Ziffern berfid^ert Worben bin, bie ganje \u00a9efeltfchaft auf ben SMen nieber, ru|t \u00a7icr eine \u00e4eitlang aug, erhebt fid) bon neuem unb fliegt Weiter. Anberg ber|\u00e4lt eg ftd) freilich, Wenn W\u00e4|renb ber Steife ber 2Binb nmfchl\u00e4gt ober aum \u00a9turnte anW\u00e4chft 3n ber 3ugrid)tung We|cnber 2\u00dfinb erfd)Wert ben ungefd)idten gUegem i|r S\u00dfeiterbeWegen int l)o|en \u00a9rabe, \u00a9turnt madjt eg unnt\u00f6glid). Unter folgen Umft\u00e4nbeu fl\u00fcrjen ftch bie jum \u00a3obe ermatteten 2\u00f6ad)teln Wie bcftnttuitgglog auf einzelne tlipben ober auf bag \u00aeed ber \u00a9d)iffe, unb |ier liegen fic lange 3dt o|tte fi<h ju regen. @ie Werben buvdj fold)eg \u00a9ti\u00dfgefdjid fo \u00e4ngftlidj unb ber Wirrt, ba\u00df","page":424},{"file":"p0425.txt","language":"de","ocr_de":"SS ad) tel.\n425\nfte, and) Wenn bag S\u00dfettcr umgefchlagen itnb bcr S\u00dfinb toieberutn g\u00fcnftig geworben ift,' nod) \u00a3age lang auf folgern 3uf(ud)t3ovte BerWeilett, beBor fte ftd^ gur SBeiterretfe entfalteten. Oieg I;at man Beobachtet: \u2014 wie Biele Bon ihnen aber in bie S\u00dfellen gefd)leubert unb hier ertr\u00e4nft Werben m\u00f6gen, Weif? man nid)t.\nS\u00dfentt man W\u00e4ljrenb ber eigentlichen 3u9i$eit du irgenb einem f\u00fcnfte ber norbafrifauifdjen stifte auf bie S\u00dfadfjteln achtet, ift man nicht fetten 3euge ihrer Slnfunft. SRan gewahrt eine bmtfle, niebrig \u00fcber bem SBaffer fd)Webettbe SBolfe, Welche ftd) rafdj n\u00e4hert unb babei mehr unb mehr ftch Ijerabfenft. Unmittelbar am Slanbe ber \u00e4ufjerfieu \u00c7luthWede ft\u00fcrgt ftch bie tobtmiibe Sftaffe jum Sobett herab. \u00a3>ier liegen bie armen \u00a9efcppfe anfangs mehrere Minuten lang Wie bet\u00e4ubt, unf\u00e4hig faft, ftch gu r\u00fchren. 2lber biefer 3ufianb geht rafdh Bor\u00fcber. \u00a9g beginnt ftch gu regen; eine ber Stngefomnteueu macht ben Slnfang, unb halb h ufd)t unb rennt eg eilfertig \u00fcber ben nacften Sanb, g\u00fcnftigeren $er= jtedpl\u00e4heit gu. \u00a9g w\u00e4hrt geraume 3eit, big eine 2\u00dfa<htel ftch Wieber entfdjliejgt, bie erfd)\u00f6pften Srujtntugfeln Bon neuem anguftrengen; in ber Flegel fucht febe jcfet ihr #eit tut Saufen; w\u00e4hreub ber elften \u00a3age nach ihrer SlnEunft erhebt fie ftch geWif; nicht ohne bie bringenbfte Stotl). $\u00fcr mid) unterliegt eg fogar feinem 3toeifel, ba\u00a7 bie Steife Bon bem Slttgenblide att, Wo bie Schar wieber fefteg Sanb unter ftch hat, gum gr\u00f6\u00dften Ofjeile laufenb fcrtgefebt Wirb.\n\u2022Sott nun an begegnet man ben 2\u00dfad)tetn \u00fcberall in Storbofiafrifa, nirgettbg aber in Scharen, fonbern \u00fcberall nur Bereingelt, Wenn aud) hier unb ba tu gtemlicher Slttgahl. 3a ihren SSohttfthett erw\u00e4hlen fte ftd) Oertlidhfeiten, Welche ihren S\u00df\u00fcnfdjett entbrechen, namentlich Stoppelfeiber, bte mit \u00a7alfa bebedften unb bie bebauten \u00a9el\u00e4nbe. Bor allem jebodb bie Sterbe, Weldje ihnen gang befottbcrg gugufagen fcpeint \u00a9g ift mir Wahrfdjeinlich, baff alle S\u00dfinterg\u00e4fte, folange fte in Slfrifa BerWcileu, umherWattbern, [ich alfo nicht an einem unb bentfelben Orte geitWeilig anftebeln. \u00dcJlit beginn beg ^r\u00fchlingg treten fte alfgemad) ben Stiicfgitg an, unb im_2lpril fammeltt fte ftch an ber f\u00f4iiftc beg SJleereg, nie aber gu fo gasreichen Scharen, Wie int \u00a3>erbfte. Oie 2lbgiel)enbeu fd)cinett \u00fcbrigeng gum St\u00fccfWege nicht immer biefelbe Straffe Wie im fperbfte gu W\u00e4hlen ; Wenigfteng fal) \u00a9rljarb auf ben \u00a9pclaben gelegentlich beg $r\u00fcl)lingggugcg ttiemalg eine 2\u00dfad)tet, W\u00e4hreub int .fperbfte aud) hiee jebe g\u00fcnftige Oertlidjfeit Bott ihnen Wimmelt. Oagegett Bcrftd)ertt attbere Scobad)ter, bafj bie 2\u00dfad)teln auf attberen Snfeltt W\u00e4hreub ber \u00a7in= unb $erreife gefehlt Werben, fo g. S. auf SJlatta. Oie S\u00dfeiterreife fcheint langfant Bott flatten gu gehen; bentt mau beobachtet, baj} bie S\u00dfadhtelit, Welche in S\u00fcbeutopa \u00a9nbe Stpritg maffenhaft ftd) einftelfen, ttad) unb ttad) big auf biejenigen fkare, Weld)e gunt Giften hier bleiben, ftch Berlieren.\nSS'ett Sommerftanb nimmt bie S\u00dfad)tel am liebftett in fruchtbaren, getreibereid)en \u00a9betten. \u00a7odh gelegene, gebirgige S\u00e4nberftridhe meibet fte, unb fchott im ^\u00fcgellattbe ift fte feltener alg in ber Stiefe. Oag S\u00dfaffer fdheut fte ebenfo Wie bie \u00a7\u00f6l)e; bal)er fehlt fte itt ber 3R\u00e4he Bott S\u00fcmpfen ober Or\u00fcdhett g\u00e4nglid). Unmittelbar nach ihrer Slnfunft h\u00e4lt fte fi<h gutt\u00e4d)ft im S\u00dfeigett ; ober loggen; felbe auf; fp\u00e4ter geigt fte ftch Weniger W\u00e4hlerifch; bemungead)tet barf alg Siegel gelten, bafj fte fid) ba, Wo fein \u00e4\u00dfeigett gebaut Wirb, nicht heimifd) f\u00fchlt unb hier h\u00f6chfieng itt ber 3uggeit angetroffen Wirb. S\u00df\u00e4ljrenb bcr Steife f\u00e4llt fte guWeilen itt niebrigeg \u00a9eb\u00fcfd) ein; ittt Saufe beg Somtnerg aber oerl\u00e4fjt fte bag f\u00c7elb nicht.\nSJlatt fattn bie 2\u00dfad)tel Weber einen fd)\u00f6iteit ttod) einen begabten Sogei ncttttcu; gleidhWol)l ift fte beliebt bei Sung unb 2llt. Oieg batt\u00eet fte ihrem helfen, WeitfdjaHenben ^aaruttggrufe, bem bekannten \u201eSiicfWerW\u00fcd\", Weld;er Bon Sebent gern Bernommen Wirb unb gur Selebttttg ber \u00a9egenb entfdhieben mit beitr\u00e4gt. Su ihven \u00a9igenfdjaften ttttb Sitten, itt if;rer Sebettgweifc unb ittt Setragen unterfdheibet fie ftd) in Bieter $inft<ht Bott bem Siebhuhne. Sie gel)t rafd) unb bel)enb, aber mit fehlerer Haltung, weil fte ben $opf e\u00fftgie\u00efjt unb ben Schwang gerabe herabh\u00e4ngen l\u00e4fjt, alfo fugetig erfcheiut, ttieft bei jebem Schritte mit bem \u00aeopfe unb nimmt nur feiten eine eblere Gattung att; fte fliegt fchneff, fdjnurrenb unb rudfWeife fortfdjiefjenb, Biel rafd)er ttttb geWanbter alg bag Siebhuhn, fdhWenft ftch guWeilen auch fel)r gierlid), buvdhmifjt aber nur ungern fliegettb gr\u00f6\u00dfere Stredett, erhebt","page":425},{"file":"p0426.txt","language":"de","ocr_de":"426\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9cpatro\u00f6gel. SBacpteln.\nftep Heg to\u00e4prenb beg 3ugeg in bebeuteubere $\u00f6pen uttb toirft fidp balbm\u00f6glid^ft toieber gum Voben perab, um laufenb toeiter gu fl\u00fcchten. 3P\u00ab \u00a9inn\u00e9, gurnal \u00a9eftept mtb \u00a9ep\u00f6r, b\u00fcrfett alg toopl enttoidtelt begeidpnet toerben; ipr SSerftanb aber forint fe^r gering gu fein. 2Jtott \u00efann fie nidpt gerabe fd^eu nennen; furdptfam nnb \u00e4ngftlidp geigt fte ftdp jebcd^ ftetg, nnb trenn fte ftdp part \u00bberfolgt freist, X\u00e4^t fte ftdp toapre Stollpetten gu \u00a9dpulben \u00efotnmen, fobafj eg fdpeint, alg ob fte ftd^ gefiebert glaubt, ioenn fte nur tpren \u00aeopf \u00bberborgen pat. \u00a9efeHige \u00a3ugenben ftnb ipr fremb; nur bie jftotp, niept bie Neigung \u00bbereinigt fte. \u00a3>er $apn fepeint Slnpcinglidpleit an anbere \u00a9eineggleicpen gar niept gn lernten, \u00bberfolgt jeben anbern mit blinber SButp, l\u00e4mpft mit ipm big gum lebten Sltpentguge nnb ntifjpanbelt oft audp bie #enne, toelcpe feine Vegierbe im alterp\u00f6dpften \u00a9rabe entflammt. 2)ie $enne geigt ftdp alg gute SD\u00ceutter nnb nimmt fiep \u00bbertoaiftcr \u00aeiidplein mit gro\u00dfer Siebe an, toirb aber \u00bbon biefen fdpn\u00f6be \u00bberlaffen, fobalb fte tprer nidpt mepr beb\u00fcrfen. Um anbere \u00a3piere bef\u00fcmmert ftdp bie SBadptel nur infotoeit fte biefelben f\u00fcrdptet; ein gefeUigeg ober frennbfdf;aftlic^e\u00ea Verp\u00e4ltnif gept fte mit feinem cingigen ein.\nSluper bent erm\u00e4hnten ^\u00dfaarnnggrufe l\u00e4fjt bie S\u00dfadptel nodp mehrere anbere Saute \u00bbernepmen, it>eld^e jebocl) meift fo leife anggeftofen toerben, ba{j man fte nur in gro\u00dfer $ft\u00e4pe p\u00f6rt. \u00a3)er Socfton beiber \u00a9efdpledpter ift ein leifeg \u201eV\u00fcbitoi\", ber Siebegrnf ein ettoag lantereg \u201e^rictiet\" ober \u201eVr\u00fcbr\u00fcb\", ber Slugbruct ber Ungufriebenpeit ein fdptoadpeg \u201e\u00aenrr, gurr\", bie $urdpt ein unter; br\u00fcefteg \u201eXr\u00fclilil, tr\u00fclil\", ber Saut beg \u00a9dpredteng ein ebenfaUg nidpt toeit \u00bbernepmbareg \u201e\u00a3r\u00fcl reef redf reef\", ioelcpeg bei gr\u00f6\u00dfter Slngft in ein fiepen umgetoanbelt toirb. \u00a3>em ^aamnggrufe beg \u00fcMmtdpeng pflegt ein peifereg \u201e2\u00df\u00e4rre to\u00e4rre\" \u00bborauggugepen; biefent Vorfpiele folgt bag \u201eV\u00fccftoer; miief\" mepremal nadp einanber, ttnb je \u00f6fter eg auggeftofcen toirb, umfomepr fdp\u00e4pt man ben $apn.\n\u00a9olange bie \u00a9onne am Rimmel ftept, peilt ftdp bie Sadptel m\u00f6gtidpft ftiU nnb \u00bberborgen gtoifdpen ben Halmen nnb h\u00e4nfen ber gelber auf; to\u00e4prenb ber 2Jtittaggftnnben pflegt fte ein \u00a9anbbab gn nepmett, bepaglicp pingeftredtt fiep gu fottnen ober auep gu fdplafen; gegen \u00a9onnennntergang toirb fte munter nnb rege. SDann \u00bbernimmt man ipren \u00a9cX;lag in faft ununterbrochener golge nnb fiept fte laufenb ober fliegenb au\u00dferhalb iprer Verftecfpl\u00e4pe, toelcpe fte ttunmepr \u00bberl\u00e4\u00dft, um ber Sftaprung naepgugepen ober um ftdf; gum anbern \u00a9efcpledpt gu gefeiten nnb beg\u00fcglidp mit einem SXebenbupler einen \u00a9trauf auggufedpten. 3Me sprung beftept ang K\u00f6rnern \u00bberfepiebener 2lrt, aug Vlattfpipen, Vl\u00e4ttern nnb f\u00f6ttogpen nnb gn gleicpen ^peilen etwa aug atlerpanb \u00aeerbtpieren. Septere fepeinen ben ffSflangenftoffen ftetg \u00bborgegogen gn toerben, aber gum \u00a9ebeipen beg Vogelg toenigfteng niept nnbe= bingt notptoenbig gu fein, ba erfapmnggnt\u00e4fjig feftftept, baff fiep SBadpteln monatelang mit 2\u00dfeigen; f\u00f6rnern ern\u00e4pren laffen. kleine \u00a9teine, toeldpe bie Verbauung bef\u00f6rbern, unb frifdpeg Vkffer gnnt Xrinfen ftnb ipr Veb\u00fcrfni\u00a7 ; aber eg gen\u00fcgt ipr gur \u00a9titlung ipreg SDnrfieg fepon ber \u00a3pau auf ben bl\u00e4ttern, unb begpatb fiept man fte auep nur fetten an beftimmten Xr\u00e4nffteUen fiep einftnben.\n\u00a3\u00f6cpft toaprfdpeinlidp lebt bie SBadptel in Vielepigteit ; eg beuten minbefteng alle Veobacptungen barauf pin, baf an ein toirflidpeg \u00a9peleben ber \u00bberfdpiebenen \u00a9efeptedpter nidpt gebadpt toerben fann. S)er ^apn \u00fcbertrifft an \u00a9iferfuept toom\u00f6glicp alle SSertoanbten, \u00bberfudpt, aug feinem \u00a9ebiete f\u00e4mmttidpe 9ftebenbupter gn \u00bbertreiben nnb ftreitet um bie 2l\u00fceinperrfdpaft mit anbern \u00a9leidpgefinnten auf Seben nnb \u00a3ob. \u00a9egen bie $enne geigt er ftep begeprlicp nnb ft\u00fcrmifdp, toie faunt ein anberer SBogel: er mippanbelt fte, ioenn fte ftdp feinen Inforberungen nidpt guttoittig nnb fofort f\u00fcgen toiU; er begattet ftep fogar mit irgenb einem anbern beliebigen SBoget, toeldper piergu anfguforbern fepeint. Naumann fap, bap ein S\u00f6adptetm\u00e4nndpen in \u00bberliebter 3ftaferei einen jungen Mul, Joelcper gef\u00fcttert fein iooftte, betrat, erto\u00e4pnt, ba\u00a7 man beobadptet pabe, toie ein paarunggluftiger \u00a7apn auf tobte SS\u00f6gel fprang, unb palt begpalb bie alte \u00a9age, baf ber ^apn ftdp fogar mit Kr\u00f6ten begatte, toenigfteng f\u00fcr erfl\u00e4rlidp. SDie Seltne ntadpt erfi fpat, b. p. fanm \u00bber Slnfang beg \u00a9ommerg, 5lnftalt gum 3Reftbau, fdparrt ftdp ant liebften auf \u00a9rbfen; nnb SBeigenfelbern eine feidpte Vertiefung, lleibet biefe mit einigen troefnen S\u00dffXangentpeilen aug nnb legt auf leptere ipre adpt big \u00bbiergepn \u00bber; p\u00e4ltnifm\u00e4fjig gro\u00dfen, bimf\u00f6rmigen, glattfdpaligen, auf lidptbr\u00e4unlidpem \u00a9runbe gl\u00e4ngenbett, bunfel;","page":426},{"file":"p0427.txt","language":"de","ocr_de":"23 a dp t e I.\n427\nober fdpmargbraun gcftedkten, in g\u00e4rbung unb Betonung toietfacp, abmeidpenben (Ster. Sie br\u00fctet mit (Sifer adptgepn big Rangig Vage lang, l\u00e4\u00dft ftdp kaum toom Stefte fdpeudpen, tcirb begpatb audp oft ein Opfer ifjrer Eingebung. tt\u00df\u00e4prenbbem fdpmeift ber #apn nodp ebenfo tiebegtott mie fr\u00fcher im gelbe untrer unb treibt eg mit einer ipenne mie mit ber anbern, opne fiep megen ber Siadpkomntenfdpaft gu forgen. Oie Bungen laufen fofort nad) bem Slugfcpl\u00fcpfen mit ber Sitten batoon, Serben toon ipr forgfant auf bie 2\u00dfeibe gef\u00fchrt unb gunt greffen angepatten, anf\u00e4nglich bei fdpledptem SBetter audp gepubert unb \u00fcberhaupt befteng abgemartet. Sie madpfen auffatlenb rafdp peran unb merben batb fo fetbft\u00e4nbig, ba\u00df fte beg Sccfrufeg ber SMutter kaum mepr adpten unb n\u00f6tpigenfattg ftcp allein burdp\u2019g geben gu fdptagen fudpen. Sdpon in ber feiten S\u00dfocpe ipreg Oafeing flattern fte, in ber f\u00fcnften ober fecpgten paben fte ipre tootle \u00a9r\u00f6\u00dfe unb gen\u00fcgenbe gtugfertigkeit erlangt, um bie $erbftreife antreten gu k\u00f6nnen.\nDtidpt fetten finbet man ttodp gu Enbe beg Somnterg eine alte SBadptel mit kleinen, unreifen Bungen, benen ber peramtapenbe $erbft fdpmerlicp ttodp gen\u00fcgenbe Be\u00fc gu iprer Entwicklung l\u00e4\u00dft, \u00a9otdpe Vruten gepen mopt regelm\u00e4\u00dfig gu \u00a9runbe. Stber audp bie fr\u00fcper auggefommenen pabcn toon attertei taufenbem unb ftiegcnben Staubgeug toiet gu teiben, unb febenfaltg barf matt annepmen, ba\u00df faum bie \u00a3\u00e4tfte toon alten 2Bad)tetn, metdpe geboren merben, big gum Veginn ber \u00e4perbjireife leben bleibt. Oie Steife felbft bringt ttodp gr\u00f6\u00dfere \u00a9efaprett mit fiep; bcnn nunmepr tritt ber SJtenfcp atg fdptimmfter alter geinbe auf. g\u00e4ttgg ber n\u00f6rblupen, meftlid;en unb \u00f6fttidpen \u00c4\u00fcfie beg SDtittets meereg mirb mit Vegimt bief er Steife ein Step, eine Sdjlinge, eine gatte an bie anbere geftettt. Oie Bnfet Eapri ift ber\u00fcpmt geworben megen ber Ergiebigkeit beg SBacptetfangeg ; fr\u00fcpere Vifcp\u00f6fe, gu bereu Sprenget bag Eitanb gep\u00f6rte, patten einen bebeutenben Opeil ipreg Eintommeng bem 2\u00dfad;tet; fange gu banken. Bn Stom fotten, mie SBat'erton beridptet, gumeiten an einem gage 17,000 St\u00fcck nuferer V\u00f6gel toergoHt merben. Sin ber fpanifcpen \u00ae\u00fcfte ift ber gang, roetdper pier \u00fcbrigeng paupt= f\u00e4dptidp int gr\u00fcpjapre ftattfinbet, nidpt minber bebeutenb. \u201eBn ber SDtaina\", fagt Von ber SDt\u00fcple, \u201egumat aber auf ben Bufetn, ift m\u00e4prenb ipreg Ourdpgugeg Bung unb Slit mit ber 3agt> un\u00ee> \u00aeere*; tung ber V\u00f6gel befdp\u00e4ftigt. SOian f\u00e4ngt fte mit gu\u00df; unb $atgfdplingen, mit Siebes unb Stedkgarnen/ toorg\u00fcgticp mit einem Z\\xa\u00df, meldper fepr gro\u00df unb aug gifdpernepen gemadpt mirb; ja, bie f naben erfdptagen fogar bie recpt fetten unb fepr feft tiegenben mit St\u00f6cken. Sie merben gerupft, bie \u00df\u00f6pfe nnb g\u00fc\u00dfe abgefdpnitten, bag Eingemeibe perauggenommen, auf ber Vrufi gefpalten, mie geringe toerpadkt unb toerfenbet. Oiefe ErWetbgquette ift f\u00fcr mancpe \u00a9egenb fo bebeutenb, ba\u00df ber epcmatige SJtinifter Eotetti, atg im Bdpre 1834 beim Slufrupr in ber SDtaina alter ^ultoertoerkauf bortpin toerboten merben fottte, ftcp im SKinifterratpe gegen biefe 33tafreget erkl\u00e4rte, \u00bbeit baburdp ben Ein* Wopnern tpre midptigfte Staprunggquette geraubt ober bodp gefdpm\u00e4tert m\u00fcrbe.\" Erm\u00e4gt man, ba\u00df toon benen, metdpe ben SDtenfcpen unb ben Staubtpieren entrinnen, nocp Vaufenbe im SDleere ipr \u00a9rab finben, fo begreift man kaum, mie bie ftarke Vernteprung alte bie entftepenben Vetlujie aug; gteidpen kann.\n\u00a9efangene Sffiadptetn gelten mit Stedpt atg tiebengm\u00fcrbige Stubengenoffen. Sie toertieren minbefteng tpeilmeife ipre Scpeu, taffen ftdp teidpt erpalten unb toerunreinigcn bie B\u00fcnnter ober -ipr \u00a9ebauer nur menig. V\u00f6enn man ipnen bie n\u00f6tpigften Erforberniffe gu einem bepaglidpen Seben gem\u00e4prt, macpen fie ftcp fepr halb in bem umgitterten Staunte peimifdp, unb bann patt eg audp nidpt fdpmer, fte guf gortpftangung gu bringen. Bu ben \u00a9auerftuben br\u00fcten toiele gefangene SBadptetn, aber nur menige fepen pier ipre SSrut gro^ merben; in bem \u00a9efettfcpaftgbauer unferer \u00efpierg\u00e2rten pingegen niften fte faft regelm\u00e4\u00dfig unb mit beftent Erfolge; bocp gem\u00e4prett fie pier trofcbem meit meniger Vergn\u00fcgen atg im Btmmer, mo fte ftcp burdp ipr muntereg SBefen, bie Vertilgung mandpeg Xlngegieferg unb ipre Vertrautidpkeit gegen $unbe, $apen unb anbere ^augtpiere regelm\u00e4\u00dfig bie ungetpeitte greunbfdpaft ber gamilie ermerben unb bie unangenepmen Eigenfdpaften, metdpe fte aucp pier bekunben, teicpt toergeffen madpen.","page":427},{"file":"p0428.txt","language":"de","ocr_de":"428\nSie S\u00e4ufer. \u00a9dfjarvo\u00f6qel. SBadjteln.\n\u00a9ie \u00efleinfteu SSad\u00c9>te\u00efu Werben gegenw\u00e4rtig in einer befonbereu \u00a9if^e Bereinigt, Weit it;re gl\u00fcgel met)r abgeruubet ftnb a\u00ef\u00eb Bei anbern 2lrten ber Familie, unb Beibe \u00a9efdjledder in ft\u00e4rBung nnb 3etd)^ nung fid) merflidj Unterleibern 3m f\u00c7ittig \u00fcberragen bie britte, vierte nnb f\u00fcnfte \u00a9dringe bie \u00fcbrigen, nnb bie crfte erfd>eint gegen bie gWeite Betr\u00e4c^ttid; eerl\u00fcrgt. 9Jtan \u00efjat biefer \u00a9type einen Hainen gegeben, We\u00efdjer anffaden muf, Wenn man bie Urfadje nidjt fennt: unfere \u00a3\u00fcl)nd)en, Weld;e Wir 3WergWad)tetn nennen Wellen, Beiden Wiffenfdjaftlid) Excalfactoria, Weil \u2014 fie Bon ben \u00a9Ijinefen W\u00e4brenb be\u00ea \u00a9Mnter\u00ea hennit Werben, nm fid) mit iljueit bie $\u00e4nbe gu erw\u00e4rmen! \u00a9o Wenigften\u00ea Berfidjert S at Ij am, mit bcm ^inguf\u00fcgen, baf man biefe d;inefifd;e Tierqu\u00e4lerei oft auf Tapeten abgebilbet fte\u00efjt. SDie B;iert;er gu g\u00e4^lenben Slrten Berbrciteu fid; \u00fcber 3\u00abbien, bie maladen (Silanbe unb Sluftralieu.\n\u00a9an\u00ef ber gebauten TOilbuug War bie cfyinef ifd^e 3W erg Wastel (Excalfactoria chinensis) fd)on Sinne befannt. \u00a9te geh\u00f6rt gu ben fdgnudBollfieu Wirten ber Familie, unb namentlich ba\u00a7\n2)ie cfyinefifdje 3toergtt\u00bbacf)tel (Excalfactoria cliinensis).\najlftnnc^en ift ein aderliebftcr \u00a9ogel. \u00a9ein \u00a9efteber geigt auf ber OBerfcite eine oliBenbr\u00e4uniidje F\u00e4rbung, febe einzelne f\u00c7ebev einen blaffen \u00a9d)aftftrid) unb gew\u00f6hnlich nur auf einer \u00a9eite be3 \u00a9d;afte3 ein bunfle\u00ea \u00a9anb, w\u00e4brenb auf ben \u00a9djwiugen unb ben gl\u00fcgelbetffeberu biefe 3eidjnung toerfdjwinbet unb BloS einige Wenige \u00a9d)ulterbedfebern tiefrotl) geb\u00e4ubert erfdjeinen. \u00a9er \u00a9orberbopf, bie SBangen, bie \u00a9ruft unb bie \u00a9eiten prangen in einem fdj\u00f6nen \u00a9unbelafdjgrau, biefe F\u00e4rbung umfd)lie\u00a7t ein Wei^e\u00ea, aufjen fdjWarg gef\u00e2nmte\u00ea SMdfelb, beffen 3unere\u00ea, Wie and) bie $eple unb bie \u00a9urged gegenb, ebenfalls fcpWarg ift; \u00a9tittelbruft, \u00a9auch, bie untern \u00a9djWangbedfebern unb bie meiften \u00a9teiterfebern fetyen pr\u00e4djtig braunrot^ au\u00ea. \u00a9eim 2Beibd)en ftnb 3eid)nung unb F\u00e4rbung einfadjer ; ba\u00ea $innfelb Wirb nur burd) eine Weif}lid)e \u00a9teile angebeutet, unb bie Iid)tbr\u00e4unlidje \u00a9ruft ift banb; artig gegeidjnet. \u00a9a\u00a7 2luge ift tiefbunbelbraun, ber \u00a9d;nabel fdjWarg, ber $ufi lebhaft gelb, \u00a9te S\u00e4nge betr\u00e4gt 5*4, bie \u00a9reite 9, bie \u00a9djwangl\u00e4nge 1 3b\u00fc. Seim 2Beibd)ett ftnb \u00fcttafje geringer.","page":428},{"file":"p0429.txt","language":"de","ocr_de":"gtoergtoadptet.\n429\n\u00a9oulb pat neuerbing\u00a7 eine in Vuftra\u00efien tebenbe Stbergtvadpte\u00ef, tve\u00efdje er fr\u00fcher f\u00fcr bie dritte; fifd;e piett, bon biefev getrennt, \u2014 ob r\u00ee\u00fbt 3^edf>t ober Unrest, mag battit geftettt bleiben; bentt ber fteine Vogel Verbreitet jtdp \u00fcber einen fo au\u00eagebepntcn \u00aeret\u00e9, ba\u00a7 c\u00a7 itidjt SBunber nehmen b\u00fcrfte, tvenn er and) in 2\u00eeeupo\u00ef\u00efanb borf\u00e4me. \u00a9r finbet jtd) in bieten \u00a9egettben ^nbien\u00ea nttb ber benadp; barten Sauber, in gan\u00a7 \u00a9pina, bi\u00ea nadj (Santon pin, nnb aitf ben ntatapifdjen S^jetn- S^ Stffam intb Vttrmap fott er fepr p\u00e4tiftg, int \u00fcbrigen ^snbien aber fetten fein; ba\u00ea Severe wirb and) pinfidjt\u00efid) einzelner ^robin^en \u00a9pina3 gefagt, obtvopt fr\u00fchere 9ieifenbe bon \u00a9djiv\u00e4rmen fpredjett, \u00efve\u00efdpe in ben; felben \u00a9egenbett attf\u00e2prtid) borfommen fotten. 33eibe Angaben taffen fid) bereinigen, trenn man jtd) erinnert, baf ettva\u00ea 2tepntid)e3 bei nnferer Vkidjtet ftattfinbet, nnb bie SJiittpeitung S^ bon\u2019\u00ea ber\u00fcd; fid)tigt, ba\u00a7 bie jungen, fobatb fte erir>adE;fen, fid) \u00fcber ba\u00ea gange Sanb beizeiten nnb bann aud) an (Stellen erfdjetnen, an benen man bie gtoergibadjtet fr\u00fcher nid^t bemerkte. \u201e2tnf Saba betvopnt fte\", taut Vernftein, \u201ebor^\u00fcgticp bie bitten au\u00eagebreiteten VMtbniffe, in benen fte ftdj gtoifdpen ben fio^en Jpatmen teid)t verbergen \u00efanit, fomntt febodp aud) auf Triften itnb $etbern in ber 2i\u00e4pe ber D\u00f6rfer vor.\"\n\u201eSei iprer ftitten uttb verborgenen Seben\u00eaart\", fagt biefer \u00c7orfdper, \u201eift e\u00ea fdplvierig, bie (Sitten nnb bie Seben\u00ealveife $u beobad)ten. Oie Smergtvadjtet fliegt nur ungern unb fucpt einer tpr bropenbett \u00a9efapr lieber bttrd) Saufen ober \u00a9idjbriiden gu entgegen. S^.Sodftintme ift ein fanfte\u00eb, anfangs tautet uttb attm\u00e4ptid) fdjtv\u00e4djer tverbenbe\u00ea \u201eOitb\u00fcbii\" ober \u201eO\u00fcpbtibi\". Oie 9\u00eeaprung befielt in ^erbtpieren, St\u00fcrmern unb verfd)iebenett \u00a9\u00e4tnereien; id) fetbft pabe mehrere mit fteiueren .Jpeufdjredeu unb attbern ^erbtpieren tangere $eit am Seben ermatten. SDa\u00ea \u00ef\u00efteft t)abe id) meprmaf\u00ea gefunben. \u00a9\u00ea befielt in einer fteiueu vom SSeibdjett au\u00ebgefdjarrten Vertiefung in ben \u00a9rbboben, in ivetdjer ftd) bie eigenttid)e au\u00ea tofe jufammeugetrageneu trodenen \u00a9ra\u00eapatmen unb3Burjetn pergeridptete Saftftette befinbet. Sn feinem biefer defter fanb id) mepr a\u00ef\u00ea fedfy\u00ea \u00a9ter. \u00a9ie ftttb auf grautid) otibcugr\u00fcnem ober otibenbraunem,@runbe mit feinen, batb meljr, batb ivettiger gaptreidpen otivenbrauiten f\u00fcnften gefprenfett.\"\nVernftein fagt, ba\u00a7 bie gefangene3^evglvad)te\u00ef ftet\u00e9 fd)eu bteiben unb ftd) bttrd) uugeftihne\u00ea ^tattern \u00f6ftere befdp\u00e4bigett, \u00a9minpoe hingegen, baf fte in \u00a9attton gerabe f\u00fcr bett \u00ae\u00e4fig fepr gefugt unb tjodj geartet, baper attdp ^ietnlidp regelm\u00e4\u00dfig auf bem bortigen St\u00eearfte gefunben frirb. 9Rad) \u00a9uropa fdjeint bi\u00ea fept fein einziger biefer niebtidjen V\u00f6get tebeub gefommett \u00a7u fein.\n* *\nHs\nVonaparte unb \u00a9rap fepett in einer ^amiti\u00e9 p\u00f6djfi ^iertidjer unb itt vieler ^pinftdjt auff\u00e4ttiger \u00a9djarrb\u00f6get nape Ver man bte ber 9lebp\u00fcptter unb 2Sad)tetn; attbere Stiaturforfdjer ftttb geneigt, fie mit ben ftibamerifanifd)ett (Stei\u00dfp\u00fcpttern \u00a7u bereinigen; \u00a9outb, ivetdjer fepr biete voniptten beobad); tete, meint, baf fte in iprer \u00e4ufjern \u00a9rfd)eittung a\u00ef\u00eferbittg\u00ea an bie St\u00dfadjtetn unb 3\u00eeebp\u00fcptter erinnern, baf aber eine ivirftidje 2tepntid)feit givifdpcn beiben \u00a9nippen bocp nidjt ftattfmbc, ebenfotvenig tvie er ^ioifdjen ipnett unb gebacpten \u00a9teifp\u00fcpneru irgenb ivetdjc Verlvanbtfdjaft eutbecfen f\u00f6nne, baf nufere ^\u00fcpndjett bietmepr geibiffermafcit at\u00ea Uebergang\u00eagtieber bon ben \u00a9djarrb\u00f6getn \u00a7u ben 9?egen; Pfeifern nnb \u00a9tranbt\u00e4ufern anjttfepett tvaren.\n5Die Sattfp\u00fcptter (Turnices) fenn3cid)ncn jtd) burd) geringe \u00a9r\u00f6fe, geftredten Seib, mittet; taugen, b\u00fcttnen, geraben, ^ufammengcbr\u00fcdten, -auf ber fytrfte erpabettett, gegen ba\u00ea \u00a9nbe teidpt ge; bogcnen \u00a9d)itabet, beffett 2t'afent\u00f6d)er feittid) liegen uttb gum Xpeit bttrd) eine fteilte, nadte ^aut bebedt tverben, tangt\u00e4ufige, fd)tbadpc f^\u00fc\u00dfe mit brei, att\u00ebnapnt\u00eameife aud) Vier \u00dfepen, mittettange, abgerunbete ^t\u00fcget, in metd)eit eitttvcber bie crfte \u00a9d)ibittgc attc \u00fcbrigen \u00fcberragt ober bie brei erften unter ftd) gienttidp gteid) taug ftnb, unb furjett, att\u00ea ^epn bi\u00ea slv\u00f6tf fd)inatcn, fdplvad)en Gebern beftepenben unb 3tvifd)ett ben Ober; unb Unterbedfebern faft g\u00e4ttjtidp berbedteit \u00a9d)tvaug. lieber ben innern Seibe\u00eabau fittb geuiigettbe Unterfudputtgen ttodp nidjt angeftettt tvorben.","page":429},{"file":"p0430.txt","language":"de","ocr_de":"430\n$>te S\u00e4ufer, Scparrvbgel. Saufp\u00fcpner.\nOie Saufp\u00fcpner Verbreiten ftdp \u00fcber alle Opetle ber Oftp\u00e4lfte ber \u00a9rbe, fehlen aber in ber S\u00dfeft; p\u00e4lfte g\u00e4nglid). Rufiratten fdjeint bie gro\u00dfe Verberge ber Familie gu fein;' benn pier finben ftdp mepr Rrten atg in ben \u00fcbrigen \u00a9rbtpeiten gufamntengenommen : fie bemopnen, laut \u00a9outb, nidpt allem alte Opeite beg ^efttanbeg, meldpe man big jefet entbedt pat, fonbent bepnen ipe Sem breitung \u00fcber bie Sufeln aug, mefd)e ber \u00c4\u00fcfte ober felbft Xagmanien nap liegen. \u00a9ingelne Wirten tommen im Often unb R\u00dfeften beg ^eftlanbeg vor, m\u00e4prenb anbere fep befcp\u00e4ntt gu fein fd)einen. per, mie \u00fcberall, m\u00e4pten fie fid) (Ebenen unb fteinigte, bid^t mit \u00a9eftr\u00fcpp unb \u00a9r\u00e4fern bemadpfene Opalm\u00e4nbe unb \u00a9ep\u00e4nge gu iprent Rufentpalte; ipe Sebengmeife ift aber eine fo Verborgene, ba\u00df mau fie au\u00dfer ber SBrutgeit nur gelegentlidp maprnimrnt, fallg man nidpt barauf auggept, fie gu jagen. Sn ipen Semegungen, in ipem SO\u00dfefett unb in ipen Sitten unterfcpiben fte ftcp betr\u00e4chtlich von ben S\u00f6acpteln nnb Rebp\u00fcpnern; fte fomrnen perin epr mit ben Stranbt\u00e4ufern ober Regenpfeifern \u00fcberein. Solange atg irgenb m\u00f6gtidp fudpen fie fid) in ipen \u00a9ragm\u00e4lbern gu Verfielen; merben fte aufge? fcpeucpt, fo erpben fie ftch, bip vor ben $\u00fc\u00dfen beg St\u00f6renfriebg auffliegenb, nur in eine geringe \u00a3\u00f6p, ftreicpn in biefer gerabe unb pfeilfdpneU auf ungef\u00e4p pnbert \u00a9Hen meit bapn unb laffen ftd) pl\u00f6\u00dflkp miebet gu \u00a9oben prabfallen. Um bie S\u00dfaarungggeit merben fie lebenbiger, laffen fid) jeboch aucp jept nur pren, nicp fepn. Oie ^\u00dfaarunggluft erregt beibe \u00a9efdpledpter aufg p\u00f6dpfte unb treibt fie an, mit anbern iper Rrt auf \u00a3ob unb Sebett gu f\u00e4mpfen. Rber bag Sonderbare babeiift, ba\u00df nicht blog bie SR\u00e4nndpen ftreiten, fonbern aud) bie S\u00dfeibcpn erbitterte Smeifthnpfe f\u00fcpren, ja, bei einigen Rrten bie alleinigen K\u00e4mpfer gu fein fdpeinen. 2\u00dfegen biefer \u00a9igeufdpaft merben einige Rrten von ben Rftaten fdpott feit uralten Seiten gefangen gepalten unb gu \u00dfampffpielen benu\u00dft. Oag Reft beftept aug einigen \u00a9r\u00e4fern, meldpe in einer \u00a3\u00f6plung am Soben gufammenge; tragen m\u00fcrben; bag \u00a9elege peint unver\u00e4nberlicp vier fpi\u00dfbirnenf\u00f6rmige, benen ber Stvanbl\u00e4ufer \u00e4hnliche \u00a9ier gu g\u00e4plen.\nSSiel fr\u00fcper alg mir bie einzige Rrt ber Familie, meldpe in \u00a9uropa vortommt, fennen gelernt, pielten Snbianer, Rlata\u00dfen unb \u00a9pinefen bie bei ipnen e.htpeimifdjen Saufp\u00fcpndpen im \u00c4\u00e4ftge, meil fte fd)on l\u00e4ngft auf bag genauefte von bereu Sitten unb \u00a9emopnpeiten unterridpet maren. 9Ran pat in ber Reugeit viele in Rften lebenbe Rrten nuferer \u00a3>\u00fcpnd)en unterfdpieben; eg fragt ftd) aber nocp fepr, ob man piergu berechtigt mar ober nidpt. Sn ber Sebengmeife nnb im betragen fdpeinett alle, meldpe benfelben \u00a9rbtpeil bemopnen, \u00fcbereingulommeu, unb fo b\u00fcrfte eg f\u00fcr ung unn\u00f6tpig fein, auf bie \u00a9efammtpeit u\u00e4per eingugepen; eg mirb im \u00a9egentpil gen\u00fcgen, menu mir eine einzige Rrt, bag ber\u00fcpmte Streitlaufpupn (Turnix pugnax), meld)eg auf ben Sunbaiufeln peimifcp ift, lernten gu lernen fudpen. Oiefeg nieblidpe \u00a9efdp\u00f6pf, eine ber gr\u00f6\u00dferen Rrten feiner Familie, geigt bie ange= gebenen SRertmate berfelben unb befi\u00dft uamentlidp ben breigepigen \u00a7u\u00df, meldper f\u00fcr bie \u00a9efammtpeit ber \u00a9ruppe begeicpnenb ift. Oag \u00a9efieber pat eine bunte, aber anfpredpenbe Segnung. Oie Gebern ber Oberfeite tragen auf bunfelbraunent \u00a9runbe an ber Spi\u00dfe fdpmarge unb roftfarbene hatbmonb; fleden, foba\u00df pier eine banbartige Seidpnung entftept, bie ber Rugengegenb, unb S\u00dfangen ftnb auf meinem \u00a9runbe fcpmarg, bie ber Fl\u00fcgel auf graubraunem fdpmarg unb mei\u00df gefledt, bie Sdpmung\u00ab febern an ber \u00e4u\u00dfern $apne mei\u00df gef\u00e4umt, bie ber $eple unb beg Sorberpalfeg reinfdpmarg, bie ber Unterbruft unb beg Saucpeg lebpaft roftfarbeu. Seim S\u00dfeibdpen ftnb \u00a9urgel unb \u00dfeple mei\u00df, bie R\u00e4uber beg \u00c6eptfelbeg mei\u00df unb fcpmarg punttirt, Sorberpalg unb Sruft fcpmarg unb mei\u00dflid) geftreift, bie SRitte ber Srujt unb ber Saudp mei\u00dflid) roftfarbeu, alle \u00fcbrigen Opeile mie beim Rt\u00e4nndpen. Oag R\u00fcge ift mei\u00df, ber Scpnabel tidpt\u00dfornfarben, ber $u\u00df buntetgelb. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 6, bie f$ittigl\u00e4uge 3, bie Sdjmangl\u00e4nge 1 3vH- Oag 2\u00f6eibd)en ift betr\u00e4dptlidp gr\u00f6\u00dfer.\nOag Streitlaufpupn ift, laut Sernftein, auf S<*va fepr gemein unb \u00fcberall auf Triften, Rngern unb bradpliegenben Reibern gu ftnben, fommt attdp gumeilett in ben Rlang ; Rtang = S\u00dfilbniffen,","page":430},{"file":"p0431.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9treitlaufhuhn.\n431\nioohl nie aber im 3Ba\u00efbe ober im \u00a9ebiifdhe oor. Sfr aitbern \u00a9egenben Betoofnt e\u00ea graftge \u00a9teilen in ben V\u00df\u00e4lbern nnb Ofc\u00efjungeln, eBenfo auch folc^e \u00a9trcden, too bie V\u00fcfdje nur b\u00fcnn fie\u00efjen, nnb enb\u00efid) getoiffe gelber, niema\u00ef\u00ea aBer biejenigen, Joeldhe oom Staffer \u00fcberfd&Joemmt Joerben; benn e\u00ea Beborgugt unter allen Umft\u00e4nben b\u00fcrre\u00ea Sanb. $ter leBt e\u00ea fo berborgen, baf? man e\u00ea nur feiten Joahrnimmt, auch Joenn $aarung\u00ealuf\u00ef nnb \u00a9iferfudf)t e\u00ea erregen nnb feine herau\u00eaforbernbe \u00a9timme oft laut \u00efoirb. \u201eOrohenben \u00a9efahren\", fagt Vernftein, \u201efudjt e\u00ea Joomoglidf) baburdj gu entgegen, ba\u00a7 e\u00ea in geraber 9tid)tung fchnett baoon l\u00e4uft, unb nur Joenn ihm ein \u00c7einb gang unerioartet auf beu #al\u00ea \u00efommt, entfliegt e\u00ea in niebrigem, Joadjtel\u00e4hnlichen, fc^nurrcnben $Iuge, l\u00e2jjjt fid) jebodh Balb Joieber nieber unb fefct fetne ^ludfjt nun laufenb Joeiter fort.\" \u00a9eJo\u00f6hnlid) treibt ber $\u00e2ger Blo\u00ea ein etngige\u00ea ober \u00e2toei biefer JSp\u00fcIjnchen auf; bod) fann e\u00ea to\u00e4ljrenb unb nach ber ^aarung\u00eagett bor\u00efommen, baf? ftc^ i\u00a7rer f\u00fcnf Bi\u00ea fec^\u00ea gufammengefetten. Oie Stahrung Befielt in mancherlei \u00a9\u00e4mereien unb eBenfo in Oerfd)iebenen \u00c4erBt^ieren. SJtan barf annehmen, baf? e\u00ea lef\u00fcere Beborgugt, Joeif? aBer au\u00ea \u00a9rfaljrung, baf? \u00a9efangene, benen erftere allein gereicht Joerben, fe^r lange au\u00eaha\u00eften, bie ^erl\u00fchiernahrung alfo Joenigften\u00ea geittoeilig entbehren tonnen.\nVefottber\u00ea angiehenb Joirb ba\u00ea \u00a9treitlaufhuhn, Joie alle feine Verioanbten, Jo\u00e4ljtenb ber Vrutgeit. SSeibe \u00a9efd^\u00efed^ter fd^einen bon gleichen \u00a9ef\u00fchlen Befeelt, ba\u00ea SBeiBdjen aber noch erregter al\u00ea ba\u00ea M\u00e4nnchen gu fein. SBenn bie Vrutgeit herannaht, bernimmt man an geeigneten Orten fortio\u00e4ljrenb ben fchnurrenben \u00a3Ruf ber lernte; benn biefe ift e\u00ea, Welche gleichgefinnte \u00a9djioeftern gum Kampfe forbert. Sitte VkiBdjeit, fo erz\u00e4hlt 3 er bon, bon einer bertoanbten SIrt, finb im h\u00f6chften \u00a9rabe fampfs luftig, unb biefe \u00a9igenth\u00fcmlich\u00efeit Wirb im \u00a9\u00fcben Snbien\u00ea gu ihrem Verberben Joo!)! Benuf\u00fc. SJtan fiedt eine g\u00e4hnte .ipenne in einen \u00efleinen ^angbauer, fefct biefen an einer geeigneten \u00a9teile auf ben Voben nieber; bie \u00a9efangene Beginnt gu loden, unb febe\u00ea S\u00f6eibdhen, We\u00efc^e\u00ea Oie\u00ea bernimmt, rennt eilig herbei, in ber SlBftdht, mit ber aufbringlidfjen \u00fcRebenbuhlerin eine Sange gu Brechen, Betritt ben gef\u00e4hrlichen Vheit be\u00ea Vauer\u00ea, fchnettt in ber be\u00ea \u00a9efechte\u00ea ba\u00ea \u00a9tettholg ioeg unb fiel)t fid) fjl\u00f4^lich attfeitig bon \u00a9itterioer\u00ef umfchloffen. \u00a9in \u00a9l\u00f6dchen, Welche\u00ea burcfj ba\u00ea 3ufd)Iagen ber ga\u00ef\u00ef; ih\u00fcr gel\u00e4utet Joirb, fef\u00fc ben l\u00e4nger in ^enntnif? ; biefer eilt herbei, nimmt bie \u00a9efangene au\u00ea bem K\u00e4fige unb ftettt ben Vauer bon neuem auf; eine g\u00efoeite, britte \u00a3>eune \u00efommt hetgu, unb ber l\u00e4nger tann, Joenn er gl\u00fcdlich ift, im Saufe be\u00ea Vage\u00ea Bi\u00ea gJoangig \u00a9t\u00fcd ber eiferf\u00fcchtigen Ofjiere fangen. Sitte Saufh\u00fchnchen, We\u00efdhe in biefer SBeife erbeutet Joerben, finb, laut 3>erbon, V\u00dfeibchen unb in ben meiften f\u00e4llen fo!d)e, Weld^e ein legreife\u00ea \u00a9i Bei fid) tragen, \u201ettttehr al\u00ea einmal h\u00fcbe idh erfahren, baf? bon acht ober gehn auf biefe V\u00dfeife gefangenen Rennen \u00a9ier gelegt Joorben, noch ehe fte ber l\u00e4nger Bi\u00ea nach ^>aufe gebrad)t.\"\nSOtan hat fr\u00fcher angenommen, baf? bie Saufh\u00fchnchen in Vielehigfeit leben; alle neueren SSeobadjter erJo\u00e4hnen hierbou aber Sf\u00f4dht\u00ea, unb fo fdEjeint e\u00ea, baf? man \u00fcber ba\u00ea \u00a9heberljaltnif? ber V\u00f6gel nod) nicht recht in\u00ea \u00c4lare ge\u00efommen ift. \u00fcfteft unb \u00a9ier hingegen finb JooIjlBefannt. \u00a3ur Einlage be\u00ea erfteren Benuf\u00fc ba\u00ea S\u00f6eibchen gern eine flehte Vertiefung be\u00ea Voben\u00ea ober fonft eine berbedte \u00a9teile hinter einem \u00a9teine, einer \u00a9rbfdjotte u. f. Jo. ; ba\u00ea ttteft felbf\u00ee Befteht au\u00ea einer einfachen Sage bon tro'dnen Halmen unb \u00a9ra\u00eabl\u00e2ttern; bie hier \u00a9ier, Welche in ber F\u00e4rbung nicht unbebeutenb abJoeichen, finb auf fdhmugigioei\u00a7em \u00a9runbe mit Braungelben, Braunen unb fdhto\u00e4rglichen, mehr ober Joeniger in\u00ea \u00a9rauliche f^ielenben f\u00fcnften, \u00a9chmi^en unb fleinen ^\u00efeden bicht gef^renfelt. OB Beibe @efchled)ter Br\u00fcten ober ob bem SBeibchen a\u00fcein biefe Saft guf\u00e4ttt, loei\u00a7 man nicht; Wohl aber fteht fobiel feft, ba^ ftdh ba\u00ea \u00fcft\u00e4nndjen an ber R\u00fchrung ber jungen Betheiligt. \u201eSIm 14. SDtai\", fo erg\u00e4bt \u00a9Joinhoe, \u201eft\u00f6rte idh ein Saufh\u00fchnchen auf, ioeldlje\u00ea burdh fein eigenth\u00fcmlidhe\u00ea betragen \u00efunb gab, ba\u00a7 ich e-enttoeber bon ben \u00a9iern, ober bon feinen jungen betrieben haben mu^te. S^h \u00eea\u00a7 ^a<h unb Bemer\u00efte Balb ein \u00ae\u00fcd)Iein', fp\u00e4ter auch bie brei \u00fcbrigen, Joeldje fidh unter b\u00fcrrent Saube berborgen hatten, \u00a9in\u00ea bon ben jungen ftedte ich in ben \u00c7angBauer unb Befahl einem <hinefifd)en Knaben, barauf gu achten. Oer alte Vogel entbedte ba\u00ea \u00ae\u00fcd)Iein Balb, Joottte jebodh nicht in ben \u00ae\u00e4ftg laufen. Sll\u00ea ba\u00ea Sunge fdmie, antJoortete ein \u00e4rgerlich \u00efnurrenber Saut bon bem Benachbarten \u00a9eb\u00fcfdhe her, unb","page":431},{"file":"p0432.txt","language":"de","ocr_de":"432\n5Dte S\u00e4ufer, Sdjarrvogel. Saufh\u00fchner.\nKalb batauf lief bei* alte Sogei gerbet, gludenb toie eine $emte. \u00a9r tarn bis gum K\u00e4fige ferait, toodte aber and) jet^t nod) nid)t eintreten, fonbern lief unter beft\u00e4nbigem Soden riidto\u00e4rtS nnb Vorto\u00e4rtS, ttadj ben S\u00fcfd)en gu. d\u00dfemt mein \u00a9ehilfe il)it mit feinem \u00a7ute gu \u00fcberbeden Verfudjte, \u00efrod) er f\u00f6rmlid) auf bem Sobett bal)itt; aber nur feiten eittfdjlofj er fid) gu fliegen. \u00a9S tourbe enblid) bunfel, nnb idj muffte it)n, um itjn nid^t gn Verlieren, tobten. 3\u00ab meiner gr\u00f6\u00dften Sertounberung fanb id) bei ber 3erglieberung, baff id) ein 2Jt\u00e4nnd)en erlegt hatte. \u00a9S toar baS eingige bon ben beiben Eltern getoefen, nnb fo lann id) nur annehmen, baff baS 2Seibd)ett enttoeber gu \u00a9runbe gegangen ober befd)\u00e4ftigt fein muffte, ein gtoeiteS \u00a9eiege gu bebr\u00fcten; beim bie erto\u00e4ljttten jungen toaren bereits faft bollftanbig auSgefiebcrt.\n\u00a9aS Streitlaufhuhn toirb bon ben Schauern oft in \u00a9efangenfd^aft gehalten nnb gu biefem Btoe\u00dce euttoeber jung aus bem 9\u00efefte genommen ober alt eingefangen; bentt eS geto\u00f6hnt ftdj unter alleu Umft\u00e4nben leicht an ben \u00ae\u00e4fig. dRan ern\u00e4hrt eS mit 9\u00eeeiS, t\u00c7ut aber tooht, toenn man il)nt nebenbei ,\u00aeerbtl)iere, namentlich Heine ^eufdjreden, toeldje eS felfr gern bergest, gur Sleffuttg reicht. Sei getoiffen \u00a9etegenheiten toerbeu bie \u00a9efangenen gu \u00c6ampffpielen bertoenbet nnb g toar, ba beibe \u00aeefdjled)ter gleid) mut^ig nnb fcd)tluftig ftnb, bie Rennen ebeitfotool)l toie bie \u00a3>\u00e4t)ne.\n\u00a9S toid fdjeineit, als ob Slfrifa unfern l)eimifd)eu \u00a9rbtt)eil mit einem Saufh\u00fct)itd)en befd)enft l)abe, ba eS nur in ben Xheilen S\u00fcbeuropaS bor\u00efommt, toelche fo gu fagen an 5lfrifa grengen nnb beffen \u00a9eprage tragen. dRan hat eS bisher bloS im f\u00fcblidjfien Spanien nnb auf Sicilien gefunben, hier nod) h\u00e4ufiger als bort, too eS, nach meinen \u00a9rfaprungen, gn ben feltenften V\u00f6geln beS SanbeS geh\u00f6rt, ober bod) nur bann nnb toann erlegt nnb gn dftarfte gebracht toirb, to\u00e4^renb eS auf genannter 3nfel, taut \u00a3emmind, toettigfienS in getoiffen \u00a9egenben gemein fein fod. Soupier hat eg ft\u00e4) nicht nad) SRorben pin Verbreitet, obtoohl man einmal ein toahrfd)einlid) Verflogenes in Orforbfpire erlegt haben toid. S\u00dfiel h\u00e4ufiger als in \u00a9uropa begegnet man it)m t\u00e4ngft ber \u00a9\u00fcbl\u00fcfte beS mittel; l\u00e4nbifdjen dReereS, von dRaroffo an bis \u00a3uniS pin. Saut \u00a3r ift ram tourbe es hier gtoar erft im 3at)re 1847 von frang\u00f6ftfdkn Sammlern aufgefunben; feitbent aber hat man erfahren, baff eS ade mit nieberent Sufdjtoerf betoad)fene \u00a9egenben Algeriens in dRenge bev\u00f6lfert nnb nunmehr aud) einige ^Beobachtungen \u00fcber bie SebenStocife fammeltt f\u00f6nnen.\n\u00a9aS $auftl)\u00dchnd)Cn, toie toil* eS nennen tooden (Turnix africanus ober Turnix gibral-tariensis), geh\u00f6rt gu ben gr\u00f6\u00dferen dlrteit feiner Familie ; bemt feine S\u00e4nge betr\u00e4gt ungef\u00e4hr fed)S 3od. 23eibe \u00a9efchtechter \u00e4hneln fid), fotoeit bis jet^t befannt, in ber F\u00e4rbung; aber baS SEBeibcpen ift betr\u00e4d)ttid) gr\u00f6\u00dfer nnb nnt eilt \u00a9rittet fchtoerer als baS dR\u00e4nncpen. Heber ben buttMbraunen $opf Verlaufen brei gelbe S\u00e4ngSjtreifen; auf bem fRii\u00dccn bilben fd)toarge nnb rotbraune Bidgadbinben eine unregelm\u00e4jfige Beidjmtng; bie f\u00c7t\u00fcge\u00efbedfebern ftnb gelblich, auf ber Slufjenfapne mit einem fdjtoargen, auf ber ittnern mit einem roftgelben Rieden gegiert ; bie \u00c6eple ift toeiff, ber $ropf rothbraun, jebe $eber hier lid)t geranbet; baS fp\u00e4rlid) bunfel geftedte 9tothbraun ber \u00a9eiten geht auf bem Saucpe in SReintoeiff \u00fcber ; bie Scptohtgen geigen auffen lichte S\u00e4ume. \u00a9aS Sluge ift gelb, ber Sd)nabel gilblid), ber $uff bleifarben.\nXv ift rant fagt, baff er baS ^aufth\u00fchndjen niemals in ben \u00a9benett ber dB\u00fcfte, fonbern immer nur in \u00a9ididjten unb ttieberen S\u00fcfcpen gefunben habe. \u201ed\u00dfenn eS aufgefcpeitdjt toirb, ift eS faunt gum fliegen gu bringen : eS rennt halb unb fliegt halb bem n\u00e4d)ften \u00a9{dichte, faft nad) 9trt ber 9tohrt)\u00fct)ud)en, gu. dtiemalS vereinigt eS fiep gu Sdjaren, toie bie d\u00f6acpteln, von bereu Setragen baS feittige \u00fcberhaupt toefenttid) abtoeid)t./; Unfer^orfcper begtoeifelt, baff cSSttgerien jemals verl\u00e4dt unb beft\u00e4tigt alfo bie Eingaben fr\u00fcherer Seobadjter, toeld)e vetftchertt, baff man eS in Sicilien nodp im November unb \u00a9egentber erlegt hat. \u00a9in \u00dcieft, toelcpeS in Algerien gefunben tourbe, ftaub auf bemSoben, in berSDRittc eines verf\u00fcgten \u00a9idid)tS von Unterholg, h\u00f6chft Verborgen unb fo tief gtoifcpen","page":432},{"file":"p0433.txt","language":"de","ocr_de":"$aufi\u00efj\u00fc\u00efjndjen.\n433\nbem \u00a9cftr\u00e4udje, ba\u00df nid)t einmal ein $unb bis> ba\u00efjin Vorbringen fonnte. \u00a9a\u00a7 \u00a9efege enthielt fiebert (?) gart = unb b\u00fcnnfdjafige \u00a9ier, ioefdje auf purpurblauem \u00a9runbe fp\u00e4rltdj gefielt maren.\n\u00a9ie fpanifd^ert ^orfc^er fd)einen feine eigenen Seobacptungen \u00fcber bie Seben\u00eameife be\u00ea $auft; p\u00efjndjen\u00ea gefammelt gu \u00efjaben. SJ\u00eeadjabo, ein S\u00efnbafufter, ift ber einige von ipnen, melier e3 \u00fcberhaupt gefepen bat ober gefefjen gu paben oorgibt. \u201eUnfere S\u00e4ger\", fagt er, \u201emolfeu toiffen, ba\u00df ba\u00ea ^auft\u00efj\u00fcpudjen bie SBacfjteln in unfere \u00a9egenben f\u00fcprt, unb ba\u00df ber \u00a3ob eine\u00ea biefer g\u00fc\u00efjrer bie iljm folgenbe SSanbe gerftreut unb e\u00ea t\u00efjr unm\u00f6gtidfj madjt, Slfrila gu erreichen, ioe\u00ea\u00efjalb man benn\n\u00aea\u00e2 g-aufi\u00ef)iifjncl)en (Turnix africain\u00bb ober Turnix gibraltariensis). i/a ber \u00eetat. \u00a9r\u00f4f\u00eae.\naudf) im SBinter etngelne 2Bad)tefn in \u00a9panien ftnbe ; id) toei\u00df aber nid)t, ob biefe Angabe mir\u00eflicij begr\u00fcnbet ift.\" \u2014 S\u00dfortrefflidjer Slnbalufter, ioie forgf\u00e4ltig fjafi \u00a9u ben \u00dfug ber SBadjte\u00efn beobachtet !\n\u00a9ine SIrt ber Familie \u00ef)at@oufb unter bem tarnen \u00a3rappenma<$tet (Pedionomus tor-quatus) von bem \u00aeern ber Familie getrennt, ioeil bie $\u00fc\u00dfe oiergef)ig ftnb. \u00a9er \u00a9djnabef ift faft fopflang, gerabe, fpifeentoart\u00e9 gufammengebr\u00fcdt, ber \u00c7f\u00fcgcf furg_ unb mufdjeff\u00f6rmig, in tpm bie erfte, gmeite unb britte \u00a9cpminge gteid)\u00efang, ber \u00a9cpioang giemlid) oerf\u00fcmmert, ber Sauf fang, vorn quer befd)ieut, bie \u00a3>interge\u00efje fd)ioad) unb \u00efjodfjfte\u00efjenb.\n\u00a9er Oberfopf ift rotljltdjbraun, fdjmarg quergefledt, ber SScrber\u00efopf mie bie \u00a3af\u00f4feiten \u00efjell falffdfoarg gefprenfeft, ba\u00a7 breite ioei\u00dfe Jpaf\u00eabanb fdfoarg geffedt, bie Oberfeite r\u00f6tfyfidjbraun, jebc geber mit mehreren fdfjdoargen Sinien geb\u00e4nbert unb fat)f gef\u00e4umt, bie SJtittelbruft roth, bie \u00fcbrige Unterfeite faff, febe SBruftfeber in \u00e4hnlicher SBeife gegeicpnet, toie bie ber Oberfeite, m\u00e4ljrenb bie feitlid^en breite, unregelm\u00e4\u00dfige, fcfjtoarge Rieden geigen; bie \u00a9cijmangfebem finb fein fdfjmargbraun geb\u00e4nbert. \u00a9a3 Sfuge ift ftro^gefb, ber \u00a9dftabel gelb, gegen bie \u00a9^i^e f)in fc^marg, ber $u\u00df gr\u00fcnficpgelb. Stud) bei biefer \u00a9type meinen bie \u00a9efdjledjter in ber \u00a9r\u00f6\u00dfe betr\u00e4chtlich ab; ba\u00a7 2Beibd)en ift ebenfalls ba\u00ea gr\u00f6\u00dfte unb am fd)\u00f6nften gegeidfiete. Oeim 2Jt\u00e4nndf)en betr\u00e4gt bie S\u00e4nge\nS\u00d6reljm, \u00a3l)ierle6en. IV.\t28","page":433},{"file":"p0434.txt","language":"de","ocr_de":"434\t$>ie S\u00e4ufer. \u00a9djarro\u00f6geT. ^\u00dfrad6tt)\u00fc^ner.\n4V2, bte Sfittigl\u00e4nge 3V4 Boll, beim S\u00f6eibdjen bie S\u00e4nge 7, bie ^ittigl\u00e4uge 3V2/ bie \u00a9chmangl\u00e4nge IV\u00ab 3oH.\n\u201e2Benige\u00a9ntbeduugen\", fagt@oulb, \u201efinb mir midjtiger erfdjienen, alg bie biefegSogelg, beffert Sau f\u00fcr bte auggebelmten fonnigen \u00a9benen, treibe mehrere \u00ee^eife Sluftralieng auggeid)iten, ungemein geeignet erfdjeint. SDie langen \u00ee\u00e2rappenbeine finb gang gum Saufen eingerichtet, bie J\u00fcrgen, runben uttb geh\u00f6hlten Fl\u00fcgel menig gum fliegen geeignet. SDer allgemeine Umri\u00df f\u00fchrt bie Sorftellunf eineg tleinen trappen herbei, ttnb h\u00e4tten bie Seine nicht eine .fpintcrgehe, man ftriirbe geneigt fein, unfer S\u00f6gelchen gu jenen Saufo\u00f6geln gu g\u00e4lten.\"\n,,\u00a9ie \u00a3rappenmad)tel\", fagt \u00a9rat), \u201egeh\u00f6rt gu benjenigenBugO\u00f6geltt, ineiche impuni in bei* \u00a9egenb non Slbelaibe erfchcinen uttb im Januar inieber ineggiehen \u2014 man mei\u00df nicht, inohin. \u00a9ie fliegt nicht, fo lange ftc eg nermeiben \u00efann, unb inirb be\u00eahalb oft non -Jpunben gefangen. Slufgefchredt, budt fie fid) nieber ober oerftedt ftd) in einen \u00a9ragb\u00fcfdjel. S3\u00e4ljrenb beg Saufeng h\u00e4lt M aufrecht auf \u00d6en Beljenfpihen, foba\u00df bag $intertl)eil beg gu\u00dfeg ben \u00a9ruub nid)t Ber\u00fchrt unb fie immer einen freien UmBIid Beh\u00e4lt, gang fo, mie eg ber \u00a9mu guineilen thut. SDie Sodfiimme non benen, ineiche id) gefangen hielt, \u00e4hnelt bem hohtt\u00f6nenben \u00a9er\u00e4ufdje, meld)eg ber \u00a9mu h\u00f6ren l\u00e4\u00dft, ift aber felbft= nerft\u00e4nblid) Oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fdjm\u00e4cher. 3$ befa\u00df einmal nier gu gleicher Beit, ein St\u00e4nnchen unb brei SBeibcheit: fie alle tnaren in bentfelBen Dte^e gefangen inorben, unb ich nermuthete be\u00ea\u00c7alb, ba\u00df mehrere Weibchen um ein 3Jt\u00e4nndjen ftch fammeln. 2)ie \u00a9efangeuen fra\u00dfen gefd)rotenen Zeigen, rohen, unge\u00efod)ten \u00fcteig, Srot unb fterbthiere, ledere befonberg gern. \u00a9ie m\u00fcrben nollft\u00e4nbig g\u00e4hnt unb hielten ftch mehrere Slonate lang.\" Heber bag Srutgefd)\u00e4ft fehlen noch Seriate, \u00a9trauge erhielt ein \u00a9i, meldjeg aug bem Segfchlauche eineg 2\u00f6eibd)eng gefd)nitteu inurbe: eg \u00e4hnelte im allgemeinen bem anberer Saufh\u00fchner, ioar am biinnen \u00a9nbe etioag gufammeugegogen unb auf graumei\u00dfern \u00a9runbe mit kleinen grauen, umbrabraunen unb meinrothen Rieden gefpretdelt, oor* nehmlich am bideren \u00a9nbe.\n$n ber britten Bunft ber gamilie oereinigen ioir bie gaf aneno\u00f6gel (Phasianidae). Sind) bei ihnen ift ber Seib noch gebrungeu, aber hoch geftredter gebaut alg bei ben Sklbh\u00fchnern, ber gt\u00fcgel mittelfang ober lurg, ftar\u00ef gerunbet, ber \u00a9chmang gem\u00f6hnlid) lang unb breit, gm\u00f6lf* big adhtgehnfeberig, ber \u00a9chnabel mittellang, ftarf gem\u00f6lbt, fein Dberfiefer \u00fcber ben unteren herabgebogen, gutoeilen auch an ber \u00a9pi|e oerl\u00e4ngert unb nagelf\u00f6rmig verbreitert, ber gu\u00df m\u00e4\u00dfig ober giemlid) hoch, langgehig unb beim M\u00e4nnchen faft immer befpornt, ber \u00aeopf theilmeife nadt, oft mit \u00c4\u00e4mmen unb \u00a3autlappen, \u00eaumei\u00efen auch mit R\u00f6mern unb ebenfo mit geberb\u00fcfchen gegiert, bag \u00a9efieber farbenpr\u00e4chtig unb gl\u00e4ngenb, nad) \u00a9efcplecht unb Sllter regelm\u00e4\u00dfig oerfchieben.\ngfli^fdh fanb nad) Hnterfuchung beg gemeinen, beg \u00aeoIb= unb beg \u00a9ilberfafaneg, ba\u00df bie ben echten H\u00fchnern \u00fcberhaupt eigenth\u00fcmfichen Silbunggoerh\u00e4ltniffe beg \u00aenod)enger\u00fcfteg, ber Shtgleln, \u00a9ingemeibe unb \u00a9innegmerfgeuge auch bief er Slbipeilung gulommen. SDie S\u00f6irbelf\u00e4ule befiehl aug breigehn big oiergehn #algmirbeln, fteben 9t\u00fcden* unb f\u00fcnf big fed)g \u00a9d>mangmirbeln, bereu letter bem ftarlcn \u00a9tpmange burch feine gorm entfpricht, inbem ber fehr lange, fpi^e SDornfortfafc mehr nach hinten alg nach oben ft<h richtet unb oben-eine platte, magredjte fl\u00e4che geigt. ^ 2)er Oberarm* lnod)en ift fo lang mie bag \u00a9chulterblatt, ber Sorberarm etma halb fo lang. \u00a3)ie \u00a9eitenfortf\u00e4^e beg Sruftbeing ftnb lang unb gerabe, bie hinteren gabelf\u00f6rmig geteilt; ber K\u00f6rper hat oorn jeher* feitg eine fehr b\u00fcnne, oft unOeidn\u00f6djerte \u00a9teile. 2)ag Seden ift oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig hoch unb fd)mal; ber Oberfchenlelfnodhen luftf\u00fchrenb. \u00a3>ie Suftr\u00f6hre befteht aug h\u00e4utigen \u00c4norpelringen. &er SDtaft* barm tft lang, bie S\u00e4nge ber Slinbb\u00e4rme oerfchieben.\t_ <\t^\ngjtan pflegt gu ben gafatteno\u00f6geln auch einige ^p\u00fcljner Slfrifag unb bie in Sinter da heimifdjeu -^rut* h\u00fchuer gu redjnen; bod) b\u00fcrfte eg oielleidjt richtig fein, biefe mie jene gefonbert aufguf\u00fcl)ren. 3>n","page":434},{"file":"p0435.txt","language":"de","ocr_de":"SJlonau\u00ef ober \u00a9laujfafan.\n435\nlegerem f\u00e4ltle m\u00fcrbe man \u00a9\u00fcbafien af\u00f4 ba\u00a7 eigentliche SSaterlanb unfcrer in jebev \u00a7inftcht au\u00ea; gezeichneten \u00a9efcf\u00f6ffe angu^en haben.\nUnter ben \u00a9rupfen, Unterfamilien ober, mie mir fagen, gamtlien, in melche bie B\u00abnft zerf\u00e4llt, [teilen mir bie Fracht B\u00fchn er (Lophophori) obenan. \u00a9ie unterfc&eiben [ich bon ben \u00fcbrigen hanhtf\u00e4chtich bnrch furzen, fanft gerunbeten \u00a9cfmanz, beffen Gebern nicht mie bei ben meiften \u00fcbrigen ^afanenb\u00f6geln bachartig geftellt ftnb, fonbern in einer \u00a9bene liegen. Oie Familie ift auf ba\u00ea ipodf; gebirge \u00a9\u00fcb; unb ^interafien\u00eb befdfr\u00e4nft, eine allgemeine \u00a9djilberung berfelben aber unn\u00f6thig, ba mir ber betben au\u00eagezeichnetfteu \u00a9iffen berfelben nothmenbigermeife Ermahnung thun m\u00fcffen.\nSDer SDioitauI ober \u00a9\u00efanjfajan (Lophophorus respiendens). 1/5 ber itat. \u00a9r\u00f6fje.\n$cd) oben in ben Salbungen be\u00ea ^imalaha bon ben SSorBergen an, melche gegen 5lfghaniftan abfaUen, bi\u00ea nach \u00a9ifint unb 33t)utan, bem \u00e4ufjerften Often be\u00a7 \u00a9ebirge\u00ea h\u2122/ bemoljnt bie zmifchen 6000 bi\u00ea 10,000 $uf \u00fcber bem \u00e4Jteere tiegenben -Sp\u00f6hett ein prachtoolle\u00ea $uhn, vielleicht ber fch\u00f6nfte aller \u00a9dfarrb\u00f6gel, me\u00efd)er bon ben Semohnern be\u00ea \u00a3imalaha DJlonaul, bon ben \u00c7orfchern gem\u00f6hnlich \u00a9 lanzf a f a n genannt mirb (Lophophorus respiendens). (Sr unb fein einziger 33ermanbter \u2014 meldfer erft in biefem $ahre (1866) in ben \u00a9ebirgen \u00a9h^a\u00ea anfgefunben m\u00fcrbe \u2014 fennzeichnen ftd) burch berh\u00e4ltnifm\u00e4fig fr\u00e4ftigen \u00a3eib, mittellange Fl\u00fcgel unb furzen, faft gerabe abgefdfnittenen ober menigften\u00ea nur [darnach gerunbeten, au\u00ea fech^jehn Sebent beftehenben \u00a9chmanz, ziemlich ber; l\u00e4ngerten, an ber \u00a9ptt3e be\u00ea Oberfchnabel\u00ea nagelf\u00f6rmig berbreiterten unb borgezogenen \u00a9d)nabel,\n28*","page":435},{"file":"p0436.txt","language":"de","ocr_de":"436\nSie S\u00e4ufer. \u00a9cparrb\u00f6get. S\u00dfracptp\u00fcpner.\nmittellosen Fu\u00a7, beffen Sauf beim M\u00e4utupen mit einem \u00a9poren bemeprt ift, unb bag in ben pradpt; bodften Metadfarben prangenbe unb fepimmernbe \u00a9efieber beg \u00a3apneg, meldjeg eine \u00a9telle um bag Huge unbetteibet tap. Oen m\u00e4nnlichen Monaut fcpm\u00fcdt nod) aufjetbem eine aug bieten, an ber SBurget fapuentofen, an ber \u00a9pp bebarteten Febern gebitbete \u00c6opfpaube.\nSon ber Farbenpracht beg Monaut ift fepmer eine Sefdjreibung gu geben. Oer \u00dfopf, ein; fdpliefcltcp beg mic aug gotbfdjimmernben Slepren gufammengefepten Sufd,eg unb bie \u00aeeple ftub metadifcpgr\u00fcn, ber Dberpatg unb dladen fcpimtnernb purpur = ober farminrotp, mit dtubinglang, ber Unterpalg unb d\u00ee\u00fcden brongegriin, golbgl\u00e4ngenb, ber Mantel unb bie Fl\u00fcgelbedfebern, . ber Ober; r\u00fcden unb bie Dberfcpmangbedfebern violet; ober bl\u00e4ulitpgr\u00fcn, ebenfo gt\u00e4ngenb mie bag \u00fcbrige \u00a9efieber, einige Febern beg Unterr\u00fcdeng meifr bie Untertpeite fepmarg, auf ber Sruftmitte gr\u00fcn unb purpurn fcpimmernb, auf bem Saudje buntel unb glanglog, bie \u00a9cpmingen fepmarg, bie \u00a9teuerfebern gimmtrotp. Oag 3tuge ift braun, bie nadte \u00a9tede um baffetbe bt\u00e4uliep, ber \u00a9djnabel bunfelportt; f\u00e4rben, bei* Fufj b\u00fcftergraugr\u00fcn. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 26, bie Breite 33, bie Fittigt\u00e4uge 11 big 11%, bie \u00a9cpmangl\u00e4ttge 8V4 Bett-\nSeim d\u00f6eibcpen fxnb \u00dfeple unb \u00a9urgetgegenb meifj, ade \u00fcbrigen Febern auf blajjgelbbraunem \u00a9runbe buntelbraun geftedt, gemedt unb geb\u00e4nbert, bie #anbf<pmingen fepm\u00e4rglid), bie 2lrm; fdjmingen unb bie \u00a9teuerfebern fdjmarg unb braungelb geb\u00e4nbert. 2tn \u00a9r\u00f6pe ftept bie <\u00a3>enne, mie gu erwarten, pinterm M\u00e4nncpen gut\u00fcd.\nOer neuentbedte \u00a9langfafan, gu \u00a9pren beg betannten frang\u00f6ftfepen Minified Lophophorus Lhuysii genannt, unterfd)eibet ftep bon bem Monaut pauptf\u00e4cptid) baburep, bafj beut M\u00e4nndjen ber \u00dfopffepmud feptt unb bie \u00a9teuerfebern anftatt gimmtrotp, gr\u00fcntiep augfepen. \u00a9ein Seibcpen \u00e4pnett bem ioetblicpen Monaut.\nHeber bag Freileben beg teptgenannten paben mir neuerbingg einen augf\u00fcprtid;en Serid)t burep Mountaineer erpatten, m\u00fcffen jebod) bebauern, ba\u00a7 biefer treffliepe Seobadfter mepr ben \u00a9tanb; pun\u00eet beg B\u00e4gerg atg ben beg Forfdjerg oertritt. \u201eSon bem elften p\u00f6peren Ranime \u00fcber ben \u00a9benen big gur d\u00dfalbgrenge pinauf, bemertt man ben Monaut in jeber \u00a3\u00f6pe, unb im Snnern beg \u00a9ebirgeg ift er einer ber p\u00e4ufigfien Susbb\u00f6gel. 2ltg bie Serge in ber dl\u00e4pe bon Muffuri guerft bon \u00a9uro; p\u00e4ern befuept murbejt, mar er auep pier p\u00e4ufig, unb nod) jept tommt er in biefer \u00a9egenb menigfteng einzeln bor. SB\u00e4prenb beg \u00a9ommerg begegnet man ipm fetten, meit bie \u00fcppig gr\u00fcnenben \u00a9epting; prangen bann bag innere beg SBatbeg bem 2tuge berfeptiefjen; bagegen gemaprt man ipn um biefe Beit in giemlicper 2tngapl in ber dt\u00e4pe ber \u00a9cpneefelber, namentlicp morgen! unb abenbg, menu er pier erfepeint, um fiep gu \u00e4fjen. Ood) m\u00fcrbe Memaub im \u00a9taube fein, bon benjenigen, metd)e er fiept, auf bie Stngapl ber mirtlicp borpanbenen gu fcpliepm SBenn bie falte Sapreggeit peranr\u00fcdt, bie kanten; gem\u00e4epfe unb bie ben Soben bedenben ^ftangen berborren, fepeint ber d\u00dfatb bon ipnen erf\u00fcdt gu fein, \u00a9ie fcplagen fiep jept in ft\u00e4rfere betten gufammen, unb in maneper \u00a9egenb tarnt man mepr atgpunbert im Saufe eineg Oageg auf jagen. 3m Sommer fteigen faft adeM\u00e4nncpen unb einige bon bend\u00f6eibcpen ing \u00a9ebirge empor; im \u00a3erbfte m\u00e4ptt fiep 2tlt unb Sung biejenigen \u00a9teden beg ffiatbeg, mo ber Soben bid mit\u2022 abgefadenem Saube bebedt ift, meit jept pier bie meiften Satten unb Mabcn gefunben juerben, unb jemepr ber hinter perannapt unb bag \u00a9ebirge mit \u00a9cpnec bebedt, um fo tiefer unb tiefer giepen jte fup nad) unten. Sn ftrengen \u00a9intern unb bei tiefem \u00a9cpnee bereinigen fie Jtcp in Salbungen auf f\u00fcbtiepen \u00a9ep\u00e4ngen beg \u00a9ebirgeg, mo ber \u00a9<pnee nod) am erften fepmitgt, tommen fetbft big ing #\u00fcgellanb perab, mo ber \u00a9tpnee niept fo tief liegt ober halb megtpaut, unb fie im \u00a9taube ftnb, unter S\u00fcjdjen ober befdjirmten \u00a9teden fiep big gum Soben burepguarbeiten. Skibcpen unb Sunge bermeiten bann gern in ber diaepbarfdjaft bon SBatbb\u00f6rfern unb merben oft paufenmeife in ben Fetbern gefepen; boep bleiben auep biete, aber mopt nur alte M\u00e4nncpen, felbft m\u00e4prenb beg f\u00e4tteften SBetterg, menu ein \u00a9cpneefad nadh bem anberu ben Soben bid belegt pat, in ben p\u00f6peren ^Salbungen gur\u00fcd. Sm Fv\u00fcplinge giepen ade, melipe ing Opal perabgebr\u00fcdt m\u00fcrben, adm\u00e4plid), fo mie ber \u00a9d)nee fdjmilgt, mieber naep oben.\"","page":436},{"file":"p0437.txt","language":"de","ocr_de":"9J\u00eeoitait\u00ef ober \u00a9langfafan.\n437\n\u201eOie \u00a9efedfchaften ober SB\u00f4\u00effev, toeldhe in ben $erbft = unb S\u00f6intermonatcn ftc^ in einem getoiffcn \u00ef^e\u00fce be\u00eb S\u00dcSalbe\u00eb bereinigen, bcrtl)eilen ftd) \u00fcber einen fo gro\u00dfen 3Rattm, bafj jeber Bogel allein gu fein fdjeint. 3utoe^en \u00efcittn man eine \u00dcReile Joeit burdj ben 3BaIb gehen, oljne einen einzigen gu feiert, nnb pl\u00f6hlidj trifft man auf eine \u00a9teile, too in einem Begirlc bon ioenig ^unbert \u00a9Ken Ourdjmeffer mehr al\u00eb gipangig na$ un& ^ad) aufftehen. Bu cntbern 3e^n ober in anbern \u00a9trid)en h\u00fcben fie fid) \u00fcber ba\u00eb gange \u00a9ebiet bcrtljeilt; man treibt I)ier einen auf, bort einen anbern, gtoei ober brei an einer britten \u00a9teile, unb fo lann e\u00eb meilentoeit f ortgehen. Oie 2Beibd)en bilben gcfdjloffettere \u00a9d)to\u00e4rme al\u00eb bie StR\u00e4nndjen, gehen aud) tiefer in ba\u00eb \u00a9ebirge herab nnb bcrtaufdjen bie fd^\u00fc^enben 2\u00f6\u00e4lber fr\u00fcher mit Bl\u00e4uen, JoeId)e ben \u00a9Irakien ber \u00a9onne au\u00ebgefejd ftnb, ober mit bcr 9Rad)barfc^aft bcr O\u00f6rfer. Beibe @efd)Ied)ter toerben oft getrennt bon einanber unb bann in namhafter Slngahl gefunben. 3^ gr\u00f6\u00dferen liefen ober auf getrauten Bergfeiten trifft man Oubenbe bon 5Beibd)en unb jungen B\u00f6geln', ohne ein eingige\u00eb alte\u00eb 9Jt\u00e4nnd)cn, to\u00e4ljrenb man in bei* \u00a7\u00f6\u00a7e ober im SBalbe nur biefe fteht. 3m \u00a9ommer oertljeilen fte fid) mehr, galten ftc^ aber nid)t eigentlich paartoeife; benn man begegnet and) bann oft mehreren gufamtnen. Ob biefe fid) \u00fcberhaupt gepaart haben, bleibt fraglich ; m\u00f6glid) ift, ba\u00a7 bie Bereinigung gel\u00f6ft tourbe, nadjbeht ba\u00eb SCBeibdjen 31t br\u00fcten begann; benn ba\u00eb Bt\u00e4nndjen fd)eint ber -fpettne, fo lange fte ftfct, leine dufmerlfamleit gugttloenben, ober ftd) ebenfotoenig um bie au\u00ebgefd)\u00ef\u00fcpftett jungen gu bet\u00fcmmern, ba man e\u00eb fo feiten bei ihnen fhtbet.\"....\n\u201eBorn Slpril bi\u00eb gum Beginn ber talten 3d(jre\u00ebgeit ift ber SCRonaul fepr oorfidjtig unb f<heu ; aber biefe \u00a9igenfdjaften berliereu ftd; unter bem 2IHe\u00eb beg\u00e4pmenben \u00a9influffe ber tointerlicben \u00ae\u00e4lte unb be\u00eb bie \u00fcftaprung bebedenben \u00a9djnee\u00eb feljr halb, obgleich man a\u00f9d) je^t eine getbiffe Bur\u00fcd; Haltung nid)t berlennen bann. Born Oltober an finbet man unferen SSoget fd)on h\u00e4ufig auf \u00a9teden, toeldje frei bon Unterpolg ftnb, unb er geigt ftd) nid)t mehr fo \u00e4ngftlid) bebaut, ber Beobachtung ftcp gu entgiepen, inbem er ftcp burcp ba\u00eb \u00a9ra\u00eb ober bie bitteren \u00a9eb\u00fcfdje bapinftiehlt; immerhin aber ioirb er fr\u00fcher aufmerlfam unb fleht in gr\u00f6\u00dferer \u00a9ntfernung auf al\u00eb jeber eigentliche $afan. 3nt gr\u00fchjapre fliegt er, aufgefdjeudjt, oft toeit in einem Buge bal)in unb l\u00e4\u00dft ftd), toenn er gum gtoeiten SdRale aufftanb, laum nahe lommett, tb\u00e4hrenb er im BMnter nicht feiten im Saufen erlegt ober, toenn er ftd) erhoben unb auf einem Baume niebergelaffen hutte, ohne grofje 9Jt\u00fcIje befd)lidjen toerben tarnt, \u00fc\u00dfenn man ipn int SBalbe auftreibt, erhebt er ftd) geto\u00f6hnlid) ftumm unb ohne auf bem Boben toeggu= laufen, tb\u00e4hrenb er auf Bl\u00f6fjett ober graftgett \u00a9eh\u00e4ngeit, toenn er ftdj nid)t hurt berfolgt fteljt, gern babon rennt ober aud) babon fd)Ieicht, anftatt aufgufliegen. 9Jtuf er ftdh gum Sluffteljeu entfdjliefen, fo gefchieht Oie\u00eb unter polternbem @er\u00e4ufd)e unb unter Slu\u00ebftofen eine\u00eb fchriHenben unb pfeifenben \u00a9efdjreic\u00eb, ioelche\u00eb in rafdher golge unb oft bi\u00eb gum \u00fcftieberfehen toieberholt toirb, ioorauf er bann unter Umft\u00e4nbeit feinen getb\u00f6hnlichen llagettben 9iuf ert\u00f6nen l\u00e4fjt unb eine Beitlang fortfejd. 2Benn man im BMnter ein ober gtoei Btonaul\u00ea aufgetrieben hut, toerben ade, ioeldje Oie\u00eb h\u00f6ren, aufnterl; fant, unb toenn jene gu einem \u00a9djtoarme geh\u00f6ren, erhebt ftd) bief er in rafdjer f^olge ; ift bie \u00a9efelf; fcfeaft mehr bereingelt, fo fteht ein Bogel langfam nach bem anbern auf. Oer \u00a9ehret be\u00eb erften, ioel= eher auffliegt, betoegt einen gtoeiten, ftd; gu erheben, unb fo geht e\u00ea fort, bi\u00eb alle in ber unmittelbaren Umgebung aufgeftanben ftnb. 3*n SBinter geigen fte ftdh toeniger abh\u00e4ngig bon einanber unb toenn and) fdjeuer, boch el)ev geneigt, gu ioarten, bi\u00eb fte felber aufgefd)eud)t toerben. S\u00e4ngere Berfolgung macht fie fehr fdheu, fl\u00fcchtig unb unftet, gumal im \u00c7r\u00fchlinge, ioeil fte bann \u00fcberall im Bklbe ohne TOhe hinl\u00e2itglidhe\u00eb gutter ftnben, to\u00e4hrettb fte imB\u00dfinter auf ein befdjr\u00e2nltere\u00eb \u00a9ebiet angetoiefen ftnb unb gu ihm gur\u00fccflehren m\u00fcffen. Oie B3eibd)en fdheinen \u00fcbrigen\u00eb jebergeit toeniger furd)tfam gu fein al\u00eb bie 2ft\u00e4nnd)en. Oer $lug ber le^teren ift eigent\u00fcmlich- \u00bb Oer Sttottaul pflegt n\u00e4mlidh, toenn er eine gr\u00f6\u00dfere \u00a9trede burchmeffen toill, ohne ^l\u00fcgelfdjlag, aber mit einer gitternben Betoegung ber \u00a9chtoingen bahtn gu fcfjtoeben. Oiefe Betoegung gereicht ihm gum gr\u00f6\u00dften Bortheile ; benn er erfdjeint fo, im S\u00f6iberfpiel ber \u00a9onne auf feinem prad)tbolten \u00a9efieber, unbebingt al\u00eb ber fd)\u00f6nfte aller ^afanett.\"","page":437},{"file":"p0438.txt","language":"de","ocr_de":"438\n\u00a3>ie S\u00e4ufer. \u00a9d)arro\u00f6gel. fkacbthtipiter.\n\u201eSDen Sodruf beg Mottaul, fetteg lautflagettbe pfeifen, [;\u00f6vt matt im S\u00f6albe gtoar gu allen \u00a9tunbeit beg Tageg, am ^\u00e4ufigfteit aber bod) oor Tagegaubrud) ttttb gegen Slbenb. 3tt ber falten 3ahreggeit t\u00f6nt berS\u00f6alb lieber ton bent@efd)rci ber jefct galfreid) Serfammelten, ingbefonbere furg bet\u00f6r fie fid; auf einzelne hohe S\u00e4ume ober aud) mo\u00eff $elggaden gum \u00a9cplafen auffe^en itollen.\"\n\u201eT)er Mottaul n\u00e4^rt ftdb> ton S\u00f6urgetn, Slattern, jungen \u00a9H\u00f6flingen, oerfdfebenen \u00a9ragarten ttttb Kr\u00e4utern, Seerett, H\u00fcffen uttb anberett \u00a9\u00e4mereiett, aber and) ton ^erbt^ieren aller 5lrt. 3m Jperbfte fucljte er teuere unter ben abgefallenen Slattern gufammen, im hinter \u00e4fjt er ftd) oft in bett Skigen; ttnb \u00a9erfienfelbertt.. \u00a9r befdj\u00e4ftigt ftd), feinen \u00c7iergu befonberg geeigneten \u00a9cfmabet ange; meffen oerioenbenb, jebergeit eifrig mit \u00a9raben, nid)t fetten mehrere \u00a9tuttben ttad) einanber. 3tt bett h\u00f6her gelegenen T\u00df\u00e4lbern fielet man gutteilen auf St\u00f6\u00dfen ober offenen \u00a9teilen, iteld)e frei ton Unterholg ftnb, Maffen ton Monautg in toller Arbeit.\"\n\u201eT)ie Srntgeit beginnt halb nad) Eintritt beg fyr\u00fc^jal^re\u00e2. T)ie lernte bereitet i|r Sceft unter einem fle'tnen bedenben Sufdje ober einem \u00a9ragbiifdjel uttb legt f\u00fcnf \u00a9ier, metdje auf b\u00fcftermeifetit \u00a9runbe mit r\u00f6t\u00a7lic^brauneit f\u00fcnften uttb Rieden get\u00fcpfelt finb. T)ie B\u00fcchlein fonttiteit \u00a9ttbe Mafg aug.\"\nMatthe 3\u00e4ger achten bag Sktbpret beg SJtonaul bem $Ieifd)e be\u00bb Truthahneg au \u00a9\u00fcte gleid), auberc behaupten, baf) cg faunt efjbar tt\u00e4re; Mountaineer Oerftd;ert, ba\u00a7 nantcntlid) Skibchetr unb 3ttnge im \u00abfperbfte uttb Suinter einen auggegeiefmeten Sraten liefern, m\u00e4hrenb bag T\u00f6ilbpret gegen \u00a9nbe beg Sknterg fehl* an \u00a9\u00fcte terliert. \u00a9ntfprechenb ber 3\u00fchreggeit bietet bie 3agb gr\u00f6\u00dfere ober geringere \u00a9chmierigfeiten; bei ber \u00a7\u00e4ufigfeit biefeg fmacfjtrotleit T\u00dfilbeg mad;t ber gefd^idtc 3\u00e4ger aber bod) regelm\u00e4fjig reid)e Sente. Mountaineer erg\u00e4bt, bafj er intfkrbfte, menu bie entlaubten S\u00e4ume einen Ueberblid beg S\u00dfalbcg geftatten, oft tiele Monaulg nad) einanber erlegt habe. \u00a9t martete big bie aufgetriebenen ober fd)laf luftigen S\u00f6gel aufgeb\u00e4umt Ratten, befd)lid) bann bett erfteit, fd)ofj il)n herab, ging einem gmeiten gu, erlegte benfelben ebenfalls unb fonttte mit feiner 3agb oft lange $eit fortfa^ren, ba bie Spiere ftd) menig um ben \u00aenatl beg \u00a9d)uffeg gu flimmern fd)ienen.\n\u00a9g ifi teid)t, altgefattgene Mottaulg im K\u00e4fige l\u00e4ngere Seit gu unterhalten. T)emuitgead)tet g\u00e4lflt ber prad)tooHe Sogei in unfern Tierg\u00e4rten nod) Su ben Seltenheiten unb mirb bemgem\u00e4fj fel)r treuer bega^lt. 3n 3nbien fann mau geeigneten Ortg fooiel \u00a9efangene erhalten, alg man mill ; bie $inber ber luftigen .Jp\u00f6he oertragen aber bie ^ipe ber Tiefe nid^t, unb bie meiften fterben m\u00e4hrenb ber Steife. Sabi) 3mpep braute bie elften lebenben Monaulg nach \u00a9ttglanb unb lief) eg ftd) M\u00fche unb \u00a9elb genug foftett, fie hier eingub\u00fcrgern. T)ie \u00a9efattgenen f\u00fchren, mie mir Sobinug fd)reibt, ein m\u00f6gtid)fi oerftedteg Seben, oerbergen ftd) gern oor bem Seobad)ter unb geigen ftd) immer etmag \u00e4ngfilid). \u00a9ie graben beft\u00e4nbig, bearbeiten bie Stafenpl\u00e4he in ihrem K\u00e4fige ohne Unterla\u00df unb oer; unftaften fehr halb ihr \u00a9ebauer. T>en Sinter \u00fcberftehen fie ebenfo leicht mie unfere gafatten. 3\u00ab bem Tpierparf beg Sorb 3)erbh gelang eg guerft, \u00a9efangene gur gortpflangung gu bringen; fp\u00e4ter haben foldje in ben Thiergarten gu Sonbon unb Sntmerpen gebr\u00fctet. T)a matt ben \u00a9efangenen hier bie \u00a9ier megnimmt, um biefe oon \u00a7aughennen augbriiten gu laffen, ergielt man in ber Stegei gehn big oiergehn \u00a9ier oon einem fkare, feiten aber mehr alg f\u00fcnf big fiebett 3unge \u2014 ein .deutlicher Semeig, ba^ mir ein geeigneteg \u00a9rfafefutter nodh nicht gefunben haben; beim im entgegengefehten ^alle m\u00fcrben nicht fo oiele \u00a9ier unbefruchtet fein. \u00a3)ie ^\u00fcdftlein \u00e4hneln benen anberer k\u00fchner in \u00a9eftalt unb F\u00e4rbung, taffen ftch aber an ihrer bebeutenben \u00a9r\u00f6fje leicht erfennen. 3hv \u00aeuttenfleib ifi auf bttttfelbraunem \u00a9ruttbe lichter geftreift unb buttfei marmorirt; bie Unterfeite pflegt einfarbig gilblich mei^ gu fein, \u00a9ie machfen oafch he^att/ ftnb aber g\u00e4rtlich, unb oiele gehen m\u00e4hrenb ber testen Maufet gu \u00a9runbe; ihre \u00a9inb\u00fcrgerung auf unfern ^ithnerh\u00f6fen mirb alfo fd>merlich in Salbe bemerffteUigt merben f\u00f6nnett. T)och geben mir felbftoerft\u00e4nblich bie Hoffnung noch nicht auf, einft; malg biefen ^\u00dfrachtooget menigfteng in allen unfern Thierg\u00e4rten gu befipen.","page":438},{"file":"p0439.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9attyr\u00efju\u00efjn.\n439\n2113 bie n\u00e2dften 23ertoanbten ber \u00a9langpper fetje idfj bie .fpornfafauen (Ceriornis) an. \u00a3)er Seib ifi fr\u00e4ftig, ber gliiget mittellang, ber au\u00ea ac^tge^n ^ebern Befiel^enbc \u00a9d;tvang furg unb breit, ber \u00a9dpabel fep furg nnb giemlid; fdpad;, ber $u\u00a7 niebrig, aber tr\u00e4ftig, gefprnt; gtoei f leine auf; rid;tbave, flei\u00dfige gortf\u00e4p, fogenannte ^\u00f6rner, ergeben fid; am ^intern \u00a9nbe be\u00ea nadten 2lugen; ringed, beffen ^vrtfepng fie bilbeu, unb ba\u00ea nadte $el;lfelb vergr\u00f6\u00dfert fid; feitlid; burd; gtoei jpaut; lapen. \u00a3>a3 \u00a9efieber ift fep reidp auf betn ^interl;aupte pdenartig Verl\u00e4ngert, feine F\u00e4rbung eine pr\u00e4chtige, feine 3eid;nung eine \u00fcberaus gier\u00efidp. $Da3 SBeibdpn tr\u00e4gt, tvie \u00fcblicp ein befrei; bene\u00ea, obfdpn immer nod; pbfdp\u00ea $leib. Oer 23erbreitung3trei3 befdjsr\u00e4nft fid; auf ben .Ipimalap unb bie f\u00fcbdpnefifdpn \u00a9ebirge.\n2>a\u00a7 \u00a9ottyrljul) n (Ceriornis Satyra). i/4 ber not. \u00a9r\u00f6fje.\n\u00a9rft in neuerer 3eit pt man mehrere Slrten biefer \u00a9type unterfdpeben. \u00fcftod; vor ivenig fahren geh\u00f6rte ein ^ornfafait unter bie feltenften SS\u00f6gel in nuferen Operfammlungen; gegenw\u00e4rtig fielet man per unb ebenfo in einigen unferer reicpaltigfien Operg\u00e4rten Vornepmlid; gtoei Wirten: Oa\u00bb \u00a9apityupt unb ben Seivar.\n23ei elfterem (Ceriornis Satyra) finb \u00a9tirn, \u00a9dljeitel, ein giemlid^ breitet 23anb, iveidp\u00ea \u00fcber bie \u00a9dfsl\u00e4fe Weg gum hinter pupte l\u00e4uft, unb ein fd;maler\u00a9aum, Weldpr bie Sappen umgibt, fdparg, $intertopf, \u00fcftaden, Oberpf\u00ea unb gl\u00fcgelbug einfarbig tarminrotp Oberr\u00fcden, 23ruft unb 23aud; auf rotpm \u00a9runbe mit Wei\u00dfen, fd;Warg gef\u00e4umten 2lugenfleden gegeidpet, Hantel unb DberfdjWangbed; febern braun, fein fdparg geb\u00e4nbert unb alle Gebern an ber \u00a9pip ebenfalls mit einem 2lugeufleden gegiert, einige Oberfl\u00fcgelbedfebern aud; r\u00f6tplid; gefledt, bie \u00a9d^tvingen auf bunteibraunem \u00a9runbe fdpmgiglepmgelb gef\u00e4umt unb geb\u00e4nbert, bie \u00a9teuerfebern fd;Warg, bunfelbranbgelb quergeftreift.","page":439},{"file":"p0440.txt","language":"de","ocr_de":". \u2022 , ** . \u2022 v \\\n440\t$5ic S\u00e4ufer, \u00a9dfarro\u00f6gel. tpracbtp\u00fcpner.\nOaS Auge ift tiefbraun, tie nadte Augengegenb, bie fp\u00f6rner, bie \u00a9urgel uub bie Sappen ftnb blau, pier nnb ba orangengelb gefteett, bte fpi\u00dfe gelbbraun. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt ungef\u00e4hr- 27, bie f^ittig= l\u00e4nge 11V2, bie \u00a9dptoangl\u00e4nge 11 Sott- Beim SBeibcpen perrpt ein anfprecpenbcS Braun oor; baffe\u00efbe ift auf ber Oberfette buntler als auf ber Unterfeitc unb Wirb burdp gaplrepe fd^i\u00fc\u00e4rglid^e unb r\u00f6tplidpe Ouerb\u00e4nber unb $tede, foWte Wei\u00dflpe \u00a9paftfhpe unb \u00a9cpaftflede gegepnet. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 24, bie gittigl\u00e4nge 10 Soll, bie \u00a9cpwangl\u00e4nge ebenfalls 10 Bott.\n\u00a9er 3etoar (Ceriornis melanocephala) unterfepeibet ftd^ pauptf\u00e4cplp burep feine fdpwarge Unterfeite. Beim M\u00e2nncpen finb bie Gebern beS DbetdopfeS fcpWarg, rotp an ber \u00a9pipe, Kadett, BorbepalS unb fp\u00fcgelbug parlacprotp, bie Gebern beS Mantels auf bunfelbraunent \u00a9runbe \u00e4u\u00dferft fein, aber unregelm\u00e4\u00dfig fcpWarg geb\u00e4nbert unb mit flehten Wei\u00dfen, pWargumf\u00e4untten Augettfleden bergiert, bie Gebern ber Bruft unb beS BaucpeS fcpWarg, wie mit O\u00fcfterrop \u00fcberpauept, alle wei\u00df gefledt, bie \u00a9dringen pw\u00e4rgtiep, braun geflecft unb geb\u00e4nbert, bie \u00a9teuerfebern fcpWarg, bis gegen bie einfarbigen \u00a9pipett pin wei\u00dflp braun unb pWarg geb\u00e4nbert. OaS Auge ift nu\u00dfbraun, bie nadte \u00a9teile um baffelbe gl\u00e4ngenb rotp, baS .fporn bla\u00dfblau, bie \u00dfpllappen in ber Mitte pur; pttrn, feit lief) bla\u00dfblau gefledt unb ffeipfarben gef\u00e4umt, ber \u00a9djnabet bunMpontfarbcn, ber $u\u00df r\u00f6tplicp. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 27 bis 28, bte Breite 35 bis 36, bie $dtigt\u00e4nge 10 V2, bie \u00a9cpwang; l\u00e4nge IQ 3\u00b0^\nBeim BBeibcpen perrfdft auf ber Oberfeite ein fprbengemifd) Don OunWbraun, Sicptbraun unb \u00a9cpwarg, auf ber Unterfeite ein folcpeS bon Apgraubraun, \u00a9cpwarg unb 2Bei\u00df Dor. kleine, guge; fpipte S\u00e4ngSftreifeh Den bla\u00dfgelber F\u00e4rbung gepnen bie Gebern beS Dt\u00fcdenS, unregelm\u00e4\u00dfige Wei\u00dfe Rieden bie ber Unterfeite. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 23, bie Breite 31Y2, bie gittigl\u00e4nge 9Y2, bie \u00a9cpWaitg; l\u00e4nge 8V2 Both\nOer Often beS -Ipimatapa, Aepat unb \u00a9ifint ftnb bie jpeimat beS \u00a9aprpupneS, ber AorbWeften beffelben \u00a9ebirgeS Don Aepal an bie beS 3etoarS. 3toei anbere Arten beWopnen \u00a9pina. lieber bie SebenSWeife fdpeinen nod; Wenig Beobachtungen angeftellt Worben gu fein; nur \u00fcber ben 2>eWar W\u00fcrben Wir burdp Mountaineer unterrichtet.\n\u201eOie gew\u00f4pnlpen Aufenthaltsorte biefeS fSradptOogetS ftnb biente unb bunfle B\u00f6albuttgen, pod) oben im \u00a9ebirge, niept Weit unter ber \u00a9dptteegrenge. 3m BSinter giept er fp tiefer herab unb ftebelt fp bann in ben bidptefien \u00a9teilen ber \u00a9pen;, BBaltnu\u00df; unb MorenbaWalbungen an, Wo BudpS; b\u00e4um Dorperrpt unb ber BergbambuS unter ben p\u00f6pereit B\u00e4umen unburdpbringlpe Oidicpte bilbet. <pier begegnet man ipnt in \u00a9efe\u00ef\u00effdpaften Don gWei ober brei \u00a9t\u00fcden bis gu einem Oupenb unb mehreren, npt aber in gefcploffenen B\u00f6llern, fonbern \u00fcber einen betr\u00e4chtlichen Opeil beS BBatbeS Dertheilt, obfdhon ein fo\u00efdpeS Bol\u00ef, folange eS nicht geft\u00f6rt wirb, fp immer nod) gufammep\u00e4lt. \u00a9\u00a7 peint, ba\u00df eine unb biefetbe $ette attpprtp biefelbe Dertlidpfeit Wieber auffud)t, ober auf einer unb berfelben wohnen bleibt, auch trenn ber Boben mit \u00a9d)nee bebedt tft. 2\u00f6irb ein Bolf burdf einen heftigen \u00a9t\u00fcrm ober anbere Urfadfjen Don feinem \u00a9taube Dertrieben, fo Wenbet e\u00a7 fp gew\u00f6hnlich beWalbeten Oh^icrn, \u00efleinen SB\u00e4lbcpen ober aud; Oididpit gu, Welche au3 nieberm Bup; holge beftehen.\"\n' \u201e3m SBinter ift ber 3etoar, folange er npt ge\u00e4ngfiigt wirb, g\u00e4nglidh\u2019 ftumm; Wenigften\u00ea habe p ihn um biefe Beit au3 freiem Antriebe niemals preien h\u00f6ren. BBirb er aufgepeud^t, fo ft\u00f6\u00dft er fl\u00e4glpe \u00a9p*eie au\u00a7, Wepe bent Bl\u00f6fen eine\u00ea fungen Samme\u00ea nidht un\u00e4hnlich flittgen uub fp burdh bie \u00a9ilben \u201eS\u00f6\u00e4, W\u00e4, W\u00e4\" ungef\u00e4hr au\u00eabr\u00fcden laffen. Anf\u00e4nglich folgen ftdh biefe Saute fo fangfatn, ba\u00df man fte beftimmt unterpeiben fantt; fp\u00e4ter Werben fte rap nad) einanber herauf; geprien, unb unmittelbar barauf pflegt ber Bogel ftd; gu epeben. Oa, Wo er nid)t Wiebepott geft\u00f6rt Wirb, geigt er ftp npt befonber\u00ea peu unb fiept fetten eper auf, als bis fein Berfotger ipm fepr nape gelommen ift, fried)t Dietmepr lieber lattgfam buip baS llntepolg ober fliegt, Wenn er fp epebt, gu einem Baume empor. 3nt elfteren ^alle fepreit er, folange er l\u00e4uft, in tepterem folange,","page":440},{"file":"p0441.txt","language":"de","ocr_de":"3 c it) a r.\n441\nBig er ftd; in bem \u00a9egWeige oerBorgen pat. \u00a9inb mehrere Bei ciuanber-, fo Beginnen fte atte 31t \u25a0 gleicher Beit gu fcpreien unb eiten in t>erfdC;iebenen Sfticptungen bapin, einige auf bem \u00a9runbe fort-taufenb, anbeve gu ben S\u00e4umen fitp erpebenb. SRacp bem elften 2luffcpeu<pen fliegen fte nur Big gttm n\u00e4cpften Saume; inerben fie jeboc^ \u00f6fter aufgetrieBen, fo fireidpen fie geW\u00f6pntidp eine giemlidpe \u00a9trecfe meit ineg unb bann am tieBften Bergab. Spo ?fh*g S^idfmet ftdp burdp \u00a9dpne\u00fcigBeit unb burd) ein eigentp\u00fcmtidpeg \u00a9dp Wirren aug, fobaf man ben SeWar, aucp inenn man ipn nidpt fiept, teidjt eidennen unb non ben anbern Sitbp\u00fcpuern unterfcpeiben Bann. SDa, tno feine Sifentpaltgorte oft non S\u00e4gern ttnb ben \u00a9ingebornen Befudpt inerben, ift er oorfidptiger, unb inenn fotcpe Sefucpe aregel-nt\u00e4fjig ftattfinben, tnirb er gutept fo fd>eu unb liftig, baf er jeben anbern S\u00f6get iiBertrifft. \u00a9r pflegt unter fotzen Umfl\u00e4nben, foBatb er bie SInwefenpeit eineg Stenfdpeu merft, nacp eins ober gineimaligem Sodrufe, aucp Wopt opne fotzen, aufgub\u00e4umen, unb Weif; fiep fo gefdpidt in bie bicpteften SattBWerBe ber fronen gu nerBergcn, ba\u00a7 man ipn nicpt ober inenigfteng nur bann finbet, inenn man ftdp ben Bweig, Weldpem er ftd) erpob, genau meiden fonnte. \u2014 \u00a9eine Sftacptrupe p\u00e4tt er nur auf S\u00e4umen.\"\n\u201eS\u00fciit ftr\u00fcptingganfang, foBatb ber \u00a9dpnee in ben p\u00f6peren \u00a9eBirgen gu fdpmelgen Beginnt, ncrtaffen bie ^ornfafanen ipre SinterperBerge, ncreingetn ftd) nadp unb nacp unb oertpeiten ftd) in ben f\u00fctteren unb gur\u00fcdliegenben S\u00e4lbern beg \u00a9\u00fcrtetg ber Sitde unb Weifen Sltpenrofe, ino fte geW\u00f6pntidp bie \u00e4uf elfte \u00a9renge beg Salbeg Begieren. \u00a9d)on im 2tprit paaren fte ftd), unb jept trifft man \u00f6fter atg je mit ben St\u00e4nndpen gufammen. Siete non biefen fdpeiuen auf ber Sanber= fdpaft gu fein, ina^rfd^einlid^, um fiep eine \u00a9ef\u00e4prtin gu fud)en. \u00a9ie fd)reiett niet unb W\u00e4prettb beg gangen \u00a3ageg, fepen ftd) baBei in bie'bicpten Bioeige *>er S\u00e4ume ober auf einen gu Soben gefallenen Saumftamnt unb fdpeitten nid)t fo \u00e4ngftlidp Bebacpt, ftd^ gu nerfteden. SDer Jf5aarurtg\u00bbruf \u00e4pnett bent Saute, melden man nerttimmt, inenn man ein Sott auffdpeudpt, ift aBer Biet lauter unb Beftept nur aug einer eingigen \u00a9itBe, einem Mftigen \u201eS\u00e4\", Wetdpcg bem Stolen einer oerirrten Biege fel)t \u00e4pnlidp Hingt unb mepr atg eine Steile ineit oernommen inerben Bann.\"\nUeBer bag Srutgefd)\u00e4ft Berichtet Stcuntaineer nidpt; er fagt Blog, baf nacp ber Srutgeit febe Familie ftd) auf einem Beftimmten 5j3Iape aufp\u00e4lt unb attgentad) ber SinterperBerge guinanbert, in tiefer aBer, ba, tno bie oberen Salbungen bidbufdpig unb podpgrafig fhtb, fetten Bor bem SoOemBer erf (peint.\n,/IDie pauptf\u00e4ddidpfte Saptung beg Seinar Beftept in SaumBt\u00e4ttern unb \u00dfnogpen, namenttidp fotcpen ber oerfcpiebencn \u00a9id)en unb SucpgBaumarten ; nebenbei Werben aber aucp Surgetn, Stunten, Seeren, \u00a9\u00e4ntereien unb K\u00f6rner unb.ebenfo \u00df\u00e4fer unb anbere \u00c6erBtpiere mit aufgenommen, immer aber Berp\u00e4ttnifm\u00e4fig inenige im Sergteicp gu ben Sl\u00e4ttern.\"\n\u00a90 gur\u00fcdgegogen bie fwrnfafanen leben unb fo fd)eu unb oorfidptig fte ftd) in ber $reipeit geigen, fo rafcp gein\u00f6pnen fte fiep an ben \u00c4\u00e4fig. \u00aeie att \u00a9ingefangenett oertiereu Batb alte f\u00c7urcpt, nepmen opne Umft\u00e4nbe bag oerfepiebenfte gutter an unb inerben, inenn fiep ber Pfleger mit ipnen Befcp\u00e4ftigt, fdptiefjticp fo gapm, baf fte aug ber #anb freffen. Sn geeigneten fft\u00e4umlicpBeiten ftpreiteu fte gut* ^ortpftaugung, inie bie \u00a9efattgenen beg tonboner \u00a9arteng gttr \u00c7reube alter \u00dctpierBunbigen Beiniefcn paben; bie Stufgucpt ber Saugen oerurfadpt audp Baum gr\u00f6\u00dfere Stiipe atg bie unferer gein\u00f6pn; titpen ^afanenarten. Sir b\u00fcrfen alfo poffen, aucp mit biefen praeptoolten \u00a3>\u00fcpnerit Batb BeBannter gu inerben, atg inir gegenw\u00e4rtig eg ftnb.\n*\nUnter ben oerfdpiebenen \u00a9ruppen, in inetd)e bie ung Befcp\u00e4ftigenbe Bunft gerf\u00e4ttt, gept ung Beine n\u00e4per an, atg bie, inctd)c ung bag \u00a3upn gegeben pat. \u00a3>iuficptlicp beg Urfprungg biefeg n\u00fcptiepften alter ^augo\u00f6get fittb wir iiBrigeng uod) nid)t im Staren: Wir Wiffeit nicpt, Wetcper Bott ben BeBannten","page":441},{"file":"p0442.txt","language":"de","ocr_de":"44.2\nSie S\u00e4ufer, \u00a9parroogel. \u00c4ammpper.\nSlrten bcr toilblebenbeit $\u00f6pter toir ip 51t banfenpbett, b\u00fcrfen fogar mit einer gemiffen 23erep; tiguttg antteljmen, ba\u00df alle per in $rage fommenbe Wirten beteiligt finb.\n@8 mag gtoeifelpft bleiben, ob man bie \u00c4amm= ober 2\u00f6ilbl)\u00fcper (Galli) mit anbern $afa; neuo\u00f6geln in einer ttnb berfelben Slbtpilung oereinigeu barf ober nipt. diejenigen 3lrten, oon betten unfer H^pP flammt, \u00e4peln fut) f\u00e4mmtlid) im ppn \u00a9rabe unb ffeinen be\u00eaplb eine jener \u00a9rupfen gu bilben, toelpe toir nat\u00fcrlipe nennen; gtoifpen tpen unb ben $afanen gibt e8 aber .\u00a9lieber, toelpe beiber \u00dfenngeipen in ftp Oereinigen. \u00e4\u00dfitt man bie \u00c4ammpiper fonbern, fo laffett ftp folgenbe SJ\u00ceerfmale gu iper \u00c4enngeipnung angebett : der Seib ift fr\u00e4ftig, ber Fl\u00fcgel lurg unb ftarf gerunbet, ber \u00a9ptoang mittellang, toenig abgeftnft unb bapf\u00f6rmig, ba bie Oiergep ftebern, toelpe ip bilben, in gtoei einanber ber\u00fcpenbe \u00a9benen gegen einanber ftepn, ber \u00a9pnabel mittelm\u00e4\u00dfig lang, ftarf, fein Dberfiefer geio\u00f6lbt unb gegen bie \u00a9pp prabgebogen, ber $u\u00df giemlip pp unb befpornt. Stuf bent $ope erpbt ftp ein \u00dfeifpiger \u00aeamm; 00m Unterfpnabel fallen fplaffe, fleifpige Haut; lappen prab ; bie S\u00f6angengegenb ift naeft. da\u00a7 \u00a9efteber befleibet in reiper $\u00fcKe ben Seib ; bie 33iirgel; ober Dberfpioangbedfebern oerl\u00e4ngern ftp, \u00fcberbeefen bie eigentlipen \u00a9teuerfebern unb fallen, fipelf\u00f6rntig ftp fr\u00fcmmenb, \u00fcber fie unb ben Hinterleib prab. \u00a9ine pr\u00e4ptige unb gl\u00e4ngcttbe F\u00e4rbung iff \u00a9emeiugut ber befannteit Slrten.\nSnbiett uttb bie ntalapfpen S\u00e4nber ftnb bie\tbiefer H\u00fcPcr- 3fcbe 3lrt pt einen\nbefottberen SSerbreitung\u00e2fret\u00e9, eine fogar einen fep befpr\u00e4nftett; bie \u00fcbrigen fomnten neben einanber oor, obtoop ftp jebe einzelne 5lrt in einem geioiffen H\u00f6png\u00fcrtel gu erplten pflegt. Sitte Slrten betoopten ben S\u00dfalb, ben bipteften, uuburpbringlipften am liebften, unb alte f\u00fcpen, obgleip fte \u00dfp bttrp ipe (Stimme fep* betnerflip gu mapen toiffen, ein oerftedte\u00ea Seben. Ob die3 ber \u00a9runb ift, ba\u00df mir \u00fcber ipe (Sitten uttb \u00a9emoptpiten nod) fo toenig miffett, ober ob bie 33eobapter fanbett, ba\u00df ftp ba\u00ea ^Betragen ber freilebenben \u00a7tyntx toenig oon bent iper gegaumten Slbf\u00f6mntlinge unter; fpcibet, mag bapn gefteUt bleiben, \u00a9ooiel ift getoi\u00df, ba\u00df mir \u00fcber bie Seben\u00eatoeife oieler f\u00fcr uni fogufagen bebeutung\u00ealofer S\u00df\u00f6gel toeit au\u00eaf\u00fcplipere 93eripte erpelten af\u00f4 \u00fcber jene.\n3p plte e\u00a7 f\u00fcr angenteffen, bie oier H\u00fcperarten, toelpe man unterfpieben pt, toenig\u00dfeng ipent Sleu\u00dfertt nap fttrg gu befpreibett.\ndie n\u00e4pfte Slntoartfpaft auf bie \u00a9pe, \u00a9rgeuger ttnfere\u00ea Hau\u00eaPPe3 gu fein, geb\u00fcpt beut 29anfioal)upt ober \u00aeafintu ber SJlatapen (Gallus Bankiva). der Hdp ift ein pr\u00e4ptiger SSogel. $opf, unb bie langen, prabpngenben Sebent be\u00ea S\u00eeaden\u00ea fpimmern golbgelb; bie be\u00ea S\u00ee\u00fcden\u00ea ftnb purpurbraun, in ber SJlitte gl\u00e4ngenb orangenrotp gelbbraun gef\u00e4umt; bie ebenfalls Oerl\u00e4ngerten, prabpngenben Dberbedfebern be\u00ea \u00a9pmange\u00ea \u00e4peln in ber F\u00e4rbung beneu be\u00ea \u00aeragen3; bie mittleren dedfebern ber Fl\u00fcgel ftnb lebpft faftanienbraun; bie gro\u00dfen fpiUern fptoarggr\u00fcn, bie bunfler fpmargen SSru\u00dffebern golbgr\u00fcn, bie Httnbfptoingett ftnb bunfelfpioarggrau, bl\u00e4ffer gef\u00e4umt, bie Slrmfptoingen auf ber Slu\u00dfenfape roftfarben, auf ber inneren fptoarg, bie \u00a9ptoangfebern eben; fatt\u00ea fptoarg, bie mittleren fpitternb, bie \u00fcbrigen glanglo\u00ea. da\u00ea Siuge i\u00df orangenrotp ber \u00aeopf; fpmud rotp ber \u00a9pnabel br\u00e4unlip, ber $u\u00df fpieferfptoarg. die S\u00e4nge betr\u00e4gt 25, bie $ittig; l\u00e4nge 8V2, bie \u00a9ptoangl\u00e4nge 14 Bott.\nSei ber fleinerett Henne ftep ber \u00a9pmattg mep* Joagrept, \u00aeamm unb gleifplappett ftnb eben nur angebeutet, bie l\u00e4nglipen H^febertt fptoarg, mei\u00dfgelblip gef\u00e4umt, bie be\u00ea StJ\u00eeantel\u00ea braun; fptoarg gefprenfelt, bie ber Unterteile ifabeUfarben, \u00a9pmittgen unb \u00a9teuerfebern braunfpmarg.\n33on biefer Slrt unterfpeibet ftp ba\u00ea auf \u00a9epon lebenbe dfpungepu^n (Gallus Stanleyii), \u00e4u\u00dferlip pupf\u00e4plip burp feine r\u00f6tpipbrauue, buntelfptoarg geftripelte Oberbru\u00df; attp fept pin ba3 br\u00e4unlipe \u00a9pilb auf ber Stftitte ber ^l\u00fcgelbedfebern. die H^ntte meipt toenig Oon ber oor= ftepnb befpriebenen ab.","page":442},{"file":"p0443.txt","language":"de","ocr_de":"San-fivct;, SDfdjungelhuhtt/ \u00a9ang\u00e9gar unb \u00a9onnerat\u00ea^u^it.\n443\n\u00aeie \u00a9ange g ai* ber \u00e4Matyen (Gallus furcatus) \u00fcbertrifft SanHva; unb \u00aefd^unge\u00ef\u00a7u^n noch an \u00a9d)\u00f6nheit. 2)ie gtvar verl\u00e4ngerten, aber nicht gugefpibten Webern beg f\u00f4ragettg gl\u00e4ngen bun\u00efeU meta\u00ef\u00efifdjgr\u00fcn unb tverben von einem fammtfdjivargen, fcama\u00efeu \u00a9aume eingefa\u00dft; bie langen unb f^malen \u00a9djulter; unb Dberpgelbedfebern geigen einen ebenfalls ptvarggr\u00fcn gef\u00e4rbten, gl\u00e4ngenbeit \u00a9<haftftrid), ftitb aber fe^r breit unb lebhaft buntelgolbgelb gef\u00e4umt; bie 23\u00fcrgelfebern Verl\u00e4ngern fid) nod) mel)r unb haben biefelbe \u00fcftittelf\u00e4rbung, aber lichtgelbe \u00a9\u00e4ume; bie gro\u00dfen 5Dedfebent unb ade, tveld)c bie unteren \u00efdjcile be\u00ef\u00efeibeit, finb bun!elfd)lvarg, gl\u00e4ngenb, bie Jpanbfdjtoiitgen fdparg: braun, bie 31rmfdringen braun, auf ber Slu\u00dfenfahne fdjmal fahlgelb gef\u00e4umt, bie \u00a9chtvangfebent gleichm\u00e4\u00dfig meta\u00ef\u00efi[d>gr\u00fcn, ^radhtt>olCt fchimmernb. 2)ag Singe ift lid)tgelb, bag uadte @efid)t roth,\nSag S3an\u00efiba\u00ef)itl}n ober \u00c4afintu (Gallus Bankiva). (@.442). 1/4 ber nat. (Sr\u00f6fje.\nfeitlid) unb unten t\u00f6nigggelb gef\u00e4umt, ber lamm am \u00a9runbe blau, an ber \u00a9Jpe violet, ber \u00a9d)nabel oben hvrnfdgvarg, unten horngelb, ber fp\u00df lichtbl\u00e4ulichgrau.\n$\u00a3>ag bebeutenb Heinere SBeibchen hat iveber \u00aeamm, nod) ^e^Ilap^ett, unb auch bie Slugengegenb ift befiebert. \u00aeopf unb \u00a3alg finb graubraun, bie Gebern beg SJtantelg golbgr\u00fctt, graubraun gef\u00e4umt unb burch fchntale, golbgelbe \u00a9chaftftriche gegiert, bie gro\u00dfen SDedfebern unb bie \u00a9chtoingenfebern ber gtveiten Orbnung auf gl\u00e4ngenb bunfelgrauem \u00a9runbe gelb geive\u00ef\u00eft, bie \u00a7anbfd)toingen graubraun, bie \u00a9teuerfebern braun, ing \u00a9rdnlidje piKernb unb fdparg gef\u00e4umt; bie Unterfeite ift graulich ifabe\u00fcfarben, bie \u00a9urge! aber tvei\u00df. \u00a9enaue SOta\u00dfe pbe ich iwdjt angegeben; ich \u00efann nur fagen, ba\u00df unfer ^pn Heiner ift alg bag vorhergehenbe.\nS)ag leiste SBilbhuhn enblid), Von ung \u00a9onneratgljuhn, von ben Snbiern \u00aeatufoli genannt (Gallus Sonnerati), unterfcheibet fich bon allen feinen SSertoanbten burch bie S3ilbung ber","page":443},{"file":"p0444.txt","language":"de","ocr_de":"444\n\u00a3)ie S\u00e4ufer. \u00a9cparrv\u00f6gel. \u00c4ammp\u00fcpner.\n$ebertt feine? Jjpal?fragen?. SDiefe Gebern ftttb fermai unb lang, am \u00a9nbe jebodp nidpt fpipig, fonbern abgerunbet; ipr \u00a9dpaft verbreitert fidp gegen ba? \u00a9nbe pin unb bilbet eine runbticpe .Jpornfdpeibe, Verfdpm\u00e4tert ftdp hierauf mieber unb erweitert ftd) normal? in \u00e4^nUd^cr S\u00dfeife. SDie ffapnen ber bcg\u00fcglicpen Gebern fxrtb bunfelgrau, bie \u00a9cp\u00e4fte unb bie 9Jtittelfd)ei6en gt\u00e4ngenbmeif, bie \u00a9nbfdpeiben lebhaft rotpgetb, bie langen, [dentalen Gebern be? St\u00fcden? braunfdpmarg, fetter geffe\u00c6t, bie lleinen SDedfebern ber $liigel fapnento?, platt gefdpaftet unb gl\u00e4ngeitb faftanienbrauurotp von $arbe, bie be? SB\u00fcrgel? grau, ticpter gef\u00e4umt unb gefdpaftet, bie \u00e4ufjerften, feitlicp perabp\u00e4ngenben aber rotp unb gelblid) gef\u00e4umt unb gefdpaftet, bie \u00a9dpmingen b\u00fcftergrau, btafj gef\u00e4umt unb gefdpaftet, bie \u00fcbrigen fdpmarg, gr\u00fcnlid) gt\u00e4ngenb, bie fupelf\u00f6rmigett Oberfdpmangbedfebent fcpimmernb bunfelgr\u00fcn, bie gebern ber Untcrfeite fdpm\u00e4rggrau, bie ber S\u00dfeidpen in ber SJcitte unb an ben \u00a9\u00e4umen gelb ober rot-braun, SDa? Singe ift lidptbraungelb, ber \u00aeopffcpmud rotp, ber \u00a9dpnabet gelblicp porttfarben, ber $u|3 lidptgelb. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 24, bie ^ittigl\u00e4nge bi? 9V2, bie \u00a9dpmangl\u00e4itge bi? 15 Botl.\nSDie jpemte ift auf ber Oberfeite giemlidp gleichfarbig buntelbraun, ba bie bunflen \u00a9\u00e4ume unb SS\u00e4nbev ber Gebern fo menig pervortreten, baf? bie burdp fte belvirfte \u00a9dpattirung ftdptbar ivirb; $eple unb \u00a9urgelgegettb finb meifj, bie \u00fcbrigen Gebern ber Unterfeite lidptgelblidj grau, fdpmarg gef\u00e4umt, bie \u00a7anbfd)tviugen einfarbig buntelbraun, bie Slrmfdpmingen braun unb fdpmarg geb\u00e4nbert, bie \u00a9teuerfebern fdpmargbraun, buntler gepunttet unb gem\u00e4ffert.\nSille biefe $\u00fcpner bemopnen Schien unb bie ntatapifepen S\u00e4nber. Stuf bem $eftlanbe Schien? tonimen ba? 23anfiva ; unb \u00a9onnerat?pupn, auf 3ava ba? erfterc unb bie \u00a9ang\u00e9gar neben einanber vor; ba? SDfdpungelpupn fdpeint auf \u00a9eplott befdjr\u00e4ntt gufein. Sille Slrten leben vorgug?meife in ben S3ambu?bididjten be? \u00a9ebirge?, opne jebocp lichteren 2Batb unb beg\u00fcglid) tiefer gelegene \u00a9egenbett gu meiben. SDa? S3anfivapuptt ift in SJtittetinbien feiten, im Often ber \u00a3)atbinfel unb ebenfo in bem n\u00f6rblidpen ^\u00fcgellanbe bagegen fepr h\u00e4ufig, \u00a9ein SSerbreitung?frei? erftreett ftdp nadp Sterben pin bi? gur \u00a9\u00fcbgrenge von \u00aeafdpmir, nad) S\u00dfeften bi? gum Stpatgebirge, naep Often bi? \u00a9\u00fcbmefiepina, nadp \u00a9\u00fcben bi? 3>ava. \u00a9? ift gemein in Slffam, \u00a9ilpet unb SSurmap, auf ber -Jpalbinfel von SJtalafa unb ebenfo auf ben \u00a9unbainfeln, meidpt aber im \u00a9\u00fcben giemlidp auffallenb ab, foba\u00a7 man vielleicht gtoei verfdjiebene Slrten unterfdpeiben tann. SDie \u00a9ang\u00e9gar gep\u00f6rt bem \u00a9\u00fcben an unb fontmt mapr; fdpeintidp nur auf 3ava unb \u00a9umatra, vieHeicpt aud) auf SSorneo vor. SSott ben beiben auf S&ba einpeimifdpen S\u00dfitbp\u00fcpnern patt ftdp ba? Oautivapupn am liebften an ber \u00a9renge be? ^odpmalbe? auf, tommt audp p\u00e4uftg in ben in iprer Si\u00e4pe gelegenen ^affeepftangungen, jebocp feiten in einem \u00a9\u00fcrtel unter breitaufenb $ujj \u00a7\u00f6pe vor; bie \u00a9ang\u00e9gar bagegen betvopnt vorgug?meife bie Sllang^Sllang* SGBilbniffe unb \u00a9trauepbididpte unterpalb breitaufenb guf $\u00f6pe. 2)a? SDfdpungetpupn ift, laut Oennent, auf \u00a9eplon p\u00e4ufig allerorten, gemein aber in bem p\u00f6peren \u00a9\u00fcrtel be? \u00a9ebirge?, fdpeint alfo bie \u00a3\u00f6pe bodp ber SLiefe vorgugiepen.\nStidpt \u00fcberall ift e? leidpt, ba? gretleben bief er Jupiter gu beobgdpten. SDer 3\u00dfalb legt ba, mo fte am p\u00e4ufigften leben, bem gorfdper mie bem S\u00e4ger oft un\u00fcbertoinblidpe ^inberniffe in ben SBeg. Sn Subien fdpeint bie SSeobadptung nod) mit ben geringften \u00a9d;mierigteiten verbunben gu fein; auf Sava pingegen toirb fte, mie mir fepen merben, fepr erfdpmert. SBenn man burdp bie SS\u00e4lber reift, trifft man, laut Serben, oft mit ben SSilbp\u00fcpnern gufammen. \u00a9ie patten ftdp gern in ber St\u00e4pe ber S\u00dfege auf, meit fte pier in bem \u00dfotpe ber #erbentpiere ober Spferbe reidplidpe Siaprung fiuben; and) treiben bie #unbe, menn fte feitab von ben S\u00dfegen umperlaufen, viele von ipuen gu Oaunte; mau fiept fte auf ben Reibern, meldpe in ber St\u00e4pe ber SB\u00e4lber liegen unb von ipnen gern befudpt merben, ober beobadptet fte enbtidp gelegentlicp ber Sagben, .gu benen fie Skranlaffung geben. Se\u00ef^on t\u00e4jjt fidp, ungeadptet ber ipmvielfacp gebotenen \u00a9elegenpeit, ipr Seben gu erforfdpen, nidpt meiter \u00fcber fte au?; anbere in Schien lebenbe J^orfdper pabett un? ebenfo menig burdp eine au?f\u00fcprlidpe \u00a9dpilberung ipre? greileben? erfreut. Oa? Reifte berieptet immer ttoep SSernftein. \u201eSSeibe Slrten ber auf Sava tebenben 3Bilbp\u00fcpuer finb fepr fdpeu, unb baper im freien fepmierig gu beobadptetr. SDie? gilt gumat f\u00fcr bie \u00a9ang\u00e9gar, ba bie von ipr bemopnten SDididptc fte faft ftet? ben Slugen be?","page":444},{"file":"p0445.txt","language":"de","ocr_de":"33anfit>a =, $)fchunge\u00efhuhn, \u00a9ang\u00eagar unb @cnnerat\u00a7ftitt;n.\n445\nSeoBad)ter\u00a3 entgiehen unb fte au\u00dferbcnt ftd) Beim gertngften oerb\u00e4dhtigen @er\u00e4ufd)e\u2019 fog\u00efeid^ oerbirgt ober, ot)ne aufgufliegen, gioifd)en ben Alang^AIanghnlmen bal)inl\u00e4uft. \u00a9omit io\u00fcrben bie S\u00f6gel unBe; merBt BletBen, oerrktI)e nid)t ber jpahn oft feine \u00a9egenioart burd) feinen S\u00c4uf. Srohbem BeBommt man fie, fo h\u00e4ufig man fie and) t;\u00f6rt, nur feiten gu fel)cn. Am Ietd)tefteu gl\u00fcc\u00eft Oie\u00ea nod) am fr\u00fchen borgen, ioeil fte a\u00ef\u00eabann, ioenn fie fi<h fid)er g\u00efauBen, bie $DicBid)te oerlaffen unb au offenen fd\u00e4hen ihre d\u00eeal)rung fud)en, ioe!d)e in mandjerlet \u00a9\u00e4mereien unb \u00c6no\u00eapen, gang Befonber\u00ea aBer in \u00aeerBtI)ieren Befielt. \u00a9ehr gern freffen fie Sermiten unb fud)en biefelBen bal)er h\u00e4ufig auf.\"\nInhere SeoBadhter Behaupten, ba\u00df ftch bie ioilben \u00a3\u00fchner ioie i^re geg\u00e4hmten 3\u00eead)Bommcn Benehmen, muffen aBer bod) gugeftel)en, ba\u00df fid) einige fd)on burd) d)r @efd)rei unferftfjeiben. \u00aea\u00a7 \u00aer\u00e4l)en be\u00a7 0>fd)ungelhahne\u00a7 Hingt, laut Sennent, ioie \u201e\u00a9eorgesSope\"; ba\u00a7 ber \u00a9ang\u00e9gar ift, itad) Sernftein, gioeifilBig unb t\u00f6nt Reifer ioie \u201e\u00ae\u00fcBr\u00fc\u00fc, BuBr\u00fc\", ba\u00df be\u00ea \u00a9onnerat\u00ea^u^ne\u00ea unterfReibet fid), ioie Serbon au\u00eabr\u00fccB\u00efid) ^erOor^eBt, burd^au\u00ea oon bem beS SattBioahuhne\u00ea; e\u00ea ift ein Ij\u00f6djft fonberBarer, gebrochener Saut, eine unoodft\u00e4nbige, aBer unBefd)reiBIid)e Art oott $r\u00e4l)en. Side Arten tragen gur SeleBung ber 2\u00df\u00e4lber ioefentlid) Bei. ,,\u00a9\u00ea ift fel)r unterhaltenb\", fagt o. St\u00f6cBern, \u201efr\u00fch; morgen\u00ea bie oielen \u00a7\u00e4l)ne fr\u00e4sen gu h\u00f6ren, ihre flogen \u00a9pagierg\u00e4nge unb ihre @efed)te angufel)en, io\u00e4hrenb bie Rennen mit ihren $\u00fcd)Ieitt gioifd)en S\u00e4umen unb @eB\u00fcfd)eu untherfd)toeifeu.\" Unb eBenfo r\u00fchmt Sennent, ba\u00df ein Storgen auf ben .S\u00dfalbBergen \u00a9eplon\u00ea burd) bal noch in ber ERad)t Beginnenbe unb lange fortbauernbe &'r\u00e4l)en be\u00ea \u00aefd)unge\u00efhahne\u00bb einen $auptreig erhalte. Oie .fp\u00e4hne aller Arten fotXen eBenfo Bampf luftig, ja nod) Bampfluftiger fein al3 ihre dtad)Bommen, be\u00eapalb and) oon ben (SingeBornen geg\u00e4l)mt Ererben, ioeil man gefunben hat, ba\u00df bie \u00a3>au\u00eah\u00e2hne iooh\u00ef ftarBer fein B\u00f6ntten, aBer niemals eine gleichgro\u00dfe @etoanbtI)eit unb eBenfooiel SCRuth Be\u00dfren ioie fie.\nUeBer bie gortpflangung liegen mehrere Serid)te oor. \u201eOie SanBioaI)enne\", fagt Serben, \u201eBr\u00fctet Oom 3m\u00fc an Bt\u00e9 gum Suit, je nach ber Oertlid)Beit, unb legt acht Bi\u00ea gio\u00f6lf \u00a9ier oon mild); ioei\u00dfer $arbe oft unter einen SamBu\u00eaftraud) ober in ein bidljte\u00ea OeB\u00fcfch, nadhbent fte oorher Oiedeid)t and) einige aBgefa\u00ef\u00efene Sl\u00e4tter ober etioa\u00ea trodne\u00ea \u00a9ra\u00ea gufammengefdjarrt unb barau\u00ea ein rolje\u00ea 3Reft Bereitet hatte. Oie Sonnerat^henne Br\u00fctet etioa\u00ea fp\u00e4ter unb legt fieBen Bi3 gehn \u00a9ier.\" Oa\u00ea 3Reft ber \u00a9ang\u00e9garhemte hat Sern ft ein gefunben. ,,\u00a9\u00ea ftanb mitten im Ijohen Alang^AIattg in einer Bleinen Sertiefung be\u00ea Soben\u00ea, Beftanb einfad) au\u00ea lofett trodnen Slattern unb Halmen ber genannten \u00a9ra\u00ebart unb enthielt oier fd)on etioa\u00ea Bebr\u00fctete geIBIid)toei\u00dfe (gier.\" Oer \u00a3>al)n BeB\u00fcmmert ft<h nicht um bie Aufgud)t ber Sangen; bie lernte aBer Bemuttert biefe mit berfelBen 3\u00e4rtIid)Beit, u>ie nufere $au\u00eal)enne bie ihrigen. Ser bon oerfidhert auf ba3 Seftimmtefte, ba\u00df Sermifchungen ber neben einanber ioohnenben $\u00fcl)nerarten nid)t feiten oorBommen unb unterftiiht baburch bie Ser= mutl)ung, ba\u00df mehrere ber al\u00a7 SIrten BefchrieBenen 3BiIbh\u00fchner, beren Auff\u00fchrung ich \u00fcbrigen^ unter; lie\u00df, nur al\u00ea Slenblinge unferer oier \u00a7auf>tarten angefehen ioerben m\u00fcffen.\n\u00a3)ie S\u00dfilbh\u00fchner ioerben ioenig gejagt, ioeil ihr SMlbpret, ioeId)e\u00ea ftch oom $Ieifd)e be\u00a7 gahmeit ^uhne\u00ea baburch unterfd)eibet, ba\u00df e\u00ea Bi\u00ea auf ben ioei\u00dfen \u00a9dhenBelmu\u00eaBel Braun au\u00eafteht, nidjt Befon; ber\u00ea fdhmadhaft fein fod. SDiefer Angabe ioiberfhridht Serb on, ioeldjer oerfidhert, ba\u00df ba\u00ea SBilbfjret junger S\u00f6gel ben B\u00f6ftlidjften S3ilbgefdhmad h^e. tiefer ^orfdher r\u00fchmt auch bie Sagb al\u00eb h^f^ unterhaltenb unb fagt, ba\u00df fte hcmhtf\u00e4d)Ii<h ba, ioo eingelne \u00a9fchungelbicBichte gioifchen Reibern liegen, fehr ergiebig ift.\nAde SMIbh\u00fchtter laffen \u00df<h g\u00e4hmen, geio\u00f6I)nen ftd) aber Beine\u00eaioeg\u00ea fo rafd) an bie \u00a9efangenfehaft, a!0 man oiedeidht annehmen m\u00f6chte. Am leidjtefien gelingt bie Z\u00e4hmung Beim Sanfioaljuhne ; fdhioerer fdhon ift fie Beim @onnerat3hid)Ne, obgleich man biefe\u00ea nid)t Blo\u00ea in S^bien, fonbern auch in (Suropa ioieberholt gur ^ort^flangung gebracht unb felbft Slenblinge oon ihm unb bem gemeinen \u00a3au\u00eahuljtte ergielt hat; am febtoierigften fcheint \u00dfe Bei ber \u00a9ang\u00e9gar gu fein. \u201eAltgefangene\", fagt Sernftein, \u201eioerben nie g\u00e4hnt, unb felbft ioenn man bie (gier burd) ^au\u00eah\u00fchner au\u00eabr\u00fcten la\u00dft, foden bie Sunc;^ foBalb fte erioadhfen ftnb, Bei ber elften (Gelegenheit ftch ioieber ioeg machen. OB fte ftd) in @efangenfd)aft fortpf\u00fcmgen ober mit ^ault)\u00e4hnevn paaren, Bann ich au3 eigner Erfahrung","page":445},{"file":"p0446.txt","language":"de","ocr_de":"446\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9dfjavrD\u00f6gel. \u00c6ammb\u00fcbuer.\nitid^t mittbeilen ; man bat mir jebodf) non \u00f6erfdbiebener \u00a9eite \u00f6evftdjevt, ba\u00df jung Slufgegogene miebers holt (Ster gelegt haben.\" gn \u00a9uropa ift biefe\u00ea meine\u00ea SSiffen\u00ea bi\u00ea jebt nod; nicht gur $ort; bflangung gebraut morben, obgleich man ft<h gro\u00dfe SR\u00fcbe gegeben bat, eine fold^e gu ergielen.\n\u00a9\u00ea mirb un\u00ea einig r\u00e4tbfell;aft bleiben, Inte e\u00ea ber Sftenfdb attftng, bie freibeitliebenben S\u00dfilbb\u00fcbner gu ttodenbeten \u00a9f la\u00dfen gu machen. \u00aeeine \u00a9efcbicfde, feine \u00a9age gibt un\u00ea \u00fcber bie geit ber erften 3\u00e4\u00a7mung $unbe. \u00a9cbon bie \u00e4lteften \u00a9griffen erm\u00e4hnen ba\u00ea ^au\u00ea^u^n. al\u00ea einen Stiemanb mehr auffadenben Sogei. Son gnbien au\u00ea m\u00fcrbe e\u00ea \u00fcber alle Steife ber \u00dffilicjjen \u00a9rbe nerbreitet. \u00a3>ie erften \u00a9eefal;rer, lneld;e bie gnfeln be\u00ea f\u00fcllen SJteere\u00ea befugten, fanben e\u00ea \u00a7ter bereit\u00ea nor; in gefd^id^tlic^er gett m\u00fcrbe e\u00ea nur in Slmerifa eingef\u00fcbrt. Sefonber\u00ea beadbtung\u00eamertb fdjeint mir gu fein, ba\u00df e\u00ea nirgenb\u00ea nermilberte. SJlan ^at S\u00dferfud^e gemacht, e\u00ea in geeigneten \u00a9egenben eingtt; b\u00fcrgern, b. b- ^Salbungen mit ihm gu ben\u00f6lfern, unt in ihm ein SBilb gu gemimten: bie Serfudbe jtnb jebod; regelm\u00e4\u00dfig fel;lgefdblagen. gn ben \u00a9tebf>enb\u00f6rfern gnnerafrifa\u00ea unb felbft um bie mitten im S\u00dfalbe gelegenen J\u00fctten lebt ba\u00ea ipau\u00eabubn maffenbaft, faft ohne pflege ber dRenfcben. \u00a9\u00ea mu\u00df fid; fein putter felbft fud^en; e\u00ea br\u00fctet unter einem i^nt baffenb fd;einenben Sufdbe oft in einiger \u00a9ntfermtng non ber $\u00fctte feine\u00ea SSeft^er\u00ea; e\u00ea fd^l\u00e4ft nad)t\u00ea im S\u00dfalbe auf Saunten: aber nirgenb\u00ea babe icb e\u00ea nertnilbert gefeben; e\u00ea febrt immer unb immer mieber gum .\u00eepaufe be\u00ea dftenfdben gur\u00fccf. \u00a3)ie nerfdbiebenften Umft\u00e4nbe ertr\u00e4gt e\u00ea mit einer betounberung\u00eam\u00fcrbigen \u00c7\u00fcgfamfeit. Unter einem ibm eigentlidb fremben \u00aeIima beb\u00e4lt e\u00ea fein SBefen bei, unb nur in febr b\u00b0bert \u00a9ebirgen ober im \u00e4u\u00dferften korben fod e\u00ea an\u2019 $rudbtbarfeit nerlieren; ba aber, mo ber Sttenfdb ficb fe\u00dfbaft gemacht bat, fommte\u00ea menigfiett\u00ea fort: e\u00ea ift eben gum noUft\u00e4nbigen ^au\u00eatbiere geinorben.\n\u00aeie faum gu beftreitenbe \u00a3batfadbe, fra\u00df frfe \u00dferfebiebenen Slrten ber SBilbb\u00fcbner unter einanber ftcb nermifdben, uttb bie Seidbtigf eit, mit lueld;er ficb ba\u00ea ^au\u00eabubn nermanbten S\u00f6geln, g. S. ^afanen, anpaart, beuten barauf bin, ba\u00df nid^t alle fogenanntcn S\u00eeaffen non einer einzigen \u00a9tammart bergm leiten, fonbern al\u00ea Slbf\u00f6mmlinge nerfcdyiebener Urarten gu betrachten finb. 3m Saufe ber geit haben bie fo entftanbenen fRaffen eine gemiffe \u00a9elbft\u00e4nbigfeit erhalten, unb fo ift bie SRancbfaltigfeit ber formen entftanben, meld^e mir jefet auf unfern $\u00fcbnerb\u00f6fen bemunbern. \u00aeiefe Annahme ift gum minbeften mabrfd;einlicb, unb mit ihr m\u00fcffen mir un\u00ea mobl auch begn\u00fcgen, menn mir jene 9Tcand)faltig; feit erfl\u00e4ren moden, ba utt\u00ea bie auf Seobadjtung geft\u00fcbte \u00a9ic^erbeit g\u00e4nglicb fehlt. gdb m\u00f6chte mid; gern ben nieten Sicbbabern unferer nortrefflid;en S\u00f6get ner^flid^tert unb ihnen menigften\u00ea bie au\u00ea; gegeid;netften Stoffen ber $au\u00eab\u00fcb\u00aber befdbreiben; bamit aber m\u00fcrbe id; bie mir gefiedten \u00a9rengen meit \u00fcberfcbreiten. dagegen mid idb menigften\u00ea einigen meiner Sefer eine furge \u00a9d;itberung be\u00ea SBefen\u00ea ber $au\u00ebb\u00fcbner nidbt norentbalten, unb menn ich mid; bagu ber SBorte Slnberer bebiene, fo gefdbiebt e\u00ea einfach be\u00eabalb, meit ich jene d\u00dforte f\u00fcr ein unantaftbare\u00ea \u00a9igentbum balte, meld;e\u00ea id; nidbt umgeftalten barf.\n\u201e\u00a9in recht fcb\u00f6ner, ftolger unb f\u00fcbner \u00a3abn\", fagt Seng, \u201eift unter aden S\u00f6geln ber in ter eff an; tefte. \u00a3ocb tr\u00e4gt er fein gefr\u00f4nte\u00ea ^aupt, nad; aden \u00a9eiten fp\u00e4ben feine feurigen Singen, unoem mutbet \u00fcberraf(f)t ihn feine \u00a9efabr, unb jeber m\u00f6dbte er \u00a3rob bieten. SBebe jebern Siebenbubler, ber e\u00ea magt, ficb unter feine Rennen gu mifd;en, unb mebe jebern 2Renfd;en, ber e\u00ea magt, in feiner \u00a9egen; mart ihm eine feiner \u00a9eliebten gu rauben! Side feine \u00a9ebanfeit mei\u00df er burd; oerfdbiebene \u00a3\u00f6ne unb oerfdbiebene \u00a9tedungen be\u00ea ^\u00f4rfoer\u00ea au\u00eagubr\u00fccfen. Salb h\u00f6rt man ihn mit lauter \u00a9timme feine Sieben rufen, menn er ein t\u00f6rneben gefunben bat; benn er tbeitt mit ihnen jeben $unb; halb fleht man ihn in einem \u00a9ddben fauern, mo er eifrig bem\u00fcht ift, ein Sceftdjen f\u00fcr bie #enne gu bilben, bie er oor aden liebt, gebt giebt er an ber \u00a9pibe feiner \u00a9d;ar, bereu Selber unb F\u00fchrer er ift, binau\u00ea in\u00ea $reie; aber faum bat er haubert \u00a9d^ritte getl;an, fo h\u00f6rt er Dom \u00a9tade tyx ben freubigeu Stuf einer lernte, meldbe \u00dferf\u00fcnbet, ba\u00df fie ein \u00a9i gelegt bat; fpornftreicb\u00ea febrt er gur\u00fccf, begr\u00fc\u00dft fie mit g\u00e4rtlid;en Slid'en, fiimmt in ihren $reubenruf ein, unb eilt bann in Oodent Saufe bem au\u00eagegogenen \u00a7eere nadb, um ficb mieber an beffen \u00a9f\u00fcbe gu fteden. SDie geringfte Ser\u00e4nberung ber Suft f\u00fchlt er","page":446},{"file":"p0447.txt","language":"de","ocr_de":"$ a u 31) u l) tt\n447\nxmb oerl\u00fcnbet fie burd; ein lautes $r\u00fct;ett. SRit lautem kr\u00e4hen Oerl\u00fcnbet ev aud; ben anbred;enben SRorgen unb in\u00e9dit ben flei\u00dfigen Sattbmann gu neuer Slrbeit. 3jl er auf eine SRauer ober ein V)ad; geflogen, fo ferl\u00e4gt er bie f^\u00ef\u00fcge\u00ef fr\u00e4ftig gufammen unb MIjt, unb fd^eint fagen gu ioollen: \u201e|)ier bin id; $err; loer magtS mit mir?\" 3ft er oon einem SRenfdhen gejagt morben, ober hat er fonft eine \u00a9efabr g\u00ef\u00fcd\u00efid; beflanben, fo tr\u00e4ljt er ioieber auS SeibeSlr\u00e4ften unb oerh\u00f6hnt menigftenS ben $einb, bem er nicht ftraben bann. 51m f\u00fcnften entfaltet er feine gange Vrad;t, menn er fr\u00fchmorgens, ber langen S\u00eeuhe mitbe, baS \u00a3>\u00fchnerhauS oerl\u00e4fjt unb oor bemfelben bie ihm nadhfolgenben Rennen freubig begr\u00fcbt; aber noch fd;\u00f6ner unb ftolger erfc^eint er in bem Slugeitblide, ioo baS \u00a9efd^rei eines ihm unbelannten \u00a3>ahneS feine Ohrett trifft. \u00a9r horcht, fenlt bie $l\u00fcgel, nietet ben \u00c6cpf l\u00fclfn empor, fdjl\u00e4gt mit ben kl\u00fcgeln unb forbert mit lautem kr\u00e4hen gum Kampfe. \u00a9rblidt er ben $einb, fo r\u00fcdt er ihm, fei er grofj ober Hein, muthig entgegen, ober ft\u00fcrgt in oollent Saufe auf ihn gu. Sept treffen fie gufammen; bie \u00dfragenfebertt ftnb aufgeridhtet unb bilben ein Scpi\u00efb, bie Singen fpr\u00fcpett $euer, unb jeber fudfjt ben anbern niebergufchmettern, inbent er mit aller SRacpt gegen ihn fpringt. Seber fud^t ein h\u00f6heres ^\u00dfl\u00e4^en gu gewinnen, um oon bort auS mit gr\u00f6\u00dferer \u00a9emalt fechten gu l\u00f6nnen. Sange m\u00e4hrt bie Scpladht, aber immer lann fte nicht bauern. \u00aeie Kr\u00e4fte nehmen ab; eS tritt eine \u00eeurge S\u00eeuhe ein. SRit gefenltem jpaupte, gu Vertheibigung unb Singriff jebergeit bereit, mit bem Scpnabel \u00a9rblrfimcpett aufpiefenb, als modten fte ben fjeinb baburep Verh\u00f6hnen, bafj fte mitten im Kampfe fid;S ioohl fcpmedeit laffeit, ftehett fte einattber gegen\u00fcber. Ir\u00e4ljt ber eine mit fchmanleit; ber \u00a9timme; beitn er ift noch aufjer Si\u00e9ent, unb augenblidlidh ft\u00fcrgt ber anbere mieber auf ihn loS. SRit erneuerter SSuth treffen fie gufammen, fte l\u00e4mpfen mie fr\u00fcher; aber enblid; finb Fl\u00fcgel unb $\u00fcfe oor SRattigleit gum Kampfe nicht mehr tauglich; ba greifen fie gu ber lebten unb furdhtbarften SBaffe. Sie ^ringen nicht mehr; aber hagelbicpt fallen bie Scpnabelhiebe, unb halb triefen bie \u00ae\u00f6pfe oom Stute, \u00a9\u00fcblich oerl\u00e4fjt bett $einb ber SRutp; er mault, er meidht gur\u00fcd, jept Iriegt er nod; eilten t\u00fcchtigen ^pieb, unb bie het^e Sd;lad;t ift entfehieben. \u00a9r flieht, ftr\u00e4ubt bie Siadenfebern empor, hebt bie Fl\u00fcgel, fenlt ben Sd;mattg, futht eine \u00a9de, macht ftd; Hein, unb grafett mie eine \u00a3>entte; bemt f\u00fcr eine ipenne gehalten, glaubt er baS SRitleib gu ftnbeit, melcheS er als \u00a7ahn itid^t gu ermarten hat. V>od; ber Sieger ift burd) lein \u00a9egralel gu beth\u00f6ren; er fep\u00f6pft erft mieber Slthem, fchl\u00e4gt mit ben kl\u00fcgeln, Ir\u00e4ht, unb macht fidh bann gur Verfolgung beS $einbeS auf, ber ftd; nun nicht mehr mehrt, unb menn er auch unter ben \u00f6pieben beS ergrimmten \u00a9egnerS fein Seben auShaudhen fodte.\"\nSDie Zenite pat \u00a9cpeitlin gefthilbert, unb ftcperlidh mit ebenfooiel Siebe, mie Seng ben \u00a3japn. \u201e\u00a3)te ^>enne ift lange nidht fo gefcheibt, menigfiettS nidht fo liftig mie ber -!pahn. Slber gum S\u00eeed;t; thun unb gur \u00a9rf\u00fcdung ihrer SRutterpfticpt ift fie gefcheibt genug. 3111 ihr Verftanb ift SRutterlieBe, unb SRutter liebe hat all ihren Verftanb in ftd; aufgenommen. Stad;t unb Vag pinburep gibt fte nur mettige feine V\u00f6ne oon ftd;, eS fei bemt, fte pabe etn \u00a9i gelegt; bann aber tput fte folcheS ber Sf\u00f6elt, mie ihr SRann feinen Sieg, laut genug lutib. Stimmt mau ihr, mie mir eS thun, bie \u00a9ier immer mieber meg, fo legt fte immer mieber oon Vag gu Vage, immer poffenb, man laffe fte ihr. S\u00e4fjt matt fte ihr, unb hat fte einen Raufen beifammen, fo f\u00e4ngt fte an gu br\u00fcten; bemt fte miU nicht unfern Vifd; mit \u00a9iern oerfehen, fonbern Siacpfotnmen haben. V)aS ifl ihr unb aller grauen Statur unb SBefeu. Um bie jungen bel\u00fcmmert ftd; ber -fpapn gar nicht, fonbern \u00fcberl\u00e4\u00dft bie $\u00fcrforge unb \u00a9rgiehung unbebingt ber SRutter. \u00a9r barf eS aber; benn biefe forgt f\u00fcr fte ooKlommen treuen unb forgf\u00e4ltigen \u00a3>ergettS. S\u00dfie feine SBacpfamleit Spricpmort gemorbett, fo ber \u00a9ludpenne SRutterliebe. \u00a9hriftuS hielt eS nicht unter feiner SB\u00fcrbe, feine Siebe gu feinem grofjen Volle mit ber Siebe einer \u00a9ludpemte gu ihrem Heinen Volle gu oergleichen. V)aS Vilb ift eines ber lieblitpflett, mohlthuenbften. V3ie fie fdharrt, mie fte ruft, mie fte fo gart ruft, mie fte ben jungen bie H\u00f6rnchen unb VB\u00fcrmdhen gerbeift unb oor bie Sdhn\u00e4beld;en legt, mie forglich fte ftetS auf fte fieht, mie fte gmifdhen ihnen fleht, unb um fte hergeht, mie fte ihnen ruft, menu \u00a9efahr broht, menu ein StaubOogel in ber tp\u00f6he bv\u00e4ut! V)ie jungen Oerftehen bie SRutterftimme mohl, unb laufen herbei, unb fte oerbirgt ade unter ihre auSge= breiteten Fl\u00fcgel, unb mad;t fidh gum fid;erwbett Sd;ilb unb \u00a9em\u00f6lbe, an melcheS ber Staubfdhnabel","page":447},{"file":"p0448.txt","language":"de","ocr_de":"448\nSDie Sait for. \u00a9djarrr\u00f6get. gafanen.\nbe\u00ea \u00a9IjierS, ber nidjt auf bie \u00a9rbe lommt, fonbern nur im gtuge unb \u00a9tofe eiue\u00ea er\u00efjafdjett tritt, rer= gebtic\u00c7 anprattt, weil bie gebern etaftifd) finb. 3Bte unruhig ift fie, trenn er ein\u00ab f)at ertoif\u00f6ew l\u00f6nnen ! greitid) !ann fte nidjt weit hinauf g\u00e4lten, unb ni er ft halb nid&t, ob unb bafe i$r etn\u00ea entriffen worben. \u00a9ie ftettt ft$ f\u00fcr fte aucfj gegen $unbe unb ttftenfd&en. 2tttc jungen fennen fie, unb fie fenut atte genau. 2Benn mehrere \u00a9tudfjennen neben etnanber treiben, unb bie eine ruft, fo taufen nur bie irrigen gu i^r; rufen beibe auf rerfc^iebenen \u00a9eiten, fo eiten bie \u00df\u00fcdjetdjen, trenn fie gemifcbt traren, fenc'd au3 einanber. \u00e2trei \u00a9tudfijennen in einem \u00a9tatte treljrten ficfy mit i^ren fcfytedbten SBaffett gegen einen ttftarber fo furchtbar, bafe gtuar beibe tobt gefunben trurben, ber Sftarber aber au\u00eagetjadte^ Mgen Ijatte, gerpidt unb btuttriefenb irar, unb faum ftd) nod) eine \u00a9trede fortfdjleppen tonnte. SOBa\u00ea rermag nid)t bie Sftutterliebe ! \u00a3at bie^enne (Enteneier au\u00eagebr\u00fctet, unb bie jungen \u00a9ntd^en tratfcbeln bent SBaffer gu unb ge\u00c7en t\u00fcljn, i\u00a7re\u00ea SBotten\u00ea unb \u00df\u00f6nneuS iro^t betrugt, hinein, fo begreift fte e\u00ea nid^t unb weife \u00fcRid&t\u00e8 oon ben \u00a9d&trimmf\u00fcfeen it\u00e9rer Slboptirtinber, obfdjon fte fte gefeiert \u00efjat. \u00aeein \u00a9Ijier rerftetjt be\u00ea anbern Sftatur. \u00a9ie t;afet unb f\u00fcrchtet ba\u00ea SBaffer. Stengfttid) l\u00e4uft fte am Ufer \u00efjin unb Ijer unb trarnt fte unb ruft iljnen \u00c7erauS. Stber, e\u00a7 \u00eet\u00fcfet nidjt\u00ea. @3 ift tfjnen inofjl, unb ba\u00ea SKo^tfein ift gr\u00f6feer at\u00ea bie Stdjtung ror ber S\u00f6arnung ber \u00a9rgietjeriu, in ber fie nur eine \u00a9tiefmutter erlernten gu nt\u00fcffen glauben; irenigfteu\u00ea tljun fte folgern \u00a9tauben gem\u00e4fe. Mmatjtidj jfebodb) mer\u00eft biefe, bafe i^re \u00c6inber \u00a9ttra\u00ea l\u00f6nnen, ba\u00ea fte nicpt tann, tra3 ja ettra einmal ber galt ift, ttttb fein mufe; bafe fte irieber IjerauStommen, unb i^nett 5Rid)t3 gefd;e\u00a7en fei. S\u00dfarum \u00a9iefe\u00ea aber, treife unb merit fte aud) nictjt, bod) lommt fte unb tijut bann nidjt metjr fo \u00e4ngfttidj, unb getjt am Ufer Ijitt unb Ijer unb trautet. \u00a9ie \u00a9nten bel\u00fcmmern ftd) aber gar halb um fte nidjt metjr unb t^un, tra\u00ea fte trotten. 3Ijre tragen \u00df\u00fcc^tein hingegen freuen ba\u00ea \u00e4\u00dfaffev, unb i^rer tregen mufe fie am Ufer bangen.\"\n\u00a9\u00a7 tiefee ftd) nad) biefen Shorten ber beiben trarnten \u00a9(jierfreunbe not!) SSiete\u00ea gum Sobe, ttJtaudjeS ' au<jj Sum Sabel be\u00ea #au3\u00efju\u00efjne3 fagen. 3d) l\u00f6nnte tjier bie bclannten \u00a9efd^ten \u00fcber bie \u00a3atjnem f\u00e4ntpfe triebergeben, ben dingen tjemortjeben, jeber \u00a3enne bie \u00a9ier nackten, tretd)e fie im Saufe be\u00ea ^a\u00efjre\u00ea legt, \u00fcber bie egpptifcljen Brutofen berieten, midj \u00fcber bie befte F\u00fctterung, ^ftege unb St\u00dfartung ber^\u00fc^ner auSfpredtjen u. f. tr.: id) gielje e\u00ea aber ror, berartige \u00a9dtjitberungen Mberen gu \u00fcberlaffen.\n* *\n\u2022 \u00a9ie u\u00e4d)ften 23ertranbten ber $\u00fctjner ftnb bie gafanen (Phasiani). \u00a9ie bitben eine att Strten ga^treid)e \u00a9rupfte. 3|r Seib ift ettraS geftredt, ber \u00a3at\u00ea lurg, ber ^opf Iteiu, ber gt\u00fcget fet)r lurg unb ftarl gerunbet, in i\u00a7m bie f\u00fcnfte ober fed^\u00eate \u00a9entringe bie t\u00e4ngfte, ber \u00a9entrang taug ober fet)r taug, aus fed)\u00eage\u00a7n bi\u00ea ad^tge^n gebern gufammengefe^t, treibe ftd^ ba^f\u00f6rmig beden unb ftarl leid f\u00f6rmig abftufen, ber \u00a9cpnabet etma\u00ea geftredt, ftarl getr\u00f6tbt, fd)trad), aber ^atig, ber gufe mittels ^od) unb Ir\u00e4ftig, glatt, beim 2R\u00e4nnd^en mit einem nid)t befonberS grofeen \u00a9poren betreut. ^ SDaS \u00a9efreber belteibet, mit SbxSna^me ber nadten SSangen unb fyufetrurgetn, ben gangen K\u00f6rper, \u00a9ie ein= getiten Gebern ftnb grofe, abgerunbet, nur au\u00eana^m\u00eatreife fdfjmat unb taug unb giemtid^ treid\u00a7; fte rert\u00e4ngern ftc^ gutreiten auf bem \u00a7intcrtopfe, gutreiten am SRaden gu Rauben unb fragen, ftnb Ijier unb ba aut^ gerfdjlifftn, gt\u00e4ngen nid)t fo prac^trott, trie bie ber bisher erir\u00e4^nten SSertranbten, prangen aber immer nod^ in fe^r fd)\u00f6nen unb oft ^\u00f6dt>ft anfpred)enb rert^eitten garbett, \u00a9ie SBetbdjen finb Iteiner at\u00ea bie 2R\u00e4nn^en, namenttid) bebeutenb Iurgfd)tr\u00e4ngiger; bie garbling if)rc\u00eb \u00a9efieberS ift einfad)er unb ttnfd^eiitbarer.\nMe gafauen ftnb in Elften ^eimifd). \u00a9ie leben in Rainen unb @eb\u00fcfd)en, feiten in grofeen gefd)loffeneit SBatbungen, ba eS f\u00fcr fie SBeb\u00fcrfnife gu fein fdjeint, auf gelber, SSicfen unb Men Ijinau\u00ea gu fd)treifen. ' \u00a9inige Mten ftnb ed)te \u00a9ebirg\u00ear\u00f4get, treidle fid) aud) burd) beit","page":448},{"file":"p0449.txt","language":"de","ocr_de":"S\u00efttgemeine\u00ea.\n449\n\u00e4rgert S\u00f6inter au\u00eb einem gemiffen \u00a9\u00fcrtel ber $\u00f6pe niept Vertreiben laffen; anbere hingegen galten \u00dfdp nur im Sieflanbe auf. Sie \u00dfnb Stanbo\u00f6get, meldpe ba\u00ea einmal gem\u00e4hte \u00a9ebiet nic^yt oertaffen, bei ber S\u00dfapt aber bebad\u00dffam gu S\u00dferle gelten, \u00a9in foldpe\u00ea S\u00dfopngebiet befdpr\u00e4nlt fid) \u00fcbrigen\u00ea nidpt auf einen fepr \u00efieinen \u00aeret\u00e9; benn alte ^afanen paben ba3 Seftreben, nad) ber Srutgeit einigerma\u00dfen im Sanbe urnpergufdpmeifen unb babei \u00a9ertlicpieiten gu befugen, auf melden man fie fonft niept finbet. SDiefe 3Xn\u00eafI\u00fcge tarnt mau taum Streupen nennen, ineil fte \u00dfd) p\u00f4dpften\u00ea auf ben Umtrei\u00ea einiger Steilen er\u00dfrcden. \u00a9igenttidpe\u00ea Reifen Verbietet ipnen bie Siangelpaftigteit i^rer Seine; gung\u00eamertgeuge. Sie gepen gut unb l\u00f6mten, menu fie ino\u00ef\u00efen, im fepnetfen Saufe faft mit jebern anbern \u00c7uptte inetteifern; fie fliegen aber fepr \u00dfptedpt unb erpeben \u00dfdp be\u00ebpatb aud) nur int \u00e4u\u00dferften Sotpfalle. Seibiidje Sln\u00dfrengung fcfyeint \u00dfe \u00fcberpaupt niept gu nergn\u00fcgen; felbfl m\u00e2prenb ber $\u00dfaarung\u00a7geit benehmen \u00dfe \u00dfdp ruhiger al\u00ea anbere tp\u00fcpner. \u00a9em\u00f6pntidp gepen \u00dfe gem\u00e4cptidp unb bebadptfam einher, ben ^al\u00bb eingegogen ober geneigt, ben fdp\u00f6nen Sd\u00dfoang, ipre pauptf\u00e4cptidpfte Sierbe, foiveit erhoben, ba\u00df bie Stitteifebern eben niept auf bie \u00a9rbe flie\u00dfen; bei rafdperem Saufe beugen \u00dfe ben \u00aeopf gum Soben l)erab unb pebeit ben Sdpmang ein menig mehr empor, nehmen audp im Sotpfalle bie gl\u00fcckt mit gu \u00a3ilfe. \u00a9rregt, befunben \u00dfe eine Sepenbigieit unb \u00a9emanbtpeit, ioeldpe mit iprem \u00fcbrigen Skfen fepr im S\u00dfiberfprudje ftept; bie \u00a9rregttng pflegt aber feiten lange gu bauern. \u00a3)er f^lug erforbert fd)inere ^l\u00fcgelfcpl\u00e4ge unb bringt be\u00eapa\u00efb, namentlich beim 3luf; ftepen, ein giemlicpe\u00ea 9taufdpen pernor; pat jebodp ber $afan erft eine geiniffe ,\u00a3)\u00f6pe erreicht, fo flattert er tnenig, fonbern flie\u00dft mit au\u00eagebreiteten f^r\u00fcgelrt unb Sd\u00dfoang in einer fdpiefen \u00a9bene abm\u00e2rt\u00ea fepr rafcp -bapin. \u00a9eb\u00e4umt pflegt er \u00dfd) aufrecht gu \u00dfetfen unb ba\u00ea lange Spiet fa\u00df \u00dfntred\u00df perab; fangen gu laffen. \u00a3)ie (Sinne ftnb mopl entioidelt, bie \u00fcbrigen \u00a9eifte\u00eaf\u00e2pigteiten burdp\u00dfpnittlid) gering. Unfer fogenannter \u00a9belfafan fd^eint ieine\u00f6megg ber ebelfte obey tl\u00fcg\u00dfe, fonbern oielmepr eine\u00ea ber ungefepidte\u00dfen unb btimm\u00dfen Stitgtieber ber Familie gu fein ; anbere Slrten, namentlich ber (Silberfafan, \u00fcbertre\u00dfen ipn in jeber ^\u00bbin\u00dfd\u00dft. Unter \u00dfd^ leben bie $afanctt in ^rieben, boep nur folange bie Siebe nidpt in\u00ea (Spiel iommt; benn biefe erregt ben m\u00e4nnlichen Speit ber \u00a9efeUfchaften ebenfo mie anbere .!p\u00e4pne auch unb oerurfad)t K\u00e4mpfe ber a\u00dferernfte\u00dfen 2irt.\nSi\u00ea gegen bie 5paarung\u00eageit hin oerbergen \u00dfdp unfere S\u00f6gel foviel at\u00ea m\u00f6glid). Sie b\u00e4umen, ungeft\u00f6rt, nur turg oor bem Schlafengehen unb palten \u00dfdp m\u00e4prenb be\u00ea ganzen \u00fcbrigen Sage\u00ea am Soben auf, gmifdpen \u00a9eb\u00fcfd) unb @ra\u00a7 ipre Saprung fucpenb, o\u00dfene Stellen fa\u00df \u00e4ngftlicp meibenb, oon einem'Serftede gum anbern' fdpteid)enb. \u00a9in Jpapn p\u00dfegt eine Slngapt oon Rennen gu f\u00fcpren; niept feiten aber trifft man auep fepr gemifcpte S\u00f6ller, b. p. folcpe, meldpe au\u00ea mehreren .Ip\u00e4pnen unb oielen Rennen beftepen. \u00a9r\u00f6\u00dfere \u00a9efeUfcpaften bilben ftep niept, unb menu mirtlid) einmal folcpe gufammentommen, fo bleiben \u00dfe in ber 3?\u00a3get nur lurje Seit bei einanber. 3lu\u00dfer ber Srutjeit i\u00df ba\u00ea 2luffucpen ber \u00fcftaprung ipre gr\u00f6\u00dfte Sorge. Sie freffen oom borgen bi\u00ea gum Slbenb unb rupeu p\u00f6d)\u00dfen\u00e4 m\u00e4prenb ber Stittag\u00f6\u00dfunben Oon i\u00a7rem Sagemerle au\u00ea ; bei biefer \u00a9elegenpeit p\u00dfegen \u00dfe ipre Staubb\u00e4ber gu nepmen. 2lm fr\u00fcpen SDtorgen unb gegen 3lbenb \u00dfnb \u00dfe befonber\u00ea rege unb gum Untperfd)meifen geneigt; mit Sonnenuntergang begeben \u00dfe \u00dfdp gur fftupe. 3p\u00efe Sle\u00dfung beftept in ^P\u00dfangenfto\u00dfen ber oerfdpieben\u00dfen 2\u00efrt, oon $ern bi\u00ea gur^\u00f6eere unb oon ber $no\u00eape bi\u00ea gum ent; falteten Siatte; nebenbei oergeprett \u00dfe \u00aeerbtpiere in allen Seben\u00eaguft\u00e2nben, Sd)neden, SBeid\u00dfpiere, audp mepi Heine SBirbeitpiere u. bergl.; in\u00ebbefonbere ftellen \u00dfe jungen $r\u00f6fdpen, \u00a9dpfen unb Sd)iangen nad).\n\u00a3)ie mei\u00dfen, jebodp leine\u00eameg\u00e2 alle $afanen, leben in Sieiepigleit. \u00a9in $afaitenpapn fammelt, menn anbere e\u00a3 ipm geftatten, f\u00fcnf bi\u00ea gepn ^ernten um \u00dfd). 2tn \u00a9iferfudpt \u00dfept er pinter anbern \u00a7\u00e4p; nett burdpau\u00ea niept gur\u00fcd, l\u00e4mpft aud) mit fftebenbuptern \u00e4u\u00dfer\u00df ntutpig unb mader, gibt \u00dfdp aber ebenfomenig mie ber ^\u00bbau^papn befonbere 9Mpe, um bie \u00a9unft ber Rentre \u00dfdp gu ermerben. S\u00f6opi tritt audp er auf bie Salge unb bemegt \u00dfdp m\u00e4prenb berfeiben meit iebpafter af\u00f4 gem\u00f6pnlidp; niemals aber ger\u00e4tp er in jette Oerliebte SSaferei, metcpe bie m\u00e4nnlidpettSktbp\u00fcpner fo attgiepenb mad)t. \u00a9r untgept bie Rennen in oerfepiebenen Stellungen, breitet bie Fl\u00fcgel, rkptet bie ^eberpoKe, f\u00c7eberopren unb\nSBre^m, Styerle\u00f6en. IV.\t29","page":449},{"file":"p0450.txt","language":"de","ocr_de":"450\n\u00a3>te S\u00e4ufer, \u00a9dparro&get. gaf einen.\nben fragen auf, ergebt ben \u00a9to\u00df ober ben \u00a9dpwaitg etwa\u00ea ntepr a\u00ef\u00ea geW\u00f6pnticp, l\u00e4\u00dft ftdj aud; ioopt perbet, einige tangartige ^Bewegungen au\u00eaguf\u00fcpren, unb tr\u00e4pt ober pfeift in einer 3\u00dfeife, ba\u00df er jebe\u00ea Dpr beteibigt. Oie\u00ea aber ift 2\u00eftte\u00ea. \u00a9ofort nadp gefdpepener Begattung bet\u00fcmmert er ftd^ nidpt mepr um bie fpemten, Wetdpe er \u00fcberpaupt Weniger fud^t, at\u00ea fte tpn, fonbern ftreift nad; belieben im VSatbe umper, gefeilt ftdp oietleidpt aud; gu anberen \u00a3\u00e4pnen, t\u00e4mpft anf\u00e4ngtidp nodp ein toentg mit bem einen ober bent anbern, lebt jeboc^, Wenn bie nt\u00e4nntid;e \u00a9efettfdjaft anW\u00e4d;ft, mit ben SL^eib= uepmern berfelben in griebett. Oie fpentte fudpt ft(d> ein f\u00eeitte\u00ea ^I\u00e4bd;en, fdparrt pier eine Vertiefung au\u00ea, belegt fte nacpl\u00e4fftg mit \u00a9enift unb Vt\u00e4tterWert unb beginnt gu br\u00fcten, foWie fte ipre fedp\u00eaJ6i\u00eb gepn, oietleidpt aucp gW\u00f6tf <$ier gelegt pat. Oie jungen ftnb ben \u00ae\u00fcd;lein anberer \u00a9cparro\u00f6get \u00e4^n\u00fcc^ gegeidpnet, giemtid; bepenb unb geWanbt, Wad;fen rafdp ferait, lernen in ber gtoeiten 2\u00dfodpe tpre\u00ea Seben\u00ea flattern, b\u00e4umen in ber britten unb ftnb nacp Stb\u00efauf oon gWei big brei \u00e4Jionaten erWad;fen, bleiben febodp big gegen ben .ipetbfi pin unter ber Obput ber Sttten.\n* Oie gafanen ftnb mepr \u00a9efapren au\u00eagefept at\u00ea anbere fp\u00fcpner gleicher \u00a9r\u00f6\u00dfe, au\u00ea bem einfachen \u00a9runbe, Weit fte an Verflanb ben meiften \u00fcbrigen \u00a9dpatro\u00f6geln naipftepen. fftaturereigniffe, \u00efaugbaueruber fRegen g, V., UeberfdpWemmungeu u. bergt., verbl\u00fcffen fte feilen fo, ba\u00df fte ftd; ben (Stemeuten Wiltenlo\u00ea prei\u00eageben. 9tucp ben 9taubtpieren fatten viele gum Opfer, unb gumat bie \u00ae\u00fcdpteiu werben arg mitgenommen. Oer \u00fc\u00fc\u00dfenfd; verfolgt fie tpre\u00ea t\u00f6ftlicpen V\u00f4i\u00efbpret\u00ea father atterorten.\n2tf\u00ea Verbinbung\u00eaglieber gWifdpen ben Sitbp\u00fcpnern unb ben eigentlichen gafanen fepe id; bie gafanenp\u00fcpner (Euplocamus) an. 3pr Seib ift geftredt, ber \u00ab\u00a3>al\u00ea turg, ber \u00aeopf ttein, ber gt\u00fcget birg, ber au\u00ea fedp\u00eagepn Gebern gebitbete \u00a9d;Wang mittettang, ber \u00a9d;nabet giemlid; fd;Wad;, ber gu\u00df mittethoch unb beim \u00dcJt\u00e4nndpen befpornt; bie Gebern be\u00ea Oberpatfe\u00ea unb be\u00ea V\u00fcrget\u00ea ftnb \u00efaum oert\u00e4ngert unb oerfdpm\u00e4tert, erftere aber mepr ober Weniger gerfdptiffen; bie \u00a9dpWangfebern orbnen fiep badpf\u00f6rntig, ihre mittleren biegen ftd; gteicpgeitig nacp unten unb auf en; bie Sebent be\u00ea $opfe\u00ea oert\u00e4ngern ftd) regelm\u00e4\u00dfig gu einem giertid;en \u00d6ufdpe; bie S\u00f6angett fittb nadt unb mit einer Weiten fammtigen i?aut betteibet, Wetdpe W\u00e4prenb ber S\u00dfaarungggeit fo-anfdptoiUt, ba\u00df fte feberfeit\u00ea eine Strt \u00aeamm unb turge Sappen bitbet; bie garbling be\u00ea \u00a9efteber\u00ea geid^net ftdp Weniger Mtrdp fcpintmetttbe $\u00dfracpt af\u00f4 burcp anfprecpenbe Vertpeitung ber garbett au\u00ea. \u00e4\u00dfeibdpen unb \u201ejunge ftnb regelm\u00e4\u00dfig Oon ben erWadpfetten SJt\u00e4nncpen oerfcpieben.\nOie \u00a9ruppe oerbreitet ftdp oon ber \u00a9\u00fcbfeite be\u00ea fpimatapa an oon Oft; big \u00a9\u00fcbd;itta unb gor; mofa, nad; \u00a9\u00fcben pin big \u00a9umatra unb Vonteo.\nUnter ben pierper gep\u00f6rigen gafanen, Wetd;e man ueuerbingg Wieber in meprere \u00a9ruppen getrennt pat, geb\u00fcprt, meiner Stnfnpt nadp, bem ^r\u00e4tat (Euplocamus-Diardigallus-praelatus) bie Grotte. Oer \u00a9dpeitet unb ein fcpma\u00efe\u00ea Vattb, We\u00efdpe\u00ea bag nadte rotpe SSangenfetb umf\u00e4umt, ftnb fcpwarg, ber ^atg, bie Vorberbruft unb ber Oberr\u00fcden fdp\u00f6n afcpgrau, bie gebern beg SDUttetr\u00fcdcng tebpaft getb, bie beg V\u00fcrgetg fcpwarg, aber breit fdpartacprotp gef\u00e4umt, bie ber gt\u00fcget grau, buntter gef\u00e4umt, geWettt unb geftridpett , bie beg \u00a9dpWange\u00ea fdpwarggr\u00fcn gt\u00e4ngenb, bie ber Vruft bunfet; fdpWarg, mit gr\u00fcnlkpent \u00a9dpimmer. Oer geberbufcp beftept aug gW\u00f6tf big gWangig an ber SBurget fapnentofen, an ber \u00a9p\u00fcge< langetf\u00f6nnig bebarteten gebern. Oie \u00a9ro\u00dfenoerp\u00e4ttniffe tenue td; mdpt.\nVig in bie neuefte Beit galt ber Pr\u00e4lat atg einer ber fettenften alter gafanen: man tannte ein eingigeg, au\u00eageftopfte\u00ea 2Jt\u00e4nnd;en. \u00a9egenW\u00e4rtig teben meprere ^aare bief er pradptootten 2trt im Opier; garten gu Sonbou unb im Itt\u00efimatifation\u00eagarten gu ^arig. Ourd; \u00a9dpomburgt, ioetdper tu ben lebten ^apren feineg Sebeng britifdper \u00a9efanbter in \u00a9iam War, erfupren wir guerft mit \u00a9id;erpeit bag Vatertanb beg Vogetg ; bie Stugbepnung beg Verbreitunggfreifeg aber ift un\u00ea freilich nod; peutigen \u00efageg unbefannt. \u00a9dpomburgt taufte ein \u00e4Jl\u00e4ttmpen beg V^\u00e4taten, Wetdper in \u00a9iam","page":450},{"file":"p0451.txt","language":"de","ocr_de":"Pr\u00e4lat. gafanenhuhn.\n451\n,,\u00aeai\u00ee$ha\" ^ei\u00a7t, auf bem SDRav\u00efte gu 33angfof uub erfuhr auf ^Befragen, bafj biefer f\u00c7afatt tu beu ofi\u00efidjen \u00a3\u00a7etfen bel cRetd^e\u00e2 Sao uub ittlbefoitbere tu ber probing $hre ober nicht felteu ift, W\u00fcrbe audf; oerfid;ert, ba\u00a7 er tu eingeliten \u00a9egcnben ber malcj^tfd^en ^albinfel oorfonttne. lieber ba! \u00c7retleben fehlt gur 3eit ttod; jebe titube, uub aud; \u00fcber bal ^Betragen tu ber \u00a9efangem fd;aft bilher, fooiel id; Weif, ttur \u00a9dhontburgf berietet, \u00a9r nennt bie \u00a9efangenen, Weld;e er befaf, gterlidje uub anmutige SS\u00f6gel. ,,\u00a9ie f\u00f6ttnen gWar\", meiut er, \u201emit bent @oIb= fafatt au \u00a9lang bel \u00a9efteber! uidjt wetteifern; aber fie haben beufelbeu Stnftanb uub biefe\u00efbe anfpredhenbe SSeife ber ^Bewegung. 3<h ertaubte meinen \u00a9efangenen i^reu \u00ae\u00e4ftg gu oerlaffett ttttb tm \u00a7aufe umhergugehen uub fat; mit Vergn\u00fcgen, Wie fie hier auf \u00aeerbt\u00ef)iere eifrig 3agb machten, Wie fie g. S3., wenn fie eine \u00a9pinne ober eine Slmeife au beu SB\u00e4nben herumiriedhen faheu, oiete $uf hoch emporflogen, um fold^e S3eute gu fangen. \u00a9ie giehen \u00c6erbthiere ihrer Sidtaglfpeife, 3^eil in \u00a9cpalen (^abbp), bei Weitem oor uttb lieben u\u00e4dhftbem befonberl ^ftaugeuftoffe, gumat 33auanen, \u00fcberhaupt a\u00ef\u00efe gruchtarten. \u00a9epr oft oernimmt mau oon if;uen einen fd;Wad;en Saut; Werben fte aber erfd(;redt uttb aufgefd^euch>t, fo ftofen fie einen rauhen \u00a9ehret aul. S3eint Stuffliegen Oerurfadhett fie ein fd;Wirrenbel, bent eine! aufftehenben dtebhuhnel \u00e4hnliche!, aber heftigere! \u00a9er\u00e4ufd;. . \u00a9iner meiner \u00a9efangenen War gang g\u00e4hnt, eine oott beit Rennen, Welcpe idh befaf, bagegen fehr Wilb ttnb fcf;eu, foba\u00a7 fte nie au! bem K\u00e4fige gelaffett Werben burfte, bie anbere ebenfo gahm Wie ber ^papn. 3<h bradhte fie in beufelbeu \u00ae\u00e4ftg mit ihm; er aber begr\u00fc\u00dfte fie mit \u00a9chnabetpieben, fobaf ich f*e lieber Wegnepmen mufte. SBerttt betbe in ber Vorhalte umherliefeit, pielt fte ftdh in $olge biefer SSepanblttug in einer geWiffen \u00a9ntfernung oon ihm. 3dp glaube be! wegen, baf fut; ber Pr\u00e4lat nur gu beftimmteu \u00dfeiten mit bem S\u00f6eibcpen oereinigt.\"\nOer Siftlimatifationlgarten Oerbanft, fooiet ict; Weif, bie ^Pr\u00e4laten, loeldhe er bejiht, bem K\u00f6nige oon \u00a9iant, loeldt;er eine gr\u00f6\u00dfere Slngapl tebenber Opiere all \u00a9efd;ente an beit \u00aeaifer Oon Sranfreicp fanbte.\n3m Sapre 1857 erhielt bie goologifcpe \u00a9efedfepaft gu Soubon ein $\u00dfaar ^afaitenh\u00fchner oont \u00a3>imalapa unb erlebte fchon im barattf folgeitben 3apre bie ftreube, Sdachlommenfdhaft gu ergielen. \u00a9p\u00e4ter tourben mehrere berfelben Strt eingef\u00fchrt, unb gegenw\u00e4rtig fiitbet man uid;t nur biefe! einef^afa; nenpupn, fonbern aud; brei ober oier feiner S3erWanbten in febent gr\u00f6\u00dferen \u00a3piergarten. Side Slrten ber \u00a9ruppe fchettten fo leicht gahm gu Werben, baf Wir mit aller Sicherheit behaupten b\u00fcrfen, fte binnen Wenig Sapren auf unfern ^\u00fcpnerp\u00f4fen gu fehen, fad! wir nicht oorgiehett fodten, mit ihnen biejenigen S\u00dfalbmtgen, Welche jept bem \u00a9belfafatt Verberge geben, gu beo\u00f6llertt.\nOie gafanenp\u00fcpner im engfien \u00a9inne unterfdheibeit ftdh oont Pr\u00e4laten unb feilten 33erloanbten babttrdh, baf bie Gebern be! \u00ab\u00eejpa\u00effe! Weniger gerfcpliffen, bie ber S3orberbruft langetf\u00f6rmig verl\u00e4ngert uttb gugefpipt, bie ^aubenfebern aber Oou ben SBurgeln au bebartet ftnb.\niDer \u00dfirrif ber 3>nbier, Welchen Wir OorguglWeife $afanenpupn nennen Woden (Euploca-mus - Gallophasis - melanotus), ifi trop feiner einfachen F\u00e4rbung ein fehr fepmuder S3ogel. SSeitn dMundpen ftnb ade Sebent ber Oberfeite gl\u00e4ngenb fchloarg, bie be! SSorberpalfe! unb ber S3ruft Weidlich, bie be! 23aucpel uttb ber \u00a9cpWangbedfebern b\u00fcfterbraunfd;Warg. Oa! Sluge ift braun, ber \u00a9dhnabel bla\u00a7horngelb, ba! uaefte S\u00f6angenfelb lebhaft roth, ber ^u^ h^rngrau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 23, bie 53reite 28, bie ^ittigl\u00e4nge 8%, bie \u00a9dhWangl\u00e4nge 10 3od.\nOie ^\u00e4rbung^be! etwa! Heineren 2\u00f6eibd;en! ift ein b\u00fcjtere! Umberbraun; jebe \u00c7eber aber geigt einen lidhtgrauett \u00a9d;aftftridh unb ebenfold;eit \u00a9nbfautu. Sefcterer ifi unten unb auf bem Oberfl\u00fcgel breiter unb lidhter all oben: el entfteht baher bort eine fledige, hiev eine binbige 3eid;ttung. Oie\n29*","page":451},{"file":"p0452.txt","language":"de","ocr_de":"452\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9djarrv\u00f6get. gafanen.\nSebent, melche bic \u00aeehle be\u00efleiben, ftnb lidjtgrau unb ungefledt, bie mittleren \u00a9teuerfebern auf umberbraunem \u00a9runbe lichtgrau marmorirt, bie feitlidjen graufchmarj, mit gr\u00fcnlichem \u00a9dhimmer.\nSei bem naljttertoanbten, gleidhgrofen \u00dfelitfdh (Euplocamus- Gallophasis - albocristatus), fmb\u00c2opf, \u00a3at<\u00a7, Mantel unb \u00a9\u00e9mana gl\u00e4naenb blaufdjmara, bie geberu be\u00ea S\u00fcrjel\u00ea fc^muaig^ mei\u00a7, lidhtfchmara quergcmellt, bie ber #aube meifj, bie verl\u00e4ngerten ber Sruft graumeifc, bie ber \u00fcbrigen l\u00eenterfeite bunlelgrau. Oa\u00a7 5luge ift braun, bie nactte SSange roth, ber \u00a9chuabel bunfel= hornfarben, ber ^ufj b\u00ef\u00e2ulichhornfarben. Oa\u00ea \u00e4\u00dfeibd^en ift von bem be\u00ea \u00aeirrit taurn au untere [Reiben.\nSa\u00ea gafanett\u00efjuljtt (Euplocamus-Gallophasis-melanotus). (@.451.)\nSeibe \u00a3\u00fchner bemohnen ben [\u00fcblichen Oheil &e3 ^\u00fbua\u00efaha : ber f\u00f4irrif finbet fi\u00e9) im Often, ber ^elitfch im SBefien. 3\u00ab 9tepal leben beibe Wirten neben unb unter einanber ; in Oarfiling ift ber \u00c6irrif ^\u00e4uftg, in ben mefilichen \u00a9h^en fceS \u00aeebirge\u00ea ber Mitfcf) menigften\u00ea nirgenb\u00ea feiten. Son bem greileben jene\u00ea miffen mir menig; biefen h^t Mountaineer beobachtet unb mit gemohnter Slu\u00eaf\u00fc^rlid^\u00efeit gefchilbert. \u201eOer mohlbefannte Mtfd)\", fagt er, \u201eift in bem nieberu \u00a9\u00fcrtel be\u00ea \u00a9ebirge\u00ea fe^r h\u00e4ufig, \u00a9ein SSohnfrei\u00ea beginnt am gnf\u00eae ber \u00a3>\u00fcgel nnb erftrecft fiel) bi\u00ea in eine #\u00f6he von achttanfenb $ufj \u00fcber bem Meere; Von hier an mirb er feltener, obmohl noch einige menige in gr\u00f6\u00dferer $\u00f6he vortommen m\u00f6gen. @r feheint ben Menfcl)en meniger au fliehen al\u00ea jeber anbere $afan, fommt viel n\u00e4her an beffen Sehaufung heran unb mirb fo oft in unmittelbarer 5R\u00e4he ber Ortfchaften ober feitlid) vom 2Bege gefeiten, bafj man il)n f\u00fcr ben gemeinften aller SBilbh\u00fchner h\u00e4lt, obgleich ber Monaut in feinem \u00e4\u00dfohntreife viel zahlreicher auftritt al\u00ea er. 3n bem unteren","page":452},{"file":"p0453.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c6Uitfdj.\n453\n\u00a9ebirge lebt ber \u00a9ogel in jeber Slrt bon 2BaIb, beborgugt aber bcd^ SDxcftd^te ober bem\u00e0tbetc \u00a9cpludjtcit; im Snncnt ftebelt er fid) tn bereinge\u00eften Ofcpungetn nnb am liebfien auf fr\u00fcher bebaut gemefenctt, aber mieber berlaffenen \u00a9teilen an; in ber SCicfe gufammenp\u00e4ngenber unb abgelegener Salbungen fiept man ipn feiten. \u00a9S fdjeint faft, als ob bie \u00a9egenmart beS SQlenfd^en ober menigftenS bie pinterlaffenen \u00a9puren bcffelben gu feinem Seben notpmenbige \u00a9ebingung feien.\"\n\u201eOer \u00c4elitfcp ift ttidjt gerabe fepr gef eilig. 0>rei,ober hier bon ipnt finbet man oft gufammen, unb gepn ober ein Oupenb bemerkt man mopt aucp einmal bei einanber; aber jeber einzelne bemegt fiep unabh\u00e4ngig bon bem anbern. Senn er aufgefd^eud^t mirb, rennt er in ber Siegel babon, unb nur, menu iput pl\u00f6plid) eine \u00a9efapr \u00fcber ben $alS fommt ober er fid; burcp bie .ipunbe berfolgt fiept, fte^t er auf; au\u00dferbem bevfud^t er fiep am liebften im btcpten \u00a9eb\u00fcfcpe gu br\u00fccfen. \u00a9r ift niemals fcpeu, fa, fads er nicht unaufh\u00f6rlich bon S\u00e4gern ober Wirten bel\u00e4ftigt mirb, fo firr, als irgenb ein Saib= mann eS nur m\u00fcnfdjen mag. Slufgefcpeucpt, fliegt er oft nur bis g um u\u00e4chfieu \u00a9aurne; pat er fidh aber bor bem Stufftepen gebt\u00fccft gehabt, fo ftreicpt er eine \u00a9trecfe meit bahin unb f\u00e4llt bann mieber-. auf ben \u00a9oben ein. Oie Saute, mclcpe man bon ihm bernimmt, finb entmeber ein pfeifenbeS \u00a9ludfen ober eigent\u00fcmliches \u00a9egirp. \u00a9r fcpreit gu jeber OageSgeit, obfdpott nidjt eben oft, am h\u00e4ufigften nodj, menn er auffteht unb b\u00e4umt ; ibirb er burcp f\u00f6apen ober ein anbereS fleineS Opier aufgefdjrecft, fo gludft er befonberS laut unb anpattenb.\"\n\u201e\u00a3\u00f6cpft fampftuftig mie ber \u00c6e\u00efitfcp ift, liegt er mit anberen g\u00e4hnen in beft\u00e4nbigem \u00a9treite. 2IIS id) einmal einen ipapn erlegt hatte unb berfelbe, auf bem \u00a9oben liegenb, mit bem Oobe f\u00e4mpfte, fi\u00fcrgte fiep ein anberer .^apn aus bem Oicficpte perbor unb griff, trop meiner \u00a9egenmart, ben fterbenben mit gr\u00f6\u00dfter Sutp an. S\u00e4prenb ber \u00a9aarungSgcit berurfacpen bie \u00a9l\u00e4nncpen oft ein fonberbar br\u00f6hncnbeS ober trommelnbeS \u00a9er\u00e4ufcp mit ben kl\u00fcgeln, nid^t un\u00e4hnlich bem, metdjeS man herborbringt, menn man ein fteifeS Seinen burd) bie Suft bemegt: eS gefcpiept OieS, mie eS fdjeint, um bie Slufmevffamfeit beS SeibdjenS auf fiep gu giehen, bielleid)t aud), um einen Gebens buhler gum Kampfe gu forbern. Oie jpenne legt neun bis biergehn \u00a9ier, metcpe benen ber IpauSs penne in $arbe unb \u00a9r\u00f6\u00dfe \u00e4hneln ; bie $\u00fcdjlein fd^b\u00fcpfen \u00a9nbe \u00a9lai\u2019S auS.\"\n\u201eOie Sle\u00dfung bcftept in Surgeltt, K\u00f6rnern, \u00a9eeren, \u00a9l\u00e4ttern, \u00a9d^otert unb \u00aeerbtpieren ber; fdjiebener Slrt. Stlt \u00a9ingefangene laffen fid) fcpmer unb auch ^ie ^\u00fcd^lein nid)t immer leicht an ein \u00a9rfap fitter gem\u00f6pnen.\"\n\u00a9lit bief er \u00a9ehavtptung \u00a9lountaiiteer\u2019S ftimmen unfere\u00dfefaprungen nicht \u00fcberein; eS mag aber fein, ba\u00df erft eine l\u00e4ngere @efangenfd)aft bie Slufgudjt junger ^afanenp\u00fcpner erleichtert. 2>n ben Opierg\u00e4rten pflegt man bie \u00a9ier megguneprnen unb fie burcp -fpauSpennen auSbr\u00fcten gu laffen. Oie \u00ae\u00fccptein fdhl\u00fcpfen nach hier- bis f\u00fcnfunbgmangigt\u00e4giger, nicpt feiten erft nadj fecpSmtbs gmangigt\u00e4giger \u00a9ebr\u00fctung auS, ftnb \u00e4u\u00dferft nieblid)e, behenbe unb getoanbte \u00a9efch\u00f6pfe, benehmen ftdh im mefentlicpen gang mie bie $\u00fccplein ber \u00ab\u00eepauSpenne, geigen ftdh a^er einigerma\u00dfen milb unb fcheu. $n ber britten SBocpe ihres SebettS flattern fie, unb bon nun an pflegen fte oft gu b\u00e4umen, aud) ihre \u00a9adjtrupe auf erhabenem \u00a9ipe gugubringen. SQlit acpt S\u00f6ocpen h\u00fcben fte faft bie bode \u00a9r\u00f6\u00dfe erlangt. SlnfangS Oftober, in g\u00fcnftigen Sapren bietleidjt fcpon \u00a9litte \u00a9eptemberS, beginnt bie \u00a9laufer; im \u00a9obember h\u00fcben fte baS \u00aeleib ber Sitten angelegt. Senn man fiep biel mit ipnen befep\u00e4ftigt, berlieren fte ipre \u00a9epeu gegen bie \u00a9fleger, unb menn man fte mit ben H\u00fchnern im \u00a9ep\u00f6ft umherlaufen la\u00dft, fomrnen fie naep furger \u00a3eit gu ben gemopnten ^utterpt\u00e4pen unb benehmen ftdh halb mie -JpauSp\u00fcpner. \u00a9ei meinem ^reunbe \u00a9ornelp in \u00a9etgien pabe tdj mehrere bon ihnen in boder Freiheit gefeiten unb bie fefte llebergeugung gemonnen, ba\u00df man biefe fcp\u00f6nen\u00a9\u00f6get ebenfogut mie unfere ^auSh\u00fchner auf bem \u00a7ofe halten fann. Oropbent glaube icp, ba\u00df fte fiep noep beffer gur SluSfepung im 2\u00f6albe eignen b\u00fcrften. @ie beftpen ade guten \u00a9igenfd)aften beS $afanS, \u00fcbertreffen ipn aber bei meitern burep \u00a9emanbtheit, ^lugpeit unb $rud)tbarfeit, fepeinen mir auep f\u00fcr S\u00f6itterungSeinfl\u00fcffe biel meniger empf\u00e4nglich gu fein als jener. 3hve F\u00e4rbung m\u00fcrbe gu uuferem SBalbe bortrefflid) paffen, unb bie treue \u00a9lutterpflege ber \u00a7enne eine f\u00fcnftlicpe Slufgucpt ber jungen","page":453},{"file":"p0454.txt","language":"de","ocr_de":"454\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9djarrs\u00f6gel. ftafanen.\n!aum n\u00f6tljig machen, \u00a9inen 35erfud) W\u00e4ren biefe 23\u00f6gef gcwif Wertlj ; ein folget l\u00e4ft ftc^ aud) um fo eljer au\u00e2f\u00fc\u00c7ren, als fte in ber festen Beit in golge iljrer grudjtbarfeit, Oauerljaftig\u00efeit m<t> geringen 2lnfpriid)e in bev ^ugenb Wie im Witter feljr billig geworben ftnb.\n$)er \u00a9ilber fafan (Nycthemerus argentatus ober Euplocamus nycthemerus) unterfd^eibet |id) Son ben ^afanen^nern, beneu er \u00fcbrigen\u00ea fe\u00c7r nalje fteljt, burd) einen langen, aus gegriffenen\n\u00aeer \u00a9ilherfafatt (Nycthemerus argentatus ober Euplocamus nycthemerus). 1/4 ber nat- \u00a9r\u00f6fte.\nGebern befietjenben ^arigenben \u00dfopfbufd) unb feilf\u00f6rmig Ser; l\u00e4ngerten ba&artigen \u00a9dfWang, beffen mittlere Gebern ftdj ni\u00e2t mein* feitlid) \u00efjinau\u00eabiegen unb nur no($ feiert \u00a7erabfr\u00fcmmen.\ndeiner Slnf\u00eedjt nadj Wirb ber \u00a9ilberfafan-Sou feinem anbern an \u00a9df\u00f6nljeit \u00fcbertroffen. Oie bei i^m gut Sollften \u00a9eltung fommenbenOegenfarben fdjm\u00fcden i^n Wa\u00c7t\u00c7aft pv\u00e4d);\ntig. Oer lange unb biefe ftarbenbufd) am \u00a3tnterfotfe iff gf\u00e4ngenbfdfwarg, ber Kadett unb bet Vorbei*; tljeii bc\u00a7 Ober^a\u00effe\u00ea Wet% bie gange \u00fcbrige Oberfeite Weif, mit f^malen, fdjWargen Sidgadlinien quer gewellt, bie Unterfeite fdjWarg, ffa^lblau fdjimmernb; bie \u00a9Zwingen fmb Weif, feljr fermai fdjWarg quer gef\u00e4umt unb mit einanber gleidjlaufenben, breiten Ouerftreifen gegeid)net, bie \u00a9c^Wangfebem auf Weitem @runbe \u00e4ljnlid) geb\u00e4ubert, je Weiter nad) aufett Ijin, um fo bidjter unb beuttid^er, bie naeften langen fdj\u00f6n f<$ar!a<$rot$. Oa3 5luge iff \u00c7eflbraun, ber \u00a9d^uabel bl\u00e4ulich Weif, ber ftuf lad; ober fora\u00ef\u00efcnrotf). Oie Sange betr\u00e4gt 32 Bod.","page":454},{"file":"p0455.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9ilberfafan.\n455\nO\u00e7l \u00a9efieber bel bebeutenb Heineren SBei&d&en! geigt auf roftbrauugrauem \u00a9ruube eine fefyr feine graue \u00a9prenfelung ; $inu unb SBange ftnb Weifjgrau, Unterbruft unb Baud) toei^lid^, roftbraun gefledt unb fd)Warg in bie Ouere geb\u00e4nbert, bie .Ipanbfdjwingen fdjw\u00e4rglid), bie Slrmfcijwingett bev dt\u00fcdenf\u00e4rbung entfpredjenb, bie \u00e4u\u00dfern \u00a9cljwangfebern mit fctjWargeu 3BeHenlinieit gegeidC;net.\n2\u00dfir bennen bie 3?it nic^t, in Wcldjer bie erften lebeuben \u00a9ilberfafanen nadf) \u00a9uropa gelangten, biirfeit aber annefynen, bafj el nidjt oor bem fiebgel)nteu 3a\u00a7r^unbert gefdjeljen ift, ba bie \u00a9thrift; fte\u00efter bel fedtjlgeimten 3a\u00efjr\u00ef)unbertl, \u00a9efjner g. 33., ben fo fdjonen unb auffaUeuben Bogef nidfjt erw\u00e4hnen. 3Bir Ijaben getourt, bafj bief er aul (S^ina flammt, billjer aber wa\u00a7rfd)einlid) mit Unrest mtr ben korben biefel Siebel all feine ^eimat angenommen; benn \u00a9WinTjoe\u2019l $orfd)uugen \u00a7abeu beWiefeu, ba\u00a7 ber \u00a9ilberfafan Wilb im \u00a9\u00fcben \u00a9Ijinal \u00efebt unb Ijier bie beWa\u00efbeten Berge bel Snnerit bewohnt: eingelne ftnb in ber 9^adt;barfdf;aft oon 3lntot) erlegt worben. Ueber ein Bovfommeu in n\u00f6rblictjereu \u00a9egenben mangelt gur Seit nod) beftimmtc \u00aeunbe. dagegen toirb unfer $afan aud) in Quitta unb nod) -meljr in Savait feljr h\u00e4ufig galant gehalten. 3>n \u00a9urofm gebeizt er bei einfacher ^Pflege * au\u00eagegeid^net unb gWar im freien ebenfogut Wie auf bem .fpofe ober in einem gr\u00f6\u00dferen \u00a9ebauer. Oafj er nodf) nicht in unfern Bkilbun^en aulgefejjt Worben ift, Ijat feine guten \u00a9r\u00fcnbe. Berfudfd W\u00fcrbe eine foldje \u00a9inb\u00fcrgerung; ber \u00a9rfolg War aber ein ung\u00fcnftiger. Oal SJt\u00e4nnd^en madjt ftd^ Wegen feiner Weiten Oberfeite fo bemerflidfj, bafj el bem Dbaubgeug meljr aulgefejd ift, all jeher anbere Bogel feiner \u00a9r\u00f6fje. Slber Oal ift nidjt bal einzige ipiubernifj; ein gWeitel oerurfadjt ber $afan felber. Unter allen BerWanbten ift er ber mutljigfte unb raufluftigfte. 3^ei Stt\u00e4nndjett, Weldje ein unb baffelbe \u00a9ebiet bewohnen, liegen mit einanber in beft\u00e4nbigem \u00a9treite; ber \u00a9ilberfafan fud>t feine .fperrfdjaft jebodj auci) anberen gieren gegen\u00fcber f\u00fchlbar gu madjen, t\u00e4mpft mit bem $aulija!(jne auf bal \u00e4ufjerfte unb oertreibt, Wenn er im SBalbe frei umljerfdjtoeifeu fann, jebel anbere BHlbtjutjn, weldjel Ijicr lebt, gun\u00e4d)ft nat\u00fcrlich ben gemeinen ober \u00a9belfafan. Unb ba nun ber leitete bodj immer nod\u00a7 meljr 9Ut\u00a3en gew\u00e4hrt all er, giet;t man el oor, nur jenen gu pflegen*\nipinfidjtlidj feiner BeWeguuglf\u00e4ljigfeit unb BeWeglidjfeit fteljt ber \u00a9ilberfafan hinter anberen BerWanbten gur\u00fcd. Btan ift Oerfudjt, il)it einen faulen Bogel 51t neunen. 3um fliegen eutfcfyliefjt er ft dtj nur im ^otljfatle, unb Wenn er Wirtliclj aufftanb, firent er Ij\u00f6cljftenl eine lurge \u00a9trede Weit baljin unb f\u00e4llt bann fofort Wteber gum Boben Ijcrab: el fdjeint, all ob feine \u00a9djwingen gu Hein W\u00e4ren, bie Saft bel Seibel gu tragen. 3>tn Saufen bagegen geidjnet audj er ftdj aul. \u00a9I fefylt ifytn gwar bie \u00a9eWanbtljeit unb Beljeubig\u00efeit be\u00ea \u00a9olbfafan\u00ea; er fte\u00efjt in ber \u00a9d^nellig\u00efeit oiel!eid;t hinter bem \u00a9betfafane gur\u00fcd, \u00fcbertrifft aber beibe, Wie mir e3 fd;einen Will, burd) bie 3lulbauer biefer Bewegungen. Oie \u00a9timme ift nad; ber\tberfc^ieben.\t3m ^riipnge, W\u00e4^renb ber\nPaarung, oernimntt man am tj\u00e4ufigften ein lang gebe^nte\u00ea, tlangoolle\u00ea pfeifen, au^erbem meift nur ein bumjjfe\u00ea, gadernbeg \u201efRabara OulbtdbuH', Weitem erft, Wenn ber Bogel in Aufregung ger\u00e4tl), ba^ pfeifen ange^\u00e4ngt wirb. 3n feiner Bewerbung um bie \u00a9unft be\u00ea S\u00dfeibd^en\u00bb geigt ftd) ber \u00a9ilberfafan nod^ nac^l\u00e4fftger al\u00ea feine Bertoanbten. \u00a9r ift a\u00ef\u00eferbittg\u00ea aud^ fe\u00a7r aufgeregt unb im lj\u00f6bf)ften \u00a9rabe \u00efam^fluftig, l\u00e4ft feinen Btutlj unter Slnberem and) an Blenfd^en au\u00ea, inbem er letztere W\u00fct^enb anf\u00e4llt unb mit \u00a9d^nabel^ieben unb \u00a9f)orenft\u00f6\u00a7en gu oertreiben fitest; bem 3Seibd)en gegen; \u00fcber aber geberbet er ftd) \u00efeine\u00eaWeg\u00ea auffaHenb. \u00a9eW\u00f6^nlid^ ^ebt er nur bie ipaube, Wenn er feine Siebe\u00eagef\u00fctj\u00efe au\u00eabr\u00fcden Will; gu einem \u00a9enfen be\u00ea ^opfel, Breiten ber Fl\u00fcgel unb \u00a9Ureigen be\u00ea @d)Wangel lommt el fd;on feltener.\nOie \u00a7enne legt ge\u00a7n bil ad^tgel^n \u00a9ier, Weld;e entWeber gleid)tn\u00e4^ig rot^gelb oon $arbe, ober auf Wei^gelblid^em \u00a9runbe mit Heilten br\u00e4unlid)en f\u00fcnften gegeid^net finb. 2Senu man i|r bie \u00a9ier l\u00e4fjt, br\u00fctet fie felbft, unb gloar mit gro\u00dfer Eingebung. sJiadf> f\u00fcnfunbgWattgig \u00efagen fd)l\u00fcf)fen bie ^\u00fcd^lein aul, Heine, allerliebfte @efdl)\u00f6|)fe, Weld)e bal ^\u00f6d^ft anfpred^eub gegeidjnete Ounen; gefieber oortrefflidf) Ueibet. \u00a9ie Wadfjfen giemlidl) rafd^ foWeit Ijeran, ba^ fie fliegen, ober wenigften! flattern f\u00f6nnen, erlangen aber erft im gweiten Sebenlja^re bie Oollc \u00a9r\u00f6\u00a7e unb bie Xrad^t iljrer","page":455},{"file":"p0456.txt","language":"de","ocr_de":"456\n\u00a9ie S\u00e4ufer. \u00a9d)cirrvBget. \u00c7afanen.\nEltern. 3n ber fr\u00fcheften Sugenb bevorzugen fte, mie bie meiften #\u00fcl;ner, Kerbthierna\u00ef)rung ; f^\u00e4ter galten fie ftd) huuptf\u00e4d)Iid) an \u00a9r\u00fcneS ber Verfd)iebenften 2lrt; fd)Iie&lich verehren fie h\u00e4rtere ftrucpt; f\u00eeoffe, namentlich K\u00f6rner nnb \u00a9etreibe. Kohl, @alat, Obft finb Sederbiffen.\nOaS SBilbpret ift ebenfo mohlfcf)medenb trie bas eines jeben anbern $afan\u00a7, erreicht feinen $od)gefd)ntad aber nur bann, ivenn man bent Sogei gr\u00f6\u00dfere Freiheit gem\u00e4hrt nnb ihm menigftenS gefiattet, ftd) int \u00a3>of nnb \u00a9arten umherzutreiben.\n2ll\u00a7 Kennzeichen ber \u00a9belfafanen (Phasiani) gelten: bachf\u00f6rntiger, langer \u00a9d\u00fcvanz, beffen SDiittelfebern bie \u00e4uferften um baS \u00a9ed)S; ober 2ld)tfad)e \u00fcberragen nnb beffen Verl\u00e4ngerte Oberbed; febern entiveber abgerunbet ober gerfd;Iiffen finb, mtb, anftatt einer Kopfhaube, verl\u00e4ngerte Ohrfebern, tveldje, aufgeridhtet, gtvei Heine H\u00f6rnchen bilben. 3m \u00fcbrigen \u00e4hneln bie hierher zu z\u00e2ljlenben 9Jtit; glieber ber Familie ben vorher befchriebenen, inSbefonbere bem \u00a9ilberfafan. Oa\u00a7 Kleib beS 2Mnnd)enS prangt in fehr fr\u00f6nen, oft in pr\u00e4d)tigfd)immernben fyarben, baS beS 2\u00f6eibd)enS ift auf b\u00fcfterfarbigem \u00a9runbe buntler gefCedt, gemellt unb geftrid)elt.\nSDer \u00a9bei; ober gemeine ^afan(Phasianus colchicus) ift fo buntfarben, ba$ id) verzichten mu\u00a7, eine genaue Sefcpreibung feines KleibeS zu \u00f4eben. Oie Gebern beS Kopfes nnb OberpalfeS ftnb gr\u00fcn, mit pr\u00e4chtig blauem Stetallglanze, bie beS UnterpalfeS, ber Sruft, beS SaucpeS unb ber \u00a9eiten r\u00f6tlich f aftanienbraun, purpurfarben fchimmernb, alle fcpmarzgl\u00e4nzenb gef\u00e4umt, bie beS StantelS vor bem \u00a9aume burd) meife \u00a3albmonbfleden geziert, bie langen, zerfcpliffenen S\u00fcrzelfebern buntel tupferrotl), purpurfarben gl\u00e4nzenb, bie \u00a9d)mingen braun unb roftgelb geb\u00e4nbert, bie \u00a9d)manz^ febern auf olivengrauem \u00a9runbe fd)marz geb\u00e4nbert unb \u00efaftanienbraun gef\u00e4umt. OaS Sluge ift roftgelb, baS nadte Slugenfelb rotp, ber \u00a9dhnabel hellbr\u00e4untith gelb, ber $uf? r\u00f6tl)lid)grau ober blei; f\u00e4rben. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 30 bis 32, bie Sreite 29 bis 31, bie gittigt\u00e4uge 9Y2, bie \u00a9thtvanz^ l\u00e4nge 16 3vll.\nSeim Heineren S\u00f6eibdhen ift baS ganze \u00a9efteber auf erbgrauem \u00a9runbe fd)marz unb buutel= roftfarben gefledt unb geb\u00e4nbert. 2luf bem Ot\u00fcden tritt bie bunlle F\u00e4rbung befonberS hervor.\n2lbgefehen von ben zuf\u00e4lligen \u00a9pielarten, tommen zmei Slbarten Vor, melcpe ft\u00e4nbig zu fein fcpeinen unb Sanb; unb Sfabellfafan genannt morben ftnb. Set ber erfteren ift baS 9Jt\u00e4nnd)en buntler unb nicht fo beutlid) fd)marz gefledt, mie ber \u00a9belfafanpahn, unb baS \u00a9r\u00fcn beS -SpalfeS mirb burd) ein meines, fd)maleS Sanb gehoben. Sei letzterer ift bie allgemeine F\u00e4rbung ein Iid)teS \u00a9elb; grau, jebe $eber aber buntler gef\u00e4umt, fobaft eine fcpmale Segnung entfteht, ber Saud) h^ugegen fehr buntel, zuzeiten reinfd)marz. Oie Weibchen entfpred)en ben g\u00e4hnen hiufuptlid) beS \u00a9runb; tons ihrer F\u00e4rbung.\nOer Otingfafan (Phasianus torquatus) ift bunter unb fd)\u00f6ner gef\u00e4rbt als feine Sermanbten. Oie Gebern beS KopfeS unb Oberhalf eS ftnb ebenfalls gr\u00fcn, ein lugenbrauenftreifen unb ein breiter \u00a3alSring meifz, bie Gebern beS Badens um ben \u00a9d)aft buntel, faft fcpmarz, breit gelb ger\u00e4nbert, bie beS Oberr\u00fcdenS ober SlantelS an ber S\u00dfurzel fd)marz, hierauf gelb, fobann fd)marz unb enblicp breit Ztegelroth gef\u00e4umt, bie gerfc^liffenen S\u00fcrzelfebern unb bie etmaS verl\u00e4ngerten unb verfchm\u00e4lerten Oberfl\u00fcgelbedfebern auf gr\u00fcnlid) bleigraueut \u00a9runbe r\u00f6thlid) gefledt unb marntorirt, bie ber Unter; feite purpurbraun mit fd)marzen Keilffeden am \u00a9nbe beS \u00a9d)afteS, bie ber \u00a9eiten lebergelb mit buntlen, runben unb grofett \u00a9d^aftffeden get\u00fcpfelt, bie \u00a9d)mhtgen graubr\u00e4mtlid), graugelb geb\u00e4nbert, bie Srrnfd)mingen r\u00f6tl)lid)grau, bie \u00a9d)manzfebent gr\u00fcnlid) graugelb, fchmarz geb\u00e4nbert.","page":456},{"file":"p0457.txt","language":"de","ocr_de":"(Sbcl;, 5\u00dfanb= unb 3fabe\u00ef\u00effafan, 9Uttg;, Sunt;, f\u00f4uofer; un b f\u00e8\u00f4ntg\u00eafafan. 457\nOaS Singe ifi gilblid), Me Wattgenlabben roth, ber \u00a9chnabel lichthornfarben, ber \u00a7uf br\u00e4unlichgelb. Sie \u00a9r\u00f6fe ift bie beS gemeinen $af\u00e4nS.\nOaS Weibdjen \u00e4hnelt im allgemeinen ber .\u00eepenne beS letztgenannten, ber \u00a9runbton feiner F\u00e4rbung ifi aber r\u00f6ttflidjer.\nSeim Suntfafan (Phasianus versicolor) ftnb \u00dfotf unb Oberhals gr\u00fcn, tiefer unten fla$I= blau, ber 2iaden unb bie gange Unterfeite bunlelgr\u00fcn, feitlidj unb auf ber Saudjmitte mehr fdjtoarg; gr\u00fcn, bie SRantelfebern in ber SCRitte fhtoarggr\u00fcn, ^ufeifenf\u00f6rmig fermai roftgelb geb\u00e4nbert, roftroth gef\u00e4umt, bie Oberfl\u00fcgel; unb Oberfd)toangbedfebern bl\u00e4ulkhgraugr\u00fcn, bie \u00a9d)toingen braungran, lichter geb\u00e4nbert, bie \u00a9chioangfebern r\u00f6tljlidjbraungrau unb fdjtoarg geb\u00e4nbert. OaS Singe ift ^ell; braun, ber \u00a9d)nabel toeifgrau, ber $u\u00a7 lidjtbraungrau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 27, bie Sreite 29, bie f\u00c7ittigl\u00e2nge 8, bie \u00a9chtoaitgl\u00e4nge 15 .gotl. OaS \u00a9efteber beS WeibdienS unterfdjeibet ftd^ toefentlid; non bem ber oertoanbten Rennen, ioetl bie breiten lichtbraungrau ober lid)tgeil; ger\u00e4nberten Gebern in ber SRitte bunlelgr\u00fcn ftnb.\nOer Tupferfafan (Phasianus Soemmerringii) ifi geftredter gebaut unb namentlich lang; fdjto\u00e4ngiger a\u00efs bie oorigen, be\u00ea^alb auch unter bem SRameit Graphephasianus getrennt toerben, bie F\u00e4rbung feines \u00a9efteberS ein fd;\u00f6ueS, giemlid) gleichm\u00e4\u00dfige\u00bb \u00aeupferroth, faft febe $eber lichter gef\u00e4umt. Oie SRitte ber Oberfl\u00fcgelbed; unb ber Sruftfebern ftnb fchtoargbraun, bie feitlich abge; runbeten S\u00fcrgelfebent gotbgelb gef\u00e4umt, bie \u00a9d)toingen erbbraun, lichter geb\u00e4nbert. OaS Singe ift gelb, ber (Schnabel lichthornfarben, ber $uf bunfelbleigrau.\nOaS \u00a9efieber ber Rennen geigt auf luf)ferr\u00f6thlid)em \u00a9runbe fd)toarge Wellenlinien unb \u00a9triche; bie einzelnen Gebern finb afchgrau, rofigelb unb graur\u00f6thlid) gef\u00e4umt, bie ber Weiten blafroth unb fdjtoarg geb\u00e4nbert, bie \u00a9dringen ioie beim SR\u00e4mtdjen, bie \u00a9d)ioangfebern r\u00f6tlich, fd)toarg quer; geftreift unb buntelbraun marmorirt, bie ber \u00aeehle unb beS SRittetbaucheS lichtgrau, bie beS Unter; baud)eS bunteigrau.\nOer \u00c6\u00f4ttigSfafan (Phasianus Eevesii ober Phasianus veneratus) enblich, burch feinen ungemein langen \u00a9d>toang fe^r ausgezeichnet unb beS\u00a7alb oon Wagler unter bem Flamen Syrmaticus gum Vertreter einer befonberen \u00a9type erhoben, tr\u00e4gt baS buntefte \u00a9efteber bon allen. Oer \u00a9djcitel, bie Ohrfebern unb ein breites ^alSbanb ftnb reinioeif, bie ^opffeiten unb ein born ftef) berbreiternbeS Sruftbanb fdgoarg, bie Gebern beS SRantelS, S\u00fcrgelS unb ber Oberbruft golbgelb, fdftoarg gef\u00e4umt, bie ber Unterbruft unb \u00a9eiten auf bem toeifgrauen SRittelfelbe mit einem hergf\u00f6rmigen, fchmalen, fdjloargen Sattbe gegiert unb auf en breit roftroth gef\u00e4umt, bie beS SaudteS braunfehtoarg, bie Ober; fl\u00fcgelbedfebertt fdjioargbraun, lichter geraubet unb biefe SR\u00e4nber rotbraun gef\u00e4umt, bie \u00a9d)ioingen golbgelb unb braunfd)toarg, bie \u00a9teuerfebern auf fitbergrauem \u00a9runbe mit rothen, fchtoarg umf\u00e4umten gleden geb\u00e4nbert unb auferbem breit golbgelb gef\u00e4umt. OaS Sluge ift r\u00f6tlich, ber \u00a9chnabel toie ber guf h^ngelb. Sin \u00a9r\u00f6fe tommt ber f\u00f6\u00f6nigSfafan bent \u00a9ilberfafan e\u00fcoa gleich; bie mittleren \u00a9chioangfebern erreidjen aber eine S\u00e4nge Oon ungef\u00e4hr fedjS $ufj, unb fomit gilt ber S\u00f6gel mit Siecht als baS gr\u00f6\u00dfte SRitglieb ber Familie im engeren \u00a9inne.\nOer gemeine $afatt belohnte urfpr\u00fcnglich bie \u00df\u00fcfienl\u00e4nber beS \u00efaS^ifchen SReereS unb Wefiaften, tourbe aber fchou in altersgrauer 3eit in \u00a9uropa eingeb\u00fcrgert. Slnt $haf^, int Sanbe \u00aeolchiS, fattben bie \u00a9riechen, ioelche ben Slrgonautengug unternahmen, ben pm^ollett S\u00f6gel unb f\u00fchrten ihn mit ftch in ihr Saterlanb. SonhierauS foil er ftd) \u00fcber \u00a9\u00fcbeuropa oerbreitet hflben, ober richtiger, oerbreitet unb burch bie fR\u00f6nter, toeld)e fein f\u00f6filid)eS Wilbpret gu fd)\u00e4tzen touften, auch nach \u00a9\u00fcb; franfreid) unb Oeutfddanb gebracht toorben fein. 3Mt\u00a9\u00fcben unferSSaterlanbeS, namentlich inOefter; reich nnb S\u00f6hnten, lebt er in einem Buftanbe oo\u00ef\u00ef\u00efommener Wilbheit, im SRorbdn OeutfchlanbS unter","page":457},{"file":"p0458.txt","language":"de","ocr_de":"458\n$ie S\u00e4ufer, \u00a9dharro\u00f6gel. $afanen.\n$>er S\u00f4ntg\u00eafafan (Phasianus Eevesii ober Phasianus yeneratus). ty* ber nat. \u00a9r\u00f6jje.\nObfjut be\u00a7 9ftenfchen, in fogenannten toilben ober gaumen gafanerien. (Sr ift feljt h\u00e4ufig in Ungarn unb \u00a9\u00fcbrufclanb, feltener fdhon in Italien, fehl* feiten in \u00a9Manien, geht auch in \u00a9riechenlanb, too er fr\u00fcher gemein toar, feiner Ausrottung ent; gegen. Oer fRingfafan oertritt ihn in Oftafien : [eine \u00a3eimat be^nt fidf; oon \u00a3ran\u00eabaifalien an bis gum Amur unb nach \u00a9\u00fcbdhitta. ^ladEjtanbeum \u00a9changeai unb auf ben betoa\u00efbeten*$\u00fcgeIn Gt^i; uaS ift er fe^r gemein, im SSurejagebirge, laut gtabbe, feiten unb eigentlich ein \u00a9trid^oogel, toeldjer nur im^erbfte erfcheint, h\u00e4ufiger bagegen am mittleren \u00a9itngari. Oer Suntfafan geh\u00f6rt ^ahan an unb fcbeint hier an geeigneten Orten ungemein h\u00e4ufig gu fein: Genauere\u00bb toiffen toir gur Seit noch nidjjt \u00fcber i|n. Oaffelbe gilt f\u00fcr ben ber gleichen jpeimat entftammenben Tupfer; fafan. Oer $\u00f6nigSfafan enblich fd^eint auf baS n\u00f6rbliche \u00a9hiua bcfd^r\u00e4nft gu feinjjtber auch fein SBerbreitungS\u00efreiS tonnte noch nicht feftgeftellt toerben.\nAufenthalt, betragen, \u00a9itten unb \u00a9etooh\u00ab; heiten, Nahrung unb$ort|>flangung, \u00efurg, bie gange","page":458},{"file":"p0459.txt","language":"de","ocr_de":"Se&engtoeife ber (Sbe\u00effafftiten.\n459\nSeben\u00f4toeife aller tiefer f^afaneit unterfcheiben ficp, fotoiel big jet\u00eet erforfcpt, fauiit toefentlid), fcba\u00a7 eg in jeter $injtd)t gu\u00ef\u00e2ffig erfcheint, bag toon tem gemeinen gafan Sefannte and) auf tie \u00fcbrigen Slrten gu besiegen, \u00a3iergu fmt toir alertent gen\u00f6tigt, ta ung erf\u00ee tie neuefte 3eit mit ten fremt; \u00efantifc^en $afaneit befannt gemad)t hat unt toir fie auch nur in ter \u00a9efangenfchaft beobachten \u00efonnten, \u00fcber ihr f\u00c7reileben aber nicht bag \u00a9eringfte toiffen.\nSDie $afanen meiben gefd^toffenen ^ochtoalb unt betoorgugen tagegen fleine plaine oter \u00a9eb\u00fcfdfje, toelche toon frudfbaren $elbern'unb liefen umgeben ioerten nut nidpt arm an SSaffer fttib. 3e tidjter \u00a9eb\u00fcfch unt \u00a9eftriipp ten Soben bebedt, um fo angenehmer ioirt ter SBalb f\u00fcr unfere SS\u00f6gef, toelche nod) \u00e4ngftlid^er alg autere \u00a3\u00fchner betagt gu fein fdjeinen, fid) beft\u00e4ntig gu toerftecfen. ^n Sitoatien unt Stume\u00efien \u00fcbertouchert, mie toon ter SJ\u00ce\u00fcB\u00efe berichtet, grofje \u00a9treden beg beften, jefct aber berfumpften Sobeng \u00fcppigeg \u00a9efir\u00e4uch, namentlich ftarren\u00efraut, gtoifchen tem [ich Srom= beeren unt antere \u00a9d)lingpflangen eingefunten unt tag \u00a9ange fo turdhmebt unt \u00fcberranft haben, ta\u00a7 ein $unb faft gar nicht, ein SDtenfd) nur tann turdhfommen fann, menu er \u00fcber tag \u00a9eftr\u00fcpp hinmegfchreitet. \u00a9old)e \u00a9egenten fmt ein Sieblinggaufenthalt ter gafanen: hier tonnen fie, fo recht nad) Jpergengluft toerborgen, fich umhertreiben, grud)ttragenbe \u00a9etreitefetter fcheinen gu ihrem 5Befieheit gmar nicht unumg\u00e4nglid) notl)toenbig, ihnen aber bod) fehr erto\u00fcnfdf gu fein. $)\u00fcrre gelter oter ten Stabeltoalb meiten fie ftetg.\nSffi&hrent teg gangen \u00a3ageg treiben fte fid; auf tem Soben umher, fd)leid)en toon einem Sitfdjc gum antern, burd)h*ied)en nahrungtoerfprechenbe SDornenheden, begeben fich auch tool)l an tie St\u00e4uber ter SB\u00e4lber unt toon tiefen aug auf tie f\u00c7e\u00eft\u00e7r, um hi\u00ab, je \u00abach ter 3al)reggeit, frifdhe \u00a9aat ober gereifte $rud;t gu \u00e4ffen, unt fudhen fich erft mit \u00a9inbrud) beg Sibenbg einen geeigneten Saum gutn (Schlafen auf. Sn \u00a9trauchtoiltniffen, mie tie befchriebenen \u00a9ried)enianbg, b\u00e4umen fie abentg nicht einmal, fontern \u00fcbernachten cinfad; auf einem nietergetretenen Sinfenftraudje oter einem Stowen; bufdhe, meil fte fich hier fco\u00fcft\u00e4nbig ficher f\u00fchlen. Unter allen Umft\u00e4nten toerbergen fie fid) fotoiel alg m\u00f6glich \u00fcor jetem antern \u00a9efd^\u00f6^fe, tocld)eg ihnen gef\u00e4hrlich t\u00fcnft.\nSn fr\u00fcheren feiten glaubte man einen, ten Steigungen teg gafang im gangen euffpredheuben SE\u00dfalt ihm taturch befonberg angenehm madden gu f\u00f6nnen, baff man toon Bett gu Beit hier r\u00e4ucherte. \u201eStorni tiff ift ein #aupt;$unbament bei ter ^afanerep\", fagt ter alte S)\u00f6bel, \u201eintern man mit tem Stauche tie gafanen gufammengiehen, aueb tie toerftogenen mieter herbepbringen tann. \u00a9g nimmt ter gafan t)en Stauch fo gerne an, alg ein $ud)g tie Witterung, tooraug gu fdpffen, baff er einen trefflich ftarefen \u00a9eruch haben muff \u2014 SMetoeil eg aber gleidjtool ein rechteg \u00a9eheimnif* unt ettoag foftbareg, auch toag fehr fonterbareg ift, tie gafanen mit folgern Stauche gu erg\u00e4ben, unt taniit herbepgubringen; fo toiU idh hierbep noch mehrere St\u00e4uche anf\u00fchren.'\" \u00a9otann inerten nun bei*; fchiebene \u201eSt\u00e4uche\" befd)rieben, unt itoir erfeljen gu unfern* Serltounterung, baff tie \u00e2ufammeufebung ter \u00a9toffe, toeld)e angeg\u00fcntet tourten, eine fehr toerfdhietenartige toar; tenu to\u00e4hrent bei ter einen \u00a9elften; unt \u00a3>aferftrol)r Jpanffpreu, Camphor, Slnig, SBiebertljon, SBeitenholg, get\u00f6rrteg SDtalg unt StoPugeln gen\u00fcgent erfchienen, mu\u00dften bei einem antern SBeihraud), $end)el, @d)toargf\u00fcmmel, Slmeifenhaufen, gid)tenharg, Stroh toon gelbf\u00fcmmel unt \u00a3>aferftroh f bei einem tritten aber 2Beih= raud), SDtprrhen, toilter Stoffmarin, Suttgfertoachg, toeiffe Sto\u00dfita unt \u00a3anffpreu angetoentet toerten. \u00aeiefe St\u00e4udhernngen fint erft in ter neueften Beit abgefommen; S)ietrich aug tem SBintell g. S3. h\u00e4lt eg in ter gtoeiten Sluggabe feineg \u00a3>anbbud)eg f\u00fcr S\u00e4ger, toeldpeg 1820 erfd)ien, nod) f\u00fcr n\u00f6thig, ihrer gu gebenden, obgleid) er betennen muff, baf er nie \u00a9elegenheit hatte, hier\u00fcber \u00a9rfahrungen gn machen unt nur anf\u00fchreu tann, ta\u00a7 alte t\u00fcchtige gafanento\u00e4rter, toelche er hier\u00fcber befragte, einm\u00fctig f\u00fcr tie SR\u00fcfelid^feit unt S^\u00f6thigteit teg Staucheg ftimmten. Senen bortreff liehen gafaneng\u00fcchtern gen\u00fcgten \u00fcbrigeng terartige St\u00e4ucherungen noch gar nidjt: fie qu\u00e4lten fd)on tie jungen, erft brei \u00efage alten \u00c7afanen mit tem ihnen ungtoeifelhaft h\u00f6d;ft l\u00e4ftigen Stauche, intern fie tie B\u00fcchlein in ein #aarfteb fperrten unt tiefeg- folauge \u00fcber einen jener St\u00e4uche hielten, big tie $afanen t^rer Meinung nach genug hatten. S\u00dfietoiel toon ten jungen gafanen in ^olge einer fo","page":459},{"file":"p0460.txt","language":"de","ocr_de":"\u2022460\nSDic S\u00e4ufer. @d)arro\u00f6gel. gafanen.\nunftnnigen Behanblung gu \u00a9runbe gegangen fein m\u00f6gen, \u00bbiffett \u00bbir nid)t, tool)! aber, ba\u00a7 biejcnigen gafanen, \u00bbeld)e mir in \u00a3h\u00bbrg arten grofgogen, aud) ol)ne fetteg \u201eipauptfunbament\" gebeten. 3d) fann bie \u00a9ebanfen nicht* log Serben, bafj bie gange St\u00e4ud)erung mit ben Slnfd)auungen ber alten Stonier gufammenh\u00e4ngt, \u00bbeld)e in bem gafan ge\u00bbiffermafen and) eine Slrt \u00a9ottheit erblidett \u00bbodten.\n\u00a9ie Begabung ber gafanen ift gering. \u00a9er .fpahn fd)reitet aderbingg flattrig einher unb OerfteI)t eg, feine \u00a9d)\u00f6nl)eit im oortheifl)aftefien St\u00e4dte gn geigen, fann ftd) aber bod^ mit bem $au\u00a7l?al?ne nid)t meffen. \u00a9ie ipenne fd)eint anfprud)glog gu fein; ihreHaltung ift ftetg eine befdpeibene. $inftd)tlid) ber Be\u00bbegung gilt bag \u00bbeiter oben \u00a9efagte gerabe f\u00fcr biefe \u00a9ruppe in Oodem Umfange: ber Sauf ift Oorg\u00fcglid) nnb ber glug fd)led;t. \u00a9ie \u00a9irnte fd^einen giemlid) gleid)nt\u00e4\u00a7ig ent\u00bbidelt gn fein; ber Berftanb aber ift ge\u00bbi\u00a7 gering. Sitte ed)ten gafanen ftnb gleich befd^r\u00e4nft, gleich unf\u00e4hig, gu rechter 3eit beit rechten \u00a9ntfd)lu\u00a7 gn faffen. Unter ihren r\u00fchmeng\u00bbertl)en \u00a9igenfd)aften fteht bie unbegrengtc greil)eitgliebe obenan: fte erkl\u00e4rt in manner $inftd)t bag eigent\u00fcmliche Betragen. \u00a9er gafan ge\u00bb\u00f6l)nt ftd) an eine beftimmte \u00a9ertlid)feit, fadg biefelbe feinen 2\u00f6\u00fcnfd}en entfprid^t, liebt' eg aber, beft\u00e4nbig umhergufd)\u00bbeifen. 3>ni Be\u00bbufjtfein feiner \u00a9d)\u00bb\u00e4d)c nnb im \u00a9ef\u00fcljte ber Unf\u00e4higkeit, ftd) gegen ft\u00e4rfere \u00ef^iere gn oertl)eibigen, oerftedt er ftd; foOtel al\u00eb m\u00f6glid), entgie^t ftdh begl)atb and) gern bem Sluge feitteg S\u00dfflegerg. \u00a9g ift alfo Mneg\u00bbegg Unbanfbarfeit gegen alte auf feine \u00a9rgiehttng nnb Unterhaltung oetloanbte (Sorgfalt, \u00bbie d\u00f6infell meint, \u00bbeld)e il)n gu foid)ent Betragen oeranlaft, fonbern eingig nnb allein Untuft, einen beftimmten \u00a9tanb gn behaupten, (St\u00f6rrigkeit nnb Befd)r\u00e4n!tl)eit. \u00a9er gafan \u00bbirb nie eigentlich gal)m, \u00bbeit er feinen Pfleger Oon einem Slttberen nid)t nnterfdheiben lernt nnb in jebent 9Jtenfdf)en einen f^einb fteht, ben er f\u00fcrchten ntufj; er h\u00e4lt leinen feften \u00a9tanb, \u00bbeil er nicht f\u00e4hig ift, in einem ge\u00bbiffen Umgreife bie f\u00fcr it;n geeignetfie Oertlid)\u00efeit auggufinben, nnb er f\u00fcrstet beft\u00e4nbig \u00aeefal)ren, \u00bbeit er nicht Berftanb genug beftfct, ftd) gn helfen, \u00bbenn ihm \u00bbirllid) Unheil broht. \u201eSchwerlich \u00bbirb man eine SBitbart ftnbett\", fagt SBintelt mit rodent Sted)fe, \u201e\u00bbeiche fo leicht \u00bbie biefe au\u00eb ber Raffung gebracht \u00bberben tarnt nnb babttrch unf\u00e4hig \u00bbirb, einen \u00a9ntfd)luf) gu faffen. Ueberrafd)t bie uner\u00bbartete Slnfnnft eineg 9}tenfd)en ober ipunbeg ben gafan, fo fd)eint er augenbtidlid) gn oergeffen, bafj ihm bie Statur Fl\u00fcgel oertieh, um oermittelg berfelben feine Stettung gu oerfud)en; folglich bleibt er gelaffen auf ber \u00a9teile, \u00bbo er ift, unbe\u00bbeglid) ftfcen, br\u00fcdt ftd; nnb verbirgt ben \u00aeopf ober l\u00e4uft ohne 3\u00bbed in ber \u00aereug nnb Ottere herum. \u2014 Stidjtg ift feinem Seben gef\u00e4hrlicher atg bag 9ln\u00bbad)fen eine! in ber St\u00e4l)e feineg \u00a9tanbeg Oorbei ftiefjenben \u00a9e\u00bb\u00e2ffer\u00eb. Befinbet er ftd; am Stanbe beffelben, fo bleibt er ttnbe\u00bbegtid) flehen, fteht unOer\u00bbanbten Blideg gerabe in baffelbe hinein, big bag \u00a9efteber burd)n\u00e4jjt ift nnb baburd) feine \u00a9d)\u00bbere fo oermeI)rt \u00bbirb, bafj er ftch nicht gn heben oermag. Silg Opfer feiner \u00a9ummpeit geht er bann recht eigentlich gn \u00a9runbe.\" \u00a9in gafan, \u00bbelcben SBintell unter \u00e4hnlichen Umft\u00e4nben beobachtete, fud)te ftd; nicht nur nicht gn retten, fonbern \u00bbatcte immer tiefer in ben \u00a9trom hinein. St\u00ef\u00eb bie g\u00fcjje nid)t mehr gureidpten, unb er fd)on fortgetrieben \u00bbarb, er\u00bbartete er in filler \u00a9rgebung mit auggebreiteten kl\u00fcgeln fein \u00a9d;idfal. Bermittelg eineg abgefd)nittenen \u00a7ateng gog man il;n ang Sanb nnb entrij? ihn f\u00fcr biegmal ber \u00a9efahr. Stoch nnftnniger foil er ftch geberben, \u00bbenn il;m ein Staubthier, g. B. ein \u00a3unb, auf ber f\u00c7erfe ift. \u00a9ie befannte gabel oom \u00a9trauf; foil bei ihm gur 2\u00f6ahrl)eit \u00bberben: er foil unter foldpen Umft\u00e4nben ftcp geborgen meinen, \u00bbenn er ben ^opf im @eb\u00fcfd)e Oerftedt hat. \u201e\u00a9eine gurdf\", fagt St anmann, \u201etennt teine \u00a9rengen. \u00a9ine oorbeitaufenbe SDtang erfd;redt ihn heftig, fogar eine herantried;enbe \u00a9chnede fd)eud)t bie gafanenhenne augenblidlich oom Stefte, nnb beim \u00a9intritt einer- \u00bbirtlid)en \u00a9efahr bleibt fte \u00bbie tobt auf bemfetben liegen.\" \u00a9iefe Befchr\u00e4nttbeit tl)ut ber Bermehrung nnb Berbreitung biefeg \u00a9efl\u00fcgelg ben gr\u00f6\u00dften Slbbrud).\n\u00a9egen anbere feiner Slrt geigt ftch ber gafan teineg\u00bbegg tiebeng\u00bb\u00fcrbig. \u00a9r ift ungefedig unb nnoertr\u00e4glid). \u00e4^ei \u00a7\u00e4hne t\u00e4mpfen, fo\u00bbie fte gufantmenfommen, mit gr\u00f6\u00dfter \u00a9rbitterung, big bie gebent baoon fliegen unb Blut flie\u00dft; ja ber eine bringt ben anbern, \u00bbenn er bagu im \u00a9tanbe ift, ge\u00bbif) um. \u00a9eghalb barf man and; nie g\u00bbei ^\u00e4hne in einem nnb bemfelben Staunte gnfammenhalten, mu\u00a7 oielmehr ent\u00bbeber einen ober minbefteng brei gufammenfperren; benn im legieren gade ft\u00f6rt ber","page":460},{"file":"p0461.txt","language":"de","ocr_de":"2cben\u00bbweife ber (Sbe\u00effafanen.\n461\nbritte jeben Btoei\u00efam\u00fff unb tragt baburd) gunt allgemeinen ^rieben bet. Itm bie \u00a7enne bet\u00fcmmert fid^ ber ipa\u00efjtt nur W\u00e4p'enb ber ^3aarunglgeit, um bie jungen gar nic^t. Von ber 3uoorfommenheit \u00a3>abnel bemertt man bet iljm \u00a3Rid^t\u00ea. \u00a9r b\u00e9n\u00eet gar nicp baran, ftd) um feine Rennen gu fo'rgen, fonbern betrachtet fie einfad) ail SBefen, We\u00efd)el gur Vefrtebigung feiner ftnn\u00efidjen Triebe bienen. SBo\u00ef\u00efen fte ftd) nid)t gutm\u00fctig f\u00fcgen, fo mipanbelt er fie in abfdjeuticher SBeife, unb gar nicht fetten f\u00e4llt er ohne alte Urfadje \u00fcber eine lernte her unb qu\u00e4lt fte bil aufl Vtut.\n\u00a3)ie ^\u00dfaarunglluft, Wetdje \u00a9nbe Nt\u00e4rg fich regt, Oer\u00e4itbert aud) bal SBefen unferel Vogell. SB\u00e4p\u2019enb er fonft feljr fdjWeigfam ift unb ungeft\u00f6rt h\u00f6djftenl beim Slufb\u00e4umen ein laute\u00ab?, pljnerartig gadenbel \u201eMfuduf, fudutuf\" burd) ben SBalb ruft, Mp er jep, aber in gang abfdjeuticpr SBeife. 3'ener Nuf erinnert Wop an bal oo\u00cf\u00cfflingenbe \u201e^ideridip' unferel ^auHjaljnel, ift aber furg ttnb heifer, gteidhfam unootlft\u00e4nbig, erregt alfo gerabe, toeil ioir ipt mit bem ^rpen be\u00a7 \u00a7apeg \u00bber= gleichen, unfer \u00dcNiffaUen. 2)ie \u00c7afanepentten ben\u00efen anberl; benn fie taffen ftd) burdj biefen \u00a3on; ttnfug herbeiloden. Unb aud) ber jpapt muf ihn fet)r fd)\u00f6n finben, \u00efoeit er fich ftotg aufrid)tct, bal \u00a9pel ergebt unb W\u00e4p'enb bei Sautgebenl felbft nach SIrt unferel ^aulppel mit ben kl\u00fcgeln fd)l\u00e4gi SSft eine ^>enne in ber N\u00e4he, fo l\u00e4fjt er ftd) nad) bem kr\u00e4hen auch WoP prab, tp ben jpof gu machen, inbem er beibe fyl\u00fcgel breitet, ben ^atl eittgiep unb gu Voben br\u00fcdt, aud) Wop einige taug; artige \u00a9p\u00fcnge oerfucp, Weld)e ipt jeboch nie gelingen. \u00aeann fi\u00fcrgt er fich p\u00f6pid) Soie rafenb auf bie -Jpettne, unb Wenn biefetbe ftch nicht augenblidlid) feinen 2B\u00fcnfd)en f\u00fcgt, Mp unb pdt er fie, all felje er in ip nid)t bie erforene Vraut, fonbern einen Nebenbuhler, welchen er mit ben fcprfflen SBaffen gu bet\u00e4mpen hat. Nach ber Vegattung MI)t er Wieber, unb bann bret)t er ber lernte ben N\u00fcden gu. \u00a3)iefe SiebelWerbung pflegt in ben \u00dcNorgenftunben ftattgufinbeu ; hoch tommt el aud) oor, bafj ein \u00a7afanenhal)n gegen Slbettb nochmall balgt: el gefcpep \u00aeiel namentlich bann, Wenn er Wenig ^ernten um fich hat, fo g. S3. in ben Vperlprten, Wo man ben eingelnen \u00a3at)n t)\u00f6\u00f6hftenl mit brei bil oier Rennen gufammenfberrt, nid)t aber mit ihrer ad)t bil gW\u00f6lf, Wie el in beit gafa; nerien gu gefd)ehen pflegt.\n\u00a3)ie befruchtete \u00a3>ettne fud)t fich ein ftiUel ^3t\u00e4j3d)en unter bid)tem \u00a9eb\u00fcfd)e, hod) aufgefchoffencn ^fangen, beifpiellWeife alfo im \u00a9etreibe, in 33infen ober im SBiefengrafe, Mp fich Per eine feierte Vertiefung, fd)arrt in biefe etWal \u00a9enift aul ber n\u00e4d)fien Umgebung unb legt nutt ipe acht bil gW\u00f6lf \u00a9ier ab, i^egelm\u00e4pg in 3wifd)enr\u00e4umen oon oiergig bil aepmtboiergig \u00a9tunben. Nimmt man % bie \u00a9ier Weg, fo legt fte beren mep*, feiten jebod) \u00fcber fedjlgept ober aepgehn \u00a9t\u00fcd. 2)ie \u00a9ier ftnb tleiner unb runblicher all bie ber ^aulhenne unb einfach selblid)graugr\u00fcn oon $arbe. (Sofort, itad)bem bal tepe \u00a9i gelegt ift, beginnt fte gu br\u00fcten unb tl)ut SDiel mit einem beWuttberuitgl; W\u00fcrbigen \u00a9ifer. \u00a9ie ftp fo fefi, baf) fte ben gef\u00e4hrlichen $einb fehr nahe tommen l\u00e4fjt, beoor fie ftd) gum S\u00dfeggepn entfClieft; unb audh bann pflegt fie niep baoon gu fliegen, fonbern in ber Negel baoon gu laufen. SNuf fte bal Neft oerlaffen, fo bebedt fte el leicht mit ben Neftftoffen ober einigen,, SSt\u00e4ttern unb \u00a9ralptlmen, Welche fte herbeifCafft. Nach fiinfuttbgWangig = bil fed)lunbgWangig; t\u00e4giger Vebr\u00fctung fCI\u00fcpfen bie jungen aul. \u00a3)ie Sitte hubert fte, bil fte oo\u00fcft\u00e4nbig trodett geworben ftnb unb f\u00fchrt fte fobann oom Nefte weg unb gur Stefung. 33ei g\u00fcnftiger SBitterung erftarten bie tteinen, giemlid) behenben B\u00fcchlein innerhalb gW\u00f6lf \u00a3agen foWeit, baf fte ein Wenig flattern t\u00f6nnen, unb Wenn fte erft V\u00dfacpelgr\u00f6fe erreicht haben, b\u00e4umen fie abenbl mit ber Sitten reget; m\u00e4fjig. Sepere fucht fie gegen alle fpblpen \u00a9infl\u00fcffe m\u00f6glich gu fCpen, gibt ftch audh pet; halben einer etwaigen \u00a9efap: r\u00fcdftdhtllol preil, erlebt aber hoch nur fetten bie fpeube, fte alle grof? Werben gu feljen, Weil junge \u00c7afanen gu ben Weid)lidhften unb pnf\u00e4ttigften ^\u00fchnero\u00f6geln geh\u00f6ren. S3il fp\u00e4t in ben ^erbft h^ein halten fich bie 3>mtgen bei ber \u00dcNutter unb bilbett mit biefer ein \u00a9efperre; bann trennen ftd) guerft bie ^\u00e4hne unb gegen bal gr\u00fcpahr hin auch bie Rennen, Wetd)e nunmehr fortpflangunglf\u00e4hig geworben jtnb.\n3n SNittet; unb NorbbeutfCtanb \u00fcbert\u00e4p man bie Wenigften f^afanen ftch felbft, greift oielntcp' helfenb unb oft genu$ aud) t)inbernb inl Vrutgefcpift ein. Niit 33eginn bei griiping! Werben oon","page":461},{"file":"p0462.txt","language":"de","ocr_de":"462\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9djarrfe\u00f6gef. $afanen.\nben feerfi\u00e4nbigerett ^afanettm\u00e4rtern einige bon ben fo 51t jagen mitbtebenben ^afanen eingefangen unb in ben sur j$ud)t beftimmten S^tnger gefperrf, um \u00c7ier \u00a9ter su ergeugen; au\u00dferbetn I\u00e4\u00a7t man burd) abgerid)tete jpunbe bie im freien gelegten \u00a9ter sufammenfudjeu, unb menu man eine geniigenbe ' 3(nsat)I feon ihnen ^at, fe^t man, mom\u00f6gtid) an ein unb bemfelben \u00a3age, fo feiete \u00a9rutpennen sum \u00abBr\u00fcten an, at\u00a7 man eben beftfct. liefen atoar treuen, aber \u00e4u\u00dferft ungefdjidten Pflegem\u00fcttern feer; traut man fp\u00e4ter bie jungen \u00c7afanen an, l\u00e4\u00dft eine SJlaffe feon ihnen burd) fte sertreten unb reicht ben \u00ae\u00fcd)lein nod) au\u00dferbem fo ungeeignete Nahrung, ba\u00df e\u00a7 ben \u00a9adjfeerft\u00e4nbtgen P\u00dfuttber nimmt, tote nod) immer fo feiele oon iljnen gro\u00dfgejogen merben. @0 ge^t e\u00a3 geifei\u00df nic^t in allen f^afanerien, aber bod) in fe^r feieten, unb bie gafanento\u00e4rter, welche s\u00ab bem unpaffenben gutter auch nod) bie Qu\u00e4lerei mit bem \u00abft\u00e4udjern f\u00fcgen, ftnb feine\u00eameg\u00ea fd)on abgeftorben.\n\u00a7\u00fcr ben \u00a9adjfeerft\u00e4nbigen'bietet bie Slufsudjt ber ftafanen laum \u00a9djmierigfeiten. \u00a9ie erforbert a\u00ef\u00eferbing\u00ea Slufmerffamfeit unb eine forgf\u00e4ltige P\u00dfaht ber ^rung\u00eaftoffe, je nach bem per ber \u00ae\u00fcdjtein, nid^t aber fo au\u00dferorbenttidje Porfehrungen unb namentlid) fo tounberbare guttermifd)ungen, mie einseine 3\u00fcdjter glanben machen molten.\n(Schmerlid) gibt e3 ein anbereS \u00a3\u00fc(jn, metdje\u00ea fo feieren \u00a9efahren auSgefefct ift Joie ber gafatt. @r unterliegt meit e^er at\u00ea alle Permanbten flimatifdjen \u00a9infl\u00fcffen unb mirb ungleich h\u00e4ufiger al\u00ea jene feorn S\u00eeaubseug aller Slrt gefangen, \u00a9ein \u00e4rgfter $einb ift ber $ud)3, meldjer fepr halb merit, mit mb f\u00fcr einem einf\u00e4ltigen \u00a9efdj\u00f6pfe er e\u00a7 su t^un Ijat unb bann beffen ^agb ebenfo regelrecht betreibt mie ber 9Renf<h, aber nod) beffer als biefer jebe \u00a9elegen^eit mahrnimmt, ba\u00a7 mohlfdjmedenbe 2Bilb su berufen. SDie jungen gafanen merben feon \u00dcRarbern unb \u00aeahen meggenomrnen, bie \u00a9ier im \u00abftefte feon Sgetn unb hatten gefreffen. Pon ben gefieberten R\u00e4ubern treibt e3 s^ar e*n^Sev fo arg mie ber gudj\u00ea; aber Habicht unb \u00a9herber, P\u00dfeih unb Milane thun auch ba\u00ea Shrige, unb felbft ber t\u00e4ppifche SSuffarb ober ber Stabe, bie kr\u00e4hen, \u00a9Iftern unb $e\u00c7cr nehmen mandje\u00ea B\u00fcchlein \u00bbeg, \u00fcberm\u00e4ltigen mand)en Sitten. \u00a90 erfl\u00e4rt e3 ftd), ba\u00df bie ftafanensudjt nirgenbS g\u00fcnftige \u00a9rgebniffe liefert unb ba\u00df namentlich in \u00abftorbbeutfdjlanb jeber einseine gafanenbraten bem SBeftfeer be\u00ea \u00a9ehege3v brei= bi\u00ea feiermal mehr foftet, al3 er merth ift.\n\u00ab813 sum Sahre 1848 mar e3 in manchen S\u00e4ubern nur nach erfolgter (Genehmigung be\u00ea SanbeS* herrn geftattet, ^afanerien ansutegen; benn ber f\u00c7afatt geh\u00f6rte sui\u2019 h\u00b0^en 2>agb unb burfte be\u00eahalb auch nur feon feornehmen Seuten erlegt merben. \u00a9eine Sagb gem\u00e4hrte biefen ein gans abfonberticfb Vergn\u00fcgen, feielleicht auch be\u00eahalb mit, meil fie leichter ift al\u00ea irgeub eine anbere. ^ebermann, welcher einigerma\u00dfen fein \u00a9emeljr su hanbt)aben feerftel)t, \u00efann fte betreiben; ein S\u00e4ger ift nicht feon \u00abR\u00f6then, \u00a9benfo leicht mirb ber einf\u00e4ltige Poget in fallen aller Slrt ber\u00fcdt. \u00a9eine bumme \u00a9org= lojtgfeit geht fomeit, ba\u00df man na<ht2, menn er geb\u00e4umt hat, ihn buchft\u00e4blid) mit einem \u00a3afen feom \u00abBaume herabhoten fann. \u00a9in foldje\u00ea S\u00dfitb macht feinem m\u00e4hren S\u00e4ger $reube, unb be\u00eapa\u00efb mirb aud) ber $afan ober irgenb ein anbever feiner n\u00e4chften Permanbten faunt noch eine 3ulunf* ha^en: bie Seit, in meldjer man \u00a9aufenbe au\u00eagab, um allj\u00e4hrlich einige biefer 3S\u00f6gel fd)ie\u00dfen su f\u00f6unen, ift bereite feor\u00fcber.\n\u00a9ufeier hat suerft bie Meinung abgebrochen, ba\u00df ber ho^ber\u00fchmte SE\u00dfunberfeoget Ph\u00f6nir mohl ber \u00a9olbfafan fein m\u00f6ge. 5ln\u00a7 ben \u00a9^itberungen, metd^e bie Sitten ub hmtertaffen haben, l\u00e4\u00dft ftd) \u00a3)ie\u00ea nun smar nicht mit Sicherheit herabtefen; mohl aber paffen \u00e4ltere \u00efateinifdje \u00a9ebi\u00e7hte, metd)e feon bem Ph\u00f6nir haubein, fo genau auf ben \u00a9olbfafan, ba\u00df menigften\u00eb il)re Perfaffer feinen anberen Pogel im Singe gehabt haben f\u00f6nnen.\n\u00aeer \u00a9olbfafan seichnet ftd) burdj feinen fd)\u00f6nen ^al\u00eafragen fo mefentlich feor a\u00fcen \u00fcbrigen Permanbten ab, ba\u00df er mit 9ted)t jum Pertreter einer befonbern \u00a9ippe erhoben.fem'^tt ift. Steuer^","page":462},{"file":"p0463.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9o\u00efbf afctn.\n463\n\u00a9er \u00a9o\u00efbfafan (Thaumalea picta). 1/4 ber nat. \u00a9rijjje.\nbing\u00ea Ijat matt ttodj eine guette \u00c7ier\u00c7er geh\u00f6rige 2lrt entbedft. \u00a3)ie \u00c6ragenfafanett, tote toil* fte nennen too\u00ef\u00efen (Thaumalea), fenngetd;nen ftdj burd^ toer\u00ff<mfjmSgig geringe \u00a9r\u00f6\u00a7e, fcf;\u00efanfett SeiBe\u00eaBau, Bufd}ige ^opf^auBe unb fe\u00efjr langen @cf)toang. SDer erto\u00e4^nte fragen befielt au\u00a7 Gebern, toe\u00efdje tnt \u00dcRacBen tourjeln, nae\u00ef) nom Breiter toerben nnb nom $a\u00effe aBftc\u00efjen. SDafj biefe\u00ea \u00a9djntucfgeiclfett nur bent 50\u00ee\u00e2nncf>en 51t; Bommt, Brauet Baum erm\u00e4hnt \u00a7u toerben.\n\u201e\u00a3rofcbem, ba\u00a7 ber \u00a9o\u00efbfafan feit langer $eit in \u00a9uropa BeBannt ifi\", fagt mein greunb 33 0 btnn\u00ea mit nollcm 9\u00eeed)te, \u201etoirb er non jeb ent 33ef$auer mit immer gleichem \u00a9nt^\u00fccBen BeoBad); tet. \u00aeie \u00dcJtad)t ber @etoolmI)eit Bonnte bie $reube an bent prad)tnoIlen $arBengtan$c feine\u00ea \u00a9efte; ber\u00ea nid^t aBfhimpfen, nnb ioer i^tt gunt erften SJla\u00efe fielet, Bann fid) Baum non betn \u00efjerr\u00efidjen S\u00efnB\u00eficfe lo\u00eamadjen.\" $n ber \u00a3ljat, ber \u00a9o\u00efbfafan barf ein $rad)tnogc\u00ef genannt toerben; benn feilte ^\u00e4rBung ift eBenfo fdj\u00f6n, toie feine \u00a9eftalt an= fprec\u00efienb. \u00a9in reifer, au\u00ea \u00efjod) = ober golbgelben,","page":463},{"file":"p0464.txt","language":"de","ocr_de":"464\n\u00a9te S\u00e4ufer. \u00a9djartb\u00f4ge\u00ef. $afanen.\netmaS gerfdj\u00efiffenen Gebern befiehettber\u00a9ufd) bedt ben $opf beS SDt\u00e4undjenS uub \u00fcberfdjattet ben fragen, beffen eingetne Gebern ber \u00a3auptfad)e nad) orangeurot\u00ef) gef\u00e4rbt, aber tieffarnrntfdjmarg gef\u00e4umt ftnb, fobaf eine 3\u00eeet^e g\u00efeich\u00efaufettber bunf\u00efer (Streifen entfielt; bie bon bem fragen groftentljeUS bebedten Gebern beS Oberr\u00fcdenS ftnb go\u00efbgr\u00fcn nnb fd)ibarg gef\u00e4umt, atfo fdjuppig, bie beS Unterr\u00fcdenS unb ber Oberfchmattgbedfebern hod)getb, bie beS @eftd>teS, beS \u00aeinnS nnb ber \u00a3a\u00efSfeiten meifge\u00efb\u00efidjmeif, Unterha\u00efS nnb Unterleib hodjfaffranrotlj, bie Oedfebent ber $t\u00fcge\u00ef faftanienbrauurofh, bie \u00a9d>miugen rothgraubraun, roftroth gef\u00e4umt, bie \u00a9djutterfebern bunfe\u00efb\u00efau, Iid;ter ger\u00e4ubert, bie \u00a9chmang; febern auf br\u00e4unlichem \u00a9runbe fc^it>ar\u00a7 marmorirt ober neuartig gegeidjnet nnb bie oerl\u00e4ngerten fdjmaten Oberfchmangbedfebern bunfetrotfj. OaS duge ift go\u00efbge\u00efb, ber \u00a9d\u00e9cibel meifgelb, ber gujj br\u00e2un\u00efid). Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 32, bie \u00a9reite 25, bie $ittigl\u00e4nge 8, bie \u00a9chmangl\u00e4nge 22 3oI\u00cf.\n\u00a9eim \u00a9kibdjen bitbet ein tr\u00fcbeS Roftroth, metdjeS auf ber Unterfeite in fftoftgraugelb \u00fcberge\u00efjt, bie \u00a9runbfarbe; bre Gebern beS OberfopfeS, $atfeS nnb ber \u00a9eiten ftnb br\u00e4unlid^gelb unb fd>marg, bie \u00a3>berarm= unb mittleren \u00a9teuerfebern \u00e2\u00efjn\u00efich, aber breiter geb\u00e4nbert, bie feit\u00efid^en \u00a9\u00ffmangfebcnt auf braunem \u00a9runbe getbgrau gem\u00e4ffert, Oberr\u00fcden uub \u00a9ruftmitte einfarbig. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt megen beS furgen \u00a9d\u00e9ranges nur 24 Bott,\nDteuerbingS mirb in ben \u00a3h*er\u00f6\u00e4rten etne <S^ieIart beS \u00a9olbfafanS gcg\u00fcdjtet, metd)e ftdj burch bunf\u00efere F\u00e4rbung in atten Leibern unb S\u00eftterSftufen unb auf erbeut baburd) auSgeid)net, baf bie \u00a9chmangfebern beS \u00a9KinnchenS bebeutenb turner ftnb. \u00a9ie hat man unter bem kanten Thaumalea obscura unterfd^ieben.\nOer einzige \u00a9ippenbermanbte, me\u00eftheu man bis jet^t fennen ternte, m\u00fcrbe gu \u00a9hren einev eng\u00efifdjett Oame, metcfe ihn guerft nach \u00a9uropa brad\u00e9e, Thaumalea Amherstiae benannt unb mag bei unS \u00a9chmudfafan heilen, \u00a9r gibt feinem \u00a9etter an \u00a9c^\u00f6nheit SRicht\u00ea nad). Oer geberbufd) ift auf ber \u00a9tirn fd)h>arg, im \u00fcbrigen aber roth; ber jpa\u00efsfragen befielt aus fttberfarbenen, bunf\u00efer gef\u00e4umten Gebern, baS \u00a9efieber beS \u00a3a\u00effeS, Oberr\u00fcdenS unb ber Oberft\u00fcgetbedfebern ift hettgotbgr\u00fcn, megen ber bunfteu \u00a9orberf\u00e4ume ebenfalls fdjuppig, bas beS Unterr\u00fcdenS go\u00efbge\u00efb, bunfe\u00ef fdjattirtj bie Oberfchmangbedfebern geigen auf bta^r\u00f6t^Hd^em \u00a9rttnbe fdjmarge \u00a9\u00e4nber unb Rieden, bie ber Unterfeite finb reinmeif, bie \u00a9dringen br\u00e4untichgrau, auf en tid^ter gef\u00e4umt, bie mittleren \u00a9teuer= febern meifgrau get\u00fcpfelt, fd)marg quergeb\u00e4nbert unb getb gef\u00e4umt, bie \u00fcbrigen mef)r m\u00e4ufegrau, bie feitlidjen\u2019Oberfdjmangbedfebern, mie bei bem \u00a9otbfafan tangettf\u00f6rmig verl\u00e4ngert unb bovattenroth gef\u00e4rbt. OaS 3tuge ift go\u00efbge\u00efb, baS nadte SSaugenfe\u00efb b\u00ef\u00e2u\u00efich, ber \u00a9chnabet fy&t, ber $uf bunbe\u00efge\u00efb.\n\u00a9\u00fcbsStaurien unb ber Often ber Mongolei bis gegen ben 3\u00efmur hin, fomie 9Jiitte\u00efd)ina unb te befonbere bie ^rooingen fattfu unb \u00a9etfdj\u00fcn ftnb bie feint\u00e2t beS \u00a9o\u00efbfafanS; baS \u00a9ater\u00efanb beS \u00a9djmudfafanS ift nocf unbebannt. \u00a9ampbe\u00ef\u00ef er^ie\u00eft bie erften \u00a9djmudfafanen bon bem \u00ae\u00f4nig bon 2\u00efoa unb fdjenfte fte ber \u00a9r\u00e4fin S\u00efmljerf\u00ef, me\u00efd;e fte \u00efebenb nach \u00a9ropritannien brachte; auf erbeut ftnb moht einige \u00a9\u00e4tge, aber fein tebenber \u00a9oget biefer Slrt mieber nad) \u00a9uropa getaugt, unb ebenfo; menig ift ein frei\u00efebenber \u00a9d)mudfafan bon einem Shtnbigen beobachtet morben. SDtan hat anges ttommen, baf SDtittelchina fein \u00a9ater\u00efanb fein m\u00fcffe: eine briefliche ODtittheitung aber, me\u00efd)e id) auS \u00a9cagafafi erhalten habe, beftimmt mich, gu g\u00efaubett, baf nicht \u00a9hina, fonbern Bapan baS \u00a9ater\u00efanb fein m\u00f6ge. 9J>ein \u00a9eridf)terftatter, metcfer mir eine treue SIbbUbuttg beS \u00a9oge\u00efS gugefenbet, berfthert mich menigftenS, baf biefer $afan, metdjer ihm mehrmals bor bie 5\u00efugen gefommen fei, bon Sapan aus gem\u00f6hnlid) nad) \u00a9hina bevfauft merbe.\nSind) \u00fcber baS ^rei\u00efeben beS \u00a9olbfafanS tiegt feine ausf\u00fchrliche ajtitt\u00ef)ei\u00efung bor; mir fentten ihn nur a\u00efs \u00a9efangenen. \u00a9benfo fet)\u00eft ttnS/ \u00fcber bie Beit feiner \u00a9inf\u00fchruttg in \u00a9uropa jebe $unbe; nicht einmal bie \u00a9age hat einige \u00a9er\u00ef\u00e2f\u00efid)feit f\u00fcr ftd). 90tan nimmt an, baf biefe \u00a9ins biirgerung im funfgehnten ^a^rhunbert gefdjehen fei, meit bie fr\u00fcheren \u00a9d)rift)tet(er beS fo auf; fatfenben \u00a9efdEj\u00f6pfeS noch nid)t erm\u00e4hnen.","page":464},{"file":"p0465.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9olbfafan.\n465\nbon bem SSetrageit be! gefangenen \u00a9olbfafan! barf man fdplie\u00a7en, bafj er in ber fyret^eit tnt toefentlidpen biefe\u00efbe Seben!toeife f\u00fchren \u00ef\u00fctrb ioie anbere feiner berioanbtfdpaft. \u00a9eine Vorliebe f\u00fcr bid^te \u00a9eb\u00fcfdpe, \u00c7o\u00a7e\u00ea \u00aera! ober \u00fcberhaupt fdp\u00fchenbe ^Sf\u00efanjen l\u00e4fjt oermuthen, 'ba\u00a7 er f\u00eedp \u00e4hnlidpe Orte ioie ber gemeine gafan gu feinem Aufenthalte erto\u00e4^It unb hier ein giemlidp oerfteette! Sehen f\u00fchrt. Unreif eihaft aber geigt er f\u00eedp getoanbter, behenber unb benimmt ftdp tl\u00fcger unb oer; ft\u00e4nbiger al! ber t\u00f6lpelhafte \u00a9belfafan; benn alle biefe \u00a9igenfdpaften betunbet er in ber \u00a9efangen; fdpaft. 3<h m\u00f6chte ihn f\u00fcr ben behenbeften unb tl\u00fcgfien unter f\u00e4rnrntlicpen ^afanen ertl\u00e4ren. \u00a9eine betoegungen ftnb hodpft anmuthig. Oer Sauf geidpnet ftdp burep fdpnelle unb pl\u00f6htidpe SSenbungen cut!. \u00a9r ift im \u00a9taube, \u00a9\u00e4fje air\u00eaguf\u00fcpren, Welche toegen ihrer Seidptigfeit unb giertidpleit Wahrhaft \u00fcberrafdpen ; er ioei\u00a7 ftdh burdp bie bidpteften bergioeigungen mit einer bepenbigteit hinburdpgutoinben, t\u00fcetdpe in \u00a9rftaunen fe|t; er erhebt ftdh fttegenb audp mit oiel gr\u00f6\u00dferer Seidptigteit al! anbere $afanen. Oie \u00a9timme, toeldpe man \u00fcbrigen! feiten oernimmt, ift ein fonberbare! 3if<hem\nbon .fpodpgeiftigfeit barf man audh beim \u00a9olbfafan nicht reben; in!befonbere fdpeint bie in feiner Familie \u00fcbliche Aengftlidpfeit ihm in pohem \u00a9reibe eigen gu fein. hSopl aber bann man behaupten, bafg er ftdh eher al! anbere in oer\u00e4nberte 33erhctltniffe f\u00fcgt unb ftdh leichter al! biefe gahmen jl\u00e4fjt. 3ung Aufgegogene geto\u00f6pnen ftdh halb an ihren Pfleger unb unterfcheiben ihn, ioa! anbere gafanen nicht tpun, mit untr\u00fcglicher \u00a9idherheit oon fremben Seuten. Alle biefe borg\u00fcge be! \u00a9olbfafan! inerben Oem, ber ftdh mit ihm genauer befdp\u00e4ftigt, fehr halb Har; gleidpioopl ift er bei toeitem nicht Oa!, ioa! er fein f\u00f6nnte. \u00a9! fdpeint- faft, al! ob bie Siebhaber ftdh einbilben, bafj feine 3udpt unb pflege befonbere \u00a9dptoierigteiten pabe, to\u00e4prenb Oie! bodh burdhau! nidht ber $att tft. Aber e! hat ftdh eine falfche Anftdpt \u00fcber ben \u00a9olbfafan nun einmal geltenb gemacht unb f\u00f6rmlich eingeb\u00fcrgert. \u201e3n bem giemlich allgemein oerbreiteten \u00a9tauben\", fagt bobinu!, \u201eba\u00a7 unfer b^adptoogel, au! bem ioarmen Afien ftammenb, burdhau! nicht bie \u00a9inft\u00fcffe ber SBitterung unter unfernt beutfdhen Rimmel ertragen t\u00f6nne, fperren biete benfelben ein, io\u00e4plen f\u00fcr fein Unter? tommen eine bepaufung au!, ioelcpe ben \u00a9traplen ber \u00a9onne nt\u00f6glichft au!gefeht ift, oermeiben angftlidp jebe A\u00e4ffe, fudhen ben btangel ber \u00a9onnenio\u00e4rme Wom\u00f6glich burdh einen heilen Ofen gu erfe^en unb reidhen, um pinreidpenbe Kraft unb K\u00f6rperf\u00fclle gu ergielen, oiel unb fdptoere! K\u00f6rners futter. beioegung hat ber arme SSoget blo! in geringem SAa^e; benn ein gr\u00f6\u00dferer 9taum ift nur mit oermeprtem Koftenaufioanbe abgufperren unb in einent Heineren ioirb e! eben m\u00f6glich, bie \u00a9traplen ber \u00a9onne recht fr\u00e4ftig auf benfelben fallen gu taffen, beobachtet man ben \u00a9olbfafan jebodp genauer, fo ioirb man halb ftnben, ba\u00a7 eine foldhe bepanblung ihm geioiff nicht gufagen tarnt, ba\u00a7 ber troefene, oon ber \u00a9onne au!geb\u00f6rrte, het\u00a7e \u00a9anb, mit ioelcpem man feinen gtmttger f\u00fcllt, burdhau! leinen geeigneten hoben f\u00fcr ihn abgibt. . . \u00a9! ift alfo ootlfommen oertehrt, ioentt man meint, ber bogel t\u00f6nne nur gefunb bleiben, ioemt er recht loarm ft\u00a3t unb Wom\u00f6glich ben gr\u00f6\u00dften srheir be! Tage! oon ben \u00a9trahlen ber \u00a9onne getroffen ioirb; e! ift erft recht Oertehrt, ioemt man meint, unter foldhen berp\u00e4ltniffen benfelben mit bem tr\u00e4ftigften unb pihigften K\u00f6rnerfutter pflegen gu m\u00fcffen. 3m allgemeinen liebt ber \u00a9olbfafan eine gem\u00e4\u00dfigte Temperatur, er leibet fotoopl bei gu gro\u00dfer ioie bei gu gro\u00dfer K\u00e4lte, unb ift nach meiner \u00a9rfahrung bie erftere ioegen heran; laffung unau!bleiblidher Krantheiten noch mehr gu f\u00fcrchten al! ledere.\" \u00a9eio\u00e4prt man unferm bogel einen oerp\u00e4ltnifgm\u00e4ig gro\u00dfen, tpeitioeife mit 9\u00eeafen belegten unb ebenfo mit bidhtem \u00a9eb\u00fcfdhe bepflangten 9taum, unb reicht man ihm ein paffenbe!, b. p. nt\u00f6glicpft gemifepte!, ebenfoioopt au! tpierifchen al! pflanglidhen \u00a9toffen beftepenbe! gutter, fo toirb man ihn ebenfoleidht erhalten unb gur $ortpflangung bringen tonnen ioie jebett anbern ftafan. Oabei hat man feftguhalten, ba\u00a7 er ftdh im \u00c7r\u00fcplinge unb \u00a9ommer oorgug\u00fcoeife Oon gr\u00fcnen bflangenftoffen unb Kerbtieren, im S\u00dfinter aber hauptf\u00e4dhlidh oon K\u00f6rnern ern\u00e4hrt. Oa! \u00a9r\u00fcngeug tann feingefdhnittener Kohl, \u00aera!, \u00a9etreibefaat, \u00a9alat unb SBafferlinfen fein; bie Kerbtiere tann man burdh f\u00fcfjen, au!gepre\u00a7ten Ouart ober frifdhen K\u00e4fe, feingehaette!, mit aufgetoeichtem S\u00dfeifbrob oermifepte!, rope! $leifdp erfefeen. Oa! K\u00f6rnerfutter mu\u00a3 fooiel al! m\u00f6glich gemifdpt toerben. beeren unb Obft ber oerfdpiebenften Art ftnb fepr gu empfehlen.\nSBre\u00c7m, SE^ierleOen. IV.\t30","page":465},{"file":"p0466.txt","language":"de","ocr_de":"466\nSDte S\u00e4ufer. \u00a9djcttroSgel. \u00c7afanen.\nSer \u00a9olbfafan tritt \u00a9nbe 2Iprilg auf bie 23algc. Um biefe Beit l\u00e4\u00dft er \u00f6fter a\u00efg fon\u00df feine gifdpenbe Sodf\u00dfimme oernepmen, geigt \u00dfdp betoeglidper a\u00efg je, and) p\u00f6cpft fampfluftig unb gefallt fiep in anmutigen Stellungen, inbem er ben \u00dfopf nieberbeugt, ben fragen pocp auffdp\u00bbedt, bie ftlugel breitet, bag Spiel ergebt unb S\u00dfenbungen unb Srepungen ader 2\u00efrt mit gro\u00dfer Bierlic^teit augf\u00fcprt. S8id er bie \u00a3enne perbeirufen ober feine Siebeggef\u00fcp\u00efe nodp anberioeitig funbgeben, fo la\u00dft er et\u00bba brei; big oiermal nadpeinanber einen furg abgebrochenen Stuf ert\u00f6nen, \u00bbeich\u00ab entfernte 2lepnlid)feit mit bem \u00a9er\u00e4ufdpe beg 2\u00dfebeng einer Senf enf linge hat unb mit feiner anberen 23ogel\u00dfimme Oer; \u00bbedpfelt, aber audp nicht genauer befd^rieben \u00bberben fann. Sa, \u00bbo \u00dfdp bie \u00a3enne frei belegen fann, beginnt fie Anfang! \u00fcftai gu legen, inbem fte ftdp ein \u00bbopl oer\u00dfedteg pi\u00e4fcdpen augfudpt unb hier ncrch anberer gafanen 2Irt ein lieberlidpeg \u00abReft gufammenfdparrt. Sie adpt big gto\u00f6lf \u00a9ter \u00dfnb fehr fleht unb giemlich gleichm\u00e4\u00dfig pedro\u00dffarben ober gelbrotp. 3n einem Heineren \u00a9e^ege br\u00fctet bie $enne feiten, b. p. nur bann, toenn fte \u00dfdp g\u00e4ngig unbeobachtet glaubt; man l\u00e4\u00dft begpalb ihre \u00a9ier oon paffenben \u00a3augpennen augbr\u00fcten unb \u00bb\u00e4plt hiergu am lieb\u00dfen bie g\u00bbergpaften 23antamg. d\u00eeacp einer 23ebr\u00fctung oon brei = ober oierunbg\u00bbangig Sagen entfdpl\u00fcpfen bie \u00e4u\u00dferft nieblichen \u00ae\u00fccplein. Sie oerlangen in ben erften Sagen ipreg Sebeng, \u00bbie ade ftafanen, gro\u00dfe Sorgfalt, namentlich trodne S\u00df\u00e4rme, f\u00f6nnen aber bei g\u00fcn\u00dfiger Witterung bereite nach g\u00bbei big brei Sagen ing $reie gebraut \u00bberben. \u00abRieht immer folgen fte ihrer Pflegemutter, geigen oieimehr oft bie gr\u00f6\u00dfte Sufi, ipo gu entrinnen; bodp gen\u00fcgt gu\u00bbeilen fdpon ein halber Sag, um \u00dfe an bie Pflegerin gu ge\u00bb\u00f6pnen. SRadh Ablauf ber erften oiergehn Sage beginnen \u00dfe gu b\u00e4umen, unb \u00bbenn \u00dfe bie \u00a9r\u00f6\u00dfe einer S\u00f6adptel erreicht haben, fragen \u00dfe fehl* \u00bbenig mehr nach ber Pflegemutter, diaep ettoa oier 2\u00dfodpen beanfprudpen \u00dfe feine befonbere P\u00dfege \u00bbetter, fonbern f\u00f6nnen gang \u00bbie alte fyafanen gehalten \u00bberben.\n2Ran hat \u00bbieberholt Oerfudht, bem \u00a9olbfafane gr\u00f6\u00dfere Freiheit gu geben, b. p. ipn \u00efeine 23er\u00bbanbten in freien ^afanerien gu halten, big jept feboch noch nicht bie g\u00fcnfiigen \u00a9rfolge ergielt, \u00bbeiche man er\u00bbartete, \u00bbaprfcpeinlicp aber audh bie Sache noch nicht mit bem n\u00f6tigen \u00a9ifer unb ent; fpreepenber Slugbepnung betrieben. Ob bag \u00dflima \u00abftorbbeutfdplanbg \u00bbirflidh gu rauh ift/ ^ man angenommen, mag bahingeftedt bleiben; fepr t\u00fcchtige B\u00fccpter, \u00bbie g. 23. 23obinug, beg\u00bbeifeln bie Wahrheit jener 23epauptung. 3n S\u00fcbbeut\u00dfhtanb unb nodh mehr in S\u00fcbeuropa \u00bb\u00fcrbe, meiner Sln\u00dfdht nach, ber \u00a9olbfafan im freien ge\u00bbi\u00df ebenfegut fortfommen, \u00bbie feber anbere. 2Iucp bei ung gu Sanbe f\u00f6nnte man ihn, \u00bbenn man fonft \u00bbodte, auf bem ^iipnerpofe halten; beim biejenigen, \u00bbeiche \u00bbir in ben Spierg\u00e4rten p\u00dfegen, leben japraug jahrein in einem dtaume, \u00bbeldher nid^t einmal froftfrei i\u00df, unb geigen \u00dfch burdpaug nidf>t emp\u00dfnblidp gegen \u00a9in\u00bbirfungen ber \u00ae\u00e4lte.\nB\u00bbei ber fonberbar\u00dfen ader gafanen \u00dfnb neuerbingg in einer Sippe oereinigt \u00bborben, \u00bbeldher man ben dtamen Oprfafanen (Grossoptilon) gegeben hat, \u00bbeil \u00dfdp bie feitlichen \u00dfopffebern Oer; l\u00e4ngern unb, \u00fcber bie anberen \u00dfdp erpebenb, g\u00bbei 23\u00fcfdpel bilben, \u00bbeld^e einigerma\u00dfen an bie $eber= opren ber \u00a9ulen erinnern. 3m \u00fcbrigen unterfepeiben ftd) bie betre\u00dfenben 23\u00f6gel nodp burdp fepr fr\u00e4ftigen 23au unb oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig furgen Sdp\u00bbang, beffen mittlere gebera gerfdpliffen \u00dfnb unb \u00fcber bie anberen perabp\u00e4ngen.\nPalla\u00ea pat bie \u00bbiffenfcpaftlicpe SBelt guer\u00df mit einer 2lrt biefer Sippe, \u00bbelcpe \u00a9pina betoopnt, befannt gemadpt, fpobgfon neuerbingg eine g\u00bbeite im \u00f6\u00dflupen Sibet peimifepe befeprieben. Sie er\u00dfere, \u00bbeldpe \u00bbir Oprfafan nennen \u00bb\u00f6den (Crossoptilon auritum), tr\u00e4gt ein b\u00fc\u00dferfarbigeg \u00dfteib. Sie \u00dfeple, \u00a9urgel, ein fcpmaleg 23anb, \u00bbeldpeg \u00dfdp oonpieraug feitlidp am \u00dfopfe pinaufgiept unb gu Dprb\u00fcfcpeln oerl\u00e4ngert, \u00dfnb \u00bbei\u00df, bie et\u00bbag ge\u00dfr\u00e4ubten \u00dfopffebern, bie beg \u00a3interpalfeg, Ober;","page":466},{"file":"p0467.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9olbfafan. Dfrfafan.\n467\nr\u00fccfen\u00ea unb bic SBrufi fd^tcarg, bie \u00e4ftantelfebern lidftbr\u00e4unlicfgrau, bie 33\u00fcrgelfebern gilbticfmeiff, bie ber Unterfeite lidjtgraugelb, bie \u00a9dringen unb \u00a9teuerfebern gelbgrau, auf ber Slufcenfafne bunfel gef\u00e4umt, bic mittleren \u00fcberf\u00e4ngcnben, Voie bie fft\u00fc\u00fcenbecffebern be\u00ea \u00a9\u00dcberreifere gerfefliffen unb graufefmarg.\n2)a3 SBeibcfen unterfefeibet fief buref etVoa\u00ea geringe \u00aer\u00f6\u00a3e unb minber entmiefette \u00a9cfmucfc: febern hon bem \u00dcJl\u00e4nncfen.\nUeber ba\u00ea ^reileben be\u00ea Dfrfafan\u00ea Voiffen mir menig. S\u00e4merei) erfielt ein \u00a9t\u00fc\u00fc be\u00ea fe\u00eftenen SSoge\u00ef\u00ea in feting unb hernafm, baff er im \u00fctorben biefer \u00a9tabt auf \u00a9ebirgen gefunben merbe. 3)er SDiiffion\u00e4r \u00a3)ahib fanb ifn fier mirflief auf unb gmar in einem n\u00f6rblicfen \u00a3fale eine\u00ea fefr fofen\n25 er O^rfafan (Crossoptilon auritum). % ber nat. \u00a9r\u00f6fje.\n\u00a9ebirge\u00ea, melcfe\u00ea ungef\u00e4fr funfgefn Seiten \u00f6ftlicf hon feting liegt. \u00dcnfer \u00a9enbbote erfufr, bafj er bei ben \u00a9finefen ben \u00fcftamen\tober \u201e\u00a9fo^ff\" f\u00fcfrt. \u00a9tnige \u00a9tiiefe, meldfe gefangen\nunb in einen \u00a9ebauer gebraeft m\u00fcrben, geigten fi<f fanft unb gutfunlicf, liefen auef oft if re fefr mecffelreicfe, ber be\u00ea fpufne\u00ea \u00e4fnlicfe \u00a9timme oemefmen. 3nt h\u00f6rigen $afre gelangten mefrere \u00a9t\u00fcde in ben SIfflimatifation\u00eagarten gu $Pari\u00ea. \u00a3>ier fabe id) fie gefefen, nieft aber auef beobaeften \u00efonnen, meil ifre \u00a9efeu unb ifr gro\u00dfer SBertf e\u00ea n\u00f6tfig gemaeft faite, fie in einem abgelegenen, mit bieftem 33ufcfmerl befflangten \u00a9efege untergubringen, in melcfern fie fief ben S\u00fcden be\u00ea Sefcfauer\u00ea gu entgiefen mu\u00dften. $\u00a3>er S\u00dforftanb be\u00ea gebauten \u00a9arten\u00ea tf eilte mir mit, bafj fie fief in if rem SBefen laum hon anberen $afanen unterfefeiben.\n* *\n*\n30*","page":467},{"file":"p0468.txt","language":"de","ocr_de":"468\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9djatt'b\u00f6gel. gafanen.\n\u00a3)er bon alterner bekannte S\u00dffau, Weldjer Wohl mit Nedjt al! ein SerWanbter ber gafanen angefe\u00efjen wirb, ift neuerbing! gum Vertreter einer Unterfamilie erhoben Worben; man hat aber geglaubt, in berfelben Nbtljeilung audj anbere gafaneno\u00f6get, treibe fth fetjr Wefenttih oon ihm unb allen \u00fcbrigen uni befannt geworbenen Slrten unterfReiben, bereinigen gu l\u00f6nnen unb fo eine \u00a9ruppe gebilbet, gu beren ^emtgeidmung man Weiter Nidjt! angeben lann, all ba\u00a7 bal \u00a9efieb'er Slugenftede geigt. 3h glaube nicht, ba\u00a7 bie SerWanbtfhaft ber fo bereinigten S\u00f6gel eine nat\u00fcrliche genannt Werben tarnt, ^abte el im \u00a9egentheil f\u00fcr richtiger, bie Slrgulfafanen unb \u00a9piegel; Pfauen bon ben Pfauen gutrennen. \u00a9rftere felje ich hauptfad;licf; belhalb all SerWanbte an, Weil bei ihnen bie OberarmfhWingen in auffatlenber SSeife berl\u00e4ngert finb.\n3nt Sahre 1780 tarnen bie elften S\u00e4lge einel ^rac^tboUen S\u00f6gel!, bon beffen Oafein man bereit! einige $unbe erlangt hatte, nach \u00a9uropa unb erregten ^ier allgemeine Sewunberung. S\u00dfenig fp\u00e4ter gab Stariben einen turgen Serid)t \u00fcber bie SebenIWeife. \u00a9eitbem finb biele S\u00e4lge bei 2lrgu!fafau! nach \u00a9uropa gefdE)icft Worben, unb fie werben noch heutigen Sage! ebenfo beWnnbert all fr\u00fcher; aber leiber hat e! bi! fe^t noch Einern \u00a9urop\u00e4er gelingen Wollen, ba! greileben ber S\u00f6gel lernten gu lernen, unb ebenfoWenig, \u00a9efangene an ein ihnen fo gufagenbe! gutter gu gew\u00f6hnen, baf; fte bie Weite Neife bon ihrem Saterlanbe bi! gu un! aulgehalten h\u00e4tten. Oie ftolgen \u00a9efdwpfe geh\u00f6ren gu ben unbefannteften, Weldje e! gibt.\n\u201eOer $uau ober ber\u00fchmte 2lrgu!fafan\", fagt Stariben (1785), \u201eift ein Sogei bon ungew\u00f6hnlicher \u00a9h\u00f6nljett unb bielleicht ber f\u00fcnfte unter allen. \u00a9! ift au\u00a7erorbentlich fd)Wer, ihn, ' Wenn man ihn in ben S\u00f6\u00e4lbern gefangen hat, einige Beit lebenbig gu erhalten. 3d) habe nie gefehen, baff man i\u00a7n tangere Beit all einen Stonat bat erhalten f\u00f6nnett. \u00a9r hafjt ba! Sicht bon Statur. S\u00f6enn er ftd) an einem buntten Orte befinbet, fo ift er munter unb l\u00e4ft guWeilen feine (Stimme h\u00f6ren, bon Welcher fein Name eine Nachahmung ift, unb Welche mehr tl\u00e4gtid) all fo fharf tautet Wie bie be! ffauel. Sei hellem Sage ft\u00a3t er gang unbewegt, \u00a9ein gteifh fhmedt o\u00f6Hig wie ba! gteifh be! geW\u00f6hnlihen gafanl.\" N aff le! fagt, ba\u00a7 ber Slrgul, Weiher in ber matahifheu Oid)tung eine grofe Nolle fpiett, in ben tiefften SS\u00e4lbern \u00a9umatra! lebt unb geW\u00f6hnlih paar; Weife gefunben Wirb. S)ie (Singebornen behaupten, baf er \u201e\u00a9atangan\" fpiele, b. h- aufgeblafen umhertange, nah SCrt ber Pfauen. \u00a9. St\u00fcller erw\u00e4hnt, baf er bie ftarte \u00a9timme be! Sogei! gum erfien Stale h\u00f6rte, al! er im f\u00fcbtihen Sorneo am \u00a9atumbonp, fed)\u00eagig Petrel \u00fcber bent Steere, \u00fcbernachtete, unb baff ber 2lrgu! bei ben Sauf eregen, Weihe \u00a9\u00fcbborneo bewohnen, \u201e#aruWe\", bei ben Stalapen auf \u00a9umatra aber \u201eShtWau\" genannt Werbe, Sarbine unb \u00a9elbh berihten, baf? legerer in ber Beit ber Siebe feine gange \u00a9h\u00f6nheit geige, \u00a9r tr\u00e4gt bann ben \u00a9d)Weif auf; rehf bie gl\u00fcgel gefpreigt. Oie jungen erhalten ihr ^rahtfleib erft nah mehrmaliger Staufer, Wie unfer 5\u00dffau. Oie \u00a9ingebornen fangen ben Slrgul in \u00a9dringen; e! gelang aber felbft in feiner jpeimat noh nicht, \u00a9efangene am Seben gu erhalten: fte bauern nur einige S\u00dfod)en. Ooh mnf ih noh bemerken, bafj Slptlj einen Slrgu! erw\u00e4hnt, Weihen er in einer \u00a9ammlung tebenber Shiere 3u Saratpore fah, unb baf mir neuerbing! ein funbiger \u00a3\u00e4nbter erg\u00e4hlte, ber S\u00f6gel f\u00e4me lebenb gar niht fo fetten nah Schien unb hatte blo! belhalb bie \u00a9efangenfhaft nid)t au!, Weil er $erbthier; freffer fei, tro|bem aber Oon ben unlunbigen g\u00e4ngern gang Wie anbere k\u00fchner, alfo hauptf\u00e4htih mit K\u00f6rnern gef\u00fcttert werbe.\nSorftehenbe! enth\u00e4lt alle Eingaben \u00fcber bie SebenIWeife be! Sknberoogel!, Weihe funbigen greunben unb mir befannt Waren. Oa empfing id) gu meiner gr\u00f6\u00dften greube ein \u00a9hreiben be! bereit! wieberhott genannten, trepd;en gorfher! oon Sofenberg, Weiher ftebenunbgWangig Sahre feine! Seben! auf ben oftafiatifhen Unfein gugebraht hat, m*t folgenben Semertungen \u00fcber ben Nrgulfafan.\n\u25a0 \u201eOer $uau W\u00fcrbe mir gn ^abang an ber Skftf\u00fcfte oon \u00a9umatra oon ben \u00a9ingebortten \u00f6fter! lebenb gebracht unb gegen Segahtung oon 1V2 bi! 2 \u00a9ulbett f\u00fcr ba! \u00a9t\u00fcd \u00fcbertaffen; er muf? alfo","page":468},{"file":"p0468s0001table9.txt","language":"de","ocr_de":"^Ugusfafan.","page":0},{"file":"p0469.txt","language":"de","ocr_de":"5lrgu\u00a7fafcin.\n469\nin ben \u00a9ebirgltoalbungen ber 2mfel ^\u00e4uftg fein. \u00a3Rad^ 23erftcperung ber Eingeborenen lebt er in 33ielepigfeit. So lange ipn bie Siebe ni(f>t erregt, betr\u00e4gt er ftcp in \u00a9attg unb Haltung gang toie ber ^\u00dffau: bie fr\u00f6nen Fl\u00fcgel toerben bem Seibe eng angefd;loffen unb ber Scptoang ioagrecpt aul= geftredt. \u00e4\u00f6\u00e4prenb ber ^\u00dfaarunglgeit aber ftept man bal 9R\u00e4nnd)en mit aulgebreiteten, bil gum 33oben niebergebr\u00fcdten kl\u00fcgeln auf beu d\u00dfalbbl\u00f6gen balgenb umperftolgiren unb oernimmt einen eigent\u00fcmlich fepnurrenben Saut, toeldper bie Rennen \u00c7erBeilodben foil unb mit bem 9Htfe \u201e\u00c4uau\", von bem fein \u00fcRame ein Klangbilb ift, feine 2\u00efe^n\u00eftd^fett pat. Henne foil f\u00eeeben bil gepn toetge, benen einer \u00a9anl an \u00a9r\u00f6ge ettoal naepftepenbe Eier in ein Hutfilofel, im bid^teften \u00a9eb\u00fcfd) Oer; borgenel d\u00efeft legen; id) felbft h\u00fcbe fie nie gefepen.\"\n\u201e3>n ber Freiheit n\u00e4hrt ftcp ber Knau oon Kerbtieren, Sdpneden, 3\u00df\u00fcrmern, Olattfnolpen unb S\u00e4mereien. dReine \u00a9efangenen gogen gebr\u00fchten fReil feber anberen Nahrung vor. Oal 3Bilbpret ift \u00e4ugerft fdpmadpaft.\"\n\u00aeer Hrgulfafatt (Argus giganteus) unterfteibet fid) von allen befannten V\u00f6geln baburdp, ba\u00a7 bie Gebern bei Obers unb i\u00dforberarntel augerorbentlid) Oerl\u00e4ngert, nad) ber Spipe Su Verbreitert, babei tt>eidpfd)\u00e4ftig, aber partfapnig, bie Hanbfdpn>ingen hingegen fepr furg ftnb. Oer Sdpnabel ift feitlid) gufammengebr\u00fccft, giemlid) lang, ettoal geio\u00f6lbt, gegen bie Spipe gefr\u00fcmmt, an ber d\u00f6urgel nadt, ber $ug lang, fd;n>adp unb nitt mit Sporen begehrt, ber Sd;toang, meldpcr aul gto\u00f6lf fehr breiten Gebern gebilbet toirb, ungemein lang unb ftarf abgeftuft, toeil fit namentlid) bie beiben mittleren Gebern auffallenb \u00fcber bie anberen oerl\u00e4ngern; bie Kopffeiten unb ber H<dl ftnb unbeftebert ober ioenigftenl nur mit eingelnen fcpicargen paaren b\u00fcnn befept, bie Stirn, ber Scheitel unb bal Hinterhaupt bagegen mit fleinen fammtartigen Gebern befleibet. Oal \u00a9efieber geitnet fid; Weniger burd) ^\u00dfracfjt ber Farben all burd) 3^erlid;feit ber 3eid)nung guI. Oie furgen Steitelfebern ftnb fammtfepioarg, bie paarartigen bel H\u2122terpalfel gelb unb feptoarg geftreift, bie ha\u00e4tn; unb Oberr\u00fcdens febern auf bifterbraunem \u00a9runbe Iid)tgelb geperlt unb geftreift, bie bel 3Rittelr\u00fcdenl auf gelbgrauem \u00a9runbe mitrunben, bunfelbraunen t\u00fcpfeln gegeid^net, bie ber Unterfeite giemlid) gleid;nt\u00e4gig rotps braun, feptoarg unb lid^tgelb geb\u00e4nbert unb getoedt. 2luf ber Slugenfapne ber Slrmfdptmngen ftepen l\u00e4nglicpe, bunfelbraune, oon einem lichteren Hofe umgebene T\u00fcpfel in bidpter dteipe auf graur\u00f6tps litem \u00a9runbe; ber d\u00dfurgeltpeil ber Snnenfapne ift guu\u00e4cpft bem Scpafte auf graurotpem \u00a9runbe fein toeig gepunftet, im \u00fcbrigen toie bie Slugenfapne gegeitnet. 2luf ben langen Oberarmbedfebern perrfdpt ein fdp\u00f6nel bunUel dtotpbraun all \u00a9runbf\u00e4rbung Oor; pedgraur\u00f6tplidpe Streifen, toelcpe rotpbraune, oon einem bunflen Hofe umgebene ^unltreipen gtoifd;en ftd; aufnepnten, gilblidptoeige Jleden, Sinien unb Sdpmipen, br\u00e4unlid;rotpe 9tepb\u00e4nber unb enblicp groge fcpideritbe, bunfelbes grengte, licptgef\u00e4umte Slugenfleden bilben bie 3eid)nmtg. Oiefe Stugenfleden fiepen part am Scpafte auf ber Hugenfaptte unb treten auf ben itnterarmfebern beutlidper peroor all auf'ben Sdpulterfebern, too lie burdp bie Slugenfapne oerbedt toerben. Oie t\u00e4ngften Sdptoangfebern finb fdptoarg, bie Sdp\u00e4fte innen afdpgrau, \u00e4ugen rotpbraun, beibe \u00c7apnen mit ioeigen, oon einem fdptoargen Hofe umgebenen Rieden gegiert; bie \u00fcbrigen Steuerfebern \u00e4pneln ipnen, nur bag ftcp bie Heineren Rieden mepr in tReipen orbnen unb bidpter fiepen. Oeim lebenben 23ogeI-ftnb, nadp 9\u00eeofenberg, Kopf unb H<d3, fotoeit fie nadt, pettafdpbtau unb bie $\u00fcge rotp. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 5V2 \u2014 6 gug, toooon bie 9Rittelfcptoangfebern 4 $ug ioegnepmen, bie S\u00e4nge bei eigentlichen ftittigl 17 3od, bie ber l\u00e4ngjten Unterarmfebern aber 28V2 3od.\nOie Honne ift bebeutenb Heiner unb oiel einfacher geftaltet unb gegeiepnet Oie gebern be\u00ea Kopfei ftnb feptoarg unb gelb geb\u00e4nbert, bie ber Oberbruft unb bel d\u00eeadenl fcp\u00f6n rotpbraun unb beutlidp feptoarg getoedt, bie ber \u00fcbrigen Oberfeite braungelb unb fcpioavg geb\u00e4nbert, bie ber Unters feite lieptbraun, feptoarg unb gelb in bie Ouere gefoedt, bie Hombfcpi\u00fcingen auf braunem \u00a9runbe feptoarg marmorirt, bie Unters unb Oberarmfebern auf fepioargem \u00a9runbe mit oietfad; oerfcplungenen","page":469},{"file":"p0470.txt","language":"de","ocr_de":"470\n$Die S\u00e4ufer, \u00a9charto\u00f6gel. \u00a9oteqelpfaueit.\nxtrtb gekr\u00fcmmten gelben Sinien, trie mit \u00a9^riftjei^en Bebeeft, bie \u00a9chmanzfebertt auf bunkelrotlp Braunem \u00a9tunbe in \u00e4hnlicher SBeife mit filteren garbent\u00f6nen ge$eid;net.\n^n neuerer 3ett ^at man noch gtrei Slrten Slrgugfafane unterfdjieben, bie eine nach einigen \u00a9chmudfebent, bie anbere nach B\u00e4lgen; eg fragt ftch feboch fe^r, oB bie Bemerkten llnterfdjiebe ju einer Slrttrennung Berechtigen.\n2)ie \u00a9piegelpfatten (Polyplectron) b\u00fcrfen alg SSerbinbuttgg = ober N\u00fcttelglieber jtrifchen Ben Slrgugfafanett unb ben Pfauen angefe^en trerben. \u00a9ie ftnb klein, fd)lank, ihre gl\u00fcgel fur^ f*ark fienmbet, unter ben \u00a9dringen bie f\u00fcnfte unb fedj\u00eate bie l\u00e4ngfte, bie Oberarmfebern noch Bebeutenb oerl\u00e4ngert, bie jech^ge^n \u00a9chmanzfebertt bachf\u00f6rmig geftedt, lang, an ber \u00a9pifce oerbreitert, nach ber dritte 511 fchtrach gefteigert, bie Oberfchmanzbedfebern theilmeife oerl\u00e4ngert unb fo geftaltet unb gezeichnet, ba\u00df fie bie eigentlidjen \u00a9teuerfebern in g\u00f6nn, g\u00e4rbung unb Seichnung getrifferma\u00dfen trieberholen, bie langen unb b\u00fcnnen Saufe mit jtrei Big fed)g \u00a9ftoren Betreibt, bie 3ehen kurz, N\u00e4gel klein; ber \u00a9chnaBel ift mittellang, biinn, gerabe, feitlich zufammengebr\u00fcckt, oBen gegen bie \u00a9hi\u00e7e feicht gebogen, an feiner SBurzel mit gebern Bebedt; bag \u00a9efieber beg SDWnndheng irirb bur\u00e7h bie Slugenfleden, treld;e ftch namentlich auf bem \u00a9chioanze, fonft no* auf bem Mntel unb ben gl\u00fcgelbedfebern zeigen, au\u00dfevorbentlid; geziert.\nUnter ben rier bekannten Slrten ber \u00a9type ift, meiner 2lnftd;t nach, ber \u00a9^inqui\u00ea (Polyplec-tron Chinquis) ber fch\u00f6nfte. \u00aeohf unb OBer\u00c7alg ftnb graubraun, fein fehmarj geioedt unb gehunktet, Unterhalt, Sruft unb \u00a9audjmitte Braun, beutlidher Braunfd;toarz in bie Ouere geb\u00e4nbert unb reihenartig lichtgelb get\u00fchfeft, bie \u00dcJlantelfebern graugelblich, mit kleinen, graufd;ioarzlidhen 5\u00dfinben unb ade gebern mit je einem runben, oon \u00a9r\u00fcngrau in Purpur fchidernben Slugenffeden geziert, bie N\u00fcden;, \u00abB\u00fcrzel; unb bie gro\u00dfen \u00a9chtoanzbeckfebern mattbraun, fein ockergelb gefleckt unb gehunktet, bie ^anb\u00dfhmingen bifterbraun unb graugefleckt, bie \u00a9teuerfebern unb bie langen Oberfd^manzbedfebern mattbraun, lichtgrau gefledt unb f\u00e4mmtlich Bor ihrer \u00a9f\u00fc^e auf jeher g\u00e4hne mit einem gro\u00dfen, ebenfadg gr\u00fcnblauen, hurhurfchidemben, fdjmarz eingefa\u00dften Slugenfleden gefdjm\u00fcdt. Oag Sluge ift gl\u00e4nzenbgelb, ber gu\u00df fch^arz- Oie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 22 3od, mooon 10 3od auf ben \u00a9djmanz kommen. Oag Weibchen unterfcheibet ftch burdj k\u00fcrzeren \u00a9chtoanz, fchmielige Rocker an \u00a9tede ber \u00a9h\u00f6ren unb minber gl\u00e4nzenbe g\u00e4rbung beg \u00a9efieberg.\nSlffant, \u00a9ilhet, Slrakan unb Oenafferim, Big gegen \u00abNergui hm, ftnb bie S\u00e4nberfiriche, in melden ber \u00a9hinquig gefunben mirb. Sintt\u00e9 nannte ihn ben tibetanifefcen $fau, meil er oermuthete, ba\u00df er aug Oibet ftamme; bie fh\u00e4teren gorfdjer gaben \u00a9hma alg SSaterlanb an, unb erfl neuerbingg haben mir erfahren, ba\u00df \u00a9hiegelhfauen h\u00f6chfteng im \u00e4u\u00dferften \u00a9\u00fcben biefeg Sanbeg oorkommen.\nlieber bag greileben ber ^rad^tigen $\u00f6gel ftnb mir nicht unterrichtet. Side \u00a9hiegelhfauen joden m\u00f6glich!* oerftedt in ben tiefen ^Salbungen leben, ftd) Biel auf bem \u00a9oben unb hauhtf\u00e4chlich im bichten \u00a9eb\u00fcfeh aufhalten, bemgem\u00e4\u00df auch feiten gef eben merben. 2>n mie meit biefe Angaben richtig ftnb, oermag ich nicht zu Beftimmen; mohl aber glaube ich erm\u00e4hnen zu m\u00fcffen, ba\u00df eg nicht Befonberg fchmer halten kann, unfere \u00a9charro\u00f6gel zu fangen unb an ben \u00c4\u00e4fig, Bez\u00fcglich an ein haffenbeg \u00dfrfafcfutter zu gemolken, ba man fte nach \u00fcbereinfiimmenben \u00abBerichten, meldje ich \u00dfon ihrem \u00a3ehnatglanbe erhalten habe, nicht eben feiten in \u00a9efangenfehaft fteht. Xemmind Behauset, ba\u00df bie \u00a9hinefen fte oft in ihren \u00a9ogelh\u00e4ufem halten, unb erz\u00e4hlt, ba\u00df ein \u00a9hiegelhfau lebenb nach bem ^aag gelangte unb hier f\u00fcnf ober fed)\u00ea 2>ahre aughielt.\n\u00a9egenm\u00e4rtig leben mehrere ber zierlichen \u00a9efch\u00f6hfe im ^hie^arten \u00a7u Sonbon, zloei \u00abM\u00e4nnchen bereitg feit bem 14. Suli 1857. Neuerbingg gelang eg ber zoologifd;en \u00a9efedfehaft, auch ein","page":470},{"file":"p0471.txt","language":"de","ocr_de":"(5fyittC|Ut\u00a7.\n471\n2\u00f6eibdf)engu erhalten; bocf) \u00c7at fid) ba\u00a7 $ard)en bi3 je^t nod) ntd^t fortgepf\u00efangt. 3>d) fa\u00c7 ^ meinem lebten 23efud)e be\u00ea \u00a9arten\u00e2. Seibe $ogel gelten bef\u00ee\u00e2nbig m\u00ebglid)ft oerftecft unter bem \u00a9eb\u00fcfd) unb traten nur, \u00eeuenn fte ftc\u00ef> ungefel)en ft>a\u00ef)nten, tu ben freien fftaunt be\u00ea\u00ae\u00e2ftg\u00a7 I)erau\u00ea. 3$r betragen fd)ien mir oiel me\u00a7r 2le\u00ef)nlid)\u00efeit mit unferen Jpau\u00ea\u00ef)\u00fcl)uern unb namentlid) mit Rennen a\u00ef\u00ea mit Pfauen gu \u00ef)aben; bod) fagte mir einer ber 5lngeftettten, baff ba\u00ea 2Jicmnd)en im ^r\u00fc^linge, a\u00effo to\u00e2l)renb ber 5)3aargeit, feinen 0d)ft>ang etroa\u00ea breite unb bann in fel)r ftotger .Spaltung\n2) er Sljinqai\u00ea (Polyplectroa Cbinquis).\neht\u00ef)erge\u00ef)e. SDie .fpemte \u00ef)atte \u00efeine \u00a9iet gelegt, fd)ien aber oom beften 2Bilten befeelt gu fein, \u00ae\u00fcd)leht gu ergie\u00dfen; benn fte \u00ef)atte bie einer \u00a3>au\u00a7l)enne in pflege genommen unb bemutterte bie kleinen mit einer 3Srtlid)\u00efett, af\u00f4 ob e\u00ea i^re eigenen \u00aeinber to\u00e4ren. SDiefe ^Beobachtung befiimmte mid), meinen SBeruf\u00eagenoffen gu bitten, im n\u00e4d)ften 3a\u00c7re bie gu er^offenben \u00a9ier einer fo beforgten SKuttev g\u00e4nglid) gu \u00fcberlaffen. 3>d) gtoeifle nid&t, baff un\u00a7 biefe\u00ea $\u00e4rd)en fd)on im n\u00e4d)ften 3a\u00a7re ba\u00ea 23rut= gefd)\u00e4ft frirb lernten lehren.\n*\n*\n*","page":471},{"file":"p0472.txt","language":"de","ocr_de":"472\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9dfjarro\u00f6gel. Pfauen.\n3Me Pfauen (Pavones) unterfdfeiben ftd^ Joon f\u00e4mmtlichen anderen D\u00fcljnern burclj bie \u00fcber alleg getoohnte SD\u00cea^ entmidelten Oberfd&mangbedfebern, treibe bemgem\u00e4\u00df alg i\u00efjr midfjtig\u00dfeg \u00c6emt; geidjen angefehen merben m\u00fcffen. \u00a9ie ftnb bie gr\u00f6\u00dften aller $\u00fclmer, Mftig gebaut, giemlid) lang; h\u00e4l\u00dfg, fleint\u00f6b\u00dfg, burg\u00df\u00fcgelig, ^od)beintg unb lang\u00dfhm\u00e4ngig. \u00a3)er \u00a9d\u00dfrabel ift etmag btcf, auf ber \u00a7ir\u00dfe gem\u00f6lbt, an ber \u00a9f\u00fc|e \u00a7aftg ^erabgefr\u00fcmmt, ber $u\u00df beim \u00e4ft\u00e4nnctfen gefpornt. \u00aea\u00a7 \u00a9e\u00dfeber befleibet in reifer $\u00fclle ben Seib, giert ben $opf mit einem aufgeridjteten unb langen, ent; meber aug fd\u00dfnalen ober aug nur an ber \u00a9pi^e bebarteter\u00e7 Gebern befte^enben SSufdje, l\u00e4\u00dft aber bie Slugengegenb frei, \u00a9eine \u00a9dj\u00f6nheit erreicht eg im br\u00fcten 3al\u00dfe beg Sllterg. $in\u00dfd)tli<h ber F\u00e4rbung unterfdjeiben \u00dfdf) bie \u00a9e\u00dfhled\u00dfer gtoeier Slrten fel\u00df mefentlich, m\u00e4hrenb bei ber br\u00fcten SJi\u00e4nnchen unb SSkibdjen fid^ \u00e4hneln. \u00a3)ag SSaterlanb befdbr\u00e4nlt \u00dfdf> auf \u00a9\u00fcba\u00dfen.\n\u00a3>er $fau (Pavo cristatus), melden mir alg ben \u00a9tammoater beg \u00dfh\u00f6n\u00dfen unferer \u00a3)ofo\u00f6gel angufehen haben, i\u00df auf f\u00f4opf, #alg unb SSorberbruft hrad\u00dfooll purjmrbtau mit golbnem unb gr\u00fcnem \u00a9d)immer, auf bem St\u00fcden gr\u00fcn, febe $eber fupferfarbig ger\u00e4ubert unb mufd)elartig gegeid;; net, auf bem Fl\u00fcgel mei\u00df, fdjmarg quer geftreift, auf ber St\u00fcdenmitte aber tiefblau, auf ber Unter; feite fd\u00dfoarg; bie \u00a9dringen unb \u00a9dfjmangfebern \u00dfnb lichtnu\u00dfbraun, bie Gebern, meldje bie \u00a9dflehfe bitben, gr\u00fcn burd) Slugen\u00dfeden pr\u00e4chtig gegiert; bie Gebern ber $aube, gioangig big oierunbgmangig an ber Bal\u00df, tragen nur an ber \u00a9pifee SS\u00e4rte. \u00a3)ag Singe ift bunf elbraun, ber nadte Dting um baffelbe mei\u00dflid), ber \u00a9djnabel unb $u\u00df hornbraun. 2)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 3V* big 4 $u\u00df, bie f\u00c7ittigs l\u00e4nge 18, bie \u00a9chmangl\u00e4nge 24 3oH; bie \u00a9d^le^^e mi\u00dft 4 big 4V3 $u\u00df.\n33eim SBeibdjen \u00dfnb \u00aeof>f unb Oberlfalg nu\u00dfbraun, bie Gebern beg Stadeng gr\u00fcnlich, mei\u00df; braun gef\u00e4umt, bie beg SDtantelg lichtbraun, fein quer gemellt, bie ber \u00a9urgel, SSru\u00df unb beg SSaudfjeg mei\u00df, bie \u00a9djmingen braun, bie \u00a9teuerfebern bunfelbraun mit einem mei\u00dfen \u00a9p\u00dfjenfaume. 35ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 36 big 38, bie f^ittigl\u00e4nge 15, bie \u00a9chmangl\u00e4nge 12 big 13 3oK. \u00a3)er \u00aeopf; bufd) i\u00df bebeutenb l\u00fcrger unb bun\u00efler gef\u00e4rbt alg beim SJt\u00e4nndjen.\nSteuerbingg hat \u00a9dater unter bem Stamen Pavo nigripennis eine gmeite Slrt aufge\u00dfe\u00fct. \u00a3)ag SJt\u00e4nnchen unterfdt)eibet \u00dfcfj Don bem gemeinen 5\u00dffau ^au\u00fcf\u00e4c\u00dflidt) burdj bie fdfjmargblauen ober blaugr\u00fcnen Ober\u00df\u00fcgelbedfebern, bag SBeibdfeu burc\u00df ein lid\u00dfgraueg, buufler ge\u00dfmenfelteg \u00a9e\u00dfeber.\n\u00a9ine br\u00fcte, l\u00e4nger befannte Slrt i\u00df ber Obiefenpfan (Pavo muticus ober Pavo spicifer). \u00a9r \u00fcbertrifft feine beiben SSermanbten an \u00a9d)\u00f6nheit. \u00a9eine \u00a9e\u00dfalt geidjnet \u00dfd(j burch \u00a9d\u00dfanfheit, fein $u\u00df burd) $of\u00df aug; ber \u00c4cpfbufch befielt aug Gebern, melche breitere g\u00e4hnen tragen alg bie ber \u00dfrone beg gemeinen 5}3faueg unb \u00e4hrenartig geftaltet \u00dfnb \u2014 balfer ber eine feiner Stamen. Dberlfalg unb \u00a3opf \u00dfnb fmaragbgr\u00fcn; bie Gebern beg Unterfalfeg geigen einen blaugr\u00fcnen \u00a9d^ubben\u00dfecfen unb golbgr\u00fciten \u00a9aum; bie SSru\u00dffebern flimmern auf einfac\u00df metallgr\u00fcnem \u00a9runbe golbig; bie 23aud)febern \u00dfnb br\u00e4unlidjgrau, bie gl\u00fcgelbedfebern bunlelgr\u00fcn, bie \u00a9d;mingen leber; braun, auf ber Slu\u00dfeufalfne fd^marg unb grau marmorirt, bie Slrmfdfjmingeu fd^marg, gr\u00fcnlid> gl\u00e4ngenb, bie Oerl\u00e4ngerten \u00a9d;mangbedfebern benen beg gemeinen $\u00dffaueg \u00e4^nlic^, aber nod^ prad^t; ooKer. \u00aeag Sluge i\u00df graubraun, bag nadte Slugenfclb bl\u00e4ulid^grau, bie 2\u00dfange odergelb, ber \u00a9df>nabel fd\u00dfoarg, ber f^u\u00df grau.\n2)ag 2Beibd)en i\u00df bem SJt\u00e4nnc\u00dfen fe^r \u00e4\u00a7nlid&, entbehrt aber ber langen \u00a9c\u00dflepf^e.\n\u00aeer ?Pfau bemo^nt \u00a3)\u00dfinbien unb \u00a9etylon unb mirb in Slffam unb auf ben \u00a9unbainfeln, namentlich auf 3aoa, burch bie le^tbefd;riebenen 23ermanbten oertreten; bag SSaterlanb ber h\u00e4tten Slrt i\u00df noch unbe\u00efannt. Sille Slrten bemohnen S\u00dfalbungen unb \u00a9\u00dfhungelnbidid\u00dfe, ingbefonbere bergiger \u00a9egenben, unb b\u00dffenigen, melche oon o\u00dfenem Sanbe umgeben ober oon \u00a9chlud^ten burd\u00a7; gogen merben, h\u00e4u\u00dfger alg bie, melche mit unferm \u00abJpodfmalb gu oergleichen \u00dfnb. 3m Sceilgherrt) unb an \u00a9ebirgen \u00a9\u00fcbinbieng \u00dfeigt ber gemeine \u00df$fau big in einen \u00a9\u00fcrtet Oon fed^gtaufenb ^u\u00df \u00fcber","page":472},{"file":"p0473.txt","language":"de","ocr_de":"^fctu.\n473\nbem \u00e4fteere empor, feptt jebocp im \u00a3>imatapa; auf \u00a9epton finbet er fidf> ebenfatll oorgugltreife im \u00a9ebirge. Stacp S\u00dfilliantfon bitben Salbungen mit bittern Untertrucpfe ober popem \u00a9rafe feine Siebtinglpt\u00e4pe, ooraulgefept, ba\u00df el irrten an Staffer nic^t feptt; ebenfo gern p\u00e4tt er ftd^ in s$ftangungen auf, tretdpe ipm Oecfung getr\u00e4pren nnb einzelne pope, gur Stacptrupe geeignete S\u00e4ume paben. Sn rieten \u00a9egenben Snbien\u00ea gilt er all ein Zeitiger nnb unoerleptidper Sogei, beffen S\u00f6btung in ben Stugen ber \u00a9ingebornen all ein Serbrecpen angefepen trirb nnb jeben Uebertreter in Sebenlgefapr bringt Sn ber Sl\u00e4pe oieter \u00a3iubutempel patten fiep gro\u00dfe beerben oon palbtritben Pfauen auf, beren pflege mit gu ben Obliegenheiten ber \u00a9eifttidpen gep\u00f6rt; pier trerben fie fiep bei ipnen geir\u00e4prten Sdpupel batb belong nnb geigen, trenigfienl bem \u00a3inbu gegen\u00fcber, faum gr\u00f6\u00dfere Scpeu all biejenigen, tretdpe auf bem ^\u00fcpnerpofe gro\u00df trurben.\nSitte Seobacpter ftnb einstimmig in ber Setrunberung einer gr\u00f6\u00dferen Stnjapt trilblebenber Pfauen. Sennent oerfidpert, ba\u00df fiep Stiemanb, trelcper ben Sfau niept fetbft in feiner einfamen SSitbni\u00df fap, eine Sorfteltung Oon feiner Scp\u00f6npeit macpeit bann. 3n benjenigen \u00a3peilen Oon \u00a9epton, tretdpe fetten oon \u00a9urop\u00e4ern befucpt trerben nnb iro ber ^3fau feine \u00abSt\u00f6rung erteibet, ifi er fo au\u00dferorbentliep p\u00e4ufig, ba\u00df man bei Sage ^unberte jn gteieper 3eit fiept nnb nadptl oor bem forttr\u00e4prenben nnb tauten \u00a9efeprei niept feptafen bann. Stm pracptro\u00ef\u00efften nimmt fiep ber Sogei aul, menu er geb\u00e4umt pat, nnb bie tauge Septeppe, batb path oon ben Slattern oerb.orgen, batb aulgebreitet, bem Saume fetbft jn einem trunberbaren Sepmucbe trirb. SStltiamfon bepauptet, ba\u00df er in einzelnen Opeilen Snbienl ju gteieper Seit jto\u00f6lf; bil funfgepnpunbert Sfauen gefepen, fie aber getr\u00f6pntiep in Sanben oon btei\u00dfig bil oiergig Stncb gefunbeu pabe. lieber Oagl patten fiep biefe \u00a9efettfepaften meift auf bem Soben auf, nnb nur in ben Sormittagl= nnb Slbenbs ftunben bommen fie auf bie Stoffen ober f\u00c7e\u00efber peraul, um pier fiep \u00a7u \u00e4\u00dfen. Serfotgt, fnept fiep ber 5\u00dffau fo tauge all m\u00f6gtiep taufenb ju retten nnb erft, trenn er einen getriffen Sorfprung erreidpt pat, entfeptie\u00dft er fiep gnm \u00c7tuge. Oiefer ift feptrerf\u00e4ltig nnb raufepenb. Oer S\u00f6get erpebt fiep getr\u00f6pntiep niept \u00fcber Sdpu\u00dfp\u00f6pe xmb fliegt feiten treit. SB ill i am f on meint, ba\u00df man glauben trerbe, ein im $l\u00fcget oerirunbeter ^3fa\u00f9 ft\u00fcrje feptrer \u00a7uni Soben perab, Oem aber fei niept fo: ber \u00a9efep\u00e4bigte raffe fiep oietmepr in ber Sieget fepr batb trieber auf unb taufe bann fo rafep bapin, baff er unter gepn Ratten neunmat bem S\u00e4ger entbomme, trenn biefer ipm niept unmittelbar auf ber Serfe folge.\nSor einem ^uube ober \u00fcberhaupt einem gro\u00dfem oierf\u00fc\u00dfigeit Slaubtpiere fepeut fidp ber \u00fc\u00dffau treit mepr aB oor bem SJienfcpen, iraprfdpeintidp treit er an S\u00f6ilbpunben unb an ben Oigern b\u00f6fe \u00a9rfaprungen gemaept pat. S\u00dfirb ein JSpunb auf feine $\u00e4prte gebradpt, fo b\u00e4umt er fobatb aB m\u00f6gtiep, unb trenn Oiel gefepepen ifi, l\u00e4\u00dft er fiep foleidpt niept oertreiben, nidpt einmal burdp ben fidp napenben SRenfdpen. \u2014 Sk S^ten ergraute S\u00e4ger feptie\u00dfen ba, too el \u00fctiger gibt, oon bem Senepmen ber Sfauen niit alter Sidperpeit auf bal Sorpanbenfeiu einel jener Sfaubtpiere.\nStB eepter ^\u00fcpnerooget Jr\u00e4ptt fidp ber ^\u00dffau feine Siapruug ebenfoiropt aul bem Opiem tote aul bem ^ftanjenreidpe. \u00a9r fri\u00dft Sittel, tral nufer \u00a7upn geniest, ift aber oerm\u00f6ge feiner \u00a9t\u00f6\u00dfe unb St\u00e4rhe im Stanbe, audp kr\u00e4ftigere Spiere ju betr\u00e4ttigen, fo namenttidp Sdplangen Oon jiemtidper S\u00e4nge, iretdpe oon ipm tpeittreife gefreffeu, niinbeftenl get\u00f6btet trerben. S\u00dfeun bal junge \u00a9etreibe fdpo^t, finbet er fidp regelm\u00e4\u00dfig auf ben Reibern ein, um pier fidp ju \u00e4\u00dfen, unb trenn bie Ppulbeeren reifen, fri\u00dft er baron fooiel, ba\u00df fein SBitbpret einen bittern \u00a9efdpmadt annimmt.\nSe naep ber Oerttidpteit br\u00fctet ber Irilbe SBw fr\u00fcper ober Sp\u00e4ter im S^pte, in S\u00fcbinbien getr\u00f6pntiep gegen \u00a9nbe ber fRegenjeit, int n\u00f6rblicpen \u00efpeite bei Sanbel in ben Stonateu, toetdpe unferm $r\u00fcplinge entfpredpen, atfo oont Slpril an bil jum Oftober. SRadp S^bp oertiert.ber \u00a7apit in Stub feine Sdpteppe im September unb pat fie erft im SJMr\u00a7 trieber ootlft\u00e4nbig erpatten, fann atfo bann erft an bie Sprung benfen. \u00a9r entfaltet jept oor bem SBeibdpen bie ootte Sdp\u00f6npeit feinel Spietl unb benimmt fiep \u00fcberhaupt in berfetben S\u00dfeife trie feine geg\u00e4pmten S\u00eeacpfommen. Oal Sleft finbet man getr\u00f6pntiep auf einer erpepten Stelle, im SBatbe unter einem gro\u00dfem Sufepe. \u00a9I","page":473},{"file":"p0474.txt","language":"de","ocr_de":"474\nJHe S\u00e4ufer, \u00a9dparrb\u00f6get. Pfauen.\nfceftept auS b\u00fcnnett ^tefid^en, trocknen Sl\u00e4ttern unb bergleidpen unb ift ebenfo unorbentlidp gebaut mie bas attberer \u00a3\u00fcpnerarten. OaS \u00a9eiege z\u00e4hlt, laut Serben, \u00bbier bis aept ober neun, laut SBWiam* fon ungef\u00e4hr ein Oupenb bis funfzepn (Sier. \u00a9ie Serben \u00bbon ber \u00a3enne mit gro\u00dfem (Sifer bebr\u00fctet unb nur im \u00e4uferften Sotpfalle \u00bberlaffen. \u201eSei \u00bberfdpiebenen \u00a9elegenpeiten\", fagt ber \u00a9rflgenannte, \u201epabe idp milbe Pfauhennen auf ihrem Sefie beobachtet. galls ich fie uidpt ft\u00f6rte, r\u00fchrten fie fidp nidht, auch menn fte mich unzmeifelpaft gefehen hatten.\" OaS Sugenbleben \u00bberlauft mie baS anberer k\u00fchner.\nObgleich man nicht fagen fann, baf unfer S\u00f6gel zu bem gefugten S\u00dfilbe ber inbifch=europ\u00e4ifd^ett Sager geh\u00f6rt, \u00bbermag anf\u00e4nglich boch feiner \u00bbon ihnen ber Serfudpung zu miberftepen, einen in ber Suft bapinftreiepenben Pfauhahn perabzufdpiefen ober zu bemfetben \u00dfmede abenbS einen ber \u00a9dplaf= b\u00e4ume aufzufudpen. OaS S\u00f6ilbpret ber Sitten ift gtoar nur zur \u00a9uppe gut genug, baS ber falber; madpfenen aber ganz ausgezeichnet megen feiner S\u00f6eidppeit unb beS \u00bbortrefflidhen SBitbgefdpmadS. Oie Sagb felbft \u00bberurfacht bei ber ^\u00e4ufigfeit ber S\u00f6gel feine \u00a9dpmierigfeit, unb auch ber gang gelingt felbft bem Unge\u00fcbten. Su \u00a9egenben, too Pfauen h\u00e4ufig unb nicht heilig gebrochen finb, iuerben \u00bbiele \u00bbon ihnen in (Schlingen', iftepen unb anberen gatten gefangen unb lebenb auf ben SRarft gebracht. \u00a9ie gew\u00f6hnen ftep halb an bie \u00a9efangenfdpaft, m\u00fcffen aber boch fd^ort ein gemiffeS Sitter erreicht haben ; benn bie Sungen follen fehler aufzuziehen fein. S*u allgemeinen merben bie pr\u00e4chtigen S\u00f6gel \u00bbon ben Stenfcpen menig bel\u00e4ftigt, um fo \u00e4rger aber \u00bbon bem Oiger unb \u00bberfepiebenen S\u00f6ilbs bunben heimgefuc^t. Spve gurdpt \u00bbor ben gt\u00f6fern Sierf\u00fcflern hat gemif ihre guten \u00a9r\u00fcnbe.\nOie Seit, in Welcher ber Pfau zuerft nach \u00a9uropa gelangte, ift nicht feftgeftellt. SI le raub er ber @ro\u00a7e fannte ihn als gez\u00e4hmten S\u00f6gel nicht; benn er befounberte ihn, als er ihn m\u00e4prenb beS SugeS nach Schien zum erften Stale mi\u00df) fah unb brachte, mie bie Sage berichtet, \u00a9ez\u00e4hmte mit ftch ^cp (Europa. Ob fie bie erften maren, ober ob \u00a9alomo\u2019S glotte mirflicp Pfauen auS bem Sanbe Oppir brachte, fleht bahin. Su PerifleS1 Seit foil ber Pfau noch fo feiten in \u00a9riechenlanb gemefen fein, ba^ Seute auS meiter gerne famen, um ihn zu fehen; Slelian erm\u00e4hnt, baff ein \u00a3>apn taufenb Oradhmen ober \u00bbierhunbert unb fedpSunbfedpzig Sp\u00e4ter unfcrS \u00a9elbeS mertp gemefen fei. Skntt Slteranber mirtlidp Oerfenige mar, melcper ben ftolzeu S\u00f6gel bei unS einb\u00fcrgerte, muf biefer ftdp, mie P\u00f6ppig bemerft, in \u00a9rieepentanb fepr fchuell \u00bbermehrt h\u00fcben; benn SlriftoteleS, melcper feinen \u00a9cp\u00fcler nur zmei Sapre \u00fcberlebte, fdpilbert ihn als \u00fcberall im Sanbe gew\u00f6hnlich unb moplbe* fannt. Sei ben \u00a9elagen ber r\u00f6mifchen \u00aeaifer fpielte er bereits eine grofe SRolle: SitelliuS unb ^eliogabaluS fepten ben \u00a9\u00e4ften gewaltige \u00a9dp\u00fcffetn \u00bbor, meldpe auS Sungen unb #im ber Pfauen unb ben theuerften \u00a9eio\u00fcrzen SubienS befianben. Su \u00a9amoS m\u00fcrbe er im Stempel ber Suno gehalten unb auf ben St\u00fcnzen abgebilbet. Sn Oeutfdhlanb unb \u00a9nglanb fdpeint er im \u00bbier= Zehnten unb f\u00fcnfzehnten Saprpunberte n0P fe^r fe^en geit)efett 3U \u00efe\u2122' ett9j^e Sarone ihren ^eidptpum baburdh bemiefen, baf fte bei gro\u00dfen \u00a9dpm\u00e4ufen einen gebratenen Pfau auftragen liefen, melcher mit ben eigenen gebern gefdpm\u00fcdt unb mit (bamalS noch fepr feltenen) Pflaumen umgeben mar. Oer alte \u00a9efcner, beffen Siaturgefcpidpte 1557 erfdhien, fannte ihn fehr genau unb gibt bereits eine ausf\u00fchrliche Sefdpreibung \u00bbon ihm, erfl\u00e4rt aber baS auffallenbe Setragett in feiner S\u00dfeife:\n\u201eSnber bem groffen ge\u00bb\u00f6gel hat ber Pfam ben preif, an feiner geflalt, am \u00bberfianb \u00bbnb ferner herrlidpfeit. \u00a9r \u00bbermunbert ftp ob feiner fernen gierbe, \u00bbnb menn fpn iemanb lobt \u00bbnb fcp\u00f6n nennet, fo ftredt er fdpneE feine gebl\u00fcmbten \u00bbnb golbfarbnen gebern auf, \u00bbnb erzeigt biefelbigen als einen fdp\u00f6nen Slumengarten : fcpiltet man aber jpn, fo \u00bberbirgt er feinen S\u00f6\u00e4bel, \u00bbnb bezeuget bamit, baf er feinen fpmeper paffe, \u00a9o er gelobt, ftreeft er feinen \u00a9dpmanp au\u00a7: fo halb er aber feine \u00bbngeftal* tete Sein anftepet, mirt er tramrig, \u00bbnb l\u00e4ft jpn miberumb niber. \u00a9o er zu Sadpt ermaepet, \u00bbnb ftep felbft in ber ginfterauS nidpt beftdptigen mag, fdprepet er ganp fordptfam, \u00bbnb bermeint er pabe fein fdp\u00f6ne \u00bberlopren. Oer Pfam meiffn\u00fcpt allein bafe er ber fdp\u00f6nefl ift auf allen S\u00f6geln, fonber er meif audp mo bie fdp\u00f6ne am meinften gelegen ift, barumb rieptet er feinen \u00a3>al\u00a7 auff, \u00bbnb mirt","page":474},{"file":"p0475.txt","language":"de","ocr_de":"\u00abPfau.\n475\nau\u00df feinen Gebern, ivetcpe j^rt bann gieren, fepr ftotp vnb poepm\u00fctig, bann bamit ntacpt er feine ^ufeper foreptfam. Snb gu \u00a9ommer\u00eageit pat er feine anerborne, Vnb niept eine frembbe bede. Statt er aber einen erfcprecten teil, fo ftreeft er feine Gebern erfttidp au\u00df, barnadp tnaftelt er mit benen, onb madpet mit feinem popen mb ftotpen ipaupt ab\u00a7 einen brepfaepen \u00a9trau\u00df. @o er ftdp ert\u00f6ten trip fo ftreett er attentpalbe bie Gebern f\u00fcr fiep, maepet fpm atfo einen fepatten, mb treibt alle pip phttveg. SBenn aber jpn pinben ein Stab anbl\u00e4fet, fo ftreett er attgemaep feine fl\u00f6get au\u00df, bamit fpm bie Sufft barein gebe, mb er atfo ert\u00f6tet tverbe. Sobt man jpn fo erzeigt er feine Hoffart, al\u00ab ein fcp\u00f6n tinb, ober ein fcp\u00f6n S\u00dfeib, bann atfo ridptet er naep einer orbnung feine Gebern auff, ba\u00df fie einem fep\u00f6nen Suftg arten, ober einem vielf\u00e4ltigen \u00a9em\u00e4pt \u00e4pnticp trerben. (Sr ftettet ftep auep f\u00fcr bie SJtapter fo jpn abconterfepten ir\u00f6tten ganp ftitt, bamit fte jpn gr\u00fcnbttiep beftdptigen mb abmapten t\u00f6nnen, al\u00ab Stelianu\u00eb au\u00dftveifrt. \u00a9er ^Pfatr> ift gar ein fauberer Sogei, barumb gepet er orbentlidp baper, bamit er fiep niept Verunreinige, mb bietveil er noep jung, ettvan naffg mb Vnftetig toirbt, ftirbt er offt barVon, al\u00ab ber nidpt\u00ea Vnreine\u00ab erteibenmag, fagt Stlbertu\u00ab. SJtan fepreibt gemeinigtiep, ba\u00df ber 5pfatv niept allein ein poffertig, fonber auep ein b\u00f6\u00dffertig Spier fepe, al\u00ab bie \u00a9an\u00df fepam; pafftig. \u00a9ie ^famen foUen fpren eigenen SDlift toiberumb freffen, barumb, ba\u00df fte benfelbigen ben SDienfcpen verg\u00f6nnen, \u00a9er Sfatv fot feinen \u00a9eptvanp atte far mauffen gu ber geit tvenn ba\u00ea Saub anfapet gu tvaepfen, vnb fo bie S\u00e4ume anfapen gu bl\u00fcpen, tv\u00e4cpft er fpm iviber, benngumat fuepet er ein peimtiep Vnb verborgen Ort, barumb ba\u00df er fiep fep\u00e4met, bi\u00df ba\u00df er jpm tuiberumb getvadpfen. \u00a9teardpu\u00ea fepreibt, ba\u00df ein S\u00dffato auff ein geit ein Sungfratven atfo getiebet pabe, ba\u00df er, al\u00ab fte geftorben, audp verfdpieben fepe. \u00a9ie Sfatoen vnb bie Sauben finb freunbe. \u00a9ie tvilben gafanen ftnb atfo grimm, ba\u00df fte auep bem fpfaiven niept verfeponen, fonber ben von fiunb an gerreiffen. \u00a9er \u00abPfatv mag f\u00fcnfunbgtvangig far leben, at3 Strijtotele\u00eb au\u00dftveifet.\"\n\u201e@o ber 5\u00dffatv podp aufff\u00eeeigt, ift e\u00a7 ein geidpen be\u00df 9tegen\u00a7, ober fo er mepr fdprepet bann fein getvopnpeit ift, f\u00fcrau\u00df gu Siacpt. SDtit feinem \u00a9efeprei erfdpredtt er bie \u00a9dplangen, vnb vertreibt atte gifftige Spier. Stan bie ^fatten vermercten ba\u00df man ein \u00a9ifft, ettvan bamit gu fdpaben gubereitet pat, gepen fte an baffetbig Ort, ftprepen vnb ftrecten jpre gt\u00fcget au\u00df, vnb trapen ba\u00a7 \u00a9ifft au\u00df bem \u00a9efdpirr, ober graben e\u00a7 audp au\u00df bem \u00a9rbtridp ba e\u00a7 battit vergraben tigt. 9tafi\u00ea vnb Stuicenna peiffen bie, fo bie gifftigen Spier f\u00fcrepten, ^fatven vnnb SBifetein bei jpnen ernepren.\"\nStuf ba\u00a7 f\u00c7abelpafte vorftepenber \u00a9epilberung brauepe icp niept pingutveifen, bei ber Sl\u00fcbefannt' fepaft biefer S\u00f6get aber auep taum (SttvaS pinguguf\u00fcgen ; benn im tvefentlidpen finb tvir nodp Pente fo giemtiep berfetben SXnftcpt tvie ber atte \u00a9e\u00dfner. \u00a9er pervorftedpenbfte 3ug be\u00eb $\u00dffaue3 ift atterbing\u00ea \u00a9tolg unb \u00a9itelleit, unb er befunbet biefe niept bto\u00ea feinem SBeibdpen, fonbertt auep bem SDienfcpen gegen\u00fcber. Slber er ift au\u00dfevbem felbftbetvu\u00dft unb perrfepf\u00fcdptig. Stuf bem \u00a3\u00fcpner* pofe maept er fiep oft uuteiblidp, tveil er, opne erg\u00fcrnt tvorben gu fein, fdptv\u00e4cpere Spiere \u00fcberf\u00e4llt unb mit p\u00e4mifeper So^peit mi^panbett ober fogar tobtet. Sutveiten I\u00e4\u00a7t er ftep freitidp audp verleiten, mit Srutp\u00fcpnern angubinben, unb bann folgt bem frevetpaften Seginnen bie \u00a9tr\u00e4fe regelm\u00e4\u00dfig auf bem f^u\u00dfe nadp. \u00a9ie Pfauen unb Srutp\u00fcpner be\u00a7 pantburger Spiergarten\u00ab, tveldpe frei umper^ fdptveifen, liegen in beft\u00e4nbigem \u00a9treite mit einanber. 3ue# K\u00e4mpfen getv\u00f6pntidp gtvei ?Pfau; p\u00e4pne mit gro\u00dfer \u00a9rbitterung unter ftep, bann pflegt ber \u00a9efeptagne ftdp auf einen ber umper= ftotgirenben Srutp\u00e4pne gu ft\u00fcrgen. \u00a9iefer aber ruft augenblicftidp bie \u00a9ef\u00e4prten gu $ilfe, ber \u00a9treit ift fofort beenbet, unb alte ^\u00dfuterp\u00e4pne, fa felbft atte Rennen vereinigen ftep in bem Seftreben, ben ftolgen Stfiaten gu g\u00fccptigen. \u00a9ann mu\u00df biefer trop feine\u00ea Slutpe\u00ea unter alten Umft\u00e4nben ^erfen^ gelb geben unb Ivirb mandpmal arg gergauft unb gerpadt.\n\u00a9er ?Pfau pat ftdp bei un\u00a7 votlft\u00e4nbig eingeb\u00fcrgert unb t\u00f6nnte tvaprfdpeinlidp ebenfogut ober noep beffer at\u00ab ber ^afan ftep felbft \u00fcbertaffen tverben. \u00a9er SBinter fiept ipn tvenig an: er bep\u00e4tt, auep ivenn er einen ivarmen \u00a9tat! pat, felbft bei ber ftrengften \u00c4\u00e4lte bie erpabenen \u00a9dptafpt\u00e4pe bei, ivetepe er ftep im \u00a9ontmer tv\u00e4plte, unb l\u00e4\u00dft ftep bei \u00a9epneefall unter Umft\u00e4nben rupig einfdpneien; er leibet bavott attd) \u00efcinen \u00a9d^abett. SBenn er eine gr\u00f6\u00dfere ^veipeit genie\u00dft, geigt er ftdp pinftdpttiep","page":475},{"file":"p0476.txt","language":"de","ocr_de":"476\n3)te S\u00e4ufer. \u00a9charroogel. Perlh\u00fchner.\nfeiner Sialjrung fehr ctnfprudhgloS, b. h* nimmt mit geto\u00f6hnlidhent H\u00fc\u00f6uerfutter \u00bborlieb, fuclft ftdh aber freilich bei feinen \u00a9pagierg\u00e4ngen im ^ofe unb \u00a9arten riete SiabrungSmittel fetbft. \u00a9r\u00fcne\u00ea ber rerfd^iebenjten Slrt fc^eint it;m unentbehrlich gu fein.\n2\u00f6er Pfauen g\u00fcdjten toiE, muff ihnen m\u00f6glidffte f\u00c7rei^eit geto\u00e2\u00efjren; benn bie Henne br\u00fctet nur bann eifrig, toemt fte ftdh \u00bboKft\u00e4nbig ungeft\u00f6rt toeiff. Sie \u00bberfteht eS meifter^aft, ftdh einen paffenben Plat? gum Giften gu m\u00e4hten, benuht hiergu bie \u00fcerfdfjiebenften Oertlidf)beiten, \u00bberf\u00e4hrt aber ftetS mit groffer XXmftd^t. OaS Steft toirb, toie bei benmeiften .Ip\u00fctjnern, h\u00f6dhft lieberlich guf ammenge arbeitet, geto\u00f6lmlidh nur aus ben umtiegenben \u00a9toffen gufammengef<harrt;' baS \u00a9etege g\u00e4ljlt fetten mehr als fedf>S \u00a9ier, in ber Siegel nur \u00bbier big f\u00fcnf. Stad) breiffigt\u00e4giger Oebr\u00fctung fdfl\u00fcpfen bie jungen 1 auS, unb toenn bie Sitte beim SSr\u00fcten nidft geft\u00f6rt tourbe, nimmt fie fut) ihrer treulief) an, leitet, Hubert unb \u00bbert\u00f6eibigt fte nach beften Kr\u00e4ften, geigt ftd) \u00fcberbauet fetjr beforgt um fie. SBurbe fie aber to\u00e4^renb beS SSr\u00fctenS.\u00f6ftere geft\u00f6rt, fo nimmt fte in ber Siegel mehr auf ftdh als auf bie $\u00fcdj= tein 9R\u00fcdfftdf)t unb l\u00e4fft biefe namentlich in ber Siacpt oft in abfdbeulidher S\u00f6eife im \u00a9ticbe, inbem fte, ' unbeb\u00fcmmert um bie ^itflofig\u00efeit ber Bungen, ihren getoolfnten \u00a9d)lafplah einnimmt. Oie kleinen toadjfen g\u00fcnftigen $aKS giemlich rafdf) heran, laffen fief) im britten SJtonate ihres SebenS bereite nach bem \u00a9efchlechte unterfdfjeiben, erhalten aber bie \u00bbolle Fracht ihres \u00a9efieberS, ihre BeugungS; unh beg\u00fcglidh ihre $ortpflangungSf\u00e4higbeit erft im britten Bahre ihres SebenS.\t4\n*\n*\n*\nSJieleager\u2019S \u00a9dhtoefiern, untr\u00f6ftlich \u00fcber ben \u00efob ihres SSruberS, tourben inP\u00f6get \u00bbertoanbett beren \u00a9efteber toie mit \u00a3hr\u00e4ueutropfen befprengt erfdheint. \u00a9o berichtet bie \u00a9age unb belehrt unS baburd), baff bie alten \u00a9riechen unb Konter biefe P\u00f6gel, toeldfe toir Perlh\u00fchner nennen, bereite gekannt haben. Oie \u00a9dhriftfte\u00efler beS SllterthumS, toelche \u00fcber ^Ttaturgefchiite unb Sanbtoirthfchaft j gefdhrieben haben, fdjilbern fte fo genau, baff toir toenigfienS ann\u00e4hernb bie beiben Slrten, toelche fte bannten, beftimmen f\u00f6nnen. Parro befdfrieb nur eine 2lrt, \u00a9oluntella aber unterf^ieb bie mit rothen unb mit blauen Sappen auf baS genauefte. Nebenbei erfahren toir, baff Perlh\u00fchner in \u00a9riedfjenlanb fehr h\u00e4ufig gehalten tourben, fobajf arme Seute fte als Opfer barbringen fonnten. Stach i ber Si\u00f6mergeit fcheinen unfere P\u00f6gel toenig beachtet toorben ober gar auS \u00a9uropa \u00bberfdftounben gu fein; benn erft im \u00bbiergehnten 3ahvhun^ert verlautet toieberum \u00a9ttoaS \u00fcber fie. Palb nach \u00a9nt= beebung SlnteribaS nahmen bie \u00a9dfiffer bie geto\u00f6hnlidhfie Slrt ber Familie mit nach ber neuen S\u00dfelt hin\u00fcber, unb hier fanben unfere H\u00fchner ein ihnen in fo h\u00bbhem \u00a9rabe gufagenbeS \u00aeIinta, baff fte halb \u00bbertoilberten. PiS in bie neuefte Beit aber bannten toir nur eine Slrt genauer unb auch biefe bloS als Hausgefl\u00fcgel; \u00fcber baS \u00c7reileben toufften toir fogut als SiidftS. \u00a9egento\u00e4rtig ftnb toir beffer unterrichtet, obgleich toir unS auch heutigen \u00efageS noch beineStoegS einer genauen $unbe r\u00fchmen b\u00fcrfen.\nOie Perlh\u00fchner (Numidae) benngeichneit fidf burch braftigen Seib, b\u00fcrge Fl\u00fcgel, mittellangen \u00a9dfftoang, fehr \u00bberl\u00e4ngevte Oberfchtoangbecbfebern, \u00fcberhaupt reiches \u00a9efteber, mittelhohe, geto\u00f6hnlidh fporenlofe, burggehige $\u00fcffe, fr\u00e4ftigen \u00a9dhnabet, mehr ober toeniger naebten, mit ^eberbufdh, He>\u00fce, Traufe, Helut unb Hautlappen \u00bbergierten \u00aeopf unb OberhalS unb fehr \u00fcbereinftimmenbe F\u00e4rbung unb Beichnung, toelche auS einer lichten Perlflecbung auf bunblent \u00a9runbe befteht unb, toie bie \u00c4'opfgierbe, beiben \u00a9efd^led^tern gemeinfam ift.\n211S bas ebelfie SJ\u00eeitglieb ber Familie im engeren \u00a9inne fehe ich ^aS \u00a9cierperth\u00abhn an.\n\u00a9S \u00bbertritt bie \u00a9ippe ber K\u00f6nigs Perlh\u00fchner (Acryllium), toelche ft et; toefentlidh \u00bbon allen anbern uuterfdheibet. Oer Seib ift geftreebt, ber v^alS lang unb b\u00fcnn, ber bleitte ^opf naebt, nur","page":476},{"file":"p0477.txt","language":"de","ocr_de":"\u00aeeierperlpupn. \u00a9entcineg spetlpupn.\n477\nburep eine Traufe gefdpm\u00fccft, tr>elc^e fiep oon einem Opre gurn anbern \u00fcber ben ^interfopf giept unb au\u00e4 fepr furgen fammtartigen Gebern befielt, bie \u00a7al\u00eafebern ftnb lanzettf\u00f6rmig, bie Ober; armfcpioingen betr\u00e4chtlich \u00fcber bie $anbfdptoingen, bie mittleren \u00a9teuerfebern \u00fcber bie feitlidpen oerl\u00e4ngert; ber \u00a9cpnabel ift fr\u00e4ftig, furg, fepr ftarf gebogen unb ber Oberfdpnabel mit beutlidpem Opalen \u00fcbergefr\u00fcmmt, ber guj; ^od^l\u00e4uftg unb ber Sauf mit einer \u00a9porenioarge oerfepen.\nOa\u00a7 \u00a9efieber be\u00bb \u00a9eierpertpupne\u00ea (Acryllium vulturinum) geigt in feiner Steife biefetbe Fracht, Haie ba\u00ea gebertleib be\u00ea fdp\u00f6nften gafan\u00a7. Oie Traufe ift bunfelrotpbraun, ber \u00a3>al\u00ea uttra\u00ee marinbtau, fcpioarg unb ftlberioeif; in bie S\u00e4nge geftreift, ba jebe einzelne ber fdpmaten unb langen gebern auf fdpioargem, fein grau get\u00fcpfelten gelbe einen anbertpatb Sinien breiten meinen 9Jtittel; ftreifen unb breite ultramarinblaue \u00a9\u00e4ume geigt; auf ben fttrgett SJiittelbrufifebern verliert ft(f) biefe 3eicpnungr unb e\u00e4 tritt baf\u00fcr ein reine\u00ea \u00a9ammtfdpioarg, auf ben \u00a9eitenbruftfebern aber ein pracptootle\u00ea Ultramarinblau auf; bie Oberr\u00fcdfenfebern getgert nodp bie licpten SHttelftreifen, nidpt aber bie blauen \u00a9\u00e4ume; e\u00a7 fommt baf\u00fcr eine p\u00f6cpft sierlidt>e, au\u00a7 fcpioarg = unb ioei\u00a7grauett Ste\u00fcenlinien unb S\u00fcn\u00eftdpeu beftepenbe getdpnung gur \u00a9eltung; ba\u00a7 \u00fcbrige \u00a9efieber ift auf bunfel; ober fdpioarggrauem \u00a9runbe \u00e4uferfi fein lidpt marmorirt unb geperlt; jeber eingelne Verified toirb oon einem fcpioargen .Spofe umfdptoffen; auf ben gebern ber Steicpengegenb unb be\u00ea Saudpe\u00ea nepmen bie 5\u00dfertffecfen an \u00a9r\u00f6fje gu, auf benen, ioelcpe \u00fcber ben reinblauen ber \u00a9eitenbruft ftep finben, ioirb jeber bunfle $of nodp oon lilafarbenen \u00a9treifen umgeben, ioelcpe ftep ioie \u00a9itterioer\u00ef au\u00eanepmen; auf ber Sufenfapne ber \u00a9cpulter ; unb Oberarmfebern flie\u00dfen bie perlen in fdpmale, ioeijge \u00a9treifen gufammeu; bie Sufenfapnen ber erften tier ober f\u00fcnf Oberarmfebern io erben aber noep au\u00a7erbem burep breite lilafarbene \u00a9\u00e4ume, toelcpe oereint ein fdpmate\u00eb \u00a9piegelfelb bilben, gefepm\u00fcdtt.\nOie \u00a9cpopfperlp\u00fcpner, ioelcpe al\u00a7 Vertreter einer *befonberen \u00a9ippe (Guttera) angefepen ioerben, fenngeicpnen'ftcp burep ben \u00aeopffcpmu<f, ioeldper au\u00ea einem oollen iBufcpe beftept: bie \u00aeepl= lappen feplen ebenfalls; bie naefte ipalgpaut aber bitbet unten fo tiefe galten, baf? fie pier ioie getappt auljtept Oer \u00a9cpnabel ift fepr fr\u00e4ftig, ber gu\u00a7 mittetpoep, ber \u00a9dptoang furg unb ftart nadp innen getr\u00fcmmt.\nOa\u00ea \u00a9efieber ber in \u00a9\u00fcbofiafrifa tebenben 2lrt bief er \u00a9ippe (Guttera Pucheranii) ift oben ioie unten fdp\u00f6n btaufdpioarg, oiel bun\u00eeler als bei anberen 5perlp\u00fcpnern; bie ^ertgeidpnung beftept au\u00a7 fepr \u00efleinen runben ober eif\u00f6rmigen glecfen, ioelcpe ftdlj gteicpm\u00e4fjig \u00fcber ba3 gange \u00a9efieber oertpeilen, au ber Sujgenfapne ber Oberarmfl\u00fcgelbecffebern aber gu S\u00e4ubern Oerfdpmelgen; bie ^anbfdpioingen ftnb braungrau, faft ungeflecft, bie Sorberarmfdpioingen auf ber 2lu\u00a7enfapne breit ioeifj gef\u00e4umt, fobaf; pier ein beutlidper \u00a9piegel entfiept, bie gebern be\u00ea \u00c6opfbufdpe\u00ea mattfammtfdpioarg, ber Ober; \u00efopf unb ber nadtte Sorberpat\u00ea taefrotp, ber faltige $interpal\u00ea bunfelgrauoiotet, ba\u00a3 2luge bun\u00efel; braun, ber \u00a9cpnabel porngelb, an ber SBurgel bl\u00e4uliep, ber gu\u00a7 bunfelafcpgrau, faft fepioarg.\nOie S\u00dfertp\u00fcpner (Numida), ioelcpe ioir at\u00a7 bie Urbilber ber gamilie anfepen, tragen ein mehr ober minber lange\u00ea jporn auf ber \u00a9dpeitelmitte unb gioet \u00a3auG ober gleifdplappen pinten am Unterfiefer.\nUnter ben pierper gu g\u00e4ptenben Srten mu\u00a7 an erfier \u00a9teile ba\u00a7 gemeine ^Serlpupn (Numida meleagris), ber \u00a9tamm\u00fcater unfere\u00ea ^au\u00ebtpiere\u00ea, genannt ioerben. Seim loilblebenben S\u00f6get ftnb Oberbrufi unb \u00fcftaefen ungeflecft lilafarben, Sft\u00fccfen unb S\u00fcrget auf grauem \u00a9runbe mit flehten ioei\u00a7en, bmtfler umranbeten gterlflecfen befept, ioelcpe auf ben Oberff\u00fcgelbedffebern gr\u00f6\u00dfer ioerben, tpeilioeife audp gufammenfiiefjen unb ftep auf ber Stufjenfapne ber Slrmfdploingen in fdpmale Ouer; b\u00e4nber umioanbetn, bie unteren \u00a3peile auf graufdpioargem \u00a9runbe gientlicp gleidpmajjig mit gro\u00dfen runben Serlflecfen gegiert, bie \u00a9dpioiitgen br\u00e4untiep, auf ber 2luj?enfapne ioei\u00a7 geb\u00e4nbert, auf ber","page":477},{"file":"p0478.txt","language":"de","ocr_de":"478\nSDie S\u00e4ufer. \u00a9djarrr\u00f6gel. ^\u00dfevlp^ncr.\ninneren unregelm\u00e4\u00dfig geb\u00e4nbert unb getupft, bie bunfelgrauen \u00a9teuerfebern fdf>on geperlt unb nur bie feitlidjen tf>eiltx?eife geb\u00e4nbert, toeil aucp ^ier bie Rieden sufammenflie\u00dfen, bie Sappen breit unb jiemlid) lang. 2)a\u00e9 Sluge ift bun\u00efelbraun, bie 3Bangengegenb bl\u00e4ulicTlrei\u00df, ber ^ammlappen rotT, ber $elm Tarnfarben, ber \u00a9d)nabel rotfgelblicT Tarnfarben, bie iracT\u00e9Tautartige 2Bulft am \u00a9(fmabet; grunbe rotT, ber $u\u00df fd^mugigfd^iefergrau, oberTalb ber \u00a9inlenfung ber $eTen fteifdjfarbig.\n2)a\u00eb gemeine iperlljuljn (Numida meleagris).\n3n ber \u00a9efangenfc^aft gegurtete unb ran fr\u00fcTer geeinten Tcrftammenbe S\u00dferlT\u00fcTner unter; fd)eiben ftd> Tau^tf\u00e4c^Iid^ burd) iT^e bebeutenbere \u00a9r\u00f6\u00dfe. \u00a9pielarten ftnb gelr\u00f6TnlicT: e\u00e9 gibt gepun\u00eftete, gefd)edte, Irei\u00dflicTe, r\u00f6tTIic^e unb anber\u00e9farbige \u00a9t\u00fcde.\n3>n \u00a9\u00fcbafrifa Irirb bie ebengenanntc 2lrt burcT ba\u00e9 -JpelmperlTuTn (Numida mitrata) rer; treten. S5ei iTm ift ber Tornige 2lu\u00e9trud;\u00e9 gr\u00f6\u00dfer, ber \u00c6innlappen febod) feTr fcTmal unb lang, ba\u00e9 \u00a9efteber auf mattfcTtoargem, unten liieren \u00a9runbe feTr gleicTm\u00e4\u00dfig, aber gro\u00df geperlt, auf ben Gebern be\u00ea Men\u00e9 unb ber \u00dfeTle graulrei\u00df quergeb\u00e4nbert; auf ber 5lu\u00dfenfaTne ber 2lrmfcTtningen geTen bie gkrlffeden tTeillreife in SS\u00e4nber \u00fcber. $)a\u00e9 Slugc ift graubraun, ber obere \u00a3Te^ \u00aeopfe\u00e9 unb ber \u00a9cTnabelirur$el ladrctT, ein Talbmonbf\u00f6rmiger \u00c7leden Tinter bem 2luge, ber Jointer; Tal\u00e9 unb bie \u00dfeTle gr\u00fcnblau, bie \u00e4Ritte be\u00ea Vorbei*; unb \u00c7interTalfe\u00e9 bun\u00efelblau, ber ^eTHappen an ber SBur^el riolet, an ber \u00a9pi\u00a3e \u00eforal\u00efenrotT, ba\u00e9 -\u00eeporn iradpgelb, ber \u00a9d)nabel Torngelb, ber \u00a7u\u00df fcTlraqblau. \u00aeie S\u00e4nge betr\u00e4gt 22, bie $ittigl\u00e4nge 10, bie \u00a9cTtranjl\u00e4nge 7 3ott.\nUnter ben \u00fcbrigen 2Irten mill id; ba\u00e9 ^infelperlTuTn (Numida ptilorhyneha) noeT burcT eine \u00efurje 93efc^reibung feine\u00e9 \u00a9efteber\u00e9 ait\u00e9jeicTnen, Ireil Sba\u00e9, Ira\u00e9 idj) au\u00e9 eigner Slnfd^auung \u00fcber","page":478},{"file":"p0479.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3e\u00efm= unb 5\u00dftnfeI^erII>u^n.\n479\ntaS ftreileBen ter gripper fagen fann, fp auf tiefe Slrt Begie\u00dft. $>ie fteifen Metern, loeld)e tie OBerplS\u00efraufe t\u00fcten, ftnt fammtptoarg, tie \u00a3alSfetern auf Braungrauem \u00a9runte fein lip' apgrau getoedt, tie ter OBerfeite auf Br\u00e4unlptunfelgrauem \u00a9runte mit Weinen runtlpen S\u00dferlfledfen Befep, loeldp auf ten OBerfl\u00fcgeltecffetern teutlper inerten unt auf ter Slu\u00dfenfape ter \u00a9dplterfetem in l\u00e4nglipunte f\u00c7Iec\u00efen, auf ten gr\u00f6\u00dften OBerfl\u00fcgeltedfetern ater in Breite, per unt ta unterBropne loei\u00dfe (Streifen \u00fcBergepn; tie H\u00e4rtung ter Unterfeite pt einen Blaugrauen \u00a9pmmer, unt tie Verladen ftnt auf ter Vruft, ten \u00a9eiten unt an ten Unterploangtedfetern gro\u00df unt fpn gemutet; tie traungrauc \u00a9runtf\u00e4rtung ter Slrmfdpoingen geigt auf ter Slu\u00dfenfape teutlip, auf ter Snnenfape \u00dferploommene lipgraue oter loei\u00dflpe Vinten; auf ten Unterarm^ fentringen n>irt tie Verladung teutlper, verliert ftc^ ater gegen ten IptBlaugrauen, fein tunfei; unt pdBraungrau gepufferten Sfarnt ter Slu\u00dfenfapen faft g\u00e4nglip fota\u00df per ein Blaugrauer \u00a9pegelftreifeu entfielt; tie \u00a9teuerfetern tragen auf Beiten $apen teutlip, fetoef) nip oodft\u00e4ntig runte prlfleden. \u00aeaS Singe ift traun, tie S\u00f6ange unt ter gro\u00dfe, Breite Vkngenlapen IptBlau, tie \u00c6e\u00c7le r\u00f6tppfleipfarBen, ter nadte DBerfopf prngelB, ter auS runten Vorftenparen Be; Idente S\u00dftnfel auf ter SBurgel teS OBerpnaBelS lipgelB, ter \u00a9dpaBel an ter S\u00f6urgel r\u00f6tpip an ter \u00a9pp lipprnfarBen, ter fjufc tunfelgrauBraun.\n3loei ^erlpper, loetp in S\u00f6eftafrifa leten, ftnt unter tem tarnen Agelastus meleagrides unt Phasidus niger gu Vertretern tefonterer \u00a9typen erpBen inorten, Beite Slrten ater mp fo menig Befannt, ta\u00df id) fte per loop \u00dcBergepn tarf.\nSide prlpper geh\u00f6ren urtyr\u00fcnglidj Slfrifa an; tie Befauntefte Slrt non ipen ater nermilterte, mie Bemerft, in dftittelamerifa unt, #artlauB1S Meinung nap audt) auf ten \u00a9untainfeln, ta mau unter ten non tortpr fotfimenten V\u00f6geln gelo\u00f6plp mepere prlpper fintet 2)er VerBreitungS; freis ter \u00bberpietenen Sitten peint fp auf gemiffe \u00a9egenten gu Befp\u00e4nfen. SDaS \u00a9eie perl; ljutfn Beioopt nur tie ^\u00fcftenl\u00e4nter \u00a9\u00fctoftafrifaS unt gloar, foniel Bis jefct Befannt, tie um ten \u00a3)fpuB oter OjuBa gelegenen \u00a9tredfen, teren \u00ae\u00fcftenfaum ungef\u00e4p turd) tie \u00a9t\u00e4tte Varatoa unt Samu Begrengt inerten mag. \u00a3)aS p\u00f6ne SJMmpen, loelpS ter pmBurger Tiergarten Beftyt, flammt auS Varalna oter Vrama unter tem f\u00fcnften \u00a9rate n\u00f6rtlipr Vreite; non ter 2)edlen fa\u00a7 aBer, m\u00fcntlpen Veripen gufolge, tie gr\u00f6\u00dfte SlngaP ter papOoden V\u00f6gel gtoipen tem glneiten unt nierten \u00a9rate f\u00fctlper Vreite unt gloar oorgugSloeife in \u00fcftieterungen. SllS Vaterlant teS erffen unt Bis fep eingigen \u00a9t\u00fcdeS, inePeS au\u00dfer tem im pmBurger \u00a9arten leBenten nadfj \u00a9urop gelangte, murte guerft f\u00e4lplp S\u00f6eftafrifa unt ty\u00e4ter SJtatagaSfar angegeBen, ineil Saprt Bepupet ptte, eS tort als J^auSnogel gefepn gu pBen. SDie SJtittpilung non ter \u00aeeden\u2019S unt mepere Vriefe, tneld)e p non funtigen \u00a9uropern auf \u00a9anfeBar erpelt, ftimmen aBer fo nod; fommen \u00fcBerein, ta\u00df man tie Sa\u00ffarb\u2019ftye SlngaBe als irrtpmlp Begepnen unt glauBen tarf, ter gute SJtann pBe irgent ein antereS S\u00dferlpp, nur nip taS in 9tete ftepnte gefepn. 3)aS oBen BeprieBene \u00a9pptyerlpp geprt terfelBen \u00a9egeut an, peint aBer einen gr\u00f6\u00dferen VerBreitungS; freiS gu pBen. Sluf ter Sttfel \u00a9anfeBar fommt eS npt oor, auf tem gegen\u00fcBerliegenteu fpftlante ift eS per unt ta gemein. \u00aeirf BeoBad^tete eS in gro\u00dfen \u00a9efedfdpften imOelta teS3\u00fcmtefe Bei SDpBanga, unt im Innern teS SanteS, etma niergig ddeilen \u00f6filp non ten Victoriaf\u00e4den unt gloar mep im S\u00f6alte als antere tort pimipe Slrten ter Familie. \u00aeaS gemeine ^\u00dferlpp peint auf ten SBeften SlfrifaS Bepr\u00e4nft gu fein: eS fintet fp in gro\u00dfer Slngap in ter \u00a9ierra Seona, in Slpanti, Slguapm unt auf ten Unfein teS gr\u00fcnen VorgeBirgeS, foloie nerloiltert in S\u00dfeftintien. OB eS loirflid^ auc^ in \u00a9\u00fct= unt Oftafrifa norfommt, mie eingelne dteifente Bepupet pBen, pp tapn: niedeip irre p nip, toenn id^ annepte, ta\u00df eS per mit feinem oftafrifanipen Vertreter, tem $elmprtppe, nertoedjfelt loorten ift. OiefeS peint ftc^ \u00fcBer einen ioeiten S\u00e4nterftric^ gu Oer= Breiten unt tritt, too eS pimip, \u00e4u\u00dferft gapreid^ auf. ^irf faut eS am 3<\u00abnMe lo\u00e4pent ter","page":479},{"file":"p0480.txt","language":"de","ocr_de":"480\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9cparrto\u00f6gel. Sperlpiipner.\ntrodnen Sapre in fet>r ftarEen beerben; bie S\u00e4ger ber Oeden\u2019fdpen Sfteifegefellfdpaft, benen ber Hamburger \u00a9arten mehrere \u00a9t\u00fcde oerbanEt, bemerEten, ba\u00df e\u00eb in ben bon ipnen befugten \u00a9ebieten unter bie gemeinften \u00a9\u00f6gel g\u00e4plt. Oaffelbe gilt f\u00fcr ba\u00eb fSinfelperlpupn, melcpe\u00eb gang SRorboftafrifa oom fecpgepnten \u00a9rabe nadp \u00a9\u00fcben pin bemopnt unb in alten \u00a9ebieten gefunben mirb: ber S\u00e4ger, melcper feinen gu\u00df an bie \u00c4\u00fcfte be\u00eb rotten \u00a9Reere\u00eb fept, lernt e\u00eb halb Eennen; benn e\u00eb belebt pier geeignete OertlidpEeiten in Sftettge; derjenige aber, melcper ba\u00eb Snttere be\u00eb \u00a9rbtpeil\u00eb befudpt, begegnet ipm \u00fcberall, im Urioalbe mie in ber \u00a9teppe, im \u00a9ebirge mie in ber \u00a9bene.\n\u00a9\u00eb fdpeint, ba\u00df ftdp bie Seben\u00eameife ber oerfdpiebenen \u00a9Irten, bon untoefentlicpen Seben\u00ea; \u00e4u\u00dfermtgen abgefepen, oodft\u00e4nbig \u00e4hnelt. Oa\u00eb fkrlpupn bebarf, meinen \u00a9rfaprungen gufotge, \u00a9egenben, ioeldpe bon einem bitten SRieberibalbe bebedt ftnb, bagmifcpen aber freie fl\u00f6gen paben. Oie reidpbebufcpten \u00a9p\u00e4ler ber \u00a9benen, bie \u00a9Salbungen, in benen bitter l\u00eentertoucp\u00eb ben \u00a9oben becft, bie \u00a9teppen, in me\u00efcpen gra\u00eaartige ^flangen nidpt allein gur #errfdpaft gefommen ftnb, bie $ocp= ebenen im \u00a9ebirge unb bie fanfteren, mit ^el\u00ebbloden \u00fcberf\u00e4ten, aber bemtodp mit einer \u00fcppigen f$flangenbede \u00fcberzogenen \u00a9ep\u00e4nge gen\u00fcgen allen Slnforberungen, meldpe e\u00eb an eine OertlicpEeit [teilt. Sn ben gadigen unb gerriffenett \u00a9ergen ber Sn\u00eeeln be\u00eb gr\u00fcnen \u00a9orgebirge\u00ea finbet e\u00eb, laut \u00a9olle, ein feiner Statur fo ooKEommen gufagenbe\u00eb \u00a9ebiet, baff e\u00eb pier maffenpaft auftritt: je gr\u00f6\u00dfer unb je milber bie Snfel, je tiefer bie \u00a9in\u00f6be iprer \u00a9erggel\u00e4nbe, umfo p\u00e4ufiger begegnet ipm ber Oteifenbe. \u00a9\u00eb belebt pier alle \u00a3>\u00f6peng\u00fcge in gro\u00dfen \u00a9rupp\u00eb, oorgug\u00ebtoeife bie \u00a9ufdpm\u00e4lber ber baumartigen \u00a9upporbien, meldpe ipm eine ftdpere unb fetten betretene -gufludpt\u00ebft\u00e2tte gem\u00e4pren. Oa bie Snfetn \u00a9Sefiinbien\u00eb \u00e4pnlicpe OertlidpEeiten beftpen, pat e\u00eb fidp halb ber \u00a3errfcpaft ber SDXenfdjen gu entgiepen gemu\u00dft unb ftdp im freien peimifdp gemacpt. \u00a9dpon oor punbert unb fecpgig Sapren mar e\u00eb, mie falconer bericptet, auf Samaica p\u00e4uftg; gegenm\u00e4rtig ift e\u00eb bort fo gemein, ba\u00df e\u00eb unter Itmft\u00e4nben gur Sanbplage mirb. Slucp auf \u00a9uba finbet man e\u00eb an oerfdpiebenen Orten, befonber\u00eb im \u00f6ftlicpen \u00a9peile ber Snfel, meit pier oiele \u00dfaffeepflangungen oon ben \u00a9igentp\u00fcmern in ber Slbjtdpt oertaffen m\u00fcrben, neue ^flangungen an befferen Orten angutegen. \u00a9\u00eb blieben bort, mie \u00a9unbtadp meint, gapme \u00a9erlp\u00fcpner gur\u00fcd, oernteprten ftdp unb oermilberten ooKft\u00e4nbig.\nOie ^erlp\u00fcpner ftnb \u00a9tanbo\u00f6gel, menn audp nicpt im ftrengften \u00a9inn\u00e9 be\u00eb \u00a9Sorte\u00eb. Sdp erinnere rnidp, fte gu gemiffen \u00e4^ten in \u00a9Salbungen ober \u00a9teppengegenben gefunben gu paben, in melcpen man fte fonft nicpt antrifft, unb \u00aeirE fagt mit \u00a9eftimmtpeit, ba\u00df fie in OftafriEa, menn bie Otegengeit beginnt, ftdp nacp bem Snnent be\u00eb Sanbe\u00eb gur\u00fcdgiepen, pier gerfprengen unb nun gur $ort; pflattgung fdpreiten.\n0>a, mo fte p\u00e4ufig ftnb, mirb man iprer halb gemapr. \u00a9ie oerf\u00eeepen e\u00eb, ftcp bemerElidp gu macpen, unb m\u00e4re e\u00eb audp nur, ba\u00df fte in ben \u00a9borgen ; unb Slbenbftunben ipre trompetenartige, fdpmer gu befdpreibenbe, ben meiften meiner Sef er aber burdp uttfer gapme\u00eb S\u00dferlpuptt mopl beEannt gemorbene \u00a9timme oernepmen laffen. S<P mu\u00df jebodp erm\u00e4pnen, ba\u00df nur bie bepelmten $erlp\u00fcpner in biefer \u00a9Seife fcpreien, ba\u00df idp menigften\u00eb meber oom \u00a9eier* nodp\u2019\u00fcont \u00a9dpopfpertpupne jemal\u00eb einen \u00e4pn; lidpen \u00a9on oernommen pabe. \u00a9)a\u00eb \u00a9eierperlpttpn be\u00eb pamburger \u00a9piergarten\u00eb fl\u00f6\u00dft, menu e\u00eb gerabe fdpreiluftig ift, einen fonberbaren Sftuf au\u00eb, melcper au\u00eb brei \u00a9peilen beftept unb am beften mit bem Ouitfdpen eine\u00ea in \u00a9emegung gefepten, aber fdplecpt gefdpmierten \u00a9dpleiffteine\u00eb ober Eieinen Sftabe\u00eb oerglicpen merben Eann. Oiefer Saut l\u00e4\u00dft ftdp burdp bie \u00a9ilben \u201e\u00a9tetitiet\" miebergeben. Oie erfie \u00a9ilbe mirb giemlicp lang gegogen, bie gmeite Ettrg a^gefto\u00dfen, bie britte mieberurn etma\u00eb oerl\u00e4ngert. \u00a9Ule brei folgen unmittelbar auf einanber unb fdpeinen niemal\u00eb oer\u00e4nbert gu merben. \u00a9\u00eb p\u00e4lt be\u00ebpatb audp nidpt fdpmer, biefe \u00a9timme oon ber jebe\u00eb anberen'^ertpupne\u00eb gu unterfdpeiben. Oa\u00eb \u00c7aubenperlpupn fcpreit menig; oon unferem \u00a9efangenett paben mir nur gumeilen ein teife\u00eb pocp= t\u00f4nenbe\u00eb \u00a9adern oernommen: e\u00eb mag aber fein, ba\u00df mir e\u00eb mit einem \u00a9Seibcpen gu tpun paben.\nfSerlp\u00fcpner fiepen unter allen Umft\u00e4nben bei \u00a9Inn\u00e4perung eine\u00eb \u00a9ftenfcpen. \u00a9ie ftnb meniger \u00fcorftcptig al\u00eb fdpeu; bemt ipre ^urdptfamEeit l\u00e4\u00dft ipnenin jebem gr\u00f6\u00dferen \u00a9efcp\u00f6pfe einen $einb erbtiden. \u00a9elbft eine ^uppe\u00e8rbe fdpextdpt fte meg; ein \u00a3>mtb bringt fte f\u00f6rmlicp au\u00dfer Raffung, ein \u00a9tenfdp","page":480},{"file":"p0481.txt","language":"de","ocr_de":"SebenSWetfe bet* Perlh\u00fchner.\n481\nWenigftenS in gr\u00f6\u00dfere Aufregung. \u00a9S ift fomit nicht gang leidet, ihr Treiben gu Beobachten; man barf bei ber Ann\u00e4herung minbeftenS geWiffe PorfihtSnta\u00dfregeln nicht aus ben Angen taffen. \u00a9cbleidd man an ein \u00a9efperre, beffen dtuf man oernahm, gebedt heran, fo fie^t man baS Polf \u00fcber bie Pl\u00f6\u00dfe gehen ober ftd) gWifhen ben \u00c7e\u00ef\u00eabl\u00f4cfen bahintoinben ober \u00a9eb\u00fcfhe burhfddnpfen. A\u00dfie bie Snbiatter auf ihren \u00aeriegSpfabeit, laufen bie P\u00f6gel in taugen Leihen hinter einanber her, unb WaS ba\u00ea eine beginnt, hun bie \u00fcbrigen mit. \u00a9ingelne Paare ftnbet man ^\u00f6dE)ft fetten, Familien, Weihe au\u00ea funfgehn bis gtoangig \u00a9t\u00fcden Befielen, fchon \u00f6fter, gew\u00f6hnlich aber gro\u00dfe \u00a9efperre, Weld;e unter Xtmft\u00e4nben aus fedj\u00ea bis acht Familien gufantmengefept fein f\u00f6nnen. 2)ie Santilien palten eng gu; famnten, unb aud) bie \u00a9efperre bleiben ftets im innigften Perbanbe; bemt \u00a9efelligleit ift ein \u00a9runb; gug beS A\u00dfefenS unferer -fp\u00fchner. A\u00dfirb eine \u00c7amitie, ein Pol! ober \u00a9efperre irgenbwie erfdwedt, fo gertheitt eS ftd) in eingetne PrttppS nnb biefe unter Hmfi\u00e4nben Wieberum, foba\u00df ftreng genommen iebeS eingetne feinen A\u00dfeg ftd) W\u00e4^tt. Altes rennt, tauft unb fl\u00fcchtet ober fliegt unb flattert fo eilig al3 m\u00f6glich einem 3nf\u00efud)tSorte gu; aber fofort nach \u00a9intritt einer geWiffen fRuhe taffen bie .fp\u00e4hne ihre Adompetent\u00f6ne erfhatten unb loden baS gange Poll rafch Wieber gufammen. PtoS bann, Wenn bie Perlh\u00fchner bereits Perfotgungen erfahren haben, oerfuchen fte ftch, fobatb fte aufgefheucht W\u00fcrben, burch Stiegen gu retten; jebod) and) fept nod) Oertaffen fte ftch, fotange eS irgenb geht, auf ihre behenbeu S\u00fc\u00dfe. 3uWeiten laufen fte mehrere SJtinuten tang oor bem S\u00e4ger her, ehe fie ftch erheben; babei hatten fte \u00fcbrigens immer Oorftdjtig einen f\u00fcr baS \u00a9d)rotgeWehr gu gro\u00dfen Abftanb ein, Wiffen auch jebeS \u00a9eb\u00fcfh, jebert SelSblod oortrefftich gu benupen. \u00a9in alter $al)n leitet bie gange \u00a9efe\u00ef\u00effdhaft. \u00a9r ift ftetS OorauS unb beftimmt unter alten Umft\u00e4nben bie Dichtung ber f^rud^t, auch bann noch, Wenn biefe mit -fptlfe ber St\u00fcget fortgefept Wirb. Aad) einem \u00a9d)uffe ftiebt baS Polt in oerfchiebenen Abtheitungen auf, unb biefe Wenben ftch anfangs nicpt gleich nach ein unb berfelben \u00a9egenb hin, fonbern falten gew\u00f6hnlich noch ein haar Aftal ein, ehe fte ftd) anfhiden, gum Seithahne gur\u00fcdgufehrett. SDer eilt regelm\u00e4\u00dfig bem gefh\u00fcpteften Orte gu, fei biefer nun ein unburchbringlicheS SDidicpt ober ein Sel3 am \u00a9ehv\u00e4nge, beginnt fofort nach bem \u00a9infatten taut gu trompeten ober gu fd)reien unb fept ftch babei auf bie h\u00f6d)ften Punfte, auf SASbt\u00f6de g. S3., gang frei, Wie er eS fonft nie gu thun cjteidhfam in ber ABfid^t, bem gerftreuten Polfe ftch gu geigen. SefdereS l\u00e4uft unb fliegt nun fobatb als m\u00f6glich Wieber gufammen unb treibt eS Wie guoor. AnberS benehmen ftch bie Perlh\u00fchner, Wenn fie eilten $unb ober ein anbereS oierf\u00fc\u00dfigeS 3taubtl)ier Oerfolgt. \u00a9ie Wiffen, ba\u00df fte eS fept mit einem Seinbe gu thun h^en, Welchem fte taufenb ebenfo Wenig entrinnen tonnen als mit \u00a7ilfe ihrer halb ermattenben St\u00fcget. OeShalb b\u00e4umen fte fo rafch als immer m\u00f6glich, unb bann ftnb fte faum Wieber gum Auffliegen gu bringen. \u00a9S fcheint, ba\u00df fte \u00fcber bem einen Seifig jeben anbern oergeffett; benn fte taffen ben 2Jienfd)en, Welchen fte fonft furchtfam flohen, mit einer buntmen Oreiftig? feit bid)t an ftch heranfomnten, feigen bem \u00a9h\u00fcpen mit \u00e4ngftlid^ert \u00a9eberben, aber opne einen Perfud) gum I\u00c7ortf\u00efiegen gu mad)en, inS 3toj)r hinein unb erheben ftch erft, wenn ber \u00aenalt beS \u00a9d)uffeS ihr \u00a9ntfepen noch fteigerte. Aber fte hanbeln nunmehr ebettfo finttloS als guoor. Oen .fpunb im Auge, Wagen fte feine l\u00e4ngere Stnd)t/ fonbern fliegen h\u00f6chftenS bis gu ben n\u00e4chften P\u00e4umen, fepen ftd) h^r Wieber unb laffen ben S\u00e4ger gum gWeiten ARate an ftch heranfommen. A\u00dferben fte oon einem harms lofen Ateifenben ober beutefatten S\u00e4ger aufgefheucht unb nidht burh \u00a9d&\u00fcffe aufgefhredt, fo fliehen fie Wie fonft, m\u00e4hen aber halb Wieber^alt, fepen ftd; auf einen hohen Puntt, bliden ben Perfolger neugierig an, Werfen ben \u00aeopf in fonberbarer A\u00dfeife oor; unb r\u00fcdw\u00e4rts, breheu enblid) in ein gellenbeS \u00a9efhrei auS unb fepen hierauf bie Stud)t fort. OiefeS fah Potte oom gemeinen Perlhuhne in A\u00dfeftafrifa, unb genau S\u00f6affclbe habe ih oom pinfelperlhuhne erfahren. 3um \u00a9hlafen W\u00e4hlen ftd) alle Arten erhabene \u00a9teilen, Weld)e ihnen bie gr\u00f6\u00dfte \u00a9iherung oerfpred;en; SieblingSfhlafpl\u00e4he ftnb hohe P\u00e4ume an S\u00e4ufern: oon ihnen taffen fte ftd) taum oertreiben, \u00a9benfo fteigen fte, -Wenn ber Abenb naht, in \u00a9ebirgen an Se^W\u00e4nben empor unb fuhen fth hier anberen \u00a3lueren/ ttenigfienS Ataubf\u00e4ugethieren, ungug\u00e4nglihe \u00a9rate unb Sel\u00eafphen gum \u00a9hlafen aus.\n33 r et) nt, giertet en. IV.\n31","page":481},{"file":"p0482.txt","language":"de","ocr_de":"482\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9djatrfc\u2019\u00f4fle\u00ef. \u00ab\u00dfer^ner.\n3J!an batf loo\u00c7t behaupten, bag bie S\u00dfevlg\u00fcgner ben mit nieberem \u00a9tafe betoacgfenen ober ganj \u00bbetbotvten St\u00f6gen einen pr\u00e4chtigen Scgmuct Detlefen. \u00aeie buntetn S\u00f6gel \u00bbetfcgtoinben Jtwf\u00f4m ben ignett \u00e4gnlicg gef\u00e4rbten Steinen, geben gd) aber ffgatf ab \u00bboh ben gr\u00fcn ober graugetb erfto nenben \u00a9raSff\u00e4cgen. S\u00dferlcnnen toitb man fle nie: ber Wageredff gegoltene K\u00f6rper, bte lodet utfammengetragenen, toie gegr\u00e4ubt etfcgeinenben S\u00fcrjelfebern unb bet batgf\u00f6rmig abfallenbe @djtoait$ ftttb f\u00fcr i^re \u00a9eftalt fo begetdjitenb, ba\u00a3 nur ber Unge\u00fcbte fte mit trgenb einem anberen \u00a9ubne \u00bbettoecgfeln t\u00f6nnte. 3n ber \u00a9egneHe beS SaufeS tommen ignen bie grantotine freilich gleidj; ibv Slug aber ig \u00bbon bem biefer SBertoanbten \u00bbetfcgieben unb ausgezeichnet burcg bie sielen fag fcgtoittenben gt\u00fcgelfcgt\u00e4ge, auf toelcge ein turjeS, fcgtoebenbeS \u00a9agingleiten folgt.\nSie SJlagrung toedffelt fe nad) ber \u00a9egenb unb \u00a9ertlicgteit ober and) nad) ber SagreSjeit. Sr\u00fcgtinge, isenn bie Stegen faden; Werben Serbtgiere toagtfcgeinlicg baS \u00a9auptfutter Silben : benn id) fanb ben tropf ber \u00bbon mir gelegten jutoeilen \u00bbollft\u00e4nbig mit \u00a9eufcgreden angef\u00fcllt; fp\u00e4tev freffen bie S\u00dferlgiigner Steven, Slatter, KnoSpenbl\u00e4tter, \u00a9vaSfpigen unb enblid) K\u00f6rner aller 2lvt. Stuf Samaita machen ge gd) fegt \u00bbergagt. Sie tommen in ben t\u00fcgleren \u00dcRonaten be3 Sagte\u00ab in jagte i reichen \u00a9efpetven and igven SB\u00e4lbern geroor, \u00bberteilen gib \u00fcber bie Selber unb r\u00fcgten nun burcg Slbpg\u00fcden ber frifcgen Sgganjen unb burd) SuJgtoben anberer bebeutcnben \u00a9(gaben an. 6m tiefe\u00ab Socg wirb toie \u00ae o f f e erj\u00e4glt, in \u00ef\u00fcrjeger Seit auSgetieft, bie \u00a9amentourjel bloSgelegt unb fofovt auf= \u201eefreffen ober WenigffenS jerg\u00f6rt. Sur fganjjeit beS 3amS Werben ge nod, t\u00e4giger, Weil fte jefet bie Saattourjeln auSfcgatren. \u201e\u00aeaS Sont\", \u00bbergcgert 66am, \u201eig faum gefat, fo toirb cd beieits toiebet auSgegraben unb aufgepidt.\" 31IS auffaHenb gebt \u00aeoffe geroor, bag bic fugen Kartoffeln\n\u00bbon ben Sgerlg\u00fcgnern gartn\u00e4dig \u00bberfcgm\u00e4gt Werben.\nHeber bie gartpftanjung g\u00e4be icg eigene Beobachtungen nidjt angeffcllt, b. g., footel td; mtd) erinnere', niemals ein Sieg mit Giern gefunben, Snnge unter S\u00fcgrung igver eitern abev oft gefegen. \u00a9erabe biefe SBeobadgungen, toeldje icg au Samilien madjte, begimmen mieg ju glauben, bag bas frets lebenbe i\u00dfettgugn in \u00a9inegigteit lebt. \u00aeurd) anbere Steifenbe erfagren toit, bag bie \u00a9ter mitten in einem biegten \u00a9raSbufcge abgelegt Werben, unb igre \u00abnjagl ein \u00aeugenb ober megr betragt \u00a9offe faat bag ein \u00a9ufjenb bie geto\u00f6gnlidje Stnjagl fei, unb bag bie Ster in einer Sage \u00fcberben .\u00a9oben gelegt, but* Slitter aber gefegieben Werben. 3uWeilen foil man gegen jwanjig in einem Siege gnben \u00a9ie Sungen werben halb nad) bem SluSfcgl\u00fcpfen \u00bbon ben Sitten \u00bbeggef\u00fcgvt, toaegfen rafeg getan unb folgen bereits, wenn ge biegalbe \u00a9r\u00fcge ber eitern erreiegt gaben, biefett auf allen Streifereien \u2022 b\u00e4umen bann aueg fd)on nacgtS regelm\u00e4gig mit ignen. ferlg\u00fcgner lagen geg leiegtet j\u00e4gmen als irgenb ein anbereS SBilbgugn, \u00bberben aber nie fo jogm Wie \u00a9auSg\u00fcgner j. S3. Singt einmal in Slfttfa gelingt eS, ge ogne Weiteres jur gortpflanjmig jn bringen, unb bei uns ju Sanbe gesiegt eS fegt feiten, bag frifeg \u00a9ingefangene, \u00bbon Slftifa \u00a9ingef\u00fcgrte, gd) paaren unb \u00a9ter legen, \u00a9agegen fann man bie \u00a9efangenen halb fotoeit gewognen, bag ge in \u00a9aus unb \u00a9of umgerlaufen, ober felbg an einen SJteifetoagen berart feffeln, bag ge auf bem febeSmaligen Sllagplage umgerlaufen burfen Weil ge ruh am \u00dcRotgen beim S\u00dfeiterjiegen toiebet p\u00fcnttlicg beim SSageit eingnben unb geg ogne \u00abmganbe \u00bbon neuem in igre K\u00e4gge fperren taffen. \u00aeie \u00a9efangenen bereite\u00ab igtem \u00a9igentg\u00fcmer \u00bbtel Berger, aber auch manege gteube. Sie gnb j\u00e4utifd), liegen mit \u00a9au\u00e4r unb Strutgugnern beganbtg tm Streite Werben fo b\u00f6sartig, bag ge Kinbet unb evtoaegfene \u00a9\u00e4gne angrctfeit, greifen Weit umger, \u00bber> fteden ibv Steg fooiel als m\u00f6glich, br\u00fcten nicht eifrig unb l\u00f6nnen and) garte K\u00e4lte niegt \u00bbertragen. knbererfeitS erfreuen ge burd) igre ewige SRagloffgteit, igr g\u00fcbfcgeS \u00a9egeber unb bie fonberbareu Stellungen unb Setoegungeii, toetege ge Beim Saufen onnegmen, tgretii \u00a9ebteter. \u00a9aS \u00a9etetperlgugn unterfdgeibet gd), Wenn icg \u00bbon bem \u00bbon mir beobachteten auf baS Settagen anberer fd,liegen barf, fegr *u feinem Sortgeite \u00bbon ben \u00fcbrigen. \u00a9S tr\u00e4gt geg jierlicger, erfdjeint fcglanter, Weil eS ben Kopf ergebt, unb nimmt niemals bie ectige \u00a9egalt an, Welcge gerabe feine Sam.ltcnsertoanbten tenm jeiegnet. Seme\u00c4nStoertg fdjeiut mir feine gtoge \u00a9utm\u00fctgigteit unb Sanftgelt ju fein. \u00a9aS m Diebe ftegenbe ig, Wie mein Stubev bereits beeidetet gat, nad) turjk Seit ungemein jagm getoorben unb","page":482},{"file":"p0483.txt","language":"de","ocr_de":"Sebeit\u00eatoeife ber ^erf\u00fchlter.\n483\nmit feinem SB\u00e4rter in ein fe^v innicje\u00ea Verf\u00e4ttni\u00df getreten, CB l\u00e4^t ftdC; ton biefem fangen, ol)ne fif gu ftr\u00e4ubett, ^in; unb hertragen, an einen beftiintnten Ort fetten nnb hier folange feffalteit, aB ber S\u00f6\u00e4rter eben f\u00fcr gut beftnbet; e\u00ea begn\u00fcgt fif mit einfachem fritter, irirb aber er!tartiner Steife forgf\u00e4ltiger bel)anbelt aB anbere jptfner unb erh\u00e4lt hauptf\u00e4ddif Oroffelfutter unb nebenbei fel)r tie! \u00a9r\u00fcngeug rerff iebetter Slrt rorgefe^t. Oie V\u00f6\u00e4rnte liebt e\u00ea, tx>ie e\u00ea ff eint, itof me!)r aB anbere iperl^\u00fc^ner. \u00a9\u00ea erfror in bem einen fatten VMnter, alter Vorftft ungead)tet, in einem trohlgel)eigten Zimmer bie $\u00fc\u00dfe, tucfrffeinlif treil itjm ber Voben nof gu fait trar. 3m \u00a9ommer ftelf man e\u00ea Jn\u00e4l)renb ber SJ\u00eeittag\u00eahfe fid) bet)aglid) in ben \u00a9trauten ber \u00a9onuc betonen unb reden, tr\u00e4hrenb anbere Perlh\u00fchner gur fetben Seit unter fd)attigen V\u00fcff ett \u00a9d)tf fufen. Vei heftigem V\u00dfinbe rerfrieft e\u00ea ftf faft \u00e4ttgfllif an einer geff\u00fcfden \u00a9teile, rerireilt t)ier ir>\u00e4^renb be\u00ea gangen Vage\u00ea ober begehrt fetbft an ber \u00ef\u00a7\u00fcre feine\u00ea .fpaufe\u00ea \u00a9infa\u00df. \u00a9erabe biefe\u00ea Perlhuhn tr\u00fcrbe unferen jp\u00fchnerh\u00f6fen gur gr\u00f6\u00dften S*erbe gereichen: aber freilif fd)eint e\u00ea, ba\u00df e\u00ea ber Stiftung in ber @efangenfd)aft nof gr\u00f6\u00dfere \u00a9f trierigfeiteu in ben 2\u00dfeg legen trirb aB ba\u00ea gemeine Perlhuhn, b eff en \u00a9ier man bei un\u00ea nur au\u00eanahtn\u00eatneife ber redeten Sftutter \u00fcberl\u00e4\u00dft unb getr\u00f6l)nlif \u00a3rut; ober \u00a3>au\u00eapl)nern gum Vr\u00fcteit unterlegt. Oie Vr\u00fctegeit m\u00e4hrt f\u00fcnfunbgtoangig Vage. Veim Slu\u00ea; f rief en finb bie Sangen oben auf braunem \u00a9runbe gelb geftreift unb gepunftet, unten trei\u00dflif, $u\u00df unb @f nabet rof, bie Gebern be\u00ea erften 3ugenb;, b. I). nid)t be\u00ea Outtenfleibe\u00ea, braun, roft= f\u00e4rben unb roftgetb ger\u00e4ubert. .Jpier gu Sanbe h\u00e4lt man auf mehrere Rennen nur einen eingigeu jpahn; e\u00ea ff eint mir be\u00eal)alb nift unnt\u00f6glif, ba\u00df riete Mi\u00dferfolge ber Stiftung auf biefe\u00ea unnat\u00fcrliche 9Ser^\u00e4Itni\u00a7 gttr\u00fcdgef\u00fchrt irerben miiffen.\nOie Perlh\u00fchner haben fel)r riete $einbe. Sille fabelt Slfrifa\u00ea, rom Seoparb ober \u00a9eparb an bi\u00ea gum \u00a3ud)fe ober ber fleinpfotigen $a\u00a3e heva^> a^e \u00a9fafale unb f\u00c7\u00fcd^fe ftellen ben Sllten unb jungen, bie \u00a9f teidfapen namentlich ben \u00a9iern unb \u00ae\u00fcd)lein nach ; alte gr\u00f6\u00dferen Blaubr\u00f6gel madden eifrig 2>agb auf biefe\u00ea fo Ieid)t gu betr\u00e4ltigenbe 2Bilb, unb felbft bie \u00a3urd)e erlangen e\u00ea nift feiten: mir fanben im SJiagen einer aft $u\u00df langen Voaff lange ein rollft\u00e4nbig au\u00eageiraf fene\u00ea Perlhuhn. Oer SJ\u00eeenff jagt biefe \u00a9farrr\u00f6gel \u00fcberall mit einer gegriffen Vorliebe, au\u00ea bem einfad)en \u00a9runbe, treil fte f\u00efd) ohne befonbere 9MI)e ber\u00fcden unb erlangen laffen, obirol)l fie, trenn fte Verfolgungen rerfp\u00fcren, ebenfatl\u00ea halb fe^r ffeu-trerben. Oagu fournit nun noch, baff ihre reiche V\u00e8fteberung bie meiften \u00a9d)\u00fcffe untrirffam maf t, ba\u00df fie felbft ba\u00ea befte @eirel)r gu rerfpotten fd)einen. \u00a9ang anber\u00ea iff e\u00ea, menu man einen guten \u00a3>uitb gur Verf\u00fcgung hat unb biefen auf ihre $\u00e2\u00ef)rte feht. 3ht\u2018e furcht ror bem Vierf\u00fc\u00dfler rerbl\u00fcfft fte fo, ba\u00df fie ben gef\u00e2l;rlid)cren f\u00c7einb g\u00e4nglif rerfennen, unb nicht feiten gefehieht e\u00ea, ba\u00df fie fid) gerabegu mit ber $anb tregnehmen ober bod), trenn fte geb\u00e4umt haben, ohne alle Umft\u00e4nbe rom Slfte herabfd)ie\u00dfen laffen. 3ut \u00a9ubahn irenbet man einfache \u00a9chnetfga\u00efgen an, um fie gu fangen, ftellt ihnen auch trol)l Ste^e quer burf ba\u00ea niebere \u00a9eb\u00fcfeh unb barf in beiben f\u00e4llen reiflicher Veute getri\u00df fein. Oie erfteren erinnern an unfere \u00dcDtautmurf\u00ea; fallen, \u00a9ie befielen au\u00ea einem langen, biegfamen \u00a9tode, irelfer auf ber einen \u00a9eite in bie \u00a9rbe geftedt, an ber anberen burd) einen $aben herabgebogen unb mitteB eine\u00ea \u00a9t\u00e4bf en\u00ea fo befeftigt trirb, ba\u00df er bei ber leifeflen Veriihrung nad) oben ffnellt unb babei eine \u00a9d)linge, in bereit Ver\u00fchrung ba\u00ea betreffenbe VMlb gefontmen fein mu\u00df, gttfammengiel)t. Oie \u00a9teppenbetro\u00ef)ner \u00aeorbofal)n\u00ea bebie; neu ftf gu ihrer 3agb rorgug\u00eatreife ihrer ^uube, jener rortrefflifen, oben geffilberten VUnbfpiete, iretfe laufenbe ^erlhifner regelm\u00e4\u00dfig fangen, \u2014 fogar nad; ben bereit\u00ea aufgefianbenen empor; fpringett unb itt rieten f\u00e4llen ein\u00ea rott ihnen gl\u00fcdlid) erffitappen. Stuf Samaifa fe^t man fnen K\u00f6rner ror, trelfe man mit fftum ober ^affara tr\u00e4nfte; bie f\u00fchltet* freffen baron, berauffen ftf, rertieren bie Ve\u00dfnnuitg, taumeln nnfer, br\u00fcden ftf enblid) an einem Orte nieber, trelfer fnen \u00a9fuh gu getr\u00e4hreit ff eint unb taffen ftd) nun ron bem >3\u00e4ger aufnehmen, ohne \u00e9inen treiteren Verfud; gur f^Iuft gu mafeit. h\u00e4ufig \u00dfnbet man \u00fcbrigen\u00ea einett gro\u00dfen \u00a3he^ bon betten, treffe ron beraufd)enbett K\u00f6rnern fra\u00dfen, rerenbet.\n* *\n*\n31*","page":483},{"file":"p0484.txt","language":"de","ocr_de":"484\n\u00a3>ie S\u00e4ufer, \u00a9djarvoogel. Truth\u00fchner.\n<\u00a3g ift \u00fcb\u00efid), gu ben ftafaneno\u00f6geln aud) bie f leine \u00a9ruppe ber Truth\u00fchner gu regnen, obmohl man ihr unter alten Umft\u00e4nben eine abgefonberte Stellung gugefiehen mu\u00df, meil bie Unter; fc^iebe gmifdhen ben gu t|r geh\u00f6rigen unb ben altmeltlidfen ftafaneno\u00f6geln boc^ fe^r augenf\u00e4llige ftnb. InbererfeitS fann man bie gebauten ^\u00fc^ner in feiner ber anberen \u00a7auf)tgru^en unterbringen, am menigften unter ben in Interifa \u00efjeimifdjen Sdjarro\u00f6geln ; eS l\u00e4\u00dft ftd) alfo bie Inflaming ber f\u00c7orfc^er mohl rechtfertigen.\n\u00a9ie Truth\u00fchner (Meleagrides) ftnb gro\u00dfe, fd)tanf gebaute, \u00a7od)Beinige, furgpgelige unb furgfchm\u00e4ngige 'Scfjarrn\u00f6gel. Oer mittelgro\u00dfe \u00c4opf unb- ber Oberhals ftnb unBefiebert unb mit Margen bemalen; non ber OBerfdjnaBellabe h\u00e4ngt eine gasf\u00f6rmige, ausdehnbare gleifpunfer, oon ber \u00a9urge! eine plaffe \u00a3aut ^eraB ; ber Schnabel ift furg, ftarf, oben gem\u00f6lbt unb gebogen, ber gtt\u00df giemlich unb langge^ig, ber ftittig fe\u00efjr gerunbet, in ihm bie britte Sc^toinge bie l\u00e4ngfte, ber auS adjtgehn Breiten, aufripbaren Gebern gebilbete Strang ein menig abgerunbet, baS \u00a9eftebcr reichlich, aber berb, jebe eingelne geber gro\u00df unb Breit, bie F\u00e4rbung eine fe^r gl\u00e4ngenbe. US Befonbere \u00a9igentpmli^feit mu\u00df nod) \u00c7eroorge\u00c7oben \u00bberben, ba\u00df ftd\u00df> eingelne Gebern ber \u00a9orberbrufi in Borftenartige \u00a9ebilbe umtoanbeln, meldfe baS \u00fcbrige \u00a9efieber an S\u00e4nge meit \u00fcberragen. Oie \u00a9ru^e ober Unterfamilie verbreitet ftch \u00fcber ben Often unb korben ImerifaS, oon \u00c6anaba an bis gur Sanbenge oon panama.\n\u00aeaS Truthuhn ober ber S\u00dfuter (Meleagris Gallopavo) ift auf ber Oberfeite br\u00e4unlidjgelb, fjra^toolt metaltifc^ fcfiimmernb, jebe fteber breit fammtf^toarg gef\u00e4umt, auf bem Unterr\u00fcdfen unb ben ScE)toangbecffebern tief nu\u00dfbraun, gr\u00fcn unb fchmarg geb\u00e4ttbert, auf ber \u00a9ruft gelblichbraun, feitfidf) bunfler, auf S3auc\u00a3> unb Sd)enfet br\u00e4unlichgrau, in ber Stei\u00dfgegenb fd;m\u00e4rgli<h, bie S\u00e4umung ber Gebern ntinber beutlid); bie Sdjmingen finb fd)toargbraun, bie ^anbfdjmittgen graulic^toei\u00df, bie 3lrm-fdjtoingen br\u00e4unlich mei\u00df geb\u00e4nbert, bie Steuerfebern auf gleichfarbigem \u00a9runbe fc$marg gemellt, geb\u00e4nbert unb fein geffmenfelt, bie nacften ^opf ; unb fpalStheile hUhiumtelblau, unterhalb beS SlugeS ultramarinblau, bie Margen lacfroth- OaS luge ift gelbblau, ber Scpabel^mei\u00dflich ^orn; f\u00e4rben, ber gu\u00df bla\u00df oiolet ober lacfroth- Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 40 bis 44, bie \u00a9reite 53 bis 60, bie gittigl\u00e4uge 18, bie Schmangl\u00e4nge 15 &U. \u00a9efieber beS SBeibc\u00dfen* ift ntinber f<$5n unb leb; baft, bem beS palmes jeboch \u00e4hnlich- Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 35, bie \u00a9reite 48 A, bie ^ittigl\u00e4nge 15, bie Schmangl\u00e4nge 11 3oU*\n3n \u00a9cefifo mirb baS Truthuhn burd^ eine \u00e4hnliche Irt, auf bem ^eftlartbe MtelamerifaS burd) baS prachtvolle ^fauentruthulfn (Meleagris ocellata) oertreten, einen \u00a9ogel, melc\u00dfer, mie ber lame anbeutet, bie Sch\u00f6nheit beS Pfaues mit ber \u00a9eftalt beS Tru^neS oereinigt unb hoffentlich halb unfern Tiergarten gur 3terbe gereuen mirb.\nUeber baS ^reileben beS norbamerifanifchen Truthuhnes liegen oiele \u00a9erlebte Oor; feiner oon ihnen aber \u00fcbertrifft bie S\u00e4uberung, meld)e mir lububon oerbanfen: eS gen\u00fcgt alfo oellfommen, menn ich mich int mefentlicben an biefen Scbriftfteller ha^e- \u00aeie SGB\u00e4lber ber Staaten OBio, \u00c4entucfy, Illinois unb Subi ana, IrfanfaS, Tenneffee unb llabama beherbergen nod; heutigen TageS Truth\u00fchner in namhafter lngal)l. 3n \u00a9eorgia unb \u00c4arolintf ftnb fte minber h\u00e4ufig, in \u00a9irginien, S\u00dfennfbloanien fdjon feiten, in ben bidjtbeo\u00f6lferten Staaten bereits auSgerottet. @te leben geitmeilig in gro\u00dfen \u00a9efellpaften unb treten unregelm\u00e4\u00dfige SBanberungen an, inbem fte meibenb bie Salbungen burdjwanbern, bei Tage auf bem \u00a9oben fortlaufenb, nachts auf hohe\u00ab \u00a9\u00e4umen raftenb. \u00a9egen ben Oftober hin, menn nod; menige oon bem \u00a9auinfamen gu \u00a9oben gefallen finb, reifen fte bem Sieflanbe beS Ohio unb 9Kiffifftppt gu. Oie SMundjcn oereintgeu ftd) in \u00a9efeKXfchaften oon gehn bis hunbert St\u00fcd unb fud)en ihre lahrung f\u00fcr ftch allein; bie S\u00dfetbdten fchlagen ftch mit ihren halbermadffenett jungen in fa\u00dft ebenfo gasreiche \u00a9anbett gufantmen unb Oers","page":484},{"file":"p0485.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3rut\u00a7u\u00ef>it. 5Pfauentrut\u00efju\u00c7n,\n485\nfolgen abgefonbert benfelben 2Beg. \u00a9o ge^t e\u00ea toeiter, immer gu ^ufe; folange nid^t ein ^\u00fb\u00f4^unb ober ein aubcre\u00ea bierf\u00fcfjige\u00ea iRaubt^ier ft\u00f6renb bagtoifdljentritt ober ein breiter $tn\u00a7 ben 2Beg abfdjmeibet. \u00a9elangt eine\u00a3rutl)afmgefetlfd)aft an\u00ea Ufer eine\u00ea folgen, fo fammett fie fid) gun\u00e4dl)ft auf bem f)\u00f4dj)ftett\u2018^unfte nnb bertbei\u00eft \u00c7ier manchmal \u00a3age lang, gleidjfam beratljenb, e\u00ef)e fie ftdj enb fd)lie\u00a7t, \u00fcbergufe^en. \u00a3>ie 3Jt\u00e4nnd)en bl\u00e4hen ftd) auf unb tollem, al\u00ea ob fie fiel) felbfi SJtutl) eingus fpred)en Ratten, unb bie S\u00f6eibd^en unb jungen ahnten i\u00a7nen nad), fo gut fte f\u00f6nnen, bi\u00ea fd)ltepd() bei ruhigem S\u00f6etter ba\u00ea 2Bagftiicf unternommen unb ber \u00a9trom \u00fcberflogen ftirb. \u00a9in eingige\u00ea \u201e\u00a9lud\"\n25a\u00a7 $\u00dffauentrutl)ul)n (Meleagris ocellata). i/6 ber nat. \u00a9r\u00f6fje.\nbe\u00ea \u00a3eit\u00ef)alme\u00ea gibt ba\u00ea ,3eid)en, unb bie ^lugreife beginnt. SDett alten SS\u00f6geln ibirb e\u00ea nid)t fd)toer, \u00fcbergufe^en, felbft toenn ber-$luf$ eine \u00fcDteile breit fein foGte; bie j\u00fcngeren unb minber fr\u00e4ftigen aber faden oft untertoeg\u00ea auf ba\u00ea Staffer l)erab unb m\u00fcffen bann berfud)en, ba\u00ea Ufer fd)tbimmenb gu erreichen. \u00a9ie f erliefen babei bie Fl\u00fcgel feft an ben Seib, breiten ben \u00a9d)tbang, ftreden ben ^a\u00ef\u00ea nad) born unb greifen mit il)ren $\u00fc\u00a7en fotoeit au\u00ea al\u00ea fie f\u00f6nnen, furg fie erreichen getb\u00f6plid) ba\u00ea fefte Sanb. 2)ie gliicflid)e Rettung fd)eint fie aber f\u00f6rmltd^ gu berlbirren; benn fte laufen anf\u00e4nglid) mie bet\u00e4ubt untrer unb bergeffen bie \u00fcjnen fonft eigene $8orfid)t oft fo, bafj fie bem $\u00e4ger leidet gur 3Beute fallen. 2\u00dfenn fie in eine \u00a9egenb fommen, in toeld)er fte reidl)lid)e S3eute finben, pflegen fie fid)","page":485},{"file":"p0486.txt","language":"de","ocr_de":"486\nSDic S\u00e4ufer. \u00a9tpctrro\u00f6gel. \u00a3tutp\u00fcpner.\nin Heinere \u00a9efedfdpaften gu gcrffeilen, unb nunmehr mifept fid) \u00a9It unb Sung unter einander. \u00bbS gcfd)iept geW\u00f6pnlidp um bie SQflitte beS \u00a9oOentbcr. \u00a9od) etwas fp\u00e4ter fann eS oorfomnten, bafj fie fid;, Waptfcpeiniicp abgemattet non ber langen \u00a9S\u00e4uberung, ben \u00a9auerp\u00e4ufern n\u00e4hern, unter ben japmen \u00c7\u00fcpnerftanb mifepen unb mit ipm in \u00a3>of unb Statt eiutreten, um pier \u00a9ftprung gu finden. Su fold;er \u00a9Seife oerbringen fie ben \u00a3erbft unb einen Xpeil beS \u00a9SinterS.\nUm bie \u00a9litte be\u00ea ftebruar regt fid) ber $ortpflangungStrieb. SDie \u00a9Seibd)en trennen ftd) non ben \u00a9lanncpeu, Werben non biefen aber eifrig oerfolgt. \u00a9on nun an fcplafen bie \u00a9efcplecpter gefom fort, jebodp in nic^t gro\u00dfen Entfernungen oon einanber. \u00a9t\u00f6\u00a7t eine\u00ab ber S\u00dfeibdjen feinen Sodtoit au\u00a7, fo antworten aCte \u00a3\u00e2pne, Weldpe ipn p\u00f6ren, mit fdpned auf einanber folgenben rodenben \u00a3\u00f4nen. Erfdjadt ber Sodruf oom \u00a9oben herauf, fo ftiegeu ade fofort ^ernieber, fcplagen in bem \u00a9ugett; Hide beS \u00a9uffadeuS, gleidpoiel, ob ein \u00a9Seibdpen in \u00a9idpt ift ober nidpt, ein \u00a9ab, toerfen ben \u00aeopf auf bie \u00a9putter gur\u00fcd, fd>\u00efeifen mit ben gl\u00fcgeln unb geben bie fonberbaren \u00a9tedungen, Baute unb \u00a9er\u00e2ufdje gum \u00a9eften, Welcpe Wir bei ben geg\u00e4hnten \u00a9ddpfommen gu fepeu geWopnt ftnb. $a* bei gefd>ie\u00ee)t eS niept feiten, baff gwei \u00a9l\u00e2nncpen mit einanber in \u00a9treit geraden unb fo peftig \u00efampfen, baf einer unter ben \u00a9plagen beS anbern fein Beben auSpaudpen muff \u00a9IS auffa\u00fcenb l;ebt \u00a9ububon peroor, bafj ber \u00a9leger feinen get\u00f6bteten \u00a9egner fcineSwegS mit \u00a7afj betrautet, fonbern ftd) oor ipnt ebenfo geberbet, als ob er eine \u00a3>ennc liebfofen mode. . \u00a3>at ber #apn cine fotepe entbedt unb fid) ipt gen\u00e4hert, fo a\u00efjmt fie, Wenn fie \u00e4lter als ein Sapr ift, feine \u00a9tedungen in ber Siegel nadp, napt fiep bann aber iprerfeitS, legt ftd) auf beu \u00a9oben unb forbert ipn fo gur \u00a9egattung auf. S\u00fcngeren Rennen gegen\u00fcber benimmt ftd) ber ocrliebte jpaptt gang anberS. Er tr\u00e4gt ftd) Zeitiger pomphaft, bewegt ftd) mit gro\u00dfer \u00a9dpnedigfeit, ergebt fiep guioeilen Oom \u00a9oben, fliegt um fte l)crum, rennt nadp bem \u00a9uffufjen mit ader 2Jtad>t auf fte gu, oerfd)cud)t ipre $urd)t burd) ein knurren unb erringt fiep fcplie&Iidp auep ipre \u00a9Sidf\u00e4prigfeit. ES fepeint, baf ein #apn unb eine \u00a3enne, Welche in biefer \u00a9Seife fiep oereinigen, W\u00e4prenb beS \u00a9ommerS in einer gewiffen \u00a9erbinbung bleiben, Wenn fdjou ber elftere freilich feine \u00a9ufmerffamfeit feineSWegS einem \u00a9Seibd)en adein Wibmet. \u00a3)ie Rennen iprerfeitS folgen bem beoorgugten #apne, bis fie gu legen beginnen unb nunmehr fid; oereingeln unb oerfteden, in ber \u00a9bfupt, ipre Eier oor beut \u00a3apne gu fr\u00fchen, beffen ft\u00fcrmifd)e BiebeSbeWerbung fte gef\u00e4prben f\u00f6nnte. 2)aS legenbe \u00a9Seilnpen Oermeibet, mit \u00a9uSnapnte einer furgen Seit to\u00e4prenb jeben \u00a9ageS, ben \u00a3apn faft \u00e4ngftlidp. SDicfer geigt fiep l\u00e4fftg unb faul, fobalb er feinem ftortpflangungStricbe gen\u00fcgt pat, unterl\u00e4\u00dft K\u00e4mpfe mit anberen feiner \u00a9rt, lodert Weniger unb bef\u00fcmmert ftd) faum uod) um bie Rennen, Weld)e nun iprerfeitS um ben unp\u00f6fliepen \u00a9cmapl ft\u00f6pncn, ipm um ben \u00a9art gelten, ipn liebfofen unb ade \u00a9Uttel in \u00a9eWegung fepen, bie erftorbene \u00a9lut feiner \u00a9efiiple Wieber angu; fatten. \u00a9dpliefjlicp trennen ftd) bie $\u00e4pne g\u00e4nglid; oon ben Rennen, unb bann Werben fte fo faul, fo gleichg\u00fcltig, baf fte felbft ben feinbtidjen \u00a9lenfdjen faum mehr beadfen.\n\u00a9Senn baS gr\u00fcpjapr troden ift, fudjt fid) bie #enue um bie \u00a9litte bel \u00a9prit einen geeigneten \u00a9iftplap auS. SDerfelbe Wirb unter adett Umfl\u00e4nben fo oerftedt all m\u00f6glich angelegt unb namentlich oor bent fdparfen \u00a9uge ber \u00dfr\u00e4pe oerborgen, Weil biefe ftdj jeben \u00a9ugeublid, ben bie \u00a9lutter fern oom \u00a9efte oerbringt, gu \u00a9u^en macht, um bie Eier gu rauben. \u00a3)aS \u00a9eft beftept auS einer feiepten, lieberlid; mit gebern attSgefleibeten \u00a9ertiefung; baS \u00a9elege g\u00e4plt.gepn bis fuufgepu, guWeiten auep gwangig auf bunfetraud)gelbem \u00a9runbe rotpgepunftete Eier. SDem \u00a9efte uapt ftd) bie ^enue ftetS mit gr\u00f6\u00dfter \u00a9orftept unb bedt, wenn fte eS oerl\u00e4fjt, bie Eier forgf\u00e4ltig mit trodenen \u00a9l\u00e4ttern gu, fobaf eS fcpwer ift, baS eine unb bie anberett gu bemerfen, aud) in ber 3pat nur Wenige gefunbeu Werben, oon benen man niept bie erfepredte \u00a9lutter oertrieb. \u00a9eWaprt biefe, W\u00e4prenb fic br\u00fctet, einen f^einb, fo br\u00fcdt fte fiep nieber, r\u00fcprt ftd) niept, bis fte merft, ba\u00a7 fte eutjbedt W\u00fcrbe, \u00a9vbu-bon erg\u00e4plt, baf er, Wenn er fid) burd) \u00a9feifen ober lautes \u00a9preepen ben \u00a9ufcpcin ber Unacptfamfcit gab, einem \u00a9efte oft bis auf Wenige \u00a9epritte napen fonnte, opne bie ^enne gu oerfepeudjen, w\u00e4prenb fte, Wenn er oorftdptig perattfcplid), ftetS in einer Entfernung oon WenigftcnS gwangig \u00a9epritten auf; ftanb unb baoonlief. UcbrigenS Oerl\u00e4ft bie \u00a9Ite, Weldpe Oon einem \u00a9lenfdpen geft\u00f6rt Wttrbe, ipr \u00a9eft","page":486},{"file":"p0487.txt","language":"de","ocr_de":"Seben\u00eatoeife ber Truth\u00fchner.\n487\nntcht; tooljl aber gefehlt TTteg, ioenn ein \u00abRaubgier ihr einige ben ben \u00a9iern genommen ober aug; getrun\u00efen hat. SBirb bag \u00a9eiege gerft\u00f6rt, fo br\u00fctet bie \u00a3enne sum s^etten SRale. \u00e2ufoeilen gefct)iebt eg, ba\u00df mehrere TOtter in ein unb baffelbe 3Reft legen: Slububou fanb einmal ihrer brei auf stoeiunboierstg \u00a9iern fi|en. 3n folgern gade ioirb bag gemeinfdjafttidje Reft fietg oon einem ber 2Beibd)ett bernait, foba\u00df \u00efetneg ber f<hfo\u00e2d;eren Raubtiere bie \u00a9rut gef\u00e4^rben bann, \u00a9egen bag \u00a9nbe ber \u00a9ebr\u00fctung hin oerl\u00e4\u00dft bie \u00a7enue unter feiner \u00a9ebingung i\u00a7r Ref\u00eet, folange fie lebt; fie geftattet mie bie 5tuetl;eune, ba\u00df man eine Ums\u00e4uuuug anbringt unb ertr\u00e4gt alfo lieber \u00a9efangen; fd^aft alg Trennung oon ihren \u00a9iern.\nRububon tear einft Beuge oon bem Stugfdjl\u00fcpfen einer \u00abBrut junger Truth\u00fchner, melier er fidb) bem\u00e4chtigen loodte. SBenige \u00a9djritte oon bem \u00abRefte entfernt, lag er beobadjtenb auf bem \u00a9oben. T)ie Sllte erhob fid) jit halber #\u00f6he ihrer g\u00fc\u00dfe, flaute \u00e4ngftlich auf bie \u00a9ier, glucffte beforgt, ent; fernte oorfic^tig jebe (Schalenh\u00e4lfte unb liebfofte mit ihrem (Schnabel bie B\u00fcchlein, toeldje taumelnb oerfmhten, bag Reft su oerlaffen. \u00a9r fah fie alle bie \u00a9d;ale oertaffen unb menige Minuten fp\u00e4ter, fchmanfenb, follerub unb reunenb fid; Oorto\u00e4rtg bemegen. \u00a9he 3Xlte bag Reft oerlief, fd;\u00fcttelte fte fid; heftig, orbnete bie Gebern unb nahm nun pl\u00f6fclidjj eine gaits anbere \u00a3>altfhtg an. \u00a9ie erhob [ich, ftredte ihren .palg lang au\u00bb unb fanbte ihre SBlicfe nach allen \u00a9eiten hin, um leben geinb recht; zeitig \u00a7u erfreu, breitete ihre Fl\u00fcgel ein menig, glucffte s\u00e4rtlid; unb bem\u00fchte ftd;, bie fleine \u00a3erbe ber B\u00fcchlein sufammensuf)atten.\nTxt bag 2lugfd;l\u00fcpfen gem\u00f6hulich erft gegen Slbenb gefdjieht, fehrt bie Familie in ber Sieget sum \u00abHefte sur\u00fccf unb oerbringt hier bie erfte \u00abR\u00e4cht, hierauf entfernt fte ftd; auf eine gefoiffe \u00a9trede unb fud)t ftch bag h\u00f6chfte Sattb ber \u00a9egenb aug, meit bie \u00dcRutter mit Sfted^t SR\u00e4ffe atg bag \u00e4rgfte Hebel f\u00fcr ihre sarten jungen f\u00fcrchtet. \u00a9d;on mit bem oiersehnten Tage ihreg Sebeng ftnb bie jungen, melchc higher auf bem \u00a9oben oerharren mu\u00dften, f\u00e4hig, ftd; Su erheben, unb Oon jefct an fliegt bie gamilie gegen Slbenb ftetg su einem nieberen Steige auf unb oerbringt hier, unter ben gem\u00f6lbten gl\u00fcgeln ber SRutt\u00e9r gefdpht unb\tgeborgen, bie Stacht. Rod;\tetmag fp\u00e4ter oerl\u00e4\u00dft bie Sllte\tmit ben\nB\u00fcchlein bie \u00ab\u00df\u00e4tber m\u00e4hrenb beg\tTageg, um auf ben \u00a9l\u00f6\u00dfen\tober \u00a9Siefen ben\tReid;thum\tan Oer;\nfdjiebenen \u00a9eeren ftd; su Ru\u00dfen\tsu machen unb ben mohlth\u00e4tigen \u00a9influ\u00df ber\t\u00a9onne genie\u00dfen su\nf\u00f6nnen. \u00a9on je\u00dft an machfen\tbie jungen au\u00dferorbentlid;\tfd;ned. \u00a9d;on\tim Sluguft\tftnb fic\nbef\u00e4higt, ftch oor einem Singriff ber oierf\u00fcfigen Thiere gu fr\u00fchen; ja, ber junge ^a\u00dfn f\u00fchlt bereitg m\u00e4nnliche \u00c4raft in ftd; unb \u00fcbt ftd; in pomphaftem \u00a9inherfd;reiten unb Modern. Um biefe $eit ftnben ftch Sllte unb 3mtge mieber sufammen unb beginnen ihre S\u00e4uberung.\n\u00a9g gefd;ieht nicht feiten, ba\u00df ioilbe-Truth\u00e4hne ftch s\u00ab ben ges\u00e4hmten gefeiten, mit ben g\u00e4hnen ftreiten unb um bie Siebe ber Rennen toerben. \u00a9on legieren toerben fte mit greuben empfangen, aber auch Oon bereu \u00a9igenth\u00fcmern fel)r gern gefeheu, toeil bie B\u00fcchlein, toelche fotchen \u00a9efudjen ihr Ttafein oerbanlen, ftd; fel;r su ihrem \u00ab\u00dfort^eite Oor ben in ber \u00a9efangenfdhaft gesichteten augseichnen. \u00a9ent legt man and; bie im \u00a9Salbe gefunbenen \u00a9ier sahnten Truth\u00fchnern unter unb e^ielt t;ierburd) Bunge, toelche sfoar noch \u00a9ttoag oon ben \u00a9itten ber toilblebenben beibehalten, ftd; aber hoch halb an bie @efangenfd;aft geto\u00f6hnen unb unter Umft\u00e4nben feljr sahnt Serben. 21 ubub on befa\u00df einen #ahn, Welcher foie ein \u00a7unb nachfolgte unb ftch int \u00fcaefentlicpen ga% foie ein sal;mer betrug, aber niemalg mit ben anberu in ben \u00a9tad ging, fonbent sum \u00a9deafen ftetg bie h\u00f6d;fte ftirfte beg \u00a9elj\u00f6ftcg fo\u00e4hlte. Sllg er \u00e4lter tourbe, flog er tagt\u00e4glich in ben \u00a9Salb hutaug, lehrte jeboch mit \u00a9onnenunter; gang regelm\u00e4\u00dfig su feinem ^errtt sur\u00fcd.\n3Ran fann nicht behaupten, ba\u00df bag Truthuhn ftd; an ein getoiffeg gutter h\u00e4lt, obgleich man fagen barf, ba\u00df eg gSefann\u00fcffe unb bie grud;t ber SBinterrebe beOorsugt, toeil eg ftch ba, too biefe gr\u00fc\u00dfte h\u00e4u\u00dfg ftnb, ftetg in SRenge finbet. \u00a9g fri\u00dft \u00a9rag unb Kr\u00e4uter ber oerfchiebenen Slrt, \u00a9etreibe, ^Beeren,/gr\u00fc\u00dfte unb ebenfo ^erbtpiere, Heine ^eufchreden unb bergleicpen\u00bb\n3m Saufen \u00f6ffnen bie Truth\u00fchner oft bie gl\u00fcgel ein toenig, alg ob ihnen bag \u00aeeioid;t tprcg Seibeg s\u00ab ferner io\u00e4re; bann rennen fte auf einige \u00a9den mit foeit ge\u00f6ffneten \u00a9dringen bahitt, nach","page":487},{"file":"p0488.txt","language":"de","ocr_de":"488\nTie S\u00e4ufer. \u00aed)arro\u00f6gel. Truth\u00fchner.\n2lrt beS gebeuten \u00a3>uI)neS, ober ff)ringen gtoei; ober breimal \u00ef)od) in bie Suft unb fe^en hierauf ihren S$eg auf bem \u00a9oben fort. Seim ^utterfud&en tragen fte ben $of)f \u00ef)od), als ob fie beft\u00e4nbig Umfd)au batten m\u00fc\u00dften, to\u00e4l)renbbem traben fie\u2019mit ben S\u00fcfen, galten hl\u00f6fclid) ein unb nehmen mit bem \u00a9d)nabel bttoaS oom Soben auf, g\u00efeicbfam als ob fte TaS mit ben 3el)en gef\u00fchlt hatten. S$\u00e4l)rcnb beS \u00a9ommerS begeben fie fid) auf bie Sklbffabe ober Skge, auch auf frifchgef)ft\u00fcgte gelber, um hier ftd) gu babbeln. 3m SSinter nad) tangerem \u00a9d)neefad unb namentlid), ioentt ber f^roft eine harte Trufte auf bie \u00a9d)neebede gelegt hat, oerioeilen fte mand)mal bret ober oier Tage nad) eiuaubcr auf ihren \u00a9chlafpl\u00e4hen unb faften; ftnb aber Snfteblungen in ber di\u00e4l)e, fo tommen fte nal)ruug= fudjenb gu ben \u00a9t\u00e4den ober gu ben $ornfeimen. Sei \u00a9d)neeloetter burd)laufen fte, aufgefefjeud^t, fehr grofe \u00a9treden unb gtoar, fo ungefchidt TieS auSftel)t, mit fold)er \u00a9d)nedigteit, baf ihnen tein $ferb nad)tommeit tann; bagegen gefd)iel)t eS im Fr\u00fchjahre, \u00efoenn fie ftdt> burch ihre 2iebeStodl)cit abgemattet haben, aud) toieberum, baf ein guter ^unb fie im Saufen f\u00e4ngt.\nUnter bett gal)llofen Seinben, toeld)e bem Truthulme nad)fteden, ftnb n\u00e4d)ft bem 2Jlenfd)en bie gef\u00e4hrti<hften ber \u00a3ud)S, bie \u00a9d)neeeule unb ber Uhu. Ter \u00a3ud)S oerfotgt Sttt unb 3nng, f\u00e4uft aud) bie bier aus; thut biefem SMlbe \u00fcberhaupt gro\u00dfen \u00a9(haben; bie bulen nehmen namentlich nad)tS oiete oon ben S\u00e4umen toeg; gegen fie aber oertheibigen ftd) bie Truth\u00fchner oft mit brfolg. SUrb eine lautlos fid) nal)enbe bule entbedt, fo mahnt ein ioarnettbeS \u201eblud\" bie gange befedfd)aft, auf ihrer .fput gu fettt. \u00a9ofort erheben ftd) alte \u00a9d)t\u00e4fer unb ad)ten auf jebe Setoeguttg ber Sitte, toeld)e fd)lieflid), nadjbem fte ftdh rin Offer auSerfe\u00ef)en, tote ein 5f3feit geftrid;en fournit, auch km Truthahn unab\u00e4nberlid) ergreifen to\u00fcrbe, io\u00fcfte biefer nid)t auSguioeid)en. \u00a9otoie bie bule heran; fd)ieft, beugt er feinen \u00aeof)f tief herab unb breitet gleid)geitig feinen \u00a9d)ioang \u00fcber ben 3T\u00fcden, Dertoirrt babitrdh ben Angreifer, toeld)er g\u00fcnftigen SadS ein 5\u00dfaar Gebern ertoifd)t, f\u00e4llt gu Soben herab unb rennt bem elften, beften Sufd)e gu, um hier ftd) gu oerbergen.\n3agb unb $ang beS Truthuhnes toerben \u00fcberall in Stmerifa mit \u00a3eibenfd)aft, uid)t immer aber aud) mit \u00a9d)onung betrieben. Statt erlegt ben .Spahn befonberS gern to\u00e4l)renb ber Salge, ioeld)e er gutoeiten auf ben S\u00e4umen abl)\u00e4tt, unb befd)Ieid)t ihn bann gang in berfetben SBeifc, toie uttferett 2luerl)al)n; man gebraucht jpunbe gum Sufft\u00f6bern, ftettt fidh auf ben erfuttbeten \u00a9d)laff)l\u00e4hcn ober in ber dt\u00e4l)e nahrungOerff)red)enber $l\u00e4he ein u. f. io. Tie 3<*gb erforbert \u00fcbrigens unter alten Umft\u00e4nben einen auSgeternten 3\u00fcger, ioeit bie grofe \u00a9dheu biefeS SdlbeS \u00a9onntagSfd)\u00fchen baS \u00a3>anb; toerf oon oornheretn oerleibet. Siel leid)ter ift ber $ang, eine 2lrt beffelben auch fehr begetd)nenb f\u00fcr bie Tumml)eit ber S\u00f6get. 3\u00ab ben Skibungen fd)id)tet man \u00a9t\u00e4mme oon fec^S bis gehn $ufj S\u00e4nge mie bie Salten eines SlodhaufeS auf, bebedt baS beb\u00e4ube oben mit Seifig unb bringt unten eine Th\u00fcr an, grof genug, einen ftarfen .Spahn burdhgulaffen. T)aS 3tmere ber f^alle toirb reid)lid) mit SRaiS gef\u00f6bert unb oott ber Th\u00fcr aus biefeS beliebte Sodfutter auf eine \u00a9trede hm ebenfalls Oer; ftreut. Sor\u00fcbergehenbe Truth\u00fchner ftnben bie erto\u00fcnfehte \u00a9peife, folgen ihr bis gur Th\u00fcre, fehen im 3nnern ber Sdde reidhlidhe W\u00e4hrung uttb fried^ett hinein; einer folgt bem anbern, unb fo Oereinigt fid) gutoeiten baS gange Soif in bem ger\u00e4umigen 3nnern unb frift bie hier oerftreuten f\u00f6rner auf. Snftatt ttun aber toieber gur Th\u00fcr hinattSgufriechen, bleiben bie albernen S\u00f6gel in ber flatte, fteden \u00fcberall gtoifd)en ben Salten bie ^\u00f6ffe burd) unb m\u00fchen ftdh vergeblich ab, hier ftdh burd)gugto\u00e4ngeit. deiner oon ihnen ftnbet ben SluStoeg, unb ber l\u00e4nger holt ftdh am n\u00e4d)ften Storgeit bie gange befed; fd)aft heraus. Sububon Oerftdhert, baf man hier fehr oft alle befangenen oerhuugert ftnbet,' toeil ber S\u00e4nger, \u00fcberf\u00e4ttigt Oon Trutl)al)ntoitb})ret, eS nicht mehr ber St\u00fche toertl; hielt/ bie Sode gu beftd)tigen. dtodh im 3al)re 1834 toar ber Sang fo ergiebig, baf cingelne 3\u00e4ger baS grofe Torf Seto Harmonie mit biefem T\u00dfilbpret oerfel)en tonnten, \u00a9ie ritten, toie ber $ ritt g Oon S$ieb erg\u00e4htt, bie \u00a9trafen entlang, hatten bis gtoangig \u00a9t\u00fcd an ihren t\u00dfferben aufgeh\u00e4ngt unb oertangten audh nicht \u00fcber einen Todar f\u00fcr baS \u00a9t\u00fcd. Stod) fr\u00fcher toaren Truth\u00fchner in benfelben begenben fo h\u00e4ufig, baf eS gtoei guten \u00a9dh\u00fchen nicht befonbere SCR\u00fche toftete, bis hunbert \u00a9t\u00fcd auf einem 3agbguge gu erlegen.","page":488},{"file":"p0489.txt","language":"de","ocr_de":"Seben\u00eatoeife ber \u00a3\u00fchner;2Battnif\u00eeer.\n489\nOa\u00ea Scrutin \u00eeourbe fe^r balb nach ber \u00a9ntbedung Slmerita\u00ea 511 un\u00ea her\u00fc&er9ekrac\u00a7t-Ooiebo ift ber erfte Sd;riftftctler, ioelch\u00ear feiner erm\u00e4hnt. \u201e3\u00ab\u00dcJteufhanien\", fagt er, \u201egibt e\u00ea gro\u00dfe itnb fehr f^macf^afte Pfauen, oon benen oiele nad; ben 3flfeln unb *n booing \u00a9aftilia be\u00ef Oro gefdjafft \u00efoorben ftnb unb b\u00e2felbft in ben K\u00e4ufern ber Triften ern\u00e4hrt Serben. Oie Rennen fe\u00efjen fdf;Xed^t au\u00ea; bie fp\u00e4hne aber ftnb fd;\u00f4n, fdjlagen aud; oft ein 9\u00eeab, obgleich fte feinen fo gro\u00dfen Sdjloeif haben foie bie Pfauen in Spanien.\" \u00a9\u00ea folgt nun eine getreue Sefd)reibung be\u00ea Oruthahne\u00ea unb fcfdie\u00dflid; bifrSemerlung, ba\u00df ba\u00ea fjfcifd^ biefer \u201ePfauen\" febr gut unb entfliehen beffer unb garter fei al\u00ea ba\u00ea be\u00ea fpanifchen. \u00a9tylliu\u00ea befdjreibt ben Oruth<*hn al\u00ea .fpau\u00eaoogel ber Europ\u00e4er. 3m 3dhrc 1557 \u00efoar er aber nod; fo feiten unb foffbar, ba\u00df ber SJ\u00ceagiftrat non Senebig beftimmte, auf loeld;e Oafel \u201einbifdje $\u00fchner\" fommen b\u00fcrften. 3u \u00a9ng\u00efanb foil er im f\u00fcnfzehnten 3&hrc ^er \u00dc\u00eeegierung Heinrich be\u00ea Slcfden ober 1524, in Oeutfdjjlanb ungef\u00e4hr um\u00ea 3&hr 1534, in ^ranfreidj notf) etloa\u00ea fp\u00e4ter eingef\u00fchrt \u00efoorben fein, \u00a9egenlo\u00e4rtig iff er al\u00ea jpau\u00eaoogel \u00fcberall oerbreitet. Sim h\u00e4uftgflen loobl finbet man ihn in Spanien unb namentlich in ben \u00a9eh\u00f6ften, loeld;e fern oon ben D\u00f6rfern inmitten be\u00ea b\u00fcrren \u00a9ampo errichtet iourben. jpier fah ich gerben oon mehreren hunbert St\u00fcden unter ber Obhut befonberer Wirten, ioelche fie morgen\u00ea gur 3Beibe trieben, \u00fcbertag\u00ea gufammenhielten unb abenb\u00ea ioieber nach \u00abipemfe brachten. Sei itn\u00ea gu Sanbe ioerben fie feiten gehalten, obgleich ihre 3ucbt fi<hr loemt fie in\u00ea \u00a9ro\u00dfe getrieben Ioerben fann, looljl Oerlohnt. 3Rand;e ^ofbefi^er achten fie hoch, bie meiften \u00fcftenfepen aber m\u00f6gen fie ihre\u00ea polternben, j\u00e4hgornigen unb ganff\u00fcd)tigen Skfen\u00ea halber nicht leiben. 3hve Dummheit ift erfchrecfenb, i\u00eengeloohnt'e\u00ea bringt fie g\u00e4nglich au\u00dfer Raffung. \u201e\u00a9in traprer 3ammer ift e\u00ea\", fagt Seng, \u201emit angufepen, toie fie im Sommer, Oorg\u00fcglich toenn fie B\u00fcchlein f\u00fchren, oft ben gangen lieben 5\u00a3ag gen Rimmel bliefen unb unaufh\u00f6rlich ein jammernbe\u00ea \u201e3aub, faub\", au\u00eafto^en, al\u00ea ob fie bie Sonne f\u00fcr einen Slblcr, unb bie S\u00f6olfen f\u00fcr einen \u00a9eier hielten/' S\u00e4cherlich ift e\u00ea, f\u00fcge id) pingu, loie fte oor einem lleinen Opurm; fallen angfierf\u00fcdt bie f\u00c7\u00efud^t ergreifen, al\u00ea f\u00e4\u00dfc ihnen ber b\u00f6fe geinb tut Staden. Slber fie paben auch ipre fehr guten Seiten, unb namentlid; bie unerumblidpe, nie ermattenbe, unter allen Umft\u00e4nben ft\u00abh gleicpbleibenbe SMlterlicpfeit ber .\u00eepenne ift be\u00ea Oollften Sobe\u00ea loertp.\n# %\n*\n\u00a9ro\u00dffu\u00dfp\u00fcpner ober SB a Uni ft er (Megapodiinae) nennt man einige ScparrO\u00f6gel, ioelcpe Oc\u00e9anien unb itt\u00eabefonbere Sluftralien beloopnen unb ftd; bitrcp ba\u00ea Srutgefcp\u00e4ft nicht blo\u00ea oon allen ihren Sertoaubten, fonbern oon allen S\u00f6geln ber \u00a9rbe unterfepeiben. Sencpmen unb Seben\u00ealoeife biefer k\u00fchner ftnb fo eigenth\u00fcntlich, ba\u00df bie au\u00eaf\u00fcprlichfie Sefd;reibung hier nicht allein gerechtfertigt, fonbern notptoenbig erfd;eint. Sille SBallnifter n\u00e4mlich bringen ihre ungeto\u00f6pnlid; gro\u00dfen \u00a9ier in einem au\u00ea \u00a9rbe unb Sl\u00e4ttern gufammengefcharrten Steftp\u00fcgel unter, in loeld;em fiep burep \u00a9\u00e4prung ber ^flangenftoffe eine fo hohe SB\u00e4rme ergeugt, ba\u00df ba\u00ea (Si gur \u00a9ntloidlung gelangt. Slu\u00ea ihm fcp\u00ef\u00fcpft ba\u00ea 3\u00ab\u00abge ooEft\u00e4nbig beftebert unb fo felbfi\u00e4nbig, ba\u00df e\u00ea f\u00e4hig ift, ft<h opne \u00a3>ilfe ber \u00a9Hern gu erhalten.\n3n ihrem Saue geigen fid) bie SBaUnifter, loelche bie oierte 3unft unferer Orbnung bilben, ben eigentlichen Dienern nah \u00bberloanbt, io\u00e4hrenb fie, ioenigften\u00ea einige Oon ihnen, in ber Setoegung unb namentlich in ber Slrt gu fliegen, ben fallen \u00e4hneln. Sie ftnb mittelgro\u00df unb befottber\u00ea^ burd) bie hohen, langgehigen, mit ftarten frallentt\u00e4geln begehrten, alfo in jeber Segieljung entioidelten g\u00fc\u00dfe au\u00eagegeichnet, im \u00fcbrigen aber toenig oon ben H\u00fchnern unterfchieben. 3hr \u00a9ertpp toeidht nur in \u00a9ingelheiten oon bem anberer Scharro\u00f6gel ab; namentlid; f\u00e4llt bie S\u00dfeite be\u00ea Seden\u00ea auf, toeldje mit ber merlto\u00fcrbigen \u00a9r\u00f6\u00dfe ber \u00a9ier in Serbinbung gu ftehen fcheint. Oie geringe \u00a9r\u00f6\u00dfe ihre\u00ea \u00a9ehirn\u00ea beutet, laut \u00a9oulb, ebenfo, loie bie au\u00dferorbentliche S\u00dfeife, ihr 23rutgefd;\u00e4ft gu betreiben, auf einen nieberen \u00a9rab ber \u00a9ntloidlung.","page":489},{"file":"p0490.txt","language":"de","ocr_de":"490\n\u00aeie S\u00e4ufer.. \u00a9djarrbogel. hotter; Badnificr.\n\u00a9d)on im 16. Salpunbert erhielten mir butd) 5pigafetta d\u00eead)rid)ten bon einem bie ^3^i\u00dcp= ^tnen bemo\u00efjnenben SBadnifter, aber erft 2lnfang\u00a7 biefe\u00ea 3dl)t\u00efjunbert\u00ea einige \u00a9t\u00fcdc ber mertm\u00fcrbigen $B\u00f6gel. Oie Seben\u00eameife murbe burdj \u00a9oui b erforfdfjt.\nUeber bie f^ftematifd;e \u00a9tedung ber SSMnifter maren nnb f\u00eenb nidf)t alle prfcfyer berfelben Meinung. Sat\u00efjam \u00efjie\u00eft bie eine 2lrt f\u00fcr einen \u00a9eier, pntefon rechnete fte \u00a7u ben \u00efrutp\u00c7ncrn, an b er e Wirten m\u00fcrben al\u00ea hatten erllart, nnb bie \u00a9efammtgru^e fd)Iie\u00dfr bon ben p\u00efjnern getrennt unb ju ben Oauben geftedt. $dj glaube, ba\u00df bie 9^aturforfd;er, meld^e bie SBa\u00ef\u00efnifter al\u00ea \u00a3\u00fcljner anfe\u00c7cn, ber SBa^r^eit am n\u00e4djfien gefommen ftnb, Ijalte e3 aber f\u00fcr gul\u00e4fftg, bie \u00aeefammt= fjeit in jmei Abteilungen, meldje mir Familien nennen, ju fdljeiben unb mid biefe mit dteidjenbad) al\u00ea #\u00fcl)ner; unb \u00a3urbelmallnifter unterfdjeiben.\n\u00aeie \u00a3>\u00fc \u00efjn er = SB a II ni fier (Tallegalli) aljneln anberen ^\u00fc^nern burd) i\u00efjre 23efieberung unb Haltung, ben ftarfen, auf ber pfte gebogenen @d^nabel, bie berlj\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig not hitzigen p\u00dfe, bie fuqen, ftar\u00ef gerunbeten \u00a9epingen, ben bac^f\u00f6rmig gufammengeptenen \u00a9dpanj unb bie nadten \u00a9teilen an \u00dfotf, \u00a3af\u00f4 unb 23ruft, fomie in\u00eabefonbere and) burdj i\u00efjr betragen. \u00e4\u00f6ir lernten jefet mehrere Arten biefer \u00a9ruppe feljr genau, Ira fie m\u00e2\u00efjrenb i\u00efjre\u00ea peilebcn\u00ea unb t\u00efjeilmeife aud) in ber \u00a9efangenfdjaft beobachtet merben lonnten.\n2ftit bem Aanteu \u00a9ufdjljitp ober 33ufc\u00ef)trutf)ap begeidjnen bie Anftebler Aeu\u00efjodaub\u00ea benjenigen S\u00f6adnifter, melden fte am beften leimen gelernt pen. @r bertritt bie \u00a9type Catheturus, melc^e mir Oidfcpabetp\u00efjn nennen m\u00f6den, unb fennseic^net ftd) burdj tr\u00e4ftigen S9au, mitteb langen \u00a3al\u00ea, gro\u00dfen fopf, fut^en, gerunbeten pigel, einen mittellaugen, au\u00ea adjtge^n pbern gebilbeten \u00a9damans unb reidp, au\u00ea gro\u00dfen, breitfartigen pbern unb meinem, modigpepen giaum beftepenbe\u00ea \u00a9efieber, meldje\u00ea auf \u00c6opf unb \u00a3at\u00e8 nur burd) menig prartige \u00a9ebilbe oertreten mirb, foba\u00df biefe Steile nadt erfd)einen. Segeidjnenb ift au\u00dferbem eine am SSorberpfe lang Ijerab; ptgenbe ^jautmulft.\n\u00a9a8 \u00a9efieber be3 33ufd)f)u\u00efjue\u00a7 (Catheturus Lathami) ift auf ber Oberfeite fd)\u00f6n dpolabem braun, auf ber Unterfeite Ijedbraun, ftlbergrau ger\u00e4itbert ober geb\u00e4nbert; ba\u00ea Auge ift l)eds braun, bie ,!paut be\u00ea nadten ^opfe\u00ea unb ^alfe\u00ea fdjarladjrot!), bie perablj\u00e4ngenbe ^lunfer hochgelb, ber \u00a9chnabel bleigrau, ber p\u00df Ijeddjocolabenbraun. Oie S\u00e4uge betr\u00e4gt 2/2 p\u00df, bie ^ittigl\u00e4uge 12, bie \u00a9djmanjl\u00e4nge 9V2 3od. Oa\u00ea SBeibdjen unterfdjeibet ftd) nicht bom dR\u00e4nndjen.\n\u201e2Bie meit ftch ber 2krbrcitung\u00a7trei\u00ea biefe\u00ea SSogel\u00ea au\u00eabeljut\", fagt \u00a9oulb, \u201eift nod) nid)t Ijim l\u00e4nglich ermittelt. 2Ran lennt iljn au3 betriebenen feilen \u00abReuf\u00fcbmaleS bom \u00a9ap \u00a3ome bis \u00a7ur dJioretonbat); fdtacgillibrat) berftd)erte mid) auc^, baf er iljn an ber \u00f6ftlid)en fiifte bi\u00ea ^\u00dfort fDtodc Ijin erlegt ^abe; bie h\u00e4ufigen 3agben in ben B\u00e4lbern bon Sdanbarra unb fd\u00eeaitlanb ^aben i^n aber fc^on fo berminbert, ba^ er m\u00dfglidjer 5Beife jefet bereite hier au\u00e8gerottet ift. 5lm \u00c7\u00e2uftgjlen, bermut^e id), h\u00e4lt er ftd) in ben bidden unb nod) menig betretenen SBufd^\u00f6lgern be\u00ea banning unb \u00a9atence auf. 3uerft glaubte idf), ba^ ba\u00eb Sanb gmifd)en bem \u00a9ebirge unb ber \u00c4\u00fcflc feine einige Bohnung fet unb mar ba^er nicht menig \u00fcberragt, i^n in ben bufd^igen \u00a9d)lud)ten unb an ben \u00a9eiten ber Heilten \u00a3\u00fcgel ju treffen, mcld^e bon bem gro\u00dfen \u00a9ebirg^uge be\u00ea Innern au\u00ebge\u00efjen.\"\n\u201eddan \u00c7at oft be^aufjtet, ba\u00df Sluftralien reich ift an Slbmeidjungeit ^der 2lrt, unb in ber O^at, biefer 25ogel bemeifi bie dtid^tigfeit jener 35c\u00a7aufJtung. \u00a9eine \u00a9tedung im \u00a9t)ftem beranla\u00dfte, mie bemertt, bie berfchiebenfteu 2lnftd^ten, unb be\u00ea\u00efjalb\terlt\u00e4rlid), ba\u00df er m\u00e4^rettb meinet\nAufenthalte^ in 2luftralien meine Slufmcrtfamleit in Ijoljem \u00a9rabe auf ftd) 30g.\"","page":490},{"file":"p0491.txt","language":"de","ocr_de":"33 u f dj I) u \u00ef) n.\n491\n,,$)er mer\u00efto\u00fcrbigfie Umftanb in ber SebenStoeifc beS Sufdj\u00eejuIjneS befielt bavin, baff cS feine \u00a9ier nid)t nad) 5lrt anbever S\u00f6get bebr\u00fctet. 9Jtit Seginn bcS $r\u00fc\u00a7ling\u00a7 f^arrt ftd^ ber Sogei einen aufferorbentlid) groffen Raufen aus abgeftorbenen ^ftanjent^eiten gur Unterlage feiner \u00a9ier gufammen unb \u00fcberl\u00e4\u00dft bie \u00a9ntmidlung feiner jungen ber SB\u00e2rme, ttoeldfe bie 3evfe^un3 \u00eeener ^Pflanjenftoffc Ijertoorbringt. \u00aeer gu biefcnx 3toecfe aufgefd)td)tcte Raufen toivb mehrere 2Bodjen to or ber Segegeit errichtet, ift fugeif\u00f6rmig, fdjroanft aber in bei* \u00a9r\u00f6ffe fo, baff er toon gtoci big toier $arrenlabungeu\n2)a\u00a7 Sufdjljuljn (Catheturus Lathami). 1/4 ber nat. \u00a9r\u00f6fje.\nenth\u00e4lt; fein Sau ift en\u00fcoeber ba\u00a7 SEBer\u00ef eines SaareS ober, iuie Einige anneljmen, bie toereinigte Slrbeit toon mehreren; ein unb baffelbe \u00a9eb\u00e4ube fd^etnt aber, falls man toon feiner \u00a9reffe unb ber too\u00dcfommenen 3e^fefeutt9 ber (Stoffe beS Unterteiles folgern barf, mehrere 3>a\u00a7re nad) einanber benufct unb nur burd) 3utl)at neuer (Stoffe lieber brautbar gemad)t gtt luerben. \u00a3)er \u00a7iigel iuirb aufge; ^\u00e4uft, inbem bie S\u00f6get eine geroiffe Stenge SBaufioff mit bent $ufje loSfdjarren unb hinter f\u00eet nat einem Stittefyuufte Werfen. @ie reinigen babei ben Sobeu ringsum fo toollft\u00e4nbig, baff faum ein Statt ober \u00a9raSlfalm liegen bleibt. SBentt nun ber Raufen feine geniigenbe \u00a9v\u00f6ffe erreicht unb ftd)","page":491},{"file":"p0492.txt","language":"de","ocr_de":"492\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9charro\u00dfgel. \u00a3\u00fchner=3Mnifter.\neine hinl\u00e4ngliche \u00a9firme in ihm entwidelt t;at, \u00bberben bie (Sier in i$m gelegt nnb g\u00bbar in einem Greife in ber \u00abKitte b eff eiben, in einer Entfernung bon neun bis gW\u00f6lf BoU bon einanber, etwa arm\u00eatief, aber fo, ba\u00df fte mit bem breiten Enbe nad) oben aufrecht fielen, herauf mit \u00abBl\u00e4ttern \u00fcber* becft unb ber Entwidlung \u00fcbertaffen. 3d) bin ebenfoWohl bon Eingeborn\u00e9n als bon glaubw\u00fcrbigen Snfteblern Oerjtd)ert Worben, ba\u00df man auS ein unb bemfelben Raufen guWeilen einen \u00a9Reffet Eier auSnehmett \u00efamt, unb id) felbft \u00c7abe eine pau gefe\u00ef)en, \u00bbelcpe ^alb fo biele, bie fie in einem benachbarten 2)idid)te gefunben, nad) \u00a3aufe trug. Einige bon ben Eingebornen behaupten, ba\u00df baS 2Mbd)en ftch befi\u00e4nbig in ber Kfihe beS #aufenS aurait, um bie entbl\u00f6\u00dften Eier lieber gu bebeden unb ben auSge\u00efrod)enen jungen beiguftehen, \u00bb\u00e4hrenb anbere angaben, ba\u00df bie Eier eben nur abgelegt W\u00fcrben, unb bie jungen ihren SO\u00f6eg ohne jegliche \u00a7ilfe f\u00e4nben. Ein ^untt ift bo\u00fcft\u00e4nbig aufgelt\u00e4rt \u00bborben, n\u00e4mlich, ba\u00df bie jungen bon bem Sugenblide ihres 2IuSfd)ltipfenS an mit Gebern betteibet ftnb, gen\u00fcgenb entwidelte f\u00c7t\u00fcget beft^en, \u00bbeiche fte bef\u00e4higen, auf bie B\u00bbeige ber S\u00e4ume gu fliegen, ba\u00df fie pch ebenfo auf ihre Seine bertaffen tonnen, gang Wie ein oben ber $uppe entfdppfter \u00abSchmetterling, nachbem berfelbe feine f^l\u00fcgel getrodnet hat.\"\n2ln \u00a9efangenen h^t man noth mehr beobachtet. \u201e\u00aeaS m\u00e4nnliche Sufd^huhn/y/ 1aS^ \u00a9clater, \u201ebeginnt, \u00bbemrbie Srutgeit herannaht, innerhalb feines @e!)egeS alle borhanbenen \u00abPflaugenftoffe gufammenguf(harren, inbem eS biefelben nach hinten Wirft, immer einen p\u00df bod auf einmal. SDa eS feine Slrbeit ftetS am \u00e4u\u00dferen Kanbe beS \u00a9ehegeS anf\u00e4ngt, Wirb bie Staff e nach innen in ben ftd) umfd)Iie\u00dfenben \u00c4reiS geworfen unb mehr unb mehr gum Raufen aufgeth\u00fcrmt. \u00a9obalb biefer eine $\u00f6he bon ungef\u00e4hr hier p\u00df erreicht hat, machen ftd) beibe S\u00f6gel baran, ihn gu ebenen, unb \u00bbeun SDieS gesehen, h\u00f4h\u00efen fte im SJlittelpun\u00efte eine Sertiefung aus. 3n teuerer \u00bberben gu beftimmten Beiten bie Eier niebergetegt unb ungef\u00e4hr funfgehn Boll unter bem \u00a9ipfel in einem Greife georbnet. \u00aeas \u00abK\u00e4nnchen beaufftchtigt ben Hergang ber Entwidlung unb namentlich ber S\u00df\u00e4rme beS nat\u00fcrlichen Sr\u00fctofenS fehr forgf\u00e4ltig. ES bebedt gew\u00f6hnlich bie Eier unb l\u00e4\u00dft nur eine runbe Deffnung, burch \u00bbeiche bie n\u00f6tige Suft nach unten gelangt unb burd) \u00bbeiche eine \u00fcberm\u00e4\u00dfig gefteigerte Skrme Slbflu\u00df finbet ; bei hei\u00dfem \u00a9etter aber nimmt eS gWeU ober breimat t\u00e4glich fafi bie gange \u00a3)ede \u00bbeg.\"\n\u201e\u00aeaS auSgefdppfte pnge oerWeilt minbefteuS g\u00bb\u00f6lf Stunben im Innern beS \u00a3\u00fcgelS, ohne bie geringste Snfirengung gum #erauSgel)eu gu machen unb \u00bbirb \u00bb\u00e4hrenb biefer Beit Oom M\u00e4nnchen ebenfo tief oergraben \u00bbie ber Keft ber Eier. 2lm gWeiten \u00a3age tommt eS heroor unb g\u00bbar mit Wol)U entwidelten Gebern, Welche beim SuSfchl\u00fcpfen noch in einer halb plahenben \u00a3\u00fc\u00fce fteden. Es fcheint jeboch deine Steigung gu haben, biefe Gebern gu gebrauchen, fonbern bewegt ftch auSfhlie\u00dflid) mit \u00a3tlfe feiner kr\u00e4ftigen p\u00dfe. Kad)mittagS gieht eS ftch nach bem Sruthaufen gur\u00fcd unb \u00bbirb oon bem beforgten Sater \u00bbieber oergraben, obfd)on in geringerer Xiefe als fr\u00fcher, am britten \u00a3age ift eS gum fliegen oollft\u00e4nbig bef\u00e4higt: Eines Oon benen, \u00bbeiche im \u00a9arten gro\u00df W\u00fcrben, br\u00e4ngte ftch um biefe Beit burd) bie \u00abKafd)en beS Ke^eS, Welches baS @e\u00ef)ege iiberbedte.\" \u00aeie Eier finb 3% Boll lang, 2V. Boll bid unb reinwei\u00df oon prbe.'\n3n feinen heimifchen Salbungen lebt baS Sufchhuh\u00ab \u00d6cfeilig, gew\u00f6hnlich in flehten StruppS, nach 2trt anberer ph^ro\u00f6gel. Solche @efeUfd;aften pflegen fcheu unb mi\u00dftrauifch gu fein, folange fte auf bem Sobert bahinlaufen, \u00bb\u00e4hrenb fte bie gr\u00f6\u00dfte Scrgloftgfeit betunben-, fobalb fte geb\u00e4umt haben. Seim Saufen burd) bie Skibungen laffen fte oft einen laut gludfenben \u00abIon oernehmen; ob biefer oom*\u00a9eibd)en herr\u00fchrt, fonnte \u00a9oulb nicht feftfteden, ift aber geneigt, eS gu glauben, \u00bbeil baS \u00abK\u00e4nnchen ftch \u00bbehr burd) SluSbreiten feiner \u00a3alsflunfer als burd) Schreien gu br\u00fcfteu fcheint. \u201e5Iufgefd)eud)tyy, f\u00e4hrt \u00a9oulb fort, \u201eoereitelt baS Sufchhuhn bie Verfolgung burch bie Seicptigfeit, mit Weither eS burch baS \u00fcerWorrene Sufd)Werf rennt. \u00a9irb eS hart bebr\u00e4ngt ober oon feinem \u00e4rgften pinbe, bem \u00a9ilb!)unbe, angefallen, fo bringt eS gum nieberften B\u00bbeige eines benachbarten SaumeS empor unb oon B^eig gu B^eig immer h\u00f6her, bis eS ben \u00a9ipfel erreicht hat, um hier ft^en gu bleiben ober oonl)ietauS nach einem ber anberen S\u00e4ume beS \u00a9albeS gu fliegen. 2lud) pflegt eS im \u00a9egWeige Schuh oor ber SKittagSfonne gu fud)en unb f\u00fchrt baburch oft feinen Untergang herbei","page":492},{"file":"p0493.txt","language":"de","ocr_de":"33uf djfyu\u00efjtt. Ataleo.\n493\nba eS ftd) bann bem \u00a9ctmhen als ftd)ereS bietet. Sft eS in fleinen @efe\u00efff<haften bereinigt, fo fann ber S\u00e4ger eines nad) bem anbern bon i\u00ef)nen herabfd)ie\u00a7en unb bie gange \u00a9efe\u00ef\u00effd)aft nad) $aufe bringen. \u00a3>hne befonbere Blittel f\u00fcr ihre \u00a9rl)attung mufj biefe f^a^r\u00efafftgfeit ber B\u00f6gel il)re AuS; rottung gur f^olge haben. OieS aber m\u00fcrbe fe\u00c7r gn beftagen fein, ba fie nid)t nur l)\u00f6d)ft angie\u00ef)enbe Bemoi)ner beS BogelhaufeS ftnb, fonbern i^r SBMI&pret auch ein auSgegeidjneteS \u00a9erid)t f\u00fcr bie Oafet ift.\n\u00a9in gmeiteS SCftitgtieb ber Sfatnilie, SD\u00ceateo (Megacephalon Maleo) genannt, fenngeid)net ftd) befonberS burd) einen harten, runblid)en \u00a3>\u00f6cfer, melier \u00fcber ben Aafenl\u00f6d)ertt beginnt, bie gange \u00a9tint bebecft unb nod) \u00fcber ben ^interfopf ^erbortritt. Oer ftarfe \u00a9d)nabel ift auf ber f\u00c7irfte fantig, an ber \u00a9d)neibe beS Unterfdf)nabelS faft gerabe ober m\u00e4fjig lang, ber f\u00c7Iiige\u00ef mufd)elf\u00f6rmig, in i^m bie britte \u00a9d)minge bie l\u00e4ngfte, ber ad)tgehnfebrige \u00a9d)mang abgerunbet, ber $u\u00a3 ftarf unb fr\u00e4ftig, ber^aftnifjm\u00e4fjig furgge\u00ef)ig. OaS \u00a9efteber ber Oberfeite unb ein giemlid) breites \u00a3>alS = ober Bruftbanb, bie Aftergegenb unb bie 2Beid)en ftnb fdjmargbraun, bie Bruft unb ber Baud) btaf)rofen; rot\u00ef). OaS Auge ift gelb, ber \u00aeopf, fomeit er nacft, meifgtid), ber Jfp\u00f6cfer blau, ber \u00a9d)nabel unb Borberfuf; tfornfarben. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt \u00fcber 24, bie ^ittigl\u00e4nge 11, bie \u00a9d)mangt\u00e4nge 8 3oU*\nOaS \u00c7rei\u00efeben beS angie^enben Boge\u00efS ift meines SBiffenS nur non 2\u00d6 alla ce unb Baron Stofenberg beobachtet morben. \u201eOer Sftaleo\", fagt ber \u00a9rftgenannte, \u201efooiel mir be!annt, auf bie n\u00f4rblid)e ^a\u00efbinfel bon \u00a9elebeS unb hier auf ben \u00c2\u00fcjlentheit befd\u00c9jrait\u00eft, fc^eint befonberS h\u00e4ufig gu fein in ben \u00e4\u00f6\u00e4tbern, meld)e bas f\u00f6alabitgebirge umgeben unb n\u00e4hrt ftd) aussfdjtiefglid) non abge;, fattenen $r\u00fcd)ten.\" dtofenberg ftimmt ^inftd^t\u00efich ber feint\u00e2t mit SBa\u00eflace \u00fcberein, macht aber genauere Angaben. \u201eOie Aufenthaltsorte beS 2Raleo ftnb ftetS fel)r befdf;r\u00e4nft, gumeilen auf eingelne \u00ae\u00fcftenfirid)e unb S\u00abfeld)en. 2B\u00e4I)renb er hier in gro\u00dfer Angaht norfommt, fud)t man ihn anberSmo nergebenS. \u00a9in .Jpaupterforbernijg beS \u00a9tanbeS fcheint gu fein, baff ber Boben mit nieberent \u00a9trauet); merf bemad)feu ift; benn auf bent Boben h\u00e4lt ber Bogel hauptf\u00e4chlidf) ftd) auf, unb auf ihm fu<ht er ftd) feine Nahrung, meld)e in allerlei fleinen Ohieren unb $r\u00fcd)ten beftel)t: alle \u00a9rlegten hatten Heberbleibfel non Sanbfd)necfen,'\u00aeerbthieren unb Fr\u00fcchten, gemengt mit \u00a9d)lamm unb \u00a9teind)en, im dRagen.\" \u2014 \u201eSn ben \u00fcIRonaten Auguft unb \u00a9eptentber,' ber 3eit, in meld)er eS I;ter ni\u00e4)t ober nur menig regnet \", berichtet S\u00dfallace meiter, \u201efteigt ber SRaleo gum \u00a9tranbe hernieber, um feine \u00a9ier abgulegen. 3U biefent \u00a9nbgmecfe erm\u00e4hlt er ftch gemiffe Suchten, Welche m\u00f6glichfi fern nott ben menfd)lid)en SBohnnngen liegen, \u00a9inb fold)e g\u00fcnftig, fo bienen fte allen V\u00f6geln eines auSgebel)ntett Sanbftrid)eS, unb man fie^t fte hier t\u00e4glich gu Ouhettben unb ^unberten. S\u00e4) habe bie ber\u00fchmtefte biefer Buchten befud)t, aber leiber gu fp\u00e4t in ber Sat)reSgeit unb beShalb nicht fo niel gefel)en, als eS fonfi moI)t ber $all getnefen fein m\u00f6chte; bemungead)tet fanb id) \u00a9elcgenheit, einige wichtige Beobachtungen gu f ammein.\"\n\u201eOer Bl\u00e4h befielt auS einem fteilen \u00c6\u00fcftenfaunte bon ungef\u00e4hr einer B\u00eecile S\u00e4nge, fteld)er fehr tief mit lofent, groben, bulfanifd)en \u00a9anbe ober \u00aeieS \u00fcberbedt ift unb ftch faunt begehen l\u00e4fgt. \u00a9r mirb jeberfeitS non einem lleineu ^l\u00fc\u00a7<hen, hinten aber bout Bktlbc begrengt. Unmittelbar \u00fcber ber -\u00eepochmaffermar\u00efe fteht matt eine Angat)l bon fohlen, .meld)e hier ober f\u00fcnf f^u^ im Ourd); nteffer haben, unb in ihnen ober runb um fte her finbet man in einer Oiefe bon ein ober gWei $uj; bie \u00a9ier ber Btaleo\u2019S, guWeilen nur eins ober ihrer gibei, mandhmal auch fieben ober acht in einer -fp\u00f6hle, fte aber ftetS in einer \u00a9ntfernung bon fed)\u00a3 bis acht bon einanber. SebeS \u00a9i foil bon einem befonbern Bogel gelegt merben. Oie SRaleo'S fontmen oft aus einer \u00a9ntfernung bon gehn bis f\u00fcnf; gehn SReilen paarmeife gum \u00a9tranbe hernieber unb m\u00e4hten ftd) entmeber einen neuen Bl\u00e4h ober eine alte \u00c7ohle unb fdjarren abmechfelnb bis fte bie gen\u00fcgenbe \u00a9anbntenge gufammen haben, hierauf legt baS d\u00f6eibchen ein \u00a9t, bebed't eS mit \u00a9anb, unb baS Baar fehrt in ben \u00e4\u00dfalb gur\u00fcdf. 3Bie ein","page":493},{"file":"p0494.txt","language":"de","ocr_de":"494\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9djarrbogel. '\u00a3\u00fcbncr=2Ballntfier.\n(gingeborner berftdherte, fommt ba\u00ea S\u00dfaar nach breigeljn lagert lieber an ben \u00a9jranb, um ein gtbeite\u00ea (Si gu legen. SDtefe Behauptung fdjeint fid) auf Beobachtung gu gr\u00fcnben, m\u00f6glicher 2Seife auf bie eittc\u00ea bertounbeten ober fonft au\u00eagegeidjneten Bogel\u00ea, unb id) glaube, baff fie fo giemlid) ber 2Bahr= t;eit entfpredjen ibirb, ba.bei allen Bkibdjen, toeldje id) fd)of$, hebor fte i$r (Si gelegt batten, biefe\u00ea bie Band)h\u00f6l)le fo boflji\u00e4nbig f\u00fcllte, ba\u00a7 e\u00ea bie (Singetoeibe aufjer Ofj\u00e4tigleit gu fepn fd)ien, gteid)ibohl aber ber (Sicrftocf nod) ad)t ober gel)n bi\u00ea gur \u00a9r\u00f6fe Heiner Sonnen enttoidelte (Sierdjen enthielt, bereit gr\u00f6\u00dftes bi\u00ea gu feiner rollen (Snttbidlung ungef\u00e4l)r bie angegebene Beit brauchen mcd)te. Oie Narbung ber (Sier ift ein blaffe\u00ea Braunrotp ihre S\u00e4nge betr\u00e4gt 414, il)re Breite 2V3 3oH- @ang fvifdj bilben fte ein aufferorbentlicb gefdjmadoo\u00ef\u00efe\u00ea \u00a9eridbt; bie (Singebornen \u00efommeu be\u00ea\u00efjalb mehr a\u00ef\u00ea funfgig teilen ^erbei, um fte gu fudjen. Oie Eltern bef\u00fcmmern ftd) nach bem Segen nicht mehr\n25er Si\u00efla\u00efeo (Megacephalon Maleo). J/4 ber nat. @r\u00f6fje.\num fie, unb bie jungen arbeiten ftd), trenn fte einmal au\u00eagefc^l\u00fcpft ftnb, ohne fegli^c \u00a3ilfe burd) ben \u00a9anb unb laufen bem SBalbe gu.\"\n9tof enberg fanb bie 9Meo\u2019\u00ea befonber\u00ea h\u00e4ufig auf einer \u00abeinen Snfel be\u00ea Bonefluffe\u00ea, treidle bon ben gftabfa\u00ea bon Bone al\u00ea gSribatbejtfe angefeljen, burd) befonber\u00ea angefieUte Oienftleute ber gebauten Oberh\u00e4upter beioad)t unb gur Brutgeit ber B\u00f6gel au\u00eagebeutet toirb. Oenn bie p# fchmadfjaften (Sier toerben fo gefud)t, ba\u00a7 iprettoegen ber SRame SJlaleo febem (Sintsohner ber Snfel gel\u00e4ufig ift, isie benn aud) jeber @d)leder \u00a9orontalo1\u00ea ba\u00ea (Si gern mit 12\t15 (Sent\u00ea begahlt.\n3agb unb gang ber (Srgeuger einer fo nupringenben SBaare ftnb alfo ftreng berboten, unb ber betreffenbe 2B\u00e4d)ter hat nod) aufjerbem bie Berpflid)tung, ben gro\u00dfen SEBarneibechfen ihre \u00a9el\u00fcfte nad) ben (Siern gu berleiben. Bon einem, biefer P\u00e4chter erfuhr unfer gorfd)er etiva golgenbe\u00ea:","page":494},{"file":"p0495.txt","language":"de","ocr_de":"attaleo. \u00a3aubcu = 2Banntfiev.\n495\n\u00a3)ie \u00a3>ettne gr\u00e4bt, meift an bei* S\u00dfurgel eine\u00bb Saume\u00e9 ober \u00a9truucpe\u00e9, ntd;t [eiten febod) and) auf nadtern Soben, ein Sod) bon 2 $u\u00df $\u00a3)urd)meffer unb 80 bi\u00eb 90 3oll (?) Stiefe in pie \u00a9rbe. Oaffelbe l\u00e4uft mepr ober Weniger fd)ief nad) unten gu unb f\u00e4llt auf ber \u00a9eite, auf Weldjer ber SSogel fdjarrenb bie \u00a9rbe hinter fiep wirft, allm\u00e4hlich, \u00fcbrigens aber [teil gur Stiefe ab. 3ft ber \u00dcRaleo nun in bie geh\u00f6rige 5tiefe gefommen \u2014 Wa\u00ea binnen Burgern gefdjepen gu fein pflegt \u2014 fo lodert er beit Soben ber \u00a9rube nodj etWa\u00ea auf unb l\u00e4\u00dft hierauf ba\u00ea (Si in biefe\u00ea lofe Sett fallen. $Da\u00a7 \u00a9i finit burep bie eigene \u00a9d)Were in fenfrechter Siidjtung ein unb bleibt fo fielen; bie .fpenne Wirft bie \u00a9rube in einer -ip\u00f6pe bon 50 bi\u00eb 60 golf mit ber au\u00ebgegrabenett \u00a9rbe lofe gu unb bek\u00fcmmert fid) fortan nid)t mehr um SRefi unb \u00a9i.\t3>n gWei Srutl\u00f6cpern, Weldje Stofen ber g \u00f6ffnete, geigte ber 2\u00df\u00e4rme;\nmeffer 112\u00b0 W\u00e4prenb bie SuftW\u00e4rme nur 82\u00b0 betrug. \u2014 3>ebe\u00ea Srutlod) enth\u00e4lt nur ein \u00a9i; bie 3eitigung beffelben beanfpruept 26 bi\u00eb 28 Stage. SDie jungen fommen Ootl]t\u00e4nbig entwidelt au\u00eb ihrer \u00a9rbmulbe gum Sorfcpein unb [udjen fiep bom erften Stage ipre\u00eb Seben\u00ea an ihre Nahrung felbft.\n\u201eOie SJialeo\u2019\u00eb\", fdjlie\u00dft SBallace, \u201enehmen fid), Wenn fie auf bem \u00a9aube bapin laufen, fchr h\u00fcbfdh au\u00ea. Oie f\u00e4rben ihre\u00ea \u00a9efteber\u00eb, ber behelmte $opf unb ber aufgerid)tete \u00a9d)toang gibt ihnen ein eigent\u00fcmliche^ Slnfepen; ber langfame, beb\u00e4d)tige \u00a9ang mad)t fie noch bemerfeu\u00ebWertper. SR\u00e4pert man fidb ihnen, fo laufen fie fehl* fdfjnell babon; \u00fcberrafd^t man fie, fo fliegen fie big gu ben uieberen 3Weigen..be\u00eb n\u00e4cpfien Saunte\u00eb empor. 3tr>ifd;en ben \u00a9efd^led^tern bemerft man faum einen Unter= fdjieb; bod) ift beim \u00dcJc\u00e4nndjeit ber \u00a3>\u00f6der etwa\u00ea gr\u00f6\u00dfer unb ba\u00eb Stofenrotp be\u00eb \u00a9efteber\u00ea etwa\u00ea lebhafter al\u00eb beim SlBeibcpen. Slber biefe S\u00fcterfmale fd^einen feine\u00ebWeg\u00eb beft\u00e4nbig unb auff\u00e4llig genug gu fein, um ipapn unb .Jpenne gu unter\u00dfpeiben.\"\n\u00a9efangene \u00dcJtaleo1\u00eb benehmen fid) in \u00e4hnlicher SO\u00dfeife i\u00fcie bie fr\u00fcher befdb>riebenen SerWanbten, finb aber feine\u00ebWeg\u00eb befonber\u00ea angiehenb, haben fid) aud) in ben Stpierg\u00e4rten gu Sonboit uub 3lmfter= bam, ben beiben eingigen, toeld^e fie befreit, nicht fortgepflaugt.\ni\n\u00a9in anberer \u00e4\u00f6allnifter (Leipoa ocellata), meid)er auf bem f^eftlanbe Sieupotlanbg gefunben Wirb, \u00e4hnelt geWiffen Stauben faft ebenfooiel Wie ben H\u00fchnern unb ift be\u00ebpalb gum Sertveter ber \u00a9type ber Stauben ; 3B allni ft er ernannt worben. \u00a9ein Seib ift gefiredt, beruhiget breit unb runblich, in ipm bie gloeite \u00a9dpwinge bie l\u00e4ngfte; ber \u00a9d)loang, Weldjer au\u00eb oiergehn \u00a7ebern gebilbet Wirb, laug, breit uub ftarl abgerunbet, ber $u\u00df fr\u00e4ftig, aber m\u00e4\u00dfig hoch, ber \u00a9dhnabel oerp\u00e4ltni\u00df; m\u00e4\u00dfig Hein unb gerabe.\nOa\u00eb \u00a9efteber ift br\u00e4unlid)grau, auf bem Obertopfe buufelbraun, oben \u00fcbrigen\u00ea afepgrau, auf \u00a9chulter unb Fl\u00fcgel reipenartig -braun gefledt, unten lebergelb; \u00aeimt unb SJUttelbruft finb mit fcpmalen laugetf\u00f6rmigen fd)loargen, n?ei\u00dfgefd;afteten Gebern oergiert, bie \u00a9d)Wingen braun, auf ber Slu\u00dfenfapne mit bunfclbraunen B^gadlinien gegeidhnet, bie \u00a9teuerfebern fdjw\u00e4rglidjbraun, fahlgrau gef\u00e4umt. Oa\u00eb Sluge ift br\u00e4unlich, ber \u00a9dhnabel f (pW arg, ber $u\u00df buntelbraun. Sie S\u00e4nge betr\u00e4gt 24, bie gittigl\u00e4nge 12, bie \u00a9dj\u00fcoaugl\u00e4nge 8V2 3o\u00fc.\n\u00a9oulb hat oon ihm unb mehreren anberen gefummelte ^Beobachtungen \u00fcber bie Sebcn\u00ebWeife be\u00eb Stauben ; SSallnifter\u00eb \u00fcberfid)tlid) gufammengefiellt, toie folgt: \u201eSOiefer fch\u00f6ne Sogei geh\u00f6rt gu beu bemerfen\u00ebWertpcf\u00efen S\u00eeeuigf eiten ber noch toenig befannten \u00a9egenben Slufiralieit\u00eb, ba erft bie \u00a9rforfdjung feiner \u00a9itten ihm bie rechte \u00a9teile im \u00a9pfteni anwie\u00eb. Oie nadhftehenben Sevicpte \u00fcber feine Sebeit\u00ebWeife tourben mir bitrd) \u00a9ilbert unb \u00a9rep gegeben; idh bringe fie be\u00ebpalb mit bereit eigenen S\u00dforten.\"\n\u201eOiefen \u00dcKorgen\", feptieb \u00a9ilbert am 28. \u00a9eptember 1842, \u201epatte id) ba\u00eb gro\u00dfe \u00a9l\u00fcd, in ba\u00eb b\u00fcftere Oidicpt eingubringen, in welchem id) fepon feit lange nad) ben \u00a9iern ber Stauben=2BatI= uifter gefud)t patte. 3<h ioar nod) nid^t weit oorW\u00e2rt\u00ea gefommen, als ber mid) beglettenbe \u00a9in;","page":495},{"file":"p0496.txt","language":"de","ocr_de":"496\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9chatroogel. \u00a3\u00fchner^2Sa\u00ef\u00efnif\u00eeer.\ngeBorne mtr Bem\u00e8rfte, bafj Voir in ber \u00a3R\u00e4^e bev Srut\u00efj\u00fcgel angelangt feien, \u00a9ne plBe \u00a9tunbe fp\u00e4ter fanbeu Voir einen folgen \u00a3>\u00fcgel gVoifdC;en fo biestern \u00a9eftr\u00fcpp, bafj Voir eg \u00fcBerfdpeiten mu\u00dften. 2P war pd)ft Begierig, bie \u00a9djap biefeg $\u00fcgelg gu pBeu, fd)oB ben fdpargen Surfcpn Bei \u00a9eite unb Begann fofort felBft gu graBen. \u00a9ieg aBer mi\u00dffiel jenem/unb er gaB mir gu Derftelpn, baff idj, ba id) nie einen foldpn ^\u00fcgel gefepn ptte, burd) meine .fpafi bie \u00a9er gerBrecpn, alfo Beffer tpn to\u00fcrbe, ipx bag Oeffnen gu iiBerlaffen. 3di) Iie\u00a7 ip geto\u00e4p\u2018en, unb er Begann gun\u00e4dpt , bamit, baf? er bte \u00a9be forgf\u00e4ltig aitg bem SJtittelpunfte Voegfc^affte nnb bie einem ioeiten Seden \u00e4hnliche SJliinbung freilegte. 2llg er gtoei gu\u00a7 tief gegraben hatte, fah \\\u00e4) mit faft \u00e4ngftlicpr greube bie biden \u00a9tben Don gVoei \u00a9ient, VoeId;e auf bie \u00a9pip gefte\u00ef\u00eft toaren. \u00ef\u00eftunmep tourbe bie fie umgeBenbe \u00a9be mit gr\u00f6\u00dfter Sorf\u00efcp toeggeuommeu (toeil bie \u00a9cple, toenn fie guerft mit ber Suft in Ser\u00fcpung fomrnt, auffrorbentlid) gerBredpid) fein foil) unb ber \u00a9erfcpp gepBen. Ungef\u00e4hr pmbert \u00a9den Don biefem erften \u00a3mge\u00ef famen Voir gu einem gioeiten, gr\u00f6\u00dferen unb fanbeu hier brei \u00a9er. 3m Verlaufe nuferer Unterfudpng entbedten Voir noch aep $\u00fcgel mep, aber feine \u00a9er toeiter.\"\n\u201eUm 3pen eine Sorfte\u00eflung Don ber Dertlicpeit gu geBett, Voeld^e ber S\u00f6gel f\u00fcr fein Srut^ gefd^\u00e4ft augio\u00e4pt, toid id) Oerfucpn, bie d\u00f6onganpigel gu Befd)reiBen. \u00a9ie liegen ettoa 1300 gufj \u00fcBer bem \u00a9eefpiegel in norbnorb\u00f6ftlidpr Oticpung oon \u00a9rummonb'g \u00a3aufe in ber \u00a9ootBap, toerben oon einem \u00a9ummitoalbe eingefd)toffen unb finb Bebedt mit einem bitten Seftanbe, toeldpr tnepere teilen Voeit reicht unb aug toirren, bidBufcpgen, \u00fcBermann\u00eappn S\u00dfflangen, gumeift aug einem fonberBaren 3toerggummiBaume Bejtep, toeldier oon ben \u00a9ingeBornen \u00a9perptg genannt Voirb. \u00a9er Soben Beftep aug r\u00f6tpidpnt \u00a9ifettfanbe; aug ipi toirb ber 2Bad geBilbet. \u00a9ag innere beffelBen enth\u00e4lt feineren \u00a9anb mit fftangenfloffen gemifdp. \u00a9rummonb, toeldpr in \u00a9glanb $ape lang SOUfU Beete unterhalten hatte, meinte, bafj bie burp 3<nf<Pung entftepnbe \u00a3ifce um bie \u00a9er herum 89\u00b0 gap renpit Betragen muffe. 3n Beiben Heftern gaB eg Diele Voei\u00a7e Slmeifen, toelcp ihre fleinen Bebedteu \u00a9rbr\u00f6pen auch\u2018au bie \u00a9c^ale ber \u00a9er gefleBt hatten, \u00a9er gr\u00f6\u00dfte 2Bad, toelcpu ich \u00efaP ntafj M; unboiergig gufj im Umfange, Bei ettoa f\u00fcnf gufj $\u00f6p. 3<h Bemerfte in allen nod) nicht gnr 3Xuf= n\u00e4hme ber \u00a9er fertigen Heftern, bafj bag fflangenlager feupt unb fait ioar, glauBe bepalB auch, bafj ber S\u00dfogel baffelBe jebegmal, BeOor er ioieber (Ster legt, umioenbet unb mit \u00a9be Bebedt. 2lde d\u00df\u00e4de, in benen ip \u00a9er fanb, toaren oBen oodfomnten glatt, gerunbet, fobafj jeber Sor\u00fcBergepnbe, Voelcper bie \u00a9itfe beg Sogelg nicht fennt, fte f\u00fcr 5lmeifenh\u00fcgel nehmen muffe, ioprenb biejenigen, toelpe feine \u00a9er enthielten, oBen nicht runb, fonbent in ber dRitte fo auggefparrt toaren, ba\u00a7 h^o ^ne - \u00a3oPe geBilbet tourbe, \u00a9ie \u00a9er Joerben Beftimmt in bie SCRitte, alle in gleicher $\u00f6p, ettoa brei 3oK toeit oon einanber unb fo gelegt, ba\u00a7 fte einen \u00c6rei\u00eb Bilben ; pre @r\u00f6f$e ift nngepuer : fteuteffen 33A Soll in ber S\u00e4nge, 2% in ber Breite unb toiegen 8 Ungen; ihre g\u00e4rBung \u00e4nbert oon SithtBraun Bi\u00ea gu ^ellladh\u00earoth/'\n\u201e\u00a9en gangen \u00a3ag \u00fcBer Befamen toir feinen 23ogeI gu fehen, oBgleich toir gahtreiche \u00a9puren unb 5]\u00dfl\u00e4p, toepe fte aufgefcharrt hatten, Bemerften. g\u00e4pten fahen toir aud) in au\u00eagetrodneten \u00a9\u00fcmpfen, gtoei teilen Dom \u00a9rutpfap, toorau\u00ea h^roorgeht, ba\u00a7 ftch ber \u00a9guBen;3\u00dfallntfter nicht auf ba\u00ea \u00a9idid)t, in toelchem er Br\u00fctet, Befd)r\u00e4nft. \u00a9ie (SingeBornen oerftcheru, bafj matt ihn nur bann erlegen f\u00f6nne, toenn man ftch angeftepg ber ^\u00fcgel in fleinen (Sntfernungen anfte\u00fce unb h^r toarte, Big er gegen \u00a9onnenuntergang erfchiene. \u00a9ieg oerfuchte ich, oerBrad)te halb ftpnb, h^lB hodenb, ertoartunggooll mehrere \u00a9tunben; aBer ber SSogel erfpen nicht, unb ber \u00a9ngeBorne tourbe gulep fo ungebulbig, ba^ ip auf Brechen muffe. 5llg toir am \u00a7\u00fcgel Oor\u00fcBer gingen, erBlidten toir ben \u00a9auBen;2\u00dfat(nifter jet)t ioirftich; ich toar aBer toegen ber \u00a9unfelheit nicht mehr im \u00a9taube, auf ihn gu fehlen. \"\n\u00a9rep oerOoKft\u00e4nbigt in einem Briefe Dont 12. \u00a9egemBer beffelBen 3^peg \u00a9ilBert 1g 5lngaBen. ,,\u00a9ie 3\u00f6\u00e4Ke, toeld;e ber $ogel auftoirft\", fagt er, \u201ehalten im \u00a9runbe gto\u00f6lf Big breigehn gufj im Umfange unb ftnb gtoei Big brei gu\u00a7 \u00aean\u00ef) un\u00ee) \u00aera\u00ea ^ xn einer Entfernung oon funfgehn Big fedpggehn gu^ oom \u00e4ufjerften S\u00eeanbe gufammengefharrt. \u00a9er Sau gep folgenbermapn oor ftch: \u00a9g voirb gun\u00e4chft eine faft freigrunbe H\u00f6hlung oon ungef\u00e4hr aeptgehn 3od \u00a9urd)tneffer unb fieBen Big","page":496},{"file":"p0497.txt","language":"de","ocr_de":"VauBensSG\u00dfallnifier. \u00a9ro\u00dffu\u00df.\n497\n\u00dfd)t 3<dt Viefe in ben Voben gefdfjarrt, mit bitrren bl\u00e4ttern, ipeu xmb \u00e4l)nlidf)en \u00a9tcffen gef\u00fcllt nnb eine gro\u00dfe SJ\u00eeenge me\u00ef)r ringsum auf ben Voben geh\u00e4uft lieber biefe erfte Sage lommt \u00a9anb mit b\u00fcrrem \u00a9rafe nnb bergt, bermifd)t. Vor bem ElBlegen eines \u00a9ieS mirb ber \u00a9ipfel ge\u00f6ffnet, b. \u00cf). auf feiner \u00a9Ipe eine gmei Bis brei Bott tiefe ^\u00bb\u00f6^tung in baS Vl\u00e4ttcrlager gedarrt, hierauf baS \u00a9t in ben \u00a9anb gelegt, Bebedt nnb ber EBad georbnet. \u00a9in gmeiteS \u00a9i mirb genau in berfelBen \u00a9Bene, mit bem erfien aber auf ber entgegengefefden \u00a9eite, ein britteS im britten, ein viertel im vierten E\u00f4in\u00efel be\u00a3 SSierec\u00ef\u00e2 gelegt; bie n\u00e4c\u00a7ften \u00efomrnen in bie 3*oifd)enr\u00e4ume'gu flehen. SDaS ER\u00e4nnd)en unterft\u00fc^t baS EBeiBd)en Beim \u00a9effnen unb 3ube<fen beS EBadeS. V)ie \u00a9ingeBornen Behaupten, ba\u00df baS EBeiBd)en (b. I). moI)t oerfd)iebene) alle Vage ein \u00a9i legen. Etd)t ift bie gr\u00f6\u00dfte 3d)t ber \u00a9ier, meld)e man, fooiel id) geh\u00f6rt I)aBe, in einem Etefte finbet.\"\n\u00aeer VauBensEBadnifter l\u00e4uft, nad) Eingabe beffelben VeoBad)terS, auSbauernb unb mitrei\u00dfenber \u00a9d)nedigfeit, fliegt nie, fotange er eS oermeiben \u00efann unb rul)t BtoS nad)tS auf V\u00e4umen. \u00a9eine Ehrung Befielt aus \u00aeerb\u00fc)ieren unb \u00a9amen oerfd)iebener @em\u00e4d)fe. Ed o ore erg\u00e4bt, ba\u00df er Bei Verfolgung mit bem \u00aeopfe in einen Vufd) renne unb bann teidEjt gefaxt merbyr f\u00f6nne, in feinen Vemegungen unb \u00a9itten aBer ben gaumen ^\u00bb\u00fc^nern fe1)r \u00e4\u00a7ntid) fei. \u00a9eine \u00a9timme [oll traurig \u00eflagenb Hingen unb ber mancher VauBen \u00e4hneln.\n\u00a9nblidE) giBt \u00a9oulb nod) eine 3ufammenftedung fcerfdtjiebener Verid)te ber \u00a9ingeBornen, fd)eint audf; an bie EBalpaftigfeit berfelBen gu glauben, m\u00e4l)renb mir, geft\u00fcid auf bie an gefangenen EBad= niftern gemalten VeoBadE)tungen, anne^men b\u00fcrfen, ba\u00df Bei biefen Veristen grobe V\u00e4ufd)ungen oBgemattet ^aBen merben. \u201e3u jebem Dcefle foden ein ER\u00e4nnd)en unb ein EBeiBd;en geh\u00f6ren unb biefe Beiben ben gemaltigen Vau allein errichten ober einen alten auSBeffern, Beibe @efd)led)ter ftd^ bem Elefte n\u00e4\u00a7ern, menu baS EBeiBd()en legen mill unb gemeinfd)aftlid() baS Deffnen unb 3ubeden beS EBade\u00a3 Beforgen. 3ebeS EBeiBd)en fod ade Vage ein \u00a9i unb fo beren ad)t Bis gel)n nad) einanber legen. VerauBen bie \u00a9ingeBornen baS Eieft, fo legt bie \u00a3enne bod) mieber in baffelBe unb fo unter Umft\u00e4nben bie rode 3^1 gioeimat in einem \u00a9ommer. \u00a9S oerftie\u00dfen oier ERonate oom Veginne beS VaueS Bis gur 3eit, in melier baS tefcte \u00a9i gegeitigt mirb. V)ie jungen fd)arren fid) felBft l)erauS, o\u00c7ne ba\u00df bie ERutter il)nen Bei\u00dfest, unb gem\u00f6l)nitd) entfd)lpfen ade auf einmal, manchmal aud) it\u00e9rer g\u00efiei gu gleicher 3eit, rufen unb loden bamit bie ERutter \u00c7erBei, mettre im @eftrp|> in ber E\u00eeacparfdjaft fri\u00a7t. \u00a9ie nimmt ftd) bann ber jungen an, mie eine $enne il)rer $\u00fcd)lein, unb gumeilen mirb fte oon ad)t Bis gel)n berfelBen Begleitet.\" 3d) Brauche laum gu Betonen, baff id) ben Eingaben oou \u00a9dater, EBatlace unb EiofenBerg me\u00a7r \u00a9tauben fdjente, at\u00ea oorfte^enben Veristen ber \u00a9d)margen Eieu^odanb^.\nV)ie ^)urBet;2\u00f6allni|ter ober eigentlichen @ro\u00a7fu\u00a7\u00a7\u00fcper (Megapodii) geigen in i^rent SeiBelBau eine gemiffe Elel)nlid)feit mit ben Eiaden ober 2BafferI)iU)nern. 3\u00a7r SeiB ift fd;lanl, ber .fpat\u00ea mittellang, ber ^of>f grof, ber Fl\u00fcgel Breit aBgerunbet, in il)m bie br\u00fcte Big f\u00fcnfte \u00a9d)minge gleidh lang unb bie l\u00e4ugften, ber \u00a9c^mang, melier au\u00ea ge^n Gebern Befielt, furg unb aBgerunbet, ber Sauf fel)r ]tarf unb nod^ etma\u00a7 l\u00e4nger a\u00fc> bie lange, Ir\u00e4ftige ERiftetge^e, meld)e mie ade anbern mit fr\u00e4ftigen, langen, aber menig gebogenen Et\u00e4getn Beme^rt mirb, ber \u00a9c^nabel meift \u00ef\u00fcrger af\u00f4 ber ^of)f, gerabe, tmr ber \u00a9|)i^e gem\u00f6tbt. \u00a9a\u00ea \u00a9efteber pflegt reid^lid^ gu fein, auf bem S\u00fcnterfopfe fid^ gu \u00bbert\u00e4ngern ; ber Elugenfrei\u00ea, aud^ mol)t ein gro\u00dfer V^eil be\u00ea \u00c6opfeS, bie ^e^te unb ber \u00a3af\u00ea aber Bleiben regelm\u00e4\u00dfig nadt.\nHeber biefe V\u00f6gel Berichtet gSigafetta Bereits im 3al)re 1520 in feinem E\u00dferfe \u00fcber bie ^hili^4>inen. \u201eERan pbet hier\", fagt er, \u201efd^marge V\u00f6gel bon ber \u00a9t\u00e4rfe einer #enne, meld^e mo^lprnedenbe \u00a9ier bon Bebeutenber \u00a9r\u00f6\u00dfe legen. \u00a9S m\u00fcrbe unS gefagt, ba\u00df baS EBeiBdjen biefe \u00a9ier in ben \u00a9anb lege unb ba\u00df bie \u00a9onnenm\u00e4rrne hinreiche, fie auStriedjen gu taffen.\" \u00a9arreri Sre^nt, S^ier\u00efetien. IY.\t32","page":497},{"file":"p0498.txt","language":"de","ocr_de":"498\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9charm\u00f6get. \u00a9ro|fu^\u00fc^ner.\nnerOoHft\u00e4nbigt biefen elften S\u00e9ri\u00e2t nod) et Wag, fie^t aber bag Don tym unb Spigafetta beobachtete \u00a9roffufhuffn alg einen S\u00d6leerrogel an. (Sr erjagt, baf? bie (gier beffelben, treidle an \u00a9r\u00f6fje \u00a9\u00e4nfe= \u20aciern gleich \u00efommen, in fanbigen \u00a9egenben in ein non ihm auggefdjarrteg Soch gelegt unb mit \u00a9anb bebeeft Serben. \u00a9ieg gefc^e^e im Sft\u00e4rg, SXpri\u00ef unb 2Jlai, gur Beit, trenn bag SDleer am ruhigften ift, bie Sogen bag Ufer nicht iiberfieigen unb bie (gier nicht erf\u00e4ufen. S)ie Vlatrofen fuchen gierig bie Hefter l\u00e4ngg bem \u00a9tranbe beg \u00dc\u00c4eere\u00ab unb triff en, baff ba, tro bie \u00a9rbe umgearbeitet ift, (gier verborgen irurben. \u00a93 blieb \u00a9outb r\u00f6rbehatten, \u00a9enauereg mitgutheilen, ba er bag \u00a9l\u00fcd ^atte, treffliche Berichte ron gtrei auggegeichneten ftorfchetn gu erhalten, unb biefe rer\u00f6ffentlichte.\n2)ag Vor\u00efommeu eineg $urbet ; Sallnifterg in Huffralien, meint er, fonnte nicht \u00fcberrafd^en, ba Neuguinea unb bie antiegenben Unfein befanntertreife ron biefem merftr\u00fcrbigen 33ogel betrohnt trerben. \u00a9r hielt aber ben auftralifchen Vogel f\u00fcr eine fchon fr\u00fcher ron % emmin d befchriebene ^Irt, unb erft genaue Vergleiche ber in ben \u00dcRufeen ron S\u00dfarig unb Setyben aufgeftellten V\u00e4lge ber lebteren \u00fcbergeugten ihn, baff er eg mit einer noch unbefthriebenen Hrt gu thun habe, \u00a9er \u00a9ro\u00a7 = fu^, trie trir ben Vogel ber \u00ae\u00fcrge iregen nennen trollen (Megapodius tumulus) ift ettra ebenfo; gro^ trie ein treiblicher gafan. \u00a9ie Gebern beg $opfeg finb bun\u00efetrothbraun, bie b'eg dt\u00fcdeng unb ber f\u00c7l\u00fcgel gimmtbraun, bie \u00a9ber; unb Unterfchtnangbedfebern bunfelfaftanienbraun, bie \u00a9chtoingen* unb \u00a9d)trangfebern fchtr\u00e4rglichbraun, bie beg \u00a3>interhalfeg unb ber gangen Unterfeite grau, \u00a9ag Huge ift heHr\u00f6thlichbraun, ber \u00a9chnabet ein trenig bunder, ber gufj hoc^orangenfarbig.\n\u00a9ilbert unb QJtacgitlirrah ftrtb eg, treibe ung burd; \u00a9oulb bie Sebengtreife beg Vogelg kennen gelehrt haben. \u201eVei meiner Hn\u00efunft gu Sport (gffington gogen riele fehl* grojfe \u00a9rbljaufen meine Hufmerffamfeit auf fid), \u00a9g trurbe mir gefagt, baff biefelben \u00a9rabh\u00fcgel ber \u00a9ingebornen feien; festere hingegen rerficherten mich, baff fte ber \u00a9rofjfuf gur Vebr\u00fctung feiner \u00a9ier erbaut habe. Hber biefe Hngabe dang fo-auffallenb unb fcdjien fo fehl* im Siberforuche gu flehen mit ben \u00a9etrohm heiten anberer V\u00f6gel, bafj SRiemanb in ber Hnfteblung an bie Sahrheit berfelben glaubte, obtrohl auch SHientanb foriel \u00a9heilnahme Sei\u00d4te' um\t3U pr\u00fcfen, \u00a9agu !am, baf bie 3n?eifel rer\u00ab\nmehrt trurben burd) bie \u00a9r\u00f6fje ber \u00a9ier, treibe bie \u00a9ingebornen brauten unb alg fenen V\u00f6geln angeh\u00f6rig begegneten, \u00a9a ich feboch truste, baff bie \u00a9ier beg Stauben ^Sallnifterg in \u00e4hnlicher Seife gegeitigt trerben, befd)lofg ich, mein 50t\u00f6gli<hfleg gu thun, um \u00fcber bag ^fachliche \u00eflar gu trerben, unb nachbem-ich mir bie \u00a3itfe eineg getri^igten \u00a9ingebornen rerfdjafft hatte, begab ich am 16. SRoOember nach \u00c4toder\u2019S Vaty, einem trenig befannten \u00a9Spelte ron Vnrt \u00a9ffington, treld^er, trie mir gefagt trurbe, ron folgen V\u00f6geln betrohnt werbe.* \u00a9ilbert erg\u00e4hlt nun augf\u00fchrlicf, trie er rer\u00ab fdfebene Raufen im \u00a9idicht fanb, biefelben unterste unb fc^lie^lid; gur Uebergeugung gelangte, ba^ bie \u00a9ingebornen ber Sal^eit gem\u00e4f berietet hatten.. \u00a9tirag fjp&ter beobachtete 2ttacgilli0ra'h ben \u00a9roffuff auf Sftogo in ber \u00a9nbarourflrafce. \u00a9r trar tr\u00e4hrenb feineg l\u00e4ngeren Hufenthatteg fo gl\u00fcdlich, M\u00e4nnchen unb Seibdjen gu erlegen unb fanb and; mehrere S\u00e4tte mit \u00a9iern auf.\n\u201eSenige V\u00f6gel\", fagt er, \u201efmb fo fcheu unb fo fd^trierig gu erlegen alg ber \u00a9rofjfuff \u00a9r betrohnt bag \u00a9eftr\u00fc^, trelcheg bie Ufer ber Vuchten unb \u00fcberhaupt ben f\u00fcftenfaum bebedt; trenigfteng fanb ich feine S\u00e4lle niemalg ireiter at\u00ea hunbert \u00a9den rom Vteere entfernt. Senn er aufgefcheud)t trirb, erhebt er ftd) fetten mit einem SRale \u2014 eg fei benn, baf er ftd; eben an ber \u00a9renge beg \u00a9idichtg befunben habe \u2014 rennt nietmehr eine \u00a9trede treit auf bem Voben hin unb fleht nun erft auf. \u00a9er $tug ift fd;trerf\u00e4dig, aber nicht ron bem \u00a9er\u00e4ufdje begleitet, treld;eg bie irahren <\u00a3>\u00fcl)ner, trenn fie fliegen, rerurfachen. \u00a9eiten fliegt ber \u00a3ahn treit in einem B\u00abge bahin, fe^t ftch nietmehr batbm\u00f6gtidjft auf einen Vaunt nieber, rertreilt hier lauernb mit auggeftredtem \u00a3>alfe, beobad;tet je be Vetregung feineg Verfolges unb fliegt treiter, trenn biefer fid; naht. Vlog bie forgf\u00e4ltigfle Vcr\u00fcd; ftchtigung aller \u00a9edungen macht eg bem S\u00e4ger m\u00f6glich, big auf \u00a9djuftreite herangutommeu. Um gu betreifen, trie f^eu er ift, trill ich erw\u00e4hnen, baf eine SagbgefeUfchaft ron brei Leuten, welche f\u00abh in einem deinen \u00a9idiefd auf Sftogo gerftreut hatten, in ber Hbftd;t, \u00a9rofpffe gu flie\u00dfen, nicht einen eingigen gu fehen be\u00efamen, obgleich fte mehrere ron ihnen auffl\u00f6rten. Bn Sport \u00a9ffington erlegte ich","page":498},{"file":"p0499.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9ro\u00dffu\u00df.\n499\neinen in ten Sftangtegeb\u00fcfdhen, bereu SBur^efn bet .\u00eepodjioaffer bon ben SBetlen Beff\u00fclt ioerben, unb \u00c6afit\u00e2n Sladrooob t\u00f6btete einen anberen, to\u00e4hrenb er auf bent \u00a9flamme bahinlief. 3>n Beiben g\u00e4lten toaren bie S\u00f6gel in ber Sft\u00e4he ihrer \u00a3>\u00fcgel.\" Sluct) \u00a9ilbert Bet\u00e4tigt, ba\u00df ber \u00a9ro\u00dffu\u00df fidj au\u00a7fdhlie\u00dflidh in ben Oerfchlungcnften SDidichten unmittetBar am SD\u00eeeere\u00eaufer aufh\u00e4lt unb nid^t ioett in3 innere geht. (Sr teBt paarloeife ober einzeln unb n\u00e4hrt ftd) am Soben. \u00a9ein gra\u00df Befielt in S\u00dfur$eln, toelche er ot)ne St\u00fche mit \u00a3ilfe feiner kr\u00e4ftigen stauen beroorfdjarrt, aud) toohl in S\u00e4mereien unb^erbthieren, Befonber\u00ea in gro\u00dfen K\u00e4fern. S>ie Stimme fo\u00eft Joie ba\u00ea \u00a9ludfen be\u00ea ,!pau\u00a7hnhne3 Hingen unb mit einem 9bufe enbigen, \u00efoetdjer an ben be\u00ea $J3faue\u00a7 erinnert.\nS)ie Se\u00dfhaufen ftnb feljr oerfdjieben, ebenfoloohl ioa3 \u00a9eftalt unb \u00a9r\u00f6\u00dfe, al\u00ea auch bie Seftanb; t^eile antangt. S)ie meiften fielen n\u00e4dhft bem SSafferranbe unb Befielen au\u00ea Sanb unb Scufcheln, einige enthalten S\u00e4damm unb oermoberte\u00ea jpotg. \u00a9ilBert fanb einen, melier f\u00fcnfzehn gu\u00df hocB unb fedfoig gu\u00df im Umfange hielt, einen feiten, metier einen 9taum bon \u00c7unbertunbfunfeig gu\u00df im Umtreife Bebedte; Stacgilliorah fprid^t Oon eben fo gro\u00dfen unb hohen. \u00a93 ift^\u00f6dfjft loahrfcheinlich, ba\u00df bie geloaltigften bicfer .Jp\u00fcgel ba\u00ea 2BerE mehrerer \u00a9efd)Ied^ter ftnb unb allj\u00e4hrlich Benu^t unb ber; gr\u00f6\u00dfert ioerben. S)ie eigentliche Si\u00dfh\u00f6hle Beginnt entioeber am ^nnenranbe be3 \u00a9ipfell unb f\u00e4llt fdEjief abio\u00e4rt3 nad) bem Stittelfun\u00efte gu, ober auf ben \u00a9ipfel felBft.unb loenbet ftdb bann nach ^ent \u00e4u\u00dferen Slbljange hin. S)ie \u00a9ier liegen fedt;\u00a7 gu\u00df tief unter ber Sfihe, S^ei bt\u00e9 brei gu\u00df bon ber Seite entfernt. \u00a9ingeBorne erz\u00e4hlten \u00a9ilBert, baff bie S\u00f6get nur ein einzige\u00bb \u00a9i in eine ^\u00f6hle legen unb nachbem baffelBe bort untergebradjt ift, bie ip\u00f6hle mit \u00a9rbe au\u00eaf\u00fctlen, audj bie obere St\u00fcnbung gl\u00e4tten unb aBrunben. 2ln ben frifd)en gu\u00dftritten auf ber tp\u00f6he unb au ben Seiten be\u00a7 ^ttgel\u00ea erfennt man leicht, ba\u00df ein \u00a9ro\u00dffu\u00df neuerlich eine -Jp\u00f6hle au\u00eagegraBen hat. SDic \u00a9rbe, ioelche biefelBe bedt, ift bann fo loder, ba\u00df man mit einer biinnen 9tuthe hiuein&ohren unb fo ben Verlauf ber ^\u00f6hle erforfchen fann : je leichter bie \u00a3Rut^e ftd) einfdE)ieBen l\u00e4\u00dft, umfo f\u00fcrjere 3ett oerflo\u00df fett bem \u00a9iertegen. \u00a93 erforbert eine getbiffe UeBung unb namentlich gro\u00dfe Slu\u00eabauer, um bie \u00a9ier felBft ^u erhalten. S)ie \u00a9tngeBornen graben mit ber jpanb unb heben nur fotoiel Sanb au\u00ea, al\u00ea unBebingt n\u00f6thig ift, um ihren D\u00f6rfer einfchieben unb bie Stoffe gloifcljen ihren Seinen burdjloerfen ju f\u00f6nnen. 3h^e \u00a9ebttlb toirb aber oft auf eine fe^r harte 5\u00dfroBe geftellt; benn fie graben manchmal fed)\u00ea Bi\u00a7 fieben gu\u00df tief, ohne \u00a9ier gu finben, unb ioerben io\u00e4hrenbbem oon ber .fpi^e unb oon Millionen Sanb; unb Stechfliegen f\u00fcrchterlich gequ\u00e4lt. S)ie \u00a9ier flehen immer fenfredht, bie bideren \u00a9nben nach oben; fte ftnb in ber \u00a9r\u00f6\u00dfe giemlidh oerfdhieben, \u00e4hneln ftd; aber in ber \u00a9eftalt. 3$re S\u00e4nge Betr\u00e4gt unge; f\u00e4hr 3V2, ihre Sreite 2V4 \u00aeie g\u00e4rbung ioedhfelt je nach ber Sefdhaffenheit ber Stoffe, toetche fie umgeben: biejenigen, loeldhe in fdhtoar^er \u00a9rbe liegen, ftnb regelm\u00e4\u00dfig bunfelr\u00f6thlidhbraun, bie; fenigen, ioefche in Sanbh\u00fcgel abgelegt ioerben, fdhmu^iggelBloei\u00df. SDie garbe hnngt aber nur mit einem ba\u00a7 \u00a9i b\u00fcttn Bebedenben ^\u00e4utchen gufammen. Sfrengt man baffelBe, fo frnbet man, ba\u00df bie Schale eigentlich ioei\u00df au\u00eafteht. 2tad; Serftdherung ber \u00a9tngeBornen ioerben bie \u00a9ier nac\u00a3)t\u00ea unb in 3ioifdhenr\u00e4umett oon mehreren Sagen abgelegt.\n2)a\u00ea Slu\u00eafchl\u00fcffen ber Snngen lourbe loeber oon@ilbert no^ Stacgilliorah Beoba^tet, erfterer fanb aber einen fungen S\u00f6gel in einer H\u00f6hlung oon gloetgu\u00df Siefe; berfelbe lag auf einigen biirren Sl\u00e4ttern unb [chien nur loenige Sage alt gu fein. \u00a9ilBert loanbte alle Sorgfalt an, um ihn auf^ujiehen unb fe^te ihn in eine m\u00e4\u00dfig gro\u00dfe $ifte, loeldhc er gum Sheil mit Sanb anf\u00fcllte, \u00a9r fra\u00df ohne fonberlidhe llmft\u00e4nbe gequetfchte K\u00f6rner, unb fein Pfleger gab \u00dfd) be\u00a7h&lB fdhon ber Beften Hoffnung hin. Sfllein ber S\u00f6gel loar fo lotlb uttb unb\u00e4nbig, ba\u00df er bie \u00a9efangenfdhaft nicht ertragen loo\u00fbte unb frei gelaffen ioerben mu\u00dfte. Solange er in ber \u00aeifte ftedte, fragte er ben Sanb unaufh\u00f6rlich auf Raufen, inbem er ihn au3 ber einen \u00a9de be\u00a7 ^aften\u00ea in bie anbere loarf. Sbiel gefdhah mit einer \u00fcberrafchenben Sdhneltigfeit unb einer unoerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00dfen ^raft; benn ber Heine \u00a9efell hatte eben bie \u00a9r\u00f6\u00dfe einer SSadhtel. 3nnt Scharren im Sanbe gebrauchte er nur einen gu\u00df; mit ihm fa\u00dfte er eine geioiffe SJ\u00eeenge oon Sanb unb loarf fte ohne anfheinenbc Slnftrengung hinter [ich- S)iefe SlrBeit\u00ebluft fcheint auf einer angebornen Unruhe Begr\u00fcnbet ju fein unb mehr ba3 Ser;\n32*","page":499},{"file":"p0500.txt","language":"de","ocr_de":"500\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9#arro\u00f6get. $o\u00ef\u00efo\u00a7.\nlangen, Me Mftigen Veine gu bef#\u00e4ftigen, auSgubr\u00fccfen, als mit ber \u00a9rn\u00e4ljrung im Bufammen^ange gu fielen. 3n ber 9la#t mar ber \u00a9efangene fo unruhig unb gab ft# fo gro\u00dfe 3Jtf#e gu entfliegen, ba\u00df fein Pfleger oor bem oon #m oerurfa#ten S\u00e4rm ni#t f#tafen tonnte.\n3# it>ei\u00a7 nic^t, ob man ertoa#fene \u00a9ro\u00dff\u00fc\u00dfe jemals in @efangenf#aft pit unb l\u00e4ngere Beit beoba#tete, pbe au# nirgenbS geh\u00f6rt ober gelefen, ba\u00df einer biefer mer\u00efm\u00fcrbigen V\u00f6gel lebenb na# \u00a9uropa gefommen m\u00e4re.\nS\u00a3)er Slame ,,\u00a9#arrO\u00f6gel\" mirb Oon allen \u00e4\u00fcitgliebern berTrbnung, toel#e bis jefet \u00a9rm\u00e4bnung fanben, bet\u00e4tigt, pa\u00dft aber ni#t f\u00fcr bie, mel#e mir no# gu erm\u00e4hnen pben. Slber ebenfomenig mirb man fte ,,\u00a7\u00fcper\" nennen b\u00fcrfen; benn fie unterf#eiben ft# oon fol#en ni#t bloS in ber \u00a9eftalt, fonbern au# in ber SebenSioeife fe#r mefentli#. Tiefe Vepauptung gilt inSbefonbere f\u00fcr bie \u00a3offo* o\u00f6gel, mel#e mir unter Ver\u00fcdfi#tigung beS meiter oben \u00a9efagten als eine 2Ib#eilung ober Burift ber Orbnung anfepen. SStan pflegt gu fagen, ba\u00df fte in ben Salbungen \u00a9\u00fcbamerifaS unfere Stau#* fu\u00dfpper unb gafanen oertreten, Oerlangt aber f#merli#, ba\u00df biefer StuSfpru# m\u00f6rtfi# genommen merben m\u00fcffe, ba eS Temjenigen, mel#er bie einen unb bie anberen tennt unb oerglei#enb betrachtet, re#t f#mer mirb, irgenb mel#e 2Iepli#lett gmif#en beiben maprgunepten. 9tei#enb a# gap bie ^ottoo\u00f6gel gu ben Stauben unb uuterfi\u00fc\u00dft feine 2Inft#t, mel#e oon Slnbern f\u00fcr eine \u00a9emalttpt erfl\u00e4rt mirb, mit \u00a9r\u00fcnben, beren Triftigkeit gar ni#t unterf#\u00e4\u00dft merben barf. \u00a9S fehlt ben $otfo* regeln, meiner 2lnfi#t na#, jebo# ein SJtertmal ber tauben: fte ftnb teine Sleftpoc\u00efer, fonbern Sie|t* f(\u00fc#ter ; fte fomnten ni#t blinb unb faft unbetleibet, fonbern in einem Buftanbe gur SBelt, mel#er bem junger \u00a3i#ner \u00e4pli#er ift als bem junger tauben. SIber im \u00fcbrigen pat Stei#enba# Qemi\u00df Ste#t, menn er gur Xlnterf#eibung ber fpclfoS unb eigentlichen JSp\u00fcper peroorpebt, ba\u00df #r Sauf fporenloS, bie \u00a3intergctye ebenfo tief mie bie \u00fcbrigen eingelentt, #re \u00a9rf#einung unb Venepen ni#t mie bei ben \u00a7\u00fcpern, fonbern mie bet ben Sauftauben ift, ba\u00df fte ni#t in Vielepteit, fonbern in \u00a9inioeibigfeit leben, auf V\u00e4umett ni]ten unb auS b\u00fcnnett Bmeigen ein loctereS Staubenneft bauen, ni#t aber eine Vertiefung auf ber \u00a9rbe f#arren, bloS gmei, minbeftenS fe#r menige, ni#t aber oiele \u00a9ier legen mie bie \u00a3>\u00fcper, ba\u00df ihre Sttngen maprf#einli# l\u00e4ngere Beit im Stefte bleiben unb ge\u00e4\u00dft merben m\u00fcffen u. f. m. Tie \u00a9eftalt ber \u00a3oltoo\u00f6gel pat mit ber ber eigentti#en \u00a3\u00fcper ftreng genommen ni#t gr\u00f6\u00dfere 2Iepli#teit als mit ber ber Stauben; #r \u00a9efteber \u00e4hnelt bem ber ^genannten Vogel me$r als bem ber \u00a3\u00fcper; #r innerer SeibeSbau mei#t fe#r mefentli# oon bem ber \u00a3\u00fcper ab. Slber eigentliche Stauben ftnb fte ffeili# ebenfomenig. \u00a9ie bilben eine jener \u00a9nippen, mel#e teine mirtli#e Vermanbtf#aft mit anbern V\u00f6geln geigen.\nTie \u00a3otfoo\u00f6gel (Cracidae) ftnb gro\u00df ober mittelgro\u00df, geftredtt gebaut, #re glftgel ftarf abgerunbet^ bie oier bis f\u00fcnf Oorberften \u00a3anbf#mingen fiuftg geb\u00fcrgt, au# mo$l abgefe^t lang* t#re 5Irntf#mingen lang, ben .jpanbtpeif beS Fl\u00fcgels in ber Stupe \u00fcberbectenb, #re gm\u00f6lf \u00a9teuere febern fehr lang, ftart, kr\u00e4ftig, feitli# etmaS Oerf\u00fcrgt ober giemti# glei#lang; ber \u00a9#nabel ift in ber Sieget l\u00e4nger als bet ben meiften jp\u00fcpnent, aber Oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig k\u00fcrger als bei ben Vauben, an ber \u00a9pi\u00dfentuppe gem\u00f6lbt, am \u00a9nbe breithakig perabgebogen, pinten mit einer 2Ba#Spaut \u00fcbergogen, met#e ft# \u00fcber bie gange Stafengrube, gem\u00f6pnti# au# \u00fcber bie B\u00fcgel ber Sfugengegenb erftreett unb ben oft ft# ftnbenben R\u00f6dler auf ber \u00a9#nabelmurgel \u00fcberkleibet; ber $u\u00df ift mittelftarf unb mittelpo#, lang unb b\u00fcnngepig; alle B^en laufen oon ein unb berfelben \u00a9bene auS; ihre \u00c4ratien ftnb lang, giemli# f#mal, f#arf gugefpi^t unb fanft gebogen. TaS \u00a9efieber ift berb unb gro\u00dffebrig, jebo# ni#t bi#t; bie eingeinen gebern pflegen breit, abgerunbet, #re \u00a9#\u00e4fte aber bei einer Familie eigentpmli# Oer* bitft gu fein, inbent fie oon ber SBurget an a\u00fcfeitig auff#meUen unb erft gegen bie \u00a9\u00dfi\u00dfe l)in ft# oerb\u00fcnnen unb oerf#m\u00e4#en. Vei eingelnen Slrten erf#eint biefe eigen#\u00fcmli#e Vilbung fo ausgepr\u00e4gt, ba\u00df ber \u00a9#aft in ber SDlitte feiner Verbickttng um baS Bep= \u00abnb Bt\u00bbangigfa#e bicker i\u00df als an ber","page":500},{"file":"p0501.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a7of\u00efo. SO\u00ceutung.\n501\n\u00a9pi^e, um ba\u00ea \u00a9edj\u00ea; bi\u00ea Be\u00a7n\u00eeac\u00a7c bider al\u00a7 an feiner SBurgel. SJcit biefer Skrbidung fte^t bie SSebartung tnt \u00a9inflange: ber oerfi\u00e4rfte \u00a9df)aft tr\u00e4gt bunige, bie oerb\u00fcnnte \u00a9pi\u00a3e gefdhloffene Sahnen. 2lnt auffadenbften geigt ftdj biefe SSerbidung im $leingefieber, gnmal an ben O\u00fcrgelfebern, am menigften an ben \u00a9dringen unb \u00a9teuerfebern. O\u00fcfiere Sarben ftnb oorherrfdljenb, lichtere aber nicht au\u00eagefchloffen. Sfamiefem ftd) bie \u00a9efdhlechter unterfdheiben, ift gur Beit noch nic^t fcftgeftellt. (\u00a3\u00a7 gibt, fo\u00f6iel mir betannt, leinen SSogellunbigen, melier ftd) r\u00fchmen barf, bie ^otton\u00f6gel gu tennen. Saft alle Siaturforfdher, meldhe oerfudhten, bie \u00a9ruppe gu tenngeic^nen, ^abett mehr gur SSermehrung ber ^errfd^enben ttnflarljeit all gur Sluftl\u00e4rung beigetragen.\nOie \u00a9ruppe l\u00e4\u00dft ftdh in gmei Slbtheilungen gertegen, benen man ben Siang non S^milien gus (pre\u00dfen barf. ber einen m\u00fcrben mir bann bie jpotto\u00ea, in ber gmeiten bie\u00a9d^alu^\u00fc^nergu oereinigeit haben. Oie -Jpotfol (Craces) ftnb \u00fcerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig Ir\u00e4ftig, fiarlfdhn\u00e4blig, hochl\u00e4ufig, lurgfl\u00fcgelig unb turgfd;m\u00e4ngig; ber \u00a9d^nabel ift hod;, auf ber Sirfie ftart gefr\u00fcmmt, feitlid) gufammen= gebr\u00fcdt, au\u00eanahm\u00eameife auch auf ber f\u00c7irfic fd^neibenartig au\u00eagegogen, am \u00a9runbe regelm\u00e4\u00dfig mit einer SBacp\u00c7aut \u00fcberfleibet unb burdh \u00a3\u00f6der oergiert, meldhe m\u00e4hrenb ber $aarungggeit nod; bebeutenb auffdhmetlen, bei einer Sirt aber ftd) gu einem garten, fe^r gro\u00dfen, bimf\u00f6rmigen Knollen umgeftalten unb bei einer gmeiten Slrt burd; ein mehr auf ber \u00aeopfmitte fte^enbe\u00ea \u00a7orn oertreten merben; ber Su\u00df ift Ir\u00e4ftig, m\u00e4\u00dfig hod; unb giemlidj) tangge^ig, ber Sl\u00fcgel lurg, in ihm bie fiebente unb- adjte \u00a9d^minge bie l\u00e4ngsten, ber \u00a9d)mang giemlidb lang, etma\u00ea abgerunbet, ba\u00ea \u00a9efieber auf bem \u00a9feitet unb .Jpintertopfe metft gu einer fammf\u00f6rmigen \u00a7aube oerl\u00e4ngert, meldhe au\u00ea fdjmtalen, fteifen, fanft r\u00fcd= to\u00e4rts, an ihrer \u00a9pi\u00a3e aber mieber oorm\u00e2rt\u00ea getr\u00fcmmten Sehern befielt, auf ber S\u00f6ange, bem Ober= h\u00e4lfe unb in ber \u00a9tei\u00dfgegenb meid;, fajt bunig, auf bem tlnterpalfe unb Stumpfe hart unb berb, ber B\u00fcgel mit flehten 5)3infelfebern befefrt, bie Slugengegenb nadt.\nOa\u00a3 \u00a9eripp geigt mit ben eigentlichen ^\u00fcpnero\u00f6geln manche 3lehnlid;teit. Oie S\u00dfirbelf\u00e4ule befielt an\u00ea oiergepn ,!pal\u00ea=, ftebeit St\u00fcden; unb fed;\u00a7 \u00a9d;mangmirbeln; bie glatte be\u00a7 SSruftbein\u00ea ift m\u00e4\u00dfig au\u00eageranbet, ber \u00aeiel fel;r hoch; Oberarm unb Oberfd;enlei f\u00fchren Suft. \u00a9in \u00aeropf ift oor= l;anben, ber Vormagen flein, ber ipauptmagen fe\u00a7r ftarfmu\u00eafelig. \u00a9r\u00f6\u00dfere SSeacptung b\u00fcrfte bie Luftr\u00f6hre oerbienen, meil fie fid; nicpt blo\u00ea bur<h eigenth\u00fcmliche \u00a9eftaltung, fonbern auch burch unge; m\u00f6hnlichen Verlauf au\u00eageid;net, obfchon Se&tere\u00ea bei oielen SStitgliebem ber n\u00e4chftOermanbten Samilie noch erftdhtlidher mirb. Oie Suftr\u00f6hre tritt n\u00e4mlidh auf bie \u00e4u\u00dfere \u00a9eite be\u00ea S3ruflForbe\u00e2- ^erau\u00ea, macht hier eine ober mehrere SBinbungen unb fenft ftd; nunmehr erft in bie \u00a3iefe be\u00ea 33ruftlaften\u00a7 ein. SSei eingelnen Slrten ermeitert fte ftd; auch mohl gu \u00a3afd;en ober S3ud;ten tc.\nOie ungen\u00fcgenbe \u00aeunbe, melche mir bergeit \u00fcber ba\u00a7 Seben ber $o!fo3 beft^en, mag e\u00a7 red)t; fertigen menn ich nur Wenige ber theilnahrn\u00eamerthen \u00a9efdfmpfe hier auff\u00fchre.\nOer $offo (Crax alector), beffen Stame gur SSegeidhnung ber \u00a9efammtheit gebient h<tt, ift ein SSogel oon ber \u00a9r\u00f6\u00dfe eine\u00ea fdhmadhen \u00eeruthahne\u00ea, ungef\u00e4hr 36 BoK lang, mit gelbem Steifchh\u00f6der auf bem \u00a9dhnabelgrunbe, bi\u00ea auf ben mei\u00dfen SSaucp, ben \u00a9tei\u00df unb ben \u00a9nbfaum ber \u00a9cpmang; febern, gl\u00e4ngenb blaufdhmarg, fein Sluge braun.\nOa\u00ea S\u00f6eibdhen fo\u00fc nur am \u00c4opfe, ^alfe, auf ber Oruft unb auf bem St\u00fcden fdhmarg, auf bem ^Bauche rofiroth, auf f^I\u00fcgel unb Unterfchenfel roftrothgelb gemellt fein.\nOer SOtutung (Crax carunculata) oertritt ben \u00a7offo ht23raftlien unb unterfdheibet ftdh h^upt; f\u00e4dhlich burch etma\u00ea geringere \u00a9r\u00f6\u00dfe unb rothe SKadh^hctut. Oag SR\u00e4nndhen ift big auf ben mei\u00dfen 23aud; unb \u00a9tei\u00df fchmarg, ba\u00a7 Singe braun, ber \u00a9cpnabel an ber \u00a9pi^e fdhmarg, feine SSadh^h^ut roth, ber gu\u00df gelbroth- \u00aeie S\u00e4nge betr\u00e4gt 34, bie SSreite 47, bie Sittigl\u00e4nge 14, bie \u00a9dhmangl\u00e4nae 13% Bod.\nS3eim SBeibdhen ftnb Oberhalb unb S3ruft mei\u00df gefledt, Sl\u00fcgel, Oberbaud; unb \u00a9chenfel roftgetb geb\u00e4nbert, S3audh unb \u00a9tei\u00df rofiroth-","page":501},{"file":"p0502.txt","language":"de","ocr_de":"502\n\u00a3ie S\u00e4ufer. \u00a9djarrr\u00f6gel. \u00a3c\u00effo\u00a7.\n\u00a3)er \u00e2immt\u00c7o\u00effo (Crax rubra) geid^net fidfj bur<$ feine fd&\u00f6n faftanienbraune F\u00e4rbung aug; bie Gebern beg fftac\u00efeng unb Dber\u00c7alfeg fmb f\u00e4toarg unb toeifc gebSnbert, bie beg \u00a9dfjtoangeg burct) female ioeiffticljge\u00efbe, fd^ix>ar\u00a7 gef\u00e4umte Sinben gegeid^net. $)ag 2\u00efuge ift rotbraun, ber \u00a9dfjnabel \u00ef>ornfarben, bie S\u00dfacpljaut blaufc\u00efjfoarg, ber $u\u00a7 bleigrau.\n(Sine gtoeite \u00a9type ift auf ben ^elm^of!o (Urax Pauxi) begr\u00fcnbet toorben. \u00a9r fenngeictjnet fid^ burcfy ben gro\u00dfen, bimf\u00f6rmigen Anetten, toeldfjer oberhalb beg 9RafenIodf)eg auf ber \u00a9djjnabeP\ntnurge\u00ef entgingt unb fidfj fd^tef na<\u00a7 hinten toenbet, ben bieten, auf ber ftirfte feiert gebogenen, toon ber S\u00dfurget big gur \u00a9J>i\u00a3e gleichm\u00e4\u00dfig gew\u00f6lbten \u00a9d^nabel unb ben Mangel eineg Jpaubenfammeg. SDa\u00ea \u00a9efieber ift fdjtoarggr\u00fcnlidfj unb f^i\u00ef\u00efernb, bie gebern be\u00ea Saudfjeg unb ber \u00a9d)n>angfpiben ftnb mei\u00df; bag Stuge ift rotbraun, ber \u00a9d^nabe\u00ef rot\u00a7, ber Knollen Waufdjtoarg, ber guff Iid&trot\u00a7.\n$er \u00c7ol\u00efo (Crax alector). (\u00a9. 501.) 1/4 ber nat. \u00a9ro(je.\nSitte SIrten ber ftamilie betonen \u00a9\u00fcb; unb StRittelamerifa, einfdjliepdj beg \u00a9\u00fcbeng Son SJtefifo. 2)er \u00a3offo verbreitet ftd) \u00fcber bag innere Sraf\u00eflieng, \u00bbou \u00a9ua\u00e7ana an big ^aragua\u00e7 unb","page":502},{"file":"p0503.txt","language":"de","ocr_de":"2ebert\u00eatt)eife ber \u00a3o\u00eefo\u00a7.\n503\nlx\u00bbirb tort in allen BB\u00e2\u00efberu gefunben; ber SJhttung bemol)nt ba\u00ea Urmalbgebiet ber Dft\u00ef\u00fcfte be\u00a7 genannten ^aiferreidj\u00ea toon Stio be Janeiro bi\u00ea Baljia; ber \u00dfimmthoffo geh\u00f6rt ^3eru itnb \u00fc\u00fciejifo an; ber Helmljoffo lebt ht allen gro\u00dfen Salbungen be\u00ea \u00f6ftlichen $eru, befonber\u00ea ^\u00e4uftg in ber ^rotoing SDtapna\u00ea, fe\u00eftener in ben \u00a9ebirgen SD\u00eeittelperu\u00ea nnb ebenfo int B\u00f6efien Braftlten\u00ea.\n3nmiefern ftdj bie Seben\u00eameife ber einzelnen Arten nnterfc^eibet, toerm\u00f6gen mir gur $eit nid^t mit Beftimmtheit gu jagen, ba bie SJ\u00eeittheilungen ber fReifenben hier\u00fcber nod) immer je\u00efjr b\u00fcrftig ftnb. Au\u00a7 ben mir bekannten Berichten ber 9taturforfd)er, meld)e an Drt nnb \u00a9telle beobachteten, nnb ben \u00a9rfaljningen, melche mir an gefangenen V\u00f6geln fammeln konnten, fd^eint \u00fcbrigen^ herOorgu= gehen, ba\u00df fid) bie toerfd)tebenen Arten im mefent\u00efid)en \u00e4hneln. Alle ftnb, mie fd)on gejagt, Bemo\u00ef)ner ber Salbungen \u00a9\u00fcb^ nnb \u00dc0tittelamerita3 nnb an B\u00e4ume gebunben; ben eigentlichen 3Balb toerlaffen fie h\u00f4hften\u00ea anf kurge 3eit. 9Aan trifft fie gmar oft auch auf bem \u00a9oben an nnb beobachtete, ba\u00df fie hier mit gro\u00dfer \u00a9d)netligkeit einher rennen, falB ber \u00a9runb eben; in ber Stegei aber fieht man fie im \u00a9egmeige ber B\u00e4ume, m\u00e4hrenb ber Brutgeit paarmeife, au\u00dferbent gu brei, toier nnb mehr \u00a9t\u00fcdeu beijammen. 3m \u00a9egmeige bemegen fie ftd) tangjam, obfd)on mit toerl)\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfigem @efd)ict; ber glug hingegen ift niebrig, gefd)iel)t in magred)ter 0tid)tung nnb h at keine (ange Matter. \u00a9\u00e4mmtlid)e Arten fatten auf burd) ihre \u00a9timme, me\u00efdje immer etma\u00ea \u00a9igenth\u00fcmtid)e\u00eb hat, aber je nad) ber Art je^r toerfchieben ift. \u00a9inige brummen, anbere pfeifen, anbere knurren, anbere fd)reien ein ,,^u, hn, hrt, hu\" au\u00ea tiefer Bruft hertoor, anbere laffenSaute toernehmen, meldje burd) bie \u00a9ilben \u201eO\u00eeada, racka\" mieber; gegeben merben m\u00f6gen. 3hre \u00a9timme toernimmt man am h\u00e4ufigjten m\u00e4hrenb ber 5\u00dfaarung3geit nnb in\u00eabefonbere in ben fr\u00fchen QJ\u00eeorgenfhtnben, batb nad)bem fie au\u00ea bem \u00a9d)lafe ermadjten uitb au\u00a7 bem 3nnern ber ^Salbungen nad) ben Sichtungen an ben \u00a9tromufern herborgekommen ftnb. SDie 3nbianer aber erg\u00e4hlten \u00a9d)omburgk, ba\u00df eine Art unjerer B\u00f6gel (Urax tomentosa) regelm\u00e4\u00dfig gu jd^reien beginne, menu ba\u00ea \u00a9ternbitb be\u00ea f\u00fcblid)en $reuge\u00a7 feine gr\u00f6\u00dfte H\u00f6he erreicht habe, unb \u00a9d)om; b\u00fcrgt fanb biefe aiiffatfenbe Angabe beft\u00e4tigt. \u00a9r hatte, mie er erg\u00e4htt, gu biefer Berftd)erung lange .ungl\u00e4ubig gel\u00e4ch>ett, mcit er beobachtete, ba\u00df ba\u00ea f\u00fcblid)e $reug gerabe bann feine gr\u00f6\u00dfte -!p\u00f6he erreichte, menn ber Bogel ohnehin feine bumpfe kt\u00e4glid)e \u00a9timme erfchatten l\u00e4\u00dft, um toier Uhr be\u00ea S\u00ef\u00eforgen\u00ea n\u00e4ntlid). \u201eAm 4. April aber hatte ber Anfang be\u00ea $reuge\u00eb f\u00fcnfunbgmangig StJiinuten nach elf Upr nachts eben ben SJieribian erreicht, unb in bemfeiben Augenblicke fd)aUten bie hohlen \u00a3\u00f6ne ber HokkoB burd) bie ftitfe stacht. SRach Verlauf einer Biertelftunbe lag mieber tiefe Stupe auf unferer Umgebung. 3)a mir m\u00e4prenb biefer 3eit \u00ee>te \u00a9timme be\u00ea BogeB niemals geh\u00f6rt hatten, geigte fid) in biefem galle bie Angabe aB fo ficher unb fdjlagenb, ba\u00df alle gmeifel an ber merfm\u00fcrbigen 2hatfad)e bei un\u00a7 toerfdjmanben.\"\n\u00aeie Nahrung ber freilebenben ipolfo\u00ea befielt toorgugSmeife, toietfeicht auSfdjlie\u00dflid) in gr\u00fcdjten. Agara fagt gmar, ba\u00df fie ftch toon benfelben \u00a9toffen ern\u00e4hren, melche bie k\u00fchner freffen, f\u00fcgt aber aiBbr\u00fcdlid) ^tngu, ba\u00df fie fd)on SDtaBk\u00f6rner nicht toerbauen, fonbern fie mit ihrem Ikotpe mieber au\u00a7; fd)eiben, unb alle \u00fcbrigen Beobachter ftimmen barin \u00fcberein, ba\u00df gr\u00fcd)te ihr nat\u00fcrliches gutter ftnb. \u201e3^ ihrem SJ\u00eeagen\", fagt ber ^\u00dfring, \u201efanb id) halb unb g\u00e4nglich toerbaute f\u00c7r\u00fcd^te unb SR\u00fcffe, melche gum \u00eeheil \u00ce0 flart maren, ba\u00df man fte mit einem SDReffer nicht ri^en tonnte.\" StRartiu\u00ea behauptet, ba\u00df fte mit feber Art toon gutter gufrieben finb, auch ^erbtpiere unb B\u00df\u00fcrmer freffen, gelegentlich fogar ^hon toerfchluden. \u00a9d)ontburg\u00ef beft\u00e4tigt bie Angabe jener Beobachter unb f\u00fcgt noch au\u00dferbem hing\u00ab/ ba\u00df ipr gleifd) gumeilett einen burchbringenben gmiebelartigen \u00a9erud) unb gleichseitig einen erh\u00f6hten ober toer\u00e4nberteit @efd)ntad anttimmt, ungmeifelhaft in golge einer geitmeilig toon ihnen betoorgugten flt\u00e4hrpflange, in meld)er gebadjter gorfcher ein \u00a9chlinggem\u00e4ch^ toermuthet. \u201eAB bie Ofabianer\", erg\u00e4hlt er, \u201emit bem Steinigen eine\u00ea ^pla^e\u00ea gum Aufh\u00e4ngen ber H\u00e4ngematten befch\u00e4ftigt maren unb mit bem Bklbnteffer ba3 im 2Bege ftehenbe \u00a9eb\u00fcfd) unb bie \u00a9d)lingpflangen nieberhieben, traf meine \u00a9eruepnertoen jener fcf>on fr\u00fcher erm\u00e4hnte \u00a9eruch in einem foldieit 3Aa\u00dfe, aB m\u00e4ren bie Sente in einem Bftnebelfelbe befch\u00e4ftigt. Bei ber Unterfudjung fanb id), ba\u00df biefer \u00a9eruch bem \u00a9tamme unb ben Bl\u00e4ttern einer \u00a9djlingpflange eigenth\u00fcmlich mar. \u00a3>hne S^eifel freffen","page":503},{"file":"p0504.txt","language":"de","ocr_de":"504\nSie S\u00e4ufer. \u00a9cbarrtogel. ^oFfo\u00ea.\nbie \u00a3ctfo\u00ea gur Seit, in inciter tyr gteifch ben befdhriebenen gmiebelartigen \u00a9erud) nnb \u00a9efdbmad annimmt, bie gr\u00fc\u00dfte, \u00a9amen nnb SB\u00ef\u00fct^en biefer (ScEjringpf\u00efange.\" Sate\u00ea hebt befonber\u00ea pernor, baf? bie in ben Salbungen am SFmagonenftrome Febenben \u00a3o\u00ef\u00efo3 niema\u00ef\u00ea ton ben S\u00dfipfeFn ber bo^en S\u00dfaFbb\u00e4ume gum Soben herabtommen; bamit ifi aFfo nicht bFo3 gefagt, baf unfere S\u00f6get in ben kronen ber S\u00e4ume ben gr\u00f6\u00dften X\u00c7eiF ihre3 Seben\u00ea \u00bberbringen, fonbent baf fie in i\u00a7nen auch ihr SSeibe* gebiet finben. SDaf\u00fcr fprid;t auferbem eine \u00a9rfahrung, meiere mir in a\u00fcen Tierg\u00e4rten gemalt haben. 3m SFuffuchen ber SKaljrung unterfheiben fiep bie \u00a3>o\u00efto3 nnb bie \u00a9djatuhTner ton allen ihren fogenanuten \u00a3>rbnung\u00e4termanbten. \u00a9ie f \u00abharren n\u00e4mlich \u2122\u00e4)tr foubern lefen h\u00f4djften\u00ea auf ober pf\u00fcden ab mie bie Sauben. 3\u00ab ben \u00a9eljegen, melc^e #cFfo3 bemopen, mirb bet Otafen mo^l gertreten, nicht aber ger\u00efrafct: \u2014 ein heutiger Semeil, baf bie \u00a3>o\u00effo\u00ea, melt^e man ohne meitereS als #\u00fchnert\u00f6geF hingufteFFen beliebt, ton biefen fe^r mefentlp fT \u00abnterfReiben.\nHeber bie gortpfFangung miffen mir leiber bi\u00ea je^t noch fe^r menig, fo tiel aber bod), baf bie \u00a3c\u00abo<\u00a7 nicht auf bem Soben, fonbern auf S\u00e4umen br\u00fcten. ,,\u00a9ie bauen i^re fFadjen Hefter\", fagt SOtartiu\u00ea, \u201eatt\u00ea Seifig in bieSBinteF ber SFefte, nidjt eben poch \u00fcber bem Soben, unb ba\u00ea Skibcpen Fegt nad; unferm eigenen Sefunbe unb ber Serfidjerung ber 3tbianer, ftet\u00a7 nur gmei meif e \u00a9ier, meFcpe gr\u00f6\u00dfer unb ft\u00e4rter at\u00a7 unfere ^\u00fcF;nereier ftnb.\" \u00a9cFjomburg! best\u00e4tigt biefe Eingabe, unb Sate\u00ea fagt ebenfa\u00efl\u00ea genau SDaffeFbe. \u00a3>ie SRittpeiFungen be\u00a7 grinsen, baf ber 9Rutung tier \u00a9ier in fein au\u00a7 pr\u00fcgeFn unb Geifern auf S\u00e4umen erbaute\u00ea 3Reft Fege, ifl bamit gen\u00fcgenb miberFegt; fie beanfprud)t aber aucp teine Unfehlbar!eit, ba ber gering au\u00eabr\u00fcd'Ficp bemertt, baf er feFbft niemaF\u00ea ein foFdpe\u00ea SRef gefunben pabe. Ueber ba\u00a7 SugenbFeben ber \u00a3o\u00abo3 ifl mir leine au\u00eaf\u00fcptlicpe 9Rit= Leitung gFaubm\u00fcrbiger fReifenber begannt; gerabe bieferJ\u00dfuntt aber m\u00fcrbe f\u00fcr bie \u00a9te\u00ef\u00efung ber S\u00f6geF ton gr\u00f6\u00dfter SMcptigteit fein.\nS)a ba\u00ea S\u00f6itbfovet ber \u00a3offo3 an Skif e bem SaubenfFeifcp, an S\u00dfoFpefcpmad bem be\u00a7 Srutpapne\u00ea pneFt, mirb ipre 3agb in \u00a9\u00fcbamerifa eifrig betrieben, in\u00eabefonbere gur Beit ber Paarung, m\u00e4prenb melier unfere S\u00f6geF burcp ipre meitfcpattenbe \u00a9timme terratpen merben. 3nt tiefen S\u00f6aFbe, fern ton ben 2Bop\u2122ngen follen fte taunt \u00a9cpeu tor ben SRenfcpen geigen, \u00a9onnini erg\u00e4bt, baf er fiep in \u00a9uapana oft mitten unter ipnen befunben pabe, tpne fte burcp feine \u00a9rfdjeinung in bie ^Fucpt gu fcpreden. 2Ran f\u00f6nne ftd^ iprer be\u00eapaFb aucp opne aFFe 2R\u00fcpe bem\u00e4chtigen. unb felbft mehrere nadp einanber erFegen, opne baf bie anbern ftdp entfernen; benn bie UeberFebeuben f\u00e4pen ben \u00a9et\u00f6bteten mo^F \u00e4ngfiFid) nadp, fl\u00f6gen aber nur ton einem Saume gum anbern. 3\u00ab ber SR\u00e2\u00c7e menfd)li^er SBopungen hingegen finb'bie \u00a7o\u00effo\u00ea fe^r fdjeu unb furdf)tfam, febe\u00ea \u00a9er\u00e4ufd^ mac^t fte \u00e4ngftFicb, unb bie \u00a9rfd)einung eine\u00ea SRenTen bemegt fte gur eiligen \u00c7Fu^t. Stuf er bem f^Feifc^e ber erFegten S\u00f6geF b cup en menigfien\u00ea bie 3^bianer p*e ftarfen \u00a9d>mingett ober \u00a9dpangfebern gur ^erfteFFung ton ^\u00e4d^ern. \u00a9ie fammeFn ba^er aud^ fold^e Gebern, meFc^e fte im SBaFbe finben unb bema^ren fte bi\u00ea gum @ebraud)e in bem r\u00f6hrenf\u00f6rmigen \u00a9d;eibentF)eiFe eine\u00ea getrodneten 5]SaFmenb\u00efatte\u00ea auf \u00a7ier unb ba merben aud^ bie Heineren gebern gu a\u00ef\u00eferFei \u00a9c^mud termenbet.\n3)ie \u00a9efangenen, meFd^e man faft in allen St\u00f6eberFaffungen ber 3nbiancr fnbet, merben, Faut SRarti u\u00a7, au\u00a7 ben im SBaFbe aulgenomntenen, ton \u00a7\u00fc\u00a7nern bebr\u00fcteten \u00a9iern ergogen; benn bie gortyfFangung gefangener ^offo\u00ea foFI nur unter befonber\u00ea giinftigen Serh\u00e4Ftniffen gelingen. SDie 3nbianer feilten \u00a9dF>omb\u00fcrgt mit, bafftd^ bie ^o\u00effo\u00ea niemaF\u00ea in ber \u00a9efangenfdhaft fortpftangen; Sate\u00ea fd^eint SDaffeFbe erfahren gu haben, meiF er bemertt, baf e3 ferner gu fagen fei, marurn biefe pr\u00e4chtigen S\u00f6geF nid)t fd^on F\u00e4ngft ton ben 3nbianern gu ^aulthieren gemacpt m\u00fcrben, ba fte bo^ fo Feidht gahm merben. \u201eSDa\u00ea \u00a3inberni\u00a3 foFF barin Fiegen, baf fie in ber \u00a9efangenfcpaft nicpt br\u00fcten. \u00a3)ie\u00ea mag mohF mit ihrem SaumFeben gufammenh\u00e4ngen. ^ortgefepte Serfudhe m\u00fcrben m\u00f6gFit^er; meife ein g\u00fcnftigereg \u00a9rgebnifj gur ^oFge haben. SDie 3nbianer beftpen gu foFdben Serfudhen aber nidht gen\u00fcgenbe \u00a9ebuFb unb aud) nicht hin\u00ef\u00e2ngFidhe\u00ea Serft\u00e4nbnif. \u00a9Feidhg\u00fcFtig gegen foFche S\u00f6geF tann man fte nicht nennen; benn ber gemeine Truthahn, metcher in \u00a9\u00fcbamerita eingef\u00fchrt m\u00fcrbe, fteht bei ihnen in hth^r Achtung/' \u00a9\u00ea mirb au\u00ea bem ^o\u00efgenben erftchtFidh merben, baf biefe Annahme","page":504},{"file":"p0505.txt","language":"de","ocr_de":"Sebenswelfe ber \u00a3offok.\n505\nber S\u00eeeifenben nicpt gang begr\u00fcnbet ift; Wopl aber b\u00fcrfte fte bagu bettragen, bie Hoffnungen, Welcpe einige Sttiiergndjter auf bie\tgefept pabett, auf bak redite SJta\u00df gur\u00fccfguf\u00fcpren.\nUeber bie leiste 3\u00e4^mbarfeit biefer 33\u00f6gel ftnb alle SRaturbeobacpter unb ebenfo a\u00cf\u00cfe ^\u00a7ier\u00a7\u00fcd\u00a7ter einig, \u00a9cpon 21gara erg\u00e4bt, ba\u00df bie Hoffok in ben S\u00e4eberlaffungen nicpt b\u00efok Wie Haukp\u00fcbner leben, fonbern f\u00f6rmlich gu \u00a9tubentpieren Werben. \u00a9onnini fap in \u00a9uapana (Sparen gegaumter Hoffok in ben \u00a9tra\u00dfen um\u00e7erlaufen unb fiel) opne \u00c7urcpt oor beu SD\u00ceenfcpen frei bewegen. \u00a9ie befugten bie H\u00e4ufer, in Welcpen man ipnen Sftapmng gegeben patte, regelm\u00e4\u00dfig lieber unb lernten i^ren Pfleger genau fennen. 3um \u00a9tplafen erW\u00e2plten fte ftep erhabene Orte, in beu Drtfcpaften alfo, Wie bie Pfauen, bie O\u00e2cper ber popen H\u00e4ufer. Vatek berietet non einem \u00a9efangenen, Weltper fepr oertraut mit feinem \u00a9ebieter War, ficp fe\u00efbft alk ein \u00a9lieb ber Familie angufepen fdpien, bei jeber Sftaplgeit fiep einfanb, runb urn ben \u00a3ifcp lief, oon bent \u00a9inen gum SInbern ging, um fiep f\u00fcttern gu laffen nnb guWeilen ben $opf an S\u00f6ange ober \u00a9cputter feiner $reunbe rieb. Stacptk erW\u00e2plte er feinen \u00a9cplafplap neben ber H\u00e4ngematte einek fleinen SJl\u00e4bcpenk, Welcpem er gang befonberk gugetpan War unb bem er bei allen feinen Sinkfl\u00fcgen folgte, \u00a9oltpe liebenkW\u00fcrbige Slnb\u00e4nglicpfeit fo\u00fcte, fo rn\u00f4cpte man glauben, bie Hoffok gu allgemeinen Lieblingen machen; gleitpWohl Werben fte nicpt Oon Sebermamt gern in ber \u00a9efangenfepaft gehalten. SIucp fie paben, abgefepen oon i^rer LangWeiligfeit, Unarten unb namentlich bie eine, ba\u00df fte allek \u00a9l\u00e4ngenbe, \u00a9olbfn\u00f6pfe u. f. Io. Oerfcplucfen nnb in golge ber ftarfen SUcukfeln iprek SJtagenk oerberben.\n3jcp ftnbe ek fe^r erfl\u00e4rlicp, ba\u00df fiep bie Slufmerffamleit ber europ\u00e4ifepen Obierg\u00fccpter fdbon feit fahren auf bie Hoffok richtete, unb ba\u00df man glaubte, in ihnen febr Wertpoolle Hauktpiere erwerben gu f\u00f6mten. \u00a3 entminet bemerkt, ba\u00df man in HoIIanb gu \u00a9nbe bek oorigen Lgaprpunbertk H0^0^ geg\u00fcrtet habe, biefe 3u<pt aber Wieber oerloren gegangen fei; er erinnerte fiep biefer Slngelegenheit jeboep nur auk feiner Sugenbgeit her nnb fann fiep recht Wopl geirrt haben. $\u00fcr Lepterek frechen bie \u00a9rfahrnngett, toelc\u00dfie Wir neuerbingk gelegentlich ber mit gro\u00dfer \u00a9orgfalt angeftellten Verfudpe gewannen. Oie Hoffok eignen ftdb, fooiel wir bik jept erfuhren, in feiner Hiufitpt gur Vermehrung im geg\u00e4pmten 3uftanbe. \u00a9epon bie Haltung pat ihre \u00a9tpwierigfeiten. Sitte geW\u00f4pnen fiep gWar leicht an ein \u00a9rfapf utter unb machen in biefer -Ipinficht Wenig Slnfpr\u00fccpe; aber fte oerlangen im S\u00dfinter einen Warmen \u00a9taU, Weil fte ftch fonft minbeftenk bie 3epeu erfrieren ober gu \u00a9runbe gehen, geigen [ich au<p feittekWegk fo \u00bbertr\u00e4glich, wie man behauptet hat, fonbern ftreiten ftdb febr heftig mit anbern ihrer Slrt ober mit H\u00fchnern, b\u00fcrfen alfo faum unter gero\u00f6hnlidbem Haukgefl\u00fcgel gehalten Werben. Bubem ftnb fte nur, Wenn man ihnen einen gro\u00dfem \u00a9bielraunt gew\u00e4hrt, einigerma\u00dfen angiehenb, im engem Staume jeboeb ^\u00f6dt>ft langweilig, \u00a9tunbenlang jtpen fte auf ein unb berfelben \u00a9teile, faft opne fidb gu r\u00fchren, obgleich fte, Wenn man fte jagt, eine gro\u00dfe VeWeglicpfeit an ben Xag legen. 3$re@ttmme Oernimmt man gl\u00fccflidberWeife nur in ber S\u00dfaarungkgeit: W\u00e4re Oiek nicht ber fyatt, fo W\u00fcrben fte OoUenbk unertr\u00e4glich fein; benn Weber ihr Vrummen, noch bak ge\u00fcenbe pfeifen, Welcpek fte h\u00f6ren laffen, ift befonberk angenehm. SBenn fte pfeifen ober brummen, ftpen fte lange 3eit auf ein unb berfelben \u00a9teile, pumpen mit fd^einbar gro\u00dfer SInftrengung eine SJtenge Luft in bie Lunge, unb laffen biefelbe nur fto\u00dfWeife Wieber aukftr\u00f6men, Wobei eben ber fonberbare Laut ergeugt Wirb. SJtan bleibt im Unflaren, ob man bak Vrummen alk Liebekruf gu beuten habe ober nicht; benn oon einer Valge ift bei ihnen feine Oiebe, unb ber feinen \u00a9efang herOorW\u00fcrgenbe Hahn fd^cint 'ftd^ nicht im \u00a9eringften um bie H^ttne unb biefe ftdb nicht um ihn gu bef\u00fcmmern. Oie V\u00f6gel thun alfo Stidbtk, um ftdb bie 3nneigung i^rek ^flegerk gu erwerben.\nHoffok, Welche ich l\u00e4ngere 3\u00abt beobadbten fonnte, haben gwar SBodben Jang gebrummt, gefnurrt unb gepfiffen, niemalk aber einen Verfttdb gur ^ortpflangung gemacht, \u00a9k liegen unk hier\u00fcber Vericptc Oor, unb icp mu\u00df fte Wopl ober \u00fcbel benupen, obgteidl) idp eingelne^oonlipnen feinekWegk f\u00fcr oer; l\u00e4\u00dflicp palte, \u00a9o ift ek f\u00fcr rnicp unzweifelhaft, ba\u00df Varth\u00e9lemp^Lapommerape, ber Vorftanb bek naturpiftorifepen SDtufeumk gu SWarfeille, Weidner einen langen Vericpt \u00fcber bie gortpflangung ber Hoffok geliefert pat, bie wiffenfcpaftlicpe SEBelt einfach belog. SJtan fepte, wie er erg\u00e4plt, einige","page":505},{"file":"p0506.txt","language":"de","ocr_de":"506\nSie S\u00e4ufer. Scharro\u00f6gel. $otfo\u00a7.\n\u00a3offog unter bie jp\u00fchner eineg B\u00fcd;terg in ber S\u00e4he toon StarfeiHe, geftattete ihnen nad; einiger Beit in einem jiem\u00efidj gro\u00dfen ^jofe umhersugeheu'unb Bemerkte, ba\u00df fie fid; halb an ben Slufenthaltgort gemeinten, ferBeigelaufen tarnen, trenn bie \u00a9nten, Orut; unb Perlh\u00fchner gef\u00fcttert tourben, an bereu Stal^eit theilnahmen, ben n\u00e4d;ften Sad;barn SdjnaBelhiebe oerfefcten unb auch trot;! oon \u00a3augh\u00e4l;nen bef\u00e4mpft m\u00fcrben, nicht feiten \u00fcber bie Stauer beg \u00a3ofeg ing f\u00c7e\u00efb flogen, um bier ben Srauben nad;; gugeben, gegen Sbenb aber trieber sur\u00fcdfehrten unb fi\u00e9 b\u00abr mitten unter ben #augh\u00fchnem auf bie Stangen sum Sd;lafen auffe^ten. Oft tourbe beobad;tet, ba\u00df bag St\u00e4nnchen fein S\u00dfeibchen aufregte unb hartn\u00e4dig oerfolgte, niemals aber bie Begattung gefebeu. \u00a9ineg feponen Oageg toar bag SBeibcben oerfd)tnunben, unb Joie man annabm, einem $RauBtbiere jur Sente gefallen. Stad; Serlauf mehrerer S\u00dfodjen aber erfd;ien eg in ^Begleitung oon funfgebn fd^ott giemlid) ftarfen B\u00fcchlein, treidle berrlid; berantouebfen unb oon beiben \u00a9Item mit erftd&tlidjem Stolge gef\u00fchrt tourben. \u201e2\u00f6ir erhielten in biefer S\u00dfeife mehrere Bahre hinter einanber mehr ober toeniger sahfoidje Sruten unb entbedten fd;lie\u00dflid; aud; ben- oerborgenen Sciftort, einen ungeheuren ^olsfto\u00df, in einem SMnfel. Siemalg betrug bie St\u00fcdsahl einer Srut mehr alg f\u00fcnfzehn; trenn ftch alfo aug ber 2lnsal;l ber augge= fc\u00ef)\u00ef\u00fcpften Bungen auf bie 5Xn\u00a7a^I ber gelegten (gier fdjlie\u00dfen l\u00e4\u00dft, fo ftebt su oermuthen, ba\u00df biefe f\u00fcnfzehn nid;t \u00fcberfteigt.\"\nOiefe Stittheilung ift fo getni\u00df erlogen, a\u00efg #err Sarth\u00e9Iemh=2apommerahe ber gro\u00dfen Station angeh\u00f6rt. \u00a9g geht Oieg aug a\u00ef\u00efen \u00fcbrigen Angaben mit unumst\u00f6\u00dflicher \u00a9etri\u00dfheit hervor, h\u00e4tte berfelben aber aud; gar nicht beburft, um ben gransmann \u00abber Unwahrheit su \u00fcberf\u00fchren; benn ein \u00a3offo, beffen \u00a9eiege in ber \u00a3eimat nur aug jtrei \u00a9iern befteht, trirb fuh burch bie \u00a9efangem fdjaft trahrlid; nicht beftimmen taffen, biefe Slnjahl S\u00ab oerfiebenfad;en.\nSeadhtung\u00eatrerther erfd;eint mir bagegen folgenber oon bem gr\u00fcnden Pomme gegebener Sericbt: \u201eBd; befa\u00df fech\u00a7 treibliche \u00a3offog unb nur oier Staunten. Oiefeg Sti\u00dfoerh\u00e4ltni\u00df hat mir ben Setreig geliefert, ba\u00df ber Sogei in \u00a9intreibigfeit lebt. Oie nicht gepaarten Skibdjen legen gtrar bennoch unb fudjen bie Siebfofungen beg evf\u00eeen, beften St\u00e4nndjeng, treldjeg ihnen in ben SBeg \u00efommt; aber fte gehen in ben @efd;Iechtgoerrid;tungen nicht treiter, bauen ftch leine Sefer*, fonbern legen ihre (gier, trohin fte gerabe fontmen, meift abenbg, trenn fte ftch fd)on aufgefe^t h\u00fcben. Oie= jenigen bagegen,' treibe St\u00e4mmen haben, legen immer in ein Sefi unb gtrar in ein foldjeg, treidle\u00ab oon ben lederen errichtet trorben ift; benn bei biefen S\u00f6geln baut bag St\u00e2nttcben. Bd; ntu\u00df zugleich bemerfen, ba\u00df bie \u00a3otfog, in grantreich trenigfteng, fehr feiten br\u00fcten ; oon allen, treidle ich betommen tonnte, hat nur ein einziges Seigung hierzu gezeigt, pnf St\u00fcd haben \u00a9ier gelegt, ba\u00ea fed^f\u00eee trar mehrere Oage lang gepaart unb fuchte bag St\u00e4nnchen auf, aber eg hat nie gelegt. Oie nettange= tommenen SBeibdjen bleiben ir\u00e4hrenb beg erf\u00eeen Bah\u00abg ihrer Einf\u00fchrung fait unb gef\u00fchllog; im Streiten paaren fte ftd), aber fte legen nicht ober nur fdjallofe Eier; im britten Bahre ift \u00a9^ale baran, fte ift jebod; ^erbrechlidh unb unOoUtommen, unb erft im Oierten Bahre Oerfd;trinbet auch biefer St\u00e4ngel. Bebeg Weibchen legt, trenn eg niCpt br\u00fctet, nur einmal unb strar gegen \u00a9nbe SIprilg ober Stt Anfang Stai\u2019g. Oie Sr\u00fcteseit bauert einunbbrei\u00dfig big streiunbbrei\u00dfig Sage. Sei mir tourben jebeg Stal smei, manchmal, aber feiten, brei Eier gelegt, gaft alle Eier, treld;e ich betam, Jraren befruchtet; aber bei faft allen ftarb bag o\u00f6dig enttridelte Bunge in ber S^ale ab, alg ob ipm bie \u00c4raft sum Slugfdhl\u00fcpfen gefehlt h\u00e4tte, \u00a9g fommt Oieg in unfern \u00a9egenben bei einheintifd;eu S\u00f6geln oft oor, trenn bie Stutter tr\u00e4hrenb beg Segeng nicht gans gefunb ift. Oreimal tonnten inbeffen bie jungen \u00a3>offog bie SChtrierigfeiten beim 51ugfchl\u00fcpfen \u00fcbertrinben; aber, obtrohl fte gans fr\u00e4ftig m\u00e4ren, lebten fte hoch nur brei big oier Sage. Sie frafen Sichtg unb ftarben ohne B^eifel ^ungerg. \u00a9egen bie Oruthenne, treidle fte auggebr\u00fctet hatte, geigten fte eine gro\u00dfe Abneigung unb hielten fuh immer oon ihr entfernt. Oiefe Seobachtung brad;te mid) auf bie Sermuthung, ba\u00df bie Stutter eine erfte Scahrung im tropfe bereite mie bie Oauben, unb folche ben jungen \u00a3>offog in ben er\u00dfen Sagen unumg\u00e4nglich nothtrenbig fei. Um mid; hieroon su \u00fcberseugen, gab ich einem #offohuhne strei \u00a9ier oon Sd;afut;\u00fchnern. Sie m\u00fcrben fo gut bebr\u00fctet, ba\u00df am 29. Sage bie Pflegemutter mit ihren stret","page":506},{"file":"p0507.txt","language":"de","ocr_de":"SeBen\u00eametfe ber \u00a3o\u00ef\u00efo\u00a7.\n507\nSf\u00efeglhtgen im \u00a9arten uml)erffiagterte. \u00a3)ag St\u00e2nnc\u00c7en Bek\u00fcmmerte ftd) nid)t um tie jungen; aBer tag S\u00dfeiBd)en gog fte red;t gut auf, unt jefet ftnb jte o\u00f6dig aufgemad)fen. 3d; l)aBe taBei gefel)en, ta\u00df tie $o\u00efko\u00ef)\u00fcl)ner alg Slmrnen nid)tg Sefontereg l)aBen unt ta\u00df tie jungen mie tie ton unteren h\u00fcljnerO\u00f6geln Bem\u00e4ntelt merten.\"\n\u201eUm tie SlufguiJjt ter fpckkog\", fd)reiBt Dr. Sotinug, \u201eBin id) auf eine fel)r \u00e4rgerliche 2\u00f6eife gekommen, l\u00e4ngere 3\u00abit l)atte. id) Bemerkt, ta\u00df tag fel)r Biffige 9Jt\u00e4nnd)en fein S\u00dfeiBd)en heftig Oerfolgte, unt tiefeg gen\u00f6tigt mar, ftd;, um ftd) gu retten, gu oerBergen. \u00aeag \u00dcJl\u00e4nndf)en flog auf tie Spifse eineg t\u00fcrren Saumeg, [teilte ftd) auf einen ter l)\u00f6d)fien Slefte ; l)ier ein eigent\u00fcmlich fdjallenteg pfeifen augftc\u00dfent, \u00fcBerfal) eg feine gange UmgeBung unt flog nad) einiger 3e^ \u00a7ev\u00abB, oermutl)lid) um tag S\u00dfeiBctjen gu Betreten, ein Slkt, meld;en id)ietod) nicht BeoBad)tete, meil taffelBe tag etmag fefyc ungefiiime Slnn\u00e4^ern teg \u00aeema\u00ef)f\u00ea gu unpaffenter 3\u00abt f\u00fcrchtete, So munterte idf) ntid) gar nicht, alg id) eineg Sageg Bemerkte, ta\u00df tag SSeiBcpen in einem f\u00fcr Stantarinenenten Beftimmten \u00a3>\u00e4ttgd)ett fa\u00df unt erfi, alg id) mehrere Sage hinter etnanter tag Sl)ter immer in terfelBen Stellung, Stei\u00df unt Sd)meif au\u00dferhalb Befagten \u00ae\u00e4ftd)eng faut, flie\u00df mir ter \u00a9etanke auf, ta\u00df ter Sogei ftd; fefi gekrcd)en l)aBen unt nid)t mieter gur\u00fcckkommen k\u00f6nne, \u00a9g fd)ien mir fa\u00dft unm\u00f6glid) unt menigfteng unglauBlid;, ta\u00df ein ^\u00e4ugc^en, gerate gen\u00fcgent, eine Br\u00fctente SJtantarinenente aufgunepmen, oou einem gro\u00dfen fpokko freimi\u00dcig gu einem angemeffenen 2lufentl)altgorte gem\u00e4ljlt merten k\u00f6nne, ter Bangen Sorge, taff tag Spier ftd; feft gekrochen paBeunt mopl gar tott fei, flieg id) auf einer Leiter Big gum\u00a3)\u00e4ugdpen empor, ergriff jeneg, um eg perOorgugiepen, unt alg eg nicht folgen mellte oter konnte, freute id; mid;, ta\u00df id; gut redeten Beit temfelBen gu \u00a3>ilfe geeilt fei. ^t\u00f6fclid) Bei einer Semegung teffelBen h\u00f6rte id) eg krad;eu unt \u2014 o Jammer! nun erft napnt id; mapr, ta\u00df ter Sogei auf einem m\u00e4chtig gro\u00dfen \u00a9i Br\u00fctete. Stein Sertru\u00df mar gro\u00df; allein tag Ungl\u00fcdk mar gefdpepen, unt menu f\u00fcr tiegmal tie Slufgucpt oon ^okkog mi\u00dflungen ift, fo paBe idp toch mistige gingergeige f\u00fcr tie- 3ukunft erhalten, meldpe id; Bennien merte. Siedeidpt h^tte id; nod) in tem= felBen Sommer ein g\u00fcnftigeg \u00a9rgeBni\u00df ergielt, m\u00e4re nicht um tie Stitte 3uli1g entfekdid) kalteg S\u00dfetter eingetreten. Salt, nacktem n\u00e4mlid) tag hotfopupn um fein \u00a9i gekommen, [tant ter $ap\u00eet mietet hfeifent auf ter Spif$e eineg Saitmeg, unt eineg fr\u00f6nen Sageg nal;m ich auch mapr, mie terfelBe in eineg ter an ter Sknt Tangenten \u00a9ntenp\u00e4ugd;en gekrodpen, ein gang.leifeg, getepnteg pfeifen l)\u00f6ren lie\u00df unt taBei ftd; mit ten im \u00a3>\u00e4ugcpen Beftntlidpen Siiftjtoffen gu fchaffen madpte, m\u00e4prent tag SBeiBdpen fein alteg taneBen l)\u00e4ngenteg \u00a3>\u00e4ugd)en mieter auffudpte, oor meinen Singen in taffelBe krod) unt \u2014 id) mod)te ten Slugen kaum trauen \u2014 mit itngtauBlid)er \u00a9emanttpeit ftd; in temfelBen umtrepte! fp\u00e2tte id) fr\u00fcher nidpt an tem oorpantenen \u00a9i gefel;en, ta\u00df tag Spier im .Jp\u00e4ugcpen mirklid; gelegt I)aBen mu\u00dfte, idp p\u00e4tte S)ieg nidpt f\u00fcr m\u00f6glidp gehalten, meil eg ftd; nad) meinem \u00a3>af\u00fcr= galten nicht umtrepen konnte; \u2014 je^t mar mir Sldeg klar. S)ag Spier hatte ftdp Beim Segen mit tem \u00aeopfe nad) ter Oeffnung getrept, notl)mentig p\u00e4tte tag \u00a9i fonft au\u00dferpalB teg jp\u00e4ugd;eng auf tie \u00a9rte faden m\u00fcffen, tenu le^tereg ift Beteutent k\u00fcrger mie ter Sogei felBft. ^ieraug fdplie\u00dfe id), ta\u00df ter S\u00eeutung nicht frei auf S\u00e4umen, fontern in -!p\u00f6l)ten fein Sie ft anlegt, unt meil er tie kleinften Benu^t, keine gro\u00dfe 2lttgal)l Oon \u00a9iern legt, mie tenu aud) unfere \u00a7enne nur ein eingigeg gelegt l)at. 3^ lefeterem Sd;lu\u00df komme id) um fo mel)r, alg tag \u00a9i im Serl)\u00e4ltni\u00df gur \u00a9r\u00f6\u00dfe teg S^iereg unf\u00f6rmlid^ gro\u00df ift, gr\u00f6\u00dfer alg tag gr\u00f6\u00dfte ^fauenei. Son$arBe ift eg mei\u00df unt ter $orni nad; gleichm\u00e4\u00dfig runt ; o\u00fcal, nur gang menig ift tag eine \u00a9nte fpifcer alg tag antere.\"\nStit Somme1 g SlngaBen ftimmt ein Serid)t oon Slquarone giemlid; \u00fcBerein. SDfefer ^err Bekam im Sa^re 1864 oon einem $df)ne unt trei hinnen nad^ unt nad; funfgel;n \u00a9ier, Oon tenen tag erfte am 12. 3uni, tag le^te am 30. SeptemBer gelegt murte. 3toei \u00a9ter gerBrad^eu, fieBen maren unBefrud)tet, acht murten auggeBr\u00fctet. 3Me Rennen legten immer gmei \u00a9ier in einem 3eit= raume oon Oter Big f\u00fcnf Sagen, festen fotann oierge^n Big ad;tge\u00a7n Sage aug, legten hierauf mieter gmei \u00a91er unt lie\u00dfen mieterurn oiergel)n Sage auf ft<h marten. Side \u00a9ier murten nicht oon ten magren St\u00fcttern, fontern oon Rennen auggeBr\u00fctet.","page":507},{"file":"p0508.txt","language":"de","ocr_de":"508\nSie S\u00e4ufer. \u00a9dEjarrts\u00f6gel. ^orfog.\n\u201eS)ie jungen \u00a3olfog\", fagt genannter B\u00fcd^ter, \u201enehmen in ben erften oiergehn Sagen toenig 9tah= rung gu ftdh, unb man mufj ihnen oft Zttoag anbieten, utnfte gum greffen gu retten. \u00a9ie taffen ftd) aud) nicht gern beim greffen gufehen, ba fie fehr mijjtrauifch fxnb, unb oerfteden ftd) entioeber hinter bie \u00a7enne ober oerto enben leinen Vlid oon bem Bufd)auer. V\u00dfenn fie fid^ gur 3tul)e fe^en tooUen unb bie Slnioefenheit eineg SOlenfd^en melden, fliegen fte gegen]bag \u00a9itter unb h\u00f6ren nicht auf ben Stuf ber \u00abpenne. \u00a9e\u00eften oerfried)t ftd^ ein junger jpollo unter bie Fl\u00fcgel ber Sitten, b\u00e4umt Oielmehr oon bem erften Sage feine\u00ea Sebeng an. Bft feine Vorrichtung oorhanben, baf er ftd^ auf einen ersten \u00a9tanbpunlt fefcen lann, fo ift er bie gange Stacht unruhig unb ft\u00f6fjt ftdh gegen bag \u00a9itter. SRan barf beil)alb bie jungen l^\u00f4c^fien\u00ea gioei big brei Sage im Vrutlaften hatten unb fefet fte lieber in einen \u00df\u00e4ftg oon 1 SReter ini \u00a9eoiert, mit einer, in einer \u00a3\u00f6l)e oon 40 big 50 Zentimeter angebrachten \u00a9tange, auf melier fie bann bie gange 3Sad^t unb manchmal felbft am Sage gu fifcen pflegen, \u00a9ie haben oorn erften Sage ihrei Sebeni an gern einen grofjen Staunt gur Venu^ung, um in ihm gu laufen unb gu bringen. BhreSehen ftnb fehr gart; l\u00e4\u00dft man fte einen ober gtoei Sage l\u00e4nger in bem Vrut; laften, fo oerlr\u00fcmmen fte biefelben; gibt man ihnen \u00a9tangen, fo biegen fie ftd) gum nat\u00fcrlichen Buftanbe gur\u00fcd. S)er flehte \u00c4\u00e4fig, in toeld)em man fte guerft h\u00e4lt, mufc nach \u00a9\u00fcben liegen unb mit feinem \u00a9anbe bebedt fein; benn fte liegen gern nach bem greffen in ber \u00a9onne unb haben ftd) im \u00a9anbe. S\u00f6enn fte ad)t Sage alt ftnb, lann man fie f\u00fcglich mit ber #enne auggel)en taffen; fte bleiben bei ihr unb freffen \u00a9rag aug Stad)ahmunggtrieb. Stur muf? man fte oor $unben unb \u00aeahen h\u00fcten; benn fte ftnb fo feig unb gew\u00f6hnen ftdh fo fdjtoer an biefe Shiere, bafj fie oor \u00a9ntfe^en leicht ihrer QRutter entrinnen unb fte oerlieren. S\u00dfenn man oergift, fte in ihren \u00ae\u00e4fig gu bringen, fefjen fte ftdh, aud) trenn fte noch jung ftnb, m\u00f6gtichft hoch auf einen Vaunt, jebod) in bie St\u00e4l)e ber \u00abfpenne. \u00a9ie geto\u00f6hnen fich fehr ferner baran, bag putter aug ber \u00a3aub gu nehmen, unb felbft nach gtoei big brei Monaten gefehlt S)ie\u00a7 noch mit ber gr\u00f6\u00dften Verficht unb mit offenbarem SRiftrauen. Stiemalg taffen fte ftd; in bie \u00a3>anb nehmen toie bie B\u00fcchlein unferer k\u00fchner. SRit leiteten unb mit gafanen leben fie gefeUig, unb \u00efoemt fie einmal eineg biefer Shiere Oerfolgen, fo gefleht eg aug \u00a9hielerei. Bhver Pflegemutter betreifen fte eine grof e 2ltth\u00e4nglid)leit unb fliegen, trenn fte oon ihr getrennt ftnb, \u00fcber bie SRauer, um ihr einen Vefud) abguftatten.\"\n\u201eSDie jungen \u00a3ollog ftnb nicht em^finblid; gegen bie \u00c4\u00e4lte, ein irenig gegen fiarlen S\u00f6inb, fehr gegen bie St\u00e4ffe, am meiften gegen \u00a9dhnee. \u00a9ie laufen ben gangen Sag im \u00a9arten herum unb fuchen felbft gegen Slbenb leinen \u00a9dhuh, faUg bag V\u00dfetter \u00efalt unb troden ift, tr\u00e4hrenb fte bei feuchtem S\u00f6etter ober bei Stegen oft ben gangen Sag \u00fcber im K\u00e4fige oertreilen, unb fich abenbg bei Beiten gur\u00fcdgiehen. Bn folgen Sagen taffen fte auch trol)l bie #enne, treldhe fte bei Harem VSetter nicht aug ben Slugen oerlieren, allein auggehen.\"\n\u00a9ie erhalten biefetbe Nahrung trie junge gafanen: am erften Sage harte \u00a9ier mit \u00a9alat unb Vrotlrume gemifc^t, fp\u00e4ter eine 9Rifd)uttg oon \u00a3anf, Steig, \u00a9erfte unb St\u00fcbfen ober \u00a9amen. Stmeifen= eier ftnb eine Sederei, tncld)e fte nicht n\u00f6thig haben. Stach oier big f\u00fcnf Sagen freffen fte alle m\u00f6glichen flehten Shiere, toie #eufdhreden, SR\u00fcden, Slmeifen, \u00dcRehltu\u00fcrmer, SRehll\u00e4fer unb mit Vorliebe fold;e, bie hart ftnb; fo giehen fte bie gelben SRehltr\u00fcrmer ben meinen oor, Stegentr\u00fcrmer beachten fte laum; oiergehn Sage fp\u00e4ter freffen fte alle Shiere, big auf bie Stegentr\u00fcrmer, biefe -erft, nachbem fte felbft einen SRonaf alt geioorben w*b auch bann nur, toenn fte fotche felbft gefugt haben; im festeren Sitter aber haben fte fold;e VB\u00fcrmer fehr gern. Vrot in SRilch getaucht lieben fte aud), faUg nur bag Vrot nicht gu fehr ertoeicht ift. Ueberrefte oon Krabben unb ^rebfen behagen ihnen, unb biefe Nahrung ift ihnen auch fehr gutr\u00e4glicb. kleine \u00a9djneden freffen fte, hoch erft nachbem fte bie \u00a9d;ale berfelben gerbrochen, to\u00e4hrenb gafanen unb Znten fie gang oerfchluden.\nBn ben erften gtoei big brei SRonaten toachfen fte nicht ftchtlich\u00ee aber nach einem SRonat enttoideln fte ftdh fahr rafdh- Stadh ber erften SRaufer oer\u00e4nbert ftch bag \u00a9efteber nicht mehr. 23ei ben pennen ift bie \u00a3)aube oon Slnfang an bitter alg bei ben g\u00e4hnen, unb bie gebern erfdheinen bei ben SR\u00e4nnchen guerft auf ber \u00a9eite, bei ben V\u00f6eibchen in ber SRitte. S)ag \u00a9efchlecht lann bei allen Slrten nur burch","page":508},{"file":"p0509.txt","language":"de","ocr_de":"93ergpoBBo.\n509\nbie ,!pauBe unterfdpieben merben: baS IBeiBcpen pat ix>ei\u00a7e f\u00fcnfte in berfeBBen. OaS SBuge Beiber \u00a9efd^\u00efed^ter ifi Burg nad^ ber \u00a9eBurt BafianienBraun ; biefe F\u00e4rbung B\u00efeiBt Bei ben 2\u00dfeiBdpen, m\u00e4prenb fie ftdO Bei ben \u00a3\u00e2pnen bunBBer f\u00e4rBt; nadp Verlauf eines Konat\u00e9 ifi fie Braun, nadp Verlauf toon bier Monaten bunfelBraun nnb, menu fie ermadpfen finb, fafi fd^t\u00fcarg*\n21BS 93erBinbungSgBieb ber \u00a3>oBBoS nnb \u00a9dpaBup\u00fcpner Bann ber 93ergpoBBo (Oreopliasis Derby anus) angefepen merben. Oa btefer 33ogeB nodp menig BeBannt ift, fidp aBer im pamBurger ERufeum Befinbet, miE idp feine 93efdpreiBung auSf\u00fcpr\u00efidper geBen. Oie \u00a9efiaBt ift geftrecBt, jebod; Br\u00e4ftig, ber SeiB tranig, ber .SpaBS Burg, ber $opf berp\u00e4Btnifjm\u00e4fjig BBein, ber Fl\u00fcgel Burg, ftarB gerunbet, in ipnt bie fedpfte \u00a9dpminge bie B\u00e4ngfte, ber \u00a9dpmang Bang, fanft gerunbet, feitBidp berB\u00fcrgt; \u00a9dpmingen unb \u00a9teuerfebern finb fepr Breit, erftere einm\u00e4rtS geBogen, bie \u00a9Berarm; nnb \u00a9gutters febern \u00fcBer ben ^anbfdpmingen berB\u00e4ngert, bie BBetnen Gebern Bis gnr ERitte bnnig, aBBer \u00a9d^\u00e4fte merBIicp, bte ber 93\u00fcrgeBfebern auffaEenb berbidt, bie Gebern ber $epBe fammtig nnb meiter unten paarig, bie \u00fcbrigen Breitfapnig, part nnb be\u00eb^aBB gBatt an\u00efiegenb ; ber \u00a9cpnaBeB ift Bang geftrecBt, gum gr\u00f6\u00dferen XpeiBe feiner S\u00e4nge aBer bon ber E\u00f6urgeB aus aBBfeitig mit fammtartigen Gebern BeBBeibet, meBdpe oBen eine 93\u00fcrfte Bilben, ber obere XpeiB fanftpaBig \u00fcber ben unteren peraBgeBr\u00fcmmt nnb an ber \u00a9f)i^e gBeidpgeitig berBreitert, ber ^ufj Burg, Banggepig, mit gro\u00dfen, feiert gebogenen Et\u00e4geBn Bemeprt, bie>\u00a9pannpaut gmifdpen ber \u00e4nderen nnb ERitteBgepe fe^r beutlicp, ber Sauf Bis unter bie $\u00fcf?e Beftebert; mitten auf ber \u00a9tirn ergebt fiep ein fdpBanBeS, oben ftumpfeS, bom \u00a9runbe an nadp pinten, oben aber mieber etmaS nadp born geridpteteS Jporn.\n^infidpt\u00efidp ber F\u00e4rbung ftnbet gmifdpen Beiben \u00a9efdpBedptern Bein Unterfcpieb ftatt SP^e Obers feite, ber $B\u00fcgeB nnb ber 93audp finb fdpmarg, gr\u00fcnBidp fd;immernb, bie \u00a9urgeB nnb bie 93ruft meifjgrau, jebe $eber pier mit fdpmargBraunem \u00a9dpaftfiridp gegeicpnet, bie \u00a9dptoangfebern burcp eine anbertpaBB $oE Breite, graumeifje, burdpgepenbe 93inbe gefdpm\u00fcdEt. OaS Singe ift meifj, ber \u00a9cpnaBeB BBafjfiropgeBB, baS iporn fdparladp;, ber $ufj podprotp. Oie S\u00e4nge Betr\u00e4gt etma 30, bie ^ittigB\u00e4nge 14, bie \u00a9dpmangB\u00e4nge 1472 3bE.\nOer erfie SSergpoBBo m\u00fcrbe ungef\u00e4hr umS Sapr 1848 bon einem \u00a9panier get\u00f6btet, geBangte nadp mandperBei Umibegen fdpIiefjBidp in ben 93efip beS \u00a9rafen OerBt; nnb fomit gur \u00aeenntnifj ber 93oge\u00efBunbigen. 93iS gum $apre 1859 m\u00e4ren nodp fed;S \u00a9t\u00fccE erBegt morben, barunter bie Beiben, meBdpe baS pamBurger ERufeum gieren; in bent gebauten $apre erpielt \u00a9aBbitt gmei ER\u00e4nndpen nnb ein S\u00f6eiBcpen. Slnbere finb meines E\u00f6iffenS nidpt erbeutet morben, oBgBeidp man megen beS popen ^reifes ber 93\u00e4Bge eifrige \u00fcRadpforfdpungen anfteEte. Oie \u00a9e\u00eftenpeit beS 93ogeBS erBE\u00e4rt fiep burcp fein Befdpr\u00e4nBteS 93orBommen: er ftnbet fiep n\u00e4mBid^ auSfd^Iie^Bid^ auf bem \u201e93oBcan be ^uego\" in \u00a9uatemaBa. \u00a9aBbin erBunbigte fitf; Bei aEett ^nbianern beS \u00a9eBirgeS nad; ben 93ergBjofBoS nnt> erfuhr, ba\u00a7 biejenigen, meB^e ben genannten geuerBerg nid)t Befugten, and; bon bem 93orpanbenfein ber 93\u00f6geB 9Rid^tS mu\u00dften, m\u00e4^renb aEe, meld^e ben \u00a9ipfeB beS \u201e93oBcan be \u00c7uego\" Befliegen patten, audp bon biefem feBtenen 93emopner ber ^\u00f6pe gn erg\u00e4plen patten, \u00a9in Sagbgug, meBdpen \u00a9aBbin eigens gu bem 3d>edEe antrat, 93ergpoBBoS gu erlegen, BBieBopne \u00a9rgeBtti^; boep Bernte unfer ^orfdper bie OertBidpBeit Bennen, in meBdper fte borBomnten. \u00a9S ift OieS ein \u00a9\u00fcrteB in einer \u00a7\u00f6pe bon fieBens taufenb ^u\u00a7 \u00fcBer bem EReere, toeBdper mit popen S\u00dfaBbB\u00e4umen BebecBt ift unb namentBidp einen \u00c7rudpts Baum entp\u00e4Bt, meBdper bie SieBBingSnaprung Bietet. Oer \u00a9aB bin BegBeitenbe S\u00e4ger erg\u00e4pBte, ba\u00a7 man baS gefudpte E\u00dfilb in ben ERorgenftunben gem\u00f6pnBidp in ben oberen ^trei\u00f6en ber E\u00f6aBbB\u00e4ume mit Sluffudpen jener f^rudpt Befdp\u00e4ftigt ftnbet, fp\u00e4ter ^m Sage gmifdpen bem UnterpoBge unb aud; mopB auf bem 93oben maprneprnen Bonne. OieS ift gang mie bie SeBenSmeife anberer ^oBBoS unb ber \u00a9d;aBus p\u00fcpner audp. hierauf Befdpr\u00e4nBt ftd; gur 3^t bie SeBenSBunbe beS feBtenen 93ogeBS.\n* *\n*","page":509},{"file":"p0510.txt","language":"de","ocr_de":"510\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9djarro\u00f6gel. \u00a9chafup\u00fchner.\n0>ic @(3\u00a7a\u00efup\u00a7ner (Penelopae) unterfdjeiben ftcb bon ben \u00a3o\u00ef\u00efo\u00ea burd; ihren geftredten Sei6, ben Oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig langen, ftart gerunbeten \u00a9d;man$ unb nteberen $u\u00df, ihren flauten unb niebrigen, am \u00a9runbe mit einer breiten SBadj\u00eafyaut be\u00efleibeten \u00a9djnabel, eine nadte \u00a9telle um\u00a7 5Inge, iljre fafl nadte, b. h. nur fparfam mit \u00efur\u00a7en ^in[el= ober langen \"paarfebern befere fehle unb bie Sefchaffenljeit be\u00ea \u00a9efieberS, toelcp fld^ auf bem f cpfe tool;! aud; gu einer \u00a3oHe ober \u00a3aube oerl\u00e4ngert, niemals aber gu jenem ^aubenartigeu famme, melier bie ^o\u00ef\u00efo\u00ea fd;m\u00fcdt. \u00a9)ie F\u00e4rbung be\u00ea \u00a9efieber\u00ea ftimmt infofern \u00fcberein, af\u00ea auf ber Oberfeite ein b\u00fcftere\u00ea, metallifdp \u00a9r\u00fcn, \u00a9raun u. f. io. toorprfdjenb mirb unb auf ber Unterfeite, gumal auf ber Sruft, oiele Gebern he\u00ef\u00ef gef\u00e4umt fxnb.\nOa\u00a7 \u00a9eripp \u00e4hnelt bem ber \u00a3oWo3. Unter ben SGBei^eilen ift bie Suftr\u00f6\u00a7re, $mar nidjt bei allen, aber bod; bei oielen SIrten unb namentlich bei ben M\u00e4nnchen, ausgezeichnet. S\u00dfenn fte im \u00a3atfe herabgeftiegen ift, menbet fie fi<h auf bie linfe \u00a9eite be\u00ea f ropfeS, tritt bann auf bie \u00e4u\u00dfere 23ruft heraus, lauft \u00fcber ben SSorbertpI beS linfen \u00a9djl\u00fcffelbeinS, gtvifdjen ben beiben \u00a9djenfeln bc\u00ea \u00a9abelfnodjenS hiuburd; \u00fcber ben tamm beS SrufibeinS meg, biegt ftd; um, geht abermals zmifdjen ben \u00a9abellno^en burd;, biegt fuh \u00fcber baS linfe \u00a9chl\u00fcffelbein unb tritt nun erft in bie SBrufthc^Ie ein. Stuf ben SruftmuSfeln ift fte mit BeUgemeben befeftigt; an ben oberen \u00a9nben ber Siegungen befinbet ftd; ein [tarier StuSfel, meldjer mehrere fRinge ber Suffire umfa\u00dft, gegen ben f amm beS SruftbeinS anfteigt unb an bem obern \u00a9nbe beffelben ftd) in zmei \u00a9d>enfel treibt, mel^e ftd; mit 3eH; gemeben an ben Sruftbeinfantm heften, mit ben SruftmuSfeln aber ftd; bereinigen.\nOie Familie ift reich an SIrten; oiele oon biefeu \u00e4hneln ftd; jeboch in fo hohem \u00a9rabe, ba\u00df ihre $unbe heutigen \u00a9ageS nod; fep Oiel zu m\u00fcnfehen \u00fcbrig l\u00e4\u00dft Slud) bie SebenStoeife ber metften SIrten fd>eint biefelbe gu fein.\nOie \u00a9d;af upentba (Penelope superciliaris) oertritt mit einigen Sermanbten bie \u00a9ippe ber \u00a9uanh\u00fchner unb fennzeidjnet ftc\u00a3; burd; Oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig bebeutenbe \u00a9r\u00f6\u00dfe, mittellangen \u00a9d;manz, an ber \u00a9pifce ftar! oerfd;m\u00e4Ierte Sorberfdjmingen, meid;eS \u00a9efieber, mittellange fopfhaube, nadte \u00a9tirn, fopffeiten unb fehle. OaS \u00a9efieber ift auf Oberfopf, beiden, \u00a3alS unb Sruft fd;ieferfd;toara, grau \u00fcberlaufen, jebe $eber mei\u00dflid; ger\u00e4ubert, auf bem'jR\u00fcden, \u00a9l\u00fcget unb \u00a9chtoanj ergr\u00fcn, mei\u00df= grau unb roftrothgelb gef\u00e4umt, auf \u00a9auch unb \u00a9tei\u00df roftgelbroth unb braun quer gemellt ober braun unb roftgelbroth gef\u00e4umt; bie \u00a9chmingen ftnb fein graugelb ger\u00e4ubert; ein mei\u00dfltdjbrauner \u00a9treifen oerl\u00e4uft \u00fcber bas Singe. OiefeS ift braun, bie nadte \u00a9teile um baffelbe f<hmar$, bie nadte fehle bunfelfleifdjrotb, ber \u00a9djnabel horngraubtaun, ber ftu\u00df graulid^fbeifchbraun. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 24, bie \u00a9ittigl\u00e4nge 10, bie \u00a9chman^I\u00e4nge 10l/2 3o\u00ef\u00ef. OaS 2\u00f6eibd;en unterfcheibet fuh burc$ mhtber deutliche Slugenfireifen unb oermafchene geberf\u00e4ume, ber junge Sogei burch fe^r mattgraubr\u00e4unlid;e F\u00e4rbung, roftrothgelben Slugenftreifen unb eine feinere S\u00f6e\u00fcengeichnung auf bem Stuft*, \u00a9tei\u00df= unb \u00a9d;enfelgefteber.\nOie \u00a9d;af utinga (Pipile leucolophos), megen ihres uiebern SaufeS, ber an ber \u00a9pi\u00a3c ftcheP f\u00f6rmig oerfd)m\u00e4Ierten brei erften \u00a9chmingen, ber auS fep* fd;malen, brei 3oH langen, feingefpi^ten, aufrid>tbaren Gebern beftebenben \u00a3aube, ber mit fd;margen Sorftenfebern bid;tbefefcten Sknge unb ber mit ^erfreuten Sorftenb\u00fcfd;eld;eu bef leibeten fehle einer anbereu \u00a9ippe guge$\u00e4hlt, ift auf ber Ober; feite fchieferfd;marS, auf ben Slu\u00dfenfl\u00fcgeln aber mei\u00df, nur burch fchieferfarbene \u00a9nbfledeu ber Gebern get\u00fcpfelt, auf \u00a3interr\u00fcden, O\u00fcrjel, Hnterbruft, Saud; unb SIfterbede rothbraun, auf ben Unterhalt unb Sruftfebern, megen ber mei\u00dfen \u00c7eberf\u00e2ume, gefdjedt; bie ^aube befielet au\u00a7 reinmet\u00dfen, fchmarj gefd;\u00e4fteten Gebern; bie \u00a9djmingen unb \u00a9teuerfebenf finb fdjmccrg, ftahlblaugl\u00e4n^enb. Oa\u00ea Singe ift bunMfirfhroth, ba\u00ea nadte \u00a9efid;t himmelblau, bie fehle hdtrotl), ber \u00a9d;nabel hornfd;marj, an feiner S\u00dfurjelh\u00e4lfte ultramarinblau, ber $u\u00df rot\u00a7. Oa\u00ea 2\u00dfeibd;en ift Heiner a\u00ef\u00ea ba\u00ea SDc\u00e4nnchen, feine \u00a3>aube l\u00fcrjer, feine F\u00e4rbung matter, bie mei\u00dfe \u00a9\u00e4umung breiter, ber junge Soge! feljr lurj;","page":510},{"file":"p0511.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9djalupemba. (Sdjafuttnga. S\u00efracuartg.\n511\npubig, grauptoargbraun, auf \u00a9teift unb S3aud) fafl roftbraun. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 29, bie SSreite 39, bie $ittigl\u00e2nge faft 11, bie bed \u00a9rmanged 10V4 3oH-\n\u00a9er Slracuang (Ortalida Aracuan) unb feine S3ermanbten finb Heiner unb langPft\u00e4ngiger, bie S\u00e4ufe fo lang aid bie SJiittetgep, bie oorberften Vanbpmingctt npt abgefeimt gugefpp, fonbern ein menig gevunbet, int $ittig bie f\u00fcnfte bid ftcbente \u00a9rininge bie l\u00e4ngften, bie S\u00dfangen \u00efa^\u00ef, bie beiben' uadten \u00c6ePfetber bup einen pniaten befieberten SJUttelftreifen gefaben, bie Gebern fep abgerunbet unb mep. Stuf ber \u00a9berfeite ber genannten Slrt prrpt ein fdbtrer gu befc^reibenbe\u00ea \u00a9lioenbraungr\u00fcn oor; ber \u00a9d^eitel erfd)eint etmad r\u00f4t^\u00efic^er, bie S3ruft unb ber S3orberptd megen ber meiftlpen $eberr\u00e4nber geftedt; bie brei \u00e4u\u00dfern \u00a9teuerfebern pben eine roftrotp \u00a9pp. \u00a3)ad Sluge ift buntelbraun, bie nactte \u00a9tedc uni baffelbe bl\u00e2u\u00efidbfc^inarj, ber unbefieberte \u00a9pii ber f\u00f6ple fleiprotp ber \u00a9rnabe\u00ef ^ettbleifarben, ber $uft pdfleiprotp \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 20V2, bie 23reite 2374, bie ^ittigt\u00e4nge 7, bie \u00a9dpangl\u00e4nge 9 3od. \u00a9ad SBeibd^en unterfpibet ftp menig, bad $unge bup mattere F\u00e4rbung ran bem SJl\u00e4nnpn.\nSSJ\u00eeittel; unb \u00a9\u00fcbamerifa oon \u00a9\u00fcbtejad an bid 5\u00dfaraguat) unb (pile finb bie Heimat ber \u00a9ptupper, prft\u00e4nimige SBatbungen ip Slufentplt. \u00a9ie einzelnen Slrten leben gem\u00f6plp neben, gumeilen aber aud) unter einanber, biefe an ber \u00ae\u00fcfte, anbere in bergigen \u00a9egenbeu, einige aur in Vorgebirgen bid gu 7000 $uft \u00fcber bem dfteere. \u00a9ie befpiebenen Wirten finb f\u00e4mmtlp in 33rafilien gu Vaufe: bie \u00a9ratupemba lebt in allen SBatbungen ber \u00a9ftd\u00fcfte, bie \u00a9ptutinga mep im Innern ber Urm\u00e4lber, nad^ 5)3ring oon SBieb niemald in ber 9t\u00e4p ber \u00a9eef\u00fcfte, ber Slracuang im mittleren 33rafilien, g. S3, bei 23apa, pupf\u00e4pp in beit (\u00dcatingam\u00e4lbern. Sille gr\u00f6\u00dferen Slrten galten fp eingeln, bie Heineren geiopnlp in ftarfen Fl\u00fcgen gufamnien, metp bid gu pnbert unb mep \u00a9t\u00fccf anmad)fen f\u00f6nnen. \u00a9olpn \u00a9efedpaften pflegt bann ein SJl\u00e4itncpn oorguftepn, unb ipi ber gange $lug \u00a9eprfam gu leiften: Vumbotbt \u00ceP am S\u00f6lagbalenenfluffe einen \u00a9d)marrn, metpr menigftend fedjgig bid acptgig \u00a9t\u00fccl g\u00e4pen niod)te, \u201eauf einem eingigen b\u00fcrren S3aume gufamnien7'. \u00a9em\u00f6pilp aber oerfteden fp bie \u00a9dialppner forgf\u00e4ltiger in ben bpten 23auudronen, ad)ten aud) fep oorfptig auf Sided, mad uni fie pr Oorgep unb taffen fp bedptb npt immer ope Utnft\u00e4nbe beobapen ober jagen, \u00a9er 5\u00df r i n g ton 2Sieb unb S3 ur me ift er ftimmen barin \u00fcberein, baft unfere Vnper in ber Siegel npt fep pp in bie S3\u00e4ume gepn, fp oiel; mep befonberd in bem bunflen \u00a9eb\u00fcp bed Unterplged aufplten; anbere S3eobad)ter fapn fie aud) in ben fronen ppr S3\u00e4nme. V^r bemegen fie fiep mit giemlpent \u00a9efdpd, m\u00e4penb ip $tug nur pepft mittelm\u00e4ftig unb ip Sauf auf ber \u00a9rbe aur teinedmegd audgegepnet ift. Vnmbolbt erg\u00e4pt, baft ein \u00a9rmann ^arraquadlj\u00fcper, S3ermanbte bed Slracuang, fp in ber 37\u00e4p feined SUp^ tagerd gufammengefunben ptte, um an bem napn bluffe gu Hinten. . \u00dcJkd)bem fie ipen \u00a9urft gelebt, oerfmpen fie, an bem abfr\u00fcffigen Ufer eniporgufommen; \u00a9ied aber m\u00fcrbe ipen fo fdper, baft bie Dleifeuben fie tmr fp prjagen \u00efonnten mie \u00a9rafe. \u00a9romburgf berptet bagegen, baft bie \u00a9ratupper, menn fie fir in ben SBipfeln ber SS\u00e4ume befmben unb per \u00bberfolgt fepn, mit ungemeiner \u00a9djnedigfeit oon Sift gu Slft eiten unb ber bpt belaubten ^rone eined S3aumed guftreben, um per fp gu oerbergen ober oon S3aum gu 33aum meiter gu fliegen. Heber bad 23etragen ber SOlit; glieber eined \u00a9djmarmed gegen einanber fmbe p in ben mir betannteu SSerfen ber \u00fcleifenben leine Slngabe; an \u00a9efangenen aber pbe id) beobartet, baft fie unter fp im tiefften ^rieben leben unb gar npt baran beiden, fid) nar Slrt ber eigenttiren Vpner gu befepen. \u00a9ein audgegeirneten 23aue ber Suftr\u00f6pe entfbrid)t bie fonberbare \u00a9timme, oon meper ade Steifenben gu erg\u00e4pen miffen. \u00a9ie \u00a9d)atupper oerl\u00fcnben, epr aid anbere S3\u00f6gel, bup ip* \u00a9efpei ben loinmenben \u00a9ig, taffen fid) aber aur fp\u00e4ter oft genug oernepien. \u00a9ad @efd)rei Hingt unaugenepn, fann aur npt gut mit \u00a9ilben audgebr\u00fcdt merben; bor barf man fagen, baft bie Siamen \u201e\u00a9ralu, \u00a9uan, S\u00dfarraqua, Slpeti unb Slburri\" nirt \u00fcbelgem\u00e4t)tte ^langbilber ber \u00a9timme finb. \u00a9men erg\u00e4pt, baft eingetne Slrten","page":511},{"file":"p0512.txt","language":"de","ocr_de":"512\n\u00a9ie S\u00e4ufer, Sdjarro\u00dfget. Schatuh\u00fchner.\nben S\u00eeeifenben mit ihrem S\u00e4rm faft bet\u00e4uben, (gin SHtglieb beS SruppS beginnt mit einigen girpen? ben Sauten, bie \u00fcbrigen fatten nad) unb nad)'ein, ber Samt to\u00e4djft immer mehr, bis er enbtidj eine f\u00fcr baS Ohr ber 2ftenfd)en faft unertr\u00e4gliche H\u00f6he erreicht, hierauf oerminbert er ftch lieber unb oerftummt enbtich g\u00e4ngtid), trenn and) nur auf turge Beit. Oie Stimme ber Sdjafupemba ift furg unb raut), Wirb aber oft toieberljolt. (gefangene, treibe ber f\u00f6tner Tiergarten befi^t, freien gutoeilen ohne Unterbrechung f\u00fcnf Minuten taug in toiberto\u00e4rtiger, gleichm\u00e4\u00dfiger SBeife, ba fte etoig nur bie gtoei Oerfchiebenen Saute Ijeroorfio\u00dfen, Welche man ebenfotooljl burd) \u201e\u00aeuan\" trie burd; \u201eSdjafu\" \u00fcbertragen tarnt, i\u00f6eibe Saute tlingen heifer unb tonlos, toerben and) nur auf eine turge Strede hin Oernommen. Oer fogenannte gtorraquaSfafan erf\u00fcllt ben SBatb mit einem einf\u00f6rmigen @efd)rei, welches Humbolbt burdj bie Silben \u201e\u00c6atatraS, tatatraS\" toiebergugeben oerfudhte; feine Sertoanbten taffen \u00e4hnliche unb gleich unangenehme Saute h\u00f6ren.\n\u00a3)ie Nahrung befielt OorgugStoeife in Saumfr\u00fcdjten unb Leeren. Oer $ring fanb in bem gjtagen ber oon ihm \u00a9et\u00f6bteten fiets auch Ueberrefte oou \u00aeerbtl)ieren.\nUeber bie ^ortpflangung liegen mehrere Angaben oor; StuSf\u00fchrlidjeS aber toiffen Wir noch nicht. Stile Schatuh\u00fchner bauen ihre Scefter im \u00a9egtoeige ber S\u00e4ume unb Wohl auSnaljmStoeife nur auf bem Soben, erinnern atfo in biefer fpinficht entfehieben an bie tauben. OaS Sceft befteht auS 3ioeigen unb ift giemlidj tod'er gebaut; einige Stilen pflegen bet\u00e4ubte 3*oetge gu W\u00e4hlen. 3*rei bis brei, auSnahmStoeife tooht aud) oier bis fed>S gro\u00dfe, Wei\u00dfe (gier bitben baS \u00a9etege. Ob baS Weibchen allein br\u00fctet ober oont SMunc^en unterfing Wirb, fdjeint noch nicht feftgeftettt gu fein; bie Seobachter, unb unter ihnen namenttid) Sajou, berieten nur, ba\u00df bie jungen oon ber Butter gef\u00fchrt toerben. Sie follen, fobatb fte ber Eierfd)ale loS ftnb, auf ben 3toeigen bei UnterhotgeS umherttetteru, eine 3eitlang oon ber SJtutter im Stefte ge\u00e4^t toerben, nach unb nad) gum Soben herabfteigen unb hier ber Sitten folgen, Wie \u00ae\u00fcd)lein ber Henne. Sp\u00e4ter f\u00fchrt fie jene in ben SJtorgenfhmben auch Wohl auf bie Sktlbbl\u00f6\u00dfen, Wo junges \u00a9raS to\u00e4djft; fobatb aber bie Sonne kr\u00e4ftiger fdjeint, tehrt SUteS gum SSatbe gur\u00fcd unb oerbirgt ftd) hier fogut als m\u00f6gtid). (gingetne Slrten follen erft nach Setjn bis gto\u00f6tf Oagen oont Siefte herabfteigen. SJtit bem gl\u00fcggetocrben oertaffen fie bie Sitte, unb biefe br\u00fctet fobann oietteid)t ttod) einmal.\n3ung auS bem Stefte genommene Schatuh\u00fchner toerben au\u00dferorbenttid) gahm unb taffen ftdj ohne fonbertid)e 2K\u00fclje an eine beftimmte Oerttid)teit geto\u00f6hnen. SBo fie ergogen Worben ftnb, gehen fte ab unb gu, tote ^auSh\u00fc\u00efjner, unb finben fich and) oft nach l\u00e4ngerer Beit toieber ein. OeSljatb fehlen fte ben Stnfiebtungen ber Snbianer fetten; fte geh\u00f6ren \u00fcberall gu ben beliebteren $auS= O\u00f6getn, weil fte bie toenigfte TOhe oerurfachen. Stur in einer ^infid)t taffen fte ftch \u2122djt gern beoormunben. ES h\u00e4lt fdjtoer, fte bar an gu geto\u00f6hnen, ihre Nachtruhe in einem Statte ober \u00fcber? haupt in einem oerfd)Iie\u00dfbaren Staunte gu nehmen, toeil fte lieber auf ben ^auSb\u00e4djern ober benad)? barten S\u00e4umen n\u00e4chtigen. . Stuf bem \u00a7ofe geto\u00f6hnen fte fich embere Tiere unb namentlich anS Hausgefl\u00fcgel, \u00a9ibt man fich mit ihnen ab, fo fann man fte, tote So\u2019nnini berichtet unb ich felbft erfahren habe, f\u00f6rmlich gu Scho\u00dfthieren machen. Sie lieben eS, toenn man ihnen fdjmeidjelt, geftatten eS, ba\u00df man bid)t an fte heran tritt, fte auf eine \u00a3anb fefct unb mit ber anberen fanft \u00fcber baS St\u00fcdengefieber ftreidjt; ja, fte forbern f\u00f6rmlich gu Siebfofungen heraus unb begeugen ihre greube, toenn man ihnen gew\u00e4hrte. Ungeachtet biefer ttebenSto\u00fcrbigen Eigenfdjaften b\u00fcrften fte ftd) hoch faum gur Einb\u00fcrgerung eignen, toeit fte in ber \u00a9efangenfdjaft nur in feltenen StuSnahmSf\u00e4tten Eier legen, ftch beShalb auch, fooiet mir betannt, im t\u00e4fige noch nirgenbS fortgepftangt h\u00fcben. Eine berartige 3ur\u00fcdljaltung aber bei S\u00f6geln, welche Haussiere toerben follen, ift baS gr\u00f6\u00dfte Hmberni\u00df ihrer S\u00e4bmung unb Einb\u00fcrgerung. H\u00abrgu tommt, ba\u00df ftch bie Sdjatuh\u00fcljner ebenfotoenig Wie bie HotfoS mit unferm ttima befreunben f\u00f6nnen, oietmehr jebe Rauhheit beffetben fdhtoer empfinben unb aud) Wirtlich fd)toer b\u00fc\u00dfen m\u00fcffen.\nOaS SBitbpret oieter Schatuh\u00fchner fett oorg\u00fcgtidj fein; bie unerbittliche Serfo\u00efgung, toetdje fte in ihren heimifdjen SB\u00e4tbern, abfeiten beS SJlenfdjen, gu erteiben haben, Wirb atfo ertl\u00e4rlidj. Eingetne","page":512},{"file":"p0513.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9ho^fhuhn.\n513\nS\u00efrten W\u00fcrben in gegriffen \u00a9egenben ganglid) aulgerottet, anbere trenigf\u00eeen! fc\u00c7r rerminbert. $ort* gefegte Verfolgung macht bie \u00a9efeUfcbaften fe\u00a7r fdtjeu. \u00a9djomburg\u00ef erg\u00e4bt, bafj bie in \u00a9uaiana lebenben 2lrten \u00e4ufjerfi fcorftdjtig ftnb unb eigentlich nur, trenn fte freffen, Befd^lic^en irerben f\u00f6nneu. \u00a9elingt e! bem inbtanifc^en S\u00e4ger, an einen Vruph herangufommen, jo richtet er geir\u00f6hnlich arge Verheerungen unter ihnen an; benn er fann brei bi! rier \u00a9t\u00fccf mit bem Vlalrohre herabfchiefjen, betoor e! bie \u00fcbrigen bemerfen unb bie \u00a7lud)t ergreifen. Oer ron bem ger\u00e4ufd^lofen ^\u00dffeilchett getroffene Vogel f\u00e4llt oom Vaume ^erab, ohne bafj bie \u00fcbrigen ihr \u00a9efdj\u00e4ft anbei*! unterbrechen, all ba\u00a7 fte bem rerfd)triubenben \u00a9ef\u00e4hrten mit fanggeftrecften Ralfen nachfehen unb ftd) fd^eu nach ber Urfadhe umbauen. SDerfelbe f^orfd^er berichtet \u00fcbrigen! noch, baf; ba! 2Bilbfn*et ber alten \u00a9d)afu; h\u00fchner nur bann germalmbar unb gu genie\u00dfen fei, trenn fte mit bem Urarigtft gefchoffen trorben ftnb, treil biefe! ha! g\u00e4be f\u00c7leifd^ rollfommen gart unb m\u00fcrbe machen foil. Oa\u00a7 eine folche Vergiftung nicht bei allen 2Irten n\u00f6thig ift, geht au! bem Berichte anberer S\u00eeeifenben Ijerror, irelche bie \u00a9d)afu; hithner inlgemeiu gtt bem fchmacfhafteften S\u00f6ilbpret \u00a9\u00fcbamerifa! regnen.\n\u201eVteine 2lufmerffamfeit\", erg\u00e4hlt \u00a9<homburgf, \u201etrurbe burch ein auffadeitbe! heifere! \u00a9efchrei unb @efr\u00e4d;g rege gemacht, treidle! mir au! bem betratbeten ttferfaume entgegenfchallte. 211! ich raid? borftdjtig ber \u00a9teile n\u00e4herte, fab ich fine ungeheure \u00a3>erbe gro\u00dfer V\u00f6gel. \u00a9! traren \u00a9chopfh\u00fchner, \u201e\u00a9tinfr\u00f6gel\" ber 2lnftebler. Obfdjon bie beutfche Venettnung, ber langen febern tregen, begeichnenb genug ift, fo hfbt bodj ber Stame ber 2lnftebler mit noch mehr Stecht eine ber herrorragenbften \u00a9igenfehaften btefer V\u00f6gel her\u00f6or; benn ohne fte gu fehen, trirb man bereit! au! gtemlicher Entfernung, trenn aud; nicht auf bie angenehmfte 2lrt, ron ihrer St\u00e4he unterrichtet. Oer \u00a9eruch ift fo unangenehm, ba\u00a7 felbft-bie Snbianer ba! \u00a9chohfljuhn, ungeadhtet feine! Viulfelreid;* thum!, um feinen ^Srei! effen tr\u00fcrben. \u00a9r heit riel 2lehnlidhfeit mit frtfehem ^Pferbeb\u00fcnger unb ift fo burchbringenb, bafj ihn felbfi ber Valg nod; Seetang beibeh\u00e4lt.\"\n\u201e\u00aeie \u00a3erbe g\u00e4^lte getrifj \u00a3unberte, treidle ftd) t^eit! founten, theif! in bem \u00a9eb\u00fcfdje herum* jagten, theit! ron bem \u00a9rbboben aufflogen. \u00a9! fdhien eben 5\u00dfaarung!geit gu fein, \u00a9in \u00a9diuf au! meiner glinte unter bie fr\u00f6hliche \u00a9efettf^aft t\u00f6btete mehrere gugleich- Vei ben altert V\u00f6geln traren bie langen \u00a9dhtrangfebern an ben \u00a9f\u00fc^en, trie auch \u00a9etrebe berfetben abgerieben : ein Vetrei!, bafj fte h\u00e4ufig auf bem Voben hfrumtaufen, um bort ihre Stauung gu fuchen, trobei bie langen \u00a9d;trangfebern ben Voben ber\u00fchren.\"\nVerf\u00fchrt burch eine getriffe 2lehntichfeit mit ben S|3ifangfreffern, ha^en einige Staturforfcher, nach bem Vorg\u00e4nge ron Stibfch, geglaubt, ba! \u00a9djopfhuhn genannten V\u00f6geln bef\u00e4hlen gu nt\u00fcffen. \u201e\u00a9! beburfte aber\", trie Oelmur! herrorhebt, \u201eeine! \u00fcbermenfd;lichen Aufgebote! ber \u00a9inbilbungl* fraft ober eine! trirftidhen 2lbfd;eu! gegen einfache, leicht begreifliche Ohatfachen\", um biefc! Verfahren gu rechtfertigen. 2lUerbing! fte^t auch ^ \u00a9djopfhuhn unter feinen trahren Vertranbten, ben \u00a9chafuh\u00fchnern, Je^r rereingelt ba; feine \u00e4u\u00dfere \u00a9rfcheinung \u00e4hnelt ^genannten V\u00f6geln aber immerhin ebenfortel all ben Vifangfreffern, unb ber innere Vau geigt entfliehen rertranbtfchaftliche Vegiehungen gu jenen H\u00fchnern.\n\u00aea! \u00a9dhopfhuhn (Opisthocomus cristatus), ber eingtge Vertreter feiner \u00a9type, ift fchlan! gebaut, ber \u00a3all mittellang unb b\u00fcnn, ber tfotf flein, ber ffl\u00fcgel giemlich lang, gufammengelegt, bi! \u00fcber bte \u00a9d;trangmifte herabreichenb; unter ben \u00a9htringen, irelche nicht ron ben Oberarmfebern uberbedt trerben, ift bie f\u00fcnfte \u00a9chtringe bie l\u00e4ngfte, bie erfte giemlid) flein; ber \u00a9chtrang bef\u00eeeBt au! gehn langen, m\u00e4&ig breiten Gebern, treibe feitlidh ettra! rerf\u00fcrgt unb an ber \u00a9|% f\u00e4mmtlich abge; runbet ftnb; ber \u00a9d;nabel \u00e4hnelt bem eine! $offo! ebenfo fe^r trie bem eine! \u00a9dkfububne! bieat\n\u00fc\u00dfre^m, gerieben. IV.\tQp ' \u00f6","page":513},{"file":"p0514.txt","language":"de","ocr_de":"5j_4\t\u00aeie s\u00e4ufer- \u00a9^\u00abrbB\u00e7jc\u00ef. \u00a9dja\u00efirfj\u00fcbner.\nft* an ber \u00a9\u00fftfce fanft \u00c7erab unb fpringt am untern ftmirtoinle\u00ef edeig dor, fein ^intert^eil toirt> \u00bbon einer \u00e4\u00f6a$3$attt \u00fcber\u00efteibet, unb an ben \u00a9djnetben Bemertt man feine Serben; ber ftufj Ijat \u00efur$e Saufe unb lange, am \u00a9runbe nidjt burc^ eine \u00a9\u00ffann\u00c7aut derBunbene \u00dfe^en, mettre lange, [tarde, Stemltd) gebogene unb fdjarf gugef^te fatten tragen; \u00dcRitteWe unb SDaumen fatten auf burd) tt)re Sange, \u00a9ai \u00a9efieber oert\u00e4ngert fid) auf bem Ober; unb #inter\u00efotfe 5u einer aui fdjma\u00efen, fe*en Gebern befte^enben \u00a3aube; b te Gebern bei \u00a3a\u00effei fmb auc^ noc^ lang, f\u00f4tnal unb flnfcM\u00ef, we bei\n(Opisthocomus cristatus).\nS\u00eeumpfei gro\u00a7 unb abgerunbet, bie bei \u00a3auc$ei meid, faft bunig, bie bei ttt\u00fcdeni aber berbe. \u00aeer Staden, ber eden, bie g\u00ef\u00fcgel, bie $inter$\u00c2\u00effte ber Strmfgingen unb ber \u00a9^toanj fe^en Braun au8, bie gro\u00dfen $interarmf\u00f4toingen Rittern erggr\u00fbn, bie \u00a9d&toanafebem br\u00e4unt^, bte bei \u00a3a\u00effei unb Oberr\u00fcdeni geigen einen meifcgelben @d)aftftreifen, bie \u00a9djulterfebern meifcgelbe^ \u00a9aume, bte flehten SDedfebern. eine toeipd&\u00eb Slufenfa\u00efjne; \u00c6e\u00c7Ie, 33orber\u00ef)a\u00efi unb \u00a9ruft ftnb meiflic^, S3aud), Unterfdjen\u00efe\u00ef, \u00a9teifj, bie \u00a3anbfcfjmingen unb bie oorbere \u00a3>ctlfte ber Strmfc^mingen \u00c7ettroftrot\u00ef), bie gebern ber fo^anbe meifjge\u00efb, bie ^interfien fd)mar$ gef\u00e4umt. $ai Stuge tft \u00c7ettbraun, bai","page":514},{"file":"p0515.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9 dj o p f h u h'n.\n515\n\u00a9eficpt, fotoeit e! na<ft, fteifd^rot^, ber \u00a9cpnabel hornbraungrau, au bev \u00a9pipe Blaffer, ber $u\u00df ffeifd^-Bvauu. Oie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 24, bie gittigl\u00e4nge 13, bie \u00a9cptoangl\u00e4nge 11 Bott.\n50tan nimmt an, ba\u00df jpernanbeg unter bem fftamen .jpoacptn unfer \u00a9cpopfhuhn Befd^rieBeu hat, unb gebraust be!halb nod) Ij\u00e4uftg jenen tarnen gu feiner 23egeid)mtng; bte 23efd)reibung i\u00df jebod) fo unBlar, ba\u00df auf biefe Meinung nid)t riet \u00a9erntet gelegt Serben barf. Oagegen befd)rieb \u00a9onnint unter bem tarnen \u00a9afa nuferen 23oget, unb feine \u00a9cpilberung ift bi! auf \u00a9d)omburgB, Oe!= mur\u00e9 unb 23a te! bie einzige geioefen, treidle \u00a9laubto\u00fcrbigBeit Beanfprucpen tonnte, \u00a9onnini fanb bie \u00a9dbopfh\u00fchner nie in gro\u00dfen ^Salbungen ober an ^o^en Orten, fonbern immer nur auf \u00fcber= fdhtoemmten \u00a9aoannen, ben Oag \u00fcber auf Beigen ant S\u00eeanbe ber \u00a9eto\u00e4ffer ftiCCft^enb, morgen! unb abenb! auf Nahrung au!gel)enb. \u00a9ie Baffen ftcp leidet Befd^Ieid^cn, finb \u00fcberhaupt gar nicpt fd)eu, ioahrfdhehttidh toeil man \u00dfe tpre! fd^Bed^ten $teifd)e! toegen toenig Beunruhigt unb \u00dfe au\u00dferbem in \u00a9egenben f\u00eed^ aufhatten, nach ioetdhen bie \u00dcUtenfcpen feiten hinBommen tonnen. 9Riemal! fo\u00ef\u00efen fie auf bem 23oben gefunben Serben, fonbern \u00dfd) immer nur auf R\u00e4umen unb \u00a9eb\u00fcfd^ett umhertreiben. * Seziere SlngaBe f\u00eee\u00c7t mit bem oon \u00a9d)omburgB SCRitget^eitten in S\u00f6iberfprud), ioirb aber aud) Don 23a te! aufrecht erhalten; e! fd^eint atfo, ba\u00df ba! 23aumleben bie Siegel, ein ^erabfommen auf ben 23oben bie 2lu!nal)me ift. 2tm oberen 2lmagonen\u00dfrome ift ba! \u00a9d)opfhuhn au\u00dferorbentlid) h\u00fcu\u00df\u00e4 unb unter bent tarnen \u201eBigeuner\" Obermann Betannt. @! lebt, laut 23ate!, auf ben niebent 23\u00e4umen ober in 23\u00fcfd)en, toeld)e bie \u00a9tr\u00f6rne unb \u00a9een untf\u00e4ttmen, unb n\u00e4hrt fidh Don Derfdhiebenen Boiiben Fr\u00fcchten, in!befonbere Don einer fauertt \u00a9ttaoa. Oie \u00a9tngebornen Behaupten, ba\u00dfe! bie $rud)t eine! Baumartigen 2trum!, toelcper auf ben flammigen SS\u00e4nfetx tleine OicBid)te Bilbet^ Dor; jug\u00eatoeife auffucpt, unb ba\u00df fein \u00a7leifd) be!l)alb ben unangenehmen \u00a9erudh Betommt. Septere! BegBoeifelt \u00a9dhomburgf, toeil biefer \u00a9erudh gar teine 2lehnlid)Beit mit ben 2trum!bl\u00e4ttern habe; hoch fdheint mir biefer \u00a9runb nicht au!reid)enb gu fein, um bie Eingabe ber \u00a9ingebornen gu toiberlegen. 23ate! ift \u00fcbrigen! auch ber.Stufet, ba\u00df jener \u00a9erudh at! ber befte \u00a9chub be! \u00a9d)opfhuhne! angefehen toerbcn mu\u00df, ba ioeber ber \u00a3Eftenfd) noch ein fftaubthier auf ben ftinfenben, ungenie\u00dfbaren 23oget Sagb macht. Oie rauhe, toibrige \u00a9timme foil man befonber! bann Dernehmen, toenn ba! \u00a9d)opfhuhn, aufgefcheucpt burdh ein Dor\u00fcberfahrenbe! 23oot ober einen fidh n\u00e4hernben tDlenfcpen, entflieht. \u00a9! Pflegt bann bie gange 23anbe taut aufgufd)reien, to\u00e4prenb fte fd^Boerf\u00e4Utg Don einem 23aume gum anberen fliegt.\n23a te! h\u00e4lt ba! \u00a9cpopfhuhtt f\u00fcr einen in 23ieltoeiberei lebenben 23oget, bleibt un! aber ben 23etoei! bafiir fdhulbig. Oa! Sfteft foil auf nieberm \u00a9eb\u00fcfdh, toom\u00f6glid) \u00fcber bem 2\u00f6affer angelegt, aber fel)r tieberlidh gufammengebaut toerben. Oie brei bi! Dier \u00a9ier fmb auf graulich toei\u00dfem \u00a9runbe r\u00f6thlid)-gefleclt. S\u00ab ihrer $orm geigen fie 2lehnlid)Beit mit benen ber \u00a9dhatuh\u00fchner, in ber Beaming mit benen ber fallen.\n\u00a5 *\n*\nSn \u00a9\u00fcbameriBa herbergen h\u00fchnerartige 23\u00f6get, toeldhe ftd) fdf>on burdh ihre \u00e4u\u00dfere \u00a9rfc\u00dfeinung fo au!geid)nen, ba\u00df mau \u00dfe mit anberen unm\u00f6glich Dertoed)fetn Bann, \u00a9ie bilbett bie lepte Bunft ber Orbnung, toeil \u00dfe al! Uebergang!glieber Don ben H\u00fchnern gu ben Waffen angefehen toerben b\u00fcrfen. 3Rau hat \u00dfe \u00a9tei\u00dfh\u00fchner (Crypturidae) genannt.\nSh1* ift, toegen ber fepr enttoicBelten 23ruftmu!feln, Br\u00e4ftig, ber \u00a3al! bagegen lang unb b\u00fcnn, ber topf Blein unb platt, ber \u00a9dhnabet lang, b\u00fcnn, gebogen, opne Buppig abgefefcten ^ornnagel an ber \u00a9pipe, Dielmepr mit einer ^ornmaffe \u00fcbergogen, toeldhe fanft unb allm\u00e4hlidh in bie \u00fcbrige h\u00e4utige 23ebecBung \u00fcbergeht, ber gu\u00df langl\u00e4u\u00dfg, fehr rauhfohlig, bie ftet! Bteine, hoch angefepte fpintergehe bei eiugclnen fo DerB\u00fcmmert, ba\u00df nur bie traite \u00fcbrig bleibt, ba! \u00a9e\u00dfeber am topfe unb #alfe Bleinfebrig, toe!toegen biefe SOheiBe fcptoadh erfcpeinen, auf bem Rumpfe Doll, \u00dfarB unb gro\u00dffebrig. 23ei einigen 2lrten entfpringen gtoei tiele au! einer SBurgel, bei anberen \u00dfnb bie tiete,\n38*","page":515},{"file":"p0516.txt","language":"de","ocr_de":"516\n\u00aeie S\u00e4ufer. Sdjarrfe\u00f6gel. Steigh\u00fchner.\nnamentlich ber H\u00fccBen; unb \u00a9\u00fcrgctfebern, Brett, glatt nnb geio\u00f6lbt, gegen ba\u00ea \u00a9nbe ber gebet* pl\u00f6hlid) \u00bberbtet, unten mit einer tiefen Hinne feerfehen. \u00a3>ie turnen, runben f\u00c7l\u00fcgel reifen nur m 'auf ben Unterr\u00fccBen; ihre ftarB abgeftugten #anbf dringen, unter benen bie feierte ober f\u00fcnfte bie l\u00e4ngften, ftnb fermai unb fpih; ber Sdjtoang Befielt au\u00ea gehn bi\u00ea gto\u00f6lf Burgen unb fd)malert Gebern, meld^e unter bem langen SDedgefteber g\u00e4ngtid) feerfdjtfeinben, Bann aBer aud) fo feerB\u00fcmmern, bag alle Steuerfebern fehlen. 23eibe \u00a9efc^led^ter tragen baffelBe \u00c4leib, uuterfdjeiben ftd) \u00fcberhaupt \u00e4u\u00dferlich nicht.\n\u00aeie Steigh\u00fchner feerBreiten fleh \u00fcber einen grogen \u00a9h^1 \u00a9\u00fcbameri\u00efa\u00bb unb Belohnen bie feer; fchiebenften OertlichBeiten, einige Wirten ftet\u00ea offene \u00a9egenben, anbere n\u00f9r ba\u00ea \u00a9itficht ber K\u00e4lber, biefe bie \u00a9Bene, jene ba\u00ea \u00a9ebirge: eingelne Bommen nur in \u00a3\u00f6hen feon mehr at\u00ea gto\u00f6lftaufenb gug \u00fcber bem \u00a9teere feor. Sie ftnb an ben \u00a9oben gebunben, fliegen feiten, taufen feielmehr eilig im \u00a9eb\u00fcfehe ober im hohen \u00a9rafe nach SCrt unferer Machtet fort, thun \u00aeie\u00ea aber ftet\u00ea mit ettoa\u00ea ein; geBnicBten \u00a7ac!en unb mehr ober mittlrer au\u00eageftrecBtem $alfe, fobag fie fdjon burd) biefe Stellung Benntlich Serben, br\u00fccBen ftch in ber Hngft platt auf ben \u00a9oben nieber ober feerbergen ftch in einem \u00a9ra\u00eabufdje, unb blo\u00ea biejenigen Hrten, treibe im Salbe grog m\u00fcrben, fudjen hier nad;t\u00ea auf ben untern ftarBen Heften Sd)uh. Setblic^e unb geiftige \u00a9egabungen finb gering. Sie laufen ungemein fchnelt, fliegen aber fchtoerf\u00e4tlig, unb eben be\u00eahalb ungern, feerlieren bei \u00a9efahr gerabegu bie \u00a9eftnnung, ffeinen \u00fcberhaupt \u00e4ugerft Befchr\u00e4nBt gu fein. Shre Stimme befiehl au\u00ea mehreren auf einanber fotgenben h\u00f6heren ober tieferen fpfiffen, toelche gutoeilen in einem regetm\u00fcgigen Tonfall auf einanber folgen, unb ftch' \u00fcberhaupt fo feon ben Stimmtauten anberer \u00a9\u00f6get ujtterfcheiben, bag bie HufmerffamBeit be\u00ea gremben toie be\u00ea \u00a9ingebornen fofort burd) fie erregt toirb. \u00a9inige Hrten fchreien namentlich bei \u00a9inbruch ber Hadjt, befonber\u00ea na^bem fte eben auf bem beftimmteu Huljeplahe angeBontmen ftnb, unb ebenfo am \u00a9Borgen, befeor fte benfclben feertaffen; anbere feernimmt man auch im Saufe be\u00ea \u00a9age\u00ea. S\u00e4mereien, gr\u00fccpte, \u00a9tattfpiben uttb ^erblpier\u00e8 bilben bie Haltung, unb ihre Huffudjung befdj\u00e4ftigt nufere k\u00fchner to\u00e4f)renb be\u00ea ganzen \u00a3age\u00ea.. \u00a9eifeiffe Samen berieten bem fonft au\u00eagegeichneten Silbpret gutoeilen, ioenigften\u00ea an eittgelnen Stellen, einen unangenehmen Bittern \u00a9efdjmacB, to\u00e4prenb SDie\u00ea nicht bemerBt toirb, trenn fte anbere gr\u00fc\u00dfte geniegen. \u00a9tanche follen in ber grudjt be\u00ea ^affeebaume\u00ea, einiger Halmen unb bergteidjen ihr hauptf\u00e2chlichfte\u00ea gutter finben. Heber bie ehelichen \u00a9erh\u00e4ttniffe ift man noch nicht bei allen Hrten im \u00a9einen; bie meijten fepeinen jeboch paartoeife gu leben. Htle br\u00fcten auf bem \u00a9oben, feparren ftch gu ihrem Hefte eine feidjte \u00a9Bulbe au\u00ea unb legen eine giemli<he Hugapt eint\u00f6niger, aber fch\u00f6n gef\u00e4rbter, prad^tfeoll gt\u00e4ngenber \u00a9ier. \u00a3>ie Sungen tfeerben eine Seitlang gef\u00fchrt, feertaffen aber, nach Hrt unferer Satteln, halb bie \u00a9lutter, gerftreuen ftch unb gehen bann ihre eigenen Sege.\nHl\u00ea Sagbgepgel feertreten bie Steigh\u00fchner in S\u00fcbameriBa bie Stelle unferer gelbhpner, i\u00fcerbeu aud) gerabegu \u201eHebhuhn\" ober \u201eWachtel\" genannt. Hit unb Sung feerfolgen fte, unb alle Haubthiere, bie laufenben ioie bie fliegeuben, toetteifern hierin mit bem \u00a9Benfcgen ; felbft ber Saguar feerfd\u00f6m\u00e4ht e\u00ea nicht, auf fte S^g\u00f6 \u00a7u machen; ja, fogar einige ^erbthiere, beifpiel\u00eaioeife bie Hmeifen, toelche in bitten Raufen umhergiehen, ioerben ben Sungen gef\u00e4hrlich- $ie Hrmen haben toenig \u00a9littet, ftch \u00f6en fte bebrohenbett \u00a9erfotgungen gu entgiehen. Sh* fdjtoerf\u00e4lliger ging hiu\u00f6ert bie flucht, unb ihr geringer \u00a9erftanb l\u00e4gt fte in ben meiften g\u00e4lten g\u00e4ngtich im Sticpe. So Bommt e\u00ea, bag fie auch bem ungefdjicBten S\u00e4ger leicht gur \u00a9eute tfeerben. \u00a9lau gebraucht ba\u00ea geuergetoeljr, ftetCt galten, jagt fte gu ^ferbe, mit ber Surffdjlinge ober fefet $unbe auf ihre Spur, \u00a9fepubi erg\u00e4plt, bag bie Subianer ihre jpunbe gu fotc^en Sagben feortrefflich abgerict)tet haben. Senn ein Steighuhn aufgefp\u00fcrt iotrb, fliegt e\u00ea fort, fegt ftch aber halb toieber gu \u00a9oben; ber ^ttitb lagt e\u00ea gum groeiten \u00a9laie auf; beim britten \u00a9late fpringt er gu unb beigt e\u00ea tobt, \u00a9littet\u00ea gut abge\u00ab riepteter europ\u00e4ifcher Jpunbe Bann man biefe \u00a9\u00f6get nur feptoer fangen; benn trenn jette fie auch ftetten, fo B\u00f6nnen bie S\u00e4ger fte be\u00ea hohen \u00a9rafe\u00ea toegen bo<h nicht fehen. SDie inbianifdjen .fpunbe hingegen, toelche nur barauf au\u00eagehen, bie Steigh\u00fchner gu tobten, erreichen fte faft immer beim britten","page":516},{"file":"p0517.txt","language":"de","ocr_de":"Satciupa. Snarnbu.\n517\n\u00a9grunge mit einer betbunberunglib\u00fcrbigen \u00a9epenbigbeit. befangene \u00a9tei\u00dfp\u00fcpner fiept man, \u00efaut \u00a9djomburgb, fepr oft bei ben Sfabianern; eingelne bommen audp nad) \u00a9uropa her\u00fcber, \u00a9ie geh\u00f6ren nidpt gu ben gieren, toelcpe bie Slufmerbfambeit auf fid) gu feffeln toiffen, miiffen bieltnepr al! langtoeilige \u00a9efdpopfe begeidpnet ioerben.\n\u00a9in! ber p\u00fcbfdpeften \u00a9tei\u00dfp\u00fcpner ifi bie \u00a9a ta up a (Crypturus Tataupa). \u00a9ie \u00a9ippe Snjambul, loe\u00efdpe fie bertritt, benngeidpnet ftdp burd) Mftigen Seib, b\u00fcrgen unb taubenartigen $all, giemlidp, gro\u00dfen $opf, mepr al! bepftaugen, b\u00fcnnen, nadp born berfladpten, fanft gebogenen, pinten auf ber ^irfie ftarb abgeplatteten \u00a9dpuabel, b\u00fcrgen f^\u00ef\u00fcgel, in toeldpem bie bierte \u00a9dptbinge bie l\u00e4ngfte, bie erfte fepr btein ifi, ben Mangel eigentlicher \u00a9teuerfebern, mittellosen $u\u00df, beffen \u00a3>intergepe bi! auf ben ^\u00eeagel berb\u00fcmmert ifi, fomie enblidp burdp ein reidpel, bunbte! \u00a9efieber. \u00c4opf, \u00a3>a\u00ef! unb \u00a9ruft ftnb grau, 9\u00ee\u00fcden, f\u00c7t\u00fcget unb \u00a9dpioangbecbfebern rot-braun, bie \u00a9tei\u00dffebern fdptbarg ober bunbe\u00efbraun, toei\u00df unb gelb gef\u00e4umt. \u00a9a! Sluge ift r\u00f6tplidp gelbbraun, ber \u00a9dpnabel borallenrotp, ber $u\u00df fleifdpbraun. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 9Y2, bie SBreite 15, bie f\u00c7ittigt\u00e2nge 4% 3oIt. \u00a9a! \u00a95eibd;en l\u00e4\u00dft ftd) bom \u00a9t\u00e4nndpen b\u00e4um unterfdpeiben. \u00a9er junge \u00a9ogel ifi auf \u00c4opf, $all unb Unterfeite fcpmugigbr\u00e4unlidpgrau, auf bem Sauere bunbetgraugetb unb beutlid) bunbter quer gefledt.\n3n Djibraftlien bennt man bie tataupa \u00fcberall, ibeil fie in allen \u00a9eb\u00fcfcpeu gemein ifi unb menu audp niept oft gefepen, fo bodp p\u00e4ufig gep\u00f6rt ioirb. \u00a9er \u00a9ring fanb fie ibeniger in ben gro\u00dfen \u00a9Salbungen, all auf offenen, mit popem @ra! befianbenen Triften. \u00a9efonber! p\u00e4ufig bontmt fie im \u00a9ertong bon \u00a9apia bor. \u00a9ie lebt nadp 2lvt unfere! \u00a9Mefenbnarrerl, l\u00e4uft fepr fdpnelt auf bem SBoben bapin, ift halb nap, halb fern, unb l\u00e4\u00dft befonber! gegen Slbenb ipren 9buf bernepmen, einen eigentp\u00fcmlidpen Saut, toeldper, nad) \u00a9urmeifier, mit gtoei ettoa! gebepnten \u00a3\u00f6nen beginnt, toorauf fecpl bi! adpt \u00e4pnticpe b\u00fcrge, fdpnell ibieberpolte \u00a3\u00f6ne folgen. 2>n iprer Sebenltoeife unterfdpeibet fie fid; \u00fcbrigen! niept bon anberen \u00a9erlaubten. \u00a9ie niftet auf bem \u00a9oben unb legt meprere, ibie \u00a9iilcpcpocolabe gef\u00e4rbte, gl\u00e4ngenbe \u00a9ier bon ber \u00a9r\u00f6\u00dfe fiarber Staubeneier. 3>pr \u00a9\u00f6ilbpret ift ein bortrefflidpe! \u00a9eriept unb fepr geib\u00f6pnlidper \u00a9raten. \u00a9I pat eine b\u00fcnne, burdp fid) tige $aut, unb ein gang blare!, gallertartig burdpfdpeinenbe! $teifdp, ibeldpel, gebodpt, b\u00f6dig toei\u00df ibie geronnener f\u00c7aferfioff aulfiept unb faft beim fjett entp\u00e4tt. SBenn man \u00a9ebulb im Slnfdpteidpen unb Slbtoarten pat, toirb el, nadp \u00a9erfidperung bei \u00a9ringen, nidpt fcpioer, biefen \u00a9ogel gu erlegen; er mu\u00df aber in bem bidpten, popen \u00a9rafe oft in gu geringer \u00a9ntfernung gefdpoffen toerben.\n2>n ber \u00a9efangenfdpaft pabe idp bie Stataupa nodp nidpt, toopl aper eine nape bertoanbte 5lrt beobad)tet. \u00a9ie erinnert ebenfobiel an getoiffe \u00a9rbtauben, ibie an bie fallen, l\u00e4uft faft beft\u00e4nbig auf bem \u00a9oben umper unb tr\u00e4gt fiep babei giemlidp eingegogen, bie S\u00e4iife in ben ^erfengetenben gebnidt, pflegt aber ben \u00a9dpioang ober ibenigften! bie \u00a9dpioangbeebfebern gu erpeben. 3pre \u00fcftaprung lieft fie nadp 2lrt ber Stauben bom \u00a9oben auf, opne jemal! gu fdparren. \u00a9on ben \u00a9ipftangen in iprem \u00a9Sopnraunte madpt fie, fobiel bon mir beobadptet tourbe, niemat! \u00a9ebraudp.\n\u00a9ine gioeite 5lrt ber Familie, ber 3>nambu (Rhynchotus rufescens), bertritt bie \u00a9ippe ber \u00a9ro\u00dffiei\u00dfp\u00fcpner unb benngeidpnet fidp burdp bebeutenbe \u00a9r\u00f6\u00dfe, br\u00e4ftigen Seib, giemlidp langen \u00a3all, bleinen \u00c4opf, bopflangen, fanft gebogenen, am \u00a9nbe ftumpf abgerunbeten \u00a9cpnabel, b\u00fcrg; gew\u00f6lbten f^l\u00fcgel mit gugefpipten $anbfcptoingen, beren erfte fepr bert\u00fcrgt unb bereu bierte bie","page":517},{"file":"p0518.txt","language":"de","ocr_de":"518\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9djarro\u00f6get. \u00a9teifdj\u00fchner.\nl\u00e4ngfte, hodj = unb ftartl\u00e4ufige g\u00fcfce mit langen Borbergehen unb ioohlentioidelter \u00a3intergehe unb eine au\u00a7 eigent\u00fcmlichen, tleinen Gebern beftehenbe Betreibung ber Bangen unb B\u00fcgel. \u00aea3 \u00a9efieber ift roftrothgelb, in ber \u00dfeljlgegenb ioei\u00a3lid), auf bem Obertopfe f<htoarg geftreift, auf ben Mieten ;, gl\u00fcgel; unb \u00a9djtoangbedfebern breit fc^tx>ara geb\u00e4nbert, inbem jebe gebet* not* bem fchmalen, gelben \u00a9nbfaume gioei breite fchioarge Binben \u00fcber einanber tr\u00e4gt, oon benen bie obere, gun\u00e4d)ft bie \u00a9pi^e feberfeit\u00ea nod) einen IjeEroftgelben \u00a9eitenftreifen geigt; bie #anbfd)toingen ftnb einfarbig unb lebhaft roftgelbrotlj, bie Armringen auf bleifarbigem \u00a9runbe fd)ioarg unb grau in bie Duere gesellt. 2)a\u00a7 Auge ift roftgelbbraun, ber \u00a9djnabel braun, am \u00a9runbe be\u00ea Unterliefer3 blafjgelb; braun, ber gu\u00a3 fleifdjbraun. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 16, bie g\u00fctigl\u00e4nge 8 3oE.\n\u00aeer 3nambu (Uhynchotus rufescens). 1/4 ber nat \u00a9l'\u00f4jje.\nSDer Snambu ift im \u00a9ambo\u00eagebiet be\u00ea mittleren Braftlieit, befonber\u00ea bei \u00a9t. Baulo, \u00a9\u00fcb; mim\u00e9 unb \u00aeo^a\u00a7 gu #aufe, lommt aber aud) in ben argentinifchen S\u00e4nbern h\u00e4ufig oor. \u00a9r lebt nie in B\u00f6llern, fonbern immer eingeln, fiellenioeife aber in gro\u00dfen Mengen, ift allbetannt unb ba\u00ea Siebling\u00ebtoilb be\u00ea S\u00e4gers, einer beft\u00e4nbigen Berfolgung auSgefefct unb be\u00eabalb feljr fd;eu unb oor; fiddig. Bei Ann\u00e4herung eine\u00ea Btenfdjen l\u00e4uft er int t)ohen @ra\u00eec baoon, mac\u00efB a^er nur \u00e4u^erften AothfaEe oou feinen \u00a9djtoingen \u00a9ebrauch- 2)arioin erg\u00e4hlt, bajg er auf ber einf\u00f6rmigen \u00a9bene oou Bai 2)onabo \u00a3unberten biefer B\u00f6gel begegnet fei, toeldje ft<h, burd) bie Ann\u00e4herung ber gro\u00dfen \u00a9efeUf^aft oon Reifen ben erfdjredt, gang gegen ihre \u00a9eioohnheit gu betten oereinigten, aber ooEft\u00e4nbig in Bertoirrung gebracht io\u00fcrben, ioenn man fte gu ^ferbe in einem immer enger ioerbenben Greife umritt. $>er hart oerfolgte Bogel toagte gule%t nicht einmal mehr in geraber Sinie gu","page":518},{"file":"p0519.txt","language":"de","ocr_de":"ctuenb\u00fcbuchen. \u00a9tacuca.\n519\nentfliegen, fonbern brnclte gd) glatt auf ben \u00a9oben niebev. Oiefe Unbehilflid;feit beg Snantbn i|t ben bortigen (Singebornen fehr tooljl befannt. \u00a9djon bie Knaben jagen \u00dcgt unb erbeuten oiele mit einer h\u00f6d)ft einfachen SBurffdj\u00efinge. Oag $leifd) geh\u00f6rt gu bem beften SBilbbraten, toelhen ber dteifenbe in \u00a9raglien ober in ben argentinifdjen S\u00e4ubern oorgefefct erh\u00e4lt. dtah \u00a9urmeifter ftreift ber Snambu nur in ber O\u00e4mmerung nah Dlaptung umher. Oag d\u00eeeft ftept am \u00a9oben in einem bidden \u00a9ufhe unb enth\u00e4lt geben big neun bunfelgraulid^e, oiolet \u00fcberflogene (Sier, bereu Oberfl\u00e4che auffallenb gl\u00e4ngenb ift unb trie polirt auggept.\n2leugerft nieblid^e \u00a9\u00f6gel ftnb bie 3trergfteigh\u00fchner (Nothura), fleine H\u00fchnchen non 9bnfefen ber 2\u00dfad\u00a7tel, toelhe auf offnen Triften im \u00a9rafe leben. 3hr \u00a9cfteber, toeldjeg aug l\u00e4ng; liefen unb fhmalen Gebern gebilbet tuirb, ift toeidp unb nod, ber \u00a9hnabel oerh\u00e4ltnigm\u00e4gig furg, an ber \u00a9pige ftarf herabgebogen, int f\u00c7ittig bie erfte @df>tx>irtge oerf\u00fcmmert, bie gtoeite aber oerh\u00e4ltnig; m\u00e4gig fe\u00a7r lang, bie vierte bie l\u00e4ngfte; bie \u00a9htoangbe\u00fcfeberit geidjnen gep burd) bie groge \u00a9kidje, bei einigen 2lrten auch burch auffadenbe S\u00e4nge aug; ber $ug ift m\u00e4gig ftarf, bie ^interjehe giemlid) enttoicfelt.\n\u00a9eint m\u00e4nnlichen $Pfauenh\u00fchnd;en (Nothura nana) oerl\u00e4ttgern ft<h bie fepr gahlreidjen, bidjt \u00fcber einanber liegenben, langen, flaumigen \u00a9htoangbedfebern, fobag fte eine f\u00f6rmliche \u00a9dgeppe bilben. Oag \u00a9efieber ift auf bem dd\u00fcden graulihgelb, an ber \u00a9ruft toeiglicpgelb, an for M;le unb \u00a9auchmitte reiittoeig; bie Gebern beg 9t\u00fccfeng ftnb fepfoarg in bie Duere geb\u00e4nbert, feitlicp auch iueig; grau gef\u00e4umt, Dberfopf unb \u00fctaefen fledig geftreift, Unterbruft, \u00a9auch unb \u00a9eiten quer geb\u00e4nbert. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 6, bie \u00a9reite 9Va 3rd. Oag SSeibcpen ift noch um einen 3\u00b0d f\u00fcrger.\nUeber bie Sebengtoeife hat 21 gar a berichtet. Oag ^fauenh\u00fcpnhen lebt auf graftgen \u00a9teden ^\u00dfaraguapg, toahrfheinlicp nicht fo feiten, alg man getoopnlicp annimmt, immer aber \u00bberborgen; eg entflieht aucp nicht efer, alg big ber S\u00e4ger bicht oor ihm fleht unb erhebt ft<h felbft bann nur gu einem furgen $luge, oerbirgt fleh aber mit augerorbentlicpem \u00a9efepid. \u00a9elingt eg, bag Xhiercpen toieberum aufgugnben, fo fliegt eg gum gtoeiten dRale auf; nunmehr aber l\u00e4gt eg gep eher gertreten, alg bag eg ftch erheben io\u00fcrbe: 21 gar a Oergcpert ernfthaft, bag man eg mit ber $anb fangen f\u00f6nne. \u00a9g ift ein einfam lebenber, ftider \u00a9ogel, ioelcpen man big gegen bie $\u00dfaarungggett p\u2122 lieber geht noch h\u00f6rt. \u00a9knn biefe eintritt, ft\u00f6gt er ein burthbringenbeg \u00a9efdhrei aug, ioe\u00efcpe\u00ea man burch bie \u00a9ilbe \u201e$i\" toiebergeben fann.\n\u00a9in $rcunb 2lgara\u2019g gng ein 5\u00dffauenh\u00fchnhen unb bot ihm furge 3^t barauf gerquetfhten dftaig an. Oag \u00a3Igerhen frag fofort, toie ber gahmge \u00a9ogel, obgleid; eg mit ber Jpanb gehalten tourbe. 2lgara felbft toar nidf>t fo gl\u00fccklich* \u00a9eine \u00a9efangenen haften gtoar nah \u00f6en \u00a9pinnen, ioelhe ge im $aufe fanben, toodten aber toeber 9Jtaig noh \u00a9rot freffen unb ftarben nah ^^nig Xagen.\n2tlg \u00a9ertreter ber \u00a9teigh\u00fchner, Joelhe toirflihe \u00a9teuerfebern begpen, mag bie dftacuca ber \u00a9rafilianer (Trachypelmus brasiliensis) bienen. Oie dRerfntale ber \u00a9ippe fittb fr\u00e4ftige \u00a9efialt, furger, b\u00fcnner $alg, Heiner \u00c4opf, faft fopflanger, ftarfer, faitft gefr\u00fcntmter, tief gefpafteuer \u00a9cpnabel mit abgeplatteter girfte, ftarfe, furg abgerunbete, geto\u00f6lbte Fl\u00fcgel, in bereu f\u00c7ittig bie f\u00fcnfte \u00a9htoinge bie l\u00e4ngfte, unb ein gientlih furger, ettoag abgerunbeter \u00a9eptoang, toelher burep bie oberu Oecffebern","page":519},{"file":"p0520.txt","language":"de","ocr_de":"520\nSie S\u00e4ufer, \u00c6utgfl\u00fcg\u00efer.\ng\u00e4ngticp besorgen toirjb, fotoie enblicp ftar\u00efe / m\u00e4gig pope, giemlicp furggepige \u00a7\u00fcge, bereu #intergepe fe^r pocp angefept unb Hein ift. \u00a3)ie F\u00e4rbung be\u00ea \u00a9efteber\u00ea ift auf bem bilden roftbraun, fcptoarg quer geteilt, auf SSruft unb Vaucp getbgrau, in ber Scpentetgegenb bunlter gesellt, \u00fcber ben .!pat3 oert\u00e4uft nacp hinten jeberfett\u00ea ein roftgelber \u00abStreifen.\n\u00a3)a\u00a7 \u00a9efieber ift auf bem \u00fct\u00fcc\u00efen roftbraun, breit, fdf>tbar\u00a7 in bie Ouere geioellt, auf Vaucp unb Vruft Reifer gef\u00e4rbt unb feiner geb\u00e4nbert, bie \u00aeeple ift \u00efoeiglicp, ber $al3 feitltcp fcptoarg unb tbet\u00a7 get\u00fcpfelt; ba\u00a7 Sluge ift graubraun, ber Schnabel oben bunlelbr\u00e4unticp, feitticp pellgrau, ber $ug blei; f\u00e4rben, \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 18V3, bie Vreite 31, bie ^ittigt\u00e4nge 9, bie Scptoangl\u00e4nge 4 Boll.\n\u201e\u00a3)ie 9Jlacuca\", fagt ber $ring, \u201eift ein Vetoopner aller gro\u00dfen, oon mir befugten Uno\u00e4lber unb fcpeint \u00fcber ba\u00a7 gange to\u00e4rmere S\u00fcbamertfa oerbreitet gu fein. Sie lebt am Vage auf bem SSoben, mo fie umpergept unb im ^otpfalle fepr fcpnetl l\u00e4uft. Sn ber Slbenbb\u00e4mmerung fieigt fte mit einem eigenen \u00a9er\u00e4ufcp iprer Fl\u00fcgel auf unb fugt auf einem uiebern Sljle, um bafetbft bie 9kcpt gugubringen. Sie gept am Vage iprer iftaprung nacp, bie in gr\u00fccpten unb $erbtpieren beftept. Sn bem SJtagen biefer V\u00f6gel fanb icp geto\u00f6pnlicp rotpe Leeren unb gr\u00f6\u00dfere parte gr\u00fccpte, immer aber babei fleine Wiefel unb Steincpen, aucp Ueberrefte oon K\u00e4fern unb anberen fleinen Werfen. V)ie Stimme oerr\u00e4tp unfern SSogel geto\u00f6pnlicp; man p\u00f6rt fte befonber\u00ea am fr\u00fcpen borgen ober gegen Slbenb, aber aucp to\u00e4prenb be\u00ea gangen Vage\u00ea. Sie ift ein giemlicp tiefer, bumpfer, gerabepin au\u00ea; geftogner eint\u00f6niger gSfiff, ber giemlicp ioeit burcp bie V\u00f6\u00e4lber fcpalit, aber nicpt oft ioieberpott toirb.\"\n/;V)ie \u00e4ftacuca fcparrt eine Heine Vertiefung in ben Voben unb in ipr finbet man fcpon in bem 2ftonat September bie neun bi\u00ea gepn, aucp mopl nocp mepr groge, fdp\u00f6ne, blaugr\u00fcne \u00a9ier, auf toelcpen bie SJtutter eifrig br\u00fctet. Sie ftpt fo feft, bag meine #\u00fcpnerpunbe fte im Urtoalbe \u00f6fter lebenb gegriffen paben.\"\nV)er Vogel ift, taut Vurmeifter, ein3 ber beliebteften Bmjbtpiere ber Vraftlianer. Sie befcpleicpen ipn oorftcptig, ioie bie 2torbl\u00e4nber ben Sluerpapn, unb mancpe Seute p\u00e4ngen mit unbe= fcpreiblicper Seibenfcpaft an biefer Vefcp\u00e4ftigung. V)er eint\u00f6nige, laute S\u00dffiff ioirb oom S\u00e4ger nacp; geapmt, oom Vogel ertoibert unb fo gu feinem Ungt\u00fctf. Sn bunflen Sft\u00e4cpten f\u00e4ngt man ipn augerbem oft in ben \u00fcberall \u00fcblicpen SplagfaHen.\nJroalfte\nSic \u00c4urjfl\u00fcgler (Breyipennes).\n3\u00ab ber \u00aeabe be\u00a7 $tuge\u00ea erfennen loir ein fo begeicpnenbe\u00ea P\u00e9rimai be\u00ea Vogef\u00ea, bag un\u00ea berfenige, ioelcpem biefe Vegabung feptt, al\u00ea ein frembartige\u00ea Oefcp\u00f4pf erfcpeinen mug. V)er unge; bilbete V\u00efenfcp erblidt in folcpen V\u00f6geln V\u00dfunbertpiere, unb feine (SinbilbungS\u00efraft ift gefcp\u00e2ftig, ba\u00a7 V\u00dfunber gu beuten, (gin alter Scpeicp \u00c6orbofapn\u00ea erg\u00e4plte mir bie \u00ef\u00f4ftlicpe Sage, metcpe icp in meinen \u201e\u00dcteifeffiggen au\u00ea 9torb'Oft^fr-ifa\" miebergugeben Oerfucpt unb aucp bem \u201eSeben ber V\u00f6gel\" einoerleibt pabe \u2014 jene Sage, toelcpe bericptet, bag ber \u00dcticfenoogel be\u00ea (grbtpeil\u00ea bie Vef\u00e4pigung gum fringe oerloren, ioeil er in tp\u00f6ricptem \u00a3>ocpmutpe fiep oermag, fliegenb bie Sonne gu erreicpen. Spi* Straplen oerfengten feine'Scptoingen; er ft\u00fcrgte etenbigticp^gum Voben perab, fann pente nocp nicpt fliegen unb tr\u00e4gt pente nocp be\u00ea Sturge\u00ea Be^en an fe*ner\t\u00fcber","page":520},{"file":"p0521.txt","language":"de","ocr_de":"2t\u00ef\u00efgemeine\u00a7.\n521\nminber btc3^terifd&/ ift bte Slnfchauung, ba\u00df man in bemfelben $oget einen St\u00fcter gtoeier verfd)iebenen klaffen, einen Slenbling vom Kamel nnb einen m\u00e4rchenhaften SSogel bei* 2B\u00fcfie zu er!ennen h\u00fcbe, \u00a9iefe Slnfdjauung Hingt tvieber in uralten \u00a9tphlungen unb hat ftd; bt\u00e9 zum heutigen \u00a3age erhalten in bem tarnen jene\u00ea 2$ogel\u00ea, tveldjen bie SCBiffenfc^aft al\u00e4 \u00a9rbe vergangener feiten ftd^ zu eigen gemacht, \u00a9ie ift aber and; in anberer S\u00f6eife zu \u00a9eltung gebracht Jvorben; benn man ^at in ben Kurzfl\u00fcglern bie ^\u00f6d^ftfte^enben von allen zu erblichen geglaubt unb {ie an bie \u00a9{pe ber ganzen Klaffe geftellt.\n\u00a9ie heutige S\u00f6iffenfc^aft urteilt anber\u00ea. \u00a9ie fielet in itnfcren SS\u00f6geln eine SIbtheilung ber S\u00e4ufer unb hat ftd; nur \u00fcber bie SB\u00fcrbigung unb ^Begrenzung biefer Slbtheilung nod; nicht\u2019 Vodfi\u00e4nbig geeinigt. SB\u00e4hrenb n\u00e4mlich bie fXRe^rza^l ber gorier bie zum fliegen unf\u00e4higen Kurzpgler in einer befonberen \u00a9rbitung vereinigt, z\u00e4hlen \u00a9peine, abgefeljen von einigen bereite au\u00eageftorbenen Slrtcit, ihr SS\u00f6gcl bei, Jve\u00efd;e ftd; gerabe burd; ba\u00ea ^lugverm\u00f6gen fo aulz^i^uen, ba\u00df an eine engere SSertvanbtfchaft faum gebaut tverben fann. 3<h befd;r\u00e4nfe bie Orbnung, tvie bie 3Jle^rza^l ber 0;orfcher, auf bcn \u00a9trau\u00df unb feine n\u00e4d;ften 33erh>anbten.\n\u00a9ie Kurzfl\u00fcgler ftnb bie gr\u00f6\u00dften SRitglieber ihrer Klaffe. 3hr \u00a9cfmabel ift in ber Siegel Ziemlich furz, breit unb pmpf, nur bei ben 2lugeprigen einer fleinen Familie Verfchm\u00e4d;tigt unb Verl\u00e4ngert; bie 9tafenl\u00f6d;er m\u00fcnben nad; ber \u00a9^i^e ober felbft auf ihr; ber Kopf erreicht h\u00f6d;ften\u00a7 eine mittlere \u00a9r\u00f6\u00dfe, ber .pa\u00ef\u00ea faft fiet\u00e8 eine bebeutenbe S\u00e4nge, ber Seib eine getvaltige \u00a9r\u00f6\u00dfe; ber Fl\u00fcgel ift mehr al\u00ea bei fcbern.SSogel vcrf\u00fcmmert, ba\u00ea SSein bagegen ungemein enttvicfelt, ber \u00a9drittel fe^r fr\u00e4ftig, bidmu\u00ebfelig, ber $u\u00df lang, aber ftarf, z^eb, breb ober vierze^ig, ba\u00a7 \u00a9efieber zerpfiffen, haarartig, tveil bie S3\u00e4rte ber g\u00e4hnen feinen Bufammenhang haben; tveber \u00a9d^ivingen, nod; \u00a9teuerfebern finb Vorlauben.\n3m \u00a9erip f\u00e4llt auf ba\u00ea fehlen be3 23ruftbeinfamme\u00a7, be\u00ea \u00a9abe\u00efbein\u00ea unb ber \u00e4toifchenripen; fortf\u00e4^e, bie unverh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfige K\u00fcrze unb Kleinheit ber $l\u00fcgelfnod;en, ba\u00ea lange, female, bei einer Slrt fogar geploffene 23eden :c. \u00a9ie Bunge ift furz, am ^anbe gelappt, ber SOtagen gro\u00df, ber \u00a9armfchlaud; lang; bie Suftr\u00f6^re hat feinen unteren Keljlfopf, bei getviffen Slrten bagegen aber einen h\u00e4utigen \u00a9acf, tveldfjer toidf\u00fcrlid; mit Suft gef\u00fcllt ober tvieber entleert tverben fann unb unziveifeb ^aft zur jpervorbringung ber bumpfen \u00a9timme beitragen mirb.\nUnter ben \u00a9inne\u00eaiverfzeugen fd^eint ba3 \u00a9eficfyt au\u00eanahnr\u00ealo\u00ea toohl entlvicfelt, neben bem @e\u00a7\u00f6r aber aud; ber \u00a9erud) in gleichem SDta\u00dfe au\u00eagebilbet, ba\u00ea \u00a9ef\u00fchl ober \u00a9ntpnbung\u00eaverm\u00f4gen fd;ivad;, ber \u00a9efdjmacf fehr ftumpf zu fein.\nlieber bie geifiigen g\u00e4^igfeiten l\u00e4\u00dft fiep fein g\u00fcnftige\u00e4 Urtpeil f\u00e4llen. Sille befannten Slrten ftnb ungemein fd;eu unb flie\u00dfen \u00e4ngfllicp bie Slnn\u00e4^erung eineB SJtenpen, Raubein aber ohne lieber legung, tvenn e3 gilt, einer \u00a9efapr zu begegnen; alle zeigen ftep, tvie befepr\u00e4nfte S\u00dfefen \u00fcberhaupt, ft\u00f6rrif(p, bo\u00eapaft unb tvenig ober niept bilbfam. \u00a9ie leben unter ft(p, fo lange bie \u00a9iferfud;t niept in\u00ea \u00a9piel fommt, in ^rieben, bulben auch tnopl bie \u00a9efedfd^aft anberer Stpiere, befunben aber tveber gegen 3hre3glepen nod; gegen anbere \u00a9efep\u00f6pfe tvirflpe Zuneigung. 3n ber \u00a9efangenfepaft geiv\u00f6ljnen fie fid; einigerma\u00dfen an ben SS\u00e4rter, unterfd^eiben i\u00a7n aber faum von anberen \u00dcDienfdjen.\n\u00a9ie Kurzf\u00fcgler fehlen in \u00a9uropa unb Slfien, pier minbeften\u00ea auf bem geftlanbe. Slfrifa beherbergt eine, Slmerifa brei, Oc\u00e9anien enblidp minbeften\u00ea neun verfd;tebene Slrten. \u00a9\u00fcrre, fanbige, mit tvenig \u00a9eftr\u00fcpp unb \u00a9xa\u00a7 befanbene, furz, to\u00fcftenpafte \u00a9benen unb \u00a9teppen geben ben einen, biepte SSalbttngen ben anberen Verberge. 3^ne bilben zuzeiten z<ip\u00ef^ci<pe \u00a9tparett, biefe leben einzeln unb ungefellig.\nSide Slrten geitpnen {ich ^urdh ihre un\u00fcbertroffene \u00c7ertigfeit im Saufen, einige foUen aud) reept leiblich plvimmen; anbere \u00a9elvegunglarten finb ihnen fremb. \u00a9ie Nahrung befteht au\u00ea ^Pflanzenftoffen unb Kleingelder; Septere\u00ea bient ben jungen zur an\u00eafcplie^licpert \u00a9f\u00eecife. \u00a9efr\u00e4\u00dfig' im eigentlichen \u00a9inn\u00e9 be\u00ea SBorte\u00ea fann man bie \u00a9lieber biffer \u00a9rbnung nicht nennen; einige Von ihnen befunben aber eine un\u00fcberluinblicpc Steigung, allerlei \u00a9egenft\u00e4nbe, tveld;e ihrer \u00a9urgel niept","page":521},{"file":"p0522.txt","language":"de","ocr_de":"522\nSDte S\u00e4ufer. \u00dfurgft\u00fcglcr. \u00a9traute.\neinen adgugro\u00dfen SSiberftanb bieten, pinabgum\u00fcrgen unb iprett SNagen mit ungenie\u00dfbaren unb uuoer; baulichen Stoffen gu f\u00fcllen, fcpeinen alfo ein Safter gu befi^en, metcpeg mau ihnen, fireng genommen, nicht gufcpreiben barf. \u00a9ie Naprung mirb abgemeibet, \u00bbom \u00a9oben aufgenommen ober aug ipm herauggeboprt.\n\u00a3\u00f6chft eigentpmlid) ift bag Sortppngungggefd)\u00e4ft biefer \u00a9\u00f6gel. \u00a9inige Sfrten feinen eine mirtlidje \u00a9pe eingugepett, b. p. in \u00a9inmeibigteit gu leben; bie \u00fcbrigen aber ber \u00a9ielmeiberei, alfo nicpt ber.\u00a9ielepigteit gu pulbigen; bocp bleibt eg fraglich, ob bie brci big f\u00fcnf Rennen, melcpe einem .ipapne folgen unb in ein unb baffelbe Neft legen, ihrem \u00a9peperrn mirtlicp fo treu anp\u00e4ngen, mie man gem\u00f6pnlicp annimmt, ober fiep auch anberen Nt\u00e4nncpen, menigfteng geitmeilig beigefeden, beg\u00fcglicp, ftch halb gu biefem, halb gu jenem patten. \u00a9ing aber fteht feft: bei allen, bereu Sortpflangunggs gefegte man tennt, br\u00fctet bag Rampen, \u00fcbernimmt ber \u00a9ater ade \u00a9fiepten, melcpe fonfi \u00bbon ber Ntutter gethan merben, geitigt er bie \u00a9ier, hebert, f\u00fchrt, leitet, \u00bbertpeibigt, \u2014 \u201ebemuttert\" er bie B\u00fcchlein, m\u00e4prenb fiep bie \u00a9rgeugerin menig ober nicpt um fie bek\u00fcmmert. Sllg SNann geigt er ftch nur bem Nebenbuhler gegen\u00fcber: gu \u00a9unften feiner Einher legt er alle Siebe, alle g\u00e4rtlicpteit, metdje in bem bergen einer SNutter lebt, an ben Stag. \u00a9ie Scpnepfenfirau\u00dfe, melcpe eine Heine Familie ber Orbnung bilben, feilen non ber Negel eine Slugnapme madden; ihr Sortpfiangungg; gefep\u00e4ft ift aber nod) \u00bbiel gu menig erforfept, atg ba\u00df mir fepon jefet mit Sidjerpeit baoon reben .tonnten.\n\u00a9er SNcnfcp \u00bberfolgt alle \u00c6urgft\u00fcgter ebenfo unerbittlich, mie anbere \u00a9piere, e'nen ^rer Gebern, bie anbern ipreg Sieifcpeg megen. Seit uralter Beit mirb berjenigen SIrt, melcpe ung am u\u00e4chften lebt, mit jeher 3Baffe naepgeftedt, jebeg \u00a9littet gegen fte in Slnmenbung gebracht. 3hre \u00a9v\u00f6\u00dfe reigt bie Sagbluft. \u00a9enau ebenfo ergeht eg ben \u00fcbrigen tagpglern, melcpe mit bem \u00a9lenfcpen in Ber\u00fchrung tommen: man jagt fte, um gu jagen.\nSide Sitten ber \u00a9rbttung taffen ftch S\u00e4pmeu, a\u00f6e ertragen, bei geeigneter pflege, eine l\u00e4ngere \u00a9efangenfepaft, unb ade pftangen ftch fort in ihr, menu auch nur unter g\u00fcnftigen Umft\u00e4nben.\nStugf\u00fcprlicpereg braucht hier nid^t gefagt gu merben, ba bie mieptigfien Sfrten ohnehin aug= f\u00fcprlicper bem\u00e4ntelt merben m\u00fcffen.\nSBenn eg gul\u00e4fftg ift, SNitglieber gmeier \u00bbergebener klaffen heg \u00a9pierreiepg gu dergleichen, barf man ben Strau\u00df bag darnel unter ben V\u00f6geln nennen. \u00a9etbe Stiere paben in ber \u00a9bat fo\u00f6iel gemeinfame \u00a9lertmale, ba\u00df ein folder Vergleich fepon \u00bbon ben Sitten gemalt morben ift. \u00a9iefeg mie jener betunben ftch fepon \u00e4u\u00dferlich alg echte tinber ber SB\u00fcfte ober Steppe: fte beftpen einen \u00a9au unb \u00a9igenf(haften, melc^e biefer feint\u00e2t \u00bbodft\u00e4nbig entbrechen.\n\u00a9er Strau\u00df (Struthio Camelus) Oertritt bie erfte Sipe ber gamilie unb tenngeiepnet ftch burd) einen fehr tr\u00e4ftigen Seib, langen, gr\u00f6\u00dftentpeilg nadten \u00a3alg, tleinen, platten \u00dfopf, mittellangen, ftumpfen, \u00bborn abgerunbeten, au ber Spipe platten, mit einem jpornnaget bebeeften, geraben Scpnabet, beffen \u00dfinnlaben biegfam ftnb unb beffen \u00e4Runbfpalte big unter bag Sluge reicht, offen ftepenbe, t\u00e4ng= liehe, ungef\u00e4hr in ber \u00abDritte heg Scpnabef\u00f4 ftch \u00f6ffnenbe Nafenl\u00f6cper, gro\u00dfe, gl\u00e4ttgenbe Slugen, bereu obereg Sib SBimpern tr\u00e4gt, unbebedte, offene, innen mit haarartigen \u00a9ebilben befehle Opren, hohe, jiarte, auf bem Scheutet nur mit einigen \u00a9orfien betleibete, \u00fcbrigeng nadte \u00a9eine, gro\u00df gefdpuppte S\u00e4ufe unb gmeigehige S\u00fc\u00dfe, bereu innere Behe mit einem gro\u00dfen, breiten.unb pmpfen Nagel bemehrt ift, gientlid) gro\u00dfe, gum Stiegen jeboep g\u00e4nglicp unt\u00fcchtige, mit hoppelten Sporen befehle Sl\u00fcget, melcpe an Stede ber Scpmingeu, l\u00e4nge, fcplaffe, meiepe, p\u00e4ngenbe Sehern tragen, einen giemlicp langen Scpmattg, meteper aug \u00e4hnlichen Sebent befiept unb ein gientlid) biepteg, aug fcplaffen, getr\u00e4ufelten Sehern gebilbeteg \u00a9efteber, mel^eg auf ber \u00a9rufimitte eine hornige Scpmiele unbetteibet l\u00e4\u00dft, \u00a9eibe \u00a9efcplecpter unterfepeiben ftep in ber S\u00e4rbung. \u00a9eim SN\u00e4nndhen ftnb ade tleinen Sehern heg Nuntpfeg","page":522},{"file":"p0523.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9trauf\u00ea\n523\nfo^IfdE>ix>ar\u00a7, bie langen Fl\u00fcgel; unb \u00a9djtoangfebern aber b\u00efenbenbweifj, ber nadt\u00e8 $a\u00ef\u00ea \u00a7ccf>; rot\u00ef), bie \u00a9^enfcl fCetfc^farben. \u00aea\u00a7 2\u00efuge ift braun, ber \u00a9djnabe\u00ef \u00c7orngelb. Seim SBeibdjjen ift ba\u00ea f\u00f4\u00efeingefieber braungrau, nur auf ben kl\u00fcgeln unb in ber \u00a9d)tvanggegenb fdjto\u00e2rg\u00efid);\n25 er \u00a9traufj (Struthio Camelus).\n\u00a9d)toingen unb \u00a9teuerfebern finb unrein fteifj. \u00a3)ie jungen unreifen 2S\u00f6geI tragen, foba\u00efb fte ba\u00a7 \u00fcfteftfteib angelegt, ein bem Sf\u00f6eibc^en \u00e2l)nlid;e\u00ea \u00a9efieber. SDie .\u00eepolje be\u00ea ertoadjfenen m\u00e4nnlidjen \u00a9traujge\u00ea betr\u00e4gt reidpd) 8, bie S\u00e4nge ron ber \u00a9dmabelfpi^e bt\u00e9 gum \u00a9d;inangenbe minbeften\u00ea 6 $ujj, ba\u00ea \u00aeett>id>t ungef\u00e4hr IV* \u00a9entner.","page":523},{"file":"p0524.txt","language":"de","ocr_de":"524\n\u00a9ie S\u00e4ufer. \u00dfurgfl\u00fcgler. \u00a9traute.\nSille \u00a9teppen Slfrifag unb ebenfo bie S\u00fcften, tt>e\u00efc^e Wenigften\u00ea lfer unb ba einigerma\u00dfen fruchtbare Stieberungen umfchlie\u00dfen, beherbergen ben \u00a9trau\u00df. 3\u00ab fr\u00fcheren Bitten ift er ungWeifelljaft riet h\u00e4ufiger gcWefen alg gegenw\u00e4rtig, hat auch Oertlichfeiten, \u00a9egenben unb S\u00e4nber bewohnt, in benen er je^t auggerottet ift : ein S\u00fcfienoogel aber war er oon jeher, \u00a9r bewohnt bie gange \u00a9ahara, oom f\u00fcb\u00efichen Abh\u00e4nge beg Sltlag an big gegen ben Stil hin, ebenfo bie lpbif<he S\u00fcfte, gasreich alle \u00a9teppen Sfnnerafrifag, unb in gro\u00dfer Stenge bie fiib\u00efid^en \u00a9benen beg \u00a9rbtheilg. Sic^tenftein fah Slnfangg biefeg 3>ah*hunbertg noch gro\u00dfe gerben, int \u00aeaplanbe unb namentlich in ber St\u00e4he beg ^ontberge\u00ea, unb auch bie \u00fcbrigen Steif enben fpredjen oon \u00a9efeltfchaften, Welche aug mehr alg hunMrt \u00a9t\u00fccfen gebilbet Werben, \u201eOie \u00a9inf\u00f6rmigfeit nuferer Steife\",'erg\u00e4bt Sitten ft ein, \u201eW\u00fcrbe auf angenehme Seife unterbrochen burd; eine fehr anfehntiche iperbe oon \u00a9trau\u00dfen, bie wir gur Rechten unb Sinfen oor ung entbecften unb benen Wir, ohne ba\u00df fte ung fogleich bemerkten, ziemlich nahe famen. . . . Oie Slngahl aller \u00a9trau\u00dfe, Welche Wir an biefem Orte fahen, mochte fidf leicht auf brei; hunbert belaufen.\" \u00a9pater f\u00fcgt er \u00c7htgu, fra\u00df Me O\u00fcrrung in jener \u00a9egenb gu Weilen bie \u00a9trau\u00dfe gWingt, bie \u00a9bette gu oerlaffen unb ftd) nad) ben \u00a3>\u00f6hen gu Wenben. \u00a7ier trifft bann eine gro\u00dfe Slngahl gufammen, giel)t gemeinfchaftlich Weiter unb oermehrt ftd) fortw\u00e4hrend) burch neu hingufomutenfre. 3nt n\u00f6rblid)en Slfrifa fcheinen berartige Bufammenrottungen nicht ftattgufrnben; eg hat mir Wenigfteng hieroon feiner ber \u00a9trau\u00dfenj\u00e4ger, mit welchen ich Oerfehren fonnte, \u00a9tWag gu erg\u00e4ben gewu\u00dft. \u00a3>ier lebt ber \u00a9trau\u00df, Wie in \u00a9\u00fcbafrifa, W\u00e4l)renb ber Srutgeit in fleinen Familien, Welche aug einem ^\u00bbahne unb gWei big oier Rennen beftehen. \u00a9ine folchc Familie fcheint ein gientlid) auggebel)nteg Seibegebict gu haben unb an bemfelben mit einer gewiffen 3&$tgfeit feftguhalten. Oie erfte Sebingung, Welche ber Sogei an feinen Aufenthalt ftellt, ift bag Sorbanbenfein oon Saffer. Oa, Wo foldjeg reichlich oorhanben unb nicht \u00fcberall Oon Stenfd)en in Seftfc genommen W\u00fcrbe, ft\u00f6\u00dft man jebergeit, Wenn auch auf \u00a9trau\u00dfe felbft, fo bod) auf unoerfeitnbare Singeichen ihreg Oorhanben\u00ab feing, b. h- auf ihre ^\u00e4hrten, Welche nicht oerWechfelt Werben f\u00f6nnett. Oid^tenftein beobachtete, ba\u00df fte nach ben Ouellen, aug Welchen fte gu trinfen pflegen, immer auf ein unb bemfelben Sege gehen, foba\u00df babur<h gerabe Sahnen auggetreten Werben, Welche in ben unbewohnten \u00a9egenben oft auf bie Sermuthung f\u00fchren, ba\u00df man $u\u00dffieige oon Stenfd)en oor fi<h habe. Oa, Wo ber Unterfd)ieb ber Sahreggeiten unb ihre \u00a9inwirfung auf bie ^flangenWelt nicht fo gro\u00df ift, ba\u00df ber \u00a9trau\u00df gum S\u00e4ubern gegWungen Wirb, beh\u00e4lt er bag einmal gew\u00e4hlte \u00a9ebiet Wahrfcheinlich jal)raug, jahrein bei unb entfernt ftd) feiten \u00fcber btt \u00a9rengen beffeiben.\nOie ftarfen unb bet\u00e4uben S\u00e4ufe erfefcen bem \u00a9trau\u00df gWar nicht bag ^lugoerm\u00f6gett anberer S\u00f6gel, oerleihen ihm aber both eine SeWegunggf\u00e4higfeit, welche Wahrhaft in \u00a9rftaunen fefct. Sei meiner Steife nach Sahiuba \u00fcberritt ich ewe fanbige \u00a9teile, auf Welcher ftch \u00a9trau\u00dfenf\u00e4hrten in allen Stichtungen freugten. Stau fonnte an ihnen beutlid) erfettnen, ob ber Sogei behaglichen \u00a9dhritteg gegangen ober trabenb gelaufen War. Brn elfteren $alle waren bie $u\u00dftapfen oier big f\u00fcnf, im teueren fieben big neun^u\u00df oon einanber entfernt. Slttberfon oerftd^ert, ba\u00df ber \u00a9trau\u00df, gejagt unb auf geringb \u00a9ntfernung hin, bie englifche Steile oielleidfjt in einer halben Stinute burd)Iaufen f\u00f6nne, Weil feine $\u00fc\u00dfe hen Soben faum gu ber\u00fchren fcheinen unb jeher \u00a9chritt nicht feiten gW\u00f6lf big oiergehn $u\u00df Weit fei. Oiefe Slngabe ift gewi\u00df \u00fcbertrieben, Wohl aber ift eg richtig, ba\u00df ber S\u00f6gel mit einem Stennpferbe' an \u00a9d;neUigfeit nicht nur Wetteifert, fonbern eg \u00fcberholt, unb bag Sort ber Sibel: \u201eBur B\u00abt, Wenn er hod) f\u00e4het, erhebt er ftd) unb oerlachet beibe, Sto\u00df unb Staun\", enth\u00e4lt alfo bie ooUft\u00e4nbige Sattheit. Sei fehr eiligem Saufe breitet ber \u00a9trau\u00df feine Fl\u00fcgel, oieUeicht Weniger, um ftch im \u00a9leichgewichte gu halten, alg in $o!ge ber \u00a9rregung, Welche ftd) feiner unter folchen Umft\u00e4nben bem\u00e4chtigt unb welche er auch fonft in berfelben Seife gu befunben pflegt.\nAlg ben am beften entwicfeiten \u00a9inn beg \u00a9trau\u00dfeg hat man ungWeifelhaft bag \u00a9eficht angufeheit. Oag Sluge ift Wirf lieh fd)\u00f6n unb feine \u00a9ehfraft erftauulich gro\u00df. Sille Seobad)ter ftimmen baritt \u00fcberein, ba\u00df man aug bem \u00a9ebaljren beg Stiefenoogelg beutlidh Wahrnehmen fann, Wie er auf Steilen hin fein naefteg \u00a9ebiet beherrfd)t. St\u00e4chftbem finb \u00a9eh\u00f6r unb \u00a9erud) am meiften entwickelt, @ef\u00fcl)l","page":524},{"file":"p0525.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9traup.\n525\nunb \u00a9efdjmacf aber toohl fe^r puntpf; iucntgfteng l\u00e4pt ba\u00ea \u00a9ebahren be\u00a7 SogeB hierauf fdpiepen. Heber ble geipigen g\u00e4ljigfeiten lautet ba3 Urteil iaerfd^ieben ; benn to\u00e4hrenb einige $orpher mit ber Sibel \u00fcbereinpimmen, toelche fagt, bap \u00a9ott i\u00a7m bie 2\u00d6ei\u00a7I)eit genommen unb feinen SerPanb mit= geteilt habe, r\u00fchmen Stnbere, bie Klugheit, namentlich bieSorpd)t unb \u00a9cheu be\u00a7 Sogel\u00ea. S<h habe jahrelang mit \u00a9traupen oerfehrt unb mup ebenfalls bem S\u00dforte ber Sibel beipflic^>ten. Steiner Stupst nad) geh\u00f6rt ber \u00a9traup gu ben b\u00fcmntpen, geiftlofeften S\u00f6geln, toelche e3 gibt. \u00a3>ap er fehr fd;eu ip, unterliegt feinem 3toeifel: er flie\u00dft jebe ihm ungewohnte \u00a9rfcheinung mit eiligen \u00a9dritten, m\u00fcrbigt aber f<htoerli<h bie \u00a9efaljr nach prent eigentlichen 2Bert^e, toeil er pdj and) burd) pm unfp\u00e4blipe Spiere au\u00ea ber Raffung bringen l\u00e4pt. $\u00a3)ap er unter ben fingen 3ebral;erben lebt unb m ^erett ^to\u00efppp 31t Supe gu mapen fd^eint, fprid^t feine\u00eatoeg\u00eb f\u00fcr feinen Serpanb ; benn bie 3ebra\u00ea fpliepen pp pm an, nipt er pnen, unb gieren au\u00ea bem fd^on burp feine \u00a3>\u00f6he gum S\u00df\u00e4pteramt berufenen S\u00f6gel, tneld^er baOon [t\u00fcrmt, fobalb er ettoaS Ungewohntem pelp, beftm\u00f6glippenSort^eil. \u00ee)a\u00ea Setragen gefangener \u00a9traupe l\u00e4pt auf einen befpr\u00e4nften \u00a9eip fpliepen. \u00a9ie gew\u00f6hnen pel; aUerbingm an ben Pfleger unb noch mehr an eine geWiffe Oertlipfeit, taffen pch aber gu Sipt\u00ea abripten unb folgen augenblicklichen \u00a9ingebungen pre\u00ea fpwapen \u00a9ehinr\u00f4 blinbling\u00ea nach, \u00a9mpfangene Z\u00fcchtigungen fd^redfen pe gtoar f\u00fcr ben Slugenblicf, beffern pe aber nicht: pe thun SDaffelfie, Wegen beffen pe bepraft tour ben, Wenige Minuten fp\u00e4ter gum gWeiten Stale; pe f\u00fcrsten bie ^Seitfpe, folange pe biefelbe f\u00fchlen. Slnbere Spiere Waffen Pe geW\u00f6hnlip gleichg\u00fcltig; W\u00e4lpenb ber gkarung\u00eageit aber ober Wenn pe fonp in \u00a9rregung geraden, Oerfupen pe an benfelben ihr St\u00fcppen gu f\u00fchlen unb miphanbeln pe ohne \u00a9runb unb Urfache oft auf ba\u00ea abfpeulippe. \u00a9in m\u00e4nnlicher gahmer \u00a9traup, Welpen Wir befapen, oerWunbete ein SBeibd^en, ehe er pch an baffetbe gew\u00f6hnt hatte, mit ben pharfen S\u00e4geln feiner 3eljen fehr gef\u00e4hrlich- \u00a9r fplug babei immer nach oorn aum unb gtoar mit f olper Kraft unb (Sicherheit, bap er jebe\u00eamat bie Srup bem bebr\u00e4ngten S\u00dfeibpenm entfeplip getfeifpte. Unm f\u00fcrchtete er ebenfo Wenig Joie bie Slpere, unb toenn er pch gerabe in Aufregung befanb, burften toir un\u00bb ohne bie Sityferbpeitfpe in ber ipanb gar nicht auf ben ihn beherbergenden \u00a3of ioagen. Siemalm haben toir bemerft, bap er gtoifdhen unm ober $remben einen Unterfdhieb machte; hoch Will tp bamit nicht behaupten, bap er nicht nach unb nach P<h an e^ne bepimmte S\u00dferf\u00f6nlipfeit gew\u00f6hnen f\u00f6nue.\n^Pangenftoffe bilben bie hauptf\u00e4plippe, febop nicht aumfptieptipe W\u00e4hrung bem \u00a9traupem. Su ber Freiheit toeibet er nach Srt bem Snupahnem, inbem er m\u00f6glidhp frifcf;e\u00ea \u00aeram abbeipt ober K\u00f6rner, Kerbpicre unb toahrfdheinlich auch fleine SMrbelpiere 00m Soben aufliep, ohne fernab\u00bb gu pharren; in ber \u00a9efangenfdhaft to\u00fcrgt er allem pm \u00a9rreidhbare h^ab. \u00a9r fdheint einen untoiberpehlichen #ang gu befreit, nach 2Wem, Wam nidht niet = unb nagetfep ip, gu haefen unb em toom\u00f6glidh aufgu; nehmen unb in ben Stagen gu bef\u00f6rbern. \u00a9irr put oorgetoorfener 3wgelbrocfen, eine bunte \u00a9dherbe, ein \u00a9tein, ober ein anberer ungeniepbarer \u00a9egenpanb erregt augenblidlip feine Sufmerffamfeit unb toirb ebenfogut hinabgeto\u00fcrgt, aim ob em ein \u00a9t\u00fccf Srot to\u00e4re. \u00a3)ap \u00a9traupe gu \u00a9elbftm\u00f6rbern toerben f\u00f6nnen, inbem pe ungel\u00f6fchten Kalf Oerfplingen, fteht mit meinen Seobaptungen ooHp\u00e4nbig im \u00a9inftange. S\u00f6enn toir in \u00a9hartum \u00a9tWam Oerloren hatten, Welpem f\u00fcr eine \u00a9traupenfehle nid;t gu umfaugreich unb f\u00fcr ben fr\u00e4ftigen Stagen nidht gu phtoadh toar, fuchten toir regelm\u00e4\u00dfig guerp im \u00a9traupenfothe nach bem oermipten \u00a9egenftanbe unb fehr oft mit \u00a9t\u00fccf. Stein giemtich umfang; reicher \u00a9cf)t\u00fcffelbunb hat, toenn id) nicht irre, ben angegebenen 2\u00dfeg mehr alB einmal gemacht. Serdhon fanb bei 3erglieberung eine\u00ea \u00a9traupe\u00ea in bem Stagen \u00a9egenft\u00e4nbe im \u00a9eioidht ron 4,228 Kilogrammen oor: \u00a9anb, S3erg unb Sumpen im \u00a9etoidht Oon 3,5 Kilogrammen unb brei \u00a9ifenp\u00fccfe, neun englifdhe Kupferm\u00fcngen, ein fupferne\u00ea \u00a9charnier, gtoei eiferne \u00a9clp\u00fcffet, pebgehm fupferne, gtoangig eiferne S\u00e4get, Sleifugeln, Kn\u00f6pfe, \u00a9df;etlen, Kiefet :c.\nKleinere S\u00f6irbelthiere toerben oon bem \u00a9traupe gelegentlich auch mit aufgenommen. Steine \u00a9efangenen in \u00a9hartum frapen einige K\u00fcchlein, toelche pch unoorpdhtig in ihre S\u00e4he getoagt hatten; Steihnen beobachtete \u00a9affetbe. \u201e\u00a9ine \u00a9nte hatte eine hoffnung\u00ea\u00f4ol\u00efe \u00a9d;ar Sunge gur 2\u00f6ett","page":525},{"file":"p0526.txt","language":"de","ocr_de":"526\n$)ie S\u00e4ufer, \u00dfuvs\u00df\u00fcgter. \u00a9trau\u00dfe.\ngebradjt unb f\u00fchrte fie mit m\u00fctterlichem \u00a9tolse im H\u00fcpnerpofe pin unb Per- Aber ^a ^\u2018afen auT bett \u00a9trau\u00df, toeldjer mit feierlichen \u00a9^ritten im H\u00b0fe auf unb ab ging, unb biefer toerfcpludte mit ben freunblichften S\u00fcden toon ber Skit alle jene Jungen Enten, eine nacp ber anbern, als to\u00e4ren eS ebenfo toiele \u00c4u\u00dfern getoefen.\"\nEigentlich gefr\u00e4\u00dfig fann man ben Strau\u00df \u00fcbrigens nicht nennen; bentt bie Nahrungsmenge, toelcpe er toerseprt, fleht fetneStoegS au\u00dfer Serp\u00e4ltni\u00df gu feiner \u00a9r\u00f6\u00dfe. f\u00c7iir eine get\u00fciffe \u00a9en\u00fcgfamfeit fpricpt fchon fein Aufenthalt in \u00a9egenbett, Welche fo arm ftnb, ba\u00df man eS oft nicht begreift, itoie ftd) ber gro\u00dfe Sogei \u00fcberhaupt ern\u00e4hren lann. \u00a9ein \u00a9ebapren beim greffe\u00ab erfcheint gierig, opne eS eigentlich su fein, dagegen nimmt ber \u00a9trau\u00df tagt\u00e4glich eine bebeutenbe SSaffermenge su fiep. E\u00ea ift maprfcpeintich, ba\u00df aucp er, itoie baS darnel, mehrere \u00a3age lang burften fann; in ber Negel aber finbet er jtd) tagt\u00e4glich an Duellen ober Skfferlacpen ein unb toergi\u00dft, ioenn ipn ber Dur\u00df arg ^ufept, fogar bie ipm fonft eigene \u00a9then. \u201eSknn \u00a9traute an einer Duelle trinlen\", fagt An ber; fon, \u201efepeinen \u00dfe ioeber s\u00ab p\u00f6rett, noep su fepen. SS\u00e4prenb unferS Aufenthaltes an einer folgen, too id; in furjer Seit acht biefer pr\u00e4chtigen S\u00f6gel t\u00f6btete, erfd)ienen fte regelm\u00e4\u00dfig Jeben Stittag, unb, obwohl ich mx\u00a7 uiept an fte peran\u00dfpieicpen fonnte, ohne toon ihnen gefehen gu toerben, lie\u00dfen fte mich hoch in \u00a9cpu\u00dftoette fommen unb sogen fiep noch \u00a9epritt f\u00fcr \u00a9djritt sur\u00fcd.\" \u00a9enait Daffelbe paben mir bie Araber ers\u00e4plt, unb nach Seobad)tungen an \u00a9efangenen fcheint mir bie Angabe glaub; m\u00fcrbig. Ob mit biefer Stenge toon \u00a9etr\u00e4nf in Serbitibung ftel)t, ba\u00df ber \u00a9trau\u00df harnt, itoie eS fonft fein anberer Sogei tput, laffe i<h bahingeftellt fein.\nHeber bie gortp\u00dfansung ftnb itoir erft burep bie Seobachtungen, itoelcpe an gefangenen \u00a9trau\u00dfen angeftelft merbett fonnten, unterrichtet morben. 3u allen fr\u00fcheren Sericpten toermifepen ftep Wahrheit unb Dichtung. Der alte \u00a9parmann ift ber erfie Saturforfcper, toe\u00fcper auS eigner An\u00dfpauung eine i\u00fcaprpcitSgetreue \u00a9epilberung gibt; aber aud) er l\u00e4\u00dft ftd) burep Stittpeilungen ber Eingebornen beirren, \u201eHeute\", fo erg\u00e4plt er, \u201efd)eud)ten itoir einen \u00a9trau\u00df unb sioar ein St\u00e4nncpen toom Nefle, meld)eS er mitten auf beut freien gelbe patte, baS inbeffen auS N\u00fcptS itoeiter beftanb, als auS bem Erbboben, auf bem bie Eier lofe unb frei lagen. Der \u00a9trau\u00df l\u00e4\u00dft affo feine Eier niept liegen, b.amit fte. toon ber \u00a9onne allein auSgebr\u00fctet icerben, fonbern er ftfct fte auS, sunt itoenig\u00dfett tput er Dies in biefem Stpeile toon Afrifa. Es crpeKt auS Jenem Umflanbe, ba\u00df St\u00e4nncpen unb Skibcpen\nabitoecpfelnb br\u00fcten______ Die eigentliche Bapl ber Eier, itoelcpe bie \u00a9tra;t\u00dfe JebeSmal legen, getraue\nicp mir niept genau su beftimmen. Derjenigen, itoelcpe itoir Jept antrafen, itoaren nur elf; fte ioaren alle frifd) unb feilten toermutplicp mit toerfepiebenen toermeprt ioerbeu; benn ein anbereS Stal Jagten \u00a7mei meiner Hottentotten itoieber einen \u00a9trau\u00df auf unb napmen toiersepn Eier auS bem Nefte, toon benen fte mir bie meiflen braepten, bie \u00fcbrigen aber liegen lie\u00dfen, itoeif fte foldje niept frifcp hielten. 3Baprfcpeittlicp legt alfo ber \u00a9trau\u00df fecpSsepn, ad\u00dfsepn ober siuansig Eier.\" Sicpten\u00dfein befepreibt baS Srutgefcp\u00e4ft auSf\u00fcprlicper. Nacpbem er angegeben pat, ba\u00df ito\u00e4prenb ber Srutseit nie mepr als toier bis f\u00fcnf \u00a9trau\u00dfe, ein Hapu unb brei bis toter Hatten beifammen leben, fagt er: \u201eAlle bie Hennen legen ipre Eier in ein unb baffelbe Ne\u00df, itoelcpeS auS nicptS iceiter beftept, alS auS einer runben Sertiefung in bem etitoaS aufgeloderten .Dponboben, ioelcpe fo gro\u00df ift, ba\u00df fie fte beim Sr\u00fcteu eben bebeden l\u00f6nnen. Nttnb umper feparren fte mit ben g\u00fc\u00dfett eine Art toon Skill, gegen toelcpen \u00dfcp bie Eier im.\u00e4u\u00dfer\u00dfen Greife anlepnen. SebeS Ei im Ne\u00dfe fiept auf ber \u00a9pipe, bamit iprer bie gr\u00f6\u00dftm\u00f6glich fte Bapl 5}3Iap ftnbe. \u00a9obalb sepn bis gtu\u00f6lf Eier in bem Nefte ftnb, fangen fte an su br\u00fcten unb sttoar abitoecpfelnb, inbent am \u00a3age \u00dfcp bie Heunen einanber abl\u00f6fett; bei Nacpt aber br\u00fctet baS St\u00e4mmen allein, um bie Angriffe beS \u00a9cpafalS unb ber ioilben \u00aeapen abttoepren su l\u00f6nnen, bie ben Eiern gierig nad)ftellen. Statt pat p\u00e4ufig fotepe Heine Naubtpiere erfcplagen neben ben Ne\u00dfern gefunben, ein SefoeiS, ba\u00df bie \u00a9trau\u00dfe fiep nid)t nur mit ipnen in einen $ampf etnlaffen, \u25a0 fonbern fte aud) su beftegen itotffen. Ein \u00a9cplag mit ipren plumpen tf\u00fc\u00dfen i\u00df pinreiepenb, ein folcpeS Dpier su Sobett su ftreden.\"","page":526},{"file":"p0527.txt","language":"de","ocr_de":"\u00abStrau\u00df.\n527\n\u201eS\u00e4nbeffen legen bie Rennen tr\u00e4prenb be\u00ea Br\u00fctend immerfort unb nipt nur bi\u00ea ba\u00ea Siefi ro\u00df ifi, melier ga\u00df eintritt, fobalb brei\u00dfig <Sier barin ftnb, fonbern aup napper. Oiefe fp\u00e4ter gelegten \u00a9ter liegen unorbentlip um ba\u00ea 9R:eft perum unb fpeinen ron ber Statur bagu befiimmt, bie \u00dftaubs fud^t ber oben genannten geinbe gu beliebigen, benen fie lieber biefe frifpen (Ster, al\u00ea bie fpon bebr\u00fcteten prei\u00eageben tri\u00df. Bnbeffen paben fte nop eine Unt\u00e4tigere 33eftimmung, bie n\u00e4mlip, bie jungen \u00a9trau\u00dfe, bie gleip, trenn fie au\u00eagefropen ftnb, fpon bie \u00a9r\u00f6\u00dfe eine\u00ea getr\u00f6pnlipen $apne\u00ea laben unb bereu garte \u00dfftagen bop nipt gleip ba\u00ea parte gutter ber Sitten \u00bbertragen, gur erften \u00ef\u00efiaprung gu bienen. Oie Sitten felbft gertreten ipnen ein\u00ea biefer \u00a9ier nap einanber unb bringen fte burp biefe\u00ea naprpafte gutter in lurger Beit fotreit, ba\u00df fte felbft im \u00a9taube ftnb, ftp im gelbe ipre \u00dfiaprung gu fupen.\"\n\u201eSSefonber\u00ea forgf\u00e4ttig fupen bie \u00a9trau\u00dfe ben Ort gu rerpeimlipen, too fie ipr Sieft angelegt laben, \u00a9ie taufen nie gerabe barauf gu, fonbern pflegen e\u00ea erfi in treiten SSogen gu umfreifen. gerner l\u00f6fen fid| bie S\u00dfeibpen im SBr\u00fcten enttoeber nid|t unmittelbar ab, unb entfernen fid| erft beibe aug ber \u00a9egenb be\u00ea \u00fcftefie\u00ea, bamit man nid|t getrapr trerbe, too fie fid| legen, ober fte J\u00bbed|fetn fo fd^nell, ba\u00df ber ettoaige \u00a9p\u00e4per nie beibe gugteic| gu fe|en be\u00efommt. Sim Stage o\u00e9rlaffen fie ba\u00ea Sieft aud| too|l gang unb \u00fcbertaffen ber \u00a9onne ba\u00ea \u00a9efp\u00e4ft be\u00ea 23r\u00fcten\u00ea, fobalb fie bemerfen, ba\u00df i|r 97eft entbedt ift unb ba\u00df ein SDtenfp ober ein \u00dftaubtpier babei getoefen, bie Sage ber \u00a9ier rer= \u00e4nbert, ober too|l gar baron mitgenommen, ger\u00dft\u00f6ren fie e\u00ea augenblidlip felbft, gertreten alle \u00a9ier unb legen an einem anberen Orte i|r Slefi an. \u00dcBenn ba|er bie Slnfiebler ein Steft finben, pflegen fie fid| mit einem ober ein If\u00dfaar ber um|er\u00fcegenben, nodb nid|t bebr\u00fcteten \u00a9ier gu begn\u00fcgen, fparren mit einem \u00a9traupe bie \u00a9puren i|rer gu\u00dftritte toieber gu unb l\u00f6nnen auf biefe Slrt ein fotd|e\u00ea !Reft gu einer toa|ren SSorratp\u00ea\u00efammer eine\u00ea fe|r angene|men Staprung\u00eamittel\u00ea mapen, au\u00ea trelper alle gtoei bi\u00ea brei \u00a3age fooiet gepolt toerben \u00efann, al\u00ea bie Jpau\u00eapaltung baron bebarf.... 3n ben SBintermonaten (3uli, Sluguft, \u00a9eptember) finbet man bie \u00a9trau\u00dfennefter am p\u00e4ufigfien, unb bann taugen bie gebern, bie beim S3r\u00fcten riel auf ber \u00a9rbe abgefto\u00dfen unb befp\u00e4bigt irerben, am trenigfien. Snbeffen pabe icp gu a\u00dfen ^apre\u00eageiten Hefter unb bebr\u00fctete \u00a9ier gefunben.\" Oiefer Sericpt, treldper fiep tpeil\u00ea auf eigene SSeobaptung, gum gr\u00f6\u00dferen Stpeile aber tropl auf bie \u00a9rg\u00e4plung ber \u00a9\u00fcbafrifaner gr\u00fcnbet, finbet fiep niept nur in ben meiften 9leifebefepreibungen trieber, fonbern ifi autp in a\u00dfe \u00dftaturgefpipten \u00fcbergegangen; er entp\u00e4lt aber, trie trir jept triffen, riet l\u00eenriptige\u00ea.\nSSerfudpt man, bie \u00a9preu rom S\u00dfeigen gu fonbern, fo ergibt fiep, ba\u00df a\u00dferbing\u00e4 meprere Rennen in ein unb baffelbe \u00dfieft legen, ba\u00df aber nidpt fie, fonbern ber \u00a9trau\u00df br\u00fctet, unb jene p\u00f6dpft au\u00ea\u00ab napm\u00ea\u00efreife an btefent \u00a9efp\u00e4fte fiep beteiligen. 3e nadp ber \u00a9egenb tritt bie S3rutgeit fr\u00fcper ober fp\u00e4ter ein, immer unb \u00fcbera\u00df aber turg ror beginn be\u00ea gr\u00fcpting\u00ea, treldper ba\u00ea S\u00dfeibegebiet ber jungen SBrut ergiebig mapt. Oie \u00a9ier trerben tr\u00e4prenb ber Sftapt regelm\u00e4\u00dfig bebr\u00fctet, bei \u00a3age opne \u00a9paben f\u00fcr fie ftunbenlang rerlaffen, bann aber getr\u00f6pniip mit \u00a9anb gugebedt. Septere\u00ea tourbe mir Oon ben S3ebuinen erg\u00e4plt unb burp Striftram felbft beobaptet. \u201e\u00a9inmal, aber aup nur einmal\", f'agt biefer rerl\u00e4\u00dflipe gorfper, \u201epatte ip ba\u00ea \u00a9l\u00fcd, ein \u00a9trau\u00dfenneft au\u00eagunepmen. 3JHt \u00a3>ilfe unferer gerngl\u00e4fer beobapteten trir girei SS\u00f6gel, trelpe l\u00e4ngere Beit auf ein unb berfelben \u00a9te\u00dfe ftanben unb f\u00fcplten itn\u00ea reranla\u00dft, bapin gu reiten, \u00dftapbem trir bie fptrer gu rerfolgenbe g\u00e4prte aufgefunben patten, ritten trir gur \u00a9te\u00dfe, auf trelper trir bie \u00a9trau\u00dfe patten fiepen fepen, unb fanben bort ben \u00a9anb niebergetrampelt. 3*\u00b0\u00ab Slraber begannen mit ipren \u00a3>\u00e4nben gu tr\u00fcplen unb brapten halb Pier frifpe \u00a9ier au\u00ea einer SLicfe bon ungef\u00e4pr einem gu\u00df unter ber Oberfl\u00e4pe gum SSorfpein.\" Oie \u00a9ier felbft finb rerfpieben gro\u00df, erfl\u00e4rliper SBeife aber bie gr\u00f6\u00dften ron a\u00dfen SS\u00f6geleiern. ^pre \u00a9eftalt ifi fp\u00f6n eif\u00f6rmig, an beiben \u00a9nben fa\u00dft gleip abgerunbet, bie gl\u00e4ngenbe \u00a9pale fepr part unb bid, bie g\u00e4rbung gilbliptrei\u00df mit pe\u00dfgelbliper, marmorartiger B\u00e4pmmcg-Oa\u00ea \u00a9etript betr\u00e4gt nap ^arbp\u2019\u00ea Unterfupung im Ourpfpnitt 1442 Kilogramme, ebenforiel trie bie ron rierunbgtrangig \u00a9iern be\u00ea -\u00eepau\u00eapupne\u00ea. Oer Ootter ift fepr fpmadpaft, obfpon er bem be\u00ea Jpau\u00eapupne\u00ea nipt gteipfommt. Oie \u00a9ier, trelpe man um\u00ea Siefi perum finbet, paben fptrerlip","page":527},{"file":"p0528.txt","language":"de","ocr_de":"528\nSte S\u00e4ufer. \u00c6urgfl\u00fcgler. \u00a9traute.\nben 3toed, Vt>c\u00efc3^cn ipnen Sid)tenftein, auf bie toeitOerbreitete Meinung ber \u00a9ittgebonten fu\u00dfenb, gufdpreibt, fonbern Serben nachtr\u00e4glich nodp ben bem S\u00dfeibcpen abgelegt, to\u00e4prenb baS St\u00e4nndjen bereite br\u00fctet. \u00a9S ift erfl\u00e4rlid^, ba\u00df eine foldpe Stuftet \u00fcber ipre Sertoenbung entfielen tonnte, aber fdptoer begreiflich, toie ein Etaturforfcper, toeldper hoch \u00fcber bie erfte Nahrung junger, ^\u00fc^uerartiger S\u00f6gel unterrichtet fein mu\u00df, jener Meinung \u00a9tauben beimeffen fonnte. Etadp einer gtoifdpen fedpS bis fieben S\u00f6odpen fdptoanfenben Srutge\u00fc entfdpt\u00fcpfen bie jungen unb toerben fofort, nadjbent fie abgetrodnet, oom riefte ioeg unb gut* S\u00dfeibe gef\u00fchrt, lieber fte fattn ich aus eigener \u00a9rfaprurtg berichten, ba ich einmal gu gleicher 3eit gehn oon ihnen befeffen, gepflegt unb beobachtet h\u00fcbe. SEadp Serftdperung ber \u00a9ubanefen, Joeldpe fte mir brachten, ioaren fie p\u00f6dpfienS einen Sag alt; gum minbeften behaupteten bie Sente, eS fei unm\u00f6glich, \u00e4ltere gu fangen. \u00a9S ftnb allerliebfte Spierdjen, toeldpe aber fonberbar auSfepen, ba fte eher einem 3gel als einem Sogei gleichen. 3hre Sebedfung befiehl n\u00e4mltd; nicht auS Gebern, fonbern aus fteifen, bem 3gd \u00e4hnlichen ^orngebilben, toeldpe in allen Etidptungen oom K\u00f6rper abftepen. 3po Setragen ift baS junger Srappen ober #\u00fcpner. \u00a9ie laufen fofort nach bem StuSfriedpen ebenfo bepettb unb getoanbt als biefe umher unb ftnb gefdhidt genug, ihre Nahrung ftdp gu erbeuten, \u00fcftacpbent meine \u00a9efangenen ungef\u00e4hr oiergepn Sage alt getoorben Joarett, benahmen fte fiep fo felbft\u00e4ttbig, ba\u00df toir annehmen burften, fte oermi\u00dften bie pflege ihrer \u00a9Item nicht im geringften. \u00a9leidptoopl toiffen loir, ba\u00df biefe ober minbeftenS ber Sater ihnen eine fepr forgf\u00e4ltige pflege angebeipen l\u00e4\u00dft. \u00a9d;on ber br\u00fctenbe \u00a9trau\u00df geigt eine gro\u00dfe Siebe gu feinen \u00a9iern, tritt oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fdptoadjen $einben f\u00fchlt gegen\u00fcber unb nimmt gu allerlei $unfb griffen feine Sufludpt, menn er meint, einen untoiEfommenen, ipm gu ftarfen \u00a9egner loStoerben gu f\u00f6ttnen. Slnberfon erg\u00e4plt oon einem Sufatnmentreffen mit einer \u00a9trau\u00dfenfamilie, auf toeldpe 3agb gernad\u00fc tourbe. \u201e\u00a9obalb bie \u00e4lteren S\u00f6gel unfere Slbftdpt bemerften, begannen fte eine eilige flucht, baS S\u00dfeibcpen Ooran, hinter ipm bie jungen unb gulept baS 2Jt\u00e4nndpen, toeldheS in einiger \u00a9ntfernung oon ben \u00fcbrigen bie $Iudpt fdplo\u00df. \u00a9S lag ettoaS toahrhaft Et\u00fcprenbeS in ber \u00a9orge, toeldpe bie \u00a9Item f\u00fcr ipre Sunden au ben Sag legten. 21\u00cfS fte fapen, ba\u00df toir ihnen immer n\u00e4her famen, lie\u00df baS Sl\u00e4nndpen pl\u00f6^lidh in feinem Saufe nach unb \u00e4nberte feine Dichtung; ba toir aber bo<h oon unferm Sorpaben nicht abftanben, befdhleuttigte eS toieber feinen Sauf, lie\u00df bie Fl\u00fcgel h\u00e4ngen, foba\u00df fte faft ben Soben ber\u00fchrten unb fprang um uns herum, erft in toeiteren ttttb bann in engeren Greifen, bis eS unS auf Pftolenfdpu\u00dftoeite nahe fam. 3ept toarf eS ft\u00abh pl\u00f6^ltch auf ben Soben, apmte bie Setoegung eines fdhtoer oertounbeten Sogeis nach unb fteEte ftdp, als m\u00fcffe eS mit aller $raft arbeiten, um toieber auf bie Seine gu fomnten. 3dp hatte bereits nach ihm gesoffen unb glaubte toirflid), ba\u00df eS \u00f6eriounbet fei, eilte beSpalb gu ihm hin, mu\u00dfte aber halb erfahren, ba\u00df fein Setragen nur eine \u00c6riegSlift oon ihm toar ; benn fotote ich ipm n\u00e4her fam, ftanb eS langfant auf unb rannte in entgegengefepter Dichtung bem S\u00dfeibcpen gu, toeldheS mit ben jungen f<hon einen bebeutenben Sorfprung erlangt hutte.\"\nSDtit bem Sllter oon gtoei SRonaten oerlieren ftdp bie \u00a9tadhelfebern ber jungen \u00a9trau\u00dfe unb machen bem unfdheinbaren, grauen \u00a9etoanbe ber S\u00dfeibcpen S\u00dflafe. SDiefeS tragen beibe \u00a9efdhledhter bis gu ihrem gtoeiten SebenSjahre. 3fm br\u00fcten fiept baS S\u00fcc\u00e4nndpen fchon fdhtoarg auS, erft im br\u00fcten 3apre aber ift eS auSgetoadhfen, auSgef\u00e4rbt unb geugungSf\u00e4pig\".\nSiS in bie neuefte Seit toar man ber Slnfidpt, ba\u00df gefangene \u00a9trau\u00dfe niemals gut* gortpflangung fdhreiten; an mehreren Orten ergielte erfolgreiche 3\u00fcdptungS0erfud)e h\u00fcben baS \u00a9egentheil betotefen, unb toahrfdheinlidh toirb eS unS auch in Oeutfdplanb noch gelingen, bie auSgegeidhneten S\u00f6gel gu g\u00fccpten. Oer \u00a9trau\u00df ertr\u00e4gt, faES er gen\u00fcgenben Etaum gu freier Setoegung hat, bie \u00a9efangetts fchaft ohne Kummer, l\u00e4\u00dft ftdh audh, toie fd;on angebeutet, fo an einen getoiffen Ort geto\u00f6hnen, ba\u00df er nach Selieben umperfcptoeifen barf. 3m Innern SlfrifaS pflegen aEe tooplpabeuben unb oornepmen Sente, fepr p\u00e4ufig aber aud) bie Oorfbetoopner ber \u00a9teppe gu iprem Sergn\u00fcgen \u00a9trau\u00dfe gu palten. 3n ber Ortfdpaft $afd)aba in \u00c6orbofapn fanb idp gtbei \u00a9trau\u00dfe, toeldpe in einem palbtoilben Suftanbe lebten, b. p. nach freiem \u00a9rnteffen im Oorfe ober ben eS ontgebenben \u00a9teppe umperliefen, Oon unS","page":528},{"file":"p0529.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9trau\u00df.\n529\nerkauft unb in einer Slnioanblung non kinbifd)er Stuhmfucbt fd)lie\u00dfli<h tobtgefd)offen unb abgebalgt m\u00fcrben. 3fr partum flauten \u00fcber bie dauern ber gr\u00f6\u00dferen ^\u00f6fe fe|r regelm\u00e4\u00dfig ein Snar \u00a9trau\u00dfenf\u00f6pfe ioeg; in anberen \u00a9rtfdjaften fanben mir biefelbe Liebhaberei bet\u00e4tigt. \u00a9g beburfte eine\u00bb einzigen \u00a9\u00f6ortcg, b. I). nur beg St\u00fchmeng ber S\u00f6get, um gl\u00fccklicher Sefiber non \u00a9trau\u00dfen gu merben. Stirgenbg aber habe id) oernommen, ba\u00df foId)e fid) fortgepftangt h\u00e4tten, unb eg nahm unb nimmt mich \u00a9ieg aud) nicht S\u00dfunber; benn bie betreffenben Sefiher geben fich eben nicht bie geringfte St\u00fcl)e, ein fotdjeg \u00a9rgebtti\u00df gu erliefen. \u00a9ie erjten \u00a9trau\u00dfe m\u00fcrben in Algier gez\u00fcchtet. 3n ^ant, 1*o ungef\u00e4hr erz\u00e4hlt .iparbp, m\u00fcrben feit gehn 3nhren in einem giemtid) engen Staunte ber bortigen Saumfd)ule gat)me \u00a9trau\u00dfe gehalten. \u00a9g maren guf\u00e4Hig niel mehr SJt\u00e4nnd)cn atg Weibchen nor; hanben. \u00a9ie SCR\u00e4mtchen bek\u00e4mpften ftd) beft\u00e4nbig, unb bie Skibd)en legten nicht, fei eg nun, ba\u00df fte gu jung maren, ober ba\u00df bie \u00a9ertlichfeit 9ttd)tg taugte. St\u00e4ubern niete meggefchenft morben, blieben gmei St\u00e4nnd)en unb gmei 2Beibd)en \u00fcbrig, \u00a9iefe fperrte man nun im 3<\u00fc)re 1852 in einem fr\u00e9t\u00e9; f\u00f6rmigen @el)ege non funfgig $u\u00df \u00a9urd)meffer ein. \u00a9ie ftoare fd)ienen fret; halb geio\u00e4hlt gu haben; aber bie beiben M\u00e4nnchen bek\u00e4mpften ftd) fortm\u00e4hrenb, bt\u00e9 enblich eineg ftd) gum 2Illeinheitfd)et auf; mavf. \u00a9g mar um bie Srunftgeit, meld^e ftch auch \u00e4u\u00dfertid) bei bem M\u00e4nnchen burch Oerfchiebene 3eid)en funbgibt: bie nadte \u00a3aut ber \u00a9d)enfel f\u00e4rbt ftch lebhaft rotl;; bag \u00a9efteber prangt in feiner fd)\u00f6nften \u00a9d)m\u00e4rge. \u00a9er -Spahn fud)t feine Siebe burch eigenth\u00fcmlid)e \u00a9eberbett unb \u00a9\u00e4uge auggu; br\u00fcefen unb l\u00e4\u00dft frembartige, Reifere, tiefe Saute ert\u00f6nen, \u00a9r hockt ftd) oor bem 2\u00f6eibd)en auf bie ftii\u00dfmurgel nieber, bemegt -Spalg unb \u00aeopf in regelm\u00e4\u00dfiger SBeife, gittert am gangen f\u00f6rper unb fchl\u00e4gt mit ben kl\u00fcgeln. Seim \u00a9chreien mirft er ben \u00a7at\u00e9 gur\u00fcck, fchlie\u00dft ben \u00a9d)nabel unb ft\u00f6\u00dft nun burch krampfhafte, aber midk\u00fcrlid)e Seioegungen beg gangen K\u00f6rper\u00bb bie in ber Sunge enthaltene Sn ft heroor, mobei er feine \u00aeel)le au\u00dferorbenttich aufbl\u00e4ht, \u00a9ie brei Stal brei \u00a9\u00f6ne, meld)e er oft mieberhott, erinnern an bag Sr\u00fc\u00f6en beg S\u00f6men, aber aud) an etn buntpfeg \u00a9rommein, \u00a9er gtoeite ift um einige \u00a9\u00f6ne ^\u00f6^er at\u00e9 ber erfie, ber britte niel tiefer unb gebehnt, gegen bag \u00a9nbe hi\u00ab attm\u00e4hlid) oerfd)m\u00e4d)t.\n\u00a96 m\u00fcrbe ein 9\u00a9eft gegraben unb unmittelbar barauf begann bag S\u00dfeibd)en gu legen. M\u00e4nnchen unb S\u00dfeibd)en arbeiteten am 9\u00a9efte, fa\u00dften bie \u00a9rbe mit bem \u00a9djnabel unb marfen fte fo aug bem Greife herau\u00ea, meld)en fie graben mollten. S\u00df\u00e4hrenb biefer Slrbeit m\u00fcrben bie Fl\u00fcgel niebergebeugt unb gitternb bemegt. \u00a9er Soben mar noCC \u00a9d)uttfteine unb \u00c6iegfanb, ioetd)e gufamnten eine fefte Staffe bilbeten; bennod) m\u00fcrbe bie \u00fcber brei $u\u00df im \u00a9urebtneffer haltenbe \u00a9rube nur mit bem \u00a9d)nabcl auggetieft, auch ein gr\u00f6\u00dferer \u00a9tein mit ihm herauggef\u00f6rbert. \u00a9roh biefer SorkeI)rungcu legten bie Rennert ihre \u00a9ier nicht in bie gegrabenen Hefter, nietmehr halb ba^in, halb borthin, inner; halb it;re\u00a7 ftovteg. \u00a9ie Sage beg Stefteg mar offenbar nod) nicht gefd)idt gur ^ortpflangung.\n3m Stonat \u00a9egember 1856 brachte ^arbp bag Saar in einen ger\u00e4umigeren unb ruhigeren Sark, metd)er gur einen ip\u00e4lfte mit S\u00e4umen unb \u00a9eb\u00fcfdmn bebedt, gur aubern burch ein hobe3 \u00a9eb\u00e4ube gefdj\u00fcfet mar. 3m 3anuar gruben bie \u00a9trau\u00dfe ihr 3\u00a9efl in bie DJlitte beg \u00a9eh\u00f6tgeg, gevabe am bid)teft belaubten \u00a9rte. \u00a9egen ben funfgehnten begann bag S$eibd)en gu legen. 3toet \u00a9ier m\u00fcrben gerftreut im Sark umher gelegt, bie \u00fcbrigen gm\u00f6tf gufammen nad) einanber in bag gegrabene Dleft. 3n ben elften \u00a9agen beg DJl\u00e4rg fingen fte an gu br\u00fcten, \u00a9ine S\u00dfod)e nachher kam ftarker unb bauernber Siegen, bag Staffer brang ing Steft ein, bie \u00a9ier lagen halb in eine Slrt non St\u00f6rtet eingebettet, unb bie armen \u00a9hiere nerlie\u00dfen ihre Srut. #arbp traf Sorkeh'rungen, lie\u00df an ber betreffenben \u00a9teile ein \u00a9anbh\u00fcgetd)en auff\u00fchren unb bebedte bie \u00a9teile au\u00dferbem noch burch \u00a9trol);* matten. 3u feiner gro\u00dfen @enugtl)uung fah er gegen Stitte SQtait\u00e9 bie \u00a9trau\u00dfen ein neueg Steft graben unb gmar auf ber \u00a9pibe beg k\u00fcnftigen -fp\u00fcgetg.' Salb barauf begann bag Segen rnieber. 3n ben lebten \u00a9agen beg 3uni befd)\u00e4ftigten ftch bie S\u00f6gel niel um bag Steft; nom gmeiten 3uti an br\u00fcteten fte regelm\u00e4\u00dfig. Slm gmeiten \u00a9eptember fah man ein 3ungeg neben bem Scefte umherlaufeu; nier \u00a9age fp\u00e4ter gaben bie Sitten ba\u00bb Sr\u00fcten auf unb befch\u00e4ftigten ftd) nur noch mit ihrem \u00a9pr\u00f6\u00dftinge.\n58 retint, \u00efljterle&en. IV.\t34","page":529},{"file":"p0530.txt","language":"de","ocr_de":"530\n$)te S\u00e4ufer. \u00dfurgff\u00f6gler. \u00a9trau\u00dfe.\n\u00a3arbp gerBvad; bie f\u00eater unb fanb in ihnen brei Meinte., bereu f\u00eantmidlung fd;on giemlid) meit oor; gef ^ritten mar. Oer \u00eele ine \u00a9trau\u00df mudjS pr\u00e4chtig ^eran unb erreichte feine rolle SluSbilbung.\n2\u00eftn adjtgehuten Januar begann bie \u00a9trau\u00dfin lieber gu legen unb gmar genau in berfelben BBeife Voie fr\u00fcher. madjbern gm\u00f6lf f\u00eaier im mefte m\u00e4ren, fd)icfte fte ftch Anfangs Sl\u00e4rg gum br\u00fcten an, inbent fte \u00fcber \u00abmittag halb l\u00e4ngere, halb b\u00fcrgere Beit barauf fa\u00df. Born gm\u00f6lften Bi\u00e4rg ab blieb fte feft auf ben,f\u00eaiern ft^en; bann feilte ber \u00a9trau\u00df baS Brutgefdj\u00e4ft mit ihr, namenttid) bei macht, darrte immer l\u00e4nger auS, unb gegen baS'f\u00eanbe ber Sriitegeit hin fa\u00df er mehr als bie \u00a9trauen felbft. SebeSmal, menu ftdj beibe abl\u00f6ften, unterfuchte baSjenige, meines ftd) gu fepen im \u00abBegriff mar, bie f\u00eaier ein\u00a7 nad) bem anbern, inbent eS fte umbre^te unb eingeln au einen anbern Ort legte. Sei megeumetter legte fid) berjenige \u00a9trau\u00df, melc^er nicht auf ben f\u00eaiern faff, bem attbern an bie \u00a9eite, um ihm im \u00a9dut^e ber f\u00eaier beigufte^en. \u00a9djon in ben erften Oagen beS Sr\u00fctenS mar ein f\u00eai auS bem mefte gemorfen morben. f\u00eaS blieb unber\u00fchrt unb m\u00fcrbe ton ben \u00a9trauten nic^t gertr\u00fcmmert. 9lm elften Stai fal) man einige kleine \u00a9tr\u00e4u\u00dfdjen ben \u00aeopf unter ben kl\u00fcgeln ber br\u00fctenben Stlten beroorftreden, am Storgen beS breige^nten \u00a7m\u00e4ttnd)en uttb B\u00f6cibchen baS meft oerlaffen unb eine \u00a3erbc \u00f6on neun jungen andren. Oie lleinften maulten nod) mit [ehr unft^ern \u00a9dritten, bie \u00e4lteften tiefen fcbon rafd) untrer unb pft\u00fcctten bie garten Kr\u00e4uter ab. Bater unb Stutter madjten \u00fcber i^nen mit gro\u00dfer \u00a9orgfalt; inSbefonbere ber Bater belunbete bie gr\u00f6\u00dfte 3\u00e4rttid;leit gegen fte uttb nahm fte bei macht unter feine Fl\u00fcgel.\n3n golge biefer gelungenen 3ud)t gab man ftd) in ben fiibenrop\u00e4if^en Tier9\u00e4vten ein \u00e4hnliches (Srgebni\u00df gu ergielen, unb hatte baS f\u00eal\u00fccf, biefe Befreiungen boni beften f\u00earfolge gefr\u00f6nt gu felgen. \u00a7err Oe \u00e9mettre, meiner bem Tiergarten beS g\u00fcrften Oentiboff in \u00a9t. Oonato bei gloreng oorfteht, brachte im Januar 1859 eine \u00a9trau\u00dfin gu einem \u00e4lteren \u00abm\u00e4nnchen, beobadfetc f\u00eanbe \u00abDt\u00e4rg bie crfte Bereinigung ber beibcn B\u00f6gel unb fahr ba\u00df baS Si\u00e4nndjen einige Oage nadjher anfing, ein \u00ablieft an bem bagu beftimmten Orte gu graben, f\u00eaS toerftrid^ jebod) ber gange \u00abmen\u00e2t Slpril, ohne ba\u00df etmaS BernerlenSmertheS eintrat. 21m fec^ften 3M fanb man ein f\u00eai ohne \u00a9d;ate, unb oom gm\u00f6tften ab begann bie \u00a9trau\u00dfin regelm\u00e4\u00dfig gtt legen, foba\u00df ftd) am ad)tgehnten o^ttui breigehn f\u00eaier inriRefte befanben. OaS \u00abm\u00e4nnchen ftattete t\u00e4glich ben f\u00eaiern feinen Befud) ab, brehte fte um, ftreicpette fte mit ben kl\u00fcgeln, fefete ftch aber noch nicht gum Br\u00fcten nieber. f\u00earft am ein-unbgmangigften 3uni bebr\u00fctete eS fte, na^bem eS fte forgf\u00e4ltig urngemenbet, gmei \u00a9tunben laug unb ebenfo an ben brei folgenben Oagen. Oa man bemerfte, ba\u00df eS bie f\u00eaier nur oerlie\u00df, uni in feine \u00a3\u00fctte gum \u00a9djlafen gu gehen, m\u00fcrbe bie ledere gefchloffen unb ber \u00a9trau\u00df blieb nun auch nadfS auf ben f\u00eaiern ftfeen, erhob ftd) erft am \u00abmorgen um acht Uhr auf eine Biertelftunbe gum greifen uttb hielt nachmittags eine gmeite Stahlgeit. Ohne bie geringste Unterbrechung befolgte er biefe &it= eintheilung einunbfunfgig Oage lang, nnb gmar fo regelm\u00e4\u00dfig, ba\u00df man ihn, menu man ihm bie mahrung gehn Siinuten oor feiner f\u00eaffenSftunbe reichte, ftetS noch br\u00fctenb antraf. 2lm fedjSgehnteu Slugnft oerlie\u00df er bie Brut eine \u00a9tunbe lang, unb am folgenben \u00abmorgen fah man gmei junge, fel)r lebhafte \u00a9tr\u00e4u\u00dfdjen quer burch beit ^arf laufen unb \u00a9anb aufnehmen. f\u00eaS m\u00fcrbe ihnen eilig eine \u00abmifchung auS untereinanber gehacften f\u00eaiern, \u00a9alat unb Brot, fttrg ein gafanenfutter gubereitet. \u00a9ie maren fehr begierig banadh, f\u00e4ttigteu ftch unb lehrten fobann gu ihrem Sater gur\u00fccf, meiner feilten Soften nicht oerlaffen hatte unb jept nur bie Fl\u00fcgel hob, uut fie mieber barunter gu nehmen. Bis brei Uhr nachmittags blieben fie \u00f6erftedt; ba erhob ftch ber Sitte nach feiner \u00a9emohnheit uttb lief mit ben jungen bem guttertroge gu. \u00abUlan fah tyn hier baS gutter fchnabelmeife nehmen, eS gerlleinern unb g\u00e4rtlich jebem feiner \u00aeinber babon oorlegen. machbern bie B\u00fcchlein ihreu junger geftidt hatten, begaben fte ftch mieber unter bie v\u00e4terlichen gittige. biefer SMfe m\u00fcrben fte bie erften Oage behanbelt. OaS BSeit^en nahm bei bem gangen Brutgefch\u00e4fte leinen anbern \u00abdntheit, als ba\u00df eS einige \u00abmale, m\u00e4hrenb baS \u00abm\u00e4nttchen gum greffen ging, gu ben f\u00eaiern lam unb biefelben oorficbtig ummenbete. \u00a9obalb eS OieS gethan, entfernte eS fleh mieber. \u00a9p\u00e4ter lieblofte eS bie","page":530},{"file":"p0531.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9trau\u00df.\n531\njungen, machte ftd^ aber bodj fein \u00a9etoiffen barau\u00ea, ihnen it)r gutter toeggufreffen, toahrenb ba\u00ea SOt\u00e4nndjen baffelbe nie anr\u00fchrte. tourbe fd)lie\u00dftidj tu einen anbent ^5av! gebraut.\n\u00a9uquet, SSorftanb be\u00ea Ohiergarten\u00ea tu SDtarfeide, t;atte nad) toierf\u00e4hrigen 33etfu<hen unb Stadjfovfdnmgen enblid) ebenfalls bie f\u00c7renbe, \u00a9traute gu g\u00fcrten. 3um Orte [einer 2\u00dferfud)e toaste er bie \u00a9egenb toon SDtontrebon unb t)ier ein .Ip\u00fcgelget\u00e4nbe mit fanbigem SSoben unb afrifanifc^er Zflcmgentoelt. Oie \u00a9traute begannen mit bem Stefibau, nadjbem fie fidj in beu ihnen gugetoiefenen \u00a9ehegcu eingerichtet Ratten, inbent fie gun\u00e4djft eine einfache Slu\u00eab\u00f4htung im \u00a9anbe au\u00eagruben unb toermittet\u00ea einer fonberbaren SSetoegung be\u00ea $alfe\u00eb ring\u00ea um biefelbe einen runben SBad aufh\u00e4uften, Welcher bem 5Refte bie \u00a9eftalt eine\u00ea flehten ^\u00fcge\u00ef\u00ea gab. Oa\u00ea SBeibdjen hatte bereite fr\u00fcher, ehe ba\u00ea ^paar nad) bem neuen ^la\u00a3e gebraut tourbe, einige \u00a9ier gelegt unb fuhr toon jefct an, immer in gleichen 3toifd)enr\u00e4umen toon gtoei Xagen, ohne Unterbrechung fort, foba\u00df man atu gtoangigften Steril funfgehn \u00a9ier im S\u00eeefte g\u00e4^ltc. \u201e\u00a9inige \u00a9tuuben toor bem erften Segen\", fagt\u00a9uquet, \u201elauerte fid) ba\u00ea 2Bcibd)en auf ba\u00ea Steft unb brachte auf bem SSrutptahe noch eine SSer\u00e4nberuttg an. $urg toor bem Segen lie\u00df e\u00ea ein \u00a9d)lud)gen h\u00f6ren, toeld)e\u00ea ich fv\u00fcher nie toahrgenommett hutte, toorauf ba\u00ea SDt\u00e4nnd)eu gu ihm fam unb bie fonberbarften ^Bewegungen, toelche man ftd) nur beuten bann, mit kl\u00fcgeln unb bem K\u00f6rper machte. 9cad)bem einige \u00a9ier in bem SRefte toaren, lauerte fid) bie \u00a9trau\u00dfin gtoar and) noch darauf; aber ba\u00ea Segen felbft fanb au\u00dferhalb beg Stefte\u00ea ftatt. \u00a9ie fd)leuberte n\u00e4mlid) immer ba\u00ea \u00a9i in bent Slugenblide, in toeld)ent e\u00ea gum SSovfchein lam, burch eine eigenth\u00fcmliche SSetoegung au\u00dferhalb be\u00ea Stefte\u00ea, brachte e\u00ea bann toermitte\u00ef\u00ea be\u00ea \u00a9d)ttabel\u00eb unb be\u00ea ^a\u00effe\u00eb toieber gegen ba\u00ea S\u00eeeft t)in unb legte e\u00ea in bie Quitte.... 3n ben lebten Segetagen feinte e\u00ea fid) fd)on einige \u00a9tunbeu toor bem Segen auf ba\u00ea S\u00eeeft unb blieb aud) lange nachher, oft ben gangen Oag, barauf fi^eu. S\u00dfcthrenb biefer 3eit geigte fid) ber \u00a9trau\u00df befonber\u00ea unruhig unb lief mit gro\u00dfen \u00a9\u00abhritten burd) beu Zarf, befonber\u00ea tocttn Sfcmaitb fid) bemfetben n\u00e4herte. SSont gtoangigften SOtai an tourben bie Stollen getoed)felt. Oa\u00ea SOt\u00e4nndjen br\u00fctete, unb ba\u00ea SBeibdjen fefjte fid) nur bann auf ba\u00ea Steft, toentt jene\u00ea auf einige Slugenblide fid) erhob, \u00a9o blieb e\u00ea fortan to\u00e4l)rettb ber gangen SMtegeit. 3eben Oag brel)ten bie \u00a9trau\u00dfc f\u00e4mmtlid)e \u00a9ier um, ehe fte fid) barauf festen unb machten ben \u00a9anbtoad um ba\u00ea St eft herum immer h\u00f6her, foba\u00df matt am \u00a9nbe au\u00dfer ber St\u00fcdenmitte unb bem lang auf bem \u00a9attbe l)in au\u00eageftredten, an eine gro\u00dfe \u00a9d)lange erinnernbett jpalfe be\u00ea SSoge\u00ef\u00ea Sticht\u00ea mehr toon ihm fat). Oa\u00ea 2Beibd)en hielt fid) in ber St\u00e4he be\u00ea Stefte\u00ea in \u00e4hnlid)er Sage.\"\n\u201eStach ^arbp\u2019\u00ea Beobachtungen in Sllgier feilte bie Bebr\u00fctung fed)\u00eaunbfunfgig bi\u00ea fedj\u00eagig \u00a3age, je nach ber Suftto\u00e4rme , in Slnfprud) nehmen. 3u meiner gro\u00dfen Ueberrafdhung benachrichtigte matt mid) aber fd)on am br\u00fcten 3uui um SDtittag, ba\u00df man glaube, ein Smtge\u00ea im S\u00eeefte bemerlt gu halben. Stach langem beobachten unb inbent toir einen Slugenblid beuutjteu, in toeld)em ba\u00ea SJt\u00e4nnd)ett ba\u00ea Steft toerlie\u00df, \u00fcbergeugten toir un\u00ea toolltommen toon bem Oafein be\u00ea jungen. Side anbern \u00a9ier toaren noch gang. Oie Stadjt machte unfern Beobachtungen ein \u00a9nbe; aber am anbent SDtorgen toerf\u00fcgte id) midp tooder \u00a9rtoartung nach \u00f6ent Z^r\u00ef, toeil id) f\u00fcrchtete, ba\u00df ber Sitte ba\u00ea Steft toertaffen m\u00f6chte, um ba\u00ea 3unge gu f\u00fchren. 3m Saufe be\u00ea Oage\u00ea toarb un\u00ea bie $reube, nicht toeniger al\u00ea elf au\u00eagefdjl\u00fcpfte \u00a9tr\u00e4u\u00dfdhen gu g\u00e4ljlen. 3d>ei \u00a9ier hatten bie Sitten am Slbenb toorher Ijevau\u00ea; geworfen, ohne ba\u00df wir Wu\u00dften, Warum, bon bem Oage an gerechnet, an Welchem ba\u00ea SOt\u00e4nndjen bie brut \u00fcbernahm, toaren nur f\u00fcnfunbtoiergig Oage toerfloffen.\"\n\u201eSlm SOtorgen toerlie\u00df bie gange \u00a9efedfdjaft ba\u00ea Steft unb lief im b^rl umher, betbe Sitten f\u00fchrten bie jungen; ber bater aber geigte f\u00fcr fie eine gr\u00f6\u00dfere \u00a9orgfalt al\u00ea bie SOtutter. Obgleich bie jungen fdjon Ir\u00e4ftig toaren, mad)ten fte hoch noch h\u00e4ufig Z\u00fcrgelb\u00e4ume auf bett \u00a9anbh\u00fcgeld)en. \u00a9in\u00ea toon ihnen blieb immer gur\u00fcd, fiel and) oft, unb ba ich flfattbte, ba\u00df fein fd)to\u00e4d)ltcher 3ufianb ipm nicht geftatte, mit ben anbent gu leben, fo toerfud)te ich e\u00ea, ihn \u00f6urd) bie Zlaufen gu erhafd)en; adein Oa\u00ea gelang nicht, unb ich wu\u00dfte mich fl\u00fcchten, Weit ber Sllte mit einer foldjen S\u00dfutlj auf mid) ft\u00fcrgte, ba\u00df ich f\u00fcrchtete, er W\u00fcrbe bie eigenen jungen gertreten. \u00a9inige \u00a9tunben fp\u00e4ter ftarb ber fd)to\u00e4dhliche \u00a9trau\u00df, unb bie \u00a9efedfehaft beftanb nun au\u00ea gehn \u00a9t\u00fcdeit.\"\n34*","page":531},{"file":"p0532.txt","language":"de","ocr_de":"5 82\n\u00a3)ie S\u00e4ufer. \u00dfurg\u00df\u00fcqler. \u00a9traute.\n\u201e\u00a9on bem Bttgenblid beS SfuSfdppfenS an hatte id), oB^Ieic^ id) inu\u00dfte, ba\u00df fdjon jefet Bahrung nicht n\u00f6t^ig inar, bennod) an bie S\u00dfanb ein \u00a9emenge non \u00a9alat, hartgef offenen \u00a9iern nnb \u00a9rots f rumen geftedt; aber einige \u00a3age lang tourbe biefe B\u00e4hung ganoid) nerfchm\u00e4ht. \u00aeie jungen tn\u00fchlten nad) bem \u00a9eifpiel i\u00efjreS \u00a9aterS int \u00a9anbe nnb tnarfen ftc^ ju meinem gro\u00dfen \u00a9rftaunen auf ben \u00aeofh ber Sitten, \u00a9nblid) begannen fte baS \u00a9nine gu freffen, unb eS mu\u00dfte biefe B\u00e4hung t\u00e4glid) mehrmals erneuert inerben. $>ie garten (gier bagegen fra\u00dfen fte niemals mit gro\u00dfer \u00a9egierbe, unb fd)on nad) einigen \u00a3agen gogen \u00dfe bie gangen \u00a9alatbl\u00e4tfer adern Bnbertt nor.\"'\n\u201eNiemals haben tnir bemerft, ba\u00df bie mitten f\u00fcr itjre Bungen bie \u00a9orge unb Hufmerffamfeit ber #enne befunben. \u00a9ie geigten ihnen bie B\u00e4hung nidjt, nahmen im \u00a9egentheil baS \u00a9efte banon ( f\u00fcr\n\u201e(Sinige Stage lang nahm baS 9\u00dfad>St^um ber jungen einen gutengortgang; baS BuSfehen ner\u00e4nberte ftdj gufehenbS; ber #alS tnurbe l\u00e4nger, ber K\u00f6rper erhob ftd), bie Fl\u00fcgel \u00dfngen an, \u00df<h gu enttnideln, ber \u00aeopf bebedte ftc\u00ef> mit lichtgelbem glaum; auf bem #alfetrat eine fa^re \u00aeanbs unb gledengeidjnung pernor; ben t\u00f6rper befleibeten gebern, tneld)e nertnirrten paaren glichen.\"\n\u201e\u00aeie jungen toud\u00dfen rafd) heran, liefen halb ba\u00c7in, halb bortijin, felbft auS bem ^ferd) heraus, malten auf \u00dferbffjiere unb \u00a9\u00e4mereien Bagb. Seiber aber nerloren fte ben \u00a9ater, toeldfjer, ihnen nadjgehenb, bie Umg\u00e4unung fprengte unb anftatt bie gamitie gur\u00fcdguf\u00fc^ren, ftd^ mit ihr in bem 2\u00f6albe nerlor. 9Ban hoffte auf feine Bur\u00fcdfunft, bis man ihn nach langem \u00a9ud^en tobt fanb am gu\u00dfe eines gelfenS, non toelc\u00dfem er ^erabgefi\u00fcrgt tear/'\n2US bemerfenStnerfh hebt \u00a9uquet nod) pernor, ba\u00df bie beiben (gier, ioeldfje einige Sage nor bem BuS\u00dfhl\u00fcpfen auS bem Befte getnorfen tnorben tnaren unb gtn\u00f6lf Stage' ohne bebr\u00fctet gu inerben auf bem @anbe gelegen Ratten, ginei no\u00fcft\u00e4nbig auSgebilbete feinte enthielten, tnelche noch SebenSgeidjen non ftd; gaben. ,,Bd) felje mich beSljalb gen\u00f6tigt, gu glauben\", fagt er, \u201eba\u00df baS BuSfdjl\u00fcpfen ber (gier auf nat\u00fcrlichem SBege ftattgefnnben h\u00e4tte, tnenn fte unoerfeljrt geblieben tn\u00e4ren, unb eS fcheint mir \u00a3)ie\u00a3 in ber Sthat ein \u00a9etneiS f\u00fcr bie Bl\u00f6glid)feit ber fo niel beftrittenen 2lu\u00a3br\u00fctung burdb bie \u00a9onne. SE\u00df\u00e4ljrenb ber gtn\u00f6lf Stage tnar bie \u00a3i|e eine fehr gro\u00dfe, mit ber BorbafrifaS \u00dcbereins \u00dfimmenbe.\"\n\u00aeie \u00a9rgieljung ber \u00ae\u00fcdjlein nerlief unter Seitung ber \u00a9hitter auf baS \u00a9e\u00dfe. \u00a9\u00a3 mu\u00dfte jebocb baS f\u00fcr jene beftimmte gutter nor biefer geftchert tnerben, ba fie mit Ausnahme beS \u00a9chutes, tnelden fte ben fleinen to\u00e4hrenb ber Badjt getn\u00e4\u00a7rte, in feiner \u00a9Seife f\u00fcr ihre Bungen \u00a9orge trug. \u00a9tan mar erftaunt \u00fcber bie rafd;e \u00a9nttnidlung ber jungen \u00a9trau\u00dfe. Bach \u00a9erlauf eines Monats hatten fie fdjon baS BuSfehen einer Xra^e. \u00aeer \u00a3alS hatte ftch enttoidelt, ber forcer bebeutenb erhoben unb baS \u00a9e\u00dfeber auSgebilbet.\n3luS fp\u00e4teren \u00a9eridjten \u00a9 uquet1 \u00a3 erfahren tnir, ba\u00df im \u00a9erlaufe ber n\u00e4d)\u00dfen Bahre in \u00a9tars feilte tnieberum \u00a9trau\u00dfe geg\u00fcrtet tnurben.\nBeuerbtngS foil nun auch ein er\u00dfnbungSreidjer fopf, tnelcher in ber B\u00e4he non \u00a9oleSberg im f aflanbe tnohnt, auf ben \u00a9ebanfen gefommen fein, bie \u00a9trau\u00dfengudjt inS \u00a9ro\u00dfe ju treiben, hau^t* f\u00e4chlich um bie \u00a9\u00f6gel auf ihre gebern auSgunufeen. \u00a9r h\u00e4lt fte auf einem tneiten S\u00dflafee, ioeldjer mit \u00a9raS betnadbfen ift unb f\u00fcttert fte nur bann mit \u00a9etreibe, tnenn er fte gu \u00dfdj heranloden tritt, \u00a9einer Berechnung nach fott jebeS \u00a9trau\u00dfenm\u00e4nnchen allj\u00e4hrlich f\u00fcr ungef\u00e4hr fedhShunbert Stljaler unfereS \u00a9elbeS gebern ergeugen f\u00f6nnen. SDiefe \u00a9dj\u00e4feung b\u00fcrfte \u00dfdh als falfdh ertneifen, immerhin aber m\u00fcrbe ber gu ergielenbe Bu\u00dfen ein bebeutenber fein f\u00f6nnen.\n\u00aeer teuren gebern inegen nerfolgt man bie \u00a9trau\u00dfe fchon feit Bahr\u00a7unberten- e\u00ea bie K\u00f6rner angefangen haben m\u00f6gen, bie Waffen gufammen gu bringen, tneldje fte auf bie Strena f\u00fchrten ober fdhlachteten, um bereu \u00a9ehirn, f\u00fcr fte einer ber gr\u00f6\u00dften Sedtrbiffen, auf bie \u00a3afet gu bringen, bleibt unS r\u00e4thfel^aft, obgleid) tnir tniffeu, ba\u00df bie \u00a9trau\u00dfenf\u00e4nger ihr \u00a9\u00dfilb burd) Sift inS 9Reh lodten ober burch l\u00e4ngere \u00a9erfolgung mit $ferben bahin trieben. \u00aea\u00df bie \u00a9trau\u00dfe nor Beiten in ber B\u00e4he ber \u00c4\u00fc\u00dfe BfrifaS niel h\u00e4u\u00dfger tnaren als jefet, unterliegt feinem Btneifel; \u00dfe \u00dfnb forts","page":532},{"file":"p0533.txt","language":"de","ocr_de":"\u00abStrau\u00df.\n533\nW\u00e4prettb unb namentlich in bei* lepten Seit fcerminbert loorben. \u201e(Sin foapred \u00a9l\u00fcd f\u00fcr |ie i|t ed ,\nTagt Surdpell, \u201eba\u00df fte ftep fo fetter- Befc^\u00efet^en taffen unb baburcp einigerma\u00dfen oor ihrem raft-lofen^einbe, bem SJlenfdjen, gefiebert Werben. \u00a3)ie S\u00e4uern am Kap Waren fr\u00fcher in ber S^gb utterm\u00fcblidj unb erlegten fie Wfiprenb bed ganzen Sahre\u00ea, obue St\u00fcdfidpt auf bie Srutgeit, foba\u00df fcpon jept (1822) nur nod) ^\u00f6chft Wenige ton ihnen in ben Belohnten ^peilen ^er Slnfiebetungen gefunben Werben.\"\n@o geht ed in allen S\u00e4nbern ton gang Slfrifa. SIE \u00fcberall Oerfolgt man bie Strau\u00dfe utter; * Bittlid) unb in ber Oerfcpiebenften Steife. 5)en Sebuinen gilt biefe Sagb aid eine bet ebelften Ser; gn\u00fcgungen; benn gerabe in ber Sdpwierigfeit, Wetdje fie oerurfadpt, liegt f\u00fcr SJlenfdpcn biefed Schlaget ein Befonberer Steig. \u00a3>ie Araber Siorboflafrilad unterfdpeiben ben Strau\u00df nad) feinem oerfepiebenen \u00a9efdptecpt unb Sitter fepr genau. 2)er erWadpfene m\u00e4nnlicpe Sogei hei\u00dft \u201e\u00a9blipm\"\n(ber SieffdpWarge), bad S\u00f6eibcpen ober ber junge Sogei \u201eStibepba\" (ber \u00a9raue). \u00aea \u00a9rbeutung ber Gebern bad pauptf\u00e4cplid)fte 3iel ber Sagb iff Ocrfolgt man OorgugdWeife, ja faft audfdjlie\u00dflicp ben \u201e\u00a9blipm\"; aber gerabe baburch fefjabet man ber Setmehrung Befonberd empftnblidp. Siud Sriftram\u2019d Serichten erfe^e ich, fra\u00df man in ber n\u00f6rblidpen Sahara genau in berfeiben S\u00dfeife jagt, Wie in berSahiuba ober in ber Steppe Korbofapnd. Stuf fl\u00fcchtigen Sterben reiten bie S\u00e4ger in bie S\u00df\u00fcfte ober Steppe hinaud unb fudpen eine Strau\u00dfenperbe auf. \u00a9inige mit SBafferfdpl\u00e4udpen Belafiete Gamete folgen in einer getoiffen \u00a9ntfernung; ipre Treiber palten ftdp auep W\u00e4prenb ber Sagb ftet\u00ea in m\u00f6glicpfter Si\u00e4pe ber Serfolger. SBenn biefe ipr SBilb entbedt paben, reiten fte folange auf ben Srupp ber S\u00f6gel iU, Bid ein oorfkptiger \u201e\u00a9blipm\" burdp fein Seifpiel bad Beiden gut ftlucpt gibt. Se gWei ober brei S\u00e4ger W\u00e4pten ft dp jefet ein SJt\u00e4nndjen aud unb reiten in geftredtem \u00a9alopp pinter ipm brein ; io\u00e4ptenb einer oon ipnen bem Sogei auf a\u00dfen Kr\u00fcmmungen feined Saufed folgt, fudpt ber anbere biefelben abgufdpneiben, \u00fcbernimmt, menu cd ipm gelang, bie Sto\u00dfe bed erfteren unb l\u00e4\u00dft liefen bie f\u00fcttere Strede burdpreiten. So Wedpfe\u00efn fie mit einanber ab, bid fte ben mit aller ipm m\u00f6glichen Scpnc\u00dfigfeit bapin eilenben Strau\u00df m\u00fcbe gemadpt paben. \u00a9ew\u00f6pnlidp ftnb fte fcpon nad) Serlauf einer Stunbe pinter ipm per, gingen ipre Sterbe gu einer lepten Slnftrengung unb Oerfepen bem Sogei fdplte\u00dflicp einen peftigen Streid) \u00fcber ben \u00a3ald ober auf ben Kopf, melier ipn fofort gu Soben wirft. Unmittelbar nadp bem ftaUe bed S\u00f6itbed fpringt ber eine S\u00e4ger oom Sterbe, fdpneibet ipm unter \u00a3erfagen ber ublidjen formet: \u201eSm Seamen \u00a9otted bed Sl\u00dfbarmpergigen, \u00a9ott ift gr\u00f6\u00dfer\", bie \u00a3aldfdplagaber burdp unb ftedt, um Sefdpmugung ber Gebern burdp bad Slut gu oerp\u00fcten, ben grtagel ber langen Bepe eined gu\u00dfed in bie S\u00dfunbe. Siadpbem ftep ber Strau\u00df oerblutet pat, giept ipm ber S\u00e4ger bad gell ab, brept ed um unb benupt ed gleidp aid Sad, um in ipm bie Sdpmudfebent aufgubetuapren. Son bem ftteifcp fdpneibet er fo\u00f6iel ab, aid er braudpt; bad Uebrigbleibenbe p\u00e4ngt er an einen Saum gum \u00a3rodnett unb f\u00fcr etwaige oor\u00fcbergiepenbe SBanberer auf.\nSJtittlerWeile finb bie Kamele naepgefommen; ber S\u00e4ger erquidt ftep unb fein Sferb nad) ber anftrengenben pei\u00dfen Sagb, rupt einige Stunben aud unb leprt mit feiner Sente belabeu nad) \u00a3>aufe gur\u00fcd. \u00a3ier fuept er bie ftebern je nadp iprer \u00a9\u00fcte and, binbet bie loftbaren Wei\u00dfen, bereu ein oo\u00df; lommen audgebilbeter Strau\u00df p\u00f6dpfiend oiergepn St\u00fcd beftpt, in eingelne S\u00fcnbel gufammen unb beWaprt fte gu gelegentlichem Serfaufe in feinem Sette auf. 2)er \u00a3\u00e4nbler mu\u00df ftdp, um bie ftebern gu belomntcn, felbft gum S\u00e4ger oerf\u00fcgen unb erlangt oon biefent bie gefudpte SBaare erft nadp wirllidp l\u00e4dperlidpen Umft\u00e4nbtidpfeiten. \u00a3)iefed Sur\u00fcdpalten ber Sagbbeute erfepeint \u00a3)ent Wopl begr\u00fcnbet, Weldper Wei\u00df, ba\u00df alle d\u00fcrften ober Stegierungdbeamte SIfrif ad nodp heutigen \u00efaged, Wie gu Seiten ber alten \u00a9gppter, oon ipren Untertpanen ober ben Oon ipnen unterjochten S\u00f6lferfdpaften Strau\u00dfen; febern aid K\u00f6nigdgo\u00df oerlangen unb fiep fein \u00a9eWiffen baraud maepen, biefen burdp ipre Unterbeamten gewaltfam eintreiben gu laffen. \u00aeer Araber oermutpet in Sebent, Weldper ipn nadp Gebern fragt, einen Slbgefanbten feined Dberpernt unb gibt feine Sd)\u00e4pe erft, nadpbem er ftep burdp bie forgf\u00e4ltigften Sorfragen ooft ber Steblidpfeit bed K\u00e4uferd \u00fcberzeugt pat, biefent preid,","page":533},{"file":"p0534.txt","language":"de","ocr_de":"534\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00dfurgfl\u00fcgler. \u00a9traute.\n5lnberfon erg\u00e4bt, ba\u00df in geWiffen \u00a9cgenben \u00a9\u00fcbafrtfaS ber \u00a9trau\u00df bon einigen S\u00e4gern auep Zu $u\u00dfe gejagt Wirb, unb 4)a\u00df er am SRgamifee Sufdpm\u00e4nner bei biefer \u00a9elegenpeit pabe beobachten f\u00f6nnen. \u00a3)iefc umzingelten meiftentpeilS eine ganze $erbe, Worauf bie-evfd^vec\u00eften -33\u00f4ge\u00ef gew\u00f6hnlich unter \u00a9efdprei unb S\u00e4rnten inS S\u00f6affer getrieben W\u00fcrben. 5lu\u00dferbent lauern biefetben S\u00e4ger bem \u00a9traute an feinem SRefte ober am SBaffer auf, f ollen and;, Wie SERo ff at angibt, ftdp felbft als \u00a9traute berfl\u00e7ibett unb fo unter bie gerben ber Wetbenben S\u00f6gel begeben, \u00a9ie [topfen ein flaues SWppelfiffen mit \u00a9trot) auS unb formen eS ungef\u00e4hr Wie einen \u00a9attel, be!leiben eS mit Gebern, richten ftdp au\u00dferbem ben abgetrennten $af\u00ea unb \u00aeopf eines \u00a9tranken oor, inbent fte baS ftell \u00fcber einen mit \u00a9trop umtoidelten \u00a9toef ziepen unb malen fiep bie Seine Wei\u00df. 2)er S\u00e4ger nimmt hierauf ben mit Gebern befteetten \u00a9attel auf ben \u00c4opf, ben Untertpeil beS \u00a9trau\u00dfenpalfeS feft in bie redpte, ben Sogen in bie linfe [panb unb gept ber \u00a9trau\u00dfenperbe zu, brept ben \u00aeopf Wie ein ftdp umfdpaueuber (Strau\u00df, fdp\u00fcttelt ben \u00a9attel mit ben Gebern unb t\u00e4ufept bie \u00a9traute zuweilen fo, ba\u00df einzelne bon ipnen auf ben vermeintlichen Sogei zugepen unb mit ipm \u00a9treit aufangett Wollen.\n\u00a9)er $\u00dfreiS ber Gebern ift je nadp ber betriebenen Dertlicpfeit gro\u00dfen \u00a9dpWanfungen unter; Worfen. Sut korben 5lfrifaS Wirb ein -^e\u00fc mit ben Gebern bis zu punbert fpanifdpen Spalern bezaplt ; int Snnern beS \u00a9rbtpeilS tarnt man eS gelegentlich f\u00fcr Wenige Sp\u00e4ter unfcreS \u00a9elbeS taufen. Serp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig tpeuer ftnb bie Gebern \u00fcberall, fepon Weit fie bon ben berfepiebenen S\u00f6tterfcpaften \"felbft bielfadp zu \u00a9cpmuctgegenft\u00e4nben berWenbet Werben. Surcpelt erz\u00e4plt, ba\u00df man bei einigen f\u00fcbafrifanifdpen \u00a9t\u00e4mmen \u00a9onnenfeptrme finbe, Weldpe auS ben \u00a9trau\u00dfenfebem gefertigt W\u00fcrben unb \u00e4u\u00dferft zierlicp auSfepen, unb ba\u00df man bie tleinen fcpwarzen Gebern fepr p\u00e4ufig berWenbet, um mit ipnen einen b\u00fcnneit \u00a9toef zu betleiben, \u00a9in foteper $eberftocf foil ben \u00a9ingebornen zuweilen bei ber Sagb auf gef\u00e4prlicpe Spiere wieptige S)ienfte leiften, namentlich benupt werben, bie Slufmertfamfeit bon bent S\u00e4ger ab unb bem S\u00dferfzeuge zuzuWenben.\nS)ie \u00a9ier Werben bon alten \u00a9\u00fcb; unb SJlittelafrifanern ebenfalls bielfadp gebrauept, paupt; f\u00e4cplicp als \u00a9ef\u00e4\u00dfe. Stan umgibt fte mit einem teiepten gtecptWerf, p\u00e4ttgt fte gef\u00fcllt in beit J\u00fctten auf ober nimmt fte audp auf Steifen mit. Sn \u00c4orbofapn benupt man fte, um bie \u00a9pipe ber runben, fegelf\u00f6rntigen \u00a9tropp\u00fctten zu fdpm\u00fcdfen; in ben foptifdpen $irdpen bienen fte zur Serzierung ber \u00a9cpn\u00fcre, Weldpe bie Santpen tragen; im $aptanbe gebrauept man fte, taut 51 nberfott, als [peil; mittel u. f. W. \u00a9ier unb \u00c7leifdp werben bon allen Snnerafrifauertt gegeffeit. S)ie erfteren ftepen unfern H\u00fchnereiern freiliep an S\u00dfoplgefdpmacf nadp, unb icp pabe miep nie mit ben auS ipnen per;, gefte\u00fcteu \u00a9eridpten befreuttben f\u00f6itnen; anbere \u00fc\u00eeeifenbe fanben fie fepr fdpmacfpaft. SRadp Sur dp eil ift bie unter ben Hottentotten \u00fcbliepe 5lrt, fte zu fodpen, p\u00f6dpft einfadp. Stan boprt an bent einen \u00a9nbe ein fleineS runbe\u00bb Sodp burep bie \u00a9dpale unb . quirlt baS Snnere bermittelS einer biegfamen Slftgabel Wopl burep einanber, fept baS \u00a9i auf baS geuer, quirlt bon Seit zu Seit ben Supalt burdp unb f\u00e4prt in biefer 5lrbeit fort, bis fte boltenbet. Sicptenftein erz\u00e4plt, ba\u00df unter ben bon ipm attfgefunbenen \u00a9trau\u00dfeneiern nur Wenige Waren, Weldpe nodp zum \u00a9ffen taugten, weit bie meiften bereits attSgeWacpfette \u00c4\u00fcdplein enthielten. \u201eUnfere Hottentotten berfdpm\u00e4pten inbeffen audp biefe niept unb brateten fte ftdp in beit \u00a9cpalen mit Hununelfett.\t*>er ^oI3e uadp unfern\nSegriffen Wopl efelpafte \u00c4oft felbft berfudpt unb in ber Spat fepr fdpmacfpaft gefuubctt.\" Sunge \u00a9trau\u00dfe paben ein p\u00f6dpft garteS, WoplfdpmecfenbeS ^leifdp; baS \u00e4lterer ift p\u00e4rter, bent fRinbfleifdp \u00e4pnlidp.\nS)ie amerifanifepen Sertreter bcS \u00a9trautes peilen SftanbttS (Rhea). Spb SeibeSbau ftimmt im Wefentlidpen mit bem beS afrifanifepen SerWanbten \u00fcberein; bie ^l\u00fcgelfebent finb jebodp f\u00fcllet unb bie $\u00fc\u00dfe breizepig. S)er fladpe, aut \u00a9runbe breite, an ber \u00a9pipe gerunbete, mit einer teidpt gew\u00f6lbten Hornfuppe befleibete \u00a9dpnabet ift etwa ebenfo lang Wie ber $opf, ber $u\u00df bont Hudfett;","page":534},{"file":"p0535.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9trctuf. \u00a9aubu.\n535\ngelenB an nadt, auf ber Hade fchmielig toqrgtfl; bie bref \u00e2e^en fmb Baum mitteltang, am \u00a9ruube mit einer furzen \u00a9pannhaut oerBunben, i^re SR\u00e4get gerate, jiarl, feitlich gufammengebr\u00fctft, nad) born [turnet gngeruntet, auf beut Sft\u00fcden fdjarfBantig; eigentliche \u00a9dringen unb \u00a9teuerfebern fehlen; an ber \u00a9pifce beg f\u00c7l\u00fcgel\u00f4 ftfet ein bornenartiger Dtagel; B%t unb Slugengegenb, fotoie ein 3ting um bie mit \u00a9orftenfebern Befefcte Ohr\u00f6ffnung, ftnb unBefiebert unb mit rundlicher ^aut BeBleibet, DBerBopf, \u00aeehle, \u00a3af\u00ea, SRumpf unb \u00a9djenBel bagegen Beftebert, bie Gebern beg \u00dfopfeg unb Halfeg Blein-, fdjmat unb fpife, bie beg \u00abRumpfe\u00bb gro\u00df, Breit, gugerunbet, aBer meid), fobaf? Beine gefd)loffenen Jahnen geBilbet Serben; bie Slugenliber tragen gro\u00dfe fteife \u00a9orftenmirnpern. \u00a9t\u00e2midjen \u2022unb \u00a9BeiBdjen unterfdjeiben ftch burd) bie \u00a9r\u00f6\u00dfe, aBer menig burch bie prbung ihre\u00ea \u00a9efieberg.\n33i\u00ea pr ffteife S) arm in13 unb b\u2019Or Big ut)\u2019g Bannte man nur eine 2trt tiefer \u00a9ippe; gegenw\u00e4rtig unterfcheibet man bereu brei.\n33eint \u00fcJtaubu (Rhea americana) ftnb bie fiebern beg OBetBopfeg, OBet'halfeg, SRadeng unb ber \u00a9orberbruft, fomie bie B\u00fcgelBorften fdjmard, bie ber ^al\u00eamitte gelB, bie ber \u00aee\u00ef)le, \u00a9adett unb oberen Halgfeiten heller Bleigrau, bie beg f\u00f4\u00fcdeng', ber \u00a9ruftfeiten unb p\u00fcget Br\u00e4unlich dfd;grau unb bie ber \u00fcBrigen Unterseite enblid) fchmugigmei\u00df. Oag 2luge ift perlgrau, ber nadte 5th\u00abl \u00aeeW\u00ea fleifchfarBen, ber \u00a9chnaBel horngrauBraun, ber $u\u00df grau.\nS)a\u00a7 \u00a9BeiBdjen unterfcheibet ftd) hauptf\u00e4djlich burd) bie lichtere prBung ber pbern beg Sftadeng unb ber \u00a9orberbruft.\n\u00a9eint m\u00e4nnlichen \u00a9ogel Betr\u00e4gt bie S\u00e4nge gegen 5, bie \u00a9reite gegen 8 p\u00df. (Sin alteg S\u00dfeiBchen, melche\u00ea ber Prind Don \u00a9Bieb unterfudjte, ma\u00df 52% Bod in ber S\u00e4nge, 7 p\u00df in ber \u00a9reite.\nOer \u00e2mergnanbu (Rhea Darwinii) ift Bleiner unb fein \u00a9efieber ber Hauptfadje nach tid)t; Br\u00e4unlichgrau, lichter fc^attirt, meit alle Gebern an ber \u00a9pi^e eine mei\u00dflidje \u00a9\u00e4umung deigen.\nOer laugfdhn\u00e4Blige Sftanbu enblich (Rhea macrorhyncha) Bemtdeid)net ftdj burdj bunBel; Braune, am Unterhalfe fdbt\u00fcar^e, am OBerhalfe mei\u00dfgraue-prbung.\nIteBer bie SeBengfoeife beg Sftanbu unb feiner \u00a9erlaubten h^Ben alle \u00a9iaturforfdjer Berichtet, Weldje bie \u00a9te^>\u0178>ertgegenben \u00a9\u00fcbameriBag Befud^ten ; erft \u00a9\u00f6cBiug aBer lieferte eine auf langj\u00e4hrige \u00a9eobaddung geft\u00fc^te \u00a9chilberung, meld)e mir alg eine erfdj\u00f6pfenbe Bedeichnen b\u00fcrfen, unb jte ift eg benn and), auf metd)e id) mich im \u00a9iad)ftehenben \u00f6ot'duggmeife Beziehen merbe.\nOer \u00a9erBreitunggBreig beg SRanbu beh\u00fct ftd) iiBer bie \u00a9teppenl\u00e4nber beg {\u00fcblichen SBmeriBa aug. 211g eigentliche Heimat barf man bag PampaggeBiet dmifcpen bem atlantifd)en \u00a9Bettmeere unb ber \u00a9orbittera, Don ben Urmatbungen \u00a9olioiag, \u00a9ran \u00a9hacog, Paraguapg unb \u00a9raftlieng an Big nach Patagonien ober mit einem \u00a9Borte, bie \u00a9taaten beg bRio be la Plata Bedeidjnen. 2llg echter \u00a9teppenDogel oermeibet er fomoljl mitBlidfe \u00a9erge mie ben eigentlichen Urmalb; in ben #\u00fcgelt\u00e4nberu aBer mirb er eBenfo h\u00e4ufig gefunben mie in ber \u00a9Bene; auch bie dichteren \u00a9UgarroBettm\u00e4lber, fomie bie infelartig in bem \u00a9ragmeere liegenben 2Jchrthett; unb Patmenhaine Befugt er fehr gern. Su ber Pampa ober \u00a9teppe gibt eg menige \u00a9triebe, mo er gand fehlt; benn ba, Ido feine Hauptnahrung, bie \u00a9r\u00e4fer, gu finben ftnb unb fetBft an ben Ufern ber burch bag augfdj\u00efagenbe \u00a9aid mei\u00df erfdieinenbett \u00a9een mirb er noch angetroffen.\n\u00a9in H<Sn leBt mit f\u00fcnf Big fteBen, fetten mehr ober meniger Hennen in gefolgerter pmilien; gruppe, innerhalb beg Don ihm gem\u00e4ijtten unb gegen attbere feineg \u00a9efchtechtg Behaupteten \u00a9tanbeg. SRach ber \u00a9rutgeit fdjaren ftch aber mehrere folder Familien gufammen, unb bann Bann eg gefdjehen, baf man Herben fleht, meldje aug fedhgdig unb mehr \u00a9t\u00fcden Befiehen. \u00a9o feft bag pmitienbanb ift, fo lofen Bufammenhang h\u00fcben biefe Bufammenrottungen. Oie erfte Befte B^tf\u00e4UigBeit trennt bie \u00a9djm\u00e4rme, unb eg fd)lageit ftd) bann bereu Xhetle mit bem n\u00e4d)ften meibenben \u00efntpp mieber","page":535},{"file":"p0536.txt","language":"de","ocr_de":"Tie S\u00e4ufer. Kurzfl\u00fcgler, \u00a9traute.\n536\ngufamnten. Uebrigeng entfernen fid; bieSTiattbug fauttt \u00fcber gtoei teilen toeit oon ihrem \u00a9eburtg; orte, tote Oieg 23\u00f6ding fehr genau au einem oertouubeten, aber toi eher geteilten \u00a9tiide, beffen rechter Fl\u00fcgel t)erab^ing, beebad)ten fonnte. \u201eOiefer, Oon ben Leonen \u201eber \u00a9efdf\u00e4bigte\" genannte \u00a9trau\u00a7 ioar oft tagelang oon meinem 23eobachtunggorte aug nicht 31t feigen, tourbe aber baf\u00fcr bann in bem ffteoiere unferer S\u00eeachbartt auf gtoei Leguag bemerft unb fam mit mehr ober toeniger \u00a9efelU fepaft bod) immer guriid.\" Snt \u00a3>crbfte fudjt ber 9Ranbu bie mit \u00a9eftr\u00fcpp beioadjfenen \u00a9tromufer ober \u00fcRieberuitgen auf, ber 2Qlt>rt^en = unb anberett Leeren toegen, ober er gie^t ftd> ba, too eg fein \u00a9traud); toerf gibt, in bie Oiftelto\u00e4lber guriid, treidle, ber Liebhaberei ber erften fpanif(f>en Slnftebler f\u00fcr bie Oiftetn alg K\u00fcchen; unb \u00a9artengcio\u00e4djg ihre \u00a9ntftehungOerbanfenb, je^t in ber 5\u00dfampa oiele taufenb \u00a9eoiertmeilen Lanbeg bebeefen unb Oon Sfthr gu 3dhr au 2lugbehnung gunehmen, ben O\u00eeeifenben, toie ben t\u00dfiehg\u00fcdjteru gum gr\u00f6\u00dften t\u00dferbruffe. 3ur T\u00dfinterggeit fteht ber 23ogel gern auf foldben \u00a9tridfen, toe\u00efd^e Oon S8iehhei'ben regelm\u00e4\u00dfig begangen toerben, toril hier bag \u00a9rag immer furg gehalten unb beghalb garter ift alg anbergtoo. Um biefc 3^it frrtb biejenigen \u00a9teilen, auf toeldjen bag SBiet; oott allen fjtidftungen hel3 ber Ueberftcpt halber, tagt\u00e4glich gufammengetrieben tourbe unb ben 93oben reitplid) b\u00fcngte, feine Lieblinggft\u00e4nbe.\nOer Dlanbu fteht hinter feinem afrifantfdhen SSertoaubten an 23etoeglidf)feit toenig gur\u00fcd. \u00a9r ift ein gang oortrefflidjer L\u00e4ufer, ioeldjer aud) bag befte $\u00dfferb gu erm\u00fcben unb gu Ocrtoirren ioei\u00df, ba er nicht blog \u00e4ugerft fd)nell bahinrennt, fonberu auch mit beiounberuuggto\u00fcrbiger \u00a9etoanbtheit \u00a3>afen gu fd)lagen oerfteht. SB\u00e4hrenb ber ^aarungggeit geigt er ftdh \u00e4u\u00dferft lebhaft unb Tag unb 9?ad)t in 23eiocgung; to\u00e4hrenb ber O\u00fcrrc h\u00e4lt er, toie alleg 2\u00dfilb unb 23ieh, mittggg brei big Oier \u00a9tunben fRuhe, h0^ dber biefe 3eit, obgleich ein eepteg Tagtpier, in ben erfrifdjenben\u2019M\u00e4chten naep. \u00a9eine getoopnlidje \u00a9epritttoeite betr\u00e4gt, laut SB\u00f6cfirtg, gioangig big oierunbgtoangig 3olf. SBenn er mit gel\u00fcfteten kl\u00fcgeln, nodh immer fdEyeinbar nadhl\u00e4fftg, bahintrabt, legt er mit jebem \u00a9dritte brei unb einen halben $u\u00df gur\u00fcdf; oerfolgt, greift er toeit aug, macht \u00a9\u00e4|e big f\u00fcnf $tt\u00df unb betoegt feine t\u00dfeine fo ftpnety, ba\u00df man bie eingefnen \u00a9dhritte nicht mehr unterfdjeibeu fann. Oft ioeid^t er ^l\u00f6^lich mitten im Sagen oon ber gerabeu Linie big gu einem T\u00f6infel Oon f\u00fcufunbgtoangig big breiig \u00a9rab ab, toobei er einen\tbod) aufhebt unb ben anberen anbr\u00fcdt, bann ft\u00fcrmt er toieber mit rafenber\n\u00a9ile gerabe aug. \u00a9rbriffe oon gehn $u\u00df Breite \u00fcberfprittgt er mit Leidhtigfeit, to\u00e4hrenb beg \u00a9prungeg einen Slugeublicf lang mit ben kl\u00fcgeln flatternb; fteile Ufer meibet er forgf\u00e4ltig, ioeil ihm bag \u00a9rflimmen berfelben fdhtoer toirb. Oartoiu berichtet, ba\u00df er iftanbug gtoeimal \u00fcber ben g(u\u00df \u00a9anta \u00fcUtarta fepioimmen fap unb ein Jperr \u00aeing foldf>eg \u00f6fterg beobachtet pabe; Coding hingegen oerftdhert, ba\u00df er niemalg einen unferer 93\u00f6gel im tiefen SBaffer bemerft, ja fidh Oergeblidb bem\u00fcht pabe, ibn mit \u00a9etoalt in einen tiefen, nidjt eben breiten \u00a9trom gu jagen. ,,\u00a9r \u00fcbertoanb eher feine \u00a9(p\u00fccpternheit unb bmxpbracp unfere Linie, alg ba\u00df er ftd) gu einem \u00a9chtoimm\u00fcerfuche enri fcploffcn h\u00e4tte ober auch nur big an ben |)afg ing 2\u00dfaffer gegangen lo\u00e4re. Oem Gaffer ioeicht er \u00fcberhaupt \u00e4ngftlid) aug, unb niemalg h\u00fcbe idh einen auf ben ung\u00e4hligen S^feln beg Uruguap\u2019ober t\u00dfarana gefepeu, mod)teu biefelben bem Ufer aud) noch fo nahe liegen unb ber Saffcrftanb fo niebrig toie m\u00f6glid) fein, \u00a9r habet ftdh auch niemalg im T\u00dfaffer, fonbern pabbelt ftdh im \u00a9taube, toie ein echter ^mpneroogel.\t,\nOer Oon ben Sttbianern gegebene Dcame ift ein ^lattgbilb beg toeit h\u00f6rbaren Sritfeg, toeldhcit ber .'pahtt gur \u00a9alggeit augfi\u00f6\u00dft. Oicfer 3tuf bient alg Locfung f\u00fcr bag 2Beibd)en ober alg jperaug; forberung f\u00fcr ben liihnen tRebenbuhler. 3Benn bie 5}3aarungggeit Oor\u00fcber ift, h\u00f6rt man oon beiben \u00a9efdftc\u00e7htcrn einen toie ein pfeifen Uingenben, anfdhtoeUenben unb abfallenben Laut, tocld^er bie \u00a9ammlung ber \u00a9efellfd;aft gu begioedfen fdheint. S^nge 9canbug piepen toie Truth\u00fchner. (Sitten \u00a9d^mergeng; ober \u00a9djretfcnglaut h^l Coding nid\u00a9t oernommett; im 3orne aber faudhen bie tftanbug in fonberbarer, fdhtoer gu befchreibenber 2Beife.\nSOTit Slttgnahme beg \u00a9efd;madg ftnb alle \u00a9inne beg iRanbu fdharf unb aud; bie geiftigen f^\u00e4big; feiten feinegtoegg gering, Oer t\u00dfogel ift, laut Coding, ein feiner \u00a9eobadjter unb toei\u00a7 fidh nach","page":536},{"file":"p0536s0001table10.txt","language":"de","ocr_de":"ec/iWhctTM/. J3\u00dcSseldoff.","page":0},{"file":"p0537.txt","language":"de","ocr_de":"5ft \u00ab n b u.\n537\nben Umft\u00e4nben gu richten. Um bie (Kopnungen frieb\u00eficper (Rnfieb\u00efer, toetcpe ipm (Rupe laffen, totrb er fo vertraut, ba\u00df er (id) unter bie angebunbenen ^3ferbe unb (tftildp\u00ef\u00fcpe mengt unb (Utenfdpen unb \u25a0Jpttnben eben nur cm3 bem (Kege gept. Er treibet ba mitten unter ben gerben, unbek\u00fcmmert, unb forglo\u00ea, fe\u00efbft ein pa\u00efbe\u00ea \u00a3>au3tpier. \u00a9o fe^r er ben Leiter meibet, fo toenig flie\u00dft er ben SBetfjen, faite berfe\u00efbe nicpt bon $unben begleitet tbirb; er gept ^cc^fien\u00ea ein paar punbert \u00a9d)ritt toeit unb blicft bemfe\u00efben neugierig nad). (Den @aud)0 hingegen, wetter ipn jagt, flie\u00dft er angfi\u00eftc^ unb toenbet able ipm gu \u00a9ebote ftepenbe Sift an, um ber Stufmerffandeit feine\u00bb ^einbe\u00ea gu entgegen. (Riemat\u00eb fiept man ipn um bie (Randpo\u00ea eines Eingebornen unb unter beffen (Biep nur in angenteffener Entfernung, h\u00e4ufiger bemerkt man ipn gtbifepen ben (Rubeln be3 freuen \u00a9teppenpirfdje\u00ea, unb man kann bann beobad)ten, tbie ba\u00efb ein \u00a9trau\u00df, ba\u00efb ein #irfcp ftcpernb ben topf emporpebt, unb tote beibe gufammen beim leifeften 2\u00efnfd^eine bon \u00a9efapr nad) ein unb berfelben (Richtung pin^ entfliegen. Eine \u00a3>orbe Snbianer berfept ben (Ranbu in namentofe (Rngfi. (Bor ipr fl\u00fcd^tet er, ftunbentang ciligft laufenb, tpeitt feine (Beft\u00fcrgung anberen (truppS mit, toeldpe an ber $Iudjt tpeilnepmen unb bringt felbft (\u00dfferbe unb (Rinberperben in (Belegung. 3>n entfernten \u00a9egenben, too er feiten (Mnfdpen gu fepen bekommt, geigt er bor bem (Reiter, nidpt aber bor bem Fu\u00dfg\u00e4nger, \u00a9d)eu, unb eS fifjeint faft, al3 ob er ben Unteren gar nicpt gu fc^\u00e4feen toei\u00df. Der S\u00e4ger, toetdper auf Rauben unb g\u00fc\u00dfen unter bem (Kinbe m\u00f6glidpft uap an eine (Ranbuperbe perankrieept, fobann, auf bem (Bauche liegenb, mit einem (tuepe pin; unb perfeptoenkt, erregt ba\u00efb bie Stufmerkfamkeit ber (B\u00f6get; benn biefe finb p\u00f6djft neugierig unb k\u00f6nnen ber (Bertodung nidtjt ioiberftepen, fiep bon ber ipnen unbekannten Erfdpeinung gu bergetbtffern. SP1' dfti\u00dftrauen bleibt atterbing\u00ea ftet\u00ea toadp; aber bie (Reugierbe \u00fcbertoiegt, unb halb fielet ber S\u00e4ger bie gange \u00a9efettfdpaft, ben \u00a3>apn boran, mit taugen ip\u00e4tfen unb borfxdt>tig auftretenb, aI3 f\u00fcrchteten fie \u00a9er\u00e4ufcp gu machen, ftch n\u00e4hern. Dabei gehen fie hin unb her, bleiben furge Beit lang fielen, treiben fetbft; trenn aber ber S\u00e4ger bie \u00a9ebutb nid)t bertiert, nahen fie ftch fdplie\u00dfticp bod) bi3 auf ioentge \u00a9dritte.\n(Mprenb ber (Regengcit \u00e4fft ftd) ber (Ranbu borgug\u00f6ioeife bon &'tee unb \u00dferbtpieren; fp\u00e4ter fud)t er jene fepon ertb\u00e4t)uten \u00a9teilen auf, toeldje ba\u00a7 (Bieh bitngte; benn ba3 pier Wachfenbe \u00aera3, ibe\u00efcpe\u00ea bom 3Bitbe ober bon bem \u00a3erbenbiep berfepm\u00e4pt tbirb, giept er altem \u00fcbrigen bor. g\u00fcr bie au3 Europa eingef\u00fchrteu (ftupgeib\u00e4dpfe geigt er eine feinen \u00a9efdjmacf ehrenbe (Bortiebe, unb trenn ein (trupp bie (Rlfatfafetber ober ben \u00a9em\u00fcfegarten eine\u00ea Stnfiebter\u00ea entbedt, \u201efo gibt e3 gu h\u00fcten, trenn noch ein gr\u00fcne\u00ea (Btatt \u00fcbrig bteiben foil.\" (Dagegen bringt er auep trieber (Ruhen, inbem er ktettenartige \u00a9amen, fotange biefetben noch gr\u00fcn ftnb, fepr gern bergeprt. Diefe Stetten trerben burdp ipre H\u00e4ufigkeit in mandpen \u00a9egenben f\u00fcr bie (Biepg\u00fcdpter gunt fttuepe. \u00a9ie fepen fid) in bie (Mpnen unb \u00a9dptreife ber (\u00dfferbe, ober in3 pe3 ber \u00a9epafe, ftlgen fidt> barin feft unb maepen bie (KoIIe g\u00e4ngtid) unbraud)bar, f\u00fcpren aber auep niept fetten ben (tob be\u00ea DpiercS perbei, treit ber (Reig be3 \u00a9tacpetfamenS auf bie \u00a3aut baffelbe beranta\u00dft, fiep gu fdpeuern unb gu berirunben; eine (Kunbe aber, treldpe ba\u00efb bon (tftaben trimme\u00eft, pat ben Dob be3 Dpiere\u00ea regelm\u00e4\u00dfig gur $otge. \u201e(Ker einen eingigen (ftanbumagen int Degember unterfudpt pat\", fagt (B\u00f6ding, \u201etoei\u00df, in toetdpen (Mffen ber \u201e\u00a9trau\u00df\" biefen \u00a9amen bergeprt, unb fd)on be\u00eapa\u00efb allein berbient er bie \u00a9d)onung allgemein, tretd;e ipm ber benkenbe Sanbbeftper bereite angebeipen l\u00e4\u00dft.\" ie^er 3^ un^ Ie^em ^^tcr ber (Bogel ^erbtpiere ber berfdpiebertften 2trt, naep (Berftdperung ber \u00a9aud)o3 auep \u00a9dplangen unb anbere fteine Surdpe, unb beptif\u00e4 ber (Berbauung nimmt er, trie bie .fp\u00fcpner, \u00a9teindpen gu fiep. Er trinft fetten; e3 fepeint atfo, at\u00a7 ob ber (tpau unb (Regen ipm l\u00e4ngere Beit gen\u00fcgen f\u00f6nne; toenn er aber an ein (Kaffer fommt, fdp\u00f6pft er mit bem \u00a9cpnabel unb l\u00e4\u00dft ba3 (Kaffer burdp Emporpatten be3 \u00c4opfe3 in ben \u00a9dplunb pinabftie\u00dfen, tbie bie \u00a3\u00fcpner e3 tpun. (Die \u00a9efangenen trinfen regelm\u00e4\u00dfig.\ndftit (Beginn be3 gr\u00fcpling\u00ea, auf ber ftiblicpen ^atbfuget atfo im Oftober, fammett ba\u00ea (Mnucpen, toe\u00efdpe\u00ea naep Stbtauf be\u00ea gtoeiten Sap\u00ab\u00ea fortpftangung\u00eaf\u00e2pig tbirb, brei bi3 fteben, in fettenen g\u00e4lten mepr Rennen um fidp unb bertreibt anbere (^\u00e4pne burdp \u00a9cpnabetpiebe unb $l\u00fcgel; fdpt\u00e4ge au3 feinem (Berekpe. (Bor bem (Keibdpett f\u00fcprt er, tbie tbir an unfern \u00a9efangenen beobadpten","page":537},{"file":"p0538.txt","language":"de","ocr_de":"538\nVie S\u00e4ufer. Ringfl\u00fcgler. \u00a9traute.\ntonnen, t;\u00f6d;ft foubcrbarc V\u00e4ngc auf. (Sv fdjrcitet mit loeit auggebreiteten, herabh\u00e4ngenben kl\u00fcgeln t)in unb her, beginnt gutoeilen pl\u00f6fetid) gu\u00dferorbentlidj fdf;ne\u00ef\u00ef gu rennen, fdjl\u00e4gt mit un\u00fcbertre\u00dftidjer \u00a9etoaubtheit bvei ober oier Hafen nad) einanbev, m\u00e4\u00dfigt feinen Sauf nnb ftolgirt imirbeoofl ioeiter, beugt fid) etioag heruieber itnb f\u00e4ngt bag alte \u00a9piel oon neuem an. Oabei \u00df\u00f6\u00dft er ein bumpfeg, br\u00fctlenbeg \u00a9efdjrei aug, gibt \u00fcberhaupt in jebcv H'inftd\u00df gro\u00dfe (Srregung funb. 3n ber Freiheit geigt er unter biefen Um\u00df\u00e4nben feinen Vciitfj nnb feine $antpflu\u00df blog anberen 3Jc\u00e4nnd)en gegen\u00fcber, in ber \u00a9efangenfd)aft f\u00e4llt er feinen V\u00df\u00e4rter ober \u00fcberhaupt alle SJieufdjen an, meld)e er fennt, oerfud)t ihnen \u00a9djnabelhiebe beigubriitgen nnb fd\u00df\u00e4gt aud) iool)t, toie ber afri\u00efanifdjie \u00a9trau\u00df, peftig mit ben $\u00fc\u00dfen aug. 33 ob inn\u00e9 beobachtete an bem $aare beg in fo oieler jpinfidpt auggcgeidjneten f\u00f6lner ^^tergarten\u00ea, ba\u00df ber Hahn fiep pin nnb ioieber auf einen beftimmten $led fef\u00dfe unb baburd), ohne ba\u00df man ein \u00a9djarren benterfen tonnte, allm\u00e4hlich eine Vertiefung bilbete, in toeldje er auggeriffeneg biirreg \u00a9rag in ber V\u00dfeifc marf, ba\u00df er im Oahinfd\u00dfeiten bie Salute hinter ftdj fcbleuberte unb Oieg folange fortfefde, big biefelben in bie St\u00e4lje ber Vertiefung gelangten. Sllgbann hier ioieber ^3la\u00a3 uepmenb, orbnet er bie \u00a9to\u00dfe nad) beftem \u00a9rmeffett, menu aud) giem\u00efid) unorbentlid) unb Oermorren. Oag 2\u00f6eibd)en bef\u00fcmmevt fid) nid)t um biefeg Treiben. $n ber $ampa finbet mau, laut V\u00f6diug, noch oor bem Vr\u00fcten, melcpeg oon Vtitte Oegember an beginnt, eingelne (Sier, melche bort $inblinge genannt toerben: \u00dfe r\u00fchren oon ben guerft befruchteten Hennen her, ioeldje bie Segenotl) \u00fcberrafchte, beoor nod) bag \u00e4ft\u00fcnndjen fich f\u00fcr einen Sceftplah entfdneben hatte. Oag Steft ift hier ftetg eine flache Slugh\u00f6hlung an einem ber Ueberfd)toemtmtng nid)t auggefe^ten unb audj \u00fcbrigeng trodnen Orte, melier m\u00f6glidj\u00df oerborgett unb feitlid) Oon Oiftcln ober hohem \u00a9rafe gefdj\u00fcht mirb. Slllermeift finb eg bie S\u00f6cber, melche bie mitben \u00a9tiere machen, inbem fie fid) mit bem \u00a9dhulterbtatt auftegen unb Oennittelg ber Hinterbeine um elftere herumbemegeit, in ber Stb\u00dfdjt, fich ber Viegfliegenlaroen in ihrer Haut Su entlebigcn. \u00a9oldje \u00a9teilen benutzt bag Vieh regelm\u00e4\u00dfig alg \u00a9taubbab folange, big fie it)m gu biefem 3n?ede gu tief erfd)eincn, unb fie bieten bem Stanbu ein S^eft, in meld)em bie gr\u00f6\u00dfte Slrbeit bereitg gethan ift. finbet er leine foldje SJlulbe Oor, fo fdjarrt er nur an einer ihm gufagonben \u00a9teile ben \u00df$\u00dfangen\u00fcbergug meg, f\u00fcttert biefelbe fehr notl)b\u00fcrftig am Voben unb Staube mit einigen \u00a9ragljatmen aug unb l\u00e4\u00dft fein V\u00dfeibcpen fiebert big breiunbgioangig (Sier hiueinlegen. Slgara erg\u00e4hlt, ba\u00df man gumeiten fiebgig big ctd)tgig \u00a9ier in einem Stefte ftnbe, unb Oariotn gibt menigfteng ihrer oiergig big funfgig alg h\u00f6chfte 3lngal)l ; V\u00f6diug hingegen fagt, ba\u00df bie \u00a9audiog mohl behaupteten, eg g\u00e4be \u00a9elege big funfgig \u00a9t\u00fcd, er felbft aber niemalg mepr \u00a9ier alg breiunb; gmangig unb im Ourdjfdhnitt breigehn big \u00dfebgel\u00dft in einem \u00ef\u00ef\u00eeefte gefunbeu f>abe. Oie \u00a9ier felbft finb oon fet;r oerfdjiebenem Umfange, ba \u00dfe oon \u00a9\u00e4nfeeiergro\u00dfe big gum Ourd)tneffer oon f\u00fcnf 3od nad) ber S\u00e4ttgenare medfeln. Um bag Veft herum, oon feinem Staube an big gum Slb\u00dfanbe oon funfgig \u00a9djritteu finbet man ftetg ginblinge, meld)e frifd)er alg bie Stefteier fmb. Oie F\u00e4rbung beg \u00a9ieg ift ein matteg \u00a9elblichioei\u00df; bie 3eid)nung befteht aug flehten gr\u00fcngelben \u00df$\u00fcnftd)ett, meld)e bie gro\u00dfen \u00dfSorett umgeben, \u00a9omie aber bag \u00a9i ber \u00a9onne auggefeht loirb, Oerbleicht eg rafdj unb fieht bereitg nad) ad)t Vagen fchneemei\u00df aug. Stadlern bag Steft feine \u00a9iergapl erhalten hat, beforgt bag SMundjen bag Vrutgefd)\u00e4ft allein. Oie Hennen entfernen ftd) fogar oon benfelben, bleiben aber immer gufamnten unb innerhalb beg fr\u00fcher Oont Hahne behaupteten \u00a9ebieteg. fehlerer \u00dffct m\u00e4hrenb ber 9tad)t unb in ben Vtorgenftunben, big ber Vl)au abgetrodnet ift, \u00fcber beit \u00a9iern, oerl\u00e4\u00dft bann febod) in unregelm\u00e4\u00dfigen Stb\u00df\u00e4nben, loeld)e fid) nach ber V\u00df\u00e4rme richten, bag Ste\u00df, um gu ioeiben. Oiefe 3toifdjenr\u00e4ume f\u00f6nnen ohne \u00a9ctjaben f\u00fcr bie \u00a9ntmidlung beg \u00aeeimeg fehr gro\u00df fein: V\u00f6diug beobachtete eine oierft\u00fcnbige Slbmefenheit beg Stanbu oont Ste\u00dfe, unb erfuhr fp\u00e4ter, ba\u00df bie \u00a9ier baburch nicht gelitten hatten. Slttfangg \u00dft\u00df ber Hal)n nur lofe unb \u00dfhleid\u00df fid) beim geringfteti ocrb\u00e4chtigen \u00a9er\u00e4u\u00dfhe f\u00fcll abfeitg, big bie \u00a9efal\u00df oor\u00fcber; fp\u00e4ter hingegen br\u00fctet er fehr eifrig unb fd)nettt er\u00df bicht Oor bem Steiter empor, meift gum gro\u00dfen \u00a9d)reden beg ^\u00dfferbeg unb ebenfo beg nod) nid)t ge\u00fcbten Steiterg. Vei fotdjem j\u00e4hen Stuffahren gefd)ieht eg, ba\u00df ber ge\u00e4ugftigte Vogel eingelne \u00a9ier gertritt unb anbere aug bem Ste\u00dfe loirft, lo\u00e4hrenb er fonft fet)r oor\u00dfd)tig oerf\u00e4hrt, \u00a9eine Siebe","page":538},{"file":"p0539.txt","language":"de","ocr_de":"9? an bu.\n539\ngu ben (Stern offenbart er guu\u00e4d)ft baburd), baf er mit auggebreiteten kl\u00fcgeln unb fraufein \u00a9efieber bem fetter entgegentritt, fobann, nad)bem er ftdfbefonnen, im \u00e4^^d un^ ^wfenb \u00efangfam toegl\u00e4uft, a\u00effo bie SSerfteHunggf\u00fcnfte alter S3\u00f6gel nadja^mt, um bie Slufmerffamfeit oou feiner 23rut ab unb auf ftd) ^injulenfen. \u00a9inen \u00f6fteren 33efud) jretjt er gtoar nid)t gern, oerl\u00e4ft aber bag SReft, folange eg nid)t toirHid) gerft\u00f6rt tourbe, nur in feltenen g\u00e4lten unb bulbet fogar, baf einzelne \u00a9ier toeggenommen toerben. \u00a9egen \u00a9tinHDiere, SSeutelratten unb \u00a9^langen fod er bie (Sier mutt)ig unb erfolgveid) oet; t\u00ef>eibigen ; S3 \u00f6din g D\u00fbt \u00fcbrigeng niemals ein get\u00f6bteteg 9taubt^iev in ber Umgebung feinet SRefteg bemerft, tooDl aber bic^t baneben gerft\u00f6rte ginblinge gefe^en.\n2ln feinen \u00a9efangenen beobachtete S3obittug, baf ftd) bag S\u00dfeibc^en nur to\u00e4l)renb beg Segeng gum \u00dcRefie begab unb baf biefeg lebiglid) oom 2R\u00e4nnd)en \u00fcber\u00efoad)t tourbe. Setjtcie\u00bb lief} ftd) ^itt unb toieber auf ben \u00a9iern minutenlang nieber, ftanb hierauf unruhig toieber auf, to\u00e4lgte jene ^in unb Der, br\u00e4ngte ftc attg bem riefte, gog fie mit bem \u00a9d)nabet toieber herein u. f. to., oerlief aber fd)lief lid) bag SReft faft gar nid)t me^r unb oerfiattete aud) bem S\u00dfeibd)en, toeld)eg mit Segen fortfut)r, burebaug nid)t, baffelbe eingune^men. SDie .Ipenne mufte ftd) begn\u00fcgen, i^re (Sier neben bag 9ceft gu legen, unb ber \u00a3aDn gog biefe fofort gu ftdf) ing SRefi herein. S3on ber gtoeiteu S3rut erg\u00e4p berfelbe gorfdjer go'lgenbe\u00f6 : \u201e2>ie Segegeit begann \u00a9nbe 9Rai\u2019g. \u00a3)ag S\u00a3kibd)en legte in ber \u00effltyt ber oom 9R\u00e4nnd)en au\u00f6gef\u00fc^rten, mit \u00a9ra\u00ea^atmen fy\u00e4rlid) belegten Vertiefung in 3toifd)enr\u00e4umen oon gtoei Stagen elf (gier, tocldfte id) big auf eing fortna^m, um ein gleid)gettigeg Slu\u00f6fommen ber jungen gu ergieteu. SHad)bem ad^t (gier gelegt toaren, brachte id; alle ing SReft gur\u00fcd unb nad)bem bag neunte gu \u00a3age gef\u00f6rdert toar, begann bag 9R\u00e4nnd)en, toeld^e\u00f6 bie \u00a9ier oielfacD getoenbet unb Din; unb Dergefd)oben Datte, gu br\u00fcten. \" 3toei \u00a9ier legte bag S\u00dfeibd)en nodD neben bag STceft, unb aud) fte tourben oom \u00dcR\u00e4nnd)en DerbeigeDolt unb unter ben K\u00f6rper gebracht. SRit^t nur bei meiner fRnn\u00e4Derung blieb baffelbe ruDig ftfren* fonbern id) fonnte tt)ni audD, oDue baf eg feDr beunruDigt toorbeu to\u00e4re, \u00a9ier unter bem Seibe fortneDmen unb unterfud)en. \u00a3)er fortto\u00e4Dvenb oom Rimmel ftr\u00f6menbe Regelt lie\u00a7 midD f\u00fcr bie @efunbt)eit beg armen S3ogeIg f\u00fcrchten ; allein baf \u00a9eftr\u00e4ud), neben toeldDem bag SReft angelegt toar, gcto\u00e4Drte bodD einigen \u00a9c^ul^, unb fo fam benn enblid) nacD Verlauf oon fed)g -\u00e4\u00f6odjen ein Heiner \u00a9trauf gur SBelt. \u00a9r fanb bie erften \u00efage bag toarme planen unter ben giif\u00eaen beg #errn fSapa fo beDaglid), baf oon il)m nur bag \u00ae\u00f6pfd)en gu feDen toar, toeld)eg er bigtoeilen gtoifd)ett gl\u00fcgel unb K\u00f6rper beg alten S\u00dfogelg D^borftredte. \u00aeam er ja einmal gum Vorfd^ein ober tourbe oon mir Der\u00fcorge\u00ffolt, fo lief er eilig toieber auf ben Vater gu. berfelbe Dob forgf\u00e4ltig einen gl\u00fcgel, unb im SRu toar bag junge Xf)kx barunter gefdppft. 3^ei \u00a3age toar ber Heine S3urfdDe oDue SRaDrung. \u00a9g niante mir 2)ieg gar feine \u00a9orge; idD backte mir, baf er fc^on fontmen unb fud)en to\u00fcrbe, fobalb ber \u00e4Ragen einigeg 33erlangen fp\u00fcrte. Unb fo gefdDaD eg audD- Sim britten \u00a3age frod) ber Heine S\u00dfeltb\u00fcrger toieberDolt unter ben gl\u00fcgeln DerOor unb fing an gu fudDeu. kleine \u00a3\u00e4lmdDen unb \u00a9anbf\u00f6rnd)en tourben aufgelefen, unb halb mad)te er ftd; audD an bie \u00ab)m oorgetoorfenen \u00a9emmelfrumen. S3om SRefte entfernte er fid) nur ungern, unb ber alte Vogel br\u00fctete nodD emftg fort auf einigen \u00a9iern, toeld)e idD iDm gelaffen, toeil an ber 2R\u00f6glid)feit, 3>unge baraug gu erhalten, nodD nidDt gegtoeifelt toerben burfte. SRadDbem idD eublidD, oier big f\u00fcnf \u00a3age fp citer, alle Hoffnung auf; gegeben, entfernte icD jene unb oeranlafte ben alten S\u00dfogel, toelt^er, feitbem er ein Smtgeg Datte, bag SRefl gar nidDt meDr oerlief unb gemeinfd)aftlidD mit feinem $inbe bag oorgetoorfene S\u00dfeifbrot oerfpeifte, aufgufteDen. \u00a9r begann nun audD, gefolgt oon bem jungen \u00cfD^ere/ wmDergugeDen unb gu grafen. \u00a3>ag Sunge fammelte \u00a9eniefbareg oon ber \u00a9rbe auf, ppdte \u00a9ragfpifeen ab unb fing an, 3agb auf gliegen gu madDen, to\u00e4Drenb eg Slmeifeneier unb gleifd)ft\u00fcddDen oerfdDm\u00e4Dte. S\u00dfieber; Doit am XciQt unb regelm\u00e4\u00dfig abenbg gegen ftd) Vater unb \u00c6inb auf iDr SReft gur SRad)truDe gur\u00fcd, unb erft ffs\u00e4ter tief ftd) ber elftere an beliebigen \u00a9teilen beg \u00a9arteng gum Slugruf)eu nieber. \u00a9ogleid) naDm ber junge Vogel fein ioarmeg f3t\u00e4^d)en unter bem gl\u00fcgel beg Sllten toieber ein, unb ftredte, fobalb ftd) ein auffalfenbeg \u00a9er\u00e4ufdD erDob, neugierig bag ^\u00f6ftfcDen DerOor.\" S5)ag ^ungc trug ein","page":539},{"file":"p0540.txt","language":"de","ocr_de":"540\n\u00aete S\u00e4ufer. \u00dfurgfl\u00fcgter. \u00a9traute.\ngraue\u00ea \u00a3)mtenfleib mit bunf\u00efen 2\u00e4ng3ftreifen, patte etwa bie \u00a9r\u00f6fje eine\u00f6 fiatfen fReb^u^ne\u00eb, \u00fcber felbftverft\u00e4nbtidp l\u00e4ngere Seine nnb einen verp\u00e4ttnifjm\u00e4fjig langen \u00a3>at\u00a7.\n2Iucp in \u00a9\u00fcbamerifa ift bie SInftdpt giemtidp allgemein Verbreitet, bafj bie ^inblinge gu ber erfieit Sftaprung ber jungen bienen. t\u00a3)obrippofer erg\u00e4plt, bafj bie $\u00fccptein von bem SQUinndjen ge\u00e4gt Werben unb gun\u00e4dpft bie von biefcm aufgefdptagenen \u00a9ier freffen. S)er Sj\u00dfring fagt, ba\u00a7 ba\u00a7 3er: brecpcn berfe\u00efben nur be\u00eapa\u00efb gefdpiept, um Vremfeit unb fliegen herbei gu loden, Weldpe ben jungen gur erften SRapruitg bienen. V\u00f6ding begWeifelt bie V\u00f6aprpeit beiber Angaben, Weil Weber ein Statut*; forfcper, ttodp ein Veobacpter al3 3euge f\u00fcr fie einftepen fann, unb bie jungen nacp feiner Veobadptung, fobalb fie f\u00e4pig fmb, gu fielen, \u00c4erbtpiere fangen, an folgen aucp W\u00e4prenb biefer 3\u00abt burdpau\u00ea fein Mangel ift.\n3n \u00a9\u00fcbamerifa fdpl\u00fcpfen bie erften jungen Stanbu\u00ea 2Infang\u00a7 Februar au\u00ea, im Stovben etWa\u00ea fr\u00fcher, im \u00a9\u00fcben fp\u00e4ter. \u00a9ie tvadpfen erftaunlicp rafdp; benn fie ftnb nacp givei SBodpeu fdpon anbertpalb $ufj pocp. Stm britten ober vierten Stage ipre\u00ea Seben\u00ea foil fein SJ\u00efenfcp mepr im \u00a9tanbe fein, fie im freien f\u00c7elbe eingupolen ; fr\u00fcher aber ift SDie\u00ea nt\u00f6glidp, tveil fie ftdp, Wenn fie gejagt Werben, platt auf ben Voben br\u00fccfen. Ungef\u00e4hr f\u00fcnf V\u00dfodpen lang folgen fie bem Vater allein; nad) unb nacp gefeiten ftd^ aucp tvieber bie V\u00f6eibdjen gu ber Familie, $m ^erbfte, atfo im Slpril ober im SJlai, pat ber junge Scanbu fein f\u00c7laumenf\u00efeib fdpon mit bem erften, fdpmugig gelbgrauen f\u00c7eberfleibe Ver; taufet. S\u00a3)ie jungen .Jp\u00e4pne laffen ft cp an iprent ft\u00e4rferen V\u00f6ucpfe batb unterfdpeiben; in jeber-Ijperbe aber finbet man einige $\u00fcdplein, tveldpe verf\u00fcmmert, b. p. fe^r flein ftnb.\n-V\u00f6ding nimmt an, bafj man bie Seben\u00eabauer be\u00ea Stanbu auf vieren bi\u00ea funfgepn Sfapre fdp\u00e4pen f\u00f6nne, unb glaubt, baff viele von ipnen an Stlter\u00e4fdpw\u00e4dpe fterben, ba er gur VBinter\u00eageit \u00f4fter\u00ea einge\u00efne antraf, tvelcpe im Verenben Waren, aber feine \u00a9pur \u00e4u\u00dferer Verlegung ober innerer Vergiftung an ft dt) trugen. Unter ben gieren pat ber Sianbu eigentlich feine f\u00c7einbe. \u00a93 Wirb gtvar pier unb ba ein \u00a9rtvadjfener bie Veute be\u00ea \u00c4uguar\u00e4 unb ba\u00ea 3>unge auch Wepl von einem gttdpfe ober Slbler tveggenomnten; biefe gatte b\u00fcvften jebocp fetten fein, nicpt einmal ba\u00ea 3erft\u00f6ren be\u00ea Stefte\u00ea oft vorfommen. \u00a9pafjpaft ift bie Abneigung, tvelcpe ber anterifanifdpe \u00a9po-renfiebip gegen beu \u00a9traufj pat, obgteidp biefer ipm geWifj niemals ein Seib guf\u00fcgt. Sc\u00e4pert ft dp ein Sianbu bem \u00a9tanbe eiltet folcpen \u00c6iebippaare\u00ea, fo ftofjen beibe (hatten unter unaufp\u00f6rlidpent \u00a9efdprei Voie Grapen auf einen Ralfen perab. \u00a9ine 3eitlang unterp\u00e4tt \u00aeie3 ben D\u00eeiefen; er Weicpt burd) \u00a9eiten; fpr\u00fcnge unb gl\u00fcgelfdptvenfen ben \u00a9t\u00f6fjen au\u00a3 ; nacp unb nacp aber tvirb ipm bie J^artn\u00e4digfeit feiner Ou\u00e4tcr bod) t\u00e4ftig, unb er entfernt ftd), Ivenn audp nidpt, opne Von ipnett nodp eine \u00a9trede S\u00dfege^ p\u00f6pnenb verfolgt gu iverben. \u00a9mpfinblidper plagt ipn eine ipm eigentp\u00fcmlidpe 3<^dc unb ein \u00a9in; getoeibetvurm, ivelcpen man gu jeber 3ed be\u00ea Sapre\u00ea bei ipm gtoifcpen ^aut unb SD\u00eeu\u00f4felfleifdp, b\u00fcnbelf\u00f6rntig ivie \u00a9uppcnnubcln gufammengeroKt, finbet. 2)a3 fetter unb ber SJienfd) ftnb bie gef\u00e4prlicpften geinbe be\u00a7 Sianbtt. \u00a9erabe gur 3\u00abt, Wenn bie V\u00f6gel br\u00fcten, pflegen bie giften bei frifcpem S\u00f6inbc bie \u00a9teppe angug\u00fcnben, um ba\u00ea vovj\u00e4prige trodne \u00a9trop gu entfernen, \u00a9in foldper \u00a9teppcnbranb fcpeudpt alte Spiere in bie feudpten Dcieberuttgen, gerft\u00f6rt fepr viele fd)\u00e4blicpe, aber audj eine IXJlaffe von Heftern ber verfd;iebenen \u00a9rbbr\u00fcter. SDer \u00a9teppeitbelvopner fammelt opne \u00ef\u00efb\u00fcdftdpt alte SRanbueier, bereu er pabpaft iverben fanit; bie \u00a9audjo\u00ea paben ftdp befottbere ^unftgriffe angeeignet, um alle \u00a9ier eine\u00ea \u00a9trau\u00a7ennefte\u00ea, opne ba\u00a7 ein eingige\u00ea gerbridpt, nacp ^aufe gu bringen, \u00a9in fotdpe\u00ea \u00a9i Wirb funfgepn ^\u00fcpuereiern gleid;gefcp\u00e4pt unb von ben \u00a9ingcbornen fepr gern gegeffen. 2Ran \u00f6ffnet bie \u00a9pipe, giefjt ba\u00ea 2\u00f6ei\u00a7e, ivctd^e\u00ea einen groben \u00a9efdpmad beft^t, ab, tput etiva\u00e8 f^ett, Pfeffer unb \u00a9atg in\u00ea innere uttb foept ben hotter bann in ber eignen \u00a9d;ale unter beft\u00e4nbigem Umr\u00fcpren. Um ein \u00a9i im V\u00dfaffer part gu fteben, Wie bie \u00a9urop\u00e4er gcW\u00f6pnlid; tpun, bebarf e\u00e4 viergig VRinuten 3\u00abt. Uebrigen\u00ea ift ba\u00ea \u00a9i gu alten \u00c4'\u00fcdpengtvcden bienlidp; p\u00e4lt fiep aber nidpt lange, gept rafdp in ft\u00e4utnijj \u00fcber unb plapt bann entWeber mit einem \u00c4natt, ober Wirb von Keinen V\u00df\u00fcrmern, meld)e burdp bie Voren ber \u00a9epate einbringen, au\u00eagefreffen. \u00aea\u00ea VMlbpret ift grob Wie Spferbefteifdp, pat aud) bie F\u00e4rbung be\u00f6 tepteren, tvirb aber bod; von ben Snbianern gegeffen, W\u00e4prenb","page":540},{"file":"p0541.txt","language":"de","ocr_de":"R an bu.\n541\nbie \u00a9urop\u00e4er nur bic tooplfd;medenben jungen genie\u00dfen; bal reidptiep oorpanbette, \u00f6lige, b\u00fcnn\u00ab fl\u00fcffige f\u00c7ett eignet fid) frifdp Oortreff\u00efidp gum \u00c4\u00fcdpengebraudp, p\u00e2lt ftdp aber ebenfalls nidpt lange unb ift, erf\u00ee rangig geworben, nidpt einmal mepr tanglic^ gur Seberfdpmiere; ba! Seber pat, obgleich el giemlid; toiberfianblf\u00e4ptg ifi, in bem an Rauten fo reicplid;en Sanbe feinen \u00a9ebvaud;IWertp. 9lu! ber \u00a3allpaut fertigen ftd; bie \u00a9aud;o! fleine \u00a9\u00e4de gu oerfepiebenen \u00a3au!gtoeden; au! bem fepr biegfamen bei Partei entfleibeten f\u00c7eberfd^aft bereiten fiep bie Knaben bie \u00a9dplingen, in benen fie bie \u00a9teifp\u00fcpner fangen, ober bie \u00a9rtoad;fenen geflochtene gierlidpe unb fiarfe Dteitgeuge, toeben ftdp audp toopl in allerlei Bedungen fdj\u00f6ne gufteppidpe baooit. Sluferbem bienen bie Gebern gu \u00a9taub\u00ab ioebeln, bie heften unb l\u00e4ngften aber gum \u00a9dpmud.\n\u00a9ie 3ngb toirb auf oerfd;iebene SBetfe aulge\u00fcbt, Bnbianer unb \u00a9auepo! oerfolgen ben iftanbu gu ^\u00dfferbe unb erlegen ipn mit S\u00f6urftugeln ober pe|en ipn burdp ^>unbe, toeuiger ber gu erlangenben Beute felbft toegett, all oietmepr, um bie \u00a9dpnedigfeit unb Stulbauer i^rer perrlicpen ^\u00dfferbe unb bie eigene \u00aeefdpidtid;feit in Jpanbpabung ihrer S\u00f6urffugetn gu erproben. 3n fold^er 2>agb oerfammeln fiep mehrere Leiter, fuepen unter bem S\u00f6inbe bie SScgel auf, n\u00e4hern fid; im \u00a9dpritt, fooiel fie f\u00f6nnen, unb beginnen bal kennen, fobalb bie \u00fcftanbu! unruhig toerben. Bnn\u00e4cpft fudpt man ein \u00a9t\u00fcdf aul ber #erbe gu trennen unb oerfolgt nun biefel allein. Strofc aller Giften finb bie \u00a9auepo! in f\u00fcrgefter Seit biept hinter ihm, unb berjenige Leiter, loetdper ihm gur Sinfen bahin fprengt, fdpleubert bie \u00c4ugeln, Vorauf einen Slugenblid fpater ber Stanbu, einem rieftgen geberflumpen vergleichbar/ \u00fcber ben Boben rollt unb burdp bie \u00a9etoalt bei eigenen Saufel get\u00f6btet toirb. fyeh\u00eft ber eine, fo tritt ber anbere Leiter ein; toenn el alfo bem gepepten Spiere nicht gelingt, einen \u00a9umpf gu erreichen, in meinem bie S\u00dfferbe fieden bleiben ober im \u00a9eb\u00fcfdp, in bem bie SBurffugeln nidpt gebraucht toerben f\u00f6nnen, ift el jebel SRal oerloren. 3\u00ab\u2122 \u00a3>epen bebient man ftd; einer Blenblinglraffe oon gro\u00dfen \u00e4ftepger\u00ab ober \u00a9dp\u00e4ferpunben mit 2\u00f6inbpunben, h\u00fctet fid; aber toopl, junge #unbe ohne Begleitung \u00e4lterer auf ben SRanbu anlaufen gu Iaffen, ioeil biefe Neulinge im Slugenblide bei Bugreifen! fo gefdptagen toerben, baf fie fidp \u00fcberfi\u00fcrgen unb befdp\u00e4bigen, ober fidp bodp einfdp\u00fcd;tern taffen. \u00a9ie 3agb mit bem \u00c7euergeioepr erforbert einen ftdpern \u00a9dp\u00fcpen. \u00a9er Dtanbu ifi g\u00e4htebig unb l\u00e4uft oft mit ber \u00c4ugel im Seihe nod; ioeit baoen. S\u00f6irb eine \u00a3erbe in ber oben befdhriebenen Slrt herbei\u00ab gelodft unb ein \u00a9t\u00fcc\u00a3 bei Bolle! gef\u00e4llt, fo umfpringen biefel bie \u00fcbrigen, fad! e! nodp gappelt, mit fonberbaren \u00a9\u00e4pen, all toenn fteBndungen in kl\u00fcgeln unb Beinen h\u00e4tten, nodp eine Bkite, fobaf ber \u00a9dp\u00fcpe Beit pat, einen gtoeiten \u00a9dpuf abgugeben. \u00a9er \u00c4nad an unb f\u00fcr fiep erfchredt fie nicht ; benn toenn fie g\u00e4nglicp gefehlt tourben, fli\u00e8hen fie nidpt nur nid;t, foubern fommen nodp n\u00e4per, um bie \u00a9adpe gu unterfud;en. (Sin oertounbeter 9Ranbu folgt feinem dtubet fefange er famt, fd;I\u00e4gt ftep bann abfeit! unb oerenbet adein.\n3n \u00a9\u00fcbamerifa fiept man aderorten Oianbul, toeld;e jung eingefangen unb gu palben \u00a3au!\u00ab tpieren tourben, frei unterlaufen, \u00a9ie geio\u00f6pnen fiep fo an bie \u00a9ertlidpfeit, auf toedper fie grof lourben, baf fie gegen Slbenb fiet! gur\u00fcdlepren. \u00a9in ^eone bradpte B\u00f6 ding oier \u00a9t\u00fcd, toeldpe er foeben gefangen patte, \u00a9ie modpten gtoei \u00a9age alt fein. Bun\u00e4dpft tourben fie in eine \u00c4ammcr gefperrt; pier aber liefen fie tautrufenb umper unb mit bem \u00c4opfe toiber bie B\u00df\u00e4nbe,\u2019 fobaf unfer ^orfdper nidpt \u00fcbel Sufi patte, fie ber fyreipeit gur\u00fcdgugeben. Slnt anbern dRorgerrloar ipre SBilbpeit oodft\u00e4nbig gebrodpen. \u00a9ie pidten bal gepadte f^leifch, loeldpe! man ipnen oorfireute, gierig auf unb tourben \u00e4ufjerft gapm, folgten iprem Pfleger, toenn er gu ^ufje toar, \u00fcberad pin, felbft gur 2>agb pinaul, geto\u00f6pnten fid; on ade! \u00a9fbare, gogen aber boep frifd;e! f^leifdp jebem anbern gutter oor unb mu\u00dften halb burep enge! \u00a9itter oon ber $teifdpfammer abgepalten toerben. SRit bem gaplreidpen ^cberoiep bei ipofe! lebten fte im frieblid;ften \u00a9inoernepmen ; oft lagen fie audp mitten unter ben $unben, um fid; gu f\u00f6nnen, unb ebenfo tiefen fte fid; oon einem gapnten \u00fc\u00dfapagei gebulbig ba! \u00a9efieber trauen. ?tll biefer fte einmal gebiffen patte, ntiebett fte ipn \u00e4ngftlidp. \u00a9treid;eln ober \u00fcberhaupt Siebtofungen, ja felbft 9lnfaffen liebten fie niept. 5lucp fie patten bie @ud;t, gl\u00e4ngenbe \u00a9ad;en gu oerfdpleppen ober gu oerfdpluden; fte oerftedten aber nie \u00a9ttoal, fonbern tiefen Side! faden, toeldpe! ipre \u00a9peitnapme","page":541},{"file":"p0542.txt","language":"de","ocr_de":"542\n\u00a9ie S\u00e4ufer. \u00aeutgf\u00ef\u00fcg\u00efer. \u00a9traute.\nnidjt mehr Befa\u00df. Sn \u00a9\u00fcbanteriBa legen bte \u00a9efangenen regelm\u00e4\u00dfig \u00a9er; gum dteftbau Bommt e0 hier aber nicht, meil man ihnen bte (Ster fofort nad) beut Segen megninitnt, um fie gu Benuhett.\nSn unfern Tierg\u00e4rten ift ber \u00ef\u00ef\u00eeanbtt eine fehr regelm\u00e4\u00dfige \u00a9rfd)eiming. \u00a9eine Haltung \u00bber? ttrfacht Weniger \u00a9djmierigBeitcn al\u00a3 bie eine\u00ea feben anbern \u00a9trau\u00dfe0 ; benn er Begn\u00fcgt ftd^ mit bem eiufadjften putter, fa\u00ef\u00ef\u00ea er ba\u00bbon nur genug hat, uttb ift gegen bie 9\u00eeau\u00ef$eit ttnfer\u00e2 \u00aeIima0 burd>au\u00ea nicht enthfutblid). Sdj t;alte \u00a9\u00f6cBtng10 Slnftcht, ba\u00df er fid) Bei un0 a!0 \u00a9arB\u00bbogel einB\u00fcrgeru taffen m\u00fcrbe, f\u00fcr nid)t ttitmahrfcheinlid), \u00bberntag aber nicht gu erlernten, melden Stufen er un0 Bringen B\u00f6nnte.\nSnt Sa^re 1789 erfdjien eine \u00a9efdmeiBitng ber Steife be0 \u00a9tatt^alter\u00ea 5p^ilif)f) ttad) \u00a9otan\u00bb \u00a9at> ttttb Braute ber miffenfd)aftlid)en 2Mt bie \u00aeunbe, ba\u00df aud) 9teul)odanb \u00bbon \u00a9trau\u00dfen Be\u00bb\u00f6lBert mirb. \u00a3)ie Beg\u00fcglic^e Slrt ber \u00c7ami\u00efie, in jenem SteifemerBe \u201eneuholl\u00e4nbifdjer \u00aeafttar\" genannt, mar nad) einer \u00bbout Sientenant J\u00a3\u00dfatte0 an Ort ttttb \u00a9teile gegeidjneten \u00a9Bigge aBgeBitbet uttb bie \u00a9efd)reihuug mahrfcheinlidj \u00bbon bem al0 \u00a9ogelBunbigett Ber\u00fchmten Satljam \u00bberfa\u00dft morbett. (Sine \u00bbiel Beffere \u00a9arftedung Brad\u00e9e ber 2lt\u00efa0 gu S\u00dferon\u2019S Steife; aber erft \u00a9cnitett, mcldjcr gefangene \u00a9\u00f6gel biefer Slrt Beobachten Bonnte, lieferte eine \u00a9efd)reiButtg, Welche nod) heutigen \u00eeage\u00eb muftcrgiltig genannt merben mu\u00df. Slnftatt ber \u00a9enennung \u201etteuhod\u00e4nbifcher \u00aeafuar\" m\u00fcrbe ber 9came \u00a9mit, mit meld)ern bie fr\u00fcheren portugieftfdjen \u00a9eefahrer einen rieftgen \u00a9ogel 9JtalaBBa0 \u00bberftanben hatten, angenommen, meit ftd) bie ttcuholl\u00e4nbifchen Slnftebler uttb mit ihnen bie Statur? forfd;er f\u00fcr ihn entfd)ieben hatten, \u00a9egenm\u00e4rtig Bentten mir biefett nc\u00fchoH\u00e4nbifd)en \u00a9trau\u00df giemlid) genau, aber eigentlid) bod) nur al0 \u00a9efangenen; benn \u00fcber fein greileben finb bie \u00a9erid)te immer ttod) b\u00fcrftig.\n\u00a3)ic \u00a9ntu0 (Dromaeus), metd)c mit 3ted)t al0 Vertreter einer Befonbern \u00a9tyhe angefet)en merben, Bitben gleid)fam ein SCRittelglieb gmifdjen beit Bisher genannten \u00a9trau\u00dfen ttttb ben \u00c6afttaren. Sn ber \u00a9eftalt \u00e4hneln fie bem \u00a9trau\u00df, haben aber einen gebrungeneren, unter festeren Stumpf uttb B\u00fcrgern $al0, ftehen auch niebriger auf beit \u00a9einen ttnb machen be0halb einen bttrd)au0 \u00bberfdiiebenen \u00a9inbrutf. SDer \u00a9djnabel ift gerabe, feitlid) fehr gufamntengebr\u00fcdt, auf ber fyirfte beutlid) gefielt, an ber \u00a9pipe gerunbet; bie gro\u00dfen Stafenl\u00f6djer, meld)e \u00bbon einer #aut \u00fcberbecBt merben, offnen fid) ungef\u00e4hr in ber \u00a9litte be0 \u00a9cBntaBel\u00ea ; bie g\u00fc\u00dfe ftnb fehr Br\u00e4ftig, Bi0 gum ^erfengelenB Befiebert, unten mit ftarBen \u00a9dnlbern BeBleibet; ber $u\u00df theilt ftd) in brei Behen/ *>eren t\u00e4tliche ftd) in ber S\u00e4nge gleichen unb meldje f\u00e4mmtlid) mit ftarBen N\u00e4geln Bemehrt merben; bte Fl\u00fcgel ftnb OerB\u00fcmntert, b. h- f\u00bb au\u00dferorbentlidh Blein, ba\u00df man fte nid)t BemerBt, menu fie an ben Stumpf angebr\u00fcdt merben ; ihre \u00a9efteberung unterfepeibet ftch nicht \u00bbon ber be0 S\u00ee\u00fcden\u00ea, bemgufolge ift oon eigentlichen \u00a9djmingen hier nicht gu reben, unb eBenfomenig Befipt ber \u00a9ntu \u00a9teuerfebern. 3)a0 \u00a9efteber BeBleibet faft ben gangen SeiB unb l\u00e4\u00dft nur bie \u00aeopffeiten unb bie \u00a9urgelgegenb frei. Side eingelnen Gebern, \u00bbon benen je gmet immer att0 einer S\u00dfurgel entfpringen, geidjnen ftch au0 frdrd) \u00d6r^\u00dfe S\u00e4nge, geringe \u00a9reite, auffadenbe \u00a9iegfamBeit ber \u00a9dj\u00e4fte unb fehr lodere0 \u00a9ef\u00fcge. 2)ie @efchled)ter unter? feheiben ftch titdjt in ber F\u00e4rbung, moijl aber etma0, menu auch nur menig, burdf; bie \u00a9r\u00f6\u00dfe.\n\u00a9i0 gum Sahre 1859 mar man ber Slnftdjt, ba\u00df bie \u00a9ippe nur bie eingige, oben genannte Slrt enthielte; in bem angegebenen Saljre aber Befc^rieB \u00a9artlett einen gmeiten \u00a9mit nach \u00a9efangenen be0 lonboner Tiergarten0, unb fp\u00e4tere Unterfucpungen ftedten feft, ba\u00df bie gefunbeuen \u00a9erfepieben? heiten nicht al0 guf\u00e4dige aufgefa\u00dft merben b\u00fcrften, fonbern ft\u00e4ttbig gu fein fepehten.\n\u00aeer \u00a9mu (Dromaeus Novae-Hollandiae) fiept beut afriBanifd^en \u00a9trau\u00df an \u00a9r\u00f6\u00dfe ttad), \u00fcber? trifft hierin aber ben Stattbu. \u00a9eine .fp\u00f6pe Betr\u00e4gt gegen 6 gu\u00df; neupod\u00e4nbifdje S\u00e4ger moden aud)","page":542},{"file":"p0543.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9mu.\n543\neinzelne QJl\u00e4nndjert ben 7 $u\u00a7 Stfcfyt erlegt Baben. Oie F\u00e4rbung be\u00a7 \u00a9efieber\u00ea ift ein fetyr gletd)= m\u00e4fgige^ SJ\u00eeattbraun, inclue auf bem \u00aeobfe, ber $ab\u00a7; unb St\u00fcdenmitte bunfeler, auf ber tlnterfeite\nf)ev \u00ae-RtU (Dromaeus Novae-Hollandiae),\naber etoa\u00a7 lifter erfdEjetnt. \u00a3)a\u00a7 Singe ift lebhaft Braun, ber (Schnabel bunfelBornfarben, ber $uf$ lid)tbr\u00e4unlid) ; bie nadten \u00cfBe^e \u00a9etfdjtS fe^en graubl\u00e4ulid) au3.\nOer gefledte \u00a9mu, melden SBartlett al\u00a7 Slrt aufftcKte (Dromaeus irroratus) unterfd^eibet ftd) burdj fd)lanleren Sau unb fdgb\u00e4djere $u\u00a7iburseln, l\u00e4ngere unb eine beutlic^e ^ledung ber Gebern, meld)e burd) eng gefteTCCte lidjtgraue unb htnfelbraune Ouerb\u00e4nber l)erborgebrad)t mirb. Slud) bie Silbung ber Gebern felbfi tbeidjt bon ber be\u00ea Sertoanbten ab.\n\u00a9obiel bi\u00ea je^t feftgeftellt Serben fonnte, barf man glauben, ba\u00a3 aud) febe ber beiben Strten einen berfdnebenen \u00a3i)eil SReuBollaub\u00ea belbol;nt, ber (Smu ben Often, fein Sertoanbter ben S\u00dfeften. Seftimmte^ berm\u00f6gen mir tr\u00fcber nid)t su fagen ; beim nod) rtid^t einmal bie \u00a9rennen be\u00ea Ser;","page":543},{"file":"p0544.txt","language":"de","ocr_de":"544\n\u00a3>te Sciufer. \u00c4urgfl\u00fcgler. \u00a9traute.\nbrettung\u00eafreife\u00e4 ber l\u00e4ngft Befannten Slrt ftnb genau feftgefieKt \u00bborben, unb fcpon pat ber Blutb\u00fcrftige dJbenfdp ben angiepenben Sogei aug fielen \u00a9egenbcn, in benen er fr\u00fcher h\u00e4ufig tear, g\u00e4ngltcp oer; br\u00e4ngt. Slug ben Seridpten fr\u00fcherer ^Keifenber ge^t pernor, bafj man ben \u00a9mu in Sotanp Sap unb sport Sacffon unb eBenfo auf ber \u00a9\u00fcbf\u00fcfte in dRenge antraf, bafj er audp umliegenbe Unfein p\u00e4ujtg Be\u00bbopnte, \u00fcberhaupt jebent SReifettben, \u00bbelcpcr SReupodanb Ber\u00fcprte, auffaden muffte, \u00bbeil er {tdp Gebern geigte, \u00aeegen\u00bbartig ift er auf Sanbiemenglanb fo feiten ge\u00bborbcn, bafj derjenige, \u00bbelcper ipn fepen \u00bbid, dRonate lang fucpen unb ftd) ben entlegenften feilen ber \u00a3mfel gu\u00bbenben mufj, \u00bbenn er einen einzigen Bemerten \u00bbid. Unb eBenfo pat man ipn non ber gangen \u00c4\u00fcfte \u00bbeiter unb Leiter nacp bem Innern gur\u00fcdgebr\u00e4ngt, fobafj er jept nur nodp auf ben gro\u00dfen \u00a9Benen im \u00a9\u00fcben SReupodanbg h\u00e4ufig gefunben \u00bbirb. 9iod) Bringt ung freilicp jebeg 3>apr eine dRenge leBenber \u00a9mug auf unfere Spiernwrtte, unb man oerlangt einen \u00efaum nennengtoertpen S\u00dfreig f\u00fcr bag \u00a9t\u00fcd; aBer bie \u00dfeit, in \u00bbeitler biefer \u00a9traufj eBenfo fetten fein \u00bbirb, \u00bbie gegenw\u00e4rtig Bereite bie gro\u00dfen \u00c4\u00e4ngurug e\u00ea ftnb, fd^eint nidpt fern gu liegen. dRit 9Recpt ergebt \u00a9oulb fdpon jept feine \u00a9timme, um ben adfeitig oerfolgten \u00a9parafteroogel jeneg \u00a9rbtpeilg aBfeiten ber Sep\u00f6rben \u00a9djup gu erwir\u00efen. 3>n eingelnen Speilen beg gl\u00fcdlicpen Sluftralieng fod er, nacp Serftcperung beg fd;ou meprfacp er\u00bb\u00e4pnten \u201ealten Sufdpmanng\" nodp gaplreidp oorfontmen ; aber biefe \u00a9egenben liegen Weit entfernt oon bem \u00a9etriebe beg \u00bbeifjen dRanneg, auf ben fogenannten \u00bbilben \u00a9Benen, Welche nur gutoeilen Oon einem einfamen \u00a9dp\u00e4fer Befudtt \u00bberben.\n$ier, too er mit feinem f\u00fcrdjterlidpften freinte, bem d\u00dfeifjen, nccp feiten gufamnten getroffen ift, geigt ftdp ber \u00a9mu toenig fdpett, unb gar nicpt feiten fommt er bicpt peran gu ben Belten jener Vorl\u00e4ufer ber \u00a9intoanberer. dRan fagt, bafj er fiep in Sruppg gu brei Big f\u00fcnf \u00a9t\u00fcd gufamnten; palte, nidpt aber grofje gerben Bilbe, unb in feinem Setragen bem \u00a9traufjen \u00e4pttle; icp glaube jeboep Bemerten gu miiffen, bafj diejenigen, oon benen biefe StngaBe perr\u00fcprt, fcpWerlid) Beibe S\u00f6gel mit einanber oergtidpen paben \u00bberben. SDenn \u00a9traufj unb \u00a9mu unterfdjeiben fiep, \u00bbie man au \u00a9efangenen \u00bbaprnepntett tarnt, in Gattung unb Setoegung fc \u00bbefentlidp, bafj ipr \u00a9ebapren \u00bb\u00e4prenb ipreg grei; lebeng gang Beftimmt oon einanber ab\u00bbeidpen \u00bbirb. \u00a9apitaitt \u00a9urrie Bemerft, bafj ber \u00a9mu ein auggegeidpneter Skttrenner ift unb begpalb gu einer 3agb Seranlaffung gibt, \u00bbe\u00efcpe ber Jpafenpepe in.\u00a9ngtanb minbefteng gteiepfommt, fadg fte biefelbe nid;t ttodp \u00fcbertrifft. \u00a9unningpam erg\u00e4ngt biefe dRittpeilung, inbem er bie 2>agb Befd;reiBt unb uttg mittpeilt, bafj gu ipr bte ^\u00e4ngurupunbe gebraudpt \u00bberben, bafj aber niept ade bie \u00a7epe aufnepmen, \u00bbeil fte ftdp oor ben gef\u00e4prlkpen gufjtritten beg Sogelg f\u00fcrdpten. \u00aeie Slnftebler bepaupten, bafj ber \u00a9mu im \u00a9taube fei, burep einen eingigen \u00a9cpiag feineg tr\u00e4ftigen gufjeg ben Unterfdjeufet eineg dRanneg gu gerbredpen ober ein dtaubtpier gu t\u00f6bten. \u00aeut abgerieptete \u00a3unbe foden ipn begpalb ftetg oon Oorn anfpringen, iptt am \u00a3alfe padett unb fo niebermadpen. \u00a3>ag SMlbpret \u00bbirb mit g\u00e4pent dinbfleifcpe Oerglicpen unb alg ein guteg \u00a9ffen ger\u00fcpmt, obgleidp eg et\u00bbag f\u00fcfjlicp fdjmeden fed, bag ber jungen fdpeint, ben \u00fcBereinftimntenben Seridpten gu golge, \u00e4ufjerft fdpmadpaft gu fein, fy\u00fcr 2eidC;parbt unb feine \u00a9ef\u00e4prten Bilbete ber \u00a9mu oft einen \u00a9egenftanb ber eifrigfien $agb. $)ie mutpigen deifenben fanbeu ipn g\u00bbi|d;en ber \u00a7\u00f6pe beg \u00a9olfg oon \u00a9arpentaria unb Sort \u00a9fftngton fo paufig, bafj matt auf bem fleinen 3Raume oon aept dReilen \u00a3>urd;meffer Rimberte, gu brei, f\u00fcnf unb gepn \u00a9t\u00fcden oereinigt, Bemerten tonnte. SDie \u00a9rbeutung eineg oon ipnen \u00bbar aber in ber armen d\u00f6\u00fcfte jebegmat ein freubigeg \u00a9reigni\u00a7. Seidpparbt Bemertt, ba\u00a7 bie \u00a9ingebornen bem \u00a9mu, um ipn gu t\u00f6bten, bie Fl\u00fcgel Bredjen, \u00bbeil fte glauben, bafj biefe ipm gum \u00a9nttommen bienen. Sou bem erlegten S\u00f6gel \u00bbirb \u00fcbrigeng nur \u00bbenig f\u00fcr bie ^\u00fcdpe Benupt, oorgugg\u00bbeife bie \u00a9dpl\u00e4gel, \u00bbeld;e freilidp fo grofj ftnb, baf \u00a9unningpam oerftdpert, eg fei bag Befdp\u00bberlidpfte \u00a9efdp\u00e4ft getoefen, \u00bbelcpeg er je auggef\u00fcprt, g\u00bbei fodper beulen eine dReile peim\u00bb\u00e4rtg gu tragen, diaep Slttgabe beg \u201ealten Sufdpntanng\" \u00bbirb ber \u00a9mu gi\u00fcoeilcn fepr fett, unb bann todpt man bag fjleipp pauptf\u00e4dplid;, um bag Del gu ge\u00bbiuuen, \u00bbeldjeg in ben Slugen beg S\u00e4gerg alg ein un\u00fcbertrefflidpeg dRittel f\u00fcr ade m\u00f6glichen $ranfpeiten, namentlidp aber gidptifdpe Slttf\u00e4de gilt. Sei ben \u00a9ingebornen Beobachtete \u00a3eid>parbt fonberbare \u00a9ebr\u00e4udje Beg\u00fcglid;","page":544},{"file":"p0545.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9mit. x\t545\nber Vermeidung beg erlegten @ntu: fo b\u00fcrfen g. S3, bie jungen SCft\u00e4mter unb Vuben SRidhtg ten feinem gleifdje effen.\nlieber bie $ortbftangungggef<hichte beg freilebenben \u00a9mu miffen mir nocf) menig. \u00a9ou lb f\u00fcgt, ba\u00df bag VSeibften fedjg big fieben fdj\u00f6ne bunfejgr\u00fcne, margig gefornelte \u00a9ier in eine aug; gefdjarrte Vertiefung beg Vobeng, am liebften auf fanbiger (Stelle legt, unb ba\u00df beibe \u00a9atten beg 5$aare\u00eb ftd^ beft\u00e4nbig gufammenhalten unb bag SDR\u00e4und^en einen regen Slntheil am Vr\u00fcten nimmt. Venn et t gibt an, ba\u00df bag 9Reft auf einen bufftigen jp\u00fcgel eingegraben merbe unb regelm\u00e4\u00dfig eine ungerabe 2lngal)l oon \u00a9iern enthalte, entmeber neun, elf ober breigehn \u00a9t\u00fcd. \u00a9enauereg ^aben mir an \u00a9efangenen erfahren. V)er \u00a9mu ^flangt ftd; leichter alg jeber aubere \u00a9trau\u00df in bei* \u00a9efangenfcfjaft fort, \u00a9d)on bag ^aar, melcfjeg Vennett im lonboner Tiergarten (umg 3>aht 1830) beobachtete, br\u00fctete; feitbem hat man nicht blog in bemfclben \u00a9arten, fonbern aud) in ben meifien \u00fcbrigen S^adbfommenfdEjaft erhielt, Oft V)eutfct)lanb l;at bei* \u00a9mu meinet V\u00f6iffeng guerft im Vhiergarten SBien unb gmar im Ofthre 1864 gebr\u00fctet, unb bie babei oon Hartmann gemalten Veobadftungen m\u00f6gen hier im Slugguge folgen.\n3>u \u00a9rmangelung eineg V\u00f6interhaufeg m\u00fcrbe bag S\u00dfaar im \u00a9p\u00e4therbft in eine oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig ger\u00e4umige Slbtheilung eineg S\u00dfferbefiaUeg \u00fcbergefiebelt unb erft im Slpril mieber auf feinen \u00a9ommer; pla^ gebracht. SDag V\u00dfeibchen begann am 24. d\u00eeooember 1864 gu legen, fuhr bamit fehr unregel; m\u00e4\u00dfig fort unb beenbete bag Seggefd^\u00e4ft erft am 1. Oftni 1865. SB\u00e4hrenb beg \u00a9interg m\u00e4ren neun \u00a9ier ergielt morben; 00m Styril an legte bei* Vogel regelm\u00e4\u00dfiger unb gmar am 6., 12., 15., 19., 22., 26. unb 29. Slfml, am 2., 5., 9., 12., 15., 18., 21., 24., 27., 29. 9Jtai unb enbltd) am 1. $uni. \u00aeie elften \u00a9ier maren leidster alg bie, mel<he im Fr\u00fchjahre gelegt m\u00fcrben ; jene m\u00f6gen gmifchen 30y2 unb 31% Soth, biefe gmifchen 33 unb 335/i6 \u00a3oth miener \u00a9emicht. 2lnt 25. SO^ai m\u00fcrben bem SJt\u00e4nnchen, ioelcheg ftdh oor einigen Vagen in eine \u00a9de beg \u00a9talleg feftgefetjt hatte, bie lebten elf \u00a9ier untcrgelegt, brei Vage ff\u00e4ter adft \u00a9ier in eine Vrutmafdjine gefe\u00dft. fh'eooft gibt ttad) feinen Beobachtungen bie Vebr\u00fctunggbauer gu gmeiuttbfedhggig Vagen an; in \u00a9iett fanb man, ba\u00df oon benjenigen \u00a9iern, meldje in ber S\u00d6laftfjine auggebr\u00fctet m\u00fcrben, nad) fiebenunbfunfgig Vagen bag elfte gepidt morben mar, m\u00e4hrenb ber Vogel nod) feft auf ben \u00a9iern fa\u00df. Sim breiunbfechggigften Vage bei* Vebr\u00fctung m\u00fcrben bie \u00a9ier unterfudd, unb man fanb, ba\u00df oon f\u00e2mintlidjen blog brei befruchtet gemefen, in gmeien aber bei* $eim big gum britten Vheile entmidelt unb bann abgefiorben mar. V)ag britte, in meld;ern ftd) ein bem Slugfdhl\u00fcpfen ttaljeg Oftu\u00dfe befanb, fegte man in bie Vrutmafdjine, l\u00f6jte eg Vagg barauf aug ber \u00a9c^ale unb \u00fcbergab eg nunmehr bem Vater, meld)er bag erfte in ber \u00e4Jtafdjine erbr\u00fctete Sunge Bereits pflegte. 2lm anbern Vage liefen beibe \u00a9efd^mifter munter umher; feineg 001t ihnen aber m\u00fcrbe gro\u00df gegogen.\nVennett hat bt.e elfte Vefdjreibuttg beg flteftfleibeg gegeben. SDie \u00a9runbf\u00e4rbung beg jungen \u00a9mu ift ein reineg \u00a9raumei\u00df; \u00fcber ben Oi\u00fcden oerlaufen gmei breite, bunfle S\u00e4nggftreifen; \u00fcber jebe \u00a9eite gmei \u00e4hnliche, ioeld)e burd) eine fchmale, mei\u00dfe Sinie getrennt merben. V)iefe \u00a9treifen oereinigen ftd) auf bem #alfe unb l\u00f6fen ftd? auf bem hoffte in unregelm\u00e4\u00dfige Rieden auf; gmei anbere unterbrochene \u00a9treifen fftm\u00fcden ben Vorbertheil beg \u00a7alfeg unb ber Vruft unb enbeu in einem breiten Vanbe, melcfeg ftch \u00fcber ben \u00a9djenfel gieht.\nUnter allen \u00a9trau\u00dfeno\u00f6geln b\u00fcrfte ftd? ber \u00a9mu am leichteften bei uug einb\u00fcrgern, unb menu man fonft moKte, alg f^arfoogel oermenbett laffen. Oft ben meifien Vhierg\u00e4rten madft mau mehr Umft\u00e4nbe mit ihm alg er beanforudht. \u00a9r Oerlangt im \u00a9inter hT\u00dfeug einen gegen ben V\u00dfinb gefft\u00fc^ten fftaum, nicht aber einen mannen \u00a9tad, mie man ihm folgen gem\u00f6hnlich anmeift. \u00a9in m\u00e4nnlicher \u00a9mu, melchen \u00a9urneh in \u00a9efangenfdmft hielt, oerlie\u00df m\u00e4hrenb beg gangen \u00a9interg feinen $arf nicht unb fftieu ftch aug ber \u00c4\u00e4lte menig gu maften; benu auch \u00bbenn eg fftueite, blieb er ruhig auf bemVoben liegen unb lie\u00df ftdh ohne \u00df\u00fcmmerni\u00df einfftneien. \u00a9g mar ein Vergn\u00fcgen, ihn am borgen nach einer fdneeigen SVacht mieber gu ftnben, menn nur fein \u00dfopf unb ^alg unter bem \u00a9chnee heroorfa|, ber \u00fcbrige ft\u00f6ifter aber fo bebedt mar, ba\u00df ber gange Vogel mie ein \u00a9djueebaufen\nS3rel)m, SljierTeben. IV.\t35","page":545},{"file":"p0546.txt","language":"de","ocr_de":"546\n\u00aete S\u00e4ufer, \u00c6urgf\u00ef\u00fcgler. \u00dfafuare.\nau\u00eafafj. Sep Bin ber Slnftcpt, ba\u00df bie meiften gefangenen \u00a9mug, \u00bbe\u00efcpe fterben, gerabe begpalb gu \u00a9vunbe geben, \u00bbeil man fte \u00bb\u00e4ptenb heg Sinterg in einen engen 9faum fperrt nnb ipnen bie f\u00fcr tpr \u00a9ebenen unBebingt *n\u00f6t^ige 23e\u00bbegung \u00f6erfagt; ttabrf\u00f6einlicp \u00bb\u00fcrben fie ff\u00f6 riet Beffer patten, \u00bbenn man eg ipnen fe\u00efBft \u00fcBerlaffen \u00bbollte, fZ gu ber ipnen geeignet erfcpeinenben Beit in einen gegen Scpneefall gef\u00f6\u00fcfetett \u00abRaum gur\u00fccfgugteben. Oie \u00a9rn\u00e4prung \u00bberurfadpt feine \u00a9d\u00fcrierig\u00efeiten ; benn ber \u00a9mu geh\u00f6rt gu ben gen\u00fcgfamften V\u00f6geln, \u00bbeiche f\u00f6 lenue. (Sr nimmt feine SRaprung \u00bborgugg; \u00bbeife aug bem ^flangenreicpe, ob\u00bbopl er t^ierif^e Stoffe nidpt g\u00e4nglicp oerfcpm\u00e4bt ; aBer er \u00bberlangt feineg\u00bbegg eine auggefucbte \u00dfoft, fonbern nimmt mit bem einfacbften \u00c4\u00f6rnerfutter nnb mit \u00a9r\u00fcm geug aller ECrt \u00bborlteb. S* Sluftralten foU er fiep geit\u00bbeilig faft augfcplie\u00dflicp \u00bbon gr\u00fc\u00dften ern\u00e4hren.\nUnter feinen gamilien\u00bber\u00bbanbten ift ber \u00a9mu ber langweiligfte. Bewegung, -Spaltung, S\u00f6efen ober bag betragen \u00fcberhaupt ftnb einf\u00f6rmiger alg Bet febem anbern \u00a9trau\u00dfe unb feine Stimmlaute auch nicht gerabe ansiebenb; benn fte laffen ftcb eben nur mit bem bumpfen \u00a9er\u00e4uge \u00bbergleicpen, \u00bbelcpeg man peroorbringen fann, trenn man in tiefem Oone burcp bag Spunblod) einer bohlen Xonne fprupt, trie \u00dfnaben gu ihrer \u00dcBeluftigung eg gu tbun pflegen. M\u00e4nnchen unb Weibchen unterfcbetben ftcb burch bie Stimme; eg geh\u00f6rt aber bag Ohr eineg Sobinug bagu, um biefe Unterziehe immer richtig m beuten Sch pabe eg nie oermocpt, aber freilich auch niemalg bie oerfchiebenen @efd;led>ter l\u00e4ngere Beit neben einanber Beobachten f\u00f6nnen. Oie 2ang\u00bbeiligfeit heg \u00a9mit fprf\u00f6t fZ \u00fcbrigen\u00bb auch tn feiner \u00a9utm\u00fctpigfeit au\u00bb. \u00a93 muff arg fommen, trenn biefer bumme t\u00dfogel einmal au\u00bb feiner tftolle f\u00e4llt unb ftch trirflich erregt geigt. Inhere Strau\u00dfe befunben \u00bbenigfteng geittreilig ein Selbft, Betru\u00dftfein, einen SDtutp, \u00bbelcper f\u00f6rmlich in UeBermuth augarten unb ben 2Jtenfcpett gef\u00e4hrben fann, befunben Stolg unb SRaufluji: her \u00a9mu geigt ron allen biefen \u00a9igenfchaften nur p\u00f6# f^en eine Spur. Bu bem tollen Sagen mit pfeilfchne\u00fcen SBenbungen unb fonberbaren \u00a9eberben, trte tnr eg Bei anbern Strau\u00dfen Bemerfen, l\u00e4\u00dft er ftch faum herbei, \u00a9r burchl\u00e4uft Schritt f\u00fcr Schritt fern \u00a9ehege, pumpt gutreilen feinen Stimmtaut peroor, trenbet ben \u00aeopf langfam unb gem\u00e4chlich nacp recptg unb linfg unb l\u00e4uft unb pumpt treiter, fcpeinbar opne fiep nm bie Slu\u00dfentrelt gu flimmern. \u00abBei feinem mir Befannten 9Soget t\u00e4ufept ber 5lugbrucf heg fep\u00f6nen pellen 5lugeg mepr alg Bet tpm. SBer bem \u00a9mu ing \u00a9eftdht fiept, trirb ipn f\u00fcr einen ftugen t\u00dfogel patten; trer ipn l\u00e4nger Beobachtet, erfennt in ipm einen dugbunb ron Oummpeit.\n* *\n*\nOie \u00c6afuare (Casuarii) rertreten naep meiner Sluffaffung eine eigene Familie her Strau\u00dfen; o\u00f6get. Oag ihnen eigentp\u00fcntlicpe \u00a9epr\u00e4ge her \u00a9eftalt ift in bem \u00a9mu gtrar Bereitg angebeutet, bie Unterfcpiebe girifepen ihren \u00e4Jierfmalen unb benen ber ed)ten Strau\u00dfe erf\u00f6chten mir aber boep fo Bebeutenb, ba\u00df ich meine Slnfcpauung f\u00fcr Berechtigt palte. 33on ben bigper genannten Strau\u00dfenein unterfepeiben ftep bie \u00dfafuare bnrep ipren gedrungenen Seib, ben furgen, biefen \u00a3alg, bie niebern, btefen Saufe, bie $omt heg ScpnaBelg, bie Oilbung unb Senagetung her Bepen, ben $elm unb bag \u00a9efteber. Oer ScpnaBel ift gerabe, feitlicp gufammengebr\u00fccft, foba\u00df er runblicp erf\u00f6emt, auf ber girfte getrolbt, ror ber ettrag \u00fcbergefr\u00fcmmten Sptpe oben unb unten gegapnt, bte SRafenl\u00f6cper, beren gurepen faft \u00fcber ben gangen Schnabel rerlaufen, \u00f6ffnen ftep nape an ber Spipe, ftnb flein unb l\u00e4nglich eif\u00f6rmig ; ber $opf tr\u00e4gt einen fnoepigen, bei allen big jefct befannten Slrten rerfepieben gefalteten $elm, her \u00a3alg, \u00bbelcper an feiner obern \u00a3\u00e4lfte naeft bleibt unb in lebhaften Farben prangt, rorn getr\u00f6pn Z eine ober g\u00bbei Pr\u00fcfern; bte furgen gl\u00fcgel paben feine eigentlichen Scptoungfebern, jm tprer Stelle aber f\u00fcnf runbe fahnenlofe \u00c4iele, \u00bbeiche gro\u00dfen \u00a3ornftacpeln gleichen; bie furgen, btden gufe ftnb freigebig unb bie innern Bepen mit N\u00e4geln begehrt, melcpe bie ber \u00fcbrigen an \u00abfinge um^mepr alg bag Ooppelte \u00fcbertreffen; eigentliche Steuerfebern ftnb niept oorpanben unb auep bte \u00a9ebtlbe, \u00bbef\u00f6e ben Seib befleiben, eper ^aare alg Gebern gu nennen, ba bie furgen, fteifen gapnenftraplen \u00bbett oon","page":546},{"file":"p0547.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c6afuare.\n547\neinctnber entfernt fielen unb feine \u00a9eitenfafern tragen, \u00a9er .ipelm befielt aus einer Slnftreibung beS \u00a9tirnfrtockenS unb wirb mit einer kornartigen SORaffe \u00fcberbecft. 3m \u00a9erikk f\u00e4llt auf, bafj bie @d)00\u00a7; unb \u00a9ijsbeine unten nickt oerWachfen ftnb mie beim \u00a9traufj. \u00a9tt Di er\u2019S Unterfucf)ung ber 3BeidE>t^eibe ergab, baff bie fttrge, breite, glatte gunge an ihren 3R\u00e4nbern auSgelakk*, ein eigentlicher Vormagen nicf>t Dorkanben ift unb bie \u00a9arme Derk\u00e4ltni\u00a7m\u00e4\u00a7ig fekr lurg, bie Vlinbb\u00e4rme fleht ftnb. \u00a9ine augenf\u00e4llige SSerfd^iebenkeit groifcfjen beu \u00a9efd^Ied^terrt Wirb nickt bemerft; bie 3ungen unter; fckeiben ftd), abgefeken Don ber geringem \u00a9r\u00f6fje, burd) ihre F\u00e4rbung unb ben bei iknen erft ange; beuteten \u00a3elm.\nVis Dor wenigen 3cikren Stinte man bloS eine einzige 2lrt ber Familie, ben ipelmtafuar; gegenw\u00e4rtig unterfc^eibet man minbeftenS f\u00fcnf oerfckiebene 2Irten, Don benen freilick einige erft burd) Wenige \u00a9t\u00fccfe befannt geworben ftnb.\n\u00a9er $elmfafuar (Casuarius galeatus) ift fdkWarg, baS \u00a9eftd)t gr\u00fcnblau, ber .ipinterfokf gr\u00fcn, ber .!palS Dorn Diolett, feittick blau, hinten ladrotb, baS 9Iuge rotkbraun, ber \u00a9cknabel fdkWarg, ber $u\u00a7 graugelb.\n3unge V\u00f6gel feken br\u00e4unlick aus.\n\u00a9ie \u00fcbrigen Slrtcn ftnb ber 2J\u00eeooruf (Casuarius Bennettii), ber ein; unb gWeilakk*9e ^afnar (Casuarius uniappendiculatus unb Casuarius bicarunculatus), gu benen nun nock ber Don SRofettberg auf Neuguinea entbecfte, bem Dlaturforfdjer \u00aeaup gu \u00a9krett benannte Safuar (Casuarius Kaupii), unb, fads \u00a9oulb SRedjt kat, eine fedkfte, auf ber 3Rorbf\u00fcfie S\u00efuflralien\u00ea tebenbe 2Irt (Casuarius australis) kingugeg\u00e4klt Werben mu\u00a7.\n3m 3akre 1597 brachten bie SRieberl\u00e4nber, Wie unS \u00a9lufiuS erg\u00e4bt, aus \u00a9ftinbien einen Wunberbaren Vogel nach Slntfterbam, ben man in \u00a9uropa noch nidkt gefebett hatte. \u00a9erfelbe follte auf ber moluffifcken 3nfel Vauba gefunben unb Don ben \u00a9inwoknern r,\u00a9mu\" ober \u201e\u00a9men\" genannt Worben fein, \u00a9er $\u00fcrft ber \u00a9tabt #bba]o auf 3aba fckenfte ikn bem \u00a9ckiffSf\u00fckrer \u00a9eelinger, Welcher ihn mit ftck nahm. 3\u00ab Slmfterbant lieft man ikn guerft Diele SORonate lang f\u00fcr \u00a9elb feken, fobann fant er in ben Veftk beS \u00a9rafen Don \u00a9alntS, W\u00fcrbe Don biefem l\u00e4ngere geit im .Spaag unterkalten, fk\u00e4ter bem \u00df'urf\u00fcrfien \u00a9rnft Don $\u00f6tn unb Don biefem fckliefttid) bem \u00c6aifer 9Rubolf II. gefckenft. \u00a9eitbem ftnb Diele V\u00f6gel berfelben 2lrt, eben unfere^afuare, nach \u00a9uropa gelangt, gumal in ben lebten 3akt'en. 9JRan hat fte hier auch \u00e4rmlich genau beobachtet, ja fogar gur ^ortkflattgung gebracht ; aber noch kantigen \u00a3ageS fehlt unS eine genaue \u00aeunbe \u00fcber ihr ^reileben; nickt einmal baS Verbreitungsgebiet fonnte mit Sicherheit feftgeftellt werben, \u00a9er ko\u00fc\u00e4nbifcke SReifettbe $ or fi en fak ben ^elmfafuar in ben S\u00df\u00e4lbern \u00a9eramS, unb faft fckeint eS, baft ber Vogel auf biefe Zugige 3\u00abfef befd)r\u00e4nft ift; ber SDRooruf W\u00fcrbe auf -\u00f6Reubritamtien entbecft; bie .fpeimatsinfeln beS ein; unb gWeilak>k>tgcn \u00c6afuarS ftnb noch heutigen \u00a9tgeS unbefannt; bie $auk gu \u00a9kren benannte 2lrt W\u00fcrbe Dom Varon SRofenberg auf Neuguinea gefunben.\n2lHe SReifenben, Welche unS \u00fcber baS f\u00c7reileben ber \u00aeafuare \u00a9tWaS mitgutkeilen Wiffen, ftimmen barin \u00fcberein, baft biefe \u00aeurgfl\u00fcgler im \u00a9egenfa^e gu ben bisher erw\u00e4hnten VerWanbten bie bichteften ^Salbungen bewohnen unb hier ein fo oerborgeneS &eben f\u00fchren, baft man fie nur fetten gu feken befommt, auch bei ber geringften \u00a9efabr augenblidltd) baDon eiten unb ftck ben Vliden ber DIRenfcken gu entgieken fuchen. 5luf ben b\u00fcnn beD\u00f6lferten 3nfetn foHen fte feineSWegS feiten, int \u00a9egentkeil h\u00e4ufig fein, immer aber eingeln gefunben Werben. 2\u00dfie fchwer eS ift, fte gu beobachten, mag barauS kerDorgeken, baft SOR\u00fcller auf Neuguinea niemals \u00a9elegenkeit hatte, einen \u00c6afuar gu feken, obfdjon er beffen F\u00e4hrte fanb unb ben fl\u00fcchtigen Vogel burd; baS \u00a9eb\u00fcfch rauf then k\u00f6rte, baft V\u00dfal lace auf \u00a9eram aud; nicht einen eingigen erbeuten tonnte, obgleich er bie Uebergeugung gewinnen mufcte, baft ber Vogel an allen Don ihm befuchten Orten Dortomme. \u00a9iejenigen, Welche man nach \u00a9uropa bringt, foden Don ben \u00a9ingebornen als B\u00fcchlein gefangen unb groft gegogen Werben. \u00a9ieS ift Wohl auch bie Urfacke, baft bie meiften oerk\u00e4ltniftm\u00e4ftig gakm, fanft unb gutraulick erfcheinen, W\u00e4krenb bock ihr urfkr\u00fcngtidkeS VBefen auf bie \u00a9egeuf\u00e4fce Don allen biefen \u00a9igenfchaften kinbeutet. Vennett\n85*","page":547},{"file":"p0548.txt","language":"de","ocr_de":"548\n$)ic S\u00e4ufer. Shtrg\u00df\u00fcgler. \u00dfafuave.\nberietet, ba\u00df bie Beiben SCftooruf\u00ab, meld)e er guerft erhielt, sort ben \u00a9tngeborneu Steubritannien\u00ab an 33orb be\u00ab \u00a9d)iffeS \u201eOberon\" gebracht unb bem Shpit\u00e4n 2) an lin gu \u00c4auf angeBoten m\u00fcrben. Oie Seule erjagten, ba\u00df eS unm\u00f6glid; fei, alte \u00c6afuare gu fangen, meil fie ungemein fdfpt m\u00e4ren, Bet bem geringften \u00aeer\u00e4ufd)e ba\u00f6on eilten unb oerm\u00f6ge i\u00a3>rer Stennfertigfeit unb Slusbauer fel;r rafd) eine\u00ab jener Oidicbte erraten, meld;e lein SJtenfd) 51t burcfjbringen oerm\u00f6ge. Oie jungen m\u00fcrben Balb nach bem SluSf\u00f6htityfen gefangen unb mie \u00ae\u00fcd;lein gro\u00dfgegogen. 33ennett1\u00ab \u00a9efangene maren fel)r g\u00e4hnt, liefen im fpaufe unb fpofe \u00fcberad untrer unb ol)ne 33eforgni\u00df auf B\u00e7ben gu, melden fie fal)en, meil man fte burd; f\u00fcttern oerm\u00f6hnt hatte. 2Rit ber Beit m\u00fcrben fte fo gubringlic^, ba\u00df fte bie SDienerfc^aft in ihren Arbeiten ft\u00f6rten; benn fte brangen burd) alle Sp\u00fcren ein, meld)e offen ftanben, folgten ben Seuten auf @df)ritt unb Stritt, burdpBerten in ber \u00ae\u00fcd)e ade SSMnfel, prangen auf Oifd) unb \u00a9tuljle unb Beunruhigten ben \u00aeod; auf\u00ab fp\u00f6cbfte. d\u00f6enn man oerfudhte, fte gu fangen, liefen fie \u00e4u\u00dferft fdfnelt umher ober oerfrodjen ftd) unter bie @er\u00e4tl)fd;aften, mehrten ftch auch mohl muthig mit \u00a9d)naBet unb Pf en. Sief man fte frei, fo gingen fte oon felBft mieber nach ihrem gem\u00f6hnlid)en Aufenthaltsorte gur\u00fcd. SBodte bie S\u00dctagb fie meg treiben, fo fd^lugen fte nach ihr ober gerriffen ihr bie Kleiber, \u00a9ie liefen in ben \u00a9tail gmifd;en bie S\u00dfferbc unb frafen mit biefen au\u00ab ber \u00ef\u00ef\u00eflppt. 3nic^t feiten famen fte in S3 ernte tt1\u00ab \u00a9tubirgimmer, nad;bent fte felBft bie flaffenbe Sth\u00fcre ge\u00f6ffnet, liefen ruhig in bemfelben umher, Bejahen AU^S unb gingen mieber ihre\u00ab d\u00f6ege\u00ab. Bebe\u00ab ungemohnte \u00a9reigni\u00df feffelte fte, ein \u00a9er\u00e4ufd;, meldje\u00ab fie oernahmen, gog fie herbei. \u2014\nBtt ihrem \u00a9ange unterfd)eiben fid; bie \u00c6afuare auffallenb genug oon anberett \u00a9traufen. \u00a9ie laufen nicht, fonbern traben unb gmar mit einer magrechten Haltung be\u00ab SeiBe\u00ab, l\u00fcften habet auch gem\u00f6hnlich bie oerl\u00e4ngerten Sitrgelfebern etma\u00ab unb erfd)einen fo hinten h\u00f6her al\u00ab oorn. Oie eingelnen \u00a9chritte folgen nicht Befonber\u00ab fc^nett auf einanber, unb ber Orab f\u00f6rbert bemgem\u00e4f oerh\u00e4ltnifm\u00e4fig menig; menu aber ber \u00dfafuar mirflid) fl\u00fcchten mid, l\u00e4uft er mit einer erftaunlichen \u00a9ilfertigfeit bahnt. S\u00dfenbungen oder Art f\u00fchrt er mit Bemunberung\u00eam\u00fcrbiger prtigfeit au\u00ab; auch ift er im \u00a9tanbe, fentrecht oiet Bi\u00ab f\u00fcnf p\u00df ho<h emporgufbringen. \u00a9eine \u00a9timme l\u00e4\u00dft ftch mit einem fchmachen, tief au\u00ab ber flehte fotnmenben \u201e\u00a3uh, huh/ W *ergleid;en. Oiefer Saut br\u00fcdt fiet\u00ab eine Behage lid)e \u00a9timmung au\u00ab; benn ber gereigte'flafuar fandet nach Art einer fla\u00dfe ober \u00a9ule. Unter ben \u00a9innen fleht ba\u00ab \u00aeeftd)t ungmeifelhaft oben an; ba\u00ab @el)\u00f6r b\u00fcrfte n\u00e4d)ftbem al\u00ab am meiften entmidelt Betrachtet merben; aber audh ber \u00a9erudf) fc&eint giemtid; fd^arf gu fein. OB ber flafuar einen au\u00ab; gebilbeten \u00aeefd;mad Bef#, l\u00e4\u00dft ftch fchmer entfd^eiben, auch hinftchtlich be\u00ab \u00a9ef\u00fclp, Beg\u00fcglidh be\u00ab \u00a9mhftnbuug\u00aboerm\u00f6gen\u00ab, nur annehmen, ba\u00df e\u00ab nicht oerf\u00fcmmert ift. Oa\u00ab geiftige d\u00dfefen geidhnet ben $afuar nad; meinen S3eobad;tungen nicht eben gu feinem S3ort\u00ef)ei(e oor ben SSermanbten au\u00ab. Bd) hafte ty* f\u00fcr \u00bbiel feiger, aber au3> f\u00fcr entfehtebett Bo\u00abhafter al\u00ab bie \u00fcbrigen \u00a9trau\u00dfe. Bebe\u00ab*ungemohnte \u00a9reigni\u00df Bringt ihn, menn nicht in prd)t, in eine \u00a9rregung, melche in f\u00f6rmlichen B\u00e4hgorn au\u00abartet. Oann f\u00e4dt ber S3ogel tfidftd)t\u00abIo\u00ab ben \u00a9egner an, metd;er ihn reigt, gleid;oiet ob berfelbe ein SJtenfd) ober ein TH frringt m\u00fcthenb an ihm empor unb oerfucht ebenfomohl mit bem \u00a9chnaBel mie mit ben fdjarf Befradten p\u00dfen gu fch\u00e4bigen. \u00a9enau ebettf\u00f6 geberbet er fid; m\u00e4hrenb ber 33runftgeit. Oie d\u00df\u00e4rter be\u00ab tonboner THarten\u00ab erfuhren, ba\u00df man mit ben flafuaren nicht oorftchtig genug fein fann, ba ba\u00ab d\u00dfeib^en nach gefchehener Begattung oft m\u00fcthenb auf ba\u00ab dMntfdp lo\u00eaft\u00fcrgt unb mehr al\u00ab ein\u00ab biefer Bo\u00abhaften \u00a9efdh\u00f6pfe feinen \u00a9hegemahl get\u00f6btet hat. \u00a9ingelne merben mit ber Beit fo unb\u00e4nbig, ba\u00df fie ftch \u00fcber Side\u00ab \u00e4rgern, ma\u00ab ihnen oor bie Slugen fommt, Ba\u00df fte auf Seute in Buntfarbigen Kleibern lo\u00eaft\u00fcrgen ober flinber ernftlid) Bebrohen, ja felBft in Blinber 2Buth 33\u00e4unte jctftafcen unb entfdh\u00e4len. Oie h\u00e4rter ader Tierg\u00e4rten, in betten ftd; \u00dfafuare finben, f\u00fcrchten festere mehr al\u00ab bie-gro\u00dfen, flafcenarfcn, meil man beren \u00a9timmung ftet\u00ab im Slu\u00ab; brude be\u00ab \u00a9eftdht\u00ab erfennt, oor bem flafuar aber ftch gar nicht genug in Add nehmen fann unb auf irgenb einen Boshaften \u00a9treid) jebergeit gefa\u00dft fein mu\u00df.\nOBgleid; man annehmen barf, ba\u00df bie flafuare tl;icrifche Scalping nid;t gang ocrfchnt\u00e4heit, mu\u00df man fie bod; ben eigentlichen ^pflangenfrcffcrn unter beit 33\u00f6geln Beig\u00e4hlen. SDiatt nimmt an, ba\u00df fie","page":548},{"file":"p0548s0001table11.txt","language":"de","ocr_de":"$clmrafuar.","page":0},{"file":"p0549.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c6afuare.\n549\nfid) in itjven ^eitnifd;ett ^Salbungen hauptf\u00e4djlid) Don ioeidjon Sfiangentheilen uttb faftigen f^r\u00fcdjtert n\u00e4hren, K\u00f6rner unb \u00a9\u00e4ntereien, Joeldje Don ihren Serbauunggioeidgeugen nidjt gerfeist unb ger\u00efleinert Joerben \u00efonnen, aber Derfchm\u00e4hen. Sin \u00a9efangenen hat man beobachtet, bafj fte gange Slepfel ober Orangen oerfd)\u00efingen, aber auch unoerbaut ioieber oon ftd^ geben. 2>n ben Tierg\u00e4rten retd^t man t^nen ein \u00a9emifdj oon Srct, K\u00f6rnern, flar gefdjnittenen Slepfetn unb bergleid^en, unb fte feilten f\u00efdj babei oortrefflid); aber man ^at aud) Oon ihnen erfahren m\u00fcffen, bafj fte junge k\u00fchner ober Entdjen, Joeld)e guf\u00e4Hig in ihren Scatter \u00efontmen, ohne SBeitereg ^tnab\u00efo\u00fcrgen.\nlieber bie \u00c7ortpf\u00efangung ber freitebenben $afuare fehlen nod) immer gen\u00fcgenbe Stadjridjten; eg l\u00e4fjt ftd) jebod) annehmen, bafj fte nicht ioefentlich oon ber ber eigentlidjen \u00a9traute abtoeidjt. Oag 3\u00f6eibd;en eineg Saareg foil oier big fedjg Eier in eine gJoifdjen bem \u00a9eb\u00fcfd) oerborgene Sftulbe abtegen unb ber Sater biefc io\u00e4hrenb ber Stadjtgeit eifrig bebr\u00fcten, in ben SJiittaggftunben aber oft tangere Seit ber \u00a9onnento\u00e4rme \u00fcbertaffen, latent pit gibt an, bafj er einen $afuar auf brei Eiern fipen fah. Severe ftnb Oerh\u00e4ttnifjm\u00e4fjig dein, fehr rauhfchatig unb auf heugr\u00fcnem \u00a9runbe bunted grau gepunftet, Joeil bie rauhen Erhabenheiten festere F\u00e4rbung geigen, \u00a9efangene \u00c4afuare tegen oft Eier; aber nur im T^er3arten 3U Sonbon ift eg gelungen, 3>unge gu ergieten. Oag gr\u00f6\u00dfte \u2022.fpinbernifj f\u00fcr bie ^ortpflangung hat man in ber UnOertr\u00e4gtichteit ber S\u00f6gel felbft gu fuchen. \u00a9eiten erh\u00e4lt mau ein Saar, ioeld)eg gufammen in ^rieben lebt. B^ei SJtoorufg, Joeldje ber Tier9ar^ett oon Sonbon erhielt, Jourben nadj unb nad) oon einem oortrefflidjen SS\u00e4rter an einanber gelo\u00f4\u00efjnt unb machten im Sahre 1862 Slnftalt gunt Sr\u00fcten. Sind) h\u00ab* toar eg *>ag M\u00e4nnchen, Joeldjeg alle \u00a9efdj\u00e4fte ber SDtutter auf ftch nahm. Eg br\u00fctete ftebett SBodjen lang mit grofjem Eifer unb geitigte ein Sungeg, tr\u00bbeld>eg aber teiber fdjon an bemfelben \u00a3age oon hatten get\u00f6btet tourbe. 3\u00ab meiner grofjen $reube fah ich im oergattgenen \u00a9omnter (1866) in bemfelben'^hier9ar^en e^n e^en aug= gefd)l\u00fcpfteg Sunge beg $elmfafuarg, ioelcheg ebenfadg oom 2Jt\u00e4nnd)en erbr\u00fctet toorben toar. Oie \u00a9rutgeit hatte oom 26. \u00c4pril big gunt 28. 2>uni gebauert. Oer junge \u00aeafuar ift ein allerliebfieg \u00a9efcpopfr eben fotoohl Joag bie F\u00e4rbung unb Beidjnung alg toag betragen unb SBefen anfangt, \u00a9ein Ounentleib ift auf lid^tgefbbraunent \u00a9rmtbc bunfetbraun in bie S\u00e4nge geftreift, unb gtoar befteht biefe Beidjnung aug einem breiten Stittelftreifen unb fchmaten \u00a9eitenftreifen, toelche l\u00e4ngg beg gangen \u00ae\u00f6rperg herabtaufen, unb oon benen einer fid) aud) \u00fcber bie Seine gieht. Oer -fpelnt ift alg $aut= platte angebeutet, bie Selappung ber \u00c6ehlc bereitg Oorl)anben. Situ \u00a3age feineg Eintritteg in bie SBelt ift bag Bunge noch fchledjt gu $ufje, jeber feiner \u00a9dritte toirb mit einer getoiffen Slengftlidjfeit auggef\u00fchrt, unb ber Sauf hat ettoag fehr fd)Joanfenbeg. Slm fofgenben \u00a3age geht bie SeJoegung bereitg toeit beffer oon ftatten, unb bag T^erc^ett l\u00e4jjt auch fchon feine \u00a9timme, ein bem \u00a9efchrei junger $\u00fcdjlein \u00e4^nlidteg fdjloacheg \u201e\u00a9liih, gf\u00fcd, gl\u00fcd\" oernehmen. Btt feinem Setragen unb S\u00dfefen erinnert eg an junge k\u00fchner. Oer Sater f\u00fchrt eg mit grcfjer \u00a9orgfalt, beim \u00a9epeu oorftdjtig feine $\u00fcfje auf unb fept fte behutfant erfi bann toieber nieber, Joentt er ftch burdj einen Slid \u00fcbergeugt hat, bafj er fein $inb nicht gef\u00e4ljrbet. Oiefeg fdjJoanft unb humpelt beft\u00e4nbig hinter bem Sitten brein ober richtiger gefagt, unter bemfelben ba^in, ohne bafj legerer irgenb Joeldjen Sodton augft\u00f6fjt. Oer S\u00df\u00e4rter hatte ihm ein putter oorgeflrcut, Joie man eg jungen gafanen veidhen pflegt, unb eg pidte aud) unter Einleitung beg Eliten giemfid) oft einige Sr\u00f6ddjen oon bemfelben auf. Oie erfte Stacht Joar eg, Joie man mir mittheilte, oon feinem Sater forgf\u00e4ltig gelmbert Joorbett. Ob eg grofj geJoorben ober nicht, ift mir unbekannt geblieben.\nSarcfap, ber R\u00fchrer beg \u00a9djiffeg \u201eSvooibence\", brachte im B\u00e4hte 1812 einen fonberbaren Sogei oon ber Stittelinfel Steufeelanbg mit fid) nad) Englanb unb gur \u00aeenntnifj beg Staturforfdjerg \u00a9haJo, Joelcher anf\u00e4nglich \u00f6av nidjt dJu^te, Joag er mit bem fonberbaren \u00aeefd;\u00f6pfe anfangen","page":549},{"file":"p0550.txt","language":"de","ocr_de":"550\nSDie S\u00e4ufer, Kurzfl\u00fcgler. Scpnepfenfiraupe.\nfoEte, ipm aber ftpliefjlicp boep einen Eiamen gab, unb eg \u201efl\u00fcgelfofen Vogel Eleupollanbg\" nannte. Oer Valg gelangte fp\u00e4ter in bie Sammlung beg \u00a9rafen Ocrbp unb galt oiele 3apre lang alg ber einige feiner Elrt. \u00a9rft im Sapre 1883 tourbe er bon Jarrell betrieben unb unge; achtet feiner in oie\u00efen St\u00fccfen abtoeicpenben Oeftalt ben Kurzfl\u00fcglern beigeg\u00e4^lt. Sp\u00e4ter gelangten V\u00e4lge anberer fepr \u00e4pnlicper Etrten naep \u00a9uropa, unb gegento\u00e4rtig miffen mir, baf? unfere S\u00df\u00f6gel pier unb ba in ben Salbungen ber unjug\u00e4nglicperen \u00a9ebirgggegenben noep peutigen \u00efageg p\u00e4ufig finb, freilicp aber mit bem Vorbringen beg EJlenfcpen rafcp oerfeptoinben.\nOie Scpnepfenftraufe, toie icp bie in Eiebe ftepenben V\u00f6gel im Oeutfcpen nenne (Ap-teryges), ftnb bie 3merge tnnerpalb iprer Orbnung. Sie pabett \u00e4ufjerlicp toenig Slepnlidpfeit mit anbern Kurzfl\u00fcglern, unb namentlicp ber lange, b\u00fcnne Scpnabel fallt auf; bie gerglieberung aper pat geleprt, bajj fie bon jenen niept getrennt toerben b\u00fcrfen. 3pr Seib ift berp\u00e4ltnifjm\u00e4fjig gebrungen, ber #alg furz, aber biE, ber Kopf niept befonberg gro\u00a7, ber Scpnabel, oberfl\u00e4cplicp betrachtet, bem eineg 3big \u00e4pnlicper all bem eineg Straufjeg, ber $ufj oerp\u00e4ltnifm\u00e4fjig furz unb \u00bbterjepig, ber gl\u00fcgel fo berf\u00fcmmert, bajj er eigentlicp nur im \u00a9eripp ftdptbar toirb, ba fiep im \u00a9efteber blog furze Stummel auffinben laffen, melcpe einige unboHfommene, aber ftarfe Kiele tragen; ber Scptoanz feplt ganzlicp. Oag \u00a9efieber beftept aug langen, kugelf\u00f6rmigen, lofe perabp\u00e4ngenben Gebern, melcpe aber niept zu zmei aug einer EBurgel entfpringen, bom $alfe abto\u00e4rtg an S\u00e4nge zunepmen unb ettoag Zerfaferte gapuen unb feibenartigen \u00a9lanz paben. Scpnabel unb g\u00fcfje finb unztoeifelpaft biejenigen \u00a9lieber, melcpe am meiften auffallen m\u00fcffen. Oer erftere mag, oberfl\u00e4cplicp betradptet, mit bem eineg 2>big bergliepen toerben, unterfepeibet ftep aber bon biefem, unb jebem anberen Vogelfcpnabel \u00fcber; paupt, burep bie Stellung ber Etafenl\u00f6cper. 2lm pinteren \u00a9nbe n\u00e4mlicp liegt eine EBacpgpaut unb bon biefer aug \u00bberlaufen gurepen big gegen bie Spipe pin, bor toelcper bie Etafenl\u00f6cper m\u00fcnben. Oie Veine finb fepr ftarf unb furz, bie borbern 3epeu lang unb ftarf, mit fr\u00e4ftigen \u00a9rabefrallen betoeprt, m\u00e4prenb bie pintere, biefere unb f\u00fcrzere, melcpe faft fenfreept gefteEt ift unb beim Auftreten ben Voben niept ber\u00fcprt, eine noep ft\u00e4rfere Kralle tr\u00e4gt unb eper bem Sporen eineg \u00a3>augpapneg alg einer 3epe g\u00efeicpt; parte, uepf\u00f6rmige Scpilber befleiben bie S\u00e4ufe, Sepuppen bie Viitte ber feitlicpen, mit fcpmalen $\u00e4uten bef\u00e4umten 3epeu. Oer Vau beg Scpeitelg erinnert an ben gleiepen K\u00f6rpertpeil ber Stelgb\u00f6gel, to\u00e4preub bag \u00a9eripp im \u00fcbrigen bem . ber Straufje \u00e4pnelt. 3Bie pier feplen bie Sepl\u00fcffelbeine, finb bie \u00a3)algtoirbel fepr zaplreicp, bie Ei\u00fccfentoirbel zu einem feften K\u00f6rper Oertoacpfen unb bie gl\u00fcgelfnocpen fo oerf\u00fcmmeri, bafj ber Oberarm blog anbertpalb 3oE, ber Unterarm nur einen 3oE, bie ganze \u00a3anb faum fteben Sinien mifjt, oon benen auf bag einzige frumm ; unb fraEenartige fyingerglieb noep bie ip\u00e4lfte fomrnt.\nOer erfte Scpnepfenftraufj, toelcper nadp \u00a9uropa fam unb ben Eiatnen Apteryx australis erpielt, mirb gegenm\u00e4rtig alg zmeifelpafte 2trt betrachtet. Sener Valg, melcpen Var clap mitbraepte, mar angeblicp in ben Salbungen ber Ougfp^Vai, an ber S\u00fcbmeftf\u00fcfte ber S\u00fcbinfcl erlegt toorben; ein zmeiteg St\u00fccf, ' melcpeg oon berfelben Oertlicpfeit perftammen foE, fam ang britifepe EJtufeum; anbere fepeinen niept befannt gemorben zu fein, benn faft aEe biejenigen St\u00fccfe, melcpe man gegen; to\u00e4rtig in ben Sammlungen fiept, ftammen oon ber Eiorbinfel unb gep\u00f6ren einer zmeiten Slrt ber Familie (Apteryx Mantelli) an, f\u00fcr melcpe icp ben Eiamcn ber \u00a9ingebornen, Kimi, beibepalten miE. Oiefer Scpnepfenftraufj unterfepeibet fiep naep Vartlett oon jenen fepon baburep, bajj er etmag fleiner iff, pat aber auep oerp\u00e4ltnifjm\u00e4fjig l\u00e4ngere S\u00e4ufe, f\u00fcrzere 3epen unb KraEen unb zeiepnet fiep am Kopfe burep lange, borftige \u00a3aare, fomie enblicp burep eine bunflere unb mepr r\u00f6tplicpere F\u00e4rbung aug. Sluf ber S\u00fcbinfel pat man eine britte Elrt gefunben, melcpe \u00a9oulb zu \u00a9pren beg ber\u00fcpmten 3et*gliebererg Apteryx Owenii nannte; eg foE jeboep auf bemfelbeu \u00a9ilanbe noep eine aubere, oiel gr\u00f6\u00dfere Slrt oorfommeit, melcpe bie \u00a9ingebornen niept Kimi, fonbern Eioaroa benamfen. Von \u00a3>ocpftetter, toelcpem icp auep Vorftepenbeg tpeilmeife entnommen pabe, fagt, bafj ber Kimi in beit unbemopnten, malbreicpen \u00a9egeuben ber Eiorbinfel peute noep lebt, in ben bemopnten","page":550},{"file":"p0550s0001table12.txt","language":"de","ocr_de":"Ji'mi G5djnepfen|Uau\u00a3).","page":0},{"file":"p0550sooo2.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n","page":0},{"file":"p0551.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9djnepfenfiraupe.\n551\n\u00a9egenben aber g\u00e4nzlich auggerottet unb nid)t fo leidet su betauten ift, alg man beulen foEte. \u00a9djon Oieffenbacp erm\u00e2pnt, bap er m\u00e4prenb eineg acptsepnmonatlicpen Elufentpalteg m |eufeeianb trop ber Belohnungen, bie er ben \u00a9ingebornen \u00fcberall oerfpracp, nur einen einzigen Balg erlangen lonute nnb gmar irn 9Jlongonnt;^a[en, n\u00f6rblicp oon ber Bah of SfEmbg oon einem eutop\u00e4ifdjen Slnftebier. \u201e\u00a9benfo ifi eg mir ergangen. 3d) habe manche \u00a9egenb auf ber Eiorbinfel burepmanbert, auf melier naep ber Elugfage ber \u00a9ingebornen ber Bogel bigmeilen noep oorlommt, lonhte aber, trop\naller Bem\u00fchungen, mir lein St\u00fcd oerfepaffen.\"\tt\t.\n,,5ll\u00ea \u00a9egenben, in melcpen ber \u00aeimi noep h\u00e4ufig fein foil, m\u00fcrben mir Sittle Barrier;\u00a9tlanb, eine Heine, biept bemalbete, g\u00e4nzlich unbemopnte Snfel im \u00a3aurali;\u00a9otf bei Slndlanb nnb bie malbigen, menig bemopnten Bergletten smtfepen \u00aeap ^a\u00fcifer nnb bem Oftiah cm ber \u00a9\u00fcboftfeite ber \u00e7Rorbinfel angegeben. Sene Snfel, bie aug einem 2383 gup popen \u00aeer8e beftebt' *1* nur be1 San5 ruhiger See sug\u00e4nglicp, nnb bag Borhanbenfein beg pgellofen Bogelg auf berfelben beloeift, ba\u00a7 eg einft mit bem gegen\u00fcberliegenben Sanbe in Berbinbung fianb.\"*) O men\u2019g Scpnepfenftraup hingegen lommt auf ben Elugl\u00e4ufern ber f\u00fcblicpen Silben an ber \u00a9oolgftrape noch h\u00e4ufig _ \u201e\u00a9ingeborne\", f\u00e4hrt #ocpftetter fort, \u201etoelche ich \u2122 \u00a9oEingmoob an ber \u00a9olben ; Bai traf, gingen gegen ein Berfhredjen oon f\u00fcnf i\u00dffnnb Sterling f\u00fcr mich auf ben gang aug unb brachten mir auch fd)on nad) brei Bagen jmei lebenbe Scpnepfenftraupe, ER\u00e4ttncpen nnb EBeibcpen, toelche fte nape am Urfprunge be\u00ea Eiodp = nnb State ;Etioerg, in einer EReeregp\u00f6pe oon 3000 gup gefangen hatten. Ellg Sleet im 3apre 1861 bag \u00a9ebirge smifepen bem Batata* unb BuEer fluff e in ber pooins Eietfon unterfuepte, fanb er auf bem graftgen Bergr\u00fcden an ber Oftfette beg Omen*$Rioer bie \u00aeimig fo p\u00e4nftg, bap er mit \u00a3ilfe oon sioei \u00a3unben febe Eiadjt funfjepn big atoar\u00e7ig fatt8en tate- unb feinc Sente lebten oon timifteifdj.\" \u00a3infid)t\u00efid) beg Etoaroa bemerlt nnfer gorfeper, bap berfelbe, bem Berichte eineg getoiffen Sopnfftocpfort gugolge, einem Brutpapne an \u00a9r\u00f6pe gleicplomnte, aber mit ftarlen Sporen an ben g\u00fcpen betoeprt fei nnb fiep gegen $unbe gefepidt gn oertpeibigen toiffe, bap biefe im Kampfe auep p\u00e4nftg ben b\u00fcrgeren giepen. \u00a3>aaft feprieb an \u00a3>ocp ft etter, baft er in ber BuEerfette auf Bergen oon 3000 big 4000 gup EReeregp\u00f6pe, toelcpe bamalg, gur aSinterggeit, mit Scpttee bebedt toaren, fepr p\u00e4nftg bie g\u00e4prten eineg gro\u00dfen $imi bemerlt nnb bei Etacpt and) ben eigentp\u00fcmlicpen Etuf beg Bogelg gep\u00f6rt pabe, aber opne \u00a3unbe niept int Staube getoefen fei, ein St\u00fcd sn belommen.\n\u201eBkg man oon ber Sebengtoeife beg \u00dftbi meip\", berichtet #ocpftetter toeiter, \u201egilt toopl and) f\u00fcr bie \u00fcbrigen Scpnepfenftraupe. Sie jtnb Etad)to\u00f6gel, bie ben Bag-\u00fcber in \u00a9rbt\u00f6cpertt, am liebften unter ben EBurjeln gro\u00dfer EBalbb\u00e4ume fiep oerftedt palten, unb nur uaeptg auf Ecaprung auggepen. Oiefe beftept in \u00dferbtpieren, Saroen, SB\u00fcrmern nnb ben Samen oerfd)iebener \u00a9eto\u00e4cpfe. Sie leben paartoeife nnb l\u00f6nnen auperorbentlicp. raftp laufen nnb fpringen.\"\n\u201e\u00a7nnbe nnb $apen ftnb n\u00e4d)ft bem ERenfcpen bie gef\u00e4prlicpften geinbe beg Bogelg. Oie \u00a9in* gebornett toiffen benfelben, nat\u00fcrlich bei Etacpt, inbent fte feinen Otuf naepapnten, perangnloden nnb bnrd) gadelfcpetn oertoirrt \u00a7n matpen, fobaft fte ipn bann enttoeber mit ber #anb fangen ober mitteig eineg Stodeg erfcplagen l\u00f6nnen. Slncp \u00a7nnbe merben sur 3agb benufct, nnb biefen DtacpfteEnngen ift eg gusufepreiben, ba^ ber ^\u00fcoi in betoepnten \u00a9egenben l\u00e4ngft niept mepr gefunben toirb.\"\nHeber bie gortpflanjung fagt ^oepftetter nur, ba\u00a7 bag E\u00f6eibcpen ein \u00a9i legen unb baffelbe naep 9lugfage ber \u00a9ingebornen abtoedjfelnb oom Bt\u00e4nncpen nnb Bkibcpen bebr\u00fctet loerben foE. Ob er bie fr\u00fcperen Angaben, bereu Ber\u00f6ffentlicpnng mir Sc later Oerbanlen, gelaunt''pat, bleibt fraglid). Septerer erfupr int 3apre 1863 burep Bermittelnng \u00a9rep1 g oon bem in \u00a3olianga mopnenben Slnftebler, ERanning, bag golgenbei \u201eBor einigen Sapren ers\u00e4plte mir ein alter Etenfeel\u00e4nber, melcper jur Seit, alg ber ^imi noep p\u00e4nftg oorlant, ein groper S\u00e4ger mar, eine fonberbare \u00a9efdpicpte,\n<s) SDie SRidjtig\u00efeit biefeS SSeloeife\u00e4 Tann meine\u00ea \u00a9ra^ten\u00ea angefod^ten merben. \u00a9ottte e\u00ab unm\u00f6glich fein, ba\u00a7 bie \u00a9t^nef)fen= ftrau\u00dfe feneS (Silanb ft^toimmenb erreicht \u00c7aben? Unf\u00e4hig baju fc^einen fte mir TeineSmegS ju fein-","page":551},{"file":"p0552.txt","language":"de","ocr_de":"552\nSie Saiifev. \u00c6urgpg\u00efer. \u00a9djneofeuf\u00efraufje.\n\u00dciber bie 2lrt unb S\u00dfeife, mie ber \u00a9chnepfenfiraufj fein \u00a9i au\u00eabr\u00fctet. $\u00fcr bie 9\u00eeichtigfeit ber \u00a9rg\u00e2hlunjj \u00efann ich aderbhtg! nid^t einflehen; fxc fdjeint mir aber jebenfa\u00ef\u00ef\u00ea ber \u00a9rm\u00e4hnung merth-Setter \u00a9ingeborne fagte mir, baf\u00ea ber \u00aeimi nicht mie anbere S\u00f6gel auf bem (Sie, fonbern unter ihm fi\u00a3e. \u00a9r fott gun\u00e4d^ft ba! \u00a9i giemlid^ tief in ben Soben eingraben, fobann einen \u00a9ang unter i\u00a7m au\u00ea^\u00f4\u00ffen unb fo etma ein ^Drittel be! \u00a9ie! freiregen, metche! nunmehr, trenn er in ber ^\u00f4^\u00efe f\u00effet, in ^Ber\u00fchrung mit feinem K\u00f6rper fournit. 3)a! Slulfehett cine! \u00a9tel, roe\u00efd^e\u00ea ich gu \u00fcberfenben gebenfe, fd^eint biefe Eingabe gu bet\u00e4tigen; benn gtrei SDrittel feiner S\u00e4nge unb gioar bel fpi^igen \u00a9ttbe! finb OoU\u00efommen rein unb ireiff, m\u00e4hrenb ungef\u00e4hr ein drittel, alfo ba! fiumpfe \u00a9ube entf\u00e4rbt unb befdjmugt trar, ungioeifelhaft in f^clge ber Ser\u00fchrung mit bcnt K\u00f6rper be! Sogell. \u00a3)ie 35er= fdjiebenheit ber F\u00e4rbung ber beiben \u00a9nben trar bur<h eine ring\u00eaumtaufenbe Sinie abgegrengt. Sefct bebaure idt), bafj id) ba! \u00a9i getrafd^en habe; id) hatte aber bie \u00a9rg\u00e4hlung bel (Singebornen oergcffen.\"\n\u00a9in |)etr 33 e b ft er, me\u00efdjer ebenfall! in Jpofianga moljnt, fd^rieb bem 9Raturforfdf>cr Satyarb ^olgenbe! \u00fcber ba! SBrutgefd^\u00e4ft be! \u00a9dhuepfenfiraufje! : \u201eSor ungef\u00e4hr oiergehn fahren fanb ein \u00a9ingeborncr ein f\u00f6'imiei in einer Keinen \u00a3)\u00f6hlc unter bem \u00a9eiourgel eine! Keinen \u00c4auribaumel unb gog, nad)bem er ba! \u00a9i treggenommen, au! ber Siefe ber ^>\u00eb^\u00efe aud) ben alten Sogei heraul. \u00aeer Dceufeel\u00e4nber, tretdfer ben \u00aeimi gu fennen fdtjeint, oerftdjert, ba\u00a3 er fiet! nur ein \u00a9i legt unb ba\u00a7 ba! 3ceft immer eine oon iljm aulgegrabene $\u00f6ljle ift, treibe in ber Siegel in trodneni \u00a9runbe unter SBaumtourgeln aulgegraben trirb. S)al \u00a9i felbft foU mit Sl\u00e4ttern unb 9Jio! bebecft trcrben, unb bie \u00a9\u00e4ljrung biefer (Stoffe eine gen\u00fcgenbe S\u00f6\u00e4rnte heroorbringen, um el gu geitigen, ber Hergang aber fed)! 23od;cn m\u00e4hren. 33enn bal Sunge aulgefrodfett, fed bie SKutter gu feiner #ilfe herbeifommen.\"\n\u201e\u00a9l\u00fcdlidjermeife\", fagt \u00a9dater, \u201efinb trir im \u00a9taube, biefe Angaben bil gu einem getriffen \u00a9rabe burdj bie ^Beobachtungen, treidle trir an einem ireiblid^en \u00c4itri bei lonboner X^iergartenl gefammelt haben, gu bet\u00e4tigen; benn biefer bat, obgleich ungepaart, mehrere Sa^re nad) einanber \u00a9ter gelegt, bal erfte am 9. Suni 1859, feitbem bil gum Saljre 1863 ueun anbere-, ein! gem\u00f6htrlid) im gr\u00fchfaljre, bal gtreite ungef\u00e4hr bret Monate nach bem erften. SCRe'hr all einmal hat biefer Sogei rerfucht, bie \u00a9ier aulgubr\u00fcten; irenigften! hat man ihn nach bem Segen bei \u00a9ie! auf bemfelben fihenb gefunbeu unb \u00e2R\u00fc\u00efje gehabt, ihn gu Oertreiben. \u00a9I fd^eint alfo mahrfd)einlidh, ba\u00df ber @chnehfenflrau\u00a7 nur ein \u00a9i legt, aber gtoeimal im Sahre br\u00fctet, ba\u00df er baffelbe in einer $\u00f6ljle unterbringt, toie 3Bebfter e! befd^rieb unb ba\u00df bal 2Beibd)en bie Bebr\u00fctung beforgt.\" \u00aea! \u00a9i ift auffadenb gro\u00df im Serh\u00e4ltni\u00df gum Sogei; benn fein \u00a9etoicht betr\u00e4gt faft ben oierten S^etl \u00f6on *>em ber SDlutter, n\u00e4mlich 14V2 Unge.\n\u00a9urd) bie \u00a9efangenen bei lonboner Sthiergarten! ift gur \u00a9en\u00fcge betoiefen toorben, ba\u00df e! nicht fdjmer h\u00e4lt, \u00a9chnepfenflrau\u00dfe an ben \u00df\u00e4ftg unb an ein einfache! \u00a9rfafcf utter gu gem\u00f6hnen. $)a! erm\u00e4hnte Skibdjeu tourbe im Sah\u00ab 1852 burch ben \u00a9tatthalter \u00a9tyre ber lonboner goologifd^cn \u00a9efedfdfaft gefchentt unb burdh Kapit\u00e4n \u00a9rlfine nach \u00a9nglaub gebracht. \u00a9I lebt heute nod> \u00a9ein \u00c4\u00e4fig ift ein bunfler \u00a9tail, in beffen \u00a9den man einige \u00a9arben gufammengeftedt hat. 3mifchcn ihnen oerbirgt ftch ber S\u00f6gel to\u00e4hrenb bei Sage! ; benn# ber ift ein echte! Sftachtthier unb l\u00e4ft ftd; freiioiUig niemal! fehen, folange bie \u00a9onne am Rimmel ficht* Stimmt ihn ber SB\u00e4rter au! feinem Serfted heraul, fo rennt er fobalb all m\u00f6glich bem lehteren ioieber gu unb Oerfriecht ftch mit gro\u00dfem @efd)id gtoifchen bem \u00a9troh- 9ladh \u00a9onnenuntergaug aber Joirb er munter, rennt lebhaft hi\u00ab unb her, burchfucht feben SBin\u00efel, febe \u00a9de unb flicht mit feinem langen \u00a9jd^nabcl nad^ 2lrt ber \u00a9chnepfen in ben ioeidhen Soben. 9Jian ern\u00e4hrt ihn mit feingefdhnittenem ^ammelfleifch unb mit St\u00fcrmern. Son erfteren Oergehrt er t\u00e4glich ungef\u00e4hr ein halbe! 5\u00dffunb.\nsjeeuerbing! hat bie \u00a9efeUfchaft nodh gtoci \u00a9d^nepfenftraufe erhalten, unb fo b\u00fcrfen mir un! ber Hoffnung hingeben, audh \u00fcber ba! ^ortpflangunglgefch\u00e4ft biefe! ^urgfl\u00fcgler! bemn\u00e4chft etma! \u00a9idherel gu Oernehmen,","page":552},{"file":"p0553.txt","language":"de","ocr_de":"5rn?el;ntc \u00ffr\u00eemung.\n\u00aett \u00a9tclgtiij\u00dfcl (Grallatores).\nS\u00f6enrt man bie reiche Stbtheilung unferer klaffe, ioeldje faft alle Saturfor[d;er \u00fcbereinftimmenb Begrenzen nnb mit bem oorftehenb angegebenen Manien bezeichnen, aufmerffant betrachtet, toiU ftdj bie Slnftdjt aufbr\u00e4ngen, baft bie \u00f6crfcbiebenartigen \u00a9eftalten, ioeld;e toir in ber einen Orbnung bereinigen, gar nid;t zufammeu geh\u00f6ren, \u00a9g gibt in biefer Orbnung grofte nnb flehte, fr\u00e4ftig gebaute nnb fcplanfe, lang; nnb furzfcbn\u00e4belige, hochbeinige nnb niebrig gefteUte, ftumpf; unb fpihfl\u00fcgelige, frid;t; unb biinnbefiebertc, bunt; unb einfarbige S\u00f6gel, unb eg macht ftd), biefen \u00a9egenf\u00e4fjen entfprechenb, eine 33erfd;iebenartigfett ber Sebengtoeife, ber (Sitten unb \u00a9etoohnheiten, beg Sahrunggertoerbeg unb ber Nahrung felbft, beg $ortpflauzungggefd;\u00fcfteg unb ber \u00a9nttoidlung, furz, aller Sebeng\u00e4ufterungen bemcrflid;, toie in feiner anberen gleid;toerthigen Slbtheilung ber ganzen klaffe, \u00a9inigc Saturforfd;er haben begljalb bie oben auggefprod;ene 2lnfid;t beth\u00e4tigt unb toenigfteng einzelne oon ben \u00a9teljb\u00f6geln iit einer befonberen Orbnung bereinigt ober fie anberen Orbnungen gugeg\u00e4hlt; bie .gerglieberung lehrt aber, baft and; gtoifchen ben fdjeinbar Oerfchiebenartigften \u00a9eftalten eine erfid;tliche Uebereinftimmung befiehl, eg alfo fehr fehler fallen muft, bie Slbtheilungen \u00a7u begrenzen. $\u00fcr mich unterliegt eg feinem Streifet, baft man fjoater bie eine Orbnung in mehrere aufl\u00f6fen ioirb, toie man neuerbingg, unb getoift mit \u00f6oltftem Sedjte, bie fogenannte Orbnung ber \u00a9chtoimmo\u00f6gel in hier Orbnungen aufgel\u00f6ft hai-einfttoeileu aber fieht man bie \u00a9telzo\u00f6gel nod; alg eine \u00a9efammtheit an, Welche man nicht zcrfplittern barf. 3d; f\u00fcge mid) ber herrfdjenben 2lnftd;t, toeil ich ber Ueberjeugung bin, baft \u00fcberhaupt nod; feinet ber aufgefteHten \u00a9pfteme ber Satur toirflid; entfprid;t, toerbe aber bie Jpauptabtheilungen, in toeldje bie Orbnung meiner 2tnfid;t nad; verfallt, befonberg heroorheben.\nSlug oorftehenben S\u00f6orten geht zur \u00a9en\u00fcge hervor, baft eine allgemein giltige Kennzeichnung ber \u00a9telzo\u00f6gel nicht gegeben toerben fann. \u00a9in langer, b\u00fcrrer \u00a3>alg unb lange, b\u00fcnne Seine, toeld;e auch \u00fcber bem Werfen ; ober ^acfengeleuf naeft unb bereu $\u00fcfte brei ; ober oiergehig ftnb, b\u00fcrfen alg Sierfmale ber Scehrjahl gelten, unb ebettfo fann man nod; fagen, baft bie ^lugtoerf zeuge nicht oerf\u00fcmmert, bie Gebern toie geto\u00f6l;nlid; gebilbet finb. Oer \u00a9d;nabel ift fo \u00f6erfd;ieben geftaltet, baft eine Sefd;reibung beffelben an biefer \u00a9teile untunlich erfcheinen muft, Fl\u00fcgel unb \u00a9djtoanz \u00e4nbern ebenfalls vielfach ab unb aud; bag Kleingefieber zeigt burefjaug feine Uebereinftimmung.\nOie SBirbelf\u00e4ule befteht aug bret^ehn big achtzehn $alg;, fiebert big zehtt S\u00fcden;, breizehn big fed)^zehn Seden; unb fteben big neun \u00a9d;toanztoirbeln; bag \u00a9er\u00fcft ber Sorber; unb \u00a3>interglieber ift ftetg toot)l enttoidelt, bag Sruftbein an feinem \u00f6pinterranbe oft tief auggebudjdet. Oie $unge ift fel;r oerfd;ieben geftaltet, meift aber furz unb ftumpf, bie \u00a9peifer\u00f6hre toeit, ohne eigentlichen Kropf, aber bod; oft in \u00e4hnlicher S\u00dfeife au\u00a7gebud)tet, felbft zu einem \u00a9ad erweitert, ber Tonnagen flein, ber Stagen h\u00e4utig unb behnbar, ber Oarmfchlauch in ber Siegel lang.\nSBenig anbere \u00a9efdj\u00f6pfe beft^en bie fj\u00e4higfeit, fid; in allen \u00a9egenben unb^Klimaten l;eimifch zu machen, in gleichem \u00a9rabe trie bie \u00a9telzb\u00f6get, \u00a9ie finb S\u00dfeltb\u00fcrger im eigentlichen \u00a9inne beg SB orteg ; benn nicht allein bie Familien, fonbern auch einzelne Slrten oerbreiten ft<h \u00fcber alle \u00a9rb; theile unb alle \u00a9\u00fcrtel berfelben. \u00a9telzo\u00f6gel leben allerorten, nicht blog ant SBaffer unb bemgem\u00e4ft mehr in ber Oiefe, fonbern ho<h oben int \u00a9ebirge noch, bid;t unter ber \u00a9d;neegrenze, am $ufte ber \u00a9letfeher, nicht blog im ober am \u00a9umpfe, Welchen unterfd;eibenbeu Samen er aud; h^n m\u00f6ge,","page":553},{"file":"p0554.txt","language":"de","ocr_de":"554\n\u00aete S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gel.\nfonbevn ebenfo in ber fonnenburchgl\u00fchten SB\u00fcfte, auf \u00f6bent ^elggeftein, toe\u00efd^e\u00ea, nuferer Meinung nach, \u00efaum einem \u00a9teinfthm\u00e4fcer bie SOt\u00f6glichleit, gu leben, gem\u00e4hrt, \u00a9oloeit bag SQ\u00ceeer nad) korben hinauf offen ift, foloeit beh\u00fct ft<h auch ber SSerbreitungglreig biefer $\u00dfgel. \u00a9te ftnb eg, Welche, im herein mit ben an bag SBaffer gebuttbenen \u00a9chloimmO\u00f6getn, bag 9J\u00eeeer beleben, treize bag \u00a9ewimmel am \u00a9tranbe beffelben heroorrufen: fte ftnb eg aber aud), benen \u00a9\u00fcntpfe nnb glu\u00dfufer ^e; jenige SBeWohnerfchaft, treibe nnfer 2luge am erften gu feffeln Wei\u00df, oerbanlen. 3e mehr man fxd; ben \u00a9leicfyerl\u00e4nbern n\u00e4hert, um fo gro\u00dfartiger Werben bie SSerfammlungen, treibe bie \u00a9telgo\u00f6gel bilben, um fo mehr tragen fie bagu bei, ber Sanbfdjaft ein geWiffeg \u00a9epr\u00e4ge gu oerleihen, ben \u00a9inbrud ber Oebe, Weldjer ftd) unferer fonft bem\u00e4d)ttgen m\u00fcrbe, gu oerbannen.\n\u00a9eben in ben \u00a3iefl\u00e4nbern \u00a9\u00fcbeuropag treten fte maffenljaft auf. \u201eS\u00dfedjfeloollereg, Slngiehem bereg, \u00a9djonereg\", fagt Salbamug, \u201egibt eg fdjloerlicf), alg biefe ungarifc^en \u00a9\u00fcm^fe mit i^rer SSogelWelt, Welche ebenfo burd) bie Slngabl ber \u00a9ingelWefen, Wie burdj bie 23erf<hiebenheit ber 9lrteit in \u00a9eftalt unb f\u00e4rben auggegeidjnet ift. 9Jtan fel)e ftd) nur bie l)eroorfted)enbften biefer \u00a9umpf; unb SBafferbeWo\u00efmer in einer \u00a9ammtung an unb beule ftd) bann biefe fd)neeWei\u00dfen, ftrohgelben, grauen, fd)Wargen, golb= unb fmrburgl\u00e4ngenben, geraubten, ge\u00f6lten, lang= unb lurgf\u00fc\u00dfigen \u00a9eftalten ftel)enb, fd)reitenb, laitfenb, lletternb, fd)wimmenb, taud)enb, ffiegenb, lurg, lebenb in ben abfted)enbften f\u00e4rben unb formen Oom blauen Rimmel unb oom faftiggr\u00fcnen SBiefengrunbe abge^ hoben, unb man Wirb mir gugeben muffen, ba\u00df biefeg $ogelteben ber \u00a9\u00fcmpfe ein Wunberbar angieljenbe\u00ea ift.\"\nUngarn unb bie SDonautiefl\u00e4nber \u00fcberhaupt ftnb jebod) nod) letnegWegg bag ,,\u00a9l SDorabo\" ber SJtitglieber unferer Orbnung. 2Jle\u00ef)r alg bei anberen V\u00f6geln fteigert ftch jener 2lngal)l, je mel>r man ftd) bem \u00a9leider n\u00e4hert, \u00a9g ift Wal)r: bie \u00a9telgo\u00f6gel beleben aud) ben korben in gjtettge. \u00a9ie ftnb eg, benen man all\u00fcberall in ber Weiten \u00a3unbra begegnet, Weld)e man nod) hod) oben auf ben gjelbg \u00efaum minber h\u00e4ufig antrifft, alg bag anfprud)gIofc \u00a9d)neehuhn: ihre eigentliche 2Jtand)faltigteit erreichen fte aber bod) erft in ben S\u00e4ubern unter ben S\u00dfenbelreifen. Unb in bemfelben \u00a9rabe, itt meinem fte an Slrten guneljmen, fd)eint ihre 2Ingal)l gu machen. 2)ag reiche 2\u00dfaffer oerarmt, wie man glauben m\u00f6chte, ihren 2lnfpr\u00fcd)en gegen\u00fcber: Wer bie SDtaffen biefer $\u00f6gel in ben \u00a9leid)ert\u00e4nbern gefel)en ^at, begreift eg nicht, ioie bie ergeugenbe Sftatur eg erm\u00f6glicht, fo gewaltigen Slnforberungen geredet gu Werben. 3Rur ber SRaturforfd^er ift im \u00a9taube, bie \u00e4ftettge oon 9tahrung\u00eaftoff gu fc^\u00e4^en, Welche bag SBaffer feiner ewig ftch felbft oernid)tenben \u00a3l)ierWett bietet; aber gerabe ber f\u00c7orfd^er ftnbet bie SlntWort nid)t auf bie fraget \u201e2Bie ift eg m\u00f6glich, biefe \u00dcJtiHiarben gu f\u00e4ttigen?\" \u2014 benn er lennt ben SSebarf jebeg eingelnen.\nSDrei \u00a3age lang fegelte mein 23oot, oom ftarlen SRorbWinbe in gleichm\u00e4\u00dfiger \u00a9ile Weiterbewegt, ben grauen fluten beg Wei\u00dfen DRilg entgegen, brei \u00a3age lang W\u00fcrben t\u00e4glich minbefteng gWattgig beutfehe teilen gur\u00fcdgetegt \u2014 unb brei Sage lang fah bag 3luge gu beiben \u00a9eiten beg \u00a9tromeg ant fchlammigett Ufer unb auf allen 3>nfeln eine ununterbrochene Steihe oon \u00a9telgo\u00f6geln flehen, laufen, ftfehen, ftch haben, mit einanber oerlehren, \u00efaufenbe unb fpunberttaufenbe oon ein unb berfelben 5lrt neben einanber unb faft ein halbeg $unbert oerfchiebene Slrten unter einanber. Unb jeber \u00a9untpf, jeber SSruch, jeber fKegentetch, jebe Sache gu beiben \u00a9eiten beg \u00a9tromeg, io\u00e4hrenb beffen ^ochftanbeg oon ihm gef\u00fcllt, nunmehr aber burcf) auggetrodneteg Uferlanb bereitg ioieber getrennt, toar umlagert, ja, bebedt Oon \u00e4hnlichen Waffen! SDer \u00dctorbl\u00e4nber, melier berartige \u00e4ufammenrottungen nicht lennt, f\u00fchlt ftd) gu \u00dftoeifeln berechtigt, io\u00e4hrenb derjenige, Welker fte fah, ftch bo\u00abh fagen mu\u00df, ba\u00df ihm bie 2Borte mangeln, um folche \u00a9ro\u00dfartigleit Wirtlich Su f<hilbern, ba\u00df er Wohl unterfch\u00e4fcen, nicht aber \u00fcbertreiben lann.\n\u00a9o ober faft ebenfo, Wie in Sdcittelafrila, treten bie \u00a9telgo\u00f6gel aud) in \u00a9\u00fcbafien unb auf feinen gro\u00dfen \u00a9ilanben ober in \u00a9\u00fcb= unb SOUttelamerita auf. \u00a3>er 9teifenbe, Welcher einen ber gr\u00f6\u00dferen f\u00fcblichen \u00a9tr\u00f6nte Oftinbieng, SDtalaltag, \u00a9tamg tc. hinauf; ober herabfdhloimmt, oerlounbert ftch anf\u00e4nglich \u00fcber bie prachtoollen, wei\u00dfen 33l\u00fctl)en ber SS\u00e4ume, Welche ihm oon fern entgegenfehimmern","page":554},{"file":"p0555.txt","language":"de","ocr_de":"Sl\u00ef\u00efgemeineg.\n555\nunb geioaprt gu feiner Iteberrafdpung beim SR\u00e4pertommen, ba\u00df er ed mit lebenbigen St\u00fctzen, mit \u00a9tetgo\u00f6getn, metcpe gu Saufenben bereinigt, auf ben S\u00e4umen fifjen, gu tpun pat. 2tn ben \u00a9een br\u00e4ngen \u00dfdp ebenfattd unft^\u00e4pare Waffen biefer S\u00f6get gufammen unb an ben ftadjen \u00abSeel\u00fcften fielen fie meilenmeit in ununterbrochener $o\u00efge. @pir unb 3JIartiu\u00ea fdpilbern in tprem fReifemerfe ben \u00a9inbrud, melden ein \u00abeiner fifc^reic^er \u00a3ei<h auf fte machte, die rofenrotpen S\u00f6ffler [tauben in langen fReipen am Ufer, hie ^iefenft\u00f6rdpe mateten in tieferem Staffer auf unb nieber, $Ropr* unb deichh\u00fcpudpen trieben \u00dfdp unter mancherlei \u00a9nten umher unb gaptreidje ^'iebihe umtreiften im fchnetten gluge bie tR\u00e4nber bed S\u00dfalbed. \u201e\u00a3ier petrfdjte enbtofed \u00a9efdpnatter, \u00a9efdprei unb \u00a9egtoitfdper ber manchfattigften S\u00f6gelgefd\u00dfedpter, unb je l\u00e4nger mir bad fettfame \u00a9dpaufpiet betracht teten, in meinem bie 3:^teve mit alter ihnen innmohnenben \u00a9elb\u00df\u00e4nbigteit unb Sebenbigfeit allein bie fRolten and f\u00fcllten, um fo meniger tonnten mir ed \u00fcber und geminnen, burep einen feinbfeligen \u00a9cpu\u00df bie Sepaglidpteit biefed iRaturguftanbed gu ft\u00f6ren. S\u00dfir fahen hier gemi\u00df mehr aid gepntaufenb Stpiere neben einanber, me\u00efche, jebed nadp feiner S\u00dfeife, ben angeborenen drieb ber \u00a9elbfierpaltung oerfolgten. dad \u00a9em\u00e4tbe ber elften \u00a9cp\u00f6pfung fepien oor unferen Stiden erneuert, unb biefed fo \u00fcberrafchenbe \u00a9dpaufpiet h\u00e4tte noch angenehmer auf und mirten m\u00fcffen, m\u00e4re nicht bad \u00a9rgebni\u00df unferer Setradptung ber \u00a9ebante gemefen, ba\u00df $rieg unb emiger $rieg bie Sofung unb bie gepeimni\u00df' oolte Sebingung atted t^ierifd;en dafeind fei.\"\n\u00a9emi\u00df, einen emigen \u00dfrieg f\u00fchren auch bie iprerfeitd ohne Unterla\u00df befehbeten unb bekriegten \u00a9tetgo\u00f6get. \u00a9ie alte, ohne Sludnapme, fmb ^aubtpiere. Sttterbingd gibt ed unter ihnen noch einige, metdpe geitmeilig ober oon einem gemiffen Sttter an, Spngenftoffe oergehren, leinen eingigeit aber, melier t^ierifc^e Nahrung g\u00e4nglidp oerfepm\u00e4pt. Siete metteifern an \u00e4Rorbgier mit bem btuU b\u00fcrftigften St\u00e4uber oon \u00a9emerbe. \u00a9ie begn\u00fcgen ftdp feinedmegd mit ben nieberen dpieren, ailf metdpe \u00dfe pingemiefen fein fdpeinen, fonbern rauben bie oerfd\u00dfebenartigften S\u00dfirbettpiere, menu auch faft nur folcpe-, metche fte eben noch oer\u00dfptingen tonnen. der Steiper, ben mir gem\u00f6pntid) aid ftifcpj\u00e4ger auf eben, tobtet unb Oerf dringt ohne Sebenfen jebe 2Raud, jeben tteinen Sogei, faits er eined berartigen dpiered habhaft merben fann; ber \u00a9tetgoogel, beffen hau^tf\u00e4d;lid;fte Nahrung ^erb= thiere, SB\u00fcrmer unb SSeidptpiere bilben, oerfchm\u00e4ht auch ein Sifdpcpen ober einen tteinen Surd) nicht, ^n ber fReget bedt ihnen bad S\u00dfaffer mit feinem oerfchiebenen \u00a9et^ier ben difdp, unb audnahmdmeifc nur mu\u00df auch bad Sanb mit feinen \u00a9rgeugniffen ihnen gotten.\n2tn Segabung ftehen bie \u00a9tetgo\u00f6get anberen \u00e4Ritgltebern ihrer klaffe menig nach- 2Rit Sapa; geien unb \u00a9ingO\u00f6getn barf man fte freilich nicht bergteiepen; benn ed fehlt ipnen bie Stttfeitigteit ber erftgenannten unb, aud; abgefehen oon ber \u00a9timme, bie Semegungdfreubigteit unb Scmegungdf\u00e4higteit ber te\u00dfteren: aber \u00dfe ftehen hoch \u00fcber oieten anberen S\u00f6getn, metche mir bereitd tennen gelernt haben. 3pr Sauf umfa\u00dft oom ernften \u00a9cfjreiten an bid gum pfeitfcpnellen kennen alte \u00a9angarten; ihr $tug gefchieht nidpt minber Oerfdpiebenartig. diejenigen, mcldpe rafdp taufen, p\u00dfegen auch fdpuelt gu fliegen, bie, metdpe tangfam fdpreiten, \u00dfdp mit tangfamem f\u00c7\u00ef\u00fcgelfd^\u00efag burdp bie Suft gu f\u00f6rbern. \u00a9ingetne \u00a9tetgo\u00f6get erheben ftdh faft mit berfetben \u00a9dpneltigteit, mit melcher ein fRaubooget auf Seute fl\u00f6\u00dft, anbere arbeiten \u00dfcp fcpmerf\u00e4ltig empor unb \u00dfiegen gemadpfam in einf\u00f6rmiger S\u00dfeife bahin, m\u00e4hrenb anfepeinenb nah Sermanbte oon ihnen ed oerftehen, im fttuge drepmtgen unb S\u00dfenbungen audguf\u00fchren, mie mir fie fonft faft nur oon 9ftaubo\u00f6geln fepen. Ueberpaupt geidpnen \u00dfcp gerabe bie \u00a9tetgo\u00f6get burdh bie S\u00eeandpfaltigteit ipred $luged aud; eingelne gauteln f\u00f6rmlich. 3m \u00a9egmeig ber S\u00e4ume i\u00df bie gro\u00dfe \u00e4Reprgapt unferer Orbnung fremb; inbeffen gibt ed bodp biete unter ipnen, meldpe mit oottem fRedpte Saumo\u00f6gel genannt merben b\u00fcrfen, ba \u00dfe nicht nur bed Dfadptd regelm\u00e4\u00dfig b\u00e4umen, fonbern and) ipr 9teft auf Saurnmipfetn antegen, unb bemgem\u00e4\u00df ipre erfte ^inbpeit tn ber ^\u00f6pe oerbringen, dad Staffer beperrfchen bie meiften in giemtidp ooXXenbeter SBeife. 2Rit Studnapme berer, metepe mirttidpe Sanbo\u00f6get genannt merben m\u00fcffen, fdpmimmen alte im iRotpfatte unb gmar gang leiblich; oiete oon ipnen ftnb aber gu f\u00f6rmlichen SBaffero\u00f6geln gemorben unb fd)mimmen unb taud;en meifterpaft. 3n einer ^in\u00dfcpt fdjeint bie iRatur bie \u00a9tetgo\u00f6get oer=","page":555},{"file":"p0556.txt","language":"de","ocr_de":"556\n\u00a9ie S\u00e4ufer. StelgD\u00f6gel. \u00a9rappen.\nnac()t\u00e4fftgt gu haben : il)rer (Stimme geljett $lang unb \u00a3on ab. 3^aY fin^ett ftd) aud) unter ifjnen einzelne, mel^e ftd> Dor ber \u00a9efammtheit fe^r gu ihrem Vorteile au\u00eageidhnen: ihrer aber ftnb menige, unb iljre \u00eatimmf\u00e2hig\u00efeit fann and) nur bann beliebigen, menn man fie mit ber Dermanbter Slrten Dergleid)t. Se\u00efjr Diele taffen \u00efaum einen Saut, eingetne b!o\u00a3 ein heifere\u00ea Bifthen Dernehmen, anbere haben eine unangenehm treifc^enbe, anbere eine rauhe Stimme, anbere fdjreien ft\u00e4glich, anbere Der; fud)en, burch Malern mit bem Schnabel bie ihnen fehlenbe \u00abBegabung gu erfehen.\nSinne unb Verflanb muffen bei ben meiften StelgD\u00f6geln a\u00ef\u00ea mol)l entmidett angefehen Serben, \u00a9\u00ea gibt feinen unter ihnen, beffen Singe bl\u00f6be, beffen \u00a9elj\u00f6r ftunipf, beffen \u00a9ef\u00fcljt fthmadh genannt merben f\u00f6nnte, feinen toieUeid^t, beffen \u00a9efdjmad\u00ea; unb \u00a9erudh\u00eaftnn mirflich fo Derf\u00fcmmert ift, al3 mir mahnen; adhtfame \u00abBeobachtung \u00a9efangener ermeift gum minbefteu ein l\u00eenterfdjei\u00efmng\u00ebDerm\u00f4geu gmifdjen met)r ober meniger fchmadhafter Steife. Itebrigen\u00ea merben bei nid)t menigen \u00abBiitgliebern ber Drbnung biefe beiben Sinne burd) ben in befonberer SSeife Derfdj\u00e4rften \u00a9aftfinn mirffam Der; treten: ber Sd)nabel gemiffer Slrten metteifert an Feingef\u00fchl mit nuferen Ringern. Klugheit, llrtheit\u00eaf\u00e2higfeit nnb Vilbfamfeit be\u00e9 \u00a9eifte\u00ea bemeifen alte StelgD\u00f6gel auch ^m befangenften ^Beobachter; einzelne erregen bnreh ihvett hohen Verftanb nufere \u00abBemunberung. \u00a9emungead)tet erfdheinen un\u00ea nur menige at\u00ea augiet)enbe, einnehmenbe \u00a9efcd)\u00f6^fe. 2>n ben fteinen, fdjm\u00e4cherett Strtenfehen mir a\u00fcerbing\u00e4 h^ulofe, gutm\u00fcthige S\u00f6get unb bemerfen h\u00f4dften\u00ea eine \u00efieben\u00eam\u00fcrbige Suft gum Sieden; bie gr\u00f6\u00dferen Slrten aber lernen mir halb at\u00a7 herrfdhf\u00fcd)tige unb mehrere Don ihnen fogar al\u00ea boshafte, t\u00fcdifd)? \u00a9efelten fennen, metche ftd) ihrer St\u00e4rfe moht bem\u00fcht ftnb unb fte anberen \u00a9hieren ober fetbft bem SJtenfdjen gern f\u00fchlen taffen. \u00a9od) thut \u00a9ie\u00ea ihrer \u00a9efelligfeit feinen Slbbrud)ba ftd) eben nur biefenigen gufammenfdhaten, metd)e ftdh nicht Dor einanber gu f\u00fcrd)ten braudjen. \u00a9inen mirftid)en Freunbe\u00eabunb gehtu bie \u00a9aufenbe, metche hier unb ba gufammen leben, burd)au3 nicht ein: benn bie gro\u00dfen .Sperren in ben Sereitt\u00e8n bef\u00fcmntern ftd) faum um ba\u00ea benfelben \u00a3)rt mit ihnen theitenbe \u00a9eftnbel, unb biefe\u00ea meidet ihnen e\u00ee)rfurdht\u00eaDo\u00eft au\u00a7, bi\u00ea eine gemeinfame \u00a9efahv beit inneren trieg Dergeffen l\u00e4\u00dft. Stal)t eine fodd^e, bann macht ftd) ber minber $luge bie Sorftdht be\u00ea kl\u00fcgeren beftm\u00f6gtid)ft gu Stube.\n\u00a9)ie Fortpflangung ber StelgD\u00f6gel l\u00e4\u00dft ftch int allgemeinen faum fchitbern; benn Slntage be\u00ea Stefte\u00ea, Singabl, \u00a9eftalt unb F\u00e4rbung ber \u00a9ier, \u00a9ntmidlung uttb \u00a9rgieljung ber jungen ftnb hbchft Derfchieben. \u00a93 gibt Stefthoder unb Steftfl\u00fcchter in biefer Orbnung; ba\u00ea Steft fd)mimmt auf bem SBaffer, ift eine einfadje SJiutbe im Sanbe ober im $elbe, mirb im \u00a9rafe, im Stiege angelegt ober auf gestatten unb \u00abBaurnmipfeln gegr\u00fcnbet. \u00a9inige Slrten legen mahrfcheintidh nur ein einziges \u00a9i, bie 3Jtehrgal)l bereu brei bt\u00e9 f\u00fcnf, einige auch mehr, fed)\u00ea bi\u00ea neun ober gehn n\u00e4mlich- Saft ade, bereu Steft auf bem SSaffer fchmirnrnt ober auf bem Voben fteljt, f\u00fchren ihre jungen halb nad) bem Slu\u00eafchl\u00fcbfen meg, m\u00e4hrenb biefenigen, meldje ftdh auf \u00abB\u00e4umen anftebelten, regelm\u00e4\u00dfig gu ben Steft; hodern geh\u00f6ren. Sette lernen e3 rafd), felbft gu freffen, biefen mirb bie Slgung Dorgem\u00fcrgt uttb ffxiter Dorgefpieen.\nSitte StelgD\u00f6gel, meld)e in einem gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel br\u00fcten, giel)en ober manbern; felbft bie; fenigen Slrten, meld^e in gemiffen \u00a9egeuben h\u00f6d)ften\u00a7 ftreidhen, gehen in anberen regelm\u00e4\u00dfig auf bie Steife. \u00abStele butdjfliegen fe!)r 'betr\u00e4chtliche Streden, attbere laffen ftd) fdhon im S\u00fcben \u00a9ttropa\u00ea burch nahrung\u00eaDerfpredhenbe Oertlid)feiten gur\u00fcdhalten. \u00a9iefenigeu, melche ftdh am SJteere auf; halten, manbern ben l\u00fcften entlang unb befuchen, meiter unb meiter reifenb, S\u00e4nber, metche g\u00e4ngtidh au\u00dferhalb ihres Verbreitung\u00eafreife\u00ea gu liegetr fdheinen, ftebeln ftdh h^r m\u00f6glidhermeife auch bteibenb an, br\u00fcten unb b\u00fcrgern ftdh ein. So ftnbet man geioiffe Stranbt\u00e4ufer faft auf ber gangen \u00a9rbe, minbeftenS in allen \u00a9\u00fcrtetn berfelben: ba\u00ea meltDerbinbenbe SBaffer, ait ioeldhe\u00ea fie gebunben ftnb, bef\u00f6rbert ober erm\u00f6glicht eine fo meite Verbreitung. Stud) biefenigen, beren \u00a7eimat bie \u00a9teidher; l\u00e4nber ftnb, merben Don bem \u00a9range, gu manbern, beeinflu\u00dft, unb ftreidhen minbeftenS, aber in fo regelm\u00e4\u00dfiger SBeife, ba\u00df man ihr 5Beggiet)en uttb SSMeberfomnten Dielleicht aud) ein 3iehett immteu \u00efann.","page":556},{"file":"p0557.txt","language":"de","ocr_de":"MgemeineS.\n557\n(Sine anfepnlicpe SRenge ben $einben f\u00eee\u00ef\u00eft unfern V\u00f6geln nad). Oie meprpaften unter ipnen paben oerp\u00e4ltiti\u00dfm\u00e4\u00dfig toenig gu. leiben, \u00efoeil nicpt bloS ipre \u00a9tarte, fonbern and) ipre Vorftcpt fie filtert ; bie fc\u00a3)to\u00e4dt)eren hingegen oerfotgcn a\u00cf\u00cfe bierfit\u00dfigen nnb gefl\u00fcgelten Raubtpiere, unb ipre Vrut einzelne OrbnungSDeriDanbte fe\u00efbft. Oer SRenfd) gefeilt ftd) faft atter Orten gu ben Verfolgern ber \u00a9telgD\u00f6gel uttb gelo\u00e4prt nur toenigen feinen \u00a9cpup. Viele forbern teegen iprer \u00a9cp\u00e2blicpteit gur Verfolgung perauS, anbere liefern ein fo DortrefflicpeS VM\u00efbpret, ba\u00df ipre burcpanS gerechtfertigt erfcpeinett mu\u00df.\nSu ber \u00a9efangenfcpaft laffen ficp bie meifteu \u00a9telgD\u00f6gel opne \u00a9d)ioierigteit galten, m\u00e4prenb anbere ben Verluft iprer greipeit nicpt ertragen, \u00a9ingelne Slrten eignen fiep \u00bborg\u00fcglicp gu \u00a3ofo\u00ebgeln unb miffeit ftcp rafd) bie \u00e2mteigung t^rer Pfleger gu erioerben.\nSu ber elften 3^nft ber Orbnung bereinigen mir bie -.\u00eep\u00fcpnerftetgen (Alectorides), loeldpe mir als UebergangSglieber bon ben \u00a9cparr = gu ben \u00a9umpfo\u00ebgeln anfepen. \u00a9ic geidpnen ficp auS burcp kr\u00e4ftigen Vau, Derp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig turgen \u00a3alS unb nur mittelpope Veine, meift breigepige $\u00fc\u00dfe, ungef\u00e4hr topflangen \u00a9cpnabel, leben ntepr ober minbeftenS ebenfobiel auf b\u00e9ni frinbe, als am unb im SSaffer, freffen thierifdEje unb pf\u00efang\u00eficpe \u00a9toffe, br\u00fcten auf bem Voben unb ftnb Reftf\u00ee\u00fccpter.\nObenan fielen bie \u00a3r a p p en (Otides). \u00a9inige Raturforfcper g\u00e4lten fie gmar ben \u00a9cparrD\u00ebgeln gu, anbere paben fie mit beu \u00c6urgfl\u00fcglern berbunben; bie \u00e2erglieberuug beft\u00e4tigt aber, laut Ripf4 ioeber bie eine nod) bie anbere 2lnfid)t, geigt Dielmepr eine in meprfadjer ^inftd^t eigenth\u00fcmliche Vilbung, melcpe ficp an bie ber \u00a9untpfD\u00f6gel gun\u00e4epft anfd)lie\u00dft. \u00a3ier alfo geb\u00fchrt ipnen ipre \u00a9telle.\nOie \u00a3rappen fmb gro\u00dfe ober mittelgro\u00dfe, fd)toerleibige V\u00f6gel mit mittellangem, biden \u00a3a\u00effe, giemlid) gra\u00dfent $opfe, einem tr\u00e4ftigen, an bie Vkrget niebergebr\u00fcd'ten, \u00fcbrigens fegelf\u00ebnnigen, Dor ber \u00a9pipe beS ObertieferS etmaS gem\u00f6lbten, ungef\u00e4hr topflangen \u00a9d)uabel, mittelpopeu, fepr ftarfen Saufen unb breigepigen g\u00fc\u00dfen, mopl entmidelteu, gro\u00dfen, fanft mulbenf\u00ebrmigen ftl\u00fcge\u00efn, unter bereu ftarten, breiten \u00a9cpmingen bie britte bie l\u00e4ngfte, einem auS gmangig breiten Gebern beftepenben \u00a9cpmang, mie enblid) einem berben, gefcploffenen, glatt anliegenben \u00a9efieber, melcpeS ftcp am^opfc unb jpalfe oft oerl\u00e4ngert, minbeftenS burcp \u00efebpafte F\u00e4rbung auSgeicpnet. Oie SR\u00e2nucpeu unterfdjeiben ft<p non beu Vkibd>en ftetS burd) bebeutenbere \u00a9r\u00f6\u00dfe, gem\u00f6pnlicp aud) burcp ein fd)\u00ebuereS \u00aeleib; bie Sungen \u00e4pneln, nacpbem fie baS Ounentleib angelegt paben, gun\u00e2d)ft bem V\u00dfeibcpen.\nUnterfucpung beS inneren VaueS ergibt, naep Ripfcp, folgenbe beaeptungsmertpe Vtertmale. Oie V\u00dfirbelf\u00e4ute beftept auS oiergepn \u00a3alS=, aept Rippen; unb feeps \u00a9cpmangmirbetn. Septere bilbeit gufammen ein Oreied, inbem fie mit ungemein langen Ouerfortf\u00e4pen oerfepen ftnb, meld)e Dont gmeiten VBirbet immer t\u00fcrger merben unb am lepten g\u00fcttglid) feplen. Oie beiben erften Rippen ftnb falftpe unb beftpen teine Rippenfmxpen, bie \u00fcbrigen fed)S giemlid) breiten gepen mit ipren Rippenfnocpen bis gttm Vruftbeine. Oiefe\u00ea meid)t ganglid; Don bem ber ^urgfliigler ober \u00a9d;arr; D\u00ebgel ab, \u00e4pnelt bagegen bem ber Regenpfeifer, pat einen fepr popen Pantin unb pintett feberfeit\u00ea gmei mit ^aut au\u00eagef\u00fcdte Vucpten. Oa\u00ea Veden gleid;t ebenfalls bem ber Regenpfeifer. Oie \u00aenocpen ber Vorherglieber ftnb meit anfepnlkper als bei ben ^\u00fcpnern. Oer Vorberarm ift l\u00e4nger, ber ^aubtpcil t\u00fcrger alS ber Oberarm. Rn ben ^pintergliebent ift ber Itnterfcpentel ber l\u00e4ngfte, ber Oberfcpentel ber t\u00fcrgefte ^aupttpeil; baS V$abetibein Derfd;milgt in ber SRitte ber \u00a9cpienbeinr\u00ebpre mit biefer. 3lm \u00a9d)\u00e4bel fallen bie anfepnlicpen \u00a9epl\u00e4fbornen burd) ipre \u00a9r\u00f6\u00dfe, bie \u00a9aumenbeine burdp ipre Vreite auf; \u00fcbrigens \u00e4pnelt auep baS \u00dfopfger\u00fcft bem beS Oidfu\u00dfeS unb beS Regenpfeifers. OaS \u00a9abelbeiti ift nid)t fepr ftarf unb nur menig Don ooru tiad) hinten gebogen, pat aud) teine","page":557},{"file":"p0558.txt","language":"de","ocr_de":"558\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gel. Etappen.\nunmittelbaren gortf\u00e4pe. \u00a9ag #afcn; unb \u00a9cpl\u00fcffelbein ift Htrg, bag \u00a9cpulterblatt hingegen Oer; brettert, gaft alle Shtoepen neunten Suft auf. \u00a9ie Bunge \u00e4hnelt ber eineg \u00a3upneg unb entfpriept in gerat unb \u00a9r\u00f6\u00dfe ber Shmbpople, ift Weicp, born etwag gehalten, hinten keilf\u00f6rmig geteilt, am \u00a3interranbe gegapnt, ber Vormagen anfe^nlic^ gro\u00df, ber Klagen ein fepr bepnbarer, fad f\u00f6rmig er $autmagen, bie \u00dcRilg Hein, bie Seber mittel*, bie \u00a9aEenblafe anfepnlicp gro\u00df, ber \u00a9armfcplaucp gr\u00f6\u00dftenteils Weit, mepr at\u00f6 fecpgmal fo lang als ber Sumpf, bie S\u00e4nge ber Slinbb\u00e4rme betr\u00e4chtlich. Sluch bie SlthmtmggWerfgeuge haben ihre Slbfonberlicpfeit; gang eigenth\u00fcmlich ift ein gro\u00dfer h\u00e4utiger, unter ber Bunge ge\u00f6ffneter \u00a9ad, Weldper born, unmittelbar unter ber $algpaut, bor ber Suftr\u00f6pre liegt, big gum \u00a9abeffnodpen herabfteigt, ftep nur beim alten Si\u00e4nncpen finbet, w\u00e4prenb ber S\u00dfaarungg; geit mit Suft gef\u00fcllt wirb, ftep fonft aber fo gufammengieht, ba\u00df felbft forgf\u00e4ltig arbeitenbe Berglieberer ihn nicht aufguftnben bermochten unb fein Sorpanbenfein leugneten.\ngjtit tonahme Slmerifag finbet man in allen Erbtpeilen einen ober mehrere trappen: befonberg reich an ihnen ftnb Slfrifa unb Slftett; benn biefe S\u00f6get geh\u00f6ren eigentlich ber \u00a9teppe an. Sei ung gu Sanbe belohnen fte -gmar auch bie gro\u00dfen offenen gelber ebener \u00a9egenben, treten aber nicht entfernt in berfelben Stenge auf Wie in. ber \u00a9teppe. Eigentliche SBa\u00efbungen meiben fte \u00e4ngftlich, b\u00fcnnbufchige \u00a9egenben hingegen freuen fie burepaug niept, unb guntal bie Heineren Sitten oerftepen eg, auch hier behaglich ftep einguriepten! \u00a9etb\u00f6^nlich leben fte in Heinen \u00a3ruppg ober mehreren gamilien, Weldpe fiep gefeilten; nad; ber Srutgeit aber oereinigen fte ftch oft gu gerben, Wetcpe #un; berte g\u00e4lten unb wie eg fdjeint Wodpenlang gufammen leben. Sille f\u00fcbl\u00e4ttbifcpen Sitten b\u00fcrfen alg \u00a9tanbo\u00f6get angefehen werben, W\u00e4prenb biejenigen, Welche in bem gem\u00e4\u00dfigten \u00a9firtel leben, entweber regelm\u00e4\u00dfige ^S\u00e4uberungen antreten, ober both unregelm\u00e4\u00dfig in einem Weiten \u00a9ebiete hin* unb her; ftreifen. \u00a9o plump unb fdpwerf\u00e4tlig fte gu fein flehten, fo leicht bewegen fte ftch. 3k gew\u00f6hnlicher \u00a9ang ift ein gemeffener \u00a9epritt; berfelbe fann jeboep gu giemlicher Eilfertigfeit gefteigert Werben, \u00a9er ging erfepeint ungefchidter als er Wirtlich ift; benn bie SCrappen erheben ftch einem B\u00fcrgen Slnlaufe leidet Wieber oom Sobett, f\u00f6rbern ftch halb in eine gen\u00fcgenbe $\u00f6pe unb fliegen, Wenn auch nicht gerabe fehr fchnell, fo hoch mit gro\u00dfer tobauer meilenweit in einem Buge fort; jte \u00fcberfein fogar bag Steer ober unternehmen Reifen in fernliegenbe S\u00e4nber. \u00a9ie \u00a9timrne ift fehr oerfepieben. Einige Sitten geh\u00f6ren gu ben fcpweigfamften aller S\u00f6gel unb laffen nur augnapmgfceife fonberbare Saute oernehmen, welche man am liebften \u00a9er\u00e4ufcp nennen m\u00f6chte, Weil ihnen aller \u00aeIang unb \u00a3on fehlt; anbere hingegen befreit eine helle, Weithin fdpallenbe \u00a9timrne unb laffen fte fehr h\u00e4ufig, h\u00f6ren, \u00a9ie \u00a9inne b\u00fcrfen, oieUeid^t mit tonahme beg \u00a9eruepg, alg poep entwidelt bezeichnet Werben, unb bie geiftigen g\u00e4higteiten wirb Siemanb, Weiter Etappen tennen lernte, gering; fch\u00e4fcen. Sille Slrten ftnb fepr finge S\u00f6gel, welcpe oorfteptig jeben ipnen bebenflicp etfdpeinenben \u00a9egenftanb beobaepteh, ft cp feiten t\u00e4uf cp en laffen, gemaepte Erfahrungen nie oergeffen, unb, Wenn biefelben \u00fcbler Slrt Waren, fcplic\u00dflicp auep bem parmlofeften \u00a9efep\u00f6pfe niept mepr trauen. Seben biefer Sorficpt fpriept ftep in iprent SSefen Erregbarfeit unb in\u00eabefonbere eine entfepiebene heftig; feit aug; auep fann ipnen ein gewiffer ^oepmutp burd;aug niept abgefproepen Werben, \u00a9ie fliepen ben geinb, Welcpen fte f\u00fcrepten m\u00fcffen, fleHen ft dp aber, gegWungen, felbft bem Stenfcpen f\u00fcpn gegen\u00fcber ober bebropen ipn, naepbem fte oertraut mit ipm geworben Waren; fte leben mit 3preg; gleicpen in giemlicpem grieben, f\u00e4mpfen aber erbittert, Wenn Siebe ober Eprfucpt ing \u00a9piel fommen; fte nepmen auep einen \u00dfampf mit anberen S\u00f6geln, Welcpe an \u00a9r\u00f6\u00dfe unb \u00a9t\u00e4rfe ipnen gleicpen, opne Sebenfen auf. Sllte #\u00e4pne Werben wirfliep b\u00f4\u00eaartig. Sin oer\u00e4nberte Serp\u00e4ltniffe gew\u00f6pnen fte fiep fcpWer; boep f\u00fcgen fte ftep feptie\u00dflicp, fepeinbar opne SBiberftreben, obWopl fte feine \u00a9elegenpeit oor\u00fcber; gepen laffen, ipr St\u00fctpcpen an einer ipnen unangenehmen S\u00dferf\u00f6nliepfeit ober einem ipnen oerpa\u00dften Spiere gu f\u00fcplen.\n3pre SebengWeife erinnert in oieler \u00a3inftdpt an bie ber \u00a9cparro\u00f6gel, aber ebenfo auep an bag Treiben ber ^Regenpfeifer unb SerWanbten. Ungeft\u00f6rt oerWetlen fte fa\u00dft ben gangen \u00a3ag auf bem Soben, inbem fte in ben Siorgenftunben mit einanber f\u00e4mpfen, fepreien ober ftdp \u00e4\u00dfen, mittagg, in","page":558},{"file":"p0559.txt","language":"de","ocr_de":"Sd\u00efgemeine\u00ea.\n559\nBehaglicher dtuhe bahin geftredt, [ich fanben, gegen Slbenb bon ffcuem nach Nahrung fuchen unb fdjlie\u00dftich einen m\u00f6glich# gefieberten \u00a9lah gur Nachtruhe ertr\u00e4hlen. \u00a9ie erfreuten roenigfien\u00ea in getriffen \u00a9egenben gu beftimmten geiten \u00aeuf beftimmten \u00a9l\u00e4jsen unb fliegen tagt\u00e4glich nad) anberen gur\u00fcd, ober aBer fte bmpaufen, riedeip mit berfelBen afagetm\u00e4\u00dfigfeit, eine getriffe \u00a9trede. 3pe \u2022Nahrung irirb gum gro\u00dfen \u00efhe^e bem \u00a9flangenreip entnommen; bie B\u00fcchlein hingegen \u00e4\u00dfen fid; nur mit Kerbperen unb gehen ftd;er gu \u00a9runbe, trenn biefe ihnen fehlen, \u00a9rft trenn fie ihr rodeg \u00a9efieber erlangt haben unb ettra halb auggetrapen ftnb, gehen fie, minbeften\u00eb bie gr\u00f6\u00dferen \u00a9rten, gur \u00a9flangennahrung \u00fcber, unb nunmehr Oerfchm\u00e4hen fie perifp \u00a9toffe mehr ober treniger. \u00a9ie genie\u00dfen K\u00f6rner eBenfo gern at\u00f6 \u00a9latter, Knogpen unb Knollenfr\u00fcchte; aber fte lieben eg, ftch bie \u00a9latter felbft g\u00fc ppden, laffen beifpielgtreife liar gefdpttenen Kohl unber\u00fcdftchtigt, tr\u00e4hrenb fte baffelbe gutter, trenn ihnen baron ein ganger Kopf gereicht irirb, leibenfchaftlid) gern freffen. Sin \u00a9rot laffen ftd) bie \u00a9efangenen leidet getr\u00f6hnett, unb fp\u00e4ter fehen fte in biefer Nahrung einen \u00a3ederbiffen.\n$\u00a3)ie gortppngung f\u00e4llt mit bem \u00a9p\u00e4tfr\u00fchtinge ber Betreffenben Heimat gufammett. \u00a9de gr\u00f6\u00dferen \u00a9ereiniguttgen, trelche tr\u00e4hrenb ber \u00a9Stnterggeit gebilbet trurben, haben lieh jefct gel\u00f6ft unb alle 3ft\u00e4nn<hett fid) \u00a9Seibdjen ertoren. \u00a9g trirb behauptet, ba\u00df \u00e4ltere \u00dctrappen gtrei, auch mehrere Rennen nehmen, unb einige gotfcper glauben, getriffe dftitglieber unferer gantilie gu ben rielehelidjeit \u00a9\u00f6geln g\u00e4hlen gu muffen; bagegen fprepn aber bie \u00a9rfahrungen, trelche ron ben forgf\u00e4ltigften^Beobapern gefammelt tro\u00e7ben. SDocp ift man \u00fcber bie ehelichen \u00a9erh\u00e4ltniffe ber trappen nod; nicht rodft\u00e4nbig im Steinen, unb adern \u00a9nfpine nach barf an einen feften \u00a9pebuttb bei ihnen nicht gebacht trerben. \u00a9ie jp\u00e4hne geigen ftp trenn bie \u00a9aarungggeit herannaht, int h\u00f6chften \u00a9rabe erregt, fchreiten pomphaft mit bief aufgebtafenem Recife, getr\u00f6lbten gl\u00fcgeln unb auggebreitetem \u00a9chtrange einher, f\u00e4mpfen trader mit jebem dtebenbuhler, laffen, trenn fte fpeiluftig ftnb, ihre \u00a9timme faft ununterbrochen rernehnten unb madden babei forttr\u00e4^renb ber $enne nach per \u00a9Seife ben #of. Seziere fdjarrt ftch nad) erfolgter \u00a9egattung eine feipe dJhilbe im auffpe\u00dfenben \u00a9etreibe ober gtrifpn hrhem \u00a9teppengrafe aug unb legt in biefe pe trenigen \u00a9ier. \u00a9ei aden gro\u00dfen trappen fdjeint bag \u00a9elege regelm\u00e4\u00dfig nur aug gtrei \u00a9iern gu beftehen, bie Heineren \u00a9rten legen beren brei big feepg. \u00a9ag \u00a9Seibpn br\u00fctet adein unb f\u00fchrt auch anf\u00e4nglich bie gierlid) beflaumten, aber ettrag t\u00e4ppifdjen jungen, ohne \u00a7ilfe beg \u00a9emalp; biefer ftedt ftch jebod) fp\u00e4ter trieber bei ber gamilie ein unb bient p fortan alg treuer \u00a9S\u00e4per. \u00a9a\u00a7 \u00a9Sappm ber jungen geht langfamer ron ftatten alg bei rielen anberen \u00a9\u00f6geln; ja, irahrfpinlich beb\u00fcrfen bie gro\u00dfen trappen rier big f\u00fcnf Sapre, beror fie ihre dJtannbarfeit erlangen.\ntrappen trerben in aden S\u00e4nbern mit einer getriffen Seibenf\u00f6paft gejagt, treil ihre gro\u00dfe \u00a9orftcht bie menfpip Ueberlegenheit heraugforbert. ddan trenbet bie rerfchiebenften Mittel an, um ft dp ber ad;tfamen \u00a9efep\u00f6pfe gu bem\u00e4chtigen, jagt aber tropbem burd;aug nid;t immer mit \u00a9l\u00fcd. \u00a9er gang ift, trenigfteng gu getriffen Briten, rerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig leicht; eg h\u00e4lt aber fdjtrer, trappen einguge; ir\u00f6hneit. \u00a9It gefangene oerfchm\u00e4hen regelm\u00e4\u00dfig bag gutter unb trogen unb logent ftch Su ^\u00b0be ; jung erbeutete rerlangen eine forgf\u00e4ltige \u00a9flege, trenn fte gebeihen unb gro\u00df trerben foden. \u00a9od; glaube ich augbrfidlidh perrorpeben gu m\u00fcffen, ba\u00df bie \u00a9ufgud;t foicher jungen trappen nicht fo fdpierig ift, alg bie meiften Xhter\u00efurtbigert annehmen. \u00a9Ser nicht bergi\u00dft, ba\u00df biefe \u00a9\u00f6gel in ber 9>ugenb Kerbthier;, im Sllter \u00a9flangettfreffer ftnb unb bemgem\u00e4\u00df mit bem geeigneten \u00a9rfapfutter red;tgeitig trepelt, lommt getri\u00df gum 3iete. Ungarn unb in dtu\u00dftanb trerben jefct adj\u00e4prlid; fehr riete \u00efrappen gro\u00dfgegogen; trir erhalten fold^e aug Slfrila, \u00a9freu unb \u00a9uftralien: ein beutlicher \u00a9etreig, ba\u00df fte ftch leip an ben \u00a9erluft ihrer grepit getr\u00f6hnen.","page":559},{"file":"p0560.txt","language":"de","ocr_de":"560\n\u00a9te S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9rappen.\n\u00a9er \u00a9ro\u00dftrappe oberste \u00a9rappgang (Otis tarda), toedpen matt toopl aud) \u201eeuro; p\u00e4ifcpen \u00a9trau\u00df\u00ab gu nennen beliebt pat, tourbe neuerbingg gum Vertreter einer eigenen \u00a9ippe erhoben, als berett toidjtigfteg SWerftnal ber aug langen, mit fcpmalen g\u00e4hnen beferen Gebern beftepenbe \u00aeinnbart beg 3tt\u00e4nnd;eng angefepen toerben mu^ ba btefer anbern Strten ber Familie feplt. adern \u00fcbrigen entfpridpt unfer SSogel bem allgemeinen \u00a9epr\u00e4ge ber Familie.\n\u00a9er m\u00e4nnlidpe \u00a9ro\u00dftrappe ift ein fiattlicpeg @efd)\u00f6pf, ebeufotoopt toag ben Seibegumfang alg toag bie Gattung anlangt, \u00a9eine S\u00e4nge fdptoanft gtoifdjen 3V4 big 3% $u\u00df, bie 33reite gtoifdjett 77* bi\u00ea 8 $u\u00df; bie gittigl\u00e4nge betr\u00e4gt 274 $u\u00df, bie S\u00e4nge beg \u00a9eptoangeg 11 Bod, bag \u00a9etoidjt bann 30 unb einige $funb erreidjen. \u00a9er $opf, bie Dberbruft nnb ein \u00a9peil beg \u00a9berfl\u00fcgelg ftnb pedafepgrau, bie Gebern beg dt\u00fcdeng auf rofigelbem \u00a9runbe feptoarg in bie Duere geb\u00e4nbert, bie beg dtadeng roftfarbig, bie ber Unterfeite fdjmugig; ober gilblid)toei\u00df, bie \u00a9teuerfebern fdp\u00f6n roftrotp, toei\u00df an ber \u00a9pi^e unb oor ipr burdp ein fcpioargeg S3anb gegiert, bie \u00e4u\u00dferen faft gang toei\u00df, bie \u00a9dptoingen bunWgraubraun, an ber fdjmalen Slu\u00dfenfapnc unb am \u00a9nbe fdptoargbraun, ipre \u00a9c^\u00e4fte gelblicptoei\u00df, bie Unterarmfebern feptoarg, toei\u00df an ber S\u00dfurgel, bie testen faft reintoei\u00df. \u00a9er \u00a9art befielt aug ettoa breiig langen, garten, fcpmalen, gerfdpliffenen, grautoei\u00dfen Gebern, \u00a9ag Sluge ift tiefbraun, ber \u00a9dmabel fdpto\u00e4rglid), ber $u\u00df grau.\n\u00a9ag \u00a9\u00dfeibdpen unterfepeibet ftdb ^auptf\u00e4dOIic^ bttrep bie geringe \u00a9r\u00f6\u00dfe, aber audp burd) ein minber lebbafteg \u00a9efteber unb bag fehlen beg S3arteg. \u00a9eine S\u00e4nge betr\u00e4gt p\u00f6d;fteng 2%, feine Breite 6 $u\u00df.\n$on \u00a9\u00fcbfeptoeben unb bem mittleren dtu\u00dflanb an finbet man ben \u00a9rappen in gang \u00a9uropa unb ebenfo in einem gro\u00dfen \u00a9peile dtfteng, aber nur eingetn unb toopl blog to\u00e4prenb beg S\u00f6interg in dtorbtoeftafrifa. $n \u00a9ro\u00dfbritannien ift er bereitg auggerottet, in \u00a9eutfdplanb giemlidp, in ^ran\u00efreidp fepr feiten getoorben, tu \u00a9panien faum h\u00e4ufiger gu ftnben; in Ungarn, -ber rufftfdpen \u00a9teppe unb in gang 2Rittetafien bagegen tritt er au\u00dferorbentlidp ^\u00e4uftej auf. \u00a9elegentlidp feiner \u00a9treifereien, ioeldpe man eper ein \u00a9treidln alg einen 3\u00abg nennen lau\u00ab, ber\u00fchrt er nidpt nur bie f\u00fcblicpen S\u00e4nber, fonbern auch foldpe, in benen man ipn fonj\u00ee niept bemer\u00eft, g. S3, $odanb unb bie \u00a9dptoeig; immer aber io\u00e4ptt er ftdp ioeite \u00a9benen gu feinem Stuf entpaltg orte aug. \u00a9adpfen unb Slnpalt, SSranbenbnrg unb \u00a9cplejten, bag ebene \u00a9p\u00fcringen unb eingelne \u00a9egenben S3aierng ftnb bie; jenigen \u00a9tridpe \u00a9eutfdplanbg, toetdje ipm Verberge geben, #ier trifft man gutoeilen nod) ftliige an, ioeldpe \u00fcber punbert \u00a9t\u00fcde g\u00e4plen; aber fte lommen gar nid)t im 33ergleid) mit ben \u00a9djaren, toeldje bie ungarifdpe ^\u00dfufta unb bie rufftfepe \u00a9teppe beleben, \u00a9g beoorgugt ber \u00a9ro\u00dftrappe \u00fcbrigeng unter aden Umft\u00e4nben \u00a9egenben, in benen \u00a9etreibebau getrieben ioirb: dt ab be fanb ipn gerabe in ben; jenigen \u00a9peilen, toelcpe bag #ocpfteppengepr\u00e4ge dftittelafieng am beutlicpften geigen, oiel feltener alg in ber Ubing\u00dc\u2019fdpen unb SSarguftn\u2019fdpen \u00a9teppe unb im \u00a9clengatpale, obgleidp pier bie \u00a9egenb p\u00fcgelig ober bergig ift; aber freilidp toirb bort toie pier oiel \u00a9etreibe gebaut. @ried)entanb fod er in aden \u00a9benen \u00a9tanboogel fein; in \u00a9panien belebt er bie toeiten, frudptbaren \u00a9benen beiber ^aftilien, ber dltandpa, \u00a9ftremaburag unb dtieberanbalufteng; auf ben Unfein beg SRittelmeereg fommt er immer nur eingeln oor.\n\u00a9in eigentlicher \u00a9tanboogel ift ber \u00a9ro\u00dftrappe ebenfotoenig toie anbere Strten feiner Familie. S3ei ung gu Sanbe toecpfelt er gtoar feilten Slufentpaltgort nidpt regelm\u00e4\u00dfig; aber er betooput audp in \u00a9euffdplanb ein fo gro\u00dfeg \u00a9ebiet, ba\u00df er minbefteng beft\u00e4nbig meilentoeite \u00a9ntfermtng\u00e7n burdpfliegt. Slnberg ift eg in dtu\u00dflanb unb in dJtittelaften. ^ier erfd)eint er gu einer getoiffen Beit im gr\u00fcpfapre, in \u00a9aurien, nadp dtabbe, Slnfangg d)t\u00e4rg,unb oerroeilt blog big gum Sluguft au bem Orte, an ioeldpem er jtdp fortpflangt, tritt alfo eine, ioettn audp befdpr\u00e4nfte d\u00f6anbermtg an. Slntinori erto\u00e4pnt, ba\u00df im Sapre 1858 gu SSurgag bei S\u00dfarna eine SRenge \u00a9rappen mit \u00a9t\u00f6den tobtgefcplagen iourben; anbere ^orfeper, ioeldpe in ben SRittelmeerl\u00e4nbern beobachteten, ioiffen oon einem \u00e4pnlidjeit Stuftreten gr\u00f6\u00dferer \u00a9rappenfd)to\u00e4rme gu berichten, \u00a9agegen erf\u00e4prt man nun aud) ioieberunt aller; orten, ioo \u00a9rappen br\u00fcten, ba\u00df fte io\u00e4prcitb beg d\u00dfinterg ipren fommcrlid;eit S\u00f6opttlrcig nid)t Oer;","page":560},{"file":"p0560s0001table13.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9rappen","page":0},{"file":"p0561.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9roptrappe. \u2022\n561\n\u00efaffeu unb bei popetn Sdpttee oft garten Mangel leiben m\u00fcffen. $)ie genteinfantc dtotp tr\u00e4gt Wefentlidp bagu bei, fie gu Oereinigen: gr\u00f6\u00dfere gerben trifft man nur im d\u00f6inter.\nS\u00f6albige \u00a9egenben meibet ber \u00a9rofjtrappe ftetS, guntal ba, too er ftdp bet \u00a9ef\u00e4prlid;feit feinet fd;limtnften tfctnbeS betonet tourbe. \u00a3)ier ftept er in jebem Sufdpe einen -fpinterpalt. \u00a9benfoWenig uapt er ftdp bei unS gu Sanbe beWopnten \u00a9eb\u00e4uben; er Weif;, baf; ipnt bie dt\u00e4pe beS SDtenfdpen ftetS bebentlid; fein mufj. \u00ae\u00fclg erg\u00e4plt, baf; er in \u00a9upartoria W\u00e4prenb anpaltenber $\u00e4lte .fpeere oon trappen \u00fcber bie Stabt pingiepen fap, fo niebrig, bafj ein Seber nach belieben oon feiner ipauStp\u00fcre au\u00ea nadp ipnen fd^ie\u00a7en tonnte. ^Derartiges fommt in \u00a3)eutfd;lanb niemals oor. ^)ier W\u00e4plt ber \u00a9rofjtrappe feinen bleibenben Slufentpalt auf jenen toeiten Reibern, Weldpe ipn fcpon oon fern bie \u00eetntunft eine\u00ea dftenfdpen Waprnepmen laffen, fud;t ftd; mit beredpnenbem Sd;arfftnn ftetS fold^e (Steden aus, Weldpe teine SDecfung bieten unb l\u00e4fjt ftdp \u00fcberpaupt fo leidet nid)t tauften, dt au mann erg\u00e4plt, baf; er, um Srappen gu beobadpten, \u00a9rbp\u00fctten auf geeigneten ^elbft\u00fcden erbauen unb fid; in ipnen fdpon oor \u00a3ageSanbrucp einfinben muffte, um feinen Bwed gu erreichen, dlber folc^e J\u00fctten mu\u00dften fdjon monate; ober minbeftenS Wocpenlang oon ben \u00a9rofjtrappen gefepen unb als unoer; b\u00e4rtig ertannt toorben fein, fodten fie fid; als n\u00fcp\u00efidp ertoeifen; be'nn jebe Ser\u00e4nberung auf bem geWcpnten Skibeplape, jebeS Sod;, WeldpeS gegraben toirb, ber Srappen ober eines anberen BwedeS toegen, f\u00e4dt bem mifjtrauifdpen 35ogeI auf unb erfdpeint ipnt podpfi bebenflid;. dtegentoetter unb dt \u00e4ffe im \u00a9etreibe, toeld;c ipnt fepr guWiber finb, oeranlafjten ipn, ben Seobadptungen beS erm\u00e4hnten $orfdperS $u $olge, ftd^ guweilen auf gelbwegen unb toeiten dtainen gWifcpen dldferfi\u00fcden ober auf anftofjeitben Sradp\u00e4dent fepen gu taffen; aber er fdpleidpt fiep augenbtidlid; toieber gu ben ipn bedenben ^atmen gur\u00fcd, fobatb ipnt eine \u00a9efapr Oon ioeitem bropt. 3m d\u00dfinter W\u00e4plt er ftd; am liebften fodpe gelber, Weldpe ipnt d\u00efaprung oerfpredpen, inSbefonbere atfo bie mit SHnterrapS ober mit d\u00dfintergetreibe beredten, unb W\u00e4prenb biefer SapreSgeit ift er Wom\u00f6glidp nodp oorftdptiger als im Sommer, toetd;er ipnt burdp baS pod;auffd;iefjenbe \u00a9etreibe gute SDedung geW\u00e4prt. SDie \u00fcdadptrupe ^\u00e4tt er ftetS auf ben entlegenften Reibern, meift auf Sradp; ober Stoppel\u00e4dern, begibt fid; aud; erft in ber D\u00e4mmerung nacp fotzen $J3l\u00e4pett unb fcpeint pier abWecpfetnb d\u00f6adpen auSgufteden, Weldpe f\u00fcr bie Sidperpeit ber \u00fcbrigen gu forgen paben. \u201eSowie ber dJiorgen graut\", fagt dtaumann, \u201eWerben fie fdpon Wieber Wad;, ergeben ftd; Oon iprem Sager, ftreden fid; bcpaglidp, fd^Iagen Wopl audp ipre Fl\u00fcgel einige dJtate, gepen tangfam pin unb per unb fliegen nun gufammen, bie \u00e4tteften unb fdpWerften gute^t, auf unb ben ftetS Oom \u00fcftadptlager entfernten gutterpl\u00e4pen gu.\"\n\u00aeer \u00a9ang ber @rofjtra|>|)en ift tangfam unb gemeffew, oerleitd ba^er bem 33oget eine geWiffe d\u00df\u00fcrbe; bod^ fann er, Wenn eS dtotl; t^ut, fo eilig baljinrennen, ba\u00a7 i^n ein $unb nur mit SDt\u00fc^e ein^ott., t\u00dfor bem Stuffliegen nimmt er einen turgen, auS gWei bis brei Spr\u00fcngen beftepenben dtntauf unb ergebt fiep nun, gWar nidpt gerabe fdpned, aber bod; nidpt opne fonbertid;e 2tnftrengung in bie Suft, fdpwingt fid; mit langfamen ^t\u00fcgelfdpt\u00e4gen Weiter unb ftreidpt, Wenn er erft eine gewiffe J^\u00f6pe erreidpt pat, fo rafdp bapin, bafj berjenige S\u00e4ger, Wetd;er ipn mit ber SB\u00fcdpfe erlegen Wid, feines SlugeS unb feiner 3Baffe fepr fteper fein ntu\u00a7. dtaumann meint, baff ftdp eine ^r\u00e4pe redpt anftrengen m\u00fcffe, um bem flicgenben trappen gu folgen; idp meineStpeilS pabe ipn niemals fo fdpned fliegen fepen. ^t\u00fcge ftredt er ^als unb Seine gerabe oon fiep, ber fd;Were \u00dctumpf fenft ftdp aber pinten etwas pernieber: SDieS madpt ipn Oon Weitem fenntltdp. dtur in ben ruffifdpen Steppen fliegt er-in Sdpufjn\u00e4pe \u00fcber bem Soben fort; in SDeutfdptanb Wei\u00a7 er, Wie Weit bie d\u00f6affe beS S\u00f6gerS reicht, d\u00dfenn eine \u00a9efedfdpaft oon \u00a9rofjtrappen ftdp gteiepgeitig erpebt, fo p\u00e4lt jebeS \u00a9lieb berfelben einen geWiffen Slbftanb oon ben \u00fcbrigen ein, gleidpfant als fiirdpte eS, biefe burep feine ^t\u00fcgelfdpl\u00e4ge gu beirren.\n\u00aeer Stimmlaut, Weldpen man gu aden Beiten oon bem \u00a9ro\u00a7trappen Oernimmt, t\u00e4^t ftd; fdpWer burdp Sudpfiaben auSbr\u00fcden; er ift ein fonberbareS unb leifeS Sdpnarren, Weld;eS nur bann beutlid; Wirb, Wenn man ftdp in unmittelbarer dt\u00e4pe oon bem Sogei befinbet. Sott \u00a9efangetten pabe idp nur biefen einen Saut ober ridptiger biefeS eine \u00a9er\u00e4ufdp oernommen; bentt oon einem Saute ober\n\u00a9retjjjT, !\u00a3l}iedeben. IV.\t36","page":561},{"file":"p0562.txt","language":"de","ocr_de":"562\n\u00aeic S\u00e4ufer, \u00a9telgv\u00f6gel. Strapsen.\nXone ift, ftreng genommen, nid)t gu veben. S\u00dfemt id; verfudjen fo\u00ef\u00ef, biefe \u00a9tintme au\u00eagubr\u00fcden, mu\u00df id; bie \u00a9ilbe \u201eS\u00dff\u00e4\u00e4tr\" gu ihrer S3egeid;mtng iv\u00e4hlen; e\u00ea ift mir jebod; unm\u00f6glich, and\u00bb bie Betonung berfetben gu verftnnlicljen. S\u00df\u00e4hrenb ber ^paarung\u00eageit vernahm Naumann, aber and; feiten, einen tiefen unb bumpfen Saut, melden er eine SIrt Traufen nennt unb bem \u201e$uh, huh, h^h\" be\u00ea gaumen \u00fctauber\u00ea \u00e4hnlich finbet.\nOa\u00df unter ben \u00a9inne\u00eatverfgeugen be\u00ea \u00a9ro\u00dftrabpen ba\u00ea Singe am meiften cnttvidelt ift, lehrt bie Beobachtung be\u00a7 greilebenben unb (befangenen, \u00a9einem \u00a9d;arfbtid entgeht fo Ieid;t Stid;t\u00ea, unb er lernt feljr halb bie betreffenben \u00a9inne\u00eaeinbr\u00fcde richtig tv\u00fcrbigen. ,,\u00a9d;on in tveiter gerne\", fagt Staumann, \u201ebeobachtet er bie Vermeintlichen (befahren, befonber\u00ea bie ihm verb\u00e4cfjtige eingelne Berfon, unb tvenn biefe glaubt, fte fei von bem Oralen, iveld;en fte gu befdhieidhen gebeult, nod; fern genug, a\u00ef\u00ea ba\u00df fte fd)on von ihm bemerft ivorbeit fein b\u00f6nnte, fo irrt fte getv\u00f6hnlid;, namentlich tvenn fie hofft, einen gtvifd;eu ihr unb bem trappen gelegenen -ip\u00fcgel ober (braben gu erreichen, um burd; jenen gebedt ober in biefent verborgen, ftd; i^nt fhu\u00dfnt\u00e4\u00dfig gu n\u00e4hern; benn in bemfclben Slugem blide, in tve\u00efd;em fie ftd; feinem Blide entzogen gu haben glaubt, ergreift jener auch fd)on bie glud;t. SJteift reden bie Krabben, fobalb fte (befahr ahnen, bie -ip\u00e4lfe entbor, gutveilen aber aud; nid;t; tvenn fte in biefem galle jebod; auch ben Sfrtfd;ein einer Stulje heud;etn, fo fleht ber mit ihren \u00a9itten Vertraute baratt, ba\u00df fte ba\u00ea S\u00f6eiben unterlaffen, einige ftillftehen, anbere unfidjer Ijtjts heV; fd;teid;en, ba\u00df fte ft<h eben alle burd; bie gluckt fid;ent tverben. $eber Btenfh, tvetd;er fte mit Stuf; nterffamfeit betrautet, macht fleh ihnen verb\u00e4chtig, ftede er auch in bem (beivanbe eine\u00ea Sanbmanitc\u00ea ober giften ober bem eine\u00ea SKeibe\u00ea. Stur bann, tvenn fte von foldjen Seuten gar nicht beadjtet tverben unb biefe fie feitte\u00ea Blide\u00ea tv\u00fcrbigen, tvenn grauengimmer mit einer Saft ruhig vor\u00fcber^ ivanbern, dauern ober \u00a9ch\u00e4fer fleh bto\u00a7 mit ihrem Biel; befdEj\u00e4ftigen, laffen fte fid; jebod; nicht immer fo nahe \u00efommen, ba\u00df man ftd; ihrer burd; \u00a9(hieben iv\u00fcrbe bem\u00e4chtigen tonnen. Oft feheint e\u00ea, al\u00ea tonnten fte auf mehr benn breihuttbert \u00a9dhritte tveit in ben (beftd)t\u00a7g\u00fcgen be\u00ea Bor\u00fcbergehettbett lefen, ob er BiJfe\u00ea gegen fte im \u00a9inne habe ober nicht, a\u00ef\u00ea tonnten fte bie glinte von jebem \u00e4hnlichen \u00a9tabe unterfdjeiben, aud; tvenn fte bie betreffenbe ^\u00dferfon fentrecht ober bid)t an ftd; h\u00e4lt, tvie man fottfl fein \u00a9hte\u00dfgetvehr gu tragen bflegt.\" Staumann meint, ba\u00df ihre @e!)\u00f6r= unb @erud;\u00ebtverfgeuge tvenig enttvidelt tv\u00e4ren, Jveil er in einer mit \u00a9rbe \u00fcberbedten \u00a9rube verborgen einige SJ\u00eeale mitten unter ihnen gefeffett habe, unb fie fo forglo\u00ea um fein fliUe\u00ea Berfted herumfd;leid;ett fah, ba\u00df er eittgelne Oralen h\u00e4tte greifen m\u00f6gen, ba\u00df felbft ber Staud; feiner Babaf\u00eabfeife, ivelcher gutveilen burch bie tleine \u00a9d;ie\u00df\u00d6ffnung h^^u\u00eaftr\u00f4mtc, von ihnen nicht beachtet tvurbe: ich glaube an \u00a9efangettett bemertt gu haben, ba\u00df biefe SInftd;t be\u00ea Slttmeifter\u00ea irrig ift. \u00a9oviel fteht tvenigften\u00ea feft, ba\u00df bie \u00a9ro^trapfoett auch fehr fcharf h\u00f6ren.\nOer \u00a9ro\u00dftrabbe n\u00e4hrt ftd;, tvenn er ertvachfen, faft att\u00a3fd;lie\u00dflid; von gr\u00fcnen ^flangentheilen, K\u00f6rnern unb \u00a9\u00e4mereien, in ber Sugenb aber beinahe ebenfo au\u00eafchlieftid; Von Kerbtieren. \u00a9r fri\u00dft von allen unfern gelbfr\u00fcchten, vielleid;t mit Siu\u00eanahnte ber Kartoffeln, ivelche er getv\u00f6hnlich liegen l\u00e4\u00dft, am liebften, tvie e\u00ea fd^eint, Kraut unb Kohl; aber er tveibet auch oft, unb im SlothfatCe bie \u00a9pi^en be\u00ea getv\u00f6hnlichen \u00a9rafe\u00ea. 3nt B\u00dfinter n\u00e4hrt er ftd; hauptf\u00e4d^Iid^ von Staft\u00e9 unb \u00a9etreibe, im \u00a9ommer f\u00e4ngt er neben ber ^flangennahrung ftet\u00ea einige Kerbthiere, ohne jebod; eigentlich auf fte Sagb gu machen. Sille Stahrung nimmt er mit bem \u00a9d;nabet auf, unb h\u00f4djften\u00ea im B\u00dfinter l\u00e4\u00dft er ftd; herbei, verbedte\u00ea gutter burch \u00a9Darren mit ben gii^ett blo\u00eagulegen. Kleine Ouargl\u00f6rner tverben gur 33ef\u00f6rberung ber Verbauung regelm\u00e4\u00dfig mit verfd;ludt. \u00a9einen Ourft ftiQt er mit ben \u00a3hau; troffen, tvetdCje morgen\u00ea am \u00a9rafe h\u00e4ngen.\n\u00a9hon im gebruar bemeidt man, laut Staumann, im SSetragen ber freilebenben trappen eine gro\u00dfe SSer\u00e4nbcrung. \u201eOer regelm\u00e4\u00dfige SSefud; ber betannten SBeibepl\u00e4^e, ihr beftimmter 3^g nad; unb von benfelben unb ihr gem\u00fcthlid;e\u00ea S3eifammenfein h\u00f6rt jel^t auf. \u00a9ine gr\u00f6\u00dfere Sebhaftigfeit unb eine getviffe Unruhe hat ftd; ihrer bem\u00e4chtigt uttb treibt fte gu einem ungeregelten Untherfd;tveifen Von biefett gu jenen S\u00dfeibehl\u00e4bett gu alten Otgc\u00ebgeiten an. Oie W\u00e4hlte fangen an, fid; um bie","page":562},{"file":"p0563.txt","language":"de","ocr_de":"\u00ae rogtrappe.\n563\n\\\nRennen gu ftreiten, fid) gu Oerfotgcn, biefe ftd) gu gerftreuen. Oie Vereine Serben lofer, ot)ne ftd) uod) gang aitfgut\u00f6fen. / Sei folgen Umtrieben ftreid)en fte bann nid)t fetten, ftd) oergeffenb, oft burd) \u00a9egenben, \u00fcber S\u00e4ume unb D\u00f6rfer, ja \u00fcber bie tebl)afteften Orte fo niebrig I)inmeg, mie eg fonft nie gefd)ieht. \u00dcDtit ftotgem 2tnftanbe, anfgebtafen mie ein $\u00dfutertja\u00a7n, ben f\u00e4cherf\u00f6rmig auggebreiteten \u00a9d)mang aufgerichtet, fd)retten bie .Ip\u00e4hne neben ben jpennen einher, ftie'gen feiten meit meg unb nehmen nach ben ^iebertaffungen jene \u00a9tettung fogteid) lieber ein.\" S\u00f6otf hat batgenbe Trappen im Tiergarten gu Sonbott beobachtet unb mit aller 3tuhe geidjnen Knnen. Oie pradptootte 3tbbitbung, loetche er uttg gegeben, geigt, bag bie Stellungen, loeld^e ber. batgenbe S\u00f6get annimmt, t)\u00f6d)ft Oer= fliehen, aber ftetg auch h\u00f6chft fonberbar ftnb. Oer oft erm\u00e4hnte, oiet geleugnete \u00c6eh\u00eff\u00e2\u00c6 tommt jet\u00eet gu feiner Sebeutung: er mirb fotoeit anfgebtafen, bag ber \u00a7af\u00f4 beg Trappentjahneg met)r atg uod) einmal fo bid erfd)eint atg fonft. Stnf\u00e4ngtid) fd)reitet ber tiebebegeifterte S\u00f6get nur mit etmag gefenften kl\u00fcgeln unb fd)ief erhobenem, bachf\u00f6rmig getragenen \u00a9d)mange umher; batb aber bem\u00e4chtigt ftch feiner bie Potte \u00a9tut ber \u00a9mpftnbuttg. \u00a9r bt\u00e4ft nunmehr ben $atg oottenbg auf, br\u00fcdt bett \u00aeopf fotoeit gur\u00fcd, bag er auf bem DTadben auf liegt, breitet unb fentt bie f\u00c7\u00ef\u00fcget, menbet unb breht aber gteichgeitig atte Gebern berfetben nad) oben unb Oorn, fobag bie testen \u00a9chulterfebern ben \u00aeopf oon hinten, bie Sartfebern ihn Oon oorn faft oerbergen, legt bag \u00a9piet fomeit gur\u00fcd, bag man ftreng genommen nur noch bie geb\u00e4umten Unterbedfebern fleht, unb fenft enbtich ben Sorbertheit beg \u00ae\u00f6rperg tief nad) unten : fo befdtj>\u00e4mt er and) ben pomphafteften Truthahn, ja meiner 2tnftd)t nach jeben anberen Sogei, ba feiner im \u00a9tanbe fein b\u00fcrfte, aug fich fetbft einen folgert ^eberbatten gu machen mie er. Oag \u00a9etbflbemugtfein, metd)eg ftch in feinem SBefen augbr\u00fcdt, befunbet ftd) gteicpgeitig burd) einen ungeio\u00f6hntid)en SDtutl) unb eine herau\u00eaforbernbe 0tauftuft. 3eber anbere m\u00e4nnliche \u00a9rogtrappe mirb ihm je^t gu einem \u00a9egenftanbe beg ipaffeg unb ber Serad)tung. Bun\u00e4d)ft Oerfucht er \u00a9I)rfurd)t einguft\u00f6gen, ba aber ber anbere oon gleichem @ef\u00fcl)l befeett ift atg er, gelingt ihm Oieg nur fetten, unb eg ntttg atfo gur S\u00dfaffe gegriffen ioerbcit. SJtit fonberbaren Spr\u00fcngen eiten bie macfern K\u00e4mpen gegen etnanber tog, \u00a9chnabet unb S\u00e4ufe merben fr\u00e4ftig gebraucht, um ben \u00a9ieg gu erringen; fetbft fliegenb nod) Oerfolgen ftch bie \u00a9rg\u00fcrnten, fchmenfett ftd) in einer SSeife, metche man \u00fc)nen nie gutrauen m\u00fcrbe, unb flogen mit bem \u00a9chnabet auf einanber log. Ittgemad; tritt 9\u00eeuhe ein. Oie ftarfen jp\u00e4hne haben ftch bie Rennen erf\u00e4mpft, unb nur bie fd)m\u00e4d)eren oerfuchen nod; im finbifchen \u00a9piete ben ernften \u00aeampf \u00e4lterer nad)guahmen. fortan fteht man M\u00e4nnchen unb 3\u00dfeibd)en ftetg beifammen; mo bag eine hinfliegt, folgt auch &a3 anbere. 3Tau= mann oerftchert, bag eg ihm an \u00a9etegenheit unb ftteig, bag \u00a9beleben ber Trappen gu beobachten, nicht gefeptt habe, bag fid) feine \u00a9rfaprungen an bie feinet Saterg anreihen unb \u00fcber einen langen Beitraum augbepnen, aber meber er, noch :ber Segr\u00fcttber ber beutfd)en Sogetfunbe ftch erinnern f\u00f6nne, m\u00e4hrenb ber gortpftangungSgeit \u00f6fter atg ein paar Stat mehr atg ein at teg S3eibd)en bei einem alten $ahne gefehen gu haben, \u201e\u00a9ottten unfere \u00a9rogtrappen mie bie echten SSatbh\u00fchner in Sietehigfeit teben, fo Knute ung Oieg nicht entgangen fein. SEBir m\u00fcffen baher glauben, bag eg fytx mie bei uttferer T\u00f6ad)tet fei, bie ftch auch orbentlid) paart, aber bann eine Ooppetet)e eingeht, menu, nad)bem bag angepaarte S3eibd)en legt ober br\u00fctet, noch ein anbereg ungeehetid)teg T\u00dfei\u00f6d)en oor; hanben ift. Oag eg aber bei unfern Trappen gu einer Sietehe fommen fottte, m\u00f6chte id) billig begmeifetn.\" 3d) begmeifte eg ebenfattg, obgleich mir bie \u00a9etegenheit gemangelt hat, unfern Trappen l\u00e4ngere Beit gu beobachten; ich begmeifte eg, fotgernb aug ben \u00a9rfal)rungen, metd^e ich in Slfrifa an anberen Strten fammetn tonnte.\nOie Siiftftette mirb ftetg oorftchtig auggem\u00e4htt, oon alteren paaren nod) forgf\u00e4ttiger atg Oon j\u00fcngeren. S\u00f6enn bag \u00a9etreibe bereitg fo hoch aufgefd)offen iff, bag eg bag br\u00fctenbe SEBeibchen Per* birgt, fd)arrt ftdp biefeg eine feilte Sertiefung in ben Soben, fteibet fte audp moht mit einigen b\u00fcrrett \u00a9toppcln, \u00a9tengein unb Valuten aug unb legt in fte ihre gmei, augnal)mgmeife auch *>rei, nicht eben grogen, furgen, eif\u00f6rmigen, ftartfd)atigen, grobgef\u00f6rnten, gtangtofen, auf bteid)olioengr\u00fcnem ober mattgraugr\u00fcnen \u00a9runbe bunfter geftedten unb gem\u00e4fferten \u00a9ier. \u00a9g n\u00e4hert fid) bem fttefte ftetg\n36*","page":563},{"file":"p0564.txt","language":"de","ocr_de":"564\nSDte S\u00e4ufer, \u00a9te\u00efgo\u00f4ge\u00ef. trappen.\nmit gr\u00f6\u00dfter Sel)utfamfeit, inbem e\u00ea fid; f\u00f6rmlid) heranfcbletcht, l\u00e4fet ftd) fo Zeitig al\u00ea m\u00f6glich fe^en, unb legt, foBalb e\u00ea Bemanb bemerft, ben to\u00e4hrenb be\u00ea Sr\u00fcten\u00ea aufrecht getragenen \u00a3al\u00ea ber S\u00e4nge nad) platt auf ben Soben T^in. fRa^t ftd) ein geinb, fo fd)feid)t e\u00ea nngefe^en im \u00a9etreibe fort; t'ommt i\u00ef)m eine \u00a9efal)r pl\u00f6hlid) \u00fcber ben $al\u00ea, fo ergebt e\u00ea ftd) ftiegenb, ft\u00fcrgt ftd; aber halb toiebcr itt\u00ea (betreibe herab unb geht in i^nt toeiter. Serben bie \u00a9ier oon einem 2ftenfd)en mit blo\u00dfen \u00a3\u00e4nben ber\u00fchrt, fo lehrt e\u00ea nie lieber gu ihnen gur\u00fcd, unb ebenfo oerl\u00e4fjt e\u00ea ba\u00ea fReft, toenn bie n\u00e4djfie Umgebung beffelben arg vertreten m\u00fcrbe. \u201eSei ftarfem \u00a9inbe\", fagt \u00abRaumann, \u201etoenn e\u00ea toegen Naufdhen\u00ea be\u00ea \u00a9etreibe\u00ea bie f\u00c7u^tritte nicht fotoeit oernimmt, toirb e\u00ea gutoeilen fo \u00fcber-rafd)t, bafe e\u00ea nur toenige \u00a9fritte oor bem $erannal)enben oorn Neffe polternb auffliegt. S\u00eean fann aber barauf regnen, bajj e\u00ea nad) einem fo\u00efd;en Sorfade nid;t toieber auf ba\u00ea Neft gur\u00fcdfel)rt. Nur bann, ioenn e\u00ea fd)on fo lange gebr\u00fctet patte, bafj bie \u00a9ier bem Nu\u00eafd)l\u00fcpfeu nape ioaren, nur bann gept e\u00ea aud) mandpmat toieber auf ba\u00ea SReji unb br\u00fctet feine \u00a9ier oottenb\u00ea au\u00ea.\" Nad) etioa breifeigt\u00e4giger Sebr\u00fctung entfdpl\u00fcpfen bie toodigen, br\u00e4unlichen, fdptoarg geftedten Bungen bem \u00a9ie, toerben burd) bie S\u00df\u00e4rme ber Gutter getrodnet unb bann oon biefer toeggef\u00fcprt. \u00a9o unbeholfen fte ftd; anf\u00e4nglich auch beioegen, ihre Stutter liebt fte mit pingebenber B\u00e4rtlidpfeit, gibt ftd) bei \u00a9efapr, ba\u00ea ihr fonfi eigene S\u00dfefen oergeffcnb, r\u00fcdftdpt\u00ealo\u00ea bem geinbe pr\u00eat\u00e9, flattert angftood nahe oor bem Nupefi\u00dfrer bahin, \u00fcbt bie unter ben H\u00fchnern gebr\u00e4uchliche $unft ber Serftedung unb feprt erft, toenn e\u00ea ihr gl\u00fcdte, ben Napenben irre gu f\u00fchren, gu ben \u00dfinbern gur\u00fcd, ioelche fetch, fad\u00ea e\u00ea irgenb m\u00f6glid) ioar, an einer geeigneten Oertlidpfeit auf ben Soben briidten unb in ber \u00a9leidpfarbigs feit beffelben mit ihrem bleibe einen oortrepdjen \u00a9cpuh fanben. \u00a3>ie elfte \u00dfinbpeit oerbringen bie Krabben faft nur im \u00a9etreibe; erft fp\u00e4ter unb aud) bann blo\u00ea, toenn bie Nlte in ber gerne leinen S\u00dfenfdpen bemerft, f\u00fchrt fte ihre jungen auch toopl einmal auf freie\u00ea Sradpfelb, immer aber nur fotoeit, bafj fie rafd) toieber ben 3uf\u00efud)t\u00eaort erreichen fann. kleine \u00df\u00e4fer, ^eufdpreden unb SarOen, toeldpe oon ber Stutter t^eiltoeifc au\u00eagefcharrt ober gefangen unb ben B\u00fcchlein oorgelegt toerben, bilbett bie erfte Satzung ber jungen Srappen. \u00a9rft ziemlich fp\u00e4t lernen fte e\u00ea, felbft gutter aufe gunepmen, unb ioenn fte fotoeit gefommen, beginnen fie auch \u00a9r\u00fcne\u00ea mit gu freffen. \u00a9ttoa einett Stonat nach bem Nu\u00eafd)l\u00fcpfen ftnb fte f\u00e4hig getoorben, ein \u00a9t\u00fcd toeit gu flattern; oiergepn Sage fp\u00e4ter fliegen fie bereit\u00ea ziemlich gut, unb nunmehr burchftreifen fie mit ben \u00a9Item gr\u00f6\u00dfere \u00a9treden.\nUm trappen gug\u00e4pmen, mufe man fte jung eittfangen; benn alte ertragen ben Serluft ihrer greipeit nicht. 3d) ^abe fcfe>ort oben bemerft, ba\u00a7 e\u00ea burchau\u00ea nicht fo fd)toierig ift, al\u00ea bie \u00e4lteren Naturforfdper glaubten, trappen grofj $u siepen. Namentlich bie Ungarn beftfcen eine grofe ger\u00fcgt feit hierin, \u00a9\u00ea gibt hier einzelne Siebhaber, betten fo leicht fein junger trappe gu \u00a9runbe geht. Sefonber\u00ea ge\u00fcbte B\u00fcd)ter geben fetch nicht einmal bie St\u00fche, bie Bungen erft gu fangen, fonbern laufen ben Wirten bie im gelbe gefunbenen \u00a9ier ab unb laffen biefe in ihrem \u00a9ep\u00f6fte oon \u00a3\u00fcpnern ober \u00abPutern au\u00eabr\u00fcten. Berft\u00fcdelte \u00a3eufcpreden, Sleplto\u00fcrmer, Sr\u00f6ddpen oon bem gleifd)e garter B\u00fcchlein bilben bie Nahrung ber foeben au\u00ea bem \u00a9i gefommenen Srappen, ettoa\u00ea herbere gleifdpfoft ba\u00ea gutter \u00e4lterer, bi\u00ea fcpliefjlid) \u00a9r\u00fcngeug unb K\u00f6rner gereicht toerben f\u00f6nnen. \u00aeie \u00a9rn\u00e4hrung felbft foil faum \u00a9dhtoierigfeiten oerurfachen, biefe oielmeljr barin liegen, bafe bie Srappenf\u00fcdplein h\u00f6chfet empftnblid) gegen bie N\u00e4ffe ftnb unb bem gu golge ftet\u00ea fehr toarm unb troden gehalten toerben m\u00fcffen. \u00a9egento\u00e4rtig fehlen trappen feinem unferer Spierg\u00e4rten, bie Heineren pod\u00e4nbifdjen unb belgifcpen oiedeiept au\u00eagenommen. Son S\u00dfiett ober S\u00dfeft au\u00ea f\u00f6nnen toir fooiele lebenbe erhalten, al\u00ea toir tooden, unb fchon jefet ftnb bie greife auf ungef\u00e4hr gtoangig Shaler f\u00fcr ba\u00ea \u00a9t\u00fcd herunter^ gegangen, ^aben ftdp bie trappen erft an ein paffenbe\u00ea \u00a9rfafcfutter geto\u00f6hnt, fo halten fte ftch, ohne eine eigentlidhe forgf\u00e4ltige Nbtoartung gu oerlangen, jahrelang, unb gtoar um fo beffer, je gr\u00f6\u00dfer ber f\u00fcr fte beftimmte Naum unb jemehr man fte ftd) felbft \u00fcberl\u00e4fet. \u00a9in \u00a9tadleben oertragen fte nad) meinen \u00a9rfahruttgen nicht: fte m\u00fcffen \u00a9ommer unb hinter int greien bleiben, \u00a9in Srappenpaar, toeld;e\u00ea ich beobachten fonnte, betool)nt nunmehr fchon feit brei Bahren fein @el)ege unb hat nie Ser; anlaffung gu Seforgnife gegeben. \u00aeer m\u00e4nnliche Sogei biefe\u00ea Saare\u00ea ift ein ftolge\u00ea \u00a9efdh\u00f6pf","page":564},{"file":"p0565.txt","language":"de","ocr_de":"565\n\u00a9rofjtrape. gtoergtrpp.\ngeworben, aber bed) nod) npt ootlft\u00e4nbig au\u00eagebilbet, Weil fein \u00a9art nod) bei Weitem nic^t bie ipt eigne S\u00e4nge erreicht pt. (Sr tennt [einen Pfleger genau, folgt feinem \u00a9ufe febergeit, tommt an\u00ea \u00a9itter pratt, fobaib biefer fp geigt, mag e\u00ea aber nidE>t leiben, Wenn man fein \u00a9epge betritt, fte\u00fct fp bann f\u00fcpt bent \u00a9lenpen entgegen, ergebt feinen <Sd)Wang, l\u00fcftet bie gl\u00fcget etWa\u00ea, ft\u00f6p ba\u00ea oben erW\u00e4pte \u201egSf\u00e4\u00e4rr\" au\u00ea unb fudjt burd) WoPgegielte \u00a9dpabelpebe gu preden. \u00a9eit einem \u00a9uerppe, meiner baffelbe \u00a9epge beWopt, lebt er in guter greunbpaft; Wenn aber ber \u00a9uerppt W\u00e4penb ber \u00a9alggeit feinen \u00a9tut!) an ipt oerfuepn Will, Weift er ip ernfilid^ gur\u00fcd, unb bann tommt e\u00ea guWeilen gu einem beluftigenben Bweifampe. Sind? mit einem W\u00fctpnben \u00a3afuar, feinem \u00a9aepar, oerfudjt er mandatai angubinben; \u00a3)ie\u00ea aber gepiep ftet\u00ea mit gro\u00dfer \u00a9orfiep, weil er bie (St\u00e4lle unb \u00a9o\u00eapit eitte\u00ea folgen \u00a9egiter\u00ea tennt. B^r gortplangung pt man \u00fcbrigen\u00ea, fooiel mir betannt, gefangene trappen nod) nid^t gebraut, unb Wapfd)eittlid) Wirb \u00a3)ie\u00ea aud) blo\u00ea bann gelingen, toenn matt in \u00e4plper \u00a9Seife oerf\u00e4pt, Wie bei ben \u00a9trauten gepilbert. $)ie \u00a9efetlfcpft f\u00fcr \u00a9inb\u00fcrgerung frember Spiere in grantreid) pt einen gkei\u00ea au\u00eagefep f\u00fcr ba\u00ea \u00a9etingen fbfepr B*pt: m\u00f6glper Weife tr\u00e4gt er bagu bei, gu ferneren \u00a9erfuepn gu ermuntern.\n\u00a3)er \u00a9rape geh\u00f6rt gur pfen 3agb/ npt blo\u00ea feiner \u00a9r\u00f6ffe unb \u00a9eppeit, fonbern aud) ber \u00a9djWierigfeit plber, mit Weld)er bie 3agb oerfn\u00fcpft ift. \u00a93 gibt ber Sagbarten oiele; ber \u00a9rape aber Weif) fte faft alle gu oereiteln. Sein grengentofe! \u00a9\u00eeifjtrauen l\u00e4f)t fid) feiten t\u00e4ufd)en: er unter; fd;eibet ben S\u00e4ger oon anbern \u00a9teupen aud) bann nod), Wenn er in \u00a9Seibertleibern einprgep, fliep ebenfo \u00e4ngftlp oor bem \u00a9eiter Wie oor bem $uf)g\u00e4nger. Sn fr\u00fcheren Beiten bebiente man fp gu feiner Sagb ber fogenamtten $arrenb\u00fcd)fe, einer Wapen D\u00f6denmafdpte, Wel<p au\u00ea neun gufammen oerbunbenen \u00a9\u00fcd)fenropen beftanb unb glepgeitig neun kugeln entfenben, aber iper \u00a9epere plber nur Oon einem \u00a9Sagen au\u00ea gepnbpbt Werben tonnte, (Sp\u00e4ter erfanb man ben \u00a9rapenWagen, b. p fepe einen geW\u00f6plpen \u00a9auerWagen runbunt mit \u00a9troparbeu au\u00ea, oerbarg fict) bagWipen, lie\u00a7 burd) einen in feiner geW\u00f6plpen \u00a9rad)t getleibeten 9ldertned)t ben \u00a9Sagen auf bie ioeibenben \u00a9rapeitprben gufapen, in ent[ped)enber \u00a9\u00e4p einen \u00a9ugenblid galten unb feuerte nun fo rap al\u00ea m\u00f6glid) auf bie fi\u00e4rfften ^\u00e4pte. \u00a9emtod) gelang e\u00ea teirte\u00eaWeg\u00ea immer, ba\u00eb peuc \u00a9\u00dftlb gu pntergepn. Sn ber ruffipen \u00a9tepe pp man bie \u00a9rapen, ben \u00fcbereinftimmenbeu \u00a9erpten ber \u00a9eifenbeit gu $olge, npt fetten mit \u00a9Siitbpnben, in \u00a9fteit baigt man fte mit \u00a9bei; falten ober geg\u00e4ptteu \u00a9teinablern. 2lud) Wartet man ein neblige\u00ea groftWetter ab unb reitet bann auf frifd)en Serben in bie \u00a9tepe pnau\u00bb, um \u00a9rapen gu jagen. \u00a9olcp\u00ea \u00a9Setter \u00fcbergiep n\u00e4mlp bereu f^l\u00fcget mit einer \u00a9t\u00e9trufte unb pnbert unfere \u00a9\u00f6get, fte gu gebraud)en. \u00a9ei fep ftrenger $\u00e4lte foUeit bie \u00a9rapen, laut ^\u00fclg, guWeilen pufenWeife bie \u00a9Wptutgen ber ehtfam pufenbett \u00a9ataren auffud>en unb per ope \u00a9t\u00fcp ergriffen merben. fallen unb \u00a9dringen, loePe man per unb ba fteHt, f\u00fcpen feiten gum B^ed: furg, ber \u00a9lettfd; peint feine\u00eaioeg\u00ea ber gef\u00e4plpfte f^einb biefe\u00ea freuen \u00a9epgel\u00ea gu fein ; bentt mep ttod) fd>abett ipt alle bie oierfitpgen unb gefl\u00fcgelten \u00a9\u00e4uber, toeld>eim \u00a9tanbe ftnb, einen alten \u00a9rapen gu bew\u00e4ltigen, ober bie unbeptflid)en S^\u00d6clt oor ben Slugen ber \u00a9Item Weggune^men.\nSnt \u00a9\u00fcben unfer\u00ea \u00a9rbtpil\u00ea tritt gu bem \u00a9roprapett ein Heiner, nieblicpr \u00a9ertoanbter, ber Bwergtrapp (Otis tetrax). Slbgefepn oon ber geringen \u00a9r\u00f6p unb ber oerpiebenen ^\u00f6rbuug unterfepibet er fid(> aud) nodb burd) bie feit\u00efp etloa\u00ea oerl\u00e2ngertenOberpl\u00ea; unb Jpinter\u00efpffebern oom \u00a9roprapen, Wirb be\u00eaplb oon einigen \u00a9aturforpern auc^ woP al\u00ea \u00a9ertreter einer eigenen \u00a9ip>e attgefepn uttb Tetrax campestris genannt, \u00a9eint \u00a9l\u00e4mpen ift ber \u00a7al\u00ea pWarg, bup ein oon ben Open nad) ber \u00a9urgel prablaufettbe\u00ea Weip\u00ea \u00a9ingbanb unb ein breitet, \u00fcber ben f rop fid) pngiepnbe\u00ea Weip\u00ea Ouerbanb gegeic^net, ba\u00ea \u00a9efpt bunteigrau, ber \u00a3)bertof)f p\u00fcgelblid), braun","page":565},{"file":"p0566.txt","language":"de","ocr_de":"566\nSie S\u00e4ufer. \u00a9tetjo\u00f6gel. \u00a3rci||en.\ngeftec\u00eft, ber 9J>aute\u00ef auf |eUr\u00f6t|li(|gelbem \u00a9runbe fdf;toara in bte Oitcre gcftccft unb getoe\u00eftt, ber gt\u00fcgelranb, bte Ober = unb Unterfdjtoanabetffebern unb ba\u00ea \u00a9efteber ber Unterfeite toeifj;-bie \u00a9c|mingen finb bun!elbraun, bte \u00a9<|toan$febern n>et\u00a7, gegen bte \u00a9|i|e |in burc| groet \u00a9inben gegeid;net. 3)a8 Stuge ift |ell= ober Braungelb, ber\u00a9c|nabet |orngrau, an ber\u00a9|i|e fcfjioarj, herauf} firo|geIb. \u00aeie S\u00e4nge betr\u00e4gt 18 bt\u00ea 19, bie \u00a9reite 36, bte $ittigl\u00e4nge 10, bte \u00a9djtoanjt\u00e4nge 5 3oft.\n\u00a9eim feineren 2\u00dfeibd;en fittb bie $o|ffeiten ge\u00efb\u00efic|, $e|le unb \u00a9urgel toei\u00a7r\u00f4t|\u00efi(|, \u00a9orber|af\u00ea\n\n2) er $toergtrafcit>e (Otis tetrax).\nunb \u00a9ruft |e\u00ef\u00efgelblic|, fd^ioarg gefireift, bie SWante\u00effebem ji\u00e2r\u00efer gefletft af\u00f6 beim SW\u00e4nnd^en, bie Dberfl\u00fcgelbetffebern n?ei\u00a7, fcfjt\u00fcarg geftecft, bie Gebern ber Unterfeite iocifj.\n3n $)eutfd)\u00efanb geh\u00f6rt ber 3h>ergtra||e au ben \u00a9elten|eiten unb erfc^eint immer nur als Srrting. \u00a9ein eigentlich 2Bo|ngebiet beginnt erft in \u00a9\u00fcbungarn ober \u00a9\u00fcbfranfreid) unb erftrecft fic| oon|terau\u00ea \u00fcber ba3 f\u00fcblid^e Dtufjlanb unb bie S\u00fcrfei, \u00a9riedjenlanb, Italien unb \u00a9|anien. \u00a9efonber\u00ea |\u00e4uftg fc|eint er auf \u00a9arbinien au leben; aber audf> in \u00a9|anien fennt man i|n aUent|alben at\u00f6 einen, obfc|on nidjt aa|Ireic| oorfommenben, fo bod; nirgend fe|lenben \u00a9oget. 3n ben rufftf<|en \u00a9te||en tritt er guloeiten maffen|aft auf, befottberf io\u00e4|rettb ber 3u9ae^* \u201eSn ben erften Sagen","page":566},{"file":"p0567.txt","language":"de","ocr_de":"3toergtrabbe-\n567\nbeS fr\u00fchlings\", fa\u00dft \u00ae\u00fclg, \u201efommen Me gtoergtrabben, hiev 51t Sattbe fel)r beliebte \u00a9\u00e4fte, an imb gtoar, als ob fte fid) oerabrebet fatten, alle in einer \u00fcRadht eingutreffen; benn eines \u00a3ageS fielet man ihre \u00a9d)aren \u00fcberaE, too man \u00a3agS oorl)er nid)t einen bemerken tonnte. 2lnfang\u00a7 galten fie fid) in Raufen oon gto\u00f6lf \u00a9t\u00fcd unb bar\u00fcber gufamnten, fb\u00e4ter, b. h- fd)on toenige 2Bod)en nad) ihrer Stnlunft, gert^eilen fie fid) in $aare.\" Slehnlid) fdE)eint eS in \u00a9banien gu fein; benn aud) oontjierauS tritt ber gtoetgtrabbe in jebent Derbfte feine E\u00efeife an unb erfd)eint in jebetn $rtil)ling toieber. \u00a9etegentlid) biefer E\u00f6anberungen foE er bie SttlaSl\u00e4nber in Btenge befugen, m\u00f6glid)ertoeife \u00fcbertointert er fd)on \u00ef)ier. \u00a9gbbten ber\u00fchrt er fel)r feiten; fooiel id) midi) erinnere, ift mir nur ein eingigeS \u00a9t\u00fcd oon i!)m in bie .fp\u00e4nbe gefaEen unb gtoar in ber 9cc\u00fc)e oon Slleranbrien. $\u00a3)te in Ungarn tebenben 3ioerg; tragen m\u00f6gen nad) \u00a9t)rien toanbern unb bie rufftfd)en ihre Eteife oieEeid)t bis S\u00dferfien auSbehnen, toeiter^in begegnet man i\u00ef)nen nid)t.\n2)er \u00e4^ergtrabbe binbet fid) nid)t fo fireng toie fein gro\u00dfer Bertoanbter an bie \u00a9bene, fonbent nimmt aud) in bergigen \u00a9egenben feinen \u00a9tanb. $n \u00a9banien toa^lt er ftd) oorgugStoeife EBeinberge gu feinem 2iufenthalte, gleid)Oiel ob biefelben in ber \u00a9bene ober an einem @el)\u00e4nge liegen; n\u00e4dhftbem fiebelt er fid) in bem to\u00fcften!)aften \u201e\u00a9ambo\" unb gtoar in @emeinfd)aft mit bem \u00a3)idfufj an. 2>n Ungarn betoohnt er bie $\u00dfufta, in \u00a9\u00fcbrufjtanb unb ber f\u00f4rint bie \u00a9tebbe. 2>n feiner SebenSioeife unb in feinem EBefen hat er BieleS mit bem \u00a9rofftrabpen gemein, aber bod) aud) mand)eS tljttt \u00a9igen; th\u00fcmtid)e. \u00a9ein \u00a9ang gefd^ie^t mit bemfelben 2lnftanbe toie bei jenem, ifi aber gierlidber, ioie \u00fcber; bau|)t jebe feiner Belegungen be\u00ef)enber unb getoanbter, unb namentlid) ber Sauf geid)net ftd) burd) eine tounberooEe \u00a9ilfertigfeit Oor bem beS \u00a9rofjtrabben auS. 3)er $lug ift leidet, fd)neE unb anhattenb, jebodh immer bem beS \u00a9rofjtrabben \u00e4hnlich, fobaf; 3>eber, toeldher biefen l\u00e4nger beobachtet hat, jenen augenblidlid) erfennt. Borfid)tig ift auch er, jeb\u00f6d) bei toeitem nicht fo fd^eu toie fein Bertoanbter; er br\u00fcdt ftd) aucf) angeftd)tS beS ^eittbeS gent btatt auf ben Beben nieber, toaS ber \u00a9rofjtrabbe niemals thut. SDie \u00a9timme beS 2R\u00e4nnd)enS, ein fd()aEenbeS \u201e\u00a3er!S, terfS\", toirb faft nur to\u00e4hrenb ber Brutgeit oernommen.\n9ibtoeid)enb oon feinem norbifd)en Bertoanbten n\u00e4hrt ftch and) ber alte B^ergtrabbe gr\u00f6\u00dften; E)eilS oon $erbt\u00ef)ieten unb \u00a9eto\u00fcrm, tnSbefonbere oon \u00a7eufd)reden, K\u00e4fern unb oerfd)iebenett Saroen, ohne jebod) Bflangenftoffe g\u00e4nglich gu oerfchnt\u00e4hen. Sie ERagen berjenigen, Welche ich unterfudjte, fanb id) gum gr\u00f6\u00dften 2he^e ntit Werfen unb fleinen \u00a9d)neden gef\u00fcEt. SDaffelbe fagen bie \u00fcbrigen Beobachter. \u00a3>ie jungen toerben toahrfd)ein\u00efidf) nur $evbfl)iere gu ftch nehmen.\n\u00a9nbe Ecrits hat ftch jebeS H\u00e4rchen einen baffenben \u00a3>rt gum Etifien gew\u00e4hlt, nach Etvt feinet afrifanifd)en Bertoanbten ein m\u00f6glidhft troditeS ebenes Selb, ober aud) Wohl eine jener ftebbenartigen ^aiben, toie fte im \u00a9\u00fcben \u00a9urobaS ftch finben unb beg\u00fcglid) bie \u00a9tebbe felbft. \u00a3)ie EJi\u00e4nndhett laffen je|t flei\u00dfig il)r \u201e\u00eeerf\u00f4, terlS\" h^rettr foEett aud) mit anbern ihrer Elrt fehr hefEs um S\u00f6eibchen f\u00e4mbfen. Sc^tere legen \u00a9nbe Styril\u00ea ober Slnfang\u00ea ERai in eine felbftbereitete ober oor; gefunbene \u00a9rube oier bi\u00ea f\u00fcnf \u00a9ier, weld)e an \u00a9r\u00f6^e ber unferer ^au\u00eahenne etwa gleidhlommen, oerh\u00e4ltni^m\u00e4^ig lang unb faft gleid)h\u00e4lftig finb, eine mittetftarte, fdh\u00f6ne gl\u00e4ngenbe \u00a9d)ate haben unb auf \u00f6lbraunem ober \u00f6lgr\u00fcnem \u00a9runbe Oertoafchene ober mehr ober minber fdharf au\u00eagebr\u00fcdte rotbraune Rieden geigen, fr\u00fcher toar man ber Elnftd)t, ba\u00a7 ein ^ahn ftd) mehrere Rennen anbaare; gegenw\u00e4rtig toiffen ioir, ba\u00a7 auch ^e\u00eeet-4 \u00efvabbe in \u00a9intoeibigleit lebt. $Da3 9Jt\u00e4nnd)en entfernt ftd), taut \u00c4\u00fctg, nie Weit Oont br\u00fctenben 2\u00f6eibd)en unb macht gur f\u00eaurgtoeil Bogenfl\u00fcge burd) bie Suft, al\u00ea ob e\u00e4 Oor irgenb einer \u00a9efahr bie flucht ergreifen tooEe. 2Bie lange te^tere\u00ea br\u00fctet, ift gur 3eit noch nicht mit \u00a9idherheit feftgefteEt; auch \u00fcber bie jungen, ihr \u00a3)unen\u00efieib, Sugenbteben u. f. to. fenne ich ^e^ne ausf\u00fchrliche Befdhreibung.\n\u00a9S mu^ gientlidh fd)Wer fein, \u00e4^ergtrabben gro\u00a7 gu giet)en, Weil man fte fo feiten in \u00a9efangen; fd)aft ftnbet. 2)aS eingige \u00a9t\u00fcd, toeldheS ich gefcl)en gu haben mid) erinnere, lebte im ^h^er9at\u2018ten gu ^\u00f6ln, einer \u00dcberhang fehr reichhaltigen unb feineStoegS nadh \u00a9eb\u00fchr geio\u00fcrbigten 5lnftatt. \u00a9S erhielt, toie ^reunb BobinuS mir fagte, $etbtt)ierfutter unb befattb ftd) babei giemlid) Wohl-","page":567},{"file":"p0568.txt","language":"de","ocr_de":"568\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9rappen.\n\u00a9eS b\u00f6ftlidpen \u00a9\u00dfilbpretS ioegen ioirb bem Stoergtrappen \u00fcberall eifrig nacpgeftellt. Sk \u00a9pattien fcmmt er unter bem tarnen \u201eS^fan\" auf bie \u00a9afel. \u00a9aS S\u00dfilbpret ftept aber aucp b\u00e4um bent beS \u00c7afanen an \u00a9\u00fcte nadp. Ob ntan bie S\u00f6gel pier ober in \u00a9\u00fcbfranfreicp regelm\u00e4\u00dfig jagt, toei\u00df idp nidpt. \u00a9iefeS fcpeint aber in \u00a9iibru\u00dflanb gu gefcpepett. Sludp pier bebient man ftdp gur Sagb am liebften beS \u00a9\u00f6agenS. \u201e\u00a9Benn ber fpapn ben \u00a9Sagen auf fiep guhontmen fte^t, blicft er \u00e4ngftlicp auf bie ungetoopnte \u00a9rfMeinung; bommt baS \u00a9ef\u00e4prt beputfant n\u00e4per, fo fliegt er enttoeber eine b\u00fcrge \u00a9trede fort unb bann ift febe \u00a9R\u00fcpe beS S\u00e4gers oergebenS, ober er bucht ftdp inS \u00a9ras ober bleibt beet auf einer \u00a9teile unb forbert ben S\u00e4ger burdp fein \u201e\u00a9erfS, terfS\" perauS. Sn beiben S\u00e4tlen ift er oerlcrett,\"\n\u00a9Ran pat neuerbingS gtoei in \u00a9eftalt unb F\u00e4rbung fiep t\u00e4ufepenb \u00e4pnelnbe \u00a9rappen, ioeldpe beibe in \u00a9uropa erlegt to or ben ftnb, unter bem arabifdpen tarnen $ubara (Hubara) in eine \u00a9ippe bereinigt unb als \u00a9Retdntale berfeiben ben oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig langen \u00a9dpnabel, bie giemlidp b\u00fcrgen S\u00fc\u00dfe, bie \u00aeopfpaube unb ben fcp\u00f6nen \u00a3alSfragen peroorgepoben.\n\u00a9er eine bief er \u00a9rappen, toeldpen toir fragen trappe nennen iooden (Hubara Macquenii), betoopnt \u00a9\u00fcbaften unb pat fiep fdt/on toieberpolt nadp \u00a9eutfdplanb unb \u00a9nglanb oerflogen, ift aber in ber IRegel mit feinem afribanifdpen Sertoanbten, ber $ubara (Hubara undulata) oertoedpfelt toorben. \u00a9ein \u00a9efieber ift auf ber \u00a9tirn unb ben \u00c4opff eiten roftrotpgrau, braun \u00fcberpubert, ber lange Seberbufcp Oorn fdptoarg, pinten toei\u00df, baS \u00a9efieber beS fpinterhopfeS toei\u00dfliep, braun unb grau geftreift, ba\u00ea beS \u00a9berf\u00f6rperS auf lieptoder; ober lepmgelbem \u00a9runbe gart fdptoarg in bie Guere getoellt unb ba, too bie geiepuung biepter ftept, bunfler gefledt, bie $eple toei\u00df, ber SorberpalS br\u00e4untiep, bie Oberbruft grau, ber Saudp gilblidptoei\u00df. \u00a9er fragen beftept auS langen flatternben Sehern, ioeldpe gu beiben \u00a9eiten beS $alfeS ftepen unb Oon benen bie oberen rein fdptoarg, bie unteren an ber \u00a9B\u00fcrgel unb an ber \u00a9pipe fdptoarg, \u00fcbrigens toei\u00df finb; bie \u00a9eptoingen paben eine toei\u00dfe \u00a9B\u00fcrgel unb eine feptoarge \u00a9pipe; bie \u00a9teuerfebern geigen auf r\u00f6tplicpem, fein gefprenfeltem \u00a9runbe gtoei buntle Sinben. \u00a9aS Sluge ift gl\u00e4ngenb gelb, ber \u00a9cpnabel fdpieferfarben, ber Su\u00df gr\u00fcnlicpgelb. \u00fccadp Setbon fdptoanft bie S\u00e4uge beS SOt\u00e2nndpen\u00ea gtoifepen 25 bis 30 Soll, bie Sreite betr\u00e4gt 4 bis 5 Su\u00df, bie Sittigl\u00e4nge 14 bis 15, bie \u00a9eptoangl\u00e4nge 9 bis 10 Soll (englifcp). 3\u00a9adp ber Srutgeit fdpeint baS \u00a9R\u00e4mtcpen feinen \u00a9cpmudfragen gu oerlieren.\n\u00a9iie fpub\u00e4ra ift gr\u00f6\u00dfer als ber $ragentrappc unb unterfdpeibet ftdp noep baburdp, ba\u00df bie Sehern ber #aube reintoei\u00df, opne ade fdptoargen Siede, fotoie ferner, ba\u00df bie Sehern beS Ot\u00fcdenS unb ber Sl\u00fcgel bunfler unb mepr br\u00e4unlicp oon Sarbe ftnb. Seihe Slrten ftepen fidp \u00fcbrigens fepr nape.\n\u00a9er \u00dfragentrappe finbet fiep, laut Set bon, auf ben \u00a9benen beS Punjab unb oberen \u00a9inb, Oerirrt ftep aber auep nadp anbern \u00a9peilen SnbienS, toirb p\u00e4ufig in ben trodnen, fteinigten \u00a9benen SlfgpaniftanS angetroffen unb fommt gelegentlicp in anbern \u00a9peilen SlftenS, fo g. S3, in 3Refopotamien unb Werften Oor. Son Slfien auS Oerfliegt er ftep gutoeilen nadp \u00a9uropa, gep\u00f6rt pier aber gu ben feltenften \u00a9rfdpeiuungen. \u00a9ie ipubara oertritt ipn in ben f\u00fcblicpen SDiittelmeerl\u00e4nbern, oon ben \u00a9anaren an bis nadp Arabien pin; fie foil in \u00a9Raroffo, Algier unb \u00a9unis niept feiten, an ber Ipbifcpen \u00c4\u00fcfie nadp \u00a9prenberg fogar p\u00e4ufig fein. 3\u00a9adp Solle fommt fie \u00fcbrigens niept auf allen fana; rifepeu Snfeln, fonbertt faft bloS auf Suertaoenturo Oor, unb nur toenige oer\u00dftegen. ftdp gelegentlich nadp ber \u00a9\u00fcbf\u00fcfte oon Sangarote. \u00a9efter mag eS gefepepen, ba\u00df bie Jpubara nadp \u00a9paniett, \u00a9\u00fcb; franfretdp, Stalien unb\u2019 \u00a9riedpenlanb per\u00fcberfireift; beim toaprfdpeinlidp gep\u00f6ren bie meiften \u00a9rappen biefer \u00a9ippe, ioeldpe in beit genannten S\u00e4ubern erlegt tourben, biefer unb nidpt ber Oorpergepenben Slrt an. \u00a9ie einen toie bie anberen fdpeinen ftep \u00fcbrigens in allen \u00a9t\u00fcden fo gu \u00e4pneln, ba\u00df man getoi\u00df baS oon bem $ragentrappen Sefannte audp auf bie ^\u00bbubara begiepeit fann, unb umgefeprt.\nSeihe beoorgugen pei\u00dfe, b\u00fcrre, fanbige unb fieinigte, nur mit toenig \u00a9eftr\u00fcpp bebedte \u00a9benen, alfo am liebften bie eigentlidpe \u00a9\u00df\u00fcfie. Solle fagt, ba\u00df er bte \u00a3)ubara oorg\u00fcglidp in ber 9\u00a9\u00e4pe auS;","page":568},{"file":"p0569.txt","language":"de","ocr_de":"^ragentraplpe. \u00a3ubara.\n569\ngebetmter $ornfe\u00efber, aber aud) tief in ber S\u00f4\u00fcfte fe\u00efbft auf fteinigten bergen angetroffen habe; Serti) elot beraubtet, ba\u00df fie ftd) faft nur an Orten aufhatte, bereit SS\u00e4rme nid^t \u00efeid;t unter 28 \u00a9rab Reaumur fin\u00eet, unb 3 er bon berichtet ^inftdjtlidf) ber inbifd)en 2Irt, ba\u00df fie in fanbigen uub graftgen \u00a9benen, ober auf Jne\u00ef\u00efigem, fanbigen Soben, tretd)er hier unb ba mit \u00a9ra\u00a7 beftanben ifi, ober aud) \u00a9etreibefelber umfd)tie\u00dft, gefunben loirb, ^au^tf\u00e2d^\u00efic^y aber biirre unb offene \u00a9r\u00fcnbe beinohnt. 2tlte Seobad)ter ftimmen barin \u00fcberein, ba\u00df ber ^ragentrappe ftdf> in feinem Skfen toenig rom \u00a9ro\u00dftrappen unterfd)eibet, aber tro\u00df feiner geringen \u00a9r\u00f6\u00dfe, \u00efregen be\u00ea \u00a7eberbufd)e\u00ea am -\u00eepalfe, nod) ftatt\u00efid^er au\u00eafie^t af\u00ea jener. Si\u00e9ra gibt an, ba\u00df eu feiner 0d)trere father nid)t fd)ne\u00efl baron: ober aufftiegen tonne, aber fe\u00ef)r rafd) taufe unb babei mit ben $t\u00fcgetn fd)tage, tocitjrenb ber ^aarungg: jeit aber toie ein $\u00dffau um\u00ef)erftotgire unb and) bie $aut unterhalb ber $e\u00ef)te aufbtafen tonne, \u00a9hrenberg Td)t*ei6t Staumann, ba\u00df biejenigen, tretd)e er \u00fcberrafd)te, ungemein fd^neCf am Soben forttiefen unb getr\u00f6hnlid) noch einige $eit, aber in gro\u00dfer \u00a9ntfernung bon bem \u00fc\u00efftenfdjen, ^iuter fteinen @tr\u00e4ud)ern, luette ihren \u00a3eib rerbedten, fte\u00ef)en blieben, bebor fte aufftogen, nad) bem 9lufftel)en geir\u00f6hnlid) bid)t \u00fcber bem Soben in tragered)ter Sinie, gtoar etira\u00bb fdjirerf\u00e2t\u00efig, aber boti) fe\u00ef)r fd^nett ba\u00efjinf\u00efogen. 2In @d)eu unb Sorfid)t fielen bie \u00aeragentrappen il)ren Serlranbten nid)t im geringften nad). 2UIe, toetcfye \u00a9hrenberg fai), lie\u00dfen fid) nie auf @d)u\u00dftreite nal)e tommen, unb biejenigen, ft>etd)e Sotte beobachtete, gebrandeten nod) ein anbere\u00ea Sftittet, urn fid) ben Stiden ber Stenfd)en gu entgicl)en, inbent fte fid) ^>\u00efatt auf bie \u00a9rbe, am \u00efiebften hinter einen @tein buchten. 5tm teidt>teften nod) fo\u00ef\u00ef man ihnen nahe tommen, trenn man gn \u00a9fet ober gu tarnet auf ireiten Umtregen, fie fdheinbar gar nicht beobachtenb, fid) ihuen n\u00e4hert.\n\u00a9hrenberg fagt, ba\u00df er geir\u00f6hnlid) hier bi\u00ea f\u00fcnf @t\u00fcd, gutreiten aber auch b*et mehr beifammen gefehlt, fie aber fetten bto\u00f6 ^>aartreife angetroffen habe; S\u00f6tte beobachtete ba\u00a7 \u00a9egentheit. \u00a9hren = berg hebt herbor, ba\u00df biejenigen, benen er begegnete, meift ftumm blieben, unb nur gntreiten im gtiegen einen Stuf r\u00e7rnel)men lie\u00dfen, tre\u00efd^er trie \u201eStaa, raa, raa\" ttingt, unb m\u00f6gtichertreife gu bem arabifchen tarnen \u201eStaab\" Seran\u00efaffuug gegeben hat. \u00a9Sie bei alten tteineren trappen befielt bie Stat)rung rorgug\u00ebtreife au\u00ea \u00aeerbtl)ieren, in\u00eabefonbere fdheinen Stmeifen eine Siebling\u00eafpeife ber .\u00eepubara gu fein, \u00a9er \u00aeropf einer in Setgien ertegten \u00aeragentrappe mar mit @d)neden, Stauben unb \u00a9ra\u00f6l)\u00e4tmd)en angef\u00fc\u00fct.\nStB Steft bient eine Sertiefung ober gefdjarrte \u00a9rube gtrifchen S\u00fcfdhetn tangerer \u00a9r\u00e4fer unb anberer (Ste^pen^ftangen. \u00a9ie brei bi\u00ea f\u00fcnf \u00a9ier, treldhe ba\u00ea \u00a9etege bitben, tommen ettra ^uter= eiern an \u00a9r\u00f6\u00dfe gleid), h\u00fcben eine fdh\u00f6ne, l\u00e4ngliche \u00a9iform unb geigen auf mattgt\u00e4ngenbem, gilblicl): \u00f6lfarbeneu \u00a9ruttbe gahtreich \u00fcber bie Oberfl\u00e4che gleichm\u00e4\u00dfig rertheitte, tl)eil\u00ea rertrafdhene, tl)eil3 fch\u00e4rfer begrengte Steifen. Si\u00e9ra berichtet, ba\u00df bie .Ipubara in bem \u00a9etreibe niftet unb ba\u00df bie jungen nad) f\u00fcnftr\u00f6dhenttidher Sebr\u00fctnng bem \u00a9ie entfd)t\u00fcpfen unb fogteid) trie junge Jp\u00fchner baronlaufen. Stehr trei\u00df manjricht \u00fcber bie ^ortpftangung.\nStraber uub 3>nbier jagen unfere Krabbe\u00ab mit Seibenfchaft, hauptf\u00e4d)lid) mit .Spitfe ihrer Ratten. 3n Punjab unb @inb bitbet ber ^ragentrappe ba\u00ea Siebtiug\u00eatritb ber Rationiere, entgeht feinen gefl\u00fcgelten Serfotgern aber both gutretlen baburch, ba\u00df er feinen f\u00fcrchterlich ftintenben Unrath auf ben Ratten trirft \u00a9a\u00ea S\u00dfitbpret fott rortrefftidh fein.\n\u201e\u00a9roh ihrer Sch\u00fcchternheit\", fchtie\u00dft S\u00f6tte, \u201el\u00e4\u00dft ftd) bie \u00a3>ubara, jung gefangen, g\u00e4hmen. 3d) habe auf bem ^ofe be\u00ea Dr. \u00a9I)oma3 SJiena\u00ea ein 2Beibd)en gefehen. \u00a9\u00ea tief forttr\u00e4hrenb unter bem \u00a9e\u00df\u00fcget umher unb trurbe mit K\u00f6rnern unb ger\u00f6ftetem Stehle gef\u00fcttert, \u00a9in getriffe\u00ea gagl)afte3 S\u00f6efen, eine Steigung gum RortI)ufd)en ober in \u00a9den unb SMnfel gn br\u00fcden, hcdte e\u00ea iube\u00df nicht abgelegt.\" 3^ meiner nidct geringen Ueberrafd;ung fanb id) im SBohngimmer be\u00ea Dr. gunt in Sr\u00fcffel gtrei au\u00eageftobfte ^ubara\u00ea unb erfuhr auf Sefragen, ba\u00df biefe S\u00f6get bem br\u00fcffeler \u00a9hier: garten bon Stlgier au\u00e4 gugegangeu traren unb im \u00a9arten mehrere Stonate gelebt hatten.","page":569},{"file":"p0570.txt","language":"de","ocr_de":"570\nOie S\u00e4ufer. \u00a9telgb\u00f6gel. trappen. Steitub\u00f6gel.\nB^ei S\u00efrten bei* Ramifie, toelc\u00dfe in Bubieit leben, ftnb unter bem Stamen \u00a9dpmudtrappen (Sypheotides) bon ben \u00fcbrigen getrennt toorben. \u00a9ie geie\u00dfnen aug bie geringe \u00a9r\u00f6\u00dfe, ber mittel; lange, ettoag breite \u00a9d\u00dfnabel, bie gientlid; langen, am Unterfcpenfel t^eiltoeife nadten $\u00fc\u00dfe unb bie berl\u00e4ftgerten, an ber \u00a9pipe breitfa\u00dfnigen O\u00dfrfebern, toelc\u00dfe bem SR\u00e4nnc\u00dfen pm befonbern \u00a9d\u00dfmude bienen. \u00a9ei einer 2Irt ftnb and; bie \u00a9ruftfebern fe\u00dfr enttoidelt. Oag \u00a9\u00dfeibe\u00dfen foH bag \u00a9t\u00e4nnd\u00dfen an \u00a9r\u00f6\u00dfe \u00fcbertreffen.\nOer $lorifin (Sypheotidis bengalensis), einer ber gefdp\u00e4\u00dfteften Bugbb\u00f6gel Bubieng, ift to\u00e4\u00dfrcnb ber \u00a9rutgeit auf $opf, Staden, \u00a9ruft unb ben Unterteilen, einfdplie\u00dflic\u00df ber \u00a9d\u00dfenfel, tief; unb gl\u00e4ngenbfd)toarg, auf bem h\u00fclfen, ben \u00a9futtern, Oberarmfebern, bem Stumpfe unb Unter; fd\u00dftoangbedfebera br\u00e4unlid\u00dfleberfarbett, mit feinen, im Bicf^ad berlaufenben, fe\u00dftoargen Sinien unb jebe Seber in ber Sftitte mit einem fd\u00dfto\u00e4rglid\u00dfen Rieden gegeid\u00dfnet; bie \u00a9dpulterpgelbedfebern unb \u00a9dptoingen ftnb reimoei\u00df, bie \u00a9pi\u00dfen unb \u00a9d^\u00e4fte ber lederen, toie auc\u00df bie Slu\u00dfenfa\u00dfnen ber brei elften fdptoarg, bie \u00a9teuerfebern fdptoarg unb leberfarben gefledt unb an ber \u00a9pi\u00dfe toei\u00df. Oag Sluge ift braun, ber \u00a9d\u00dfnabel oben fd\u00dfto\u00e4rglic\u00df, unten gelb, ber $u\u00df gr\u00fcngelb, am \u00a9eien! aber blau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 24 bis 27, bie \u00a9reite 44 big 47, bie ^ittigl\u00e4nge 14, bie \u00a9d\u00dftoangl\u00e4nge 7 Bod englifd\u00df.\nStad\u00df ber \u00a9rutgeit legt bag SR\u00e4nnc\u00dfen ein fe\u00dfr berfd\u00dfiebeneg \u00c6leib an, toeld\u00dfeg bem beg SBeibd\u00dfeng einigerma\u00dfen \u00e4hnelt. \u00a9ei biefem ftnb ber \u00aeopf unb bie Gebern ber ganzen Oberfeite auf bla\u00df; r\u00f6tlichem \u00a9runbe fdptoarg unb braun gefledt, geb\u00e4nbert unb getoedt, bie Oberbedfebern toei\u00dflie\u00df, bie beg Stadeng mit fdptoargen Sinien fein gegeid\u00dfnet, bie \u00a9c\u00dftoingen butdelbraun unb r\u00f6t\u00dflid\u00df geb\u00e4nbert Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt pier 28 big 29, bie \u00a9reite 50 Bolt\nOiefer fe\u00df\u00f6ne \u00a9ogel ftnbet ftdp, laut Ber bon, im gangen untern \u00a9engalen n\u00f6rblid\u00df bont \u00a9angeg, audp in eingelnett O\u00dfeilen bom Punjab unb ebenfo im Oada, in \u00a9il\u00dfet unb SIffam, n\u00f6rblid; big gum $u\u00dfe beg fpimalapa, lebt auf \u00a9treden, toelc\u00dfe mit mittel\u00dfo\u00dfem \u00a9rafe unb fp\u00e4rlid\u00dfem \u00a9eb\u00fcfd\u00dfe beftanben ftnb, fommt gutoeilen auc\u00df auf bebautem Sanbe ber, fd\u00dfeint aber \u00dfinftd\u00dftlidp feines Slufent\u00dfalteg fe\u00dfr to\u00e4\u00dflertfd\u00df gu fein, ba man i\u00dfn oft auf \u00a9treden bermi\u00dft, toelc\u00dfe betten, too er \u00df\u00e4ufig ift, bodtommen gleic\u00df gu fein fdpeitten. \u00a9efonberg gern ntae\u00dft er ftdp auf \u00a9teilen gu fd\u00dfaffen, toelc\u00dfe erft neuer\u00f6ingg abgebrannt tourben. Bu ben SRorgenftunben fiept man i\u00dfn im \u00a9rafe ober auf ben Reibern umperlaufen; fp\u00e4ter gie\u00dft er \u00dfc\u00df nad; $\u00dfl\u00e4\u00dfen gur\u00fcd, toelc\u00dfe bid;ter beftanben ftnb unb ber; bringt pier bie Jfji\u00dfe beS Oagcg. \u00a9ont Februar an big gum Slpril getoaprt man i\u00dfn geto\u00f6pttlicp eingeln ober in paaren, SR\u00e4tind\u00dfett unb \u00a9\u00dfeibd;en toenigftett\u00ea nidpt toeit bon einanber, auf befonberS g\u00fcnftigen \u00a9teilen lommen jebodp audp toopl brei big hier bon ipnen gufammen.\n-Jpobgfon be\u00dfauptet, ba\u00df ber ^loritin toeber in \u00a9intoeibigteit nodp in \u00a9iele\u00dfigfeit lebt, unb ba\u00df ftdp bie \u00a9efd\u00dfled\u00dfter in nidpt gro\u00dfen \u00a9ntfernungen gufammcn\u00dfalten. Oie \u00a9rutgeit beginnt im Buni. Oag SR\u00e4mtd\u00dfen er\u00dfebt ftdp je\u00dft gutoeilen mit \u00dfeftigen ^l\u00fcgelfdpl\u00e4gen fenfredpt in bie Suft, \u00df\u00e4lt gelegentlidp eine ober gtoei \u00a9efunben an, fteigt bann nod; \u00df\u00f6\u00dfer, fpreigt feine \u00a9dpmudfebem unb fenft ftdp fobann toieber guttt \u00a9oben \u00dferab, um halb barauf bon neuem aufgufteigen. Oabei l\u00e4\u00dft eg ein eigent\u00df\u00fcmlidpeg \u00a9ummen berne\u00dfmett. Sta\u00dft ftdp ein \u00a93eibd;en, fo fentt eg bie \u00a9d;toingen, breitet unb \u00dfebt ben \u00a9d;toang unb gebe\u00dfrbet ftdp toie ein berliebter Orut\u00dfa\u00dfn. Oie .fpennc toirb um biefe Beit meift in biept fte\u00dfenbem \u00a9rafe gefunben unb l\u00e4\u00dft ftdp jefet fdttoer auffd;eudpen, ftie\u00dflt ftdp biel; me\u00dfr bei Slnfunft eineg geittbeg gtoifepen ien ^almen \u00dfintoeg ober br\u00fcdt ftdp audp toopl auf bem \u00a9oben nieber. 2ln einer toopl berborgenen \u00a9teile legt fte i\u00dfre gtoei big hier, auf b\u00fcfter oliben= farbenent \u00a9runbe me\u00dfr ober toettiger bunfler gefledte \u00a9ier, nidpt feiten bidpt neben tag S\u00eeeft eineg anberen SBeibdpeng berfelben 2lrt. Oie Bungen bleiben faft ein Ba\u00dfr lang unter i\u00dfrer 2lufftdpt.\nOer f^lorifitt fliegt langfam mit gleidpm\u00e4\u00dfigen ^l\u00fcgelfd)t\u00e4gen, feiten toeit in einem Buge. SBenn er auf nadtern \u00a9oben ftdp auf\u00df\u00e4lt, pflegt er fe\u00dfr fdpeu unb borftdptig gu fein, bemgem\u00e4\u00df ftdp audp in gro\u00dfer \u00a9ntfernung gu er\u00dfeben, immer aber fudpt er balbm\u00f6glidpft Buftudpt im biepteren \u00a9rafe, unb pier \u00df\u00e4lt eg bann f\u00fcr ben gefdpidten B\u00e4ger nid;t fd;toer, i\u00dfn aufguftnben. \u00a9eine \u00a9timme bei*;","page":570},{"file":"p0571.txt","language":"de","ocr_de":"% t o r i f i u\n571\nnimmt man feiten; nur ioentt er pl\u00f6plidp aufgefdjredt iourbe, fi\u00f6fjt er ein fcpritlenbc\u00e4 \u201e\u00fc\u00a3fdpid, tfd)id\" au\u00eb nnb toieberpo\u00eft \u00aeie\u00ea attdp tu\u00e4^renb ber gludpt \u00a9eine Raprung befielt pauptf\u00e4d)Iidp ait\u00a7 $erb; teeren, al\u00ea |)eufdpreden, K\u00e4fern, \u00a9dfmctterlingen nnb bergleicpen; bodl; \u00f6erfdpui\u00e4pt er attdp Heine \u00a9ibcd)feit, \u00a9drangen, \u00a3aufenbf\u00fc\u00a7e n. f. tu. nidpt. jpobgfott fagt, baff er bie\u00a9\u00e4ntereien oerfdpiebener ^fangen genie\u00dfe nnb ber jpauptfadpe nad) S\u00dfftangenfreffer fei; Serben hingegen pebt au\u00eabr\u00fcdlidp peroor, baf btefe Angabe feiner eigenen \u00a9rfaprung ioiberfpredje, obioopl er nidpt in Rbrebe ftetlt, ba\u00a3 ber Sogei guioeilen einzelne $tto\u00eapen nnb Sl\u00fctpen gu ftdp nimmt.\n2)a\u00ea SMIbpret be\u00ea ^lorifin ioirb podj gefep\u00e4pt nnb gilt in Snbiett \u00fbl\u00ea eine<\u00a7 ber fdpmadpafteften, ioe\u00efdpe\u00ea ba\u00ea Sanb bietet S)emgem\u00e4\u00a7 toirb ber SSogel audp allerorten eifrig Oerfolgt. Sei peifem S\u00dfetter reitet man auf (Siefanten gu feiner S^\u00f6b pittau\u00eb. Sn gr\u00f6\u00dferer RngapI ioirb er gelegentlich ber S\u00fcgerjagbett erlegt, hier nnb ba auch mit fpilfe ber abgeridhteten \u00a9belfalfen gebaut. ,\nipinftdjt\u00efidp be\u00ea Ramen\u00e9 \u201e$Iorifin\" ift man nicht im deinen. Sevbon meint, baf? ba\u00a7 SBort eine Serfi\u00fcmmeluttg eines? ber kanten fei, mit toelcpen mau in \u00a9uropa ben Sioergtrappen begeidjnet.\nS)eu Srappc-n pflegt man eine Heine Sogelfamilie angureipen, bereu \u00a9lieber ftdp in \u00a9eftalt nnb Seben\u00eaioeife Oou ben meiften \u00fcbrigen \u00a9telgo\u00f6geln toefentlid) uitterfdpeiben unb geioiff erma\u00dfen al\u00a7 ein \u00a9rgeugttif io\u00fcftenpafter \u00a9egenb angefepett toerbeit tonnen. 3)ie Renno\u00f6gel, ioie man fte genannt pat (Tachydromi), geigen in iprem Saue noep eine erjuptlicpe Sepnlidpfeit mit ben trappen, inte befonbere mit einigen tleineren SIrten biefer Familie, \u00a9ie ftnb fddanfe, poepbeinige, gro\u00a7; nnb fpipfl\u00fcgelige, Hirgfcpto\u00e4ngige S\u00f6gel, mit mittellangem nnb giemlicp fdptradpem \u00a9dpnabel oott etioa Kopfl\u00e4nge, toelcper meift ein ioenig getr\u00fcmmt unb an ber 2BurgeIp\u00e4lfte mit toeidjer Skdp\u00eapaut \u00fcber= fleibet, an ber \u00a9pipenp\u00e4lfte aber pornig ift unb ftd) tief fpattet; ba\u00ea Sein fenngeidpnet ftdp burd) feine Oerp\u00e4ltitifm\u00e4fige ip\u00f6pe unb \u00a9dp\u00efantpcit, ber \u00c7ufi burd) feine brei turgen, faft gang getrennten 3epeit, toeldfe fleine gierlid;e Graden tragen. SDas> \u00a9efteber ift giemlidp reiep unb im gangen aud) nbereinftimmeub gef\u00e4rbt, je nad) bent \u00a9efdpledpte faum, je nad) bem RIter erfidptlicp oerfepieben, ein ntepr ober ioeniger r\u00f4tplicpe\u00ea Sfabed oben \u00a9anbgelb feine oorperrfdpettbe F\u00e4rbung. ~\nVtnterfudpung be\u00ea inneren Saue\u00ea einer Rrt pat geleprt, baf bie Renno\u00f6gel, toenigften\u00ea ioa\u00ea ba\u00ea ^nodpenger\u00fcft anlangt, fid) als? Sertoanbte ber Regenpfeifer au\u00eatoeifen. \u201eSntftbein, @etenttnod)en, ba\u00ea \u00a9lieberger\u00fcft, and) ioopl Seden unb \u00a9dj\u00e4bel\", fagt Ripfdp, \u201eoerpalten ftd) im gangen pier toie bei ben lepteren. S)ie l\u00e4itglidpen, abgefd)Ioffenen \u00a9ruben, tocldpe bei ben Regenpfeifern unb attbern oben auf bem \u00a9tirnbeine gur Rufnapme ber Rafenbriifen oorpanben ftnb, feplen and) pier nidpt, obloopl fte bebeutenb tleiner ftnb.\" lieber bie S\u00dfekptpeile ftnb mir feine Rngaben befaunt.\n\u00aeie toenigen Renno\u00f6gel, toelcpe man bi$ jept fenuen gelernt pat, gep\u00f6ren Rfrifa unb \u00a9\u00fcbaftett an ; benn bie \u00e4\u00df\u00fcfte ift ipre Heimat, \u00a9ine Rot, ioelcpe man ber Familie gug\u00e4plen ntufj, p\u00e4lt ftdp gtoar audp am S\u00f6affer auf, jebodj faft nur auf b\u00fcrren, fanbigen \u00a9teilen, fie fommt toopl bt\u00e9 gum Ranbe be\u00ea SBaffer\u00ea peran, matet aber nidpt in baffetbe pinein, fte bilbet baburdp eine gro\u00a7e SIu\u00eanapme unter ben \u00fcbrigen, toelcpe gerabe bie b\u00fcrrften unb frud)tbarften \u00a9teilen ber \u00a9in\u00f6be gu iprem Rufent; patte ftdp erlo\u00e4plen unb loenn fte bie 3B\u00fcfte Oerlaffett, fidp p\u00f4dppten\u00ea bi\u00ea in bie \u00a9teppe Oerirren, \u00a9ine ungeto\u00f6pnlidje \u00dfierlicpfeit unb \u00a9ilfertigfeit ber Seloegung geiepnet bie Renno\u00f6gel au\u00ea. \u00a9ie tragen iprett Rainen mit ootlem Red)te; benn fie \u00fcbertreffen im Saufen getoifc febe\u00ea anbere \u00efpier. SBid man fie mit \u00a9\u00e4ugetpieren oergleicpert,* fo fann man fte bie \u00a9pringnt\u00e4ufe unter ben S\u00f6geln nennen : an bereu Setoegung erinnert bie iprige. Sber aud) ber glug ift Oorgtiglicp, burdp Rit\u00eabaner unb Seicptigfeit nid)t ntinber au\u00eagegeidpnet, al\u00ea burdp Sepenbigfeit unb \u00a9eloanbtpeit. \u00a9ine pope \u00a9n\u00fcoidluttg ber geiftigen f^\u00e4pigfeiten gept mit ben leiblichen Scgabungett \u00a7anb in $attb : ioer bie","page":571},{"file":"p0572.txt","language":"de","ocr_de":"572\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9telzb\u00f6gcl. RemtO\u00f6qel.\nReunb\u00f6gel l\u00e4ngere .Seit beobachtet, tarnt \u00fcber bie \u00a9dp\u00e4rfe ihrer \u00a9intte unb \u00fcber bie Rugbilbung ipreg Berfianbeg nicht im Stoeife\u00ef fein.\n\u00c4erbtpiere fdjeinen augfcplie\u00dflicp bie Nahrung ber Remt\u00f6\u00f6gel zu bitbeit nnb flehte \u00a9\u00e4utereien nur zuf\u00e4llig mit aufgenommen 31t toerben. SRatt fielet fte eiligen Saufs, abfaploeife bapinreunett, urpl\u00f6plicp einen Rugenblid anhatten, \u00a9ttoag torn 33obeu aufnehmen unb ihren B\u00dfeg mit berfelbett \u00a9ilfertigfeit toieber fortfepen. 3>tt bem DRagen ber \u00a9et\u00f6bteteu ftnbet man $erbtpierrefte, namentlich bie Oerfcpiebener \u00ae\u00e4fer nnb feinegtoegg immer fo toeitig alg einige Raturforfcper angenommen haben; matt begreift aber faunt, toie eg ben SS\u00f6getn m\u00f6glich toirb, auf fo armem \u00a9ebietc bie ihnen n\u00f6tige Nahrung gufammenjulefen.\nReit Rugnapme ber Brutzeit leben bie Rennbcgel in fleinen \u00a9efellfcpaften, nicht fetten auch bereinigt mit folgen V\u00f6geln, ioelcpe eine \u00e4hnliche Scbengtoeife f\u00fchren toie fte. 3utn RB\u00fcftem l\u00e4ufer gefeilt fiep bie ihm ohnehin p\u00f6dpft \u00e4hnliche R\u00df\u00fcfienl\u00e4uferlercpe, ^utn $rof obilto\u00e4cpter irgenb einer ber baffelbe \u00a9ebiet mit ihm theilenben Regenpfeifer. Unter jenen fcheint aber eine engere Berbinbung ftattjufinben, alg unter biefen, tote teuere \u00fcberhaupt mehr f\u00fcr ftch leben alg jene. Ob alle Rrten \u00a9tanbo\u00f6gel ftnb ober nicht, mag einfttoeilen noch als fraglich hiugeftellt toerben. \u00a9inige Rrten ftreichen toaprfdpeinlicp nur oon einem \u00a9ebiete in bag anbere; ihre Betoegunggf\u00e4pigfeit ift aber fo gro\u00df, ba\u00df fte gelegentlich biefer OrtgOer\u00e4nberungen toeite \u00a9treden burchtoanbern unb fo auch in \u00a9egenben erflehten, toelcpe bon ihrer eigentlichen feint\u00e2t punberte bon Rteilen entfernt ftnb.\n\u00a9in Remtoogel, ber B\u00df\u00fcftenl\u00e4ufer ober BS\u00fcftenrennOogel (Cursorius isabellinus), hat f\u00f9p beutfepeg B\u00fcrgerrecht erworben, toeil er bon feiner ^eimat aug gar nicht feiten \u00a9uropa unb ebenfo auch gutoeilen unfer Baterlanb befucpt. \u00a9d^lanfer Seib mit gro\u00dfen kl\u00fcgeln, itt benen bie Ztoeite \u00a9dptoinge bie l\u00e4ngfte, oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig turner, breit abgerunbeter, aug gto\u00f6lf big oierzepn Gebern befiepenber \u00a9dptoanz, ziemlich tanger, merflicp gebogener \u00a9dpnabel unb fepr pope, fcplanfe S\u00e4ufe unb breijepige $\u00fc\u00dfe, fotoie enblid; ein toeidpeg, fanfteg, biepteg, ber ^auptfad;e nach fanb; farbige!\u00bb \u00a9efieber bilben bie Rcerfmale ber \u00a9ippe, toelcpe er ber tritt, \u00a9eine F\u00e4rbung l\u00e4\u00dft ftcp mit toenigen B\u00f6orten geben. Oag ^leingefieber ift ifabeltfarben, auf ber Oberfeite r\u00f6tplicper, auf ber Unterfeite gilblidper, ber ^intertopf blaugrau, burdp einen meinen unb einen fdjtoarzen, am R\u00fcge beginnettben, nach hinten laufenben \u00a9treifeu bon ber \u00fcbrigen F\u00e4rbung abgegrenzt unb in einen am Raden ftepenben, breiedigen Rieden \u00fcbergepenb ; bie .fpanbfdptoingen ftnb braunfepioarz, au ber \u00a9pipe licptgelbr\u00f6thlicp gefantet, bie Rrmfcptoingen bunfel ifabeltfarben, bor ber meinen \u00a9pipe mit einem fdjtoargen Rieden gezeichnet, auf ber Smtenfapne mattfeptoarz, bie \u00a9teuerfebern r\u00f6tpticp ifabell mit Rugnapme ber beiben SRittelfebern, bor ber meinen \u00a9pipe fdpioarz in bie Onere geb\u00e4nbert. Oal\" R\u00fcge ift braun, ber \u00a9cpnabel fcpio\u00e4rzlicp, ber $u\u00df ftropgetb. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 8V\u00bb big 9, bie Breite 19, bie gittigl\u00e4nge 6, bie \u00a9cptoanzl\u00e4nge 2V2 Bolt. Rt\u00e4nndpen unb SBeibcpen unterfdjeiben ftdp faum burdp bie \u00a9r\u00f6\u00dfe, bie jungen burd; ein peltereg unb buntler gef\u00efedteg unb getoedteg \u00a9efieber, gelbe \u00a9pipenr\u00e4nber att ben \u00a9dptoungfebern erfter Orbnung unb ein toei\u00dflidpeg, auf ben \u00a9eiten mit toenigen fdpto\u00e4rzlicpen Gebern eingefa\u00dfte\u00bb querlaufenbeg Radettbatib.\nRorbafrifa, 00m rotpen Rteere an big zu ben fanarifepen Unfein, ift bag Batertanb beg R\u00dfiiften; l\u00e4uferg, bie eigentliche \u00e4\u00f6\u00fcfie fein Rufentpalt. Rubere B\u00df\u00fcftentpiere io\u00e4plett fiep biejenigen \u00a9teilen ipreg \u00a9ebieteg, in benen bie Rrmutp beffelben toenigfteng einigerma\u00dfen gemilbert erfdpeittt, ber SS\u00fcftenl\u00e4ufer beoorzugt biejenigen \u00a9treden, bereu O\u00fcrre unb Oebe ung unpeimlicp b\u00fcnfett toid. Rderbhtgg pabe idp ipn zutoeilen audp ba gefunben, too toenigfteng noep ein b\u00fcrftiger ^ftanzentoucpg bemerfbar toirb; in ber Regel jebod) fap id; ipn immer ba, too \u00a9teilt unb \u00a9anb zur alleinigen $errfcpaft gekommen ftnb unb faum f\u00fcr ein \u00a9rag, gefeptoeige benn f\u00fcr p\u00f6pere, begeprlicpere","page":572},{"file":"p0573.txt","language":"de","ocr_de":"SB\u00fbflen\u00efaitfer.\n57B\nfangen Naprung Dorpanben ift. 9Nan fann ntd^t fagett, ba\u00df et in ben Don mtr Bereiften S\u00e4ubern h\u00e4ufig Oorfommt; benn man ftnbet ipn nur pier nnb ba unb feineSmegS regelm\u00e4\u00dfig. 3m Norb; mefteit 3Xfrifa\u00a7 unb ittSbefonbere auf ben fanariftpen 3ttfeln er gaplreidper aufgutreten : auf ber Oflp\u00e4lfte ber ^genannten Eil\u00e4nber foil er, laut So He, eine gem\u00f6pnlicpe Erfcpeinung fein unb auf gemiffen \u00a9teilen mit \u00a9icperpeit angetroffen merben. SieblingSaufentpaltSbl\u00e4be oon ipm ftnb fteinigte gleichen, namentlich foldpe, mit bereu F\u00e4rbung bie fehteB \u00a9efteberS \u00fcBereinftimmt; t)oc^ Begegnet man ihm audp auf ben toilben, fcpmargen Saoafir\u00f6men jener ^ttfel. Xriftram meint, ba\u00df er maprfdpeinltdp allj\u00e4hrlich auS ber n\u00f6rblichen \u00a9apara megmanbere; idj B\u00cfaube aber auS meinen Erfahrungen folgern 31t b\u00fcrfen, ba\u00df au eine eigentliche S\u00dfanberung Bei ihm nicht gebaut merben barf. ^Dagegen unterliegt es feinem gmeifel, Ba\u00df er nach ber Srutgeit umperfireidpt nnb Bei biefer \u00a9elegenpeit \u00a3>ertlidpf eiten Befugt, Inelche er fonft nicht Bemopnt. \u00a90 traf ich im S\u00dfinter beS 3apveS 1850 einen auS mtitbefienS f\u00fcnfzehn \u00a9t\u00fccfen Beftehenben $Iug oon ihm in ber N\u00e4pe oon NIeranbrien, unb gloat auf bem \u00a3r\u00fctnnterfelbe ber alten \u00a9tabt felBft an, fah aber fp\u00e4ter niemals mieber einen einzigen auf ber gleichen Oertlidpfeit, fo oft unb forgfam icp biefelBe auch aBfuchte. Sor ber ^\u00dfaarungSgeit ftnb mapi\u20182 fdpeinlicp bie St\u00e4mtdpen nod) mehr gum Umperftreidpen geneigt, unb biefer S\u00dfanberluft banfen mir bie 3rrlinge, melcpe man in Europa Beobachtet hat. \u00aeeu \u00a9\u00fcben unferS ErbtpeilS Befugt ber 2\u00df\u00fcftenl\u00e4ufer felBftoerft\u00e4nblich \u00f6fter als unfer Saterlanb. \u00a90 foil er g. S. in ber $\u00dfrooence gar nicht fo feiten oorfommen, unb eBenfo mirb er mohl audp \u00a9panien allj\u00e4hrlich Befudpen, menngleid) hier\u00fcber (teuere Nachrichten noch nid)t Befannt m\u00fcrben. Nach Often hi\u00ab oerirrt er ftch feltener; bod) miffen mir burch Ehrenberg, ba\u00df er im gl\u00fcdlidpen NraBien gu ben bort peintifdjen S\u00f6geln geg\u00e4rt merben mu\u00df unb eBenfo burdp Oriftram, ba\u00df er im Spale BeS Sorban erlegt m\u00fcrbe. SDeutfdplanB hat er mieberholt Befugt, guerft im NooemBer BeS 3apreS 1807 baS 2)armft\u00e4btifdpe, fp\u00e4ter, laut Srudp, mieberholt gemiffe \u00a9teilen am Oberrpein, ba, mo ber \u00fctriebfanb in gr\u00f6\u00dferer NuSbepnung fid) ftnbet, unb enblich in neuerer \u00dfeit audp SNedlenBurg. SHeoiel S\u00df\u00fcftenl\u00e4ufer unS fonft noch Sefttdp aBgeftattet haben, ohne ba\u00df fte Bemerft m\u00fcrben, l\u00e4\u00dft ftch ^idpt Beftimmen.\nSont Februar Bis gegen ben 3uli hin trifft man ben SB\u00fcfteul\u00e4ufer paarmeife an. Skr gemopnt ift, eine Dertlidpfeit forgf\u00e4ltig abgufuchen, mu\u00df ihn trop feines S$\u00fcftenfleibeS, melcpeS in ber Sobenf\u00e4rbuttg gleichfam aufgeht, Balb mahrnehmen; benn er hat in feiner Erfcpeinung unb in feinem Skfen etmaS fo Suff\u00e4HigeS, ba\u00df man ihn nicht \u00fcberfeinen fann. 9Nit BeifpielloS fcpnellem Saufe rennt baS H\u00e4rchen fd)u\u00dfmeife \u00fcber ben Soben bahin, jebeS \u00a9lieb beffelben in einer Entfernung Oon etma funfgehtt \u00a9dpritten oon ben anbern, feiten n\u00e4her, feiten entfernter, \u00a9olange ber Sogei l\u00e4uft, fiept man nur ben K\u00f6rper, nicht bie Seine; benn biefe oerfepminben Bei ber fd)netfen SkdpfelBemegung Oo\u00dcft\u00e4nbig bem Auge. ES fielet alfo auS, als menu ein fu\u00dflofer S\u00f6gel oon einer unerfl\u00e4rlidjen \u00c6raft \u00fcber ben Sobett bahingetrieben m\u00fcrbe. Uvpl\u00f6^lich enbet bie Seioegung; ber S\u00e4ufer fiept ftitl, ftepert, nimmt auch \u00fcJOpl ein \u00dferbtpier auf, unb pl\u00f6plidp flie\u00dft er Oon neuem mcitcr. \u00a3)a, mo er noch leine Nadp; ftellungen erfupr, l\u00e4\u00dft er ben SeoBadjter giemlid) nape an ftep peranlommcn; immer aber mei\u00df er einen gemiffen, f\u00fcr baS \u00a9dprotgemepr gem\u00f6pnlidp gu gro\u00dfen ABftanb eingupalten, unb fo fann man ipm ftunbenlang folgen, opne ba\u00df er fiep gum Auffliegen entfcplie\u00dft. SDiefe parmlofe \u00a9cplaupeit pat ipm auf ben Eanaren ben Namen \u201e\u00aeinbert\u00e4ufd)er\" oerfepafft, \u00bbeil unerfahrene Knaben gumeilen mopl glauben m\u00f6gen, ipn, meldper Oon feiner ftlugbegabuug leinen \u00a9ebraudp gu maepen fdpeint, mit ben Jp\u00e4nben greifen gu l\u00f6nnen, aber gu iprer S\u00e4ufcputtg erfaprett m\u00fcffen, ba\u00df feine Oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig furgen S\u00e4ufe ipn eBenfo fcpnell f\u00f6rbern, mie bie l\u00e4ngeren SNenfdpenbeine ben Knaben. Aber ber SB\u00fcftenl\u00e4ufer ift feineSmegS BloS auf feine $ti\u00dfe angemiefett, fonbern auep ein gang oortrefflidper Flieger, obfepon man feinen $lug nidpt fo oorg\u00fcglicp nennen fann, mie feinen munberbar fcpnellen Sauf. Erf\u00e4prt ber Sogei, ba\u00df er eS mit einem gef\u00e4prlicpen \u00a9egner gu tpun pat, fo erpebt er ftep mit leicptem, an ben unferS \u00c6iebipeS erinnernben, aber entfepieben fcpneHeren $luge, eilt in giemlicper \u00a3>\u00f6pe \u00fcber ben Soben meg, miegt ftdp bann \u201eeine g\u00e4tlang anmutpig mit auSgebreitetem Mittige *\u00fcber ber \u00a9teile, melcpe er ftdp gum Nieberfepen erm\u00e4plt\" unb fept pier nun baS alte \u00a9piel oon neuem fort.","page":573},{"file":"p0574.txt","language":"de","ocr_de":"574\nOie S\u00e4ufer. \u00a9telgOogel. S\u00dfcnnoogel.\n\u00a9eine Vorftd)t ii>trb fepr halb rege; l\u00e4ngere Verfolgung madpt ipn au\u00dferorbentlidp fdpeu. \u201eOen S\u00e4ger\", fagt Volle, \u201eflie\u00dft er augenblidlidp, foBalb berfelbe ftd) ipm gerabemeg! n\u00e4pern mitf. 9Jtan muf\u00ea tpn erft Oon ferne, bann immer enger unb enger nmlreifen unb fdp einbar gar nidpt auf ipn achten, bann ift man feiner \u00a9adpe gientlicp ftdper. Oodp geh\u00f6rt feiner ungemein fdpneden Veioeguttgen P&lber immerhin nodp eine nidpt unbebeutenbe @efd)idlidpfett bagu, ipn im Saufen gu erlegen.\" Verittne l\u00e4jjt er unter allen Umft\u00e4nben n\u00e4per peranlomnten all $ufjg\u00e4ttger; e! ift aber fepr fd)mierig bom $ferbe perab einen mirlfanteu \u00a9dpu\u00a3 auf ipn abgugeben. Oer bereite erm\u00e4hnte Vrappe, meldper ftdb bei Slleranbrien aufpielt, tourbe burdp unfere fortgefepten ^adpftedungen gulept fo fcpeu, 'bafj mir un! meber gu $u\u00a7e, nodp gu \u00a9fei fdpufjgeredpt ntepr n\u00e4hern lonnten unb gen\u00f6tigt toaren, un! hinter \u00a9leinen ober in \u00a9ruben 31t oerbergen, unb bie V\u00f6gel treiben gu laffen. Sebenfall! gept au! allen Veobacptungen gur \u00a9en\u00fcge peroor, baf? audp bie aperen g\u00e4pigfeiten bel 2B\u00fcfteul\u00e4ufer! mopl ent= toidelt ftnb.\n\u00a9ine \u00a9timnte'pabe idp, fooiel icp midp erinnere, niemal! Oon benjenigen S\u00e4ufern, meldpe id) beobadptete, oernommen; idp finbe aud) in mir gug\u00e4nglidpen V\u00dferlett leine Angaben pier\u00fcber.\n\u00a9einen Sftftylafe to\u00e4plt ber VB\u00f6ftenl\u00e4ufer auf b\u00fcrren, mit furent \u00a9rafe fp\u00e4rlidp beioadpfenen \u00a9benen, audp mopl auf fteinigten gl\u00e4dpen. Oa! \u00ef\u00ef\u00eeeft felbfi ift eine einfadpe Vertiefung, Oa! \u00a9elege entp\u00e4lt brei bi! oier \u00a9ier. Oiefe paben, laut V\u00e4beler, bie@r\u00f6jge ber \u201e#opltaubeneier\", aber bie b\u00fcrge gebrungene \u00a9eftalt ber Vradpfdpmalbeneier, ftnb b\u00fcrg, bauepig, am bideu \u00a9nbe fepr ftumpf, gegen bie \u00a9pifce pin oerfdpm\u00e4dptigt gugerunbet, b\u00fcmtfdpalig, mattgl\u00e4ngenb unb edpt fanbfarbig, ba bie \u00a9runbf\u00e4rbung ein bleicpe! Oder? ober \u00a9anbgelb ift, unb bie geidjnung au! afdp; unb br\u00e4unlid)= grauen $l\u00e4dpenftricpen unb Tripeln beftept, ioetdpe ftdp \u00fcber bie Oberfl\u00e4dpe oertpeilen unb nur um bie SDlitte bel \u00a9iel gu einem etma! beutlidper peroortretenben \u00a9iirtet gufamntenbr\u00e4ngen. Sut \u00fcbrigen mangelt uni \u00fcber ba! Vrutgefdp\u00e4ft nod) aulf\u00fcprlidpe \u00aemtbe; mir toiffen alfo audp nidpt, ob ber SB\u00fcfbenl\u00e4ufer nur ein ober gtoei im 3fapre br\u00fctet. Oie tteinen gl\u00fcge, melcpc man im ^erbfte finbet, beftepen maprfdpeinltdp au! bem \u00a9tternpaare unb feinen \u00aeinbern, unter Umft\u00e4nben audp au! mepreren Familien. 3m \u00a9p\u00e4tperbfte aber tragen fdpon alle \u00a9lieber eine! berartigen Ver= banbe! ba! aulgef\u00e4rbte \u00c4teib, unb barau! gept alfo peroor, bafj ba! ^ugenbbleib fepr rafd) abgelegt unb ber SB\u00fcftenl\u00e4ufer fdpon im gmeiten ^r\u00fcplinge feine! Sebenl fortpflangunglf\u00e4pig toirb.\nSluf beu \u00a9anaren f\u00e4ngt man ben Vogel, taut Volle, auf eine fepr einfadpe SBeife. \u201edftan fletlt eine grofje tiefe \u00a9dp\u00fcffel ober fonft ein Vpongefdpirr auf, toie man e! in \u00dcftorbbeutfdplanb mit ben \u00a9ieben gu tpun pflegt. 2lt! Sodfpeife bient eine toeitpiu leudptenbe gelbe Vtaillolbe, an toeldpe mitunter nodp ein V3urm gefpieft mirb. Oie V\u00df\u00fcftenl\u00e4ufer freffen nun gtoar p\u00f6cpfi feiten K\u00f6rner, gepen aber bem Sftai! itadp, .um Saroen baraul^perOorgugiepem \u00a9obalb fte au ber \u00aeolbe piden, f\u00e4llt ipnen bie Pfanne \u00fcber ben \u00aeopf unb fie ftub gefangen.\" Ob man fte aber im \u00ae\u00e4ftg audp erpatten bann, bar\u00fcber fagt Volle \u00fcftidptl.\n,,Vknnba!\u00aerobobilmtt g\u00e4pnenbent D\u00eeacpen auf bem Sanbe liegt\", erg\u00e4plt $\u00dfltntul, ^crobot1! fr\u00fcpere Eingaben benupenb, \u201efliegt ber Vogel Orodpilu! perbei, fdpl\u00fcpft ipm in! \u00e4ftaul unb reinigt baffelbe. Oa! tput bem ^rolobite mopl unb e! fdjont baper ben Vogel; ja, e! \u00f6ffnet ben Vadjen meiter, bamit er ftdp nidpt br\u00fcdt, menu er perau! mill. Oiefer Vogel ift Hein, nidpt gr\u00f6\u00dfer all eine Oroffel, p\u00e4tt ftdp in ber \u00fcR\u00e4pe be! SBafferl auf unb marnt ba! ^rolobit oor bem Sdpneumott, inbem er perbeiftiegt unb e! tpeit! burdp feine \u00a9timme, tpeit! burep Viden au ber \u00a9dpnattge aufmedt.\"\nOiefe Eingabe, meld)e man am liebften in! \u00a9ebiet ber ^abet Oermetfen nt\u00f6dpte, ift tpatf\u00e4dptidp begr\u00fcnbet; bettn ber greunbfdpaftlbunb gmifdpen bem ^rolobile unb feinem S&\u00e4dpfer, mie bie Straber ben Vogel nennen, beftept petite nod). Unfere beutfepen 9taturforfd)er paben ben festeren aud) fdpon lauge gelaunt, oon feiner Oienfileiftung aber Sftidpt! gemu\u00dft, ober fte f\u00fcr eine \u00a9rbidptung gepalten","page":574},{"file":"p0575.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c6rof obitto\u00e4djtcr.\n575\nunb ipn be\u00eapa\u00efb Regenboge\u00ef genannt. 3<p gte^e e! bor, ipn unter feinem arabifepen teamen aufguf\u00fcpren.\nS)er \u00c6robobilto\u00e2epter (Hyas aegyptiacus) ntuft jebenfad! berfe\u00efben ^amiti\u00e9 tote ber S\u00df\u00fcftenrennbogel gugeg\u00e4plt toerben, cbgleicp er fid) niept untoefentlicp non ipm unterfepeibet. \u00a9r bitbet n\u00e4mliep anfepeinenb ein Uebergang!gtieb non jenen gu ben Regenpfeifern, fiept aber ben eigene lichen S\u00e4ufern ungtoeife\u00efpaft biet n\u00e4per. \u00a9eine \u00a9eftalt ift gebrungen, ber $at\u00a7 furg, ber \u00aeopf mittels groft, berp\u00e4ltniftm\u00e4ftig Heiner al! bei ben Regenpfeifern, ber \u00a9dptabel non tnepr al! palber \u00aeopfs \u00ef\u00e2nge nnb giemlidp \u00efraftig, feitlid) gufammengebriidt unb au ben \u00a9<pn eiben cingegogen, an ber SBurgel niebrig, nor ipr unb ebenfo nom \u00c6inntoin\u00efe\u00ef an erp\u00f6pt, auf ber Oberfeite fanft gegen bie\n\u00a3>et Sro\u00eeobt\u00ef toaster (Hyas aegyptiacus).\n\u00a9pipe gebogen, am Uuter\u00eftefer gerabe, ba! Sein bebeutenb niebrtger al! bei ben \u00fcbrigen Rennb\u00f6geln, aber bod) nod) immer giemlidp podp, bi! toeit \u00fcber bie $erfe nadt, ber \u00c7uft breigepig, ber Fl\u00fcgel fo tang, baft er ba! \u00a9nbe be! \u00a9dptoange! erreicht, in ipm bie erfte \u00a9dptoinge bie t\u00e4ngfte, ber \u00a9cptoaug mittels lang, fanft abgerunbet; bie $ebern be! $inter\u00efopfe! nerl\u00e4ngern fiep ettoa! \u00fcber bie \u00fcbrigen, fobaft fte eine \u00efurge ^ode bi\u00efben, bie be! SRittelr\u00fcden! aber fo toeit, baft fie bi! gum elften ^Drittel be! \u00a9d)toange! perabreidpen, unb ebenfo finb bie Oberarmfd)toingen fo enttoidelt,' baft fie bei gufamnteu; gelegten kl\u00fcgeln bie \u00a3>\u00e4nbe faft ober gang bebed'en.\n\u00a9benfo angiepenb toie bie \u00a9eftalt, ift bie F\u00e4rbung be! \u00aero\u00efobiltoadpter!. SDer Oberfopf, ein breiter \u00df\u00fcgelftreifen, toelcper fiep im \u00a9enid nereinigt, ber Raden, ein breite! Sruftbanb unb bie ber= I\u00e4ngerten fdpmalen R\u00fcdenfebern finb feptoarg, ein Rugenbrauenftreifen, toelper \u00fcber ben Rafens l\u00f6d)eru beginnt unb ftd) am ^interfopfe bereinigt, \u00aeeple unb \u00a9urge!, fotoie bie gange \u00fcbrige Unterfeite","page":575},{"file":"p0576.txt","language":"de","ocr_de":"576\n\u00aeie S\u00e4ufer \u00a9telgo\u00f6gel. 9\u00eeertra>\u00ee5c;e\u00ef.\naber toei\u00df, feitlicp unb an ber 33ruft bla\u00dfrotpbraun, toeldpe F\u00e4rbung ttt ber \u00a9tei\u00dfgegenb inl SBr\u00e4ttn; \u00dcdp^Sfabe\u00dcfarbene \u00fcbergebt, bie Dberfl\u00fc gelbe cf; unb bie \u00a9dpulterfebern \u00eftd^tfd^teferblau ober afcp; grau, bte \u00a9dptoingen, mit Slulnapme ber erften, freiere nur au ber S\u00dfurgel ber Slu\u00dfenfapne eilten timten \u00a9autn geigt, in iprer URitte unb au ber \u00a9pi^e fdptoarg, au ber Gurgel unb oor ber \u00a9pipe aber toei\u00df, foba\u00df gioei breite 33\u00e4nber entfielen, toeldpe beit ge\u00f6ffneten kl\u00fcgeln gum gr\u00f6\u00dften \u00a9dptnuefe ioerben, bie \u00a9teuerfebern btaugrau, au ber \u00a9pipe toei\u00df, oor ipr burdp ein fdptoargel 33anb gegeidpnet. \u00a3)al Sluge ift lidptbraun, ber \u00a9dpnabel fdptoarg, ber $u\u00df pell unb lebhaft bleigrau. S)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 8V2 Boll, bie $\u00e4ttigl\u00e4nge 5, bie \u00a9dptoangl\u00e4itge 2% BobL \u00aeal \u00e4\u00f6eibdpen ift faum fleiner all bal SR\u00e4undpen.\nSSott \u00aeairo an ftromaufio\u00e4rtl Oermi\u00dft man ben $rofobilio\u00e4cpter an feiner geeigneten \u00a9telle bei Riluferl; er mu\u00df fiep in Unteregpfrien fogar mit ungeeigneten begn\u00fcgen, \u00a9ein 33erbreitunglfreil reicht fotoeit nacp \u00a9\u00fcben, all idp felbft gefontmen bin; icp pabe ipn aber immer nur am Rile felbft gefe^en, unb barf alfo biefen \u00a9trom f\u00fcr ben Rorboften Slfrifal all feine eigentliche Heimat begeidpnen. Sin ben \u00a9tr\u00e4nten SBeftafrifal pat ntan ipn ebenfalll beobachtet; ob er aber toirflidp fdpon auf euro; p\u00e4ifdpem S3oben angetroffen tourbe, tote man behauptet hat, bleibt einfttoeilen noch fraglich. Gebern fa\u00fcl b\u00fcrfte fooiel fefiftehen, ba\u00df er toeber gu ben 3U9; ooep gu ben \u00a9tricho\u00f6geln geh\u00f6rt. SSefin er el irgenb haben fann, to\u00e4hlt er fiep eine gr\u00f6\u00dfere \u00a9anbbanf gu feinem \u00a9tanborte unb p\u00e4lt (ttt biefem feft, fall! ihn ber jpodpftanb bei S\u00dfafferl nicht bagu gtoingt, ftdh e^nen emberen Aufenthaltsort gu fudhen.\n\u00a9cpioerlicp b\u00fcrfte el einen Rilreifenben geben, bem ber fchmudfe, lebenbige, getoanbte unb fdprei; luftige 33ogel nicht aufgefallen to\u00e4re. \u00a9r macht ftdh bemerflidp, toenn er mit ber feiner Familie eigenen \u00a9ilfertigfeit bahinrennt, unb noch benterflidher, toenn er \u00fcber bem SBaffer ioegfliegt unb babei feine OoIIe \u00a9dh\u00f6nheit, bie toei\u00df unb fdhtoarg geb\u00e4nberten \u00a9dhtoingen, entfaltet, \u00a9ein Sauf ift fepr geioanbt, gedieht aber nicht fo rudftoeife, toie bei bem SB\u00fcftenl\u00e4ufer, fonbern eher nach bei \u00a3)apinrennenl ber Regenpfeifer; ber $lug f\u00f6rbert, ben fpipen \u00a9gingen entfprecpenb, fehr rafdh, fepeint auch burdp; aul nicht gu erm\u00fcben, toirb aber feiten toeit aulgebehnt. SDer \u00aerofobilto\u00e4cpter fliegt h\u00f6dhftenl oott einer \u00a9anbbanf gur anberen unb babei ftetl fehr niebrig \u00fcber bem SBaffer bapin, niemals nadh Art uttferer Regenpfeifer ober \u00a9tranbl\u00e4ufer, toeldhe fobalb all m\u00f6glich eine getoiffe, ihnen ficher b\u00fcnfenbe \u00a3\u00f6pe gu erreichen fudhen. SB\u00e4prenb bei $lugel oernimmt man regelm\u00e4\u00dfig feine laute, pfeifenbe \u00a9timrne, toeldhe aul einer Reipe Oon \u00a3\u00f6nen befiehl unb ungef\u00e4hr toie \u201e3:fchip=tfcpip ^h0^^ flingt. Aber audp im \u00a9ipen ober Umperlaufen l\u00e4\u00dft ftep ber SSogel fepr oft oernepmen; benn er ift ebenfo rebfelig, toie fein oorper befdpriebener SSertoanbter fdptoeigfam.\n\u00a9einen Ramen tr\u00e4gt er mit oollftem Recpt, leiftet jebodp niept blol bem ^rofobil, fonbern allen \u00fcbrigen \u00a9efep\u00f6pfen, toeldpe attf ipn adpten ioollen, SB\u00e4dpterbienfte. \u00a9ein reger \u00a9eifi fepeint ftep mit Slllem, toal um ipn per oorgepen mag, gu befep\u00e4ftigen. ^sebel \u00a9epiff, jeber ftep napenbe SRenfdp, febel \u00a9\u00e4ugetpier, jeb\u00e7r gr\u00f6\u00dfere Siegel erregt feine Slufme.rffamfeit, unb er beeilt fiep burep lebpaftel \u00a9efdprei SD.iel m\u00e4nniglicp funbgugeben. \u00a9ine anerfennenltoertpe Sift, fdparf beurtpeilenber SSerftanb unb betounberunglto\u00fcrbigel \u00a9eb\u00e4cptni\u00df ftnb ipm au\u00dferbent eigen: el fepeint, all f\u00fcrdpte er feine \u00a9efapr, aul bem einfaepen \u00a9runbe, toeil er fte femtt unb gu io\u00fcrbigett toei\u00df. SRit bem \u00aerofobil lebt er toirflidp in $reunbfcpaft, aber niept ettoa, toeil ber gefr\u00e4\u00dfige Surcp toopltooKenbe \u00a9ef\u00fcple gegen ipn pegt, fonbern toeit feine \u00c6lugpeit unb \u00a9etoanbtpeit ipn oor b\u00f6ltoidigen \u00a9el\u00fcften ftdpert. t\u00f6eioopner ber \u00a9anbb\u00e4nfe, toeldpe bai ^rofobil gum \u00a9cplafen unb \u00a9onnen auffudpt, ift er mit biefem Ungepeuer Oon Bugenb auf oertraut getoorben unb pat gelernt, toie er fiep ipnt gegen\u00fcber benepmen mu\u00df. \u00a3)pne \u00a9eforgni\u00df l\u00e4uft er auf bem R\u00fcden ber ^angeredpfe auf unb nieber, all ob biefer ein \u00a9t\u00fcdf gr\u00fcner Rafen to\u00e4re, unbef\u00fcmmert lieft er bie \u00c6erbtpiere unb bie \u00a9gel ab, toeldpe bal \u00c6rofobil fdpr\u00f6pfen ioollen; ja, er toagt fxcp fogar baratt, feinem getoaltigen'^cinbc bieB\u00e4ptte gu pupeit, b. p. budpft\u00e4blidp \u00a9roefen, toeldpe gtoifdpen beitfelbett p\u00e4ttgen blieben, ober Spiere, toeldpe fiep au ben \u00c6tnnlaben unb bem Bapnfleifcpe feftfepten, ioeggunepntett: idp pabe \u00a3)al gefepen unb gioar gu toieberpolten SRalen. \u00ae)er","page":576},{"file":"p0577.txt","language":"de","ocr_de":"\u00aevo\u00efobUtt>8$ter.\n577\n$rofobifm\u00e4chter pat mir nod) ein gang aubere\u00ea ^3r\u00f6Bd^en Oon feiner bercd)nenben ^\u00fcpnheit gegeben: er hat mir gegeigt, trie man mit gro\u00dfen Herren umgeben bann, opne beren 3rrne\u00a7auSbruch f\u00fcrchten gu muffen*\u2014 bod; id) habe bie \u00a9efc^icEjte auf \u00a9eite 480 bel! britten BanbeS unfere\u00ea BucpeS bereite erg\u00e4bt. 3u feinem \u00a9ebneren geigte ftd) bei jener \u00a9elegenpeit ftdjerlid; ebenforiel Oreifiigfeit unb Ueberlegung, als fie ber \u00a9perling befunbet, trenn er gefangene Stbler in iprent K\u00e4fige befncbt unb fdjeinbar unbef\u00fcmmert baS rerlangenbe Sluge biefer R\u00e4uber auf ftd) mpen fiept. ber 2ld;tfamfeit be\u00ea $rofobiliralt\u00e9r\u00e9 unb in ber SB\u00fcrbigung ber Umft\u00e4nbe unb \u00a9reigniffe berufen aud; bie Oienfte, treize er leistet. OaS \u00a9cfcprei, treld;eS er beim Slnblid eine! i\u00ef)m frembartig ober gef\u00e4hrlich b\u00fcnfenben BkfenS ober \u00a9egenf\u00eeanbeS auSfi\u00f6\u00dft, eriredtbaS fd)lafenbe $rofobit unb l\u00e4\u00dft ip nt ger\u00e4tsen erfd)einen, ftd) in bie fixeren Slutpen gur\u00fcdgugiepen.\n\u00a9d i|t m\u00f6glid;, ba\u00df tmfer Bogel bann unb toann ein \u00a9amettforn mit bergest; feine geir\u00f6pnlicbe Baprung aber entnimmt er bem Opierreicpe. \u00a9r fri\u00dft \u00c6erbtpiere aller 2Irt, namentlich \u00a9anbf\u00e4fer, Stiegen, S\u00f6afferfpinnen, \u00a9etr\u00fcrm, Heine 9JlufdOeIn, Sifcpe unb, trie auS ber angegebenen Beobachtung perrorgept, aud; Broden oom Steifte gr\u00f6\u00dferer S\u00dfirbelthiere.\n\u00aeie Sift beS $rofobilm\u00e4d)terS geigt fid; beutlid) gelegentlich feines SrrtpflangungSgefd;\u00e4fteS. 9\u00eeur einmal ifi eS mir gelungen, baS Beft beS ^\u00e4nftgert BogelS aufgufinben, obgleid) ich Su allen 3al;reSgeiten unb tnSbefonbere, trenn bie 3erglieberung ber erlegten \u00a9t\u00fcde mich lehrte, ba\u00df bie Brutgeit eingetreten trar, nad) Beftern unb \u00a9iern gefud;t habe, \u00a9in 3ufatl lie\u00df midh entbeden, trie e\u00ea ber fd;laue \u00a9efed anf\u00e4ngt, feine \u00a9ier ror bem Sluge eines f^eirtbe\u00ea gu rerbergen. Ourd) baS Sernropr beobachtete ich l\u00e4ngere 3ei\u00ef ein $\u00e4rd;ett, bon bem ber eine \u00a9atte auf bem \u00a9anbe fa\u00df, tr\u00e4hrenb ber anbere in feiner geiropnlicpen B\u00dfeife ^in = unb herlief. 3d) bermuthete, ba\u00df ber \u00a9it^enbe mit Br\u00fcten befd)\u00e4ftigt fein m\u00f6ge, nahm mir bie \u00a9telle feft inS Sluge unb ging langfam auf biefetbe gu. \u00a3u niept geringem \u00a9rftaunen bemerfte ich, ba\u00df ter ft\u00dfenbe Bogel, aid ich ettra bis auf hunbert \u00a9dritte peraugefommen trar, mit einer getriffen Borficht aufftanb, eilfertig fd;arrte, fobann gum anberen rannte unb mit biefem fcheinbar gleichgiltig ftd) entfernte. Bei ber betreffenben \u00a9teile angefommen, fonnte id; gum\u00efd)|t Bid;tS unterfepeiben, unb mehr guf\u00e4tlig als in \u00a7olge meinet \u00a9udienS entbedte id; enblid) eine Unebenheit im \u00a9anbe, grub nach unb patte gtrei \u00a9ier in ben \u00a3>\u00e4nben, treiche bollft\u00e4nbig mit \u00a9anb \u00fcberbedt getrefen traren unb, trenn bie Blutter mehr 3eit gehabt h\u00e4tte, getri\u00df fo \u00fcberbedt irorben traren, ba\u00df man auch tie B\u00een\u00efbe nicht tral;rgenommen haben tr\u00fcrbe. Oiefe beiben \u00a9ier geboren gu ben fd)\u00f6nften, treidle \u00a9telgr\u00f6gel \u00fcberhaupt legen. 3\u00ab \u00a9eftalt unb \u00aeorn \u00e2pneln fie ben \u00a9iern beS SBuftenl\u00e4uferS, in ber \u00a9r\u00f6\u00dfe benen b\u00e8r Brachfd;rralbe; ipre S\u00e4rbung ifi ein r\u00f6tplid)eS \u00a9anbgelb, bie 3eid)nung ein petlereS unb tieferes Botpgrau, bie Ober; geid;nung ein lebpafteS ^aft\u00e4nienbraun, trelche mit bem \u00a9rau Siede, f\u00fcnfte, \u00a9trid;e unb S\u00f6urnt; linien bilbet unb bie Oberfl\u00e4che giemlid) gleichm\u00e4\u00dfig bebedt. 3m \u00fcbrigen mangelt uttS \u00fcber baS Brutgefh\u00e4ft jeglid^e $uitbe. \u00a9S fd;eint, ba\u00df bie jungen ein \u00aeleib anlegen, trelcpeS ftd; ron bem ihrer \u00a9(tern trenig unterfepeibet; benn ich erinnere mid; nicht, jemals abtrei<henb gef\u00e4rbte \u00a9t\u00fcde gefel;en gu l;aben.\nt_\tunterliegt cS feinem 3dmifel, ba\u00df man ben giertid;en Bogel an ein \u00a9rfapfutter\ngeinopnen unb fo einen p\u00f6cpft anmutpigeit \u00a9efangenen geminnen fonnte. Beftimmtc Beobachtungen hier\u00fcber liegen aber ebenfalls nicht ror.\n* *\n' \u00a9ine geringe Slngapl Heiner \u00a9telgr\u00f6gel bereinigt fogufagen bie Blerfmale mehrerer Orbuungeu in ftd;. Oie \u00a9chmalbenirater (Tracheliae), meld;e id) meine, haben einen \u00a9d;nabel, meld)er gmifd;en bem eines \u00a3upneS unb bem eines BacptfchattenS ungef\u00e4hr bie Blitte h\u00e4lt, lange Sl\u00fcgel, bereit Slehnlichfeit mit benen ber \u00a9cpmalben ihnen gu bem paffenben Banten rerpolfen t;at unb unter beren \u00a9chmingeu bie erfte alle \u00fcbrigen an S\u00e4nge \u00fcberragt, einen giemlid; langen, entmeber gerabe abge;\n\u00aere^m, \u00ee^iedeben. IV.\t07","page":577},{"file":"p0578.txt","language":"de","ocr_de":"578\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9telgD\u00f4gel. \u20acd)mal&eumater.\nfd)nittenen.ober gegabelten, au\u00ea Diergepn Sehern gebilbeten \u00a9d)mang unb filante, \u00fcber ber Serfe nadte Seine, mit Diet mittelfangen, fcpmal en 3e^en, beten \u00e4ufjere unb mittlere burd) eine \u00a9pannpaut Derbmtben ftnb, unb meid)e fcplante,\tfaft getabe St\u00e4gel tragen. Ta\u00a7 \u00a9efieber ift bid)t unb\nmeid), je uadf; bem \u00a9efd^Ied^t unb nach bet SapreSgeit menig, nadp bem Sllter giemlid) Derfdpieben, fepr \u00fcbereinftimmenb bei allen Sitten, metdpe man aufgeftetlt pat. Ter innere Seibe\u00eabau unb in\u00eabefonbete bie Sitbung be\u00a7 Sruj\u00efbein\u00ea gibt un\u00ea ein untr\u00fcgliches SJierfmal, bajj bie \u00a9d)malben'= mater Sermanbte bet Regenpfeifer ftnb. Tie d\u00f6irbelf\u00e4ule befielt nad) ben Unterfudpungen Don S\u00f6agnet au3 13 \u00a3al\u00ea;, 7 Studien = unb 7 \u00a9cpmangmirbeln; ba\u00a7 m\u00e4fig breite Sruftbein \u00a3er* breitert ftd) nad) hinten unb geigt pier gmei gleicpfange gortf\u00e4^e, metdpe jeberfeit\u00ea gmei Sudeten abgtengen; ba3 Tpr\u00e4nenbein ijt fepr anfepnlidp, bie unteren gl\u00fcgelbeine ftnb lang unb fcpntal, bie \u00a9auntenbeine breit tc.\n\u00aeen Regenpfeifern mie ben SiemtD\u00f6geln \u00e4hneln bie \u00a9dpmalbenmater aucp hinftcptlidp ber Seben\u00eameife, folange fie ftep auf bem Soben befinben, m\u00e4prenb fte, menu fte ftd) ergeben, an gemiffe \u00a9cparrD\u00f6get erinnern. Sin n\u00e9 mie\u00ea ipnen gerabegu unter ben \u00a9falben t^re \u00a9teile an; anbere f\u00c7orfcper brauten fte mit ben S\u00e4ufern in einer unb berfelben Samilie unter. Ter Saie, meldet Diel mit ipnen Derteprt, Ratifie, mie ber frang\u00f6ftfd^e unb fpanifd^e Statue \u201e\u00a9eerebpupn\" bemeift, f\u00fcr Sermanbte ber $\u00fcpnerD\u00f4gel.\nSide Sauber ring\u00ea um ba\u00ea mittell\u00e4nbifdpe unb fdpmarge SKeer unb auferbem bie Tiefebenen ber T)onau unb S\u00dfolga, fomie bie \u00a9teppen 3tuf$lanb\u00ea unb \u00a9ibirien\u00ea beherbergen eine Slrt ber Ramifie, bie Sracpfcpmalbe, auch mopISaubpuhn genannt (Glareola pratincola), einen aderliebften Sogel Don 10 Botl S\u00e4nge, 22V. BoU Sreite, beffen f\u00efittig \u00fcber 7 unb beffen \u00a9dpmang in ber SKitte ber \u00a9abel gegen 2lA 3od mijjt. Ta\u00ea \u00a9efieber be\u00ea Ober\u00ef\u00f4rper\u00ea ift graubraun, ba\u00ea be\u00ea S\u00fcrgel\u00ea, ber Unterbruft.unb be\u00ea Saudpe\u00ea meif; bie rot^ge\u00efbe \u00aeepte mitb Don einem braunen d\u00fcnge eingefa\u00dft; ber f\u00f4opf fiept braungrau au\u00ea;.bie \u00a9pi^en ber \u00a9dpm\u00efngen unb \u00a9teuerfebern ftnb fdpmarg. T)a\u00a7 Sluge ift bun\u00efelbraun, ber \u00a9dptabel fdpmarg, im SBintet toradenrotp, ber guf fdjmargbraun. dft\u00e4nndpen unb Skibdpen unterfcpeiben ftdp taum mertbar burdp bie \u00a9r\u00f6fe.\nT)ie im Storben ber \u00a9rbe mopttenben Sradpfdpmafben ftnb BugD\u00f6gel, unb gmar fo\u00efd)e, meld^e ibre 3eit fepr p\u00fcn\u00eftlid^ einhaften, \u00a9ie erfdheinen in ben SJtittelmeert\u00e4nbern in bebeutenber Slngapl Stnfang\u00ea Steril, Dermeiten pier mehrere Tage ober SBodpen unb manbern fobann rafd) ihren Srut= \u00e4|en gu. \u00a9d)on an ben Reuftebler \u00a9een in Ungarn nehmen Diele Don ihnen ihre \u00a9ommerherberge; h\u00e4ufiger begegnet man ihnen in SJtittelungarn unb in \u00fcberrafchenb gro\u00dfer Slngapt an ben \u00a9een \u00a9\u00fcb; ruftanb\u00ea- unb STdttelftbirieu\u00ea ober ebenfo an \u00e4hnlichen Oertlicpteiten in Rorbmeftafrifa unb tlein; aften. \u00a9ie halten ftd) gern an ein \u00a9em\u00e4ffer, ohne ftdh jebodp ftreng an baffelbe gu binben, mad;en gmifchen falgigem unb firent Skffer leinen Unterzieh, meiben aber m\u00e4hrenb be\u00ea \u00a9ommer\u00ea bie \u00c6\u00fcfte be\u00ea dfteere\u00ea unb ebenfo fanbige Uferr\u00e4uber.\n\u00a9ofort nach Slnlunft auf ben Srutpl\u00e4pen Dertheilen fte ftd) in ^aare, unb jebe\u00ea Don biefen behauptet feinen \u00a9tanbort, ohne iebod) megen beffelben mit attberen Slnftebleru in \u00a9treit gu gerathen. Salbamu\u00ea fanb auf einem SJlai\u00eafelbe am meinen SJiorafte funfgehn Refler auf einer gl\u00e4^e Don lanm gmangig Duabratruthen, beft\u00e4tigt aber bie ^Beobachtungen S\u00f4benfiein\u2019\u00eb, melier au\u00eabr\u00fcdlich herDorhebt, ba\u00a7 ftdh bie ^\u00e4rdhen ftreng gufammenhatten unb ba\u00a7 man bann feiten mehr al\u00ea gmei in unmittelbarer R\u00e4he neben einanber fleht.\nTie Sradhfdhmalbe l\u00e4^t ftdh tau nt mit einem anbern Sogei Dermed)feln, am adermenigften mit einem \u00a9telgDogel. \u00a9ie ift ein au\u00eagegeid)neter S\u00e4ufer, aber ein nod) Diel befferer Stieger. Ter Sauf gefdiieht in turgen Slbf\u00e4^en, nach Slrt ber Regenpfeifer, nur mit bem Unterziehe, baj? ber S\u00f6gel habei mie ein \u00a9teinf^m\u00e2^er mit bem \u00a9d)mange mippt ; ber Slug erinnert nur entfernt an ben anberer \u00a9telg\u00fc\u00f6gef, \u00e4hnelt Dielmehr bem einer \u00a9eefcpmalbe unb geiepnet ftd) au\u00ea burdh feme \u00a9d)nede, feine fep\u00f6nen \u00a9dhmettfungen, bie j\u00e4hen SSenbuttgen unb ben Dielfad)en dBecpfel \u00fcberhaupt. Tie","page":578},{"file":"p0579.txt","language":"de","ocr_de":"Vracpfdjtoctlfce.\n579\n(Stimme l\u00e4\u00dft fiep burcp bie Silbe \u201e$liet\", toelcper gutoeilen ein fcpnarrenbeg \u201e\u00aeerr\" eingeh\u00e4ngt totrb, ungef\u00e4hr augbr\u00fccf'en; jftaumann glaubt bie Silben \u201e\u00dfarj\u00e4p\" unb \u201eS\u00dfebre\" perauggep\u00f6rt gu paben. Unter ben Sinnen fteht ungfoeifelpaft bag \u00a9eftc^t obenan, ioie fd^cn bag gro\u00dfe 5Iuge fd^Iie^en l\u00e4\u00dft unb ber tebenbe Vogel jebergeit betneift.\n\u00aeie (Sigenfcpaften feffetn ung ungemein. SJian fteht bie gierlicpen unb ^avmlofen V\u00f6gel m\u00e4prenb ber Vrutgeit paartoeife, au\u00dferbem in Fl\u00fcgen, Voeld^e bi\u00ea ju Vaufenbcn antoaepfen f\u00f6nnen, entmeber taufenb ober fliegenb ihre $agb auf \u00c6erbtpiere, \u00df\u00e4fer, Lotten, \u00a3afte-, Sibe\u00fcen unb \u00a3eu; fepreefen betreiben. Saufenb jagen jte oft unb jtoar nach 2Irt ber Rennv\u00f6gel, nur mit ber \u00a9igem th\u00fcmlicp\u00efeit, ba\u00df eine unb bie anbere Vracpfcptoalbe juloeilen mehrere $u\u00df h0(h bwn Voben auf; fbringt, um ein in folcper Entfernung oor\u00fcberfeptoirrenbeg $erbtpier toeg^unepmen; meit h\u00e4ufiger aber\n3)ie 23rad))d)li'atbe (Glareola pratincola).\nfliegenb unb'gtoar mit einer \u00a9etoanbtpeit unb \u00a9efepitflitpfeit, tiaeld^e ber toir\u00eflttper Scptoatben loenig nachgibt. Ueber bem R\u00f6hricht ber S\u00fcmpfe, \u00fcber bent \u00a9etreibe, ingbefonbere aber \u00fcber $lee? fetbern ffpmeben fie unerm\u00fcblich auf unb nieber, [t\u00fcrmen pl\u00f6plicp herab, \u00f6ffnen ben tief gehaltenen Schnabel unb fangen mit taut h\u00f6rbarem Schnappen bag erfp\u00e4pte \u00c4erbtpter, gleichviel ob baffetbe fliegt ober an einem ber patine fef\u00eeftpt. 3eittveilig bilben #eufcprecfen faft augfcplie\u00dflicp ipre Nahrung; fte geh\u00f6ren ^u ben toir\u00effamften Vertilgern jener gefr\u00e4\u00dfigen Veriv\u00fcfter ber $lur ober beg S\u00f6albeg unb Serben baburep hier unb ba bem SJtenfcpen \u00a7u fahren SBopltp\u00e4tern.\tteg Verreaur\nfah in S\u00fcbafrifa unfere Vracpfcptvalbe, rvetepe big borthin oorbringt, ben ^eufepreefenfepm\u00e4rnten folgen. iRafcp verfcplingt ber Vogel ein foldjeg \u00c4erbthier, unb bie Verbauung beffelbeit gefepiept fo ivunberbar f<pneH, ba\u00df naep p\u00f6cpfteng \u00a7epn Minuten bie jftefte beg beim Durchg\u00e4nge burep ben\n37 *","page":579},{"file":"p0580.txt","language":"de","ocr_de":"580\n\u00a3\u00fce S\u00e4ufer. Stelzs\u2019\u00f4gel. \u00a9djmcdbcnmater. S\u00fcdf\u00fcgc.\n\u00a9armfcplaud; gleicpf\u00e0m au!geprejjten Opiere! bereite lieber abgcpen unb fo in f\u00fcnfter Rrift bie Vertilgung ga^Uofer DORaffen be! gef\u00fcrchteten \u201e\u00a9ntbl\u00e4tterer!\" m\u00f6glich ix>irb- Mde \u00aeerbtpiere, melcpe bie Vrad;fcpmalbe aufnimmt, Serben ganz serfd;lungen, genau fo trie e! ber giegennte\u00effer tput: Son ber DJR\u00fcple fanb in ber Speifer\u00f6pre ber Son ipm auf ber S^gb erlegten Vracpfd;malben mertpsode \u00ae\u00e2fer fo sodft\u00e4nbig ermatten, bag er fie f\u00fcr feine (Sammlung sertsenben fonnte. \u00a9en 3Racptfd;attett \u00e4hneln bte 33racpfd;malben auep barin, bag fte gutseilen nod; fp\u00e4t am Mbenb fagen, Une man fie \u00fcberhaupt mepr \u00a9\u00e2mmenntg!; al! OagS\u00f6gel nennen m\u00f6chte, \u00a9te 93Rittag!ftunben menigfien! serfd;lafen fte in ber DR\u00e2pe ipre! DRefte! ober m\u00e4prenb ber Bugzeit *n enblofer DReipe an bem Ufer eine! f\u00c7luffe\u00ea ober See! ftpenb.\n3u iRift^>X\u00e4^en besor^ugen fte feidde Ufer ber S\u00fcmpfe, bauntlofe Vieptseiben in ber Steppe ober Reibfl\u00e4chen, isedpe nur tpeilmeife angebaut finb. \u00a9a! SReft beftept au! einer flehten, mit ^alnten unb ^B\u00fcrgeln an\u00eagelegten \u00a9rttbe; ba! \u00a9elege enth\u00e4lt sier \u00a9ter, melcpe benen ber 3tsergfeefd;ma\u00efbe \u00e4hneln unb auf glanglofem, lehmbr\u00e4unlichen ober grattgr\u00fcn\u00efid;en \u00a9runbe mit sielen heutigen grauen Schalenfleden unb zahlreichen, seilsorrenen Scpn\u00f6rfeln son gelbbrauner bi! foplfd;marzer R\u00e4rbung bebedt ftnb. 3Bie bie meiften \u00fcbrigen Stelzs\u00f6gel lieben aud; bie 25rad;fd;ma\u00efben ipre 23rut ungemein unb menben bie serfepiebenften SDRittel an, um bie geliebten \u00a9ier ober \u00aeinber sor ben DRad;; ftellungen eine! Reinbe! zu retten. Oobia! erlegte mit bem zweiten Schuffe feine! \u00a9oppelgemepre! ben einen \u00a9atten be! $aare! unb beobachtete, bag ber anbere nad; bem Schuffe augenblidlicp perbeh geft\u00fcrjt faut, fiep neben bem tobten \u00a9ef\u00e4hrten nieberfepte, pier sertseilte, bi! ba! \u00a9eisepr mieb.er gelaben morben mar unb nun ebenfa\u00ef\u00ef! get\u00f6btet tserben f\u00f6nnte, ein Opfer feiner \u00a3reue. B\u00f6benftetn fap, al! er fid) einem DRef\u00efe mit \u00a9ierit n\u00e4herte, baff einer bereiten mit h\u00e4ngenben Rl\u00fcgeln unb au!; gebreitetem Scpmanze umherlief, ftep zu Serfcpiebenen DJRalen nieberbr\u00fcdte, mieber ein Stredd;en lief unb \u00a9ie! oft nad; einanber mieberpolte, unzweifelhaft in ber Mbfid;t, ben S\u00e4ger megzuf\u00fcprett. \u00a9benfo nimmt bie SBrad^fchWalbe, laut \u00a9onzenbad), in ber DR\u00e4pe be! D\u00fcfte! \u00e4ugerft fonberbare Stedungen an, inbent fie ben Rl\u00fcgel Wie Segel in bte Hope pebt \u00b0^el\u2019 ftagereept au!breitet, fobag bie Spipett bie \u00a9rbe ber\u00fchren, ftd; aud) Wohl mit au!gebreitetett Rl\u00fcgeln flad) auf ben Voben legt unb eine ,Reitlang in ber Stellung sertseilt, gen\u00fcg nur, um \u00a9affclbe zu erreichen, meld;e! fte bezmedt, Wenn fie bason pinlt. \u00a9rfaprung!nt\u00e4gig mad)t fte l\u00e4nger fortgefepte S<*gb halb fehr fcheu ; in ber DR\u00e4pe ihre! DRiftplape! aber sergi^t fte a\u00fce Vorftcpt, unb ber S\u00e4ger, tseld;er mit bem \u00a3unbe einen folchen iuap befugt, geht nie Sergeblich au!, Weit fie, Wie \u00c6iebipe, Seefcpmalben unb DJR\u00f6sen, W\u00fcthenb auf ben S3ierf\u00fc^ler herabfticht.\n\u00a9ie Sangen ftnb DReftfl\u00fccpter, Welche ftep, mean \u00a9ie! notptput, in ben erften Sagen ipre!' Bebjm!, \u00a9anf be! erbfarbenen \u00a9unenf leibe!, burep DRieberbr\u00fcden auf ben 23obetr zu bergen isiffen, rafcp peranlsacpfen unb halb alle R\u00e4pigfeitett iprer \u00a9Item ftd; erwerben.\nSn Ungarn unb DRuglanb nimmt matt ben Vrad;fd;malben riidftd;t!lo! bie \u00a9ter meg, meld;e man finbet; in \u00a9riecpenlanb serfolgt man auep bie MIten be! ledern Rleifd;e! megen, melcpe! Zumal im \u00a3erbfte fepr fett unb bann p\u00f6d;ft fd;madhaft ift. R\u00fcr ben ft\u00e4ftg f\u00e4ngt man bie pr\u00e4eptigen V\u00f6gel leiber feiten ein. Von ber SDR\u00fcple serftepert, bag ftd; Mitgefangene bei einem \u00a9rfapf \u00fctter mit aufgemeid;tern DJRilcpbrct mol;l befanben, ftd; mit allerlei anberent Stranbgefl\u00fcgel sertrugen unb halb fepr zaPm W\u00fcrben, \u00a9in \u00a9efangener, Wetcpen Sa si meprere DJRonate unterhielt, serfepm\u00e4pte fein ferbtpier, zog aJRaulmurf!gridett jebent anberen Rutter sor, napnt fte aber nie au! bem Staffer, fonbern immer nur som trodenen SSoben meg ober au! ber ^anb be! Pfleger!, t\u00f6btete fte Sor bem SSerfcplingen, inbent er fte gegen ben SSoben fd;lug, unb serfd;ludte fie bann. Sp\u00e4ter gem\u00f6pnte er fiep an partgefottene! \u00a9i unb fepiett biefe! zu^eP^ fftf^ ebenfogern zu treffen mie ^erbtpiere. SBenn er junger patte, fd;rie er mit ftarfer, fepridenber Stimme, fo oft ftd; ipm Somanb n\u00e4perte unb bi! er befriebigt m\u00fcrbe. \u00e4Baprfdjeittlid; merben mir in S3\u00e4lbe mepr \u00fcber ba! \u00a9efattgenleben ber Sracpfcpmalben erfapren, ba ber sortrefflid; angelegte unb fepr gut geleitete \u00a9piergarteu zu ^eftp e\u00bb \u00f6l! eine feiner Hauptaufgaben betrachtet, bie Scpmefteranftalten mit","page":580},{"file":"p0581.txt","language":"de","ocr_de":"Sr\u00e0dpfdptoafbe. S vie L\n58J\nungarifcpen V\u00f6geln 311 toerforgen, alfo aucp ben nodp immer wenig Mannten S3radpfdpwalben belle Slufmerffamf eit guwenben Wirb.\n* *\n*\n9(n einem ber elften Sfbenbe, Wellen id) in einem tpeitWeife berfaltenen $aufe einer ber SSorft\u00e4bte Kairos oertebte, fap id) 311 meiner nicpt geringen Ueberrafdpung ben ben platten O\u00e2dpern ber Raufer gro\u00dfe Sieget pernieberfliegen, bem SSufdpWerf im \u00a9arten fid) guwenben unb l)ier oerfcpwinben. 3(d) backte nat\u00fcrlid) gun\u00e4dpft an \u00a9ulen; aber ber $lug War bed) ein gan3 anberer, unb ein lauter Stuf, Welchen einer biefer Siegel auSftie\u00df, iiberf\u00fc^rte mich fepr halb meines BrrtpumS. 3>e Weiter bie Stadst borr\u00fcdte, umfo reger W\u00fcrbe baS Oreiben unten in bem bem monbe beteudbjteten \u00a9arten. SBie \u00a9efpenfier pufcpte eS auS bem Oididpt ber Orangen Ijcrbor unb ebeitfo pl\u00f6plicp Wie gefommcn, Waren bie \u00a9eftaltcn Wieber berfd)Wunbcn. \u00a9in We^tge^ielter* \u00a9dpu\u00df berfcpaffte mir Sluffl\u00e4rung. 3>cp eilte in ben \u00a9arten t)inab unb faub, ba\u00df idp einen mir als S3alg Wol)t bekannten cdjten b'eutfcpen Siegel erlegt patte, ben Oriel ober Otcffu\u00df n\u00e4mlicp, baS Skr= binbungSglieb gWifdpen Orappe unb Stegen Pfeifer, ben Diacpttrappen, wie mau \u00f6iedeidjt fagen f\u00f6nnte. \u00a9p\u00e4ter gab eS \u00a9elegenpeit genug, ben fonberbaren \u00a9efetten 31t beobad)teu; benn id) begegnete ipm ober einem feiner SkrWanbten, Wedele fiep in ber SebenSWeife uid)t im geringften unterfcpeiben, in allen feilen \u00a9\u00fcbeuropaS unb in allen S\u00e4ubern Storboft afrifaS, Weldpe id) burdpforfdjte.\nSladp unfern heutigen Slnfdpauungen tiertritt ber Oriel mit feinen SkrWanbten eine Heine Unterfamilie, Weldje man ber Stegenpfeiferfamilic guguredpnen pflegt. Oie Trennung Ooit legerer l\u00e4\u00dft fiep redptfertigen ; benn ber Oriel ift ebenfeWeuig ein Regenpfeifer als ein Orappe, unb er unb feine SkrWanbten paben, ftreng genommen, mit anberen \u00a9tel^n\u00f6geln feine 9lepnlid)feit. ^enngeidjen ber \u00a9ruppe ftnb Oerp\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig bebeutenbe \u00a9r\u00f6\u00dfe, mittellanger, biinner $alS, biefer, gro\u00df\u00e4ugiger \u00dfopf, mit nngef\u00e4pr fopflangem, geraben, Oer bei* \u00a9time crp\u00f6pteu, an ber \u00a9pipe fo\u00efbigcn, an ber SBurgel Weiten, \u00fcorn parten \u00a9dpnabet, pope, an ben Werfen oerbiefte S\u00e4ufe, bretgepige g\u00fc\u00dfe, mittel: lauge Fl\u00fcgel, in benen bie ^incite \u00a9d)Winge bie l\u00e4ngfte, unb beren Slrmfdpwingen einen fogenannten Slfterfl\u00fcgei bilbeit, mittellanger, faft feilf\u00f6rmiger, auS gW\u00f6tf bis \u00bbiergepn \u00a9teuerfeberu beftepenber \u00a9dpWan3 unb giemlidp biept anliegeitbeS, mepr ober Weniger lercpenfarbigeS \u00a9efieber. Oie 3er; glieberung geigt eine gro\u00dfe Uebereinftimmung mit ben Regenpfeifern, obWopl einzelne, biefer \u00a9ruppe allein gufommenbe \u00a9igentp\u00fcmlidpfeiten gefunben Worben fmb. \u00a9S feplcn ben Oicff\u00fc\u00dfen, nad) Stipfd), bie brei \u00a9elenfoerbinbungen ber glitgel unb SkrbinbungSbeine, bie beiben S\u00f6cper ober p\u00e4utig bleibenben \u00a9teilen am ,\u00a3>intevpauptSbeine ; baS Shmftbein pat am pinteren Staube nur eine mit $aut gef\u00fcllte S3udpt; bie SRunbwinfelbr\u00fcfe ift furg, ber Bungenfern nidpt fnorpelig, fonbern fnod)ig, ber SJtagen ein ftarfer SJtuSfelmageu u. f. w.\n3n ber SebetiSWeifc uutcrfdpeibcn fid) bie Oidtfii\u00dfe uaep meinem Oaf\u00fcrpalteu bon allen \u00fcbrigen \u00a9telgb\u00f6geln fdpon baburdp, ba\u00df fie, wie bemerft, eepte Stadptb\u00f6gel ftnb.\nUnfer Ortet, Oicffu\u00df, \u00aelut, \u00a9teinparbcl, \u00a9ulenfopf unb Wie er fonft nedp pei\u00dft (Oedicnemus crepitans), ift 16 bis 17 30\u00cf\u00cf lang unb 29 bis 30 Bott breit; bie gittigl\u00e4nge betr\u00e4gt 8%, bie \u00a9d)Wangt\u00e4nge nngef\u00e4pr 5 3oK. OaS \u00a9efieber ber gangen Oberfeite fiept lerdjenfarben auS; bie geberit ftnb roftgrau unb in ber SJtitte fcpWargbraun geftreift; bie \u00a9tim, eine \u00a9teile bor bem Singe, ein \u00a9treifeu \u00fcber unb unter ipm ftnb Wei\u00df, bie Gebern ber Unterfeite gitbtidpWei\u00df, ebenfo ein \u00a9treifeu auf bem Oberfl\u00fcgel, bie \u00a9cpWungfebern fdpwarg, bie \u00a9teuerfeberu fdpwarg an ber \u00a9pipe unb feitlid) Wei\u00df. OaS Slugc ift golbgetb, ber \u00a9dpnabet gelb, an ber \u00a9pipe fdpwarg, ber $u\u00df prop: gelb, baS Slugenlib ebenfalls gelb. S3ei jungen SS\u00f6geln fpielt bie #auptfarbe mepr inS Stoftfarbene.\nSltS eigentliepe \u00a3eimat beS Oriel paben wir bie S\u00e4nber \u00a9\u00fcbeuropaS, RorbafrifaS unb SBefts aftenS angufepen, in Welcpen eS Wirfltdpe SS\u00fcften ober bodp fteppenartige \u00a9tredfen gibt. Side SJtittel;","page":581},{"file":"p0582.txt","language":"de","ocr_de":"582\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9tefjo\u00f6get. \u00a9tdf\u00fc\u00dfe.\nmeert\u00e4nber, \u00a9tyrien, Werften, Arabien, ^rtbien u. f. to. beherbergen ihn in \u00efftenge. \u00a9ei un3 gu Sanbe fehlt er aber aud) nicht, unb hier nnb ba mu\u00df er fogar at3 regelm\u00e4\u00dfige \u00a9rfd)einung gelten, ba er alle Sahre auf ein nnb berfelben \u00a9teile gefunben t\u00fcirb* S)ie n\u00f6rblichen \u00a3he^e feine\u00ea \u00a9erbreitung\u00ea; gebiete\u00ea verl\u00e4\u00dft er im \u00a9p\u00e4therbfte, fliegt bi\u00a7 jum \u00a9\u00fcben \u00a9uropa\u00ea ober in eine \u00e4hnliche \u00a9reite hittab unb iehrt im Fr\u00fchjahre gur\u00fcct; fd^on um ba\u00ea \u00a9iittetmeer herum aber ioanbert er nicht mehr, fonbern treibt [ich al\u00ea \u00a9taub; ober bod) als \u00a9tridjooget jahraus jahrein in bemfeiben \u00a9ebiete umher. SejjtereS \u00efann fehr Oerfchiebenartig, mu\u00df aber immer io\u00fcftenhaft fein. 3m \u00a9ampo \u00a9panicnS, jener fdjauerlichen \u00a9in\u00f6be, toelche mir entfehlidjer b\u00fcnft als bie SCB\u00fcfte felbft, auf ben unbebauten fl\u00e4chen ober ben b\u00fcrren Reibern ber Sftittelmeerinfeln, in ber eigentlichen SB\u00fcfie ober an ber \u00a9ren^e berfelben, unb ebenfo ba, too bie SGB\u00fcfie in bie \u00a9te^pe \u00fcbefgeht, tritt er als \u00a9harafterooge\u00ef beS\n2)er $riel (Oedicnemus cyepitans).\nSanbeS auf, unb toenn er fid) bei unS in SDeutfdjlanb anftebeln foil, fo mu\u00df bie \u00a9egenb ettoaS S\u00df\u00fcfienhafteS haben. Aber er befunbet auch hinftchtlich beS Aufenthaltes fein AbfonberlidjeS. 3\u00ab \u00a9eutfcfjlanb beoorgugt er fanbige \u00a9teilen, gro\u00dfe \u00a9radjfelber g. \u00a9. jeber anberen Oertlichfeit unb ^eigt eine getoiffe Siebhaber ei f\u00fcr ben \u00a9haraiterbaum fold^er \u00a9teilen, bie tiefer, ftebeit ftch toenigftenS ba am liebften an, too ein \u00c4iefernbidfidht obe^ ^ieferntoalb ihm unter Umft\u00e4nben entfprecbenbe \u00aeedung geto\u00e4hrt; im \u00a9\u00fcben \u00a9uropaS hin\u00d6eSeTt reibet er, nach meinen \u00a9eobadjtungen toenigftenS, ben S\u00dfalb g\u00e4nzlich, unb in \u00a9giften iommt er nun gar bis in bie \u00a9t\u00e4bte herein, unb nimmt, ioie ioir fahen, auf ben ^Bohnungen ber \u00a9tenfchen, toeld^e er fonft \u00e4ugftlich meibet, feinen \u00a9tanb. 3Me Araber haben mich oerftdjert, ba\u00df ber ihnen toohlbefannte \u00a9ogel \u201eKaratean\" auf ben SDtofcheen, ^abrifen unb anbern \u00a9eb\u00e4uben, bereu platte F\u00e4cher feiten ober nie oon \u00e4ftenfehen befud)t toerben, nicht blo\u00ea to\u00e4hrenb beS \u00a3ageS ftd) aufhatte, fonbern fogar ba oben uifte, unb ich ha^e/ 1tach \u00aeem, toaS","page":582},{"file":"p0583.txt","language":"de","ocr_de":"SCrieT.\n583\nid) felbfi beobachtet, burdf)au3 teilten \u00a9ritnb, jene Angaben gu begtoeifeln. 9cur in einer \u00a3>infid)t fd)eint ftd) unfer \u00eeriel unter atten Umft\u00e4nben gteid) gu bleiben: fein Stuf enthalte ort ntuf it)nt f\u00eeet\u00eb eine toeite Unifiait ober both eine fidjerc SDedttug gew\u00e4hren. (Sin Sknoanbter ben il^nt, tt>etd)en id) in SOtittelafrifa traf, gef\u00e4llt ftd) g. S3, im Urloa\u00efbe, aber frei\u00efich nur ba, ioo ber Untertmicp fo bic^t ift, bafj e,r ftd) ben S3liden eiite\u00ea geinbe\u00ea augetiblidlid) entgiel)cn \u00eeann.\n9J\u00eean muf fagen, baf am Striel S\u00ef\u00fce\u00ea auff\u00e4llt \u2014 nid)t blog feine \u00a9eftatt unb in3befottberc ba\u00ea giofe, golbge\u00efbe \u00a9lofjauge, fonbern and) fein \u00a9ang, fein f\u00c7\u00efng, fein 23ene\u00ef)men, lurg, fein gange\u00ea SBefen. \u00a9r ift ein greuttb ber \u00a9infam\u00efcit, ioetd)er fx<h tanin um \u00a9eine\u00eagleidjen be\u00ef\u00fcmmert, am toenigften aber mit anbern @efd)\u00f4pfen abgebeu mag; aber er ftubirt feine Siad)barn unb richtet nad) bem \u00a9rgebnifj fein Verfahren ein. Vertrauen \u00efennt er nid)t; jebe\u00ea Strier erfd)eint i\u00c7m, ioentt nid)t bebenftid), fo both beadjten\u00eatoert\u00ef). \u00a9r beobachtet a\u00effo jebergeit 2tde3, toa\u00ea um i\u00a7n he\u00ef oor; gel^t unb t\u00e2ufd)t ftd) fetten. 3hm ift fc\u00a7v too^l betrugt, ba\u00a7 jene platten \u00a3>\u00e4d)er eghptifd)er \u00a9t\u00e4bte ebettfo ficher, oie\u00ef\u00efeid)t noch ftd)erer fittb, a\u00ef\u00ea bie b\u00fcrren \u00a3el)ben bei un\u00ea gu Sanbe, \u00efoeld)e ein fdh\u00fcfcenbe\u00ea \u00aeiefernbidid)t umgeben, ober al3 ba\u00ea toeite \u00a9antpo unb bie SB\u00fcfte, \u00efoeld)e feiner @inne\u00ea= fd)\u00e2rfe ben toeiteften \u00a9pie\u00efraum bieten. SDa\u00ea Vertrauen, \u00efoetd)es> er in \u00a9gppten geigt, ift blo3 ein fdheinbare\u00ea ; er ift bort ebenfo fehr auf feiner ,!put, Joie bei un3 gu Sattbe. Uebertag\u00ea bemerft man it)n fetten, nteifi nur guf\u00e4ttig; benn er hat beu 9Jienfd)en, toe\u00efd)er ftd) feinem \u00a9tauborte naht, oiel eher gef eben, a\u00ef3 bief er ihn. S3efinbet er ftd) auf einer Joeiten, ebenen $t\u00e4d)e ohne fd)\u00fchenbe3 SDidid)t, fo bucht er ftd) ptatt auf ben $oben nieber ttnb macht ftd) baburd), Sbanf feine\u00ea erbfarbetten \u00a9efieber\u00ea, bottfommen unftdhtbar. ^at er eilt $)idid)t gur $\u00a3>edung, fo eitt eis fdt>netten Saufe\u00ea auf biefe\u00ea gu, bteibt aber \u00efeine\u00eatoeg\u00ea t)ier unter einem 33ufd)e ftijen, fonbern burd)mifjt ben 33erftedptafc mit faft ungeminberter \u00a9ite unb tritt bann auf ber \u00a9eite, toeld)e bem ^Beobachter entgegengefet)t liegt, Joieber auf ba\u00a7 freie fyetb herauf. 3m \u00a9arnpo ober in ber S\u00df\u00fcfte br\u00fcdt er ftdh guerft auch nieber; foioie er aber getoahrt, baf$ ber Verfolger ftd) ihm naht, erhebt er ftet), tauft in einer ioohtbered)neten, f\u00fcr ba\u00a7 \u00a9chrotgeJoehr ftet\u00ea gu gro\u00dfen \u00a9ntferttung feinet SBege\u00ea bahin, fleht ftd) bon Beit 3U Beit \u00fcbevtegenb um, tauft Joeiter unb getoinnt fo in ber Siegel batb genug bett n\u00f6tt)igen SSorfprung, ohne feine Fl\u00fcgel gu \u00a3itfe gu nehmen. \u00a9urdf) einen Leiter l\u00e4\u00dft er ftdh ebenfotoenig t\u00e4ufd)en Joie burd) ben Fu\u00dfg\u00e4nger; benn er toei\u00df fehr Joo^t, ba\u00df x\u00a7m nur ba\u00ea ^3ferb ohne Leiter ungef\u00e4hrlid) ift. \u00a9eitt \u00a9ang hat, fotange er ftdh uid)t beeilt, etJoa\u00ea \u00a9teife\u00ea, \u00efrippetnbe\u00ea, to\u00e4hrenb er ftdh gutn fdhnettften kennen fteigert, ioemt SDie\u00ea n\u00f6tt)ig toirb. \u00aeer $titg ift fanft unb toeid), auch giemtich getoanbt, wirb aber fetten Joeit au\u00eagebet)nt, Joeit ber \u00a3riet red)t Joo^t toei\u00df, ba\u00df ein $atf bod) nod) beffere \u00a9chJoingert hat al3 er. Stber bei \u00a3age beioegt ftdh ber SDidfu\u00df \u00fcberhaupt nicht gern, unb im 3unevn Slfrita\u00f6, too er ioenig mit 9J\u00eeenfd)en in Ber\u00fchrung fournit, gebehrbet er ftd) Joie eine aufgefdheud)te \u00a9ute, Joic ein aSoget, bem ba\u00ea 2id)t fdhnterghaft ift, bem bie \u00a7ette be\u00ea \u00eeage\u00ea ben SSerfiaitb oerJoirrt. \u00a7ier eitt er auch fo fd)nelt at\u00eb m\u00f6glich bem elften beften S)ididhte gu, um ftd) gu oerbergen, lo\u00e4hrenb man bei un\u00a3 gu Sanbe Jooht 33ered)nung, nicht aber S\u00eeertoirrung bei ihm ioahrnehmen \u00efattn. S\u00dfenn aber bie 9bad)t heveinbridht unb ba\u00ea 2)un\u00efet ftdh \u00fcber bie \u00a9rbe breitet, geigt ftdh ber 33oge\u00ef gang anber\u00ea. 3e^t Joirb er tebenbig, rennt unb fliegt unruhig f)iu unb her, t\u00e4ft feine \u00a9timme erfd)atten, erhebt ftd) fpietenb leicht in Oerh\u00e4ttntfm\u00e4fig bebeutenbe ^>\u00f6hen unb entfaltet f\u00fcnfte be\u00ea ^tuge3, Joctdhe man bei ihm nie oermutI)en to\u00fcrbe. Sftafdhen Saufe\u00ea hwfeh^ er ^er ben SSoben ba^in, einer \u00a9d)attengeftalt oerg\u00efeidhbar, im \u00a9trahie be\u00ea 2Jtonbe\u00ea auf Stugenblidc ftdh oerf\u00f6rpernb, auf nidht beleuchteten \u00a9teften toieberum gum \u00a9efpenft ftdh Joanbetnb. 3un\u00e4d)ft geht e\u00ea je^t ber \u00a3r\u00e4nfe gu, unb Jocnig l\u00fcmmert e\u00ea ihn, ob ba\u00ea erfrifdhenbe Staffer Joeit entfernt ober in ber ift\u00e4he gelegen ift. \u00a9ingetne \u00a3rielpaare burchfUegert attn\u00e4dhtlich \u00dcReiten, um oon ihrem \u00a9tanbpuntte au\u00ea bi3 gur \u00a3r\u00e4nfe uttb Joieber guriid gu gefangen. S3ei \u00e4tlonbfdhein fteht man fie oon \u00a9onnenuntergang bi\u00ea \u00a9onnenaufgang in S3etoegung, unb ioahrfcheinlidh Joirb e\u00ea in bunften M\u00e4chten \u00efaunt anber\u00ea fein. SDie \u00a9timme, toetd)e man Joeit oernimmt, t\u00e4ft ftdh bur<h bie \u00a9itben \u201e^r\u00e4iith\" ungef\u00e4hr Joiebergeben. \u00a9ie Hingt he\u00fc burd) bie ftitte 3Radht, in\u00eabefonbere lo\u00e4hreub ber Bwggeit, toenn ber S3ogel hoch oben feine\u00ea S\u00dfegei bahinfliegt.","page":583},{"file":"p0584.txt","language":"de","ocr_de":"584\n$ie S\u00e4ufer, \u00a9tefgo\u00f6gel. SDicff\u00fc\u00dfe.\n\u00a9er Sittel ift ein oodenbeteS Laubthier; benn er oerfdhm\u00e4ht Spflaugenftoffe. V\u00df\u00fcrmer, \u00c6erbt\u00efjierc in allen SebenSgufi\u00e4nben, \u00a9djncden nnb anbere \u00e4\u00f6eidjthierc, gr\u00f6fche, \u00a9ibedfen unb SL\u00e4ufe ftnb baS d\u00dfilb, bem er nadftedt; (Ster unb junge Lefto\u00f6gel derben mahrfdjeinlicf) aud) nidjt oor ihm geftdjert fein, \u00a9en gelbm\u00e4ufen lauert er, laut SR au nt an tt, mie eine \u00aeafce auf unb f\u00e4ngt fte im Saufen fehr gefdjidt, inbem er iljnen guo\u00f6rberft einen t\u00fcchtigen \u00a9djuabellfeb bcrfefd, fie hierauf padt, mieber; holt gegen ben \u00a9rbboben ft\u00f6\u00dft, bis alle $nod)en gerbrochen ftnb, unb enblid), f\u00f6rmlich gerquetfdjt, hinunterfdjlingt. Lud) bie $erbtl)iere tobtet er, beoor er fie ocrfchludt. 3ur Vef\u00f6rberung ber Verbauung nimmt er Heine \u00a9teindjen ober grobe \u00a9anbf\u00f6rner auf. Kr\u00f6ten fod er hartn\u00e4dig oerfcfjm\u00e4ljeu.\n3m gr\u00fchjahre fommt eS gmifd)en gmei spaaren gumeilen gu Laufereien, ebenfomol)l ber Vkibd)en als ber \u00a9tanborte megen; babei fahren beibe K\u00e4mpfer mit bent \u00a9dfjnabel heftig gegen eittanber loS unb oerfolgen ftdj laufenb ober fliegenb. Hat ber e\u201cie ben attbern oertrieben, fo fel)rt er, nach Laumann, gumV\u00dfeibd)ett gur\u00fcd, \u201el\u00e4uft in engen Greifen mit tief gu Voben herabgebeugtem $o|>fe, h\u00f6ttgenben gliigeln unb f\u00e4cherartig aufgerichtetem \u00a9dfoange um biefeS herum unb fl\u00f6\u00dft ein fanfteS \u201e\u00a9id, bid, bid\" auS. \u00a9nbe LfmilS finbet man baS Left, eine Heine Vertiefung im \u00a9anbc, unb in ihr ohne jeglidhe Unterlage bie gmei bis brei (gier, meld)e H\u00fchnereiern au \u00a9r\u00f6\u00dfe ungef\u00e4hr gleidjfommen, ihnen auch i\u00ab ber \u00a9eftalt \u00e4hneln unb auf bleichlehmgelbem \u00a9runbe fdhieferblaue Unterfleden unb bunfelge\u00efbe bis fdhmargbraune \u00a9berfleden unb \u00a9d)n\u00f6rfet geigen, unter ftd) aber hinftdjtlid) ber 3eid)nuug fehr abmeid)en. \u00a9aS S\u00dfaat fod,'ungeft\u00f6rt, im Saufe beS \u00a9\u00f6mrncrS nur eine Vrut ergielen, baS V$eibd)en innerhalb fedf)Sgehn Stagen bie (gier geitigen unb baS 2L\u00e4nnd)en to\u00e4hrenbbem treue 2\u00f4ad)t halten, \u00a9obalb bie jungen Obdig abgetrodnet, folgen fie ber Llten unb fehren nie mieber iuS Left gur\u00fcd. Anf\u00e4nglich legen beibe \u00a9Item ihnen gefangene Veute oor; fp\u00e4ter gew\u00f6hnen fte biefelben an felbft\u00e4nbigeS Sagen, \u00a9ie kleinen oerftef)en in Hirgefter grift jeben V\u00dfarnungSlaut ihrer \u00a9Item unb br\u00fcden fid) bei \u00a9efaljr fofort auf ben Voben nieber, too ihnen jebe Unebenheit einen Verftedplah geto\u00e4hrt. \u00a9in Laubthier oerfudhen bie \u00a9Item abgulenfen; bem ge\u00fcbten S\u00e4ger oerrathen fte burd) ihr \u00e4ngfilid)eS Umhertaufen ben Verftedplah-.\t\u00a93 ift recht fdjtocr, einen alten Vriel fo gu t\u00e4ufdjen, ba\u00df man fd)u\u00dfgered)t ihm anfommt, feine\nSagb beShalb bei unS gu Sanbe ein funftfi\u00fcd. Sn Lfrifa gelingt eS leichter, ftd) beS Vogels gu bem\u00e4chtigen, unb in Snbien ober in ber \u00a9ahara bebient man fid) ber Vaigfalf en gur 2Litl)ilfe. \u00a9ine erfolg; oerfhrechenbe gangart ift nicht befannt; beShalb fiet)t man ben tl)eilnahniSmerthen \u00a9efeden auch h\u00f6dft feiten einmal im \u00a9efedfdjaftSbauer eines \u00a9Shievgarteit\u00ea ober im K\u00e4fige eines H\u00e4nblerS unb SiebI)aberS. Laumann hat einen Vriel l\u00e4ngere geit beobachten f\u00f6nnen unb unS fotgenbe fehr ausf\u00fchrliche \u00a9dhilberung beS \u00a9efangenlebenS gegeben. \u201eSLein Vater befag einen lebenben Striel, ioelcher in feiner V\u00dfohnftube herumlief unb ihm burd) fein fanfteS, gutraulid)eS S\u00dfefen oiet Vergn\u00fcgen machte, \u00a9ein erfter Veftfcer, meld)er ihn jung aufgegogen hatte, mochte ftd) toenig auS ihm gemacht, ihn fdhlecf)t gef\u00fcttert unb gepflegt haben; benn er fam in einem gang oerf\u00fcmmerten guftanbe in meines VaterS Vefih, als er fdhon \u00fcber ein Safjr alt mar, aber fein erfteS Sugenbgefieber, mie bod) anbere einmal maufembe V\u00f6gel gn thun pflegen, nod) nicht gemed)felt hatte, \u00a9iefe elfte SLaufer erfolgte erft bei unS, ein halbes 3al)v fp\u00e4ter, im gebruar. $m n\u00e4djften Suli, als er gtoei oode Sahre alt toar, maufertc er gum gmeiten SLale in feinem Seben, unb nun regelm\u00e4\u00dfig ade Sahre um biefe 3eit. \u2014 \u00a9ein t\u00e4gliches gutter mar \u00a9emmel in SLildh gequedt, meld;eS ihm gumeilen mit etmaS Hein; gefdjnittenem getod)ten Linbfleifd)e ocrmifcht m\u00fcrbe. Steilen befam er aud; einen Legenlourm ober ein Snfeft, ein SL\u00e4uSd;en, ein gr\u00f6fd)d)en, eine Heufd)rede. SJLein Vater lehrte feiten mit leeren H\u00e4nben oon feinen \u00a9pagierg\u00e4ngen gur\u00fcd, unb ber Vogel, \u00a9ieS miffenb, fam ihm immer fdjncd in ber \u00a3h\u00fcre entgegen, ober, menu er \u00a9ieS Oerf\u00e4umt hatte, auf ben Luf: \u00a9id bid! herbeigelaufen unb nahm it)m baS dRitgebradhte auS ber Hanb. \u00a9r brachte ihm jene @efd)\u00f6bfe gem\u00f6hnlid; lebenb, in ein gr\u00fcnes Vlatt eingelj\u00fcdt unb mit einem Halme lofe ummunben. \u00a9in folcheS S)5\u00e4dd)en nahm ihm ber Vogel gleid) ab? legte eS bin, unb beobachtete cS genau, ob fich barin \u00a9tmaS rege; gefd;ah \u00a9ieS,","page":584},{"file":"p0585.txt","language":"de","ocr_de":"2: rid.\n585\nfo fdp\u00fcttelte er eg fo\u00efange, big bag \u00a9efdp\u00f6pf frei toarb unb fortfprang, toorauf er ipm uadpfepte, eg erpafdpte, mit einigen \u00a9dpnabelft\u00f6ften t\u00f6btete unb gu\u00efcpt Oerfdptang. \u00a9epr halb tourbe er cg inn\u00e9, toenn er mit einem umtoicfelten Platte, in ioeldpem ftdp Sidptg befanb, gefoppt tourbe, unb lieft ein folcpeg liegen, optte eg gu \u00f6ffnen. (Sr patte fi\u00e9 gitlcpt fo au meinen 33ater geto\u00f6pnt, baft er ftetg gn feinen g\u00fcftett faft, toenn er antoefenb toar, ober, toenn er oon brauften in bie \u00a9tube trat, ipm fogleidp freubig entgegen trat, audp oft in geb\u00fc\u00dfter \u00a9tetlung, ben \u00a9dpnabel tief gur (Srbe gepalten, bie gl\u00fcgel auggebreitet, mit bem \u00a9dptoange ein 3^ab fcplagenb, mit einem fanften \u201eSDicf bief\" ipn begriiftte. \u00a9ogar ioenn mein Sater im Sett tag, ftanb bei* traulidpe Segel neben bemfelben, fdpaucte \u00f6fterg nacp erfterem pinauf, unb fepien fepr gufrieben, ioenit ipn jener bann freunblicp anrebete. (Sr patte erftaunenb oiele liebengto\u00fcrbige (Sigenfdpaften, tourbe aber, ioeil er bie \u00a9tube fepr oerunreinigte, ettoag l\u00e4ftig unb toar ben grauengleuten im Jpaufe ein \u00a9reuet; aber auep er toar ipnen abpolb unb f\u00fcrepkte ftep Oor allen, befonberg oor folcpen, bie mit einem Sefen in ber .Ipanb eintraten, big gunt S\u00dfapnfinn. \u00a9eine freifcpenbe \u00a9timme lieft er nur abenbg unb morgeng, im gioielicpte, einigemal p\u00f6ren, bel\u00e4ftigte aber fonft nidpt barnit. Slnfeinen fyreftnapf ging er auep nadptg bei Sidpte ober bei SRonbfcpein, unb lieft eg ftep ba fo ioopl fdptneefen atg am \u00a3age. * (Sr fonnte fiep ungemein gern, unb eg toar ipm p\u00f6dpft gutoiber, toenn ipn 3>entanb aug ben \u00a9onnenftrapten oertrieb; gunt geidpen feineg llntoiUeng [tieft er bann ein unangenepmeg \u00a9dpnardpen aug. Seleibigungett ober Slufregungett oergaft er nidpt fo leidpt, geigte \u00fcberhaupt gegen bie anberen \u00dcJiitbeioopner bei* \u00a9tube ein fepr Oerfcpiebeneg Senepmen. \u00a9iner meiner Sr\u00fcber patte ipm einftmatg einen erfdpoffenen S\u00f6gel oorgepalten unb barnit ned\u00fftt tooUen, toor\u00fcber er ftdp fo entr\u00fcftete, baft er ftdp aufftr\u00e4ubte, bie gl\u00fcgel augbreitete, mit bem \u00a9dptoange ein 9Xab fdplug, ben \u00a9dpttabel auffperrte, mit Sraufett unb \u00a9dpnardpen auf iptt logging unb, atg er ipm augtoicp, in ber ganzen \u00a9tube peritnt oerfolgte, liefen Stuftritt oergaft er nie Joieber, mein Sruber blieb ipm Oerb\u00e4dptig, unb fonnte iptt, fo oft er trollte, gegen ftdp aufreigen, trag einer ber anbern \u00a9tubengenoffen nie oermodpte. Slur meinem Sater napm er bag gutter aug ber \u2022\u00a3>cmb, lieft ftdp audp gur Siotp oon ipm ftreidpeln, aber nie oon einem Slnberen. \u00a9ein poffterlidper \u00a9ang, bieg l\u00e4dperlidpe trippeln, fotoie bie fdpnelfen Serbeugungen unb S\u00fccflinge, mit fteifen guftgelenfett, bie er bagu maepte, befonberg toenn ipm ettoag Unbefannteg in bie Singen fiel, finb mandpen ber Serfonett noep erinnerlich, bie feine Setoegungen bamalg oft beladpten. Sieb patte ipn im $attfe eigentlich fein SJtenfcp toeiter afg mein Sater, unb feine gigur, befonberg ber biefe \u00aeopf unb bie \u00a9lopaugen, miftftelett igebermann.\"\t'\t\u00bb\n* *\n*\nStegen pfeifer (Charadrii) nennt bag Soif einige bei uttg in SDeutfdplanb alg \u00a9ommero\u00f6gel tooptteitbe ober -loenigfteng auf bem gitge oorfomtuenbe $\u00fcpnerftelgen, toelcpe bei getoitterfdpto\u00f6ler Suft ipre pfeifeube \u00a9timme oft p\u00f6ren laffett unb eine gr\u00f6ftere llttrupe Oerratpen alg fonft, alfo ben S\u00eeegett f\u00fcnben follen. \u00a3)ie S\u00f6iffenfdpaft pat ben paffettben tarnen gern angenommen. Sitte \u00dcJtitglieber ber gamilie finb furgp\u00e4lftge, groftf\u00f6pftge S\u00f6get oon geringer \u00a9r\u00f6fte, mit mittelpopen, fdplanfen, an ber gerfe ettoag oerbieften Seinen unb breigepigett g\u00fcftett, ba bie $intergepe enttoeber feplt ober bodp oerf\u00fcmmert ift, giemlicp groftett, fdpntalcn, fpipen gl\u00f6geln, in betten bie erfte ober gtoeiic \u00a9dptringe bie \u00fcbrigen an S\u00e4nge \u00fcberragen unb bereu Oberarmfcptoingen gu einem fogenannten Sifter; fl\u00fcgel ftdp oerl\u00e4ngern, einem giemlicp furgen, am (Snbe feidpt abgeruttbeten, aug gto\u00f6lf gebern beftepenben \u00a9dptoange, einem meift furgen \u00a9dpnabel, toeldper feiten mepr alg bie H\u00e4lfte ber Kopfl\u00e4nge erreidpt, an ber S\u00dfurgel toeidp, au ber folbenf\u00f6rmigejt \u00a9pipe part, im gangen aber fdpm\u00e4ter al\u00e9 podp ifi, fotoie enblidp einem biepten unb toeidpen, babei glatt anliegenbett \u00a9efieber, beffen g\u00e4rbung nadp bem Sllter unb ber Sapreggeit toecpfelt. $n ber SBirbelf\u00e4nte finben ftdp gto\u00f6lf, p\u00f6dpfteng breigepn \u00a3atg;, neun unoertoadpfene St\u00fccfen; unb fteben~ big neun \u00a9dptoangtoirbel; fteben oon ben gunt Sruftbeine gepenben neun Stippenpaaren paben Stippenfnocpen ; bag Sruftbein ift giemlicp groft, oiet l\u00e4nger atg","page":585},{"file":"p0586.txt","language":"de","ocr_de":"586\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9telzo\u00f6gel. Regenpfeifer.\nbreit, hat einen fel)r anfe^nlid^en $amm unb hinten zioei -Ipautbudhten; bie \u00a9abel ift b\u00fcnn unb menig gefpreizt, baS Veden fCad^, ber $anbt\u00ef)eil ber Vorberglieber lang unb fd)m\u00e4d)tig, ftetS l\u00e4nger als ber Oberarmfncc^en, baS \u00a9er\u00fcft ber \u00a3>interglieber lang unb b\u00fcnn, ber \u00a9df)\u00e4bel burd) feine hol)e \u00a9tirn unb bie toeit ge\u00f6ffneten Augenh\u00f6hlen, bie $irnfd)ale burd) gtnei h\u00e4utige \u00a9teilen neben beni gro\u00dfen \u00a3>interl)auptSlod)e ausgezeichnet unb ber Unterliefer zum Unterfd)iebe non allen \u00fcbrigen \u00aenod)en luftf\u00fchrenb. SDie Bunge ift fermai, fcharflantig, oorn ungeteilt, hinten gez\u00e4hnelt, ber Bungenlcrn Inorpelig; ber \u00a9djtunb zeigt leine tropfartige \u00a9rtoeitevung; bie \u00e4ftuSteln beS VtagenS ftnb fdf>tx>ach ; bie Seber ift m\u00e4fjig gro\u00df, bie SDRilz Hein, bie Spiere lang unb grof$, ber \u00a9ierftod einfach u. f. in.\n2UIe \u00a9rbtl)eite beherbergen SRitglieber bief er Familie, felbfl menu man biefelbe im engften \u00a9inne auffafjt. \u00a9htzelne Arten oerbreiten ftch \u00fcber greffe S\u00e4nberftredcn, eine jebe fcheint aber ein gemiffeS \u00a9ebiet unb bez\u00fcglich eine beftimmte \u00a3)ertlichleit mehr ober Weniger zu beoorzugen, minbefienS Zur Brutzeit ftch eine folche zu erz\u00e4hlen, beliebte Aufenthaltsorte ftnb bie \u00ae\u00fcfte beS dReereS ober bie Ufer unb fanbigen \u00a9teilen ber f^l\u00fcffe, \u00a9een unb gr\u00f6\u00dferer \u00a9eid)e, nidjt miitber and) bie \u00a9\u00fcmpfe ober richtiger bie Sdtoore unb ettblich \u00a9ebirgSh\u00f6hen, meld)e non bem fchntelzettben \u00a9chnee gtr>ar betn\u00e4ffert toerben, aber bod) me ber, \u00a9\u00fcmpfe noch 2Roore ftnb. Auf ihren V\u00f6anbermtgen folgen einzelne Arten bem \u00a9em\u00e4ffern, ftreidhen alfo ebenfomohl l\u00e4ngs ber \u00dcReereSt\u00fcftc bahin ober in \u00a9iront; nieberungen fort; anbeve hiugegett l\u00fcmmern ftch zu biefer Beit menig unt baS ihnen befreunbete V\u00dfaffer. V\u00df\u00e4hrenb ber SBrutjeit leben alle Arten paartoeife, aber unmittelbar neben einanber; gelegentlich beS 3ugeS fdhareit fie ftch zu \u00a9efedfd)aften, melche zumeilen zu \u00a9dhm\u00e4rnten anmad)fen l\u00f6ntten; unter allen Umft\u00e4nben aber huit ftch iebe Art foniel als m\u00f6glich zufammen unb nereinigt \u00bbftch ftreng genommen nur fdheinbar mit anberen V\u00f6geln ober auch mit Vertoanbten, inbem fte bie gleiche Dertlid)teit zeitmeilig befud^t.\n3Jlan ift berechtigt, bie Regenpfeifer bie bemeglidhften aller \u00a9telzo\u00f6gel zu nennen, \u00a9ie unb ihre n\u00e4d)fien Vertoanbten fcpeinen leine eigentliche \u00a9ageSzeit zu h\u00fcben; benn fi\u00e9 treiben ftch munter umher, oom borgen bis zum Abenb unb \u00f6ont Abenb bis zunt SERorgen, fdheinen alfo nur gelegentlich ftunben;, oiedeid)t bloS minutenlang zu fd)lafen. 3h1' Sauf ift Oorz\u00fcglidh, ihr $lug leicht unb fchncd; bie eine Vetoegung mie bie anbere erm\u00fcbet fie menig. Bunt \u00a9<hmimnten entfd)lief;en fte ftd) ungern; menn fte es aber thun, erf\u00e4hrt man, bafj fte ftch auch im SSaffer zu ipaufe miffen. f^aft ade Arten laffen ein h\u00e9dt\u00f4nenbeS pfeifen oernehmen unb geben m\u00e4hrenb ber Paarungszeit triderartig oerbunbene -\u00a9\u00f6ne zu h\u00f6ren, ioeld)e man ant liebften \u00a9efang nennen m\u00f6djte. 3hl\u2018 ^eft ift eine einfache Vertiefung, melche' feiten mit ioenigen Halmen auSgelleibet mirb. S)aS \u00a9elege z\u00e4hlt brei ober oier birns ober Ireifelf\u00f6rmige, bunt gefledte \u00a9ier, nie mehr unb nie meniger, melche ftetS fo georbnet m\u00e8rben, bafj ihre \u00a9pipen im SDlittelpunlte ftch ber\u00fchren. Veibe \u00a9Item feilen ftch in baS @efd)\u00e4ft ber Vebriitung, unb beibe f\u00fchren ihre Vrut, melche fofort nad) bem AuSfdhl\u00fcpfen unb Abtrodnen baS Reft oerl\u00e4fjt, anfangs aber oon ber \u00e4Rutter noch gehubert mirb.\n$erb; unb 2\u00f6eid)thiere, V\u00df\u00fcrmer unb Heines 2Baffergetl)ier bilben bie \u00dcRahruttg biefer V\u00f6gel, melche ihrerfeitS zu bem fchmadhafteften SBilbpret z\u00e4hlen unb bemgem\u00e4fj vielfachen Verfolgungen auSgefept finb.\n\u00a9in fepr belanttteS \u00e4Ritglieb ber f^amilie ift ber \u00a9olbregettpfeifer (Charadrius auratus), aud) gr\u00fcner $icbi\u00e7, Vrachh\u00fchndhen, Ader*;, \u00a9aatgrille unb Parber\u00fcogel, Sb\u00fcte ober SD\u00fctOogel genannt unb megeit feines b\u00fcntten \u00a9cpnabelS, ber fd)lanten $\u00fcfje, fpipcit Fl\u00fcgel unb beS golbfarbenen \u00aeleibeS als Vertreter einer befonbern \u00a9ippe angefeben. \u00a9)aS \u00a9efteber ift oben fdhmarz, bid)t mit lleinen, gr\u00fcnen ober golbgelben Rieden gezeichnet, unten rein fepmarz, int iperbfi; lleibe hingegen auf jpalS unb Vruft gelblidhgrau gefledt unb auf bent Vaucpe meifj; bie fdhm\u00e4rzlidhen \u00a9teuerfebern zeigen mei^e Cuerbinben; baS \u00a9dhmarz beS $a!feS mirb burd) ein meifeS Vanb einge;","page":586},{"file":"p0587.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9 o I b r e g e n ^ f e i f c r.\n587\nfa\u00dft, toelcfye\u00eb an ber \u00a9time beginnt unb gegen bie SSruft t)in oerfcfytoinbet. 5)a\u00ea Singe ift bunMbraun, ber \u00a9tijnabel fc^toarg, ber $u\u00a7 fdtjtoarggrau. \u00a3>ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 10, bie S3reite 22, bie $ittigs l\u00e4nge 7, bte \u00a9df)ft>angl\u00e4nge 3 Ye Bolt.\n\u00a3)er \u00a9olbregenpfetfer ift (Stjarafterooget ber \u00fctunbfa unb geh\u00f6rt it;r an inte ber SB\u00fcftenl\u00e4ufer ober, ba\u00ea $tugtjut)n ber SB\u00fcfte. 2Benn man buret) jene SJtor\u00e4fte ioanbert, ttetdbe fid) \u00fcber ben gangen Sterben ber (Srbe erftreden, prt man oon alten \u00a9eiten \u00ef)er ben fdjtoernmt\u00efjigen, faft \u00fc\u00e4glidjen Stuf biefe\u00ea SSogel\u00ea erfdfjaKen, fietjt it)n S\u00dfaar bei 5\u00dfaar, in ffeinen \u00fctruppg, xn Familien unb in galftreidjen ^t\u00fcgen\n\u00dcDer \u00a9otbregenpfeifer (Charadrius auratus) itnb SD\u00ceornell (Eudromias Morinelhis). % ber nat. \u00a9r\u00f6fje.\nje nadt) ber Beit be\u00ea \u00a9ommer\u00ea, begegnet it)m \u00fcberall, toot)in man ftd) auct) ftenbeit mag; benn ein ^\u00dfaar too^nt bid&t neben bem anberen, unb ber 3>\u00e4ger, toetdjer Ijier it)n ftd) gur 23eute au\u00eberfte\u00efjt, \u00efann oom fr\u00fchen SJtorgen big gum fp\u00e4tett Slbenb ununterbrochen feiner 3>agb obliegen, \u00a9oioeit bie \u00efunbra nad) \u00a9\u00fcben hin reicht, fotoeit finbet man audb biefen Stegenpfeifer unb gtoar al\u00ea toirftid^en \u00a9umpfooget, ioetdfjer audt) bie bem SJienfd^en ungug\u00e4nglid)en \u00a9teilen betoo^nt. \u00a9egen ben 57. \u00a9rab ber n\u00f6rblidjen SSreite t)in beginnt er fettener gu toerben, unb fdC;on in SBeutfdjlanb br\u00fctet er nur fet)r eingeln. Slber er befugt unfer SSatertanb attf\u00e4^rtict) gtoeimat gelegentlich feiner Steife nadf) bem","page":587},{"file":"p0588.txt","language":"de","ocr_de":"588\n\u00a3ie \u00fcfiufer. \u00a9felgt\u00f6gel. Regenpfeifer.\n\u00a9\u00fcben, ttelche ev mit \u00a9nbe [Septembers beginnt unb im SD\u00ce\u00e2rg beenbet.* Bft ber Sinter gelinbe, fo fccrtoeift einer unb ber anberc aud; in ben bagttifd;en liegenbctf Monaten als \u00a9aft im mittleren Oeutfcfjlanb; ba3 gro\u00dfe #eer aber geht weiter f\u00fcblid;, ton Sapplanb unb ginnlcmb au3 bis in bie SRittelmeerl\u00e4nber, ton Rorbaften cm3 bis Rorbinbien unb \u00a9hina, unb ton bem hohen. Rorben RmerifaS auS bis nad; bem \u00a9\u00fcben ber bereinigten \u00a9taaten. Oie Reife wirb gett\u00f6l;nlid; in \u00a9efetl; fc^aft angetreten unb l;auptf\u00e4dhlid; tt\u00e4hreitb ber R\u00e4cht auSgefprt. Oie gie^enben Regenpfeifer fliegen babei fel;r l;od;, guttcilen regellos, mcift aber in einem georbneten $eile nad; Rrt unfcreS $ranid;3. bei \u00a3age ruht fold^e b\u00dfanberfd^ar auf einer geeigneten Oertlichfeit aus unb nimmt gutter ein: baS \u00a9onberbare babei aber ift, ba\u00df OieS gew\u00f6hnlich auf gelbem unb nur auSnahmStteife in ober an \u00a9\u00fcmpfett gefd;ieht.\n3n feinem S\u00dfefen unterfdjeibet fid; ber \u00a9olbregenpfeifer Wenig ton.anberen feiner Rrt unb feiner gamilie. \u00a9r ift ein munterer, fl\u00fcchtiger bogel, tteld;er toortrepd; l\u00e4uft, b. $. entweber zierlich einherfd;reitet ober \u00fcberaus fc^nett ba^inrennt unb nur nad; langem Saufe ein ttenig ftid Mt, iteld;er rafch unb getoanbt fliegt, beim Ourd;meffen gr\u00f6\u00dferer \u00a9ntfernungen nad; Rrt einer fl\u00fcchtigen Orube bahineilt, in ber R\u00e4ljc bcS RefteS aber fid; in allerlei fdjbnen \u00a9d;ttenfungeu unb glugf\u00fcnfien gef\u00e4llt, beffcn WohlflingenbeS, heHt\u00f6nenbeS pfeifen, ben \u00a9ilbeit \u201e\u00a3I\u00fci\" ettta tergleid)bar, tro| feiner fd;tterm\u00fcthig erfd;einenben Betonung, angenehm ittS Ohr f\u00e4llt, tteld;er aber auch tu ber Beit ber Siebe gu einem gefangartigen dritter \u201e\u00a3al\u00fcbltal\u00fcbltal\u00fcbltal\u00fcbl\" fid; begeiftert, beffen \u00a9inne unb geiftige g\u00e4higfciten ttohl entttidelt finb, unb Welcher ftch au\u00dferbem noch burch feine \u00a9efeHigfeit, griebfertigfeit, feine Siebe gur (Sattin unb gur brut, bie Rufopferung, ttelchc er biefer gegen\u00fcber gu erfernten gibt, feine leichte 3\u00e4hmbarfeit unb anbere gute \u00a9igenfd;aften fe^r empfiehlt. SB\u00fcrmer unb. \u00c4erbthierlarten bilben bie Hauptnahrung; im \u00a9ommer fri\u00dft er faft auS= fd;lie\u00dftid; \u00a9techm\u00fcden in allen SebenSgujt\u00e4nben, gelegentlich be\u00ea BugeS Heine $\u00e4fer, \u00a9d;neden, Regentt\u00fcrmer unb bergleichen, terfchludt aud;, um bie berbauung gu bef\u00f6rbern, tiele Heine Ouarg= f\u00f6rnchen. OaS SBaffer ift ihm unentbehrlich, ebenfottohl bcS StrinfenS als beS babeuS halber, unb ttahrfcheinlich l\u00e4\u00dft er feinen Stag oor\u00fcbergehcn, ohne fein \u00a9efteber gu ttafd;en unb baburdh gu reinigen.\nOer \u00a9olbregenpfeifer niftet eingelu in unferm baterlanbe, fo g. b. auf ben \u00a3aiben SR\u00fcnfter-lanbS, nach Raumann aud; in ber l\u00fcneburger \u00a3aibe unb in Sefij\u00fctlaitb; feine eigentlichen brutpl\u00e4he finb febod;, ttie bemerft, in ber Stunbra gu fud;en. Hier fielt man bie'artigen Siebe\u00eafpiele be3 9R\u00e4nnd;enS all\u00fcberall unb hier finbet man, ol;ne fid; angujirengen, leid;t Refter mit \u00a9iern ober Bungen in hinreichenber Rlenge. OaS Rt\u00e4nnd;eit fd;ttenH ftch felbftgefaUig in ber Suft, fchttebenb unb babei fmgenb, fliirgt ftch gum R\u00dfetbdhen herab, umgeht biefeS nidenb, ab unb gu einen gl\u00fcgel breitenb, unb baS Seibdhen ertribert bie SBerbung, fogut eS terntag. \u00a9ine flcine napff\u00f6rmige feichte bertiefung, ttelche bon le^terem au\u00eagefdjarrt unb h\u00f6dhfienS mit einigen b\u00fcrren \u00a7\u00e4lmd;en belegt ttirb, bient gum Refte. OaS \u00a9elege beftcht auS ber \u00fcbtid;en Rngahl berh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fehl' gro\u00dfer, freifelf\u00f6rmiger \u00a9ier, ttelche fid; burch ihre glatte, glanglofe, feinf\u00f6rnige \u00a9d)ale, ihre tr\u00fcbe ober bleid;; olioengelbe \u00a9runbfarbe unb bie reiche, in berfdjiebener SBeife Ocrtheilte, gutteilen frangf\u00f6rmig unt baS \u00a9i laufenbe, auS Ounfelfdhttargbraun ober braunroth geniifchte Beichnitttg fenntlid; machen, aber vielfach abttechfeln. Be nach u\u00f6rblichen ober f\u00fcblichen Sage beS SSohnpla^eS ift baS \u00a9elege fr\u00fcher ober fp\u00e4ter bollft\u00e4nbig. Oie Bungen tterben noch am erfien Stage ilreS SebenS bem Refte entf\u00fchrt unb bringen bie ihrer gamilie eigenth\u00fcmlid;e \u00aeunft be3 berftedfenS fogufagen mit auf bie 2Belt. beibe \u00a9Hern fe^cn, ttenn fie B\u00ab\u00bb9e haben, febe R\u00fccfftdht au\u00ea ben R\u00fcgen unb betteifen eine itahrhaft r\u00fchrenbe B\u00e4rtlidhfeit gegen bie Bungen. SBerben bie erften \u00a9ier geraubt, fo entfehtiejjt ftch ba3 Spaar gu einer gtteiten brut; in ber Regel aber br\u00fctet eS nur einmal im Bahre.\nBm Rorbeit ftetlen bie \u00a9belfalfen ben Riten, bie \u00a9i\u00eaf\u00fcdhfe, S\u00dfielfra\u00dfe unb anbere SRarber, buffarbe, Raben unb Raubm\u00f6oen ben Bungen, leidere iit\u00eabefoitbere audh ben \u00a9iern nach- 3\u00f6\u00e4l;renb ber SBinterreife Verfolgt fie ba3 gefantmte Raubgeg\u00fcdht mehr ober tteniger. Oem Bager gegen\u00fcber","page":588},{"file":"p0589.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9olbvegenpfelfer. RtorucU.\n589\npflegt \u00dfdp \u00fcbrigen^ ber giepenbe \u00a9olbregenpfeifer toor\u00dfdptig gu geigen, unb febenfad\u00ea unterfdpeibet er ipn non bem Sanbmann unb ipirten fepr gut. 2Ser ben Sodton nad;guapmcn toerftept, \u00efann \u00fcbrigen\u00ea bie giepenben \u00a9o\u00efbregen^fetfer gu \u00dfdp peranrufen, unb ebenfo laffeu fte fid; in einen eigen\u00ea f\u00fcr fie geftellten .\u00eeperb loden. Oa\u00ea S\u00dfilbpret ttoirb pod;gefd;\u00e2pt, obg\u00efeid; e\u00ea im jperbfte gutoeilen etma\u00ea tpranig fdpmedt.\nOie neuere Rogelfuube Verlangt, ba\u00df man ben SRornellregenpfetfer unb bie iprn \u00e2pnlidp gef\u00e4rbten Rertoanbten in einer befonbent Sippe, al\u00a7 Sllpenregenpfetf er (Eudromias) auff\u00fcprt. 3u bereit \u00aeenngeidpen gibt man an, ba\u00df ber Scpnabel b\u00fcntt, gerabe, podpr\u00fcdig, oben in ber Riitte feiner S\u00e4nge eingebr\u00fcdt, \u00ee\u00e4rger als\u00bb ber greffe $opf ift, bie S\u00e4ufe ooru get\u00e4felt, nidpt mafftg genest finb, unb ber fogenannte Slfter\u00df\u00fcgel \u00dfdp bebeutenb oerl\u00e4ngert. Stud; auf bie F\u00e4rbung ttoirb \u00a9etvidpt gelegt, ba fte bei ben toertoanbten Slrten \u00dfcp fepr \u00e2pne\u00eft.\nOer \u00fcRornell; ober \u00dcRoriuell;, audp lappl\u00e2nbifd;er, tartarifdper, fibirifd;er, bummer Regenpfeifer, S\u00dfoffenrei\u00dfer, \u00a9itronen; unb ^pommeraugentoogel genannt (Eudromias Morinellus), tr\u00e4gt ein \u00aeleib, toeldpe!\u00bb ber 23obenf\u00e4rbung einer \u00a9ebirg\u00eapalbe tortrefflidp entfpridpt. Oa\u00ea \u00a9e\u00dfeber be\u00ea Oberlorper\u00ea ift fcpt\u00fc\u00e4rglidp, ttegen ber ro\u00dfrotpen $eberr\u00e4nber tinter gegeidpnet, ber graue $opf burcp einen fcpmalen fdptoargen unb einen meinen \u00a9\u00fcrtel toon ber SSruft getrennt, biefe roftrotp, bie Itnterbruft in ber SRitte fdptoarg, ber Oaudp ioei\u00df; \u00fcber ba\u00a7 Sluge toert\u00e4uft ein breiter Iid;ter, int Raden gufammentaufenber (Streifen. Oas> Sluge ift buntelbraun, ber Sdpnabel fdptoarg, ber $u\u00df gr\u00fcnlicpgelb. 3m .Iperbfttteibe ift ber Obert\u00f6rper tief afdpgrau, ber Obertopf tief fcpm\u00e4rglidp unb roftgelb gemifcpt, ber Streifen \u00fcber bem Sluge bla\u00dfroftgelb, bie Ober; bruft grau, ber \u00fcbrige Unterf\u00f6rper toei\u00df. Oa\u00ea S\u00f6eibcpen ift minber fdp\u00f6n, bem 9R\u00e4mtd;en aber \u00e4pttlidE). Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 8% bi\u00ea 9, bie 23reite 18, bie ^ittigl\u00e4nge 5%, bie Sdpttang* l\u00e4nge 23/4 Boll.\n\u00a9elegenttid; einer Reutpierjagb auf ben .Jpoctjr\u00fcden ber $felb\u00bb be\u00ea Ootoregebirge\u00ea unb unmittelbar unter ber \u00a9renge bes> fd;metgenben Sd;nee\u00bb lernte idp ben SRornell guerft als! Stanbtoogel fennen unb fp\u00e4ter fattb idp, ba\u00df er \u00fcberall int Rorben, aber nur an \u00e4pnlid;en Orten gefunben ttoirb, gegen ba\u00ea Rorbfap pin allerbing\u00ea auf nichtigeren Oergr\u00fcden, immer aber im Sllpengebiete, alfo niept in ber eigentlichen Ounbra. Oie\u00ea ftimmt mit ben an anberen Orten gefammelten \u00a9eobad;tungen \u00fcberein. So bettoopnt ber 23ogcl in Oeittfdplanb regelm\u00e4\u00dfig bie p\u00f6dpfteit |)\u00f6pen be\u00a7 Riefengebirge\u00eb, in \u00a9ro\u00dfbritannien ba\u00ea fcpottifd;e ipod\u00dfanb, unb int f\u00fcblidpen Sibirien, laut Rabbe, bie alpinen SSerg\u00df\u00e4cpen \u00fcber ber \u00efunbra in einer ^\u00f6pe ton 7500 bi\u00ea 8000 $u\u00df \u00fcber bent SReere, eingcln fogar nodp \u00a3>\u00f6pen toon 10,000 $u\u00df unbebingter ^\u00f6pe. \u00a9elegentlid; feiner S\u00dfinterreifen befucpt er Oeutfd;tanb, $rantreidp, Ungarn unb Rorbitalien fepr regelm\u00e4\u00dfig, giept aber nidpt meiter al\u00ea bt\u00e9 in bie SRitteU meerl\u00e4nber ober bie biefen cntfpred;enben SRittela\u00dfen\u00e4 unb \u00fcbermintert alfo fd;on in Spanien, \u00a9riedpenlanb unb bei* \u00dct\u00fcrfei ober in ber Oartarei unb Reiften. SBapr\u00dfpeinlid; nimmt er audp in ber SSinterperberge auf \u00a9ebirgett feinen Staub; Oie\u00ea mag bie Urfad;e fein, ba\u00df er toon ben bort beobad;tenben ^orfdpern immer al\u00ea feltene \u00a9tfepeinung betradptet ttoirb. \u00a9r toerl\u00e4\u00dft bereite im Sluguft feine Heimat unb fommt feiten fr\u00fcper af\u00f4 int Slpril bapin gur\u00fcd, beginnt aber freilidp fofort naep feiner Slnfunft ba\u00bb S3rutgefdp\u00e4ft. Seine S\u00dfanberung tritt er in Heineren ober gr\u00f6\u00dferen \u00a9efelt; fdpaften an, unb m\u00e4prenb ber Reife beioegt er \u00dfd; ebenfomopl bei \u00a3age al\u00ea bet Racpt.\n3d; g\u00e4ple ben SRorneU gu ben angiepenbften SRitgliebern feiner Familie; e\u00ea mag aber fein, ba\u00df ' biefenigett, toeldpe id; beobad;ten lonnte, mid; befonber\u00ea feffelteu, ioeil \u00dfe gerabe br\u00fcteten. SRatt pat biefen S\u00dfogel al\u00ea btintm unb albern toerfd;rien: \u2014 idp fattit biefe 5ln\u00dfd;t nidpt gu ber meinigen utadpen. Sltlerbing\u00ea geigt er auf feinem Orutplape menig Sd;ett toor bem R\u00eeenfcpen, gettoi\u00df aber nur, toeil er biefen in feiner \u00dfdperett ^)\u00f6pe fo feiten gu feben befommt. \u00a9rf\u00e4prt er ttirflie\u00df SSerfolgung, fo","page":589},{"file":"p0590.txt","language":"de","ocr_de":"590\n\u00a9te S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gef. Sftegenofeifer.\ntotrb er fe^r balb fdfjeu unb betoeift bann beutlict; genug, baft et* ben Vermanbten nidjt nad)ftel)t. \u00a9eine Haltung ift fehr gierlid), bei* \u00a9ang anmutig unb Be\u00c7enb, babei leicht unb rafdj, ber $lug \u00e4ufterft gemanbt, mettn \u00a9ile not\u00efjthut, hfeilfchned, burch mttnberoode \u00a9cBmenhtngen nod^ befonber\u00ea au\u00ebgegeichnet, feine \u00a9timme, ein fanfter, fl\u00f6tenartiger, pc^ft angenehmer Oon, melcher burch bie \u00a9ilbe \u201eO\u00fcrr\" ober \u201eO\u00fcr\u00fc\" ungef\u00e4hr au\u00eagebr\u00fcdt merben mag, fein SBefen lieben\u00eam\u00fcrbig, frieblidf) unb gefedig. Vtan barf ihn unbebingt bie anmuthigfte (Srfc^einuug jener Hochgebirge nennen; benu toenn man ihn einmal lernten gelernt hat, fudjt man an allen geeigneten Orten nach ihm unb bemerft Balb, baff er gur Velebung biefer oben \u00a9egenb mefentlich mit Beitr\u00e4gt. Stuf ben \u00a9chneefelbent felBft unb gmifchen ben \u00fcberall abm\u00e2rt\u00ea flieftenben S\u00df\u00e4ffern treibt er ftid feinSBefen, mit jebem anberen 35ogel, melier ba oben oorfommt, in ^rieben lebenb, fooiel Oie\u00ea oon ihm abh\u00e4ngt, auch bem \u00cfRenfdien, melier bi\u00ea gu ihm empor fteigt, fo oertrauenb, baft er Oor ihm bahinl\u00e4uft mie ein gahmeS \u00a3>uhn, baft man meint, ihn mit jp\u00e4nben greifen ober mit bem \u00a9tode erfdjlagen gu f\u00f6mten. Stur derjenige aber, melcher baS H\u00e4rchen umringt fleht Oon ben brei ober oier flehten B\u00fcchlein, fann bie gange Sieblichfeit unb SInmuth biefe\u00ea Vogels m\u00fcrbigen. Stuf jenen \u00a3\u00f6hen finbet man im 2Jtai unb 3uni baS einfache Stefl, eine flach auSgefcharrte, mit einigem trodneu \u00a9emurgel unb \u00a9rbflechten auSgefleibetc \u00a9rube, in melier oier, oft aber nur brei \u00a9ier oon bimf\u00f6rmiger \u00a9eftalt, feiner unb glatter, glattglofer \u00a9df>ale, hellgelbbr\u00e4unlicher ober gr\u00fcnlicher F\u00e4rbung unb buttfler, unregel; m\u00e4\u00dfiger fttedengeidjnung liegen. Oie Gutter ft^t auf bem riefte fo feft, baft fie ftch faft ertreten laftt; fte meift aber auch, mie fehr fie auf ihr Vobengemanb oertrauen barf.\tSBenn erft bie\nB\u00fcchlein auSgefc&t\u00fcpft ftnb, gem\u00e4hrt bie Familie ein reigenbeS Vilb. 3<h h\u00fcbe eS nur einmal \u00fcber mich vermocht, ein $]3\u00e4rd)en nebft feinen Sungett gu tobten, anberen aber fein Seib anthun f\u00f6nnen; benu baS \u00a9ef\u00fcljl \u00fcberioog ben \u00a9ammeleifer. StngefichtS beS SDlenfd^en Oerftedt fleh SDtutter, melche Sunge f\u00fchrt, meifterhaft, m\u00e4hrenb bei* Vater feine Veforgnift burdj lautes \u00a9dreien unb \u00e2ngftliche\u00ea llmherfiiegen gu erfeuneu gibt. Oie Gutter l\u00e4uft, hinft, flattert, taumelt bicht oor bem \u00a9t\u00f6renfrieb einher, fo nah, ^aft bie mich begleitenben Sappen fiep, mirflid) t\u00e4ufdjen liefen, fte eifrig \u00bberfolgten unb bie fleinen, nieblichen B\u00fcchlein, melche ftch geb\u00fcdt hatten, Oodft\u00e4nbig \u00fcberfahen. Unmittelbar oor mir lagen fte alle brei, bett \u00a3alS lang auf ben Voben geftredt, jebeS eingelne theilmeife hinter einem \u00a9teindjen Oerborgett, bie flehten, heften Sleugleitt ge\u00f6ffnet, ohne Vetoegung, ohne burch ein Beiden baS Beben gu oen*athen. 3<h fianb bicht oor ihnen, fte r\u00fchrten ftch nicht. Oie Sllte f\u00fchrte meine Saften meiter unb meiter, t\u00e4ufchte fte umfomehr, je l\u00e4nger bie Verfolgung m\u00e4hrte; ploplich aber fdfjmang fte ftch auf unb lehrte pfeilfchited gu bem Orte gur\u00fcd, mo bie jungen oerborgen m\u00e4ren, fah mich bort flehen, rief, gem\u00e4hrte feines oon ben \u00c4inbcrtr unb begann baS alte \u00a9piel oon neuem. 3<h fammelte bie B\u00fcchlein, melche ftd; mittig ergreifen liefen, nahm fte in meine \u00a3\u00e4ttbe unb geigte fie ber Gutter. Oa lieft biefe augenblidlich ab Oon ihrer Verkeilung, fam bidt)t an mich heran, fo nah, *>aft idf) fte mirflich h\u00e4tte greifen f\u00f6nnen, bl\u00e4hte baS \u00a9efteber, gitterte mit ben kl\u00fcgeln unb erfdp\u00f6pfte ftch in allen ihr gu \u00a9ebote ftehenben \u00a9eberben, um mein \u00a3erg gu r\u00fchren. Von meinen ^\u00e4nben aus liefen bie \u00efleinen Oingercpen auf ben Vobett herab, ein unbe; fchreiblidjer Stuf oon ber SCRutter \u2014 unb fte mareit bei ihr. Stun fefcte ftch bie Sllte, gleichfam im Uebermafte beS \u00a9l\u00fcdeS, ihre \u00c4inber mieber gu haben, oor mir nieber, huberte bie kleinen, mcld^e ihr behenb unter bie Gebern gefcpl\u00fcpft marett, mie eine jpenne, unb oermeilte mehrere \u00dcMnuten auf berfelbett \u00a9tede, oiedeid)t meil fte meinte, jefet ein neue\u00bb SJtittel gum \u00a9dgupe bei* geliebten \u00aeinber<hen gefunbett gu haben. 3d) touftte, baft icp meinem Vater ujjb anberen Vogelfunbigeit bie gr\u00f6ftte greube gemacht haben m\u00fcrbe, h\u00e4tte ich ihnen 3\u00bb^ge int Ounenfleibe mit heimgebracht; aber ich Oermochte e\u00a7 nicht, S\u00e4ger gu fein. Seiber benfen gemiffe \u00a9ierfammler attbev\u00ea: ihnen Baben mir bie hauptf\u00e4djlichfte \u00a9chulb gugufchreiben, baft ber liebliche Vogel auf unfern norbbeutfehen Silben, auf ben ^>\u00f6hen be\u00ea S\u00eeiefengebirgel faft au\u00eagerottet morben ift.\nSB\u00e4hrettb be\u00ea 3u9e^ ber SJtorned ade \u00a9efahren, meld;c bem \u00a9olbregenpfeifer brohett unb mivb megen feiner harmlofen 3u^aulidhfeit mohl noch \u00f6fter erlegt als jener, \u00a9ein VMlbfmet ift","page":590},{"file":"p0591.txt","language":"de","ocr_de":"2ft orneU. glu\u00dfregeiU'f etfer.\t591\nfrei\u00fcc^ ba\u00ea gavtefte unb mohlfcfmedenbfte toon altem geberftilb; e\u00a7 \u00fcbertrifft felbft ba\u00e8 ber \u00a9cfueffenarten.\n2luf flauen \u00aeie\u00f6 ; unb \u00a9anbufern ber f\u00c7X\u00fcffe unb ebenfo an bev f \u00fcfte be\u00ea QReere\u00ea, immer aber an freien \u00a9S\u00e4ffent, nicft an \u00a9\u00fcmpfetr, treiben fid) auef in Oeutfcflanb mehrere Slrten ber Familie untfer, toeldje fid; fennzeicfneu burcf toerf\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig geringe \u00a9r\u00f6\u00dfe, fcfmadjen \u00a9cfn\u00e4bet, lange, fptfce Fl\u00fcgel unb ein fefr \u00fcbereinfiimntenbe\u00ea \u00a9efteber, melcfe\u00ea auf ber Oberfeite fanbfarbeit, auf ber Unterfeite mei\u00df au^fteft unb burcf ein jpaBbanb gefcfm\u00fcdt mirb, me\u00eafalb benn bie bez\u00fcglichen Slrten unter bent tarnen Ufer Pfeifer (Aegialites) zufanunengeftettt m\u00fcrben.\nOie befanntefte 2Irt ber \u00a9iffe ift unfer ^lu\u00dfregenffetfer (Aegialites minor), aud) Heiner fdjmarzb \u00e4nbiger, baltifcfer Siegen; ober \u00a9tranbpfeifer, \u00a9anb= ober \u00a9ra\u00ea; l\u00e4ufer, \u00a9anbf\u00fcfndjen unb \u00a9eelercfe genannt, ein \u00a9ogel, melcfer unfere Serene mirflid) faum \u00fcbertrifft, ba feine S\u00e4nge nur 6V2, feine \u00a9reite 13, bie $ittigl\u00e4nge 4V., bie \u00a9cftoanzl\u00e4nge 3V3 3ott betr\u00e4gt. Oie \u00a9Saugen, ber \u00a9cfeitel unb ber Oberd\u00f6rfer fittb erbgrau, bie Unterteile bt\u00f6 anf bie jpat^zeiefttung toei\u00df; auf ber \u00a9tint fteft ein fdjmale\u00ea fcfmarze\u00ea \u00a9anb, an roelcfeio fid) ein breite\u00ea toei\u00dfe\u00a7 reift, melcfe\u00f6 mieberunt nad) hinten zu burcf ein fcfmarze\u00ea begrenzt mirb; bie B\u00fcgel ftnb fcfm\u00e4rzlicf, ber \u00c4ropf unb ein toon ifnt aug na\u00eff finten ftcf z^e^en^e\u00ea \u00a9anb tieffdftoarj. Oa\u00ea \u00a9uge ift bunfelbrautt, ein ziemlich breiter fRtng um baffelbe f\u00f6nigggelb, ber \u00a9cfnabel fefmarz, ber gu\u00df r\u00f6tflicfgrau. \u00a9eim \u00a9Seibcfen ftnb bie f\u00e4rben bl\u00e4ff er; ben jungen feflt ba3 feftoarze \u00a9tirnbanb.\nOer \u00a9erbreituttg\u00eafrei\u00ea be\u00ea $lu\u00dfregenffeifer3 fonnte bi\u00ea jejjt nod) nicft feftgeftel\u00eft merben. ttftatt fat ifn in ganz \u00a9urofa, in einem gro\u00dfen Ofeile toon Slfrifa unb ebenfo faft in ganz gefunben. Oie f\u00fcblicfen \u00a9egenben ber\u00fcfrt er nt\u00f6glicfermeife nur m\u00e4frenb feine\u00ea 3uge3, toelcfer ifn im \u00a9uguft ober \u00a9eftember toon un\u00ea megf\u00fcfrt unb ifn im 9R\u00e4rz ober \u00a9eftember un\u00ea Uneben bringt; nod) im \u00e4u\u00dferfien \u00a9\u00fcben \u00a9urofa\u00ea aber geh\u00f6rt er unter bie \u00a9rutto\u00f6gel. \u00a9orben f\u00e4lt er ft cf fa\u00df au\u00ean\u00fbfm\u00ealo\u00ea an ben Ufern toon \u00a9innengeto\u00e4ffern, fern toom \u00e4fteere auf; in ber \u00a9Sinter; ferberge betoorzugt er \u00e2fnlicfe Orte, fornrnt jebod) gelegentlich auef einmal ant \u00a9eeftranbe toor. \u00a9r reift in gro\u00dfen \u00a9efettfefaften unb h\u00e4lt ftef in ber \u00c7rernbe ftet\u00ea in ziemlichen \u00a9cfUo\u00e4rnten znfammett.\n\u00a9ein \u00a9etreigen unterfefeibet ifn in gemiffer ^nnfteft toon ben genannten \u00a9erlaubten; ein eefter ^Regenpfeifer ift er aber boef: toie alle \u00a9lieber feiner Familie, halber SRacfttoogel, alfo befonber\u00ea im Bmielicft rege, in \u00e4Ronbfcfeinn\u00e4cften lebenbig, jebod; aud) \u00fcbertagS tf\u00e4tig. \u00a9eine \u00a9ettoegungen finb le\u00fcft: er fantt ungemein fefnett laufen unb toortrefflicf fliegen, tfut leftere\u00ea in ben ttftittag\u00ea; ftunben aber nur feiten, m\u00e4frenb er be\u00ea Slbenb\u00eb unb 9Rorgen\u00ea feine \u00a9eiuegung\u00f6luft in feber \u00a9Seife Zu erfennett gibt. Oer Socftbn l\u00e4\u00dft ftef burcf bie \u00a9\u00fcbe \u201eOia\" ober \u201eOe\u00e4\" ungef\u00e4hr miebergeben, ber \u00a9Sarnung\u00earuf Hingt mie ein furz ctu\u00eagcffrochene\u00ea \u201eOi\u00fc\", bie Siebe\u00eatooerbung, ein f\u00f6rmlicher \u00a9efang, mie \u201eO\u00fcf, b\u00fc, b\u00fcH, b\u00fcE, i\u00fcll\u00fcl, l\u00fctt\", mit einem dritter enbigenb. \u00a9ein \u00a9Sefen gef\u00e4llt Sebermantt. \u00a9r lebt mit attberen feiner 2lrt in ^rieben, fleine tttaufereien im \u00a9nfange ber \u00a9rut; Zeit etma abgerechnet, f\u00e4ngt mit unglaublicher Siebe an feinem \u00a9atten ober an feiner \u00a9rut, begr\u00fc\u00dft jenen nad) f\u00fcrgefter \u00a9btnefenfeit burcf O\u00f6ne, \u00a9eberben unb \u00a9tettungen, zeigt ftef ba, mo er gefefont mirb, \u00e4u\u00dfer\u00df ^utraultd^, ba, mo er \u00a9erfoiguitgen erfahren mu\u00dfte, baib fefeu unb toor\u00dfdhtig, unb gem\u00f6fnt ftef, felbft alt gefangen, halb an ben \u00a9erluft feiner ^reifeit, mirb auef in ber tttegei fefr Zafnt. \u00a9eine tttafrung befteft au\u00e4 toerfc^iebenen ^erbtfieren unb bereu Sartoen, auef mofl au\u00ea ttftufcfeln unb fleinen \u00a9Seicftfieren; er menbet \u00a9teine um unb jagt felbft int \u00a9Saffer, trinft oft unb toiet unb habet ftd) ein ober z^ei 9Ral t\u00e4glicf, mie benn \u00a9Saffer \u00fcberfauft ein mafre\u00ea Seben\u00ea; beb\u00fcrfni\u00df f\u00fcr ifn ift.","page":591},{"file":"p0592.txt","language":"de","ocr_de":"592\nSie Sciufer. \u00abStefgV'ij\u00dfel. \u00dftebipe.\n\u00aeag W/ eine einfache Vertiefung, tnelpe fid) bag VMbpen auggefrapt unb gugerunbet pat, fie^t regelm\u00e4\u00dfig auf \u00efieftgcn \u00a9treefen ber ^lu\u00dfufer, metpe Boraugftptlip einer Ueberfpmernmung nid^t au\u00eagefe^t inerben, manchmal einige punbert \u00a9fritte Bom Staffer entfernt, unb enth\u00e4lt um bie SO\u00ceitte beg 9Rai Bier niebtipe \u00a9ter, bereu F\u00e4rbung bem liefet ringsum t\u00e4ufpenb \u00e4hnelt. Spre garte, glanglofe \u00a9d^ale ift auf bleiproftgclbem \u00a9runbe mit afpgrauen Unter' unb fpmargbrauuen gr\u00f6beren unb feineren Oberflecfen unb f\u00fcnften gegeipnet, gumeiten frangartig. tfebertagg br\u00fcten bie \u00a9Item fe\u00c7r menig; bie \u00a9onnenftrapten ftnb aup Bo\u00fcft\u00e4nbig ftarf genug, um eine gleichm\u00e4\u00dfige \u00a9ntmidlung be\u00ea ^eime\u00ea gu Bennitteln; bei Regenmetter aber unb naptg fipen bie Arten Biel auf ben \u00a9iern; menigfteng nimmt man an, ba\u00df ftp beibe \u00a9atten abtoepfeln. Rap funfgepn big fiebgepn Sagen fpt\u00fcpfen bie jungen aug unb Berlaffen, fobalb fte abgetrodfoet ftnb, bag Reft mit ben \u00a9Item, melpe nun ebenfo mie bie Vertoanbten alle \u00e4\u00e4rttipfeit, bereu fte f\u00e4pig ftnb, an ben Sag legen. Anf\u00e4nglip tragen bie \u00a9Item bie Agung ben jungen im \u00a9pnabet gu; fpon uap ein S\u00dfaar Stagen aber ftnb biefe pinl\u00e4nglip unterrid;tet, um fip felbft gu ern\u00e4hren. S>ag Verftedfpielen Berftepen .fte Born erften Stage ipreg Sebeng an. Sn ber britten SBope ipreg SDafeing f\u00f6nneu fte, laut Raumann, bie tS\u00fcrforge ber \u00a9Item bereitg entbehren; bod^ galten fte ftp gu biefen, big fte B\u00f6ttig eriuapfen ftnb, bleiben felbft m\u00e4prenb beg nod) in \u00a9efettfpaft iprer \u00a9rgeuger..\nlieber bie Sagb unb ben gang brauet nap bem fr\u00fcher Angegebenen Riptg mepr erm\u00e4pnt gu merben.\n$\n*\n\u2756\ngr\u00fcner fap man and) bie $iebipe (Vanelli) alg Regenpfeifer an; gegentu\u00e4rtig pflegt man fte in einer befonberu \u00a9ruppe, melpe mir iamilte nennen motten, gufammengufaffeu, meil fie ftp burp i^re betr\u00e4chtliche \u00a9r\u00f6\u00dfe, ben m\u00e4\u00dfig ftarfeu \u00a9pnabet, bie popen S\u00e4ufe unb bie oft Biergepigett 5\u00fc\u00dfe geu\u00fcgenb unterfdpeiben. Vei einigen Bott iptten oertangert fich bag \u00df'opfgefteber gu einer \u00dfaubc, anbere tragen \u00a9porett am gl\u00fcgelbugc, einige einen fonberbaren \u00e4pautfpntud am \u00a9cpttabelmtnfel. \u00aeie \u00a9efcplecpter unterfdpeiben fiep gem\u00f6pntip niept ober bop nur menig Bon cinanber, unb bie jungen erpalten fepr halb bag auggef\u00e4rbte \u00aeleib. \u00a3)er innere Vau beg Seibeg \u00e4pnelt in allem A\u00dfefentlipen bem ber Regenpfeifer.\nfiebipe gibt eg auf ber gangen \u00a9rbe, in atten \u00a9urteilt unb in atten \u00dflimaten; aber bie Aufent; paltgorte ber eingelnen Arten ftnb fepr Berfcpieben. \u00a3)ie tttteprgapl liebt bag S\u00f6affer unb entfernt fiep feiten meit Bon ipnt, ficbelt fiep menigfteng an \u00a9\u00fcntpfen an; eingelne Jebop bemopnen auep bie b\u00fcrre \u00a9teppe ober bie S\u00df\u00fcfte unb erfepen in erfterer gemifferma\u00dfeu bie RemtB\u00f6gel. Spre \u00a3ebeng; meife pat mit ber ber Regenpfeifer Biele Aepntipfeit, aber boep manepeg \u00a9igentp\u00fcmlicpe. Vor Allem geid)ttett bie ^iebipe ftp aug burep gro\u00dfe Regfamfeit uttb Vorjtpt, unb boep audp burep eine gemiffe gubringlipe Reugier, \u00a9ie merben begpalb unter atten Umft\u00e4nben gu S\u00f6arnern berjenigen Spiere, meldpe auf fte aepten motten unb bringen bem S\u00e4ger oft fepmereg #ergeleib. \u00a9elbft ber gorfper, melcpeu ipr muntereg Treiben aufg k\u00f6pfte befriebigen mu\u00df, mirb burp fte gu 3oru= unb Rape--gef\u00fcplen Berleitet; benn fte ftnb f\u00e4pig, ipm empftublicpen \u00a9epaben gugufiigen. Alle ^iebipe lieben bie \u00a9efettigleit, palten ftp jebop ftetg paarmeife gufantmen. \u00a9elbft in ber SBinterperberge mirb eg leiept, bie Bereinigten \u00a9atten gu erlernten, unb fepon bie Sungen m\u00e4plen ftp, mie eg fepeinen mill, ben Sebenggef\u00e4prten. Au ber \u00a9efettfpaft anberer V\u00f6gel ober Spiere \u00fcberhaupt liegt ipnen menig ; aber fte merben iprer nupbringenben VSacpfantfeit palber Bon einer SRenge \u00e4pnlicp lebenber V\u00f6gel gemiffer= ma\u00dfen aufgefupt, minbefteng fepr beaeptet. S)egpalb trifft man fie attep fetten allein, regelm\u00e4\u00dfig Bielmepr in \u00a9efettfepaft Bon allerlei \u00a9umpfs uttb tt\u00f6afferge\u00df\u00fcgel au. SDie Raprung rieptet ftp nap ber Oerttipfeit ; bod) barf man im allgemeinen fagen, ba\u00df \u00c4erbtpiere, SB\u00fcrmer unb tt\u00dfeiptpiere beBorgugt, Vflangenftoffe aber nipt g\u00e4ngtip Bcrfpm\u00e4pt merben. \u00a3>ag Reft ift regelm\u00e4\u00dfig eine ein-","page":592},{"file":"p0592s0001table14.txt","language":"de","ocr_de":"\u00aeie ^rtfafdj\u00efva\u00efbc (Naenia Inca). 1'3 bec nett. @r\u00f6j?c. (^\u00dfent.) Bur gamilie \u201e\u00a9eefdjtualben\" \u00a9. 865.\nS\u00df.eifer \u00a9djeibenfctynabel (Chionis alba). J/s ber uat. \u00aev\u00f6\u00a7c. (?tnflra\u00efien9?eufeetanb.)\nBur ftamilie \u201eRegenpfeifer\" 592.","page":0},{"file":"p0592s0002.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n\n\n\n\n\n","page":0},{"file":"p0593.txt","language":"de","ocr_de":"Stebifc.\t'\t593\nfadEje, faum ober unregelm\u00e4\u00dfig audgefleibete Vertiefung im Voten; bad \u00a9elege g\u00e4plt mie bei ben Regenpfeifern hier \u00a9ier.\n2tn bie \u00a9efangeufdpaft taffen fiep bie \u00aeiebipe opite fonberlidpe Vorfeprungett gem\u00f6pnen, nepnten autp halb mit einfaepem \u00a9rfapfutter f\u00fcrlieb, ertragen ben Verluft iprer Sreipcit aber bodp nur in fettenen Ratten l\u00e4ngere 3eif. $ieb unb ba jagt man fie mepr bed Vergn\u00fcgend aid bed Sleifdped palber, beffen \u00a3>\u00e4rte unb fdpledpter \u00a9efepmadt faft jeter gubereitungdfunft fpottet. Seinbe paben auep fie, jebodp bei mettent meniger atd bie flehten, fdpmadpen, \u00e4ngftlicpen Regenpfeifer; benn ipre Vkdpfamfeit, ipr SRutp unb ipre Rauftuft berleibet menigftend ben fdpm\u00e4dperen Raubtpieren eine etma beabfieptigte Sagt.\n\u00aeer \u00aeiebip, \u00a9eidbogel, Riebftranbl\u00e4ufev ober ^etbpfau (Vanellus cristatus) bertritt eine ber (Sippen tiefer \u00a9ruppe, beren ^emtgeidpen in ben biergepigen S\u00fc\u00dfen, ben ftumpfen St\u00fcgetn unb ber Seberpotte auf bem \u00aeopfe gu fuepen ftnb. Oer Obertopf, Vorberpatd, bie Oberbruft unb bie \u00a3>\u00e4lfte bed Sdpmauged finb gl\u00e4itgenbbunfelfdpmarg, bie S^bern bed \u00fcRanteld bunfelgr\u00fcn, Hau ober purpurufcpi\u00fcernb, bie $aldfeiten, bie Uuterbruft, ber Vaucp unb bie pintere ^\u00e4tfte ber Sdpmangfebern mei\u00df, einige Ober; unb bie Unterfdpmangbecffebern bunfelroftgelb; bie \u00a3aube beftept aud langen, fepmaten Sebent, melcpe eine hoppelte \u00a9pipe bitten. Oad VSeibcpen unterfepeibet fiep burep ben f\u00fcrgeren Seberbufdp unb ben mei\u00df unb fdpmarg geflecftcn Vorberpatd. 3pm \u00e4pnetn bie jungen, nur mit bem Unterfcpiebe, ba\u00df beren \u00aeleib fdptnugigere Scmben unb breite, roftgetbe Seberr\u00e4nber auf bem Obcrf\u00f6rper geigt. Oad 2tuge ift braun, ber Sdpitabel fdpmarg, ber Su\u00df fdpmugigbunfelrotp. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt JB, bie Vreite 27, bie f^ittigl\u00e4nge 8V2, bie Sipmangl\u00e4nge 4 3ott.\nVom 61. \u00a9rate n\u00f6rblicper Vreite an bid Rorbinbien unb Rorbafrifa pat man ben \u00aeiebip in atten befanuten S\u00e4ubern ber alten V\u00dfett beobaeptet. \u00a9r ift in \u00a9pina an geeigneten Orten ebenfo gemein mie in \u00a9ro\u00dfbritannien unb manbert bonpieraud aUminterlicp f\u00fcblidp bid it; bie gmifdpen Rorbinbien unb SRarocco gelegenen S\u00e4nber. \u00a9riedpentanb fott er, taut boitberSR\u00fcple, nodp Vrutbogel fein: bie Rnnapme erfepeint mir jeboep unrieptig; benn Sintermaper\u2019d Veobacptungen ftimmen mit meinen in Spanien gefammetten \u00fcberein. jpier erfepeint ber $iebip in gro\u00dfer SRenge bon \u00a9nbe Ofteberd an, begiept Sfu\u00dftp\u00e4ler, fumpfige Rieberungen ober bie \u00dfiifte bed SReered unb manbert Slnfangd 3R\u00e4rg mieber naep bem Rorben guriidf. \u00a9enau ebenfo ift cd in Snbien unb, fotoeit mir unterrieptet, auep in S\u00fcbdpina. Racp Serb on foil er nur im Punjab borfomtnen, bort aber auep br\u00fcten. Rabbe fanb ipn am mittleren Slmur unb fepr p\u00e4uftg am XaraURoor; jeboep blieb er m\u00e4prenb bed Sommerd niept an ben R\u00e4nbern bed Salgfeed, fonbern m\u00e4ptte fiep gum Vr\u00fctcn auffallenber V\u00f6eife bie troefene, pope* Steppe. Unter ben europ\u00e4ifepen S\u00e4nbern beherbergt .fpottanb ungmeifetpaft bie meiften ^iebipe: fie finb pier \u00a9parafterb\u00f6gel bed Sanbed, metepe ebenfo gur Sanbfepaft gep\u00f6ren, mie bie V\u00dfaffergr\u00e4ben, bie fepmargen unb mei\u00dfen \u00ae\u00fcpe, bie VMnbm\u00fcpten unb bie bon popen V\u00e4umen befdpatteten Sanbp\u00e4ufer. Oodp ift ber Vogel auep in Oeutfcplanb feinedmegd feiten, mit Rudnapme p\u00f6perer \u00a9ebirge bielmepr \u00fcberall borpattben unb bedpalb auep Seberntann moplbefannt.\n2\u00dfer beit $iebip in feinem Treiben unb V\u00dfefeit beobaeptet, befreunbet fiep mit ipm, obgleiep er ed berftept, ben SRenfepen unter Umft\u00e4nben gr\u00fcnbtiep gu \u00e4rgern. Oer S\u00e4ger lernt ipn paffen, meil er bie Sitten feiner Sippfdpaft in berfelben 2\u00dfeife betp\u00e4tigt, mie irgenb ein anberer unb burep feine niemald erm\u00fcbenbe V\u00dfacpfamfcit fepr oft bad SBaffermilb berfdpeudpt; f\u00fcr ben nidptjagenben SRenfcpen aber ift er ftetd eine angenepme \u00a9rfepeinung; mag er nun laufen ober fliegen, \u00a9r gep\u00f6rt gu ben elften Voten bed r\u00fccffeprenben Sv\u00fcplingd; benn er ftelft ftep uiigef\u00e4pr um biefelbe Seit\nSSreljm, Sljtetleben. IV.\t38","page":593},{"file":"p0594.txt","language":"de","ocr_de":"594\n\u00aete S\u00e4ufer. Ste\u00efgOBgel. fiebifce.\nBei un\u00ea ein, Voie ber muntere Staar ober bie f^elb\u00eferdEje, ja er trifft Bereite bann in ber Heimat ein, ioenn ber hinter noch bie ^errfcfyaft feftb\u00e4lt nnb er ein \u00efihnmerlicfje\u00ea ScBen gu f\u00fchren gegtoungen mirb. SLRe^r a\u00ef\u00a7 Bon anbern V\u00f6geln \u00a3>at man Bon ihm Beobachtet, baft bem gro\u00dfen 2\u00f6anberBeere einzelne oorau\u00eagiehen, loeldhe geloifferma\u00dfen Beftimmt gu fein fdjeinen, ben \u00a7auf>tgug angufagen nnb Verberge gu machen. Sie ioerben oft Bitter get\u00e4ufd)t, ioenn ba\u00a7 better ftdh \u00e4nbert (Sin fp\u00e4t im gr\u00fchfaBre fa\u00ef\u00efenber Sdjnee bedt ihnen bie Nahrung gu ; fte fc^eineu auf 23efferung gu hoffen, f\u00f6nneit ftd) nicht gum fK\u00fcdguge eutfchlieften, irren Bon einer Oitefle gur anbern, ftreifen im Banbe umher, oer\u00ef\u00fcmmern mehr unb mehr, hoffen unb hoffen unb oerberBen. 3n ber fftegel aber trifft bie\nSDer Siebi\u00c7 (Vanellus cristatus). 1/3 ber nat \u00a9r\u00f6jjf.\n\u00e4\u00f6anberfdhar gur rechten $eit Bei rtn\u00ea ein unb Befte^t ohne \u00a9ef\u00e4hrbe bie D\u00eeadjioeBen be\u00ea 3\u00f6inter\u00a7. $n ber guggeit Bernimmt man guioeilen felBft in ber 9tad;t ihre Bcgeid;ncnbc \u00abStimme unb lo\u00e4hrenb be\u00ea \u00a3age\u00eb getoahrt man, namentlich in ftluftlh\u00e4lern, gahlreid;e Raufen, loeldje meiften\u00ea ohne Orbnung, aber bod; gefchart, ihre \u00e4\u00dfanberung au\u00eaf\u00fchren.\nSobalb ftdh eine ftiebihfdhar in ber heimatlichen \u00a9egenb feftgefeht hat, gertheilt ftd ftdb einiger; mafteu auf beu Betreffenben Stanborten, unb jebe\u00ea ^aar h^t fiel) treu gufammen. Sfcunmchr Beginnt ba\u00ea Sommerleben mit feiner Suft unb \u00c7teube, feinen Sorgen unb DJl\u00fchen, feinem Kummer unb Berger. 2)er \u00dfiebih liebt bie D\u00ee\u00e2he be\u00ea SOcenfdhen nid)t, meibet be\u00eahalb, oielleidjt mit 5tu\u00eanal)me ber 9Jtarfd)l\u00e4uber, bie ^Bohnung beffelBen fobiel al3 m\u00f6glid), ioeun auch loahrfdjeinlidh loeniger be\u00ea","page":594},{"file":"p0595.txt","language":"de","ocr_de":"$iebtfc.\n595\n^auSperrn felbft als ber ipm tobtlicp Oerpafjten ipunbe unb \u00aeapen falber. jpauptbebingung beS ben Neigungen unfereS Vogels entfprecpenben VrutplapeS ift bie R\u00e4pe oon SBaffer ober menigftenS feuchter Voben. \u00a9S fommt gmar aucp, aber bocp [eiten, oor, ba\u00a7 bte \u00dfiebipe hochgelegene Vergebenen gum Giften benupen; menu eS gefdjteht, barf man mit giemlicper \u00a9icperpeit baranf rechnen, bafj bte [on]t benupten Riftpl\u00e4pe int Saufe beS \u00a9ommerS merben \u00fcberfcpmemmt merben. 2luf biefen Riftpl\u00e4peit nun fleht ober h\u00f6rt man bte ^icbipe gu jeber StageSgeit, menu mau in ihre Dt\u00f6he fommt, gemifj. \u00a9ang abgefepen oon ber \u00e4\u00f6acpfamfeit, me\u00efcpe in jebem attberen \u00a9efcp\u00f6pfe, oielleicpt mit RuSnapnte ber Rinber unb \u00a9cpafe, ein gef\u00e2pr\u00eficpeS R\u00dfefett erfennen mill, gef\u00e4llt fiep ber \u00aeiebip w einer faft ununterbrochenen Vemeglicpfeit, uttb ba er lieber fliegt als l\u00e4uft, gur $unbgabe feiner SiebeSgef\u00fcple ober auch feinet RergerS unb mancher Steilheiten, bereu \u00a9runb man nicht recht begreift, hauptf\u00e4d^lid^ feine \u00a9cpmingen benutjt, fatttt eS nicht fehlen, baff man ihn mahrnimmt. Rrn toltften treibt eS ber Vogel felbfioerft\u00e4nblicp folange feine \u00a9ier im Refte liegen ober feine jungen nocp unf\u00e4hig ftnb, einer perannapenbett \u00a9efapr fliegenb gu entrinnen. Um biefe 3eit mirb jeber SRenfcp, melcper in bie R\u00e2pe ipreS VrutorteS fommt, unter lautem \u201e\u00aeimit\" umfchm\u00e4rnit, unb gmar mit einer K\u00fchnheit, melche maprpaft in \u00a9rftaunen fept; bettn bet um feine Vrut beforgte Vogel ft\u00f6fft oft fo bid^t an bem \u00aeopfe beS SRenfcpen Oorbei, baff biefer ben burch fd^neUe Vemegung erzeugten Suftgug beutlidh oerfp\u00fcren fann. Oer ftlug ift oortrepep unb burep bie manchfaltigften SBenbungen auSgegeicpnet. Silur mentt ber $iebip \u00fcber bem \u00dcBaffer bapinftreiept, fliegt er mit lattgfamen \u00a9cpmingenfcpl\u00e4gen feines S\u00f6egeS fort 5 fomie er bagegen fid) in h\u00f6heren Suftfdjichten bemegt, beginnt er gu gaufelu, gleichfant als mode er jebeS \u00a9ef\u00fchl burd) eine befonbere Vemegung auSbr\u00fccfen. 2\u00f6enn fiep ihm ober feinen jungen mirflich eine \u00a9efahr naht, f\u00fchrt er bie f\u00fchrten \u00a9cpmenfungen auS, ft\u00fcrgt fiep faft bis auf ben Voben herab, fteigt aber fofort [teil mieber in bie $\u00f6pe, mirft ]tcb halb auf biefe, balb auf jene \u00a9eite, \u00fcberfcpl\u00e4gt ftch f\u00f6rmlich, fenft fiep gum Voben herab, trippelt hier ein menig umher, erhebt ftdh oon neuem unb beginnt baS alte (Spiel mieber. \u00aeein Vogel unfereS VaterlanbeS fliegt mie er, feiner oerfteht eS, in berfelbeu SBeife alle nur benfbaren Vemegungeu mit ben fettigen auSguf\u00fchren. \u00a9in eigenth\u00fcmlicheS \u00a9aufeu unb Sf\u00f6ucpteln, melche\u00bb bei ben fd^neHen $l\u00fcgelfcpl\u00e4gen entfielt, geichnet biefen $lug noch cmfjerbem fo auS, baff man in bei Suft bahingiehenbe \u00c6iebipe auch in finfterer Racpt oon jebem anberen Vogel uuterfcheiben fann. \u00aeer \u00a9ang ift gierlicp unb bepenb, bem ber Regenpfeifer \u00e4hnlich; ber Sauf fann gu gro\u00dfer \u00a9ile gefteigert merben. 3m fliegen mie im \u00a9eheit fpielt ber fottberbare \u00a9efeUe babei fortm\u00e4hrenb mit feiner \u00abfpolle, melche er balb magreept nieberlegt, balb hodh aufrichtet. Von feiner \u00a9timnte macht er fehr oft \u00a9ebrauch unb obgleich biefelbe nicht eben mechfelooll genannt merben fann, oerfteht er eS, bie menigen V\u00f6ne, auS benen fie befteht, oielfac^ gu oerbinben. Oer Socfton ift baS bereits erm\u00e4hnte \u201e\u00aein)it\", meines balb mehr, balb meniger gebehnt, \u00fcberhaupt oerfepieben betont mirb unb bann auch Vergebenes auSbr\u00fccft; ber Rngftruf flingt mie \u201e\u00a9pr\u00e2it\", ber S\u00dfaarungSruf beftept auS einer eng oerbunbenen Reipe oon Sauten, melcpe man burd) bie \u00a9ilben ,,\u00a9p\u00e4p querfpoit fimitfimitfimit fiuipt\" ungef\u00e4hr auSbr\u00fccfen fann. Oa\u00a7 biefer Ruf nur im ftluge auSgeftofjen unb Oon ben a\u00ef\u00efertollften \u00a9aufeleien begleitet mirb, brauept fannt erm\u00e4pnt gu merben. Oer Ruf unb ber \u00a9aufelflug fttrb, mie 9c au mann fagt, unzertrennlich unb bilben gufammen ein \u00a9angeS; fie br\u00fcefeu unoerfennbar bie pope freute, baS gange SiebeSgl\u00fccf beS Vogels auS.\nScmePr man ben \u00aeiebip beobachtet, utitfo fefter mirb man \u00fcbergeugt, bafj er fepr oiele unb oor= treffliche \u00a9igenfdpaften befipt. Oie 2Bacp[amfeit, melche ben S\u00e4ger \u00e4rgert, gereicht ipm gum hofften Rupme, meil fte ungmeifelpaft einen popen \u00a9rab oon \u00c6\u00efugpeit befunbet. \u00a9r mei\u00a7 genau, melcpen SReufcpeu er trauen barf unb melcpe er meiben mu\u00a7. SRit Wirten unb Vauern tritt'er unter Umft\u00e4nben in ein gemiffeS ^renubfcpaftSOerp\u00e4ltni^; bem S\u00e4ger meiept er fo \u00e4ngftlicp auS, bafj mau meinen m\u00f6dpte, er fenite baS \u00a9emepr. \u00a9ine b\u00f6fe \u00a9rfaprung oergifjt er nie unb berjeuige Ort, an melcpem einen feiner Rrt ein Uttgl\u00fccf traf, bleibt ben \u00fcbrigen jahrelang im \u00a9eb\u00e4cptnifj. Riten Raubtpieren gegen\u00fcber legt er ben tiefften \u00a3afc an ben Stag, geigt gugleicp aber popen SRutp, ja\n38*","page":595},{"file":"p0596.txt","language":"de","ocr_de":"596\n3)te S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. ^iebi\u00dfe.\nf\u00f6rmliche Sodtiihnheit. SB\u00fcthenb fl\u00f6\u00dft er auf ben fd^tt\u00fcffelnbert $unb ^eraB, oft fo bidd an bem $o\u00dffe beffelben oor\u00fcber, ba\u00df ber ge\u00e4rgerte Vierf\u00fc\u00dfler \u00dfd; oeranla\u00dft \u00dfeht, nad) t\u00a7m gu fchna\u00dfpen. Sleinede toirb eBenfo eifrig angegriffen, aBer n\u00e4\u00dft immer Beftegt ober OertrieBen; fein \u00a9c\u00dfnap\u00dfen ift gef\u00e4hrlid)er all bal bei \u00dfhWerf\u00e4digett $unbel: er erWifc\u00dft gar nic\u00dft feiten einen ber f\u00fcnften Singreifer unb morbet \u00fcjn bann mit entfc^iebener Vefriebiguttg oor ben Singen ber \u00a9enoffen, Wed\u00dfe soll \u00a9ntfe\u00dfen in alle V\u00f6inbe gerftieben unb fern bom VSahtyla\u00dfe ben oerungl\u00fcdten \u00a9ef\u00e4\u00dfrten Beilagen. $\u00fcl)n greift ber $ieBi\u00df Slattbo\u00f6gel, Sft\u00f6oen, Steiger unb \u00a9t\u00f6rc\u00dfe an; oon benen er wei\u00df, ba\u00df fte nidjt im \u00a9taube finb, im fringe el ihm gleic\u00dfguthmt ; Beharrlich unb hartn\u00e4dig oerfolgt er fte, Bil er (ie gl\u00fcdlic\u00df aul feinem \u00a9ebiete OertrieBen ^at : aBer oorfic\u00dftig Wei<\u00dft er benjenigen gefieberten Sl\u00e4uBern aul, Weld;e iljn im $luge \u00fcberBieten. \u00a9I ift ein \u00df\u00f6dfft angiehenbel \u00a9d)aufpiel, \u00aeieBi\u00dfe gu Beobachten, Weldje einen Vuffarb, einen V\u00dfeih, einen nac\u00df ben \u00a9iern l\u00fcfternen Slaben ober einen Slbler anfallen: man glaubt ihnen bie \u00a9tegelgeWi\u00dfheit unb bem Sl\u00e4uBer ben Slerger angumerten. \u00a9iner unterftii^t baBei ben anberen, unb ber Sduth fteigert fu\u00df, jemel;r Singreifer burd) ben S\u00e4rm ^erBeigegogett Werben. \u00a3)er fliegenbe Sl\u00e4uBer Wirb regelm\u00e4\u00dfig fo Bel\u00e4ftigt, ba\u00df er el oorgieht, oon aller 3agb abgu\u00dfe\u00dfen, um nur bie Bl\u00e4ffer lolguWerben. \u00a3\u00f6<hfl mi\u00dflich niac\u00dft \u00dfch ber \u00dfiebi\u00df, Wenn er all V\u00df\u00e4c\u00dfter unb S\u00f6arner bel \u00a9tranbgefl\u00fcgell auftritt. Suefel lernt fe\u00dfr Balb auf i\u00dfn ad^ten unb enthebt ftd), \u00a3>an! feiner 35orfxd^t, oielen \u00a9efalfren. SDelhalB nennen bie \u00a9riechen i\u00dfn Begeidlmenb \u201egute Sftutter\".\nSlegenWiirnter fc\u00dfeinen feine .Jpau\u00dftuahrung gu Bilben; n\u00e4djftbent Werben ^erBt^ierlaroen aller SIrt, SBaffer; unb Heine Sanbft\u00dfnedeu k. aufgenommen, \u00a9eine Safe! ift alfo W\u00e4\u00dfrenb ber g\u00fcnftigen Sa\u00dfrelgeit immer reichlich Befdfidt unb er feiten um Stauung oerlegen. 3ur Sr\u00e4nfe geht er, Wenn er in ber St\u00e4lle bel SBafferl lebt, mehrmall im Saufe bel Sagel, W\u00e4\u00dfrenb bel SIbenbl gewi\u00df. V\u00e4ber im SBaffer finb ifjm Veb\u00fcrfni\u00df; er BeWeift burd) fein \u00a9fielen, Steden, \u00fcberhaupt burdf fein gattgel \u00a9ebneren, wie Wo\u00dfl il;m biefe \u00a9rfrifd\u00dftng t\u00dfut.\nV\u00dfer ein $iebi\u00dfneft finben Wid, mu\u00df auf bal SJt\u00e4nndjen ad)teu, Wenn el feinen SieBelgefattg \u00df\u00f6ren l\u00e4\u00dft; benn biejenige \u00a9teile, \u00fcBer toeldfter \u00df(\u00df ber ftngenbe Vogel uni\u00dfertreibt, enthalt baffelBe. 31m Ij\u00e4u\u00dfgften \u00dfnbet man el auf gro\u00dfen Stafenfl\u00e4dfen, auf feud)teu Siedern, feiten in unmittelbarer St\u00e4lje bel SBaffer! unb niemals im eigentlichen \u00a9umpfe. \u00a9I Beftegt aul einer feilten Vertiefung, Welc\u00dfe guWeileit burd) einige b\u00fcnne \u00a9ralh\u00e4lntdjen unb ^arte SBurgeln gierlic^ aulgelleibet ioirb. \u00a9dhon \u00a9nbe SJt\u00e4rj lann man in ihm \u00a9ier \u00dfnben; bie eigentliche Seit bei Segenl aBer f\u00e4llt in bie erften Sage bei Sl\u00dfril. SDie Oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00dfen \u00a9ier, regelm\u00e4\u00dfig oier an 3a\u00c76 finb Bimf\u00f6rmig, am \u00dfum\u00dffen \u00a9nbe ftart, am entgegengefe^ten fpih gugerunbet, feittf\u00f6rnig, glattfdBalig unb auf matt; olioengr\u00fcnlidfent ober Br\u00e4unlichen \u00a9runbe mit buntlern, oft fcfttoargen f\u00fcnften, Vieren unb \u00a9tridheldhen fehr oerfd)icbenartig gegeid;net. \u00a9ie liegen ftetl fo, ba\u00df ihre \u00a9\u00dfi^en fidh im SJtittelpuntte Ber\u00fchren unb toerben oom S\u00f6eiBdhen immer toieber fo georbnet. Se^terel Br\u00fctet allein, geitigt bie \u00a9ier innerhalb fed;!gehn Sagen unb f\u00fchrt bie jungen bann fold)en \u00a9teilen gu, auf melden fte fid) Oerfteden tonnen. S3eibe \u00a9Item Betunben eine toahrhaft erhabene Siebe gu ihrer S3rut. \u00a9olange fte \u00a9ier unb 3unge haben, geigen fte ftd) \u00ef\u00fc^ner all je, gebraud;en aber aud; nod; allerlei Siften, um ben geinb gu t\u00e4ufc\u00dfen. SBeibenben \u00a9d;afen, toeld;e ftd; bem Stefte n\u00e4hern, bringt bol SBeibdjen mit ge\u00dfr\u00e4ubtem \u00a9e\u00dfeber unb aulgebreiteten kl\u00fcgeln entgegen, fc\u00dfreit, geberbet fu\u00df m\u00fcthenb unb erfc\u00dfredt bie buntmen SBieberl\u00e4uer gew\u00f6hnlich fo, ba\u00df fte bal 2Beite fudhen. Sluf SJtenfc\u00dfen fto\u00dfen Beibe mit Wahrem ^elbenmuthe herab; aber bal 2Jt\u00e4nnd)en oerfud)t aud), inbent el feinen ^Paamngl; ruf h\u00f6ren l\u00e4\u00dft unb in ber Suft umhergautelt, burch biefe f\u00fcnfte ben \u00a9egner irre gu f\u00fchren. Vier; f\u00fc\u00dflem gegen\u00fcber gebraucht bal V\u00dfeiBdfen ade f\u00fcnfte ber Verftedung unb in ber Siegel mit \u00a9l\u00fcd. S)ie fd)limmften f^einbe \u00dfttb bie n\u00e4c\u00dftlid; raubenben Vierf\u00fc\u00dfler, oor aden ber Sfudf)!, Welcher \u00dfd> foleicht nicht beth\u00f6ren l\u00e4\u00dft; SBeihen, kr\u00e4hen unb anbere \u00a9ierbiebe hingegen Werben oft OertrieBen. \u00a9inb bie fangen erft \u00dfugbar geworben, fo geht el \u00df\u00dfon Beffer; bann gilt el nur nod) bem ^)aBid)te unb \u00a9belfalfen aulguWeichen. 3hnen gegen\u00fcber Benimmt \u00dfc\u00df ber Huge unb geWanbte Vogel Wiber","page":596},{"file":"p0597.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c6ieHfc. \u00a9porenfiebtfc.\n597\n\u00a9rtoarten fel^r ungefdhicft: er [cfjreit j\u00e4mmerlich, fudht fief\u00bb in ba\u00eb n\u00e4d^fte Staffer gu ft\u00fcrgen unb burc^> Untertaudhen fein Seben gu retten, ift aber im feilten Staffer jebe\u00eamal werteren.\n3n Oeutfd)lanb loir b bem \u00aeiebi\u00dfe nicjjt befonber\u00eb nadjgeftel\u00eft, toeil [fin ^leifdj mit 9\u00eeed^t f\u00fcr unfdjmatffyaft gilt; bie \u00a9\u00fcbeurop\u00e4er teilen biefe Anfxdht nicht unb oerfo\u00efgen bie SMnterg\u00e2]te ebenfo eifrig, al\u00eb ob fte \u00a9ebneren to\u00e4ren. $ier unb ba ftettt man iibrigen\u00eb bod) einen ^iebi^erb, unb toenn man e\u00ea gefehlt angufangen toei\u00df, erlangt man auf folgern reid^Iicbje Seute.\n\u00a9efattgene fiebi^e ftnb unter^altenb, unb namentlich biefenigen, ioeldje jung erlangt tourben, lernen e\u00eb feljr halb, ftdj in bie oer\u00e4nberten Serlj\u00e4ltniffe gu f\u00fcgen, Serben g\u00e4hnt unb gutraulid) gegen ben Pfleger, nehmen biefem ba\u00eb putter au\u00eb ber -fpanb, folgen ihm auch \u00efoohl ftreefentoeit nad), befreunben ftdh fogar mit \u00a3>unben unb \u00aeahen unb ma\u00dfen fid) \u00fcber anbere \u00a9tranbo\u00f4gel bie Ober; herrfehaft an. SBentt man ihnen anf\u00e4nglich gerft\u00fcdelte [Regenio\u00fcrmer oortoirft, gew\u00f6hnen fie fi<h auch leicht an ein \u00a9rfahfutter, SJtttdjfemmel n\u00e4mlid), unb galten bei biefer jahrelang au\u00eb, fad\u00eb man bie Sorftdjt braud)t, fte mit \u00a9inbriidh \u00ef\u00fc^\u00efer SMtterung in einem gefeilten [Raume uutergubringen.\nOer [Reifenbe, toeldjer ben [Ril herauf; ober hinabfdjloimmt, mad)t fchou in beu erften Otgennad) feinem Eintritte in ba\u00eb Sanb ber [pbaraoneu bie Sefanntfdjaft eine\u00eb Soge\u00ef\u00eb, toetd)en er nicht \u00fcber; fehen unb, toenn Oie\u00eb toirflid) ber ^ad fein foflte, nicht \u00fcberh\u00f6ren famt. Oerfelbe geh\u00f6rt ber ^iebihfamitie an unb fenngeid)ttet ftdh haubtf\u00e4djlid) burd) einen fdharfen, am $d\u00fcgelbuge fihenbett \u00a9poren t Welcher ihm, laut ber arabifd)cn \u00a9age, gur \u00a9tr\u00e4fe f\u00fcr fr\u00fchere \u00a9djl\u00e4frigfeit gegeben unb Urfadhe tourbe, baff ber Sogei ftdh munter geigt bei Sage unb bei 9\u00eead)t. Al\u00eb anbertoeitige $enn; geidjen ber \u00a9type, toeld)e gebad)ter \u00c4iebih oertritt, gelten hohe Seine, breigel)ige $\u00fc\u00dfe uttb oeilj\u00e4ltni\u00df; m\u00e4\u00dfig fpifdge Fl\u00fcgel, in betten bie gtoeite \u00a9d)toingc bie l\u00e4ngfte ift, foioie enblid) eine ftumbfe \u00a3>olle am ^interfobfe. Oa\u00eb \u00aeleib be\u00eb @})orenf icbiije\u00eb (Hoploptems spinosus), toe\u00efdje\u00eb [ich toeber ttadh bem \u00a9efdjlecht, nodh nach bem Alter unterfebeibet, ift auf bem \u00e4Raittel graubraun, auf bent \u00c6opfe, bem Unterfor^er fd)toarg, an ben \u00aeo}jf;, -fpal\u00eb; unb Saudhfeiten, bem Ointerljalfe unb in ber S\u00fcrgelgegettb toei\u00df; bie .jpanbfdhtoingen uttb bie \u00a9teuerfebent ftnb an ihrer \u00a9nbl)\u00e4lftc fdhtoarg, bie \u00a9bi^en ber gro\u00dfen gl\u00fcgelbedfebern unb ber beibeit \u00e4u\u00dferftett \u00a9teuerfebent toei\u00df. An \u00a9r\u00f6\u00dfe ftel)t ber Sogei hinter feinen beutfdjen Serioanbteu gur\u00fccf; id) ^abe aber leiber oerabf\u00e4umt, genaue SRa\u00dfe oon ihm gu nehmen.\nUnter allen egbbtifd)en \u00a9telgo\u00f6geln ift biefer \u00aeiebih ber gemeittfte. 9Ran ftnbet ihn \u00fcberall, too ein f\u00fcfje\u00eb \u00a9etociffer ihm ben Aufenthalt m\u00f6glich macht; benn oom S\u00dfaffer entfernt er ftdh feiten ober niemals toeit. Aber er ift geniigfam in feinen Anfbr\u00fcd)en unb ftnbet fdhon auf einem f\u00c7elbe, toe\u00efdje\u00eb gutoeilen unter S\u00dfaffer gefegt toirb, einen ihm in jeber -fpinfidjt gufagentett Aufent\u00efjalt\u00ebort. Oie $\u00fcfte be\u00eb \u00e2Reere\u00eb fdheint er gu meibett \u2014 toenigften\u00eb erinnere id) mid) nicht, ihn hiev gefet)en gu hetbett \u2014-au ben \u00a9tranbfeeu hingegen, Joeld)e brafige\u00eb unb gum\u00efhe^ falgige\u00ea Staffer enthalten, fommt er Oor. 3n bem b\u00fcrrett [Rubien tritt er feltener unb in Oftfubaljn unb in ^abefch nur eittgeln auf; bo<h trifft man ihn an allen \u00a9tr\u00f6mett unb \u00a9een ber fRorblj\u00e4lfte Sntterafrifa\u00eb noch regelm\u00e4\u00dfig an. $nt $r\u00fcl); linge unb im \u00a3>erbfte befud)t er oon \u00a9giften ober [\u00dfalgftina au\u00eb \u00a9riechenlattb, unb hiev foK er ftdh, laut \u00a3ittbermai)er, attdh am 9Reere\u00ebftranbe aufhalten. Oberin \u00a9riedhenlanb br\u00fctet, toie oott einigen ^orfdjern angenommen ioorben, fonnte gur 3eit nod) nicht feftgefiedt toerben: \u00a3i \u00fcber maty er fagt au\u00ebbr\u00fccf lid), ba\u00df er hier\u00fcber, aller feiner [Bem\u00fchungen ungeathtet, nod) feinen Setoei\u00eb ha^c aufftnben f\u00f6nnen. ^ebenfatl\u00eb fteht fooiel feft, ba\u00df fich ber Sogei eurob\u00e2ifdhe\u00eb S\u00fcrgerredht ertoorben h^t.\nvAbam\u00eb meint, ba\u00df ber \u00a9porenfiebih ber eigentliche Orodhbfo\u00eb ober ^rofobilio\u00e4dhter fei, oermag aber biefe Anfidjt itt feiner Skife gu unter\u00df\u00fchen. Oie Araber unterfdheiben beibe S\u00f6gel genau unb","page":597},{"file":"p0598.txt","language":"de","ocr_de":"598\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9tetgtioget. ^iebi^e.\nnennen nur ben unS bereite Mannten \u00a9tranb\u00f6ogel $rofobilto\u00e4d)ter, ben \u00a9porenliebih aber nad) feinem \u00a9efdjret \u201e\u00a9i\u00effa\u00ef\".\nSn feinem Betragen ^at teuerer riet Slehnlicpeit mit bem $iebih, fdjeint aber minber gefe\u00f6ig gufeiu, nnb h\u00e4lt fid) mehr paartoetfe gufammen. 2Xber ein 5}3aar lebt bidjt bet bem anbern itnb tier; eintgt ftd) gern auf \u00efurge 3^it mit \u00a9etneSgleichen. \u00a9d)on in meinen \u201e\u00a9rgebniffen\" n. f. to. babe id) gefagt, ba\u00a7 eS Wenige B\u00f6gel gibt, ioeldje ben ^orfdjcr burd) i^rc SlUgegentoart fo bet\u00e4tigen toie bei* \u00a9porenfiebifc. Anfangs freut man fidj atterbingS \u00fcber i\u00efjr munteres, lebenbtgeS 2\u00f6efcn, \u00fcber ben rafdjen Sauf, \u00fcber ben leisten, fr\u00f6nen ftranbt\u00e4ufcrartigen $lug nnb bie taute, trenn aud) nid)t gerabe tooblt\u00f6nenbe, fo bod> nidjt unangenehme \u00a9timme, ihren 9Jiutb nnb i^re f\u00f6ampfluft. 2lber batb ternt man fie gr\u00fcnblidj baffen. \u00a9ie tierfte^en eS meifterbaft, bem S\u00e4ger nnb bem 9taturforfcber feine S^ gu tierleiben; bemt fie ftnb nicht bloS f\u00fcr ba\u00a7 \u00efteine \u00a9tranbgefl\u00fcgel, fonbern f\u00fcr alte B\u00f6get \u00fcberhaupt bie BB\u00e4djter nnb BSarner. Sbnen entgeht 9tid)tS. $E)er S\u00e4ger, toelcher an einem\n2) er \u00a9^orett\u00efiebifc (Hoplopterus spinosus).\nber \u00a9een eine Biertelftunbe taug burd) (Sumpf nnb \u00a9ee getoatet ift nnb enblid) auf bem Bauche beranfriedjt, um einen freuen planting ober ^etefau gu \u00dcberliften, muff gu feinem gr\u00f6\u00dften 3lerger tiernebmen, ba\u00a7 er tiott einem $aare biefer allgegenw\u00e4rtigen B\u00f6gel aufgefp\u00fcrt tourbe nnb \u00a9efabr l\u00e4uft, bie Beute, toetd)er er fid) fd>on gang ficher b\u00fcnfte, gu tiertieren. Sn toeiten Greifen umfliegen bie \u00a9t\u00f6renfriebe mit lautem \u201e\u00a9i\u00effa\u00ef, fi\u00eff\u00e2l)\" ben \u00a9dn'ihen, fiojfett fred) auf ihn herab, regen bie gange fliegenbe Beti\u00f4l\u00efentng beS \u00a9ee\u00ea auf unb fd)eud>en alle \u00efl\u00fcgeren B\u00f6gel in bie gludjt. \u00a9rg\u00fcrnt fpringt man auf, unb oft genug fd&iefjt man tiod Sngrimm einen ber gubringli^en \u00a9efetfen auS ber Suft herab, \u00a9o gebt eS bei Bage, nicht anberS bei Stacht; benn bie \u00a9age ber Slraber, bajj ber \u00a9iffa\u00ef niemals f^lafe unb immer nnb immer umfonft bie Stube fitere, fufft auf Beobachtung beS BogetS.\n2\u00dfie bem S\u00e4ger, ergebt eS auch febem anbern \u00a9efch\u00f6pfe, ioeld)eS geeignet ift, baS friebtid)e Sufamntcnleben ber tierfd)iebenen \u00a9eeti\u00f6gel gu ft\u00f6ren. Seber SJtilau, toelcher lungernb tior\u00fcber;","page":598},{"file":"p0599.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9porenftebib. Sa^^en\u00efiebi^.\n599\nfd)lo\u00e4rmt, jebc ^ebeHra^e, jeher S\u00df\u00fcfienrabe, toetd)er fid) naht, jebev D\u00efohrtoei\u00ef) unb inlbefonbere febe! oierf\u00fc\u00dfige SRaubthier Voirb augenblidlid) angegriffen, lo\u00fcthenb bebrol)t unb -oft genug in bie $lud)t gefdflageit. V\u00f6geln gegen\u00fcber mad)t ber \u00a9borenficbifc unter folgen Umft\u00e4nben bon feiner SBaffe \u00a9ebraud), inbem er ftcf> ^b\u00f6^bid^ auf ben \u00a9egner d\u00fcrft unb il)n mit einem \u00a9d)\u00efage be! f\u00c7ittig\u00ea gu fd)\u00e4bigen fud)t. \u00a9! unterliegt f\u00fcr mid) feinem gtoeifel, ba\u00df er mit feinem \u00a9poren embfinblid) oerleben fann; beim man fte\u00ef)t e! ben angegriffenen V\u00f6geln an, toie unangenehm ihnen bie Bet\u00e4tigung ift. Sillen hebt mitoo\u00fcem 9ted)t heroor, ba\u00df bie \u00a9poren oielfad) benu^t toerben m\u00fcffen, ioeit man fie fo oft gerfplittert ftel)t.\nOie Nahrung be! \u00a9horenfiebihe! ift ungef\u00e4hr biefelbe, ioeld)e fid) ber beutfd^e Bertoanbte gufammenfucht; man finbct \u00aeerbthiere oerfd)icbener Art, SS\u00fcrnter, SSJhtfcheln unb \u00a9attb in bent SJiagen ber \u00a9et\u00f6bteten. Oa! f^leifd^ nimmt oon festerem einen h\u00f6d)fi unangenehmen @efd)mad an, unb ber \u00a9iffaf gilt be!I)atb bei Arabern ioie bei \u00a9urop\u00e4ern al! ungenie\u00dfbar.\n3a 5Rorbeghbteu beginnt bie ^ortpflangung biefe! Bogel! um bie SJtitte bei SDt\u00e4rg; bie meiften iRefter finbet man aber \u00dcHiitte April!, oiele noch im 9ftai. 3\u00ab \u00a9gphteu erio\u00e4hlt fich ba! H\u00e4rchen gu feinem Aiftorte regelm\u00e4\u00dfig ein feuchte! ^etbfi\u00fcd; am oberen \u00fcftil br\u00fctet e! unter anberem \u00a9tranb: gefl\u00fcgel aud) auf \u00a9anbb\u00e4ttfen. 3<h habe aulbr\u00fcdlid) angemerft, ba\u00df man brei bi! fed)! \u00a9ier in einem 9tefte ftnbe: e! erfd)eint mir febod) m\u00f6glich, ba\u00df eine fold)e Angahl oon gtoei 2\u00f6eibd)eu, toelche guf\u00e4dig in ein unb baffelbe \u00fcfteft gelegt haben, ber\u00fchrt, unb ba\u00df eine Angahl oon brei ober Oier bie 9tegel fein mag. Oie \u00a9ier ftnb bebeutenb fleiuer al! bie unfer! ^icbi^e!, benfelben aber \u00e4hnlid) geftaltet unb auch \u00e4hnlid).gegeid)net. Oie \u00a9runbfarbe ift ein fd)toer gu befchreibenbe! \u00a9entifd) au! \u00a9t\u00fcn, \u00a9rau unb \u00a9elb; bie 3eid)nung befteht au! bunflen Unter: unb fd)toargbraunen Oberfleden, toelche nur bie \u00a9pi^e freilaffen, am ftuntpfen \u00a9nbe aber in einanber Oerfd)n\u00fcmmen. S3ei Ann\u00e4herung eine! 9J?enfd)en oerl\u00e4\u00dft ba! br\u00fctenbe 2Beibd)en bie (gier, unb beibe \u00a9Item geberben fid) gang nad) Art unfere! \u00aeiebihe!. 3n einigen Aefiertt fanb ich feuchte \u00a9rbe gtoifd)en bie \u00a9ier gefd)id)tet ober lehtere bamit bebedt, toage aber nid)t gu entfcbeiben, ob ber 93ogel bamit begfoedt, bie \u00a9ier Oor ben fr\u00e4ftigen \u00a9onnenftrahlen gu fd)\u00fcben ober aber, fte gu oerbergen. Oie 3ungcn ftnb anf\u00e4nglid) mit graubunten Ounen bebedt, befommen fd)on nach ioenigeit \u00a3agen ein 3ugeubfleib, toefd)e! bem ber Alten oodft\u00e4nbig \u00e4hnelt, attfaitg! aber noch mit flaunt \u00fcberfleibet ift. \u00a9ie oerlaffen fehr halb nad) bem Au!fried)en ba! 9Zeft, haben im toefentliehen ba! Betragen aller fleinen \u00a9umpfoogel, einen erftaunlid) fd^neUXen Sauf unb toiffen ftd) bei @efat)r gefchidt gu Oerbergen.\nSB\u00e4hrettb meine! Aufenthalte! in Afrifa habe ich oft \u00a9poren\u00efiebi^e gefangen unb eine furge 3eit unterhalten, \u00a9ie nahmen ebenfo ioie unfer \u00aeiebih mit einfad)ent gutter oorlieb unb fchietten fid) fehr halb an ben Bertuft ihrer Freiheit gu geto\u00f6hueu. \u00a9! io\u00fcrbc ioenig Sft\u00fche Oerurfachen, fte lebenb nach \u00a9uropa her\u00fcbergubringen.\n\u00a9in h\u00e4utiger Sappen an ber \u00a9d)nabeldnirgel unb oor bem Auge, ein horniger Borfprung anftatt be! \u00a9poren!, ioelcher im ipanbgelettf fi^t, m\u00e4\u00dfig tanger unb fr\u00e4ftiger \u00a9d)nabel uttb giemlich gro\u00dfe S\u00fc\u00dfe, mit fehr fleiuer, b. h- uur angebeuteter ^intergehe fenngeid)tten bie Sappenfiebi^e (Sarcio-phorus), oon benen eine Art burch eigene Anfd)auung mir befannt geloorben ift.\nOer Sappenfiebih (Sarciophorus pileatus) ift auf ber Oberfeite rothgrau, im Kadett uttb auf ber Uuterfeite toei\u00df, auf \u00aeopf uttb $al!, foioie an ber \u00a9pi^e ber \u00a9d)toingen unb \u00a9teuerfebern fdftoarg. Oa! Auge ift fd)\u00f6n golbgetb, ber \u00a9d)nabet an ber Bhtrgel btutroth, an ber \u00a9pi^e fd)toarg, ber gu\u00df roth. Oie S\u00e4uge betr\u00e4gt 10%, bie Breite 24, bie gittigl\u00e4nge 6%, bie \u00a9d)toangl\u00e4nge 3% Boll.","page":599},{"file":"p0600.txt","language":"de","ocr_de":"600\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel \u00a9teintr\u00e4lger.\nS\u00efbtoeidpenb ton ben bigper genannten Slrten ber Familie lebt ber Sa^^enftebt^ nur auf barren \u00a9teilen, nadp 2trt beg S\u00df\u00fcftenl\u00e4uferg. Stuf alten freien Vt\u00f6jgen ber \u00a9teppengegenb ift er feine \u00a9ettenpeit. 9J\u00eean begegnet ipm pier in paaren, \u00f6fter nocp in ffeinen Familien, nacp 2lrt unfereg ^tebipeg. h\u00e4ufig fann man ipn eigentlidf; nicpt nennen, er geh\u00f6rt toenigfteng nid)t gu ben altt\u00e4glidpen \u00a9rfcpeinungett. Ood) toirb man ipn bei einer tanger io\u00e4prenben \u00a9teppenreife fetten termiffen. 3uerft fanb idp ipn in ber Vapiuba, fpater in \u00dforbofapn unb enbtkp in ber \u00a9amdjara auf, picr aber nur ein eingigeg \u00e4ftat itnb gtoar innerpalb einer tertaffenen \u00a9erieba ober burd) pope Oorncnto\u00e4nbe gefdp\u00fcpten Viepp\u00fcrbe, too er ben \u00fcbrig gebliebenen J\u00fcnger nadp \u00df'erbtpieren abfudpte.\nSDtan mag ben Sappenfiebip atg ein SfJtittetgtieb gtoifdpen nnferm beutfcpen unb bem \u00a9poreux fiebip betrachten; er erinnert in feinem betragen an biefen toie an jenen. \u00a9ein Sauf ift ungemein rafdp unb bepenb, fein $tug fcp\u00f6n unb teidpt, bem unferg ^icbipeg t\u00e4ufcpenb \u00e4pntidp, bie \u00a9timme jener beg \u00a9porenfiebipeg oerg\u00efeidpbar. Von ber Bubringlidpfeit beg teptgenannten bemerft man bei ipm SRicptg; man lernt ipn im \u00a9egentpeil atg fcpeuett unb tor fiep tigen Vogel fennen, audp an ben unbetoopnten Orten, toofetbft er bodp ftcper nodp nicpt burcp D^acpftettung getoipigt toorben ift.\nhierauf befdpr\u00e4nfen ftdp meine Veobacptungen, anbere aber finb mir nicpt befannt geioorben.\n* #\n&\nUnter bem fteinen \u00a9tranbgetoimmet, ioetdpeg bie $\u00fcfte beg \u00e4Reereg betcbt, bemerft man pier unb ba audp einen fcp\u00f6n gegeidpneten, \u00e4ufferft tebenbigen Voget, loeldjer pdp oon ben \u00fcbrigen nidjt btog burdp feine \u00a9eftalt, fonbern in manner Jpinftdpt audp burd; fein betragen auggeid;net. \u00dcRan pat biefen SSoget, ben \u00a9teinto\u00e4lger, \u00a9teinbreper ober Ootmetfdper (Strepsilas interpres) fo giemlidp auf ber gangen \u00a9rbe gefunben, an ben l\u00fcften ^glanbg unb \u00a9fanbinaoieng toie an benen \u00a9riedpentanbg, \u00a9\u00fcbitatieng unb \u00a9panieng, in ^ottanb toie in \u00e4Rittelauterifa unb Vrafilien, in \u00a9gppten toie am Vorgebirge ber guten Hoffnung, in \u00a9pina toie in ^nbien, \u00fcberall aber torguggtoeife am SReere unb nur to\u00e4prenb ber 3uggeit, ie^cp immer fcpr eingcln, an Vinnengeio\u00e4ffern. \u00a9r ift atfo ein Vkttb\u00fcrger in bcg V\u00f6orteg eigenttidper Vebeutung.\nOer \u00a9teinto\u00e4lger barf atg Vertreter einer befonbern \u00a9ruppe ober Unterfamilie betradptet toerben, gu ioetdper man nur nod) gtoei anbere \u00a9ippen redpuet. \u00a9r bitbet in unferen Stugen ein Verbinbunggglieb gtoifdpen ben .Sp\u00fcpn erfteigen unb \u00a9djnepfen. Oer Seib ift fr\u00e4ftig, ber jpalg fitrg, ber $opf terp\u00e4ltnijjm\u00e4jjig grofj unb podpftirnig, ber ^tilget lang unb fpipig, in ipm bie elfte \u00a9dptoinge bie l\u00e4ngfte, bag Dberavmgefteber bebeutenb Verl\u00e4ngert, ber gto\u00f6lffebrige \u00a9dptoang faum mittellang, fanft abgerunbet, ber \u00a9cpnabel f\u00fcrger alg ber'^opf, fegetf\u00f6rmig, ein toenig unb fanft aufto\u00e4rtg gebogen, auf ber $irfte abgeplattet unb burdpgepenbg part, bag Vein terp\u00e4ltnifjm\u00e4fjig niebrig, aber fr\u00e4ftig, ber guff oiergepig, bag \u00a9eficber giemtidp reidp, jebodp fnapp antiegenb, burdj tebpafte F\u00e4rbung auggegeicpnet. tRipfdj fanb bei Berglieberung atte toefentlicpen SRerfntale ber Regenpfeifer, pebt aber atg begeidptenb peroor: bie \u00a9dpnalpeit ber \u00a9tirnbeine, bie $\u00fcrgc ber ^ufjtourgetn unb bie ungemeine \u00a9t\u00e4rfe beg \u00dcRugfetg, ioeldje ben Unterfiefer abgiept unb ben \u00a9d) nab et \u00f6ffnet.\nVeim alten Vogel int \u00a9ontmerfleibe finb bie \u00a9tirn, bie S\u00dfangen, ein breiteg ^\u00bbatgbanb im Racfen, ber Unterr\u00fccfen, bie $epte unb bie Unterbedfebern ber f^t\u00fcgel, fotoie ein \u00a9treifen \u00fcber bem fyl\u00fcgel reintoeifj, ein \u00a9treifen, ioetdper auf ber \u00a9tirn beginnt, neben bem Stuge Oor\u00fcber unb am .Jpalfe perabl\u00e4uft, ber Vorberpalg, bie \u00a9eiten beg ^atfeg unb ber Vruft fcptoarg, bie Gebern bcg SRantetg fdjtoarg unb rotp geflecft, bie beg \u00a9djeitetg ioeifj unb fdjtoarg in bie S\u00e4nge geftreift, bie ^l\u00fcgelbecffebern faftanienbraunrotp, fdpioarg geftedft; ber V\u00fcrgel geigt eine breite braune Vinbe; bie \u00a9dptoingen finb fcpto\u00e4rglidp, bie \u00a9teuerfebern an ber SBurgel unb an ber \u00a9pipe ioeifj, gegen bag \u00a9nbe pin ton einer breiten fdptoargen Vinbe burdpgogen. Oag 5tuge ift braun, ber \u00a9d;nabel fdptoarg, ber \u00a7ufj","page":600},{"file":"p0601.txt","language":"de","ocr_de":"601\n\u00a9teinioftlger.\norangengelb. \u00aeie S\u00e4nge betr\u00e4gt 9, bie ^Breite 18, bie $ittigl\u00e4nge 6, bic \u00a9chioangl\u00e4nge 2% goll. 3m \u00a3>erbfte nnb S\u00f6inter ioirb bag $leib burd) bie breiten ^ebetr\u00e4nber unfd;einbar. S3et ben jungen i[t bei* Dberb\u00f6rper fchio\u00e4rglidjgraubraitn, roft; unb odergelb, ber 23crberb\u00f6rj>er graufd)ioarg.\nSJtan barf annehmen, ba\u00df ber \u00a9teinio\u00e4lger hauptf\u00e4chlid) ben SDteeregb\u00fcften entlang giel)t unb beghalb fo feiten bag innere beg Sanbeg befudf. 3m korben ioie int \u00a9\u00fcben unferg ^eimatlid;en \u00a9rbtheilg bann man beobachten, ba\u00df fein 3ug ebenfo regelm\u00e4\u00dfig gefdbjie^tr ioie bei anbern \u00a9tranbs b\u00f6geln. 3n \u00a9banbinabien, auf 3^lanb unb in \u00a9r\u00f6nlanb erfreuten bie elften \u00a9teinio\u00e4lger bon \u00a9nbe Slprilg an big \u00fcDlitte 9Jtai1\u00ea, unb oerlaffen biefe \u00a9egenb fd)on \u00a9nbe Stuguftg ioieber. 3m: felben 3^it gem\u00e4hrt man bie erften bereite an bei* \u00ae\u00fcfie beg SJtittetmeereg unb gioar an ber n\u00f6rblidhen ebenfogut ioie an ber f \u00fcblichen. $n ber \u00a9ommerfyerberge lebt ber SSogel \u00dfaarioeife unb nur uni bie $uggeit *n\n\u00a9er \u00a9teinto\u00e4ljer o\u00ef>er \u00a9o\u00efntetfdjer (Strepsiias interpres). Vs ber ttat. @r\u00f6fje.\nbleineren \u00a9efeUfhaften; in ber S\u00dfinteiferbergc bereinigter ftd> gioar fjauptf\u00e4djlid) mit ben bleinen \u00a9tranbl\u00e4ufern, bilbct aber bod^ auch felbft\u00e4nbige $l\u00fcge, ioeldhc big gu einer bebeutenben Stngaht anioadfen b\u00f6nnen. Stuf biefen ST\u00fc^n entfernen fie fid) nur bann bon ber eigentlichen \u00ae\u00fcfte beg \u00e4fteereg, ioenn in bereu \u00fcFc\u00e4he ein \u00a9algloafferfee liegt, ioie \u00a3)ieg am \u00fcRorbranbe \u00a9gtypteng ber \u00c7a\u00ef\u00ef.\n\u00a3)em aufmerbfamen ^Beobachter ioirb ber \u00a9teinio\u00e4lger nidjt entgehen. 3Me \u00a9dj\u00f6nheit feineg \u00a9efteberg, feine Sebhaftigteit, SBtunterbeit, leidste iBeioeglidfteit geidjneu ihn fo aug, ba\u00df er bie Stuf= merbfambeit eineg 3eben erregen mu\u00df. \u00a9igentlich ruhig fleht man ihn feiten; h\u00f6dfteng in ben Sftittaggftunben bertr\u00e4umt er ein paar Minuten, ftiU auf einer unb berfelben \u00a9teile fitjenb. SB\u00e4hrenb beg \u00fcbrigen \u00a3ageg ift er in fteter \u00a9eioegung, bom SJtorgen big nad) \u00a9onnenuntergang, ja, man h\u00f6rt ihn oft auch nod) beg fiachtg, \u00a9r geht trippelnb, ioenn er Nahrung fucht, giemlid; langfam, berniag","page":601},{"file":"p0602.txt","language":"de","ocr_de":"602\n\u00a9te S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9teiutofi\u00efger. Sluj\u00efernftfcher.\naber rotnenb ungemein rafd) gro\u00dfe \u00a9treden gu burd)meffen, obgleich er bie \u00a9etoohnheit hat, ein \u00a9tiid fd)u\u00dftoeife fortgulaufen, bann auf irgenb einer tleinen (Strung eine Beitlang f\u00fcll gu galten unb bon neuem toeggufd)ie\u00dfcn. 3m fringe belunbet cr bie 9Jteiftcrfd)aft feiner Vertoanbten; er oerftel)t eg, ^fei\u00effcOneCf ba^ingufliegen, gctoanbt fid) gu fd)toenlen unb gu toenben unb betoegt ftd) bid)t \u00fcber ber \u00a9rbe fort ebenfo ftd)er toie in h\u00f6heren Suftfdjichten. \u00a9eine \u00a9tirnmc mag alg ein gellenbeg, fc^neibcnbc\u00ea pfeifen begegnet toerbeii; benn fte befielt nur aug einem Saute, melden mau burd) bie \u00a9itbe ,,\u00aeie\" ettoa toiebergebeit lann. Oiefer eine Saut mir b aber balb langer gebel)nt, balb fd)nell nad) einanber her\u00f6orgefto\u00dfen, foba\u00df er fel)r Derfd)ieben ing Of)r beg Veobad)terg f\u00e4llt.\nSim SJ\u00eeeeregftranbe geh\u00f6rt ber \u00a9teinto\u00e4lger \u00fcberall gu ben Oorftd)tigfien, ^ier unb ba felbfi gu ben freuen V\u00f6geln. \u00a9r l\u00e4\u00dft gern anbere, gr\u00f6\u00dfere \u00a9tranbo\u00f6gel f\u00fcr feine \u00a9id)erl)eit toadjen, \u00fcbernimmt aber, menu er ftd) unter ben Heineren \u00a9tranbl\u00e4ufern uml)ertreibt, aud) feinerfeitg bag Slrnt beg Vkrnerg ober 2B\u00e4d)terg unb toei\u00df ftd) fel)r balb Vead)tung, ja einen getoiffett @ct)orfain gu oerfd)affcn. Verfolgung macht if;n \u00fcberaus oorftd)tig. \u00a9g ifi alfo feinegtoegg leid)t, i\u00a7n l\u00e4ngere Bett gu beobachten ; benn er fiel)t and) in bem 3f\u00e4d)tfd)\u00fcfcen gei\u00fc\u00f6l)nlid) einen gef\u00e4hrlichen f^einb.\n(Solange unfer Vogel in Ol)\u00e4tigteit ift, folange geht er aud) feiner Nahrung nad). Oiefe befielt au\u00ea allerlei lleineni SCReergethier, oorguggtoeife alfo aug SS\u00fcrmern unb lleineu, garten 3Jtufd)elthieren, mel^e er aug bem \u00a9anbe bohrt, ober burd) ltmbrel)en ber \u00a9teilte erbeutet: \u2014 bal)er fein Stante. \u00aeerbtl)ierc, toeldte ftd) \u00fcber ber ^lutgrenge aufhalten, toerben Don ihm felbftoerft\u00e4nblid) and) mit; genommen; fein eigentliche^ V\u00dfeibcgebiet aber ift ber $\u00fcftenftreifen, toelcber Don ber \u00a9bbc troden gelegt wirb unb alfo nur augitahntgiocifc \u00c4erfc beherbergt.\nBur Stififte.Uc w\u00e4hlt er ftd) am liebftcit Heine, flache \u00a9anbinfeln ober Hefige \u00a9teilen am \u00a9eftabc. Slug ben ^Beobachtungen \u00a9d)il\u00efing\u2019g feheint l)ertoorgugehen, ba\u00df er fold)e Snfcln, toeld)c mit lurgent haibefraut unb eingelnen oerlr\u00fcppelten 2Bad)holbcvb\u00fcfd)en beftanben finb, attbern oorgicht; \u00c7ollanb beobad)tete, ba\u00df er ^l\u00e4fce erw\u00e4hlt, auf benen h^here \u00a9rag; ober Vinfenb\u00fcfchetflehen, unter benett bann bag SReft angelegt toirb. V\u00df\u00e4hrenb ber Vrutgeit feheint er ftd) h*er unb *>a tiefer in\u00ea Buttere beg Sanbeg gu begeben, fo g. V. auf B^lattb. Oag 3Reft ift eine mit Wenigen $\u00e4lm<hen b\u00fcrftig auggelegte Vertiefung. Oie brei big oier \u00a9ier \u00e4hneln entfernt benett beg \u00c4iebibeg, fttlb aber Heiner, glattfd)alig unb auf graubraunem, gelblicholioen; ober feegr\u00fcnen \u00a9ntnbe mit butilel; braunen, \u00f6lgrauen uttb fdhW\u00e4rglicholwenfarbigen gleden unb ^unlten, auch iooI)t mit \u00a9d)tt\u00f6rleln gegeid)net, am biden \u00a9nbe bid)ter alg an ber \u00a9pifce. Veibe \u00a9Hern legen ihre gro\u00dfe Siebe f\u00fcr bic Vrut burd) \u00a9dreien, \u00e4ngftlicheg Umherfliegen uttb lebhafte \u00a9eberben an ben Vag. Oie Bungen betragen ftd) nad) Slrt ber Regenpfeifer.\nlieber bag \u00a9efattgenleben beg \u00a9tcinW\u00e4lgerg finb mir leine SJiittheilungen betannt; bod) barf man annehmen, ba\u00df er ftd) leicht g\u00e4hnten unb bann an ein paffenbeg \u00a9rfahfutter geto\u00f6htten l\u00e4\u00dft, aud) mohl in ber \u00aeefangenfd)aft augbauert.\n* *\n\u00a3\nV\u00dfer irgenb eine &\u00fcfte ber 3Rorb= uttb Oftfee befitd)t, toirb gewi\u00df bie Vetanntfchaft eincg .\u00a9tranboogelg machen, treld)er hier faft allerorten h\u00e4ufig oorlommt unb fiep burep fein Vetragen fo auggeidhnet, ba\u00df man ihn nicht \u00fcberfein tann. Oie \u00c6\u00fcftettbeioohner finb mit ihm ebenfo Oertraut toorben, wie wir mit einem unferer Raben ober mit bem \u00a9periing: barauf hin beuten fdjon bie Dielen Stamen, toelcbe man ihm gegeben hat. Oer Slufternfifd)er (Haematopus ostralegus), ben ich int \u00a9ittne habe, hei\u00dft n\u00e4mlich auch noch Slufiernfammler, Slufternfreffer, Slufternegel unb Slufternbieb, SJteer;, \u00a9ee;, \u00a9tranb;-ober V\u00dfafferelfter, Reiftet; ober \u00a9Iftertt; fd)ttepfe, \u00a9ecfchttepfe u. f. to. unb beftfct einen \u00e4hnlichen Steid)thum an Viteln unter allen Vollem, ioeld)e ihn lernten, \u00a9r f\u00e4llt auf burd) feine \u00a9eftalt unb hat, ftreng genommen, au\u00dfer feinen","page":602},{"file":"p0603.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9 te in id \u00ab I j er. \u00e2u ft ern fifdfjer.\n603\n\u00a9ipfjfdjaft\u00e9angefyorigen, feine Bertoanbten; bie Baturforfd>er, toeldje ifm juin Vertreter einer Ramifie erhoben \u00efjabcn, finb alfo in invent fftedjte. (S\u00ea fenngeid)nen ifjtt \u00e2u\u00a7er\u00efidj ber gebrungette Seibr ber furge \u00a7al\u00e9, ber grojge \u00aeopf, treldjcr einen fangen, geraben, fcfyr gufammengebr\u00fcdten, rom feilf\u00f6rmigen, garten \u00a9djnabel tr\u00e4gt, ber mittefljo\u00efje, fr\u00e4ftige $u\u00a7, beffen brei Be\u00c7ett ftdj cbenfotoo\u00efjt burd^ iljre \u00ae\u00fcrge a\u00ef\u00e9 i\u00efjre Breite nnb eine grofje \u00a9pann\u00efjaut gtoifdfjen ber \u00e4u\u00dferen unb mittleren au\u00ea; gelegnen, bie mittelfangen, aber fpi^en ^liigel, in benen bie erfte \u00a9djttmngfeber bie l\u00e4ngftc ift, unb ber au\u00ea gto\u00f6lf Gebern gebilbete, giemlid) furge, gerabc abgefdinittene \u00a9djtoang. 3m inneren Bau mad)t fid), laut Sftifcfd;, benterftid): bie bebeutenbe \u00a9nttoidlung berjenigen Btu\u00eafetn, treibe bie liefern betoegen unb mehrere tyteroon tljeiltoeifc abh\u00e4ngige Bert;\u00e4ltniffe be\u00e9 ^obfger\u00fcfte\u00e9, foivie aud^\n2)er 2lufternfifdjer (Haematop\u00fcs ostrale\u00e7us). 1/3 ber nat. @r\u00f6{je.\ngetoiffe (Sigentpm\u00eficpeiten be\u00a3 \u00fcbrigen \u00a9eriftyc\u00e9 unb ber 2\u00f6eid)t\u00a7eile. Oie S\u00f6irbelf\u00e4ule befielt au\u00a7 breigefju Jpaf\u00e9;, neun bilden; nnb neun \u00a9d)toangtoirbeln. Oa\u00ea \u00a9abelbeiu ift Weniger a\u00ef\u00ea bei anberen \u00a9tranbo\u00f6gefn gefr\u00fcmmt, bie oier ^\u00bbauptbud^ten be\u00e9 Bruftbein\u00e9 finb fe\u00efjr au\u00e9gebilbet, bie neun SUppen; paare fatten auf burdj ifyre \u00a9d)ni\u00e4d;tigfeit, bie \u00a9aumenbeine burdj i\u00a7re Breite; bie 3lugenfd;eib'tranb ift meprfad) burd)brod)en. \u00a9epr au\u00e9gebilbete Bafenbr\u00fcfen, iueldje a\u00ef\u00e9 breite ^elfter bie gtoifdjcn beu Singen befinbticbe \u00a9egenb ber Stirnbeine bebeden, bie furge, ant Hinteren fRanbe mit dornigen B^nen befefete Bunge, ber bidtoanbige, reidjmu\u00e9\u00efe\u00efige Bormagen, ber fd)ft>adjmu\u00e9felige Blagen nnb ber fepr lange Oarmfdjlaucl) m\u00f6gen aufjerbent nod) peroorgepoben toerbeu. Oa\u00e9 \u00a9efieber ift auf ber Ober; feite, bent Borberpalfe uttb tropfe fd)toarg, ettoa\u00ea fd^itternb, auf bem Unterr\u00fcden, B\u00fcrget, unter bent Sluge, auf berBruft unb bem Baud)e toei\u00a7; bie .fpaubfdjtoingen unb \u00a9teuerfebern ftub an ber SBurgel","page":603},{"file":"p0604.txt","language":"de","ocr_de":"604'\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. tMu\u00dfera\u00dffcper.\ntoei\u00df, \u00fcbrigen\u00ea fcptoarg. OaS Sluge i\u00df lebhaft btutrotp, am Stanbe orangenfarbig, ein nadter Sting um baS Sluge mennigrotp, ber \u00a9d)nabet geigt biefe\u00efbe f\u00c7\u00e2rbung, pat aber eine lichtere \u00a9pipe, bie $\u00fc\u00dfe fepen bunfel\u00dfcifcprotp aus. Seim SOt\u00e4nnd;ett betr\u00e4gt bie S\u00e4nge 16, bie Sreite 31V2, bic ^ittigl\u00e4nge 972,bie \u00a9djtoangl\u00e4nge reid\u00dficp 4 3od. OaS S\u00f6eibcpeit ift etioaS Heiner unb baS \u00a9cptoarge an ber Sorberbruft bei ipm auf einen geringen Staitm befcpr\u00e4nft. 3m S\u00dfinterfleibe tr\u00e4gt ber Slu\u00dfern\u00dffcper an ber \u00a9urgel einen to.ei\u00dfen palbmonbf\u00f6rtnigen Rieden.\nSont Storbfap ober oom \u00dfitnifdjen SOteerbufen an bis gum \u00aeap tarifa pat man ben Sluftern: ftfcper an allen curop\u00e4ifcpen l\u00fcften beobachtet, befonberS h\u00e4ufig ba, too bie $\u00fc\u00dfe felftg ift. \u00a9benfo ftnbet er fid) auf ben Unfein in ber Storbfee unb bem \u00a9iSmeere, in \u00a9r\u00f6nlanb unb ben benachbarten \u00a9tridjen. Stad) \u00a9\u00fcbeuropa fommt er to\u00e4prenb beS SBinterS, aber feineStoegS h\u00e4ufig; beim feine SBanberungen haben in meprfacper \u00a3>in\u00dfd\u00df: ihr \u00a9igentp\u00fcmticpeS. \u00a9o oerl\u00e4\u00dft er ben \u00a9tranb ber Oftfee regelm\u00e4\u00dfig, to\u00e4hrenb er auf S^tanb bloS Oom Storbranbe gut* \u00a9\u00fcbf\u00fcfte gieht. Oie \u00a9rH\u00e4ruttg pieroon ift nicht fchtoer gu geben: unfer SSogel oertoeilt ba, too ber \u00a9olf\u00dfront bie \u00ae\u00fcfte befb\u00fclt, jahraus, jahrein unb Oert\u00e4\u00dft fte ba, too bie \u00a9ee im SBinter gufriert, er alfo gnnt S\u00f6anbern gegtoungen toirb. \u00a9elegentlicp feiner Steifen gieht er fooiel als m\u00f6glich ber $nfte nach, \u00fcberfliegt ohne Siebenten einen SDteereStpeil, p\u00f6d\u00dft ungern aber einen \u00a9treifen beS ^eftlanbeS, geh\u00f6rt beShalb and; im Sinnen: lanbe \u00fcberad gu ben feltenen S\u00f6geln. Oiejenigen Sluftern\u00dffcper, toelche bie $\u00fcfte ber Storb: unb Oftfee oertaffen m\u00fcffen, finbeit \u00fcbrigens fcpon an ben frang\u00f6ftfchen unb norbfpanifcpen l\u00fcften bie geeignete Verberge, to\u00e4hrenb biejenigen, toelche im d\u00dfnefifdjen SDteere leben, ihre Steife bis nach \u00a9\u00fcb: inbien auSbepnen.\n\u00a9o plump unb fchtoerf\u00e4\u00fcig unfer Sogei auSfieht, fo betoegungSf\u00e4pig geigt er fiep, \u00a9t* l\u00e4uft in \u00e4hnlicher S\u00f6eife toie ber \u00a9teinto\u00e4lger abfaptoeife, geto\u00f6pnlicp fcpreitenb ober trippelnb, n\u00f6tigenfalls aber auep ungemein rafcp bapinrennenb, faun fiep, Oanf feiner breitfoptigen $\u00fc\u00dfe, auf bem toeiepften @d;lid erhalten, fd\u00dfoimmt, unb feineStoegS bloS im Stotpfade, oorg\u00fcglid) unb fliegt fepr fr\u00e4ftig unb fdjned, meift gerabeauS, aber oft aud) in f\u00fchlten Sogen unb \u00a9eptoeufungeu bapin, mepr fcptoebenb als bie meifien \u00fcbrigen \u00a9tranbo\u00f6gel. \u00a9eine \u00a9timrne, ein pfeifenbeS \u201e.\u00eeppip\", toirb bei jeber \u00a9elegenpeit auSgefio\u00dfen, gutoeilen aber mit einem langen \u201e^toiprrrrr\" eingeleitet, manepmat auep furg gufammengegogen, foba\u00df fte toie \u201e\u00aetoif, ftoif, fetoif, fetoif\" Hingt. Slm SaarungSorte aber l\u00e4\u00dft ber Sogei \u00a9\u00f6ne oernepmen, ioedpe man ipm nie gutrauen m\u00f6d\u00dfe: er trillert n\u00e4mlid; tounberood tooplt\u00f6nenb, abtoedjfelnb unb anpattenb, ba\u00df man feine toapre ^reube an ipm pat.\n\u00a9ein Setragen erft\u00e4rt bie Sead\u00dfung, toelche ipm \u00fcberad gegodt toirb. \u00a9S gibt feinen Sogei am gangen \u00a9tranbe, ioelcper im gteiepen \u00a9rabe toie er rege, unrupig, mutpig, tted: unb fanipfluftig unb babei bod) ftctS tooplgelaunt io\u00e4re. SBenit er \u00dfcp fatt gefreffen unb ein ioenig auSgerupt pat, nedt unb jagt er ftd) toenigftenS mit \u00a9eineSgleicpen umper; benn lauge ftid ftpeit, rupig auf einer \u00a9tede oertoeilen, OaS oermag er niept. \u00a9olcpeS Steden gept gutoeilen in ernfieren \u00a9treit \u00fcber, toeil ber Sluftern\u00dffdjer eine ipm angetpane Unbid fofort -gu r\u00e4cpett fuept. \u201eSlept bis gepn biefer S\u00f6gel\", fagt \u00a9raba, \u201efa\u00dfen auf einem ober auf gtoei Seinen im beften \u00a9d\u00dfafe neben einanber, als pl\u00f6plid) burd; baS Sorbeifliegeit einer anberen \u00a9d;at* unb burd) beren \u00a9efcpre\u2019t \u00dfe auS bem \u00a9cplafe auf\u00dfogen. Oabei trat ungl\u00fcdlicpertoeife einer bem anberen auf ben $u\u00df. \u00a9ogleicp fant eS gum ^toeifampfe. SOtit oorgeftredtem \u00a3alfe unb \u00a9cpnabel r\u00fcdten beibe toie ^)\u00e4pite auf einanber loS, fd\u00dfugen meprere SDtate mit ben gl\u00fcgeltt unb padten \u00dfcp mit bent \u00a9cpnabel. Oer $ampf to\u00e4prte niept lange; benn ber eine toiep unb fein \u00a9egner begn\u00fcgte fiep, einige gornige unb Oer\u00e4cptlicpe Slide mit ben n\u00f6tpigeit \u00a9eberben begleitet, nadjgufepiden\". \u00a9olcper innerlicper $aber ift \u00fcbrigens fetten unter einer \u00a9efedfepaft ber Slu\u00dfern\u00dffcper, toeil fie beft\u00e4nbige K\u00e4mpfe mit frembartigen S\u00f6geln auSgufed\u00dfeit paben. Slufmerffamer als jeber anbere ^\u00fcftcnoogel, finben \u00dfe fortto\u00e4prenb Sefdp\u00e4ftigung, auep toenn \u00dfe oodft\u00e4nbig gef\u00e4ttigt \u00dfnb. 3eber Heine \u00a9tranboogel, toelcper \u00dfcp napt ober toeg\u00dfiegt, toirb beobaeptet, jeber gr\u00f6\u00dfere mit lautem Stufe begr\u00fc\u00dft, feine \u00a9nte, feine \u00a9anS \u00fcberfepen. Stun aber napen \u00dfcp bem Orte, too Slu\u00dfern\u00dffcper \u00dfpen, alfo ber gangen \u00ae\u00fcfte, aud) anbere S\u00f6gel, ioetepe unfere","page":604},{"file":"p0605.txt","language":"de","ocr_de":"\u00eftufiernf ifdjer.\n605\nHugen dhiere al! f\u00c7etnbe, minbefteit! al! \u00a9t\u00f6renfriebe ber \u00a9efammtheit lernten gelernt ^viOen. \u00a9otoie ftd) einer oon bief en, alfo ein S\u00eeabe ober eine \u00aer\u00e4fje, eine Staub; ober grofje \u00a9eem\u00f6oe oon Weitem geigt, gibt ein Stuft er nfifdjer ba! Reichen 3um Sittgriffe, \u00fcbrigen ergeben ftd), eiten auf ben geinb gu, freien taut, um feine Slnfunft aud) anberen V\u00f6geln gu \u00bberraten unb flogen nun mit gr\u00f6\u00dfter SBittlj auf ben \u00a9inbringling \u00c7erab. Sk biefem \u00a9ebaljren gleichen fie gang ben ^iebiijeu; \u00fcjre S\u00f6affe ift aber Oorg\u00fcglid)er unb ber \u00a9rfolg umfo fidlerer. dafj ba! \u00fcbrige \u00a9tranbgef\u00ef\u00fcgel e! fel)r batb lernt, ihre oerfdjiebencn \u00a9timmlaute gu beuten, ben gew\u00f6hnlichen Sodton g. S3, Oont 2Barnu\u00abg\u00a7= taute gu unterfdjeiben, reiftest fiel) bon fetbft. da, too e! Slufternftfdjer gibt, ftnb fie el, toe\u00efdje bor alten \u00fcbrigen bal grofje SSort f\u00fchren unb bal Seben bel bereinigten \u00a9tranbgeWimmel! getoiffcr= maf\u00eaeit orbnen unb regeln. dent 3Jtenfd)en Weid)en bie \u00efiftigen \u00a9efclwbfe \u00fcberall mit ber n\u00f6tigen SSorftd^t aul. \u00a9ie fennen beu \u00a3irten, fte fennen ben gifler, wiffen, bafj biefe beiben ihnen feiten ober niemall befchtoerlid) fallen unb taffen fie bel^atb ol)ne Siebenten nat)e an ftd) Ijeranfommen: aber fie betrachten jeben anberen SJ\u00ceenfdjen mit nti&trauifdjen 33liden unb laffen ftd^> ben S\u00e4ger too\u00efj\u00ef ein; mat, nidjt aber fernerhin fo nahe auf ben Seib r\u00fcden, bafj er einen erfolgreichen \u00a9d)uj3 auf fte abgeben tarnt.\n2\u00f6eld)er Urfadje ber Slufternftfdjer feinen gew\u00f6hnlichen Seamen Oerbanft, ift fdjtoer gu fagen, bemt er ftfdjt gewif; niemall Stuftern. Stlferbingl nimmt er gern Heinere SBetchtljtere auf, frift audj Wo\u00efjl eine gr\u00f6\u00dfere SJhtfdjel aul, Welche tobt an ben \u00a9tranb gefdjleubert tourbe, ift aber nicht int \u00a9taube, eine foldje gu offnen, \u00a9eine Sialjntng befielt borgugltoeife aul \u00a9eW\u00fcrrn, unb Wahrfdjeinlid) bilbet ber ttfertourm ben gr\u00f6\u00dften dljeil feiner \u00a9peife. daf er babei einen f leinen \u00aereb!, ein ^ifdjdjen unb ein anberel \u00a9eethier nicht oerfdjm\u00e4ht, bebarf ber \u00a9rW\u00e4ljnung nicht, unb ebenfotoenig, ba\u00a7 er in ber St\u00e4lje bei an ber $\u00fcfle ioeibenben SMelj! auf \u00c6erbtljiere Sagb ntadjt. SJtufdjeln unb \u00a9teindjen toenbet er vielleicht noch h\u00e4ufiger um, all ber \u00a9teinto\u00e4lger fetber.\ndiejenigen Slufternftfdjer, Weldje all \u00a9tanbo\u00f6gel betrachtet toerben f\u00f6ttnen, beginnen SJlittc Slprill, bie, Weldje toanbern, ettoal fp\u00e4ter mit bem Sieftbau. \u00a9I l\u00f6fen fleh jefet bie Vereine, unb bie H\u00e4rchen Vertheilen ftdj auf bem SSrutplabe. Seht oentimmt matt hier bal \u00a9\u00e9triller ber SJ\u00ce\u00e2nudjett fortto\u00e4hrenb, fann aud) Beuge ernfter K\u00e4mpfe gtoeier Siebenbuhler unt ein d\u00dfeibdjen toerben. dagegen leben bie Slufternftfdjer aud) auf bem S3rutf)lahe mit allen harmtofen V\u00f6geln, Welche bettfelben mit ihnen tljeilen, int tiefften ^rieben, ober richtiger, fie ioerfen ftd; aud) hier gu fehr n\u00fc^lidjen S3efdj\u00fchent jener auf. \u00aeurge, graft ge ^l\u00e4djen in ber St\u00e4lje ber \u00a9ee fd)einen ihre liebften Sliftpl\u00e4fce gu fein; too biefe fehlen, legen fte bal Sleft gWifdjett ben oott Hochfluten aulgetoorfenen dangen am \u00a9tranbe au. Sin benfelben Orten niften viele oon ben Heinen \u00a9tranbo\u00f6geln, einzelne \u00a9eefdhtoalben u. f. Jo., furg el fehlt hier nicht an \u00a9efe\u00ef\u00effhaft. dal Sieft ift eine feidjte, felbftgefrahte SSertiefung. dal \u00a9elege befteht aul brei, oft auch nur aul gtoei fehr gro\u00dfen, fpifecn ober reineif\u00f6rmigen, feftfchaligen, glanglofen, auf fd)toachbr\u00e4unlich roftgelbem \u00a9runbe mit Ijelloioleten ober bunlelgraubraunen unb grau; fdjtoargen Rieden, Vieren unb f\u00fcnften, \u00a9tridjen, \u00a9djn\u00f6rfeht u. f. to. gegeid)neten \u00a9iern, Welche iibrigenl vielfach ab\u00e4nbern. dal S\u00dfeibdjen br\u00fctet fehr eifrig, in ben SStittaglftunben aber nie, toelhalb el auch &*m M\u00e4nnchen nicht abgel\u00f6ft Wirb ; bod) \u00fcbernimmt biefel bie \u00a9orge f\u00fcr bie Stadjfommenfdjaft, toenn bie SJtutter burd) irgenb einen \u00dfufall gu \u00a9runbe geht. Stad) ettoa breb W\u00f6chentlicher SBebr\u00fctung entfdjl\u00fcpfen bie Snngen unb toerben nun oon ben Slltctt toeggef\u00fchrt. S3ei \u00a9efahr oerbergen fte ftd) gew\u00f6hnlich, toiffen aber and) int S\u00f6affer fi<h gu bewegen; beim fie fd)toimmen unb tauchen oortrefflich, tonnen fogar auf beut \u00a9runbe unb unter S\u00f6affer ein \u00a9t\u00fcd toeglaufen. S3eibe Sllten ftnb, toenn fte Sunge f\u00fchren, oorftdhtiger unb t\u00fchner all je.\ndie S\u00ab\u00f6b hat ihre \u00a9dhtoierigfeiten, Weil bie 3lufternfifd)er, wie bereitl benterft, gtoifdtjen gef\u00e4hrlichen unb ungef\u00e4hrlid)en SStenfdben Wohl gu unterfcheiben toiffen. Slnt leid)teften lantt man fte nodh ber\u00fcden, toenn man gur 3eit ihre! 3)tittag!fd)I\u00e4fd)en! auf fte aulgeht; ihre \u00a9inne ftnb aber fo fein, baj3 mau ihnen auch bann oorftdjtig nahen mu^, toeil fte bie dritte eine! gehenbett SJlenfd)ett h\u00f6ren ober bod) oerfp\u00fcren. \u00a9rfd)toert toirb bie Sagt noch gang befonber! baburdh, ba^ fte ein","page":605},{"file":"p0606.txt","language":"de","ocr_de":"606\n$>ie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9djuepfen.\n\u00fcberau\u00eb g\u00e4l)e\u00a7 SeBen Be\u00df\u00dfen unb einen fehr ftarBen \u00a9d)u\u00df \u00bbertragen. UeBrigen\u00ea jagt toolf nur ber SRaturfor\u00dfher ober ber \u00a9onntag\u00f6\u00dfhii\u00dfe ern\u00dfhaft auf Stufiernfrfc^er, ioeil beren S\u00dftfbpret \u00bbon ber SRahrung einen fo toiberto\u00e4rtigen \u00a9efchmad\u2019 annimmt, ba\u00df e3 g\u00e4nglidj ungenie\u00dfbar toirb. dagegen gelten bie \u00a9ier mit 3^ed^t a\u00ef\u00ea eine pcfjft \u00dfhmacBhafte \u00a9peife. SieB^aBer fangen ftc\u00ef) einen ober ben anberen Slu\u00dfern\u00df\u00dfher, um ben angiehenben \u00a9efetten in ber \u00a9efangenfdjaft Beobachten gn Bonnen. Saufplingen, toelche bort, too [ich \u00bbiele bief er SS\u00f6gel umhertreiben, geftettt toerben, f\u00fchren regelm\u00e4\u00dfig gum Siele, nnb bie \u00a9ingeto\u00f6hnung ber \u00a9efangenen oerurfadht Beine SCR\u00fc^e. S\u00dfenn man ihnen anf\u00e4nglich ewige Krabben, gerBleinerte\u00ea f^ifdhtfleifch, gepadte SORu\u00dfheln unb bergleichen oortoirft, Bann man fie Balb an\u00ea einfachfte \u00a9tuBenfutter, aufgeioeidjte\u00ea SJRilchBrot n\u00e4mlich, geto\u00f6hnen. 2>ungein= gefangene Baffen \u00dfd) mit biefem gutter ober mit \u00aer\u00fc\u00dfe gro\u00dff\u00fcttern. Oie Sitten oerlieren nach Burger 3e*t ihre \u00a9cheu oor beut \u00dcDRen\u00dfhen, b. h- fobalb fie gu ber UeBergeugung geBommen finb, ba\u00df biefer ihnen ioohttoill. \u00a9ie \u00bbertragen \u00dfd) auch mit allen \u00fcbrigen SS\u00f6getn, toelche man mit ihnen gufammenbringt unb leiften biefen nach toie \u00bbor ihre SB\u00e4chterbienfte. \u201e\u00a9in f$aar Sluftern\u00dffcher\", erg\u00e4blt \u00a9abamer, \u201etoelche ich \u00bbom SRefte au\u00ea gro\u00df gegogen hatte, toaren fo g\u00e4hnt, ba\u00df fte mich fogar an meiner \u00a9timme erBannten unb mich, fobalb fie biefelBe \u00bbernahnten, mit lautem Berufe Begr\u00fc\u00dften. 3>ch lie\u00df \u00dfe unter meinen .Jpau^h\u00fchnern frei umherlaufen, unb nie toaren bie k\u00fchner fo ftd^er \u00bbor bem ^abie\u00dft, at\u00ea folange fie biefe treuen \u00e4B\u00e4chter hatten, toelche bie SlnBunft eine\u00ea folchen 9R\u00e4uBers> fofort burch ip* toeittonige\u00ea Slngftgefchrei gu erBennen gaben unb ftch Bei ben Dpnem Balb SRacBjachtung gu \u00bberfchaffen tou\u00dften.\"\n*\n%\nOie gtoeite 3uuft umfa\u00dft bie \u00a9d;ne|}f etto\u00f6gel (Limicolae), uuter ftch w dttem SBefentlicheu fep \u00fcBereinftimmenbe SDRitglieber ber Orbuuitg. \u00a9ie Benngeichneu : ber toalgenf\u00f6rmige SRumpf, ber mitteltangc ipat\u00ea, ber ftarB geio\u00f6lbte, mittelgro\u00dfe ^opf, ber lauge, b\u00fcttne, an ben \u00a9chneiben ftumhfe unb ungeg\u00e4hnte, fcpoad)e, nicht fetten toeiche unb Biegfame, meift mit einer nerbenreichen \u00ab!paut \u00fcbergogene \u00a9chnabet, ber fd)toad)e, fchlanBe, geto\u00f6hnlich h\u00bbhe $u\u00df, toetdher bjei oono\u00e2rt\u00ea gerichtete 3eheu unb xn ^er ^egel auch eine Bleine, Burge, h\u00bbher ge\u00dfettte \u00a3intergehe $at, Bei einigen Slrten Burge \u00a9d;toimmh\u00e4ute, Bei anberen ^autlappn an ben \u00a9eiten ber 3ehen geigt, ber mitteltange, fpi\u00dfe Fl\u00fcgel, beffen hinterer DRanb mehr ober toeniger \u00dfdjelf\u00f6rntig au\u00eagefdjnitten ift, unb toelcher \u00bbor ber elften gro\u00dfen \u00a9d;toungfeber nod) ein Bteine\u00ea fcpitale\u00ea \u00c7eberchen, eine \u00bberB\u00fcmmerte \u00a9chtoinge tr\u00e4gt, fotoie enbtid) ber Burge, au\u00a7 gto\u00f6lf Bi\u00a7 fed)3unbgtoangig \u00a9teuerfebern geBilbete \u00a9d^toang.\" Oa\u00ea \u00a9efteber toedfett, eBenfotoohl, tra\u00a7 feine OicpigBeit, a\u00ef\u00ea ioa\u00ea bie F\u00e4rbung anlangt, \u00a9\u00ea ift nach bem @ef<hted)te toenig, nad) bem Sitter unb ber Sape\u00eageit aBer Bei SSielen fehr \u00bberfchieben.\nSille biefer 3unft angeh\u00f6rigen SS\u00f6gel \u00e4hneln fid; hw\u00dfcplich ber SeBen\u00f6toeife. \u00a9ie Betoohnen feuchte unb fumpfige Orte, bie Ufer ber \u00a9eto\u00e4ffer unb bie \u00a9eeBiifte, leBett im \u00a9ontmer ^aartoeife, trenn auch oft noch in Vereinen, to\u00e4hrenb be3 ^erBfte\u00ea unb SBinterl in gro\u00dfen unb in gemifepen \u00a9efetlfchaften, fd;einen \u00dfd) gegenfeitig gugethan gu fein, \u00bberBehren minbeften\u00ea gern mit einanber, unb freffen ^erBipere, beren Saroen, SB\u00fcrmer, \u00a9dpi: unb $reB3tperd;en, eingelne toohl auch \u00a9\u00e4mercien. S5ei faft alten Slrten Betheiligen \u00dfd) Beibe \u00a9efdfedder am fyort^flangung^gefd^\u00e4ft, Bauen gemein: fdiafttich an bem fehr \u00bbeifpetenen, meift jeboch auf bem S3oben ftehenben SRefte, Bebr\u00fcten aud) aBtoedfelnb bie gtoei Bi\u00bb \u00bbier Bimf\u00f6rmigen, erbfarBenen \u00a9ier unb f\u00fchren bie flaumigen jungen,- toelche ba\u00ea SReft fehr Balb \u00bberlaffen, Bi\u00ea \u00dfe felBft im \u00a9tanbe \u00dfnb, ftch SRap'ung gu fucheu. Sitte Bei un\u00a7 toohnenben Slrten geh\u00f6ren gu ben 3\u00abgB\u00f6geln; bie unter nieberen Streiten leBenben \u00dfnb \u00a9tridjo\u00f6gel.\nOie \u00a9djnehfen (Scolopaces), benen bie 3uPt ipc 33enennung \u00bbcrbanBt, m\u00f6gen bie Step er\u00f6\u00dfnen. \u00a9ie geh\u00f6ren gu ben au\u00f6gegeicptetften \u00a9telgo\u00f6geln, toelche ioir Bennen. 3p\u2018e SDRerBmale","page":606},{"file":"p0607.txt","language":"de","ocr_de":"SUIgemetneg.\n607\nfinb: fel)r tr\u00e4ftiger, Derh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fuller SeiB, mittellanger Jpa\u00efd, ber Don Betbett \u00a9eiten Zufammengebr\u00fcctte, fe\u00ef)r t;od;ftirnige $opf, ber flehte abgeplattete \u00a9feitet unb bte am Staube btefe\u00ea Weit nad) oben unb tjtnten fte^enben gro\u00dfen Singen, ber lange, gerabe, fd)Wad;e, female, nad) Dorn ftd) oerfd)m\u00e4d)tigenbe, fe^r Weid)e unb Biegfame, taftf\u00e4^ige \u00a9d)nabet, beffett Untetfieferf\u00dfifee non ber be\u00ea oBern tI)eilWeife umfd)toffen Wirb, ber ntebere, fd)Wad)e, Weid)e, \u00fcber ber $erfe Wenig ober nid;t nadte $u\u00df, unter beffen brei Sorberzel)en bte mittlere burd) ihre S\u00e4nge auf f\u00e4llt, ber Derh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig furze, aber Breite \u00c7t\u00fcget unb ber burd) bie Wed)felnbe Strahl ber \u00a9teuerfebern, Wetd;e zWifd)en zw\u00f6lf unb fecpunbgtoanjig fd)Wanft, Bemerten\u00f6Werthe, turze, Breite, ^ugefpi^te ober aBgerunbete \u00a9\u00e4;Wanz-Oa\u00ea \u00aeteinge\u00dfeber liegt, tro| feiner 2\u00f6eid^e unb Oid)te, glatt ober bod) gefdjloffen an; feine F\u00e4rbung \u00e4hnelt, ungead;tet ber fe^r soerfdC;iebenartigen 3e^uuttg, unter allen Umfi\u00e4nben ber Sobenf\u00e4rBung be-o Bez\u00fcglichen Slufentha\u00efte\u00ea.\nObgleich ber innere Sau ber \u00a9chttepfen bie allgemeinen Silbunggoerl)\u00e4ltniffe ber \u00aent\u00a3J>e zeigt, f\u00e4llt er bod; burd) bie l)\u00f6d)\u00df eigent\u00fcmliche ^offbilbuitg, weld)e, laut Sti^fd), in ber ganzen klaffe nicht Weiter gefunben wirb, Befonberjo auf. \u201eOie $irnfd)alenfahfet ift namentlich mit bem @el)irn fo nach unten unb ba t\u00ef)eil\u00ea Wieber nach Dorn gezogen, ba\u00df bie \u00a9d^t\u00e4fe teine\u00ea ber gro\u00dfen Sf;r\u00e4nenBeine Ber\u00fchrt, ber OrBitalranb o\u00f6llig gefchloffen Wirb unb alle fonft unteren unb I\u00dfuteren SI)eile ^ \u00aeohfe\u00ea feltfam zufammengefd)oBett unb geWiffernta\u00dfen oerr\u00fcdt Werben. Oa\u00ea gro\u00dfe ^interhaupt\u00eb; loch \u00efommt bentnad) ganz uad) unten, Weit nach torn unb unter bie Singen zu liegen; bie OBer= ft\u00e4d)e be\u00ea gro\u00dfen @e\u00ef)irn\u00ea Wirb nach hinten unb unten umge\u00df\u00fcfyt, unb feine Sa\u00df8 richtet ftch nach oben. Oie Ohr\u00f6ffnung, Weld)e Bei allen anbern S\u00f6geln hinter bem Sluge fteht, ift h^er unter ba\u00ea Singe geftellt unb bem Derberen SlugenWintel gen\u00e4hert. Oer $aufenfnod)en ift in ben Derberen SlugenWintel ger\u00fcdt, foba\u00df er Dom Shr\u00e4nenBeine nach au\u00dfen oerbedt Wirb, unb fo fontmen benn auch bie \u00fcbrigen, zuut OBerfiefer geh\u00f6rigen unb fonft unter ben Singen liegenben Knochen, namentlich bie SerBhtbung\u00eaBehte, ba\u00ea \u00a9aumenbein unb ber. 3>od)Bogen Dor ba\u00ea Singe unb ba\u00ea SI)r\u00e4nenBein zu liegen.... Oer lnod)enzetlige Saftapparat an Beiben ^iefernfpi\u00dfen ift ganz Dorz\u00fcg\u00efich au\u00eagebilbct. Oie meift fed;\u00eaedigeu, in bie S\u00e4nge gezogenen \u00aenod)enzeften, Weld)e bie \u00a9\u00fcben ber zur \u00a9chnaBelhaut gchenben Steroenf\u00e4ben Dom f\u00fcnften ^\u00dfaare umgeben, finb Bei ben \u00a9d;nepfett gr\u00f6\u00dfer, beutlid)er unb Diel zahlreicher al\u00ea Bei ben Wenigen au\u00dferbent mit bem O^aftappavat Derfefenen \u00a9attungen. Oa\u00a7 SruftBeiit ift nach hauten fefr Derl\u00e4ngert, ba3 Seelen auch im hinteren S\u00ef)eite fd)m\u00e4ter al\u00ea Bei ben SerWanbten. Oie OBerarmlnochcit \u00fcBertreffen bie \u00a9d)ulterBl\u00e4tter wenig an S\u00e4nge u. f. W. Oie 3unge ift fd)ntat, fpi^ unb lang, jebod; t\u00fcrger a\u00ef\u00ea ber \u00a9chnabel, ihr $ern nur hinten oerfn\u00f6d;ert, ber Bungenbeinftiel BeWegtid), ber Sorntagen lang unb fe^r br\u00fcfenreich, ber SJtagen fchmal unb ebenfalls in bie S\u00e4nge gezogen.\nSl\u00ef\u00ea bie ipeimat ber \u00a9chnepfen barf man ben n\u00f6rblid;eit unb gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel ber \u00a9rbe Betrachten; aber freilich Wanbettt bie BeWegung\u00eaf\u00e2higen \u00a9efch\u00f6pfe t\u00ef)eilWeife Big tief in bie hei\u00dfe 3ene hinein, \u00a9inige \u2022 Slrten leben in feuchten ^Salbungen, bie Stehrzal)l in \u00a9\u00fcntpfen unb Stor\u00e4ften. ipier hatten \u00dfe ftd) Bei Sage foDiel alg m\u00f6glich DerBorgen; benn fie geh\u00f6ren zu ben 9tad;t; ober minbeften\u00ea zu ^en O\u00e4mmerunggD\u00f6geln, obwohl ftc ftch ange\u00dfdjtg ber \u00a9onne oortrefftid) zu Benehmen Wiffen. Sluch \u00dfe \u00dfnbett fid) zuweiten maffenWeife an einer unb berfelBen Oertlichteit, f\u00f6nnen aber fattnt als gefellige S\u00f6gel Betrachtet Serben, ba jeber einzelne mehr ober toeniger f\u00fcr \u00dfd; lebt unb \u00dfd) toenig um anbere \u00a9eine3gleid)en Bel\u00fcmmert. \u00a9g f eff eit \u00dfe ber Ort, nicht aber bie \u00a9efelligfeit* \u00a9ie erfdfeinen im ^r\u00fchfafre, nachbem ber \u00a9d;nee gefdfntolzen, zuzeiten aud; nach ber \u00a9d)neefd)melze felbft, einzeln in ihrer \u00a9ommerherBerge, haaren \u00dfd; nach ziemlich langwierigen ^\u00e4mf)fen mit SteBenBuhlern, Br\u00fcten unb Oertaffen im .JperBfte bie Heimat wieber ebenfo einzeln, al\u00ea \u00dfe tarnen. 3hoe Stafrung, SB\u00fcrmer, ^erBlfiere, bereu SarDen unb fteiue 3Bafferthierd)en aller Slrt, fud;eit\u00dfe an f\u00fcllen, b\u00fcfteren Orten Wohl auch Bei Sage, in ber Siegel jebod; nur in ber O\u00e4ntmerung unb Diel; leicht W\u00e4hrenb ber ganzen 3lad)t. Oa\u00ea \u00a9e\u00dfcht leiftet ifnen hierbei launt Oienfte; benn \u00dfe \u00dfnben ihre \u00a9peife burd) Saften, inbern \u00dfe ben \u00a9chnabel tief in bie Weiche \u00a9rbe ober in ben $otl) ber Stnere","page":607},{"file":"p0608.txt","language":"de","ocr_de":"608\n$)ie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00d6get. \u00a9cpnepfen.\netnbopren, ein Socp neben baS anbere fiedjen unb fo bie oorpanbenen \u00eepiere mit Jpitfe ipreS fein; f\u00fc^\u00efenbert \u00a9cpnabelS entbeden unb peroorgiepen. 2ln SemegungSf\u00e4pigfeit fiepen bte \u00a9cpnepfen faum einem einzigen \u00a9umpfoogel nacp. \u00a9ie gepen, ungeachtet bei* nieberen Seine, gut, fcpmimmen red)t leib\u00efid^ unb fliegen meifter^aft. Spre \u00a9timme ifi itnbebeutenb, rauh unb eint\u00f6nig. OaS S\u00dfefen hat menig Sefied)enbeS f\u00fcr Oen, melcper fie nicht als beliebte Sagbtpiere fcp\u00e4fct unb m\u00fcrbigt. S\u00f6\u00e4prenb ber ^\u00dfaanmgSgeit bn'iden bie \u00e4ft\u00e4nncpen burch eigene \u00dct\u00f6ne, Semegungen unb \u00a9eberben, unge-m\u00f6pnlicpen glug g. S., meiner gemiffernta\u00dfen als Sa\u00efge aufgefa\u00dft teerten fantt, burch gro\u00dfe \u00aeampf; \u00efuft unb bergleidjen ihre \u00a9rregung aus. OaS Dceft fteht im \u00a9eb\u00fcfdpe ober inmitten bei* \u00a9\u00fcmpfe auf einer etmaS trodnen \u00a9teile, ift eigentlich nur eine runbe Sftulbe im \u00a9rafe, aber bod) im Innern p\u00fcbfcp gegl\u00e4ttet unb enth\u00e4lt regelm\u00e4\u00dfig oier mittelgro\u00dfe, bimf\u00f6rmige \u00a9ier, metcpe auf fcpmttgig; gelbem ober gr\u00fcnlidjent \u00a9runbe braune gleden geigen. Oie jungen fommen in einem roftfarbenen, oben braun ober fcpmarg gefd^edten, unten einfarbigen Omtenfleibe gur S\u00dfelt unb oerlaffen baS Sept nocp am erften \u00a3age ipreS SebenS.\nSSernt man beben\u00eft, ba\u00df ben teoplfcpmedenben S\u00f6geln \u00fcberall, mo \u00a9urop\u00e4er leben, eifrig nad); gefteHt mirb, ba\u00df fte au\u00dferbem oon bem gefammten oierf\u00fc\u00dfigen unb gefieberten Saubgeftnbel bebroht merben, auch oon \u00fcbler S\u00f6itterung oft fehl* gu leiben haben, begreift man faum, mie eS m\u00f6glid) ift, ba\u00df fie noch nicht auSgerottet m\u00fcrben. Spr n\u00e4cptlicpeS Sehen gem\u00e4hrt ihnen freilich 001* bem fcplimm; fielt geinbe einen fepr gro\u00dfen \u00a9d;up, unb bie Ungeheuern Salbungen ober fumpftgen gl\u00e4cpen im korben, ihre eigentlichen Srutpl\u00e4pe, erm\u00f6glichen mcnigftenS eine ungehinberte Sermepntng: fo erfepen fi<h bie Serlufte, melcpe fte f\u00e4mmtli\u00abh gu erfeiben haben, menigfienS gum gr\u00f6\u00dften \u00fctpeite lieber.\nSeiber eignen ftd) bie Schnepfen nid)t f\u00fcr bie \u00a9efaugenfcpaft. \u00a9S ift ferner, fie an ein paffenbeS \u00a9rfapfutter gu gem\u00f6hnen unb unm\u00f6glich, ihnen bie nat\u00fcrliche Nahrung gu oerfcpaffen. \u00e4\u00f6emt man ftch bie Sl\u00fcpe nicht oerbrie\u00dfen l\u00e4\u00dft, fte modenlang mit \u00c6erbtpieren, Srot, Ouarf u. f. m. gu ftopfen, fann man felbft Slteingefangene eine geraume 3\u00abt am Seben erhalten, mirb aber bodf> nur fetten bie greube erleben, fte gum felbft\u00e4nbigeit fyreffen gu bringen. 3>ungeingefangene, unb namentlich bie ber gr\u00f6\u00dferen Sitten, taffen fid) fd;on eher ans gutter gem\u00f6hnen unb aud) mohl ein paar Sapre lang pinpalten, Oertangen aber eine fepr forglicpe ^Sffecge unb belohnen faum bie SS\u00fcpe, melcpe man auf fte Oermenben mu\u00df.\nUnfere S\u00f6\u00dfalb;, Sufcp;, -!potg;, Sergfd)nepfe ober \u00a9cpnepfe opne alle Sebenbegeid)nung (Scolopax rusticola) oertritt bie elfte \u00a9ippe bei* gantilie unb fenngeidpnet ftd) burd) ben oerp\u00e4ltni\u00df; m\u00e4\u00dfig ftarfen, an ber \u00a9pipe runben \u00a9cpnabet, bie niebrigen, ft\u00e4mntigen, bis auf bie gerfe befteberten g\u00fc\u00dfe, bereu fleine $iutergepe einen fepr furgeu Saget tr\u00e4gt, bie giemlid) gem\u00f6lbteit ftumpffpipigen gl\u00fcgel, ben auS gm\u00f6lf \u00a9teuerfebern gebilbeten \u00a9cpmang, fomie enblicp burd) bie Sefcpcrffenpeit, g\u00e4rbung unb \u00e2dcpnung ipreS \u00a9eficberS. OiefeS ifi auf bem Sorberfopfe grau, auf Ober;, ipinterfopf unb Sadett mit oier brgunen unb ebenfooieten roftgelben Querfireifeit gegeiepnet, \u00fcbrigens oben roftfarben, roft; grau, roftgelb, graubraun unb fepmarg gefledt, an ber \u00aeeple mei\u00dflid), auf bent \u00fcbrigen Unterf\u00f6rper graugelbticp unb braun gemellt; bie \u00a9cpmiitgen ftnb auf braunem, bie \u00a9teuerfebern auf fepmargem \u00a9runbe mit roftfarbenen gledcn gegeiepnet. OaS fepr gro\u00dfe Sluge ift braun, ber \u00a9dfnabet unb ber gu\u00df porngrau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12, bie Sreite 22, bie gittigl\u00e4nge 8, bie \u00a9d^mangt\u00e4nge 3V2 3oft-\nSitte S\u00e4ger unterfdpeiben gmei oerfepiebene 2\u00f6albfd;nepfen, meld)e oon ben meiften Satutforfd)ern als Spielarten, oon anberen aber als oerfd;iebenartige S\u00f6get augefepen merben.\nSlit SluSnapme einiger norbifeper Snfelit pat mau bie 2Balbfd;nepfe in allen S\u00e4nbern \u00a9uropaS unb ebenfo in gang Sorb ; unb \u00dcRittetafien angetroffen, \u00a9etegeutlid) ipreS 3u9e\u00ea befuept fte Oon \u00a9uropa auS 9torbmefiafrifa, oon Sorbaften auS. Snbien unb gmar niept bloS bie n\u00f6rbtid^en ^oep; gebirge, fonbern auep baS f\u00fcblicpe \u00a3ieflanb bis \u00a9alcutta unb SiabraS pinab. \u00a9em\u00f6pitlicp nimmt","page":608},{"file":"p0609.txt","language":"de","ocr_de":"2\u00f6albfdjnef)fe.\n609\nman on, ba\u00a7 ihre eigent\u00eftdC;c ^eimat, b. h- a\u00effo ihr Brutg\u00fcrtel, gtoifchen bem f\u00fcnfunboiergigften unb ftebenunbfechSgigften \u00a9rabe n\u00f6rblidjer Breite gelegen fei; toir toiffen aber jef\u00eet bereits burd) non ber SJ\u00ef\u00fc\u00c7Ie, bafj einzelne 2Balbfchnef)fen in ben grted^tfd^en \u00a9ebirgen unb burdj Btountaineer, ba^ ntd^t Wenige tnt Himalaya, hier freilich bid&t unter ber @d)neegrenge, niften. 2>n \u00aeeutfd); \u00efanb br\u00fcten Oerh\u00e4ltnifnt\u00e4ffig ioenige \u00a9chnepfen, bie meij\u00efen nod) in ben SJtittelgebirgen ober int korben uttfereS BaterlanbeS; tm korben trifft man fie to\u00e4hrenb beS \u00a9ontmerS in alten gr\u00f6\u00dferen SBalbungen an. SJiilbe BMnter Oeranlaffen fte gufoei\u00efen, ben Bruty\u00efah jahraus, jahrein gu behauf); ten: namentlich in \u00a9ngtanb, jeboch audj in \u00a9chioeben ift foldjeS Beiloeilen beobachtet \u00eeoorben; bie\n2>te SSJattifc^ne^fe (Scolopax rusticola). 1/3 ber nat. \u00aet\u00f6\u00a7e.\nS\u00dctehrgahl aber tritt in jebem ^evbfte eine SBtnterreife an unb nimmt erft in ben f\u00fcbeurop\u00e4ifchen \u00a9ebirgen Verberge. \u00a9riechenlanb treffen, nad) oon ber SD^\u00fch\u00efe\u2019\u00ea Beobachtungen, eingelne bereite um bie SSJiitte \u00a9eptemberS ein,, begiehen gun\u00e4chft bie Hochgebirge, Serben aber ff)ater burch bie fidh hier f\u00fchlbar machenbe \u00c4\u00e4lte in bie \u00a9bene herabgebr\u00fccbt. \u201e\u00a9obalb ber gr\u00f6\u00dfere ^he^ ber SBctch; teln feine gef\u00e4hrliche Steife \u00fcber baS Bteer angetreten hat\", fagt gebachter $orfcher, \u201eerfcheinett in ber SJtorea bie SBalbfchnepfen unb gtoar anfangs auf benfetben bl\u00e4hen, auf Welchen ber S\u00e4ger b\u00fcrg guoor noch ergiebige SBachteljagb trieb, n\u00e4mlich in ben He^en unb \u00a9eb\u00fcfdjen l\u00e4ngs ben S\u00f6\u00e4mmen ber SlbgugSban\u00e4le ober auf ben felftgen H\u00fcgeln, too fte ftch hinter \u00a9albei unb SHtyrthengeftmuch ber= fteeben. Shre 5\u00efngahl ift eine ungew\u00f6hnlich grofje. \u00a3ritt balte Witterung ein, fo giehen fie ftch bon SSreljm, S^ierieBen. IV.\t39","page":609},{"file":"p0610.txt","language":"de","ocr_de":"610\n\u00a9te \u00dfcittfer. \u00a9telgb\u00f6gel. \u00a9djnepfen.\nben bebyfcpten SBiefen ioeg unb finb nur in beu engen \u00a9ebirg\u00eatp\u00e2lern unb auf Abfangen ber -\u00eepiigc\u00ef, toeld;e auf ber\u00e2Jtittag\u00eafeite liegen, ober an bebufd;ten ^lufufern aufguftnben.\" -\u00aea\u00ea fp\u00e2te \u00a9rfdpeinen in ben Sftieberungen p\u00e4ngt, laut Sinbermaper, gang bon beu SBitterung\u00eaberp\u00e2ttniffen ab. S3ei perrfdjertbem \u00a9\u00fcbtoeftn\u00fcnbe ift toeber in ber \u00a9bene nod; in ben Verbergen eine \u00a9cpnepfe gu ftnben ; \u201eaber faum ft\u00fcrgt fid; ber Dlorbtoinb \u00fcber bie albanefifcpen \u00a9ebirge perab \u00fcber unfere fonnige \u00a9benen, fo bringt er aud; eine fabelhafte \u00dcDienge bon \u00a9cpnepfen mit. 3ln feieren \u00a9agen toerben felbft in ber probing 2Ittifa, bereu SBobenJ&efcpaffenpeit bod^ p\u00f6cpft ungeeignet erfdpeint, ^unberte biefer fcpom \u00e4ugigen S\u00df\u00f6gel erlegt.\" SDrei \u00a9ngl\u00e4nber, \u00eft>eld^c gtt\u00fcfcpen SPatra\u00ea unb ipprgo\u00ea ^eloponne\u00ea jagten, erlegten innerhalb brei \u00a9agen taufenb \u00a9cpnepfeu. ben eigentlichen S\u00dftntermcnaten fiept man fie in geringerer Bapl in \u00a9riecpenlanb, unb bom Februar an beginnen fie bereite ihren IR\u00fcdgug. Un; gef\u00e4hr SDaffelbe gilt f\u00fcr anbere f\u00fcbeurop\u00e4ifcpe unb norbtoeftafiatifepe S\u00e4nber, alfo f\u00fcr Stflgarien, bie SJtclbau unb SBalacpei, \u00aeleinaften, \u00a9\u00fcbgriecpenlanb unb \u00a9Manien, tbaprfd;einlid; aucp f\u00fcr SDlaroffo ober bie Sltla\u00eal\u00e2nber \u00fcberhaupt.\nSo nad; bei* im korben ftattfinbeuben Witterung trifft bie \u00a9d;nepfe fr\u00fcher ober fp\u00e4ter im Sapre ein. \u00a9in alter befannter Sagerfprucp trifft fo gientlid; ba\u00e9 SRecpte:\nSftenttni\u00eacere \u2014 nach \u00a9dfjnepfen fuchen gel;\u2019,\nDfuli \u2014 ba l'ontmeu fte,\nS\u00e4tare \u2014 ba\u00a7 ift ba\u00a7 SBapre,\nSubtca \u2014 ftnb fte audh noch ba,\n^almarutn \u2014 traHarum,\nDuaftmobogenitt \u2014 palt, S\u00e4ger palt, jept br\u00fcten fte.\n\u00a9in Saht* in ba\u00e9 anbere gerechnet, barf man annehmen, baf man bon SCRitte SO\u00eearg an auf burepgiepenbe \u00a9d;nepfen redhnen fann. Slber, tbic gefagt, etwas SBeftimmte\u00ea fann nicht gegeben toerben, Weil gerabe biefer 33ogel bem S\u00e4ger, welcher ipn auf ba\u00e9 genauefte beobachtet, in jebem Sahre neue 3ft\u00e4thfel aufgibt. \u201eS\u00abh Pa&e *>en \u00a9d;nepfenftricp\", fagt \u00a9epauer, \u201efiebgepn Sahre lang in ^olen unb \u00a9aligicu faft t\u00e4glich befuept, in ben f\u00fcnf Salden jeben \u00a3ag ohne Slu\u00eanapme bom erften bi\u00ea gum testen Slprif, habe genau Iftegifter gef\u00fchrt, unb \u00a9ag unb \u00a9tunbe, 3B\u00e4rme= unb Suftmeffer, Anfang unb \u00a9nbe be\u00ea \u00a9trich\u00e9, bie 2lngapl ber \u00a9cpnepfen, Welche gefd;offen, gefepen, geh\u00f6rt iburben, bie Witterung be\u00ea \u00a3agc\u00ea ib\u00e4prenb be\u00ea \u00a9trich\u00e9, S\u00dfinb, SBolfengug u. f. ft., Sllle\u00e9 genau beobachtet, unb ftenn man mir jept fagt : \u00a9ie gehen bei biefem S\u00f6etter auf ben \u00a9d;nepfcnf\u00efricp, e\u00e9 fterben feine gidjen, fo antftorte id;: Oabcn Will ich ntid; \u00fcbergeugen. \u00a3>ie alten S\u00e4ger finb ber Meinung, baf ber \u00a9epnepfenftriep bon ber augenblicflidjen ^Bitterung abhinge, \u00aeem aber ift nid;t fo . . . SJleine genauen unb ununterbrodjenen 23eobad;tungen haben mir ba\u00e9 \u00a9egentpeil gelehrt, aber auch Su berUeber; geugung gef\u00fcprt, baf bie SBalbfcpnepfe bnrd; ein SSorgef\u00fchl f\u00fcr bie beborftehenbe ^Bitterung geleitet Wirb. Shr Bug felbft ift p\u00f6cpft berfepieben. SSorgeftern gogen alle fehr niebrig unb langfatn, geftern niebrig unb rafcp, heute fehl* hoch unb ohne gtt balgen, morgen fommen fte fo fp\u00e4t, baf man faum fd;iefen fann unb \u00fcbermorgen finb fie gleich nad; \u00a9onnenuntergang ba.\" \u00a3)em fann man noch h^n\u00eauf^9en, baff aud; bie .\u00a9tr\u00e4fe, Welche bie SBanbernben benupen, eine bielfad; berfepiebene ift; benn ft\u00e4prenb man in einem Sahre an einer Oertlicpfeit, Welche allen Slnforberungen be\u00e9 SSogel\u00ea gu entfpred;en fd;eint, fehr biele SBalbfcpnepfen antrifft, fiept man in attberen Salden pier launt eine, obgleich bie Umft\u00e4nbe ba\u00e9 \u00a9egentpeil erwarten laffen. SBenn nach einem ftrengen hinter red;tgeitig \u00a3pauftetter eintritt, unb bie Suft fortan gelinbe bleibt, gept ber $r\u00fcpling\u00eagug am regelm\u00e4figften bon ftatten. \u00a9benfo pat man feftgupalten, baf bie \u00a9d;nepfen, Wie anbere $\u00f6gel aud;, ungern mit bem SBinbe giepen, am liebften alfo bei m\u00e4figem \u00a9egenibinbe reifen, \u00a9epr bunfele ober ft\u00fcrmifd;e ^\u00e4dpte pinbern bie 3Banb\u201cerung, unb ebenfo feffelt fie SSorau\u00e9f\u00eecpt bon fcplecptem SSetter, beifpiel\u00e9\u00efoeife bon einem fp\u00e4ten \u00a9cpneefatt an einem unb bemfelben Orte. S\u00ab groferen, gufammenp\u00e4n^enben Salbungen finbet man fie eper al\u00ea in fleinen \u00a9ep\u00f6lgen, p\u00f6dpfi: tt>aprfd;einlid; be\u00e9palb, Weil ipnen bie grofen S\u00df\u00e4lber mepr \u00a9cpup geben al\u00ea bie fleineren, Welche fie fp\u00e4ter gern befud;en. S\u00ab ioalbarmen \u00a9egenben fallen fie niept feiten felbfl in bufdhretepen \u00a9\u00e4rten ober aud; eingefnen ^\u00bbedett ein.","page":610},{"file":"p0611.txt","language":"de","ocr_de":"2Bctlbfd)ne:pfe.\n611\nS)te \u00a9d)ne|>fe fd^eiitt feine \u00a9aumart gu Betorgugen; bettn mau ftrtbet fie in ben Stabelmalbuugen ebenfo h\u00e4ufig mie im SauBmalbe. \u00a9ne jpauptBebingung f\u00fcr ihr SeBen ift feuchter, meiner SBalb; Boben, melier ihr baS \u00a9obren geftattet. SDie unerme\u00dflichen SB\u00e4lbcr beS dtorbenS, me\u00efdbe meift nur au\u00ea $id)ten Befielen, entfpred^en ihren Stnforberungen in jeber ^\u00bbinft^t, m\u00e4brenb fie bagegen b\u00fcrftige $iefernma\u00efbungen fanbiger \u00a9egcnbett faft \u00e4ngftlid) meibet.\n\u00aea\u00ea t\u00e4gliche ober, mie mir fagen f\u00f6mten, b\u00e4uSlid)e SeBen ber \u00a9d)nepfe l\u00e4\u00dft ftd) nid)t eBen leicht BeoBad)ten, meit fie l)\u00f4d)fi furd)tfam, nti\u00dftrauifd) unb fd)eu ift UeBertagS geigt fte ftd) niemals im freien, nub menu fie mir\u00eflid) einmal gegmungen m\u00fcrbe, ^ier fid) niebergulaffen, br\u00fcdt fie ftd; augem Blidlid) p\u00efatt auf ben \u00a9oben nieber, unb % \u00a9efteber gel)t bann, eBenfo mie baS eines dteBbubneS, in ber ^\u00e4rButtg beffelBen auf. 2Benn eS red)t ruhig im SBa\u00efbe ift, fann eS tor\u00efommen, ba\u00df fte aud) Bei \u00efage auf bem \u00a9oben umberl\u00e4uft; immer aBer m\u00e4^lt fie bannfold)e \u00a9teden auS, mettre fie m\u00f4glidbft ter; Bergen, unb fie aud) tor bem i\u00a7r mabrfd)einlidb l\u00e4ftigen, grellen Sid)te fd)\u00fchen. \u00a9rft mit ber D\u00e4mmerung mirb fte munter unb Beginnt umber gu laufen, \u00a9et rugger Haltung giebt fte beu ^palS ein, tr\u00e4gt ben SeiB mageredjt unb ben \u00a9d)naBel mit ber \u00a9pifse gegen ben \u00a9oben gefen\u00eft. SDer \u00a9ang ift gebudt, fd)leid)enb, triphelnb, menig fd)nc\u00efl unb nid^t anbaltenb; gr\u00f6\u00dfere \u00a9ntfernungen burd)mi\u00dft fie aud) niemals gu $u\u00dfe, fonbern immer fliegenb. SDeit ^lug t)ut fte gang in ibrer \u00a9emalt. \u00a9ie terftebt eS, fid) burdb bas bid)tefte \u00a9egmeig binburd) gu fd)menfen, ohne irgenbmo angufto\u00dfen, \u00fcberhaupt bie \u00a9ile be\u00ea $lugeS g\u00e4nglicb nad) ben Umftcinben einguricbten, Balb gu Befd)lettnigen unb Balb gu m\u00e4\u00dfigen, fd)menft ficb gemanbt in jebe 9\u00eeid)tung, fteigt ober f\u00e4llt nach \u00a9elieBeu, erbeBt fid) aBer, Bei \u00a3age menigftenS, niemals in bt^re Suftfd)id)ten unb fliegt, folange fte eS oernteiben fann, ntdf>t \u00fcBer freie \u00a9teilen. S\u00dfenn fie erfcbredt m\u00fcrbe, oernimmt man Beim Sluffteben ein bumpfeS $ud)teln, an meldbern fte ber \u00a9e\u00fcBte jebergeit erfennt, audb ttenn er fm tndjt gu feben Befam. SBurbe fie m\u00e4brenb be\u00ea \u00a3ageS gejagt unb in 2lngft gefegt, fo pflegt fie ftd) aBenbS Beim \u00a9kitergiepen faft fenfredjt empor; gubeBen unb bann fo.eilig als m\u00f6glich fi\u00e4) baton gu machen, \u00a9attg anberS fliegt fie, menu fte ftreid)t, b. b* einem 2\u00f6eiBd)en gu \u00a9efaffen \u00c7lugf\u00fcnfte \u00fcBt. \u00a9ie Bl\u00e4ht baBei ihr \u00a9efieber auf, foba\u00df fte tiel gr\u00f6\u00dfer erfdbeint als fie mirflid; ift, fomntt ^\u00f6dbft langfam einbergeftridben, Bemegt ihre Fl\u00fcgel nur mit matten \u00a9d)l\u00e4gett unb \u00e4hnelt einer \u00a9ule mehr als irgenb einem \u00a9umpf; ober \u00a9telgtogel. Treffen gmei \u00a9>d)nepfenm\u00e4nnd)en auf eittanber, fo Beginnen fte einen fonberBaren Smeifampf in ber Suft, inbent fie ftd) meiblid) umbertummeln unb mit ben \u00a9dbn\u00e4Beln nach einanber ftedjen. Steilen Radien fie ficb mirflid) unb binbern fid) gegenfeitig im $luge; ja eS fommt tor, ba\u00df brei gufammett einen f\u00f6rmlichen \u00aen\u00e4nel Bilben unb Beim jperaBmirBeln im bidbten \u00a9egmeige ftdC) termicfeltt. SDiefeS \u00a9treidben ift ber \u00a9alge gu dergleichen, infofern aBer merfm\u00fcrbig, als eS fdbon m\u00e4brenb beS $ugeS Beginnt, gu einer Seit, in meld)er nod) feine \u00a9d)nepfe anS Giften benft. Slnf\u00e4ttglid) m\u00e4hrt eS nur furge Seit, fp\u00e4ter unb an ben \u00a9rutpl\u00e4feen bauert eS l\u00e4nger; mit \u00a9inBrud) ber SDunfelpeit aBer pflegt eS tor\u00fcBer gu fein.\nSBenn man eine leBenbe 2Balbfd)nepfe tor fidb fiebt, mirb man geneigt, fie f\u00fcr einen ber b\u00fcmmften \u00a9\u00f6gel gu halten, irrt fidb ftBer; benn fte ift nicht BloS fdbarffinnig, fonbern aud) \u00dcBer \u00a9rmarten fl\u00fcg, minbeften\u00ea febr liftig. \u00a9ie mei\u00df genau, meldb dortrefflichen \u00a9d)uf$ ihr baS Bobern ober rinbenfarBene \u00c4leib gem\u00e4hrt unb terftebt eS meifterbaft, Beim Dtieberbr\u00fcc\u00efen ftetS eine \u00a9teile auSgum\u00e4plen, meldje fie terBirgt. \u00a9ine \u00a9d)nepfe, meldbe, ebne fidb gu regen, gmifd)en b\u00fcvrem SauBe, ^olggeBr\u00f6del, ncBen einem \u00a9t\u00fcdc gu \u00a9oben gefallener \u00a9orfe ober einer bertorragenben SSurgel liegt, mirb felBft ton bem fdb\u00e4rfftett 5luge, bent ge\u00fcBteften unb erfabreuflert S\u00e4ger \u00fcBerfcbett unb g\u00fcnftigen 5att\u00c4 nur an ben gro\u00dfen 5fugen erfannt. S\u00ab biefer Sage termeilt fte fo lange, als eS ihr r\u00e4tblidb erfd)eint, unb namentlich, menn fie? derfolgt morbett mar, l\u00e4\u00dft fie ben S\u00e4ger oft Bis auf menige \u00a9d)ritte beranfommeit, Bet\u00f6r fte hf\u00f6hlid) aufftebt. \u00a9obann fliegt fte nie anberS, als auf ber entgegen^ gefegten \u00a9eite beS \u00a9eftr\u00e2udbe\u00ea bei\u2018\u00fbu^ u^b immer fo, ba\u00df fte burd) \u00a9eBiifd) unb \u00a9\u00e4ume tor bent \u00a9d)\u00fchen gebeeft mirb. \u00a9eim \u00a9infaden BefdjreiBt fie oft einen gro\u00dfen \u00a9ogen, ftreidjt aBer, menu fie fdbon baS \u00a3)idid)t erreicht bat, nod) meit in bemfelBen fort, fd)lagt aud) mobl einen \u00a7a!en unb t\u00e4ufd)t\n39*","page":611},{"file":"p0612.txt","language":"de","ocr_de":"612\n\u00a9te S\u00e4ufer. Stelgo\u00f6gel. Sdjne:pfen.\nfo nid;t feiten \u00f6od\u00df\u00e4nbig, beregnet alfo gang richtig, ba\u00df ber geinb fie bcrt auffuchen toirb, too er fie einfallen gu feljen geglaubt hatte. \u00a9tad) 2lrt ihrer gamilie bef\u00fcmmert fie ftd) \u00fcbrigen! m\u00f6glidh\u00df toenig um anbere \u00a9efdj\u00f6hfe, folange bie Siebe nicht in! Spiel \u00efommt, nicht einmal fehr nnt Shre^; gleichen. Sebe eingelne Sd)nepfe geht ihren eigenen \u00a9Seg unb macht \u00df<h mit aubevem \u00a9cflugel fo toenig al! m\u00f6glich gu \u00dfha\u00dfen. Sebent nur einigerma\u00dfen bebenflicf) er\u00dfheinenben \u00a9^iere mi\u00dftraut fie, unb fa\u00dft fdjeint e!, al! ob fie and) in bem harmlofeften unb unfchulbigften ein gef\u00e4hrliche! \u00a9Befen f\u00e4he. \u00a9! fpridht f\u00fcr ihre geiftige Begabung, ba\u00df fie biefe! \u00a9fti\u00dftraueit in innigerem Umg\u00e4nge mit bem \u00a9ften\u00dfhen nad> unb nad) ablegt. Sie l\u00e4\u00dft \u00df<h g\u00e4hmen unb toirb, toeittt fte jung aufgegogen tourbe, fehr gutraulid), betoeift ihrem h\u00e4rter ihre guneigung burd) fonberbare Stellungen unb \u00a9eberben, toie fte fold^e to\u00e4hrcnb ber Paarung angunehmen pflegt, h\u00f6rt auf feineu \u00a9tuf, \u00efommt herbei unb ft\u00f6\u00dft toohl auch einen ihrer toenigen Stimmlaute au!, gleidhfam gur Begr\u00fc\u00dfung. SDiefe Saute entbehren febe! \u00a9BoldHange!, Hingen heifer unb geb\u00e4mpft toie \u201e\u00aeatdh\" ober \u201e\u00a3)ad\" unb \u201e\u00a9lehtch\", toerben jebodh to\u00e4hrenb ber Beit ber Siebe ober im Sd>red einigerma\u00dfen Der\u00e4nbert, im elfteren gade in ein b\u00fcrg abgebrochene! S\u00dffeifen, toelche! toie \u201e$\u00dfiep\" Hingt unb oft ba! \u00a9orfpiel gu einem buntpfen, \u00dfhehtbar tief au! ber \u00a9ru\u00df fommenben \u201eSurr!\" ift, in legerem galle ein quiefenbe! \u201eSdh\u00e4ht\u00dfh\". \u00a9! ifl toahrfcheinlid), ba\u00df ba! pfeifen unb ba! fogenannte \u00a9fturffen nur \u00f6om M\u00e4nnchen, ein fanfte! fiepen aber \u00f6orn \u00a9Seibchen heroorgebracht toirb.\n\u00a9dit beginn ber \u00a9tbenbb\u00e4mmermtg fliegt bie \u00a9Salb\u00dfhnepfe nach Nahrung au!, geto\u00f6hnlich auf breite \u00a9Salbtoege, \u00a9Siefen unb fump\u00dfge Stellen im \u00a9Salbe ober in ber \u00a9i\u00e4lje berfeiben. \u00a9in forg; faltig oerftedter \u00a9eobadbter, \u00f6on beffen \u00a9orhanbenfein fte leine Slhnung hflt, fleht Ijfax, wie \u00f6en langen Schnabel unter ba! alte abgefallene Saub fchiebt unb baffelbe haufentoeife umtoenbet, um bie barunter oerftedten Saroen, \u00ae\u00e4fer unb \u00a9B\u00fcrnter blo!gulegen, ober toie \u00dfe mit bem Schnabel in ben feud)ten loderen \u00a9oben bohrt, inbent fte ein Sod) bicpt neben beut anberen einftid\u00df, fotoeit e! ber toetd)e, biegfame Schnabel geftattef 3n \u00e4hnlicher \u00a9Seife beutet fie frifchen 3\u00a9inberb\u00fcnger, toelcher fehr halb oon \u00dferbtl\u00dferiaroen beo\u00f6lfert toirb, nach Nahrung au!, \u00a9eto\u00f6hnlid) h\u00e4lt fte ftch nicht lange an einer unb berfeiben Stelle auf, fonbern fliegt oon einer gur anberen. SarOett ber oer\u00dfhieben\u00dfen \u00dferbthiere unb biefe felbfi, Heine \u00a9tadtfd\u00dfteden, in!befonbere aber \u00a9tegento\u00fcrmer biiben ihre Nahrung: \u2014 toer alfo ein greunb be! beliebten \u201eSdhnepfenbrede!\" ift, farm nach liefern ermeffen, toeffen Ueberre\u00dfe er gu ftch nimmt Sn ber \u00a9efangenfchaft geto\u00f6'hnt fte ftch, toemt man ihr anf\u00e4nglich reiflich \u00a9iegen* to\u00fcrmcr oorlegt, nach unb nach an \u00a9Rildhfemmel unb Slnteifeneier, lernt audh baib ba! \u00a9obren in toeichem \u00a9tafen, felbfi toenn \u00dfe fo jung bem \u00a9tefte entnommen tourbe, ba\u00df \u00dfe feine \u00a9eiegenheit hatte, biefe Slrt be! \u00a9tahrung!ertoerb! erfahrung!m\u00e4\u00dfig fennen gu lernen.\n\u00a9ei un!'gu Sanbe to\u00e4hlt \u00dfd; bie \u00a9Salb\u00dfhnepfe gu ihrem \u00a9tifiplahe Stellen, auf benen bidhte! Unterhoig mit freien \u00a9t\u00f6\u00dfen abtoedhfeit, feibftoerft\u00e4nbiich nur fotche im einfamen, f\u00fcllen \u00a9Salbe, \u00a9tachbem ba! H\u00e4rchen ftch geeinigt, ba! \u00a9M\u00e4nnchen ftch mit feinen \u00a9tachbarn toocheniang heru*nge= ftritten hat, fud)t ftd) ba! \u00a9Seibchen ein geeignete! \u00a9H\u00e4hnen hinter einem Heinen \u00a9ufcpe, alten Stode, gtoifdhen \u00a9Surgeln, \u00a9do! unb \u00a9r\u00e4fent unb benu|t hier eine oorgefunbene \u00a9ertiefung be! \u00a9oben! gur \u00a9iefiftede, ober fcharrt \u00df<h felbfi eine folc^e, Heibet fte mit toenig trcdnem \u00a9enift, \u00a9do! unb anberen Sto\u00dfen b\u00fcrftig unb fun\u00dfto! au! unb legt hier ihre brei, h\u00f6dhften! oier giemlidh gro\u00dfen, furgen, ftarf bauchigen, glattfchaligen, glanglofen, auf bleichro\u00dfgelbem \u00a9runbe mit rothgrauen Untere unb bunfelr\u00f6thlidhen ober gelbbraunen Dber\u00dfeden halb bid\u00dfer, halb fparfamer begeidhneten, \u00fcbrigen! in \u00a9r\u00f6\u00dfe unb g\u00e4rbuttg oielfadj oer\u00e4nberlidjen \u00a9ier. \u00a9! br\u00fctet mit gr\u00f6\u00dftem \u00a9ifer \u00dfebgehn bi! achtgehn \u00a9age lang, l\u00e4\u00dft einen \u00a9denfd&en, toelcher nach bem \u00a9cefte fudht ober guf\u00e4dig in bie \u00a9i\u00e4pe fommt, bi! auf toenige Schritte \u00df<h nahen, be\u00f6or e! auffteht, \u00df<h, toie \u00a7itth beobad\u00dfete, fogar ber\u00fchren, fliegt geto\u00f6hnlich nicht toeit toeg unb lehrt balbm\u00f6glichft gum \u00a9tefte gur\u00fcd, br\u00fctet audh fort, toenn ein \u00a9i geraubt tourbe. \u00a3)a! \u00a9d\u00e4nnd)en fdheint \u00dfd) toenig um bie \u00a9attin gu bef\u00fcmmern, fte\u00fct \u00dfch aber bei berfeiben ein, nad)bent bie Sungett entfd\u00df\u00fcpft unb au! bem \u00a9cefte gelaufen \u00dfnb. \u00a9eibe \u00a9Item geigen \u00dfdh fehr beforgt um bie gamilie, fliegen bei Slmt\u00e4herung eine! geinbe! \u00e4ng\u00dflid) auf unb, \u00dfch oer=","page":612},{"file":"p0613.txt","language":"de","ocr_de":".S\u00f6ctlbfdjnepfe. Ve\u00efaffine.\n613\nftellenb, fd)loanfenb unb manfettb, h\u00f6\u00a7irtf flogen eilt \u00e4ngftlicheg \u201e\u00a9ad, bad\" aug, befdhreibett mtr einen ffeincn $h*eig im $luge unb mcrfen fief) toieber in ber Si\u00e2he gum Voben l^erab. S\u00f6\u00e4hrenbbcm Verbergen fid) bie jungen gmifdhett SJiog unb \u00a9rag fo oortrefflid), baf; inan fie ohne #unb feiten auf; finbet. SJteljrere 3\u00e2ger, unb unter ihnen fe^r forgf\u00e4i.tige Beobachter, ^aben gefehen, ba\u00a7 alte 3\u00f6alb= fdjnepfen ii)re jungen bei gro\u00dfer \u00a9efafjr megfdjafften, inbent fte biefe\u00efben mit ben Graden fmdten ober mit $afg unb \u00a9dhnabet gegen bie Bruft br\u00fcdten, mit fie feftguhafteu, ftd) erhoben unb bie B\u00fcchlein fo in \u00a9ic^er^eit brachten. 3n ber britten 20od)e i\u00a7re\u00ea Sebeng beginnen bie deinen gu flattern, unb nod) e\u00ef)e fte orbentlid) fliegen lernen, machen fie ftd) fe\u00efbft\u00e2nbig.\nS3i\u00ea fe^t I)at man angenommen, baf bie 2Balbfd^ite^fe nur einmal im Scifyxe br\u00fcte unb h\u00f6d)fieitg bann, menu ihr bie erfte Brut genommen m\u00fcrbe, gu einer gmeiten fd)reite; neuerbingg ftttb jebod), ingbefonbere oon Hoffmann, Beobad)tungen gefammeit morben, meld)e gu bemeifen fd)einen, baf; in g\u00fcnftigen ^a^reit ade ober bod) bie meiften 2\u00f6albfd)Ttehfenhaare gloeintai br\u00fcten unb bentgufoige auef) gtoeimal baigen ober ftreid)eit.\nSeiber fd^eint bie 2Bafbfd)nehfe me\u00ef)r $einbe gu \u00efjaben, afg irgenb ein anberer S\u00dfafbDogel. \u00a9belfalfen unb Habichten loirb fte gur ftd^eren Beute, menu fie ftd) am Vage fel)en f\u00e4\u00a7t unb nid)t bidfjtc \u00a9eftritype in unmittelbarer St\u00e4l)e gu ihrer \u00a9edung finbet; $abid)t unb \u00a9herber erfh\u00e4f)en fie fogar in iljren Berftedpl\u00e4hen unb nehmen fte bann Dom Boben auf; \u00a9fftern unb $ef)er finben, menu fie bag \u00a9idid)t burd)fd)f\u00fchfen, ntaitdheg \u00a9i unb ntand)eg B\u00fcchlein. \u00a9ie merben ber Brut Dieffeidf)t ttod) gef\u00e4hrlicher afg Steinede, beffeit mtfef)lbarer Scafe fo leicht feine am Boben niebergebr\u00fcdte \u00a9d)nehfe entgeht, meldjer bag federe 2\u00f6ifb|met mohf gu fdf>\u00e4heit ioei\u00a7 unb affe Siften unb ^agbf\u00fcnfte antoenbet, um ftd) beffeiben gu bem\u00e4d)tigen. ^Salbungen, ioefd)e Diele $\u00fcd)fe beherbergen, fotnnten toenig \u00a9d)nebfen Dor. Slttfer biefeit .!pauhtftrold)en gehen SJtarber unb SBiefe\u00ef, 2Bilb; unb .!paug; fa^e auf biefefbe ^agb aug. \u00a9er mal)re SBaibmann jagt bie \u00a9d)nehfeit blog m\u00e4l)renb i\u00ef)reg \u00e2wge\u00eb, bie \u00a9\u00fcbf\u00e4nber aber,- mie mir gefehett haben, aud) itt ber 2\u00dfiuterf)erberge, tro^bem bafj ihr S\u00dfilbhret bann oft hart unb g\u00e4be iff. \u00a9ie oben gegebene, Sinbermai)er'g \u201eB\u00f6geitt @ried)eitfanbg\" ent; nomntene SJtittheiluug \u00fcber bie \u00a9d)l\u00e4d)terei, melche brei \u00a9ngf\u00e4nber unter ben V\u00f6geln anrid^teten, bemeift am beften, mie r\u00fcdftdjtgfog b<en eingemanberten \u00a9d)nehfen in ber 2Binterf)erberge nadjgefteHt mirb. \u00a9g unterliegt feinem S^cifel, baf? bag auggegeidf)neie 2Silb Don Sah* 3\u00ab 3<d}r mehr abnimmt; bie Berminberung b\u00fcrfte fidh aber mit ber 3eit nod) meit f\u00fchlbarer machen, ba bie \u00a9\u00fcbf\u00e4nber immer beffer mit bem \u00a9emeljre untgugehen fernen. Bei uttg gu Sanbe mirb bie \u00a9d)nehfenjagb in einer \u00fcb\u00dfeife betrieben, mefdfie man nur billigen faitn. \u00a9er Slnfianb auf ftreid)enbe 2Ba\u00df>fd)nehfen geh\u00f6rt gu ben f\u00f6ftfid)ften Vergn\u00fcgungen eineg fagbfunbigen SJ\u00eeanneg, unb bag \u00a9d^nej>fentreiben ha* ebenfalls feine gro\u00dfen Steige, $ier unb ba ftefft man bem Derfolgten 3Bilbe audh mohl \u00aeIeb; ober \u00a9tedgarne, Sauffdhfingeit, \u00a9ohnen unb anbere $angmerfgeuge : ber \u00e4\u00dfaibmamt aber Derfd^m\u00e4ht h^terfiftige SDtittef, fidh feines Siebliitg\u00ea gu bem\u00e4dhtigeit.\nSffiegeit be\u00ea Derh\u00e4ftni\u00a7m\u00e4\u00a7ig l\u00e4ngeren \u00a9chnabefS, ber mitteflangen, \u00fcber ber f^erfe itadten ^\u00fc\u00dfe, beren fange, b\u00fcmte 3chett San3 getrennt ftnb, ber fef)r ftarf au\u00bbgefchnittenen Fl\u00fcgel unb be\u00ea furgeit \u00a9dhmange^, mefd^er au^ Diergehn big fedfj\u00eaunbgmangig \u00a9teuerfebern gebilbet mirb, Dereinigt man gegenm\u00e4rtig bie \u00a9umfjffdhnepfen (Gfallinago) in einer befonbereit \u00a9ipfje.\n2XIS befanntefte Sfrt berfelben gift in gang \u00a9itropa mit Stedht bie Vefaffine ober \u00a7eer= fdhnefjfe, aud) SDto\u00ea;, SJtoor;, Vrud);, Stieb;, \u00a9rag;, $aar;, ^etfdh?, Herren; ober ^\u00fcrftenfdhnehfe genannt (Gallinago scolopacinus), ein Voge^ beffert \u00a9efteber ben \u00a9umfjfboben ebenfo treu mieberfpiegeft, mie bag ber SBafbfdhnefjfe ben SBafbboben. \u00a9ie \u00a9berfeite beffefben ift auf braunfdhmargem \u00a9runbe gegeid)net burdh einen breiten, roftgelben \u00a9treifen, mefdher l\u00e4ngg ber","page":613},{"file":"p0614.txt","language":"de","ocr_de":"614\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9telgto\u00f6gef. (Schnepfen.\n\u00dfopfmitte \u00bberl\u00e4uft, mtb toter fange, roftgelbe (Streifen, toeldje ftdh \u00fcber ben B\u00fccfett unb bie \u00a9dfjulteru jie^en, auf ber Unterfette bagegen toei\u00df, auf bem S\u00dforber^alfe grau, hier, auf ber Oberbruft unb an ben \u00a9eiten braun geflecft. Oer \u00a9chtoang toirb toon toteren \u00a9teuerfebern gebifbet. Oa! Buge ifi bunf elbraun, ber \u00a9d^nabef fdE>toarg, ber $u\u00df bunfelhornfarben. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 11, bie Breite 17, bie ^ittigl\u00e4nge 5, bie \u00a9dhtoangl\u00e4nge 274 3\u00bb^-\nOie netteren Beobachtungen haben gelehrt, ba\u00df bie \u00a9umpffdhnepfe Borbamerifa!, n?ertf;e man fr\u00fcher al! bie unfrige anfah, eine befonbere Brt bilbet, ebenfo aber audit, ba\u00df foahrfheinlich itt \u00a9uropa mehrere ihr ^\u00bb\u00f6dl;fi \u00e4hnliche Brten, inefcfje ftdh burdh ben Bau he! $opfe! unb bie Bngafil ber \u00a9teuerfebern unter]'Reiben, toorfomtnen. Bl! bie eigentliche Heimat ber Befaffine mu\u00df ebenfall! ber Barben \u00a9uropa! unb Bften! angefe^en toerben; jebod) br\u00fctet fte \u00fcberall, hto e! gro\u00dfe \u00a9\u00fcmpfe gibt, toahrfdheinlid) tto<h im \u00a9\u00fcben \u00a9uropa! unb toieffeid^t fogar im Borbett Bfrifal. $n Borbs beutfdjlanb, jpollanb, O\u00e4nentarf, \u00a9fanbinatoien, Sietolanb, ginnlanb unb \u00a9ibirien ift fte an geeigneten Dertlidhfeiten au\u00dferorbentlid) gemein. SB\u00e4^renb ihre! Buge\u00bb befucpt fte affe gr\u00f6\u00dferen unb ffeineren \u00a9\u00fcmpfe, Br\u00fcche, \u00fcBoore, toefc^e gtoifchen ihrer \u00a9ommers unb ihrer SBinterfjerberge liegen. Severe nimmt toieffeid^t ttocfj einen gr\u00f6\u00dferen Baum ein, all iljre $eimat felbft; benn bie Befafftne fommt toon \u00a9\u00fcbd^ina an bi! gum \u00a9enegaf in affen gtoifchen bem 45. unb 13. \u00a9rabe ber n\u00f6rblidhen Breite fiegenben S\u00e4ubern al! Bknbertoogel toor. \u00abBit Beginn bel Oftober! erfd^eint fte in \u00a9gppten ober in pubien in unerme\u00dflicher Bngahl, fiebert ftd) hier in affen Br\u00fcchen, \u00a9\u00fcmpfen unb in \u00fcberfdhtoemmten Beilfelbern an, fe^t ftd) fogar an \u00a9tr\u00f6men mit fanbigen Ufern feft unb l\u00e4uft hier itoie eitt \u00a9tranbf\u00e4ufer ungebecft timber, Joanbert ben \u00a9tr\u00f6men nad), fotoeit fte e! in f\u00fcbfidfjer Bietung t^un fann unb befugt m\u00f6gftdhertoteife bie Ouellen bei Bill ebenfo regelm\u00e4\u00dfig, ioie bie \u00abB\u00fcnbungen bei \u00a9angel. Bu<h fte geh\u00f6rt, tro& ihre! maffen^aften Buftreten! an einem unb bemfefben Orte, gu ben ungef\u00e4lligen B\u00f6gefn. \u00a9ine !ann bid)t neben ber aubereu liegen, totrb ftch aber fd)merlid) um i^ren Barbar bef\u00fcmmern, unb jebe einzelne bctoegt fid) mit Bttlnahme ber Brutgeit gang nad) Belieben. 3^e Beife legt fte ebenfaHl in ber Badjt guriidf, aber aud; to\u00e4hrenb bei Bknberfluge! gie\u00a7t jebe unabh\u00e4ngig toon ber anberen ihre! 2Bege! fort. Unfer Baterlaub bur^reift fte, fobalb ftch einigerma\u00dfen ntilbe! ^nihlingltoetter einftellt, alfo unter Umft\u00e4nben bereit! toon \u00abBitte Februar! an, bi! gut* \u00abBitte Bpril, im #erbfte toom Buguft an bi! gum \u00a9eptember unb Oftober. $n milben B\u00dfiittern toerfoeilen toiele fdhott bei uni gu Sattbe; man trifft fte fogar in fd^neereid^en B\u00dfintem hier unb ba, trenn auch eittgeln, au fogenannten trarmen Ouellen an.\n\u00efrocfene \u00a9egenben burdheilt bie Befafftne fo fdhnett all m\u00f6glich- \u00abBan begegnet ihr nur in feuchten Bieberungen, auf \u00a9timpfen, \u00abBor\u00e4fien, auf fdhlammigen SBiefen, furg, auf Oertlidhfeiten, treidle bem eigentlichen \u00a9umpfe mehr ober Weniger \u00e4hneln: ein Borfontmen an fahlen glu\u00df; ufern, trie ich e! in Bubien beobachtet habe-, geh\u00f6rt gu ben feltenften BuSnahmen. SBefentlidhe Bebingung bei Bufenthaltlortel, treidln fte ftdh ertr\u00e4gt, ift, ba\u00df ber Beben mit \u00a9r\u00e4fern, \u00a9eggen, Biebs unb anberen \u00a9umpfpflangen bebeeft, unb ba\u00df biefer ihren Bohrarbeiten mit bem \u00a9dfjnabel fein #inberni\u00df bietet. Stuf folgen \u00a9teilen, treldhe trir furgireg \u00a9\u00fcmfjfe nennen trollen, treibt fte mit Bulnahme ber Brutgeit ihr SBefen fo ftiU, ba\u00df man toon ihrem Borhanbenfein Bicht! irahrnimmt. 2lu\u00a7 fte ift toorguglireife in ber D\u00e4mmerung th\u00e4tig, aber bodh toiel mehr Bagtoogel all bie 2Balb' fdjnebfe. SBahrfdheinfich fdhl\u00e4ft fte nur in ben Btittaglftunben unb benu^t bie \u00fcbrige Bagelgeit, menn fte ftdh ungeft\u00f6rt irei\u00df, gur Buffuchung ihrer B\u00e4hung. 3h^ \u00aeang ift toerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gut, gtoar nicht fo rafd), trie ber eine! \u00a9tranb; ober B\u00dfafferl\u00e4uferl, aber hoch toiel fd^nellev, all ber einer Bklbfchnepfe; ihr ging gefchieht \u00fcberall! fdhnell unb geidhnet ftdh baburdh au!, ba\u00df er anf\u00e4nglich furg nach ^m \u00a9rheben mehrere Bidfgatflinien befdhreibt, auf meldhe ba! gerabe ^ortft\u00fcrgen folgt, gaft jebe Befafftne erhebt ftdh j\u00e4hlings in bie Suft, ftreid^t mit rafdhen ^l\u00fcgelfhl\u00e4gen toeit Jreg, befdhreibt einen gro\u00dfen Bogen, ,fehrt bi! giemlidh gu berfelben \u00a9telle, toon toeldher fte ftdh ei-'hc^, gur\u00fccf, gieht ^l\u00f6blich bie gl\u00fcgel ein unb jt\u00fcrgt in fdhr\u00e4ger Bidhtung mit gr\u00f6\u00dfter \u00a9dhnei\u00efigfeit ioieber in ben \u00a9um^f h^\u00efnieber. SBehr all einmal habe idb beobachtet, ba\u00df fte trefflich gu f<hitoimmen toer;","page":614},{"file":"p0615.txt","language":"de","ocr_de":"33 ef aff inc.\n615\nunb ba\u00df fie biefe \u00dfun\u00df audj o|nc Sot| auS\u00fcbt. 23ei \u00a9efa|r, inSbefonbcre toenn fie toon einem Saub\u00fcogel toerfolgt toirb, nimmt fie gum Untertaudjen i|re 3u\u00dfud)t. \u00a3)er geto\u00f4|nIid)e Suf, ioeld|en fie beim Suffliegen |\u00f6ren l\u00e4\u00dft, ift ein |ei\u00dfereS \u201e^\u00e4bjtfd^\", loeld)eS unter Umft\u00e4nben me|rmalS toieber|olt toirb. 3ur guggeit vernimmt man ein |eifereS \u201e@ref, gedg\u00e4|\", unb ebenfo gutoeilcn ein |o|eS \u201e3\u00df>\". \u00aeiefe Saute fdjeinen bie einzigen gu fein, toeldje fie mittels i|rer \u00a9timmtoerf; geuge |ertoorbringt. 3>u i|rem Skfen unterfc|eibet fie \u00dfcf> in toieler \u00a3)in\u00dfd)t toon ber Sktlbfdmepfc. (\u00e8ie ift ebenfo fdjeu unb furd\u00dffant trie biefe, aber, ber gr\u00f6\u00dferen SetoegungSf\u00e4|igfeit entf|>red)enb, .fr\u00f6|lic|er, man m\u00f6d;te fagen, luftiger, gef\u00e4llt fid) oft in einem Umberfliegen, toeldjeS man als unn\u00fctz begeidmen m\u00f6chte, unb geigt \u00dfd| nur, trenn fie fe|r feift getoorben, einigerma\u00dfen tr\u00e4ge. 3|rem \u00a9attcn l\u00e4ngt fie mit gro\u00dfer 3\u00e4rtlic|feit an, unb bie Srut liebt \u00dfe ungemein; im \u00fcbrigen aber bek\u00fcmmert fte \u00dfd), ftrcng genommen, um fein anbereS \u00a3|ier, toeldjeS i|r nid\u00df gef\u00e4|rlicf> toirb, unb bilbet beS|alb and) niemals mit anberen i|rer Srt einen toirflidjen herein.\n$erbt|iere, SS\u00fcrmer, fleine Sadtfdmeden unb b\u00fcnnfdjalige Siufd|elt|iere finb bie Sa|ruttg ber \u00a9umpffdjnepfe. Sud) fie ge|t erft mit (Sinbrud) ber D\u00e4mmerung auf Sa|rung auS, ftreid|t toenig\u00dfenS erft gu biefer $eit toon einer \u00a9teile gur anberen um|er unb f\u00e4llt bann gelegentlid) aud) auf Dertlidjfeiten ein, auf benen fie \u00dfdj \u00fcbertagS nid\u00df fe|en l\u00e4\u00dft. \u00aeie Sa|rung erbeutet \u00dfe nad) Srt ber S\u00dfalbfdjne\u00dffe. Sei reid|lid|em putter toirb \u00dfe au\u00dferorbentlid) fett.\n3n cntfpredjenben \u00a9\u00fcrnpfen br\u00fctet ein ^\u00e4rd;eit ber \u00a9umpffdjnepfe na|e bei ben anberen. \u00a9d)on lange toor bem Segen beginnen bie in feber -fpin\u00dfd\u00df auSgegeid)neten SiebeSfpiele. ,,\u00a9S fd|toingt \u00dfdj baS Si\u00e4nnc|en\", fagt Naumann, \u201etoon feinem \u00a9i&e auS bem gr\u00fcnen \u00a9umpfe meiftenS blifc fitted, er\u00df in fdjiefer Sid\u00dfung auf, fteigenb, bann in einer gro\u00dfen \u00a9^nedenlinic |immelan, bei leiterem ^Better fo |oc| in bie Siifte, ba\u00df eS nur ein gutes Suge nod) f\u00fcr einen 3Sogel erfennt, 3n folder $\u00f6|e treibt eS \u00dfdj* nun \u00dfatternb im Greife |erum unb flie\u00dft auS biefem mit gang auSge; breiteten, ftid ge|altenen gl\u00fcgeln, fenfred\u00df, in einem Sogen, |erab unb |inauf, unb mit einem fo befonberen \u00c6raftaufioanbe, ba\u00df in biefem Sogenfdjuffe bie \u00a9f%n ber gro\u00dfen \u00a9djtoingen in eine bebenbe ober fdjnurrenbe Setoegung gefegt toerben unb baburd| einen gitternben, toie|ernben, fum; menben, fuurrenben ober brummenbeit Son geben, toeldjer bem Siedern einer Biege |\u00f6d)ft \u00e4|nlid) ift, unb bem S\u00f6gel gu bem Samen: ^jimmelSgiege, jpaberbod unb \u00e4|nlid|en toer|olfen |at. \u00a3)urd) einen fo fr\u00e4ftigen Sogettfdju\u00df ift eS nun toieber in bie toorige $\u00f6|e gefonimen, too eS toieberutn \u00dfatternb einige Siale |erumfreift, um Kr\u00e4fte gu einem neuen, fenfrec|ten Sogenfturge unb bem mit i|m toerbunbenen \u00a9ummen, Srummen, Siedern, ober toie man eS fon\u00df noc| nennen modjte, gu fammein, ioeldjer fofort erfolgt, llnb fo toirb baS Greifen in einem toageredjten \u00a9tridje unb auf einem fleinen Saume mit ben bamit abioedjfelnben fenfredjten Sogenft\u00fcrgen unb Siedern oft Sierted, ja \u00a3albeftunben lang fortgefe^t, toobei nod) gu bemerfen ift, ba\u00df biefeS \u00a9et\u00f6n an unb f\u00fcr fid) toenig \u00fcber gtoei \u00a9efunben an|\u00e4lt, unb anf\u00e4nglich in Btoifdjenr\u00e4umen toon fed|S bis ad|t, fp\u00e4ter aber, toenn bie Kr\u00e4fte anfangen gu erla|men, toon gtoangig bis fiinfunbgtoangig \u00a9efunben toieber|olt toirb. S\u00f6entt eS mit \u00a9ilben beutlid) gemac|t toerben fod, fann man eS mit \u201eSmbubitbubububu\", fo fd\u00dfted als nur m\u00f6glid) gefprodjen, am beften toer\u00dfnnlidjen. SDa baS Si\u00e4ttnc|en biefe tounberlidjen \u00a9aufeleien nicht allein in ber Sbenb ; unb Siorgenb\u00e4mmerung, fonbern aud) nid|t feiten am Sage unb ftetS bei gang |eiterem Rimmel unb \u00dfillem d\u00f6etter auSiibt, fo |\u00e4lt eS mit nat\u00fcrtid) fdjarfent Suge burdjauS nid)t fdjtoer, bie toirbelnb fd|nurrenbe Setoegung ber \u00a9djtoungfeberfyi^en bei jenem |eftigen hinauf; unb ^erabbr\u00e4ngen beS SogelS burd) bie Suft beutlid^ genug toa|rgune|menf unb \u00dfd) gu iibergeugen, ba\u00df biefe \u00a3\u00dfne allein |ierburb| |ertoorgebrad|t toerben unb nid)t attS ber \u00aee|le beS SogelS fommen.\" SeuerbingS |at baS Siedern ber Sefaffine unter ben ^unbigen \u00a9treit |ertoorgerufen; berfelbe ift aud| |eutigen XageS nod| nid\u00df beenbet. Siele unb t\u00fcdjtige Seobad)ter geben Saumann Sedjt, Snbere glauben in ben \u00e4u\u00dferen \u00a9djtoangfebern, toelc|e beim ^erab\u00df\u00fcrgen in \u00a9d)toingungen toerfe^t toerben, bie Urfadje beS @er\u00e4ufc|eS gu erlernten. 2>c| toermag eS nid\u00df, mid> f\u00fcr bie eine ober bie anbere 5ln\u00df^t gu entfd|eiben, ba ic| bib Sefaf\u00dfn? too|l gu Saufeuben in ber 3Binter|erberger aber nur","page":615},{"file":"p0616.txt","language":"de","ocr_de":"616\nOie S\u00e4ufer, \u00a9telan\u00f6gel. \u00a9dfjnepfen.\ntoe'nige Male auf ihren Srutpl\u00e4fcen gefehlt habe. Ood; mu\u00df ich fyter erm\u00e4hnen, ba\u00df mir Siene\u00ea in \u00a9todholtn, oermittel\u00bb einer \u00a9teuerfeber, toefdje er an bem ($nbe einer \u00a9tridnabe\u00ef unb Bea\u00fcglidf; an einem l\u00e4ngeren \u00a9tode Befeftigt hatte, ba\u00ea federn, inbem er ben \u00a9tod rafd; Beinegte, fo t\u00e4ufchenb, a!3 man e\u00ea to\u00fcnfchen tonnte, nachgeahmt hat. ^ebenfalls b\u00fcrfte foniet feftftehen, ba\u00df ba\u00ea \u00a9er\u00e4ufcp ober \u00a9et\u00f6n burd; \u00a9dhtoingungen ber Gebern, nicht aBer burd; bie \u00a9timme herOorgeBradht inirb. Oie SieBe\u00bbBegeifterung Beeinflu\u00dft \u00fcbrigen^ bie m\u00e4nnliche Setaffine fo, ba\u00df fte ihr fonftige\u00ea Skfen ganoid) Oerleugnet, ftd; a- S. auioeilen auf [tarte Saumfpiheu frei hinftedt unb mit aitternbem $luge aufs unb aBftiegt ; aud; Bet\u00fcmmert fte fid; je^t um anbere ihrer 21rt, inenn aud; freilich nid;t in freunb; licier 2lBftd;t. $ebe3 Scannten fpie\u00eft aderbing\u00ea f\u00fcr ftd; unb hat feinen eigenen \u00c6rei\u00ea in ber Snft; aBer e\u00a3 ge]d;id;t bodf; gar nid;t feiten, ba\u00df bie (Siferfuc^t alnei aufammenbringt unb ein aiemlid) ernfter \u00aeampf au3gefod;teu inirb. 21uf ba\u00ea Um^ertummelu in ber Suft folgt ber aineite Sltt be\u00ea Suftfpief\u00ea. \u201e2Benn n\u00e4mlich ba\u00ea Sl\u00e4nnd;en ftd; mit jener geioi\u00df fe^r anftrengenbeu, fonberBaren Seinegung lange genug abgeplagt hat\", f\u00e4hrt Naumann fort, \u201eert\u00f6nt au\u00a7 bittern, naffen Serfted am Soben, au ineniger unseren Orten, iooljl auch Oou einem erhabenen \u00a9tetne ober pgelchen, ber a\u00e4rtlich oer; \u00efangenbe SieBe\u00earuf ber feerio\u00e4fjlten a\u00abnt \u00a9eliebten hinauf, unb faum pat biefer bie erfepnte (Sinlabuug Oernommen, al\u00a3 er and; fogleidfj feine \u00a9atdelei Beeubet, feine gl\u00fcgel bid;t an ben SeiB aie\u00c7t unb inie ein fadenber \u00a9tein, unb mit eBett folgern \u00a9aufen, fafi {entrecht au\u00ea ber $\u00f6he au feinem SSeiBd^ett ^eraBft\u00fcrjt. Oen britten unb lebten 2lft, ber nun folgt, oerBergen bem \u00a9p\u00e4l;er bie bitten Umgebungen.\" ^ener S\u00efu\u00eabrucf ber Siebe ift ein hoher, reiner, pfeifenber Saut, ioeldjen man burd; bie \u00a9ilBen \u201eOittiip\" ober \u201eOi\u00ebp\" ungef\u00e4hr iniebergeBen tann. Sin berjenigen \u00a9teile, non ioelcper ftdh ba\u00e4 3Jt\u00e4nnd;en gem\u00f6^nlid; au feinem Siebe\u00eafpiele auffdfningt unb au ioeldfjer c\u00bb inieber aur\u00fcdfehrt, fte^t, ring\u00a7 non \u00a9umpf unb Staffer umgeBen, auf einer \u00a9Unhung, airifd^en \u00a9d)ilfgr\u00e4fern aiemlic^ nerBorgen, ba\u00ea \u00fcdeft, eigentlich nur eine \u00a9inbr\u00fcduitg be\u00ea \u00a9rafe\u00ea fe\u00efBft, indexe h\u00f4chfien\u00ea mit trodenen Sl\u00e2ticpen unb \u00a3j\u00e4lntd;en Belegt, burcp ba\u00ea ineiter toaepfenbe @ra\u00ea fp\u00e4ter aBer faft oollft\u00e4nbig \u00fb&er; bedt inirb. Son SJiitte Slprtf\u00ea an Bi\u00ea \u00a9nbe Stai\u2019\u00ea finbet man in ipnt regelm\u00e4\u00dfig nier feinf\u00f6rnige, glattfcpalige, g\u00efana\u00efofe, auf fcpmuaig; ober gr\u00fcnlicpolioengelBem, aucp fepioaepgraugr\u00fcnem \u00a9runbe mit grauen \u00a9d;alenfleden unb nielen groBen OBerfleden unb Suntten non gr\u00fcnlicher ober r\u00f6t^licher unb fcptoaraBrauner g\u00e4rBung geaeiepnete @ier. \u00a9ie inerben nom Skibcpen allein innerhalb funfaehn Bi\u00e4 fieBaehn Oagen au\u00eageBr\u00fctet, bie jungen aBer non Beibeit (Sltern gef\u00fchrt, ioe\u00eapalB auch ker Sater, foBalb feine ^inber ba\u00ea Sicht ber SBelt erBlidt h^Ben, feine \u00a9auteleien einfte\u00fct. 3hv Buntfdhedige\u00ea Ouneutleib mathf fchon nach\tSehn Oagen bem ^ugenbtleibe ^lah, unb nach ein haar 2Bod;en\nBeginnen fie Bereite au flattern. Anf\u00e4nglich Serben fie non ben (Sltern nur im bichteften @rafe herumgef\u00fchrt, unb ioiffen ftd; hier nortrefflid; au OerBergen; fy\u00e4ter tommt bie Familie an bie offenen SBafferr\u00e4nber herauf.\nS)ie Setaffine ift, Oant ihre\u00ea Aufenthalte^ unb ihrer Bebeutenben $lugfertigteit, ineniger \u00a9efahren an\u00eagefe^t, a\u00ef\u00ea bie SBalbfchnehfe; \u00a9belfalten unb ^aBidhte fangen aBer hoch manche, unb ber gudf;\u00e4 fucht fte auch im \u00a9um^fe auf. 3nt dtorben b\u00fcrfte ber de\u00dfra a\u00ef\u00ea gef\u00e4hrlid;fter fyeinb Betrachtet inerben. Oie Srut mag inohl am meiften nom Otohrineih au leiben haben. ^l\u00f6hlid;e\u00e4 Anfchine\u00eflen ber \u00a9ein\u00e4ffer nernichtet manchmal Rimberte non Sruten au gleicher Oer \u00a9urofmer nerfolgt bie Sefaffine ihre\u00ea fehmadhaften SSilbhret\u00ea, inelche\u00ea ba\u00ea ber 2\u00dfalbfd;ttehfe an SBohlgefchmad eutfdhieben \u00fcbertrifft, allenthalBen, inenn auch nicht \u00fcberall, mit Befonberent \u00a9ifer, ineil ba\u00ea Umher; inaten im \u00a9um^fe nid;t 3fcbermann3 \u00a9ad;e unb bie aur $agb unbebingt erforberlidhe gertigfeit im $lugfd;ie\u00dfen nicht Sebermann eigen ift. Unter ben Ungarn unb unter ben (Surop\u00e4ern \u00a9gppten\u00ea ober ^ubien\u00ea aber hat biefe ^agb, nad; meinem Oaf\u00fcrhalten eine ber angenehmften, ineiche e\u00a7 gibt, Begeiferte Slnh\u00e4nger, Belohnt ftd; in ben gebad;ten S\u00e4nbern aber audh fo, inie nirgenb attber\u00ealno.\nich am Stenfalefee midh aufhielt, ioenbete ich ^Cl* ^\u00bbeimtehr non meinen Sagbau\u00eafl\u00fcgen regel; m\u00e4\u00dfig ben non Sefafftnen inintntelnben Stei\u00eafelbern noch meine Slufniertfamfeit au, in ber ABftcht, bie Oafel au Befehden, unb nur feiten Bin id; ohne ein Oujjenb erlegter Setaffinen h^inigetehrt.","page":616},{"file":"p0617.txt","language":"de","ocr_de":"Sefaffine. Halbfcpnepfc.\n617\nS3er fiep in \u00a9gppten einen Sag lang mit ber \u00a9umpffcpnepfenjagb befdp\u00e4ftigen toill, toirb eS ebenfoioeit bringen f\u00f6nnett n>ie jener englifd^e S\u00e4ger in Subieit, toeldper, taut Serben, ^unbert S\u00dfaare auf einer einzigen Sagb erlegte.\n2lucp Setaffinen taffen fiep in ber \u00a9efangenfepaft Ratten; ipre \u00a9ingeio\u00f6pnung Oertangt aber einen fepr eifrigen uub gefdpieften Siebpaber, metier ftd^ feine St\u00fcpe Oerbriefjett l\u00e4fjt. \u00a3)ie \u00a9efangenen geto\u00f6pitett ftcf> Oerp\u00e4ltnifjm\u00e4fjig batb an beit HRenfd^en unb Serben gutraulidp, geigen ftep aber bei Sage tr\u00e4ge uub fdpl\u00e4frig unb nur beS SacptS munter, tonnen alfo nidpt gu ben empfeptenS; toertpen \u00a9tubeno\u00f6geln geg\u00e4rt Serben.\nStein Sater pat bie tteinfte ber bei uns bortommenben \u00a9cpnepfen gur Vertreterin einer befonberen \u00a9type erhoben, ioetdpe er Stoorfdpnepfen (Philolimnos) nennt, toeil bie in 9tebe ftepenbe 2lrt gtoar in ber @|ftatt beit \u00a9untpffepnepfen \u00e4hnelt, allein einen fcpmalr\u00fccfigen, furgett, oerp\u00e4ltnifjm\u00e4fjig popen unb bor ber \u00a9pipe breiten \u00a9cpnabet, einen aus gio\u00f6lf ftebern beftepenben, ftuftgen \u00a9eptoang, beffeu beibe Sftittelfebern fiep gtffpipen, unb einen fepr ftarfmuSfetigen Stagen beftpt, foioie audp baS \u00a9efteber burdp beit pr\u00e4chtigen Stetattgtang, ipeld^er auf ber Oberfeite fteptbar loirb, jtdp'auSgeidpnet.\n\u00aeie^atb;, Staus? ober gtebermauSfdpnepfe, ftumme \u00a9dpnepfe, ber #aarpubel, baSS\u00f6cterle ober bie \u00c7itglauS (Philolimnos gallinula) ift ettoa ebenfo grofj, toie bie Haubenlerche, 9 3ott tung unb 15 Soll breit; ber gittig inifjt 4, ber \u00a9eptoang ungef\u00e4hr l2 3 Botf. \u00a3)er g\u00fcgel, ein \u00a9treifen unter ben langen unb ber \u00aeopf ftitb braun, gtoei \u00a9treifen \u00fcber unb unter bent Stuge roft; gelblich, bie Siante.lfebern fchtoargblau, mit gr\u00fcnem unb purpurnen \u00a9chiller unb oier roftgelbeit Hauptftreifen, bie ber \u00a9urgel, beS tropfe\u00bb unb ber \u00a9eiten grau, br\u00e4unlidp getoellt unb geflectt, \u00fcbrigens ioeifj, bie \u00a9dptomtg; unb \u00a9tenerfebern mattfdptoarg, festere roftgetb eingefa\u00dft. Seibc \u00a9efcpledpter unter]d^eibett fiep faum mertlich burdp bie g\u00e4rbung. \u00a3)aS gr\u00fcplingStteib geigt auf ben kl\u00fcgeln eine mepr roftrotpe F\u00e4rbung als baS ^\u00bberbftffeib ; bas Sugenbtleib ift nidpt fo ftraptenb af\u00f4 baS ber alten S\u00f6gel.\n2lit benfelben Orten, toelcpe to\u00e4prenb beS gr\u00fcplingSs unb H^flgugeS. bie ^ecrfd^nepfe beherbergen, ftnbet man audp ipre tleinere Sertoanbte, feiten ober nie aber in berfelben Slngapl. \u00a9ingelne 5\u00df\u00e4rdpeit br\u00fcten bei unS; bie eigentliche Heimat fcpeint 9tufjlaitb unb SGBejiftbiriett gu fein; in Oftftbiriett fattb 9tabbe fte nur fetten. Su \u00a9tanbinaoien trifft man fte pier unb ba als Srutoogel au; in Sieolanb unb \u00a3itpaueit ift fte gemein. S\u00a7re S\u00f6anberuitg erftreeft ftep nidpt fotoeit naep \u00a9\u00fcben, Joie bie ber Setafftne; jeboep temmt fie, laut Ser bon, gleicpgeitig mit letzterer in Snbien an, oertpeilt fiep \u00fcber bie gange H^tbinfet unb \u00f6ert\u00e4fjt biefe im gr\u00fcpjapre mit iprer Sers toanbten ioieber. \u00a9affelbe gilt f\u00fcr Sorbafrita, nur mit bem Unterfdpiebe, bafj bie Halbfcpitepfe nidpt fotoeit ins Suuere oorbringt, alfo fcptoerlicp jenfeitS \u00a9gpptenS gefunben toirb. Su \u00a9panien unb \u00a9riedpentanb iibertointern oiele uub gtoar auf Scfertanb, toeldpeS ftdp in f^olge ber Sernadpl\u00e4fftgung ftetlentoeife gu einem toapren \u00a9umpfe umgetoanbelt pat uttb erft ncuerbingS ioieber in Slitbau genommen lourbe. \u201eStiefe gelber\", fagt ooit ber St\u00fcple, \u201eioerbeit im S\u00dfinter burdp beit oft oiergepn Sage anpattenben Stegen ein bis gtoei gufj podp unter S\u00f6affer gefept, unb ftnb bann ber SieblingSaufentpalt oon ung\u00e4pligeit \u00a9utnpf; unb Stoorfdpnepfen, unter loetdpen bie lepterett gloar bie toenigft gaplreidpett, jebodp noep immer p\u00e4uftg genug ftnb. \u00a3)ort fap idp fte gunt erften State gu Saufenben bei Sage, befonberS bei nebligem unb regtterifdpen SBetter, umperlaufett unb ipre Saprung fuepett.\" Siitber; map er f\u00fcgt \u00a3)em pingu, ba\u00a7 man fie im \u00a9ipett fdpie^en tonne, aber nadp erfolgtem \u00a9epuffe in bie gr\u00f6\u00dfte Serlegenpeit tomme, toeil Xaufenbe oon Stoor= unb anbern \u00a9itmpffdpnepfeit in looltenartigen \u00a9dpto\u00e4rmen auffliegen unb ben \u00a9cp\u00fcpen oerloirren. SlnfangS St\u00e4rg Oerlaffen bie","page":617},{"file":"p0618.txt","language":"de","ocr_de":"618\t$)ie S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9d\u00c9jnepfen. \u00a9tranbl\u00e4ufer.\nS\u00dfinterg\u00e4ftc beit \u00a9\u00fcbctt unb reifen nun, mie bie \u00fcbrigen Wirten beS 9iad)t\u00a7, ber eigentlichen feint\u00e2t 31t.\n23on ber Sefaffine unterfd)eibet \u00dfd) bie ^>a\u00ef6fd;nepfe nicht ttntoefentlie\u00df, \u00a9ie \u00e4hnelt gloar in ihrer \u00a9te\u00ef\u00efung ber SSerioanbten, l\u00e4uft auch ungef\u00e4hr Voie biefe auf bem 23obeit umher, fliegt aber oiel Voetiiger gut, b. !)\u2666 wnfidjerer, obgleich fie noch immer fd)ned genug bahineilt unb bie oerfd)ieben\u00dfeit \u00a9d)menfuugen ausf\u00fchren faun, erhebt ftd) ungern hoch m Suft, fonbern flattert gumeileit f\u00f6rmlich \u00fcber bem \u00a9umpfe fort, foba\u00df fie mirflid) einer ^lebermauS \u00e4hnlich Voirb, unb fd)reit cnblich beim Sluffliegeit nur feiten, m\u00e4prenb bie SSefaf\u00dfnc \u00a3>ieS regelm\u00e4\u00dfig thut. 3)agu fommt, ba\u00df \u00dfe \u00dfd) ^en \u00a9t\u00f6renfrieb unter allen Umft\u00e4nben bis auf ioenige \u00a9djritte nahen l\u00e4\u00dft, beoor fie ftd; \u00fcberhaupt gum fliegen entfchlie\u00dft, ba\u00df alfo ber \u00fcftante \u201e^ilglauS\" ebenfalls feine ^Berechtigung hat* hef\u00fc\u00f6em 2\u00dfiube magt \u00dfefaunt aufgu\u00dfeben, meil \u00dfe bann mie ein \u00a9pielbatl fortgefchleubert mirb. 3hve Stimme, Voeldje man am p\u00e2ufigften nod) gegen Slbenb Oernimmt, ift ein feiner, fdjarfer, Voie \u201e$ig\" Hingettber Saut, melcper gumeilen bumpf betont mirb unb bann mie \u201e^lehtd)\" Hingt; ber \u00a9alglaut l\u00e4\u00dft fid) miebergeben burd) bie \u00a9ilben \u201eSCettettettettet\", meld)e gumeilen oier bis fed)S \u00a9efunben ununterbrochen auSgefto\u00dfen merben. fiebrigen\u00bb i\u00df auch \u00dfe p\u00f4d)ft unge* feilig, beHimmert \u00dfd) \u00fcberhaupt nur gegmitngeit um anbere \u00a3pierarten.\n(g\u00a7 h\u00f6lt, mie bei \u00f6den S\u00dfermanbten, fdhmer, bie W\u00e4hrung ber $albfd)ttepfe gu beftimmen, Voeil bie Heiden \u00eehierd)en, toHd)e &ie -\u00c7auptmaffe ber SJtaplgeiten auSmad)en, beS \u00fcftad)tS gefammelt unb bereits oerbaut \u00dfnb, ioenn man ben 23oget gur Unterfud)ung erh\u00e4lt, \u00a9emungeachtet hat mau erfahren, ba\u00df \u00dfe \u00dfd) mehr als anbere Wirten aud) Oon \u00a9raSf\u00e4mereiett n\u00e4hrt, bie SJhiSfelfraft ihres Wagens alfo oerioerthet. \u00aeie Nahrung mirb \u00fcbrigens in berfelben 2\u00dfeife ermorben, mie oon anberen \u00a9d)ttepfen. 2luS S\u00e4beder\u2019S ^radbtmerfe: \u201e$>te (gier ber europ\u00e4ifchen SS\u00f6gel\", einem f\u00fcr SSogelHtnbige gang unentbel)rlid)eu 93ud)e, erfepe ich, ba\u00df man neuerbingS dteft unb (gier auch in \u00a3)eut|d)lanb gefunben hat. (g. oon \u00a30met)er erhielt le\u00dftere auS Sommern, \u00a9toter in S\u00f6e\u00dffalen. \u00a3)aS Tie\u00df ift eine mit menig \u00aeraSh\u00e4lmd)en belegte \u00a9rube auf einem $\u00fcgeld)en. $)ie oier (gier \u00dfnb Heiner unb glattfd)aliger als bie (gier ber SSefaf\u00dfne, ipnen aber fon\u00df fepr \u00e4hnlich- \u00a9ie haben auf mattolioengr\u00fcnem \u00a9runbe oioletgrauc \u00a9d)alen\u00dfede, gelbliche ober r\u00f6tl)lid)braune in ber QJlitte unb fchmargbraune X\u00fcpfel gur Obergeidbnung. Heber baS Sugenbleben ber jungen i\u00df mir feine fid)ere Angabe befannt.\nSiefelben f\u00c7einbe, me\u00efd)e ber SBefaf\u00dfne nad)\u00dfeHen, gef\u00e4hrben auch bie \u00a3albfd)ncpfe, unb mahrfcheinlidh merben oon biefer burdf) baS \u00ef\u00efiaubgeug nod) oiel mehr abgem\u00fcrgt, als 33efaf\u00dfnen. \u00aeie Sagb bietet faum erhebliche \u00a9d)mierigfeiten, meil ber $ogel, mie bemerft, ben \u00a9ch\u00fc\u00dfen fehr nahe an \u00dfd) h^'anfommen l\u00e4\u00dft unb bann aud) nur oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig tangfam bahin\u00dfiegt. 3m \u00a9p\u00e4therbfte, menu fie fepr fei\u00df gemorbeu, geigt fie \u00dfd) gumeilen fo tr\u00e4ge, ba\u00df man \u00dfe oor bem 5\u00dfor\u00dfehh\u00abnbe mit ber #anb megnehmen ober mit bem Stepe \u00fcberbeefen fann. SDaS SBilbpret gilt f\u00fcr noch Oorg\u00fcglid)cr als baS ber SBcfaf\u00dfne.\n$ *\n*\n\u00a9tranbl\u00e4ufer (Tringae) nennt man eine Slbtheilung Heiner \u00a9dhnepfeno\u00f6gel, bereutem geiepen gu fudpen \u00dfnb in bem gebrungenen, feitlid) etmaS gufammengebr\u00fcdten Seibe, bem mittellangen \u00a3alfe, fleinen \u00aeopfe, ben mittellangen fpi\u00dfen.kl\u00fcgeln, unter bereu \u00a9chmingen bie er\u00dfe bie f\u00e4ngfte, beren \u00a9d)ulterfebern aber Stfter\u00df\u00fcgel bilben, bem auS gm\u00f6lf Gebern be\u00dfehenben furgen, am (gnbe fpi\u00df gugerunbeten ober hoppelt auSgefdhnittenen \u00a9d)mange, bem fopflangen ober nod) etmaS l\u00e4ngeren, geraben ober gegen bie \u00a9pi\u00dfe fanft abm\u00e4rtS gebogenen, an ihr aud) mopl l\u00f6\u00dfeif\u00f6rmig oerbreiterten, fchmad)eu, meichen, biegfamen \u00a9d)nabel, ben giemlich h\u00b0hen/ fthlanfen, fcpm\u00e4chtigen, \u00fcber ber f\u00c7erfe theilmeife nadften $\u00fc\u00dfen, mit oier, auSnapmSmeife brei Bepett, ^even\tfang,\nb\u00fcnn unb ooU\u00df\u00e4nbig getrennt \u00dfnb, m\u00e4prenb bie fehr furge, fd)m\u00e4d)lid)e, fleine .^intergepe \u00dfch fo","page":618},{"file":"p0619.txt","language":"de","ocr_de":"halbfcpnepfc. \u00a9umpflfiufev.\n619\npod; einlenft, ba\u00df fie ben Voben nidjt Ber\u00fchrt. 2)aS \u00c6leingefteber ift retcC; unb glatt an\u00efiegenb, feine F\u00e4rbung eine nadp bem 2llter unb ber ^apreSgeit, aud; nad; bent \u00a9efcpledpte p\u00f6dpfi \u00bberfcpiebene, meift auS \u00a9raubraun unb Roftfarben gufammengemifcpte. \u00a3)aS \u00a9eripp unb ker innere Vau \u00fcberhaupt ftimmt irn roefentlid^en mit bem ber Regenpfeifer \u00fcberein ; \u00a9dp\u00e4bel unb R\u00fcge ftnb aber \u00bbiel Heiner als bei biefen. 2)ie V\u00dftrbelf\u00e4ule befielt au\u00bb gin\u00f6lf bis breigepn $alS;, neun R\u00fcden; unb adpt \u00a9dpioang; ioirbeln. Von ben neun Rippenpaaren paben fteben einen Rippenfnodpen ; eS fournit aber \u00f6fter ein \u00fcberf\u00e4lliger Rippenfnodpen opne Rippe nor. 3m Vruftbeine ift baS innere inie baS auf ere f$aar ber inneren ipautbudpten regelm\u00e4\u00dfig \u00bborpanbert. SDer \u00a9dpnabel geigt nod; beutlidp bie gellen beS VaftapparateS u. f. m.\n\u00a9tranbl\u00e4ufer gibt eS in allen \u00a9rbtpeilen, obgleicp aud; fie mepr im gem\u00e4\u00dfigten unb falten, als im pei\u00dfen \u00a9\u00fcrtel gefunben inerben. \u00a9ie beleben baS Ufer beS SReereS unb beS fiepenben \u00a9eio\u00e4fferS, Weniger bie ber $l\u00fcffe, ineil fie einen fcplammigen Voben lieben, erfcpeinen pier im $r\u00fcpjapre giemlicp fp\u00e4t unb neriaffen bie jpeimat fcpott gu Anf\u00e4nge beS ^erbfieS inieber, meift in gaplreidpen @efellfd;aften unb reifen in ber Rbenb; unb 9Rorgenb\u00e4mmerung, aud) mopl in ber Racpt. Unter bem \u00a9tranbgefl\u00fcgel gep\u00f6ren fie gu ben beioeglidpften unb anmufpigfien. \u00a9ie taufen \u00bbortrefflidp, aud; \u00fcber fiebrigen \u00a9dplamm, treten babei bloS auf ben norberen unb mittleren ^peilen ber gepen auf unb gepen alfo inie auf. \u00a9cpneKfebern bapin, fliegen fd;neU, leidpt, fdp\u00f6n unb tned;felnoU, miffen fidp aud; fcptnimmenb im Staffer gu betnegeu. gpre \u00a9timme ift pfeifenb, pellt\u00f6nenb unb fdpadenb. (Sinne unb geiftige g\u00e4pigfeiten m\u00fcffen als inoplentinidelt betrachtet inerben. 2)aS V\u00dfefen erfcpeint uns p\u00f6cpft angiepenb. Rtle Rrten leben gefeHig, in einem geiuiffen \u00a9rabe felbft in\u00e4prenb ber ftoarungSgeit, obgleich bann jfebe ipr \u00a9ebiet bepauptet. \u00a9ie \u00bbertragen fiep unter fidp unb mit allen \u00fcbrigen parmlofen V\u00f6geln nortrefftid;, unb inenn aud; eine Rrt Jnegen iprer fogenannten K\u00e4mpfe fiep einen geiniffen Rupm ertnorben pat, fo merft man bod;, ba\u00df ber \u00a9treit uid;tS RnbereS als eine \u00a9pielfecpterei, eher, inie man aud; fagen fann, ein \u00a9pielen ift, mepr in ber Rbftcpt, fid; gegenfeitig gu beluftigen, als fiep gu fdp\u00e4btgeit. SDod; mag bie Redluft biefer einen 21 rt audp auf bie Vielweiberei mit begr\u00fcubet fein, ioc\u00efdper fie, abineiepenb non ben \u00fcbrigen, pulbigen.\n3Me Raprung beftept auS allerlei ^teingetpier, inie fold;eS fiep an ben Ufern ber \u00a9etn\u00e4ffer ftnbet, \u2019 aus V\u00dfafferferfen unb beren Sarnen, \u00bberfepiebenartigent \u00a9ein\u00fcrm, fleinen \u00a9cpaltpieren unb ber; gleicpen, auSnapmSineife auep aus feinen \u00a9\u00e4mereien.\n\u00aeaS Reft fiept auf trodnen \u00a9teilen im \u00a9umpfe, ift p\u00f6d;ft einfad;, n\u00e4mlicp nur eine Heine, mit inenig $\u00e4(mdpen auSgelegte Vertiefung unb entp\u00e4lt nier, nerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00dfe, birn; ober freifei; f\u00f6rmig geftattete, auf gr\u00fcnlicpem \u00a9runbe bunfelbraun gefledte \u00a9ier, ineldpe nom V\u00dfeibcpen allein auSgebr\u00fctet inerben. SDte jungen fommen in einem gierlicpen SDunenHeibe auS bem \u00a9ie unb ftnb nom elften Xage ipreS SebenS an fo beioegungSf\u00e4pig, inie irgenb ein anberer \u00a9telgnogel, ioadpfen rafcp peran unb madpen fidp halb felbft\u00e4nbig, obinopl fie bis gum vfperbftguge in \u00a9efellfdpaft unb unter $\u00fcprung iprer treuen \u00a9Item bleiben.\n\u00a9\u00e4mmtlidpe \u00a9tranbl\u00e4ufer laffeti fidp leidpt g\u00e4pmen unb palten bei einem nur einigerma\u00dfen entfpred;enben \u00a9rfapfutter japretang im K\u00e4fige auS, norauSgefept nat\u00fcrlich, ba\u00df fie nor rauper V\u00f6itterung gen\u00fcgenb gefdp\u00fcpt inerben, \u00a9ie befreunben fidp innig mit iprem Pfleger unb erfreuen, audp abgefepen non iprer gutpunlidpfeit, burep ipr munteres, anfpredpenbeS V\u00dfefen im p\u00f6dpfien \u00a9rabe. Umfo auffallenber erfcpeint eS, ba\u00df man biefe gierlicpen unb nerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig leidpt gu ertangenben \u00a9efdp\u00f6pfe fo feiten in ber \u00a9efangenfepaft fiept.\n2IIS VerbinbungSglieb ginifepen ben \u00a9cpnepfen unb \u00a9tranbl\u00e4ufern fiept man bie \u00a9umpf; l\u00e4ufer (Limicola) an, Heine V\u00f6gel, i\u00bbeld;e ben SRitgliebern beiber \u00a9ruppen in \u00a9eftalt unb SebenSineife \u00e4pneln unb beSpalb audp halb gu biefer, halb gu jener \u00a9ruppe geftellt inorben ftnb. \u00a9ie","page":619},{"file":"p0620.txt","language":"de","ocr_de":"620\n\u00a3>ie S\u00e4ufer, \u00a9teljO\u00f4ge\u00ef. \u00a9tranbl\u00e4ufer.\nIfenngeidjnet ber geftredte Sei6, \u00efurje $alg unb Heine f opf, ber mehr alg topflauge \u00a9djnabel, Welcher big jur \u00a9pi^e Weidf) unb biegfant, an it;r breit, unb oor ihr feiert herabgebogen ift, ber \u00f6erh\u00e4ltnifV nt\u00e4fjig niebrtge, ettoag flammige, \u00fcber ber $erfe nadte, mergelige $u\u00a7, ber mittellange, ziemlich fpifce f\u00c7\u00ef\u00fcgel, in Welchem bie erfte unb gWeite \u00a9dringe unter ftd) g\u00efeicfj\u00efang unb bie l\u00e4ngften, unb ber furje \u00a9chwanj, Welcher fic^ nad) ber Biitte etWag gufpifjt.\nOer \u00a9umpflaufer ober \u00a9djuepfenftraubl\u00e4ufer (Limicola pygmaea) ift auf bem Ober; topfe fdjWargbraun, burd) gWei roftgelbe S\u00e4nggftreifett gegeicljnet, auf bem Btantel, mit Bugttahme ber roftge\u00efben ^eberr\u00e4ttber fdhWarg, auf bem Oberfl\u00fcgel aber afdhgratt, am Unterlja\u00effe, bem tropfe unb ben Bruftfeiten roftgelblidj, graubraun geftedt unb burd) bie Weiblichen \u00a9pi^entanten ber Gebern gegeidmet, unten Weif;; Oor bem 2luge ftept ein brauner, \u00fcber'ihm Oerl\u00e4uft ein Weiter \u00a9treifen. ' Oag Buge ift braun, ber \u00a9dptabel an ber S\u00dfurgel r\u00f6tl)lidhgrau, an ber \u00a9pit^e fdhw\u00e4rglid), ber Sfufj \u25a0 bttnFelgr\u00fcnlid)grau. 3nt \u00a3>erbfttleibe \u00e4nbert ftd) bie F\u00e4rbung beg \u00a9efteberg ber Oberfeite in \u00a3ief; afdhgratt um; eine 3eidhnuttg Wirb burdj bie bunfteren \u00a9d)\u00e4fte unb heileren bauten beWirlt. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 6, bie Streite 13, bie ^ittigl\u00e4nge 4V3, bie \u00a9d)Wangl\u00e4nge 1V2 3od.\n2>n \u00a9uropa fcpeint ber \u00a9umpff\u00e4ufer feltener gu fein alg in Bfiett unb BmcriFa. (Sr beWo\u00efjnt ben Borbett unb ioanbert big in bie Breite oon Bengalen nach \u00a9\u00fcben pinab. 3n Europa regnet man ihn \u00fcberall gu ben felteneren B\u00f6geln; bod) ift eg m\u00f6glich, baf er \u00f6fter oorfommt, alg man glaubt: fo erfepeint er g. S3, in (Sriecpenlanb nad; ber Berftdjerung oon ber SB\u00fchle\u2019g in manchen Sauren p\u00e4ufig, io\u00e4prenb er in anbereit*g\u00e4nglid) fehlt. \u00a9flammige, feierte ttferfteden ftepenber \u00a9eW\u00e4ffer, befonberg freie \u00e4\u00dfafferr\u00e4nber geben ipnt Bufenthalt. ^ier treibt er ftd) ftid untrer, trippelt mit fleinen \u00a9d)rittd)en auf turge \u00a9tredeit mit oielert Unterbrechungen bahin, fliegt rafd) unb fl\u00fcchtig, meift bid^t \u00fcber bem d\u00dfaffer fort unb lehrt gern gu bem Orte gur\u00fcd, oon Welchem er aufflog. Baumann nennt ihn einen tr\u00e4gen Bogel, oon ber Btiihle hingegen oerftepert, ba\u00a7 er ebenfo behenb unb munter fei, wie anbere \u00a9tranbl\u00e4ufer aud). lieber fein d\u00f6efen ftnb Wir \u00fcbrigeng noch burchau\u00ea nid;t gen\u00fcgenb unterrichtet. BbWeidjenb Oon feinen ^amilienoerwanbten meibet er bie \u00a9efedfehaft frembartiger \u00a9tranbo\u00f6gel unb bel\u00fcmmert ftd) ba, too er fiep gerabe aufh\u00e4lt, Wenig um anbere \u00a9efdh\u00f6pfe, l\u00e4fjt begljalb aitdh ben SBenfchen gang nahe an ftd) herauFommen, ehe er auffliegt ober br\u00fcdt ftd) toofjl nad) \u00a9dhnepfenart platt auf ben Beben nieber, big ber ftd) napenbe Beobachter ihn gwingt, aufgufliegen. Oamt erhebt er ftdh, burdhmifjt fliegenb eine Furge \u00a9trede unb treibt eg Wie oorper. Oie \u00a9tirnnte ift ein tridernbeg \u201e\u00a3irr\", ber anberer \u00a9tranbl\u00e4ufer \u00e2hn\u00efid). flehte ferbtl)iere, bereu Brut, \u00a9eW\u00fcrm unb anbere Bkfferthierd)en bilbett feine W\u00e4hrung; Welche Brten er beoorgugt, ift nidht belannt.\nf eitel traf auf feiner Beife nadh Sapplanb im 2>al)re 1858 ben \u00a9umpfl\u00e4ufer alg BrutOogel an. Oag Beft fd)eint ftd) oon benen ber BerWanbten nidht gu unterfepeiben. Oie (Sier ftnb lang, bimf\u00f6rmig unb auf tr\u00fcbolioengelbent \u00a9runbe \u00fcber unb \u00fcber bid)t graubraun punltirt, get\u00fcpfelt unb gWifdhenburdf) Flein gefiedt, einige bidfjter unb bun\u00efler alg anbere; fte \u00e4hneln bett (Siern beg 3toergs' ftranbl\u00e4uferg fehr.\nOie Sagb auf biefen einf\u00e4ltigen Bogel oerurfacht nid)t bie geringfte Bl\u00fche, unb ebenfo leicht f\u00fchrt in ber Siegel eine gefd)idt gelegte \u00a9cplinge pm 3^e^e- \u00aeer \u00a9efangette ftnbet ftch balb in fein \u00a9d^idfal, benimmt ftd) oont Anf\u00e4nge an ruhig uttb geio\u00f6hnt fid) rafdh an ein geeigueteg \u00a9tubenfutter.\n\u00a9in \u00a9tranbl\u00e4ufer, Welcher ftdh \u00dcOtt a^ett anbereit baburd) unterfd)eibet, ba\u00a7 feinem ^u\u00a7e bie -ipinterjelje fehlt, h^t ben Bauten \u00a9anbei*ling (Calidris arenaria) erhalten, \u00a9r ift ein Heiner Bogel oon ber \u00a9r\u00f6fje einer fjelblerd^e, 7 3od lang, 15 3od breit, im \u00c7r\u00fchlinggHeibe auf bem Ober; \u2022","page":620},{"file":"p0621.txt","language":"de","ocr_de":"Sumpf lauf er. Sanberltug.\n621\nf\u00f6rper fdhtoarg ober braunrot!), gelb unb toeif? gefleht, auf bem Dberfl\u00fcgel fd)toargbraun, burd) roftrotlje 3icfga<ff(ecfen unb einen toeifjen Streifen gegeid)net, auf bem Unter\u00ef\u00f4rper bi\u00ea gur 33ruft roftrothgrau, jebe $eber buntelfdhaftfleci'ig unb Joeifj geranbet, \u00fcbrigen^ loeifj; bie erften f\u00fcnf Steuer; febern finb an ber SBurgel toeifj, ootn ioeifjgrau. $\u00a3)a\u00a7 Singe ift tiefbraun, ber Schnabel fdhto\u00e4rgtid), ber $uj3 bunfelgtau. 3m SBinterf\u00efeibe ift ba\u00a7 \u00a9efieb\u00e9r be\u00ea Ober\u00eforper\u00ea lidhtafd)grau, burd) loeifjlidhe Spipenf\u00e4ume unb fdhto\u00e4rglidhe S^aftftecfe gegeid)net, ba\u00a7 be\u00ea Unterf\u00f4rper\u00ea reintoeif). 3^ 3ugenb!leibe fiept ber SCftantel fepr bunfel au\u00a7, ift ebenfalls burd) ioeij3lid)e ^ebert\u00e4nber gegeid)net, ber Dbetfl\u00fcgel afd)gtau, bie Stirn, ein Streifen \u00fcber bem Sluge, ba\u00ea \u00a9eftd^t unb ber Unterleib teinioeifj.\nSDer \u00dcRorben ber (Srbe ift bie ipeimat biefe\u00ea nieblid)en SSogel\u00ea, bie $\u00fcfte be\u00ea SReere\u00ea fein 3tufentl)att. SSonpierau\u00ea toaubert er im S\u00dfinter f\u00fcblid), finbet jebod) fd)on in \u00a9ried)entanb, 3talten,\n2) er \u00a9anberling (Calidris arenaria).\nSpanien, \u00ae\u00a7ina ober 9Reto;3erfep bie geeignete SBinterperberge unb fommt ioopl nur guf\u00e4ttig in {\u00fcblicheren Breiten oor. 3nt 3nnetn be\u00a7 ^efilanbe\u00ea geigt er fiep feiten, fdpeint oielmept auf feinem 3uge ber \u00df\u00fcfte be\u00a7 SReere\u00ea gu folgen. 2\u00f6ie bie \u00fcbrigen Stranbt\u00e4ufer lebt er in ber SBinter^erberge gu mehr ober minber gaplteid)en Fl\u00fcgen Oereinigt, im Sommer jebod) paatioeife.\nbetragen unb Sefen \u00e4hneln benen anberer Stranbl\u00e4ufer. 5)et @ang ift gierlich nnb behenb, ber $lug fdp\u00f6n, geioanbt unb fdhnel\u00ef, bem be\u00ea ^luf\u00eategenpfeifer\u00ea \u00e4hnlich- 3\u00ab feinem Treiben geigt ftch ber Sanberling ftitt, gefep\u00e4ftig, etioa\u00ea gem\u00e4chlicher al3 feine SSerioanbten, aber auch parmlofer unb gutraulicher. (St rnifdht fid) oft unter bie gl\u00fcge anberer Stranbl\u00e4ufer ober \u00fcberhaupt unter bie \u00a9efe\u00ef\u00effcpaften ber Stranbo\u00f6gel, befunbet oor bem 9Jlenfd)eu Joenig furcht unb l\u00e4fjt ftch alfo bequem beobachten, ja fogar burep Schienen nicht foleicpt oerfcheudhen. SRaumann traf einft am","page":621},{"file":"p0622.txt","language":"de","ocr_de":"622\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9telgto\u00f6gel. \u00a9tranbl\u00e4ufer.\nUfer be\u00a7 OJtanSfe\u00efbifdjen \u00a9a\u00efgfce\u00ea f\u00fcnf \u00a9anberlinge an, fa$ ttynen erft lange auS einer Entfernung toon f\u00fcnf Bis fed;S Stritten mit gro\u00dfem Vergn\u00fcgen gu, BtS enblid; bod; baS Verlangen, fie gu Beftfjen, in i\u00efjm rege ioarb. \u201e3d; burd;fud;te meine Scxgbtaf(f>e nnb fanb einige $ferbeljaarfd)lingen toor, bie id;, fogut eS ohne ober $flod gelten trollte, in bem Bieftgett \u00a9oben Befeftigte unb am SBaffer auffteUte. 97mt fing idh Beputfant gu treiBen an; toeil jebod^ bie \u00a9Steifen fe^r fd;led;t fte\u00ef\u00eften, muffte id> S)ieS \u00f6fters mieber^o\u00efen, trieB bie 93\u00f6geldf>en aBer fo\u00efange hin unb ^er, Bis brei berfelBen in meinen \u00a9dringen gingen, unb, ireil nun Bei ben \u00fcBriggeBlieBenen, ineld;e burdf; baS Verfolgen and) ettraS mifftrauifd; geirorbett irarett, mir enblid; bie \u00a9ebulb auSging, erlegte id; aud; fic mit einem \u00a9djuffe, unb hatte fo bie gange \u00aeefe\u00ef\u00effd;aft auf gerieben.\" .... Eingelne \u00a9anberlinge liefen mehrere \u00c7eb\u00effdh\u00fcffe auf fid^ t\u00a7un, flogen barauf febeSmal nur einig\u00e8 \u00a9d;ritte freit fr eg unb m\u00fcrben fchliefftich aud; nod; erlegt, fa mandat auS einer Bleinen \u00a9efellfd;aft einen eingigen S\u00f6gel fregge; fd;offen, ohne baff bie anbern fid; \u00fcberhaupt erhoben, \u00a9o harmlos ftnb bie \u00a3hierd;en freilid; nicht immer. 2)ie \u00a9timme ift ein einfacher, pfeifenber, Burg abgebrod;ener, fanfter Ohtf, metier burd; bie \u00a9ilbe \u201eSf\u00dfitt\" friebergegeBen frerben Bann, nadp ben Umft\u00e4nben aber toerfcpieben Betont frirb unb bann aud; toerfcpiebene Sebeutung erlangt.\nSBie bie Serfranbten n\u00e4hrt fid; aud; ber \u00a9anberling toon allerlei ^leinget^ier, frie bie \u00e4Betlen beS SJteereS eS an ben \u00a9tranb frerfen. 9Jian fiel)t bie @efellfd;aft bid;t an ber SranbungSlinte ber \u00a9ee fielen, eine ftd; \u00fcBerft\u00fcrgenbe SBelle erfrartenb, pierauf mit bem gur\u00fcdfehrenben S\u00dfaffer feeeim frartS laufenb, toor ber n\u00e4cfjften 3\u00f6ede gur\u00fcdfl\u00fcdfiten, unb in biefer SSeife ftunbenlang aufs unb nieberlaufen. \u00a3)od; gem\u00e4hrt man ihn aud; loeiter toom Staffer entfernt, eifrig Befcp\u00e4ftigt, hier unb bort EtfraS aufgupiden, unb er toertieft fid; in feine Slrbcit fo, baff er ben 9)ienfd;en Bis auf frenige \u00a9d;ritte heranBommett l\u00e4fft, Betoor er gu ipm aufblidt unb bann erft erfd;redt batooneilt. Naumann fagt, baff er eine moptBefefete Safel fepr liebe unb Bei ben Reuben berfelBen felbft feine \u00a9idferheit hintangufehen fd;eine. \u00a9elegentlid; beS fyutterfud;enS Bontmt ber fonft fo frieblidje Sogei -auch froljl in \u00a9treit mit einem feiner \u00a9ef\u00e4Brten.\n\u00a3>er \u00a9anberling pflanzt fid^ fraf;rfd;einlid; nur innerhalb beS ^olarBreifeS fort, \u00a9ein -Heft finbet man in ber 3R\u00e4pe ber \u00a9eef\u00fcfte ober an ben Ufern ftepenber \u00a9efr\u00e4ffer. \u00aeie toier toer^\u00e4ltni^ m\u00e4ffig gro\u00dfen (5ier haben eine meergr\u00fcne, fettere ober bunBlere \u00a9runbfarbe, graurotplicpe Unter-', gr\u00f6\u00dfere Braune Mittels unb fd;fr\u00e4rglid;e OBerflede, freld;e, entfpred;enb ber \u00a9runbfarbe, geller ober bunfler finb. 9luSf\u00fchrlid;ere \u00dcftad;ridE)ten \u00fcber fein $ortpflangungSgefd;\u00e4ft ftnb mir niept BeBannt.\n2ln ben \u00a9eeB\u00fcften jagt man ben \u00a9anberling frie alles kleinere \u00a9tranbgefl\u00fcgel \u00fcberhaupt unb erlegt oft toiele ber hatmlofen Xpierdfjen mit einem einzigen \u00a9dEjuffe. \u00a9Benfoleid;t frirb er, frie auS ^aumann\u2019\u00ea SeoBadhtungen hertoorgelft, gefangen. 9Radh Serftd;erung biefeS $orfd;erS l\u00e4\u00dft er fid; leidjt g\u00e4hnten unb geigt ftd; fepon nad; mettigen \u00a3agen fo firr unb gutraulicp, bafj er baburc| oft in \u00a9efapr ger\u00e4t^ unb gule^t gem\u00f6^nlidb tobt getreten ober gmifdfjen einer \u00a3\u00a7\u00fcre tobt ge\u00eflemmt mirb.\nS)ie \u00a9d) lamm lauf er (Pelidna) ftnb ebenfalls Heine, toer^\u00e4ltni\u00a7ma\u00a7ig fcp\u00efan\u00efe S\u00f6gel mit Bopflangent ober nod; etmaS l\u00e4ngeren, geraben ober Bogenf\u00f6rmigen, an ber \u00a9pi^e Baum merBlid; toer; Breiterten \u00a9d^naBel, fd^lanBen, toierge\u00c7igen, loeit \u00fcber ber f^erfc nadten tr\u00fcgen, mittellangen, fpi^en \u00a9d^mingen unb einent en\u00fcoeber gugerunbeten ober hoppelt auSgefd^nittenen \u00a9d;toange, beren \u00a9efieber fidf\u00bb in $olge ber hoppelten SJ\u00eeaufer aUj\u00e4^rlid^ gmeirnal toefentlid; toer\u00e4nbert.\nl\u00ee)er 3\u00fc>ergBrad;toogel (Pelidna subarquata) Bornntt einer Haubenlerche an @r\u00f6\u00a7e ungef\u00e4hr gleidb; feine S\u00e4nge Betr\u00e4gt 7, feine Sreite 10, bie f^ittigt\u00e4nge 5, bie \u00a9dfjtoangt\u00e4nge l2/3 StoU. 3m ^riihlingSBlcibe ift faft ber gattge UnterB\u00f6rper roftrotl;, l;eder ober bunfler, reiner ober me^r","page":622},{"file":"p0623.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9anbcrling. gtoevgbra dj\u00bb og el.\n628\ntraun, ber Obertobf auf fd)to\u00e4rglitem \u00a9runbe roftgrau getoedt, tocil bie ^eberlanten biefe H\u00e4rtung geigen, ber \u00a3)interl)alt rofgrau ober roftrotl), fftoarg in bie S\u00e4nge gefir\u00eed^elt, ber \u00fcbrige'Obert\u00f6rder, mit Slutnaljme bet toei\u00dfgefedten \u00a9tei\u00dfe&, auf tieffd)toargem \u00a9runbe l)edroffarben gefedt unb littaftgrau ober rofgelb getantet; bie \u00a9d)toangfebern fmb afd^grau, nat ber dritte gu bitnller, iljre \u00a9t\u00e4fte unb kanten toei\u00df. Oer Slugenfern ift braun, ber @d;nabel fttoarg, ber $u\u00df fd)toargbraun. 3m jperbfttleibe fmb \u00aecdf unb S\u00eeaden fd)toarggrau mit toei\u00dflid)en unb bunfelen $eber!anten, dt\u00fcden unb Oberfl\u00fcgel tieffttoarggrau mit fd)to\u00e4rgliteu \u00a9t\u00e4ften, bie Unterteile toei\u00dfgrau \u00fcberlaufen ober grau gefledt, bie Gebern aut bunfeler geflj\u00e4ftet; ein 3\u00fcgelfreifen, toeldjer bit gum Sluge retdf, ift br\u00e4unlidj, ein anberer, toeld)er ftd) \u00fcber bat Sluge gieljt, toei\u00dflit- 3m 3ugenbf leibe fmb bie Gebern bet Oberlodfet graubraun, roftgrau ger\u00e4nbert, bie bet ^inter^alfc\u00ea dedgrau, bunfler getoolft, bie bet dl\u00fcdent unb ber \u00a9tulter ft^\u00e4rglitr roftgelb gef\u00e4umt, bie bet \u00a9tei\u00dfet unb Unterfordert toei\u00df, bie ber \u00a9itrgel unb bet tropfet enblit roftgrau. Oie \u00a9eftledfer uuterfd)eiben ft toenig ober nidf.\nSlut biefer \u00a9tranbl\u00e4ufer toirb im gangen korben ber \u00a9rbe gefunben, manbert aber toeit nad; \u00a9\u00fcben Ijinab unb fommt adtointerlit regelm\u00e4\u00dfig unb feljr Ij\u00e4ufg in gang dtorbafrifa, l\u00e4ngt ber $\u00fcfe bet rotben unb inbiften leeret, fofbie aut l\u00e4ngt ber bet atlantiften unb fti\u00eflen \u00fcD\u00eeeeret bor, fod fogar am Vorgebirge ber guten Jpoffnung erlegt toorbeu fein. 3t femb iljn in feinem ft\u00f6nften bleibe not lief im 3tmern Slfrilat am toei\u00dfen, toie am blauen SRile ; anbere Vecbatter trafen i\u00a7n in V\u00dfefafrila an. Sin ben dbd\u00e4nbiften unb frang\u00f6fften l\u00fcften foil er befonbert h\u00e4ufig fein, \u00a9r erfteint born \u00a9\u00fcben fier um bie SCRitte Sldrilt unb lelft eingefn bereitt \u00a9nbe 3ulit, regelm\u00e4\u00dfig aber erft bom Sluguft an toieber gur\u00fcd; ber Ourt<5ug to\u00e4ljrt febot bit gu Anfang Oltobert. \u00a9eiten toanbert er allein, bielmelf geto\u00f6jjnlit in Fl\u00fcgen, toelte bon i\u00a3)tn unb berfffebenen Vertoanbten gebilbet toerben. $ur SReife britt er mit ber Slbeubb\u00e4mmerung auf unb fliegt, ioenn bie V\u00dfitterung et einigerma\u00dfen geftattet, bit gum borgen feinet S\u00f6eget baljiu.\nSlut er ift borgugttoeife \u00a9eebogel, Ij< ft \u00fcber bod) aut gern auf flaten, fdfammigen Ufern ftefenber \u00a9eto\u00e4ffer auf. \u00a9etoiffe \u00a9teilen toerben gii Sieblingt^l\u00e4^en; fe gibt er ungern auf unb gu tuen felft er balbm\u00f6glitf gur\u00fcd. ddit Slut nannte ber SCRittagtftunben, toelte er tlfiltoeife ftlafenb \u00bberbringt, feljt man ifn ben gangen Vag in Vetoegung. Vriddelnb ober rennenb l\u00e4uft er l\u00e4ngt bet Ufert balfn, jeben Slugenblid fa\u00dft ein fleinet Vfier aufneljmenb, babei andaltenb unb bann toeiter rennenb. \u00a9eft\u00f6rt ergebt er ft mit fdmedem, getoanbten $luge in bie $\u00f6lje, ftie\u00dft eine \u00a9trede toeit eilig ba\u00effn, unb feljrt, einen gro\u00dfen Vogen beft\u00bbeibenb, in bie Dt\u00e4^e bet Ortet gur\u00fcd, bon toeltem er aufflog. V\u00f6enn er fd) in \u00a9efe\u00fcftaft anberer \u00a9tranbl\u00e4ufer befnbet, tut er biefeu Sillet nat, l\u00e4uft unb fliegt mit tuen, f\u00fcljrt felbf bie berftiebenen \u00a9ttoenfungen im f^luge aut, toelte bat leitenbe dftitglieb bet Vrudd^ einlj\u00e4lt. \u00a9ine Uferftnepfe ober ein gro\u00dfer V\u00dfafferl\u00e4ufer toirb geto\u00f6dnlid) ber \u00a9I)re geto\u00fcrbigt, einem $uge biefer \u00a9tranbl\u00e4ufer borgufteljen unb ft eint ft feinerfeitt aut gang gut unter bem f leinen Volle gu gefallen. Slut meinen Veobadfungen glaube it ft^eBert \u00f6u d\u00fcrfen, ba\u00df ein berartiget Verlj\u00e4ltni\u00df tootenlang befielt, bieUeitt erf auf bem Sl\u00fcdguge gelodert toirb. Oiefe Verbinbung erfttoert gutoeilen bie Veob= ad)tung bet fonf ^\u00f6tf gutrauliten B^ergbratbogelt im ^\u00f6cd;ften \u00a9rabe. SJtan bemertt fe^r halb, ba\u00df eine ber borfttigen Uferftnedfen tre Slengflitleit auf bat Heine \u00a9efnbel \u00fcbertr\u00e4gt unb biefet gutefct fo fteu matt, ba\u00df man SOR\u00fc^e ^at, fd) tl)ni gu n\u00e4hern. Vefe^t ein folter Verein nur aut \u00a9tranbl\u00e4ufern felbft, fo \u00fcbernimmt nitt feiten ber 3toergbratbogel bie \u00c7\u00fc\u00c7rung, nnb bann ift er ebenfallt biel fteuer, alt fonft. Slm leitteften lann man i^n beobatten, toenn man ft fte\u00ef\u00eft^ alt ob man gar nitt auf il)n atte, fonbern feinet SBcget toeiter ge^en tooUte; bann if man im \u00a9tanbe, bit auf toenige \u00a9tritte an ben Vrudd deranS^ommen uni:)\tmit SDtu\u00dfe gu\nbelauften. Side SJ\u00eeitglieber bet ^\u00e4uftent fteinen nur bon einem \u00a9eife befeelt gu fein; fe galten ft fett geftloffen gufantmen, rennen immer in berfelben Mittung, fteinbar and) gleitgeitig, freffen babei bef\u00e4nbig, ergeben fd) auf bat toarnenbe, ettoat fttoirrenbe pfeifen bet d\u00f6ate l>rltenben","page":623},{"file":"p0624.txt","language":"de","ocr_de":"624\nVie S\u00e4ufer, \u00a9teljO\u00f6get. \u00a9tran\u00f6l\u00e4ufer.\nSJt\u00e4ttncheng, [t\u00fcrmen im bi^tgef^offenen $lugc nahe \u00fcber bem V\u00dfaffer fort unb feeren, nad)bem fie wenige hunbert \u00a9fritte burd)meffen fabelt, lieber zur\u00fcdf nnb treiben eg ^ter Wie Oorher.\n\u00a9g ift nid)t nnWahrfchetniid), baf; nnfer Vogel and) in [\u00fcblicheren \u00a9egenben, alg man bigler angenommen hat, br\u00fctet, ba id) ihn nod) int fd)\u00f6nften $od)zeitgfleibe in \u00a9giften angetroffen habe; both hat man big jefet nur im Sorbett [eine SRefter aufgefunben. SDiefe unterfcheiben fid) nid)t oon benen ber VerWanbten, be[tehen nur aug einer [lachen Vertiefung unb enthalten Oier fiumpfe, birn; f\u00f6rmige, auf gr\u00fcnlichem \u00a9runbe afchgrau gew\u00f6lfte nnb bariiber fein bunfelbraun gefjunftete (Ster.\nSUg Kennzeichen ber B^ergfirattbl\u00e4ufer (Actodroma) gelten, abgefehen Oon ber geringen \u00aer\u00f6\u00a7e, ber ttitge, gerabe ober an ber \u00a9f\u00fb^e faum merflid) hei\u2019abgebogene \u00a9d)nabel, bie mittellangen, fd)lanfen, Weit \u00fcber ben Werfen nadften $\u00fcfje, bereu 3d)en faft ganz getrennt finb, fowie enblich bie F\u00e4rbung beg \u00a9efieberg.\n$\u00a3>er B^ergftranbl\u00e4nfer ober bag \u00a9anbl\u00e4uferd)en (Actodroma minuta), mit feinen Ver; Wanbten ber Heinfte aller \u00a9d)nehfeno\u00f6get, ift nur 5% Bott laug unb 11V\u00bb BoU breit; bte f\u00c7ittigl\u00fcnge betr\u00e4gt 3V2, bie \u00a9d)Wanzl\u00e4nge 1V2 BoH. 3m $r\u00fcl)linggfleibe ftnb bie Gebern beg Oberlohfeg fchtoarz, roftfarben geranbet, bie beg ^pinterhalfeg grau, bunfler gewollt, bie beg Vtantelg bunted fd)Warz, breit hochroftfarben gef\u00e4umt, bie ber Kehle weifj, ber \u00a9eiten beg [palfeg nnb ber Oberbruft hetfroftfarben, fein braun geftecft; \u00fcber bag Sluge zieht fid) e*n ioeifjlicher, zWifdfjen ihm nnb bem \u00a9chitabel fleht ein tief brauner \u00a9treifen. V)ag Singe ift braun, ber \u00a9d)nabel fd)warz, ber $u\u00a7 gr\u00fcn; lichfchioarz- 3w ^perbftfleibe ift ber ganze Oberforper bunfelafd)grau, mit bentlidh braunfd)Warzen \u00a9chaftftrichen; bie \u00a9urgel, bie \u00a9eiten beg Kopfeg, bie Unterbruft finb roftgrau, bie \u00fcbrigen Unter; tl)eite Weif).\nSind) ber Btoergfiranbl\u00e4ufer geh\u00f6rt bem Storben an, zieht aber foweit, ba\u00a7 man i\u00a7n faft an allen \u00e4fteeregf\u00fcften gefunben hat. \u00a9gh\u00a3ten \u00fcberwintert er in gro\u00dfer Stnga^l. Stuf feinem Buge folgt er ber K\u00fcfte beg 2Jteereg,unb ben Ufern ber \u00a9tr\u00f6me unb f\u00c7I\u00fcffe, Wanbert gew\u00f6hnlid) in \u00a9efeltfdjaften mit VerWanbten, zuweilen aber auch in fiarfen Fl\u00fcgen, Welche nur oon ihm gebilbet werben, regel; m\u00e4fig beg \u00fcftadjtg unb treibt ftd) \u00fcbertagg au einer geeigneten \u00a9telle, Sprung fnchenb, umher. \u00a9dt)lammiger Voben fcheint ihm mehr zuzufagen alg fanbiger, obwohl \u00ear fid) and) auf foment finbet. \u00a9r ift ein \u00e4uferfi nieblicher, h\u00f6d)ft beweglicher, bel)enber, regfamer Vogel, Welcher oortrefflid) l\u00e4uft unb geWanbt unb fd\u00a3)netl fliegt, bei Vage aber feiten gr\u00f6\u00dfere \u00a9tred'en burd)mi\u00a7t, fuh oielmehr gew\u00f6hnlich in einem geringen Umgreife nmhertreibt nnb, oertrieben, nach berfelben \u00a9teile gur\u00fccffehrt. Unter \u00a9eineggleichen unb mit ben VerWanbten lebt er in tiefftem ^rieben, gegen anbere Vljiere geigt er Wenig \u00a9d)eu, bem 2Jienfd)en gegen\u00fcber eilte gewiffe Butraulid)feit. \u00a9eine SebengWeife \u00e4hnelt im Wefentiid)en ber feiner VerWanbten. $>ie \u00a9timme Hingt fanft nnb angenehm Wie \u201eSD\u00fcrrr\" ober \u201eO\u00fcrrr\u00fci\", manchmal and) \u201eOirrrit\".\nS\u00dfahrfcheinlich br\u00fctet ber Bf\u00f6ergfiranbl\u00e4ufer im hohen korben \u00a9urof)ag, oielleicht alfo in \u00a7inn; marten; man hat febcd) h^er feine Vrutpl\u00e4he noch nicht entbedt, fonbern nur in \u00a9r\u00f6nlanb unb im hohen Sorbett oon bem feftl\u00e4nbijd)en Slmerifa ^Beobachtungen gefammelt. V)ag Steft ift eine in ben Voben gefcharrte Vertiefung. S5ie oier \u00a9ier ftnb gtattfd)alig, feink\u00f6rnig unb gl\u00e4nzenb, auf tr\u00fcb; gelblichgrauer \u00a9runbfarbe mit afd)grauen, Wolfenartigen Unterfleden uttb Dt\u00e4nbern, bnnfelbraunen ^ledfen unb fd)Warzbraunett f\u00fcnften, namentlich) am ftumpfen \u00a9ttbe gezeid)net.","page":624},{"file":"p0625.txt","language":"de","ocr_de":"Kampfl\u00e4ufer.\n625\n\u00a9er mer\u00efto\u00fcrbigfte aller \u00a9tranbf\u00e4ufer unb einer ber auffalfenbften \u00a9tefgo\u00f6gel \u00fcberhaupt ifi ber Kampfl\u00e4ufer, \u00a9treitoogel, Kampf;, SSraufe;, 23urr;, \u00a9trau#;, Koller; unb \u00a9rud-\u00efja-n, @ee;, ^5fau;, .ipau!teufef u. f. io. (Philomachus pugnax), ber eingige Vertreter feiner \u00a9ippe. feiner \u00a9efialt n\u00e4hert biefer SSogef fic- me-r ben SBafferl\u00e4ufern at! ben \u00a9tranb; l\u00e4ufern, ioitrbe be!-afb and) oon \u00a9inigen ben erftgenannten guget-eilt, geh\u00f6rt aber bodj ioo-l ben lep; teren an. \u00a9er \u00a9djnabel ift fo fang ober faunt l\u00e4nger al! ber Kopf, gerabe, an ber \u00a9pif$e ein ioenig gefenft unb nid)t Verbreitert, feiner gangen S\u00e4nge nac- toeid), ber $u\u00a7 -oc- unb fc-lanf, ioeit \u00fcber ber f\u00c7erfe nacft, oierge-ig, bie mittlere mit ber \u00e4u\u00dferen 3e-e burd) eine \u00a9pann-aut oerbunben, bie Hintere furg unb -oc- eingelenft, ber $ittig mittellang unb fpif$, in ifjm bie erfte \u00a9c-tringe bie l\u00e4ngfte, ber \u00a9d)toang furg, ffad) gerunbet, ba! Kleingefieber ioeicp, bidjt, rneift gfatt anliegenb, burd- einen Kampftagen,\n\u00a9er Kampfl\u00e4ufer (Philomachus pugnax).\nioeld-en bie \u00dcDt\u00e4nndfjen im\ttragen, befonber! au!gefd)m\u00fcd:t. Septere geid-nen fiep audp\nba\u00dfurd) au!, bafj fie ein \u00a9rittel gr\u00f6\u00dfer ftnb af! bie 2\u00f6eibc-en, im .!pod)geit!fleibe eine in! ttnenblicpe ab\u00e4nbernbe F\u00e4rbung unb geid-nung -abeu nnb im @eftd)te eigent-\u00fcmfic-e SBargen erhalten, toeldf;e im ^erbfte mit bem Kragen oerfdjioinben.\n\u00a9ine allgemein giftige 33efdjreibung be! Kampfl\u00e4ufer! fann nic-t gegeben ioerben. \u00a9er \u00a9ber; ff\u00fcgel ift bunfefbraungrau, ber fd-toarggraue \u00a9djtoang an ben fed)! mittleren Gebern fd)\u00efoarg gefledft, ber 33aud) toeifj, ba! \u00fcbrige \u00a9efieber aber -od)ft oerfc-ieben gef\u00e4rbt unb gegeicfjnet. Septere! gift in!befonbere f\u00fcr bie au! -arten, fefien, e\u00fcoa brei fangen Gebern befte^enbe Kraufe, toefd-e ben gr\u00f6\u00dften \u00a9-eil be! ^\u00bbaffe! umgibt, \u00a9ie ifi auf fc-toargblauem, fd-toargen, fc-toarggr\u00fcnen, bunfef; roftbraunen, rot-braunen, roftfarbenen, toeifjen unb anber!farbigeu \u00a9runbe -effer ober bunfler geflecft, geb\u00e4nbert, getufd-t ober fonf\u00fcoie g\u00e9geic-net, fo oerfd-iebenartig, baft man faum gtoei m\u00e4mtlid-e\nSteint, \u00a9fjierle\u00fceit. IV.\t40","page":625},{"file":"p0626.txt","language":"de","ocr_de":"626\nSDie S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9franbl\u00e4ttfer.\nKampfl\u00e4ufer finbet, ioeldpe eiuanber \u00e4hneln. SluS \u00a9rfapruttg ioei\u00df man, ba\u00df bet ein unb bentfelben 23ogel im n\u00e4djfien Satire bie gleidpe F\u00e4rbung unb 3eidpnung ioieber gum S\u00dforfdpein lommt. SRepr l\u00e4\u00dft ftep niept fa\u00dfen. Oie 33ruftfebern paben enttoeber bie 3eidpnuttg ber Krattfe ober finb ctnberS gef\u00e4rbt. Oaffelbe gilt f\u00fcr beu St\u00fccfeu. OaS Sluge ift braun, ber \u00a9cpuabel gr\u00fcnlid) ober gr\u00fcnlidp; gelb, mepr ober Joeniger ebenfalls mit ber F\u00e4rbung beS \u00a9efteberS ioedpfelitb, ber $u\u00df in ber Siegel r\u00f6tplicpgelb. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 11 bis 12V2, bie S\u00f6reite 23V2 bis 24, bie gittigl\u00e4nge 7 bis 772, ber \u00a9dptoang ungef\u00e4hr 3 3oE.\nOaS \u00a9efieber beS SBeibdpenS \u00e4nbert nidpt ab. \u00a9eine F\u00e4rbung ift auf ber Oberfeite ein mepr ober ioeniger inS St\u00f6tplicpe fpielenbeS \u00a9rau, toeldpeS burdp bunfele f^lecfe gegeiepnet toirb; baS \u00a9ejtcpt unb bie \u00a9tim ftnb getoepuliep peEgrau, bie Gebern beS OberfopfeS grau, braunfdptoarg in bie S\u00e4nge gefledt, bie beS .SpinterpalfeS grau, bie beS St\u00fccfenS unb ber \u00a9cpultern in ber SRitte braunfdptoarg, am Stanbe roftfarben, bie ber Keple unb \u00a9urgel grau unb bie beS 23aucpeS mepr ober Weniger ioei\u00df. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt p\u00f6cpftenS 10, bie Breite 21Y3 3oE.\nOer Sterben ber alten SBelt ift bie ^eimat beS Kampfl\u00e4ufers; einzelne paben ftdp jebodi audp nadp Storbamerifa oerirrt unb bort ftdp 33\u00fcrgerrecpt ertoorben. \u00a9elegentlicp ipreS 3u9e\u00ea befud;en biefe SS\u00f6gel nidpt nur alle S\u00e4nber \u00a9uropaS unb SljtenS, fonbern auep gang Slfrila; benn man pat fte in \u00a9\u00fcbafrita toie am \u00a9enegal ober am oberen Stile erlegt, \u00a9r\u00f6\u00dfere \u00a9umpffl\u00e4epen, ioie fte ber Kiebip liebt, beperbergen in ber Stegei and) ben Kampfl\u00e4ufer; jeboep oerbreitet ftdp berfel.be nidpt fo ioie fetter, \u00a9\u00fcbbeutfcplanb befudpt er nur auf beut 3u9e5 Storbbeutfdplanb beioopnt er fteEenioeife als regel; m\u00e4\u00dfiger \u00a9omnteroogel. 3tt ber St\u00e4pe beS SJteereS fiept man iptt oft, eigentlidpen \u00a9eeooget aber tarnt man ipn nidpt nennen. \u201eSSemt gur 3eit beS \u00a9intrittS ber \u00a9bbe\", fagt Staumann, \u201ealles \u00a9tranb; gefl\u00fcgel in freubige Unrupe ger\u00e4tp, perumgufdpio\u00e4rnten anf\u00e4ngt, halb auf bie SBatten fliegt unb eS faunt erioarten tarnt, bis baS SBaffer ipm \u00fc\u00dflap gemadpt pat unb gur\u00fcdtretenb immer gr\u00f6\u00dfer ioerbenbett Staum barbietet, um auf bem fdpl\u00fcpfrigen 33oben ftdp perumtummetn gu tonnen: bann ioerbett audp bie in ber St\u00e4pe ioopnenben Kampfl\u00e4ufer oon ber allgemeinen ^reube ergriffen unb fdpto\u00e4rmen mit runb gtoifdpen jenen perum; allein nie l\u00e4\u00dft ftdp ein foldper auf bie SSatte unb unmittelbar an bie \u00a9ee rtieber. 3tp pabe jenem Oreiben mit p\u00f6dpftem Vergn\u00fcgen gar oft am \u00a9tranbe ber Storbfee gugefepen, aber gleidp beim elften SRale mu\u00dfte mir biefe \u00a9igenpeit ber Kampfl\u00e4ufer auffaEen, bie nadp einigem Sperumfdpto\u00e4rnten unter ber fr\u00f6plicpen bunten SRettge ftdp ftetS fogleidp ioieber oon ber \u00a9ee entfernten unb an ipren geto\u00f6pnlidpen SlufentpaltSort begaben.\" \u00a9enau ebenfo treibt eS unter S\u00dfogel in ber SBinterperberge ; audp pier entfernt er ftdp Joeiter als jeber anbere \u00a9tranbl\u00e4ufer oon ber \u00a9ee ober oont S\u00f6affer \u00fcberp\u2019aupt. \u00a9r folgt ben f^I\u00fcffen oom SReere an bis tief inS Sanb, p\u00e4lt ftep aEerbingS meift in iprer St\u00e4pe auf, fireiept aber bodp giemlicp ioeit oon iprem Ufer ioeg unb toirb bemgem\u00e4\u00df oft inmitten ber gelber ober felbft in ber \u00a9teppe gefunben.\n25ei unS gu Sanbe erfdpeint ber Kampfl\u00e4ufer flugtoeife SlnfangS SRai, feiten fdpon in ben lepten Oagen beS Slpril, begiept feine \u00a9ommerpl\u00e4pe unb beginnt bereits im 3uli unb Sluguft toieber umper; guftreifen, beg\u00fcglidp ftdp auf bie S\u00f6anberfdpaft \u25a0 gu begeben. Sludp er reift beS StadptS unb .immer in \u00a9efeEfdpaften, ioeldpe bann in ber Stegei Ketteng\u00fcge in Keilform bilben. SluffaEenbertoeife giepen bie SR\u00e4nndpen getrennt Oon ben S\u00dfeibdpen unb jungen, toie ftdp audp beibe \u00a9efdpledpter abgefonbert in ber SBinterperberge aufgupalten fdpeinen. Oie gaplreidpen \u00a9dparen, ioeldpe idp am SRenfalepfee unb tu ben ^lu\u00dfnieberungen im \u00a9ubapn antraf, beftanben regelm\u00e4\u00dfig auS SBeibdpen; SR\u00e4ttncpen lauten mir nur eingeln unb immer feiten oor baS Singe, foba\u00df idp gu glauben geneigt tourbe, ipr 3\u00abg erftueefe ftdp gar nidpt bis nadp Slfrita. Oiefe S)teinung ift burdp \u00a3euglin, toeldper einen gaplreidpen $lug SR\u00e4nncpen in Stubien fap, toiberlegt ioorben; fooiet aber ftept feft, ba\u00df ftdp bie \u00a9efdpledpter in ber grembe nidpt oereinigen. Oie S\u00dfeibdpen oerlaffen unS guerft unb lepren am fp\u00e4teften gur\u00fcd; eS ftnbett ftdp aber ungtoeifelpaft biefelben SS\u00f6gel audp toieber auf \u00e4pnlidpen $l\u00e4pen ein unb fomit audp biefelben SR\u00e4nndpen unb biefelben SBeibdpen toieber gufamnten.","page":626},{"file":"p0627.txt","language":"de","ocr_de":"Kampfl\u00e4ufer.\n627\n\u00aea\u00ea Setragen \u00e4ubert nad) ber 3\u00bbahre\u00eageit ioefentlid) ab. Sor unb nad) ber Srutgeit untere fReiben ftcf) 20t\u00e4nnd)en unb S\u00dfetbdjen nicht, io\u00e4hrenb berfelben bagegen in jeber .Spin\u00dfd\u00df. \u00aeer ^ortp\u00dfangung\u00e4trieb erregt biefe S\u00f6gel mehr, al\u00ea jebe\u00ea anbere SDtitglieb ihrer Orbnung ober klaffe, Solange biefe \u00a9rregung \u00dfd) ihrer rtid^t bem\u00e4chtigt hat, \u00dfnb \u00dfe in ihrem Siefen ebenfooiel \u00a9tranbl\u00e4ufer al\u00ea SBafferl\u00e4ufer; io\u00e4hrenb ber Srutgeit taffen fte \u00dfd) mit feinem anberen Segef oergleichen. 3$r \u00a9ang ift anmutig, nicht trippelnb, fonbern mehr fdjritttoeife, bie Spaltung babei eine ftolge, felbftbeiou\u00dfte, ber $lug fe^r fdjned, Diet fdhtoebenb, burd) leiste unb rafd^e \u00a9dhtoenfungen au\u00eagegeidjnet. Si\u00ea gegen bie Srutgeit hin Oertragen \u00dfch bie Kampfl\u00e4ufer fepr gut, geigen \u00dfd) gefedig, Ratten treu gufammen, mifd^en \u00dfd) aud) toopl guioeilen, immer aber nur f\u00fcr furge B^t, unter aljn= lidEje\u00ea \u00a9e\u00df\u00fcgel unb treiben fid) munter in einem beftimmten \u00a9ebiete umher, gu regelm\u00e4\u00dfigen \u00a3age\u00eas geiten halb an biefer, batb an jener \u00a9teile beffetben ftdj'befdEj\u00e4ftigettb. Stad) Slrt ihrer Sertoanbten imb fte munter unb rege, nod) ehe ber \u00a3ag augebrodjen unb bi\u00ea tief in bie Stadjt hinein, bei SOtonb; fd^ein aud) io\u00e4hrenb berfetben, f deafen unb ruhen atfo h\u00f6dj\u00dfen\u00e4 in ben SDtittag\u00e4\u00dfunben. SDtorgen\u00ea unb abenb\u00ea befdj\u00e4ftigen fte \u00dfch eifrig mit Sluffuchung ber Stahrung, ioelche in bem \u00fcerfdjiebenften S\u00dfafferget^ier, aber and) in Sanbferfen unb S\u00df\u00fcrmern unb ebenfo in mancherlei \u00a9\u00e2mereien beftept. 3>n Schien freffen bie Kampfl\u00e4ufer, folange fte ftd) in ber S\u00f6interherberge aufhatten, faft aul>fdE)lie\u00dftid) Stei\u00ea; in \u00a9gppten toirb e\u00ea nicpt anber\u00ea fein, obgleich idj \u00aea\u00ea nicht oerb\u00fcrgen, tooht aber angeben \u00efattn, ba\u00df ich\tS\u00f6get bort ebenfalls oft in Stei\u00eafelbern gefunben habe. \u00a9olange fte Nahrung\nfndjen, pflegen fte fehr ruhig unb \u00dfid bem nichtigen \u00a9efd)\u00e4fte nadjgugehen; man Oernimmt bann h\u00f4chften\u00ea beim Sluffliegen ihre fehr fdhioadhe \u00a9timme, Joelche Joie ein heifere\u00ea \u201eKaf, Eaf\" flingt. SDtit Einbruch ber SRad^t toerben \u00dfe rege unb fchto\u00e4rmen nun fcheinbar gu ihrem Sergn\u00fcgen oft l\u00e4ngere 3eit umher.\n\u00a3)iefef> Setragen \u00e4nbert \u00dfd) g\u00e4nglid), fobalb bie $j$aarung\u00eagett eintritt. ^e\u00dft beth\u00e4tigen \u00dfe ihren Stamen. SDie St\u00e4nndjen f\u00e4mpfen, unb gioar fortto\u00e4hrenb, ohne toirEIid) erft\u00e4rtid;e Urfache, m\u00f6glicher Joeife gar nicht um bie Weibchen, tooht aber um eine fliege, einen K\u00e4fer, einen S\u00dfurm, um einen \u00a9ihplah, um Stde\u00ea unb Stic\u00ef)t\u00ea; \u00dfe f\u00e4mpfen, gleidhoiet ob S\u00d6eibdhen in ber St\u00e4be \u00dfnb ober ob \u00dfe feine fold) en fepen, ob \u00dfe \u00dfd) ihrer ootten Freiheit erfreuen ober in ber \u00a9efangenfcpaft be\u00dfnben, ob \u00dfe er\u00df oor toenig \u00a9tunben ipre Freiheit Oertoren ober fd)on jahrelang in ber \u00a9efangenfd)aft gelebt haben; \u00dfe f\u00e4mpfen gu jeber \u00eeage\u00eageit, fnrg, unter allen Umft\u00e4nben. 3m ^etett oerfammetn \u00dfe ftdh auf befonberen St\u00e4ben, toeld)e ba, too \u00dfe h\u00e4u\u00dfg oorf\u00f6mmen, f\u00fcnf bi\u00ea fed)\u00eahunbert \u00a9dhritte oon einanber entfernt liegen, allj\u00e4hrtich ioieber aufgefud)t unb benu^t toerben unb \u00dfdh toohl im Sertaufe ber Kantpfgeit, nicht aber auch au\u00dferbent oon bem umliegenben Soben unterfcheiben. \u00a9ine etioa\u00ea erh\u00f6hte, immer feuchte, mit furgen Stafen bebedte \u00a9tede Oon oier bi\u00ea fed)\u00ea $u\u00df \u00a9urdhmeffer toirb gum Kampfplatz au\u00eageto\u00e2hlt unb nun t\u00e4glich Oon einer getoiffen Slngaljl SDt\u00e4nndhen mehrmals befudht. Stuf ipm hat jeber \u00a9ingelne einen getoiffen \u00a9taub, Eeine\u00ea\u00efoeg\u00ea immer, aber hoch mehr ober toeniger benfetben. Stuf biefem erioartet e\u00ea ben \u00a9egner, unb mit ihm f\u00e4mpft e\u00a7. Seoor bie Gebern be\u00a7 Kragen\u00ea fidb nicht au\u00eagebilbet haben, erfcheint fein Kampfl\u00e4ufer auf bem dBahlpla^e; fotoie er aber fein oode\u00ea ^odhgeit\u00eafleib angelegt pat, \u00dfnbet er \u00dfdh ein unb h\u00e4lt nun mit einer betounberung\u00eato\u00fcrbigen 3\u00e4higfeit an ihm feft. 3$) \u00a7abe burth oielfad;e Seobacptungen bie \u00a9enauigfeit ber St au manu\u2019 f d) en Eingaben erprobt unb halte e\u00ea f\u00fcr redjt unb bidig, beffen SBorte anguf\u00fchren.\n\u201e\u00aea\u00ea guerft angefommene S\u00fct\u00e4nnchen fchaut \u00dfdh Oertangenb nach einem gtoeiten um; ift biefe\u00ea angelangt unb nicht gerabe rauftu\u00dfig, fo toirb ein britteS, oierte\u00ea u. f. io. abgetoartet, unb halb gibt c\u00a7 nun \u00a9treit. \u00a93 haben \u00dfdh bie \u00a9egner gefunben, \u00dfe treffen \u00dfdh, fahren auf einanber lo\u00a7, f\u00e4mpfen eine furge Beit mit einanber, bi\u00ea \u00dfe erfch\u00f6pft \u00dfnb, unb jeber nimmt fein erfte\u00ea $l\u00e4hd)en toieber ein, um \u00dfdh gu erholen, frifdhe Kr\u00e4fte gu famnteln unb ben Kampf oon Steuern gu beginnen. S)ie8 gept fo fort, bi\u00ea \u00dfe e\u00ea \u00fcberbr\u00fc\u00dfig toerben unb \u00dfdh oom ^la\u00dfe entfernen, jebod) SDie\u00ea getoopnlidh ni^r, um halb toieber gu Eommen. 3f)re Salgereien \u00dfnb ftet\u00ea nur eigentliche Btoeif\u00e4mpfe; nie f\u00e4mpfen mehrere gngleidh gegen einanber; aber e\u00ea f\u00fcgt \u00dfdh oft, toenn mehrere am ^\u00dflafce \u00dfnb, ba\u00df gtoei unb brei $\u00dfaare,\n40*","page":627},{"file":"p0628.txt","language":"de","ocr_de":"628\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9tranbl\u00e4ufer. 2Baffertreter.\njebe\u00ea f\u00fcr ftd^, gugleich f\u00e4mpfen unb ihre \u00a9tecpbahnen ftd^ burd\u00dfreugen, toe\u00efche\u00ea ein fo tounberlidje\u00bb Gurdjeittanberrennen unb \u00a9egeneinanberfpringen gibt, ba\u00df bei* 3u\u00dfhauer au\u00ea ber $erne glauben m\u00f6chte, biefe SB\u00f6gel toaren at(e toll unb loom b\u00f6fen \u00a9eiftc befeffen. SE\u00dfenn ftdj gtoei \u00fc\u00fct\u00e4nncfyen gegen; fertig aufs Korn genommen haben, fangen fte guerft, noch aufrecht \u00dfehenb, gu gittern unb mit bem Kopfe gu nieten an, biegen nun bie Vru\u00df tief nieber, foba\u00df ber Hinterleib h\u00f6h\u00ab \u00dfel\u00df al\u00ea fte, gieleu mit bem \u00a9chnabel nad) einanber, fir\u00e4uben bagu bie gro\u00dfen Vru\u00df; unb L\u00fcdenfebern, rieten beu Ladenfragen aufto\u00e2rt\u00ea unb fp an neu ben HaMragen fc^ilbf\u00f6rmig au3: fo rennen unb fpringen fie auf einanber Io3, oerfehen ftch \u00a9chnabel\u00df\u00f6\u00dfe, bie ber mit SBargen bepangerte Kopf toie ein He*m unb ber bid^te Ha\u00ef\u00eafragen \u2019toie ein \u00a9cpilb auff\u00e4ugen, unb bie\u00ea 2We\u00a7 folgt fo fdjnell auf einanber, unb fie ftnb babei fo ^i^ig, ba\u00df fte oor Vkth gittern, toie man befonber\u00ea in ben fleinen Btoi\u00dfhenr\u00e4umcn bet mehrmaligen Anl\u00e4ufe, bie auch \u00dfhnell auf eittanber folgen, beutlid) bemerft, unb beren mehr ober toeniger, je nachbem bie Kampfluft bei ben Parteien gerabe heftiger ober gem\u00e4\u00dfigter ift, gu einem \u00a9ange geh\u00f6ren, auf meldjen eine l\u00e4nger \u00dfkmfe folgt Ger Kampf fd\u00dfie\u00dft faft, toie er anf\u00e4ngt, aber noth mit heftigerem Bittern unb Kopfniden; \u00efe^tere\u00ea ift iebod) auch bon anberer 3lrt, ein Buden mit bem \u00a9djmabel gegen ben \u00a9egner, toelche\u00ea trie \u00a3uftft\u00f6\u00dfe au^fiept unb Gropung oorgu\u00dfeden fdheint. Brdept \u00dfp\u00fctteln beibe ihr \u00a9efteber unb fte\u00ef\u00efen fich toieber auf ihren \u00a9taub, trenn fie e3 nicht ettoa \u00fcberbr\u00fc\u00dfig ftnb unb \u00dfdj auf einige Beit gang oom \u00a9cpauplahe ihrer Gottheiten entfernen.\"\n,,\u00a9ie haben feine anbere Vkffe, af\u00ea ihren toeidjen, an ber \u00a9pipe folbigen, \u00fcbrigen^ ftumpf; fchneibigen \u00a9chnabel, ein fepr fd;rx>ac^e\u00e4 G\u00dferfgeug, mit toel^em fte ftch berieten ober blutr\u00fcftig bei\u00dfen f\u00f6nnen, \u00efoe\u00eapalb bei ihren Laufereien auch nur feiten Gebern berloren gehen, unb ba\u00ea h\u00f6dsftc llttg\u00ef\u00fcd, toa\u00ea einem begegnen bann, barin befiehl ba\u00df er bont \u00a9egner bei ber Bunge erfa\u00dft unb eine V\u00dfeile baran herum gegerrt toirb. Ga\u00df ihr \u00a9chnabel bei gu heftigen \u00a9t\u00f6\u00dfen gegen einanber ftch gutocilen gur Ungeb\u00fchr biegen mag, i\u00df nicht untrahrfd)einlich unb toopl m\u00f6glich, ba\u00df baburch an ben gu arg gebogenen ober fa\u00df gefnidten \u00a9teilen beffelben jene Lu\u00e4to\u00fccpfe ober Knoden entftehen, bie namentlich alte V\u00f6gel, treibe bie io\u00fcthenbften K\u00e4mpfer ftnb, \u00f6ftere an ben \u00a9chn\u00e4beln haben.\"\nButoeilen \u00dfnbet \u00dfdj ein Vkibcpen auf bem Kampfplatz ein, nimmt \u00e4hnliche Stellungen an trie bie f\u00e4mpfenben SL\u00e4nncpen unb l\u00e4uft unter biefen herum, mi\u00dfht fiep aber fonft nic^t in ben \u00a9treit unb \u00dfiegt halb toieber baron. Gann fann e\u00ea ge\u00dfpepen, ba\u00df ein Lt\u00e4nndjen e\u00ea begleitet uttb tpnt eine Beit lang \u00a9efeU\u00dfhaft lei\u00dfet. Valb aber feprt e\u00ea toieber gum Kampfplape gur\u00fcd, ohne ftcb) um ba\u00ea Vkibcpen gu f\u00fcmmern. Liemal\u00ea fommt e3 Oor, ba\u00df gtoei SL\u00e4nncpen einanber \u00dfiegenb oerfolgen. Ger \u00a9treit toirb auf bem einen 5\u00dflaf$e abgemacht, unb au\u00dferhalb beffelben perrfd\u00df ^rieben. Ga\u00df bie fonberbare Lauflu\u00df fidt nicht eigentlich auf \u00a9iferfuept begr\u00fcnbet, bemerft man fehr halb; ber B^ed ber K\u00e4mpfe bleibt alfo ein L\u00e4thfel.\nVknn bie eigentliche Segegeit perannapt, \u00dfept man ein 9L\u00e4nnd)en in \u00a9efeUfd^aft gtoeier Vkibcpen ober umgefeprt, ein Vkibcpen in \u00a9efeUfd^aft mehrerer dMnttcpen, auch fern oom Kampfplape in ber L\u00e4he ber \u00a9teile, ioelche fp\u00e4ter ba\u00ea Le\u00df aufnehmen foil. Septere\u00ea \u00dfeht feiten fern oom Vhffer, oft auf einer erh\u00f6hten \u00a9teile im \u00a9umpfe unb ift eine mit toenigen b\u00fcrren Haintchen unb \u00a9ra\u00eaftoppe\u00efn au\u00ea; gelegte Vertiefung. Vier, feltener brei \u00a9ier Oon bebeutenber \u00a9r\u00f6\u00dfe, ioelche auf olioenbr\u00e4unlidjem ober gr\u00fcnlichem \u00a9runbe r\u00f6thlichbraun ober fcpto\u00e4rglid), am bideren \u00a9nbe geto\u00f6pnlid; ft\u00e4rfer al\u00bb am fchto\u00e4cheren ge\u00dfedt ftnb, bilben ba\u00ea \u00a9elege.; Ga3 Vkibcpen br\u00fctet allein, ftebgehn bi\u00ea neungehn Gage lang, liebt bie Vrut fehr unb geberbet ftd) am Le\u00dfe gang naep Vrt anberer \u00a9cpnepfeno\u00f6gel, toie benn auch bie 2*ngen in berfelben Vkife leben, toie ihre Vertoanbten. Ga\u00ea dft\u00e4nnepen bef\u00fcmmert ftd) nicht um feine Lad\u00dfommenfchaft: e\u00ea \u00ef\u00e2mpft mit anberen, folange e\u00a7 br\u00fcn\u00dfige Vkibchen gibt, beenbet bie ^ampffpiele in ben le\u00dften Gagen be\u00a7 3uni unb treibt \u00dfdp nun bi\u00bb gegen bie Bu93e^ ^rn na* Velieben im Sanbe umher.\n$eht \u00a9chnepfenoogel l\u00e4\u00dft ftch leichter fangen, feiner leichter an bie \u00a9efangenfdfjaft geio\u00f6lmen, a\u00ef\u00bb ber Kampfl\u00e4ufer. G\u00dfentt man auf bem Kantpfplahe \u00a9dringen ftellt, be\u00efomntt man bie SL\u00e4nnchett geioi\u00df in feine \u00a9etoalt; aud) auf bem Vktffer\u00dfhnepfenherbe f\u00e4ngt man \u00dfe ebenfalls oft in gro\u00dfer Slngapl.","page":628},{"file":"p0629.txt","language":"de","ocr_de":"Mgemeine\u00bb.\n629\nJim K\u00e4fige geigen fie ftd^ augenblidlid) eingeto\u00f6hnt. \u201e\u00a9ben eingefangen \", fagt La\u00fcmann, \u201ein ein Such ober einen Le^beutel geftecft, fiunbento.eit getragen, in bie \u00a9tube gefegt,-ftnb ftc fdhon in bei* erften \u00a9tunbe barin heimifd) unb fangen, trenn mehrere 9L\u00e4nnd)en beifammen ftnb, fogleid) gu E\u00e4mpfen an, oft el)e fte nod) an\u00ea ^ingetoorfene putter gehen. Sieg t\u00a7un fie inbeffen ebenfo halb, benn \u00efetn \u00a9ogel tool)l geht in ber @efangenfd)aft fo leidet ang putter alg bief er. \u00dcLan fefct ihnen ein fhad)eg Oefd^irr mit \u00a9Saffer hin, in toeld)eg man flehte K\u00e4ferd)en ober anbere Kerbtiere toirft; fifteen fie biefe heraug, trag in ben erften g'toei \u00a9tunben geioi\u00df gefd)iel)t, fo fefct man ein anbereg \u00a9efd)irr baneben, in tocld)eg man in SD\u00efild) eingequellte \u00a9emmelfrumen unb feingel)acEteg frifd)eg f^teifd^ ober lebenbe Legenio\u00fcrmer t\u00efjut, unb toieberholt Sieg folange, big fte bag \u00a9emmetfutter mit Oerfdjlucfen lernen. Sebeg 9Mnnd)en mu\u00df fein befoubereg $re\u00dfgefd)irr haben, met! fonft bie Laufereien nid)t aufh\u00f6ren unb bag eine, ioetd)eg ftd) oom anberen einf<h\u00fc<htem tiefe, am \u00a9nbe bod) fd)ied)t babei toegfommen tourbe, \u00a9inb me\u00ef)r alg gtoei 9ft\u00e4nnd)en beifammen, fo reichen tool)l nur gtoei $re\u00dfgefd)irre aug, bod) ift bann beg Kampfeg fein \u00a9nbe.\" 3n einem gr\u00f6\u00dferen @efedfd)aftgbauer nehmen ftd) bie Kampfl\u00e4ufer aller; liebfi aug, geto\u00e4hren Sebermann beft\u00e4nbige Unterhaltung, minbef\u00efeng folange bie \u00a9rutgeit to\u00e2prt; benn \u2022auch ^er enben ihre K\u00e4mpfe nie: jebe ipnen gugetoorfeue \u00a9emme\u00effrume erregt bie gange @efetlfd)aft. Lead) ber S\u00dfaarungggeit tritt ^rieben ein-, unb bie toacferen Leden leben fortan fanft, gem\u00fcthlid) unb ruhig unter einanber, obtoohl einer unb ber anbere ftd) noch gu brohenben \u00a9tedungeit oerteiten l\u00e4\u00dft, \u00a9ei geeigneter pflege fann man bie \u00a9efangenen jahrelang erhalten.\n2Iu\u00dfer bem 2Fcenfd)en ftel\u00efen bie befannten Oierf\u00fc\u00dfigen unb gefieberten $einbe ber fteinen \u00a9telg; i'\u00f6gef \u00fcberhaupt auch bem Kampfl\u00e4ufer tnad), unb namentlich bie Laubo\u00f6gel nehmen oie\u00efe toeg. Ueberfchtoemmungen Oernidhteu bie \u00a9ruten; bie \u00a9ier toerben auch oft genug f\u00fcr Kiebiheier angefehen unb ioie biefe aufgefammelt unb oerfpeift. Sag gleifd) ift tooplfchmedenb, obfd)on nur im \u00a3erbfte; benn to\u00e4hrenb ber \u00a9egattungggeit ift an ein getttoerben ber erregbaren \u00a9hiei*e nicht gu benfen.\n*\n*\nLn bie \u00a9tranbl\u00e4ufer reiht ftd) naturgem\u00e4\u00df eine ioenig gah\u00efreid)\u00e9 \u00c7amilie an, beren \u00a9\u00eeitg\u00efieber fid) \u00f6or ben \u00fcbrigen \u00a9dEmepfeno\u00f6getn burdh ihre au\u00dferorbentlid)e \u00a9chtoimmfertigfeit heroorthun unb getoifferma\u00dfen ihre Drbnung mit ben \u00a9dhtoimmo\u00f6geln Oerbinben. Siefe \u00a9\u00f6gel feffeln fd)on burdh bie Lnmut\u00ef) ^rer \u00a9eftalt unb bie Zartheit ihrer F\u00e4rbung, noch mehr aber burdh ihre Sebengtoeife. 2Lan bat fte 2\u00f6affertreter genannt, unb ber Lame ift nicht \u00fcbel geto\u00e4hlt, ioeil fte fd)toimmenb leichter auf bem Staffer liegen als\u00bb ade \u00fcbrigen \u00a9\u00f6gel. Lud) ihre Jpeimat ift ber hohe Lorben ber alten toie ber neuen \u00a9Seit; nur augnahmgtoetfe-Eommen fte in niebere \u00a9reiten berab; benn trenn fte toanbern, fliegen fie nicht f\u00fcbiid)en S\u00e4ubern gu, fonbern auf bag hohe \u00a9teer binaug. innerhalb ihrer Orbnung m\u00fcffen tie alg bie oodenbetften \u00a9eeo\u00f6gel angefehen toerben: fte toetteifern in getoiffer .\u00eepinf\u00ef d;t mit ben rneer; betoohnenben \u00a9turmfdhtoalben.\nSie\u00a9\u00f6affertreter (Phalaropi) fontmen in ber \u00a9r\u00f6\u00dfe einer \u00a9umpffd)nepfe faum gleich- 3hrc \u00a9eftalt \u00e4hnelt jener ber eigentlichen \u00a9tranbl\u00e4ufer; ber \u00a9df)nabel ift gerabe, mittellang, fehr fdhtoadh, niebergebr\u00fcdt, an ber \u00a9pij$e ettoag abto\u00e4rtg gebogen, bei einigen Lrten born platt, bei anberen nid)t breiter alg hcch, ^er $n\u00df berp\u00e4ltnifm\u00e4\u00dfig niebrig, fd)ioad), toeit \u00fcber bie fjerfe hinauf nacft unb hier; gepig, ber fyittig lang unb fpi|, in ihm bie erfte \u00a9d)toinge bie l\u00e4ngfte, ba\u00a7 Oberarmgefteber gu einem Lfterfl\u00fcgel Verl\u00e4ngert, ber \u00a9chtoang gtoblffeberig, Eurg, gugerunbet, burdb ba\u00ea lange \u00aeedgefieber au\u00ea; gegeid;net, ba\u00a7 Kleingefteber fo reich unb bid)t ioie bei ben ed;ten \u00a9dhtoimmo\u00f6geln. 2110 ioid)tigfte0 Kenngeichen gilt bie \u00a9elapputtg ber fy\u00fc\u00dfe. Sie brei \u00a9orbergehen n\u00e4ntlid; ftnb hinten burdh eine halbe \u00a9d)toimmhaut oerbunbcn, \u00fcbrigeng aber beiberfeitig mit ^autlappen befefct, ioelche oon einem \u00a9elenfe gum anberen reichen unb an ihrem bogigen Lattbe fein geg\u00e4hnelt erfd;einen. Siefer ^u\u00dfbau hat einige |^orfd;er verleitet, bie SBaffertreter alg \u00a9ertoanbte ber SBafferh\u00fchner unb \u00a9tei\u00dffii\u00dfe gu betrachten,","page":629},{"file":"p0630.txt","language":"de","ocr_de":"630\nSDie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. S\u00dfaffertreter.\nioafrenb bcd^ bte \u00e4u\u00dfere \u00a9eftalt unb nidft aHeirt biefe, fonbern audj bie Berglicberung lefrt, bafj fte al\u00ea bie n\u00e4dfften Ser\u00efoanbten ber \u00a9tranbldinfer betrautet toerbeu m\u00fcffen. \u00a9ie loieberfolen, tote SRifjfcf fagt, ade bet ben'\u00a9djnepfeno\u00f6geht ferrfdjenben inneren Silbung\u00eaoerf\u00e2\u00eftniffe nnb fommen in\u00eabefonbcrc mit ben \u00a9tranbl\u00e4ufern biB auf geringe Slbtoeidfungen \u00fcberein. 3fre S\u00dfirbelf\u00e4ule befielt au\u00ea breigefn -ipat\u00e9s, neun ober gefn Stiidfen; unb neun \u00a9d)toangioirbeln; ba\u00ea Sruftbein geigt bie in biefer \u00a9ruppe geio\u00f6fnlidfen oier -\u00cepautbudften, gtoei \u00e4u\u00dfere, gr\u00f6\u00dfere, gtoei innere, kleinere; ber \u00a9abed \u00efnodfen ift fe^r oon oorn nadf hinten getr\u00fcmmt unb unten mit einem tleinen unpaareit \u00a9riffe oer? fefen; bie Einlage ber SJt\u00fc\u00eateln glei\u00dft ber anberer \u00a9djnepfeno\u00f6gel ; bie $unge ift fpif, fermai, ettoa um ben br\u00fcten ober oierten \u00a3feif \u00ef\u00fcrger al3 ber \u00a9cfnabel, ber Stagen l\u00e4nglidj, fdftoadf-mu\u00eafelig u. f. to.\n3n if>rer Seben\u00f6toeife unterfdjeiben ftdf bie SBaffertreter oon aden V\u00f6geln, treibe man tennt. \u00a9ie finb aderliebfte \u00a9efdj\u00f6pfe, auf bem \u00a3anbe ebenfo getoanbt, ioie auf bem SBaffer. 2)ort betoegen fte ffcf nad) 2lrt ber \u00a9tranbt\u00e4ufer, fier fcftoimmen fte mit einer \u00a3eidjtigfeit unb Slnmutf ofne \u00a9leidfett, unb nidft blo\u00ea auf bem ruhigen \u00a9Riegel ber \u00efleinen Srutteidfe, toeldfe fie im \u00a9ommer auffudfen, fonbern felbft in ber aufgeregtesten \u00a9ee unb unter ben fdj toerften \u00a9t\u00fcrmen, meilentoeft oom Sanbe entfernt. 2)a\u00a7-Steer ift if re jpeimat; benn ba\u00ea \u00a3anb befudfen fte blo\u00bb, um if re jungen gu ergeugen unb grofj gu gtefen. \u00a9erabe be\u00eafalb erfdjeint un\u00ea tfr Seben nodf in manefer \u00a3>inftd)t bunfel unb r\u00e4tffelfaft, unb gerabe be\u00eafalb laffen fie, toeldfe feber ^orfdjer freubig begrtifen to\u00fcrbe, ftdf fo feiten bei uns? im Sanbe fefen, ioafrfdjeinlid) nur al\u00bb Serfdflagene. ber St\u00e4fe ifre\u00ea S\u00eeefte\u00ea fann man fte belaufdjen unb ftubiren; auf bem Steere entgiefen fte ftdf geto\u00f6fnlicf ber Seobadftung, toeil fie baffelbe gu einer 3^it auffudfen, in toeldfer ber \u00a9dfiffer ifre feimatlidfen Sreiten faft \u00e4ngftlid) meibet.\n\u201egtoei gute ttortoegifdfe Steilen oon bem \u00a9efoft Stelbo auf ben Sofobbeit liegt bie Ipfarrtirdfe S\u00f6 unb bidft neben ifr ba3 ^farrfau\u00ea. 3n if nt lebt ein \u00efieben\u00eaio\u00fcrbiger S\u00efarnt, betannt al& tiidftiger Pfarrer, be\u00efannter nodf al\u00ea t\u00fcdftiger Staler. \u00aeen fudjen \u00a9ie auf, unb ioettn \u00a9ie e\u00ea nidft feinetioegen tfun iooden, fo m\u00fcffen \u00a9ie e\u00ea tfun ber SBaffertreter falber, toeldfe \u00a9ie bort in unmittelbarer Safe finben toerben. 2)reifunbert \u00a9dfritte \u00f6ftlidf oon biefent t^farrfaufe liegen f\u00fcnf Heine mit \u00a9ra\u00ea umftanbene \u00a9\u00fcftoafferteiefe; auf ifnen toerben \u00a9ie bie S\u00f6gel finben, nad) benen \u00a9ie mief gefragt faben. \u201c\n\u00a9o fagte mir ber \u00fforftmeifter Sartf, ein oogelfunbiger Norman, bei bent id) mir Statf\u00ea-erf\u00fclle, beOor idf midf ben S\u00e4nbent gutoanbte, in toeldfen oier Stonate int gafre bie \u00a9onne nidft untergeft. $cf begab mief auf bie Steife, benufte febe \u00a9elegeufeit, um mit ber Sogeltoelt befannt gu toerben, fttdfte feben riebumftanbenen \u00a9\u00fcftoafferfee ab unb fp\u00e4fte oergeblidf nad) ben erfefntett S\u00f6geln. \u00a9nblicf tarn idf naef S\u00f6, fanb bei bem lieben\u00eaio\u00fcrbigen Pfarrer freunblicfe Slufnafme, lief; mir bie t\u00f6filidfen Silber getgen, Joelcfe ber einfame SJ\u00ceann ba oben gu feiner eigenen \u00a9ettug; tfuung malt, unb mid) burdf ifn Oon bem Seben ber bortigen S\u00f6lfer unterridften ; bann aber fragte idf, gu nidft geringer Ueberrafdjung be\u00ea SBirtfe\u00ea, nadf ben betr\u00fcbten tleinen \u00a9e\u00e8n. 3Bir bradfen auf, erreieften ft'e nad) toenigen funbert \u00a9dfritten, unb \u2014 auf bem erften berfelben fdftoantm ein ^\u00e4refen be\u00ea SBaffertreter\u00ea umfer, auf bem gtoeiten ein gtoeite\u00ea, auf bem ber \u00fcbrigen nod) ein britte\u00ea. \u00a9pater fabe idf freilicf nodf oiele anbere biefer lieben\u00eaio\u00fcrbigen \u00a9efdf\u00f6pfe gefunben: beim- loeiter oben in Sapplanb gef \u00d6ren fte nidft gu ben \u00a9eltenfeiten; aber fo, ioie an jenem \u00a3age, faben fte ntief-bodf nie ioieber entg\u00fcdt unb fittgeriffen.\n\u00aeer SBaffertreter, ioelcfen idf fanb, unb bie eingige Slrt ber Familie, toeldfe iiberfaupt in Sapp^ lanb br\u00fctet, ift *bie Obitt\u00eafenne ber\t(Lobipes hyperboreus), nad) ben neueren\nSlnfcfauungen Vertreter einer befonberen \u00a9ippe, toeldfe bie oorfer angegebenen SRerfmad beftft unb","page":630},{"file":"p0631.txt","language":"de","ocr_de":"Dbin\u00eafyenne unb 2Baffertrctev.\nG3i\nfidj Don ben cmberen burd) ben fdjma\u00efeu \u00a9djnabel unb ben 0erb\u00e4ltnij3m\u00e4\u00a7ig \u00efurgen \u00a9dtjtoang unter; fdjeibet. Oa\u00ea \u00a9eftebev ift auf bem Oberd\u00f6rfer fdjtoarggrau, auf bem Unterr\u00fcden unb ben \u00a9djultern fd)tt>arg unb rofigelblid) ger\u00e4ubert, an ben \u00a9eiten be\u00ea .\u00eepinterba\u00effe\u00ea roftrotl), auf ber \u00aeeble unb ben Unterseiten \u00efoeif;, an bem tr\u00f6ffe uitb an ben \u00a9eiten grau. beim SBeibdjen ift bie F\u00e4rbung lebhafter, ba\u00ea @raufd)toarg be\u00ea Oberdorf er\u00ea fammtig'gl\u00e2ngenb, bie .\u00c7al\u00eaf\u00e2rbung unb ebenfo bie ber Untergurge\u00ef bodjrotb, bie be\u00ea \u00c6roffe\u00ea unb ber \u00a9eiten fd)roarggrau. Oa\u00ea 5luge ift braun, ber \u00a9cfnabel fcfioarg, ber bleigrau, beffen innere \u00a9d)toimmb\u00e4ute unb \u00a9\u00e4ume gilb\u00efid), bie \u00e4u\u00dferen aber grau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt beim SR\u00e4nttdjen 6% bi\u00ea 7, bie breite 1273 bi\u00ea 1274/ bie $ittig; tinge 4, bie \u00a9djtoangt\u00e4nge 2 3ott. Oa\u00ea bkibdjen ift um mehrere Sinien l\u00e4nger unb um einen Bott breiter.\n$m tj\u00f6tjeren korben unb im bkften toirb biefe 2lrt burd) ben eigentlichen 3\u00dfaffertreter (Phalaropus rufus) erfeft ober oertreten. 2ll\u00ea 2ReidmaI ber \u00a9iffe, toeldje er bitbet, gitt ber foff; lange, breite, an ber \u00a9fi\u00a3e flatte unb \u00fcbergebogene \u00a9djnabel unb ber ettoa\u00ea l\u00e4ngere \u00a9Strang; in allem \u00fcbrigen tommen beibe b\u00f6get .mit einanber \u00fcberein. Oer SBaffertrcter ift gr\u00f6\u00dfer al\u00ea bie Obin\u00eafenne, reid)lid) 8 3ott lang unb faft 14 Bott breit, bei 5 3oU Mittig; unb 23/4 \u00e4rU \u00a9cftoangl\u00e4nge. Oberdoff, bK\u00fcdfeit unb \u00a9djultern finb fdjtoarg, alte Gebern roftgelb geranbet, bie be\u00ea \u00e2pinterljatfe\u00ea unb b\u00fcrget\u00ea roftrotl), ber Unterr\u00fcden, bie Oedfebern be\u00ea Oberfl\u00fcget\u00ea unb bie \u00a9eiten be\u00ea \u00a9d)\u00efoange\u00ea afdjgrau, ber Unterd\u00f6rfer fdj\u00f6n roftrotf. beim S\u00dfeibdjen finb Obertoff unb SRaden fammtfd)tt>arg, ber 3t\u00fcden buntel unb ber Unterleib lebhaft rotf. Oa\u00ea Sluge ift braun, ber \u00a9cfnabet gr\u00fcnlichgelb, an ber \u00a9fi^e bornbraun, ber $uf; graubraun. 3m .\u00eepcrbftfleibe fefen Ober; toff unb \u00dcRaden afdjgrau au\u00ea unb merben burd) gtoei graufdjtoarge \u00a9treifen, toeld^e an ben \u00a9eiten be\u00ea ipintertoffe\u00ea oerlaufen, gegeidjnet; bie Soliden; unb \u00a9dijulterfebern finb blaugrau, bunfter gefdjaftet, bie Gebern ber Unterfeite toeifj, an ber \u00a9eite grau.\nOie Obin\u00ea\u00effenne betoolmt im \u00a9ommer bie \u00ae\u00fcfte oon ^innmarfeu, 3^tanb, \u00a9\u00fcbgr\u00f6nlanb unb toabrfdjeinlidj audj ben \u00ef\u00ef\u00eeorbranb ber afiatifdjen Ounbra, fliegt ooidjierau\u00ea gutoeilen nad) f\u00fcblicheren \u00a9egenben feoab unb ift, ebenfo toie in 2lnterifa, in Oeutfdjtanb, ipottanb unb granfreidj, fa felbft in \u00a9fanien auf binnengeio\u00e4ffern erlegt toorben, toeldje fie erreichte, inbem fie fich \u00a9tranbl\u00e4ufern anfdjloj? unb mit biefen ben \u00a9tr\u00f6men entlang gog. 3^ \u00a9\u00fcbfdjtoebeit ober O\u00e4nemart bemerdt man fotche SBerfctjtagene h\u00e4ufiger al\u00ea toeiter f\u00fcblidj, too fie gu ben gr\u00f6\u00dften \u00a9eltenbeiten geh\u00f6ren. Oer b\u00dfaffertretcr geh\u00f6rt im \u00a9ommer auf \u00a9fifjbergcn unb in Scorbgr\u00f6nlanb gu ben regflm\u00e4fjigen \u00a9rfdjeinungen, betoofnt aber fdjon in 3^tanb, taut $aber, nur cine tleine \u00a9trede unb ftreift nodj fettner at\u00ea bie Obin\u00eabenne nad) \u00a9\u00fcben tjinab. SSRan nimmt an, ba\u00a7 ba\u00ea n\u00f6rblidje \u00a9ibirien fein eigentliche^ baterlanb ift, unb bamit fielet bettn audj fein oereingelte\u00ea bordommen in (S^ina unb 3nbien im (Sintlange.. 3^enfatl\u00ea aber gebt au\u00ea hotb\u00f4ll\u2019\u00ea beobadjtungen beroor, ba\u00a7 er audj in ben S\u00e4ubern um bie O)aoi\u00ea ; \u00a9tvafje noS ?n ben geto\u00f6bnlid)en SS\u00f6geln geh\u00f6rt. 3]onbierau\u00ea m\u00f6gen bie oft febr gablreid;en \u00a9d)to\u00e4rtne, toeld)e man guioeiten im \u00a9\u00fcben ber bereinigten \u00a9taaten antrifft, oerfSlagett merben.\n3n ber Seben\u00eaioeife \u00e4bnetn fid) bie 28affertreter, naS berfiSerung ber beobad)ter, toeldje beibe 3lrten beobad;ten tonnten, fo, ba\u00a7 man faum einen Unterfd)ieb ioabrnebmen fann. beibe finb ed;te \u00a3inber be\u00ea SReere\u00ea, beibe batten fid) nur to\u00e4brenb ber brutgeit in ber 3R\u00e4be ber \u00ae\u00fcfte unb auf flcinen \u00a9\u00fcfjtoafferfeen be\u00ea fyeftlanbe\u00ea felbft auf; bie \u00fcbrige Seit oerbringen fie im 2Reere. Oie Obin\u00eabenne trifft gtoifd)en bem gtoangigften unb fiinfunbgtoangigften 9Rai auf 3^taub, in ben lebten Oagen beffelben SRonat\u00ea in \u00a9r\u00f6ntanb ein unb ioirb fid) toobl auS in ^innmarten gur fetben 3*it ein; ftetlen; ber SBaffertreter erfd)eint im korben \u00a9ronlanb\u00ea fp\u00e4ter, n\u00e4mli^ erft Slnfang\u00ea 3uni. bolder fiel)t man ben einen toie ben anberen enttoeber in gro\u00dfen \u00a9d;aren inmitten be\u00ea 2Reere\u00ea ober in Heineren Fl\u00fcgen in ber \u00fcR\u00e4be ber ^iifte auf ben $forben. hierauf gertl)eilen fiS bie \u00a9djto\u00e4rme in unb febe\u00ea oon biefen fud)t fid; feinen 9ciftteidb au\u00ea. 2lt\u00ea .^olb\u00f6ll im $r\u00fcblinge be\u00ea 3abrc\u00ea ^835","page":631},{"file":"p0632.txt","language":"de","ocr_de":"632\nSie S\u00e4ufer. StelgV\u00f6gel. S\u00dfaffertrcter.\nadjtgehu Sage hinburd) m\u00e4hrenb ber ^inretfe nadj \u00a9r\u00f6nlanb vom \u00a9ife ehtgefdjloffen mar, fai) er fteti SEBaffertreter gmifdjen ben \u00a9iift\u00fcden untherfchmimmen; fp\u00e4ter bemerfte er fte inmitten ber to\u00ef\u00efften 23ranbung. 2Iuf bem SJ\u00eeeere Verbringen fie ben SBinter, unb bai 9Jleer bietet ihnen fo reich* \u00efid;e Nahrung, ba\u00df fte von f\u00c7ett firofcen, ja \u00efaunt abgebalgt m erben f\u00f6nnen. 9Jtan fiept fie beft\u00e4nbig von ben 3Be\u00fcen \u00a9tmai aufnehmen unb verfeinden, pat aber bie Ol\u00dfevdjen, meld)e pier jept i^re SRaprung bi\u00efben, nod) nidjt gu beftintmen verm\u00f6gt.' Slububon fagt, ba\u00df fte ftdj gern auf fdjmim; inenbem Seegrai nieberlaffen unb pier eifrig beftp\u00e4ftigeu, ungmeifelpaft um Sftaprung gu fudjen. 3>ebenfat(i fiept foviel fej\u00ef, ba\u00df fie fid) auf bem SCReere gang mie edjte Seev\u00f6gel benehmen unb int Scptohnmen mit jcbem anberen metteifern; mie aber pier ipr Seben eigentlich verfliegen mag, Oai mei\u00df man nicpt; benn mit Sluinapute ber menigeu bereite angegebenen Beobachtungen ftnb mir \u00fcber ipr Treiben gur See nid)t unterrichtet, dagegen haben mir fie gt\u00fcdlichermeife m\u00e4hrenb iprei Sanb* lebeni fennen gelernt.\n3d) bin mir voHfommen beivu\u00dft, ba\u00df bie Orbnung ber StelgV\u00f6gel fehr viele liebeuim\u00fcrbige unb anmutige SQtitglieber g\u00e4plt, nehme aber bod) leinen 2lnftanb, bie \u00e4\u00f6affertreter ali bie anmuthigften von allen gu erfl\u00e4ren. Oiefe B\u00f6gel ftnb \u00fcberaui lieblich, angiepenb in ihrem S\u00f6efen unb Betragen, gemanbt in jeber Belvegung, begabt mie nur irgenb ein anberei \u00dcOUtglieb ihrer 3unft, auf bent feften Sanbe mie int 3biebe, auf bem \u00e4Baffer mie in ber Stift gu ipaufe. 3pv \u00a9ang \u00e4hnelt bem ber Straub; l\u00e4ufer; fie ftehen mit ettoai eingegogenem JSpalfe ruhig ant Ufer, laufen, menn fte in Belvegung gefontmett, trippelnb bahin, verm\u00f6gen jebod) ihren Sauf gunt kennen gu befd)leunigen unb miffen fxch mit gr\u00f6\u00dftem \u00a9cfdpid im SRiebe gn bemegen, auch trefflich gu verbergen, fliegen ungemein raftp unb leicht, foba\u00df ei felbft bem ge\u00fcbten Sdmpen fcpmer mirb, fie im fyluge herab gu bonnern, \u00e4hneln aber in biefer mie in jener Bemeguttg ben angegebenen Bermanbten fo fehr, ba\u00df man von ettvai Slbfonber; licpem nid)t reben fann. dagegen fdjmintnten fte mit einer Seichtheit, 3lsrlichleit unb Sinntutp, tveldje unmiberfteplid) h^u\u2018ei&i- \u00a9ie liegen leichter ali jeber anbere mir befannte Sdjmimtnvogel auf bem \u00e4\u00f6affer, fo ba\u00df fte beffen Oberfl\u00e4che faum gu ber\u00fchren fdjeinett, tragen babei bai \u00a9efteber fnapp unb bemegen fid), Ir\u00e4ftig rubernb, mit au\u00dferorbentlicper Bepenbigleit. 3u taud)en Verm\u00f6gen fte nict;t; ihr \u00a9efteber ift gu reich, af\u00ea ba\u00df ei ihrer \u00aeraft m\u00f6glich m\u00e4re, ben leichten Seib unter bie Oberfl\u00e4che gu gmittgen: felbft Bermunbete verfucpen nidpt, in ber Oiefe ftch gu bergen, fonbern fdhmintrnen fo eilig .ali m\u00f6glid) bem SRiebe gu, verftehen ei auch meifterhaft, hier ben Blidett ftch Su entgiepen. Bom B\u00f6affer erheben fte ftch \u00dfhne Bkiterei in bie Stift, unb ebettfo fallen fie aui hvher Suft unmittelbar auf ben Bktfferfpiegel herab. Sd\u00dfvimmenb Verrichten fie alle \u00a9efch\u00e4fte, nehmen Von ber Oberfl\u00e4dje bei Bkfferi Nahrung auf, jagen fid) fpielenb hier umher unb begatten ftch fogar in biefer Stellung. Oabei gilt ei ihnen volltommen gleich, ob bai B\u00dfaffer ruhig mie ein Spiegel ober bemegt, ob ei talt ober marm ift: $aber fah fie auf ben Seid)en ber hei\u00dfen Oueden, in beren B\u00f6affer man faum bie ^panb halten fann, mit S\u00dfohlgefaden urnherfd;mimmen. 3hve \u00a9inne ftnb fehr fd;arf, ihre geiftigen ^\u00e4higfeiten mohl entmidelt. ^parm\u00efo\u00ea unb vertrauenb, mie menig anbere Stranbv\u00f6gel, erlauben fte bem SCRenfchett eine Slnn\u00e4herung bt\u00e4 auf gehn Sdjritte, unb menn berfelbe fte nicht behelligt, laffett fie fid; minutenlang beobadjten, ohne ftch bent 2tugc gu-entgehen; aber jeber SBerfud) einer SSer; folgung ntad)t fie vorfidjtig unb ein einziger ^eljlfchuf fehr fcheu. Um anbere \u00a9efdj\u00f6hfe fd)einen fte ftch, m\u00e4hrenb ber 5Brutg,eit menigften\u00ea, nid)t gu bef\u00fcntmern, leben vielmehr nur ftch felbft; bie Siebe erregt jebodh auch fte unb ruft unter ben Sli\u00e4nndjen ber gleichen 2frt, metd;e ftch fonft Vortrefflich Vertrugen, lebhaften Streit unb $amhf hervor. 3>hre \u00a9treitereien merbcn auf bem S\u00f6affer begonnen unb.in ber Suft gum 2lu\u00eatrage gebracht. Oa\u00ea SDR\u00e4nitchen, meld)e\u00a7 fid) innerhalb be\u00ea \u00a9ebiete\u00ea eine\u00ea fefhaften 1j3\u00e2rd;en\u00ea feben l\u00e4\u00dft, ruft augcnblidtidj bie \u00a9iferfudht be\u00ea rechtm\u00e4\u00dfigen 23eftber\u00ea heWor. Oeibe fd)mirnrnen auf etnanber loi, erheben fid) Vom d\u00f6affer unb balgen fid) nun im mirbelnben \u00c7luge fo lange, bii ber \u00a9inbringling in bie $lud)t gefchlagett m\u00fcrbe. Um fo gr\u00f6\u00dfere 3\u00e4rtli<hteit ermeifett \u00dfd) bie \u00a9atten bei 5j3\u00e4rd)eni. Oer eine h\u00e4lt fid) beft\u00e4nbig gu bem anbereu unb verl\u00e4\u00dft ei nur feiten, jpolb\u00f6lt behauptet, ba\u00df man bai Sffieibdjcn in ber dc\u00e2pe bei dteftei nicht oft bemerkt, meil er unter elf","page":632},{"file":"p0633.txt","language":"de","ocr_de":"Dbin\u00eapenne unb SBaffertrcter.\nC33\nObtn\u00ea^ettmn, ioe\u00efdje er in ber Scape oon f\u00fcnf oerfd)iebenen Heftern erlegt nur ein Bkibcpen erhielt: idj muff, auf meine Beobachtungen gef\u00fcgt, ba\u00ea \u00a9egentpeit fagen; bcntt id) pabe unter gehn \u00a9t\u00fcd, loetcpe id) erlegte unb maf, fed)\u00ea BBeibcpen unb nur hier SJt\u00e4mtcpen gefunben, aud) ftet\u00ea bag Bcmdjen oereinigt gefeiert. Stuf gr\u00f6\u00dferen \u00a9een mag eg oorfomtnen, ba\u00a7 mehrere $fkcn'e gufammett uiften, ba, too eg kleinere \u00a9\u00fcfjioafferfeen ober richtiger Beicpe gibt, behauptet jebeg B^ar einen berfetben unb bu\u00efbet auf ipm feine BtitbeioopneVfdjaft.\nS)ie Brutteicpe, ioie id) fie nennen ioid, liegen ftetg nape ani\u2019SJteere: pterin ftimmeu meine Beobad)tungen mit benen $aber\u2019g unb -Jpolb\u00f6lPg oodft\u00e4nbig \u00fcberein. Beibe $orfd)er bemerken, baf bie Dbingpenne and) im tieferen Sanbe br\u00fcte, io\u00e4prenb ber BSaffertreter bie Snfetn au\u00dferhalb ber \u00c7jorbe, ioetcpe \u00effeine ^etdbje beft^en, ben Sjorben unb \u00fcberhaupt bem \u00c7efttanbe Oorgiept: ich ^ann hier\u00fcber nicpt urtpeilen, foubern eben nur fagen, baff alle B^\u2018d)en ber Dbingpemte, ioetdje id) antraf, auf tteinen \u00a3eid)en in ber Stahe ber f\u00f6\u00fcfte lebten, uid)t aber auf foId)en, ioetcpe h\u00f6her oben im \u00a9ebirge liegen. \u00aea\u00a7 bie B\u00f6get Oon ben Brutteid)en aug adabenblidj hinauf auf bie^jorbe giepen, ioie .Spot; b\u00f6lt angibt, \u00f6ort umperfepioimmen unb Heine B\u00dfaffertpiere aufnehmen, erfd)eint mir burepaug glaubtid), ba aud) id) bie B\u00f6get oom SJteere aug pabe nach \u00f6ent Sanbe gur\u00fcdfepren fehen. \u00aeag SReft fleht nid)t auf Snfetn ober trodenen \u00a9teden in ben \u00a3eid)en, fonbern regelm\u00e4\u00dfig am Staube berfetben, unb ift eine einfache, aber p\u00fcbfd) gerunbete SJtulbe im \u00a9rafe, ot)ne eigentliche Slugfleibung, ioetcpe jebod) bur<h bag beim Stunbeu niebergebr\u00fcdte \u00a9rag fetbft erfept ioirb. \u00a3)ag \u00a9etege, ioedpeg id) fanb, enthielt brei \u00a9ier; eg mag jebodj fein, baff e\u00ea noch nicht oodft\u00e4nbig mar, ba $aber unb ^otb\u00f6lt \u00fcbereinftimmenb angeben, baff bie Obingpettne ftetg oier \u00a9ier lege, nie mehr ober Weniger. Septere finb im Berh\u00e4ttniff gum Boget Hein unb auf gitblidfem ober gr\u00fcntid)en \u00a9ruttbe mit rieten Heineren unb gr\u00f6\u00dferen fepioargbraunett Rieden gegeid)net. lieber bag BrutgefdEj\u00e4ft im eigentlichen \u00a9inne b\u00e9g BBorteg ift man nod) nid)t im Steinen, \u00c7aber fagt, ba\u00df Slt\u00e4nncpen unb BSeibdjen abmeepfetnb br\u00fcten, f\u00fcgt aber hingu, baff biefe B\u00f6get bie cingigen futb, beren Slt\u00e4mupen gioei Brutfteden paben, to\u00e4hreub man letztere beim B\u00dfeibdfen nid)t bemerft, unb ^otb\u00f6tt meint begpatb, ba\u00df bag SJt\u00e4nncpen adein bie \u00a9ier geitige, bag B\u00dfeibcpen aber nie br\u00fcte, \u00a9enauere Beobadftungen m\u00fcffen bie B\u00dfaprpeit feftfteden. SJtitte 3uti\u2019g fanb id) im n\u00f6rbtiepen Sapplanb g\u00fctige im 2)unenHeibe, ioetdje unter ^\u00fcprung ber Sitten rafd) im Stiebe ober \u00a9rafe bahin tiefen, ftdj meifterhaft gu oerfteden tourten, aber bod) auf; gefunben unb erpafept tourben. SDie Sitten geigten [ich uttenblidj beforgt, flatterten \u00e4ngftlicp um micp her unb oerfudften mid) burd) Berftedunggl\u00fcnfte oon ben jungen abgugiet)en. $E)iefc \u00e4hnetu tu ihrem Betragen anberen \u00a9tranbo\u00f6getn, unterfdfeiben ftch jebod) oon ihnen baburd), -ba\u00df fie fertig fepmimnten f\u00f6nnen. ^d) erm\u00e4hne \u00aeieg aulbr\u00fcdtid), ioeil $aber unb jpolb\u00f6ll bag \u00a9egen; tpeil angeben. SDie F\u00e4rbung ipreg \u00aeunenftcibeg ift eine Oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig bunfele, ber beg Stieb; grafeg \u00e4hnliche.\n3>n bem SStagen ber oon mir \u00a9rtegten fanb id) Oerfdjiebene \u00aeerbtpiertarOen, toelche ich nidht beftimmen tonnte, unb gelegentlich meiner Beobachtungen ber B\u00f6get fah ich, baff fte ihre Staprung ebenfoioopt oom d\u00f6affer ioegnapmen, atg am Itferranbe ober im Stiebe auffammetten. S)aff bie jungen nur mit folder Staprung fid) begn\u00fcgen m\u00fcffen, ioie fie bag Stieb ihnen bietet, braucht nicht erio\u00e2ljnt gu toerben. Stad) SJtalmgreen oergehrt ber B\u00dfaffertreter auf \u00a9pipbergen io\u00e4t)renb beg \u00a9ommerg pauptf\u00e4cplich Hne Heine Sltge, ioetcpe in ben \u00a9\u00fcmpfen gahlreich ooidommt.\nSlttfangg Sluguft f\u00fchren bie Sitten ihre ingioifd)en fl\u00fcgge geioorbenett jungen hinauf gu ben ^nfetn in ben $jorben unb fammeln ftch ^er Su @d)arett an, ioetdfe je^t .ihr' S\u00f6interteben beginnen. Slnfang\u00eb \u00a9eptember hetben fte ipr B\u00dfinterfleib bereite angelegt unb fid) auch ,fd)on fo gem\u00e4ftet, ba\u00a7 fie f\u00fcr ben \u00a9amntler unbraudbar geioorben ftnb. \u00a9nbe \u00a9eptentberl oertaffen fte bie ^\u00fcfte gang unb fdfto\u00e4rmen nun auf bag hot)e 9^eer h^nau'*","page":633},{"file":"p0634.txt","language":"de","ocr_de":"634\n\u00aete S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gcl. SBaff'ert\u00e4ufer.\n2)ie S\u00dfaffert\u00e4ufer (Totani), ioeldpe fr\u00fcher allgemein mit ben \u00a9tranbl\u00e4ufern bereinigt m\u00fcrben, bilben eine mopl abgegrengte \u00a9ruppe, melier man ben fRang einer Emilie gugeftepen barf. BPre \u00a9eftalt ift leidet unb gierlidp, ber .Spat\u00eb mittellang, ber $opf flein, ber gl\u00fcgel lang unb fdpmat, in ipnt bie erfte \u00a9cpminge bie l\u00e4ngfte, ber gm\u00f6lffeberige \u00a9d)mang furg, abgerunbet, abgeftuft ober feil; f\u00f6rmig, ber \u00a9cpnabet fopftang ober etma\u00ea l\u00e4nger, oon ber V\u00dfurgel bi\u00ea gegen bie SRitte pin meiep, au ber \u00a9pipe porttig, ber gu\u00df oerfdpieben gebaut, halb pod) unb burnt, halb furg unb fr\u00e4ftig, gem\u00f6pnlicp oier;, mitunter audp breigepig. 3)a\u00a7 \u00dfdeingefteber liegt fnapp an, tr\u00e4gt feine ^vadptfarben unb mirb gmeimal.int Bapre gemecpfelt \u00cf\u00cfR\u00e2nndpen unb S\u00dfeibdpen unterfcpeibeit ftd) menig burdp bie \u00a9r\u00f6\u00dfe, menig ober nidpt burep bie F\u00e4rbung.\nSlud) in beit S\u00dfafferl\u00e4ufent mieberpolen ftd), taut Stipfdp, bie allgemeinen Vilbung\u00f6Oerp\u00e4ttniffe ber \u00a9dpnepfeno\u00f6gel; begeid)nenb f\u00fcr alle \u00a9lieber ber Familie ift jebod), ba\u00df ber fnodpengetlige \u00a3aft; apparat an ben liefern feplt. \u00a3>ie SBirbelf\u00e4ute befiept att\u00f6 gm\u00f6lf .fpal\u00f6;, neun Ot\u00fccfen; unb aept bi\u00a7 neun \u00a9cpmangioirbetn. \u00a3>a\u00ea Vruftbein unterfepeibet ftdp oon bem ber \u00a9tranbl\u00e4ufer burdp bie geringere \u00a9r\u00f6\u00dfe be\u00ea inneren 5)3aare\u00ea ber ipautbud)tcn ; ba\u00f6 Vecfen ift oerp\u00e4ltni\u00dfnt\u00e4\u00dfig fdpmal. \u00a3)ie Bunge erreidpt nidpt bie \u00a9dpnabelfpipe; ber SRagen ift fdpmadpmu\u00eafelig, bie \u00a3\u00a3Ril^ flein unb runb, ber 2)armfdptaud) f\u00e4llt auf burdp bie \u00ae\u00fcrge ber Vlinbb\u00e4rnte.\nVMe bie oorper genannten V\u00f6gel gep\u00f6ren audp bie SBaffert\u00e4ufer oorgug\u00f6toeife bem -Rorben an ; alle Slrten aber manbern regelm\u00e4\u00dfig unb befudpen babei bie entlegenften S\u00e4nber, ja einzelne ftebeln ftdp pier audp mopj bteibenb an, br\u00fcten unb madpen ftdp peintifdp. \u00a3>ie Ufer ftie\u00dfenber unb ftepenber \u00a9em\u00e4ffer, \u00a9\u00fcntpfe unb Vr\u00fcd)e, meniger bie \u00a9ecf\u00fcfte, bitben ipre Slufentpalt\u00f6orte ; einzelne leben oor= gug\u00f6meife im V3albe. Bn ber S\u00dfinterperberge oereinigen ftdp bie S\u00dfafferl\u00e4ufer mit oielcn anberen unb manepmat gang.frembartigen V\u00f6geln, fcplageit ftep aber feiten gu fo ftarfen Fl\u00fcgen gufammen, mie bie \u00a9tranbl\u00e4ufer; e\u00ea fdpeint alfo, ba\u00df ipnen frembartige \u00a9efellfdpaft beffer bepagt al\u00bb bie berfelben Slrt. Bpr S\u00dfefen ift fepr anfpreepenb, ber \u00a9ang gierlid), bepenb, feprittmeife, ber glug- au\u00dfercrbentlicp leid>t unb fdpnell. gaft alle Slrten maten tief in bas\u00bb Staffer pinein unb fcpmimmeit unter Umft\u00e4nben gefepieft in ipm umper, obmopl fie gem\u00f6pnlicp nur ftepenb fifdpett, itibem fte \u00aeopf uttb Jpal\u00f6 unter; taudpen, um \u00fcRaprung Oom \u00a9runbe aufguttepmen. BP*e \u00a9timme beftept au\u00bb angeitepmen, popen, fl\u00f6tenben, meit oernepmbarett S\u00f6tten, melcpe ftep fo \u00e4pnetn, ba\u00df eine Slrt ber anberen niept feiten folgt.\n\u00a9rft itadp beenbeter \u00a9cpneefd)melge erfepeinen bie Vktffcrl\u00e4ufer an ipren Vrutpl\u00e4pen, paupt; f\u00e4cplid) an gro\u00dfen \u00a9\u00fc\u00dfmafferf\u00fcurpfen, unb halb nadp iprer Slnfunft gr\u00fcnben fte pier auf bem Voben, au\u00ebnapnt\u00eameife audp auf niebercit Vaumft\u00e4mmen unb felbft Vautngmeigen ipr \u00fcReft. But erfierett galle fd)arren fte ftd) eine fleine Vertiefung im \u00a9rafe, meld)e fte runben, gl\u00e4tten unb belegen; im lepteren benupen fie ein alte\u00ea SDroffelneft, eine Slftgabel ober \u00e4pnlidpe \u00a9teilen unb bitben au\u00f6 gufammen; getragenem SRo\u00f6 ober \u00e4u3 Stabeln eine Unterlage. SDa\u00f6 \u00a9etege g\u00e4plt ebenfalls oier, oerp\u00e4ltni\u00df; m\u00e4\u00dfig gro\u00dfe, bims ober freifelf\u00f6rmige, auf \u00f6lgr\u00fcnem \u00a9runbe mit braungrauen glecfen gegeidpnete \u00a9ier. Sdur ba\u00ea 2Seibd)ett br\u00fctet; aber ba\u00f6 SR\u00e4ttndpen befunbet burdp \u00e2ngftlid)e\u00eb \u00a9dpreien unb Umperfliegen marme Siebe f\u00fcr bie Vrut. Sie Bungen taufen ben Sitten oom erften \u00a3age ipre\u00ea Seben\u00f6 an nad), oerbergen fiep nadp Slrt iprer Vermanbten bei \u00a9efapr \u00e4u\u00dferft gefepieft auf bem Voben ober im \u00a9rafe, lernen halb flattern, unb madpen ftd), fomie fte ipre glugfertigfeit erlangt paben, fetb; ft\u00e4nbig. 3)antt fdpmeift Silt unb Bung itad) Velieben unb meift opne ftdp um eittanber gu bef\u00fcmment, nodp in ber \u00a9egenb pin unb per, unternimmt gr\u00f6\u00dfere \u00a9treifg\u00fcge unb bridpt enblid) eitted fdp\u00f6nett Slbettb\u00f6 gur SBinterreife auf.\n\u00a9\u00e4mmtlid)e \u00fc\u00dfafferl\u00e4ufer gep\u00f6ren gu ben oorftd;tigen unb fd)euen V\u00f6geln; bie gro\u00dfen Strien \u00fcbernepmen be\u00f6palb \u00fcberall, mo fie mit anberen \u00a9tranbo\u00f6getn gttfammenleben, bie g\u00fcprerfd)aft. BP^e Bagb gelingt feine\u00e2meg\u00ea immer; audp ber gang pat feine \u00a9djmierigfeiten. But $\u00e4ftge gem\u00f6pnen fte ftdp halb ein, nepmen mit cinfadpem \u00a9rfapfutter oorlieb unb patten bei einigerma\u00dfen entfpred)enber pflege japrelang in ber \u00a9efangenfdpaft au\u00f6.","page":634},{"file":"p0635.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9anbpf eifer.\nG35\n2l\u00efg Serbtnbunggglieb ber \u00a9tranb? unb Staff erlauf erf amilien fann man bie \u00a9tranbpf eifer (Actitis) betrachten,.fleine, gierlid) geftaltete, niebrig gefteECte S\u00f6gel mit gerabent, biegfamen, nur an ber \u00a9pifje harten, \u00fcbrigeng ineichen \u00a9djnabel, mittellangen, giemlidj fpt^en, am hinteren 9ftanbe fiarf monbf\u00f6rmig auggefdjnittenen \u00c7l\u00fcgeln, fehr auggepr\u00e4gtem Sfterfl\u00fcgel, gW\u00f6lffeberigem, giemlid) langen unb abgeftuftcn \u00a9chinante unb gut gefdEjlcffenem, treiben, etWag fd;malfeberigen f\u00f6leingefteber, Weld)eg in ber 9lrt unb Skife ber 3eid)nung etWag \u00a9igentlj\u00fcmticheg geigt. Sie Weibchen ftnb \u25a0 etWag Heiner alg bie SJt\u00e4nndjen, ihnen jebcd) \u00e4hnlid) gef\u00e4rbt, wie benn \u00fcberhaupt bie Kleiber aud) nad) ber 3df)reggeit Wenig \u00f6erfd)ieben.\nSeim \u00a9anbpfeifer ober $lu\u00dfuf erl\u00e4uf er, ^feiferle, f^tfierlein unb $nellegle, \u00a9teinpider, \u00a9teinbei\u00dfe r u. f. iu. (Aetitis hypoleucos) ifi bag \u00a9efieber beg Qberf\u00f6rperg \u00f6lbr\u00e4unlidh, gr\u00fcnlich ober purpurnfdjidernb, burd) fd)Warge \u00a9djaft? unb -Querfleden gegeichnet, bag ber \u00c6ropffeiten br\u00e4unlich, bunfler gefc\u00a3)\u00e4ftet unb l\u00e4ngggefledt, bag beg Unterf\u00f6rperg Wei\u00df; bie jpanb? fd)Wingen finb braunfd)Warg, an ber \u00a9pijse fein Wei\u00dfgrau gef\u00e4umt, oon ber britten an auf bem Glaube ber 3m^ttfaljne burd) ein Wei\u00dfeg $leddjen, ioetdjeg fid) nadj bem K\u00f6rper gu oergr\u00f6\u00dfert, gegiert, bie Unterarmfchioingen an ber Stargedj\u00e4lfte unb \u00a9pt^e Wei\u00df, fonft ebenfatig mattbraunfdhmarg, bie mittleren \u00a9teuerfebern braungrau, fdjWarg gefcp\u00e4ftet, roftgelb gelautet unb gefledt, bie \u00fcbrigen mehr ober toeniger Wei\u00df, fdjmal fdjWarg in bie Quere geb\u00e4nbert. Sag 2luge ift braun, ber \u00a9djnabel grau? fchioarg, an ber Stargel Ijeder, ber $u\u00df bleigrau. Sie S\u00e4nge betr\u00e4gt TU big 8, bie Sreite 12l/2 big 13, bie ^ittigl\u00e4nge 4, bie \u00a9djWangl\u00e4nge 2l/2 3od.\n3d) ha&e ben \u00a9anbpfeifer an allen \u00a9tr\u00f6men, bluffen, \u00a9een unb dReeregf\u00fcften, We\u00efdje ich befudjte, angetroffen, in ber di\u00e4lje beg dtorbfapg, wie an ber abefftnifdjen \u00ae\u00fcfte, an unferen beutfdjen S\u00e4djen, tote am blauen unb Wei\u00dfen dtile; anbere Seobad)ter fanben ipn in Elften, oon $amfd)atfa an big 3ta)ieit ober oon ber dfteeregenge bei \u00a9ibraltar an big gum Sorgebirge ber guten Hoffnung, unb Waljrfdjeiniich Wirb er aud) in Smerifa neben feinem bortigen Vertreter oorfommen. Sabei mu\u00df augbr\u00fcdlid) bemerft Werben, ba\u00df er innerhalb biefeg Serbreitunggfreifeg auch Srutoogel ift, ba mir annehmeu b\u00fcvfen, ba\u00df bie im dlorben Wopnenben l)\u00f6d)fteng big \u00a9iibeuropa unb Sdorbafrifa gieljen, unb man auch in ben \u00a9leidjerl\u00e4nbern ben Sogei jaljraug, jahrein antreffen fann. 3m n\u00f6rblidjen Seutfdjlanb erfd^eint er um bie \u00e4ditte beg Spril, guWeilen aud) erft im 9J\u00eeai, br\u00fctet .unb beginnt fdjou im 3uli fein UmljerfdjWeifen, big um bie DJlitte beg \u00a9eptemberg bie Stanberung augetreten Wirb. \u00a9elegentlid) biefer Steifen, Weldje beg Jlacptg auggef\u00fcprt unb bei Sage unterbrod)en werben, bemerlt man ben Sogei in fleinen @efelifd)aften oon fed^g big acht, oiedeidjt audj gwangig \u00a9tiiden. Siefe Sruppg fcheinen W\u00e4ljrenb ber Stanberung gufammengubleiben; fte bred)en abenbg auf, fliegen bei einigerma\u00dfen g\u00fcnftiger S\u00f6itterung big gum SJ\u00ceorgen, laffen ftdj bann an einem geeigneten Orte^ gew\u00f6hnlich an einem \u00a7(u\u00df; ober Sadjufer nieber, fudhen Ijwr \u00fcbertagg Nahrung, fchlafen in ber ddittagggeit ein Wenig, oerWeilen, Wenn eg ihnen befonberg gut gef\u00e4llt, fogar mehrere Sage an ein unb berfelben \u00a9tede unb fe^en bie S\u00e4uberung wieber fort.\nSer \u00a9anbpfeifer liebt eine \u00a9egenb, in weldjer er fidj einigerma\u00dfen oerfteden fann. Statt ftel)t ihn gwar regelm\u00e4\u00dfig auf \u00a9anbb\u00e4nfen, am h\u00e4ufigfien aber bodj immer ba, too bag- Ufer mit \u00a9eftr\u00e4ud) unb \u00a9djilf beWadjfen ift. Serfennen toirb man ihn nie; benn er ioeidjt in feinem Setragen gieutlid) auff\u00e4dig oon feinen ^amilienOertoanbten ab, fteljt Wageredjt, l\u00e4uft behenb unb mehr trippelnb alg fdjreiteub uml)er unb toippt nach Sadjftelgenart beft\u00e4nbig mit bem \u00a9err\u00e4nge, \u00a9ein glug iff leid)t, fchned unb getoanbt, infofern ungew\u00f6hnlich, alg unfer Sogei beim S\u00dfegfliegen feiten gu h\u00f6heren Suft? fdichten emporfteigt, toie eg bie meiften \u00a9tranbl\u00e4ufer tpun, oielmepr unmittelbar \u00fcber bem Staffer in geraber Sinie hi^ fortftreicht, foba\u00df man meint, er m\u00fcffe bie \u00a9djtoingen fleh ne^en. 9tur Wenn er eine \u00a9teile g\u00e4nglid) oerlaffen ioid, fchtoingt er fiep ebenfadg hoch in fcte Suft unb jagt bann eilig bapin. Sie Wei\u00dfen gledcn in ben \u00a9d)Wungfebern geigen fid) bei auggebreiteten \u00a9d)Win-gen alg breite gierenbe Sinben. diothfade Wirft fid) ber ge\u00e4ngftigte \u00a9anbpfeifer ing Staffer, fchWimmt, wenn er eg fann,","page":635},{"file":"p0636.txt","language":"de","ocr_de":"C36\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9telzo\u00f6gel. S\u00dfafferl\u00e4ufer.\nrap auf bemfelben bat)in, ober taucht, menu eg fein mu\u00df, in bie \u00a9iefe, rubert mit ben kl\u00fcgeln fe^r fd^nell ein \u00a9t\u00fcd ioeg unb erpeint an einer ganz anberen \u00a9teile mieber.\n2Ber ben gierlic^en Vogel in feinem t\u00e4glichen \u00a9reiben beobachten miff, $at gitn\u00e4d^ft auf fot<he \u00a9teilen zu achten, meldje burch \u00a9eb\u00fcp ober bag iiberh\u00e4ngenbe Ufer gebedt merben. JSpier erfennt inan an bem regelm\u00e4\u00dfig oorhanbenen mei\u00dfen \u00aeothe feine \u00a9huren. (Sr treibt, mie Naumann fagt, fein V\u00dfefen gern im \u00a9tiCfen; halb unb halb im Verborgenen, obmohl er fp eigentlich niemals Oer; f ried;t unb noch Weniger im \u00a9rafe oerftedt. \u00a9elbft bie erhabenften 5\u00dfl\u00e4fc<hen, treibe er betritt, liegen faft immer fo, ba\u00df er menigfteng oom n\u00e4chften Ufer aug nicht pon aug ber $erne gefehen merben \u00efann. \u201eSluf einem alten, oerft\u00fcmmelten, aug anberen bichtbelaubten S\u00e4umen, \u00a9eb\u00fcfd) unb einem 3aune herOorragenben unb \u00fcber bag VSaffer h\u00e4ngenben Virnbaume, am \u00a9eiche neben meinem \u00a9arten, toar ein \u00a9tanb unb \u00a9i\u00df oon Vretern f\u00fcr eine $erfon, menigfteng oier $u\u00df hoch \u00fcber bem V\u00dfaffer; flieget angebracht; biefer m\u00fcrbe oon allen \u00a9anbpf eifern, melche in ber 3ug\u00a7eit unfere \u00a9eiche befuchten, jum tRuhe^I\u00e4^chen benufct, obgleich am entgegengefefcten Ufer, nicht riesig \u00a9fritte ent; fernt, ein fe|r betretener gu\u00dfmeg Oorbeiging, Oon mo aug fte burd) Vor\u00fcbergehenbe fehr oft Oerfcheucht m\u00fcrben.\" \u00a9oId)e \u00a9teilen liebt ber Vogel ganz befonberg; benn er ift nicht blog Oorfidjtig unb fcheu, fonbern auch im hipften \u00a9rabe furd)tfam unb, obgleich er f\u00efch oft in ber St\u00e4lje ber Drtpaften unb felbft in ihnen aufh\u00e4lt, bothiebergeit auf feiner ^ut. SDabei befx^t er Verftanb genug, gef\u00e4hrliche Stenfdjen oon ungef\u00e4hrlichen zu uuterpeiben, ober \u00a9hieren, melden er nicht trauen barf, rechtzeitig augzumepen. \u00a9eiten gelingt eg ben Staubo\u00f6geln, ihn zu \u00dcberliften; felbft ber hartn\u00e4dige \u00a9herber mirb oft burch ihn get\u00e4ufcht, ba er, fobalb er jenen f\u00fcrchterlichen $einb gem\u00e4hrt, fo eilig alg m\u00f6glich in bichteg \u00a9eb\u00fcfd; ober npthigenfattg ing Vkffer pchtet unb fp burd; \u00a9auchen zu retten fucht. Stit anberen \u00a9tranbo\u00f6geln macht er ftch menig \u00a7u paffen; nicht einmal bie S\u00dfaare h\u00e4ngen treuinnig an einanber, fobalb bie Vrut^eit oor\u00fcber. \u00a9ine g\u00fcnftige Dertlpfeit tr\u00e4gt mehr zur Vereinigung bei, alg ber \u00a9rieb ber \u00a9efedigfeit. \u00a9)ie \u00a9timme, ein zarteg,, helleg, hoheg unb meitpadenbeg pfeifen, pnelt ber beg \u00a9igoogelg unb Hingt ungef\u00e4hr mie \u201e\u00a3>ibibi\" ober \u201eSfiht\" wnb \u201eSlpfPP\"/ foirb aber m\u00e4hrenb ber Vaarunggzeit in einen \u00a9rider zufammengepmo\u00efjen, meiner fanft beginnt, aitpmidt unb mieber abfadenb enbet, unenblid; oft fp mieberholt unb menigfteng nicht unangenehm ing \u00a3>h* fa\u00dft.\nSDie gorth\u00dfanzung gepiet;t halb nach Slnfunft ber S\u00e4pen, melche gem\u00f6hnlich bereinigt ein; Hoffen, unb ftch too fte ftch feftfe\u00dfen, halb fehr bemerflp mad;en. Sebeg einzelne m\u00e4t;tt ftch feinen \u00a9tanb unb bubbet in ber St\u00e4lje, menigfteng auf b\u00e8mfelben Ufer, lein zmeiteg. \u00a9)ag St\u00e4nnchen Zeigt ftch fehr erregt, ftrept in fonberbaren 3id\u00f4a(\u00efp9en fP un^ her, trillert, fingt unb umgeht bag V\u00dfeUpen mit zierlichen \u00a9dritten. \u00a9>iefeg mahlt ftch an einer ben jpodjfluten Ooraugfptlp nicht auggefe\u00dften Uferftede, n\u00e4her ober entfernter Oom VSaffer, ein geeigneteg St\u00e4bchen im \u00a9eb\u00fcp unb baut unter bem \u00a9eztoeige, amSiebften im V\u00dfeibpt, ein einfacheg Steft aug Steifem, \u00a9(hilf, \u00a9topeln unb b\u00fcrren Slattern fo Oerftedt, ba\u00df man eg trob ber Oerr\u00e2peripen Unrpe ber Sitten gem\u00f6hnlich erft nach langem \u00a9uchen auf\u00dfnbet. \u00a9>te bier \u00a9ier, melche bag \u00a9eiege bilben, ftnb halb \u00ef\u00fcrzer, halb geftredter,' bimf\u00f6rmig, feinpalig, gl\u00e4nzenb, auf bleichroftgelbem \u00a9runbe mit grauen Unter;, rotlj; braunen drittel; unb pmarzbraunen Dberfleden gezeichnet unb befmnftet. 3>ebe\u00a9t\u00f6rung am Stefte ift ben Sitten ungemein Oerha\u00dft; fte merfen eg auch, menu ihnen ein \u00a9i genommen mirb unb oer; \u00efaffen bann bag \u00a9eiege fofort. Veibe \u00a9eptechter br\u00fcten. \u00a9)ie Sungett entpl\u00fcpfen nad; etma Zmeim\u00f6chentlper Vebr\u00fctung, merben noch eine furze 3eit Oon ber Stutter erm\u00e4rrnt unb nun ben SBeibehegern zugef\u00fchrt. ipier miff en fte ftch fo bortrefflich Zu oerfteden, ba\u00df man fie ohne gute ^sunbe feiten aufftnbet, obgleich bie Sllten ben \u00a9ipenben unter \u00e4ngfllpent \u00a9eprei umflattern. Stad) acht \u00a9agen bred;en bie Fl\u00fcgel; unb \u00a9chmanzfebern heroor; nach oier VBochen ftnb fte fl\u00fcgge unb ber ^Pflege ber \u00a9Item entmachfen.\n\u00c4erbthierlaroen, \u00a9em\u00fcrrn unb \u00aeerbtl;iere im \u00c7liegenzuftanbe, namentlich Ste^; unb 3toeifl\u00fcgler, bilben bie Stabrung. \u00a9ie mirb entmeber oom \u00a9tranbe aufgelefett ober im $tuge toeggefthnabp, atp","page":636},{"file":"p0637.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9anbpfeifer. \u00a9lutt.\n637\ntoon ben ^Bl\u00e4ttern toeggenommen. fliegen, \u00dcR\u00fcden, \u00a9djnafen, Reifte itnb S\u00f6afferfB innen befdjleidjt ber \u00a9anbBfeifer, inbent ev mit eingegogenem ^cpfe unb \u00a3alfe \u00efetfe unb \u00bborfidjtig auf fie logfdj\u00efeidjt, B\u00ef\u00f4|lid) ben \u00a9djnabel toorfc^nellt unb feiten fein $iel toerfe^\u00eft. Stuf feinen SieblinggBl\u00e4Ben fie^t er auf bem Slnftanbe, l\u00e4fjt feine Slugen ringsum fdjtoeifen unb fd^Ieid^t nun halb auf biefeg, halb auf jene\u00ea \u00c6erbtBier log. 3n ber \u00a9efangenfdjaft getr\u00e4nt er ftd^ rafcB an bag \u00bborgefefde \u00a9tubenfutter, faU\u00ea man i^m baffe\u00efbe anfangg mit gerft\u00fccfelten Stegen\u00efo\u00fcrmern, fliegen, SJteB\u00efto\u00fcrmern unb bers gleichen fBidt, \u00a7at fid; nadj ioenigen Sagen einget\u00fc\u00f6^nt unb geigt ftdfj nun toon feiner gem\u00fct^tic^en \u00a9eite. Befonberg f^g\u00a7^aft fie^t eg aug, trenn er auf fliegen $agb madjt unb babei alle f\u00fcnfte beg 33efdjleid)eng ant\u00fcenbet. (Sr toirb fe\u00a7r gaBm, ^\u00e4lt ftd) auf einem fleinen Staume in. ber 97\u00e4fye feine\u00bb $re\u00a7gefd)irreg, befdjmugt be\u00ea^alB bag Bimmer ober ben $\u00e4fig toenig unb geto\u00e4^rt feinem 33ejtfjer toiet Vergn\u00fcgen. 5lm Beften B\u00fclt er ftd), trenn man-i^n tr\u00e4^renb beg \u00a9omrnerg ing $reie Bringen Bann.\n\u00a9ag rierf\u00fcfige Staubgeug, bie Staben, ^r\u00e4^en unb \u00a9Ijiern tljun ber 23rut toielen \u00a9traben; bie Sllten hingegen ^aBen irenig toon $einben gu leiben, aber in ben futterneibifdfen SkdBftelgen entfd)iebene \u00a9egner unb be\u00ea^alB mit djnen Beft\u00e4nbige \u00ae\u00e4mBfe gu Befielen.\nUnter ben \u00fcbrigen S\u00dfafferl\u00e4ufern b\u00fcrfte ber \u00a9lutt, @r\u00fcnfd)enfel ober bie Stegenfd)neBfe (Glottis ehloropus) Befonbere Oeadjtung toerbienen. \u00a9r toertritt eine eigene \u00a9iBBe, treldje ftd) B&uBts f\u00e4djlid) burd) ben langen, fdjmalen, aufto\u00e4rtg gebogenen, burdjau\u00ea Barten \u00a9d)naBel, bie BoBen, ireit \u00fcber ber Sferfe nadten $\u00fc\u00a7e, beren \u00e4ujgere unb mittlere 3eBe burd) eine \u00a9Bannbaut-toerbunben ftnb, fenngeid)net. \u00a9er \u00a9lutt ift unter feinen n\u00e4d)ftcn t\u00dfertranbten ber gr\u00f6\u00dfte; feine S\u00e4nge Betr\u00e4gt 12 big 13, bie ^Breite 21Y2 big 22, bie ^ittigl\u00e4nge 7, bie \u00a9djtoangl\u00e4nge 3 Boll. \u00a9a3 \u00a9efteber ber \u00a9Berfeite ift fdbt\u00fcarg, burd) .bie treifen ^eberr\u00e4nber gegeidjnet, bag beg Unterr\u00fcdeng unb SB\u00fcrgelg rein* ireif, bag ber Unterfeite big auf bie mit fd)tragen S\u00e4ttggfleden unb \u00a9treifen gegeid^nete SSruft eben= fertig tret\u00a7, ber \u00a9d)toang in ber SJtitte grau, feitlid) treijs unb fd^trarg gefledt. 3m $erbftfleibe ftnb $oBf, ipinterBalg unb bie ipalgfeitcn graufd^trarg unb treiff geftreift, bie SCRantelfebern tiefafdjgrau, fdjtoarg gefd)\u00e4ftet, ebenfo gefledt unb trei\u00dflidB gelautet, bie \u00a9eiten beg UnterBalfe\u00ea unb f\u00f6roBfeg fd^trarg gefdfj\u00e4ftet unb in bie S\u00e4nge geftreift. \u00a9ag Sluge ift Braun, ber \u00a9d)naBel fdjroarggr\u00fcn, ber $u\u00a7 graugr\u00fcn.\n\u00a93 mag fraglid) Bleiben, ob ber \u00a9lutt in Slmerifa gefunben trorben ift, unterliegt bagegen feinem greifet, ba\u00a7 er in ben \u00fcbrigen \u00a9rbt\u00efjeiten, mit Slu\u00eana^me SteuBoUanbg, toorfomntt. \u00a9eine jpeimat ift ber Sterben ber alten SBelt; \u00bbonBieraug ioanbert er f\u00e4Briid) Big ttad) \u00a9\u00fcbdjina ober Bnbiett, \u00a9giften, \u00fcftubien, \u00a9uba^n unb ^aBefd^, DJlaroffo unb \u00a9enegambien, ift aud) in \u00e4Rofambif erlegt \u00efoorben. 3n \u00a9ibirien foil er to\u00e4^renb beg \u00a9omnterg Befonberg B\u00e4uftg fein; 3babbe dm febocB im Often beg genannten \u00a9rbftrid^eg nur eingeln gefunben. Unfer Sinnenlanb Ber\u00fcBrt er gelegentlich feiner dteifen im gr\u00fcBfaBre unb im iperBfte; alg \u00a9ruttoogel B^t man iBn Bier nod) nid^t Beobad)tet. \u00a9r erfdBeint, toom korben fommenb, fdf\u00bbon feBr fr\u00fcB im 2ftBve/ n\u00e4mlicB Bereitg in ber lebten H\u00e4lfte beg Suit, ftreift to\u00e4Brenb beg Sluguft unb \u00a9eBtember regellog im Sanbe umBer unb macht ftd) \u00a9nbe \u00a9eB= temberg ober Slnfang Oftoberg toirflidB auf bie Steife, ftnbet aber fdfion in\u00a9gBBten eine geeignete S\u00dfinter-Berberge, \u00bberbringt bie SC\u00f6intermonate bereitg auf meBreren Unfein beg gried)if(Bton SlrcBiBclg, BeB\u00e4lt febocB feine umBerftreifenbe Sebengtoeife bei unb gelangt fo nacB ben SSenbefreigl\u00e4nbent. SlBril unb \u00e4ftai burcBreift er \u00a9eutfcBlanb auf bem St\u00fcdguge. \u00a9eine Steifen gefcBeBen ebenfallg beg StadBtg; eingelne m\u00f6gen aber aud) bei \u00a3age bebeutenbe \u00a9treden in ber 2\u00f6egerid)tung gur\u00fcdlegen.\nSiacB Slrt feiner S3erttoanbten gieBt ber \u00a9lutt \u00a9\u00fcfjtoafferfeen unb Or\u00fccBe ben SJteeregf\u00fcften ent= fchieben toor. SDtan begegnet iBm aderbingg audB B^r gutoeilen, in ber Stegel aber bod) nur nuf","page":637},{"file":"p0638.txt","language":"de","ocr_de":"C38\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9telgb\u00f6gel. S\u00dfaffevl\u00e4ufer.\nfdjlidigen \u00a9teilen unb immer blo\u00ea auf furge $eit. ' ber 2Binter!)erberge ftebelt er ftd) an ben \u00a9tranbfeen, Sl\u00fcffen, ix>eld>e il)rc Ufer \u00fcbertreten, unb befonber\u00ea gern in ben \u00a9ei\u00eafelbent an. \u00a9elbo!)\u00ab; lid).fieht man it;n hier einzeln, aber faft immer umringt bon berfdjiebenen \u00a9tranbl\u00e4ufern, \u00a9tranb; reutern, Uferfd)nehfen ober felbft \u00a9d)tbimmb\u00f6geln, namentlich \u00a9nten, beren ^\u00fc^rung er anfd)einenb bereitibiUig \u00fcbernimmt, Jbeld)e il)nt minbeften\u00ea blinbling\u00ea folgen, \u00a9r binbet ftd) nid)t an gr\u00f6\u00dfere \u00a9eto\u00e4ffer, fonbern fud)t felbft bie fleinften 2ad)en unb \u00efeid)e ab, meibet aber auf ba\u00ea \u00a9ntfd)iebenfte SBalb ober \u00a9eb\u00fcfd), ungtbeifell)aft nur au\u00ea \u00a9orftd)t. fyreie 2lu\u00eaftd)t nad) allen \u00a9eiten I)in ift bie erfte \u00a9ebittgung, ibelcbe er an ben Ort [teilt, auf bem er ftd) niebertaffen toitl :.\u2014 er traut nid)t ein; mal bem gaftfreunblid)en Araber.\n\u00a9tan barf beraubten, ba\u00df ber \u00a9lutt bie \u00a9igenfd)aftett feiner Familie in ftd) bereinigt, \u00a9r beft^t alle \u00a9tunterfeit, \u00aeeibanbtl)eit unb \u00a9elbeglid)feit feiner \u00a9erlaubten, tr\u00e4gt ftd^ I)od), man m\u00f6d)te jagen fiolg, [freitet mit tt>agered)t gehaltenem Seibe leid)t unb beljenb bal)in, tratet gern in ba\u00ea Staffer, fd)lbimmt, unb nid)t blo\u00ea im \u00a9othfatte, oft \u00fcber giemlid) ioeite 3\u00dfaff erftreden, taucht bei \u00a9efal)r gang bortreff lid) unb rubert ftd) unter bem S\u00f6affer mit ipilfe feiner Fl\u00fcgel toeiter, fliegt, meift in geraber \u00a9id)tung, mit rafd)en unb fr\u00e4ftigen \u00a9d)ibingungen fd)netl unb getoanbt bal)tn, befd)reibt pxad)t; rotte \u00a9\u00dfenbungen unb d\u00fcrft [ich bor bem DZieberfe^en faufenb bi\u00ea bid)t auf ben \u00a9oben herab, erft hier bie \u00a9ite ber \u00a9eibegung burd) Sl\u00fcgelfd)l\u00e4ge Ijentmenb. \u00a9eine \u00a9timme ift ein h\u00b0he^, h\u00df^egt toeit t\u00f4nenbe\u00ea pfeifen, ft>eld)e\u00ea ftch burch bie \u00a9ilbe \u201e\u00a9fia'' ungef\u00e4hr ibiebergeben l\u00e4\u00dft unb fel)r angenehm flingt, ber Sodton ein leife\u00ea \u201eOid, bid\", ber Au\u00eabrud ber Angft ein freifd)enbe\u00ea ,,\u00aer\u00fcl), fr\u00fch\", ber ^aarmtg\u00eagefang ein fl\u00f4tenartige\u00ea \u201eOal)\u00fcbt, bah\u00fcbl, bah\u00fcbl\", n>eld)e\u00ea oft d\u00fceberholt, aber nur im Singe borgetragen ibirb. Unter ben \u00a9ertoanbten ift er unbebingt ber fl\u00fcgfte, borftd)tigfte unb fdjeuefte unb be\u00eal)alb gerabe gur fS\u00fchverfd^aft im h\u00f6d)ften \u00a9rabe bef\u00e4higt. \u00a9tan fleht ihn gu jeber \u00a9age\u00eageit in \u00a9eibegung; benn er fdbl\u00e4ft nur in ben \u00a9tittag\u00ea; ober biedeid^t nod) in ben \u00a9titternad)t\u00ea[tunben, aber aud) bann nod) fo leife, ba\u00df ihn jebe\u00ea \u00a9er\u00e4ufch fofort ertoedt. \u00a9inen herannal)enben \u00a9ienfd)en beobachtet er forgf\u00e4ltig unb mit bem entfd)iebenften \u00a9ti\u00dftrauen; bem Leiter ibeid)t er ebenfo \u00e4ngftlid) au\u00ea Ibie bem Su\u00dfg\u00e4nger, bem \u00a9d)iffer im \u00aeal)ne tbie bem Sul)nnanne auf bem \u00a9Sagen. A\u00efle\u00ea Un; gelohnte betoegt ihn gur Slud)t, unb er geigt ftch um fo fd)euer, je Ibettiger er mit bem \u00a9tenfd)en berfehrt. \u00a9efe\u00dcigfeit ift aud) ihnt fremb: er f\u00fcmntert ftd), Ibie man halb tbal)rnimmt, faunt um \u00a9eine\u00eagleid)en, obibohl er gutbeilen mit anberen feiner Art gufammenfommt, unb nid)t er ift e\u00ea, tbeld)er ftd) unter bie oben genannten \u00a9ef\u00e4ljrten mifd)t, fonbern biefe fud)en ihn auf. \u00a9ein Sodton gilt allen \u00a9eribanbten unb ebenfo bett \u00a9tranbl\u00e4ufern al\u00ea untr\u00fcglid)e\u00ea geidjen, ba\u00df eine gelbiffe Oert; lichfeit ftd)er ift ; fein \u00a9etragen bient allen gur \u00a9id)tfd)nur.\n\u00a9tan fann noch nicht angeben, ibeld)e \u00a9h^erar^en bie \u00a3iebling\u00eanal)rung be\u00ea \u00a9lutt bilben. \u00a9r n\u00e4hrt ftch bon fehr berfd)iebenem \u00a9Saffergetl)ier, tbahrfd)einlid) bon \u00aeerbtl)ieren unb beren Farben, Werfen, haften, Libellen unb bergleid)en, ebenfo aud) bon Srofd)larben unb fleinen au\u00eagebilbeten Sr\u00f6fd)d)en unb enblich bon Sifchd;en berfd)iebener Art, nat\u00fcrlich nur bon fold)en, lbeld)e er berfchlingen fann. \u00a9aumann fah ifm mit gro\u00dfem \u00a9ehagen Orehf\u00e4ferdjen bon ber Oberfl\u00e4che be\u00ea \u00a9kffer\u00ea loeg; nehmen unb il)nen bi\u00ea tief in\u00ea S\u00f6affer nachlaufen.\nUeber bie So\u00eft^flangung ftnb tbir noch immer nid)t gen\u00fcgenb unterrichtet. 2Bir tbiffen, ba\u00a7 ber \u00a9lutt int \u00a9orboften br\u00fctet, eingeln fchott auf St\u00fcgen, h\u00e4ufiger auf \u00a9othlanb unb nid)t gerabe feiten in Saftylanb, in ben \u00a9tooren am Smf\u00eae ber Silben. Oa\u00ea \u00a9eft, funftlo\u00ea au\u00ea Halmen gebaut, fte\u00ef)t auf einem \u00a9ra\u00eah\u00fcgel, unter einer \u00a9irfe ober einer \u00a9\u00dfeibe unb enth\u00e4lt int 3uni hier gientlid) gro^e \u00a9ier, meldhe auf bIeid)olibcngeIbem \u00a9runbe mit mehr ober toeniger ftchtbaren br\u00e4unlichgrauen \u00a9halen; fleden unb bielen fleinen unb mittelgro\u00dfen rothbraunen Sieden unb f\u00fcnften bemalt ftnb. Oiefe \u00a9ier geh\u00f6ren noch heutigen \u00a9age\u00ea in ben \u00a9ammlungen gu ben gr\u00f6\u00dften \u00a9eltenheiten. \u00a9o geben mein \u00a9ater unb S\u00df\u00e4\u00dfler in \u00a9\u00e2befer\u2019\u00ea hrachtbollem \u00a9ieriberfe an.\n\u00aeer \u00a9lutt ift, mie bemerft, unter feinen n\u00e4djflen \u00a9ertbanbten ber fcheuefte, unb feine 3agb be\u00ea; halb feine\u00ealbeg\u00ea leidet, \u00a9ei Ann\u00e4herung eine\u00ea ihnt oerb\u00e4chtig erfheinenben \u00a9ienfdjen ergreift er fhon","page":638},{"file":"p0639.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9 I u 11. <5 u m p f tu a t e r.\n639\nin inciter Entfernung bie $lud)t, fliegt, aufgefheudd, Balbm\u00f6glid;\u00df in eine Bebeutenbe \u00a3)\u00f6he unb in biefer meift fehr Weit bal\u00dfn, Bebor er \u00dfdj Wieber nieberl\u00e4\u00dft. 2lm leiddeften erlegt man ihn nod) in ber SBinter\u00c7erBergc an Orten, Wo er oft mit bent DJ\u00ceenfhen in Vcriihrung fommt, ohne btefen f\u00fcrsten gu m\u00fcffen. \u00a9obalb er Verfolgungen Bemerft, geigt er aud) l\u00dfer fofort feine Vorfidd unb ber; leitet bann regelm\u00e4\u00dfig baS \u00fcbrige \u00a9tranbgewintmel mit gur $lud)t. \u00a9efangen Wirb er Bei uns gu Sanbe auf bem 2\u00dfafferftftne^fen^erbe; aBer \u201eaudj ^ter geigt er \u00dfh\"/ laut Naumann, \u201eobwohl er bie bom Vogelsteller gut nad)gea\u00a7mten Sodt\u00f6ne fdjon auS ber \u00c7erne Beantwortet unb ihnen willig folgt, \u00e4u\u00dferft bor\u00dfhtig. Sleng\u00dflid) nacf) ber berr\u00e4therifhen ip\u00fctte Blidenb unb bie \u00fcbrigen dlnftalten Betrad)tenb, fteht er, in hoher, fplanier \u00a9tellung, lange unBeWeglid) ba, e\u00ef)e er Weiter ffreitet unb ben Wer^\u00e4ngni\u00dfboHen Vlah Betritt; benn gew\u00f6hnlich l\u00e4\u00dft er \u00dfh nicht gWifhett ben diesen, auf bem eigent; lid)en ^terb^labe, nieber, fcnbent fommt auS einer geringen Entfernung babon gu $u\u00dfe auf bentfelben an. OaS Soden.mu\u00df fogleid; unterbleiben, Wenn er eingefallen ift, b. h- \u00dfh gefegt hat, Weil eS feinen Verbaut nur bergr\u00f6\u00dfern W\u00fcrbe, foWie baS geringfte ungew\u00f6hnliche \u00a9er\u00e4ufd) in ber ip\u00fctte ihn f\u00fcr immer Wegfd)eud;t, ober ein ^ehlger\u00fcdter, Welcher bie dtef$e gufd)lagen fah, niemals Wieberfehrt. \u00a9inb mehrere Beifammen, fo barf ber Vogelsteller nid)t gu fehr geigen, fonbent mu\u00df, mit ben meiften gu; frieben, bie dte^e gur\u00fcden, Weit fehr feiten alle gugleid) ben .JperbBlah Betreten unb immer einige ent; fommen. Einen folgen Vogel gu \u00fcberliften, m\u00e4ht mehr ffreitbe, als biete einf\u00e4ltige \u00a9tranbl\u00e4ufer auf einmal gu fangen, unb eS gab ehemals unter ben \u00a9algftebern in \u00a7ade Seute, Welche baS \u00a9teilen fo liebten, ba\u00df fte, um fotdje V\u00f6gel gu fangen, ben 2Beg gum fatgigen \u00a9ee, brei \u00a9tunben. weit, mit Vergn\u00fcgen mad)ten, \u00dfh aber nicht f\u00fcr Belohnt hielten, Wenn \u00dfh unter ben gefangenen V\u00f6geln fein ipennid, fo nannten fte unfern d\u00dfafferl\u00e4ufer, Befanb .... 3>ene Vogelf\u00e4nger Waren alle feljr ge\u00fcbt im richtigen dtadjahmen ber Sodftimme unb verrichteten OieS meiften\u00bb BloS mit bem dJiunbe, nur Bei ben gu feinftimmigen mit fn\u00f6hernen ^Pfetfchen.\" $\u00fcr fte unb anbere l\u00e4nger, Weld)e ben Vkfferfdjnepfen; herb [teilen, ift ber \u00a9lutt ein ^auptooget, Weil, Wie Bemerft, bie meiften \u00fcbrigen feinen Sodt\u00f6ncn folgen. ES mu\u00df ba^er bie erfte \u00a9orge ber Vogelf\u00e4nger fein, einen biefer Wichtigen V\u00f6gel gu erlangen; benn ein foldjer f\u00fc^v^ihnen bann hunbert anbere herbei.\n2>n ber \u00a9efangenfhaft gew\u00f6hnt fid) ber \u00a9lutt Balb an baS allgemeine Erfahfutter ber \u00a9tranb; \u2022V\u00f6gel, h\u00e4lt [ich Bet bentfelben jahrelang, wirb leicht g\u00e4hnt unb gew\u00e4hrt namentlich im \u00a9efedfhaftS; Bauer viel Vergn\u00fcgen.\n\u00a9rat) oereinigt bie Uf erfhneBfen (Limosa) unb Vradjb\u00f6gel in einer Befonberett Unterfamilie; ich fehe kie erfteren als gro\u00dfe Vkfferl\u00e4ufer an. ES fenngeid)net fie ihre \u00a9r\u00f6\u00dfe, ber fr\u00e4ftige Seih, mittellange -fpalS, fleine \u00aeoBf, ber fehr lange, Balb gerabe, Balb fanft aufw\u00e4rts gebogene, an ber \u25a0V\u00dfurgel ftarfe unb fyofye, nad) rwrn \u00dfh berfhw\u00e4henbe, in eine Breite t\u00f6ffetartige \u00a9Bifce auSlaufenbe, bis gu biefer Weihe unb Biegfante \u00a9hnaB\u00e7l, ber hohe> fddanfe biergehige $u\u00df, ber giemlih lange, fhmale, fBifce f\u00c7I\u00fcgel, in Weihern bie erfte \u00a9hwingc bie l\u00e4ngfte, unb beffen OBerarmfebern einen Elfter; fX\u00fcgel Bilben, ber furge, ab; unb gugerunbete, auS gW\u00f6lf Gebern Beftehenbe \u00a9djWang, baS bihte, berbe, $latt anliegenbe \u00dfleittge\u00dfeber unb bie fehr \u00fcbereinftimmenbe, nah ^er 3\u00abhreSgeit berfhiebene F\u00e4rbung. 3\u00dft \u00a9eftalt unb dBefen \u00dfehen bie UferfhneBfett meiner dln\u00dfdd uah ben 3Bafferl\u00e4ufent am n\u00e4hften; jeboh l\u00e4\u00dft fth uid)t berfennen, ba\u00df fte aud> mit ben Vrahb\u00f6geln eine geWiffe Slehntichfeit geigen, fo= Wie fte anbererfeitS Wieberunt an bie \u00a9hueBfen erinnern. Oie \u00a9iBBe i\u00df tiiht artenreich, unb bie eingelnen dlrten laffen \u00dfh fh^\u00b0er unterfheiben.\nOer \u00a9umBftbater, bie\t\u00a9ee; ober \u00a9eiSfoBffhnePfc CLimosa rufa) ift auf\n\u00a9heitet unb deaden heHroftroth, Braun in bie S\u00e4nge geftreift, auf dt\u00fcden unb \u00a9hultertt fhibarg mit to\u00dffarbenen Rieden unb db\u00e4nbern, auf ben Oedfebern ber Fl\u00fcgel graulih unb Wei\u00df gef\u00e4umt, auf","page":639},{"file":"p0640.txt","language":"de","ocr_de":"640\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9tetgb\u00f6get. \u00a9\u00dfaffert\u00e4ufer.\nbem \u00a9b\u00fcrget meif, braun gefteeft; bic Augenbrauen, -bte ^epte, \u00a3>atSfeiten unb unteren \u00a9heite fnb lebhaft bunfetroftvoth, bte Sruftfeiten unb unteren Stmangbecffebern ftmarg in bte S\u00e4nge gefteett, bic Stmingcn ftmarg, meijs marmerirt, bie (Steuerfebern grau unb meif in bte \u00a9tuere geb\u00e4nbert. \u00a9)aS Auge ift braun, ber Stnabet r\u00f6t^lid), an ber Spijje ftmarggrau, ber $u\u00a7 ftmarg. \u00a93eim \u00a9Beibten ftnb bte f\u00e4rben rninber lebhaft. 3m \u00a9Binterfteibe tjerrftt eine graue jpauptfarbe bor; bie Dberfeitc ift bann aftgrau, ftm\u00e4rgtitbraun in bie S\u00e4nge gefteett, ber St\u00fccten, \u00a9b\u00fcrget unb bie ltnterfttoang? beeffebern ftnb meif, bie \u00a9)ectfebern ber $t\u00fcgel ftmarg, mei\u00a7 gef\u00e4untt, bie Unterteile meif. \u00a9)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 15Y2, bie \u00a9Breite 26, bie $ittigt\u00e4nge 8, bie Stmangt\u00e4nge 23/4 3\u00b0^.\nSterbeuropa unb Storbafieit ftnb bie Sauber, in metten ber Sumpfmater br\u00fctet; bontferauS befugt er aber m\u00e4frenb feines BugeS ben gr\u00f6\u00dften \u00a9beit non S\u00fcbafen, gang S\u00fcbeuropa unb Siorb? afrtfa bis nat S\u00fcbnubien unb ben \u00a9ambia bin, erfteint alfo aut ait ben beutften unb inSbefonbere an ben hott\u00e4nbtften l\u00fcften in gro\u00dfer SRenge. SRan hat beobachtet, bafj er fit an ber Dfifeef\u00fcfte niemals fetjr h\u00e4ufig geigt, m\u00e4prenb er an ber \u00a9Beftf\u00fcfte StteSmigS unb S\u00fcttanbS gumeiten maffenhaft auftritt. \u201eSRpriaben\", fagt Naumann, \u201efreiten bort in motten\u00e4t)nIiten B\u00fcgen non ben \u00a9Batten auf bie \u00a9Biefen unb \u00a93iehmeiben unb auf jene gur\u00fcct, mie eS ihnen \u00a9bbe unb $tut gebieten; mo fit eine fotte Star lagert, bebeeft fte butft\u00e4blit ben Straub itt einer taugen Strecfe ober \u00fcbergieht, mo fte ruhig auf ben \u00a9Batten ihrer Stabrung natgeht unb meniger bitt beifammen ift, eine faft nitt gu \u00fcberfehenbe f\u00c7\u00ef\u00e2te- Unglaub\u00efit ift ein fotteS \u00a9emirnrnet, uttb baS Auffteigeu einer \u00a9tut in ber $erne oft einem auffteigenben Staute \u00e4hntit** \u2018Die ipauptmaffe fteint ben Seet\u00fcfen entlang gn manbern; menigfenS trifft man bie S\u00dffuhtftnepfen im inneren SDeutfhtanbS ftetS nur in geringer Angatjt. dagegen f etjt man fte h\u00e4ufig im S\u00fcben \u00a9uropaS unb befonberS an ben Stranbfeen Unter? egpptenS, mie benn \u00fcberhaupt bie SRittetmeert\u00e4nber f\u00fcr diejenigen, mette aus Storbmefeuropa meg? giepen, moht bie eigenttite \u00a9Binterherberge bitben.\n\u00a9)er Sommeraufenthalt beS SurnpfmaterS unb feiner \u00a9Bermanbten ift fehr furg. ACte Ufer? ftnepfen fteinen HoS nat bem Storben gn giepen, um bort gu brieten, unb, fobal\u00f6 fte ber $ort? pftangung gen\u00fcgt haben, fit lieber auf bie Steife gu begeben. \u00c4aum finb bie Stm\u00e4rme, mette man im Fr\u00fchjahre auf jenen \u00a9Batten fteht, nat Storboflen gegogen, ba lehren aut fton eingetne Atte mieber gur\u00fcct, mie Staumann meint, fotte, mette in ber \u00a9Brut ungl\u00fctflit maren uttb ohne Siat-fommenftaft blieben. \u00a9)er mirttite Bug beginnt gu \u00a9nbe beS Auguft unb m\u00e4hrt ben September hinburt; bie St\u00fccftehr erfotgt oom Aprit an bis tief in ben SDtat hinein, fobaf atfo bie 3eit beS Aufenthalts am \u00a9Brutorte b\u00f6tfenS gibet SRonate m\u00e4hren tann. SRan barf bie Uferftnepfen See? b\u00f6get nennen, obmoht fte maprfteintit nitt in unmittelbarer St\u00e4he ber \u00c4\u00fcfic br\u00fcten unb in ber \u00a9Binterherberge fit oft giemtit meit bom SJteere entfernen, ja, ben gliiffen natgehenb, bis tief in baS innere beS SanbeS fliegen. \u00aeot h\u00e4tt bie SReprgaht fit an jenen Seen auf, hier am 3tanbe berfetben, ober in ben benatbarten S\u00fcmpfen unb fumpfigen Reibern ihre Stahruitg futenb. \u00a9\u00df\u00e4hrenb beS 3ugeS entfernen fte fit ungern bom SReere, treiben ft auf ben bon ber \u00a9bbebtoS gelegten \u00a9Batten unb Sanbb\u00e4nfett umf;er, ftm\u00e4rrnen mit gur\u00fceffehrenber fttut nat bem ^efttanbe gur\u00fcct, fenben, menu bie \u00a9bbe mieber eintritt, \u00c4unbftafter auS, erheben ft, natbem ihnen biefe bie erm\u00fcnftte Statritt gebratt, unter entferntem S\u00e4rmen, eiten bem \u00a9Baffer gu unb folgen nun ben gur\u00fcctfehrenben \u00a9Bogen. \u201e.Spier\", fagt Staumann, \u201eathmet AtteS Suft unb \u00a7reube, unb matt fteht beuttit, baf fte gerabe am retten Sptahe, itt ihrem m\u00e4hren \u00a9tentente ftnb. \u00aeiefeS bon fetS gu fet8 Stunben ft mieberhotenbe \u00a9Betfetn beS Staffen mit bem \u00a9roctenen einer fo erftaunliten Angaht grefer unb ft\u00f6ner \u00a9\u00f6get bietet bem $orfter bie terrtitfe \u00a9efegenheit gu ben intereffantefen SSeobattungen bar.\" Aut biejenigen, mette im inneren beS SanbeS ft aufhatten, lieben eS, bom \u00a9Baffer meg auf baS \u00a9roefene gu fliegen unb mieber bahin gur\u00fcdgulehren. Sie berbringen bann bie SRittagSgeit, in metter fe aut ft^afen/ im Sanbe unb futen baS \u00a9Baffer gegen Abenb auf, an ihm m\u00e4hrenb ber gangen Statt ober bod; in ber Abenb? unb SAorgenb\u00e4mnterung ft beft\u00e4ftigenb.","page":640},{"file":"p0641.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9umpftoater.\n641\n2>n ihrem SBefen unb Setragen gnb bie Uferfchnepfen echte S\u00dfaffert\u00e4ufer. \u00a9te [freiten, tote biefe, mit abgefe^ten \u00a9dritten, alfo niemals trippetnb, toie bie \u00a9tranbl\u00e4ufer, am S\u00f6afferranbe einher, toaten oft bis an ben Seib inS SBaffer, fchioimnten aud) nnb toiffen geh im \u00a3Rot^faHe trefflich bur<h Untertaudhen gu Reifen. (Shilling beobachtete, bag ein \u00a9umpftoater, toelchen er angefd^offett hatte, oor feinen Singen inS Steer tauchte nnb nicht toieber gum Sorffheine tarn; mir iff SlehnlidjeS am Stenfalehfee ioieberholt begegnet, nnb id) tann toenigffenS bie \u00a3aud)fertigfeit biefer nnb ber oertoanbten Slrten bet\u00e4tigen. Oer $lug \u00e4hnelt bem ber Heineren SBaffert\u00e4ufer hinffchttid) ber \u00a3eid)tigleit nnb \u00a9etoanbtheit, fleht ihm auch faum an \u00a9d)neliigfeit nach; toenigffenS bemertt man, bag Simofen unb SBafferl\u00e4ufer lange Beit mit einanber fortfliegen t\u00f6nnen, ohne bag ber eine bem anberen oorauStommt. Sor bem Rieberfegen pflegdber \u00a9umpftoater gu flattern unb bie f\u00c7l\u00fcgel Oor bem Bufammenlegen mit ben \u00a9pitsen fentred)t in bie ip\u00f6he gu ffreden. SBemt mehrere Uferfchnepfen oon einem Orte gum anberen fliegen, hatten fte feiten eine getoiffe Orbnung ein, bilben oielmehr toirre \u00a9d)to\u00e4rme; to\u00e4ljrenb fie, toenn fte giehen, bie \u00fcbliche \u00aeeilorbnung annehmen. Oie \u00a9timme unterfcheibet ffd) oon ber ber Heinen SBafferl\u00e4ufer bnrch bie \u00efiefe beS \u00eeoneS unb ben geringen SBohlUang. Oer Socfton Hingt toie \u201e\u00aej\u00e4u\" ober \u201e\u00aeei, lei\", auch toofff \u201eS\u00e4dj\u00e4dj\u00e4d\", ber ffkiarungSruf, toohllantenber, mehr fl\u00f6tenartig, toie \u201eOibie, tabie\". deiner ber Saute tann ffd) an SotlUang mit bem ber S\u00f6afferl\u00e4ufer im engeren \u00a9inne meffen.\nOaS Setragen ber Uferfchnepfen l\u00e4gt auf fd)arfe \u00a9inne unb oielen Serftanb fclffiegen. Butoeilen trifft man eingelne biefer S\u00f6get an, ioelche ffd) gar nicht fcheu geigen; bie Steljrgahl aber toeiclff bem S\u00e4ger forgf\u00e4ltig auS nnb unterfcheibet ihn ficher oon anberen ungef\u00e4hrlichen Stenfd)en. (Sine \u00a9efetl; fchaft oon Uferfchnepfen ift immer fcheu, fte mag ftch aufhatten, too fie loill; bie eingelnen toerben eS ebenfalls, toenn fte Serfolgungen erfuhren, unb nicht bloS bann, fonbern auch ba, too fte ftch gum R\u00fchrer ihrer lieinen Sertoanbtfchaft auftoerfen. Naumann fagt, bag geio\u00f6hnlich bie j\u00fcngeren Ufer; fd)nepfen gu biefer (S\u00a7re t\u00e4men; ich glaube beobachtet gu haben, bag Sitte toie Sunge benutzt toerben. Slm Stenfaleh fah ich fetten eme Uferfd()nepfe ohne bie \u00fcbliche Segteitung ber Oerfchiebenften \u00a9tranb; l\u00e4ufer unb Regenpfeifer, toelche jeber Setoegung beS grogen F\u00fchrers folgten unb ftch ihm \u00fcberhaupt in jeber $inffd)t unterorbneten. Slnbere 3Baff er l\u00e4ufer gefeiten ffd) biefen Sereinen nicht bei, gerabe als ob fte betoeifcn toodten, bag ge in gleichem (Stabe toie bie Uferfchnepfen f\u00e4hig to\u00e4ren, anbete gu f\u00fchren.\nS\u00df\u00fcrnter unb $erbtl)iertaroen ober auSgebitbete \u00aeerfe, Heine Stufd)eln, junge $rebfe unb f^ifchd^en bilben bie Rahrung ber- Uferfchnepfen; gtoge Seute Oerm\u00f6gen ge nicht gu Oerghlingen. Ob ihr \u00a9chnabel toirllid), toie man angenommen, fo feinf\u00fchtenb ift, bag ge ohne jpilfe beS \u00a9effdffS ihre Rahrung entbeden, geht bahin. Oie Berglieberung geigt, bag ber tnod)engedige Oaffapparat bei ihnen nicht enttoidelt ift.\nUeber bie ^ortpffangung beS \u00a9umpftoaterS ftnb ioir immer noch im Unttaren; nid)t einmal S\u00e4beder\u2019S (Siertoerl gibt Slu ff cg lug. S\u00dfallengren fagt gtoar, bag unfere Uferfd)nepfe im \u00f6g; lidhen Oh eile beS hohen RorbenS ber ffanbinaoifdhen ^albinfel br\u00fctet unb oon Statut bieffeitS beS SllpenlammeS, alfo in (Snaretappmart gefunben toerben fei, bleibt unS aber eine Sefd)reibung beS RefteS unb ber (Sier fd)ulbig. Son einer oertoanbten Slrt ioiffen loir, bag ge in \u00a3>odanb br\u00fctet unb auf einer ettoaS erh\u00f6hten \u00a9tede in tiefen unb grogen \u00a9\u00fcmpfen unb Stor\u00e4ffen, ober naffen, moorigen S\u00dfiefen % Reft anlegt: eine einfache, mit \u00a9eto\u00fcrgel unb \u00aeraSl)aimen auSgelegte \u00a9rube, toelche \u00a9nbe StprilS Oier groge, bidbaudbige, auf graugelbtidhem, br\u00e4unlichen, bunlel\u00f6lgr\u00fcnett ober roft; braunen, immer tr\u00fcben \u00a9runbe mit grogen unb He inen Rieden, \u00a9tridjeln unb f\u00fcnften oon afdhgrauer, erbbrauner, bunteibrauner F\u00e4rbung gegeidhnete (Sier enth\u00e4lt. Seibe \u00a9Item br\u00fcten abtoedgelnb unb f\u00fchren and; bie Heinen jungen gemeinfd)afttid), bei \u00a9efahr ge \u00e4ngftlidh umgatternb.\n3>n ber \u00aeefangenfd)aft benehmen geh bie Uferfd)nepfen toie anbere \u00e4\u00f6afferlaufer. \u00a9ie gehen leicht ans gutter, cjeto\u00f6hnen geh halb ein, lernen ihren S\u00df\u00e4rter tennen unb halten geh, gumat toenn\n93 r et; nt, \u00eftjierleben. IV.\t41","page":641},{"file":"p0642.txt","language":"de","ocr_de":"642\tSDie S\u00e4ufer. \u00a9telgb\u00f6gel. SBafferl\u00e4ufer.\nman ihnen Freiheit gew\u00e4hrt, red^t gut einige ddonate, bei forgf\u00e4ltiger pflege Waljrfdjeinlid) jahrelang.\n^m \u00a9\u00fcben \u00a9uropaS unb befonberS h\u00e4ufig in dtorbafrifa unb \u00a9\u00fcba\u00dfen lebt ber merfw\u00fcrbig\u00dfe alter d\u00f6afferl\u00e4ufer, ber S\u00f6get, Welcher Oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig bie t\u00e4ngften Seine hat, unb beSljalb begeidjnenb \u00a9telgent\u00e4ufer genannt worben ift. 3d) fe^e in iljm ein dditglieb nuferer Familie; anbere f\u00c7orfd^cr betrauten iljn als einen SerWanbten beS \u00a9\u00e4belfdjn\u00e4blerS, Wetdjen er mit ben \u00fcbrigen \u00a9djnepfenb\u00dfgeln gu Oerbinben \u00df\u00dfeint, unb \u00a9raty bereinigt i\u00efjn beSljatb mit jenem in einer unb berfelben Familie. \u00a9ern Wid id) guge\u00dfeljen, ba\u00df ber \u00a9telgent\u00e4ufer aud) unter ben S\u00dfaffert\u00e4ufent eine auffadenbe, Weil Don bem gefammten \u00a9e\u00dfr\u00e4ge abweidjenbe \u00a9rfdjeinung ift; \u00a9eftalt, innerer Sau unb SebenSWeife aber befunben mit bem letztgenannten bod) nodj immer bie gr\u00f6\u00dfere 2lef)nlid)feit.\n\u00a3>er \u00a9telgent\u00e4ufer, \u00a9teiger, dbiemenfu\u00df, \u00a9tranbreiter ober bie \u00a9torchfchne\u00dffe (Hypsibates bimantopus) barf ber leidf)te\u00dfe alter S\u00f6get genannt Werben, \u00a9ein K\u00f6rper ift Oerlj\u00e4ltui\u00df; m\u00e4\u00dfig feljr fleht, babei geftredt, ber .fpatS fdjtanf, ber \u00aeo|>f mittelgro\u00df, ber \u00a9d\u00a3juabet lang, geftrecft unb fdjWadj, nadj ber \u00a9pi\u00dfe gu oerb\u00fcnnt, gerabe, auf ber f^irfte abgerunbet, an ber \u00a9fu\u00dfe abw\u00e4rts gebogen, nur an ber Shtrgel Weid), ber breigeljige $u\u00df au\u00dferorbentlid) lang, fdjwad) unb hod) \u00fcber bie gerfe hinauf ttnbe\u00dfebert, bie \u00e4u\u00dfere 3elje mit ber mittleren burd) eine furge \u00a9pannhaut oerbunben, jebe Bebe mit einem flehten, fdbmaleu, f\u00dfi\u00dfen dtagel bewert, ber $t\u00fcgel fe^r lang unb fdbmat, in tl)m bie erfte \u00a9dbwinge bebeutenb \u00fcber bie \u00fcbrigen oerl\u00e4ngert, ber Slfter\u00df\u00fcgel furg, ber gw\u00f6lffeberigc \u00a9d)Wang mittellang, im Serlj\u00e4ltni\u00df gu ben gt\u00fcgeln aber bodb furg erfd)einenb, baS \u00aeleinge\u00dfeber bidbt, auf ber Unterfette fa\u00df \u00dfelgig, im \u00a3>odhgeitSfleibe gWeifarbig, nach 3al)reSgeit unb Sitter nterflid) Oer? fdbieben. 3\u00abt f\u00c7r\u00fc^lirtg\u00eafleibe ftnb ber ^interfo\u00dff, ein fdunaler \u00a9treifen auf bem gpinterljaffe unb ber dftantet fcbWarg, festerer gr\u00fcnlid) gl\u00e4ngenb, ber \u00a9djwang afdbgrau, baS \u00fcbrige \u00a9e\u00dfeber Wei\u00df, auf ber Sorberfeite gart rofenrotb \u00fcberflogen. Seim d\u00dfeibd)en ift bie F\u00e4rbung minber lebhaft, baS S\u00dfei\u00df Weniger btenbenb, baS \u00a9d)Warg gtangtofer, bie bunfle F\u00e4rbung beS gpinterfo\u00dffeS auSgebreiteter, aber matter als beim 9d\u00e4nnd)en. 3m S\u00dfinterf leibe fet)tt bie fd)Warge $opf; unb \u2022tftadenf\u00e4rbung, Weld)e b\u00f6dbftenS burd) \u00a9rau angebeutet wirb. Sei jungen S\u00f6geln ift bie Unter feite graulict)Wei\u00df, ber \u00a7inter= balS grau unb Wei\u00df geWettt unb baS \u00a9e\u00dfeber ber \u00a9d^ulter ebenfalls mehr ober Weniger grau. \u00aeaS Sluge i\u00df hrad\u00dfeod farminrotl), ber \u00a9d\u00dfnabel fc^Warg, ber $u\u00df bla\u00dffarmht; ober rofenrotb- 3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 14Va, bie Sreite 27, bie $ittigl\u00e4nge 9, bie \u00a9^Wangl\u00e4nge 3 3\u00b0d.\n\u00aeer \u00a9telgenl\u00e4ufer beWobnt \u00a9\u00fcb= unb \u00a9\u00fcbofteuropa, dftittela\u00dfen unb dcorbafrifa, geh\u00f6rt alfo bem warmen unb gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel an. \u00a3)od) g\u00e4blt man ihn mit 3fted)t unter bie beutfdjen S\u00f6get, ba er nid^t nur wieberl)olt in unferem Saterlanbe oorgefommen i\u00df, fonbern, wie bie neueren Seob; adbtungen lehren, audb hier gebr\u00fctet bat. 3u gr\u00f6\u00dferer 2fnga\u00ef)t tritt er gun\u00e4dbft in Ungarn auf; \u00a9panien, \u00a9riedbenlanb fdbeint er btoS auf bem B\u00abge gu ber\u00fchren unb auch in \u00a9\u00fcbitatien nid)t ft\u00e4nbig oorgufommen. 3n \u00a9\u00fcbru\u00dflanb unb \u00a9giften hingegen lebt er jahraus, jahrein in namhafter Slnga\u00efjt, unb oonhierauS gelangt er, wahrscheinlich mehr \u00dfreichenb als giehenb, in bie oberen dcill\u00e4nber, ebenfo Wie er Don ben gro\u00dfen \u00a9atgfeen dftittela\u00dfenS aus, an Weld)en er feljr h\u00e4u\u00dfg lebt, adj\u00e4hrtid) 3nbien befudht, ohne \u00dfdh jeboc\u00df l\u00dfer f#aft gu machen. 3u drittel = unb Unterungarn fehlt er, laut SalbamuS, feinem \u00a9algteidk oon einigem Umfange; in \u00a9giften geh\u00f6rt er unter bie geW\u00f4\u00efjn; lidhften \u00a9Meinungen unb hat \u00dfch hiel' mit bem dJtenfd)en oertrauter gemad)t, als nirgenbS anberSWo. $)ie Wenigen Saare, Welche in \u00a3>eutfd)lanb W\u00e4hrenb ber Srutgeit \u00dfdh auf hielten unb beg\u00fcgtid) ni\u00dfeten, hatten \u00dfdh gro\u00dfe, auSgebehnte unb abgelegene Sr\u00fcdje gu ihren d\u00f6ohn\u00df\u00dfen auSerfehen unb trieben hier fo \u00dfid ihr d\u00dfefen, ba\u00df man \u00dfe nur guf\u00e4dig bemerfte; in \u00a9gh\u00dften hingegen lebt berfelbe S\u00f6get in unmittelbarer dc\u00e4l)e ber D\u00f6rfer ober in biefen felbft, unb Wenn \u00dfch I\u00df$r, Wie gew\u00f6hnlich, ein f\u00fcr bie","page":642},{"file":"p0643.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9tel jenl\u00e4uf er.\n643\nS\u00fcffel befitmmte\u00ea Sab Befinbet, barf man mit Sicherheit barauf regnen, einen Xruh\u00df \u00a9tranbreiter in biefer Sache umhertaufen ju fet)en, hat alfo (Gelegenheit, bie fonfi oorftchtigen S\u00f6gel in gr\u00f6\u00dfter Gi\u00e4he 3\u00ab Betrachten, ba fie ben Stenf^en ohne Sebenfen bi\u00a7 auf Wenige \u00a9fritte an ftd^ heranfommen taffen. \u00a9\u00a7 uberrafcfde mich, Wahraunehmeit, ba\u00df biefenigen \u00a9teljent\u00e4ufer, toetd^e ich im inneren Afrifa\u00ea antraf, ungew\u00f6hnlich fcheu toaren, ba ich 2)ie3 nicht einmal an benen Beobachtet hatte, Welche im S\u00f6inter in \u00a9ghpten einWanbern, bie \u00a9een Beziehen unb ft<h h*er oft in \u00a9charen oon jtoei ; big brei; hunbert \u00a9t\u00fcden gufammenfdhlagen. Sbiefe S\u00dfinterg\u00e4fte oerWetlen W\u00e4hrenb ber falten Sahre\u00eajeit an ben einmal erw\u00e4hlten bl\u00e4hen unb flehten nicht im Sanbe umhequftreifen, fhtben freilich h*er auch Sl\u00dce\u00ea, Wa\u00ea fie Beb\u00fcrfen, in reichlichster AugWahl, Werben Wenigfteug im SSinter fo fett, wie fonfi nie. Anfangg April oerfdjWinben oiete oon ben \u00a9een, aber fehr Oiele Bleiben aud; an ihnen Wohnen unb fchreiten jur ^ortpflanaung. Aug ben Seobachtungen, Welche man in \u00a3)eutf<hlanb fammelte, geht heroor, ba\u00df ber SDiai unb ber Augujt bie ,3ugmonate ber \u00a9tel^enl\u00e4ufer ftnb; eg mag aber fein, ba\u00df bie S\u00f6get in Ungarn fr\u00fcher eintreffcn unb bort l\u00e4nger oerweiten, b\u00e4 fte oon \u00a9gppten aug fr\u00fcher auf; Brechen unb baljin fp\u00e4ter aur\u00fcdfehren.\n\u00aeer \u00a9telgenl\u00e4ufer liebt faljige \u00a9eW\u00e4ffer, ohne ftch feboch an fte ju Binben. \u00a9inen \u00a9eeoogel fann man ihn nicht nennen, Aderbtngg fommt aud; er guWeilen an ber SAeeregf\u00fcfte oor unb treibt ftch bann unter S\u00dfafferl\u00e4ufern unb \u00a9\u00e4belfchn\u00e4blern umher; gew\u00f6hnlich aber trifft man ihn in ben erw\u00e4hnten fleinen Steifen ober Sachen unb W\u00e4hrenb ber Srut^eit in ben gr\u00f6\u00dferen Sr\u00fcchen an, bereit SBaffer f\u00fc\u00df ober h\u00f6dfjfteng Bracfig ift. An \u00a9efedigfeit fdheint er ade \u00fcbrigen SBaffert\u00e4ufer ju \u00fcber; treffen: paarWeife fleht man ihn blog W\u00e4hrenb ber gort^ftangungggeit, im Saufe beg \u00fcbrigen ^ahreg ftet\u00ea in @efedfd;aft oon minbefteng fed)g big gW\u00f6lf \u00a9t\u00fcden, unb im Sinter in ben gahtreidjen \u00a9cparen Wie angegeben. (Singetne \u00a9teljenl\u00e4ufer habe id; nur im \u00a9ubahn gefehen, bann aber immer unter anberem \u00a9tranb; unb S\u00dfaffergeflfiget. SDie Heineren (Gefedfchaften fcheinen ftch Wenig um SerWanbte \u00a7u f\u00fcntmern; bie gro\u00dfen B\u00fcge hingegen treiben ftch oft unter folgen unb ingbefonbere unter ben \u00a9\u00e4belfchn\u00e4blern umher: eg mag feboch fein, ba\u00df bie beiben S\u00f6gel in gleicher Seife ergibtge \u00d6ertlidh; feiten mehr ju btefen Sereinigungen beitr\u00e4gt, atg ber \u00a3ang gur \u00a9efedigfeit.\nfeinem Sefen unb Setragen befunbet ber \u00a9tetgenl\u00e4ufer feine gamilien\u00f6erWcmbtfchaft. \u00a9r bewohnt biefelben Oertlichfeiten wie anbere Safferf\u00e4ufer, fuc^t ftch aber, feinen hohen Seinen ent; fprechenb, in gr\u00f6\u00dferer Siefe feine Nahrung. Am dtanbe ber \u00a9eW\u00e4ffer fiept man ihn feiten, regel; m\u00e4\u00dfig oieimehr in einer geWiffen Xiefe beg S\u00f6afferg unb hier entWeber umherWatenb ober auch, unb feinegWegg feiten, fchwimntenb. \u00a9eine \u00a9tedung ift bie eineg Safferl\u00e4uferg, ber \u00a9ang burdpaug nicht Wadeinb unb ungefchidt, Wie man annehmen m\u00f6chte, fonbern ein leidig, gieriidhe\u00ea, gemeffeneg \u00a9chreiten, Wefcpeg ber gro\u00dfen \u00a9d^rttte halber immerhin f\u00f6rbert, ber $lug ungemein leicht unb fd;\u00f6n, geWanbt unb anmutig. Seim Auffliegen fchl\u00e4gt er bie \u00a9<hwingen fd^ned gufammen, Wenn er aber erft eine gewiffe ^\u00f6pe erreicht hat, fliegt er iangfamer unb gem\u00e4chlicher bahin; Oor bem Aieberfe\u00dfen befdhreibt er fcpWebenb einen ober mehrere Sogen. \u00a3)ie langen Seine Werben im ftluge gerabe nadh hinten auggeftredt unb berieten ber \u00a9eftalt beg f\u00efiegenben \u00a9teijeni\u00e2ufer\u00ea etwag fo Seaeidpnenbeg, ba\u00df man ihn nie oerfennen fann. \u00aeie \u00a9timme erinnert an bie anberer Safferl\u00e4ufer, ohne ihr febod; gu gleichen : Salbamug hat fie fehr treffenb burd; bie \u00a9ilben \u201e#uitt, huett, huitt, huett, puitt, huitt, tritt, Witt, Wett, wett\" Wiebergegeben. S\u00e4prenb ber S\u00dfaarunggaeit oernimmt man fte befonberg oft, aber regelm\u00e4\u00dfig nur im gluge ober p\u00f6d;fieng unmittelbar Oor bem Auffiepen.\nS\u00e4ngere Seobachtung beg \u00a9telgenl\u00e2ufer\u00ea lehrt, ba\u00df er au ben fl\u00fcgften \u00a9umpfo\u00f6geln geh\u00f6rt, \u00a9ein Sertrauen bem \u00a9gppter gegen\u00fcber ift oodfommen begr\u00fcnbet; benn fein Araber Wirb ben ihm \u25a0 Wohlbefannten Sogei Oerfolgen ober aud; nur ft\u00f6ren, betrachtet ihn oieimehr mit ^peilnapme unb Sergn\u00fcgen, l\u00e4\u00dft ihn minbefteng gew\u00e4hren. 2)aper fommt eg benn auch, ba\u00df biefer in jebem Stenfdjen ein ihm befreunbeteg SBefen fieht unb bei Ann\u00e4herung beffelben eben nur fooiel au\u00ebweicht, al\u00ea eg ihm n\u00f6thig erfcheint; ein einiger \u00a9dju\u00df aber, Weiter einer fo harmlo\u00ea fidh umhertreibenben \u00a9efedfdhaft galt, macht biefe fofort oorftdhtig unb l\u00e4ngere Serfolgung ade Stitglieber fehr fcheu. 3<h Babe\n41*","page":643},{"file":"p0644.txt","language":"de","ocr_de":"\u20ac44\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9telgoi3\u00e7;el. \u00a9abler.\nmir oft gro\u00dfe SR\u00fche geben muffen, um beibc \u00a9atten etne\u00ea Baare\u00ea gu erlegen, toenn e\u00ea mir anfangs nicht gelungen toar, beibe mit einem \u00a9touffe gu tobten, \u00a9er Berluft be\u00ea treugeliebten \u00a9atten erregt beim itberlebenben bie gr\u00f6\u00dfte Betr\u00fcbni\u00df; aber nur feiten lehrt biefer nad) bem Stuffliegen toieber gu bem get\u00f6bteten gur\u00fcd unb umtreift ihn ein ober mehrere 2Rale, inte fo oiele anbere B\u00f6get gu t^un bflegen. \u00a9ie gro\u00dfe \u00a9d)eu ber ioenigen \u00a9telgenl\u00e4ufer, loelche id) im \u00a9ubal)n beobachtete, erkl\u00e4re id) mir einfach baburdh, ba\u00df ihnen ber SBei^e augenblidlidh auffiel unb at\u00ea ein gef\u00e4hrliche^ B3efen erfchten.\n$erbtl)iere fcheinen bie haubtf\u00e4d)tid)e, too nicht au^\u00dfhlie\u00dfltche Nahrung be\u00ea \u00a9telgenl\u00e2ufer\u00ea gu bilben. Sftan fieht ihn beft\u00e4nbig mit bem gange berfelben befd^\u00e4ftigt, unb gioar inbem er ftc oon ber Oberfl\u00e4che be\u00ea 2Baffer\u00ea auf lieft, gr\u00fcnbelnb in bem \u00a9d)lamme fudfjt ober au\u00ea ber Suft ioegf\u00e4ngt. \u00a9ooiel id) beobachten fonnte, toaren c\u00a3 haubtf\u00e4djlich gliegen, Sft\u00fcden unb \u00fcerfchiebene \u00ae\u00e4fer, fotoie bereu SarOen, ioeld)en ber Bogel nad)ftellt.\n\u00a9a\u00a7 SReft habe ich leiber nicht felbft gefehen, toohl aber (gier erhalten. 3n \u00a9gbb*en br\u00fctet ber SSogel in ben Monaten Styril unb 2Jtai unb gioar im fRiebgrafe, loofelbft er ein fe\u00ef)r funftlofe\u00ea 5Reft anlegen foil. Bon einem amerifanifd)en Bertoanbten berichtet S3 i If on, ba\u00df biefer B%au nichts Slnbere\u00ea ift, al\u00ea eine Sage oon biirrem \u00a9rafe, eben gen\u00fcgenb, um bie (gier oor ber geud)tigleit be\u00a3 \u00a9umpfe\u00ea gu fch\u00fc^en, ba baffetbe aber im Saufe ber Bebr\u00fctung erft orbentlich au\u00eageba\u00fct, b. h- burch $inguf\u00fcgen oon trocfenem Beug, B\u00f6urgelu, \u00a9ra\u00f6halmen unb begleichen oergr\u00f6\u00dfert unb erh\u00f6ht toirb, foba\u00df e\u00ea fd)Iie\u00dftid) ein \u00a9eloicht Oon gtoei ober brei ^3funb erreichen fo\u00fc: ob unfer \u00a9telgenl\u00e4ufer ebenfo oerf\u00e4hrt, oermag ich nicht gu fagen. \u00a9in Sf\u00efef\u00ef, ioelche\u00ea, laut B\u00e4\u00df 1er, im Babe^er Seiche im Hnhaltifchen gefunben tourbe, ftanb auf einer \u00a9chilffufe unb enthielt brei (gier: ba\u00f6 \u00a9elege fcheint alfo nod) nicht oollft\u00e4nbig getoefen gu fein; benn auch bei biefen \u00a9d)ttebfeno\u00f6geln gilt bie Biergal)l al\u00bb Siegel, \u00a9ie \u00a9ier haben ungef\u00e4hr bie \u00a9eftalt berer unfere\u00ea \u00c6iebthe\u00ea, auch gienilich bie gleiche \u00a9r\u00f6\u00dfe, aber eine oiel gartere \u00a9d^ale. 3hrc \u00a9runbf\u00e4rbung ift ein bunfele\u00ea \u00a9dergelb, Olioengr\u00fcn ober Oel= gelb; bie Segnung befielt in toenigen afd)grauen \u00a9d)alenfleden unboielen rotf) = unb fchtoargbraunen, runblichen unb l\u00e4nglichen, gr\u00f6\u00dferen ober Heineren, am biden \u00a9nbe bitter ftel)enben gleden Oon unregelm\u00e4\u00dfiger \u00a9eftalt. Ueber bag Sugenbleben mangelt noch jebe \u00aeunbe.\n\u00a9ie Ungarn [teilen ber ,,\u00a9tordf)fd)nebfe\", toie fie unferen \u00a9telgenl\u00e4ufer nennen, nad), obgleich ba\u00ea glerfdh nicht befonber\u00eb fchmadhaft genannt toerben fanu unb, nach meinen Beobachtungen, eigentlich nur im SBinter genie\u00dfbar ift. 3\u00ab \u00a9g^ten behelligt h\u00f4chfteu\u00ea ber 2kturforfd)er ober ein unn\u00fcfjer Bubenj\u00e4ger bie giertid)en @efd)\u00f6bfe. \u00a9efangene habe ich niemals gefehen unb \u00fcber ihr \u00a9efangenleben auch nirgenbg \u00a9ttoag geh\u00f6rt ober gelefen.\n* *\n*\n2ln bie \u00a9telgenl\u00e4ufer reihen fidf) naturgem\u00e4\u00df bie \u00a9\u00e4bter an, I)\u00f6d)ft eigent\u00fcmliche \u00a9chnehfeno\u00f6gel, toe!d)e oon\u2019ben gorfchern oielfad^ hin = unb hergetoorfen toorben finb, toeil fte nirgenb\u00ea recht Raffen too\u00fcten. \u00a9ie ioenigen Wirten, toeld)e man lennt, \u00e4hneln ftch fehr, nicht blol in \u00a9eftalt unb \u00a9r\u00f6\u00dfe, fonbern auch in g\u00e4rbung unb Beicfmung. \u00a9ie finb mittelgro\u00df, I)od)= beinig, ber Seib ift oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fr\u00e4ftig, ber \u00a3at\u00ea mittellang unb b\u00fcnn, ber \u00dfopf gro\u00df, ber \u00a9djnabel lang, fd;toad\u20ac, fd^mal, abgeblattet unb be^halb bebeutenb breiter al\u00a7 an ber \u00a9bi^e ungemein oerb\u00fcnnt unb entioeber einfach aufto\u00e2rt\u00ea gefr\u00fcmmt ober unmittelbar oor ihr ioieberum abto\u00e4rtg gebogen, burchau^ hart unb glatt, an ben kanten fdjneibenb fcharf, im inneren big auf gtoei gleichlaufenbe Seiftd^en in jeb\u00e9r ^\u00e4lfte, beren untere in bie oberen baffen unb gioi\u00dfhen benen bie Bunge liegt, \u00e4u\u00dferft flach, ber gu\u00df oiergehig, fehr lang, aber oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig ftarf, hoch \u00fcber bie gerfe nadt, bie ^intergehe bei getoiffen Wirten oer\u00ef\u00fcmmert, bei anberen au\u00eagebilbet, ber Borberfu\u00df burch halbe \u00a9cl)toimmh\u00e4ute au\u00eagegeichnet, ber gl\u00fcgel mittellang, fbib^ ^\ter|ie \u00a9dhtoinge bie\nl\u00e4ngfte, ber 3lfterfl\u00fcgel giemlich lang, ber \u00a9chloang gto\u00f6lffeberig, furg unb einfa^ gugerunbet, ba\u00ea \u00dfleingefieber oben gefchloffen, unten bicht unb befe lote bei echten \u00a9djtoimmo\u00f6geln.","page":644},{"file":"p0645.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9\u00e4belfdjn\u00e4bler.\n645\nOer innere Vau weicht Wenig Don bem anberer \u00a9dhnepfenv\u00f6gel ab. Oie VSirbelf\u00e4ute befielt aug viergehn ipalg;, neun SR\u00fcc\u00efen; unb acht big neun \u00a9dhWangWirbetn; bag Vruftbein geigt \u00e4u\u00dfere unb innere VudEjten, 4oe\u00efdC;e teuere bie gr\u00f6\u00dften ftnb; bie .Jpirnfdhale ifi \u00eftein, bag Jpinterhauptgloch gro\u00df unb runbtidh; bem \u00a9hnabel fehlt ber inocfyenge\u00ef\u00efige Vaftapparat. Oie 3\u00abnge ijl furg unb ftumbf, ber 9Jiagen fdhWadhmug\u00efelig.\n2ftan fennt gegenw\u00e4rtig nur Wenige Strten bon \u00a9\u00e4btern; bief eiben verbreiten ftd^ aber \u00fcber viele S\u00e4nber ber \u00a9rbe unb namentlich ber jpeimatgfreig ber europ\u00e4ifdben 2lrt ift fe\u00efjr auggebehnt. (Sine \u00a9dhilberung biefer Wirb ung l^ini\u00e4nglic^ mit ber SebengWeife vertraut machen.\nOer \u00a9\u00e4belfdhn\u00e4bler, ^rumm? ober Verf ehrtfdhnabel, 2Bafferf<hnabet, \u00a9djufiers vogei u. f. W. (Recurvirostra Avocetta) ift einfach, aber fehr anfbrechenb gegeidhnet. Dberfopf, SRacfen unb Ober\u00eejinterfya\u00ef\u00ea, bie \u00a9<hultern unb ber gr\u00f6\u00dfte X^eii ber gl\u00fcgel jtnb fcfywarg, gWei Wei\u00dfe gelber auf ben kl\u00fcgeln unb bag \u00fcbrige \u00a9efteber Wei\u00df. Oag 5luge ift r\u00f6t^licfjbraun, ber \u00a9dhnabel fdhWarg, ber $u\u00df afdjblau. Oag 3Beib<hen unterfdi)eibet fid) nur burct) minber lebhafte F\u00e4rbung. Vei ben jungen fpiett bag \u00a9d)Warg ing Vr\u00e4unliche unb Wirb ber Fl\u00fcgel burd) roftgraue $eber; fanten gegeidhnet.\nVian \u00c7at ben \u00a9\u00e4belfdhn\u00e4bler von SRitteleuro^a an faft \u00fcberall in ber alten 2BeIt gefunben. \u00a9r bewohnt bie l\u00fcften ber \u00dcRorb; unb Oftfee, bie \u00a9atgfeen Ungarng unb SJtittelafieng, befugt Vonljieraug \u00a9\u00fcbeuropa unb \u00dcRorbafrifa, vonbortaug \u00a9\u00fcbdhina unb 3nbien, foil feibft am Vorgebirge ber guten Hoffnung guWeilen bemerft Werben. V\u00dfo er vorfommt, tritt er ftetg in gro\u00dfer Slnga^i auf. 3n unferen \u00a9egenben erfd^eint er im Slpril; feinen SR\u00fccfgug beginnt er im \u00a9eptember.\n\u00a9r ift ein echter \u00a9eevogel; benn er verl\u00e4\u00dft bie $\u00fcfte beg Vieereg feiten unb fatlg eg Wir\u00eflid\u00a9 einmal freiwillig gefehlt, nur bann, Wenn er einen falgigen ober boct> bradfigen \u00a9ee auffudjett Witt. 3m Vinnentanbe geh\u00f6rt er gu ben gr\u00f6\u00dften \u00a9elten^eiten. \u00a9eichte Vieeregf\u00fcften ober \u00a9eeufer, beren Voben fd^Iammig ift, bilben feinen IMufenthaltgort; ba\u00a7er fommt eg, ba\u00df ihn in eingelnen \u00a9egenben 3ebermann fennt, w\u00e4ljrenb er Wenige \u00e4fteilen bavon alg frembartig erfd^eint. 3nt VReere Wedhfelt er, laut \u00fcftaumann, feinen Aufenthalt mit ber \u00a9bbe unb $tut. V\u00dfenn erftere bie VSatten trodfen gelegt hat, fielet man ihn oft eine halbe SUleile Weit von ber eigentlichen \u00ae\u00fcfte, w\u00e4^renb er vor ber $lut gur\u00fcdfWeidhenb, nur am \u00a9tranbe fldEj aufh\u00e4lt, \u00a9r geh\u00f6rt gu benfenigen \u00a9eeV\u00f6geln, Welche 3eber= mann auffallen m\u00fcffen, Weil fie eine Wahre $ierbe ^eg \u00a9tranbe\u00ea bilben. Vei ruhigem \u00a9eben ober im \u00a9tehen h\u00e4lt er ben Seib meift Wagered^ unb ben b\u00fcnnen $atg Sf\u00f6rmig eingegogen. \u00a9ein \u00a9ang ift leidet unb verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig behenb, obgleich er feiten l\u00e4ngere \u00a9tredfen in einem $uge burdhl\u00e4uft, fein $Iug gWar nicht fo fdhneE, Wie ber ber \u00a9tranbl\u00e4ufer, aber immer bodh rafdh genug unb fo eigent\u00fcmlich, ba\u00df man ben Vogel in jeher \u00a9ntfernung erfennen fann, ba bie hohen, herabgebogenen Fl\u00fcgel, Welche mit Weit augholenben \u00a9dljl\u00e2gen bewegt Werben, ber eingegogene ipalg- unb bie langen, gerabeaug geftrecften Veine, fe\u00efjr begeichnenb .finb. Oen fehr auggebilbetcn \u00a9dhwimmh\u00e4uten ent? fprechenb, bewegt ftd) ber \u00a9\u00e4belfdhn\u00e4bler auch in gr\u00f6\u00dferer Viefe ber \u00a9ew\u00e4ffer; er fdhwimmt fehr leidet unb geWanbt unb macht Von biefer ^ertigfeit oft \u00a9ebraudh- Oie hfeifenbe \u00a9timme flingt etwag fdhwerm\u00fcthig, feinelWeg\u00ea aber unangenehm, ber Socfton ungef\u00e4hr Wie \u201eOui\" ober \u201eO\u00fctt\", ber 5j3aarunggruf f lagenb, oft unb rafdh Wieberljolt \u201e^liu\", foba\u00df er gu einem f\u00f6rmlichen 3obeln Wirb.\n\u00a9eW\u00f6hnlid) fieht man ben \u00a9\u00e4belfdhn\u00e4bler im VBaffer, ftehenb ober langfam umhergehenb, mit befi\u00e4nbig nicfenber unb feitlidher Vewegung be\u00ea \u00aeohfe\u00ea Nahrung fudhenb, nidht fetten auch gr\u00fcnbelnb, Wobei er nach \u00a9ntenart mehr ober We\u2019niger auf bem \u00aeopfe fleht. Oer fonberbare \u00a9dhnabei Wirb anberg gebraucht, aig Von ben \u00fcbrigen \u00a9umpfv\u00f6gelti, Wie SRaumann fagt, \u201ef\u00e4beinb, inbem ihn ber Vogel giemlich rafdh nach einanber feitw\u00e4rtg rechte unb linfg h^n; hei'beloegt unb babei bie im V\u00dfaffer fdhwimmenbe Nahrung, Welche burdh bie Seiften an ber inneren \u00a9dhnabelfl\u00e4dhe feftgehaiten W\u00fcrbe, aufnimmt. Oer \u00a9dhuftervogel burdhf\u00e4belt auf btefe SBeife, langfam fortfdhreitenb, bie fleinen 5\u00dff\u00fchen, welche \u00df<h W\u00e4hrenb ber \u00a9bbe auf ben fdhlammigen hatten erhalten unb Von \u00efleinen tebenben","page":645},{"file":"p0646.txt","language":"de","ocr_de":"646\nSDie S\u00e4ufer, \u00a9teljo\u00dfgel. \u00a9abler.\nSBefen buchft\u00e4blid) wimmeln, mtb toenn er mit bem 5lulftfdjen einer folgen fertig tft, geht er an eine anbere. Oft befd)\u00e4ftigt er ftch mit einer einzigen eine \u00a9tunbe lang unb bar\u00fcber. \u00a9eto\u00f6ljnlidf) ftecft er, menu er anf\u00e4ngt, ben \u00a9dmabet gerabegu ini Staffer ober in ben biinnft\u00fcffxgen \u00a9d)lamm unb fdjnattert bamit einige 5lugenblide toie eine \u00a9nte, fabelt aber hierauf gleich loi. Einige toenige fal> id) and) im \u00a9muffe fo \u00fcber bie turnen, naffen \u00a9r\u00e4fer f\u00e4belnb hinfahren, ober im 3Baffer fdfoimmenbe \u00a9efch\u00f6pfe fangen.\" 3$ ha^e biefel \u00a9\u00e4beln bei ben SS\u00f6geln, treize id) am \u00e4ltenfaleh? nnb \u00e4ft\u00f6rilfee beobachtete, and) bemertt, glaube aber, ba\u00a7 fte in fddammigen \u00a9een bod^ noch \u00f6fter gr\u00fcnbeln, alfo mach \u00a9ntenart ben \u00a9chlamnt burchfchnattero, all fabeln.\n2) er \u00a9\u00e4&elfdjn\u00e4bler (Recurvirostra Avocetta). J/4 bet nat. @t\u00f6fje.\nSDer \u00a9\u00e4belfchn\u00e4bler ift, ioeil er ftetl tu \u00a9efe\u00dffchaft lebt, auch \u00fcberall fdjeu unb flieht ben SDtenf^en unter allen Itmft\u00e4nben. 2\u00dfenn man ftch ber \u00a9teile n\u00e4hert, too \u00a3unberte bief er S\u00df\u00f6gel eifrig fcefd&\u00e4ftigt ftnb, ihre Nahrung aufeunehmen, bemerkt man, baff auf ben elften S\u00dfarnunglton bin alle unruhig toerben unb nun enttoeber toatenb unb fd)loimmenb bem tieferen S\u00dfaffer guftreben ober ftch fliegenb erheben unb erft toieber \u00a7ur ^uhe fomrnen, toenn fte ftch aufjer \u00a9dmftoeite toiffen. \u00a9inen oor\u00fcberfahrenben SO\u00dfagen ober einen Leiter taffen fie n\u00e4her heraufontmen; jebe oeib\u00e4dfige SBeioegung bei reitenben ober fahrenben SDtenfdjen oerf<heud)t fte jebod) augenblidtich. \u00a9egen anbere SS\u00f6gel","page":646},{"file":"p0647.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9\u00e4belfcpnabler.\n647\ngeigt ber \u00a9\u00e4belfcpn\u00e4bler burcpau! feine \u00e2uneigung. \u00a9in eingetner mirb niemal! oon bem fleinen \u00a9tranbgetoimmel gum \u00c7\u00fcprer erforen, unb menu fiep einer unter anberen V\u00f6geln nieberl\u00e4\u00dft, Benimmt er ftd^ burcpau! unabh\u00e4ngig oon ber OefeUfd^aft ; nur mit bem \u00a9tetgenl\u00e4ufer finbet, mie fd^ort bemerft, ein einigerma\u00dfen freunbfcpaftlicpe! Verp\u00e4ltni\u00df ftatt. Oie Urfacpe biefer gur\u00fccfpattung fud^t \u00fcftau = mann, unb gemi\u00df mit SRed^t, Weniger in bem mangetnben \u00a9efedigfeit!triebe, al! in ber eigentp\u00fcm= lichen Aaprung\u00fcoeife.\nValb nach i^rer Anfunft trennen fiep bie \u00a9cpm\u00e4rrne in ^\u00dfaare unb Oertpeiten fxd^ auf ben Aifi* fteCCen, am liebften auf fl\u00e4chen, ioetepe mit furggrafigem fRafen bebeeft ftnb unb oon Aufiernfifcpern, A\u00dfaffer; unb \u00a9tranbl\u00e4ufern, SAeerfcptoalben, \u00a9ilberm\u00f6oen u. f. in. ebenfad! gum Giften benupt ioerben, feltener auf Reibern mit jungem ober aufgegangenen \u00a9etreibe, immer aber auf \u00a9treten unioeit ber \u00a9eef\u00fcfte. Oa! Aeft ift eine unbebeutenbe, mit einigen troefenen $\u00e4lntcpen ober \u00a9eto\u00fcrgel aulgelegte Vertiefung; ba! \u00a9elege befteht in ber Aegel au! brei, feltener au! oier, oft uur au! gtoei \u00a9iern Oon ber \u00a9r\u00f6\u00dfe ber unfere! \u00aeiebipe!, birn* ober freifelf\u00f6rmiger \u00a9eftalt, garter, gtangtofer \u00a9cpale, lid^troft = ober olioengelblicper \u00a9runbf\u00e4rbung unb einer au! mehr ober Weniger gahtreid^en, fcpmarggrauen unb violetten Rieden unb f\u00fcnften befiehenben geiepnung. Veibe \u00a9efdC;IedE)ter br\u00fcten abtoeepfeinb etma fiebgepn bi! aeptgepn Vage lang, geigen fiep ungemein beforgt um bie Vrut, umfliegen mit ft\u00e4glicpem \u00a9d^reieit ben SAenfcpen, meteper fiep n\u00e4hert, unb f\u00fchren bie jungen, fobalb fie O\u00f6dig abgetroefnet ftnb, einer S3obenf\u00a3\u00e4c^e gu, metpe ipnen Verfiecfpt\u00e4pe bietet, fp\u00e4ter an gro\u00dfe fpf\u00fc^en unb enblicp, menn fie gu flattern beginnen, an bie offene @ee.\nAuep \u00a9\u00e4belfchn\u00e4bler laffett fich bei geeigneter pflege im K\u00e4fige ha^eTt* 3$ petbe fo\u00efd^c \u00a9efangene freilip nur einmal gefehen, im VpieOgarten \u00ae\u00f6tn n\u00e4mlicp, unb mir, um \u00fcber ba! \u00a9efangenleben berichten gu f\u00f6nneu, bie ^ilfe meine! maeferen ^reunbe! Vobinu! erbitten m\u00fcffen. \u201e^turner\", fo fd^reibt er mir, \u201ehabe ich eine au\u00dferordentliche Vorliebe gehabt f\u00fcr bie befteberten Vemopner ber 9Jleere!f \u00fcfte, unb ftet! mar e! mir ein poper \u00aeettu\u00df, um \u00a9tranbe ber Oftfee, meiner ^eimat, ba! Vpun u^b Treiben ber pr\u00e4chtigen Vranbente, be! Aufternfifcper! unb feiner zahlreichen Vermanbten, inlbefonbere aber be! \u00a9\u00e4belfchn\u00e4bler! gu beobachten, oon jeher mar el mein A\u00dfunfcp, tepteren, biefe 5\u00dferle eine! Vogel!, in \u00a9efangenfehaft gu halten. Allein m\u00e4prenb meine! Aufenipalte! in ber Heimat gelang e! mir nicht, feiner hubhaft gu merben. Oer Vogel, an einigen \u00ae\u00fcftenpt\u00e4pen oon A\u00fcgen gerabe nicht fetten, hutte ftch in f\u00c7olge oon Aacpftedungen unb be! unoerft\u00e4nbigen A\u00dfeg: nehmen! feiner \u00a9ter, allm\u00e4hlich oergogen. Vr\u00fctenbe H\u00e4rchen gu finben, mar unm\u00f6glich, Alte gu fangen, minbeften! fehr fepmierig, gang abgefehen baoon, ba\u00df e! mir mi\u00dflich erfepien, leptere an! gutter gu gem\u00f6pnen nnb bauernb gu erhalten, \u00a9\u00fcblich gelang e! mir, oon \u00a3>odanb au! junge \u00a9\u00e4belfchn\u00e4bler gu ertoerben. SDReine $reube mar gro\u00df, bie \u00a9pannung, ob e! mir getingen m\u00f6ge, bie palbermacpfenen V\u00f6gel aufgubringen, niept gering.\"\n\u201eAu! oietj\u00e4hriger \u00a9rfaprung mei\u00df ip, ba\u00df ber Ourft auep beim milbeften Vpiere, menigften! f\u00fcr eine furge geit, jebe \u00a9epeu befeitigt; mein erfte! Veftreben ioar baper, ba! Verlangen naep Staffer bei ben in fjolge ber ioeiten Steife g\u00e4nglitp ermatteten V\u00f6geln gu beliebigen. Opne A\u00dfeitere! begaben fte ftep gum A\u00dfafferbecfen in bem \u00a9efedfpaft!bauer, ioelcpen icp ipnen gum Aufenthalte angetoiefen patte, tranfen in tiefen giigen, unb begannen aup halb, fiep gu haben unb gu pupen. 3>ept mu\u00dfte icp, morau icp mar; icp gioeifelte feinen Augenblicf anepr, ba\u00df fte auep Aaprung annepmen m\u00fcrben, unb meine Vermutpung marb gur \u00a9emi\u00dfpeit, al\u00ea fie naep gen\u00fcgenber Reinigung unb Abtrodfitung be! burepn\u00e4\u00dften \u00a9efieber! mieber in! A\u00dfafferbecfen fliegen unb feitlicpe Veioegungen mit bem \u00a9cpnabel aulf\u00fcprten. A\u00dfa! fonnte icp nun mopl Veffere! in! SBaffer merfen, at! ba! allgemeine gutter f\u00fcr berartige \u00a9ippfepaft, frifepe Ameifeneier? Oie gmifepen benfelben oorpanbenen Ameifen bemegten fiep im A\u00dfaff er unb gogen bie Aufmerffamfeit ber jungen \u00a9\u00e4bclfpn\u00e4bler auf fiep, unb halb begannen biefe, naepbem fte fiep entfeptoffen, gu foften, fiep reept t\u00fccptig mit ber ipnen mopl bepagenben \u00a9peife gu erquidfett. SAeitte V\u00f6gel tranfen atfo, fte babeten fiep, fte fra\u00dfen, fte tpaten Ade!, ma! man oorl\u00e4uftg oertangen fonnte, furg: e! ging naep","page":647},{"file":"p0648.txt","language":"de","ocr_de":"648\n\u00a3ie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel, \u00a9abler. Sracfjo\u00f6gef.\n2Bunfdf). Slber bie \u00a9rn\u00e4hrung mit SImeifeneiern allein fc^ien mir auf bie Sauer bo<h riid^t recpt erfpriefjlid), auch etma\u00ea gu foftfpielig. 3d) Perfudpte balder, bie SS\u00f6gel an anbere f^ierifd^e \u00c6oft gu gem\u00f4\u00efjnen unb m\u00e4lzte feinge\u00efjadte\u00ea, rope\u00ea f\u00c7\u00efeifd^ unb gang fleht gefd)nittene garte ftifdje, meldie mit Slmeifeneiern Permifd)t in8 SBaffer getoorfen m\u00fcrben. \u00a9ie \u00bbergeben aud) biefe \u00a9toffe, unb fo falj id> benn ber Bufunft pertrauen\u00eaPoll entgegen. Seiber m\u00fcrben mir in einer Radjt brei meiner \u00a9\u00e4bel= fdjn\u00e4bler Pon hatten get\u00f6btet unb fp\u00e4ter nodj einer, fobajj mir Pott fed)\u00ea \u00a9t\u00fcd nodp gmei Perblieben, \u00a9ie aber leben nun aud) bereite feit brei Sauren im \u00a9arten.\"\n\u201e\u00a9egen ben \u00a3>erbjt \u00a7in Ratten bie SS\u00f6gel iljr Sugenbfleib fo giemlid) abgelegt; glekhmopl mar ba\u00ea pr\u00e4chtige @ammtfd;marg ber alten nod) nidpt Por^anben unb ebenfomenig ba\u00ea 2Badj\u00a7thum pollenbet. Rteine SSermut\u00efjung, bafj bie etma\u00ea berbe gleifcpfoft auf bie Sauer bod) nicht gut tpuu m\u00f6chte, fanb id) im Verlaufe ber Seit bet\u00e4tigt, inbem bie \u00a9\u00e4belfdpn\u00e4bler beim \u00a9epen eine gemiffe \u00a9cpm\u00e4cpe in ben g\u00fcfjen geigten, @3 ift Sie\u00ea ein untr\u00fcgliche^ B\u00abd)en, bafj junge SS\u00f6gel bei SRangel an Semegung gu fdpmere\u00ea gutter erhalten. Sei meinen \u00a9\u00e4belfdpn\u00e4blern bemerkte id) nod) aufjerbem Slnfc^mellung an Be^n unb \u00a9elenlen: Raprung\u00eaoer\u00e2nberung mar alfo geboten. \u00a3>hne SBeitere\u00e4 entgog idp nad) unb nad) gletfch unb gifdpe unb lieg bafiir in entfpredpenber Stenge m\u00e4jjig gemeidpte\u00ea SBeiprot reichen, opne jebod) $ifdpe, $leifd) ober Slmeifeneier g\u00e4nglid) meggulaffen. 3t patte mid) mdpt get\u00e4ufd^t. Sie $\u00f6gel gem\u00f4pnten ftdj opne 23efd)merbe aud)\u2019 an biefe Raprung, unb S\u00e4pmung mie gufjanfcpmellung Perloren fiep. B|r SSefinben mar ba\u00ea Porg\u00fcglicpfte, unb ipre Rtunterfeit, ipre gef\u00e4lligen 23emegungen feffelten jept bie Rufmerffamfeit aller 23efud)er, meld)e burd) ipre \u00a9dp\u00f6npeit bt\u00e9per nod) nicpt gefeffelt morben maren.\"\n\u201eSen fl\u00f6tenartigen Ruf, melden ber \u00a9\u00e4belfcpn\u00e4bler in ber ^reipeit h\u00e4ufig au\u00eafi\u00f4fft, pabe id) bei meinen \u00a9efangenen nicpt geh\u00f6rt. Sagegen patte id) \u00a9elegenpeit, genau gu fepen, mie ber SSogel feine Raprung erbeutet. Sftan meint gem\u00f6pnlid), bajj berfelbe foldje in gang ungem\u00f6pnlicper SSeife f\u00e4ngt, unb ift burc\u00a3> bie auffallenbe 23ilbung be\u00ea \u00a9dpnabel\u00ea unb bie mit bemfelben angef\u00fchrten feitlicpen SSemegungen bagu Peranlafjt morben. Siefe feitlicpen Semegungen foKen, fo nimmt man an, Pom \u00a9\u00e4belfdjtt\u00e4bler bei ge\u00f6ffnetem \u00a9d^nabel angef\u00fchrt, unb bie gmifd)en bie \u00a9djnabelp\u00e4lfte geratenen \u00a9eetpiercpen feftge^alten unb oerfcpludt merben. Rad) meinen Beobachtungen, meld)e jeben B^eifel au\u00eafcpliefjen, f\u00fchrt ber SSogel biefe \u00a9eitm\u00e2rt\u00eabemegungen aber nid)t mit ge\u00f6ffnetem, fonbern mit Poll= ft\u00e4nbig gefcploffenem \u00a9dhnabel au\u00ea, unb Sa\u00ea nidjt allein im Staffer, fonbern auch auf bem Sanbe. 3<p m\u00f6chte glauben, baff er f\u00e4bele, um bie gur Nahrung bienenben \u00a3pierd)en aufgufcheudhen, \u00e4hnlidh, mie e\u00ea Bi\u00f6oen ober ^lamming\u00ea thun, menu fie mit ihren $\u00fcfjen fdhnell auf einer unb berfelben \u00a9teile auf; unb niebertreten. Ser \u00a9dhlamm ger\u00e4th baburdh in Beilegung, ber \u00a9ruttb mirb aufgelodert, bie in ihm Perborgenen \u00eepiere fommen gum Borfcpein unb f\u00f6nnen nun ergriffen unb Perfpei|t merben. Saffelbe begmedt ber \u00a9\u00e4bler burd) feine feitlicpen \u00a9djnabelbemegungen. Niemals pabe it gefepen, bdfj einer meiner \u00a9efangenen bie ihm bargereidite Nahrung burd) eine Bemegung nach ber \u00a9eite ^in aufgenommen h\u00e4tte; mit aller Beftimmtpeit aber h\u00fcbe idj beobachtet unb behaupte e\u00eb bemnadh, ba\u00a7 er feine Nahrung ebcnfo mie ein Regenpfeifer ober \u00a9chlamml\u00e4ufer mit ber \u00a9djnabetfpi\u00fce erfa\u00dft unb bann Perfcplingt. Sa\u00a7 er nid)t im \u00a9tanbe ift, biefeibe gu gerpdeln, geigt ber erfie S3lid auf bie eigent\u00fcmliche gorm be\u00ea garten SBerfgeuge\u00ea. Riit biefem Permag er in feiner 3Beife gu fdh\u00e4bigen ; baher fomm^n benn auch niemals K\u00e4mpfe unter ben \u00a9\u00e4blern Por. S\u00dfefen ift ein burdhau^ frieblichel unb h^vmlofel. \u00a9ie behelligen anbere SS\u00f6gel nie, f\u00f6nnen fid) aber audj gegen anbere nicht Pcrtheibigen unb m\u00fcffen be\u00ea^alb mit foldjen gufammengebradht merben, meldbe ben \u00a9inn f\u00fcr ^rieben unb biefeibe Rahmung mit ipnen gemein fabelt, \u00a9\u00ea finb burdhau\u00ea ernpfehlenomerthe \u00aee; fangene, bie auf \u00a9runb Porftehenber Riittheilungen jeber Siebhaber gu ermerben fucljen foUte, menu ibm bie 23efd)affung nur irgenb m\u00f6glich fcpeint.\"","page":648},{"file":"p0649.txt","language":"de","ocr_de":"33rad)Oogel.\n649\nOie gr\u00f6\u00dften \u00a9titglieber ber Bunft ftnb bie \u00a9radh\u00f6\u00f6gel(Numenii), ix>e\u00efdE>e gleidhfant ben Heber; gang oon ihren \u00a9erWanbten gu ben Stiffen nnb fomit mittelbar gu ben 9teihero\u00f6getn gu h\u00fcben fdjehten. \u00a9ie ftnb fc\u00a7\u00f6n geftaltete, fdjlanl gebaute \u00a9cgel mit geftredtent Seibe, langem, b\u00fcnnen l\u00a3>a\u00effe, lleinem $obfe, einem fe^r langen, feiert gebogenen, an ber \u00a9Surgel hohen, nach oorn allm\u00e4hlich oerfchw\u00e4dhten, mit Au\u00eanahme ber dornigen \u00a9pike Weichen @d)nabel, beffert Oberteil etwa\u00ea l\u00e4nger at\u00ea ber untere unb ein Wenig \u00fcber iljn herabgebogen ift, oiergehigen, fchlanlen unb 'fytfytn, bi\u00ea weit \u00fcber bie gerfe hinauf nadten, breitfo^ligen gti\u00dfen, bereu BeheTt burd) eine beut\u00efidje \u00a9bannlfaut oerbunben Werben, gro\u00dfen, fbi^en gt\u00fcgeln, in betten bie erfie \u00a9ct)Winge bie l\u00e4ngfte, gW\u00f6lffeberigem, mittellangen, ab; gerunbeten \u00a9dr\u00e4nge unb berbem, bidhtfdhlie\u00dfenben, lerc^enfarbigen f\u00f6'leingefieber, Wetdhe\u00ea ftch Weber nad) bem \u00a9efdjledjt, nod) nach ber 3ahre\u00eageit unterfd^eibet.\nOie inneren \u00a9ilbung\u00eaoerh\u00e2ltniffe haben wenig Au\u00eagegeichnete\u00ea. Oie \u00a9Sirbelf\u00e4ule befielt au\u00ea gW\u00f6tf \u00a3)at\u00ea ;, neun \u00dct\u00fcdten ?, ad^t bi\u00ea neun \u00a9dhWangWirbeln; ba\u00ea \u00a9ruftbein geigt bie gew\u00f6hnlichen oier ^autbu<hten; ba\u00ea \u00a9eden f\u00e4llt burd) feine S\u00e4nge unb \u00a9d^malheit, ber \u00a9berarmlnodhen burdf bie oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfige S\u00e4nge auf; ber \u00efnoc^engeHige \u00a9aftabparat fehlt; bie Bunge ift int Vergleich gur \u00a9d^nabell\u00e4nge fehr lurg, ber Bwtgenlern nur am jpintertheile oerln\u00f6dhert, ber \u00a9tagen runblidh nnb mu\u00ealetlr\u00e2ftig.\n\u00a9tan lennt Oon bief er nadh au\u00dfen hin Wohl abgegrengten \u00a9rubbe ober gamilie taum ein Oufsenb Arten, Welche ftch f\u00e4mmtlid) \u00e4hneln, \u00a9ie oerbreiten ftd) faft \u00fcber alle bekannten ^he^e ^er \u00a9rbe, leben in ben oerfd\u00dfebcnften \u00a9\u00fcrtetn berfelben unb burchwanbertt theilweife fogar alte \u00a9\u00fcrtel ber \u00a9rbe int Saufe be\u00ea fgahre\u00ea.\nOer \u00a9radjoogel ober \u00a9radier, bie \u00aeorn;, gelb;, \u00a9radf; unb SDopbelfchnepfe, ba\u00ea \u00a9radhhnhn, ber \u00a9Sinb;, \u00a9Setter;, \u00a9ewitter; unb 9tegenoogel, getbm\u00e4her, ber \u00a9ei\u00eaoogel ober .bie Ipimmet\u00eagei\u00ea, \u00c6etlhalen, \u00aetelod) u. f. w. (Numenius arquatus), ber gr\u00f6\u00dfte alter \u00a9<hnebfeno\u00f6get, ift 26 bi\u00ea 28 Bott lang unb 45 bi\u00ea 47 Bolt breit, Woocn freilich 7 bi\u00ea 8 Bolt auf ben \u00a9dhnabet tommen; bie gittigl\u00e4nge betr\u00e4gt 12 bi\u00ea 13, bie \u00a9cf)Wangi\u00e4nge 4*4bi\u00ea 5 Bo\u00dc. Oa\u00ea \u00a9efieber ber Oberfeite ift braun, lichtr oft gelb geraubet, ba\u00ea be\u00ea Hnterr\u00fcdcn\u00ea Wei\u00df, braun in bie S\u00e4nge geftedt, ba\u00ea be\u00ea Untert\u00f4rber\u00ea roftgelblich, braun gefd^\u00e4ftet unb t\u00e2ng\u00eageftedt; bie \u00a9cbwingeu ftnb fbfjWarg, wei\u00df gelautet unb Wei\u00df geflecft, bie brei erften an ber 3>nnenfahne Wei\u00df gef\u00e4umt, bie \u00fcbrigen gadig lichter gefledtt, bie \u00a9teuerfebern auf Weitem \u00a9runbe fchwargbraun geb\u00e4nbert. Oa\u00ea Auge ift buntelbraun, ber \u00a9dhnabet fdf)Warg, an ber \u00a9Surget be\u00ea ttnterfdhnabet\u00ea \u00f6lgrau, ber gu\u00df blei; grau. Oie jungen unterfdheiben ftch &on ben Sitten haubtf\u00e4dhtidh burdh ben turgen \u00a9dhnabet, bie biefen g\u00fc\u00dfe unb bie bl\u00e4fferen gledchen im \u00a9efieber ber llnterfeite.\n\u00a9\u00ea gibt lein Sanb in \u00a9uropa, in Welchem ber \u00a9r\u00f6choogel ttodh nicht beobachtet Worben W\u00e4re; benn im \u00a9orben br\u00fctet er, unb ben \u00a9\u00fcben ber\u00fchrt er W\u00e4lfrenb feine\u00ea Bnge\u00ea. Au\u00dferbem finbet er ftdh im gr\u00f6\u00dften Ohe^e Aften\u00ea nutet benfelben \u00a9ebingungen. Stuf feinen \u00a9S\u00e4uberungen befudht er \u00a9tittelafrita ebenfo regelm\u00e4\u00dfig Wie ^nbien, Wo er im \u00a9eptember eintrifft unb bi\u00ea gum \u00a9t\u00e4rg oerWeilt. 3m \u00a9orbWeften Amerita\u00ea geh\u00f6rt er auch nicht gu ben \u00a9eltenheiten. \u00a9ei un\u00ea gu Sanbe trifft er im Steril ein unb Wanbert bi\u00ea Anfang\u00ea \u00a9tat burdh, lehrt aber f<hon \u00a9nbe fguli\u00ea gur\u00fcd, treibt ftd) giello\u00ea umher unb brid\u00e2t enblidh im \u00a9eptember nach ber \u00a9Sinterherberge auf, Ooran\u00eagefe^t, ba\u00df ba\u00ea \u00a9Setter ung\u00fcnftig ift; benn unter Umft\u00e4nben \u00fcberwintert er auch in n\u00f6rblidhen \u00a9egettben, feltener in Oeutfd); lanb, h\u00e4ufiger in \u00a9ro\u00dfbritannien ober auf ben gar\u00f6ern, bereu \u00a9ud)ten ber \u00a9olf\u00dfrom ei\u00eafrei erh\u00e4lt. 3n \u00a9riedhenlanb fteht man, taut oon ber \u00a9t\u00fchte, in \u00a9banien nadh meinen \u00a9rfahtungen, eingelne \u00a9radho\u00f6gel W\u00e4hrenb be\u00ea gangen 3ahte\u00ea; nt\u00f6glidherWeife ftnb biefe \u00a9ad;giigler 3\u00abnge, Welche nodh nidfit an\u00ea gortbPangung\u00eagefdh\u00e2ft beulen.\nUnter allen \u00a9chnebfeno\u00f6getn geigt \u00dfdh ber \u00a9racher am Wenigften W\u00e4hlerifd) hwftdjtlidh feine\u00ea Aufenthalte\u00bb. 3hm 'ft ie^e \u00a9ogenb red;t, bie \u00a9eel\u00fcfte wie oerfdhiebene \u00a9innengeW\u00e4ffer, bie \u00a9bene Wie ba\u00ea $\u00fcgeltanb. \u00a9Senn man bei ihm \u00f6on einer ^eimat fbrechen Will, mu\u00df man bie \u00efunbra at\u00ea","page":649},{"file":"p0650.txt","language":"de","ocr_de":"650\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9radjo\u00f6gel.\nfo!d)e bezeichnen; beim in iljr, bez\u00fcglich ttt ben aulgebeljnten SDtooren bei hohen Sftorbenl, fteht bal SJtefl, in ihr Wirb er geboren. 2lu\u00dfer ihr binbet er ftdj an Beine OertlichBeit. \u00fc\u00dfon bem SBaffer aul fliegt er auf bal b\u00fcrrfte \u00a3anb, oon biefem auf $elb ober 2Biefe, oonhieraul toieber gurn \u00a9Baffer jur\u00fccf, juft, Wie el ihm einf&ttt. Beittoeilig theilt er mit ber \u00a9umpffcbnehfe, geittoeilig mit bem \u00a9\u00fccBfu\u00df baffelBe \u00a9ebiet. 9)tan Begegnet ihm \u00fcberall, aber nirgenbl eigentlich regelm\u00e4\u00dfig. \u00a9\u00df\u00e4hreitb feiner \u00a9S\u00e4uberung, tnelc^e er ebenfoWohl Bei \u00a9age all Beimacht aulf\u00fchrt, folgt erallerbing! ben allgemeinen Jpeerftra\u00dfen, aber nur im gro\u00dfen \u00a9angen; benn er oerl\u00e4\u00dft bie \u00a9tr\u00f6me unb pfiffe auf teilen Weit, Wenn ihm bagu bie Suft antoanbelt, \u00fcberfliegt auc^ \u00b0hne SBebenBen mittelhohe \u00a9ebirge. \u00a9Bie Bei uni gu Sanbe treibt er el auch in ber 28 interherber ge. \u00a9r geh\u00f6rt gu ben regelm\u00e4\u00dfigen \u00a9Meinungen an\n3) er SSradjbogel (Numenius arquatus). */* ber nat. \u00aer\u00f6\u00a7e.\nben \u00a9een; aber er f\u00e4ngt auch mit bem 3>bil w ber \u00a9teppe ^\u00bbeufchrecfen ober fudfjt fid) an ben felftgen Ufern bel S\u00fcll in Nubien fein flutter : er ift \u00fcberall heimifch-\nBch h\u00b0be ben 23racl)Oogel im hohen \u00a9torben auf feinen \u00a9Wutyl\u00e4\u00dfen gefehen unb am ioei\u00dfen ober-blauen SRile erlegt, in \u00a9giften, \u00a9riechenlanb, \u00a9panien unb 2)eutfchlanb beobachtet, unter ben Oer= fdjiebenartigf\u00efett SSerh\u00e4ltniffen mit ihm oerBehrt unb ihn unter allen UmfB\u00e4nben all benfelben Bennen gelernt. \u00a9d)eu unb borftchtig, mi\u00dftrauifch, felbftbelou\u00dft unb bod) furd)tfam geigt er ftd) ftetl. \u00a9efelliger all oiele anbere \u00a9d)nef>feno\u00f6gei, bilbet er gern Bleine Vereine, unb feine \u00a9BadjfamBeit ber? fammelt ftetl eine \u00a9ftenge minber Bluger \u00a9tranbb\u00f6gel um ihn; er aber gibt fleh bem \u00a9efinbel nur foWeit ab, all el ihm gerabe gut b\u00fcnBt. SDem SocBtone feiner 2lrt folgt er, beantwortet ihn Wenigftenl, um anbere \u00a9timmen beB\u00fcmmert er ftd) nid)t; bie \u00fcbrige \u00a9h^er^e^ l\u00e4\u00dft ihn entWeber gleichgiltig ober fl\u00f6\u00dft ihm Mi\u00dftrauen unb furcht ein. \u00a9)en 2Renf\u00abhen meibet er unter allen Umft\u00e4nben, felbfl am","page":650},{"file":"p0651.txt","language":"de","ocr_de":"Srac\u00dfrojjel.\n651\nSrut\u00dfla\u00dfe, obgleich er hier ftc\u00df ungleich treniger fd\u00dfeu geigt, at\u00f6 irgenb tno anber\u00ea; an ben f\u00fcblic\u00dfen Seen totrb er gerabegu unertr\u00e4glich, treil er f\u00fcr ben S\u00e4ger eilt noc\u00df fch\u00e4blic\u00dferer SBanter if\u00ee al\u00ea jeher $iebi\u00df, ineil er bie Sfluc\u00dft nicht erft bann ergreift, trenn bie \u00a9efa\u00dfr i\u00dfm fc\u00dfon nab > fonbern unter alten Umfi\u00e4nben,'fotnie ftch i\u00dfm ettna\u00ea Serb\u00e4d\u00dftige\u00e4 auch nur non treitem geigt. Oabei unterfc\u00dfeibet er febr richtig gtoifi\u00dfen gef\u00e4hrlichen unb ungef\u00e4hrlichen Seuten, l\u00e4\u00dft einen Wirten ober einen Sauer g. S. nab an ftch \u00dferanfommen, flieht aber feben ibm einigerma\u00dfen attffattenben Stenfc\u00dfen au\u00a7 gr\u00f6\u00dfter Entfernung. Steinen fc\u00dftrargen Oienern gelang e\u00ea riet \u00f6fter a\u00ef\u00ea mir, Srac\u00dfr\u00f6gel gu erlegen, obgleich ich ^ie gr\u00f6\u00dfte Stube gab, bie fc\u00dflauen \u00a9efc\u00df\u00f6\u00dffe gu \u00dcberliften.\nSon biefer feinen Serftanb ebrenben, bem S\u00e4ger \u00e4rgerlichen Sorftc\u00dft abgefeben, erfcbeint ber Srac\u00dfr\u00f6gel bem Seobac\u00dfter al\u00ea ein febr angie\u00dfenbe\u00f6 \u00a9efc\u00df\u00f6bf. Haltung, \u00a9ang, $lug unb Stimme geiebnen ihn ror f\u00e4mmtlidben Sc\u00dfnepfenr\u00f6geln gu feinem Sort\u00dfeile au\u00ea. \u00a9r gebt mit gro\u00dfen Schritten, aber leicht unb gierlich, trie Saumann fagt, \u201eanft\u00e4nbig\", rerbop\u00dfelt, trenn er fd^nett treiter tritt, fte nicht ber 3a\u00dfl, fonbern ber Skite nach unb trei\u00df freh fo rortrefflic\u00df gu f\u00f6rbern; er geht auf bem Sanbe ebenfogut trie im Staffer, tratet oft bi\u00ea an benSeib inbemfelben umher unb fchtrimmt ungegtrungen, fe\u00dfeinbargu feinem Sergn\u00fcgen. Oie^\u00dfatSaumann febr genau beobachtet, unb meine Stabrne\u00dfmungen ftimmen bamit \u00fcberein. Oer $tug ift gtrar nicht befonber\u00e4 fd^nett, aber regelm\u00e4\u00dfig, getranbt unb ber rerfc\u00dfiebenften SSenbungen f\u00e4hig, fcheint auch ben Sogei nicht im geringften gu erm\u00fcben. Sor bem Sieberfe\u00dfen pflegt er eine b\u00fcrge geit lang gu fdbtreben; trenn er ftch au\u00ea bebeutenben ^\u00f6ben \u00dferab= ft\u00fcrgen tritt, giebt er bie gl\u00fcgel an unb flie\u00dft trie ein fattenber Stein faufenb bernieber, h\u00e4lt ftdh aber burch einige gl\u00fcgetfc\u00dfl\u00e4ge unb Slu\u00eabreiten ber Sc\u00dfioittgen noch rechtzeitig auf unb betritt erft nach einigen Sc\u00dftrenfungen ben Soben. Seine Stimme befiehl au\u00a7 abgerunbeten, rotten, flangreic\u00dfen \u00fct\u00f6nen, trelche man ebenfogut mit benen ber $l\u00f6te trie mit benen ber Orgel dergleichen unb burch bie Silbe \u201eSta\u00fc, ta\u00fc\" unb \u201eOla\u00fcib, tla\u00fcib\" att\u00eabr\u00fctten fann. Sie bat, trie Saumann fagt, f\u00fcr riele Stenfc\u00dfen einen eigentb\u00fcmlichen, f\u00fcr ben jagenben Saturforfcher aber einen hoben, unrergleic\u00df; lichen Seig unb barf al\u00ea bie angenebmfte gelten, trelche irgenb ein Sumpfrogel berrorgubringen rerntag. Oer Saut, treiben ber Sradbrogel rernebmen l\u00e4\u00dft, trenn er ftdh rertrautidb unterh\u00e4lt, Hingt trie \u201eOtri, tiri\"; ber Sngftruf ift ein freife\u00dfenbeg \u201e\u00aer\u00e4b\" ober \u201e\u00aer\u00fc\u00df\". S\u00df\u00e4\u00dfrenb ber Sjtaarung\u00eageit l\u00e4\u00dft auch er einen furgen \u00a9efang rernebmen; berfelbe beftebt jebod\u00df auch nur att\u00a7 bem getr\u00f6bnlicben Scttrufe, trelcher in eigent\u00fcmlicher, f\u00fcr midb unbefc\u00dfreiblic\u00dfer Steife rerfdbmolgen trirb.\n\u00a9ingelne \u00a9egeuben Sorbbeutfc\u00dflanb\u00e4 trerben rom Sradbrogel bereite gum Siften benu\u00dft; eigen\u00fc lie\u00df aber br\u00fctet er in n\u00f6rblic\u00dferen S\u00e4nbern unb hier, trie bemerft, bauptf\u00e4c\u00dflich in ber Sunbra. Oie Srutr\u00f6gel treffen auch in Sapplanb ungef\u00e4hr um biefelbe\u00dfeit ein trie bei un\u00a7 unb fe\u00dfreiten halb nach ihrer Snfunft gur gortpflangung. Oa\u00ea St\u00e4nnc\u00dfen l\u00e4\u00dft feinen ^taarung\u00earttf je\u00dft gu jeber Sage\u00eageit, am \u00df\u00e4uftgften aber in ben f\u00fcllen Stitternac\u00dft\u00e4ftunben erfdbatten, unb ba\u00eb Skibc\u00dfen fue\u00dft ingtrife\u00dfen nach einem paffenben .fp\u00fcgelc\u00dfen im Stoore, irelc\u00dfel ba\u00a7 Seft tragen foil. Se\u00dftere\u00a7 ift nie\u00dftg Snbere\u00bb al\u00ea eine Sertiefung im Stofe ober Siebgrafe, trelche mir erfe\u00dfien, al\u00ea ob fte eingebr\u00fcttt unb gerunbet, nie\u00dft aber burd\u00df 2lu\u00a7fd\u00dfarren entfianben fei. 3>n einigen biefer Sefter fanb ic\u00df eine b\u00fcrftige Unterlage ron \u00dferbeigetragenen ^\u00df\u00dfangenftoffen; in anberen trar ba\u00ea Sto\u00ea felbft \u00dfiergu benu\u00dft trorben. Oie rier \u00a9ier ftnb gr\u00f6\u00dfer al\u00ea bie einer \u00a9nte, birn; ober freifelf\u00f6rmig, nie\u00dft gerabe gtattfdbalig, glanglo\u00ea unb auf fd\u00dfmugig \u00f6lgr\u00fcnem, rne\u00dfr ober treniger in\u00a7 \u00a9elbe unb Sr\u00e4unlic\u00dfe fpielenben \u00a9runbe mit bunfelgraueit Unterbetten unb S\u00e4nften, gr\u00fcnlic\u00df fe\u00dftrargbraunen Oberftetten, Stric\u00dfeln unb Sc\u00dfn\u00f6rfeln gegeie\u00dfnet. Seibe \u00a9efc\u00dflec\u00dfter fe\u00dfeinen abtred\u00dffelnb gu br\u00fcten, befunben minbeften\u00ea eine au\u00dferorbent; lie\u00dfe Siebe gur Srut unb fe\u00dfeu ftc\u00df, angefte\u00dft\u00e4 be\u00ea \u00c7einbe\u00ea, trirflic\u00dfen \u00a9efa\u00dfren au\u00ea. Oie Sangen trerben balbm\u00f6glidbft ben Stetten gugef\u00fc\u00dfrt, trelc\u00dfe mit b\u00f6\u00dferem \u00a9rafe beftanben ftnb.\n$erbt\u00dfiere ber rerfe\u00dfieben\u00dfen Srt in allen Seben\u00eaguft\u00e2nben, SS\u00fcrmer, Stufd\u00dfeln, ^reb\u00e4t\u00dfiere, <tuc\u00df gife\u00dfdben ober Surc\u00dfe unb enblic\u00df mancherlei S\u00dff\u00fcmgenftoffe, in\u00ebbefonbere Seeren, bilben bie Sa\u00dfrung ber ertrae\u00dffenen Srad\u00dfer; bie Sungen freffen nur ^erfe unb im bo\u00dfen Sorben au^fc\u00dflie\u00dflic\u00df St\u00fctten unb bereit Sarren. Sn ber \u00a9efangertfc\u00dfaft getr\u00f6\u00dfnt er ftd\u00df halb an ba\u00ea \u00fcblic\u00dfe Erfa\u00dffutter,","page":651},{"file":"p0652.txt","language":"de","ocr_de":"652\n\u00aeie S\u00e4ufer. Steigb\u00fcgel. 3&iffe-\nbefunbet aber immer eine geioiffe Vorliebe f\u00fcr $leifdf uttb geigt ftdf barin bem SbiS \u00e4fnlidf. Sei einiger pflege f\u00e4lt er ftd) fefr gut, gumal in einem gr\u00f6\u00dferen K\u00e4fige ober umfdjloffenen \u00a9efege im freien, geto\u00f6fnt ftd^ fefr fdfnetl an feinen Pfleger ober an anbere Ofiere, mit benen man ifn gufammen; fperrt unb befunbet alfo audf baburdf feine fofe geiftige Segabung.\nOie Sagb ioirb allerorten mit einer geloiffen Seibenfdfaft betrieben, ioeil bie ^lugfeit beS SogelS ben SJbenfdfen ferauSforbert. Seicbt ift fie nidft unb ber 3ufa^ ber befte \u00a9efilfe beS S\u00e4gern. Oer $ang oerffricft am 2iefte fixeren \u00a9rfolg unb gelingt and) oft am SBafferfdfnepfenferbe. Jpier f\u00e4lt ber eifrige SogelfteKer ben Sradfoogel f\u00fcr OaS, loaS ber Sluerfafn ober \u00abipirfcf bent Sager ift, f\u00fcr baS \u00a3\u00f6.dffte feiner S\u00df\u00fcnfdfe. Oie au\u00dferorbentlidfe Sorftdft unb \u00c4lugfeit biefer langbeinigen, fern; ftdftigen \u00a9efetlen beanfprud)t a\u00ef\u00efe Slufmerffamfeit beS \u00c7\u00e2ngerS. \u00a9r barf ftdf in feinem |)\u00fcttdfen nidf)t r\u00fchren, mu\u00df fein Soden genau oerftefen, eS nie gur Ungeit tfun ober fortfefen u. f. to. S\u00dfemt bie fommenbe \u00a9efeKfdjaft nidft gleidf gtoifcfen bie \u00a9arne, fonbern neben benfelben einf\u00e4llt, mu\u00df bie \u00a9ebulb be\u00ea SoglerS eine farte ^\u00dfrobe befielen unb er folange ioarten, bis bie S\u00f6get gu $u\u00dfe au; fommen, ioartet aber oft genug oergebenS, ba fte, je l\u00e4nger fte ftdf in ber ift\u00e4fe bcS \u00a3>erbeS umfer; treiben, mefr unb mefr Serbadft fdf\u00f6ffen unb ftdf bann oft entfernen, anfiatt gu n\u00e4fent. \u201e3lber eS ift aud) feine Heine $reube, f\u00fcnf, fedfS ober nodf mefr folcfer f\u00f6filidfer S\u00f6gel auf einem 3uge unter bem \u00a9arne gabeln gu f elf en.\"\nOaS S\u00dfilbpret beS SradfoogelS unb feiner Serioanbten ioirb mit \u00efftecft fefr gefdf\u00e4ft, fteft aber bem ber toirflidfen \u00a9dfne\u00dffen toeit nacf unb oerbient feinen 2tufm auef nur im \u00a9p\u00e4tfommer, nidft aber im J^erbfte ober im Pr\u00fcflinge. Oiejenigen Sradfo\u00f6gel, toeldfe man im S\u00dfinter in Slfrifa erlegt, eignen ftdf nur gur \u00a9uppe.\n* *\n*\nOie 3beifero\u00f6gel (Herodiae) bilben bie britte 3unft ber Orbnung. \u00a9ie gef\u00f6ren gu ben gro\u00dfen \u00a9umpfo\u00f6geln unb fenngeidfnen ftdf burdf mefr ober ioeniger Mftigen, meift aber langen, geftredten, feitlicf oerfdfm\u00e4dftigten Seib, langen J\u00a3jalS, fleinen \u00aeopf mit langem, ftarfen, biden unb fofen, auSnafmStoeife audf l\u00f6ffelf\u00f6rmig oerbreiterten \u00a9dfnabel, beffen Oberfl\u00e4cfe gr\u00f6\u00dftentfeilS mit einem farten iporn\u00fcberguge bef leibet ift, fofe unb lange, toeit \u00fcber bie\" ffcrfe f inauf nadte Seine mit oier 3e\u00a7en/ ioelcfe beim \u00a9efen f\u00e4mmtlidf ben Soben ber\u00fcfren, torn geio\u00f6fnlidf burdf furge \u00a9pann; faute oerbunben, regelm\u00e4\u00dfig mit fr\u00e4ftigen Uralten betoefrt ftnb, m\u00e4\u00dfig lange, abgerunbete \u00a9dfioingett, entioidelte Slfterfl\u00fcgel* einen furgen, fdfmalfeberigen \u00a9dftoang unb ein ioeidfeS, im gangen flein; feberigeS \u00a9efteber, \u00efoeldfeS ftetS bie 3\u00fcgel unb oft audf baS \u00a9eftdft ober ben ipat\u00bb unbefleibet l\u00e4\u00dft. @ie leben in \u00a9\u00fcm^fen unb feidften \u00a9eto\u00e4ffern, feltener auf trodenem Soben, freffen SBirbel;, S\u00f6eidf ;, ^rebS; unb $erbtfiere, niften an erfabenen Orten, meift auf S\u00e4umen, legen fellfarbige, toei\u00dfe ober bl\u00e4ulidfgr\u00fcne, nidft; ober boef nur bla\u00df gefledte (Sier unb ergiefen eine m\u00e4\u00dfige Slngafl ton Sungen, toelcfe SRefifoder finb.\n2llS Sinbeglieber gtoifdfen ben \u00a9djneffen; unb 2teifert\u00f6geln betrachten Joir bie^biffe (Ibides), oerf\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fleine, aber fr\u00e4ftig gebaute S\u00f6gel mit langem ipalfe, fleinem ^offe, fdflanfem, nidft befonberS fiarftn, aber langen, ftdf eif\u00f6rmig ab\u00eeo\u00e2rt\u00ea gefr\u00fcmmten, ton ber S^urgel nad) ber \u00a9\u00dfi^e gu altm\u00e4flidf Oerb\u00fcnnten, faft malgigrunben \u00a9dfnabel, beffen Oberfiefer eine bis gur \u00e4u\u00dferften \u00a9ptfc gefenbe S\u00e4ngSfurdfe tr\u00e4gt, unb beffen \u00e4ltunbfanten ftumff, aber nidft ioulftig \u00dfnb, fofen, fd)lanfen Seinen, mit giemlidf langen 3efert, beren brei torbere burdf eine fleine \u00a9pannfaut bereinigttoerben unb ioeldfe fdfmale, fladfgebogene, an ber \u00a9fife fefarfe, unten auSgef\u00f6flte Tratten tragen, beren mittlere eine fammartige 3dfnung geigt, gro\u00dfen, breiten, gugerunbeten kl\u00fcgeln, unter benen bie gloeite \u00a9dfioinge bie l\u00e4ng\u00dfe gu fein fflegt unb beren Slfterfl\u00fcgel ftdf burdf feine \u00ae\u00fcrge ober burdf 3er= fdfliffenfeit feiner Gebern auSgeidfnet, furgen, breit abgerunbeten ober ettoaS auSgefdfnittenen, auS","page":652},{"file":"p0653.txt","language":"de","ocr_de":"Allgemeines.\n653\n3 W\u00f6lf Gebern beftepenben \u00a9cptoange un b giemticp berbem, gut fcplie\u00dfenben tteingefieber, beffett garben ftdp \u00fcber gro\u00dfe gelber vertpeilen. Oie Heineren ttftitglieber ber gamilie \u00e4hneln in iprer \u00a9eftalt ben Sracpv\u00f6geln, unterfdpeiben ftdp aber fdpon burdp bie g\u00e4njlicp verfdpiebene g\u00e4rbung unb nodp ntepr burdp ben St\u00e4ngel an 3e^c^>uuri9 ber gebern. \u00a9inige Slrten fatten auf bnrdp bie Stacftpeit bei \u00a9eftcpteS unb HalfeS, eigentp\u00fcntlidpe Sefleibung biefer \u00a9teilen, verl\u00e4ngerte HinterpalSfebern unb ber; gleidpen. Oie \u00a9efdpledpter unterfdpeiben ftdp Wenig, bie jungen nterflidp Von ben Sitten; audp baS \u00a9ommer; unb SBinterfleib fann giemlid) verfcpieben fein.\nSlnS ben Unterfudpungen von $ftii$fdp gebt fervor, ba\u00df ber innere San ber 3>biffe bent ber Sradpv\u00f6gel \u00e4hnelt; baS \u00aeopfgeriift ifi jebodp in allen ^peilen fr\u00e4ftiger, bie \u00a9tirn p\u00f6per unb breiter, bie Slugenfdpeibewanb vottfi\u00e4nbig verfti\u00f6c^evt ; bie SBirbelf\u00e4ute beftept aus f\u00fcnfzehn ober fedpSjepn Halswirbeln ($Wei bis brei mehr als bei ben Sradjv\u00f6geltt), acpt bis neun SrufUunb fieben \u00a9dpWang; wirbeln; baS Sruftbein ift minber fd^m\u00e4c^tig, feine beiben inneren Hmttbudpten fommen ben \u00e4u\u00dferen faft an \u00a9r\u00f6\u00dfe gleidp; viele \u00a3peile \u00a9erippe\u00ea ftnb im \u00a9egettfape ju ben entfprecpenben \u00a9djnepfen; v\u00f6geln ntarfloS unb tuftf\u00fcprenb, fo namentlicp bie Oberarm;, \u00a9coulter; unb Sedenfnocpeit, baS Sruftbein unb bie meiftcn S\u00dfirbel. Oie 3unge ifi eme Weine, breiedige \u00ae\u00fcmmer\u00a7unge, ber SJtygett muSfelig; bie Slinbb\u00e4nne geidjnen fidp auS burdp ipre \u00ae\u00fcr\u00a3e u. f. W.\n3m \u00a9egenfape ju ben \u00a9dpnepfenv\u00f6geln bewohnen bie Sbiffe voqugSWeife bie Warmen \u00a9\u00fcrtel ber \u00a9rbe; nur Wenige Slrten 'fommen audp in gem\u00e4\u00dfigten S\u00e4nberftridpen vor. Stau finbet fte in allen \u00a9rbtpeilen, einzelne Slrten in fepr Verfcpiebenen S\u00e4nbern, anbere innerhalb eines ntepr befdpr\u00e4nften SerbreitungSfreifeS. ^Diejenigen, Weldpe im ttiorben beS \u00a9ebieteS ber gamilie leben, geh\u00f6ren ju ben SBattberV\u00f6geln, bie \u00fcbrigen fireicpen, jebocp mit einer geWiffen 9begelm\u00e4\u00dfigfeit. Sitte Slrten leben mepr ober Weniger im \u00a9umpfe, biefe nape ber ttfteereSf \u00fcfte, jene auf feucpten \u00a9ebirgS; ebenen, einige audp im S\u00f6albe ober in ber bufcpreicpen \u00a9teppe, jebodp immer nur ba, wo eS S\u00e4ume in ber SR\u00e4pe gibt; benn $u bicfen fommen fie WenigftenS beS SlbenbS, um auf ipnen Sladptrupe ju palten. Sitte Slrten, beren SebenSWetfe man fennt, finb \u00a3agv\u00f6gel. \u00a9ie fliegett mit \u00a9onnenaufgang ober Wenige Stinnten fr\u00fcper von ipren \u00a9dptafpt\u00e4^en Weg nadp benjenigen Orten, Wetdpe ipnen ttlapruttg verfpredpen, befdp\u00e4ftigen ftdp \u00fcbertagS, rnpen in ben SJtittagSftunben entweber auf bem Soben ober unb p\u00e4ufiger wopl auf S\u00e4umen, fudpen nadpmittagS Wieberum gutter unb fiepen abenbS gemein; fdpaftlidp ben \u00a9dplafpl\u00e4jjen gu; fte Wanbern audp nur in ben \u00efageSftnnben, nidpt,einmal in monb; pellen ttt\u00e4dpten.\n3n iprem S\u00f6efen unb Setragen paben fie atterbingS nodp S\u00eeandpeS mit ben \u00a9cpnepfenv\u00f6geln gemein; aber bie Slepnlidpfeit ber SebenSweife unb \u00a9itten beiber \u00a9ruppen ift bodp ntepr eine fdpetn; bare als wirflidpe. Oen Sracpv\u00f6geln \u00e4pneln bie 3&iffe, Wenn fte auf bem Soben einpergepett unb tttaprung fudpen; in allem \u00fcbrigen unterfdpeiben fte ftdp von ipnen. \u00a9ie gepen gut, mit gemeffetten \u00a9dpritten, niemals eigentlidp rennenb, fonbern ftetS fdpreitenb, Waten bis jn iprem Seibe inS S\u00f6affer, fdpwimmen, Wenn ipnen bie Suft anfommt ober bie Slotp fte \u00a7Wingt, verp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gut, fliegen langfamer als bie Sradpv\u00f6gel, mit vielen gl\u00fcgelfdjl\u00e4gen, auf Weldpe bann ein l\u00e4ngeres \u00a9leiten folgt, orbnen ftdp niept in bie Zeitform, fonbern bilbett p\u00f6dpftenS eine gerabe Sinie, Wetdpe iprer Sreite nadp bie Suft burdpfdpneibet, fcpWeben vor bem Sliebertaffen nadp Slrt ber \u00a9t\u00f6rdpe unb fu\u00dfen, wie fepon berner ft, Wenn fte nidpt nadp Staprung auSgepen, regelm\u00e4\u00dfig auf S\u00e4umen. 3P^ \u00a9timme entbeprt beS S\u00f6optflangeS unb ift immer bumpf unb raup ober freifdpenb, flagenb unb gettenb, bei einzelnen Slrten p\u00f6dpft fonberbar, bei feinem einzelnen ttttitgtiebe ber gamilie Wirftidp anfpredpenb. Oie \u00a9inne fiepen mit benen ber Sradpv\u00f6gel minbeftenS attf gleicher \u00a9tufe; bie geifiigen g\u00e4pigfeiten r\u00e4umen ipneft bie erfte \u00a9teile innerpalb iprer 3*mft ein. S\u00f6efen unb Setragen feffeln fetbft ben Unfunbigen unb erfl\u00e4ren bie Sereprung, Weldpe einzelne biefer S\u00f6get in fr\u00fcperen 3cWen genoffen ober bie Seadptnng, Wetcpe anberen noep peutigen \u00efageS \u00a7u \u00a3peil Wirb. Sitte 3biffe ftttb gefettig unb Vereinigen ftep niept btoS mit ben Slrtgenoffen, fonbern auep mit frembartigen S\u00f6geln, opne jeboep mit biefett eine engere Serbinbuttg etnjugepen, minbeftenS opne eine folcpe l\u00e4ngere 3eW ju unterpalten, W\u00e4prenb fte","page":653},{"file":"p0654.txt","language":"de","ocr_de":"654\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gel. 3bif\u00eee-\nunter \u00dfd) ftet\u00e9 gufantmenleben, ja, trie eg flehten tritt, ol)ne bie @efettfd)aft anberer il)rer Slrt gar nicht hefteten t\u00f6nnen. die Vereine, treize fie bilben, trennen \u00dfd) feiten ober nie; benn bie meiften SIrten br\u00fcten unb tranbern gemeinfchaftlid) unb bleiben aud) in ber tt\u00f6interherberge in enger SSers binbung; bie trenigen Slrten, treibe ron biefer Siegel eine Stu\u00eanapme h\u00fcben, leben minbef\u00eeen\u00ea paartoeife gufammen.\ndie -Jlahrung fann fe^r ocrfd)iebenartig fein, je nad) ber Oertlid)feit, treidle geitioeilig ober l)auptf\u00e4d)lid) beiro^nt trirb. 3m allgemeinen barf man fagen, ba\u00df bie ^btffe, trie ihre 3unft0er; tranbten, fein df)ier rerfcfjm\u00e4ben, toeld)e3 fie erlangen unb nerfdjlingen f\u00f6nnen. diejenigen, treidle \u00dfd) oorgug\u00f6toeife an glu\u00dfm\u00fcnbungen ober am ttfteere\u00ebftranbe aufhalten, freffen \u00ef)cniptf\u00e2d)\u00efid) $ifd)e, $rebfe unb 2\u00dfeid)tl)iere, bie, treidle am liebften im \u00a9umpfe leben, $ifd)e, Surd)e \u00f6erfd)iebener Slrt unb fleineg 2Baffergetl)ier. 2B\u00e4l)renb beg ^reilebeng oerfd)m\u00e4hen fie tra^rfd^einlicb) jebe $\u00df\u00dfangennal)rung; in ber \u00a9efangenfd)aft aber nehmen fie augnafm\u00fcog fold)e an, ingbefonbere tt\u00f6ei\u00dfbrot, toeld)e\u00ea il)nen ein trader Secferbiffen gu trerben fdf)eint.\ndie 23rutgeit f\u00e4llt mit bem $r\u00fcl)linge ber bez\u00fcglichen ^eimat gufammen. dag \u00fcfte\u00df trirb ftetg im \u00a9egtoeige ber 23\u00e4ume ober @eftr\u00e4ud)e errichtet, regelm\u00e4\u00dfig tro^l ba, tro bie 33\u00e4ume im \u00a9umpfe ober im tt\u00dfaffer ftel)en unb biefeg bie Stnn\u00e4herung erfd)toert. ttiefter, treibe anbere 3S\u00f6gel errichteten, trcrben ron ben ^Ijiffett gern gur 33rut benuj\u00fc unb bann nur ein trenig auggebeffert; n\u00f6tigenfalls aber erbauen fie fid) felbfi fotd)e aug Bl\u00f6eigen, feinen Dieifern, Halmen unb ttBurgeln. dag \u00a9elege g\u00e4l)lt brei big fecpS einfarbige \u00a9ier. db beibe \u00a9atten br\u00fcten, bleibt fraglich ; irol)l aber triffen trir, ba\u00df beibe fich an ber \u00a9rgiepung ber\tbetheiligen. Severe bleiben big gum ^l\u00fcggfein im\nSte\u00dfe, tr erben aber auch nach bem Slugfliegen noch l\u00e4ngere $eit ron ben Sllten gef\u00fchrt, fd)on treil \u00dfe ftch ben Vereinen berfelben anfdhlie\u00dfen. 3hre Slugbilbuttg bebarf minbefteng gtrei 3<tre> mehrere Slrten fcheinen erft im bvitten $r\u00fcl)linge tpreS SebenS fortpflangungSf\u00e4hig gu trerben.\nS\u00dfon nat\u00fcrlichen $einben haben bie 3biffe trenig gu leiben, die gr\u00f6\u00dferen ttiaubr\u00f6gel ergreifen einen unb ben anberen, oh'ne jebod) biel \u00a9dhaben gu thun; bie 9taubf\u00e4ugetl)iere trerben burdh bie Slufenthaltgorte gur\u00fccfgehalten. der \u00a9urop\u00e4er jagt bie SS\u00f6gel nirgenbg eigentlich regelm\u00e4\u00dfig, obgleich ihr fd)mad:hctfteS $leifd) bie 3agb trohl belohnt. Umfo eifriger ift man allerorten, tro 3biffe leben, bebad)t, 3unge gu erlangen unb gu g\u00e4l)men, ba bie gefangenen fid) nicht nur halb an ben 9Jlenfd)en getr\u00f6l)nen, fonbern, danf il)reg SSerftanbeg unb ihrer SiebenSio\u00fcrbigfeit, biefen auch jeher; geit aufg .!p\u00f6d)fte erfreuen.\nder fdhlanfe Seib, mittellange jpalS, ber lange, bogenf\u00f6rmige, rerl)\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig b\u00fcnne \u00a9dhnabel, ber mittellange $u\u00df, ber gien\u00fcidh breite, abgerunbete Fl\u00fcgel, in treldhem bie gtreite unb britte \u00a9dhtringe bie l\u00e4ngfien \u00dfnb, ber rerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig furge \u00a9d)irang unb bie bi<hte 23e\u00dfeberung, ireld)e nur ben \u00df\u00fcgel unbefleibet l\u00e4\u00dft, fenngeid)net bie \u00a9i ch 1 er (Falcinellus), ireld)e in \u00a9uropa burdh ben \u00a9id)\u00efer, \u00a9ichelfchnabel, \u00a9id\u00a3)elreiher ober bie \u00a9cl)trargfd)nepfe (Falcinellus igneus) rertreten trerben. das \u00a9e\u00dfeber ift auf \u00a3>a\u00efS, 33ruft, 23aud), \u00a9d)enfel unb bem Obertpeile ber Fl\u00fcgel faftanienbraunrotl), auf bem \u00a9d)eitel bunfelbraun, mit rotl)em \u00a9chimmer auf bem 9t\u00fccfen fd)trarg= braun mit riolettem ober gr\u00fcnlichem \u00a9chiller; ebenfo fel)en bie \u00a9d)trungs unb \u00a9teuerfebern auS. da\u00ea Sluge ift braun, ber naefte SlugenfreiS gr\u00fcngrau, ber \u00a9chnabel fdhmugigbunfelgr\u00fcn, ber $u\u00df gr\u00fcngrau. 3m S\u00dfinterfleibe \u00dfnb \u00aeopf, SSorber? unb \u00a3>interl)alS fd)trarg, nach unten hin lichter, alle gebern feitlidhtrei\u00df gef\u00e4umt; ber \u00fcbrige dberf\u00f6rper ift fupferfarben unb gr\u00fcn unter einanber gemifd)t, ber \u00fcnterf\u00f6rper rom $opfe an braungrau, die S\u00e4nge betr\u00e4gt 19 bis 23, bie ^Breite 35 bis 38, bie ^ittigl\u00e4nge 13 bis 14, bie \u00a9d)trangt\u00e4nge 3V2 Sott.\nder SSerbreitungStreiS beS \u00a9idf)ierS erftreeft \u00dfdh \u00fcber \u00a9\u00fcbeuropa unb einen gro\u00dfen d()eil Sl\u00dfetT^ unb StorbafrifaS. 3n unferem heimatlichen \u00a9rbtlfeile betoohnt ber 33ogel bie donautiefl\u00e4nber,","page":654},{"file":"p0655.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9 i dj l c r.\n655\nDlu\u00dflanb unb bag f\u00fcb\u00efidhe \u00a9\u00f6len, etnje\u00eftt aud; \u00a9\u00fcbitalien, \u00a9\u00fcbfranfreid; unb \u00a9Manien; in Elften lommt er in allen S\u00e4ubern umg lafpifdje unb fdhtrarge SCReer, in Anatolien, Reiften rtnb \u00abSerien ror; in Slfrifa niftet er an ben n\u00f6rblidjen \u00a9tranbfeen. \u00a9elegentlidj feine\u00ea Bugeg befudjjt er bag innere unb ben \u00a9\u00dfeften 2lfrif ag, bort bem \u00a9tile, ^ier bereifte beg SCReere\u00e8 folgenb; in Snbien bagegen fcpeint er nidjt rorgufommen, ba er mehr bem \u00a9\u00dfeften, alg bem Often angeh\u00f6rt. \u00a9on Ungarn unb \u00a9\u00f6len aug haben fid^ einzelne nad; \u00a9d^\u00efefien, \u00a9Inhalt, \u00a9raunfd;tneig unb anberen beutfdjen \u00a9auen ber\u00dfogen; ja eg ift borgefommen, ba\u00df fotdje Srrlinge Big nad; 2$fanb berfdhlagen m\u00fcrben. 3^ \u00a9gppten h\u00e4lt \u00dfd; ber \u00a9ic\u00a3)ter, trie idE> annehmen barf, jaljraug, jahrein in berfelben \u00a9egenb auf; in Ungarn geh\u00f6rt er gu ben gugb\u00f6geln, meld;e regelm\u00e4\u00dfig \u00a9nbe \u00a9Iprilg ober SBnfang\u00ea SRai aufommen unb im \u00a9lugu\u00df, fp\u00e4tefteng im (September treggiehen. jpier beherbergen ihn alle geeigneten Oertlidh^ feiten an ber unteren Oonau, \u00a9an unb Orau unb gtrar bie gro\u00dfen \u00a9umpflanbfeen unb Reiche, treld;e bon jenen gl\u00fcffen aug geittreilig \u00fcberflutet trerben. \u00a9tranbfeen unb \u00a9r\u00fcd;e ober fdjlammige \u00a9\u00fcmpfe, auch \u00a9Ror\u00e4\u00dfe trerben beborgugt; in ihrer \u00a9R\u00e4lje ober in ihnen felbft br\u00fctet er, in ihnen h\u00e4lt er ftd; auf. Oie f\u00c7l\u00fcge, treidle eine getriffe \u00a9egenb beirohnen, fdheinen ihren \u00a9luf enthalt gu trecbfeln unb Oon einem \u00a9umpfe gum anberen gu fd;tneifen. Oaffelbe gilt f\u00fcr bie \u00a9Sintergeit, tr\u00e4hrenb bie gortp\u00dfangung felbftoerft\u00e4nblidh an ein unb benfelben Ort binbet.\nOer \u00a9icpler f\u00e4llt jebem ^Beobachter auf, obgleich er/ \u00f6ott fern gefeljen, einem \u00a9rad;bogel einiger; ma\u00dfen \u00e4hnelt. \u00a9ei ruhigem \u00a9ange tr\u00e4gt er ben \u00a3alg giemlid; eingegogen, Sf\u00f6rmig gufammen; gebogen, ben Seib oorn aufgericptet, ben \u00a9dhnabel gegen bie \u00a9rbe geneigt; ber \u00a9ang felbft gefehlt mit leichten gro\u00dfen \u00a9dhritten, beren \u00a9ile unb \u00a9Seite ftdh unter allen Umft\u00e4nben gleich gu bleiben fdheint. \u00a9eim \u00a9Rahrungfudhen tratet er gern in tieferem 3Baffer umher, unb trenn eg ihm beljagt, fchtrinimt er, auch ohne eigentlich gen\u00f6tigt gu fein, ron einem Snfeldhen nach bem anberen. 3m fliegen ftreeft er ben \u00a3)alg unb bie g\u00fc\u00dfe gerabeaug unb fdhl\u00e4gt bie Fl\u00fcgel ziemlich fdhneU, in nicht treit aug\u00efjolenben \u00a9dhtringen, fdhirebt hierauf mit ftittgehaltenen gerabe fort unb gibt fiep burdh erneuerte gl\u00fcgelfd;t\u00e4ge trieberum einen \u00a9In\u00dfo\u00df; h\u00f6djft feiten ftef)t man einen biefer \u00a9\u00f6gel allein, fa\u00df augnalrntglog oielmehr eine ziemliche \u00a9Ingaht gemeinfam bahinfliegen, ftetg hoch \u00fc\u00f6er bem \u00a9oben unb bie gange \u00a9djar in eine einzige fange Sinie georbnet, treldhe ihrer gangen \u00a9reite nach fo bicht neben einanber fortgieht, ba\u00df ftch bie \u00a9dhtringenfpihen ber eingelnen fa\u00dft gu ber\u00fchren fdheinen, unb treldhe, trie.\u00a9Raumann fel)r richtig fagt, in ben anmuthigfi fdhl\u00e4ngelnben \u00a9etregungen fortr\u00fcdt. ,,\u00a9g getr\u00e4hrt einen herrlichen \u00a9Inblid, eine lange \u00a9d)ttur foldher \u00a9ogel bie Suft burdhfdhneiben gu fehen. \u00a9Sie ein fabenfliegenber \u00a9ommer, ben ein leifer Sufthaud; quer forttreibt, fdheinen fie bahin gu fchtreben; nicht ftreng in geraber Sinie, fonbern in anmuthigften, manch faltig\u00dfen, fanft auf; unb abfleigenben, alle \u00a9lugenblide rer\u00e4nberteu \u00a9ogen fchl\u00e4ngeft \u00dfe ftdh burdh S\u00fcfte fort, inbem ftch halb bie \u00a9litte, halb bag eine, halb bag anbere \u00a9nbe ober bie \u00a9R\u00e4ume gtrifdhen biefen fenfen ober erheben, ettrag roreifen ober gur\u00fccfbleiben, foba\u00df bie Sinie trellen; ober trogenf\u00f6rmig forttr\u00e4hrenb abtredhfelt, babei jebod; ftetg gefdhloffen unb jeber eingefne \u00a9ogel mit bem neben ihm \u00dfiegenben in berfelben Dichtung bleibt. \u00a9Senn ein foldher 3ug ftdh nieberlaffen unb .Spalt machen tritt, bann erft gemi\u00dft ber lange gaben in \u00a9t\u00fccfe, biefe l\u00f6fen ftch auf, bie eingelnen \u00a9\u00f6gel \u00dfiegen burdh einanber, fangen an gu fchtreben, ftdh in Greifen gu brehen ober eingelne \u00a9d;nedfenlinien gu befdhreiben, unb ft\u00fcrgen ftdh nun mit faufenbem JSpht; unb .Sper; fdhtrenlen eingeln, ober hoch nicht alle in bemfefben \u00a9lugenblide, aber rafdh einanber folgenb unb ein jeber auf feine eigene \u00a9Seife, hernieber. . . . \u00a9eim \u00a9ilben einer foldjen Sinie \u00dfeigen bie \u00a9idhler auf, erheben ftdh in Greifen h\u00f6her unb h\u00f6her, fangen an fortgur\u00fcden, unb ehe man eg ftdh ber\u00dfept, trirb aug bem unorbentlid;en Raufen ber Anfang einer Ouerlinie, ber \u00dfcb gu beiben \u00a9eiten nach unb nach, aber fepr \u00dfhnett, bie \u00fcbrigen \u00a9\u00f6gel anfdhlie\u00dfen, -unb fotrie ber $ug fortr\u00fcdt, \u00dfeht man immer noch halb an biefem, halb an jenem \u00a9nbe anbere \u00a9Sanberungglu\u00dfige \u00dfd; anreihen unb fo bie \u00a9dhnur berl\u00e4ngern.\" Naumann meint, ba\u00df biefe 2lrt gu fliegen blog bon ben tranbernben \u00a9\u00f6geln befolgt irerbe; id; barf, auf meine \u00a9eobaebtungen ge\u00df\u00fc^t, rer\u00dfd;ern, ba\u00df bie \u00a9ichler, trenn \u00dfe fid; in \u00a9Raffen betregen, immer in berfelben \u00a9Seife bahingiehen.","page":655},{"file":"p0656.txt","language":"de","ocr_de":"656\n$)ie S\u00e4ufer, \u00a9telj\u00f6\u00dfgel. ^btffe.\nSDte \u00abStimme tft eitt Reiferer, toenig h\u00f6rbarer Saut, ober eigentlich gar feilt fo\u00efd^er, fortberrt mehr ein \u00a9er\u00e4ufcf), toeld^e\u00e4 tote \u201e9tah\" Hingt, uub nur auf toenig Sc^ritte \u00c7in vernommen toirb. Son ben jungen h\u00f6rt man gutoeilen, aber ebenfalls feiten, noch \u00ab\u00ab eigent\u00fcmliches Bifd^en; anbere Stimmlaute fcheinen bie Sichler nicht ju bepen.\n\u00a3>aS ABefen entflicht bem oben r\u00fccfftchtlicb ber ganzen Familie \u00fcJiitgctheilten. Auch bie Sichler geh\u00f6ren gu ben flugen, Oerfl\u00e4nbigen Slitgliebern ihrer Familie. Sie befunben fcf;einbar einen getoiffen \u00a9rnfi, ftnb aber in SBirflichfeit fehr fr\u00f6hliche, ja fogar iiberm\u00fcthige \u00a9efdj\u00f6pfe, toelche eine getoiffe 9^ecfluft geittoeilig offenbaren unb fte nicht blo^ unter einanber, fonbern auch anberen V\u00f6geln gegen\u00fcber bet\u00e4tigen. An Sorftcht unb Scheu ftehen fte ben \u00fcbrigen Suntpfo\u00f6geln nicht nach: eS h\u00e4lt faft ebenfo fehler, einen oon ihnen, als einen SradjOogel <gu hintergehen. \u00a3)a, mo fte ft\u00abh anf\u00e4ffig gemalt haben ober auch nur ^eittoeilig aufhalten, lernen fte fehr halb bie gef\u00e4hrlichen 2Jtenfchen oon ben harmlofen unterfcheiben, alfo beifpielSioeife begreifen, ba\u00df ihnen ber ungarifche Sauer ebenfotoenig oerberblich toirb, toie ber egpptifche gifler, to\u00e4hrenb fte am 9f\u00e4le, toie an ber \u00aeonau ben S\u00e4ger unter allen Umfl\u00e4nben \u00e4ngftfich meiben. Am Sienfalehfee flogen biefenigen, toelche ich beobachten fonnte, oon bem Schlaffe auS, ftetS in bebeutenber H\u00f6he nach Stellen in ben S\u00fcmpfen, toel^e bie Ann\u00e4herung eine! \u00c7einbeS erfebtoerten ober ihnen bod) freie AuSftdjt geftatteten, trieben ftd) hier to\u00e4hrenb beS Stages umher unb lehrten erfi mit Einbruch ber ^D\u00e4mmerung nach ben 3buhept\u00e4hen gur\u00fccf, regelm\u00e4\u00dfig nach S\u00e4umen, toelche auf Snfeln inmitten beS Sees ober ber ihn umgebenben S\u00fcmpfe felbfi ftanben, ober hoch fonft fchtoer zug\u00e4nglich fchienen. An ben einmal gew\u00e4hlten Schlafpl\u00e4fcen hingen fte freilich mit folder Sorliebe, ba\u00df man nur unter ihnen anjuftepen brauste, um reichlicher Seute getoi\u00df \u00a7u fein, ja ba\u00df felbft toieberholte Sch\u00fcffe, toelche unter ihnen baS h\u00f6d;fte (Sntfefcen heroorriefen, fte nicht zu oertreiben im Stanbe toaren. Oroh ihrer Sorftcht habe ich \u00fcbrigen\u00bb niemals beobachtet, ba\u00df auch fte ftch, toie bie Oorher betriebenen SchttepfenO\u00f6gel unb ^\u00fchnerftel^en, gu ABarnern unb Seitern beS \u00dfteingefl\u00fcgelS aufgefchtoungen h\u00e4tten.\nSe nach ber Oertli\u00f6hfeit unb SahreS^eit n\u00e4hrt ftch ber Sichler oon oer\u00dfhiebenem \u00a9etiler. A\u00df\u00e4ljrenb beS Sommers fcheinen \u00c4erbthierfaroen unb AB\u00fcrmchen, aber auch auSgebilbete \u00c6erbtpiere, inSbefonbere #eufchrecfen, Sibetfen, \u00c4\u00e4fer u. f. to. bie Hauptnahrung auSgumachen; im hinter erbeutet er Stufcheln, AB\u00fcrmer, giften, Heine Surcpe unb anbere ABafferthiere. (Sr burebtoatet, um Nahrung zu fuchen, baS feilte ABaffer ober fliegt auf Siehtoeiben hinaus, fchetnt ftch aber toeniger als anbere Arten feiner Familie in ber Steppe ober im $efbe zu befeb\u00e4ftigen.\nNaumann ftellte zuerft mit Seftimmtheit feft, ba\u00df ber Sichler in (Suropa br\u00fctet, oermochte aber feine auf eigene Seobact;tung gegr\u00fcnbete Sefd)reibung beS ^ortpflan^ungSgefch\u00e4fteS zu geben. Sie erhielten toir c\u00fctfangS ber f\u00fcnfziger Sahre burch S\u00f6benftein. SormalS foil ber Sichler auf ber D\u00eeeiherinfel bei Selgrab unb ebenfo in ben S\u00fcmpfen bei Oppara h\u00e4ufig genifiet haben; als S\u00f6benftein bie SDonautiefl\u00e4nber befuchte, hatte er biefen Ort oerlaffen unb baf\u00fcr unfern beS OorfeS \u00aeupinotoa ftch angeftebclt. \u00aeer Srutplah ioar ein mit bittern 3\u00eeohrtoalb bebeefter Sumpf, in meinem hin unb toieber acht bis gehn $u\u00df hohe ABeibenb\u00fcfd^e ftanben. Auf jenen nifteten bie S\u00f6get, unb gtoar in einer bebeutenben Anzahl, foba\u00df fte immerhin ben feisten Oheil \u00f6eS bort oerfammelten \u00a9efl\u00fcgetS auSmachen mochten. \u00a3u ihren Heftern to\u00e4hlen fte gern alte Hefter ber \u00abeinen Reiher, potfiern fte h\u00f6chftenS mit Stroh beS ftolbenfchilfeS aus, unb machen fte baburch fchon oon toeitem fenntlich. 3h*c brei bis oier blaugr\u00fcnen (Sier, toelche benen einer HauShenne an \u00a9r\u00f6\u00dfe gleichfommen, finb l\u00e4nglich, ftarffchatig, bie F\u00e4rbung ift ein fch\u00f6neS Slaugr\u00fcn, toeldjeS zutoeilen inS Sta\u00dfgr\u00fcne \u00fcberspielt, \u00a9eto\u00f6hnlich ftehen bie Hefter in mittlerer H\u00f6he beS ABeibengefh\u00e4uchS ; hoch finben ftch auch einige tiefer unten unb gar nicht feiten in unmittelbarer tft\u00e4he eines Oberer; ober Scharben; nefteS. AB\u00e4hrenb ber Srutgeit fte\u00c7t man baS bunte \u00a9emifch biefeS oerfc^iebenartigen \u00a9epgelS auf ben hohen Steigen beS \u00a9eftr\u00e4ucheS pen unb erfennt bie \u00abRifipl\u00e4fce nicht bloS an biefen Serfamnt; lungen, fonbern auch baran, ba\u00df baS \u00a9eftr\u00e4uch bur<h \u00d6en fd^arfen Unrath feiner St\u00e4tter ent; bt\u00f6\u00dft ift.","page":656},{"file":"p0657.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9tcpler. \u00a9cparlacptbtg.\n657\n\u00aeurd) Sermitttung beg Xpiergarteng gu ^5eft fann man je^t in jebem ^r\u00fcpjapre tebenbe \u00a9icpler gu fepr geringen greifen erhalten. \u00a3>ie jungen Serben lurg bor bent Slugfliegen aug bem Scefte gehoben unb mit S\u00f6ei\u00dfbrot nnb etmag $leifcp gro\u00df gef\u00fcttert, lernen halb felbft\u00e4nbig freffen, Serben naep turnet 3eit \u00fcberrafcpenb galant, l\u00f6nnen maprfcpeinlicp and) ebenfogut mie anbere Wirten ber Familie gum Slug; unb \u00a9infliegen gem\u00f6pnt merben. 2)tit nieberem \u00a9efl\u00fcgel Vertragen fie fiep fe^r gut; bem [tarieren freieren fie aug, unb fie iprerfeitg beulen nid^t baran, fcpm\u00e4djere SS\u00f6gel gu bel\u00e4ftigen.\n3n Stieberungarn mirb ben ^uttgeit trie ben Sitten nac^gef\u00eeeUt, meil man bag fepmadpafte $teifcp gern f\u00fcr bie \u00df\u00fccpe benupt.\nStadtpeit beg \u00a9efiepteg ift mopt bag .ipauptmerlmal beg \u00a9cparlacpibig (Ibis rubra), metepen man neuerbingg gum Sertreter einer befonbereu \u00a9ippe erhoben pat; benn im \u00fcbrigen \u00e4hnelt biefer SSogel bem \u00a9icpler big auf bie unbebeutenben Serfd\u00dfebenpeiten in $l\u00fcget; unb \u00a9cpmangbau : fo i|t g. 33. nid;t bie gmeite, fonbern bie britte \u00a9cpminge bie l\u00e4ngfie. SDag \u00a9efieber beg alten Sogetg ift gleichm\u00e4\u00dfig lebhaft fd^arlad^rot^ ; nur bie Slu\u00dfenfapnen unb bie \u00a9pipen ber Snnenfapnen ber \u00a9cpmungfebern ftnb fepmargbraun. 2)ag Sluge ift gelb, ber \u00a9cpnabet an ber \u00a9pipe br\u00e4unlich, an ber S\u00f6urgel, mie bie nadte \u00a9tirn, \u00dfeple unb B\u00fcgelgegenb fleifdEjrot^, ber ftu\u00df etmag lichter, alfo fleifchgelb. \u00aeie S\u00e4nge betr\u00e4gt 24, bie ^ittigl\u00e4nge 10, bie \u00a9cpmangl\u00e4nge 3 3dd. Seim jungen S\u00f6get ift bag \u00a9efteber auf bem St\u00fcden bla\u00dfbraun, bag ber Unterfette mei\u00dflkp; bag nadte \u00a9eftept unb bie Seine fehen fleifchfarben aug; ber \u00a9djnabet ift gelblich- Scacp ber erften SJtaufer mirb bie $arbe lichter, graulicher, mit ber gmeiten [teilen fiep bla\u00dfrofenrethe gebern ein, meldje mit jeber \u00dcRaufer eine bunflere F\u00e4rbung belomnten, big fte ing pracht\u00fcoCCe \u00a9djarlacprotp ber alten S\u00f6gel \u00fcbergehen.\nSRittetamerila unb ber Sterben non \u00a9\u00fcbamerifa big gunt Slmagonenftrome ftnb bie Jpeimat beg \u00a9cparlacpibig; non hier nerfliegt er ftdp gumeilen, immer aber [ehr feiten, nad) bem \u00a9\u00fcben ber Ser; einigten \u00a9taaten: 31 ububon berftd)ert, ba\u00df er nur brei biefer S\u00f6gel in ber Freiheit gefehen habe. 2luf ben Antillen lomrnt er an geeigneten Orten \u00fcberall nor, gem\u00f6pnlicp in [ehr gro\u00dfen \u00a9eparen; in \u00a9utyana ift er p\u00e4tiftg. \u00aeie Slrabienliifte, fagt \u00a9cpontburgl, befteht aug angefd)meinmtem Sanbe, melcpeg in feiner 3erfepnng einen p\u00f6cpft fruchtbaren, \u00fcppig mit betriebenen S\u00dfangen bemad\u00dfenen Soben bilbet; biefe Sangen berleipen ber flauen Stifte einen mahrhaft gauberiftpen Steig. Oerfelbe Jnivb butep gaptreiepe, bunt gentifdpte gerben beg \u00a9djarladjibig, ber \u00a9belreiper, beg rofenrotpen S\u00f6fflerg, beg f\u00abhonen ftolgen glammingg, fomie einer SRenge anberer SBafferb\u00f6get gep\u00f6ben; fie bilben ben reigenbften \u00a9aum gu bem ftep bapinter entfaltenben reidjen Oeppicpe. Seim \u00a9intritt ber SRacpt fliegen bie gapllofen milben gerben unter m\u00fcftern, milben \u00a9efeprei, aber naep Slrten gefonbert, ben gr\u00fcn;\nbelaubten \u00a9eb\u00fcfdjen ber \u00df\u00fcfte gu, um Port bie \u00a9bbe ober ben borgen abgumarten__________________ S\u00f6enn\nftep eingelne \u00a9efeUfcpaften erpeben, befonberg beim Slnbrucpe beg Oageg, um iprem Staprunggorte gugufliegen, bann orbnen fiep bie Sbiffe in regelm\u00e4\u00dfigen Ouetreipen neben einanber unb gem\u00e4pren einen perrlid;en Slnblid. Sin bem \u00dfiiftenfaume ober in ben SR\u00fcnbungen ber $l\u00fcffe paben fte ipre beftimmten \u00a9ebiete, in benen fte auf; unb nieberftreiepen ober im \u00a9cpilfe niften. Son ben erfteren tr\u00e4gt bann jebe eingelne gem\u00f6pnlicp biele Slefter, unb biefelben fd;einen meprere Sapre benupt gu merben. SDtit ben tteinen mei\u00dfen \u00a9ilberreipern leben fte m\u00e4prenb ber Srutgeit in beft\u00e4nbigent \u00a9treite, ba fie biefe oft aug ipren Sceftern bertreiben unb leptere in Seftp nepmen. \u00a9agra gibt an, ba\u00df ber \u00a9cparlacpibig im Oegember unb Januar brei ober oier gr\u00fcnlicpe \u00a9ier legt, unb \u00a9epomburgl berieptet, ba\u00df bie Sitten ben jungen bag gutter naep 9lrt ber ^elefane, alfo im \u00a9d^nabel gutragen, am Scefte angetommen, ben \u00a9djnabet auffperren unb bie jungen einlaben, ftep bie oorgem\u00fcrgte Slgung mit iprem \u00a9d;nabet perauggupolen .... Sltg auffadenb pebt berfelbe gorfeper nodp perbor, ba\u00df bie\nSte^m, Uljterle\u00f6en. IY.","page":657},{"file":"p0658.txt","language":"de","ocr_de":"658\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9tetgoBgel. griffe.\njungen nad; bem \u00eetulf\u00efiegen fiep in \u00a9efettfcpaften oereinigen, n?e\u00efd;e fid; nicpt unter bie ber 2tlten mifcpen, fobaf? man alfo ftet! bie fdjarladmotpen unb bie grauen S\u00df\u00f6get gefonbert antrifft.\n9tudp bte @d>arlad)ibtffe taffen fiep fepr teicpt Ritten unb Serben belpalb oft int K\u00e4fige ober ooit ben Snbiern unter bem \u00fcbrigen \u00a9efl\u00fcgel, mit metcpem fie ipre J\u00fctten gieren, gehalten, \u00a9ropbem geh\u00f6ren fie in ben \u00a9Tierg\u00e4rten \u00a9uropa! nocp immer gu ben Seltenheiten. @ie leben nad) 5lrt ihrer Sermanbten fepr gut unter allerlei \u00a9eft\u00fcget unb litten aud) bie \u00a9efangenfd;aft jahrelang aul. \u201e9tuffaftenb ift\", [cpreibt mir Sobinul, \u201eba\u00a7 ba! tleib bel Sogei! bei un! niemat! bal pradptootle \u00a9cpartacprotT erh\u00e4lt mie in Slmerifa. \u00a9aprung unb \u00a9langet an ber gt\u00fcpenben Sonne ber Sknbe; freife erft\u00e4ren \u00a9)al. \u00a9emertenl\u00efoertp aber fdpien mir golgenbe! gu fein, \u00a9in Soget, me\u00efdpen idp int tteberganglfteibe erhielt, brachte einige Gebern mit, ineiche fdpon in Stmerifa gemadpfen maren. \u00a9ie fapen bunfetrotp aul, m\u00e4prenb bie in \u00a9uropa nadpfommenben bte hellrothe F\u00e4rbung erhielten. \u00a9)er 3bi! mar alfo grau, hellroth unb bunfetrotp gefcpedt, ooltft\u00e4nbig breifarbig.\" 3n ber Siegel fontnten bie \u00a9d)ar\u00efadpibiffe at! Sunge nad) \u00a9uropa unb ermatten gmei 3apre fp\u00e4ter ihr aulgef\u00e4rbteg t'teib, niemat! aber ein! oon foirer Fracht mie e! bie in 2tmerifa \u00a9et\u00f6bteten nocp im \u00a9alge geigen. 3m \u00a9Tiergarten gu Sonbon pat ftd) ein S\u00dfeibdpen mit einem meinen 3bi! gehaart unb ein \u00a9i gelegt.\n3n bem \u00a9itftrome erfannte bal finnige Sotf ber Sparaoiten ^en \u00a9ringer unb \u00a9rTa\u00efter a\u00efle\u00ea Sebenl, unb belTatb erTob el ihn gut* \u00a9ottpeit. \u00a9>iefer Stuftet entfprechenb, mufjte aud; ber mit ben fcTmettenben gtutpen in \u00a9gpptentanb erfdTeinenbe 3bil, ber ftdpere t\u00fcnber unb \u00a9urge, bafj ber alte \u00a9ott mieberunt feinel \u00a9egenl g\u00fcttporn \u00fcber bal burftige Sanb ergie\u00dfen merbe, gu Tol;er Stcptung unb \u00a9pregetangen, muffte gleid)fam fetbft all \u00a9ott erlernen. Sttfo Teiligte man ben S\u00f6get unb forgte baf\u00fcr, bafj fein oerg\u00e4ngtid)er Seib burcT ber ^riefter T\u00b0Te tunft ber \u00a9ermefung entpoben unb f\u00fcr 3apr; taufenbe aufbemaTrt merbe. S\u00dfie bei \u00a9ienfcpen Seidpnam m\u00fcrbe ber bei S\u00f6get! einbatfamirt, unb gleidpmte man \u00fcber bem \u00a9argfteine, metdper bei t\u00f6nig! \u00a9httnie umfd;lo\u00a7, einen \u00a9erg auftp\u00fcrmte, fo errichtete man audT f\u00fcr ben S\u00f6get ein \u00a9rabmat, eine ber \u00a9pramiben, metd)e mir bie Oon \u00a9afapra nennen. #ier ftnbet man bie oon Urnen umfcTtoffenen ober audT in Kammern fcpid)tenmeife auf; geftapetten \u00a9tumien gu \u00a9aufettben, unb e! nimmt uni bei ber befannteit \u00a9Tatfache, bafj faft nie eine SogetteidTe gefunben mirb, S\u00dfunber, mie e! fetbft im Saufe Oon 3aprtaufenben m\u00f6glich m\u00fcrbe, fo oiete 3bi!teid)en .gu fammeln. \u00a9>af) bie atten \u00a9dTriftftetler oiet oon fotzen \u00a9Tieren gu erg\u00e4ben mu\u00dften, ift leicht erft\u00e4rlicp; b\u00e7r Sftuprn bei 3bil m\u00fcrbe nidpt bto! oon \u00a9gpptern, fonbern aucp oon gremben, meldTe ba! S\u00dfunbertanb befudTten, oerf\u00fcnbet.\n\u00a9teiu \u00a9ruber Tat bie 3\u00a9achridhten ber mitten \u00fcbeiftcptlid; gufanuuengeftellt mie folgt: #erobot erg\u00e4Ttt, ba\u00a7 ber 3bi! ben \u00a9)rad;en, ben ftiegenben \u00a9drangen unb anberem Ungeziefer \u00a9gppten! auf; lauere, unb gmar am Slulgange ber \u00a9T\u00e4ter, fte tobte unb belTatb bei ben SemoTnern bei Sanbe! in gro\u00dfen \u00a9Tren geTatten merbe. ^Diejenigen, metcTe mit ben \u00a9cptangen f\u00e4mpften, f\u00e4Ten fd;ioarg au! (Siebter?.), biejenigen aber, metche ftch meTr um ben \u00a9tenfdpen aufTietten \u2014 bentt e! g\u00e4be gmeiertei Sbiffe \u2014 feien am \u00a3atfe unb topfe gang nadt, bie gebern ihre! Seibel gmar meif, aber topf, \u00a3al! uub bie \u00a9nben ber gt\u00fcgel unb bei \u00a9cpmange! fcTmarg. \u2014 Stubere \u00a9dTriftftetler oeroottft\u00e4nbigeu biefe \u00a9age. 3\u00a9adT einigen foil \u00a9terfur, ber \u00a9rftnber ber t\u00fcnfte unb \u00a9efepe, bie \u00a9eftalt bei 3bi! an; genommen Taben. D 0 i b, ber ben alten \u00a9agen treu bteibt, oerbirgt im \u00a9treite ber \u00a9\u00f6tter mit ben Stiefen ben \u00a9terfur unter ben gt\u00fcgetn eine! 3&i3- \u00a9icero gr\u00fcnbet feine 5tnfidpt auf bie \u00a9rg\u00e4Ttung bei iperobot, unb audp Slining in feiner \u00a9aturgefdjidpte beft\u00e4tigt, ba\u00a7 bie \u00a9gppter bei 3tnfunft ber \u00a9dTtangen anb\u00e4cTtig ben 3bil anriefen. \u00a9)er \u00a9efdridTtlfcpreiber SofepTu! berichtet uni fogar, bafj \u00a9tofel, at! er gegen bie Stetpiopier gu gelbe gegogen, 3biffe in t\u00e4figen au! Sappru! mit fidp genommen pabe, um fie ben \u00a9cplangen entgegenguftetten. Sou ben oielen gabeln mill id; pier nur","page":658},{"file":"p0659.txt","language":"de","ocr_de":"^eiliger 3bi\u00a7-\n659\neinige andren. fUiniug unb \u00a9a\u00efen g. V. ^reiben bent Bbt\u00e9 bie \u00a9rfinbung beg \u00c4ltjttrS gu, nnb \u00a9rfterer fagt: \u201e\u00a3)ieg ftnb aber noch nicht alle \u00a9achen, Worin ber SDlenfd^ nur ein \u00a9dottier oon ben Vent\u00fcpungen ber St^iere ift.\" Stad) fHutard) brauet btefer Bbig pm \u00aeliftirgeben nur falgigeg S\u00f6affer. f$i er\u00e4ug erg\u00e4bt ebenfallg Wunberbare ^Dinge \u00f6on bem SSogeL SRadE> feinem Seriate Mme ber Vaftligf aug einem Bbt\u00e9ei ferrer, bag don bem \u00a9ifte aller ber \u00a9drangen, bie ber Bbig oer; ge^rte, entfi\u00fcnbe. \u00c6rofobile ober \u00a9erlangen, Oon einer Bbt\u00e9feber ber\u00fchrt, blieben burd) Vergauberung unbeweglich ober W\u00fcrben augenblicflid) get\u00f6btet. Boroafter, \u00a3)emofriteg unb ^S^ilo paben biefe SOt\u00e4rcpen fortgepflangt unb \u00efjingugef\u00fcgt, bag bag Seben biefer g\u00f6ttlichen V\u00f6gel oou augerorbenfc lieh langer Waiter, ja bag ber Bb\u00fc fogar unfterblid) fei; fte fi\u00fcjsten fiep babei auf bie Beugniffe fcer ^Sriefier Oon ipermopolig, Welcpe bem Slpion einen Bbt\u00e9 Oorgegeigt h\u00e4tten, ber fo alt geWefen lo\u00e4re, bag er niept mehr fterben tonnte! \u00aeie Nahrung beg Bbig, Wirb ferner erg\u00e4bt, unb in biel fp\u00e4terer Beit lieber erg\u00e4hlt, befiehl in \u00a9drangen unb frieepenben ^^ieren. ,,\u00a9r hat\", bemerft 39eIon, \u201eeine fehr ^efttge Vegierbe nach \u00a9d^langenffeifd^ unb \u00fcberhaupt einen S\u00dfiberWillen gegen alle friechenben Vpiere, ntit benen er ben blutigjten \u00aerieg f\u00fchrt, unb bie er auch, Wenn er gef\u00e4ttigt ift, both immer gu tobten fudht. \" 2)ioboroon\u00a9iciIien behauptet, bag ber Bbig Vag unb Stacht am Ufer beg S\u00dfafferg fpagiere, auf bie friechenben Vpieoe lauere, ipre \u00a9ier auffudhe unb nebenbei \u00ae\u00e4fer unb \u2022Speufcprecfen auftreibe. V)er Vogel f\u00e4rne opne \u00a9epeu mitten in bie \u00a9tragen. SRach anberen \u00a9eprift; fte\u00fcern foil er fein SRef\u00ef auf \u00abPalmenb\u00e4ume bauen unb eg mitten gwifepen ben fiedhenben \u00abBl\u00e4ttern anbringen, um eg gegen ben Singriff feiner f^einbe, ber \u00c4afcen, in Sicherheit gu fepen. \u00a9r foil bier (gier legen unb fiep begiiglich ber BapI berfelben nach bem SJionbe rieten, \u201ead lunae rationem ova fingit\u2018. Sludh Slelian bringt ben Bbi\u00ea mit bem SJtonbe in Verbinbung, fagt, bag er bem SJ\u00ceonbe geWeipt fei, unb bag er ebenfobiel Vage gunt Slugbr\u00fcten feiner Bungen gebrauche, alg ber \u00a9tern ber Bft\u00e9/ um feine SBanblunggbahn gu burdhlaufen. \u2014 Sir i ft o tel eg, ber t\u00fcdhtigfte Staturbeobacpier beg grauen SUterthumg, fpottet bereitg \u00fcber mandherlei irrige Vorftetlungen, Welcpe man bon bem Bbig\u2019 hatte, g. S3, bar\u00fcber, bag er bon jungfr\u00e4ulicher Feinheit fei. (gicero bemerft \u00fcber bie g\u00f6ttliche Verehrung beg 3bi3, bag bie (ggppter biefelbe nur foldhen Vpieren gu Vpeil Werben liegen, Welcpe ihnen Wirflicp Stufen berfchafften; Bubenal eifert gegen biefen \u00a9\u00f6penbienft unb rechnet ben \u00a9gpptern bie Verehrung biefer S3\u00f6gel gerabegu gum Verbrechen an.\nbfeibt fraglich/ ob bie \u00a9gppter ben Bbi\u00ea Wirflicp Wegen ber Vertilgung ber \u00a9drangen unb Slufreibung anberen Ungegieferg ober Wegen feineg \u00a9rfepeineng gur Beit ber \u00a9tromfcpwelle berehrt haben. \u00abDl\u00f6glicperWeife War f\u00fcr fte bie Slnmutp, \u00a9em\u00fctplicpifeit unb Klugheit beg Vogelg audh ein VeWeggrunb mit, ihn hoch gu halten.\n\u00aeer he t Ir g e Bbig (Threskiorais religiosa) toirb alg Vertreter einer befonberen \u00a9ippe angefehen, alg bereu \u00dfenngeiepen ber im Sllter naefte \u00aeopf unb \u00a3atg unb bie am (gnbe gerfdpliffenen \u00a9dhulterfebern gelten. V>ag \u00a9efieber ift ber \u00a3auptfacpe nach &>eig, unter ben gl\u00fcgeln gilblich; bie \u00a9cpwingenfpifcen unb bie \u00a9chulterfebern ftnb blauIicpfcpWarg. V)ag Sluge ift farminroth, ber \u00a9chuabel fcpwarg, ber gug fcpwargbraun. \u00aeie nadfte fdpWarge #aut beg \u00a3alfeg f\u00fchlt ftch fammtig an unb f\u00e4rbt merflidh ab. S3eim jungen Vogel ftnb \u00aeopf unb \u00a3alg mit bunfelbraunen unb fcpw\u00e4rglicpen, Weigger\u00e4nberten Gebern befleibet\" bie $eple unb bie untere Jgj\u00e4lfte beg jpa\u00effeg Weig, wie bag \u00fcbrige \u00a9efieber, mit Slugnahme ber ebenfallg fepfeargger\u00e4nberten unb fcf)toarg gugefpi^ten \u00a9chiringen. Stach ber erften SOtaufer erhalten bie Bungen bie geraffenen \u00a9dhulterfebern; ^opf unb \u00a3alg bleiben aber noch befiebert: bie Fahlheit biefer \u00a9teilen geigt ftch erft im br\u00fcten Sebengjahre. Vei alten V\u00f6geln betr\u00e4gt bie S\u00e4nge 28 big 29, bie \u00a9reite 51, bie gittigl\u00e4nge 13 big 14, bie \u00a9chtoangl\u00e4nge 6 Boll,\nSluffa\u00ef\u00efenbertoeife befucht ber 3bi8 gegenw\u00e4rtig \u00a9gppten nicht mehr, Wenigfteng nicht mehr regelm\u00e4gig ; eg erfcheint hier gWar guWeilen einer biefer V\u00f6gel, ber aber mug-alg feltener Bvrling angefehen Werben. Sll\u00ea SSote unb Verf\u00fcnbiger beg fteigenben Stilg tritt er erft im f\u00fcbtidhen Stubien auf. Unterhalb ber \u00a9tabt SOlud^ercff (18\u00b0 n\u00f6rbl. Vreite) habe ich nie einen beobachtet; fdfwn bei\n42*","page":659},{"file":"p0660.txt","language":"de","ocr_de":"660\n\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. 3&iffe.\n\u00a9partpum aber Br\u00fcten einige f\u00dfaare, unb Leiter f\u00fcblid^ geh\u00f6rt er gu ben geW\u00f6pntidpen \u00a9rfdpeittungen. 3m \u00a9ubapn trifft er mit beginn ber Stegengeit, \u00fb\u00effo StJlitte ober \u00a9nbe 3uli! ein, Br\u00fctet nnb Oer; fdpwinbet mit feinen jungen nadp brei ober oier SCRonaten Wieber, fcpeint aBer nidpt Weit gu gieren, oielteidpt nur gu fireidpen. (Sofort nadp feiner Slntunft im Sanbe Begie\u00dft er feine ftet! \u00e4ufjerft forg; faltig gem\u00e4hten fBrutpl\u00e4fje. SSon ipnen au! unternimmt er l\u00e4ngere ober f\u00fcrgere 2tu!fl\u00fcge, um SRapruug gu fudpen. 5CRan fte^t ipn paar; ober gefeltfcpaft! Weife in ber \u00a9teppe umpertaufen unb pier \u00a3>eufdprecfen fangen, Bemerft ipn an ben Ufern ber \u00a9tr\u00f6me ober Stegenteidpe unb recpt p\u00e4ufig audp, meift in \u00a9efellfdpaft be! lleinen $upreiper!, unter SSiepperben, unBe\u00ef\u00fcmmert um bereu Jpirten, Wie \u00fcBerpaupt um bie (SingeBornen, gegen Wetdpe er nidpt bie geringfte Surdpt geigt, \u00a9eine Haltung ift\n2)er ^eilige \u00f6biS (Threskiornis rcligiosa). Vs ber nat \u00a9r\u00f6fje.\nW\u00fcrbeOott, ber \u00a9ang gemeffen, nur fdpreitenb, nie rennenb, ber Slug fepr leidpt unb fdp\u00f6n, bem be! Braunen \u00a9idpler! \u00e4pnlidp, bie \u00a9timme ber Sitten ein Wenig p\u00f6rbarc! \u201e\u00dfrap\" ober ,,\u00a9ap\". 2)ie geiftigen S\u00e4pigteiten Werben fdpWerlicp oon irgenb einem anberen \u00a9untpfoogel \u00fcBertroffeu.\nStuf einer Steife in bie UrW\u00e4lber bei Blauen gluffe\u00eb, Wetdpe icp auf biefem felBft guv\u00fcdttegte, traf icp am 16. unb 17. \u00a9eptemBer eine foldpe SDtenge ber peitigen 25\u00f6gel an, ba\u00a7 mir in ber furzen Beit oott gWei \u00a9agen \u00fcBer gWangig \u00a9t\u00fccf erBeuten tonnten. Slug auf Slug tarn oon bem gegen\u00fcber; liegenben S\u00f6atbe per\u00fcbergegogen, um in ber \u00a9teppe jpeufdpredten, ioelcpe gegenw\u00e4rtig bie au!fcplie\u00a7; lidpe Staprung aulmadpten, gu fangen. \u00fcRacpbem idp au! einem ber Oor\u00fcBergiepenben Sl\u00fcge erft einen 3Bi!,peraBgefdpoffenpatte, W\u00fcrbe e! mir nidpt fcpwer, anbere gu erBeuten. Stuf Slnratpen meine! Braunen","page":660},{"file":"p0661.txt","language":"de","ocr_de":"fettiger\n661\n\u00a9tcrtcr\u00e2 Brachte id) ben \u00a9et\u00f6bteten mit \u00a3>ilfe einiger \u00a9t\u00e4bdjen in eine aufrechte Sage unb madjte ihn baburd) 3um Socfbogel f\u00fcr bie \u00fcbrigen. Seber 3ug, melier fp\u00e4ter bor\u00fcberfam, fyielt an, um ben fd)einbar \u00efebenben \u00a9ef\u00e4hrten 3U betrauten, unb tourbe mit \u00a9dj\u00fcffen begr\u00fcbt, bereu Erfolg bei ber geringen Entfernung auggejeidhnet toar. \u00a9ehr halb lernten toir bei biefer 3agb einfe^en, ba\u00df toir nid)t nur ung, fonbern mit Slugnahme beg Sodbogelg and) bie get\u00f6bteten Skiffe forgf\u00e4ltig berftedfen mu\u00dften, um bag QJci\u00dftrauen ber \u00fcbrigen 3U berfcbeudhen.\nErft fp\u00e4ter tourbe ung ber \u00a9runb biefer \u00e4ufammen^\u00e4ufungett \u00eflar. \u00a3)er gegen\u00fcberliegenbe SSalb u\u00e2mlid) toar t^eiltoeife \u00fcberfd)toemmt unb bon ben fingen 23\u00f6geln be\u00ea\u00efja\u00efb 311m -ftiftplahe erto\u00e4^lt toorben. 3u ben Heftern 3U gelangen, toar unm\u00f6glich- 3<h bot einen \u00a9ulben f\u00fcr jebeg Ei \u2014 feiner ber Araber fonnte bag \u00a9elb oerbienen. \u00a3>er SSoben beg SBalbeg toar grunblog, bag SBaffer aber fo feid)t, ba\u00df ein $al)n ebenfallg nid)t gebraust toerben fonnte. fr\u00fcher hatte id) eine anbere SRift; anfiebelung befud)t, toeld)e unter \u00e4hnlichen Umft\u00e4nben angelegt, aber bod) 3ug\u00e4nglidh toar. \u00a9ie befanb fid) auf einer fleinen mit \u00efjoljen SRimofen beftanbenen $nfel beg toei\u00dfen \u00fcRilg, toeld)e beim \u00a9teigen beg \u00a9tromeg unter SBaffer gefegt, aber fo \u00a7od(j \u00fcberfd)toemmt tourbe, baff man bom 33oote aug bie 23\u00e4ume befteigen fonnte. ,!pier beobachtete id), ba\u00df ber ^eilige 3big eine SDtimofenart, toeld)e bie Slraber \u201e$arahft\", b. h- bie \u00a9id) \u00a9d)\u00fchenbe, nennen, ber bid)ten, ungemein hornigen, ja faft unburd); bringlidheu riefte falber, jeber anberen bebo^ugt. Slug ben feigen ber ^arahft beftanb auch bag flache \u00fcftefi beg SSogelg; nur bag innere ber SRulbe toar mit feinen Dbeifent unb ein3etnen @ragl)almen %auggelegt, bag @an3e aber funftlog 3ufammengefd)idhtet, faum beffer auggef\u00fcljrt alg bag ber Ringel; taube. Ein fReft ftanb neben bem anberen; aber ftetg toaren bie bornigften Slefte 3ur Stufnaljme beg; felben erto\u00e4hlt toorben. SDag \u00a9elege 3\u00e4^lt brei big nier toei\u00dfe, giemlich rauhf\u00f6rnige Eier, toeldje k\u00fchner; ober Enteneiern an \u00a9r\u00f6\u00dfe ungef\u00e4hr gleidhfommen.\nSluf ber SBeiterreife bon jener ^RiftfteUe aug, bemerften toir faft feinen heiligen 2Sogel mehr; eg fd)ien alfo, alg ob fid) bie ^btffe hier aug meilentoeiter $erne eingefunben h\u00e4tten.\n2>d) halte eg f\u00fcr glaublich, ba\u00df ber 2>big toirflidh fleine \u00a9dhlangen begehrt, bin jebodh ber 2Rei; nung, ba\u00df er fid) mit gr\u00f6\u00dferen unb gef\u00e4hrlichen nicht einl\u00e4\u00dft. S\u00df\u00e4hrenb ber 9\u00eeegen3eit begeht feine Nahrung, toenn nicht augfd)lie\u00dflid), fo hoch bor^uggtoeife aug \u00aeerbt\u00ef)ieren. $n bem SJiagen ber Erlegten fanben toir enttoeber \u00a3>eufd)reden ober $\u00e4fer berfdhiebener Slrt, ingbefonbere \u00a9ungf\u00e4fer; an ben \u00a9efangenen beobachteten toir, ba\u00df fie borgetoorfene fleine \u00a3urd)e nicht berfd)m\u00e4hten, \u00aeerfe aber bo^ogen. Hartmann gibt an, ba\u00df ber 3big auch fleine \u00a9\u00fc\u00dftoaffertoeid)thiere fri\u00dft. \u00a90 ungef\u00fcge ber \u00a9d)nabel 3U fein fd^eint, fo gefdjicft toei\u00df ber SSogel ihn 3U gebrauchen. Er nimmt mit feiner \u00a9pi^e bie fleinften $er\u00a3>t\u00ef)icre bon ber Erbe auf unb ftreift, inbem er f\u00f6rmlich fd)nattert, bon ben \u00a9r\u00e4fern bie baratt fihenben \u00aeerfe mit gr\u00f6\u00dfter \u00a9etoanbtljeit ab. \u201eSRid^tg fiel)t poffierlid)er aug\", fagt ^artmann, \u201ealg toenn ein 3big ,!jpeufd)reden f\u00e4ngt. 2)er \u00a9telgbogel f\u00e4hrt mit bem \u00a9idb>el; fdhnabel auf bie ruhig bafi^enben \u00a9erabfl\u00fcgler ein; fpringen biefe aber, bie \u00a9efahr nodh red^tgeitig merfenb, bubon, fo h\u00fcpft auch $reunb $Mg hinterher, ftedt freh babei jebodh beg hodE)fparrigen \u00a9rafeg toegen nicht feiten 3iemlidh ungefdhidt an; bennod) l\u00e4\u00dft er nicht ab, unb hat er enblidj eine ober bie anbere ber $liel)enben ertoifd)t, fo sermalmt er fie fofort gtoif<hen bem \u00a9dhnabel unb fdhlucft fie hinunter.\"\nSnnge Sbiffe, toeldhe toir auff\u00fctterteu, tourben 3un\u00e4djfi mit rohen $leifd)ft\u00fccfen geftopft, fragen biefeg gutter auch fehr gern, \u00a9ie befunbeten ihren junger burd) ein fonberbareg \u00a9efdhrei, toeldheg man ebenfotooljt burch \u201e3itf, ^icl, 3id\", alg burd) \u201e\u00a3irrr, tirrr, tirrr\" toiebergeben fann, gitterten habet mit bem \u00aeopfe unb \u00a3)alfe unb fd)Iugen auch toohl heftig mit ben kl\u00fcgeln, gleidhfam in ber Slbjtdjt, ihrem \u00a9efdhrei gr\u00f6\u00dferen \u00fcftad)brud; 3U geben. SSereitg nach toenig \u00a3agen nahmen fie bag ihnen bor; gehaltene gutter aug ber \u00a3anb, unb im Verlaufe ber erften 2Sod)e fra\u00dfen fie bereitg aQeg \u00a9enie\u00dfbare. \u00a9ag S3rot, toeldheg toir ihnen reichten, trugen fie regelm\u00e4\u00dfig nadj bem Staffer, aug toeid)em fie \u00fcber; haupt am liebften Nahrung nahmen, unb toeldheg fie beft\u00e4nbig nach Slrt ber Enten burdjfdhnatterten. Ebenfo burdhfudhten fie auch bie feinften S^en unb alle S\u00f6dher, fa\u00dften bie bort berborgenen ^hiere","page":661},{"file":"p0662.txt","language":"de","ocr_de":"662\n\u00a9te S\u00e4ufer, Stelgto\u00f6gel. Sbiffe- S\u00f6ffelretper.\nmit ber Scpnabelfpipe, marfen jte in bie Suft unb fingen fie ftet\u00ea fidler lieber auf. \u00c6erb; gieren gingen fie eifrig nadp, unb jpeufcprecfen maren audp ipre \u00a3ieb\u00efinggfpeife.\n2Som erften \u00a9age i^rer \u00a9efangennapme an betrugen ftdp biefe jungen ftitt, ernftunb \u00f6erft\u00e4nbig; im Verlaufe ber 3eit m\u00fcrben fte, opne bag mir ung oiel mit ipnen befdp\u00e4ftigten, gapm unbgutrau; lid^, tarnen auf ben f\u00f4uf perbei unb folgten ung fdplieg\u00eficp burdp a\u00ef\u00efe Simmer beg \u00abpaufeg. \u00a9Benn man ipnen bie \u00a3anb entgegenftretfte, eilten fte fofort perbei, um fie gu unterfucpen; babei pflegten fte fidj bann mieber gitternb gu betoegen. 3pr \u00a9ang mar laitgfam unb gemeffen; bodp f\u00fcprten fie, epe fte nocp redpt fliegen tonnten, gutoeilen pope unb gefcpidfte Spr\u00fcnge aug, in ber \u00a9Ibftdpt; ipre \u00a9emegung gu befdpleunigen. SCuf ben gerfen fagen fte ftunbenlang. 2)a fte anfangg jeben 2lbenb in einen Mafien gefperrt m\u00fcrben, gingen fte fp\u00e4ter beim \u00a9Inbrudp ber \u00a9tadpt lieber felBft pinein, als bag fte ftdp treiben liegen, obgleich ipnen \u00a9)ag befcpmerlicp fiel. 2lm borgen tarnen fie mit freubigem \u00a9efdprei peroor unb burdpmagen ben gangen ^ofraunt. 3m Ottober patten fte fliegen gelernt unb erpoben ftdp jefct erft bi\u00ab auf bie niebrige \u00a3ofmauer, fp\u00e4ter big auf bag \u00a9)adp; fdplieglidp entfernten fte fiep auf gmei ober breipunbert Sdpritte bon unferm \u00a9ep\u00f6fte, teprten aber ftet\u00ea naep tuvger Seit mieber gur\u00fc\u00c6 unb berliegen bon nun an ben \u00a3of nidpt mepr, fonbern befudpten p\u00f6dpfteng ben benadpbarten \u00a9arten. \u00a9Benn eg gegen Mittag peig m\u00fcrbe, berf\u00fcgten fte ftdp in bie fdpattigen Simmer, festen fiep auf bie Werfen nieber unb podtten oft mit ernftem \u00a9efidpte in einem Greife, alg ob fte eine SBeratpung patten moHten. Sumeilen fte\u00fcten ftdp audp gmei bon ipnen einanber gegen\u00fcber, ftr\u00e4ubten alle topf febern, fdprieen unter beft\u00e4nbigem topfniefen unb Scp\u00fctteln, oft audp gl\u00fcgelfdpl\u00e4gett, jefet mie \u201etef, tef, le!\", unb fdpienen ftdp gegenteilig gu begr\u00fcgen. \u00a9Sor unferer \u00a9ftittaggntaplgeit befudpten fte regelm\u00e4gig bie tiiepe unb baten unb bettelten ben toep fotange, big er ipnen \u00a9tmag gumarf. \u00a9)er \u00a9l\u00fcdflidpe, melcper eg erpafdpte, m\u00fcrbe bon ben anberen berfotgt, big er feine \u00a93eute in Sidperpeit gebradpt, b. p. fte pinabgefdplungen patte. Sobalb fte \u00a9elfer in unfer \u00a9ggimmer bringen fapen, ber; fammelte ftdp bie gange \u00a9efellfdpaft bafelbft ; m\u00e4prenb mir agen, fagen fte martenb nebenan, menn mir aber ben 23Iicf nadp ipnen manbten, p\u00fcpften fte halb anf bie tifte, halb auf ben eingigen Stupl, metepen mir befagen unb napmen ung bie Srotfi\u00fctfe ang ben \u00abp\u00e4nben ober bon bem \u00a9etter meg. \u00a9ine p\u00f6cpft fonberbare \u00a9emopnfeit bon ipnen mar, ftdp gern auf etmag \u00a9\u00f6eiepeg gu fegen, tarn eineg ber aug Seberriemen geflodptenen febernben Settgefiette, mie fte im Subapn \u00fcblidp ftnb, auf ben #of, fo lagen bie Sbiffe gemig in furger Seit barauf, unb gmar platt auf bem 93audpe, bie St\u00e4uber nadp pinten auggeftreeft, Sie fepienen ftdp babei \u00e4ugerft bepagltcp gu f\u00fcplen unb ftanben niept auf, menn fiep Semanb bon ung n\u00e4perte. Stuf einem meidpen, mit SSaurnmctle auggeftopften tiffen fapen mir einmal iprer brei neben einanber liegen.\n9ftit allen \u00fcbrigen V\u00f6geln, meldpe auf bem \u00a3ofe lebten, pielten fie gute f\u00c7reunbfdpaft, m\u00fcrben menigfteng iprerfeitg niemalg gu Angreifern; unter ftdp ganften fte ftdp nie, maren bielmepr fietg gufammen, entfernten ftdp feiten meit bon einanber unb fdpliefen naeptg einer bidpt neben bem anberen. 2llg mir eineg \u00a9ageg einen pgelfapm gefepoffenen \u00e4lteren \u00a9Sogei iprer Art in ben jpof braepten, eilten fte freubtg auf benfelben gu, napmen ipn f\u00f6rmlidp in ipre \u00a9efellfdpaft auf unb mugten ipm halb alle gurept \u2019gu benepmen, fobag er nadp furger grift ebenfo gutraulidp mar mie fie. \u00a9roge \u00a3ipe fdpien ipnen fepr unangenepm gu fein: fte fagen bann in irgenb einem fdpattigen \u00a9Binfel ober im Simmer unb fperrten tief atpmenb bie Scpn\u00e4bef auf. 3m \u00a9Baffer befdp\u00e4ftigten fte ftdp, mie fdpon bemerft, gern unb bid, babeten ftdp \u00fcbrigeng feltener als man glauben m\u00f6dpte; menn eg jeboep gefdpap, n\u00e4gten fte ftdp bag \u00a9efteber fo bollft\u00e4nbig ein, bag fte faum mepr fliegen konnten.\nSbiffe, meldpe icp fp\u00e4ter, unter \u00a9Inherent int \u00a9piergarten gu \u00c4\u00f6ln, beobadptete, lebten ebenfatfg in giemlidpem grieben mit allen \u00a9S\u00f6geln, meldpe baffelbe \u00a9epege mit ipnen tpeitten, magten fidp aber boep gegen fdpm\u00e4dpere eine gemiffeOberperrfdpaft an unb fepienen ein Vergn\u00fcgen baran gu finbett, biefenigen, melcpe eg ftdp gefallen liegen, gu nedfen. \u00a9tamentlidp mit ben glantmingg madpten fte ftdp fortm\u00e4prenb gu fdpaffen, unb gmar in ber fonberbarfien \u00a9Seife. Sie fdplidpen, menn bie Stelgfdpm\u00e4ne gufammenftanben ober, ben $opf in ben gebern oerborgen, fdpliefen, letfe peran unb Inabberten mit ber Scpnabelfpipe an","page":662},{"file":"p0663.txt","language":"de","ocr_de":"^eiliger $bi\u00a7. \u00df\u00f4ff\u00cfer.\n663\nben \u00a9cptoimmp\u00e4uten ber Opfer ipteg UeBermutpeg perum, getoig nidpt in ber Slbgcpt, 311 Beigen, fonbevu nur au\u00ea reiner Siedluft. Oer gamming mochte bann einen ipm l\u00e4fiigen \u00dfipet toerfp\u00fcren, entfernte ft<p, fap gcp furdptfam nad) bem um unb toerfucpte toieberum einjunicfen; bann aber toar jener gug\u00a7 toieber jur \u00a9teile unb begann ba3 alte \u00a9piel toon neuem. Slm t\u00e4ftigfteu tourbe er, toettn er mit ben ^\u00efammingg ba\u00a7 SBinterjimmer tpeilte unb bie Slrmen ipm nidpt entrinnen fonnten. SSrad)^ o\u00f6get, Uferfdpnepfen unb Slufterngfcper r\u00e4umen ben Stiffen toitlig bal ^elb unb toarten gar nidpt erg, bi\u00ea biefe burd) \u00a9dpnabe\u00efpiebe fie ^iergti n\u00f6tigen.\nS3ig jept pat e\u00a7, fotoiet mir begannt, nodp nidpt gelingen tootten, Bbiffe in ber \u00a9efangenfdpaft gur ^ortpgansung 3U bringen; id) jtoeifle jebodp nidpt, bag Oie.3 mit ber 3e\u00fc gefcf>et)en toirb, am erfien toaprfdpeintidp im Tiergarten 3U \u00df\u00f6ln, beffen SSorganb, einer unferer au\u00eageseidpnetften B\u00fccpter, in feinen Skrfudjen toeniggen\u00ea nid)t gepinbert toirb. 3ul-\u2018 3e\u00ab Ber \u00f6lten \u00a9gppter pabett bie peitigen SB\u00f6gel fid) p\u00f6dpft toaprfcpeinlid) im Buftanbe einer #albgefangenfdpaft fortgepganst.\n3m \u00a9ubapn [teilt man bem 3bt\u00e9 nidpt nadp, obgleich fein fdpmadpafteg ^leifdp bie 3agb toopl belohnen tourbe. \u00a9in zuf\u00e4llig gefangener 3>Big toirb \u00fcbrigeng toon ben \u00a9ingebornen gern gegeffen unb toon ben freien Siegern augerbem nod) feiner serfdpliffeiten Gebern beraubt, toeil biefe ben Kriegern jener \u00a9t\u00e4mmc ju einem beliebten $opf[dpmude bienen.\n%\n*\n9llg Skrtoanbte ber SBiffe fepe id) bie S\u00f6ffelreiper (Plataleae) an, p\u00f6dpft fonberbare Steiper; to\u00f6gel, toeld)e eine toenig saplreicpe, nadp Slugen ftreng abgefdploffene Familie bitben. 3Pr &ib ift fr\u00e4ftig, ber \u00a3af\u00ea mittellang, toerp\u00e4ltnigm\u00e4gig garf, ber \u00aeopf \u00abein, ber \u00a9dpnabel lang, siemlid) gerabe, niebrig, nadp toont ungemein abgeplattet unb fpatelf\u00f6rmig toerbreitert, ba\u00ea abjerunbete \u00a9nbe be3 Oberfdpnabelg in einen unbebeutenben Siagel perabgebogen, bie Bnnenfeite ber tiefer mit Sang\u00ea; riefen toerfepen, bie g\u00fcge ftnb fr\u00e4ftig, siemlidp lang, iljre brei Sorber^en am \u00a9runbe burd) toerp\u00e4lt; nigtn\u00e4gig groge \u00a9pannp\u00e4utc \u00f6erbunben, bie Tratten gumpf unb \u00abein, bie gt\u00fcgel grog unb breit, unter ben \u00a9dptoingen bie jtoeite bie l\u00e4ngfte, ber sto\u00f6lffeberige \u00a9dptoans ift furs unb ettoa\u00ea gugerunbet. \u00aeag \u00c6leingegeber, toetepe\u00ea fiep burd) [eine Oicptigfeit unb Oerbpeit au\u00eageidpnet, toerl\u00e4ngert ftd) gutoeifen am \u00a3interpatfe 31t einem \u00a9epopfe unb l\u00e4gt bie \u00a9urgel, in ber Siegel auep einen Teil be\u00ea Oberfopfe\u00bb, unbe\u00abeibet. Oie F\u00e4rbung pflegt eine fepr gleicpm\u00e4gige 3U fein unb unterfdpeibet fiep toeber nadp bem \u00a9efdpfedpt, noep nad) ber Sapre^eit, toopl aber einigermagen naep bem Sitter.\nUnterfucpung be\u00ea inneren SBaueg bet\u00e4tigt bie SSertoanbtfdpaft ber Bbiffe unb S\u00f6ffetreiper. Oer \u00dfnodpenbau ftimmt, laut \u00fc\u00f6agner, fepr mit bembe\u00ea \u00a9icpler\u00ea \u00fcberein. Oer \u00a9cp\u00e4bet ift fdp\u00f6n geto\u00f6tbt unb abgerunbet, am SRufcpeltpeile be\u00a7 Oberfieferg ftarfbtafig aufgetrieben ; bie S\u00f6irbetf\u00e4ute beftept aug fed)\u00a73epn ^alg\u00ab, geben 9i\u00fcden= unb geben \u00a9d)toan3toirbeln; ba\u00ea SSrugbein ig siemlicp breit, fein $iet m\u00e4gig ftarf; ber ^interranb 3eigt gtoei fepr tiefe, p\u00e4utige SSudpten; bie runblidp au\u00bb; gefd)toeiften unb gefprei3ten \u00a9abelbeine toerbinben fidp nidpt mit bem $iele be3 S\u00dfrugbeing; bie Ober; armbeiue nepmen Suft auf; bie Bunge ift furs unb ^reit/ ^er ^3\u2122\t^ie Suftr\u00f6pre in eine\ntief nad) unten gdp perabfenfenbe \u00a9dginge au\u00eagebogen.\nS\u00f6ffelreiper gibt eg in allen \u00a9rbtpeilen unb jeher einseine fag pat feine eigene Slrt. Oie Seben\u00ea; toeife aller \u00e4pnelt fiep fo, bag man ein ridjtige\u00ea S3ilb berfelben getoinnt, toenn man bie ber einen fennen lernt.\n3n \u00c7odanb, ben Oonautiefl\u00e4nbern, \u00a9\u00fcbrugtanb unb gans SRittelafien, felbft in SRitte\u00ab inbien nod), toaprfd)einlidp and; in Rorbamerifa, lebt unb br\u00fctet ber S\u00f6f fier, \u00a3cffelreiper,","page":663},{"file":"p0664.txt","language":"de","ocr_de":"664\nSDie S\u00e4ufer, \u00a9teilet. 2\u00f6ffetreil)er,\n\u00a9dbuf\u00efer, bie S\u00f6ffet; ober \u00a9pate\u00efgan\u00eb (Platalea leucorodia), nctdfj beit neueren Slnfdjaumtgen bet Vertreter einer befonberen \u00a9ippe, a\u00ef\u00ea bereit ^ennjeidjen \u00fcbrigen^ nur ber b\u00efo\u00ea un ber $el)le naefte, hinten mit einem langen \u00a9djopfe gefdfjm\u00fcdtte f\u00f6opf angefefyen toerben b\u00fcrfte, ba unfer 3Soge\u00ee im \u00fcbrigen bie ^amitienmerfmate befttjt.\n3)er S\u00f6ffter ift mit \u00eetu\u00eanabme eine\u00ea ge\u00efb\u00efidfjen \u00a9iirte\u00ef\u00ea um beu $ropf reintoei\u00df, bas> Stuge \u00efarminrctl), ber \u00a9djnabel f^marj, au ber \u00a9pi^c gelb, ber $u\u00df [d)tta% ber 2Iugenring gelblicfjgr\u00fcn, bie\nc\\\n\u00a9er 2'\u00f4ffler (Platalea leucorodia). i/e ber nat. \u00aevi5f\u00eae.\n\u00ae ep\u00efe gr\u00fcn\u00efidjge\u00efb. \u00a3)a\u00a7 2Seibd)en unter fdf) eibet ftd) burdlj etioa\u00ea geringe \u00a9r\u00f6\u00dfe, ber junge SSogel burdj ben Mangel be\u00ea $eberbufc\u00a7e3 unb be\u00ea gelben Sruftg\u00fcrte\u00ef\u00ea. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 30 bt\u00e8 31, bie \u00dcBreite 52, bie \u00c7ittig\u00ef\u00e2nge 17, bie \u00a9djtoanjl\u00e2nge 5 Boi\u00ef.\nStuffa\u00ef\u00efenbertoeife ift berS\u00ebff\u00efer, me\u00efdjer auf feinem Buge regelm\u00e4\u00dfig \u00a9ried^enlanb ber\u00fchrt, bort nod^ nid\u00a3)t al\u00ea Srutoogel bemerft ioorben unb ebenfotoenig fd^eint er in Italien, \u00a9\u00fcbfran\u00efreid^ unb \u00a9panieu ber ^ortyf\u00efaujung objuliegen, bentitadE) bent Often unb bemSBeften an3ttgel)\u00f4ren. Otabbe","page":664},{"file":"p0665.txt","language":"de","ocr_de":"S\u00f6ffler.\n665\nfcmb i\u00efjn in ben feilen \u00a9ibirien\u00ea, toeldhe er befugte nnb fte\u00ef\u00efte feft, ba\u00df er im ganzen f\u00fcblidjett \u00a9iBirien mit Slu\u00eanaljme ber mittleren, ^od^ge\u00efegenen \u00a9eBietc gefunben tourbe; \u00a9ioin\u00efjoe lernte il)n a\u00efs SBintergaft \u00a9iibdhina\u00ea nnb 3 er bon al\u00ea einen regelm\u00e4\u00dfigen \u00a9etoo\u00c7ner Snbien\u00ea fennen; id) traf it)n h\u00e4ufig an ben \u00a9een \u00a9gppten\u00ea nnb f\u00fcb\u00efid) Bi\u00ea SDerr in Nubien. \u00a9ingelne ^aBen ftd) toeit nadf) korben \u00bberflogen nnb \u00e4ltere -Raturforfdjer gu ber Slnftdjt oerleitet, ba\u00df bie Slrt eigentlich bem SRorben angeh\u00f6re, to\u00e4ijrenb toir je^t annehmen nt\u00fcffen, ba\u00df ba\u00a7 regelm\u00e4\u00dfige Vortommen unfere\u00ea Voge\u00ef\u00ea in \u00ab\u00c7odanb af\u00f4 in jeber \u00a3)inftdjt auffa\u00eflenb erfdjeinen mu\u00df.\n3n Snbien ober \u00a9\u00fcbaften \u00fcberhaupt nnb in \u00a9gppten geh\u00f6rt ber Soff\u00efer toahrfcheinlidj unter bie \u00a9tanbo\u00f6gel; in n\u00f6rblidjeren S\u00e4ubern erfdjeint er mit ben \u00a9t\u00f6rd)en, alfo im \u00e4ft\u00e4rg itnb Slpril, unb \u00bberl\u00e4\u00dft ba\u00ea Sanb im Sluguft unb \u00a9eptemBer ioieber. \u00a9r toa'nbert Bei \u00a3age, nad) S\u00efrt ber SBtffe in einer langen Duerreilje, fdjeint aber nid)t Befonber\u00ea gu eilen, fonbern ftd) to\u00e4hrenb ber Steife aller; orten aufguhalten, too er \u00fcftahntttg finbet. 3n \u00a9riedjenlanb trifft er mit ben \u00fcbrigen Leibern nad) ber \u00dctag; unb ^adjtgleidhe ein, h\u00e4lt ftd) lurge 3eit tu ben \u00a9\u00fcmpfen auf unb reift bann toeiter, Benu^t aber im fperbfte einen anberen 2Beg al3 int ^r\u00fc|linge. 3jnt SSrutlanbe toie in ber grentbe ^ie^t er \u00a9tranbfeen unb \u00a9\u00fcmpfe bem QTceere entfliehen oor, ift alfo feine^ioeg\u00ea ein \u00a9eeoogel, toie man oft angenommen hat, fonbern \u00e4l)nelt and) Ijinfidjtlid) feinet S\u00efufent\u00efjalte\u00ea ben 3&iffeit. Oa, too ba\u00ea \u00e4fteer feiert unb fddammig ift, fehlt er freilich nid)t, unb fein pradjtoo\u00fcer amerifanif\u00e4er Ver; ioanbter h\u00e4lt ftd) gerabe an glu\u00dfnt\u00fcnbungen Befonber\u00ea h\u00e4ufig auf: bie SSReere\u00ea\u00ef\u00fcfte geigt hier aber aud) ein gang eigenth\u00fcmlidje\u00ea \u00a9epr\u00e4ge unb \u00e4hnelt ftreng genommen einem gro\u00dfen \u00a9umpfe. Ufer; ftetlen unb SBr\u00fcdje*, toelcpe mit h\u00f6heren Vflangen Beftanben ftnb, oermeibet er unter allen Umfi\u00e4nbeit : fein eigentlidje\u00ea SBeibegeBiet ftnb bie fd)lammigen Uferr\u00e4nber ber \u00a9eto\u00e4ffer. fpier fd)reitet er, meift toatenb, mit gemeffenen \u00a9d;ritten ba\u00efjin, folattge er Nahrung fud)t, mit tief perabgebeugtem OBerf\u00f6rper, ben \u00a9d)nabel Beft\u00e4nbig feitlid) Ijin; unb perfd)U)ingenb unb fo, in \u00e4hnlicher SBeife toie ber \u00a9\u00e4bel; fdjn\u00e4bler, 2Baffer unb \u00a9c^lantm burd)fud)enb. \u00a9eiten fteljt man iljn mit gerabe au\u00eageftredtem fpalfc fiepen; \"trenn er arbeitet, Biegt er benfelben oielntef)r fo tief \u00c7eraB, ba\u00df ber \u00aeopf faft auf ben \u00a9djultern ruljt unb ber fpal\u00ea oorn toeit peroortritt; nur Beim \u00a9idpem ftred't er ben f?al3 gerabe empor. Oer \u00a9attg ift eritft unb gemeffen, febodj gierlidjer a\u00ef\u00ea*ber be\u00ea \u00a9tordje\u00ea, ber $tug feljr leicht unb fdj\u00f6n, oft fdjtoebenb unb freifenb. Von bem fliegenben bRei^er unterfdjeibet ftch ber S\u00f6ffler baburep, ba\u00df er ben fpaLS ftet\u00ea gerabe au\u00ebguftreden pflegt, oom fliegenben \u00a9torche baburd), ba\u00df er \u00f6fter unb fdjnelter mit ben kl\u00fcgeln fdpl\u00e4gt. Oie \u00a9timme \u00c7\u00f4rt man fepr fetten, Bei \u00a9efangenen faft nie; fte ift aud) nur ein einfacher, quafenber Saut, toeldjen man feptoer burdj \u00a9ilBen totebergeben fann, unb ioitb blo\u00a7 auf geringe \u00a9ntfernung pin oernommen. Unter beit \u00a9innen ftept ba\u00ea Singe oBenan; ba3 \u00a9ep\u00f6r ift gut; ba\u00ea \u00a9ef\u00fcpl fdjeint aBer ebenfalls toopl enttoidelt unb ber \u00a9djnaBel itt giemlid) popem \u00a9rabe taftf\u00e4l)ig gu fein.\n3n feinem SBefett unb \u00a9ebapren fontmt ber S\u00f6ffler am meiften mit ben ^btffett \u00fcBereitt; mit \u00a9t\u00f6rd)en unb fReihern geigt er leine SSerloanbtfdjaft. \u00a9r geh\u00f6rt gu ben \u00bborfid)tigen unb flugen SS\u00f6geln, ioetd;e ftch in bie S\u00dferlj\u00e4ltniffe gu f\u00fcgen toiffen unb febe\u00e8 \u00a9reigni\u00df Balb nad) feinem Sffiert^e aBgufd^\u00e4^en lernen, geigt ftd) ba oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gutraulidp, too er 9Uc\u00a7t0 gu f\u00fcrd)ten hat, \u00e4u\u00dferft fc^eu hingegen an allen Orten, too bem \u00a9umpfgefl\u00fcget \u00fcberhaupt nadjgeftellt toirb. Unter ftch leBen biefe SS\u00f6gel im hohen \u00a9rabe gefetlig unb frkblidh- 2Rit toahrem Vergn\u00fcgen hctBe ich gefehen, toie ftch gtoei S\u00f6ffler gegenfeitig SieBe\u00eabienfte ertoiefen, inbent ber eine bem anberen ba\u00a7 \u00a9efteber be\u00bb ^alfe\u00ea mit bem \u00a9ctmaBel pu^te unb ovbnete, felBftoerft\u00e4nblidh nur biejenigen \u00a9teilen, ioeldje mit bem eigenen \u00a9dhnaBel nicht Bearbeitet toerben f\u00f6nnen. \u00a9in anmutljigere\u00e4 S3ilb, al\u00ea e\u00a7 biejenigen geio\u00e4ljrett, toeldhe ftch in biefer S\u00dfeife unterft\u00fchen, lann man ftch ^aum \u00ee>\u20acit\u00efcn. \u00a9ie ftehen oiele Minuten lang bicht neben einanber, unb ber Oienft erfdheint getoifferma\u00dfen al\u00ea eine SieBfofung, toeldhe ber eine bem anberen fpenbet. \u00a9treit unb 3an\u00ef unter einer $erbe S\u00f6ffelreiher lommt toohl niemals Oor. \u00a98 lann gefchehen, ba\u00df auch unter ihnen ber \u00fcReib ftch un^ ^er hungrige bemjenigen, toeldher eben Nahrung erbeutete, eine \u00a9treble toeit nachl\u00e4uft; biefe Verfolgung nimmt aber nie ba\u00a3 \u00a9epr\u00e4ge einer","page":665},{"file":"p0666.txt","language":"de","ocr_de":"666\n\u00a9ie S\u00e4ufer. Stergo\u00f6gel. SBffetvei^er. \u00c4a^nfc^u\u00e4bter.\n$>ropunfl au, fonbern er fteint eper alg eine Settetei, ioeldpe bev \u00a9t\u00fcdtitere Ja aut tretet gut abfplageu lann. Stad) meinen Seobattungen glaube it ftlie\u00dfen gu b\u00fcrfett, ba\u00df eg einem S\u00f6ffet-reifer unm\u00f6glit ift, opne \u00a9efedfpaft oon Seineggleiten gu leben; id) erinnere mid) ioenigftengnitt, jemals einen einzelnen bief er S\u00f6get gefepen gu pabeu. Unter bem anberen \u00a9ef\u00fcgel, ioedpeg mit ipm biefelben Stufentpaltgorte tpeilt, beioegt ftd) ber S\u00f6ffler mit einer liebengio\u00fcrbigen \u00a3armIof gleit uub gutm\u00fctigen griebfertigleit, p\u00e4lt mit allen greunbftaft unb fd)eint frop gu fein, ioenn ipn bie [tarieren Stitglieber foldjer \u00a9enoffenfpaften nid)t beledigen; fein unfpulbigeg \u00a9em\u00fctp l\u00e4\u00dft nkpt einmal einen \u00a9ebanlen an Redereien auflommen.\n2Bie bie Steprgapl ber Steipero\u00f6gel \u00fcberhaupt, geh\u00f6rt and) ber S\u00f6ffler gu ben Sago\u00f6geln, ioelte mit Sonnenuntergang fid) gur Stupe begeben. 3n monbpeden St\u00e4tten la\u00dft er ft aber bot gern oerleiten, not ein toentg auf 9t4rung auggugepen. 3t 14 M am ^enfalepfee gu meiner nitt geringen Seriounberung not in elften ^Hattftunbe eifrig Staprung futen; bot mag ein \u00eec4e\u00ea Sorlommni\u00df gu ben Slugnapmen geh\u00f6ren, \u00a9eio\u00f6pnlt't eilt er fpon oor Sonnenuntergang ben Stlafpt\u00e4pen gu unb oerl\u00e4\u00dft fte big gum borgen nitt lieber. Sepr gern p\u00e4lt er auf ben R\u00e4umen, ioelte tm Siad)trupe geio\u00e4pren, aut ein lurgeg SJtittaggftl\u00e4fpen, io\u00e4prenb er, folange er amSoben, beg\u00fcglid) im Gaffer umperl\u00e4uft, fid) beft\u00e4nbig mit feinem Staprunggerioerbe gu beft\u00e4ftigen fteint.\nmx burfen annepmen, ba\u00df gifte bie pauptf\u00e4tlkpe Staprung ber S\u00f6ffelreiper bilben; ioenigfeng gieren \u00a9efangene SDiefe febem anberen gutter oor. Sie jtnb im Staube, folte bon f\u00fcnf big fet\u00ab 3oll S\u00e4nge gu oerfd)lingen, paden fte fepr geftidt mit bem Stnabel, brepen fe, big fte in bie rette Sage lommen unb ftluden fte, ben \u00dfopf nat born, pinab. Nebenbei ioerben\u2019ungtoeifelpaft alle \u00fcbrigen Heineren S\u00dfaffertpiere mit aufgenommen, \u00aerebfe, SJtufpeln unb Stneden fammt ben (gelaufen, Skfferluttpe u. f. io. uub ebenfoioopt aud) Kerbtiere in allen Sebengguft\u00e4nben.\n\u00aeie \u00a9efedigleit ber S\u00f6ffelretper geigt ft and) bei ber gortpfangung. SSo biefe S\u00f6gel Ij\u00e4ufig oorlommcn, bilben fte Siebelungen unb legen auf ein uub bemfelben Saume fo oiele Hefter au, alg fte eben l\u00f6nnen. \u00a3ier unb ba foUen fte aut im Stopre niften; \u00a3>ieg gefpiept ioaprfpeinlid) *btog in \u00a9egenben, in benen eg ioeit unb breit leine S\u00e4ume gibt. SDie Stefer felbft ftnb breit, loder unb ftlett aug b\u00fcrren Steifem unb'Stoprfengetn gufammengef\u00fcgt, inioenbig mit trodenen Stilfbl\u00e4ttern, Stufen unb Stigmen auggelleibet. \u00a3)ag \u00a9elege g\u00e4plt gioei big brei, feltener oier Oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig grofe, ftarlftalige, grobl\u00f6rnige, glanglofe, auf ioei\u00dfem \u00a9runbe mit Oielen blekpr\u00f6tplitgvauen unb gelben gteden gegeitnete \u00a9ier, ioeld)e \u00fcbrigeng mantfat ab\u00e4nbern. SSaprfpeinlit br\u00fcten beibe \u00a9Item abioetfetnb; beibe f\u00fcttern minbefteng bie jungen grog. Severe ioerben nat ^fliegen ben S\u00fcmpfen gugef\u00fcprt, oerioeilen nid)t blog auf bem 3uge, fonbern aut m ber S\u00f6interperberge itt \u00a9efedfpaft ber Sitten, teuren mit biefen gur\u00fcd unb ftlagen ft erf bann in abgefonberte Sruppg gufammen, ba fte nitt oor bem britten gapre fortpfangunggf\u00e4pig ioerben.\n3n fr\u00fcheren Seiten iourbe aut ber S\u00f6ffler gebaigt; gegenw\u00e4rtig jagt man ipn pier uub ba feineg genie\u00dfbaren, ioenu aut nitt gcrabe iooplppmedenben gleifpe\u00ea palber; b\u00f6d) fteint er alter; orten ioenig beseitigt gu ioerben. Stettgeitig auggepobene Stefto\u00f6gel geio\u00f6pnen fd) leitt an bie \u00a9efangenftaft, aut an allerlei Staprung, pfangl% ebenfoioopt alg tpierifd)e, lernen ipreu \u00a3errn lettnen, begr\u00fc\u00dfen iptt mit freubigem Stuabelgetlapper, ioentt fe iptt fepett, l\u00f6ntten gum Slug; unb \u00a9infiegen gebrad)t unb ioegen ipreg fanften, friebfertigeu S\u00dfefeng unter adern \u00a3ofgef\u00fcgel gepalten ioerben.\n* *\n$\nSton feit einer Steipe oon Sapreu lennt man einen merlto\u00fcrbigeu Steiperoogel S\u00fcbamerilag, Weiter pauptf\u00e4tlid) burd) bie Silbung beg Sd)nabelg abioeitt; neuerbtngg pat man in Slfrila einen anberen Sumpfooget entbedt, Wetter mit ipnt gr\u00f6\u00dfere Slepnlitleit gu paben fteint, alg mit ben \u00fcbrigen Srbnungg; unb Sunftgoerioanbteu. \u00a9teid)ioopl bleibt eg nod) fraglup, ob mau bcrcd)tigt","page":666},{"file":"p0666s0001table.txt","language":"de","ocr_de":"5d)u|)fd)nabd","page":0},{"file":"p0666s0002.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\\\n","page":0},{"file":"p0667.txt","language":"de","ocr_de":"\n667\nSBffler. @djuhfchnabel.\nift, btefe Reiben, beu \u00aeahn; unb ben \u00a9cijuhfchnabel, in einer befottberen \u00a9ruppe ober Familie zu vereinigen, tote id) eg ^ier getljan habe. (Sine fo\u00efd^e \u00a9erecptigung vorauggefept, W\u00fcrbe man alg tfcmilienfenngeichen ber \u00aeahnfd)n\u00e4bler (Cancromata) anzugeben haben: fr\u00e4ftigen \u00a3eib, mittel; langen, aber bidett \u00a3alg, gewaltigen, gro\u00dfen, breiten, h\u00b0hen' gew\u00f6lbten \u00a9chnabel, ^ol)e, langje^ige \u00a9eine, lange, breite, gerunbcte Fl\u00fcgel, unter beren \u00a9djwhtgen bie britte unb oierte bie l\u00e4ngften, Ziemlid) langen, gerabe abge[d}nittenen \u00a9d)Wanz unb ein ziemlich reidfhaltigeg, weidjeg ^leingefteber, Welctjeg ftd) am Jfpintetdopfe \u00a7u einem \u00a9d)opfe Verl\u00e4ngert.\nOer \u00a9<huhfd)nabet (Balaeniceps Rex) fennzeidjnet ftd) burdj feine bebeutenbe \u00a9r\u00f6\u00dfe, ben mafjtgen Seib, biden ^a\u00ef\u00ea unb gro\u00dfen $opf, ben gewaltigen, einem plumpen \u00a3>olzfd)uh nid)t un\u00e4hnlichen, auf ber $irfte feiert eingebogenen, gezielten, ftarffjatigcn \u00a9djnabel, beffett breite Unter; \u00efiefer bi\u00ea zu ihrer \u00a9erbinbunggftelle burch eine teberige \u00a7aut verbuttben Werben, bie feljr: h\u00b0heu \u00a9eine unb gro\u00dfen ^ii^e, beren lange 3el)en mit fr\u00e4ftigen N\u00e4geln bewehrt ftttb, bie breiten unb langen Fl\u00fcgel, unter beren \u00a9djWingett bie britte unb oierte bie l\u00e4ngften, ben mittellangen, geraben, jW\u00f6lf; feberigen \u00a9cpWanz unb bag gro\u00dffeberige, ziemlich Weiche \u00aeleingefteber, Weld;eg am ^interl;aupte einen furzen \u00a9dEjopf bilbet. (Sin fdfj\u00f6tteg 2lfd)grau ift bie \u00a9runbf\u00e4rbuttg beg \u00a9efteberg; bie OM\u00e4nber ber gr\u00f6\u00dferen Gebern ftttb lidfjtgrau, bie \u00a9Zwingen unb \u00a9teuerfebern graufepwarz. Oag 3(uge i|t hellgelb, ber \u00a9djnabel Ijornfarben, ber $u\u00df fdjwarz. \u00a9ettaue \u00a9Ma\u00dfe fenne id) nidjt.\nUeber bag ^reileben beg \u00a9<huhfd)nabelg finb Wir neuerbingg burd) eu gl in unb \u00a9etperid unterrichtet Worben. 3>ener 3Miefe ber \u00a9umpfv\u00f6gel lebt in zahlreichen \u00a9efellfdjaften in ben \u00a9\u00fcmpfeti unb SMegenbetten beg Wei\u00dfen 9Mil unb einigen feiner \u00a9ebenfl\u00fcffe, ingbefonbere im Sanbe ber \u00c6itfdf); unb 9Mu\u00ebr ; Sieger, zWifd)en bem f\u00fcnften unb achten \u00a9rabe n\u00f6rblidjer \u00a9reite. \u00a9eW\u00f6hnlid) fiept man ihn hier in Heineren \u00a9efellfdjaften, juWeilen jebodj attd) in \u00a9djW\u00e4rmen Von mehr alg hunbert, Welche, im SBaffer Watenb, ihrer ^ifdjfagb obliegen unb, Wenn fte aufgeft\u00f6rt Werben, niebrig \u00fcber ber Oberfl\u00e4che beg Staffer g bahinfliegen, ftdfj audj halb Wiebcr ttieberlaffen. \u00a9Serben fte bagegeu burch \u00a9d)\u00fcffe in furcht gefegt, fo erheben fte ftch h0(h in hie Suft, freifen unb fd^Webett l\u00e4ngere $eit umher uttb laffett ftd) h\u00f6djfteng auf ben \u00a9\u00dfipfeln ber \u00a9\u00e4ume nieber, fehren aber', folange fte bie Oerb\u00e4chtigen \u00a9Mcnfdjen gewahren, nidjt Wieber jutn \u00a9\u00f6affer juriidf. \u00a9leidjWoIjl fdjlafen fte Wahrfdheinlidh nicht auf \u00a9\u00e4umen, fonbern auf bem \u00a9oben.\n3>n feinem \u00a9ange unb ginge zeigt ber \u00a9djuhfdjttabel Slehnlidhfeit mit bem \u00a9Marabu, Welchen Wir fp\u00e4ter fennett lernen Werben. Oer einzige $\u00a3on, Welchen er oott ftd) gibt, ift ein lauteg Gnaden unb klappern mit bem \u00a9chnabel, Weicheg an bag \u00a9tordhgeflapper erinnert, \u00a9eine Nahrung befteht oorzuggWeife aug gifdjen, unb fie Wei\u00df er, oft big zur \u00a9ruft im \u00a9Baffer ftehenb, mit bem gewaltigen \u00a9chnabel gefepidt zu fangen, \u00a9etherid verfiepert, ba\u00df feine Beute gefehen h\u00e4tten, wie er \u00a9Baffer; fdhlattgen (?) fing unb t\u00f6btete, unb f\u00fcgt pinzu, ba\u00df er bie \u00a9ittgeWeibe tobter OEjiere auch nidjt oerfchm\u00e4he unb, unt zu ihnen zu gelangen, nach 2lrt beg \u00a9Marabu ben Beib eineg Slafeg aufrei\u00dfe.\nOie \u00a9rutjeit f\u00e4llt in bie bortige Regenzeit, alfo in bie \u00a9Monate 3>uli unb \u00a9tuguft. Oer \u00a9djup; fdjnabel erw\u00e4hlt ftd) zur Einlage feineg \u00a9efteg eine Heine \u00a9rEj\u00f6ljung im \u00a9d)ilfe ober \u00a9rafc, unmittel; bar am 3Manbe beg \u00a9Bafferg, ober am liebften ba, Wo fte vom \u00a9Baffer umgeben ift, fdharrt eine feichte \u00a9Mulbe in ben \u00a9oben unb legt in biefe, ohne fte vorher mit \u00a9flanzenftoffen ober Gebern augzulleiben, bie \u00a9ier. Oiefe finb nach \u00a3>euglin1g Eingabe verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig flein, eigeftaltig, Wei\u00df, frifdh etWag bl\u00e4ulich angeflogen, fp\u00e4ter, in ^olge beg \u00a9ebr\u00fcteng, br\u00e4unlich befd^mugt; bie bide, feink\u00f6rnige \u00a9d^ale fdheint bunfelgr\u00fcn burch unb pat einen glatten \u00aealf\u00dcberzug, in Weld)em ftd) h\u00e4ufig \u00e4u\u00dfere \u00a9inbr\u00fcde ftnben unb ber hier unb ba blaftg ift, ober an ber \u00a9pipe fa\u00dft ganz fehft- ^erfelbe \u00a9aturforfdjer verftd)evt, ba\u00df bag aug bem \u00a9efie genommene 3*unge fich fehr leidet mit gifdjen erhalten unb z\u00e4hlen l\u00e4\u00dft, \u00a9etherid hingegen, ba\u00df alle bie jungen, Welche burch -feine Seute auggenommen W\u00fcrben, geftorben feien unb er begljalb gen\u00f6thigt Worben W\u00e4re, folc\u00a3>e burdh \u00a7\u00fchner augbr\u00fcten zu laffen. Oiefe jungen geberbeten fid) zum gr\u00f6\u00dften \u00a9Mi\u00dfvergn\u00fcgen ihrer \u00a9flegemutter fo unh\u00fchnerhaft alg","page":667},{"file":"p0668.txt","language":"de","ocr_de":"668\n\u00aeie S\u00e4ufer. Stelgo\u00f6gel. \u00aeabnf#n\u00fcbler. S#attenoogel.\nm\u00f6gli#. Einige Negerinnen W\u00fcrben Beauftragt, fie grofe gu gieren, unb mehrere Negerjungeu, i^nen bag n\u00f6tige gutter beiguf#affen, toe\u00ef#eg aug leBenben ftif#\u2122 unb gelegentlich aug ben \u00a9ingetoeiben ber f\u00fcr fte get\u00f6bteten\tBefianb. B# fann nicht umhin, meine B^eifel an ber Wahrheit\nbiefe\u00ea Seri#tg au$gufore#en; beim bie gange \u00a9rgiehungggef#i#te ber S#uhf#n\u00e4bel fommt mir unglaubhaft oor. Statt bie Bungen, Welche Set\u00efjerid aug bem Nefte nehmen liefe, ioirfli# Su \u00a9runbe gegangen ftnb, fo ift baran ioohl nur bie ungeeignete pflege fchulb getoefen, unb eu g litt toirb mit feiner Serft#erung getoife Ne#t haben. \u00a9ing unterliegt \u00fcbrigeng feinem Btoeifel, bafe S ether id eg tear, toel#er (im Bahre 1860) bie merfto\u00fcrbigen S\u00f6gel gnerft leBenb unb gtoar nach Sonbon Brachte. Seiber haben fie bort ni#t lange erhalten Serben f\u00f6nnen, aber bo# SOBolf \u00a9elegenheit gegeben, eine bem Seben abgelaufchte Nbbilbung ton ihnen gu entnehmen.\nSlug ben Seri#ten ber Neifenten geht, trofc ihrer D\u00fcrftigkeit, beutlich \u00c7cr\u00f4or, bafe fuh bie Sebengtoeife beg Saoafu (Cancroma cochlearia), melden mir alg n\u00e4chften Sertoanbten beg S#uh= f#nabelg anfehen, non ber beg te^tgenannten toefentli# unterfetjeibet. \u00aeer Saoafu lebt im \u00a9eb\u00fcf#e unb Schilfe ber Ufer aller SBalbff\u00f6ffe Sraftlieng unb toirb ftetg eingeln ober gur Srutgeit paartoeife angetroffen. \u00dcJtan ftel)t ihn in bem bitten Suf#toerfe ber glufeufer giemlich ho# auf ben Beigen \u00fcber bem Staffer ftfcen, in ben inneren Salbungen h\u00e4ufiger alg nah am Nteere, bei Ann\u00e4herung eineg Sooteg aber giemlich gef#idt \u00f6on B*oeig gu Btneig h\u00fcpfen unb ftch fo rafch oerbergen. SDie Nahrung foil in SBafferthieren aller Art, jebo# nicht in giften beftehen. SDer Snng oon S\u00dfieb fanb nur \u00a9etofirm in bem SNagen ber Oon ihm erlegten, unb meint, bafe ber Sogei mit feinem breiten, lahnf\u00f6rmigen Schnabel gar nicht im Staube fei, P#e gu fangen, \u00a9ine Stimme hat biefer ftorf#er nidjt oernommen, S#omburgf aber fagt, bafe er mit feinem Schnabel ein klappern heroorbringe mie ein St\u00f6r#, Dieg menigfteng #ue, menu er in bie \u00a9etoalt beg 9Nenf#en gebracht mirb. lieber bag Srutgef#\u00e4ft meife man no# menig. \u00a3)ag \u00a9i ift l\u00e4ngli#runb, meife, glanglog unb ungefCedt, bem beg Na#treiherg fehr \u00e4hnli#.\nSDie Nterfmale beg Saoafu ftnb : kr\u00e4ftiger, bem beg Na#tre#erg \u00e4hnelnber Seib, oerh\u00e4ltnifem\u00e4feig furger unb ftarker \u00a3alg, ein bider, oben abgeplatteter ^o^f, ein flack> gem\u00f6lbter, umgefehrt l\u00f6ffeU f\u00f6rmiger Oberf#nabel, beffen girfte ftumpffantig abgefeimt, hakig am \u00a9nbe herabgebogen, baneben grubig oertieft, feitli# gem\u00f6lbt unb na# oorn adm\u00e4hli# abgerunbet, to\u00e4f)renb ber Unterf#nabel breit, eben, big gur Spipe geteilt unb mit nadter \u00a3aut auggef\u00fcdt ift, ftarfe unb giemli# lange gl\u00fcgel, unter bereu Sdjtoiugen bie oierte bie l\u00e4ugfte, ein giemli# furger, faft gerabe abgef#nittener, aug gm\u00f6lf Gebern gebilbeter S#mang, f#lanfe, m\u00e4feig hohe, faft big auf\u2018bie 0erfe herab befieberte Seine unb ein garteg, gcrf#liffeneg, reiherartigeg \u00dfleingefteber, mel#eg fi# auf \u00a3iuterfcpf unb Naden gu einem langen Suf#e oerl\u00e4ngert, auf bem N\u00fcden unb ben-S#ultern gerf#leift, bie B\u00fcgelgegenb unb bie ^ehle aber unbefleibet l\u00e4fet. Stirn, $ehle, Saden unb SorberhaB ftnb toeife, Unterhalg unb Sruft gilbli#toeife, bie Gebern beg N\u00fcdeng he\u00fcgrau, ber hintere Obei#alg unb ber Sau# big gum Steifee roftrothbraun, feitli# f#toarg, S#toingen unb Steuerfebern toeifeli#grau. 2)ag 5luge ift braun, innen grau geranbet, ber S#nabel braun, am Nanbe beg Unterfieferg gelb, ber gufe gelbli#. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 22, bie Sreite 38, bie gittigl\u00e4nge 11%, bie S#toangl\u00e4nge 4% Bo\u00fc. SDag 2Beib#en ift ettoag kleiner, ber junge S\u00f6gel anfangg gang rotbraun, bunfler auf bem N\u00fcden, Bl\u00e4ffer auf ber Sruft.\n* *\n*\n\u00a9in in Afrifa lebenber Neiheroogel, toel#er oon ben neueren gorf#ern alg Sertreter einer befenberen gamilie angefehen toirb, ber S#attenoogel (Scopus umbretta) mag an biefer Stelle","page":668},{"file":"p0669.txt","language":"de","ocr_de":"<\u00a7aoa\u00efu. \u00a9djattenoogel.\n669\nfernen $Iah ftnben, obgleich bamit nicht gefaxt fein foil, ba\u00df man ihn als ein SBerbinbungSglieb g triften ben \u00a9djuhfchu\u00e4Blern, S\u00f6fflern ober \u00abReihern nnb (St\u00f6rten angufe^en habe. SDerSeiB ift gebrungen unb .fa\u00dft \u00efoaijig, ber fpalS fur$ nnb bid, ber \u00aeopf oerlj\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00df, ber f\u00c7ittig Breit unb ftarf a&gerunbet, in if)m bie britte \u00a9djtoinge bie l\u00e4ngfte, ber gto\u00f6lffeberige \u00a9chtoanj mittellang, ber <Scf)naBel hoch, l\u00e4nger all ber \u00c4opf, feitlich fe^r gufammengebr\u00fccft, gerabe, an ber @^e gerate geBogen, ber $u\u00df mittellang, bie SSerBinbung\u00ea^aut gioifdjen ben 3^hen ^ef au\u00ebgefc^nitten, ba\u00ea Pleins gefteber bid;t unb lang, am Jpinterfopfe einen Bollen 23ufd)Bilbenb, bie F\u00e4rbung faft gleichm\u00e4\u00dfig\n2)et \u00a9aba\u00efu (Cancroma cochlearia). (<&. 668). bet Hat. \u00a9ri5|e.\numBerBraun, auf ber Unter feite ioic geioohnlidj ettoaS heller; bie \u00a9djlBungfebern finb bun\u00efler als ber fft\u00fccfen unb gl\u00e4njenb; bie \u00a9teuerfebern tragen eine Breite hurputbraune 23inbe am (Snbe unb mehrere unregelm\u00e4\u00dfige fdjmale 23\u00e4nber am SEBurjeltheile. $)aS Sluge ift bunfelBraun, ber \u00a9djnabel fc\u00dflBaq, ber $m\u00df fdjtoarj&raun ober ebenfalls fdjtoar^ $>ie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 20V*, bie Breite 40, bie ^ittigl\u00e4nge 117s, bie \u00a9^iuanjl\u00e4nge 6 3oH. $)<t3 Weibchen unterf^eibet fidj nid>t Born SDtanndjen.\nSDtan \u00efennt btefen Sfteiheroogel aus a\u00dfen S\u00e4ubern beS inneren Bon 3lfrifa, auS bem \u00a9\u00fcben beS (Svbtljeit\u00f6, etnfddie\u00dflich S\u00f6tabagaSfarS unb eBenfo aus \u00a9\u00fcbaraBien ; er fd;eint aber","page":669},{"file":"p0670.txt","language":"de","ocr_de":"670\nSDie 2\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9tattem>oget.\nnirgend ^\u00e4ufig gu fein, 3<h ^6e il)n in ben ton mir bereiften S\u00e4nbern metjrfadj, jebot immer nur einzeln ober paarWeife beobachtet. (Sr ift eine auffadenbe \u00a9rfteinung. 3ut \u00a9ten fehlt ihm bie ftmucfe Spaltung* ber \u00dfteihcr; ber ipal\u00eb Wirb fe^r ehtgegogen, bie jpode gew\u00f6hnlich btd;t auf ben Ot\u00fccfen gelegt, foba\u00df ber \u00aeopf auf ben Schultern gu ruhen fcheint. Hartmann meint, ba\u00eb 2ltt\u00eb: fehen erinnere beinah an ba\u00eb eine\u00eb dtabenoogel\u00eb, unb Waren nicht ber Schopf unb bie b\u00f6nnen Steig: beine, bie B\u00e4uftung f\u00f6nnte !aum gr\u00f6\u00dfer fein. 3t m\u00f6chte eine nod; gr\u00f6\u00dfere Slepnlichfeit gwifchen ihm unb gewiffen Sbiffen ftnben. 2Bettn er \u00dfd; ungeft\u00f6rt Wei\u00df, fpiett er mit feiner jpaube, inbem elfte halb aufrichtet unb halb nieberlegt; oft aber fleht er minutenlang ohne jegliche Bewegung auf einer unb berfelben Stelle. SDer \u00a9ang ift leicht unb gierlidj, aber gemeffen, nicht rennenb; ber $tug erinnert am meiften an ben eine\u00eb Stord;e\u00eb: ber Sdjattentogel fliegt gern gcrabeau\u00eb, fdhwebt oiel unb fteigt oft in bebeutenbe \u00a3\u00f6hen empor, Wenn er \u00dft ton einer Stelle be\u00eb 2Baffer\u00eb gur anberen begeben Wid. \u00a9ine Stimme habe ich nie ter nommen.\n3n ber Siegel bemerft man ben Bogel nur an SXBaXbb\u00e4chen ober bot an ben Ufern be\u00eb \u00a9trome\u00eb ba, Wo ber 2Mb bi\u00eb an biefelben heranreicht, ipier treibt er fich ftid unb, gem\u00e4chlich umher, halb Wie ein Sumpftogel ini 2\u00f6affer Watenb, halb nach 2trt ber fleinen S\u00eeeiher ton bem Uferranbe Nahrung Wegnepmenb. dtad; meinen Beobachtungen bilben gtfdje ben ^aupttheit feiner dJlaplgeiten; burch aubere Beobachter Wiffen Wir, ba\u00df er auch Sftufteln, Surd;e, in\u00ebbefonbere ^r\u00f6fcbe, flehte Schlangen unb \u00c2reb\u00eathiere ober 2B\u00fcrmer unb \u00c4erbthierlaroen tergehrt. 3)a\u00eb $aar h\u00e4lt fich nicht befonber\u00eb nah gufaminen; jeber \u00a9atte fd;eint tielmehr feinen eigenen 2\u00f6eg gu gehen unb ftd; nur geitweilig mit bem anberen gu tereinigen. 2lm lebhafteren geigen ft*h keibe itt &er borgen; unb Slbenbb\u00e4mmerung; oiedeitt g\u00e4hlen fte fogar gu ben halbn\u00e4d;tlid;en B\u00f6geln. Sie ftnb nicht befonber\u00eb fd;eu, aber bod; nad; 2frt ader fReihert\u00f6gel torftChtig, unterfcheiben ftd) jebod; ton ihren fl\u00fcgerett BunftterWanbten baburd;, ba\u00df fie, Wenn fte ftd; terfolgt fehen, nicht fogleich ihr \u00a3>eil in einer flucht fuchen, fonbern blo\u00eb ein paar hunbert Schritt Weit fortfliegen, bort ben Berfolger wieber erwarten unb ton neuem Weitergehen.\n\u00a3)a\u00eb riefengro\u00dfe, burch ben runben \u00a9ingang au\u00ebgegeitnete dieft habe ich mehrmals gefehen,^ ohne e\u00eb gu erlernten. Seine Beitreibung terbanfen Wir 2) eie g orgue unb 3ule\u00eb B erre auf. SDiejenigen, Welche id; fah, ftanben meift in ben unterften Stamme ober 2lftgabeln ber Btimofen, nicht eben hoch \u00fcber bem Boben; nach 3ule\u00eb Berreaur Werben bie dtefter aber auch auf Baum; \u00e4ften ober auf hohen S\u00fcften angelegt. 2lde ftnb au\u00eb Dteifern unb Sehnt funftood gttfammen; gemauert. Sleu\u00dferlit ha* *>er ^au f\u00fcnf ^\t\u00aeui*tmeffer unb beinahe ebenfotiel an\n<p\u00f6he, ba er bomf\u00f6rntig \u00fcberw\u00f6lbt i\u00df. \u00a3)a\u00eb innere enth\u00e4lt bret oodfommen getrennte fft\u00e4ume: ein Borgimmer, einen \u00a9efedftaft\u00ebraum unb ba\u00eb SChlafgentaCh. SDiefe Bimmer ftnb ebenfo \u00dfh\u00f6n gemauert wie ba\u00eb 2leu\u00dfere, ihr \u00a9ingaug eben nur fo gro\u00df, ba\u00df ber Bogel burtfrieten fann. \u00a3)er hintere fftaunt liegt h\u00f6her al\u00eb bie beiben torberen, foba\u00df im $ade ber $oth eingebrungene\u00eb SBaffer abflie\u00dfen \u00efann; ba\u00eb \u00a9ange ift aber fo trefflich gearbeitet, ba\u00df felbft ftarfe dtegeng\u00fcffe feinen Schaben thun; unb Wenn \u00a3)ie\u00ea bennoch ber gad fein fodte, ftnb bie Bewohner raft bei ber #anb, um bem felben geftitft Wieber au\u00eagubeffern. SDa\u00eb Stlafgimmer ift ba\u00eb ger\u00e4umigfte, liegt gu hinterft, unb hier ift e\u00ea, wo beibe \u00a9efd;letter abWed;fetnb br\u00fcten. 2luf Weitem S\u00dfol\u00dfer oon Stitf unb oerftie= benen anbereu ^\u00dfangentheilen liegen bafelbft bie beiben \u00a9ter, au\u00eb benen ba\u00eb \u00a9elege befiehl; ber mittlere d\u00eeaum be\u00eb Bcefte\u00eb bient gur dtieberlage ber 3agbbeute: man fann hier gu aden Beiten knoten cingetrodneter ober oerWefter Ztytxt fehen, al\u00eb BeWei\u00eb \u00fcberreitliter Borr\u00e4the. 3m Bor: gimmer, bem fleinften oon aden breien, h^lt \u00dft ber SBattpo\u00dfen auf, Wetter, ftet\u00eb auf ber Sauer ftehenb, burt fein heifere\u00eb \u00a9efd;rei ben \u00a9ef\u00e4hrten Warnt unb gur fttutt antreibt. Berreaur bemerfte, ba\u00df bie Stilb Wate immer auf bem Baute tag unb ben \u00aeopf au\u00ebftedte, um eine heran; nahenbe \u00a9efahr fogleit m bemerfe\u00ab. 2\u00f6ie bei ben Reihern bauert e\u00eb fehr lange, bi\u00eb bie jungen Statteno\u00f6gel ba\u00eb 2te\u00df oertaffen. Bi\u00eb bahin ftnb beibe 2llte unerm\u00fcblit beft\u00e4ftigt, ihnen dtaprung guguftleppen unb gWar gumei\u00df furg nach Sonnenaufgang unb oor Sonnenuntergang. 2)ie 3ungen","page":670},{"file":"p0671.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9djatteubogc\u00ef,\n671\nfitib faft nacft uttb geigen \u00a9^urett etne\u00a7 gvciubrcnitieti ^Iciunte\u00eb. 35 e r \u00ef e ci u x glaubt fid) ju erinnern, ba\u00a7 bie ftarbe ber (gier toei\u00a7gt\u00fcnli<$ fei mit fpcirlidjer ftlcdung, ift beffen aber nidjt b\u00f6tfig getoifj. \u00a9o erg\u00e4bt un3 \u00a3arttaub, \u00a9eobad)tungen ber genannten.Sorter miebcrgebenb. Steuer; bing\u00ea fabelt \u00a9ionteiro unb 3Jiibbteton \u00fcber ben Sieftbau berietet. (Srftercr fagt, ba\u00a7 bie (Sin; gebornen SIngota\u00ea berfidjern, ber @d)attenbogel baue fein eigene^ Steft, foubern taffe anbere \u00a9\u00f6gcl f\u00fcr fid) arbeiten; \u00a9tibbteton aber fa\u00c7 ben eigener fetbft \u00a9eftftoffe $erfotfdjleW>en. einmal fanb\n\n2)\u00e7v \u00a9djatten\u00f6oget (Scopus umbretta). i/6 bern\u00e2t, \u00a9r\u00f6\u00dfe.\nte^tgenannter $orfd)er brei Hefter auf einem unb bemfctbeu Saume, unb etne\u00eb bid)t baueben, nur fed)\u00ea ftufj \u00fcber bem \u00a9oben. SDie \u00a9auten toaren fo feft, ba\u00a7 fte einen \u00a9teuften trugen, bie Kammern aber and) fo fleht, ba\u00a7 fte beit \u00a9\u00f6geltt !aum staunt gem\u00e4hrten.\n\u00a9tandjjerlci \u00a9agen \u00fcber ben \u00a9djattenbogel taufen um unter beit \u00a9\u00f6lferu, Vx>e\u00efd>e if;it fentien : fo g. \u00a9. glauben bie SIngotaner, bafj berjenige, toeldjer fid) mit bem \u00a9ogel in einem unb bemfetben \u00a9etb\u00e4ffer babe, unfehlbar einen $autau\u00eaf(^tag babontragen ntiiffe.\n$ %\n*","page":671},{"file":"p0672.txt","language":"de","ocr_de":"672\nOie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9t\u00f6rcpe.\nOie \u00a9t\u00f6rdpe (Ciconiae) ftnb Oerpattni\u00dfm\u00e4\u00dfig plump gebaute, btcffdpn\u00e4blige, podpbeinige, aber lurggepige \u00a9umpfo\u00f6gel. Spr \u00a9dpnabet ift lang, gerabe, geftredft leget; ober beilf\u00f6rmig, gutoeilen etioag nacp oben gebogen, bei anberen in ber SJUtte llaffenb, gegen bie \u00a9pipe pin feitlidp gufammen; gebriiclt, oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig l\u00e4nger unb bicber, atg ber ber S\u00eeeiper, bag Sein fepr lang, ftarb, Joeit \u00fcber bie fyeifengelenbe phtauf unbefiebert, ber $u\u00df burggepig ; bie \u00e4u\u00dferen uub mittleren Bepen toerben burcp eine big gum erften \u00a9elenl reidpenbe, bie mittlere unb innere burcp eine bleine \u00a9pannpautoerbuttben, alle ftnb mit bicben, buppigen drallen betoeprt, beren mittlere beine Werbung geigt; ber ftl\u00fcgel ift gro\u00df, lang unb breit, im ftittig bie britte ober oierte \u00a9dptoinge bie l\u00e4ngfte; ber gto\u00f6lffeberige, b\u00fcrge \u00a9dploang runbet ftdp ab; bag \u00dfteingefieber ift am \u00dfopfe unb \u00a3alfe bei oielen Sitten fcpmal unb l\u00e4nglidp, bei anberen b\u00fcrg unb abgerunbet, bei eingelnen fp\u00e4rlicp unb iootlig, felbft paarig, bei anberen enblicp im Sitter burcp feine pornigen, tangenf\u00f6rmigen \u00a9pipen auggegeicpnet; bag \u00fcbrige \u00c6teib beftept aug giemlicp gro\u00dfen Gebern, ioeldpe bidpt unb glatt anliegen unb regelm\u00e4\u00dfig eine \u00a9teile um bag Singe uub bie \u00c6eple, augnapmgioeife audp Sorberlopf unb Stangen freilaffen; bie F\u00e4rbung bilbet in ber Siegel $arbenfelber, bann aber fepr fdp\u00f6n unb gl\u00e4ngenb fein. Seibe \u00a9efcptedpter unterfdpeiben ftdp burcp bie \u00a9r\u00f6\u00dfe, bie jungen burcp mattere f\u00e4rben oon ben Sitten.\nOag \u00a9eripp ift Bei ben gro\u00dfeu Sitten br\u00e4ftig unb ft\u00e4mmig, bie jpitnfcpale ftarb geio\u00f6tbt, bie bn\u00f6cperne \u00a9cpeibeioanb ber Slugenp\u00f6plett oollft\u00e4nbig. Oie SBirbelf\u00e4ule beftept aug funfgepn ipalg ;; fteben St\u00fcclen; unb fteben \u00a9dptoangloirbeln; elftere finb Joeit Weniger fdplanb unb Serben in anberen Serp\u00e4ltniffen gebeugt, atg bei ben oerloanbten Steipern; bie Sl\u00fcdenioirbel oertoadpfen nidpt mit einanber, unb nur ber teptere oerfdpmitgt mit ben SenbenJoirbelu gu einem \u00a9t\u00fcdf. Oag Sruftbein ift oierecbig, am ^interranbe einmal auggebudptet, ber \u00aeiet gegen ben \u00a3>alg pin fepr erp\u00f6pt, bag \u00a9eripp im \u00a9angen loegen ber oielen luftf\u00fcprenben \u00c6nodpen bemerlengtoertp. Oie Butl9e f\u00fcllt auf burcp ipre \u00ae\u00fcrge unb ftept mit ber S\u00e4nge beg \u00a9dpnabelg in beinern Serp\u00e4lttti\u00df, ' foubern ift eine edpte \u00c4\u00fcmmergunge, oon l\u00e4nglidp breiecbiger \u00a9eftalt, \u00fcberall gangranbig, glatt unb nicpt pornig ; ber \u00a9dptunb erweitert ftdp unb gept unmittelbar in ben Sotmagen \u00fcber, ioeldper ftcp audp oon bem SJtagen \u00e4u\u00dferlidp baunt unterfdpeiben l\u00e4\u00dft, \u00a9ine befonbbre Sluggeidpnung ber \u00a9t\u00f6rdpe bilbet bie Suftr\u00f6pre, gumat in Slnfepung beg mangelnbett unteren $epllopfeg unb ber bebeutenben S\u00e4nge unb \u00a9teifpeit ber Slefte u. f. to.\n\u00a9t\u00f6rdpe gibt eg in allen \u00a9rbtpeilen; fte bontmen audp faft in jebent \u00a9\u00fcrtel oor, am p\u00e4ufigften, joie ftdp ertoarten l\u00e4\u00dft, in bem pei\u00dfen. Oie Slufentpattgorte ber eingelneu Sitten ftnb Oerfdpieben; bodp barf mau im allgemeinen fagen, ba\u00df fte ebene, toafferreicpe \u00a9egenben ben p\u00f6peren unb trocteneren oorgiepen unb bemgem\u00e4\u00df ben \u00a9ebirgen ober ben \u00a9teppen unb S\u00df\u00fcften feplen. Oie SJieprgapl liebt \u00fcbrigen\u00ea ioalbige \u00a9egenben, ba alle Sitten auf erpabenen Orten, itt\u00eabefonbere auf S\u00e4umen Sftadptrupe palten unb niften, unb nur \u00e9ingelne ftcp bei beu \u00dcRenfdjen gu \u00a9afte bitten uub auf beffen Oadpftrfie ipr Sieft erricpten, fte alfo opne S\u00e4unte bag ipnen gufagenbe Seben nicpt f\u00fcprett l\u00f6nnen. Oie norbifdpen Sitten gep\u00f6ren gu ben Bugo\u00f6geln, unb eingelne burdpioanbern ungepeuere \u00a9treden; bie im \u00a9\u00fcben tebenben ftreiepen toenigfteng regelm\u00e4\u00dfig, erfdpeinen an ipren Srutpl\u00e4pen gu getoiffen \u00dfeiten im Sapte unb oerlaffen fte mit ben auggeflogenen jungen toieber.\nSn iprer Sebengtoeife unb im Setragen \u00e4pneln ftdp alle \u00a9t\u00f6rdpe mepr ober toeniger. \u00a9ie tragen ftdp aufredpt, beu $alg faft gerabe ober nur fanft Sf\u00f6rmtg gebogen, gepen fdpreitenb mit einem getoiffen Slnftanbe, toaten gern im SBaffer utnper, fo tief bie popen Seine eg ipnen geftatten, ent; fdplie\u00dfen ftdp aber nur augnapmgtoeife gum \u00a9dptoimmett, fliegen fepr fdp\u00f6n, leicpt unb meift podp, gang anberg alg bie Steiper unb mepr nadp Strt ber Bbiffe unb S\u00f6ffelreiper, nicpt feiten fdptoebenb, oft itt pracptooKeu \u00a9dpraubenlinien Ireifenb, ftreden habet ben \u00a3)alg unb Seine gerabe oon ftdp unb neprnen fo im f^luge eine fte oon toeitem fenngeidpnenbe \u00a9eftalt an. \u00a9ine eigentlidpe \u00a9timme befipen fte nidpt; bemt biejenigen Saute, Ioeldpe fte oon ftdp geben, tann man nicpt \u00a9timme, foubern p\u00f6dpfteng Bifcpen nennen. Oiefen St\u00e4ngel toiffen fte aber burcp ein lauteg \u00a9cpnabelgeftapper, toeldpeg je nadp bem \u00a9rabe ber \u00a9rregung oer\u00e4nbert, abgupetfen. \u00a9ie benepmen ftdp ernfi unb to\u00fcrbtg, betoeifen audp","page":672},{"file":"p0673.txt","language":"de","ocr_de":"Rimmerf att.\n673\nunter allen Umft\u00e4nben, baf; fie feljr flug finb unb bte Serh\u00e4ltniffe mohl gu Beurteilen tterftehen. SRehrere Rrten haben fit freimillig unter ben \u00a9tu\u00a3 ^ SRenften geftettt unb ftnb gu falben [pauS? tieren gemorben, geben fit aber nie gu \u00a9flatten her, fonbern bemahren unter allen Umft\u00e4nben Ihre \u00a9elbft\u00e4nbigfeit. Unter fid) leben fie gefeltig unb mit gr\u00f6\u00dferen \u00a9umpf; unb Skfferto\u00f6geln in gutem \u00a9httternehmen, feineSmegS aber in $reunbfd)aft, \u00efaffen fit menigftenS tton treu \u00a9enoffen nitt baS \u00a9eringfte gefallen, kleineren \u00ef^eren Serben fie gef\u00e4^rlid^ ; benn fie finb R\u00e4uber tton \u00a9emerbe unb beftr\u00e4nfen f\u00eet feineSmegS aijf Supe, gifte, Kerbtiere unb S\u00df\u00fcrmer, fonbern [teilen \u00fcberhaupt allen ftm\u00e4teren \u00ef^erett uat unb tobten biejenigen, mette fie erlangen f\u00f6nnen, ohne Sarmhergig^ feit; ja, einzelne tton ihnen gelten felbft RaS an, unb geigen fit babei ebenfo gierig, mie feinen ober \u00a9eier. Sroh ihrer Raubgier merben fie feiten l\u00e4ftig ober ft\u00e4btit, in ber Regel ttielme^r bem ORenfteu n\u00fcfclit- <\u00a9ie geh\u00f6ren \u00fcbrigens gu ben Sagtt\u00f6geln im ftrengen \u00a9inne beS S\u00dforteS.\n\u00a7infittlit ^er gortyflattgung fteinen bie tterftiebenen \u00a9tortarten feT^r unter einanber \u00fcber* eingufiimmen. \u00a9ie bauen grofje Refter tton biirren Reifem unb \u00a9t\u00f6cfen, bereu Rhtlbe mit Weiteren Gingen auSgefleibet mirb, auf hoben S\u00e4umen ober \u00a9eb\u00e4uben. SDaS \u00a9elege g\u00e4ljtt menige, aber gro\u00a7e, f\u00efecfenlofe \u00a9ier, mette ttom Skibten allein auSgebr\u00fctet, aber aut ttorn SR\u00e4nnten feljr geliebt merben. SefjtereS tr\u00e4gt ber \u00a9attin, folange fie fifct, bie n\u00f6tige Rahrmtg gu unb beteiligt fit aut fp\u00e4ter an ber Rufgudjt ber jungen.\nSille \u00a9t\u00f6rte laffen fit g\u00e4hnten, leitt ern\u00e4hren unb fo an ben SRenften ober menigftenS an beffen \u00a9elmft gem\u00f6hnen, bafj fie nitt bloS auS; unb einfliegen, fonbern fogar ben S\u00dfinter hier tter= bringen ober, menn fie fit burt bie Sknberlufi gum 3uge tterteiten liefen, im n\u00e4tfien gr\u00fchlinge gur\u00fccffet>ren. \u00a9ie erfreuen burt bie Klugheit, burt ben \u00a9ruft unb bie S\u00df\u00fcrbe iljreS SkfenS, fomie burt i^re Slnh\u00e4nglitfeit an ben Pfleger, maten fit aut im \u00a9eh\u00f6ft burt t^e 3>agb auf allerlei Ungegiefer n\u00fc^tit, geh\u00f6ren aber nitt gerabe gu ben bi\u00fcigften $ofig\u00e4ngern, meit fie, menu aut uitt auSgefutteS, fobot miel gutter beb\u00fcrfen. 3ur gortyflangung in ber \u00a9efangenftaft hat man fte not nitt gebratt.\n3Rehrere Raturforfter g\u00e4hten bie RintmerfattS (Tantalus) gu ben Stiffen; it retne fie gu ben \u00a9t\u00f6rten, meil it ber Rnfitt bin, baff fie mit biefen gr\u00f6\u00dfere Relfnlitf eit geigen als mit jenen. 3tr ift fr\u00e4ftig, ber $alS mittellang unb tterh\u00e4ltnifjm\u00e4fjig ftarf, ber \u00aeo|)f giemlit grofj, ber \u00a9tnabel lang, bem beS \u00a9torteS \u00e4hnlit, an ber SBurgel aber bidfer, an ber \u00a9pi\u00a3e etmaS gebogen, runblit unb an ben ftarfen \u00a9tneiben beutlit eingegogen, ber Sauf hot unb fr\u00e4ftig, ber gufj lang= gehig, bie SerbinbungShaut gmiften ben 3tcn breit, ber I\u00c7\u00ef\u00fcge\u00ef lang unb breit, unter ben \u00a9tmingen bip gmeite bie l\u00e4ngfte, ber \u00a9tmang furg, baS \u00a9efieber reit, aber fleinfeberig, bei eingelnen Rrten gart unb ft\u00f6n gef\u00e4rbt. \u00ee)ie \u00a9eftletter unterfteiben fit burt \u00a9r\u00f6ge ; bie jungen tragen ein tton ben Riten tterftiebeneS \u00aeteib.\n\u00a3)er Rimmerfatt RorbafrifaS (Tantalus Ibis), melter in mehreren Sehrb\u00fctern 'als euro= p\u00e4ifter Sogei aufgef\u00fchrt mirb, meil er fit bis in ben \u00a9\u00fcben unfereS \u00a9rbtheileS tterflogen haben foil, geh\u00f6rt gu ben ft\u00f6nften Rrten feiner \u00a9type unb gamilie. \u00a3)aS \u00a9efieber ift meifj, auf ben Dber= unb Unterpgelbecfen bunfet; unb rofenroth gefledft, auf bem R\u00fcdfen rofenroth \u00fcberflogen; bie \u00a9tmung; unb \u00a9teuerfebern ftnb gl\u00e4ngenb gr\u00fcnftmarg. 2)aS R\u00fcge ift gelblittoeifj, ber \u00a9tnabel mat^gelb, ber gufj blafjroth, baS naefte \u00a9efitt ginnoberroth- \u00aeie jungen S\u00f6gel tragen ein befteibeneS \u00a9emanb, meldjeS auf $alS unb SRantet aftgrau, \u00fcbrigens gilblitgrau auSfieht. $)ie Rlafje ftmanfen: bie S\u00e4nge betr\u00e4gt 34 bis 40, bie Sreite 62 bis 67, bie gittigl\u00e4nge 18, bie \u00a9tmangt\u00e4nge 6 3oll.\n39reJ)tn, \u00efljte\u00efle&en. IV.\n43","page":673},{"file":"p0674.txt","language":"de","ocr_de":"674\n\u00aeie S\u00e4ufer. \u00a9telg\u00fcBgel. \u00a9t\u00f6rdje.\nlieber. 3m Sluguft tr\u00e4gt er fein gSracptfleib; bemnacp ift angunepmen, ba\u00a7 bie SBrutgett in ben \u00a9eptember f\u00e4llt.\n\u00a9o\u00fciel icp micp erinnere, pabe icp ben SRimmerfatt immer nur im Staffer \u00fcber bod) in ber 37\u00e4pe beffe\u00efben gefunben, niemals fomeit \u00fcon ben gl\u00fcffen entfernt, mic bie \u00a9t\u00f6rcpe ober aucp bie \u00aeranicpe. (Sr fcpeint fiep ebenfogern an ben \u00efapfen Uferftetfen ber \u00a9tr\u00f6me mic in ben graSreicpen Gegenteilen aufgupalten. 3n ben SJtorgen; unb Stbenbftunben betreibt er feine 3<tg&/ toelcpe ^leingetpier opne SluSnapme, alfo auep \u00a9\u00e4ugetpieren unb jungen V\u00f6geln gu gelten fepeint, obgleicp \u00a7ifcpe, 2Bafferlurcpe\nSRittelafrifa ift bie #eimat beS Sftimmerfatt. 23om 18. \u00a9rabe f\u00fcblieper Breite an pat man ipn an allen \u00a9em\u00e4ffern beS 3nneren gefunben, an benen man bis jept beobachtete, einzeln amp nape an ben \u00a9eef\u00fcften. 3n (Sgppten mag gumeilen einer unb ber anbere \u00fcorlommen, ftcperlicp aber gep\u00f6rt \u00aeieS gu ben \u00a9eltenpeiten.' 3cp erinnere miep niept, ben 23ogeI n\u00f6rblicp \u00fcon Angola gefunben gu paben. 33ei (Spartpum ift er niept feite* am blauen unb meinen Gite ftettenioeife p\u00e4ufig. (Sr erf(peint pier ungef\u00e4pr um biefelbe Beit, melcpe ben bortigen flehten \u00a3auSftorcp unb ben 3biS inS Sanb f\u00fcprt, p\u00e4lt fiep m\u00e4prcnb ber Gegengeit im \u00a9ubapn auf unb \u00fcerfepminbet nad) ipr bis auf menige 97ad)giiglcr\n\u00aeet \u00ef\u00eftimnterfatt (Tantalus Ibis).\nf","page":674},{"file":"p0675.txt","language":"de","ocr_de":"Simmerfatt. \u00a9tord). \u2022\nG75\nunb S\u00df\u00fcrmer Wohl Me Hauptnahrung bilben m\u00f6gen; mittag\u00ea^fieht man i\u00efjn, unb gew\u00f6hnlich in gro\u00dfen \u00a9cparen, auf \u00a9anMnfeln im \u00a9trom\u00e8 ober im feilten SSaffer ftehert, auch auf S\u00e4umen au\u00earuhen. 3>n feinem \u00a9ange unb $luge \u00e4hnelt er nuferem \u00a9torche fo, ba\u00df ich einen eigentlichen Unterfdhieb ber Sewegung oon beiben nid^t angugeben Wei\u00df. S)o<h nimmt ftch ber 97immerfatt fliegenb fch\u00f6ner au\u00ea a\u00ef\u00ea ber \u00a9torch, toeil *>ie prachtoo\u00fce ^l\u00fcgelf\u00e4rbung bann gur \u00a9eltung tommt. 2Jiit anberem \u00a9umpfgefl\u00fcgel gibt er ftch Wenig ab. \u00a9r treibt ft<h gWar unter bemfelben umher, bilbet aber immer mehr ober Weniger abgefonberte \u00a9efeltfhaften inmitten be\u00ea \u00a9ewimme\u00ef\u00ea unb behauptet, namentlich Wenn er ruht, feinen eigenen 5\u00dfla^.\nUeber bie \u00c7ortpftangung habe ich leiber leine Seobadjtungen anftellen l\u00f6nnen; e\u00ea ftnb mir auch leine SJHttheilungen anberer \u00a3Reifenben belannt. ^Dagegen berichtet $erbon font trtbifd^ert Vertreter, Welcher feinem afrilanifchen SerWanbten in ber Seben\u00eaWeife gu \u00e4hneln fcheint, ba\u00df er regelm\u00e4\u00dfig in \u00a9efellfchaften auf hohen R\u00e4umen niftet, einen gro\u00dfen jporfi errichtet unb brei bi\u00ea oier, auf Wei\u00dfem \u00a9nfnbe fchWadhgilblich gefledte \u00a9ter legt, \u00a9in eingiger Sanianbaum foU guWeilen funfgig Hefter biefer S\u00f6gel oereinigen. \u2022\n2>n ber 97eugeit ftnb mehrfach junge 97immerfatt\u00ea oon SBeftafrita her lebenb nach \u00a9nropa gelommen; ich \u00c7aBe fo\u00efche in \u00ae\u00f6ln, Antwerpen, Slmfterbam unb Sonbon gefepen. 2>hre Haltung Oerurfadpt leine 2D7\u00fche, ba fte mit bemfelben putter oortieb nehmen, Weld^e\u00ea man bem \u00a9torche- reicht.\n2ln lederen erinnert ihr Setragen. \u201e3>unge 97immerfatte\", fchreibt mir Sobinu\u00ea, \u201ebetragen ftdp gang wie junge \u00a9t\u00f6rdpe, wenn fte oor ihren \u00a9Item nieberlnien, mit bett kl\u00fcgeln fchlagen unb gef\u00fcttert fein Wollen, \u00a9ie t\u00efjun \u00a3)ie\u00ea, Wenn \u00e4ltere S\u00f6gel ihrer 2lrt unb felbft SerWanbte in ipre \u00a3R\u00e4he lommen, fafi ein gange\u00ea $ahr lung unb fio\u00dfett babei heifere S\u00f6ne au\u00ea. Son bem \u00a9torche unter; fdheiben fte ftch, nach meiner 2lnfidf)t, burdp ihr fanftere\u00ea Siefen unb ihre au\u00dferorbenttiche Sertr\u00e4glich; feit. \u00aea\u00ea 907ertW\u00fcrbigfie an bem S\u00f6gel ift, ba\u00df er ben ge\u00f6ffneten \u00a9d^nabel in\u00ea Staffer ftedt, a\u00ef\u00ea ob er erwarte, ba\u00df feine Seute ihm ohne SSeitere\u00ea in ben \u00a9dplunb hineinfpagieren muffe. 2)iefe\u00ea Senehnten pa\u00dft fcptecht gu bem tarnen \u201e 97 immer fatt\"; unfer S\u00f6gel Oerbieut biefenOcamen aber auch in anberer fpinftcht teine\u00eaWeg\u00ea. \u00a9r ift burchau\u00ea nidjt gefr\u00e4\u00dfiger a\u00ef\u00ea feine SerWanbten; icp m\u00f6chte ipn oielmehr m\u00e4\u00dfiger nennen, \u00a9ein Setragen belunbet \u00a9em\u00e4dhlichteit unb \u00a9eelenrupe. S\u00df\u00fcrbeooU fcpreitet er in feinem 37aume umher, ruhig unb bebadhtfam betrachtet er ftch bie Sor\u00fcbergehenben; mit fcpeinbarer H^rablaffung befdh\u00e4ftigt er ft<h mit anberen S\u00f6geln; unb Wenn er im reiferen 3llter fein prachtoolle\u00ea \u00a9efteber erhalten, geh\u00f6rt er Wirtlich gu ben fdt>\u00f6nften Spieren, welche man halten lantt. SDer beutfcpe Hornel fagt il;m aber nicht gu, unb $roft tann er gar nicht oertragen. Sei geringer \u00df'\u00e4lte fchon erfriert er bie gepen ober siept fi<h eine \u00aearmentg\u00fcnbung gu, an Welcher er in ber 97egel gu \u00a9runbe geht. H\u00e4lt man ihn in einem gr\u00f6\u00dferen, unbebedten \u00a9ebauer, in Welchem er feine \u00a9dpwingen gebrauchen barf, fo pflegt er ben gr\u00f6\u00dften Speil ^e\u00ea \u00a3uge\u00ea auf S\u00e4umen gugubrittgen, unb nur, Wenn er 97aprung fudht, gum Soben perabgutommen.\"\n\u00a9in tr\u00e4ftiger, breitbr\u00fcftiger Seib, mittellanger, [tarier Hu^, mittelgro\u00dfer \u00aeopf, ein langer, tegelf\u00f6rmiger, geraber, an ben fdparfen \u00a9dpn\u00eaiben ftarl eingegogener, mit plattem H^n\u00fcbergug betleibeter \u00a9dhnabel, lange, Weit \u00fcber ber f^erfe nadte $\u00fc\u00dfe, mit turgen, unten breiten gepen, bereu \u00e4u\u00dfere unb mittlere big gum erften \u00a9elent burdh eine \u00a9pannpaut oerbunben ftnb, fepr lange, m\u00e4\u00dfig breite, giemlidp ftumpfe Fl\u00fcgel, unter bereu \u00a9dhWingen bie britte, oierte, f\u00fcnfte gleid^lang unb bie l\u00e4ngften ftnb, ein au\u00ea gW\u00f6lf turgen gebern beffehenber, abgerunbeter \u00a9dpWang unb ein reidp\u00e8\u00ea, Wenig; farbige\u00ea, oft aber gl\u00e4ngenbeg \u00a9efteber tenngeichnet bie \u00a9t\u00f6rcpe im engeren \u00a9inne (Ciconia).\nUnter ihnen oerbieuen fetbftoerft\u00e4nblid; ber ^axt\u00eafiord^, Slbebar, \u00a9beher, H\u00b0noter ober Klapper ft or<h (Ciconia alba) oorgug\u00eaWeife ber\u00fcdftcptigt gu Werben, \u00a9ein \u00a9efteber ift\n48*","page":675},{"file":"p0676.txt","language":"de","ocr_de":"676\n\u00a9te S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9tordre.\nmit Aulnaljme ber fdjWargen Schwingen imb \u00ef\u00e2ngften SDedfebern fdjmugigWei\u00df, bal Auge braun, ber @d)nabel lad,, ber $u\u00df blutroth, ber ft$le Sied um bal Auge graufchWarg. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 42, bie SBrette 86, bie Sittigl\u00e4nge 25, bie \u00a9d)Wangl\u00e2nge 10 goU. \u00aeal SBetbc\u00c7en ift \u00abeiner.\n\u00e7gitt Aulnahme ber \u00c7oc\u00c7norbifdjen S\u00e4nber fehlt ber Storch feinem Streite \u00a9uropal, cbgleid) er freilidjj nicht \u00fcberall all Brutoogel gefunben Wirb. \u00a9o befugt er unter anberen auch \u00a9nglanb, mofelbft er fr\u00fcher h\u00e4ufig geWefen fein foil, gegenw\u00e4rtig nur noch feiten, oiedeidjt blol all Saling, unb ebenfo hat er ftch aul \u00a9ried)enlanb mehr ober weniger gur\u00fcdgegogen, weil bie herglofen Bewohner ber \u00e4ftorea ihn, ben heiligen Bogel ber \u00a9\u00fcrfei, g\u00e4nglidj oerfcheudjt h^en. \u201e\u00a3)a, wo bie t\u00fcrfifdf)e ^errfdjaft fich l\u00e4nger erhielt, unb ber griechifcpe Aufftanb nicht Adel bem \u00a9rbboben gleichgemacht ^atte\", fagt Sinbermaper, \u201eblieben aud) bie St\u00f6rche in bem ungefd^m\u00e4lerten Beftpe ihrer ^\u00dfal\u00e4fte, Wie fr S3, auf ber Snfel \u00a9ub\u00f6a; ba aber, Wo bal ^edenent\u00efjum fcpon oon ben erften \u00a9agen ber ffte\u00f6olution frifdh emporWucpl, oerminberten ftd^ ober oerfdhWanben aud) bie \u00a9t\u00f6rd)e. \u00a9o gibt el feine mehr in Aauplia, patrol, \u00a9bra unb Sitten.\" Sind) in Spanien geh\u00f6rt ber \u00a9tordj in manchen, f\u00fcr ihn burdjau\u00ea geeigneten feilen bei Sanbel gu ben \u00a9eltenbeiten, unb gWar fcbeint el, all ob er hier ebenfadl oie\u00fceid)t burdj bie lederen Kriege oertrieben Worben fei. 3n ^olen, Preu\u00dfen, \u00fcber, paupt in gang Aorbbeutfdhlanb unb in B\u00f6eftfalen lebt er h\u00e4ufig, in Mittel, unb \u00a9\u00fcbbeutfd)lanb feiten unb blol hier \u00fcnb 'm ^en \u00a9ebirgen ift er \u00ee\u00b09ut unbefannt. Aacp Often bin fcbeint er fidb ttidfjt Weit gu oerbreiten: er fommt allerbingl noch in Au\u00dflanb, inlbefonbere im \u00a9\u00fcben biefel \u00a9taatel oor; fein Berbreitunglfreil reicht aber nid)t bil \u00a9ibirien. 9Jtan bat fr\u00fcher geglaubt unb fogar behauptet, ba\u00df oiele \u00a9t\u00f6rd^e fd^on in ben Atittelmeerl\u00e4nbern B\u00dfinterherberge nehmen: biefe Anftcht ift febod) irrtb\u00fcmlicb ; benn bie \u00a9tordre giehen bil inl tieffie innere oon Afrifa, nach meinen Beobachtungen nod) \u00fcber bem 13. \u00a9rabe n\u00f6rblidher Breite hinweg, \u00a9ie oerWeilen auch W\u00e4brenb ibrel \u00a3ugel nicht in ben n\u00f6rblidher gelegenen S\u00e4ubern, fonbern eilen raftlol ibrel \u00a9\u00dfegel babin. 3>n SJtittels unb Aorbbeutfcplanb erfcpeint ber \u00a9torch gWifchen bem lebten Februar unb erften April, einige Borl\u00e4ufer unb Aachg\u00fcgler aulgenommen. (Singeine fommen bereitl SOtitte gebruarl unb anbere nod) in ber gweiten Jp\u00e4lfte bel April an; fic aber f\u00f6nnen bie Aegel nicht umflogen. 3m inneren Afrifal treffen fie wenige \u00a9age nach ihrer Abreife ein: ich \u00ee^b f\u00ab bereitl am erften September im f\u00fcblicpen Nubien unb no cp am brei\u00dfigften Bt\u00e4rg bei (Sbartbum.\nOer ^aulftordh beoorgugt ebene, flache unb tiefe \u00a9egenben, Welche reich an SBaffer unb inls befonbere an \u00a9\u00fcmpfen unb Ator\u00e4ften fhtb. Oie Btarfdhen Aorbbeutfdhlanbl unb \u00a3o\u00ef\u00efanbl fagen ihm fepr gu, Weit fte ihm bie trefflidhfte 3# gew\u00e4hren, \u00a9rodene unb hochgelegene \u00a9benen Werben gemieben, aber auch nicht alle \u00a9\u00fcmpfe fo ftarf beo\u00f6lfert, all man glauben m\u00f6chte.\u2019 \u00a9I fcbeint n\u00e4mlich, all ob noch eine gWeite Bebingung erf\u00fcllt fein m\u00fc\u00dfte, Wenn bem \u00a9torche ber Aufent, halt gefallen foil : er oerlangt eine \u00a9egenb, in Welcher ber Btenfdh gur ^jerrfdjaft gefommen ift. 3war fiebe\u00efn jt<h t>ie\u00efe ^aulftorcpe auch fern Oon ben menf<hli<hen Wohnungen in d\u00f6\u00e4lbern an unb gr\u00fcnben hier auf ftarf en B\u00e4umen ihren gro\u00dfen \u00a3orft: bie SRehrgahl aber niftet im \u00a9eh\u00f6ft bei Bauern ober wenigftenl auf ben O\u00e4dhern unb \u00fcberhaupt erhabenen \u00a9teilen per \u00a9eb\u00e4ube.\nmm man'befonbere\u00bb \u00a9l\u00fcd hat, fann man. bie Anfunft bei geliebten Oadhgaftel beobachten unb fehen, ba\u00df j}cp bal $aar, Weldhel im oorigen 3aljre im \u00a9eh\u00f6ft niftete, pl\u00f6plich aul ungemeffener \u00a7\u00f6he in Schraubenlinien herabl\u00e4\u00dft auf ben Oadh\u00dfr\u00df unb nun oom erften Augenblid an fo heimi\u00dfh thut, all W\u00e4re el nie oerreift gewefen. \u00a9ofort nach ber Anfunft beginnt bal gew\u00f6hnliche \u00a9reiben, \u00a9r fliegt oom 97efte, Weldhel Wirf lieh gu feinem .\u00eepaufe wirb, Weg, auf f\u00c7e\u00efb unb Briefen, nach \u00a9\u00fcmpfen unb Kr\u00e4ften hinaul, um feiner 3agb obgultegen, lehrt in ben Btittaglftunben gew\u00f6hnlich Wieber gur\u00fcd, macht nachmittagl einen gWeiten Slul\u00dfug, fommt oor Sonnenuntergang nach \u00a3>aufe, flappert unb fdhidt ftdh fdhlie\u00dftidh gum Schlafen an. \u00a9o treibt er el ein unb alle \u00a9adje, bil bie Sorts p\u00dfangunglgeit heran fommt unb nunmehr bie Sorge um bie Brut eine gewiffe Abweichung oon ber gewohnten SebenlWeife n\u00f6tlfig macht.","page":676},{"file":"p0677.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9tord).\n677\nSDer. \u00a9torch geh\u00f6rt uugtoeifelhaft gu ben auggegeicljnetften \u00a9umpfo\u00f6geln, toobei freilich ber\u00fccf= fic^tigt Serben mug, bag totr feinen anberen feiner SBerloanbten fo genau fennen alg i\u00a7n. \u00a9r befunbet in feinem ^Betragen etloag fehr SB\u00fcrbeoolleg. \u00a9ein \u00a9ang iff langfam unb gemeffen, Me Haftung babei giemlid) auf gerichtet, ber \u00a7lug, melier burd) loenige \u00a9pr\u00fcnge eingeleitet Joirb, Oer= h\u00e4ltnigm\u00e4gig langfam, aber boc^ leidet unb fcp\u00f6n, namentlich burep bie pradb)tt>otIen (Schraubenlinien, loelcpe er trop einem \u00a9eier augguf\u00fcpren oerftept, fe^r auggegeiepnet. 3m \u00a9tepen pflegt er ben \u00a3>alg etioag eingugiepen unb ben Schnabel mit ber \u00a9pipe nadh unten gu richten; niemals aber nimmt er eine fo fonberbare unb ^\u00e4^liche Stellung an toie bie meiften Reiher, unb felbft bei ber gr\u00f6\u00dften 9iupe fiept er noch anft\u00e4nbig aug, obgleich er feine SB\u00fcrbe erft bann offenbart, loenn er umherl\u00e4uft. -fpocpfi fetten fielet er fiep oeranlagt, feinen \u00a9ang big gum kennen gu fteigern; biefe Setoegung fepeint ihn auch halb gu ermiiben, lo\u00e4prenb er, in feiner gejo\u00f6pnlicpen SBeife bapinJoanbelnb, ftunbenlang in \u00a3p\u00e4tigfeit fein fann. 2)er $lug ermubet ihn nicht; er bewegt bie Fl\u00fcgel feiten unb auch nicht off nach einanber, ioeig aber ben 2Binb ober jeben Suftgug fo gefdpieft gu benupen, bag er fdploebenb nach ^Belieben fteigt unb f\u00e4llt, unb oerftept fein \u00a9teuer fo trefflich gu panbpaben, baff er febe 2\u00d6enbung augguf\u00fcpren oermag. \u00a9eine \u00fcbrigen g\u00e4pigfeiten muffen ebenfalls alg pocp entwickelte begeidhnet loerben. \u00a9ein SSerftanb ift ungeloopnlidp auggebilbet. ,,\u00a9r loeig fiep\", fagt SRaumantt, \u201ein bie 3eit unb in bie Sente gu fdpiefen, \u00fcbertrifft barin faft alle \u00fcbrigen 23\u00f6gel, unb ift feinen klugem blicf bar\u00fcber in gtoeifel, Joie bie SJtenfdpen an biefem ober jenem Orte gegen ihn gefinnt finb. \u00a9r merft gar batb, Joo er gebulbet unb gern gefepen ift, unb ber Joenige \u00a3age fr\u00fcher in einer fremben \u00a9egenb angefommene, fch\u00fcdhterne unb 0orfichtige, bem DJienfcpen augloeicpenbe, S\u00ef\u00eetcm migtrauenbe \u00a9torch hftt ncich ^er \u00a9mlabung, bie ein gur \u00a9runblage feineg guf\u00fcnftigen \u00fcftefteg auf ein popeg \u00aeacp ober auf einen SBa-umfopf gelegtes S\u00f6agenrab ift, fofort alle furcht oerloren, unb nachbem er 23efth oon jenem genommen, ift er nadh ioenigen \u00a3agen fdhon fo guthunlidh getoorben, bag er fich furdptlog aug ber \u00fcft\u00e4pe begaffen l\u00e4gt. 58alb lernt er feinen \u00a9aftfreunb fennen unb Oon anberen SJienfcpen, ober bem ihm S\u00f6opltoollenben \u00fcberhaupt oon miggiinftigen unb gef\u00e4hrlichen ^\u00dferfonen unterfdheiben. \u00a9r Joeig, ob man ihn liebt unb gern fielet, ober ob man ihn nur mit \u00a9leidhg\u00fcltigfeit betrachtet; benn er beobachtet aufmerffam unb macht feine \u00a9rfahrung umfonft.\" \u2014 \u201eSch pabe\", erg\u00e4hlt mein SBater, \u201eoft nach einem, ber im 97efte ftanb, mit ber f\u00c7\u00eftnte gegielt, er blieb babei fo ruhig, alg loenu er f<hon to\u00fcgte, bag ihm SRidhtS gefdhehen Jo\u00fcrbe. 2\u00f6enn er aber 97acpfteUungen bemerfte, Wirb er auch-beim 37efte fehr fdpeu. \u00a9he ich einen meiner Sammlung hatte, JooUte ich bag SBeibdpen eineg S\u00dfaareg, bag auf einer \u00a9idpe genifiet \u00c7atte, erlegen. 2llg ich mich ihm n\u00e4herte, 0erlieg eg fofort bag \u00fcfteft, obgleich eg beim \u00a307onbfchein gefdhah, unb fam lange nachher erft Joieber. . Sept oerfagte mir bag \u00a9eJoehr; bie ioenigen F\u00fcnfen aber, Welche ber \u00a9tein f<hlug, machten einen foldpen \u00a9inbruef auf ben \u00a9torch, bag er midh big elf Uhr naeptg Oergeblich toarten lieg, ob ich mich gleich gut eingefteUt hatte. Btoei 3ahre. barauf erinnerte er fiep biefer 97acpftellung noch; fann folange nadhher toar bag br\u00fctenbe S\u00f6eibcpen fo fcpeu, bag ich mich beim SDtonbfcpeine faum auf fiebgig Schritte anfdhleidhen fonnte.\" $ern oom SRefte geigt fich ber Storch ebenfo fdheu, Wie alle feine SSerJoanbten. \u00a9r fennt bie dauern, Wirten unb \u00c6inber fehr gut alg ungef\u00e4hrliche SSJienfcpen, leibet aber bodh feine Slnn\u00e4perung unb macht eg bem S\u00e4ger, Welcher ihn erlegen Will, in ber Siegel fehr feptoer, fdhuggeredht angufommen. \u00eeftoep oiel oorfichtiger unb febener geigt er fich auf bem 3uge ober \u00fcberhaupt joenn er mit anberen feiner 2lrt fich Oereinigt; benn bann fudpt jeber eingelne ben anberen an SSorficpt gu \u00fcbertreffen. 97adp Slfrifa fdheint er bag \u00dcBeiougtfein ber \u00a9ef\u00e4hrlidhfeit beg loeigen QJienfcpen mitgubringen; er flieht feine Sanbgleute fietg aug gr\u00f6gerer \u00a9ntfernung, alg bie braunen \u00a9ingebornen.\n\u00a9eio\u00f6pnlicp betrachtet man ben Storch alg einen parmlofen unb gutm\u00fcthigen SSogel; biefe \u00a9igenfehaften aber befipt er burdjaug nicht \u201e\u00a9eine 2lrt, fich gu ern\u00e4hren\", fagt Naumann, \u201emacht ihm bag 2Jlorbeu gur \u00a9eJoohnheit, unb biefe fann fogar gu 3eiten auf \u00a9eineggleidhen \u00fcbergehen. 2Jtan h\u00abt SBeifpiele, bag St\u00f6rche oon anbergJoo herfamen, bag SReft ft\u00fcrmten, \u00fcber bie jungen her^ fielen unb, trop ber oergweifelten \u00a9egenJoehr ihrer \u00a9Item, fie enblid) hoch ermorbeten, S)ieg auch bei","page":677},{"file":"p0678.txt","language":"de","ocr_de":"678\nSDie S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00dfgel. \u00a9tordre.\nmehreren in ber \u00a9egenb fo malten.\" Stau \u00bbei\u00df audp, ba\u00df fie Crante oor bem S\u00dfegguge umbringen, ober \u00a9eg\u00e4pmte, \u00bbetcpe fte mitnepmen \u00efoo\u00ef\u00efen, \u00bbenn fie ftdp \u00bbeigern, tobten. \u00a3>er gapme \u00a9torcp gept, \u00e7ereigt, feinem \u00abEBiberfadper unter Umft\u00e4nben gu Seibe; ber SIngefcpoffene \u00bbeprt ftcp tapfer unb big gum testen \u00a3audpe oerfept er \u00a9dpnabelft\u00f6\u00dfe unb fann, ba biefe p\u00e4ufig nacp ben Sugen gerietet ftnb, Stenfdpen ober Sagbpunben leicht gef\u00e4prtidp Serben, \u201e\u00a9onberbar genug perrfcpt unter ben \u00a9t\u00f6rdpen eine gro\u00dfe Serfdpiebenpeit ber \u00a9eftnnung. Standpe fxnb gegen anbere \u00bbertr\u00e4glich, leiben fte audp niftenb in ber S\u00e4pe, \u00bb\u00e4prenbanbere in einem ge\u00bbiffen Greife mit ft\u00f6rrifcper Separrlidpfeit bie Britein; herrfc^aft behaupten. Einerlei \u00a3iel, \u00a3md unb Siittet, aucp \u00bbcpl $urcpt oor \u00a9efapren, macpen ipn auf feinen Seifen gefellig ober Oer antaff en ipn, in gr\u00f6\u00dferen Vereinen gu reifen. Sur gegen \u00a9eineg= gleiten fann ber \u00a9tordp gefettig fein, gegen inhere nie; ber Sereingette fdplie\u00dft ftcp nie einer anberen 2trt an, nicpt einmal feinem n\u00e4cpfien Ser\u00bbanbten.\" SBenn bie \u00a9iferfudpt ing \u00a9piel fommt, f\u00e4mpft er mit \u00a9eitteggleicpen auf Seben unb Sob, unb flehten gieren gegen\u00fcber bleibt er immer gef\u00e4prtidp.\nSDer eingige \u00a9timmtaut, \u00bbeldpen ber \u00a9torch per\u00f6orbringen fann, tfi ein pe-ifereg, unbefdpreiblicpeg Bifcpen. \u00abSan oernimmt \u00a3)ieg feiten, am \u00f6fterften ttocp oon \u00a9eg\u00e4pmten, \u00bbeldpe eine befonbere greube an ben Sag legen \u00bbollen. \u00a9e\u00bb\u00f6pnlidp br\u00fccft ber S\u00f6get feine \u00a9ef\u00fcpte burdp klappern mit bem \u00a9dpnabet aug, unb er oerftept biefeg fonberbare SSerfgeug \u00bbirflidp funftgerecpt gu panbpaben, ftappert halb l\u00e4nger, halb f\u00fcrger, halb fdpneHer, halb langfamer, halb ft\u00e4rfer, halb fdp\u00bb\u00e4dper, ftappert aug greube ober aug Kummer, \u00bbenn er hungrig ift, unb nacpbem er ftch gef\u00e4ttigt pat, madpt feinem S\u00dfeibdpen ftappernb feine Siebegerfl\u00e4rung unb liebfoft ftappernb feine jungen. SDiefe lernen bie tnerf \u00bb\u00fcrbige, aber feineg\u00bbegg arme \u00a9pradpe ihrer \u00a9Item nocp epe fte flugbar \u00bberben, unb br\u00fccfen, fobalb fte ftappern f\u00f6nnen, ipre \u00a9ef\u00fcpte ebenfallg baburcp aug, \u00bb\u00e4prenb man fr\u00fcper Oon ipnen Saute oernapm, \u00bbeldpe gtoar ebenfo\u00efoenig flaugoo\u00efl ftnb, Joie bie iprer \u00a9Item, aber bocp alg Saute begeicpnet unb ein @e\u00bbinfel ober @eg\u00bbitfdper genannt \u00bberben b\u00fcrfen,\nXpiere ber Oerfdpiebenfien 2lrt bilben bie Saprung beg \u00a9tordpeg. \u00a9r ift ein R\u00e4uber in ber ootlfien Sebeutung beg SBorteg unb \u00bbenn er ung n\u00fcpticp \u00bbirb, anftatt gu fdpaben, fo pat Oieg nur barin feinen \u00a9r\u00fcnbL ba\u00df er Oorgugg\u00bbeife fdp\u00e4blicpen Spieren nadpjagt. \u00a9g fdpeint, ba\u00df Surdpe unb \u00c4erbtpiere oon ipnt beoorgugt \u00bberben, \u00bbopl aber nur, \u00bbeit fte ftdp am leidpteften fangen taffen. Sei feinen ge\u00bb\u00f6pnlidpen ^agbg\u00e4ngen trifft er am p\u00e4ufigfien gr\u00f6fcpe, \u00abS\u00e4ufe unb \u00dferbtpiere an, unb fte \u00bberben guerfi mitgenommen; aber er ift nacp ftifcpen ebenfo begierig, \u00bbie nacp ftr\u00f6fdpen, ftellt ipnen gelegentlich im tr\u00fcben Skffer eifrig nacp unb oerfdplucft fte big gur S\u00e4nge einer Stanngpanb; er tobtet \u00a9ibedpfett, Slinbfdpleicpen, \u00abRattern, felbft \u00a9iftfcplangen. \u201e\u00aero\u00dfe \u00abRattern\u2018bearbeitet er\", laut Seng, \u201ebeoor er fte fa\u00dft, oft lange mit \u00a9cpnabetpieben, big fte gang opnm\u00e4dptig ge\u00bborben ftnb, unb fdptudtt fte bann, \u00bbie er fte gerabe pacft, pinab, ent\u00bbeber ben @dp\u00bbang ober ben ^opf oor\u00bbeg, gleidp; oiet ob fte fdpon tobt ftnb ober ftcp nocp feft um feinen \u00a9cpnabet ringeln, foba\u00df er gen\u00f6tpigt ift, fte burcp eine peftige Se\u00bbegung \u00bbieber perauggufcpleubern, ober fie mit einem $u\u00dfe perauggufrapen, \u00bborauf er fte oon neuem gu oerfcptingen fudpt. Sei gro\u00dfer \u00a9ier fcptucft er kleinere \u00a9dplangen oft, opne fte oorper im geringften gu bearbeiten; fte toben nocp lange im \u00a3alfe perum, pufcpen audp leidpt, \u00bbenn er ftcp rafcp b\u00fccft, um eine neue Seute gu greifen, \u00bbieber peraug, foba\u00df, \u00bbenn er auf freiem Soben nteprere \u00a9dplangen oor ftdp pat, recpt luftige Sagben entftepen. 2lucp bie giftigen \u00dfreugottern ftnb ipnt eine Sieblinggfpeife; er paut fte aber, fo oft eg ang \u00a9cplucfen gept, fo oft unb fo berb auf ben \u00c4opf, ba\u00df ipnen \u00a3\u00f6ren unb \u00a9epen oergept. Serf\u00e4prt er einmal gu rafdp unb unoorftcptig, unb \u00bbirb oon einer Otter gebiffen, fo leibet er einige Sage fepr, erpolt fiep bann aber gang.\" $unge S\u00f6get, \u00bbeldpe ipm bei feinem \u00a3erumftreifen auffto\u00dfen, tobtet er opne \u00a9nabe, junge \u00a3afen nimmt erber Stutter trop mutpiger Sertpeibigung \u00bbeg; ben St\u00e4ufen lauert er auf gelb unb liefen oor ipren S\u00f6cpern auf; bie Staut\u00bb\u00fcrfe fpie\u00dft er im Sluffto\u00dfen; Heinere Seute nimmt er mit ber \u00a9dpnabetfpipe \u00bbeg, \u00bbirft fte in bie \u00a3\u00f6pe unb f\u00e4ngt fte gefdpidft im \u00a9cpnabel auf. 2luf blumigen liefen treibt er ben terbtpierfang fepr eifrig unb nimmt nidpt allein bie ftpenben unb friedpenben auf, fonbern bem\u00fcpt ftdp audp, bie umperfdp\u00bbirrenben nocp int f^luge \u00bbeggufepnappett. Sur bie Kr\u00f6ten oerfepm\u00e4pt er; fte","page":678},{"file":"p0679.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9tor cfi.\n679\ncfeln iljn an, unb er haft fte fo, baf er fte tobtet, aber niemals r\u00fcljrt er eine ber gemorbeten an. \u201e3u cittern f^elbteic^e\", erg\u00e4bt Naumann, \u201efamen ein paar St\u00f6rche \u00f6fters unb ftfdjten nad) flehten daraufthen, treibe neben einer \u00dcRenge ooit Kreuzlr\u00f6ten biefeS S\u00f6affer faft allein belebten. SBenn toir nun um Sonnenuntergang bort auf amen, um nad) Scijnepfeno\u00f6gettt un\u00ea anzufteden, toaren bie St\u00f6rche fdjon fort, Ratten aber ihre Spuren auf eine abfdfjeuliche S\u00dfeife bezeichnet; benn ga^\u00ef\u00efofe Kr\u00f6ten lagen am SBaffer, enttoeber auf bem fR\u00fccfen unb fdjon tobt, ober toanben ftdj meift mit auf? geriffenem Saudje unb zerfejjten \u00a9eb\u00e4rmen in ben testen 3udmtgen, unb bie meifien haudjten erft nach Untergang ber Sonne i\u00efjr Seben auS.\" 2Ran erfleht au\u00ea bief er 3ufammenfiedung ber toorn Stordje get\u00f6bteten \u00a3ljiere, baf b<*S SSol\u00ef bie R\u00fchlidjfeit beS SogelS feljr gut begriffen b<*t; benn ber geringe Schaben, ioeldjen er burdj feine R\u00e4ubereien anridjtet, toirb reid^tic^ aufgetoogen burdj bie guten SDienfte, toeldbe er leifiet. Slufmerffame Sanbtoirtlje Ijd&en beobachtet, baf in S&hreu, in-denen bie St\u00f6rche feiten toaren, bie SR\u00e4ufe bebenfltd) \u00fcberljanb nahmen unb gleichzeitig ioeit mehr Ungeziefer anberer 2lrt, inSbefonbere Kreuzottern unb bergteidfjen gefunben iourben als fonfi\u00bb Ruch biefer R\u00e4uber arbeitet alfo ganz entfliehen zu unferem Sortljeite.\nSDie tounberbare Slnljanglidjfeit beS StordjeS an ben Rtenfdjen befunbet ftdj oorzugSioeife to\u00e4hrenb ber Paarungszeit. RderbingS gilt eS ihm als eine (Sinlabmtg, wenn auf einem hohen \u00a9eb\u00e4ube ober Saume ein Rab in toagredjter Sage befeftigt toirb; benn ba, too St\u00f6rche \u00fcberhaupt leben, toerben fte feiten ober nie eS oerf\u00e4umen, barauf iljren $orfi zu gr\u00fcnben unb baS \u00a9eb\u00e4ube getoif bem fch\u00f6nften Saumtoipfel oorziehcn. \u201edftan muf erftaunen\", fagt Raumann, \u201ebaf St\u00f6rche, toelche in einer fremben \u00a9egenb grof m\u00fcrben, bei allem angeborenen 9Rif trauen fogleidf erlernten, baf man fte gern fteljt, bie Slnftalten, mit benen man ihnen entgegen \u00efommt, oerftehen unb ben S\u00f6\u00fcnfdjen ber SRenfdjen folgen. Sor ioenigen Saljren zeigte ftdj ein Stordjpaar in meiner \u00a9egenb unb mufterte bie breiten K\u00f6pfe ber alten hohen Rappeln zuifcpen z^ei Radjbarb\u00f6rfern, ein 3eidjen, toeldjeS ber baftge Sagbbefther nicht fogletch Oerfianb, ben St\u00f6rchen, bort eine feltene \u00a9rfdjeinung, mit Sdjiefgeioeljr nadjfdfjlidj, and) Oergeblidj eine Kugel ihnen nachfenbete, toorauf fte eine Siertelftunbc toeiter gingen, Jrjier, in einem attbereit SDorfe, errieth man ihre Rbfidjt, befeftigte ein altes SBagenrab auf ber fyirfte eines h\u00b0\u00a7en StroljbadjeS; bie St\u00f6rche nahmen fogleidj ihre (Sin? labung an, toaren in toenig \u00a3agen mit bem Saue beS RefteS auf jener \u00a9runblage fertig, o\u00f6dig Ijeimtfdj unb fommen feitbem alle S&hre lieber. SkldjeS ber \u00a9runb biefer 3uneigung beim dftenfcdjen fei, bleibt jebenfadS r\u00e4thfelpaft; baf aber both toohl bie Sicherheit, bie ihnen au\u00bb allgemeiner 3uneigung ber R\u00eeenfdj in feiner R\u00e4lje geto\u00e4hrt, fotoie ber fidlere, fefte Stanb beS RefteS fotoohl f\u00fcr 2llt als Sung toenigftenS nicht Rebenfadje babei ftnb, mag fdjtoerlidj geleugnet toerben \u00ef\u00f4nnen. IDaS Sertrauen auf menfchliche ^ilfe ift bei ihnen fo grof, baf felbft folche St\u00f6rche, toelche bieRbftdjt Oerrathen, ihr Reft auf einem Saume zu bauen, eS fogleid^ annahmen, toenn man ihnen aufs \u00a9eradjetoohl, auf bem erfien beften eine \u00a9runblage machte, Stangen ober St\u00e4be annagelte, unb ReiSb\u00fcnbel befeftigte, toorauf fte fogleidj ihren Sau begannen. Stau fann fte fogar bahin, too fonft leine toaren, mit foldjen Slnftalten loden, fa\u00ef\u00ef\u00ea bie \u00a9egenb eine ihnen zufagenbe Sefchaffenhett hat.\" Roch'auffallenber erfcheint e\u00a7 mir, toie id) hinzuf\u00fcgen toid, ba\u00a7 eben nur ber .\u00eepau\u00ea? ober Klapper? ftordj e\u00ea ift, toeld^er ftd) fo mit bent SRenfcpen befreunbet, nid)t aber auch fein ihm in \u00a9eftalt unb SBefen h^c^ft \u00e4hnlicher Rertoanbter, ber 2\u00f6albftordE), toelcher ftet\u00ea fern oom 9Renfd)en, m\u00f6gli^ft einfant im 2\u00dfalbe niftet. Unb biefelben 2krt)\u00e4ttniffe finben ftch in Slfrifa toieber. ^ier lebt ein bem fchtoarzen Storche un\u00e4hnlicher, ettoa\u00ea lleinerer $erioanbter (Ciconia Abdimii), in eben benfelben freunbfchaftlid)en SSerh\u00e4ltniffen mit bem Rtenfcljen, to\u00e4hrenb eine ztoeite 2lrt (Ciconia leueocephala) ben bortigen \u00a9ingebornett ebenfo flicht, toie ber dBalbftordj ben 3Sei\u00a7en. SDer Sunerafrifaner thut Richt\u00ea, um ben \u201eSimbil\", toie er feinen ipau\u00eaftord) nennt, einzulaben, unb ber SSogel mu\u00a7 ftch feinen .fporft geto\u00f6hnlid) auf ben S\u00e4umen errichten, toelche im SDorfe ftehen, erfcheint aber bennod) unb toirb nun felbftoerft\u00e4nblid) gern gefeljen unb al\u00a7 geheiligter \u00a9afi betrachtet. SDerfelbe SRenfch to\u00fcrbe nat\u00fcrlich audj-bent tooKhalftgen Storche \u00a9aftfreunbfd)aft geto\u00e4hren; biefer aber fxnbet ftcp ebenfo^","page":679},{"file":"p0680.txt","language":"de","ocr_de":"680\t\u00a9ie S\u00e4ufer. \u00a9teljoBgel. \u00abSt\u00f6rd^e.\nWenig Bei ipm ein Wie unfer d\u00dfalbftorcp. $ier fto\u00dfen Wir auf SBtberfpr\u00fcdpe, Welcpe ix>ir nodp rtid^t 5U l\u00f6fen im \u00a9tanbe finb.\nS\u00a3)er einmal Begr\u00fcnbete $orft Wirb alle Bdpre jum 23r\u00fcten Benupt: man fennt einzelne, Weldpe feit punbert B&pren adfommerlidp Bemannt Waren. Bn ber Siegel erfdjeint ber \u00a9tord) ein paar Stage fr\u00fcher atg bie \u00a9t\u00f6rdpht, gew\u00ebpnlicp, trie fdpon Bemerft, urpl\u00f6plicp; er Benimmt fiep aBer fo, ba\u00df man an feiner \u00a9igenfcpaft al\u00ea SBeftper gar nic^t ^Weifeln fann. 3Bie oiele Sapre naep einanber ein unb-baffelBe S\u00dfaar ba\u00ea 9Reft Benupt, Wei\u00df man nidpt, nimmt aBer, nnb gewi\u00df mit Aedpt, an, ba\u00df bie SeBen\u00eabauer ber SB\u00f6gel eine fepr lange nnb bemgem\u00e4\u00df ein d\u00f6ecpfel ber Aefieigentp\u00fcmer feiten ift. $ommt, trie eg gutoeilen gefdpiept, nur einer ber \u00a9t\u00f6rdpe gur\u00fccf, fo W\u00e4prt eg oft lange B\u00abt, Beoor er fiep einen \u00a9atten gefreit, nnb in ber Siegel entftepen bann peftige K\u00e4mpfe um ba\u00ea EReft, inbem fiep Waprfcpdinlidp junge S\u00dfaare einfinben, Weldpe gemeinfcpaftlicp \u00fcber ben fr\u00fcperen SnpaBer perfallen, ipn 3U oertreiben fuepen unb auep oft genug oertreiben, ober fogar umBringen. Unter foldpen Umft\u00e4nben Wirb ber SAenfdp ^uWeilen gen\u00f6tpigt, einjugreifen, um ben grieben ju erpalten. Au\u00ea allen \u00a9eoBacptungen barf mau folgern, ba\u00df bie \u00a9pe eine\u00ea \u00a9tordppaare\u00ea f\u00fcr bie Seben\u00eageit gefeploffen tourbe unb Beibe \u00a9atten fiep in Streue jugetpan ftnb. UeBer jebett Btoeifel erpaBen ift biefe Streue jeboep nidpt; benn man fennt g\u00e4lte, too eine \u00a9t\u00f6repin fremben \u00a9t\u00f6rdpen \u00a9ep\u00f6r gaB, pat fogar BeoBaeptet, ba\u00df ein unBetoeiBter \u00a9tordp pl\u00f6plicp \u00fcBer ben neben feinem Aefte d\u00dfadpe paltenben \u00a9atten perfiet, unb ipn mit einem tooplgegielten \u00a9cpnabelfto\u00dfe t\u00f6btete, nidpt\u00ea befto weniger aber oon ber Br\u00fctenben \u00a9t\u00f6repin opne SBeitereg angenommen W\u00fcrbe; man fpriept auep oon Auftritten, Welcpe bie naep tiefem teiber geredptfertigte \u00a9iferfuept ber m\u00e4nnlidpen \u00a9t\u00f6rdpe unOerfennbar Befunbeten. \u00aeod> ba\u00ea ftnb Au\u00eanapmen, unb ipnen fann man anbere B\u00fcge entgegenfieden, Wetdpe f\u00fcr bie Streue be\u00ea \u00a9tordppaare\u00ea fpredpen. \u00a9in \u00a9tordp Blieb brei Bapre lang gur\u00fcef unb fuepte an Oueden unb 33\u00e4cpen Aaprung, ober W\u00e4prenb ber grimmigften \u00c4\u00e4lte unter \u00a9tadb\u00e4epern \u00a9cpup. BcBe\u00ea Bdpr fcim fein \u00a9atte gur\u00fcdf, unb fie Br\u00fcteten Wie gew\u00f6pntidp. SDer guerft jur\u00fcefBteibenbe War-ba\u00ea SffieiBdpen. B\u00abt Oierten JperBjle Blieb nun aber auep ba\u00ea dMnndpen in \u00a9efedfdpaft f eine\u00ea ASeibcpen\u00ea W\u00e4prenb be\u00ea SBinter\u00ea in ber fpeimat unb \u00a3)ie\u00ea brei Bdpre pinter einanber. 23eibe w\u00fcrben enbtid; oon B\u00f6fen \u00dcAenfdpen get\u00f6btet, unb eg ergab fiep, ba\u00df ba\u00ea d\u00dfetbdpen burep eine fr\u00fcper erpaltene S\u00d6\u00dfunbe reife; unf\u00e4pig geworben war. \u00a9en^u \u00a9affelbe pabe icp in Afrifa erfapren. $ier fap.iep \u00a7Wei \u00a9t\u00f6rdpe, Welepe in ber d\u00dfinterperberge jur\u00fcdgeblieBen waren, lief Beibe erlegen unb fanb benfelben \u00a9runb f\u00fcr ipr Verweilen.\nSBteiBt ba\u00ea S\u00dfaar ungeft\u00f6rt, fo Beginnt eg Balb naep Anfunft mit ber Au\u00eaBefferung be\u00ea \u00a3orfie\u00ea, inbem e\u00ea neue tr\u00fcget unb Reifer perbeitr\u00e4gt, unb \u00fcber ben alten mepr ober Weniger oerrotteten auf; fdpidptet, audp eine neue Aeftmulbe perftedt. \u00a9emjufoige nimmt ber #orft oon Bapr gu Bapr an \u00a7\u00f6pe unb \u00a9dpWere gu, unb $)ie\u00ea fann foWeit gepen, ba\u00df bie Unterlage ipn nidpt mepr gu tragen oermag, unb ber SAenfdp Wieberum pelfen mu\u00df. \u00a9er S5au fetbft gep\u00f6rt feine\u00eaWeg\u00ea gu ben au\u00ea; gegeiepneten. SDaumftarfe Reifer, unb \u00a9t\u00e4be, Aefte, SDornen, \u00a9rbflumpen unb Aafenft\u00fcefe Bilbew bie \u00a9runbtage, feinere\u00ea Aeiftg, Aoprpalmen unb \u00a9cpitfbl\u00e4tter eine gWeite \u00a9dpidpt, b\u00fcrre \u00a9ra\u00ea; ft\u00fcddpen, SAift, \u00a9tropftoppein, Sumpen, spapierft\u00fcden, gebern bie eigenttiepe Aefimulbe unb d\u00f6iege f\u00fcr bie Bungen. Ade Sauftoffe werben im \u00a9bpnabet perbeigetragen unb.gWar oon Beiben \u00a9atten ^ ba\u00ea d\u00dfeibdpen ift aber, Wie geW\u00f6pnlid;, ber Baumeifter. SSeibe arbeiten fo eifrig, baf ein neue\u00ea Aeft innerpalb adpt Stagen oodenbet, bie Au\u00eaBefferung aber fd;on in jWei Big brei Stagen gefepepen ift. \u00a9owie ber 23au Beginnt, regt fidp ba\u00ea SAijjtrauen im ^erjen ber Seftper, unb einer oon ben \u00a9atten pflegt regelm\u00e4\u00dfig S\u00dfacpe Beim Aefte 5U palten, W\u00e4prenb ber anbere au\u00eaftiegt, um Aiftftoffe 31t f ammein.. SSDabei Wirb f elbfto er ft\u00e4nb lidp auf bie mancpfaltigfte d\u00dfeife gef l\u00e4ppert, man m\u00f6dpte fagen, in aden \u00a3on; unb Staftarten, \u00fcberpaupt bie greube \u00fcber ben gl\u00fcdlidp gegr\u00fcnbeten, Beg\u00fcglid) Wteber aufgepupten ^erb beutlicp funbgetpan. SAitte ober \u00a9nbe Aprif\u00ea legt bie \u00a9t\u00f6rdpin ba\u00ea erfte \u00a9i, unb Wenn fte \u00a7u ben \u00e4lteren .gep\u00f6rt, im Verlauf oon wenigen Stagen bie brei ober hier anberen pinterper. Bpre \u00a9eftglt ift eine rein eif\u00f6rmige, bie \u00a9dpale fein, glatt, bie garbe Wei\u00df, guWeilen etWa\u00ea in\u00ea","page":680},{"file":"p0681.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9tord).\n681\n\u00a9r\u00fcnlidje ober \u00a9elblidje fpielenb. SRur bie \u00a9t\u00f6rcljin br\u00fctet, aber h\u00f6<hft eifrig, achtunbjtoanzig unb einunbbrei\u00dfig Sage lang, Wirb ib\u00e4hrenbbent Oom \u00a9tord)e gef\u00fcttert, beWadjt unb gefcpfct nnb geht be\u00ea^a\u00efb feiten Oom SRefte. \u00a9inb bie jungen au\u00eagefc\u00efj\u00ef\u00fcbft, fo oerbophelt fid) bie \u00a9orge ber \u00a9Item um bie Brut, nnb niemals entfernen ftd) beibe zu gleicher 3eit oon ben Sungen. Anf\u00e4nglich erhalten biefe haubtf\u00e4df)lid) \u00a9ew\u00fcrm ber Oerfd)iebenften Art nnb $erbt\u00ef)tere, SRegenW\u00fcrnter, \u00a9gel, Saroen, \u00ae\u00e4fer, $eufd)reden nnb bergleid)en, fy\u00e4ter fr\u00e4ftigere $oft. \u00a9ie Serben oon ben \u00a9Item im eigentlichen \u00a9inne be\u00ea SBorte\u00ea ge\u00e4gt, and) getr\u00e4nft, ba biefe ihnen bag n\u00f6tige 2\u00f6affer ebenfadg im $el)tfade gufd^le^^en ; fp\u00e4ter febodh begn\u00fcgen [ich bie eilten bamit, ben jungen bie SRa^rung oorguto\u00fcrgen. S)ag Familien; leben gew\u00e4hrt jeberjeit ein unterhaltdnbeg, nid)t immer aber auch ein angenehmeg \u00a9d)aufbiel. Anfattgg geht bie \u00a9ache; fp\u00e4ter aber oerurfad)t bie \u00a9tord)familie Unannehmlichkeiten mancherlei Art. sticht blo3 bag Sad) wirb abfd^eulich befd)muzt, fonbern and) eine S\u00fcRaffe oon SRal)runggftoffen herab; gefdhleubert, foba\u00df fie unten oerfault nnb \u00a9eftanf oerbreitet. @ar nicht Jelten gefchieht eg audh zum \u00a9ntfe^en ber .Jpaugfrau, ba\u00df ber alte \u00a9torch mit einigen frifd) gefangenen, noch ^alb lebenben Blinb; fdhleidhen, Gattern nnb anberem \u00a9tel ober \u00c7urdht einfl\u00f6\u00dfenben Ungeziefer antommt unb feine Sungen bamit \u00e4^en Will, einige oon ben \u00a9(fangen aber oerliert unb biefe nun \u00fcber bag S)ad) in ben $of herabrollen l\u00e4\u00dft. S)od\u00a3) if\u00ee bag Vergn\u00fcgen an ber Familie gr\u00f6\u00dfer alg aller Aerger, ben fie oerurfadht. 2)ie jungen fi^cn in ben erften Sagen i\u00efjre\u00ea Sebeng auf ben Werfen, ftellen ftth fy\u00e4ter im SRefte auf, Werben auch oon erfahrenen \u00a9Item gegen bag iperabfaden, burch Anbringung neuer \u00a9t\u00e4be unb SReifer nodh befonberg gefch\u00fc^t, lernen halb bie \u00a9egenb fennen unb beWeifen, ba\u00df ihr Auge Oon Anfang an Oortrefflidh ift; benn fte erfp\u00e4hen ben mit gutter belabenen Alten, Welcher herbeifommt, fd)on aug gro\u00dfer $erne unb begr\u00fc\u00dfen ihn zuerft burch \u00a9eberben, fy\u00e4ter burdh \u00a9d)nabelgefiabber, fo ungefchidt baffelbe anf\u00e4nglich auch fein mag. %t)v 2Bad)gthum W\u00e4i)rt minbefteng zwei ootle donate, \u00a9egen bag \u00a9nbe biefer 3ett hin beginnen fte ihre \u00a9dhWingett zu proben, fteden ftd) auf ben SRefiranb, fchlagen mit ben kl\u00fcgeln unb unternehmen enblidE) bag S\u00dfZagft\u00fcd, oom SRefte aug big auf ben girft be\u00ea SDadhe\u00eb zu fliegen. S)en Alten gem\u00e4hrt fold^e Unternehmunggluft ber \u00aeinber bie gr\u00f6\u00dfte $reube; fie beginnen nun flugg bie notpWenbige Sehre, machen ihnen alle Bewegungen beg glugeg Oor unb loden fie enblidh auch Oom SRefte meg; bie Sungen fe^en, ba\u00df bie \u00dfunft ihrer \u00a9Item auch ihnen gl\u00fcdt, lernen fdjon nach ben erften Ausfl\u00fcgen auf ihre gittige oertrauen unb unternehmen nun tagt\u00e4glich mit ben Alten einen \u00a9bajierftug \u00fcber bag S)orf hinauf, fel)ten aber anf\u00e4nglich nod) jeben Abenb zum SRefte zur\u00fcd, um hier bie SRad\u00df>t zu oerbringen. \u00a3)od> Oerliert ftd) biefe Anh\u00e4nglichfeit an bie Sb\u00dfiege immer mehr; benn bie Beit naht nunmehr heran, in melier Alt unb Sung zur Bknberung aufbricht.\n3u biefent \u00a9nbe oerfammeln fid) alle \u00a9tordhfamilien einer \u00a9egenb auf beftimmten Spi\u00e4^en, gem\u00f6hnlidh meidhen, fumpfigen liefen; bie Anzahl ber \u00e4ufammenfommenben mehrt ftd) Oon Sag zu Sage; bie Berfammlungen m\u00e4hren immer l\u00e4nger, tint Safobi, alfo \u00a9nbe Sulig, mirb SlRufterung gehalten; babei foil eg oorgefommen fein, ba\u00df bie zur SReife Unf\u00e4higen oon ben anberen get\u00f6btet m\u00fcrben. SRad) biefem fogenannten \u00a9torchgericht bricht enblidh bag ganze $eer zur SReife auf, hebt ftdh, nachbem eg oorher noch lebhaft ge\u00ee\u00efappert, in bie ip\u00f6he, freift noch einige Seit lang \u00fcber ber geliebten #eimat unb zieht nun in f\u00fcbmeftlid)er Dichtung rafdh feineg S&egeg bapin, Wahrfcpeinlich unterWegg noch anbere aufnepmenb, unb ftdh fo mehr unb mehr Oerft\u00e4rfenb. SRaumann fprid)t oon \u00a9tordbfl\u00fcgen, beren Anzahl ftch auf zwei; big f\u00fcnftaufenb belaufen mochte, unb ich \u00efatm ihm nur beiftimmen, ba biefenigen \u00a9d)aren, melc^e ich uodh im inneren AfrifaS m\u00e4hrenb ihreg 3uge\u00ea fah, Zumeilen fo zahlreich maren, ba\u00df fte gro\u00dfe fl\u00e4chen l\u00e4ngg be\u00a3 \u00a9tromuferg ober in ber \u00a9te|>}>e bud); ft\u00e4blidh bebedten, unb menn fte aufflogen, ben \u00a9eftdhtgfrei\u00ea erf\u00fcllten.\nS)er \u00a9tord) gew\u00f6hnt ftd) reicht an bie \u00a9efangenfdjaft unb an einen beftimmten Pfleger, namentlich Wenn er jung au\u00ea bent SRefte genommen W\u00fcrbe. Sffienn man ftdh oiel mit ihm befd)\u00e4ftigt, lernt man ihn noch Oon ganz anberer \u00a9eite fennen, als burch blo\u00dfe Beobachtung. ,,\u00a9g ift eine irrige SReinung\", fagt \u00a9chinz, \u201ean zahnten Sljiereu f\u00f6nne man bie SRaturWiebe nidht beoba^ten; fte ent;","page":681},{"file":"p0682.txt","language":"de","ocr_de":"682\n\u00aeic S\u00e4ufer. \u00a9tfljo\u00f6gel. @tord)c.\nWidetn im \u00a9egentljetfe nod) Weit mehr i\u00efjte g\u00e4higfeiten unb geigen fte in einem anberen Sichte, \u00a9erabe ineil fte ihrem urfyninglidjen \u00a9tanbpunfte entr\u00fcdt m\u00fcrben, finb fte gelungen, ftd) in bie neuen Serlj\u00e4ltniffe gtt f\u00fcgen, ihre begriffe Werben oerWidetter, unb bie Seic^tigfeit, mit melier fte ihre #anblungen nach ben Umft\u00e4nben \u00e4nbern, beseidhnet ihre gr\u00f6\u00dferen ober geringeren g\u00e4higfeiten. SDer @tord> hat ein oortrefftid>eg \u00a9eb\u00e4djtni\u00df; er lernt halb bie \u00a3anblungen unb fogar bie d\u00f6orte ber 2ftenfd)en oerftehen. 2Bie ber \u00a3unb fennt er bie SeWohner beg \u00a7aufeg unb jeigt bem Abneigung, bem anberen 2Inh\u00e4nglidhfeit.\" \u00a9d>ins befa\u00df oiele Sa^re lang \u00a9torche. \u00a9g beburfte Wenig St\u00fche, fte sahnt \u00a7u machen; Wenige Sage reichten l)in, fte an ein $aug unb bie barin Wohnenben S\u00dferfonen gu gew\u00f6hnen. \u00a9obalb ber l\u00fctterer in ben \u00a9arten trat, ober ftcf) geigte, fam ber \u00a9tord) mit fc^nellen \u00a9dritten herbei, legte feinen \u00c4ofjf gur\u00fcd, fing an su flauem, breitete bie Fl\u00fcgel aug unb feeing mit bem \u00a9dbmanje ein Kab \u2014 adeg Seiten ber greube unb greunblid)feit. \u00a3>en ihm gegebenen tarnen fannte er fogut toie ein $unb; rief man ihn, fo fam er fdjned oon fern \u00c7erbei, ober lie\u00df ftdh, ioenn er fliegen formte, aug hoher Suft ^ernieber. Bur ber Staif\u00e4fer, Weldje er fe^r gern fra\u00df, begleitete er feinen ipernt Wie ein \u00a3>unb, oon einem Saume jum anberen, um bie ljerabgefd)\u00fcttelten $\u00e4fer gu er^afd^en unb forberte burdj \u00a9eberben auf, bie S\u00e4ume gu fR\u00fctteln. Kahm Semanb eine \u00a9d)aufel sur $anb, fo eilte er fogleid) herbei unb ftellte ftdh neben ben \u00a9rabenben, um feben Segens murm ober ein ftd) seigenbeg $erbtl)ier wegjunehmen. Stan hatte suWeilen fleine gifd)e f\u00fcr ihn gefangen; fowie er nun falj, ba\u00df man eine 2lngelrutt)e sur -fpanb nahm, fam er in gr\u00f6\u00dfter \u00a9ile herbei unb folgte bem gifdhenben allenthalben nach- 3m gelbe ging er hinter bem Pfluge her unb hafdjte \u00abK\u00e4ufe unb \u00a9ngerlinge Weg. \u00a9be er red)t fliegen fonnte, hatte er fein Kadjtlager in einem #olsbeI)\u00e4lter; fobalb bie D\u00e4mmerung eintrat, oerf\u00fcgte er ftdh an feinen S\u00dfla\u00df.\t2llg er nadj=\nher fliegen fonnte, hatte er ftdh bag \u00a9dheuernbadh su feiner Sehnung gew\u00e4hlt, unb nun fam er feben 2lbenb oom gelbe nach \u00a3aufe, flieg erft hoch in bie Suft, machte, immer tiefer ftdh herabfenfenb, einige fdj\u00f6ue \u00a9djWenfungen, fefjte ftdh auf bie \u00a3)ad)firfte, fla\u00dfperte einigentale unb fdhlief bann, auf einem Seine ftehenb, ein. SDie ft\u00e4rfften \u00a9t\u00fcrme Warfen ihn nicht herunter; er toanbte aber and) immer bie Sruft gegen ben S\u00dfinb, bamit biefer bie gebern nicht ergreife, \u00a9tunbens meit sog er umher unb fam immer regelm\u00e4\u00dfig Wieber. Butoeilen gefeilten ftdh frembe \u00a9torche su ihm unb fudhten ihn mitsunehmen: er aber wieg fte fpr\u00f6be ab unb ging nid^t mit. 9118 ber S\u00dfinter nahte, befchnitt man ihm bie gl\u00fcgel, febod) foWenig, ba\u00df er immer noch fein \u00a9djeunenbad) erreidhen fonnte. \u00a3>icr blieb er, bis ber \u00a9d\u00dftee fo hoch fiel, ba\u00df er nicht mehr mit ben g\u00fc\u00dfen auf bag \u00a3)adh fommen fonnte, unb man Wieg ihm nun einen ^olgfchu^^ett sum \u00a9chlafeti an; allein er ging ungern hinein. Defterg \u00fcbernachtete er am Ufer ber Simmat, im Staffer ftehenb. \u00a3>abei begegnete eg ihm, ba\u00df er einfror, unb am borgen oon feinen Sefannten toieber logge.eift toerben mu\u00dfte. \u00a3)ett $aug; hunb unb bie $a\u00dfe fannte er fehr gut, lebte mit ihnen auch in grieben; famen aber frembe auf ben \u00a30f, fo oerfolgte er fte mit gro\u00dfer SButh- 2lud) manche ihm unbefannte Seute betrachtete er grodenb unb'fiel fte an. \u00a9infi tourbe er oon mutljtoidtgen Knaben genedt, griff biefe an, unb einer ber Knaben ftie\u00df ihm ein \u00abKeffer in ben #alg; er fiel um, fdjten t\u00f6btlid) oertounbet su fein, erholte ftdh aber hoch toieber, erhob ftd) auf fein \u00a9djeunenbadb, blieb hier einige Sage flehen, ohne ettoag su freffen, unb genag toieber. 3.m folgenben \u00a3erbfte oerfdjtoanb er unb tourbe f\u00fcr Oerloren gehalten. 2Ideht Sum \u00a9rftaunen 2111er famen int folgenben gr\u00fcf\u00f6ahre mehrere \u00a9t\u00f6rche auf bag @ut; einer oon ihnen lie\u00df ftdh fangen, flog auf bag \u00a9d)eunenbadh unb seigte feine alten \u00a9etoohnheiten, folgte auf ben alten Kuf, foba\u00df man in ihm benfetben erfennen mu\u00dfte, toeldjer im $erbfte toeggeflogen.\nS\u00dfir fennen nodh mehrere \u00e4hnliche Seridhte \u00fcber scihme \u00a9t\u00f4rdfje; fte alte ftimmen in ber S\u00df\u00fcrbigung beg Serflanbeg, ber 2tnh\u00e4ngtid)feit unb Siebengto\u00fcrbigfeit biefer S\u00f6get \u00fcberein, \u00a9inselne Uebergriffe l\u00e4\u00dft ftd) ber \u00a9torch freilich auch s\u00ab fd)utben fommen, inbem er ab unb su ein B\u00fcchlein toegnimmt ober eine anbere Storbthat oer\u00fcbt, \u00dfinber \u00e4ngftigt u. f. to.; im allgemeinen aber barf man behaupten, ba\u00df er su ben angenehmfien unb \u00fcnterhaltenbfien S\u00f6geln geh\u00f6rt, toeld)e man auf bem \u00a3ofe halten fann. \u00a3at er ftc| baran gew\u00f6hnt, aug= unb einsu\u00dfiegen, fo fofiet feine Unterhaltung","page":682},{"file":"p0683.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9im bi f.\n683\nand) nid^t gerate oief, benn er fudjt ftdj bann ben gr\u00f6\u00dften Ztyxl feine\u00ea ^utter\u00ea fe\u00efbft nnb mu\u00df nur im SBinter, toenn er int freien SRicht\u00ea ftnbet, einigerma\u00dfen unterpht inerben.\n9\u00ef\u00efan hat erfahren, ba\u00df ber $au\u00eamarber guioeilen bie Jungen \u00a9tordre \u00fcBcrf\u00e2CCt unb umbringt, fennt aber fein fRaubipier, toelche\u00eb ben alten gef\u00e4hrlich fein f\u00f6nnte, bie gr\u00f6\u00dferen f\u00f6afsenartem unb \u00aerofobi\u00efe, toe\u00efc\u00efje in ber SBinterperbcrge einen unb ben anberen ioegnehmen, rie\u00cf\u00cfeid^t aug; genommen, \u00a9feidhtoohl oerme^ren ftbh bie @t\u00f4r<f;e anfdjeinenb nicht; eg m\u00fcffen a\u00effo oiel non ihnen gu \u00a9runbe gehen. \u00a9er SRenfch \u00bberfolgt fte eigentlich nirgenb\u00ea; benn ba, too man fte fennt,\n\u00a9er \u00a9intbil (Sphenorhynchus Abdimii). V-0 ber itat. \u00aer\u00f4jje.\nfch\u00fc^t man fte gegen $re0el unb \u00a9\u00fccfe, unb in ben \u00a9egenben, toddle fte nur to\u00e4hrenb t^re\u00ea 3uge\u00eb befugen, pflegen fte fo fd)eu gu fein, ba\u00df Oon einer eigentlichen $agb auch nicht gefprodhen ioerben fann.\n\u00a9er erto\u00e4hnte ^aulftord) Snnerafrifa\u00ea, ioe\u00efdher tocgen feine\u00eb theiftoeife nacften \u00a9eftchte\u00eb a\u00ef\u00eb 58eX' treter einer befonberen \u00a9ippe angefehen toirb (Sphenorhynchus Abdimii), ift auf \u00aeopf unb $al\u00eb gritn=","page":683},{"file":"p0684.txt","language":"de","ocr_de":"684\n\u00a3>ie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9t\u00f6rdje.\nfdjmarg, mit 5\u00dfurp\\trglang, auf bem Stautet, einfchlie\u00dflid) ber \u00a9djmingen unb ber \u00a9teuerfebern, \u00dfhmarg, gr\u00fcngl\u00e4ngenb, auf ber Unterfeite mei\u00df. \u00a3)a\u00a7 Singe ift braun, bie na\u00fcte \u00a9teile um baffelbe blau, ba\u00ea na\u00fcte \u00a9eficht unb bie \u00c6ehle rotjj, ber \u00a9d)nabel gr\u00fcnlich, an ber \u00a9pifce rotf;, ber M braungrau, au ben \u00a9etenfen bla\u00dfrotl). $>ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 28, bie Breite 60, bie f\u00c7ittig\u00ef\u00e2nge' 17/ bie \u00a9chmaugl\u00e4nge 7 3od.\nSon Smngola an bi\u00a7 nadj \u00a9\u00fcben \u00a7in betoo^nt ber \u00a9imbil, mie bie \u00a9uba^nefen i\u00a7u neunen, i geeignete \u00a9ertlichf eiten \u00dcRittelafrifaS in gro\u00dfer Slnga^l, m\u00e4hrenb ber Srutgeit aber nur bie D\u00f6rfer; jebot^ uiftet er feiten auf ben K\u00e4ufern felbft, vielmehr regelm\u00e4\u00dfig auf benachbarten S\u00e4umen, im \u00a9\u00fcben hauptf\u00e4chlich auf Stimofen unb gmar in \u00a9cfedfdjaftett, meld)e gumeilen f\u00f6rmlid)e 3Inftebe= lungen bilben, ba man Bis brei\u00dfig Hefter auf ein unb bemfelben Saume finben fann. \u00a3>ie \u00a9ier, toeldje in gorm unb \u00a9r\u00f6\u00dfe vielfach abmechfeln, ftnb \u00abeiner, als bie unfere\u00ea \u00a9tordje\u00ea, benfelben aber \u00e4fnlich unb fehen unau\u00eageBIafen lichtblau au8. g\u00fcr ben mit ben \u00a9itten be\u00ea Solfe\u00ea nicht Vertrauten .Ncifenben ift e8 fehler, foldje \u00a9ier gu erhalten, meil bie \u00a9dj\u00e4bigung be\u00ea ^eiligen Soge\u00ee\u00ea al\u00ea ein Serbien angefehen mirb, melcbe\u00ea bie gange Sev\u00f6lferung eine\u00ea SDorfe\u00ea aufr\u00fchrt. $>och gibt e3 ein einfache^ Mittel, ba\u00ea Soif gu beruhigen unb \u2014 gu beth\u00f6ren. Stau mu\u00df n\u00e4mlich vorgeben, ba\u00df man bie \u00a9ier gur Sereitung T^eilfamer SIrgeneien gebrauten mode unb gebrauchen m\u00fcffe, ba felbftver; ft\u00e4nblid) nur bie eine\u00ea heiligen SogelH eine erfyrie\u00dfliche S\u00dfirffamfeit \u00e4u\u00dfern f\u00f6nnten. SDiefe\u00ea leuchtet ein, unb bie Sev\u00f6lferung ift bem $orfd)er bann toohl felbft behilflich-\n\u00a7inftd)tlid) feiner Seben\u00eameife unterfcheibet fleh ber \u00a9imbil fo menig von unferem \u00a3au\u00eaftorcbe, ba\u00df ich auf eine befonbere \u00a9djilberung feiner \u00a9itten vergichten fann. 2lud) er geh\u00f6rt \u00fcbrigen^ gu ben SkmberV\u00f6geln, erfebeint furg vor ber Negengeit, br\u00fctet unb verl\u00e4\u00dft ba\u00ea Sanb bann mieber.\n\u00a9elegentlidj meiner Neife auf bem blauen STlile famen mir eine\u00ea Nadjmittag\u00ea gu einer mit Sumpfv\u00f6geln ber verfchiebenften SIrt bebe\u00fcten \u00a9anbinfel im \u00a9trome, begannen unfere 3agb, hatten jeboch menig \u00a9rfolg unb fcheuchten ba\u00ea gange \u00a3eer bem nahen S\u00dfalbe gu. \u00a3ier freiften bie S\u00f6gel l\u00e4ngere 3eit, morauf eingelne b\u00e4umten, anbere im S\u00dfalbe verfchmanben. \u00a9in Negeuteid), grt melchem mir, ben gliehenben nachfolgenb, gelangten, mar ber \u00a9runb biefer ungem\u00f6hnlid)en Serfammlung. Sin ihm bemerften mir auch gmei \u00a9telgv\u00f6gel, melche mir fr\u00fcher nie gefe^en batten unb nicht fgnnten. \u00a9ie unterfRieben ftd) von allen \u00fcbrigen burd) ihre prachtvoll fd)neemei\u00dfen, in ber Stitte banbartig fchmarg gegeichneten \u00a9chmingen. 2Int folgenben Sage fanben mir fte mieber auf unb erfannten nunmehr in ihnen \u00a9attelft\u00f6rc^e, bie afrifanifdjen Sertreter. einer fe^r au\u00eagegeid^neten \u00a9ippe ber\ngarnide.^ ^.e|en|j^r(^e (Myeteria) ftnb, menn auch nicht bie ft\u00e4rffien, fobod) bie h\u00f6chften aller Neiherv\u00f6gel. $jr Seib ift geftre\u00fct, ber \u00a7al8 verh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig lang unb babei fdfjlan\u00ef, ber \u00aeopf giemlich gro\u00df, ber \u00a9chnabel fehr lang, oben faft gerablinig ober hochften\u00ea ein menig, unten hingegen fehr fiarf aufm\u00e2rt\u00ea gebogen,\u00abgumeilen oben mit einer fattelf\u00f6rmigen SBadj\u00eahaut, unb unten mit\u00a3aut= flunfern>ergiert, ber $u\u00df auffallenb ho^\u00e4ufig, aber verh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig furggehig, ber Ringel lang unb etma^abgerunbet, melt in ihm erft bie br\u00fcte \u00a9chminge bie l\u00e4ngfte, ber \u00a9d;mang mittellang unb gerabe\" abgefchnitten. \u00a3)ie \u00a9efdjlechter unterfdjeiben ftch menig burd) bie \u00a9r\u00f6\u00dfe,, bie jungen von ben Sitten burd) minber fdj\u00f6ne F\u00e4rbung.\n\u00a9ine SIrt ber Niefenft\u00f6rdje lebt in Slfrifa, eine anbere in Sluftralien, eine britte in \u00a9\u00fcbamerifa; ade brei unterfd)eiben fnh aber tljei\u00ef\u00ea burd) bie Silbung be3 \u00a9d)nabel\u00eb, ba\u00ea Sorhanbenfein ober ben Mangel ber \u00e4\u00dfach^haut g. S., t\u00efjeil\u00ea burch ben befieberten ober nadten \u00a3al8 unb merben bemgem\u00e4\u00df mahrfcheinlich auch nodj gu Sertretern befonberer \u00a9i^^en erhoben merben. Seben\u00eameife, SSefen unb","page":684},{"file":"p0685.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9imbit. \u00a9attelf\u00efordj.\n685\n(55eba\u00a3>ren \u00e4hneln fid) \u00fcbrigens fe\u00efjt, unb namentlid) bie afrifanifd^e unb auftra\u00efifd)e 5Xrt [feinen pterin fco\u00ef\u00efft\u00e2nbig \u00dcbereinkommen. 2Bir b\u00fcrfen be\u00eb\u00c7alb bie leiblichen $erfd)iebenheitett unber\u00fcd? ftd)tigt laffen.\nS)er \u00a9attelftord) (Mycteria senegalensis) ift ein gewaltiger unb babei f)rad)ttoIler 33ogel. SDie Gebern be\u00ea.\u00c6opfe\u00ea unb jpalfe\u00ea, be\u00ea Oberft\u00fcgelS, ber-\u00a9dju\u00eftern unb be\u00ea \u00a9d)Wanje\u00ea ftnb fdjWarg\n\u00a9er \u00a9attelftord) (Mycteria senegalensis). ife ber li\u00e2t. \u00aerb6e'\nmetallifdjglanjenb, bie \u00fcbrigen hingegen einfd)lie\u00a7lid) ber \u00a9chtoingen blenbenbwei\u00a7. 2)a\u00a7 Sluge ift \u00ef\u00f4nigSgelb, ber \u00a9d)nabel an ber SBurgel r\u00f4ti), hierauf fd)toar\u00a7 unb an ber \u00a9fjifce blutrotl), ber natfte \u00a3l)eit beS \u00a9eftdjteS r\u00ebtldid), ber S\u00efugenring gelb; bie breite S\u00f6adjSljaut, meld)e inte ein \u00a9attel auf bem \u00a9d)nabel liegt, nad) allen \u00a9eiten ^in betoeglid) ift unb ton einem fdjtoarjen, fd)malen $eberfaume eingefa\u00dft wirb, unb bie \u00dfluntern ftnb f\u00ebnigSge\u00efb, bie Saufe graubraun, bie Werfen unb 3e\u00ef)engelenfe unrein farminrot\u00ef). \u00aete S\u00e4nge betr\u00e4gt 56, bie ^Breite 92, bie $ittigl\u00e4nge 25, bie \u00a9djWanjl\u00e4nge","page":685},{"file":"p0686.txt","language":"de","ocr_de":"686\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00ebget. \u00a9t'orne.\n10 3o\u00fc. Seim j\u00fcngeren Soge! ftnb alle bunfelen \u00a3Ijei\u00efe be\u00ea \u00a9efteber\u00ea br\u00e4unlichgrau, bie Weiten Gebern fdjmugiggraugelb nnb bie \u00c6lunfem nodp nicht entwidelt. 2)a3 Singe fteljt braun unb ber \u00a9djnabel bunfelrot\u00efj, fafi fdjw\u00e4rglidj au\u00a7.\n2Jlan mufj einen \u00a9attelftordj im freien gefeljen haben, lebenb, frc^> Bewegen, fliegen, \u00fcber bem bmtfelen S\u00dfalbe feine Greife sieben, um ben \u00a9inbrnd, Wellen ber gewaltige Sogei auf ben ^orfc^er ober ben \u00a9ammler madjt, gu oerftehen, um .feine nolle \u00a9dh\u00f4nljeit gu w\u00fcrbigen. 3nt \u00a9eljen h\u00e4lt ftd^ biefer fHiefe fe^r folg unb aufredpt, erfdjeint aber Wegen ber langen Seine nodj gr\u00f6\u00dfer, a\u00ef\u00ea er wirflidj if. ^m Fluge nimmt er fdj pradjtOod au\u00ea; benn bie Weiten \u00a9djwingen fielen non ben fcpWargen \u00a9)edfebern ber Fl\u00fcgel herrlich ab. Seiber if ber \u00a9attelfordh unter allen Umf\u00e4nben fo fdjeu, mnb babei in ben non mir bereiften \u00a9ebieten fo feiten, bafj id) nicht niel \u00fcber ba\u00ea ^reileben gu fagen Weifj. \u00a9r lebt paarweife am Weiten unb blauen flile nom 14. \u00a9rabe n\u00f6rblicfjer Sreite an nadj \u00a9\u00fcben l)in, finbet ftdO auch im d\u00f6eften unb \u00a9\u00fcboften be\u00ea \u00a9rbtljetle\u00ea, bewoljnt ba\u00ea Ufer ber \u00a9tr\u00f6me, bie \u00a9anb= infein unb bie nape am Ufer gelegenen \u00a9een, dbegenteic^e unb \u00a9\u00fcmpfe unb entfernt ftdj nur W\u00e4^renb ber ftegengeit guWeilen non ber Flufjnieberuttg ; bod^ falj man iljn au\u00eana\u00efjut\u00eaWeife audj in feilten dfteerbufen. Unter anbere \u00a9umpfo\u00f6gel mifdjt er frcb> gar nidjt feiten; ba\u00ea ^\u00dfaar bleibt aber ftet\u00a7 beifammen.\n3n bem Setragen fpridpt ftdj \u00a9elbftbeWufffein unb d\u00df\u00fcrbe au\u00a7. \u00a9er Marabu ift minbefen\u00ea ebenfo grof? unb fteljt and) an Klugheit hinter ihm nidjt gur\u00fcd, l\u00e4ft fdj aber hoch mit i\u00efjnt nicpt Oer; glcidjen. 3ebe SeWegung be\u00ea \u00a9attelfordje\u00ea, jebe \u00a9tellung ift gierlidj unb anmutig, ber \u00a9ch\u00f4n\u00efjeit be\u00ea \u00a9efeber\u00ea ooKlommen entfpredjenb. -\u00eepinfdjtlidj ber Staljrung Wirb ftdj ber \u00a9attelfordj Wop\u00ef wenig non feinen beutfdjen SerWanbten unterfdjeiben. 3u bem dJtagen ber non un\u00a7 \u00a9et\u00f6bteten fanben Wir Fifdje, Surdje unb $\u00e4fer; anbere Seobadjter lernten ben Sogei al3 Sertilger ber \u00a3>ett; fdjreden lennen, unb S^\u00fc^^eXI\u2019\u00ea S\u00e4ger-erlegten einen am Slafe; bod(j bleibt e\u00ea fraglich, ob er non biefem gefreffen ober nur ben babei ftdj einfinbenben \u00aeerbtl)ieren nadhgefellt \u00a7at.\nlieber bie Fortpf angung habe idj feine ^Beobachtungen machen f\u00f6nnen, unb audj nichts \u00a9idjere\u00ea bar\u00fcber erfahren. \u00a93.bleibt alfo fraglich, ob ber \u00a9attelftorch hierin feinem amerifanifd>en SerWanbten, \u00fcber beffen Srutgefdj\u00e4ft un\u00a7 \u00a9djomburgf-SJtittheitung gemacht hat, \u00e4hnelt ober nicht. \u00a9a\u00eaSetfere fdjeint mir ba\u00ea 2Batjrfheiulidje gu fein, ba fdj bie beiben S\u00f6get in oielerfpinfdjt Wefentlieh unterfdjeiben, itt\u00eabefonbere fdjon baburch, bafj ber amerifanifdje Otiefenfordj ober Sabiru ftdj guWeilen gu gr\u00f6\u00dferen (\u00a9djw\u00e4rmen oereinigt. \u00a9)odj b\u00fcrfen wir annehmen, bafj aud) ber \u00a9attetftordh auf S\u00e4umen br\u00fctet, ein bem be\u00ea \u00a9tordje\u00ea \u00e2ljnlidje\u00ea SRef errichtet unb wenige \u00a9ier legt, \u00a9urnep fagt, bafj ba\u00ea ^Saar ftet\u00ea treu gufammenlj\u00fclt, unb fidp burch fonberbare \u00a9\u00e4n\u00a7e gegenfeitig unterh\u00e4lt. S\u00dfirb einer ber \u00a9atten get\u00f6btet, fo Wirb ber Serluft fd)Wer erfept, unb man fteljt bann ben Sereinfamten lange 3eit unter anberen Ijodjbeinigen \u00a9umpfn\u00f6geln leben.\n9^euerbing\u00ea ha^en wir \u00a9elegenljeit gehabt, gefangene 9ltefenft\u00f6rd)e \u00a7u beobachten, unb Wenigften\u00ea ben \u00a9attelftordj mit feinem auftralifdhen SerWanbten gu nergleichett. Seibe leben gur $eit im ^^ter= garten ju Sonbon, \u00a9attelft\u00f6rche in bem gu \u00df\u00f6ln. BiiaifdOen bem Senehmen be\u00eb \u00a9attelf\u00eeordje\u00ea unb feine\u00ea auftralifchen SerWanbten fonnte Weber non mir, nodj non anberen ein Unterfdjieb Wapr; genommen Werben, unb bemgem\u00e4fj barf ich ^er \u00b0^ne \u00aecbenfen bie non Sennett h^uprenbe \u00a9chilberung be\u00ea \u00a9efangenleben\u00ea ber auftralifdhen Slrt beif\u00fcgen.\nSennett r\u00fchmt feinen \u00a9efangenen, welchen er non ben fdjWargen \u00a9ingebornen erhielt, al\u00bb h\u00f6dhft anmutpigen Sogei. \u00a9eine Stellungen unb feine Gattung, ebenfoWoljl im \u00dfuftanbe ber dtupe ober im \u00a9eljen, ftnb gierlidp unb gef\u00e4llig; babei ift er gutartig, gew\u00f6hnt ftdj halb an bie \u00a9efangen^ fdjaft unb fdheint ftep gu freuen, Wenn man iljn beobadjtet unb beWunbert. 3)ie gro\u00dfen gl\u00e4ngenben Slugen br\u00fcden \u00a9elehrigfeit unb Serft\u00e4nbnif au\u00ea. 3ber in 3ftebe fteljenbe Sogei War fdhon gapm, al\u00ea er nach \u00a9ibnep fam, be\u00ealja\u00efb in feinem neuen \u00a9epege audj feljr halb eingew\u00f6hnt. Sll\u00ea am erften Slbeitb nach feiner SInfunft in b\u00e9r SorhaUe Sidpt angeg\u00fcnbet Worben War, erfdjien erpi^*/ bann bie \u00a9reppe hinauf, al\u00ea ob er nadj einem \u00a9dhlafplape fudhen Wolle, feljrte nach einem SBetldhen gur\u00fcd,","page":686},{"file":"p0687.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9attel\u00dfordj.\n687\nunb toaste \u00dfdlj mm ben \u00a9dpuppen gu feiner Verberge, \u00efe^rte fortan aud) regelm\u00e4\u00dfig bort^in gur\u00fcd. S3ei \u00a3age hielt er \u00dfd) im \u00a7ofe, am lieb\u00dfen auf ben bon ber \u00a9onne befcljienenen \u00a9teilen auf unb lehrte unab\u00e4nberlidj fein \u00a9e\u00dfdljt ber \u00a9onne entgegen. \u00aeie H\u00fcbner, meldhe \u00dfdj im J\u00a3)ofe befanben, fdfsienen feine Slufmertfamteit gu erregen; benn er lief auf fie gu unb berfefcte fie baburcp in gro\u00dfen \u00a9dfred, obgleich er \u00dfdh nicht ben Slnfdjein gab, alg ob er fie bel\u00e4ftigen mode. (Sin raufluftiger SSantamijahn, melc\u00dfer \u00dfdj iljm gegen\u00fcberfteHte unb i\u00efjn gur\u00fcdgufdjreden fudjte, m\u00fcrbe anf\u00e4nglich mit gro\u00dfer Stulje befidjtigt, aber nidfjt meiter betrachtet, big eg bem ^pa^ne ein\u00dfel, einen mirtlidjen Singri\u00df auf ben liefen gu machen. SDa freilich trat ihn berfelbe fofort gu S3oben, unb,nunmehr mu\u00dfte ber $aljn, men er bor fidh h\u00e4tte. 3m menigen \u00a3agen h\u00e4tten \u00dfdh \u00fcbrigeng Stiefenftord) unb k\u00fchner an einanber gem\u00f6hnt, unb audh ber Heine .Epaljn bulbete, ohne -Spa\u00df ober 3uneigung gu betunben, bie Slnmefenheit beg \u00a9a\u00dfeg. Severer fd^ien \u00dfdh \u00fcberhaupt menig um bie SJtitbemohnerfdjaft beg \u00a9elj\u00f6fteg gu bel\u00e4mmern. \u00aeie 5\u00dfferbe g. S3., \u00a3I\u00dfere/ Welche er hoch fr\u00fcher nie gefe^en hatte, lie\u00dfen ihn bollft\u00e4nbig gleichg\u00fcltig. Stur einmal br\u00fcdlte er burdh Sluf\u00dfr\u00e4uben feineg \u00a9e\u00dfeberg, Slugbreiten ber \u00a9dhmingen unb heftigeg \u00a9dhnabelgetlapper feinen Humiden unb $orn \u00e4ug, n\u00e2mlidj alg bie beiben meiter oben fdjon erm\u00e4hnten STcorulg ihn burdh ihre emige Unruhe unb Steugierbe bel\u00e4ftigten. Stach; bem er einem ber $urg\u00df\u00fcgler einen \u00a7ieb berfe^t h\u00e4tte, mar ber Triebe \u00fcbrigeng auch mit biefeit herge\u00dfeUt; benn bie SDtorutg lie\u00dfen ihn fortan in Stulje.\n\u00aeer Stiefenftordj fdhreitet mit gemeffenen \u00a9dhritten unlj\u00f6rbar bahin unb tr\u00e4gt babei ben $alg fanft gebogen unb ben \u00a9dhnabel fo nach abm\u00e4rtg gelehrt, ba\u00df bie untere Sabe fa\u00df auf ben Gebern beg ^\u00bbalfeg ruht. gumeilen fteht er ljbdj aufgeridhtet auf einem S3eine; oft ruht er auf ben einge; tnidten Werfen aug; manchmal legt er \u00dfdh auch mit hoppelt gufammengebogenen fr\u00e4\u00dfen platt auf bie \u00a9rbe. Suftige ober tangartige \u00a9pr\u00fcnge, mie \u00dfe Kraniche augf\u00fchren, beobadptet man nid\u00a3jt; bodE> rennt er gelegentlich einmal mit auggebreiteten kl\u00fcgeln im fdhnellen Saufe burdh ben \u00a3of, gleidhfam gu feiner Hebung. S)en ungeheuren \u00a9dhnabel mei\u00df er mit \u00fcberrafdhenbem \u00a9efdjid gu hanbhaben; er i\u00df im \u00a9tanbe, ben llein\u00dfen \u00a9egenftanb mit ber \u00a9pifje aufgunehmen, mieberpolt hin; unb hergubrehen, unb ihn bann, nadjbem er ihn border aufgemorfen, gu berfdjlingen, ebenfo beim ^eberpupen einen lleinen \u00a9djmaroher gu fangen unb umgubringen. Slu\u00dferbem benu^t er ben \u00a9dhnabel, mie ber \u00a9torch, um feine \u00a9ef\u00fcple auggubr\u00fcden; benn auch er be\u00df^t leine eigentliche \u00a9timme unb lann \u00dfdj nur burdh klappern berft\u00e4nblid) machen.\nSDie S\u00dferfdjiebenhett ber SBitterung fcpien i\u00efjn menig angufedjten; ebenfo rupig, alg er \u00dfdj ben \u00a9onnen\u00dfrahlen augfe^te, gab er fidh audh bem Stegen preig; ja, biefer fdjien ipm im \u00a9egentpeile fepr angenehm gu fein. S3ei hei\u00dfem SBinbe fperrte er ben \u00a9dhnabel auf, alg ob er nach Suft fcpnappen m\u00fc\u00dfte, m\u00fcrbe beghalb in ben \u00a9chatten gebracht, lehrte aber fofort mieber in bie \u00a9onne gur\u00fcd unb that mie borfjer.\n3m SSerh\u00e4ltni\u00df gu feiner \u00a9r\u00f6\u00dfe fri\u00dft ber Stiefen\u00dforcfj nicht fehr oiel, bebarf aber bodj anberthalb 5f5funb $leif<h t\u00e4glich ober kg entfpredhenbe \u00a9emicht an \u00c7ifdjen unb Sur then. 3)ag gutter fa\u00dft er mit ber \u00a9pi^e beg \u00a9djnabelg, mirft eg in bie Suft unb f\u00e4ngt eg mieber auf, menu eg aber hart unb Inorpelig i\u00df, quetfcpt er eg er\u00df folange, alg ipm notpmenbig fdjeint. Slngegangeneg gleifdj mag er nicht: mag er berge\u00efjrt, mu\u00df gut unb fri\u00dfh fein, \u00a3>atte er einen gu gro\u00dfen Riffen berfdjludt, fo ftedte er \u00dfd) gang aufredjt, big berfelbe bie \u00a9peifer\u00f6pre burdjlaufen h\u00e4tte, hierauf fra\u00df er meiter. f\u00c7ifche m\u00fcrben gem\u00f6hnlidh entgmei gebiffen, l\u00e4ngere, aalartige gang berfdjlungen. * \u00a9r fra\u00df in ber Stegei nur beg SJtorgeng unb Slbenbg, hielt aber an ber einmal gedehnten \u00c7uttergeit fe\u00df, ba\u00df er \u00dfdh \u00dfetg gur rechten \u00a3eit am gre\u00dfnapfe einftedte unb hier bermeilte, big ihm Stahrung gereicht murk. 3n ber Bmifdjengeit befdh\u00e4ftigte er fiep mohl auch gumeilen mit \u00dferbtjjierfang, fdhnappte fliegen gefdhidt aug ber Suft meg, lag \u00a9icaben unb \u00c4\u00e4fer, melche bon ben S3\u00e4umen herab\u00dfelen, eifrig auf unb achtete auch forgf\u00e4ltig auf bie leifefte S3emegung am S3oben, nad)bem er aug ihm mehrere SM in ber \u00a9rbe lebenbe Saimen erbeutet h\u00e4tte. SBaffer traut er t\u00e4glich mehrere SMe.","page":687},{"file":"p0688.txt","language":"de","ocr_de":"688\n\u00a3>te S\u00e4ufer, \u00a9teljb\u00f6gel. St\u00f6rte.\n3m Verlaufe ber Beit W\u00fcrbe jener 23ogel fo ga^m unb oertrauen\u00f6\u00f6oft, ba\u00df er feiner Pflegerin geftattete, ihn zu ber\u00fchren ober feine \u00a9gingen zu unterfud)en, auf berenfftuf h\u00f6rte, unb oom fernften SBinfel herbeifam, fte mit Schnabelgeflapper begr\u00fc\u00dfte ober fie fe\u00efbft in ber \u00ae\u00fcdje auffnchte. Bum Sebauern feine\u00ea \u00a9ebieter\u00ea ftarb er fcpon, nac^bem er oier Monate lang in \u00a9efangenfc\u00dfaft geWefen War.\nUeber, bie (befangenen be\u00ea \u00ef\u00f4lner . \u00a9arten\u00ea feilte mir SSobinu\u00ea ba\u00a7 3tad)fte^enbe mit : \u201eSDer Sattelftorch ift unzweifelhaft einer ber bemerfen\u00eaWerthefien SB\u00f6gel. 3)ie ftatttid) hohe \u00a9eftalt, ber feltfam geformte unb fjra^too\u00efl gezeichnete Schnabel, bie fdharf au\u00eagefprochene F\u00e4rbung be\u00ea \u00a9efteber\u00ea giehen nothWenbig bie Slufmerffam\u00efeit jebe\u00ea Sefucher\u00ea unb \u00eehierfreunbe\u00ea auf \u00aeooiel ich an ben brei St\u00fccfen, welche idh f\u00fcr ben ^ieftgen \u00a9arten erwarb, beobachten tonnte, hat ber pr\u00e4chtige SSogel oor anberen ben Vorzug gro\u00dfer ^Dauerhaftigkeit. Btoei ton ben unferigen, jefet Wa!)r= fd)einlich im jWeiten Seben\u00eajghre ftehenben 95\u00f6gel, haben noch nicht bie \u00a9r\u00f6\u00dfe be\u00ea \u00e4lteren, Welcher minbeften\u00ea fech\u00a7 3ahre z\u00e4hlt, erreicht; ihr Schnabel hat noch nicht bie fcharf abgegrenzten brei f\u00e4rben erhalten unb ihr \u00a9efteber ift noch, obwohl im allgemeinen bem be\u00ea alten SSogel\u00ea nahe tommenb, mit einem fchmuzigen \u00a9rau gemifcht. \u00a3rop ihrer 3\u00abgenb fcheinen biefe beiben hoch fc\u00dfon burch ba\u00a7 35anb ber Siebe eng oerbunben zu fein. Sie fchn\u00e4beln ft<h gegenfeitig, begr\u00fcben ftch nach ihrer Trennung mit freubigem Schnabelgetlapper, unb taffen unf<hWer erkennen, ba\u00df nicht blo\u00ea gefchWifterliche Bunetgung fte an einanber feffelt. \u00aeem Menfdjen gegen\u00fcber betunben fte bie Butraulichfeit unb Klugheit be\u00ea Storche\u00ea; ihre ^Bekannten kennen fte genau. Sie oerzehren mit gleichem behagen gif^e Wie gteifch, fcheinen auch gegen 2Bitterung3We<hfel nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig empfinbiich Zu fein, obwohl tch fte felbftoerft\u00e4nblich in biefer \u00a3inftcht nicht auf zu harte S\u00dfrobe gefteUt habe. \u00a3)en Sommer oerteben fte am Ufer eine\u00ea S\u00f4eiher\u00ea, unb e3 ift Wirtlich ein \u00a9enu\u00df, fte hier umherftotziren zu fehen. 3ebe ihrer Bewegungen feffelt unb ihr betragen erfcheint ebenfo anziehenb af\u00ea ihre \u00a9eftalt. Sie gehen gern inS Staffer unb haben oft, befch\u00e4ftigen ftch faft nur mit ft<h unb leben be^halb mit allen Mitbewohnern ihre\u00ea \u00a9e\u00efjege\u00ea im beften \u00a9in\u00f6ernehmen.\"\n$)ie h\u00e4f tichfien aller St\u00f6rte bewohnen S\u00fcbaften unb Mittelafrika. Sie Werben r o p f ft \u00f6 r ch e genannt, weil ipre Speifer\u00f6pre ftch am Unterhalfe zu einem weiten Sacte au\u00eabepnt, Welcher zmar Wenig Sehnlichkeit mit bem eigentlichen tropfe hat, aber hoch in berfeiben 2Beife gebraucht Wirb. Uebrigen\u00ea tennzeichnen fte ftch burch tr\u00e4ftigen, faft ungefchlachten Seib, bieten, naetten #al3, naetten ober h\u00f4chften\u00ea mit wenigen flaumartigen Gebern betleibeten, grinbigen \u00c4opf, einen ungeheueren, an ber Wurzel fehr bieten, oierfeitigen, oorn teilf\u00f6rmig zugef^i^ten, teilten Schnabel, beffen \u00e4u\u00dfere S\u00f6etleibung burch ihre Unebenheit unb Rauhigkeit auff\u00e4llt, hohe \u00a3eine, gewaltige, abgerunbete ftl\u00fcgel, in benen bie oierte Schwinge bie l\u00e4ngfte, unb einen mittetlangen ScpWanz, beffen untere SDectfebern aufjerorbentlieh entwictelt, namentlich oon ber SSBurzel an fein zerfchliffen ftnb unb be\u00f6palb pr\u00e4chtige Schmuctfebern abgeben.\n\u00aeie \u00dfropfft\u00f6repe leben mit bem Menfcpen in oertrauterem Berp\u00e4ltniffe, aber nicht, Weil fte in beffen R\u00e4pe br\u00fcten, fonbern Weil fie ftch torch Sufzepren oon allerlei Unrath fehr oerbient machen. 3n Snbien h\u00e4lt man fte, laut Ouffumier, faft ebenfo heilig, ioie ehebem in \u00a9gppten ben Bbi\u00ea; fte ftehen unter \u00f6ffentlichem Schule unb Werben be^halb ben \u00a9ingebornen nicht feiten l\u00e4fiig unb gef\u00e4hrlich- Sie bewohnen alle gr\u00f6\u00dferen St\u00e4bte 3nbien\u00a7, fpazieren in ben Strafen Oon Kalkutta umher, leben in ben K\u00e4ufern, finben ftch auf ben Schlacptpl\u00e4\u00dfen ein unb fliegen zu beftimmten Stunben nach anberen, nqprung\u00f6erfprechenben Orten, j. B. nach ben geftung\u00ebWerken, um bie Ueber^ refte ber Mahlzeiten bort in \u00a9mpfang zu nehmen, geh\u00f6ren zu ben regelm\u00e4\u00dfigen \u00a9\u00e4ften be\u00a3 Scpinbanger\u00ea, ftreiten ftch mit ben \u00a9eiern \u00fcberhaupt um jebel Sa\u00a7 unb fepiffen mit biefen nicht feiten auf ben Seicpnamen, Welcpe oon ben \u00e4rmeren ipinbu\u00ea in ben heiligen Strom geworfen worben,","page":688},{"file":"p0689.txt","language":"de","ocr_de":"Slctrabu.\n689\nben \u00a9angeg auf unb ab. SDer \u00a9dhul$, Weldjen fte geniejgen, ^at fie fo breift gemalt, bafj fte ftc\u00a7 bon S\u00f4r\u00fcbergehenben\tgefallen \u00efaffen, ira. \u00a9egentheile 'augenblidlidj gur Se\u00efjre fe&en, Wenn fie\nSemanb angreift, \u00fcberhaupt \u00efeine Seleibigung ungeftraft hiunet)men. \u00a3ier unb ba in Snbten foil man fie herbenWeife in D\u00f6rfern fatten, Wie bet ung bie \u00a9\u00e4nfe, um bie foftbaren SJlatabufebern gu gewinnen. Sk manchen \u00a9t\u00e4bten foUen fie ftdh \u00fcbrigeng nur eine geWiffe 3^tt im Saijre aufhatten unb bann i^ren Srutpl\u00e4pen gufliegen. Oidell fanb einen folgen in ber 9R;\u00e4^e bon SJbtlmeen auf einem felftgen Serge unb berietet, baf bie gro\u00dfen, gewaltigen Hefter ebenfoWohl auf S\u00e4umen atg auf ^elggeftmfen angelegt Werben unb gWei greffe, weifje \u00a9ier enthalten.\nS\u00e4ljrenb rneineg Slufentljaiteg in SIfrifa bin id) mit ber bort tebenben 2lrt, bem \u00e4ftarabu (Leptoptilos* crumenifer), belannt geworben. Sei ihm ift ber \u00aeopf r\u00f6thlidhfteifd) far ben, nur fp\u00e4rlid) mit lurgen, paarigen fyeberp befleibet, bie \u00a7aut in ber Siegel grinbig, ber $alg nadt. Oag eigentliche \u00a9efteber ift auf bem -DJ\u00eeantel bun\u00efelgriin, metaltifchgt\u00e4ngenb, auf ber ganzen Unterfeite unb im Staden Weif; bie \u00a9djwingen unb \u00a9teuerfebern ftnb fd)Warg unb glanglog, bie grofjen Oedfebern ber Fl\u00fcgel auf ber Slufenfa^ne fermai Weif geranbet. SDa\u00ea Singe ift braun, ber \u00a9djnabel fdhmugig; Weif gelb, ber \u00a7uf fdjWarg, in ber Siegel aber mit \u00aeoth weif ubertund^t. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 5 ^uf, Wo\u00fcon freilich anderthalb \u00c7uf auf ben \u00a9djnabel unb me^r atg ein- $uf auf ben \u00a9djWang foramen, bie Sreite gegen 10 $itf f t\u00bbte f\u00c7ittigl\u00e2nge 28 gott.\nSn ben oon mir burd)reiften S\u00e4ubern begegnet man bem SJlarabu guerft ungef\u00e4hr unter bem 15. \u00a9rabe ncrblidjer Sreite, oonhieraug aber nicht feiten t\u00e4ngg ber beiben ^auptfir\u00f6me beg Sanbeg unb regelm\u00e4fig in ber St\u00e4be aller gt\u00f6feren Ortfd)aften, in Welchen SJtarft gehalten unb Wenigfteng an gewiffen Sagen in ber Sodje Sieb gefd)laci)tet wirb, Sk ben norbliclien Sbe^eit feine\u00e4 Ser; breitungggebieteg erfd^eint er nach ber Srutgeit im SJiai unb gie^t im \u00a9eptember unb Oltober Wieber Weg, ben Weiter unten im \u00a9\u00fcben gelegenen Salbungen gu, um bafelbfi gu br\u00fcten, \u00a9dhon im Oegember fdheint er bag \u00c7ortpf\u00efangungggefdh\u00e2ft beenbigt gu traben; Wenigfteng bemerften Wir \u00fcDtitte biefeg\u00bb SJtonatg an einer gr\u00f6feren Sadhe eine gang ungeW\u00f6hnlidhe Slngaljl ber gefr\u00e4f igen S\u00f6gel. Oag Stefi habe id) nie gefunben, audh oon ben (Singebornen nidht\u00ea \u00a9idljereg bar\u00fcber erfahren f\u00f6mten;*eg W\u00fcrbe mir nur gefagt, baf ber ,,5tbu;\u00a9e\u00efn\" auf S\u00e4umen br\u00fcte. Oagegen habe ich ben SJtarabu fehr oft beobachtet, bei \u00a9hartl)um in ber Seit meines 9lufentl)alteg tagt\u00e4glich-\n\u00a9ang abgefehen Oon feiner \u00a9r\u00f6fe f\u00e4llt biefer Sogei audh burd) feinen fonberbaren Slnftanb auf. Sn ben Shierg\u00e4rten erwirbt er ftd) regelm\u00e4fig einen \u00a9pifjnamen: man nennt ihn ben \u201e\u00a9eheimen SRath\"; er erinnert, wie Sierthaler fagt, aber audh toir\u00eflidh an einen burdh 0ieIj\u00e4I)rige Oienfte trumm; geb\u00fcdten, in fdhWargbla\u00fcen $rad unb enge Weife Seinfteiber etngegW\u00e4ngten ^ofraann mit feuer= rother $err\u00fcde, ber ftdh fd)eu unb \u00e4ngfilid) fortw\u00e4hrend nach bem Mengen \u00a9ebieter umfdhaut, ber gn\u00e4bigfien Sefehle harrenb; \u2014 er erinnert, f\u00fcge ich \u00a7wgu, an einen ungef\u00e4rbten SJlenfdhen, Welcher gum erften SJtale in einen \u00a7rad geftebt Wirb unb biefeg \u00c2leibung\u00eaft\u00fcb nicht mit bem n\u00f6thigen Slnftanbe tr\u00e4gt. Sir nannten ihn in Slfrifa fc^erghafter Seife nur ben S\u00f6gel \u201e$rad\"; benn ber Sergleid) mit ihm unb einem befrabten 9Jtenfd)en br\u00e4ngt ftdh fortW\u00e4hrenb Wieber auf. Oag Senehmen beg \u00dcJtarabu fteht mit feiner \u00a9eftalt unb Haltung, Welche unwittf\u00fcrtid) gum Sachen herauf forbern, im \u00a9inftange. 3\u00ab jeber SeWegung be\u00ea Ohiere^ frridht ftdh eine unoerW\u00fcftli che 9hthe au\u00ea. \u00a9ein \u00a9ang, ja jeber \u00a9dhritt, jeher Slib fdheint berechnet, genau abgemeffen gu fein. Senn er ftdh oerfolgt W\u00e4hnt, fdhaut er ftch ernfthaft um, mift bie \u00a9ntfernung gWifchen ftdh feinem fteinbe unb regelt na^ ihr feine \u00a9dhritte. \u00a9eht ber S\u00e4ger langfant, fo thut er eg ebenfaUg , befbjleunigt jener feine \u00a9dhritte, fo fhreitet auch er Weiter aug, bleibt jener flehen, fo thut eg auch ev-2luf einer Weiten \u00a9bene, Welche ihm geftattet, jebe beliebige \u00a9ntfernung gWifchen ftd; unb feinem \u00c7cinbe gu behaupten, l\u00e4ft er eg feiten gum \u00a9<huffe fommen, fliegt aber auch nidht auf, fonbern bewegt ftdh immer in einer ftdh gleichbleibenben \u00a9ntfernung Oon brei; big oierljunbert \u00a9d;ritten Oor bem S\u00e4ger bahin. \u00a9r ift erftaunfidh tlug unb lernt nach ^en erften \u00aedf>\u00fcffen, Weld;e auf ihn ober anbere\nSre^m, S^ierteben. IV.\t44","page":689},{"file":"p0690.txt","language":"de","ocr_de":"690\n\u00a3ie S\u00e4ufer. \u00a9teljo\u00f6gel. \u00a9t\u00f6r^e,\nfeiner 3lrt abgefeuert iourben, auf ba\u00ea geuauefte abfch\u00e4hen, tote \u00efoeit b\u00e4\u00a7 Ofr\u00f4^e\u00efoehr ^e\u00a3 @<h\u00fcfjen tr\u00e4gt; er unterfdjeibet biefen aber auch fofort oon auberen \u00e4Jtenfchen, ba ihn a\u00ef\u00efe\u00ea S\u00efuffa\u00cf\u00cfeube jur S\u00dforftdjt mahnt. Sei meiner 2Inlunft in \u00a9harthum lebte er mit beu 9Jtehgern, treibe in einem Oor ber @tabt \u00efiegenben (Sc^Ia^anfe ihr \u00a3anbtoerl trieben, im beften \u00a9inoernehmen, fanb ftd)_o|ne \u00a7urd)t tor bem \u00a3aufe ober in ihm felbft ein, erbettelte ftd^ bie Abf\u00e4lle ober bel\u00e4ftigte bie Sente folange, bi\u00ea fie ihm (gtto\u00fb\u00ea guioarfen. deiner ber (Stf)l\u00e4d)ter backte baran, ihn gu oerfolgen; man lief; ftcfy\n\nC JW\nSer SSftarabu (Leptoptilos crumenifer). i/s ber nat. \u00a9r\u00f6jje.\nm\u00f6glich^ oiel ton ihm gefallen nnb erlaubte ftd; \u00a7\u00f6djften\u00a7, ihm burdf) einen \u00a9teiniourf anjujeigen, toenn er $u nnoerfd^\u00e4mt tourbe, ^ebenfalls \u00a7atte ber SSogel big ju nuferer Seit \u00efeine 9k<$fte\u00ef\u00efungen. erfahren; benn auch bie bamal\u00ea in (S^art^nm lebenben (Europ\u00e4er liefen ihn unbehelligt, ioeil fte feinen SBerth nicht bannten, ioenigjten\u00ea nicht ioufjten, baf er (granger ber l\u00f6ftlichen Gebern ioar. 23ei nuferem erften Sagbau\u00eafluge fiel ein Marabu bem $orfdhung\u00eaeifer sum Opfer, nnb oon ftunban \u00e4nberten bie \u00a9enoffen ihr Oeneljmen. \u00a9ie lauten allerbingg nach toie oor noch \u00a9<hl(tchthaufe,","page":690},{"file":"p0691.txt","language":"de","ocr_de":"SRarabu.\n691\nf\u00eee\u00ef\u00eften aber fortan regelm\u00e4\u00dfig SBacpen aug unb entflopen, fotoie fiep ein ioei\u00dfeg \u00a9efkpt ober ein toei\u00dfgefleibeter \u00e4Renfcp nur oon ioeitem fepen lie\u00df. \u00a9g tourbe ung begpalb fcptoer, fooiele gu erlegen, alg toir f\u00fcr nufere Sammlungen, notptoenbigerioeife beburften, nnb an ein Sammeln oon SRarabu^ febern toar gar nicpt gu benfen. SRacp ber gehaltenen SORaplgeit entfernten fiep bie SRarabug oon bem Scplacptplape, flogen nacp bem SRile hin, fifcpten bort noch ein toenig nnb erhoben fiep herauf in ber Obegel, .um to\u00e4prenb ber pei\u00dfeften Stunben beg \u00a3ageg in ungemeffener $\u00f6pe gu freifen, oielleicht auch, um ftd^eren 9tupepl\u00e4pen gugufliegett, oon betten aug fie gegen Slbenb toieberum gur\u00fccf= gufepren pflegten. SDer $lug ift toaprpaft pracptooll, mafeft\u00e4tifcp, bem ber \u00a9eier \u00e4hnlicher, alg bem unfereg Storcpeg; ber \u00a3>alg toirb habet auggeftrecft, aber, oiefleicpt beg fcptoeren Scpnabelg toegen, ettoag nach unten gefenft, bie gl\u00fcgelffcipen Joie bei eingelnen \u00a9eiern nnb Slblern, ettoag in bie \u00a3>\u00f6pe gehoben, ber Fl\u00fcgel \u00fcberhaupt fetten beJoegt.\nSBdprfpeinlich gibt eg feinen \u00a9ogel, toelper an \u00a9efr\u00e4\u00dfigfeit bem SDbarabu gleicpf\u00e4me. 3\u00dfir gogen aug feinem tropfe gange SRinberopren nnb gange Obinberbeine fammt ben .Jpufen peroor, auch Knochen oon einer \u00a9r\u00f6\u00dfe, ba\u00df jte ein anberer \u00a9ogel gar nicht h\u00e4tte oerfcplingen f\u00f6nnen, beobachteten, ba\u00df er blutgetr\u00e4nfte \u00a9rbe ober blutgetr\u00e4nfte $epen pimmterfcpiang, bemerkten Joieberholt, ba\u00df fl\u00fcgels lahm gefchoffene im Saufen gleich noch einen guten Stiffen aufnahmen. \u00a9inmal fah i\u00abh sepn big gto\u00f6lf SCRarabug im ioei\u00dfen bluffe gifpe fangen. Sie beftpen barin oiel \u00a9efcpicflipfeit, flie\u00dfen einen $rrig unb treiben fiep ^ifd^e gegenfeitig gu. \u00a9incr oon ihnen hatte \u00a9l\u00fccf, n\u00e4mlicp einen gro\u00dfen $ifcp erpafcpt, loetcher algbalb pinabgeto\u00fcrgt, einfttoeilen aber noch int f\u00f4ropffacfe aufbeJoahrt tourbe. 2)er $ifcp gappelte in bem tropfe herum unb beh\u00fcte ihn fu\u00dflang aug. Sofort ft\u00fcrgten ftcp alle ODbarabu\u00ea auf ben gl\u00fccfliehen l\u00e4nger log unb fepnappten fo ernfiliep nad; beffen tropfe, ba\u00df er fiep gen\u00f6tpigt fap, bie $lucpt gu ergreifen, um ben gangoerfuepen ein 3\u00abl gu fepen. 2Rit \u00a9eiern unb ^unben liegt ber \u00dcRarabu fietg im Streite, \u00a9r f\u00e4llt mit ben \u00a9eiern regelm\u00e4\u00dfig \u2022 auf bag Slag unb toei\u00df feinen ^3lap gu behaupten, \u00a9in Ohvcngeter, toelcper bie Speife gerrei\u00dfen, namentlich bie ip\u00f6plen aufbreepen mu\u00df, fiept feinen SLRamt; aber ben \u00e4Rarabu oertreibt er niept; bentt bief er toei\u00df fiep gu Oertpeibigen unb tpeilt mit feinem \u00c6eilfcpnabel naep reeptg unb linfg fo fr\u00e4ftige \u00a7iebe aug, ba\u00df er fiep unter allen Umft\u00e4nben feinen Slntpeil ftepert. \u00a9on feiner \u00a9efr\u00e4\u00dfigfeit gab mir ein SCRarabu einen \u00a9etoeig, toelcper miep mit \u00a9ntfepen erf\u00fcllte. SCRein .brauner Wiener patte einem 93ogeI biefer Slrt burep feinen Scpu\u00df betbe ^l\u00fcgelfnocpen unb einen $u\u00df gerfepmettert, aber oerabf\u00e4umt, bag oerft\u00fcmmelte \u00a9pier fogleicp gu tobten, unb braepte eg noep lebenb in unfere S\u00dfopnung. \u00a3>ier tourben gerabe gro\u00dfe \u00a9eier abgebalgt unb bag gleifcp Oon ben \u00a9einen unb kl\u00fcgeln, bie $\u00e4lfe u. f. to. tagen in Raufen umper. \u00a9ombolbo, ber S\u00e4ger, toarf ben SRarabu einem ber Slbb\u00e4lger gu; ber \u00a9ogel braep nat\u00fcrlich fofort gufammen, lag fl\u00e4glicp ba, begann aber bennoep fofort \u00a9Raffen beg \u00c7teifcpeg gu oerfcplingen. S<h t\u00f6btete ipn augenblicflicp.\n2>ie Sagb auf \u00a9Rarabug bleibt fietg fdptoierig, toeil bie au\u00dferorbentlicpe Scpeu ber \u00a9\u00f6gel bem S\u00e4ger fein JpanbtOerf oerleibet. SRicpt einmal auf ben Scplafpl\u00e4pen fann man mit Sicperpeit barauf reepnen, biefe flugen \u00a9\u00f6gel gu pinterliften. \u00a9huge, toelcpe toir beunrupigt patten, flogen to\u00e4prenb ber gangen SRacpt \u00fcber ben Scplafb\u00e4umen pin unb per, opne fidp toieber gu fepen, unb biejenigen, toelcpe bei ben Scplacptp\u00e4ufern einmal ge\u00e4nftigt tourben, fonnten ung S\u00e4ger gur \u00a9ergtoeiflung bringen. Seicpter noep gelingt ber $ang, toenn auep blog ben \u00a9ingebornen,- an toelcpe bie \u00a9Rarabug geto\u00f6pnt finb. \u00a9Ran binbet n\u00e4mlicp ein Scpafbein an einen b\u00fcnnen, aber feften, langen $aben unb toirft eg unter bie \u00fcbrigen Abf\u00e4lle. \u00a9)er \u00a9Rarabu fcplingt e\u00df pinab unb toirb toie an einer Singel gefangen, noep epe er 3\u00abt pat, ben eingeto\u00fcrgten ^noepett toieber Oon fiep gu geben.\nStuf biefe \u00a9\u00dfeife gelangten meprere Sfropffi\u00f6rcpe in meinen \u00a9eftp, unb icp pabe bie \u00a9efangenen, trop iprer ungeheueren \u00a9efr\u00e4\u00dfigfeit, fietg gern gepalten, toeil fie halb ungemein gaprn unb gutraulidp tourben. S\u00dfenn toir \u00a9ogel abbatgten, ftanben fte ernftpaft gufcpauenb nebenan unb lauerten auf jeben SBiffen, toelcper ipnen gugetoorfen tourbe, fingen benfelben p\u00f6dhfi gefepieft, beinape unfeplbar aug ber Suft unb geigten fiep gegen ben Pfleger fepr banfbar. SDer erfte, toelcpen icp befa\u00df,\n44*","page":691},{"file":"p0692.txt","language":"de","ocr_de":"692\n\u00a9ie S\u00e4ufer. \u00a9teljo\u00f6gel. \u00a9t\u00f6r<he.\ntarn mir entgegen, nidte mit bem $opfe,\u2019 f l\u00e4pperte, wie ein \u00a9tord), tant mit bent \u00abSchnabel, unt mir feine \u00c7reube au\u00eagubr\u00fccfen unb umtanzte mid; unter ben luftigften \u00a9eberben. \u00a9eine Slnh\u00e4nglicpteit ferler ftd) \u00fcbrigen\u00eb jum S\u00d6)ei6 nadjbent er einen @ef\u00e4l)tten erhalten hatte, unb als'id) if)n nad) einer gWeimonatlid)en Steife wieberfat), bannte er mid) nid)t mehr.\nSn unferen Tierg\u00e4rten fehlt ber Sftarabu nicht, ineil er mehr als jeber anbere \u00a9ogel feiner \u00a9r\u00f6fe als \u00a9cpauft\u00fcd gilt. \u2022 \u00a9egenW\u00e4rtig fielet man ben fonberbaren \u00a9efeHen in beit Tier9\u00e4rten 3U $\u00f6ln, gu S)reSben unb gu ^ranffurt. dftatt barf if)n unter allerlei \u00a9efl\u00fcgel galten, ol)ne f\u00fcr baffelbe beforgt fein gu mitffen; ber SRarabtt erwirbt ftd) n\u00e4mlich fchon in ben erften Stagen eine fo unbebingte Dberherrfchaft auf bem gutterptape, ba\u00a7 \u00a9rof unb $Iein ftd) \u00fcorfid^tig \u00bbor ihm gur\u00fcd; Ziel)t unb il)m feinen junger guerft fti\u00fcen l\u00e4\u00dft. #at er jeboch einmal gefreffen, bann ift er baS gut; m\u00fctbigfte \u00a9iel) unter ber \u00a9onne, unb f\u00e4ngt, ungereimt, mit beinern anberen \u00a9efc^\u00f6^fe \u00a3\u00e4nbel an. Slber man barf ben br\u00e4ftigen \u00a9ogel aud) mit anberen, gef\u00e4hrlicheren T^eren gufammenbringen, ohne f\u00fcr ihn f\u00fcrd)ten ju m\u00fcffen. \u00a9in chiner SRarabu, weld)er auf unfere.m \u00a3ofe in \u00a9harthum umher; lief, hatte ftd) in b\u00fcrgefter Beit bie 3td)tung aller \u00fcbrigen T^ve 3U erringen geWufjt unb \u00fcberzeugte fogar unfere junge nedluftige S\u00f6Win, Weld)e auS reinem Uebermutl)e einen Singriff auf ihn oerfud)te, bafj mit ihm nicht zu fpafen. Unmittelbar nach gefchehenem Singriffe brehte er [ich gegen bie S\u00f6wiu, fdtritt muthig auf fte zu, unboerfehte ihr mit bem gewaltigen \u00aeeilfd)nabel fo f\u00fchlbare -jpiebe, baf SSachieba f\u00fcr gut fanb, eiligft ben St\u00fcdzug anzutreten, unb fcplieflid), \u00bberfolgt \u00bbon bent b\u00fchnen \u00a9ogef an einer S\u00dfattb emportletterte, um ftd) nur zu retten.\n\u00a3)er \u00a9tord)familie z\u00e4hlt man bie $lafffdhn\u00e4bet (Anastomus) bei, h\u00f6# eigenth\u00fcmlkhe \u00a9\u00f6gel, Welche in zwei Slrten Slfriba unb \u00a9\u00fcbaften bewohnen. Bhr Seib ift \u00bberh\u00e4ltnifm\u00e4fig [erlaub, furz, Ziemlich bid\u00a9t beftebert, ber \u00dfopf Hein, ber Fl\u00fcgel grof, breit unb fpihig, ba in ihm bie crftcunb ^Weite \u00a9d)Winge bie \u00fcbrigen \u00fcberragen, ber gWclffeberige \u00a9d)Wanz burz, ber \u00a9d)nabel bid, feitlid) Zufammengebr\u00fcdt, an ben St\u00e4nbjern eingezogen unb befonberS baburd) ausgezeichnet, baf bie fein; ^\u00e4hnelten \u00a9chneiben nur an ber S\u00dfurzel unb an ber \u00a9pipe ftd) oereinigen, in ber SQUtte aber Haffen, ber $uf ftorc^artig, baS \u00a9efxeber glatt attliegenb.\n2)er afrifanifd)e tlafffd)nabel (Anastomus lamelligerus) fteht an \u00a9r\u00f6fe bem gemeinen \u00a9tor^e etwas nach; feine S\u00e4nge betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 33 3od. \u00aeaS \u00a9efieber untcrfd)eibet ftch Oott bem ber \u00fcbrigen \u00a9t\u00f6rche baburch, bafc bie \u00a9cp\u00e4fte aller Gebern beS \u00a3alfeS, \u00a9aud)eS unb ber \u00a9cpenfcl an ber \u00a9pit^e in lange, fd)ntale, pornartige ober fnorpcltge $\u00dfl\u00e4ttd)en umgeftaltet fittb, ungef\u00e4hr itt ber [eiben \u00a9Seife wie beim \u00a9eibenfd)wanze ober bem \u00a9onneratShuhne. S)iefe \u00a9l\u00e4ttd)en unb bie \u00a9d)\u00e4fte fchimntern gr\u00fcnlich unb purpurfarben unb oerleipen bem \u00a9efieber, Weld)eS fonft fchWarg erfd)eincn w\u00fcrbe, eine eigene \u00a9ch\u00f6nheit. \u00aeaS Sluge ift rotplid), ber nadte B\u00fcgel, bie ^eple unb ber \u00aee\u00ef)Ifteden gelblichgrau, ber hornige \u00a9d)nabet gelblich, ber $ufj fchtx>arz. \u00aeem \u00a9efieber beS jungen \u00a9ogelS fehlen bie \u00a3>ornpI\u00e4ttd)en, unb bie allgemeine F\u00e4rbung erfcheint bemgent\u00e4n b\u00fcfter, ber jpauptfache nad) br\u00e4unlid)grau.\n\u00aeurch bie neueren $orfd)ungen tonnte feftgeftedt Werben, baf ber $lafffd)nabel bie \u00a9litte unb ben \u00a9\u00fcben SlfritaS unb ebenfo SJtofambit bewohnt. Sch beobachtete ihn am blauen bluffe, nicht n\u00f6rblid) beS 15. \u00a9rabeS ber \u00a9reite, hier aber manchmal in [ehr gro\u00dfen \u00a9charen, Welche bid)t gebr\u00e4ngt l\u00e4ngs beS glufjuferS unb tl)eilWeife im Staffer fafen unb bez\u00fcglich hier fifd)ten, ftch ftet\u00ea Zufammen: hielten unb mit anberen T^ren Wenig abgaben, obwohl auch fte ftch gettWeilig auf bem allgemeinen \u00a9amntelplaij beS \u00a9untpfgefl\u00fcgelS einfanben. Sule\u00ea \u00a9erreaur oergleid)t bie SebenSWeife be* iflafffd)nabelS mit ber ber Reiher: ich muf jagen, ba\u00a3 ber \u00a9ogel mich nur an bie \u00a9t\u00f6rche erinnert","page":692},{"file":"p0693.txt","language":"de","ocr_de":"2tfrtfanifdyer Stafffdjnabcf.\n693\nhat, burdh -feine Haltung, burd) feinen (Sang, Wie burdh feinen $lug, 3>n bem \u00dcDiageu bet* \u00a9et\u00f6bteten fanben Wir Stftufdheln Oerfdhiebener 2lrt, \u00c7ifdje unb $r\u00f6fdhe.\n\u00a9enauere! Vermag idf) \u00efeiber nicht ju fagen, ba ich bie fonberbaren $\u00f6gel zwar, Wie gefagt, in Waffen, aber hoch nicht gerabe oft beobachtet habe, dagegen gibt un! 3 et bon eine fe\u00c7r au!; f\u00fc^rlidhe Schilberung be! SBerWanbten, Welcher in allen \u00efhe^en Snbien!, too e! Staffer im Ueberf\u00efufi gibt, h\u00e4ufig ift, in\u00eabefonbere in Bengalen, Wofelbft man hunberte zufammen ftehi \u00a9r lebt faft au!; fdhliefjlich Oon Schattieren, namentlich oon ben gro\u00dfen \u00aeugelf<hnecfen, aber auch oon ben $lu$;\nS)er afri\u00efottifdje \u00c2lafffdjnabe\u00ef (Anastomus lameliigerus). Vs ber nat. \u00aer\u00f6\u00a7e.\nmnfdheln. fr\u00fcher glaubte man, bafj bie Siegung feinet Schnabel! hergebracht W\u00fcrbe burdh ba\u00a3 beft\u00e4nbige Arbeiten an ben 2Jhtfdheln; gerben meint \u00aeie! bezweifeln zu f\u00f6nnen. Mehrere $laff; fchn\u00e4bler W\u00fcrben ihm lebenb gebracht unb erhielten gro\u00a7e ^ugelfdhnedfen. SDer SSogel oerfidherte ftd) einer SCRufd^el mit \u00a3ilfe be! ^uf\u00eae!, brehte unb Wenbete fie, bi! fte ihm richtig zu liegen lam unb \u00f6ffnete ba! 23anb fo fdhnell mit feinem Schnabel, ba\u00a7 man nicht feigen lonnte, in Welcher 2\u00f6eife er e! oo\u00fcbrachte. darauf fenfte er bie Sfnhe be! Schnabel! in bie ge\u00f6ffnete 9Jhifdhel, arbeitete ein Wenig unb zog ba! \u00a3ier her. gerben fah ihu \u00a3)affelbe Wieberholt tbun unb bezweifelt nicht, bafj er","page":693},{"file":"p0694.txt","language":"de","ocr_de":"694\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9tetgtooget. 9\u00eeei^er.\nmit einer glu\u00dfmufchet ebenfo fc^ne\u00ef\u00ef fertig Wirb. S\u00dfenn ihm SKufcheln fehlen, fri\u00dft ber \u00dflafffchnabel \u00fcbrigens au<h\u2018gifche, f^r\u00f6fc^e u. f. W., SJtufc^eln aber finb feine eigentliche Aahruxxg, unb jeber (Sin-geborne fennt feine \u00a9itte.\n\u00a3)er inbifd>e tlafffchnabel br\u00fctet in Sorb* unb Stittelinbien auf J^n S\u00e4umen unb gWar im Suni ober $uli, niemals eingeln, fonbern ftetS in gr\u00f6\u00dferen \u00a9efe\u00ef\u00eff^aften, nicht feiten mit unteren S\u00f6geln, beifaielSWeife ^a^trei^eru, fchwargen Sbiffen unb \u00e4hnlichen. $>aS \u00a9elegc g\u00e4^lt oier \u00a9ier O\u00f6n fchmugigWei\u00dfer F\u00e4rbung. Seibe (SItern oertheibigen i$r Aeft W\u00fct\u00efjenb.\n3n Snbien jagt man ben ^lafffChnabel mit \u00a3itfe be* Saigfalien, f\u00e4ngt ihn aber oft auch in \u00a9<hneltgalgen, Weldje burd) SWufd^eln gef\u00f6bert Werben. 3n Afrila Wirb ber SerWanbte oon ben (Singebornen nie behelligt, unb ba\u00c7er mag eS Wohl iornmen, ba\u00df er oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fehr toenig fd>eu ifi. (Sine \u00a9efellfthaft biefer S\u00f6gel lief* meinen braunen Wiener fo nahe an ftCh heranlommen, ba\u00df tiefer mit einem einzigen \u00a9djuffe acht \u00a9t\u00fcd erlegen tonnte.\n* *\n*\nhinter allen bis jefet erm\u00e4hnten Sei^ero\u00f6geln flehen biejenigen \u00a9lieber ber 3xxnft, toelc^e biefer ben tarnen oerlie^en haben, in leiblicher, Joie geiftiger Segabung weit gur\u00fcd. SDie Reiher (Ardeae) fxnb gro\u00dfe, h\u00f6# eigent\u00fcmlich geftaltete, eigentlich unfeine S\u00f6gel. Seib ift auf* faKenb fdjWach* feitlid) ungemein gufammengebr\u00fcdt, ber Hals fehr lang unb b\u00fcnn, ber $o\u00a3f Hein, fermai unb flach, ber \u00a9chnabcl in ber Siegel l\u00e4nger als ber \u00dfotf, minbeftenS ebenfo lang, giemlich ftarl, gerabe, feitliCh fe^r gufammengebr\u00fcdt, aufgirfte unb \u00c4iel fd^rnal, an ben etwas eingegogenen SAunblanten fdnxeibenb fdjarf, n\u00e4Chft ber \u00a9pifee geg\u00e4hnelt, mit Ausnahme ber Aafengegenb mit glatter, harter \u00a3ornmaffe belleibet, baS Sein mittelhoch, ber gu\u00df langlebig, bie traite ber mittleren 3ehe auf ber Snnenfeite fein lammartig geg\u00e4hnelt, ber Fl\u00fcgel lang unb breit, Oorn aber ftumpf, Weil bie zweite, britte unb feierte \u00a9Zwinge faft gleiche S\u00e4nge haben, ber aus gehn bis gW\u00f6tf Gebern gebilbete \u00a9d)Wang turg unb abgerunbet, baS tleingefieber fehr reich, \u00effeeiCh unb leefer, am \u00a9Reitel, auf bem Sb\u00fcden unb an ber Oberbrufi oft oerl\u00e4ngert, theilWeife aud) gerf\u00e4hliffen, feine F\u00e4rbung eine fehr feerfchiebenartige unb nicht fetten anfpredjenbe, obgleich eigentliche Srachtfarben nicht Oor= lommen. \u00a9ang eigenth\u00fcmlich fxnb gWei Affenartige, b. h- mit h^tgclben, ober gelblichWei\u00dfen, feibigen, fiodigen ober- gottigen glaumen betleibete \u00a9teilen auf jeter \u00a9eite beS SeibeS, oon benen eine unter bem gl\u00fcgetbuge neben ber Srufth\u00f6hle, bie anbere neben bem treugbeine an ber Saudjfeite liegt.' \u00a3)ie \u00a9efchleChter unterfdjeiben fnh \u00e4u\u00dferlich h\u00f4d>fien\u00ea burch bie etwas oerfd;iebene \u00a9r\u00f6\u00dfe; bie jungen tragen ein Oon bem ber Sitten abtoeid)enbeS, minber fch\u00f6neS \u00a9efieber.\nSlm tnod;enger\u00fcft f\u00e4llt bie \u00a9chtanlheit beS HalfeS, ber Obigen unb \u00a3interglieber auf; baS fehr geftredte \u00a9ch\u00e4belger\u00fcft erinnert an baS eines SappentaucherS, ober (SiSoogelS; bie Hirnfchale ift niebrig, fta\u00c7h gew\u00f6lbt, bie HinterhauptSleifte fd^arf, baS HinterhauptSloch gro\u00df, bie \u00a9d;eibeWanb ber Augenh\u00f6hle burchbrochen, baS Sbiechbein Hein, baS ^hr\u00e4nenbein bagegen fehr gro\u00df, baS Ouabratbein turd) oier gur Serbinbung mit bem Unterliefer bienenbe @elentt\u00f6j>fe auSgegeichnet. SDie SBirbels jaule befiehl aus fed)Sgehn bis-neungehn fchtanlen, fchmat gebr\u00fcdten Halswirbeln, acht bis neun, nicht mit einanber oerfchmotgenen A\u00fcdenWirbeln, beren Untere feboch mit ben SedenWirbeln gu einem \u00a9t\u00fcde oerW\u00e4Chft, unb fteben bis neun lleinen, fchWad)en \u00a9d;WangWirbeln; oon ben acht bis neun Aibhenpaaren fxnb bie erften brei falf\u00c7h, f\u00fcnf ober fe^S haben ben 9tibbenlnod)en ; baS Srufibein ift fchWaCh, oieredig, fehr lang, fein \u00dfiel $o<h, fein Aanb fehr bogenf\u00f6rmig, ber Heine finale SKittetgriff beuttid) oom \u00aeiel gefdjieben. SDie beiben \u00a9chl\u00fcffelbeine flehen mit ihren unteren unb inneren She^en hinter einanber; ber b\u00fcnne, Wenig gezeigte \u00a9abeUnodjen er\u00dfheint merlw\u00fcrbig Wegen eines l\u00e4ngeren unpaaren gortfa^eS, welcher oon bem SereinigungSxoinlel ber beiben \u00a9eitentheile aus ebenfo gwifd)en benf eiben nach oben auf fleht; bie \u00a9d)ulterbl\u00e4tter fxnb fihmat, ffutj unb Wenig gebogen; im \u00a9er\u00fcft ber","page":694},{"file":"p0695.txt","language":"de","ocr_de":"2eben\u00eatt>etfe ber Sfteifyer.\n695\nBorberglieber geigt fid\u00bb ber Oberarm ftet\u00ea l\u00e4nger a\u00ef\u00ea bie Schulterbl\u00e4tter, ber Borberarm langer, ber fd^lan\u00efe .Jpanbtheil t\u00fcrger a\u00ef\u00ea ber Oberarm; ba\u00ea Beden ift fermai, an ben tintergliebern ber Unter? ftentel ftet\u00ea ber l\u00e4ngfte 3:^eill; bie Bhtrgelglieber ber Hinteren unb inneren Borberge\u00efjen ber\u00fchren ftclj. Oie Bunge ift fe^r lang, fdjma\u00ef, fpi|, an beiben Seitenr\u00e4nbcrn gugeft\u00e4rft, Weit, ber female Bungen? fern faft fo lang wie bie Bunge felfc\u00df ^nb f n\u00f6rgelig ; ber tropflofe Stlunb bilbet mit bem Vormagen unb SDtagen einen eingigen langen Sad, oljne \u00e2u^er\u00efid^e mer\u00eflid^e Abteilungen ober \u00a9infttuirungen; neben bem b\u00fcnntoanbigen \u00a7auptmagen ift ein \u00fcftebenmagen oorhanben; ber Oarmftlaut erreicht ba\u00a7-3ehtt? bi\u00ea B^\u00f6lffate ber Sbumpfl\u00e4nge, be\u00df^t aber nur einen eingigen tleinen Blinb? barm u. f. In.\nOie 9teifjer bilben bie artenreitfte Familie ihrer Bunfi unb Orbnung. Sie bewohnen alle \u00a9rbtheile unb mit Aufnahme ber Ijotnorbiften alle S\u00e4nber. Schon innerhalb be\u00ea gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel\u00ea treten fie in gro\u00dfer Angaljl auf, in ben Bknbetrei\u00eal\u00e2nbern bilben \u00dfe ben Dauptbeftanbtljeit ber Beo\u00f6lterung, toeld^e bie S\u00fcmpfe unb \u00a9eW\u00e4ffer belebt. Sie \u00dfnben \u00dft Oon ber flachen $\u00fcfte be\u00ea 2Jteere\u00ea an bi\u00ea hoch tn\u00ea \u00a9ebirge h^ttciuf, immer unb \u00fcberall aber nur im B\u00dfaffer. (Einige Alien fteinen ba\u00ea SJteer entfd\u00dfeben gn beOorgugen, anbere halten \u00dfd; am liebften an f^l\u00fcffen, toieber anbere in S\u00fcmpfen auf; einige lieben freiere \u00a9egenben, anbere 2Balbbidid)te ober BS\u00e4lber \u00fcberhaupt, unb alle Arten ohne Au\u00eanaljme b\u00e4umen, obfdjon eingelne niept regelm\u00e4\u00dfig.\nSebett\u00eaWeife unb betragen, Sitten unb \u00a9ewoljnheiten ber Reiher \u00dfnb niept geeignet, ihnen nufer S\u00f6ohltooden gu erwerben: fie t\u00f6nnen un\u00ea Wohl feffeltt, niept aber f\u00fcr \u00dfd; erw\u00e4rmen. Oie gro\u00df? artigen Bereinigungen, Welcpe \u00dfe eingehen, gew\u00e4hren ein teilnahm\u00eaWerthe\u00ea Scpaufpiel \u00f9nb fie felbft ber ^orfdmng einen ergiebigen Sto\u00df; ihr S\u00f6efen aber hat burdjau\u00ea nitt\u00ea Beftetenbe\u00ea. Sie Oer? \u00dfehen e\u00ea, bie Wunberbarften Stellungen angunehmen, leine eingige oon biefen aber tann anmuthig ge? nannt Werben; \u00dfe \u00dfnb giemlid) beWegung\u00eaf\u00e2hig, jebe ihrer Bewegungen aber ha^r mit ber anberer 9teihero\u00f6gel Oerglidjen, etwa\u00ea Sdptoerf\u00e4Uige\u00e4 ober minbeften\u00ea Ungierlite\u00ea. 3hrc Bewegungen fpiegeln ihr B\u00dfefen Wieber. Oer \u00a9ang i\u00df gem\u00e4tlit, langfam unb beb\u00e4dptig, ihr $lug teine\u00eaweg\u00ea ungeftidt, aber einf\u00f6rmig unb fdjla\u00df, mit bem ber St\u00f6rte unb Sbiffe gar nidpt gu Oergleiten. Sie \u00dfnb im Stanbe, im R\u00f6hricht ober int \u00a9egweige gefd\u00fcdt umhergullettern, \u00dfeden \u00dfch babei aber fo an, ba\u00df Oie\u00ea ungeftidt au\u00e4\u00dfeljt; \u00dfe fittb f\u00e4hig gum Sd)Wimnten, tun Oie\u00ea jebod; in einer BSeife, ba\u00df \u00dfe unwitl? l\u00fcrlid) gum S\u00e4ten reigen. Bhre \u00a9timme ift ein unangenehme\u00ea \u00a9eireift ober ein laute\u00ea, WeitftaUen? be\u00ea \u00a9ebr\u00fcll, Welte\u00ea mantem SJienften unheintlit b\u00fcnlt, bie Stimme ber jungen ein wiberW\u00e2rtige\u00ea \u00a9ebelfer. Unter ben Sinnen fleht ungWeifelhaft ba\u00ea \u00a9e\u00dftt obenan; ber Blid be\u00ea ft\u00f6nen, meift hell gef\u00e4rbten Auge\u00ea hat aber etwa\u00ea O\u00fcdifte\u00ea, Wie ba\u00ea einer Stlange, unb ba\u00ea Btefen ber Reiher ftraft biefen Blid nitt S\u00fcgen. Unter allen Sumpfo\u00f6geln \u00dfnb \u00dfe bie h\u00e4mift\u00dfen unb bo\u00eahafteften. Sie leben oft in gr\u00f6\u00dferen \u00a9efelfftaften, b\u00fcrfen jebot ft^erlit gefetlige B\u00f6gel genannt Werben; benn jeher ift neibift auf be\u00ea anberen \u00a9l\u00fcd unb l\u00e4\u00dft leine \u00a9etegenljeit oor\u00fcbergehen, fein UebetWotten gu bet\u00e4tigen, \u00a9r\u00f6\u00dferen Opieren Weitst \u00dfe \u00e4ng\u00dflit au\u00ea, inbem \u00dfe\u00dft entWeber entfernen ober burt fonberbare Stellungen unlenntlit gu maten futen; Heineren gegen\u00fcber geigen \u00dfe \u00dft morbf\u00fcttig unb blutgierig, minbeften\u00ea unfriebtit unb gantluftig. 3hre Beute beflei\u00df borgug\u00eaWeife in giften; bie Heineren Arten \u00dfnb ber ipauptfate nat ^erbtpierfreffer: aber Weber biefe nodi bie gr\u00f6\u00dften Oer? ftm\u00e4hen irgenb ein anbere\u00ea \u00a3l\u00dfei* , toe\u00efte\u00ea \u2022 \u00dfe erreid)en tonnen. Sie oergehren Heine S\u00e4ugetiere, junge unb unbeljilftite B\u00f6gel, Suite oerftiebener Art, oielleitt mit Au\u00eanahme ber Kr\u00f6ten, unb ebenfo Bkitt^re unb B\u00f6\u00fcrmer, oielleitt aut \u00dfrebfe. 3h\u00ab Beute gewinnen \u00dfe bur't hinterliftige\u00ea Beftleiten; ben leitten Seib tragen bie gro\u00dfgehigen g\u00fc\u00dfe aut \u00fcber \u00df\u00fcf\u00dfgen St lamm h\u00fc\u00fcoeg, unb fo \u00dfnb \u00dfe bef\u00e4higt, jebe\u00ea feierte \u00a9ew\u00e4ffer au\u00eagubeuten. Sautlo\u00ea unb h\u00f6t\u00df beh\u00e4big fc^Ieitert \u00dfe, ben langen $al\u00ea fo tief eingegogen, ba\u00df ber \u00aeopf auf ben Sd)ultern, bie untere Stnabellabe auf bem oorgebogenen ipalfe rupt, Watenb im SBaffer bahin, mi\u00dftrauifd) auf jebe\u00ea \u00a9er\u00e4uft attenb unb beute? gierig ba\u00ea B\u00dfaffer burtfp\u00e4henb: bli^fd^nea aber ftredt \u00dft ber #al\u00ea gu feiner gangen S\u00e4nge au\u00ea, unb wie eine geftlouberte Sange f\u00e4hrt ber Sdjnabel auf bie Beute, Welt^ in ber fftegel oerloren ift.","page":695},{"file":"p0696.txt","language":"de","ocr_de":"696\n$ie S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gel. Seiber.\n^utoeilen fielet ein Seiber, f^einBar in tieffter Sube, totere minutenlang regungglog auf einer unb ber? feiben \u00a9teile;. man meint, ba\u00df er auf bie Umgebung nidjt ad)te, ja, ba\u00df er in \u00a9d)iaf oerfunben to\u00e4re \u00fcber ficfy irgenb einer Tr\u00e4umerei bingegeften ^afte; after eg barf ficb i^m nur eine Sente n\u00e4hern, gleic^toiel oft eg ein $ifd), ein im S\u00dfaffer lebenber Surdb, ober oft eg ein tleineg \u00a9{together ober ein S\u00f6gel ift: \u2014 ba ^X\u00f6^XicX> fd^nellt bie fyifce \u00a9cbnabellange oor unb burc^fto^rt bag nid^t\u00eaa^nenbe Opfer. SDiefe Angriffe gleiten benen ber \u00a9iftfctylangen ; fte gefdftefjen mit berfelften \u00a9idferbeit, Unab? toenbbarbeit unb mit berfelften \u00a3\u00fcde.\n3n \u00e4hnlicher SXBeife toert^eibigen ftd; bie Seiber Angreifern gegen\u00fcber, \u00a9o lange atg m\u00f6glich flie\u00dfen fie Oor jebem ft\u00e4rferen f^einbe5 gebr\u00e4ngt aber greifen fie to\u00fctbenb an, unb baftei fielen fie jebergeit nad) bem Auge ihrer \u00a9egner, ft\u00f6nnen alfo ^\u00f6c^ft gef\u00e4hrlich Oertounben.\nAlle Sftei^er niften gern in \u00a9efe\u00fcfdfjaft unb gtoar nicht blog mit anberen paaren berfelften Art, fonbetn mit Sertoanbten im engeren unb Weiteren \u00a9inne, ober felbft mit toerfdE>iebenen S\u00f6afferO\u00f6geln. 3^re Sefter, gro\u00dfe, roh gufammengef\u00fcgte Sauten, fielen enttoeber auf ober im S\u00f6bricf)t auf gufammen? gefnidten \u00a9tengeln. \u00a3)ag \u00a9elege enth\u00e4lt brei big fed)g ungefledte, toei\u00dfgr\u00fcnlicbe ober ftlaugr\u00fcnlidje (gier. Sur bag 2\u00f6eiftdt;en br\u00fctet, ioirb aber ingtoifcben 00m 2ft\u00e4nnd)en mit Sabrung Oerforgt. 2)ie jungen oertoeilen big gum gl\u00fcggetoerben ober bocX) faft big gu bief er Beit im Aefie, toerben nach bem Augflattern nod) einige Seit lang ge\u00e4gt, hierauf aber ihrem \u00a9cXjicftfaXe \u00fcfterlaffen.\nSei ung gu Sanbe finbet man hier unb ba eine Anfiebelung beg gifd)reiberg unb alg \u00a9efellfdjafter ber Anfiebler b\u00dfcbfteng nodf) \u00a9f\u00e4rben, in f\u00fcblic^eren S\u00e4ubern oereinigen ftdE) oerfdf)iebene Sei^er- unb \u00a9d)arbenarten auf benfelften S\u00dff\u00f6fcen unb nehmen toobl aud) \u00a9id^Xer, S\u00f6ffler unb Sertoanbte unter ftdb auf. \u00a9g liegen mehrere Seriate oon funbigen Seifenben \u00fcber biefe Aufteilungen oor: fte ftimmen barin \u00fcberein, ba\u00df bag \u00a9cbaufpiel, toeldbeg bie br\u00fctenben S\u00f6gel geto\u00e4bren, ein fe^r gro\u00dfartigeg ift. W toiE gur genaueren \u00a9c^ilberung einer biefer Anftebelungen bie Schreibung oon Satbamu\u00ea gu \u00a9runbe fegen, ohne mid) jebodb ftreng an bereu Wortlaut gu binben.\n\u00a9g ift Anfangg Suni, bie Sobre haben eine \u00a3\u00f6l)e oon fecftg big fieben $u\u00df erreicht unb \u00fcberbeden ben tr\u00fcben S\u00dfafferfpiegel beg loei\u00dfen Storafteg. \u00a9otoeit bag Auge reicht, f\u00e4toeift eg \u00fcber eine enblofe \u00a9bene, o^ne einen Subeplah gu ftnbert. Aber auf bem enblofen \u00a9r\u00fcn unb Stau Wen tounberooEe gelbe, graue, toei\u00dfe unb fcfttoarge \u00a9eftalten pracfttOoE ab: bie \u00a9ilber^, Purpur?, \u00a9cbopf? unb Sad^t? reifer, bie S\u00f6ffler, Sbiffe, \u00a9f\u00e4rben, \u00a9eehtoalben, St\u00f6oen, \u00a9\u00e4nfe unb S\u00dfelefane. Auf ben Srud)? meiben unb Rappeln, toeldfje fid) pier unb ba ergeben, niften bie erfieren. \u00a9ine Anfiebelung batte b\u00f6tbfteng einen Umfang oon einigen taufenb \u00a9dritten, unb bie Sefter toaren nur auf \u00effunbert big bunbertunbfunfgig SSeiben gevftreut; aber oiele biefer S\u00e4ume trugen gepn big gtoangig Sefter. Sur mer eine gut befehle \u00a9aatfr\u00e4ftenanftebelung gefe^en bat, fann ftdb eine ann\u00e4bernb richtige SorfieHung, oon einem ungarifcben Seiberftante madden. Auf ben ft\u00e4rferen Aeften ber gr\u00f6\u00dferen S\u00f6eiben fieben bie Hefter beg gif^reiberg, baneben, oft auf bereu Sanbe rubenb, bie beg Aacptreiberg ; fcptoacbere unb b\u00f6bere 3toeige tragen feue beg \u00a9eibenreiberg unb ber 3toergfcftarbe, to\u00e4brenb tiefer unten auf ben fcbtanfen \u00a9eitengtoeigen bie \u00efteinen, burcbft^tigen Aefter beg \u00abRa\u00ef\u00efenreiberg fcbtoanten. Auf bem in fftebe ftebenben ^orftpla^e tear, loie geio\u00f6bulid^, ber Aac^treiber am gabtreicbfien oertreten, auf ibn folgte ber \u00a9eibenrei^er,. ber Pdfjreiber unb enblidft ber 9Menreiber. 9Jtit Augnabme ber f(barbe maren alle fo ioenig fd;eu, ba\u00df ioo^enlang fortgefe^teg \u00a9cbie\u00dfen fte nid)t 00m ^Pla^e oertrieben batte, \u00a9ie flogen gtoar nach einem \u00a9c^uffe ab, b\u00e4umten aber halb loieber auf, ja, fte blieben oft genug auf bemfetben Saume ftften, ioelcber eben befliegen tourbe. ^)ielt man ftdft eine iurge 3eit ^ bem $abne, unter ben S\u00e4umen, fo begann halb bag buntefte Sretben, unb eg folgten ficb fo \u00fcber? rafd^enbe unb toed^feloolle Auftritte, ba\u00df man nid^t m\u00fcbe tourbe, bem nie gehabten \u00a9djaufyiele gugufeben. \u201e3uerft tlettern bi\u00e8 Q^ac^treiber unter lebhaftem @efcX;rei unb unter fonberbaren \u00a9rimaffen oon ben oberen 3toeigen auf ihre 3Refter b^oab, b^b^n \u00aeieg unb\tbaran guredjt gu\ngufjfen, bie \u00a9ier anberg gu fc^ieben, ftdb Jtadb allen \u00a9eiten bift umgubreben unb ben gro\u00dfen, rotben wf\u00eeacXten gegen einen a\u00fcgunab lommenben Aad;bar unter beiferem \u00a9eXr\u00e4cX)ge toeit aufgufperren; bann","page":696},{"file":"p0697.txt","language":"de","ocr_de":"$ i I rf) r t i \u00ce) e r.\n697\nfornmen bte bleinen \u00a9ilberreiher im leifen ginge, biefer ein trodfene\u00bb Steig gunt Stefie tragenb, jener bedeut oon gtoeig 31t Btoeig nach feinem \u00a3orfte fieigenb, bajtoifd^en in leistem, eulenarttgen ginge bie fertigen gelben \u00a9eftalten ber \u00a9dhopfreiher; gule^t nahen fich ettoag oorftchtiger bie gifdhreiher. \u00a9ag ift ein Sann, ein \u00a9freien, Stedden, \u00c4narren unb knurren burdjeinattber, ein \u00a9etoimmel oon fchneetoei\u00dfen, gelben, grauen unb fd^irarjen Srrtoifdhen auf bem lichtblauen \u00a9runbe, ba\u00df \u00a9hr unb Sluge oertotrren unb ermatten, \u00a9nblidf) toirb eg ruhiger, ber Samt nimmt ab. \u00a9ie gro\u00dfe SJieljr^aljl ber 33\u00f6gel ft^t br\u00fctenb auf ober ioad^eub neben bem Scefte, nur einzelne fliegen, Sieftftoffe Ijerbeitragenb, ab unb 3U. \u00a9a f\u00e4llt eg fr\u00f6hlich einem fid) langtoeilenben Stadhtreiher ein, irgenb ein Steig oon bem Stefte feineg Siacparg f\u00fcr bag feinige paffenb 31t finben, unb bag \u00a9efdjrei, toeldjeg eben ettoag oerftummt mar, beginnt oon neuem. SSieber ein i\u00dfiano; benn eigentliche Raufen gibt eg bq nicht. S\u00f6oher nun je^t bag fdhretf liehe gortiffimo? \u00a9ieh ba, ein SJiilan, roeld^er funfgig \u00a9tf;ritte baoon feinen \u00a7orft hat, nimmt mit aller Stulje in jeben feiner gange einen jungen gifdjreiljer. \u00a9er Sllte ge^t murrenb unb broljenb 00m $orfte, l\u00e4\u00dft ben St\u00e4uber aber ruhig mit feinem \u00aeinbe baoon3iehen, io\u00e4hrenb nur ein 33erfu<h, feine-gef\u00e4hrliche S\u00f6affe unb feine \u00c4raft an3utoenben, biefer unb \u00e4hnlicher \u00a9dhmaroher \u00a3ob Werben m\u00fc\u00dfte. \u00a9inige Stadhtreiher begleiten fdhreienb ben unberufenen griebengs ft\u00f6rer; aber pl\u00f6hlid) ruft fie ein neueg, ft\u00e4rbereg \u00a9efchrei gur\u00fccf. \u00a9ine \u00a9Ifter hier, eine Stebelbr\u00e4lje bort, hat fi<h bie \u00a9ntfernung 31t nu^e gemacht, um einige \u00a9ier fort3utragen. \u00a9ie Stachbarn ber ^Beraubten erheben ftclj unter entfehlidhem \u00a9efchrei, W\u00e4hrenb anbere beffelben \u00a9tebggeftnbelg \u00fcber bie eben oerlaffenen Stefter herfallen, unb bli&fdjnell mit ihrer SSeute baooneilen. Stoch t\u00f6nt bag oerWorrene 3lngft= unb Stadhegefdhrei, ba raufet eg in ber Suft unb gebietet lautlofe \u00a9title, \u00a9er gewaltige $\u00f6nig ber S\u00fcfte, ein m\u00e4chtiger Slar, 30g oorbei, hin\u00fcber nad) jenem umg\u00e4nglichen Stohr^ bitficht, too bag laute \u00a9efdhnatter ber \u00a9\u00e4nfe unb \u00a9nten ebenfo f>I\u00f6hli<h Oerftummt. \u00a9r\u00fcben am SBiefenranbe f\u00e4llt ein \u00a9dju\u00df, unb bie gan3e \u00a9iebelung, big auf bie Stadhtreiher, erhebt ft\u00abh, nnb mif<ht ft\u00abh mit ben \u00fctaufenben, toeldhe bort, aug bem feichten Staffer aufgefdhretft, fl\u00fcchtig umherbreifen unb ftch enblich toieber nieberlaffen.\"\n,,\u00a9g gibt in ber gansen 33'ogeltoelt nichtg SBedhfelooUereg, Stnjiehenbereg unb \u00a9djonereg alg biefe Steiheranfiebelungen. SJt\u00f6gen bie S\u00dfogelberge einen gro\u00dfartigeren Slnblitf geto\u00e4hren, eine fo fch\u00f6ne \u00a9taffage 3U fo fch\u00f6nen unb fo abftechenben garben unb \u00a9eftalten bieten fie nicht.\"\n3>n \u00a9eutfdhlanb Oerfolgt man bie Steiher allerorten eifrig, ba fie nuferem -fpaughalte mehr fdjaben alg jeber anbere gifdhj\u00e4ger, toeldher unfere f\u00fc\u00dfeit \u00a9eto\u00e4ffer regelm\u00e4\u00dfig befudht. \u00a9a, too fich ein Steiherftanb befxnbet, ift eg \u00fcblich, allj\u00e4hrlich ein- fogenannteg Steiherfd&ie\u00dfen ansuftellen, eine gro\u00dfartige unb,- toie bemerbt loerben mu\u00df, abfdheulidhe \u00a9dhl\u00e4dhtcrei, bei toeldher fooiele Steiher .get\u00f6btet ioerben, alg man tobten bann, \u00a9ie 3agb ift \u00fcbrigeng and) nur in ber St\u00e4lje biefer Steiherft\u00e4nbe ergiebig, ba bie \u00a9<heu unb SSorfidbjt ber alten Steiher Stadhfte\u00ef\u00efungen geto\u00f6hnlidh 3U oereiteln toei\u00df.\n$ier unb ba f\u00e4llt eg einem eifrigen Siebhaber auch toohl ein, junge Steiher auf3U3iehen unb 3U 3\u00e4hmeit. \u00a9r hat bann \u00a9elegenheit, bie fonberbaren \u00a9tellungen beg 23ogelg 31t beobachten, bann ihn autf) 3um Slug; unb \u00a9infliegen geto\u00f6hnen unb bahin bringen, ba\u00df er fi<h ben gr\u00f6\u00dften \u00a9he\u00fc feineg gUtterg felbft fucht, toirb aber fchtoerlicb) befonbere greube an ihm haben; benn biefe geto\u00e4hren nur bie bleineit unb fdj\u00f6n gef\u00e4rbten Slrten ber gamilte, nicht aber bie bei ung oorbommenben gifdh\u00ab unb S3urf)urreiher. 3>n ben Xljierg\u00e4rten fieht man jejtf namentlich bie f\u00fcbl\u00e4nbifdhen Slrten, ingbefonbere bie \u00a9\u00fcber; unb Stallenreiher, toelche burd) ihr \u00a9efteber allerbingg 3U feffeln toiffeu. SJtehr alg einmal ift eg gelungen, hiev Steiher 3m* gortpfla^ung 3U bringen.\n\u00a9er gif<hreiher ober Steigel (Ardea cinerea) gilt gegenw\u00e4rtig alg SSertreter einer befonbereti \u00a9type, alg bereu SJierbmale ait3ufehen ftnb: fdhm\u00e4dhtiger Seib, langer \u00a7alg, langer, br\u00e4ftiger \u00a9d^rtabel","page":697},{"file":"p0698.txt","language":"de","ocr_de":"698\nSDie S\u00e4ufer. \u00a9teljD\u00f6gel. Stether.\nunb mehr ober Weniger b\u00fcfterfarbiget \u00a9e\u00dfeber. Sezieret ift beim alten gif\u00f6teiher auf \u00a9tim unb OB\u00e9rfodf tvei\u00df, auf bem \u00a3alfe grautvei\u00df, auf bem Briefen afdhgrau, burch bie Verl\u00e4ngerten Gebern Banbartig tvei\u00df ge^net, auf ben \u00a9eiten bet Unterfordert fchtvara; ein \u00a9treifen, tvelcher vom Sluge Beginnt unb nad) bem \u00a3inter\u00a7alfe l\u00e4uft, brei lange \u00a9chodffebern, eine breifac^e gledenreihe am Oorberljalfe unb bie gro\u00dfen \u00a9djtvingen fxnb fdhfoar$, bie OBerarmf dringen unb \u00a9teuerfeberu grau. SDat Sluge ift golbgelB, bie nadte \u00a9teile im \u00a9e\u00df<hte gr\u00fcngelb, ber \u00a9d^nabel \u00dfrohgelb, ber gu\u00a7 Br\u00e4unlichfchtvara. SDie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 42, bie Oreite 75, bie gittigl\u00e4nge 19, bie \u00a9djtvana; l\u00e4nge 7 Bod. Oer junge Ocgel fxe^t grauer aut alt ber alte unb tr\u00e4gt aud) leinen geberbufch-\n(St ift nicht untoa$rfc$einli<$, ba\u00df ber gifdEjrei^er auf ber ganzen \u00a9rbe oorfommt, b. h- fu\u00df auch Bit Siorbamerifa verfliegt; benn bie \u00fcbrigen \u00a9rbtheile Befudjt er. Stach korben \u00a7in enbet fein OerbreitungtgeBiet ungef\u00e4hr unter bem 64. (Stabe ber Breite; nach \u00a9\u00fcben hm lommt er faft in allen S\u00e4ubern ber alten SE\u00dfelt vor, unb a*var nidjt Blot alt Bug = , fonbern auch alt Orutvogel. 3<h habe ihn noch tief im inneren Slfrilat getroffen; anbere gorfe\u00dfer fanben ihn im SBeften unb \u00a9\u00fcben Slfrilat. 3n 3nbien ift er gemein, unb vonljieraut ftreift er getvi\u00df Bit auf eine ober bie anbere Snfel von Oc\u00e9anien hin\u00fcber. 3m korben ift er Bug;, im \u00a9\u00fcben tvenigftent \u00a9trtd^vogel. Oon Oeutfdhlanb aut tvanbert er im \u00a9eptember unb Ottober iveg unb Bea\u00fcglid) burd), reift gem\u00e4chlich ben gro\u00dfen \u00a9tr\u00f6men entlang, erfc^eint im Oltober \u00fcberall in \u00a9\u00fcbeuroda unb fliegt enbiid) nach Slfrifa hin\u00fcber, ^ier ebenfallt nod> ftreid^enb. 3m SJt\u00e4ra unb Sidril lehrt er aur\u00fcd. Stuf ber H\u00dfanberfd;aft fd\u00dfie\u00dft ftdB> einer bem anbereu an, unb fo Bilben ftdf) autveilen \u00a9efellf Mafien, tveldhe Bit funfaig \u00a9t\u00fcd aalten, \u00a9ie reifen fiett Bei \u00a3age, aber in Ijoljer Suft langfam ba^infliegenb unb in t>er Siegel eine fdjr\u00e4ge \u00a9djraubetttinie Bilbenb. \u00a9tarier ober heftiger SBinb mad^t ihre SBanberung unm\u00f6glich, SRonbfdjein hingegen Betvegt fte autveilen, fogar bet Stadst au reifen.\n\u00a9etv\u00e4ffer aller Slrt, vom\u2019SJieere an Bit aum \u00a9ebirgtbad^e, Bilben ben Slufenthalttort, Bea\u00fcglid^ Bat Sagbgebief bet $ifc$reifert; benn bie einzige Oebingung, tveldhe ber Oogel an bat \u00a9etv\u00e4ffer au ftellen hat, ift \u00a9eichtigleit. \u00a9r Befugt bie lleinften $elbteid)e ober in ben SStarfchen bie Staffer; gr\u00e4ben unb in ben \u00a9\u00fcmdfen bie Sadden, tveld)e \u00dfdfj a^if^ett bem \u00a9rafe Bilben, tvei\u00df auch \u00fcberall \u00a9ttvat au \u00dfnben. 3n ber SSMnter^erberge \u00dfebelt er \u00df<h am Oteeretftranbe unb an ben Ufern ber \u00a9een unb gl\u00fcffe an; tv\u00e4hrenb bet \u00a9ommert Bevoraugt er \u00a9etv\u00e4ffer, in bereu Si\u00e4he et S\u00f6albungen ober tvenigftent hohe \u00abB\u00e4ume gibt; auf lederen dflegt er ber Stuhe, iveil fte ihm tveite Untfd^au gew\u00e4hren.\n3n feinem S\u00dfefen unb betragen Belunbet ber gifd^rei^er alle bie unt Belannten \u00a9igen\u00dfhaften feiner \u00a9iddf\u00e4aft \u00fcber|audt. \u00a9r geh\u00f6rt au ben unfd^\u00f6njten, tvibertv\u00e4rtigften ber \u00a9efammt^eit. Sin \u00a9^eu unb fturdhifamleit \u00fcbertrifft er vielleicht alle anberen Slrten ber Familie aut bem \u00abinfamen \u00a9runbe, tveil ihm am eifrigften nachge\u00dfeUt tvirb. 3eber SDonnerfdhlag entfett i$u auft h\u00f6chfte, jeber SRenfd^, ben er Von ferne \u00dfe$t, \u00df\u00f6\u00dft ihm Oebenlen ein. \u00a9in alter Steuer l\u00e4\u00dft ftd^ fehr f\u00abhiver \u00fcberliften, tveil er jebe \u00a9efahr tv\u00fcrbigt unb Boi ber flucht Berechnenb au S\u00dferle geht. SDie \u00a9timme ift ein Ireifchenbet \u201e\u00dfr\u00e4il\", ber SBarnungtlaut ein turnet \u201e\u00aea\"; anbere Saute fcheint \u25a0er nicht antaufto\u00dfen.\nSDie Nahrung Befiehl aut ^ifd^en Bit au acht unb neun 3oll S\u00e4nge, $r\u00f6\u00dfhen, \u00a9chlangen, intbefonbere Slattern, jungen \u00a9umdf= unb SBafferv\u00f6geln, K\u00e4ufen, ^erbthieren, tveld;e im S\u00f6affer leben, SHufd^eln unb Slegentv\u00fcrmern. Slaumann Befd^reibt fehr h\u00fcbfeh bie 2lrt unb S\u00dfeife feiner 3agb, tvelcher unfer f\u00c7orfd^er von einem Slnftanbtloche aut tvieberholt aufah- \u201eSlngelangt am Reiche, bie St\u00e4he bet Saufchert nid)t abnenb, gingen bie Sieger getvohnlich fogleich int feinte Staffer unb Begannen ihre gifcherei. Oen \u00a7alt niebergebogen, ben \u00a9d;nabel gefenlt, ben fd\u00e4henben Olid auf bat S\u00f6affer geheftet, fcE)Iid)en \u00dfe in abgemeffenen, fehr langfamen \u00a9dhritten unb fo Behutfam unb leifen Orittet, ba\u00df man nicht bat geringfte ipiumden ober 5\u00dfl\u00e4tfchern h\u00f6rte, im Staffer unb in einer folgen \u00a9ntfernung vom itferranbe entlang, ba\u00df ihnen bat S\u00f6affer launt Bit an bie Werfen reifte, \u00a9o umlrei\u00dfen fte, fd;ieidE)enb unb fue\u00dfenb, nach unb nach ben ganaen Oeidh,","page":698},{"file":"p0699.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a7 i f dj r e U) e r.\n699\nunb alle 5lugenb\u00efide fdjne\u00ef\u00eften ftc ben gufammengelegten $alg tote eine \u00a9djnetlfeber oor, fo ba\u00df halb nur ber \u00a9djmabel allein, halb aud) nod) ber gange $opf bagu unter bie \u00e4\u00f6afferft\u00e4dje unb toieber gur\u00fcdfuhr, Wobei immer ein $ifd> gefangen toar, toeld^er fogleid) Oerfchtudt ober guoor im \u00a9dhnabel in eine oerfchtudbare Sage, ben \u00aeopf nad) oorn 'gebraut unb bann oerfchlungen tourbe. SCftodjte ber erhielte \u00e9ifdfj gu tief im Staffer geftanben haben, fo fuhr ber ffteiher mit bem ganzen H\u00e4lfe hinunter, toobei er, um bag \u00a9leichgetoidjt gu bemalten, jebegntal bie f^\u00ef\u00fcge\u00ef ettoag \u00f6ffnete unb mit bereu Vorbertheiten bag VSaffer fo [tard ber\u00fchrte, ba\u00df eg plumpte. \u00a9g ift mir and) oorgelommen, bei\u00df ein foldjer \u00a9<hlei<her plofclidf) Halt matzte, einige Slugenblide ftid ftanb unb fogleid) einen Sfifdh ertoifdjte, toahrfcheinlid; toeil er gtoifdjen mehrere biefer flinfen SC\u00dfafferbetoo^ner trat, Welche nicht gleich tourten, too^in fie flie\u00dfen foHten unb il>n in augenblidlidje Verlegenheit brauten; benn er ift gew\u00f6hnt, ftd^er gu gielen unb ft\u00f6\u00dft feiten fehl, toirb auch nie einen gtoeiten \u00a9to\u00df auf ben Oerfehlten ftifdj anbringen f\u00f6ntten. ftr\u00f6fche, grofchlaroen unb Vktfferferfe fud^t er ebenfatlg fchleichenb auf. \u00a9ie elfteren oerurfachen ihm, toenn fie ettoag gro\u00df ftttb, oiele \u00e4ft\u00fche; er ftidht fte toit bem \u00a9chnabet, toirft fte toeg, f\u00e4ngt fie toieber auf, gibt ihnen kniffe u. f. to., big fte halb tobt mit bem $opfe Oorn hinabgefdE)lungen toerben.\"\n\u00a9er ^ifdhreiher br\u00fctet aud) in SDeutfd^lanb gern in \u00a9efeUfc^aft unb bitbet h^r unb ba 9lnftebelungen ober 9teiherft\u00e4nbe, toetche funfgehn big h^ert \u00bbnb wehr Hefter g\u00e4lten unb ' unge; a^tet aller Verfolgungen j\u00e4hrlich toieber bezogen toerben, auch toenn bie Vruto\u00f6get oorn n\u00e4dhften S\u00f6affer aug eine SCReile toeg unb toeiter fliegen muffen, um fte gu erreichen. Sn ber Mtje ber \u00a9ee; l\u00fcften gefeilt ftd) bie \u00a9^arbe regelm\u00e4\u00dfig gu ben Reihern, toahrfcheinlich toeil eg ihr bequem ift, bereit Horft gu benuhen. \u00a9oldje \u00a9iebelungen ftnb nur bann bem Veft^er erto\u00fcufcht, toenn biefer ein eifriger S\u00e4ger ift, welcher bem ebeln S\u00dfaibtoert adeg Slnbere nachfte\u00fct; benn im \u00fcbrigen erregt ber 9teiherftanb bei Sebermann Slbfcheu. V\u00e4ume unb Vobeu toerben Oorn \u00aeoth ber V\u00f6gel Wei\u00df \u00fcbert\u00fcncht, adeg Sa\u00fbb oerborben; fautenbe \u00c7ifche oexfeften bie Suft; b\u00fcrg, eg gibt hier,'toie diau; mannfagt, \u201eber UnfX\u00e4therei unb beg \u00a9eftanfeg oiel\". Sw Styril erfc^einen bie alten Reiher an ben Heftern, beffern fte, fotoeit atg n\u00f6thig, aug, unb beginnen hierauf gu legen. \u00a9er $orfi ift ettoa gtoei big brei $u\u00df breit, flach unb \u00efunftlog aug b\u00fcrren \u00a9t\u00f6den, Geifern, \u00dctohrftengetn, \u00a9(hilfbl\u00e4ttern, \u00a9troh gufammengebaut, bie feierte 2ftulbe mit Vorften, paaren, V\u00dfode, Gebern nacjjl\u00e4fftg aufgelegt. \u00a9ie brei big oier ftarf; unb gtattfdjaligen (Sier fehen gr\u00fcn aug. diad; brei; to\u00f6d;entltd;er Vebr\u00fctung entfehdipfen bie Sangen, unbehilflidhe unb h\u00e4\u00dfliche \u00a9efclj\u00f6hfe, toeld^e oon einem beft\u00e4nbigen Hei\u00dfhunger geklagt gu fein feinen, unglaublich oiel freffen, oiele Nahrung oor lauter \u00a9ier \u00fcber ben dtanb beg dlefteg herabtoerfen, l\u00e4nger alg oier VSochen im Horfte oertoeilen, auf ba\u00ea toarnenbe \u201e&a\" ihrer keltern ftch br\u00fcden, fonft oft aufred;t fteljen unb enblich, itad)bem fte o\u00f6llig fl\u00fcgge geworben ftnb, ftch entfernen. \u00a9ie \u00a9Item unterrichten fte noch einige \u00a3age unb \u00fcberlaffen fte bann ihrem \u00a9d^idbfale; Silt unb Sung gerftreut ftch, unb *>er SReiherftanb Oer\u00f6bet.\n\u00a9belfatfen unb gro\u00dfe \u00a9ulen, auch Wohl eingetne Slbler, greifen bie Sitten an, fdjto\u00e4chere Ralfen, St\u00e4ben unb kr\u00e4hen fd\u00fcnbern bie Hefter. \u201e^Xuffattenb\", fagt Valbamug, \u201eift bie gro\u00dfe unb toirblid) l\u00e4cherliche furcht biefer mit fo gef\u00e4hrlicher VSaffe augger\u00fcfteten Steuer Oor allen dtaubo\u00f6getn, unb felbft oor kr\u00e4hen unb \u00a9Iftern. \u00a9ie St\u00e4uber flehten \u00a9ag anch gu toiffen; benn fte hl\u00fcnbern jene Slnftebelungen mit einer gro\u00dfartigen Unoerfch\u00e4mtheit, holen bie \u00a9ier unb Sangen mitten aug bem bid;teften \u00a9chtoarme heraug, ohne ba\u00df fte mehr alg ein gr\u00e4\u00dflicheg \u00a9freien, ein furdhtfameg ^ur\u00fcdtoeichen, einen Weit aufgefherrten 9\u00eead;en unb h\u00f6chfteng einen matten gl\u00fcgelfchlag gu gefahren haben. V\u00f6ohl aber habe ich gefeljen, ba\u00df ein giemlid) ertoachfener junger 9teiher mit geftr\u00e4ubtem \u00a9efxeber unb aufgebtafener ^ehle nad) einer \u00a9Ifter ftie\u00df, bie ein auf ben 9ianb feineg SRefteg geft\u00fc^teg SR\u00e4d;treihernejt ^I\u00fcnberte. 2luch gegen ben Sftenfdjen fehen ftch fold^e junge Reiher faud;enb unb ftedhenb gur\u2019SBehre, aber nur bann, toenn fte, auf ben \u00e4u\u00dferften 9tanb it;reg Stefteg gebr\u00e4ngt, gttr Vergtoeiflung getrieben ftnb.\"","page":699},{"file":"p0700.txt","language":"de","ocr_de":"700\n\u00a9te K\u00e4ufer. \u00a9telgobget. Steiper.\n@3 \u00efann nur bebauert Serben, baf bie ^et^erBaige, Welcpe fr\u00fcher in gang (Suro^a \u00fcblid) War, gegenw\u00e4rtig fo arg in SSerfaCt geraden ift. S3or einigen Sappen pief eS, baf man in ipodanb baS-abe\u00efige SBaibWer\u00ef Wieberunt Betreiben Wolle unb Bereite mehrere Ralfen mit (Srfolg abgeridptet pape: bie SieB^aBcrei fc^eint jebodp Wiebbr aufgegeBen Worben gu fein, WenigftenS pat man neuere bingS hier\u00fcber StidptS mepr oernommen. (Sbenfo Bleibt fragticp, ob bie englifdpen Sorbs, Wetdpe \u00a9affelbe begWedten, gegenw\u00e4rtig Wirf lieb nod) baigett. \u00a9cpWunge ift biefe Sagbart nodj Bei ben Slftaten, beifpielSWeife in Snbten unb ebenfo Bei einigen \u00a9t\u00e4nimen ber Slraber in Storbafri\u00efa. \u00a9owie ber fRei^er ben Raffen auf ftd) gu\u00efo tunten fap, fpie er gun\u00e4dpft bie eben gefangene Staprung auS, um ftep gu erleichtern unb flieg nun fo eilig als m\u00f6glid) poep gunt Rimmel empor, W\u00fcrbe aber freilich Oorn fallen fehr Balb \u00fcberholt unb nunmehr oon oben angegriffen. \u00a9abri hatte ftd) biefer fepr in Steht gu nehmen, Weil ber Steiger ftetS ben fpipen \u00a9dpnabel gur SlbWepr bereit pielt. konnte ber $alt fein Opfer paden, fo [t\u00fcrmten beibe Wirbelnb gu S3oben herab ; hatte er eS mit einem erfahrenen Steiper gu tpun, fo W\u00e4prte bie Sa9<5 l\u00e4nger; fdjlicflid) aber fam ber Steiper bod) aud) pernieber, Weil er oor (Srm\u00fcbmtg nidjt l\u00e4nger fliegen fonnte. Oie wunberbaren \u00a9dpwenfungen, baS \u00a9teigen unb ^erabft\u00fcrjen, bie Singriffe unb bie SlbWepr beiber SS\u00f6gel gew\u00e4hrte ein pradjtOodeS-\u00a9dpaufpiel. Hatte ber S\u00e4ger beu Steiper in ber \u00a7anb, fo begn\u00fcgte er ft(p in ber Siegel, iput bie \u00a9djmudfebern auSgugiepett, ober napm ipn mit nad) Haufe, um junge Ralfen an ipm gu \u00fcben. Stidpt feiten legte man bem Steiper einen SRetadring mit Stamen beS g\u00e4ngerS unb Tagesangabe beS Ranges um bie \u00a9t\u00e4uber unb lief; ipn pierauf Wieber fliegen, \u00a9a fod eS nun oorgefomnten fein, baf berfelbe Steiper wieberpolt gebaut W\u00fcrbe, unb man fod gleichzeitig erfapren paben, baf ein SSogel ein Sitter oon f\u00fcnfzig unb mepr Sapren erreidpt. \u2022 Sk Snbien baigt man nod) peutigen TagS leibenfdpaftlidp.\n(befangene laffen ftd) mit Sifcpen, Sr\u00f6fdpen unb SOt\u00e4ufen leicht aufgiepen, b\u00fcrfen aber niept mit anberem Hausgefl\u00fcgel gufammengepalten werben, ba fie \u00ae\u00fccptein unb junge (Suten opne T\u00f6eitereS-Wegnepmen. Oie fdpon Oon Staumanu angef\u00fcprte S3eobad)tung, baf ber gifepreiper bie \u00a9pertinge f\u00e4ngt, \u00efann icp in golge eigener \u00a9rfaprung burdpauS beft\u00e4tigen.\nOerfelben \u00a9ippe gep\u00f6rt ber Stiefenreiper (Ardea Goliath) an, ein gewaltiger Oogel Oou 52 Bod S\u00e4uge uub 71 Bod SSreite, bei 21 Bod Mittig = uub 8 3od'\u00a9d)Wangl\u00e4nge, Weldper in SRittel? afrifa lebt unb in Schien burd) einen SSerWaubten erfetjt wirb. $opf, OberpalS, SSruftmitte unb SSaudp ftnb gimmtrotp, St\u00fcden; unb SSorberbruft afdpgrau, $eple uub \u00a9urgel weif. OaS Sluge ift gelb, ber Slugenriug oiolet, ber B\u00fcgel gr\u00fcn, ber Oberfcpnabel fdpwarg, ber Unterfcpnabet an ber \u00a9pijse gr\u00fcngelb, an ber SBurgel Oiolet, ber $uf fcpwarg.\nHinftdptlidp feiner SebenSWeife unterfdpeibet fidp ber Stiefenreiper Wenig, begiiglidp feines SBefen\u00bb nur burdp gr\u00f6fere SSoSpeit oom Sifdpreiper. (Sr lebt einfam au ben f\u00fcfen \u00a9ew\u00e4ffern SDtittelafrifaS, ift fepr fcpeu unb oorfidptig, fliegt fepr tr\u00e4ge, beftpt eine raupe, unangenepme \u00a9timme unb naprt fidp oon \u00a7ifdpen, Surcpen, SS\u00f6geln uub \u00a9\u00e4ugetpiereu. \u00a9eiu ^ortpflangungSgefdp\u00e4ft ift unbe\u00efaunt.\nSuug auS bem Stefte geuontmene Stiefeureiper gelangen ueuerbiugS lebeub uadp (Suropa: eiu prad)toodeS SR\u00e4nndjen lebt gegenw\u00e4rtig im Tpiergarten gu Slmfterbam. Oie (befangenen ftnb-gerabegu gef\u00e4prticp, weil ipr S\u00e4pgorn bei jeber SSerantaffung auflobert unb fte ftep and) oor (SrWadpfenen niept f\u00fcrdpten. Slnbere SS\u00f6gel bringen fte um.\n\u00a9dptanfer Seib unb \u00a9lieberbau, inSbefonbere ber lange Ha^ unb ber oerp\u00e4ltnifm\u00e4fig fdpwadpe \u00a9dpttabel, enblidp audp bie langen, Weitftrapligeu St\u00fcdenfebern, Weldpe bie'alten O\u00f6gel w\u00e4prenb be& Hod)geitfIeibeS tragen, unb baS btenbenbweife \u00a9efteber fenngeidpnen bie \u00a9cpmudreiper (Herodias),","page":700},{"file":"p0701.txt","language":"de","ocr_de":"9\u00eftef enrci^cr. (Sbelrei^er.\n01\ntoe\u00efc\u00efje \u00fbrn m\u00fcrbigften burd) ben \u00a9bel;, \u00a9ilbet;, \u00a9djnee; ober SSufdjreiper (Herodias albaj bertreten toerben. \u00aea\u00ea \u00a9efteber biefe\u00ea \u00fc\u00dfradjtbogels; ifi rein; unb blenbenbioeifi, ba\u00a7 Sluge gelb, ber \u00a9djnabel bun\u00efelgetb, bte nacfte SBangenpaut gr\u00fcnlidjge\u00efb, ber $u\u00a7 bnnfelgrau. SDte S\u00e4nge betr\u00e4gt 40, bie 23reite 72, bte ^ittigl\u00e4nge 21, bte \u00a9djtoangl\u00e2nge TU BoH. \u00aeen jungen SS\u00f6getn fehlen bte \u00a9djmudfebetn. Oie F\u00e4rbung bel \u00a9d;nabel\u00ea fd^exnt ftcp nadj) ber Sa\u00efjre\u00f4geit unb nidjt nacp bent Sitter gu oer\u00e4nbern.\nT'A f\n\u00a9er Sltefenr et\u00efjer (Ardea Goliath) (<S. 700). ^6 ber nat. @r\u00f4\u00a7e;\nOer (Sbe\u00efreiper betocpnt bas> f\u00fcb\u00eftc^e \u00abSibirien unb \u00a9\u00fcbofteurcpa, roanbert aber bonbortau\u00bb bt\u00e9 \u00a9\u00fcbaf\u00efen, bonpierau\u00ea bt\u00e9 Siorbafrifa. 2>n Snbten, SD\u00eeittel;, \u00a9\u00fcb; unb SBeftafrifa trie in Slmerita toirb er burd) \u00e2\u00efjulidje, gur B^it ttodj \u00efeine\u00eatoeg\u00ea gen\u00fcgettb unterfdjiebene Slrteit bertreten. \u00a7r\u00fcper napnt man an, bafj er ftdp blo\u00ea gei\u00fcoeilig nad> Oeutfdjlanb berirrc; SI. b. \u00a7 omet)er pat un\u00ea unb gtoar gang neuerbing\u00ea belehrt, ba\u00a7 er pier aud> br\u00fctet, bemnadp im bo\u00fcg\u00fcltigen \u00a9inn\u00e9 be\u00ea SBorte\u00ea al\u00ea beutfdper SJogel betrautet ioerben mufj. h\u00e4ufiger af\u00ea bei utt\u00ea ift er in ben Oonautief; t\u00e4nbern ober, \u00fcberhaupt an geeigneten Orten am fdjtoargen Sfteere; in ebeitfo gro\u00dfer Slngapl tritt er um ba\u00a7 \u00efaf^ifd^e SJteer unb in S\u00eeorbafrifa auf; in \u00a9riedpenlanb, Italien, \u00a9\u00fcbfranfreidp unb Spanien ift er feiten, in bem \u00f6ftlidpen Sljiett aucp nicpt p\u00e4ufig.","page":701},{"file":"p0702.txt","language":"de","ocr_de":"702\n$)te S\u00e4ufer, Stelgo\u00f6gel. SRei^er.\n\u00a9r bemopnt, mie ber gifcpreiper, \u00a9em\u00e4ffer\toerfdpiebener 2lrt, am\t\u00efiebj\u00eeen jebodp\tau\u00eagebepnte\n(S\u00fcmpfe unb in ipnen fteB biejenigen (Steifen /\tmeldpe m\u00f6gltdpft rupig\tnnb\toon bem\tmenfdptidpen\nTreiben abgelegen ftnb; benn er geh\u00f6rt \u00fcberall gu ben oorficptigen nnb ba, mo er Verfolgungen erf\u00e4hrt, gu ben fdpeuefien V\u00f6geln. 3n feinem betragen unterfdpeibet er ftdp gu feinem Vorteile oom gifpreiper nnb ben meiften Vermanbten \u00fcberhaupt. (Sr ift, mie Hartmann fagt, ein burdp 3ierlicp!eit nnb pope \u00a9infadppeit feine\u00ea \u00a9efteber\u00ea au\u00eagegeicpneter, bie anberen meinen fRei^er burdp feine aufepnlidpe \u00a9r\u00f6\u00dfe \u00fcberfiraplenber perr\u00efidper Vogel, unb ber 5lnb\u00efi\u00c6 oieler biefer meit in bie gerne leudptenben pepren \u00a9efta\u00eften unOergleicplidp fdp\u00f6n. Vont gifcpreiper unterfdpeibet er ftdp int Stegen, \u00a9epen unb gliegen. \u00a9r nimmt ebenfalls p\u00f6dpft fonberbare Stellungen an, oerbirgt g. V. \u00dfopf unb $aB unb eine\u00ea feiner Veine berart int \u00a9efteber, ba\u00df man oon bief en \u00a9fiebern nidpt ba\u00ea \u00a9eringfte bemer\u00eft, fonbern nur einen unjgeft\u00fcrgten $egel gu fepen oermeint, melcper auf einer b\u00fcnnen St\u00fc^e rupt. 5lber fo fonberbar audp biefe Steifung fein mag, anmutiger aB bie be\u00ea gifdpreiper\u00ea erfdpeint fte immer nodp. Oer \u00a9ang ift, meine\u00ea\t\u00a9radpten\u00ea nadp, toenn\taudp\tnidpt leidster, fo bodp\nm\u00fcrbe\u00f6o\u00fcer aB ber be\u00ea gifdpreiper\u00ea, ber ging entfliehen fcp\u00f6ner, fcpon\ttoeil\tber Vogel\tfliegenb Oiel\nfdp\u00efan\u00efer unb jebe Veioegung Ir\u00e4ftiger, rafdper erfcpeint aB bei feuern. 5ln Simte\u00eafdp\u00e2rfe unb Verftanb fiept er maprfdpeinlicp audp obenan, unb ebenfo beftpt er, nadp meinen \u00a9rfaprungen, feinet \u00efoeg\u00ea bie \u00a3\u00fcc\u00efe unb Vo\u00eapeit anberer \u00fcteiper, befreuubet fiep, gefangen, g. V. meit eper unb inniger aB biefe mit feinem Pfleger, furg, er ift mirflicp ber ebe\u00effte feine\u00ea \u00a9efcpledpB.\nfft\u00fccfftdptlidp ber Zapfung unb be\u00ea \u00a9rmerbe\u00ea berfelben brauepe idp nadp bem bereiB 3ftitge= tpeiften 9UcpB mepr gu fagen; bodp glaube icp bemerken gu muffen, ba\u00df idp bei ipm nientaB bie t\u00fcdifdpe Vtorbfucpt anberer Steiper beobadptet, beifpieBmeife oon \u00a9efangenen nie gefepen pabe, baff fte audp auf Sperlinge $agb ntadpett.\nHeber bie gortpflangung ftnb loir erft neuerbing\u00ea burdp S\u00f6benfiein, Valbamu\u00ea unb 51. o. $ ont eper unterridptet morben. Oer \u00a9belreiper br\u00fctet in Ungarn regelm\u00e4\u00dfig in ben unges peueren fRoprloalbungen ber S\u00fcmpfe, opne febodp V\u00e4ume fo \u00e4ngftlidp gu meibett, mie Val b amu 3 angunepmen fdpeint. \u00a9laubpafte Seute au\u00a7 Sentlin erg\u00e4plten Naumann, ba\u00df ber Vogel auf einer Snfel in ber Oonau aKj\u00e4prlicp nifte, bort ftanbelgem\u00e4\u00df bie p\u00f6cpfien V\u00e4ume befept patte, unb feinen (porfi podp oben auf bem 2Btpfel gr\u00fcnbe; Valbamu\u00ea, melcper gur Vrutgeit bie Oonautiefl\u00e4nber befudpte, erfupr gioar SDaffelbe, fanb jeboep ben \u00a9belreiper nidpt in ben 5lnftebelungen auf, fonbern entbedfte feine \u00a3orfie in bem 9toprmalbe be\u00bb ioei\u00dfen 2ttorafie\u00a7, neigte ftdp bemgem\u00e4\u00df gu ber Slnftcpt, ba\u00df er \u00fcberpaupt nidpt auf V\u00e4unten br\u00fcte, unb e\u00ea beburfte erft ber Veobadptungen $omeperB, um bie au\u00eagefprodpenen 3meifel gu befeitigen. 3dp meine\u00eatpeiB pabe gtoar nidpt ben \u00a9belreiper, loopt aber feine afrilanifdpen Vermanbten fo oft auf V\u00e4umen gefepen, ba\u00df idp oon oornperein \u00fcber= geugt mar, jener merbe unter Umft\u00e4nben audp pier feinen $orfi erridpten. UebrigeiB taffen ftdp bie fdpeinbaren SO\u00dfiberfpr\u00fcdpe, meiner Slnftdpt nadp, leidpt au\u00eag\u00efeidpen. Oer Huge, oorftdptige unb fdpeue \u00a9belreiper m\u00e4ptt audp gur Einlage feine\u00ea \u00a3orfte\u00ea unter allen Umft\u00e4nben bie fteperften Stellen unb .ridptet ftdp bemgem\u00e4\u00df nadp be\u00ea Drte\u00ea \u00a9elegenpeit, b. p. beoorgugt ba bie V\u00e4ume, mo biefe ipm bie n\u00f6tpige Sidperpeit gu gem\u00e4pren fdpeinen, ober porftet in bem S\u00eeoprma\u00efbe, menn Oie\u00ea nidpt ber galt ift,\nSDer Veridpt, metepen Valbantu\u00ea \u00fcber feine \u00a9ntbecfung\u00eareifen im mei\u00dfen Vlorafte gegeben pat, ift fepr angiepenb. SRacpbem unfer gorfeper oergeblidp nadp ben Heftern be\u00a7 \u00a9belreipeB gefudpt, jeben S\u00e4ger unb gifdper befragt pat, nimmt er enbtidp gu \u00a3>ropungen feine 3ufludpt unb erf\u00e4prt oon gifdpern, ba\u00df einige \u00a9belreiper im fRoprmalbe niften feilen. \u201eSdp ftieg auf eine iprer mitten im SUlorafte liegenben J\u00fctten, feuerte nadp ber begeidpneten \u00a9egenb einen Sdpu\u00df ab, unb ftepe, e\u00ea erpoben ftdp au\u00ea bem urm\u00e4lblidpen S^oprbidlidpte eine Slngapt oon gm\u00f6lf bB breigepn \u00a9belreipem, bie ftdp aBbalb an bemfetben Orte mieber nieberlie\u00dfen. Oie fRidptung m\u00fcrbe nun begeidpnet unb bie n\u00f6tpige ^nbereitung gum \u00a9inbringen getroffen. 3ioei giemtidp gro\u00dfe Sdpinalet m\u00fcrben mit je brei 2Rann befept, 3itaprung\u00eamittet f\u00fcr gmei Oage eingepatft, unb, nadpbent bie beiben maHadpifdpen g\u00fcprer Oont Seben 5lbfdpieb genommen,-festen mir un\u00ea anberen \u00a3agl fr\u00fcp oier Upr in Vemegung.","page":702},{"file":"p0703.txt","language":"de","ocr_de":"(\u00a7 be (reib er.\n703\n\u00a9Bmo\u00c7f bon ber j\u00e2ft\u00fc\u00efjfe\u00efigfeit be\u00ea Unternehmend im SSoraud \u00fcberzeugt, fatten boci) fomo\u00efjl bie beiben braoen S\u00e4ger aid mir jelbft feine 23orfte!\u00fcung bon ber @efa\u00a7r, aud biefent einf\u00f6rmigen nnb fdjrecf\u00ef lichen \u00a3)urdf)einanber bon altem nnb neuem, mehr aid ac^t nnb gehn \u00c7ujs h^em 9\u00eeo^re, bon \u00fcber nnb unter bem gmei bid f\u00fcnf $u\u00a3 tiefen Staffer befinblidhen \u00a9torgeln nnb boben\u00efofem Schlamme ema\u00efd toieber heraudgufommen, unb gefielen mufj id), ba\u00a7 btefer \u00a3ag ber befdhmerbenreidhfte meined\n\u00aeer Sbe\u00efreiljer (Herodias alba). i'g ber nat. \u00a9r\u00f6jje.\nSebend ift, ba\u00a7 mir ohne bie audbauernbften unb a\u00ef\u00effeitigen SInftrengungen fchmerlid) gum $ie\u00efe unb ibieber and Sanb gefommen fein m\u00fcrben.\"\n\u201e2Bir fanben am 23. Suni, nad^bem mir an einigen ^urpurreifjerneftern bor\u00fcbergefommen, f\u00fcnf \u00a3>orfte ber (Sbelreiher mit je brei unb hier \u00a9ern. 2)ie ^orfte ruhen auf S^o^rfiengetn unB Storge\u00efn, meld^e aud giemlidhem Umfreife gufammengegogen unb umgefnidft m\u00fcrben, ftnb aud einem ftarfen Raufen bon gleiten Stoffen erbaut, innen mit Sftohrbl\u00e4ttern aufgelegt unb fomohl in $o!ge ber SJtenge ber umgefnicften Oto^rftengef, mie in f\u00c7o\u00efge ber 50\u00eeaffc ber aufgeh\u00e4uften SRefiftoffe fo feft>","page":703},{"file":"p0704.txt","language":"de","ocr_de":"704\nSie S\u00e4ufer. \u00a9telzto\u00f6qel. Aeiper.\nbag id) mehrere berfelben bezeigen fonnte. Oie Anzahl ber \u00a9ter fcpeint zfrifdjen brei unb toter zu fcpfranfen; f\u00fcnf fanbett ftd) nirgenbS. OaS ^auptfennzeidjen berfelben ift baS torn, benn bie \u00a9r\u00f6ge gibt ebenfofrenig als bte \u00a9eftalt ein untr\u00fcgliches \u00dcRet\u00efmal zu iprer Seftimmung, obgleich fte bte ber Surpurreiper um toteleg, bte ber $if<hreiper nod) bebentenb an \u00a9r\u00f6ge \u00fcbertreffen. OaS torn ift ein anbereS, bie \u00a9ier ftnb f\u00fchlbar gl\u00e4tter, als bie ber genannten beiben Wirten, bie \u00a9rpopungen Weniger fdjarf nnb fpifc, bie $oren Leiter toon einanber entfernt unb gr\u00f6\u00dfer; bie F\u00e4rbung pat einen mepr bl\u00e4ulichen Son, bie \u00a9eftalt eine geftredtere \u00a9iform. \u2014 Oer \u00a9befreiter fdjeint in ber Aegel gegen \u00abDritte beS April unb um eine 5\u00dfod)e fp\u00e4ter als ber ghtrpurretper in feiner \u00a9ontmerperberge eingu; treffen; gefrig ift, bag er feine Srutgefdj\u00e4fte frenigftenS um fo toiel fp\u00e4ter beginnt.\"\nSalbamuS fanb feinen SD^enfc^en, Welcher nod) einmal ben Stutp gehabt h\u00e4tte, in baS fo \u00fcberau\u00ea unzug\u00e4ngliche Serfted ber \u00a9beireiher einzubringen unb mugte beSpalb ben Sorfag aufgeben, weitere Seobacptungen angufteden. 3um \u00a9l\u00fcd f\u00fcr unfere SBigbegierbe fanb 21. to. \u00a3omeper Gelegenheit, A\u00f6eitereS zu erfahren, Jpomeper bejtfet nicht bloS bie \u00a9abe, AdeS gn fehen, freldbeS ftch \u00fcberhaupt fehen l\u00e4gt, fonbern hat aud) ein gang befonbereS \u00a9l\u00fcd. Oa SRapammeb nicht zum Serge gehen fonnte, faut ber Serg zu i^nt. Oer \u00a9beireiher, toelcher bisher, fotoiel befannt, noch nie in Oeutfcplanb geniftet hatte, ftedte ftch 'm Mre 1863 in *>er Umgegenb toon \u00a9logau, bem bamaligen Aufenthaltsorte unfereS f\u00c7orfd^erS, ein unb br\u00fctete hier unter gifchreipern.\n3d) h\u00e4tte meinen greunb fehen m\u00f6gen, als ihm ber g\u00f6rftauffeper S\u00e4polb mittheilte, bag auf bem Aeiperftqnbe ftd) toier freige \u00abReiher aufhielten unb biefe \u201efabelhaft\" flingenbe AuSfage burch ben D\u00f6rfer beft\u00e4tigt tourbe. \u201eObgleich eS fdjon zu bunfeln beginnt\", fchreibt ber entz\u00fcdte gorfdjer in feinem Sagebucb, \u201efo gehe id) bod) fogleich mit ben beiben Herren nad) bem \u00a9taube, um mich zu \u00fcber; Zeugen, \u00a9in \u00a9cpug erregt bie Anftebelung. Saut ftieben bie Aeiper toon ben ^orften, aisbann biefe umfreifenb; ade ftnb grau, bodh einer ift blenbenbfreig : es ift frirflicp ber \u00a9beireiher, \u00a9r fliegt einige Seit hm unb ber, beginnt bann niebrig \u00fcber ben Saumfronen freite Sogen zu befdjreiben unb fefct ftch cnblich auf eine tiefer. ft\u00fcr bieSmal habe id) genug gefehen; ich entferne mich, um ben feltenen \u00a9aft nidjt zu ft\u00f6ren unb merfe mir bie erftett \u00a9inbr\u00fcde an.\" J\u00dfon nun an befugt ^omeper ben \u00a9taub jeben zfreiten Sag, bemerft am 31. dJtai, bag nur noch z^ei \u00a9beireiher auf bem \u00a9tanbe ftnb, bag biefe aber br\u00fcten, finbet ben \u00a7orft unb legt ftd) bis zum Ounfelfrerben unter ben Saunt, um baS br\u00fctenbe SBeibcpen zu beobachten. Am 4. Suni liegt er frieber brei \u00a9tunben unter bem Saume, beibe S\u00f6get zeigen aber ftd) nicht, freil fte fifdjen ober freit baS Skibdjen ftch Srutgefd)\u00e4fte nicht ft\u00f6ren l\u00e4gt, \u00a9in paar Sage fp\u00e4ter trifft ftreunb Solle ein unb geht mit nach bem \u00a3orfte. \u201e\u00a3>aS br\u00fctenbe S\u00dfeibcpen richtet ftep ftehenb auf, zeigt ftch unb fefet ftch frieber. Oer Sertiner greunb finbet unter bent \u00a3orfte eine groge \u00a9betreiherfeber, ftedt biefe an ben \u00a3ut, legt ftch, baS \u00a9eftcht bem #orfte zugetoenbet, auf ben S\u00eeoSteppidj unb \u2014 fcpfrelgt\". \u00a3omeper bemerft: \u201eOer \u00a7orft ftfet in einer nicht ganz ftarfen tiefer am Aanbe ber eigentlichen Aeiperanftebelungen, ift nur b\u00fcrftig gebaut, faft burepfteptig unb febenfadS in biefem Sapre neu burch bie \u00a9belreiper felbft auf; gef\u00fchrt. Oer n\u00e4chfte \u00a3orft beS ^ifcpreipetS ift acht \u00a9fritte entfernt unb unt fotoiel h\u00f6her geftedt, bag beffen Inhaber bequem ben \u00a9belreiperporfi einfehen fann. Severer ftet)t ganz oben in einer flatten \u00a9abelung, nur toon f\u00fcnf bis geben $ug langen Aefien feitfr\u00e4rtS \u00fcberragt, to\u00e4hrenb gerabe \u00fcber ihm AdeS frei ift. Auf bemfeiben Saume, f\u00fcnfzehn gug freiter unten, fleht auch ein \u00a3orft beS Spurmfalfen. Oer \u00a9beireiher richtet ftch erft nach mehrmaligem Klopfen auf. \u00a9ein fcplanfer \u00a3alS ift lang auffr\u00e4rtS geftredt, fein \u00a9cpnabel frirb fragrecht gehalten, ber K\u00f6rper befregt ftch nicht, ber topf inbeg brept ftch recptS unb linfS. Sch flopfe noch einmal. Oa fliegt ber S\u00f6gel ab, toer; fchfrinbet auf brei Ginnten unb fehrt zur\u00fcd, umfreift zfrei Stal ben fporfl baumhoch unb fefct ftd) auf eine benachbarte tiefer. Um nicht baS Srutgefdj\u00e4ft z\u00ab ft\u00f6ren, gehen frir nach bem gorgpaufe Zur\u00fcd. OaS heutige Serhalten beS Sogeis l\u00e4gt mit Seftimmtheit annehmen, bag er ftarf bebr\u00fctete \u00a9ier habe.\" Unfer ^orfdjer beobachtet freiter, fmbet am 15. Sum, bag baS S\u00dfeibcpen fehr feftbr\u00fctet unb ftd) nur auf frenige Augenblide erhebt, frentt geflopft frirb, bemerft am 28. Suni, bag bie","page":704},{"file":"p0705.txt","language":"de","ocr_de":"(Sbe\u00efretf er. \u00a9etbenreif er. \u00c6ufretfer.\n705\njungen augge\u00efommen unb it>o^\u00ef fdfon einige Vage ait ftnb, audf \u00efeB^aft \u201e\u00aeedf, fedf, fedf\" fcfreien, \u00e2bn\u00efi^ tote junge gifdfreifer, aber reiner unb minber rauf, unb Derfolgt ifr VSadfgtfum big gum 10. Suli, um toe\u00efc^e Beit ber lefte Don ben jungen (Sbe\u00efrei^ern auf bem \u00e4ufjerften \u00fcfteftranbe f\u00efeft, ber gtoeite ftd^ im $orf\u00eee aufricftet unb ber fleinfte nodf feftf\u00efft. 3ttei Vage fp\u00e4ter erf\u00e4hrt er, bat ber \u00e4ltere bereite ben #orfl Derl\u00e4tt, ftd^ fliegenb auf ben n\u00e4cfften Vaunt begibt, unb faft ben ganzen 9iadf mittag bafelbfi Dertoeilt, bag gtoeite Sunge neben bem #orfte auf bem 2Ifte, bag britte aufredft in bem \u00a3>orfie fe\u00efbft fteft, ioe\u00efcfer abenbg aile brei ioieber bereinigt SDa errait bag Regiment \u00aeefe^l, nacf ber polnifcfen \u00a9renge abgur\u00fctfen unb unferem toatferen -\u00eepomeper bangt nat\u00fcrlich f\u00fcr feine \u00a9cf\u00fcf tinge. \u00a9r beeilt ftdf, mit allen Sagbtiebfabern gu fpredfen, f\u00eee\u00cf\u00cft biedere gteicffam unter ben \u00a9dfufc ber gangen \u00a9tabt, macft auf bag feltene Vorfommen aufmer\u00effam unb febt ferDor, ba\u00a7, im bag Vrutgefcf\u00e4ft in feiner 2Beife geft\u00f6rt ioirb, ein VMeberfefren ber alten unb jungen SS\u00f6get im nackten Safre burcfaug nicft unm\u00f6glicf fei. \u00a9eine SBorte ftnben foDiet Slnflang, bat er ioirflic^ auf guten \u00a9rfolg hoffen barf. \u00a9r Derl\u00e4tt am 28.3uli \u00a9logau, bie jungen Oberer entfliegen an bemfelben Vageiprem \u00a3orfte unb \u2014 Serben audf an bemfelben Vage gufammengefcfoffen !\nNaumann meint, bat \u00ee>er \u00a9befreiter leidster erlegt Serben bonne alg ber gifdfreifer: icf mut bag \u00a9egentpeil beraubten; benn icf pabe erfteren ftetg fepr fcfeu gefunben. V)er Vogel pat audf alte Itrfacfe, \u00a3>ieg gu fein. SOban fte\u00ef\u00eft ipm in feiner Heimat eifrig nacf, ingbefonbere 6er pradftoollen Oi\u00fccfenfebern foegen, aug benen bie ber\u00fchmten Oieiperb\u00fcfcfe gufammengefeft Serben, $n ben Slugen ber Ungarn unb SMadpen gilt eg alg ein \u00dfunftft\u00fccf, einen ber Dorfxcftigen 5\u00f6ogeI \u00fcberliftet gu paben. 3beuerbingg ftnb Don Ungarn aug lebenbe \u00a9belreiper in ben \u00a3anbet gefommen, unb gegenw\u00e4rtig fiept man ben pr\u00e4chtigen Vogel in allen Tierg\u00e4rten.\n\u00aeer \u00a9eiben; ober fleine \u00a9\u00dcberreifer (Herodias garzetta) \u00e4pnett bem \u00a9belreiper in 5lnfefn unb SSefen, -ijl aber nur 24 3otl lang unb 42 3otl breit; bei 12 30U giftig* unb 4 3oH \u00a9cftoangl\u00e4nge. V)ag 2!uge ift focpgelb, ber \u00a9c^nabe\u00ef fcptoarg, ber gut fcftoarg, in ben \u00a9elenfen gr\u00fcngelb.\n#inftdptlicp feiner Verbreitung fiimmt ber \u00a9eibenreiper mit feinem ebleren Vertoanbten \u00fcberein, tritt aber \u00fcberall p\u00e4uftger auf alg biefer. $n ben Viefl\u00e4nbern ber V)onau, VSoIga unb beg 9UI ift er nidft feiten, auf ben 9ieiperft\u00e4nben einer ber gaplreicferen Veioopner. 3ierlidpfeit unb SInmutp beg \u00e4Befeng geidpnet ipn Dor Dielen feiner Verfoanbten aug. \u00a9eine Haftung befielt fauptf\u00e4dplicf aug fleinen gifdpdpen. SDie Vrutgeit f\u00e4llt in bie Monate Vtai unb 3uni; bie Dier big f\u00fcnf (gier beg \u00a9elegeg fepen licptgr\u00fcnlidp aug.\n\u00a9egento\u00e4rtig fommt ber \u00e4u\u00a7erfl gierlidpe Vogel oft lebenb nadp SDeutfdpIanb. 3m Tiergarten gu \u00df\u00f6ln fat ein gS\u00e4rdfen bcreitg Slnftalt gum Dliften gemacht, unb luenn bigfer eine gorfpflangung in ber \u00a9efangenfcfaft nodf nidft ergielt tourbe, fo mirb eg bodf fp\u00e4ter gelingen, \u00a9eibenreifer im K\u00e4fige gu g\u00fcdften.\n\u00a9in aflerliebfter Vogel ift ber ^u f reif er (Bubulcus Ibis), njegen feiner gebrungenen \u00a9efialt, beg furgen ^alfeg, furgen unb kr\u00e4ftigen \u00a9cfnabelg, ber nieberen Veine unb ber gerfdfliffenen, faar; artigen \u00a9cfmucffebern Vertreter einer befonberen \u00a9ippe, toeldfer gang Dlorboftafrifa unb \u00a9\u00fcbaften betDofnt, Don \u00a9gppten aug aber ioieberfolt \u00a9\u00fcbeuropa befudft fat. 2)ag \u00a9efieber ift blenbenbWeit, im ^odfgeitgfleibe auf bem Oberfopfe, ber Vorberbrufi unb bem Si\u00fccfen mit langen \u00a9dfmucffebern Don roftrotfer g\u00e4rbung gegiert. $>ag ?luge ifi fe\u00fcgetb, ber B\u00fcgel unb bag Slugenlib gr\u00fcnlicfgelb, ber \u00a9cfnabet orangenfarben, ber gut r\u00f6tflidfgelb, bei j\u00fcngeren V\u00f6geln br\u00e4untief. $ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 19, bie Vreite 34, bie gittigl\u00e4nge 9V4, bie \u00a9cftoangl\u00e4nge 3V4 3oll. \u00aeag SBeibdfen ift ettoag Heiner.\nS^ierleBeit. IV.\n45","page":705},{"file":"p0706.txt","language":"de","ocr_de":"706\nSDie S\u00e4ufer. \u00a9tetsr\u00f6get. Sftet\u00efjer,\nSBct\u00c7rfdjetn\u00eftd) feljen tie meinen ^eifettben, iretd>e Sgtypten befuc^eu, biefen Steiger af\u00ea ben 3bi\u00ea an, \u00bbeil fte bet 2lnftdjt ftnb, ba\u00df te^tgenannter $oget im Sanbe bet ^tjaraonen nod) ^\u00e4ufxg rorfommt. \u00a3)er $ufyreiljer geh\u00f6rt in Sgtypten \u00a7u ben gemeinften 23\u00f6getn be\u00ea Sanbe\u00ea unb mu\u00df Sebetmann auf; fatten. 2lbtreid)enb non ben bigger erir\u00e4tjnten S\u00dfertranbten, treibt er ftd) unbeforgt in n\u00e4djfter 3R\u00e4^e bet \u00a3)rtfd)aften untrer, aud) toenn biefetben nidjt im S\u00f6affet liegen, \u00a9ein geto\u00f6^nlidjer 2lufentl)attg; ort ftnb bie gelber, iretdje unter SBaffer gefegt ober, trie bie Araber jagen, getr\u00e4nft trerben, unb nur ^eittreilig treibt er ftdj aud) an ben Ufern beg \u00a9ironte\u00ea ober feiner Kan\u00e4le, fotrie an ben rerfdjiebenen\n2>er \u00a9e.iben* ober \u00efletne \u00a9ilberrei Ijer (Herodias garzetta). (@.705). V4 ber nat. \u00a9r\u00f6ge.\n\u00a9een untrer. \u00a9e|r gern madjt er ftc\u00a3> in ber 0t\u00e4lje gr\u00f6\u00dferer \u00a3tjtere gu fdjaffen, tu (Sg^pten in ber 5Jiad)barfd)aft ber ireibenben SB\u00fcffef, im \u00a3>ft;\u00a9ubatjn unter unb auf ben (Stefanien, ipier befdj\u00e4ftigt er ftdj als \u00a9djmaro\u00dfer} benn bie rerfd)iebetten \u00aeerbtt)iere, metd)e bag 93ie^ qu\u00e4ten, bitben einen jpaupttljeit feiner 9ta\u00efjtung, unb begfjatb fte^t man il)n regelm\u00e4\u00dfig auf bent Soliden ber ^>erbent|iere unb Stefanien jtfcen, um feiner 3>agb cbgutiegen. '\u00a3>ag S3ie^ ternt \u00fcjtt halb at\u00ea SGBo\u00c7\u00eft\u00c7\u00e2ter fdj\u00e4fjen unb geftattet i|m, ebenfogut trie bem \u00dcU\u00ceabenljader, jebe Bubringtidjfeit, treldje er ftd) ^eraugnimmt. 3>m \u00a3)f\u00ef;\u00a9ubat)n tourbe mir non rieten Leuten erjagt, ba\u00df man oft big gtran^ig biefer ffeinen ifteitjer","page":706},{"file":"p0707.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c6upreiper. Elacptreiper.\n707\nauf bem Et\u00fcden eineg \u00a9lefanten fepen f\u00f6ttne; naep S)em, toag id; feibfi Beobachtet h\u00fcbe, erfd^eint mir biefe Angabe burdpaug glaubhaft. \u00a9epon ein einiger S\u00fcffel tr\u00e4gt oft acht big gehn ber bleubenben \u00a9eftalten, unb man mufj fagen, ba\u00a7 btefe ihm gu einem pr\u00e4eptigen \u00a9cpmude to erb en. SDlit ben \u00a9tngebornen beg Sanbe\u00bb lebt ber \u00c6upreiper in ben traulichften Serp\u00e4ltniffen; er ioeifj, ba\u00a7 i^n ber 2Renfcp \u00fcberall gern fiept unb niemals bcpe\u00fcigt; begpalb treibt er fiep beim auep fo unbeforgt gtoifepen ben im f\u00c7clbe arbeitenben S\u00e4uern untper, al\u00bb ob er ein J^au\u00eatpier to\u00e4re. \u00a9ogar bie ^unbe ber \u00a9gppter laffen i|n geto\u00e4pren, felbft toenn eg ipm einfallen foECte, auep ipr f\u00c7eEC naep 3eden unterfuepen. Eeeben biefer \u00a9dfmaroperei befep\u00e4ftigt er fiep \u00fcbrigeng auep mit anberem \u00aeerbtpierfang ober nimmt einen flehten Surcp unb ein fleineg ^ifepepen mit auf; \u00c4erbtpiere bleiben aber unter allen Umfi\u00e4nben feine Hauptnahrung.\nS>ie Srutgeit beginnt in \u00a9gppten mit bem \u00a9teigen beg Elilg, im \u00a3)fi;\u00a9ubapn ettoag fr\u00fcper. S)ie Etefter ftepen auf S\u00e4umen, gutoeilen auf einer eingetnen ERimofe ober \u00a9ifomore, toelcpe jept aEe 5|Saare ber Umgegenb bereinigt. \u00a3)b eine folcpe Elnfiebelung fern oon bem menfcplicpen \u00a9etriebe ober inmitten ber SDorfer angelegt toirb, bleibt bem menfcpenfreunblicpen Steiper g\u00efeicpgi\u00eftig; er ioeifj, ba\u00a7 er bie \u00a9aftfreunbfepaft ber (Singebornen geniest unb alg ein \u201egefegneter S\u00f6gel\" unter bem \u00a9cpupe ber Seo\u00f6lferung ftept. \u00a3)ag \u00a9elege g\u00e4plt brei big f\u00fcnf l\u00e4nglicpe \u00a9ier oon gr\u00fcnlicp; blauer F\u00e4rbung.\n\u00a9efangene \u00aeupreiper finb p\u00f6cpfi angiepettb. \u00a9ie geto\u00f6pnen fiep Oom elften Sage an ben Serluft iprer f\u00c7retpeit unb tpun, alg to\u00e4ren fie im 3mtmer grof? getoorben, fangen fliegen unb anbere $erfe toeg, nepnten bie ipnen oorgetoorfene Etaprung auf unb f\u00f6nnen fepon naep ein paar Sagen foioeit geg\u00e4pmt toerben, ba\u00a7 fie bag putter au\u00bb ber |xmb ipreg fSflegerg freffen. Unter allen Eteiperu, toelbpe idp fenne, fittb fte bie nieblidpften unb \u00efieben\u00eato\u00fcrbigfien; gleicptoopl fiept man fte bei ung fepr feiten: bag eingtge \u00a9t\u00fcd, toelcpeg icp bemerft pabe, lebt im Spiergarteu gu SDre\u00eaben.\nSSenu man gur IC\u00dfintergeit an einem ber egpptifcpen \u00a9een fiep aufp\u00e4lt, ft\u00f4f\u00eat man pier unb ba auf bidpte S\u00e4ume, toelcpe mit einer gaplreicpen \u00a9efeEfcpaft oon Eteipern befept finb. S)iefe erto\u00e2plen fiep gern bie \u00a9ifomore oor ober in ben D\u00f6rfern gum Etupeplape aug. \u00a7iev ftpen fie ben gangen Sag \u00fcber, ben H^B tief gufammen gegogen, mit gefepioffenen Elugen, opne Setoegung, unb erft toenn ber Slbenb fiep napt, beginnt einer unb ber anbere fiep gu regen. \u00a3)iefer \u00f6ffnet bie Elugen gur H\u00e4lfte, brept ben ^opf ein toenig feitto\u00e4rB unb biingeit gur \u00a9onne empor, gieiepfam, um naepgufepen, toie poep biefe nodp am Himmel ftept, ber anbere neftelt fiep im \u00a9efieber perum, ber britte trippelt oon bem reepten auf bag iinfe Sein, ber oierte ftreeft ben f^I\u00fcgel, furg, eg fommt Seben in bie \u00a9efeUfcpaft. ERittlertoeile fenf t fiep bie \u00a9onne perab, unb bie ^D\u00e4mmerung briept ein. Sept ermuntern fiep bie \u00a9epl\u00e4fer, piipfen gefepieft oon einem Elfte gum anberen, mepr unb mepr bem SSipfel gu, unb pl\u00f6plicp erpebt fiep auf einen quafenben Sodruf pin bie gange \u00a9<par unb fliegt nun bem elften beften \u00a9umpfe gu, um pier ipr Sag; ober rieptiger Etodpttoerf gu beginnen, \u00a9ine \u00a9efeUfcpaft fepeint fiep ber anberen angufeplie\u00a7en, unb fo fann eg gefepepen, baf man, toenigfteng gur eigentlichen 3uggeit, Saufenbe bapinfliegen fiept, opne eg fiep erfl\u00e4ren gu f\u00f6nnen, tooper biefe aUe gekommen, \u00a9in folepeg \u00a9epaufpiel genieft man \u00fcbrigeng niept blog in \u00a9gppten, fonbent auep im inneren Elfrifag; benn big gu ben SB\u00e4lbern im blauen unb toeifjen Utile pinauf reifen bie n\u00e4cptlicpen \u00a9efe\u00ef\u00efett, bereu toapre Heimat ber \u00a9iiboften unfereg \u00a9uropag ift.\nS)er Etacptreiper, Duaf = ober \u00a9cpilbreiper, Etacptrabe, $ode (Nycticorai euro paeus), toelcpen idp piermit oorgefieUt paben toiU, unterfepeibet fiep burep feine gebrungene \u00a9efialt, ben b\u00fcrgen, biefett, pinten fepr breiten, auf ber girfte gebogenen \u00a9epnabel, bie mittetpopen, \u00dfarfen\n45*","page":707},{"file":"p0708.txt","language":"de","ocr_de":"708\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. Steher.\n$\u00fc\u00dfe, bie feljr Breiten \u00a9htoingen unb bal reichliche mit Slu\u00eanahme bon brei fabenf\u00f6rmigen \u00a9hntucf; febern am \u00a3>inter\u00efobfe, tttrgenbl Oerl\u00e4ngerte \u00a9efteber bon ben anberen Stehern. Seim a\u00eften Sogel ftnb Ober\u00efopf, 9^cicfen, Oberr\u00fccfen unb \u00a9hultern gr\u00fcn\u00efihfhto\u00fbrg, bie \u00fcbrigen Oberseite unb bie .\u00eepal\u00eafeiten afhgrau, ber Unterleib bla\u00df\u00dfrohgelb, bie brei langen \u00a9d)mucffebern toei\u00df, feiten thei\u00eftoeife fd)toarg. Oal Singe ift prad^tbotl burburroth, ber \u00a9d)nabel fdjtoarg, an ber SBurget gelb, bie nacfte \u00c6obfftetle gr\u00fcn, ber $u\u00df gr\u00fcngelb. Sei ben Sungen ift bal Obergefieber auf braunem \u00a9runbe roftgelb unb getblihtoei\u00df in bie S\u00e4nge gef\u00efe\u00c6t, ber \u00a3>all auf gelbem, ber Unterleib auf toei\u00dflihem \u00a9runbe braun gef\u00efecft; ber 3obf fehlt unb ber Slugenftern fte^t braun aul. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 21 bi\u00ea 22, bie Sreite 44, bie $ittigl\u00e4nge 12V2, bie \u00a9htoangl\u00e4nge 474 3oR.\nStud) ber 5Radf>trei^er ift toeit Verbreitet, \u00a9r betoohnt allfommerlih Jpo\u00eflanb in \u00dcHtenge, Oeutfhlanb einzeln unb nic()t regelm\u00e4\u00dfig, bie Oonautiefl\u00e4nber unb geeignete \u00a9egenben uml fhtoarge unb \u00efafpifc\u00a3)e SJteer maffen^aft, \u00efonimt aud) ail 3u9to09ei in italien, \u00a9\u00fcbfranfreih unb \u00a9banien oor, toanbert a\u00cf\u00cftointerlih nadj \u00a9gbbten unb, ben \u00a9tr\u00f4men nadfjfliegenb, bil in bie Urtoalbungen SRittelafrifal. 3m Sorbett erfheint er \u00a9nbe Styrill ober Slnfang SRail; feinen St\u00fcdgug tritt er im \u00a9ef)tember ober Oftober toieber an.\nOie \u00a9egenb, in toelher el bem Stacl)trei\u00a7er gefallen foil, mu\u00df reich an S\u00e4umen fein; benn auf biefen fd)l\u00e4ft er, unb fte bebarf er gum Sr\u00fcten. \u00a9\u00fcmbfe, in beren St\u00e4lje el feine ^Salbungen ober S\u00e4ume gibt, beherbergen ihn nicht ober bod) nur unregelm\u00e4\u00dfig unb ftetl blo\u00ea auf furge 3eit, toaffer; reiche Stieberungen aber, Welchen el toenigfienl an einer gefh\u00fcbten Saumgruppe nicht fehlt, oft in unglaublicher Stenge. \u00a93 ift nicht gerabe n\u00f6thig, ba\u00df ein foidjer \u00a9hlafylah nahe am \u00a9umbfe liegt; benn el fxd;tben Sogel ioenig an, toenn er alln\u00e4chtlich eine gro\u00dfe \u00a9trecfe burchfliegen mu\u00df, um oon bem Stuheorte aul fein 3agbgebiet gu erreichen unb toieberum nach jenem gur\u00fccfgufehren. Stur io\u00e4hrenb ber Srutgeit macht er h^er\u00f6on eine Slulnahme, aul bem einfachen \u00a9runbe, toeit bie \u00a9rn\u00e4hrung feiner 3ungen eine ungleih gr\u00f6\u00dfere ^h\u00e4tigfett beanfbrudh, all er fte fonft auls gu\u00fcben beliebt.\nStit Slulnalmie ber Srutgeit Oerbringt unfer S\u00f6gel ben gangen Sag fhlafenb ober ruhenb, unb erft mit \u00a9inbruh ber Joir\u00eflihen D\u00e4mmerung tritt er feine \u00a9treifereien unb 3agbg\u00fcge an. \u00a9eine Setoegungen unterfheiben ihn in mancher tpinftht oon anberen Steuern. Oer \u00a9ang geid^net \u00dfh burd) bie furgen \u00a9hritte, ber $0*9 burh oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fd\u00dftelle, aber oollfommen ger\u00e4ufhlofe, oft toieberholte f^I\u00fcgelfc^l\u00e4ge unb nur furgel \u00a9leiten aul. \u00a9eto\u00f6hnlih fleht man bal n\u00e4htlihe $eer in einer bebeutenben ,!p\u00f6he bahingieljen, ftetl in regellos georbneten Raufen, ba, too unfer Steher h\u00e4ufig ift, oft auf ben ad)ten Sljeil einer \u00a9eoiertmeile ben Stahhimmef erf\u00fcllend 3k ber St\u00e4lje ber \u00a9\u00fcmbfe angefommen, fenft fth bie \u00a9efeUfhaft mehr unb mehr herab, unb oor bem Stieber; fe^en bemerft man auh toohl ein furgel \u00a9htoeben. 3n ber Siegel geigt fth ber Stahtteher jeber fhneflen Setoegung abholb; benn unf\u00e4hig ift er einer folhen burhau\u00ea niht. \u00a9ine gertigfeit be\u00dfht er im hohen \u00a9rabe: er fann oortrefflih flettern unb betoegt fth bemgem\u00e4\u00df im @egtoeigeJ)er S\u00e4ume fa\u00dft mit bcrfelben \u00a9etoanbtheit toie bie 3toergreiher, toeld)e all bie eigentlichen ^letterf\u00fcnftler ber Familie begeihnet toerben nt\u00fcffen. Oie \u00a9timme ift ein rauher, auf toeitl\u00dfn oernehmbarer Saut, toeld)er atlerbingl an bal \u00aer\u00e4<hsen ber Staben erinnert unb gu bem Stamen Stahtrabe Seranlaffung gegeben hat. \u00a9ie mit Suhfiaben aulgubr\u00fccfen, ift febtoer, ba man ebenfo gut ein \u201e$ca\" all \u201e\u00aeoau\" ober \u201e\u00aeoei\" gu h\u00f6ren glaubt.\nOal S\u00f6efen bei Stah>treiher3 unterfheibet fth bem anberer Steiher ungef\u00e4hr ebenfo tote ba\u00ea einer \u00a9ule oon bem eine\u00ea Ralfen, \u00a9igeittlih fh^^ lann man ihn niht nennen, ebtoohl er immer eine getoiffe Sorftht befunbet. Slber man trifft geto\u00f6hnlih emh nur bei Sage mit ihm gufantmen unb hat bann eben einen fcfjtafenben ober boh fh\u00ef\u00e2frigen S\u00f6gel oor \u00dfh* \u00aeiefer l\u00e4\u00dft in ber Siegel ben Stafhen bi\u00ea unter ben Saum fommen, auf toelhem er ruht, unb entfhlie\u00dft \u00dfh \u00fcu^) bann niht immer gum Sluf\u00dfiegen, gumal an Orten, too er burh \u00a9utm\u00fcthigteit bei SRenfhen oerto\u00f6hut tourbe. Oerfelbe S\u00f6gel geigt \u00dfh, toenn bie Stahl hereittbriht, munter unb regfam, toenn","page":708},{"file":"p0708s0002.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n.\n\n","page":0},{"file":"p0709.txt","language":"de","ocr_de":"iftadjtreifyer.\n709\nand) nidjt gerabe fe\u00efjr lebenbig mtb babei unter allen Umfi\u00e4nben \u00bborftdjtig, treidjt furd^tfam iebem SDtenfdjen aug, treldjer ftd) n\u00e4hert, unb trirb, trenn er ftd) \u00bberfolgt fxe^t, Balb ungemein fd)eu. \u00a9eine $ifd)erei Betreibt er ungef\u00e4hr in berfelBen S\u00dfeife trie bie \u00a3agrei\u00ef)er, jebenfallg rotlfommen lautlog. 3n einer ^infic^t unterfd)eibet ftd) ber Vogel \u00bbon rieten feiner Vertranbten: er ift entfliehen gefe\u00ef\u00efiger alg fie, minbefteng eBenfo gefe\u00ef\u00efig trie ber \u00aeul)reiher. Naumann fagt gtrar, ba\u00a7 il)m ein ^)ang gur \u00a9efelligfeit nid)t inn\u00e9 gu irolmen freine, unb biejenigen, roeld^e man an geeigneten $utterpl\u00e4j$en antreffe, mel)r burd) ben 3uf ad gufammengebrac()t trorben feien; id) aber glaube bag \u00aeegentl)eil Behaupten gu f\u00f6nnen. Slderbingg trifft man in Storbofiafrifa guireilen aud) einzelne Siad)treiher an, in ber Stegei jebod) fietg \u00a9efeUfd)aften unb gtrar fold)e, treld)e hunberte \u00bbon \u00a9t\u00fcdfen g\u00e4l)len, gr\u00f6\u00dfere, alg fie irgenb ein anberer Steuer eingeht; unb trenn man bie V\u00f6gel beg Siad)tg Beobachtet, mu\u00a7 man fe\u00efjr Balb Bemerfen, trie i\u00ef)r Beft\u00e4nbigeg \u00a9d)reien unb $r\u00e4d)gen gur $olge hat, bafj immer neue 3ug\u00fcgler bem \u00a9d)trarme ftd) anfd)lie\u00a7en. dagegen ift eg getrifj richtig, baf; ber Stad)treil)er um anbere V\u00f6gel ftd^ trenig ober nid)t f\u00fcmmert.\n3>ag Vrutgefd)\u00e4ft f\u00e4llt in bie Monate \u00dcDtai Big $uli. Um biefe 3eit Bezieht ber Vogel euttreber mit Vertranbten getriffe Steiljerfi\u00e4nbe ober Bitbet felbfi Slnftebelmtgen. 2>n Dodanb nutf; er fetjr h\u00e4ufig br\u00fcten, treil man ron bort aug allj\u00e4hrlich tebenbe ^unge erhalten fann; in jDeutfdjlanb niftet er feiten, trahrfd)einlid) aber hoch h\u00e4ufiger alg trir tr\u00e4hnen. \u00a9o fanb VSicfe im $ahre 1863 eine ron ihm gebilbete Slnfiebelung in ber Si\u00e4l)e ron \u00a9\u00f6ttingen. Stuf ben ungarifd)en Reiher; ft\u00e4nben ift er ftetg bag gahlreichfte SJtitglnb: Valbamug fanb auf einer einzigen, m\u00e4\u00a7ig gro\u00dfen SSeibe unter fed^ggehn Steihernefiern elf beg Stadhtreiljetg. \u00a9eine SRefier trerben in ber Siegel in ber SDtitte ber V\u00dfipfel auf \u00a9abel\u00e4ften angelegt ober auch auf ben Staub ron \u00c7ifd)reihernefteru gefl\u00f6\u00dft* fp\u00f6ljere S\u00e4ume gie^t er ben nieberen ror, ohne jebodh Befonberg tr\u00e4hlerifdh gu fein. \u00a3)er $orft ift rerh\u00e4ltnifjm\u00e4fjig nadjl\u00e4fftg gebaut, aufjen ron trodfenem \u00a9egtreige nach SIrt eineg $r\u00e4hennefieg gufammengefd)id)tet, innen mit trocfenen \u00a9d)ilf= unb Stiebbl\u00e4ttern fpatfatn auggelegt. Vor SInfang SJtai\u2019g ftnbet man auch \u2122 \u00a9\u00fcbungarn feine \u00a9ier in ben Steftern, gu \u00a9nbe beg SOtonatg hingegen ftnb faft alle mit rier Big f\u00fcnf \u00a9t\u00fccf Belegt. \u00aeie \u00a9ier gleidjen, laut Valbamug, in \u00a9eftalt unb \u00a9r\u00f6fje mehr benen eineg rothh\u00e4lfigen \u00a9teifjfufjeg alg benen anberer Steuer. \u00a3)Bfd)on trelche ron reiner \u00a9igeftalt rorfommen, fo n\u00e4hern ftd) both bie meijten ber l\u00e4nglichen $orm, beren gr\u00f6\u00dfter $Durdf)meffer nahe ber SJtitte ober gerabe in biefe f\u00e4llt. 3hre F\u00e4rbung ift ein rielfad) abtredhfelnbeg \u00a9r\u00fcn. V3ahrfd)einlid) Br\u00fctet nur bag 2Beibd)en; trenigfieng fdheint 3)ieg Bei \u00a3age gu gefd^e^eu. \u00a3)ie 9Dt\u00e4nnd)en ftfjen, nadh ben Veobad)tungen ron Valbamug, ungeft\u00f6rt in ber St\u00e4lle beg Br\u00fctenben V\u00dfeibd)eng, haben aber audh nod) getriffe \u00a9antmelpl\u00e4he, gu benen fie fleh Begeben, trenn fie Behelligt trerben; benn eg tritt nur auf Stugenblicfe rollfommene St\u00fctze ein. \u201eV\u00f6enn fein St\u00e4uber fie aufft\u00f6rte\", Berichtet genannter $orfd)er, \u201efanben fie unter einanber Slnla\u00a7 genug, fidh gegenfeitig gu nedfen, fdhreienb gu \u00bberfolgen unb gur V\u00dfel)re gu fe^en. 2)ieg gefchah mehrentheilg fteigenb. \u00a9ie erfd)ienen babei oft in fonberbar l\u00e4cherlichen \u00a9tetlungen unb fdhrieen Beft\u00e4nbig. SB\u00e4hrenb n\u00e4mlich bag Br\u00fctenbe 2\u00dfeiBdhen oft ein ^teig ober bergleidjen \u00bbon einem nachbarlichen Stefte ftd) jueignete unb fdhreienben S\u00f6iberftanb erfuhr, fiel eg rieHeic\u00a3)t bem nebenftehenben Slt\u00e4nndhen ein, feinem \u00fcber ihm ftehenben Siadhbar in bie \u00a9t\u00e4nber ober in bie 3ehen 3U ^triefen, tiefer Breitet feine Fl\u00fcgel abtrehrenb aug, fperrt ben \u00a9d)nabel treit auf unb fud^t gu \u00bbergelten, trirb aber \u00bbom Singreifer fteigenb \u00bberfolgt, Big bag \u00a9nbe eineg Slfteg nadh bem \u00a9tamme ober nad) au\u00a7en bem Verfolgten enttreber ben SJtuth ber Verjtreiflung ober bie flucht burch bie \u00a9djtringen gebietet. le^teren $alle trirb er in ber Stegei nidjt treiter \u00bberfolgt, im erfieren fjalte ber Angreifer in \u00e4hnlicher S\u00f6eife jur\u00fcdfgetrieben. S\u00e4cherlidh trirft ber \u00a9egenfah gtrifdhen bem gro\u00dfartig erfdjeinenben Sluftranbe ron SDtitteln unb bem geringen \u00a9rfolge. 2)er treit aufgefperrte \u00a9chnabel, bie unenblichen Ver\u00e4nberungen ihrer rauhen \u201e\u00aeoau\", \u201e^rau\", \u201e\u00c4r\u00e4\u00fc\", \u201e\u00aer\u00e4\u00e4\" u. f. tr., bie gleidpfam ron 3\u00bb\u00efttegfeuer unb Blutrothleudhtenben gro\u00dfen Singen, bie brohenb erhobenen Fl\u00fcgel, bag Buv\u00fcdfbiegen unb Vorfchnellen beg $opfeg, bie abenteuerlichen 2\u00dfenbungen beg ganjejt ^\u00f6rperg, bag Slnlegen unb Slufrichten ber \u00a9cheitel? unb","page":709},{"file":"p0710.txt","language":"de","ocr_de":"710\nSie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. SRei^er.\n\u00a9enidfebern taffen einen $antpf auf Sob unb Seben Bef\u00fcrchten, unb ftehe, \u00efaum Ber\u00fchren fte ft<h, unb gmar nur menig mit ben glitgelfhihen, l)\u00f6chft feiten einmal gegenfeitig mit bem \u00a9dhnabet. \u00a9ie broken unb (freien mie bie homerifd)en gelben unb \u00a9\u00f6tter, aBer S)aS ift aud) 2WeS.\" Sead)tenSmerth ift, ba\u00df ber Had)treiher tofi^renb ber 23rutgeit fid) aud) Bei Stage mit gifchfang Bef^\u00e4ftigt freilich treibt i\u00ef)n ber niemals gu fliUenbe junger feiner jungen gu ungleich gr\u00f6\u00dferer 2^\u00e4tig!eit an als fonft, unb mol)l ober \u00fcbel fleht er fich gen\u00f6tigt, feine genante SebenSioeife gu oer\u00e4nbern. \u201eSou allen \u00a9eiten, l)od; unb niebrig\", Berichtet Sanbbed, \u201egiel)t ber Hachtreiher, ben \u00c4ropf mit giften, gr\u00f6f<hen unb \u00c4erbf(}terlaroen angef\u00fcllt, gu feinen Heftern. (Sin im tiefften SSaffe auSgefto\u00dfeneS \u201eDua!\" ober \u201e\u00a9eto\u00e2\u00ef\" \u00ef\u00fcnbigt feine Hntunft fd)on in Bebeutenber Entfernung an, unb ein fahenartigeS \u201eOu\u00e4l^t, qu\u00e4l)t\" ober \u201eDueaohaaeh, queoeah\" ber Bungen ift bie Hntmort Beim g\u00fcttern. \u00a3>aben ft<h bic ilten entfernt, bann Beginnt bie Hhxfl\u00ef ber jungen aufs neue unb auS allen Heftern t\u00f6nt ein ununterbrochenes \u201eBt\u00efgi\u00efgit gci\u00efg\u00e2\u00efg\u00e2\u00ef, gg\u00e4gg\u00e4gg\u00e4\" unb \u201e\u00a9\u00e4ttg\u00e4ttg\u00e4ttg\u00e4tt\". Bur 2lbmechfelung flettern bie jungen Heil)er auf ben heften hinaus auf bie SBipfel ber Heflb\u00e4ume, mo fte eine freiere SluSftdht genie\u00dfen unb ihre Eltern fe\u00dfon in ber gerne \u00efommen fe^en, ftd) aber aud) f^r oft tauften.\" Unter ben \u00fcfteftern fleht eS nad) bemfelben gorfd)er f\u00fcrchterlich cutS. \u00aea3 \u00aetaS unb bie \u00fcbrigen ^flangen fmb mit bem $0% ber Heiner Bebeeft, ba\u00df ber \u00a9oben, oon fern gefe^en, einer meinen \u00a9d)neebede gleicht, \u00a9ie Erbe unter ben S\u00e4umen ift mit gerbrod)enen Eierfegalen, faulenben giften, tobten S\u00f6geln, gertr\u00fcmmerten Heftern u. a. Unrat!) \u00fcberf\u00e4t; ein burd)bringenber \u00a9eflan\u00ef Verbreitet fich ringsum. Bunge Had)treiher, Welche auS ihren Heftern gefto\u00dfen m\u00fcrben, taufen unten umher, bie gifche auffammelnb, metche oon ben gefr\u00e4\u00dfigen Heftjungen oben in ben S\u00e4umen heraBgeioorfen merben, falls ftd) nicht bie Hlten Bequemen, fte auch unten gu f\u00fcttern, \u00a9chon in Bebeutenber Ent; fernung oernimmt man ein fonberbareS ^raffeln unb plumpen, herr\u00fchrenb oon bem bidhten \u00dfothregen unb bem \u00a3erabfatten oon giften ober #erabft\u00fcrgen ber Bungen. Hiemanb fann unten umhergehen, ohne gr\u00fcn unb Blau Bemalt gu merben. SDer S\u00e4rm ift fo fonberbar, ba\u00df er eigentlich nicht Befd)rieBen merben \u00efann, fon.bern felbft geh\u00f6rt morbett fein mu\u00df, um einen beuttid)en Segriff baoon gu Befommen. Bn gr\u00f6\u00dferer Entfernung, in meldl)er bie oielen fchauerlidhen \u00a9timmen noch in ein oerioorreneS \u00a9et\u00f6fe Oerfd)melgen, glaubt man ben S\u00e4rm oon einer Hauferei Betrun\u00eferter uttgarifd)er S\u00e4uern gu h\u00f6ren. @ang in ber H\u00e4he ift ber S\u00e4rrn f\u00fcrchterlich, ber \u00a9eftan\u00ef fa\u00dft unertr\u00e4glich unb ber Slttblid oon SDuhenben oermefenber junger Heiher, metche mit Saufenben oon gleifchfliegen, Staben u. f. m. Bebedt unb babttrd) taufenbf\u00e4ltig mieber Belebt ftnb, \u00e4u\u00dferft e\u00efelhaft, biefeS Sreiben aber trofcbem f\u00fcr ben m\u00e4hren greuttb ber S\u00f6get ebenfo unterhaltenb als angiel)enb.\nSalb nad) bem gt\u00fcggemerben trennen fid) bie jungen HadE>treiher oon ihren Eltern, ohne jebod) bie \u00a9efe\u00dcflhaften gu oerlaffen, melche ftd) nunmehr Bilben. Silt unb Bung oermeitt Bis gum Buge noch im Sruttanbe; bann treten bie \u00a9charen oereinigt bie S\u00dfinterreife an.\nBn fr\u00fcheren 3<Wunberten fcheint man an ber Bagb auf Had)treiher ein abfonberlicheS Ser; gn\u00fcgen gefunben gu h\u00fcben, meil man biefen S\u00f6get gur hohen Bagb red)nete unb als SSilbpret in Ehren hielt, \u00a9egenm\u00e4rtig erlegt man ihn moht nur feiner brei ioei\u00dfen \u00a9enidfebern megen, melche oon geberfd)m\u00fcdern gefucht unb gu geberb\u00fcfdhen oerarbeitet merben, in Ungarn jebod) auS ber St\u00f6be gefontmen ftnb. \u00a9efangene fteht man in ben meiften Tierg\u00e4rten, meil fte ftdh Bei einfad)em gifd); futter jahrelang fehr gut halten. Bu ben angiehenben S\u00f6geln geh\u00f6reu fte \u00fcbrigens nicht, ba fte and) in ber \u00a9efangenfehaft ben gangen Sag oerfchtafen.\n\u00a9eringe \u00a9r\u00f6\u00dfe, fdhtan\u00efer \u00a9d)nabet, niebrige Saufe, meld)e Bis gu ben gtt\u00dfgelenfen Beflebert ftnb , Oerh\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig lange gl\u00fcget, in benen bie gmeite \u00a9dhminge bie t\u00e4ngfte, ein \u00efurger, fdhmacher \u00a9dhmang ttnb ein nicht BefonberS reiches, nach filter unb \u00a9efdhledht oerfchieben gef\u00e4rbtes \u00a9efieber","page":710},{"file":"p0711.txt","language":"de","ocr_de":"\u00dcJtadjtreiper. Bwe-rgroprbommet.\n711\n\u00efenttgeid^nert bie B^ergrciper (Ardetta), ix>e\u00efc^e in 2)eutfdplanb ober \u00a9uropa \u00fcberhaupt burdp bie 3Wergroprbommel ober ben Ouartanreiper (Ardetta minuta) Vertreten Werben.\nSDtefer nieblicpe SSoge\u00ef ift 14 bis 16 3otI lang, 21 bis 23 Boll breit; bie ftittigl\u00e4nge betr\u00e4gt 53/4/ bie \u00a9dpwangl\u00e4nge 2 Bod. OaS \u00a9efteber ift auf Oberfopf, 9?aden, f\u00f4\u00fcden unb \u00a9dpultern fcpwarggr\u00fcnlidp, fcpilterub, auf bem-Oberfl\u00fcget unb bent Unterf\u00f6rper roftge\u00efb, an ben \u00a9eiten ber \u00a9ruft fcpwarg gefledt; bte \u00a9d)Wingen unb \u00a9teuerfebern finb ebenfalls fcpwarg, Slugenftern unb B\u00fcgel gelb; ber \u00a9djnabel ift auf ber $irfte braun, \u00fcbrigens blaggelb, ber Sut gr\u00fcngelb. \u00a9eim SBeibcpen finb bie bun\u00efleren \u00a9peile braunfdpWarg, bie pe\u00efleren blaggelb; bei ben $ungen Ober\u00efopf unb \u00fcliaden rofirotpbraun, bunf\u00efer in bie S\u00e4nge gefledt, bie Unterteile rofge\u00efb unb braun l\u00e4ngs geflecft, \u00a9aucp unb jpinterfdpWangbedfebern Weig.\n\u00a9on ^\u00bbo\u00cf\u00cfanb an, nadp \u00a9\u00fcben pin, fomrnt bte B^ergroprbommel in gang \u00a9uropa a\u00efs \u00a9rut= unb 3u9^\u00b0get oor. 3n \u00a3>odanb, Ungarn, ber \u00a9\u00fcrfei unb \u00a9riedpenlaub ift fie gemein, in SDeutfdp; lanb, \u00a9\u00fcbfranfreidp unb \u00a9panien wenigftenS nidpt feiten, \u00a9ie erfdpeint im korben \u00a9nbe SlprilS unb oerfdpwinbet bereits im \u00a9eptember Wieber, p\u00e4lt ftdp W\u00e2prenb ipreS 3u8e\u00ea l\u00e4ngere 3e^ @ried)enlanb auf unb \u00fcberwintert in \u00fctorbafrifa, pier nacp unb nacp bis in bie \u00a9leidjerl\u00e4nber oor= r\u00fcdenb. 3U iprem Slufentpalte W\u00e2plt fte roprreicpe ober bod) mit \u00a9\u00fcfdpen unb popen \u00a9umpfpflangen beftanbene \u00a9r\u00fcdpe unb \u00a9eW\u00e4ffer \u00fcberpaupt, unb bemgem\u00e4g ftttbet fte in ^\u00bbollanb unb Ungarn ober in \u00a9riedjenlanb ungleicp g\u00fcnfiigere \u00a9Wpnorte als bei unS gu Sanbe. 3n \u00a9riedpenlaub foil fie \u00fcberaus p\u00e4ufig fein, \u201edeinen \u00a9umpf, fein ftepenbeS S\u00dfaffer, feinen SIbgugSgraben mit \u00a9eb\u00fcfdp au feinen Dt\u00e4nbern, ja felbft feine oerfumpfte Ouetle, falls \u00a9c\u00a3>ilf uub 9topr bort W\u00e4cpfi, gibt eS, Wo man fie nicpt antr\u00e4fe.\" Oaffelbe gilt f\u00fcr Ungarn ; nicpt toiel anberS ift eS in ipotianb. Slucp in Oeutfd)Ianb fommt ber nieblicpe SSogel oiel \u00f6fter oor, als man glaubt; StufentpaltSort unb SebenS; Weife oerbergen ipn aber ben \u00a9liefen, unb nur ber laute 3tuf beS \u00a9i\u00e4nndpenS W\u00e4prenb ber \u00a9aarungS; geit oerr\u00e4tp ipn ben ^unbigen. !Rid^t feiten beWopnt bie Bwergroprbommel fleine, biept mit SR\u00f6pridpt ober \u00a9eb\u00fcfdp beWadpfene \u00a9eidpe in unmittelbarer di\u00e4pe ber D\u00f6rfer, opne bag man ba\u00fcon eine Slpnung pat.\n\u00a9ie ift eitt OoKenbeter dtadptoogel. UebertagS jtpt fte m\u00f6glidpft oerborgen im 3t\u00f6prid)t ober auf einem \u00a9aumgWeige, immer o\u00e9rftedt unb fo regungslos, bag ber Unfunbigc, and) Wenn er fie fiept, gew\u00f6pnlicp get\u00e4ufept Wirb, \u00a9ie oerftept eS meifterpaft, ftetS foldje \u00a9teilen auSgufudpen, bereu Umgebung ber F\u00e4rbung ipreS $leibeS entfpricpt, unb treibt babei gefliffentlid) \u00a9erftedenfpielen, inbem fte fonberbare \u00a9tetfungen annimmt unb fiep baburdp unfenntlidp gu ntaepen fudpt. 2\u00f6enn fie rupig auf bem \u00a9oben fiept, giept fie ben ^alStief perab unb erfdpeint bann fepr niebrig. 3m \u00a9epen legt fie ben \u00aeopf etwas oor unb fd)reitet nun gierlicp unb redpt purtig ipreS \u00a9$egeS fort, babei beft\u00e4nbig mit bem \u00a9cpWange Wippenb, alfo entfernt an eine 3^aUe erinnernb. 3pt* Slug ift Oerp\u00e4ltnigm\u00e4gig fdpned, audp fepr geWanbt, beim Sluffliegen flatternb, beim \u00dcftieberlaffen entWeber fdpwebenb ober perabfi\u00fcrgenb. \u00a9ine augerorbentlicpe \u00a9efcpidl\u00fcpfeit befunbet fte im klettern; fte Wetteifert barin mit jebern anberen \u00a9ogel. \u00a9ei \u00a9efapr fteigt fte augenblidlidp an ben dtoprpalmen in bie \u00a3>\u00f6pe unb bewegt ftdp pier mit einer f^ertigfeit, Weldpe Waprpaft in \u00a9rftaunen fetjt. \u00a9loger pat mit \u00a9eg\u00e4pmten \u00a9erfud)e angefteltt. 3uerft W\u00e4plte er feine b\u00fcnnen unb oollft\u00e4nbig glatten, feinpolirtcn \u00a9pagier^ ft\u00f6cfe, Weld;e am oberen \u00a9nbe nid)t bicfer als ein 3toprpaIm Waren, \u00a9elbft fleine ^alfenarten fonnten ftdp auf biefen faum palten, audp Wenn ber \u00a9toef Wageredpt gepalten W\u00fcrbe; bie 3toergroprbommet pingegen fanb ipn gang bepaglidp, gleid)Oiel ob ber \u00a9tod in Wageredpter ober in fdpr\u00e4ger Sage gepalten W\u00fcrbe. \u201e9hm fagte idp ben \u00a9tod mit ber 9ftoprbommet barauf am oberen \u00a9nbe, lieg ipn mepr unb utepr ftnfen unb pielt ipn fdplieglidp bloS am Knopfe, fo bag O\u00f6Hig fenfredpt nieberping: \u2014 ber Stoprbommel blieb OaS O\u00f6llig gleidp; felbft Wenn idp ben fo p\u00e4ngenben, gang b\u00fcnnen \u00a9tod bann an bem fugeif\u00f6rmigen, glatten SUtetaUfnopfe pin unb perfepwenfte, glitt ber fleine, Wunberlidpe ^letter; meifter nicpt ab, fonbern pielt ftdp immer nodp feft genug, ^n foldpem Sdde fanb ber \u00a9ogel bann auf feinen mepr ober Weniger bidpt aneinanber gepaltenen \u00a9einen nodp ooKfommcn fenfredf, obgleid)","page":711},{"file":"p0712.txt","language":"de","ocr_de":"712\n$>ie S\u00e4ufer, \u00a9telgv\u00f6gel. iRether.\ner bie 3e^cngelenfe felb\u00dfverft\u00e4nblich ungew\u00f6hnlich biegen muffte.\" 3fn tarent SRohrWalbe f\u00fchlt \u00dfd) bie 3toergrohrbommel vo\u00ef\u00ef\u00efommen ftcfjer unb l\u00e4\u00dft \u00dfdj \u00efaum mit \u00a9einalt barauS Vertreiben. \u00a9ie fd\u00df\u00e4ft fe^r leife unb bemerft ben SRuhefi\u00f6rer Viel eher als biefer fie, l\u00e4uft alfo, ivenn ihr bie \u00a9efahr auf beu \u00a3>a!3 \u00efommt, am \u00a9runbe iveg ober Von einem SRohr\u00dfengel gum anberen \u00efletternb iveiter. \u00a9teinw\u00fcrfe, \u00a9plagen mit \u00a9taugen auf ba\u00eb SRohr unb anberer S\u00e4rnt Von au\u00dfen, bringen fie, laut Naumann, nie gum Sluf\u00dfiegen. SRur am Stbenb \u00efommt fie freiwillig fervor, unb too fie fid^ fidler glaubt, fliegt fie bann niebrig and) \u00fcber freie\u00ea S\u00dfaffer hinweg nad) anberen SRohrb\u00fcfcben ober l\u00e4\u00dft ftcb; an fallen Ufern nieber. Slm Stage fie unbemerkt belaufenen gu tvolleu, W\u00e4re vergebliche 9R\u00fche, weil i^re fdjarfen \u00a9inn\u00e9 ben $einb ihr jebe\u00eamal rec^tgeitig Verraten unb ihre Slengftlich\u00efeit fie bewegt, \u00dfd) balbm\u00f6glich\u00df gu Verbergen. SDabei ift fie liftig genug, fiet\u00ea ben geeigneten Slugenblid unb bie redete \u00a9teile f\u00fcr il;re f^\u00efudC;t gu benu|en.\n\u201eObwohl fie ftch \u00fcberall lebhafter unb gem\u00fctlicher geigt\", f\u00e4hrt SRaumann fort, ,,af\u00ea bie meiften anberen SReiher, fo W\u00fcrbe man ft<h boch t\u00e4ufchen, Wenn man ihrem fchlauen SSlidbe Vertrauen f\u00abheulen Wollte; benn fie ift ebenfo heimt\u00fcdifcp unb muthig al3 jene. $ommt ihr, ohne ba\u00df fte au3; Weiten \u00efann, ein \u00a9efep\u00f6pf gu nape, fo erh\u00e4lt e\u00ea unverfehen\u00ea burd) \u00efr\u00e2ftige\u00ea unb ungemein rafcpe\u00ea 53orfdhneHen M ^alfe\u00ea bie heftigften \u00a9cpnabelft\u00f6\u00dfe, Welche gew\u00f6hnlich nach ben Singen, beim Sftenfchen auch rach ben ^\u00e4nben ober anberen entbl\u00f6\u00dften feilen \u00f6eri<htet \u00dfnb unb leicht gef\u00e4hrlich Werben f\u00f6nnen. \u00a9o fd^nell ber ^al\u00ea babei Wie au\u00ea einer \u00a9cheibe f\u00e4hrt, ebenfo fd^nell gieht er ftd; Wieber in bie Vorige Sage gur\u00fcd: \u00a9eibe\u00ea ift ba\u00ea SO\u00dferf eine\u00ea Slugenblide\u00ea. \u00a3)iefe3 heftige \u00a9orfchne\u00eflen be\u00ea \u00a3>alfe\u00ea \u00fcberrafcht bann ungemein, Wenn ber \u00a9ogel Wie ein klumpen gufammengegogen bafteht unb ruhig \u00dfheint.\" $n gro\u00dfer \u00a9ebr\u00e4ngni\u00df vertheibigt fie fleh bilgum lebten Sltpemguge. SDiit anberen \u00a9\u00f6geln ntaept fie \u00dfcp SRicpt\u00ea gu Raffen ; \u00dfe bulbet nicht einmal gern anbere ihrer Slrt in ein unb bemfelben Steicpe; \u00efleinen unbehilflichen Spuren mag fie auch ftopt gef\u00e4hrlich Werben.\n\u00a3)er S\u00dfaarungilaut ber m\u00e4nnlichen gnwrgrohrbommel ift ein tiefer, geb\u00e4mpfter \u00a9a\u00dfton, Welker burch bie \u00a9ilbe \u201eg$umm\" ober \u201eS\u00dfumb\" Wiebergegeben Werben \u00efann unb an einen lauten unb tiefen Unfenruf erinnert, tiefer Saut Wirb gWei bt\u00e9 brei \u00a9tat nach einanber Wieberholt, bann folgt eine l\u00e4ngere S\u00dfaufe unb ba3 \u00a9r\u00fcden beginnt Wieber; aber niemals l\u00e4\u00dft ber \u00a9ogel einen Saut vernehmen, Wenn er dRenfcpen in ber SR\u00e4he Wei\u00df. $n ber Slngft \u00dfo\u00dfen beibe \u00a9efplecpter ein qua\u00efenbe\u00ea \u201e\u00ae\u00e4th, g\u00e4tp\" au\u00ea.\nkleine f^ifc^e unb Surche bilben Wohl bie Hauptnahrung ber 3\u00fc>ergrohrbommel; au\u00dferbem f\u00e4ngt fte d\u00df\u00fcrmer unb ^erbtpiere in allen Seben\u00eaguft\u00e2nbeit. 3unge SRoprf\u00e4nger ober anbere ungefpidte SRe\u00dfv\u00f6gel, Welche ihr im \u00a9umpfe auf\u00dfo\u00dfen, Werben Wahrfcpeinlicp ebenfalls von ihr gemorbet. \u00a9ie jagt nur be\u00ea SRacpt\u00ea, am lebhafteften in ber Stbenbs unb SRorgenb\u00e4mmerung, unb gWar gang nach Slrt anberer SReiper auch.\n\u00aea\u00ea gro\u00dfe, lodere unb untiinftlicpe, aber bocp bauerhafte SReft, Welcpe\u00ea au\u00e4 trodenem fRopre, \u00a9cpilfbl\u00e4ttern unb S\u00f6afferbinfen erbaut unb mit \u00a9infen unb @ra\u00ea au\u00eage\u00efleibet Wirb, fteht gew\u00f6hnlich auf alten SRopr\u00dfoppeln \u00fcber bem Staffer, feltener auf bem \u00a9rbboben unb nur au\u00f4napm\u00eaweife auf bem \u00a9ktffer felbft. Slnfang\u00ea 3uni, in ung\u00fcnftigen fahren noch i>tergehn \u00a9age fp\u00e4ter, \u00dfnbet man in ihm brei bi\u00ea vier, guWeilen auch f\u00fcnf ober fecp3 Heine, fcpwachfcpalige, aber glatte, glanglofe \u00a9ier Von Wei\u00dfer, in\u00ea \u00a9l\u00e4ultchgr\u00fcnlid^e fpielenber F\u00e4rbung, au\u00a7 Welchen nach fecp\u00eagepu ; bii \u00dfebgepnt\u00e4giger \u00a9ebr\u00fctuug bie in ro\u00dfgelbe SDunen ge\u00efleibeten jungen fcpl\u00fcpfen. \u00a9eibe Sllten tragen ihnen ba\u00f6 gutter in ber \u00c6ehlhaut gu unb fpeien e\u00a7 ihnen auf ben SRanb be\u00ea SRe\u00dfe^ vor. Ungeft\u00f6rt verweilen \u00dfe bi\u00a3 gum f\u00c7l\u00fcggeWerben im SRe\u00dfe; gefd^redt, f\u00fcgten \u00dfe fid) an Slohr\u00dfengeln in bie H\u00f6he unb gWifdjen biefen Weiter. \u00a3)ie \u00a9Item lieben bie \u00a9rnt fo, ba\u00df \u00dfe \u00dfcp laum von ihr Vertreiben laffen. \u201eSR\u00e4hert man \u00df<h \u00f6em SRe\u00dfe\", berichtet SR a um a nn, \u201efo Wirb ba\u00ea SBeibdhen, gang gegen feine fonftige \u00a9eWohnheit, fogleidh ftchtbar, \u00efommt nah her\u00f6ei, an ben SRoljr\u00dfengeltt unb anberen S\u00df\u00dfangen hin= unb her; ober guf; unb ab\u00dfeigenb, fchreit fl\u00e4glid; \u201e\u00a9\u00e4th, g\u00e4th\", Wippt bagu mit bem \u00a9djwange wie eine SRalle","page":712},{"file":"p0713.txt","language":"de","ocr_de":"'\t3toe*(U'Oprbomme\u00ef.\t713\nober tote ein Stoprpupn unb geigt bie p\u00f6dpfie Slngfi unb Vergtoeiflung. \u00a3>ag S\u00f6tchtncpen ^att ftd^ ent; fernter unb beobacptet ben Stupejt\u00f6rer mepr aug bem Verborgenen.\"\nmu\u00df nicpt fc^toer fein, junge Btoergroprbommeln 3U fangen, &a man fa fa leidpt unb &u einem fautn nennengtoertpen greife Oon pod\u00e4nbifdpen .Ip\u00e4nblern erhalten bann. SDte \u00a9efangenen gepen opne ttmfi\u00e4nbe an bag ipnen oorgefepte $ifcpfutter, getoapren iprent Pfleger oiel Vergn\u00fcgen, galten aucp, toenn man ipnen einen gr\u00f6\u00dferen Staunt gur Verf\u00fcgung ftedt, redpt gut. 2)a\u00df man ipnen Verftedfpl\u00e4pe im K\u00e4fige getoapren mu\u00df, oerftept ftc^ gang Oon felbft. 3n ipnen ft^en fte in ben Oer; fdpiebenften Stellungen, \u00fcbertagg m\u00f6glic^>ft oerborgen; fotoie aber bie SDuntelpeit pereinbridpt, erfcpeinen fte im offenen Staunte unb laufen unb flettern nun auf bem Voben unb an ben VS\u00e4nben beg \u00df\u00e4ftgg \u00e4u\u00dferft munter umper. V\u00dfir paben eine $eit lang oiele oon ipnen beobachtet, unb mein Vruber pat ipr Vetragen gut befcprieben. \u201efp\u00e4lt man mehrere in einem K\u00e4fige, fo toerben fte \u00e4u\u00dferft erg\u00f6plidp burcp bie \u00a9leidpm\u00e4\u00dfigteit, mit toelcper fte gutoeilen, toie auf Vefepl, alle genau bie; felben Stellungen annepnten unb in ipnen eine getoiffe 3^it Oerparren. Stedpt luftig ift eg aucp, toenn man gu ipnen in ben $\u00e4ftg tritt; fte [teilen fiep bann alle aufrecht toie \u00fc\u00dff\u00e4ple; man lommt bidpt an fie peran, fte r\u00fchren ftdp nidpt: aber bag Huge Singe folgt jeber Vetoegung, unb ber ,!patg brept fiep fcpraubenf\u00f6rmig um feine eigene Sire. \u00a3)abei fepen bie Vpierdjen fo unfcpulbig unb gem\u00fctplicp aug, ba\u00df man meinen m\u00f6dpte, man pabe eg mit einem ber gutm\u00fctpigften \u00a9efdj\u00f6pfe unter ber Sonne gu tpun.\" 2Bie man fiel) unter folgen Umft\u00e4nben tauften famt, ift bereitg erto\u00e4pnt toorbem 2)ie \u00a9efangenen toerben nadp unb nadp einigerma\u00dfen gaprn, gutraulidp jebodp nie: ipr t\u00fcdfifdpeg SBefen bemalten fte ftetg bei.\n2)ie 3\u00bbasb \u00e2e^n9l blog bem Sdj\u00fcpen, toelcper bag SBefen ber gtoergroprbommel genau tennt, benn fte merit eg fepr halb, toenn fte fiep Oerfolgt fiept unb belunbet bann eine ipretn Verftanb gur ^\u00f6dbften \u00a9pre gereiepenbe Sift unb Verfcplagenpeit. Naumann erg\u00e4bt ein erg\u00f6plicpeg Veifpiel baoon, tote n\u00e4mlicp-eine erfunbete gtoergroprbommel, toeldpe in einem fleinen Veidje toopnte, unb burcp ipunbe unb Knaben einer gal^lreid^en Sdfj\u00fc^ettgefeHfd^aft gugetrieben toerben fa\u00dfte, befagte \u00a9efellfcpaft in ber pradptigften SBeife gu foppen tou\u00dfte unb bie tlugen SJtenfdpen, unfern St a um an n inbegriffen, nadj gtoeift\u00fcnbiger oergeblidper SInftrengung befdp\u00e4mt nadp \u00a3aufe fdfadfte.\n\u201eVutoriug\", fd^reibt ber alte \u00a9e\u00dfner, Sllbertug nadpergaplenb, \u201eift ein oogel gleich bem Seeigel, Oon geftalt onb grbffe, lebt oon ben $ifcpen, barumb jnt lange bein gegeben ftnb. \u00a9r jffet aud; ftr\u00f6fcp onb anbere Vpier: aber an f\u00e4rb ift er bem Steigei ongieidp, bann er ift ganp erbfarb, onb fo er gu feiner S\u00dfepb im Vfaffer fiepet, bleibt er gar ftill Onb onbetoegt fiepen, alg toere er tobt, onb fo er empfinbet, ba\u00df er mit [triefen gefeffelt Onb gefangen ift, bleibet er gleicper geftalt alfo ftepen, fo taug, ba\u00df ber Vogler pergu l\u00fcmpt, onb jn pintoeg nemen toil, fo ftiept er jpn mit bem Scpnabet\ntoie ber Steiget, onb Oertounbet jn part, bann ber Scpnabet ift jpm fepr fdparpff onb fpipig.........\n\u00a3)iefcr Steiget toirt gu Satein Onb \u00a9riedpifd) oon ben fternen per geitennt, barumb ba\u00df er mit fep\u00f6nen Rieden, alg mit fternen befprengt unb gegieret ift. \u00a3u Veutfdp pat er manepertep Stamen, je nad; oiele ber Sanben: bann er ein Vorinb, SJteerrinb, SRo\u00dftup, genennt toirt, toelcpe Stamen alle oom Odpfen perlommen, barumb ba\u00df er eine ftimrn benfelbigen niept ongleicp pat. Vom St\u00f6r pei\u00dft er Stortrumm, Storbumb, Storreigel, ba\u00df er im St\u00f6r ein gro\u00df \u00a9etp\u00f6n pat, alg ein Vrummeton. Sorrinb\ntoirt er oom lupen per genannt \u00eec....... SSenn er aber feine Stimm au\u00dftaffen toil, flredft er feinen\nlangen #at\u00df enttoeber in bag VBaffer, ober flo\u00dft jpn in ein port, Onb bag tput er naep bem bie Sonn nibergangen ift, ba br\u00fcllet er offt ein ganpe Stacpt, ba\u00df er ein toenig oor bem Sluffgang ber Sonnen auffp\u00f6ret. \u00aeie obrige geit be\u00df tagg, alg ob er oerborgen lige, p\u00f6ret man jn niept.\"","page":713},{"file":"p0714.txt","language":"de","ocr_de":"714\nOie S\u00e4ufer. \u00a9te\u00efgbogel. SRet^er.\nSDie Sftohrbommel (Botaurus stellaris), inelche burd) borftehenbe S\u00dforte be\u00a7 altert \u00a9eftter fe\u00efjr richtig gefd)tlbett ioirb, f\u00fchrt nod) heutigen Oage\u00ea bie alten tarnen, nnb noch eine Menge anberer bagu; benn fte Ijeifjt nic^t b\u00efo3 S\u00eeohrbomb nnb 9\u00eeot)vbommel, fonbern auch 9ftohrpump, Sfto\u00efjt&r\u00fctler, Moor=, \u00e4Baffer;, S\u00eeteb;, nnb Mo\u00eaochfe, 9^tnb= ober \u00aeuh^ nnb Mo\u00ea\u00ef reifer nnb 9J\u00ceo\u00ea\u00efrcit>e, ^brum, Vortitel, gaul :c. Stach ben g\u00fctigen 2lnfd)aunngen bilbet fte eine befonbere \u00a9type nuferer Familie, al\u00ea beren \u00aecnngeidjen angufehen finb: gebrungener Seib, langer, aber bicfer jpal\u00ea, fdnnaler, hoher \u00a9dfftabct, faft bi\u00ea auf bie f\u00c7erfe herab befteberter, grofgelfger $tt\u00a7, breiter Fl\u00fcgel, gehnfeberiger \u00a9djfoang nnb bidjte\u00ea, am jpalfe berl\u00e4ngertc\u00bb \u00a9efeber, meinem alle \u00a9chmudfebent fehlen. Oie \u00a9efd)led)ter uuterfheiben ftdj nnr burch bie @r\u00f6\u00a7e. Oer Oberfopf ift fcptoarg, ber $interhal3 graufdjtoarg nnb gelb gemifdf, ba3 \u00fcbrige \u00aeefeher auf roft=\n3)te g\u00eeo\u00efjrbomntel (Botauras stellaris). 1/4 ber nat. \u00a9r\u00f6\u00dfe.\ngelbem \u00a9runbe mit fcptbargbraunen nnb roftbraunen S\u00e4ng\u00a7= nnb Duerfeden, tneld^e am SSorberpalfe bret S\u00e2ng\u00eafreifeu bilben, gegeichnet. Oa\u00ea Singe if l\u00f6nigggelb, bor bemfelben graugr\u00fcn, ber Ober; fcpnabel br\u00e4unlich Ijornfarben, ber ltnterfchnabel gr\u00fcnlich, ber guf ^e\u00fcfaftgr\u00fcn, an ben \u00a9elenlen gelblich. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 28, bie Breite 48, bie ftittigl\u00e4nge 15, bie \u00a9cptbangl\u00e4nge 5 3o\u00fc.\nOie Stoprbommel t\u00a7eilt mit i^rer giberghaften SSerttanbten ungef\u00e4hr baffelbe SSaterlanb. \u00a9ie if h\u00e4ufig in \u00a3oIIanb, nicht feiten in Oeutfhlanb, gemein in ben Oiefl\u00e4nbern ber Oonau nnb S\u00f6olga, oerbreitet ftcp nad) Ofen hin \u00fcber gang Mittelfbirien, nach SBeften Iftt \u00fcber \u00a9\u00fcb; nnb Mitteleuropa nnb bcfudt auf bem 3uge S\u00eforbafri\u00efa, fd^eiut aber nicht toeit in\u00ea innere borgubringen, ba ich fe nur an beit norbegpptifdjen \u00a9tranbfeen beobachtet habe. Sltterorten, too fe borfommt, lebt fe blo\u00a7 in \u00a9een, Oetzen ober Or\u00fcchen, ioelche theiltbeife mit hohem Dtohre befanben ftnb; fte if nnben\u00efbar","page":714},{"file":"p0715.txt","language":"de","ocr_de":"IRoprbommet.\n715\nopne biefe \u00fc\u00dfflange. Sftorbett T)eutfcplanb! erfcpeint fie \u00a9nbe SJt\u00e4rg ober Slnfang! Slprtl; ipren db\u00fcdgttg tritt fie im (September ober Oftober an; bet milbent S\u00dfetter oertoei\u00eft fte jebod^ audp l\u00e4nger im korben, ba, too e! offene! S\u00dfaffer gibt, fte f\u00eedT; a\u00effo ern\u00e4hren \u00efann, gutoeilen ba! gange 3>apr \u00fcber. 33on S\u00fcbttngarn au! ioerben fdpioerlidp oiele ioeggiepen, unb biejenigen, toeldpe oon un! au!; toanbern, ioopl and) nur feiten bi! nadp Slfrifa reifen, oielmepr fdpon im S\u00fcbett \u00a9uropa! \u00fcber; tointern. T\u00df\u00e4prettb bel 3u9c\u00ea \u00ef\u00e2^t ftcp eine S\u00eeoprbomntel aulnapmltoeife and) fern oon \u00a9eio\u00e2ffern, beifpielltoeife in \u00a9ebirgl\u00efo\u00e2lbern, toeldje fte fonft \u00e4ngftlid) meibet, gum Slulrupett nieber; fonft aber Oerl\u00e4\u00dft fie bie toafferre\u00f9pen Tiefebenen unb bal fcp\u00fcpenbe dtoprbididpt blol im $a\u00cf\u00cfe ber Stotp, beifpielltoeife, toenit bei iprer Slnfunft am Thmtteidpe bal oorj\u00e4prige fft\u00f6pridpt abgepauen toorben ift. Unter foldpen Umft\u00e4nben b\u00e4umt fte regelm\u00e4\u00dfig auf bidett Steften unb immer bidpt am Stamme, toeil fte ftetl bebaut ift, fiep beftm\u00f6glidp\u00dft gu oerfteden.\n3n bei* $ertigfeit, bie fonberbarften Stellungen angunepmen, \u00fcbertrifft fte nodp ipre fleine SSenoanbte. T\u00dfetttt fie rupig unb unbefangen ftept, rietet fte ben Seib oorn ettoal auf unb giept ben langen jpal! fotoeit ein, ba\u00df ber \u00aeopf auf bem Staden rupt; im ^ortfdpreiten pebt fte ben \u00a3>al! mepr empor; in ber 2\u00f6utp bl\u00e4pt fte bal \u00a9efieber, ftr\u00e4ubt bie \u00a3>interpaupt!febem, fpcrrt ben Schnabel ettoal auf unb toappnet ftdp gum Angriffe. SBenn fte t\u00e4ufdpen tritt, fept fte ftd) auf bic ^u\u00dftourgeln unb ftredt fftumpf unb \u00a3al!, $opf unb Schnabel in einer geraben Sinie fdpief nad) oben, foba\u00df fte eper einem alten gugefpipten ^faple ober abgeftorbenen Sdpilfb\u00fcfcpel all einem SSogel gleicht. 3pr \u00a9attg ift langfam, beb\u00e4dptig unb tr\u00e4ge \u2014 ber eine $u\u00df toirb erft nad) l\u00e4ngerem S\u00f6ebenfen Oor ben anberen geftedt \u2014 ber \u00c7lug fanft unb ger\u00e4ufdjlol, aber audp langfam unb fdpeinbar ungefd)idt; bie gro\u00dfen, breiten f\u00c7l\u00fcgel toerben nadjl\u00e4ffig in furgen, langfam auf cinanber folgenben, einem matten 3uden \u00e4pnticpen Sdptoingungen betoegt unb bie $l\u00fcgetfd)l\u00e4ge nur beim Slufftepeit ettoal befdC;leunigt. Um bie \u00a7\u00f6pe gu getoinnen, befd;reibt bie Dtoprbommet einige Greife, aber nidE)t fdptrebenb, fonbern ftetl flatternb, unb.jebenfo fenft fie ftd) audp beim Siieberfontmen bil bid)t \u00fcber bal Stopr perab, jie^t bann pl\u00f6plidp bie gl\u00fcgel ein unb f\u00e4llt fen\u00efredpt gtoifd^en beit Stengeln nieber. Uebrigenl fliegt fte nur bel Stadpt! in p\u00f6peren Suftfcpidpten, bei Tage hingegen ftetl bidpt \u00fcber bem Stopre bapin. SBenn fte bei \u00fcftadpt! fliegt, oernimmt man audp i\u00ef>re getoopnlicpe Sodftimme, ein laute!, rabenartige! \u00c4r\u00e4dbgen, ioetcpe! man burdp bie Silben \u201etrap\" ober \u201etraup\" ungef\u00e4hr ioiebergeben lantt; bentt bal ber\u00fcchtigte Or\u00fcllen l\u00e4\u00dft fte nur to\u00e4prenb ber S\u00dfaarunglgeit p\u00f6ren.\n\u00a9I toirb toenig Sftenfdpen geben, toeld^e ftd) mit ber Stoprbommel befreunben fomten. Sie ift ein p\u00f6cpft unliebenlto\u00fcrbige! \u00a9efdp\u00f6pf, toeld)e! ben 33eobad)ter g trat* angiepett, aber niemal! feffeln Um. fyautpeit, Tr\u00e4gheit unb Sangfamfeit, Slengftlicpfeit unb Slrgtoopn, Sift unb 33erfdplagenpeit, Solpaftigfeit unb \u00a3eimt\u00fcde ftnb ipre \u00a9igenfcpaften. Sie lebt nur f\u00fcr ftd) unb fdpeint jebe! anbere \u00a9efdp\u00f6pf gu paffen; biejenigen Tpiere, toeld)e fte oerfdp\u00efingen \u00efann, bringt fte um, diejenigen, toeld)e piequ gu gro\u00df ftnb, greift fie to\u00fctpenb an, toenu fte ipr gu nape fommen. Solange e! irgenb m\u00f6glidp, giept fte ftd) Oor jebem gr\u00f6\u00dferen \u00a9egner gur\u00fcd; in bie \u00a9nge getrieben, gept fte bemfelben toflf\u00fcpn gu Seibe unb richtet ipre Scpnabelft\u00f6\u00dfe mit fooiel \u00a9efdpid, O\u00f6ltoidigfeit unb T\u00fccfe nacp ben Slugen ipre! T\u00f6iberfadpcr!, ba\u00df fidp felbft ber Huge SRenfcp fepr in Slept gu nepmen pat, toenu er oon ipr nid)t gef\u00e4prlidp oerlept toerben foil. T>ie \u00a9efangenfdpaft \u00e4nbert ipr SBefett niept; felbft bie jung auf; gegogenen 3^cprbommettt befuuben gelegentlich alle bie ioiberto\u00e4rtigen \u00a9igenfepaften ber ^reilebenben unb maepen ftep baburdp halb fo Oerpa\u00dft, ba\u00df nidpt einmal bie l\u00e4cperlidpen Stedungen unb \u00a9eherben, mit toeldpen fte fortto\u00e4prenb toedpfeln, mit ipr aulf\u00f6pnen f\u00f6ttnen.\n$ifdpe, inlbefonbere Scplantmbei\u00dfer, Sdpleien unb \u00c6araufdpen, f\u00c7r\u00ebfdpe, Uitfen unb anbere SSafferturdpe oerfd)iebener Slrt, aber audp Scplangen, \u00a9ibedpfen, junge SS\u00f6gel unb Heine S\u00e4ugetpiere bi! gur \u00a9r\u00f6\u00dfe oott SBafferratten bilbett bal T\u00f6ilb, bem bie Sfboprbomntel nadpftellt. 3e\u00fctoeilig fri\u00dft fte fa\u00dft nur \u00a9gel unb gtoar pauptf\u00e4dplidp bie ^Sferbeegel, unbe\u00ef\u00fcmmert um bereu fdparfen Saugapparat unb opne fte oorper gu tobten, bann toieber n\u00e4prt fte ftdp aulnapmllo! oon ^ifdpen it. f. to. Sie jagt bto! bei Tcadptl, aber oon Sonnenuntergang bi! gu Sonnenaufgang, bebarf oiel gu iprer S\u00e4ttigung,","page":715},{"file":"p0716.txt","language":"de","ocr_de":"716\t\u00a9ie Sfiufer. Stelgb\u00f6gel. \u00a9eiher.\nBringt aber bod^ \u00efaum mer\u00eflidhen Schaben, ba ihre furzen \u00a9eine ihr eine $agb in tieferem \u00a9Baffer nicht geftatten.\n\u00a9\u00fcnftige \u00a9ohrteidhe, b. h- foldje, welche Wegen ihrer Sage ober \u00a9r\u00f6fje bon bem \u00a9teuften Wenig Beunruhigt Werben, Beherbergen allj\u00e4hrlich \u00a9chrbommeln, jeber \u00a3eidh gew\u00f6hnlich ein \u00a9\u00e4rd)en, nur fehr au\u00eagebehnte \u00a9ohrWalbungen bereu mehrere. 2)a! \u00a9orhanbenfein ber \u00a9\u00f6gel Wirb Balb burd) ba! \u00a9M\u00fcnchen felBfi Befunbet; benn biefe! l\u00e4\u00dft jefot feinen fonberBaren SieBelgefang bernehmen, jene! mer\u00efw\u00fcrbige unb f\u00fcrchterliche \u00a9rummen, We\u00efdje! bem \u00a9ebr\u00fcd eine! Odhfen fehr \u00e4hnelt, unb ihm auch an \u00a9Mrfe faum nadjfteht, foba\u00df e! Wirtlich auf eine halbe \u00a9teile hin bernommen Werben \u00efann. Qa\u00eb \u00a9ebr\u00fcll ijt au! einem \u00a9orfchlage unb einem .fpaupttone gufammengefejjt unb Hingt, nach for \u00a9 au m an n1 fdhen UeBerfefcung, Wie \u201eUeprumB\". \u00a3)abei bernimmt man, wenn man fehr nahe ift, noch \u00a9er\u00e4ufch, Weichei Hingt, all ob Bemanb mit einem \u00a9ohrftengel auf ba!-\u00a9Baffer fdhl\u00fcge. \u00a9he ber \u00a9ogel orbentlich in 3ng \u00efommt, Hingt fein Sieb ungef\u00e4hr fo \u201eU\u00fc \u00fc prumb\", fobann \u201eUe fjrumB, \u00fc prumB, \u00fc brumb\". \u00dfuWeilen, aber feiten, fdhlie\u00dft ftch bem \u201eS\u00dfrumB\" noch ein \u201e\u00a9uh\" an. 3nm Anf\u00e4nge ber \u00a9egattung!geit Br\u00fcllt bal \u00a9Mnudjen am fleifjigften, Beginnt bamit in ber D\u00e4mmerung, ift am lebenbigften bor \u00a9bitternacht, fefet el Bil gu (Snbe ber \u00a9borgenb\u00e4mmerung fort unb l\u00e4\u00dft ftch Stoifdhen fieben unb neun Uhr noch einmal bernehmen. \u00a9aumann hat ftch grofje \u00a9t\u00fche gegeben, ein Br\u00fcllenbe! \u00a9ohrbommelm\u00e4nndhen gu Beobachten, um ben \u00a9runb ober Ungrunb ber alten \u00a9ehauptung gu erforfdhen, ift aber nie fo gl\u00fccHich gewefen, fein Biel gu erreichen. (Srft bem \u00a9rafen \u00a9Sobgic\u00efi gelang el, Sichere! gu erfahren. 5)a! \u00a9r\u00fcden ift nicht ber ^odhgeit!;, fonbern ber Siebelgefang ber \u00a9ohrbommel; benn ba! \u00a9b\u00e4nndhen Br\u00fcdt fcfjon lange bor bem \u00a9terlegen unb aud) anfangl flei\u00dfig bei \u00a3age unb in ber \u00a9acht; aber e! berftummt augenblicHidh, fowie e! bon bem \u00a9orhanbenfein eine! SaufdEjerl audh nur bie leifefte SOjnung hat. \u00a9Bobgidti <\u00a7atte ftunbenlang Wie eine \u00a9ilbf\u00e4ule im \u00a9Baffer geftanben unb oft bie \u00a9ohrbommel herumWaten h\u00f6ren, ohne fte jental! gu \u00a9eftdht gu Be\u00efommen. \u00a9in berfp\u00e4teter Sdhneefiurm aber Brachte ihn enblidh an! Biel. \u201eB<h Wufjte\", fagt er, \u201ebie Stanborte genau, fdhlidh midh Bei ftarfem \u00a9\u00dfinbe an unb fah ba! \u00a9Bedien auf gehn Schritte bom \u00a9t\u00e4nnchen im feichten \u00a9Baffer ftehen, ben \u00aeropf aufgeblafen, ben $al! eingegogen, f\u00fcfjem \u00a9idht\u00fchun hingegeben, Wie ein florentiner \u00a9tufiHiebhaber, Welcher halbfchlummernb bie fdf)\u00f6nfte \u00a9\u00eeelobie anh\u00f6rt. $\u00a3>iefe! entg\u00fcdUe \u00a9BeiBchett mit halbgefdhloffenen \u00a9ugen hatte bodfommen \u00a9edht, feinen fo reich Begabten Z\u00fcnftler gu BeWunbern; benn er War ein \u00a9afftfl Wie Sablad^e. \u00a3)er Z\u00fcnftler ftanb auf Beiben $\u00fcfjen, ben SeiB Wagred)t gehalten, ben Sdbnabel im \u00a9Baffer, unb ba! \u00a9rummcn ging lo!; ba! \u00a9Baffer fprihte immer auf. \u00a9ach einigen \u00a9oten h\u00f6rte idj ba! \u00a9au* mann\u2019fdhe \u201eUe\", unb ba! \u00a9M\u00fcnchen erhob ben \u00c4opf, fdhleuberte ihn hinter, ftectte ben Sd)naBel fobann f<hned in! Staffer, unb ba erfctjadte ba! \u00a9rummen, foba\u00df ich erfdhra\u00ef. \u00a3)ie! machte mir Har, bafj biejenigen \u00a3\u00f6ne, Weldje nur im \u00a9nfang fo laut t\u00f6nen, herborgeBracht Werben, Wenn ber \u00a9ogel ba! \u00a9Baffer tief in ben \u00a3>al! genommen ha* unb ntit biel gr\u00f6\u00dferer \u00c4raft heran!; fdhleubert all fonft. \u00a3)ie \u00a9tuft\u00ef ging Weiter, er fdjlug aber ben \u00dfopf nicht mehr gur\u00fccf, unb ich h\u00f6rte audh bie lauten \u00a9oten nicht mehr. \u00a9! fdjeint alfo, ba\u00df biefer Saut bie h\u00f6chfie Steigerung be! \u00a9algen! ift unb baf; er ihn, fobalb feine Seibenfchaft Befriebigt ift, nicht mehr wieberholt. \u00a9ach einigen \u00a9Horben hebt er Bchutfam ben Schnabel au! bem \u00a9Baffer unb laufet; benn, Wie e! mir fdjeinen Wid, \u00efann er jt<h nicht auf ba! entg\u00fccfte \u00a9Weibchen berlaffen.\" $)ie \u00a9ohrbommel fleht Beim \u00a9algen nicht im bidjteften \u00a9ohr, fonbern bielmehr auf einem \u00efleinen, freien \u00a9la^en; benn ba! \u00a9Weibchen mufj ihren Z\u00fcnftler anfehen \u00ef\u00f4nnen. \u00aea! \u00a9ehl\u00e4tfdjer, al! fdhl\u00fcge Sfcmanb mit einem \u00a9ohrftengel auf ba! \u00a9Gaffer, Bringt ba! \u00a9Mundjen mit bem SdhnaBel harbor, inbem c!, Wenn e! laut Wirb, gWei Bi! brei \u00a9lal ba! \u00a9Gaffer fdhl\u00e4gt unb bann enblidh ben Schnabel hineinftecft. \u00a9Inhere \u00a3\u00f6ne, Wenn man fo fagen barf, \u00a9^affert\u00f6ne ftnb bie, Welche burd) mehr ober Weniger \u00fcbriggebliebene, herabfadenbe \u00a9Baffertropfen herborgeBracht Werben. S)a! le^te bumpfe \u201e\u00a9uh\", Welche! mau bernimmt, wirb burd) ba! 91u!ftofjen be! noch im Schnabel Befmblid)en \u00a9Gaffer! Beim ^\u00bberaulgiehen be! erfteren herborgebrad)t. 5Die \u00a9tenge bon \u00a9Baffer, Welche! bie \u00a9ohrbommel einfchl\u00fcrft, ift fehr","page":716},{"file":"p0717.txt","language":"de","ocr_de":"3fto\u00a7rbommeL \u00a9onnenrethev.\n717\nBetr\u00e4chtlich- \u00a9in \u00cf\u00cfMtndjen, melche\u00ea S\u00dfobjtcft im brummen ft\u00f6rte, flog auf unb fprihte einen S\u00dfafferfiraht meit bon fid^.\nUnloeit ber \u00a9teile, oon meldher man ba\u00ea Br\u00fcllen am h\u00e4uftgften oernimmt, fleht in ber 9?egel ba\u00ea 5Reft, fel\u00f6ftoerft\u00e4nblich an einem m\u00f6glichft oerBorgetten unb ferner zug\u00e4nglichen Orte im IRo^re nnb be\u00eaha\u00efB gegen Berft\u00f6rung meift gefiebert. Se nach feinem \u00a9taube ift e\u00ea feljr oerfdfjieben gebaut. 3n ber Siegel ftnbet man e\u00ea auf altem umgefnieften 9tohre \u00fcber bem S\u00dfaffer, zumeilen auf \u00a9rb; b\u00fcgelten ober deinen \u00a9chilfinf eichen, au\u00eanahnt\u00eameife auch auf bem S\u00dfafferfpiegel felbft unb bann fchioimmenb. \u00a9\u00ea ift halb ein feljr gro\u00dfer, hoher klumpen, melier Jtieberlich zufammengefchichtet m\u00fcrbe, halb ein Heiner unb etma\u00ea beffer aufgef\u00fchrter Bau, au\u00ea \u00d6\u00fcrrem $ohr, Bl\u00e4ttern, \u00a9eggen, \u00a9d)ilf, SBafferbinfen unb begleichen, innen mit alten S\u00eeohrri\u00eapen unb b\u00fcrrent \u00a9rafe aufgelegt. 33on \u00a9nbe SRai\u2019\u00ea an finbet man ba\u00ea oo\u00fcz\u00e4hlige \u00a9eiege, bret bi\u00ea f\u00fcnf \u00a9t\u00fcd eif\u00f6rmige, fiarffchalige, glanzlofe \u00a9ier oon Bla\u00dfgr\u00fcnlichBrauner F\u00e4rbung. Oa\u00ea Weibchen br\u00fctet allein, mirb aber m\u00e4hrend bem mit gutter oerforgt unb Oon Beit zu Beit mit @ebr\u00fcH unterhalten. Bor bem ftch nahenben aJtenfchen entfliept e\u00ea erfi, menu berfelbe ftch bi\u00ea auf menige \u00a9fritte genaht hat; einen \u00a3unb l\u00e4\u00dft e\u00ea noch 'n\u00e4her heranlommen. SRadb; einunbzmanzig bi\u00ea breiunbzioanzig Oagen entfhl\u00fcpfen bie jungen, merben Oon ber Butter noch einige Sage gem\u00e4rrnt unb in \u00a9emeinfehaft mit bem Bater ge\u00e4zt. v ^n9eft\u00f6rt Oermeilen fte bi\u00ea zum gl\u00fcggfein im SRejie, gefr\u00f6rt, entfteigen fte bemfelben, noch ehe fie fliegen lernen unb Wettern bann im 3fo$re umher. B*enn fie ihre Sagb betreiben f\u00f6nnen, oereinzeln fie ftch unb ftreifen bi\u00ea zum Buge im Sanbe umher.\nSn Oeutfchlanb mirb bie Sfc\u00f6hrbommel nicht regelm\u00e4\u00dfig, zumeilen aber fe^r eifrig gejagt namentlich au Orten, too fte fid) nicht regelm\u00e4\u00dfig feljen l\u00e4\u00dft, burd) ihr Br\u00fcllen bie 9Iufmerf fand eit, too nicht abergl\u00e4ubige gurdht ber Sente erregt. Ohne einen guten #unb l\u00e4\u00dft fte ftch faum zum \u00a9chuffe bringen; benn bem S\u00e4ger, melier in\u00ea fftohr einbringt, toei\u00df fte ftch, Oanf ihrer \u00dfnnft, ftch zu Oerfieden, in ben meiften g\u00e4Hen 3u entziehen. Su \u00a9riechenlanb ober in \u00a9\u00dcbeuropa \u00fcberhaupt jagt man fte \u00f6fter unb z^ar be\u00ea gleifdje\u00ea toegen, mel^e\u00ea troh be\u00ea tranigen, f\u00fcr un\u00ea h\u00f6# toibrigen \u00a9efdhmade\u00ea gern gegeffen mirb.\n* *\n*\n\u25a0 Seoor mir zu ben.\u00a9umpfh\u00fchnern \u00fcbergehen, m\u00fcffen mir eine\u00ea f\u00fcbamerilanifchen Bogel\u00ea gebeuten, melchen man bi\u00eaher gem\u00f6hnlich unter ben Steigern eingereiht hat, in golge ber neueren Beobachtungen aber ebenfogut unter ben fallen feine \u00a9telle anmeifen faun. 2\u00dfir b\u00fcrfen ihn anfehen al\u00ea ein Binbeglieb zmifchen ben einen unb ben anberen, ba er, jtreng genommen, meber biefen noch jenen gleicht, fonbern eine jener \u00a9ruppen oertritt, melche unter ben gr\u00f6\u00dferen eben nid&t eingeorbnet merben f\u00f6nnen.\n\u00aeer \u00a9onnenretger (Eurypyga Helias) tenngeiegnet ftdg buvet; Keinen, fegm\u00e4dftigen geib, jtemlt\u00a7 fangen, b\u00fcnnen $af\u00f6. reiger\u00e4gntidjen fictif, langen, geraden, f\u00eear\u00efen, garten unb fpigigen, feittic^ gufammengebrndten, auf bet gitfte fanft geto\u00f6tbten \u00a9djnabet, goge, fegtanfe g\u00fcge mit giemtieg enttoidetter \u00c7intergege, fegt breite, groge gtiigel, unter beten \u00a9egtoingen bie britte bie f\u00e4ngfte, einen auffattenb langen, au\u00e4 grogen unb breiten gebern gebitbeten \u00a9\u00abgtoang unb ein reifes ' (oder anliegenbeb, \u00e4ugevfi buntfarbige\u00ab \u00a9efieber. fiogf unb SRaefen ftnb fdgtoarg, ein Stugenbrauenfireifen unb ein gtoeiteb Banb, toettgeb \u00bbont \u00a9cgnabe\u00eftointet naif) bem ,\u00a3jintergatfe berl\u00e4uft, fiinn unb fieble tneig; bie gebern beb S\u00fcden\u00ab, ber \u00a9eguttern unb bie Oberarmfebern auf fegtoargem \u00a9runbe refe r\u00eftgltdg quer gefireift, bie B\u00fcrget! unb oberen \u00a9egtoangbedfebern fegtoarg unb toeig, bie $a(sfebem braun unb fegtoarg geb\u00e4nbert, bie ber Unterseite gilbtidg ober br\u00e4unlicgtoeig, bie \u00a9dnoingen ge\u00f6grau toeig unb fegtoarj marmorirt unb braun geb\u00e4nbert, bie \u00a9igtoangfebern \u00e4gntid; geg\u00e9iegnet unb burd! bie fegtoarge, naeg ber \u00e4\u00dfurget gu braun gef\u00e4tnnte, breite \u00a9nbbtnbe noeg befonberb gegiert \u00a9ine","page":717},{"file":"p0718.txt","language":"de","ocr_de":"718\n\u00a9te S\u00e4ufer, Stetgbogel. SonnenreiTer.\ngenauere SSefcfyreibung be\u00ea \u00a9efieber\u00ea I\u00e2\u00a7t fid), o\u00ef)ne fe^r tbeitfd)ft>eiftg gu toerbett, ioegen ber SCdand^ fattigfeit ber 3dd)mmg unb F\u00e4rbung nidjt geben. \u00a9)a\u00ea Stuge fte\u00a7t rot\u00a7, ber \u00abSchnabel toacpgelb, ber \u00c7uB ftrofyge\u00efb au\u00a7. \u00a9)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 16 3bd.\n(Srft buret) bie neueren d\u00eeeifenben ^aben it>ir \u00a9iuige\u00ea \u00fcber ba\u00ea $reiteben be\u00ea Sonnenreit)er\u00ea erfahren, burd) bie \u00a9Tierg\u00e4rten gu Sonbon unb 2tmfterbam aud) ba\u00ea \u00a9efangen\u00efeben genauer !ennen gelernt. \u00a9)er $oget, ireldbjer nid^t gang mit Unrecht mit einem groBgefieberten Sd;mettertinge ber; glichen fourbe, finbet ftd) im n\u00f4rbtid)en S\u00fcbanterifa bon \u00aeut>ana bi\u00ea ?\u00dferu unb non \u00a9cuabor bi\u00a7 gur probing \u00a9o\u00e7a\u00ea in SJ\u00efittetbrafi\u00efien, an ber SJleere\u00ea\u00ef\u00fcfte ober an $IuBuferu, befonber\u00ea ^\u00e4uftg am SDrinofo, Slmagonenfirome unb ben Sd\u00fcffen \u00a9utyana\u00ea. ,,\u00a9)a\u00ea reigenbe, grau, gelb, gr\u00fcn, fd)foarg,\n2)er \u00a9ottnetireiljer (Eurypyga Helias). 1/4 \u00ef>er nat. @r\u00f6\u00a7e.\nfoeiB unb braun gemifct)te \u00a9efieber\", fagt Sd)omburgt, \u201emact)t ben SonnenreiTer gu einem ber f\u00fcnften biefer an gl\u00e4ngenben V\u00f6geln fo reichen \u00a9egeub, namentlid) wenn er gl\u00fcget unb Sd^foang, gteicT einem \u00a9rutl)aTne, au\u00eabreitet unb in ben SonuenftraTten fpiegetn unb fdb)iHern t\u00e4Bt. \u00a9r fommt in ben \u00a9\u00df\u00e4lbern an fonnigen Steden, befonber\u00ea aber an ben Ufern ber $l\u00fcffe, bod) immer nur eingetn, felteuer fmarfoeife bor. Seine Sprung bilben fliegen unb attbere ^erbtt;iere, bie er mit folder \u00a9emanbtTeit berfolgt, ba\u00a7 fte ifjm fetten entfliegen, ^turner in ^efoegung unb ben f opf nad) aden Seiten foenbenb, fud)t er auf bent 23oben unb auf ben \u00a9t\u00e4ftern be\u00ea niebrigen \u00a9eftr\u00e4uc^e^ feine Seute. fpat fein fct>arfe\u00ea Stuge ein ^erbt^ier entbecft, bann g\u00fcgett er augenblidtidj feinen Sdjritt, fd)reitet tangfam Ijeran unb betritt pl\u00f6fstid) ben -ipat\u00ea gu fotd;er S\u00e4nge au\u00ea, baB er fdmed ba\u00ea","page":718},{"file":"p0719.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9ounenrei^er.\n719\n[eine St\u00e4be taum abnenbe H)tcr ergreift unb \u00f6erfd)ludt.\" Stad) Sate\u00ea foil bet* Sogei am Sima; gonenftrome h\u00e4ufig fein, aber nid)t oft bemertt merben, toeit e\u00ea fd)mierig ifi, ihn in bem buntfarbigen \u00a9elaube gu entbeden unb man nur burd) feinen Sodton, ein fanftc\u00ea, lang getragene^ pfeifen, gu it)m bingeleitet mirb. Stud) SBebbell fagt, bafj man i^n feiten gu fe^en bet\u00e4me, aber nid)t, meil er feiten, fonbern frei! er feljr fd)eu m\u00e4re. SBer feine (Stimme uad)guabmen oerfte^t, lodt ihn bi\u00a7 tief ins\u00bb innere bcr SB\u00e4lber. 2lm I;\u00e4ufigften ftel)t man ihn, nad) \u00a9oubot, in ber D\u00e4mmerung; benn erft um biefe 3eit er lebeubig. SDiefe Angabe fte^t mit ben oorber angegebenen Senaten im SMberf}mtd)e, erfd)eint mir jebod^ begr\u00fcnbet, ba ber (Sonnenreiber gang au\u00eaftcbt mie ein Stad)toogel.\n\u00a9aftelnau befc^reibt bas\u00bb gierlid)e \u00a9efc^\u00f6pf al\u00ea milb unb b\u00f6sartig, in SBefen unb (Sitten alfo ben Siegern \u00e4bnlid). S\u00dfenn man fid) ibnt nabt, l\u00fcftet er bie gl\u00fcgel unb legt ftd) gur Sertbeibigung au3, fpringt auch mobl mie eine \u00c6a^e auf bie SJtau\u00e9 gegen ben geinb lo\u00ea. Srohbem mufj er ftcb Ieid)t fangen unb g\u00e4hnten laffen, ba man ibn in allen Stieberlaffungen ber ^nbianer unb and) auf ben .Ip\u00f6fen ber in feiner Heimat angefeffenen \u00a9urop\u00e4er geg\u00e4bmt finbet unb al\u00ea befonberen Siebling bod); achtet. 51 m Slmagonenftrome nennt man ihn \u201eSaoaone\" ober Sfau unb gebraucht biefe\u00ea SBort aud) al\u00ea Rufnamen; bettn einen folgen erh\u00e4lt ber \u00a9efattgene, meil er feinem \u00a9ebteter mie ein ^unb folgen lernt. 5p lag a fab in (Saratycou einen, melier gmeiunbgmangig Sabre in ber @efangenfd)aft gelebt batte, unb (Sdjomburgt unb Sate\u00ea berichten \u00fcbereinftimmenb, baf; man gerabe ber leisten 3^bm; barfeit unb 5lu3bauer halber biefen Sogei fo gern h\u00e4lt, \u00a3)ie meiften \u00a9efangenen laufen frei umher,\n. ntifcben ftcb im<h Selieben unter ba\u00ea \u00a9efl\u00fcgel be3 Jpofe\u00ea, oerfebren ohne furcht mit ben Jpunbett, unterfcbeiben aber febr mobl gmifd)en frentben \u00efb^eren unb sieben fid) aud) oor uttbefannten Seuten fd)eu gur\u00fccf. SUlit Vergn\u00fcgen fiebt man, mie fte in glur unb Bitumer, oor unb auf bem Jpaufe ihrer ^erblbierjagb obliegen. Sate\u00ea oerfid)ert, baff fte fid; gum (Spielzeuge ber \u00a3inber bergeben, menn man fie ruft, antmorten unb berbeitommen, um ba\u00ea ihnen burd) ba\u00a7 Stufen angegeigte gutter aus\u00bb ber .\u00c7anb gu nehmen.\nSDie gefangenen (Sonnenreiber, meld)e ich in ben X^er9^en Su Sonbon unb 5Imfterbam fab, haben mid) lebhaft angegogett. <Sie machen einen burd)au\u00a7 cigentb\u00fcmlid^en \u00a9inbrud auf beit Scfd)auer. ^n mancher .ipinfid)t erinnern fte atlerbing\u00ea an bie Steibero\u00f6gel, im allgemeinen aber mehr an gemiffe Stallen; bod) gleichen fie meber beneinen nod) ben anberen. Sei ruhigem \u00a9ange tragen fte ben Seib magered)t, ben \u00a7al\u00ea gufamntengegogen unb bie gl\u00fcgel etma\u00a7 gel\u00fcftet, bei fd)netlerem Saufe legen fie ba3 \u00a9efteber fo glatt an, al\u00ea e\u00ea ihnen m\u00f6glich. $)er \u00a9ang ift fd)Ieid)enb unb \u00e4u^erft beb\u00e4d)tig, ber ging meid) unb fonberbar ftatternb, bem eines\u00bb langfantett (Sd)metterling\u00a7 mirflid) nid)t un\u00e4hnlich, bem eitte\u00ea bei Sage aufgefd)eud)ten Biegenmelter\u00ea ebenfalls Oergleichbar. S)ie (Sd)mingen unb ba\u00a7 (Steuer fcheiuen f\u00fcr bie Saft be3 Seibe\u00eb oiel gu gro\u00a7 gu fein, baber bie S\u00f6eid)beit ber Setoegung. deiner ber mir befannten Steifenben fprid)t ftd) ausf\u00fchrlich \u00fcber ben glug au\u00ea; bem; ungeachtet glaube id), nach &>em, ma\u00ea ich beobachtet b<*be, mit (Sicherheit fd)Iief)en gu f\u00f6ttnen, ba\u00a7 ber (Sonnenreif)er nicht im (Stanbe ift, in bober Suft babtn gu fliegen, ba\u00a7 feber bef^\u00f6e Suftgug ihn gu SSoben bcrabfchleubern muf.\nHeber bie gortpflangung berichtet guerft \u00a9oubot. \u00a3)a\u00a7 Steft ftebt ftetS \u00fcber ber \u00a9rbe, auf S\u00e4umen, in einer ^)\u00f6be oon f\u00fcnf bi\u00ea fed)\u00ea gu\u00a7 \u00fcber bem Soben. 3hmi \u00a9ier, melche auf bla\u00a7 mennigrotbent \u00a9ruttbe mit mehr ober meniger gro\u00dfen glecfett unb eingelnen 5pun!ten Oon bunfelbrauner g\u00e4rbung gezeichnet ftnb, bilben ba\u00ea \u00a9elcge. SSie Swogett oertaffen ba\u00ea Steft im Sluguft. <Sd)om; burgf tonnte Sticbt\u00ea \u00fcber ba3 Srutgefch\u00e4ft erfahren, unb Sate\u00ea fagt bloS, ba\u00a7 il)m bie igttbianer erz\u00e4hlten, ber (Sonnenreiber br\u00fcte auf S\u00e4umen unb erbaue ftcb ein gierlid)e\u00ea Steft aus\u00bb Sebm. 3U^ allgemeinen greube ber Staturfunbigen gaben bie \u00a9efangcnen be\u00ea lonboner \u00a9artend im Sdbre ^^65 \u00a9elegenbeit, \u00a9enauere^ feftgufte\u00fcen. \u00a9in 5paar biefer S\u00f6gel m\u00fcrbe im \u00a9eptcmber 1862 getauft unb gem\u00f6bnte ftch leicht an bie oer\u00e4nberten Serb\u00e4ltniffe. 3nt SJtai be\u00ea erftgenannten Sabre\u00ea Sp\u00e4ten fie Suft gum Sr\u00fcten, inbem fte (St\u00f6de, S\u00dfurgelu, \u00a9ra\u00ea uub anbere (Stoffe untbertrugeu. SDabei fab man fie h\u00e4ufig runb um ba3 Srintbeden geben, augenfcheinlid) in ber 2lbjtd)t, hier Stefiftoffe gu","page":719},{"file":"p0720.txt","language":"de","ocr_de":"720\n\u00a9le S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00dfget. \u00a9omtenmljer. \u00c6rantdje.\nfud)en, ober gefunbette eingutoeid^en. Oieg Brachte Sartlett auf ben \u00a9ebanten, i^uen Seljnt nnb \u00a9ctdamm gu geben. \u00a9ie bem\u00e4d)tigten fidj fofort biefev (Stoffe, erto\u00e4ljlten fxc^ einen Saumftruut oon ungef\u00e4hr geljn $u\u00a7 #\u00f6l)e \u00fcber bem Soben, auf toeldtjem ein atte\u00ea, t\u00fcnjilid&eg \u00a9tro\u00c7nefi befefiigt toar unb trugen nun ben mit \u00a9tro\u00a7, SBurgeln unb \u00a9rag Oermifdjten \u00a3el)m ba^itt, pflafterten bag innere beg Sftefteg aug unb ersten feine \u00a9eitento\u00e4nbe. \u00a9ineg SDRorgeng brachte ber S\u00f6\u00e4rter bie Srudjft\u00fcde eineg \u00a9ieg, ioeld^e er am Soben unter bem ^efte gefunben \u00c7atte unb bem \u00a9onnenreiljer gufd^rieb. SBartlett fanb gu feiner Ueberrafdjung, bafj fie ben \u00a9iern eineg \u00a3eid$ul)neg ober ber SBalbfdjnepfe \u00e4ljnlid) toaren unb glaubte, ioeil ein 5pur\u00a3urfyul)n mit jenem in bemfelben K\u00e4fige lebte, bie 3Ridjtigteit ber Stugfage beg S\u00df\u00e4rterg begtoeifeln gu tonnen, na\u00efjm jebod) bag ^Surpur^u^n toeg unb \u00fcberlie\u00df bie \u00a9onnenreiljer fidj fetbft. Slnfangg 3uni tentte ber S\u00df\u00e4rter bie Stufmerffamfeit feineg Sorgefejjten auf ein anbereg \u00a9i, toe!d)eg im Dtefte lag. Sarttett befidjftgte baffelbe unb fa\u00a7, bajj eg mit jenen \u00a9f\u00fcttern burd^aug \u00fcbereinfiimmte. Seibc Sitten geigten ftdj fetjr beforgt um bag (Si unb br\u00fcteten abtoedjfelnb frebenunbgtoangig \u00a3age lang. Slm 9. 3uni fcptyfte bag 3>unge aug; am fotgenben \u00a3age tourbe cg befic^tigt unb eine Beizung oon i\u00a7m genommen. \u00a9g blieb im Stefte ftfcen unb tourbe ab toedjfelnb oon beiben \u00a9Item mit \u00aeerbtl)ieren unb fleinen lebenben $ifd)en ge\u00e4gt, unb gtoar gang in berfelben SBeife, toie junge Sbiffe. Slm gioeiten \u00a3age feineg Sebeng toar eg fotoeit fl\u00fcgge, bafj eg big gum Soben ^erabflattern tonnte, unb nunmehr blieb eg Ijier, o^ne jemalg ing Steft gur\u00fcd; gute^ren. \u00a9ein 2Bacfygtl)um gefdjal) fo fd)ned, ba\u00df eg bereitg nad) gtoei Monaten Oon ben Sitten nid)t meljr unterfd)ieben toerben tonnte. 3m Stugufi begannen bie alten SS\u00f6gel, bag SReft toieber \u00a7ergurid^ten, inbent fie eine frifdje \u00a9d)ic\u00a3)t oon \u00a9djtamm unb Se^nt auftrugen; (Snbe Sluguftg legten fte ein anbereg \u00a9i. Oiegmat untergog ftc^ bag SDR\u00e4nndjen bem @efdf)\u00e4ft ber Bebr\u00fctung mit gr\u00f6\u00dferer \u00a9orgfalt unb gr\u00f6\u00dferem (Sifer alg feine \u00a9attin, toelc^e immer noct) mit ber \u00a9rn\u00e4fyrung beg erjten Sungen gu t\u00c7un Ijatte. Stm 28. \u00a9eptember entfdppfte bag gtoeite Sunge. Ood) fd)ienen nunmehr beibe Sitten bem erften gr\u00f6\u00dfere \u00a9orgfalt gugutoenben, alg bem ^angeborenen, foba\u00df ber h\u00e4rter, f\u00fcrdjtenb, ber fleine Surfte m\u00f6ge unter ber Sernad)l\u00e4fftgung leiben, gu $ilfe tommen mu\u00dfte. Oag Sleftjunge geto\u00f6ljnte ftdj aud^ halb an ben menfdjli^en Wege\u00f6ater, unb eg gelang, baffelbe ebenfallg Sto\u00df gu gieren.\n2lug biefen ^Beobachtungen geht ^eroor, ba\u00df ber \u00a9onnenreiljer allerbingg gu ben \u00fcRefihodertt geh\u00f6rt, ftd) aber bodj> ioefentlid) Oon ben 3f^ei^eroi5getn unterfd^eibet. Oag (Si \u00e4hnelt toegen feiner $tedung benen ber fatten ober \u00a9chnepfen, unb bag 3unge unterfd^eibet fid) oon benen ber Iefct* genannten nur baburch, ba\u00a7 bie Ounen tanger fittb, to\u00e4^renb eg in ber Segnung beg \u00aeteibeg einer jungen \u00a9d^ne^fe nicht un\u00e4hnlich ift. Oer \u00a9onnenrei^er fleht atfo, fotoeit eg bie (Snttoidtung aulangt, fo recht eigentlich in ber SJUtte gtoifc^en ben SRether;, (Schnepfen* unb 3Radeno\u00f6geln. Slug ber oon S3 art t ett gegebenen SIbbilbung erfie^t man, ba\u00df bag Ounentleib auf ber Oberfeite braunrofi; f\u00e4rben unb gelbtidjtoeiB l\u00e4ngg unb quer geflreift unb geflectt, auf ber Unterfeite hingegen, big auf toenige monbf\u00f6rmige Rieden oon toeifer unb brauner F\u00e4rbung, einfarbig ift.\n*\n*\n3n ber testen Bunfl nuferer Orbnung, toel^c bie \u00a9umpf^\u00fc^ner (Paludicolae) umfajjt, Oer; einigen ioir fo oerfdjiebenartige \u00a9eftalten, ba\u00a7 gegen bereu Bnfammenge^\u00f6rigteit B^eifel erhoben toerben tonnen. 23er\u00fcdfid)tigen toir jeboch ade \u00a9lieber ber \u00a9efammtljeit, fo ertennen toir, ba\u00a7 unter i^nen oiete ftnb,. toetdje nad^ unferer Slnfdjauung ben Bnfammen^ang Oermitteln, unb bafj bemnac^ bie angenommene Segrengung ber \u00a9rut>pe i^re S3eredt>tigung \u00c7at. Oie SSielgcfiattigteit ber \u00a9umpfpbner ntad)t eine Slufftedung ber adgemeinen SCRertmate fd)ioer; man tann eben nur fagen, bafj fie fid^ tenngeid^nen burd^ fr\u00e4ftigen Seib, mittellangen \u00a7alg, Oer^altni^mafig tteinen \u00c40^)f, geraben, runbtic^en \u00a9c^nabet, ^o^e oierge^ige Seine, mittetlange Fl\u00fcgel, turgen \u00a9d)toang","page":720},{"file":"p0721.txt","language":"de","ocr_de":"2\u00cf\u00cftgemetne\u00a7.\n721\nunb ein reiepeg \u00a9efeber, beffen F\u00e4rbung naep bem @efdpted;t fd; wenig, ncid^ bem Sitter hingegen merftidp unterfeibet. Stileg Itebrige mu\u00df ber \u00a9inzetbefpreibung Vorbehalten bleiben.\nOie SteprzapI ber \u00a9umjjfp\u00fcpner lebt nur auf bem Soben, gew\u00f6hnlich auf feuchten ober fumpftgen \u00a9teilen beffelben; hoch gibt e\u00a7 einzelne, Welcpe regelm\u00e4\u00dfig b\u00e4umen. ^infdptlidp ber Nahrung \u00e4hneln fie ben \u00a9eparrv\u00f6getn mehr atg ben \u00a9tetzv\u00f6geln, ba fie ebeufoWopl pfanzlidpe atg thierifche \u00a9toffe zu fcp nehmen; pinfdpttidp ber $ortpfanzung fommen fte barin \u00fcberein, ba\u00df fte mit Wenigen Slugnapnten gef edte \u00a9ier legen uub 31 eftfl\u00fccht er ftnb.\nSItg bie ebe\u00effien Slitgtieber ber 3unft haben Wir bie Kraniche (Grues) anzufepen: fte ftnb nicht nur bie gr\u00f6\u00dften unb Wohlgeftaltetften, fonbern auch bie ft\u00fcgfen ttnb tiebengw\u00fcrbigfen aller \u00a9untpf; hiihtter. Spre Sferfmate ftnb: Verp\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig langer, fa\u00dft walzenf\u00f6rmiger, aber tr\u00e4ftiger, feittid; nidpt zufammengebr\u00fcdter Seib, langer, fd^nt\u00e4d;tiger $atg, fteiner, fd;\u00f6n gefalteter \u00aeopf, mittelm\u00e4\u00dfig farfer, geraber, feittid; etwa\u00bb ^ufammengebr\u00fcdter, fumpfr\u00fcdiger, feiger \u00a9d;nabet, Welcher bem \u00aeopfe an S\u00e4nge gleich fommt ober ihn etWag \u00fcbertrifft, an feiner SBurzelp\u00e4tfte Weidp, an ber \u00a9pipe jebodp part if / fepr lange, farte, Weit \u00fcber bie $erfe hinauf nadte Seine unb vterzepige fy\u00fc\u00dfe, bereu fleine, furze ipinterzepe f d; fo poep einteutt, ba\u00df f e beim \u00a9epen ben Soben nicht ber\u00fchrt, bereu \u00e4u\u00dfere nnb mittlere Sorberzepe burd; eine bide, big juin erf en \u00a9etenf reidpenbe \u00a9pannpaut verbutiben Werben unb bereit Tratten furz, fad; gebogen nnb fumpffantig fnb, gro\u00dfe,- lange, breite f\u00c7\u00efitge\u00ef, in benen bie britte \u00a9cpwittge bie l\u00e4ttgfe nnb bereu tepte Oberarmfebern fd; \u00fcber alle \u00fcbrigen Verl\u00e4ngern, fd; aud; Wolf fchelf\u00f6rmig biegen, \u00fcberhaupt burdp eigenth\u00fcmliche \u00a9efaltung augzeid;ucn, ber aug ZW\u00f6lf Gebern gebilbete, zieuttid; turze ober gugeruttbete \u00a9cfWauz nttb bag bidpt anfchlie\u00dfenbe, berbe, jebodp rcid;e ^teingefeber, Weichet oft einen Speit beS \u00c6opfeg uub beg \u00dfpalfe\u00bb freil\u00e4\u00dft ober pier fd; zu fep\u00f6neu \u00a9d;mudfcbent umgefaltet, bei einzelnen auch am Sor\u00f4erpalfe fd; verl\u00e4ngert uub verfcpm\u00e4dfigt. Oie \u00a9efptedpter itnterfcpeiben ftp nid;t merfttd; burep bie F\u00e4rbung, wopl aber burd; bie \u00a9r\u00f6\u00dfe; bie jungen legen ttaep ber erfett Staufer ein ben mitten \u00e4f;utid;eg $teib an, erpalten jebodp bie \u00a9d;ntudfebern in iprer Sottenbung erf fp\u00e4ter.\nOag \u00a9eripp ber \u00aeranid;e pat, nad; SSagner, mit bem ber \u00a9t\u00f6rd;e uub Steiper Wenig Slepnlicp; feit. Oer \u00a9d;\u00e4bel if fdp\u00f6it gew\u00f6lbt unb abgerunbet, oben vorfpringenb; \u00fcber bem ^interpauptMocpe-fnben fd; ein 5\u00dfaar \u00c7ontanetleu; bie \u00a9d;eibeWanb ber Singen if zum Speit bttrd;brodpen; bem unteren ^eilbeinf\u00fcgct feplt bie britte \u00a9elentung. Oie S\u00f6irbetf\u00e4ute befept aug febzeptt ^al^=, neun St\u00fcdem uub ftebeit \u00a9dpWanzWirbeltt. Oag Srufbein, ber merfw\u00fcrbigfe Speit beg \u00a9erippc\u00ea, if tang unb fd;mat, zeigt Weber bie fogenattnteu oberen ^anbgrife, nodp bie unteren $ortf\u00e4pe uub f\u00e4ttt auf Wegen feineg farfen nnb biden, am Staube fadp geW\u00f6tbten \u00aeieteg, Wetcper tpeitWeife eine Zapfet f\u00fcr bie Suftr\u00f6pre bitbet. Oie beiben Slefte ber \u00a9abet verfpmetzen mit ber vorberen \u00a9pipe beg Sruf beinfieteg ; bie \u00a9dpntterbt\u00e4tter fnb fd;mal nnb Verp\u00e4ttui\u00dfm\u00e4\u00dfig furz, tuftpattigen Oberarmfnccpen faf fo taug Wie bie Sorberarmfnodpett, bie Oberfcpenf elbeine nidpt tuftpattig. Oie Bunge \u00e4pnett ber eineg .fpupneg, if m\u00e4\u00dfig lang unb breit, ber \u00a9eptunb zkntlid; Weit, opne \u00aeropf, ber Sormagen im Sets p\u00e4ttni\u00df zu bem fr\u00e4ftigen, gro\u00dfen unb farfen Stugfetmagen ftein, ber Oarmfdptaudp ttngef\u00e4pr neun; mat l\u00e4nger atg ber Stumpf, \u00a3\u00f6dpf merfw\u00fcrbig if ber Sertauf ber Suftr\u00f6pre, Wetcpe bei beiben \u00a9efptecptern eine \u00e4pntid;e, aber boep nidpt \u00fcbereiufimnteube Sitbung zeigt, \u00a9ie befept aug m\u00e9plat\u00bb breipunbert fn\u00f6cpernen Stingen, l\u00e4uft am jpatfe gerabe perab unb tritt burd; eine berbe, bie beiben Slefte ber \u00a9abetn verbinbenbe fepnige bidpte fpaut an ber Serbinbunggfette ber \u00a9abet\u00e4fe in ben \u00aeiet beg Sruf beineg, biegt fcp beim SBeibdpen hinter ber Stitte beg Srufbeineg in einen Sogen um, feigt Wieber naep oben, biegt fd; nad; unten zur\u00fcd big in bie erfe SBtnbuttg pineitt, gept bann pinter bem erfen abfeigenben Speite noepmat\u00bb nadp oben unb feigt nun zWifpen ben beiben \u00a9ept\u00fcffetbeinen in bie Srufp\u00f6pte; biefe SBinbung betr\u00e4gt itngef\u00e4pr bie fp\u00e4tffe ber ganzen S\u00e4nge. Seim St\u00e4und;en l\u00e4uft bie Suftr\u00f6pre bidpt pinter bem \u00aeiete big zu beffen \u00a9nbe unb biegt fd; nape am fpinterranbe in einem fpipen SBinfet in ben auffeigenbeit Speit um, Wetdper in einer Sertiefung an ber pintereu Sntfbeiu;\n33ret)m, Sljierleben. IY.\t*\t46","page":721},{"file":"p0722.txt","language":"de","ocr_de":"722\t\u00a9te S\u00e4ufer, Stetgr\u00f6get. \u00c6ranidpe.\nfl\u00e4che emporfteigt. \u00a3)a\u00df tie fiarfe (Stimme mit tiefem Saue in SerBtnbung fiept, unterliegt feinem 3toetfel.\n\u00a3)ie \u00aerauidpe ftnb S\u00dfettB\u00fcvgev; todp barf man nur ten gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtet atS ipre teirftidpe \u00a3>eimat anfepen. ^eter \u00a9rttpeit beherbergt feine Befonberen Slrten, Elften tie meiften. \u00aeie im Porten leBenten Slrten Befinden tie S\u00e4nber unter ten Stenbefrcifen, Br\u00fcten jebedp nicht in ipnen, unt ter SerBreitung\u00eafrei\u00bb ter f\u00fcbtidpen Strten reidpt audp nur Bis an ten S\u00f6enbefreiS peran. SluSgebepnte (S\u00fcmpfe unt ERor\u00e4fte Bitten ipre S\u00dfopnfitje; fotdpe, mettre an Bebautes 2ant grengen, fepeinen Berorgugt gu teerten, ta tie S\u00f6get eBenfogut im Sumpfe atS auf ten Rettern fidp E\u00eeaprung erte\u00e4pten. $n iprem S\u00dfefen ftimmen tie Befannten Slrten. febr \u00fcBerein. \u2022 Sie gepen mit aBgemeffencn Stritten, jebodp giertidp einper, gefallen fidp in anmutpigen tangartigen Spr\u00fcngen, Beteueren fidp ftetS eine geteiffe S\u00f6itrbe, teaten giemtidp tief inS S\u00f6affer, ftnt audp im Stante gu fdptetmmen, tpun \u00a3)ieS aBer nur ungern, fliegen teiept, fcp\u00f6n, oft fdpteebeub unt gro\u00dfe Greife BefdjreiBent, mit gerate auS= geftredtem -\u00eepalfe unt Seinen, meift in poper Suft tapin, paBen eine taute, tureptriugente Stimme, ftnt ftug unt rerft\u00e4nbig, gete\u00f6pnlidp audp peiter, nedtuftig, aBer eBenfo fampfeSmutpig unt felBft mortf\u00fcdptig, geigen ftdp gegen SpreSgteidpen \u00e4u\u00dferft gefettig unt neprneu auep gern gamitienrer; teantte, jebodp nur fotdpe im engeren Sinne, unter fiep auf, Bef\u00fcmmern ftdp fonft aBer teenig oter nidpt um untere Spiere oter ma\u00dfen ftdp, teenn fte eS tpun, tie DBeiperrfdpaft \u00fcBer tiefe an. Spre \u00a9p\u00e4tigfeit te\u00e4prt nom friipen borgen Bis gum fp\u00e4ten SIBenb, todp teitmen fte nur teenige Eftorgem ftunten tem Sluffudpen iprer Etaprung, tie \u00fcbrige 3^it aBer ter \u00a9efettigfeit. Stuf iprern 3U9C/ teeldpe'r fte Bis in tie EBenbefreiSt\u00e4nber Bringt, reifen fte fa\u00dft ununterBrodpen, t. p. Bei Sladpt ebenfoteopt atS Bei Xage, fcpeinen ftdp faurn gur Stufnapme beS gutters unt nodp teeniger gum Sdptafen 3*\u00fc Su g\u00f6nnen, legen beSpa\u00efB audp ipre EBanberungen in \u00fcBerrafdpent B\u00fcrger 3^tt gur\u00fcd.\nStlte f\u00f6ramdpe ftnt S\u00dfftangenfreffer. SBopt nepmen fte getegentlidp audp \u00c4erBtpiere unt SB\u00fcrnter, einen fteinen Burdp oter ein gifdpdpen mit auf, pt\u00fcntern guteeiten eBenfo ein Sogetneft auS, fcpeinen aber todp tie tpterifdpe Eiaputng nur als Sederei gtt Betrauten. Sin Jpauptf utter Bitten K\u00f6rner rer: fdpiebener Slrt, tnSBefonbere \u00a9etreite; au\u00dfertent freffen fte \u00c4noSpen, St\u00e4tterfpipen, Gurgeln ober \u00c4uottengete\u00e4dpfe. $)a, teo fie pauftg auftreten, f\u00f6nnen fte turdp ipre Et\u00e4uBereien im f\u00c7e\u00efte t\u00e4ftig teerten; teenigftenS ftagen tie Untier \u00fcber ten Sdpaten, teeldpen tie Bei ipnen \u00fcberteinternten grauen, liefen; unt ^iitigfernfranidpe ipnen gufiigen. Sei un\u00bb teirt man ten Sdpaten nidpt podp anfdptagen t\u00fcrfen, ta tie fdp\u00f6nen S\u00f6gel ron 3>apr gu 3apr feltener teerten unt tie \u00dcDurdpgiepenten gu einer 3cit unS Befucpett, in ter fte auf ten gelbem teenig Unfug ftiften f\u00f6nnen.\n$\u00a3>aS Eieft ftept in tieftiegenten oter todp itt funtpftgen \u00a9egenben ; tenn eingetne Slrten niften, teie unS Stabte Beleprt, and) in podp \u00fcber tem EJ\u00ceeere gelegenen Eftor\u00e4flen ter \u00a9ebirge. Sitte Sitten legen BtoS gteei t\u00e4ngtidp ntnte, auf gr\u00fcntidpem \u00a9runte Braun geftedte \u00a9ier. Seite \u00a9atten Br\u00fcten abteedpfetnt unt \u00e4pen anf\u00e4nglich tie jungen, teetdje teaprfdpeintidp te\u00e4prent ter erften \u00a3age im SRefte rermeiten unt tann erft auSgef\u00fcprt teerten. Spr S\u00dfadpStpunt gept giemtidp rafdp rott flatten;, todp Braudpen fte immerpitt meprere EJtonate, Bet\u00f6r fte ftugf\u00e4pig ftnt.\n$)te \u00aeranidpe paBen teenig feinte. Spre fpr\u00fcdpte\u00f6rttidpc Sorftdpt fdp\u00fcpt fte \u00bbor rieten \u00a9efapren, insbefontere tie \u00e4lteren, teetdpe ron 3>apr gu 3apr flitger teerten. $n ter SSinterperBerge teerten eingetne, teie id) auS \u00a9rfaprung teei\u00df, ron ^rofotiten teeggefdpnappt: an bete geinte, teetd)e ipnen gef\u00e4prtidp teerten f\u00f6nnen, ftnt mir nidpt Befannt; tenn tie \u00a9tetfatfen, tie man nodp p\u00e4uftg itt 3nbien gur f\u00f6ranidpbaige gebraudpt, f\u00f6nnen nidpt atS nat\u00fcrliche feinte attgefepen teerten, unt tie ftarfen Sitter teerten fd;teertidp auf fte mad;en. 2)er StJcenfdp rerfotgt fte ipreS fdpmadpaften ^leifdpeS teegen oter um ipre jpi\u00fcntereicn ter gelter aBguteepren; aber aud; tiefer geint teirt ipnen nidpt fipr gef\u00e4prtidp ta ipre \u00c4tugpeit tie meiften S^adpftettungen gu rereitetn teei\u00df. dagegen nimmt man \u00fcberall, teo ^ranidpe teben, tie Sceftfungen aus, um fie gro\u00dfgugiepen. Sitte Slrten, optte SluSnapnte, gete\u00f6pnett ftdp teid)t an tie \u00a9efangenfdpaft unt teidpt an ten S\u00eeenfdpen, treten mit iprent Pfleger in ein innige\u00bb gveunbfdpaftsrcrp\u00e4ttni\u00df unt erfreuen turdp tie 3iertidpfeit iprer Seteegungen, tie Slnmutp","page":722},{"file":"p0723.txt","language":"de","ocr_de":"$vanidj.\n728\ni^re\u00ea SBefen\u00ea unb i^re erfjaunlid)e Klugheit. \u00a93 Ijcilt nicht fdjtoer, \u00dfe gum Au\u00ea; unb \u00a9in\u00dftegen gu geto\u00f4hnen unb ebenfo, fie in ber \u00a9efangenfc^aft gur \u00c7ortyf\u00efangung gu bringen. Sapan unb \u00a9Sna gilt einer ber bort oorfomnienben ^ranidje al3 heiliger ober minbeften\u00ea a\u00ef\u00ea allgemein geachteter SSoge\u00ef, ungioeifelhaft nur feiner anfpredjenben \u00a9igenf \u00abhaften galber.\nOer Kranich (Grus cinerea), f\u00fcr un\u00ea ba\u00a7 Urbilb ber Familie unb ber Vertreter einer \u00a9type, bereu ^enngeidjen in bent blo\u00ea t^eUroeife nacften \u00aeopfe, ben oerl\u00e4ngerten unb getr\u00e4ufelten Oberfl\u00fcgel; becffebern gu fud>en jtnb, ift a\u00dfhgrau, in ber \u00aee!)lgegenb unb auf bem SSorberfdjeitel fd)toarg, an ben $at\u00eafeiten toei\u00dflid); bie \u00a9cptoungfebertt ftnb fd^toarg. Oa\u00ea Singe ift braunrot!), ber \u00a9d\u00dftabel an ber SBurgel r\u00f6tlich, an ber \u00a9ptye fd) to arggr\u00fcn, ber *$u\u00df fd)to\u00e4rglid). Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 4V2, bie SSreite 7%, bie ^ittigl\u00e4nge 25, bie \u00a9d\u00dfoangl\u00e4nge 8 3oE.\nOer korben ber alten SBelt, oon bem Often SSiittel\u00dfbirienS an bi\u00ea nach \u00a9fanbinaoien ftnb bie .Speimat be\u00a7 $ranid)\u00a7; \u00f6onl)ierau\u00a7 toanbert er burd) \u00a9fjina big \u00a9iam unb Snbien ober big SAittel; unb S\u00dfeftafrifa. (Sr er\u00dfheint nad) meinen Beobachtungen im \u00a9ubahn \u00dfharentoeife im Oftober unb begie\u00dft hier gr\u00f6\u00dfere \u00a9anbb\u00e4nfe in ben \u00a9tr\u00f6men, toeld)e \u00fcber ben A\u00dfaffertyiegel heroorragen* Oiefe ^nfelrt bilben feine \u00a9tanb^l\u00e4^e \u2018to\u00e4hrenb beg A\u00dfinterg; er oerl\u00e4\u00dft fie nur bann, toenn fie fidh gu .Spalbinfeln umtoanbeln. 3\u00ab pubien erfdheint er ebenfalls gur felben Beit in gro\u00dfer Angaljl unb betoohnt gang \u00e4hnliche Oertlichfeiten. Ourd) Oeutfd\u00dfanb field man ihn Anfangg Oftober unb \u00a9nbe SDt\u00e4rg in hoher Suft fein eg S\u00f6egeg ba^ingie^eit, regelm\u00e4\u00dfig in ga^lreid^en \u00a9efeEfdjaften, ioeld)e bie \u00aeeilorbnung ftreng einhalten unb nur gutoeilen freifenb in toirre $l\u00fcge \u00dfd) aufl\u00f6fen, oieEeid\u00df auch h^er unb ba gum Boben herabfenfen, um fid> gu \u00e4\u00dfen, ntrgenb\u00bb aber l\u00e4ngere Beit auf halten, fonbern fo eilig al3 m\u00f6glich ibrel S\u00dfegeg toe iter fliegen. Oiefe B\u00fcge halten eine getoiffe Dichtung, oor AEeni bie befanuten ^eerftra\u00dfen ber B\u00f6gel, aUj\u00e4hrlich ein unb laffen fid) nur burch ungetoohnliche \u00a9rfdjeinungen ablenfen: fo beobad)tete mein Bater, ba\u00df eine $ranid)her\u00f6e burch bag brennenbe Oorf (Srnftroba in S^h\u00fcrtttgert herbeigegogen tourbe unb l\u00e4ngere Beit \u00fcber ben flammen freifte, burd) lauteg @efd)rei bag Stufen ber Arbeiter, bag Reuten ber Abgebranntem, bag Br\u00fcEeu beg Bie!)g, bag ^raffeln beg geuerg unb bag Ergeben ber \u00a9eb\u00e4ube noch \u00fcbert\u00f6nte unb in ber \u00a9eete beg bantaligen Knaben einen (Sinbntcf gur\u00fccf; lie\u00df, toelcher Oor bem geiftigeu Auge beg \u00a9reif eg nod) in Ooller $rifd)e ftanb. Oie A\u00f6anber\u00dfharen reifen and) gu jeber Bageggeit; man fieht \u00dfe oon ben Bormittaggftuuben an big gum Abenb unb h\u00f6rt \u00dfe gu jeber \u00a9tunbe ber Stacht, mu\u00df alfo annehmen, ba\u00df \u00dfe blog nadh ihrer ^r\u00fchmahlgeit.ein SBenig ruhen. Auf bem Bnge nach Sterben fammeln fie \u00dfdh an getoiffen \u00a9teEen, beityielgtoeife auf \u00a9tranb; infein, gu gr\u00f6\u00dferen \u00a9djaren an unb fliegen oon biefett aug \u00fcber bag SJteer hintoeg. Bor bem jperbft; guge gefeEen \u00dfe \u00dfd>, toie bie \u00a9t\u00f6rche, auf beftimmten Oertlichfeiten, oon toeld)en \u00dfe \u00dfdh eineg Oageg unter gro\u00dfem \u00a9efe\u00dfrei erheben. E\u00dfenn man im Oft;\u00a9ubahn gur Beit ihrer Anfunft einen ber \u00a9tr\u00f6me berei\u00df, fieht man \u00dfe ober h\u00f6rt man ihr laute\u00eb \u00a9efdjrei bei Oage unb Stacht. Angelangt in ber Verberge, toelche \u00dfe to\u00e4l)renb beg SB inter\u00bb betoohnen foEcn, fenfen \u00dfe \u00dfd) tief herab unb fudtyn nun nadh einer ihren Anforberungen enttyredhenben unb oon anberen S\u00f6anberfdharen nod) nicht befehlen Bnfel.\n\u00a9olange ber Aufenthalt in ber ftrembe to\u00e4hrt, halten \u00dfe \u00dfdj ftetg in gasreichen SJtaffeu gufammen unb nehmen and) oertoanbte Arten unter fich auf, in Afrifa g. S3, bie ^ungfernfranidhe, in Snbien ben Kranich ber Antigone, in \u00a9Ebtyina unb \u00a9iam biefen, ben toei\u00dfnaefigen unb ben \u00a9dmeefranief) u. f. to. SJtit biefen fliegen \u00dfe gemeinfam aEmorgentlich nach ben fyelbern hinauf, um Ser\u2019Stahrung gu fudhen, fehren in ben Bormittagg\u00dfunben gur\u00fcdf unb Oertoeilen nun \u00efag unb Stad)t auf ben Unfein, getltoeilig mit oer\u00dfhiebenen \u00a9fielen \u00dfch oergn\u00fcgenb unb beft\u00e4nbig im \u00a9e\u00dfeber hu^enb unb orbneub, ba bie je^t \u00dfatt\u00dfnbenbe SJtaufer eine berartige \u00a9orgfalt n\u00f6thig macht. \u00a9d)aren;\n46*","page":723},{"file":"p0724.txt","language":"de","ocr_de":"724\n\u00aete S\u00e4ufer. \u00a9telgobgel. \u00c6rauttpe.\ntoetje brecpen ftc aud; auf unb bereinigt ttodp \u00efommen fie an in bev Heimat; pier aber l\u00f6feit fid^ bie \u00a3>eere!paufen halb in ffeinere \u00a9rupp! unb biefe in $aare auf, unb jebc! $\u00dfaar begicpt nun eine gttr ^ortpffangung geeignete \u00a9ertlidpfett, treidle ftdp bon ber SMnterpevberge bitrd;au! unterfdpeibet. Srtbien ober im \u00a9ubaptt ift ber \u00c6ranidp \u00a9tranboogel, im korben \u00a9uropa! ober Elften! rnirb er jum boltenbeten \u00a9umpfoogel. (Sr begiept pier bie gro\u00dfen Sr\u00fccpe ober \u00a9\u00fcmpfe ber \u00a9beite, begiiglidp ber timbra, unb fudpt fiep in ben dRor\u00e4ften, toeldpe ipm gum Sr\u00fcten bienen foden, biejenigett \u00a9teilen au!, meldpe mit nieberem \u00a9eggengrafe ober Dtiebe betoadpfett finb unb ipm unter at\u00efen Umft\u00e4nbeit eine incite 9\u00efu! ft d;t ringsum gefiatten, ipm alfo bie fieperften gu b\u00fcn\u00efeit fepeinen. \u00a9te toerben gtt feinem S\u00dfeibegebiete ; bon ipnen fliegt er pittau! auf bie gelber, ftetdpe ipm auep m\u00e4prenb be! \u00a9ommer! g\u00f6lten m\u00fcffen. Sr\u00fccpe, \u00a9\u00fcmpfe ober dRor\u00e4fte, in betten btel Sitfcpmerf ober pope! dt\u00f6pricpt m\u00e4dpft, liebt er niept, e! fei bentt, ba\u00df ipre 2lu!bepnuttg bie Slnnaperung eilte! dRenfdpen erfepinert unb ipm bie n\u00f6tpige \u00a9idperpeit berburgt.\n\u00a9er $ranidp ift niept blo! einer ber fiattlicpften, fonbern auep einer ber begabtesten nttb ft\u00fcgften S\u00f6gel, ja eine! ber tlngften Spiere \u00fcberhaupt, ein \u00a9efdp\u00f6pf, beffen geiftige ^\u00e4pigfeiteit an bie be! dRenfdpen erinnern, beffen Serftanb auep beut eingebilbeten tropfe, ineleper meint, ba\u00df nur feitt eigene! |>irn \u00a9ebanfen ergeugen t\u00f6nne, einleucpteit mu\u00df. Bebe Seftiegung be! \u00c6ranidp! ift fep\u00f6tt, jebe dleu\u00dferuttg feiner p\u00f6peren Segabuttg feffelnb. \u00a9er gro\u00dfe, inopl gebaute, beinegnng!f\u00e4pige, fc^arf-ftnttige unb berjjt\u00e4nbige S\u00f6get ift fiep feiner au!gegeidpiteteit f^\u00e4pigfeiten inopl betou\u00dft unb br\u00fcdt \u00a9oldpe! burep feilt ^Betragen au!, fo berfepiebenartig \u00a9iefe! auep feilt mag.- dRit leisten, gierlitpeit, aber boep abgemeffenen \u00a9epritten gept er feine! d\u00f6ege! bapin, gein\u00f6pntid; rupig unb in\u00fcrbig, nur im fyatl ber \u00fcRotp eilenb unb rennenb ; opne dR\u00fcpe erpebt er fiep ttad) einem ober itad; gtoei \u00a9pr\u00fcttgen bout Sobeit, mit inenigen, ineitau!polenben \u00a9cpl\u00e4geit ber fr\u00e4ftigeit Ringel geininnt er bie n\u00f6tpige Jp\u00f6pe, unb nunntepr fliegt er, fpal! unb Seine gerabe non ftdp geftredt, rupig unb opne \u00a9ile gu berratpen, aber bod; fd;ned unb eilig bapitt, mit \u00a9ntfdpiebenpeit einem beftimmten Biele guftrebenb. 2lber berfelbe Sogei erg\u00f6pt ftd; auep, inetttt ipm bie Saune aninanbclt, burep luftige \u00a9pr\u00fcttge, \u00fcberm\u00fctpige \u00a9ebevbett, fonberbare \u00a9tedungen, Serneigungen be! \u00a3>alfe!,~ Sreiten ber Fl\u00fcgel unb ein f\u00f6rmlicpe! langen ober brept ftd; fliegettb itt einem praeptooden Zeigen l\u00e4ngere Beit \u00fcber einer unb berfelbctt \u00a9tede umper. \u00a9er 3lltbater Sinne fap in beit \u00c4raniepen Steiper, aitbere Seobacpter paben fte mit ben \u00a9t\u00f6repen \u00f6erglid;en: fte unterfdpeiben ftd; bon beiben iif jeber Seineguug, in jeber dleu\u00dferung ipre! S\u00dfefen!. 3tm Dteiper erfepeinen un! biete \u00a9tedungen bergerrt uttb p\u00e4\u00dflidp, im \u00a9ebapren be! \u00a9torepe! \u00a9ingelite! t\u00e4cperlicp; beim \u00df\u2019ranicp ift jebe Setoegitug fdp\u00f6n unb ba! Setragen ftet! angiepenb, felbft menu ftep ber Sogei peiterer Suft pingibt, d\u00f6ie int Uebermutpe nimmt ber tangenbe \u00aeranid; \u00a9teindpett ober ^olgft\u00fcddpen boit ber \u00a9rbe auf, fdpteubert fie in bie Suft, fucpt fte toieber aufgufangen, b\u00fcdt ft cp rafdp nadp einauber, l\u00fcftet bie Fl\u00fcgel, taugt, fpringt, rennt eilig pin unb per, br\u00fcdt burd; bie berfdpiebenften \u00a9eberbett eine uitenblidpe fyreubigbeit be! d\u00dfefen! au!: aber er bleibt immer amitutpig, immer fep\u00f6n. SBaprpaft betounberung!tt>\u00fcrbig' ift feine \u00aelugpeit. Sfr\u00fcper, al! feber anbere \u00a9tetgOoget lernt er bie Serp\u00e4ltniffe beurtpeilen ober m\u00fcrbtgeit unb ridptet nadp ipnen feine Seben!toeife ein. \u00a9r ift nidpt fdpeu, aber im aderp\u00f6dpften \u00a9rabe borftdptig unb l\u00e4\u00dft ftdp be!palb fepr fd;ix>er \u00fcberliftett. \u00a9er \u00a9ingetne b\u00e9n\u00eet ftet! au feine \u00a9idperpeit, eine iperbe ftedt regelm\u00e4\u00dfig S\u00dfadpen ait!, benett bie \u00a9orge f\u00fcr bie \u00a9efammtpeit\u2018obliegt; bie beunrupigte \u00a9dpaar feubet \u00a9paper unb $uub; fdpafter, beoor fte ben Ort roteber befudpt, auf toeldpem fte geft\u00f6rt Jourbe. dRit maprem Sergii\u00fcgeit pabe idp in dlfrifa beobadptet, mie oorfteptig bie^ranidpe gu\u00e4\u00f6erfe gepen, fobalb fte aud; bort bie \u00a9\u00fcde be! dRenfdpen rennen gelernt pabett: \u2014 tnie fte gun\u00e4dpft einen ^unbfepafter au!fenben, bann meprere, loie biefe forgfam fp\u00e4pen unb laufdpen, ob jtd; etwa! Serb\u00e4dptige! nodp geige, mie fte ftdp erft nadp beit eingepenbfteit Unterfudpnngen bernpigeit, gur\u00fcdfliegen, bie \u00a9efammtpeit betfadpridptigen, bort nod) immer nidpt \u00a9tauben finbett, burd; \u00a9epilfen unterftiipt toerben, nodpntal! auf \u00c4nnbfdpaft au!giepeu unb nun enblid; bie -Jperbe nad; ftdp giepen. Unb bodp lernt man ben \u00aeraitidp m\u00e4prenb feine! \u00c7reileben! nie oodft\u00e4nbig \u00efenttett; man mu\u00df ipn ftdp gum \u00a9efedfepafter erloorben paben, menu mau","page":724},{"file":"p0725.txt","language":"de","ocr_de":"$ van tdj.\n725 \u2022\n\u00fcber iljn urteilen \u00a9o Oorftdjtig ev bent SDienfdjen au\u00e2weic^t, fo lauge er frei ifi, fo innig fd)lieft er ftd) ihm an, ioemt er in beffen \u00a9efedfdjaft fam. 2ftit 2lu\u00ebna\u00ef)me ber fl\u00fcgften Papageien gibt e\u00eb feinen 23ogel Leiter, ioeldjer in gleicher SO\u00dfeife trie ber $ranidj mit beut \u00dc\u00dcienfdjen in 23erfeljr tritt, jebe feiner Jpanblungcit oerftehen unb begreifen lernt unb fid) fo gut a\u00ef\u00eb e\u00eb i\u00a7m m\u00f6glich Oer; ft\u00e4nblid) unb nii^Iicf) gu machen ioeif. (Sr fielet in feinem \u00a9ebieter nicht, blo\u00eb ben SSrob^errn, fonbern aud) ben $rettnb unb bem\u00fcht ftd), Oie\u00eb ihm funb 51t geben. Seichter al\u00eb jeher anbere 3Sogel geto\u00f6ljnt er fid) an ba\u00eb @el)\u00f6ft, an ba\u00eb ipau\u00eb feine\u00eb 5Pfteger\u00eb, lernt ^ier jebe\u00eb 3immer/ jebcn \u00dcbaum feniten, bie 3eit abfd)\u00e4hen, bie SSer^\u00e4ltniffe to\u00fcrbigen, in beueu anbere Seute ober \u00a3l)iere gunt \u00a9aftfreunbe fielen, bef un bet ein betounberung\u00ebio\u00fcrbige\u00eb 33erft\u00e4nbnif f\u00fcr Orbnung, bulbet auf bem \u00a9efl\u00fcgclhofe feinen \u00a9treit, lautet, ohne bagu aufgeforbert gu ioerben, ba\u00eb 9Sieb, gleich bem Oerfi\u00e4nbigften .fputtbe, [traft burd) fdjeltenbe\u00eb \u00a9efdjrei ober empfinblidje \u00a9d)uabell)iebe unb belohnt burd) freuublidje\u00eb \u00a9ebaljren, SSerneigungen unb langen, bcfreunbet fid) mit iooljdoodenben ddenfdjeit uttb br\u00e4ngt fid> in bereu \u00a9efedfdjaft, l\u00e4ft ftd) aber 2iid)t\u00eb gefallen unb tr\u00e4gt ungebiUjtlidje SBeleibigungett mouate;, ja, jahrelang nad), furg, geigt fid) al\u00eb ein ioaljrer \u00fcdlenfd) im ^eberfleibe, \u00a9\u00eb liegen \u00fcber bett SSer; [taub be\u00eb \u00aeranid)\u00eb fooiele ^Beobachtungen oor, baf ich fein \u00a9nbe finben f\u00f6nnte, ioodte id) fie hier auff\u00fchren; ich habe auch *n meinem \u201eSeben ber $\u00f6gel\" ba\u00eb SBidhtigfte erg\u00e4hlt unb fann alfo barauf oertoeifen.\n9Jlit anberen dditgliebern ber Familie, aud) tooljl mit oertoaubten V\u00f6geln lebt ber $ranid) in gutem \u00a9inOernehmen; in ein ^reunbfdjaft\u00eboerh\u00e2ltnif tritt er aber nur mit ebenb\u00fcrtigen \u00a9efdj\u00f6hfen: benn allen tiefer fiel)enben fud)t er feine Oberherrlichfeit aufgubr\u00fcngcn. \u00a9efedigfeit fdjeiut f\u00fcr ibn SBeb\u00fcrfnif gu fein; aber er Jo\u00e4hlt fidj feine @efel(fd)aft. Oetn \u00a9atten gegen\u00fcber betoeift er umoanbel; bare Oreue, gegen feine $inber befunbet er bie gr\u00f6\u00dfte B\u00e4rtlidjfeit, gegen feine 2lrt;, \u00a9iphfdjaft\u00eb; unb ^amilienoertoanbten legt er eine getoiffe cfpodjadjtuug an ben \u00a3ag. 'SDern uhgcachtet fommt e\u00eb oor, baf [ich bie $ranid)e erg\u00fcrnen unb lo\u00fctljeub bef\u00e4nden, nid)t blo\u00eb in \u00a9ad)en ber 9Rinne, fonbern attdj auferbent, to\u00e4ljrenb be\u00eb 3uSe\u00ea S- ober gelegentlich anberer 3ufanimcnf\u00fcnfte. 50iau hat beobachtet, baf mehrere Kraniche \u00fcber \u00a9inen be\u00eb $luge\u00eb herfielen unb ihm burd) \u00a9djnabelljiebe fo gufejjten, baf er gur S\u00dfkiterreife unf\u00e4hig toarb, ja, man tvid gefehen haben, baf fold)e dJiiffeth\u00e4ter loirflid) ht^serichtet lourben; loir hdbcn auf erbeut in Ohierg\u00e4rten mel)r al\u00a7 einmal erfahren, baf oerfdjiebenartige Kraniche fid) mit bitterem |jaf befef)beten unb baf einer ben anbereu t\u00f6btcte. Ood) geh\u00f6ren fetd)e \u00fcBorfomntniffe gu ben 2lu\u00ebnat)men; benn eigentlich befreit bie f\u00e0ranidje \u00dcJiicht\u00eb oon bem morbf\u00fcchtigen S\u00dfefeit ber fRei\u00efjer unb \u00a9t\u00f6rd)e: fie finb ncdluftig unb muthig, aber nicht bo\u00ebljaft, t\u00fcdifch unb hinterliftig.\nUttfer Kranich n\u00e4hrt fidj im \u00a9ommer haubtf\u00e4djlid) Oon ^flangenfoft, ohne jebod) $leingetljier g\u00e4nglid) gu oerfd)nt\u00e4hen. \u00a9r frift \u00a9etreibe itttb \u00a9aat, \u00a9ra\u00ebfbihen unb $elb\u00a3ftangen, fehr. gern \u00a9rbfen, nimmt auch eingelne fyr\u00fcchte auf ober [teilt SB\u00fcrmeru u\u00fcb ^erbtljieren, in\u00f4befonbere K\u00e4fern, ^cufchrecfen, \u00a9rillen unb Sibeden nach, f\u00e4ngt aud) ab unb gu einen Oh\u00fbu\u00eel\u20180f^ \u00b0^er e^neit anberen SBafferlurd^. $n ber 2B in t e r h erb er g e h^lt er [ich, meinen ^Beobachtungen gu #olge, au\u00eafchlieflid) an \u00a9etreibe. Oie erio\u00e4l)ftten \u00a9charen, ioetdje im\u00a9ubahn \u00fcberiointern, fliegen furg oor \u00a9onnenaufgang in bie Ourrahfelber ber \u00a9te^he hinau\u00ea, f\u00fcden fid) ben \u00dcDtagen unb bie \u00a9peifer\u00f6ljre bi\u00ea gum \u00a9chlunbe mit K\u00f6rnern an, fehren gum \u00a9tronte gur\u00fccf, trinfen unb oerbaueu nun bie eingenommene 9M)vung im Saufe be\u00ea Oage\u00eb. Oer geringften \u00a9ch\u00e2^ung nad) oerbraud)en bie am ioeifeu unb blauen \u00a9tronte \u00fcberiointernben Kraniche gegen anberthalbljunberttaufenb \u00a9cheffel \u00a9etreibe. Oiefer 23erbraud) f\u00e4dt aber tort feine\u00eb\u00efoeg\u00eb in\u00ea \u00a9eioidht, unb ioohl Siiemanb mifg\u00f6nnt ben V\u00f6geln ba\u00ea putter. 2\u00efnber3 ift e\u00eb in bem bid)t beo\u00f6lfertcn pubien, too ba\u00eb gereifte \u00aeorn gr\u00f6\u00dferen 3Berth h^- Ioerben bie \u00fcberiointernben Kraniche mit oodent 9ted)te al\u00eb fehl* fd)\u00e4bli<he S\u00df\u00f6gel betrachtet unb bemgem\u00e4f mit fcheelen Slugett angefehen, aud) nad) Kr\u00e4ften oerfolgt unb oertriebeu. 3\u00ab her \u00a9efangenfdjaft gelo\u00f6l)nt ftd) ber Kranich au bie oerfd)iebenfteu 2cahrung\u00eaftoffe, l\u00e4ft ftch aber mit bem einfadjften ^\u00f6ruerfutter jahrelang erhalten, \u00a9r beOorgugt \u00a9rbfen unb lohnen bem \u00a9etreibe im engeren \u00a9inn\u00e9, fie\u00efjt im","page":725},{"file":"p0726.txt","language":"de","ocr_de":"726\n\u00a3ie Sfiufer, \u00a9te\u00efgo\u00ebge\u00ef, Krtmic-c.\nBrote einen Secfevbiffen, nimmt aber and) gern gefegte Kartoffeln ober fleingefd-nittene Dr\u00fcben, Ko-l, Db\u00df unb bergleid)en 31t \u00dfd-, \u00f6erfd-m\u00e4-t ein \u00a9t\u00fccfd-en frifd-eg glei\u00dft) feinegmegg, l\u00e4\u00dft and) feine \u00a9elegen-eit oor\u00fcberge-en, SO\u00ee\u00e2ufe unb Kerbtiere gu fangen.\n\u00a9ofort nad) i-rer Slnhtnft in ber \u00a3>eimat nimmt bag Kranid-paar Be\u00df- oon bem Sumpfe, in meinem eg gu br\u00fcten gebenft, unb bulbet innerhalb eineg gemiffeu Umfrcifeg fein gtoeiteg ?\u00dfaar. \u00a9ie meiter nad- SRorben reifenben l\u00e4\u00dft eg ru-ig \u00fcber fid) -inmeggie-en, o-ne fiel) Diel um fie gu f\u00fcmmern, obmo-l eg jeben Oor\u00fcberge-enben 3ug mit lautem Stufen begr\u00fcbt. \u00a9r\u00df menu bie S\u00fcmpfe gr\u00fcner merben unb bag Saub ber \u00a9eb\u00fcfc-e augfd-l\u00e4gt, beginnt eg mit bem 9Reftbaue, tr\u00e4gt auf einer fleinen 2>nfel ober \u00a9eggenf ufe, einem niebergetretenen SBufd^e ober einem anberen erhabenen Orte b\u00fcrre \u2022Reifer gufammen unb fd)id)tet auf i-nen halb me-r, halb Weniger trodfene jpalnie unb 3Xo-rbl\u00e4tter, \u00a9d-ilf, Binfen unb \u00a9rag gufammen, o-ne \u00dfd) babei fonberlid-e 9Jt\u00fc-e gu geben. 9luf bie feid)toertiefte \u00dcJiitte biefeg Baueg legt bag 3Beibc-en feine gioei gro\u00dfen, geftreeften, ftarffd^altgen, grobf\u00f6rnigen unb faft glanglofen \u00a9ier, beren \u00a9runbfarbe halb graugr\u00fcn, halb br\u00e4unlic-, halb hellgr\u00fcn ift unb beren 3eid-nung aug grauen unb rot-grauen Xlnterflecfen, rot-braunen unb bunfelbraunen \u00a9ber\u00dfeefen, \u00a9\u00fcpfeln unb \u00a9d-u\u00f6rfeln befte-t, aber oielfad- ab\u00e4nbert. Beibe \u00a9efd-led-ter br\u00fcten abmed-felnb unb beibe oert-eibigen gemeinfdjaftlid) bie Brut gegen einen fid) etma na-enben $einb, fa\u00eft\u00eb berjenige, meld-er gerabe nic-t br\u00fctet, aber bie 30Bad-e -alt, allein nic-t fertig merben feilte. 2ln ben \u00a9efangenen, melc-e br\u00fcten, fann man beobachten, ba\u00df ber SB\u00e4c-ter fid- mit S\u00f6ul- auf jebeg \u00a9-ier ft\u00fcrjt, meld-eg fid- bem \u00dfte\u00dfe n\u00e4-ert unb, ba er an ben \u00e4lnblicf beg 2Jtenfd-en gem\u00f6-nt ift, .biefen ebenfalls r\u00fccf\u00dfd-tglog angreift; bie ^reilebenben -ingegen \u00dfie-en biefen, i-ren fd-limmfien $einb, aud) m\u00e4-renb fte br\u00fcten, \u00e4ngftlid-, 3-r 9ce\u00df Oerrat-en fie nie, be\u00df-en im \u00a9egent-eile eine bemunberunggm\u00fcrbige \u00a9efe-iefs lic-feit, fid- m\u00e4-renb ber Brutgeit 31t Oerbergen ober bod- im br\u00fcten bem 2luge beg 93eobad-ter\u00ea 51t entgie-eu. \u201e\u00a9er auffatlenbe, gro\u00dfe SSogel\", fagt \u00dftaumanu, \u201el\u00e4\u00dft ben Beobad-ter nur a-nen, in bem Sumpfe m\u00fcffe er irgenbmo fein \u00fcReft -aben; aber bie \u00a9teile fclbft ioei\u00df er jenem baburd- ftetg gu oerbergen, ba\u00df er fid- Oon 2Beitem -er jebergeit nur gu f^u\u00dfe in geb\u00fcefter Stellung unb unter bem \u00a9d-u-e -o-er S\u00df\u00dfangen unb beg \u00a9ebiifd-eg n\u00e4-ert, ba\u00df ber auf bem 9iefte \u00a9i-enbe bei ann\u00e4-ernbet St\u00f6rung fid- oon bemfelben ebenfo oerfteeft baoonfd)leid)t unb toeit 00m \u00fcfte\u00dfe au\u00bb bem freien Sumpfe erft auffliegt unb fid-tbar mirb, ober aud- mo-I, menu i-ni ber S\u00e4rm nic-t gar gu na-e fommt, gar nic-t -eraugfliegt. \u00a9g l\u00e4\u00dft fid- ba-er bag $\u00dfl\u00e4-d)en fo fd\u00dfoer au\u00ebmitteln, al\u00bb eg, toenn \u00a9ieg burd-befonberen 3ufaU gegl\u00fceft m\u00e4re, m\u00fc-fam ift, \u00dfd) i-m, beg tiefen SDiorafte\u00bb megen, gu n\u00e4-em.\" \u00a9leid); zeitig gebraud-t ber Kranit- nod- ein anbere\u00ea SDiittel, um fid- unfemttlih-'gu mad-en; menigfteng trage ic- fein Bebeufen, bag le-tere angune-men. SJian -at n\u00e4mlid) beobad)tet, ba\u00df bag \u00a9ommerge\u00dfeber be\u00ea SSogel\u00ea burd- eine roftr\u00f6t-lid-e F\u00e4rbung oon bem gr\u00fc-ja-rlfleibc unb nod) me-r oon bem frifd) Oermauferten fid) toefentlid- unterfd-eibet, oon ber \u00a9ommermaufer aber 3Rid-t\u00ea bemerft uub lange 3eit ben \u00a9d-l\u00fcffel be\u00ea fR\u00e4t-felg nid-t \u00dfnben f\u00f6nnen. \u00a9ine 29eobad-tung \u00a9. oon ^ome-ex\u2019g -at le-tere\u00eb gel\u00f6\u00df. \u201e\u00a9ine\u00ea \u00efage\u00ea\", fagt biefer treffliche 23eobad-ter, \u201elag id- in \u00dfd-erem SSerfted neben einem SUloore, in loeld-em ein Kranid-paar feinen \u00a9tanb -atte, unb beobachtete bie beiben flugen Sl\u00f6gel unb i-re anmut-tgen \u00a9eloegungen, al\u00eb ba\u00eb 2\u00dfeibd-en, \u00dftd- gang unbeac-tet io\u00e4-nenb, bie hoppelte \u00a9d-eu be\u00ea 3Sogel\u00ea unb be\u00ea SBeibe\u00ea befeitigenb, begann, feine \u00a3oilettenf\u00fcnfte gu entroicfeln. \u00a9g na-m oon ber tOioorerbe in ben \u00a9d-nabel unb falbte bamit ben fft\u00fcden unb bie ^l\u00fcgelbeden, foba\u00df biefe \u00ef-eile bag f^\u00f6ne 2lfd-graublau Oerloren unb ein b\u00fc\u00dfereg erbgraubrauneg 2lnfe-en er-ielten. \u00a9er 3Biffenfd-aft gu Siebe erlegte id- bag fd-\u00f6ne St-ier unb fanb bag \u00a9e\u00dfeber beg \u00a9berf\u00f6rperg g\u00e4nglic- oon bem $arb; \u00dfo\u00dfe burd-brungen, foba\u00df id) au\u00dfer \u00a9taube mar, bei ber forgf\u00e4ltig\u00dfen 2\u00dfafd)ung benfelben mieber gu entfernen, fo fe\u00df, oieUeid-t burd- ben \u00a9influ\u00df beg \u00a9peid)elg, -atte berfelbe \u00dfc- mit bem \u00a9e\u00dfeber Oereinigt, hiermit\", f\u00fcgt er fp\u00e4ter -ingu, \u201emar in einem Slugenbli\u00f6fe erfl\u00e4rt, monad- id- ja-relang getrachtet, bie eigent-\u00fcmlid-e F\u00e4rbung beg Kranid)g m\u00e4-renb ber Srutgeit. 9Xur m\u00e4-renb biefer mad-t ber SSogel biefe Umf\u00e4rbung; beim fp\u00e4ter-in augfaUenbe unb nad-mad-fenbe Gebern be-alten i-re nat\u00fcrlid-e F\u00e4rbung, mo-er eg fommt, ba\u00df mir unter all ben norbifd-en Kranid-en, meld-e burc-","page":726},{"file":"p0727.txt","language":"de","ocr_de":"SDeutfdjlcmb gieljen, feinen Soft fehen.\" \u00a9ie hoben Bereit! ba! tleingefieber bermaufert. \u00a3)iefe SeoBadjtungen f\u00f6ntet)er1! m\u00fcrben burd) djemifdje Unterfudjung, tt>elc\u00a3)e Sterne! anftedte, bureau! Beft\u00e4tigt. \u00a3>em .ungeachtet fanb ftd) \u00a9loger beranla\u00dft, in S\u00efBrebe gu ftel\u00efen, ma! ^jomeper gefeljcn, unb atr\u00e2einanbergttfeijen, ba\u00df eine berartige \u00a9elB)tBefd)miening, mie er e! nennt, uitm\u00f6glid) fein m\u00fcffe. ^pier ba! \u00a9tubirgintmer, bort bie ^)\u00fctte im \u00a9untpfe, hier ein S\u00dfeltmeifer, melier bie \u00fftatnr nadj feinem $opfe regelt, bort ein unbefangener SeoBadjter, meldjer \u00ef\u00efjotfachen fammelt: mer bon biefen Beiben Sedjt bat, Braucht nidjt Bemerft gu merben. \u00aeie \u00a9elaljrtheit \u00a9loger1! f\u00f6ft ftd) in Blauen \u00a3)unft auf, fomte man annimmt, ba\u00df bie \u201e\u00a9elBftbefdjmierung\" be! franidj! nicht bie 2IBftd)t, fonbern nur ba! Stittel ift, eine SIBftdjt gu erreichen, unb festere faun ungmeifelljaft nur barin Beftehen, ba\u00df ber finge Sogei fein im gr\u00fcnen \u00a9untpfe immerhin auff\u00e4llige! geberfleib uufcheinBar, b. h- Bern pflangenlofeu SRoorBoben felBft \u00e4hnlich gu rnadjen fucpt.\n2Bie lange bie Srutgeit m\u00e4hrt, mei\u00df id) nid)t; mopl aBcr ftttb mir \u00fcber ba! SuQenblbBen ber au!gefd)l\u00fcpften Kraniche einigerma\u00dfen unterrichtet. 2ln gefangenen \u00a9efdjmifiern hot man Beobachtet, ba\u00df fte ftdf) gumeilern mie Stauben fd)n\u00e4beln unb be!halb angenommen, ba\u00df Biegungen anf\u00e4nglich mohl bon ben Sitten gc\u00e4gt merben- m\u00f6gen; fehr junge Kraniche aber, meld)e id> erhielt, pidten mir ohne Weitere! ba! ihnen borgel)altenc putter au! ber $anb; fee hoben aud) gar Sicht! bon ber UnbehP lid)feit ber @t\u00f6rd)e ober Seiljer, fonbern Benehmen ftc\u00a3) fo gefdjidt unb felbft\u00e4nbig, ba\u00df man fte unbebingt f\u00fcr entfd)iebene Seftfl\u00fcd)ter holten mu\u00df. \u00a3rop ihrer biden Seine laufen fte fepr gut unb miffen ftd) in bent b\u00fcrren Siebe ober Sinfidjt bortrefflid) gu berfteefen ; ohne \u00a3ilfe eine! \u00a3>unbe! ift e! faum m\u00f6glich, fte hier aufgufinben. \u00a3)ie Sitten berrathen fie nicht, Befd)\u00e4ftigen ftch nur, menu fte ftdj gang un6ead)tet m\u00e4ljnen, mit ihnen unb f\u00fchren fie, fall! fie \u00a9efaljr Bef\u00fcrchten, oft meit meg, Beifpiel!meife auf gelber hioau!, um fte hier int \u00a9etreibe gu berfteefen. Slber fte Behalten fte fort; m\u00e4hrenb im Sluge unb fehen auch bann noch nad) ihnen, menu fte gefangen unb in einem ber SruU ftelle nicht fehr entlegenen \u00a9eh\u00f6fte untergebracht m\u00fcrben. Unangenehm merben bie niebiidjen Xpiere burch ba! ununterbrochen mieberljotte Slu!fto\u00dfen ber eingelnen \u00a9ilBe \u201epep\"; biefe Untugenb legen fte and) erft aB, menu fte bottfommen ermad)fen ftnb. SBer aber in bent \u00aeranid)e nid)t Bio! einen unterhaltenben -ipofoogel, fonbern einen m\u00e4hren grettnb, id) m\u00f6d)te fagen, einen gefieberten Stenfd)en ergiehett mid, mu\u00df moljt ober \u00fcbel jene Uuannehntlichfeiten ertragen; benn nur berjenige Sogei, meld)er bon Sugenb auf in ber \u00a9efedfdjaft be! Stenfdjen lebte, Befunbet fp\u00e4ter bie bode Silbung!; f\u00e4higfeit feine! \u00a9eifte!.\n2)ie erftauntidje Klugheit be\u00a7_^rani# erfdjmert feine Sogb im h\u00f6chften \u00a9rabe. Sitte Kraniche merben nur bon einem fr\u00fcher berBreiteten, ben S\u00f6geln alfo niept mehr auffadenben Serftede au! mit einiger \u00a9idjerheit erlegt, \u00fcbrigen! Bio! burch Mod erbeutet, borau!gefept, ba\u00df nid)t Befonbere itntft\u00e4nbe, Beifpie\u00fcmeife gro\u00dfe ^unger!notl), fte ba! ipnen fofift eigene d\u00dfefett bergeffen laffen. SBie borfid)tig fte ftnb, h\u00f6be ich am Beften in ber S\u00dfinterhcvBerge erfahren, in meldjer bod) ade S\u00f6gel leichter al! fonft erlegt merben f\u00f6nnen. Stur menu mir un! nad)t! auf jene \u00a9attbinfeln Begaben, bort ruhig nieberlegten, ba! Scot mieber megfahren lie\u00dfen uttb fo ben S\u00f6geln glauben mad)ten, ba\u00df bie \u00a9t\u00f6ruug eine guf\u00e4dige gemefen fei, burfteit mir auf ein g\u00fcnftige! Sogbergebni\u00df rechnen, \u00a9onft Brachte Bio! bie meittragenbe S\u00fcdjfe einen ober ben anberen in unfere \u00a9emalt unb \u00a9ie! aud) Bio! bann, menu mir un! bon einem ber Ufer au! im S\u00f6albe Bi! auf \u00a9d)u\u00dfmeite anfdjleichen fonnten. \u00a9ine \u00a9t\u00f6ruug, unb noth mehr ber Serluft eine! \u00a9ef\u00e4ljrten, macht bie \u00fcbrigen bem S\u00e4ger gerabegu unnahbar. \u00a9a! gleifd) ber \u00a9rlegtcn hoben mir gern gegeffen, gem\u00f6hnlid) ober gur Sereitung einer bortreffiid)en \u00a9uppe Benupt. Sn fr\u00fcheren Seiten fep\u00e4pte man e! h\u00f6her: franicpmilbpret burfte Bei gro\u00dfen \u00a9aff; m\u00e4hlern auf ben Xafeln ber reidten Sogbherren nid)t fehlen.","page":727},{"file":"p0728.txt","language":"de","ocr_de":"728\nSie S\u00e4ufer, \u00a9telgv\u00f6gel. Crant\u00e9e. \u00c4ronenfranidje.\nJungfrau au\u00ea \u00fcRumibien nannten fdpon bie Sitten einen fleinen \u00c6ranidp, tve\u00efdper ebenfalls in \u00a9uropa lebt nnb br\u00fctet, unb man bann bie 2Bapl biefe\u00ea Diamen\u00ea nur billigen. \u00a3)er $ogel ift mirflicp fo fcp\u00f6n, fd anmutig, bafj er mit einer Jungfrau verglidpen Serben darf.\n\u00a3>er Sungfernfranid) (Anthropoides Virgo) unterfcpeibet ftd^ Von feinem betriebenen SSertvanbten unb beffen \u00a9ippfdjaftdgenoffen burd) ben b\u00fcrgen, runben \u00a9djnabel, ben gang befiederten, hinten mit gtvei langen ^eberg\u00f6pfen gegierten $opf, ba\u00ea Verl\u00e4ngerte \u00a9efieber be\u00ea Unterpalfe\u00eb unb bie nicpt gerfd)liffenen unb aufgelrempten, fonbern nur verl\u00e4ngerten, aber bie anberen tveit \u00fcberragenben Dberfl\u00fcgelbedfebern. \u00a9efieber, meldped fid^ burdp \u00e2^rt^eit au\u00eageidpnet, ift lidptbleigrau, der ^orbetpab\u00bb unb fein perabmallenber \u00a9dpmud tieffdjmarg, bie gopfartige \u00aeopfgierbe reimveifj; bie \u00a9dpmingen ftnb graufdjmarg. \u00a3)a\u00eb Sluge ift podplarminrotp, ber \u00a9dpuabel an ber SBurgel fepmugig; gr\u00fcn, gegen bie \u00a9pipe bin pontfarben, an ipr blafjrotp, ber $ufj fdptvarg. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 82 bi\u00bb 33, bie SSreite 64, bie gittigl\u00e4nge 17, bie \u00a9cpmaitgl\u00e4nge 6 3otl.\nS\u00f6em jungen 23ogel feplen bie \u00a9cpmudfeberit am \u00aeopfe unb Unterpalfe.\n\u00a9\u00fcbofteuropa unb SRittelafien finb bie feint\u00e2t biefe\u00ea iibcrau\u00ea gier\u00efiden $ranid)\u00ea, in meinen 2lugen be\u00a7 fdp\u00f6ufieit unb aumutpigften SD\u00ceitgtiebe\u00ea ber Familie. (Sr betvoput ba\u00ea 9)l\u00fcnbung\u00a7gebiet ber SBolga unb bie S\u00e4nber um ba\u00ea fafpifdje \u00e4Reer \u00fcberpaupt, bie \u00a3artarei und Mongolei unb tvanbert vonpierau\u00ea bi\u00ea naep \u00a9\u00fcbinbien ober dRittelafrifa. \u00a9ingelne paben fiep nad) ben f\u00fcbtveftlidjen S\u00e4ubern \u00a9uropa\u00ea, einige auep bi\u00ea nad) SDeutfcplanb verflogen. 2lm bafpifepen \u00a307eere unb in SDtittelaften muff er fepr p\u00e4itftg fein; benn bie von ipnt gebitbeten \u00a9djiv\u00e4rme ober \u00a3>eere, ivelcpe man in ber SBinter; perberge antrifft, finb gaplreicper al\u00ea bie feinet SSertvanbten. $n feiner Heimat betvopnt er \u00e4pnlidje Oertlicpfeiten Jvie biefer, finbet fidp aber, laut O\u00eeabbe, aud) uoep auf \u00a9ebirgen von 3500 $ufj \u00fcber bem SReere. 3n ber SBtnterperberge erfdpeint er gur felben geit mie jener unb briept audp im $r\u00fcp; japre gleicpgeitig mieber auf. 2113 idp SRitte \u00a9ftober\u00ea fteberbranb ben blauen Dlilpinabfcptvamm, fap id) alle \u00a9anbinfeln im \u00a9trome, meldje fidp bereite \u00fcber bem SSafferfpiegel erpoben, mit \u00c6rauidjen bebedt, fdpofj mit ber $ugel unter einen ber Raufen unb erlegte gtvei ^ungfernbranidje. \u00a9ie m\u00e4ren foeben einger\u00fcdt. \u00a9eitau biefelbe 3cit gibt 3 er bon f\u00fcr ipr kommen in pubien an; h mu\u00a7 um\u00bb baper SSunber itepmen, menu mir burdp tRabbe erfapren, bafj fie fidp am \u00a3arai;9Ror fdpon S\u00c7titte Sluguft\u00eb verfammelten, pier au\u00ea verfdpiebenen Jpimmebogegenben eintrafen, am 15. 2tuguft bereit\u00bb gur tReife aufbrad)en unb am 30. gem\u00f6pnlid) aud ber \u00a9egend verfepmunben mareu, ba fie bodp unm\u00f6glidp folange $eit gu iprer Steife nad) \u00fcgnbien gebraudjen b\u00f6mten. 2Iepnlid)ed gilt f\u00fcr ben Dt\u00fcd; gug. 2lud Snbien unb aud \u00a9\u00fcbafriba bredpen fie mit bem grauen SSermanbten im 9R\u00e4rg mieber auf; unb gteicpmopl erfdpienen fie, nadp D\u00eeabbe, am \u00a3arai;iRor erft mit bent 24. SXpril in gr\u00f6\u00dferer dRenge. 23ei iprer Slnfunft im \u00a9ft = \u00a9ubapn befinben fie fidp in Voder \u00fcRaufer. 2)a\u00a7 ^leingefteber ift bereite erfept, bie \u00a9dpmingen unb bie \u00a9d)tvangfebern aber fallen erft fp\u00e4ter aul. SDtitte SDegember paben fie bie SRauferung vodenbet.\nSeben\u00ealveife unb 2Befen, (Sigenfcpaften, \u00a9Uten unb \u00a9eivopnpeiten be\u00ea 3>utt9fernfranid)\u00a7 ent= fpredpen im 2Befentlid)en benen feinet SSertvanbten; bodp ift jener in bemfelben \u00a9rabc gierlidpn*, gemanbter unb anmutpiger al\u00ea er fdp\u00f6ner ift. 3^ifd)en ben 23e)vegungett ber beiben bemerft man feinen auff\u00e4lligen llnterfdpieb, unb audp bie \u00a9timmlaute \u00e4pneln ftd) fo t\u00e4ufdpenb, ba\u00a7 man erft nad) l\u00e4ngerer Hebung ernennen lernt, tveld)en von beiben man Vernommen pat. SDie fliegenden Jungfern: \u00efranidpe erfennt mau an ber,geringeren \u00a9r\u00f6\u00a7e unb an bem lidpteren \u00a9efieber, tveld)e\u00ea bei g\u00fcnftiger Seteudptung faft Svei\u00a7 erfdpeint, fd)on au\u00ea tveiter \u00a9ntfernung. 2ln geiftiger SBef\u00e4pigung fiept biefer \u00c4ranidp pinter feinem gr\u00f6\u00dferen better nidpt guriid, meine \u00a9eobaeptuugen laffen ntid) im \u00a9egentpeile glauben, ba\u00a7 er nodp \u00efl\u00fcger ift al\u00ea jener. Sludp er geigt fidp im p\u00f6dpften \u00a9rabe Vorftd)tig, tv\u00e4plt ftdp ftet\u00ea Oiupepl\u00e4pe, von benen au\u00eb er fiep nad) allen \u00a9eiten umfepauen bann, ver\u00e4ndert fie, menu er einmal \u00a9t\u00f6rung erlitt, ftellt S\u00f6adpen unb fenbet \u00a9p\u00e4per au\u00ea. 9Rit 2lu\u00eanaptne meniger, erlegten mir alle Tsungfernbranidpe nur m\u00e4prenb ber \u00fcRadpt auf ben ipneu liebgemerbenen \u00a9tanbpl\u00e4pen, meldpe fie","page":728},{"file":"p0728s000.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n","page":0},{"file":"p0728s0001table.txt","language":"de","ocr_de":"Iiron-j Jungfern- unb gemeiner $rantd).","page":0},{"file":"p0729.txt","language":"de","ocr_de":"gungferuf reut idj.\n729\nntd^t gern aufgeben mosten, nad) einer S\u00e4agb aber ftetS berlie&en. $>affelbe erfuhr 9babbe. \u201e2MS idj ihnen auf ben gelbern einige \u00a9djmanenh\u00e4lfe legte, um fte gu fangen, unb als Sodfpeife ben Vud); meinen brauste, gelang eS aud) mirblid), mit biefen Mitteln einen alten 23ogeI gu bebommen; jeboch m\u00fcrben bie \u00fcbrigen fo Oorftdjtig unb fdfjeu, bajj fie jenes gelb in ber geige gang oerntieben unb ft dj nid)t mehr na\u00efje bomtnen liefen.\" Sin ber \u00a9efangenfdfjaft gemeinen fie fid; rafdj ein, unb menu man fid) mit i^nen abgibt, merben fie ebenfo gahm mie graue $rattid)e, pffangen f\u00efdj aud), falls man ihnen gr\u00f6\u00dfere grei^eit gem\u00e4hrt, ohne fenberlidhe Umft\u00e4nbe fort.\tihrer Heimat beginnen fie \u00a9nbc\n9tyritS bie tangartigen Vemegungen, meldje fie m\u00e4hrenb ber VaarungSgeit auSguf\u00fchren pflegen, bleiben aber nod) gefdjart; benit fte legen nidjt Oor \u00a9nbe \u00fclftai\u2019S. Diujtchtlidj ber gortyflangung felbft unterfd;eiben fte ftd) oietlcidjt nur babttrdh bon bent grauen Kraniche, bafj fie aud) auf giemlid) trodenen \u00a9teilen nifteit. \u00aeie gmei \u00a9ier \u00e4hneln benen beS le^tgenaunten in \u00a9eftalt uttb garbling, finb aber, ber \u00a9r\u00f6jge beS Vogels entfpredjenb, etmaS Heiner. 23eibe \u00a9efdjledjter br\u00fcten abmedhfelttb, baS Vkibdjen felbftoerft\u00e4nblich l\u00e4nger als baS \u00fcDb\u00e4nndjett, meldheS bagegen treue 3Bad)t h\u00e4lt unb ftd) nal)enbe geittbc m\u00fctl)enb angreift, \u00a9nbe S\u00e4uti\u2019S ftedeit bie Sitten mit ben S\u00e4migen bereits glug; \u00dcbungen an, unb halb barauf fantmeln fte fid) mieber itt gl\u00fcge.\n$ alias erg\u00e4l)lt, bafj bie $irgifen bie S\u00e4ungferubratiiche eifrig verfolgen unb ba, mo biefe feiten finb, f\u00fcr ein \u00a9t\u00fcd gern f\u00fcnf \u00a9djafe ober eine \u00a9tute taufdjmeife hiugeben, meil fie bie fd)margetx fehlfebern gu einem fonberbareit f\u00f6opffntbe Oermettbett. 3mei Sbrattidjh\u00e4lfe merbett abgegogen, auf \u00a9t\u00f6den getrodnet unb mie K\u00f6rner auf ber \u00c6ohf\u00efjaube befeftigt. Snbien jagt man ben Vogel mit \u00a9betfalben, hauplf\u00e2chlid) beS Vergn\u00fcgens halber, meldheS bie Vaige gem\u00e4hrt, obgleid) aud) baS SBilbpret hodhgeadhtet mirb. (Sitte fold^e 3agb m\u00e4hrt l\u00e4ngere 3eit, ba ber Verfolgte Suugfernfranid) gmei bis brei \u00dcUteilen bitrdhfliegt, beoor ber galb fid) feiner bem\u00e4d)tigett bann. \u00a9rfterer fud)t baS SBilb ftetS ain Ob\u00fcdett gu Kadett; beim menn fidh auch ber ^rattid) nicht mit bem \u00a9dhttabel oertheibigt, bann er bod), am ipatfe gepadt, mit bett fcharfeit flauen gef\u00e4hrliche SBunben beibringett. 3umeilett gefdhteht eS, bafj anbere bem angegriffenen galben gu jpilfe eilen unb ben galbett gutn SIbguge gmingett.\n\u00a9eit \u00a9rridjtung beS SlbblimatifationSgartenS in DJtoSbau erhalten bie Vhierh\u00e4nbler allj\u00e4hrlich oiele 3mi9fci'iilvauid)e, meld)e als Veftjutfge in ber V\u00dfotgagegenb gefammelt murbett, itttb ber SpreiS beS fch\u00f6nen Vogels ift bemgent\u00e4f bereits fo gefuttben, bajj er beit beS grauen f\u00f6'lanidhS baunt \u00fcberfteigt.\n\u00aeie meifteit Vogelbutibigeti feben gmei fdj\u00f6ne \u00a9telgo\u00f6gel SlfrifaS als ^ranidje au unb reihen fte mit biefen in eine uttb biefelbe gamilie ein: ich fehc w ihnen Vertreter einer befonberett \u00a9ruppe, meldhe oon ber Kranich familie getrennt merbett mujj, meil gmifd)ett beibett, ftreng genommen, beine 2lehnlidhbeit Oorhattben ift, ebenfomotd, maS SeibeSbau uttb Vefteberung als maS SebenSmeife unb Vetragen anlangt.\n2)ie \u00aeronenbranid)e (Balearicae) bemtgeidjuen : br\u00e4ftiger Seib, mitteltanger ^alS, gro\u00dfer mittellanger, br\u00e4ftiger, fegeif\u00f6rmiger, l\u00e4ngs ber girfte fanft gerunbeter \u00a9d)nabet, langl\u00e4uftge unb langgehige, giemlid) ftarb bebraltte g\u00fcfje, fehr breit gugenutbete gl\u00fcgel, in benen bie vierte \u00a9cltminge bie l\u00e4ttgfte ift, burger, gerabe abgefd)itittener \u00a9dhmattg unb reichhaltiges \u00a9efteber, metd)eS auf bem Vorberfdheitel einen fammtartigen Vufd) bilbet, am ^interbopfe fid) gu borftenartigen, oott ber SBurgel au fchraubeitf\u00f6rntig gemitnbenett, nad) oben ftral)lig fich auSbrettenben, borftenartigen \u00a9ebilbett urnmanbett, am ^alfe unb auf ber Vorberbruft fidh verl\u00e4ngert, auf ben gl\u00fcgelbedett fich gerfdjleift unb bie bidmulftigen S\u00f6angen, fomie.bie $ct)te unbebteibet l\u00e4fjt. SDie \u00aeefd)ledhter unter; fdheiben ftch nur fehr menig burch bie \u00a9r\u00f6fje, bie jungen burdh bie unreinen, jebod) im V\u00dfefen\u00a9 liehen gteidhartigen garben.","page":729},{"file":"p0730.txt","language":"de","ocr_de":"730\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9tetjtobget. froneufrantcpe. ^elbftovdje.\nOer ^\u00dffauenfranicp (Balearica pavonina) ift [dpWarg, feine frone golbgelb unb fdpwarg gemixt; bie ^litgelbedfebern finb reinwei\u00df, bie Oberarmfd)Wingen roftbraun, bie festen golbgelb. Oal \u00a9uge ift Wei\u00df, bie \u00a9Sange oben lid)tfleifd)farben, unten podjrotp, ber \u00a9cpnabel fd^toarj, an bcr \u00a9pipe Wei\u00dflidp, bcr $u\u00df fd\u00dfoarggrau. 3nt Sehen liegt ein bl\u00e4ulicper Ouft \u00fcber bem Oefieber, Welpalb biefe! graulidp erfdpeint. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 38, bie \u00a9reite 72, bie ^ittigl\u00e4nge 19V2, bie \u00a9cpwangl\u00e4nge 872 3dtt.\nOie 'Sitten nannten ben 5pfauenfranid) ba\u00efearifdpen \u00a9ogel ober franidp, unb bie neueren \u00a9aturforfdjjer glaubten belpalb an nehmen gu b\u00fcrfen, ba\u00df er auf gebauter Snfel gefunben wirb; einzelne, g. \u00a9. Oeglanb, geben a\u00fcdp \u00a9icilien unb iulbefonbere bie ^nfel Sampebofa all fyunborte an. 3$ bezweifle bie \u00a9idptigfeit ber letzteren Eingabe, obgleidp id) mir Wopl betonet bin, ba\u00df bcr gewiffenpafte \u00a9riftram einmal gwei ^\u00dffaueufranime in ber n\u00f6rblid;en \u00a9apara beobad^tet pat. Oie Heimat bei \u00a9ogel! ift \u00a9Mtelafrifa, ungef\u00e4hr oom 17. \u00a9rabe n\u00f6rblidper \u00a9reite an nad) \u00a9\u00fcben. 3n \u00a9\u00fcbafrifa Wirb er burcp eine nap oerwanbte 2trt oertreten; in \u00f6ftlkper \u00a9id)tung bepnt ftd) fein \u00a9erbreitungltrei! \u00fcber gang \u00a9frifa. \u00a9r ift p\u00e4uftg im \u00a9Seften unb geh\u00f6rt im Often, Wenigfien! oom 15. \u00a9rabe an nad) \u00a9\u00fcben pin, gu ben regelm\u00e4\u00dfigen \u00a9rfcpeinungen. ipier bewohnt er nad) meinen \u00a9eobadptungen paar ; ober gefe\u00fcfd)aftlWeife bie mit \u00a9cb\u00fcfcp bebecften flad)en Ufer ber \u00a9trome ober bie b\u00fcnner beftanbenen \u00a9Salbungen, tommt aber t\u00e4glid) auf bie \u00a9trominfeln, um pier gu trinten unb 51t tanken. \u00a9\u00df\u00e4prenb ber \u00a9egengeit begegnet man ipnt paarWeife, fonft in \u00a9cfeflfdpaften, Weldpe guWeileu mepr all punbert \u00a9t\u00fccfe g\u00e4plen. Oiefe \u00a9cpw\u00e4rme gefellen fid) and) toopl gu ben im \u00a9ubapn \u00fcberwinternben \u00a9d)aren bei grauen unb Sungferufranidpl, treten aber nie in engere \u00a9er; binbung mit ipnen unb fd)einen Oon ipren fogenannten \u00a9erWanbten gwar gebulbet, taunt aber gern gefepen gu Werben.\n2>n feinem \u00a9\u00dfefen erinnert ber 5J$[auentranidp nur entfernt an feine \u00a9amenloettern. (i>etn \u00a9ang ift aufredpt; ber \u00a9\u00fcden Wirb babei Wenig getr\u00fcmmt, bie frone aufgerid)tet. 3n ber \u00a9egel gept er langfam; ge\u00e4nftigt aber tann er, Wie midi) fl\u00fcgellapm gefd)offene beleprten, fo fd)nell laufen, ba\u00df ein \u00a9tenfd) ftep fepr anftrengen mu\u00df, Wenn er ipn einpolen Will, \u00a9or bem \u00a9ufftepen rennt er mit ge\u00f6ffneten kl\u00fcgeln ein \u00a9tiiet auf bem \u00a9oben Weg unb erpebt fiep erft bann in bie Suft. \u00a9ein ging ift langfam, bie Fl\u00fcgel werben in gemeffenen \u00a9d)l\u00e4gen bewegt, bcr \u00a3al! Wirb Weit oorgeftredt, bie frone nad) pinten gur\u00fcdgelegt. \u00a9ber gerabe'ber fliegenbe ipfauenfranicp geigt ftd) in feiner oollcn $radpt, Weil bie beiben \u00a3auptfarben, fd\u00dfoarg unb Wei\u00df, jept gur \u00a9eltung tommen. \u00a9er=-Wedpfeln tann ipn Oerjenige, Weld)er ipn einmal fap, mit teinem \u00abanberen \u00a9umpfoogel. 2lud) ber laufenbe ^fauentraniep ift eine angiepenbe \u00a9rfdpeinung, namentlidp Wenn er fiep auf einer gr\u00fcnen gl\u00e4dpe ober gWifd)en gr\u00fcnem \u00a9ebitfd) bewegt. \u00a3\u00f6d)ft eigentp\u00fcmlidp ftub bie tangartigen \u00a9eWegungen, Weldpe er bei feber \u00a9rregung gum \u00a9eften gibt, \u00a9fauentraniepe, Weld)e auf einer \u00a9anbff\u00e4d)e fiepen, beginnen gu langen, fo oft eine ungeW\u00f6pnlid)e \u00a9rfd)einung fie befd)\u00e4ftigt, fo oft einer gu bem gro\u00dfen Raufen fl\u00f6\u00dft 2c. Oer \u00a9\u00e4nger fpringt in bie \u00a3\u00f6pe, niept feiten brei bil Oier f^u\u00df oom \u00a9oben auf, breitet babei bie Fl\u00fcgel ein Wenig, fept bie $\u00fc\u00dfe tangenb nieber, nidpt immer beibe gleid)geitig, fonbern guWeilen einen um ben anberen. Ob beibe \u00a9efcplcdpter langen, Wei\u00df id) nid)t, glaube febod) auitepmen jU b\u00fcrfen, ba\u00df nur bal \u00a9i\u00e4nndpen in biefer S\u00dfeife fiep beluftigt. Oie \u00a9tintme ift ein lauter \u00a9uf, Weld)er burcp ben arabifepen \u00a9amen bei \u00a9ogell, ein flangbilb bei \u00a9efdpreiel, \u201e\u00a9parnuf , giemlidp ridptig Wiebergegeben Wirb; man oernimmt fie im \u00a9Salbe faft auf eine \u00a9iertelmeile. Oie \u00a9aprung beftept faft aulfdplie\u00dflid) aul \u00a9\u00e4mereien, W\u00e4prenb ber \u00a9eife bei \u00a9etreibe! nur au! Ourrap ober f afferpirfe, fonft aul oerfd)iebeneu f\u00f6rnetn, inlbefonberc aul ben \u00a9amen einiger \u00a9ralarten; nebenbei nimmt ber \u00a9ogel \u00a9aumfnolpen, \u00a9ralfpipen, ^r\u00fcd)te unb ferbtpiere, aulnapmIWeife oieUeidpt audp \u00a9tufdpeln unb tleine gifd)dpen gu fidp, opne jebodp \u00a9ntbeprung gu\u00ab bet\u00e4uben, Wenn biefe \u00a9aprung ipm feplt.\nOal t\u00e4glidpe Seben bei \u00a9fauentraniep! ift ein fepr geregelte!, \u00a9on bem \u00a9dplafplape au! gtept er mit \u00a9onnenaufgang in bie \u00a9teppe pinaul, oertoeilt pier, gutter fndpenb, ungef\u00e4pr gwei \u00a9tunben","page":730},{"file":"p0731.txt","language":"de","ocr_de":"^faueufranich-\n731\nlang unb erfdjeint nun auf ben \u00a9anbb\u00e4nfen im \u00a9trome, trinft, fu^t ftdh ba\u00a7 \u00a9eftebet unb Oergn\u00fcgt fid) in bei* angegebenen S\u00dfeife. BuWeilen Wirb in ben Sadhmittag\u00eaftunben ein furger Sfuiflug gemalt; in bei* Siegel jeboch gen\u00fcgt bie Storgenmaljlgeit f\u00fcr ben ganzen Sag. \u00a9egen 5Ibenb feilen fidj bie gerben in kleinere Sru]ph\u00ea, unb biefe fliegen nun ben gemeinfdjaftlicl)cn \u00a9djlaffl\u00e4hen gu. 2lm blauen bluffe belehrten midi) bie ^fauenfranidje, baff fie nur im S\u00f4a\u00efbe \u00fcbernachten, \u00a9inige oor\u00fcbergiehettbe geigten mir bie dtidfung be\u00eb S3ege\u00a7, unb nadjbem icb> einige Minuten Weit gegangen mar, vernahm ich nnd) Srompetent\u00f6ne ber fdjreiettben \u00a9d)Tafgefedfdhaft. \u00a9\u00ea ging feljr laut gu auf bent Serfammlung\u00f6orte; aber bie S\u00f6tte Hangen fo fdfjwadj gu mir her\u00fcber, baf i<h halb ehtfah, berfelbe m\u00fcffe noch in Weiter gerne fein. $n ber Sl)at l^atte, idb> noch eine gute SSiertelftunbe gu gehen, beoot* idh ben \u00a9dfafflah erreichte. 3u meiner nicht geringen Ueberrafdhung fanb id) breiffg bi\u00ea oiergig ^pfauenfranidje auf ben S\u00e4umen eine\u00ea flehten, ring\u00a7 oon bei* \u00a9teppe umgebenen S\u00df\u00e4lbdjen\u00e4 fi^en, feinen eingigen auf bet* \u00a9rbe. SDiefe Skhmehmung, We\u00efdje ich fp\u00e4ter wieberholt madhte, befiimmteu mich gu glauben, ba\u00a7 bie ^fauenfranidhe auch auf S\u00e4umen unb nicht auf bem Soben niften. Heber bie gortpflangung felbft ^abe ich leibet* feine Seobaddungen fammeln f\u00f6nnen.\n\u00a9d;on feit l\u00e4ngerer 3eit wirb bei* fdj\u00f6ne unb auffadenbe Sogei oon ben S\u00dfeftafrifanern geg\u00e4hmt unb bemgem\u00e4fj auch oft nach \u00a9ttrofa gebrad)t. Stein Sruber fah i^tt in Siffabon al\u00ea hcdbe\u00ea .fpau\u00ea= thier frei umherlaufen in ben \u00a9pagierg\u00e4ttgen unb \u00a9trafen ber \u00a9tabt, wie e\u00a7 fcfjien, ohne ade 2luf|tdhf. Soriibergehenbe warfen ihm Srot unb bergleid)en gu, unb er ^atte fidj auch an bie milbth\u00e4tigcn \u00a9aben berfelben fo gew\u00f6hnt, baf er btefelben f\u00f6rmlich bcanfprudfe. Seit H\u00fchnern ober \u00a9telgo\u00f6geln oertragen fid) bie \u00a9efangenen oortrefftid), mit ihrem \u00a9ebieter befreunben fte ftdh fel)r halb unb beWidfommnen ihn bei \u00a9etegenljeit burdh ihre luftigen S\u00e4nge. $n ben Sljierg\u00e4rtett giehen fie bie Sef^djer lebhaft an, Weil fte in ber Siegel audh gu taugen beginnen, Wenn fie Stuff oerueljmen.\nSide \u00a9efangenen, We\u00efdfje gu un\u00ea gelangen, Werben jung aufgegogen, obgleid) e\u00ea oiedeicht nid)t adgufd)loer fein b\u00fcrfte, aud) Sllte auf ben gew\u00f6hnlichen \u00a9dfafpl\u00e4hen gu ber\u00fcden. \u00a3)ie 3agb ift giemlidh fd)Wiertg, Weil bet* Sfattenfranid) felbft im UrWalbe, too bie \u00fcbrigen S\u00f6gel einen greunb= fdjaft\u00f4buffb mit bem S\u00eeenfcben gefd)loffen h\u00fcben, feine ihm angeborene @d)eu nicht ablegt, \u00a9r toeidht bem Leiter ober einem gegen if;n heranfegelnben @d)iffe oorfidjtig au3, fteht \u00fcberhaupt in adern Ungewohnten \u00a9efaljr. 2\u00a3ir mufften un3 entfd)liefen, \u00a9rbh\u00fctten gu bauen, um un3 ber Pfauen; franid;e gu bem\u00e4chtigen; biefe J\u00fctten aber erWiefen ftd) ihnen gegen\u00fcber immer nur Wenige Sage at\u00ea brauchbar, Weil ade \u00a9efedfdjaften, au\u00ea bereu Stitte ein ober gtoei \u00a9t\u00fccf gtfaden Waren, fortan bie betreffenbe Snfel mit ben J\u00fctten fehr forgfant mieben. \u00a9rgiebig War bei* 5lnftanb unter ben \u00a9djlaf; pl\u00e4^en; aber ba\u00bb Slnfteljen in Slfrifa ^at \u00a9chattenfeiten, an Weld)e man, ohne fte fennen gelernt gu haben, nicht benft. \u00a9ang abgefe^cn baoon, baff e\u00ea nid)t \u00fcberad geraden ift, ber S\u00f6Wen unb Seoparben halber nadjt\u00ea im Sklbe unthergufireichen, ftedt biefer felbft bem S\u00e4ger jpinberniffe in ben S\u00dfeg, Welche int Sntnfel gerabegu un\u00fcberwinblid) Werben. Seber Sufdh n\u00e4mlidh ftredt hnnberte oon S)ornen aud>, h\u00e4lt mit biefen ben n\u00e4d)tlid)en S\u00dfanberer feft, gerreift ihm bie Kleiber unb gerflei[d)t ihm bie \u00a9lieber, fobaf ba\u00ea Sergn\u00fcgen einer n\u00e4chtlichen -^agb auch bem eifrigften Saturforfdher [dhlieflidh g\u00e4nglich Oerleibet Wirb.\ngelb ff \u00f6r che (Arvicolae) nennt Sur me ift er einige grofe \u00a9umffo\u00f6gel mit f urgent ober rn\u00e4fig langen, nid)t fehl* fr\u00e4ftigen Schnabel, beffeti \u00a9fn^e oon einer ^ornfuhhe \u00fcberfleibet ift, W\u00e4hrenb bie SSurgel nur einen h\u00e4utigen Uebergug befit^t, hohen, aber Heingehigen g\u00fcfgen, bereu hintere 3ehe \u00aeel)en ben Sobett nid;t ber\u00fchrt, mittellangen ober furgen gl\u00fcgeln, oerfd)ieben langem \u00a9d)Wauge unb einem giemlich buchten \u00a9efieber, Weld)c\u00ea einen giigelftreifen ober eine nadte \u00a9tede um ba\u00ea 5luge freil\u00e4fft. S)iefe S\u00f6gel leben nicht in \u00a9\u00fcmpfen, fonbern auf trodenen gelbem unb n\u00e4hren ftdh tf)eil3 oon","page":731},{"file":"p0732.txt","language":"de","ocr_de":"732\t\u00a9te S\u00e4ufer. \u00a9telgv\u00f6gel. f\u00c7etbf\u00eebfd^e.\n\u00abS\u00e4mereien, tpeilS Von \u00c6erbtpieren, niften am t\u00f6cbert ober in m\u00e4\u00dfiger \u00a7\u00f6pe unb legen farbig geffecfte \u00a9er.\nVurmeifter g\u00e4plt biefer Familie bie altweltlidpen f\u00f6ranidpe ^u; eS entfpridpt aber ber bon unS befolgten \u00a9ntpeilung, biefe von ihren neuWeltlidpen Vertretern $u trennen, 3>n legerem f^aCCe pat man bloS -jWei Sippen mit fepr Wenigen Slrten piercer gu g\u00e4lten.\n\u00a9ie erfte berfelben Wirb gcbilbet burcp bie \u00a9dplaugenft\u00f6rdpe (Dicholophus), p\u00f6cpft eigen; tp\u00fcmlidp geftaltete V\u00f6gel, Welche in Vieler #infidpt an ben Kranichgeier erinnern unb fr\u00fcher mit ipm in einer unb berfelben Familie bereinigt W\u00fcrben. \u00a9er Seib ift fd;lanf, bei* #alS lang, ber Kofof ziemlich gro\u00a7, ber Fl\u00fcgel fur$, aber hart unb fr\u00e4ftig, unter feinen \u00a9cpwingen bie feierte unb f\u00fcnfte bie l\u00e4ngfte, baS Slrmgefteber fo verl\u00e4ngert, baf eS ben rttpenben Fl\u00fcgel bon oben bebecft, ber auS gepn Gebern beftepenbe \u00a9d;Wan\u00a7 lang unb ftarf abgerunbet, ber \u00a9dpnabcl etwas f\u00fcrder als ber Kopf, fcplanf, geftredt, m\u00e4fjig gufammengebr\u00fcdt, an feinem V\u00f6ur^eltpetle gerabe, am Vorbertpeile ober gegen bie \u00a9pipe pin gebogen unb pafig, einem geftredten Dtaubvogelfdpnabel nicht un\u00e4pnlid;, ber $uf? fepr pod;, ifeeit \u00fcber bie $erfe pinauf unbefiebert, langl\u00e4ufig unb \u00efurjgepig, befonberS auSgejehpnet nocp burcp bie\u2019biden, ftarf gefr\u00e4mmten unb jugefpipten drallen, alfo ebenfalls an ben $ang eines DtaubvogelS erinnernd. \u00a9ie Gebern beS KopfeS ftnb lang, fcpmal gugefpipt unb Weidpltdp, bie ber \u00a9tim vom \u00a9dpnabelgruube an 311 einem aufrecptftepenben \u00a9d;opfe Verl\u00e4ngert, bie beS Vaud;eS unb \u00a9teipeS Weidp unb bunig, bie, Weldpe bie Dtafengrube unb ben \u00fcDhtnbranb umgeben, borftig; ein 3\u00fcgelfteden bleibt unbeftebert. \u00a9er innere Vau \u00e4pnelt bem ber Kraniche, in geifeiffer 5pinftdpt aber aucp bem ber fallen, \u00a9ie V\u00f6irbelf\u00e4ule beftept auS viergepn JpalS;, fieben 9i\u00fcden;, breigepn Veden; unb fieben \u00a9dpWangWirbeln; baS Vruftbein tr\u00e4gt einen popen Kiel unb ift am jpinterranbe bid;t auSgebudptet; bie Bunge ift palb folang als ber Unterkiefer, flach, glatt, gangranbig, ipre \u00a9pipe eine glatte, b\u00fcnne Jpornplatte; ber bidWanbige \u00a9d;lunb gept burdp einen kleinen Vormagen in ben bepnbaren p\u00e4utigen SDtagen \u00fcber.\n\u00a9aS \u00a9efteber ber \u00a9eriema (Dicholophus cristatus) ift grau, febe f\u00c7eber mit feineren, pelleren unb bunflerett Duergidgadwetlenlinien gegeidpnet, Weldpe auf ber Vcrberbruft bie \u00a9dpaftgegenb frei; unb baper einen \u00a9dpaftftreifen pervortreten laffen; bie beS Unterbautes pabeit feine Bcidpnung; bie verl\u00e4ngerten beS KopfeS unb $alfeS ftnb fdpWargbraun, bie \u00a9d;Wittgen braun, an ber ^nnenfapne abtfeechfelnb Weifjlid; quer geb\u00e4nbert, bie hanbfd)Wingen audp Weif an ber \u00a9pipe, bie beiben mittleren \u00a9cpwangfebern einfarbig graubraun, bie \u00fcbrigen auf ber \u00e4ftitte fdpWargbraun, an ber V\u00f6urgel unb am (Snbe Weif. \u00a9aS Singe ift peEfd;Wefelgelb, ber B\u00fcgel graulich fleifdpfarben, ber nadte Slugett; ring bl\u00e4ulid;, ber \u00a9d;nabel foraUenrotp, ber $uf vorn r\u00f6tplidpbraun, feitlid; giegelrotp. \u00a9aS V\u00f6eibcpen unterfdpeibet fiep vom SDt\u00e4nndpen burd; baS f\u00fcttere Vadengefteber unb gelbgrauen \u00a9runb; ton feiner F\u00e4rbung. \u00a9aS Bunge \u00e4pnelt bem V\u00dfeibdpen in allen Wefentlid;cn f\u00fcnften, \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 31 bis 32, bie gittigl\u00e4nge 14, bie \u00a9dpwangl\u00e4ttge 12 Bvd.\nHeber bie SebenSWeife ber \u00a9eriema paben unS ber ring von VSieb unb Vurmeifter fepr auS; f\u00fcprlidp unterridptet, unb ipre SJtittpeilnngen finb ncuerbingS burcp 21. von \u00c7omeper, Weld;er einen gefangenen Vogel beobaepten fonnte unb beffen Sebett mit geivopntcr S\u00dcieifterfdpaft befdprieb, Jvefentlidp bereidpert worben, fobaf Wir unS gegenw\u00e4rtig einer voUfommen gen\u00fcgenben \u00aeunbe beS fonberbaren unb vielengorfdpern r\u00e4tpfelpafterfdpeinenben\u00a9efd;\u00f6pfeS r\u00fcpmenb\u00fcrfett. \u00a9ie\u00a9eriemalebt, nadpf\u00dfring von V\u00dfieb, in ben grofett, offenen Vriften beS inneren VrafxlienS, Wo fanfte, mit@raS beWad;fene .ip\u00f6pen ober (Sbenett mit einzelnen \u00a9eftr\u00e4udjen abWedpfeln, ift \u00fcber einen grofcit \u00a9peil \u00a9\u00fcbatnerifaS Verbreitet, Wirb aber in ben Saplataftaaten burd; einen VerWanbten vertreten. 9Jian beobadptete fie paar; ober nadp ber Vrutgeit familienweife 51t brei ober Vier gufantmen, befommt fie nur ba gu fepeu, Wo fie ftdp nidpt im \u00aerafe Verfteden fattn. Bpve F\u00e4rbung fommt, laut Vurmeifter, in ben b\u00fcrren \u00a9teppeu ipr fepr gu flatten, \u00a9ie budt ftdp, Wenn fte \u00a9er\u00e4ufdp p\u00f6rt, pebt nur bann unb Wann ben Kopf ein Wenig unb","page":732},{"file":"p0733.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9erlernet.\n783\nl\u00e4uft hierauf rafd; gtoifd;en ben Valuten fort, ohne fid; gu geigen. \u201eObgleich id; beu 93ogel t\u00e4glid^ in ben (Sampol geh\u00f6rt habe unb namentlich auf meinem S\u00e4ger in fr\u00fcher SJtorgeub\u00e4mmerung, ha^e nh ihn bod) nie gu Oeftc^t befommen. 3)id;t neben mir h\u00f6rte id) oftmals einen Xon, nnb trenn ich heranntt/ trar 9We\u00a7 fiift, fein \u00a3alm, riel toeniger ein 93ogel regte ftdh* 2bud; bei* argentinifdhe 93er; tranbte, \u00a3fd;unja genannt, l\u00e4\u00a7t fid; \u00f6fter h\u00f6ren a\u00ef\u00ea fehen; bod; gelang e\u00a7 93urmeifter, feiner gtoei \u00e4Jtal anfid;tig gu toerbeu. \u00a3)er 5p rin g fagt, baf; ber Sauf bem eiite\u00ea \u00a3ruthahne3 \u00e4hnele; 93urmeifter f\u00fcgt 2)em hingu, ba\u00a7 er fd;netler bahinrenne, a\u00ef\u00ea ein 5pferb gu traben oerm\u00f6ge unb nur im \u00a9alobb eingehott toerbeu f\u00f6nne. f\u00f6ntet;er bemerft, bafj bei* laufenbe 93ogel fid; \u00f6ont fehl* \u00fcberbiegt, unb ber Seib wie bei* gnfammengelegte \u00a9djtoang eine tragered;tc Haltung annimmt. \u00a3)ie\n\u00aeie 'Sevietrta (DicLolophus cristatus) */6 bee ttaf. (St\u00f6\u00dfe.\nFl\u00fcgel toerbeu babei bid^t angelegt, nid;t gelodert. Sn ber 9tul;e ifi ber 5pal\u00bb eingegogen, ber 93orbertheil be\u00ea Seibe\u00ea erhoben unb ber \u00a9d;toang \u00dfeneigt. SBahrenb be\u00ea \u00a3age\u00ea fieht man bie \u00a9eriema feiten ruhig; fie fieht, geht ober l\u00e4uft beft\u00e4nbig umher unb gibt fid; niemals einer Tr\u00e4umerei hin, toie ber Kranich e\u00a7 oft thnt. $>ie 95raftlianer erg\u00e4hlten bem ^ringen, baf? man bie 93\u00f6gel gntoeilen aud; auf ber \u00a9bi\u00a3e eine\u00ea @traud;e\u00ea ober eitte\u00ea m\u00e4fjig hohen 23aume\u00ea ftbeit f\u00e4he, fie fid; jebcd;, fobalb \u00a9efaljr nat;e, fofort auf bie \u00a9rbe herabbeg\u00e4ben, ba\u00a7 fie fid; nur burd; ben Sauf, nid;t burd; ben $lug \u00f6or einem 93erfolger gn retten f liebten. .Jpomeber beobachtete an bem \u00a9efangeneit be\u00a7 $ranffurter \u00efh^er9ar^en\u00ea/ \u00f6a\u00a7 er \u00f6ie 5ftad;t ftet\u00ea auf einem 93aume, niemals auf ber \u00a9rbe gnbrachte, beim 93\u00e4umen fid> ungefd;idt geigte unb oft lange $eit brauchte, beoor er feinen beftimmten","page":733},{"file":"p0734.txt","language":"de","ocr_de":"784\nSDte Sciufer. \u00a9tefgo\u00f6get. ge\u00efbftBrdje.\nerreicht hatte. luf biefem gog ev bann bie Seine nnb ben #afg ein nnb Oerbrachte fo bie R\u00e4cht in gef\u00fctterter Sage. lu<h Surmeifter jagt, bafj bie \u00a9eriema bie Ra^t in ben \u00c4ronen m\u00e4fjig hoher S\u00e4ume Verbringe. 3n ber Freiheit ioie in ber \u00a9cfangenfd^aft oernimmt man oft bie faute, ioeitfdja\u00ef\u00efenbe \u00a9timme. \u00a9ie ffingt, ttad) Sur me ift er1 g Meinung, foie bag \u00a9ebeffer nnb \u00a9efl\u00e4ff eineg jungen \u00a7unbeg, nad) #omeper1g Ingabe, rauboogefftimmig unbungemein freifdjenb. lud) ber fdtreienbe Sogef fitst am \u00dcebften ettoag erh\u00f6bt, fdjreit toenigfteng, fofange er auf bem Soben umfjerf\u00e4uft, minber laut unb anhaftenb. \u201e\u00a9bringt bie \u00a9eriema auf einen ihrer- Saumft\u00fcmpfe, fo m\u00f6gen ftd) alle Reroenfdjtoadje m\u00f6glich ft entfernen; benn eg beginnt jefet im ioahren \u00a9inn\u00e9 beg SKorte\u00ea ein \u00a9c^reifoncert. Seim erften ^be^e beffefben nimmt ber Shtfifer eine aufredjte Haftung an, fielet ge.n Rimmel, unb fcpreit mit fe^r heiter, geltender \u00a9timme \u00fcberrafchenb faut: \u201e\u00a3a,.hah44v hih^i, hiel, h'cIr hi/ ef\", Vorauf eine ffeinc S\u00dfaufe oon Oier big f\u00fcnf \u00a9efunben eintritt unb fobann ein \u00efurger Nachruf, ungef\u00e4hr foie \u201e\u00a3af\" ffingenb, erfolgt. Seim lugftofjen jeber eingefnen \u00a9itbe foirb ber fopf toedjfeffeitig eingegogen unb gehoben, tooburd) eine eigentlj\u00fcmfidje Setoegung beg Sorbertpeifeg entfteht; bann toirb ber $opf Oo\u00dcfommen l)intergetoorfen unb ber gtoeite ^he^ hevau\u00ea: gefdjrien. tiefer beginnt noch oiet fauter afg ber erfte unb enbet nach unb nach fdjto\u00e4cper toerbenb, er Hingt ungef\u00e4hr: \u201e\u00a3ahief, tyd, it, t\u00ab, iff, iff, ad\". \u00e2utoeifen fd&rcit ber Sogef eine halbe \u00a9tunbe fang.\"\n\u00a9ie \u00abR\u00fchrung ber \u00a9eriema befteht Oorg\u00fcgfid) in ben \u00c6erbt\u00efjierett beg \u00a9ampo; bod) toertifgt fie au<h Oiefe \u00a9d)tangen, \u00a9ibedjfen unb bergigen. 3n ben lugen ber Sraftfianer ift fte begpalb ein allgemein geacpteteg\tunb *>cig \u00a9efeh Oerbietet, fie gu tobten, \u00a9er spring fanb ihren \u00abRagen\ng\u00e4ugtich mit \u00a3eufd)rcden Oo\u00dcgepfropft; Surmeifter gibt aud; nod) faftige Sceren afg gutter an. \u00a9ie \u00a9efangenen freffen gleifdjfi\u00fccfe, Srot, \u00c4erbtpiere unb bergleidjen, befunben \u00fcbrigeng loirHiche Raubgel\u00fcfte, fo oft fte f\u00f6nnen. \u201e\u00a9herfinge, .junge Ratten unb \u00abR\u00e4ufe\", fagt \u00a3omet)er, \u201etoefd)e fich bem gutterfaften n\u00e4hern, toerben oft, inbem ftd) ber Sogef im fdjneliften Saufe auf fte ft\u00fcrgt, mit unenblicher @efd)idlidjfeit gefangen unb, nad)bent fte erft im Staffer oo\u00fcfontmen eingeloeicpt unb munbgerecht gemacht toorben ftnb, mit \u00a3aut unb paaren oerfchludt. \u00a9ag \u00a9intoeid)en gefchiel)t oorguggtoeife bet gr\u00f6\u00dferen \u00a9adjen, ioie Ratten unb \u00a9perfingen, feftener bei Heineren, ben \u00abR\u00e4ufen g. S.\" \u00a9in \u00a9efangener, ioefdjen Surmeifter beobachtete, nahm nur Heine gleifdjft\u00fcddjen auf, Iie\u00a7 aber gr\u00f6\u00dfere Siffeu, \u00a9eb\u00e4rme beg ^augfeberoiepg liegen; bagegen fammefte er \u00aenod)en ober fefbft aug \u00aenod)en gearbeitete \u00a9egenft\u00e4nbe unb fd)Iug fie fofange auf einen \u00a9tein, big fte gerfprangen, ungtoeifefhaft in ber lbftd)t, terbtfjiere, Staben ober St\u00fcrmer, toefdje int Innern ber \u00abRarH\u00f6fjre leben ober bag federe \u00abRaid fefbft gu erbeuten. ber Saargeit ftreiten ftd; bie m\u00e4nnlichen \u00a9eriemag heftig um bie S\u00dfeibdjen. \u00a3ieroon toar ber ^ving im \u00abRonat gebruar lugengeuge. ,,\u00a9ie Verfolgten ftch in bem bidjten Rebel beg \u00abRorgeng unb fameit ung bann guf\u00e4dig fo nahe, baf fotr fte im fepnetfen Saufe mit toeitge\u00f6ffnetem \u00a9d)nabel erblidten.\" lud) \u00a3omeper gebeult ber Rauffuft beg Sogefg unb befdjreibt bie \u00c6ampffleflungen, ioefdje er annimmt, \u201e\u00aeommt bie \u00a9eriema in \u00a3aber\", fagt er, \u201efo macht fte Me \u00a9priinge, ftr\u00e4ubt bag ^a\u00ef\u00eagefteber, bl\u00e4ht fid) rauboogefartig auf unb breitet ben \u00a9ebtoang to\u00e4hrenb eineg \u00a9prungeg in ber Suft f\u00e4cherf\u00f6rmig aug, nebenbei aud) vielleicht, um nid)t bag \u00a9feichgetoicht gu oerfieren, ben einen ober ben anberen gl\u00fcgef. \u00a9o toirb halb fprittgenb, halb faufenb ber \u00a9egner unter ben broffigften \u00a9eberben angegriffen unb Oerfofgt. \u00a9er \u00a9d)ttabef ift afg bie eigentliche Skffe gu betrad)ten, inbem bie \u00a9eriema mit ihm einen gl\u00fcdlicpen \u00a9riff tf)ut unb bem \u00a9egner viele gebern augrupft, to\u00e4hrenb ber oft oorgefd)neffte guf nie Halft, fonbern nur \u00a9t\u00f6fe unb gufjtritte gibt. Uebrigeng ftnb biefe ftd) oft ioieberpofenben 3toiftigfeiten gioifepen ben \u00a9eriemag ober ihnen unb attberen S\u00f6geln \u00fcberhaupt nie oon langer \u00a9auer, nehmen auch nie einen b\u00f6gartigen \u00a9haralter an.\"\n\u00a9ag Reft toirb auf einem nieberen ober m\u00e4fjig fyofyn Saunte angelegt, \u00a9ineg, tocfcheg ber ^\u00dfring fanb, lonnte mit ber \u00a7anb erreid)t toerben. \u00a9g beftanb aug b\u00fcrreu Reifem, toeld)e unorbentlid) quer \u00fcber bie 3TOei\u00f6e gelebt toaren, unb einer \u00a9d)id)t oon Sette ober \u00aeuhmi)t, toefche bie","page":734},{"file":"p0735.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9er tent a. 21 g ami.\n735\n\u00e4ftulbe bilbete. S ft ipr fiubet man gWei Weipe, fparfatn rofirotp get\u00fcpfelte (Ster, Welcpe Pfauen eie vn in ber \u00a9r\u00f6pe ungef\u00e4hr gleidjfommen unb fp\u00e4ter bieinbidjte, roftgelbe, graufcpwargbraun gewellte \u00aeunen gef leibeten Einigen, Welcpe einige $eit int 9Reft verweilen, bann aber ron ben 2llten au\u00ea; getrieben Serben fetten, SP^r leisten S\u00e4pmbarfeit falber pebt man fie, trenn fie palbw\u00fccpftg ftnb, au\u00ea, mit fte int \u00a9ep\u00f6ft aufgugiepen. \u00a9ie geW\u00f6pnen ftdj, taut 53urineifter, fdjott itadp gWeit\u00e4giger ^Pflege fo an ben 9Jteufd)en, bap fie auf ben 9iuf perbeieilett, ipre 9Raprung ron ipnt 31t empfangen. \u201eS^P fap gWei fohper 23\u00f6gel, welcpe fr\u00fcpmorgen\u00ea gufammengefauert um ba\u00ea geuer ftanben unb ftdj w\u00e4rmten, unbel\u00fcmmert um eine Slngapl ron ^irtbern unb Erwadjfeneit, bie au\u00ea bemfetben \u00a9runbe bid)t neben ifmen lagerten. Slugeftopcn unb ron ber \u00a9teile rertrieben, gaben fte einen furzen Saut be\u00ea Unmutpe\u00ea ron fid) unb napmeit fogteidt biefelbe \u00a9tellung an ber anberen \u00a9eite be\u00ea geuer\u00ea Wieber ein.\" S\u00eeadjbem fte erlrad)feit, fpieten biefe jungen ben SJteifter be\u00ea \u00fcbrigen \u00a9ef\u00ef\u00fcgel\u00ea auf bem \u00a3)\u00fcpnerpofe, leben jebodj mit biefem giemlidj in gricbett. Siftadjt\u00ea fd;lafen fte ftet\u00ea auf erhabenen \u00a9tanbpunften, ant liebfteu auf ben au\u00ea Geifern geflocptenen SD\u00e4cpern ber \u00a9onnenfd)auer. SCRatt gew\u00e4hrt iptteit ro\u00fcfommene greipeit, unb fte taufen bemgem\u00e4p Weit uniper, fepren aber immer Wieber gu bem gewohnten \u00a9ep\u00f6ft gur\u00fccf unb benepmen fiep fcplieplicp gang wie \u00a3au\u00eatpiere.\n\u201eObgteid) ba\u00ea gleifcp biefer Q3\u00f6gel Weip unb Woptfdpmedenb Wie \u00abjp\u00fcpnerfleifdj ift\", f\u00e4prt ber rin3 fort, \u201efo Werben fte boep nur fetten gejagt. \u00aea fte fepr fd)\u00fcd)tern ftnb, ift e\u00ea nid)t leiept, ipnen mit ber Stinte beigufommen; felbft meine, bei ben Heftern rerfotgenben S\u00e4ger waren niept fo gt\u00fcdtid), bie Sitten gu iiberliften. \u00a9obalb bie \u00a9eriema etwa\u00ea grembartige\u00ea bem erf t, rerftummt ipre \u00a9tininte fogleid;, unb im n\u00e4cpften Slugenblicfc port man fte fepon in Weiter Entfernung; al^ bann pflegt fte ftd) and) in bem \u00a9eb\u00fcfdje gu verbergen. \u00a3)ie befte 2lrt, biefen 53ogel gu jagen, ift, Wenn man ipn 31t ^Pferbe im Trabe verfolgt unb niept au\u00ea bem Sluge l\u00e4pt; benn anpattenb in Weitem Greife ron bem \u00a9eb\u00fcfcp abgefd)nitten unb immer fepnetter taufenb erm\u00fcbet er enbtiep. \u00a9oWie ber S\u00e4ger $>ieS bewerft, reitet er auf ben S\u00dfogel 31t, Wetcper jept deine S\u00dfinbungen mad)t, unb man wirft ipm nun entWeber eine \u00a9cplinge um ben #al\u00ea ober fd;iegt ipn von einem 33aume perab, auf Wetdien er ftep nad) furgent, niebrigen ginge gefept patte. \u00a9eW\u00f6pnlicp br\u00fcdt er fiep \u00fcbrigen\u00ea auf bem 53oben nieber unb man ergreift ipn tebenb mit ber \u00a3anb. Scp patte lange Vergebend mit meinen S\u00e4gern naep biefen V\u00f6geln ba\u00ea Eampo burepftriepen, bi\u00ea ein r\u00fcftiger ^pflanger au\u00ea ber Scacpbarfdjaft fidp guf\u00e4Kig auf feinem rafd;en \u00a3engfte bei mir einfanb. Er Verfpradj, mir fogleicp ben Slnblid einer \u00a9eriemajagb gu Verfd;affen, ritt naep bem SScget, beffen \u00a9timme man eben porte, pin, unb jer\u00e7te ipn auf. SCRit Vergn\u00fcgen fapen Wir, Wie ber Leiter in rafepem Trabe unau\u00eagefept bem fcpnetlen 53ogct \u00dc6er \u00a3\u00f6pen unb SUitf'ett, burd) fanfte Tp\u00e4ter unb Ebenen folgte, ipn p\u00f6cpft gefd;idt Vom \u00a9eb\u00fcfcp abfepnitt unb enblicp bie fd;\u00f6rtc 33;ute un\u00bb lebeub \u00fcberbraepte.\n^)ie Trompeterv\u00f6gel (Psophia),erfepeittett geWiffermapeit- a\u00ef\u00ea $erbinbititg\u00eaglieber gWifcpen ben \u00a9cplangenft\u00f6rdjeit, \u00aeranidjen unb \u00a9untpfp\u00fcpncrn. Spv Seib ift fr\u00e4ftig, ber \u00a3al\u00ea mittellang, ber \u00aeopf rn\u00e4pig gcop, ber \u00a9cpnabel furg gew\u00f6lbt, auf ber girfte gebogen, an ber \u00a9pipe <perabgc= fnimmt, feitlicp etWa\u00ea gufammengebr\u00fccft, ber gup poep, langl\u00e4ufig unb furggepig, mit gebogenen, feparf gugefpipten Uralten beweprt, bie \u00e4upere Sepe mit ber mittleren burep eine furge \u00a9panupaut rerbunben, ber gl\u00fcgel furg gew\u00f6lbt unb unter ben \u00a9cpwingen bie vierte bie l\u00e4ngfte, ber \u00a9cpWang furg unb fcpwacpfeberig, ba\u00ea \u00c6leib \u00fcbrigen\u00ea fepr gropfeberig, an \u00aeopf unb \u00a3al\u00ea fammtig, auf ber Unterfeite bunig.\n, \u00aee'ni ^samt (Psophia crepitans) ftnb \u00dfopf, $al\u00ea, Oberr\u00fcdfen, gl\u00fcgel, Unterbntft, 53aud; unb \u00a9teip feptoarg, bie gebern am 53uge purpurfdjtoarg, blau ober gr\u00fcnlicp fdjidernb, bie 3ld)fef;","page":735},{"file":"p0736.txt","language":"de","ocr_de":"736\n\u00a9ie S\u00e4ufer. \u00a9te\u00efjo\u00ebgel. $elbft\u00ebrdje.\nfebern in bev Sugcnb \u00f6lbraun, im 2llter btei; ober ftlbergrau, Unterpat\u00ea unb Dberbruft ftaptbtau, erdfarben fc\u00efji\u00dcCernb, \u00ee)a\u00ea 2luge ift rot-braun, ber nacfte 9lugenring fleifcpfarben, ber \u00a9djnabef gr\u00fcn\u00eficpWeifj, ber $uf getb\u00efid) fleifcbfarben. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 20, bie \u00c7ittigl\u00e2nge 11, bie \u00a9cpWanj; l\u00e4nge 1 3o\u00ef\u00ef.\n\u00a9\u00fcbamerifa n\u00f6rblid) be\u00a7 Slma^onenftrome\u00ea ift bie \u00a3eimat be\u00ea 2lgami ; fenfeit\u00ea be\u00a3 gewaltigen \u00a9treme\u00ea Wirb er burd) einen 23erWanbten vertreten. \u00aeer eine Wie ber anbere lebt nur im S\u00dfalbe, pier aber h\u00e4ufig unb in gaplreicpen \u00a9djaren, laut \u00a9cpomburgf, in folgen oon ein; bt\u00e9 ^Wei; punbert \u00a9tiidcn gufammen. \u00a3)iefe gerben fcpreiten, folange fie nid;t geft\u00f6rt Werben, langfam unb\n\u00aeer Slgami (Psophia crepitans).\nW\u00fcrberoU einher unb beluftigen fiep burcp luftige unb l\u00e4cperlicpe \u00a9pr\u00fcttge, f\u00f6nnett aber fepr fdntell laufen unb ftnb and) auf biefe Bewegung angeWtefem \u201eSpre $tugfraft\", fggt \u00a9djomburgf, \u201eift fo fcpWad), bafj, Wenn bie gerben einen trgetib bebeutenben fylufj \u00fcberfliegen, geW\u00f6pnlicp mehrere ba\u00ea fenfeitige Ufer gar nid;t erreicpen f\u00f6nnen unb in ben \u00a9trom fallen, fiep bann aber burd; \u00a9cpwimmen retten.\" SDiefe Eingabe erfl\u00e4rt bie fd^arfe Segrenjung ber beiben 2lrten: ber 2lma; gonenftrom bilbet f\u00fcr fie ein un\u00fcberwinblid)e\u00a7 .iptn\u00f6erntf. 93or bem S\u00e4ger flie\u00dft eine fotcpe 5perbe \u00e4ngfllicO bapin, aber freilich niemals Weit in einem 3uge; benn bie fepWerf\u00e4Higen IB\u00f6gel fetten ftep halb wieber auf ben Seben nieber ober flattern 31t niebrigen 2leften ber 23\u00e4ume empor unb taffen fid) oon pier leicpt perabfd)iejgen. (Srfepredt, geben fie ihre fonberbare \u00a9timme 5unt 23eftcn. 3uerft","page":736},{"file":"p0737.txt","language":"de","ocr_de":"?lgaint.\n737\nf)\u00f6rt man einen fd\u00fcrfen, toi\u00efbcit Sd)rei nnb bann ein buntpfel, trommelnbe! \u00a9er\u00e4ufd), meld)e! Bet gefdjloffenent Schnabel heroorgebradjt mirb, eine \u00e4ftinute fortbauert, mehr unb mehr ftd) abfd)m\u00e4d)t unb belhalb au! immer gr\u00f6\u00dferer Entfernung hergut\u00f6nen fd)eint, aber nid)t unangenehm flingt; hierauf folgt eine \u00a9aufe oon Wenigen Minuten, unb bann oon neuem ba! Schreien unb S3*aud^rebett. \u00a3)ie S^bianer glauben, ba\u00df le^tere! im Unterleibe entfiele, eine Meinung, meld)e fid) bem S3eobad)ter be\u00ea lebenben \u00a9ogell, meld)cr ftel)t, mie beim \u00a9attd)reben ber \u00a9ruftfaften fidh bemegt, ober bem $er; glieberer, meld)er ba! eigentliche Stirnrnmerfgeug unterfudht, fofort all irrig ermeift. \u201eDie an ihrer oberen H\u00e4lfte einem Sd)manenfiele gleiche Luftr\u00f6hre\", fagt \u00f6pig, \u201eoerengert fid), fobalb fie in ben \u00a9ruftfaften eintritt unb fteht nach beiben Seiten mit gioei h\u00e4utigen, ha^u3e%en \u00a9\u00e4dfen in \u00a9erbinbung, oon melden ber red)te, gr\u00f6\u00dfere in bret ober oier Kammern gertheilt erfdjeint. SDUttet! ber SDUilfelth\u00e4tigfeit be! \u00a9ruftfaften! mirb bie Suft bttrd) enge Deffnungen in jene gufammengefe\u00dften S\u00e4de gegm\u00e4itgt unb bringt bei bem Durchg\u00e4nge, oieftei<ht auch beim -\u00eeperaultreten ba! erm\u00e4hnte fonberbare \u00a9er\u00e4ufch he^or.\"\nfruchte' oerfd)iebener 5lrt, K\u00f6rner unb \u00aeerbthiere bilben bie Nahrung. Die jungen gtehen fleine SB\u00fcrmer unb $erfe anberen Stoffen oor; bie Sitten gem\u00f6hnen ftd) leidbt an \u00a9etreibe aller Strt unb \u00a9rot\nDie \u00a7ortpftangung!gefd)id)te ber Drompetero\u00f6get fprid)t f\u00fcr ihre \u00a9ermanbtfd)aft mit ben Sftohr; h\u00fchnern unb \u00e4hnlichen V\u00f6geln. Der Slgami niftet an ber Erbe, fd)arrt hier, mie bie ^\u00fchuer, am $dt\u00dfe eine\u00ea \u00a9aume! eine feidhte Vertiefung unb legt gehn unb mehr hellgr\u00fcne Eier. Die jungen ftnb oodenbete Steftfl\u00fcd)ter unb oerlaffen alfo fofort nach bem Drocfenmerben mit ben Ettern bie \u00a9rut; ft\u00e4tte, tragen aber ben fehr bidhten, langen unb meiden Steftflaumen mehrere Wochen.\nDer leichten 3\u00e4l)mbarfeit halber mirb ber Stgami fehr oft in \u00a9efangenfdpaft gehalten. SJtan fmbet ihn, taut Schont b\u00fcrgt, in allen ^nbianernieberlaffungen unb hier in einem 3uftanbe ooll; fommener Freiheit, .gem\u00f6hnlid) all P\u00e4chter unb \u00a9eherrfdher be! \u00fcbrigen \u00a9epgell. Er lernt bie Seute, metd)e ftd) mit ihm abgeben, fennen unb lieben, gehorcht ber Stimme bei \u00a3errn, folgt ihm toie ein \u00ab\u00c7mnb, geht Oor ihm her ober umtangt il)n in ^>offirlid^cn Spr\u00fcngen, geigt gro\u00dfe \u00c7reube, njeutt ber \u00a9ebieter nach l\u00e4ngerer Slbmefenheit mieber gur\u00fcdtommt, unb ift eiferf\u00fcc^tig auf anbere Dh^ve, metd;e bie Siebe bei jperrn mit ihm theiten. $\u00fcr Siebfofungen geigt er ftd) fehr empf\u00e4nglich, bulbet el g. \u00a9., ba\u00df man ihm in $opf unb ipal! traut, forbert fogar gtt ber anberen \u00a9\u00f6geln h\u00f6cpft unatt; genehmen \u00a9er\u00fct)rung f\u00f6rmlich auf. \u00a9efannten bei \u00a3aufe! ermeift er Ehrerbietung, $rembe betrachtet er mit Abneigung unb gemiffe \u00a9erfonen mit ,!pa\u00df. Seine \u00a3>errfd)fud)t geigt er \u00fcbrigen! nid)t blo! bem ipaulgefl\u00fcgel, fonbern aud) \u00a3unben unb \u00aea\u00dfen gegen\u00fcber, melden er f\u00fchlt gu Selbe geht, mal)r; fdhetnlich meil er f\u00fcr feine Untergebenen f\u00fcrchtet. Ein \u00a9efangener bei Slfflimatifationlgarten! in Vart! f\u00fchrt einen Raufen k\u00fchner, all ob er beren $err m\u00e4re, ruft fte herbei unb *gludft. \u00a9on anberen hat man 5lehntid)e! beobachtet. Eingelne follen, mie \u00c6ranid)e, ' felbft Schafherben auf ber \u00bb S\u00f6eibe bemachen. $n ben Strafen ber Drtfcbaften oon \u00a9upana fteht man oft meld)e frei umher; taufen; beim fte fhtben ftd) auch, menu fte ftd) meit oom Jpaufe entfernen, regelm\u00e4\u00dfig mieber ein. SKadh Schorn b\u00fcrgt pflangen fidh *>ie \u00a9efangenen gumeiten fort.\n* *\nteuere ^aturforf^er ftnb ber Slnftdht, ba\u00df bie 2Bel)r\u00f6\u00f6gel (Palamedeae), meld)e gem\u00f6hnlich ben fallen gugered)net merben, biefen gar nid)t angeh\u00f6ren, fonbern eher mit ben Schaf u; unb \u00a9ro\u00df; fu\u00dfh\u00fchnern Oereinigt merben m\u00fcffen; anbere unb unter if)nen bie t\u00fcdhtigften \u00a9eobad)ter, mefd)e jene au! eigener Slnfchauung fennen lernten, fel)eu fte all entfd)iebene \u00a9ermanbte ber fallen unb Sumpfh\u00fchner an, obmohf fte gugeftehen, ba\u00df audh bie Sebenimeife ihr Eigenth\u00fcmliche! hat. ^ebeu; fall! ift man berechtigt, bie fonberbaren \u00a9efch\u00f6pfe in einer eigenen Familie gu Oereinigen. Sie ftnb\nSre\u00c7nt, \u00dcberleben. IY.\t47","page":737},{"file":"p0738.txt","language":"de","ocr_de":"738\n\u00fcDie S\u00e4ufer, \u00a9tetgo\u00f6gel. SBeproSget.\ngro\u00a7e, fdjwerleibige 33\u00f6gel mit l\u00e4nglichem ipa\u00effe, lleinent Kopfe, giemlicp langen unb ftarfen \u00a9dfwingen, fr\u00e4ftigem \u00a9cpwange unb m\u00e4f^ig hohen, bicfen unb langlebigen $\u00fcf?en; ber \u00a9cpnabel ift \u00ef\u00fcrget af\u00f4 ber Kopf, bem ber jp\u00fcpner nicht un\u00e4hnlich, neben ber $irfte etwa\u00ea gufammengebr\u00fcdt, an ber \u00a9pipe pafig \u00fcbergebogen, an ber 2\u00dfurgel mit 2Bacp\u00bbhaut befleibet, ber $u\u00a7 Wenig \u00fcber ber $erfe nacft, bie \u00e4u\u00dfere unb mittlere Borbergepe burtp eine \u00a9pannpaut oerbunben, bie hintere fo lang, ba& fte ben SSoben ber\u00fchrt, jebe mit einem mittellangen, Wenig gebogenen unb f^*i^en 3Ragel beWeprt, im Mittig bie britte \u00a9dfwinge bie l\u00e4ngfte, ber gW\u00f6lffeberige \u00a9cpWang fanft abgerunbet, ba\u00ea \u00a9efteber ftart, ood, am \u00a3alfe tleinfeberig. Bemerfen\u00eaWertp ftnb gWei fehr \u00efr\u00e2ftige \u00a9h\u00f6ren am ft\u00ef\u00fcgelgelen\u00ef; eine Slrt tr\u00e4gt auch einen hornartigen 2tu3Wucp3 auf bem Kopfe. Sn ber F\u00e4rbung geigt [ich bei ben Oerfchiebenen \u00a9efcplecptern \u00efein ltnterfchieb.\n\u00aeer Knochenbau ift plump unb maffig, bie Bunge lang, fchmal unb fpi^tg, ber Kropf Weit, ber SJtagen fepr mu\u00eafelfr\u00e2ftig, ber Sr)armfd)Iaud) lang unb ftarfp\u00e4utig. Sluffa\u00ef\u00efenb entwidfelt i)t ba\u00ea Suftf\u00fcHung^Oerm\u00f6gen : Wte bei einzelnen \u00a9d)Wimmo\u00f6geIn liegt unter ber .Ipaut ein bicpte\u00ea 9tep oon SuftgeHen unb Suftblafen, Weld)e3 beliebig angef\u00fcllt unb entleert Werben lann.\nSJtarcgraoe, S\u00dfifo, \u00a9onnini, 2lgara, ber $ring oon SBieb unb Burmeifter paben un\u00ea \u00fcber bie Seben\u00eaWeife ber BSepro\u00f6gel unterrichtet, \u00a9ie finben ftd) in allen gr\u00f6fjeren \u00a9\u00fcmpfen \u00a9\u00fcbamerifa\u00ea, leben gew\u00f6hnlich in flehten \u00a3rupp3, w\u00e4prenb ber Brutgeit aber paarweife, ftnb im gangen frieblidj unb gebrauchen ipre kr\u00e4ftigen S\u00dfaffen feiten, bie M\u00e4nnchen einanber gegen\u00fcber W\u00e4prenb ber Begattung\u00eageit unb beibe \u00a9efcplecpter, um fd)W\u00e4cpere \u00c7einbe abguWepren. SDafj fte ftd) in K\u00e4mpfe mit ben m\u00e4chtigen \u00a9cplangen eittlaffen, Welcpe bie oon ipnen befugten \u00a9\u00fcmpfe bewohnen unb felbft gr\u00f6\u00dfere \u00efpiere ungefcpeut anfallen, Wie poppig unter Blnberen noch angibt, fdjeiut mir fepr uttwaprf(peinlich gu fein, obgleich man ipnen einen geWiffeu Kampfe\u00eamutp nicpt abfprecpen fann. Spre Bewegungen ftttb angiepeub. Sut \u00a9epen tragen fte ftd) ftolg unb w\u00fcrbeOoH, im fliegen erinnern fie, an grofe 9taubo\u00f6gel, in\u00eabefonbere an \u00a9eier; aufgefdjeud)t, b\u00e4umen fte; gum \u00a9cpwimmen fcpeinen fte unf\u00e4pig gu fein. Spre \u00a9timme fcpallt auf weitpin oom 25>albe wieber. 2)ie \u00ef\u00eftaprung bejtept oorgug\u00eaWeife au\u00eb ^flangenftoffen; bod) Werben fte, wie anbere \u00a9umpfo\u00f6get aucp, fcpWerlicp Kerbtpiere, fleine Surcpe unb gifcpcpen oerfcpm\u00e4pen, ba bie \u00a9efangenen ipnen oorgeWorfene gleifcpbroden nicpt liegen taffen, inmitten iprer \u00a9\u00fcmpfe erricpten fte ftd) ein grcfje\u00ea 5Reft, belegen baffelbe mit gWei ungefledten \u00a9iern unb f\u00fcpren bie jungen fofort nacp bem \u00a9ntfcpl\u00fcpfen mit ftd) weg. Sung aufgegogen, geW\u00f6pnen fte ftd) teicpt an bie \u00a9efangenfcpaft, erwerben ftd) Slcptung unb \u00a9eporfam unter bem \u00fcbrigen $au\u00eagefl\u00fcgel unb follen fogar pier unb ba at\u00ea \u00a3>irten oerWenbet Werben f\u00f6nnen. SJ\u00cean p\u00e4lt fte in \u00a9\u00fcbamerifa gern auf bem \u00a9ep\u00f6ft, fenbet fte aber feiten lebenb nacp \u00a9uropa her\u00fcber: fooiet mir befannt, pat nur ber Bpiergarten oon Sonbon einen BkprOogel l\u00e4ngere Beit befeffen. \u00a3)a\u00a7 \u00a3orn, ber linfe gl\u00fcgelfporen unb nacp ipnt ber red)te ftepen bei ben Subianern int \u00ef\u00ef\u00eeufe ber au\u00eagegeicpnetften \u00a3eilfr\u00e4fte, unb biefe Streite finb be\u00f6palb in mancpen \u00a9egenben be\u00a7 Snneren Braftlien\u00ea gu einem wirflid)en \u00a3anbe\u00ef\u00eagegenftanbe geworben.\n^nt Bklbgebiete be\u00ea mittleren Braft\u00efien\u00ea unb oonpierau\u00ea norbw\u00e2rt\u00e8 \u00fcber \u00a9upana unb (Kolumbien ftcp oerbreitenb, lebt ber Slniuma ober Slnpima ber Brafilianer (Palame\u00e4ea cornuta), Welcper Wegen be\u00ea \u00a3orne\u00ea auf bem \u00a9cpeitel, ber bicpt befteberten B\u00fcgel unb be\u00ea furgen Kopf; unb \u00a3al\u00eagefteber\u00ea al\u00ea Vertreter einer befonberen \u00a9ippe gilt. 2)aS nur in ber \u00a3aut befeftigte \u00a3orn erpebt ftd) auf ber \u00a9time, fteben Sinien Weit oon ber \u00a9cpnabelwurgel entfernt, unb ift ein b\u00fcnne\u00ea, langet, aufrecpt fiepenbe\u00ea, aber fanftbogig oorw\u00e2rt\u00ea gefr\u00fcmmte\u00ea, f\u00fcnf bi\u00a7 fecp\u00bb 3\u00b0$ lange\u00ea \u00a9ebilbe, WeWpe\u00ea an ber S\u00dfurgel anbertpatb Sinien im \u00a9urcpmeffer p\u00e4lt unb giemlid) ricptig mit einer SDarmfaite 0ergIid)en W\u00fcrbe. \u00aeer obere \u00a9porett am gl\u00fcgelbuge ift breied'ig, fepr fpipig, etwa gWei 3o\u00fc lang","page":738},{"file":"p0739.txt","language":"de","ocr_de":"21 ni it ma.\n739\nunb faum mer\u00ef\u00efidj nacB au\u00eam\u00e2rt\u00ea ge\u00efr\u00fcmmt, ber gV\u00fceite, tiefer unten fte^enbe \u00a9tadlet nur tier Sinien lang unb faft gerabe, aber immer nod) \u00efraftig. 3)a\u00a7 mettre, fammetartige \u00a9efteber be\u00ea Dber\u00efopfe\u00ea ift toetfjgrau, jebe fteber gegen bie \u00a9pii^e Ijin fd)to\u00e4rjlid), bieSebern ber \u00ceBangen, \u00c6etjte, be\u00ea jpa\u00effe\u00ea, be\u00ea Ot\u00fcden\u00ea, ber 33rufi, ber St\u00fcge\u00ef unb be\u00ea \u00a9d)itan;$e\u00eb finb fdjtoarjbraun, bie 2Id)fet = unb gro\u00dfen Sl\u00fcgetbedfebern gr\u00fcnticb meta\u00ef\u00efifdj fdjitternb, bte \u00efteineren SDedfebent an ber SBurget lehmgelb, bte be\u00ea Untertjalfe\u00ea unb ber Oberbruft ^e\u00ef\u00efft\u00efbergrau, breit fdjttarg geranbet, bie be\u00ea 23aud)e\u00a7 unb \u00a9teijje\u00ea reinlteifj. $)a\u00ea 2\u00efuge ift orangefarben, ber \u00a9cfynabet fdjtoar^braun, an ber \u00a9|nf$e \u00efteifftid),\n\u00a9er Stniunta (Palamedea cornuta). V-a ber nat. \u00a9rbjje.\nba\u00ea $orn toeifjtidjgrau, ber Su\u00a7 fdjiefergrau. \u00a3)ic S\u00e4nge betr\u00e4gt 30, bie 23reite 78, bie Sittig; l\u00e4nge 21, bie \u00a9djtoan^t\u00e2nge 11 3o\u00eff.\n\u201e3)er 5tniuma\", fagt ber 5\u00dfrinj ton 2Bieb, \u201ebitbet, at\u00a7 ein gro\u00dfer, fdjon\u00e9r 33oge\u00ef, eine \u00dfierbe bcr braftlianifd^en Urto\u00e4lber. (Sr ift mir tiier aber nidjt etjer torgefommen, a\u00ef\u00ea bi\u00a7 id), ton \u00a9\u00fcben nad) SRorben reifenb, am Stuffe SBetmonte ben 16. @rab f\u00fcbtid)er SSreite erreicht t)atte. ^>ier tritt er fe^r ga^\u00efrcid^ auf. (Sr lebt bto\u00ea in ben inneren \u00a9ertong\u00ea, ton ben SE\u00dfotjnungen ber SDtenfdjen entfernt, $d) Ijabe iljn nid)t, toie \u00a9onnini, in offenen \u00a9egenben angetroffen, fottbern bto\u00a7 in ben \u00c7o\u00efjen Urtt\u00e4lbern au ben Ufern ber Sl\u00fcffe. $ter Porten mir h\u00e4ufig bie taute, fonberbare \u00a9tintrne,\n47*","page":739},{"file":"p0740.txt","language":"de","ocr_de":"740\nSie S\u00e4ufer. \u00a9telgo\u00f6gel. \u00a9el\u00dfV\u00f6gel Sailen.\nmelche einige Sehnlidjfeitmit ber nnferer Silben ipolg taube hat, aber meit tauter (galtenb nnb bon einigen anberen ^djlt\u00f6nen begleitet ift. 3utoeilen erblidten \u00efotr bie Sniuma!, mie fxe bon ben \u00a9anb; bauten an nnb in bem f\u00c7\u00efuffe flol^ einher gingen. S\u00e2ljerten mir uni ihnen einigerma\u00dfen, fo ftogen fxe auf nnb glichen nun burd) bie breite \u00a7t\u00e4d)e iljret f^t\u00fcgel, burd) ihre $arbe nnb ihren ^l\u00fcgelfchlag ben Urubu!. \u00a9ie fu\u00dften al!baun immer auf ber ^ol;en $roue eine! bid)t belaubten Sklbbaume!, bon mo au! fxe h\u00e4u\u00dfg il)re \u00a9timme h\u00f6ren lie\u00dfen, m\u00e4ljrenb man fte feiten feljen fonnte. Sn ber Srutgeit beobachtet man ben Slniuma \u00dfaartoeife, \u00fcbrigen! gu hier, f\u00fcnf bi! fed)! \u00a9t\u00fcden bereinigt, \u00a9ie gehen nad) ihrer Sal\u00dfung auf ben \u00a9anbb\u00e4nfen im fytuffe umher ober in ben in jenen Ufern fehr h\u00e4ufig bortommenben, nid)t mit S\u00e4umen bemachfenen \u00a9\u00fcmpfen. SMe Salbung fdeint hauptf\u00e4chlid) in ^Sflan^enfhoffen gu hefteten ; menig\u00dfen! habe ^ f\u00fcnf bi! fed)! biefer Sogei unterfud\u00df unb in ihrem Stagen nur gr\u00fcne Sl\u00e4ttcr einer @ra!art unb einer anberen breitbl\u00e4tterigcn \u00a9untpfhflange gefunben.\"\n\u201e\u00a3)a! Se\u00df foK man in ben 2Balbf\u00fcm\u00dffeu unmeit be! bluffe! auf bem Soben finben. \u00a9! enth\u00e4lt, nach Ser\u00dfdjerung ber Sotofuben, gmei gro\u00dfe, mei\u00dfe (Sier unb befteht blo! au! einigen Seiferdhen. SDie jungen laufen fogleid). \u00a3)a! ^leifd) liebt man nicht; bie ^portugiefen effen e! nicht, befto gieriger bie Sotofuben. \u00a3)ie fr\u00f6nen gro\u00dfen \u00a9chmungfebent benu|t man gum \u00a9djreiben ; bie \u00a9d)mang; febern toerben bon ben SMlben gu ihren pfeifen Oerbraud\u00df. S)er gemeine Siann ^at ben 2lber; glauben, ba\u00df biefer S\u00f6get jebe\u00eamal gubor ba! \u00a9tirnhern in! SBaffer tauche, menu er trinfen trill.\"\n\u201eStaregrabe nennt ben Sniuma einen SaubOogel, befchreibt ihn \u00fcbrigen! gut unb gibt aud) bie \u00a9timme burd) ba! S\u00dfort \u201eSil)u\" fet;r richtig au. Gr rebet ferner bon ber Ungertrennlid)feit beiber Gatten, iuobon mir bie bra\u00dflianifd)en S\u00e4ger aber Sicht! mitgetheitt haben.\"\n\u00a9eg\u00e4hmte Slniuma! geigen fxch folgfam, taffen \u00dfd) mit $\u00fcl)nern gufammenhalten unb fangen ohne Soth feinen \u00a9treit an. \u00aeer Gefangene, mcldjer im lonboner Thiergarten lebte, mar gegen Steufchen fehr gutraulid), fef\u00dfe \u00dfd) aber .Spunben fofort gur 23el)re unb mu\u00dfte feinen $liigelfporen fo bortrefflich gu gebrauchen, ba\u00df er bie Vierf\u00fc\u00dfler mit einem eiugigett \u00a9chlage in bie fvlucht trieb.\n\u00a3;ie Sfd)aja (Chauna Chavaria) tr\u00e4gt fein \u00a7om auf ber \u00a9tim unb unterfd)eibet \u00dfd) bont Slniuma noch au\u00dferbem burch ben etma! f\u00fcrgereu @d)nabel, ben nadten 3\u00fcgel unb ba! gmar fehr meiche, aber nicht fammtige \u00a9e\u00dfeber be! $o\u00dffe! unb Jpalfe!, melde! im Sa den einen \u00a9d)ohf bilbet. SDie Gebern be! \u00a3>berfo\u00dffe! unb ber ipollc \u00dfnb grau, bie ber Soangen, $el)le unb be! Oberljalfe! mei\u00df, bie be! Stautel! bunfclbrauu, bie be! Saden!, ber Sorbcrbnt\u00df bunfetafdblau, berfyl\u00fcgelranb, bie inneren SDedfebern, bie Saud); unb bie \u00a9tei\u00dfgegeub trei\u00dflid). \u00aea! Stuge i\u00df gelb, ber3\u00fcget unb nadte Sugenriug fleifd)roth, ber \u00a9chnabel fdjmarg, ber gu\u00df lidtrotj). \u00a9te \u00a3\u00e4uge betr\u00e4gt 32, bie ^ittigt\u00e4uge 19, bie \u00a9d)mangl\u00e4nge 8 3od.\n\u00a3)ie Sfd)aja geh\u00f6rt bem \u00a9\u00fcboften Sra\u00dflien! unb ben \u00f6aptata ; \u00a9taaten au. \u00a9ie lebt ebeufo; mold an ben gro\u00dfen Saguneu, im Sanbc, mie an ben ^lu\u00dfufern, halb einfam, halb baarmeife, halb in gasreichen Strupf}!. 2ln ben fyl\u00fcffen trifft man fie nur ba, mo ba! Ufer \u00dfad), unb ba! Staffer nicht tief i\u00df, auch nid\u00df \u00dfarf \u00dfr\u00f6mt; \u00dfe geht gmar oft in! Staffer, fchmimrnt aber nicht. Stuf bem Soben, ihrem gem\u00f6hnlid)en 2lufenthalt!orte, bemegt \u00dfe fi<h m\u00fcrbeooH, h\u00e4lt jeboch ben Seib magerest unb fpreigt bie Seine etma! au!; im fliegen erfd^eint ber K\u00f6rper bid unb abgerunbet. \u00a3>er ^lug felb\u00df i\u00df gefd;idt unb fdjeint auch nid)t gu erm\u00fcben, ba bie \u00effdjaja fehr oft hod) in bie Suft \u00dfeigt unb \u00dfd) freifenb fo hoch he^ ^a\u00df man \u00dfe nicht mehr mahrnimmt. Shre \u00a9timme t\u00f6nt laut, fdjarf unb he\u00fc, bie be! St\u00e4nndjen! mie \u201e Vfc^aja\", bie be! S\u00f6eibdjcn! mie \u201e\u00effdajali\". Seibe \u00a9atten rufen Sei, bei Sad)t ebenfomohl mie bei Sage unb antmorten \u00df<h gegenfeitig.\n\u00aeie Sahrung fd)eint gemifchter Srt gu fein. Surmei\u00dfer fagt au einer \u00a9teile, ba\u00df bie Sfdaja nur 2\u00f6affergem\u00e4dfe unb beren fvnidjte freffe, an einer anberen, ba\u00df \u00dfe \u00dfd) mit fleinen \u00c7ifcheu unb","page":740},{"file":"p0741.txt","language":"de","ocr_de":"91 n i u m \u00ab. Z f dj a j a.\n741\nallerlei \u00a9eWiirm ern\u00e4hre, Weldjeg fie am Ufer auflieft, uub in ber \u00a9cfangeitfchaft mit bem Slbfatt ber 3)tenfchennat)ritng oorlieb nehme. Oie fr\u00fcheren ^Beobachter geben ^flanjenfioffe, uub jWar Kr\u00e4uter alg gutter an.\nStad) S^ara\u2019g ^Beobachtungen lebt bie \u00a3fdjaja in (Sine^igfeit, unb beibe \u00a9atten h\u00e4ngen mit gro\u00dfer \u00efreue an einanber. Oag Steft wirb im Sumpfe angelegt, nad) SBurmctfier im Scpilfe auf weiter Unterlage, Wie bag eines SBafferhuhneg. Oie $Wei \u00a9ier ftnb l\u00e4nglich eif\u00f6rmig, Heiner alg bie ber \u00a9ang, Weif; unb fepr rauhfdjalig. Oie jungen tragen eilt borftigeg Steftbunentleib unb folgen ber -Diutter fofort nad) bem Slugtriechen. 3\u00bbung eingefangene \u00a3fd)ajag Werben fepr japut, gew\u00f6hnen fid) an bie .!pau\u00f6genoffenfd}aft fo leid)t Wie -Spauglj\u00fchner, foba\u00a7 fie fid) fret bewegen b\u00fcrfen, lernen ihren \u00a9ebieter unb beffett Familie lernten, laffen fid) oott SBetannten gern fd)ineid)eln unb bilben, wie SBurmetfier fagt, eine 3t\u00a3rbe beg -fpofeg, opne febodj bem \u00a9igner felbft Stufen 3U gew\u00e4hren. Oamit ftel)t bie Eingabe einiger Steif enben im SBiberfprudje: iit Cartagena n\u00e4mlich foil man gerabe bie Ofdjafa alg \u00a3>irt ber gerben benutzen, Weil matt erfahren haben will, bafj fie bie ipr anoertrauten S\u00e4mlinge gegen $eiube auf bag 3Jiutl)igfte oertheibigt.\n* *\n*\nltnfere 2Ba ff er r a Ile gilt alg Urbilb einer an mitten jahtveicbien, \u00fcber bie ganje \u00a9rbe oerbreiteten Familie jierlidper Sumpfo\u00f6gel, Welche fid) lennjeid)nett burd) hohen, feitlich ftarl gufammengebr\u00fcdten Scib, mittellangen $alg, fleinen $opf, einen oerfd)iebett geftalteten, feitlich gufammengebr\u00fccften, feiten mehr alg lopflangen Schnabel, h\u00b0he lcingsel)ige $\u00fcBe mit ftetg entwicfelter hintere, ziemlich turje abgerunbete Fl\u00fcgel, Weld)e bie gufammeugelegte SdjWangfpihe nicht erreichen, langen, gugerunbeteu Sd)Wan3, welcher ailg jw\u00f6lf Gebern befiehl, unb ein reidjeg, febod) glattanliegenbeg \u00a9efieber, \u00fcber beffen F\u00e4rbung im allgemeinen 9tid)tg gefagt Werben lattn.\nlieber beu inneren S3att, Welcher \u00fcbrigeng mit ben fp\u00e4ter 311 crW\u00e4hnenben Sumpfh\u00fchnern fehr \u00fcbereinftimmt, bemerft 2\u00dfagner ungef\u00e4hr bag ^olgenbc. Oer Scp\u00e4bet ift runblid) unb fcp\u00f6n gew\u00f6lbt, bag ^pinterhauptglod) anfeljnlid), bic Slugenfd)eibeWanb burd)brochen, bag \u00fcthr\u00e4nenbeiit mittel; m\u00e4fjig, ber $opf \u00fcberhaupt bem ber $ranid)e fepr \u00e4hnlich. Oie S\u00dfirbelf\u00e4ule befiehl aug breijehu fdjlanfen $alg;, gehn unoerf\u00f6hntoljenen 33ruft; unb ad)t fd)Wad)en S\u00f6hWanjWirbeln; ber letztere oott biefen pflegt bem fd)Wad)en Schwanke entfpred)enb \u00fcerf\u00fcllt ju fein; bag 23rufibein ift 3ientlidj laug, aber fepr fd)tnal, fein \u00c4amm betr\u00e4chtlich groj;; nach hinten ftnbet ftd) jeberfeitg ein l\u00e4ngerer, fdjmaler $ortfah, Weldper feberfeitg fpi^Wittfelige, tiefgepenbe ^autbud)ten einfdhliefjl. $aft alle \u00aenod)en fittb martig. Oie 3unge ift jiemlid) lang unb ^ugefpi^t, ber Sdjlunb Weit unb faltig, ber SSormageit l\u00e4ttglid), ber SOtugfelmagen fepr ftarl uub fr\u00e4ftig u. f. W.\nSide halfen leben in fumpftgen ober bod) feuchten \u00a9egenben, einige in wirtlichen 23riid)en ober fd)ilfreichcn Steidjeu unb Seen, anbere auf S\u00f6iefett unb ben \u00a9etreibefelbem, einzelne auch SBalbe. Sie f\u00fchren ein oerborgeneg Sebeit, laffen fid) fo Wenig alg m\u00f6glich feh^n, entfdjliefien fid) nur hart gebr\u00e4ngt juin Stuffliegen, oerflehen eg aber meifterljaft, ftd) jWifdjen ihren \u00e4\u00f6ohnpflanjen ju oerbergen. 3lUe finb oortrefflich 31t $uj;e, exclue fdjwimnten recht leiblich, anbere tauchen fogar; f\u00e4mmtlid)e Slrteu aber geh\u00f6ren 31t ben fdjtedjteften Fliegern innerhalb ihrer Orbuung. SBemerteng; Werth ift ih^e laute, in ben meiften g\u00e4lten h\u00f6<hft eigenth\u00fcmlid)e Stimme, Welche man in ben Slbenb; unb SOtorgenftunbeu, bann aber 3itWeilen lange 3eit ohne alle Unterbrechung Oernimmt. 3>hvc Sinne finb Wol)l entwidelt, ihre geiftigeu g\u00e4t)igteiten, Wie man am beften 001t ben \u00a9efangeneit abnehmen tarnt, bebeutenb, ihre \u00a9igenfdjaften h\u00f6<hft anfprechetib. Unter fid) leben bie Weuigflett Slrten gefellig; au\u00dfer ber SBrutgeit tommt eg febed) oor, ba\u00a7 e^elne 31t tleinen Fl\u00fcgen fid) Oerei; nigett, l\u00e4ngere $eit gemeinf\u00f6haftlid) au einem unb bemfelben Orte aufhalten ober Wohl aud) 3ufammett auf bie Steife begeben. Um anbere IB\u00f6gcl ober ^cre \u00fcberhaupt bet\u00fcmmern fid) bie Stallen Wenig,","page":741},{"file":"p0742.txt","language":"de","ocr_de":"742\n\u00a9ic S\u00e4ufev. \u00a9telgo\u00f6gel. Stallen.\nobgleich fie fid) itt berett @efellfd;aft ntdT;t ungern gu befinben fd;einen. 3\u00a7ve Nahrung entnehmen fie ebeufoWoht bem 5Pf\u00efangen= Wie bem \u00a3\u00ef)ierretd)e. \u00a9ie oergehren oiele \u00a9\u00e4mereien, aber aud; fe^r gern uttb geitWeilig ix>o^\u00ef auSfdhlieflid; \u00c6erbthiere, bereu Saroen, \u00a9<hneden, VSiirmer, (Sier auberer V\u00f6gel ober Heine Scefto\u00f6gel felbft. \u00a9ie gr\u00f6\u00dferen 2lrten ber Familie fmb Wahre fftaubo\u00f4gel, We\u00efd;e fogar auSgeWad;fenen Heiuen VSirbelthieren ben \u00a9arauS machen. \u00a9aS S\u00eeeft Wirb nah am SBaffer, oft \u00fcber bemfe\u00efbeu im Vinf\u00efd;t, Stieb nnb \u00a9d;ilf angelegt, ift ein giemlid; gutes \u00a9efled;t, in Welches baS 3Baffer nicfyt einbringen fann, nnb enth\u00e4lt int Fr\u00fchjahre ber betrcffenben S\u00e4nber brei bis gw\u00f4\u00eff, auf bleid;em \u00a9runbe bunfler gefledte nnb gepunftete \u00a9ter, Welche oon beiben \u00a9Item bebr\u00fctet Werben, \u00a9ie Wolligflaumigen jungen f\u00eenb Oodenbete 9lefifl\u00fc<hter nnb pe ^Beobachtung beSpalb auferorbentlid; fd)ioierig; both Weif man, baf fie ftd; feljr halb felbft\u00e4nbig machen, bie \u00a9Hern aud; Wol)l nod; gu einer gWeitcn Vrut im Saufe beS \u00a9ommerS fchreiten. 2Ille Stadeit ioerben nicht eigentlich gejagt, ioeil bie Sfagb nur mit $ilfe eines guten \u00a9t\u00f6berpunbeS einigen \u00a9rfolg oerfprid;t, aber gelegentlich mit erlegt, ba ihr $leif<h \u00ceP\u2018 ioohlfchmedenb ifi. \u00a9r\u00f6fereS Vergn\u00fcgen als ihre 3<tgb geio\u00e4hrt ibr \u00a9efangenleben. \u00a9ie geh\u00f6ren ausnahmslos gu ben anmuthigften V\u00f6geln, Weld;e man halten fann, Oerlangen jebcd; etn gr\u00f6fereS \u00a9ebauer unb eine etwas forgf\u00e4ltige pflege, ioenn fie gebeihen follen.\n3u beu Stallen rechne ich eine an Slrten arme \u00a9ippe, ioelche bisher gew\u00f6hnlich ben \u00a9d;nepfen gugeg\u00e4hlt W\u00fcrbe, bie \u00a9epnepf enralleipithyncliaea). \u00a9ie fenugeidpten ftch burch ben mehr als fopflangen, hinten geraben, oorn gefenften, feitlich gufammengebr\u00fcdten \u00a9chnabel, beffen Sabeit au ber \u00a9pipe gleich lang unb nad; unten gebogen finb, bie mittellangen \u00c7\u00fcfe ntit Oerh\u00e4ltnifni\u00e4fig furgen, gang getheilten 3ehen/ bereu Ipterfte fid) etwas h\u00f6her einlenft als bie \u00fcbrigen, bie breiten ftl\u00fcgel, unter bereu $anbfd;Wingeit bie brittc bie l\u00e4ngfte, fanft gugerunbeten, gW\u00f6lffeberigen \u00a9chWattg unb bie fd;\u00f6ne 3eid)nung ihres \u00a9efteberS. \u00a9ic 9)i\u00e4nnd;en fmb Heiner unb unfeheinbarer als bie VSeibcpen, Welche beShalb oft als 31t\u00e4nnd;en befhrieben W\u00fcrben.\n3>n SIfrifa h\u00fcbe id; bie \u00a9olbralle ober \u00a9olbfcpnepfe (Rhynchaea capensis) femten gelernt. \u00a9aS \u00a9efteber beS 2Jt\u00e4nnc\u00a3)enS ift auf ber Oberfeite fd;Warggrau; ein \u00a9treifeu, Welcher \u00fcber ber $opf; mitte, ein 2lugenbrauenftreifen unb ein \u00a9d)ulterfireifen jeberfeitS finb .gelblid;, bie Oberfl\u00fcgel auf braunem \u00a9runbe fd;W\u00e4rglich gewellt, ber VorberpalSunb bieDberbruft tieffd;Warggrauunb Weif gewellt, bie \u00fcbrigen Unterteile Weif, bie \u00a9d;Wingen unb \u00a9teuerfebern burch golbgelbe Singen= unb fcpWarge \u00a9uerfleden gezeichnet. Veim SBeibchert ift bie Oberfeite bunfelbifterbraun, unregelm\u00e4fig griiufd;Warg in bie Duere geb\u00e4nbert, ber $opf braun mit gr\u00fcnlichem \u00a9epimmer, bie Stugenbrau gilblicpweif, ein \u00fcber bie f\u00f6opfmitte ocrlaufenber \u00a9treifen gelblich, ber .JpalS gimmtbraun, bie Vorberbrufi fcpwarg; braun, ein oom \u00a3>alfe gur 2ld;fel laufenbeS Vanb Wie bie Unterfeite Weif; \u00a9cpwingen unb \u00a9teuere febevn finb gr\u00fcn unb fcpWarg geWedt unb mit golbgelben Rieden gegiert, bie gl\u00fcgelbedfebern gr\u00fcnlid;, fein fcpWarg geb\u00e4nbert. \u00a9aS 2luge ift braun, ber \u00a9chnabel au ber \u00a9pipe giuuoberroth, an ber VSurgel bunfeigr\u00fcn, ber guf hellgr\u00fcn. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt beim M\u00e4nnchen 9, beim V\u00dfeibd;ett 10, bie Vreite bei Jenem 16 V4, bei biefem 18, bie gittigl\u00e4nge 5VC, bie \u00a9d;Wang!\u00e4nge 2 3od.\n\u00a9inige gorfeper Wollen alle @olbfd;nepfen ber alten V\u00dfelt gu einer 2lrt g\u00e4hleit unb fepen bie unterfepiebenen nur als Himatifd;e Abarten an; idh \u00f6in mit Stnberen ber cutgegengefepten 2lnfid;t. \u00a9aS Verbreitungsgebiet ber befd;riebenen \u00a9olbfcpnepfe reicht \u00fcber einen grofen \u00a9hert ^IfrifaS. 3d; fanb fie am Sftenfalepfee unb in Unteregppten \u00fcberhaupt, eingeln aber auch im \u00a9ubapn auf; anbere ^orfeper fammelten fie am \u00a9enegal, in SJcofambiE unb auf OJtabagaSfar. Slach meinen \u00a9rfahrungen Waubert fie nicht, fonbern geh\u00f6rt p\u00f6cpfieuS gu ben \u00a9trid;O\u00f6geln; benn man trifft fie gu gleid;er 3eit in Unteregppten unb im \u00a9ft; \u00a9ubapn.","page":742},{"file":"p0743.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9olbral le.\n743\nUeber bie SebenStneife finb mir feine ausf\u00fchrlichen \u00a9eobadhtungen Befannt; unb id) felbft h\u00fcbe tnenige fammeln f\u00f6mten, obgleid) midi) ber \u00a9ogel ftetS fehl* angejogen hut. SDie \u00a9olbfdhnepfe lebt in \u00a9\u00fcmpfen, \u00a9r\u00e4chen, inaff erreichen gelbem, aber and) gtoifc^en \u00a9eb\u00fcfd) unb fogar im R\u00f6hrichte, je nach beS OrteS \u00a9efdjaffenheit. 3nt Sr\u00fchiuljre h\u00e4lt fie ftdj paartneife, fp\u00e4ter in fleinen Fl\u00fcgen non nier bis fedjS \u00a9t\u00fccfen. 3>hr SBefen erinnert in getniffer $tnftd)t noch an .bie \u00a9djnepfen, hut aber bod) gr\u00f6\u00dfere Slehnlid)feit mit bem ber fallen, \u00a9olange als m\u00f6glich ftd) nerbergenb, treibt ftd) ber \u00a9ogel jtnifdjen ben ihn bedenben \u00a9flanken umher, geigt ftd) nur feiten auf freieren \u00a9teilen unb fud)t, trenn er tnirflid) eine fold)e \u00fcberfchreiten mufjte, balbm\u00f6glichft tnieber baS fdj\u00fchenbe \u00a3)id\u2018idjt gu getninnett. \u00a9ein Sauf gefd)iel)t fehr rafd), gleid;niel, ob ber \u00a9oben, auf tneld)em er fidj betnegt, hurt ober fchlamntig ift. Um fo fd)led)ter ift ber Slug. Sille \u00a9olbraKeu, ineld)e id) beobachten fonnte, erhoben ftd), nadh\n3)te \u00a9olbralle (Bhynchaea capensis). 1/3 ber nat. \u00a9rofje.\n\u00a9dhnebfenart, erft hurt nor meinen S\u00fcfjen, flatterten mehr als fie flogen, unfidher unb fdjtnanfenb, niebrig bahiu unb fielen ttad) tnenigen Slugenblicfen tnieber Ijei'ub. 3JUt ber getnanbten Slugs betnegung ber \u00a9dhnepfen hut biefeS erb\u00e4rmlidhe Sluttern feine 2Iehnlid)feit; felbft bie S\u00f6afferraUe unb ber SSacbtelf\u00f6nig fdheinen mir noch fluggetnanbter gu fein als fie. 3)er Socfton, tneld)en id) im Sr\u00fchfahre nernahm, ift ein lauter, gtneifilbiger 9tuf, tnelchen id) in meinem Hagebuche bitrd) bie \u00a9ilbett \u201eSt\u00e4fi, n\u00e4fi\" tnieber gegeben h\u00fcbe.\nHeber baS SobtpflanjungSgefdjaft fonnte ich uid)tS \u00a9eftimmteS erfahren, h\u00fcbe febed) gtt>ei \u00a9ier aus bem \u00a3egfd)lauche get\u00f6bteter SBeibd^en JjerauSgefcbnitten, baS erfte am 8., baS gtneite am 12. \u00a9tai. \u00a9eibe \u00e4hnelten in \u00a9eftalt unb Surbung benen unferer \u00a9umhffdjnehfe.","page":743},{"file":"p0744.txt","language":"de","ocr_de":"744\n\u00a3ie 2ciitfer> \u00a9telgo\u00dfgel. 9laKen.\n$>ie SBafferralle ober \u00a3Ijaufd)narre, baB 2Ifcp = , \u00a9anb = unb S\u00f6iebl)u!)n (Gallus aquaticus) fenngeiclmet bie \u00a9ippe, toe\u00efd^e fie Vertritt, burcp meljr alB \u00efopflangen, geraben ober fanft gebogenen, feitlidf) gufammengebr\u00fcdten -\u00a9cpnabel, giemlic\u00c7 langen $ug, gero\u00f6lbte, furge, [turnte Fl\u00fcgel mit ioeidjen \u00a9djtoingen, unter benen bie britte unb oierte bie l\u00e4ngften ftnb, einen fepr lurgen, unter ben Oedfebern Oerborgenen, fdjmalen, auB gto\u00f6lf fdjtoadjen, geto\u00f6lbten, fpifc gugerunbetcn Sehern beftepenben \u00a9cptoang unb ein fe^r reidfjeB, toafferbidjteB \u00a9egeber. Oie SJi\u00e4nnd)en fmb groger atB bie S\u00f6eibdjen, bie jungen anberB gef\u00e4rbt alB bie Sitten. OaB alte SJi\u00e4nncpcn geh\u00f6rt gu ben fd)\u00f6nften nuferer \u00a9umpf\u00fc\u00f6gel. Oer Oberk\u00f6rper erfdjeint auf gelbem \u00a9runbe fcptoarg geftedt, toeil ade Gebern \u00f6lbraune Sb\u00e4nber geigen; bie \u00dfopffeiten unb ber Unterk\u00f6rper ftnb afcplaugrau, in ben 3\u00f6eicpen fcptoarg unb ioeig geb\u00e4nbert, \u00a9aucp unb \u00a9teig roftgraugetb, bie \u00a9dringen niattbraun= fcptoarg, otioenbraun ger\u00e4ubert, bie \u00a9teuerfebern fdjtoarg, \u00f6lbraun gef\u00e4umt. OaB Singe ift fdfjmugig pcUrotp, ber \u00a9cpnabel auf ber f\u00c7irfte brauugrau, am \u00c6ieferranbe toie ber Unterfcpnabel mennigrot^, ber gug br\u00e4unlidjgr\u00fcn. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 11, bie SSreite 15, bie gittigl\u00e4ngc 4%, bie \u00a9d;toangl\u00e4nge 2Ve 3od. OaB SBeibdjen ift Heiner, bem Sft\u00e4nndjen aber \u00e4pnlicp gef\u00e4rbt unb gegeid)net. Oie auB= gefieberten jungen finb auf ber Unterfeite rojlgelblidjgrau mit fcptoarggrauen unb fd^toargbraunen \u00a9pi^enffecfen.\n5Rorb^ unb \u00abMitteleuropa, fotoie SRittelagen, nacp Often biB gum SImur pin, ftnb baB ^eimatB; gebiet ber SBafferra\u00fce; \u00a9\u00fcbeuropa unb Storbafrifa befugt fte auf iprer S\u00f6anberung, geh\u00f6rt aber fcpott in (ggpptcn gu ben fettenen S\u00dfintero\u00f6geln. Ood) ift eB m\u00f6glich, bag ge fiep pier \u00f6fter ftnbet alB mtan glaubt, ba fte fa audp in Oeutfdplanb, too fte \u00fcberall \u00f6oikommt, gu ben faft unbefannten V\u00f6geln gep\u00f6rt. lieber ipreu 3ug felbft fanu man \u00fcbrigenB ettoaB SSejlimmteB nidpt jagen: man trifft fte fepr oft nodp in ben SBintermonaten bei uttB an unb l\u00f6nnte p\u00f6dpftenS angeben, bag man fte im 3J\u00ee\u00e2rg unb Mooember am p\u00e4uggfieu an Orten bemerkt, toelcpe fte fonft meibet. 3*n \u00a9Manien erfepeint fte um bie SJlitte beB OftoberB fepr regelm\u00e4gig unb oft in groger Slngapl; in \u00a9riecpenlanb foil fte, nad) oon ber SJl\u00fcple, fdjon oom September an ungemein p\u00e4ugg fein unb bann nicht btoB bie \u00a9\u00fcntpfe betoopnen, fonbern aucp trodene \u00a9teilen mit ben S\u00dfadptetn tpeilen. Sinbermaper begegnet fte aber alB \u00a9tanboogel unb erkl\u00e4rt baburdp baB fr\u00fcpgeitige \u00a9rfdpeinen gur \u00a9en\u00fcge. Stuf--faUenb ift, bag ber fdp\u00efedpte Flieger audp auf eingetnen Unfein beB SRorbenB, beifpielBtoeife auf ben gar\u00f6ern unb auf $Blanb regelm\u00e4gig gefunben toirb, beacptenBirsertp, bag er oonpterauB gar nidpt toegtoanbert, fonbern fiep, oft reept f\u00fcmmerlidp, to\u00e4prenb beB S\u00dfinterB fein Seben an ben peigen OueUett gu friften fudpt. \u00a9eine S\u00e4uberung legt er waprfdpeinkidp gr\u00f6gtentpeikB gu guge guriid, bem Saufe ber f\u00c7\u00ef\u00fcffe folgenb.\nOie SlufentpaltBorte ber Slade gnb, toie Staumann fagt, \u201eunfreun\u00f6kicpe \u00a9\u00fcmpfe, bie ber SJienfcp nur ungern betritt, bie ttaffen Silbniffe, too SBaffer unb SOtoraft unter biepten ^fangen oerftedt unb biefe mit \u00a9eb\u00fcfdp oermifdpt gnb, oft itt ber SR\u00e4pe oott Salbungen gelegene, ober felbft oott biefett umfdploffene fepilf = uttb binfenreiepe \u00a9eto\u00e4ffer, bie \u00a9rlenbr\u00fcdpe unb folcpe S\u00f6eibengeb\u00fcfdpe, it>elcpe mit oielem \u00a9epilf unb popen \u00a9r\u00e4fetn abloecpfeln, oiel SJtoraft uttb S\u00dfaffer pabeu ober oott \u00a9cpilf = ober Saffergr\u00e4ben burepfepnitten ioerbett.\" \u00a9attg freie \u00a9eto\u00e4ffer ftnb ipr gutoiber; ge Oerlangt ben S3rudp ober SJloraft in feiner SSodenbung. Sluf bem $uge l\u00fc\u00e4plt ge ftep allerlei paffenbe 'Oertlidpkeiten, toelcpe fte Oerbergen, l\u00e4gt gdp fogar itt Salbungen ttieber, oerkriedpt gep in \u25a0peden u. f. to.\n\u00a9ie ift nrepr Stadst; alB Otg\u00f6ogel unb in ber O\u00e4tumerung am ntuntergeu. Oen \u00a3ag Oerlebt fie im \u00a9tillen, tpeiltoeife toopl fdplafettb. 3n i|rem betragen geigt fte grege Slepulicpkeit mit ben lleinen \u00a9untpf = ober Stoljrlgifmern, tr\u00e4gt and; ben \u00c4\u00f6rper fo toie biefe, ben Stumpf meift ioageredpt, ben palB cittgegogen, ben \u00a9djtoang p\u00e4ttgenb. \u00a9rblidt ge ettoaB SIuffatleubeB, fo redt ge ben palB ettoaB empor, legt bie $l\u00fcgelfpi\u00a3e \u00fcber ben SS\u00fcrgel unb toippt toieberpolt mit bem \u00a9eptoange. S3eint Umperfcpteid^en biegt fte palB unb ^opf l;erab, fobag bie gange \u00a9eftalt gd; erniebrigt; bie \u00a9d;ritte toerben groger, folgen","page":744},{"file":"p0745.txt","language":"de","ocr_de":"S&\u00fbff erralle.\n745\nfd)netter, unb iocntt fte in oo\u00eeteit Sauf ger\u00e4t!), ift fte *n ^ewigcn Slugenbliden bent ^Beobachter entfdjiounben unb hat fidf) auf ioeitbin entfernt. \u201e\u00a9o gterlidt) unb behenb fie ein^erffreitet\", f\u00e4hrt Stau= mann fort, \u201efo fd^ne\u00efl unb leidet fte \u00fcber StUe\u00ea ^ininegrennt, toa3 i\u00a7r nidht ertaubt, barunter ioeggu; triedfjen, Joie \u00fcber pfftgen \u00a9ctj\u00efamm, \u00fcber fdpimmenbe flatter unb \u00a9tenget, \u00fcber auftiegenbe, bid^te Stoeige, fo be\u00ef)enb fdppft fte and; burd) bie engen 3toifdf)enr\u00e4ume unb @\u00e2fjd)en, toeld)e bie patine unb \u00a9tenget ber bid)t ftehenben \u00a9umfpflangen bitbeu. hierbei fournit bem Vogel fein fd\u00e9m\u00e2ter K\u00f6rper fo auferorbentlid) gu ftatten, baf er fogar in bitten \u00a9dhitfgr\u00e4fern faft nie anft\u00f4fjt unb bie 3^idC)tung feine\u00ea Saufe\u00ea niemals burd) bie Veioegung ber ^jalme unb bergleid)en gu erfenneit gibt. 2Ser ihn in fotzen Sagen guf\u00e4ttig \u00fcberrafcf)t, ioirb el)er ber Meinung fein, eine Statte ba^intaufen unb ebenfo fd)nelt oerfd)toinben gefe^en gu \u00c7aben at<\u00a7 einen Vogel. 3ft ntan guf\u00e4ttig unb ebne \u00a9er\u00e4ufd) an bcn 2tuf\u00e7nt|a\u00eft\u00e9ort gefommen unb oerh\u00e4lt man ftd; auf tangere Seit gang ftitt, fo fann man gutoeiten ba\u00ea Vergn\u00fcgen haben, feinem ftitten, gefd)\u00e4ftigen Treiben gang in ber 3R\u00e4^e gugufd^auen. \u00a93 finb un\u00ea fetbft gatte befannt, ba\u00a7 ber harmtofe SSoget Wenige \u00a9fritte oon ben g\u00fc\u00a7en be\u00ea ftittfte^enben unb penben Saufc^er\u00ea ohne \u00a9(heu feinem \u00a9efd)\u00e4fte nadhging, als menu er biefen gar nid)t f\u00e4$e ober f\u00fcr ein leblofe\u00e9 @efd)\u00f6pf hielt, \u00a3)ann geigt ftdt> bie Statte audh in be;t tiebtidhfien \u00a9tettungen unb Vetoegungen, gumat toenn fte enbtidh anf\u00e4ngt, SSerbad^t gu fd^\u00f6^fen, fuh fd^\u00efan\u00efer mad)t, lebhaft mit bem \u00a9d)toange toifp unb ftdh anfdhidt, in ba\u00a3 Verborgene fid) guriidgugiehen. \u00a9ie fchtoimmt mit Seid)tigfeit unb Slumuth, audh ohne gtoaug, geht be\u00eaha\u00efb ben tieferen \u00a9tetten be\u00ea \u00a9umfjfe\u00ea, auf benen ihre Veine ben \u00a9runb nicht mehr erreichen, nid)t au\u00ea bem 2Bege, oermeibet aber ftet\u00f6, \u00fcber ettoa\u00e4 gro\u00dfe, freie gl\u00e4dhen gu fdhtoimmen. V\u00dfirb fie babei \u00fcberrafd)t, fo flieht fie fdjnett halb ftiegenb, hatb taufenb \u00fcber bie 2\u00dfafferpd)e hin, bem n\u00e4chfteu \u00a3)idid)t gu. \u00a3eftig \u00bberfolgt unb in h\u00f6d)fter Sloth, Mt fte auf tieferem Staffer ftdh auch wohl burd) ltntertaud)en gu retten.\" 3hr SM ift fd)led)t, anfirengenb, erforbert ftarfe \u00a9df)toingenfd)l\u00e4ge, gefdtjieht niebrig unb nie ioeit in einem Sage, \u00a9ie ftredt babei bie. gl\u00fcgel ioeit oon ftdh unb betoegt fie in furgen, gappelnben \u00a9d)l\u00e4gen, foba\u00df e\u00a7 au\u00eafteht, at\u00ea ob eine gtebermau\u00ea bahinft\u00f6ge. 2B\u00e4t)renb bel> \u00a9ontmer\u00ea mad)t fte \u00fcbrigen^ nur, ioenn ihr bie \u00a9efahr auf ben Seib fournit, oom gliegen \u00a9ebraudh ; bann aber fann e\u00ea gefdhehen, ba\u00df fie ftdh unpniger V\u00f6eife mitten im freien gelbe ober fogar auf V\u00e4unteit nieberl\u00e4\u00dft. \u00a3)ie gelo\u00f6hulid)e Sod; ftintme, loeldhe man abenb\u00ea am h\u00e4ufigften oeruimntt, ift ein fdharfer 5|3fiff, ioetd)er, ioie mein Vater fagt, Hingt, a\u00ef\u00ea ob Semanb eine Stutl)e fchnett burch bie Suft fd)l\u00fcinge, atfo bnrdh bie \u00a9ilbe \u201eV\u00dfuitt\" au\u00eagebr\u00fcdt toerben fann. 3m ginge, namentlid) to\u00e4l)renb ber Vknberuttg, oeruimntt mau eitt \u00ffolje\u00ea, fdfneibenbe\u00ea, aber angenehm ftiitgenbe\u00ea \u201e\u00aeriet\" ober \u201eSh-iep\".\n2)ie Statte geh\u00f6rt nicht gu ben geiftig begabten Strten ihrer gamilie, obiool)l man immerhin nod) einen getoiffen \u00a9rab oon Verftanb bei ihr bemerft. Staunt a nu fagt, ba\u00df fie bei bem ut\u00fcoibers ftehlidhen \u00a3>ange, fid) ben Stugen if)re3 Verfolger^, namenttid) be\u00a7 93teufd)eu, gu entgietfen, oiel Sift unb Verfd)tagenheit geige, ihr ba\u00ea imnterlo\u00e4hrenbe Verftedenfpieten gur attberen Statur getoorben fei, unb fie, barauf feft oertrauenb, be\u00ea Sttenfchen, ioetdher ftdh ftitt oerlj\u00e2lt, gar nidht adhte ; anberc Vcobachter bemerfen, ba\u00a7 fte, fobatb ettoa\u00ea Ungeto\u00ebhntiche\u00ea \u00fcber fie fommt, jebergeit bie Vefinnung oertiert unb ftd) f\u00f6rmliche Vh0l'fe^en \u00a9d)ittben fontmen t\u00e4ft. \u201e\u00a9in Vefannter oon mir\", erg\u00e4bt mein Vater, \u201etraf jagenb in einer fteinen \u00a9c\u00a3>ilfftrede eine Vkfferraffe an, toetdhe burch Saufen gu cntfommen fu^te. \u00a9r fcho\u00a7 nach ihr, fehlte fte aber g\u00e4nglid). 3e|t flog fte auf unb fiel nidht ioeit baoon auf einem Stder nieber. \u00aeer Seiger ging ijfr uad), eilte auf fie gu, hotte fte ein unb ergriff fie ohne \u00fcmft\u00e4nbe mit ber jpanb. Sdh ftopfte fie f^\u00e4ter au\u00ea, unb fanb nidht bie geringfte Verlegung an ihr. \u00a3>rei attbere meiner \u00a9jmmtung finb ebenfalls mit ber \u00f6panb ergriffen toorben. \u00aeie SBaffer; ratte, toeld)e immer fo oerftedt lebt unb burd) ba\u00ea \u00a9\u00abhilf geborgen ift, fd)eint toirflidh, toenn fie auf einem freien paf3e burd) einen 3Jtenfd)en \u00fcberrafd)t toirb, Oon einem toahren \u00a9ntfehen ergriffen gu toerben unb fo bie gaffung gu oerlierett, ba^ fie \u00bbergibt, ba\u00a7 gliegeu gu oerfttd)en. \u00a9ie f\u00f6nnte ftdh geto\u00f6hnlidh Oor ben fte Oerfotgenben Sltenfd)en retten; aber in ber Ungetoiffhe\u00fc, ioa\u00ea fie beginnen fott, get)t fie gu \u00a9rttnbe.\" SJtit 3hrc^\u00f6te^eu mad)t fte fid) toenig gu fd)affett, fd)eint oielmehr gu ben","page":745},{"file":"p0746.txt","language":"de","ocr_de":"746\t\u00a9ie S\u00e4ufer. \u00a9te\u00efgoBget. Statten.\nungefettigften SB\u00f6gelrt gu geh\u00f6ren; beim fte bereinigt ftep auep niept einmal auf bem Buge mit anberen iprer Strt.\n\u00a9efangene Statten ftnb atterliebft. @ie gem\u00f6pnen fiep rafd) att ben \u00a9ertuft iprer ^reipeit uitb au ben \u00ae\u00e4ftg. Slnf\u00e4ngticp freilich fud;ett fte ftd^ beft\u00e4nbig unter ,!paugger\u00e4tp gu Oerfieden; halb aber Serben fte gutrautiep unb gutept fo gapm, ba\u00a7 fte iprem Pfleger nid)t btog bag flutter aug ber \u00a3>anb neunten, fonbern, mag anbere \u00a9\u00f6get fetten tpun, fid^ fegar ftreicpeln taffen. (Sin Strgt in \u00a9aatfelb patte eine Statte fo geg\u00e4pmt, ba\u00a7 fte ipm im ^aufe naeptief mic ein .!punb, auf feine \u00a9eberben adjtete unb im S\u00dfinter mit ipm bag \u00a9ett tpeitte, b. p. mirflid) unter bie \u00a9ettbede frodp, um fiep pier gu m\u00e4rmen. \u00abSp\u00e4ter fdplief fte jebergeit am tiebften unter ffcberbetten. \u00a9)ag muntere \u00a93efen, bie mancpfattigen \u00a9tettungen unb fotd>e 3wtrautid;feit muffen jeben Sieb^aber f\u00fcr ben pr\u00e4chtigen \u00a9oget einnehmen, um fo mehr, atg feine Haltung faft feine \u00a9dpmierigfeit oerurfadpt, ba er fiep rafdh an SDUtdpfemmel gem\u00f6pnt unb, trenn man ipm guiueiten einige Slmeifeneier unb SJteptm\u00fcrrner reicht, giemlicp tauge h\u00e4tt.\nSn ber $reipeit n\u00e4hrt ftd) bie Statte pauptf\u00e4eplidp non ^erbtpieren unb bereu Sarnen, fp\u00e4ter aber, trenn bie \u00a9amen reifen, auch non biefen, ittgbefonbere non \u00a9rag; unb \u00a9cpitff\u00e4mereien. \u00a9etegentlicp nimmt fte \u00a9ep\u00e4ugfcpneden gu fiep, unb maprfepeintidp rerfchm\u00e4ht fie ein \u00a9ogetei ebenfo; trenig, trie ihre n\u00e4chften \u00a9ermanbten.\n\u00a3>ctg 3Reft fiept im bidden \u00a9rafe ober \u00a9djitfe fepr rerborgen unb trirb begpalb fetten entbedt, obgteid) bie Sitten ipren \u00a9tanbort burep ipre Slbenbmuftf angeigen. \u00a9etr\u00f6pntid) ftnbet man eg, taut Naumann, am Staube eineg SBaffergrabetig, halb unter SBeibengeftr\u00e4ud), halb auep in treniger bieptert \u00a9epitfgr\u00e4fern, fepr fetten in ettra\u00ea furgent \u00a9rafe. \u00a9g ift ein lofeg \u00a9eftedjd aug trodenen \u00a9dpitfbl\u00e4ttern, \u00a9infen ttttb \u00a9ragpatmen non tiefnapff\u00f6rmiger \u00a9eftatt. \u00a9)ag \u00a9etege g\u00e4ptt fedpg big geptt, gumeiten nod; ntepr, fd;\u00f6n geftaltete, feft; ttnb gtattfd;atigc, feinf\u00f6rnige \u00a9ier, metepe auf btafroftgelbem ober gr\u00fcntid)em \u00a9rttnbe giemlicp fp\u00e4rtid) mit riotetten unb afepgrauen Unter; unb r\u00f6tpticpen ober gimmtbraunen Dberftedeu gegeiepnet ftnb. \u00a9)ie Bungen tragen ein fdpmargeg \u00a9)utten; fteib, oertaffen fofort nadj bem 3tugfd)t\u00fcpfen bag SReft unb taufen trie SJt\u00e4ufe burd) bag \u00a9ftangen; geftr\u00fcpp, feptrimmen im S\u00eeotpfatt auep redpt gut. Spre SJiutter p\u00e4tt fte burep ben fanften Sodtoit gufantmen, big fte ertraepfen ftnb.\n\u00a9raftlien beperbergt eine \u00a9ippe ber ^amiti\u00e9, metd)er trir ben Stamen Jp\u00fcpnerratten (Ara-mides) geben motten, \u00a9g ftnb feptanf gebaute \u00a9\u00f6get, mit mepr atg fopftaugem, fr\u00e4ftigen, feitlid) ftarf gufammengebr\u00fcdten, auf ber Oberfirfte fanft gem\u00f6tbten \u00a9cpnabet, giemtiep popen, biinttl\u00e4ufigen \u00a9einen unb mittettangen, gang getrennten Bepen. metepe lange, feparfe, nt\u00e4fig gebogene Tratten tragen, Oerp\u00e4ttnifm\u00e4\u00a7ig taugen, b. p. big auf bie \u00a9epirangmitte reid)enben $t\u00fcgeln, unter bereit \u00a9dpmingen bie britte unb feierte bie t\u00e4ngften finb, mittettangem \u00a9eptrange unb einfarbigem, b. p. nid;t burep \u00a9epaftftreifen unb Ouermetten gegeidpneteit \u00a9efxeber.\n\u00a9ine SIrt biefer \u00a9\u00f6get (Aramides gigas), metepe ben f\u00fcr alte braftlianifcpen SIrten gettenbeu Stauten \u00a9errafura erpatten mag, ift neuerbingg \u00f6fterg tebenb naep \u00a9uropa gebraept unb mir burep eigene Slnfcpauung befannt morben. \u00a9ie fommt an \u00a9r\u00f6fje einem fteinen jpupne ungef\u00e4pr gteid), \u00fcbertrifft atfo uttfer S\u00eeoprp\u00fcpncpen noep etmag: ipre S\u00e4nge betr\u00e4gt 18, bie ^ittigl\u00e4nge 10, bie \u00a9d)trangt\u00e4nge 3 Bott. \u00a3)ag \u00a9efxeber ift am ^opfc, \u00a9orberpatfe unb auf ben \u00a9epenfetn fepiefergrau, auf ^interfopf unb Oberpatg rotpbraun, auf St\u00fcden unb gt\u00fcgetbedfebern otirengr\u00fcn, auf Unter; bauep unb \u00a9tei\u00a7 fepmarg; bie \u00a9d>mingen finb tebpaft roftrotp, mie bie Unterbruft unb bie \u00a9auep; feiten, bie \u00a9teuerfebern fcpm\u00e4rglicp. \u00a9)ag Sluge ift farminrotp, ber \u00a9cpnabet gelbgr\u00fcn, an ber \u00a9pipe grautiep, ber $uf fteifeprotp.","page":746},{"file":"p0747.txt","language":"de","ocr_de":"Serra\u00efura.\n747\nOie Serra\u00efura \u00efebt tute tre Sertoanbten in ben S\u00fcmpfen bed inneren Sraft\u00efiend, ent S\u00e4ten mit vielem Sti\u00effe ober an fte\u00efjenben \u00a9em\u00e4ffern, im ober am 2Balbe, l\u00e4uft \u00c7ier geft\u00e4ftig unter unb ern\u00e4hrt ftc^ bon \u00ae\u00efeinget\u00ef;ier unb Oerftiebeneu S\u00e4mereien. 2Ran famt fie nid^t eigentlid; fd;eu nennen; fte f\u00fcljrt aber ein fo oerborgened Seben, baf man fie feiten gu fe\u00efjen befommt. Um fo h\u00e4ufiger l;\u00f6rt man fte, namentlid; gegen 3lbenb unb in ben SRorgenfhntben, unb tre Stimme ift fo fd;allenb unb fo fonbcrbar, baf fte Sebermantt auffallen ntuf. Oen S\u00e4ger, melier ben Urtoalb betritt, befrembcn bie il;m g\u00e4nglit unbefannten \u00a3\u00f6ne, guntal mernt einige Serrafurett ft bereinigen unb gemcinfd)aftlid; il;r fottberbared illbenblieb gum Seften geben. Oie Stimme befielt n\u00e4mlid^ aud einem fnrgen, tiefen unb einem \u00e4uferft lauten, flangoollen \u00df'efdtoite; menu man Sutfdben gut* Serfnnlitung gebrauten fann, laffen fd; beibe burd) bie Silben \u201e$ruf\u00e4\" ungef\u00e4hr audbr\u00fcden. Oie Hefter ftelfen im Schilfe; bie (Sier fnb auf blafrofgelbem \u00a9runbe fp\u00e4rlit braun gefledt.\nOer ^ring bon SUeb erm\u00e4hnt, baf ft bie Serrafuren oft in ben Sdf)lagfaHen fangen, menu fie bei Dtadjt in ben SB\u00e4lbern unterlaufen; ed muf jebod^j not anbere SRittel geben, trer pabljaft gu merben, ba fie, mie bemerft, neuerbingd, menu aut mtr einzeln, fobot nid;t gang feiten lebenb gu und her\u00fcber gebraut merben. Oie \u00a9efangenen, meld^e it beobadfen fonnte, marett aHerliebft. Sie bertrugeit fit mit gleit gro\u00dfen ober gr\u00f6ferett V\u00f6geln bortrefflit, indbefonbere mit Purpur; unb SBafferlftuern, flehten fRetern unb Soffen, gelten fit jebod; fetd gefonbert, menu trer mehrere maren, paarioeife. Sn treu Semegiutgeit \u00e4hneln fte ben SkfferraUen fe^r, ebenfo aber aut ben $urpurl;\u00fcl;nern. @ie gepcn f;\u00f6d;f gierlit unb giemlit taft einher, ba tre gro\u00dfen Stritte fte bebeutenb f\u00f6rbern, ftnb im Staube, ungemein ftnett gu laufen, ftmintrnen opne Sebenfett nat 2lrt bed Oeklt\u00fcpntend unb fliegen, menu tuen Oied geftattet mirb, oerl;\u00e4(tnifm\u00e4fig gut, jebenfalld beffer aid bie Sermanbteit. \u00a9egen \u00eelbettb flatterten fte fetd gu ertabenen Orten empor, beifpieldmeife alfo auf bide riefte bcr 23\u00e4ittue inneitalb iljred \u00a9elfeged, festen fit Ifer feft unb liefen nun tre laute Stimme gtoangig bid l;unbert 9Ral nat cinanber oernepmett, antmorteten aud) fofort, menu man fte anrief. SRit i\u00a7rem S\u00df\u00e4rtcr Ratten fte fit halb befreunbet, traten aut mit Sefannten in ein traulited Seit\u00e4ttnif, geigten nid;t bie geringfte Sd;eu bor fold;en unb frafen unbef\u00fcmmert in unmittelbarer ^R\u00e4^e berfelben. jpinfttlit ber \u00a9rn\u00e4lfrung matten fte geringe Slnfpr\u00fcte; bad gem\u00f6^nlite Semmelfutter ftien tnen gu gen\u00fcgen; bed; nahmen fte gern fleiffbroden auf unb muf ten fit \u00fc\u00abt auf erb ent ben Oift Su beftiden. 3\u00ab meinem grofen Vergn\u00fcgen fal; it, toie fte ben Sperlingen auflauerten unb miebertolt folte mit einem etngigen jpiebe tred kr\u00e4ftigen Stnabeld befimtungd\u00efod gu SSobett ftredten, morauf fte bann mit gr\u00f6ftent \u00a9ifer lodlf\u00e4mmerten, bid bad Opfer oollenbd get\u00f6btet mar. Oantt m\u00fcrbe guu\u00e4tft bie Sautlj\u00f6^e aufgebroten, beren S^att entleert, unb fp\u00e4ter bad \u00fcbrige gerft\u00fcdelt unb pinabgemiitgt. Oiefe SBaprnepmung beft\u00e4tigt eine fton bon Slgara ber\u00f6ffentlid)te Seobattung, gu melter eine bermanbte 2lrt S3eranlaffung gab. Sm \u00a7aufe eined 2lrgted in ^araguap lief mau eine junge -Sp\u00fcpiterraKe auf bem ^ofe frei unterlaufen. Sluf\u00e4nglid; fraf fte ^\u00fcrbiffe, 23rot, gleift, am liebften aber SB\u00fcrmer, melte fie allem \u00fcbrigen borgugiepen ftien. 2lld fte ermatfen mar, begann fte mit ben $\u00fcl)nern gu f\u00e4mpfen, unb menu biefe fte ermatteten, budte fte, uubergleitlid) ftneller aid ipre 2\u00f6iberfater, ben ^opf nieber, marf, inbem fte ben \u00a9egttent gmift^n bie Seine fuljr, biefe um unb gab tuen, not e^e Pc tomber aufgeftanben, berbe Sdmabelpiebe auf Saud; unb Steif. Sie mufte feljt mopl, menu bie ^)\u00fc^ner legen mollten, ftlit i^nen nad; unb lauerte in beren \u00fcR\u00e4ljc. Sobalb bad \u00a9i |eraud mar, ergriff fie ed mit bem Sdjnabel, trug ed meit fort, burtl\u00f6tcrte cd mit SBo^lbe^agen unb tr\u00e4n! ed bid auf bie steige aud. So geft<t e\u00ea/ inan iut ^aufe fein \u00a9i oor tr retten fonnte. S\u00dfenn bie ^)\u00fc^ner uitt raft legten, m\u00fcrbe fie ungebulbig unb trieb fte mit Siffett oont SRefte meg, oerfolgte fte aut, inbem fte mit Ooller S\u00dfut nat i\u00a7nen ^udte. \u00a9leited tat fte in ben attfiofettben Raufern, benn fte burtfind; bie gange \u00fcRatbarftaft unb fletterte auf bie O\u00e4ter, fobaf fte gule^t get\u00f6btet merben mufte, um ben Klagen ber \u00fcRatbarn ein \u00a9nbe gu maten. \u2014 \u201eO^ne \u00e4toeifel\", f\u00fcgt Slgara ^ingu, \u201etut fte m\u00e4^renb tred freilebend oiel Sd;abett an ben Heftern, meld;e fte auffinbet.\" \u2014 Sie lief ft uid;t anr\u00fcljren,","page":747},{"file":"p0748.txt","language":"de","ocr_de":"748\n\u00a3>ic S\u00e4ufer. \u00a9telgocgef. fallen.\n[parierte aber burdj ade dimmer be\u00ea $aufe\u00ea unb Pettit fie einen ^ingerhut, eine \u00a9there, ober fonft ettoa\u00ea \u00a9l\u00e2ngenbe\u00ea fanb, fo trug fte e\u00ea fort itnb oerftedte e\u00ea im \u00a9rafe ober bi\u00eatoeilen aud) unter ber (^rbe. Stud; fing fie gefd)idt \u00a9H\u00e4ufe unb Oerfchludte fie gang.\n2ln fr\u00f6nen \u00a9Jtaiabenben Oernimmt mau Oon \u00a9Siefen ober Reibern ^er einen fonberbar fdjnarrenben Saut, melier Hingt, a\u00ef\u00ea ob man mit einem $\u00f6lgd)en \u00fcber bie 3^ne eiue\u00ea $amme\u00ea [treibt. SDiefer Saut ert\u00f6nt mit ioenig Unterbrechungen bi\u00bb tief in bie \u00a9iad)t hinein unb oont fr\u00fcheren borgen an bi\u00ea nach Stufgang ber \u00a9onne, fetten Oon einer \u00a9teile, oietmehr halb oon hiev-', halb Oon borther, obfd^on innerhalb eine\u00ea getoiffen \u00a9ebiete\u00bb. $)cr \u00a9ogel, ioelcher ba\u00ea knarren hcrOorbringt, ift allen Sanbbetoohnern iooblbefaunt unb be\u00eahalb ziemlich reich an tarnen, \u00a9r, ber \u00a9Biefenf narrer, hei\u00dft auch 3\u00f6iefenfd)nard)er, \u00a9Biefeitfchn\u00e4rher ober ^narrer, \u00a9chnar\u00efer, \u00a9djnerher, \u00a9chrtarrichen, \u00a9chnarper, \u00a9chnarf, \u00a9d;u\u00e4rg, \u00a9recte, \u00a9chrhf, Slrhfdjnarr, \u00a9r\u00f6ffel, \u00c4re\u00dfler, \u00a9ra\u00earutfdjer, \u00a9ra\u00ear\u00e2tfdjer, ^edenfcljar, ^elbto\u00e4chter, \u00a9Bachtelf\u00f6nig :c., (ioiffenfchaftlid) Crex pratensis). \u00a9\u00ea \u00efenngeithneu ihn ber hohe, feit\u00efich ftarf gnfammengebr\u00fcdte Seib, ber mittettange ^at\u00a7 unb ziemlich gro\u00dfe $opf, ber \u00efurge, ftar\u00eee, hod)r\u00fcdige, gufammengebr\u00fcdte \u00a9djuabel, ber mittettange, faft bi\u00ea auf bie f^erfe beftebertc $u\u00df, bie mutbenf\u00f6rmigen f^Iiiget, in benen bie gtoeitc \u00a9djtoinge bie t\u00e4ngfte, ber furge, fchmadje, im Cedgeficber faft oerborgene \u00a9chtoang unb ba\u00ea gtatte, jebcd) nicht befonber\u00ea bid^te \u00a9efteber. \u00a3)ie F\u00e4rbung beffelben ift oben auf fchtoargbraunem \u00a9runbe \u00f6lgrau gefteeft, ioeil bie einzelnen Gebern breite \u00a9\u00e4ume tragen, unten an $ehle unb \u00a9orberha\u00ef\u00ea afdjgrau, feitlid; brauttgrau, mit brauurothen Citer; fteefen, auf ben kl\u00fcgeln braunrotl), burch Heine, gelblidjtoei\u00dfe ^tecfen gegiert. \u00aeag Sluge ifi licht; braun, ber \u00a9chnabet r\u00f6thlidfbraungrau, ber $u\u00df bteigrau. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 11, bie \u00a9reite J8, bie ^ittigl\u00e4nge 5Vz, bie \u00a9djirangl\u00e4nge 2 3ott. \u00a9eim \u00a9\u00f6eibchen ift bie F\u00e4rbung minber lebhaft.\n3)er \u00a9Biefenfnarrer oerbreitet ftd) \u00fcber gang SHorbeuroha unb einen gro\u00dfen C\u00a7eit \u00a9Hittelafienl. \u00a9\u00fcbeuropa ber\u00fchrt er regelm\u00e4\u00dfig auf beut 3uge/ fdjeint jebod) bafelbft nur au\u00eanahnt\u00eatoeife gu br\u00fcten; in \u00a9Manien toenigfien\u00ea haben mir ihn to \u00e4hren b be\u00ea \u00a9omnter\u00bb nicht gefunbeit, unb and) in \u00a9riechen; lanb ift er, taut oon ber \u00dcJl\u00fchte unb Sin ber ma hcr, feine\u00eatoeg\u00ea h\u00e4ufig, \u00efommt felbft to\u00e4hrenb feine\u00ea 3uge\u00ea nur eingeln in biefent Sanbe Oor. 3\u00ab meiner nicht geringen Ueberrafd)ung traf ich ihn einmal in ben Urtoalbungen \u00a9Hiftelafriaf\u00ea gtoifchen bem 13. unb 11. \u00a9rabe n\u00f6rblither \u00a9reite.\nSDa\u00ea SBolf glaubt, ba\u00df er bie \u00a9Badjtelu beherrfdje ober f\u00fchre; auch bie gried;ifd;en 8>\u00e4ger Oerftchern mit \u00a9eftimmtheit, ba\u00df jebent \u00a9Badjtelfluge ein \u00a9Bachtelf\u00f6nig oorftehe. \u00a9Bie ber \u00a9ogel gu biefer \u00a9hre gefommen ift, bleibt fraglich, ba er in feinem \u00a9Befcit burdjau\u00ea \u00a9cidjt\u00ea mit ben \u00a9Badjteln gemein hat, ja nicht einmal genau gu berfe\u00efben 3eit, due biefe toanbert. \u00a9r crfcheint bei uns. im \u00a9Hai unb beginnt feine \u00a9\u00ee\u00fcdioanberung \u00a9nbe Slitguft, nadybem er bie \u00a9Raufer oollenbet hat, \u00efommt jeboch eingeln nod) \u00a307itte OHober\u00ea Oor. \u00a9einen \u00a9Beg legt er be\u00ea \u00fcRadjt\u00f6 gur\u00fcd; toahv; fdjeinlid; aber \u2014 befiimmte \u00a9eobadytungen hier\u00fcber fehlen \u2014 burchmi\u00dft er einen guten \u00a9hc^ beffelben laufenb.\n^infichtlid) feine\u00ea Slufenthaltc\u00ea richtet fid) ber \u00a9Biefenfnarrer nad) beit Umft\u00e4nben. \u00a9r betoohut fruchtbare \u00a9egenben, in\u00eabefonbere \u00a9benen, ol)ne jebod) aud) ba\u00ea ip\u00fcgelfau\u00f6 gu meiben, unb begieht am liebften \u00a9Siefen, toelche oon \u00a9etreibefelbern umgeben Joerbett ober in bereu \u00a9c\u00e4he liegen. 3a manchen fahren geigt er fid) h\u00e4ufig in einer \u00a9egenb, in anberett h\u00f6rt man faunt ein H\u00e4rchen; bie Certlichleit hat bann nid)t bie ihm gufagenbe \u00a9efd)affeuheit. 5Der \u00a9Biefenfnarrer Hebt n\u00e4mlid) feine\u00eatoeg\u00ea fehr feud)te, aber auch ebenfotoenig fehr trodene Sagen unb fd^eint oft lange fud;en gu nt\u00fcffen, ehe er bie rechte Certlid;feit fmbet. \u00a9Senn feine \u00a9Siefen gem\u00e4ht toerbeu, begibt er fid; in ba\u00ea \u00a9etreibe unb","page":748},{"file":"p0749.txt","language":"de","ocr_de":"2\u00a3 icf ent narr er.\n749\nBei ber \u00a9rnte bon biefent in bag \u00a9eb\u00fcfdj; aber er tljut \u00a3)ieg nidjt eher, atg big ihn bie \u00a9enfe baju gtringt.\nft\n3>n feinem SBefen \u00e4hnelt er anberen Sailen, hat aber bod) fein \u00a9igenth\u00fcuiticheg. Stud) er ift mehr \u00fcftadp; ai\u00bb \u00fctagoogej, fcfjtoeigt irenigfteng in ben heilen \u00a9funben g\u00e4nglidh nnb l\u00e4\u00dft ftd^ mit Stugnahme ber 30dtteruad)tgpuuben bie gange S\u00eeadjt hinburd) ^\u00f6ren. Slber er oerftedt pd) bei Xage, trie bei Stad)t. \u201eUm red;t oer\u00dfedt fein gu t\u00f6nnen\", fagt mein Sater, \u201emacht er pd) im tieferen \u00a9rafe befonbere \u00a9ange, in benen er mit ber gr\u00f6\u00dften Setd)tigfeit nnb ohne ba\u00df pd) nur ein \u00a9ra\u00ea^a\u00efm r\u00fc^rt, lpn = nnb herl\u00e4uft. SDarattg l\u00e4\u00dft ftd) aud^ erd\u00e4ren, ba\u00df man ihn ba\u00efb ba unb, furg bavauf, batb bort fdjreien h\u00f6rt nnb fein $in = nnb Verl\u00e4ufen nicht an ben Setregungen beg \u00a9rafeg bemerten farm, \u00a9djmale \u00a9r\u00e4ben, treld)e burd) bie liefen gezogen pnb, benufjt er aud) gu folgen \u00a9\u00e4ngen. 3\u00bbn ihnen ift er, ba fie oben burd) \u00fcbcrlj\u00e4ngenbeg \u00a9rag o\u00f6dig gefd^Ioffen pnb, oor ben Sia<hftedungen ber d\u00eeaubo\u00f4gel nnb oieler Staubtljiere gefiebert. Seim Saufen, ireldjeg mit ungeheuerer \u00a9efd^tt>inbig-feit Oon flatten geht, br\u00fcdft er ben \u00aeobf nieber, gieljt ben ipatg ein, h\u00e4lt ben Seib tragered)t unb nidt bei jebem \u00a9dritte mit bem \u00dfopfe. S\u00f6egen feinet ungetr\u00f6hnlid) fd)ntalen f\u00f6rperg ift eg ihm auch ba, too er feine \u00a9\u00e4nge hat, m\u00f6glid), im bid^ten \u00a9rafe unb \u00a9etreibe fd^netl umljergutaufen, ba er fich \u00fcberall leidet burd)br\u00e4ngen fann. \u00a9r fliegt fd^nelf, gerabeaug, tief auf ber \u00a9rbe hi\u00ab unb nur dirge \u00a9treden, ift aber fet)r fd)trer gunt Sluf\u00dfiegen gu bringen, \u00a9ehr toohl trei\u00df er, ba\u00df er unter bem bitten \u00a9rafe toeit freierer alg in ber freien Suft ift, unb belegen bringt ihn getr\u00f6hnlid) aud) nur ber ^\u00fchnerhunb gum Stuffliegen. Sor bem 5Dlenfdf>en fud^t er ftd) faft immer gu retten, \u00a9ine befonbere \u00a9e\u00dfhidlidjfeit hat er, ftd; gu Oerbergen; er oerfried)t ftd) nicht nur unter bem \u00a9rafe, im \u00a9etreibe unb \u00a9eb\u00fcfd^c, fonbern fogar unter ben \u00a9d)tnaben unb \u00a9eiegen unb toirb getr\u00f6hnlicb eift bemerft, trenn er baooneilt.\" Sor bem \u00a3unbe h\u00e4lt er oft folange aug, ba\u00df eg elfterem nicht feiten gelingt, ihn beim Stuffliegen treggufdjnahhen, unb trenn er ftd) trirflid) erhebt, flattert er mehr, alg er fliegt, trie ein junger Sogei, tretcher feine ft\u00efugtrer\u00efgeuge gum erpenmale Oerfudjt, unb ft\u00fcrgt fobalb alg m\u00f6glich gum So.ben herab, \u00a9eine au\u00dferorbent!id)e \u00a9etranbtheit unb \u00a9cbarfftitnigleit ftchern ihn \u00fcbrigeng oor ben meiften Scadiftedungen.\n\u00a9o fdhmud unb nett ber S\u00f6iefenfnarrer augpeljt, fo unfreunblich ift fein SBefen anberen feiner 5lrt ober fdjto\u00e4cherett gieren gegen\u00fcber. Studj er geh\u00f6rt gu ben 9taubO\u00f6getn unb ip trahrfd^einlid; einer ber fdhtimmften SReftyl\u00fcnberer. \u00a9d)on Jtaumann beobachtete an \u00a9efangenen eine gro\u00dfe Sifpg\u00efeit unb \u00a3errf<hfudjt, erfuhr aud), ba\u00df fte deine \u00a9\u00e4nger ober pnfenartige 33\u00f6get hadten ober felbft tobtbiffen unb bann bag \u00a9ehirn oergehrten, fanb fetbp get\u00f6btete SJt\u00e4ufe, irelche ber S\u00f6iefenfnarrer beim gutternapfe ergriffen hatte; SBobgidi hatte \u00a9elegenheit, biefe dtaubfud)t in auggebehnterem 9Jtafe fennen gu lernen, $n einem \u00a9efedfd)aftgbauer lebten oiele deine S\u00f6gel froh unb in \u00a9intrad)t, bi\u00e8 ein SBiefendtarrer gu ihnen gefegt tourbe, Son biefer Beit an fanb man t\u00e4glich get\u00f6btete unb theiltreife oergehrte S\u00f6get unb gtrar nicht nur unter ben deineren \u00a9ingo\u00f6getn, fonbern gutreiten aud) fotche big gur \u00a9r\u00f6\u00dfe ber SDroffet. \u00a9g trurben \u00a9ifen unb Raffen gefledt, ade Depnungen gugemacht, aber Stidpg \u00efonnte bie S\u00f6gel fd)\u00fct;en, treil S\u00eeiemanb auf ben \u00a9ebanfett tarn, baf ber geinb eben ber SBiefen\u00efnarrer trar. \u00a9in gl\u00fcdlid;er Bufad belehrte, ba\u00a7 ber dJt\u00f6rber ftch in bent @efedfd)aftgbauer felbft befanb; man Ofcrgaf* n\u00e4mlich, ben V\u00f6geln einmal d\u00f6affer gu geben. \u201eSdg trir nad) ^aufe tarnen\", fagt S\u00dfobgidi, \u201efanben trir bie armen @efd)\u00f6bfe traurig unb mit aufgefh\u00e4ubtem \u00a9epeber fihen, liefen baher gleich bag Strinlgef\u00e4g f\u00fcden unb betufigten ung bar\u00fcber, trie guerft bie gr\u00f6\u00dferen, bann bie deineren ihren \u00a3)urp ftidten. \u00aeer SBiefentnarrer trar ber erfe; atg er ftd) fatt getrun\u00efen batte, lief er gun\u00e4d)p fr\u00f6hlich umher mit aufgehobenem \u00a9dhtrange unb heruntergetaffenen \u00a9dringen; bann tourbe fein \u00a9chritt tangfamer, er beugte ben K\u00f6rper hernieber, fchtich in biefer \u00a9tedung fa^t an bag \u00eerinfgef\u00e2f unb hieb mit bem \u00a9chnabet nach einem fftotljtehtdjen. Sltg ber \u00dcBoget umpet, ergriff er ihn mit ben langen Behen unb oergehrte oor unferen Singen feine, trie eg fdhien, adt\u00e4gtiche Sente. mx IieBe\u201d R\u00e4uber noch einige \u00efage in bem \u00a9efedfehaftgbauer, um ung gu \u00fcberzeugen, trie oiele","page":749},{"file":"p0750.txt","language":"de","ocr_de":"750\nSDie S\u00e4ufer. \u00a9telgb\u00f6gel. Act\u00ef\u00efen. Sl\u00e4tterh\u00fchndjen.\nS\u00f6gel er t\u00e4^lid) gu feiner Scaprung Braune, nnb fanbett am anberen borgen Wieber Gebern auf bcm \u00a9oben.\" OieS Braute 2Bo b gi cf i auf beu \u00a9ebanfeu, baff ber SBiefenf narrer Wopl ber \u00dferft\u00f6rer ber fielen (SrbnifterBruten auf naffen S\u00f6iefett ober im \u00a9umpfc, bereu auSgetrunfeite (Sier mau h\u00e4ufig ftnbet, fein m\u00fcffe.\n3J\u00eeit auberen V\u00f6geln barf mau beu \u00e4Biefenfitarret alfo nid)t gufamntenhalten. Oemungead)tet empfehlt er ftdj fepr f\u00fcr bie \u00a9efangenfdiaft. (Sr ift einer ber broCtigften uub unterhaltenbften S\u00f6gel, Weldpe man galten fann. SDleitt Sater pat ipn bortrefflicp Befd)rieBcn. \u201eAnfangs\", fagt er, \u201el\u00e4uft er ungemein fdpnell bin uub per uub ift fepr uugeft\u00fcm, Balb aber Wirb er gapnt, uub bann nimmt er bie fonberBarfien \u00a9tedungen au. Salb ftept er aufgeridjtet, ft>ie ein \u00e4ftenfcp, mit Weit borftepenbem \u00a9dpienBeine uub gang auSgegogenen .\u00eepalfe: baBei br\u00fccft er bie Gebern fo au, ba\u00df er gang fcplanf au\u00bb; ftept; Balb, ge^t er gebudt uub macpt einen gro\u00dfen $ahenBudel. 2>cp $<itte einen mit einem Steidj* pupne gufamtuen in einem Sep\u00e2lter. (Sr hielt OiefeS in geh\u00f6riger Sichtung, ftr\u00e4uBte, menu eS auf ihn gufam, bie Gebern uub fuhr mit beut \u00a9dpnaBel fo nach iBm, baff ,eS in furcht gerietb uub bie gludjt ergriff. S\u00eeun ging er ftolg bin uub her unb festen ftd) feines \u00a9iegeS gu freuen. Oen $alS gog er unaufh\u00f6rlich auS uub' ein unb Brachte baburep eine ungew\u00f6hnliche ABWedpfetung in feinen (Stellungen perbor.\" UeBer einen \u00a9efangenen, Welchen mein Sater fp\u00e4ter Befa\u00df, Berichtet er golgettbeS. \u201eOer Sogei gew\u00e4hrt mir ungemein biele greube. (Sr ift au\u00dferordentlich gabm. \u00a9eW\u00f6pnlicp l\u00e4uft er in ber \u00a9tuBe umher unb nieft baBei mit bem \u00aeopfe, tr\u00e4gt aBer beu \u00a9chWang Wagerecht. Oft berfriecpt er ftd) in beu SBinfel uub f\u00e4hrt, menn er ftdp entbedt ober nahe Bebropt fleht, pl\u00f6hlidj brails. ABettbS ift er ungeW\u00f4pn\u00efid) unruhig, fliegt an bie genfer unb fdpeint ftdp in bem Wenigen Sichte g\u00fctlich gu tpun. Oie S\u00df\u00e4rme liebt er fehr ; W\u00e4brenb beS SBinterS ift er oft hinter bem Ofen, unb foWie bie \u00a9onne bann in bie \u00a9tuBe fdjeint, ftcllt er ftd) mit h\u00e4ngenben Gebern hin unb l\u00e4\u00dft ftd) ben \u00a9onnenfdpein Behagen. Au\u00dferorbentlidp gro\u00df ift feine gurdjt bor $af}en unb $unben. Sei Ann\u00e4herung einer $ape fliegt er gerabe in bie fp\u00f6pe, ba aBer bie Utidptung feines glugeS, gumal im gimnter, nicht in feiner \u00a9eWalt fleht, fo fann er ftdp nicht auf ben hohen, gegen bie $ahen ftdpernben Ofen fefjen, fonbern f\u00e4llt gerabegu in einem SSinfel wieber nieber. OaS S\u00dfaffer liebt er fehr, gum Saben unb \u00eerinfen; bod) muf eS frifdp fein: einige \u00a9tunben aBgeftanbeneS ber; achtet er g\u00e4nglid). (Sr trinft, inbem er febeSntal einen \u00a9d;naBel boll Staffer nimmt unb biefeS berfdpludt, als W\u00e4re eS ein fefter K\u00f6rper. Seim Saben ftetlt er fiep mit bem Unterf\u00f6rper in baS Staffer, Befpript mit bem \u00a9dpnaBel ben OBerf\u00f6rper, [teilt fidh bann in bie \u00a9onne unb fdp\u00fcttelt bie Gebern. (Sr ift fo galjm, ba\u00df er einige Stale in ben $of gelaufen unb bon freien \u00a9t\u00fcden gur\u00fcdgefeprt ift, ba\u00df er niept nur baS ipm borgeworfene gutter auffri\u00dft, fonbern fidh fogar, Wenn bie Scute in ber \u00a9eftnbe; ftuBe effeu, bem Oienftm\u00e4bdpen auf ben \u00a9dpo\u00df fefct unb feinen Anteil an ber Staplgeit bertangt. Auf bem Sifdpe l\u00e4uft er fehr oft herum, \u00a9r fri\u00dft Ades, WaS ihm borgeworfen Wirb unb bon ihm berfd;ludt Werben fann, namentlich allerhanb \u00a9\u00e4mereien, \u00a3>anf, Ot\u00fcBfen, \u00a9raS; uub anberen \u00a9amen, jpirfen, SReiS unb bergleichen, au\u00dferbent Srotfrumen, in Staffer ober Sftildp geweichte \u00a9emmel, gelochte Dtubeln, SfteiS; unb ^irfenf\u00f6rner unb \u00e4hnliche Oinge. \u00a9efod^teS ober gebratenes, flein; gefchnitteneS gletfdp, partgefottene (Sier, \u00dfl\u00fcmpdjen gett, DtegenW\u00fcrmer, Sarben unb Staben ber gleifchfliegen, \u00df\u00e4ferdpen, alle Arten gliegeu k. lieBt er borg\u00fcglidp. OaS gutter lieft er lieber bom trodenen Soben als auS bem Staffer auf, Woraus man beutlidp fiept, ba\u00df er mehr auf trodenen als auf naffen \u00a9teilen feine Nahrung gu fudpen Beliebt, \u00a9inb bie Sroden fo gro\u00df, ba\u00df er fie nicht berfchluden fann, bann gerft\u00fcdelt er biefelben burch $aden mit bem \u00a9dpnaBel, WaS fc^neU bon flatten geht. (Sr fri\u00dft in kleinen \u00e4wifdpenr\u00e4umen W\u00e4hrenb beS gangen XageS unb nicht wenig. 2>n B\u00dft testen ^\u00e4lfte beS SJl\u00e4rg mauferte er ftch unb' gWar fo fchned, ba\u00df er faft alle gebern auf einmal erneuerte unb in brei A\u00dfodjett ben gangen geberWedjfet \u00fcberftanben hotter als er in ber SJlaufer War, fah er wie gerupft auS; benttod) fanb er ftch toohl.\" Anbere \u00a9efangene lie\u00dfen int gr\u00fchiapre auch ihre lauten Sodt\u00f6ne bernehmen, W\u00e4prenb ber bon meinem Sater SeoBad)tete nur ein knurren auSftie\u00df, Wenn man ipn ergriff.","page":750},{"file":"p0751.txt","language":"de","ocr_de":"SEBief en\u00eenatr ev.\n751\nSofort nad) feiner Slnfunft b\u00e9n\u00eet ber SBiefenfnarrer an bie $ortpflaugung, unb begpall eben l\u00e4\u00a7t er fein ,,\u00a9rrp, errp, errp\" ober \u201eShterrp, fnerrf)\" faft ununterbrochen oernehmen. Ourdp ein g\u00e4rtlicpeg \u201e\u00aej\u00fc, fjo, fj\u00e4\" foft er mit feinem SBeildpen, mettes bic Sielegioerlung in \u00e4hnlicher Vkife erioibert. ttelerfd;reitet ein anbereg M\u00e4nnchen bie \u00a9rennen feitteg \u00a9elieteg, fo ioirb eg fofort unter h\u00e4\u00dflichem \u00a9efdprei angegriffen unb ioieber gur\u00fcdgefcpeudpt. \u00e4Jlit bem Sau beg Sefteg beginnt bag S\u00df\u00e4rdpen, ioemt bag \u00a9rag eine bebeutenbe ,!p\u00f6pe erreicht hat, in manchen Sapren atfo nicht oor \u00a9nbe Suni\u2019g. \u00a9g erio\u00e4plt fiep einen trodenen Ort inmitten feineg \u00a9elieteg unb \u00efleibet hier eine auggefdparrte Vertiefung funfttog mit trodenen \u00a9ragpalmen, \u00a9ragll\u00e4ttern, Slog unb feinen SBurgeln aug. Oie 9Ingapl ber \u00a9ier betr\u00e4gt in ben \u00abreiften f^\u00e4tlen gioifdpen fielen unb neun, fanu feboch big auf gio\u00f6lf fteigen. (Sie ftnb oerp\u00e4ltnifjm\u00e4fjig gro\u00a7, fd^\u00f6n eigcftaltig, feftfcpalig, aber feinf\u00f6rnig, glatt, gl\u00e4ngenb unb auf gelblichem ober gr\u00fcnlidpioeiffem \u00a9runbe mit feinen lehnt; unb bleichrothen, rothbraunen unb afcpllauen Rieden fp\u00e4rlicper ober bidder \u00fclerftreut. Oag Vkildpen br\u00fctet brei Wochen fo eifrig, bajj eg ftch unter Umft\u00e4nben mit ber ^sanb oom Sefte ioeguepnteit l\u00e4fjt, nicht einmal oor ber behenben Senfe bie flucht ergreift unb oft ein Opfer feiner Vreue ioirb. Oie fdpioargiooKigen Sumgeit taufen halb baoon, ioerben oon ber Stutter gufammengepalten, antworten piepenb auf bereu 3^uf, oerfammetn ftch oft unter ihren kl\u00fcgeln, ftieben bei ttelerrafdpung aug einanber, pufdpen ioie St\u00e4ufe \u00fcber ben Voben bahin unb haben ftch im Su fo gefdpidt oerfrodpen, ba\u00a7 eg red;t fdfioer h\u00e4lt, fte attfguftnben. 2Benn fie ettoag perangeioadpfen ftnb, fudjen fie auch rettnenb 311 entfommeu unb geigen bann im Saufen ebeufooiete \u00a9efdpidlidpfeit alg oorher im Verftcden.\n3n Oeutfd;lanb erlegt man ben S\u00f6iefenf narrer guf\u00e4\u00fcig mit; in (Spanien unb \u00a9riedfentanb ioirb er h\u00e4ufiger gefchoffen unb regelnt\u00e4ffig auf ben Starft gelradft, ioeil matt fein $leifdp gu bent fchmadhafteften VMlbpret g\u00e4htt. Slepr SBiefenf narrer alg burdp bag \u00a9eioepr get\u00f6btet ioerben, fallen burdp bie m\u00e4henbe Senfe.\n%\tV\n*\n2luf ftitlftepenben ober ruhig fliefenben \u00a9eio\u00e4ffern io\u00e4rmerer S\u00e4uber, bereu Dlerpcpe mit breiten, fdpioimntenben Vl\u00e4ttern oerfepiebener $3afferpflangen, ingbefonbere ber S\u00dfafferrofen bebedt ift, leben p\u00f6d;ft gierlicpe V\u00f6gel, bereu $upau Oon bem aller \u00fcbrigen burep bie auferorbent\u00efidpe S\u00e4uge ber S\u00e4gel fiep unterfepeibet. Statt finbet bie Vl\u00e4tterp\u00fcp'nd;en (Parrae), ioie ioir fte nennen iootlen, in ben \u00a9leicpert\u00e4nbern ber alten ioie ber neuen S\u00dfett; feber \u00a9rbtpeil pat feine befonberett 2lrten, alle aber \u00e4pneln ftep in ber Selengioetfe. $ene Vl\u00e4tter ftnb ipr Sagbgeliet; fte oertaffen ben fd)ioimmenben Voben nur augnapntgtoeife, nantentlidp, ioenn fie br\u00fcten ioolten.\nSlioeidpenb oon ipren 3unft\u00fcerioanbten fennett fte faum Scpeu Oor bem Stenfdpen, geigen fiep im \u00a9egentpeil ftetg frei, geftatten, ba\u00a7 man mit bem Voote bidpt an fie peranfomnit, fliegen enbtiep auf, flattern \u00fcber bem VSaffer bapin unb taffen ftd) halb ioieber nieber. (Sie Oerbieuen ipren ioiffen; fdpaftlicpen Samen in feiner Vkife; benn fie ftnb nieptg ioeniger alg \u201eungl\u00fcdoerf\u00fcnbenbe\", oietmepr p\u00f6cpft anmutpige unb parmlofe V\u00f6gel, ioelcpe bie opnepin angiepenben Vktfferrofen unb \u00e4pnlicpe ^\u00dfflattgen in fo popent \u00a9rabe fdpn\u00fcden, baf fte Sebermamt f\u00fcr fiep einnepmen, ioenn aud; ipr S\u00dfefeit bem g\u00fcnftigen \u00a9inbrude, ioelcpen fte peroorrufen, niept in feber .fpinfkpt entfpriept. Sn iprem \u00a9ange auf ben Vl\u00e4ttern, ioeldpe feinen anberen Vogel gleicher \u00a9r\u00f6jfe tragen, liegt ber gauler, mit ioeldfem fte ben Seifenben untftriden, ober ber \u00a9runb ber abergl\u00e4ubifcpen Sagen, ioeldfe fie pier ober ba ing Selen gerufen palen. Spreu Vl\u00e4ttern entr\u00fcdt, erfepeinen fte ungef\u00fcgig unb ungelenf. gioar ftnb fk attdp f\u00e4pig, mit Seidptigfeit \u00fcler b\u00fcnnf\u00fcfftgen Sdpntm gu ioanbetn, aler faum nod) im Staube, in p\u00f6perem \u00a9rafe ftep gu leioegen, unb elenfoioenig gefdpidt im Sdjtoimmen ober im fliegen, \u00a9inige Srten pat man nodp gar nidpt fd;ioimnten fepen, anbere febod; alg Vaudper fennen gelernt. Snt gluge leiftet feine eingige 2lrt etioag \u00a7er\u00fcon*agenbeg \u2014 febe Salle fepeint fte pierin gu \u00fclerlieten. Oie Stimme foil burdp ipre Sonberlarfeit auffallcn unb lei einigen ioie ein \u00a9ef\u00e4d;ter flingen.","page":751},{"file":"p0752.txt","language":"de","ocr_de":"752\n\u00aetc S\u00e4ufer. \u00a9telgocgel. SBIStterb\u00fcbndjcn.\nUeBer bie geiftigen \u00a9igenfdjaften fehlen ausf\u00fchrlichere \u00a9eoBacbtungen ; bod; luei\u00df man, ba\u00df fte richtige \u00a9eurtbeilung ber SSer^aTtniffe Befunben, fxd^ be\u00ea \u00a9Bobltuoden\u00ea, ineldbeS man ihnen \u00fcBerad gem\u00e4hrt, Bem\u00fcht ftnb unb be\u00ea^a\u00efB gerabe fo gutraulid; geigen, m\u00e4^renb fte, \u00bberfolgt, Balb fcBeu Serben unb burd; ihren \u00a9\u00dfarttungSruf nicht BloS 3^re\u00eag\u00efet(|en, fonbern and; anbere \u00a9ogel \u00bbon einer Be\u00bbor= ftebenben \u00a9efabr unterrichten. Unter ftcb leBen fie nad; diadenart in Unfrieben. $ebeS \u00a9\u00e4rd;en Behauptet fein \u00a9eBiet, bulbet innerhalb beffelBen fein gtoeiteS ttnb Bef\u00e4ntpft ben \u00a9inbringling auf baS \u00a3>eftigfte.\n2>ie dtabrung Befielt geittueilig faft auSfcblie\u00dflid; auS ben (S\u00e4mereien ber Betreffenben \u00a9flangen, auf benen fte ftdf> umbertreiBen, neBenBei aBer audb au\u00a7 \u00bberfepiebenem \u00aeteingett)ier. \u00aea\u00a7 diefi toirb auf feftem Sanbe errichtet unb mit brei Bis \u00bbier \u00a9iern Belegt.\n$)ie \u00a9l\u00e4tterb\u00fcbneben fenngeiebnen ftdb burd; fddaufen \u00a9au, b\u00fcttnen, l\u00e4nglichen \u00a9cpnaBel, b\u00bbbe unb \u00fcberaus lang; unb b\u00fcnngebige $\u00fc\u00dfe, tnelcbe burdb bie dl\u00e2gel fogufagen \u00bberboppelt Serben, giemlidb lange, fd;male unb fpijse Fl\u00fcgel, einen fttrgen unb fcbmalfeberigen \u00a9d;t\u00bbang, beffen mittlere Gebern Bei einer 2frt ftdE> \u00bberl\u00e4ngern, unb ein etiuaS fp\u00e4rlid;eS, aBer berbeS, regelm\u00e4\u00dfig fepon; farbiges \u00a9efteber. \u00a9ei ben meinen Wirten roirb bie \u00a9orberftirn mit einer nadten \u00a9(pluiele Befleibet; audb ein fpi^er SDorn am \u00a3>anbgelenfe ift BemerfenSmertb. \u00a3>ie \u00a9efcplecpter unterfdbeiben ftd; niept, bie jungen giemlidb auffaltenb \u00bbon ben 2llten.\n\u00a9itter ber gemeinfteu \u00a9umpfo\u00f6gel \u00a9\u00fcbanterifaS, pier unb ba ber b\u00e4uftgfle, ift bie Sctffana ' (Parra Jacana), ber \u00a9ertreter berjenigen \u00a9ippe, t\u00bbeld;e man geto\u00f6bnlicp \u00a9porenfl\u00fcgel nennt, fenntlid; an bem leidsten, gierlicpen SeiBe, bem feinen, fd)lanfen \u00a9cpnaBel, mit naefter, aBftebenber \u00a9tirnfcptoiele unb nadten dftunbtoinfellappen, ben b\u00bbben/ Biinnen, langlebigen \u00a9einen, bereu di\u00e4gel ben gepen an S\u00e4nge faft glcidb fomnten, ben fdbmalen, fpipfeberigen kl\u00fcgeln, unter bereu (Segnungen bie britte bie l\u00e4ngfte unb t\u00bbeld;e am \u00a9uge einen ftarfen eiuto\u00e4rtS gelehrten \u00aeorn tragen, unb bem furgen, auS gehn meiden, garten, ein menig gugefpipten Gebern Beftebenben, aBgerunbeten \u00a9epiuange. \u00a3)er alte \u00a9ogel ijf an \u00c4opf, jpalS, \u00a9ruft unb \u00a9auch fepftarg, auf bem fft\u00fcden, ben kl\u00fcgeln unb ben \u00a9audbfeiten rotbBraun; bie \u2022 (Schwingen finb Bis auf bie fepioarge \u00a9pipe gelBlidbgr\u00fcn, bie \u00a9teuerfebern bunfel; r\u00f6tplid; Braun. \u00a3)aS 2luge ift Bla\u00dfgelB, ber \u00a9d^naBel rotp, an ber \u00a9pipe gelBIidb, bie nadte \u00a9tirm fcptoiele, i\u00bbie ber dJlunbtoinfetiappen Blutrotp, ber $u\u00df Bleigrau, ber \u00aeorn gelB. \u00a3)er junge \u00a9ogel ift \u00bbout $inn Bi\u00bb gum \u00a9tei\u00df gelbtoei\u00df, auf DBerfopf unb dtaden fepftarg, auf bem bilden cli\u00fcem Braun. 5)ic S\u00e4uge Betr\u00e4gt 9 Bi3 10, bie ^ittigl\u00e4nge 5Va, bie \u00a9cptoangl\u00e4nge 2 $od, bie #\u00f6pe ber ^u\u00dftnurgel 25, bie ber \u00a9littelgepe 25, bie ihres dcagelS 9, bie ber $intergehe 10%, bie ipreS d\u00efagelS 18 Sinieu.\n\u00a9on \u00a9ttpana an BiS nadp \u00a9araguap fehlt bie Saffana feinem ftebenben \u00a9etn\u00e4ffer, ttelcpeS tpeiltueife mit gro\u00dfen \u00a9l\u00e4tterpflangen \u00fcBerbedt roirb\u00bb \u00a9Segen ihres fep\u00f6nen $arbenfd;mudeS gelieBt unb ungeftort, fiebelt fie ftd; audb in unmittelBarer \u00fcft\u00e4pe ber S\u00dfobnungen an unb BeleBt hier namentlich bie 2lBgug\u00a7gr\u00e4Ben in ben \u00a9flangungen, nach \u00a9ring \u00bbon \u00a9Sieb aBer ade \u00a9umpffteden \u00fcBerbaupt, auch naffc, fumpftge d\u00dfiefen unb gt\u00bbar bie \u00a9eto\u00e4ffer in ber Ui\u00e4fye ber^\u00fcfte eBenfogut t\u00bbie bie im ^^\u00bberen be\u00ea Sanbe\u00ea ober inmitten ber Urto\u00e4lber. \u00a9ie gebt auf ben Breiten, an ber DBerfl\u00e4dje au\u00eageBreiteten \u00a9l\u00e4ttern ber \u00a9kfferpflangen umher unb erh\u00e4lt ftd; hier, \u00bberm\u00f6ge ber langen $u\u00dfgebett, mit Seidbtigfeit. \u00a9or bem fd;ned babingleitenben \u00a9oote fliegt fte gtoar auf, fe^t ftdb aBer Balb toieber nieber. \u00a9ie gem\u00e4hrt ein b\u00f6d;ft unterbaltenbe\u00ea \u00a9d;aufpiel, Befonber\u00ea menu fte gebattfenfebned \u00fcBer bie bict)t \u00bbertoorrenen d\u00f6afferrofenBl\u00e4tter eilt unb baBei bod; fortto\u00e4brenb ftdb Befd^\u00e4ftigt. \u00a9eint 2tiebevfe\u00bben BeBt fte bie gierlid;en ^liigel hoch in bie fp\u00f6Be unb geigt bie in ber \u00a9ontte l;edgl\u00e4ngenben,","page":752},{"file":"p0753.txt","language":"de","ocr_de":"Saffana.\n753\nfcpn gelbgr\u00fcnen \u00a9djWungfebent, gleid)fam, als wode fte aile tpre D\u00eeet^e entfalten. ^affana\u00ea, Welcpe im E)dlen \u00a9onnenfcpeine auf ben gro\u00dfen, gr\u00fcnen Slattern ftd^ bewegen, \u00fcberftraplen bie prad)tigen St\u00fctzen ber lebten nod) bet Weitem. Seim \u00fcftieberfe&en ober furs Oor bent S\u00dfegfliegen oernimmt man geW\u00f6pnlid) bie laute, bem Sachen \u00e4l)nlt(J)e (Stimme, Welcpe ben anberen gut 2\u00f6arnung bienen foEf; bcr S\u00f6gel ft\u00f6jjt fte felbft bann nod) au3, Wenn er, unerwartet \u00fcberfallen, ftd) fo eilig a\u00ef\u00ea m\u00f6glid^ gu retten fttd)en mu\u00a7. \u201e(Sowie einer ober ber anbere\", fagt <Sd)ontburgf, \u201eeinen ipm Oerb\u00e4cptig fd)eiuenbeu \u00a9egenftanb erblidt, redt er feinen $al3 au8, l\u00e4fjt feine laute, fd)reienbe\n2He Saffona (Parra Jacana). i/2 bet nat- \u00a9r\u00f6jje.\n<\n\u00a9timme ert\u00f6nen, bie gattje \u00a9efellfcpaft ftimmt ein, unb einer nad> bem anberen fdf)idt ftdb> gur $lucpt an.\"\n\u00a3)ie Saffana n\u00e2\u00c7rt ftdf) Oon Skfferferfen unb bereu Sarben, Oerfd)mcil)t aber audj (S\u00e4mereien nid)t unb fdjeint beft\u00e4nbig mit 2luffud)en ber Saprung befd)\u00e4ftigt.\n\u00aea\u00ea SRefl ift ein funftlofer Sau, Welker an (S\u00fcmpfen unb \u00a9rabenr\u00f6nbent angelegt Wirb. $)ie oier bt\u00ea fedj\u00ea auf bleigr\u00fcnlidfjem ober bl\u00e4ulid)em \u00a9ruttbe leberbraun pnnftirten (gier liegen oft aucp auf blo\u00dfer \u00a9rbe. 2)ie jungen folgen ber Stutter halb nacb bem Slu\u00ealriecpen.\nSad^ Eingabe be3\toon SBieb foil el nidjt fcpWer fein, ^affana\u00ea an bie \u00a9efangem\nfd;aft gu gew\u00f6nnen, sumal meuu man il)nen einige ftreiljeit gew\u00e4hrt, beifpielSWeife fte auf bem \u00a3>ofe\nS\u00eereljm, gerieben. IT.\t40","page":753},{"file":"p0754.txt","language":"de","ocr_de":"754\nSDie S\u00e4ufer. \u00a9telavbgel. \u00a9(attertmbmhen. S\u00f6afferp^ner.\nh\u00e4lt. \u00a9\u00dfahrfcheinlid) iv\u00fcrben bie gterltd^en \u00a9efchityfe tebenb nad; (Suropa gebracht Serben k\u00f6nnen; eg fd)eint aber, als ob ein folder \u00a9erfud) bisher nod) nid)t unternommen ioorbeit ift.\n(Sine in \u00a9\u00fcbafien lebenbe 2lrt ber \u00a9l\u00e4tterh\u00fchndjen unterf^eibet fidf Oon bev Saffana unb beren \u00a9ertoanbten burd; ba\u00ea gelten bev nadten \u00a9tirnplatte unb \u00a9htnbtvinfellawen, fotvie burdj bie unge= mein verl\u00e4ngerten vier mittleren \u00a9chivanafebern. 3tu f\u00c7ittige \u00fcberragen bie erfte unb ^meite \u00a9dpinge bie \u00fcbrigen an S\u00e4nge ; ber \u00a9cfmabel ift fehr fdjm\u00e4d^tig, ber fp\u00df ettva\u00ea Ir\u00e4ftig unb feine Be\u00a7eu fmb Verh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig t\u00fcrjer al\u00a7 bei ben \u00a9porenfl\u00fcgtern.\ner 3Safferfafan (Hydropliasianus sinensis) ift auf \u00a9orber\u00efopf, \u00a9d)eitel, im \u00a9efid)t, am \u00dfinne, am \u00a3>alfe unb an ber Dberbruft ivei\u00df, am ^intertjalfe, melier burd) eine fdparae Sinie oon bem \u00a9orberhalfe gerieben ivirb, gilblidjtvei\u00df, auf bem Oberk\u00f6rper bunfel\u00f6tbraun mit Purpur filier, auf bem Dberpgelbedgefieber toei\u00df, ein $led auf bem \u00c6opfe f<htoara, bie \u00a9ruft tiefbraunfdpara, ba3 Unterfl\u00fcgelbedgefieber nu\u00dfbraun, bie erfte \u00a9djtvinge fdjloara, bie a^oeite faft ebenfo gef\u00e4rbt, bie britte fd^toara an ber \u00a9u\u00dfenfahne unb \u00a9pifce, \u00fcbrigen\u00ea aber tvei\u00df; \u00e4hnlich ftnb bie anberen \u00a3anbfdjtoingen geaeidfmet; bie \u00a9teuerfebern fe^en fd^ioara au\u00a7. Oa\u00ea 5luge ift bunfelbraun, ber \u00a9dpabet blau an ber \u00a9\u00f6urael, gr\u00fcnlich an ber \u00a9pifje, ber \u00a9d)tvana bla\u00dfbtaugr\u00fcn. SDie S\u00e4nge be\u00a3 9Jt\u00e4nnd;enl betr\u00e4gt 18, bie \u00a9reite 24, bie gittigl\u00e4nge 8, bie \u00a9djtoanal\u00e4nge 10 Soll. Oa\u00eb \u00e4\u00dfeibd&en \u00fcbertrifft ba\u00a3 \u00a9t\u00e4nndjen nod) an \u00a9r\u00f6\u00dfe; eine\u00ea, \u00bbeld^e\u00ab 3 er bon ma\u00df, tvar 20 Sod lang unb 30 Bod breit.\n3m \u00a9Mnterfleibe ift bie Oberfeite bla\u00dfhornbraun, ba\u00ea Heine Oedgefieber burdj Ouer: binben getoedt, ber \u00a9dptel unb \u00a3interr\u00fcden braun, ein \u00a9ugenftreifen toei\u00df, ber \u00a9orberfopf tvei\u00df gefledt.\nSDiefer pbfe^e \u00a9ogel verbreitet ft<h \u00fcber gana 3nbien unb(Set)lon unb belvo^nt fytx ade aufagenben Oerttidpiten. (Sr liebt e\u00ea, fttfj fe^en au laffen: tvenn man i$n von einem fdpimmenben Soto\u00eablatte aufgefd;eu<f)t, gibt er fidb leine gro\u00dfe 2d\u00fc\u00a7e, um fid) au verfteden. \u00a9eine \u00a9timme fod m\u00e4prenb ber \u00a9rutaeit ivie \u201eOjub, bjub, bjub\" tauten; inhere fagen, ba\u00df fte bem \u00a9dauert einer $af$e ober einem ge\u00e4ngftigten H\u00fchnchen \u00e4hnlich Hinge unb ungef\u00e4hr tvie ,,^\u00dfei;^o\" laute. Oie \u00a9tanning befielt voraug\u00eatveife in S\u00dfflanaenftoffen, Heinen \u00a9t\u00fcfteln unb \u00a9tofferferfen. Oa\u00ea \u00a9eft hnrb au\u00ea gro\u00dfen \u00a9\u00dfafferpflanaen angelegt unb f\u00f6toimmt 3\u00abi 3uli ober Sluguft finbet man vier big fieben \u00a9ier von fdtj\u00f6n bronaebrauner unb gr\u00fcner F\u00e4rbung. 3*u \u00a9Sinter ift ber \u00a9ogel gefedig. \u00a9>emt einer nur vertvuubet tvirb, h\u00e4lt eg fd)tver, ihn au finben, tveil er fofort untertaucht unb nur ben \u00a9djnabel ^erau\u00eaftedt, um au at\u00effmert. Oag $leifd) fod feljr gut fein, \u00a9Ipth Verfpert, ba\u00df er biefe 2lrt mit (Srfotg in \u00a9efangenfehaft gehalten habe.\n* *\n*\nSin bie \u00a9l\u00e4tterh\u00fchndjen flie\u00dfen ftch bie \u00a9Baffer pp er (Gallinulae) auf bag (Sngfle au, eine gehalten ; unb artenreiche Familie, tveldje fid) \u00fcber ben hei\u00dfen unb bie gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel ber (Srbe verbreitet. Oie au ihr g\u00e4^Ienben \u00a9\u00f6get fennaeid^nen : Mftiger Seib, mittellanger #al3, gro\u00dfer \u00dfohf, furaer, meift kr\u00e4ftiger, tytyx, bider, auf ber girftc gebogener \u00a9chnabet, getv\u00f6hnlid) auch eine nadte \u00a9tirnfchraiele, kr\u00e4ftige, mittelhohe $\u00fc\u00dfe, beren Behen enttveber fe^r lang ober feitlich mit Sa^en befe^t ftnb, fehr lurfer gl\u00fcgel, unter beffen \u00a9dringen bie britte.ober vierte bie l\u00e4ngfte au fein pflegt, ein fehr luraer \u00a9d;mana unb ein rei<hlid)e\u00ea, tveichel, lvafferbid\u00c9)te\u00ea, tveitftrahlige\u00ea, mehr ober Weniger einfarbige^ \u00a9efieber. Oer innere \u00a9au \u00e4hnelt bem ber \u00a9aden.","page":754},{"file":"p0755.txt","language":"de","ocr_de":"SBafferfafan. i\u00dfutfcurhuhn-\n755\nS)te S\u00dfafferpfner ftnb Dollenbete \u00a9umpf;, einige fogar edjte S\u00dfaffero\u00f6get. \u00a9ie belohnen fd^ilfreid^e \u00a9een, gr\u00f6\u00dfere \u00a9\u00fcntpfe nnb SSr\u00fcd^e, \u00a3eid)e unb pflangenbebedte $lu\u00a7ufer, immer aber f\u00fc\u00a7e \u00a9eto\u00e4ffer, treiben ftdj Diel im \u00a9djilfe nnb nodj meljr auf bem pftangenbebedten S\u00f6afferfpiegel nm^er, ftnb im Saufen minber gefd;idt als bie fallen, \u00fcbertreffen biefe aber burd) ihre bebeutenbe \u00a9d^toimms unb Sauchfertigteit nnb \u00e4hneln ihnen hinftd)tlich ihres fd)toerf\u00e4ltigen, toanfenben unb erm\u00fcbenben Ringes. Sind) fte geh\u00f6ren nid)t gu ben Dertr\u00e4gli\u00e4jen S\u00f6geln, fonbern behaupten eifer; f\u00fcd^tig baS einmal gew\u00e4hlte \u00a9ebiet, oertreiben aus i\u00a7m jeben anberen ihrer Slrt, trenn fte l\u00f6nnen auch anbere S\u00f6gel \u00fcberhaupt, unb beloeifen babei einen mit ihrer geringen \u00a9r\u00f6fje aufjer allem Serh\u00e4ttnifj ftehenben SD^ut^. kleine SS\u00f6gel fallen auch fte m\u00f6rberifch an, unb ben Stuten toerben fte fe^r fdmblidj. \u00a9agegen geigen fte fid) \u00e4ufjerft g\u00e4rtlid) gegen ihren \u00a9atten unb bie \u00a9Item ungemein an^\u00e4nglid) unb ^ingebenb gegen bie Srut 2>hr Sftefi legen fte fletS im ober toenigfienS in ber fTc\u00e4^e Don \u00a9<hilf an, oft fo, ba\u00a7 eS auf bem S\u00dfafferfpiegel fd^toimmt, bauen eS aber auS \u00a9d>ilf; nnb 3^o^r= bl\u00e4ttern fe^r lunjtloS gufammeit. \u00a3)aS \u00a9elege befielt auS Dier bis gto\u00f6lf glattfdjaligen, gefledten unb gepuntteten \u00a9iern. $)ie jungen lommen in einem \u00e4ufjerft gierlid^en, bunteigef\u00e4rbten \u00a9unentteibe gur S\u00dfelt. Stad) ber Srutgeit Derlaffen Silt unb 3nng gemeinfd^aftlid^ bie feint\u00e2t unb Joenbett ftd) enttoeber [\u00fcblicheren ober in anberer ^infid^t g\u00fcnftigeren \u00a9egenben gu, hier bie Staufer Derbringenb. \u00a9ingelne Don ben norbifdjen Sitten toanbern auffallenb toeit, bis tnS innere Don Slfrita n\u00e4mlich 5 bie in ben \u00a9teidjerteinbertt lebettben hingegen fd;einen bloS gu ftreidjen.\nSDa bie Saprung ber SBafferpIjner gnm gr\u00f6\u00dften Steile aus gSflaugenftoffen befielt, taffen ftdh alle Sitten fein* leidet an ein \u00a9rfafjf\u00fctter gelo\u00f6hnen unb mit bief ent jahrelang erhalten. 3)ie meiftett merben ungemein galjm, fobaf man fte trie k\u00fchner frei im #ofe unterlaufen laffen tann; eingelne getoopnen ftd) gum StuS: unb \u00a9infliegen, gehen ober folgen intern Pfleger bet beffen SluSfl\u00fcgen auf bem t\u00ffufe naci). \u00a3)urd) il)re ,3anttufi toerben fte gutoeilen t\u00e4ftig unb einige, namentlich bie gr\u00f6\u00dferen Sitten, fogar fch\u00e4blid), toeil auch fte junges \u00a9efl\u00f6gel \u00fcberfallen unb tobten.\n\u00a9\u00e4mmtliche Sktfferh\u00fcl)ner g\u00e4hten gu ben jagbbaren S\u00f6geln. 3h^ SHlbpret fte^t an 2BoI)\u00fc gefchmad bem anberer \u00a9umpf; unb SBaffero\u00f6gel gtoar bebeutenb nach, gibt aber, geh\u00f6rig gubereitet, immerhin ein leibliches \u00a9erid)t. 2)agu fontrnt, ba\u00a7 eingelne ba, too fte maffenhaft auftreten, ioirflicben \u00a9chaben anrichten unb fd^ott beShalb aud) eine Serfolguttg abfeiten beS Stenfd)en red)t; fertigen. Slufjerbent haben biefe S\u00f6get Diel Don ben StachfteEungen beS StaubgeugS, inSbefonbere ber Ralfen gu leiben, obgleich fte ftd) burd) gefd^idlteS fauchen ober Serbergen im \u00a9chilfe ihren Reinheit oft gu entgie\u00ef)en toiffen.\n\u00a9aS fch\u00f6nfte europ\u00e4ifd)e 2\u00f6affer!)uhn genof) bei ben alten SR\u00f6mern unb \u00a9riechen eine geioiffe Serehrung: eS tourbe in ber S\u00e4he ber Stempel unterhalten unb gleid)fam unter beit \u00a9d)uh ber \u00a9\u00f6tter geftedt. ^eutigentagS beult man gtoar anberS, aber noch immer toerben biefelben JSp\u00fcbner Weniger Derfotgt, als bie Sertoanbten, toeil ihre \u00a9ch\u00f6nheit f\u00fcr fte einnimmt.\n\u00aeie \u00a9ultanSh\u00fchner (Porphyrio) ftnb mittelgro\u00dfe, tr\u00e4ftig gebaute S\u00f6get mit ftavlem, harten, bidfen, [ehr hohen, fafi topflangen \u00a9dhnabet unb gro\u00dfer \u00a9tirnfd)ioiele, langen, ftarfen g\u00fc\u00dfett mit grofen, gang getrennten 3^hen/\t\u00efctttgen \u00c7t\u00fcgeln, unter bereit \u00a9chtoingen bie Dierte bie\nl\u00e4ngfte, lurgem, Derh\u00e4ltnifm\u00e4^ig aber langen \u00a9dr\u00e4nge unb glatt anliegenbent, bttrd; }H\u2018ad)tooHe F\u00e4rbung auSgegeidhneten \u00a9efieber.\n\u00aeflS $urpurhuhn (Porphyrio hyacinthinus) ift im \u00a9eftd)t unb am Sorberhalfe fd)\u00f6n t\u00fcrfiSblau, auf bem ^interhaupte, Staden, bem Unterteibe unb ben \u00a9chenfeln bunfelinbigobtau, auf ber Unterbruft, bem Si\u00fcden, ben \u00a9edfebern ber Fl\u00fcgel unb ben \u00a9dE)toingen ebenfo, aber lebhafter gef\u00e4rbt, in ber \u00a9tei^gegenb toei\u00a7. SDaS Sluge ift blafroth, ein finaler S\u00fcng um baffelbe gelb, ber\n48*","page":755},{"file":"p0756.txt","language":"de","ocr_de":"756\nSDte S\u00e4ufer, \u00a9teljo\u00f6gel. 30affer^\u00fb\u00ef)ner.\n\u00a9d)nabet nebft ber \u00a9tirnplatte lebhaft rotb, ber $ufj rotbgelb. SDte S\u00e4nge betr\u00e4gt 18, bie Sreite 32 3od. Sunge SS\u00f6gel ftnb oben graublau unb unten toei\u00a7 gefdjecft.\n3)a3 5purbur^n lebt in funtpftgeu unb ioaff erreichen \u00a9egenben $talien\u00a7 unb \u00a9banien\u00ea, ioabr; fdbeinlicb aud) in \u00fcftorbtoefiafrifa, toirb aber im \u00fcftorbcften biefe\u00ea \u00a9rbtbetl\u00ea burd) cine ocrtoanbte Slrt, bie SDicfme ber Araber, ioeldje id) Porphyrio chloronotos genannt babe, vertreten, \u00a9iefe Slrt ift auf bent .Jpinterbalfe unb i\u00dforberfX\u00fcgel inbigoblau, auf bent SSorber\u00c7alfe t\u00fcrfi\u00eablau, auf ber Stuft inbigoblau, n>e\u00efd^e F\u00e4rbung nach unb nad) in3 \u00a9djieferfdbtoftr&e be\u00ea Saud)e\u00eb \u00fcbergebt; ber S\u00fctantel\n/\t>x.\u00bb*\\\n3)a\u00ea ^\u00dfurpurtjutjn (Porphyrio Lyacinthinus) i/4 ber nat. \u00aer\u00f6\u00a7e.\nftebt bunlelgr\u00fcn au3. SDaS Sluge ift gilblicbbrautt, ber \u00a9cbnabel b\u00efut\u00e7otb, ber $ufj giegelrotb. \u00a3>ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 17, bie \u00a9reite 30 3otf.\nSille \u00a9ultan\u00eab\u00fcbner betoobnen borguglineife \u00a9\u00fcmpfe, in beren \u00dcR\u00e4bc \u00a9etreibefelber liegen, oft aud) bie fftei\u00eafelber felbft, tt>eld)e ja beft\u00e4nbtg \u00fcberfd)ft)entntt gehalten ttterben unb be^balb toabre \u00a9\u00fcntpfe ftnb. \u00aea\u00a7 \u00fc\u00dfurfmrbubn finbet ,jtd) in namhafter, jebod) nad) ben 3\u00abb^n ft>ed)felttbet Slnjabl auf \u00a9arbinten unb \u00a9icilien unb ebenfo an ben \u00a9een berDfil\u00fcfte \u00a9panten\u00ea, in\u00eabefonbere an ber Sllbufera oon Valencia, fobann giemlid) h\u00e4ufig in Sllgcrien; bie \u00aeidtne belebt alle \u00a9tranb;","page":756},{"file":"p0757.txt","language":"de","ocr_de":"^urpurpupn.\n757\nfeen Egppteng unb Verbreitet ftdC; iva^rfd^etnltd^ aucp toeiter nacp Often pin \u00fcber (Sorten unb bie ' Eufratl\u00e4nber. Sie ifi nacp meinen Erfahrungen ein \u00dfugoogel,\tEnbe Slprilg eintrifft nnb im\nSeptember toieber toeggiept, aber, fo\u00fciel icp erfahren fonnte, nicpt bem Stile entlang toanbert, oon ung toenigfteng im oberen Stromgebiete nicpt gefunben tourbe. $\u00a3)ag Vurpurpupn toanbert ebenfattg, obtoopl einzelne to\u00e4prenb beg SBinterg au ihrem Vrutorte bleiben. Sa to ab ori pat fiep SDt\u00fcpe gegeben, ettoag Veftimmteg gu erfahren, jeboep nur feftftetten f\u00f6nnen, bag bie Vurpurp\u00fcpner an ben \u00a9een oon \u00a9arbinien tntb Sicilien im Slpril h\u00e4ufiger gefunben toerben alg fonft, iooraug er fcpliegt, bag fie im iperbge toeggiepen unb im \u00c7oiihjapre gur\u00fceffepren.\nSitte \u00a9ultangp\u00fchner \u00e4hneln gep in ber Sebengtoeife unb im betragen, \u00a9ie erinnern am meifien an unfer Xeicpp\u00fcpncpen, tragen ftdh ft&r ftotger unb fepreiten to\u00fcrbe\u00f6otter bahin. 3pr \u00a9aug ifi abgenteffen, jeboep gierlicp; eg toirb ein Vein bebadhtfam Oor bag anbere gefept, beim Slufpeben ber fyug gufammengelegt, beitn Stieberfepen aber toieber fo auggebreitet, bag bie 3epen eine oerp\u00e4ltnig: m\u00e4gig bebeuteubc f^l\u00e4d^e einnehmen, jeber Schritt augerbem mit einem tt\u00f6ippen beg Scptoangeg begleitet. Uebrigeng ifi bag Sultanghuhn ebenfo toie bag Xeicpp\u00fcpncpen f\u00e4hig, flatternb, halb laufenb \u00fcber eine feptoimmenbe \u00a9eefe oon feptoimmenben ^gangen toeggurennen. SDag Scpioimmen oerfteht eg fchr gut, geht nicpt blog gegtoungeu, fonbern toie bag STeid^h\u00fchnd^en oft unb gern ing 3Baffer, liegt leicht auf ben VSetten unb rubert mit anmuthigem Steigen beg jpaupteg bahin. 3m gluge geiepnet eg fiel; blog burdh feine Sch\u00f6nheit, nicpt aber burdh bie Seicpttgfeit ber Vetoegung oor ben Vertoanbten aug. Eg erhebt ftep ungern in bie Suft, flattert unbepilflicp eine Strecfe fort unb f\u00e4llt bann rafch Joteber gu Voben herab, am liebfien in popeg \u00ae<pilf, 9^ieb ober \u00a9etreibe, um hier gdf; gu oerbergeu. \u00a9eiue laugeu, rotheu Seine, toeld^e eg, toenn eg fliegt, herabh\u00e4ugen l\u00e4gt, gieren eg \u00fcbrigeng fehr unb fenngeiepnen eg ooit tt\u00dfeitem. Oie Stimme erinnert au bag \u00a9acferit ober \u00a9lucffen ber ^mpner, aber auch an bie unfereg Xeicpp\u00fcpncpeng, nur bag fie g\u00e4rfer unb tiefer Hingt.\nlieber bie griffigen F\u00e4higkeiten lautet bag Urtheil ber Veobacpter verfc^iebeu.\u2022 Eigentlich fc^eu lantt man bie ^urpurp\u00fcptter nicpt nennen; Oorgcptig aber fittb fte bodp, unb Verfolgung maept ge halb ungemein \u00e4ngftlicp. Xe nt min cf erg\u00e4plt, einen Vericpt Ea nt rai ne g toiebergebenb, bag bag Vurpurpupn, trenn eg fi<h bebropt f\u00e4pe, feinen \u00aeopf iit beit Sumpf geefe unb gep bann geborgen to\u00e4hne: alle \u00fcbrigen Forfcper toiffen hier\u00fcber Stidbtg, unb auch bie Slraber, benen biefeg Vetrageit genug aufgefatteu fein Jo\u00fcrbe, haben mir ettoag Stepulicpeg nicht mitgetheilt. Sluf meine Veobacptungen geft\u00fcpt, fann ich nur fagett, bag bie Oicfnte auch in ihrem SBefen bem Xeicpp\u00fcpncpett \u00e4hnelt, toie biefeg paartoeife gufammeith\u00e4lt, \u00a9efettfdhaft mit anberen ihrer Slrt aber meibet unb be^halb fiep fietg ein beftimmteg \u00a9ebiet abgrengt, innerhalb beffen fte fein anbereg H\u00e4rchen bulbet. Oag Vurpurpupn toirb fiel; toohl aucp nicpt anberg betragen.\n$ingcpt\u00eficp ber Siapruug unterfepeiben ftep bie Sultangh\u00fchner nicf;t Oon ipren gamilienber; toanbten. \u00e4eittoeilig freffen fte nur Vgangenftoffe unb gtoar frifdh auffproffenbeg \u00a9etreibe ober \u00a9ragpalme \u00fcberhaupt, Vl\u00e4tter unb Oer fepiebene S\u00e4mereien, oorguggtoeife Steig; to\u00e4h'renb ber Vrutgeit aber fdpleicpen fie beg\u00e4nbig im Sumpfe umher, fuepen Sieger auf uub ptiiubern biefe in ber abfepeu; licpfteu SBeife. Sie begn\u00fcgen fiep babei feinegtoegg mit ben Vruten fcptr\u00e4cperer V\u00f6gel, fonbern rauben felbft bie Sieger ft\u00e4rferer aug. 3n allen S\u00fcmpfen, toelcpe ^urpurp\u00fcpiter beherbergen, ftnbet man beim Siacpfucpen SJiaffen Oon gerbroepenen Eierfd^alen, unb an gefangenen \u00a9ultangp\u00fchnern beobachtet man fepr p\u00e4ugg Siaubgel\u00fcfte ber entfepiebenften Slrt. tt\u00dfie Staubo\u00f6gel lauern fte auf Sperlinge, toelcpe Oon iprem ^utternapfe nafepen tootten, uub toie eine \u00aeape oor ben S\u00f6cpern belaufe. Ein eingiger #ieb beg fr\u00e4ftigen Scpnabelg gen\u00fcgt, bem Opfer ben \u00a9araug gu maepen; bann toirb eg mit einem Veine gepaeft, feggepalten, gerriffen unb bie Viffen mit bem guge gum SJtunbe gebracht. Xriftram fap \u00a9efangene junge Enten umbringen; idt; pabe fte oft genug Sperlinge jagen fepen.\nVor ber Vrutgeit palten fiep bie Vurpurp\u00fcpner am liebften in Steigfelbern auf, to\u00e4prenb ber SRiggeit felbft gebelu fte gel;, too fte f\u00f6nnen, im St\u00f6pricpt ober Scpilfe an. Oag Steg gept giemlicp","page":757},{"file":"p0758.txt","language":"de","ocr_de":"758\n\u00aeie S\u00e4ufer, \u00a9tclgtoogel. 2Baffet-\u00fc-ner.\nto erborgen, in ber Siegel auf bem S\u00f6afferfptegel felb\u00df, iff toon biirren \u00a9rag; unb dteigftengeln, \u00a9d)tlf unb dto-rbl\u00e4ttern errietet, ettoag \u00efteberlidj gufammengebaut, bem unfereg 2Baffer^>u^ne\u00ea entfernt \u00e4-nlid-, unb enth\u00e4lt im d\u00ef\u00efai brei big f\u00fcnf \u00a9ier. Severe finb etmag gr\u00f6\u00dfer alg 23irf-\u00fc-nereier, -aben eine fdj\u00f6ne l\u00e2ng\u00efidfje \u00a9igeftalt, eine glatte, aber tooenig gl\u00e4ngenbe \u00a9d;ale unb tragen anf bunfel\u00dflber; grauem, \u00dfeifc-farbigen ober rot-grauen \u00a9runbe toioletgraulid-e Unter; unb rot-braune, fe-r einzeln fte-enbe Oberfleden. Oriftram begeid-net fie alg bie fc-\u00f6nften aller \u00a9ier \u00fcber-aufd. Oie jungen entfc-l\u00fc-fen in einem fc-margblauen Ounenf leibe; \u00a9d-nabel, \u00a9tirufilattc unb $\u00fc\u00dfe fe-en auc-bl\u00e4ulid- aug. \u00a9ie fernen fe-r halb fd-toimmen unb untertaud-en, toerben toon beiben \u00a9Item gef\u00fc-rt, mit gro\u00dfer 3\u00e4rtlid)feit \u00fcbert\u00fcac-t unb bei @efa-r getoarnt. Oa, too fte toenig dtac-ftedungen gu erleiben -aben, fo\u00ef\u00efen fie ebenfo gutraulic- fein alg anbere 2\u00dfaffer-\u00fc-ner and). 3e*bon erg\u00e4-lt, ba\u00df man in pubien bem bort lebenben \u00a9ultang-u-ne oft bie \u00a9ier nimmt, fie toon jp\u00fc-nern bebr\u00fcten unb bie jungen toon le-teren aufgie-en l\u00e4\u00dft: ob man in italien Oaffelbe t-ut, mei\u00df id- nid-t; in \u00a9giften aber f\u00e4ngt man oft bie jungen ein, um fie in \u00a9efangenfdjaft gu -alten, \u00a9ie laffen fid) fe-r leic-t g\u00e4-men, geito\u00f6-nen ftd- halb an bie \u00a3)auggenoffen, leben frieb\u00efid) mit ben Jp\u00fc-uern, tooraug; gefegt, ba\u00df biefe feine \u00ae\u00fcd)lein f\u00fc-ren, treiben fid-, locnn man i-nen gr\u00f6\u00dfere f^rei-eit gibt, in \u00a3>of unb \u00a9arten ober auf ben \u00a9tragen um-er, fommen in bie 3nnuter, betteln bei \u00a3ifc-e unb ioerben bann mirflic- gu einer toa-ren 3ierbe beg \u00a9e-\u00f6fteg. dluf ben europ\u00e4ifd-cn \u00a3-iermarft fommen fie oft unb in ddaffen, foba\u00df fie fid- eigentlich jeber Sieb-abcr ertoerben f\u00f6nnte. 3-t\u2019 $reig ift fo gering, i-re Spaltung m\u00e4-renb beg \u00a9ommerg toollfommen m\u00fc-elog unb i-r ^Betragen fo angie-enb, ba\u00df id- fie auf bag d\u00df\u00e4rmfte em-fe-len fann. d\u00dfenn man i-nen to\u00e4-reub beg d\u00dfinterg einen toarmen ober bod) itoenig\u00dfetig gefd-\u00fcfjten \u00a9tad antoeift, -alten fie fid- toiefe 3<t-re lang, unb menu man fie in einem gr\u00f6\u00dferen, gut gefc-loffeuen \u00a9e-\u00f6fte ober \u00a9arten um-erfaufcn l\u00e4\u00dft, fd-reiten \u00dfe aud) gur $ort; p\u00dfangung. 3\u00ab bon O-icrg\u00e4rten -aben fie fc-on mieber-olt gebr\u00fctet.\n\u00a9in fegeif\u00f6rmiger, feitlich gufammengebr\u00fcdter \u00a9d-nabel mit \u00a9tirnfdjmiele unb fd-arfer, fein; geg\u00e4-nelter \u00a9d-neibc, gro\u00dfe $\u00fc\u00dfe mit langen, au ber \u00a9o-le breiten unb belasten 3e-en, ftum-fe, breite Fl\u00fcgel, bereu britte \u00a9d-minge bie l\u00e4ngfie, furger, gio\u00f6lffeberiger \u00a9d)\u00fc>ang unb ein rcidjeg, bid-teg \u00a9e\u00dfeber fenngeid-net bie \u00e4door-\u00fc-nd)en (Stagnicola), toeld-e bei ung gu Sanbe toertxeten merben burd- bag Oeic--u-n ober dtot-bl\u00e4\u00dfc-en (Stagnicola chloropus), ein trot) feineg ein; fad-en $leibeg -\u00f6d-ft gierlidjeg \u00a9efd-\u00f6pf. Oag \u00a9efieber ift auf dRantel unb Unterr\u00fcden bunfel\u00f6l; braun, \u00fcbrigeng bunfelfc-iefergrau, in ben \u00dcBeidjen toei\u00df ge\u00dfecft unb am \u00a9tei\u00dfe reinmei\u00df. Oag Sluge -at um ben \u00a9tern einen gelben, fobaun einen fd-ioarggrauen unb au\u00dfer-alb beffelben einen rot-en dting; ber \u00a9d-nabel ift an ber d\u00f6urgel \u00dfgelladrot-, au ber \u00a9pi\u00dfe gelb, ber ^m\u00df gelbgr\u00fcn. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12, bie 33reite 23, bie gittigl\u00e4nge 7%, bie \u00a9d)ttoangl\u00e4nge 372 3ed.\nOag \u00a3eid\u2014\u00fc-nd-en toerbreitet \u00dfd- faft \u00fcber gang \u00a9uro-a unb fommt too-l aud- im loeftlidjen dJlittela\u00dfen toor, ftreift aber nur feiten nad- Slfrifa -in\u00fcber. 3\u00ab \u00a9uro-a i\u00df e\u00ea, mit 2lugna-me beg -o-cn dlorbeng, \u00fcberad gemein, in Oeutfd-lanb ein Siegel, meldjer \u00a9nbe dft\u00e4rg erfd-eint unb erft im Oftober meggie-t, im \u00a9\u00fcben \u00a9trid); ober \u00a9tanbtoogcl. \u00a9iugelne bleiben aud- bei ung i\u00fc\u00e4-renb beg d\u00f6interg. \u00a9ie manbern beg diad-tg, ma-rfd)eiulid- in paaren unb t-eilmeife gu Sat\u00dfe; itoenigfteng m\u00fcrben eingelne unter Umft\u00e4ubeu angetro\u00dfen, meld;c''eine fold;e dlnna-me rechtfertigen. 3m f\u00c7r\u00fc-ja-ve fommen \u00dfe gemeinfd)aftlid) auf i-rem 23rutteid)c an, gelto\u00f6-nlid) beibe \u00a9atten in einer dtad)t, angna-rngtoeife beibe halb nad) einanber. dl a u m a n n, meld-er ein 5p\u00e4rd)en ja-relang toon feinem \u00a9arten aug beobad-ten fonnte, bemerfte mand-mal bag dJt\u00e4nnd-en, mand;mal bag 3\u00dfeibd;en guerft. \u00a9inmal aber erfd\u00dfen.bag dBeibd;en adein, fud-te toergeblid- ein toor\u00fcbergie-enbeg 9Jt\u00e4nnd)en -crbeigu; loden unb toerfd-manb nad) gttoeUo\u00f6d\u00dfgem Darren unb fe-nf\u00fcd-tigem dtufeu ivieber. \u00a9in anbercg","page":758},{"file":"p0759.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3eid)b\u00fchnd)en.\n759\nSM tarn bag 9R\u00e4nnd)en allein, locfte \u00a3ag unb $Rad)t ohne Unterla\u00df ntifd)te oft fo fl\u00e4glid)e \u00a3\u00f6ne unter fein \u00a9elocf, baf) man eg ohne 9Ritleib ntdC;t anh\u00f6ren \u00efonnte, big enblid) iit ber f\u00fcnften S^ad)! bie erfefmte \u00a9attin eintraf. S\u00dfenn bag $aar oon einem \u00a3eid)e Sefifj genommen hat, beamtet eg ben 9htf ber in ber Suft bahingiehenben iReifenben nid^t mehr; ift aber nur erft ber eine \u00a9atte ba, fo antmortet er bent oben ^liegenbett nnb labet ihn burd) \u00e4hnlid)e \u00a3\u00f6ne ein, gu il)m \u00c7erab^nfommen. SDiefer betreibt bann einen $reig in ber Suft, alg menu er ftd) bef\u00f6nne, mag gu tl)un fei, fernher gem\u00f6hnltd) bie Steife meiter fort, mag man an bem mieberl)olten \u00a9freien mahruel)men \u00efann.\nSteine \u00a3eid)e, meldfje am Olanbe mit \u00a9d)tlf ober 9bieb bemad)fen, ioenigfteng burd) 9toI)r nnb \u00a9eb\u00fcfd) bebecft nnb tl)eilmeifc mit fd)mimntenben Skfferpflangett \u00fcberioud)ert jtnb, bilben -bie liebften 2lufenthaltgorte beg \u00a3eid)hul)neg. $ebeg $\u00e4rd)en Hebt eg, einen \u00a3eid) f\u00fcr ftd) allein gu beft^en, nnb nur auf gr\u00f6\u00dferen 2Bafferfl\u00e4d)en ftebeln ftd) mehrere 5\u00df\u00e4rdf;en an, Oon benen bann febeg fein \u00a9ebiet ftreng ferait. Siegen mehrere Steife neben einanber, fo bcfud)en ftd) bie raufluftigen 9R\u00e4nnd)ett gegeufeitig, um einen \u00a9trau\u00a7 auggufed)ten, merben aber ftetg mieber gur\u00fcdgefplagen, ba fid) febeg 9Ral beibe \u00a9atten oereinigen, um ben freien \u00a9ittbringling gn g\u00fcltigen.\nSebengmeife, \u00a9itten nnb \u00a9etoo^eiten beg \u00a3eid)h\u00fchnd)eng ftnb genau befannt, meil ftc^> bag \u00eeljierdjen fe\u00ef)r gern in unmittelbarer \u00fcR\u00e4he beg 2Renfd)en anftebelt nnb, ioenn eg beffen \u00a9d)uheg ftd^ oerftd)ert hat, bequem beobachten l\u00e4fjt. Stein Sater nnb Saum amt haben treue nnb augf\u00fchrlid)e \u00a9d)ilberungett beg Setrageng gegeben. \u201eUnfer ^eid^^\u00fc^nd^en\", fagt 5Ranmann, \u201eift ein aller; liebfteg Ztym, bem ^eber gemogen fein muff, meld^ev ihm nur einige Slnfmerffamfeit fd)enft. \u00a9in gemiffer \u00a9rab oon 3utraulid)lcit macfyt eg ^ebermann bemerflid), unb feine fedfe Haltung, fein muntereg Setragen nnb anbere liebengm\u00fcrbige \u00a9igenfd)aften geminnen ihm bie gmteigung gar oieler 3Renfd)en. \u00a9eine mand)fattigen, meift anmutigen Semegungeit unb \u00a9tellnngen fd^einen halb (title @em\u00fcthlid)fett, halb $roI)finn big gum Uebermutl)e auggubr\u00fcden, fel)r feiten aber \u00dcRijgmut!) ober Uebelbeftnben. .... \u00a9eine \u00a9eftalt hat etmag lieblid^ Slbgerunbeteg; bie \u00a7l\u00fcgelff)i^en freuten ftd^ \u00fcber ben ^B\u00fcrget; ber \u00a9d)mang mirb beinah fenfrecht aufgerichtet unb fafi fortm\u00e4hrenb burdh leichteg Buden bemegt, ber \u00a3>alg h0(jh ^h\u00b0^ett *n e^nc f\u00fcnfte Sform gebogen, ber Sumpf faft magerest getragen. g\u00e4tlt ihm bann gar etmag Ungem\u00f6hnlid)eg in bie klugen, fo mirb ber \u00a3>atg noch l\u00e4nger, ber K\u00f6rper fcblanfer unb ber mehr auggebreitete \u00a9d)mang mippt in noch fchnetler folgenben \u00a9dhl\u00e4gen heftig aufm\u00e4rtg. \u00a9ann liegt in ber \u00a9eftalt eine zierliche 2lnmutl) unb eine geioiffe \u00aeedl)eit zugleich.\" \u00a9em\u00f6hnlich fteht man eg fchmirnrnen, mobei eg bie $\u00fcf;e fo fchnelf bemegt, ba\u00a7 fie ben Seib auffatlenb rafch fortfchieben, tro^bem ihnen \u00a9chmirnrnh\u00e4ute g\u00e4itglid) mangeln. 2B\u00e4I)renb beg \u00a9chmirnrneng fchaut eg ftd) nad) allen \u00a9eiten um unb nicft bei febem Suberfd)lage mit bem $opfe. Son 3^tt gn Beit ruht eg aug, fe\u00a3t ftd) auf einen \u00a9d)ilfftengel ober Btoeig, am liebften auf fchmirnrnenbeg \u00a7olg, hu^t bag \u00a9efieber, fettet eg ein unb macht ftd) gu neuem \u00a9chmitnrnen fertig ober begibt ftdh in bag \u00a9d)i\u00effrohr ober \u00a9rag, um biefeg gu bttrdhfud)en. \u00a9ein fdhmaler K\u00f6rper unb bie ungeheueren 3el)en fommen ihm oortrefftid) gu ftatten. \u00a9er erfterc fept eg in ben \u00a9tanb, ftdh \u00fcberall burd)gugm\u00e4ngen unb mit ber gr\u00f6\u00dften Seicptigfeit bag bichtefte \u00a9d)ilf gu burdhfriedhen, unb oerm\u00f6ge ber ungem\u00f6hnlid) langen 3ehen ^ann \u00fcber\ttoelche nur mit etmag \u00a9rag, \u00a9\u00abhilf ober 3tol)r belegt ftub, \u00e4u^erft\ngefdhidft ioeglaufen; benn bie auggebreiteten 3^hen bebecfen einen foldhen Umfang, ba\u00a7 eg ba, mo ein anberer $ogel burdhtreten m\u00fcrbe, ftdher fteht. 5lud) bienen ihm bie 3ehen mit Seidhtigfeit unb Sequemlidhfeit auf ben \u00a9d)ilfbl\u00e4ttern herumguflettern; eg fann namlid) ba, mo bag \u00a9d)ilf nicht gang eingeln fteht, mit einem dritte mehrere \u00a9tengel umfaffen unb fo ohne \u00a9efahr hinauf; unb heoab; (teigen. 2luf feftem Soben fdhreitet eg leicht, bel)enb, mit gro\u00dfen \u00a9dhritten einher unb gehest, fX\u00fcdhtet eg fo fd)neE mie ein gejagteg \u00a7uhn bal)in. \u00a9ehr oft fteht man eg auch auf eme lauge \u00a9trecfe \u00fcber ben b\u00fcttn mit Slattern belegten S\u00dfafferfpiegel meglaufen; bann aber nimmt eg gem\u00f6l)nlich bie Fl\u00fcgel gu ^ilfe. Ueberrafchenb ift feine $ertigfeit im fauchen. Sei \u00a9efahr oerfchminbet eg blihfdhneU unter ber Oberfl\u00e4che beg SBafferg unb rubert mit ^ilfe feiner Fl\u00fcgel eilig gmifd)en bem \u00a9ruttbe unb ber Oberfl\u00e4che fort, fommt gnm 5lthem\u00ef)olen einen 5lugenblidl ent^or, ftredft aber blog ben \u00a9dhnabel","page":759},{"file":"p0760.txt","language":"de","ocr_de":"760\n\u00a9ie S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. S\u00dfcifferpt)nev.\nhertoor unb rubert Leiter. \u00a3)er $lug ift matt, fchmerf\u00e4Uig flatternb, nid)t fd)nd(, geht faft gerabcau\u00ea, gem\u00f6hnlid) tief auf bem Staffer hin; erft, benn menu e\u00ea eine gemiffe \u00a3\u00f6l)e erreicht hat, fliegt e\u00ea leister; \u00a3>al\u00ea unb Seine Serben babei gerabe an\u00eageftvedt. \u201e(Sine befonbere @efd^idUd;\u00efeit/y, fagt mein Sater, \u201et)at biefer Sogel, ftd^ gu verbergen. S)a, mo nur mentg \u00a9d)ilf ift, oerd*ied)t ev fid) fogut, fcafj e\u00ea unm\u00f6glich mirb, i\u00a7u aufgufinben. \u00a9t taucht bann mit bem K\u00f6rper unter ba\u00ea Staffer nub toevftedt ben \u00aeopf \u00fcber bentfe\u00efben gmifdjen bem \u00a9cPfe. N\u00e4hert fidj eiu \u00a3\u00fchnerbunb, bann taucht er o\u00f6tlig unter nnb ift oor jeber \u00a9efa1)r ficher. 3$ h\u00fb^e tmn biefer $unfi, fid) unfid)tbar gn machen, merdo\u00fcrbige Seifptele gefe^en. \u00a9inftmal\u00ea jagten mir ein Seid)hul)u, melche\u00bb pl\u00f6ldid) oerfdjmanb. 3<h mufjte bie \u00a9telle, mo e\u00ea fid) Oerfledt hatte, gang genau, uftb al\u00ea ich forgfaftig fnd)te, bemer\u00efte ich e\u00ea fogut unter ba\u00ea Ufer gebr\u00fcdt, ba\u00a3 nur ba\u00ea SRoth am \u00a9d)nabel burd)fd)iminerte. \u00a3)ie\u00ea mar au einer \u00a9telle, meld)e nid)t geeignet fd)ien, ben deinf\u00eeen Sogel gu verbergen. (Sin anbere\u00ea 2Jta\u00ef fd)ofj id) in einem mit nur Wenigen @ra\u00eabiifd)elu beferen STeii^e, meld)er lanm gm\u00f6lf \u00a9d;ritte im S)urd)meffer hielt, ein Seichhuhn an. \u00a9\u00ea .Oerfd)manb auf ben \u00a9d)ufj augcnb\u00efidlid). 2\u00dfir lie\u00dfen oon einem guten 3agbl)unbe ben deinen \u00a3eid) gu mieber^olten 2Men abfud)en, aber umfcnft. (Sublid) eutdeibete fxd^ ein mid) begleitenber S\u00e4ger, burd)forfd)te mit Rauben unb ^\u00fc\u00dfen ben deinen unb flad)en Seid), tonnte aber feine Spur oom Seid)hul)ne entbeden. \u00a9in anbere\u00ea, auf melche\u00ea td) fd)o\u00a7, taufte ebenfatl\u00ea fofort unter unb fam nid)t mieber herauf. \u00a9in' greunb oon mir Imite eine \u00a9tauge unb ft\u00f6rte mit i\u00ef)r \u00fcberall ba, mo e\u00ea unter ba\u00ea S\u00f6affer gefahren mar, auf bem \u00a9runbe herum. 3ef$t erfd)ieu e\u00ea unb m\u00fcrbe erlegt. (Sin anbere\u00ea, meld)e\u00ea ebeufo oerfd)manb, fa^en mir nad) langem \u00a9ud)en auf bem \u00a9runbe be\u00ea SBaffer\u00ea, mo e\u00ea fid) mit beu griffen unten am \u00a9rafe angelt. 2Bir ergriffen e\u00ea mit ber ipanb.\"\nS)ie Stimme ift laut unb fr\u00e4ftig. S)er Sodruf dingt mie \u201eSerr, terr\", ber SSaruung\u00eaton mie ,,\u00aeerr, tett, tett\", ober, menu gr bem Suugen gilt, leife mie ,,\u00a9urr, gurr\". Slufjerbem Oernimmt man ein fd)arfe\u00ea $r\u00e4d)gen ober ein ftarfe\u00ea \u201e$\u00fcrg\", meld)e\u00ea $urd)t au\u00eagubr\u00fcden fdjeint, unb auf bem 3uge ein ^eltt\u00f4nenbe\u00ea, meitfd)atlenbe\u00ea \u201e\u00aeed, fed\".\nS)a\u00ea Seid)p^nc^en ift fd)on am fr\u00fchen borgen mad) unb rege unb ge\u00ef)t erft fp\u00e4t gnr 9M)e. 51uf Seid)en, meld)e bem menfd)lid)en Sertehre fern liegen, oerbirgt e\u00ea fid) \u00fcbertag\u00ea im \u00a9d)ilfe unb fommt nur morgen\u00ea uub abenb\u00ea auf ba\u00ea offene S\u00dfaffer herau\u00ea, fliegt aud) bei Slnfunft eine\u00ea fD\u00eeenfd)en, fo fd)netl e\u00ea faun, feinem Serftedpla^e 51t. S)a hingegen, mo e\u00ea fid) an ben 93teufd)en gem\u00f4f)nt l)at unb meifj, ba\u00df biefer e\u00ea fd)\u00fct$t, mirb e\u00ea ungemein firr. S)a\u00ea ^ardjen, meld)e\u00ea beu Seid) neben Sttaumaun\u2019\u00ea \u00a9arten bemo^nte, mar fo ga\u00ef)nt mie \u00a3>au\u00eagefl\u00fcgel, unterfdjieb jebod) frembe Seute augenb\u00efidlid) oon ben Scannten unb fonnte aud) oon biefen nic^t leiben, menu e\u00ea ftarr angefel)en murbe. \u00a9elbft Mnfungen, meld)e e\u00ea erfahren mu\u00a7te, oergafj e\u00ea halb mieber. \u00a9iner ober ber anbere ber \u00a9atten m\u00fcrbe gefangen unb mieber freige\u00efaffen, \u00ef)atte aber bod\u00a7 bie oerbrie^licbe St\u00f6rung nad) einigen Sagen mieber oergie\u00c7eu. S\u00dbtit anberen Spieren ma^te e\u00ea fid) nid)t gern gu fc\u00c7affen: frembe ^unbe flot) e\u00ea \u00e4ngftlid); aber aucb ^au\u00eagefl\u00fcgel, \u00a9\u00e4nfe unb \u00a9nten maren i\u00a7m unangenehm, \u00a9egen einige S\u00f6affero\u00f6gel fud^t ba\u00ea Seidhh\u00abh\u00abp\u00e4r^en feine ^errfd)fu^t geltenb gu mad)en. \u00a9nten merben oft fortgejagt unb \u00a9\u00e4nfe menigften\u00ea angegriffen; fommen ledere aber \u00f6fters unb in 9Jtet)rgat)l, fo m\u00fcffett bie SSeidj^\u00fc^nd^en, mie 97aumann fagt, \u201emit oerbiffener 2Buth f^vtebe halten; aber ein fold)er 3mang ift ihnen bann fehl* unangenehm.\"\n3m Fr\u00fchjahre hat febe\u00ea H\u00e4rchen l\u00e4ngere K\u00e4mpfe mit anberen gu beftehen, meld^e fid^ erft einen Stanbort fud)en muffen. Sobalb fid> ein frembe\u00ea Seichhuhn naht, f\u00e4hrt ba\u00bb 2Jt\u00e4nnd)en mit auf; geftr\u00e4ubten f^l\u00e4geln, niebergebr\u00fcdtem ^opfe, halb fd)mimnteub, h^lb auf bem SBaffer laufeub, gegen ben \u00a9inbringling lo\u00ea, h^^t unb \u00efra|t mit Schnabel unb ^\u00fc\u00dfen, fd)l\u00e4gt audh mit ben gl\u00fcgeln unb ruft, menu jener nid)t meid)en mill, bie \u00a9attiu gu $ilfe, bi\u00ea ber \u00a9egner oertrieben ift. \u00a9o!d)e K\u00e4mpfe merben auch bann noch au\u00eagefod)ten, menu bereit\u00ea ber Sem be\u00ea \u00cf\u00cftefte\u00ea in Angriff genommen murbe. Se^tere\u00ea fteht gem\u00f6hnlid) in einem Schilfbufche auf ben niebergefnidten Sl\u00e4ttern beffelben pber gmifd)en mehreren S\u00fcfd^en auf ber Oberfl\u00e4che be\u00ea Skffer\u00ea felbft, feltener auf einem trodeneren","page":760},{"file":"p0761.txt","language":"de","ocr_de":"761\n\u00a3eic--\u00fc-nc-eu.\n$\u00fcgetd-en im \u00a9d-ilfe. jpolgft\u00fcdd-en, ^Bretter, \u00a9nteit-\u00e4ugdjen unb bergleid-en Werben gern benu-t, oorauggefe-t, ba\u00df fie im SBaffer fdjwimmen. SSeibe \u00a9altert Bauen gemeirtfd^aftlid^, guWeiten forg; faltig, gew\u00f6-nlid- aber Iteberlid-. \u00a9d-ilfBl\u00e4tter, trodene Wie frifdje, Werben \u00fcber einanber gefc^id^tet unb oben forbartig in etnanber geflochten. Oie SJtulbe ift tief napff\u00f6rmig. \u00a9obalb ber S3au Ootlenbet, beginnt bag\u00abS\u00f6eibd^ert 31t legen, nnb etwa oierge-n \u00a3age fp\u00e4ter ift bag aug fiebert big elf (Siern befie^enbe \u00a9etege oollft\u00e4nbig. Oie \u00a9ter ftttb Oer-\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00df, feftfdjalig, feink\u00f6rnig, glatt, glangtog nnb auf bta\u00dfroftgelbem \u00a9runbe ittit Dielen Dioletgrauen nnb afdjblauen funkten unb gimntt = nnb rot-braunen $\u00df\u00fcnttd-en, Vieren nnb kleinen flecken beftreut. S3eibe \u00a9efc-Ied;ter br\u00fcten gWangig big einunbgWangig Otge lang, bag SJt\u00e4nndjen aber nur folange, als bagSBeibc-en nad- Sla-mng fud)t. \u00a9tnb bie \u00a9ier erft angebr\u00fctet, fo taffen fit- bie treuen \u00a9Item burd- keine \u00a9t\u00f6ruttg Oertreiben. Naumann lieg ben Oeid; neben feinem \u00a9arten ang'f\u00fcEen, alg bie \u00a3eid\u2014\u00fc-nd-ett bereitg gWei 2\u00f6od;en gebr\u00fctet -atten. Oer mit SBaffer gef\u00fcllte $reig oerringerte ftd- me-r unb mc-r; enblid) fd-\u00fcttetc ein ungefd-idter Arbeiter and- \u00a9rbe auf bag Steg felbft. Strofcbem br\u00fctete bie Sltutter Leiter, unb unfer Siaumanit lieg mtn felbftoerfi\u00e4nblid) bie Slrbeit einfteXXen, big bie $\u00fcd)lein entfd-l\u00fcpft nnb einem benad-barten \u00a3eid-e gugef\u00fc-rt Worben waren. SStein SSater er-ielt ein Step mit elf gepidten \u00a9tern, in betten man bie jungen fd-on piepen -orte, lieg aug SJiitleib bag dteft Wieber an ben Ort fe-ett, Wo eg geftanben -atte, unb bag alte SBeibc-ett na-rn bie \u00a9ier, obgleid-fie brei \u00a9tunben lang i-m endogen Worben Waren, boc- fofort Wieber an nnb br\u00fctete fie wirktid- aug. Oie auggekrod-enen jungen bleiben ungef\u00e4-r oierunbgWangig \u00a9tunben im Stege, Werben bann auf bag SBaffer gef\u00fc-rt nnb oont Sft\u00e4nnc-en freubig begr\u00fcbt, \u201e\u00a9ine Familie biefer S3\u00f6gel\", fagt mein SSater, \u201egeW\u00e4-rt eine angene-nte Unter-attung. Oie jungen fd-wimmen neben nnb -inter ben Sitten -er unb geben genau Sldpung, Wenn biefe ein $erbt-ier ober einen SBurtn f\u00fcr fte anfgefnnben -aben. \u00a9ie eilen bann -erbei, um bie \u00a9peife nt\u00f6gtic-ft fd-nett in \u00a9mpfang gu ne-men. Stad- Wenigen \u00a3agen lernen fie i-re Sta-rung felbft fuc-en nnb Werben Don ben \u00a9Item blog t\u00eeod- gef\u00fc-rt, gewarnt unb gefc-\u00fc-t. Stuf ben erften SBarnunggruf -in oerbergen fie ftc- angenblidlic-. Stad- ein $aar SBoc-ett ftnb fie im \u00a9tanbe, ftc- felbft gu ern\u00e4-ren. Oann beginnen bie Sitten Slnftatt gur gWeiten 23rnt gu mad-en.\" 3ft aud- biefe gl\u00fcdlic- entfd-l\u00fcpft, fo Wirb bag \u00a9d-aufpiel nod- angie-enber. \u201eSBenn bie Sungen ber gWeiten S3rut auf bem SBafferfpiegel erfc-einen\", fagt Staumann, \u201ekommen bie nun nte-r alg -albw\u00fcd-ftgen ber erften SSrut -erbei, geigen ftc- freunblid- unb gu\u00f6orkommenb gegen i-re j\u00fcngeren \u00a9efc-Wifter nnb -elfen i-nen, biefelben f\u00fc-ren. \u00a9ro\u00df nnb $lein, Silt nnb Sung ift, fogu= fagen, ein \u00a3erg unb eine \u00a9eele. Oie gro\u00dfen Suttgen t-eilen mit i-ren \u00a9Item bie \u00a9rgie-ung ber j\u00fcngeren \u00a9efc-Wifter, ne-men ftd- biefer Steinen mit Siebe unb \u00a9orgfatt an, fud-en i-nen Sta-ruugg; mittet nnb bringen fte i-nen im \u00a9d-nabel ober legen fte i-nen Oor, gang fo, Wie eg bie Sitten i-nen fr\u00fc-er t-aten unb je-t Wieber ben Steugeborenen t-nn. \u00a9in unoergleid-lk- anmut-igeg S3ilb gibt eine foldje Oopp elf amiti\u00e9, Wenn fie fie- fnrdflog auf einem kleinen SBafferfpieget auggebreitet -at nnb in ooller $t-\u00e4tigkeit ift. Sebeg erWad-fenen Sangen ift eifrig bem\u00fc-t,. einem feiner kleinen \u00a9efc-Wifter Oag, Wag eg f\u00fcr baffelbe alg Sta-runggmittel aufgefunbeit, bargureid-en; Weg-atb biefe kleinen halb einem oon jenen, halb einem ber \u00a9Item nadjfd-wimmen unb mit Oerlangenbent fiepen i-re \u00a9gluft anbenten, gteid- gufrieben, wer fte gnerft f\u00fcllt. Oa geW\u00f6-nlid- bie 3lnga-l ber jungen gweiter S3rut kleiner ift alg bie oon ber erften, and- nod- bie \u00a9Item bei ber pflege ber fittber keineg; Wegg m\u00fc\u00dfig ftnb, fo kommen nid-t feiten gWei Oott ben jungen erfter 23rnt auf eing oon ber gWeiten, beffen 0\u00fc-rer fie nun mad-ett. Oiefeg fd-Wimmt bann gew\u00f6-nlid- in i-rer SJtitte nnb wirb wed-fel= feitig oon Oeibett geliebkoft unb gef\u00fcttert. Sluc- bei Oorkommenben \u00a9efa-ren Warnen bie gro\u00dfen redjt altkluger SBeife bie kleinen Sungen, Wie eg i-nen fonft bie Sitten t-aten.\"\nObgleid- bag \u00a3eid\u2014\u00fc-nd-en feine Sta-rung me-r bem \u00a3-ier = alg bem $ftangeureid-e entnimmt nnb -auptf\u00e4d-lk- f\u00e4fer, Sibetteu, \u00a9intaggfliegen, SBafferWangett nnb anbere $er\u00a3t-iere, SBaffers fd-iteden unb bergleic-en oerge-rt, l\u00e4gt eg ftc- boc- leid-t in \u00a9efangenfd-aft -alten unb an ein einfadjeg \u00a9rfa-f utter geW\u00f6-nen. \u00a9g ergibt ftc- halb in fein \u00a9d;idfal, befreunbet ftc- mit feinem Pfleger unb","page":761},{"file":"p0762.txt","language":"de","ocr_de":"702\tSDie Saufet-. \u00a9te\u00ef^BgeL Sf\u00f4afferp\u00fcpner.\nWirb faft cbcnfo aapm lote ein ^urpurpupn. \u00a9\u00dfir haben mehrere gehalten, Welche unter \u00c7\u00fcpnern unfereS \u00a9elftes umperliefen, auWeilen in bie Simmer fameit, auf ben SRuf \u00c7\u00f4rten, luq, ftdp gauj tute \u00dfauSged\u00fcgel Betrugen. \u00a9epr p\u00fcbfcp war eS anaufepen, bafc fte and) in ber \u00a9efangenfcpaft lebe \u00a9elegenpeit Waprnapntjm, fiep ju verbergen unb mit meifter^after \u00a9efcpicflicpfeit paffenbe S\u00dferfledC^rafec aufaifuAen toufetctt. (SineS patte feinen \u00a9taub in einem gemauerten unb i?6erbectten \u00a9BafferaBauge genommen unb fl\u00fcchtete ngcp biefem fixeren SuflucptSorte, foBatb fiep ein feinbltcpeS SBefen napete. @3 B\u00efieB w\u00e4prenb beS ganjen Sinters in nuferem \u00a9ep\u00f6fte, Befugte vonpierauS bie Benachbarten reiche, ertuarB ftd) enblicp eine \u00a9ef\u00e4prtin unb ftebelte ftd; mit biefer in bem ipm am m\u00e8iften jufagenben\n\u00a9eicpe au, um ju Br\u00fcten.\t,\t_ \u2022 c* s.\n3n \u00a9eutfcplanb jagt man baS \u00a3eitpp\u00fcpnd)en nicht, Weil feine anmutptge \u00a9rfcpetnung ^eber; mann f\u00fcr ft<h einnimmt unb fein Reifet) fo moorig fepmedt, ba\u00a7 eS einem \u00bbert\u00f6nten \u00a9aumen nicht mfagt. InberS ift eS im \u00a9\u00fcben \u00a9uropaS, too \u00ab0e8 gemo'tbet Wirb, WaS einigerma\u00dfen e\u00dfbar erfcheint. Stach Slnftcpt ber Pfaffen $\u00e4plt baS \u00a9eicpp\u00fcpncpen a\u00ab ben \u201egif\u00f6en\", gilt alfo als haften, fpeife, unb wirb beSpalb noch h\u00e4ufiger verfolgt als eS fonft vielleicht ber ^attfein b\u00fcrfte.\nEinige SRaturforfcper, unb unter ihnen unfer Naumann, haBen baS \u00a9l\u00e4\u00df* Saffer;, ober \u00a9\u00f6llpupu, bie \u00a9l\u00e4ffe, Vorbei, pl\u00e4rre, \u00c4ritfcpene, ben Pfaffen, Sopp, \u00a9olle xc. (Falica atra) in bie Drbnung ber \u00a9cpwimmv\u00f6gel eingereiht, W\u00e4prenb mir in ihm ben n\u00e4hten 33er, Wanbten ber \u00a9eicpp\u00fcpncpen erfenneu. SIBgefepen von bem gufjBaue unterfepeibet ftd; baS \u00a9Bafferpupn nur burch geringf\u00fcgige \u00a9igentp\u00fcmlicpfeitett von bem \u00a9eicpp\u00fcpncpen, barf alfo uon btefem n\u00abpt getrennt toerben. \u00a9er SeiB ift fr\u00e4ftig, feitlich wenig jufammengebr\u00fcdt, ber #alS mtttellang, ber topf aiemlicp gro\u00df, ber \u00a9dmaBel ein gufammengebr\u00fccfter \u00c4egel, mit feparfer, etwas^ gej\u00e4pnelter \u00a9chneibe, bie \u00a9tirnfdjwiete gro\u00df, ber f$u\u00df jiemlich poch, feitlich aujammengebr\u00fcdt unb burd) bie mit Sappen Belleibeten langen Sehen BefonberS auSgeaeicpnet, ber gl\u00fcget mittellang, tu tpm bte .Weite unb britte \u00a9d;Winge bie l\u00e4ugfle, ber auS 14 Bis 16 \u00a9teuerfebern Beftehenbe \u00ae<htoatt& fehr fura, unter ben \u00a9edfebern verftedt, baS fleingefieber au\u00dferorbentlicp bid^t, feine ft\u00e4rBung ein \u00eeiemlid) gleid;m\u00e4\u00dfigeS \u00a9epieferfepwara, WelcpeS an \u00aeopf unb \u00a3alS bunller, auf \u00a9ruft unb \u00a9aucp lichter als ber Sft\u00fcden erfd;eint. \u00a9er \u00abugenftern ift peOrotp, ber \u00a9chnaBel, einfcplie\u00dflicp ber \u00a9ttrm platte, Blenbenbmei\u00df, ber gu\u00df Bleifarben, an ber fterfe rotpgelblicpgr\u00fcn. Sm Sugenbfleibe erfepeint baS \u00a9efieber ber Unter feite Wegen ber Breiten, toei^li\u00abhen ^eberr\u00e4nber licptgrau unb feptoara gemifept, unb ber \u00a9Rautel aeigt einen \u00f6lfarBigen Slnflug. \u00a9ie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 18, bte \u00a9reite 30, bie $tttig=\nl\u00e4nge 9, bie \u00a9cptoanal\u00e4nge 3 3oO.\t,\t.\t\u201e ,\t,a\nSur Seit \u00efann man noch nicht mit \u00a9eftimmtpeit angeBen, tote toett ber \u00a9erBrettungSfretS be^ SafferhupneS reicht. \" 3n Europa \u00efommt eS \u00fcberall uor, mirb aber feipon im \u00a9\u00fcben burdp eine uertoanbte Slrt vertreten; au\u00a7erbem pat man eS in SRittelafien gefuttben unb im inneren SlfrilaS in ber SinterperBerge angetroffen; fepr m\u00f6glich aber ift, baff ein unb ber anbere \u00a9eobaepter eS mtt oermanbten Slrten \u00bbermechfelt unb rerf\u00e4umt pat, eine genauere Unterfuchung anaufteden. Su \u00a9eutfcplanb feplt eS feinem geeigneten \u00a9em\u00e4ffer. \u00aeS meibet \u00a9tr\u00f6me unb fjluffe, ebenfo baS SReer unb ftebelt ftd) am liebften an ftepenben tiefen \u00a9em\u00e4ffern an, bereu fR\u00e4nber mit \u00a9cpilf unb popem fRopre Bemad)fen ftnb. \u00a9emgem\u00e4^ ift eS p\u00e4ufig auf \u00a9een, aberk aud) auf gr\u00f6\u00dferen ^eiepen. Sn ber \u00a9MnterperBerge Begeht eS bie \u00a9tranbfeen unb bie mafferreiepen \u00a9\u00fcmpfe \u00a9\u00fcbeuropaS, Dtorb. unb \u00dcRittelafri\u00efaS, gleichviel, ob beren \u00a9Baffer f\u00fcjj ober falaig ift- \u00a9ei unS au Sanbe erfepetnt eS tm gr\u00fcpfapre nach ber \u00a9cpnee* unb (SiSfcpmelae, alfo Balb fr\u00fcher, Balb fp\u00e4ter, \u00bbertoeilt m\u00e4prenb beS ganaen \u00a9ommerS an einem unb betreiben Orte, Beginnt im ^erbfte Su ftrei^en, fammelt fiep auf gr\u00f6\u00dferen \u00a9eto\u00e4ffern, im \u00a9egenfape au feinem \u00a9ertoanbten, au jtarteu \u00a9djaren an unb toanbert gefeilt fdpaftlidp im OftoBer unb SRo\u00f6emBer naep \u00a9\u00fcben pinab, \u00fcberwintert aber fepon ba, wo eS offene \u00a9eW\u00e4ffer ftnbet, unter Umft\u00e4nben auep in \u00a9eutfdplanb.","page":762},{"file":"p0763.txt","language":"de","ocr_de":"S\u00f6afferhuhn.\n763\n\u00a9ntfpredhenb feinen \u00a9dhWimmf\u00fcfjen treibt ftd^ bag 2Bafferhuhn mehr auf dem S\u00dfaffer, a\u00ef\u00bb auf bent Sande umher. Se^tereg betritt eg nidfjt fetten, namentlich in ben SRittaggfiunben, um \u00a7ier ftdh auggttruhen unb bag \u00a9efteber gu pu^en. \u00a93 tauft aud) nod^ giemtidh gut auf ebenem Boden dahin, obgleich ftd^ bie ungef\u00fcgen $\u00fcfje bagu nicht befonberg eignen, fentnimmt aber bod^ oiel \u00f6fter unb tanger, foba\u00a7 biefe Bewegung atg bie haubtf\u00e2dhlichfte angufejen ift unb man behaupten barf, bafj eg ben gr\u00f6\u00dften X^eit feineg Sebeng fdhWtmmenb \u00bberbringt, \u00a9eine \u00a7\u00fc\u00a7e futb Oortrefflidhe SRuber; benn Wag ben \u00a9chWimmtaphen an S3reite abgeht, Wirb durch bie S\u00e4nge ber 3e\u00a7en \u00bbot\u00efft\u00e2nbig erfefjt. \u00a9ben; fo fertig taudjt unfer ^u^n: eg Wetteifert hierin mit nieten wirtlichen \u00a9dhwintmo\u00f6geln, fteigt in bebeutenbe liefen hinab unb rubert mit \u00a3itfe feiner Fl\u00fcgel auf Weite \u00a9trecten tjin unter Staffer fort. Oen gr\u00f6\u00dften Streit feiner \u00dcRahrung erfangt eg burd) OaudEjen, unb bei \u00a9efatjr nimmt eg ftetg gur Oiefe beg 2\u00f6afferg feine 3nftucE)t. Oer $Ittg ift etwag beffer atg ber beg Oeidhhuhneg, aber immer noct; fd^ted^t genug; beg^atb entfdjtiejgt ftdh bag SBaffer^u^n auch nur fetten gum stiegen, unb etje eg fidEt ergebt, nimmt eg noch einen taugen Stntauf, inbent cg ftatternb auf bem SBaffer ba^inreitnt unb mit ben $\u00fcfjen fo heftig auffdht\u00e4gt, ba\u00a7 man bag $\u00dfl\u00e4tfdjern, Wetcfjeg eg oerurfadht, auf Weithin Oernehmen tarnt. \u00a9eine \u00a9timme ift ein burdfjbringenbeg \u201e\u00ae\u00f6W\" ober \u201e\u00aeiiw\", WeldE)eg im \u00a9ifer Oerbobbett unb \u00f6erbreifadjt Wirb unb bann bem Betten eineg .fp\u00fcnbdheng nid^t un\u00e4hnlich tlingt; aufjer; bem h\u00f6rt man ein furgeg, harteg \u201ei\u00dfih\" unb guWeiten ein bumbfeg Knappen.\nSn feinem SBefen unterfdheibet eg ftd) oon bem OerWanbten Oeidhhuhne in manner $inftdht. \u00a9g ift ebenfo Wenig fetjeu, wie biefeg, jedoch \u00bborftd^tig unb pr\u00fcft erft tauge, beOor eg gutraulidh Wirb, lernt \u00fcbrigeng feine Sente fentten unb unterfdEjeiben, fiebett ftd) begl)atb auch nicht fetten in unmittelbarer SR\u00e4he oon 2BoI)nungen, namentlich oon \u00dc\u00cfR\u00fcljten au, meibet aber im allgemeinen bie 5RadC;barfd^aft beg 9Renfct)en ntel)r atg bag Oei<hh\u00fchnd)en. 3U feinem Oortheile unterfd)eibet eg ftd^ oon teuerem burd) feine grofje \u00a9efeltigteit. 2\u00f6\u00e4l)renb ber Brutgeit h\u00e4lt jebeg S\u00df\u00e4rdhen atterbingg auct) ein beftimmteg \u00a9ebietfeft unb butbet innerhalb beffetben feine 9RitbeWohnerfd)aft; fofort nad) Beendigung beg BrutgefdEj\u00e4ftg aber fd)tagen ftd) bie gamitien unb Vereine gufammen, unb biefe Wad)fen nad) unb nad) gu gro\u00dfen \u00a9dtjareu an. Sn ber S\u00f6interherberge bebedfen bie Bktffer\u00ef)\u00fchner bud)ft\u00e4blid) grofje \u00a9tredfen ber nahrunggreid)eren \u00a9een, guWeiten fotd)e, Welche Wohl bem britten \u00ef^eile einer \u00a9eoiert; meite gleid)tommen f\u00f6nnen. 2tber aud) ^ier m\u00f6gen biefe \u00a9efeHf (haften anbere \u00a9d)Wintm\u00f6\u00f6get nid)t gern unter ftd) teiben unb fud)en namentlich bie \u00a9nten Weggujagett.\nBkfferterfe, bereu Saroen, St\u00fcrmer unb fteine \u00a9d)althiere, ebenfo aber atter^anb ^fangen* ftoffe, Wetd)e fte im S\u00f6affer finbcit, bilden bie -Raining beg 28afferhul)neg. Ob eg ebenfo wie bie OerWanbten ber Brut fteiner O\u00f6get nad)fiet(t, ift gur Beit nod) nicht erWiefen, jebod) nicht unWahtfcheinlid). \u00a9eine \u00fcRat)rung fud)t eg ftd) fd)Wimntenb unb taud)enb, indem eg fte oon ber Oberfl\u00e4che abtieft ober oom \u00a9runde heraufhott. \u00a9\u00fcben foil eg guWeiten oom 3Baffer aug nach den benachbarten \u00a9etreibefetbern gehen, um ftdh gu \u00e4\u00a7en: biefe Annahme erfdEjeint glaubhaft nach den Beobachtungen, Welche ich att ^en \u00a9efangenen gemadE;t h^be; benn teuere taffen ftdh bei $\u00f6rnerfutter lange B^it erhalten unb betrachten eg and), Wenn man ihnen $ifdhe reicht, immer atg bie hauptf\u00e4dhtidhfte Nahrung.\nOa, Wo bag Safferhuhn auf fteineren Reichen ftdh angeftebelt hat, beginnt eg fofort nach feiner Stnfunft mit bem ^Reftbaue ; auf gr\u00f6\u00dferen \u00a9eW\u00e4ffern, Wo mehrere ^\u00df\u00e4rdheit leben, hat eg erft mandhertei K\u00e4mpfe auggufedhten, beOor eg ftdh ein beftimmteg \u00a9ebiet ftdhert. 2So oiete gufammen; Wohnen, nimmt, Wie SRaumann fagt, bag Sagen, \u00a7erumftattern, p\u00e4tfdhern uttb \u00a9dhreien fein \u00a9nbe. Oie Nachbarn \u00fcberfchreiten fehr oft bie \u00a9rengen, unb ber S^eWohnenbe eilt bann augettbticfltdh mit SButh her^i/ um \u00a9inbringting gu Oerfagen. Oiefc K\u00e4mpfe gew\u00e4hren ein h\u00f6dhft unter; hattenbeg \u00a9dhaufhtel, Weil man den O\u00f6getn ihren Sngrimut fo recht deutlich anmerft. S\u00bb geb\u00fcdfter \u00a9tettung mit bem \u00a9hnabet fnappenb unb ing S\u00dfaffer fragend, fdhwintmen bie f\u00e4rn^fer auf einander Io3, erheben ftdh pl\u00f6htidh unb Wenden nun jede SBaffe an, Weldje fte beft^en, ben \u00a9djnabet gum Radien, die ^tiigel gum \u00a9ct;tagen, bie g\u00fcfje gum pr\u00fcgeln, big \u00a9iner den fR\u00fccfgug antritt. Oag","page":763},{"file":"p0764.txt","language":"de","ocr_de":"704\t\u00a9te S\u00e4ufer, \u00a9telgo\u00f6gel. 2B<tficrP&ner. \u00a9aumf\u00fc\u00dfe.\n\u00e7fteft fte^t regelm\u00e4\u00dfig auf ber Skfferfeite im ober am \u00a9cbilfe, oft auf umge\u00efnidten Stobrbalmen unb bergleidben, cbcnfo oft aber and) fd)\u00bbimmenb auf beut SBaffer\u00dfnegel felb\u00df. \u00a9eine \u00a9runblage bilben alte f\u00f4o\u00efjrfiowein unb \u00a3afme, bie obere Sage biefelben, nur etoaS beffer gebauten \u00a9to\u00dfe, SS\u00dfaffer-binfen, biinne .!palme, \u00aerag\u00df\u00f6dd)eit unb Stiften, \u00bbeldje gu\u00bbeilen forgfam oerarbeitet \u00bberben. Um bie SDHitte beg \u00dcRai finbet man bie fteben big funfgebn gro\u00dfen, feften unb feinfdjaligen, glanglofen, auf bletdMmgelbem ober bla\u00dfgelbbraunem \u00a9runbe \u00e4u\u00dfer\u00df.gart mit bunfelafdjgrauen, bunteU unb fd)\u00bbargbraunen Spnlldjen unb gleden gegeidjneten \u00a9ier ooHg\u00e4t\u00dfig im Stefte, unb gfoangig ober einunb; gmangig \u00a9age fo\u00e4ter fd\u00df\u00fctfen bie $5${i gierlid^en, mit tenante beg brennenb rot\u00c7en \u00c4otfeg fd)\u00bbargbunigeu jungen aug ben \u00a9iern unb \u00bberben nad) bem SIbtrodnen fofort auf bag Staffer gef\u00fchrt, oon beiben \u00a9Item ge\u00e4gt, gu\u00bbeilen ge^ubert, bei \u00a9efabr gefcarnt, gegen \u00dfb\u00bb\u00e4chere geinbe auch mutboolt oertl)eibigt, \u00fcber^au^t b\u00f6<h\u00df forgf\u00e4ltig bebanbelt. Slnfang\u00ea galten ftc ftc^ oiel im 3\u00eeo^re unb ebenfo auf gefidjerten \u00a9teilen beg $e\u00dflanbeg auf; beg Stacl\u00dfg teuren fte ge\u00bb\u00f6bnlid) in ba\u00a7 Ste\u00df gur\u00fcd ; ty\u00e4ter entfernen \u00dfe \u00dfdb mehr unb mehr oon ben Sitten, unb ehe \u00dfe noch fl\u00fcgge \u00dfnb, haben \u00dfe \u00dfd) bereite felbft\u00e4nbig gemacht.\nDbgleid; bag gleifdj beg SBafferbuljneg nod) fd)le<hter fdjmedt als bag ber SSertoanbten, ja faurn genie\u00dfbar i\u00df, \u00bbirb ber Sogei bo<h h\u00bbr unb ba eifrig gejagt, \u00bbeil bie 3agb fetbft Vergn\u00fcgen gem\u00e4ht. i/SGBenti \u00dfd) gu \u00a9nbe \u00a9eptemberg\", erg\u00e4bt Naumann, \u201e\u00a9aufenbe oon biefen V\u00f6geln auf gro\u00dfen, oon \u00bbr unb \u00a9d)itf freien \u00a9eidjen oer-fammeft fabelt, oertljeilen \u00dfdj eine Slnga^l \u00a9d)\u00fchen auf g\u00bb\u00f6tf big gtoangig Z\u00e4hnen unb taffen biefe in befter Orbnung langfam gegen bie fcl\u00dfoarge \u00a9d^ar rubern. Slnf\u00e4nglid) flattert nur ^iVt unb \u00bbieber ein eingelneg SSafferljuhn ein. \u00a9t\u00fcd auf bem Skfferfpiegel fort, halb aber, \u00bbenn \u00dfd) ber \u00a9db\u00bbarm in bie \u00a9nge getrieben \u00dfel\u00df, \u00bbirb bie @efammt= beit unruhig, bie Se\u00bbegitng allgemeiner; enblid) erbebt \u00dfdb Slde\u00ea gum Stiegen, ll\u00abb bag biefem oorbergebenbe \u00dfdb burd\u00dfreugenbe \u00a9epl\u00e4tfdber gibt ein \u00a9et\u00f6fe, \u00bbelc\u00f6eg an bag etneg entfernten \u00ceBaffer; |aUc\u00ea erinnert. \u00a9)a \u00dfe \u00dfcb nicht entfcblie\u00dfen t\u00f6nnen, \u00fcber Sanb gu fliegen, gieben \u00dfe eingeln \u00fcber bie \u00ae\u00e4bne \u00bbeg, unb \u00bbag hierbei *\u00bbm S\u00e4ger nie\u00dft berabge\u00dfhoffen toirb, f\u00e4llt brei* big oiei\u2019bunbert \u00a9d)ritt oon ben t\u00e4bnen \u00bbieber auf ber \u00dcJtitte beg aSaffwfoiefcete ein. \u00a9g \u00bberben nun bie \u00a9rlegten aufgetefen unb bie \u00df\u00e4bne gum neuen Sagbguge georbnet, big enblid) bie erfdbredten S\u00f6gel boeb auf= fteigen unb \u00dfdb entfernen. S\u00fct \u00a9ephen, \u00bbeiche Sreube an oietem Gnaden unb lobten haben, i\u00df biefe 3agb ein l\u00f6\u00dflicheg Sergn\u00fcgen.\" 3m Slangfelber \u00a9ee f\u00fcllen bie \u00bber bag Soot mit einem Raufen \u00a9teine, bewaffnen \u00dfdb mit Kn\u00fctteln unb rubern nun langfam auf bie 2Bafferh\u00fcl)ner log, big biefe unruhig \u00bberben, oerfolgen \u00dfe hierauf, \u00e4ngftigen \u00dfe burdb \u00a9tein\u00bb\u00fcrfe, fo oft \u00dfe auftaudben, gingen \u00dfe baburch gu beft\u00e4nbigem Uutertaudben unb ermatten \u00dfe fd\u00dfie\u00dflidb fo, ba\u00df \u00dfe bag Soot nabe an \u00dfcb beranlommen laffen unb mit einem ftn\u00fcttclf\u00f6lage get\u00f6btet \u00bberben f\u00f6nnen. 3n Italien \u00dfeUt man ihnen Stehe unter bem Staffer auf unb f\u00e4ngt auf biefe S\u00dfeife \u00a9aufenbe, bringt \u00dfe auf ben SJtaidt unb Oerlauft \u00dfe f\u00fcr \u00bbenige Pfennige unfereg \u00a9elbeg.\npr bie \u00a9efangenfdbaft eignet \u00dfdb bag \u00fcffiafferljubn blog bann, \u00bbenn man ihm ein gr\u00f6\u00dfereg S\u00f6afferbedett, ober beffer einen \u00a9eid) amoeifett lann. Stuf folbbem i\u00df eg febr unterbaltenb, \u00bbeil eg \u00dfd) be\u00df\u00e4nbig et\u00bbag gu \u00dfba\u00dfen macht, unb feine fortto\u00e4brenbe Stegfamleit, fampfluft, fein Stutb gr\u00f6\u00dferen S\u00f6geln gegen\u00fcber, 3ebermann angiebt. SBenn man eg ge\u00bb\u00e4l)ren l\u00e4\u00dft, entflie\u00dft eg \u00dfdb auch gur $ortb\u00dfangung, unb man bat bann bag Sergn\u00fcgen, bag 3u9en^e^en ^er nieblid)en B\u00fcchlein mit aller Sequemtidbteit beobachten gu t\u00f6nnen.\n* *\n*\n3n \u00a9\u00fcbamerifa unb am \u00a9enegal leben Heine, fonberbare S\u00f6gel, \u00fcber beren \u00a9teHung bie gorfdber noch heutigentagg ficb nicht geeinigt haben, beren innerer Seibegbau aber namentlich burch bie Slnlage beg ^nodbenger\u00fc\u00dfeg bie innig\u00dfe Ser\u00bbanbtfd)aft mit ben S\u00f6afjerb\u00fcbnern be\u00bbei\u00df.","page":764},{"file":"p0765.txt","language":"de","ocr_de":"Saudjerfy\u00fc\u00efjndjeiT.\n765\nSDie \u00a9aumf\u00fcfje (Podoae) finb lient, fd^\u00efattf gebaut, fiarlletbig, ihr \u00a3>a\u00efg gierlich, bie $l\u00fcgel gtertt\u00eftd^ fchWad), ber \u00a9dt)Wang ftarl unb breit; ber lopftange \u00a9chnabel ifbb\u00fcntt unb niebrig, ^iuten auf ber Dbetftrfie abgerunbet, ohne \u00a9tirnfdhwie\u00efe; bie \u00a9eine fxnb fe^r lurg, big gu beu $er[en beftebert, bie Bdjen l\u00e4nger atg ber Sauf unb fcimmt\u00eftdj mit breit getagten jpautfattcn befefjt, luette gWifd)en beu \u00a9orbergehen gu einer lurgen \u00a9df)Wimmhaut fid) berbinben; nur bie Heine jpintergehe tragt leine Jpaut; im $t\u00fcge\u00ef fxnb bie gWeitc unb britte \u00a9dringe bie l\u00e4ngften; ber \u00a9d^toang wirb aug adjtgehn Gebern gebilbet, Welche ftd) fanft abrunben.\n\u00a9eint \u00a9audherh\u00fchnchen ober ber ^tcahare ber \u00a9rafilianer (Heliornis surinamensis) ftnb \u00c6opf unb Dberhatg fdtjWarg, ber d\u00ee\u00fcdlen, bie \u00c7l\u00fcgel unb ber \u00a9dfgoang braun, ein 2lugenbrauem f\u00eereifeu, bie $ehte unb ber \u00a9orberhalg Weifj, \u00a9ruft unb \u00a9aud) gelblidhWeiff Oag Singe ift braun, ber \u00a9chnabel blafhontgelb, im Sllter roth, auf ber $irfie bom \u00a9runbe an gebr\u00e4unt, gegen bie \u00a9b% ^in fc^marg geftedf't, ber $u\u00a7 gelbr\u00f6thlicf;, ber Sauf auf ber Ernten ; unb ^interfeite fdjWarg, jebe auf jebem \u00a9e\u00efenle fdfWarg geb\u00e4nbert. SDie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12, bie \u00a9reite 16, bie ^ittigl\u00e4nge 5%, bie \u00a9djWangl\u00e4nge 3V6 gold.\nlieber bie SebcngWeife berichtet giem\u00efitf) augf\u00fchrlid) ber ^ring bon SESieb. \u201e\u00a3)ie 5\u00dficaf)are\", fagt er, \u201elebt in \u00a9raftlien unb 5\u00dfaraguat>,.gcljt, laut Stgara, big gum 25. @rabe fublidjer \u00a9reite hinauf unb ift ba^er \u00fcber einen gro\u00dfen 3^^eit bon \u00a9\u00fcbamerila Verbreitet, \u00a9ie ift auf alten $l\u00fcffen beg \u00f6ftlidhen \u00a9raftlieng nid;t feiten unb \u00ff\u00e2lt ftd^ bafelbft im bunlelen \u00a9fatten ber bie Ufer bebedenben \u00a9eb\u00fcfc^e unb SBafferpftangen auf. 2\u00f6o dhihe unb \u00a9infamleit \u00c7errfcf)t, ba Wirb man fte getoi^ finben. Oft ftfct fie auf einem b\u00fcnnen SIfte im Staffer unb macht \u00a9\u00fcdlinge. \u00a9ie n\u00e4hrt ft(f> bon SSafferinfelten unb \u00a9\u00e4mereien, nad) melden fie audE) mit bem \u00a9orberttjeile beg \u00c6\u00f4rperg unters taud^t; bedj tl;ut fte SDieg nicht oft. 3^\u2018e <\u00a9timme beftel)t aug einigen lauten, gcrabe\u00effn aug; gehaltenen $ehlt\u00f6nen, bie in ber $erne Wie bag \u00a9eiten eines tleinen .\u00eep\u00fcnbcheng Hingen/'\n\u201e\u00a9eine beiben jungen bringt biefer \u00a9ogel in ber l;eif$en Beit aug. \u00a9ie ftnb anf\u00e4nglich nadft unb berbergen fid; unter ben gl\u00fcgeln ber \u00a9Item, too fte ftd) mit bem \u00a9chnabet feft^alten. ^dj f<ho\u00a3 einft im ddonat Oegember einen feieren m\u00e4nnlichen \u00a9ogel, ber unter bem Fl\u00fcgel ein eben augs gelomnteneg, noch b\u00f6dig nadlteg ^unge trug, \u00a9inb bie jungen fehon etwag ft\u00e4rfer, fo fie^t man fte beibe auf bem dh\u2019icfen ber Sdutter fthen'unb felbft mit ihr untertauchen, \u00a9emertt biefer \u00a9ogel \u00a9efahr, unb lommt man ihm gu nah, f\u00b0 ftie\u00e4ter aU(h aufr tvenit er leine jungen bet ftet) h<*t unb f\u00e4dt gew\u00f6hnlich halb im \u00a9chatten ber bitten \u00a9ebitfdhe beg glufttferg Wieber ein; Wirb er noch mehr eingeengt, fo berbirgt er fid) in bem bidden \u00a9eftr\u00e4uche beg Uferg, geht audh gew\u00f6hnlich fd^ned auf bag Sanb, um ftdh big nach \u00a9or\u00fcbergang ber \u00a9efahr gu berbergen. \u00a3au<hen ftet)t man ihn nur im dlothfade, befonberg wenn er angefdtwffen ift; algbann lann er lange unter \u00a9\u00dfaffer bleiben, erreicht inbeffen in ber \u00a9auchfertigleit bei d\u00dfeitem nicht bie \u00a9dhlangenhafgb\u00f6gel unb \u00a9teiffii^e. Ssdh ha^e biefe \u00a9\u00f6gel felbft in puffen im inneren ber UrW\u00e4lber gefunben.\"","page":765},{"file":"p0766.txt","language":"de","ocr_de":"f\u00fcnfte glei\u00dfe.\ng d) Ui iItl tu C t' (Natatores).\nlieber bte \u00a9egren^ung unferer lebten IReihe \u00c7errf^unter ben Servern town \u00a9erfchiebenheit ber \u00a9nftchten. (Sin S<h\u00bbimmOoge\u00ef \u00efennjei^net ft<h \u00e4uferttd) jo fdjarf, ba\u00a7 er nicht \u00bboh1 oerbannt erben bann, Selbft biejenigcn \u00a9\u00f6gel, roeldbje anbere Leihen mit biefer oerbinben, \u00bbetfcn fleh, tote \u00bbir fahen, bei genauerer Pr\u00fcfung als Angeh\u00f6rige einer anberen Drbnung aus unb b\u00f6itnen pmtt b\u00e4um 3\u00bbeifel \u00fcber ihre (Stellung \u00c7erOorrufen. (Sinjelne SRerlmale oon i^nen \u00bbteberholen fleh bet ge\u00bbiffen SOZitgXiebern unferer ffteifye : baS \u00a9efammtgeprage ber \u00a9eflalt aber tft ein anbereS unb ein\netwaiger Srrt^um bemnach halb aufgebl\u00e4rt.\t,\t,.\n9Jlan hat fr\u00fcher a\u00ef\u00efe S<h\u00bbintmo\u00f6gel in eine einzige Drbnung jufammengefaBt, mentals aber me \u00a9erfchiebenheit ber \u00a9eflalt unb \u00a3ebenS\u00bbeife, Welche fleh bei genauerer (Srforfd)ung biefer \u00a9efammtheit bemerblid) macht, in Abrebe gefleltt. \u00a9egente\u00e4rtig trennt man fc^\u00e4rfer unb Mt bie oonna\u00ef\u00ea |o^f\u00eeen\u00ea als f\u00fcnfte betrachteten ^Xbt^eiXungen ziemlich allgemein als Orbnungen an. \u00aete gtotfchen ben Sch\u00bbimmo\u00f6geln beflehenben Unterfc^iebe ftnb fd>einbar s\u00bbar nicht gr\u00f6\u00dfer als bie, \u00bbeiche \u00bbtr muer; halb anberen Drbnungen, beifh'telS\u00bbeife unter Steljo\u00f6geln \u00bbahrnehmen, in bei* $j}ftt aber fo bur<h* greifenb, ba& bie neuere Anflhauung nur gebilligt \u00bberben mujj.\nSSerfudbt man, f\u00fcr bie @d)toimtno\u00f6gel inSgefammt allgemein giltige SDterbntale aufjufleuen, fo \u00bbirb man fleh auf bie S<h\u00bbimmf\u00fcfce bef^r\u00e4nben m\u00fcffen. Aber auch biefe ftnb nicht \u00fcbereinftimmenb gebilbet 3* ber \u00fctegel \u00bberben bie brei \u00a9orberjehen burch Sch\u00bbimmh\u00e4ute oerbunben; eS bann feboch auch bie <pintersehe noch burch eine fold^e \u00a3aut mit ben \u00fcbrigen oereinigt fein ober hakenartige Slnh\u00e4ngfel tragen; lefctere allein b\u00f6nnen \u00a7ur Verbreiterung ber Sehen bienen; bte Sch\u00bbtmmhaute\nb\u00f6nnen ooXIe\" ober \u201ehalbe\", b. h- faum ober tief \u00fbu\u00ea9c^nitten \u00efei\u00eet :c\u2019 \u00aeben\u00eeoi\u00fcem3 ftimmt ber \u00a9au beS \u00fcbrigen \u00bbS \u00fcberein: ber Schenfel ift mehr in ber \u00dc\u00c4itte ober mehr am \u00a9nbe beS SeibeS eingelenbt, \u00abSchienbein unb Sauf ftnb halb burj, halb lang, halb runbltch, halb fett; li\u00e9 \u00eeufammengebr\u00fccbt. Heber alle \u00fcbrigen \u00a9lieber I\u00e4flt ftd) et\u00bbaS Allgemeines gar nicht jagen: Schnabel, ftlfigel unb S\u00e9\u00bbanj er\u00bbeifen fleh ebenfo oerfd^icbenartig \u00bbie ber Seib felbft. * SDaffelbe hat hinft\u00e9tlich ber \u00a9efchaffen^eit beS \u00a9efieberS \u00a9iltigfeit, $)affelbe beziehentlich beS inneren \u00a9aueS.\nHm fo gr\u00f6\u00dfer ift bie Uebereinftimmung ber \u00a9lieber einzelner Drbnungen biefer fReihe, trojj aller\n2Ranchfaltig!eit, \u00bbeiche auch hi\u00ab fl<h offenbart.\tt\n\u00aeie Sch\u00bbimnter ftnb bie eigentlichen \u00a9Weltb\u00fcrger unter ben \u00a9\u00f6geln; fte oerbretten fta; budfltab; lieh \u00fcber bie gan3e (Srbe, fo\u00bbeit ft<h auf ihr Staffer finbet. Auf ben oben fttiWen beS fechflen \u00a9rb; theilS fleht man ge\u00bbiffe Sttitglieber oon ihnen noch 31t ^unberttaufenben oereinigt flhen; auf allen Snfeln unb Sch\u00e4ren beS hofften AorbenS hat man fte angetroffen, auf ben offenen Seen ber \u00a3>od); gebirge \u00bbie inmitten beS 9JieereS bemerlt. 3hl\u2018e Artenjahl, nicht aber auch bie Anzahl ber \u00a9lieber","page":766},{"file":"p0767.txt","language":"de","ocr_de":"SW\u00e7jemetneg.\n767 .\neiner S\u00efrt nimmt ju gegen ben \u00a9leider bin- f\u00eec bilben ztoifdjen ben \u00a9i\u00eabergen nah ber $ole nod) ebenfo maffenhafte Vereine mie auf ben \u00a9em\u00e4ffern unter bent \u00a9leider. Sin ba\u00a7 S\u00f6affer finb fte gebunben, bie einen mehr, bie cmberen meniger.\n\u00a9\u00e4mmtlidhe \u00a9dhmirnrner berbienen ihren tarnen. \u00a9\u00a7 gibt einzelne unter ihnen, treidle int fliegen, anbere, meldhe im Saufen gr\u00f6\u00dfere $ertig!eit al\u00ea im \u00a9chmirnnten geigen, feinen einzigen aber, meldher zum \u00a9chmirnnten unf\u00e4hig m\u00e4re. Mehreren f\u00e4llt jebe anbere Bemegung \u00fcberau\u00ea ferner, unb fie betreten ba\u00a7 Sanb auch nur au\u00ea benfelben \u00a9riinben, mie it>re Borbilber in ber klaffe ber \u00a9\u00e4uges t^iere, bie Robben : um tr\u00e4ger SRuIje ftd) hinzugeben ober ber Fortpflanzung falber.\nBon einer \u00a9chilberung ber \u00fcbrigen Seben\u00eaberh\u00e2ltniffe b\u00fcrfen mir an biefer \u00a9teile abfeljen, um fp\u00e4tere S\u00dfteberholungen zu bermeiben. \u00a7ier gen\u00fcgt e8, herbor zuheben, ba\u00df fafi alle \u00a9dhmirnrner Staubb\u00f6gel ftnb, b. h- bon anberen gieren ftd^ n\u00e4hren, unb nur menige mit Spflangenfoft ftd) begn\u00fcgen, ba\u00df alle, ol)ne Slu\u00eanahnte, \u00a9efelligfeit lieben unb bementfprechenb regelm\u00e4\u00dfig in \u00a9d)aren leben, ba\u00df bie meiften fid) fel)r ftar\u00ef bermel)ren, biele aber and) nur ein eingige\u00ea \u00a9i legen, ba\u00df fte f\u00e4mnttlid) ihre \u00a9ier felbft bebr\u00fcten, ihren jungen bie m\u00e4rrnfte Siebe befunben, and) anberer Kittber gern bemuttern, ba\u00df einige menige un\u00ea \u00a9d)aben, bie meiften aber nicht unerheblichen Stufen bringen, alfo rechtzeitige \u00a9d)onung oerbienen. B\u00dfie bie D^ei^e ber S\u00e4ufer hat auch biefe un\u00a7 mid^tige ^aulb\u00f6gel geliefert, unb mie bon jenen, merben mir aud) bon beu \u00a9dhmirnmern mit ber Beit nod) mehrere un3 bienftbar madhen.\nBierjeljnte $rbttuitg4\n\u00a9 t e\tnatter (Lamellirostres).\n\u00a9ev \u00a9rimbfat}, toe(d)er uns bi\u00ealjer \u00ef;infic\u00a3>tlicf) ber \u00a9itteiljung ber Spiere geleitet bat, \u00bberlangt, ba\u00df mir unter ben \u00a9dhmirnmern bie erfte \u00a9teile ben 3ahn^ @ieb; ober -Jpautfchn\u00e4blern eins r\u00e4umen. Bei ihnen ftnb bie Oerfdhiebenett Begabungen ber fchmintmenben B\u00f6gel einhellig entmidelt: ihre Bemegung\u00eaf\u00e2hig\u00efeit ift bie mandhfaltigfte, ihre \u00a9timme bie mohllautenbfte, ihre \u00a9inne ftnb gleichm\u00e4\u00dfig, ihre geiftigen F\u00e4higkeiten unter ben Bermanbten am h\u00f6cbften au\u00eagebilbet.\n2\u00dfer eine \u00a9nte betradhtet, fleht ba3 Urbilb eine\u00ea Bahnfdhnabler\u00ea 0or fid). 3hve \u00a9eftalt l\u00e4\u00dft fid) bei allen Singeh\u00f6rigen ber Orbnung mieberftnben, gleichviel, ob einer oon biefen in h\u00f6herem ober geringerem \u00a9rabc umgeftaltet erfd)eint; mer ba\u00ea ,!pauptf\u00e4d)lid)e nidht \u00fcber bem 9Rebenf\u00e4d)lid)ett ber; gi\u00dft, ber\u00efennt bie urbilblic\u00a3>e \u00a9nte felbft im flamming nicht.\nSill mid)tigfte\u00ea Kennzeichen unferer B\u00f6gel erfdheint uni ber \u00a9dhnabel, ba\u00ea \u00a9ieb ber 3al)us fdhn\u00e4bler, meld)e\u00ea fie bef\u00e4higt, ihre Nahrung in einer ihnen eigenth\u00fcmlidhen SSeife zu erbeuten, tiefer \u00a9d)nabel ifi feiten l\u00e4nger at\u00f6 ber Kopf, gem\u00f6hnlidh gerabe, breit, auf ber oberen \u00a9eite flach gem\u00f6lbt, born in einen breiten Stagel \u00fcbergehenb, feitlid) mit bl\u00e4tterartigen ^ornz\u00e4hnett befefct, metche in bie ber unteren Kinnlabe eingreifen, mit Slu\u00eanal)me ber harten SR\u00e4nber bon einer meidhen ^>aut \u00fcberfleibet, in meldher ftdh 3^e^e \u00f6om f\u00fcnften \u00dcRcrbenpaare bertheilen unb bementfpved^enb in hohem \u00a9rabe taftf\u00e4hig, \u00a9r mirb burdh bie gro\u00dfe, fleifd)ige, feinf\u00fchlenbe Bunge, meldhe nur an ihren fR\u00e4nbern berhornt unb hier fid) franft unb g\u00e4hnelt, nodh bebeutenb berboUfommt unb zu einem bor; trefflichen \u00a9eiher au\u00eagebilbet, meldher erm\u00f6glicht, auch ben fleinfien SRahrung\u00eabiffen bon umgebenben ungenie\u00dfbaren \u00a9tcffen abzufdheiben.","page":767},{"file":"p0768.txt","language":"de","ocr_de":"768\nSDic \u00a9cptmmmer. 3aPufdjn\u00e4bler.\nSille \u00fcbrigen SJter\u00efmale erfdpeinen uns im 95erg\u00efetd;e gu jenem auSgegetcpneten Wer\u00efgeuge als untergeorbnete unb nebenf\u00e2d;\u00eftd^e, ftnb aitd> in ioeit purent \u00a9robe alS ber \u00a9dpnabel Oeranbert unb umgebilbet. \u00a9er Seib ift Mftig, aber ettoaS lang geftredt, ber ipalS mittel; ober fepr lang unb fcplan\u00ef, ber \u00aeopf oerp\u00e4ltni\u00dfnt\u00e4\u00dfig gro\u00df, podp unb fdpmal, ber f$fu\u00a7 mittelpodp ober fe\u00efbft niebrig, auSnapmStoeifc jebod; audp fepr pocp, oiergepig, oorn*fdptoimmp\u00e2utig, ber Fl\u00fcgel mittellang, aber gietn\u00efidp fpipig, ber \u00a9cptoang, toelcper nur auSnapmStoeife auS gto\u00f6lf, in ber Stegel auS einer gr\u00f6\u00dferen Slngapl bon Gebern gebilbet toirb, mittellang unb gerabe abgefdpnitten ober gugerunbet, audp toopl beilf\u00f6rmig gugefpipt, baS \u00a9efieber ftetS fepr reidp, bidpt unb glatt anliegenb, audp bttrdp eine retd^e Bebunung fepr auSgegeidpnet, feine F\u00e4rbung eigentlich feine pracptoolle, aber bodp meift fepr fdp\u00f6ne, miitbefienS p\u00f6cpft anfpreepenbe, nad) \u00a9efcpledpt uub Sllter oft, obfdpon nidpt immer oerfdpiebene. \u2014 \u00a9er innere Bau, auf toeldpen bei Befdjreibung ber eiugelneu Familien Sb\u00fcdftdpt genommen ioerben toirb, ftimmt in allen ioefentlidjen f\u00fcnften \u00fcberein.\n\u00a9aS Verbreitungsgebiet ber Bapnfdpn\u00e4bler ift befdpr\u00e4nlter als baS anberer \u00a9dptoimmo\u00f6gel. Weltb\u00fcrger finb and) fie: benn fie finben ftdp, mit alleiniger SlttSnapme beS $efilanbeS am \u00a9\u00fcbpole, in allen \u00a9rbtpeilen; fie betoopneu aber ben toarmen unb bie gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel ber \u00a9rbe in ungleicp gr\u00f6\u00dferer Btenge als bie batten, diejenigen, toeldpe pier leben, treten aUtointerlidp eine Wanbermtg an, toelcpe eingelne bis in ben gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel, anbere bis in bie \u00a9leidjerl\u00e4nber f\u00fcprt, jene, toelcpe in to\u00e4rmeren \u00a9egenbett toopnen, [treidln toenigficnS. Bur Brutgeit fudpett oiele, toeldje ftdp au\u00dferbem im Sdleere aufpaltcn, fii\u00dfe \u00a9eto\u00e4ffer auf, ioaprfdjcinlid) nur beSpalb, ioeil biefe ben Bungen bie am beften gufagenbe iftaprung bieten; anbere giepen ftdp bis gum SluSfdjliipfen ber Bungen in ben Walb ober in \u00a9in\u00f6bett gur\u00fccb, treten audp toopl in @efellfd;aft mit frembartigen gieren, treize in beiner ^>tnfi<d)t gu ipnen gu paffen fdpeinen.\n\u00a9ie Begabungen ber SCRitglieber unferer \u00a9rbnuttg ftnb gtoar oerfdpiebenartig, aber bodp fepr \u00fcbereinftimmenb entVoicbelt. \u00a9S gibt unter ipnen einige, toeldpe toegen iprer toeit hinten am Seibe eingetenbten Beine nur langfam unb Joatfdpelnb gepett, aber beinen eingigen, ioeldper, ioie geioiffc \u00a3audper, gum ^riedpen oerbammt m\u00fcrbe; anbererfeitS geh\u00f6ren oiele Bapnfdpn\u00e4bler gu ben flinben \u00a9\u00e4ngern, betoegen ftdp attd; ope erfidptlidpe Slnftrengung ftunbenlang gepenb; einige ftnb felbft im \u00a9egtoeige ber B\u00e4ume nodp peintifdp. \u00a9aS \u00a9dptoimnten \u00fcben alle mit ebenfooiet \u00a9efdpid als SluS; bauer, bannt ein eingiger mit ltntuft ober nur im S^otpfatle; bie mciften taudpen audp mep ober toeniger teidpt in gr\u00f6\u00dfere ober geringere liefen pinab ; eingelne fiepen ben ooKenbetfien \u00a9dptoimnt; b\u00fcnfitern b\u00e4um nadp. Sille Slrten, toelcpe taudpen, tpun \u00a9ieS nur oon ber \u00a9berfl\u00e4dpe beS WafferS aus : fte ftnb (Sprung*, nidpt aber \u00a9to \u00dftau dper. \u00a9ie ftlugf \u00e2pig\u00efcit fiept ber anberer \u00a9eptoimmer atterbingS nadp, oerb\u00fcmntert jebod; audp nie in bemfelben \u00a9rabe, toie eS bei eingeltten SJlitgliebern ber $atl. Bian bennt \u00a9nten, toeldpe nur gu flattern, nidpt gu fliegen oerm\u00f6gen: fte toeidpen baburdp oon allen \u00fcbrigen DrbnungSoertoanbten ab. $aft alle Bapnfdpn\u00e4bter erpeben ftdp nidpt opite einen betr\u00e4chtlichen Shtftoanb oon \u00c4raft oont Waffer ober feften Boben unb toerfen ftdp part naep unten pernieber, foba\u00df eingelne eS gar nidpt toagen b\u00fcrfen, ftdp auf ben \u00a9rbboben niebergulaffen, ftdp \u00f6tel; mepr fietS auf baS nadpgibige Waffer ft\u00fcrgen m\u00fcffen; menu fte aber erft einmal eine getoiffe \u00a7\u00f6pe erreidpt paben, fliegen fte fepr rafdp bapin unb burdpmeffen gro\u00dfe \u00a9treden in einem B\u00abge, obloopl fte niemals fepmeben unb fo getoifferma\u00dfen io\u00e4prenb beS gliegeitS auSrupen, otelmepr ipre Fl\u00fcgel unab= l\u00e4fjtg betoegen m\u00fcffen.\nUnter ben \u00a9innen ift neben beut beS \u00a9ejtdpteS unb \u00a9ep\u00f6rS audp baS \u00a9ef\u00fcpl, beg\u00fcglidp ber 5tafU ftnn fepr auSgebilbet, toie fdpon bie \u00e4u\u00dfere Unterfudpung beS toeicpp\u00e4utigen \u00a9dpnabelS ernennen l\u00e4\u00dft, \u00a9er \u00a9erudp fepeint giemlidp enttoidelt unb ber \u00a9efd^mad feiner gu fein als bei ben meiften V\u00f6geln \u00fcberpaupt. Sin Verfianb ftepen bie Bapttfdm\u00e4bler oielletdpt pinter ben begabteften \u00a9telgo\u00f6geln gur\u00fcd, \u00fcbertreffen aber pierin befiimmt alle \u00fcbrigen \u00a9cptoimmo\u00f6gel. Wer bie \u00a9anS, eine alte S\u00eeebenS; art gebanlenloS nadpfpredpenb, ein bitmmeS \u00a9efep\u00f6pf nennt, pat fie nie beobadjtet; jeber Bager, toeldper oerfudpte, Wilbg\u00e4ttfe gu \u00fcberliften, Joirb anberer Slnfupt fein, jammings, \u00a9dpto\u00e4ne, \u00a9\u00e4nfe, \u00a9nten","page":768},{"file":"p0769.txt","language":"de","ocr_de":"Allgemeines.\n769\nunb \u00a9\u00e4ger geh\u00f6ren gu ben Oorffttigften aEer B\u00f6gel, belunben aut unter Umft\u00e4nben eine Sift nnb eine Berftlagenlfeit, ioelte billig nufer \u00a9rftaunen heroorruft, beurteilen bie eben befte^enben Bers h\u00e4ltniffe fehr richtig unb f\u00fcgen fit raft in \u00f6er\u00e4nberte Umff\u00e4nbe, eignen fit beShalb aut in befonberem \u00a9rabe gu i\u00a3)auSthieren. 3>n ihrem EBefen fpridff fit im allgemeinen eine geloiffe \u00a9utm\u00fcthigleit, Bertr\u00e4glitfeit unb jpang gur \u00a9efeEig\u00efeit auS; bot lieben &ie nteiffen unb namentlit bie gro\u00dfen 3ahnftn\u00e4bler nur ben Umgang mit St^peiten nnb bnlben nitt immer ffpio\u00e4tere \u00a9lieber ihrer Drbnung in ihrer 9R\u00e4he, Weniger beShalb, toeil fie fit burd; biefe beeintr\u00e4ttigt lo\u00e4hnen, als oielmehr im \u00a9ef\u00fchle eines hohen \u00a9elbftbelou\u00dftfeinS, toelteS fit aut anbereit \u00a9effh\u00f6pfen gegen\u00fcber lunbgeben bann. 3hren \u00a9atten unb $inbern h\u00e4ngen bie meiften mit inarmer Siebe an; einige Eft\u00e4nndjen aber f\u00fcmmern fit minbeftenS um bie 37attommenfd)aft nur toenig ober nitt. Bie S\u00dfeibten fteinen oiel gef\u00fchlvoller gu fein als bie kannten, inSbefonbere #ilflofe ober Snnge ihrer nnb einer Oerloanbten 2lrt gern gu bemuttern. Et\u00fchmenSioerth ift ber EJtuth, mit loeltem fie bei \u00a9efahr f\u00fcr ihre \u00aeinber einflehen, ioie fie benn \u00fcberhaupt nitt gu ben furttfamen B\u00f6geln gew\u00e4hlt ioerben b\u00fcrfen. \u00a9egen frembartige Bpiere geigen fie fit giemlid) gleitgiltig, folte, loeldje ihnen gef\u00e4hrlit ioerben l\u00f6nnen, felbftoerft\u00e4nblit ausgenommen: bie Oertlit\u00efeit oereinigt fie mit biefen, nitt ihre SlbjMff. 3Ijre \u00a9elbft\u00e4nbigfeit opfern fie h\u00f6tffenS \u00a9efedftaften, ioelte auS ihrer eigenen 5Irt gebilbet ioerben, nid;t aber ben allgemeinen Bereinigungen auf. Btan fteht fte in buntem \u00a9eloimmel burteinanber fft umhertreiben, bei jeber befonberen Beranlaffung aber fofort fit je nat ber Slrt fammeln nnb, nnbel\u00fcmmert um bie fr\u00fchere \u00a9enoffenftaft, baS ihnen \u00a9utb\u00fcnfenbe ansf\u00fchren.\nS)ie \u00a9timme ber 3ahnftn\u00e4bter hat bor ber anberer \u00a9djloimmO\u00f6gel mehrere Borg\u00fcge. Sie ift oielfeitiger unb loolff\u00efautenber. BieS gilt aEerbingS nur im. allgemeinen, ba einzelne btoS ioenige unb mi\u00dft\u00f6nenbe Saute heroorbringen f\u00f6nnen, hat aber in btefer Beftr\u00e4nlung ooEffe fRittigfeit. 9tid)t ohne \u00a9runb nennt man einen \u00a9d)loan \u201e\u00a9ingftloan\" unb*einen anberen \u201eBrompeter\": man mu\u00a7 aber aud) bie .glodenheEen Saute ber Bl\u00e4\u00dfganS unb bie ioohlllingenben Etufe mehrerer \u00a9nten geb\u00fchrenb io\u00fcrbigen. SsebenfaES laffen fit bie (Stimmen anberer \u00a9djloimm\u00f6\u00f6gel mit benen ber meiften 3ahnffhn\u00e4bler nitt Oergleiten.\nSthterifte unb pflanzte (Stoffe bilben bie Nahrung ber Eftitglieber btefer Orbnung. B\u00dfirllite Etaubtlffere, alfo folte, ioelte pflanzte (Stoffe g\u00e4nglid) oerftmapen, ffnb nur Ioenige ooit ihnen, auSftlie^Iite Bffangenfreffer not Wenigere. Bie (S\u00e4ger enthalten fit ungegioungen aller pflangs lid;en Eiahrung unb nehmen foldje nur guf\u00e4Eig mit auf; bie \u00a9\u00e4nfe freffen in ihrer Sugenb fehr gern oerftiebeneS \u00dfleingethier, oerftm\u00e4hen biefeS aber im fp\u00e4teren filter: fferaeiben, b. h- rupfen unb ftneiben mit ihrem hartsahnigen \u00a9tnabel S\u00dfffangentheile ab, entfd)\u00e4len ober gerff\u00fcdeln folte, graben auS nnb nehmen auf; bie Baudjenten lefen hauptf\u00e4tlit \u00bbom \u00a9ruube beS BBafferS ab, aber faft nur oerftiebene Bhiere; alle \u00fcbrigen getoinncu fit ^ ^auptmaffe ihrer Btahlgeiten ftnatternb, nnb bei ihnen fommt ber \u00a9eilfftnabel gu feiner eigentliten \u00a9eltnng. Zubern fie ihn in pfftgen \u00a9tlamm ober gloiften ftmimmenbe S\u00dfffangentheile einf\u00fchren unb abioetfelnb \u00f6ffnen nnb fdffie\u00dfen, feihen fie gun\u00e4tft aEe fefteren Beftanbtheile oon ben fl\u00fcffigen ab unb fteiben nunmehr mit jpilfe ber 3unge baS \u00a9enie\u00dfbare Oon bem Ungenie\u00dfbaren, $ein anberer Bogel erloirbt fft in gleper E\u00f6eife fein Brot.\n$ie 3ahnftn\u00e4bler leben in geftloffener \u00a9he; ihre Breue ift jebot nitt immer \u00fcber jeben Steifet erhaben. Bei ben meiften f\u00e4Et bie \u00a9orge ber Bebr\u00fctung nnb ber \u00a9rgiehnng ber jungen ber Eftutter anheim, nnb ber nat *>er Begattung feinem Bergn\u00fcgen tebenbe Bater oergi\u00dft aud; lept ber teueren ; anbere hingegen loibmen fft gemeinftaftlit, loenn aut nitt'bem Bruts geft\u00e4fte, fobot ber pflege ihrer \u00c6inber, oerfehen, Ir\u00e2prenb baS B\u00dfeibten br\u00fctet, baS 3lmt beS B\u00f6\u00e4tterS unb laffen fft burd; anbere \u00a9t\u00f6nen ihrer 2lrt nitt oerloden. BaS Eteft loirb fehl* Oers ftieben angelegt, halb auf fefteren \u00a9teEen beS \u00a9umpfeS, halb auf trodenem Boben, halb in Baums, \u00a9rbs unb ^elfenh\u00f6hlen, auS Oerftiebenartigen \u00a9toffen gnfammengeftittet, gelo\u00f6hnlit lunffloS nnb roh, innen aber fehr regelm\u00e4\u00dfig mit ben Bunen ber Gutter auSgefleibet. Bie \u00a9lieber einer Familie\n33re^m, 2^ierle\u00f6en. IV.\t49","page":769},{"file":"p0770.txt","language":"de","ocr_de":"770\n\u00aeie \u00a9dfjttnmmer. \u00dfahnfchn\u00e4bler. <5telsfd)ft>\u00e4ne.\nkr Orbnung oernte\u00efjren fic^ fddoach, alle \u00fcbrigen gieren eine gasreiche \u00aetnkrfd)ar heran. SDie (Sier ftnb ruttblid) ober l\u00e4nglichrunb, g\u00efattfd^a\u00efig unb ftet\u00ea einfarbig; bie jungen fommen in einem bidjten SDunetifleibe au\u00bb bem (Sie, entlaufen, nad)bem fie abgetrodnet, bem SRefte, ioad)fen feljr rafd) unb ocrtaufdjen \u00dc)r ^ugenbHeib meift nodj im erften Bn\u00a7re iljre\u00ea 5llter\u00ea mit bem ber (Sltcrn ober ermatten ba\u00ea legiere bod) im gmeiten, h\u00f4<hften\u00ea br\u00fcten Baljre iljre\u00ea Seben\u00ea. S\u00dfiele tragen gloei berfc^iebene Kleiber im Saufe be\u00ea Baijre\u00ea; i^rc K\u00e4ufer ge\u00efjt bementfprechenb audj feljr rafd) bon flatten. (Singeine toerben bttrdj fie flngunf\u00e4ljig gemacht.\n\u00a9ine Ungaljl bon $einben ftedt ben 3nhnfd)n\u00e4blern nad), auch bcn gr\u00f6\u00dferen, obgleich fie, \u00a3)anf ihrer \u00a9tarte, mandje\u00ea Otaubt\u00efjier bon fid) abgutoehren ibiffeu. SDer ddenfd) berfolgt ade Slrten, bie einen be\u00ea fdjmad'haften Sffiilbfjrct\u00ea, bie anberen ber brauchbaren Gebern falber, mit gro\u00dfem, nur gu h\u00e4ufig \u00fcbergro\u00dfem (Sifer, raubt ibnen bie (Ster, pl\u00fcnbert bie Hefter nadj SDunen au\u00ea, unb tr\u00e4gt gur 23erniinberung ber eigentlich unfch\u00e4blidjen 33\u00f6gel ioefentlicl) mit bei. \u00a9ei)r toenige ^at er fid; gu ^jau\u00eatijieren gemacht unb geg\u00e2\u00efjmt, obgleich gerabe biefe Drbuung in biefer ipinficfyt oieloerfhredjenb ift. (Srft ncuerbing\u00ea f\u00e4ngt mau an, nuferen SSorfaljren, ioeldje bem jpau\u00eatoefen fo mihlidje \u00a9efdj\u00f6pfe guf\u00fc\u00efjrten, einigerma\u00dfen nadjguftreben unb ben Bnfjnfdjn\u00e4blern biejenige X^eilna^me gu toibmen, ioelcije ftc in fo reidjem dda\u00dfe berbieuen.\n\u00a9d^mer su begreifen ift e\u00ea, ba\u00df einige $orfc\u00a7er noch hentigentage\u00ea bie \u00a9telgfdjto\u00e4ne (Phoenicopteri) al\u00ea d\u00dfato\u00f6gel anfeljen uub fie unter btefen einrei\u00efjen f\u00f6nnen. 2Iderbing\u00ea unter; fdjeiben ftd) jene in mancher ^)in\u00dfdf)t bon i\u00efjren n\u00e4cfjften $erioanbten, ben \u00a9djto\u00e4nen; ber\u00fcdficjjtigt man aber bie Summe ader (Sigentfmmliddeiten unb bie Seben\u00eatoeife, fo ioirb jeber Btoeifel hinftdjtlid) ber Bnfammengeh\u00f6rigfeit Leiber gehoben toerben m\u00fcffen. \u00a3)ie \u00a9telgfhto\u00e4ne ftnb B^^n; fdpt\u00e4bler mit Ijo\u00efjen S\u00e4ufett; ade \u00fcbrigen \u00a3\u00a7eto unterfdjeiben fte nicf>t loefentlid) bon i\u00efjren Familien; benoanbten. B^r Seib ift filant, ber \u00a3al\u00ea feljr lang, ber \u00aeopf gro\u00df, ber ftl\u00fcgel mittellang, in ihm bie gioe\u00fce \u00a9dbtoinge bie l\u00e4ngfte, ber au\u00ea gto\u00f6lf Gebern gebilbete \u00a9dtjtoang furg, ber \u00a9djnabel et\u00efoa\u00ea l\u00e4nger al\u00ea ber \u00aeopf, ^\u00f6^er al\u00ea breit, aber bid, bon ber dditte an unter einem ftumpfen \u00e4\u00f6intel herabgebogen, fein Dberfiefer oiel Heiner, fdmt\u00e4ler al\u00ea ber untere unb, toa\u00ea befonber\u00ea beadjten\u00ea; toertlj, merfto\u00fcrbig. platt, fein 9^anb aber, tote ber be\u00ea unteren mit B\u00e4ljnen befept. \u00fcd\u00eean barf biefen \u00a9dptabel mit einer jener SSofen oergleidjen, toeldje au\u00ea 3)tufd)eln gefertigt toerben; ber Unterfdjuabel to\u00fcrbe babei ber eigentlichen \u00aeofe, ber pberfchnabel bem \u00a9edel berfelben entbrechen. SDiefer ift an ber SBurgel mit einer giemlich toeidjen $aut beHeibet, an ber \u00a9pipe bagegen ^art; bei jenem toirb ber diaunt gtoifdjen ben beibett ^iefer\u00e4ften burch eine toeidje SSach^^aut au\u00eagef\u00fcdt. 5Die 23eiue ftnb ungemein lang unb b\u00fcntt, feitlid) sufammengebr\u00fcdt, ioeit \u00fcber bie ^erfe hinauf nadt, i\u00a7re brei ^orbersehen giemlich f\u00fcrs unb burch oodfommene, obtooi;l feid^t au\u00eagef<hnittene \u00a9d^toimmh\u00e4ute oerbunben; bie hocheingelenfte, bei einer 2lrt Oerf\u00fcmmerte fpintergehe ift fur\u00a7 unb fchtoach. \u00a3)a\u00ea Fleins gefieber fornntt mit bem anberer B^hnfchn\u00e4bler fehl\u2019 \u00fcberein; e\u00a7 ift bid;t unb berb, liegt \u00fcberad glatt an, geid^net fidj) aber burch gro\u00dfe d\u00dfeiche unb burd) befonbere ^arbenfdj\u00f6nheit au\u00ea.\n\u00a3)en inneren S3au l)nt SSagner unterfucht. SDer \u00a9c^\u00e4bel ift abgerunbet, ohne Seiften unb $\u00e4mme; ba\u00ea beinahe breiedtge ^iuterhau|)t\u00ealoch fte^t fenfrecht unb richtet ftdf) gerabe nach hinten; bie 2lugenfd)eibetoanb ift ln\u00f6d)ern; bie beiben hinteren \u00a9df)t\u00e4fenbornen ftnb Joettig enttoidelt; bie unteren ^l\u00fcgelbeine entbehren ber br\u00fcten \u00a9elen\u00efung; ba\u00ea 3ftied)bein ift flein unb flo\u00dft mit bem anfehnlichen ^nnenbeine nid)t gufammen, ba\u00ea \u00a9aumenbein giemlid; breit; bie liefern ftnb gedig. Bn ber S&irbelf\u00e4ule g\u00e4^It man achtge^n ungemein fdun\u00e4dtdige, lange unb fd)mal. gebr\u00fcdte ^al\u00ea;, ad)t thei\u00fcoeife oerfchmoljene S\u00fcdens, glo\u00f6lf ober breige^n oerfchmoljene ^reujbeine, unb fteben Heine \u00a9chmansmirbel. $E)a\u00ea SSruftbein ift furg, gtemlich breit unb geto\u00f6lbt, fein ^amm m\u00e4\u00dfig, fein","page":770},{"file":"p0771.txt","language":"de","ocr_de":"flaming.\n771\nJpinterranb auggebudhtet ; unter ben add Diippenpaaren ftnb bie oorberfien unb bag ^tnterfte falfd^c. Oie \u00a9abel if! ftavf auggefdjWeift unb gefpreizt, erinnert \u00fcberhaupt an bte bei* \u00a9nten, unb unter; [Reibet fid) ton ber alter \u00a9umpfo\u00f6get; bag \u00a9chienbeitt \u00fcbertrifft an bez\u00fcglicher S\u00e4nge bag aller befannten S\u00f6gel. Oie gro\u00dfe B^rtge f\u00fcllt ben \u00a9djnabel ganz aug unb ahmt bie $orm beg Ober; fdjnabelg nad); ihre SBorber^\u00e4lfte ift abfdj\u00fcfftg nach torn gerietet, bie hintere H\u00e4lfte [ehr bid unb inWeubig fettig, bag fnorpelige 3ungenbeitt torn fpatelartig erweitert, feine \u00a3\u00f6rner ftnb ftarf unb feine Siugfetn fehr fr\u00e4ftig. Oer \u00a9d)tunb, Wetdjer anf\u00e4nglich ungemein eng erfdf>eint, eriteitert ftdj im lebten Orittel feiner S\u00e4nge ju einem fahren tropfe, hinter itelchent bie \u00a9Reifer\u00d6hre fidh itieber terengert; ber Or\u00fcfettmagett ift flein, l\u00e4nglich, aber biditanbig, ber Stugfelmagen gro\u00df, fehr platt unb augnehntenb mugfetfr\u00e4ftig, ttie bei ben \u00a9nten, ber O\u00fcnnbarm lang unb eng, ber Oidbarm etwag iteiter k. Sagner fdjlie\u00dft mit ber Semerfttng, ba\u00df nicht blog bie \u00dcBejahnung beg \u00a9c\u00dfnabelg unb bie \u00a9chitimmh\u00e4ute, fonbern aud) ber Sau ber 3nnge, beg DJtageng, Oarmfchlaudjeg, ber \u00a9timnt; Werfzeuge, beg ^erzeug, fetbft mehrere Ofjeile keg \u00c4nochenger\u00fcfleg, namentlich beg Srufibeineg unb ber \u00a9abel ber \u00a9telzfdhit\u00e4ne mit ben entfpredjenben Oheiten ^er \u00a9nteno\u00f6get fehr \u00fcbereinfommen.\nStan h\u00abt gegenit\u00e4rtig ungef\u00e4hr ein l;ctlbeg Ou\u00dfenb 2lrten unferer Familie unterfchieben. 3hve Sebeitgiteife tonnte nod) feittegWegg gen\u00fcgenb erforfd^t Werben; fotiel aber h<*t man erfahren, ba\u00df fid) bie einzelnen 2lrten in ihren \u00a9itten unb \u00a9ewoljnheiten nicht ober bod) nur ^\u00f6d^ft wenig unter; fcheiben. \u00a9g gen\u00fcgt alfo ooltfontmen, wenn wir bie ung zun\u00e4chft angehenbe 2lrt ing 2tuge faffen.\nOer flaming, $flug;, \u00a9d)arf; ober \u00a9dhartenfchn\u00e4bler (Phoenicopterus roseus) ift Wei\u00df, \u00e4u\u00dferft z<wt unb fdb\u00f6n rofenroth \u00fcberhaupt, fein Oberfl\u00fcgel farminroth; kie \u00a9d)Wingen ftnb fdhitarz. Oag 2luge ift gelb, ber Dtugenring farminrotlj, ber \u00a9djnabel an ber Surzet rofenroth, an ber \u00a9pipe fdjwarz, ber $u\u00df farminroth- Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 48 big 50, bie Sreite 64 3td. Oag Seibdjen ift bebeutenb Heiner, h\u00f6chfteng 42 3td lang unb 60 go\u00df breit. Sei ben jungen ift bag ganze \u00a9efieber Weif}, am \u00a7alfe grau, auf bem Oberfl\u00fcgel gefprenfelt. \u00a9rft mit bem britten 3apre gept biefeg \u00aeleib in bag beg alten Sogelg \u00fcber.\nOie S\u00e4nber um bag mittell\u00e4nbifd)e unb fdjWarze DJteer ftnb bie Heimat beg $tamiugg. Son; pieraug oerbreitet er ftd) f\u00fcblid) \u00fcber ben Sorben beg rothen Steereg unb anbererfeitg big gegen bie 3nfeltt beg gr\u00fcnen Sorgebirgeg hin. \u00a9benfo fomrnt er in S\u00eeittelafien an ben gro\u00dfen \u00a9een ziemlich regelm\u00e4\u00dfig unb an ben Steeregfiifien \u00a9\u00fcbafteng in gro\u00dfen Stengen oor, fe\u00dfeint bagegen in \u00a9hina zu fehlen. Sluffatfenb ift feine Sefchr\u00e4nfung auf gewiffe Oertlidf)feiten. Sad) ben Seridhten ber \u00e4lteren unb neueren ^orfcher erfd^eint er allj\u00e4hrlich maffenhaft in ben gr\u00f6\u00dferen \u00a9een \u00a9arbinieng unb \u00a9ici; Iieng, ebenfo in ber 2llbufera bei Salencia unb anberen fpanifdjen \u00a9een, ift h\u00e4ufig in allen \u00a9tranb; feen oon \u00a9gppten, \u00efripolig, \u00a3unig, 2lfgier unb Slarroffo, nidjt feiten bei \u00a9mprna, an ber Sotga tc.; aber er fomntt nur h\u00f6d)ft feiten in \u00a9riechenlanb oor. Sont Stittelmeere aug hat er ftd) fdjon einige State nach Oeutfdjtanb oerflogen. 3m St\u00e4rz 1795 W\u00fcrbe ein planting am Seuburgerfee erlegt, 1728 einer am 2lttrhein bei 2llzep gefd)offen; im ^suni 1811 erschienen \u00dfebenunbztoanzig \u00a9t\u00fcd bei \u00aeel)l, Oon Welchen fed)3 \u00a9t\u00fcd erlegt W\u00fcrben; am 25. 3uni beffelben 3^hrc\u00ea fah man eine Einzahl biefer S\u00f6gel \u00fcber Samberg fliegen; \u00f6om 14. big 16. 3uli halten ftd) 3tt>ei frei @d)ierftein an einer Stheinaue auf bem \u00a9aube auf. 2lber alle biefe ^rrlinge waren junge S\u00f6get, Welche burd) irgenb einen Buf^tl oerfd^iagen Worben fein mu\u00dften, \u00a9treng genommen bitbet bag f\u00fcblic\u00dfe \u00a9uropa bie n\u00f6rbliche \u00a9renze f\u00eaitteg Serbreitungg\u00efreifeg unb Dtorbafrifa unb Stittelaften bag eigentliche S\u00dfoijn; gebiet. 21 udf) auf ber DBe\u00dfh\u00e4lfte ber \u00a9rbe \u00efomnten bie \u00c7lamingg nid;t unter h\u00f6heren Sreiten oor atg ber unfere.\n\u00a9trattbfeen mit falgigem ober brafigem S\u00f6affer ftnb bie 2lufenthaltgorte, Welche bie glamingg allen \u00fcbrigen oorziehen. 9tad) Wirflid) fii\u00dfen \u00a9eW\u00e4ffern Oerirren fte fidj nur, halten ftch hier auch immer blog furze 3eit auf unb oerfdhwittben Wieber. Oagegen fte^t matt fte h^u\u00dfg im Steere felbft, erft\u00e4rlicher Seife nur auf flachen \u00a9teilen, Weld;e il;nen geftatten, in gewohnter Seife ft<h zu betoegen.\n49*","page":771},{"file":"p0772.txt","language":"de","ocr_de":"\u00aete \u00a9djhnmmev. 3abnfd()ti\u00e4btev. \u00a9teljfdjmfine.\nSitte Sitten geh\u00f6ren ju beit \u00a9ttidOo\u00dfgeln; einzelne fd)einen aber fo regelm\u00e4\u00dfig ju ftreid)en, ba\u00df man bet il)nen t>ietteic\u00ef)t aud) non $iel)en \u00abben fann. @d)on (Settt erm\u00e4hnt, ba\u00df bte $laming\u00a7 auf \u00a9arbinien gtt einer beftimmten $eit eintreffen unb mieber meggel)en; \u00a9alnab ori nernottft\u00e4nbigt biefen S\u00e9ri\u00e2t. $\u00a3)a\u00ea S\u00f6unberbare bei ber \u00a9ad)e ift jebod), ba\u00df bie SS\u00f6gel, treidle auf ben \u00a9een non \u00a9laffa, Driftano \u00bbnb ttRolentargiu\u00ea bet (Sagliari erffeinen, SDlitte Slugufi\u00ea eintreffen unb im ttJi\u00e4r^ ober in ben elften Styriltagen mieber fortgieljen. \u00a3efjtgebad)ter Staturforfc\u00a3>er gab fiel) niele 2R\u00fcl)e,\nSer gl anting (Phoenicopterus rosens).\netma\u00ea \u00fcber il)r 93rutgefdf;\u00e4ft gu erfahren, mar aber nid^t fo gl\u00fccflid), ein befriebigenbe\u00e4 \u00a9rgebni\u00df gu erlangen, unb e\u00ea fd)eint alfo, ba\u00df \u00dfe nid)t ober menigfien\u00ea nict)t regelm\u00e4\u00dfig in Italien br\u00fcten, Stad) Slfrtfa gieren fie, unb non SlfriFa 1)er fornmen \u00dfe geflogen; t\u00bb\u00fbl)rfc\u00ef)einlid) alfo br\u00fcten and) biejenigen, meiere m\u00e4l)renb be\u00ea SSinter\u00e2 in Italien lebten, an ben \u00a9tranbfeen be3 f\u00fcblid\u00a7en SJcittelmeere\u00eb. ^ier \u00dfnb \u00dfe, mie id) beftimmt ner\u00dfd)ern Fanit, \u00a9tanbn\u00f6gel, meld)e ja\u00c7rau\u00ea, jahrein biefelben \u00a9een betnol)nen, menu amt; nid)t in gleid) gro\u00dfer Slnga^t.","page":772},{"file":"p0773.txt","language":"de","ocr_de":"glam in g.\n773\ndB et, wie id), Saufenbe bon g\u00efamingS bereinigt gefe\u00efjen pat, ftimnit in bie Segeifterung ber \u00fcbrigen Seobadjter ein, benen bas \u00a9t\u00fcd tourbe, ein fo gro\u00dfartiges \u00a9djaufpiel gu genie\u00dfen. \u201edBenn man beS SRotgenS bon \u00a9agliari auS gegen bie \u00a9een \u00dfel\u00df\", fagt ber alte \u00a9etti, \u201efd^eint \u00dfe ein \u00dcDamm bon rotten $iegeln gu umgeben, ober man glaubt eine gro\u00dfe dRenge bon rotten Slattern auf ipnen ftp Wimmen gu fefjen. \u00a9S \u00dfnb aber bie glamingS, toeldpe bafelbft in ipren fReipen ftepen unb mit ipren rofenrotpen kl\u00fcgeln biefe St\u00e4ufcpung bewirten. 9Rit fdp\u00f6neren f\u00e4rben fcpm\u00fcdt fid) nie bie \u00a9\u00f6ttin beS DRorgenS, gl\u00e4ngenber Waten nidjt bie \u00dftofeng\u00e4rten beS S\u00df\u00e4\u00dfuS, als ber \u00a9dpmud, ben ber planting auf feinen gl\u00fcgeln tr\u00e4gt. \u00a9S i\u00df: ein lebhaft brewtenbeS fRofenrotp, ein fRotp crft aufgebl\u00fcpter Stofen. \u00a3)ie \u00a9riecpen benannten ben S\u00f6gel bon biefer garbe ber gl\u00fcgelbedfebern, bie K\u00f6rner bepielten bie Senennung bei, unb bie grangofen Ratten audp nid\u00dfS dlnbereS im \u00a9innc als bie brennenbrotpen Fl\u00fcgel, Wenn fte unferen Sogei \u201eflamant\" nennen.\" 9Rir Wirb ber erfte \u00a9inbrud, Weldpen bie glamingS auf midp machten, unberge\u00dflidp bleiben. Sdp fdpaute \u00fcber ben Weiten SSRenfale pinWeg unb auf \u00eeaufenbe unb anbere \u00efaufenbe bon S\u00f6geln, bucpft\u00e4blidp auf ^unberttaufenbe. SDaS dinge aber blieb pa\u00dfen auf einer langen geuetlinie bon Wunberbaret, unbefdpteiblidper Stacht. SDaS \u00a9onnenlicpt fpielte mit ben blenbenbwei\u00df unb rofenrotp ge\u00dfeberten gieren, Weldje \u00dfe bilbete, unb perr\u00efidpe f\u00e4rben W\u00fcrben lebenbig. SDurcp irgenb \u00a9tWaS aufge\u00dfpredt, erpob \u00dfcp bie dRaffe; aus belh Wirren \u00a3)urdpeinanbet, auS ben lebenbigen Stofen orbnete fdp ein langer, m\u00e4chtiger $ug \u2122 bie \u00aeeil; form ber ^ranid^e, unb nunmehr gog bie geuetlinie an bem blauen Rimmel bapin. \u00a9S toar ein dlnblid gum \u00a9ntg\u00fcden! 5Radp unb nadp lie\u00dfen \u00dfe \u00dfcp Wieber ^erab, unb bon neuem ftettten fte \u00dfdp in altgewohnter 3Beife auf, foba\u00df man Wieberum meinen mu\u00dfte, einen gaplreidpen \u00a3tuppenf\u00f6rpet bor \u00dfd> gu paben. \u00a3)aS gctntopr belehrt, ba\u00df bie glamingS nid^t eine Sinie im firengften \u00a9inne beS 2BorteS bilben, fonbern nur auf Weitpin uebett einanber fielen; auS gr\u00f6\u00dferer \u00a9ntfernung gefepen, erfdpeinen \u00dfe aber ftetS Wie ein WoplgeorbneteS. .Ipeer. SDiefe dln\u00dfcpt ift nicpt bloS bie meinige, fonbern br\u00e4ngt \u00dfcp Gebern auf, Weldpet glamingS fap. \u00a3)ie \u00a9ingalefen neunen \u00dfe \u201eenglifdpe \u00a9olbatenb\u00f6gel\", bie \u00a9\u00fcbameritaner gerabegu \u201e\u00a9olbaten\"; ja Jpumbolbt erg\u00e4bt unS, ba\u00df bie \u00a9in; Wopnet dlngo\u00dfuraS eines \u00a3ageS furg nadp \u00a9r\u00fcnbung ber \u00a9tabt in bie gr\u00f6\u00dfte Seft\u00fcrgung gerieten, als \u00dfcp einmal gegen \u00a9\u00fcben dteiper unb \u201e\u00a9olbatenb\u00f6gel\" erbliden lie\u00dfen, \u00a9ie glaubten fid) bon einem tteberfad ber 2>nbianet bebropt, unb obgleich einige Sente, bie mit biefer \u00dct\u00e4ufdpung betannt Waren, bie \u00a9adpe auffl\u00e4rten, beruhigte fidp baS Soit nidpt gang, bis bie S\u00f6gel in bie Suft flogen unb ber dR\u00fcnbung beS Drinofo guftrebten. \u00a9ingelne glamingS \u00dfept man feiten, bor dlnfang ber SaarungSgeit Wopl nie; eS m\u00fc\u00dfte \u00dfdp benn ein funger, unerfahrener bon bent jpaupttrupp ber dtlten ber\u00dfogen paben, tbie ich &udp beobadpten tonnte. Smmer \u00dfnb cS dRaffen, Weldpe gefedfdpafttidp auf einer unb betreiben \u00a9teile ihrer 3frgb obliegen unb innerhalb beS eigentlichen -fpeimatgebieteS ftetS dRaffen bon Rimberten ober bon \u00efaufenben.\nderartige \u00a9efed\u00dfpaften bernteiben eS fa\u00df \u00e4ngftlicp, \u00dfd) \u00a9teilen gu nahen, toeldhe ihnen gef\u00e4hrlidh werben f\u00f6nnten. \u00a9ie \u00dffd)en im freien Staffer, Welches ihnen nach allen \u00a9eiten I\u00dfn llmfc\u00dfau geftattet ober h\u00fcten \u00dfd) namentlich bor \u00a9d^ilfbicfid^ten. \u00a9inem Soote, toeldjeS auf \u00dfe loSfteuert, entweichen \u00dfe \u00dfetS auS gro\u00dfer gerne; \u00fcberhaupt fdjredt \u00dfe adeS grembartige auf, uttb eS h\u00e4lt beShalb nic\u00dft gerabe leid\u00df, ihr greileben gu beobadjteu. 3Ran fieht \u00dfe tagt\u00e4glidh, ohne \u00fcber ihr Treiben bod\u00df\u00e4nbig Hat Werben gu t\u00f6nneu, unb nur mit ^)ilfe eitteS guten gerttrohrS i\u00df eS m\u00f6glich, fte 3U beobad)ten. \u00a9eW\u00f6hnlic\u00df \u00dfehett \u00dfe bis \u00fcber baS gerfengelent im Skffer, feltener treten \u00dfe auf bie 3)\u00fctte ober auf \u00a9anbinfeln heraus, am Wenig\u00dfen auf fold)e, Welc\u00dfe irgenbtoie beWadhfen \u00dfnb. S\u00f6affer unb auf bem Sanbe nehmett \u00dfe bie fonberbar\u00dfen \u00a9teduugen an. SDer lange ^)alS Wirb eigent\u00fcmlich berfdhlungen, wie mein Srttber \u00dfd) trefflich auSbr\u00fcdt, bertnotet bor bie Sru\u00df gelegt, ber $opf bann auf ben fR\u00fcden gebogen unb unter ben \u00a9djulterfebern ber gl\u00fcgel berborgen. SDaS eine Sein tr\u00e4gt babei regelm\u00e4\u00dfig bie Sa\u00df beS SeibeS, to\u00e4hrenb baS anbere entWeber \u00dfhief nach hin^en Wegge\u00dfredt ober gufammengetnidt an ben Saudh attgegogen tbirb. 3\u00bb biefer \u00a9tedung pflegt, ber glanting gu fd\u00dfafen; fte i\u00df il;nt eigenth\u00fcmlidh. Sei einer attberett \u00a9tedung, Welche ftetS bon bem","page":773},{"file":"p0774.txt","language":"de","ocr_de":"774\n\u00a9ie \u00a9dj trimmer. \u00e2ftM^^5b\u00efer. \u00a9telgfchtr&ne.\nroden Sadhfein $unbe gibt, wirb ber $alg nach Slrt bei* dieiher Sf\u00f6rntig gufammengebogen, foba\u00a7 ber $opf bidht \u00fcber ben SRacfen 51t fielen fournit. fftur trenn bei* flaming erfdhredt ober fonfttrie erregt tourbe, ergebt er feinen $opf fo hoch, alg ber lauge \u00a3>alg \u00a9)ieg geftattet, nnb nimmt bann auf Slugenblide btefenige \u00a9tedung an, treize bei nuferen Slugftopfern gang befottberg beliebt gu fein fdheint. \u00a9benfo fonberbar, alg im Buftanbe ber dtuhe, tr\u00e4gt er jt<h, trenn er irirllid) th\u00e4tig ift, b. h- trenn er ftd> mit Stufnahme feiner Sprung befdj\u00e4ftigt. Slud) er griinbelt, trie anbere 3df)ns fd^u\u00e4bler, aber in burdjaug rerfd^iebener Seife. \u00a9)er ftfdhenbe flaming tratet in bem Saffer bahin nnb biegt feinen langen 3palg fo tief herab, ba\u00df ber \u00aeopf mit ben $\u00fcf$en auf biefelbe \u00a9bette gu fielen fommt, mit anberen Sorten, ba\u00df ber \u00a9dhnabel, nnb gtrar ber Oberfdjnabel, in ben \u00a9dhlamnt ein; gebr\u00fcdt trerben !ann. biefer Seife unterfucht ber S\u00f6gel ben \u00a9runb beg \u00a9etr\u00e4fferg; er betregt ftdh mit flehten \u00a9dritten ror; ober r\u00fcdtr\u00e4rtg nnb \u00f6ffnet nnb fdjliefjt abtredhfelnb feinen \u00a9djttabel unter entfprechenber Setregung ber Bunge. Verm\u00f6ge beg feinen \u00a9ef\u00fchB berfelben trirb Sldeg, trag in ben \u00a9iebfdjnabel gelangt, gepr\u00fcft nnb bag gur \u00a9rn\u00e4hrttng \u00a9)ienenbe ron bem Unbrauchbaren anggefd)ieben ober richtiger abgefeimt. \u00a3)urdj bag \u00a9rippein mit ben $\u00fc\u00dfen erregt er feinen Seibe; grunb: er bringt bie kleinen. Safferuiere, ron benen er ftch ern\u00e4hrt, in Aufruhr nnb 33etregung.\n\u00a95er \u00a9ang \u00e4hnelt ber \u00a9ehbetregung ber hochbeinigen Satr\u00f6gel, ohne ihr febod; gu gleichen. 3*ber \u00a9tord), jeber $ranid), jeber SRei^er geht anberg alg ein flaming; ber Unterfchieb in ber Setregung beg einen unb ber anberen l\u00e4\u00dft ftd) aber fdt>irer mit Sorten augbr\u00fcden: man fann h\u00f6dhfteng fagen, ba\u00df bie \u00a9fritte beg ^lamingg langfamer, unregelm\u00e4\u00dfiger, fd)tnanfenber ftnb alg bie ber eigentlichen Satr\u00f6gel, trag trohl in ber S\u00e4nge ber Seine feinen hauptf\u00e4chlid) ften \u00a9runb haben mag. Sin ben \u00a9efangenett fieht man \u00fcbrigeng, ba\u00df bem flaming bag \u00a9eben febr leicht trirb, gang im \u00a9egenfa^e gu ber oft auggefprodhenen Meinung einiger $orfd[)er, treidle ftch rerleiten lie\u00dfen gu glauben, ba\u00df er ftch beim \u00a9eben mit bem \u00a9d^nabel ft\u00fcfcen nt\u00fcffe, treil fie fahen, ba\u00df er gutreilen auch auf bem f^eftlanbe feinen \u00aeopf big gutn Soben herabbeugt. Slderbingg benu^t er feinen \u00a9dhnabel gur \u00a9t\u00fcfce, aber nur bann, trenn er mit gufammengefnidten Seinen auf bem Soben ruhte, beg\u00fcglidf) lag, unb ftd) bann rafdh aufridhten trill. 3ft einmal gefdhehen, fo l\u00e4uft er in ber oben betriebenen Seife giemlidh rafdh bahin. 3hm eigent\u00fcmlich ift eine anbere Setregunggtreife, treldhe bem Seobadhter einen bebeutfamen f^ingergeig mehr f\u00fcr bie trahre \u00a9tellung beg Sogelg gibt. Sor bem Sluffliegen n\u00e4ntlidh betregt er ftdh gar nicht feiten halb fliegenb, halb laufenb auf ber Oberfl\u00e4che beg Safferg bahin, gtrar nicht mit ber ^ertigfeit, treldhe ber \u00a9turmrogel. an ben \u00a9ag legt, aber bo<h ebenfo getranbt, alg ein Safferhuhn ober ein \u00a9ntrogel baffelbe augguf\u00fchren rermag. 3m tieferen Saffer fdhtrimmt er, trie eg fd)eint ohne ade Slnjirengung; er betregt ftdh gtrar langfamer alg bie furgbeinigen \u00a9chtrimmr\u00f6gel, aber, trenn eg fein mu\u00df, mit gro\u00dfer Slugbauer. \u00a9)er$lug, Jr either burdh jeneg \u00a9>ahinlaufen \u00fcber bag Saffer eingeleitet gu trerben pflegt, erfdheint leicht, nad)bem ber S\u00f6gel fid) einmal erhoben hat. \u00a9)ie giemlidh rafd)en $l\u00fcgelfd)l\u00e4ge bringen ein \u00e4hnlicheg \u00a9er\u00e4ufdh herror, trie trir eg ron \u00a9nten unb \u00a9\u00e4nfen gu h\u00f6ren getrotzt ftnb; einige Seridhterftatter dergleichen bag \u00a9et\u00f6n, treldheg eine pl\u00f6fclid) aufgefd)eud)te glaminggefedfchaft rerurfadht, mit fernem \u00a9)onner. Sluch ber Unge\u00fcbtere ober ber dieuling, trenn ich fo fa\u00dfen barf, tr\u00fcrbe ben fliegenben flaming nie gu rerfennen int \u00a9tanbe fein, \u00a9egen anberer Sangh\u00e4lfe Slrt ftredt biefer Sogei n\u00e4mlich im fliegen au\u00dfer ben langen Seinen auch ben langen ^\u00bbalg gerabe ron fid) unb erfdheint beghalb auffadenb-lang unb fdhm\u00e4dhtig. Sin biefe \u00a9eftalt ftnb nun bie fdhmalen Fl\u00fcgel genau in ber \u00cfRitte eingefe^t, unb fo nimmt ber fliegenbe planting bie \u00a9eftalt eineg \u00aereugeg an. \u00a9ine gr\u00f6\u00dfere Slngahl pflegt ftch, trie bag gieljenbe \u00aeranid)gheer, gu l\u00e4ngerem $luge enttreber in eine dteil)e ober, in einen \u00c4eil gu orbnen, beffett \u00a9d)enfel ftch im Serlaufe beg $lugeg forttr\u00e4hrenb \u00e4nbent, treil immer einer ber S\u00f6gel nach freut anberen ben Sorbermaitn abl\u00f6ft. Slug gr\u00f6\u00dferen \u00a3>\u00f6hen fteigen bie glamingg in treit aug; gefdhtreiften \u00a9d)raubenlinien hernieber, fttrg ror bem SUeberlaffen fd)tneben fie trie ror bem Slnf; fliegen noch ein \u00a9t\u00fcd \u00fcber bag Saffer bahin, big fte im \u00a9tanbe ftnb, ihre Setregung, foriel alg gum ruhigen \u00a9tehenbleiben erforberlid; ift, gu rerlangfamen.","page":774},{"file":"p0775.txt","language":"de","ocr_de":"flaming.\n775\nUnter ben \u00a9innen be3 auffaEenben Oefd^\u00f6pfeB b\u00fcrfte ber \u00a9efd&madf mit bem \u00a9eftcht auf gleicher \u00a9tufe fielen; aber bie nerbenretcfje $unge &tent ^gleich Baftmerfgeug, unb ber Baftftnn mirb burdj bie meiere ^autbefleib\u00fcng beS \u00a9dhnabelS gemifj nod) fe^r unterfi\u00fc^t, foba\u00a7 alfo aud^ baS \u00a9ef\u00fcl)I mopt ein fe^r entmicfelteS genannt merben barf. EJt\u00f6gticheriveife merben bie gebauten \u00a9inne\u00eath\u00e2tigf eiten aud) burd) ben \u00a9erud) erh\u00f6ht bod) f\u00f6nnen hier\u00fcber felbfloerft\u00e4nblid) nur SJtutf); mafjmtgen herrfd)en. Ueber bie \u00a9d)\u00e4rfe be3 \u00a9eh\u00f6rS l\u00e4\u00a7t fid) mit \u00a9idjerheit ebenfomenig ein Urzeit fatten, mot)t aber foviel fagen, ba\u00a7 eS menigften\u00ea nid)t Verfiimmert ift. \u00a9o erfdjeint ber flaming at\u00ea ein ftnnenfcharfeS \u00a9efch\u00f6pf, unb bamit fte^t benn aud) feine getfiige Begabung tut \u00a9inffange. \u00a9d)on ber f\u00fcr einen Boget feiner 2trt grofje \u00aeopf beutet auf befonbere \u00a9ntmid'lung beS \u00a9ehirnS ^in, unb bie Beobachtung [traft bie Annahme ^\u00f6^erer \u00a9eifteSf\u00e4higfeiten nid^t S\u00fcgett. Oer flaming ift immer oorftdjtig unb unter Umft\u00e4nben fehr fd)eu. \u00a9r unterfdjeibet genau ein ihm gef\u00e4hrti^eS B\u00dfefen Von anberen, unfcf)\u00e4blic^en. \u00a9ine \u00a7erbe l\u00e4fjt ein Boot niemals fo nat)e an ftd) h^ranfommen, bajj mit \u00a9rfolg auf fte gesoffen merben f\u00f6mtte; bie Slelteften ber \u00a9efetlfdjaft hatten Bag unb \u00fcftacht 2\u00f6ad)e unb finb nicht fo teidjt gu \u00dcberliften. \u00fcftur bie einzelnen jungen finb feiten fdE>eu, ihnen mangelt nod) bie ben 2llten geworbene \u00a9rfahrung. 2lber ber ^taming gem\u00f6t)nt fich auch rafdh an biejenigen B\u00dfefen, melcbe ihm fr\u00fcher als $einbe erfdE>ieuen, eingefangen g. B. an ben SEenfdjen unb gumal an ben, metdher ftd; viel mit ihm befdh\u00e4ftigt; er geminnt biefen fchliefEidf} lieb. 2ln ben \u00a9efangenen, mel<he mir beobachten fonnteit, haben mir erfahren, bafj fie ihren h\u00e4rter genau bon auberen Leuten unterfd;eiben unb fehr mot)l \u00efotffen, ba\u00a7 fte oon biefem SftichtS gu f\u00fcrchten haben. Seichter als anbere frifdhgefangene B\u00f6gel laffen fie ftch behanbeln, in ihre \u00a9t\u00e4Ee treiben, 001t einem Orte gutn anberen bringen ; leicfjter als bie \u00fcbrigen \u00a9dhmimrno\u00f6gel gem\u00f6hnett fte ftdb an bie \u00a9efett; fchaft frembartiger Bh*ere- $tergu tr\u00e4gt freilich ihr \u00e4ufterft frieblicheS BSefen baS meifte bei: fte ftnb gutm\u00fctiger unb oertr\u00e4glidher als alle \u00fcbrigen 3ahnfd>n\u00e4bter.\nSRur in einer $iuftd)t erfcheint ber flaming menig begabt: er beftfet eine f\u00bb\u00f6cd>ft einfache \u00a9timme. \u00a9in rauheS, heifeve\u00ea \u201e\u00c4ra!\", ein gleichfam m\u00fchfelig h^orgepref^teS \u00a9efr\u00e4chg, febeS B\u00dfohlUangeS bar, meld^eS geitmeitig mit einem g\u00e4nfeartigen, h\u00f6her flingenbett \u00a9efchrei, gteidjfam bem \u00fcberfchnappenben \u201e\u00c4ra!\", abmechfelt, ift Me\u00bb, mag er heroorbringen fattn.\nBorftehenbe Befdhreibung ift bereits faft bem B\u00dforttaute nach von meinem Bruber Ver\u00f6ffentlicht morben; ich ha\u00f6e fte aber mieber hier aufnehmen m\u00fcffen, meil fte meine eigenen Beobachtungen enth\u00e4lt, unb biefe VoEft\u00e4nbiger finb als bie Etachridden anberer f\u00c7orfcher.\nOer flaming theilt mit vielen Bahnfchn\u00e4blertt biefelbe Nahrung, \u00a9r lebt Von flehten B\u00dfaffet*; thterdhen, inSbefonbere Von einfchaligen \u00e4Jlufdjetn, melche er burdh \u00a9r\u00fcnbeln geminnt, B\u00df\u00fcrmertt verfchiebener 2lrt, \u00c4rebfett. kleine gifchcpen merben auch mit aufgenommen unb ebenfo gemiffe ^phmgens ftoffe nicht verfchm\u00e4ht. Oie \u00a9efangenen f\u00f6nnett mit gelochtem EteiS, eingequetltem B\u00dfeigen, \u00a9erfien; f<hrot, eingemeidhtern Brot unb Oeidhlinfen l\u00e4ngere 3eit erhalten merben, bebiirfen febod), um ftd) mohl gu befiuben, einen 3\u00abfah Von thicrif\u00e7hen \u00a9toffen. Bet berartig gemixter Nahrung halten fte viele Satire in ber \u00a9efangenfdjaft auS. \u00a9S verbient bemerft gu merben, ba\u00a7 ihr \u00a9efteber ben garten 9tofenhauch verliert, menn man ihnen l\u00e4ngere 3eit au\u00ebfchlie^tich ^ftangennahrung reicht, m\u00e4t)renb fie ihre voEe \u00a9ch\u00f6nheit gur\u00fccferhalten, menu man bie \u00c7uttermifdhung ber Von ihnen felbft m\u00e4hrenb beS ^reilebenS gefuchten W\u00e4hrung m\u00f6glidhft entffjredhenb m\u00e4hlt.\nUeber bie ^ortyftangung beS flaming unb feiner Bermanbten finb mir immer nod) nicht gen\u00fcgenb unterrichtet. Sa bat gab guerft eine fonberbare \u00a9dhtlberung ber br\u00fctenben B\u00f6get; Oamtier beft\u00e4tigte fte; bie fp\u00e4teren ^orfdher fchrieben fte nach, \u00b0^ne an ^rer Wahrheit gu gmeifeln. \u201eOie ^tamingg\", gibtOampier an, \u201ebauen ihr Eteft in \u00a9itmpfen, in betten e\u00a7 viel ^oth gibt, inbem fte biefen mit ben $\u00fc\u00a7en gufammenh\u00e4ufen unb Heine \u00a9rh\u00f6hungett bilben, meld^e ^nfelchen gleichen unb ftch anbertt)alb gu^ \u00fcber baS SGBaffer erheben. Oiefe ^\u00fcget finb fegeif\u00f6rmig unb enthalten oben auf bem \u00a9ipfet bie SUftmuIbe.\" \u2014 Sabat fagt, fte feien feft, fomeit fie im 3Baffer flehen, oben aber h^ e^n\t\u00bbSBcnn fte legen ober br\u00fcten, fo ftheu fte aufrecht,","page":775},{"file":"p0776.txt","language":"de","ocr_de":"776\n\u00a9te \u00a9djhrimmer. B\u00fblwfdw\u00e2bler. \u00a9telgfdjw\u00e4ne. (Schw\u00e4ne.\nnid)t auf bem $\u00fcgel, fonbern gang banebett, mit ben S\u00fc\u00dfen auf bem \u00a9r\u00fcttbe uub im \u00a9\u00dfaffer, inbem fte ftd) an i^ren $eget anleljnen imb i\u00efjr Seft mit ihrem \u00a9dfWange bebecfen.\" 5tudf) S\u00dfaltaB br\u00fccFt ftd) bafiin auB, baff fte an ben jp\u00fcgel herautreten unb fo bie \u00a9ier bebecfen, fagt aber nicht, ob er auB eigener 2lttfd)auung fprid^t ober SorftehenbeB einfad) Wieberholt. Naumann begWeifette biefe Angaben auf baB \u00a9ntfd)iebenfte, nnb idj bin burd) meine Seobad)tungeu an lebenben V\u00f6geln gu bemfelben \u00a9rgebnifj gefommcn, obgleich id) nid)t fo gl\u00fcdlidj War, fematB einen Raming heim Sr\u00fcten gu feljen, unb eben nur behaupten fann, ba\u00a7 ber Sogei am 2Renfalefee in \u00a9gppten br\u00fctet, Weil ich, unb gWar im 9Rai, in bem Segfchlaudje eineB get\u00f6bteten \u00a9SeibdjenB ein botlfommen reife\u00ea (Si gefunben habe, \u00a9egen bie fegeif\u00f6rmige \u00a9eftalt ber im \u00a9Baffer fte\u00efjenben Hefter taffen ftdj, ben \u00fcbereinftimmenben Angaben fr\u00fcherer unb fp\u00e4terer Sfoifenben \u2014 beifpietBWeife nod) \u00a9rbignh'B \u2014 gegen\u00fcber, faunt B^beifel ergeben, Woljl aber gegen bie befdjriebene 3trt ber Bebr\u00fctung. \u00a9aB \u00a9hatf\u00e4d)ltdje r\u00fcdfftdjtlidj be\u00ea Srutgefdj\u00e4ftB fc^eint gotgenbeB gu fein, \u00a9er planting legt ftd) fein Sceft inmitten beB \u00a9kfferB fetbft auf feilten \u00a9teilen, nach Serftd)erung ber Araber hingegen auf flachen, mit fehr nieberem \u00a9eftr\u00fcpp beWadhfenen Unfein an. 3m elfteren galle ifi baB !Tceft ein fegeliger Raufen non \u00a9d)lamm, melier mit ben g\u00fcfen gufammengefd)arrt, Wahrfdjeinlich burcf) \u00a9Safferpflangen unb ber; gleichen gebietet unb fo hod) aufgerichtet Wirb, bafj bie \u00a9Rulbe einen biB anberthalb gu\u00a7 \u00fcber bem SBaffertyiegel liegt, im lederen nur eine feilte, im Soben felbft auBgefcparrte 2RuIbe, in tueld^er man, Suie mir bie Araber erg\u00e4hlten, eine b\u00fcrftige Sage auB \u00a9chitf unb SRoljrblcitfern finbet. \u00a9ie 2luga\u00a7I ber \u00a9ier betr\u00e4gt gew\u00f6ljnlidj gSuei; eB mag jeboc^ oorfommen, ba\u00a7 aud) einmal ihrer brei in einem SRefte liegen, \u00a9ie ftnb feljr geftredt, meift unglei^\u00e4lftg,'\u00c7aben eine Weiche, fretbige unb ebene \u00a9d^ate unb feljen falfsuei\u00df auB. \u00a9er S\u00f6get br\u00fctet ungWeifetljaft, inbem er ftdfj mit gufammengefnicf ten Seinen auf baB 3^eft fe^t; eB fann jebod) gefd^e^en, ba\u00a7 er guioeilen eineB feiner Seine nach hinten auBftrecft unb \u00fcber ben Dtanb beB ScefteB ^inab\u00a7\u00e4ngen l\u00e4\u00dft, \u00a9ie Beit ber Sebr\u00fctung fod brei\u00dfig biB gSueiunbbrei\u00dfig \u00a9age W\u00e4hren, unb baB \u00a9\u00dfeibdjen fein \u00a9R\u00e4nndjen burd) lauteB \u00a9freien gum \u00a9\u00dfedjfetn einlaben.\n3. b. \u00e4R\u00fcller behauptet, geh\u00f6rt gu haben, bat \u00ee>er glaming in ber \u00a9amargue bor einigen 3a\u00a7ren h\u00e4ufig gebr\u00fctet habe unb ein grangofe manchmal gr\u00f6\u00dfere barren bod \u00a9ier Wegfaljren konnte, f\u00fcgt biefer offenbaren Unwahrheit auch ^ingu, ba\u00df er \u00a9ieB feljr Woljl glaube, ba bie glamingB ftetB gefe\u00ef\u00effdjaftltdj in langen fRei\u00a7eu auf ber \u00a9rbe niften follen, unb man alfo bie \u00a9ier leidjt ein; fammeln f\u00f6nne. Slnbere gorfd)er ftnb minber gl\u00fccflidj gewefen mit \u00a9ent, WaB fte erfahren fonnten; jebenfallB fte\u00efjt fobiel feft, baf eB gu ben grofen SluBnahmen geh\u00f6rt, Suenit glamingB Wirflid) in \u00a9uropa br\u00fcten, \u00a9albabori Ijat ftd) nergeblidj bem\u00fcht, etWaB \u00fcber baB Srutgefc^\u00e4ft beB bon i^nt oft beobachteten SogelB erfahren gu f\u00f6nnen; er hat gloar mieberholt maufernbe 3unge in ben jp\u00e4n; ben gehabt, aber nientalB ein \u00fcReft ober \u00a9ier ftnben l\u00f6nnett, obwohl bep; gifchern bie \u00a9ad)e bielfach empfohlen Worben War. ,,\u00a9ie 3ftad)forfchungen ber le^teren\", fagt er, \u201eh\u00e4tten leicht gemadf Werben nt\u00fcffen burch bie feltfame gorm beB \u00fcRefteB, WeUfeB in einem nicht fel)r grofen \u00a9ee, wie ber bon \u00a9faffa, fchWer unbemerft h\u00e4tte bleiben f\u00f6nnen, gumal einer fo grofen Slngahl gifd)ern fo biele 3ahre hi\u00eetburch.\"\n\u00a9ie 3\u00abngen follen halb nach bem 5luBfd)l\u00fcpfen inB Staffer gef\u00fchrt Werben, h^r bom erfien \u00a9age threB SebenB an umherfdjwimmen unb halb auch \u00dfhr fertig laufen f\u00f6nnen, aber erft nach mehreren \u00dc\u00dcRonaten flugf\u00e4hig fein.\n\u00a9ie 3agb beB glaming erforbert gro^e Sorftdht. Sei \u00a9age l\u00e4\u00dft ein .Speer ber \u00e4ngfilidjett \u00a9efch\u00f6pfe ben 3\u00e4ger nid^t einmal auf S\u00fcchfenfd)ufWeite au ftch .heranfontmen; beim \u00fcRahrmtg; fucpen halten ftetB mehrere ber \u00e4lteren \u00a9Sache unb Warnen bie \u00a9efammtheit beim ^erannahen einer \u00a9efahr. DcachtB hingegen taffen fte ftch leichter ber\u00fcdfett. \u00a9albabori berftchert, ba\u00a7 eB bann nicht fchWer fei, fte mit \u00a9dhroten gu flie\u00dfen, unb bie Araber erg\u00e4hlten mir, ba\u00a7 man fte noch einfacher erbeuten f\u00f6une. 3Ran fpannt nad)tB gWifd)en gWei Sarfen gew\u00f6hnlich gifd)ttehe auB unb fegelt mit it)nen unter eine glantiugherbe; bie erf<hrecften \u00a9hiere fliegen auf, berwidfelit ftch *n ^ett unb","page":776},{"file":"p0777.txt","language":"de","ocr_de":"SMgemcineg.\n777\nWerben bon einigen Soot\u00ealeuten au\u00eagel\u00f4f\u00ee. 2luf biefe d\u00dfeife erlangt man gutoeilen f\u00fcnfzig unb nod) me\u00efjr au\u00ea einer \u00a9cfe\u00eflfdjaft. (Sine oie! fonberbarere Gangart erjagten mir bie gifler am d\u00ef\u00efenfale: fee. \u00fcftactjbem man burdj l\u00e4ngeres 23eobad)ten ben Sdjlafplafc einer \u00a3erbe genau er\u00efunbet ^at, n\u00e4hert man ftd) beS dtacpt\u00e8 Ij\u00f6# behutfam auf einem au\u00ea fftoljrftengeln gufammengebauten ftloffe unb fudfjt ben 28ad)thabenben gu entbeden. Oiefer fte^t aufrecht ba, W\u00e4hrenb bie anberen ben $opf unter ben kl\u00fcgeln Oerborgen haben unb fcfjlafen. \u00a9in entfletbeter f\u00c7ifd^er fchwimmt unb friedet nun halb \u00fcber, halb unter bem 2Baffer, gebedt burdj ein 93\u00fcnbe\u00ef ffticbgra\u00ea, WeldjeS er bor ftdj Vertreibt, gu bem S\u00dfadjthabenben heran, p\u00e4dt i{jn rafd), bxuidt ihm ben \u00a3>als unter b\u00e0\u00ea \u00e4\u00f6affer, tobtet ihn burdb Umbreijen beS teueren, bie \u00fcbrigen greifen nod) einige mit ben .fp\u00e4nben, tobten fte in gleicher S\u00f6eife unb binben fie an eine lange Sdjnur feft. 3d) W\u00fcrbe biefe \u00a9rg\u00e4ljlung nidht geglaubt haben, Wenn id) mir baS \u00a9rgebni\u00df ihrer 3^gben anberWeitig h\u00e4tte erfl\u00e4ren f\u00f6nnen. 2luf ben t\u00dcc\u00e4rften ber norbegpptifcljen St\u00e4bte flubet man ben fdh\u00f6nen SSogel oft gu Ouhenben, Weil er al\u00ea 2Bilbpret fehr beliebt ift. Oie alten Sdjriftfieller erg\u00e4ben, ba\u00df bie K\u00f6rner ba\u00ea $leifdj, inSbefonbere aber 3unge unb .ipirn au\u00dferorbentlidj ho<hfdj\u00e4hten, unb bon bem legieren gange Sdj\u00fcffeln bod auftragen liefen. 3<h ha&e S^ifd) unb jungen felbft oerfudjt unb beibeS Wo\u00efjlfdjmedenb, bie $unge dber Wirtlid) f\u00f6filidj gefunben. $on bem thranigen ober fifc^igen \u00a9efcfjmade, weldjen baS rofenr\u00f6tljlidje ^leifd) befipen fod, habe id) Scid^t\u00eb benterft, einen gebratenen flaming btelmehr felbft an bem an SBilbpret fo reid>eti SCRenfalefee ftets als ein oortrefflidjeS \u00a9ericpt betrachtet.\n% \u2756\n*\n5ludj Wenn man abfteljt bon bem tRutjme, weldjen Oidjtung unb Sage ben Schw\u00e4nen feit uralter 3^it berlieheu, Wirb man biefen ftolgen unb majeft\u00e4tifdjen V\u00f6geln einen hohen fftang unter ben 3ahnfdjn\u00e4blern gugefteijen m\u00fcffen. 3hre bebeutenbe \u00a9r\u00f6\u00dfe, bie fdj\u00f6ne \u00a9eftalt, tbeld^e gur \u00a9eltung gelangt, wenn fie fdjwimmen, bie Slnmuth ihrer Bewegung unb bie Narbung im Vereine laffen fte uns als h\u00f6# angiehenbe \u00a9efdj\u00f6pfe erfdjeinen.\nOie Sdjw\u00e4ne (Cygni) bilben innerhalb ihrer Orbnung ober unter ben SdjWunmo\u00f6geltt \u00fcber: Ijaupt eine nadh au\u00dfen hin fcharf abgegrengte \u00a9ruppe unb unterfdjeiben ftdj ebenfofepr bon ben \u00a9\u00e4nfen Wie bon ben \u00a9nten. 3hr ift flcf\u00eeredt, ber $alS fepr lang, ber \u00dfopf mittelgro\u00df, ber Sd)nabel gerabe, gleich breit, born abgerunbet, an ber S\u00dfurgel nadt ober Ij\u00f6derig aufgetrieben, gegen bie Spifje fladj gew\u00f6lbt unb in einen runblidhen fftagel auSgeljenb; feine S\u00e4nge tommt ber beS $opfeS etwa gleidj; bie niebrigen ft\u00e4mmigen $\u00fc\u00dfe lenten fid) Weit hinten ein; bie DJiittelgelje \u00fcbertrifft an S\u00e4nge ben Sauf, bie .Ipintergelje ift tlein unb fdjw\u00e4djlidj, audj fo Ijodj eingelentt, ba\u00df fte beim \u00a9eben ben S\u00dfoben nid)t ber\u00fchrt; bie Schwimmh\u00e4ute geidjnen ftdj aus burdj ihre \u00a9r\u00f6\u00dfe; in ben kl\u00fcgeln* erfd)eint baS 23erlj\u00e4ltni\u00df gwifdjett ben Slrmfnodjen unb ScljWungfebertt bemerfenSWerth : elftere ftnb fehl* lang, festere etwas turg, bie .jpanbfdjwingen, unter benen bie gWeite bie l\u00e4ttgfie, aber nicht Wefentlidj l\u00e4nger als bie Unter: nnb Oberarmfdjwingen; ber Schwang befteht auS ad)tgehn bis oierunbgwangig Steuerfebern, Welche \u00dfcp nadh nn\u00dfen hin fhtftg Oert\u00fcrgen. \u00a9ie 33e\u00dfeberung i\u00df fehr reich, ba\u00ea \u00c4leingefteber ungemein bidjt, Weich unb glanglo\u00ea, am \u00aeopfe unb- ^alfe fammtig, an ber Unterfeite bid unb pelgartig, auf ber Oberfeite gro\u00dffeberig, babei \u00fcberall retd) an SDunen.\nS)a\u00ea \u00a9eripp geigt, nach ben Unterfudjungen oon SRt^fdh, gro\u00dfe 2leljntichteit mit bem ber \u00a9\u00e4nfe unb \u00a9nten unb eigentlich Wenig begeidjnenbe Unterfdjiebe. Oem Sd^\u00e4bel fehlen bie beiben bei anberen Sumpf; unb d\u00dfaffero\u00f6geln oortommenben Oeffnungen am ^interpaupte; bie S\u00f6irbelf\u00e4ule befteht au\u00ea breiunbgWangig bi\u00ea oierunbgWangig $al3:, gehn 3Uiden: unb neun Sd)WangWirbcln ; ba\u00ea SSruftbein ift lang, fein \u00c4amm bei einigen Slrten verbreitert unb gur Aufnahme ber Suftr\u00f6hre au^: geh\u00f6hlt, ba3 Oberarmbein luftf\u00fchrenb. 2)ie 3un9c ift gro\u00df unb OoU, ber Sdjlunb Weit, ber SJ\u00ceagen ftarfniu\u00eatelig \u00eec.","page":777},{"file":"p0778.txt","language":"de","ocr_de":"778\nVie \u00a9djtmmmer. \u00dfahnftn\u00e4bler. \u00a9tf^\u00e4nc.\nSRit SluSnahme ber \u00a9leiterl\u00e4nber Serben bie \u00a9d)tn\u00e4ne in allen \u00a9iirteln ber Erbe gefunben. 2lm h\u00e4u\u00dfgften fommen fie in ben gem\u00e4\u00dfigten unb falten \u00a9egenben ber Storblj\u00e4lfte ror. Elften unb Europa leben brei Slrten, Welte gelegentlich ihrer S\u00dfinterreife aut Stfrifa befuten. Slmerifa beherbergt zwei bon biefen unb au\u00dferbem not mehrere ihm eigent\u00fcmliche \u00a9d)W\u00e4ne, unb Sluftralien hat WenigftenS eine fehr ausgezeichnete Slrt aufzuWeifen. V)aS Verbreitungsgebiet jeber Slrt ift ein fehr auSgebel\u00dftteS, unb bie regelm\u00e4\u00dfigen Reifen ber \u00a9tw\u00e4ne er\u00dfreden \u00dft auf gro\u00dfe Entfernungen. Sille Slrten Wanbern, nicht aber auch alle \u00a9t\u00fccfe einer unb berfelben Sfrt; benn biejenigen, Welte innerhalb beS gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtelS br\u00fcten, rerWeilen nitt feiten W\u00e4hrenb beS SBinterS im Sanbe ober ftreichen hier WenigftenS nur innerhalb eines fleinen \u00a9ebteteS htu unb her.\n\u00a9ro\u00dfe \u00a9\u00fc\u00dfWafferfeen unb Wafferreite \u00a9\u00fcmpfe bilben bie SSohn\u00dfhe, \u00a9em\u00e4ffer aller Slrt ben Slufenthalt ber \u00a9tw\u00e4ne. Shr Ste\u00df legen fie gern in fit\u00dfcn \u00a9em\u00e4ffern an, Wahr\u00dfheinlid) aber nur ber \u00a9eittigfeit berfelben halber. Stach ber S3rut\u00a7eit halten fie ft<h iut SReere auf, too biefeS ihnen bie 9R\u00f6glid)feit bietet, fit Stahrung za erwerben. \u00a9ie \u00dfnb nur bei Vage t\u00e4tig unb benuhen bie Scad;t nidE)t einmal zu ihrer ^S\u00e4uberung.\n2m ihren VeWegungen zeituen fie fid) ber ben meiften \u00fcbrigen \u00a9tWimmr\u00f6geln Wefentlit aus. Shr \u00a9ebiet ift baS V\u00dfaffer, auf bem Sanbe bewegen fie ftt ungern, unb auch zunt fliegen ent* fdjlie\u00dfen fie ftch nur, menu V)ieS unbebingt erforberlih ift. V)ie weit hauten eingelenften Veine erftweren ihnen baS \u00a9eben, unb ihr Sauf erfcheint beSljalb fc^toerf\u00e4Uig unb manfenb; ber ging erforbert anfd)einenb gro\u00dfe Sluftrengung, inSbefonbere beim Sluffliegen bout SBaffer, f\u00f6rbert aber, nahbem einmal eine geWiffe jp\u00f6he gewonnen, fehr fdmelf. \u00a9te \u00dfnb fautn im \u00a9taube, Oom $e\u00df; lanbe fit aufzu\u00dfhwingen unb b\u00fcrfen eS nicht tragen, auf baffelbe fit nieberzulaffen. Vor bem Sluf flehen ftreefeu fie ihren jpalS gerabeauS, halten ihn magerett, fd\u00dfagen mit ben kl\u00fcgeln unb treten Zugleit mit ben breiten \u00a9ol\u00dfen auf bie Ober\u00df\u00e4te beS Staffers, betoegen \u00dft fo, halb laufenb, halb fliegenb, hiesig bis ad^tgig $u\u00df Weit, unter Weitftaflenbem \u00a9epl\u00e4tfter unb haben nun erft gen\u00fcgenben Slnfto\u00df zum fliegen getoonnen. Seht ftreefen fte ben laugen \u00a3alS gerabe ror, fpaunen bie f\u00c7l\u00fcgel zu ihrer rollen Vreite auS unb ftlagen mit furzen \u00a9twingungen fr\u00e4ftig bie Suft, ein treit h\u00f6rbares \u00a9aufen herrorbringenb, Weites in ber St\u00e4he nitt eben angenehm, in ber $erne aber trohllautenb flingt unb einigerma\u00dfen an rerhallenbeS \u00a9locfengel\u00e4ute erinnert. Veint Stieben laffen gleiten fie ohne ^l\u00fcgelftlag aKm\u00e4hlit auS ber Suft hernieber, fdjr\u00e4g gegen bie SBafferfl\u00e4te fit betregenb, ber\u00fchren biefelbe enblit unb ftie\u00dfen hierauf nod; eilt gro\u00dfes \u00a9t\u00fcd auf ihr fort ober flemmen bie rorgeftreeften f^\u00fc\u00dfe gegen fie, um ben Slnprall zu milbern.\n$in\u00dfttlit ber \u00a9timme unterfd)eiben \u00dft bie rerfd\u00dfebenen Slrten ber \u00a9tw\u00e4ne fehr trefent; lit- Von einigen Slrten rernimmt man feiten einen\u2019Saut, in ber Siegel einen trompeten\u00e4huliten Von, irelter bem beS Granits einigerma\u00dfen \u00e4hnelt, geW\u00f6hnlid) aber nur ein ftarfeS 3lften ober ein bumpfeS \u00a9emurmel; anbere Slrten hiugegen be\u00dfhen eine ftarfe unb fr\u00e4ftige, aut einiger* ma\u00dfen abtoetfelnbe \u00a9timme, trelte, trenn fie ron fern rernontmen irirb, trohlflingenb in baS Ohr t\u00f6nt. V)ie SR\u00e4nnten ftreien ft\u00e4rfer, roHt\u00f6nenber unb \u00f6fterer als bie SSeibten; bie Sungen beiber \u00a9eftletter hieben wie junge \u00a9\u00e4nfe.\nSin geiftigen ^\u00e4ljigfeiten ftehen bie \u00a9ttr\u00e4ne nitt I\u00dfuter ben \u00fcbrigen 3ahnftu\u00e4blern zur\u00fccf. \u00a9ie \u00dfnb flug unb Oerft\u00e4nbig, ritten \u00dft uat ben Verh\u00e4ltniffen unb nad) bem Venehmen beS SRenften ihnen gegen\u00fcber, legen aber bot feiten bie ihnen eigenth\u00fcmlite \u00a9teu unb 3ur\u00fcd* haltung ab. Su ihrem S\u00dfefen fpreten \u00dft \u00a9elbftbetru\u00dftfein unb \u00a9ef\u00fchl ber eigenen SB\u00fcrbe, aber aut eine geiriffe $errfd)fud)t auS, treite \u00dft bem gleiten \u00a9efd\u00dfette gegen\u00fcber als Staufluft, fttr\u00e4teren V\u00f6geln gegen\u00fcber als bie \u00a9utt Zu unterbr\u00fcden \u00e4u\u00dfert. Stur bie \u00a9djir\u00e4ne einer unb berfelben Slrt bilben gr\u00f6\u00dfere \u00a9efe\u00ef\u00effdjaften, weite bann unter \u00dft feinen anberen Vogel bulben unb \u00dft aut \u00f6en Vertranbten nitt anf\u00e4\u00dfie\u00dfen; felb\u00df ber rerirrte \u00a9ttran treibt \u00dft lieber einfam umher, als ba\u00df er \u00dft mit anberen \u2019\u00a9tWimmr\u00f6geln bereinigt, \u00a9egen fttr\u00e4tereS \u00a9e\u00df\u00fcgel zeigen \u00dfe \u00dft unfreunblit unb h\u00e4mift, unb eS fteint fa\u00df, als ob ihnen eine unbebingte Oberherrftaft, Welte","page":778},{"file":"p0779.txt","language":"de","ocr_de":"Stltgemeineg.\n779\nfte fid) fe\u00ef)r batb gu ertoerben tbiffen, noch gar nid)t gen\u00fcge; benn nicht feiten berfotgen fie anbere (Sdhtbimmb\u00f6get unabl\u00e4fjtg, greifen fie tb\u00fct\u00ef)enb an unb tobten fie ohne aUe Urfad)e, gleidhfant um bag Uebermafj ihrer \u00c6raft an ihnen gu bet\u00e4tigen. Um bie Sraut ftreiten bie Si\u00e2und)en \u00c7eftig unb gtoar mit ebenfobiel Stutl) alg Slugbauer. Sieben biefer hochm\u00fctigen Herrfd)fudht madden ftd^ ein tabetng\u00efbertl)er Seib unb eine getbiffe Heimt\u00fccfe bemerflid). dagegen R\u00e4ngen bie \u00a9atten eitteg ^3aare\u00ea einanber mit treuer Siebe an, unb eine einmal geffttoffene \u00a9l)e gilt f\u00fcr bag gange Seben. Seibe \u00a9atten eineg S\u00dfaareg lieben ftd). g\u00e4rtlid), fofen oft mit einanber, umf dringen ftdh gegenfeitig mit ben Ralfen, fd)n\u00e4beln fid>, fielen fid) bei @efal)ren gemeinfam bei, legen \u00fcberhaupt auf jebe SGBeife ihre gegenfeilige Siebe an ben Sag. \u00a9benfo g\u00e4rtlid) geigen fid) bie \u00a9Item ihrer Srut gegen; \u00fcber; benn trenn aud) bag St\u00e4nnchen fid) nicht am Slugbr\u00fcten ber \u00a9ier felbft beteiligt, fo beh\u00e4lt eg bod) bag 2Beibd)en fortto\u00e4^renb unter treuer Obhut unb bleibt beft\u00e4nbig in feiner S\u00e4l)e, jeber \u00a9efal)r getb\u00e4rtig, ober begibt fid) gu i()m auf bag Seft, fefct ftd) ier, bid)t neben ihm angefd)miegt, nieber unb unterteilt eg burd)' feine \u00a9egentoart. Sei \u00a9rbauuug beg Sefteg, toeld)eg bag 2Beibd)en beforgt, ^ilft eg toentgfteng burd) Herbeif\u00fchrung ber Sififtoffe, toeld^e eg im (Schnabel herbeifd)teppt ober bon ferner her haufentoeife herbeifl\u00f6ft. 2)ag Seft felbft ift ein fetr gro\u00dfer, bunjtlofer Sau, tbeld)er aug allerlei SBafferpflangen gegr\u00fcnbet unb mit troefenem (Sd)itfe unb bergleid)en bo\u00fcenbet unb auggefleibet toirb. \u00a3)a, ibo flehte ftd^ere 3ftfeld)en fid) fiuben, benujst bag 2Beibd)en biefe gur Slnlage beg Sefteg; aufjerbem fd^le^^ot eg Sflangen herbei, big eg einen Halfen gebilbet h^t, ibeld)er fd)ibimmenb fidh unb beibe \u00a9alten tragen tarnt. (Sed)g big acht ftarffdhalige \u00a9ier bon fdjmugigtoeifer ober fdfttugigblafgriiner F\u00e4rbung bilben bag \u00a9elege; aug ihnen fd)l\u00fcpfen nach f\u00fcnf; big fed)gtb\u00f6chent; lid)er Sebnitung bie ^mtgen, h\u00f6d)ft gietltd)e, in ein bidfteg Ounenfteib geh\u00fcllte @efd)\u00f6pfe, ibeldje, ttadhbem fie ungef\u00e4hr einen Sag lang noch im Sefte burchlb\u00e4rmt unb abgetroefnet tourben, auf bag S\u00dfaffer gef\u00fchrt, gum 2luffud)en ber Nahrung angeleitet, oft bon ber Stutter auf ben S\u00fccten, nad)tg unter bie Fl\u00fcgel genommen, bei \u00a9efahr muthig befehlt unb \u00fcberhaupt mit gr\u00f6\u00dfter gccrUtd); feit behanbelt Iber ben, big fie bollft\u00e4nbig auggefiebert finb unb aller pflege unb Seitung entbehren f\u00f6nnen. Sunmehr trennen fie fidh bon ben \u00a9Item f\u00fcr bag gange Seben; beim trenn fie im n\u00e4d)ften Sahre tbieber auf bent Srutptape erfdheinett follten, fleht ihnen abfeiten ber Stlten biefelbe Sehanblung bebor, tbie allen anberen, ibeld)e eg tragen follten, bag bon einem ^\u00dfaare getr\u00e4hlte \u00a9ebiet gu betreten.\nSflangenftoffe ber berfchiebenften Slrt, treld;e im S\u00dfaffer ober im (Sumpfe trad)fen, Shtrgelit, Sl\u00e4tter unb (S\u00e4mereien berfelben, Kerbtiere unb bereu Sarbett, S\u00df\u00fcrmer, Stufd)eln, fleine Surd)e unb f\u00c7tfdhe bilben bie Sahrung ber (Sdhtr\u00e4ne. (Sie finb nid)t in fo hohem \u00a9rabe ^Sffangenfreffer, trie bie \u00a9\u00e4nfe, unb nicht fo gefdfefte S^hierf\u00e4nger, trie bie \u00a9nten, flehen alfo hinfidhtlich ber Nahrung gtbifdhen biefen Familien ungef\u00e4hr in ber Stitte. Shve Nahrung ertrerben fie fidh burd) \u00a9r\u00fcnbeln, tro^bem fie ben langen \u00a3alg in bie Siefe beg S\u00dfafferg inaftfenfen, ier ^flangett fid) pfl\u00fccfen ober ben (Schlamm burd)fd)nattern unb alle Nahrung abfeihen. 3ft tieferen S\u00df\u00e4ffern f\u00f6nnen fie nur ba, tro ffeinere Xhtere in unenblid)er Stenge bie oberen (Sdhid)ten beb\u00f6lfem, fid) geittreilig erhalten, \u00a9efangene gew\u00f6hnen fidh an bie berfd)iebenften Sahrunggmittel, giehen aber audh jefct 5)3flangenftoffe ben thierifchen entfdhieben bor.\n\u00a3>te \u00a9eeabler unb bie gro\u00dfen \u00a9belabler bergreifen ftd) gutreilen an alten, \u00f6fterer an jungen (Sd)tr\u00e4nen; im \u00fcbrigen haben bie folgen @efd)\u00f6pfe bon beut Saubgeuge trenig gu leiben. Angegriffene bertheibigen fift mutl)ig, im Setruftfein ihrer \u00abSt\u00e4rfe, treld)e fte ffeineren S\u00e4ubern getrad)fen madf. \u00a3)er Slenfd) berfolgt fie beg S\u00dfilbpretg unb ber gebern, ingbefonbere ber \u00a3)unett toegett, \u00fcberall, tbo festere S\u00f6erth h^eit. S\u00dce 3agb erforbert, ber gro\u00dfen Sorjtd)t unb (Sd)eu ber \u00a9dhtb\u00e4ne halber, einen t\u00fcchtigen S\u00e4ger. Sorben betreibt man fie bom Soote aug, inbem man bei fdharfem S\u00dfinbe gegen bie ffttbimmenben S\u00f6get an* ober ihnen ben 2Binb abfegelt, b. h- bag ^ahrgeug fo fteuert, bafj eg mit bent SBinbe auf fie gul\u00e4uft. \u00a3)er (Sft\u00fch barf bann hoffen, baf? bie ftft erhebenben (Schtb\u00e4ne, tbeld)e am liebften gegen ben SMnb fliegen, fich su\u00fcoenben muffen unb ihm @elegenl)eit gum (Schuffe","page":779},{"file":"p0780.txt","language":"de","ocr_de":"780\n\u00aete \u00a9dju\u00f9mmer. gafmfdjncibler. \u00a9djioane.\ngeben. Su Algerien ftc\u00ef\u00efen tattert, nad) $er\u00dfd)er.ung SButorty\u2019g, bte Araber in ber bei tiefen S\u00e4gern feljr beliebten 3Beife nad), treidle id) gelegentlich ter $Befd)reibung beg glamingg erio\u00e4l\u00dftte, ober fdjlagen an ten Ufern ter Sudeten beg \u00a9eeg $\u00df\u00f6de ein, befeftigen an, i\u00efjnen einen gaben ^amelgarn nnt an teffen \u00a9nbe Singeln, inetd^e mit gufammengefnetetem 33rote, gleifdje oter gifdjen gef\u00f6tert inerten. \u201e$at nun ter SSogel ten 23iffen berfdjlungen, fo bleibt ter jpafen im Jpalfe R\u00e4ngen, nnt tag 3$ier mu\u00df rul)ig Oertoeilen, bi\u00ea e\u00eb ter S\u00e4ger aug feiner traurigen Sage befreit.\" Sung ein; gefangene \u00a9djio\u00e4ne laffen \u00dfcij bei einigerma\u00dfen forgf\u00e4ltiger SSeljanblung leidet gro\u00df gieren nnt inerten bann ebenfo gal)m, tnie tiejenigen, ioeldje in ber \u00a9efangenfd)aft geg\u00fcrtet inurten. \u00a9ingelne gewinnen eine inarme 9lnl)\u00e4nglic\u00a3)feit an ihren Pfleger; ihre Siebfofungen pflegen jebod) fo ft\u00fcrmifdEjcr SIrt 31t fein, ba\u00df man \u00dfd) immerhin Oorfdjen mu\u00df, inenn man \u00dfdj naiver mit ihnen befd^\u00e4ftigen tniCf. \u00a3)ic meiften legen ihre \u00a3\u00fcde nnt Soweit \u00fcbrigeng niemals ab nnt bet\u00e4tigen \u00dfe guioeilen fdjio\u00e4cheren \u00dfSerfonen oter Sintern gegen\u00fcber in gefaljrbroljenber S\u00f6eife. jDemungead)tet inirbt ihnen tie \u00a9ch\u00f6nljeit ter \u00a9eftalt nnt tie Sinmuth iljrer ^Bewegungen nod) heutigentageg Sebermann gum greunbe: mau fie^t in ihnen tie gr\u00f6\u00dfte gierte fog SSei^er\u00ea.\n2)er \u00a9c^inan, Welchen inir in \u00a9eutfd\u00dfanb gegaumt fel;e\u00ab, ift ter ft um me oter ^p\u00f6derfdjWan (Cygnus olor), Welcher nod) heutigentageg im Porten unfereg SSaterlanbeg oter \u00fcftorbeuropa \u00fcberhaupt unt in D\u00df\u00dfbirien alg inilter SSogel lebt. SBenn man ten langgeftredten Seib, ten langen, fd)lanfen \u00a7alg unt ten fopflangen, rottgef\u00e4rbten, turd) einen fd)Wargen Jp\u00f6der aitggegeid)neten \u00a9d)nabel alg Jpauptmerfmalefe\u00dfh\u00e4lt, inirt man il)n mit feiner anteren Slrt 0erWed)feln f\u00f6nnen. \u00a9ein \u00a9e\u00dfeber i\u00df befanntlid) reininei\u00df, tag ter Sungen grau oter inei\u00df. (S)ie fogenannten inei\u00dfgeborenett @d)w\u00e4ne, ineld^e man alg befontere Slrt\u2014 Cygnus immutabilis \u2014 hfll \u00fcuf\u00dfeden Woden, bilten nur eine Slbart unt f\u00f6nnen mit ten graugeborenen Oon einem \u00a9Iternpaare unt gleid)geitig ergeugt inerten.) SDag Sluge ift braun, ter \u00a9d)nabel rotf), ter g\u00fcgel unt ter ip\u00f6der fd)Warg, ter gu\u00df br\u00e4uitlid) oter rein; fdjioarg. S)ie S\u00e4uge betr\u00e4gt 70, tie SBreite 10, tie gittigl\u00e4nge 27, tie \u00a9d)Wangl\u00e4nge 10 big 11 god. SE)ag 2\u00f6eibd)en ift etioag fleiner.\n33on tem -ip\u00f6der\u00dfhWane unterfe\u00dfeibet \u00dfd; ter \u00a9ingfd)Wan (Cygnus musicus) turd) getrungene \u00a9eftalt, etioag f\u00e4rgeren unt tideren $alg unt ten t\u00f6derlofen, obioofU am \u00a9runte ebenfaUg auf; getriebenen, I\u00dfer gelben, an ter \u00a9pi^e fd^ioargen \u00a9djnabel. \u00a9eine S\u00e4nge betr\u00e4gt 60, tie \u00dcBreite 90 big 96, tie gittigl\u00e4nge 24, tie \u00a9t\u00dfioangl\u00e4nge 8 god.\nSDie tritte \u00a9d)Wanenart, Weld)e in \u00a9uropa oorfommt, ter g io er gfd; io an (Cygnus Bewickii), unterfe\u00dfeitet \u00dfd) ^auf)tf\u00e4<\u00dflid) burdf) tie geringere \u00a9r\u00f6\u00dfe, ten b\u00fcnnen \u00a7alg, ten an ter SBurgel fel)r hohen \u00a9d)nabel unt ten aug adbtge^n \u00a9teuerfetern gebilteten \u00a9d)Wang Oom \u00a9ingfd)Wane.\nStadl) tem oben SJlitgetheilten tarf id) mid) auf eine Sebengfd)itberung teg \u00a9ingfd^ioaneg befdjr\u00e4nfen unt glaube S)ieg teg^alb red)tfertigen gu t\u00fcrfen, ioeil tiefe Slrt eg i\u00df, Welche tie oerfd\u00dfebenen SR\u00e4rd)en ing Seben gerufen l)at. S)er \u00a9ingfd)Wan geh\u00f6rt tem n\u00f6rblid)en gem\u00e4\u00dfigten unt falten \u00a9iirtel an. Sut St\u00f6rten \u00a9uropag i\u00df er nid)t feiten, unt oonl\u00dferaug \u00dfntet er \u00dfd) burch gang 9)tittela\u00dfen hinburd) big gur Sel\u00dfingg\u00dfra\u00dfe hin\u00fcber, fommt aud) in Slmerifa oor. gr\u00fcner nal)m man an, ta\u00df er blog im Porten \u00a9uropag br\u00fcte, turd) Oonterdd\u00fc^le\u2019g unt Sinter; matyer\u2019g 23eobadl)tungen f)aben ioir erfahren, ta\u00df er aud) in \u00a9riedjenlanb \u00a9taut; unt alfo 93rut; oogel i\u00df. 2luf feinen 2Banterungen ber\u00fchrt er aUioiuterlicf) diortafrifa unt gioar \u00a9gt)pten ebenfoioo^l ioie ten dtortioe\u00dfen tief eg \u00a9rtt^eilg, alfo tie \u00a9een oon SJiaroffo, Algier unt \u00efunig. Su \u00a9panien","page":780},{"file":"p0781.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3>\u00dfderfcpU)an. \u00dfmergf cptoan. \u00a9iugfcptoan.\n781\nfommt er feiten, jeboc^ minbeften\u00ea ebenfo p\u00e4ufig Oor ioie feine SBertoanbten. SRac^ Often pin tritt er in gr\u00f6fjerer 5In$apI auf: fo ftnbet er ftc^ im mittleren Etufjlanb auf allen geeigneten \u00a9een in nam; pafter unb to\u00e4prenb be\u00ea SBinter\u00ea um bie EJt\u00fcnbungen ber f\u00fcbrufftfdpen \u00a9tr\u00f6me ober an ben f\u00e4higen \u00a9een \u00a9\u00fcbofteuropa\u00ea ober \u00dcDtittelftbirien\u00ea in gro\u00dfer EJtenge. SSon S\u00eblanb au\u00a7 toanbern nur einige ber bort br\u00fctenben \u00a9dpto\u00e4ne toeg, au\u00ea bem einfamen \u00a9runbe, Joeil ber \u00a9olfftrom bie EJteere\u00eabud)ten unb bie oielen peifjen OueEen aucp manche Sinnengelo\u00e4ffer eisfrei erhalten; au\u00a7 3Ru^tanb hingegen oerfcpminben aEe, nodp epe bie (Si\u00eabedCe fie an iprem E\u00eeaprung\u00ebeiloerbe pinbert. Oie bon pier ftammenben crfdpeinen fobann in gro\u00dfer ECn^apI auf ber Oft; unb Etorbfee unb ebenfo auf bem fd;toar$en 9)teere ober reifen flugtoeife nodp meiter nacp \u00a9\u00fcbmeften pinab. 5In ber pommerfdpen Oftfeef\u00fcfte treffen fie fcpon im Oftober fdparentoeife ein; bae> mittlere Oeutfdplanb burdpreifen fie im\n$>er \u00a9ingfdjtoan (Oyguns musicus). Va ber nat. \u00a9r\u00f6fje.\nEtoOember unb Oe$cmber auf beut ^inpge unb im Februar ober 9Jt\u00e4r$ auf bem Et\u00fccfjuge. S3iele ioerben toaprfdjeinlid) bem SJteerc\u00eageftabe folgen.\n3>n feinen Setoegungen pat ber \u00a9ingfdpioan 2Iepnlid)Mt mit bem -fp\u00f6dterfcfgoane; bod^ ftept er biefem an 3ierlidpfeit cttoa\u00a7 nadj. \u00a9r tragt n\u00e4mlkp feinen jpal\u00ea feiten in fo gef\u00e4llige E\u00dfin; bungen gebogen toie lepterer, fonbern meprv gerabe empor geftredt, geio\u00e4prt jebocf) fdptoimmenb immerhin ein fepr fdpone\u00ea E3ilb. Oagegen unterfdjeibet er ftdp fepr \u00a7u feinem SSortpeile burdp bie lautt\u00f6nenbe unb oerp\u00e4ltnifjm\u00e4fjig tooplflingenbe \u00a9timme, toeldpe man iibrtgen\u00ea oon fern per oernepnten mu\u00a7, toenn man fte, toie bie ^^l\u00e4nber, mit ^jSofaunentbnen unb \u00a9eigenlauten Oergleidpen toiE. Naumann \u00fcberfept ben geto\u00f6pnlidjen \u00a9cprei fepr richtig burd; bie \u00a9\u00dcben \u201e\u00aeiEfIii\" ober ben fanften Saut burdp \u201e9Ing\". Oiefe beiben O\u00f6ne paben in ber Etape toenig EIngenepme\u00ea, flingen oielmepr raup unb ettoa\u00ea% geEenb in\u00ea Opr; e\u00ea mag aber fein, ba\u00a7 fte iooplflhtgenber ioerben, toenn man fie oon fern per oernimmt unb eine gr\u00f6\u00dfere \u00a9efeEfdpaft oon \u00a9ingfdpto\u00e4nen gleidpgeitig fidp p\u00f6ren l\u00e4gt.","page":781},{"file":"p0782.txt","language":"de","ocr_de":"'82\n\u00aeie \u00a9dftoinmter. 3afnfdfn\u00e4bter. \u00a9djm\u00e4ne.\n\u201e\u00a9eine \u00a9timme\", fagt ^alta\u00ea, \u201efat einen lieblichen \u00aeIang, it>ie ben non \u00a9ilbergloden; er fingt audf im \u00a7tuge unb mirb meitfin geh\u00f6rt, nnb \u00a9a\u00ea, ma\u00ea man nom \u00a9efauge be\u00ea \u00a9terbenben erjagt \u00cfjat, ift feine $abel: benn bie lebten 5\u00eft^emj\u00fcge be\u00ea t\u00f6bttidf Oermunbeten \u00a9ingfdjmane\u00ea bringen feinen \u00a9efang pernor\" .... \u201e\u00a9en fftamen musicus\", meint $aber, \u201enerbient er 31t begatten. 2\u00f6enn er n\u00e4mlid) in Iteinen \u00a9dfaren hoch in ber Suft einhergieht, fo l\u00e4\u00dft er feine moftftingenbe melandmtifdfe \u00a9timme mie fernher t\u00f6nenbe^ofaunen oentefnten\"... \u201e3fr \u00a9ingen in ben langen S\u00f6intern\u00e4dften\", fdfreibt Olaffen, \u201emenu fie faufentoeife bieSuft burchftreifen, ift ba\u00ea 2tlterangenefmfte gu f\u00f6ren nnb \u00e4hnelt\nben \u00a3\u00f6nen einer Violine\"_____\u201e\u00aeemi\u00df ift\", nerftchert 2trman, \u201eba\u00df bie \u00a9timme be\u00ea \u00a9ittgfdfmane\u00ea\neinen feileren \u00a9ilberflang fat at\u00ea bie irgenb eine\u00ea anberen \u00a9fiere\u00ea, ba\u00df fein 2ltfent nach ber S\u00dfermttnbung ben ftngenben \u00a3on fernorbringt, ba\u00df feine \u00a9timme in ruffifcfen 3$oIf\u00eatiebern nietfach\ngefeiert mirb\"---- \u201e3fr \u00a9efang\", fo gibt Oefel an, \u201eift gmeit\u00f6nig, fefr laut, mirb, non ganzen\n\u00a9dfaren au\u00e4gefio\u00dfcn, auf gtnei bi\u00ea brei engtifcfe $0ieiten meit gef\u00f6rt\"....\t\u201e2?un enbtkf\", beridftet\n21. 0. #omef er, \u201efabe ich <iudf bom\u00a9ingfcfinane\u00a3\u00f6tte nernommen. \u00a9\u00ea fa\u00dfen moft acft bi\u00bb jefn biefer 23\u00f6gel ungef\u00e4fr funbert \u00a9cfritte nom Ufer entfernt auf ber \u00a9rabom unb flie\u00dfen taute, oo\u00efl\u00eflingenbe \u00ef\u00f4ne au\u00ea. (Sine SRelobie mar nicht nernefmbar; e\u00ea m\u00e4ren eben nur einzelne, langge^ogene, moft; \u00eftingenbe \u00ef\u00f4ne; bocf ba bie einen tiefer, bie anberen f\u00f6fer tagen, fo nafm ftdf bie \u00a3onmeife nidft \u00fcbet au\u00ea unb bitbete biefetbe gemifferrna\u00dfen ein farntonifcfe\u00ea @an\u00a7e. Oro| ber gro\u00dfen (Sntfernung tourbe ber \u00a9cf alt fefr beutlicf \u00fcber bie rufige \u00a9ee bi\u00ea \u00a7u meinem Of re getragen.\" 2tu\u00eaf\u00fcfr\u00efidfer fpridft ficf \u00a9dfitling au\u00ea. \u201e\u00a9er \u00a9ingfcfman entg\u00fcdft ben ^Beobachter nidft bto\u00ea burdi feine fdf\u00f6ite \u00a9eftatt, ba\u00ea anfmerffame finge 2\u00f6efen, ioe\u00efdfe\u00ea ftdf bei ifm im SSergleidfe mit beut ftummen \u00a9dfmane fefr nortfeilfaft in feiner \u00aeopfbemegung unb Gattung au\u00eabr\u00fcdt, fonbern audf burdf bie tauten, nerfdfiebenen, reinen \u00ef\u00f4ne feiner \u00a9timme, bie er bei jeber 23erantaffung at\u00ea SocEton, \u00ceBarnung\u00earuf unb, trenn er in \u00a9dfaren bereinigt ift, mie e\u00ea fdfeint, im \u00cfBettfireite unb gu feiner eigenen Unterfattung fortm\u00e4frenb f\u00f6ren l\u00e4\u00dft. S\u00dfenn bei ftarfem $roftmetter bie \u00a9em\u00e4ffer ber \u00a9ee au\u00dferfalb ber \u00a9tr\u00f6mungen nadf alten \u00a9eiten mit \u00a9i\u00ea bebecft unb bie Sieb\u00efing\u00eaftelten be\u00ea \u00a9ingfdjmane\u00ea, bie Untiefen, ifm baburdf oerfdftoffen ftnb, biefe ftattlicfen 23\u00f6gel gu \u00a3>unberten in bem nodf offenen \u00e4\u00dfaffer ber \u00a9tr\u00f6mung oet^ fammett liegen unb gleidffam burdf ifr me\u00efandfotifdfe\u00ea \u00a9efcfrei ifr SDU\u00dfgefcficf beflageit, ba\u00df fie au\u00ea ber \u00a3iefe ba\u00ea n\u00f6tf ige gutter nidft gu erlangen oerm\u00f6gen : bann fabe idf bie taugen \u00cfBinterabeube unb gan^e SRScfte finburdf biefe oietftimmigen $taget\u00f6ne in ftunbentoeiter \u00c7erne oielmat\u00ea oernommen. 25atb m\u00f6dfte man ba\u00ea fingeube ^ufen mit \u00a9locfenlauten, halb mit \u00a3\u00f6nen oon S3\u00efa\u00eatoerfgeugen oergteidfen; attein fie ftnb beiben nidft gleidf, fonbern \u00fcbertreffen fie in mandfer ^infidft, eben weil fie oon tebenben S\u00dfefen ferr\u00fcfren unb unferen \u00a9innen n\u00e4fer Oermanbt ftnb at\u00ea bie Stange be\u00ea tobten SEJteta\u00ef\u00efe\u00ea. \u00a9iefer eigcntf\u00fcmlidfe \u00a9efang oenoirftidft in 2\u00dfafrfeit bie f\u00fcr \u00a9idftung gefattene \u00a9age 00m \u00a9cfmanengefange, unb er ift oftmat\u00ea audf in ber \u00a9fat ber \u00a9rabgefang biefer fdf\u00f6neu \u00effiere; benn ba biefe in bem tiefen SBaffer if re 9caf rung nidft gu ergr\u00fcnben oerm\u00f6gen, fo merben fte 00m junger berart ermattet, ba\u00df fie gum SBeitergiefen nadf mitberen \u00a9egenben bie \u00aeraft nidft ntefr beft^en unb bann oft, auf bem \u00a9ife angefroren unb oerfungert, bem \u00a3obe ttaf ober bereit\u00ea tobt gefunben ioerben. 2Iber bi\u00ea au ifr \u00a9nbe taffen fie if re metandfotifdfen, fetten Saute f\u00f6ren.\" SRadf biefen 2tngaben_ t\u00e4\u00a7t ftdf bie \u00a9age 00m \u00a9dftoattengefauge auf ifr recfte\u00ea 2Dia\u00a7 jur\u00fccff\u00fcfrett. \u00a9ie tourgelt auf tfatf\u00e4dftidf oorfaubettent \u00a9rttnbe, ift aber burdf bie Oidftung gum Slt\u00e4rdfen umgeftattet toorben. \u00a9igentlidfe Sieber fat audf ber fterbenbe \u00a9cfman nidft ntefr; aber fein te^te\u00ea 2tufr\u00f6dfetn nodf ift \u00eftangoott, toie jeber \u00efon, toelcfen er oon fid) gibt.\nUnter feinen 23erioanbten ift ber \u00a9ingfcfman oielteidft ber feftigfte unb gauff\u00fcdftigf\u00eee ; mettigften\u00ea fabe idf beobadftet, ba\u00a7 bie \u00a9efaugenett, metdfe mit ^\u00f6derfdfm\u00e4nen jufammengebradft m\u00fcrben, biefe regelm\u00e4\u00dfig oertrieben, b. f. ttad) l\u00e4nger m\u00e4frenbeit ^\u00e4mffeit in bie $ludft fdflugett. \u00dfu feinem 23ortfeite geidfnet ftd) ber \u00a9ingfd^mau au\u00ea burdf feine \u00aetugfeit, metdfe er im ^reileben mie in ber \u00a9efangeufcfaft befunbet. SDen 2tadfftettungen be\u00ea 3$ger\u00ea mei\u00df er ftdf mit oietem @efd;id gu entliefen; feine Sfagb ift bemgem\u00e4\u00df unter alten Umft\u00e4itben fefr fd)mierig. Unter oieleit anberen Seiffieten,","page":782},{"file":"p0783.txt","language":"de","ocr_de":"@ i n g [ dj to a it.\n783\nerrafft \u00a9fining, toid id) mtr eing anf\u00fchren. ,,\u00a9in \u00a9ingfd)toan tourbe auf einem \u00a9innengeto\u00e4ffer fl\u00fcgellahm gefd^offert, fl\u00fcchtete ftd) gu feiner Rettung \u00fcber Saub einem gro\u00dfen Seid)e gu unb mifdjte ftd) l;ier unter bie gahmen \u00a9d)to\u00e4ne. S\u00f6enn in ber $olge auf ihn Sagb gemacht tourbe, fd)toamm er jebe\u00eamal unter fie, obgleich er fie fonft mieb, unb fo tou\u00dfte er ftch immer gu fichent.\" Sun\u00d6 ^uf\u00f6egogene toerben fehr gahm, unb toenn man ftch mit ihnen befd)\u00e4ftigt, ungemein gugethan. \u00a9in Sft\u00e4nndjen, tocld)eg ich pflegte, lernte mich halb oon allen \u00fcbrigen 9Jlenfd)en unter fd)eiben, anttoortete mir, toenn id) eg anrief un$ tarn gu mir heran, toenn id) Sieg to\u00fcnfchte, gleid)Oiel, ob eg fid) in ber \u00fcft\u00e4he befanb ober erft ben giemlid) breiten Seid) burd)fd)toimmen mu\u00dfte. \u00a9obalb eg meine \u00a9timme oernahm, richtete es fid) hoc^ auf, ftredte ben Jpalg faft fenfred)t in bie $\u00f6lje, fd^fug mit beiben Sl\u00fcgeln unb lie\u00df bie laute \u00a9timme oft nach einanber h\u00f6ren. Slad)bem eg in biefer SBeife meinen \u00a9ru\u00df beanttoortet hatte, ging eg auf mich gu unb gtoar regelm\u00e4\u00dfig in h\u00f6chft fonberbarer \u00a9tellung. \u00a93 bog n\u00e4mlich halb ben langen ,!palg gefr\u00fcmmt gum Stoben herab, foba\u00df bie \u00a9d)nabelfhihe lederen ber\u00fchrte, l\u00fcftete bie Fl\u00fcgel ein wenig unb toatfd)elte nun langfam gegen mich heran. SRu\u00dfte eg, um gu mir gu gelangen, ben Seich burchfcjjtoimmen, fo tauchte eg ben ebenfo gebogenen .Jpalg tief in bag S\u00f6affer unb fd)toamm in biefer h\u00f6d)ft eigent\u00fcmlichen \u00a9tellung mehrere \u00a9efunben nad) einanber fort. 3>n meiner St\u00e4l)e angeltommen, richtete eg ftch toieber auf unb fd^rie unter lebhafter \u00e9l\u00fc^elbetoegung minutenlang, flie\u00df aber immer nur fein \u201e\u00c4idflii\" heroor. \u00a9g unterlag f\u00fcr mich beinern Btoeifel, ba\u00df biefeg Benehmen mir bie Sreube unb Slnh\u00e4nglidjfeit meineg Pfleglingg augbr\u00fcden fodte; gleichtoohl burfte ich e3 uid)t toagen, bag ung trennenbe \u00a9itter gu \u00fcberfchreiten; benn bann tourbe ich regelm\u00e4\u00dfig mit fo lebhaften Sl\u00fcgelfdjl\u00e4gen begr\u00fc\u00dft, ba\u00df ich eher eine \u00a9eftrafung alg eine Siebfofmtg empfing. $ielt ich mid) int inneren beg \u00a9el)egeg in einer angemeffenen \u00a9ntfernung oou meinem Pfleglinge, fo folgte mir biefer all\u00fcberall toie ein $unb auf beut S\u00fc\u00dfe nad) unb gtoar ftetg in jener fonberbarett Haltung. Stach unb nad) getoattn biefer \u00a9ingfhtoan auch Su anberen Stouten eine getoiffe Buneigung, mid) aber beoorgugte er felbft bann nod) Sebermantt. S)eg \u00a9efangeg toegen h\u00e4lt man in Stu\u00dflanb biefen \u00a9djtoan oorguggtoeife auf bem 3BeiI)er unb achtet bagegen ben \u00a3\u00f6cferfd)Wan toenig.\n3u ben gro\u00dfen \u00a9\u00fcmpfen Stnnlanbg, beg n\u00f6rblichen Slu\u00dflanbg unb beg mittleren \u00a9ibirieng, aud) tool)l Slorbamerifag unb Sglanbg, niftet ber \u00a9ingfd)toan in giemlid)er Stngahl. 2luf ^glattb l\u00e4\u00dft er ftd), laut Saber, gegen \u00a9nbe beg Sebruar auf ben deinen fti\u00dfen Seichen fehen unb oertoeilt hier big \u00a9nbe Styrilg; bann gieheu bie meifien ben h\u00f6her gelegenen \u00a9ergebenen gu, um in ben bort liegenben Seichen gu br\u00fcten, to\u00e4hrettb eingelne aud) in ben Sh\u00e4lern oertoeilen. Slad) Slab be bleiben nur toenige oon ben im Sr\u00fchjal)re am Sarainnor anfommenben \u00a9ingfch>to\u00e4ne hrer to\u00e4hrenb beg \u00a9ommerg; bie SJlehrgahl giel)t ben toalbbebedten \u00a9egenben SKittelftbirieng gu unb fud)t ftch - hier bie einfam liegenben \u00a9een gum \u00a9r\u00fcten auf. Su Seutfd)lanb niftet gutoeilen and) toohl ein P\u00e4rchen, immer aber alg Slugnahme oon ber Siegel; eg mu\u00df ung beghalb mit Siecht \u00fcberrafchen, ba\u00df ein \u00a9ogel, toeld)er alg hodjnorbifdjer gilt, auf ben griechifd^en \u00a9een oon \u00aeopai unb Sifari ober betten Slfarnanieng br\u00fctet. Sebeg Paar grengt ftch, toenn eg nicht einen Heineren \u00a9ee f\u00fcr ftch allein h\u00fcben fann, ein beftimmteg \u00a9ebiet ab, geftattet feinem anberen, baffelbe gu betreten, unb f\u00e4mfjft mit jebem, toelcher S)ieg toagen foUte, big auf bag Sleu\u00dferfte. S)ag gro\u00dfe, halb auf Snfeld)en feftftel)enbe, halb fchtoimmeube Sieft toirb namentlid) oon \u00a9infen unb anberen S\u00dfaffeipflangen, alfo auch oon Slol)r, \u00a9db>ilf unb bergleid)ett gebaut unb feine SJlulbe forglich mit S)unen auggef\u00fcttert. \u00a9nbe Styrilg ober Slnfang SRai\u2019g, in f\u00fcblid^er^n \u00a9egenben toahrfd)einlid) bebeutenb fr\u00fcher, legt bie \u00a9chtoanin ihre f\u00fcnf big ftebett gelblid)toei\u00dfen, ettoag ing \u00a9r\u00fcnlic^e fpielenben ober br\u00e4unlichgelben \u00a9ier ; in ben erften Sagen beg Suit begegnet man ben auggefdppften jungen. Sag g\u00e4rtliche 9Jl\u00e4nnd)en jtfct, laut Saber, oft neben bem br\u00fctenben S\u00f6eibd^en auf bem breiten Slefte, ohne jeboch bie \u00a9ier gu to\u00e4rmett. \u00a9litte Oftoberg fieht man bie \u00a9Item mit ben ertoad)fenen Sungen fchtoimmen.\nSide n\u00f6rblichen \u00a9\u00f6lferfd)aften fteden ben \u00a9d)to\u00e4nen eifrig nad), weniger ber Sehern alg beg Sleifcheg halber, \u00a9ine fd)limme Beit tritt f\u00fcr bie armen \u00a9\u00f6gef ein, toenn fte ftd) in ooder \u00dcJlaufer beftnben unb ben gr\u00f6\u00dften Sheil ihrer \u00a9chtoungfebern oerloren haben. Sann fehlest man fleine","page":783},{"file":"p0784.txt","language":"de","ocr_de":"784\n\u00a3)Le Schimmer. 3al;nfchn\u00e4blcr. \u00a9d;locine.\nBoote gu ihren Brutteid;en, \u00bberfolgt fie rubernb unb fd;l\u00e4gt fie fdhlie\u00dflid) mit \u00a9t\u00f6den tobt. Sitte unb 2>uttge finb um biefe Seit fetyr fett, unb namenttid; bie legieren geben einen \u00bbortrefftid)en Braten.\n\u00a9\u00fcbamerifa beherbergt gmei \u00a9d)manenarten, metd;e fid^ bon ben norbifdjen unterfcheiben, ber eine burd) geringe \u00a9r\u00f6\u00dfe unb \u00a9eftaltung, ber anbere burd) bie F\u00e4rbung. Severer, ber fd;margs h\u00e4lfige \u00a9d)man (Cygnus nigricollis), geh\u00f6rt gu ben angiel)enbften \u00a9d)mimnt\u00bb\u00f6geln \u00fcberhaupt. 3>hm eigent\u00fcmlich finb bie furzen Fl\u00fcgel, meld)e faum bie \u00a9d)mangmurgel erreichen, unb ber nur cut! achtzehn Gebern gebilbete \u00a9d)mang. \u00a9ein \u00a9efieber ift mei\u00df, ber $opf unb $a!3 bis in bie \u00e4ftitte hinab aber fd)marg; \u00fcber bettrS\u00efuge \u00bberl\u00e4uft ein mei\u00dfer (Streifen. \u00a3)a! Sluge felbft ift braun, ber \u00a9d)nabct bleigrau, an ber \u00a9pitje gelb, ber D\u00f6rfer unb bie nadte B\u00fcgelftetle blutroth, ber $u\u00df bla\u00df= roth- 3>n ber \u00a9r\u00f6\u00dfe fournit biefer SSogel ungef\u00e4hr mit bem Bmergfd)maue \u00fcberein: bie S\u00e4nge betr\u00e4gt 43, bie ^ittigl\u00e4nge 14, bie \u00a9d)mangl\u00e4nge 6 bi! 7 B\u00bbH.\nS)er Berbreitunglfrei! be! fdbmargh\u00e4lfigen \u00a9d)mauel befd)r\u00e4nft fid) auf bie \u00a9\u00fcbfpi^e \u00bbou Slmerifa, \u00bbom \u00a9\u00fcben fSeru! an bi! gu ben Haitianb\u00eainf\u00e9lit unb \u00bbon\u00ef)ierau! ber Oflf\u00fcfte entlang bi! nad) \u00a9anto! in Brafilien. \u00a3)er Slufentpalt mecpfelt je nad) ber 3al)re!geit; im ^erbfte unb $r\u00fcl)tinge fieht matt ben Bogel in flehten @efe\u00eflfd)aften \u00fcber bie \u00a9tabt Bueno! ; Slpre! hingie\u00ef)en, bem korben ftd) gumenbettb, um hier ben hinter gu \u00bberbringen unb nad) bem \u00a9\u00fcben gur\u00fccffehrenb, um bafe\u00efbft gu br\u00fcten. Bu biefem \u00a9nbe begiept er bie Sagutten, \u00a9een unb gro\u00dfen Sadden bel ^eftlanbel, eingelne in bebeutenber 2lugal)l; nach ber Brutgeit, \u00fcber meld)e beftimmte SJtittheitungen fehlen, fcpl\u00e4gt er fief) mit Bertoanbten in ga\u00ef)Ireid)e \u00a9dharen gufammen, meld)e \u00bbielc ipunberte g\u00e2l)\u00efen f\u00f6nnen. 2>n feinem B\u00dfefen unb \u00a9emohnheiten unterfcheibet er fid;, fo\u00bbiel mir bis jefet miffen, mettig \u00bbon ben norbifchen Berioanbten; feine Haltung ift jebod) eine ntinber gierige, all bie bei \u00a3>\u00f6der= fd)manel: er tr\u00e4gt ben $al! im \u00a9d)mimnten unb im @el)en mehr gerabe unb erinnert baburdh einigerma\u00dfen an bie \u00a9\u00e4nfe. S)er glug foE leicht unb fd)\u00f6n fein.\n\u00a3>ormbp brad;te bie elften lebenben fdhmargh\u00e4lfigen \u00a9chm\u00e4ne nach \u00a9uropa unb fd)enfte fie bem \u00a9rafen \u00bbou SDerbp, beffen Bem\u00fchungen el nach unb nach gelang, acht \u00a9t\u00fcd gatfammengubringen. \u00a9ed;l \u00bbon ihnen m\u00e4ren noch am Seben, all bie prad;t\u00bbctle ^h^erfammlung bei \u00a9rafen nad; beffen \u00a3obe gerfplittert m\u00fcrbe. Bon ihnen gelangten gmei in ben Befih ber K\u00f6nigin, bie \u00fcbrigen \u00bbier in ben 3:h^er\u00f6al4en gu Sonbon. \u00a3>ier lebten fie mehrere Bahre, ohne ftd) fortgupflangen. \u00a9iner \u00bbon ihnen ftarb, unb bie \u00a9efeEfd)aft befa\u00df fchlie\u00dflich nur noch ein eingige! $aar. Wiefel begann im Bal)re 1856 ein Eteft gu bauen, legte jebod) nicht, unb erft im barauf folgenben Bahre ergielte mau \u00bbier Bunge. Bon biefer Beit an haben fid; bie fch\u00f6nen B\u00f6gel regelm\u00e4\u00dfig \u00bbermehrt, geh\u00f6ren jebod) nod; immer gu ben gr\u00f6\u00dften \u00a9eltenheiten in unferen \u00a3l)ierg\u00e4rten. Slu\u00dfer in Sonbon l;abe td; fie nur irt ben \u00fcthierg\u00e4rten igu Slmfterbam unb gu \u00ae\u00f6tn gefehen.\nlieber bie \u00a9ier mei\u00df ich 9Rid)t! gu fagen; bie B\u00fcrgen hingegen ftnb burd) eine pracht\u00bbolle Beichnung \u00bbon SBolf bargefteUt morben. \u00a9ie fommen in einem mei\u00dfen \u00a9unenfleibe gur B\u00dfelt, machfen, laut \u00a9dater, ungemein rafch herau unb \u00e4hneln fd)on im erften .fperbfte i^rel Sebenl ben eilten fo, ba\u00df man fie faum noch unterfd)eiben fantt.\t4\nSDer \u00a9d)man SEeuhotlanb! (Cygnus-Chenopsis-atratus), feiner \u00bborherrfd)enben F\u00e4rbung halber gemeiniglid) fd;marger\u00a9chman genannt, ift uni, \u00a9auf ben Begebungen nuferer \u00a3I)ier; g\u00e4rtner, neuerbingl mohl befannt gemorben unb \u00bberbreitet ftdh fo rafch \u00fcber uttfere BBeiher, ba\u00df er","page":784},{"file":"p0785.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9d&toar^ft\u00efftcjer unb f^toarjer <S \u00eft> a ri.\n785\nfdwn binnen wenigen Sauren faft ebenfo oft a\u00ef\u00a7 ber Weifje \u00a9djwan gefeljen Werben b\u00fcrfte. Sin \u00a9cfj\u00ebnbeit ber \u00a9efta\u00eft unb Slnmutl) ber Bewegungen fte^t er hinter teuerem in feiner Sf\u00f6ei[e gur\u00fccf, oerbient alfo bie oollfte Ber\u00fcdtfidfjtigung a\u00ef\u00efer 2^erfreun^e un^ 3\u00fc^er* \u00a9ein Seib ift fel>r geftreeft, ber \u00a3>af\u00ea oevb\u00e4ltnijsm\u00e4jjig nod^ l\u00e4nger al\u00ea beim jp\u00f6cferfdjWane, ber \u00aeopf ffein unb Woljlgeftaltet, ber \u00a9cfynabel ungef\u00e4hr fopflang unb pcferlo\u00f6. SDie F\u00e4rbung be\u00ea $Tein gefiebert, ein faft einfarbige^ BraunIi(f)fcf)War\u00a7, Welcf)e\u00ea nur an ben St\u00e4ubern ber Gebern in @cf)War\u00a7grau \u00fcbergebt unb auf ber Unterfeite etWa\u00ea lichter Wirb, ftid^t oon bem blenbenben S\u00f6eifs aller $anbfcl)Wingen unb be\u00ea gr\u00f6\u00dften\n2)er fc^marje \u00a9ctjtoan (Cygnus-Chenopsis-atratus). y6 ber nat \u00a9rijf\u00eae.\n\u00a3Ijeile3 ber 3lrmfcf>wingen bradjtootl ab. \u00aea\u00ea Sluge ift fdjarlacf>rot\u00a7, ber $\u00fcgel nelfenrotlj, ber Schnabel lebhaft farminrot^, ein Banb Oor ber \u00a9pi^e be\u00ea Oberfcfjnabel\u00ea unb bie \u00a9biben beiber \u00a9djnabelb\u00e4lften felbft f\u00eenb Weif?, bic -f\u00c7\u00fc^e fdjtoarg. 2ft ber \u00aer\u00f6f?e ftefyt ber Bogel hinter bem .!p\u00f6cferfd)Wane etWa\u00a7 gur\u00fccf; genaue SJtafje finb* mir feboeb nid)t befannt.\nUm ba\u00a7 3ftbr 1698 fftrieb ein geWiffer SBitfen an feinen ^reunb Sifter, baj? ein oon ber eftinbifften \u00a9efeUfd^aft $ur \u00a9rforfftuug 9teul;ollanb\u00a7 nad) bem \u00a9\u00fcben abgefenbete\u00ea \u00a9ftiff gur\u00fccf; gefommen fei unb in bem Sanbe einige \u00a9eef\u00fclje, Papageien unb fdjWar^e \u00a9d)W\u00e4ne gefunben Ijabe.\nSBreljm, Eljierleben. IV.\t50","page":785},{"file":"p0786.txt","language":"de","ocr_de":"786\n\u00a9ic \u00a9cptoimmer. 3opn\u00dfpncibIer. \u00a9finfe.\nUnt ba! 2>apr 1726 tourben bon lederen gtoei \u00a9t\u00fcdfe lebenb nadp \u00a9ataoia gebraut unb fomtt bie fr\u00fcher begtoeifelte \u00a9Saprpeit ber Angabe beft\u00e4tigt. (Soof fanb bic SS\u00f6gel oft an bei* bon ipm befugten $\u00fcfte, unb bon nun an traten faft affe \u00dfteifenben iprer \u00a9rto\u00e4pnung. \u00a9egento\u00e4rtig toiffeit ioir, ba\u00df ber feptoarge \u00a9epioan, obtoopl pier unb ba oerbr\u00e4ngt, nodp p\u00e4u\u00dfg in allen entfpredpenben \u00a9een, Sachen unb I\u00c7l\u00fcffen \u00a9\u00fcbauftralien! unb \u00a9almanien! gefunben toirb. $n ben toeniger befugten \u00a9egenben be! inneren fommt er nodp jept in erftaunlidper \u00a9tenge bor, laut \u00a9en nett, gu \u00a9aufenben bereinigt, ift bort audp nodp fo toenig fdpeu, ba\u00df mau opne \u00a9t\u00fcpe fobiet \u00a9t\u00fcdfe erlegen famt, all man toiff. \u00a9S\u00e4prenb ber \u00a9Sintermonate erfd^eint er itr \u00a9ufiralien unb oertpeilt \u00dfdp pier \u00fcber bie gr\u00f6\u00dferen \u00a9\u00fcmpfe unb \u00a9een, in ber Siegel gu \u00eflcinen \u00a9efeflfdpaften, oielleicpt Familien ber= einigt; gegen ben ^r\u00fcpling, nuferen \u00a7erbft pin, bricht er ioieber gu feinen \u00a9rutyl\u00e4pen auf. SRad^ \u00a9oulb f\u00e4llt bie 3eit feiner $ortp\u00dfangung in bie donate Oftober bis Januar; biefer f\u00c7orfd^er fanb nodp frifdp gefegte \u00a9ier um bie SD\u00eeitte be! festen \u00a9tonat! unb erhielt um bie \u00dcKitte bei Oegember Sunge im Ounenfleibe. Oa! SReft ift ein gro\u00dfer Raufen bon alferfei \u00a9umpf; unb \u00a9Safferf>\u00dfangen unb toirb ebenfo Joie ba! ber n\u00f6rblidpen \u00a9rten bafb auf ffeinen Unfein, halb mitten im SSaffer ange; fegt, g\u00fcnf bi! fteben fdpmugtgtoei\u00dfe ober bla\u00dfgr\u00fcne, \u00fcberall oertoafdpen faplgr\u00fcn geffeefte \u00a9ier bon 4 Vs 3b\u00fc S\u00e4nge unb 2% 3oft \u00a9reite, toeldpe affo benen bel \u00a3>\u00f6dferfdptoane! an \u00a9r\u00f6\u00dfe toenig nacpftepen, gilben ba! \u00a9elege. Oa! \u00a9Seibdpen br\u00fctet mit gr\u00f6\u00dftem \u00a9ifer; ba! \u00a9t\u00e4nndpen p\u00e4tt treue \u00a9Sadpt. Oie jungen fommen in einem graulichen ober ruhigen Ounenfleibe gur \u00a9Seit, fdptoimmen unb taudfien boni erfteu \u00a9age ipre! Seben! an oorg\u00fcgtidp unb entgehen baburdh mancherlei \u00a9efahren.\n3>n feinem \u00a9Sefen unb \u00a9etragen hot ber feptoarge \u00a9dptoan mit betn fiummen \u00a9ertoanbten biete \u00a9epnlicpfeit, bodh ift er lauter, b. p. fdhreiluftiger, unb guntat gegen bie $Paarung!geit hin l\u00e4\u00dft er feine fonberbare \u00a9timme oft bernehnten. Severe erinnert einigerma\u00dfen an bumpfe \u00a9rompetent\u00f6ne, l\u00e4\u00dft ftch alfo mit \u00a9Sorten fetter befdhreiben. Stuf einen tiefen, toenig bernehmbaren Saut folgt ein h\u00f6herer pfeifenber, ebenfa\u00efl! nidpt befonber! lauter uitb unreiner, ioelcper faum begeidhnet toerben fattn. 3>eber eingetne Ooppeltaut fdfteint mit gro\u00dfer \u00a9n\u00dfrengitng hert>orgebrad^t gu toerben, toenig\u00dfen! legt ber fdhreienbe \u00a9dptoan feinen -Spall ber gangen S\u00e4nge nach auf ba! \u00a9Saffer, foba\u00df ber \u00a9dpnabel bie Oberfl\u00e4che beffelben faft ber\u00fchrt, unb gibt nun bie Saute gu h\u00f6ren, \u00a9egen \u00a9eines\u00bb; gleichen geigt fiep ber feptoarge \u00a9dptoan ebenfo fampfluftig, fdpto\u00e4dperen \u00a9pieren gegen\u00fcber ebenfo perrfdp; f\u00fccptig all bie \u00fcbrigen \u00a9ertoanbten, tnlbefonbete ber \u00a9iugfcptoan; mit biefem aber bertr\u00e4gt er \u00dfdp giemlicp gut, ioenigften! au\u00dfer ber \u00a9aarunglgeit.\nUnfere \u00a9efangenen betoeifen, ba\u00df ba! \u00a9ntg\u00fccfen ber ffteifenben, toeldpe feptoarge \u00a9epto\u00e4ne in \u00a9uftratien fapen, gerechtfertigt ift. \u00a9epon im \u00a9eptoimmen giert ber feptoarge \u00a9dptoan ein \u00a9eto\u00e4ffer im popen \u00a9rabe; feine eigentliche SJSradpt aber geigt er erft, toenn er in p\u00f6perer Suft bapinfliegt unb nun audp bie blenbenb toei\u00dfen, bon bem \u00a9e\u00dfeber fdparf abftecpenben \u00a9dptoingen fepen l\u00e4\u00dft. \u00a9Senn meprere gufamntenfliegen, bilben fte eine fdpiefe ffteipe ober eine fogenannte \u00a9dpleife; bie langen -Jp\u00e4lfe toerben habet toeit borgeftreeft, unb in ba! faufenbe $udpteln ber Fl\u00fcgel mifdpt \u00dfdp ber Socfton, toeldper in ber $erne ebenfalls flangboff toirb. 3n ftiflen \u00a9tonbfdpeinn\u00e4dpten fliegen fie oft bon einer Sadpe gur attberen unb rufen fiep babei beft\u00e4nbig gegenfeitig gu, gur toapren ^teube bei \u00a9eobadpterl.\nSeiber toirb ben fdp\u00f6nen \u00a9pieren in \u00a9uftralien r\u00fcdt\u00dfdptllol nadpgefteHt. \u00a9tan nimmt ipnen to\u00e4prenb ber \u00a9rutgeit bie \u00a9ier toeg, fudpt fie to\u00e4prenb ber \u00a9taufer, toeldpe audp \u00dfe geittocilig unf\u00e4pig gum fliegen maept, in ipren \u00a9\u00fcmpfen auf unb erlegt \u00dfe nidpt feiten au! fdp\u00e4nblicpem \u00a9iutptoiflen, toie e! nun einmal ber \u00a9ngl\u00e4nber \u00a9rt unb \u00a9Seife ift. \u00a9oufb porte, ba\u00df bie \u00a9oote eine! \u00a9Sal\u00dffdp; f\u00e4ngerl in eine ^lu\u00dfm\u00fcnbung einliefen unb nadp furger 3cit mit fdptoargen \u00a9epto\u00e4nen angef\u00fcHt gum \u00a9dpiffe- gur\u00fcdtfeprten. Oie ioei\u00dfe \u00a9eb\u00f6lferung toirb bem \u00a9ogel budpft\u00e4blidp gum \u00a9erberben; ba, too \u00dfe \u00dfdp feft ange\u00dfebelt, mu\u00df er ioeiepen ober unterliegen, \u00a9dpon peutigentage! i\u00df er in oielett \u00a9egenben, toeldpe er fr\u00fcper gu \u00a9aufenben beo\u00f6lferte, g\u00e4nglicp aulgerottet toorben unb leiber an eine \u00a9dponmtg f\u00fcr bie n\u00e4cpfte 3eit nodp nidpt gu benfett.","page":786},{"file":"p0787.txt","language":"de","ocr_de":"Sl\u00cf\u00cfgemeineS.\n787\n$\u00fcr unfere S\u00dfeiper eignet \u00dfdp ber fcpmarge Sdjman ebenfo gut inte irgenb ein anbereS dJHtg\u00efieb [einer Familie. SDie Strenge \u00fcnfereS SBinterS fic^t ipn menig an, unb [eine Slnforberungen an bie Sprung [inb [o gering, ba\u00df [ie non Sebennann befriebigt merben fonnen. Sdpon [eit Sdpren p\u00dfangt er \u00dfdp in \u00a9ng\u00efanb adj\u00e4prlidp [ort, unb neuerbingS ift er aud) in SDeutfdplanb mit \u00a9t\u00fcdf gegiicptet morben. SJ\u00eeein maderer $reunb SobinuS pat ^ier unbebingt baS \u00a9ro\u00dfte gelei\u00dfet; ipnt gumeift banfen mir bie \u00a9inb\u00fcrgerung beS fdp\u00f6nen tremblings in un[erent Sater\u00efanbe. \u00a9in eingigeS ^Saar, meldpeS er erfauft unb in [eine bemalte pflege naprn, pat mepr als funfgtg Sunge erzeugt unb uidpt nur bie SBeiper anbere^SDpierg\u00e4rten, [onbern audp bie oerfepiebenen S\u00dfarfS beo\u00f4\u00effert. SDanf biefeS glitdf\u00efidpen \u00a9rgebniffeS ift ber fr\u00fchere pope S\u00dfretS eines S\u00dfaareS bie[er S\u00df\u00f6gel bereits [o tie[ gefunfen, ba\u00df gegenm\u00e4rtig jeber SDpierfreunb \u00dfdp fcpmarge Sdpm\u00e4ne ertoerben fann, am \u00efeidpteften nat\u00fcrlich, menu er [id) an Dr. SobtnuS in $\u00f4ln [elbft menbet.\n%\n*\n*\nSDie \u00a9\u00e4n[e (Anseres), eine gaplreidpe, \u00fcber bie gange \u00a9rbe Verbreitete tami\u00efie, unterfepeiben \u00dfcp non ben Sdpm\u00e4nen burd) gebrungenen Seib, \u00efurgen jpa\u00efS, gro\u00dfen \u00aeopf, f\u00fcrgeren Schnabel unb popere, mepr in ber dftitte beS SeibeS eingelenfte t\u00fc\u00dfe. SD er Scpnabel pat ungef\u00e4hr Kopfl\u00e4nge, oft nodp meniger, ift oben gem\u00f6lbt, unten ftad^, an ber SKurget fepr podp, bemgem\u00e4\u00df viel ^\u00f6^er \u00e0\u00efS breit, nadp oorn abfadenb, audp feit\u00eficp ftarf Oerfdpm\u00e4lert, oben unb unten in einen breit gem\u00f6lbten, fdparf\u00dfpneibigen Stage! ausgewogen, feitlidp mit garten g\u00e4pnen betvaffnet, \u00fcbrigens mit meiner $aut betreibet; ber tu\u00df ift mittelgro\u00df, [aft bis gut terfe perab beftebert; bie brei Sorbergepen merben in ber Stege! burep oode Sdfmintmp\u00e4ute oerbunben unb ftnb mit turnen, \u00dfarfen, \u00dfadpgebogenen Graden Oerfepen; bie f^I\u00fcgel b\u00fcrfen oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00df genannt merben: \u00dfe ftnb lang, breit unb guge? fpipt, ba bie gtveite \u00a9dringe ben \u00fcbrigen vorfte^t, bie Dberarntfdpmingen pflegen minber entmicfelt gu fein als bei ben Sdpm\u00e4nen; ein farter Anoden am tl\u00fcgelbuge, meldper bei mepreren Slrten 51t einem ftarf en Sporen fiep oerl\u00e4ngert, geidpnet \u00dfe au\u00dferbem nodp auS; ber auS oiergepn bis gmangig tebern gufammengefe^te Scpmang i\u00df furg, breit abgerunbgt ober gerabe, baS fleinge\u00dfeber au\u00dfer? orbentlicp meidp unb biept, am $opfe ftraplig, auf bem St\u00fcden [cp\u00e4rfer begrengt, am $alfe bei vielen Slrten eigentp\u00fcmlicp gerieft, baS SDunenge\u00dfeber [epr en\u00fcoidelt. lieber bie t\u00e4rbung fann etmaS adgemein \u00a9\u00fcltigeS niept gefagt merben; benn eS gibt [epr einfarbige unb au\u00dferorbentlidp prad\u00dfoode \u00a9\u00e4nfe, ebenfoloopl maS bie F\u00e4rbung, als maS bie geiepnung anlangt. SDie \u00a9efdpledpter unterfdpeiben fiep menig, auSnaprnSmeife aber auffadenb; bodp metteifert auep bann baS \u00a9e\u00dfeber ber SBeibdpen an Sdp\u00f6npeit mit bem ber SDt\u00e4nndjen. SDie jungen erpalten [dpon im erften 3apre ipreS Bebens ein ben Sitten \u00e4pnlidpeS $leib.\n.fpin\u00dfcptlidp beS inneren SaueS geigen bie \u00dcKitglieber biefer Familie bie meiften Sdterfmale ber 3apnfcpnabler \u00fcberpaupt. SDer Scp\u00e4bel ftimrnt [epr mit bem ber \u00a9nten \u00fcberein; bie S\u00dfirbetf\u00e4ute beftept auS viergepn bi\u00bb ftebgepn ^alS ?, neun fft\u00fcdfen? unb \u00dfeben Sepmangmirbeln ; bie S\u00eeumpftpeile beS \u00a9erippeS geidpnen \u00dfdp auS burdp ipre $\u00fcr$e, bie Oberarmfttodpen burd) ipre oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfige S\u00e4nge; ber Suftr\u00f6pre [eplen bie eigentp\u00fcntlidpen Biegungen ober \u00a9Weiterungen, melcpe bei anberen Familien ber 3upu[cpn\u00e4bler bemerflicp merben; bie \u00e4mtge ift berp\u00e4ltni\u00dfma\u00dfig part, ber $ropf meit, ber S\u00dftagen [epr muSfelfr\u00e4ftig.\nSober \u00a9rbtpeil pat [eine eigentp\u00fcntlidpen \u00a9\u00e4nfearten. Su Sl\u00dfen unb \u00a9uropa fommen meprere Slrten fa\u00df in gleicher ^\u00e4u\u00dfgfeit Oor; einzelne Oerbreiten \u00dfcp audp \u00fcber ben dtorben ber gangen \u00a9rbe; nad> S\u00fcben pin [onbern \u00dfe \u00dfdp [cp\u00e4rfer ab. Sie leben meniger als bie \u00fcbrigen 3upn[dpn\u00e4bler im S\u00dfaffer, bringen vielmehr einen gro\u00dfen Stpeil ipreS SebenS auf bem feften Sanbe gu; eingelne gep\u00f6rett gu ben mirflidpen 23aumocgeln, m\u00e4plen menig\u00dfenS S\u00e4ume gum SluSrupen unb Sdplafen ober gur Anlage ipreS d\u00eecfteS. Su ber \u00a9bene \u00dfnben \u00dfe \u00dfdp p\u00e4u\u00dfger als im \u00a9ebirge; aber \u00dfe [dpeuen baS\n50*\nj","page":787},{"file":"p0788.txt","language":"de","ocr_de":"788\n$)ie \u00a9cbtoimmer. 3abnf<brabler. \u00a9\u00e4nfe.\nle^tere nicpt, uni) getriffe Slrten Serben gerate in bebeutenben ^\u00f6^en gefunbett, [o im .ipimalapa, fo auf ben Stnben. Sin Setregunglf\u00e4fugleit \u00fcbertreffen fie alte \u00fcbrigen 3abnfd)n\u00e4bter. \u00a9ie gehen rortrefflich, ebenfogut all irgenb ein \u00a9d)tnimmrogel, \u00fcberhaupt beffer all atte B^nfdpn\u00e4bter, fdpmimmen gtrar minber gut unb rafcp all riete \u00a9nten unb bie \u00a9dptn\u00e4ne, aber bod^> immerhin noch getranbt unb fdpnett genug, tauben in ber jugent ober bei \u00a9efafyr in giemliche liefen hinab, fliegen leidet unb fch\u00f6n, ireite \u00a9treden in einem 3uge burchmeffcnb unb tniffen fiep, trie bemerft, auch im \u00a9egtreige ber S\u00e4ume gu benehmen. $luge nehmen fie bie \u00c4eilorbnung an, nad) St au mann mit einer getriffen Stegelm\u00e4fjigfeit. ,,\u00a9l fd^eint nicpt bem 3ufalte \u00fcberlaffen, ob ftd) ber eine ober ber anbere \u00a9dientet biefel hinten offenen Oreiedl tanger ober \u00ef\u00fcrger geftaltet ober aul einer gr\u00f6\u00dferen ober geringeren Slngapl S\u00f6geln gufammenftetten tritt; man benierft rielmepr, trenn ber 3ug, um ftd^ ettral gu erpoten, jene Orbnung aufpebt, fie aber \u00efurg barauf trieber perftettt, ba\u00a7 aufl neue bie oorige ^igur immer trieber erfepeint, uttb trenn eingetne S\u00f6get nicpt ipren rorigen tptab trieber gefunben, fie aultreten unb ba einr\u00fcden, tro fie pingep\u00f4ren, fetbft au\u00bb einer Steipe in bie anbere \u00fcbertreten. S\u00dfarutn fte gleich anberen rorfieptigen S\u00f6geln in tiefer Orbnung fliegen, ift nicpt feptrer gu erraten; tenu nur auf tiefe S\u00dfeife pinbert feiner ben anberen am Umfcpauen naep atten \u00a9eiten; auch mag ein fo geregelter $eil bal Ourcpfcpneibett ber Suft erleichtern. Oft ftreiepen fie fo unauf; paltfam in einem \u00a9tridtje fort, fo treit bal Stuge reiept; manchmal rnaepen fte aber auch pl\u00f6plicp \u00a3>alt, fliegen bann unter pl\u00f6plicpem \u00a9djreien langfamer unb unter einanber herum; allein in $\u00fcrge fteht man ben Anf\u00fchrer fiep trieber in \u00dcEftarfcp unb bie \u00fcbrigen trieber in Steip unb \u00a9lieb fepen unb nun bie Steife in ber nur furge 3eit aufgegebenen fr\u00fcheren Orbnung heftig fortfepen.\" Oer $lug ift mit faufenbem \u00a9er\u00e4ufdpe rerbunben; bal Stieber; unb Stuffteigen einer \u00a9epar trirb ron ftarfem foltern begleitet. 3m \u00a9eben tragen bie \u00a9\u00e4nfe ben Seib rorn ettral erhoben, ben Jpal! auf; gerichtet, gerate ober fanft gebogen, fepen einen $ufj in rafeper golge ror ben anberen, ohne babei gu tracfeln unb f\u00f6nnen n\u00f6tpigenfattl fehr fcpnetl laufen, eingelne Slrten fo rafd), bafj ein SJ\u00eeenfd) fie faum einguholen rermag. 3nt \u00a9chtrimmen fenfen fie ben Sorbertpeil bel Seibel tief in bal Staffer, tr\u00e4hrenb ber \u00a9eptrang pocp \u00fcber bemfelben gu ftepen fommt; beim \u00a9r\u00fcnbeln \u00efippen fie fiep rorn \u00fcber unb rerfenfen ben Sorberleib big gur Oberbrufi; beim Saudjen ft\u00fcrgen fie ftd; mit einem \u00a9tofje in bie Siefe.\nOie \u00a9timme ber \u00a9\u00e4nfe pat mit fer ber \u00a9eptr\u00e4ne nod; einige Slepniicp\u00efeit. SHeprere Slrten ftojjen brummenbe, anbere gadernbe, eingelne entlieh fehr flangrolle unb auf treithin h\u00f6rbare S\u00f6tte aus; im 3\u00b0rne ^ifepen bie meiften. Seim SJi\u00e4mtcpen pflegt bie \u00a9timme h\u00f6her gu liegen all bei bem S\u00dfetbcpen.\nS\u00dfelpalb man bie \u00a9\u00e4nfe all bumm rerfeprieen hat, ifi feptrer gu fagen, ba jfebe Scobadhtung bal \u00a9egentheil tiefer Slnficpt lehrt. Sitte Strten, ohne jeglicpe Slulnapme, geh\u00f6ren gu ben flugen, rerft\u00e4nbigen, rorftchtigen unb traepfamen S\u00f6geln, \u00a9ie mi\u00dftrauen jebem Stcnfdjen, unterfdheiben ben S\u00e4ger fteper rorn Sanbmanne ober $irten, fennen \u00fcberhaupt ade ihnen gef\u00e4hrlichen Seute genau, fleHen SSacpen aul, \u00efurg, treffen mit Uebergeugung rerfd^iebene Sorftcptlmafjregeln gu ihrer \u00a9ieper; heit, \u00a9efangen genommen, f\u00fcgen fte fiep halb in bie rer\u00e4nberten Serh\u00e4ltniffe unb trerben bereite nad) furger 3^it fepr gahm, betreifen \u00fcberhaupt eine SB\u00fcrbigung ber Umft\u00e4nte, trelche iprem Ser; ftanbe nur gur \u00a9pre Gereicht. Slucp ihr SBefen ift anfpredpenb. \u00a9ine getriffe \u00a3>errfd;fud;t unb 3an\u00ef; luft l\u00e4\u00a7t fiep bei einigen nicht in Stbrebe fteden; bie Stehrgahl aber ift h\u00f6chft gefettig, trenn auch mehr unter ftd), unb bie eingelnen Familien h\u00e4ngen mit gro\u00dfer S\u00e4rtlidpteit unb Sreue an einanber. SB\u00e4prenb ber ^\u00dfaarunglgeit geht el ohne \u00aeampf gtrifdpen ben SJt\u00e4nndhen nid)t ab; trenn aber jeter eingelne ftch ein SBeibchen ertrorben, tritt ^rieben ein, unb bie rerfchiebenen 5paare br\u00fcten nun neben einanber, ohne ftch gegenfeitig gu behelligen, \u00a9ine einmal gesoffene \u00a9he tr\u00e4hrt f\u00fcr bie gange Sebenlgeit. Oal Sd\u00e4nndpen betreift feinem S\u00dfeibdhen gegen\u00fcber untranbelbare Sreue, ^ilft ber \u00a9attin gtrar nicht mit Sr\u00fcten, bient aber fp\u00e4ter ben Sungen gum R\u00fchrer unb bil gum n\u00e4chften Fr\u00fchjahre hin ber gangen Familie all S^\u00e4dbter.","page":788},{"file":"p0789.txt","language":"de","ocr_de":"(SpcrenganS.\n789\n3Me Srutorte iinb Me Srutgeit f\u00f6nnen fepr berfepieben fein. SStele Giriert famtneln fiep im gr\u00fcplinge iprer betreffenben Jpeimat an fixeren, bom Stenfepen feiten bet\u00e4tigten Orten, in auSge; besten, pflangenreicpen (S\u00fcmpfen ober auf Stor\u00e4fkn unb erbauen pier eingeln auf Heilten Snfetn, (Scpilffufen, groffe funfttofe Hefter auS Sflangenjioffen berfcpiebener Slrt, melepe innen mit Ounen auSgefieibet merben; anbere pingcgen m\u00e4pten fiep S\u00e4ume, unb gmar ^t\u00f6plungen ebeufomopl als 3lfi= gabeln gur Anlage ber Hefter, benupen in lepterem gatte auep einen SRaubbogel* ober apniidpen \u00a7orft gur Unterlage unb ricpten ipn in ber ipnen paffenb erfepeinenben SBeife per. OaS \u00a9eiege entp\u00e4lt fedpS big gm\u00f6lf eigeftaltige, ftarffcpalige, mepr ober Weniger glangtofe, einfarbige (gier. SRadp etma bierm\u00f6epentticper Sebr\u00fctung entfepl\u00fcpfen bie in ein meidpeS, fep\u00f6neS, grautidpeS Ounengcmanb gep\u00fcltten jungen, fpringen, toenn fte auf S\u00e4umen geboren m\u00fcrben, bon oben perab auf beu Soben unb beginnen nun unter g\u00fcprung ber Sitten ftep ipre ttlapruttg gu fuepen. (Sie laufen bom erften \u00fc\u00a3age ipreS SebenS an rafcp unb geioanbt, miff en fidp ebenfo im SBaffer gubettepmen; ipr SBadpS; tpum forbert fo rafcp, baff fie bereits naep ungef\u00e4pr gmei Sftonaten, meitn auep niept bie botte (Sdp\u00f6n; peit unb \u00a9r\u00f6ffe ber Sitten erreiept paben, fo boep ipnen \u00e4pnetn unb felbft\u00e4nbig gemorben finb; bent; ungeaeptet bermeiten fie noep lange in \u00a9efettfepaft iprer \u00a9Item unb bilben mit biefett eine eng gefdploffene Familie.\nSitte \u00a9\u00e4ttfe finb ^\u00dfffangenfreffer. (Sie meiben mit fpilfe ipreS parten, ftparffepneibigen (SdpnabelS \u00a9r\u00e4fer unb \u00a9etreibearten, $opl unb anbere Kr\u00e4uter bom Sobett ab, fdp\u00e4len junge S\u00e4umepen, pfl\u00fcefen ftep Sl\u00e4tter, Seereittrauben, (Scpoten ober Sleprett, entp\u00fclfen bie lepteren rafcp unb gefdpittt, um gum terne gu gelangen, gr\u00fcnbeln in feiepten \u00a9em\u00e4ffern ebenfalls naep 5pftangenftoffcn unb ber; fcpm\u00e4pen feinen Stpeil einer ipnen gufagenben S[fon8c- (Sin^etne Sitten nepmen \u00fcbrigens auep terbtpicre, SJiufcpeln unb Heine SBirbeltpiere gu ftep, mie eS fepeint, mepr auS Setterei als utn einem Seb\u00fcrfniffe gu gen\u00fcgen; menigfienS fann man auep biefe Slrten bei einfaepem ^Pflangenfutter faprelang erpalten. $\u00a3)a, mo fte maffenpaft auftreten, f\u00f6ntten fte (Sdpaben anriepten; fie nupett aber audp mieber burep ipr bortrefflicpeS SMlbpret unb burdp ipr reiepeS geberfteib. Oen miiblebenben Slrten mirb eifrig nadpgeftettt, inSbefonbere m\u00e4prettb ber SJ\u00eeaufergeit, melepe auep biele bon ipnen einige SBocpen lang ftugutif\u00e4pig lnaept. Slufer ben Stenfepen bebropett fte bie gr\u00f6\u00dferen Slbler, meprere bierf\u00fcfjige 9iaubtpiere unb in ben \u00a9leicperl\u00e4nbertt bie fr\u00e4ftigen Surcpe, inSbefonbere bie trofobile. Oie Srut ifi noep gr\u00f6\u00dferen \u00a9efapren auSgefept, mirb aber bon ben \u00a9Item tapfer uttb matter bertpeibigt.\nS\u00f6eun man bebenft, ba\u00a7 bie meiften \u00a9\u00e4nfcarteit fiep felbft bann noep g\u00e4pmett unb gur gort; pffanguttg bringen taffen, menu man fte alt einfing, muff eS unS Sknber nepmen, baff biSper nur menige Slrten gu ^auStpicrett gemaept m\u00fcrben, unb baff bon biefen nur gmei Slrten gr\u00f6\u00dfere Ser; breitung gefunbett paben. \u00a9erabe auf biefe S\u00f6gel f\u00fcllten biefenigen, melepe \u00a9inb\u00fcrgerung fremb; artiger Spiere begmetten, ipr Slugenmerf riepten; benn jebe eingetne \u00a9anSart beiopnt bie auf fte bermenbete St\u00fcpe reicplicp.\n3m Sapre 1827 m\u00fcrbe in \u00a9nglanb, taut Jarrell, gur groffen Ueberrafepung ber gorfdper eine im S^beren SlfrifaS peimifdpe Slrt ber gamilie, bie (SporenganS (Plectropterus gambensis), erlegt unb ipr fomit baS europ\u00e4ifepe S\u00fcrgerredpt guertpeilt. Oie gebaepte Slrt unterfdpeibet fiep niept itnmefentliep bon bett anbereit \u00a9\u00e4nfen unb m\u00fcrbe bemgem\u00e4ff gum Sertreter einer befonberen Unter; familie erpoben; boep mill eS mir fepeinett, als ob bie Slerfmale niept gemieptig genug m\u00e4ren, unt eine foiepe Srenttuttg gu reeptfertigen. Oie (Sporeng\u00e4nfe geiepnen ftep bor ben \u00fcbrigen aus burep bebeutenbe \u00a9r\u00f6ffe, fepianfen Seib, langen \u00a3>atS, gro\u00dfen, ftarfen, an ber SSurget beS OberfcpnabelS p\u00f6tterig aufgetriebenen \u00abSdpnabet, nattteS Sorbergeftcpt, berp\u00e4ltniffm\u00e4ffig fepr pope, noep \u00fcber ber gerfe nattte Seine mit langen $epen unb gro\u00dfen (Sepmimrnp\u00e4uten, lange, fpipe gt\u00fcget, bereit Oberarmfebern befonberS entmittelt ftnb unb beren ^ornmargen ftdp gu ftarfen (Sporen auSgebitbet","page":789},{"file":"p0790.txt","language":"de","ocr_de":"790\n\u00aeie \u00a9dj trimmer. \u00dfaljnfdjn\u00e4bfer. \u00a9chtfe.\npbett, giemlid) langen,' feilf\u00f6rntig gugefpifcten \u00a9d)toang itnb glatt anliegenbeg, aber gro\u00dffeberigeg \u00dfleinge\u00dfeber, ioetcpg bie \u00a9tirngegenb unbefleibet lagt. \u00a9ie \u00a9Sangen, bag finn unb bie feljle, bie \u00a9littelbruft unb bie Unterste, and) bte furgen Ober\u00df\u00fcgelbecffebern l\u00e4ngg ber gangen f^l\u00fcgelfante ftitb ioei\u00df, jpintcrplg unb \u00a9lantel fdjtoarggriin. \u00a9ag Sluge ift rot-braun, ber \u00a9dbnabel nebft $\u00f6cfet bl\u00e4ulidjrotlj, ber \u00a7it\u00df fdjtnugig pUrotlj. \u00a9te S\u00e4nge betr\u00e4gt \u00fcber 3 gu\u00df, bte \u00a9reite 5 V. gtt\u00df, bie \u00a9djtoangl\u00e4itge 7 3oH. \u00a9ag 2Beibd)en ift betradjtlidj freiner, bent \u00a9t\u00e4nncpn aber \u00e4lntlid) gef\u00e4rbt, ber Junge \u00a9ogel auf ber Oberfeite braun, auf bem gl\u00fcgel fdjtuarg, am \u00a9orberplfe graubraun, an ber \u00aeel)le toei\u00df, \u00fcbrigeng pHg\u00e4nfegrau.\nSie \u00a9tjorengatt\u00f6 (Plectropterus gambensis). i/\u00df ber itat. Or\u00f6fje.\n\u00a9er \u00a9erbreitunggfreig ber \u00a9porengang erftredt ftdj \u00fcber gang \u00a9littet= unb \u00a9\u00fcbafrifa. \u00a9ubap fattb id) fte in flehten \u00a9efellfdjaften auf beiben \u00a9tr\u00f6mett ungef\u00e4hr oom 14. \u00a9rabe n\u00f6rblid)er \u00a9reite an, regelm\u00e4\u00dfig unb puftg, im \u00a9orben feltener. \u00a9ie betool)nt enttoeber bie Ufer ber \u00a9tr\u00f6me felbft ober gr\u00f6\u00dfere \u00a9egenteidje unb [freiest, meinen \u00a9eobad^tungen gufolge, nur in einem befd>r\u00e4nften \u00a9ebtete auf unb nieber. SJtt ben \u00a9lonaten \u00a9l\u00e4rg unb i^uli pit fte ftd) m\u00f6glidbft oerborgen auf fumpftgen \u00a9teilen, toeil fte bann maufert unb nicht fliegen fantt; fp\u00e4ter trennen ftd) bie \u00a9efettfdpften iit fSaare, toeldje int Anf\u00e4nge ber \u00a9egengeit bie \u00a9rutyt\u00e4fce begie\u00dfen unb hier in ein gro\u00dfeg, nidjt feiten fd^toimmenbeg, aug \u00a9infen, \u00a9prid^t, \u00a9iebgrag u. f. to. beftepnbeg \u00a9eft brei big fcdj\u00ea \u00a9ier legt, ^m \u00a9e^tember unb Oftober \u00dfnbet man 3iunge int \u00a9unenfteibe unb fp\u00e4ter bie Sllten nod) in treuer \u00a9emeinfdjaft mit fljrejt evtoadfenen jungen. 3cac^ ber elften \u00a9laufer erhalten biefe bag","page":790},{"file":"p0791.txt","language":"de","ocr_de":"791\n\u00a9P orengan\u00ea. \u00a9cpwaneuganS\n\u00c4leib tprer eitern, nehmen aber nodp etn>aS an \u00aeri>\u00dfe unb paben auep noep feinen entwidfelten $\u00f6dfer.\n2)ie \u00a9porengan\u00ea l\u00e4uft beffer af\u00f4 jebe anbere mir befannte Slrt ber gamilie. \u00a9ie tr\u00e4gt \u00dfdp oorn podp aufgeridptet unb erinnert beim \u00aeepen entfernt an einen \u00a9torcp ober \u00a9tel\u00a7oogel \u00fcberhaupt; oor bem Sluf\u00dfiegeit rennt fie erft auf eine jiemlidpe \u00a9treefe bapin, ergebt fid;, fdpl\u00e4gt rafdp unb fr\u00e4ftig mit ben kl\u00fcgeln, fteigt halb in bebeutenbe \u00a3>\u00f6pen empor unb [treibt in biefert fd;nell oorW\u00e4rtS, gef\u00e4llt \u00dfcp aber oft in einem bei 3apnfdpn\u00e4blern fonft fepr ungew\u00f6pnlidpen \u00a9drehen. 3m \u00a9dpwimmen unter; fd^eibet fie fid) nidpt Don' ben gew\u00f6pnlidpen \u00a9\u00e4nfeit. \u00a9ine eigentliche \u00a9timme pabe idp nie oon ipr oernommen, fonbern pocpfien\u00ea, unb auep feiten, Reifer gifd^enbe Saute. Sitte, ioeldpe idp int ^reileben fap, Waren fcpeu unb oor\u00dfd;tig unb unterfdpieben ben S\u00f6ei\u00dfen fe^r wopl bon bem \u00a9cpWarjen, liefen lepteren Wenigften\u00ea \u00fciet n\u00e4her an fidb peranfommen als jenen. Um anbere b\u00f6gel fdt;ienen lie fidb nicht \u00a7u bef\u00fcntmern, obWopl fie mitten unter benfelben lebten. \u00aea\u00df fie audb fdpw\u00e4dperen Spieren ihre ^errfdpfudpt f\u00fchlen laffen, beobachtet man an \u00a9efaugenen, Welcpe, wie bie \u00a9d;W\u00e4ne, ba\u00a7 mit ihnen auf bemfelben \u00a3eicpe lebenbe SBafferge\u00df\u00fcgel regelm\u00e4\u00dfig unterjochen, erz\u00fcrnt, fid; mit toaprer 2Butp auf ihren \u00a9egner ft\u00fcrjen, fidb in beffen \u00a9e\u00dfeber feftbei\u00dfen unb ihn juWeilen wirflidp umbringen. \u00a3)in\u00dfd;tlidp ber Nahrung unterfdheiben fid; bie \u00a9poreng\u00e4nfe infofern oon anberen, ba\u00df fie fehr gern ^ifepe ober tpierifcpe \u00a9toffe \u00fcberhaupt freffen unb biefe, Wenn fie \u00dfdp einmal baran geW\u00f6pnt haben, mit berfelben \u00a9epnfud;t erwarten Wie bie \u00a9nten.\nbon 2Beftafrifa au\u00ea werben allj\u00e4hrlich \u00a9poreng\u00e4nfe lebenb nadp \u00a9uropa gebracht ; fie finben fiep be\u00eapalb in allen \u00a3pierg\u00e4rten. 3m Diegentpavf palt man fie fepon feit mepr als brei\u00dfig Sdpren regelm\u00e4\u00dfig; gleid;Wopl paben fie ftdp bei un\u00a7 nod; nidpt eingeb\u00fcrgert unb, fooiel mir befannt, audp nirgeub\u00e4 fortgepflanjt. \u00a9egen falte Witterung mu\u00df man fie fd;\u00fcpen, Weil \u00dfe fiep, trenn man \u00dfe im freien l\u00e4\u00dft, bie g\u00fc\u00dfe erfrieren.\nSJtepr at\u00ea irgenb eine anbere Slrt ber Familie oerbient bie \u00a9dptrauen; ober fanabifd;e @an\u00a7 (Cygnopsis canadensis) bie Slufmerffamfeit unferer \u00a3pierj\u00fcd;ter. \u00a9ie unterfepeibet \u00dfdp oon ber ^au\u00eagan\u00e2 burdp fdplanferen Seib, l\u00e4ngeren $al3 unb bunteres \u00a9e\u00dfeber, Wirb beSpalb audp einer befonberen \u00a9ippe guertpeilt, fommt aber im S\u00f6efentlicpen fepr mit ben edpten \u00a9\u00e4nfen \u00fcberein. \u00aeopf unb ^interpol\u00e9 \u00dfnb fdpWarj, SBangengegenb, $eple unb \u00a9urgel wei\u00df ober grauwei\u00df, bie Dbertpeile l>r\u00e4uitlid;grau, an ben 9f\u00e4nbern ber Gebern petter, bruft unb DberpalS afdpgrau, bie Unterfeite \u00fcbrigens reinWei\u00df, bie $anbfd;Wingett fcpwargbraun, bie Slrmfcpwingen, bie \u00a9teuerfebern, fedpSjepn ober aephepn an ber 3apl, fdptoar$. SDaS Sluge ift graubraun, ber \u00a9dpnabet fcpwarj, ber gu\u00df fdpWar^grau. \u00aeie S\u00e4nge beS SR\u00e4nndpenS betr\u00e4gt 35 bis 36, bie breite 63 bis 65, bie ^ittigl\u00e4nge 18, bie \u00a9cpwanjl\u00e4nge TU 3oH. \u00a3)aS SBeibdpen ift etwas fleiner.\n\u00aeie \u00a9dpWanenganS Wirb in gan\u00a7 Slorbamerifa gefunben, br\u00fctet aber nid;t mepr in ben f\u00fcblidpen ^peilen ber bereinigten \u00a9taaten, fonbern pat \u00dfdp feit \u00a9Vfdpeinen beS Mei\u00dfen nad; SRorben jur\u00fcdf; gezogen unb Wirb oon 3apr gu 3apr treiter jur\u00fcdgebr\u00e4ngt. 3n gr\u00f6\u00dferen, fdpWer jug\u00e4nglidpen \u00a9\u00fcmpfen ber mittleren \u00a9taaten \u00a9\u00fcbamerifaS br\u00fcten \u00fcbrigens nocp allj\u00e4prlidp einzelne $\u00dfaare, unb W\u00e4prenb beS \u00a3ugeS im hinter befudpen \u00dfe alle \u00a9taaten. bom jftorben fommenb erfdpeinen \u00dfe in \u00a9efe\u00fcfcpaften oon gwar\u00e7ig bis brei\u00dfig \u00a9t\u00fcd'en. \u00a9nbe OftoberS, juWeilen fr\u00fcper, \u00a7uWeilen fp\u00e4ter, fepen \u00dfe \u00dfdp in SRaprung oerfpredpenben \u00a9egenben feft, ftreiepen, in borauS\u00dfcpt be\u00ea fommenben bktterS, halb wieber naep fRorben jur\u00fcd, halb mepr naep \u00a9\u00fcben pinauf, oerbringen fo ben S\u00dfinter unb treten im Slpril ober Slnfang\u00ea 3Rai ipre dt\u00fccfreife nadp ben brutpl\u00e4pen an, Welcpe peutgutage gr\u00f6\u00dftentpeil\u00bb in ber Xunbva ^Wifdpen bem 50. unb 67. \u00a9rabe n\u00f6rblidper breite gu fudpen \u00dfnb.","page":791},{"file":"p0792.txt","language":"de","ocr_de":"792\n\u00aeie \u00a9djtoimmer. \u00dfabnfdjn\u00fcbler. \u00a9Snfe.\n2\u00dfe[en uttb \u00a9igenfchaften, \u00a9itteu unb \u00a9etoo\u00c7n\u00efjeiten ber \u00a9djtoanengan! \u00e4hneln benert unferer euroh\u00e4ifdjen S\u00dfilbgan! faft in jeber tpinfpt. Oie Setoegungen auf bem Sattbe ober im S\u00dfaffer, bie 2\u00efrt bei fliegen!, bie gtugorbnung K. ftnb bei jener biefelben toie bei biefer; bie (Stimme oon beiben ^at toenigften! gro\u00dfe Stehnlidjleit, nnb auch bie geiftigen ^igfeiten fpinen gleichm\u00e4\u00dfig enttoidelt Su fein. Sitte Seobaper r\u00fchmen bie au\u00dferorbentlip \u00a9inuelfdpfe, bie Klugheit, Sorftp, Sift, SerfP\u00fbgen\u00c7eit, durg ben Serftanb ber \u00a9djtoanengan! unb fprec^cn mit berfelben Slpung Oon p, mit toetpr nufere feiger Oon ber S\u00dfilbgan! reben. \u00a9ie ift ftet! oorftpig, aber toeniger fd)eu im Sttneren bei Sanbel all an ben (Seel\u00fcften ober auf Heineren Oeipn minber \u00e4ngftlid; all auf gr\u00f6\u00dferen (Seen. Seim S\u00dfeibeit [teilt fie regelm\u00e4\u00dfig S\u00dfapn aul, unb biefe benapidjtigen bie \u00a9efettfdjaft Oon jebem gef\u00e4hrlichen fteinbe, toetpr ftdj geigt. (Sine $erbe Sieh ober ein Zxupp toilber S\u00fcffel bringt fte nip in Unruhe, ein S\u00e4r ober Kuguar toirb fofort augegeigt, unb ber gange \u00a3aufe nimmt bann fo fd^leunig all m\u00f6glid) feinen S\u00dfeg bem S\u00dfaffer gu. Serfttp ber fteinb, fie hier gu oerfolgen, fo fl\u00f6\u00dfen bie \u00a9anferte laute \u00a9peie aul, ber, Srttp fdpe\u00dft fid) eiligft unb ergebt ftd) in nip gefpoffencr SJtaffe, nimmt aber, toenit er toeit gu fliegen gebeult, feine regelm\u00e4\u00dfige ^eilorbnung an. Shr @el)\u00f6r ift fo fd^arf, ba\u00df fte im \u00a9taube ift, bie oerfpebenen \u00a9er\u00e4ufp mit betounberunglto\u00fcrbiger \u00a9iprljeit gu unterfdjeiben. @ie merit el, ob ein Sper einen b\u00fcrrren 21 ft bridjt ober ob berfelbe oon einem SJZantte gertreten toirb; fte bleibt ruhig, ioetttt ein Oufcenb gro\u00dfer \u00a9ptb\u00efr\u00f4ten ober ein Slttigator mit \u00a9er\u00e4ufd) \"in! S\u00dfaffer f\u00e4llt, toirb aber \u00e4ngftlid), menu fie ben \u00a9djlag ein\u00eal St\u00fcber! h\u00f6rt, ergebt bann fofort ihr \u00a3aupt uttb fiep fd)arf nad) ber oerb\u00e4pigen Stipung bin. \u00a9ine feine Sift geigen biefe \u00a9\u00e4ttfe, toeun fte ftd) ungeb\u00f6rt unb ungefeben baoon fpeidjen iootten. 3utoeilen nehmen fte gu einem nabeliegenben S\u00dfalbe il)ve 3uflud)t; geto\u00f6l)nlid) fd)toimmeit ober laufen fte auf bipe! \u00a9ral gu, buden ftd; hier unb ftebleu ftd) unb\u00f6rbar itt bemfelbett fort ober briiden ftd) aud) toohl patt auf ben Soben ttieber. 2ltt ihrem gew\u00f6hnlichen Sipepap h\u00e4ngen fie mit einer getoiffen Sorliebe, lehren belbalb aud) regelm\u00e4\u00dfig toieber gu ihnen gurttd; ioerben fte geft\u00f6rt, fo entfernen fte ftd) ba, too fte feiten behelligt tourben, in ber Siegel nid)t toeit, to\u00e4hreub fte an anberen Orten gro\u00dfe \u00a9treden burdpegen, beoor fte ftcb nieberlaffen. Oa\u00df fte an biefen ^Bl\u00e4hen ebenfatt! S\u00dfapn aulftetten, oerfteht ftcb Oon felbft. Sertounbcte, Welche burd) ben \u00a9pt\u00df gum fliegen unf\u00e4hig tourben, fbun, all ob fte lerngefunb to\u00e4ren, laufen aber fo fdjnett all m\u00f6glid) einem fte oerbergenben pap gu unb fehlen ftcb hier fo gefd)idt gtoifd)en ben ^fangen Weiter, ba\u00df fte ftd) bem S\u00e4ger feljr oft entgiehen. \u00a9inmal fab Slubttbon in Sabrabor eine \u00a9d)toanenganl, toeld)e to\u00e4l)renb ber K\u00e4ufer alle \u00a9chtoingen oerloren hatte, auf bem S\u00dfaffer fchtoimmen unb oerfolgte fte mit bem Soote; all biefe! ftcb n\u00e4herte, tauchte fte, lam toeit baoon gum Sorfpine, taupe toieber unb tourbe hierauf nicht mehr gefehen. Stad) l\u00e4ngerem \u00a9upn bemerlte man, ba\u00df fte ftcb bip hinter bem \u00a9terne be! Soote! hielt, aber nur ben \u00a3op \u00fcber ba! Staffer emprftredte unb in biefer \u00a9tettung ebenfo fchnett Weiter fchtoamm all ba! Soot. \u00a9iner ber S\u00e4ger Oerfupe nun, fie mit ber \u00a3anb gu ergreifen; fie aber taud)te blihfpett in bie Siefe unb pult [ich jefet halb auf biefer, halb auf jener \u00a9eite bei Soote!, immer fo, ba\u00df f\u00e4mmtip S\u00e4ger ihr Sticht! apaben tonnten. Oer \u00fcber bie Klugheit bel Spere! erfreute $orfpr ertoirlte feine Segnabigung. Seim fliegen halten fid) bie \u00a9d)toancng\u00e4nfe in einer \u00a3\u00f6lje au\u00dfer aller \u00a9p\u00dftoeite; bei Stacht! aber giehen fte, toie bie meiften oorftpigen S\u00f6gel, niebriger \u00fcber bem Soben bahin. Ungeto\u00f6l)nlip \u00a9rfd)einungen ober aud) biper Stebel oertoirren fte gutoeilen in einer S\u00dfeife, Welche ihnen gef\u00e4hrlich toirb. 2ln ben hellen \u00a9pi6en ber Seiptpirme gerfto\u00dfen fte fid) napl, an t)opu \u00a9eb\u00e4ubett bei bichtem Stebel nip fetten bie $\u00f6pe.\nOa, too bie \u00a9d)toattengan! in ben [\u00fcblicheren Sp^eit ber Sereinigteit \u00a9taaten br\u00fctet, beginnt fte mit bem Saue bei Siefte! bereit! im SJi\u00e4rg. Um biefe Seit ftnb bie Sft\u00e4nnd)en fehr aufgeregt unb im h\u00f6pten \u00a9rabe lampluftig; bentt fo gefettig unfere S\u00f6gel anberen berfelben 2trt gegen\u00fcber ftch geigen, fo toenig m\u00f6gen fte e! leiben, toenn ftd) ein $aar bid)t neben bem anberen ba! Steft baut. Oie benachbarten \u00a9anferte liegen ftch beft\u00e4nbig in ben Gebern, gleid)fam, all ob fte glaubten, ba\u00df ein jeber bem anberen feine repm\u00e4\u00dfig ertoerbene \u00a9attin, mit Welcher er to\u00e4hrenb feiner gangen Sebenlgeit","page":792},{"file":"p0793.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9chmanenganS.\n793\nin treuer \u00a9Ije lebt, megneljmen bellte, ober als ob er meine, ba\u00df er burdj ben anberett in feinen StcBeSbemerBungen unb SieBeSBegeugungett ge\u00df\u00f6rt merbe. \u00a9elegent\u00efid) Bommt eS 31t Ijartn\u00e4cBigen K\u00e4mpfen; bod; pflegt beren EfuSgang f\u00fcr Beibe Steile gleid) g\u00fcnftig ju fein, unb Beibe Behren nad) Beenbigtem \u00a9treite froplodenb \u00a7u ihrem SBetBdjcn jur\u00fccB. 3um ^iftovte m\u00e4hlt \u00dfd) baS ^\u00dfaar einen oom S\u00f6affer ettoaS aB\u00efiegenben Ort, jmifdjen bittern \u00a9raf\u00ea, unter \u00a9eb\u00fcfdj u. f. m.; auSnaljmSmeife Bommt eS aud) oor, ba\u00df ein ^\u00dfctar auf S\u00e4umen Br\u00fctet: ber 5\u00dfrin$ oon EBieb fattb baS Eteftriner \u00a9chmanengattS int @e$meige einer tjopen Rappel angelegt, auf meldjer pljer oBen ber \u00a3>or\u00df eines toei\u00dfB\u00f6p\u00dfgcn \u00a9eeablerS ftanb. \u00a9in gtoeiteS Eteft, toeldjeS biefer \u00c7orfcper unterfudjte, mar pintcr einem pol)en SreiBhol\u00e4\u00dfamme angelegt unb Beftanb BloS auS einer feilten \u00a9ruBe im \u00a9anbe, toeldje mit Outteit auSgeBleibet morbett mar. ber EBegel gebraud\u00df ber Sogei gr\u00f6\u00dfere \u00a9orgfalt Bet ber Einlage beS ElefteS, unb gumeilen fdjid\u00dfet er einen jiemlid) gro\u00dfen Raufen oon ftropartigent \u00a9rafe unb anberett ^Sflangenftoffen jttfammen. OaS \u00a9elcge Befielt auS brei Bi\u00bb neun \u00a9iern; fed)S fc^eint bie regelm\u00e4\u00dfige Ba\u00efjl berfelBen \u00a7u fein; \u00a9efangene legen beren ^eljn Bis elf. Etad) adbtunb^manjig: t\u00e4giger Sebr\u00fctung entfcpl\u00fcpfen bie bunigen jungen bem \u00a9ie, merbett ttod) ein ober jmet \u00a3age int 9Refie gur\u00fcdgepalten unb folgen bann ipren \u00a9Item inS EBaffer, Be\u00efjren aBer geto\u00f6ljnlich gegen ElBenb gunt Sattbe juriicB, um \u00dfd) pier auSguruhen unb jtt fonnen unb oerBringen bie E\u00eeadjt unter bent \u00a9efteber ber EJ\u00ceutter, toeldje alle benBhare \u00a9orge f\u00fcr ihre SehaglidjBeit unb \u00a9idjerljeit BeBunbet unb oon bem Sater treulidj unterft\u00fcfst mirb. Sei \u00a9efaljr Oertpeibigen bie Eliten tpre Srut mit BetounberungSto\u00fcrbigem EJhithe; ElubuBon Bannte ein ^3aar, baS mehrere 3>aljre nad) einanber auf bemfelBen \u00a3eidje Br\u00fctete unb in $olge ber oielett Sefudje, meld)e ber ^orfdjer machte, ^ule^t fo breift m\u00fcrbe, ba\u00df biefer \u00dfdj Bis auf menige \u00a9djrittc n\u00e4hern Bonnte. Oer \u00a9anfert erhob \u00dfdj gu feiner ooden \u00a9r\u00f6\u00dfe, fupr audj tooljl auf ben \u00a9inbringling loS, um iptt gur\u00fctfgufd^recBen unb oerfe^te iptn einmal im fliegen einen fo heftigen \u00a9djlag auf ben Elntt, ba\u00df ElubuBon meinte, berfelBe fei gerBrodjen. ioorben. Etadj foldt>en Eingriffen lehrte er jcbeSmal felBftBemu\u00dft jum Ecefte gur\u00fccB unb oer\u00dfdjerte bie \u00a9attin bttrdh Seugett bcS Kopfes oon feiner EBi\u00fcf\u00e4ljTigBeit, \u00dfe ferner ju oertpeibigen. Um baS muthoolle \u00a3ljicr genauer Bennen gu lernen, Befdhlo\u00df unfer ^orfdjer, eS gu fangen. 3U biefetn 3toecBe Bradjte er K\u00f6rner mit unb ftreute biefe in ber Ei\u00e4pe beS EtefteS auS. Etad) einigen Oagett fra\u00dfen Beibe \u00a9\u00e4ttfe oon ben K\u00f6rnern felBft angefidjtS beS gorfdjerS, unb fdjlie\u00dflich gem\u00f6httten fte fid\u00a9 fo an ben Sefttcher, ba\u00df \u00dfe Elu bu Bon erlaubten, \u00dfd) Bis menige $u\u00df bem Ecefte \u00a7u n\u00e4hern; bod) bulbeteu \u00dfe nie, ba\u00df er bie \u00a9ier anr\u00fchrte, unb metttt er eS Oerfudjte, fdjo\u00df baS EMnndjen to\u00fctljenb auf ihn loS unb Bi\u00df ihn heftig in bie Ringer. EUS bie jungen bem EluSfdjl\u00fcpfen nahe m\u00e4ren, B\u00f6berte er ein gro\u00dfes E\u00eeeh mit $orn: ber \u00a9anfert fra\u00df oon bemfelBen unb m\u00fcrbe gefangen; als am n\u00e4djften EJ\u00eeorgen bie \u00a9anS ipre auSgefdjl\u00fcpften jungen bem f^luffe guf\u00fchrett iooUte, \u00dfng ElubuBon bie lederen, fomie bie EJlutter ein, foba\u00df er alfo bie \u00a9efellfdjaft in feine \u00a9emalt gebradd hatte. Oie f^amtlte m\u00fcrbe nun mit gel\u00e4hmten kl\u00fcgeln in einen gro\u00dfen \u00a9arten gefegt; bie \u00a9Item marett aber fo eingefdh\u00fcdhtert, ba\u00df ihr Pfleger um bie jungen f\u00fcrdpten mu\u00dfte. Ood; gelang eS ihm, \u00dfe nach unb nad) an bie Saroen oon jpeufdjrecBett, ihr SieBliugSfutter, eingemeid\u00dfeS \u00a9er\u00dfenfd)rot unb bergleicpen 51t gem\u00f6hrten unb bie jungen gro\u00df^u^iehen. Sei \u00a9intritt \u00dfrettger $\u00e4tte im OejemBer beoBadptete ElubuBon, ba\u00df ber \u00a9anfert oft feine Fl\u00fcgel Breitete unb habet ein lautes \u00a9efcfjrei auS; ftie\u00df. Eluf biefeS hin antmorteten alle \u00a9lieber ber Familie, guerft baS 2\u00dfeiBd)en, bann bie jungen, bie ganje \u00a9efe\u00fcfdhaft rannte hierauf, fomeit \u00dfe Bonnte, in f\u00fcblidjer 9tid)tung burd) ben \u00a9arten unb oerfudhte \u00e4itfju\u00dfiegen. Orei 3^hre ^an3 Blieben bie S\u00f6gel im Sc\u00df\u00dfe ttnfereS $orfd)erS, unb mehrere oon ben jungen, nicht aber bie Eliten, p\u00dfanjten \u00dfd\u00a7 in ber \u00a9efangenfehaft fort.\n\u00a9egenm\u00e4rtig \u00dfeht man gefangene \u00a9dhmaneng\u00e4nfe auf allen gr\u00f6\u00dferen Sauerh\u00f6fen 9torbameriBaS. Slan hat erfannt, ba\u00df biefe Elrt ttod) einen h\u00f6heren \u00fct\u00eeupen gem\u00e4hrt als bie ^attSganS, unb \u00dfe junt mirfliehen ^\u00bbauSthiere gemacht, \u00a9ie mirb jept gan^ in berfelBen E\u00f6eife gehalten mie ihre Sermanbte. Son ben \u00a9efangenen paaren \u00dfd) oiele mit anberen \u00a9\u00e4itfen, iitSBefonbere mit ber ^auSganS, unb bie 9\u00eeadhBommen auS folchen ^reu^ungen follen \u00dfd) BefonberS baburdj auSjeidhnen, ba\u00df \u00dfe leichter fett","page":793},{"file":"p0794.txt","language":"de","ocr_de":"794\n\u00aeie \u00a9ptoimmer. 3aPfPn&bIet\\ \u00ae\u00fcrife.\nWerben als ipe 6ciben \u00a9tammarten, auf bem \u00fc\u00ef\u00efar\u00efte alfo einen Pieren ^3ret\u00ea ergielen als biefe. 3n \u00a9uropa pit man fanabifpe \u00a9pwaneng\u00e4nfe fpon feit langer Bett/ pt fie aup \u00fcberall mit Seiptigfeit gur ^orty\u00dfangung gebraut, ipe (Einb\u00fcrgerung aber nipt mit bem (Eifer betrieben, Welpen bie \u00a9ape oerbient. Ourp unfere Tierg\u00e4rten, namenttip non \u00ae\u00f6ln aus, f\u00f6nnen Sicbpber ober Sanbwirtp gegenw\u00e4rtig ein S\u00dfaar \u00a9pwaneng\u00e4nfe f\u00fcr einen fep geringen $)3reiS erpalten, bemnap leipt Weitere Verfupe anfte\u00fcen unb .gur V\u00dfeiteroerbreitung beS empepenSWertpn \u00a9efp\u00f6peS beitragen.\n$\u00fcr bie Vetooper beS n\u00f6rblipen HmerifaS ift bie \u00a9ptoanenganS ein au\u00dferorbentlip wiptiger Vogel. Bnbianer.unb 2Bei\u00dfe finb auf fic geWifferma\u00dfen angewiefen unb betreiben beSplb bie $agb mit gteipem (Sifer. H\u00eean bebient ftp geeinter ober auSgefto\u00dffter \u00a9\u00e4nfe, um bie in ppr Suft bapngiepnben angulcden, unb f\u00e4ngt biejenigen, Welpe ber Socfung folgen, entWeber in gro\u00dfen Sieben gu Oupnben ober erlegt mit bem \u00a9etoepe im Saufe beS VageS gutoeilen #unberte. V\u00dfenn eS bas SBetter geftattet, Werben bie \u00a9et\u00f6bteteu nur ausgenommen unb perauf in einem falten Haurne bis gum \u00a9ebraupe aufgepngt ; \u00dfe galten ftp aup bei ber gleipm\u00e4\u00dfigen \u00c4\u00e4lte oiele V\u00f6open lang Oortrefflip. milben V\u00dfintern werben \u00dfe eingefallen ober ger\u00e4upert. Oie Gebern \u00fcbertreffen an \u00a9\u00fcte bie ber \u00a3>auSganS; bie Ounen ftepn benen beS \u00a9pWaneS faum nap.\nOie 3Bilb = ober \u00a9rauganS, \u00a9tauim;, DJl\u00e4r3 = ober JpecfganS (Anser cinereus), welper Wir unfere ^auSganS Oerbanfen, ift giemlip gleipm\u00e4\u00dfig grau, auf bem Dt\u00fccfen br\u00e4unlipgrau, auf ber Unterfeite gtlblipgrau. Oie gebern ber Oberfeite ftnb Wei\u00dflip, bie ber Unterfeite bunfeigrau geranbet; auf beu gl\u00fcgeln gep bie F\u00e4rbung in reineS Hfpgrau, iu ber \u00a9tei\u00dfgegenb iu Heintoei\u00df \u00fcber; bie \u00a9pwingen unb \u00a9teuerfebern finb fpwarggrau, Wei\u00dfgefp\u00e4ftet, letztere aup Wei\u00df au ber \u00a9pp. OaS Huge ift liptbraun, ber \u00a9pnabel WapSgelb, ber $u\u00df bla\u00dfrotp Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 3 gu\u00df unb bar\u00fcber, bie Vreite 5l2 $u\u00df, bic ^ittigl\u00e4nge 18, bie \u00a9ptoaugl\u00e4nge 6 Bott.\nOie \u00a9rauganS ift bie einzige oon ben bei uns oorfommenben Hrten, welpe in Oeutfp; taub br\u00fctet; benn fie geh\u00f6rt mep ben gem\u00e4\u00dfigten \u00a9treefen als bem ppn Horben an. Huf meiner Heife in Sappanb pbe ip fte allerbingS nop unter bem 70. \u00a9rabe ber n\u00f6rblipen Vreite bemerft, per aber Wapfpeinlip an ber n\u00f6rblipen \u00a9renge ipeS Verbreitungsgebietes. Von Herwegen an erftreeft fip festerer in \u00f6ftliper Hiptung burp gang \u00a9uropa unb H\u00dfeit bis gum \u00e4u\u00dferften Often biefeS \u00a9rbtpilS; nap \u00a9\u00fcben pn bilbet uitgef\u00e4p ber 45. \u00a9rab bie \u00a9renge beS Vrutfreifes, \u00a9elegentlip ipeS BugeS befupt \u00dfc alle S\u00e4nber \u00a9\u00fcbeuropaS unb ebenfo Horbpina unb Horbinbien, ftreipt aup guweilen bis in bie SHitte beS leperen SanbeS unb anbererfeitS oielleipt bis nap Horb; Weftafrifa pnab; bop ift fie in ben f\u00fcblipereit \u00a9teilen ipeS BuggebieteS allerorten feltener als bie oerWaubten Hrten, obWop biefe W\u00e4penb beS \u00a9ommerS ben ppren Horben bewopen. 3n Oeutfplaub erfpeint \u00dfe \u00a9nbe ^ebruarS ober im Hnfange beS SH\u00e4rg, alfo fpon oor ber eigentlipen \u00a9pneefpmelge, in Familien ober fleinen \u00a9efe\u00fcfpaften, oerf\u00fcnbet burp fr\u00f6pipeS \u00a9preien ipe Hnfunft, l\u00e4\u00dft \u00dfp am Vrutorte nieber unb beWeift per burp ip Vetragen, ba\u00df \u00dfe bereits pimifp ift, Wenn \u00dfe anfommt. \u00a9obalb \u00a9nbe BuliS bie SHaufer oollenbet ift, benft \u00dfe an bie Hbreife, giep aber, anf\u00e4nglip WenigftenS, fep gem\u00e4plip ipeS VSegeS bapn, gleipfam nur, um ber uap ip erfpeinenben \u00a9aatganS Vlafc 3U mapen. Huf ber Heife felbft oereinigt \u00dfe fip feiten gu gr\u00f6\u00dferen \u00a9paren, in ben meiften f\u00e4llen galten \u00dfp nur bie \u00a9Item mit ipen erwapfenen \u00c4inbern gufammen.\n3\u00dft fr\u00fcheren 3apen br\u00fcteten bie \u00a9raug\u00e4nfe an allen gr\u00f6\u00dferen ftepnben \u00a9ew\u00e4ffern unfereS Vaterlaubes ; gegenw\u00e4rtig trifft man nop eingetue ^laare in ben auSgebepten Vr\u00fcpen Horb; unb OftbeutfplanbS an, bie meiften aber in ^Sommern, Wofelbft man \u00dfe auf ben Wafferreipen Vr\u00fcpen nirgenbS oermi\u00dft, \u00a9iirnpe, Welpe per unb ba mit gr\u00f6\u00dferen V\u00dfaffer\u00df\u00e4pett abWepfeln ober folpc","page":794},{"file":"p0795.txt","language":"de","ocr_de":"2B\u00dcbgan\u00ea.\n795\numfd)lie\u00dfen, einen moorigen S5oben ^aBen unb feiner gug\u00e4nglidje, mit \u00aera3, 9\u00eeo^r unb \u00a9e\u00dfr\u00e4ucfj beload)fene S\u00dftfeln be\u00dfhen, toerben allen \u00fcbrigen beOorgugt. Stuf jenen Sttfeln oerfammetn \u00dfcb bei ihrer Stnfunft bie $aare, nm au\u00ebguruben; auf \u00dcjnen finbet man fp\u00e4ter bie Stefter, unb oon if>nen au3 fliegen fie gur S\u00dfeibe auf f\u00c7e\u00efb unb 3Btefe hinauf.\n3)ie \u00fcftadjtommen ber \u00a9rauganl, unfere ^\u00bbau\u00eag\u00e2nfe, \u00a7aben ioenig Oon bem S\u00f6efen unb ben \u00a9igentb\u00fcmlidjteiten ihrer \u00a9tammeitern oertoren; le^tere tragen \u00dfdj aber, ioie ade toi\u00efben \u00ee^iere, ftolger, betoegen \u00dfdj rafdjer unb madjen fo einen etioa\u00ea oerfdjiebenen \u00a9inbruct auf ben 23eobadjter. Sie ge^en fe^r rafdj unb gierlidj, oiel leidster unb bebenber al\u00ea bie \u00a3>au\u00a3gan\u00a7, t\u00f6nnen auch fet)r fdjned taufen, fdjroimmen gut, taudjen bei gro\u00dfer \u00a9efabr in getoiffe liefen, benebmen \u00dfdj jebodj auf bem S\u00f6affer minber geioanbt al\u00a7 auf bem Sanbe. \u00aeer $lug ift, ioenn bie S\u00f4ilbgan\u00ea \u00dfdj einmal in eine geioiffe ^\u00bb\u00f6be erhoben b^t, rec\u00ef>t gut, gtoar nidjt fo leidet unb fd^\u00f6rt al\u00ea ber oer\u00efoanbter Strten,\n\u00aeie SBilbs ober Oraugan\u00ea (Anser cinereus). i/6 ber nat. \u00a9r\u00f6jje.\naber bodj au\u00eabauernb unb immerbin rafdj genug. 23eim Stuffteben oerurfadjt ber heftige gl\u00fcgelfdjlag ein polternbe\u00ea \u00a9et\u00f6fe, beim Stieberlaffen oernimmt man ein abnlidje\u00ea \u00a9er\u00e4ufdj, gu ioeldjem fidj ba3 9taufd)en be\u00ea SBaffer\u00ea gefeilt, menu ftcb bie \u00a9an\u00ea auf beffen (Spiegel nieberl\u00e4\u00dft. S\u00dfenn ein $aar f\u00fcrgere \u00a9ntfernungen burebmeffen loitl, erbebt eg fidTfelten in bebeutenbere ^\u00f6ben, \u00efoie e\u00ea fonft regelm\u00e4\u00dfig gefc\u00efjiebt; ba3 SBeibdjen pflegt bann bem SJt\u00e4nndjen oorau\u00eaguftiegen, io\u00e4brenb le^tere\u00ea bei ber SBanberung ebenfogut toie jene\u00ea bie \u00a9pi^e ber $eitorbnuug einnimmt. SDie \u00a9timmc b\u00abt, ioie Staumann fagt, fo gro\u00dfe 2tebnlid)feit mit bem \u00a9efd^rei ber \u00a3>au\u00eagan\u00ea, ba\u00df \u00dfe nur bei oieler Hebung gu uuterfdjeiben ift. 7 dRan m\u00f6chte fagen, bie ber toi\u00efben \u00a9raugan\u00ea to\u00e4re nodj burdj= bringenber al\u00bb bie ber gabmen, toeil man fie in ber \u00a3bat in Leiter $erne oernimmt, ioenn babei uid^t itt Stnfdjlag tarne, ba\u00df fid; bie toilbe meift im $luge h\u00f6ren l\u00e4\u00dft, ioo bie \u00a3\u00f6ne in ber Suft \u00dfdj ohne Stnfto\u00df ioeiter fortpflangen f\u00f6itnen. 3d) mu\u00df gefteben, ba\u00df id) bie \u00a9timme ber geg\u00e4bmten, ioeld^e idj beobachten tonnte, niemals Oon bem @efd)rei ifitferer ^au\u00ebgan\u00ea ba^e uuter|d)eiben f\u00f6nnem 3)i\u00e7","page":795},{"file":"p0796.txt","language":"de","ocr_de":"796\n$>te \u00a9cptoimmer. B\u00fcpttfdjn\u00fcbler. \u00ae\u00e4ufe.\nSodflimme ifi ein lauteg \u201e\u00a9ap\u00efapla\u00efga!\", Weldjeg oft rafdp nadp einander Wieberpolt Wirb unb in \u201e\u00a9ipfid\" \u00fcbergebt, Wenn fidC; bie @efd)\u00efedt;ter gegenfeitig antworten; bie Untcrpaltungglaute Hingen Wie \u201e\u00a3attattattattat\", bie Slugrufe ^o^er $reube \u201e\u00a3\u00e4png\"; im Sdpred p\u00f6rt man entWeber bag lang; gezogene \u201ef\u00f6\u00e4pfapfaf, fapHd, fafafafaplat\"; im 3onte giften beibe genau ebenfo wie unfeve \u00a3)augg\u00e4nfe. 2)ag geiftige S\u00f6efen entflicht bent oon ber Familie im allgemeinen unb oon ber ScpWanengaitg im befonberen \u00a9efagten. 35orftd>tig unb miftrauifd) geigt fid) bie \u00a9raugang ftetg, im popen S\u00eeorben ebenfoWopl loie bei ung in S\u00a3)eutfd)lanb ober in S\u00fcbeuropa. Slnt Srutplape palt fie bei Slnlunft eineg SDlertfc^eu l\u00e4nger aug alg fonft, unb bie Siebe gur Srut \u00efa\u00a7t fie fe\u00efbft augen; fdpeittlkpe \u00a9efaprett oergeffeu; in ber Siegel aber unterfcbeibet fie' ben Sd)\u00fcpen bod) febr Wopl bon bent giften ober Sauer, ober ben gef\u00e4prlidpen SOtann oon bent ungef\u00e4prlidjeu SBeibe. Serfolgung maept fte halb ungemein Oorfid;tig, unb eine b\u00f6fe \u00a9rfaprung Wirb nie Wiebcr oergeffeu. \u00a9igenttid) gefe\u00fcig fann man fte nid)t nennen, fie ift eg minbefteng in geringerem \u00a9rabe alg SerWanbte. \u201eSKiemalg\", fagt Naumann, \u201eift ung ein SSeifpiel oorgefontnteit, bafg eine \u00a9raugang mit anberen \u00a9\u00e4nfearten geflogen W\u00e4re, fa ber Saatgan\u00ea fd)eint fie gang befonberg abbolb; bemt trenn biefe im September in ber \u00a9egenb anlangen, too \u00a9raug\u00e4ttfe br\u00fcten, madpen ipnen leptere foglekp ^3lab unb oerfdjtoinben bann oon ba. \u00ef\u00eflur bie -Jjpaugg\u00e4nfe b\u00fcrfett ftdp i^rer Zuneigung erfreuen, inbem fie auf ben SBeibepl\u00e4pett ftdp biefen oft n\u00e4hern,Ja eingeln ftd) nid;t fetten unter fte mifcpen. Son folgen ift mandatai oorge\u00efommen, ba\u00df fte ftdj mit ber gapntett $erbe nadp bem 2)orfe treiben tiefen unb erft entflogen, atg fte eben in baffelbe eintreten fottten, unb ba fte immer toieber tarnen, bag \u00a9intreiben, gtoar ot)ne \u00a9rfolg, bodp mehrere Stage nad) eittanber wieberpolt oerfud)t toerben tonnte, \u00a9bettfo patte eg ftd) ereignet,, bafj ein eingigeg SJt\u00e4nndpeit ber toilben in ber iperbe ber gaumen eine Siebelei aidn\u00fcpfte, \u00a9ep\u00f6r fanb, feine \u00a9etiebte \u00f6fter befudpte unb enblid) ftd) mit ipr begattete.\" So toenig nun bie \u00a9raugang ftd) mit fretnbem \u00a9efl\u00fcget gu fd)affett ntadpt, fo treu patten bie Familien gufamnten; begpalb tommt eg audp auf erft feiten oor, baf man eine oereingelte \u00a9raugang finbet. Sig gunt Bir\u00fcpfapre trennen ftd) bie Familien nidpt; fte toaubern guWeilctt ttod) auf bent Sft\u00fcdguge gufammen, unb bie \u00f6origen jungen Serben bann erft, trenn bie Sitten oon neuem gur S3rut Stnftalt machen, ireggetrieben.\nSogleid) nach ber Stidunft im ^r\u00fcpjapre lo\u00e4plett fid) bie cingeluen Sfkare, treibe fidp bereitg fanben, \u2019paffenbe Stellen gur Anlage ipreg SRefteg, uttb bie gWeij\u00e4prigen jungen beginnen ipre SBerbungett um bie \u00a9attin, ira^rettb bie ttod) nidpt gortpflangunggf\u00e4pigen ftd) gefettfcpaftlid) an anberen Stellen beg Sumpfeg untl)crtreiben. SDie SBapl beg SRiftpla^eg geugt f\u00fcr ben popen Serftanb ber \u00a9raugang. SBer defter fud)en Void, barf oon oornperein \u00fcbergeugt fein, baf er fte nur auf beit ungug\u00e4nglidpflen, abgelegcnfteit unb oerborgenften Stellen beg Sumpfeg finben Wirb. \u00a9in S\u00dfaar br\u00fctet itt nidpt allgu grofer \u00a9ntferuung oon bem anberen, bep\u00e4tt aber bod) ein geWiffeg \u00a9ebiet inne unb bulbet leine Ueberfdjreitung beffelben. \u00a3)er \u00a9anfert ntadpt ber \u00a9ang eifrig ben \u00a3of, umgebt fte in flolger Haltung, fdpreit, nidt mit bem ^opfe unb folgt ipr \u00fcberall auf bem gufe naep. \u00a9iferf\u00fccptig fepeint er ipre Scpritte gu beWadjen, mutpig bef\u00e4mpft -er jebeg unbetreibte 9Jt\u00e4nnd)en, trelcpeg eine \u00a3\u00e4nbelei mit ber reeptm\u00e4figen \u00a9attin oerfudpt, unb forgfam ift er bebadpt f\u00fcr bie Sid)erpeit ber= felben. $)ie K\u00e4mpfe werben oft redpt peftig: beibe \u00a9egner paden ftdp mit bett Sdpn\u00e4beln an ben Ralfen unb fd)lagen mit ben kl\u00fcgeln fo peftig auf einanber log, bajj man bie Sdpl\u00e4ge auf weitpin oernimmt. \u201eS\u00a3)ie SBeibdpett ftepen geW\u00f6pnlicp bidpt baneben unb fdpWapett unter Serneigung beg auggeftredten \u00a3alfeg eifrig brein, wobei ftdp febod) nidpt beuten la\u00dft, ob ipr pafttgeg unb Wieberpolteg \u201eStaaptaptat, taptat, tatatat\" bie K\u00e4mpfer gureben ober abmapnen ober befdpwidptigen foil.\" Scadpbem bie Paarung wieberpolt ooKgogen Worben, befd)\u00e4ftigt ftd) bie \u00a9ang eifrig mit \u00a3erbeitragen oerfdpiebencr Sceftftoffe unb Wirb babei auf Scpritt unb Stritt oon bem \u00a9anfert begleitet. Septerer pilft am Sfteftbau nidpt felbft mit, forgt aber f\u00fcr beiber Sicperpeit unb l\u00e4ft feine klugen opne Unterbrecpung in bie 9htnbe fdptoeifen. 3uerft werben bie gun\u00e4epft liegenben Stoffe gufammengelefen, fp\u00e4ter gunt oberen Slugbau forgfam geW\u00e4plt unb oft Oon fernper gugetragen. 3)ide Stengel, ^alme, Sl\u00e4tter Oon","page":796},{"file":"p0796s0001table.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3>djnnu*jty\u00e4lfigcr Sdjraan.","page":0},{"file":"p0797.txt","language":"de","ocr_de":"SSilbgan\u00ea.\n797\n\u00a9d)ilf, Ololjr, \u00a9infen u. f. to. bilben ben Unterbau, Serben jebod) ol)ne eigentliche Orbttung gufantmen; gefd)id)tet unb fo \u00efoder \u00fcbereinanber gelegt, bafj ba\u00ea 9left anf\u00fcnglidj x>tel \u00efj\u00f4her ift al\u00ea [pater, nad)bem e\u00ea niebergetreten tourbe. Oie eigentliche \u00a9lulbe toirb mit ben feineren (Stoffen au\u00eagcfleibet unb ba\u00ea \u00a9elege [p\u00e4ter mit biefen unb mit Ounen bebedt. 3>n ben Heftern \u00e4lterer \u00a9Seibcfyen finbet man \u00a9elege bon fiebett bi\u00ea geljn, ja bi\u00ea mergeln \u00a9ier; j\u00fcngere \u00a9$eibd)en legen geto\u00f6l)nlidj beren nur f\u00fcnf bi\u00ea fed)\u00ea. Oie \u00a9ier \u00e4hneln benen unferer \u00a3>au\u00eagan\u00ea [o, bafj man fie taum unterfcpeiben lantt. 3|re S\u00e4nge betr\u00e4gt 3V4 bi\u00ea 3Y2, i\u00a7re \u00a9reite an ber bicfften-(Stelle 2XU bi\u00ea 2l/a \u00dfod; bie \u00a9djale ift glatt, glanglo\u00ea, cttoa\u00ea grobf\u00f6ntig, bie F\u00e4rbung ein tr\u00fcbgi\u00efblidje\u00ea, gutoeilen in\u00ea \u00a9riine [pielcnbc \u00a9Seifj. 3n ben Heftern \u00e4lterer $\u00dfaare ftnbet man bereite Slnfang\u00ea \u00a9l\u00e4rg ba\u00ea erfie \u00a9i unb um bie -B\u00fctte be\u00ea \u00a9lonate\u00ea, fp\u00e2teften\u00ea 311 \u00a9nbe beffelben, bie \u00a9lutter br\u00fctenb. (Sotoie fie fich bagu anfdjidt, rupft fie ftdj alle Ounen au\u00ea, befleibet mit ilmen ben inneren dlanb be\u00ea Slefte\u00ea unb bebedt audj, fo oft fie ftdf) entfernt, bamit forgfam bie \u00a9ier. Slm ad)tunbgtoangigften \u00a9age ber \u00a9ebriitung entfdjl\u00fcpfen bie jungen, toerben nod) ettoa einen \u00a9ag lang im Slefte f eftgehalten, bann auf ba\u00ea \u00a9Gaffer gef\u00fchrt unb gunt gutter fud)en angeleitet, \u00a9eidjlinfen, \u00a9Saffergr\u00e4fer unb bergleid)en bilben ihre erfte diahrung; fp\u00e4ter toerben bie \u00a9Siefen unb gelber befud)t. Slbenb\u00ea lehrt Sltt unb 3>ung nod) gum 9lefte gur\u00fcd; nad) ungef\u00e4hr gtoei \u00a9Sodden toirb biefe\u00ea f\u00fcr bie ingtoifd)en Ijevantoachfenben jungen gu Hein, unb teuere nehmen nun hier ober ba, bidjt neben ber \u00a9lutter ba^ingelauert, eine \u00a9c\u00a3)lafftede ein. Oie \u00a9Sad)fam; feit be\u00ea \u00a9anfert fteigert ftch, nad)bem bie jungen au\u00eage[d)l\u00fcpft ftnb. Oie \u00a9lutter geljt ober fd)toimmt ber Familie ooran, bie gufammengebr\u00e4ttgten jungen folgen, ber \u00a9ater becft getoiffers mafen ben dl\u00fcdgug, mit hodj aufgerichtetem Raupte nad) allen \u00a9eiten hin fp\u00e4^enb, \u00e4ngftlid) auf bie (Sicherheit ber \u00a9einen bebad)t unb mifjtrauifd) ade\u00ea \u00a9erb\u00e4d)tige beobad)tenb. \u00a9ei toirf(id;er \u00a9efaljr gibt er guerft ba\u00ea Reichen Sur $lud)t. ,,\u00a9\u00ea geto\u00e4ljrt bem Slaturfreunbe\", fagt 91 a um an n, \u201ein ber \u00a9hat ein Ijofye\u00ea \u00a9ergn\u00fcgen, an einem fdfj\u00f6nen \u00a9laiabenbe, toot)l oerftedft, foldje \u00a9\u00e4ufefamitieu gu belaufenen, toenn bei \u00a9onnenuntergange eine toie bie anbere an betriebenen \u00a9teden, hoch ade faft gu gleicher $eit au\u00bb bem \u00a9cpilfe herrorgefchlichen fommen, ftd) auf ben freien \u00a9Saffcrfpiegel toagenb, fachte bem einlabenben Ufer gu[d)tointmen, unb toie bann ber ^amilienbater in hoher \u00a9eforgnif f\u00fcr bie \u00a9icherheit ber \u00a9einen bie \u00a9Sad)[andeit oerboppelt, toenn er irgenb \u00a9erbad)t fch\u00f6pft, enblicp gl\u00fccklich auf bem \u00a9Seibeplahc angelangt, felbft faum mitgufdjmaufen ftd) getraut, unb toenn nun gar feine \u00a9eforgnif nid)t gutnblo\u00ea, er guerft mit leifeu \u00a9\u00f6nen toarnt, bei toirflid; emtretenber \u00a9efa^r aber leiber guerft unter fl\u00e4glid;em \u00a9efdjrei bie flucht ergreift. Oagegett benimmt fid; in folchen f\u00e4llen bie \u00a9lutter oiel mut^ooder unb ift eher auf bie Dlettung ihrer $inber al\u00ea auf bie t eigene bebad;t, inbem fie burd) toieber^olte\u00ea \u00e2ngftlid;e\u00ea \u00a9dtjreien bie jungen gu betoegen fud^t, ftd) gu oerfried;en, ober toenn fie nicht toeit 00m 2Baffer ftnb, auf lejstere\u00ea gugulaufen, fid) !\u00a7ineinguft\u00fcrgen unb untergutaudjen, e^e fte ftch felbft auf bie gluckt begibt. 2lber fie fliegt nie toeit toeg unb ift, fobalb bie \u00a9efa\u00a7r entfernt, toieber ba, um bie S^vigeu oon neuem gu oerfammeln; bann erft !ommt ber \u00a9ater toieber gu feiner Limite. \u00a9Senn bie Sitte mit ben Sungett o^ne ben oorfid)tigcn Familien; to\u00e4djter, ber freilich nur guf\u00e4dig einmal fehlen fann, in fd^on ettoa\u00ea ^o^em \u00a9etreibe ftedt, man ftd) ttngefe^en an fte fd)teidE)t, unb nun pl\u00f6plid) auf fte gul\u00e4uft, erhebt fie ftch mit gr\u00e4fjlid)em \u00a9d)reiett unb umfd)to\u00e4rmt ben Ort be\u00ea \u00a9ntfet^en\u00ea im toeiten Greife, toorauf bie Snngen gur \u00a9tede in Slders furchen ober fonftige \u00a9ertiefungen ftch nieberbr\u00fcden unb gang ftid liegen, fobafj man nicht feiten eine\u00ea ttadf) bem anberen toegne^nten lann, ol\u00a7ne ba\u00a7 bie \u00fcbrigen toeggulaufen toagen, toa^renb fie, toenn bie \u00a9rgriffenen [freien, gerabetoeg\u00ea bem \u00a9Saffer gurennett. ^)ier tauben bie jungen, fotange fte nod^ nicht fliegen f\u00f6nnen, recht fertig unb fud)en ftch baburdf\u00bb immer gu retten, l\u00f6nnen gtoar nicht lange unter bem \u00a9Saffer au\u00eal)alten, toieber^olen e\u00e4 aber befto \u00f6fter.... 3>n ben erften oier \u00a9Sodjen be\u00ea Seben\u00ea ber Snngen ftnb bie Oorfidjtigen unb [flauen Sitten tmmerto\u00e4^renb in \u00e4ngftlither \u00a9eforgni^, erbliden \u00fcberad \u00a9efa^r, fud)en i^nen au\u00eagutoeid)en ober bie Snngen gu entfernen, tl)uu aber in ber \u00a9Sa^t ber \u00a9littet oft \u00a9Umgriffe. \u00a9etragen ift hierbei h\u00e4ufig boder \u00a9Siberfpr\u00fcd^e unb dl\u00e4t^fet, im Slu\u00eafii^ren ifue\u00ea \u00a9or^aben\u00ea boder \u00a9tarrftnn, Sunge, toeld^e auf einem eiufamen","page":797},{"file":"p0798.txt","language":"de","ocr_de":"798\n\u00aeie Sdjmimmer. gahnfdjn\u00e4bter. \u00ae\u00e4nfe.\ntleinen Veid)e auSgebr\u00fctet merben, Serben bon ben Sllten, meld)e fie bort nidjt fi\u00c6ev glauben gem\u00f6hnlid) fdjon in ben elften Vagen iljreS SeBcnS einem gr\u00f6\u00dferen \u00a9em\u00e4ffer gugef\u00fcljtt, meijt in ber Oammerung, beS Borgens ober SIBenbS. 2Rerfto\u00fcrbtg genug, faun man biefe fonft fo freuen \u00a9efd)\u00f6pfe hierbei oft Voie galjme \u00a9anfe bidjt bor ftdj ^intreiBen. Oie Slngft ber Sllten, in Voe\u00efdCjev fie eg nidjt magt, fid; bon ben jungen gu entfernen, ift unBefchreiblid). g\u00e4ljtt man unter fie ober f\u00e4ngt man gar ein SungeS, fo ft\u00fcrgt fie fd;retenb herbei, fliegt bem \u00dfhtberr\u00e4uber Beinahe an ben \u00a3opf unb berfolgt iljn nodj eine mette Strecfe, lehrt bann gur\u00fccf, um bie Verfprengten mieber gu fammeln unb eilt enblid) mit iljnen bem 3iele gm Oft Beihilfen foldje St\u00f6rungen, ibenn fie ber SteifegefeUfdjaft nid)t fern bom SluSmanberungSorte Begegnen, audj baS \u00a9egentljeil, roeil fie ftdj gen\u00f6tigt fieljt, ibieber untgufehren ; allein m\u00f6gen fie aud) nodj fo oft mieberfeljren, fo ftnb fie bodj nidjt im Staube, bie Sitte bon ihrem Vorhaben aBgubringen, felBfi ibenn mehrere Sunge babei gu \u00a9runbe gehen feilten. SJtan bat mehrmals f\u00e4mmtlidje jungen einer folgen ioanbernben Familie eingefangen unb fte auf benfelBen Veidj, ben fte eBeu berlaffen Ratten, guriidgetragen, unb bennodj fanb man fte am n\u00e4djftett SIBenbe ober SDRorgen, ja gumeilen nod) in berfetBen Stunbe auf bem n\u00e4mlichen SBege, unb immer ibieber, fo oft man OieS auch mieberljolte. Slnbere Sitte benfen gang entgegengefe^t unb f\u00fchren ihre Steinen umgefc\u00efjrt bon ber gro\u00dfen \u00a9efettfd^aft bittioeg auf einen abgelegeneren fleinen Veidj, fudjen atfo bie \u00a9infamfett. Von fo entgegengefehten Slnficbten f\u00fchren fte eine ibie bie anbere mit gleich gro\u00dfer Vetjatrlidjfeit auS. Slnbere Begreift man bollenbS nidjt, ibenn fte, um ihren Slufent\u00efja\u00eft mit ben ^feinen au einen entfernten Ort gu bertegen, nod) biet ibeitere greifen magern Oie auf bem S3abe\u00a7er \u0152eidje, in Stnbalt, nifteuben \u00a9raug\u00e4nfe famen mehr als einmal auf ben tollen \u00a9infatt, nach anberthatB SJteiten entfernten Veidjen gu ibanbern, als i^re jungen faum gmei V\u00dfodjen alt ibaren, ungeachtet bie Dichtung beS langen unb Befchiberlichen SBegeS \u00fcber freies gelb, quer \u00fcber eilt paar Sdnbftrafcen, mehrere gelbmege, baS Sluthethat mit mehreren O\u00f6rfern unb St\u00fchlen Bcfcfet, burdjfdjneibenb unb faum eine Viertelmeile bon ber Stabt 3erBft bor\u00fcBerf\u00fct)rt. \u00a7\u00f6d)ft ibal;rfd^etnlid) erreid)te niemals ber Se^nte V\u00efjeil bon alten folgen ober faum ein paar gamilien baS 3tel einer fo\nunfinnigen \u00abReife_____ SBaS fte gu fold>en guf reifen Beibogen haben mag, ift ferner gu erraten ;\nboth ift ibahrfd)einlid) V\u00dfaffermangel bie \u00a3aupturfad)e\". . .\n\u201eSBentt man bie Sitten bon ben Smtgen megfdjiefjt, ehe biefe gebern erhalten, m\u00fcffen biete bon ihnen umfontmen. \u00a9S fdjtagen fid) gmar bie Vermaiften gu ben fangen anberer Sitten, meldje biefe leiben motten; ba febod; OieS nur menige thun, fo berfammelt oft eine mitleibige Sitte eine fehl S#5 reiche gamilie um ftdj. SBir fahen eirtft eine fo gutm\u00fctf)ige gamilienmutter bon fechgig unb einigen jungen umgeben, bie fte f\u00fchrte, als ob alle ihre leiblichen \u00c6inber getoefen m\u00e4ren, ginben fte feine gamilie, meldje fie aufnimmt, fo halten fie gmar gefdjmifterlidj gufammen, ba fie aber m\u00fctterliche Sorge unb batevlidjen Sdju\u00e7 entbehren, gehen bie meiften fehl Balb gu \u00a9runbe. Sinb fie Bereits fomeit herangemad)fen, bafc fie ftatt ber Ounen gebern Befommen, mithin auch fdjon reicher an \u00a9rfahrung, fo Bringen fie ftdj Beffer burch-\"\nS\u00f6enn bie gungen nach unb nadh herangemachfen, f\u00fcmmert ftd) ber gamilienbater nicht mehr fo \u00e4ngftlich um fte. SoBalb bie K\u00e4ufer Beginnt, melche Bei ihm ftetS ein Bis gmei S\u00dfochen fr\u00fcher als bei feiner \u00a9attin eintritt, entgleit er fich ber gamilie unb berBirgt fidj fp\u00e4ter, menu er nicht fliegen fann, im Schilfe. VSenn auch bie gamilienmutter in biefe Verlegenheit fommt, ftnb bie jungen Bereits flugbar unb f\u00e4hig, ben g\u00fchrer entbehren gu f\u00f6nuen.\nSung\u2019 eingefangene \u00a9raug\u00e4nfe merben fet)r Balb g\u00e4hnt; felBfi Sllte, meldje in bie \u00a9emalt beS SDienfchen gerieten, gem\u00f6ljnen fid) an ben Verluft ihrer greiljeit unb erfenneu in bem 9Jtenfd)en einen ihm mohlmoltenbett \u00abPfleger. Oa, mo SB\u00dcbg\u00e4nfe Br\u00fcten, thut man moljl, ihre \u00a9ier auSgunehmcn unb biefe bon gahmen \u00a9\u00e4nfen auSbr\u00fcten gu laffen. Oie Sungen Beljanbelt man bann gang mie gahme \u00a9\u00e4nfe unb gieht fte in ber Siegel ohne fonberliche SDR\u00fclje grojj. Ooch berleuguen fte ihr S\u00dfefen nie; benu fobalb fte ftdj ermachfen f\u00fchlen, regt fid) in ihnen baS \u00a9ef\u00fchl ber grei^eit : fte Beginnen gu","page":798},{"file":"p0799.txt","language":"de","ocr_de":"$\u00f6tl b\u00e7ian g.\n799\nfliegen unb gieheit, ioenn man fte nidfjt gemaltfarn gur\u00fcdlj\u00e4lt, im jperbfte mit anbereu S\u00dfilbg\u00e4nfen nad) \u00a9\u00fcben. Beeilen gefdjieht eg, ba\u00df einzelne gur\u00fcdfommen, bag \u00a9elj\u00f6ft, in meinem fie gro\u00df m\u00fcrben, mieber auffud)en; fie aber geh\u00f6ren bod^ gu ben Slugnaljmen. 33on einer folgen \u00a9ang berietet S3 oje. 2Ran hatte oier Bunge t>ont \u00a9i an aufgegogen, guerft in einer kleinen \u00a9infrtebtgung auf einem \u00a9ragplape gehalten, ihnen fp\u00e4ter gr\u00f6\u00dfere Freiheit gegeben nnb ihnen geftattet, auf bem ang \u00a9ut fto\u00dfenben ^l\u00f6ner \u00a9ee nad) belieben umhergufd)mimnten. \u00a9ie festen ftetg ndd) furger Boit gum Jpofe gur\u00fcd, lernten ihren $utterplah unb iljren Pfleger feinten, liefen i\u00efjm \u00fcber ben gangen \u00a3of r\u00e2td) unb m\u00fcrben fo galjm, ba\u00df fte g. S3, \u00a9alat aug einem \u00aeorbe fragen, ben ein bagu abgerid^ teter ipunb im 2Raule hielt. \u00a9egen \u00a9intritt ber Buggeit ftupte man ihnen bie \u00c7l\u00fcgel, lie\u00df fte aber nad) belieben umberlaufen, \u00a9ine m\u00fcrbe \u00bbermi\u00dft, bie \u00fcbrigen fperrte man ein, big bie Buggeit vor\u00fcber mar. Bm Saufe beg S\u00dfinterg Oerfdjloanb eine gmeite; bie beiben anberen erlebten bag $r\u00fch; fahr, liefen m\u00e4hrenb beg gangen \u00a9ontmerg auf bem #ofe ober fd^mamnten auf bem \u00a9ee umber, gingen aber nad)tg nicht mehr in ben \u00a9taH. 33eim $erannahen ber plugged marb befd^Ioffen, ihnen bie Fl\u00fcgel nid^jt gu ftu^en, fonbern ihnen o\u00f6dige Freiheit gu laffen. \u00e4Ran bemerkte, alg bie Buggeit heranr\u00fcdte, eine greffe Unruhe; fte entfernten ftdj h\u00e4ufiger unb auf l\u00e4ngere Beit oon bem \u00a3>ofe, freiften in meiteren \u00a9ntfernungen \u00fcber bem \u00a9ee unb oerfdhmanben enblidh g\u00e2nglid). 3m n\u00e4dhften ^r\u00fchfahre, alg bie milben \u00a9\u00e4nfe mieberfehrten, mar oft oon ben fr\u00fcher \u00a9eg\u00e4hmten bie fRebe, aber man fab uttb b\u00fcrte lange \u00dcRidjtg oon ihnen. 3m ben erften \u00efagen beg Slpril bemerfte ber Pfleger eine SBilbgang, ioeldhe gang in feiner $R\u00e4l)e im \u00a9ee uml)erfchmamm, holte $afer, ftreute biefen ing SBaffer nnb ang Ufer unb erfuhr gu feiner ^reube, ba\u00df ftd) bie \u00a9ang n\u00e4hrte', oon ben K\u00f6rnern fra\u00df unb nadhbem er fte noch gmei ober brei 9Ral nach einanber gef\u00fcttert, ihm folgte, ftch auch &otk fommen heimifd) auf bem \u00a3>ofe geigte, fogar mie fr\u00fcher aug ber ipanb f\u00fcttern lie\u00df. Ueber bag \u00a9dhidfal ber anberen m\u00fcrbe 9U<htg befattnt. Bene gog nun im n\u00e4dhften \u00abfperbfte mieber fort, fehrte in bem barauf folgenben fyr\u00fchtinge auf ben -!pof gur\u00fcd, geigte ftch breifter, folgte bem Pfleger ohne S\u00f6eitereg big in ben ^>of, lief an ben fjutterplah unb forberte ihr gemoljnteg gutter, \u00a9eitbem gog fie jeben iperbft forvt unb fehrte in jebem Fr\u00fchjahre gur\u00fcd, fogleich o\u00f6llig g\u00e4hnt unb gutraulich aug ber \u2022fpanb freffenb, feinen 9Renfd)en f\u00fcrdhtenb, foba\u00df man fie oft mit bem fju\u00dfe beifeite fd)iebett fonnte, mentt fte gerabe behaglich auf bem 9tafen beg ^)ofeg fa\u00df. SDreigehu 3RaI ift biefe getreue \u00a9ang, ein \u00a9\u00e4itferid), mie ftch herauggeftellt hatte, gu bent Orte, ioo fte aufgegogen marb, gur\u00fcdgefeljrt unb gulefjt mahrfdheinlich eineg gemaltfarnen \u00fctobeg geftorben.. . . \u00a9ie ftedte ftch in ben breigehn Balten nie fr\u00fcher alg ben erften, nie fp\u00e4ter alg ben oierten Slpril auf bem \u00a3)ofe ein, alfo mehrere 2Bod)en fp\u00e4ter alg bie \u00fcbrigen \u00a9\u00e4nfe, geigte ftch auf \u00fcem ^ofe fehl* gahm, au\u00dferhalb beffelben ebenfo fd)eu mie bie milben 3hre\u00f69feid)en / fam in ben erften S\u00dfochen nach ihver 9t\u00fcdfunft gem\u00f6hnlid) morgeng unb abenbg, um ftch % gutter gu holen, blieb auch moljl eine halbe big eine gange \u00a9tunbe, flog bann jeboch immer mieber gur\u00fcd, fort nad) bem \u00a9ee gu, foba\u00df man auf bie 33ermuthung gerieth, fte m\u00f6ge bort ihr SRefi haben. S3on ber Boit an, in ioeldjer bie milben \u00a9\u00e4nfe Bunge auggubringen pflegen, blieb fte l\u00e4nger auf bem $ofe unb fp\u00e4ter hielt fte ftd) beft\u00e4nbig bort auf. Slbenbg gehn Uhr erhob fte ftch regelm\u00e4\u00dfig unb flog ftetg in berfelben 9Ud>tung baoon, bem \u00a9ee gu. \u00aeurg ehe fte aufflog, lie\u00df fte erft eingelne 9tufe oernehmen; bie Saute folgten ftch immer fdjnelter, big fte ftch erhoben, Oer;, fiummten aber, fomie fte einmal orbentlid) im $luge mar. \u00a9inftmalg, alg fie im Slpril gur\u00fcdfehrte, erfdhien eine gmeite \u00a9ang mit btefer geg\u00e4hmten. S3eibe freiften hoch in ber Suft; bie erftcre lie\u00df ftch auf bem fRafen nieber, bie milbe folgte mit allen Slngeidhen oon furcht, erhob ftdh aber unter heftigem \u00a9efdbrei fofort mieber unb flog baoon. 2\u00dfo jene m\u00e4hrenb beg \u00a9ontmerg bie \u00dcR\u00e4d)te gubradhte, ift nicht ermittelt morben. \u00a9ine flog jeben Slbenb bem \u00a9ee gu; man fanb fte aber am fr\u00fchen 9Rorgen oft f<hon um brei Uhr auf bem fRafcn beg .fpofeg ftpett. 3hr S\u00dfegfliegen mar jebeg 9Ral mit \u00a9efdhrei Oerbunben, ihr kommen nie. Bm^erbfte, gegen bie Buggeit hin, marb fte unruhig, flog oft unb mit anhaltenbem \u00a9efdhrei auf, blieb auch Weniger lange auf bem -!pofe, big fte gulefjt nid;t mehr gef eben mar unb erft im n\u00e4dhften Fr\u00fchjahre gur\u00fcdf ehrte.","page":799},{"file":"p0800.txt","language":"de","ocr_de":"800\n\u00aete \u00a9cfjttnmmer. Bahnfchnt\u00f6bler. \u00a9anfe,\n\u00a3iebfd>aften gVoij'c^en Silben unb gaumen \u00a9\u00e4nfen \u00bberanlaffen bie crftereu gufoeilen, ben gahmen big in\u00a7 \u00a9elj\u00f6ft gu folgen, feiten aber f\u00f6nnen cg bie 2\u00f6ilblinge \u00fcber ftch gewinnen, ^icr gu \u00bberteilen. Slug folgern geheimen Umg\u00e4nge gehen Sunge heroor, ioelche in ihrer \u00a9eftalt unb in ihrem SBefen [ich atg ed)te 9Rittelglieber gingen Bahnten unb SBilben ertoeifen unb, ioie gu erwarten, forts tflaugunggf\u00e4hig fmb. Sitte \u00a9raug\u00e4nfe faden ben gr\u00f6\u00dferen Ubiern unb ben gro\u00dfen \u00a9belfalfen nicht feiten, g\u00fcdjfen unb SQ\u00df\u00f6lfen gufceilen gur Oeute; an geinben fehlt eg alfo nicht. $or bem 2Jcenfd>en nehmen fi<h bie \u00abT\u00f6ilbg\u00e4nfe ftetg fchr in Sicht, unb ihre Bagb erforbert beghalb einen auggelernten S\u00e4ger. 9Ran erlauert fte gew\u00f6hnlich auf bem Inftanbe ober fuc^t fie abenbg aufgutreiben unb flie\u00dft fte fobann aug ber Suft herab, \u00abReuerbingg hat man hier unb ba eine abfd^eulic^e Sagb begonnen: man \u00bberfolgt fte n\u00e4mlich, nach Irt ber Saften, io\u00e4hrenb ber Beit, in meiner fte flugunf\u00e4hig ftnb, \u00bbom Ooote aug, gtoingt fte gu beft\u00e4nbigem Untertanen, big fte, ermattet, nid)t mehr tauben f\u00f6nnen, unb fd^I\u00e4gt fte bann mit (Stangen tobt ober gibt ihnen einen \u00a9nahem fd)u\u00df. Oa\u00df gu folder uneblen #afce ein Wahrer S\u00e4ger f\u00abh nicht herbeil\u00e4\u00dft, braucht nicht heroorgehoben gu werben. Oer \u00bbern\u00fcnftige SSeibmantt fdwht fie \u00bbielntehr ttach befteu Kr\u00e4ften, fdjie\u00dft im gr\u00fchjahre h\u00f6chfteng bie eine ober bie anbere \u00bbon betten Weg, Weld)e ftch noch nicht gehaart, unb h\u00e4lt im \u00a3erbfte \u00bbor ber Bnggeit eine einzige gr\u00f6\u00dfere Sagb ob. Oag SBilbpret ber alten SSilbg\u00e4nfe ift h\u00f6rt unb g\u00e4h, bag ber jungen bagegen au\u00dferorbentlid) fchmadhaft, eine ehrbare Sagb alfo in jeher ^inficht gerechtfertigt, Oie gebern Serben hodjgefch\u00e4ki unb Wohl mit Obecht f\u00fcr beffer gehalten alg bie ber \u00a3auggang, namentlich bie Ounen gelten alg oorg\u00fcglid). Oer \u00abRuhen, welchen bie \u00a9rlegten bringen, ift bemnach immerhin nicht gang unbebeutenb; bagegen fchaben fte nun auch lieber auf ben gelbem burch luflefen oon \u00a9etreibef\u00f6rnern, lugf tauben ber lehren, IbWeiben ber (Saat, Ibpfl\u00fcden \u00bbon traut unb begleichen: both mid eg mir flehten, alg ob bei ber \u00a9rw\u00e4hnung biefeg \u00a9<habeng eher bie OJci\u00dfgnnft alg bie \u00a9eredjtigfeit ma\u00dfgebenb ift.\n\u00a9ine anbere, ber \u00abBeachtung werthe \u00a9ang bewohnt cbenfadg hauhtf\u00e4chlid) ben Otorben Interifag, oerbreitet ftch aber auch \u00fcber \u00abRorboftaften unb oerirrt fid) ju Weilen nach \u00a9uro^a, g\u00e4htt fogar Su benfenigen \u00abB\u00f6geln, Welche alg beutfehe aufgef\u00fchrt Serben. Ood) ift ihr \u00a9orfommen auf ber Ofth\u00e4lfte ber \u00a9rbe immerhin ein felteneg; benn ihr Ostgebiet befdjr\u00e4nft ftch auf bie t\u00fcftenl\u00e4nber oon ber \u00a3ubfongbah an big gu beu ll\u00ebuten unb ihre SEBanberungen gefreit mehr in f\u00fcb\u00f6ftlidter alg in f\u00fcbtoeftlicher Dichtung. Iderbingg bemerf t man fte in jebem hinter im n\u00f6rblichen \u00a9hina unb eingcln auch in Sapan, bie (paupimaffe aber Wanbert burch \u00abRorbanterifa unb nimmt in ben f\u00fcb* lidjeren ^heilen ber bereinigten (Staaten ober in SRittclamerifa Verberge. Sn Oefag, dRejifo, auf \u00a9uba unb auf ben \u00fcbrigen Weftinbifchen Snfetn ift fte Wtyrenb ber \u00abBintermonate, b. h- torn Oftober big gum Ihn! gemein; in (S\u00fcbfalifornien, \u00a3ejag, Souiftana, \u00dcRifflf^i, llabama, \u00a9eorgta unb glortba fleht man um biefe Beit gl\u00fcge oon oielen Staufenben. luch biefe \u00bberWeilen m\u00e4t)renb beg \u00abBinterg nicht in einer unb' berfelben Oertlichfeit, fonbern richten ftch nach ber \u00abBitterung unb fliegen, bementforechenb, halb mehr nach \u00a9\u00fcben hin, halb lieber nad; Serben gur\u00fcd.\nOie (Schneegang (Anser - Chen - hyperboreus) unterfcheibet ftch in ihrer g\u00e4rbmtg oon aden \u00fcbrigen \u00abBilbg\u00e4nfen. Oer alte \u00ab\u00dfogel ift big auf bie erften gehn \u00a9dringen fchneetoei\u00df; letztere ftnb fdjwarg ihre (Sd)\u00e4fte am \u00a9runbe wei\u00df, nach ber <S^oi^e hin ebenfadg fdjWarg. Oie jungen ^\u00f6gel tragen ein oon ben Ilten fehr oerfchiebeneg \u00dfteib: ihr \u00a9efteber ift nur auf bem ffotfe unb bem \u00abRaden Wei\u00dfgraulid) \u00fcberflogen, auf ber Unterfeite beg fcalfeg, bem Oberr\u00fcden, ben (Schulterfebern, ber 23ruft unb ben (Seiten fdjw\u00e4rglichgrau, Weiter unten bl\u00e4ffer; bie hinteren Odette beg d\u00ee\u00fcdeng unb bie OberfdjWangbedfebern ftnb afdjgrau, bie ^anbfehtoingen graufchwarg, bie Irtm","page":800},{"file":"p0801.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9djneegan\u00ea.\n801\nfcpmingen ebenfo gef\u00e4rbt unb graulichmeifj gef\u00e4umt, bie Schmangfebern bunfelgrau, in gleicher V\u00dfeife ger\u00e4nbevt. Su ioeldhem SebettSjahre ber \u00a9ans bas SllterSfleib angelegt mirb, ift gur 3ett noch nicht befannt; jebenfatlS gefehlt eS nid^t regelm\u00e4\u00dfig in einem unb bemfelben S&hre: Slububon meint audfj, bafj Scfmeeg\u00e4nfe, meldhe noch baS Sugenbfleib tragen, bereite br\u00fcten. Sin (befangenen \u00a7at man beobachtet, ba\u00a7 bte SluSbleichung ober Umf\u00e4rbung in 3ett \u00abueS donates ftattfinbet. 2)aS Sluge ift bunfetbraun, ber (Schnabel blafjfchmugigroth, an ben S\u00df\u00e4nbern fdhm\u00e4rglidh, ber $ufj btafjfchmugigs farminroth- S\u00e4nge betr\u00e4gt 26 bis 27, bie ^Breite 52 bis 53, bie f^ittigl\u00e4nge 16, bie \u00a9chmangs l\u00e4nge 6 3oH-\nStuf ihren Reifen burdf) bie bereinigten Staaten pflegt SdhneeganS in bebeutenben $\u00f6hcn bahingugiepen, unb baher mag eS fommen, ba\u00a7 man oon ber SOtenge, toeld^e bie n\u00f6rbtichen Vhe^e biefeS SanbeS burcpmanbert, erft eine Vorftellung gewinnt, menn man fie in ihrer V\u00dfinterherberge auffudht. \u00a3)er $lug ift oortrefflidh, ber \u00a9ang gut, bie Haltung aber nidht fo anmutig als bie ber \u00a9dhmanenganS. Slbioeidjenb oon biefen geigt fte ftd), laut Slububon, fehr fchmeigfant. bei ihrer Slnhtnft in ber VMnterherberge befunben bie norbifdhen grembtinge eine 3utrau^(h^^ SeSen &en \u00e4ftenfdhen, meldhe ihnen fehr leidet oerberblidf) mirb: Slububon erz\u00e4hlt, bafj er in einem flehten Reiche m\u00e4hrenb beS 3ugeS t\u00e4glich fedhS bis fieben \u00a9t\u00fccf erlegen fonnte, bafj aber bie Ueberlebenben halb aujjerorbentlich fdheu m\u00fcrben, unb bann nidht nur ftch felbft, fonbern auch alle fp\u00e4ter anfom= menben oor bem S\u00e4ger gu fiebern fud^ten.\nSDurd) 3tidharbfon erfahren mir, bafj bie ScpneeganS im n\u00f6rblidhften Slmerifa, in ben S\u00fcmpfen nnb SJtor\u00e4ften ber Vunbra in gro\u00dfer Slngapt br\u00fctet unb gelblidhmeijje, fdh\u00f6n geformte (gier legt, meldhe ein menig gr\u00f6\u00dfer als bie ber (giberente fein follen. Sbie Suugeu merben im Sluguft flugf\u00e4hig unb beginnen um bie SJtitte beS September umherguftreichen.\nS\u00df\u00e4hrenb'beS JSpochfommerS ern\u00e4hrt ftdh biefe \u00a9anS hauptf\u00e4dhlidh oon Vinfen unb ^erbtpieren; fp\u00e4ter fri\u00a7t fte Leeren, namentlidh 9taufchbeeren. \u00a9efangene \u00a9\u00e4nfe biefer Strt, meldhe Slububon hielt, m\u00fcrben halb g\u00e4hnt nnb gemiauten ftdh an oerfdhiebene ^flangennaprung. Vlacf iftone erg\u00e4bt, bafj bei einer gel\u00e4hmten \u00a9cpneeganS, meldhe einer feiner Vefannten hielt, ftdh m\u00e4hrenb ber 3u9Se^ e^n SBilbling einfteltte unb in \u00a9efettfdpaft jener ben V\u00dfinter Oerlebte. Sot folgenbett ^r\u00fcplinge flog er meg, oer= einigte ftdh mit einem ooritberfliegenben 3uge unb reifte nach Siorben; aber fonberbar genug: im jperbfte erfdpien er mieber unb oerlebte mieber ben 2\u00d6 inter bei feiner fr\u00fcheren \u00a9ef\u00e4prtht. SDieS bauerte gmei ober brei S^pre nach etnattber, bis er auSblieb; maprf (peinlich mar er get\u00f6btet morben. Sn \u00a9uropa ftnb meines SBiffenS \u00a9cpneeg\u00e4nfe niemals in \u00a9efangenfepaft gehalten morben.\nVarenfton fagt, bafj biefe \u00a9anS ioegen ihrer gro\u00dfen Slngapl gu einem ber erften Sagbo\u00f6get mirb, unb namentlich bie Snbianer grofje Verheerungen unter ben manbernben \u00a9cpm\u00e4rmen anriepten. 37icpt fetten foil eS oorfommen, bafj ein guter S\u00e4ger m\u00e4hrenb ber 3nggeit ^unberte erlegt. \u00a3)er \u00a9dp\u00fch pflegt gmei \u00a9emehre gu f\u00fchren unb ftch im \u00a9rafe gu oerbergen, bie oor\u00fcbergiehenben \u00a9\u00e4nfe ermartenb. \u00a9r feuert unter bie Raufen; fein 2Mb labet bie \u00a9emehre. $\u00fcr bie meinen Vemopner \u00fcliorbamerifaS ift bie \u00a9dpneeganS ebenfalls oon gro\u00dfer Vebeutung. SDaS $leifcp ber jungen V\u00f6gel foil oortrefflidh fein unb baS ber Sitten menigftenS gu fr\u00e4ftigen \u00a9tippen gebraucht merben.\n2)ie \u00fcDteerg\u00e4nfe (Bernicla) ftnb oerp\u00e4ltnifjm\u00e4fjig Hein, gebrungen gebaut, aber botp giertidh geftaltet. 2)er Seib ift fr\u00e4ftig, ber $alS furg, ber $opf giemltcp grojj, ber Sdhnabel fcpm\u00e4chtidh, ftein unb furg, an ber SBurgel ftarf, hodh unb breit, gegen bie Spi^e fcpm\u00e4dhtig, feine Vegahnung fehmaep, ber gu^ fr\u00e4ftig, aber giemlidh niebrig, ber f\u00c7ittig fo lang, bafj er baS \u00a9nbe beS SdjmangeS erreicht, ber Scpmang furg, fanft abgerunbet, baS \u00a9efteber bidjt, am ^alfe nicht gerieft, feine ^auptf\u00e4rbung ein bunfeleS Slf^grau, oon metchem Vieffchmarg, 3twmtroth, SBei^ :c. lebhaft abftechen.\n^ierletien. IV.\t51","page":801},{"file":"p0802.txt","language":"de","ocr_de":"802\nSie \u00a9d) to immer. Bahnfdjn\u00fcbler. \u00a9\u00e4nfe.\n\u00a9eutfddanb \u00efommen brei 2lrten biefer \u00a9type toor, am ^\u00e4uftgflett bie ginget;, \u00a9ron\u00ef \u00dflofters, SBernilel, ober Otottgan\u00ea (Bernicla torquata), ein 23oget toott 24 Bolt S\u00e4nge, 48 3otC Breite, Bet 44 Boll f\u00c7tttxg = unb 4 Bott \u00a9chttaupnge. SDer SSorberfo^f, ber #alS, bie \u00a9gingen unb \u00a9teuerfebern ftnb f\u00e4toara, bie be\u00a7 Ortiden\u00e9S, ber SBrufi unb be\u00ea Oberbau^ bunlel* grau, et\u00efoa\u00ea lichter geranbet, bie Sauchfeiten, bie \u00a9tei\u00dfgegenb unb bie OBerfdjitoattjbedfebern toet\u00df. Sin jeber \u00a9eite be\u00ea \u00a3alfe\u00a7 fte^t ein halbmonbf\u00f6rmiger, ttei\u00dfer Ouerfleden, unb bie Gebern ftnb \u00c7ter jeidbt gereift. \u00aeie fungen $\u00f6gel fe^en bun\u00efeter au\u00ea unb tragen ben #al\u00eafchmud nod) nu$t\nSDer hohe korben ber alten unb neuen SBett ift bie feint\u00e2t ber Otingetgan\u00ea; benn bie in Umerifa \u00efeBenben, f\u00fcr toetfd)ieben gehaltenen \u00e4hnlichen \u00e4fteerganfe laffen fid) toon ben im Often ttotmenben nicht unterfReiben, toorauSgefefct, ba\u00df man eine gr\u00f6\u00dfere 2fe$ahl toergleic^t. 9113 \u00a3etmat\u00a7; gebiet m\u00fcffen bie l\u00fcften unb Bnfeln gelten, toeldje gt\u00fcifc^en bem 80. unb 60. \u00a9rabe ber Orette\nS)te gtingelgan\u00eb (Bernicla torquata). 1/5 ber nat. @r\u00f6{je.\nHegen 2Iuf 3\u00a7lanb Br\u00fcten nur ioenige, auf \u00a9^Bergen fehr toiele fKingelg\u00e4nfe ; mehr nach Often hin Begegnet man ihnen im hohen Sommer an allen l\u00fcften be\u00ea \u00a9i\u00eameere\u00ea in gro\u00dfer _ 2^1, eBenfo in ber \u00dfubfon\u00a7Bah unb in ben Benachbarten \u00a9eto\u00e4ffem. \u00a3on biefer unfreunblwhcn \u00a3etmat au\u00a7 treten fte affi\u00e4hrli<h ^S\u00e4uberungen an, Welche fte an ltnfere l\u00fcften, feilen auch tn fubltchere \u00a9egenben f\u00fchren, \u00a9nbe O\u00eftoBer\u00ea ober fp\u00e2teften\u00ea im Anf\u00e4nge be\u00a7 \u00ef\u00eftotoemBer Beto\u00f6lfern fte alle flachen \u00a9eftabe ber Oft, unb ^orbfee gu Oaufenben unb Millionen, ihren Garnet* 9iottgan8 bann Bu<^ ft\u00e4blich Beth\u00e4tigenb. \u00a9otoeit ba\u00a7 2luge reicht, W man bie hatten ober bie \u00a9anbb\u00e4nle, welche toon ber \u00a9BBe blo\u00a7 gelegt ioerben, bebedt toon biefen \u00a9\u00e4nfen; ihr \u00a9efdjrei \u00dcBert\u00f6nt ba\u00ea Sollen ber \u00abSranbung; ihre Waffen gleiten, toon fern \u00bbfeh\u00ab, toenn fte auffliegen, einem btdten, toett toer.\nBreiteten Otaudje unb laffen jebe \u00a9d)\u00e4hung al\u00ea ungul\u00e4fjtg erfcheinen.\t^\tt\n\u00a9inline Otingelg\u00e4nfe ftnb auch im SSinnenlanbe, an \u00a9een unb anberen gr\u00f6\u00dferen \u00a9etoaffern Beobachtet morben, m\u00fcffen aber all SSerfchlagene gelten; benn alte 2Jleerg\u00e4nfe toerbienen ihren tarnen:","page":802},{"file":"p0803.txt","language":"de","ocr_de":"Dlingelgang.\t'\t803\n\u00dfe \u00dfnb oo\u00eftenbete \u00a9eeo\u00f6gel unb entfernen ftd^ bei geio\u00f6pntidpem Verlaufe ber \u00a3)inge toopl niemals non ber^\u00fcf\u00eee.\n\u00aete \u00a9igenfdpaften ber \u00dftingetgang fpredpen ung lebhaft an. \u00a9or ben mei\u00dfen \u00a9ertoanbten getdOnet \u00dfe \u00dfdp aug burdp bie Biertidpfeit unb Slnmutp ber \u00a9etoegung, burdp \u00a9efe\u00eflig\u00efeit unb fyrteb-fertigfeit, opne jenen an \u00a9innegfdp\u00e4rfe nadpguftepen. \u00a9te gepen gut auf fe\u00dfem, t\u00fcte auf fdplammigem \u00a9oben, fcptoimmen leidet unb fdp\u00f4n, taucpen \u00fcortrefflidp, jebenfatlg beffer, fliegen audp teinter unb geioanbter alg atte \u00fcbrigen \u00a9\u00e4nfe, neunten aber fetten ober bocp nidpt fo regelm\u00e4\u00dfig tote biefe im gluge bie \u00aeeitorbnung an, fonbern gieren meift in ioirren Raufen burdp bie Suft. \u00a9eim 5tuf; fiepen gr\u00f6\u00dferer \u00a9dparen oernimmt man ein \u00a9epolter, toeldpeg fernem Bonner glei\u00dft, bei gerabem ginge in p\u00f6peren Suftfdpidpten ein beuttidp p\u00f6rbareg \u00a9aufen, toeldpeg fcp\u00e4rfer atg bag ber gr\u00f6\u00dferen \u00a9\u00e4nfe, aber bumpfer alg bag ber \u00a9nten ftingt. \u00a3)te \u00a9timme ift fepr einfadp : ber \u00a3ocf ton befielt aug einem fdpioer ioiebergugebenben 3ftufe, toeldper ettoa \u201e\u00aen\u00e4ng\" Hingt; ber Unterpaltunggtaut ift ein raupeg unb peifereg \u201e$rodp\", ber 2lugbrucf beg gorneg, tote geto\u00f6pnlidp, ein teifeg .Bt\u00dfpett. Sfodp 2lrt iprer \u00a9ertoanbten leben \u00dfe nur unter einanber gefettig unb patten \u00dfdp, toenn \u00dfe gelungen mit anberen oereinigt toerben, \u00dfetg in gefdptoffenen Raufen gufammen. \u00a9ine oon biefen guf\u00e4ltig abgefommene 9iingetgang \u00dfiegt \u00e4ng\u00dflicp urnper, big fie toieber anbere iprer 3Xrt \u00dfnbet unb f\u00fcptt \u00dfdp nidpt einmal unter anberen SJteerg\u00e4nfen bepagtidp. \u00a9ringt man \u00dfe mit \u00a9ertoanbten gufammen, fo geigt \u00dfe \u00dfdp gegen biefe \u00e4u\u00dferft friebfertig, pauptf\u00e4dplidp toopl begpalb, toeil \u00dfe \u00dfdp iprer \u00a9dpto\u00e4dpe 'betou\u00dft ift unb ein \u00a9ef\u00fcpt oon gurdpt nidpt log ioerben fann. 33em SJ\u00ceenfdpen gegen\u00fcber befunbet \u00dfe \u00dfcp atg ein \u00aeinb beg popen 9Rorbeng, toeldpeg fetten oon bem \u00a9rgfeinbe ber Spiere peim= gefucpt toirb. \u00a9ie i\u00df toeit toeniger fdpeu alg bie \u00fcbrigen \u00a9\u00e4nfe unb ioirb er\u00df nadp l\u00e4ngerer \u00a9eo= folgung oor\u00dfdptig. \u00a9g toirb bepauptet, ba\u00df man \u00dfe gutoeilen mit \u00a9teinen ober Kn\u00fctteln erlegen ober eine gange gantilie nadp unb nadp aufreiben f\u00f6nne, unb eg ift getoi\u00df, ba\u00df \u00dfe \u00dfdp teicpter atg jebe anbere 2lrt burcp ganganftatten betp\u00f6ren l\u00e4\u00dft. 3\u00ab ber \u00a9efangenfdpaft betr\u00e4gt \u00dfe \u00dfdp anf\u00e4nglidp fepr fdp\u00fcdptern, f\u00fcgt \u00dfdp aber halb in bie oer\u00e4nberten \u00a9erp\u00e4ttniffe unb getoinnt nadp unb nadp gu iprem S\u00df\u00dfeger eine toarme Zuneigung, fommt auf beffen SRuf perbei, bettelt um gutter unb fann, toenn man fiep mit ipr abgibt, bapin gebradpt ioerben, ba\u00df \u00dfe toie ein $unb auf bem gu\u00dfe folgt. Gebens fattg gereidpt \u00dfe einem gr\u00f6\u00dferen \u00a9ep\u00f6fte ober einem Seiper gu poper 3ierbe unb oerbient toeit rnepr ber\u00fccf\u00dfdptigt gu ioerben, alg eg big jefet gefdpiept, gumat ipre \u00a9rtoerbung nidpt bie geringften \u00a9dptoierigfeiten oerurfadpt unb \u00dfe gu einem faum nennengtoertpen greife oon \u00dctpierp\u00e4nblern ober aug \u00a3pierg\u00e4rten, beifpielgtoeife aug bem gu \u00ae\u00f6ln, jebergeit begogen toerben fann.\n^in\u00dfdptlicp ber SRaprung unterfdpeiben \u00dfcp bie \u00a9teerg\u00e4nfe infofern oon ben unferigen, ba\u00df \u00dfe neben \u00a9rag unb \u00a9eep\u00dfangen audp oiete \u00aeerb= unb Seidptpiere freffen. 3nt popen korben toerben \u00dfe toaprfdpeinlidp alle bort toadpfenben S\u00df\u00dfangen toeiben; bei uug beoorgugen \u00dfe frifdpeg Sief engrag \u00e4pnticpen \u00a9toffen. SDie \u00a9efangenen geto\u00f6pnen \u00dfdp an \u00df\u00f6rnerfutter, m\u00fcffen aber, toenn \u00dfe \u00dfdp l\u00e4nger erpatten feilen, audp anbere \u00df$\u00dfangenftoffe, namentlidp \u00a9riingeug oerfepiebener 2Irt, mit erpalten.\n\u00a9dpon bie \u00e4lteren \u00a9cefaprer erto\u00e4pnen, ba\u00df bie Oiingetg\u00e4nfe p\u00e4u\u00dfg auf \u00a9pipergen niften; neuerbingg pat-\u00dcEftatmgren ipre Eingabe beft\u00e4tigt. \u201e\u00a3)iefe p\u00e4u\u00dfg\u00dfen \u00a9\u00e4nfe \u00a9pipbergeng br\u00fcten fepr gaplreidp auf ber S\u00f6\u00dfe\u00dfs unb Sftorbf\u00fcfte ber Snfet, ebenfotoopl auf bem ge\u00dflanbe atg auf ben \u00a9dperen, oorguggtoeife auf fotepen, too \u00a9tberg\u00e4nfe in gr\u00f6\u00dferen \u00a9tengen niften. SDag aug Saffer; , p\u00dfangen unb beren \u00a9l\u00e4ttern fepr unf\u00fcnftlidp gufammengebaute SRe\u00df toirb oft bidpt neben bem ber \u00a9iberente angelegt unb oon bief er fepr p\u00e4u\u00dfg beraubt. 3)ag \u00a9elege entp\u00e4lt fedpg big adpt Heine, b\u00fcnnfdpalige, gtanglofe \u00a9ier oon tr\u00fcbgr\u00fcnlidptoei\u00dfer g\u00e4rbung. \u00a9tibbenborf traf SO\u00eeitte Suli\u2019g eben auggefrodpene ^unge an. 2fugf\u00fcprlidpeg \u00fcber bie gortpflangungggefcpidpte ift mir nidpt befannt.\n2ln allen f\u00fcblidperen $\u00fc\u00dfen toirb bie \u00dftingelgang* im $erbfte unb gr\u00fcplinge gu Xaufenben erlegt unb in .ipotlanb mit -Jptlfe augge\u00dfellter Socfg\u00e4nfe in nodp gr\u00f6\u00dferer Slngapl gefangen. SDag Silb\u00dfret gilt alg tooplfdpmecfenb, pat jebodp oft einen rangigen \u00a9eigefdpmadf, toeldper nidpt Sebermann\n51*","page":803},{"file":"p0804.txt","language":"de","ocr_de":"804\n$)ie \u00a9cptoimmer. \u00dfapnfcpn\u00e4Bter. \u00a9cinfe.\nBelagen n>it\u00ef. \u00a3>a berfelBe Bon ber SRufcpelnaprung perr\u00fcprt, pflegt man in \u00a3odanb bie \u00a9in= gefangenen einige 3eit lang mit betreibe gu f\u00fcttern, gu m\u00e4ften unb bann erf\u00ef gu fdt>\u00efad^ten.\nUnter ben frembl\u00e4nbifdpen \u00a9\u00e4nfen oerbient bie Dtilgang SunSoft ertr\u00e4gt gu ioerben, Joeil fie oon Vfri\u00efa unb \u00a9prien aug \u00a9\u00fcbeuropa giemlid) regelm\u00e4\u00dfig Befugt, aber audp in Oeutfdplanb meprmalg oorge\u00efommen ifi unb fdpon feit oielen Sapren auf ^artteidpen gehalten toirb. \u00a9ie geh\u00f6rt ber \u00a9ippe ber $ucpgg\u00e4nfe (Chenalopex) an unb unterfcpeibet ftdp oon ben Bereite erm\u00e4hnten Sitten bnrdp ipre fdplanfe \u00a9eftalt, ben b\u00fcnnen \u00a3alg, gro\u00dfen $opf, furzen \u00a9dpnaBel, bie popen g\u00fc\u00dfe, bie Breiten Fl\u00fcgel unb bag pracptoode \u00a9efieber. \u00aeer \u00a9dpnaBel ift palB toalgenf\u00f6rmig, an ber \u00a9tint ergaben, nadp oorn Bebeutenb niebrig unb fladpgeto\u00f6lBt, am \u00a9ube in einen Breiten, runben dtagel \u00fcBergepenb, ber gu\u00df ein \u00a9t\u00fcd \u00fcber bie f\u00c7erfe nadt, fdjlanf, \u00efleinge^ig, ber \u00c7l\u00fcgel burd) einen furzen (Sporen am Vuge unb bie enthielten OBerarmfcptoingen auggegeicpnet, ber \u00efurge \u00a9damans aug oiergepn Gebern gufammengefept.\n\u00aeie ^i\u00efgan\u00ea (Chenalopex aegyptiacus) tr\u00e4gt ein fepr Bunteg $Ieib. Oie \u00aeopffeiten unb ber Vorberpalg ftnb gilBlidptoei\u00df unb fein gefpren\u00efeit, ein gtecfeu um bag 2luge, ber \u00a3interpalg unb ein Breiter \u00a9\u00fcrtel am Sftittelpalfe roftbraun, bag \u00a9efieber ber OBerfeite grau unb fcpioarg, bag ber Untere feite faplgelB, toei\u00df unb fdptoarg quer geioedt, bie dftitte ber Vru]t unb beg Vaudpeg lichter, erfiere Burd) einen gro\u00dfen, runblicpen, gimmtBraunen $Ied gefcpm\u00fcdt, bie \u00a9tei\u00dfgegenb fdp\u00f6n roftgelB unb nidjt Banbartig gegeidpnet, bie \u00c7l\u00fcgelbeden toei\u00df, oorn pracptood metadifd) fpiegetnb, fein fcpioarg geb\u00e4nbert, bie \u00a9dptoingenfpipen unb \u00a9teuerfebern gl\u00e4ngenb fdptoarg. Oag 3luge ift gelb ober orangengelb, ber \u00a9cpttaBel Blaur\u00f6tplidp, auf ber DBerfeite lifter, an ber B\u00fcrzel unb. am \u00a3afen Blaugrau, ber ^u\u00dfr\u00f6tplidp ober lidptgelB. Oie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 2V4, bie 23i*eite 4 A, bie ^ittigl\u00e4nge 16, bie \u00a9dptoangl\u00e4nge 5V4 \u00a3od. Oag VkiBdpen ift bem Sdt\u00e4nndpen fel)r \u00e4pnlidp, febcd) ettoag Heiner, feine 3eidpnung minber fd\u00df>\u00f6n unb ber Vrufifleden nidtjt fo auggebepnt.\nSIfri\u00efa oon \u00a9gppten an Big gum Vorgebirge ber guten Hoffnung unb Oon ber Dftf\u00fcfie an Big meit ing innere ift bie \u00a3eimat biefer \u00a9ang; an ber d\u00f6efif\u00fcfte fcpeint fte gu fehlen. Von Vfrifa aug pat fte ftd) in ^al\u00e4ftina unb \u00a9prien angeftebelt unb toieberpolt nad) \u00a9riedpentanb, \u00a9\u00fcbitalien unb \u00a9\u00fcbfpanien oerflogen. OB biejenigen dtilg\u00e4nfe, ioelcpe man in dtorbs unb d\u00f6eftfranlreid), in Velgien unb Oeutfdplanb erlegte, ebenfadg gu ben ^dingen geg\u00e4plt ioerben b\u00fcrfen ober alg ber \u00a9efangenfdpaft \u00a9ntflogene angefepen ioerben m\u00fcffen, fiept nod) bapin; idp m\u00f6chte midp f\u00fcr bag Severe entfdpeiben.\nd\u00f6\u00e4prenb meiner Reifen in SIfrifa paBe idp ben fdp\u00f6tten, auf ben egpptifcpen Oenl'm\u00e4lern oielfadp abgebilbeten Vogel fepr p\u00e4uftg Beobachtet. 3fn Unteregppten \u00efommt bie Vilgang feiten oor, oon DBeregppten nacp \u00a9\u00fcben gu oermi\u00dft man fte nur an ben ung\u00fcnfiigften \u00a9teden beg \u00a9tromeg, b.p. Blog ba, too er red)tg unb lin\u00efg ^elfenmauern Befp\u00fclt unb leinen Otaum f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Unfein geto\u00e4prt. \u00a9cpon in \u00a9\u00fcbnubien Begegnet man gr\u00f6\u00dferen \u00a9efedfdpaften oon ipr, unb im \u00a9ubapn geh\u00f6rt fte gu ben regelm\u00e4\u00dfigen \u00a9rfcpeinungen an Beiben \u00a9tr\u00f6men, feplt aud) ben fern oon biefen liegenben d\u00eeegens teicpen unb fonfitgen \u00a9eto\u00e4ffern nidpt. SS\u00e4prenb ber Vrutgeit fiept man fte paartoeife unb bann tn \u00a9efedfdpaft ber jungen; fp\u00e4ter oereinigen ftd) meprere gamilien, unb gegen bie SJtaufergeit pin, joeldpe fte \u00fcbrigeng nidpt flugunf\u00e4pig madpt, getoaprt man unfcp\u00e4pare \u00a9dparen oon ipr, toeldpe gutoeilen meilentoeit Beibe Ufer ber \u00a9tr\u00f6me Bebedett. \u00a9elegentlidp einer \u00dcbeife auf bem ioei\u00dfen dtile fah idp, toie idp fdpon Bemerft, brei \u00a3age *Iang bie \u00a9tromufer mit einem unenblicpen Vogelpeere Beo\u00f6lfert unb unter biefem toar bie dbilgang eine berfenigen Vrten, toeldpe am gaplreid)fien auftreten. \u00a7ern 00m \u00a9eto\u00e4ffer fiept man leptere \u00fcbrigeng nur in poper Suft bapinf\u00efiegen. \u00a9ie fdpeint ftreng am","page":804},{"file":"p0805.txt","language":"de","ocr_de":"Eilgang.\n805\nbag EBaffer, ingbefonbere an pag \u00a9\u00fcfjioaffer gebunben gu fein; aber fte ift infofcrrt begn\u00fcgfam, alg [c^on ein Etegenftrom, ioeldjer nur hier unb ba nod) einen Weinen SBaffert\u00fcm^el beftfet, ihren SInforberungen entfpridjt. SDodj gieht fte \u00a9egettben, in benen bie \u00a9tromufer beinalbet inerben, allen \u00fcbrigen oor, ineil fte am liebften im SBalbc nnb auf S\u00e4umen br\u00fctet. 3>nt n\u00f6rblidfien Etilgebiete bilben Unfein nnb \u00a9anbb\u00e4nfe im \u00a9trome ihren beoorgugten Aufenthalt. Son ihnen aug fliegt fie bann nadj ben Reibern hinaug, um bafelbft ftd) gu \u00e4ffen, unb auf ihnen nerfammelt fte ftd^ inieber, um augguruhen ober um ftd; gu unterhalten. 2>ebeg $aar beioohnt unb befragt eiferf\u00fcdjtig ein geioiffeg Oebiet; bie Eft\u00e4nndfen aber gefeEen ftch gern gu einanber, um ein \u00a9t\u00fcnbd)en gu oerplaubern ober unter Umft\u00e4nben einen \u00aeampf auggufecpten.\nSDie 3tilgan\u00a7 (Chenalopex aegyptiacus).\nV* ber rtat. \u00aer\u00f6\u00a7e.\n3Me Segabung ber Eilgang entfpricht ihrer \u00a9cp\u00f6nheit. \u00a9ie inetteifert im Saufen mit ber hodj= beinigen \u00a9porengang, fcbioimmt mit tief eingefen\u00efter Sruft fehr gcfchidt unb \u00efeinegioegg mit Anftrengung, mie eg, laut Naumann, ben Anfd)ein haben foE, taucht, \u00bberfolgt, rafdj, anhaltenb unb in gr\u00f6\u00dferen liefen ober fd)ioimntt auf ioeite \u00a9treden unter bem Staffer balfin, hier mit ben $\u00fcffen unb kl\u00fcgeln rubernb, unb fliegt unter ftarfem 3fotufd)en, aber bod) leicht unb fdmeE, ioenn fte ftch paarioeife h\u00e4lt, bid)t hinter einanber, ioenn fte ftch maffenhaft erhebt, in einem ioirren Raufen, ioeldjer jebod) bie \u00aeeilorbnung annimmt, ioenn ioeitere \u00a9treden burdhmeffen ioerben foEen. S)ie \u00a9timme hat mit ber unferer jpauggang nur entfernte Aehnlichfeit. \u00a9ie ift ioenig laut unb Wingt fouberbar heifer uttb oerftimmt fdjmetternb, ioie \u00a3\u00f6ne, ioeld^e mit einer fchled)ten trompete herbor; gebracht ioerben. Sefonberg auffaEenb Joirb bag \u00a9efdfrei, ioenn irgenb eine Seforgniff bie \u00a9em\u00fcther crf\u00fcEt ober bag Eft\u00e4nndjen in $orn ger\u00e4th- 3)ann oernimmt man guerft bag heifere \u201e\u00ae\u00e4hb, f\u00e4ht\" unb Oon ben anberen gur Antiocrt ein herbeg \u201eS\u00e4ng, t\u00e4ng\", ioorauf beibe lauter unb f^metternber","page":805},{"file":"p0806.txt","language":"de","ocr_de":"806\n$)ie \u00a9df)Kummer. 3abnf<hncibler. \u00a9cinfe. *\ngufantnten fdjreien, ungef\u00e4hr toie \u201e\u00a3\u00e4ng, t\u00e4ngterrrr\u00e4ngtangtangt\u00e4ng\" :c. Sefonberg laut fdpreit bag S\u00dfaat \u00fcber bie \u00a9efeBfdjaft \u00bber Sem Sluffliegen, fettener im gluge. 3\u00bb i^rem SBefen Selunbet |i(\u00a3) bte Siitgan\u00ab a\u00df ecfjte\u00ab TOtglieii kr gamilie. Sie ift unter allen Umfi\u00f6nkn \u00bborftd&tig, ftet\u00ab bebaut, ftdj ju fMjern, mifjtrauif\u00f4 im fj\u00f6diftcn (Stabe, Wirb, trenn fte SSerfotgungen erf\u00e4hrt, fo Weu, Une irgenb eine anbere (San\u00ab unb wei\u00df bie gntfernung a&8uf<pt}en, unterfdfeikt auc\u00c7 ben gremben fofort \u00bbon bem eingeborenen, treiben fte weniger f\u00fcrstet, einen \u00c7o\u00c7en Serftanb bann man i\u00a7r alfo ni<$t a6fprec\u00a7en. SKinber anjie^enb ijl i\u00c7r SKefen. \u00a9ie geh\u00f6rt 8u ben \u00c7errf\u00f4fiWttgfien unb bo\u00e4^afteften V\u00f6geln, treibe e\u00ab gibt, unb (ebt troij ber SOereinigungen, wel^e fte mit 3\u00a7re\u00abgleidjen einge^t, nt$t einrnat mit biefen in grieben. SB\u00e2\u00c7ten\u00efi ber tpaarung\u00ab8eit f\u00e4mpfen bie 2Mnm$en buc&ft\u00e4bliij auf \u00abeben unb Sob mit einanber, t\u00a7un Sie\u00ab toenigften\u00ab in (Sefangenf\u00e4aft, \u00bberfolgen f\u00ab$, unter lebhaftem \u00a9dielten, to\u00fctfenb unb unabl\u00e4fftg, \u00bberbeigen ftd) in einanber, fiitagen fid) mit ben gl\u00fcgeln unb etfdi\u00f6pfen fU$ gegenfeitig bi\u00ab 8um Umfmten. ein8elne \u00a9anfette tpranniftren aie 2RitbeWo|ner be\u00ab aSeifiet\u00ab, auf wettern fte fid) befinben, unterfodfen fid) niiit nur bie \u00a9nten, fonbetn beugen aud> gr\u00f6gere \u00a9\u00e4nfe unter it)t \u00a9cepter, werben immer tiitmer unb totlbveifter, Wagen fid) fd)Iteg(td) an anbere Spiere unb ge\u00c7en unter Umft\u00e4nben felbft bem 2Renf$en 8u Seite. \u00a9et}t man 8u einem folgen i\u00f6i\u00e4nndien ein 8Weite\u00ab, gteidjtiel ob a\u00fcein ober in \u00a9efe\u00fcfdjaft eine\u00ab anbeten SSeibdfen\u00ab, fo ft\u00fcr8t |td; biefe\u00ab \u00bbie ein 3{aub\u00bboget auf ben \u00a9inbtingling unb fuef)t i$n fobalb at\u00ab m\u00f6glidj unW\u00e4bfW 8\u00bb maefen. Surd) \u00a9dfnakllfiebe unb gl\u00fcgelfcpge \u00bbeig e\u00ab i|n nid)t um8ubringen; aber e\u00ab tobtet i|u bo<$, burd) \u00a9rtr\u00e4nten n\u00e4mlid), nadfbem e\u00ab ben \u00a9egner \u00bbot^er fo abgemattet, bag biefer e\u00ab ftd) Witlenio\u00ab gefallen taffen mug, toenn ber \u00a9ieget auf feinen St\u00fcden (leigt, i\u00c7n mit bem \u00a9dmabet \u00bbm \u00a9enide padt unb nun ben Stopf (\u00bblange unter SS\u00dfaffer br\u00fcdt, bi\u00ab \u00a9rflidung eingetreten. Stefe Sjenjd)(ud)t unb \u00dfanfwutl) tfut bet SSerbreitung be\u00ab fonft fo augerorbentlid) fdj\u00dfnen, fefietiben, lebhaften unb toadjfanten Sogetg ben gr\u00f6\u00dften \u00a9intrag.\n2)ie Sprung ift eine gemifdpte. \u00abRadp 2Irt unferer Bilbg\u00e4nfe treibet bie Eilgang auf Seibern a\u00ef\u00efer 2lrt, naep 2lrt ber \u00a9nten gr\u00fcnbett fte im \u00a9flamme ber Suchten, im Strome; ja, fie polt fiep &opl and) burep Vaucpen irgenb ein Baffertpier \u00f6om \u00a9runbe beg f\u00c7Iuffe\u00eb herauf. Smtge Vulganfe freffen leibenfcpaftlicp gern \u00a3eufcpreden, toenigfteng geittoeilig; bie \u00e4lteren nehmen aucp tptertfepe \u00a9toffe gu fut), f dritten aber gif^e gu oerfdpm\u00e4hen; toenigfteng pabe icp me bag \u00a9egentpeil beobachtet.\n3n baumlofen \u00a9egenben mag eg oorfommen, baf bie \u00abRilgang ftep entfcpliefjt, auf btofer \u00a9rbe 3u br\u00fcten; ba, too ber Balb ben Strom begrenzt, ober aud) nur ein eingelner paffenber SSaum too m\u00f6glich am Ufer ober hoch in beffen 3U\u00e4^e ftept, legt fte ipr 9Ueft ftetg auf V\u00e4unten an, tn ^Rm'bofU afrifa am liebften auf einer hornigen SRimofenart, ber fchon mehrfadh erto\u00e4hnten $arapft. \u00a93-befteht gr\u00f6Btentheilg aug ben heften beg \u00abBaumeg felbft, ift febodh mit feineren Geifern unb \u00a9r\u00e4fern toeid) auggetleibet. SDie BtgapI ber \u00a9ier feptoanft nach meinen \u00abBeobachtungen gtotfd&en oter unb feepg; meine f^toarjen S\u00e4ger behaupteten feboch, beren audh fd)on gehn big gto\u00f6tf tn einem 3Rejte gefunben gu haben. Sfyt \u00a9eftalt ift fe^r runblidh, bie \u00a9chale bid unb glatt, bie F\u00e4rbung ent gtlb, ticheg ober graulicheg 2\u00f6eiff Sn bem \u00a9inen ftimmen meine \u00abBeobachtungen mtt ben etngegogenen \u00a9rfunbigungen \u00fcberein, baf bie \u00abRitgang in \u00abRorboftafrda nur auf S\u00e4umen unb nie in \u00a9efeUfchaften, fottbern ftetg eingeln ihr \u00abReft anlegte. \u00aeie Srutgeit felbft richtet ft<h nach bem Eintritte be\u00bb gr\u00fchlingg. So br\u00fcten bie \u00abRitg\u00e4nfe in \u00a9gppten Slnfangg St\u00e4rg, bie im Subapn erft nach Lmtntt ber Dtegengeit, Slnfangg September. Son \u00a9efangenen toiffen toir^ baf bie Sebrutung ba* Uer fteben ; big acptunbgtoangig \u00eeage beanfprud;t unb oom 3Beibd)en allein beforgt totrb. 2)er \u00a9anfett h\u00e4lt treue SSacpt, ft^t ftetg in beren 9U\u00e4\u00a7e unb f\u00fcnbet ipr burep toarnenbe Saute febe ftdp napernbe \u00a9efapr. \u00a9inmal t\u00e4glich wnb gtoar in ben 9ta<hmittaggftunben, oal\u00e4ft bag br\u00fctenbe Sf\u00f6etbdpen bte \u00a9ier, bedt fte aber oorper ftetg forgf\u00e4ltig mit ben \u00a9unen gu. \u00aeie Sungen toerben fepr halb ang Baffer gebradjt unb entgehen felbft auf freien, b. p. niept burd) Sufdp ober SRiebgrag geftd;ertett Snfeln einer ettoaigen Verfolgung, toeit fie bei \u00a9efapr eiligft bem Baffer gulaufen unb gang oortreffli^","page":806},{"file":"p0807.txt","language":"de","ocr_de":"IRilgang* \u00a9tria.\n807\n\u00a7u taudjen verfielen. \u00a9ie toerben in \u00e4^nlic^er Seife erlogen toie bie g\u00fctigen ber \u00a9raug\u00e4nfe unb vereinigen fid), nad)bem fie etiva<hfen finb, mit anberen in \u00a9efeUftaften.\nSn \u00a9giften mad)en d\u00fcrfen unb \u00a9urop\u00e4er 3agb auf bie \u00abRilgang; im \u00a3>]t;\u00a9ubahn behelligt fie ber 2Renft nicht. \u00a3ier fc^eint fte \u00fcberhaupt nur in ben gr\u00f6\u00dferen Ubiern unb in ben Krofobilen gef\u00e4hrliche fteinbe gu haben, \u00a9rffere habe ich \u00fcbrigeng niemals nach ihnen fl\u00f6\u00dfen fehen, unb hin= fnhtlich ber Krofobile fann id) auch nur von anberen \u00abBeobachtungen auf bag eben \u00a9efagte flie\u00dfen. \u00a3)ag Silbpret unterfcbeibet fich, fotoeit ich gu urtheilem im \u00a9tanbe bin, nicht von bem anberer Silbgangarten; bag ber Sangen ifi l)cd)ft fd)macfhaft, bag ber Eilten glvar j\u00e4h nnb hart, gur \u00a9uppo aber vortrefflich gu gebrauchen.\nSn \u00a9\u00fcbafien, Slfrifa unb Sluftralien lebt eine \u00a9ruppe von \u00a9\u00e4nfen, tveld^e tvir mit bem \u00abRamen Slvergg\u00e4nfe bezeichnen biirfen; benn gerabe in ihrer geringen \u00a9r\u00f6\u00dfe begr\u00fcnbet fid) ihr haufotf\u00e4ch-licpfleg SRerfmal. Slu\u00dferbem ivirb gur Kennzeichnung angegeben, ba\u00df ber \u00a9d)nabel flein unb hoch an ber Surgel ifi, fich allm\u00e4hlich nach ber \u00a9pipe za verringert, fchr furge unb breitl\u00e4ufig gefteUte S\u00e4pne tr\u00e4gt, ba\u00df bie \u00a9d)lvingen ftarf gugerunbet finb, ber furge, abgerunbete \u00a9d)lvans aug gtv\u00f6lf Gebern gebilbet tvirb. ^)inftdh)tXtd^ ber Sebenglveife lveid)en bie Slrten biefer \u00a9type nicht univefentlid) von anberen ihrer Familien ab, ivie SDieg aug \u00abRad)ftehenbem hervorgehen ivirb.\n3)ie \u00a9irja ber |)inbo flauer (Xettapus coromandelianus) ift auf bem \u00a9Reitel fd)ivarg, auf bem 9Rantef prad)tvotl gr\u00fcn unb purpurgl\u00e4ngenb, im \u00a9eficpte, am fpintertheife beg Kopfeg, am \u00a3alfe unb auf ber gangen Unterfeite reinlvei\u00df, gegiert burch ein fd)lvargeg ^algbanb, lveld)eg ftch um ben Unterteil beg ipalfeg gieht, unb feinbraune gicfgacflinien, tvelcpe auf ben meinen Gebern ftehen; bie Baud); unb Unterfchlvangbedfebern finb fdjtvarg unb ivei\u00df geflecft, bie Oberfchtvangbecffebern auf graubraunem \u00a9runbe bla\u00df befprenfelt, bie \u00a9teuerfebern fchlvargbraun, bie \u00a3anbfd)lvingen in ihrer \u00a9nbh\u00e4lfte ivei\u00df geflecft, bie Xtnterarmfd)lvingen \u00e4hnlich gezeichnet, ihre Ivei\u00dfen glecfe aber fleiner, bie \u00a3)berarmfd)tvingen fchlvarg. SDag Singe iftrotf), ber \u00a9cpnabel fd)tvarg, ber $u\u00df gr\u00fcnlichecfergelb, iv\u00e4hrenb ber Brutgeit fchlvarg geflecft. Sie S\u00e4nge betr\u00e4gt nur 13 big 14 Soll, bie gittigl\u00e4nge 6V\u201e bie \u00a9chioangl\u00e4nge 3V\u00ab Soll. 2)ag Seibcpen unterfepeibet fidf) burch eine mehr br\u00e4unliche F\u00e4rbung, geringeren \u00a9lang beg \u00a9bergefieberg unb ben Mangel ber ivei\u00dfen Segnung in ben \u00a9chlvingen; bie fRumpf feiten unb Oberbecffebern ftnb bla\u00dfbraun, bie gebern beg \u00abRacfeng mit bunfelen Sinien geflecft, bie ber Unterteile fcpmugiglvei\u00df, bie ber Seiten bla\u00dfgrau.\n9Ran finbet, fagt Serben, biefeg aXXerliebfte \u00a9\u00e4ugten in Subien, auf \u00a9eplon unb auf ber maiapifepen <palbinfel, hier unb ba fehr h\u00e4ufig, in ben norblvefflichcn \u00abprovingeu viel feltener. \u00a9g belvohnt rieb; unb gragreiepe Reiche, h\u00e4lt fich in m\u00e4\u00dfigen ober fehr flarfen \u00a9chlv\u00e4rmen, fliegt mit gro\u00dfer \u00a9cpnelligfeit unb ft\u00f6\u00dft babei ein fonberbar fcpmetternbeg \u00a9efchrei aug. S3Xt;th fagt, ba\u00df ber \u00a9ang\u2019fepr fehlest ift unb bag \u00a9\u00e4ngchen nach ivenig \u00a9dritten regelm\u00e4\u00dfig nieberf\u00e4dt; eg fcheint alfo m\u00f6glich ober tvahrfcpeinlich, ba\u00df eg bag Sanb Ivenig betritt, \u00a9olange eg feine Verfolgungen erfahren hat, geigt eg fid) fehr firr unb forglog. \u00a9g br\u00fctet in ben H\u00f6hlungen alter B\u00e4ume oft in einiger \u00a9ntfernung vom SEBaffer, gelegentlich auch in verfallenen \u00a9eb\u00e4uben, Semmeln, altem \u00a9enx\u00e4uer unb bergleiten unb legt acht big gehn, gulveilen noch mehr fleine, ivei\u00dfe \u00a9ier. \u00a3)ie Sungen tragen ein bichteg \u00a9unenfleib Von grauer F\u00e4rbung unb Iverben Von ben \u00a9Item fofort nach ihrer \u00a9eburt bucp= ft\u00e4blich aug bem \u00abReffe geivorfen unb bem benachbarten Saffer gugef\u00fchrt. \u00a9in Beobachter verftepert, ba\u00df bie \u00a9aug allein br\u00fctet unb ber \u00a9anfert fid) iv\u00e4hrenbbem mit anberen feineg \u00a9efcplecpteg in fleine \u00a9epiv\u00e4rme fd>l\u00e4gt; Serbon beglveifelt, ba\u00df \u00a3)ieg immer ber gaE ift, ba er bei mehr alg einer \u00a9elegenheit ein 5j3aar nach bem Baume, ivelcper bag \u00abReft trug, fliegen fap. \u00a3)ag Silbpret ivirb nicht befonberg hoepgefep\u00e4hf, ift iebod) gu Seiten vorg\u00fcglicp gut.","page":807},{"file":"p0808.txt","language":"de","ocr_de":"808\n\u00a9te trimmer, ^nfc^nab\u00eeer. \u00a9\u00e4nfe.\nAuf\u00efralien befunbet fein eigent\u00fcmliches \u00a9enrage auch burch bie \u00a9\u00e4nfe, inSbefonbere burch btc ^\u00fc^\u00eeter= ober \u00c6a^penganS (Cereopsis Novae-Hollandia'e), einen auSgegeidjneten 3ahnf\u00f4n\u00e2bler, welcher non einigen gwf\u00f4ern als \u00a9telgoogel angefehen tourbe, Oie \u00dfenngeichen ber \u00a9i^e ftnb: fe^r kr\u00e4ftiger Seib, btder, furget $al\u00bb, Heiner \u00c4o^f, fe^r furger, ftarfer, fhimtfer, an ber Vhtrgel febr Bober \u00a9chnabel, welker Big gegen bie \u00a9pifce \u00ef)in mit einer S\u00f6ac^^aut bebedt, an ber <Spi& gebogen unb gleichfam abgefiu^t ift, fobafc er in ber \u00a3\u00c7at.mit bem \u00a9c^naBel getoiffer #\u00fchnerarten eine entfernte S\u00efdjnlidj\u00efeit geigt, langl\u00e4ufige, aber farbige Pfee, mit tief auSgefhnittenen \u00a9chiotmnt; Muten unb gro\u00dfen, ftarfen N\u00e4geln, fehr breiten kl\u00fcgeln mit enttoidelten \u00a9chulterfchioingen, furger, abgerunbeter \u00a9d)toang unb ein reidjeS \u00dfleingefteber, ioeldjeS burch feine 3eid)nung nod) befonberS auff\u00e4llt. Oie F\u00e4rbung ift ein fch\u00f6neS Afchgrau mit br\u00e4unlichem \u00a9dummer, welches auf bem Obers \u00efobfe in Sicbtafchgrau \u00fcbergebt unb auf bem Et\u00fcden burd) runbliche, fd;toargbraune Rieden, nah ber @^ibe ber eingclnen Gebern gegeidjnet ioirb; bie \u00a9J\u00bbi*en$\u00e4lfte ber Armringen, bie \u00a9teuere unb Unterfcbtoangbedfebern ftnb br\u00e4unlid)fchtoarg. OaS Auge ift fd)arlachroth, ber \u00a9d^nabet fdjwarg, feine V\u00dfadjShaut gr\u00fcnlichgelb, ber pfc ftf)ix>\u00e4rgrtdh>. OaS SBeibc^en unterfdjetbet ftch nur burch ettoaS\ngeringere \u00a9r\u00f6fe.\t,\t\u2022\n\u00a9ie H\u00fchners ober \u00dfabbenganS ift je^t ber eingig befannte Vertreter ihrer \u00a9t^e, geh\u00f6rt gu benfenigen V\u00f6geln AuftralienS, ioel^e bie befonbere Auf merff amfeit ader Oteifenben erregt haben unb fchon ocr oielen fahren befannt gemalt W\u00fcrben. Am h\u00e4ufigften fcheint fte fr\u00fcher auf ben Snfeln ber \u00a9a\u00dfffea\u00dfe getoefen gu fein. Sabi\u00eflarbi\u00e8re erg\u00e4bt, ba\u00a3 bie erften, Weide er fah, \u00bbon ihm mit ben #\u00e4nben fangen liefen, bie anberen aber hoch fd)eu tourben unb bie flucht ergriffen, unb ^\u00efinber teilt unS mit, baf eine betr\u00e4chtliche Angahl oon ber VootSmannfd)aft mit \u00a9t\u00f6den erlegt, auch einige lebenbig gefangen tourben. Vaillb beft\u00e4tigt biefe Angabe unb \u00bberfriert, baf bie ^\u00fchnerg\u00e4nfe, Welche er beobachtete, ohne VkitereS befch\u00efichen unb gefangen toerben fonnten. Oie gebauten dbeifenben r\u00fchmen baS SBilbpret als oorg\u00fcgltd), fd)\u00e4hen eS toeit h\u00f6her, als baS ber europ\u00e4ifdhen \u00a9an\u00ea, hatten beShalb auch bie Verfolgungen f\u00fcr burdauS gerechtfertigt. Oie fp\u00e4teren Veobad)ter fanben, baf bie \u00a9\u00e4nfe nicht nur nicht h\u00e4ufig oorfanten, fonbern auf oieten Snfeln bereit\u00ea auSgerottet toaren! \u00a9oulb fchofj ein ^aar auf ber Sfabedeninfel, meint aber, ba\u00a7 ber Vogel noch auf mehreren nid;t untersuchten \u00a9heilen her \u00a9\u00fcbf\u00fcjtc AuftralienS h\u00e4ufig fein f\u00f6nne. Oer \u201ealte Vufchmann beobachtete fte im gl\u00fcdlichen Auftralien nur gtoeimat, einen flehten $lug unb gloei anbere, toelche ftd) unter g\u00e4hnte \u00a9\u00e4nfe gemixt h\u00e4tten. Oie \u00fcbrigen dbeifenben, beren Vkrfe mir befannt ftnb, berichten nicht au\u00a7 eigener Anftauung.\nOie \"p\u00fchnerganS lebt, ihrer Vegabung enttyrechenb, toeit mehr auf bem Sanbe als auf bem Staffer, \u00a9ie geht oorg\u00fcglid), fchtoimmt aber giemlich fd)le<ht, auch fehr ungern, toie bie \u00a9efangenen betoeifen. 3hr Slug fod fdwerf\u00e4dig fein. Oie \u00a9timme l\u00e4\u00dft ftch mit \u00a9ilben nicht auSbr\u00fcden; benn fte \u00e4hnelt mehr einem bumpfen Vrummen, als bent \u00a9efchrei anberer \u00a9\u00e4nfe. Ausf\u00fchrliche Veobachtungen \u00fcber baS $reiteben fcheinen gu fehlen; hoch fennen toir gl\u00fcdlidjerWeife baS Vetragen tn ber \u00a9efangenfehaft gut genug, unt ein giemlid) richtiges Vilb oon ihrem 2\u00f6efen gu getoinnen.\nOur<h ih^\u00df \u00a9cheu oor bem d\u00dfaffer, benn fo barf man fagen, unterfcheibet ftd; bie ^appenganS Oon aden \u00fcbrigen Arten ihrer Familie. Itngegtoungen fehidt fie ftch nur h\u00f6chft feiten gum \u00a9^toimmen an, oertoeilt oielmehr beiVag unb SRacht auf bem ^efttanbe, in ben \u00fcdorgen; unb Abenbftunben ioeibenb, in ben Mittags s unb dkchtftunben ruhenb. \u00dcRit anberen V\u00f6geln h\u00e4lt fte feine Sreunb= fchaft; benn an 3anffucht unb Sftauflufi \u00fcbertrifft fte Oiedeicht noch bie dlilganS. \u00a9in Vaar, toelcheS unter anbereS V\u00dfaffergefl\u00fcgel gebracht ioirb, ertoirbt ftch binnen ^urgent bie unbebingtefie Oberherr; fd>aft unb toei\u00df biefe unter aden Umft\u00e4nben gu behaupten, ioirb ber dRitbetoohnerfchaft eines \u00a9eicheS jebod) nur io\u00e4hrenb ber ^aarungSgeit ioirflich befd^toerlich. 2Cu bie \u00a9efangenfehaft geio\u00f6hnt fte ftch fehr leicht, unb ihren Pfleger lernt fte fchon in ben erfteti Sagen oon anberen dRenfhen unterfcheiben, getoinnt auch eine grofe Anh\u00e4nglichfeit f\u00fcr ihn. 3n deeuhodanb fod man fte fr\u00fcher faft in aden gr\u00f6\u00dferen \u00a9eh\u00f6ften gahm gehalten h\u00fcben, gegenw\u00e4rtig aber oon ihrer 3ud)t guriidgefommen fein, toeil","page":808},{"file":"p0808s0001table.txt","language":"de","ocr_de":"Cmopfts - \u00fcattj\u00ef.","page":0},{"file":"p0809.txt","language":"de","ocr_de":"H\u00fcpnergan\u00ea.\n809\nipre Unoertr\u00e4glicpfeit l\u00e4ftig mirb. 3ludp in \u00a9uropa paben bie \u00a9efangeneit fdpon oft gebr\u00fctet, unb maprfdpeinlidp Serben bie \u00a7ter \u00a9eg\u00fccpteten ftdp oollfi\u00e4nbig einb\u00fcrgern \u00efaffert. 23ig fept mirb ipre Verbreitung unb Vermeprung befonberg nodp baburdp gepinbert, ba\u00df bie Vrutgeit, bent auftralifdpen ^r\u00fcplinge entfpredpenb, in bie testen Herbftmonate f\u00e4llt, unb bie \u00a9trenge beg SSinter\u00ea bie Hoffnungen be\u00e2 \u00e2\u00fccpterg oft Vereitelt. SDoc^ pat man bereite erfahren, ba\u00df \u00a3\u00fcpnerg\u00e4nfe, bereu erfle \u00a9ier burdp bie $\u00e4lte gu@runbe gingen, im Februar lieber legten unb bann ipre jungen gl\u00fcefliep aufbracpten. \u00a9ie S\u00dfaarunggluft geigt fiep in unoerfennbarer 2Beife. Vetbe \u00a9efdpledpter laffen \u00f6fter alg fonfi ipre brummenbe \u00a9ttmme oernepmen; ber \u00a9anfert umgebt feine \u00a9attin mit gierlidpem ^opfneigen, fdpaut ftdp madpfam nadp allen \u00a9eiten um unb oertreibt unerbittlich alle \u00fcbrigen \u00a9piere, \u00d6roB un^ au^ feinem \u00a9epege. DZad^ erfolgter ^Begattung baut bie \u00a9ang fepr eifrig an ihrem Kefte unb m\u00e4plt piergu unter ben ihr gu \u00a9ebote ftehenben \u00a9toffen immer bie beften aug. \u00a9ag 3*teft ift nicht gerabe funftooll, aber bo<h toeit beffer alg bag ber meiften \u00fcbrigen \u00a9\u00e4nfe, innen glatt gerunbet unb auch h\u00fcbfeh mit fyebern aufgelegt, \u00a9ie \u00a9ier ftnb oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig flein, runblich, glattfcpalig unb gelb; Udploei\u00df oon F\u00e4rbung. Kacp ben in ^Sarig gemadhten \u00a9rfahrungen m\u00e4prt bie Vrutgeit brei\u00dfig \u00a9age, bei ftrenger \u00ae\u00e4lte jeboch l\u00e4nger: fo br\u00fctete eine ip\u00fcpnergang im Sparte meineg ^reunbeg \u00a9orn\u00e9lp in ^Belgien oolle adptunbbrei\u00dfig \u00a9age, beoor bie jungen augfcpl\u00fcpften. Septere laufen noch an bentfelben \u00a9age aug bem Riefte unb ber -Kutter nach, im \u00a9rafe fuchenb unb piefenb. \u00a9ie oerfchm\u00e4hen hart gefotteneg \u00a9i, gehabte Kegenm\u00fcrnter, \u00fcberhaupt tpierifepe \u00a9toffe, audp S\u00dfei\u00dfbrot, unb fcpeinen fiep nur an ^\u00dfflangennaprung gu palten, \u00a9obalb bie jungen bem \u00a9i gl\u00fcefliep entfepl\u00fcpft ftnb, geigt fiep bie mutpige $ampflufi beg \u00a9anfert in iprent oollen \u00a9lange, unb man begreift jept, ioarunt bie neupoll\u00e4nbifcpen ^Bauern einen folcpen SSogel nidpt auf ipren H\u00f6fen h\u00fcben m\u00f6gen, \u00a9g gibt fein Haugtpier, mcldpeg ber m\u00e4nnlidpen H\u00fcpnergang \u00a9dpreef cinfl\u00f6\u00dfen f\u00f6nnte; fie binbet felbft mit bem SKenfdpen an. \u201e2\u00f6ar mein \u00a9anfert\", erg\u00e4plt \u00a9orn\u00e9lp, \u201eoorper fdpon b\u00f6fe, fo ift er jept gerabegu rafenb. \u00e4ftit gr\u00f6\u00dfter 2\u00f6utp oerfolgt er 3Meg, mag Seben pat. \u00a9in gro\u00dfer \u00aeranidp fam ipm guf\u00e4\u00fcig in ben V3eg; er ft\u00fcrgte fiep auf ipn unb obgleich ein $nedpt, um bie \u00a9piere gu trennen, nur einige punbert \u00a9dpritte gu laufen patte, fam er bodp fdpon gu fp\u00e4t.\" \u00a9er \u00dfranidp mar bereitg eine Seidpe, dig er auf bem S\u00f6aplplape anlangte. 3>n einer Kadpt fam ber \u00a9anfert in einen \u00a9tall, morin ein anberer f\u00f6raniep fdplief; am SKorgen fanben mir beffen K\u00f6rper gang gerpaeft. \u00a9ie \u00ae\u00fcpe gepen oor ipm burdp, felbft bie bei ipm oorbeifommenben S\u00dffetbe f\u00e4llt er an unb mu\u00df burdp Pr\u00fcgel meggetrieben merbeit. Obgleich bie H\u00fcpnerg\u00e4nfe fepr gut gebeipen unb ftdp auf gr\u00fcnem Kafen fepr p\u00fcbfdp aug; nepmen, m\u00f6dpte idp bodp Kiemanbent, metdper nidpt einen gro\u00dfen Kaum gur Verf\u00fcgung pat, anratpen, fie gu palten; bennnurba, mo fie mit anberen Spieren nidpt gufammenfommen, ftiften fte fein Unpeil an.\n* *\n*\n\u00a9ie \u00a9dpmimment en (Anates), bie gapl; unb geftaltenreidpfte Familie ber \u00a9rbnung, unter; fdpeiben fiep oon ben \u00a9\u00e4nfen pauptf\u00e4dplidp burdp bie nieberen $\u00fc\u00dfe unb oon ben \u00a9dpm\u00e4nen burdp ben f\u00fcrgeren H^. 3pr Seib ift furg, breit ober oon oben nadp unten gufammengebr\u00fccft, ber Hftt\u00f6 furg ober p\u00f6dpfteng mittellang, ber \u00aeopf bid, ber \u00a9dpnabel an S\u00e4nge bem $opfe gleidp ober etmag f\u00fcrger, feiner gangen S\u00e4nge nadp gleidp breit ober oorn etmag breiter alg pinten, an ber \u00a9\u00f6urgel mepr ober meniger podp, gumeilen attep fno\u00dcig aufgetrieben; auf ber \u00a9berfirfte gem\u00f6lbt, an ben K\u00e4nbern fo \u00fcbergebogen, ba\u00df ber ttnterf cpnabel gr\u00f6\u00dftentpeilg in bem oberen aufgenommen mirb, bie Vegapnung beutlidp unb fdparf, ber fyu\u00df meit nadp pinten geftettt, niebrig, big gur fyerfe befiebert, ber Sauf fdpmadp, feitlidp gufammengebr\u00fccft, feine SKittelgepe l\u00e4nger alg ber Sauf, bie Vep\u00e4utung gro\u00df unb ooHfommen, bie Hintergepe ftetg oerpanben unb oft belast, bie 23efra\u00fcung fdpmadp, ber Fl\u00fcgel mittelgro\u00df, fdpmal unb fpip, in ipm bie gmeite \u00a9dpminge regelm\u00e4\u00dfig bie l\u00e4ngfte, ber Slfterpgel gem\u00f6pnlidp fepr ent; micfelt, audp mopl burdp eigentp\u00fctnlidp gebilbete fy-ebern oergiert, ber aug oiergepn big gmangig Gebern","page":809},{"file":"p0810.txt","language":"de","ocr_de":"810\nSDie \u00a9c\u00dftoinimer. B^uf^u^^- \u00aenten.\ngufammengefe\u00dfte \u00a9c\u00dftoang furg, breit, am (Snbe gugerunbet ober gugefpi\u00dft, bag tleingeffeber fe\u00dfr hie\u00dft unb glatt, bie Sebunung reid\u00dflic\u00df, bie F\u00e4rbung nae\u00df (Gefc\u00dflec\u00dft, 3a\u00dfr unb SHter fe^r oerfe\u00dfieben, beim 2Jt\u00e4nnc\u00dfen me\u00dfr ober Weniger pr\u00e4chtig, beim Skibc\u00dfen einfach unb unfc\u00dfeinbar.\nSKac\u00df ben Unterfud\u00dfungen oon 9R;i^fd> unb Stagner ffnb bie (Snten alg bie Urbilber ber Orbnung gu betrauten. Oer (Bc^\u00e4beX ift geto\u00f6lbt, bag fenfree\u00dft fte\u00dfenbe .fpinter\u00dfauptgloc\u00df anfe\u00dfnlic\u00df; bag O\u00dfr\u00e4nenbein ^at eineTt fre* abjteigenben f^ortfa^; ber greffe \u00a9e\u00dfl\u00e4fenborn oerbinbet ffc\u00df feiten mit jenem; bie (Gaumenbeine ftnb fc\u00dfmal, bie gl\u00fcgelbeine breit. Oie S\u00f6irbelf\u00e4ule befielt aug funff gedn big fed\u00dfgge\u00dfn #alg*, neun fft\u00fccfen*, fteben big ad^t \u00a9d\u00dftoangtoirbeln. Oag Sruffbein ift groff, lang, faft g\u00eeeicd breit mit einfae\u00dfen, tiefen Suc\u00dften, fein \u00e4mm m\u00e4ffig groff, bag \u00a9c\u00dfulterblatt lang, b\u00fcnn, bie (Gabel fedr gefr\u00fcmmt unb giemtie\u00df gefpreigt, bag luftfiidrenbe Oberarmbein langer alg \u00a9c\u00dfulterblatt unb Unterarm, bie \u00a3anb fc^m\u00e4c^tig unb lang, bag Secfen groff unb toeit, im hinter; tdeile flacd geto\u00f6lbt, ber Oberfd\u00dfenfelfnod\u00dfen l\u00e4nger alg ber Sauf u. f. to. $inffd\u00dftlic\u00df ber Suft unb beg Suftf\u00fcEunggOerm\u00f6geng ^errfd^t groffe Serfc\u00dfieben\u00dfeit. Oie Bunge ift fo gro\u00df, ba\u00df fie bie gange SDhmb\u00df\u00f6\u00dfle augf\u00fcHt, giemlid\u00df gleic\u00df breit, oben unb unten mit toeidt;er \u00a3>aut befleibet, an ben \u00a9eitern r\u00e4nbern mit einer bohlten gfci\u00dfe furger SSimpern unb eingelnen beiden \u00dfarter B\u00fc\u00dfue befe\u00dft, ber Bungenfern eine einfae\u00dfe, l\u00e4nglic\u00dfffac\u00dfe, hinten unb oorn oerfe\u00dfm\u00e4lerte tnod\u00dfenplatte, ber B\u00fcttgen; beinf\u00f6rder mit einem unbetoeglicden, an ber \u00a9pi\u00dfe fnorpeligen (Griffel Oerfe\u00dfen, ber \u00a9cdlunb giemlicd gleic\u00df toeit, ber eingefedn\u00fcrte Vormagen anfe\u00dfnlic\u00df gro\u00df unb mit oielen einfae\u00dfen \u00a9c\u00dfleimb\u00e4lgen befe\u00dft, ber eigentlic\u00dfe 9J>agen einer ber ft\u00e4rfften \u00dcJiugfelmagen, toeld\u00dfe bei V\u00f6geln oorfommen, ber Oarmfc\u00dflauc\u00df m\u00e4\u00dfig lang, bie 9Mg flein, bie Seber gro\u00df, am dinteren* 3tanbe oft eingefe\u00dfnitten, bie Sauc\u00dffpeic\u00dfelbr\u00fcfe me\u00dfr lappig, bie Stiere gro\u00df unb lang, ber Sorffocf ftetg einfae\u00df, bag Segattungg; toerfgeug ber SJi\u00e4nnc\u00dfen babure\u00df auggegeie\u00dfnet, ba\u00df eine totrflie\u00dfe 9tut\u00dfe por\u00dfanben. Oie Suftr\u00f6\u00dfre, bereu Sau oietfae\u00df oerfe\u00dfieben fein fann, toinbet ffc\u00df nie\u00dft im Sruftbeine toie bei ben \u00a9d\u00dfto\u00e4nen, befi\u00dft aber am unteren (Gnbe oor ber O\u00dfeilung gr\u00f6\u00dfere ober Heinere ftt\u00f6c\u00dferne Olafen oon fe\u00dfr oerfe\u00dfiebener g\u00f6nn, toelc\u00dfe jebo(\u00df nur bem 3fl\u00e4nn<\u00dfen gufommen.\nSuc\u00df bie (Snten ingbefonbere oerbreiten ffc\u00df \u00fcber bie gange (Srbe, treten jebodd in bem \u00dfei\u00dfen unb gem\u00e4\u00dfigten (G\u00fcrtel ga\u00dflreic\u00dfer an Wirten auf alg im falten, toeld\u00dfer bagegen au\u00dferorbentlidde SJ\u00ceaffen oon einer unb berfelben 2lrt be\u00dferbergt. \u00a9ie betoo\u00dfneu bag SJteer unb bie fii\u00dfen (Gem\u00e4\u00dfer big \u00dfoe\u00df in bag (Gebirge \u00dfinauf, toanbern, fa\u00fcg ber SBinter ffe bagu gtoingt, nae\u00df to\u00e4rmeren (Gegenbeu unb fammeln ffc\u00df to\u00e4\u00dfrenb i\u00dfreg Bugeg in unge\u00dfeueren \u00a9c\u00dfaren, toelc\u00dfe ffc\u00df aue\u00df mit anberen \u00a9c\u00dftoimmo\u00f6geln oereinigen unb unter Umft\u00e4nben eine Stafferfl\u00e4c\u00dfe auf Siertelmeilen \u00dfin buc\u00dfft\u00e4blidd bebeefen. 9Jte\u00dfrere Srten bure\u00dfftreifen gelegentlic\u00df i\u00dfrer Stanberungen ebenfo auggebe\u00dfnte \u00a9treefen toie bie \u00a9c\u00dftoalben ober anbere flugbegabte 33\u00f6gel; bie \u00fcbrigen ge\u00dfen nur fomeit nae\u00df \u00a9\u00fcben \u00dfin, alg ffe unbebingt t\u00dfun miiffen. 3\u00dfve ^eife treten ffe in ber Dfaget mit \u00a9onnenuntergang an, fliegen einige \u00a9tunben, fallen gegen SDHtternac\u00dft ober fe\u00dfon fr\u00fcder auf freiem Staffer ein, oertoeilen \u00dfier einige \u00a9tunben unb erdebert ffc\u00df gegen borgen toieberum gu neuem gluge. 3n ber Suft fonbern ffc\u00df aue\u00df biejenigen, toelc\u00dfe gern in (Gemeinfc\u00dfaft mit anberen lebten, gu eingelnen gl\u00fcgen, toelc\u00dfe enttoeber in einer langen \u00dctei\u00dfe \u00dfinter einanber ober in ber teilorbnung fliegen.\n(GigentHc\u00dfe \u00eeag\u00fc\u00f4gel fann man bie (Snten nidfjt nennen, aber ebenfotoenig ffe alg Dcac\u00dfto\u00f6gel-begeie\u00dfnen. S\u00dfneu iff jebe Beit rec^t, boe\u00df geigen ffe ffc\u00df in ber O\u00e4mmerung noe\u00df am t\u00df\u00e4tigften, toenigffeng gum Um\u00dferfc\u00dfto\u00e4rmen am meiften geneigt. 3\u00ab bunfelen ^\u00e4e\u00dften unb in ben S\u00eeittagg; ftunben fddlafen ffe, topf unb \u00a9c\u00dfnabel unter ben \u00a9c\u00dfulterfebern oerborgen, enttoeber auf einem Seine ffe\u00dfenb ober auf ber Sruft liegenb ober auf bem Staffer fe\u00dftoimmenb. 3\u00dfre Setoegunggf\u00e4\u00dfig; feit iff fe\u00dfr oerfe\u00dfieben. Einige Srten ge\u00dfen faff ebenfogut toie bie (G\u00e4nfe, anbere toatfc\u00dfeln fc\u00dftoerf\u00e4\u00fcig ba\u00dfin; alle befunben i\u00dfre 2Jteifferfd\u00dfaft in \u00a9e\u00dftoimmen, taud\u00dfen aber nur augna\u00dfmgtoeife unb niemalg mit befonberer gertigfeit; ffe fliegen gut, mit rafc\u00df auf einanber folgenben \u00a9c\u00dff\u00e4gen, unter pfeifenbem, raufe\u00dfenbem ober flingenbem (Get\u00f6ne, er\u00dfeben ffc\u00df ebenfo leie\u00dft Oom SBaffer toie oorn feften Sanbe unb ffreie\u00dfen enttoeber niebrig \u00fcber bem Soben ober ber Stafferff\u00e4d\u00dfe fort ober ffeigen","page":810},{"file":"p0811.txt","language":"de","ocr_de":"2Wgemeine\u00a7.\n811\nbis su mehreren hunbert $u\u00dfen entyor. \u00aeie Stimme ift Bei einseinen ioohllauteub unb Ijetf, \u00dfhmetternb ober pfeifenb, bei anberen quafenb ober fc\u00dfnarrenb, beim SCR\u00e4nndjen regelm\u00e4\u00dfig anberS als beim 2Beibd)en; im Borne si\u00dfheu cfnje\u00efne, bod) nid^t nad) Art ber \u00a9\u00e4nfe, fonbern bumpf faud)enb; in ber 2\u00dfigenb fto\u00dfen fie ein fdhtoacheS Sieben auS. T>ie \u00a9inn\u00e9 fdjeinen oortre\u00dflidh unb Siem\u00eficf) gleichm\u00e4\u00dfig ent\u00efoicfelt, bie geiftigen f\u00c7\u00e2^ig\u00efeiten toohl auSgebilbet su fein, Sor\u00dfdjtig unb fdfjeu seigen \u00dfd) alle \u00a9nten, au\u00dferbem liftig, beredjnenb, furs berft\u00e4nbig, unb ihre 3Sorftdb)t nimmt toie getoohnlidf) su, trenn mehrere Arten ftd^ oereinigen ober Oiele bon einer Art gr\u00f6\u00dfere \u00a9efeUfdjaften bilben. \u00a9efangene \u00a9nten f\u00fcgen ftd^ halb in bie oer\u00e4nberten 23er^\u00e4ltniffe, beobachten baS \u00a9eba^ren i^re\u00bb Pfleger! unb rieten ihr Senehmen nach bem \u00a9rgebniffe ihrer ASahrnehmungen ein, laffen \u00dfdj T)ent entf^rechenb leidet s\u00e4hmen unb su f\u00f6rmlichen JpauSthieren machen.\n^infichtlidh ber Nahrung unterfdheiben fidh bie \u00a9nten baburdh oon \u00a9\u00e4nfen unb Scf)io\u00e4nen, ba\u00df fie ebenfooiel thierifdhe als ^fCangltd^e Stoffe oersehren. Unter ben Sdhtoimmenten gibt eS mehrere, ioeldhe nodh nach Art ber \u00a9\u00e4nfe treiben; unter ben Tauchenten hingegen fauni eine Art, toeldhe thierifdhe Stoffe ben hfanslidjen nicht oors\u00f6gen. T)ie Sorten Spi\u00dfenbl\u00e4tter, A\u00f6urselfnoUen unb S\u00e4mereien ber oer\u00dfhieben\u00dfen Art, Sumpf; unb A\u00dfafferp\u00dfansen, \u00a9r\u00e4fer; unb \u00a9etreibearten, $erb; thiere, A\u00df\u00fcrmer, A\u00dfeidhthiere, Surdje, ^ifd^e, f\u00c7Ieifch oon gr\u00f6\u00dferen \u00fc\u00f6irbelthieren, felbft AaS toerben gern oersehrt, \u00e4ftu\u00dfhel\u00dfhalen unb Sanb ober fleine tiefe! su befferer Verbauung mit aufgenommen. A\u00dfopnort, Aufenthalt unb SebenStoeife haben auf bie AuStoahl ber Nahrung felbftoerft\u00e4nblidh gro\u00dfen \u00a9influ\u00df.\n\u00a9\u00e4mmtlidhe \u00a9nten oermehren fich ftarf. Sie leben stoar in \u00a9intoeibigfeit; ihre Se gattun gSluft ift aber fo lebhaft, ba\u00df fie nid)t feiten bie \u00a9rensen ber gefdhloffenen \u00a9he \u00fcberfdhreiten, fotoie \u00dfe auch leichter als bie meiften \u00fcbrigen Sdhtoimmo\u00f6gel ARi\u00dfhlingSehen eingehen. Son \u00a9\u00e4nfen unb Sch tr\u00e4nen unterfdheiben fie ftdh to\u00e4hrenb ber SRiftseit burch ihre \u00a9efeUigfeit SebeS H\u00e4rchen Oerfudht Stoar ein getoiffeS \u00a9ebiet fe\u00dfsuhalten : bie M\u00e4nnchen toenig\u00dfenS f\u00e4mpfen um baffelbe ober umbaS S\u00dfeibchen siemlich ^eftig; SDem ungeachtet aber legen bie A\u00f6eibdhen ihre SRefter gern in gro\u00dfer Sft\u00e4he neben einanber an, einige Arten bilben fogar f\u00f6rmliche SrutgefeU\u00dfhaften trie 3Jt\u00f6oen, Alfen unb anbere Sdhtoimmo\u00f6gel. \u00a9in Aifipla\u00df, toeldher baS 3Refl oerftedft, toirb anberen oorgesogen, gar manche Hefter aber auch auf freiem Soben angelegt. 3n betoohnten \u00a9egenben oerfahren bie \u00a9nten; toeibdhen forgfamer mit ber \u00e4\u00f6ahl biefe\u00ea DrteS als in unbewohnten. Mehrere Arten niften in fohlen unter ber \u00a9rbe ober in f\u00c7elfenfl\u00fcften, anbere in Sauml\u00f6chern, anbere auf S\u00e4umen felbft, inbem \u00dfe sur Unterlage ihres SRefte\u00ea baS eines SanboogelS benu\u00dfen; bie \u00fcbrigen bilben auf bem Soben auS oerfdhiebenen i\u00df\u00dfansenfto\u00dfen eine tiefe \u00fcftulbe, beren \u00fcftapf beim Sr\u00fcten mit ben eigenen SDunen toeic^ auSgef\u00fcttert toirb. T)aS \u00a9elege beft\u00e8ht auS einer gr\u00f6\u00dferen Ansahl oon \u00a9iern, feiten unter fedjS unb sutoeilen bis su fedh^se^n St\u00fcdfen. SDie Srutseit fchtoanft stoifc\u00dfen einunbstoansig bis oierunbstoansig Tagen. A\u00f6enn mehrere \u00a9rttentoeibchen neben einanber niften, p\u00dfegen fie \u00dfc\u00df gegenfeitig um ihre \u00a9ier su befehlen; beim ihre Srutluft unb \u00c6inberliebe i\u00df ebenfo gro\u00df, toie bie SegattungS\u00efuft ber \u00dcJi\u00e4nndhen. Severe nehmen am Sr\u00fcten feinet; Anteil, toerben fogar mit einer getoiffen Aengftlichfeit oom A\u00dfeibdhen auSge\u00dfhtoffen unb fragen \u00df<h, nadhbem lefctere su br\u00fcten begonnen haben, in abgefonberte Sdhto\u00e4rme sufammen, gehen auch toohl noch mit anberen S\u00dfeibdhen engere Serbinbungen ein. T)ie jungen toerben, nachbem fie abgetrodfnet, oon ber SDRutter fobalb als m\u00f6glich bem A\u00f6affer sugef\u00fchrt, mit gro\u00dfer Siebe gef\u00fchrt unb geleitet. Sie \u00dfnb oom erften Tage ihres SebenS an h\u00f6dh\u00df geriefte, betoegungSf\u00e4hige \u00a9efdh\u00f6pfe, laufen oortre\u00dflidh, fe\u00dftoimmen unb tauchen getoanbt, fangen \u00dfdh ferbthiere toeg, freffen oiel, toachfen fehr rafd) heran unb beginnen fofort, nadhbem \u00dfe ihr erfteS geberfleib erhalten haben, baS stoeite ansulegen. Nachbem \u00dfe biefeS erhalten, oereinigt \u00dfc\u00df bie Familie toieberum mit bem Sater, ober both toenig\u00dfenS mit einem \u00a9nten; m\u00e4nnchen; benn eS bleibt noch fraglich, ob bie \u00a9hen stoifchen ben \u00a9nten f\u00fcr bas ganse Seben ober nur f\u00fcr eine ftcrtp\u00dfansungSseit gefdhloffen toerben. $n ben erften Tagen beS SebenS h\u00fctet bie","page":811},{"file":"p0812.txt","language":"de","ocr_de":"812\n\u00aete \u00a9djtmmmer. \u00e4abnfdjnabler. Guten.\nStutter tpre Srut ebenfo forgfant oor bem St\u00e4mtcpen, tote bie \u00a9ter, toeil beffett \u00fcbergro\u00dfe \u00eepaarunggs luft bie Sungett gutoeilen gef\u00e4^rbet.\n$n allen gr\u00f6\u00dferen Saubo\u00f6geln paben bte \u00a9nten gef\u00e4hrliche $einbe; benn oom Sbler an big gutn ^jabidjt ; ober Sperbertoeibcpen perab [teilen alle fcpue\u00d6\u00dfiegenben R\u00e4uber btefer lederen Sente nacp. SDte Srut totrb bebropt bon ^\u00fccpfen, Starbern, S\u00f6iefeln, hatten, Staben, $r\u00e4pen, Saubm\u00f6oen unb anberem Saubgeuge, oft-auch burdj unertoarteteg Snfcptoellen ber \u00a9eto\u00e4ffer ober anbere Statur; eretgntffe gerft\u00f6rt. Oagu tritt ber Sienfcp allerorten alg $einb ber \u00a9nteno\u00f6gel auf, fd^\u00fc^t toenigfteng nur einzelne SIrten bon ipnen. 3n bebauten S\u00e4ubern nimmt bie Sngapl biefer S\u00f6gel bon 3apr gu Bapr mepr ab, toeniger in $o\u00efge ber Sacpfte\u00ef\u00efungen, alg begpalb, toeil bte geeigneten Saprunggs nnb SUfipl\u00e4fee mepr unb mepr troden gelegt toerben. Sber audj biefettigen Srten, toeldje im p\u00f6peren korben br\u00fcten, ba, too ber Stenfdj \u00dfe nicpt berfo\u00efgt, berringern [ich ftetig, toie bie \u00a9rgebniffe auf ben fogeitannten \u00a9ntenf\u00e4ngen betoeifen.\nSDie Bnbier paben eine Sage, ba\u00df gtoei Siebenbe in \u00a9nten bertoanbelt unb berbammt toorben to\u00e4ren, bie Sadjt fern bon einanber auf bem entgegengefepten ^lu\u00dfufer gu berbringen, unb ba\u00df \u00dfe nun bie gange Sacpt burcp einanber beft\u00e4nbig gurufen: \u201e\u00a3fd)adtoa, foU icp fontmen?\" \u201e\u201eSein, tfcpadtoi\"\". \u201e\u00eefdpadtoi, fod icp nicpt \u00efommen?\" \u201e\u201eSein, tfdjadtoa\"\". \u00a3>ie in $rage \u00efommenbe \u00a9nte bat ungtoeifelpaft bitrcb) ipre fcp\u00f6tte \u00a9eftalt unb F\u00e4rbung unb bie laute, toopltlingenbe Stimme Seranlaffung gegeben gu biefer unb anberen Sagen; benn fte gilt aucp ben Stongolen alg peilig. Bn Bnbien nennt man fie Sraminenente, in Su\u00dflanb \u00c2affarfa; toir begeicpnen jte mit ben Samen gucpg;, Softs, \u00dfimrnt; ober \u00a9itronenente.\nSacp ben neueren Snfcpauungen bertritt bie % urgente (Casarca rutila) eine befonbere Sippe, alg bereu Sterfmale bie fdjlanfe \u00a9eftalt, toelcpe einigerma\u00dfen an bie ber \u00a9\u00e4nfe erinnert, ber mittels lange Fl\u00fcgel unb bie eigent\u00fcmliche, bei beiben \u00a9efcptecpteru faft gleichartige F\u00e4rbung beg \u00a9e\u00dfeberg angefehen toerben. Septereg ift pocpro\u00dfrotp., bie SBangengegenb gelbtoei\u00df, ber $alg roftgelb, ein fchmaleg, jebocp nur im fpocpgeitgfleibe bemetdlidjeg Sanb am Unterpalfe gr\u00fcnfchtoarg; bie oberen unb unteren f\u00c7l\u00fcgelbedfebern ftnb toei\u00df, bie Spiegelfebern ftahlgr\u00fcn, bie S\u00fcrgelgegenb, bie oberen Scptoangbedfebent, bie Scptoingen unb Steuerfebern gl\u00e4ngenbfcptoarg. SDag S\u00dfeibcpen unterfdjeibet ftch burd) geringere \u00a9r\u00f6\u00dfe, minber lebhafte F\u00e4rbung unb toet\u00dfereg \u00a9eftcht t>on bem St\u00e4mtcpen; aucp feplt ipm geto\u00f6pnlicp bag fdjtoarge [palgbanb. Oag Suge ift pedbraun, ber Schnabel fd)toarg, ber $u\u00df bleigrau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 24 big 25, bie Sreite 44, bie f^ittigl\u00e4nge 16, bie Schtoangl\u00e4nge 7 3od.\nStitteta\u00dfen mu\u00df alg ber Stittelpunft beg Serbreitunggfreifeg ber ^ucpgentc begeid)net trerben. Sacp Often pin beh\u00fct ftch tre -feint\u00e2t big gum oberen Smur, nach S\u00dfeften hin big StaroMo. \u00a9elegent; licp Bnge\u00ea befud)t fte fepr regelm\u00e4\u00dfig \u00a9riecpenlanb unb S\u00fcbitalien, ohne jeboch pier Su \u00fceri toeilen; bemty\u00dfe nimmt erft in [\u00fcblicheren \u00a9egenben Verberge. Bn gang Bnbien ift fte toohl begannt, ba \u00dfe alg S\u00dfinterga\u00df in allen ^he^en ^er [patbinfet oorfontmt; in \u00a9gppten geh\u00f6rt fte auf ben Seen toenigfteng nicht gu ben Seltenheiten; in Sunig, Slgier unb Starotto fotf fte in manchen Bahren ebenfo h\u00e4ufig auftreten alg in Bnbien. tiefer ing Bnnere Sfrifag oerbreitet fie ftdj jebodb nicht. Sad) Sorben unb Sorbtoeften hin oer\u00dfiegt fte ftd)'gutoeilen, unb fo gelangt \u00dfe benn aud) nach ^Sittels beutfdjtanb; boep geh\u00f6rt tpr \u00a9rfd)einen hier immer gu ben felteneren Sugnalmten. Sie toanbert fp\u00e4t toeg unb erfdjeint fchon geitig im Fr\u00fchjahre toieb^r in ber S\u00e4he ber Srutpl\u00e4he. Sou ber St\u00fchle beobachtete \u00dfe im SSonat St\u00e4rg paartoeife auf ben Sagunen; Sab be bemertte, ba\u00df \u00dfe am tarais Sor am 13. St\u00e4rg ftd) eingefunben patte unb am oierunbgtoangigften fd^on p\u00e4n\u00dfg toar.\n\u00a9g gibt oiele \u00a9nten, bereu \u00a9e\u00dfeber pr\u00e4chtiger unb bereu Beicpnung mancpfaltiger i\u00df alg bie ber ^uepgente, toenige aber, tocld;e \u00dfe an Snmutp beg S^efeng \u00fcbertre\u00dfen. Sacp meinem \u00a9efepmade","page":812},{"file":"p0813.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c7udj\u00eaente.\n813\nift fie ba\u00ea angte^enbf\u00eee SRitglieb ihrer Familie. Sie geht leidet unb gierlid; einher, nicht toatfdhelnb toie attbere (Snten, jonberrt fchreitenb tote bie \u00a9cinfe, fdjtoimmt getoanbt, taucht, toetttt and) itur im SRot^faUe, noch immer giemlid) leidet unb fliegt fe\u00efjr rafd) unb au\u00eabauernb. 3hre \u00a9tintme ift, toie Idjon bemer\u00eft, boc^ft toohlt\u00f6nenb, laf\u00eat ftdh aber fd^toer burch 23udhftaben au\u00eabr\u00fcden. \u00a9in oielfaci) abtoechfelnbe\u00e2, immer aber \u00eflangool\u00efe\u00ea \u201e5lng\" ober \u201eUng\" ift ber Sodton, toeld^em jebodh geto\u00f6^ntid^ noch mehrere anbere Saute angeh\u00e4ngt toerbeu. 3)ie \u00abStimme be\u00ea SJ\u00ee\u00e2nnchen\u00ea betoegt fidj in ^\u00f6^erett \u00a3bnen al\u00ea bie be\u00ea 3Beibd^ert\u00eb ; beiber Saute \u00e4hneln ftcf> aber mehr al\u00ea bei anberen 23ertoanbten.\nipinftdhtlich ber d\u00df\u00fcrbigung ber geiftigeu F\u00e4higkeiten biefer \u00a9nte Kimmen alle ^Beobachter \u00fcberein, diirgenb\u00ea unb niemals legt fie to\u00e4^renb i^re\u00ea ^reileben\u00ea ihre 23orftcht ab. Sie ift in ber ift\u00e4he ihre\u00bb Srut^labe\u00ea ebenfo fdjeu, toie in ber SBinter^erberge unb traut bem \u00a9ingebonten ebenso toenig toie bem ^remben. SDiit anberen 9lrten fdt>eint jte nid;t gern \u00a9emein[d)aft \u00a7u galten. 2ltle biejenigen,\nSie gudj\u00eaente (Casarca nitila).\n1/4 ber nat. \u00aer\u00f6{je.\ntoeld^e ich, toenn aud) freilid) nur in ber S\u00dfinterherberge, beobachten konnte, hielten jtd\u00a3j paartoeife ober in kleinen Familien gufammen, ohne ftd) um bie \u00fcbrigen Sdhtoimmo\u00f6gel ju bek\u00fcmmern. 3^'bon fagtr ba\u00a3 man fie in 3>nbten geto\u00f6^nlid^ paartoeife, fp\u00e4ter in ft\u00e4rkeren Fl\u00fcgen unb gegen ba\u00ea \u00a9nbe ber S3rut^eit hin in ungeheueren Scharen finbe, toeld^e bi\u00ea \u00a7u 3Jtaffenoerfammtungen oon \u00a3aufenben antoachfen k\u00f6nnen. Soldhe Scharen machen fid) oon S\u00dfeitcm bemerklid;, unb nicht blo3 burdh il^rc auffadenbe F\u00e4rbung, fonbern audh burdh ba3 \u00a9efdhrei, toeldhe\u00ea bann an ba\u00a7 @et\u00f6n oon trompeten erinnert.\n\u00a3)ie ^uch^ente jieht ^flan^enftoffe thierifd)en entfchieben oor. 2>e\u00efbon erto\u00e4hnt, baft man ihm gefagt habe, bie 23raminenente toerbe gutoeilen unter \u00a9eiern unb \u00fcDiilanen am 2kafe gefunben unb freffe oon biefem; f\u00fcgt\u00aeem aber hingu, baft er niemals ettoa\u00eb Slehnlidhe\u00ea beobachtet, ben S\u00dfogel oiel= mehr auf \u00a9etreibefelbern toeibenb gefunben habe, hiermit ftimmen bie ^Beobachtungen, toeldje toir","page":813},{"file":"p0814.txt","language":"de","ocr_de":"814\n\u00a9te \u00a9ipwunmer. gahnfpn\u00e4bter. Briten.\nan (gefangenen gemalt paben, ootlfi\u00e4nbig \u00fcberein. SSIo\u00ea bie ^feifente nocp Weibet fo\u00fciel Wie bie Stoftente, welcpe Oer\u00ef\u00fcmmert, trenn man ipr ^ftattjenftoffe g\u00e4naticp entaient unb ipr mir K\u00f6rner; uttb gif cpf utter reicht. Septere\u00ea \u00fcerfcpm\u00e4ht fie a\u00ef\u00eferbing\u00ea nicpt, ft\u00fcrgt ftcp aber nie mit ber an \u00a9nten fonft bemertticpen $afl auf baffelbe.\nSSi\u00ea gegen bie Srutjeit pin lebt bie gucp\u00eaente mit anberen i^rer Slrt ober mit \u00a9cpWtmmo\u00f6geln, treibe guf\u00e4aig in ihre St\u00e4pe \u00efommen, in grieben; ber gortpftanaung\u00ebtrieb aber erregt bie SJt\u00e4nncpen in popem \u00a9rabe unb Wedt in\u00eabefonbere ipre Stauf; unb \u00c6ampftuft. \u00a9iligen \u00a9cpritte\u00ea ft\u00fcrjen fte fiep auf jebe\u00a7 anbere \u00a9ntenm\u00e4nncpen, Wet<pe\u00a7 fiep napt, nid^t feiten and) auf frembartige \u00a9nten; Weibepen, beugen ben $opf tief aur \u00a9rbe perab, \u00f6ffnen bie gt\u00fcgel ein Wenig unb oerfucpen, ben \u00a9t\u00f6renfrieb am \u00a3alfe ju paden unb toegjubr\u00e4ngen. \u00a3)ann teuren fte unter lautem \u00a9efcprei jum S\u00f6eibcpen aur\u00fcd, umgeben baffelbe mit oietfacpem \u00c6opfniden unb Werben oon ipm lebhaft begr\u00fcbt unb begt\u00fcdw\u00fcnfcpt. 2)ie \u00a9pe toirb bereite in ben erften \u00a9agen be\u00a7 gr\u00fcpting\u00ea, W\u00e4prenb be3 grei; leben\u00ea alfo gewi\u00df in ber SBinterperberge gefcploffen unb fcpeint treuer a!3 oon anberen \u00a9nteno\u00f6getn gehalten gu werben, ba man, Wenigften\u00ea in ber \u00a9efangenfcpaft, bie beiben \u00a9atten eine\u00ea gtoareS, treibe ftcp finben, fortW\u00e4prenb gufantmen fte^t unb beobachtet, ba\u00df fte ftcp gegenfeitig mit 3\u00e4rtlich= feiten \u00fcberh\u00e4ufen, \u00a9nbe Slpril\u00ea, gew\u00f6hnlich erft im SJtai, beginnt ba\u00a7 $aar, ftch um geeignete Stift; pl\u00e4pe gu bem\u00fchen. $)ie gucp\u00eaente br\u00fctet nur in fohlen unb mu\u00df be\u00eapalb oft lange fuchen, beOor fte einen paffenben Stiftplap finbet, ftch aucp bequemen, mit fehr frembartigen V\u00f6geln \u00a9emeinfchaft 5U halten, \u00a9aloin fanb in Storbmcftafrifa ein Steft in ber \u00dfluft einer fenf rech ten gelfenwanb, Welche au\u00dferbem oon SJtitanen, \u00a9eiern unb Staben aum 23rutplape benupt tourbe. Sn \u00a9ibirien foil fte oerlaffene S3aue be\u00ea Sobaf\u00ea ober \u00a9teppenmurmeltpiere\u00ea beooraugen, hier unb ba auch Wohl in Saump\u00f6plmtgen br\u00fcten. Unter ttmft\u00e4nben mu\u00df fte oon bem eigentlichen S\u00f6opnorte au\u00a7, einer paffenben H\u00f6hlung halber, meilenweit fliegen unb ftch felbft in bie SB\u00fcfte ober pftanaentofe \u00a9tn\u00f6be begeben, g\u00e4rtlicp unb eiferf\u00fccptig foil ba\u00a7 9)i\u00e4nncpen fein SMbcpen ftet\u00ea begleiten unb ftch auch io\u00e4hrenb be\u00ea Sr\u00fcten\u00ea in beffen St\u00e4he aufhatten. \u00a9)a\u00a7 Steft felbft toirb mit b\u00fcrren \u00a9raSbl\u00e4ttern hergerichtet unb oben mit einem \u00aeranae oon Ounen aufgelegt, \u00a9in \u00a9elege a\u00e4plt oier bi\u00a7 fecp\u00ea runbliche, feinfchatige, gl\u00e4naenbe, reinWei\u00dfe ober gelblichWei\u00dfe ,@ier. Stacpbem bie Sungen au\u00eagefcpt\u00fcpft unb troden geworben ftnb, oertaffen fte ba\u00a7 Steft, inbem fte einfach in bie \u00a9iefe pinabfprhtgen, gleichviel, ob auf feften Soben ober auf bie SBafferfl\u00e4cpe. 3m erfteren gatte m\u00fcffen fte oft einen meitenweiten SBeg aur\u00fccflegen, beoor fte an\u00a7 SBaffer gelangen. #ier oerteben fte ihre Sugenbaeit in entfprecpenber S\u00dfeife, geleitet unb gef\u00fchrt oon ber fte a\u00e4rtlicp tiebenben SJtutter, m\u00f6gticherWeife oon beiben \u00a9Item. Anf\u00e4nglich tragen fte ein oon bem ber meiften \u00fcbrigen \u00a9ntenf\u00fcchtein fehr abWeicpenbe\u00ea, bem junger Sranbenten aber \u00e4hnliche^ \u00a9unenfteib, Wetcpe\u00ea auf ber Oberfeite, mit Slu\u00eanapme eine! Weiten \u00a9tirn; ffec\u00efen\u00ea, br\u00e4unlichgrau, auf ber unteren aber fcpmuaigWei\u00df au\u00eaftept unb erft nach unb nacp in bie bem bleibe ber SJtutter \u00e4hnliche erfte Sugenbtracpt \u00fcbergeht.\nSlt\u00ea Staumann feine \u201eStaturgefcpicpte ber S\u00f6gel Oeutfcplanb\u00eb\" fcprieb, hatte man nodh Wenig gucp\u00eaenten in \u00a9efangenfchaft gehalten unb oietleicht bei biefen gefunben, ba\u00df fte ftch fehler an ben Serluft ihrer Freiheit gew\u00f6hnen fonnten. \u00a9egenW\u00e4rtig urtheilen Wir anber\u00ea. \u00a9eit SSegr\u00fcnbung be\u00a7 \u00a9hiergarten\u00ea a^ SJto\u00eafau gelangen allj\u00e4hrlich oiele biefer pr\u00e4chtigen \u00a9efch\u00f6pfe tebertb nach Oeutfcp; lanb unb gegenw\u00e4rtig ftnb fte Wenigftenl in unferen \u00a9hiei'9\u00e4rten h\u00e4ufig, \u00a9ie geh\u00f6ren au benjenigen \u00a9nten, Welcpe in l\u00fcraefter Beit in iprem S\u00f6\u00e4rter ben Pfleger erfennen, unb gewinnen halb eine gcWiffe Zuneigung au ihm, Se^9en toenigften\u00ea feine\u00eaWeg\u00ea \u201eeine nat\u00fcrliche S\u00f6ilbpeit ober ein ungeft\u00fcme\u00ea ^Betragen\", Wie St au mann angtbt. Sn ben \u00a9h^erS\u00e4rten au Sonbon, SlntWerpen unb \u00ae\u00f6tn pflanaen fte ftep regelm\u00e4\u00dfig fort unb bie bafetbfi gea\u00fccpteten jungen ftnb ebenfo aaput al\u00ea alle \u00fcbrigen Wilben \u00a9nten aucp. SBorficpt\u00eapalber l\u00e4pmt man jept noep ben einen gl\u00fcgel; waprfcpeintich aber Wirb man fte naep unb naep, ober boep ipre au erWartenben Staip\u00efommen au Wirflicpen ^au\u00eatpieren maepen \u00ef\u00f4nnen, ipnen Wenigf\u00eeen\u00ea freiere SSeWeglicpfeit geflattert b\u00fcrfen, at\u00ea fte folcpe gegenw\u00e4rtig genie\u00dfen.","page":814},{"file":"p0815.txt","language":"de","ocr_de":"Vranbente. \u00c7ucp\u00eaente.\n815\nStebpaber, We\u00efcpe oor bent nodp imiter giemlidp popen greife eine\u00bb S\u00dfaare! $ucp!enten nidpt gttriid; fdpreden, m\u00f6chte idp fie in\u00eabefonbere bringenb empfeplen.\nVerfdpiebenpeit be! \u00a9cpnabelbatte! unb ber F\u00e4rbung be! \u00a9efieber! unterfdpeiben bie Kopien; entert ton ber fRoftente nnb w\u00fcrben Veranlaffung, jene in einer befonberen (Sippe (Yulpanser) gu oereinigen\u00bb \u00a9ie ttnterfdpiebe gwifdfen beiben ftnb aber geringf\u00fcgig\u00bb \u00a9er \u00a9cpnabel ber SR\u00e4mtdpen geidpnet ftdp au! bur\u00e4) einen jp\u00f6der, weiter oor ber Vrutgeit anfdpwi\u00fct, nad) berfelben faft g\u00e4nglidp oerfdjwinbet, foroie bie Verbreiterung ber \u00a9berfcpnabellabe nadp torn, ba! \u00a9efieber burd) feine bunte 3eidpuung; aucp ftnb bie ginget ber Jp\u00f4p\u00efenenten Oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig etwa! f\u00fcrger a\u00ef! bie ber fRoftente unb bie Veine etwa! ntebriger : int \u00fcbrigen \u00e4hneln ftdp beibe \u00a9ruppen.\n\u00a9ie Vranb;, Verg;, Socp;, \u00a9rb;, \u00aerief;, S\u00f6\u00fcplente ober \u00a9rabengan! (Yulpanser tadorna) barf Wopt al! bie farbenfcp\u00f6nfte aller bei un! in \u00a9eutfdplanb regelm\u00e4\u00dfig oorfommenben \u00a9ntenarten begeidpnet Werben, \u00aeopf unb ipal! ftnb gl\u00e4ngenbbunfelgr\u00fcn, gWet gro\u00dfe Rieden auf ben (Schultern fd)Warg, ein Vruftfelb, ber 9Rittelr\u00fcden, bie gl\u00fcgelbecffebern, bie (Seiten unb bie \u00a9dpWang; febern bi! gegen bie (Spieen pin blenbenbwei\u00df, bie 9RitteIbruft unb ber Vaudp graufdpWarg, ein breite! .fpa\u00fcbanb unb einige berOberarmfdpwingen fcp\u00f6n gimmtrotp, bie llnterfdpwangbedfebern gilblidp, bie \u00a9dpwingen fdpWarggrau, bie Gebern, Welcpe ben (Spiegel bilben, meta\u00ef\u00efifdpgr\u00fcn. \u00a9a! Sluge tft bmtfelnu\u00dfbraun, ber \u00a9dpnabel farminrotp, ber $u\u00df fleifdpfarben. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 2, bie Vreite 3V2 $u\u00df, bie ^ittigl\u00e4nge 14, bie \u00a9djWangl\u00e4nge 4l/2 3oH.\n\u00a9a! S\u00f6eibdjen tr\u00e4gt ein \u00e4pnlidpe!, nur etwa! minber farbenfdj\u00f6ne! \u00aeleib. Vei ben jungen tft ber jpinterpal! grau, ber \u00a9berr\u00fcden braungbau, bie Unterfeite gtlblidpgrau, ba! Vruftbanb feplt.\n21n ben l\u00fcften ber 9torb; unb Oftfee g\u00e4plt bie Vranbente gu ben p\u00e4uftgften SIrten ber Familie. 9tadp korben pin oerbreitet fte ftdp ungef\u00e4pr bi! gum mittleren (SdpWeben, naep \u00a9\u00fcben pin bi! 9torb; afrifa, Wofelbft fte auf allen \u00a9een p\u00e4uftg unb W\u00e4prenb be! \u00a9Sinter! guweilen in uttfd)\u00e4bbaren \u00a9Rcngen oorfommt. 21u\u00dferbem pat man fie an ben l\u00fcften \u00a9pina! unb 3apan\u00a7 beobadptet unb ebenfo an allen gr\u00f6\u00dferen \u00a9een \u00a9tbirien! ober 9RitteIaften! \u00fcberpaupt angetroffen, \u00a9a fte falgige! Staffer bem f\u00fc\u00dfen beoorgugt, begegnet man ipr am p\u00e4uftgften auf ber \u00a9ee felbft ober boep nur auf gr\u00f6\u00dferen \u00a9een mit falgpaltigem \u00a9\u00dfaffer.\nSind) in foldpen \u00a9pierg\u00e4rten ober \u00a9pierfamntlungen, Weldpe reidp an ben Oerfdjiebenften unb pr\u00e4dptigften \u00a9ntenarten ftnb, bepauptet bie Vergente einen perOorragenben 5\u00dflap. ,,\u00a9a! Sluge famt ftdp nidpt fatt an ipr fepen\", fagt Vob.inu!, \u201emag fte nun auf ber blauen 9Reere!fIut, in ber -R\u00e4pe ber \u00ae\u00fcfte gefdp\u00e4fttg pin; unb perfdpwintnten, ober auf einem SBeiper unter ben oerfdpiebenfien Ver; Wanbten ftdp bewegen.\" ^rrt \u00a9Sinter oerleipt fie ben \u00a9een 9torbafrifa! einen pracptooKen \u00a9dpmud; benn fte bebedt pier guWeilen gto\u00dfe \u00a9treden unb geidpnet ftdp Wegen ber lebpaft oon einanber aPftedpenben ^Sradptfarben fdpon au! gro\u00dfer \u00a9ntfernung \u00fcor allen \u00fcbrigen au!\u00bb \u00a9luf ben fdp!e!Wigfdpen, j\u00fctl\u00e4nbifdpen unb b\u00e4nifdpen 3>nfeln, too fie al! palber \u00a7au!oogel gepegt unb gepflegt Wirb, tr\u00e4gt fie gur Velebung ber \u00a9egenb wefentlidp mit bei unb ruft mit fRedpt ba! \u00a9ntg\u00fcden ber ^remben Wadp, Wenn fte ftdp, Wie 9bgumann fdpilbert, \u201emeift paarweife unb $\u00dfaar bei 5)}aar p\u00f6dpft malerifdp auf einer gr\u00fcnen gl\u00e4dpe opne Vaunt, einem flehten \u00a9pale gWifdpen ben nadten \u00a9anbb\u00fcnen oertpeilt.\" ^n iprem SBefett unb Vewegungen \u00e4pnelt fte ber $udj3ente, gept gWar etWa\u00ea fdpwerf\u00e4diger al\u00a7 biefc, befunbet baf\u00fcr aber im \u00a9dpwimmen gr\u00f6\u00dfere 9Reifterfdpaft. \u00a9ie (Stimme pat mit ber ber $udp\u00a7ente feine Slepnlidpfeit; ber Sodton be\u00f6 2Beibdpen\u00a7 ift ein \u00a9ntenquafen, ber be\u00a7 2R\u00e2nnd)en\u00ea ein tiefe! \u201e\u00e9orr\", ber ^aarung\u00fcaut ein fdpwer Wiebergugebenbe! ftngenbe! pfeifen, weldie! fRaumann burdp bie \u00a9ilben \u201e\u00a9iuioiaiuiei\" :c. au\u00f6gubr\u00fcden oerfud;t. $ope \u00a9ntwidlung iprer geiftigen g\u00e4pigfeiten beWeift bie","page":815},{"file":"p0816.txt","language":"de","ocr_de":"816\nSDie \u00a9djfttmmer. gahnfEnabler. CSnten.\nSBergente am beutlichfien burd> ihre \u00ceInh\u00e2nglichl\u00c9eit an ben 2Jien[d)en. 2Iuch fte ift fdjeu unb oorftdhtig, lernt aber balb er\u00efennen, ob ber SJlenfc^ ihr frcunblidj gugetljan ift ober nicht, unb geigt ftc^, ioenn fie ftd^ feineS \u00a9chufceS berftchert pat, fo guthunlidj, ba\u00a3 ftc ihm eben nur auS bem 2Bege geht, nimmt auch bie f\u00fcr fte Ijergeridjteten gftfty\u00f6hlen ohne 2Bebenfen in 3Befth, ir\u00e2prenb fte ba, ioo fte \u00aeefa\u00a7r gu bef\u00fcrchten hat, ben \u00a9ch\u00fc^en f\u00eeetS mit gro\u00dfer Umftcht au\u00eatoeicht. 9J?it anberen ihrer 2Irt lebt fte h\u00f6chft gefe\u00ef\u00efig, bi\u00a7 gu einem gemiffen \u00a9rabe fe\u00efbft io\u00e2hrenb ber 23rutgeit; um frembartige SBer\u00efoanbte bagegen \u00ef\u00fcmmert aud) fte ftcf) \u00efoenig.\n\u00a3)ie Nahrung befteht oorgugStoeife ebenfalls auS ^flangenftoffen, inSbefonbere auS ben garten feilen ber \u00a9eegeto\u00e4chfe ober anberer trauter, toelche im fatgigen SSaffer \u00fcberhaupt [machfen, auS (S\u00e4mereien, oerfchiebenen \u00a9raS? unb SBinfenarten, \u00a9etreibef\u00f6rnern unb begleichen; thierifche \u00a9toffe ftnb jebodh gu i\u00a7rent SBohlbeftnben unumg\u00e4nglich nothtoenbige SBebhtgung, mie bie \u00a9efangenen\nSie Sranbente (Ynlpanser tadorna). i/4 ber nat. \u00aer\u00f6\u00a7e.\nbereifen. iZB\u00e4^renb ihres greilebenS lie\u00dft fte deinen \u00a7tfd)en, S\u00dfeich? unb \u00c6erbthieren eifrig nach; in ber \u00a9efangenfchaft fi\u00fcrgt fte ftch gierig auf bie ihr \u00f6crgeftorfenen f^ifd^e, Krabben unb bergleichen, frift aud) fe^r gern roheS ftleif<h. \u00a9ie fucht ftch ihre Nahrung Weniger fchtoimmenb als laufenb gufammen, erfcheint mit gur\u00fcdtretenber \u00a9bbe auf ben SBatten, l\u00e4uft toie ein \u00a9tranboogel an beren Btanbe umher unb fifcht bie S\u00f6affert\u00fcmpel forgf\u00e4ltig aus. 3>n ben 3Jtorgenfiunben befugt fte baS benachbarte geftlanb unb lieft hier Btegenhmrmer unb $?erb$tere auf, burchfi\u00f6bert auch ttohl fumpftge \u00a9teilen ober fliegt fe\u00efbft auf bie gelber hinaus, um hier thierifche unb pflangliche Nahrung auf? gufi\u00f6bern.\n\u00a9ie br\u00fctet ebenfo mie bie $u<h\u00eaente nur in fp\u00f6hlen. \u201e28er SSeranlaffung hat, in ber Dt\u00e4lje ber \u00dc\u00dcteereSf\u00fcfte gu reifen\", fagt 3BobinuS, \u201etoirb ftch nicht toenig iounbern, menn er oft eine halbe \u00dcDteile unb meiter entfernt, biefen fr\u00f6nen SSogel in ^Begleitung feines 28eibeS, oft auch mehrere H\u00e4rchen auf einem freien $\u00fcgel ober einem freien ^la^e im 28albe unb bann pl\u00f6hlich oerfchtt\u00fcnben","page":816},{"file":"p0817.txt","language":"de","ocr_de":"Vran\u00f6ente.\n817\n\u2022 fleht. SB\u00fcrbe er ftd^ an ben Bemerken ^la\u00df BegeBen, fo m\u00fcrbe er mahwehnten, ba\u00df unfer gl\u00e4ngenber S\u00f6afferoogel in ben \u00a9d)o\u00df ber \u00a9rbe htnabgeftiegen ift, nicht ethoa beghalb, um fldj \u00fcber bie Vef<haffen; \u00c7eit ber burt Beftnbli^en $u<hg=, $)ad)\u00a7= nnb Saninchcnbaue gu oergemiffern, urn, menu jene Vier; f\u00fcjjj\u00efer etma auggegogen(inb, fief; berenSSohnung angueignen,nein,umnebenihnenfeine$\u00e4uglich?eit eingurichten. Unleugbare, burd) bie erprobteren \u00a9chriftfieller beobachtete unb ua<hgemiefene Vlja\u00ab fache ift eg, ba\u00df $udjg unb Vergente benfelben Vau beioohnen, ba\u00df ber elftere, melier fonft fein \u00a9epgel oerfdjont, 'ftdh an legerer nicht Oergreift. \u00a9o gang ficher ift SDieS freilidh uad) meiner Seobadhtung nicht; benn idh felbft habe neben einem belohnten ftucpbaue Fl\u00fcgel unb Gebern einer Vergente gefunben, toenn gleid) bamit nicht bemiefen ift, ba\u00df ber guchg ber Vt\u00f6rber geioefen fei, ba ber Vau in einem oon Habichten belohnten V\u00f6albe ftd) befanb, alfo einer ber festeren bie \u00a9nte an biefem Oerb\u00e4chtigen g5ta|e Oerfpeift haben fonnte. gragt man, marurn ber m\u00f6rberifche gudhg, melier faft fein ^th^ei\u2018 Oerfdfjont, melcheg er \u00fcberm\u00e4\u00dfigen fann, bei unferer \u00a9nte eine Slugnahme macht, fo glaube ich antworten gu f\u00f6nnen, ba\u00df ber au\u00dferorbentliche' SJhttlj, melden biefe beflfet, ihm Siebung einfl\u00f6\u00dft. ^icht nur alte V\u00f6gel beftijen biefeu Vtutfj in hohem \u00a9rabe, fonbern auch bie jungen, \u00a9rft oor Joenig Vagen bem \u00a9i entfchl\u00fcpfte Vranbenten fah ich gr\u00f6\u00dferem \u00a9efl\u00fcgel unb anberen gieren, mie \u00abeinen fpunben, Kaninchen je. bie \u00a9pifce bieten. Vnftatt oor ihnen gu fliehen, bleiben fie muthig ftehen unb ioiegen ben magerecht auggeftreeften \u00a3alg fyn unb her, gomig ben \u00a9egenfhnb ihve\u00ea Unmitleng anblicfenb unb erfi gur\u00fccfioeichenb, menu fie ftch oor einem Singriffe ficher mahnen. 33ei alten S\u00f6geln, ioelche paarmeife gufammenhalten, tritt oorguggmeife bag M\u00e4nnchen fr\u00e4ftig auf, ftet\u00ea in ber genannten (Stellung oor bem \u00a9egner einen eigent\u00fcmlich Stfchenben Von augfto\u00dfenb, unb greift jene, meld;e eg burch f\u00fchne unb gornige Vticfe unfldjer gemalt, tapfer an. \u00a9elingt eg, ben fteinb in bie flucht gu ftlagen, fo fehrt eg gum SBeibchen gur\u00fccf, melcheg ber \u00a9efahr gleichfalls muthig trotzt unb bem \u00abM\u00fcnchen hilfreich gur \u00a9eite fleht, menngleich eg nicht fo angreifenb oerf\u00e4hrt \u2014 unb unter oielen Verbeugungen oor einanber unb lautem \u00a9freien freuen fie ftch beg errungenen \u00a9iegeg\". D\u00f6rfler \u00a9r\u00f6melbein hat bie Vranbenten bei ihrem Vrutgefctjafte beobachtet unb nuferem Staumann bar\u00fcber SWittheilung gemalt, \u00a9r bemerfte, alg er ftch Anfang\u00bb Vtai in bebeutenber \u00a9ntfernung oon ber S\u00fcfte im \u00abf\u00dfalbe befch\u00e4ftigte, ein Vranbentenpaar, melcheg ihn unb bie Arbeiter mieberhott umfreifte unb ftch \u00f6fterg nicht fern auf einer h\u00f6heren \u00a9teile beg \u00a9anbfelbeg nieberlie\u00df. \u00aeag Scannten blieb alg V\u00dfache au\u00dfen ftehen, m\u00e4hrenb ftch bag S\u00f6eibchen einer Vertiefung beg \u00a3\u00fcgelg gumanbte, in biefelbe gem\u00e4chlich hinabflieg unb nun mo\u00effl eine Viertelftunbe hier oermeilte: Vlg eg mieber gum Vereine gefommen, ftch.ber \u00a9attin gen\u00e4hert unb anfeheinenb mit ihr unterhalten hatte, erhoben ftch beibe gu einigen Steigfl\u00fcgen unb liefen ftch bann in ben n\u00e4chften Umgebungen an ben oerfchiebenften \u00a9teilen nieber, augenfcheinlich in ber Slbflcht, ben \u00abBeobachter irre gu f\u00fchren, tiefer eilte gu bem fp\u00fcgel, fah hier bie ihm mohlbefannte ftuchgr\u00e4Bre unb fanb biefelbe mit ben frifchen Wrten ber \u00a9nten unb beg guebfeg, ebenfo auch mit ber Soofung beiber begei<hnet. Vach mehrt\u00e4giger Veobadjtung geigte eg ftch, ba\u00df bie \u00a9nten, mabrflheinlich um bie arbeiteten Sente gu t\u00e4ufchen, nur gum \u00a9cheine in bief en Vau gelrochen maren, eigentlich aber einen oiel gr\u00f6\u00dferen, oon g\u00fcchfen unb 2)a<hfen bemohnten Vau, aug meinem erft im oorhergegangenen \u00a3erbfle ein V)ad)g gefangen morben mar unb melier noch gegenm\u00e4rtig oon einem anberen Vaubtlflere berfelben Slrt unb einer ft\u00fc<hftn bemohnt m\u00fcrbe, int \u00a9inne gehabt hatten, \u00a9enauere Veftchtigung ergab, ba\u00df ber \u00aea^ regelm\u00e4\u00dfig ang; unb einmanberte unb ftch um bie Vefucher feiner big gur Viefe Oon gehn ftu\u00df uieberf\u00fchrenben V\u00f6hre nicht gu f\u00fcmmern fd^ien; benn bie Ehrten unb \u00a9puren beiber geigten ftch gang frifefl unb maren big in bie Viefe oon fteben $u\u00df hinab beutlich gu ernennen. Vor anberen Vohren beffelben Vaueg, burch melche g\u00fcchfe aug= unb eingugehen pflegten, mar ber Voben glatt* unb feflgetreten oon ben \u00a9nten, unb mie in 2\u00f6a<h\u00a7 abgebr\u00fceft, ftanb bie gierliche \u00abeine gtyrte ber g\u00fcchfln gmifhen benen ber \u00a9nten. Unfer Veoba\u00e7hter legte ftch je\u00dft hinter einem SBalfe auf bie Sauer, bem Vaue nah genug, um Sl\u00fceg, mag babei Oorging, genau gemahren gu f\u00f6nnen. \u00aeie fchlauen \u00a9nten lie\u00dfen nicht lange auf ftch marten, oerfudjten erft bie Arbeiter an ber oben erm\u00e4hnten \u00a9teile gu t\u00e4ufchen, famen bann\nSreljm, 2^ierleben. IY.\tflo","page":817},{"file":"p0818.txt","language":"de","ocr_de":"818\n\u00a9ie (Schwimmet. Sahnf\u00f6nfiWer. \u00a9d)Wimmeuten.\ngang unerwartet, bid;t \u00fcber bem Voben ^erftiegeub, oon ber entgegengefehten \u00a9eite an, lie\u00dfen [id; auf bem ipau^tbaue nieber, [d;auten ftd) ein Vkild)en um unb begannen, at\u00ea fee ftd) unbeobachtet glaubten, in ihren Nrt entftg bie burd) \u00c7\u00e2upge\u00ea Slu\u00eagrabeu ber VeWohncr be\u00ea Vaue\u00ea entftanbenen \u00a7\u00f6\u00a7en unb Vertiefungen gu burd)Wanbeln, fo ruhig unb ficher etwa, Wie nufere \u00a7au\u00eaentcn gur Sege; geit auf ihren befannten ip\u00f6fen umhergehen. Vatb \u00fcerfd)Wanben lie in ber Nt\u00fcnbung ber gr\u00f6\u00dferen gud)\u00earohre unb blieben eine halbe \u00a9tunbe lang unftd)tbar. \u00a9nbtid; fam eine gum Vorfdbeine, beftieg rafd; ben \u00a3\u00fcgel, unter Welkem bie N\u00f6l)re au\u00eam\u00fcnbete, [ah ftd; aufmertfam nad) atten Nid)tungen um unb flog nun gem\u00e4chlich nach ben liefen hin- \u2014 Nuf \u00a9hit unb anberen Vorinfeln oon \u00a9d;le\u00eawig legt mau f\u00fcr bie Vranbenten \u00ef\u00fcnftlic^e Vauten an, inbem man auf niebrigen, mit feftem Nafett \u00fcberfleibeten \u00a9)\u00fcnent;\u00fcgeln Wagered)te N\u00f6hreit bitbet, Welche [id; im \u00abKtttelpunfte be\u00bb \u00a3\u00fcgel\u00ea neuartig burchfreugen unb [o gur Anlage ber Nefter bienen. Sebe Niftfte\u00efle wirb mit einem au\u00ea Nafen befte^enben, genau fdjlie^enben \u00a9)edel oerfe\u00ef)en, Weld;er [id; ab\u00c7eben l\u00e4\u00dft unb Uuter[ud)ung be\u00ea Nefte\u00ea geftattet, bie Niftfte\u00efle fe\u00efbft mit trodenem \u00a9enifte unb \u00abKofe belegt, bamit bie an\u00efommenben \u00a9nteu bie ihnen n\u00f6tigen (Stoffe'gleich oorftnben m\u00f6gen. SDiefe Vaue Werben oon ben Vergenten regelm\u00e4\u00dfig begogen, aud) Wenn fte ftd) in unmittelbarer N\u00e4t)e oon \u00a9eb\u00e4uben befinben [c\u00ef\u00eften, ja, bie V\u00f6gel gew\u00f6nnen ftd; nadf) unb nach [o an bie SBeftfeer, ba\u00df fte fid), Wenn fte br\u00fcten, unglaublid; riel gefallen laffen. (St\u00f6rt man ba\u00ea V\u00dfeibd^en nicht, [o legt e\u00ea fteben bi\u00ea gW\u00f6lf gro\u00dfe, Wei\u00dfe, glatte unb feftfd)atige \u00a9ier unb beginnt bann eifrig gu br\u00fcten. Nimmt man il;m, Wie e\u00ea auf gefd;iel;t, bie \u00a9ier weg, fo gWingt man e\u00ea, ba\u00df e\u00ea gWangig bi\u00ea brei\u00dfig legt. Nad; unb nach umgibt e\u00ea ba\u00ea \u00a9elege mit ,\u00a9>unen, bcclt aud; beim V\u00dfeggel)en ftet\u00ea ba\u00ea Neft mit benfelben forgf\u00e4ltig gu. \u00a9\u00ea liebt, laut Naumann, bie \u00a9ier fel)r unb Weicht nid)t oom Nefte, bi\u00ea mau e\u00ea fa\u00dft greifen fann. \u00a9)ie, Weld;e in ben f\u00fcttfilid;ett \u00a9ntenbauen auf \u00a9l;lt br\u00fcten, [tub fo gal;m, ba\u00df ]te beim betjutfamen Nttf; beben be\u00ea erw\u00e4hnten SDedet\u00ea fi|en bleiben unb erft feitw\u00e2rt\u00ea in eine Nebenh\u00f6hle fdphfen, Wenn man fte ber\u00fchrt. Vei Vefuhtigung ber \u00a9ntenbaue pflegt man Vorher ben eingigen Nu\u00eagang gu oerfiohfen, bamit bie \u00a9nten nicht hetctu\u00eapoltera unb fd^eu Werben. Nach beenbeter Niufterung ber Nefter \u00f6ffnet man bie \u00a3auptr\u00f6hre wieber; bann aber fommt feine ber Vruteuteu gum Vorfd;eine: jebe begibt ftd; vielmehr wieber auf ihr Neft. \u00a9)ie, Welche eine furge, hinten gefdhloffene \u00a3\u00f6hte bewohnen, laffen ftch auf ben \u00a9iern leicht ergreifen, oertbeibigen ftd\u00df> babei aber mit bem \u00a9d;nabel unb fauchen bagu wie eine fahe ober fl\u00f6\u00dfen, mehr oor Suth at\u00ea au\u00ea Nngft, fd^\u00e4fembe \u00a9\u00f6ne au\u00ea. \u00a9\u00ea iff Oorgefommen, ba\u00df gum Vertreiben ber br\u00fctenben \u00a9nten oon ben \u00a9iern unb au\u00ea ber N\u00f6l)re ein \u00a9tod gur \u00a7ilfe genommen Werben mu\u00dfte, Weit fte unabl\u00e4ffig auf bie $\u00e4nbe Io\u00ea\u00ef)\u00e0dten unb fchmerghafte Viffe oerfefcten. Nad; oollenbeter Vrutgeit, welche fed;\u00eaunbgWaugig \u00a9age W\u00e4hrt, f\u00fchrt bie Ntutter ihre jungen bem n\u00e4hten Ntoore gu, oerweilt unterWege\u00ea aber gern einige \u00a9age auf einem f\u00fc\u00dfen \u00a9eW\u00e4ffer, Wetd)e\u00ea am V\u00dfegc liegt. Naumann oerfuhert, ba\u00df fte ba, Wo [ie hod; \u00fcber bem Voben in \u00a3\u00f6t;len br\u00fctet, bie jungen mit bem \u00a9chuabet eingetn gur \u00a9iefe herabtr\u00e4gt; Vobinu\u00ea aber wiberlegt nad; eigenen Veobachtungen biefe Nngabe. \u201e3^ felbft\", [agt er, \u201ehabe am [teilen unb ungug\u00e4ngtidhen SNeere\u00eaufer, au Welchem in einer \u00a7\u00f6hle bie Vranbente niftete, mich baburd; in ben Vefth ihrer Surtgen gefegt, ba\u00df id; bie \u00a9telle am Ufer, auf Weld;e bie 3mtgen beim Verlaffen be\u00ea Nefte\u00ea fallen mu\u00dften, mit einem gientlich tiefen \u00a9raben umgeben lie\u00df, Welchen bie \u00a9hieben wegen \u00a9teilheit feiner V\u00df\u00e4nbe nid;t oertaffeu fonnten. h\u00e4tten bie \u00a9Item bie \u00a9ewohnheit, ihre tinber au\u00ea hod; betegenen Vrutyl\u00e4hen ober gar au\u00ea ber gemachten \u00a9rube gu tragen, [o W\u00fcrbe id; uiemat\u00ea in bereu Veftfc gelangt fein.\" \u00a9)ie bem Nteere guWanbernbe \u00a9char fann man leicht erhafchen, W\u00e4hrettb SDie\u00ea fa\u00dft ein \u00a9>iug ber Unm\u00f6gltd;fctt i\u00dft, wenn bie Familie bereit\u00ea tiefere\u00ea V\u00dfaffer erreicht hat; bentt bie Sungen taud;en oom erften \u00a9age ihre\u00ea Seben\u00ea an oortrefflich- Uebrigen\u00ea oerfu^t bie \u00abKutter ihre \u00dfinber nad; beften ftr\u00e4ften gu oertheibigen, inbem fte entWeber bem geinbe f\u00fchlt gu Seibe gel;t ober it;n bttrd; Vergeltung gu t\u00e4itfd;en [ud;t.\n\u00a7\u00fcr bie VeWol;ner oon \u00a9hit unb anberen Sn\u00dfetn ber Norbfee i\u00dft bie'Vranbente nicht gang ol;ne Vebeutung. \u00a9>ie \u00a9ier, Weld;e man nad; unb ttad; bem 3ce[tc entnimmt, Werben, obgteid; ihr","page":818},{"file":"p0819.txt","language":"de","ocr_de":"Sranbente. S\u00eeonnenente.\n819\n\u00a9efd)mad nid)t Dobermann besagt, gefdj\u00e4fct, unb bie SDuneit, ioeW)e man nad) \u00f6ottettbeter Srutgeit aus ben SReftern \u00ef)o\u00eft, fielen benen ber \u00a9iberganS \u00efaum nad) nnb \u00fcBertreffcn fie not an \u00a9auber; feit. $)a\u00ea SBilbpret ber alten S\u00f6gel Joirb ntc^t ger\u00fchmt, ineil eS einen rangigen ober tranigen \u00a9efd)mad unb Joiberliten \u00a9erud) I)at. \u00a9eSfyalb jagt ant ber \u00ae\u00fcftenbeJoo1)ner niemals auf feine Sergcnten, fdjont unb tj\u00e4tftelt ftc \u00f6ieltnel)r nad) Befielt Kr\u00e4ften,\nSung eingefangene Sranbenten laffen ftd^ Bei entfpredjenber pflege oI)ne fonberIid)e S3R\u00fcI)e grof? gieren, oorauSgefeft, ba\u00a7 man il)nen baS n\u00f6tige \u00e4\u00dfaffer geio\u00e4^ren \u00efamt. tt\u00f6enit man fie auf einem gr\u00f6\u00dferen STeid^e I)\u00e4lt, fttd)en fie fid) fooiel 9Ra\u00ef)rung fe\u00efbfi, bafj fie \u00efaum nod) Befonberer 3utl)atcn Beb\u00fcrfen. \u00a9p\u00e4ter freilid) reifen bte \u00c4erbtiere, ioeldje fie fid) felbf\u00ee fangen, nid)t mel)r auS, unb manmufj bann mit \u00efei^Iinfen, ge\u00ef)adtem \u00a9alat, SBeiprot, Slmeifeneiern, fein gel)adtem f\u00c7Ieifd^e unb giften nad^\u00c7elfen. \u00a9r\u00fc^e barf man il)nen in fr\u00fcher 3ugenb nid)t reifen, toeil fie, nad) ben \u00a9rfa\u00efjrungen non SobinuS, baoon erb\u00efinben. Um fo Beffer gebeten fie, ioentt man il)nen t\u00a7ierifd)e \u00a9tojfe in gen\u00fcgenber SJRenge oonoirft. \u00a9ie ioerben fe\u00ef)r gal)m unb erlangen aud) in ber @efangenfd)aft il)re ootte \u00a9d)\u00f6nl)eit, fd)reiten aber bot nur l)\u00f6tft feiten gur \u00a7ortyf\u00efangung. \u00a9ooiel mir Befannt, I)at BiSl)er BIo\u00bb SobittuS bte $reube gehabt, Sranbenten gu g\u00fcrten. 3k Ben \u00fcbrigen Tierg\u00e4rten paaren fid) bie fjr\u00e4d)tigen S\u00f6gel ioo\u00ef)I, mad)en ftc^ in ber lebhafteren SBeife gegenfeitig ben $of, Begatten fid) unb Befud)en bie i\u00ef)nen oorgerid)tetett 9Refi\u00ef)\u00f4I)Ien, legen aber nid^t, fe\u00efbft Joemt man i^nen bie forgf\u00e4ltigfte pflege angebeten l\u00e2fjt \u00a9omit b\u00fcrfen Joir JooI)I \u00efaum bie Hoffnung ^egen, biefe Sterbe beS SOReereS gum ^au\u00eaoogel gu madden.\nSaumenten (Dendrocygna) nennt man einige auSl\u00e4nbifte SJRitg\u00efieber ber Familie, ioe\u00efd)e fid) burd) \u00ef)o\u00ef)e, ftlait\u00efe \u00a9eftalt, mittellangen \u00a3>a\u00efS, gierigen f\u00eaopf, etJoaS ftm\u00e4ttigen \u00a9tnabel, I)o\u00ef)e Seine, ftumpfe f\u00c7\u00ef\u00fcge\u00ef, unter beren \u00a9d))oiitgen bie boitte unb oierte bie l\u00e2ngften ftnb, \u00efurgen, fteifen, abgerunbeten \u00a9d)Joang unb BunteS \u00a9efteber \u00efenngeid^nen.\nUnter il)nen oerbient bie SH tt Joe ns ober SRonnenente (Dendrocygna viduata) an erfier \u00a9telle genannt gu ioerben, ioeil fte nid)t Bios im \u00a9\u00fcben SImeri\u00efa\u00ea, fonbern aud) in gang SRittelafrifa gefuttben ioirb unb ftd) alfo in burd)au3 ungeio\u00f6I)nIidfier S\u00dfeife verbreitet. $)a\u00a7 @eftd)t Bis gur \u00a9d)eitelmitte unb bie \u00aeel)\u00efe ftnb Joeifj, an \u00a9tint unb SBangen r\u00f6t^lid^Braun \u00fcberlaufen, .\u00eepinter\u00efopf, \u00a9eiten s unb ^)intertl)eile beS jpalfe\u00ea fd)ioarg, Unterhalt unb Oberbruft ft\u00f6n rotbraun, bie Srufts feiten unb ber SR\u00fcdett fapgelBlid^oIioenfarBen, bun\u00efler in bie Ouere geioe\u00ef\u00eft unb gcfledt, bie langen unteren \u00a9d)ulterfebem \u00f6lbraun, falj\u00eftDeifjlit ger\u00e4nbert, Unterr\u00fcden, \u00a9c^ioangmitte, alle Unterteile oon ber Sruft an fd)ioarg, bie \u00a9eiten be\u00a3 SeibeS auf grauioeifent \u00a9runbe fd)ioargbraun quer geftveift, bie Dberfl\u00fcgelbedfeberit I)od)rotBraun, bie SlrntftJoingen \u00f6lbraun, gr\u00fcnlit geranbet, bie. \u00a9d)ioittgen unb \u00a9teuerfebern Br\u00e4unIid)fd)ioarg. \u00a3)aS Sluge ift rotbraun, ber \u00a9d)nabel fcfjtvarg, oor bent Stage! burd) ein aftgraueS Sanb gegeid)net, ber \u00c7uf\u00ea Bleifarbig. $\u00a3>ie S\u00e4nge Betr\u00e4gt 18, bie Sreite 32, bie gittigl\u00e4nge 83/4, bie \u00a9d)ioang!\u00e4nge 22/3 Sott. 2\u00dfeiBd)eit unterfd)eibet ftt in ber F\u00e4rbung \u00efaum Oon bent SOR\u00e4nntcn.\nSitte SReifenben, meld)e \u00a9\u00fcbameri\u00efa Befud)ten, fanben bie SRonnenente in erftaunlid)er SDRenge, ^auptf\u00e4d)Iid) in ben \u00a9\u00fcmfjfen ber \u00a9teftyen auf; bie f\u00c7orfc\u00c7cr, ioeld^e in Slfri\u00efa Beobattcten, trafen fte ebenfo ^\u00e4uftg im S\u00f6eften, Joie im \u00a9\u00fcben biefe\u00ea \u00a9rbteile\u00ea. Sltit oberen Blauen Stile Begegnete it mehrmals auferorbentlid) gal)lreid)en \u00a9taren Von it)r, JoeId)e, bid)t gereift, auf loeititt bie fanbigen Ufer Bebedten unb Beim Sluffliegen JoaI)te tt\u00f4ol\u00efen Bilbcten. ^englin gibt an, ba\u00a3 ftd) bie SDR\u00e4nnd)en ttitb SBeibten ftet\u00ea getrennt gufammen^alten, io\u00e4l)renb id) oerfttern \u00efamt, mit einem eingigen \u00a9t\u00abffe Beibe \u00a9efd)Ietter erlegt gu fabelt. \u00aeie Sebenatoeife ift \u00fcbrigen\u00ea nod) \u00efeineSJoegS\n52*","page":819},{"file":"p0820.txt","language":"de","ocr_de":"820\n$)ie \u00a9d)ttuntnter. 3ahnfhocibler. \u00a9htoimntenten.\ngen\u00fcgenb erforfc^t; namentlich toeifj man \u00fcber bie $ort|>flangung nodj nid>t\u00a7 \u00a9tdjere\u00ea. $ou ben S\u00dfertoanbten unterfheibet [ich bie 9tonnenente burdj ihren leichten, an ben ber \u00a9\u00e4nfc ertmternben \u00a9ang unb ihren ettoa\u00ea fhtoerf\u00e4lltgen $Iug, ebenfo aber auh burd) bie merfto\u00fcrbige Vorliebe f\u00fcr fanbige \u00a9teilen in ben gl\u00fcffen, gu benen fte immer nnb immer lieber gur\u00fcdgufehren fheint. Oer 5\u00dfring jagt, baff fte im \u00a9ertong ber probing SSahia h\u00e4ufig auf futnbfigen, \u00fcberfhftemmten S\u00dftefen, in fr\u00fchen ober auf offenen Sanbfeen unb \u00a9eto\u00e4ffern lebt, aber auh iu manhen \u00a9egenben an ber \u00a9eef\u00fcfte oorfontmt; \u00a9homburg\u00ef oerfih'ert, baft er ihr an ber \u00c4fijle nie begegnet fei unb fie nur\n2)ie 2\u00f6ittiuen= ober \u00fftonnenente (Dendrocygna viduata). V4 ber nat. @ri5\u00a7e.\nin ben \u00a9\u00fcmpfen ber \u00a9aoanne in ungeheueren Fl\u00fcgen gefunben ^at, ioa\u00a7renb ich fte in Stfrifa blo\u00ea au\u00eanahm\u00eatoeife an \u00e4hnlihen Orten traf. SSon ihrem Benehmen gibt \u00a9homb\u00fcrgt eine angiehenbe \u00a9hilberung. \u201eOie flehten 23iftft ; \u00a9nten fhentett f\u00f6rmlich in uttfere SR\u00e4^e gebannt gu fein, \u00a9obalb toir Oon ihnen entbecft toaren, fprangen meine Begleiter febe\u00eamal bi\u00a7 an ben ^al\u00ea in ba\u00ea \u00e4\u00dfaffer unb fhoffen oon biefent \u00a9taubpunfte au\u00ea unaufhaltfam mit ihren ioohlgerihteten Pfeilen in bie fie umfhto\u00e4rmenben gerben, flogen bie- 0:^teve hod;, fobaft fte ben ^Sfetl anfontmen feiert fonnten, fo heilte fih aud; augenblidlid; ber \u00a9hioarm nah allen \u00a9eiten bin, gleih toie unfere Oauben^erben,","page":820},{"file":"p0821.txt","language":"de","ocr_de":"Stonnenente. \u00a9tocfente.\n821\niocrni ein Otaubooge\u00ef unter fie fi\u00f6\u00dft. 23ei btefer regel\u00efofen g\u00efucE)t flogen fie aber oft fo heftig gegen .einanber an, ba\u00df fie ftd^ gegenfeitig bie ^\u00ef\u00fcge\u00effnodpen bradpen unb bet\u00e4ubt ^erabftelen* fTcoc^y gr\u00f6\u00dfer war bie SSerWirruttg, Wenn gwei Oerfdpiebene gerben gufammentrafen. 3<P pabe bann oft f\u00fcnf bis\u00bb adpt @t\u00fcdf gur \u00a9rbe perabfalten fepen, opne ba\u00df ber ^\u00dffeil audp nur mepr alg eine oerWunbet gehabt p\u00e4tte. tarnen bei einer foldpen SSerWirrung bie \u00a9dpw\u00e4rme in ben 23ereidp meiner Flinte, bann Waren geW\u00f6pnlidp gepn big gw\u00f6lf bie SSeute eineg \u00a9cpuffeg.\"\nHeber bie ^ortpftangung tonnte \u00a9dpomburgf 0ticptg erfahren; bagegen tpeilt er mit, ba\u00df fiep ftudp biefe Slrt leidpt g\u00e4pmen I\u00e4\u00a7t unb begpalb gu ben geW\u00f6pnliep fielt ^paugtpicren ber ^nbianer geh\u00f6re. Um fo auffalttenber mu\u00df eg erfd^einen, ba\u00df ber gierlidpe S\u00dfogel big jept nodp nidpt regelm\u00e4\u00dfig lebenb ttacp \u00a9uropa gebraut Wirb. Oie \u00a9dp\u00f6npeit feineg \u00a9efteberg unb bie Slnmutp feineg SBefeng tourbe ipn jebettfaUg alg angiepenbeg SDtitgtieb nuferer Opierfammlungeit erfdpeitten taffen, obgleich er, wie feine SSerWanbten, fiep fdpWerlidp gur \u00a9inb\u00fcrgeruttg in nufer $litita eignen b\u00fcrfte. Sitte 23aumenten n\u00e4mlidp tonnen bei ung gu Sanbe W\u00e4prenb beg S\u00f6interg nidpt im freien gepalten Werben, toeit fie ftep regelm\u00e4\u00dfig bie $\u00fc\u00dfe erfrieren nnb in $olge baoon fietg halb gu \u00a9runbe gepen.\nUnter allen \u00a9nten, ift f\u00fcr ung bie \u00a9tocts, SGBilb;, SOt\u00e4rgs, 23lumens, \u00a9rags, \u00a9to\u00dfs, \u00a9turg; unb 501 ogente (Anas boschas) bie wieptigfte, Weil Oon ipr uttfere ^augente perfiammt. @ie oertritt mit einigen anberen Slrten bie \u00a9ippe ber \u00a9pi ege lenten, alg bereu \u00dfenngeiepen gelten: fr\u00e4ftiger Seib, turger \u00a3>atg, breiter, fladp geio\u00f6lbter, na\u00e4p Oorn taum oerfd^m\u00e4d^tigter \u00a9dpnabel mit fiart \u00fcbergetr\u00fcmmtem Stagel, inittelpope, in ber SDlitte beg Seibeg eingelentte, tanggepige f^\u00fc\u00dfe, giemlidp lange Fl\u00fcgel, gugerunbeter \u00a9cpwaitg, beffen mittlere Oberbecffebcrtt fiep aufw\u00e4rtg tr\u00e4ufeln, nnb ein nacp bem \u00a9efepledpt fepr oerfcpieben gef\u00e4rbteg \u00a9efteber.\nS)ie \u00a9toctente pat gr\u00fcnen \u00aeopf unb Oberpalg, braune S\u00dforberbruft, pocp = ober graubraunen, buntler gemifdpten, auf ben \u00a9dpultern grauwei\u00df, braun unb fdpft\u00e4rglidp geW\u00e4fferten Oberr\u00fccfen, graue Oberfl\u00fcgel, pradptOolt blauen, beiberfeitig Wei\u00df gef\u00e4umten \u00a9pieget, fdpWarggriinen Unterr\u00fcdten unb b\u00fcrget unb auf grauwei\u00dfem \u00a9runbe fepr gart fdpw\u00e4rglicp geW\u00e4fferte Unterteile; ein fdpmaleg, Wei\u00dfeg ^atgbanb trennt bag \u00a9r\u00fcn beg Jpalfeg oon bem $aftanienbraun ber SSorberbruft; bie Obers bedffebern ftnb fdpWarggr\u00fcn, bie Unterbeetfebern famnttfcpWarg, bie \u00a9dpwiitgen buntelgrau. Oag Singe ift petfbraun, ber \u00a9cpnabet gr\u00fcngelb, ber gu\u00df bla\u00dfrotp. 3m #erbfie \u00e4hnelt bag \u00c4teib beg Stft\u00e4nndpeng bem beg SSkibdpeng, ioeldpeg auf \u00aeopf unb $alg faplgrau, buntler gepunttet, auf bem Obertopfe fdpWargbraun, auf bem Ot\u00fccten braun, lidpter fdpWargbraun, grau, braun unb rofigetbs braun befpript unb petter geraubet, auf bem Unterpalfe unb tropfe auf petttafianienbraunem \u00a9runbe mit fcpwargen SDtonbfledfen, auf bem \u00fcbrigen Untert\u00f6rper burdp braune Fleete gegeiepnet ift. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 24, bie Oreite 40, bie ^ittigl\u00e4nge 11, bie \u00a9cpWangl\u00e4nge 3.V2 3o0.\n50tit Otedpt barf man bie \u00a9toctente bie \u201egemeine'' nennen, benn fte beWopnt nidpt.nur ben 0torben ber gangen \u00a9rbe, fonbern ftnbet fxdp auep oon ber S\u00f6titte beg n\u00f6rblidpen 5polartreifeg an big gegen ben \u00e4\u00f6enbetreig pin an geeigneten Orten \u00fcberall, obfdpon im \u00a9\u00fcben blog W\u00e4prenb beg S\u00dfinterg. 3m korben, Wo im hinter ber Slufentpalt ipr unm\u00f6glidp Wirb, giept fte regelm\u00e4\u00dfig, im \u00a9\u00fcben Wanbert fie nur, unb fdpon in 50\u00eeittelbeutfcplanb bleibt fte oft W\u00e4prenb ber talten 3apreggeit Wopnen. 3\u00ab ben 50tonaten Ottober unb StoOember Oerfantnteln ftdp bie \u00a9toctenten in gro\u00dfen \u00a9eparen unb breepen nun nadp f\u00fcblidpereu \u00a9egenben auf. Oie meiften gepen big 3talien, \u00a9riedpenlanb unb \u00a9paniett, Wenige nur big Storbafrita ober in bie biefent \u00eepeile ber \u00a9rbe entfpredpenbe SSreite \u00a9\u00fcbafteng pinab. Sluf ben italienifcpen, griedpifdpen unb fpanifepen \u00a9een geWaprt mau Oon jener 3eit an \u00efaufenbe unb ^unberttaufenbe Oon ipiteit, guWeilen auf \u00a9treefen oon einer palben \u00a9eoiertmeilc bag","page":821},{"file":"p0822.txt","language":"de","ocr_de":"822\nSDie (Sdjhrimmer. \u00e2abnfcbnab\u00efer. \u00a9d)tmmmenten.\n2\u00dfaffer bebecfenb unb, ioenn fie fid) ergeben, ettten \u00f6ott fevrt h\u00f6rbaren bumf>fert S\u00e4rnt oerurfad)enb, Welcher cm ba3 \u00a9et\u00f6fc ber-SSranbuitg erinnert. \u00a9d)ott im Februar unb fpciteften\u00ea int SR\u00e4rg beginnt ber Sft\u00fcdgug: beider benn aud) einer it)rer kanten. dhtr geitmeilig befugt unferc \u00a9ntc SKeere^ bunten ober faltige \u00a9eto\u00e4ffer \u00fcberhaupt; benn fte geh\u00f6rt 51t ben eigentlichen \u00a9\u00fc&toafferenten unb nimmt am liebften auf f\u00f6ilfs ober riebbebeeften \u00a9een, Reichen unb S3r\u00fcd)en ihren Aufenthalt, \u00a9eto\u00e4ffer, Welche hier unb ba oon ^ftangen frei, im \u00fcbrigen oon \u00a9eb\u00fcfd) unb \u00a9umpfpftangen alter Art beioad)fen finb, fagen ihr befonber\u00ea gu: fold)e fud)t Ite gum SSr\u00fcten uub to\u00e4t)renb be\u00e8 \u00e2Binter\u00eb auf; tu ihnen ertoirbt fie fid) ben gr\u00f6\u00dften \u00efhe^ i\u00a7rer F\u00fchrung, un^ bon ^nen au\u00a7 fliegt fie\n25ie \u00a9to\u00e4ente (Anas boschas).\nSU feineren \u00a3eid)en, Sachen, SBaffergr\u00e4ben ober auf gelber hinauf, um aud) biefe Oerttidjfeiten au\u00eagunuhett. Auf freiem Staffer geigt fte ftd) oerhciltnifjm\u00e4fjig toenig, fdjioimmt vielmehr fobalb at\u00f6 m\u00f6glich bent $ftangenbidid)te gu unb unterfucht nun fd)toimmenb, gr\u00fcubelnb unb toatenb ben \u00a9d)lamm ber feisteren \u00a9teilen, hier ade\u00ea \u00a9eniefjbare aufnel)menb. \u00a9ie geh\u00f6rt gu ben gefr\u00e4jjigften SS\u00f6geln, toelche toir lernten, oergehrt bie garten \u00a9Ritter ober \u00a9pifceit ber \u00a9raSarten unb ber oerfd)iebenften \u00a9umpfgeto\u00e4d)fe, bereit Knospen, Meinte unb reife \u00a9\u00e4mereien, \u00a9ctreibef\u00f6rner, Knollenfr\u00fcchte, mad)t aber aud) auf ade \u00a3l)iere 00m SBurme an bi\u00ea gum gifd)e uub Sur che eifrig 3fagb, fd)ciut an einem unerf\u00e4ttlichen \u00a3eifjl)unger gu leiben unb frifjt, um ihn gu ftiden, folange fie toad) ift unb f\u00eatioa\u00ea ftnbet.","page":822},{"file":"p0823.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9todeute.\n823\nBefett, \u00a9itten unb \u00a9emof)nf)eiten haben bie gr\u00f6\u00dfte Slehnlt<h!ett mit bera \u00a9ebahren ihrer Stad); fontmen, ber #au3eute, nur mit bem Unterziehe, ba\u00df biefe ung staffer, uufr\u00e4ftiger unb bermeidjlidhter erfd)eint alg jene. @ie geht, fdjlbintmt, taudjt unb fliegt in \u00e4hnlicher ^Beife, obfd)on beffer alg bie jpaugente-, hat genau biefelbe (Stimme, bag meitfdjalfenbe \u201eOuaf\" beg Beibcf)eng unb bag bumpfe \u201e\u00a3iu\u00e4f\" beg Sdt\u00e4nndjeng, bag unter\u00efjaltenbe \u201eBed med\" ober bag lodenbe \u201eBad toad , ba3 prdjt an\u00eabr\u00fcdenbe \u201e\u00bbZ\" ober \u201e9^\u00e4b t\u00e4b\", fitrg alle bie Saute, melche man oon ber\u00a3au3ente oernimmt. 3^re Sinne jtnb ftf;arf, i\u00efjre geiftigen g\u00e4higf eiten h<Z entmidelt. \u00a9ie beurteilt bie Serlj\u00e4ttniffe richtig unb benimmt fZ bemeut[pre^enb fe^r berfdjieben/befunbet aber ftetg eine gro\u00dfe SorfZt unb \u00a9d)lau\u00ef)eit, mirb aud), menu fie Serfolgungen erf\u00e4hrt, ba\u00efb ungemein fc^eu. 2Bie bie meiften gantilienbermanbten ift fte h\u00f4djft gefe\u00cf\u00cfig, im allgemeinen audj bertr\u00e4gtid) gegen frembartige \u00a9ump^ nnb Bafferb\u00f6gel, inifdjt ftd) beg\u00efja\u00efb gern unter Sermanbte, h\u00e4lt \u00fcberhaupt mit allen S\u00f6geln \u00a9emeim Zaft, meldje i^rerfeit\u00f4 fo\u00efc^e leiben m\u00f6gen. 2lud) bie \u00fcft\u00e4he &*g 30tenZCtt meibet fie nidjt immer, fiebelt fZ bielmeljr gern auf Seidjen an, meldje unter bem \u00a9djupe ber Seb\u00f6lferung fielen, beifpie\u00efg; meife auf foldjcn in Zulagen ober gr\u00f6\u00dferen \u00a9arten, geigt ftd^ hier halb lj\u00f6d)ft gutraulidj unb l\u00e4\u00dft eg ftd) Zlie\u00dflid) gern gefallen, menu ihrer \u00a9efr\u00e4\u00dfigfeit abfeiten beg \u00dcJtenfdjen Sorfdfjub geleiftet unb fte regelm\u00e4\u00dfig gef\u00fcttert mirb. Sin berartige Slufentljaltgorte geminnt fte eine fo gro\u00dfe Sln^\u00e4ugltd^feit, ba\u00df fte gu iljnen ftetg mieber gur\u00fcdfe\u00efjrt, \u00efjier br\u00fctet nnb i^re jungen ergie\u00dft, atZ biefe ^eimifd) macht unb fZ fdjliep^ faft ^ie ein -^ctu^^ogel benimmt, b. h- \u00fcbertageg nur bann aufftiegt, meint fte burd) etmag Ungemohnteg geft\u00f6rt tourbe, 3n ben Slbenb; unb S\u00eeorgenftunben macht fte bagegen itadj alter \u00a9emohnljeit auch bon ben Sarfteidjen aug Heine Slugpge auf benachbarte \u00a9em\u00e4ffer, pflegt aber mit \u00a9onnenaufgang regelm\u00e4\u00dfig mieber gttr \u00a9teile gu fein, Svohbem bemalt fte ftd) eine gemiffe \u00a9clbft\u00e4nbigfeit unb mirb nid)t gur ^augente, fonbertt \u00fcbererbt auch ihren jungen immer ben \u00a3ang gur Freiheit unb Ungebunbenheit. Bildlich g\u00e4hnten l\u00e4\u00dft fte ftd) nur bann, menu mau fte bon Sugenb auf mit Tangenten gu[ammenl)\u00e4lt nnb gang mie biefe behanbelt. \u00a9ie berntiZt ftd) mit tefetereu, unb bie aug folgen \u00a9Ijen herborgehettben 9kdjfommen merben Zlie\u00dflidh ebenfo gahm mie bie eigenfc Iid)ett Tangenten felbft.\nS\u00dfalb nach ihrer Slnfunft haart fte ftd), nicht ohne \u00dfampf unb Streit mit anberen ihrer Slrt uttb erft nach l\u00e4ngerer Siebegmerbung. SDie \u00a9efellfdhaften l\u00f6fett ftd; fofort nad) ihrem \u00a9intreffen in ber Heimat, unb bie \u00a9atten h\u00e4ngen, nadjbem fie ftch gefunben, mit bieler Siebe an einanber, obmohl ihre heftige Srunft fte leid;t gu Ueberfd)reituugeu ber \u00a9rengcn einer geZloffenen \u00a9he berleitet. Dtad) erfolgter Segattung, meld)e faft immer auf bem Baffer boUgogen, bur<h \u00a9ntfaltung eigene th\u00fcmlid)er \u00a9chmimntf\u00fcnfte eingeleitet unb mit bielent \u00aeefd;rei begleitet mirb, m\u00e4hlt.fZ bie \u00a9nte einen paffouben ^lah gur Anlage beg 9tefteg. 3\u00ab biefem Bmede fud)t fte fZ eine ruhige, trodeue \u00a9teile unter \u00a9eb\u00fcfch ober anberen ^langen auf, am liebften nah &em Baffer, oft aber auch fern bon bemfelben, nimmt jeboch ebenfo nnb gar nicht fetten Seftfc bon bereitg borhanbeuen, auf S\u00e4umen fiehenben Heftern, beif^telgmeife fRaubtljierhorften ober fr\u00e4ljenneftern. SDie B\u00e4ht pflegt mit gro\u00dfer Umficht gu gefdjehen, menu bag Dteft am Soben angelegt mirb, m\u00e4hrenb biefe Ot\u00fcdftdjt megf\u00e4Ut, menn fte auf S\u00e4umen niften mill. Srodene Stengel, Sl\u00e4tter uttb anbere plangenftoffe, meld)e toder \u00fcber einanber geh\u00e4uft, in ber Shtlbe auggerunbet, fp\u00e4ter aber mit Sunen auggefleibet merben, bilben ben einfachen Sau. S)ag \u00a9elege befiehl aug acht big fedh^gehn l\u00e4nglidjen, harten unb glatt? Zaligen, graumei\u00dfen \u00a9iern, meldhe bon benen ber Tangente nicht unter Ziehen merben i\u00f6nnen. S)ie 2)auer ber Srutgeit m\u00e4hrt bierunbgmangig big achtunbgmangig Sage. 2cur bag Beibd)en br\u00fctet, aber mit gr\u00f6\u00dfter Eingebung unb Sorgfalt, \u00a9g bebedt beim Beggehen bie \u00a9ter ftetg borfid)tig mit SDunen, meldhe eg ftd) augrupft, Zleicht m\u00f6gficf)ft gebedt im \u00a9rafe babon unb n\u00e4hert ftch, gur\u00fcd; fel)renb, erft ttad)bem cg ftch ^0tt ^ev \u00a9efahrloftgieit boU\u00efommen \u00fcbergeugt hat. \u00a3)ie Suttgen merben nad) bem 2lugfd)l\u00fchfeu nod) einen Sag lang im \u00fcliefte erm\u00e4rrnt unb fobann bem Baffer gugef\u00fchrt. Burben fte in einem hbd) angelegten D^efte gro\u00df, fo bringen fte, bebor fte ihren erfien Sluggang antreten, einfach bon oben herab auf ben Soben, ohne burdf) ben \u00a9turg gu leiben, merben aber nicht","page":823},{"file":"p0824.txt","language":"de","ocr_de":"824\n\u00a9ie \u00a9df)immmer. 3ahnf<hncibler. \u00a9cbrnimmenten.\nbon ber Gutter mit bem Schnabel hinabgetragen, Sroie man fr\u00fcher moh\u00ef angunehmen pflegte. Shre erfte Sugenb^eit r erleben fie m\u00f6glichft berftettt gmifd)en bem bid)tfte\u00ef)enbett Siebgrafe, \u00a9c\u00a3)itf; unb anbcreit 20afferf)f\u00efangen, unb erft menu fie anfangen, t^re glugmertgeuge gu groben, geigen fie fid) ab unb gu auf freierem S\u00f6affer. Shvc Shutter menbet bie gr\u00f6\u00dfte \u00a9orgfalt an, um fie ben Vlitten ber Stenfd)en ober anberer f^etnbe gu entgiel)en, fud)t n\u00f6tigenfalls burd) Verftettunglf\u00fcnfie bie \u00a9efal)r auf ftd) fe\u00efbft gu lenfcn, tritt aud), trenn fie bie \u00a9char ron f\u00f6hm\u00e4df)eren Reinheit angegriffen fie^t, benfelben mutl)ig entgegen unb fd)l\u00e4gt fie h\u00e4ufig in bie f^\u00efud^t. 25ie jungen R\u00e4ngen mit gr\u00f6\u00dfter Siebe an il)r, beamten jebe Tarnung, jeben Sottton, rertried)en fi<h, fobalb bie Site ihnen \u00aete8 befielt, g triften bettenben S\u00dfftangen ober S3obener\u00a7\u00f6\u00a7ungen unb rertreilen, bil jene, fattl fie fl\u00fcchten muffte, mieber gu ihnen gur\u00fc\u00fctehrt, in ber einmal angenommenen Sage, ol)ne fid^ gu regen, finb aber im Su mieber auf ben Seinen unb beifammen, trenn bie Stutter erfd)eint. Sh1' 2Bad);sthum f\u00f6rbert ungemein rafd); nach ettra fecp 2\u00f6od\u00a7en fliegen fte bereite.\nSite \u00a9orge unb Sngft ber Stutter l\u00e4fft ben Vater unbek\u00fcmmert. \u00a9obalb bie \u00a9nte gu br\u00fcten beginnt, \u00f6erl\u00e4fft er fie, fud^t unter Umft\u00e4nben noch ein Siebeltterh\u00e4ttniff mit anberen \u00a9ntenmeibchen angutn\u00fcf)fen unb bereinigt ftd), menu ihm S)iel nicht mel)r gelingen tritt, mit \u00a9einelgleid)en gu \u00a9efettfd)aften, treidle fidf) nunmehr ungegtrungen auf rerfd)iebenett \u00a9etr\u00e4ffern umljertreiben. Sod) el)e bie jungen bem \u00a9i entf<hl\u00fcf)ft finb, beginnt bereite bie Staufer, treidle fein Vrad)t\u00efleib in! unfd)einbare \u00a9ommertleib rertranbelt. Severe! trirb taunt tier Stonate getragen unb gel)t bann burd) Staufer unb Verf\u00e4rbung ittl .\u00eepodhgeitfleib \u00fcber. Um biefe Seit tritt auch bie Staufer bei ben jungen ein, unb nunmehr rereinigen ftd) beibe \u00aeefd)led)ter unb Sit unb Sung trieber, um fortan gefettig ben \u00a3>erbft gu rerbringen unb ff)ater ber SBinter^erberge gugutranbern.\nStande alte \u00a9todbente f\u00e4llt bem f^ud^fe ober bem $ifd)otter, manche junge bem S^t\u00e9 unb beg\u00fcgtich bem Sorg gur Veute; bie \u00a9ier unb garten Sangen trerben ron tt\u00dfafferratten meggef chief) f)t ober burcl) So^rtrei^en unb Stilane gef\u00e4^rbet; all bie fd)limmften $einbe aber m\u00fcffen mol)l bie gro\u00dfen \u00a9belfalfen gelten, treidle ftd) geittreilig faft nur ron \u00a9nten ern\u00e4hren. Sngeftcl)tS eine! folgen \u00a9egnerl fud)en ftdb teuere foriel all m\u00f6glich burd) \u00a9aud)en gu retten, gieren aud) mol)l ben S\u00e4uber, meld)er fie ergriff, gelegentlich mit in bie \u00a9iefe hinab unb ermatten il)tt baburd) fo, baff er bie Sagb aufgeben muff. \u00a3>er \u00a3abid)t unb bie gr\u00f6\u00dferen Sbter, inlbefonbere auch ber \u00a9eeabler, betreiben bie \u00a9ntenjagb nid)t minber eifrig unb rneift mit \u00a9l\u00fctt, obgleich bie \u00a9nten aud) gegen fie rerfd)iebene Stittel gur Sbmel)r antretiben. \u00a9ebffertih beobachtete einft innerhalb ireniger \u00a9tunben bie rerfd)iebenett VertI)eibigungSartcn ber \u00a9nten gegen Saubr\u00f6gel. Sil biefe einen tangfam herbeifliegenben \u00a9eeabler gew\u00e4hrten, erhoben fie ftd) in bie Suft unb ftrid)ett \u00fcber bem Staffer hin unb her, treil fte moI)t mu\u00dften, baff er nicht im \u00a9taube fei, fte im $tuge ^u fangen. Sadjbent er bie Sagb aufgegeben, fielen fie mieber ein unb fugten ihre Sahrung trie rorher. SDa geigte ftch ein SBanberfalf; jefet aber flogen fte nicht auf, fonbern tauchten unabl\u00e4fftg, bis auch biefer $einb baS Vergebliche feiner Vent\u00fchungen einfal). \u00a9p\u00e4ter erfchien nun ein Habicht, trelcher int fliegen trie im \u00a9i^en gleidf) gefchittt gu fangen meiff. \u00a9)ie \u00a9nten gogen ftch fofort eng gufammen, tnarfen mit ben kl\u00fcgeln beft\u00e4itbig V\u00dfaffer in bie $\u00f6l)e, meld)eS fid) in \u00a9rof)fen gertheilte unb einen unburdhftd)tigen \u00a9taubregen bilbete; ber $abidj)t burchflog biefen Segen, m\u00fcrbe aber both fo rermirrt, baff er ebenfalls ron feiner Sagb ablaffen muffte.\n\u00a3)aS 2Bilbf)ret ber \u00a9tottente ift fo rorg\u00fcglid), baff man ihre S^gb allerorten eifrig betreibt. \u00a9\u00a7 m\u00fcrbe gu meit f\u00fchren, menu ich hmr auf bie rerfchiebenen Sagbarten eiugehen mottte: fte lernt man auch beffer au\u00ea Sagbb\u00fcchern, a\u00ef\u00ea att\u00ea Dtaturgefchichten lennen; nur erm\u00e4hnen mill ich n\u00b0d)^ ba\u00a7 man int \u00a9\u00fcben ben eingetranberten \u00a9nten unabl\u00e4fftg nachfiettt unb fte oft in aufjerorbentlidher Stenge f\u00e4ngt. 2)ie St\u00e4rfte aller \u00a9t\u00e4bte Stalien\u00ea, \u00a9riedhenlanb\u00e2 unb \u00a9f)anien\u00ea ober \u00a9gt)f)ten\u00ea finb m\u00e4hrenb bei S\u00dfinterl mit \u00a9nten inlgemein unb inlbefottbere auch \u00a9totteitten gerabegu \u00fcberf\u00fcllt : mau \u00efann f\u00fcr menige ^Pfennige unferel \u00a9elbel bort eine \u00e4\u00f6ilbente taufen. Sa \u00a9riedhenlanb menbet man eine fonberbare Gangart an. ^n\u00fcfeben ben mtt \u00a9\u00abhilf unb Vinfen bemadhfeneit \u00a9een gibt el","page":824},{"file":"p0825.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9todente. SSrautcntc.-\n825\nlanggeftretfte freie (Stellen, Welche gu tief ftnb, um ber S\u00dfflangenWelt \u00a9runb unb SSober\u00e7 gu \u00d6^ben. Oiefe \u00a9teilen nun fdjlie\u00dft man, menu ber SBinter l^eranbommt, burd) eigens bagu verfertigte Siebe ab, nub begibt [tcp W\u00e4prenb ber Buggeit abenbS auf bie $agb. \u00a9in Sarten Werben bemannt unb mit einer Saterne unb einer \u00a9lode verfemen; beibe fahren in entgegengefe^ter Stiftung gegen bie abgeftedten ^l\u00e2pe gu. Oie \u00a9nten fl\u00fcchten ftch vor bem Sicpte unb bem \u00a9cpalle ber \u00a9lode, flie\u00dfen inbeffeit nidjt, fonbern rubern eilig vor ber SSarte f)tx, bis fie enb\u00efidj gWifdjen bie SRe^e ger\u00e4tsen. Sind) SBurfnehe Werben angeWanbt. SJian f\u00e4hrt mit umWunbenen Zubern langfam auf einen \u00a9ntenfchWarm gu unb Verfudjt bereu Slufmertfamteit burd) eine brenuenbe Saterne, Welche man an einer langen b\u00fcnnen \u00a9tauge vor ben \u00dcBug beS ^a^rgeuge\u00e2 ^\u00e4lt, gu befdj\u00e4ftigen; bie \u00a9nten n\u00e4hern fid) allm\u00e4hlich biefem Sichte, umgeben bie Saterne neugierig, unb fo gelingt eS mandjeS SDtal, auf einen SBurf etliche gWangig gu fangen, \u00a9o berichten Von ber SJt\u00fchle unb Sinbermat)er.\n\u00a9igentlichen \u00a9traben verurfgdfjen bie \u00a9todenten uidjt. \u00a9ie freffen allerbtugS $if<he, finb jebod; nur im \u00a9taube, Heine hinabgufchlingen unb biefe bloS in feilten \u00a9eW\u00e4ffent gu fangen, foba\u00df biefer StahrungSverbrauch eben nidjt ins \u00a9eWidjt f\u00e4llt unb burd) ben Slu^en, Welchen baS SBilbpret unb bie Gebern ber \u00a9Hegten gew\u00e4hren, reidjlidj aufgehoben tverben D\u00fcrfte.\n2>tt meinen Slugen verbieut ben ^Srei\u00ea ber \u00a9d^\u00f6nl^eit bie SSrauH, SBalb;, \u00a9ontntera ober \u00ae arolinenente (Aix sponsa), ein \u00fcber gang Slorbanterila Verbreiteter unb bort ^\u00e4uftger SSogel, Welcher gegenw\u00e4rtig bei unS fd)on faft eingeb\u00fcrgert ift, WenigftenS in ben Tierg\u00e4rten allj\u00e4hrlich in\u00fcftenge geg\u00fcd^tet Wirb. Oie \u00a9ippe ber \u00a9djmudenten, Welche burd) bie \u00dcBrautente vertreten Wirb, tenngeichnet ftd) burch fdjlanten Seib, mittellangen, b\u00fbnnen JpatS, gro\u00dfen, befdjopften $opf, gientlid) turgen, fdjlanlen, Weniger als topflangen \u00a9chnabel mit ftarl geMmmtent, etwas \u00fcber ben Unterlief er herabtretenben Siagel, b\u00fcrge, Mftige $\u00fc\u00dfe, Welche ftdj giemlich Weit hinten einleuten mittellange, female, fpibegl\u00fcgel, unter bereu \u00a9dringen bie erfte unb gWeite bie l\u00e4ngften unb beren, ^anbfdjwingen ftch Verbreitern, einen laugen, [tariert unb breiten, fehr gugerunbeten, auS fedjSgeljn Gebern beftehenben \u00a9djWang unb ein prachtvolles, bicpt gl\u00e4ngenbeS \u00a9efieber, Welses ftd) am hinter; topfe gu einer lang herabfattenben [polte verl\u00e4ngert, gWifchen ber OberfdhnabelWurget xtnb am Singe aber einen \u00a9treifen unbetteibet l\u00e4\u00dft.\nOie m\u00e4nnliche SSrautente ift einer ber farbenfch\u00f6nften SS\u00f6gel, Welche eS gibt. OaS \u00a9efieber beS ObertopfeS unb bie SBangettgegenb gWifcpen Singe unb \u00a9djnabel ftnb gl\u00e4ngenb buntetgr\u00fcn, bie $opffeiten unb ein gro\u00dfer Rieden an ber [patsfeite purpurgr\u00fcn mit bl\u00e4ulidjem \u00a9chimmer, bie \u00a9chopffebent golbgr\u00fcn, befonberS vergiert burcb gwei fcpmale, Wei\u00dfe \u00a9treifen, Von benen ber eine \u00fcber, ber anbere vom Sluge auS nach hinten l\u00e4uft, bie \u00a9eiten beS ObeHjalfeS unb ber Oberbrufi auf tebpcrft taftanienbraunem \u00a9runbe mit garten Wei\u00dfen tropfen befprifd, bie \u00a9cputterfebern, [paubfcpwingen unb \u00a9teuerfebern gr\u00fcnpurpurblau unb fammtfdjWarg fcpillernb, bie 3wifchenf<hutter; febern, ber hintere T\u00ab1 ^ S\u00fcdens unb bie Oberfd;Wangbedfebern fd)Warggr\u00fcn, einige von ben feitlich Verl\u00e4ngerten, fcpmaten Oedfebern beS \u00a9cpWangeS r\u00f6thtich orangenfarben, bie UnterfchWattg; bedfebern braun, \u00aeinn unb $ehle, ein SBanb um ben OberpalS, bie Sruftmitte unb ber SSaudj Wei\u00df, bie \u00a9eiten auf gelblichgrauem \u00a9runbe fein unb gierlicp fchWarg gewellt, einige l\u00e4ngere Gebern aber fdjWarg unb breit Wei\u00df gef\u00e4umt. OaS Sluge iji hodjroth, baS Slugentib crangenroth, ber \u00a9chnabel Wei\u00dflich, in ber SJZitte gelblich, an ber S\u00dfurgel bunlelbr\u00e4unlichroth, an ber \u00a9pi^e fc^Warg, ber f^u\u00df r\u00f6thli\u00abh\u00f6e^* \u00aeie S\u00e4nge betr\u00e4gt 17V2, bie Streite 27V3, bie ^ittigt\u00e4uge 8V2, bie \u00a9dhWangl\u00e4nge 4 3od. OctS etwas Heinere S\u00dfeibchen tr\u00e4gt leine Kopfhaube, obwohl bie ^opffebern ebenfalls etwas verl\u00e4ngert finb; fein \u00a9efteber ift auf ber Oberfeite bunteibraungr\u00fcnlich unb purpurgl\u00e4ngenb, gro\u00df= fledig getufcht, auf bem ^opfe graugr\u00fcn, auf bem \u00a3jalfe br\u00e4untid^grau, an ber \u00a9ttrgel Wei\u00df, auf ber","page":825},{"file":"p0826.txt","language":"de","ocr_de":"826\n\u00a9te \u00a9djtmmmer. \u00dfahnfchn\u00e4blei'. \u00a9chnnmmenten.\nSBvuft loei\u00df, braun gefCcdft, auf bem Saudje reii\u00fcoei\u00df; ein breiter, feeder Sftng umgibt ba\u00e2 Singe unb fefet fid) nadj hinten in einen (Streifen fort, toeldjer fidj bi\u00bb in bie D\u00a7rgegenb gieht.\nSon SReufd^ott\u00efanb an nach \u00a9\u00fcben \u00c7in lebt bie \u00a9rautente \u00fcberall in ben bereinigten Staaten, an g\u00fcnftigen Stellen in gro\u00dfer Slnjahl, unb m\u00e2ljrenb iljre\u00ea 3uge\u00ea befudjt fie regelm\u00e4\u00dfig Mittels amerifa unb b\u00f6eftinbien. 3n beu mittleren Staaten finbet man fie aud) im S\u00f6inter; benn fie ioanbert nur au\u00a7 benfenigen \u00a9egenben toeg, bereu b\u00dfinterftrenge fie oertreibt uub bleibt ba, loo fie offene^ SBaffer finbet, meinen. Mehrere SD^ale hat man fte aud) in \u00a9uropa erlegt, in \u00a9ro\u00dfbritannien, mie in ^ranfreid; ober SDeutfdjlanb*) toa^rfc^eiulid; aber ioareu bie in forage fommenbeti St\u00fcde feine\nSie S3 tau tente (Aix spousa). 1/4 bet nat. @r\u00f6\u00a7e.\nSrrlinge, melcpe oon Slmerifa her\u00fcber oerfcplageu m\u00fcrben, fonbern entftanimten ben \u00a9hierg\u00e4rten \u00a9nglanb\u00ea ober \u00a3otlanb\u00ea. \u00a9)cm ungeachtet mill id) ipr europ\u00e4ifcpeS ^B\u00fcrgerrecht nicht befreiten; benn menu irgeub ein frembl\u00e2nbif^e\u00ea Mitglieb ihrer Familie fiep gur \u00a9iub\u00fcrgerung bei \u00fcn\u00e4 eignet, fo ift e\u00ea biefe Slrt.\nsf\u00f6it ber fch\u00f6nen \u00a9eftalt nnb bem pracptOoHeu bleibe ber Srautente fleht ihr anmutpigeS Setragen im \u00a9inflange. Sie oereinigt alle \u00a9igenfepaften in fid), ioeldje einem SdjmimrnOogel unfere moplloollenbe 3nneignng ertoerben fann. Sn ihren Semeguugen \u00e4hnelt fie ber $ried); ober ^n\u00e4fente, \u00fcbertrifft biefe aber noch baburd), ba\u00df fie regelm\u00e4\u00dfig b\u00e4umt. 3h* \u00a9ang ift, tro\u00df ber toeit nach hinten flehenben $\u00fc\u00dfe, rafch, minbeften\u00ea ebenfo getoanbt mie ber unferer S\u00dfilbente, begeidjnenb ioegen eine\u00ea beft\u00e4nbigen","page":826},{"file":"p0827.txt","language":"de","ocr_de":"33 r a u t eut e.\n827\nVemegett\u00ea be\u00eb \u00a9dptoangc\u00ea, metd)c3 gutoeilen in ein f\u00f4rntlidpe\u00e2 S\u00f6ippett \u00fcbergebt ; ba\u00ea \u00a9djiritunten gefd^ie^t mit gr\u00f6\u00dfter 3mrlicpteit unb anfcpeittenb opne Slnftrengung; ber ging pat ba\u00ea (Eilfertige be\u00ea Entenflug\u00ea \u00fcberhaupt, geidjnet ftdp aber bttrdp maudjfaltigen S\u00f4edpfel ror bem ber meiften \u00fcbrigen VerWanbten au\u00eb. Saut 21 u bubon fliegt bie Vrautente mit ber Seidptig\u00efeit einer SBanbertaube gmifdjen ben Vauingireigett bapin unb ft\u00fcrgt ftd) gumeilett gegen Slbettb blifjfdpnctl burdj bie VMpfel. 3>nt Stotpfatte taucht fie, ja, fie \u00fcbt bicfe gertigfeit fcpon bann au\u00ea, trenn fie ftdj fpietenb mit bem SSeibdpen ober ciferf\u00fccptig mit einem anberen SDt\u00e4nndpen jagt, 2)ie \u00a9timnte i|t ein \u00e4u\u00dferft Wopl^ lautenbe\u00ea, fanfte\u00ea, \u00efang gegogenc\u00ea, leife\u00ea \u201e^3i, piii\", ber SBarnung\u00ealaut be\u00ea Sft\u00e2nndpett\u00ea ein nicpt minber tlangrotte\u00e2 ,,$uif, puit\". Slit \u00a9inne\u00eafdp\u00e2tfe unb Verftanb ftept unferc Slrt \u00efeiner anberen nadp. \u00a9ie fcpeut bie 97\u00e2pe be3 \u00fcftenfdpen meniger a\u00ef\u00ea unfere \u00a9todente, l\u00e4\u00dft ftdp in\u00eabefonbere rott iprem geioopnten Vrutp\u00efape taum rertreiben, audp bann nidpt, trenn in bereu unmittelbaren 97\u00e4pe \u00a9eb\u00e4ube errietet Werben, Wirb aber bodj, trenn fie Verfolgungen erf\u00e4hrt, halb rorftdptig unb gulefjt au\u00dferorbenttid) fd^eu, gebraudjt aud) alle unter ipren gamilienmitgliebern \u00fcblidpen Siften, um ftd) gu ftdjertt. Sin bie \u00a9cfaitgcnfcpaft geW\u00f6pitt fte fid; fdjnetler al\u00ea irgenb eine anbere mir betannte Ente; felbft bie alt (Singefangenen lernen fid) halb in bie rer\u00fcnberteu Verp\u00e4ltniffe f\u00fcgen, in iprem SB\u00e4rter ben woptwottenben Pfleger erlernten, laffeu fid) nad) turner ^aft bereite l)crbeiloden unb tonnen et)er al3 anbere gum Slu\u00ea; unb Einfliegen gew\u00f6pnt trerben, pfkittgett fid) aud) regelm\u00e4\u00dfig in ber \u00a9efangenfdpaft fort, fobalb iptten nur eine paffenbe Gelegenheit geboten trirb.\n3n ber greipeit n\u00e4hrt fid) bie Vrautente rott K\u00f6rnern unb \u00a9\u00e4mereiett, garten \u00a9pi^en rerfdjiebener SBafferpflattgett unb \u00a9etreibearten, ron SB\u00fcrmertt, \u00a9epneden unb $erbtpierett, treld)e fte unter bem abgefallenen Sattbe pernorft\u00f6bert ober au3 ber Suft iregf\u00e4ngt, nimmt audj tleine Surdpc unb berartige V\u00dfirbeltpiere auf, furg, geigt fid) hierin ebeufo rie\u00effeitig trie unfere \u00a9todente; in ber @efangenfd)aft begn\u00fcgt fte ftd) mit K\u00f6rner; unb gifcpfutter, lernt aber nad) unb nad) Slde\u00ea freffen, Wa3 ber \u00e4fteitfdp genie\u00dft.\n3pre rotte \u00a9dj\u00f6npeit, Slnmutp unb Sieben\u00eatr\u00fcrbig\u00eeeit geigt fie ror unb W\u00e4preub ber 5|}aarung\u00eageit. \u00a9egett ben 2)t\u00fcrg pin trennen fid) bie \u00a9efettfdjafteu, unb jebe\u00ea $aar bcntt uuu baran, fid) einen paffenbeit Sieftraum gu fudjett. 3U biefem 3trede burdpftreift e\u00e4 bie ^Salbungen uap unb fern, l\u00e4\u00dft ftd) auf ben SBipfcln ber p\u00f6pcren V\u00e4unte nicber, in bereu Sleften e\u00e4 \u00a3>\u00f6plungen rermutpet, fd)rcitet auf bett 3treigcn fid)cr unb geirattbt eittper itttb uuterfudpt jebe -fp\u00f6pluitg, treld)e fid) finbet. 3n ben meiften g\u00e4lten mar ber gro\u00dfe \u00dfaiferfpedpt ber Erbauer einer allen Slnfpr\u00fcdpeu ber Ente gett\u00fcgenbeit V\u00dfopnung; gutreilen mu\u00df ein ocrlaffeuer Vau bc\u00ea gud)3eidpporne3, au\u00eanapm\u00eb; weife felbft eine gelfentl\u00fcft gen\u00fcgen. S)a\u00a7 3Beibd)en ber Ente gtr\u00e4ngt ftd) mit \u00fcberrafdpenber Scidjtigfeit burdp bie EingangSl\u00f6dper rerfd)iebener \u00a3\u00f6pluitgcn, obgleich biefe bent Slnfdpeine nad) riel gu fleitt gu fein fd)ciuett, oerftept e\u00ea auep meifterpaft, ba\u00eb Sauere ber S)\u00f6plung felbft gum 9cefte fiep perguriepten. SB\u00e4prenb e^ bie eiugelneu S\u00f6d)er burd)fried)t, p\u00e4lt ba\u00ea SJi\u00e4undpeu au\u00dfen 2Bad)e unb ruft ipnt g\u00e4rtlidp gu ober unterrichtet e3 rott einer ]id) u\u00e4peruben \u00a9efapr burd) bett befd)riebetten Barnung\u00ealaut, auf melden pin beibe bann eilig fl\u00fcchten. Sie einmal aufgefunbenc ^\u00f6plung bient einem unb bentfelben ^\u00e4repen riete Saprc nad) einanber. 2Baprfd)einlid) ift e3 ba\u00e4 S\u00dfeibd)ett, meld)e\u00ea nad) alter \u00a9emopnpeit gu bemfelben ^lafce immer unb immer mieber gur\u00fcdteprt unb fein \u00a7au\u00ea gegen anbere tapfer rertpeibigt; bod) fiept matt am Stefte felbft Vrauteuten fetten mit einanber t\u00e4mpfen ; ipre \u00a9treitigteiteu merben rielmepr auf bem SSaffer auSgefodptcu. \u00a7ier entfaltet ba\u00ea rerliebte 99t\u00e4uudpen feine Verf\u00fcprung\u00eat\u00fcnfte bem 2Beibd)ett gegen\u00fcber, pier br\u00fcftet c\u00ea ftep in ftolger Haltung mit pod) empor gep\u00f6benem Raupte, pier rerfudft c\u00ea burd) gierlid)e\u00bb 9ticteu unb S\u00dfenbett be\u00bb ^opfe\u00ea ba\u00ea \u00a7erg feiner \u00a9d)\u00f6nen gu r\u00fcpren. \u00a7at ba\u00ea 5\u00dfaar fid) einmal geeinigt, fo fiept man beibe f\u00efet\u00ea bid)t neben einanber bapitt fd)mimntctt, fid) bann unb mann gegenfeitig mit bem \u00a9d)ttabel liebtofen, ba\u00ea 9!J\u00ee\u00e2nnd)ett ab unb gu ror Vergn\u00fcgen rom SBaffer ftd) erpebeu, mit ben gliigeln fd)lagen unb unter gartem \u00a9eftprei |)aupt unb \u00a3at\u00f6 bemegen. \u00a9elegentlidp mirb aud) ein 3meitampf au\u00eagefod)ten, menigfleu\u00ea jebe\u00ea anbere SJt\u00e4nndpen, meld)e\u00ea ftd) napt, burd) nidpt mi\u00dfgurerftepeubc \u00a9eberben bebropt. V\u00df\u00e4prenb=","page":827},{"file":"p0828.txt","language":"de","ocr_de":"828\n\u00aeie \u00a9cfettrimmer. gahnfcpn\u00e4bler. Scbminitnettten.\nbem befudjen beite tagt\u00e4glich mehrere SJiale tie erz\u00e4hlte Erh\u00f6hte; tag Weibchen baut unt ortnet in ihr unt beginnt nun entlieh, Slnfattgg Slpril, in ten n\u00f6rtlidjen Staaten einen SJlonat fp\u00e4ter, mit tem Segen. Solange tiefe\u00bb \u00a9efd^\u00e4ft m\u00e4hrt, mirt eg nom S\u00fci\u00e4nndjcn noth beft\u00e4ntig begleitet: man bemerft, tafj tiefet, m\u00e4hrent tie \u00a9attin im Scefte oermeilt, eigent\u00fcmlich Oor ter Etefth\u00f6l)le auf; unt nieterfliegt, tabei tie Kopfhaube bait lobent, bait fettfenb unt tie g\u00e4rtlichften Siebeglaute augftojgent. Sieben big gm\u00f6lf Heine, l\u00e4ngliche, harte unt glattfd)alige, rein; oter gilblithmeifje (Sier bitten tag \u00a9elege. Oie Brutgeit m\u00e4hrt f\u00fcnfuntgmangig big feepuntgmangig Bage. Sofort nadhtem tag leide \u00a9i gelegt murte, \u00efleitet tag B\u00f6eibdjen, mie \u00fcblich, bie Spulte mit Ounen aug, betedft tie \u00a9ier auch ^ intern Slugfluge unt \u00fcbernimmt fortan \u00fcberhaupt alle Sorgen unt Bl\u00fchen ter \u00a9Iternpflege. Oag 9Jt\u00e4mt<hen oerf\u00e4hrt genau in berfelben B\u00dfeife, mie ter BBiltenteridj : eg Oerl\u00e4fjt tie \u00a9attin, oereinigt ftd) mit anteren feineg \u00a9efcplechtg, fireift mit tiefen umher unt begibt ft<h auf ein geeigneteg \u00a9em\u00e4ffer, um hier tie Beit ter \u00e4ftaufer gu \u00f6urdhlebett. Sefetere tritt bereite im ^uli ein, ift Eftitte September fchon beeiltet unt Oerleipt tem \u00a9nterid) ein \u00c4leib, meldjeg ft<h Oon tem teg BBeibcpeng fattm uuterfcheitet, obgleich biefeg immer noch ein menig an \u00a9lang unt S\u00e4ttigung ter garbe \u00fcbertrifft.\nS\u00f6ilfon erfuhr Oon einem Strbeiter, baf; tie Brautente ihre auggefdhl\u00fcpften jungen mit tem Schnabel auf ten Boten herabtrage> unt nimmt leinen Slnftanb, tiefe Eingabe gu ter feinigen gu machen; auch Slutubon erm\u00e4hnt tiefelbe Slrt ter Bef\u00f6rterung, f\u00fcgt aber augbr\u00fcdlid) pingu, ba\u00a7 ftd) tie 3>wtcje\u00eet ta, mo ihre Etifthople \u00fcber einem freien B\u00f6afferfpiegel oter \u00fcber hohem \u00a9rafe liegt, felbft oon ter \u00a7\u00f6he gur \u00a3iefe fi\u00fcrgen, unt l\u00e4fjt mich annehmen, ta\u00a7 fte \u00fcberhaupt nicht anterg gunt Boten hinabgelangen. Bon nun an oerl\u00e4uft terrn ^agentleben in gang \u00e4hnlicher B\u00f6eife mie tag unferer Stodenten, nur mit tem Unterfdjiebe, ta\u00a7 ihnen aufjer ten oorhergenannten geinten auch nod) tie gr\u00f6\u00dferen Surcpe, ingbefontere tie SIEigatoren unt Schnappfcpilbfr\u00f6ten gef\u00e4hrlich merten. \u00a9ttbe Oftoberg fintet tie ERaufer ftatt unt gleicpgeitig tie Bereinigung mit tem Bater, meldjcr jept fein \u00a3>ochgeitgfleit anlegt.\nBBilfon unt untere gorfeper behaupten, baf? man tie Brautenten nie in gro\u00dfen \u00a9efeUfd^aften, fontern p\u00f6chfteng in fleinen gamilien ftnbe; Slu bubon aber oerfic^ert nad) feinen Beobachtungen tag \u00a9egentheil unt erm\u00e4hnt, bafj er gumeifen gl\u00fcge oon mehreren punbert St\u00fccfen gufammen gefehen habe.\nOag BBiltpret ter Brautente foE oom September an big gunt (Eintritte teg B\u00f6interg mahrhaft f\u00f6ftlich fein. Oaper mirt tenu auch tiefer Slrt \u00fcberaE nadjgefteEt, unt fte aEminterlidj gu Baufenten auf ten ERarft gebracht. Sin eine B\u00e4hmung teg fooiel oerfpredjenben Bogelg fepeint man in Slmerifa noch \u00ab\u00abh* gebucht gu haben, menu auch oieEeicht blog teghalb, meil tie Brautente noch \u00fcberaE im mitten Buftante gefunten mirt. Oa\u00a7 fie nach \u00ab\u00abb nad) gum \u00a3augoogel merten mirt, unterliegt feinem B^eifel; eg fprechen menigfteng aEe Beobachtungen taf\u00fcr, melche in unferen Bhierg\u00e4rten geniadpt tourten, \u00a9leicpmohl m\u00f6chte ich bie Brautente ioeniger piergu alg gur \u00a9inb\u00fcrgerung in Oeutfdjlanb \u00fcberhaupt oorfchlagcu. Sllg Barfoogel oertient fie ten Borgug oor aEen fremtl\u00e4nbifcpett Bermautten, nid)t blog tegpalb, meil fte aEe an Sdj\u00f6nheit \u00fcbertrifft, fontern auch, meil fie fid) leichter alg aEe fortpftangt. Bei ihrer gro\u00dfen gruchtbarfeit unt iprer geringen B\u00dfanberluft m\u00f6chte eg, mie idj annehmen tarf, nicht ferner hatten, fte auf unferen \u00a9em\u00e4ffern nach u\u00abb \u00abach eingub\u00fcrgern unt nad) unt naep peintifdj 3\u00ab machen. Sd;on gegenm\u00e4rtig fanu fte jeter Siebhaber f\u00fcr menige Schaler unfereg \u00a9elteg ertoerben, burdj Bermitteluug ter \u00a3pierg\u00e4rten gu \u00c4\u00f6tn, \u00a9regten, Bregfau, granffurt gemifj, unt ihre Slnfpruchglofigfeit fiebert auch bent militer funtigen Bpierg\u00fccpter \u00a9rfolg. 3d) bin berechtigt, fie Bebermantt auf tag B\u00df\u00e4rmffe gu empfehlen.\n3>n ter alten B\u00dfelt mirt tie Brautente turd) tie ERanbarinenentc (Aix galericulata) Oertreten. \u00a9ag ER\u00e4nncpen tiefer Slrt tr\u00e4gt attfjer tem $opfbufcpe noch einen feitlichen nt\u00e4hneitartigett .Jpalgfragen unt auf tem Et\u00fcden gtoei fonterbare g\u00e2cher, melche aug ten oerbreiterten unt fenfred^t","page":828},{"file":"p0829.txt","language":"de","ocr_de":"Srautente. S\u00ef\u00efanbarinenente.\n829\naufgefiellten DBerarmfdhWingen Befielen. \u00a9ie ift beSl)aIB als Vertreter einer Befonberen \u00a9ippe (Cosmonessa) angefehen korben; bod> finb bie Unterfdhiebe gWifdfjen Sraut; unb Stanbarinenente nur W\u00e4ijrenb beS ipochgeitSiHeibeS erftd)tiid) unb Beibe S\u00f6gel int \u00fcBrigen fid) fo \u00e4hnlich, bafj jene Trennung \u00efaunt als gerechtfertigt erfdieitten fann.\n2)ie Stanbarinenente Bewohnt SRorbdfjina unb bie Slmurt\u00e4nber, auch Bapan, unb Wanbert Born hieraus a\u00ef\u00efwinterlid) Bis nach \u00a9\u00fcbd)ina hinab. Unter ben @hinefen gilt fie als \u00a9innbitb ehelicher Streue, toirb beSljatB Bei $od)geit\u00eag\u00fcgen in gl\u00e4ttgenben \u00a9ebauern Borangetragen, ben jungen (She; teuten als werthBo\u00ef\u00efeS \u00a9efd)enf \u00fcBerBracht, fleht \u00fcberhaupt unter ben SeWopnern beS h\u00abnntltf<hett Sfteiche\u00ea im hohen Infehn. 2>ieS mag bie Urfache fein, ba\u00a7 eS fo fc\u00efjWer h\u00e4lt, ben fr\u00f6nen Sogei f\u00e4ufltd) gu erwerben. (Sin \u00c7reunb SennettfS fd^rieB biefem auf befragen gur\u00fccl, ba\u00a7 eS leichter fei, gWei Sj\u00dfaar \u00dcJtanbarinen nach \u00a9ibneh 3U fenben, als gWei SjSaare Stanbarinenenten, unb bie ' gootogifcbe \u00a9efeHfdhaft in Sonbon mujjte f\u00fcr bie Beiben erften S\u00dfaare, Welche fte ftd) ern\u00bbarB, bie \u00a9umme Bon fteBgig S\u00dffunb \u00a9terling erlegen. SDiefer (SrWerbung aBer ban\u00efen Wir eS, *ba\u00a7 ber prad)tBolte S\u00dfogel gegenw\u00e4rtig fchon in allen \u00a3l)ierg\u00e4rten gefunben Wirb unb Bon Bah? gu Bal)r ftch Weiter verbreitet. Bn \u00a3)eutfd)ianb hat feine Bucht Bisher noch nicht gt\u00fcdfen Wollen, in \u00a3oKanb aber Werben gegenw\u00e4rtig allj\u00e4hrlich gWifchen funfgig unb hunbert \u00a9t\u00fccf geg\u00fcchtet, unb ber SJ\u00dfreiS eines SaareS ift bentgem\u00e4fj Bi\u00bb auf ungef\u00e4hr f\u00fcnfunbgWangig Staler herabgegangen, f\u00e4llt auch Bon Bahr gu Bahr mehr.\nlieber baS greileBen ber Stanbarinenente ftnb Wir burdf) \u00a9ehrend unterrichtet Worben. \u201eSDiefe 5lrt, Bisher nur aus \u00a9hina unb Bapan Befannt, haben Wir auch int Slmurlanbe unb gWar als einen recht Weit nach korben oerbreiteten unb gum \u00a3heto fehr h\u00e4ufigen S\u00f6get \u00efennen gelernt. S\u00e4ngS beS SlmurftromeS geht fte n\u00e4mlich Bis gur St\u00fcnbung beffelben hinab; ben \u00a9iljafen beS Dorfes \u00dfatgpe War fte jebocp unBetannt, WaS {ebenfalls baf\u00fcr [priemt, baf? fte ftch &ort nicht h\u00e4ufig fehen l\u00e4ft: vielleicht ftnb eS alfo nur einige g$\u00e4rd)en, Welche foWeit norbw\u00e4rts Oorbringen. Aufw\u00e4rts am Slniur nimmt bagegen ihre Bahl fehr Balb gu, unb in ber \u00a9egenb ber Uffurim\u00fcnbung, ferner am Uffuri felbft unb oberhalb beffelben am 2lmurftrome Begegnet man ihr h\u00e4ufig. 2lm unteren Slmur [teilt fte fid) et ft in ben testen Sagen beS Sprit ober in ben erften beS SJtai ein unb verweilt int Sanbe Bis (Snbe SlugufiS. 3u biefer Beit unb auch fchon fr\u00fcher h\u00e4lt fie fid) ftetS in gr\u00f6\u00dferen ober Heineren \u00a9chw\u00e4rmen gufammen, Welche fehr fd)eu finb unb faft niemals fd)u\u00a7re<ht auShalten. Bm glugc finb bie \u00a9chw\u00e4rme nad) oorn meiftenS ftatf gebr\u00e4ngt, nach hauten b\u00fcnner unb in mehreren eingelnen Leihen attSlaufenb. \u00a9ept ein folcher \u00a9d)Warm in geringer \u00a3\u00f6l)e \u00fcber (Sinem Weg, fo l\u00e4\u00dft [ich ein bent 9baufd)en beS S\u00dfinbeS vergleichbarer S\u00e4rm Bernehnten. 3u Wieberholten Stalen habe ich S\u00eeanbarinenenten auf S\u00e4umen ftfcen fehen, ein Senepmen, Welses fte mit ber ipr in \u00a9eftalt unb F\u00e4rbung fo nahe BerWanbten Srautente gemein hat.\"\n> \u00aeurd^ unfere befangenen haben Wir ihr Setragen genauer tennen gelernt, \u00a9ie unterfd)eibet ftch in ber Sl)at fehr Wenig Bon ber fr\u00fcher Befd)ricBenen SerWanbten, erfd^eint jebodh minber gierli<h, obfd)on fte pomphaft auftritt. S3enn man bie Srautente neben ihr fleht, Will fie (Sinem Botfomnten Wie ein reich geworbener \u00c4affeejunfer neben einem Wirklich Bornehmen Stenf<hen. \u00a9ang unb SeWegung \u00fcberhaupt, bie \u00a9timme unb baS \u00a9ebahren finb gWar ungef\u00e4hr biefelben Wie Bei ber Srautente, aber hoch entfliehen plumper, roher; namentlich baS M\u00e4nnchen geigt ftd) W\u00e4ljrenb ber^ ftortpflangung eher auffallenb als anmutig. \u00a3)ie Srautente ift gefd)m\u00fcdft, bie Siam barineuente fo gu fagen \u00fcBerfdBm\u00fcctt; bodh l\u00e4\u00dft ftch nicht Betfennen, ba\u00a7 auch baS ledere eine angenehme \u00a9rfcpeinung ift unb WenigfienS Bieten S\u00eeenfdhen fet;r anfpricht, inSbefonbere Wenn eS unter Bielfachem Serneigen beS Kopfes, Sfiften ber ^aube unb Sreiten ber ^atSm\u00e4hne feinem SBeibd&en^ben ^of macht. Stit bem ^ortpftangungSgefch\u00e4fte Beginnt fte etwas fp\u00e4ter als bie Sraut= ente, Benimmt fid^babei biefer gang \u00e4hnlich unb BeWeifi [gur \u00a9en\u00fcge, Ba\u00a7 audh fte freilebenb nur m Saumh\u00f6hten Br\u00fctet. Bh\u00ab \u00a9er taffen ftch Bon benen ber BerWanbten 2lrt nicht unterfdheiben, unb aud; Me Sungen \u00e4hneln biefen gum SerWecpfeln.","page":829},{"file":"p0830.txt","language":"de","ocr_de":"830\n\u00a9te Sdjtoimmcr. Bahnfcpn\u00e4bter. Sd'Wimmentert.\nVeim SMnucpen ber aRanbarinenente fmb bie Gebern be\u00ea Vufcpe\u00ea oben gr\u00fcn unb purpurblau, ntepr na<p hinten unb feitlid) nupraun unb gr\u00fcn; oom luge an sie^t fiep ein breiter, oorn br\u00e4unlid); gelber, nad) hinten gelblicpWeiger \u00abStreifen gegen ben \u00a3interfopf, in ber \u00a3aube felbft fermai au\u00ea: laufenb; bie langen, fpifcen Gebern ber #al\u00e4m\u00e4pne finb firfeprotp, ber Vorberpaf\u00ea unb bie Seiten ber Oberbruft braunrotp, bie Gebern be\u00ea Sti\u2019tden\u00ea p\u00e7l\u00efbraun, bie beiten aufreeptfiepenben, f\u00e4cherf\u00f6rmig au\u00eagebreiteten an ber \u00e4u\u00dferen \u00a7apne fta^Iblau, au ber inneren br\u00e2unlicpge\u00efb, fcpwarg unb Wei\u00a7 gef\u00e4umt; oier Ouerftreifeu, gWei fcpWarge unb gWei Weife, geiepnen bie Vruftfeiten, W\u00e4prenb bie glanfen, Voie bei ber Vrautente, auf gilblicpem \u00a9runbe bunfele OuergeWeUen tragen; bie Untert^eite ftnb Weif, bie Schwingen br\u00e4unltcpgrau, nach auf en Weif gef\u00e4umt. Oa\u00ea luge ift gitblidjrotp, ber Schnabel rotp, au ber Spipe Weif ltd), ber guf rothgelb. Oa\u00ea Weibchen \u00e4hnelt bem ber Vrautente in fo hohem \u00a9rate, baf e\u00ea nur ber Kenner auf ben elften Slid unterlie\u00dfet. Seine \u00a9runbf\u00e4rbung ift bl\u00e4ff er, faplgtlblidjer unb ber \u00c4retS um ba\u00ea luge, foWie ber oon ihm au\u00ea nad) bem #interfopfe fti giepenbe Streifen fepm\u00e4ter. Sintere Unterfcpiebe fmb mir nicht aufgefallen, \u00a9nbe SWai\u2019\u00ea, fp\u00e4teflenS Infang 3uni\u2019\u00ea legt ba\u00ea M\u00e4nnchen fein Sommerfletb an unb l\u00e4gt ftd) bann fcpwer Oom \u00e4Beibdjen unterfepeiben. SDRir hat e\u00ea fdjeinen Wollen, al\u00ea ob biefe\u00ea \u00dfleib Weniger burch K\u00e4ufer un g al\u00ea burch Verf\u00e4rbung unb gleichzeitiges ^er\u00fcorWacpfen ber Sd)mudfebern in ba\u00ea fpod)geit\u00eafleib \u00fcberging.\n(Sine ber bunteften unb auffattenbfien \u00a9nten unferc\u00ea Vaterlanbe\u00ea ift bie S\u00f6ffet, Spat\u00abl=, @d)ilb=, fliegen;, SR\u00fcdenentc ober Sta\u00eacpen, \u00a9afcpenmaul, Seefafan \u00eec. (Spatula elypeata), ber Vertreter einer befonberen Sippe, Weldje fid) oor anteren burch ipren gro\u00dfen, hinten fd;malen, oorn fept erweiterten unb ftarf gew\u00f6lbten, Weicpen, fein geg\u00e4hnten Schnabel au\u00eageicpnet. \u00aea\u00ea \u00a9efteber be\u00ea SJt\u00e2uncpeu\u00ea ift fepr bunt, \u00aeopf unb Oberpal\u00ea fmb bunfetgr\u00fcn, ber fpinterpal\u00ea unten, ber Oberr\u00fcden unb bie furgett Sd)ulterfetern hellgrau gef\u00e4umt, ber llntert)al\u00ea, tropf, bie oberften gl\u00fcgelbedfebern Weif, bie \u00fcbrigen lichtblau, bie oorn burch einen breiten, Weifen Streifen abgegrengten Spiegelfebern fd)immernb metallgr\u00fcn, Unterr\u00fcden unb V\u00fcrgel fcpWarggr\u00fcn, Vruft unb Vaud) faftanienbraun, bie UnterfchWangbedfeberu fcpWarg, bie Schwingen braungrau, bie mittleren Steuerfebern braun, Weiflid) gelautet, bie feittidjen mehr ober Weniger Weif. Oa\u00ea luge iftgolb: gelb, ber Sd)nabel fcpWarg, ber guf rothgelb. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 19, bie Vreite 30, bie ftittig* l\u00e4nge 107*, bie ScpWangl\u00e2nge 2V* 3oK. Oa\u00ea SBeibcpen ift auf graugelbem \u00a9rnnbe bunfeler gefledt, fein Oberfl\u00fcgel gran, ber female Spiegel graugr\u00fcn, ber Schnabel gr\u00fcngelb, an ben St\u00e4ubern blaf= rotp. Seinem tleibe \u00e4hnelt bie Sommertrad)t be\u00ea SJt\u00e2nncpen\u00ea.\nOer gem\u00e4figte \u00a9irrtet ber \u00a9rbe ift bie \u00a3eimat ber L\u00f6ffelente; im hohen Storben fommt fte nur al\u00ea Srrling oor. \u00a9uropa beWopnt fte oom f\u00fcblicpen StorWegen au allerorten; in Imerifa finbet mau fte oon tanaba au in f\u00e4mmttichen Vereinigten Staaten. Vonpierau\u00ea Wanbert fte W\u00e4prenb be\u00ea SBinter\u00ea bi\u00ea SJtejifo, oon \u00a9uropa au\u00ea bi\u00ea Siorb: unb SJtittelafrif a, oon Iften au\u00ea bi\u00ea S\u00fcbd)ina unb pubien. Sie geh\u00f6rt in Oftpreufen, Voten, O\u00e4nemarf unb \u00a3ollanb gu ben gew\u00f6hnlichen \u00a9rfepeinungen, finbet ftd) in SJtittelbeutfcpIanb hier unb ba-unb tritt im VBinter maffent)aft in gang S\u00fcbeuropa auf. Vei ttn\u00ea gu Sanbe erfd)eint fte \u00a9nbe SJt\u00e4rg ober Infang\u00ea Ipril unb fd)0tt \u00a9ttbe luguft briept fte allgemach gu ihrer Steife nach S\u00fcbett Wieber auf. lud) fte gieht fiife\u00ea Vkiffer bem SJteere oor, finbet ftd) aber bocp red)t gern auf feilten Stellen beffetben ein unb treibt ftd) pier eper nach Irt ber Stranbo\u00f6gel al\u00ea nad) Irt gnberer \u00a9nten auf flammigen SBatten, fanbigen, flacpen l\u00fcften nnb in ben bei ber r\u00fcdtretenben \u00a9bbe gef\u00fcllt bteibenben Sacpen umper. luf ben norb* egpptifcpen Seen p\u00e4lt fie ftep ftet\u00ea an ben St\u00e4ubern auf, pier ben SJtoorgrunb burepft\u00f6bernb, W\u00e4prenb anbere Irten iprer Familie entWeber bie freien Stellen ber Weiter ab oom Ufer gelegenen ober bie mit Vflangen bebedten bruepartigeu \u00a9peile ber Seen beo\u00f6lfern.","page":830},{"file":"p0831.txt","language":"de","ocr_de":"Soff elcute.\n831\n5$on ben \u00fcbrigen beutfdjen \u00a9ntett unterfcbeibet fie ftd> burd) iljr bradjtbolle\u00ea unb auffaUenbe\u00ea \u00a9efieber fd)on au\u00ea Leiter $erne, nidjt aber foefentlid) burd) iljre \u00a9itten nnb \u00a9efooljnheiten. @ie ge\u00efjt foie bie \u00fcbrigen \u00a9djfoimmenten gern nnb giem\u00eftd) bc^enb, fdjfoimmt \u00efeidjt nnb rafd), gr\u00fcnbe\u00eft oft, tant\u00f4t aber nur im Sftothfa\u00ef\u00efe, fliegt rafd) nnb be\u00efjenb, foenn aud) nidjt fo fdjnell al\u00ea bie Heineren 5\u00efrten unb berurfadjt ftiegenb foeuig \u00a9er\u00e4ufd). 3f)re \u00a9timme Hingt quafenb, bie be\u00a7 SUt\u00e2nndjen\u00ea ungef\u00e4hr \u201e2\u00dfoa\", bie bc\u00ea SBeibdjen\u00ea tiefer \u201eSBaf\". \u00a9ie geh\u00f6rt unter bie gutraulidjf\u00efen ober am foenigfien fdjeuen 9lrten ihrer \u00c7amilie, l\u00e4\u00dft fid) leidjt befdjteidjen, unb geigt fid) gufoeilen gerabegu einf\u00e4ltig, foirb aber fd)lie\u00dflid), foenn fie fid) bcrfolgt fie\u00efjt, bod) aud) borjidjtig unb fd)eu. SRaumann fiat beobachtet, ba\u00df bie \u00e4Mundjen im Fr\u00fchjahre, foenn fie iljr ^\u00dfrad^tfleib tragen, fdjeuer ftnb ajt\u00e9 im \u00a9p\u00e2tf emitter; foaf)rfd)einlid) foei\u00ef fie foiffen, ba\u00df bie blenbenben Farben beffelben fie leichter Oerrathen al\u00ea bie unfcheinbaren be\u00ea \u00a9ommerf\u00efeibe\u00ea. Bu gr\u00f6\u00dferen \u00a9efe\u00efifdjaften bereinigt fie fid) feiten ober\n25ie S\u00f4ffe\u00efente. (Spatula clypeata). J/4 ber nat. \u00a9r\u00f6\u00dfe.\nnie; benn auch in ber S\u00dfinterljerberge t;aBe ich fie immer nur in Heineren Familien gefel)en, obfoohl e\u00ea borfommen tonnte, ba\u00df mehrere fold)er Familien nahe neben einanber ftd) befd)\u00e4ftigten.\n3)ie Nahrung bcr L\u00f6ffelente ift un8 nod) nicht gen\u00fcgenb befanitt. 3\u00f6ir foiffen, ba\u00df fie ftdj bon allerlei \u00c6\u00efeingefo\u00fcrut, $erbt!)iereu unb \u00ae erbtljierlarben, $ifd); unb $rofcblaid), Heiuerer gifd)brut, \u00a9\u00fc\u00dffoafferfchneden n\u00e4hrt unb auch garte ^ftangenfioffe nicht berfdjm\u00e4ljt; aber foir erfahren an ben \u00a9cfangeueit, ba\u00df fie fid) fd^focrer halten als alle \u00fcbrigen \u00a9nten unb oft aud) bei bem reichlidjftcn gutter berf\u00fcmmcrn unb gu \u00a9runbe gehen, ol)ne ba\u00df foir bis jet^t ergr\u00fcnben tonnten, foeld)er 9ialjrung\u00eaftoff ihnen burd) bie \u00a9efangenfd)aft entgegen foirb. $)a\u00df e\u00ea ihnen nur au einer Lieblinge nahrung, foeld)e gu ihrem SBop&efin&en unumg\u00e4nglid; nothfoenbig fein mu\u00df, fehlen f attn, unterliegt feinem Bfoeifel. SJcad) meinen Erfahrungen \u00c7a\u00eften ftd) bie \u00e4ft\u00e4nndjen beffer als bie SG\u00dfeibdjert, bon benen gefo\u00f6hnlid) mel)r als bie $\u00e4lfte halb nach ihrer \u00aeefangenfd)aft erliegen. 3Bahrfd)einlid) ftnben fie in ber Freiheit eine 9Jtenge bon flehten garten \u00a9efdj\u00f6bfeit fo hinf\u00e4lliger 9lrt, ba\u00df foir fte in bem","page":831},{"file":"p0832.txt","language":"de","ocr_de":"8B2\n\u00a9ie \u00a9djtoimmer. \u00dfa\u00dfnfchncibler. \u00a9djtoimmcnten.\nSteigert ber \u00a9et\u00f6bteten nid^t mehr beftimmen f\u00f6nnen; ioenigfien\u00ea fiept man fte s?tel an^a\u00eftenber af\u00ea bie \u00fcbrigen ben pfftgen \u00a9Flamin bur^nattern ober bie fchtoimmenbem\u00a9Bafferpflangen in \u00e4hnlicher SOBeife au\u00eabeuten. \u00a9etreibe [feinen fte immer nur mit \u00a9Biberftreben gu genie\u00dfen unb t^terife^e \u00a9tahrung ber ppnglidjen oorgugiepen. \u00a9Jte\u00efjr a\u00ef\u00ea anbere \u00a9nten finb fte to\u00e4\u00dfrenb ber SRac^t unb mit \u00a9luffuc\u00dfen ihrer \u00a9tahrung befdj\u00e2ftigt. Vei \u00a9age ru\u00dfen fte gern auf fanbigen \u00a9teilen be\u00ea UferS, enttoeber auf einem Veine fie\u00dfenb ober auf bem Vaudje liegenb, fdjlafen aud) hauptf\u00e4dph in ben \u00a9Jtittag\u00eapnben ; mit Eintritt ber D\u00e4mmerung aber mer b en fie rege unb menu bie \u00a9tad)t e\u00ea einigerma\u00dfen geftattet, bleiben fte bi\u00ea gum tt\u00e4djflen borgen faft ununterbrochen in \u00a9h\u00e4tigfeit.\n. 3n \u00a9\u00fcb; unb \u00a9Jtittelbeutfd)lanb geh\u00f6rt bie L\u00f6ffelente unter bie felteneren Vruto\u00f6get; im korben unfere\u00ea Vaterlanbe\u00ea triftet fie \u00f6fterer, menu aud) nid^t fo h\u00e4ufig al\u00ea in ^ottanb. \u00a9ie to\u00e4\u00dflt gu biefern gtoede gro\u00dfe freie Vr\u00fcdje, fe\u00dft ftd) auf iljnen fofort nach ihrer \u00a9Inlunft feft unb beginnt nun halb bie Vorbereitungen gum \u00a9teftbau. \u201eStuf ben freieren unb tieferen \u00a9teilen be\u00ea \u00a9Baffer\u00ea\", fagt \u00a9tau = mann, \u201efiept man bie fepr oerliebten \u00a9Jt\u00e4ttndjen um bie Weibchen buhlen unb ftd) habet t\u00fcchtig herumgaufen, toeit getoopnlid) unt eine \u00a9etiebte ftch mehrere betoerben, biefe bann oft bie flucht ergreift, nun hoch burd) bie Luft bon f\u00e4mmtlichen Veioerbern oerfolgt unb folange umljergejagt toirb, bi\u00ea fte ftd) bem \u00a9inen ergibt unb ftch mit ihm abfonbert, toa\u00ea aber erft gefdjiept, ioemt fte, m\u00fcbe gejagt, ftch loieber auf ba\u00ea SSaffer geft\u00fcrgt pat.\" \u00aea\u00ea Umher jagen enbet, nadjbent ftch alle gepaart haben; hoch toirb nod) jebe\u00ea \u00a9Beibd)en, trenn e\u00ea einmal oom \u00a9lefte ge\u00df\u2019t, oon allen M\u00e4nnchen, beren \u00a9atten burd) ba\u00ea Vriiten abgehalten ftnb, mit Liebe\u00eagebattfen oerfolgt. \u201e\u00a9Jiit ber ehelichen \u00a9reue\", f\u00e4hrt Naumann fort, \u201eift e\u00ea auch bei biefett \u00a9nteu nicht toeit per. \u00a9\u00dfir fahen einige \u00a9Rate ein L\u00f6ffetentenm\u00e4nndjen ftch unter bie ein \u00a9Betbcpen ihrer \u00a9Irt oerfolgenbett \u00a9Bilbenteridje mifdjen unb e\u00ea neben biefen fo pi\u00dfig oerfolgen, a\u00ef\u00ea toenn alle nur L\u00f6ffelenten geioefett to\u00e4rett.\" \u00a9in \u00a9efangenen habe id) folcpe Verirrungen p\u00e2uftg beobachtet; bie \u00a9ft\u00e4mtdjen geigten fich namentlid) ben \u00a9Beibcpen ber \u00a9pie\u00dfente gugethan. \u00a9)a\u00ea 5Refl fleht auf einer mit \u00a9Baffer ober \u00a9Jtoraft umgebenen \u00a9cpilf; ober \u00a9eggenlufe, im \u00a9djilfe eine\u00ea \u00a9rabenufer\u00ea, unter \u00a9traueptoer\u00ef u. f. to. n\u00e4her ober toeiter oom \u00a9Baffer entfernt, manchmal fogar auf anfto\u00dfenbeu Reibern im \u00a9etreibe, ftet\u00ea m\u00f6glid)ft gut oerftedt, toirb au\u00ea trodenen \u00a9(pilfs, Vinfen=, \u00aera\u00ea= unb anberen Vfiangentpeiten glicht gufammengefchichtet, tief au\u00eagemulbet unb fp\u00e4ter ebenfa\u00cf\u00cf\u00ea mit \u00a9)unen Oerfehen. \u00a9ieben bi\u00ea oiergehn \u00a9t\u00fcd eif\u00f6rmige, feins f\u00f6rnige, gtattfepatige, glanglofe, tr\u00fcbroftgelbliche ober gr\u00fcnlidjtoei\u00dfe \u00a9ier bilben ba\u00ea \u00a9elege. \u00a9)ie \u00a9Jtutter br\u00fctet mit gro\u00dfer Eingebung, !ann aber \u00a9t\u00f6rungen beim Vr\u00fcten nicht oertragen unb oerl\u00e4\u00dft im \u00a9Infange ber Vrutgeit, toenn fte getoaltfam Oertrieben tourbe, bie \u00a9ier regelm\u00e4\u00dfig, \u00a9iad) \u00a9tau? mann to\u00e4hrt bie Vrutgeit gtoeiunbgtoattgig big breiunbgtoangig \u00a9age. \u00a9)a\u00ea \u00a9Bacp\u00eathum ber jungen ift in ungef\u00e4hr oier \u00a9Soeben oodenbet.\n\u00a9)em \u00a9\u00fcben \u00a9tmerifa\u00ea banten toir einen unferer Familie angeh\u00f6rigen Jpau\u00eaoogel, toelcher in feiner \u00a3>eimat fepon feit alter Seit gahm gehalten toirb, fidl; aber nicht gerabe burep \u00a9cp\u00f6npeit ber \u00a9eftalt ober \u00a9Inmutp be\u00ea \u00a9Befen\u00ea au\u00eageicpnet, biefogenannte tiirfifepe ober \u00a9Jiofcpu\u00eaente (Cairina moschata). \u00a9Barum ber Vogel ie\u00dfteren \u00a9tarnen erhalten, oermag man nicht gu begreifen, toeil er auch niept eine \u00a9pur oon \u00a9Jtofcpu\u00eageruch an ftd) hat; ebenfotoenig l\u00e4\u00dft fich ber \u00a9tarne \u201et\u00fcr\u00efifd^e \u00a9ttte\" rechtfertigen; beim bie \u00a9\u00fcr\u00efen ftnb e\u00ea getoi\u00df nicht getoefen, toe\u00efcpe un\u00ea gu ipr oerpoifen haben. Veffer to\u00e4re e\u00ea freilich getoefen, toenn man fich e*n anbere\u00ea \u00a9Jcitglieb ber Familie, nicht aber biefe plumpe, fdjtoerf\u00e4dige unb ftreitf\u00fccptige \u00a9nte au\u00eagefudjt h\u00e4tte.\n\u00a9)ie \u00a9Jiofdju\u00eaente hat einen toalgig geftredten Leib, giemtiep fdjtanfen $al\u00ea, gro\u00dfen \u00aeopf, oer= h\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig langen unb ftar\u00efen, an ber \u00a9Burgel p\u00f6derigen \u00a9djnabet mit breiten, furgen \u00a9t\u00e4gcln, nadte, mit gro\u00dfen $teifd)toargen befe\u00dfte B\u00fcgel, ftarfe, toeit nach hinten eingetenite p\u00dfe,","page":832},{"file":"p0833.txt","language":"de","ocr_de":"Soffe\u00efente. 2Rof dju\u00eaente.\n833\nberlj\u00e4tinifjm\u00e4fhg furge fytiigel, unter bereit \u00a9dpibtngen bie britte bie l\u00e4ngfte, unb einen flatten, abge^ runbeten, attg adjtgeljn Gebern beftepenben \u00a9djtbang. SDag SR\u00e4nndfjen ift br\u00e4unlid)fd)tbarg, auf bent Oberfopfe br\u00e4unlicpgr\u00fcn, auf 9l\u00fcden, kl\u00fcgeln unb \u00fcbrigen Dbertljeilen metallgr\u00fcn unb purpur; biotet fd)illernb; bie \u00a9djibungfebern ftnb gr\u00fcn unb bunfelftaljlbtau fd)iEernb, bie \u00c7t\u00fcgelbedfebern gr\u00f6ftentljeilg ibeifj, bie Unterseite fdjtb\u00e4rglidjbraun unb glangtog, bie unteren \u00a9dpangbedfebern gl\u00e4ngenbgr\u00fcn. SDag 2luge ift gelb, bie nadte \u00a9telle beg 3\u00fcget\u00ea br\u00e4unlicpfdjtbarg, bie SBargen bunfelrotlj, tpeiltbeife fc^to\u00e4rglid^ geftedt, ber \u00a9cpnabet fdjtb\u00e4rglid), \u00fcor ben SRafenl\u00f6djern mit einer tbeipl\u00e4ulidfjen Ouerbinbe gegeicpet, an ber \u00a9pifje bla^fteifd^rot^. SDie S\u00e4ttge betr\u00e4gt 32 , bte Sreite 47, bte ^ittigl\u00e4nge 14l/a, bie \u00a9dpangt\u00e4nge 73/4 3\u00b0^- SDag Skibdjen ift bebeutenb flehtet alg bag 3R\u00e4nnd)en, biefem aber gang \u00e4ptidj. \u00a9pielarten berfdjiebener F\u00e4rbung fomnten bor, namentlid) unter ben gaumen: eg gibt bunfetfctjibarge, reintbeifjgefcpedte unb bergletdjen.\nSDie SReifenben, freiere bie freilebettbe SRofdpgente fennen lernten, r\u00fchmen fte unb nennen fte einen fep\u00f6nen, lebhaften unb iboplfdpedenben Sogei, beffen Seobad)tung unb 2>agb Vergn\u00fcgen geib\u00e4ljren. \u00a9ie berbreitet ftcE) \u00fcber einen gro\u00dfen Xpeil bon \u00a9\u00fcbamerifa, bon ^\u00dfaraguap an big ttad) \u00a9upana ^inab unb beioopt. ebenfotbopl bie SR\u00fcnbungen ber ftd) ing EReer ergiepnben \u00a9trbme, alg audj bie f\u00c7l\u00fbffe unb \u00a9\u00fcmpfe ber \u00a9abanne ober bie gro\u00dfen, freiten fRop = unb \u00a9untfgeljege frilber, unbefropter \u00a9egenben. 2luf ben bie Skibungen burdjfdpeibenben f\u00c7\u00ef\u00fcffen fanb fie ber ^ring bon ' S\u00dfieb in ben flirten einfamen Suiten, an ben \u00a9anbf\u00fcften ber Snfetn u. f. tb. \u00a9epomburg\u00ef benterfte fie big gu einer \u00a7\u00f6l)e bon 1500 $ufj \u00fcber bem SReere. \u201eS\u00df\u00e4penb ber ^pip am ERittage unb iRacpmittage fudjt fte meift ein fdjattigeg ^\u00dfl\u00e4^djen am Ufer unb an ben \u00a9anbb\u00e4n^en auf; ant SCRorgen unb SIbenbe gel)t fte iper -Rapung nad), fretdp in \u00c7ifdjen, \u00a9dpeden, Slgen u. a. Skffer; | pflangen befielt. SDafj fie beg -Radpg nur auf ppn S\u00e4umen fd^I\u00e4ft unb audj immer nur nad) folgen fliegt, freitn fie am Sage aufgefdjeudjt frirb, Ijatte id) aug eigener Snfdjauung fennen gu lernen feben SDag (Gelegenheit; felbft bte, freWje ftd) am Stage in ben \u00a9\u00fcmpfen ber \u00a9abanne auf; galten, fliegen beim Untergange ber \u00a9onne ben fralbigen Dafen ober Uferf\u00e4umen gu, um bort auf ben ppen S\u00e4umen gu fdjlafen. 3P $htg ift ungemein fcpell unb immer, befonberg aber beim 9luf= fliegen, bon einem lauten unb bumpfen \u00a9er\u00e4ufepe begleitet, \u00e4pnlicp bent, frelcpeg unfere SRebp\u00fcpner beim Sufftepen perborrufen. SDie S\u00dfaarungggeit fepeint biete K\u00e4mpfe unter ben SR\u00e4nndjen perbor; gurufen; frenigfteug fanben frir bann gange \u00a9treden mit ben Gebern berfetben bebeeft. SDag SReft i frirb in popten S\u00e4umen am Ufer, tpeitg im \u00a9egfreige ber S\u00e4ume angelegt. SDie SRutter geigt jtep \u00e4ufjerft beforgt um bie 3u^9eit f\u00ef\u00fcd^tet jt^ bei ber geringften \u00a9efap augenbtidtliS in bag bid)tefte \u00a9er\u00e4ufd), aug ibetdtjem fte iljre ^inberpar fp\u00e4ter tbieber burd^ einen befonberen \u00efon ^erborruft.\" \u00a9d)omburg\u00ef fanb ebenfotbop im 9Rai tbie im \u00a9eptentber Sunge. SDie Sotofuben ftnb eifrige Liebhaber beg SMlbpretg ber StRopugente, ^aben aber, nadf) SerftSerung beg ^ringen bon SHeb, nicht oft bag \u00a9t\u00fcd, biefett f\u00f6fUid)ett Sraten gu erbeuten. SDie SBeifjen ftetlen ipen npt minber eifrig nadt> unb erlegen fte Ijauptf\u00e4djtid) abettbg auf bem SRnfianbe, jeboS tiur, tbenu fte ftd) fdjon bort)er angefteltt unb forgf\u00e4ttig berborgen ^aben.\n\u00a9eg\u00e4^mte SRofdtiugenten fteljt man \u00fcberall in Srafttien: gur 3eit ber fReifen beg springen bon S\u00dfieb fannte man gar feine anbere ^augente alg eben biefe. Sei ung h\u00e4lt man fte ebenfa\u00dc\u2019g hier unb ba, uttb eg gibt aud) eingelne 3w^ier, tbeld)e ft\u00a7 mit t\u00a7r befreunben. 3d) geh\u00f6re nicht gu ben le^teren. \u00a9ang abgefe^en babon, ba^ bie SCRofSugente toeiSliS ift u^b in ftrengen S\u00d6intern leicht gu \u00a9runbe geht, ibirb fie l\u00e4ftig burd) ihre 3anffudt)t, ineiche alle \u00fcbrigen \u00a9nten auf bag \u00a9mpfinb; lichfte ft\u00f6rt. \u00a9ingelne \u00a9nteridtje finb fo b\u00f6gartig, baf fte ftd) nicht nur auf jebe anbere \u00a9nte, fenbern auch auf Minber ft\u00fcrgen unb fte nad) 2R\u00f6glid)feit gu fd^\u00e4bigen fud^en. \u00a9nten, tbeld)e ip StRiffaEen erregten, berfolgen fte gu Sanbe unb Staffer, rupfen fte fal)t unb beifen fte blutig; ja fte bringen fte nid)t feiten ibirftid) um, inbem fte ftd) fdtdbimmenb auf fte fe^en unb fte fo lange unter bag Staffer br\u00fcden, big fte erftiden. iRaS meinen \u00a9rfaprungen ^at bie 2RofSugente \u00fcberhaupt nur untiebeng;\nIBreljm, \u00fc^ierlcbcn. IV-\t53","page":833},{"file":"p0834.txt","language":"de","ocr_de":"834\nSie \u00a9cpmimmer. 3ft^fd6n&b\u00efcr. Saucpenten.\nm\u00fcrbige \u00a9igenfdpaften; e\u00a7 \u00efann ftcp podpf\u00eeen\u00ea eirt SSteleffer, meldper an bei* \u00a9r\u00f6ge be\u00ea bon ipr gelieferten SBraten\u00e4 fein Vergn\u00fcgen finbet, nidpt aber ber S\u00fc^ter mit ipr befrcunben.\n* *\n*\nSSJtein SSater machte guerft bar auf aufntertfam, bag bie Saudpenten, meldpe man bi\u00ea bapin mit ben \u00a9dptoimmenten in einer unb berfelben \u00a9ruppe bereinigt patte, Don biefen getrennt gu merben Der= bienen, ba fte fiep faft ebenfo fepr Don ipnen nnterfdpeiben mie bie \u00a9\u00e4nfe ober \u00a9dpm\u00e4ne Don beiben. SDie Saudpenten (Fuligulae) fenngeidpnen ftcb> burdp ipren furgen, breiten unb plumpen Seib, beffett $\u00fcge fepr meit pinten fiepen, ben furgen unb biefen .\u00eepat\u00ea, ben gro\u00dfen \u00aeopf unb ben inittellangcn, gem\u00f6pnlicp breiten, nur mit b\u00fcrgen 3\u00e4pnen bemeprten, an ber S\u00dfurget oft aufgetriebenen \u00a9cpnabel, bie furgen, bi\u00ea gur $erfe befteberten, gr\u00f6gtentpeill Don ber SBaudppaut umfdptoffenen $\u00fcge, beren gugmurgetn feitlidp fepr gufammengebr\u00fcift unb beren lange SSorbergepen burcp groge, gemifferrnagen audp an ber ^untergepe in \u00a9efialt einer fogenannten ft\u00fcgelf\u00f6rmigen Sappenpaut, b. p. ber Don beiben \u00a9eiten in einen breiten Jpautfaum platt perabgebriicften \u00a9ople mieberpolte \u00a9dpmimmp\u00e4ute Derbunben merben, b\u00fcrge, gem\u00f6lbte f\u00c7I\u00fcgel, unter beren \u00a9cpmingen bie erfien beiben bie l\u00e4ngften, einen mittellangen ober b\u00fcrgen, aber breiten, au3 Diergepn bi\u00eb adptgepn ftraffen Gebern gebilbeten \u00a9dpmang, fomie enblidp burcp bidpt anliegenbe\u00eb \u00a9efieber, melcpe\u00ea je nadp \u00a9efdplecpt unb filter oerfdpieben gef\u00e4rbt, auf bem \u00aeopfe oft gu .fpoKett ober Rauben Dert\u00e4ngert unb in eigentpiimlidp bunter Sffieife gegeicpnet ift.\n\u201eSange fdpon\", jagt mein 23ater, \u201epat man bie \u00a9cpm\u00e4ne unb bie \u00a9\u00e4nfe Don ben \u00a9nten getrennt, bie Saudpenten aber nur ab\u00bb eine befonbere \u00a9ruppe berfelben aufgef\u00fcprt; e\u00a7 gibt jebodp menig \u00a9attungen, meldpe [idp burcp fo beftimmte \u00fcD\u00eeerfmale oon ben ipnen \u00e4pnlidpcn unterfdpeibcn, al\u00ea gerabe bie Saudpenten. \u00a9dpon b:c fl\u00fcgelf\u00f6rmige \u00a7aut an ber ipintergepe m\u00fcrbe gur 33efiimmung biefer \u00a9ruppe unter ben breitfdpn\u00e4beligen 3dpnfdpn\u00e4blern pinreidpen: aber mie Diele anbere merfm\u00fcrbige \u00aeenngeidpen finben fidp nocp! \u00aeie $\u00fcge fiepen gang pinten, ftnb am \u00a9dpienbeine gur \u00a3>\u00e4lfte mit ber SBaudppaut oermadpfen unb burdp ipr $niegelenf mie burdp ipre 3cpen unb \u00a9dpmimmp\u00e4ute fepr au3= gegeidpnet. S)a8 \u00a9dpienbein pat n\u00e4ntlidp am \u00c6niegelenfe Dorn einen fpipigett SJorfprung, melcpcn mir bei ben eigentlicpen Saudpem DoHfommen au\u00eagebilbet, bei ben \u00a9ntcn ber Dorpergepenben \u00a9ruppe aber gar nidpt finben, unb burdp biefen, mie burdp bie eigene SSefdpaffenpeit be\u00a7 \u00a9elenfe\u00ea, bie befonbere \u00a9inridptung, bag ber $ug nidpt nur einer 23emegung uaep Dorn, fonbern audp einer fr\u00e4ftigen \u00a9eitern bemegung f\u00e4pig unb baburdp, mie burdp bie ungem\u00f6pnlicp grogen 3epen unb \u00a9dpmimmp\u00e4ute gur i\u00dfef\u00f6rberung be\u00eb Untertaudpen\u00ea Dorg\u00fcglidp gefcpicft ift. SDagu ift audp atteS Uebrigc Dortrefflidp eingerichtet. \u00aeer gebrungene, matgenf\u00f6rmige, mit furgen, \u00e4ugerft bidpten Gebern befepte K\u00f6rper maept bie \u00aeemegungen unter bem Staffer, melcpe burcp bie gro\u00dfen \u00a9dpmimmp\u00e4ute bemirft unb geleitet unb burdp ben \u00a9dpmang bef\u00f6rbert merben, leidpt.\"\n\u00a9ntfpredpenb iprer Saudpf\u00e4pigfeit beDorgugen biefe \u00a9nten freiere\u00bb unb tiefere\u00ea S\u00dfaffer bem feidpteren ober mit ^fangen beftanbenen. \u00aeie SJieprgapl Don ipnen lebt im SDieere, fuept p\u00f4dpften\u00ea m\u00e4prenb ber ^ortpftangung\u00eageit f\u00fcge \u00a9em\u00e4ffer auf, m\u00e4prenb einige ben gr\u00f6gten Speil ipre\u00ea Scben\u00ea auf biefem Derbringen. SJtepr al\u00ea alle bi\u00eaper genannten 3apnfcpn\u00e4bter ftnb fie an\u00ea Staffer gebunben; auf feftem 23oben Derm\u00f6gen fte fiep nur fepmerf\u00e4ttig gu bemegen. 3n golge ber meit pintenftepenben g\u00fcge m\u00fcffen fte, um ipren Seib im \u00a9leicpgemidpte gu tragen, eine fepr aufgeridptete Haltung annepmen unb biefe audp beim \u00a9epen bepalten. 3pr \u00a9ang aber ift nur ein fepmerf\u00e4ttige\u00ea S\u00dfanfen, melcpe\u00ea man faum nodp 2\u00dfatfdpetn nennen fann, fepeint fte audp fepr gu erm\u00fcben. \u00a9benfo ftrengt fte ber \u00a7lug mepr an at\u00ea anbite 3a^nf<^n^bter, obgleidp fie, menn fie fidp einmal erpoben paben, unter fdpnetten gl\u00fcgelfdpl\u00e4gen raf\u00e4) genug bapin eiten. Um fo fertiger bemegen fie fiep im Saffer. \u00aeen breiten, Derp\u00e4ltnignt\u00e4gig fepmeren \u00fciumpf tief eingefentt, fobag Don ipr nur ein fcpmaler \u00a9treifen ipre\u00ea 3\u00ee\u00fccfen\u00ea unbebedtt bleibt unb ber \u00a9dpmang auf ber Oberft\u00e4dpe be\u00e2 SKaffer\u00ea fdplefjpt, rubern fte,","page":834},{"file":"p0835.txt","language":"de","ocr_de":"Sl\u00eflgemeinc!.\n835\nmit beit breitp\u00e4utigen $\u00fc\u00dfen fr\u00e4ftig au!fto\u00dfenb, fe^r fdC;neU bapin, unb toenn fie in bie \u00a3iefe pinab* fteigen tooden, gen\u00fcgt ein einiger \u00a9to\u00df iprer Stuber nadp oben, unter gleichzeitigem StuffdjneHen be!' \u00a9d)toange! nadp abto\u00e4rt!, um ben Seib fopf\u00fcber nad) unten gu toerfen. \u00a9ie ftnb nod) nicpt f\u00e4pig, toie bie \u00a3aud)er eine etloa in! Singe gefaxte Veute unter bem Baffer gu oerfolgen, fonbern tauben me^r ober toeniger fenfredpt auf ben \u00a9runb pinab unb \u00efommen nad) minutenlanger Slbtoefenpeit faft an berfe\u00efben \u00a9telle, oon toeldjer fte oerfcptoanben, ioieber empor. 3)a fie ipre Staprung oom \u00a9runbe bc! Baffer! auftefen, burdpmeffen fie in biefer Beife oft giemlidp bebeutenbe Entfernungen, biejenigen, meld)e im SJteere leben, gutoeilen funfgig big fedpgig klaftern, toie man burd) Unter fueling iprer S\u00eeaprung leidet beftimmen fann. Scur toenige oon ipnen f\u00efnb Oorgug!toeife tpflangenfreffer; bie SJteprgapl n\u00e2prt ftdp oon Sftufcpeln unb anberen Beicptpieren, \u00a9eto\u00fcrm, f\u00earebfen, f^ifc^ert unb ber= gleichen, to\u00e4prenb be! S\u00efufentpalte! in f\u00fc\u00dfen \u00a9etpaffern aucp -oon \u00c6erbtpieren u. f. to. 2)ie Sprung toirb Oom \u00a9runbe auf genommen, aber aud) gleidp in ber Stiefe Oerfdpludt; bie \u00a3aucpenten tommen, toenn fie mit ^reffen befd)\u00e4ftigt fin b, nur um Slt^em gu polen, gur Dberfl\u00e4cpe empor, ^inftdjtlidp ber \u00a9timme unterfdpeiben fie fid) infofern oon ben \u00a9cpioimmenten, al! fie fnarrenbe unb nic\u00c7t cjuaf enbe Saute au!fio\u00dfen. \u00a3)ie \u00a9inn\u00e9 unb bie geiftigen ppigfeiten fdpeinen mit benen ber letztgenannten ungef\u00e4hr auf gleicher \u00a9tufe gu fiepen.\n$)a\u00ea $ortpf\u00efangung!gefdp\u00e2ft ber \u00a3aucpenten ift bem iprer Vertoanbten gtoar fepr \u00e4pnlidp, untere fdpeibet fi dp aber bodp in mandper #infidpt. SJtepr al! bie \u00fcbrigen \u00e2\u00fbpnfdpn\u00e2bler niften fte in \u00a9efe\u00fcfdpaften, gutoeilen f\u00f6rmlidpe Slnftebelungen bi\u00efbenb. \u00fcftidpt feiten legen gtoei Beibcpen, and) foldper oerfdpiebener Sir ten in ein unb baffelbe SReft, br\u00fcten gemein fd)aftlidp bie Eier au! unb tpeileu fiep in bie Ergiepung unb pflege ber jungen, opne gtoifcpen ben eigenen unb fremben einen Untere fcpieb gu macpen. Viele befmtben eine ioapre \u00a9udpt, gu bemuttern; fie fteplen ftdp gegenfeitig bie Eier unb to\u00e4lgen fie nadp ipren eigenen Steftern ober loden bie bereit! au!gefdpl\u00fcpften jungen gu fid) peran, um biefe gu pflegen. $>ie Eier finb runblidper unb fefifdpaliger, al! bie ber \u00a9cpioimmenten, ipnen fonft aber fepr \u00e4pttlidp.\nSJteprere \u00a3audpenten geto\u00e4pren burd) bie \u00a3)unen, mit benen fie ipr Steft au!f\u00fcttern, einen erpeblid)en Stufen; anbere liefern audp ein fcpntadpafte! Bilbpret, to\u00e4prenb ba! $leifcp ber meiften in $olge ber Scaprung einen itnangenepm tpranigen ober rangigen \u00a9efcpmad befipt unb ioenigften! f\u00fcr einen oerto\u00f6pnten \u00a9aumen ungenie\u00dfbar ift. SDementfpredpenb toerben oiele audp nur ber Gebern, nicpt aber be! Bilbpret! palber gejagt. Von anberen fteinben paben fte toeniger gu leiben al! bie \u00a9cpioimmenten. \u00a9ie fcpnederen Staubo\u00f6gel fangen audp fte int ftluge ttnb gr\u00f6\u00dfere gifdpe ober int S\u00dfaffer lebenbe Surdpe nepmen ipnen bie jungen, toeg: im allgemeinen aber cntgiept fte ba! Baffer oielen Verfolgungen, giir bie \u00a9efangenfcpaft eignen fte fiep nicpt. \u00a9ie geto\u00f6pnen fiep gtoar nacp unb nadp an ein einfaepe! gutter, niemal! aber an pflanglid)e Stoffe allein. Stur ioenige Slrten fdpreiten, toenn fte ipren nat\u00fcrlicpen Verp\u00e4ltniffen entgogen tourben, gur gortpflangung, biejenigen, toekpe ben gr\u00f6\u00dften \u00a3peil ipre! Seben! int SJteere oerbringen, toaprfcpeinlicp niemal!.\n\u00a3)er erfte Stang unter allen \u00a3aucpenten geb\u00fcprt benEibero\u00f6geln (Somateria). Sie ftnb nidpt blo! bie gr\u00f6\u00dften unb fdp\u00f6nften, fonbern f\u00fcr un! audp bie n\u00fc^lidpfien SJtitglieber ber Familie, ein perrlidper \u00a9cpmud be! SOteere!, ein toaprer \u00a9egen f\u00fcr bie Veioopner ber podpnotbifd)cn S\u00e4nber. Slbgefepen Oon iprer bebeutenben \u00a9r\u00f6\u00dfe benngeiepnen fte ftdp burdp ipren fepr geftredten, langen, mit ber ftirfte weit in! \u00a9tirngefxeber pineinragenben, bei eingelnen Slrten fno\u00fcig aufgetriebenen, aud) febpaft gef\u00e4rbten \u00a9dpnabel, beffen gro\u00dfer Stagel ben gangen Vorberranb be! Dberfiefer! einnimmt, bie niebrigen, langgepigen, baper breitfpurigen $\u00fc\u00dfe, bie mittellangen gl\u00fcgel, unter bereu \u00a3anb; feptoingen bie gtoeite bie l\u00e4ngfte unb bereu Dberarmfdptoingen ftdp fid)elartig \u00fcber ben Vorberpgel\n53*","page":835},{"file":"p0836.txt","language":"de","ocr_de":"S36\n$)ie \u00a9djtmmmer. gafinfcbnabler Sauvent en.\nfyerabbiegen, ben gugerunbeten, aul oierge^n bi\u00ea fec^\u00eage\u00c7n gugef^t^ten Gebern befte\u00efjenben \u00a9c\u00c7ftang unb bie 2)id)tigfeit be\u00ea \u00a9eftebcr\u00ea. Set ben alten Sft\u00e4nncfyen \u00ef)at bicfe\u00ea gicet jpauptfarben : @d)marg nnb 28ei\u00a7; ber \u00aeopf aber toirb burcl) ein praddeotle\u00ea Steergr\u00fcn, bte Sruft burd) garte\u00ea Sofenrot\u00c7 ober Sraunge\u00efb gefd^m\u00fct\u00eft. Set einer Slrt tritt \u00a9ma\u00efteblau gu ben \u00fcbrigen f\u00e4rben, \u00a3)ie\n\n\u00a9ie Gi\u00f4erente (Somateria mollissima). 1/5 ber nat. \u00aer\u00f6\u00dfe.\nSBeibc^en fc\u00c7en br\u00e4unlidf>grau ober rotbbraunlic\u00c7 au\u00a7. Stile 5trten betrogen nur bch Sterben ber \u00a9rbe.\n\u00a9ie (Siberente ober berf\u00eaiber\u00f4ogel (Somateria mollissima) ift auf bent Ober\u00efopfe, bent \u00a3alfe nnb S\u00fcden, einfdjliefjlic\u00c7 ber Oberfl\u00fcgelbedfebern, toei\u00a7, auf ber Sorberbruft r\u00f6t^lid; \u00fcber; laufen, auf ber @tirn unb in ber @d)l\u00e4fengegenb, auf bem ttnterr\u00fccfen unb Sauc\u00e9e fdjioarg, auf ben Spangen meergr\u00fcn; bie \u00a9entringen unb \u00a9teuerfebern fepen br\u00e4unlid^foarg au\u00ea, bie Gebern, treldbe","page":836},{"file":"p0837.txt","language":"de","ocr_de":"(Si b er en te.\n837\nben \u00a9piegel bilben, ftnb tieffammtfdproarg. OaS 2luge ifi rotp\u00efidpbraun, ber \u00a9cpnabel gr\u00fcnlidpgelb, ber $u\u00df \u00f6lgr\u00fcn. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 24, bie Breite 40, bie \u00c7ittig\u00ef\u00e2nge 11, bie \u00a9djloangl\u00e2nge 3Va 3\u00b0\u00ef\u00ef*\tHeinere Vkibcpen ifi roftfarben, am \u00c6opfe unb \u00a3>alfe mit braunen S\u00e4ngSfleden,\n\u00fcbrigen\u00bb mit fdptoargen palbmonbapnlidpen Ouerf\u00efed'en gegeidpnet, fein \u00a9piegel braun, ioei\u00df eingefa\u00dft, bie Unterfeite tiefbraun, unmerflidp fc^n?ar$ getoeUt. \u00fcRadp ber Vrutgeit gept bas S\u00dfradptfleib beS \u00e4R\u00e4mtdpenS in,ein fcpmudlofereS \u00fcber. \u00aeopf unb $a!S ftnb bann fcptoarggrau, bunfler gcto\u00f6lft, bie \u00a9dpultern graufdptoarg, etioaS peder gemifcpt, bie \u00c6ropfgegenb auf gelblidplrei\u00dfem \u00a9runbe burcp bie fdpto\u00e4rglidp unb roftbraunen $eberfanten gegeidpnet. \u00a3\u00f4dpft ioaprfdpeht\u00efidp toirb biefeS \u00c6leib nicpt Oermaufert, fonbern burcp Verf\u00e4rbung in baS #odpgeitSfleib \u00fcbergef\u00fcprt.\nVei ber oerloanbten ^\u00dfradpteiberente (Somateria spectabilis) toirb ber feitlid; p\u00f6derig erpabene \u00a9c^nabel Oon einem feinen fdptoargen Vanbe eingefa\u00dft, unb ein gleicpgef\u00e4rbteS Vanb l\u00e4uft bon ber S\u00dfurgel beS UnterfdpnabelS jeberfeitS am .\u00eepalfe perab; ber Oberfopf ift grau, bie 2Bange meergr\u00fcn, ber \u00a3>alS toei\u00df, bie Vorberbruft \u00efidptfleifdpr\u00f4tplidp, ber SRittelr\u00fcden, bie Oedfebern am .\u00eepanbge\u00efenfe be\u00ea ^\u00ef\u00fcgelS unb ber Unterr\u00fcden ftnb ix>ei\u00a7, a\u00ef\u00efe \u00fcbrigen Gebern fd^njarg. OaS 2litge ift braun, ber \u00a9dpnabe\u00ef rctp, ber $u\u00df rctplidp. OaS 3Betbd^en unterfdpeibet ftdp burdp bie lidptrotpbraune F\u00e4rbung oon bem ber oertoanbten SIrten.\nkleiner, aber nod; pracptool\u00efer gef\u00e4rbt unb gegeicpnet ift bie $\u00dfr ad;tente (Somateria-Henico-netta-Stellen). Vei ipr ftnb $opf, Warfen unb bie \u00a3alSfeiten toei\u00df, ein Rieden an ber \u00a9tint unb ein Ouerbanb am |)interfopfe gr\u00fcn, ein \u00c6reiS um bie Singen, ber Vorher s unb .(pinterpalS, ber fR\u00fcden, \u00a9cptoang unb bie \u00a9cptoingenfpi^en fcptoarg, bie Oberfl\u00fcgelbedfebern unb \u00a9dpultern toei\u00df, ^ bunfelb\u00efau in bie S\u00e4nge geftreift, bie Unterfeite bis auf bie fcptoargbraune Vaudpmitte gelbbraun. Veim SBeibdpen perrfcpt eine roftbraune \u00a9runbfarbe Oor. OaS Singe ift braun, ber \u00a9dpnabe\u00ef grau, ber $u\u00df gr\u00fcngrau. *\nOie \u00a9bereute leprt unS bie SebenStoeife aller \u00a9ibero\u00f6gel \u00fcberpaupt fennen, ift and; ungtoeifelpaft bie toicptigfte unter biefcn. Spr VerbreitungSfreiS \u00fcbertrifft ben aller \u00fcbrigen Slrten an SluSbepnung. \u00a9ie betoopnt ben korben ber gangen \u00a9rbe, oon ben j\u00fctl\u00e4nbifdpen Snfeln an bis nad^ \u00a9pipbergen hinauf unb oon ber SVeftf\u00fcfte \u00a9uropaS an alle n\u00f4rbltd;en \u00a9eftabe ber \u00a9rbe bi\u00ea \u00a9r\u00f6nlanb uttb $Slanb. 3utoeilen erfdpeint fie aucp int inneren Oeutfd;IanbS, jcbod; ftetS nur a\u00efs Srrling. Spre f\u00fcblidpften Vrutpl\u00e4pe liegen auf ber Snfel \u00a9pit,unb ben flehten b\u00e4nifd;en Snfeln unter bemfelben Vreitengrabe; OonpierauS nadp korben pin fdpeint fie immer p\u00e4ufiger gu toerbeu. \u00a9dpon in dRittelnortoegeu lebt fie guVaufenben, gepegt unb gepflegt oon ben $\u00fcftenbetoopnern, gefcp\u00fc^t burdp befonbere, leiber nid;t \u00fcberall geadptete \u00a9efefce; auf ^Manb unb in \u00a9r\u00f6nlanb ift fie ebenfalls maffenpaft oorpanben; im ofilidpen \u00a9ibirien loirb fte burcp bie oerloanbt.en 2lrten, loenn aucp nicpt oerbr\u00e4ngt, fo bocp'otepr ober ioeniger oertreten. ben f\u00fcblidperen \u00a9egettben unb S\u00e4nbern ipre\u00ea Verbreitungsgebietes loanbert fte nidpt; benn in ber Storbfee p\u00e4lt ipr ber \u00a9olfftrom baS UReer faft \u00fcberall offen; felbft in ber Oftfee bleiben ipr geio\u00f6pntidp ebenfaES \u00a9teilen, toelcpe nidpt gufrieren, als BuflucptSorte lo\u00e4prenb beS 3\u00dfinterS; bodp mufj fte oonpierauS, ioenn ber Vointer fepr ftreng loirb, einen \u00a9treifgug antreten, ioelcper fie bann nacp ber SRorbfee ober felbft bis inS atlantifdpe Vteer pinauSf\u00fcprt. 3n \u00a9r\u00f6nlanb tritt fte in ben \u00dcUtonaten \u00a9eptember unb Oftober einen regelm\u00e4\u00dfigen 3ug an, fammelt ftdp io\u00e4prenb beffelben an geloiffen \u00a9teilen, toeldpe reidp an ^Raprung ftnb, in ungepeurer \u00fcD\u00eeenge unb bebedt baS SReer im budppblicpften \u00a9inne beS Portes auf palbe \u00a9eoiertmeilen pin.- Vom Slpril an feprt fte ioieber nadp bem korben gur\u00fcd, regelm\u00e4\u00dfig ebenfalls gu gro\u00dfen 2Raffen Oereinigt, foba\u00df ber S\u00e4ger, ioeldper auS folcpen Raufen Vente macpen loid, fein \u00a9eloepr loieberpolt laben unb abfdpie\u00dfen fann, beoor ber 3^9 entfdploinbet.\nOie \u00a9iberente ift ein StReeroogel im Ooden \u00a9inn\u00e9 beS VSorteS. 2luf bem Sanbc beloegt fie ftdp, fdptoerf\u00e4Hig loatfcpelnb, nur mit2R\u00fcpe, ftolpert uttb f\u00e4llt audp oft gu Voben nieber. Oer f^lug","page":837},{"file":"p0838.txt","language":"de","ocr_de":"838\n\u00a9ie \u00a9djtmmmer. \u00e4cthNfcbn\u00e4bler. \u00a9audjenten.\nerm\u00fcbet fie ebenfadg halb, erfcrbert beft\u00e4nbig fe^r raf<he \u00a9erl\u00e4ge ber oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig hoch kleinen gl\u00fcgel unb geht auch meift in geringer \u00a3\u00f6he unb gerabe \u00fcber bent SC\u00f6affer bin. (Erft, ioemt fie in biefem ftd^ befinbet, geigt fie i^re eigentliche Seioegunggf\u00e4higleit. \u00a9ie fdjtoimmt mit minber tief eingefenftem Seibe alg anbere \u00a9audjenten, aber rafdjer alg febe anbere befannte Art, tarnet aud) in oiel bebeutenbere liefen hinab, ^olboell oerftd)ert mit gab er \u00fcbereinftimmenb, ba\u00df fte ftch ih\u00ab Nahrung guioeilen aug einer \u00a9iefe ton f\u00fcnfunbgtoangig gaben emporholt, aud) big fed)g SJ\u00ceinuten unter \u00a9Baffer oertoeilen fann, unb erm\u00e4hnt fp\u00e4ter, ba\u00df ton ben i\u00a7nt befannten V\u00f6geln nur bie $racht= eiberente, meld)e nad) feinen (Erfahrungen big f\u00fcnfunbfedigig gaben tauchen unb big neun Minuten unter \u00a9Baffer oermeilen fann, fte \u00fcbertreffe. 3d) f*e ie\u00a7r \u00b0ft tauchen fehen / e^ne f\u00b0 tange 3e^ ihrc^ \u00a9Begbleibeng aber nie beobachtet, vielmehr gefunbett, ba\u00df fte in ber Siegel nad) anberthalb, h\u00f6<hften\u00a7 gtoei SJtinuten mieber an ber Oberfl\u00e4che beg \u00a9Bafferg erfchien. Oie \u00a9timme beg SA\u00e4nncheng ift ein nicht eben tauteg, aber fehr flango-odeg, menu aud; brummenbeg \u201eAlju, ahu/ \u00fb\u00efjua\", bie beg \u00a9Beibdjeng ein eigenth\u00fcmliche\u00ea, oft mieberholteg \u201e\u00aeorr, forr, forrerr\". An \u00a9innegfdj\u00e4rfe fteht fte hinter feiner anberen Art ihrer gantilie gur\u00fccf, unb an geiftigen g\u00e4higfeiten fdeeint fte bie nteiften noch gu \u00fcbers treffen, \u00a9ie ift, menu fte auf bem SDtccre ftch befinbet, fehr oorftdjtig unb l\u00e4\u00dft felbft bag befannte gifcherboot feiten fo nahe an ftch hetemfommen, ba\u00df man oon ihm aug feiten einen toirffamen \u00a9c\u00dfu\u00df abgeben f\u00f6nnte; aber fte merft eg halb, menu man ihr mold mid unb betr\u00e4gt ftch ^ann gntoeilen mie ein mirflidjeg fpau\u00eathier, obfdbjon nur to\u00e4hrenb ber SBrutgeit.\nSide (SiberO\u00f6gel br\u00fcten erfi ziemlich f^p\u00e4t im Sahre, nicht oor Auggangg \u00a9Rai, gem\u00f6hnlid) erft im 3uni unb 3uli. 3n biefent S^ccfe oerfammeln fie ftd) unt geioiffe fleine gnfeln, folcbe n\u00e4mlich, toeldje ihnen bag Sanben leicht machen. Oie ^\u00dfaare trennen ftd; Oon bem gro\u00dfen Raufen, unb M\u00e4nnchen unb \u00a9\u00dfeibdjen matfc\u00dfeln nun auf bag Sanb hinauf, um ftch eine ^affenbe \u00a9tiftftede gu fuchett. Sebingung berfelben ift gef\u00fcgte Sage. Oenientfprechenb Serben 3nfeln, foeld;e theils meife mit nieberem \u00a9eftr\u00fcphe bemachfen ftnb, allen \u00fcbrigen oorgegogen. Oa, too ber SJtenfch ftch um bag Srutgefdj\u00e4ft f\u00fcmmert, trifft er gum Empfange ber n\u00fc^lidjen (Safte Sorfehrungen, inbem er alte Giften ant \u00a9tranbe auffteUt, \u00a9teine mit Sretern ober Seifig \u00fcberbedt unb anbertoeitige Serftecfs ^jl\u00e4^c oorrichtet. \u00a9o fcheu ber (Eiberoogel fr\u00fcher mar, fo gutraulid) geigt er ftch jefet. (Er h\u00e4lt ftch beg \u00a9chuheg abfeiten beg SJtenfchen im Soraug oerftchert unb l\u00e4\u00dft ftch burd) beffen \u00a9reiben in feiner S\u00dfeifc behelligen ober ft\u00f6ren. Sig unmittelbar an bag cinfame \u00a9eb\u00f6ft beg \u00c4uftenbetoohnerg, big in biefeg felbft, big ing 3nnere ber $\u00fctte matfehett er, um ftch einen paffenben $lah gum SKejte aufgus fud)en, unb gar nid;t feiten gef\u00fcgt eg, ba\u00df eingelne (Eibero\u00f6geltoeibchen in ben Kammern unb \u00a9t\u00e4den, in Sacf\u00f6fen unb \u00e4hnlid;en Orten br\u00fcten, ja ber fpaugfrau f\u00f6rmlich l\u00e4ftig toerben. Anf\u00e4nglich begleitet bag TOnn^en bag SBeibchen regelm\u00e4\u00dfig bei allen biefen gu\u00dftoanberungen, erfe\u00dfeint mit ihm am borgen am Sanbe,\tfliegt gegen Mittag nad)\tben gjorbg htnaug, fd;toimmt bem\thohen SQleere\ngu, fehrt gegen Abenb\tgur\u00fcd, tritt\tam n\u00e4dhften\tborgen eine \u00e4hnliche S\u00f6anberung\tan unb h\u00e4lt,\nm\u00e4hrenb bag SBeibcheu\tlegt, 2BadE>e\tbeim Sfteffe:\tmenn aber bag \u00a9eiege oo\u00fcft\u00e4nbig\tgemorben ift,\noerl\u00e4\u00dft eg S\u00dfeft unb SBeibchen unb\tfliegt nun auf bag SCReer hinaug, um ftch ^er\tanberen\nM\u00e4nnchen gu oereinigen. Um eingelne \u00a9d)\u00e4ren Ao\u00fcoegeng fteht man biefe \u00a9trohmittoer maffenhaft gefdhart, einen f\u00f6rmlichen ^rang unt bag (Silanb bilbenb. Oag Aeft i|t ein fehr einfacher Sau. (Eg befiehl nur aug benjettigen \u00a9toffen, meld;e ftch in n\u00e4chfter A\u00e4he \u00dfnben unb mirb h\u00f6d;ft lieberlid; gufammeugefchichtet, halb oon feinem bei\u00dfig , halb oon \u00a9eetang, halb oon \u00a9rag ober \u00a9trohabf\u00e4den unb bergleichen. Umfo bichter unb reie\u00dfer ift bie innere Ounenaugf\u00fctterung, ber foftbare 3od, melden bie br\u00fctenben (Sibero\u00f6gel bent fte freunblich fdt\u00fchenben SETcenfchen gur\u00fccflaffen. Oag \u00a9elege befteht aug oier big gehn, in ber Siegel fec\u00df^ big acht rein eif\u00f6rmigen, glattfd)aligen, fdtmugigs ober graugr\u00fcnen (Eiern.\n\u00a9d)on nach menig \u00a9agen ft^t bie br\u00fctenbe Alte fehr feft auf bem 9Refie unb ba, ioo fte an ben dftenfdien gelo\u00f6hnt ift, toeicht fte beim kommen beffelben nicht oon ber \u00a9tede, fonbern br\u00fcdt nur ben \u00aeopf gu Soben unb breitet bie gl\u00fcgel ein toenig, um ftch unfenntlid; gu madjen. Oie g\u00e4rbung ihreg","page":838},{"file":"p0839.txt","language":"de","ocr_de":"<Si b er ente.\n839\nEe\u00dfeberg ftimmt gem\u00f6pnlidp mit ber beg untgebenben iBobeng fo ooll\u00df\u00e4nbig \u00fcberein, ba\u00df eg bem Unge\u00fcbten mirflidp fdpmer mirb, ben SScgel gu unterfdpeiben unb gu entbecfen. Slnfangg bin idp fc^r oft get\u00e4ufdpt nnb in SSertounberung gefegt morben, menu idp pl\u00f6plidp einen gelinben 23i\u00df am $u\u00dfe f\u00fcllte, ben mir ein auf bem \u00fcRefte \u00dfpenbeg, oon mtr \u00fcberfepeneg Eibergangmeibdpen betgebradpt patte. Slucp auf folgen Unfein, toeldpe entfernt oon SBopnungen liegen, laffen bie Eibero\u00f6gel ben 2Jtenfdpen fepr nap an \u00dfcp peranfotnmen, beoor fie auffliegen, diejenigen, treidle in ber DR\u00e4pe ber S\u00f6opnungen br\u00fcten, erlauben bem 23eobadpter, fie oom Dce\u00dfe aufgupeben, bie Eier gu betrachten unb fie mieber auf biefe gu fepen, opne ba\u00df fie ang S\u00f6\u00dfeg\u00dfiegen benfcn. 3<h pabe mtt frag Vergn\u00fcgen gcmacpt, mich l\u00e4ngere \u00a3eit neben fte pingufepen, fie gu ftreicheln, meine jpanb gmifdpen ipren Seib unb bie Eier gu fteefen unb bo<h fehr oiele nicht oom SRefte aufgefcheuct;t. Eingelne biffen, mie fpielenb nach nreinem Ringer, anbere gaben gar fein Beicpen beg SRi\u00dfbepageng ton \u00dfcp. \u00a9oldpe, Welche ich 1)001 S^efte gehoben unb in einer gemiffen Entfernung auf ben 23oben niebergefept hatte, matfdpelten, alg ob 9Ridptg gefd^e^en m\u00e4re, bem 9\u00efefte gu, orbneten bie dunen unb festen ft<h ttt meiner Eegenmart gum ^Br\u00fcten nieber. die fdpeueren entflohen unb befpripten bann regelm\u00e4\u00dfig bie Eier mit ihrem \u00aeotpe; fie flogen aber niemals meit meg unb fehrten auch ftetg halb mieber gur\u00fcdf, um meiter gu br\u00fcten. Ungeft\u00f6rt, oerl\u00e4\u00dft bie SRutter gem\u00f6pnlidp in ben SORorgenftunben bag \u00ef\u00efceft; oorher aber bebeeft fie bag \u00a9elege p\u00f6dpft forgf\u00e4ltig mit ben dunen, um jeben fcp\u00e4blidpen Einflu\u00df ber SBitterung abgupalten. hierauf fliegt fte fo eilig alg mpglidp bem \u00fcDReere gu, taucht emfig ungef\u00e4hr eine halbe \u00a9tunbe lang nach Nahrung, f\u00fcllt ftch in biefer Beit ben $ropf big gum Werften mit \u00e4Rufdpeln an unb fehrt mieber gum riefte gur\u00fccf. die SR\u00e4nncpen \u00dfnb immer fcheuer, auch menu \u00dfe im Anf\u00e4nge ber SBrutgeit mit bem S\u00f6eibcpen auf\u00bb 2anb gehen unb am \u00dcRefte 2\u00f6adpe halten. SR\u00e4hcrt man \u00dfcp ihuen, fo gerathen \u00dfe in heftige 23emcgung, erheben unb fenfen ben $opf, rufen bem S\u00dfeibdpen gu, ftehen bann polternb auf unb \u00dfiegen in bag 2Reer pittaug, Oonbortaug \u00e4ngftlidh ben \u00a9t\u00f6renfrieb beobadhtenb. -\u00ceRacp f\u00fcnfunb; gmangig; big fedhgunbgmangigt\u00e4giger Sebriitung entfdpl\u00fcpfen bie jungen, aUerlieb\u00dfe \u00a9efdp\u00f6pfe, melche in ein reicheg unb giemlidh bunteg dunengemanb gefleibet \u00dfnb, oom elften \u00a3age ihreg Sebeng an fertig fchmirnrnen unb tauchen, auch ziemlich gut laufen, jebenfaUg beffer alg bie SDRutter. diefe f\u00fchrt \u00dfe, fobalb fie halbmegg troefen gemorben \u00dfnb, bent \u00dcIReere gu unb Oerl\u00e4\u00dft eg mit ihnen nutu mehr blog bann noch, menn bie Bungen m\u00fcbe gemorben unb \u00dfdp bei heftigem \u00fcS\u00f6ogenfdplage nicht auf ihrem eigenen DR\u00fccfen augruhen f\u00f6nnen. 2Benn bie \u00a9rut\u00df\u00e4tte meit oom 2Reere liegt, m\u00e4hrt bie S\u00dfanbcrung ber Familie giemlidh lauge Bett, unb ber beforgte SBe\u00dfper pflegt bann gem\u00f6hnlidh pelfenb eingufdhreiten, inbem er bie eben auggefcpl\u00fcpfte 23rut in einen \u00aeorb padft unb mit biefem ber \u00a9ee guioanbert, gefolgt oon ber hinter ihm brein matfdpelnben 2Iiten, meldpe bem \u00cfRenfcpen rupig gem\u00e4hren l\u00e4\u00dft, dag SReer ift bie \u00dfdherfte Bu\u00dfudptg\u00df\u00e4tte f\u00fcr bie f leinen Eibero\u00f6gel, meil \u00dfe h ter ben 9Racps ftellungen iprer fchlimm\u00dfen $einbe, ber Ebelfalfen, $olfraben unb ORaubm\u00f6oen, am leidpte\u00dfen entgehen f\u00f6nnen. \u00a9ehr oft oereinigen \u00dfdp mehrere SDR\u00fctter mit ihren Ambern unb gem\u00e4hren bann bem ^Beobachter ein p\u00f6cp\u00df medpfeloolleg, unterpaltenbeg \u00a9dpaufpiel. \u00a9tept \u00dfdp bie 2Rutter oon einem Soote oerfolgt, fo rubert \u00dfe anfangg aug alleu Kr\u00e4ften, um bem \u00a9dp\u00fcpen gu entrinnen, l\u00e4\u00dft babei bag 23oot big auf menige \u00a9dpritte an \u00dfdp peranfotnmen unb entfdplie\u00dft \u00dfdp nur int \u00e4u\u00dferften 9Rotpfalle gum Sluf\u00dfiegen; mirb \u00dfe oon ben kleinen abgefepnitten, fo eilen biefe bem Sanbe gu, flettern unb polpern auf bie \u00ae\u00fcfte pinauf, rennen bepenb pin unb per unb paben \u00dfdp im 9Ru gmifdpen \u00a9teinen ober Soben^ erpopungen fo gefdpieft oerborgen, ba\u00df \u00dfe bag unge\u00fcbte Sluge mopl t\u00e4ufdpen f\u00f6nnen. @ept bie \u00a9efapr gl\u00fcdtlidp Oor\u00fcber, fo fiept man \u00dfe nadp einiger $eit \u00dfdp erpeben, bem SEReere gueilen unb im OoUftcn S3emu\u00dftfein beg gu m\u00e4plenben S\u00f6egeg in geraber Sinie oom Sanbe \u00dfdp entfernen, ber beforgten \u00cfRutter ober einem anberen alten S\u00dfeibdpen gufdpmimrnenb. S\u00dfenn bie 5ltte get\u00f6btet mirb, folange bie jungen nodp ber miitterlidpen ^>ilfe nidpt entbepren f\u00f6nnen, fdplie\u00dfett \u00dfdp biefe einer anberen $htberfcpar an, unb bie gutm\u00fctpige Sllte nimmt \u00dfe auep opne S\u00f6eitereg auf unb f\u00fcprt unb pflegt \u00dfe, alg ob eg bie eigenen \u00c4inber m\u00e4ren, der \u00a3rieb gu bemuttern i\u00df \u00fcberhaupt bei ben Eibero\u00f6geln fepr auggepr\u00e4gt: fdpon bie neben einanber br\u00fctenben SBeibcpen befteplen \u00dfdp gegenfeitig um bie Eier, meldpe \u00dfe unter","page":839},{"file":"p0840.txt","language":"de","ocr_de":"840\nSDie \u00a9pttnmmer. 3<pnfpn\u00e4&lcr. Taupenten.\nbent gt\u00fcget iprem Dtefe gutragen foEen, unb teilen ft^> f^\u00e4ter, trenn fte ftp oereinigten, cpne SBiberfprup gu erfa\u00dfen, in pflege unb \u00a9rgiepung ber kleinen. Severe tragen fpneE peran, trerben bereit im Verlaufe ber erfien SBopen fo felbf\u00e4nbig, ba\u00df fie aEe pflege entbehren f\u00f6mten, bleiben aber benncp bi! gum n\u00e4pfen gr\u00fcpjapre in \u00a9efeEfcpaft iprer Eltern unb im gtoeiten Sapre ipre! Seben! fooiet all m\u00f6glip in \u00a9efetlfd^aft ber alten SJt\u00e4nnpen.\n3n ber erfien Sugenb freffen bie \u00a9iberenten Heine \u00dfreblarten unb SBeiptpierpen; fpater galten fte ftp faft aulfplie\u00dflip an SJtufpetn, opne jebop Heine gifd^e unb anbere SOieert^iere gu oerfpm\u00e4pen.\nObgleich bie \u00a9iberO\u00f6get ben gr\u00f6\u00dften fKeiptpum ber popnorbifpen S\u00e4nber bitben, merben fie bop feinelioeg! in vern\u00fcnftiger SBeife gehegt unb gepflegt. SSerfi\u00e4nbige \u00a9igentp\u00fcmer ber \u00a9iberpotme ober SBrutpl\u00e4pe nehmen ben br\u00fctenben V\u00f6geln, m\u00e4prenb fte legen, einige (gier ioeg unb gtoingen fte baburp, mepr oon biefen gu ergeugen, all fte fonfi tpun m\u00fcrben. Stunmepr aber marten fie, bi! bie SBrutgeit oor\u00fcber ifi unb fammeln bann erft bie dunen auf. \u00a9o Verfahrt man auf \u00a9pit unb im f\u00fcblipen Storioegen, anber! in Sapplanb, auf S^lanb, \u00a9pipbergett unb in \u00a9r\u00f6nlanb. \u00a3ier fpcnt man meber SS\u00f6gel nop (gier. Trop be! fd;lec^ten gleifpel ber \u00e4lteren \u00a9iber\u00fc\u00f6gel betreibt man ipre 3agb japraul, jahrein unb tobtet Taufenbe, unb trop be! erfptlipen SBortpeitl, melden Oor allen Gingen \u00a9ponung fcer br\u00fctenben \u00a9bereuten gem\u00e4prt, nimmt man ipnen \u00a9er unb dunen meg, mo man fte ftnbet Stuf \u00a9pipbergen paben fiep bie folgen biefe! unftnnigen Skrfapren! bereit! fepr bemerflip gemapt; benn m\u00e4prenb man bie Slulbeutung fr\u00fcper nap \u00a9entnern bereepnen fonnte, mu\u00df man jept mit einigen punbert S\u00dffunben gufrieben fein. 2\u00cf\u00cf almgren oerftpert, ba\u00df man jept im #erbfte gar nidpt oft junge \u00a9berg\u00e4nfe erblicfe, unb bie ganger aEgemein \u00fcber bie rafepe Slbnapme, melcpe fte boep fetbft oerfcpulbet paben, in Klagen aulbrecpen. 3n \u00a9r\u00f6nlanb pat ftep bie t\u00dferminberung noep niept fo bemerHicp gemaept; e! merben oonbortau!, laut $olboe!l, aEj\u00e4prtip nop meprere taufenb ^funb oerfanbt. \u201edie gr\u00f6\u00dfte SJtenge unreiner dunen, melcpe oon \u00a9\u00fcbgr\u00f6ntanb au! in einem Sabre abgefenbet m\u00fcrbe, betrug 5007 $funb; Siorbgr\u00f6nlanb liefert ungef\u00e4pr palb fo oiel. SDtan reepnet bie dunen oon gto\u00f6lf Heftern auf ein $funb; e! m\u00fcrben alfo-104,520 SS\u00f6gel iprer dunen unb gugleicp, menigften! gum gr\u00f6\u00dften Tpeile, auep iprer \u00a9ier beraubt.\" \u00a9in '$funb gereinigter \u00a9iberbunen fofiet gegenm\u00e4rtig in Siorioegen ungef\u00e4pr feep! sp\u00e4ter unferel \u00a9elbe!: ber \u00a9eminn, melpen ein reip befepter \u00a9iberpolm liefern fann, ift alfo feinelmeg! unbebeutenb unb m\u00fcrbe ftep nop bebeutenb feigem, mollte man fiep entfplie\u00dfen, bie dunen erft, uaepbem bie Sungen bem Siefe entlaufen ftnb, aufgunepmen. da! SJteer ern\u00e4prt bie n\u00fcplipen S\u00df\u00f6gel; ber Seftper be! SBrutorte! pat alfomeiter S\u00eeipt! gu tpun, all ben ipm gemorbenen \u00a9egen einfad> aufgunepmen.\n\u00dfolfraben unb Staubm\u00f6oen feEen \u00a9iem unb Snngen, Sctgbfalfen unb \u00a9\u00fcf\u00fccpfe biefen unb ben Sitten naep; ber Sftenfp menbet gur 3agb ba! geuergemepr unb gefepieft aufgefeEte Btepe an. 3m \u00a7erbfe erlegt man in \u00a9r\u00f6nlanb gumeilen einige gmangig mit einem eingtgen \u00a9(puffe, faEl man mit einem SBoote fo nape an einen fcpmintntenben \u00a3erb perangurubern oermag, ba\u00df man einen \u00a9pu\u00df in giemliper St\u00e4pe abgeben fann. g\u00fcr bie \u00a9efangenfpaft eignen ftp bie \u00a9ibero\u00f6gel ebenfomenig all-aEe anberen SJteertaupenten : fte oerf\u00fcmmern attp bei ber beften pflege, fetbft menn man ipnen ipre \u00a3auptnaprung, bie SJhtfpeln, in gen\u00fcgenber Stenge oormirft. diejenigen, melpe mir b\u00fcper in ben SLpierg\u00e4rten gepflegt paben, f\u00e4rben regelm\u00e4\u00dfig im #opfomnter, gem\u00f6pnlip bei SBeginn ber K\u00e4ufern Sin eine gortpflangung im $\u00e4f ge if bei ipnen nipt gu benfen.\nTrauer enten (Oidemia) nennt man einigegro\u00dfe Taupentenoon bunfeler g\u00e4rbung, melpe fcp-burp ben an ber \u00a9tim p\u00f6derig aufgetriebenen, giemlip langen, aber breiten, peEgef\u00e4rbten \u00a9pnabel, bie nieberen, fepr gro\u00dfgepigen g\u00fc\u00dfe, mittellangen gl\u00fcgel, ben au! oiergepn gebem befepenben feit-","page":840},{"file":"p0841.txt","language":"de","ocr_de":"(Siberente. \u00a9ammtente.\n841\nf\u00f6rmigen \u00a9dijtoang imb ein ioeid)e\u00ea, fammtige\u00ea \u00a9e\u00dfeber, toetche\u00ea nur am $opfe ober auf bent $t\u00fcgel liniere \u00a9teilen geigt, oon anberen unterfdheiben.\nBon ben brei SIrten biefer \u00a9ruppe, ioetcbe in T)eutfd)lanb beobachtet ioorben \u00dfnb, fommt bie \u00a9am m tente ober Stur pane (Oidemia fusca) amh\u00e4u\u00dfgften in T)eutfd)lanb oor. T)a\u00ea Sft\u00e4nmhen ift fotjifchtoarg, ein Rieden unter bem Stuge unb ber \u00a9piegel ioei\u00df, ber \u00a9cpnabel hochgelbrott), am tobe unb an ber S\u00dfurget fdjtoarg, ber gu\u00df bla^fleif^rot^, auf ben \u00a9etenten \u00dfhtoarg geb\u00e4nbert, ba\u00ea Singe perltoei\u00df. T)a\u00ea T\u00dfeibdhen ift bi\u00ea auf einen runben, meinen Rieden am \u00a3%* unb ben meinen \u00a9piegel, einen gitbtidjen B\u00fcgelfireifen unb bie grautoei\u00dfe Bruftmitte bunfelbraun. \u00a9ein Stuge ift braun, ber \u00a9djnabel fcptoarg, ber $u\u00df gr\u00fcngelb. T)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 24, bie Breite 40, bie gittigl\u00e4nge 12, bie \u00a9djioangt\u00e4nge 3V2\nSide Trauerenten ftnb im Sterben ber \u00a9rbe heimifcf) unb br\u00fcten nicht ober ioenigfieng nur au\u00eas nahm\u00eatoeife bieffeit\u00ea be\u00ea ^Solarfreife\u00ea. T)ie \u00a9ammtente betoohnt oom n\u00f6rblidjen \u00a9fanbinaoien an nad) Often pin alte entfpredhenben S\u00e4uber bi\u00ea Stmerifa, fc^eint febod) auf $\u00ealanb unb in \u00a9r\u00f6nlanb niebt oorgufommen. 3^ Siu\u00dflanb unb \u00a9ibirien ift fte gemein, \u00a9etegentlidj thre^ 3u9e^ erfd^eint Ite an nuferen l\u00fcften, ftreift audj \u00efooht ioeiter nadj \u00a9\u00fcben hinab unb fommt fogar, obfdjon fetten, in \u00a9panien unb \u00a9riedjentanb Oor. 2>nt Binnentanbe geigt fte ftd^ fetten, geio\u00f6hnlidh aud> erft fp\u00e2t im ^apre, um bie SJlitte be\u00ea S\u00eeooember ober SInfang\u00ea T)egember, oerioeilt ^ter auch, fotange bie offenen \u00a9eto\u00e4ffer ihr T)ie\u00ea geftatten, unb feprt balbm\u00f6glict)ft, fr\u00fcher at\u00ea bie \u00fcbrigen \u00a9nten toieber nactj bem S\u00eeorben gur\u00fcd. T)a, too ber \u00a9olffttom ihr ba\u00ea S\u00ef\u00eeeer offen erh\u00e4lt, fieht man fie to\u00e4hrenb be\u00ea gangen BMnter\u00ea in ben f\u00fctteren ftforben unb Buchten fidj aufhatten, hier meiften\u00ea gu gr\u00f6\u00dferen \u00a9dhio\u00e4nnen gefc^art, to\u00e4hrenb fie fonft nur fteinere \u00a9efettfehaften bilbet. S\u00f6o fie \u00dfd) audh aufhatten mag: freie\u00ea, offene\u00ea SBaffer ift e\u00ea, ioetdhe\u00ea fie befudjt, adern \u00fcbrigen \u00efoenigften\u00ea entfctjieben beoorgugt. T)ie St\u00e4he be\u00ea \u00a9djitfe\u00ea ober Stohre\u00ea, auch bie be\u00ea Ufer\u00ea oermeibet fte fooiet at\u00ea m\u00f6gtich; fetbft um gu br\u00fcten to\u00e4hltfie \u00dfdj gr\u00f6\u00dfere T\u00f6affer\u00df\u00e4djen au\u00ea.\nT)ie \u00a9ammtente geht unb fliegt fdjtoerf\u00e4l\u00fcg, taucht aber meifterhaft. T)ie \u00a9timme ift ein tiefe\u00ea, rauhe\u00ea \u201e\u00aerah, frah\", ioetdhe\u00ea gutoeilen abgef\u00fcrgt unb mieberhott au\u00eagefto^en ioirb. Staumann fagt, ba\u00df fie toeniger fdjeu fei at\u00ea bie oerioanbten SIrten, to\u00e4hrenb ich m^> uteinen \u00a9rfabrungen oer\u00dfdjent barf^ ba\u00df fie toenigfien\u00ea in Stortoegen bie oor\u00dfct)tigfte aller Tauchenten genannt toerben mu\u00df. 3$ traf fte guerft paartoeife auf bem SDooreffetb an unb gtoar to\u00e4hrenb ber Baarung\u00eageit, bem\u00fchte mid) aber oergeblid), eine gu erlegen, toogu freilich bie \u00a9etoohnheit, m\u00f6glid)ft bie SJtitte eine\u00ea \u00a9e\u00efo\u00e2ffer\u00ea aufgufudhen, ba\u00ea 3hr*ge beitrug, \u00a9p\u00e4ter fanb ich mehrere ftamitien in Sapptanb auf; aber auch biefe toaren ungemein oor\u00dfct)tig. Sitte, ioelche idh beobachtete, lebten nur f\u00fcr\u00dfet), ohne ftd) um anbere \u00a9nten ober anbere B\u00f6get \u00fcberhaupt gu f\u00fcmmern.\nSBeicpthiere, in\u00eabefonbere SJht\u00dfhetn, bilben bie Hauptnahrung ber \u00a9ammtente unb ihrer Bers toanbten \u00fcberhaupt. Sluf ihren Brutteichen mag fie audh ^erbtl\u00dfere unb T\u00df\u00fcrmer unb gelegentlich oiettei^t noch \u00cfI\u00abne $i\u00dfhe fangen. $ene Thiere bleiben aber bie beoorgugten, unb be\u00eaha\u00efb fliegt jte, toenn fie br\u00fctet, ftet\u00ea auf ba\u00ea SJteer h^^u\u00ea, um hiev gu fifbhen. T>a\u00df fie ^\u00dfftangenftoffe uidht g\u00e4ngtidh Oerfchm\u00e4ht, ift burdj Beobachtungen feftgefteHt toorben.\n\u00a9djon auf ben \u00a9ebirg\u00eafeen be\u00ea f\u00fcblicpen S\u00eeortoegen\u00ea niftet bie \u00a9ammtente giemlidj regelm\u00e4\u00dfig; toeiter oben im S\u00eeorben oermi\u00dft man fte faum auf irgenb einem ber gr\u00f6\u00dferen \u00a9eto\u00e4ffer biefer SIrt, oorau\u00eagefeht, ba\u00df e\u00ea untoeit be\u00ea SJ\u00ceeere\u00ea tiegt. Um bie SJ\u00ceitte be\u00ea 3uni ftnbct man ihr \u00efunf\u00eetofe\u00ea Sceft-giemtidh oerborgen im \u00a9eb\u00fcfdhe ober im hohen\tBin\u00dfdht jc. \u00a9\u00ea toirb au\u00ea groben\n\u00a9tengetn, Ha^men un^ bl\u00e4ttern tofe gufammcngefdhidhtet unb fp\u00e4ter mit ben T)unen be\u00ea SSeibdhen\u00ea au\u00eagetteibet. T)ie acht bi\u00ea gehn \u00a9ier, Joetd;e ba\u00ea \u00a9etege bilben, finb t\u00e4ngtidheirunb, gtatt unb gt\u00e4ngenb, frifch oon gartrothgetbtoei\u00dfer F\u00e4rbung. T)ie jungen oertoeiten im Brutteidhe, bi\u00ea fie oottft\u00e4nbig fliegen gelernt h\u00fcben, lehren anf\u00e4nglich aud) oft noch gu biefem gur\u00fcd, nadhbem \u00dfe bereit\u00ea ba\u00ea SJteer begogen, machen \u00dfch fp\u00e4ter auf biefem heimifd) unb oertaffen ba, too ber T\u00dfinter \u00dfe gtoingt, bie Brutgegenb gegen \u00a9nbe Oftober\u00ea g\u00e4ngig.","page":841},{"file":"p0842.txt","language":"de","ocr_de":"/\n842\tTie \u00a9cpnnmmer. 3aPnfd)n\u00e4blei\\ Taudpenten.\n\u00a9efangene \u00a9ammt = ober Trauerenten \u00fcberpaupt fiept man [eiten in ben Tierg\u00e4rten, obgleid) bie \u00a9ogelfteder an ben \u00a9eef\u00fcften adj\u00e4prlidp riete \u00f6on ipnen erbeuten. \u00a9ie l\u00e4ffen fid) fairer galten, felbft menn man e3 ipnen an dftufdpeln, iprem Sieb\u00efing\u00eafutter, nidpt feien l\u00e4\u00dft. SRittber nodp als bie oer\u00e4nberte Raprung, gu melier fte im gefangenen $uftanbe fcocp mepr ober meniger gen\u00f6tigt merben, fdpeint ipnen bie \u00a9B\u00e4rme unfereS \u00a9ommer\u00bb gu Belagen. \u00a9ie \u00fcberftein ben \u00a9Binter attfdpeinenb fei gut, freffen, Befinben ftdp moi unb finb munter, melfen aber ftdptlidp bapin, je p\u00f6per bie \u00a9omte ftcigt unb erliegen enblid) gem\u00f6pnlid) im $odpfommer, menn bie dRaufer Bei iien eintritt.\nT)a3 \u00a9Bilbpret fagt unferem \u00a9aumen nidpt gu, gilt aber unter Sappen, \u00a9amojeben, Tungufen unb \u00e4pttlidpen \u00a9\u00f6lferfdpaften als ein oorg\u00fcglidper Sederbiffen. T)eSpalb merben im popen SRorben unb in \u00a9ibtrien adj\u00e4prlicp gro\u00dfe S^gben auf biefe \u00a9nte angeftedt, pauptf\u00e4dplidp m\u00e4prenb ber dRaufergeit, meldpe f\u00fcr bie n\u00f6rblidpen dRongolen \u00fcberpaupt als g\u00fcnftigfte S<*gbgeit gilt. 3>n ^n dReerbufen ober \u00a9\u00fc\u00dfmafferteicpen, auf meldpen fid) bie maufernben \u00a9nten gufammenpalten, treibt man fte mit #ilfe oon meprerett \u00a9ooteit oorftcptig nadp feidptcren \u00a9teden unb beginnt, menn fte biefe erreidpen, mit Kn\u00fcppeln eine f\u00fcrdpterlicpe dRepelei unter ipnen, gumeilen punbert unb mepr an einem Tage erbeutenb. \u00a9benfooiete nocp merben bei foldpen Sagben fo oerlept, ba\u00df fte erft fp\u00e4ter gu \u00a9runbe gepen, bem S\u00e4ger aber nicpt gu gute fommen, meil fte uitglaublidp g\u00e4plebig ftnb unb nodp tobtmunb ft dp ipren $einben gu entgiepen miffen.\nT)ie befanntefte aller Taudpenten ift bie Tafelente, ber im \u00a9imteitlanbe p\u00e4uftgfie Vertreter ber dRoorenten (Aythya), ein fdp\u00f6iter, fr\u00e4ftiger Siegel mit mittellangem, am \u00a9runbe nicpt aufge; fepmodenem \u00a9dpnabel, furgen, breitfopligen $\u00fc\u00dfen, mittellangen, aber fptpen kl\u00fcgeln unb einem glatt anliegenben, nirgettbS oerl\u00e4ngerten \u00a9efteber.\nT)ie m\u00e4nnlidje Tafelente (Aythya ferina) ift auf $opf unb \u00a9orberpalS fd)\u00f6it braunrotp, auf ber \u00a9orberbruft fdjmarg, auf bem R\u00fcden unb auf ben \u00a9Beidpen bla\u00dfafdpgrau, fepr gart fdpmarg quer gemedt, in ber \u00a9tei\u00dfgegenb fdpmarg, auf ber Unterfeite graumei\u00df; bie fyt\u00fcgelbecffebern ftnb afdpgrau, diejenigen, meldpe ben \u00a9piegel bilben, lidptgrau, bie \u00a9djmingen unb \u00a9teuerfebern grau. T)aS dluge ift gelb, ber \u00a9dpnabel an ber \u00a9B\u00fcrgel unb an ben R\u00e4nbern fdpmarg, \u00fcbrigens blattgrau, ber $u\u00df gr\u00fcnlidpgrau. \u00a9eint \u00a9Beibcpen ftnb \u00aeopf unb $alS r\u00f6tplid)graubraun, ber R\u00fcden, bie \u00a9ruft unb bie \u00a9eiten auf gilblicpgrauem \u00a9runbe mit bnnfleren, fdpmargbr\u00e4unlidpett, aber meitig peroortretenben dRonbfleden gegeidpnet, bie dRitte unb ber \u00a9aud; mei\u00dfgrau, ber gl\u00fcget afdpgrau. SP\u00bbt \u00e4pnelt baS dR\u00e4nndpen in feiner \u00a9ommertradpt, nur ba\u00df ade f\u00e4rben lebpafter unb bie fyebern fog g^\u00fcden\u00eb reiner grau ftnb. T)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 19, bie \u00a9reite 30, bie ^ittigl\u00e4nge 9V2, bie \u00a9d;mangl\u00e4nge 2V* 3od.\n\u00a9om \u00a9olar\u00efreife an bis gegen ben \u00a9BenbefreiS pin unb Oont \u00a9aifat an bis gum ^elfengebirge, pat man bie Tafelente an entfpredpenben Crten \u00fcberad gefunben. Sm popen Rorben fdpeint fte nidpt oorgufontmen, unb bie f\u00fcblidpen Tpeile ipreS \u00a9erbreitungSfreifeS Befudpt fte nur m\u00e4prenb ipreS 3ugeS; benn fie gep\u00f6rt eigentlich bem Sorbett beS gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtelS an unb frnbet fdpon im \u00a9\u00fcben \u00a9uropaS bie ipr gufagettbe SBinterperberge. Sn T)eutfcplanb ift fie nirgenbS feiten, in ben maffers reichen \u00a9benen beS dcorbenS ein regelm\u00e4\u00dfiger, pier unb ba fogar fepr p\u00e4uftger \u00a9rutOogel. \u00a9ie erfdpeint im dR\u00e4rg unb oerl\u00e4\u00dft bie jpeimat im Oft ober unb Rooember mieber, bringt aber ben \u00a9Sinter bei gelinber \u00a9Bitterung eingeln audp in unferem \u00a9aterlanbe gu. Sk \u00a9\u00fcbru\u00dflanb, ben Tmnautief; l\u00e4nbern, \u00a9riecpenlanb, \u00a9\u00fcbitalien, \u00a9panien unb in gang -Rorbafrifa mirb fie m\u00e4prenb ber \u00a9Bintermonate \u00fcberad gefunben. \u00a9ie giept be\u00e2 \u00a9iadpt\u00ea in gro\u00dfen Raufen, gem\u00f6pnlidp unorbentlidp burep einanber, au\u00eanaprn\u00eametfe audp mopl in eine fdpiefe \u00fcteipe georbnet, meift fcpreienb ober menigften\u00ea tnarrenb, unb erfdpeint im f\u00c7r\u00fcpjapre in Heineren \u00a9efedfdpaften ober paarmeife mieber. \u00a9B\u00e4prenb be\u00ea \u00a9ommer\u00ea begiept fte \u00a9\u00fc\u00dfmaffetfeen, gro\u00dfe Teidpe ober audp \u00a9r\u00fcdpe, meldpe freie","page":842},{"file":"p0843.txt","language":"de","ocr_de":"Safetente.\t843\nS\u00dfafferfl\u00e4cpen bon einiger Siefe paben, unb Befugt bon ipnen auS Heinere \u00a9eto\u00e4ffer ber dlafy barfepaft.\n3>nnerpalb iprer Familie geh\u00f6rt bie Safe\u00efente za ben beioeglicpften Strten. \u00a9ie gept oerp\u00e4ltnif^ m\u00e4\u00a7ig beffer als bie meifien \u00fcbrigen, obgleich noep immer feptoerf\u00e4dig, Betritt baS Sanb aud) nur ungern, p\u00f6cpftenS um fiep auf fixeren \u00a9anbb\u00e4nfen auSzarupen ober eine an ben \u00a9tranb getoorfene ^ftanjenmaffe gu burepft\u00f6bern, unb befristet fonft aCte ipre \u00a9efep\u00e4fte auf bem S\u00f6affer. ^m \u00a9cptoimmeti fenft fie fiep etioaS toeniger tief ein als ipre Vertoanbten, burcpfurd)t bie SSetten aber mit berfetben \u00a9etoanbtpeit haie biefe unb ift blipfcpned haieber in ber Siefe oerfeptounben. SDer $lng gefepiept unter paftigem ^l\u00fcgclfeplage, oerurfaept ein oernepmlicpeS D\u00eeaufepen unb f\u00f6rbert nid^t gerabe fepned, fepeint aber boep toeniger za erm\u00fcben als man glauben m\u00f6d>te. S)ie (Stimme ift ein tiefer, fcpnarcpenber Saut, ioelcper burep bie (Silbe \u201e\u00a9parr\" ober \u201e\u00a9perr\", ungef\u00e4hr toiebergegeben toerben bann unb to\u00e4prenb ber Paarungszeit ooit einem eigentp\u00fcmlicpen \u00a9et\u00f6n, toelcpeS Naumann \u201eOu\u00e4tfcpen\" nennt, begleitet. 2>m Vergleiche gu ben \u00a9djtoimmenten ift bie Safetente toie ihre Ver= tranbten toenig fcpeu, gutoeilen fogar febr zutraulich, both maept aud; fie Verfolgung horftebtig, trie fie \u00fcberhaupt bie Verp\u00e4ltniffe halb to\u00fcrbigen unb barnaep panbeln lernt.\nVS\u00e4prenb beS \u00a9ommerS n\u00e4hrt fiep biefe Sauepente faft auSfd;lie\u00a7lid) oon Pflanzenftoffen : VSurzelfnoIlen, keimen, zarten Vl\u00e4tterfpipen, Vl\u00fctpen unb \u00a9amen ber oerfepiebenen 2B aff erg\u00e4nzen; nebenbei f\u00e4ngt fie \u00aeerbtpiere ober gifepepen, lieft \u00fcDtufcpetn auf, furz fuept fid; ipren Sifcp fo oielfeitig als m\u00f6glicp zu befd)iden; to\u00e4prenb beS BugeS Se^ de taepr Su tpierifeper Viaprung \u00fcber, unb bann nimmt ipr fonft b\u00f6ftlicpeS V\u00dfilbpret einen unangenepm tpranigen \u00a9efepmad an.\n\u00a9ie br\u00fctet erft fp\u00e4t im Sapre, fetten oor ber dritte beS SRai, treil fie ipr Dceft am tiebften in bem \u00a9eggen ober \u00dctopre iprer Vrutgeto\u00e4ffer anlegt. SeptereS ift ftetS ein Vinnenfee ober Seicp, toeldjer trenigftenS am fftanbe mit \u00a9epilf, \u00fctopr ober OtiebgraS beftanben ift. Ob er f\u00fcfjeS S\u00dfaffer entp\u00e4lt ober f\u00e4higes, fepeint ipr ziemlich gleichg\u00fcltig za fein; beim man bemerft beine Vorliebe f\u00fcr f\u00fcfjeS S\u00dfaffer. Beeilen legt fie ipr \u00a3Reft in ber SS\u00e4pe betoopnter Orte an, mancpmal auf fepr bleinen Seicpen, f\u00fcprt aber bann bie jungen halb einem gr\u00f6\u00dferen \u00a9etr\u00e4ffer za. 9Sacp iprer 9lnfunft im ^r\u00fcpjapre oertreilen bie Paare l\u00e4ngere $eit unter oerfepiebenen anberen \u00a9nten, fepeinbar opne an eine Fortpflanzung za benfen; \u00a9nbe SlprilS toerben fie unruptg unb lebpaft; bie 2Jl\u00e4nncpen taffen ipren PaarungSruf p\u00f6ren; bie Paare trennen fiep, unb bie SiebeSbeioerbungen beginnen. S)aS S\u00dfeibd^en fod, naep Sftaumann, frei unter ben oerfdjiebenen Vetoerbern to\u00e4plen unb fiep mit bem Vegt\u00fcdten gelegentlkp fortfcpleicpen, opne bafj biefeS beSpalb K\u00e4mpfe mit iftebenbuptern za beftepen pat. S)aS 9Seft toirb auS trodenem \u00a9epilfe, SRoprpatmen unb \u00a9raSbt\u00e4ttern zafammengebaut, ziemtid) biept oerflodjten, in ber dritte tief auSgemulbet unb fp\u00e4ter rekplicp mit Ounen auSgefleibet. 2lcpt fciS z<pa, auSnapmStoeife mepr, toenn baS erfte \u00a9elege geft\u00f6rt tourbe, toeniger, oerp\u00e4ltniffm\u00e4fsig grofje, runblicpe, feinf\u00f6rnige, glanzlofe, graue ober \u00f6lgr\u00fcnlidje \u00a9ier bilben baS \u00a9elege. \u00a9olange baS V\u00dfeibcpcn nod) legt, p\u00e4lt baS SJi\u00e4nnepen treu za ipm, \u00fcbernimmt auep toopl baS 2lmt beS S\u00df\u00e4cpterS, to\u00e4prenb baS V\u00dfeibcpen aaf bem 9Sefte oertoeilt, unb zeigt jebe Slnn\u00e4perung ber \u00a9efapr toarnenb an; toenn aber baS Vkibdjen einmal br\u00fctet, ziept eS ftd) zar\u00fcd unb oereinigt fiep mit anberen SR\u00e4nncpen, opne fiep um bie \u00a9attin fernerpin za \u00ef\u00fcmmeru. Septere fept ipr Seben opne Veben\u00efen f\u00fcr bie Vrut ein unb oerl\u00e4fjt bie \u00a9ier, toenn fie erft einige Sage gebr\u00fctet pat, niemals. 9\u00eeacp ztoeiunbztoanzig= bis breiunbztoanzigt\u00e4giger Vebr\u00fctung entfepl\u00fcpfen bie jungen, toerben noep im Sauf\u00e7 beffelben SageS auf baS V\u00f6affer gef\u00fcprt, feptoimmen unb tauepen pier opne jeglichen Unterricpt fofort aufjerorbentlicp fertig, entfernen fid) aber anfangs niept auS ber Di\u00e4pe ber bedenben Pflanzen. S)urcp \u00a9infniden meprerer neben einanber fiepenber 9toprftengel unb \u00a9epilfbt\u00e4tter, toelcpe auep toopl mit V\u00dfaffer= Mutern belegt toerben, fepafft ipnen bie dftutter befonbere fRupepl\u00e4pe unb \u00a9cplaffiellen; auf ipnen fipen fie p\u00e4ufig, um fiep za foitnen, za pupen unb auSzurupen. Vei Verfolgung fudpen fie fiep burep oftmaliges Untertauepen zu retten; toieberpolt fiep bie \u00a9t\u00f6rung, fo f\u00fcprt fte bie 9Jlutter an einen fteperen Ort, toom\u00f6gltcp bem Saufe ber \u00a9eto\u00e4ffer fclgenb, im 9Sotpfatte audp \u00fcber Sanb.","page":843},{"file":"p0844.txt","language":"de","ocr_de":"844\n$>ie Sdjnummer. 3ahnfd)u5bler. \u00efaudjenten. S\u00e4ger.\nSic madhfen fdjne\u00df ferait, lernen aber erft fliegen, menu fte ihre \u00bbo\u00dfe \u00a9r\u00f6\u00dfe erreicht haben. 9iun; mehr bereinigen fie ftd) lieber mit ben alten SMnndfen unb bilben bis gum $erbfte gr\u00f6\u00dfere \u00a9efe\u00dffd)aften.\nSReben ben fRaubo\u00f4geln unb ben $r\u00e4f)en, \u00a9Iflern te., meld)e menigften\u00bb ben \u00a9iern gef\u00e4hrlich inerben, fle\u00dft and) ber \u00dfRenfd) ber Tafelente, be\u00ea h\u00f6dhfi fd)ntadhaften 2\u00f6ilbpret\u00a7 halber, nadf), unb bie Verfolgung m\u00e4hrt nod) in ber \u00df\u00dfinterljerberge fort. Von ben Sungen inerben oft niele mit einem einzigen Sd)uffe erlegt, ineil fie bie \u00a9einoljnljeit haben, ftd^, \u00bberfolgt, auf einen bidften Raufen jufammenjubr\u00e4ngen. \u00a3ier unb ba f\u00e4ngt man fie auf \u00a9ntenl)erben gutneilen in gro\u00dfer 2tnjal)l. Sie \u00a9efangenen getn\u00f6^nen fiel) leidet an ein einfad^e\u00ea gutter, toorau\u00f6gefefet, ba\u00df man ihnen menigflen\u00e9 geitineilig einige $ifdje reicht 3m 2\u00a7icrgarten ju \u00ae\u00f6ln haben fte fid) fortgepflan^t.\n2ln\u00ea \u00a9nbe ber Familie ftellen mir bie fRube reuten (Erismatura). Sie meidjen non a\u00dfen Vcrmanbten burd) ihre \u00a9eftalt, namentlich burd) ben Vau be\u00bb Schmanje\u00bb ab unb erflehten un\u00ea gemifferrna\u00dfen al\u00f6 ein Vinbeglieb \u00a7mifd)en ben \u00a3aud)enten unb ben Sd)arben. 3hr Seib ift geftreeft, ber \u00a3al3 tur\u00a7 unb bid, ber \u00aeopf giemlid) gro\u00df, ber Schnabel nom flach, feinten feitlid) flarf aufs getrieben, fein -Raget fleht, ber $u\u00df furgl\u00e4ufig, aber fe^r langlebig, ber gl\u00fcgel auffa\u00dfenb furj unb flarf gem\u00f6lbt, ber Sc\u00dfmang lang, feilf\u00f6rmig, au\u00a7 ad)t\u00a7ehn fd)malen, fe^r fpi^en, garten unb fchne\u00df; fr\u00e4ftigen Gebern gnfammengefe^t, ba\u00ea \u00c6leingefteber fttapp anliegenb unb partfeberig, burep eigen; tp\u00fctnlicpe F\u00e4rbung unb 3eid)nuttg non bem anberer \u00a9nten fepr \u00bberfdpieben.\nVei ber \u00dftuber; ober \u00aeupferente, aud) mopt Sonnen;, Scpmar^;, \u00c7afan; ober mei\u00dff\u00f6pfige \u00a9nte (Erismatura leucocephala) genannt, ift ber $opf mei\u00df, ein gro\u00dfer Rieden auf bem Dberfopfe, ein \u00a3al\u00a7banb unb bie $eple fdpmarg, ber UnterpaB unb $ropf faftanienbraun, fein fcpmar$ geme\u00dft, ber \u00dfRantel graugelb, fcpmaq gem\u00e4ffert, bie Unterfeite rofigelb, in ber SRitte graumei\u00df, fcpmarj gem\u00e4ffert; bie \u00a3anbfd;mingen ftnb grau, bie Steuerfebern fcpmar$. Sa\u00ea 2luge ift rofigelb, ber Schnabel blaugrau, ber ftu\u00df rotpgrau. Sie S\u00e4nge betr\u00e4gt 19, bie Vreite 25, bie gittigl\u00e4nge 6%, bie Scpmangl\u00e4nge 412 3\u00bbH. Sa\u00ea fleinene, buntere, jebod) minber fep\u00f6ne \u00df\u00dfeibepen unterfepeibet ftd) ocrnepinlicp burd) ben \u00dfRangel ber mei\u00dfen \u00c4opffeiten unb ber fd^marjen $opf; jeiepnung nom \u00dfR\u00e4nndpen. Ser Dberfopf unb ein mit \u00a9ilblicpmei\u00df eingefa\u00dfter \u00df\u00dfattgenfled ftnb braun , bie \u00fcbrigen Gebern gleichm\u00e4\u00dfig roftbraun, fdpmarj unb grau geme\u00dft.\nS\u00fcbofi ; unb S\u00fcbeuropa, ba\u00ea f\u00fcblicpere \u00dcRittelafien unb \u00dfcorbmeftafrifa ftnb bie Heimat ber fRuberente; in Seutfcptanb pat fte fiep bisher nur aB Saling gegeigt. Sie fepehtt aud) inmitten ipre\u00ea Verbreitung\u00eafreife\u00ea minber gaplreicp norjufommen aB anbere (Snten, mirb menigflen\u00ea nid)t fo oft mie biefe beobachtet. 2luf ben gro\u00dfen unb fleineren Seen \u00e4Rittelajten\u00f6 fo\u00df fte fepr p\u00e2ufig fein; in ben ntepr nad) V\u00dfeflen gelegenen S\u00e4ubern ift Sie\u00a7 nicht mehr ber $a\u00df. \u00a9riedhenlanb befudht fte \u00a7mar regelm\u00e4\u00dfig, aber immer feiten; in Spanien t;at man fie bisher noch nicht beobachtet. Vufcrp unb \u00a3riftram fanben fte auf ben Seen Sllgerien\u00f6; ber le^tgenaunte gorfcher erbeutete auch i\u00a7re (gier. \u201eSie mei\u00dff\u00f6p\u00dfge (gutt\u201c, fagt Vuorp, \u201emetdje man immer gu \u00a7mei neben einanber fleht, ift eine ber gierlichften (Srfdheinungen. 3h\u00bb fdh\u00f6ner, he\u00dfblauer Sd)uabel flicht lebhaft Oon bem mei\u00dfen $opfe unb bem braunen K\u00f6rper ab, unb ihre Spaltung im Sdhmirnnten ifl eine \u00e4u\u00dferft attfprechenbe. Sie hebt n\u00e4mlid; ben Schmang in faft fenfrechter ^Richtung empor unb gleitet, nicht un\u00e4hnlich einer Varfe, leicht unb rafd) \u00fcber bie Oberfl\u00e4che bal)in. Vei ber Verfolgung fliegt fie fetten auf, ifl jeboch, ihre! fd)ne\u00dfen Schmintmen\u00e4 halber, fdhmer ju erlangen.\" Sie fdhmimrnt fo tief im \u00df\u00dfaffer, ba\u00df man au\u00dfer bem ^opfe, ^alfe unb Sdhmanje menig 51t fehen befommt, greift mit ben breiten 9tubern","page":844},{"file":"p0845.txt","language":"de","ocr_de":"Sfluberente.\n845\nfr\u00e4ftig au\u00e2 unb Wetteifert an \u00a9dpnedigfett imb \u00a9tudp fertigfeit mit jeher \u00a9dparbe. Sludp ipr $Iug tfi bem eine\u00ea \u00a3audper3 \u00e4pnlicper a\u00ef\u00ea bem anberer Enten; er erforbert ein beft\u00e2nbige\u00ea \u00a9dp Wirren mit ben kl\u00fcgeln. \u00a9ie \u00a9tirnrne foil ein fnarrenbe\u00ea Ouafen fein, ber anberer \u00a9xudpenten aber \u00e4hneln.\nHeber bie Slaprung ift man nodp nidpt geniigenb unterricptet, barf jebodp annepmett, bafj ipre \u00a9dpwimmf\u00e4pigfeit ipr aud) bie Verfolgung unb Erbeutung Oon ^ifdpen geftattet.\n3>n Sdittelafien br\u00fctet fie am fp\u00e4teften unter alten Entenarten; benn Oor bem 3>uli finbet man ipre Eier nidpt. \u00a9ie legt ipr SReft m\u00f6glidpft oerborgen an, meift auf niebercn Sagen, gWifdpen jung-auffdjiefenben, \u00fcberwucpentben \u00a9cpilf; unb dfiebftengeln in gr\u00f6\u00dferen \u00a9ididpten, Wie Oergraben, bedt e\u00a7 and) oft oben nodp mit \u00a9dpilfftengeln gu. \u00a3rifirant fanb auf einem \u00a9ee Slfgerien\u00ea gWei Hefter, bas> eine brei, ba\u00a7 anbere acpt Eier entpaltenb. \u201e\u00a9iefe ftnb fepr grofj im Verp\u00e4ltni\u00a7 gum Vogel, rein eliptifdp, fepr raupfdpalig, \u2018benett anberer Enten uit\u00e4pnlidp unb oon $arbe b\u00fcfterWeif\u00ea.\" Heber ba\u00ea Seben ber jungen festen un\u00a7 nodp au\u00eaf\u00fcpriidpe $Radprid)ten, unb ebenfo Wenig ftnb Wir \u00fcber bie \u00c7einbe, ben \u00fcdupen ober \u00a9djaben ber dhtberenten unterricptet.\n*\n*\nVon ben bisher genannten 3apnfdpn\u00e4blern unterfcpeiben ftcp bie \u00a9\u00e4ger (Mergi) burdp fepr geftredten Seib, mitteltangen, aber b\u00fcnnen $al\u00ea, gro\u00dfen, geW\u00f6pnlicp burdp Vufcp ober Rauben gefdpm\u00fcdten $opf, ben langen, geraben ober ein Wenig aufw\u00e4rts gebogenen, fd)fanfen, jdpmalen, faft Walgenf\u00f6rmigen, fdjarfranbigen, mit ftarfen S\u00e4nnen befepten unb mit einem fr\u00e4ftigen \u00a7afen t>erfepenen \u00a9dpttabel, Weit hinten eingelenfte, niebrige, grofgepige $\u00fcfe, bercn pintere 3?pe wie bei ben \u00a9mdpenten einen breiten ^auttappen tr\u00e4gt, mitte\u00eftange, fepr fpipe f\u00ff\u00ef\u00fcge\u00ef, unter beren \u00a9dpwhtgen bie erfte-unb gWeite bie l\u00e4ngften ftnb, einen htrgen, breiten, abgerunbeten, au\u00a7 fed;\u00eagepn bi\u00ea adptgepn Gebern beftepenben \u00a9d;Wang unb ein Weicpe\u00ea, bidite\u00ea, fdj\u00f6ngef\u00e4rbte\u00e4 $Ieingeftebcr, Wedpe\u00ea nacp \u00aeefd;Iedpt unb Sitter wie nad) ber 3apre\u00a7geit \u00e2nbert.\n\u00a9er innere Vau ftimmt, laut SBagner, fepr mit bem ber Enten \u00fcberein, \u00a9er \u00a9dp\u00e4bel geigt bie meiften SIbwetd)ungen : e\u00a7 feplen am fpinterpaupte bie S\u00fcden ober \u00a3>autinfeln; ba3 \u00a3pr\u00e4nenbein pat anftatt breit abfteigenber ^ortf\u00e4pe einen flehten, fpipen \u00a9ornen; ber pintere \u00a9dpl\u00e4febont ifl Wenig entwidelt; faft alte @eftdpt\u00eafnod)en ftnb in bie S\u00e4nge gegogen. \u00a9ie V\u00f6irbelf\u00e4ule beftept au\u00a7 funfgepn \u00a7at\u00eb;, neun \u00dcb\u00fcden; unb acpt @d)WangWirbetn; ba\u00a7 Vruftbein \u00e4pnett bem ber Enten, ift pinten gangranbig unb beftpt nur fpautinfeln, aber feine Vudpten. f^aft ade $nodpen ftnb marfig. \u00a9ie 3unge ift fdpmal unb minber fteifdpig al\u00ea bei ben Enten, feitlidp mit feinen, fpipen Margen befept, ber Vormagen Weit unb br\u00fcfenreicp, ber ddagen fepnig unb p\u00e4utig. \u00a9ie Suftr\u00f6pre _geigt gWei eif\u00f6rmige SlnfdjWedungeit, ber untere $eplfopf eine grope fn\u00f6dperne ^j\u00f6plung, au\u00ea Weldper giemlid) Weit oon einanber entfernt bie Suftr\u00f6pren\u00e4fte entfpringen; nadp littf\u00ea befinbet ftdp eine grope, breifantige Erweiterung, oon ber $nod;en!eifte an ben kanten eingefa\u00dft, bagWifdpen grope, p\u00e4utige Sfenfier. Slud) beim V\u00dfeibdpen ift ber untere $epHopf nod) anfepnlicp; bei eingelnen Sitten \u00e4nbert biefer Vau ab.\n9J?an barf bie \u00a9\u00e4ger al\u00eb Hebergang\u00eaglieb oon ben \u00a9rucpenten gu ben \u00a9eetaudpern betracpten; bocp fiepen fte ben erfteren n\u00e4per at\u00ea ben lepteren. \u00a9ie gepen fepr fd)Iedpt, watfdpetnb unb Wadetnb, mit Wenig aufgerid)tetem Vorberf\u00f6rper, fcpwintmen oorg\u00fcglid), gteid; fdpned unter bem SBaffer Wie \u2022auf ber \u00a9berft\u00e4dpe bapin, taudpen mit gr\u00f6\u00dfter Seid;tigfcit unb f\u00f6nnen lange unter bem VBaffer oerWeiten; fte paben leidpten, fcpnedett, entenartigen $Iug, nepmen, audp Wenn fte gefedfcpaftlid; burdp bie Suft giepen, eine gewiffe \u00a9rbnung an, erpeben fidp unter \u00a9er\u00e4ufcp unb mithilfe iprer Veine giemlid; leidpt oom VBaffer unb ft\u00fcrgen ftd) fdpief auf baffelbe perab, nadj bem Einfaden cntweber fofort untertaud>enb ober burdp bie oorgeftredten \u00dc\u00eeuber ftdp aufpaltenb. ^pre \u00a9timme ift ein nterf; W\u00fcrbige\u00ea \u00a9dmarren, Weldpe\u00ea oielfadp betont unb unter Hmft\u00e4nben fogar WopUautenb Wirb. Sin","page":845},{"file":"p0846.txt","language":"de","ocr_de":"846\n\u00ee)ie Schwimmer. 3abttfdW\u00f6bIcr. \u00a9\u00e4ger.\nSSerftanb fiebert fte hinter beit (Sitten nidjt guriicf; il)r Sefen ift aber mtfreunblidjer als bet biefen. \u00a9ie ftnb flug, oorftchtig unb fc^eu, auberen ihrer 2lrt bis gu einem geWiffen \u00a9rabe gugetljan, alfo audj gefeUig, aber neibifd) im h\u00f6d)ften \u00a9rabe unb bes^alb oft ftreit; unb raufluftig, aud) aufjer ber ^\u00dfaarungSgeit. Um anbere 23\u00f6gel bef\u00fcmment fidj bie meiften nicpt; jebe 2lrt lebt mehr ober Weniger f\u00fcr ftd) unb h\u00e4lt fiep, and) Wenn fte mit auberen \u00a9d)WimmO\u00f6geln baffelbe \u00a9eio\u00e4ffer teilt, abgefonbert oon biefen. \u00a9ine dlrt mad)t pieroon eine dluSnahme: fte ftetjt mit Taudjenten in freunbfchafttidjem dRrfepre unb tritt guWeilen mit ihnen in ein fo inniges 3Ser^\u00e4Xtni\u00a7, bafj fte mit ihnen 3unge erzeugt.\nSide betannten \u00a9\u00e4ger geh\u00f6ren betn dtorben 'ber \u00a9rbe an, ftnb aber giemlid) gleid)m\u00e4fgig \u00fcber bie \u00f6ftlidje unb Weftlicpe $\u00e4lfte ber \u00a9rbe oerbreitet; auch bie einzelnen Slrten fommen in ber alten unb neuen 3BeIt gleichzeitig oor. \u00a9trenge $\u00e4lte oertreibt fie auS bem h^heu korben unb gwiugt fte gu S\u00e4uberungen, Weldje fte giemlid) regelm\u00e4\u00dfig bis nach \u00fcRorbbeutfcptanb, feltener bis nach bent \u00a9\u00fcben \u00a9uropaS ober unter entfpreepenber ^Breite gelegenen S\u00e4nbern dlftenS unb SlmerifaS f\u00fchren. 3s twd) ber \u00a9ertlidjfeit, weldje fte beWopneu, ftnb fte Bug;, Sauber; ober \u00a9tricho\u00f6gel; feine 2lrt wanbert toeiter, als fte ntu\u00a7. \u00a9ie oerlaffett ein \u00a9eW\u00e4ffer, trenn \u2018biefeS gufriert unb fliegen, gew\u00f6hnlich ben $l\u00fcffen folgenb, fotreit, bi\u00bb fte ein offenes \u00a9eto\u00e4ffer ftnben. 2In biefem oertoeilen fte, folange fte f\u00f6nnen; Wenn bie Umft\u00e4nbe ftd; beffern, fepren fie*Wieber naep bem dcorben gur\u00fcd 3ebe 2lrt Wanbert m\u00f6glichft mit auberen 3hre33leid)en, feltener mit SSerWanbten, nodh feltener mit \u00a9nteit.\nSide \u00a9\u00e4ger ftnb dtaubo\u00f6gel. \u00a9ie oerfdfnmpen ^\u00dfflangennaprung gWar nicht g\u00e4nglicp, nehmen aber bod) nur im diotpfade gu folder ihre Buflucpt. 3pv eigentliches gutter finb gifepe unb anbere Safferthiere, beifpielSWeife fleine Surcpe, $rebfe unb $erbtpiere. \u00a9ie $ifcpe erbeuten fte burch fcpnedeS dcadjjagen unter Saffer, gang fo Wie Taucper foldje erlangen; hoch burepfepnattern auc*> fie guWeilett nod) naprungoerfpreepenbe feilte \u00a9teden ber \u00a9eW\u00e4ffer. \u00a9ie ftnb p\u00f6d)ft gefr\u00e4\u00dfig unb f\u00f6nnen bentgent\u00e4fi in bebauten \u00a9egenben ben f^ifchereien p\u00f6cpft empfhtblicpen \u00a9(haben guf\u00fcgen.\n3pre $ortpflangung ftimmt mit ber ber \u00a9nten \u00fcberein, \u00a9ie leben in \u00a9inWeibigfeit unb in gefchloffener \u00a9he, br\u00fcten auf bem 33oben gWifchen unb unter \u00a9eftr\u00fcpp ober \u00a9eftr\u00e4uep, in fRieb; unb Saumh\u00f6plen ober auf paffenben dkumgWeigen, aud) Wohl felbft in ben dieftent anberer t\u00df\u00f6gel. 3hr funftlofeS Dceft wirb oon trodenem \u00a9cpilfe, Saube, dRofe, Snfen unb bergleidjen aufgefdjicptet unb Wie bei ben \u00a9nten mit \u00a9unen auSgefleibet \u00a9aS \u00a9elege enth\u00e4lt fteben bis oiergehn ungefledte, graugr\u00fcnlid)Weifje \u00a9ier. \u00dcRur baS Seibcpen br\u00fctet unb gWar ungef\u00e4hr gWeiunbgWangig bis oierunb; gWangig Tage lang; baS dR\u00e4nncpen h\u00e4lt ftd) W\u00e4hrenbbem in ber \u00dcR\u00e4pe ber \u00a9attin auf, erfcheint aud) anfangs noch bei ben 3ungen, oerl\u00e4\u00dft biefe aber halb, fdbjl\u00e4gt ftdj mit auberen feines \u00a9efdjlecpteS in gl\u00fcge gufammen unb oerbringt nun in bereu \u00a9efedfehaft bie dRaufer.\n\u00a9en fleineren dlrteit ftedeu ade unfere \u00a9belfalfen unb ber ^abicht nach; ber 23rut Wirb baS gefammte d\u00eeaubgeug, Welses in $rage fommen fann, gef\u00e4hrlich, \u00a9er dRenfd) oerfolgt fte nicht regel; m\u00e4\u00dfig, Weil baS Silbpret fcplecpt unb thranig fchmedt, nimmt ihnen jebodj oft bie \u00a9ier auS unb oerWenbet auch ftopl bie \u00a9unen unb Gebern. 3u ber \u00a9efangenfdjaft Werben bie \u00a9\u00e4ger nur oon Wahren Siebpabertt gehalten, Weil ihre Unterhaltung giemlidj fofifpielig ift unb fte einen Wirflicpen dhtpen nicht gew\u00e4hren f\u00f6nnen. \u00a9ie \u00a9cp\u00f6npeit ihrer f\u00e4rben unb bie Sebenbigfeit ihres SefenS feffeln \u00fcbrigens febett \u00a9pierfreunb unb empfehlen fte f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Seiher gar fehr, OorauSgefept nat\u00fcrlich, baff man auf biefen SS\u00f6gel halten, nidjt aber auch 3ifcpe g\u00fcrten wid; benn le^tere oertilgen fte unfehlbar in f\u00fcrgefter Beit.\n\u00a9er Btoergf\u00e4ger, dR\u00f6oen;, \u00a9iS; ober \u00a9Iftertaucher, dRerg, bie freug; ober \u00a9ternente, baS Siefel;, \u00a9Ifter; ober \u00fcRonnenentcpen (Mergellus albellus), welchen man, feines furgen, breiten \u00a9chitabelS, oiedeid)t auch ber eigent\u00fcmlichen SebenSWeife halber, gum Vertreter einer befonberen \u00a9ippe erhob, pat groffe Slepnlicpfeit mit gewiffen Tauchenten, inSbefonbere mit ber","page":846},{"file":"p0847.txt","language":"de","ocr_de":"Btoergf\u00e4ger.\n847\n\u00a9djetlente, \u00bberbient alfo guerfi erm\u00e4hnt 51t Serben. \u00a9a! ipodjgeit\u00fcleib be! SJt\u00e4nndjen! ift rcintoei\u00df, eine \u00a9teile \u00a7tDifd;ert bent Singe unb bem \u00a9djnabel nnb ein S3anb im \u00a9enid fdjmarggr\u00fcit, ber St\u00fcden nnb ber gr\u00f6\u00dfte \u00ef^eil be! $I\u00fcgel!, gtcei female SSinben an ber \u00a9djulter nnb eine S\u00e4ng!binbc \u00fcber bent Fl\u00fcgel fdjtoarg, bie \u00a9eiten bl\u00e2ulidfjgrau nnb fdjmarg quer gemellt, bie \u00a9djmhtgen fdjmargbraun, bie \u00a9teuerfebern grau. \u00a3)a! Singe ift bl\u00e4ulidjgrau, ber \u00a9djnabel unb $u\u00df graublau. S)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 19, bie Streite 80, bie ^ittigl\u00e4nge 8V2, bie \u00a9dbmangl\u00e4nge 3 3o\u00fc. S3eim Heineren SBeibdjen finb \u00aeo\u00a3f unb fpinterbal! braun, bie B\u00fcgel fcbmarg, bie \u00aeeble unb bie Unterfeite mei\u00df, bie Slanted febern grau, auf ben kl\u00fcgeln, an ber Dberbruft unb an ben \u00a9eiten mei\u00dflidj unb fdjmarg in bie Quere gemedt. (Sin \u00e4bnlid)e! \u00aeIeib legt ba! Sft\u00e4nndjen nadj ber \u00a9ommermaufer an.\nS\u00eeorbaften muf al! bie eigentliche Heimat be! B^ergf\u00e4ger! begeidjnet merben; \u00bbonbierau! erftredt ftdj fein SSerbreitung\u00dcrei! in meftlidjer Stiftung bi! Storbeuropa, in \u00f6ftlidjer bi! SImerifa, foba\u00df alfo aud) biefe SIrt ben brei n\u00f6rblid^en Erbdjeilen ange^\u00f6rt. $Der SSinter treibt dju \u00bbon feinem Stiftgebiete au! in f\u00fcblidjere (Segenben. (Sr erfdjeint bann maffen^aft in gang (Sfyina, in!befonbere im Sorbett be! \u00efjtmmlifdjen Steicbe!, tritt aud) regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberall in Storbinbien auf, fornrnt ebenfo nid)t feiten unb mobl adminterlidj nadj SJtittel; unb \u00a9\u00fcbe\u00fcropa, ftreidjt aber nur einzeln in bie f\u00fcblidjeren S\u00e4nber ber bereinigten \u00a9taaten hinab; menigften! \u00bberftcbert Slubttbon, ba\u00df er auf ber b\u00dfef\u00fcj\u00e4lfte \u00fcberhaupt gu ben feltenen b\u00f6gelit geg\u00e4rt Serben m\u00fcffe. S3ei ftrengem SBetter trifft er bei un! bereite int Siooember, in ber Siegel aber nicht \u00bbor SJtitte Qegember! ein unb \u00bberl\u00e4\u00dft un! bereite im Februar unb SR\u00e4rg mieber, bem Storben gumanbernb, fed ftd^ jebodj auf einigen fdjmeiger \u00a9een gumeilen bi! gum SJtai umbertreiben. SJ\u00cean fiept ipn fa\u00dft nur auf f\u00fc\u00dfen \u00a9em\u00e4ffern, au!nabm!= meife \u00bbiedeidjt aud) auf |tiden 3)teere!budjten, uamentlid) folgen, in meldjen f^I\u00fcffe einm\u00fcnben, bann aber immer blo! auf furge B^it. SIbmeidjenb \u00bb01t ben \u00a3audjenten be\u00f6orgugt er, mie feine Emilien\u00ab \u00bbermanbten \u00fcberhaupt, flie\u00dfenbe! S\u00f6affer bem fteljenben, manbert alfo ftreng ben ^l\u00fcffen nad) unb befud)t blo! \u00bbon biefen au! bie \u00a9een unb \u00a3eidje, meldje nodj offene! S\u00dfaffer haben.\n2>m \u00a9epen tr\u00e4gt er fiep mageredjt, ben .Ipal! eingegogen unb bemegt fidj manfenb, aber bodj beffer al! bie SSermanbten; fdjmimntenb, fenft er feinen Seib ungef\u00e4hr bi! gut* ^\u00e4lfte feiner .Jp\u00f6lje in ba! SSaffer ein; im \u00a3aucpen ftrecft er fid) lang au! unb ftreidjt bann feljr eilfertig unter bem SBaffer meg. Qcr ging \u00e4hnelt bem Heiner (Sntenarten, ift ebenfo fdjned unb gefd)idt, \u00bberurfad)t ein faum mertbare! \u00a9er\u00e4ufdj unb gept in geraber Sinie fort, bei furgen Entfernungen meift niebrig \u00fcber bem SBaffer ober bem SSoben Ijin. Stur ioenn ber 3^rgf\u00e4ger auf legerem au!rupt, geigt er ftdj tr\u00e4ge, fonft ftet! au\u00dferorbentlidj lebhaft, audj bei ber \u00a7eftig|ten ^\u00e4lte rege unb munter. 5\u00dfon ben iljm in \u00a9cftalt unb F\u00e4rbung gar nicht un\u00e4^nlid)cn \u00a9chedentert unterfdEjeibet man i^n leicht burdf) bie SIrt unb SBeife feine! \u00a3audjen!. S\u00df\u00e4^renb bie \u00efaud)enten, gem\u00f6^nlicf) meljr ober toeniger auf berfelben \u00a9teile, \u00bbon toe\u00efdher au! fie in bie \u00a3iefe ^inabtaud)en, toieber erfdjeinen, fahren bie \u00a9ager, mie Staumann fagt, nad) bem Untertaudjen in allen Stidjtungen toagered)t ober fdjr\u00e4g gtoifd)en f}I\u00e4d)e unb SSoben be! Staffer! bin unb taud)en fa\u00dft immer feljr toeit oon ber elften \u00a9teile toiebcr auf. \u00a9ie fdjie\u00dfen gleidbfam im S\u00dfaffer fort, ft>ie ein ^edbt ober ein anberer Staubfifdb unb f\u00f6nnen minutenlang unter bem SBaffer au!bauern. SBir\u00eflid) eigentb\u00fcmlid) ift bie e\u00fcn\u00e4bnte Buneigung unfere! \u00a9\u00e4ger! gu ben \u00a9dje\u00fcenten. ^\u00f6dbfi feiten ftebt man bie bei un! anfommenben S\u00dfanberb\u00f6gel ohne biefe ^Begleitung, unb mehr al! einmal Ijat man bie innigfte Skrbhtbung beiber SS\u00dfgel beobad)tet, erlegte audj Babnfdbn\u00e4bler, J\u00bbeld)e man nur al! S31enblinge \u00fcon beiben anfeben fann. Qa! gegenfeitige ^\u2018eunbfdbaft!oerb\u00e4Itni\u00df to\u00e4ljrt felbft in ber \u00a9efangenfchaft fort; ja, e! ift in unferen \u00ef^er0^rIen \u00bborgefontmen, ba\u00df berumfd)l\u00bb\u00e4rmenbe B^ergf\u00e4ger ftd) freiiuitlig auf Reichen einfanben, auf benen fte \u00a9cheHenten bemerft bitten.\nQie Stabrung beftebt bauptf\u00e4djlidj in Keinen ^ifchen, nebenbei in \u00c6rebfen unb ^erbtbieren; bie (befangenen freffen jebocb auch geioiffe fSflangenftoffe, in!befonbere S3rot recht gern. gifdben fiebert fte ihren gr\u00f6\u00dferen SSertoanbten nicht nach- \u201eEine (Sefe\u00dcfdjaft biefer \u00a9\u00e4ger\", fagt St au mann, \u201ebeim ^ifcljen gu bclaufcb\u00e7n, geto\u00e4brt eine angenehme Unterhaltung. SSalb fdbinimmen alle beifammen, halb","page":847},{"file":"p0848.txt","language":"de","ocr_de":"848\n\u00aeie \u00a9d)tt>immcr. 3ahnf<hnabler. \u00a9a3er-\nunb im Du fmb ftc toon ber gl\u00e4cfye toerfd\u00fctounben, ltnb ba\u00ab SBaffer toirb bemegt toom Zubern unter bemfelben. \u00a9nblid) erf\u00f6feint einer nach bem anberen mieber oben, aber gerftreut unb, too eg ber Daum geftattet, oft brei\u00dfig bigfunfgig Stritt toom erften \u00a9\u00efafce ioeg. \u00a9ie fantmeln ftch toon neuem, tauben abermalg unb erfreuten gerftreut halb lieber unb, gur Ueberrafdjung .be\u00ea Saufdjerg, biegmal toiedeicht gang in beffen D\u00e4fe auf ber Oberfl\u00e4che. \u00a9efr rner\u00efm\u00fcrbig \u00c7oten ftc allein burd) \u00a3auchen ihren Sebeng; unterbatt oft aug giemlic^ \u00ef leinen, menig \u00a9etoiertfu\u00df breiten Oeffnungen im \u00a9ife, inbem fie ihre 3agb unter ber \u00a9igbede treiben, aber um gu athmen unb ftch einige Slugenblide gu erholen, bod) ftetg bie offene \u00a9telle toieber treffen, ein \u00a9emeig, baff ihre \u00a9ef\u00efraft unter SBaffer felbft \u00fcber einen anfehnlichen Daum ftch erftreden mu\u00df. 2Bo bag freie \u00a9em\u00e4ffer nid)t Sfifd)d)en genug enth\u00e4lt, burcJjtto\u00fchlen fie aud) ben \u00a9oben beffelben ttad) \u00dferbthieren, gr\u00f6f^en \u00eec. \u00dfommt eine \u00a9efe\u00fcfc^aft auf einen Keinen, mit toieler f\u00c7ifd^brut befehlen Ouedteich, fo fefcen fotoohl SS\u00f6gel al\u00ea fliehenbe gif^c, bie mie bei \u00a9er= folgung toon Daubftfdjen nicht feiten \u00fcber bie glac\u00e9e auffdhnedcn, bag Staffer in eine faft toirbelnbe \u00a9emegung. \u00a9g ift ben \u00a9\u00e4gern eigen, ba\u00df, trenn fte fifdjen trollen, geto\u00f6hnlich alle gu gleicher Beit cintaudhen, um bie \u00fcberrafdften gifche in allen Dichtungen gu toerfolgen, unb fo ber \u00a9ine fangen fatxn, mag bem Dnberen entmifdjte. Slber mir haben nie bemerft, ba\u00df fte beim \u00a9intauchen eine gettoiffe Dnorbnung tr\u00e4fen, ftd), mie man gefagt hat, im \u00a3albfreife aufftedten unb benfelben auch m\u00e4ljrenb beg Untertaudjeng beibehielten, um bie f^ifd^e in bie \u00a9nge gu treiben unb fo befto fixerer gu fangen.\nUebtr bie gortyflangung ift noch menig befannt. Dian mei\u00df, baff ber \u00dfmergf\u00e4ger im Dorben Du\u00dflanbg in Dlenge niftet, am Ufer ober auf Keinen Bnfelchen, aud) mol)l in fohlen \u00a9aumft\u00e4mmen ein Deft aus trodenen \u00a9enifte unb \u00a9r\u00e4fern errichtet, baffelbe mit ben eigenen Ounen aitgfleibct unb ad)t big gm\u00f6lf fchrnugigmei\u00dflidje ober gr\u00fcnlidjbr\u00e4unliche \u00a9ier legt, \u00efcnnt aber meber bie Oauer ber \u00a9rutgeit, nodj bie \u00a9ntmidelungggefd)id)te ber jungen.\nDig Sagbtoogel fat er leinen 28ertf, toeil fein gleifcf ungenie\u00dfbar ift; al\u00bb \u00a9efangener mirb er gu einer mafren Bievbe beg 2Beiferg.\nS)er \u00a9aufef\u00e4ger (Mergus merganser), audj \u00a9angtaudfcr ober \u00a9\u00e4gegang, \u00a9ee: unb Die er radf en, Kneifer unb \u00a9anner genannt, toertritt bie \u00a9type ber Bafnf\u00e4ger unb unter= fdfeibet ftch toon bem Bmergf\u00e4ger hauptf\u00e4djlich burd) ben langen, feitlidj gufamniengebr\u00fcdten \u00a9^nabel. 3nt \u00a30<hgeitgfleibe ftnb $otf nttb Oberfalg fdjmarggr\u00fcn, ber Oberr\u00fcden, bie \u00a9\u00abbuttern, ber gl\u00fcged ranb'unb bie toorberen \u00a9d)ulterfebern fdbmarg, bie gange Unterfeite, bie Oberfl\u00fcgelbedfebern fcb\u00f6n gelbroth, bie Gebern beg \u00a9^iegelg mei\u00df, bie \u00a9dhmingen fd)m\u00e4rglidh, bie Unterr\u00fcdenbedfebern grau, feiu fdhtoarggemedt, bie \u00a9cfmingen fchtoarg, bie \u00a9teuerfebern grau. Oag Duge ift rotijgetb, ber \u00a9djnabel loradenrotf, ber gu\u00df bla\u00dfrotf. \u00a9einrSBeibdjen ftnb Oberlohf unb Daden braun, ber D\u00fcden blaugrau, bie Unterfeite unb ber \u00a9piegel mei\u00df, bie \u00a9or b erbruft unb bie \u00a9eiten auf grauem \u00a9runbe bunfler unb lichter gemedt. \u00a9in \u00e4hnliche\u00ab, nur etmag fcf\u00f6nereg \u00c4leib legt bag Di\u00e4nndjen nacb feiner \u00a9ommermaufer an. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 80 big 32, bie \u00a9reite 40 big 42, bie gittigl\u00e4nge 12, bie \u00a9dfltoangl\u00e4nge 3 Bad.\nOer \u00a9\u00e4nfef\u00e4ger bemofnt ben Dorben \u00a9uropag, Slfteng unb Slmerifag, fcheint aud) in jebem ber brei \u00a9rbtfeile ungef\u00e4hr gleich h\u00e4ufig gu fein. 2Clg ipeimatggebiet barf man ben \u00a9\u00fcrtel gmifchm bem 52. unb 68. \u00a9rabe ber \u00a9reite annehmen. Stuf bem Buge, meldfen er mit gr\u00f6\u00dferer Degelm\u00e4\u00dftgfett alg bie \u00fcbrigen Drten augf\u00fcfrt, fat man ifn einerfeitg in aden {\u00fcblicher gelegenen \u00a9taaten \u00a9uropag ober in Dorbinbien unb \u00a9\u00fcbchina, anbererfeitg faft \u00fcberad in ben \u00a9ereinigten \u00a9taaten beobachtet, \u00a9inige \u00a9aare br\u00fcten im Dorben Oeutfd)lanbg; bie gr\u00f6\u00dfere Slngafl toon benen, meld)e bei ung gcfc^cn mirb, erfdheint \u00a9nbe Dotoember toom Dorben fer unb gieft bereit\u00ab im gebruar mieber bafin gur\u00fcd.","page":848},{"file":"p0849.txt","language":"de","ocr_de":"^toergffiger. \u00a9cinfef\u00e4ger.\n849\n90Ht bo\u00ef\u00efftem 9\u00eeedf)te gilt ber \u00a9\u00e4nfefager als einer ber fdj\u00f4nften imb an^iehenbfien \u00a9cfyfoimni; boge\u00ef. $E)a\u00a7 pradhtbode \u00a9efteber, beffert jpauptfarben lebhaft non einanber abftechen, menbet bie S\u00efufnterffamfeit be\u00ea $orfd)er\u00eb mie be\u00ea Saien iljm $u, unb bie aufjerorbentlidje Sebenbigfeit unb SBetoeglichteit, meldje er faft jeberjeit befunbet, fteigert bie \u00fcthetfuahme f^r ihn* SCRit Slu\u00eana^nie ber SDHttag\u00eaftunben, toeld^e er gern auf einer fanbigen \u00a9telle be3 Ufer\u00ea ru^enb verbringt, fttf)t man ihn faft beft\u00e4hbig auf bent Staffer, feinem eigentlichen SBoIjngebiete. 2Iuf beut Saube roatfdjelt er ziemlich 'fhtoerf\u00e4Uig, unb burd) bie Suft fliegt er gtoar ziemlich rafd), aber bod) nur mit SInftrengung, tt\u00e4hrenb er auf unb unter bem SGBaffer mit gleicher Seid)tigfeit jtd) betoegt. 23ei ruhigem \u00a9dftbintmen rubert er mit kr\u00e4ftigen, jeboch langfam ftd) folgenben \u00a9t\u00f6jjen feiner breiten ft\u00fcfje gletdh>ma^ig unb giemlid) rafd) feine\u00ea 2Bege3 fort; menu er aber einen anberen feiner 3Irt, ber eben 23eute gemalt hat unb biefe berfd)Iingen Und, neibifd) Verfolgt, jagt er fo heftig auf ^er Oberfl\u00e4che be3 SBaffer\u00ea fort,\n\u00a9er \u00a9\u00e4nfef\u00e4ger (Morgus merganser).\nbajg er jeben anberen mir befannten \u00a9djimmmbogel \u00fcberbietet unb ein ftarfe\u00ea S\u00eeaufcheu ber d\u00f6eden herborbringt, \u00a9ein (Siittaudjen im\u00a7 SSaffer gefd^ie^t mit gr\u00f6\u00dfter Seichtigkeit, faft ohne \u00a9er\u00e4ufd), unb fein \u00a9dhtbimmen gtoifchen ber Oberfl\u00e4che unb bem \u00a9runbe be\u00a7 \u00a9eto\u00e2ffer\u00ea fo fd)ned, ba\u00a7 man eher einen ^ifdj af\u00ea einen SSoget bahin fdnefjen \u00a7u fehen\tBufoeilen bleibt er gegen ^tnei Minuten\nunter S\u00f6affer, gew\u00f6hnlich etroal \u00fcber eine Minute. Su biefer $eit \u00e7at er ftfdhenb, alfo unter Hmft\u00e4nben $reu$; unb Ouerj\u00fcge au\u00eaf\u00fchrenb, meiften\u00ea gegen hunbert \u00a9djritt gur\u00fcdgelegt \u00a9eine Stimme ift ein fonberbareS knarren, toeld)e3 meiner Stuftest nach am beften mit bem \u00a9et\u00f6ne einer dftunbtrommel bergigen Serben mag. SDie einzelnen Saute Hingen wie \u201efiarr\" unb \u201e$orv\", Serben aber in fo fonberbarer SBeife berfhmo^en unb, trenn ihrer biele fhtb, gu einem fo eigeuth\u00fcmlichen 3ufammen\u00eftingen berbunben, ba\u00a7 man immer unb immer Wieber an jenes? einfadhe dBerf^eug erinnert Wirb. lieber feine h\u00f6heren F\u00e4higkeiten bleibt mau nid^t lange im Zweifel. SDer Seiger \u00fcberzeugt ftd) 33rel)m, \u00a9gerieben. IV.\t54","page":849},{"file":"p0850.txt","language":"de","ocr_de":"850\nSie \u00a9twimmer. gahnftn\u00e4bler. \u00a9\u00e4ger.\nfe^r Balb toon feiner au\u00dferorbentliten \u00a9innegft\u00e4rfe, indexe iljn Sllleg, Wag n\u00f6rgelt, Bemerken l\u00e4\u00dft, unb bev S3eobad)ter lernt feinen Verftanb, feine Vorftdjt unb \u00a9ten, feine Sift unb S\u00dfcrfd^tagen^eit, ober ber S\u00e4ger bag feinen Verftanb eljrenbe \u00a9itf\u00fcgen in bie Verlj\u00e4ttniffe Balb genug fennen. SIBWeitenb oon feinen gamilienoerWanbten pflegt er nur mit anberen feiner Slrt ber \u00a9efetligfeit ; ftreng genommen, Be\u00ef\u00fcmmert er fxd^ nic^t einmal um ben in \u00a9eift unb SSefen tm t)\u00f6d^ft \u00e4pnliten \u00a9topff\u00e4ger. Stuf bent Buge ober in ben Tierg\u00e4rten fteljt man bie \u00a9\u00e4nfef\u00e4ger fietg gufammen, merft aBer Balb, ba\u00df an ein Wirflpeg freunbfd^aft\u00efid^e\u00ea Verlj\u00e4ltni\u00df unter ihnen nidjt gebadet Werben barf, ba\u00df namentlich ihr neibifte\u00ea SOSefen Bei jeher Veranlaffung fich Behinbet. Garnit fleht nid)t im SOSiberfprute, ba\u00df auch bie \u00a9\u00e4nfef\u00e4ger ftd) Beim giften in gewiffer SOSeife unterft\u00fchen, gleichzeitig eintauchen unb fit in ber Spat bie gifd)e geWifferma\u00dfen einanber gutreiben; benn jeber arbeitet baBei nur f\u00fcr fit unb ift in eit entfernt, burch feine Vefirebungen bem anberen einen Vorteil guWenben gu wollen.\n\u00a3)er \u00a9\u00e4nfef\u00e4ger fri\u00dft, fo lange er nidjt gu anberer Nahrung gen\u00f6thigt Wirb, nur gift6/ unb gtoar am lieBften Heine oon oier Big fec^\u00ea BoH S\u00e4nge, ifl aber auch im \u00a9taube, gr\u00f6\u00dfere gu Bew\u00e4ltigen. Slugnahmgweife lief! er nebenbei Kerfe, Welche in ber Sugenb feine hauptf\u00e4tlttf*6 \u00a9f)eife Bilben, ober \u00a9ew\u00fcrm gufammen.\nSn SDeutfchlanb niftet hier unb ba ein H\u00e4rchen unfereg Vogelg, am h\u00e4uftgflen Wohl in ben \u00a9een ber n\u00f6rblichften Sheile unfereg Vater\u00efanbeg, BeifpielgWeife in Sommern, SJtedlenBurg unb ^olftein. Stuf ben b\u00e4nifchen Snfeln Br\u00fctet er fdjon regelm\u00e4\u00dfig, unb Oonl)ieraug nach korben hin auf allen ihm gufagenben \u00a9eW\u00e4ffern. \u00a3)ie Paare finben ftch Bereite in ber SOSinterherBerge gufammen unb . erfcheinett gemeinfchaftlich auf bent Vrutplahe, fchreiteu im Storben aber erft Slnfangg Suni gur gort; pflangung. \u00a3)ag SRejl Wirb an fehr Oerfchiebenen Orten angelegt, oft in. einer Vertiefung beg Vobeng gWifchen \u00a9eftein ober unter \u00a9efir\u00e4uch, guWeilen auf ben K\u00f6pfen ber SOSeiben, auf alten ^auBoogeH ober Kr\u00e4ljenhorften unb gar nicht feiten auch in SSaumh\u00f6hlungen. Sim Sana;\u00a9lf fah it an a\u00dfen heroorragenben SS\u00e4unten gro\u00dfe haften mit breieefigem \u00a9tlupflote aufgeh\u00e4ngt unb erfuhr auf \u00abBefragen, ba\u00df man biefe S\u00dfohnft\u00e4tte f\u00fcr unferen unb ben \u00a9topff\u00e4ger herrichtet, um beffen \u00a9ier gu erbeuten. UDiefe Vrutfaflen ftnb unter ben Sappen unb ginnen gang allgemein im \u00a9ebrauche unb Werben oon ben \u00a9\u00e4gern regelm\u00e4\u00dfig Begogen. \u00a3)ag SRejl ift ein mehr ober Weniger lunftlofer S3au au\u00ea Seifig, \u00a9eft\u00e4ngel, \u00a9eh\u00e4lm, Bl\u00e4ttern, gleiten jc., Wirb aber immer Warm unb Weid) mit Ounen auSgef\u00fcttert. Sld^t Big oiergehn \u00a9ier Bilben bag \u00a9elege; bag SOSeiBten \u00efann jebod) burch planm\u00e4\u00dfigeg SGSegnehmen ber \u00a9ier gegWungen Werben, bereu noch einmal fooiete gu legen, \u00a9ie ftnb rein eif\u00f6rmig ober etwag geftredt, feft unb ftarlfdjalig, feint\u00f6rnig, Wenig gl\u00e4ngenb unb fdjWacBgr\u00fcuIichBraungrau ober fchmugig\u00f6lgr\u00fcn gef\u00e4rbt. \u00dfcur bag SOSeibchen Br\u00fctet, hat and) bie \u00a9rgifpung ber auSgeftl\u00fcpften Sungen faft felbft\u00e4nbig gu leiten. Sefetere f ollen, Wenn fte in ber #\u00f6l)e gro\u00df w\u00fcrben, oon ber gjtutter eineg nach bem anberen gum Voben herabgetragen Werben; eg hat aber biefe Slrt ber SSef\u00f6rberung not lein ^Raturforfcher gefehen, unb gerechte Bweifel gegen bie SOSahrheit ber Slngabe ftnb beghalb nicht auggefchloffen. SJtir erfcheint eg wahrscheinlicher, ba\u00df bie jungen \u00a9\u00e4ger ebenfo gut Wie bie \u00a9nten unb \u00a9\u00e4nfe einfach aug ihrer \u00a3\u00f6he herabfpringen unb burch ihr reicheg SDunenWeib oor ben golgen beg \u00a9turgeg Bewahrt werben. SOSenn ich Oon ben an jungen \u00a9<hopff\u00e4gern gemachten SBeobachtungen auf junge \u00a9\u00e4nfef\u00e4ger fd)lie\u00dfen barf, fann ich angeben, ba\u00df ftch bie B\u00fcchlein anfangg gang Wie junge \u00a9nten Benehmen, Balb aber bie ihnen eigent\u00fcmliche gr\u00f6\u00dfere S3el)enbigfeit Befunben unb fd)on nach Verlauf oon acht Sagen ihreg @efd)led)teg ftch W\u00fcrbig geigen. Sn ben erfteu Sagen ihreg Sebeng n\u00e4hren fte ftd) nur oon Kerbtieren, Welte fte oon ber Oberpte ^ SSSafferg Weg? nehmen; oom britten Sage an Beginnen fte gu tauten, unb Wenn fte ad)t Sage alt geworben finb, f\u00f6nnen fte Bereitg gifte fangen, \u00a9ie watfeu fehr ft\u00abeH unb maten ftd) aut Balb felbft\u00e4nbig. Slnf\u00e4nglit fammeltt fte fit nad) jebem Slugfluge unter ber SJ\u00ceutter ober Pflegemutter; fp\u00e4ter Bilben fie, ohne fit unt biefe gu f\u00fcmmern, einen Raufen ober Klumpen, ittbern fte ftd) m\u00f6glid)ft bitt an einanber ftmiegen unb fo ftd) gegenfeitig erw\u00e4rmen. SOSenn fte halBw\u00fcd)ftg finb, atten fte faum nod),","page":850},{"file":"p0851.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9anfef\u00e4ger.\n851\ntoenn aud) nicht auf bie SOtuttev, fo bodh auf bie Pflegemutter; benrt meine Beobad\u00dfungen begieljen ftd;, toie icf\u00bb noch bemerfen teilt, nur auf bag $ugenbleben bet in ber \u00a9efangenfdhaft gro\u00df getoorbenen \u00a9\u00e4ger. tttach f\u00fcnf 3\u00a3oc\u00a7en \u00dfnb \u00dfe auggetoad)fen, jebod) noch nidf>t flugf\u00e4hig. Sin ben greilebenben $at man beobachtet, baff ftd) ber Bater nicht um bie \u00a9rgieljung ber jungen bek\u00fcmmert, obgleich er \u00df<h anf\u00e4nglich gur Familie gefeilt. \u00a3>ie au\u00dferordentliche Eingebung ber ttftutter l\u00e4\u00dft feine jpilfe auch entbehrlich erfcheinen. \u00aeie \u00a9\u00e4gertoeibdjen fotten n\u00e4mlich, toie Staumann fagt, fo fehr auf bag Sr\u00fctett Oerfeffen fein, ba\u00df fie, toenn man ihnen bie (Sier raubte, \u00dfcjj auf bag erfle befie \u00a9ntemte\u00df fe^en, bie rechtm\u00e4\u00dfige \u00a9igenth\u00fcmerin beffelben mit \u00a9etoalt oertreiben uttb nun an beren \u00a9tatt bie fremben \u00a9ier augbr\u00fcten.\n35on ben Sladjftettnngen ber f^etnbe, toeldhe bie Heineren Bahnfchn\u00e4bler unb \u00a9dhtotmmo\u00f6gel inggemein bebrohen, hoben bie ftarfen unb getoanbten \u00a9\u00e4nfef\u00e4ger toenig gu leiben; auch bem \u00fcBtenfdhen entgehen fie, \u00a3)anf ihrer SSorftd^t unb \u00a9<heu, in ben meiften g\u00e4lten. (Eigentliche Sagben toerben \u00fcbrigeng aud; aug bem \u00a9runbe nicht abgehalten, toeil bag BSilbpret ung toenigfteug ungenie\u00dfbar erfd;eint unb man bie Stehern nidht in ber Bkife nu^t, in toeldher \u00dfe toohl betrugt toerben f\u00f6nnten.\n3funfjii)nte Gr\u00fcnung*\n\u00a9 i c \u00a9eeflieger (Longipennes).\nX5u beit Bohnfchn\u00e4blern fahen toir bie Oottenbet\u00dfen \u00a9d;toimmO\u00f6gel\u00fcberhaupt: in ben \u00a9ee\u00dfiegern toerben toir bie gefieberten 33eherrfd;er beg S\u00ef\u00efeereg fennen lernen, \u00a9ie ftnb eg, auf toeldhe Seffon ben begriff \u201eB\u00dfeltmeer\u00f6ogel\" angetoenbet toiffen JoiU; benn ihnen gegen\u00fcber erfcheinen alle anberen \u00a9dhtoimmer fflaoifdh gebunben, fei eg an bie \u00ae\u00fc\u00dfe, fei eg an bie B\u00f6oge.\n\u00a9nttoidelung ber \u00a9dhtoingen auf \u00aeo\u00dfen ber \u00a9dftoimmf\u00fc\u00dfe ift bag unterfd;eibenbe OJlerfmal ber \u00a9eeflieger. Slud; unter ihnen gibt eg noch einzelne, toeldfe giemlich gut unb oft gehen ober geittoeilig fchtoimmen: ihre eigentliche Betoegung aber ift ber glug. 3h^ \u00a9igentl;\u00fcmlid;feit, ihr B\u00f6efen, ihre Bebeutung, \u2014 ihr Seben beruht auf ihrer glugf\u00e4higleit, toelche in getoiffem \u00a9inne bie aller anberen B\u00f6gel \u00fcbertrifft, ja, faum einen Vergleich mit foldher gul\u00e4\u00dft.\n\u00aeie \u00a9eeflieger ftnb h\u00f6dhft \u00fcbereinftimmenb gebaut, 3\u00a7r Seib ift Mftig, ber \u00a3alg furg, ber \u00dfopf mittelgro\u00df, ber \u00a9dhnabel mittellang, feitlid; gufammengebr\u00fcdt, fdharffdhneibig, hafig ober foifeig, bementfhrechenb oben mehr ober toeniger gefr\u00fcmmt, to\u00e4hrenb er unten, oor ber \u00a9>i^e ftch oerft\u00e4rfenb, ein oorfpringenbeg \u00a9cf gu bilben pflegt, ber gu\u00df ftetg Oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fdhtoad;, bie Beh\u00e4utung ber 3ehen auf bie brei oorberen be\u00dfhr\u00e4nft, oft auch fehr oerf\u00fcmmert, ber f\u00c7ittig immer lang unb mehr ober toeniger fchmal, im Berh\u00e4ltni\u00df gum K\u00f6rper fehr gro\u00df, ber \u00a9d;toang mittellang, gerabe abge\u00dfujtt, fanft gerunbet, gugefpiht ober gegabelt, in ber Siegel aug gio\u00f6lf gebern gebilbet, bag \u00a9e\u00dfeber fehr bidht unb reich, nicht aber auch befonberg reichhaltig an SDunen, feine F\u00e4rbung eine vielfach iibereinftimmenbe, nad; Sllter unb Sahreggeit toedhfelnbe. - Sitte biefe Bterfmale, unb nod; mehr bie beg inneren Baueg, unterfdheiben bie \u00a9eeflieger fo ioefentlid; oon ben 3ahnfdhn\u00e4blern, ba\u00df an eine Bereinigung beiber in ber \u00a3hat faum gebacht toerben fann.\n\u00aeag tt\u00f6eltmeer bilbet bag \u00a9ebiet, ben B\u00dfohn\u00dffc, bie Heimat ber \u00a9eeflieger. \u00a9inige Familien, toeldhe gu ihnen g\u00e4lten, betool;uen atterbingg nur feine $\u00fc\u00dfen, eingelne \u00a9lieber gebachter gamilien\n54*","page":851},{"file":"p0852.txt","language":"de","ocr_de":"852\n\u00aeie \u00a9dptmmer. \u00a9eeflieger.\nmeibett fogar biefe unb gieren f\u00fcge \u00a9etr\u00e4ffer ber \u00a9alzflut ror: fte aber formen bie Segel ntd^t umftopn. lieber ben Wogen bafin fd;trebenb, bie S\u00e4fe beg Sanbeg meibenb, burcftranbern, im \u00a9egenfaf e gu ifnen, anbere gie\u00eflo\u00ea bie Steere, umfliegen fie, gteicf faut of ne zu raffen, ben \u00a9rbbad. g\u00fcr fte gibt eg nur ein Sanb, treldfeg fte mit bem feften Elemente zufantmenf\u00e4lt: bie \u00c4inbfeit. 2buf feftent \u00a9runbe liegen bie \u00a9ier, benen fte entfdf l\u00fcpften, fier rertreilen fte, big fte if rer \u00a9eftringen m\u00e4chtig irurben, unb fterfer feeren fie lieber, trenn fte felbft fortpflanzunggf\u00e4fig geworben: bie \u00fcbrige 3eit if reg Sebeng oerbringen fie auf bem Steere, getr\u00f6fnlid; fliegenb, augnafmgireife aud; tuofl rufenb auf ben Weden ober felbft am \u00a9tranbe. \u00a9ie fliegen rerf\u00e4ltnipt\u00e4fjig ntefr als alle \u00fcbrigen S\u00f6gel \u2014 mefr alg bie Saubr\u00f6gel, mefr alg \u00a9cftralben ober \u00a9egler, mefr nodf alg bie \u00a9cf trirrr\u00f6gel ; benn fte fliegen fo lange eg \u00a3ag ift unb oft nod; tr\u00e4frenb ber Sadft. tiefer uner^ m\u00fcblicfen \u00eef\u00e2tig\u00efeit unb Setreglidf\u00efeit entfpricft ber Serbreitungg\u00efreig ber einzelnen Srten. Slefrere fcfeinen Weltb\u00fcrger gu fein, ba fte nid;t blog ringg um ben \u00a9rbbad fliegen, fonbern aud; alle \u00a9\u00fcrtel ber \u00a9rbe befu\u00f6fen; anbere hingegen befdfr\u00e2n\u00efen ifr fliegen, \u00a9treicfen, Reifen ober trie man eg fonft nennen tnid, bod; auf ein getniffeg \u00a9ebiet, auf einen mefr ober treniger fdfarf umgrenzten Steeregtfeil ober \u00a9\u00fcrtel innerhalb beftimmter \u00a9rabe ber Sreite. Smnterf in aber Rauheit eg ftcf bei einem folgen \u00a9ebiete um ein ganzeg Steer, nidft um einen Stfeil, eine \u00ae\u00fcfte beffelben.\n3eber \u00a9eeflieger ift bef\u00e4higt, bem Steere zu trogen: fein einiger aber freut ftdf, trie bie \u00a9age meint, beg \u00a9turmeg ober Untoetterg. \u00a9elbft ifm, bem \u00df'inbe beg Steereg, ift bie erhabene Butter Heber, menu |ie Reiter l\u00e4d;elt, alg trenn \u00a9t\u00fcrm bie Wogen zu Sergen tf\u00fcrmt. Sei fetterem Wetter ^\u00e4lt ft\u00a7 bie St\u00f6re fern ber \u00ae\u00fcfte, ber Sllbatrof fern bem \u00a9cfiffe : \u00a9t\u00fcrm fd;eudf t jene bem Sanbe \u00a7u unb treibt biefeit in bie S\u00e4fe beg \u00a9\u00f6fiffeg; \u00a9t\u00fcrm ift beg \u201e\u00a9turmrogelg\" gef\u00e4^rlid^fter fjeinb. Scan fat fr\u00fcher glauben trollen, baf bie Weltmeerr\u00f6gel, treidle faft f\u00e4mmtlicf ber \u00dfunft ber \u00a9turmr\u00f6gel angeboren, burdf ifr \u00a9rfd;einen am \u00a9d;tffe fcftrereg Wetter int Soraug f\u00fcnben, tr\u00e4frenb fte fid; untgefef rt nur bann in Stenge einem gaf rzeuge n\u00e4hern, trenn bag {\u00f6ftrere Wetter bereitg eingetreten ift unb fte fcfon l\u00e4nger mit ifm ge\u00ef\u00e2mpft faben. \u00a3)ag bttrcf \u00a9t\u00fcrme aufgeregte Steer erfdftrert eg ifnen, bie Safrung, tne\u00efcfe fie bei rufigem Wetter ofne St\u00fcf e auffinben, zu erfp\u00e4fen unb n\u00f6tfigt fte, in ber Safe ber \u00a9d;iffe ftcf einjufinben, treil fte erfafrunggm\u00e4fig triffen, ba\u00a7 if neu ron biefctt aug ab unb \u00a7u ettrag \u00a9eniepareg zugetrorfen irirb. \u00a3>er junger ift eg, ireldfer fie ben \u00a9cfiffen zuf\u00fcfrt. Wenn bei feftigem Winbe unb focfgefenber \u00a9ee ein \u00a9dfiff beilegen muf, trirb eg halb ron ^unberten rerfd;iebener \u00a9eeflieger umringt, tr\u00e4frenb ftcf in berfelben Sreite ober \u00a9egenb \u00efaum einer geigt, trenn Winbftide bag gafrzeug feftf\u00e4lt. Wirb zu biefer Bett ein $\u00f6ber auggetrorfen, fo bann er lange ober ganz \u00bbergeblidf finter bent \u00a9teuerruber treiben, tr\u00e4frenb er bei \u00a9t\u00fcrm getr\u00f6fnlidf fd;on rerfcflungen trirb, nodf efe er bag Waffer ber\u00fcfrte. Sei Wogengt\u00e4tte erbeuten ftdf alle \u00a9eeflieger mit Seicftigfeit beffere Safrung, alg fte rom \u00a9d;iffe aug if neu zugetrorfen trirb: \u00a9turnt bedt if neu ben Sder zu, treld;er f\u00fcr fte gr\u00fcdfte tr\u00e4gt, unb bann erfdfeint if rem bedenben Stagen felbft ber e\u00efelfaftefte Unratf, treldfer \u00fcber Sorb getrorfen trirb, nodf geniepar; ja, fte ft\u00fcrzenftcf mit \u00a3eip funger \u00fcber SDinge fer, treldfe fte fonft g\u00e4nzlicf rerfcfm\u00e4fen ober bocf gleicfgiltig betradften.\nSde \u00a9eeflieger ftnb \u00a9topaucfer, nicft ade aber im \u00a9tanbe, ifren reicfbefieberten Seih unter bie Sberfl\u00e4cfe beg Wafferg zu Zeugen, tr\u00e4frenb einzelne ben \u00a9cfinimmtau\u00f6fern \u00efaum \u00a9ttrag nacf; geben, \u00a9ie fliegen in einer getriffen \u00a3>\u00f6fe \u00fcber bett Weden bafin, bei gutem Wetter fpielenb leid;t, bei fdfledftem nacf Kr\u00e4ften gegen ben Winb an\u00ef\u00e2mpfenb, fp\u00e4fen adftfam nacf unten unb ft\u00fcrzen fid; auf bie gefefene Seute ferab, um fte mit bem \u00a9dfnabet zu ergreifen ober bodf aufzuitefmen; bemt bag \u00a9topaudfen gefcfieft in fefr rerfd;iebener Weife, \u00a9inzelne trerben glekffant felbft zu einem Pfeile, treldfer nacf einem bcftimmten 3idr gerichtet ift, anbere tefen im ginge ron ben Weden ab, nodf anbere fefen ftcf erft fcftrtmmenb nieber, beror fte bie \u00a9feife aufnefmen. Saubr\u00f6get ftnb fte ade, m\u00f6gen fte nun felbft f\u00fcr ftcf forgen ober anbere f\u00fcr ftcf forgen laffen, m\u00f6gen fte nur lebenbe Seute geniepn ober trie bie \u00a9eier mefr an Sag ftd; fatten. Wag bag Steer ifnen bietet, trirb ron ifnen angenommen, Walfifcfaag trie Heine, \u00efaum ftcftbare \u00aerebfe, gif\u00f6fe trie Ouaden, W\u00fcrmer :c.","page":852},{"file":"p0853.txt","language":"de","ocr_de":"Sl\u00ef\u00efgemeineS.\n853\nOiejenigen Sitten, Weihe ftd; am \u00a9\u00fc\u00dfWaffer anftebeln, Xaffen Don bief ent fih entarten unb feilen mit \u00a9htoatben unb \u00a9nten bie Sente, diejenigen, Welche ftc3^ bie Feigheit anbetev zu Sufj m\u00e4hen f\u00f6nnen, fhntarohent nnb betteln ober fpieten ben \u00a9trauhritter : furz, i^rev (SrWerbSarten ftnb mancherlei, unb feiner l\u00e4\u00dft eine g\u00fcnftige (Gelegenheit oor\u00fcbergehen.\nSiele \u00a9eeflieger leben \u00fcberaus gefellig, anbere wirfen unb [Raffen mehr f\u00fcr ftc^, oereinigen fth aber, WenigftenS W\u00e4ljrenb ber Srutjeit, oft zu \u00a9charen, bereu Slnjahl jede \u00a9h\u00e4feung unm\u00f6glidh macht. $\u00fcr gew\u00f6hnlich fhioeifen fte einzeln ober in XruppS umher, ohne ftdh an einen Ort l\u00e4nger zu feffeln, als es ihnen an ihm Wohlg\u00ffl, fifhen, jagen, freffen, ruhen, fdhlafen unb fifdhen unb jagen Wieber. Sille \u00ae\u00fcfteno\u00f6gel benehmen ftdh babei flug unb Oerft\u00e4nbig, ohne jebodj) auf . Stachftenliebe, \u00a9ntfagung, (Shrlidhfeit, Sfufohferung unb anbere Ougenben Slnfpruh zu machen, betrachten anbere Obrere mit fdhelem, ben SEenfhen mit mi\u00dfg\u00fcnftigem Singe unb fdhlagen ftdh fc^Ied^t unb redht burcf)S \u00a3eben; bie SBeltmeero\u00f6get bagegen erfdheinen uns geiftloS, bummbreift unb einf\u00e4ltig, Weit fte Wohl gelernt haben, \u00a9t\u00fcrmen unb Unwettern zu trogen, nicht aber, mit unS umzugehen, Wie jene eS lernen mu\u00dften. Ob fie Wirflidh fo bumnt ftnb, als Wir glauben, m\u00f6chte fehr bezweifelt Werben f\u00f6nnen: ihr Senehmen unter ihresgleichen unb unter Verwandten ift nur geeignet, bie oorgefa\u00dfte, ung\u00fcnfiige SEeinung \u00fcber fte zu berichtigen.\nOaS ^ortpflanzungSgefh\u00e4ft ber \u00a9eeflieger hat Diel UebereinftimmenbeS. \u00a9ie nifien auf bem y Soben, bez\u00fcglich im SRoore, \u00a9untpfe, ober auf \u00a9eftmfen, Sorfpr\u00fcngen, in Ip\u00f6h'len, S\u00f6hern tc. [teil abfallenber Reifen unb Serge, auSnahmSWeife auh auf S\u00e4umen, regelm\u00e4\u00dfig in \u00a9efeEfhaJt unb legen ein einziges \u00a9i ober beren ztoei bis oier, lieben fte unb bie Srut ungemein unb \u00f6ertheibigcn fte mittag gegen $einbe unb (Gegner, freilich in fehr oerfhiebener SSeife. Oie jungen Werben erft, nadhbent | fte fliegen lernten, bem SJteere zugef\u00fchrt unb beginnen nun entweber einzeln felbfi\u00e4nbig zu ftfhen unb zu jagen ober oereinigen fid) mit anberen zu unerme\u00dflichen \u00a9h\u00e4ren.\n(Gering ift ber Stufen, unbebeutenb ber \u00a9haben, Weihen bie \u00a9eeflieger unS bringen. S\u00dfir nehmen einzelnen Don ihnen bie \u00a9er unb jungen, unb fte rauben unS hier unb ba ein f5ifhhen/ \u00ae\u00fcd)lein unb bergleihen, fangen baf\u00fcr jeboh auh Wieber fh\u00e4blihe Oldere Weg. Oie Skltmeero\u00f6gel f\u00f6nnen unS nur n\u00fc^en, nicht aber fdjaben; bei ben \u00fcbrigen \u00fcberwiegt ber Stufen ben \u00a9haben ebenfalls. $\u00fcr bie \u00a9efangenfdjaft eignen ftd) bie \u00a9lieber zweier Familien, alle \u00fcbrigen \u00a9eeflieger jeboh nicht, f\u00fcr nuferen ^auShalt alfo ftnb bie \u00a9lieber biefer Orbnung ziemlich bebeutungSloS.\nOie \u00a9eeflieger zerfallen in zloei 3\u00fcnfte, weihe loir SE\u00f6oen; unb \u00a9turmO\u00f6gel nennen, \u00a9rftere (Laridae), geh\u00f6ren ber $\u00fcfte, bem Sanbe an, legiere ftnb bie \u201eS\u00f6get beS S\u00dfeltmeereS.\"\nSXtS bie ooEfommenfien f\u00c7lieger unb \u00a9to\u00dftauher unter ben SE\u00f6oenb\u00f6geln fehen Wir bie \u00a9ees fhloalbett (Sternae) an, mittelgro\u00dfe ober fleine, fhfanf gebaute S\u00f6get mit fopflangem, harten, geraben ober auf ber Oberftrfte fanft gebogenen \u00a9djnabet, beffen Unterfiefer ftd) ebenfaES oorbiegt, fleinen, niebrigen, Diesigen g\u00fc\u00dfen, mit furzen, oft tief auSgefhnittenen \u00a9htoimmh\u00e4uten unb Wenig gebogenen, ziemlich fharfen \u00c6raEen, fehr langen, fhmalen unb f\u00e4higen kl\u00fcgeln, unter beren \u00a9hwingen bie erfte bie t\u00e4ngfte, mitteltangem, mehr ober Weniger tief gegabelten, auS zto\u00f6lf Gebern ' gebilbeten \u00a9hloattze unb bihtem, fnaph anliegenben, Weihen \u00a9efieber, in Weihern Sihtbleigrau, \u00a9hWarz unb S\u00f6ei\u00df oorherrfhen, unb WetheS nah bem \u00a9efhleht Wenig ober nid)t, nah MreSzeit unb Sitter wefentlih ab\u00e4nbert.\nOer \u00a9h\u00e4bet ift nad; Signer\u2019s Unterfuhungen gew\u00f6lbt, baS \u00a3interhauptSloh runbtih, baS \u00a9tirnbein fhmal, bie Slugenh\u00f6hlenfheibewanb burhbrohen, baS ^hr\u00e4nenbein oben feitlid) oorgezogen. Oie SSirbelf\u00e4ule befteht aus dreizehn furzen \u00c7alS*, acht S\u00ee\u00fccfen;, $to\u00f6lf Oerfhmolzenen","page":853},{"file":"p0854.txt","language":"de","ocr_de":"854\nSDie \u00a9cptointnter. \u00a9eeflieger. \u00a9eefdptoalben.\nKreugbeins unb fteben \u00a9dptoangtoirbeln ; unter beu adpt dtippen ftitb bie \u00bborbere unb Hintere falfcp; baS Vru\u00dftbein ift oben fdpnt\u00e4ler a\u00efs unten, fein Kamm \u00dftarf, ber pintere Vpeil geigt giuei furge $ort; f\u00e2^e ; bie Stefie ber \u00a9abeln ftnb ftar\u00ef unb gefr\u00fcmmt, bte Hinteren \u00a9dp\u00ef\u00fcffe\u00efbeine giemlid) furg, bie \u00a9dpulterb\u00ef\u00e2tter fcental, bte 5frmfnodpen fe^r lang. SMe 3ttnge ift lang, fermai unb gientlicp tief gefurcht, ber \u00a9dplunb fepr toeit, ber dduSfelmagen Hein unb runblidp, aber fteifcf>ig unb bid, ber SMdbarnt faum toeiter a\u00efs ber \u00a9itnnbarnt te.\nUnter ben dd\u00f6beno\u00f6geln paben bie \u00a9eefdptoalben bie gr\u00f6\u00dfte Verbreitung. (Sie betoopnen alte \u00a9\u00fcrtel ber \u00a9rbe, ben toarmen unb bie gem\u00e4\u00dfigten g\u00f6plreidper a\u00efs bie fatten, toeldpe fte nur auf \u00efurge 3eit befudpen, leben am ddeere unb an fu\u00dfen \u00a9eto\u00e4ffern unb folgen toanbernb ber K\u00fc\u00dfte ober bem Saufe ber f\u00c7\u00ef\u00fcffe. \u00a9inige Wirten lieben ben flatten, fallen \u00a9ee\u00dftranb, anbere p\u00dftangenreiepe \u00a9eto\u00e4ffer, einige fiebeln \u00dfidp \u00bborgugStoeife in f\u00fcblidpen K\u00fcfiento\u00e4lbern an.\nStile Slrten ftnb \u00e4u\u00dferft unruhige, betocgungSlu\u00dftige V\u00f6gel unb \u00bbon \u00a9onttenaufgang bis gu \u00a9omtenniebergang fa\u00dft ununterbroepen tp\u00e4tig. $\u00a3)ie 9^ad^t \u00bberbringen fte am Ufer, geto\u00f6pnlid) liegenb, ben Stag fa\u00dft auSfdplie\u00dflidp ftiegenb in ber Suft; benn \u00dfie rupen feltener unb auf f\u00fcrgere 3\u00abt als alte Vertoanbten. 3m \u00a9ipett machen fte nidpt eben einen \u00bbortpeilpafteit \u00a9inbrud auf ben Vefdjauer : \u00dfie galten ben Seib toageredpt ober \u00bborn ein toenig gefeuft, \u00dfoba\u00df bie fangen \u00a9\u00e4bel\u00dfl\u00fcgel mit ben \u00a9pipeu p\u00f6per liegen, als ber eingegogene Kopf, unb erfreuten nur bann, toenn \u00dfie ftdp auf er^\u00f6^ten \u00a9egett; \u00dft\u00e4nben, \u00a9teinen, Vfaplfpipen unb bergleid^ert auSrupen, ettoaS gef\u00e4lliger, \u00a9ie gepen fdplecpt, trippelnb, beSpalb audp bloS auf furge \u00a9treden, toerben gtoar i^rer Seicptigf eit falber \u00bbon ben Stellen toie Korf getragen, ftnb aber nidpt im \u00a9tanbe, rafdp gu fd)toimmen, \u00dfonbern toiffen ftdp bloS turdp langfameS, ungefdpidteS Zubern toeiter gu Reifen, furg ftd^ l^ier eben\u00dfo toenig gu f\u00f6rbent als auf bem Sanbe. ^Dagegen entfalten \u00dfie eine betounbermtgSto\u00fcrbige VetoegungSf\u00e4pigfeit int f^luge. SRid^t optte Ur\u00dfad)e oergleidpt fte bie \u00a9pradpe mit ben \u00a9ditoalben: \u00dfie \u00e4hneln biefen toirflidp in ber \u00a9etoanbtpeit unb \u00a9dpnedigfeit ipreS \u00c7dtgeS. V\u00dfenn fte feine (Site fabelt, betoegen \u00dfie bie \u00a9dptoingett in langfanten, toeit auSpolenben \u00a9d)l\u00e4gen unb gleiten un\u00dft\u00e4t in einer \u00dfattften SBellenlinie fort; toolten fte aber rafdp ftdp f\u00f6rbern, fo greifen fte fr\u00e4ftig aus unb jagen bann rei\u00dfenb \u00dfdpned burep bie Suft. Vei ruhigem dBetter ftept man \u00dfie audp bie fcp\u00f6n\u00dften \u00a9d)toenfttngen unb Kreislinien auSf\u00fcprett, to\u00e4prenb \u00dfie bei heftigem VMttbe in einem be\u00dft\u00e4nbigett Kampfe mit bem Suft\u00dftrome liegen unb trachten miif\u00dfen, fiep bent Suftguge be\u00dfi\u00e4nbig entgegen gu \u00dftellen, toeit fte fonft unfehlbar erfa\u00dft unb toie ein gtebertoifd) gur\u00fcdgefdpleubert toerben. \u00a9eto\u00f6pnlid) fiept man fte niebrig \u00fcber bem SBaffer fortfliegen, halb auf\u00dfteigenb, halb fiep fenfenb, halb pl\u00f6plidp audp mit fttapp eingegogenen kl\u00fcgeln in fdpiefer Sinie perab\u00dfto\u00dfenb unb ftd) fo tief in bie d\u00dfeden einfettfenb, ba\u00df beinahe ber gange K\u00f6rper \u00bberfd;toinbet pierauf ftd) toieber emporarbeiten, bie Fl\u00fcgel gndenb betoegen, um bie d\u00dfaffertropfen abgufdp\u00fctteln unb baS alte \u00a9piel \u00bbon nettem beginnen. 3n biefer S\u00dfeife burdjmeffett fte im Saufe beS SugeS fepr bebeutenbe \u00a9treden, obgleidp fte ftd) ungern \u00bbott einer unb berfelben \u00a9teile toeit entfernen, \u00bbielmepr immer unb immer toieber gum 2luSgangSpunfte gur\u00fcdfepren. S)ie \u00a9timme i\u00dft ein unangenepnt freifepenber Saut, toeldjer bttrdi \u201eKri\u00e4^\" auSgebr\u00fcdt toerben fattn unb ftdp bei ben \u00bber\u00dfd^iebenen Slrten toenig unterfd^eibet. Unter ben \u00a9innen \u00dftepen \u00a9eftd^t unb \u00a9ef;\u00f6r entfliehen obenan. Veobad^tung iprer gei\u00dftigen \u00a9igenfdjaften l\u00e4\u00dft erfentten, ba\u00df fte eben\u00dfo \u00bborftd)tig unb fcfjeu als ra\u00dftloS ftnb, opne \u00a9efeUfd^aft anberer ipver SXrt faunt be\u00dftepeit f\u00f6nnen, bemungeaeptet jebe \u00a9rtoerbung i\u00a7rer \u00a9enoffen mit nti\u00dfg\u00fcn\u00dftigem 2luge betrauten, beSljalb aud^ eilig unb fd)einbar neugierig perbei\u00dft\u00fcrgen, fotoie fte einen anberen \u00a9to\u00dftaueper arbeiten ober audp nur einen \u00e4pnlidjen \u00a9egenftanb in \u00e4pntidper 2Beife \u00bbon ber ^\u00bb\u00f6pe gur Spie\u00dfe perab auf baS SBaffer faden \u00dfepen; ba\u00df ipr ganges \u00a9innen unb Vradpten auf \u00a9rbeutung ber dtaprung geridptet ift, unb adeS Uebrige fie nur infofern f\u00fcmmert, als eS ipre \u00a9rtoerbuttgen beg\u00fcn\u00dftigen ober beeintr\u00e4chtigen fattn; ba\u00df fte bemgem\u00e4\u00df ftep gtoar oft in \u00a9efed; fdpaft anberer Vpiere begeben, niemals jebodp eine Slnp\u00e4nglidpfeit an biefe geigen ober einen \u00a3ricb gur adgemeinett \u00a9efedigfeit befunben, unter \u00dfidp aber \u00dfooiel \u00a9emein\u00dfintt beftpen, \u00fcber jebett gemeim fdiafftidpen \u00a9egner pergufaden unb f\u00fcr baS SBopl ber \u00a9efammtpeit nadp Kr\u00e4ften eingutreten. Veibe","page":854},{"file":"p0855.txt","language":"de","ocr_de":"Sdlgentehte?.\n855\n\u00a9attcn eitteS Haares R\u00e4ngen mit \u00a3reue an einanber unb Heben pe Srut martn unb innig, fefcen ft auch ohne Siebenten augenfpittliten \u00aeefa\u00ef)ren au?, fo fehl* fie fold^e fonft meiben, menu fie bie \u00a9ier ober jungen bebroljt fehen. \u00fcft\u00f6gtitertoeife bilben fie pe fo au\u00dferorbentlit gahlreipn SRiftgefeUfc^aften h\u00fb*P\u00efsPP be?t;alb, toeit fie glauben, ba\u00df fie mit Vereinten Kr\u00e4ften einen geinb leidster toerjagen t\u00f6nnen, al? ioenn fie ftd) in geringer \u00a3al)t mit i\u00c7m in einen $ampf einlaffen.\ngifte unb $erbpere finb ba? allgemeine gutter ber \u00a9eefpmtben; bie gr\u00f6\u00dferen Slrten nehmen jebod; aud) Heinere (S\u00e4ugetiere unb S\u00f6get ober Suip unb bie fhm\u00e4teren Slrten toerfpebene SS\u00fcrnter unb ebenfo mand)erlei Heinere \u00a9eepere gu ftp Side Seute mirb fto\u00dfenb ober fto\u00dftautenb gewonnen. \u00a9ie fliegen in geringer $\u00f6l)e \u00fcber bem SBafferfpiegel bal)in, rieten pe Slide fd;arf auf ben teueren, galten, menu fte eine Sente erfp\u00e4hten, an, r\u00fctteln ein paar Slugenblide lang \u00fcber il)r, um fie fiter auf ba? \u00aecnt nehmen gu t\u00f6nnen, f\u00fcrgen ftnell ^erab unb toerfupn, ba? Opfer mit bem \u00a9pabet gu faffett.\n\u00a9pn einige 2Sod)en oor Seginn be? \u00a9iertegen? fammeln fit bie \u00a9eefhhalben am Srutorte, ein 3a\u00ef)r mie ba? anbere m\u00f6glitft an berfelben \u00a9teile. ^Diejenigen, mette ba? Steer bemohnett, Irakien hierzu fanbige Satzungen ober tal)te Snfelit, $cratlenb\u00e4nte unb beg\u00fcglid)e hangle ober \u00e4^nlid^e Salbungen, biejenigen, mette mel)r im Simtenlanbe leben, entfpretenbe, jebot minber tal)te \u00a9teilen an ober in \u00a9een unb \u00a9\u00fcmpfen. \u00a9em\u00f6hnlit br\u00fctet jebe Slrt abgefonbert non ben \u00fcbrigen unb in Staffe, au?nahm?meife unter anberen \u00a9tranb ; unb S\u00f6afferto\u00f6getn unb beg\u00fcglit einzeln, \u00a9in eigentlip? Stef bauen bloS bie Slrten, mette in \u00a9\u00fcmpfett br\u00fcten; benn bie feipe Vertiefung, mette anbere f\u00fcr pe \u00a9ier au?graben, bann man tein SReft nennen. Sei jenen fteben bie Hefter einzeln, bei biefen fo bitt neben eiuanber, ba\u00df bie br\u00fctenben S\u00f6get ben \u00a9tranb butft\u00e4blit bebeden unb gen\u00f6tigt fnb, im\u00a9pn eine unb biefetbe Stipung eingunehnteit, ba\u00df man b\u00e4um ober nip im \u00a9taube ift, ohne \u00a9ier gu gertreten, gmiften ben Stef ent gu gehen. 3ene enblit/ melte auf S\u00e4umen niften, legen bie \u00a9ier ohne eigentlitc Unterlage giften Unebenheiten ber Slfrinbe ober in \u00a9abelungen nieber. die meiften legen brei \u00a9ier, einige toier, anbere regelm\u00e4\u00dfig gmei, unb bie, mette auf S\u00e4umen br\u00fcten, gem\u00f6hnlit nur ein\u00ea. Seibe \u00a9atten mibmen ft ben \u00a9iern abmetfetnb, \u00fcberlaffen fte aber in ben hei\u00dferen \u00a9tunben be? \u00a3age? gem\u00f6hnlit ber \u00a9onne. die jungen -bommen nat gmei= bi? breim\u00f6tentliter Sebr\u00fctung in einem bunten dunentteibe gur \u00e4\u00f6elt, toerlaffett ihre Stefmulbe gem\u00f6hnlit fton an bemfetben \u00a3age unb laufen, behenber faft al? bie Sitten, am \u00a9tranbe umher, \u00e4ngftlit bematt, forgfam beobattet unb gen\u00e4hrt toon ihren g\u00e4rtliten \u00a9Item. 3hr Statutunt ftreitet toerh\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig raft toorm\u00e4rt?; bod; bann man fte erft, menu fte tooUbommen fliegen gelernt haben unb in alten f\u00fcnften be? \u00a9emerbe? unterrittet fnb, ermatfen nennen. Nunmehr toerlaffen bie Sllten mit ihnen bie Srutftelte unb fpneifen, menu aut nid;t giello?, fo bot ohne Siegel umher.\nSille toierf\u00fc\u00dfigeit Staubpere, meld;e ft ben Srutpl\u00e4^en ber \u00a9eeftmalbe n\u00e4hern b\u00f6ttnett, bie Staben unb gr\u00f6\u00dferen SDt\u00f6toen felleu ben \u00a9iern unb jungen, bie ftnelleren Staubto\u00f6gel aud; ben Sitten nat; bie \u00a9tmarofcerm\u00f6toen plagen unb qu\u00e4len fte in ber Slbftt, fte gum 3lu?fpeien ber frift gefangenen Seute gu n\u00f6tigen. Stud; ber SDtenfd; tritt ihnen feinblid; gegen\u00fcber, ba bie \u00a9ier ft burt SBohtgefpad au?geipen. 3nt \u00fcbrigen toerfotgt man biefe S\u00f6gel au? bem \u00a9runbe nip, meil man meber ba? gleift not bie Gebern benpen unb fie aut fount ober bot nur f\u00fcr furge .Seit in ber \u00a9efangenfpft h^Uett tann. SOti\u00dfg\u00fcnfige Stenften g\u00e4hten ihnen jebe? gtfhten uap mette fte ft erbeuten, ohne an bie Kerbtiere gu beuten, burt beren Vertilgung fte minbefen? ebettfotoiel n\u00fcjjen, at? fe im \u00fcbrigen burt ihre Sagb un? ftaben. diejenigen, mette am SOtcere leben, beeintr\u00e4pigen unfer Septum in feiner S\u00dfeife unb alle \u00fcbrigen erfreuen burt bie Stegfamteit unb bie Stnmuth pe? S\u00f6efen? ben m\u00e4hren Staturfreunb in fo hohem \u00a9rabe, ba\u00df er mpt berettigt if, f\u00fcr fte \u00a9pnung gu erbitten.","page":855},{"file":"p0856.txt","language":"de","ocr_de":"856\nSDte \u00aed)toimmer. \u00a9eeflieger. \u00a9eefd&toalben.\nUnter bem tarnen iRaubfeefd)malben (Sylochelidon) vereinigt mein SSatcr bie gr\u00f6\u00dferen Sitten ber gamitie in einer befonberen \u00a9tyf>e. Oie $enn\u00a7eid)en ber \u00a7ier$er gu \u00a7\u00e4^lenben Sitten ftnb: Oerb\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig kr\u00e4ftiger unb gebrungener Seib, fe$r gro\u00dfer, [tarier, mehr at\u00ea fopftanger \u00a9c^nabel, Heiner \u00a7u\u00df mit menig au3gefd)nittenen \u00a9d)ft>immb\u00e4uten, langer f\u00e4belf\u00f6rmiger Fl\u00fcgel, fd)ft>ad) gegabelter \u00a9d)ft>an3 unb Inapte 23eftebetung.\nSU\u00ea Urbilb ber \u00a9i p^e gilt bie Ot a u b f e e f d) m a I b e ober S\u00df i m m e r m \u00f6 o e (Sylochelidon caspia), ein gro\u00dfer S\u00f6get oon 20 Soll S\u00e4nge, 50 3oll 33reite, bei 16 Boll gittigt\u00e4nge unb 6 3od \u00a9cbloan^ l\u00e4nge. Oa3 \u00a9efteber ift auf bem Ober\u00efopfe fd)toar$, au ben #aBfetten, auf ber Unterfeite unb auf\n3)i\u00e9 3taubfeefd}tt>al&e (Sylochelidon caspia).\nbem Oberr\u00fcden gt\u00e4ngenbmei\u00df, auf bem Hantel li^tgraublau; bie \u00a9^mingenfpi\u00dfen ftnb buntler, bie \u00a9d)tt>an3febern Iid)ter at\u00ea ba\u00a7 \u00fcbrige \u00a9efieber ber Oberfeite. Oal Singe ift braun, ber \u00a9d)nabel lorallenrotb, ber ftu\u00df fd)toar\u00a7. 3m S\u00dfinterfteibe ift ber \u00dfopf ioei\u00df unb f^loarj gemifd)t, im 3ugenb; fleibc ba\u00ea Ot\u00fcdengefteber br\u00e4unlid) in bie Ouere gefledt.\nOie 3taubfeefd)malbe ift in STtittelafien unb im \u00a9\u00fcben unfere\u00ea \u00a9rbtbeiB 3U \u00a3aufe, br\u00fctet aber aud) au\u00eana^rn\u00eameife auf ber 3^fel \u00a9bit unb an ber pommerfd)en ober an einigen \u00a9teilen ber boU\u00e4nbifdjen unb franjoftfcfyen \u00ae\u00fcfte. 3w hinter er[d)eint fie am \u00a9\u00fcbranbe be\u00a7 SJtittelmeere\u00ea unb auf ben unteregbbtifd)en \u00a9een ober anbererfeiB auf bem n\u00f6rblid)en rotten unb bem inbifd)en Sfteere, befud)t jebod), bem Saufe ber \u00a9tr\u00f6me folgenb, ebenfo ba\u00a7 3nrtel'e 5lfrifa\u00ea unb Oftinbien. 3m \u00a9uba^n babe id) fie nod) oft beobachtet; im 3nneren ber inbifd)en \u00a3>albinfet tritt ftc, taut 3erbon,","page":856},{"file":"p0857.txt","language":"de","ocr_de":"Diaubfeefcpioalbe.\n857\nals regelm\u00e4\u00dfiger S\u00dfintergafi auf; an ter S\u00f6eftf\u00fcfte SlfrifaS \u00a7at man fie ebenfalls gefunben; baS attantifd)e \u00a307eer fd^eint fie jebod) ntd^t gu \u00fcberfliegen. 3m inneren Oeutfd)lanbS geh\u00f6rt fie gu ben feltenen Solingen : loal)rfd)einIich ftnb il)r bie \u00a9tr\u00f6me nicht ftfd)reid) ober gro\u00df genug, \u00a9ie trifft auf \u00a9bit gelo\u00f6hnlid) in ber lebten H\u00e4lfte beS Slpril ein wnb \u00a9erl\u00e4\u00dft ben Srutort im Sluguft lieber, um fortan umjjer^ufcljtoetfen.\nNaumann fagt, ba\u00df fte nur am \u00a3D7eere gefunben loirb unb fiep pd)ft feiten einige teilen oon ber \u00ae\u00fcfte entfernt. Oiefe Sepauptung gilt jebod) nid^t f\u00fcr bie SSinterS^eit, lote aus bem Obigen gur \u00a9en\u00fcge her\u00f6orgept unb nocp erfidpttidper loirb, foenn id) fage, ba\u00df unfer S\u00f6get nicpt btoS an ben \u00a9tranbfeen, fonbern aud) an ben tiefer im inneren SlfrifaS liegenben Simtengeio\u00e4fferu jeitloeilig einen l\u00e4ngeren Slufentpatt nimmt.\nOa, loo bie Staubfeefcploatbe oorfommt, loirb fie geloi\u00df Oon Stiemanbem \u00fcberfein: fie mu\u00df bie allgemeine Seadptung auf fid) teufen. \u00a9el\u00fc\u00f6pnlid) fiept man fie fliegenb in einer H^e Oon etloa oierjig bis f\u00fcnfzig $u\u00df \u00fcber bem S\u00f6afferfpieget fortftreicpen, ben $opf mit bem auf ioeitpin gl\u00e4ngenben rotten \u00a9dpnabel fentrecht nad) unten gerietet, bie gro\u00dfen \u00a9dploingen langfam beloegenb unb oon Beit gu Beit fto\u00dftaudpenb auf baS SBaffer perabf\u00ee\u00fcrjenb. Stur ber Unge\u00fcbte fann fte mit einer SJt\u00f6oe oerloedpfetn; benn loenn ipre Seloegungen audp langfamer unb tr\u00e4ger ftnb als bie oer= ioanbter Slrten, bemalten fte bod) baS \u00a9epr\u00e4ge berfelben Oo\u00fcft\u00e4nbig bei. Um auSjurupen, begibt fid) ber SSogel nad) \u00efieftgen Uferftcden, unb pier pflegt er bann eine loopt gefdploffene fKeipe gu bilben, inbem alle \u00a9lieber einer rupcnbeh \u00a9efellfdpaft ftd) bid^t neben einanber nieberlaffett unb ipren $opf bent Staffer gufepren. Sin ber SetoegungSlofigfeit einer folgen \u00a9efeUfdpaft, loeldpe jebeS Umper; trippeln gu meiben fdpeint, unterfdpeibet man fie auf ben erften Slid oon einer !>0t\u00f6\u00fcenfd)ar, in toeldper botf) einige umperjulaufen pflegen. Stuf gr\u00f6\u00dferen SBafferfl\u00e4djen l\u00e4\u00dft fid) bie ftfdpenbe Staubfee; fcploatbe aud) loopt geitloeilig unb auf SJlinuten fdploimmenb ttieber, ^\u00e4lt fid) bann aber gelo\u00f4pnlid) auf einer unb berfelben \u00a9teile, ol)ne gu rubern, unb erbebt fid) halb loieber in bie Suft. Oie \u00a9tintme ift lauter, raub er un^ \u00efveifd^enber als bie anberer Slrten, fonft jebodE) loenig oerfd^ieben; aud) fie beftebt nur auS bent h\u00e4\u00dflichen \u201e\u00aeri\u00e4p\" ober \u201e\u00aer\u00e4if\". Oent SJtenfdpen loeicbt unferc \u00a9eefd)loalbc \u00e4ngfilidb auS, loeil fte febr Oorfuptig unb fd^eu ift. Sin \u00a9efelligfeitStrieb fdb>eint fie ben Serloanbten nad^uftepen. 3um Sr\u00fcten fammelt jloar aud) fie fid) fcfjareuloeife, nach ber Srut^eit aber lebt unb arbeitet jebe m\u00f6glicbft f\u00fcr ftdb allein unb gefeilt fid) bloS auf bem S\u00eeupeptape ju ben Slrtgenoffen. SReib unb Habgier fd^einen in ihrem S\u00f6efen befonberS ausgepr\u00e4gt ju fein; au\u00dferbem $eid)net fie fidb burd) SJtutp unb \u00c6ampftuft, toeldpe freilid; auch eine gro\u00dfe Unoertr\u00e4glidpfeit bebingeit, oor teueren auS.\nOie \u00dctaubfeefdploalbe ift loirfticp ein R\u00e4uber. 3bre Hauptnahrung bilben gifdpe, unb fie erbeutet unb oerfd)lingt fold^e oon ziemlich bebeutenber \u00a9r\u00f6\u00dfe; gelegentlich aber \u00fcberf\u00e4llt fte aud) gro\u00dfe \u00a9tranb= unb S\u00dfaffero\u00f6gel, inSbefonbere, loenn biefe fdploimmen, unb fdp\u00efingt fie mit bemfelben Sepagen pinab, mit loeldhem Heinere Slrten \u00dferbtpiere gu fidh nehmen. 3n Schien jagt fie, laut 3 er bon, ben f\u00f6rebfen eifrig nad), obloohl fie auch pier OorgugSloeife mit ber f\u00c7tfd^crei im eigentlichen \u00a9inne beS S\u00dforteS ftdb befd)\u00e4ftigt. \u00a9chilling loar ber (Softe, loeld)er fie oerb\u00e4dEjtigte, bie \u00a9ier ber am \u00a9tranbe br\u00fctenben S\u00f6gel aufjulefen, ba er beobachtete, ba\u00df fidh \u00fcDt\u00f6oen unb \u00a9eefdptoalben ber Umgegenb unter furchtbarem @efd)rei erhoben, loenn biefe 3R\u00e4uberin fich geigte, lo\u00fcthenb auf fie heraBftte\u00dfen unb fte gu oertreiben fud)ten, lo\u00e4hrenb fte ruhig ipre \u00a9tra\u00dfe fortjog unb fidh nur loenig um bie Serfolgung f\u00fcmmerte;' anbere Seobadpter haben feinen Serbadpt bet\u00e4tigt gefunben.\ndtaumann befud)te bie ber\u00fchmte Sfnjtebeluug auf \u00a9pit, loeld^e nod) h^utigentageS befieht unb auf bem n\u00f6rblid)ften \u00a9nbe ber 3nfel fidh befinbet. Oie \u00a9ier, fagt er, liegen auf bem blo\u00dfen \u00a9anbe in einer Heinen Vertiefung, loelcpe bie S\u00f6get felbft fd)arren, nicht ganj nah antS\u00dfaffer, bod) im Singefichte beffelben. Oie Stefter ftnb, loo ihrer oiele beifammen niften, faum gloei f^u\u00df oon einanber entfernt. 3\u00ab einem SRefte liegen nteiftenS gloei, feiten brei \u00a9ier, nie mehr. Sin \u00a9r\u00f6\u00dfe unb in bev","page":857},{"file":"p0858.txt","language":"de","ocr_de":"858\nSDie Schwimmer. Seef\u00efieger. Seefchwalben.\n\u00a9efta\u00eft fommen fte betten ga\u00a7mer \u00a9nten ungef\u00e4hr gleich; t^re Sdja\u00efe ift glatt, aber glanjlo^, bie \u00a9runbf\u00e4rbung eine fdhmuaiggelbliche ober br\u00e4unlichwei\u00dfe; bie 3ei<hnung befteht aug afchgrauett unb fchwaragrauen f\u00fcnften unb peden; prbung unb 3eidhnuitg^\u00e4nbern aber ^telfad^ ab. \u00a9rft in ber feiten tp\u00e4lfte beg SJtai fangen bie StaubfeefdhWalben an au legen. SJtan nimmt 'ihnen auf Stylt metyrmalg bie \u00a9ier unb l\u00e4\u00dft fte evft ad^t big oieraeljn Oage oor Sohanni br\u00fcten. SBenn man fiel) bem Stifttylatye n\u00e4hert, umfliegen \u00a9inen beibe \u00a9atten mit gr\u00e4\u00dflichem \u00a9efchrei, unb bag SJt\u00e4nndjen aeigt ftdty babei breifter alg bag SBeibd^en. 23eim Segen ober bebr\u00fcten ber \u00a9ier hat eine Wie bie anbere ityr \u00a9eftdht bem Staffer \u00e4ugelest Sie br\u00fcten awar mit oielen Unterbrechungen, fttyen jebodty \u00f6fter \u00fcber ben \u00a9ient alg anbere \u00a9attunggoerWanbten; ftnb fte aber einmal cmfgefd^eaxc^t, fo bauert eg lange, ehe fich einaelne Wieber auf ihre \u00a9ier herabtaffen, ba fotc^e St\u00f6rungen auf fo fdtyeue SS\u00f6gel einen anhaltenberen \u00a9inbrud machen alg auf anbere. Oie Sangen, Weldtye auf ber Oberfeite mit graulichfehtoara gefledten, auf ber Unterfeite mit meinen Ounen bef leibet ftnb, taufen halb aug bem Stefie unb Werben Oott ben Sitten mit kleinen f^ifd^en gro\u00df gef\u00fcttert, auch bie br\u00fctenben \u00fc\u00f6eibc^en oom Sftcjnnchen oft mit bergleidjen oerforgt.\n\u00a9g ift faunt anaunehmen, ba\u00df bie \u00a9belfalfen auf StaubfeefdtyWalben fto\u00dfeit, Weil biefe, anges griffen, mit bem gewaltigen Schnabel ftch Wotyl oertheibigen, f\u00fcrdhterlid) um ftch beiden unb felbft bem S\u00e4ger, Welcher fte oerWunbete, Sichtung einaufl\u00f6\u00dfett Wiffett. Oer SJtenfd) behelligt fie nicht, Weil eg ihm nur um bie Wohlfchmedettben \u00a9ier au ttyun ift. Oiefe Werben, Wie bewerbt, anfangg regelrecht Weggenommen unb bilben f\u00fcr ben 23cfttyer ber Slnftebelung eine gar nicht unbetr\u00e4chtliche \u00a9innatymes quelle, pr bie \u00a9efangenfehaft eignet ftd; auch biefe SeeftyWalbe nicht, Weil fte, Wenn man fte ihrer pugf\u00e4tyigfeit beraubt ober ihr bag fliegen, Wie fte eg gew\u00f6hnt ift, unm\u00f6glich mactyt, traurig flimmert, aud; nur mit SBiberfirebett an tobte pfetye geht.\nOie pu\u00dffdtyWalbe, Stohrf^toalbe, Stirer, O\u00e4ttner \u00ab. (Sterna hirundo) oertritt Wegen ihreg b\u00fcnnen, etWag bogenf\u00f6rmigen, \u00e4rmlich furaen Sdjnabelg, ber fehr niebrigett, furaaehigen P\u00a7e unb beg tief gegabelten SetyWanaeg eine befonbere Sitytye, Weldfer man ben Stamen Stroms fchwalben gegeben hat. Oer alte SSogel \u00e4hnelt in feiner prbung ber StaubmeerfdhWalbe, unters fdheibet fich jebodf) baburdty, ba\u00df bie Unterfeite graulich i|t unb auch bie p\u00dfe rotty augfehett. 33ei jungen SS\u00f6geln ift bag \u00a9efteber ber Oberfeite ebettfallg br\u00e4unlich quergefledt, ber p\u00df aber gilblidj). Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 16 big 17 3oU, Wooon 67* auf ben beinahe 4 3od tief gegabelten SdtyWana fommen, bie pugbreite 32 3olt, Wooon ber ptttg 11V. 3oU Wegnimmt.\nS3ig jetyt ift. eg nod) nicht mit gen\u00fcgenber Sicherheit feftgeftellt, ob alle pu\u00dffctyWatben, Welche man beobachtet hat, Wirflich unfercr ober einer oerWanbten Slrt au9eS\u00e4hI1: ^etben m\u00fcffen. S\u00abt elfteren pile W\u00fcrbe fich ber SSerbreitunggfreig ber Pu\u00dffdhWalbe \u00fcber ben n\u00f6rbli<hen gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel erftreden, fie alfo ebenfoWohl in ber alten Wie in ber neuen SGBclt au #aufe fein. 3Jlehr alg anbere Slrten bewohnt fie P\u00fcffe unb S\u00fc\u00dfwafferfeen, geh\u00f6rt bemnadh audh im Suneren unfereg Katers lanbeg nicht au ben Seltenheiten unb belebt einaelne P\u00fcffe, beif^ielgweife bie \u00a9Ibe, in gro\u00dfer Slnaahl. Oa fie regelm\u00e4\u00dfig Wanbert, fleht man fte hier nur W\u00e4tyrenb beg Sommerg. Sie erfcheint in ben lebten Sagen beg SItyril ober erft Slnfangg SStai unb macht fich bereite im Suli ober Slufangg Sluguft wieber auf bie SBanberfdhaft. Schon in S\u00fcbeurotya finbet fte eine ihr aufagenbe Verberge f\u00fcr ben S\u00f6inter; aber audh im Sterben Slfrifag ift fte W\u00e4ljrenb ber falten Sahregaeit \u00fcberall gemein. Sluf ihren Steifen wanbert fte, in hoher Suft bahin fliegenb, langfam oon einem \u00a9eW\u00e4ffer autn anberen, fooiel alg m\u00f6glich Str\u00f6men unb p\u00fcffen folgenb, unb, Wenn fie junger oerfty\u00fcrt, auf biefen ober jenen \u00a3eid) ftch herabfenfenb, um hier au jagen unb ein wenig au ruhen. Su ber \u00e4\u00dfinterherberge","page":858},{"file":"p0859.txt","language":"de","ocr_de":"glu\u00dffd&toalbe.\n859\nftebe\u00eft fie ftd) am SDtcere ober an f\u00fc\u00dfen \u00a9eto\u00e4ffern an, ohne f\u00fcr biefe ober feneg befoubere Vorliebe gu geigen, inte fte benn aud) gum Vr\u00fcten gar nfi^t feiten eine geeignete \u00c6\u00fcftenfie\u00ef\u00efe ftd) augw\u00e4l)lt.\nVor ben Vertoanbten geid^net ftd) bie $tu\u00dffd)Walbe Wol)l nur burd) bie gr\u00f6\u00dfere \u00a9d)nelligfeit unb Vielfeitig\u00efeit itjre\u00ea $lugeg aug, wirb aber aud) pterin toon einzelnen $amiliengenoffen \u00fcbertroffen. 3$re gew\u00f6hnliche \u00a9timme ifi bag bekannte \u201e$ri\u00e4h\", ber Slugbrudf it\u00e9rer Slngfi ein leifeg \u201ef\u00f6ef\" ober \u201e^ret\", Weldjeg ftd) bei Wad)fenber \u00a9efahr oft Wieberl)oit unb ftd), trenn biefe geringer irirb, in \u201e\u00aereiif\" umiraubelt; im Borne ruft fie bie \u00a9ilbe \u201e\u00aerel\" fo oft unb haftig aug, ba\u00df man bie eingetnen Saute faitm nod) unterfd)eibett \u00efantt. Sin Verfianb field fte anberen Vertranbten in feiner $infid)t nad). kleine $ifd)d)en, 3Bafferfr\u00f6fd)d)en unb ^rofd)lartoen, aud) Wot)l SB\u00fcrmer, Engerlinge unb anbere \u00aeerbtl)iere im Weiteften Umfange bilben il)re Stauung. Oie im SBaffer lebenben Spiere gewinnt fie burdf) \u00a9to\u00dftaudhen; bie am Voben liegenben ober am \u00a9rafe h\u00e4ngenben nimmt fte fliegenb auf.\n3h*e SRiftyl\u00e4he ftnb niebrige Unfein unb Uferb\u00e4nfe, an bei* \u00c4\u00fcfie ober im ^tu\u00dfbette, Wo m\u00f6glidb fotdbe, bereu \u00a9runb fieftg, nid^t aber fanbig ifi. .Spier bilbet fte eine Heine Vertiefung in bem \u00aeiefe ober beuubt eine bereite toorgefunbene gum SRefte, ohne ftd) bie 2JR\u00fcf)e gu geben, baffelbe mit Vflaugen; ftoffen auggulteiben. \u00a9nbe SDRai\u2019g finbet man gWei big brei gro\u00dfe, fd)\u00f6n eif\u00f6rmige, glattfdbalige, feinf\u00f6rnige, glanglofe, auf tr\u00fcbrofigelblicbem ober bleicbgelbbraunem \u00a9runbe mit toiolettgraucn, r\u00f6tlichen unb tieffd)trargbraunen, ruttben ober t\u00e4nglid)en Rieden, V\u00fcpfetn unb Vnntten gezeichnete Eier, Weldbe W\u00e4hrenb ber 9Rad)t toom SBeibd)en, bei Vage geitWeilig auct) toom 9JR\u00e4nnd)en bebr\u00fctet, in ben SDRittaggfiunben aber ber \u00a9onnenW\u00e4rme \u00fcberlaffen Werben, innerhalb fed)ggehn big ftebgel)n Vagen ftnb bie jungen gegeitigt, entlaufen halb bent SRefie unb toerbergen ftdb fortan bei \u00a9efaljr gWifd)en ben gr\u00f6\u00dferen-\u00a9teinen beg $iegbobeng unb anberen Unebenheiten, toerratljen ftd) aud) nur bann, Wenn bie Sitte Weggefd)offen W\u00fcrbe, burd) H\u00e4glid)eg Vielen, irad)fen ^eratt, tonnen nad) Verlauf toon gWei S8od)en bereite flattern unb in ber britten SBod)e il)reg Sebeng ihren Eltern fd)on fliegenb folgen, obwohl fte bereu $luggefd)icfiid)teit erft fp\u00e4ter erlernen.\nSin nuferen VinnengeW\u00e4ffertt bilbet bie $tu\u00dffd)Walbe fetten gro\u00dfe Slnftebeluttgen, W\u00e4hrenb am VReereggeftabe oft Jjpunberte toon biefer SXrt ftd) gum Vr\u00fcten toereinigett. Eine fotdhe, am \u00a9tranbe ber Snfel Eanaria gelegene Slnftebelung befnd^te Volle. \u201e3e Weiter Wir toorW\u00e4rtg fd)ritten\", fagt er, \u201ebefto zahlreichere H\u00e4rchen erhoben ftd), unb halb mu\u00dften Wir ung in Sicht nehmen, bie Eier gu gertreten : in folder SORenge fallen Voir ung toon iljtten umringt, \u00aeaitm hatten Wir begonnen, ihre Eier in unfere #\u00fcte unb \u00ae\u00f6rbe gu fammeln, ba erhob ftdh, aufgefdhredt unb beunruhigt, bie gange ungeheuere SDRenge toon $lu\u00dffeefd)Walben, eine \u00a9d)\u00fcr toon Vaufenben, in bie Stifte; Wir bewegten ung Wie unter einer fd)neeWet\u00dfen SBolle. Oag \u00a9efreifd) War bet\u00e4ubenb, unb ber Stufruhr ber V\u00f6gel nahm nod) gu, atg toom anberen Enbe beg \u00a9tranbeg hev mehrere frentbe Scanner, We\u00efd)e ebenfaUg Eier fammelteit, erfdh)ienen. Slug bem beweglichen unb lebenben \u00a9djirmbache \u00fcber ung ftadjen bigWeilen einige big bicht auf nuferen \u00c4opf herab, Wahrfcheinlidh biejenigen, bereu SRefter ung gun\u00e4dhft lagen; entfernten Wir ung etWag, fo tonnten Wir beutlidj fehett, Voie 3DR\u00e4nnd)en unb SBeibd)en gu ihren Eiern guriicttehrten unb lefctereg gum Vr\u00fcten barauf Vint} nahm, W\u00e4hrenb ber treue \u00a9atte gut* \u00a9efeUfd^aft neben ihm fi^en blieb. SBir verlie\u00dfen biefen Ort nicht eher, alg big loir unfere \u00ae\u00f6rbe big gum SRattbe gef\u00fcllt hatten, Wag in Weniger atg einer \u00a9tunbe gefdjehen War. Oie erm\u00e4hnten SDR\u00e4nner ergcihlten ung, ba\u00df f\u00fcr eingelne SBeiter ber 9Rad)barfdbaft biefe Vrutanftebelungeu Wochenlang eine ergiebige unb eifrig benu^te Vorrathgtammer abgeben, trofcbem aber bie 3^1 ber \u00a9eefd)Wa!ben feit SJtenfdhengebenten ftdh nicht toerminbert habe. Oiefeg Seigere war augenfd)einlid).\"\n9Rid)t fetten gefdjieht eg, ba\u00df bei fr\u00f6hlichem \u00a9teigen beg \u00a9trorneg ober am SDReere bei heftigem \u00a9turnte Vrutanfiebetungen unb Vaufenbe toon Sceftern \u00fcberfd)Wemmt Werben. Vritt ein foldfper Uugl\u00fccfgfatl fr\u00fchgeitig im Sah\u00ab ein, fo entfd)lie\u00dfen ftdh bie ^tu\u00dffd^Voalben gu einer gWeiten Vrut, W\u00e4hrenb fte ohne 9Rad)fommenfd)aft bleiben, ioenn bie Vernichtung fp\u00e4ter ftattfanb. ^ebenfallg ift bag SB affe r ihr fdhlimmfter geinb; benn toonf eiten beg SJ\u00eeenfdhen haben fie g\u00ef\u00fcctlidjertoeife nid)t toiel gu leiben/ unb ben SRaubthieren entgehen fte, trenn fte einmal erVoadhfett ftnb, geto\u00f6hnlidj ohne","page":859},{"file":"p0860.txt","language":"de","ocr_de":"860\n\u00a3>ie \u00a9djttnmmer. \u00a9eeflteger. \u00a9eefctjtoalben.\nfonberltdje Bl\u00fche. Naumann fah einige \u00dcMe, baff ftlufffchtoalben non Baumf\u00e4llen \u00bberfolgt tourben. \u201e\u00a3)ag gen>\u00f6^nlid^e Slettunggmittel ber \u00a9<hil!mm\u00f6\u00f6gel unb mander anberen, ftdj fogleic^ tug VSaffer $u [t\u00fcrmen\", fagt er, \u201efaljen toir bie Verfolgten ^ier nicht ergreifen, bagegen aber bie \u00c7lujffdhtoa\u00efbe ben \u00a9t\u00f6jjen beg Ralfen mit einer be\u00efounberunggio\u00fcrbigen \u00a9etoanbtheit augioeidjen, fie nach febem \u00a9tofje h\u00f6her [teigen, bei manchen and) [entrecht ein \u00a9t\u00fcd herabfalten ober eine f\u00fcllte \u00a9eitentoenbung augf\u00fchrett, babei aber immer noch metjr unb mehr ben V\u00dfotfen n\u00e4hern, big enblich beg Ralfen \u00aeraft erfch\u00f6pft tourbe unb er unoerritfjteter \u00a9ad>e ab^iehen muffte. 2>unge f\u00e4ngt er inbeffen mit gr\u00f6\u00dferer Seidhtigfeit; bod> fann ihm eine o\u00f6tlig ertoadjfene auch fdjon fe\u00a7r oiel ju fRaffen madden, \u00a9r fd^eint ein ^jauptfeinb ber glu\u00dffchtoalben gu fein unb ihnen bie eben flugbaren jungen nid)t feiten toegjufapern.\" \u00aeie Brut toirb oon ben Staben im toeiteften \u00a9inue unb am Bleere audj oon ben gr\u00f6\u00dferen Vertoanbten gef\u00e4hrbet, obtoohl bie SUten mit \u00a3elbenmuth f\u00fcr fte einjtehen. \u00a3)er oerft\u00e4nbige Blenfdh oerfolgt fte nic^t; h\u00f6chfteng ein nic^t\u00eanu^iger \u00a9onittaggj\u00e4ger fchie\u00dft einen ober ben anberen ber nieblichen V\u00f6gel gu feinem fogenannten Vergn\u00fcgen aug ber Suft herab. \u00a9efangene fleht man hier unb ba in ben Tierg\u00e4rten ober bei Siebbabern, fd^toerlid; aber auf l\u00e4ngere Beit, \u00bbeil man nicht im \u00a9taube ift, ihre Sebenganf or ber ungen gu befriebigen.\n$)ie 3\u00bbergfeefch\u00bbalbe (Sternula minuta) bat man ebenfalls gunt Vertreter einer befonberen \u00a9i^e erhoben, obgleidb fte ftch nur bureb oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig ftarfen unb ettoag furzen \u00a9c^nabel, bie tief auggefchnittenen \u00a9d)toimmb\u00e4ute unb ben feid&t gegabelten @d>toan\u00a7 oon anberen Slrten ber Familie unterfd;eibet. \u00a9ie \u00a9tirn unb bie Unterfeite ftnb toei\u00df, Dber\u00efopf unb Staden f<h\u00bbarg, bie SJtcmtel ; unb ftt\u00fcgetfebern afdbgrau. \u00aeag Sluge ift braun, ber \u00a9djnabel \u00bbadjggelb, an ber \u00a9\u00a3i|e fdbtoarg, ber $u\u00df lehmgelb. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 8V*, bie Breite 19 big 20, bie gittigl\u00e4nge 7, bie \u00a9cbioanjl\u00e4nge 3 Soll. \u00a9ag 3unge ift \u00e4hnlich geftedt toie bag ber oertoanbten Strten.\nUeber oier \u00a9rbtheile, Slflen, \u00a9uropa, Slfrifa unb Slmerifa, behnt fidt> ber Verbreitunggfreig biefer fleiuften Slrt ber Familie, nad) Serben hm toirb er ungef\u00e4hr big gunt 58., nadh \u00a9\u00fcben hm ettoa big gum 24. \u00a9rabe ber Breite reichen. 3n Braftlien toirb fte burch eine \u00e4hnliche, ettoag gr\u00f6\u00dfere 2trt oertreten. Sluch fte beioohnt hauptf\u00e4dhlidh f\u00fc\u00dfe \u00a9eto\u00e4ffer, in\u00eabefonbere gr\u00f6\u00dfere \u00a9tr\u00f6me, ohne febodh bie SJteeregf\u00fcfte g\u00e4nzlich gu meiben. flache tiegb\u00e4nfe in ben \u00a9tr\u00f6men ftnb bie erfte Bebingung, toeldhe fte an ihren SBohnpIafe [teilt; too biefe fehlen, ftebelt [ie ftch niemalg an. \u00a9eutfd)lanb erfcheint fte erft im SJtai, gutoeilen nicht oor ber SJtitte biefeg SJlonatg, br\u00fctet unb begibt ftch bereitg im 3uli ober f^\u00e4tefteng Sluguft auf bie VSanberfdhaft. Slber fte reift langfam, h\u00e4lt ftch \u00fcberall nod; ein ioenig auf, toirb beg^alb fdhon im \u00a9\u00fcben \u00a9eutfchlanbg noch oiel fp\u00e4ter bemerft alg im korben unb geht in ber Siegel auch nicht \u00bbeit, n\u00e4mlich nur big au bie \u00a9tr\u00f6me unb \u00a9t\u00e8anbfeen Storbafrifag hin\u00fcber. 3n \u00e4hnlicher SBeife toanbert fte oom Sterben Slfteng unb oom n\u00f6rblichen Stmerifa attg.\n\u00a9ie Btoergfeefchtoalbe gibt, toie Staumann fagt, \u201ean \u00a9d)\u00f6nheit feiner anbereu Slrt ihrer Familie \u00a9ttoag nach, unb ba\u00df man hier SHIeg im oerj\u00fcngten SJta\u00dfflabe fteht, erh\u00f6ht ben Steig f\u00fcr ben Bebauer\". \u00a9ie unterfcheibet ftd) auch im Betragen nicht toefentlich oon ben Vertoanbten, geht unb fdhtoimmt tote biefe, fliegt in \u00e4hnlicher SEBeife, oiedeid)t nod) ettoag fd^neUer unb leichter, aber mit benfelben f\u00fcgten VMnbungen unb in ebenfo mand;fach toechfelnber Slrt, in ber Siegel eine anmutige Behenbigfeit enttoidelitb; benn fte fdheint beft\u00e4nbig \u00a9ile ju h\u00fcben unb ift unbebingt eine ber lebhafteren unb fthdeften ihrer \u00a9attung. \u201eBegegnen ftch gtoei biefer munteren V\u00f6gel\", f\u00e4hrt Slauutann fort, \u201efo br\u00fcden fte ihre f^reube burch lauteg \u00a9chreten aug. Balb fomrnt eine brittc, eine-oierte ^irt\u00a7u ; bag \u00a9efchrei oeroielf\u00e4ltigt ftch ; bie V\u00f6ne folgen Saftiger, unb eg beginnt ein gegen; feitigeg Sieden, toobei bie ^errlichften \u00a9chtoenfungen auggef\u00fchrt \u00bberben, \u00a9oldhe \u00a9eenen beg ^rohftnng unb Uebermuthg toieberholen ftch an \u00d6ul befe^ten S\u00f6ohnpl\u00e4^en t\u00e4glich mehrere Btale. \u00a9ie","page":860},{"file":"p0861.txt","language":"de","ocr_de":"$lufjf dptoalbe. 3^er3feef^f\u00f6a^c-\n861\nmachen fxd^ baburd) fepr bemerUidp uttb felBft foldpen Seuten angenehm, toeldpe fottfl auf bergletd^ett nidpt gu achten pflegen, \u00a9eiten fdpeinen ipre Redereien nnb \u00a9piele in i\u00bbirflid)en 3&nf au\u00eaguarten; toenigf\u00eeen\u00ea ift e\u00ea bann nur ein furge\u00ea Rufbraufen unb halb \u00fcor\u00fcber. 93et allen if)reu Jpanblmtgen verliert bie liftige 3toergfeefdpt\u00bbalbe ben SRenfdpen nidpt aufjer Singen unb ipr SRifitrauen nur ba etioa\u00ea, ioo fie oft nnb \u00bbiele dRenfdpen gu fepen befontmt, aber toon feinem \u00bberfolgt ioirb.\" R\u00dfie e\u00ea fdpeint, ift fte minber gefellig al\u00ea ipre Verioanbten. R\u00df\u00e4prenb ber 3u93e^ fte^t man fie atCerbing\u00ea audp gu\u00efoeilen in gaplreidpen \u00a9efedfdpaften, am Riftplahe aber immer nur in Heineren Vereinen toon gepn unb meniger paaren. 3pre \u00a9timme pat nidpt ba\u00ea unangenehm \u00c6reifdpeitbe ber anberen \u00a9eefdpioalben, ift audp etioa\u00ea toielfeitiger; Saute, ioelcpe ioie \u201e$r\u00e4f\" ober \u201e\u00c4raif\" Hingen, \u00bbernimmt man am p\u00e4ufigfien, bei einiger Rufregung namentlich ba\u00ea le^tere, bei furcht toor \u00a9efapr- ein oft ioieberpo\u00efte\u00ea \u201e\u00aeref\" nnb \u201e\u00aeef\", gelegentlich ihrer Redereien ein fdpioahenbe\u00ea \u201e$ed\u00e4rref, HdereH; ber befanute Saut \u201e\u00aeri\u00e4p\" ift aber aud) ihr .Ipaupttoort.\n$ifcpe ntandperlei Rrt, felbfttoerft\u00e4nblid) fleine unb junge, ftnb bieVeute, toeldper bie 3toerg; feefcpioalbe am eifrigften nactjftrebt; nebenbei f\u00e4ngt fte gtoar auch ^erbtpiere nnb bereu Sartoen ober im Rteere fleine $rebfe nnb bergleicpen, immer aber nur, menu fie jene nidpt haben faun. Sei ber ^ifdperei einer \u00a9efedfdpaft gept e\u00ea fepr lebpaft nnb laut gu; benn bie \u00a9l\u00fcdlidje ioirb toon allen \u00fcbrigen beneibet, \u00bberfolgt nnb, ioemt e\u00ea irgenb angept, um bie gemacpte Sente beftoplen, ioobei Side fdpreien unb fcpelten.\n\u00c6iefige \u00a9teilen an ber Rteere\u00eaf\u00fcfte in ber Rape toon $luf$m\u00fcnbungen ober ebenfo befcpaffene Vanfe unb Unfein in ben \u00a9tr\u00f6men Joerben gum stiften bennpt, toorau\u00eagefeht, baff SRenfcpett fie feiten befucpen. \u00a3)ie Rnftebler gepen mit Verioanbten feine \u00a9efe\u00ef\u00effcpaft ein, bitlben e\u00ea aber gern, trenn Regenpfeifer benfelbeit 5|3lab mit ipneu tpeilen. 2>pre Refter, einfache Vertiefungen, fiepen etroa\u00ea entfernt toon einanber; eine gaplreicpere \u00a9efedfdpaft braud)t alfo einen $lah toon giemlidpem Umfange, \u00a9ine Ru\u00eaUeibung biefer Vertiefung ioirb nidpt f\u00fcr n\u00f6tpig eradptet. SDte gioei bi\u00ea brei gartfdpaligen, glanglofen, auf tr\u00fcbroftgelbem \u00a9runbe mit pedafdpgrau; nnb toeild)enfarbenen, aud) tiefbrannen Rieden, f\u00fcnften unb \u00a9dpn\u00f6rfeldpen gegeidpneten \u00a9ier liegen auf blo\u00dfer \u00a9rbe. Veibe \u00a9Item br\u00fcten abioedpfelnb \u00bbiergepn bi\u00ea funfgepn Sage lang, bei ioarmem SBetter \u00fcbertage\u00ea nur in 3ettr\u00e4umen toon fanm einer Viertelftunbe; beibe aber lieben bie Vrut in bemfelben \u00a9rabe ioie ipre Verioanbten nnb giepert fie audp in \u00e4pnlidper VSeife grofj, fad\u00ea e\u00ea ipneu gelingt, benfelben geinben, ioeldpe id) bei \u00a9d)ilbernng ber glufjfd)ioalben eno\u00e4pnte, gu eittgepen.\n\u00a9ine iooplbegr\u00fcnbete \u00a9ippe ber Familie ioirb gebilbet toon benSSafferfdpioalben (Hydroche-lidon), etioa\u00ea fr\u00e4ftig gebauten, aber fdj\u00f6n geftalteten \u00a9eefdpioalben, mit fdpioadpent \u00a9dpnabel, popen, langgepigen $\u00fcfjen, bereu \u00a9dpi\u00fcimmp\u00e4ute tief au\u00eagefdpnitten finb, fepr langen kl\u00fcgeln, aber \u00bberp\u00e4ltniffnt\u00e4ffig furgem, feidpt gegabelten \u00a9cpioange nnb bid)tem, ioekpen \u00a9efieber, in ioeldpent io\u00e4prenb ber Vrutgeit ein fcp\u00f4ne\u00ea \u00a9ammtfd)toarg \u00bborperrfdpt, ioe\u00efcpe\u00ea fid) aber nacp Siapre\u00eageit nnb Rlter ioefentlidp toer\u00e4nbert.\n2>n \u00a3>eutfdplanb fommen brei Rrten biefer \u00a9ippe toor, bie fdpioarge, io einfl\u00fcgelige unb ioeifjb\u00e4rtige SBafferfdpioalbe. \u00a9rftgenannte, ioeldpe aud) Vranb; ober Rcaitoogel, \u00a9irr* unb Rmfelin\u00f6toe genannt ioirb (Hydrochelidon nigra), ift auf \u00aeopf nnb Raden, Vruft nnb Vaud)mitte fammtfcptoarg, auf bent R\u00eeantel blaugrau, in ber \u00a9teifjgegenb ioeifj; bie \u00a9dptoingen ftnb bunfelgran, lidpter geranbet, bie \u00a9teuerfebern pedgrau. \u00a3)a\u00ea R\u00fcge ift braun, ber \u00a9cpnabel rotp an ber V\u00dfurgel, im \u00fcbrigen granfdptoarg, ber $u\u00a7 braunrotp. 3m S\u00dfinterfleibe ftnb nur ^interfopf unb Raden fdpioarg, \u00a9tirn unb \u00fcbrige Unterfeite aber ioeifj, int ^ugenbfleibe bie Gebern be\u00ea","page":861},{"file":"p0862.txt","language":"de","ocr_de":"862\nSDie \u00a9tpwtumter. \u00a9eef\u00efieger. \u00a9eefdpwalben.\ngftantelg unb bie F\u00ef\u00fcgelbedffebern roftgelb gef\u00e4umt. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 9, bie Breite 26, bie Fittigl\u00e4nge 9V2, bie \u00a9dpwanzt\u00e4nge 3V2 Sod.\n33ei ber ei\u00a7f\u00ef\u00fcgeXigett SBafferfdpWalbe (Hydrochelidon leucopteraj ftnb bie Gebern beg 9\u00eemnpfe3 tief fammtfdjWarz, bie Fl\u00fcgel oben blaugrau, an ber \u00a9gutter unb an ben \u00a9pipen ber Unter? armfdpwingett wei\u00dfgrau, bie Sittel? unb bie \u00a9teuerfebern Wei\u00df. Oer \u00a9dpnabet ift tirfdprotp, f^inarj an ber \u00a9^i^e, ber Fu\u00df ladrotp. 23ei ber Wei\u00dfb\u00e4rttgen Serfoanbten (Hydrochelidon leuaopareja) wirb ber fdpwarze Obertopf unb Dtacfen burdp einen breiten, Wei\u00dflidpen S\u00fcgetftreifen ton bem Ounfetgraubtau beg Unterpalfeg getrennt; bie Sruft ift bunteigrau, ber kantet pedgrau, ber Saud; Wei\u00dfgrau.\nSDer gem\u00e4\u00dfigte n\u00f6rblicpe \u00a9urtet ber \u00a9rbe Wirb an geeigneten \u00a9teilen \u00fcberall bon ber fcpwarzen S\u00f6afferfdpwatbe beWopnt, unb W\u00e4prenb beg SMnterg [treibt fie foWeit nad; \u00a9\u00fcben pinab, ba\u00df audp fte in hier \u00a9rbtpeilen gefunben Wirb. Sei ung gu Sanbe erfdpeint fte mit ben \u00fcbrigen \u00a9eefcpWalben, verl\u00e4\u00dft ung audp um biefelbe Seit Wieber; fte bepe^t aber nidpt bie SJceere\u00eat\u00fcfte ober f\u00c7l\u00fcffe * unb \u00a9tr\u00f6me, fonbern ftebelt ftdp nur in auggebcpnten Sr\u00fcdpen unb \u00a9\u00fcmpfen, \u00fcberhaupt btog an ftepenben \u00a9eW\u00e4ffern an. S\u00df\u00e4prenb ber Steife, foeldpe fie in Fl\u00fcgen bon zwanzig big taufenb \u00a9t\u00fcden gur\u00fcdlegt, folgt fte ben \u00a9tr\u00f6men unb ba, Wo biefe feittidp bag Sanb unter Staffer gefept unb \u00a9\u00fcmpfe gebilbet paben, nimmt fte aud; Wopl unmittelbar an foldpen l\u00e4ngeren 2lufentpalt; im \u00fcbrigen meibet fie Flu\u00df unb ddeer.\nSon anberen SerWanbten unterfdpeibeu ftdp bie S\u00dfafferfdpwalben nicpt btog burdp ipren Stuf* enthalt, fonbern audp burdp ipre SeWegung, \u00a9nt\u00e4prung unb Fortpflanzung, \u00a9ie gepen ebettfo Wenig, attcp ebenfo fdpledpt foie bie \u00fcbrigen, fdpfoimmen feiten ttnb nidpt beffer alg jene, fliegen minber ft\u00fcrmifdp, aber nidpt fo Wanfenb, fonbern Weid;er, fanfter, gem\u00e4dplidper, bemgem\u00e4\u00df fo leicpt unb gierlidp unb babei fo Wecpfetood, ba\u00df man an bem Fluge feine foapre F^ube paben mu\u00df. S\u00df\u00e4prenb ber Siadptftunben rupen fte, \u00fcbertageg ftnb fte faft unabl\u00e4fftg in SeWegung: fte bringen. ben gr\u00f6\u00dften Speit ipreg Sebeng fliegenb unb, Wag Oaffetbe fagen foilt, jagenb gu. \u00c6erbtpiere bilben Zeitweilig ipre augfdplie\u00dflidpe Sente, unb Wenn auep ein tleine\u00eaFifdpdpen nidpt g\u00e4n^lidp oerfepm\u00e4pt unb ab unb ju ein anbereg SG\u00f6affertpier aufgenommen werben mag, fo gilt bod; bie $agb jenen, \u00a9ie ftnb leine oodenbeten \u00a9to\u00dftaudper mepr, fonbern jagen eper nadp 9lrt ber \u00a9dpwalben alg naep 2trt iprer Ser? Wanbten, fdpweben fepr niebrig \u00fcber bem S\u00dfafferfpiegel bapin, fepeinbar mepr zu iprer Seluftigung alg aug dtotpwenbigteit \u00a9dpwentungen augf\u00fcprenb, r\u00fctteln lange, f\u00fcllen ftdp, Wenn fie eine Seute erfp\u00e4pt, nidpt fo j\u00e4ptingg unb fentredpt auf bag Staffer pernieber, Wie eg ber \u00a9to\u00dftaudper 2lrt, fonbern fallen in einer mepr gefcpWeiften Sinie perab unb nepmen bie Seute mit bem \u00a9dpnabel auf, opne ben Seib unterzutaudpen. Oieje SeWegungen gefd;epen jebod; immer noep fepr fdpnelt, unb bie ftfdpenbe S\u00f6afferfdpwalbe geW\u00e4prt gerabe begpalb ein ewig wed;felnbeg \u00a9dpaufpiel. heftiger d\u00dfiub ober \u00a9t\u00fcrm madpt ipr bag fliegen faft unmoglid;, Weit ipre \u00a9cpwingen nodp mepr alg bei ben Ser? Wanbten au\u00dfer allem Serp\u00e4ltniffe zu bem tleinen Seibe unb ber fd;Wacpen \u00dfraft zu fiepen fdpeinen; bei rupigem S\u00dfetter aber beperrfdpt fte bie Suft fcodft\u00e4nbig, fteigt in fdp\u00f6nen \u00a9dpwentungen unb Greifen fo zu fagen big in bie S\u00f6olten empor unb l\u00e4\u00dft ftdp ebenfo ziertiep aug bebeutenbett \u00a3\u00dfpen Wieber perab auf ein fleineg SS\u00e4fferdpen, um biefeg zu unterfudpen unb augzuuupen. StbWeidpenb non ben Serwanbten zeigt fte fidp anberen \u00a9efip\u00f6pfen gegen\u00fcber furdptlog unb oertrauengood. Sei ung in Oeutfcplanb' fiept fte ftdp aderbingg \u00f6or bem S\u00ef\u00efenf d;en noep immer einigerma\u00dfen \u00f6or; im \u00a9\u00fcben \u00a9uropag unb in \u00a9gppten bagegen, Wo fte fidp freunblidper \u00a9eftnnungen oerftepert palten barf, treibt fie in beffen unmittelbarer dt\u00e4pe ipre Fifcperei unb fliegt an bem \u00a9rzfeinbe ber Spiere oft fo nap vorbei, ba\u00df biefer meint, fte mit ^\u00e4nben greifen zu f\u00f6nnen. \u00a3>odp \u00e4nbert fte audp pier ipr Senepmen, Wenn fte 9tadpfietlungen erfupr, unb tann burep l\u00e4nger W\u00e4prenbe Serfotgungen fepr oorfteptig gemad;t Werben. Um anbere S\u00f6get bef\u00fcmtnert and) fte ftdp nidpt, obgleidp fte \u00e4u\u00dferfi gefeEig genannt werben mu\u00df, unb eine einzelne nur feiten bemertt Wirb. Oie SDUtglieber eineg Sereing p\u00e4ngen treu an einanber, palten ftdp immer zufammen unb oerridpten ade \u00a9efdp\u00e4fte gemeinfd;aftlidp, leben audp, fleine","page":862},{"file":"p0863.txt","language":"de","ocr_de":"\u00aeeutf<pe S\u00f6afferfcpttxtlben.\n863\nSKe\u00e4ereten aBgerec^net, im tiefftert grieben unter einanber. \u00a3)a\u00ea \u00a9efcpid, ioelcpe\u00ea ein \u00a9lieb einer folgen \u00a9ertcffenfc^aft erleibet, toirb non allen \u00fcbrigen tief empfunben: um bie au\u00ea ber Suft perab; gesoffene S\u00dfafferfcpioalbe Oerfammeln ftd^ augenbli\u00fclid) bie \u00fcbrigen unb nidbjt au\u00ea -J\u00eeeib, wie man au\u00ea bem Sorpergegangenen ioopl glauben l\u00f6nnte, fonbern au\u00ea iotrllidjem S\u00fctgef\u00fcpl, tn ber Slbftcpt, ju geifert ober bod) toenigften\u00ea gu flagen. Sei biefem Slu\u00eabrude ipre\u00ea \u00a9ef\u00fcp\u00ef\u00ea bleibt e\u00ea \u00fcbrigen\u00ea; benn fie finb mutplo\u00ea unb feige unb ioagen nur folcpe \u00a9egner angugreifen ober bocp gu bebropen, benen fte im f^tuge Weit \u00fcberlegen finb, W\u00e4prcnb fie oor allen ioirflicp gef\u00e4prlicpen \u00e4ngftlidp fl\u00fcchten.\n3um Siiftplape to\u00e4pten fiep bie 3\u00f6afferfcptoalben eine geeignete \u00a9teile inmitten be\u00ea \u00a9untpfc\u00ea ober \u00dcD\u00eeorafte\u00ea. Sluf ipr Werben bie Hefter giemlicp nap neben einanber angelegt, entioeber auf \u00efleinen \u00a9tplammp\u00fcgelcpen, welcpe eben \u00fcber ba\u00ea Staffer empor ragen, ober auf \u00a9rag; unb \u00a9eggenb\u00fcfcpen, auf fcpwimmenben Snfelcpen non iRopr, \u00a9cpilf unb auberem SBufte, aucp Wopl auf ben Slattern ber SBaffertofe, faft fiet\u00ea fo, ba\u00a7 bie Hefter, obWopl fte ntepr ober Weniger fcpwimmen, burcp jebc Ser; \u00e4nberung be\u00ea SBafferf\u00efanbe\u00ea gef\u00e4prbet erfdpeinen. Slu\u00eauapm\u00ea Weife fommt e\u00ea aKerbing\u00ea oor, baf fte biefelbett gWifcpen ben Slattern ber \u00a9cpilfb\u00fcfcpel in bicptftepenbem popen iftopre ober fogar auf \u00a9traucpWer\u00ef anlegen; in ber Siegel aber beOorgugen fte bie Stiefe. $>a\u00ea SRejl felbft ift, bem \u00a9tanb; orte entfprecpenb, oerfcpieben, pat febocp nie mit bem ber bi\u00eaper genannten \u00a9eefcpWalben Slepnlicpleit. \u20183ur Unterlage Werben immer S\u00dfffangenfioffe perbeigefcpleppt, guWeilen oon ipnen f\u00f6rmlidpe Raufen aufgetp\u00fcrmt unb bie Oberfl\u00e4che berfelben feicpt au\u00eagemulbet. Strotfene 3topr; unb \u00a9cpilfbl\u00e4tter, \u00a9ra\u00eap\u00e2lmcpen, SU\u00eapen, SB\u00fcrgelcpen k. bilben ba\u00ea gange SRefl, unb oon einer t\u00fcnfllerifcpen Slnorbnung ift nicht gu reben. Slufang\u00ea $uni ftnbet man pier brei, feltener gWet ober oier b\u00fcrge, ftarfbaucpige, gartfcpalige, feink\u00f6rnige, glanglofe \u00a9ier, Welche auf blaf\u00f6lbraunem, mepr ober Weniger gilblicpen unb gr\u00fcnlicpen \u00a9runbe mit Oielen grauen, bunfelrotpbraunen unb braunfcptoargen gleden, t\u00fcpfeln unb f\u00fcnften beftreut finb. Slacp oiergepn Big fecp\u00eagepn \u00a3agen entfcpl\u00fcpfen bie jungen; gWei S\u00dfocpen fp\u00e4ter, Wenn fte etwa\u00ea flattern gelernt paben, oerlaffeu fte ba\u00ea SRefl. 3pre \u00a9Item ioibmen ipnen bie gr\u00f6\u00dfte \u00a9orgfalt unb geigen angeftcpt\u00ea einer ipnen bropenben \u00a9efapr einen \u00e4Rutp, Welcher mit iprer fonft bemerken Slengftlicpleit im gre\u00fcfien \u00a9egenfape fiept. SRadpbem bie jungen flugf\u00e4pig geworben ftnb, folgen fte ben eilten nocp l\u00e4ngere Seit auf allen Slu\u00eapgen, unter unabl\u00e4fftgem \u00a9ewintmer gutter erbettelnb unb ipre \u00a9rn\u00e4prer oft aud) nocp W\u00e4prenb te\u00ea S\u00f4egguge\u00ea in bicfer SBeife bel\u00e4fiigenb.\n3\u00ab Italien {teilt man aucp biefen \u00a9eefd;Walben nacp unb OerWenbet fte in einer S\u00dfeife, Welche ber graufamen Sernicptung\u00eaWutp unb grejjfucpt ber S\u00f6elfcpen io\u00fcrbig ift. ^n \u00a9\u00fcmpfen, bie erfaprung\u00eam\u00e2fig oon giepenben S\u00dfafferfcpWalben befucpt Werben, richtet man einen eigenen \u00a3erb per, lockt burcp Stuf Wer feu eine\u00ea Weifen Sappen\u00ea bie SBafferfcpwalben perbei, f\u00e4ngt fte unb oerlauft fte nun entWeber lebenb an nicpt\u00eaW\u00fcrbige Suben, Welche ipnen einen langen, b\u00fcnnen gaben an\u00ea Sein binben unb fiep auf \u00f6ffentlichen Sl\u00e4pen bamit beluftigen, fte fliegen gu laffen, ober tobtet unb rupft fte, padt ipnen bie gl\u00fcgel ab unb bringt jte alg SBilbpret auf ben \u00e4Jlarft.\n50leprere au\u00eal\u00e2nbifcpe \u00a9eefcpWalben unterfepeiben fiep burcp ipre \u00a3eben\u00eaWeife oon ben bi\u00eaper genannten. Unter ipnen oerbient bie geen; ober \u00a9eibenfcploalbe (Gygis Candida) gun\u00e4d;fl erw\u00e4pntgu loerben. \u00a9ie ift fcplanf gebaut, tpr \u00a9d;nabel lang, e\u00fcoa\u00ea fd;loacp unb beutlicp nacp aufio\u00e2rt\u00ea gebogen, ber gittig lang, ber \u00a9epioang tief au\u00eagefd^nitten, ber gu\u00a7 fnrg, mit lleinen \u00a9cpioimmp\u00e4uten, bag \u00a9efteber feibenWeicp unb fcpneeloei\u00a7 oon garbe, bag Singe fcpWarg, ber \u00a9cpnabel am \u00a9runbe bunfelblau, an ber \u00a9pipe fcpWarg, ber gufj faffrangelb.\n\u00aeiefe aucp burd; ipre \u00a9cp\u00f6npeit auggegeiepnete \u00a9cpwalbe gep\u00f6rt bem f\u00fcllen Sleere an unb ftnbet fiep unter anberem an ber gangen \u00a9\u00fcboflt\u00fcfte Slujlralieng oon ber Storetonbap big gum \u00c4ap","page":863},{"file":"p0864.txt","language":"de","ocr_de":"864\n\u00a9ie @d&toimmer. \u00a9eef\u00efieger. \u00a9eefdjmalben.\n$ot\u00ef. \u00a9ie Ij\u00e0t bie Slufmertfamteit aller nid)t gang gleihgittigen Renten auf ftd) geigen, menu aud) i)ie\u00ef\u00efeicf)t nic^t alle in berfelben SSeife beulen m\u00f6gen it>te \u00a9>armin, melier fagt, ba\u00df menig (Sinbitbung\u00eafraft bagu geh\u00f6re, um angunehmen, \u201ein einem fo leisten unb garten Seibe oerberge ftd) ein manberttber geengeift\". SDie fReinljeit i^re\u00ea \u00a9efieber\u00ea unb bie SInmuth be\u00ea ginget mag bie ltrfad)e gu folh\u2019 begeifterter SIu\u00ealaffung gemefen fein. SIber ba\u00ea Seben be\u00ea Soge\u00ef\u00ea bietet nod) in anberer ^pinftdjt ber Sead)tung \u00fc\u00fc\u00f6ertlje\u00e4. llnfere ^eenfdjmatbe m\u00e4ljlt fid) n\u00e4mlich gu fRuhepl\u00e4hen oorgug\u00eameife tiefe, fhattige Salbungen nnb l\u00e4\u00dft ftd) \u00a7ier auf S\u00e4umen nieber ober ftreidjt, oetn \u00a9)unfelgr\u00fcn be\u00ea SBatbe\u00ea munberooll abfted)enb, gefhidt gmifhen ben S\u00e4umen untrer, ben (Sin= bringling in it)r ftitle\u00ea \u00a7eiligt\u00a7um Ijartn\u00e4dig oerfotgenb. (Summing, eaIe nnb ^idering tonrben noch me\u00efjr at\u00a7 anbete fReifenbe iiberrafdjt, toegen ber fonberbaren SIrt be\u00ea Stefbaueg n\u00e4mlid). (Srfterer fanb gelegentlich feine\u00ea Sefuc^e\u00ea ber (Slifabetiufel, melhe meber menfc^Xic^e Semohner nod) f\u00fc\u00dfe\u00a7 Staffer befrist, eine Srutanftebelung biefer \u00a9cefhmalben auf. SDie (Siet lagen aber nicht trie bei ben Sermanbten auf ober bidjt \u00fcber bem Soben, fonbern auf magered)ten Sleften in einer Serflachnng, melhe eben hioretd)te, fie oor bem \u00abfperabmerfen bttrdj \u00a9t\u00fcrm gu fdmfjen. ^ebe\u00ea H\u00e4rchen legt nur ein etngige\u00ea (Si, \u2014 mehr m\u00fcrben aud) gar nicht \u00bb h^eu. \u00a9>affelbe ifi oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00df f\u00fcr ben Sogei, runblidj unb auf br\u00e4unlihroei\u00dfent \u00a9rttnbe mit braunen Rieden, f\u00fcnften unb \u00a9d)n\u00f6r!eln gezeichnet. Seibe (Sltern mibmen ftd) mit ber innerhalb biefer Familie \u00fcblichen Eingabe unb 3\u00e4rt= fidjteit ihrem \u00a9pr\u00f6\u00dflinge unb urnfhm\u00e4rmen ben 9Renfd)en, metd)er fuh bem \u00ef\u00ef\u00eeiftp\u00efahe naht, unter \u00e4ngftlichem \u00a9chreien in gro\u00dfer St\u00e4be. \u00a9>ie jungen m\u00fcffen folange, bis fte flattern gelernt haben, in ber f\u00fcr fte gef\u00e4hrlichen S\u00fc\u00dfiege oermetlen; oiele oerungl\u00fcden and), mie (Summing bemerkte, inbem fie oon oben Iputtte* ft\u00fcrgen nnb fich gerfcheHen. S)3 e a l e beobad)tete, ba\u00df fte Oorgug\u00eameife mit Keinen gifd)en ge\u00e4gt m\u00fcrben, oermutljet aber, oon ben Semegungen ber Sitten folgernb, ba\u00df biefe nebenbei \u00a9pinnen unb \u00aeerbtljiere oon ben Saurnmipfeln megnehmen unb vielleicht fo!d)e \u00aecft ihren jungen auftifd)en. SDie \u00a9timme ber Sitten mirb oon ^i der in g ein leife\u00ea, fd)toad)e\u00ea \u00a9cheul genannt, foil aber nicht oft oernomnteu merben.\n\u201e<\u00a9er frennbtiche (Sinbrud, ben un\u00bb ber \u00a9ropif\u00fcogel hintertie\u00df^, erg\u00e4hlt \u00a3fd)ubi, \u201em\u00fcrbe burch ba\u00ea erfte Sluftreten be\u00a7 Sobbp ober ber bum men \u00a9eef chm albe unangenehm geft\u00f6rt. \u00a9eine gange Haltung, fein unfteter, tr\u00e4ger $tug-, fein langer @d)mang, feine gtemlid) breiten tfi\u00fcget taffen ihn fdjon oon fern at\u00ea Sertreter einer eigenen \u00a9ippe erlernten. (Sr hat nicht bie leidjten anmutigen Semegungen anberer \u00a9eefd)malben, nicht ben ftdpen, fl\u00fcchtigen $lug ber \u00a9turmo\u00f6gel: fein gauged 2\u00dfefen tr\u00e4gt ba\u00a7 \u00a9epr\u00e4ge eine\u00ea grembling\u00ea auf hoher \u00aece- ^nb ^od) man\t\u00d6rof|er\n(Sntfernung Oom feften Sanbe! 2\u00dfir f\u00f6nnen nicht, mie beim \u00a9\u00f6lpel, eine Sange megen Ungeredjtig= feit feine\u00eb Stamen\u00ea bredjen; benn bummbreift ift ber SRobbp im Ij\u00f6d)fien \u00a9rabe. Glicht feiten gefehlt eg, ba\u00df er ben Sftatrofen in bie \u00a3\u00e4nbe fliegt ober boh fo nahe bei ihnen oor\u00fcberftreidjt, ba\u00df er mit einer SR\u00fcpe auf ba\u00ea Serbed gefhlagen merben lann. S\u00dfemt man bet \u00a9age einen fotdjen S\u00f6get in ber Sft\u00e4he be\u00ea \u00a9djiffe\u00ea fteljt, fo barf man faft mit \u00a9emi\u00dfheit barauf rechnen, ba\u00df er fth nbenb\u00e4 auf eine*\nfRaae fefet, um bort gu fhlafen.\"\t^\t_\n3Rit biefer \u00a9hitberung ftimmen bie Serihte ber \u00fcbrigen fReifenben unb f\u00c7orfcBer oollft\u00e4nbtg \u00fcberein: alle begegnen biefe \u00a9eepmalbe at\u00ea eine ber b\u00fcmmften Slrten; nur \u00fcber bie Semegungen Spricht fth Slububon etma\u00ea g\u00fcnftiger au\u00ea. \u201e\u00a9ein $lug\", meint er, \u201ehat gro\u00dfe Slehntih^it mit bem be\u00ea SRahtfhatten\u00ea, menu biefer niebrig \u00fcber SSiefen unb p\u00fcffe bahinftreiht. S\u00f6ettn er Uh auf Staffer fe^en mitt, hebt er feine au\u00eagebreiteten \u00a9hmingen empor unb ber\u00fchrt bie Stellen guerft mit feinen g\u00fc\u00dfen. \u00a9r fhmirnrnt mit @efd)id unb SInmuth unb nimmt im \u00a9hmirnrnen Sente auf. \u00a9eine \u00a9timme ift ein rauher \u00a9hrei, melher an ben einer jungen $r\u00e4\u00a7e entfernt erinnert.","page":864},{"file":"p0865.txt","language":"de","ocr_de":"f\u00c7eenfcpmatbe. \u00a9obb\u00bb.\n865\nOie \u00a9ippe, melcpe ber 91 ob b^ (Anous stolidus) Vertritt, fenngeidpnet fidp bitrdp etma\u00eb plumpen Seibe\u00eabau, ntepr al\u00eb fopftangen, ftarfen, faft geraben, feittidp gufammengebr\u00fccften, fepr fpipett \u00a9cpnabel, beffen Unterliefet fiel; eefig \u00bborbiegt, fepr f urge, aber fr\u00e4ftige $\u00fc\u00dfe, mit laugen, burdp \u00bbolle \u00a9cpmimntp\u00e2ute \u00bberbunbene $epen, lange, fcprnal gugefpipte Fl\u00fcgel, bereu \u00a9dpmingenfpipen fidp etma\u00eb abrunben, nnb einen langen, feilf\u00f6rmigen, alfo nidpt gegabelten \u00a9cpmattg. Oie Gebern finb, mit Slu\u00eanapnte ber graumei\u00dfen be\u00ea Oberfopfe\u00eb, ru\u00dfbraun, ein $lecfen \u00bbor nnb ein anberer pittter bem Singe fdpmarg, bie \u00a9dpmingen unb \u00a9teuerfebern fdpmargbrautt. Oa\u00eb Sfuge ift braun, ber \u00a9dpnabel fdpmarg, ber $u\u00df b\u00fcf\u00eeerbraunrotp. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 16, bie \u00a9reite 32, bie \u00c7ittigt\u00e2nge 11, bie \u00a9dpmangl\u00e4nge 5 3oIt.\nUnter ben \u00a9eefcpmatben ift biefe Slrt eine ber \u00bberbreitet j\u00efen; benn fie frnbet ftdp ebenfomoplint atlantifcpen Une im f\u00fcllen SDleere, pier befonber\u00eb p\u00e4ufig. Sin bub on befuepte einen \u00a9rutptap im \u00a9olfe \u00bbon \u00dcEftejifo, \u00a9ilbert einen anberen an ber auftralifcpen \u00ae\u00fcfte. \u00a9rfterer fanb bie S\u00eeefter, melcpe au\u00eb 3it>e\u00ce9e\u00eet unb b\u00fcrrent \u00a9rafe errieptet maren, regelm\u00e4\u00dfig auf Stiffen unb nieberen \u00a9\u00e4umen, niemals? auf bem \u00a9oben. \u201eSll\u00ea icp im 2Rai bie 3nfel befuepte\", jagt er, \u201etrat idp \u00fcberrafept gu fepen, ba\u00df mancpe \u00bbon ipneit bie alten 91efter au\u00eabefferten unb Vergr\u00f6\u00dferten, m\u00e4prenb anbere fnp mit bem Neubau befdp\u00e4ftigten. 3>ene bilbeten Raufen \u00bbon faft gmei $u\u00df ^\u00f6pe; aber alle patten nur eine feiepte \u00a9h\u00fcbe gut Slufnapme ber (Sier. Oie \u00a9\u00f6gel unterbraepen ipre Slrbeit nidpt,- a\u00ef\u00ea mir nn\u00ea napten, obmopl neun ober gepn \u00a9iann unter ben \u00a9\u00fcfdpen umpergingen. Sll\u00eb mir einige \u00a9Ken meit in ba\u00eb Oicticpt eingebruugen maren, flogen iprer Oaufenb biept \u00fcber un\u00a7 perum, eingelne fo nap, ba\u00df mir fie faft mit ber .ipanb greifen tonnten. Stuf ber einen \u00a9eite tonnte man einen Slobbp mit Dleiftg im \u00a9cpnabel ober bei ber Strbeit befep\u00e4ftigt fepen, auf ber auberen \u00a9eite meprere, melcpe unbef\u00fcmmert um bie \u00a9efapr auf ben \u00a9tern fa\u00dfen, m\u00e4prenb mieber anbere gutter perbeifdpleppten. Oer gr\u00f6\u00dfte \u00a9peil flog auf, menu mir un\u00a7 napten, fepte fiep aber fofort mieber nieber, menu mir \u00bbor\u00fcber maren.\" \u00a9ilbert bagegett berieptet, ba\u00df ber Slobbp im Sio\u00bbember unb Oegentber ein unregelm\u00e4\u00dfige^ 91eft au\u00eb \u00a9eegra\u00ea \u00bbon feep\u00ea 3otl int Ourcpmeffer unb toier 3oU $\u00f6pe errieptet, baffelbe oben fladp au\u00eamulbet unb naep unb naep fo mit feinem \u00aeotpe \u00fcbert\u00fcnept, ba\u00df e\u00ea auf ben erften \u00a9lief au\u00eb biefem gebilbet gu fein fepeint. Oie \u00a9efter ftepen bort auf bem \u00a9oben ober auf ber \u00a9pipe eiite\u00ea bieten \u00a9traucpe\u00ea, niept feiten unter benen einer \u00bbermanbten Sfrt, melcpe beibe in gr\u00f6\u00dfter ^reunbfepaft leben: ba\u00a7 \u00a9l\u00e4nnepen ber einen fipt gumeilen biept am 91efte ber anberen, opne \u00a9t\u00f6rung per\u00bborgurnfett. \u201e@ept man unter ben Heftern umper, fo mirb man iiberrafept burdp bie Sfu\u00ebbauer, mit meldper bie \u00a9\u00f6get fte bepaupten : fte entfernen fidp taum \u00bbon ben \u00a9iern ober ben jungen unb taffen fiep mit bem $u\u00dfe treten ober ergreifen. Oie \u00a9efter ftepen audp fo bidpt, ba\u00df man e\u00a7 nidpt \u00bbermeiben tann, bei jebent \u00a9dpritte auf \u00a9ier ober \u00a9\u00f6gel gu treten.\" \u00a9rftere finb runblidp, in \u00a9eftalt unb F\u00e4rbung \u00bberfdpieben, bie meifteit auf mitdptaffeefarbigem \u00a9runbe faftanien = unb buntetbrauu gefprentelt, am bic\u00eeen \u00a9nbe trangartig gefledtt. \u00a9titte $anuar\u00a7 fdpl\u00fcpfen bie jungen au\u00eb, unb gmar in einem Ounentleibe, mefdpe\u00eb auf ber Oberfeite bleigrau, auf ber Unterfeite mei\u00df, am .fpinterfopfe mit einer mei\u00dfen Ouerbinbe gegeidpnet, an ber $eple fdpm\u00e4rglidp ift. Stuftralien merben fie, laut \u00a9ilbert, gef\u00e4prbet burdp eine tteine \u00a9ibedpfe, melcpe auf ben \u00a9rutpl\u00e4pen ungemein p\u00e4ufig \u00f6ortommt unb an ben jungen eine mitllommene \u00a9eute finbet. \u00a9ilbert meint, ba\u00df \u00bbon gmangig au\u00eagefrocpenen \u00a9\u00f6geln taum einer gro\u00df merbe.\n\u00a9lepr at\u00ea einmal ift ber \u00a9obbp audp an ben europ\u00e4ifdpen l\u00fcften bemertt unb erlegt unb benu gem\u00e4\u00df in bie \u00a9ergeidpniffe ber \u00a9\u00f6gel unfere\u00eb \u00a9rbtpeile\u00ea aufgenommen morben.\n* *\n*\n\u00a9benfo mie bie \u00a9ulen gu ben Ralfen \u00bberpalten ftdp bie \u00a9dperenfdpn\u00e4bel (Rhynchopes) gu ben \u00a9eefdpmalben: fie finb \u00a9adpt\u00bb\u00f6gel. 3pr Seib ift gefreut, ber \u00a7a\u00ef\u00ea lang, ber $opf fleht, ber Fl\u00fcgel SBretjm, \u00eetjie\u00ef\u00efetien. IV.\t55","page":865},{"file":"p0866.txt","language":"de","ocr_de":"866\n\u00a9te \u00a9cpwimmer. \u00a9eeflieg^*. \u00a9cperenfcpn&bel. \u00dcRBren.\nfepr laug, ber \u00a9cpWatig niitte\u00eftang unb gegabelt, ber \u00a9d)nabel fo eigentp\u00fcmlicp gebilbet, baf ber t\u00dfogel fcpon bet feinen \u00a9ntbedern eine geWiffe Ser\u00fcpmtpeit erlangen fonnte. @ein liante begeicpnet tpn; benn er rerfcpm\u00e4cptigt ftd^ unmittelbar rom \u00a9runbe aug fo auffallenb, bap er nnr mit ben beiben \u00a9cpneibeti einer \u00a9cpere rerglicpen Werben fann. Oggu fournit, bAff ber Unterliefet* ben oberen bebeutenb an S\u00e4nge \u00fcberragt, furg, bag Sterfgeug ung alg ein ^\u00f6dbjft abfonberlicpeg erfcpeinen mu|. Oie Seine finb fcpw\u00e2cp\u00efidp, gWar giemticp lang, aber b\u00fcnn; bie Sorbeten \u00bberben burcp eine tief auggefcpnittene \u00a9cpwimmpaut rerbunben. Oag etWag lange Oefteber liegt bid;t an unb befiel einen eigentp\u00fcmticpen fettigen \u00a9lang.\nIm mittleren unb oberen Sftile pabe icp eine 5lrt ber \u00a9type (Rhynchops orientalis), Welcpe Wir furgWeg \u00a9euerenf cpnabel nennen toollen, fennen gelernt. Sei ipm finb \u00a9tirn, \u00a9efiept, \u00a9d)Wang unb Unterfeite, fotoie bie \u00a9pi^eit bei* grofen f^l\u00fcgetbedfebern Weif, ber Oberfopf, .^interpatg, Deaden unb SRantel fcpWargbraun. Oag Sluge ift bunfelbraun, ber \u00a9cpnabel unb bei* $uf foradenrotp. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 17, bie Sreite 42, bie gittigl\u00e4nge 13, bie \u00a9cpwangl\u00e4nge TU 3rd.\nOer \u00a9eperenfepnabet fliegt gWar bei \u00a9age ebenfo gut trie bei dtaept, aber nur, trenn er aufge; fepeuept trorben ift. Uebertageg liegt er beWegungglog auf \u00a9anbb\u00e4nfen, geW\u00f6pnlicp platt auf bem Saud)e, feltener auf ben \u00abeinen, fcpw\u00e4cplicpen ft\u00fc&en ftepenb. S\u00df\u00e4prenb er fipt, rernimmt man niept einen einzigen Saut ron ipm, fiept iprt auep feiten eine Setregung augf\u00fcpren. 9JUt \u00a9onnenuntergang trirb er lebenbig, regt unb firedt fid), pebt bie f\u00c7l\u00fcgel, f\u00e4ngt an, pin unb per gu trippeln unb gu rufen; nad; \u00a9inbruep ber dtaept fliegt er auf Sprung aug. Sept fiept man ipn feinen \u00a9cpnabel entfprecpenb rertrenben. Unter langfamen gl\u00fcgetfcpl\u00e4gen gleitet er ger\u00e4ufeplog biept \u00fcber ber Gaffer; pdpe bapin, ron Beit gu Beit ben unteren \u00a9cpnabel minutenlang eintauepenb unb fo bag \u00e4\u00f6affer pfl\u00fcgenb ; babei nimmt er bie auf ber Dberft\u00e4cpe feptrimmenben ^erbtpiere auf, trelcpe Wenigfteng in ben dlitl\u00e4nbern feine \u00a3auptnaprung bilben. Ob er auep d\u00f6eicptpiere, ingbefonbere Stufcpetn lagt unb feinen \u00a9cpnabel gefepidt benupt, um biefe gu \u00f6ffnen, Weif icp niept: baf ein Sertranbter ron ipm fo rerf\u00e4prt, fepeint feftgeftedt gu fein. S ef f o n beobachtete ober erg\u00e4plte Wenigfteng, baf bie amerifanifepen \u00a9cperenfcpn\u00e4bel fiep neben bie gtreifcpaligen Stufcpeln, treibe bie \u00a9bbe freigelegt patte, rupig pinfepen, gebulbig trarten, big biefelben fiep ein trenig \u00f6ffnen, in biefem Slugenblide aber ben Unterfcpnabel big ing innere ber \u00fcftufcpel fteden unb trenn fiep bag gereigte S\u00dfeicptpier gufammengiept, mit ipm auffliegen, fiep einem \u00a9teine gutrenben unb nun bie ddufcpel fo lange barauf fcplagen, big fie in \u00a9t\u00fcde fpringt. Slucp \u00a9fepubi fagt Oaffelbe, \u2014 ob naep eigenen Seobacptungen ober Seffon\u2019g Angabe trieberpolenb, Weif icp freiliep niept. \u00a9infttreilen m\u00fcffen wir ben etirag auffallenben Sericpt'en\ntropl \u00a9tauben fepenfen.\t_ ^\nOer glug beg \u00a9cperenfcpnabelg ift leiept unb fcp\u00f6n, aber infofern abfonberlicp, Weil bie fl\u00f6get fepr erpoben werben m\u00fcffen, ba fonft ipre \u00a9pipen bie SBafferfl\u00e4cpe ber\u00fcpren W\u00fcrben. Oer rerp\u00e4ltniff m\u00e4pig fepr lange \u00a3atg erm\u00f6glicht ipm folcpen ging unb erlaubt ipm, feinen K\u00f6rper noep einige 3rd \u00fcber ber Oberft\u00e4cpe beg SBafferg gu tragen, in Welcpeg er boep einen guten \u00a9peil feineg \u00a9cpnabetg fteden muf. \u00a9eine Sagben bepnt er auf meilenweite \u00a9treden beg \u00a9tromeg aug, gumat Wenn er in gaptreieperer \u00a9efedfepaft auf einer unb berfetben ^nfel Wopnt, fein Seutegebiet alfo burep anbere gefepm\u00e4tert fiept. Sn S\u00f6littelafrifa rert\u00e4ft er Wopl nur feiten ben \u00a9trom, um an benaepbarten dtegenteiepen gu jagen; im \u00a9\u00fcboften unb SSeften beg \u00a9rbtpeileg bagegen mag er ebenfo Wie fein amer\u00dcanifcper Serwanbtef ftidere Steeregtpeite befuepen. Son ber ftiegenben \u00a9efedfepaft p\u00f6rt man oft ben eigentp\u00fcmtiepen flagenben, mit Porten faum Wiebergugebenben, ron bem eineg feben anberen mir befaunten Sogetg rerfepiebenen Sftuf.\n3n ber dt\u00e4pe ron Oongola fanb icp im Stai einen Srutplap beg \u00a9cperenfcpnabelg auf. Siete biefer S\u00f6get, welcpe platt auf einer gro\u00dfen fanbigen Snfet tagen, patten midp auf teptere gelodt unb icp W\u00fcrbe, atg icp ben f5mf ang Sanb fepte, fo \u00e4ngftlicp umgreift, baff icp \u00fcber bie ttrfacpe faum in Bweifet bleiben fonnte. Bu meiner gro\u00dfen $reube fanb icp auep naep furgem \u00a9uepen bie eben ange= fangenen ober fepon rodenbeten dtefter auf, einfad;e, in ben \u00a9anb gegrabene Sertiefungen, wetepe","page":866},{"file":"p0867.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9djerenf-djnafce\u00ef.\n867\nbe\u00eahalb etma\u00ea \u00a9igenth\u00fcm\u00efiche\u00ea fatten, toeil oon ihnen au\u00ea nach a\u00cf\u00cfen Dichtungen hitt fo fein gezogene \u00a9tragen au\u00ea\u00efiefen, al\u00ea ob fte mit bem bilden eine\u00ea SD\u00ceeffer\u00ea eingegraben ttjorben m\u00e4ren; fie fonnten ev\u00efl\u00e2tlicber 2\u00dfeife nur bon bem Unter\u00dfhnabel unfere\u00ea SSogel\u00ea herr\u00fchren. Oie (Sier, mettre mir fanben unb fpater unjmeifel^aft al\u00ea bie be\u00ea \u00a9djerenfchnabel\u00ea ernennen mu\u00dften, maren benen gemiffer \u00a9ee; fc^malben au\u00dferorbentlich \u00e4hnlid;, rein eif\u00f6rmig unb auf graugr\u00fcnlidjem, in\u00ea \u00a9elblidbje fallenben \u00a9runbe unregelm\u00e4\u00dfig mit hederen \u00f9nb bunfleren, grau; unb bunfelbr\u00e4unlidfjen Rieden unb \u00a9trid^e\u00ef^en gejeidjnet. 2>n jebem Defte fanben mir beren brei bi\u00ea f\u00fcnf. Ob beibe \u00a9efdhledhter br\u00fcten ober ob nur ba\u00ea SBeibdjen ftd^ biefem \u00a9efdj\u00e4fte unterzieht, \u00a7abe id) nicht erfahren, aud) \u00fcber ba\u00ea 3>ugenbleben ber B\u00fcchlein feine 99eobad;tungen fammeln f\u00f6nnett; malmfcheinlid) aber b\u00fcrfen mir annehmen, ba\u00df ftd) bie jungen be\u00ea afrifanifd^en \u00a9c\u00dferenfc^nabeB ebenfo benehmen 'mie bie be\u00ea in Schien lebenben SSermanbten, \u00fcber melden 3 erb on $o\u00efgenbe\u00ea berietet \u00a7at. ,,\u00a9\u00ea mar h\u00f6d)ft anjie^enb 31t feben, mie ba\u00ea .fpeer biefer flehten SBur\u00dfhen, melcfje\u00ea ungef\u00e4hr tmnbert \u00a9t\u00fcd g\u00e4lten mochte, oor un\u00ea baljin rannte, eilig genug, unb al\u00ea mir ba\u00ea \u00a9nbe ber \u00a9anbbanf erreicht Ratten, ftd^ anfd\u00dfdte, fortju; fd^mimmen, m\u00e4ljrenb einige \u00dfd) nieberbr\u00fcdten. Oa\u00ea \u00a9d^mirnrnen oer\u00dfanben fie aber nicht, fie fanfen menigften\u00ea fe^r tief in ba\u00ea SBaffer ein.\" 2In ber amerifanifdhen 5lrt hat man beobachtet, ba\u00df ba\u00ea 2\u00f6acptl)um giemtid^ langfam oon flatten geht.\n*\n*\n\u201eSt\u00e4ben be\u00ea SJleere\u00ea\" habe id) fr\u00fcher fd)on bie Diitglieber ber an 3lrten zahlreichen Familie unferer Orbnung, bie\u00fcDt\u00f6oen (Lari) genannt; benn jenen S\u00df\u00f6geln entfbred)en \u00dfe in ihrem \u00a9ein unb SBefen. \u00a9ie bilben eine nad) au\u00dfen \u00a7in mol)I abgegrenzte Familie, obfd)on \u00dfe in \u00a9eftalt unb F\u00e4rbung oiele 2fehnlid)feit mit ben \u00a9eefdjmalben unb nod) gr\u00f6\u00dfere 23ermanbtfd)aft mit ben Daub; m\u00f6oen geigen, \u00a9ie \u00dfnb mol\u00df gebaute, fr\u00e4ftige $\u00f6gef Oon fel)r oerfd)iebener \u00a9r\u00f6\u00dfe, ba bie fleinften Wirten eine Oohle an Seibe\u00eaumfang faunt \u00fcbertre\u00dfen, m\u00e4ljrenb bie gr\u00f6\u00dferen hierin einem Dbler unge; f\u00e4\u00a7r gleid)fommen. Oer Seih ift Mftig, ber \u00a3>al\u00ea furz, ber \u00aeopf giemlic^ gro\u00df, ber \u00a9d^nabel mittel; lang, feitlidf) ftarf jufammengebr\u00fcdt, bi\u00ea zur \u00e4Jlitte ber Ober\u00dfr\u00dfe gerabe, Oon\u00efjierau\u00ea fanfthafig abm\u00e2rt\u00ea gebogen, fein Unterkiefer \u00fcor ber \u00a9pi\u00dfe edig oorgejogen, oben unb unten fd)arffd)neibig, ber Stadien bi\u00ea an\u00ea Sluge gehalten, ber $u\u00df mittelhoch, fd\u00dfanfl\u00e4u\u00dfg, mit menigen Du\u00eanahmen oier; 3e\u00a7ig unb oorn fdhmirnrnh\u00e4utig, ber Fl\u00fcgel gro\u00df, lang, breit, jebod) fchmal zugefpifct, unter ben \u00a9d)mingen bie erfte \u00fcber bie \u00fcbrigen oerl\u00e4ngert, ber au\u00ea jm\u00f6lf Gebern befteljenbe \u00a9d)manz mittel; lang, breit unb gerabe, feltener feid)t au\u00eagefd)nitten, bei menigen Drteu in ber SDitte aud) etma\u00ea oerl\u00e4ngert, ba\u00ea \u00aeleinge\u00dfeber fel)r bid)t, auf ber Unterfeite pel^artig, aber, meil bie Gebern \u00dfd) 3er; \u00dfhlei\u00dfen, meid) unb fanft, bie F\u00e4rbung eine 3arte unb anfpredjenbe, im gan3en fe^r \u00fcberein\u00dfimmenbe. 3luf ber Oberfeite, b. h- auf bem SDantel unb ben kl\u00fcgeln, ^errfc^t ein fc^\u00f4ne\u00ea Sl\u00e4ulidhafdhgrau, meld^e\u00ea man SDt\u00f6oenblau nennt, oor, ge^t aber burd) oerfcf)iebene \u00a9d^attirungen bi\u00ea in 2Bei\u00df ober bt\u00ea in \u00a9ck)iefer[d^marg \u00fcber; bie Unterfeite, bei oielen 5lrten einf^lie\u00dflic^ be\u00ea ^opfe\u00ea unb \u00a3alfe\u00ea, ift blenbenbmei\u00df ober auf mei\u00dfem \u00a9runbe rofenrot^ \u00fcber^auc^t; ^ofjf unb Ober\u00efjal\u00ea merben bet anberen Strten fapu3enartig burd^ bunflere f\u00e4rben gefcfym\u00fcdt; bie \u00a9c^mingenfbi\u00dfen erfd^einen oft \u00dfedig ge3eid)net. ^in\u00df^tlid^ ber \u00a9efc\u00dfled^ter unterfd;eibet \u00df^ ba\u00ea ^leib ber alten SS\u00f6gel menig ober nid^t, m\u00e4ljrenb ba\u00ea Sugenbfleib oon bem ber SUten ftet\u00ea fe^r abmeic^t, namentlich auf graulid^mei\u00dfern \u00a9runbe graubr\u00e4unlichgelb ober bunfelgrau gezeichnet ift. \u00a9chnabel unb $\u00fc\u00dfe ber Sblten \u00dfnb ebenfalls lebhaft unb anber\u00ea al\u00ea in ber 3mgenb gef\u00e4rbt.\nOie SOt\u00f6oen oerbreiten fid) \u00fcber alle Ofjeile unferer \u00a9rbe, geh\u00f6ren jeboch Ooqug\u00eafoeife bem korben an. \u00a9ie beleben alle SDteere, ba\u00ea gr\u00f6\u00dfte oon ihnen aber in auffallenb geringer Strahl, fa\u00ef\u00ef\u00ea man oon ben n\u00f6rblichen l\u00fcften beffelben ab\u00dfeht. Wenige Wirten entfernen \u00dfd; meit 00m \u00a3anbe unb lehren, menn fie e\u00ea thun, immer mieber halb 311 ihm 3ur\u00fcd, foba\u00df man fie eigentlich al\u00ea \u00df\u00fcfteno\u00f6gel\n55*","page":867},{"file":"p0868.txt","language":"de","ocr_de":"868\n\u00aeie \u00a9dj\u00efottiimev. \u00a9eeflteger. \u00fcft\u00f6ven.\n/\nbegeidjnen mu\u00df. $\u00fcr ben \u00a9differ ftnb fie bie fi durften Boten be\u00ea Sartbe\u00ea: menn fie er)t lieber fein ^aljrgeug umgreifen, ift bie \u00ae\u00fcfte nic\u00ef>t me\u00efjr fern. \u00a9her nodj, at\u00ea auf bie h\u00b0he \u00a9ee \u00efjmau\u00ea, fliegen, fie in\u00ea\tbe\u00ea Binnen\u00efanbe\u00ea, bem Saufe gr\u00f6\u00dferer \u00a9tr\u00f6me folgenb ober von einem \u00a9em\u00e4ffer nach\nbem anberen ftd) menbenb. \u00a9ingelne~dlrten fiebeln fid^ ^ier moljl audj mehr ober Weniger bleibenb an: fie bevorgugen Binitcngem\u00e4ffer gu i\u00efjrem Slufenthatt\u00eaorte m\u00e4brenb ber ^ortpflangung\u00eageit. dReljrere 5Krten ber Familie geh\u00f6ren gu ben Bugv\u00f6geln, erfdjeinen in ihrer nerbifdjen \u00a3eimat im gr\u00fcbdnge, br\u00fcten, treiben ftdj einige Beit laug im Sanbe untrer unb begeben fid> im @p\u00e4tt;erbfte mieber auf bte Heife, anbere manbern ober ftreid)en : eigentliche \u00a9tanbv\u00f6gel fann man Voo^t feine i^rer Wirten nennen.\nkum ber \u00a9rm\u00e4hnung n\u00f6t^ig f\u00f6eint mir gu fein, ba\u00df biefe Ort\u00eaVer\u00e2nberungen mit ber (Srn\u00e4^rung gufammenh\u00e4ngen. g\u00fcr ade dR\u00f6Ven ohne dtu\u00ebnahme bilben 8ifd)e eine beliebte Hauung; oie\u00efc oon iljnen aber geh\u00f6ren gu ben eifrigften \u00c6erbthierj\u00e2gern, unb gerabe fie ftnb e\u00eb, \u00efoeic^e gu reged m\u00e4\u00dfigem Sieben gelungen Serben, m\u00e4f)renb bie \u00fcbrigen ba, mo ba\u00ea dReer nidjt vereifet, and) im hinter nod) offenen \u00a3ifd> haben. Heben biefen beiben \u00a3auptnahrung\u00eamitteln machen nufere 33\u00f6get fief) ade Heineren Spiere, meldje ba\u00ea dReer beherbergt, ober ade t^ierifd^en \u00a9toffe \u00fcberhaupt, nad) dR\u00f6glicpfeit nn^bar. \u00a9ie freffen 9Ia\u00eb mie bie \u00a9eier, gleichviel ob e\u00ea frifd) ober bereite in $\u00e4ulnt\u00df \u00fcbergegangen ift, jagen nad) lebenber Beute mie Raubv\u00f6gel unb lefen am \u00a9tranbe gufammen mie Stauben ober #lhner, f\u00fcr*, betreiben bie \u00a9emerbe \u00bbergebener B\u00f6gel mit berfetben Bielfeitigfeit mie bie Haben, ftnb jeboch gieriger unb gefr\u00e4\u00dfiger at\u00ea jene Sanbvcgel; benn and) fie fdjeinen von einem beft\u00e4nbigen Hei\u00dfhunger geplagt gu \u00bberben unb gerabegu unerf\u00e4ttlid) gu fein. Begn\u00fcgfam barf man fie nennen, fomeit e\u00ea jtd& um Hu\u00eamabl ber Haprung hobelt, fre\u00dfm\u00fcthig ftnb fie, ma\u00eb bte 3Raffe be\u00ea dtahrung\u00eaftoffe\u00ea betrifft.\nd\u00dfefen unb Betragen ber dR\u00f6vett nt\u00fcffen ben Beobachter feffeln, obmobl er ftd) fugt, ba\u00df biefe B\u00f6gel ebenfo viele fogenannte gute al\u00ea fd^Xed^te \u00a9igenfdjaften befreit. 5\u00efnfpred)enb ftnb \u00a9eftalt unb F\u00e4rbung, anmuthig bie Belegungen, an^ieX^enb ift ihr Treiben. 3hre \u00a9tedung auf feftern Boben nennen mir eine eble, meil ftc einen gemiffett \u00a9toI\u00a7 befunbet; ihr \u00a9ang ift gut unb verh\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig rafch; ihre \u00a9chmirnrnfertigfeit \u00fcbertrifft bie ber meifien Bermanbten im engeren \u00a9inne, unb fte liegen babei leicht mie \u00a9cpaumb\u00e4de auf ben Sogen unb fielen burd) ihre blenbenben Farben von biefen fo lebhaft ab, ba\u00df fte bem dfteere gum m\u00e4hren \u00a9djntucfe merbeit; ihr $lug gefdhieht mit langfanten gl\u00fcgelfdhl\u00e4gen: biefe med)feln aber oft mit einem anhaltenben, leichten unb fdj\u00f6nen \u00a9djmeben ab, melche\u00ea an ba\u00ea ber breitfl\u00fcgeligen Haubv\u00f6gel erinnert unb mit fo gro\u00dfer Seid)ttgfeit au\u00eagef\u00fchrt mirb, ba\u00df man feine \u00a9rm\u00fcbung mahrnehmen fann; im \u00a9to\u00dftaudfen ftehen fte hinter ben Bermanbten \u00a7ur\u00fccf, ft\u00fcrgen ftd) jeboch immer noch \u00ce0 hef\u00dc9 auf ^e^en hcra^^ ^a\u00df de ^en Xeidf>tert Seib anbert; halb bi\u00ea gmei gu\u00df tief unter bie Oberfl\u00e4che be\u00ea Saffer\u00ea gm\u00e4ngen. Siberia ift bie \u00a9timme, melche halb au\u00ea ft\u00e4rfer, halb au\u00ea fdt>m\u00e4chex* fchadenben, freifchenben unb fr\u00e4djgenben Sauten be|teht unb gum Ueberbru\u00df au\u00eagefto\u00a7en mirb, fad\u00ea ftdh irgenb eine \u00a9rregung be\u00ea \u00a9em\u00fcthe\u00ea bem\u00e4d)tigt. Unter ben \u00a9innen ftehen \u00a9eftcpt unb \u00a9eh\u00f6r entfliehen obenan; ba\u00ea \u00a9mpftnbung\u00eaverm\u00f4gen fcpeint ebenfad\u00ea mohl entmidelt gu feilt; einen gemiffett \u00a9efcpmad befunben fie burd) bie 5lu\u00eamaf)l ber befferen Hahrung\u00eamittel bet voder Bafel; \u00fcber ben \u00a9erud) l\u00e4\u00dft ftch ivohl faum ein Urtheil f\u00e4den. 2lde Bt\u00f6ven finb fluge, ver\u00df\u00e4nbige B\u00f6get, metc\u00dfe bie Berh\u00e4ttniffe mohl gu mitrbtgen^unb ihr Benehmen darnach eingurichten miffen ; fte ftnb muthig anberen \u00a9efch\u00f6pfen gegen\u00fcber, felbftbemu\u00dft unb etma\u00ea herrfchf\u00fcchtig, ihren \u00a9atten unb ihrer Brut in treuer Siebe gugethan, lieben and) bk \u00a9efedfd)aft mit anberen ihrer 2lrt: aber fte geigen ftd) ebenfo neibifch, mi\u00dfg\u00fcnftig unb uufreunbtid) gegen anbere B\u00f6gel unb opfern ihrer Fre\u00dfgier bte fdfeittbar beftehenbe ^reunbfdjaft ohne Bebenfen. Oie gr\u00f6\u00dferen Wirten erfcheinen un\u00ea at\u00ea tr\u00e4ge unb ernft gef\u00fcmmte, bie ffeineren al\u00ea lebhaftere unb heitere B\u00f6gel, menn auch \u00f6on ber Fr\u00f6hlichkeit ber \u00a9\u00e4nger unb anberer Sanbv\u00f6gel bei ihnen nid)t gerebet merben fann. Um anbere BteerV\u00f6gef bef\u00fcmmern ftc ftd) nur foioeit at\u00ea eben n\u00f6thig, entmeber meil fte Me= felben f\u00fcrd)ten ober meil fie au\u00ea ihnen irgenb metdjen Hu^en gu giehett hoffen, \u00a9ie leben unb br\u00fcten unter anberen \u00a9\u00abhmimntv\u00f6geln, mitten unter Sflfen unb Summen g. B.; aber nur ber Ort, nid)t bie","page":868},{"file":"p0869.txt","language":"de","ocr_de":"Sll\u00efgemetne\u00ea.\n869\n\u00a9efeUfdhaft fd^eint fie gu feffeltt, unb toenn fte eS verm\u00f6gen, machen fte fid) fein Beben\u00efen barauS, bie Blitbeiooljner eines BrutbergeS gu befielen unb gu Berauben. \u00a3)em S\u00ef\u00eftenfdjen mi\u00dftrauen fie aller; orten unb unter alten Umft\u00e4nben; gleidjiooht erf feinen fie immer unb immer ioieber in feiner A\u00e4lj\u00f6, befugen feben pafen, jebe Drtfdjaft an ber \u00ae\u00fcfte, um\u00efreifen jebeS \u00a9<hiff, ioeldjeS in \u00a9ee geht ober bem Sanbe ftd^ n\u00e4hert, fotoeit eS eben gul\u00e4ffig erfdfjeint, ineil fte burdj \u00a9rfahrung gelernt \u00a7aben, ba\u00df auS bem menfdhlidhen .fpauShalte immer etioaS Brauchbares f\u00fcr fie abf\u00e4llt, Aad) l\u00e4ngerer Beobachtung lernen fie nicht bloS bie Dertlidjleit, fonbern aud) eingelne ^erfonen unterfdjeiben, geigen fid) bemgem\u00e4\u00df ba, ioo fie oft unb ungefi\u00f6rt Beute ntadjen burften, \u00e4u\u00dferft gutraulidfj ober richtiger breifi, io\u00e4ljrenb fie eine ihnen gugcf\u00fcgte Unbill nid^t fogfeidh Oergeffen. (Sine irgenbtuie gefdj\u00e4bigte Sft\u00f6oe pflegt allen anberen Btittheilung gu madden, ioie benn \u00fcberbauet unter ihnen baS gr\u00f6\u00dfte \u00a9inOernehmen herrfdjt, fobatb eS gilt, einer gemetnfdjaftftchen \u00a9efajjr gu begegnen, einem gemeinfchaftlidjen \u00c7einbe gu ioiberftehen : Dbaubo\u00f6gel, S\u00eeaubm\u00f4oen unb \u00c4olfraben ober kr\u00e4hen inerben non allen SR\u00f6nen, ioeldje in ber fR\u00e4^e finb, gleidjgeitig angegriffen unb geio\u00f6hnlidj auch in bie $ludjt gefd^lagen. Au\u00dfer ber Brutgeit \u00efann eS gefdjehen, ba\u00df man aud) eingelne alte SJt\u00f6Oen jte^t; io\u00e4hrenb ber Brutgeit aber bereinigen fiel) alle Arten gu \u00a9efeKfdjaften, ioeldhe nid)t feiten gu ungeheueren \u00a9d^aren anioadhfen. \u00a9djon im n\u00f6rblid)en \u00aeeutfc\u00a3)lanb gibt eS SA\u00f6oenberge, ioeldhe non mehreren hunbert paaren beinohnt Jnerben; ineiter oben im Aorben lann man Anftebelungen fehen, bereit Angal)f leine \u00a9d)\u00e4hung gul\u00e4\u00dft. Auch h^er halten ftdh bie gr\u00f6\u00dferen Arten ber Familie minber eng gufammen als bie Heineren; biefe aber bebeefen in buchft\u00e4blid)em \u00a9inn\u00e9 beS SGBorte\u00ea gange Reifen; in\u00e4nbe ober Berge, benufcen jebett Aaunt, ineldher ftdh barbietet unb legen ein Aeft fo bidjt neben bem anberen an, ba\u00df bie br\u00fctenben Sitten ftch br\u00e4ngen. SDie defter finb je nadj bent \u00a9tanborte ner; fchieben, ba, ino eg an Bauftoffen nicht mangelt, einigerma\u00dfen anSgebaut, b. I). auS trodenen Staffer; unb \u00a9tranbftecljten loder unb funftloS errichtet, ba, ioo fotd)e \u00a9toffe fehlen, fo einfach als m\u00f6glich hergerid)tet. gioei bis oier gro\u00dfe, eigeftaltige, ftar\u00effdjjalige, grobf\u00f6rnige, auf fd)mugig= ober braungr\u00fcnlidjem ober gr\u00fcnbr\u00e4unlichem \u00a9runbe afdhgrau unb fdjioargbraun gefledte \u00a9ier bilben baS \u00a9elege unb ioerben Oom SA\u00e4nndhen unb 2\u00f6eibdhen ioedhfefSioeife brei bis oier 2\u00f6od)en lang bebr\u00fctet, bei fdhted)tem \u00fc\u00dfetter ant)altenber als bei gutem. Beibe \u00a9Item geigen eine au\u00dferordentliche Antj\u00e2ng; lidhteit an bie Brut unb oergeffen, ioenn fte biefelbe gef\u00e4hrdet fehen, jebe A\u00fcdfid)t. \u00a3)ie jungen lontmen in einem bidden, gefledten SDunenfleibe gur A\u00dfelt unb Oerlaffen baS Acft ba, ioo fie 2)ieS f\u00f6nnen, fdjon in ben erften Sagen, fortan am \u00a9tranbe ftdh umhertreibenb unb n\u00f6tigenfalls gioifeben Bobenerhebungen fid) Oerbergenb ober im A\u00dfaffer 3nftudjt fuebenb; biejenigen aber, ioeldhe auf ben \u00a9efimfen fteiler ^elfenio\u00e4nbe erbr\u00fctet iourbett, m\u00fcffen hier auShalten, bis ihnen bie \u00a9dj\u00efoingen geioadhfen finb : benn gu einem \u00a9grunge oon oben herab in bie Siefe, ioie er bei fo oielen anberen \u00a9dhioimntO\u00f6geln \u00fcblich ift, entfdhlie\u00dfeit bie \u00fcA\u00f6Oen ftd) nicht. Anf\u00e4nglich erhalten bie jungen ^al6 oerbaute Nahrung oon ben Alten oorgeio\u00fcrgt, ff>\u00e4ter ioerben fte mit frifdh gefangenen ober aufs gelefenen thierifdhen \u00a9toffen ge\u00e4gt. Aach bem AuSfluge oerioeilen fte noch einige $eit in \u00a9efettfdjaft ihrer \u00a9Item, oerlaffen nunmehr aber bie Brutyl\u00e4fce unb gerftreuen ftd^ mit ben anberen nach allen \u00a9eiten hin.\n* 3m hohe\u00ab Aorben ber \u00a9rbe g\u00e4l)lt man bie SA\u00f6oett nicht bloS gu ben fd)\u00f6nften, fonbern auch gu ben n\u00fcfcUdjj\u00eeen B\u00f6geln unb hegt unb pflegt fte ebenfo ioie bie \u00fcbrigen Minber beS \u00dcAeereS, ioeldhe allj\u00e4hrlich auf ben Bogelbergen erfepeinen. SA\u00f6oeneier bilben f\u00fcr eingelne \u00a9runbbeftfjer AoriocgenS einen ioefentlidhen Sheil beS \u00a9rtrageS ihres \u00a9uteS, ioerben oon ben \u00a3anbeigentl)\u00fcmern gern gegeffen, auf \u00fcAeilen ioeit oerfanbt unb \u00f6erlj\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig teuer Oerioerthet, unb \u00dcA\u00f6\u00fcenfebern m\u00fcffen ben \u00e4rmeren Aorbl\u00e4nbent bie \u00a9iberbunen ober \u00a9\u00e4nfefebern, ioeldhe bie reiteren gur F\u00fcllung ihrer Betten benu^en, erfefjen. An bem $teifdhe ber alten Bi\u00f6oen ftnben nur bie SAongolen beS AorbenS \u00a9efdhmad; 3unge hingegen ioerben auch Oon ben S^f\u00e4nbern unb \u00a9r\u00f6nl\u00e4nbern gern gegeffen unb geben, geftidt gubereitet, ioirflidh ein ertr\u00e4gliches \u00a9eridht; bodh fd)\u00e4^t man \u00a9ier unb Gebern \u00fcberall h\u00f6her als baS BMlbfret. 3n einigen \u00a9egenben ioerben allj\u00e4hrlich gro\u00dfe 3\u00abgben auf SR\u00f6oeit abgehalten, mehr","page":869},{"file":"p0870.txt","language":"de","ocr_de":"870\n\u00a9te \u00abSchwimmer. Seeflteger. H\u00f6oen.\nauS 2Jlorbfuf\u00ef, als um bie \u00a9\u00f4gel Wir\u00eflidh gu n\u00fcfccn; im bereit \u00a9corben hingegen Oerfolgt man fte nicht. Oie 3agb fe\u00efbfi Oerurfad)t feine \u00a9dhwierigfeit. \u00a9in Wei\u00dfes \u00a9afdjentuch in bie Suft geworfen, gen\u00fcgt, um eine 21\u00f60e herbeigugiehen; unb hat man fte erft erlegt, fo lodft man auch halb noch oiele anbere gu ftdj ^eran; benn jebe, weld)e einen meinen \u00a9egenftanb auS t)o^er Suft herab auf baS SBaffer ft\u00fcrgen fteht, meint, ba\u00df bort guter gang gu machen fei unb fommt neibifdh gur \u00a9teile, um ficfy perron gu \u00fcberzeugen. Oer gang Wirb anf oerfchiebene \u00a9Seife beWerfftetligt: man legt \u00a9klingen auf \u00a9anb; b\u00e4nfe, f\u00f6bert \u00ef\u00efle^e mit giften T wirft befpidte Ingelhafen auS unb erreicht burch biefeS ober jenes gjlittel in ber Siegel feinen 3wed. Oie befangenen laffen ftcl) leicht erhalten, ftnb aber etwas foft; fpielige Pfleglinge beS S^ierlieb^aber\u00ab, weil man ihnen gifd)e ober gleifd^na^rung reifen mu\u00df, Wenn man ihren \u00a9eb\u00fcrfniffen gen\u00fcgen will, befdjiefyt le|tereS, fo finben fte fich halb in ihr \u00a9djidfal, gew\u00f6nnen ftc\u00ef) an ben Ort unb an ben Pfleger, unterfd^eiben ihn fe\u00a7r genau oon anbercn SRenfc^eu, begr\u00fcben ihn mit fr\u00f6hlichem befrei, Wenn er fi<h fe^en l\u00e4\u00dft, antworten auf ben Inruf unb f\u00f6nnen faft in bemfelben brabe gegaumt Werben Wie ein \u00dfotfrabe ober eine f\u00f4r\u00e2lje, pflangen ftdh auch, falls man ihnen einen gr\u00f6\u00dferen fKaunt anWeift, in ber \u00a9efangenfdhaft fort unb gew\u00e4hren bann bem\u00a9eftber Diele greube.\nOie gr\u00f6\u00dferen Irten ber gamilie nennt man gifdjerm\u00f6oen (Larus) unb oereinigt fte aud) Woljl in einer befonberen \u00a9ippe, obgleich biefe mit anberen biefelben \u00e4Jterfmale gemein hat, falls man n\u00e4mlich oon ber g\u00e4rbung abfie^t. Unter bief en gifdjerm\u00f6oen ift bie 2)1 ante Im\u00f6oe (Larus marinus) eine ber auSgegeichnetften. \u00dfopf, \u00a3alS unb Sladfen, bie gange Unterfeite, ber Unterr\u00fcdfen unb ber \u00a9d^wang ftnb blenbenbwei\u00df, ber Oberr\u00fcden unb ber gl\u00fcgel fcfjWarg, bie \u00a9pi^en ber \u00a9dhWungfebern Wei\u00a7. 3m Sugenbfleibe ftnb \u00c4opf, \u00a3als unb Unterfeite auf wei\u00dfem \u00a9runbe gelblich unb br\u00e4unlich in bie S\u00e4nge geftreift unb gefledt, ber Ot\u00fcden unb bie Oberfl\u00fcgelbedfebern braungrau, lidjter geranbet, bie \u00a9dringen unb \u00a9tcuerfebern fdjWarg, ledere Wei\u00df gegeic^net. OaS luge ift ftlbergrau, ber lugenring ginnoberroth, ber \u00a9d)nabel gelb, am Unterfdmabel oor ber \u00a9p% roth, ber gu\u00df ii<htgrau; gelb. Oie Sange betr\u00e4gt 28, bie \u00a9reite 65, bie gittigl\u00e4nge 19, bie \u00a9djfcangl\u00e4nge TU 3oU.\nkleiner als fte, i$r aber \u00e4hnlich, ift bie ^eringSm\u00f6oe (Larus fuscus), faft ebenfo gro\u00df, burch ben m\u00f6oenblauen Hantel unterfd&ieben, bie \u00a9ilberm\u00f6oe (Larus argentatus), noch etwas gr\u00f6\u00dfer, an bem lichtblauen Hantel unb ben Weifen \u00a9dringen fenntlich, bie \u00a9iS; ober \u00a9\u00fcrger; meifterm\u00f6Oe (Larus glaucus), Heiner als biefe, ihr jebodh feljr \u00e4hnlich, bie S\u00dfolarm\u00f6oe (Larus leucopterus), Weldje Irten auS bem \u00a9runbe noch \u00a9rW\u00e4hnung oerbienen, Weil fte f\u00e4mmtlid) in Oeutfdfjtanb oorfommen unb mit ber SJtantelm\u00f6oe ungef\u00e4hr biefelbe SebenSweife haben.\nOer Sterben ber \u00a9rbe, gwifdhen bem 70. unb 60. \u00a9rabe, ift bas \u00a9aterlanb bief er 21\u00f6oe unb ihrer \u00a9erwanbten; benn bie genannten Irten leben auf allen n\u00f6rblidhett SDteeren unb br\u00fcten auf Unfein, Welche gwifdhen ben angegebenen \u00a9reitegraben liegen. \u00a9S\u00e4hrenb beS \u00a9Sinters befugt bie SDtanteL m\u00f6oe regelm\u00e4\u00dfig bie l\u00fcften ber lorb; unb Oftfee, ftreidht benfelben entlang auch bis \u00a9\u00fcbeuropa unb noch Weiter hinab; W\u00e4hrenb beS \u00a9Sinters trifft man alte \u00a9\u00f6gel ihrer Irt nur h\u00f6dhfi feiten f\u00fcblidh beS 50. \u00a9rabeS. 3m \u00a9innenlanbe fommt fie guWeilen als 3rrling oor; benn fte geh\u00f6rt gu ben SJleerm\u00f6Oen im engeren \u00a9inne beS \u00a9Sortes.\nUnter ben \u00a9erWanbten ift fte, ihrer \u00a9r\u00f6\u00dfe entfpredhenb, eine b'er ernfteften unb ruhigftenIrten, jebodh Weber leiblich nod; geiftig tr\u00e4ge, fonbern im \u00a9egentheile beWegungSluftig unb regfam. \u00a9ie geht gut, watet auch tief in feidhtem SBaffer umher, fdhwimmt gern unb oiel, felbft bei hohem SBogen; gange, fdjjt\u00e4ft fogar im \u00a9chwimmen, fliegt gWar langfam, aber hoch feineSWegS fchwerf\u00e4dig, oielmehr leidht unb auSbauernb, fdhwingt bie Weit auSgeftredten gl\u00fcgel in langfanten \u00a9dhl\u00e4gen, fchWebt bann auf Weite \u00a9treden hin, entWeber freifenb ober gegen ben \u00a9Sinb anfteigenb unb fid) fenfenb, l\u00e4\u00dft ftd)","page":870},{"file":"p0870s0001table.txt","language":"de","ocr_de":"luaguuaqii# gun","page":0},{"file":"p0871.txt","language":"de","ocr_de":"SJtantelm\u00f6Oe.\n871\nburd) ben \u00e4rgflen \u00a9turnt nicht beirren unb flo\u00dft, menn fte Veute gem\u00e4hrt, mit gro\u00dfer $raft au\u00ea gtemlidher H\u00f6h? ouf ba\u00ea Gaffer herab, bi\u00a7 gu einer gemiffen \u00a3iefe in baffelbe einbringenb. Sin \u00a9elbfibemu\u00dftfein unb \u00dcRuth, aber auch an Saubluft, \u00a9ier unb \u00a9efra\u00dfigbeit \u00fcbertrifft fte bie nteiften Vermanbten ; babei ift fte neibifd), h\u00e4mifd) unb Oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig ungefellig, obgleich fte nur au\u00eana\u00c7m\u00ebtoeife eingeln gefe^en mirb. dem Sienfcijen meidjt fte au\u00dfer ber Vrutgeit ebenfo borft^tig au\u00ea, a\u00ef\u00ea fte i\u00efjn m\u00e4ljrenb berfeiben muthig angreift. 3>hre \u00a9timme Hingt tief unb Reifer, mie \u201eStd), ad), ad)\", in ber \u00a9rregung mie \u201e\u00aejau\", meiner lefctere Slu\u00eabrud' aber fe$r belieben betont merben bann.\ngifd^e berfd^icbener \u00a9r\u00f6\u00dfe biibett ihre Hauptnahrung, Sla\u00eb bon \u00a9\u00e4ugethieren ober $ifd)en eine fel)r beliebte \u00a9peife; nebenbei f\u00e4ngt fte ftdh Semminge unb anbere SB\u00fchlm\u00e4ufe, junge unb branbe V\u00f6gel, meld)e fte erlangen bann, raubt ben fdhto\u00e4djeren \u00a9eeb\u00f6gein bie \u00a9ier meg ober fud)t ftdh am \u00a9tranbe allerlei \u00a9eto\u00fcrm unb ^leingetpier gufammen. \u00a9i-ttb ipr bie \u00a9dealen gemiffer \u00c4rebfe unb VBeidhthiere gu hart, fo fliegt fte mit ber Veute auf unb l\u00e4\u00dft fte au\u00ea bebeutenber H\u00f6he herab auf Reifen fallen, um fie gu gerfche\u00eften. 3ft \u00f6er \u00a9efangenfdhaft geh\u00f6hnt fte ftdb> halb an S3rot unb ftel)t in biefem fd)lie\u00dflid) einen Sedberbiffen.\nSB\u00e4hrenb meiner Seife in Sormegen unb Sapplanb habe ich \u00f6ie SSantelm\u00f6\u00f6e oft gefehen, ihre Vrutpl\u00e4he aber erft int n\u00f6rblidhften Steile \u00f6e3 Sanbe3, am ^Sorfangerfjorb, gefunben. \u00a9inline \u00a9ilberm\u00f6ben, ihre gem\u00f6hnlichen Siftgef\u00e4hrten, beobachtete ich and) f^on auf \u00d6en SSogelbergen ber Sofobben, unb hier ftet\u00a7 auf bent \u00a9ipfel ber Serge; SSantelm\u00f6oen aber tonnte ich hier' trofe be3 eifrigften \u00a9ud)en\u00ea nicht entbecfeu. \u00a9ine 3ftfel int ^\u00dforfangerfjorb m\u00fcrbe bon mehreren hnnbert ber beiben Slrten beb\u00f6lf'ert. SDie Sefter ftanben auf bem Sloorboben, nicht gerate nahe gufammen, aber bodh audh feiten meiter al\u00f6 f\u00fcnfzig \u00a9d^ritt bon einanber entfernt, bie bon beiben Slrten gmifd^eu unb neben einanber, als ob bie gange Slnftebelttng nur bon einer einzigen Slrt gebilbet morben m\u00e4re. Mehrere maren fe-hr h\u00fcbfdh gerunbete unb auch mit feinen flechten forgf\u00e4ltig au\u00eagebleibete Vertiefungen, anbere nad^l\u00e4fftger gebaut. drei gro\u00dfe, ftarbfcpalige, grobb\u00f6rnige, glanglofe, auf gr\u00fcnlichgrauem \u00a9rttnbe braun uttb afdhgrau, \u00f6l= unb fdhmargbraun get\u00fcpfelte unb geflecbte \u00a9ier bilbeten ba\u00ea \u00a9elege unb m\u00fcrben bon beiben \u00a9Item \u00e4ngftlicb unb forgf\u00e4ltig bemacht.\n\u00a9in ungeheurer Slufruhr erhob ftd), a\u00ef\u00ea idh bie 3ftfel betrat, diejenigen, meldhe gerate mit Vr\u00fcten befdh\u00e4ftigt maren, blieben fften unb lie\u00dfen midh bt\u00eb auf menige \u00a9dritte an ftch hevan^\u00b0utmen, gleidhfant, als h\u00b0fften fie, \u00f6a\u00df mich \u00f6ie SBadhthabenben gur\u00fcdbfchrecben m\u00fcrben. Seziere hatten ftdh unter lautem \u00a9efdhrei erhoben unb urnfdhmebten mich in geringer \u00a9ntfernung, beft\u00e4ttbig bon oben nach mir herabfto\u00dfenb, bann mieber ftdh erhebenb, breifenb unb bon neuem gum Singriffe \u00fcbergehenb. STcehrere Stale flogen fie bidht an meinem $opfe bor\u00fcber, ba\u00df idh urit \u00d6en $l\u00fcgelfpi|en ber\u00fchrt m\u00fcrbe; gu einem Singriffe mit bem fcharfen \u00a9dhnabel erbreifteten fie ftdh jebodh nicht. 3ft mehreren Seftern befanben ftch Keine 3ftuge, meldhe ftdh bei Slnn\u00e4herung fofort gmifchett ben flechten unb \u00a9ra\u00e8halmen gu berbergen fudhten unb auch itt ber \u00efha\u00f4 trefflich berbargen.\n\u00a9p\u00e4ter habe idh \u00d6a8 Vrutgefd)\u00e4ft an \u00a9efangenett, meldhe ich pflegte, beobachten b\u00f6ttnen. da\u00ea $\u00dfaar hatte ftch einen geeigneten Vlah \u00f6e8 \u00a9ehege\u00eb, melctier burdh einen Vufd) berbedt mar, gum Seiften au\u00eagefud)t, hrer eine borgefunbene Vertiefung einfach au\u00ebgebleibet unb brei \u00a9ier gelegt. Severe m\u00fcrben borgug\u00eameife bom SBeibdjen bebr\u00fctet; ba\u00a7 SR\u00e4nndhen hielt ftdh jebodh ftetl in beffen S\u00e4he auf unb berrietB e8 bem Vkibd)en fofort, menu ich utid) nahte. Um anbere Stenfdjen bef\u00fcmmerte ba\u00ea i\u00dfaar ftdh nicht; benn e\u00a7 ha^e \u00f6alb erfahren, ba\u00df ich allein gunt \u00a9t\u00f6renfrieb m\u00fcrbe. S\u00e4herte idh \u00f6em Sefte mehr af\u00ea gem\u00f6hnlich, fo eilten beibe \u00a9Item fdhreienb auf midh gn, griffen mid) breift an unb biffen mich, gumeilen fehr empfinblidh, in bie Veine. Sach fedh^unbgmangigt\u00e4giger Vrutgeit fd)l\u00fcpften bie jungen aus, m\u00fcrben halb nach bem Slbtrodnen au\u00ea bem Sefte gef\u00fchrt, anf\u00e4nglich aber jeben Slbenb mieber in baffelbe gur\u00fcdgebradht. Uebertage\u00ea treiben fte ftdh gmifd)en bem \u00a9eb\u00fcfeh umher, jebe S\u00dfarnung ihrer \u00a9Item fofort beadhtenb. Severe bannten meine \u00a9timme fo genau, ba\u00df ich fte bloS angureben brauchte, um ihre Veforgni\u00df madhgurufen. Stuf ben Slnruf","page":871},{"file":"p0872.txt","language":"de","ocr_de":"872\n\u00a9te Schwimmer. See\u00dfieger. 9J\u00ee\u00f4toen.\nbauten beibe unter lautem \u201eSDfau, \u00efjau \u2014 adhadhadjach\" auf mid) gu unb ter fugten meine Aufmer\u00ef* fam\u00efeit toon beu jungen, Wetd>e ftdj ingWifdhen gebr\u00fcdt fatten, abguten\u00efen.\tSorgfalt f\u00fcr bie\nB\u00dfeglinge minberte fid) nach unb nad) einigerma\u00dfen; febodh eilten fte, auch nad&bcm bie jungen berettg toott\u00dfanbtg ertoadjf en, fofort t;erbei, trenn 3entanb bief en gu nah bant. Alle \u00fcbrigen B\u00f6gel beffelben \u00a9ehegeg iourben in ehrerbietiger gerne gehalten, fo\u00efauge bie Brutgeit tourte.\neine eigenth\u00fcm\u00efidhc Beobachtung, Welche fid) febodh auf bie Si\u00efberm\u00f4toe Begie\u00dft, hat 21 ububon gemacht. \u00a3)a n\u00e4mlich, too bie gro\u00dfen SA\u00f6toen wieberholt beim Br\u00fcten geft\u00f6rt unb bez\u00fcglich ihrer gier beraubt toorbeu ftnb, W\u00e4hlen fie fuh, trenn \u00dfe eg haben k\u00f6nnen, BatimWipfel gur Anlage ihrer Hefter aug unb niften bann oft in bebeutenber ip\u00f6he \u00fcber bem Boben.\nBon geinben haben bie gifdherm\u00f6toen trenig gu leiben: au bie gr\u00f6\u00dferen Wirten biefer \u00a9ruppe tragt \u00dfdt) h\u00f6<hfieng ber Seeabler ober bie fftaubm\u00f6\u00fce; aber auch bie le\u00dfteren trerben oft fehr \u00fcbel empfangen unb m\u00fcffen untoerrtd)teter Sad)e trieber abgiehen. 2)er SDienfd) nimmt ihnen Wohl bie (Sier treg, toerfolgt fie fonft iebod) nicht.\nSpanier Seibegbau, langer gl\u00fcget unb Sd)t\u00fcnng, nieberer gu\u00df unb b\u00fcrge Schwimmh\u00e4ute benngeid)nen bie \u00a9igfelbm\u00f6toen (Pagophila), Welche \u00dfd) aud) burch bag im Alter reintrei\u00dfe \u00a9e\u00dfeber fehr auggeid)nen.\nS^e \u00a9ifenbeinm\u00f6toe (Pagophila eburnea) ift reintrei\u00df, auf ben (Schwingen guweilen rofem roth \u00fcberhaupt, bag Auge gelb, ber Augenring barmoi\u00dfnroth, ber Schnabel toon ber Bkrget big gur H\u00e4lfte feiner S\u00e4nge bl\u00e4ulich, an ber Spifee rotpgelb, ein 9ding toor ben 3ftofenl\u00f6<hern gr\u00fcnlichgelb, ber gu\u00df fdjtrarg. 3m 3ugenbfleibe ftnb $opf unb $alg gr\u00e4ulich, bie gebern beg SOlantel\u00ea, bie Schwingen unb Steuerfebernfpihen fchtrarg ge\u00dfedt. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 20, bie Breite 42, bie gittigl\u00e4nge 18V*, bie Scpwangl\u00e2nge 51 .* gotl.\n\u00aecr hohe korben ber \u00a9rbe i\u00df ber gew\u00f6hnliche Aufenthalt biefer SCR\u00f6toe; toonl\u00dferaug lommt fte, immer aber feiten, atg Srrling in nieberere Breiten herab. 9Jtan hat \u00dfe auf Sptfibergen, im a\u00dfatifd)en \u00a9igmeere, im Borben \u00a9r\u00f6nlanbg regelm\u00e4\u00dfig beobachtet, finbet fie aber fdhon auf 3^lanb nicht mehr. Auf \u00a9r\u00f6ntanb i\u00df fte, taut \u00a3olboeil nicht gerabe feiten unb W\u00e4l)renb unb nach ben fdhWeren $erb\u00df= unb B\u00dfinter\u00df\u00fcrmen geigt fie ft<h guWeilen in SJtenge. BMe alle hod)norbifd)en B\u00f6gel i\u00df fte fehr einf\u00e4ltig unb leicht gu fangen; benn fte bennt bie @ef\u00e4l)rlichteit beg 2Jlenfdhen nicht. \u201e\u00a9rWiefen i\u00df eg\", fagf \u00a3olboe!l, \u201eba\u00df man fte, Wenn man ein St\u00fcd @ped an eine Schnur binbet unb biefe\u00ea ing BSaffer Wirft, oft fehr nah an \u00dfd) heranloden unb mit \u00a3>\u00e4nben greifen bann; ja ein \u00a9r\u00f6nt\u00e4nber, Welcher mir eine 3nnge brachte, erg\u00e4htte mir, er habe \u00dfe baburd) geb\u00f6bert, ba\u00df er feine Bunge hertoor\u00dfrecfte unb bewegte, Worauf er \u00dfe mit feinem fftuber erfdhlug.\" \u00a3)urd) 2ftalmgren haben Wir Augf\u00fchrtidhcreg \u00fcber bie SebengWeife erfahren, \u00a9iefer auggegeichnet fdh\u00f6ne Boget, fo ungef\u00e4hr fagt biefer gorfd)er, geh\u00f6rt bem hohen korben an unb b\u00fcrfte nur augnahmgWeife bag S\u00c7reibeiggebiet beg n\u00f6rblidhen SDleereg toerlaffen. 3\u00ab \u00a9pifcbergen i\u00df er gemein; bocp \u00dfeht man ihn feiten anbergWo atg in ber A\u00e4l)e beg \u00a9ifeg. \u00a9r fe^t fuh, wie fdhon ber alte Seefahrer harten g beobachtete, niemalg auf bag B\u00dfaffer, Wie anbere Sft\u00f6toen, fonbern h\u00e4lt \u00dfd) \u00dfetg aft ber \u00a9ig\u00efante. Seinen 3\u00a3aub nimmt er ftiegenb gefdf)tdt mit bem Scpnabet toom Bkffer auf. \u00a9r unb ber \u00a9ig\u00dfurm; toogel \u00dfnbet \u00dfch in STcenge ba ein, Wo ein BSalro\u00df ober eine Otobbe gertegt Wirb, unb bie \u00a9tfenbeim m\u00f6toen ftnb bann fo Wenig fd)eu, ba\u00df man fte burch BorWerfen toon Spedft\u00fcden fo nahe heranloden bann, alg man Will. Bei biefen Bertegungg\u00dfellen fchwimmt ber \u00a9ig\u00dfurmtooget im Blaffer umher, W\u00e4hrenb.bie \u00a9Ifenbeinm\u00f6oe neben ihm auf bem \u00a9ife fteht ober \u00dfiegenb umherfdhWebt. Sie fri\u00dft gern bie Seid)en ber toon ben B$alro\u00dff\u00e4gern get\u00f6bteten \u00a9h^ere nnb nimmt auch toorlieb mit ben Biffen,","page":872},{"file":"p0873.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9If eubcinm\u00f6oe.\n873\ntoelcfye bon ben \u00dcJkhlgeiten ber \u00a9ifb\u00e4ren \u00fcbrig bleiben: ihre michtigfte Siahrmtg aber befielt, mie SDlartenf ebenfalls angibt, in bent \u00aeothe ber Robben nnb 3Balroffe. \u00a9ie oermeilen fel)r lange bet ben S\u00f6tern in bem feften \u00a9ifc, burdt) meldhe bie Siobben aufgufteigen pflegen, um ftdh gu legen, in gebulbiger \u00a9rioartung ber \u00a9eepimbe. 3>hrer brei bif f\u00fcnf ft^en t>ier gufamnten, runb um jebe Deffnung, ftiU unb unbeioeglid), mit bent \u00aeopfe bem Sod;e gugemenbet, bur<h meldhef bie Sftobbe fommeit fod. \u00a9f fdjeint bann mirHich, alf ob fte, um einen runben \u00a3if<h fthettb, Stath gelten, unb ol)ne 3toeifel ^at biefe ihre (Sitte Slnlafj gegeben gu bem oon \u00e4Jtartenf (1675) ihnen gegebenen fonberbaren Stamen 3tatp^err. Stunb um baf Sod) im \u00a9ife ftnb bie Stuhepl\u00e4be ber Robben oom ^otlje berfelben braun gef\u00e4rbt, biefer aber ift gr\u00f6fjtentheilf oon ben V\u00f6geln oergehrt.\nlieber bie ^ortpflangung ber \u00a9Ifenbeinm\u00f6oe tourte man bif gu SJtalmgren\u2019f Steife nidjtf \u00a9idheref. Severer fanb am 7. 3>uli am it\u00f6rblidhen \u00a9tranbe ber 90turd)ifon\u00ebbat> eine SOtengc oon \u00a9Ifettbeinm\u00f6oen, feffljaft an einer hohen unb fdjarfen 2\u00f6anb einef ^alffelfenf. V\u00fcrgermeifter ; ober (\u00a7i;s; unb breigehige SDt\u00f6oen lebten unter ihnen unb Ratten ben oberen \u00a9\u00fcrtel ber Vergtoanb in Vefih genommen, m\u00e4hrenb bie. \u00a9ifenbeinm\u00f6oen ftd) niebriger in einer ^\u00f6^e oon f\u00fcnfzig bif hunbertunb; funf^9 Su\u00a7 \u00fcber bem SJieere in Stilen unb Kl\u00fcften aufseiten. SJtan fonnte beutlid) merfen, ba\u00a7 bie SBeibdfjen auf ihren Steftern fafjen; biefe aber maren unzug\u00e4nglich, unb erft am 30. 3>uni gefiatteten ef bie Umft\u00e4nbe, einen Verfud) gu machen, mit .\u00eepilfe einef langen \u00a3auef unb n\u00f6tiger Unterjt\u00fcbung an bie Stiftftede gu fommen. \u00a9f m\u00fcrben gtoei oon ben am niebrigft fte^enben Steftern erklommen unb fe ein (5i aufgehoben. SDaf Steft mar funftlof unb ohne 3ufantmenhang; ef beftanb auf einer flauen, acht bif neun 3oE breiten Vertiefung in bem tofen Voben bcf \u00a9eftmfef unb loar innen uadjl\u00e4fftg mit trocfenen Vf^en, \u00a9raf, SJiof unb einigen Gebern bebedt. $)ie (Sier marett ftar\u00ef bebr\u00fctet. Veibe 2Beibdhen m\u00fcrben auf ben Sieftern gefdjoffcn. \u00a3)ie Sft\u00e4ttndjen, meldhe im Slnfange ftdjtbar maren, oerfcljmanben, alf man in bie Stahe ihrer Stefter gelangte.\n\u201e2Ber nod) nie einen Oon bveigehigen 2Jt\u00f6oen beferen Vogelberg fah\", fagt jpolboell, \u201efann fich ebenfomenig einen Vegriff oon ber eigonth\u00fcmlidjen \u00a9cb\u00f6nheit alf oon ber SDtenge biefer V\u00f6gel machen. SOtan f\u00f6nnte einen foldhen Sft\u00f6oenberg oiedeidht mit einem riefenhaften \u00a3aubenfd)lage, bemohnt oon SJiiUionen gleichgef\u00e4rbter tauben oergleid)en. 2)er Verg ^nujuatu! ift eine Viertel; meile lang unb ber gangen S\u00e4nge nach mehr ober minber ftar\u00ef mit oerfdjiebenen SDt\u00f6Oenarten befefjt unb SDief bif gu einer .fp\u00f6he, baf; man bie oberften V\u00f6gel nur alf Heine meifje f\u00fcnfte erlernten fann. .. .\" \u201e3n \u00a9rirnf\u00f6f Vogelberge\", fo erg\u00e4bt fchon fr\u00fcher $aber, \u201entften fte in folcher SDtenge, baff fte bie \u00a9onne Oerbunleln, menn fte auf fliegen, bie \u00a9ch\u00e4ren bebeden, menn fte ft^en, bie \u00a3>hren bet\u00e4uben, meint fte fchrcicn unb ben oon S\u00f6ffeltraut gr\u00fcnen Reifen meifj f\u00e4rben, menn fte br\u00fcten.\"\n\u00a3)ie \u00fcbrigen $orfd)er, meldhe int hohen Sterben beobachteten, fpredhen ftd)# in \u00e4hnlidher 2\u00f6eife auf; feber oergmeifelt an ber SDt\u00f6glichfeit, baf \u00a9dhaufyiet gu fd)ilbern, meldhef eine Slnftebelung biefer SJt\u00f6oen bietet. 2llf ich m'x$\tSahh\u00efanb anfchidte, hatte ich felbftoerft\u00e4nbtidh ihre\n\u00a9d)ilberungen gelefen unb bie Wahrheit berfelben auch nicht begtoeifelt; baf mahre Vilb einef SOt\u00f6Oenbergef aber gemann ich erft an einem mir mtoergejflichen \u00a3age, bem 22. 3uli, melcher mich an bem Vorgebirge \u00a9o\u00e4rholtt, unmeit bef St\u00f6rbfapf, oor\u00fcberf\u00fchrte; ich gemann ef erft, nachbem mein liebenfm\u00fcrbiger ^reunb, ber R\u00fchrer bef Vofibantbffchiffef, meldhef mich einef feiner \u00a9efch\u00fche abgefeuert hatte, um bie SJt\u00f6oen aufgufdheudhen. \u00aeine geioaltige 3\u00dfanb mar mir crfd)ienen mie eine riefenhafte \u00a9dhiefertafel, meldhe mit Mionen Heiner meiner V\u00fcnHdhen bebedt ift: unmittelbar nach bem Bonner bef \u00a9dhuffef l\u00f6ften fich biefe V\u00fcttftdjen theilmeife ab oont bunHen \u00a9runbe, m\u00fcrben lebenbig, m\u00fcrben gu V\u00f6geln, gu blenbenbeu SOl\u00f6Oen unb fenften fich minutenlang auf baf 9Jieer hernieber, fo bid)t, in einer fo ununterbrochenen $olge, bafj id; meinte, ein unermarteter","page":873},{"file":"p0874.txt","language":"de","ocr_de":"874\n\u00aeie \u00a9dj trimmer. \u00a9eeflieger. St\u00f6ren.\n\u00a9djneefturm fei toggebrod)en unb toirBele riefent)afte gloden oom Rimmel ^ernieber; minutenlang fc^neiete eg SS\u00f6gel, auf unaware gerne \u00ef)in bebectte ftch bag f\u00f6teer mit ihnen, unb nod) erfriert bie Sanb faft ebenfo bid)t bet\u00fcpfelt alg fr\u00fcher. 3efct erft Begriff id), ba\u00df feiner ber gorfd)er, beren \u00a9dhilbentng ich getefen, guoiet gefagt; benn idj fah ein, ba\u00df er bie Wahrheit unm\u00f6glich Tratte fagen f\u00f6nnen, ioeil bie \u00a9hradje foldjen Staffen gegen\u00fcber feine Worte ^at.\n\u00a3)ie breige^ige Sft\u00f6oe vertritt bie \u00a9type ber \u00a9tummelm\u00f6oen (Rissa), alg beren ioid)tigfteg \u00aeenngeid)en gelten mu\u00df, ba\u00df bie \u00a3intergehe beg gu\u00dfeg fehlt ober hoch nur angebeutet ift. Will mau fonft nodj uad) uuterfd)eibenben Stertmalen fudjen, fo fann man fie finben in bem fdjio\u00e4dhltdjen \u00a9djnabel unb ben oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig turgen, aber langgeljigen, atfo and) mit gro\u00dfen \u00a9d)iointmh\u00e4uten oerfebenen g\u00fc\u00dfen. \u00a3>ag \u00a9efteber ber alten SS\u00f6gel ift auf \u00dfopf, \u00a3alg, Unterr\u00fccfen, @d)ioang unb Unterfeite blenbenbioei\u00df, auf bem Hantel m\u00f6oenblau; bie \u00a9dringen ftnb ioei\u00dfgrau, i\u00efjre Spifcett fd)ioarg. \u00a3)ag Suge ift braun, ber Hugenring fora\u00ef\u00efenrot\u00a7, ber \u00a9c^nabel zitronengelb, am \u00e4Dtab* minfel blutrot^, ber gu\u00df fdhioarg, auf ber \u00a9o\u00c7\u00efe gelblich- Sad) ber tferbfhuaufer f\u00e4rbt fid) ber ^inter^alg blaugrau unb ein runblid)er glecfen hinter bem Ofyre fd)ioarg. 3>m Sugenbfleibe ift ber SJlantel bunfeigrau, jebe geber fdhioarg geranbet. \u00a3)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 16 big 17, bie Sreite 37 big\n39, bie gittigl\u00e4nge 12, bie \u00a9djioangl\u00e4nge 5 Sott-\n2luc| bie \u00a9tummelm\u00f6oe ift ein ^od^norbifd>er S\u00f6get, Oerl\u00e4\u00dft aber int hinter bag (Sigtneer unb crfd)eint bann h\u00e4ufig an unferen l\u00fcften, ftreid)t audj big in fel)r niebere St eiten Ijinab. ^m Sinnen-lanbe freist man fte im hinter \u00f6fterer alg anbere \u00a9eem\u00f6oen, meil fte ben \u00a9tr\u00f6men unb gl\u00fcffen big tief ing innere beg Sanbeg folgt unb l)ier guioeilen in gro\u00dfen \u00a9efetlfdjaften auftritt. 2luf S^tanb unb in \u00a9r\u00f6nlanb gilt fte alg bag erfte Beiden beg gr\u00fc^lingg; fte trifft bereitg gioifdjen bem 8. unb 20, StR\u00e4rg hier ein, audj bann, ioenn nod) grimmige $\u00e4lte herrfdjt, unb begie\u00df fofort nad> i^rer infunft bie Sogeiberge, gleidjfgm, algiootte fid) jebeg H\u00e4rchen ben ihm fo n\u00f6tigen SRift^la^ fichent. SSenn bann nodj tiefer \u00a9c^nee bie \u00a9eftmfe bebedt, geigt fte ftdj befonberg unruhig unb l\u00e4\u00dft ihr bet\u00e4ubeubeg @efd)rei ununterbrochen ert\u00f6nen. Sig gum Sooember oerioeilt fie in ber #eimat; hierauf oerl\u00e4^t fte bie gjorbe, fliegt aber gr\u00f6\u00dftenteils nur big ing offene Steer ^inaug unb l\u00e4\u00dft ftdj blog burd) bie Sotlj gu gr\u00f6\u00dferen Wanberungen treiben.\n3m Setragen unb in ihrem Wefen unterfc^eibet fid^ bie \u00a9tummelm\u00f6oe oielleid^t nur burdh bie gr\u00f6\u00dfere \u00a9efelligteit unb \u00a9d)reiluft toefentlie\u00df oon ifjrett gleichgro\u00dfen Serioaubten. \u00a9ie getjt giemlidj fd)le^t unb begtjatb feiten, fdhioimmt aber gern unb anhaltenb, auch bei \u00e4rgftem Welleng\u00e4nge, fliegt leicht, fauft, manchfache unb gierliche Winbungen augf\u00fchrenb, halb mit langfamen gl\u00fcgelfchioingungen, batt/fchioebenb ober fdjioimmenb unb ft\u00f6\u00dft gefd)idft aug ber \u00a3\u00f6he auf bag Waffer herab, um einen hochgehenben gifch ober ein anbereg &hier aufgunehmen. Ungeio\u00f6hnlidj gro\u00df, felbft innerhalb ihrer gamilie, ift ihre \u00a9efelligteit, ioetdhe ioahrfcheinlidj burdh iljr fanfteg Wefen begr\u00fcnbet ioirb. \u00a9ingelnc \u00a9tummelm\u00f6oen fleht man feiten, gahlreiche gl\u00fcge oiel h\u00e4ufiger, unb alle \u00a9lieber ber \u00a9efettfdjaften fdhetnen im tiefften grieben gu leben, \u201e\u00a9ntftinnt ft<h ja einmal ein San! gioifchen gtoeien\", fagt Naumann fehr richtig, \u201efo ift er both toeiter 3li<htg alg ein augenblicflicheg 5lufbrattfen unb gebt fehr halb oor\u00fcber.\" 3n ber ^ha^/ man mut iounbern \u00fcber bie oertr\u00e4glidhen \u00a9efdh\u00f6pfe; man ioirb entg\u00fcdt, ioenn man fleht, ioie SJtiaionen unter einanber leben, gtoar h\u00ef\u00e2rrenb unb \u00efretfdhenb, aber hoch ohne fich gu ganten, mie oielmehr feber ftdh bem\u00fcht, in ber \u00a9efammtheit bie Stellung eingm nehmen, melche ihm burdh bie Rmft\u00e4nbe gugeioiefen ioirb. Um anbere S\u00f6gel bef\u00fcmmert ftdb) bie \u00a9tummelm\u00f6oe nicht: Serioanbte leben auf bemfelben Serge mit ihr, nicht aber int eigentlichen \u00a9iuue beg Worteg unter ihr; benn ebenfo, ioie ber \u00a9chtoarm auf bem SOTeere ftdh gefdhloffen gufammenh\u00e4lt, behaupten audh bie Sruto\u00f6gel einen befiimmten ^he^ Sergeg. Slu\u00dfer ber gorthflangungggeit geh\u00f6rt biefe Sl\u00f6oe gu ben fdhioeigfamften Srten ihrer gamilie, io\u00e4hrenb fte aber br\u00fctet, Jdjreit fte ununterbrodhen unb in oerf^iebener Weife. Salb tlingt bie \u00a9timme taut unb geUenb ioie \u201e$a fa tai\" ober \u201e\u00a3\u00e4i\u00e4\", halb ioieber ioie \u201e\u00aead, bad\", halb ioie bag \u00a9dhreien \u2018eineg ioeinenben ^inbeg,","page":874},{"file":"p0875.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9retgehige Oft\u00f6oe.\n875\nbalb Wie ber \u00aetang einer $inbertrompete. ^ebe einzelne \u00bberfudjt i\u00ef)re Erregung and) burd) bic \u00a9timme funb gu tl)un, unb ba nun Mfionen \u00bbon bemfelben \u00a9ebanfen erf\u00fcllt ftnb, Werben Sober\u2019\u00ea SBorte begreiflich. \u201e\u00a9elbft Wenn fie \u00a9rbe gum Sait be\u00ea dtefie\u00ea im \u00a9d)nabel tragen\", meint biefer \u00c7orfdjer, \u201etonnen fie nicht fcpWeigen, fonberit ftofjen ununterbrochen Reifere \u00aee\u00ef)l\u00efaute au\u00ea.\" idad) ber SovlBflongung\u00eageit hoben fie feinen \u00a9runb gum \u00a9chWafjen mehr, unb bamit erfl\u00e4rt ftch aud) ihr \u00a9d)Weigen.\n9lud) derjenige, welcher meint, eine Sorftedung non bem unenblid)en 9\u00eeeid)thume be\u00ea ddeere\u00ea gu haben, Wirft fid) bie S^oge auf: Wie ifi e\u00ea m\u00f4glid), ba\u00a7 ein fleiner Untfrei\u00ea ber \u00a9ee biefe ddidionett ern\u00e4hren fann? 2dan Wei\u00a7, bafj bie \u00a9tummelm\u00f6oe faft nur $ifd)e frifjt; ipolboell hot auch beobachtet, bafj W\u00e4hvenb ber Srutgeit ba\u00ea u\u00f6rbliche \u00a9i\u00eameer gteichfam angef\u00fcllt ifi mit Staffen \u00bbonSobben, bafj bie \u00a9eepunbe, Wenn fie biefe $ifd)e \u00bbon unten \u00bberfolgen, ber 9d\u00f6\u00bbe gu einem leisten Sange verhelfen, baj) fie fp\u00e4ter gen\u00f6thigt ifi, gehn unb mehr teilen Weit gu fliegen, um bie Nahrung gu gewinnen, \u2014 finbet aber hoch noch feine gen\u00fcgenbe Antwort f\u00fcr jene S^oge unb gWeifelt, obgleich man alle ^Weifet burch bie thatf\u00e4chlid)e Erfahrung Wibeiiegt fieht. 2Bie unenblich reich ba\u00ea Steer ifi, Wie freigebig e\u00ea aud) biefer St\u00f6\u00bbe ben \u00a3ifd) befd)icft: \u00a9a\u00ea bemerft man, Wenn fie, \u00bberfdjlagen unb \u00bberirrt, ba\u00ea ^nere be\u00ea f\u00c7eftlanbe\u00ea befud^t. \u00a3>ier finbet man fie oft tobt am \u00a9tranbe liegen, unb Wenn man bann ihren Stagen unterfud)t, biefen \u00bbodfi\u00e4nbig leer, \u00a9ie, bie \u00bbom f dteictithum Verw\u00f6hnte, erliegt bem Mangel be\u00ea Sanbe\u00ea: fie \u00bberhungert.\n\u00a9raba fanb, bafj bie Srutpl\u00e4fce biefer St\u00f6\u00bbe, Welche er auf ben Sor\u00f6ent befugte, nach Skften unb SorbWeften gegen ba\u00ea SD^eer gerichtet Waren unb fd)lief)t barau\u00ea, bafj bie \u00a9tummelm\u00f6oe fold)e SeifenW\u00e4nbe gum Sr\u00fcten benu^e, Welche fentrecht gur herrfd)euben SMnbrid)tung fiehen unb bem [ abfliegenben SSogel e\u00ea m\u00f6glich machen, fogleid) ben gum Sluge g\u00fcnftigften dBinb gu benu^en; Soje meint, bafj bie S\u00fclle ber Nahrung, Welche gu geWiffen Beiten in ber S\u00e4lje beftimmter l\u00fcften \u00bborhanben, ber houptf\u00e4chIid)fte \u00a9runb f\u00fcr bie 2Bal)l fein m\u00f6ge, unb Sober glaubt, bafj \u00a3eimat\u00ea = unb @efellfd)aft\u00eatrieb biefe 2Bal)t befiimmen. d\u00f6ic \u00a9ent auch fein m\u00f6ge, \u00a9itt\u00ea fteht feft, bafj bie einmal erw\u00e4hlten SelfcnW\u00e4nbe japrau\u00ea, jahrein wieber begogen Werben, anfcheinenb in immer gleicher Slngahl, ba\u00a7 aber bie S\u00f6gel felbfi\u00bberft\u00e4nblid) nur fold)e \u00e4\u00f6\u00e4nbe W\u00e4hlen, Welche ihnen Saum gur Anlage ihrer Hefter gew\u00e4hren. Side St\u00f6\u00fcenberge beftehen au\u00ea eingelnen Slbf\u00e4^en ober \u00a9ejimfen \u00fcber einanber unb finb reich an fohlen unb Sorfpr\u00fcngen; ftt ben fohlen unb auf ben Slbf\u00e4fcen fteht i Seft an Seft, \u00bbom Suf\u00eae be\u00ea Serge\u00ea bi\u00ea gur \u00a3>\u00f6l)e hinauf; jebe\u00ea Sloven ift benu^t Worben, jebe\u00ea \u00a9ef\u00eem\u00ea bient \u00efaufenben \u00bbon 5\u00df\u00e4rd)eit gur Srutft\u00e4tte ihrer \u00aeinber. Salb nach ^rer Slnfunft fieht man bie S\u00fcr\u00dfen neben ben Heftern fi^en, in ben anmuthigften Stellungen fich liebfofen, wie tauben fchn\u00e4beln, fich gegenfeitig im \u00a9efieber nefieln unb \u00bbernimmt tjjr \u00a9irren ober, Wie man c\u00ea fonft nennen Will, bie garteften Saute n\u00e2m\u00efid), Weld)e eine St\u00f6re l)er\u00bborbringen fann, \u00bborau\u00eagefebt nat\u00fcrlich, ba\u00a7 jene Saute nicht wie gew\u00f6hnlich \u00bbon bem allgemeinen S\u00e4rm \u00bberfd)lungen Werben. S\u00df\u00e4l)renb biefe fed; liebfofen, fliegen jene ab unb gu, Seftftoffe I)erbeifd)leppenb, unb fo Wirb ber Serg beft\u00e4nbig eingel)\u00fcdt \u00bbon einer Sogelwolfe, unb ununterbrodjen wimmelt unb Wirrt e\u00ea burch einanber.\n; \u00a9a\u00ea Seft felbft befiehl ber $auptfad)e nach au\u00ea Sangen, Wirb aber burd) ben $ot!) ber S\u00f6get im Saufe ber 3al)re mit h\u00bbhen S\u00e4nbern \u00bberfehen, unb braud)t alfo \u00bbor Seginn ber Srut nur ein Wenig au\u00eagebeffert gu'Werben. \u00a9rei bi\u00ea \u00bbier, auf fd)mugigroftgelbem, Weifjgr\u00fcnlid)en ober roftr\u00f6thlichen \u00a9runbe fp\u00e4rlid) bunfler geflecfte unb get\u00fcpfelte \u00a9ier bilben ba\u00ea \u00a9etege. Stan nimmt an, baf? jebe\u00ea S\u00f4rdten nur feiner eigenen Srut ftd) Wibmet, ift aber nicht im \u00a9tanbe, gu begreifen, Wie e\u00ea m\u00f6glich, baf? ba\u00ea Soar unter ben jpunberttaufenben fein Seft, ja ben \u00a9atten herou\u00eaguftnben \u00bbermag. \u00a9ie jungen \u00bberWeilen bi\u00ea Stitte Sluguft\u00ea im Sftefie, ftnb bi\u00ea bahin \u00bbotlfommen fl\u00fcgge geworben unb fchw\u00e4rmen nun auf ba\u00ea h\u00bbhe 3Jleer hinau\u00ea, \u00bborher felbft\u00bberft\u00e4nblidh gum unenblichen @efd)rei nodb nadh Kr\u00e4ften beitragenb.\n2Bie ade fleineren Slrten ber Somilie haben auch bie \u00a9tummelm\u00f6ben \u00bbon \u00a9belfalfen, \u00a9eeablern unb 9taubm\u00f6\u00bben \u00bbiel gu leiben; erftere nehmen fie \u00bbom Sftefte ober au\u00ea berSuft Weg, festere peinigen","page":875},{"file":"p0876.txt","language":"de","ocr_de":"876\n5Die @d) trimmer. \u00a9eeflieger. SDtb\\?ert.\nfie. Der iKorbl\u00e4nber branbfd&afet fie, fooiel er bann; benn ipe (Ster gelten mit 9tedjt als \u00c7\u00ebdjfi fdjmadljaft. Stber bie Ausbeutung bcr Vogelberge \u00a7at ipe unf\u00e4glidjen \u00a9d&toterigbeiten unb, tro\u00a3 beS sQftutljeS bei* binnen Vogelf\u00e4nger, fo wenig Erfolg, bafc ber ben V\u00f6geln ^gef\u00fcgte Verlnft als ein \u00efaum nennenswerter be^eidmet Serben mu|.\n$ apf) e tt^\u00f6oen (Chroicocephalus) nennt man biejenigen Wirten \"ber Familie, bet benen int #o%it\u00eabIeibe ber \u00aeo\u00a3f unb Ob\u00e9rais hakenartig bunfel gef\u00e4rbt ift. Unter ben $ier$er $u ^lenben, benen man \u00fcbrigens ben Mg einer \u00a9typ b\u00e4um jugefteljen barf, ift bie Sac^m\u00f6Oe ober\u00a9ees br\u00e4^e, ber 2ftoljren^o:Pf ober \u00a9ierifj (Chroicocephalus ridibundus) bie bebanntefte unb Oers\n2)ie 8ad)tn8be (Chroicocephalus ridibundus).\nbreitetfte. Vei \u00dcjr ftnb Oberbop unb VorberfytlS nupraun, ber Men, bie Unterfeke, ber \u00a9d)Wan\u00a7 unb bie \u00a9gingen bis gegen bie \u00a9jrifee $in Weift bie Gebern be-S Mantels m\u00f6ocnblau, bie \u00a9d)Wingen= fpt^en fcfyWar^. Das Auge ift bunbelbraun, ber Augenrtng rotlj, ber \u00a9d)nabel unb ladrotlj. 3m ^Unterbleibe fe\u00c7It bie\tber \u00a3interljaiS ift grau, ein Rieden hinter bem D\u00a7re bunbelgrau,\nber \u00a9dptabel toie ber $u\u00a7 Bl\u00e4ffer als im $r\u00fc\u00a7linge. 3m 3ugenbbleibe iji bie Oberfeite br\u00e4unlicft D;e S\u00e4nge betr\u00e4gt 16, bie Vreite 36, bie ptigl\u00e4nge 12, bie \u00a9twan^l\u00e4nge 5 3oU.\nVerWanbte Arten ftnb bie Sfifdjernt\u00f6\u00f6e (Chroicocephalus ichthya\u00ebtus), ein Vogel oon ber @r\u00f6\u00a7e ber SDiantelm\u00f6oe mit fd;tx>ar\u00a7er, aud) am Aaden \u00efjerabreidjenber $ake, bie \u00a9djWargbopf = m\u00f6oe (Chr. melanocephalus), t!)r \u00e4plid) gef\u00e4rbt, aber b\u00e4um gr\u00f6\u00dfer als bie Sad)m\u00f6\u00fce, unb bie nieblidje 3wergnt\u00f60e (Chr. minutus), Weldie faft biefelbe F\u00e4rbung Ijat, aber bie bleinfte aller SJt\u00f6oen ift.","page":876},{"file":"p0877.txt","language":"de","ocr_de":"2 et rf) m B \u00bb e.\n877\nSitte $appenm\u00f6\u00bben Bewohnen gem\u00e4\u00dfigte S\u00e4nber itnb tommen nid)t ober bod) nur feiten in n\u00f6rbltdjen \u00a9egenben \u00bbor. $\u00a3>ie \u00a3ad)m\u00f6\u00bbe ift erft bieffeitS beS 60. \u00a9rabeS ber \u00a9reite p\u00e4u\u00dfg unb non liter an Bis gegen ben brei\u00dfig\u00dfen ^trt \u00a9rut\u00bboge\u00ef. SUS fold)er BeWopnt fte alle geeigneten \u00a9innengeW\u00e4ffer \u00a9uropaS, Sl\u00dfenS unb SlmeritaS in entfprecljenb gleicher \u00a3>\u00e4u\u00dfgteit. $r\u00fcl)er War fie an ben \u00a9een unb S^eic^en 3)eutfd)tanbS ein Wopl Betannter \u00a9ogel; gegenw\u00e4rtig ift fie burd) ben junepmenbeu SlnBau beS \u00a9obenS auS \u00bbieleu \u00a9egenben \u00bberbr\u00e4ngt Worben, Befugt biefelBen aBer nod) regelm\u00e4\u00dfig W\u00e4^renb ipreS 3ugeS. 2>n \u00a9\u00fcbeuropa \u00bberWeilt fte japrauS, japrein. llnfere \u00a9reiten \u00bberl\u00e4\u00dft \u00dfe im OftoBer unb \u00a9o\u00bbember, um ben \u00a9Muter in ben \u00a9titteimeeri\u00e4nbern guguBringen. \u00a9egen bie \u00a9iS; fcpmei^e feiert \u00dfe gur\u00fcd, in g\u00fcnftigen 3)df)ren Bereits im \u00a9t\u00e4rj, fonft in ben er\u00dfen \u00a3agen beS Steril. 3)ie \u00e4lteren \u00df>aare paben fd)on in ber \u00a9MnterI)erBergc il)re \u00a9l)e gefdljloffcn unb treffen gemeinfd)aftlid) am \u00a9rutplajse ein; bie j\u00fcngeren fd)einen \u00dfd) l)ier erft gu bereinigen, unb bie nocf) nid^t Brutf\u00e4ljigen fd)Weifen im Sanbe umtier. $DaS \u00a9teer Befud\u00df unb Bewohnt bie \u00a3ad)m\u00f6\u00bbe nur W\u00e4prenb beS \u00a9MnterS; benn feiten tommt eS \u00bbor, ba\u00df \u00dfe auf einer 3>nfel nap ber \u00ae\u00fc\u00dfe \u00dfd) BleiBenb nieberiaffen, b. p. Br\u00fcten. @\u00fc\u00dfe \u00a9eW\u00e4ffer, Welche \u00bbon Reibern umgeBen Werben, jtub ipre iieBften \u00a9\u00dfopn\u00dfpe; pier finbet \u00dfe SltteS, WaS \u00dfe gum SeBen Bebarf.\nSind; bie Sacpm\u00f6oe g\u00e4plt ju ben \u00dfp\u00f6neit \u00a9cpwimmo\u00f6geln, ^untai, Wenn \u00dfe ipren pocp^eitlfcpen \u00a9d)mud tr\u00e4gt. 3pre \u00a9etuegungen \u00dfnb im p\u00f6cpften \u00a9rabe anmutpig, geWanbt unb leidet. @ie gept vafdp unb anpaltenb, oft \u00dfunbettlang bent \u00a9fl\u00fcger foigenb ober \u00dfd) auf ben \u00a9Siefen ober Reibern mit $erbtpierfang Befd^\u00e4ftigenb, fcpwimmt p\u00f6cpft gierlid), wenn aucp nid)t gerabe rafd), ergebt \u00dfd) leidet \u00bbont \u00a9oben ober \u00bbom Staffer unb \u00dfiegt fanft, geWanbt, gleicpfam Bepaglid), jebettfattS opne \u00dfd^tlidpe Slnftrengung, unter ben mancpfaltig\u00dfen \u00a9d)Wentungen abWecpfelnb burd) bie \u00a3uft. Sind) ipr \u00a9Sefen i\u00df anfprecpenb. \u00a9tan mu\u00df \u00dfe einen \u00bborficptigen unb etwas mi\u00dftrauifcpen \u00a9ogel nennen; gleid)Wopl fiebeit \u00dfe \u00dfd) gern in unmittelbarer \u00a9\u00e4pe beS \u00a9ten\u00dfpeu an, \u00bbergeWiffert \u00dfcp \u00bbon beffen \u00a9e\u00dfttnungen unb ricptet barnad) ipr \u00a9enepmen ein. 2>n ben \u00a9t\u00e4bten ber \u00a9cpwei^ unb itt allen Drtfcpaften \u00a9\u00fcb; enrobas, Weld)e nap am \u00a9teere liegen, lernt man \u00dfe a\u00efs palben$auS\u00bbogel tennen: fie treibt \u00dfd) pier forgloS \u00bbor, ja unter ben \u00a9tenfcpen untrer, weil \u00dfe Wei\u00df, ba\u00df \u00a9ientanb ipr; \u00a9tWaS gu Seibe tput; aber fie nimmt jebe \u00a9ti\u00dfpanblung, Weide ipr gugef\u00fcgt Wirb, fepr \u00fcJBei unb \u00bbergi\u00dft eine ipr angetane UnBitt foleidpt nicpt wieber. \u00a9tit 2>pveSgleid)en lebt \u00dfe im Be\u00dfen \u00a9in\u00bbernepmen, obgleich and) Bei ipr \u00a9eib unb Habgier \u00bborperrfcpenbe 3\u00fcge beS \u00a9SefenS \u00dfnb; aber jebe einzelne beult genau Wie bie anbere, unb baS \u00a9pr\u00fccpWort, ba\u00df leine \u00dfr\u00e4pe ber anberen bie Singen auSpadt, Wirb aud) Bei ipr gur \u00a9\u00dfaprpeit. \u00a9tit anberen \u00a9\u00f6gein madpt \u00dfe \u00dfdj nid^t gern \u00a9tWaS gu fra\u00dfen, meibet ba^cr fo \u00bbiei als m\u00f6glich bereu \u00a9efettfdEjaft unb greift biejenigen, Weidje \u00dfd\u00a7 il\u00df n\u00e4hern, mit \u00bbereinten Kr\u00e4ften an, in ber SlB\u00dfd\u00df, \u00dfe gur\u00fcdgufdjeucfyen. \u00a9a, Wo \u00dfe mit anberen \u00a9t\u00f6oenarten eine unb biefelbe 3\u00bb\u00dfi Bewohnt, f\u00e4llt \u00dfe \u00fcber bie \u00a9erWanbten, weiche \u00dft\u00df i^rem \u00a9ebiete n\u00e4hern, fa\u00df grimmig ^er, Wirb aber audj) anbererfeitS in \u00e4l)niid)er S\u00dfeife empfangen, \u00a9aubo\u00f6gei, \u00a9aben unb \u00aer\u00e4l>en, \u00a9eiper, \u00a9t\u00e4rd;e, \u00a9nten unb anbere mtfdjulbige S\u00f6afferBeWopner gelten ipr ebenfalls als ^tnbe, namentli\u00dfi wenn \u00dfe fidp bem \u00a9rutorte naljen.\n\u00aeie \u00a9timme ift fo mi\u00dflautenb, ba\u00df ber \u00a9ame \u00a9eelr\u00e4pe burd) \u00dfe erll\u00e4riid^ Wirb, \u00a9in IreifcpenbeS ,,^ri\u00e4^\" ift berSodton; bie ltnterpaltungSlaute Hingen Wie \u201e^el\" ober \u201e\u00a9d\u00dfrr\"; ber SluSbrud ber 2\u00f6ut^ ift ein IreifdjenbeS \u201e^errededed\" ober ein peifereS \u201e\u00a9irr\", auf WeicpeS baS ,,\u00aeri\u00e4l)\" ju folgen p\u00dfegt.\n^erbtpiere unb Heine f5if\u00df)^en bilbett W.opi bie ^auptuapruug ber Sad)m\u00f6\u00bbe; eine \u00a9tauS jebod^ Wirb attd^ nid\u00df \u00bberfdpm\u00e4pt unb ein SlaS nid\u00df unber\u00fcd\u00dfdptigt gelaffen. SDie ^erbtpiere lie\u00df \u00dfe \u00bbom \u00a9oben ober Staffer auf, nimmt fie aud) Wopl \u00bbon \u00a9l\u00e4ttern ab unb f\u00e4ngt \u00dfe im $luge aus ber Skift; auf Reibern unb SBiefen Befcp\u00e4ftigt \u00dfe \u00dfd^ ftunbenlang mit iprer 3agb; bem Pfl\u00fcger folgt \u00dfe nad) Slrt ber \u00aer\u00e4l)en; Heine ^tfd^en erbeutet \u00dfe fto\u00dftaud)enb ober fdwimmenb, er\u00dfere SagbWeife BefonberS auf bem \u00a9teere, teuere auf f\u00fc\u00dfen \u00a9eW\u00e4ffern anWenbenb. \u00aeie jungen f\u00fcttert \u00dfe fa\u00df nur mit $erbtl)ieren vgro\u00df. Ungeachtet iprer \u00a9d)W\u00e4cl)e Wagt \u00dfe \u00dfd; an j\u00dfentlid) gro\u00dfe Spiere', Wenn fold^e","page":877},{"file":"p0878.txt","language":"de","ocr_de":"878\nSDic \u00a9cptotrmner. \u00a9eeflieger. St\u00f6oen. Saubnt\u00f6oen.\nguv Seute fid^ ipr barbieten, gerfleinert audj gefcpidt gr\u00f6\u00dfere gleifcpmaffen in munbgevecpte Sr \u00f6den. Dbfcpon ftc ^ftangenftoffe oerfcpmapt, geto\u00f6pnt fte ftc^ boc^ balb an Srot unb frifjt c\u00ea mit ber 3eit ungemein gern. 3pre 3agb betreibt fte ioaprenb be\u00ea gangen \u00efage\u00e9, ba [ie abtoecpfelnb mpt, abtoecpfelnb lieber umperfdjto\u00e4rmt. Son einem Sinnengeto\u00e4ffer au\u00ea fliegt fte auf gelb unb SMefen pinau\u00e9, fudjt ftcp pier ben Stagen oollguf\u00fclfen, feprt bann gum S\u00dfaffer gur\u00fcd, um pter gu trin!en unb fiep gu haben, oerbaut to\u00e4prenbbem unb beginnt einen neuen Sagbgug. Seim SS unb Bufliegen pflegt fxe beftimmte \u00a9trafjen eingupalten, aber balb biefe, balb jene \u00a9egenb gu befmpen.\n\u00a9nbe Spri\u00ef\u00ea beginnt ba\u00e9 Srutgefcpaft. die Snftebler paben ftcp nacp oielem 3anlen unb Slawen \u00fcber bie Siftpl\u00e4pe geeinigt. Siemal\u00e9 br\u00fctet bie Sacpm\u00f6oe eingetn, feiten in fleinen \u00a9efell' f\u00fcnften, geto\u00f6pnlicp in fepr bebeutenben \u00a9cparen, in folgen oon \u00a3unberten unb daufcnben, toelcpe ftd> auf einem fleinen Saume m\u00f6glicpft bic^t gufammenbr\u00e4ngen. die Sief er fiepen auf f lernen, oon ftacpem S\u00f6affer ober Storaft umgebenen \u00a9cpilf; oberSinfenb\u00fcfcpeln, alten Soprftoppeln Oberl\u00e4ufen gufammeugetriebenen S\u00f4pricpt\u00e9, unter Umft\u00e4nben aucp im \u00a9umpfe gtoifcpen bem \u00a9rafe, felbfioer; ft\u00e4nblicp nur auf fcptoer gug\u00e4nglicpen \u00a9teilen. durcp Sieberbr\u00fcden eingeiner \u00a9cpilf; unb \u00a9raS b\u00fcfcpel toirb ber Satt begonnen, burcp iperbeifcpaffen oon \u00a9cpilf, Sopr, \u00a9trop unb bergleid^en Leiter gef\u00fcprt, mit einer Su\u00e9fleibung ber Siulbe beenbet. Snfang\u00e9 Stai entp\u00e4lt jebe\u00ea Seft feine \u00a9ier, oier bi\u00e9 f\u00fcnf an ber 3apl; fie finb oerp\u00e4ltnifmt\u00e4fig grofj unb auf bteicp\u00f6lgr\u00fcnem \u00a9runbe mit r\u00f6tplicp; afcpgrauen, bunfeibraungrauen unb \u00e4pnlicpfarbigen Rieden, t\u00fcpfeln unb S\u00e4nften begegnet, \u00e4nbern aber in \u00a9eftalt, g\u00e4rbuttg unb Bettung mampfacp ab. Seibe \u00a9efcplecpter br\u00fcten abtoecpfelnb, anpaltenb jebocp nur be\u00a7 Sacpt\u00e9; bentt in ben S\u00eeittag\u00eaftunben patten fte bie \u00a9onnentov\u00e4rme f\u00fcr gen\u00fcgenb. Sacp acptgepnt\u00e4giger Sebr\u00fctung entfcpl\u00fcpfen bie jungen; brei bis oier S\u00dfocpen fp\u00e4ter ftnb fte fl\u00fcgge geworben. da, too bie Sefter oom Skffer umgeben ioerben, oerlaffen fte ba\u00e9 Seft in ben erften Stagen ipre\u00ea Seben\u00e9 ni(pt, auf \u00abeinen Bnfeln pingegen rennen fie gern au\u00e9 bemfelben perau\u00ea unb bann munter auf bent feften Sattbe umper; menu fte eine SSocpe alt geworben ftnb, toagen fte ftcp aucp toopl fd)on in\u00e9 Staffer; in ber gtoeiten S\u00dfocpe beginnen fte bereite umperguflattern, in ber britten geigen fte ftcp giemlicp felbfi\u00e4ttbig. die \u00a9Item ftnb im p\u00f6cpften \u00a9rabe beforgt um fie unb fcnttern fortto\u00e4prenb \u00a9efapr. Seber Sauboogel, ioelcper oon fern ftcp geigt, jebe \u00c4r\u00e4pe, jeber Seiper erregt bie Snftebler; ein ungepeuere\u00e9 \u00a9efcprei erpebt ftcp; felbfi bie br\u00fctenben oertaffen bie \u00a9ier, eine bicpte S\u00f6olfe fcptoarmt empor, unb Slle\u00e9 ft\u00fcrgt auf ben geinb lo\u00ea unb ioenbet alle Stittel an, ipn gu oerfagen. Suf ben \u00a3unb ober ben guip\u00e9 ftofcen fte mit S\u00dfutp perab; einen ftcp napenben Stenfcpen umfcpto\u00e4rmen fie in engen Greifen. dabei fipreien fte fooiel fte tonnen, unb e\u00ea gep\u00f6rt toaprpaftig ein getoiffer Stutp bagu, ba\u00ea Septere au\u00e9gupalten. Slit toaprer greube oerfolgen fie denjenigen, meliper ftcp gur\u00fcdgiept. \u00a9rft nadp unb nacp tritt eine getoiffe Supe unb oerp\u00e4ltnifmafige \u00a9ti\u00fce Ooieber ein.\n3m Sorben SDeutfcplanb\u00ea ift e3 \u00fcblicp, an einem geloiffen Stage gegen bie parntlofen Sadpm\u00f6oen gu gelbe gu giepen unb einen Sernicptung\u00eatrieg gegen fte gu er\u00f6ffnen, \u00efoelcper \u00a3unberten ba\u00ea Seben foftet, gl\u00fcdlicpertoeife aber au^ einem unb bem anberen ber dpeilnepmer einen \u00a9cprotfcpufj mit ein^ bringt, da\u00ea nuptofe Slutoergiepen, \u00efoelcpe\u00ea unter bem Samen \u201eSS\u00f6oenfcpiefjen\" at\u00e9 Sol\u00ef\u00e9feft gefeiert toirb, erinnert an bie Soppeit ber \u00a9\u00fcbeurop\u00e4er unb l\u00e4pt ftbp in feiner S\u00dfeife entfcpulbigen. die Sacpm\u00f6oen gep\u00f6ren nidpt, toie man fr\u00fcper pier unb ba toopl glaubte, gu ben fcp\u00e4bticpen, fonbern gu ben n\u00fcplicpen S\u00f6geln, toelcpe folange fte leben unferen gelbem nurSortpeil bringen, die Wenigen gifcpcpen, toelcpe fte ftcp fangen, tommen ber gaptlofen Stenge oon ^erbtpieren gegen\u00fcber, toelcpe fte oertilgen, gar nicpt in Setracpt; man follte fte alfo fcponen, aucp toenn man ftcp nicpt gu ber SHnfd)auuttg erpeben tarnt, bafj fte eine toapre Bierbe unferer opnepin armen \u00a9eto\u00e4ffer bilben.\n\u00a9efangene Sacpm\u00f6oen finb allerliebft, namentlicp toenn man jung au\u00e9 bem Sefte gep\u00f6bene in feine Sftege nimmt, diefe oerlangen atlerbing\u00ea gu iprer Unterpaltung gleifcp; unb gifcpfoft, geto\u00f6pnen ftcp aber nebenbei aucp an Srot, fo bap ipre Unterpaltung in S\u00dfirtlicpfeit nicpt oiel foftet.","page":878},{"file":"p0879.txt","language":"de","ocr_de":"Sadjinobe.\n879\nSefdh\u00e4ftigt man ftd^> eingehenb mit ihnen, fo Serben fie halb aufjerorbentlidh g\u00e4hnt, laufen bem Pfleger Wie ein ^>unb auf bem gu\u00a7e nach, begr\u00fcben ihn freubig, Wenn er f\u00ab^ geigt, unb folgen ihm fp\u00e4ter fCiegenb burd) bag \u00a9eij\u00f6ft unb ben \u00a9arten, and) wohl big in bag $e\u00efb hinaug. Sig gegen ben \u00a9pats bevbft hin ber\u00efaffen fo\u00efd^e \u00a9efangene ben 20ohnplap, We\u00efdjen man ihnen angeWiefen, nicht. \u00a9te entfernen fid) Wol)l geitWeilig unb treiben ftd) aud) meilenweit in ber Umgegenb umher, feeren aber immer Wieber red^tgeitig gur\u00fcd, namentlich Wenn man fie an eine beftimmte ^\u00fctterunggftunbe geh\u00f6hnte, $inben fte unterWegg Slrtgenoffen, fo berfud)en fie biefe mitgubringen unb Wiffen in ber Siegel beren SDtiftrauen fo bollft\u00e4nbig gu befeitigen, ba\u00a7 bie Sffiilblinge fd)einbar alle \u00a9d)eu bor bem SDienfd^en ablegen unb [ich Wenigfteng eine \u00e4eitlang in bem \u00a9eljege ihrer gel\u00e4hmten \u00a9d)Weftern auf; halten; ungeft\u00f6rt lehren fie bann gern Wieber gur\u00fcd unb fd)lie\u00a7lid) fann man, Oanf feinen Pfleglingen, tagt\u00e4glich fo Oiele Sefud)er erhalten, ba\u00a7 befonbere Sorfehrmtgen n\u00f6thig Serben, fie auch entfpredjenb gu bewirken.\n* *\n*\n\u00a9eftalt unb F\u00e4rbung ber Staubm\u00f6ben (Lestres) beredhtigen ung, fie a\u00efg befonbere f\u00c7amilie aufgufaffeu. SDie Wenigen Slrten berfeiben, Welche man lennt, \u00e4hneln ben SDt\u00f6ben, unterfcheiben ftd) aber burch bie Silbung beg \u00a9d)nabelg unb ber S\u00fcfje, burd) bie eigenth\u00fcmlidhe F\u00e4rbung beg \u00a9efteberg unb bie fehr berfcpiebene \u00a3ebengWeife. \u00a3)er Seih ifi Ir\u00e4ftig, ber .!palg furg, ber \u00aeopf Hein, ber hinten mit einer 2\u00f6ad)ghciut belleibete \u00a9dhnabel berh\u00e4ltnifjm\u00e4fjig lurg, aber ftarf, bid, blog torn feit\u00efid) gufammengebr\u00fcdt, auf ber Oberfirfte ftarihcdig \u00fcbergew\u00f6lbt, an ber unteren \u00c6innlabe edig augge; bogen, ber $ufj, beffen berh\u00e4ltnifjm\u00e4fjig furge gehen bur* \u00bbode \u00a9d)Wimmh\u00e4ute Oerbunben unb mit ftarfgefr\u00fcmmten, ffoi^ett, fcharfranbigen St\u00e4geln bewehrt ftnb, mittefljoch, bev f^l\u00fcgel gro\u00a7, lang, fdhmal unb fpt^tg, unter ben $anbfd)Wingen bie erfie bie l\u00e4ngfie, ber aug gW\u00f6lf Gebern beftehenbe \u00a9d)Wang mittellang, mit oerl\u00e4ngerten SDtittelfebern, bag \u00a9efteber reich unb bid)t, auf ber Unterfeite ' pelgartig, feine borherrfdjenbe F\u00e4rbung ein b\u00fcftereg Sraun, Weld)eg bei ben Sllten fetten, bei ben jungen \u00f6fterer Iid)tere F\u00e4rbung geigt.\n\u00aeer \u00a9dh\u00e4bel ift breit unb fr\u00e4ftig; bie \u00a9chl\u00e4fenfortf\u00e4^e geidjnen ftch aug burch ihre \u00a9t\u00e4rfe; bie S\u00dfirbelf\u00e4ule befteht aug breigehn \u00a3>alg;, acht St\u00fcdett;, gW\u00f6lf \u00aereugbein; unb fteben \u00a9d)WangWirbeln ; bag Sruftbein ift in ber \u00dcTtitte unb hinten berh\u00e4ltnifjm\u00e4fjig fdhmal, geigt nur einen ^ortfap unb eine Sucht. 5)ie gunge ift fdhmal, oorn langettf\u00f6rmig, ber \u00a9dhtunb mittelweit unb faltig, ber SDr\u00fcfen; magen bon ihm \u00e4u\u00dferlich nicht abgefe^t, ber SJtugfelmagen berb unb heutig tc.\nOie Staubm\u00f6ben ftnb borguggWeife im n\u00f6rblidhen falten \u00a9\u00fcrtel ber \u00a9rbe heimifd), leben nteift auf offenen SDteeren, w\u00e4prenb ber ^ortpflangungggeit bie Sl\u00e4he ber Unfein unb l\u00fcften fudhenb. \u00a9etegentlidh Wenben fte ftd) nach \u00a9\u00fcben unb unter Umft\u00e4nbett geigen fte ftch inneren beg Sinnen; lanbe\u00ea. \u00a9ie geh\u00f6ren gu ben beWegunggf\u00e4ljigften \u00a9liebem ihrer gunft, gehen mit Wagered)t getragenem Seibe rafd) unb gefdudt, eingelne Slrten faft ebenfo gewanbt Wie \u00a9telgb\u00f6gel, fdhwimmen gut, fliegen aber mehr alg fte fdhwimmen, gehen ober ftehen, unb gWar in einer bon allen \u00fcbrigen \u00a9eefliegern berfdjiebenen S\u00dfeife, f\u00fcljne, mand)fach abWedjfelnbe, oft Wunberlid)e \u00a9chWenlungen augf\u00fcljrenb ober, fo gu fagen, Ij\u00fcpfenb ftch beWegenb. 3hre stimme ift ein unangenehme^ \u00a9efr\u00e4chg, bie ber 3*ngen ein leife\u00a7 piepen. 2ln \u00a9innegfdh\u00e4rfe \u00fcbertreffen fte bie Sertoanbten in eben bemfelben \u00a9rabe, tbie fte ihnen an SJtuth unb K\u00fchnheit borau\u00eaftehen. \u00a9ie ftttb gelbifferma^en SJtittelglieber glbifdhen ben Staub; b\u00f6geln unb ben SER\u00f6ben; benn ibie jene greifen fte alle ^ere att/ Welche fte bew\u00e4ltigen f\u00f6nnett, unb Wie bie \u00a9dhntaroper unter ben St\u00e4ubern peinigen fte anbere S\u00f6gel folattge, big fie ihnen bie gemachte Seute guWerfen. fr\u00fcher nahm man an, ba\u00a7 fte ftdh blog alg \u00a9dhntaroher gu ern\u00e4hren W\u00fc\u00dften unb gu felbft\u00e4nbiger Sngb unf\u00e4hig W\u00e4ren; bie neueren Seobacptungen hnben biefe SDteinung Wiberlegt. SlEerbingg geh\u00f6ren bie Staubm\u00f6ben nicpt gu ben befferen \u00a9tofjtauchern unb f\u00f6nnen nur bann ^ifdhe erbeuten, Wenn leptere bicht unter ber Oberfl\u00e4che beg 3\u00f6afferg ba^in fchwimmen : aber","page":879},{"file":"p0880.txt","language":"de","ocr_de":"880\n\u00a9ie \u00a9djnnmnter. SeefUeger. 9ftaubnt\u00f6oen.\nfie rauben ebenfo gern foie anbere Stof tauter, ttjcnn ft tuen \u00a9etegenheit bagu bietet unb feine\u00ea. tteg\u00ea blo\u00ea gift** fonbern aut V\u00f6gel, beren \u00a9ter unb \u00efteine (S\u00e4ugetiere, ober anbererfeit\u00ea toirfce\u00eflofe \u00dcReert^iere; fte foagen ft felbj\u00ef an junge S\u00e4mmer unb haden tuen bie Slugen unb ba\u00ea \u00a9elfim au\u00ea, furg oerftlmgen a\u00ef\u00efe\u00ea fur fte \u00a9eniefbare unb gehen lebenbe foie tobte Spiere an. \u00a9efo\u00f6hnlid) frei\u00eftd) taffen fie anbere Sto\u00dftaud)er f\u00fcr ft arbeiten. Sie beobatten bie St\u00f6oeu, See. fttoalben, \u00a9\u00f6lpel unb \u00e4^nlid^e Seeo\u00f6gel bei ihrer 3agb, eilen, foenn e\u00ea jenen gelang, Veutegu machen, gerbet unb gfoiden unb plagen ben \u00a9l\u00fccElid^en fo lange, big er tuen angfterf\u00fcdt bie bereite oerftlungene Saljrung foieber \u00fcorfo\u00fcrgt unb au\u00eafpeit, foorauf fte mit unfehlbarer @id)ert)eit ben SBiffen auffangen, beoor er, faUenb, not ^en \u00a9afferf^iegel erreid)t hat. \u00a3)iefe unoerftamte Bettelei matt fte alten \u00fcbrigen R\u00e4ubern be\u00ea Sfteere\u00ea \u00e4u\u00dferft oerhaft, ihre r\u00fcdftt\u00eafofe Sftaubfutt ben See. oogeln insgemein im hohen \u00a9rabe gef\u00fcrttet. \u00aeein SeeOoget br\u00fctet in ihrer SR\u00e4he, feiner oerfoeilt auf bent Sinnenfee, auf foeld)em fte ft au\u00earuhen; jeber btidt fteu trat ihnen hin, foenn fte ihre fRunbe rnaten; bie mutigeren greifen fe an, foo fe fit ften taffen; bie furdffameren ft\u00fctten \u00e4ngftit oor ihnen, unb biejenigen, foette eg im Stanbe fnb, futen ft *>urt bauten gu retten. 9Rur bie Heineren Slrtcn ber gamilie foerben minber gef\u00fcrttet unb tyx Sifplah nitt fo \u00e4ngftit gemieben, obgteit fe an Stuth unb f^ret^eit ihren Verfoanbten faum natfehen.\nS\u00df\u00e4hrenb ber ftortpfangung\u00eagett fdjaren ft eint bie SRaubm\u00f6oen auf beftimmten St\u00e4ben gu fleinen \u00a9efeUftaft'en, um gemeinftafttit &u fa\u00dften. Bur Anlage tre\u00ea Sefte\u00ea fo\u00e4hten fte ft gr\u00f6\u00dfere Unfein unb auf tuen ebene Streden au\u00ea, einige Strten folte unten am Straube, anbere fette, foette h\u00f6her oben im \u00a9ebirge liegen. \u00a3ier ftarren ober bitten fte ft eine runbtite Vertiefung int Sanbe unb beg\u00fcglit gfoifteu ben Vfangen, belegen ba\u00ea einfate Seft mit gfoei big brei (Stern unb br\u00fcten biefe, Staunten unb Seihten abfoetfetnb, mit gro\u00dfter Eingebung au\u00ea, oertheibigen and) bie Vrut muthig gegen jeben \u00a7einb, foetter ft naht. $>ie jungen foerben anf\u00e4nglit mit halb oerbauteu gteiftbiffen, fester mit herberer ftleifddof ge\u00e4gt, bleiben, ungeft\u00f6rt, mehrere Stage im Sefte, oer\u00efafen biefe\u00ea jp\u00e4ter unb laufen nun nad) Hrt junger Stranbo\u00f6get behenb auf bem Soben umher, bei \u00a9efatf gfoifteu Steinen unb Unebenheiten ft oerbergenb. Satbem fe flugf\u00e4hig gefoorben, ftfoarmen fte not einige Beit lang auf bem fteftlanbe umher, foerben to\u00e4ljrenbbcm oou ihren \u00a9Item in ihrem \u00a9efoerbe unterrittet unb fliegen enbtid) mit biefen auf ba\u00ea hohe S\u00eeeer hinau\u00ea. Bm gfoeiten Sommer tre\u00ea Seben\u00ea fnb fe fortpfangung\u00eaf\u00e2hig.\n\u00a9ie SRorbt\u00e4nber futen aut bie \u00a9ier ber SRaubm\u00f6oen auf, um fte gu oerfpeifen, foiffen aber fonft feinen Su|en oou biefen V\u00f6geln gu giehen, fonbern betratten fie mit 9\u00dfett a\u00ef\u00ea ft\u00e4btite Vhieve unb oerfolgen fte mit alten ihnen gu \u00a9ebote fiehenben Stittetn. SDie $agb hat feine Stfoierigfeit, foeil bie SRaubm\u00f6\u00fcen ft burt jebe galle ober jeben \u00c4\u00f6ber herbeitoden taffen ober oor ben Stenften ebenfofoentg %ux$t geigen al\u00ea oor anberen Spieren.\n\u00aeie S\u00efua (Lestris catarractes), foohl bie ouggegeitnetfe 2trt ber gamilie, \u00fcbertrift ben f\u00f6olfraben an \u00a9r\u00f6\u00dfe: ihre S\u00e4nge betr\u00e4gt 22, ihre Vreite 54, bie ^ittigt\u00e4nge 16 U, bie Stfoangt\u00e4uge 6Va 3o\u00ef\u00ef. SDa\u00ea \u00a9efeber ift auf graubraunem, unten toteren \u00a9runbe r\u00f6thtit unb Wa\u00dfgrau lang\u00e9 gefreift, ein Rieden an ber Surgel ber bunfleren Stfoingen foei\u00df, ba\u00ea Stuge rotbraun, ber Sd;nabet an ber b\u00fcrget bleigrau, an ber Spifce ft^arg, ber gu\u00df ftfoarggrau. \u00a9ie jungen V\u00f6gel unter, fteiben ft uid)t in ber g\u00e4rbung.\n9I\u00ef\u00ea bie Heimat ber Sfua foirb ber gfoifteu bem 60. unb 70. \u00a9rabe n\u00f6rbliter Vreite tiegenbe \u00a9\u00fcrtel angefehen; bot hat man fie aut in ben Steeren be\u00ea f\u00fcbtiten gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrte\u00ef\u00ea beobattet. 3n \u00a9uropa befoohnt fe bie gar\u00f6er, bie Shetlanb\u00eainfeln, Orfabeu, \u00a3ebriben unb B\u00ealanb, oonhier. au\u00ea im Sinter big an bie englifche, beutfte, hoUcinbifte unb frang\u00f6ffte \u00c4\u00fcjie herabftreitenb. \u00aeie","page":880},{"file":"p0881.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9 Fil a\n881\ngr\u00f6\u00dfere SD\u00cee^al^\u00ef oerWeilt jebod) auclj W\u00e4ljrenb ber Falten 3o$re$geit im Sorbett, ba, Wo bag 2J\u00eeeer offen bleibt, ftdfj SRaljtuttg fuetjenb.\nj\u00dfon ben gro\u00dfen SJt\u00f6oen unterfdjeibet fiel) bie \u00a9fua buvd) bie 9Jtand;faltigfeit, 23el)enbigfeit unb \u00a9ewanbtljeit %er ^Bewegungen. @ie l\u00e4uft rafdj), fdjWimmt sierlid) unb anljaltenb mit tief einge; fenFter \u00a9ruft, ergebt fi<b leidet oom \u00a9taffer ober Dom feften 2anbe unb fliegt nadj 2lrt gro\u00dfer SK\u00f6oen, aber nicld fo gleichm\u00e4\u00dfig ba\u00efjin, \u00fcberrafdEjt oielmeljr burd) iljre flirten unb unerwarteten S\u00dfenbungen, Weld;e an bie $lugbeWegung ber Staubo\u00f6gel erinnern. guWeilen fdjwebt fte oljne $l\u00fcgelfddag, SuWeilen jagt fie in febiefer Stiftung oon oben nad) unten mit reifenber \u00a9djnelligfeit burd) bie 8uft. 3$re \u00a9timme ift ein tiefeg \u201e2ld>, ad)\" ober ein rau^eg \u201e3ia\"; beim Angriff auf einen $einb ft\u00f6\u00dft fte\n5Die @Iua (Lestris catarractes).\nein tiefe\u00ea ,,\u00a3oI)\" aug. Sin \u00fcftut\u00c7, Raubgier, Steib unb Ungefedigfeit \u00fcberbietet fte gWar nicht Ujre $amilienOerWanbten, Wol)t aber alle \u00fcbrigen \u00a9eeflieger, fo fe^r aud) bie genannten (Sigenfc^aften auggebitbet fein m\u00f6gen, \u00a9ie ift ber gef\u00fcrd)tetfte \u00a9ogel beg SOtcereg, lebt mit feinem anberen im freunbfd)aftlid)en \u00a9erpltnifr Wirb allgemein gefa\u00dft unb nur oon ben mutljigften angegriffen. 2\u00dfeld;en (Sinbrud i\u00a7re \u00c2\u00fc\u00c7n\u00c7eit auf bie anberen \u00a9\u00d6gel mad)t, gel;t am beften baraug l)eroor, bafj il;r felbft bie gr\u00f6\u00dften unb ft\u00e4rfften \u00a9eeflieger, Weld;e il)r an \u00c4raft Weit \u00fcberlegen stt fein fdjeinen, cingftlid) aug; Weiten. 2Jtit ihrer 3tegfamfeit fielet ein beft\u00e4nbiger \u00a3ei\u00a7f)ungcr int (Sinflange: folange fte fliegt, fo* lange liegt fte and; ihrer $agb ob. \u00a9iel)t fte feinen anberen SSogel in ber SR\u00e4jjc, fo l\u00e4\u00dft fte fid; herbei, felbft su jagen, ft\u00f6\u00dft auf ftifd&e l;erab, l\u00e4uft am \u00a9tranbe I)in unb fu<$t \u00a3)ag gufammen, Wag bie glut!)\nSre\u00c7m, \u00eftjier\u00efefcen. TV.\tgg","page":881},{"file":"p0882.txt","language":"de","ocr_de":"882\n\u00a9te \u00aedjn>intmer. \u00a9eefUeger.r Staubm\u00f6oen.\naug\u00bbarf, ober lieft am Sanbe SMrmer unb \u00dferbthiere auf; fo\u00bbie fie aber anbete ffetf^freffenbe (geeo\u00f6gel oon \u00bbeitern er&Iidt, eilt fie auf biefe su, beobachtet fie, \u00bbartet, big fie \u00a9eute gemalt haben, ftiirst ftd) herbei unb greift fie nun, \u00bbie ein gefieberter R\u00e4uber fein fliegenbeg S\u00f6ilb, mit ebeufo oiel \u00dfraft unb \u00a9e\u00bbanbtheit aI8 Sttuth unb Frechheit au, big fte bie eben erbeutete Nahrung oon ftd) freien, \u00a9ar nidjt fetten bem\u00e4d)tigt fte ftd) auch beg \u00a9ogelg fetbft. \u00a9raba fat), ba\u00df fie mit einem einzigen \u00a9to\u00a7e einem ^(H>ageitau(herben\u00ae(hSbelgerfchmetterte, anbere \u00abBeobachter, ba\u00df fie SOt\u00f6oen unb Summen ab\u00bb\u00fcrgte, bie tobt \u00a3crabft\u00fcrsenben gerri\u00a7 unb ft\u00fcd\u00bbeife oerfd)tang. Sobte ober traute 23\u00f6get, \u00bbeldje auf bem \u00a9teere treiben, \u00bberben ihr unfehlbar sur \u00a9eute, \u00bb\u00e2\u00efjrenb fie gefunbe aug bem einfachen \u00a9runbe unbehelligt l\u00e4\u00dft, \u00bbeit biefe bei ihrem \u00a9rfcheinen fuh fefort burch Untertanen su retten fuchen. Stuf ben \u00a9ogelbergen pl\u00fcnbert fte bie Hefter ber bort br\u00fctenben \u00a9\u00f6get in ber r\u00fcdfid)tg; tofeften \u00a9Seife aug, inbent fte \u00a9ier unb Sua\u00f6e \u00bbeg= unb ihrer \u00a9rut s\u00abf<hteppt. \u201e\u00a9in altgemeine\u00eb Slngftgefdjrei\", fagt Naumann, \u201eert\u00f6nt aug taufenb Wehten sugTetch, \u00bbeun ftd) biefer t\u00fc^ne St\u00e4uber einem fotzen D^iftpta^e n\u00e4hert; jeboch \u00bbagt eg teiuer ber \u00a9e\u00e4ngftigten, feinem b\u00f6fen Vorhaben ernfttich fuh *u toiberfefceu. \u00a9r padt bag erfte befte Sunge, unb biefeg \u00bbinbet ftd) int @d)nabet beg ^orteitenben, \u00bb\u00e4hrenb bie ungl\u00fcdlid)e Butter fchreienb, aber ohne \u00bbeiteren erfolg, t$m em \u00a9tud nachftiegt. \u00a9obalb er fuh ungefi\u00f6rt fte^t, l\u00e4\u00dft er ft<h auf bag Staffer herab, tobtet bte \u00a9eute unb oerfcplingt fte, fliegt bann fernen Sungen s\u00ab unb \u00bb\u00fcrgt fte biefen oor.\" \u00a9o \u00bbtr\u00eefc bte \u00a9tua sur \u00a9eife\u00ef aller \u00a9ergo\u00f6get. S^rc Stn^riffe hat man fte ftetg nur mit bem \u00a9dntabel augf\u00f6^ren fehen; boc^ m\u00f6gen aud) bte fdEjarfen Tratten su\u00bbeilen mit bern\u00e2t \u00bberben. Scad; einer reid)ltdjen SOtahtsett \u00bbtrb fte tr\u00e4ge, fud)t ftd) bann eine ruhige \u00a9teile unb fefet ftch auf biefer mit aufgebl\u00e4htem \u00a9efieber nteber, big ber batb \u00bbteberfehrenbe junger su neuem Slugfluge mahnt.\nglitte SOlai\u2019g begeben ftch bie \u00a9aare nach ben \u00a9rutpl\u00e4fcen auf ben \u00a9ergebenen ober nad) ben mit \u00a9rag unb \u00a9log bebedten Slbh\u00e4ttgen ber \u00a9ergr\u00fcden, fertigen ftd) fytx int \u00a9rafe ober SJtofe burd) B\u00e4uftgeg \u00dferumbrehen ihreg \u00df\u00f6rperg ein rttnbeg \u00a9eft unb belegen baffetbe in ben elften Sagen beg 3uni mit s\u00bbei fchmnstg\u00f6lgr\u00fcnen, braun gefledten \u00a9tent, \u00a9in \u00a9rutpla\u00df, \u00bbeld;en @r ab a Befugte, \u00bburbe oon ungef\u00e4hr fttnfsig paaren beo\u00f6ffert. \u00dfein anberer \u00a9oget niftet in unmittelbarer \u00a9aje ber \u00a9!ua; benn jeher f\u00fcrchtet bie gef\u00e4hrliche \u00a9ad)barfd)aft. \u00a9t\u00e4nnd)eu unb 3Beibd;en br\u00fcten ab\u00bbed)felnb ungef\u00e4hr oier \u00a9Bodden lang; Slnfangg Suli finbet man in ben meiften Heftern bie in ein braungraueg gtaumen\u00efleib geh\u00fcllten jungen. \u00a9aht ftch ein \u00a9tenfd), fo oertaffen biefe bag \u00a9eft in m\u00f6gltd}fter \u00a9ile, humpeln, taufen unb rennen \u00fcber bem \u00a9oben bapin unb oerbergett ftd) bann in ber angegebenen SBeife. \u00a3>ie Sitten erheben ftd) bei Slnlunft beg ^einbeg fofort in bie Suft, freien f\u00fcrchterlich unb fl\u00f6\u00dfen mit unoergtei<hlid)er K\u00fchnheit auf ben \u00a9egtter herab, \u00a9teuren ebeufo\u00bbenig f\u00e4euenb \u00bbie fiunbe. \u00a9rfteren bringen fte oft berbe \u00a9t\u00f6\u00dfe auf ben $opf bei: bie Springer hatten, laut \u00a9raba, ut\u00bbeilen ein \u00a9teffer \u00fcber bie \u00a9t\u00fc\u00dfe, auf \u00bbeluent fid) bie herabfto\u00dfenben Sitten fpie\u00dfen. 3e udper mau bem \u00a9efle \u00efommt, um fo bitter umgreifen bte Sitten ben un\u00bbiHfommenen \u00a9efud)er unb [turnen iutefet in fchr\u00e4ger Sinie auf ihn hernicber, foba\u00df man ftd) un\u00bbillf\u00fcrlid) b\u00fcdt, um nicht ein Sortit ben \u00aeopf su erhalten, \u00a9ie Sangen \u00bberben anf\u00e4nglich mit \u00a9Seichteren, SB\u00fcrmern, \u00a9tern unb bergt, aug bem tropfe ge\u00e4St unb erhalten fp\u00e4ter f\u00ef\u00efeifdh* uub gebroden, junge \u00a9\u00f6gel \u00bb. oorgelegt, freffen and), \u00bbenn fte bereitg einigerma\u00dfen fetbft\u00e4nbig ge\u00bborben, gern oon ben oerfd)tebenen \u00d6eeren, \u00bbeldte in ber \u00a9\u00e4he ihreg \u00a9efteg \u00bbad)fen. \u00a9nbe Sluguftg haben fte ihre ooUe \u00a9r\u00f6\u00dfe erreicht, fch\u00bb\u00e4rmen nun noch einige Seit lang umher unb fliegen um bie \u00a9litte beg \u00a9eptemberg nad) bem hohen S. teere\nhinaug.\t-\tf\t,\n\u00a9efattgene \u00a9fuag \u00bberben fetten in unferett Shterfammlungen gefepen. ^)d) erhtelt eut \u00a9aat\n3uttfle but\u00ab SBctmittelung banifficr gveunbe unb Jatte \u00a9elegenjeit, Tie einige Seit tag ju beobacjten. Sie unter[(Jeiben fid) non ben 3Ji\u00f6t'cn taum burd) etwa\u00bb gr\u00f6\u00dfere \u00aeiev unb grejifudjt, jeigten^fi i onberen SSBgetn gegen\u00fcber fejr friebtiej, auej hrajau\u00ebi nidjt ueibifcj, toie \\S) WoJ\u00cf ertoavtet Jatte, (cjienen fnj \u00fcberjaupt nur mit fi<J fetbft gu Befcj\u00e4ftigen. SJren SfJftegev tannten fte bereit\u00ab natj Wenigen Sagen genau unb berfejlten ni^t, ijn jn begr\u00fcben, Wenn er ftd) geigte. \u00aete Saute, Weldie","page":882},{"file":"p0883.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9fuct. \u00a9chntarobervaubnt\u00f6be.\t883\nfte prcn liefen, Waren unberh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fc^WadC;; fte beftanben tt\u00e4mlidj nur in einem reifen pfeifen.\n\u00aeie \u00a9 djmaro erraub nt \u00f6 t> e (Lestris-Stercorarius- parasitica) ift betr\u00e4chtlich f feiner unb fd)lanler gebaut als bie \u00a9Hta, auch bttrdj bie bebeutenb \u00fcber bie anberen berl\u00e4ngerten, gugefpihten mittleren \u00a9dhmangfebern auSgegeichnet unb bon \u00c7arbe entmeber gleichm\u00e4\u00dfig ru\u00dfbraun, einen meinen ober gelblichwei\u00dfen \u00a9timfleden unb bie ebenfo gef\u00e4rbte $et)le ausgenommen, ober auf ber Oberfeite ru\u00dfbraun, an ber \u00aeehle gitblid), auf ber Unterfeite grauwei\u00df, am tropfe grau, ohne ba\u00df hiuftdjtlidj biefer betriebenen F\u00e4rbung Sitter ober \u00a9efdjtecht in $rage fommen. OaS Sluge ift braun, ber \u00a9d)nabel fchWarg, bie \u00a9SadhSljaut bunfetbleigrau, ber $u\u00df btaufchmarg. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 18 bis 19, bie \u00a9reite 39 bis 42, bie gittigl\u00e4nge 12, bie \u00a9djmangl\u00e4nge 7 3oK.\n\u00a9omeit nufere \u00a9eobad)tungen reid;en, biirfen mir bie \u00a9dhmaro^erraubmobe als bie gemeinfte Strt ihrer Familie erkl\u00e4ren. Stud) fie bemoljnt ben korben beiber \u00a9Selten, bon \u00a9pifebergen unb \u00a9r\u00f6nlanb an bis gum mittleren SRormegen herab, ift hier auf ^Stanb, ben F\u00e4rbern, ben im korben \u00a9d)otts lanbS Iiegenben*3nfeln ober auf Sabrabor, in SReufunblanb, ebenfo im \u00a9e^ingS; unb OdjotSHfchen \u00a9\u00eeeere gemein, unb ftreid)t im hinter regelm\u00e4\u00dfig nad) ber f\u00fcblichftcn ft\u00fcfte ber Storbfee herab, berirrt lidj and) ins \u00a9inttenlanb. SOtit 3luSnat)me ber \u00a9rutgeit lebt fte nur auf bent \u00a9leere unb feineSmegS immer in ber Su\u00eflje bon Unfein unb \u00a9dj\u00e4ren, fonbern aud), unb mie es fd)eint modjentang, Weit bout f^eftlaube entfernt.\noelbft ber unge\u00fcbte \u00a9eobad)ter Wirb bie \u00a9djmarohertaubnt\u00f6be augeubtidtid) bon jebem anbereu ihm befannteu \u00a9ogel unterfd)eiben, am erften, menu er fte fliegen fieljt. J3$r \u00a9ang ift gWar fehr burtig, hat aber nidjtS \u00a9efonbereS, unb fdhmimntenb \u00e4hnelt fte, abgefehen bon ber buuHeren F\u00e4rbung, ben Heineren \u00a9loben fehr5 im f\u00c7fwge aber unterfd)eibet fie ft<h nid)t nur bon biefen, fonbern in geWiffer ^inftdjt aud) bon ihren \u00a9erlaubten. Naumann fagt mit 9ted)t, ba\u00df ihr \u00a7lug einer ber meifm\u00fcrbigften unb ber\u00e4nberlidRten in ber gangen \u00a9ogelmelt fei. Oft fliegt fte l\u00e4ngere 3cit Wie ein \u2022 ftalt bal)in, halb langfam bie ftl\u00fcgel bemegenb, halb Wieber auf gr\u00f6\u00dfere \u00a9treden hin fdjmebenb, foba\u00df man fte, bon fern gefeiten, Wohl mit einem \u00a9Seil) bermed)fetn fann; j>I\u00f6fcli<h aber gittert ober mebelt fte ungemein heftig mit ben kl\u00fcgeln, ftiirgt ftd) in einett \u00a9ogeit hernieber, fteigt wieber aufw\u00e4rts, bilbet eine fd)l\u00e4ngelnbe Sinie, Welche auS gr\u00f6\u00dferen uttb Heineren \u00a9ogett gitfammeitgefeht wirb, flie\u00dft mit rafenber \u00a9ile nach unten, fliegt langfam mieber nach oben, erfdjeint in bem einen Slugenblid matt unb fchlaff, in bem anberen \u201emie bom b\u00f6fen \u00a9eift befeffen\" : breht unb menbet ftdj, gabelt unb flattert, furg f\u00fchrt bie med)fetboHften unb ntanchfachften \u00a9emegungen auS. \u00a9efdhrei Hingt bem beS Pfaues \u00e4hnlich, alfo etma mie ein \u201e\u00a9tau\", laut unb gellenb; m\u00e4l)renb ber SiebeSgeit aber ber= nimmt man fonberbare O\u00f6ne, meldje man faft einen \u00a9efang nennen m\u00f6chte, obgleich fte nur auS ber einfachen, obfdjon fehr belieben betonten \u00a9ilbe \u201e3e, je\" beftehen. OaS geiftige \u00a9Sefen \u00efommt mit bem ber \u00a9Hta in bieler ^inft^t \u00fcberein: int \u00a9erh\u00e4ltni\u00df gu ihrer \u00a9r\u00f6\u00dfe ift bie \u00a9djmarofcerraubm\u00f6be ebenfo breifi, gubringtid), muthig, neibifch, h^; unb raubgierig mie jene, SRur in einer ^inftcfit fdjeiut fte ftd) gu unterfdheiben : fte Hebt bie \u00a9efe\u00fcigteit mit anberen ihrer Slrt, menu aud) bloS bis gu einem gemiffen \u00a9rabe. Slu\u00dfer ber \u00a9rutgeit fteht man fte \u00f6fters gu Hetnen \u00a9efeUfdjaften bereinigt, m\u00e4t;renb berfelbett, im \u00a9egenfafce gu \u00a9ermanbten, paarmeife fo getrennt, ba\u00df jebeS eingelne \u00abP\u00e4rchen ein gemiffeS- \u00a9ebiet bemohnt. \u00a9on ben Heineren \u00a9l\u00f6bett mirb fte ebenfo gef\u00fcrchtet mie bie \u00a9tua bon gr\u00f6\u00dferen \u00a9eefltegern; auffallenber \u00a9Seife aber niften \u00a9rachb\u00f6get, \u00a9dhnetfen unb Slufternfifdjer ober \u00a9turmm\u00f6ben regelm\u00e4\u00dfig mit ihr auf einer unb berfelben \u00a9leerfl\u00e4dje.\nStuf ben Sofobben habe id) bie \u00a9djmarofcerraubm\u00f6be modjenlang tagt\u00e4glich beobad)tet unb babei bemerft, ba\u00df fte m\u00e4hrenb beS \u00a3ochfommerS in ber \u00abRad)t ebenfo th\u00e4tig ift als bei Stage. Oft fd)ien es mir, als ob fte ftdh ftunbenlang mit fterbthierfangeu befeb\u00e4ftigte; trohbem fanb id) in bem \u00a9lagen\n56\u00bb","page":883},{"file":"p0884.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9ie Schwimmer. \u00a9eeflieger. 3fiaubm\u00f6oen.\nber bon mir erlegten nur Heine gifdje. 2111 Vcefterpl\u00fcnberer habe id) fte nidjt kennen gelernt; bagegen oerfolgte attdj fte bie \u00a9turnttn\u00f6Oett beft\u00e4nbig unb gWattg biefe, iljre eben gefangene Veute abgutreten. \u00a9eefdjWalben unb Summen fo\u00ef\u00efen nod) mehr oon ihr geplagt Werben all bie Vi\u00f6oen. \u00a9em ungeachtet bilbet bie erpre\u00dfte Veute fdjWerlidj ben #aupttljetl ber Nahrung einer \u00a9chmarofeerrattbm\u00f6oe, Wie man Wohl glauben m\u00f6djte; benn ebenfo oft, all man fie bet ber Verfolgung anberer V\u00f6gel beobachtet, fieljt man fie in bem Vteere ober am \u00a9tranbe bel \u00e4Keerel befd)\u00e4ftigt, bort allerlei \u00a9eW\u00fcrm unb Veeren, hier ba! oon ben Vreden an ben \u00a9tranb geworfene \u00a9eegethier auflefenb.\nUm bie Vtitte bei 2Jtoi erfcheint and) bie \u00a9djmarofcetraubm\u00f6oe auf bem geftlanbe, um gu br\u00fcten. Bur Anlage i^re\u00ea d\u00efef\u00eee! beoorgugt fte tiefliegenbe Vtoore anberen \u00a3)ertli<hkeiten ; bie jointe g. V., Weld)C oon aUerlei Vergo\u00f6geln beWo\u00efjnt Werben, meibet fte nach meinen Erfahrungen in Sapplaub ftet\u00ea, unb ebenfoWenig geigt fte ftdj auf ben ip\u00f6ljen bel \u00a9ebirgel, Weldje! oon ber ihr fel)r oerWaubten 2llpenraubm\u00f6oe (Lestris crepidata) gum Giften gew\u00e4hlt Wirb. 2luf einem gr\u00f6\u00dferen V\u00eeoore kann man fttnfgig bil hnnbert*\u00dfaare bemerken; jebe! eingelne aber hat ftch ein beftimmte! \u00a9ebiet abgegrengt unb oertheibigt e! gegen anbere berfelben 2lrt. \u00a3>a! -SRefl fleht auf einem \u00a3\u00fcgel\u00e7hen im SJtoore unb ift eine einfach^, aber Wohl aulgegl\u00e4ttete Vertiefung in ber \u00a9pi^e beffeiben. SDie Eier, Welche man feiten Oor \u00abWitte Buni\u2019l ftubet, erinnern entfernt an bie geWiffer \u00a9djnepfeuO\u00f6gel, ftnb feink\u00f6rnig, fdjwadjgl\u00e4ngenb unb 'auf tr\u00fcb \u00f6l* ober braungr\u00fcnem \u00a9runbe mit bifftergrauen unb bunlel\u00f6li ober r\u00f6thlid)fd)Wargbrauneu Vieren unb Vnnkten, \u00a9dringen ^ unb feinen \u00a3>aarg\u00fcgnt gezeichnet, Waumann fa\u00dft-, ba\u00df bie \u00a9djmarofeermtoe nie mehr all gWei Eier lege, W\u00e4ljrenb td) oetftdjevn barf, Wieberl)olt beren brci in einem Wefte gefunben gu haben. Veibe \u00a9atten br\u00fcten abWed)felnb unb geigen bie gr\u00f6\u00dfte Veforgui\u00df, Wenn ftch ein \u00e4ftenfdj bem Wefte n\u00e4hert, kommen fd;ou oon Weitem bem \u00a9t\u00f6renfriebe entgegen, umfliegen ihn im Greife, Werfen ftd) auf ben Voben h\u00e7vab, fud)en bie 2lufnterkfamkeit auf ftdj gugieljen, nehmen gu VerfteKuuglk\u00fcuften ilue Bufludjt, h\u00fcpfen unb flattern unter fonberbarent Bifdjen auf bem Voben fort, fliegen, wenn man au fie herangcht, auf, beginnen aber fofort ba! alte \u00a9piel oon neuem, kurg, tl)un alle! 9Ji\u00f6glid)e, um ben geinb oon ihrer Vrut Wcggulenken. \u00a90 k\u00fchn ftnb fte jebodj nid)t, Wie bie gr\u00f6\u00dferen Wirten ihrer Familie, Wenigften! habe id) nie erfahren, ba\u00df ftch eine! ber 001t mir beobad)tetcn V\u00e4rdjctt breiftcr gegeigt h\u00e4tte all. bie etwa gleichen \u00a9turmm\u00f6oen. \u00a9al ^ugenbleben Oerl\u00e4uft in \u00e4hnlicher Seife Wie bei ben oerWanbten Wirten.\nSDer Woman ift gwar kein befottberer ^rcuttb ber \u00a9djntaroherrcuibm\u00f6oc, l\u00e4\u00dft ]ie aber unbcl)elltgt, Wenn and) Wohl nur belhalb, Weil er bttrd) il)re 3agb am Vrutplafce bie anberen ihm n\u00fctzlichen V\u00f6gel nicht fl\u00f6ren Wilt. 3hve Serben ebenfo gern gegeffeu wie bie ber dJt\u00f6oen, Itc\u00efjcu biefett aud) an Soljlflef^ntack nicht nad). Wur bie Sappen jagen ben Vogel, um fein Silbpret gu benuljen, uub gwar mit Singeln, Weld)e bttrd) ein \u00a9t\u00fcdd)en gifd) ober Vogelfleifd) gek\u00f6bert Werben, \u00a9er Vcaturforfcher erlegt fte am leichteften in ber W\u00e4he bei Heftel ober in ber grembe, beifpiellWeife alfo bei uni in Wtittelbeutfdjlanb, auf bem Vteere bagegen nid)t ohne oorhergel)enbc Sodung; Weutgften! habe ich fte in Norwegen immer oorfnhtig gefunben. Wauntantt erg\u00e4l)lt, ba\u00df einer feiner ^reuitbe eine \u00a9d)tuaroherm\u00f6oe anfd)o\u00df unb gu feinem gr\u00f6\u00dften Vefrembeu oon bem Vogel angegriffen, mentgfien! in fehr engem Greife tollk\u00fchn umflogen W\u00fcrbe. 3d) habe etwa! Sehnliche! nie beobachtet, lieber ihr \u00a9efangeuleben finb mir keine SJtittheilungeu bekannt.\n*\n\u00ab\nEine ber prachtoollften SER\u00f6oen, Welche wir kennen, beWol)nt ben hohen korben Amerika!, hat ftd) jebod) fd)on breimal nad) Europa uub gWar aud) ttad) \u00a7elgolanb oerflogen, oerbient alfo Weuigften! erw\u00e4hnt gu Werben. Heber ihre SebenIWeife mangelt gut* Beit nod) jebe \u00aennbe; Wenigften! Wei\u00df matt nidjt, in wiefern fte ftd) oon ber anberer Vc\u00f6oett unterfdjeibet.","page":884},{"file":"p0885.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9cpmaroperraubnt\u00dfoe. Sflofenmot>o.\n885\n3Mc 9lofettm\u00d60e (Rhodostethia rosea, gu \u00a9prett ipreg (Sntbederg aud) Rhodostethia Rossii genannt) lenngeicpnet fid; bttrcp ipreit feilf\u00f6rmigen \u00a9cpwang, beffert betbe \u00fcDtittelfebern bte \u00fcbrigen um einen 3\u00b0^ \u00fcberragen, unb ift be\u00bbba^ gunt Vertreter einer befonberen \u00a9ippe erhoben Worben. 2ltt bent fd^n?ad^en \u00a9dpnabet tritt ber edige SSorfpruttg be3 Unterkiefer^ fattm perbor. SDer Sauf ift giem\u00efid) ftark, ber oiergeptge $u\u00a7 mittellang. \u00aeic F\u00e4rbung be\u00ea \u00a9efteber\u00ea ift garter unb fdj\u00f6ner als bei allen attberen QJi\u00f6ocn, auf bem SJtantel perl; ober fitbergrau, auf bem ttnterpalfe, ber 23rufi unb bem SSaucpe blafrofenrotp; ein fd;maleS, fdjWarge\u00ea S3anb fd;m\u00fcdt bie \u00e2J\u00eeitte beS .\u00eepa\u00effeS; bie 3lu\u00a7enfapne ber elften \u00a9dringe ift fcpWarg, alles \u00fcbrige Weiff . 5Iugentib unb D\u00eeacpeit fepen\nSie JRofenm\u00f6\u00f6e (Rhodostethia rosca). i/3 ber ttat. \u00a9r\u00f6\u00a7e.\nr\u00f6tplupgelb, ber \u00a9dgtabel fd;Warg, bie g\u00fcfje fcparlacprotp auS. \u00a3>ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 14, bie f^ittigl\u00e4nge 10V2, bie \u00a9cpWangl\u00e4ttge 5V2 3^11.\n*\n*\nS)ie \u00a9tunno\u00f6gel (Procellaridae), Weldpc bie gWeite 3unft tutferer Drbnung bilben, unter; fepeiben fid) oott beit \u00fcbrigen \u00a9eeftiegent unb Ooit allen V\u00f6geln \u00fcberhaupt baburep, ba\u00a7 ipre tafelt; p\u00f6pleit fiep audp auf bem Dbcrfdjuabcl in pornigett dl\u00f6prett fortfepen. 2)iefe3 eine P\u00e9rimai gen\u00fcgt/ unt jte ficher gu erlernten.\n2\u00dfaprfd;eiulid) b\u00fcrfen Wir bie Sllbatroffe (Diomedeae) niept als bie ebelften \u00a9lieber biefer 3unft ober, Wie Slnbere Woden, gamilie anfepen; tropbem Woden wir ipnen pier bie erfte \u00a9tellung einr\u00e4umen, \u00a9ie fenngeiepnen fiep burep rieftge \u00a9r\u00f6fje, tr\u00e4ftigen Seib, b\u00fcrgen, biden \u00a3alS, gro\u00dfen fopf, gewaltigen, langen, ftarleu, feitlidp gufammengebr\u00fcdten, worn mit einem kr\u00e4ftigen \u00a3a!en","page":885},{"file":"p0886.txt","language":"de","ocr_de":"886\n\u00aete \u00a9c^ttnmmev. \u00a9eeflieger. \u00ee\u00fcbatvoffe.\nbeehrten, fdatffdneibigen \u00a9dnabel, meldet auf bet Oberfttfle etioag eingeboren, auf ber unteren mehr ober loentger gerabe ift unb beffen Nafenl\u00f6det in furgett, feitlid) liegenben N\u00f6hteit enbigen, non benen aug giem\u00efic^ tiefe $urd)en nad ber \u00a9pifse gu Oerlaufen, \u00efurge, aber ftarle, bteigeljige S\u00fcge mit gro\u00dfen \u00a9djminttnh\u00e4uten, feljt lange unb ungemein fdjmale Fl\u00fcgel unb ftarfe unb lange \u00a9dtoingen, unter benen bie erfte bie l\u00e4ngfte ift, melde aber nad) bem Seibe gu fe^r fd^nell an S\u00e4nge abnehmen unb am Unter; unb Oberarme ftd faum \u00fcber bie Oedfebetn oerl\u00e4ngern, einen aug gto\u00f6lf Sebent befte^enben, turnen, halb gerabe abgefdnittenen ober feidjt gugerunbeten, halb gugefoifeten \u00a9d^ang unb ein augerorbentlid rei^altige\u00ea, bid^te\u00ea unb j\u00efar\u00efbunigeS \u00a9efieber non loenig lebhafter g\u00e2rbung, melde nad \u00a9efdtedt unb filter, oieHeidt auch nach ber Mreggeit abguloeiden fdeint.\nOa\u00ea \u00aeabfcbaf (Diomedea exsulans) ift mit Slugnahme ber fdloargen \u00a9dtoingen reintoeig, in j\u00fcngerem Niter auf meinem \u00a9runbe bun\u00efelbraun gefprenfelt unb bogig geb\u00e4nbert, halb mehr, halb weniger bun\u00efel. Oag Nuge ift bun\u00efelbraun, bag nadte Nugenlib blaggr\u00fcn, ber (Schnabel gart nelfenrotljmeig, gegen bie \u00a9pifse h*n\tSuf3 r\u00f6thlithgelbioei\u00a7. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt nad)\nSennett 3 \u00a7ug 10 Soll, bie \u00a9reite 11 Sufi 8 BoH englifdj; bie St\u00fcgelfpannung fdtoanft aber fehr erheblid): \u00a9ennett berftdcrt, Nlbatroffe gemeffen ju haben, melde nur 10 Sug unb einen, welcher 14 Sag \u00eflafterte. Sebenfallg ift fooiel erliefen, bag biefer \u00a9ogel bie l\u00e4ngfien \u00a9entringen \u00fcberhaupt beftfct.\nUnter ben \u00f6erloanbten Noten oerbienen \u00a9rto\u00e4hnung ber gr\u00fcnfd)n\u00e4belige Nlbatrog (Diomedea chlororhynchos), \u00efleitter alg ber oorhergehenbe, im filter loeig, mit braunfdtoargent Niidett unb St\u00fcgel, br\u00e4unlidpieferfarbenen, loeig gefd\u00e4ftetejj \u00a9teuerfebem unb fchargent, auf ber \u00a9d\u00e9bets firfte hoch orangengelben \u00a9djnabel, foloie ferner ber rugfarbeite Nlbatrog (Diomedea-Plioe-betria -fuliginosa), bun\u00efelruggrau, braun auf f\u00f4opf unb S\u00ef\u00fcgeln, mit ftar\u00efem, feilf\u00f6rmigen \u00a9djtoange.\nOie \u00a3jeimat ber Nlbatroffe ftnb bie \u00a9Weltmeere ber f\u00fcblidjen ^alb\u00efugel. Oag $apfdaf unb ber gr\u00fcnfdjn\u00e4belige Nlbatrog haben ftd) gtoar toieberholt nach \u00a9uropa oerflogen; foldje \u00a9ot\u00efommniffe geh\u00f6ren aber gu beit (Seltenheiten: bentt n\u00f6rbtich beg \u00e4\u00dfenbelreifeg beg \u00a9teinboefg \u00efommen biefe . \u00abB\u00f6get, im atlantifchen Weltmeere loenigfteng, nur als oetfdlagene Srrlinge oer. Negetm\u00e4giger fcheiuen fie bie norblidjen Oh eile beg f\u00fcllen Nleereg, iit\u00f4befonbere bag oc$of\u00f4\u00efifde unb \u00a9ehnngg-3Jteer gu befugen, hier auch l\u00e4ngere \u00a3eit gu oertoeilen, ihrer Nahrung nad)geheub unb bann toieber nad) \u00a9\u00fcben gur\u00fcdf<hft>\u00e4rmenb, um ihrem Sortyflangungggefch\u00e4fte fich htngugeben. ^u beit h\u00f6heten \u00a9reiten ber f\u00fcblidjen \u00a3atbfugel begegnet man ihnen \u00f6fter; nach \u00fcbereinfiimmenben Nachrichten bet \u00a9differ unb gifcher geh\u00f6ren ftc nod) gtoifden bem 50. unb 60. \u00a9rabe f\u00fcblidjer \u00a9reite gu ben geto\u00f6ljnliden \u00a9rfdjeinungen. Ob ihre \u00a9S\u00e4uberungen regelnt\u00e4gig ober guf\u00e4ttig ftnb, hat man big jefct noch nicht fefifteUen f\u00f6nnen. SRatt loeig, bag fie alle gtoifden bem 23. \u00a9rabe n\u00f6r Wider unb bem 66. \u00a9rabe f\u00fcblidjer \u00a9reite gelegenen SDteere befucheit, hat aud) erfahren, bag lie in ben Nteeren oott famtfdhatfa unb Odjotg! halb oerhungert unb mager anfontmen, nad Wenigen Wochen aber, melde fte in jenett \u00a9egenben oertoeilen, burch beit lleberflug an Nahrunggmitteln, beit jte hier ftnben, fet)r fett toerben unb nunmehr toieber bem \u00a9\u00fcben gutoanbern; eg l\u00e4gt fid) jebod) nicht bef\u00fcmmen, ob biefe Neifen planm\u00e4gig unb allj\u00e4hrlich flattfxnben ober nur ein Umherf\u00e4toeifen finb, loie biefe \u00a9\u00f6get, melde ja aud unfere n\u00f6rblideu SNeere ab unb gu befud)en, eg lieben, \u00a9ineg b\u00fcrfte etloiefett fein, bag fte gtoar im bud)ft\u00e4btiden \u00a9inne beg \u00a9Sorteg bie \u00a9rbe umfliegen, aber bod an einen gemiffen \u00a9\u00fcrtel mehr ober toeniger gebunben ftttb, innerhalb beffelbeit gu alleu ^ahveggeiten beobachtet merbeit unb innerhalb beffelben and) br\u00fcten, \u00a9etbft bie etngelnen Nrten grengen ftd) ihr \u00a9erbreitungggebiet in einem geioiffen \u00a9inne ab: man finbet fte g. \u00a9. im f\u00fcllen Nteere regelm\u00e4giger unb h\u00e4ufiger, alg im atlan\u00fcfden, glaubt aud beobadtet gu haben, bag fte einen geioiffen tydl beg Nteereg in ber Negel nidt Oertaffen.; aber bie \u00a9eobadtungen \u00fcber biefe Ortgoer\u00e4nberungen, m\u00f6gen loir fold\u00ab ein \u00a9treiden, S\u00dfanbern ober Riehen nennen, finb nod f\u00b0 l\u00fcdeuljaft unb unOoKft\u00e4nbig, bag aug","page":886},{"file":"p0887.txt","language":"de","ocr_de":"\u00bbIbcitro\u00bb.\n887\ninnert ettoa\u00e9 23efiintmte\u00e9 nid^t gefolgert toerben barf. 9toquefeuil fanb ba\u00e9 ft'aftfcljaf noc^ an ber Aorbioeftf\u00fcfte bon Amerifa, \u00a9aimarb beim $euerlattbc unter bem 55. \u00a9rabe ber 23reite, auf ben SAaluinen unb lang\u00e9 ber \u00a3)ftt\u00fcfte oou Amerifa big gu ben Stropen; 23oje begegnete i\u00a7m auf feiner Ueberfal^rt nadb oont 23orgebirge ber guten Hoffnung an in \u00a9efellfd)aft be#*u\u00a7farbigeit 23ertoanbten, unb Oont 39. \u00a9rabe f\u00fcblicher 23reite an mit bem Augenbrauen;Albatrog gufammen; \u00a3fcl)ubt fa\u00a7 iljn unter bem 29. \u00a9rabe f\u00fcblidjer 23reite gunt erfteu 9Jtale, gtoifcben biefem unb bem 33. \u00a9rabe tagt\u00e4glic\u00a3>, befonberg \u00c7auftg aber gtoifdljen bent 40, unb 45. \u00a9rabe. 23ont 50. \u00a9rabe an\n5Da\u00a7 \u00c4at>fcf)af (Diomedea exsulans). J/& ber nat. \u00aer'of\u00ea&.\ntourbe er feltener, mit bem oierunbfunfgigften oerfd^toanb er gang, unb \u00f6on l^ier big gum 60. \u00a9rabe ber 23reite tourbe er nidjt me\u00a7r gefeiten; crft in ber \u00a9\u00fcbfee unb gioar unter bem 51. \u00a9rabe (\u00fcblicher S\u00dfreite erfdjien er bem \u00a9djiffe, ioeldbeg ben genannten $crfd(jer trug, toieber, tourbe Oon nun an t\u00e4glich h\u00e4ufiger unb geigte ft et) toieberum gtoifd^en bem 46. unb 40. \u00a9rabe in ber gr\u00f6\u00dften Angatyl; unter bem 32. \u00a9rabe {\u00fcblicher 23reite tourbe auf biefer ^al^rt ber le^te beobachtet. $\u00a3)a j\u00a3fct;ubi aud^ bie \u00fcbrigen Arten nur innerhalb ber angegebenen 23reiten fanb, h\u00e4lt er ftd) berechtigt, angu; neunten, bafj ba\u00e9 eigentliche SGBohngebiet gtoifchen bem 30. unb 40. \u00a9rabe f\u00fcbltdjer 23reite liegt.","page":887},{"file":"p0888.txt","language":"de","ocr_de":"888\n\u00a3)ic \u00a9djnnmtncr. \u00a9cefUegcv. S\u00fcbatroffe.\n\u00a9fotnhoe, beut ioir eine BufammenfteUuug ber in El)ina beobachteten S\u00f6gel oerbankcn, gibt an, ba\u00df b\u00efo3 ber \u00efur^chtn\u00e2ngige unb fcpioaraf\u00fc\u00dfige \u00a9batro\u00ea regelm\u00e4\u00dfig in ben f\u00fcbd)inejtf<\u00e4>en Leeren oorkommcn unb bi\u00ea in bic Sreite be\u00ea n\u00f6rblic^en 3apan beobachtet ioerben, fd)eint alfo ton einem regelm\u00e4\u00dfigen Eintreffen in bem od)ot\u00f4ktfchen unb kamtfchatkalifchen S\u00efeere 9tid)t\u00ea su ioiffen.\nMe reifenben gorfcher ftimmen ein in bie Seionnberung be\u00ea glnge\u00ea bief er \u00a9eier be\u00ea Steered ,,E\u00ea ift\", fagt Sennett, \u201eerl)eiternb unb erfreulich, biefe prad)t\u00f6oUen S\u00f6gel anftanb\u00eaoo\u00ef\u00ef unb gierlieh, ttie bon einer unfichtbaren \u00dfraft geleitet, in ben S\u00fcften bahinfdhioimnten an fehen. \u00a3>enn \u00efaum bemerkt man irgenb eine Seioegung ber Fl\u00fcgel, nachbem einmal ber erfte Mtrieb gegeben unb ber gewaltige glieger in bie Suft ftd) erhob; man fie\u00ef)t fein \u00a9teigen unb ga\u00ef\u00efett, al\u00ea ob eine unb biefelbe $raft bie oerfd)iebenctt Seioegtutgen het'Oorjubringen oerm\u00f6ge, al3 ob er feine 9ttu3kelkraft gar nicht anioenbe. Er fd)ioebt hernieber, bicht am \u00a9teuer be\u00ea \u00a9d)iffe\u00ea oor\u00fcber, mit einer 2!rt oon Unabh\u00e4ngigkeit, al\u00ea fei er ber $errfd)er oon Mem, ioa\u00ea unter ihm ift. \u00a9enn er einen \u00a9egenftanb auf bem Staffer fd)ioimmen fte^t, l\u00e4\u00dft er ftd) nach unb ttad) mit au\u00eagebreiteten ober au\u00eagefpreijten kl\u00fcgeln herab, fefet ftd) auch ioohl auf ba\u00ea \u00a9affer uieber unb fd)ioimnttr feine Nahrung oerae\u00c7renb, ioie eine 9Jt\u00f6oe ober Ente; bann erhebt er [ich, l\u00e4uft mit au\u00eagebreiteten gl\u00fcgeltt \u00fcfor bie \u00a9eefl\u00e4dje bahin, beginnt au fretfett unb nimmt nun feinen umherfd)io\u00e4rmenben glug ioieber auf. ... 3\u00ab feinen Seioegungen\", fagt er an einer anberen \u00a9teile, \u201ebemerkt man keine Slnftrengung, aber \u00dfraft unb 9iad)l)altigteit, Oereinigt mit einer ftd) ftet\u00ea gleidjbleibenben Bierlid)keit. Mit ioirklid)er Slnntntl) fegelt er bur<h bie Stift, oon ber einen jur anberen \u00a9eite ftd) neigettb, unb bid)t \u00fcber ben roUenbett \u00a9ogcn bal)ingleitenb, foba\u00df e3 au\u00a7fiel)t, al3 muffe er bie fjl\u00fcgelf^i^en neben; bann fd)ioebt er ioieber empor mit gleicher Freiheit unb Seid)tigkeit ber Seioegung. \u00a9o fdjnett ift fein glug, ba\u00df man il)n ioenige Mgenbliefe, nad)bcm er am \u00a9d)iffe oor\u00fcberaog, fd;on in iociter gerne fel)en kann, fteigenb unb fadettb mit ben \u00a9eilen, ba\u00df er einen ungeheueren 9t a um in ber k\u00fcrgcften Beit an burcbeilen oermag. . . . \u00a9ahrl)aft an^iehenb ift e\u00a7, il)n io\u00e4l)renb ft\u00fcrmifchen \u00a9etter\u00eb \u00a7u beobachten. Er fliegt bann mit unb gegen ben \u00a9inb, ioo\u00ef)nt als ber gr\u00f6l)Iid)fte unter ben fr\u00f6hlichen \u00fcber ben oon heulenben \u00a9t\u00fcrmen auf ger\u00fchrten \u00a9eilen; bettn auch ioetut er im \u00a9t\u00fcrme fliegt, bemerkt man keine befonbere Seiocguttg feiner Fl\u00fcgel: e\u00a7 ftnb bann nur bie gortfdjritte be\u00ea gluge\u00ea etioa\u00a7 langfamer. Einige meinen, ba\u00df er niemals kraftlos, fonbern ioie ein \u00a9egelfchiff gefd)Ioffen gegen ben \u00a9inb fliege unb fuh gerabe, ioeun er \u00a3>ie\u00ea thue, befonbcr\u00ea f\u00f6rbere.\" \u00a9oulb fagt, ba\u00df feine Zugkraft gr\u00f6\u00dfer fei al3 bie jebe\u00ea anberen Sogel\u00a7, ben er beobad)tet ^abe. \u201eDbgleid) er to\u00e4hrenb be3 f\u00fcllen \u00a9etter\u00ea mand)tnal auf bem \u00a9afferfpiegel ruht, fo ift er bod) faft beft\u00e4nbig int ginge begriffen uttb fireic^t fd)einbar ebenfo felbftbeiou\u00dft \u00fcber bie glatte gl\u00e4d)e, to\u00e4hrenb ber gr\u00f6\u00dften \u00a9eeruhe bapin, al\u00a7 er pfeilfd)netl to\u00e4hrenb be\u00ea geioaltigften \u00a9turme\u00ea umherfd)ioebt.\" 3onatt beobachtete, ba\u00df er bei \u00a9inbftiUe etioa aller f\u00fcnf Minuten einmal mit ben gl\u00fcgeltt fd)lug, bei ft\u00e4rkcrem \u00a9inbe, ioeldjer feine Seioegung offenbar f\u00f6rbert, fogar nur aller fteben UJtinuten einmal. \u00a9el)r ^efttgc \u00a9t\u00fcrme follen ipn, nach SInficht beffeiben ^Beobachtern, \u00fcberto\u00e4ltigen, ioenigften\u00ea oor ftd) hertreiben. Sei \u00a9inbftiUe toirb ihm ber 2Iuffd)iouttg fchioer; benn er erhebt ftd), ioie fooiete anbere S\u00f6gel, ftet\u00ea in ber 9tid)tung gegen ben \u00a9inb. Ehe er ftd) gum gluge erhebt, l\u00e4uft er, laut \u00ae\u00f6ler, eine \u00a9trecke ioeit \u00fcber bie \u00a9e\u00ef\u00efcn bahin, ioeld)e il)ut to\u00e4l)renb bc3 \u00a9d)ioimtnen\u00ea h^jern, ftch mit ooUer 9\u00ef\u00efad)t au fchtoingen; beim Uiieberlaffen Oer\u00e4nbert ftd), ioie \u00a3uttou angibt, fein Silb g\u00e4nzlich: bie \u00a9eftalt oerliert aUe Mmuth unb @leid)m\u00e4\u00dfigteit. Er erhebt feine \u00a9chioingen, legt ben \u00aeopf nad) hinten, gieht ben Micken ein, ftredt bie ungeheuer gro\u00dfen gii\u00dfe mit ben au\u00eagebreiteten Behen oon ftd) unb f\u00e4Ut faufenb auf ba3 \u00a9affer herab. \u00a3ier ift er \u00fcbrigens aud) an \u00a3aufe. Er fchioimmt auf ben \u00a9eUen leicht ioie ein $ork unb ioei\u00df ftd) gientlid; au f\u00f6rbern, ift aber unf\u00e4hig a\u00ab tau\u00f6hen unb kann ben reid) befieberten Seib ioenigften\u00ea nur bann unter ba\u00ea \u00a9affer a^ingen, ioenn er fid) au\u00ea ^o^ev Suft herabft\u00fcrat: Sennett oerftd)ert, gefepen au h\u00f6ben, ba\u00df einer fto\u00dftaud)enb acht \u00a9ekunben unter ben \u00a9eUen blieb. Stuf fefiem Soben oerliert ber Matro\u00ea faft a\u00ef\u00efe Seioegung\u00eaf\u00e2higkeit. 3\u00bb ber Ut\u00e4he f\u00abne\u00bb Utefe\u00ea foU er fchioerf\u00e4Uig ioie eine \u00a9an\u00ea bahinioatf\u00f6hetn, auf bem Serbede be\u00ea \u00a9chiffe\u00ea nur","page":888},{"file":"p0889.txt","language":"de","ocr_de":"21 lb a t v o \u00a7.\n889\nmit gr\u00f6\u00dfter Sfnfireugung fid; Belegen t\u00f6nnett. SDie \u00a9timme ift oft mit beut \u00aecfd)rci bc! \u00a9fei! oerg\u00efid)eu morben; \u00a3fd)ubi aber fagt, ba\u00df \u00a3)ie! eine m\u00fc\u00a7ige Uebertreibung fei unb bei* SSoget nur ein taute!, freifdhenbe!, I)\u00f6d)ft unangenehme! \u00a9efd^rei oernehmen taffe; 33ennett meint, ba\u00df man leidere! mit bem \u00a9d)ioanettgefd)rei oergteidjen t\u00f6nue. Stu\u00dfer bem rauhen unb heiferett $reifd)en motten \u00a9ittige ein teife! pfeifen oernontmen haben, unb $\u00f6ter berichtet, ba\u00df ber SSoget bei Bortt ober furcht mie ber \u00a9tord) mit bem \u00a9djnabet flauere. Unter ben \u00a9innen fteht ba! \u00a9efidjt un^oeifetbaft obenan, ba febe SSeobadjtung beioeift, ba\u00df ber Sttbatro! auf fehr gro\u00dfe \u00a9ntferituitgen t)in \u00a9tma! beut\u00efidj mat)rnimmt, beifptet\u00fcoeife fo eitig at! m\u00f6gtid) herbeifommt, mentt er tteincre \u00a9turmo\u00f6get fich \u00fcber einer \u00a9telle ber \u00a9ce befd)\u00e4ftigen fteht lieber ben S3erftanb ift fdjmer ein Urtheit 31t fatten, meil bie \u00a3eben!\u00fcert)\u00fcltniffe be! 33oget! fo ganj cigenth\u00fcmtidt; finb unb er feine geiftigen Kr\u00e4fte bem 2Rettfd)ett gem\u00f6hntid) nid^t anfdjautid) machen tarnt. S\u00f6emt \u00eefdjubi1! Angabe, ba\u00df er bie Oont \u00a9\u00fcben ttadj S\u00eeorben fegetnben \u00a9d)iffe tanger begleite at! bie in umgetehrtcr 9fid)tung fahrcnbeit, richtig ift, m\u00fcrbe S\u00a3)ie! auf einen fehr hot;en 95erftanb beuten; \u00a3fd)ubi folgert baratt\u00e9, ba\u00df ber \u201eSnftintt\", mic er c! nennt, if)tt abh\u00e4tt, einem gahrjeuge lange 3U fotgen, metdje! fdt;neXX einem ihm nid)t behagenbett $tima entgegen get)t 3)ie $urd)ttofigteit, mit metcher er ftd) bem SRenfdjen naht, unb bie SDummbreifiigteit, ' metd)e er gnioeiten offenbart, b\u00fcrfen un! nid)t oerteiten, einen feijmadjeu SSerftaub bei ihnt oorauljufehen: e! mangett ihm eben bie \u00a9etegenheit, ben 3Dcenfct;cit fernten 3U Icrnett, unb er benimmt ftd) ihm gegen\u00fcber itidjt anbei'!, at\u00bb er e! fonft getont ift, m\u00fcrbe atfo oietteid)t fein 33euel)mett \u00e4nbent, mettn er mehr \u00a9etegenheit gehabt h\u00e4tte, \u00a9rfat)rungcn 31t fammetn. \u00a9d)ott b<t\u00df er ben \u00a9d)iffett fotgt, fc^t ein gemiffe! 33erft\u00e4nbni\u00df oorau! : er rnei\u00df, ba\u00df 001t bortau! immer etma! \u00a9icitie\u00dfbarc! f\u00fcr ihn abfattt. 3\u00a3ie bei alten fre\u00dffiidjtigen 33\u00f6gettt \u00fcbermiegt feine \u00a9ter freitid) faft ftet! bie 33orfid)t: ein uttb berfelbe Sttbatro! t\u00e4\u00dft fid), menu er bitvd) ft\u00fcrmifdje! S\u00dfettcr oerhinbert m\u00fcrbe, tangere 3eit \u00a9tma! 31t fangen, oft fedj! bi! ad)t 9Ral ttad) eittanber an bie Singet toden uttb f)afd)t, menu er au 33orb gebrad)t uttb mieber freigetaffeu m\u00fcrbe, mit ttod) btutenbem \u00a9d)ttabel fofort mieber nach beut \u00ae\u00f6ber. \u201eSltt einer ber \u00a9taateuinfetu\", ei'j\u00e4^tt \u00a3fdjubi, \u201eangette idh eilten au!ge3eid)itet gro\u00dfen SItbatroS unb battb ihm eine b\u00fcttne 33tciptatte um ben $at!, auf metcher ber \u00fcftame be! \u00a9d)iffc!, ber \u00a3ag, bie g\u00e9ographie S\u00e4nge unb 23reite eilt; gegraben mar. SBie id) in Skttparaifo erfuhr, mar er oicr3et)n \u00a3age f^\u00e4ter 001t einem fratt3\u00f6fifd)en \u00a9d)iffe ebeitfatl! geangett morben.\" SDiefe 35eobad)tung fprid)t freitid) nid)t f\u00fcr eitt befonbere! @eb\u00e4d)titi\u00df uttb aud) uid^t gerabe f\u00fcr eilten hot)en 33evftaub. 9Rit anberen feiner Slrt fd)eint ber Sttbatro! bto! m\u00e4hrettb ber 33rut3eit gefettig 31t leben. Stuf bettt SRcere fteht man 3mar oft oietc uumeit oon eittanber fliegen; jeber \u00a9in3etne aber fd)eiut feinen S\u00dfeg fetbft\u00e4ubig 3U oerfotgeit unb ftd) bto! infofertt um bie ^h\u00e4^gteit ber aitberett 311 bef\u00fcmmern, at! biefclbc eine f\u00fcr ihn oerfpred)enbc ift. kleinere, \u00a9turmo\u00f6get 3. S3. bet)aubett er mie ber \u00ae\u00f6nig!gcier feilte fogettannten Uuterthaneit ober mie ber \u00a9t\u00e4rtere \u00fcberhaupt \u00a9d)m\u00e4d)cre: er benutzt ihre Kr\u00e4fte uttb tommt herbei, menu er fteht, ba\u00df fte Scahruitg entbedt hnbett, fd)redt fie in bie $tud)t, nimmt ba\u00bb 001t jenen \u00a9rbeutetc ober bod) Stufgefunbette f\u00fcr ftd) itt 23cfd)tag uttb fliegt battu feine! 2Bege! meitcr, ot)ue ftd) um ba! unter ihm ftehenbe \u00a9efinbet fernerhin 31t f\u00fcmntern.\n\u00a9ooiet mir bi! jel)t miffett, muffen mir beu Sttbatro! 3U ben \u00a3ag\u00f6\u00f6getn 3\u00e4hlett; feine Xh\u00e4tigfeit m\u00e4hrt aber l\u00e4nger at! bie ber nteiften \u00fcbrigen SS\u00f6get, uttb er fd)eint taunt ber 9tut)e 3U beb\u00fcrfett ober bod) buvd) eine fet)r tur3e 3taft 3U neuer S3emeguttg hinl\u00e4itgtid) geft\u00e4rtt 31t fein. JSpeimifd) auf bem meiten SReere, mo er ftd) aud) befittbett mag, fliegt er unbeforgt um \u00a9ntfenutngen, metdje attbere SS\u00f6gel oietteid)t at! S\u00dfanberungcn betrachten m\u00fcrben, feilte! S\u00dfege! fort; Nahrung fudjenb, freffenb, rut)ettb unb mieber ftiegenb oergeht it)m ber \u00a3ag. \u00a9eine au\u00dferorbenttidjc ^lugfertigfeit macht e! ihm teid)t, mit betn fchuettften \u00a9d)iffe 31t metteifern. \u201eObgteid) ein ^ahqeug\", fagt \u00a9outb, \u201eoor bem SSinbc oft mehr at! 3mei engtifche 2Reifen in einer \u00a9tuube 3ur\u00fcdtegt uttb \u00a3age nad) eittanber in gleicher SBeife fich bemegt, mad)t e! hoch betn SUbatro! nicht bie geringfte SR\u00fche, mit foldjem \u00a9chiffe 31t fliegen; er befd)reibt babei noch Greife oon mehreren SReiten unb lehrt immer unb immer mieber in","page":889},{"file":"p0890.txt","language":"de","ocr_de":"890\n\u00aeie \u00a9djttnmmer. \u00a9eefliegev. batroffe.\nOie m\\)c beS \u00a9djiffeS gur\u00fcd, um \u00a3)aS aufgufangen, maS mau \u00fcber Sorb mirft.\" \u00a3fd;ubi liet einen am Sorb feines \u00a9Riffes gefangenen llbatroS \u00aeopf, \u00a3alS unb Stuft mit \u00a3$ecr befireid^en unb i^m barauf bie Freiheit miebergeben. \u201eOaS Steter entfernte fid; augenblidlid; Dont \u00a9coiffe, erfreu aber ttad; brei Siertelftunben lieber unter einem \u00a9djtoarm oon \u00a9ippfd;aftSgenoffeu unb \u00a9turmo\u00f6geln, mettre bem gahraeuge beft\u00e4nbig folgten. 3d; fd;enfte i\u00a7m meine ooltc Sfufmerffamfeit, unb auf meine Stufforberung artete aud; jebeSmal ber Skd;e habenbe Offner genauer auf i$n. Itnferen oereinten Seobad;tungen gelang eS, fepaufiellen, bat ber begegnete Sogei m\u00e4hreub fed^S Dotier Sage bem \u00a9epiffe folgte unb in bief er Beit ftd^ nur oiennal aufjerfyalb nuferer \u00a9e^oeite \u00f6erlor, jebocp nie l\u00e4nger als ij\u00f6dtfienS eine \u00a9tunbe. Stm ftebenten Stage in ber ftriilje ftrid; er feem\u00e4rtS unb tourbe f^citer nicht mef;r mieber gefe^en. SDafj er bem \u00a9coiffe auch m\u00e4hreub ber Sacht folgte, tonnte infofern mit Seftimmt^eit angenommen Serben, als mir ipn bei einbre^enber Ounfelpeit, folangc eS nodp m\u00f6glid; mar, i\u00a7n \u00fcberhaupt gu unterf Reiben, beobachteten, unb it;n ber Offizier ber erften Storgern mache immer mieber unerm\u00fcblid; fliegen fap. @S ift babei mohl gu benidfichtigen, bat baS \u00a9d;iff oft mehrere 2\u00f6od;en nach einanber fieben bis neun Quoten in ber \u00a9tunbe gur\u00fcdlegte, menu aud; in bem fed^St\u00e4gigen \u00a9urcfyfdjnitte nur 47* Quoten.\"\n\u00aeer \u00a9runb, melier ben SflbatroS bemegt, fo auSgebeljnte \u00a9treden gu burdpfliegen unb meitauS ben gr\u00f6\u00dften Stpeil feines SebenS in ber 2uft gu oerbringen, ift fein unerf\u00e4ttlidper #eif$unger. Stan barf oon ipm, mie \u00a9c^in\u00a7 mit Ootlem Sedpt peroorpebt, fagen, bat er nur gu leben fdpeine, um gu freffeu. \u00a9eine Serbauung ift ungemein fcpneil, er bcSpalb aud; gen\u00f6tigt, beft\u00e4nbig naep Sente au fud;en; unb menu er mirflicp einmal fo gl\u00fcdlicp mar, burd; reicplid;en \u00a9enut ftd; au feiften, oer= urteilt ipn ein l\u00e4nger m\u00e4prenber \u00a9turnt aum haften unb nimmt ipm baS f\u00eeett mieber, meines er fid^ anfammeite: bann mirb bie \u00a9ier, mit meld;er er ftd; auf alles \u00a9eniepare ft\u00fcrat unb felbft bie augenfcpeintid;fte \u00a9efapr \u00bberadptet, fepr erfl\u00e4rlidp. CSS ift ein nocp peutigentageS allgemeiner S^tpum, bat \u00a9t\u00fcrme ben \u00a9eeftiegern g\u00fcnftig m\u00e4ren, meil fte, mie man meint, Skidptpiere unb l^tfc^e auf; r\u00fcpren f \u00f6den ; im \u00a9cgentpeile: baS ft\u00fcrmifepe Steer Hubert fte, ipre geioopnte Saprung au finben, unb gerabe beSpalb n\u00e2pern fte ftd; bann ben \u00a9d;iffen mepr als fonft, in ber Hoffnung, ipren beKenben Stagen bort befriebigen au tonnen. Sei ruhigem Setter freffen bie Sllbatroffe maprfdpeinlicp nur oerfdjiebene\u00dfopff\u00fcfcler unb anbere Skid;tpiere, meldje fte oon ber Oberfl\u00e4che beS SafferS aufnehmen, \u00a9ie ftnb, laut button, niept im \u00a9taube, lebenbe %i\\d)t au fangen; man fleht fte auch nicht ftch nach Slrt ber \u00a9tottaueper pl\u00f6plid; auf baS Saffer herabft\u00fcraen, fonbertt menu etmaS auf ben Sellen tieibt, fich feftfepen, eS mit bem \u00a9dpnabel aufnehmen unb fchmirnntenb oerfcplingen. \u201eOeSpaIb\\ f\u00fcgt iputton Oem hittau, \u201etattn man jte bloS bann fangen, menu baS schiff iaitgfant geht, b. h\u2022 oier bis f\u00fcnf knoten in ber \u00a9tunbe gur\u00fcdtlegt; aber man mut felbft bann eine gen\u00fcgenb fange Seine auSmerfen unb bem Sogei \u00a9elegenpeit geben, ftch ben Siffen orbent\u00efidp anfehen au Wunen.\" Sluter ben Oer* fehiebenen SSeidptpieren nehmen bie Sllbatroffe allerbingS auch 2laS gr\u00f6terer Spiere gu ftch unb geigen fid; in biefer \u00abJpinftcpt fo reept eigentlich als bie \u00a9eier beS SteereS. Starion be Sfoce traf einmal eine gr\u00f6tere Slngapl oon Stlbatroffen an, melche ftd; um baS ftintenbe SlaS eines SBalfifdpeS ftritten unb ftch um baS aufegelnbe \u00a9d^iff menig flimmerten, meil fte eifrig befep\u00e4ftigt maren, \u00a9t\u00fcde Oon bem Seid;nam abaureifen. Stau machte ein Soot fertig unb n\u00e4herte ftch\tP* Kcjjeu eS\nruhig gefdpepen, benn ipre f^refgier mar fo grof, bat lie f\u00fcr gar nichts SlnbereS \u00a9inn gu h\u00fcben fchienen, bat man fte mit ber ipattb p\u00e4tte fangen f\u00f6ttnen, p\u00e4tte man fich oor ihren Siffen nid;t gef\u00fcrchtet, \u00a9oulb ftnbet bie entfefjliche @ef<hid;te mahrfcheinlidh, bat bie Slfbatroffe ertrunfene Stenfchen angehen unb, \u201emie bie Sabett am Sadhe\", ihnen bie Singen auShadett; f\u00fcr mich unterliegt eS feinem \u00e2meifel, bat fm OieS thun, unb ich feho aud; gar nid^t ein, marum fie gmifchert bem Slafe eines Stenfchen ober bem eitteS S\u00f6aIfifd;eS einen Unterfd^ieb machen follen :\tfreffen fte bodh bie\nSeichnatne ihrer Slrtgeuoffen ohne Sebenfen an.\nlieber bie ^ortpflctnaung unb inSbefonbere \u00fcber bie \u00a9ntmidelung ber jungen finb mir nod; immer nicht im Steinen, obgleich fd)on mehrere $orfd;er ober bodh mettigfienS Seobadhter einaelne","page":890},{"file":"p0891.txt","language":"de","ocr_de":"\u00abIbfttroS.\n891\nSrutpl\u00e4pe befudp't paben. \u00a9or nid t^eitt \u00a9oulb nacp eigenen Seobad;tungen ungef\u00e4hr bag golgenbe mit. Oer Sllbatrog br\u00fctet auf ber ^ufel 2ludlanb ltnb \u00a9ampell im SRoOetnber unb Oegember. \u00a9ragbebedte 2lbp\u00e4nge ber ip\u00fcget \u00fcber ben Oidid;ten ber'^Salbungen fmb bie \u00a9teilen, melcpe er f\u00fcr ben Sau feines SRefteg fief) augm\u00e4plt. SDaffelbe befiehl aug SRieb, trodenent \u00a9rafe unb biirren Slattern, melcpe gufammengefnetet morben fmb, pat unten einen Umfang Oott fed;S gu\u00a7, oben einen Ourdpmeffer oon ftebeuunbgmattgig 3oll unb ift adptgepn 3o\u00fc podp. \u00a9em\u00f6pnlidp mirb nur ein einzige\u00bb \u00a9t in baffelbe gelegt; nacp ttnterfudpuitg oon rnepr alg punbert Heftern fanb \u00a9orttid menigfteng bloS ein SReft, meldpeg bereu gtoei enthielt. Oie \u00a9ier ftnb 4% B^Ulang, 374 3\u00b0^ bid unb int SERittel 17 Ungen fdpmer. Oern Sefucper beg Srutplapeg oerr\u00e4tp ftdp ber fipenbe SllbatroS burd; feinen meinen, oon bem \u00a9rafe abfiedpenben \u00aeopf fdpon oon SBeitem. \u00a9r fepeint m\u00e4prenb begSriiteng gu fdplafett ober \u00fcerbirgt bod^ bett $opf unter beit kl\u00fcgeln. Sei 2lnn\u00e4perung eineg geinbeg oertpeibigt er fein \u00a9i unb min nidpt oont SRefte, big man ipn bagu gmingt; bann madelt er mie ein im Sr\u00fcten geft\u00f6rter 211! eine b\u00fcrge \u00a9treble toeit meg, optte jebocp einen Serfudp gum Oaoonfliegen gu madden, \u00a9ein gr\u00f6\u00dfter geinb ift eine fredpe SRaubm\u00f6oe; benn fobalb er 00m SRefte auf fielet, ft\u00f6ft biefer SR\u00e4uber perab unb fri\u00dft iptn fein \u00a9t; ber SllbatroS fennt attd; fte fepr mopl unb fl\u00e4ppert, menu er fte bemerft, peftig mit bem \u00a9cpnabel. \u00dcDRinber toidptig fepeint mir ein oon \u00a9arle perr\u00fcprenber Ser id; t gu fein; bodp barf idp, mie aug bem golgeitben erjtdptlidp merbeit mirb, nidpt magett, ipn meggulaffen. 9Rad;bem ber genannte Seobadpter, meldper neun \u00dcDRonate auf ber traurigen $nfel Oriftan b12lcunpa ocrlebte, ausf\u00fchrlich gefd;ilbert, baf ftdp [teile Saoafelfen minber leidet erfteigen taffen alg eine kreppe, erg\u00e4bt er, bafj er tropbem enblicp bie ,!p\u00f6pe beg \u00a9ebirgeS erreicht unb auf eine Slrt \u00a9bene gebommen fei, in meldper bei ftecpenber Suft eine jtobtenftitle gemattet pabe. \u201eOie 2lug|tdpt aber mar erpebenb unb erf\u00fcllte ung mit \u00a9prfurept. Oer gemaltige 2llbatrog traf pier deinen, metdper in feine @efd;\u00e4fte ftd; nt if dp te; bein f\u00c7eittb trat ipm entgegen, \u00a9eine jungen befanben ftdp \u00a9nbe SJRai\u2019g g\u00e4itglid; unbebedbt auf bem Soben in einer 2lrt Oon SReft, meld;eg burdp bie ringsum aufgefdparrte \u00a9rbe gebilbet morben mar. Sei nuferer 2lmt\u00e4perung fdpnappten fte in fcpneller Semeguttg mit ipren \u00a9d;n\u00e4belit unb bradpten ein lauteg \u00a9er\u00e4ufdp peroor; biefeg unb bag Slugfpripen beffen, mag fte in bem SDRagen patten, fd;ien ipr eittgigeg 2lngrip; unb Sertpeibigunggmittet gu fein. 3<P erflieg ben Reifen nadp f\u00fcnf Stonaten mieber unb fanb bie jungen Sllbatroffe big auf menige, bie ftdp entfernt patten, nodp auf ipren SReftern ftpen.\" \u00a9arle meint, oon biefer Seobadptung meiter folgerub, ba\u00a7 bag Sunge ein 3>apr alt mirb, beoor eg fliegen bann, unb leptere Eingabe erp\u00e4lt burdp eine neuerlid;e SORittpeitung, metdpe mir button oerbanfen, auffaltenbermeife eine gemiffe Seft\u00e4tigung. \u201eOie Sllbatroffe\", fagt biefer Seobadpter, \u201epaben $\u00dfrin$ \u00a9bmarb\u2019S \u00a9ilanb faft gang in Sefdplag genommen unb erfdpeinen pier im Oltober, um gu br\u00fcten. Oag SReft mirb immer auf popent Oafeltanbe angelegt unb befiept, mie \u00a9ornid ridptig angegeben pat, aug \u00a9rag unb \u00a9rbe, melcpe ber Sogei ringsum aufnimmt unb ungef\u00fcpr adptgepn 3oll podp auffdpid;tet. Oag \u00a9i ift im Januar gegeitigt. 3d>tf<heu Februar unb 3>uni \u2014 genau pabe id; Oag nidpt erfapren f\u00f6nneu \u2014 fliegen bie 2llten gur \u00a9ee, oer= laffen bie jungen unb fepreit erft im n\u00e4cpfteit Oftober gur\u00fcdf, febeg Saar gum alten SRefte. SRadpbent fte bie jungen, melcpe bag erfte 3apr im 3Refte bleiben (?), guerft freunbfdpaftlidp begr\u00fc\u00dft paben, treiben fte biefelben aug unb ridpten bag SRefi f\u00fcr bie nadpfle Srut per. Oie Oerlaffenen S^\u00f6^n ftnb immer in guter Sefdpaffenpeit unb fepr lebpaft; man ftept fte oft fid; auf ridpten, um ipre \u00a9dpmingen gu oerfudpen. S\u00dfenn bie alten S\u00f6gel guriidgefeprt unb 00m SRefte Seftp genommen paben, bleiben fie an ber 2lu\u00a7enfeite beffelben ftpen unb fttabbern oft am $opfe iprer Slltett, big fte pier bie gmifdpeu bem \u00a9dpttabel unb ben 2lugen ftepenben Gebern meggebiffen unb bag gell fapl gelegt paben. \u00a9g ift fdpmer, fidp oorguftellen, moper bie jungen gutter erpalten, m\u00e4prenb bie alten S\u00f6gel abmefenb finb. .Jparrig Oerfidperte midp, ba^ man monatelang feinen alten Sllbatrog in ber SR\u00e4pe ber SRefter f\u00e4pe unb, fo fonberbar Oieg attd; Hingen mag: bie gange \u00a9onberbarfeit fpridpt f\u00fcr bie SBaprpeit, ba DRiemanb eine foldpe \u00a9efdpidpte erfinben m\u00fcrbe (?) unb bie 9Ridptigfeit mirb erprobt burd; bag p\u00e4uftge Sorfommen ber Sllbatroffc im SOReere oont 2lprit big gum Oftober unb ipre \u00a9eltenpeit im \u00fcbrigen","page":891},{"file":"p0892.txt","language":"de","ocr_de":"892\n\u00a9ie \u00a9djwimntcr. \u00a9eefliegev. Sllbatroffe. \u00a9titrnwBgel.\nSa^\u00efe. Hurr iS oerweiltc im Slugufi bret SSodjen auf Stviftan b\u2019Skunlja iinb auf ber Siad)tigali= tnfcl, fai) aber nid;t einen einzigen SllbatroS W\u00e4ljrenb biefer Seit, \u00f6erfidjert audj, ba\u00a7, \u201enadjbemfte tnt Oftober gurMgcfehrt, er fie niemals bie jungen \u00e4gen falj. OeS\u00efjalb a\u00effo muffen fie Wohl ein anbcreS Mittel h\u00fcben, urn fid) gutter gu t>erf<haffftt. SJieine Meinung ift; bafc fie nadjtS in \u00a9ee fliegen unb fidj gutter holen. Harris aber Wtberfpridjt Oem.\" ... Slnberfott fc^reibt, ba\u00a7 er einen alten Kapit\u00e4n gefragt \u00efjabe, Don WaS benn bie jungen lebten. Oer Kapit\u00e4n eroberte : \u201eSon ihrem eigenen gette itnb gWar erftenS, Weil fie ungeheuer fett finb, gWeitenS, Weil fie nod) uid)t fliegen, alfo audj nic^t inS SBaffer gehen f\u00f6nnen unb brittenS, Weil bie Pinguine monatelang auf ben Klippen leben, ohne einen Riffen gutter gir nehmen, als gettb\u00e4uc^e bie gelfeninfetn beftetgenb unb als ausgehungerte \u00a9erippe lieber bem Stteere guwanbernb.\"\n3dj bin Weit entfernt, fold;e \u00a9rg\u00e4hlungen gu vertreten ober auch nur f\u00fcr glaublich gu galten, habe fie aber hiev huuptf\u00e4d)Iidj aus bem \u00a9runbe mit aufgenommen, Weit fie beWetfen, baB Wir \u00fcber baS Sugenbleben ber Sllbatroffe eben nod) nid)t unterrichtet ftnb. \u00a9enau Oaffelbe Wirb Wohl aud) ber Herausgeber ber ber\u00fchmten Seitfdbrift \u201eSbiS\", Welcher biefe \u00fcRittheilungen entnommen finb, gebadet haben.\nOer gang ber Sllbatroffe ift fet)r leidet; beim eS bebarf nur beS SluSWerfcnS einer gut gef\u00f6berten Singel, um ftd) ihrer gu bem\u00e4chtigen. Hafen unb \u00a9djnur, Weldje ocrWenbet inerben, m\u00fcffen \u00fcbrigens ftarf fein, ineil bie gefangenenSS\u00f6gel einengiemtid) erheblichenSBiberftaub leiften. Sknn ein SllbatroS au bie Singel gebiffen hat unb angegogen inirb, umfreifen ihn feine \u00a9ef\u00e4hrten mit lautem, freifchenben, unangenehmen \u00a9efdjrei. Oer auf baS Serbed gebraute \u00a9efangene ift.oollfommen \u00a7UfroS unb l\u00e4\u00dft fid), im SeWuBtfein feiner \u00a9chw\u00e4cfje, unglaublich oiel gefallen, bei\u00dft aber bod) guineilen hcftig um ftd), greift beifpief\u00f6ineife Hunbe an, falls fold;e am Sorb ftdj beftnben. \u00a9oulb bemerft, baf bie Slngetung ben Sllbatroffen feinen \u00a9d)inerg bcrurfad;e, ba ber Hufen nur in *>ie \u00efrumme, unempfinbs lid;e Hornfpihe beS \u00a9djnabelS einfiidjt, h*# fetten aber foirflidj ein tropfen Slut flie\u00dft. OieS mag auch bagu beitragen, baB ein frei geworbener SllbatroS fid) teid)t gum gWeiten SMe Wicber f\u00e4ngt. \u00a9djWerer h\u00e4lt eS, bem g\u00e4ben Seben beS Sogeis ein \u00a9nbe gu ntadjen. Oie SJ\u00eeatrofcn bohren ihm, taut\u00a3fd)ubi, eine lange \u00a9egelnabel in baS \u00a9ehirn; biefe Hinrichtung ift aber eine langwierige Ou\u00e4lerei, unb \u00a3fd)iibi hut felbft gefehen, baf ein SllbatroS mit einer fed)S Bott langen Stabei im $opfe baron flog, \u00a9rft fp\u00e4ter W\u00fcrbe er burd) einen SaSfen gelehrt, baB ber SllbatroS burch einen leichten \u00a9chlag auf ben Hinterfopf oermittelS eines H^SP^eS Mt augenblicklich get\u00f6btet Werben fann. OaS hurte unb thranige gteifd) Wirb bon ben \u00a9eeleuten bloS bann gegcffeit, Wenn groBer Mangel au frifchen SRa\u00efjrungSmitteln herrfd)t. Sor bem M)en legt man ben K\u00f6rper erft bierunb^ gWangig \u00a9tunben unb noch l\u00e4nger in \u00a9eeWaffer ober fe^t ipn ebenfo lange bem SBinb unb better auS; hierburch foil er ben gr\u00f6len \u00a3hei\u00ef unangenehmen \u00a9efchmacfeS berlieren.\n\u00a9turmb\u00f6gel im engeren \u00a9iuue (Procellariae) Werben biejeuigcit Slrten ber Bunft genannt, Weld>e in ihrer \u00a9eftalt eine geWiffe Slel)utid)feit mit ben SSt\u00f6beu h\u00fcben, obWot)I fic fid) burch ben Halberen, hodjftirnigen \u00aeopf unb bie Heineren gl\u00fcgel hinl\u00e4nglid) unterfd)eiben. \u00a9ie fmb kr\u00e4ftig gebaut, furgh\u00e4lfig unb gvo\u00dff\u00f6pfigg ipr \u00a9d)itabel ift f\u00fcrger als ber ^opf, ftarf unb hurt, feitlid) fo gefurcht, baB bie \u00a9pp Wie abgefeimt erfdjeitit, letztere oben unb unten ftarf aufgefd)Wungeit, woburdj auf ber Oberfeite ein fehr gebogener Hufen ent]tcl)t unb am llnterfchnabel ein ftarf heroortrctenbeS \u00a9d fich bilbet; bie \u00a9djeiben greifen eitiigermaBen \u00fcber eiuanber unb ftnb fepr fcharf ; ber Stachen \u00f6ffnet fid) bis unter bie Singen ; bic Stafenl\u00f6djer liegen in einer oerwadjfeiten Slopre auf ber \u00a9djnabclfirfie unb finb ber S\u00e4nge nad) in gWei H\u00e4lften getheilt; ber guf ift mittelgroB unb ftarf, furgl\u00e4ufig, feitlich gufammengebr\u00fccft; feine brei Sorbergehen tragen oode \u00a9chwimmh\u00e4ute, w\u00e4hrenb bie Hmtergehe uur","page":892},{"file":"p0893.txt","language":"de","ocr_de":"Sllbatre*. S\u00ee t e f e ii ft imn o o g c \u00ef.\n893\nburd) eine Heine SBarge angebeutet mirb; bie fyl\u00fcget \u00e4hneln benen bev SJt\u00f6oen, ftnb jebod^ minber lang unb feiger; unter beu \u00a9djmittgen ift bte erfte augnahntglog bte l\u00e4itgfte; ber aug gm\u00f6lf big oiergeljn Gebern befle^ertbe \u00a9djmang ift ftarf abgerunbet. Oag \u00aeteingefieber ift fe^r reichhaltig unb toeidj, auf ber Oberfeite fefter alg auf ber unteren, mofelbft eg gerfd)lei\u00dft unb einen bitten ^Setg bilbet. -fpinfichtlidj ber F\u00e4rbung unterfd^eiben ftd^ bie \u00a9efd)ledjter nicht, bie Sdh\u00efe\u00eageit fcheint ebenfallg feinen befonberen (SinfCu\u00df ^u \u00fcben, unb aud) bie jungen Reichen nicht auffallenb oon beu Sllten ab.\nSille Slrteu biefer Familie geh\u00f6ren 311 ben SBeltmcero\u00f6geln, grenzen fid) aber in ber Siegel einen gemiffen SSerbreitunggfrcig ab.\thei\u00dfen \u00a9\u00fcrtet treten fie minber gasreich auf alg in bem\ngem\u00e4\u00dfigten unb falten beiber H\u00e4lften, anf ber f\u00fcblid^\u00e9n ^albfugel aber in au\u00dferorbentlidjer Slngahf entfpredjenb ber gr\u00f6\u00dferen S\u00dfaff er fl\u00e4che. Oie Stifte beg \u00c7eftlanbe\u00ea fuchen fie auf, um gu br\u00fcten; \u00fcbrigen^ Verflie\u00dft il)r Seben anf hohem SJieere. @ie ftnb faum f\u00e4hig gu gehen, fdjminirnen gmar leicht unb fcheittbar ohne Slnftrengung, aber bod) feiten, unb oerbringen bie meifte 3eit i^re\u00ea Sebeng fliegenb. S3ont \u00a9d)iffe aug f\u00eee\u00ef)t man fie m\u00e4hrettb beg gangen \u00a3ageg, ununterbrodjen unb gleichm\u00e4\u00dfig fid> bemegenb, in gemiffer ip\u00f6he \u00fcber ben S\u00dfogen bal)in fdjmebenb, \u00fcber bie \u00ae\u00e4mme berfelbett flintmenb, bie S\u00dfedentlj\u00e4ler \u00fcberfliegenb unb nur geitioeilig ftd) auf Slugenblide herabtaffenb, um eine gefunbenc S3eute aufgunehnten. \u00a9ie ftnb fdjlechtere \u00a9to\u00dftaudjer alg alle \u00fcbrigen \u00a9eeflieger, tro^bem aber bef\u00e4higt, ihren reid) befiebcrten Seib unter bie Oberfl\u00e4che beg S\u00dfafferg gu gm\u00e4ngen. Unter ihren \u00a9innen ftchen @eftd)t unb @el)\u00f6r obenan; ob ber \u00a9entch, ben fonberbar geformten Slugg\u00e4ngen ent; fpredjenb, befonberg entmidett ift ober nicht, oerm\u00f6gen mir nid)t gu fageit, fotoie mir eg auch fount mageit b\u00fcrfett, \u00fcber ihre \u00a9eiftegfr\u00e4fte ein Urtheil gu f\u00e4llen. \u00a9ie geigen ftd) in noch h\u00f6herem \u00a9rabe alg bie Sllbatroffe bummbreift unb furd)tlog, fd)euen, mentt ber junger fte qu\u00e4lt, feine Singet, aud) menu fie fehett, ba\u00df ihre @ef\u00e4l)rten burd; fold)e gefangen m\u00fcrben, merbett \u00fcberhaupt fotcidjt nicht burd) \u00a9rfaprung flug unb. taffen ftd) Oon ihrer gemahnten Sebeugtoeife nid)t bttrd) Buf\u00e4lligfeiten abbringen. Unter ftd) leben fie h\u00f6djft gefe\u00fcig, menu auch 0ieHcid)t nid)t frieblid); bentt mit ihrer Fre\u00dfgier finb Sleib unb ^abfud)t innig Oerbttnben: bie fd)m\u00e4d)eren beugen ftd) ben ft\u00e4rferen, unb biefe ntad)en r\u00fcdftd)tglog \u00a9ebrattd) oon bem 9bed)te beg 9)i\u00e4d)tigereu. Sille thterifd)en \u00a9toffe, meldje auf ber Oberfl\u00e4che beg SJteereg fd)mimnten, gelten ben \u00a9turmo\u00f6geln alg miHfontntene S3eitte; fie n\u00e4hren ftd) Oont Slafe gr\u00f6\u00dferer \u00a3l)iere, \u00fcon tobten ober lebenben $ifd)en, 2\u00dfeid)tl)ieren uttb \u00e4hnlichem \u00a9em\u00fcrtne, finb uttglaublid) gefr\u00e4\u00dfig, gierig unb faft unerf\u00e4ttlich; beim mit ihrer unerm\u00fcblichen Siegfamfeit ftel)t ihre SSerbauung im geraben SSerI)\u00e4Itni\u00df. Stad) reid)lid)em $ra\u00dfc ober angefichtg einer reid) befehlen \u00a3afet oergeffen fte jebe \u00a9efahr, laffett ftd) mit Kn\u00fcppeln tobtfd)lagen ober mit ben ^\u00e4nben greifen.\nSille \u00a9turnto\u00f6gel niften nat) am SReere, am liebften auf eingelnen, m\u00f6gtichft itngug\u00e4nglid)en Klippen ober \u00a9ch\u00e4ren. \u00a9in eigentlicheg Sieft bauen fic nid)t, legen oietmehr bag fehr gro\u00dfe, bid'; bauchige, raul)f<halige, ungefledte, mei\u00dfe \u00a9i auf beu blo\u00dfen S3oben unb beginnen fofort nad) bem Segen gu br\u00fcten. Oag 3>ungc fommt in einem graulichen glaumenfleibe gur S\u00f6elt ttnb m\u00e4d)fi fehr langfant heran; feine \u00a9Item lieben eg ungemein unb fe^en angefichtg ein eg ^einbeg ot)ne Siebenten ihr Seben ein, oerfuchen aud), eg befim\u00f6gtid)ft gu Oertheibigen, ittbent fie bem Slngreifer einen \u00a9trahi fl\u00fcfftgen Ohratteg eittgegenfprihen. Stad) bem Slugfluge ber jungen .gertt)eilen fid) bie Siiftgefetl; fchaften \u00fcber bag mcite SReer, fortan mehr ober minber gahtreidje \u00dctruppg bilbettb, metd)e nunmehr gietlog umherfliegen.\nSllg SSerbinbungggtieb ber Sllbatroffe unb \u00a9turmo\u00f6get barf ber Stiefenfturmoogel (Procel-laria-Ossifragus-gigantea) attgefehen merbeit. Oag \u00a9efieber beg alten S3ogclg ift bunfetchocotaben; braun, bag Singe bttnfelfd)margbrauu, ber \u00a9dmabel hetlhornfarbig, an ber \u00a9pitie bla\u00dfmeinroth","page":893},{"file":"p0894.txt","language":"de","ocr_de":"894\n\u00aeie \u00a9djttnmmer. \u00a9ee\u00dfieger. \u00a9tuvmo\u00f4gel.\n\u2022\u00fcberlaufen. 3)er junge Bogel ift ^e\u00cf\u00cfcr gef\u00e4rbt, fein Sluge filberVoet^. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt ettoa 2 $u\u00df 8 3oft, tie 23reite 4V* big 5 $u\u00df.\nSDer Verbreitunggfreig beg -Riefenfturmboge\u00ef\u00ea er\u00dfrecft \u00dfd; \u00fcber ten gem\u00e4\u00dfigten unb falten \u00a9\u00fcrtel ber f\u00fcb\u00efi^en \u00a3albfugel. \u00a3fd;ubi beobachtete iljn im atfantifd;en Weltmeere ^Vuifc^en bem 30. unb 35. \u00a9rabe unb in ber \u00a9\u00fcbfee gtoifeben bem 41. unb 54. \u00a9rabe tagt\u00e4glich; \u00a9oulb meint, ba\u00df er oft um bie \u00a9rbfugel fliegen m\u00f6ge, \u00a9in burd) fein lid\u00dfgraueg \u00a9e\u00dfeber auffallenber Vogel biefer Slrt Oerfolgte bag \u00a9dbtff unfereg $orfd;erg auf feiner f^a^rt oom Vorgebirge ber guten Hoffnung nach Vanbientenglanb ungef\u00e4hr brei SBocben lang unb burdj\u00dfog to\u00e4hrenb biefer 3^it minbe\u00dfeng gtt?ci= taufenb \u00dcJteilen, ba er, in toeiten Greifen oon gtuangig Steilen SDurdjmeffer umherfd;toeifenb, nur\nDer O^iefettfturut\u00fc\u00f6gel (Procellaria-Osslfragus-gifeatotea). 1/6 bet \u00fcat. \u00aer\u00f6\u00a7e.\naller halben \u00a9tunben oom \u00a9chiffe alig \u00dfd\u00dfbar tourbe. \u00d4er ging biefeg liefen ber Familie i\u00df nid/t fo angenehm f^toimmenb alg ber beg Sllbatrog, fonbern mehr ange\u00dfrengt unb fd\u00dfagenb; bod; fann man ihn, laut \u00a3fd;ubi, bei fl\u00fcchtiger Beobachtung leicht mit ben Heineren OTatroSarten Oers toechfeln. \u201eObgleich fe^r gefr\u00e4\u00dfig\", fagt letztgenannter f\u00c7orfd^er, \u201ei\u00df er bod; fet;r oor\u00dfehtig unb mi\u00dftrauifd; unb bei\u00dft nur feiten in bie Singel; gefangen an Borb gezogen, oertl;eibigt er \u00dfd; mit gjtuth unb l;aut mit feinem fd^arfen \u00a9chnabel to\u00fcthenb um \u00dfd;. \u00a9d^eit toeid;en ihm immer bie \u00fcbrigen fleiuen \u00a9turmo\u00f6gel aug, oon benen er oielteid\u00df \u00f6fterg einen mit toegfdjnahhen mag.\" \u00a9oulb hat in bem SORagen ber oon ihm get\u00f6bteten \u00a9t\u00fcdfe gioar nur mehr ober ioeniger oerbaute $ifd;e gefunben; Seffon aber theilt mit, ba\u00df er in ben \u00a9ingeioeiben eineg fold;en ffte\u00dfe oon V\u00f6geln fanb.","page":894},{"file":"p0895.txt","language":"de","ocr_de":"Di i e f e n fi u r nt o o g e T. ($ t \u00a7 ft it r m 0 o g e 1.\n895\nButton f\u00fcgt, baff er \u00fcberaus gefr\u00e4\u00dfig fei unb ftdp gierig auf atlel \u00a9enieffbare, unter Ruberem aud) auf bie erfdplagenen \u00a9eepunbe ft\u00fcrje, um oon i^nen zu freffen. \u00a9ottlb fap auf ber Steife uadp SBanbientenllanb Xaufettbe biefer $\u00f6gel beifantmen auf bem SBaffer pen, bal Fett fcer get\u00f6bteten S\u00f6attpiere, Joetdpel itmperfdptoamm, \u00f6erzeprenb. \u00a9ool faub ipn fepr zaplreid) auf \u00a9priftmaleilanb int \u00a3)e$ember unb ztoar fo gapm, baff iptt bie SDtatrofen mit \u00a9t\u00f6den erfdplugen. 93on feiner f\u00fcblidpett Heimat aul pat ftd) ber Dtiefenfturmooget bereits ioieberpott ttad) ber n\u00f6rblidpeit jpalbfugel verflogen unb ift aud) in \u00a9itropa erlegt toorben; ein \u00a9t\u00fcd fett fogar auf bem Steine tobt gefuitben Serben fein.\nlieber bie Fortpflanzung tpeilt button \u00a9inigel mit. \u00a3>er Dtiefenfiurmoogel br\u00fctet auf S\u00dfrinz (SbroarbS \u00a9ilanb unb legt ein einziges ioetffel \u00a9i. 3luS ipnt fdpl\u00fcpft nad) langer Bebr\u00fctung bal anf\u00e4ttglid) in ein fdp\u00f6ttel Weites, langbuntgel $leib gef\u00fcllte Sunge, toeldpel langfam peranto\u00e4dpft unb fp\u00e4ter feine auf buufelbraunent \u00a9runbe ioeiffgefledte Bugenbtradpt anlegt. 2\u00dfenn fxd^ 3entanb bem Stefte n\u00e4bert, toenbet fiep ber alte SSogel ettoal zur \u00a9eite, unb bal 3unge fpudt fobann ein entfefelidp ftinfenbeS Del fed)l bil ad)t Fuff Weit gegen ben Angreifer.\n\u00a3>er \u00a9ilfhttm\u00f6ogel ober Fulmar (Procellaria glacialis) ift toeiff, am 33aucpe lidjtftlber; grau, auf bem SJiantcl nt\u00f6oenblau; bie \u00a9djtoingen finb fd)to\u00e4rzlidp. 2)al Sluge ift braun, ber \u00a9dpnabel blaffpontgclb auf ber Fivfte, an ber SBurzel pinten graugr\u00fcnlid), ber Fuff gelb mit einem \u00a9tid) iul Sl\u00e4ul\u00fcpe. 93eim jungen 23ogeI ift aud) bal \u00a9efteber ber Unterfeite bl\u00e4ulid). 2)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 18 bil 19, bie ^Breite 41 bis 43, bie Fittigl\u00e4nge 12 bil 13, bie \u00a9cptoanzl\u00e4nge 42/3 3oU.\n3)er Fulmar lebt im n\u00f6rblidpen \u00a9iSmeere unb oerl\u00e4fft baffelbe \u00e4ufferft feiten, eigentlich blol, trenn er burd) \u00a9t\u00fcrme Oerfdplagcit tourbe. 3tt ben f\u00fcblidpett -D\u00eeeercn toirb er burd) eine napoertoanbte 2lrt, toeldje man fr\u00fcpeb mit ipnt oertoedffelte, oertreten. 2)ie ^snfel \u00a9t. $ilba unb \u00a9rintf\u00f6 bei S^laub b\u00fcrfen als feine f\u00fcblidfftett 33rutpl\u00e4t^e angefepett ioerben. \u00a9r ift ein SBeltmeeroogel Joie alle feine t\u00dfertoanbten unb n\u00e4pert ftd) bem Fefflattbe auffer ber Brutzeit nur, ioenn er burd) Stebel irre; geleitet ober bttrdf langanpaltenbe \u00a9t\u00fcrme g\u00e4itglidp ermattet tourbe; boep foil er, laut Jpolboell, in S^otbgr\u00f6nlanb ftd) \u00f6fter all fonftloo an ben l\u00fcften unb in ben Sucptcn umpertreiben. \u00a9einen Stamen tr\u00e4gt er \u00fcbrigenl nid)t ganz utit Stedpt; er fdpeut trcnigfienS gr\u00f6\u00dfere \u00a9ilmaffen, unb bie \u00a9cpipfiiprer, bereu Fuprzeuge 00m (Sife umfd)loffen tourben, palten el f\u00fcr ein ftdjerel 3eid)en 001t offenem S\u00dfaffer, toenn jte \u00a9ilfturm\u00f6\u00f6gel bemerfen. S\u00f6\u00e4prenb beS 2\u00f6interS beobaeptet man iptt \u00f6fter all in ben \u00a9ommermonaten in f\u00fcblicperen \u00a9egenben, opne jeboep einen $ug annepmen Zu b\u00fcrfen.\n3m Fluge foil ber \u00a9ilfturm\u00f6\u00f6gel eine geioiffe 2Iepnlid)leit mit mandjen SJl\u00f6oen, inlbefonbere mit ben \u00a9Ifenbeinm\u00f6oen paben. Der \u00a9d)iffer fiept iptt mit aulgebreiteten, faft unbetoeglidjen Fl\u00fcgeln leidpt \u00fcber bie erregten SBogen gleiten unb fooiel all nt\u00f6glidp bettfelben Slbftanb oont SSaffer ein; patten, audp toadfer gegen ben \u00a9t\u00fcrm f\u00e4tnpfen unb nur feiten ftdp aulntpen. 3m \u00a9d)toimmeu befunbet er oiet \u00a9efdpid; er habet fiep g. S. itt ben reiffenbften \u00a9tr\u00f6ntungen jtoifdpen ben Klippen ober rubert leidpt \u00fcber 2Bafferfl\u00e4d)en, toeldje ipnt Stapnntg geto\u00e4pren. Stuf\u2018bem Sattbe pingegett zeigt er ftd) fepr pilftoS, unb toentt er zu Fuffe ftdp betoegen foil, rutfdjt er mepr all er gept auf ber Sauf; fople bapin. Daff er taudpf\u00e4pig ift, toiffen toir burd) \u00a3olboeil, beil\u00e4ufig bemer\u00eft, ben einzigen Forfdjer, toeldper biefe 23eobadptung gemad)t pat. 2)ie \u00a9timnte flingt gadernb ioie \u201e\u00a9\u00e4g\u00e4g\u00e4gerr\", int Born fnarrenb toie \u201e^arto\". 3u feinem S\u00f6efen unterfdpeibet er ftdp nid)t Oon anberen Slrtcn ber Familie. SSor bem SDtenfd)en fiird)tet er ftep nidpt, n\u00e4pert ftdp opne Sebenfen bett \u00a9dffffen unb mit toaprer 3ubringlid)feit ^en Fifd)ern ober 3\u00f6alftfd)f\u00e4ngern, inlbefonbere, toenn er bereitl beim Berlegen einel S\u00dfalel ein \u00a9t\u00fcd' \u00a9ped erbeutet pat. \u201eSBeim 2lttfpaueu bei 2\u00dfalftfd)el\", fagt ^olboell,","page":895},{"file":"p0896.txt","language":"de","ocr_de":"896\n\u00aeie \u00a9djUnmmer. \u00a9eeflieger. <StuvmV>\u00f6ojet.\nf/ift er jo breift, bag man ihn au SCaufenben mit Zubern unb Sootgljafett tobtfchlagen farm.\" (Sine \u00e4hnlidje \u00a9orgloft gleit geigt er beim Sefte, bon meinem er ftdj faum Vertreiben l\u00e4gt, \u00a9egen \u00a9eineg: gleiten ift er gefctlig, nnb ein cingelner Wirb bon ben Seobad)tern immer atg Serfchtagcner angefeljen. Um anbere S\u00f6gel bef\u00fcntmert er ftd) Wenig, obgleid; er unter ihnen nmt;erfliegt unb auf benjelben Sergen mit ihnen br\u00fctet.\n\u00a3)ie 3Salftjd)f\u00e4nger behaupten, bag \u00a9ped jeine liebfie Sprung to\u00e4re; jorgf\u00e4ltige Seobadjter, ioie gab er, fanben, bag er allerlei \u00a9eethiere bergest, unb nicht allein bieje, jonbern geitmeitig auch bag an ben stippen ibadjfenbe S\u00f6ffelfraut. gab er lernte leinen Sogei auger ihn teunen, ibetdjer Stebujen anr\u00fc^rt. $)ie Salbung nimmt er cntmeber jc^Webenb bom SBaffer auf ober erft nad)bent er ftd) auf ben Men niebertieg; beim \u00e4erlegen ber 2Balftfd)e fd)\u00efbimmt er freffenb auf bent 3Bajfer hin unb her. (Sitten \u00a9togtaudjer lann man it;n eigentlich nid;t nennen, unb be\u00ea\u00efjalb gelingt\nSD er \u00a9i\u00eafturntbogel (ProceUaria glacialis).\nc\u00ab i\u00a7m au\u00e4; w# nuv feiten, fdjuellet Setoeglidje Spiere ju \u00abtaten. 3ln \u00a9efr\u00e4feigfeit fte\u00c7t et tjintev\nfeinem jeiner Sertbanbten gur\u00fcd.\t,\nSJtan \u00a7at ben (Sigfturmbogel auf allen l)od)norbifd)en Snfeln alg Srutboget gefunberr, m Europa namentlich auf \u00a9t\u00dfilba, einer ber^ebriben, unb auf Sglanb, augerbem auf San Stab en, \u00a9pifcbergen. unb S\u00f6lanb. 5luf ben SSeftman\u00f6ern bei Sglanb ift er, laut gaber, unter allen Srutb\u00f4ge\u00efn ber l)\u00e4uftgfte, unb feine dngaht fann einigermagen barnad) berechnet tterben, bag bie (Sin\u00efbol)ner menigfteng g\u00e4bangigtaufenb Sunge augnel)men; eg br\u00fcten bemnad; minbefteng viergigtaujenb \u00a9t\u00fcd bajelbft. Shre Slngahl nimmt aber allj\u00e4hrlich gu, Weil viele bon ben Sungen nicht erreicht \u00bberben Kimen, obwohl ftd) bie Sogler mit \u00a3\u00f9\u00effe bon jtarfen \u00a9eiten an ben gelgfo\u00e4nben herabtafjen. \u201eStitten im Si\u00e4rg\", jagt gaber, \u201en\u00e4hert ftd) ber (Sigfturmbogel ben Srutpl\u00e4ben; im Infange beg Stai, gumeiten fd)on um bie SUtte beg 5lprit wirb bag eine groge, runbtic^e, reinweige (Si gelegt, entlbeber auf bie nadteu 5lbf\u00e4he ber gelfen ober in eine Heine (Srbgrube oben auf ben gelfeninfetd)cn. \u00a9o Wie ber 3e\u00ab\u00f6ungg;","page":896},{"file":"p0897.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9ilfiurmbogef. \u00c6aptaube.\n897\ntrieb bie meiften in ben Reifen br\u00fctenben V\u00f6gel fo firr macht, ba\u00df man fte mit einiger Behenbigfeit torn Stefte nehmen fann, fo mirb auch biefer fo gal)m, ba\u00df ich i\u00efjn erft lange mit \u00a9rbfl\u00f6\u00dfen marf, um tf;n bom \u00a9i gu jagen, ohne ba\u00df mir el m\u00f6glich mar. Sticht eher all in ben erften \u00a9agen bel Suli \u00efriec^t bal Swtge aul bem (Sie; gegen \u00a9nbe biefel SJtonatl ifi el halb ermadljfen unb mit langen, graublauen R\u00e4umen bebecft. \u00a9df)on bann fpeit el ebenfo gut mie bie Sitten feine tranige $l\u00fcfftgfeit gutoeilen mehr all eine (SCCe meit gegen \u00a9en aul, meldjer el nehmen mill, inbem el biefe $endE)tigfeit mit Beilegungen, all motte el ftdj erbrechen, aul bem unteren \u00a9heile bei \u00a9djlnnhel herborm\u00fcrgt. \u00a9iefer Vorrath mirb nicht fo leicht erfdEj\u00f6pft. \u00a9egen \u00a9nbe bei Sfuguft ftnb bie jungen pgge unb au\u00dferorbentlidE) fett, riechen aber fe^r \u00fcbet, \u00a9ie \u00a9inmohner bon Vkftntan\u00f6er gieren bann auf ben fyelfeninfetd^en untrer, tobten fie gu \u00a9aufenben unb falgen fie gum SBinterborrath ein. SJtitte \u00a9eptemberl bertaffen Sitte unb Sunge bie Brutpl\u00e4^e unb gieren auf bal offene SJ\u00ceeer hinaul, mo fie ben hinter gubringen, foba\u00df auf Sllanb feiner gu biefer Beit gefe^en mirb.\"\n2lujjer bem SJtenfchen ftellen ber Sagbfalf unb \u00a9eeabler ben Sitten unb jungen unb bie gro\u00dfen Staubm\u00f6oen namentlich ben festeren nad), meil fte mo^t miffen, ba\u00df ihnen bie Sitten au\u00dfer bem Slnfpeien mit jener tranigen $i\u00fcfftgfeit feinen S\u00dfiberftanb entgegenfe^en f\u00f6nnen.\n\u00a9in anberer, allen \u00a9diff\u00e9ra mohlbefannter \u00a9turmbogel, bie \u00aeaptaube (Procellaria-Daption-capensis), berbient noch erm\u00e4hnt gu merben, meil er neuerbing! ebenfalll in \u00a9uropa erlegt morben ift. \u00a9ie S\u00e4nge ber \u00dfaptaube betr\u00e4gt 14, bie S3reite 32 3oU. \u201eShr blenbenbmei\u00dfel \u00a9efieber\", fagt \u00a9fdhubi, \u201eift auf bem Hantel fchmarg geflecft unb bei einiger Vhantafte ben mei\u00df unb fchmarg mechfetnben Reibern einel \u00a9amenbrete! gu bergfeichen.\" \u00a9ie \u00a9berfeite ift gr\u00f6\u00dftentheil! ru\u00dffchmarg ober mei\u00df unb fchmarg geflecft, bie Unterfeite mei\u00df, bie \u00a9dringen unb bie \u00a9teuerfebern an ber \u00a9pi^e ftnb ru\u00dffchmarg.\n\u00a9ie \u00c6aptaube-ift, laut \u00a9fdjubi, unter allen \u00a9eeb\u00f6getn ber treuefte Begleiter ber \u00a9chiffe; benn fte berl\u00e4\u00dft bon ihrem Sluftreten im atlantifchen SSeltmeere an bil in bie intertropifchen $\u00f6hen ber \u00a9\u00dfeftf\u00fcfte bie ftaljrgeuge nur feiten. Shre geographifche Verbreitung ift merfm\u00fcrbig. 3m atlantifchen SBeftmeere lebt fte au\u00dferhalb bei S\u00f6eubefreifel bei \u00a9teinbocfl, unb el ift ein h\u00f6dhft feltener Bufali, toenn fte ftch einmal innerhalb bei hei\u00dfen \u00a9\u00fcrtetl ober gar bil auf bie n\u00f6rbtidhe \u00a3>atbfugef berirrt; nicht fo ift el in ber \u00a9\u00fcbfee: hier trifft man fte menigftenl in bem \u00a9heile, melcher Slmerifal S\u00dfeftf\u00fcfte befp\u00fclt, bil n\u00f6rbfid) bom \u00a9leicher. \u201eSch habe bie Beobachtung gemacht, ba\u00df fte in jenem hei\u00dfen \u00a9\u00fcrtel ftch nie fo anhaftenb in ber St\u00e4lje ber \u00a9chiffe aufhalten, mie in bem falten \u00dflima ber h\u00f6heren Breiten. SBenn fte hier \u00a9ag unb Stadst bie \u00a9chiffe untfchm\u00e4rnten, fo berfdhminben fte bort m\u00e4hrenb ber Stacht unb ftellen ftch nur eine \u00a9tunbe bor ober nach \u00a9onnenaufgang unb in ben fp\u00e4ten Stachmittaglftunben ein. Ob biel fefte Sieget ift, bermag ich nid^t gu entfcheiben; bei meinen Steifen mar el menigftenl immer fo. Stie bemerfte ich auf einer Sthebe, in einer Bai ober in einem \u00a3afcn ber \u00a9\u00fcbfee bie ^aptaube, m\u00e4hrenb hoch fo biefe B\u00f6get ber Bai auch bie minbgefch\u00fchten Slnferpl\u00e4he ber \u00a9chiffe befudjen; aber faum menige \u00a9eemeilen bom Sanbe eilt fte all crfter Vorl\u00e4ufer ihrer \u00a9attunglbermanbten ben fta\u00efjrgeugen entgegen. Slm 11. \u00a9ftober lichteten mir im #afen bon Vatparaifo bie Sinter gur Steife um bal \u00aeap \u00a3orn. Stoch auf ber Stbebe herrfchte eine fd^mad^e Brife bon Sterben, auf offener \u00a9ee bliel ein feljr harter \u00a9\u00fcb; faum hatten mir nad) gur\u00fccfgelegten brei \u00a9eemeilen biefen SBinb erreicht, all ftch \u00f6ie \u00c6aptaube fchon in SJtenge um bal \u00a9d)iff berfammette, unb am folgenben \u00a9age mud)3 ihre B\u00e4ht fo ungeheuer, ba\u00df fte ftd) auf 400 \u00a9t\u00fccf belaufen mochte. \u00a9rft bei ben Sttfeln 3uan $ernanbeg gefeilten ftch anbere Slrten bon \u00a9turmb\u00f6geln gu ihnen.\"\n\u00a9ie \u00dfaptaube fchmirnrnt leicht, thut \u00a9iel jeboch feiten; benn fte fliegt bei \u00a9ag unb bei Stadjt unb fefet ftch biol gelegentlich W, u\u2122 etmal \u00a9enie\u00dfbarel bequemer aufnehmen gu f\u00f6nnen. \u201eSJtan fann ftch\", fagt \u00a9oulb, \u201enidhtl Bierficherel benfen all ihre Bemegungen im fliegen, menn fte ben $all auf ben St\u00fccfen beugt, bie gro\u00dfen Beine gang unter bie Unterfchmangbecffebern gieht unb ben\nSL^ierleben. IV.\t\u00a37","page":897},{"file":"p0898.txt","language":"de","ocr_de":"898\n\u00a9te \u00a9cbwintntcr. \u00a9eeflieger. \u00a9turmoBgc\u00ef.\n\u00a9chwanj Wie einen $ad&et au\u00e4fbreigt.\" \u00a3fd)ubi nennt fie einen fehr gefr\u00e4\u00dfigen nnb \u00e4u\u00dfcrft Banlifd)en Sogel. 3\u00c7re Sprung bejle^t in Begieren, \u00dfrebfen unb Heineren ^ifd)cn. Senn fte ben ga^Tgeuften folgt, fo ntifyct fte ftch bei ft\u00fcrmif\u00e0em Setter oors\u00fcgltch non \u00df\u00fcd&enabf\u00e4llen aller 2Irt, ix>elcf>e \u00fcber Sorb geworfen werben nnb in ben \u00a9dbiff\u00e4furchen treiben, aud) oon \u00dcRenf^enlot^. \u201eTO: Wiber\u00efidjem \u00a9efc^rei jttrgt fie ftch oft auf bie fo e\u00efeI\u00c7afte Sente nnb jagt ftd) gegenseitig jebe\u00e8 \u00a9t\u00fcdd)en ab.\" Stau irrt gewi\u00df nicht, menu man annimmt, ba\u00df nur bie Sot\u00efj fie swingt, foldje Salfrung aufjunet)men. \u00a3fd)ubi fanb in bcn Stagen ber bei ruhiger \u00a9ee erbeuteten \u00aeab; tauben immer oerfd)icbene Seidl) * unb \u00a9ediere ober Ueberrefte oon giften, im Stagen ber im \u00a9t\u00fcrme gefangenen bagegen Sonnen, (Srbfen, Stufen, \u00dfnodfen, Serg, Seber, \u00a9bed, \u00dfopi\u00e4tter, @<$ipgtoiebad, ^o\u00efjft\u00fcddjen te. \u2014 fttrg alle m\u00f6glichen Stbf\u00e4lle oom \u00a9coiffe. Sei heiterem Setter ift fte jiemtid) fc^eu unb mi\u00dftrauifcb, im \u00a9t\u00fcrme aber, -oom junger geklagt, r\u00fcdftdbt\u00e8loS breift, unb\n23 ie \u00c4a^tauBe (Procellaria-Daption-capensis). J/* Ber ttat- Ot\u00f6fje.\nbann l\u00e4\u00dft fte jtd> mit gr\u00f6\u00dfter Seidjtigleit fangen. 3U biefem 3^ede Wirb eine \u00a9tednabel an einen ftarfen f^aben gebunben unb unter einen fpi^en Sinfel gebogen; ein baran geftedte\u00ea \u00a9t\u00fcd \u00a9bed ober Srot bient al\u00a7 $\u00f6ber. Qs\u00a7 W\u00e4hrt nie lange, bis ftd) einige S\u00f6gel barum oerfammeltt unb e\u00ea gierig gu baffen fud^en. Senn nun bie \u00a9djnur im richtigen Slugenblide angelegen Wirb, bleibt bie Singel im Obertiefer be\u00ea Soge\u00ef\u00ea fteden, unb er Wirb bie Seute be\u00ea \u00c7anger\u00ea. Sei heftigem \u00a9t\u00fcrme erreicht nat\u00fcrlid) ber leidste $\u00f6ber ba\u00ea Saffer nid^t, fottbern flattert an ber \u00a9d)nur in ber Suft; hier aber fud)en ihn bie ^abtauben ebenfalls gierig ju \u00f6erfd)lingen unb fangen fich entWeber mit bem \u00a9dhnabel ober oerWideln ftch mit ben kl\u00fcgeln in bem $aben. Sin Sorb gezogen oertlfeibigen fte ftdh tabfer mit bem \u00a9dhnabelunb fchleubern mit merfw\u00fcrbiger \u00a9idherheit eine eilige, fd^mierige, \u00f6l\u00fchnlidhe gl\u00fcfftgteit ihrem geinbe in\u00a7 \u00aeeftd)t. $>ie Shtrofen sieben ihnen bie \u00a3aut ab unb machen Setter* fahnen barau\u00ea: ba\u00ea ift ber einzige Stufen, welchen bie \u00c6abtauben gew\u00e4hren, lieber ba\u00ea Srutgefdj\u00e4ft mangeln nodh fidlere Serielle, \u00a9oulb fagt, ba\u00df fte auf Orifian b\u2019Slcunha unb auf attberen unfein,","page":898},{"file":"p0899.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c6aptaube. (Sntenpurmoogel.\n899\n\u00effc^ubi gibt art, ba\u00a7 fte an ber j\u00efib\u00eftdjen petuantfdien $\u00fcpe auf ben nacften $elfeninfeltt, tnelc^e in geringer (Entfernung bom Ufer fielen, niften f\u00f6lten. \u00a9ingehenbe Beobachtungen \u00fcber ba\u00ea Brutgefdj\u00e4ft festen noch ganglich-\n2J\u00eeehr al\u00ea bie bisher erm\u00e4hnten \u00a9turmb\u00f6get unter pch, unterfd^eibet fid) bon ihnen ber (Enten? fturmboget (Prion vittatus), melier mit einigen, tbie er auf bie f\u00fcblid)e $albfugel befchr\u00e4nften Bertoanbten, bie \u00a9ippe ber (Sntenft\u00fcrmer bilbet. Oa\u00ea michtigfte \u00dcJiertmat biefer B\u00f6get ift, bap ber SWunbranb be\u00ea Oberfiefer\u00ea innen f leine, b\u00fcnne ^ahnptcittchen tr\u00e4gt, in \u00e4hnlicher S\u00dfeife, hue bei ben \u00a9iebfdjn\u00e4blern. Oer tr\u00fcget ift lang unb fiarf/bie erfte \u00a9<hminge ettoaS f\u00fcrger al\u00ea bie gmeite; ber \u00a9d)hxtng, tbetetjer au\u00ea gto\u00f6tf Gebern gebilbet mirb, breit, pumpf abgerunbet; feine beiben \u00dc\u00c4ittetfcbern \u00f6erl\u00e4ngern pd; mertlich \u00fcber bie \u00fcbrigen. Oer \u00a9ntenfturmoogel ift auf ber Oberfeite iichtgraublau, auf ber Unterfeite atla\u00ea\u00efoeip, bie Pt\u00fcden? unb Stdpelfebern pnb buntler al\u00ea bie \u00fcbrigen ber Oberfeite, ber SRanb be\u00ea gl\u00fcgel\u00ea unb bie \u00a9th\u00bb>angfeberfpifcen fcpm\u00e4rglich. Oa\u00ea Stuge ift braun, ber \u00a9dpnabel buntetbteigrau, ber $up lebhaft graublau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 10V4, bie Breite 22, bie ^ittigl\u00e4nge 6'/3, bie \u00a9djtoangl\u00e4nge 312 Bott.\n2tuf ber gahrt um ba\u00ea \u00aeap \u00a3orn begegnet man bem \u00a9ntenfturmnogel guerp an ber \u00dfiiPe Braptien\u00ea rom \u00a9leider bi\u00ea gum B\u00dfenbefreife, befonber\u00ea ba, too f\u00c7e\u00effenriffe unb fteine Bnfetn an ber \u00c4\u00fcfte liegen, mahrfdjeinlich toeil biefe gu Brutpl\u00e4^en bcnufct toerben. Biet h\u00e4ufiger at\u00ea im atlantifdhen, feheint er im f\u00fcllen BSettmeere gu fein. d\u00eeaeh Ofchubi\u2019\u00ea Beobachtungen fefct er ftch fetten auf bie fetten, feheint \u00fcberhaupt einen toeit anhattenberen glug ar\u00ea feine ^amilien\u00f6ertoanbten gu haben. Bon einem ihm nap ftehenben Bertoanbten, meinem er in feinen \u00a9itten unb \u00a9emohnheiten \u00e4hneln fott, -fagt \u00a9outb, bap er manchmal in B\u00eeenge, manchmal einzeln erfcheint, bet heiterem SBetter ftitt \u00fcber ben 2Bafferfpiegel ^inftiegt, oft tleine Greife befdjreibt, fchmetterting\u00eaartig \u00fcber jeher \u00f6ligen-SOtaffe, iretebe er auf ber Oberfl\u00e4che flnbet, auf unb nieber flattert unb ba\u00ea \u00a9rbeutete oerfcplucft, opne fid) gu fe^en. \u00a9elegentlidh ruht er pd) \u00fcbrigen\u00ea bod; Jchioimmenb au\u00ea unb rertreilt in biefer Sage, bi\u00ea ber junger ihn antreibt, mieber gu fliegen unb Nahrung gu fuchen. ,,\u00a9\u00ea geh\u00f6rt eine kr\u00e4ftige unb tp\u00e4tige ^l\u00fcgetbetoegung bagu, pch im heftigen 2\u00f6inbe gu erhalten, im Bicfgad pfeilfchnetl gu piegen, bie Bellen h^angulaufen, pch auf bereu \u00a9ipfet gu fe^en unb lieber gmifepen fte hinab gu tommen, um non ber fefliefen Beltfl\u00e4che bargebotene Beidtflhiere, Welche eben bei biefem auf? geregten Buftanbe ber \u00a9ee h\u00e4ufiger gunt Borfdjeine femmeu, entnehmen gu t\u00f6nnen.\" Attach \u00a9outb\u2019\u00ea Beobachtung leben bie \u00a9ntenft\u00fcrmer au\u00eaflhlieptich non Beidflhieren, hoch ift nicht recht erpdplich, in Welcher Bei|e fte ihren eigenth\u00fcntlichen \u00a9chnab\u00e9t Oerm\u00eanben. Bu fangen ftnb pe leicht, ba fte ftch oft mit ben kl\u00fcgeln in bie au\u00eagetoorfene Seine oerh\u00fcdeln.\nOie ben \u00a9turmb\u00f6geln int allgemeinen ab^olbe \u00a9chifferfage befdh\u00e4ftigt pch befonber\u00ea mit ben lieblichften unb anmuthigften \u00a9eftalten ber Bunft, ben \u00a9turmfchtoalben, aber freilich nicht im g\u00fcnftigen \u00a9inn\u00e9, \u00a9\u00ea mag fein, bap in bem unerm\u00fcblicben Berfolgen ber \u00a9chipe, in bem etoigen \u00a9ichn\u00e4hern unb (Entfernen, in bem fpietenben $fuge auch beim heftigften \u00a9turnte, fonde in bem halb? n\u00e4chtlichen Befen ber \u00a9turmfchtoalben etfoa\u00ea \u00a9eiperhafte\u00ea liegt; tro^bem begreift man taunt, mie bie \u00a9chiper, tnelche hoch ba\u00ea \u00e4Reer unb feine \u00a9rfdjeinungen forgfam beobachten, auf bie hannlofen B\u00d6gel, in benen jeber Pteifenbe befreunbete \u00a9eftalten erbliden mup, einen \u00a3ap loerfen, fte toenigpen\u00ea mit einer gegriffen \u00a9cheu betrachten tonnten.\n57*","page":899},{"file":"p0900.txt","language":"de","ocr_de":"900\n\u00a3ie \u00a9\u00e4jtmmmer. (Seeflieger, \u00a9turmfdjtoalben. \u25a0\nSD'ie \u00a9turmf alBen (Oceanides) bilben eine bon ben \u00fcbrigen SSertoanbten too^l abgegrengte \u00a9ruppe ober gamilie, tteldje gegenw\u00e4rtig in mehrere \u00a9typen getrennt Wirb. Me Slrten tenn; gei^nen ftd& burdj geringe \u00a9r\u00f6fce, ftylanfen Seib, b\u00fcrgen \u00a3al\u00e4 unb fcerbaltntym\u00e4fttg gro\u00dfen \u00dfopf, fepr lange, fdjWatbenarttge gl\u00fcgel, unter bereu \u00a9dbwingen bie gWeite unb britte bie langfteu^fmb, mittellangen, au\u00a7 gW\u00f6lf Gebern gufammengef elften, entweber gerabe abgeftuttyen ober gabelf\u00f6rmig \u25a0aulgefdjnittenen \u00a9cpwang, bleinen, fdj)W\u00e4cf)lict)en, geraben, an ber \u00a9pitw beiber liefern perabgebogenen,\nSie \u00a9turmfd)hjal&e (Thalassidroma pelagica). V2 bet nat. \u00a9r\u00f6fte.\noben fettigen \u00a9d&uabel, beffen Untertiefer am \u00a9nbe ber langen \u00dfinntyalte ein mepr ober Weniger fd^arf peroortretenbe\u00ea \u00a9d geigt, aber nic^t burd) bie bei ben \u00a9turmb\u00f6geln $er\u00f6orge$obeneu liefen abgetyeilt wirb, Heine, ftyWadjlitye, langt\u00e4ufige g\u00fc\u00a7e mit brei langen, fd)wad)en, burty bolle \u00a9ct)Wimmb\u00e4ute Derbunbenen SSorbergepen unb eine \u00e4ufjerft Heine unb b\u00fcrge Wargen\u00e4\u00a3mlicf)e ^inter-gepe, foWie enblidb burep ein bicf>te\u00a7, pelgartige\u00ea \u00a9efieber oon b\u00fcfterbrauner ^auptf\u00e4rbung unb Weif?= lieber \u00dfeid^nung. S)er innere Seibe\u00eabau enttyridty im allgemeinen bem \u00a9epr\u00e4ge ber 23erWaubteng","page":900},{"file":"p0901.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9turmfdjt\u00eba\u00efbe unb Sturmfegler.\n901\nbodh i\u00df ber Sdf\u00e4bel runblidjer, gew\u00f6lbter, ba\u00a7 ^inter^aupt\u00eabein ftar\u00ef entwidfelt, ber Stirntheif ter= h\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig breit. \u00a9te S\u00f6irbclf\u00e4ule befielt au3 breije^n $al\u00ea \u00ee, adf\u00df [Riffen 5, gto\u00f6lf bi\u00e2 breton $reu$s unb adb>t SdhwangWirbeln ; ba\u00ea 33ruftbein ift unten fe^r breit unb enbet in einem fanftbogigen Otanbe ri\u00dfte ^ortf\u00e4^e unb Sudeten. \u00a9ie 3nnge ift l\u00e4nglich unb \u00df\u00fch, hinten gerabe abgeftu^t unb mit einer [Reihe S\u00df\u00e4rgdhen befe^t; ber mittelm\u00e4\u00dfig breite Sdf\u00dfunb geht in einen fehr anfehnlidhen Vormagen \u00fcber, melier ben flehten, runblidjen, abgefeimten 2Ru\u00eafe\u00efmagen an SBeite \u00fcbertrifft\n9J\u00eeit Slu\u00eanahme be\u00ea bohen [Rcrben\u00ea unb Siiben\u00ea hat man bie Sturm f dt) W alben auf allen Leeren gcfunben. \u00a9a, Wo bie eine Slrt anf\u00e4ngt feltener gu Werben, tritt eine gWeite auf; ^ier unb bafommen and) ihrer gwei unb mehrere neben einanber tor. Sin ben eurob\u00e4ifcfjen l\u00fcften |at man bi\u00ea je^t tier ober f\u00fcnf oon ihnen beobachtet, an ben amerifanifdfen etwa bie hoppelte Slngahl, ba ba\u00ea [title 3\u00dfelt= meer befonber\u00ea reidf) an ihnen gu fein fdfjeint SBie oiele Slrten ton ihnen \u00fcberhaupt rorfomnten, itei\u00df man gur 3^it nodj nicht; fotiel aber hat man erfahren, ba\u00df fief; alle Slrten in iprer Seben\u00eaWeife \u00e4hneln. \u00a9\u00ea Wirb bemnadj tollft\u00e4nbig gen\u00fcgen, wenn id) bie b*iben Pieper in \u00a9eutfd)lanb beobachteten Sturmfd)WaIben hier auff\u00fchre unb ba3 mir \u00fcber bie Seben^Weife \u00fcberhaupt 33efannte auf fie beziehe.\n\u00a9ie Sturmfdhtralbe ober ba\u00a7 S\u00dfeltmeerm\u00f6rdhen, ber \u00a9ewittertogel, \u00df$eter\u00a7t\u00e4ufer (Thalassidroma pelagica) hat gerabe abgefd^nittenen Sd)Wang, ru\u00dfbrauneg, auf bem \u00a9berfopfe gl\u00e4ngenb\u00dfhWargeg, gegen bie \u00abStirn hin br\u00e4unliche^, auf bem SJtantel fchWargbraune\u00ea \u00a9e\u00dfeber; bie ^l\u00fcgetbecffebern enben in Wei\u00dfe Spieen, nnb auch ber \u00a9\u00fcrgel fieht Wei\u00df au\u00ea. \u00a9a3 Sluge ift braun, ber Sd)nabel fd^loarg, ber $u\u00df r\u00f6thlid)braun. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 5V4, bie Streite 12V2, bie $ittig= l\u00e4nge 4V2, bie Sd\u00dfrangl\u00e4nge 2 3td.\n\u00a9er Sturmfeg 1er (Ocdanodroma Leachii), an feinem tief gegabelten, terh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig langen Sd)Wangc fenutlid), ift bebeutenb gr\u00f6\u00dfer, ungef\u00e4hr 8 3rtt lang unb 19 3tR breit, bei 63/4 3\u00b0^ ^ittigt\u00e4nge unb 3V3 3\u00b0\u00df Scl)Wangl\u00e4nge. \u00a9a\u00a7 \u00a9e\u00dfeber i\u00df ru\u00dfbraun, auf bem \u00aeopfe ebenfalls bunfler, auf bem 23\u00fcrgel roei\u00df ; bie \u00a9nben ber ^l\u00fcgelbecffebern fel)en fahlbraun au\u00a7, ohne jeboch eine beutlidje SBinbe gu bilben.\nSSeibe Sturmt\u00f6gel bewohnen ba\u00eb atlantifc\u00dfe SBeltmeer ton S\u00fcbgr\u00f6nlanb an bi\u00a3 gegen ben \u00a9leicher hin, am h\u00e4u\u00dfg\u00dfen ben gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel. Stuf ber [Rorbfee bemerft man fie feiten, auf ber Oftfee noch weniger unb nur einzeln, im \u00a9i\u00eameere h\u00e4uftger, obgleich fie hier nur gu gewiffen 3eiten umhergufd)Weifen flehten. $\u00fcr gew\u00f6hnlich leben fie auf hoher See, ohne [ich bem Sanbe gu nahen; nach l\u00e4nger anhaltenben St\u00fcrmen aber \u00dfeh.tman \u00dfe guWeilew ebenfo h\u00e4u\u00dfg in ber [R\u00e4he bers felben, al\u00ea W\u00e4hrenb ber [Brutgeit; ja, e3 gefcpieht, ba\u00df gange f^l\u00fcge ton ihnen auf ba\u00ea Sanb ter= fchlagen werben unb unter Umft\u00e4nben bi\u00ea in\u00ea innere \u00dfiegen, unzweifelhaft in ber Slb\u00dfdht, ba\u00ea \u00efReer Wieber aufzufuc\u00dfen. So terfchlagene Sturmt\u00f6gel pat man wieberpolt im inneren \u00a9eutfdfjlanb\u00ea unb felbft in ber Schleis beobachtet.\n\u00a9ie Sturmfchltalben fcheinen bei \u00a3age unb bei [R\u00e4cht th\u00e4tig ju fein. 2)tan \u00dfeht \u00dfe 511 allen Stunben be\u00ea \u00ee;age\u00e2 unb h\u00f6rt \u00dfe W\u00e4t;renb ber gangen [R\u00e4cht, inmitten be\u00ea S\u00f4eltmeere\u00ea begegnet man ihnen einzeln, gew\u00f6hnlich aber in fleinen unb gr\u00f6\u00dferen \u00a9efeUfcpaften, bei \u00df\u00fcrmifdhem ^Better Wie bei fdh\u00f6nem. tagelang \u00dfeht man \u00dfe \u00fcberben S\u00dfellen fchWeben, halb h\u00f6her in ber Suft bahins fliegenb, Wie bie Schwalben, halb unmittelbar \u00fcber ben S\u00dfogen, beren fdhWanfenbe [Bewegungen \u00dfe genau terfolgen, ohne je tom Staffer ber\u00fchrt gn Werben. Sie fdjeinen \u00dfdh ben 2BeUen f\u00f6rmlich angufchmiegen unb Wie burdj 3nnberfraft in einem geWiffen \u00dfch gleic|bleibenben Slb\u00dfanbe feftgehalten gu Werben. 3hr ^l\u00fcgelfchlag ift fp\u00e4rlic\u00df, aber fr\u00e4ftig, auch 1e^r mandhfaltig. \u00a9eW\u00f6hnlicf; \u00dfeht man \u00dfe mit au\u00eagebreiteten Ringeln in ber angegebenen S\u00dfeife \u00dfdh erhalten unb fann bann minutenlang hinfehen, ohne einen eingigen gl\u00fcgelfdhlag gu bemerf'en; bann erheben fie [ich pl\u00f6fclich, bewegen bie Schiringen rafdh unb heft{g/ nctc^ Slrt ber Segler, erheben \u00dfch im [Ru \u00fcber bie \u00a9ber\u00df\u00e4dhe be3 2\u00dfaffer^, fchltenfen [ich meisterhaft nach allen [Richtungen, fto\u00dfen fdhief auf bie SBeUen hernieber unb","page":901},{"file":"p0902.txt","language":"de","ocr_de":"902\nTie \u00a9Zimmer, \u00a9eef\u00efieger. \u00a9turmfdjwalben.\nnehmen ihre alte Stellung lieber-an. 2Benn fte eine SBeute erfp\u00e4ljen, eitert fie taufenb auf biefelbe gu unb nehmen fie mit bem \u00a9djnabel auf, Vorauf fte Wieberum Leiter fch Weben. 3um \u00a9chwtmmen entfetteten fte ftch fo fetten, baf fogar bie forgf\u00e4ltigften Beobachter behauptet haben, fte tr\u00e4ten eS nie; eS fc^eint auch, als ob fie ftdj Wirflidj bloS gum SHuSruljen auf baS SBSaffer fe^en, nidjt aber rubernb auf ihm ftch Leiter bewegen. 3hre \u00c7\u00efug\u00efraft ift auferorbentlid) grof. @ie fliegen bud)= ft\u00e4blidj tagelang, ohne ftch auSguruhen, ober fte ruhen ftdj auS, inbem fte eine anbere \u00a9tellung anne\u00efjmen, beifpielSWeife auS bent fdjWebenben Saufe in Wir\u00eflidjen $lug \u00fcbergeben unb umge\u00efeljrt. Stur l\u00e4ngerW\u00e4ljrenbe \u00a9t\u00fcrme finb im \u00a9taube, fte gu entfr\u00e4ften, aber nicht Weil ber \u00aeantpf gegen beit f\u00dfMnb fte erm\u00fcbet, fonbern toeil ber \u00a9t\u00fcrm audj ihre \u00a9rn\u00e4ljrung erfdjWert unb fte in $olge bon junger ermatten, \u00a9erabe ber S\u00dftnb erleichtert ihnen baS fliegen: fic ftetten ftch i^m einfad) entgegen unb toerben bon ihm getragen unb gehalten, fotange fte ihre \u00a9egetft\u00fcget in entfpredjenber T\u00f6eife ridden. SB\u00e4ljrenb i\u00efjeeS \u00c7luge\u00ea bernimmt man fetten eine \u00a9timine bon ihnen : am fdjWeigfamften ftnb fte bei Tage, Welker f\u00fcr fte bie 3eit ber Shtlje gu fein fdjeint; am munterften geigen fte ftch gegen 2Ibenb unb \u00efurg nach \u00a9onuenuntergang. Dann h\u00f6rt man, trenn ber 28inb DieS gul\u00e4ft, ihren Sodton, Welcher toic \u201eIttb , uib, uib, n\u00e4h, n\u00e4h\" unb ahntid) Hingt. 3hl\u2018 3Befen fdjeint ungentein harmlos gu fein. \u00dcJiit Shreggletdjen ttben fte im tiefften ^rieben, um anbere B\u00f6gel bef\u00fcmmern fte ftch nicht. 3hrem \u00a9temente entr\u00fcdt bertieren fte gteichfam bie Beftnnung unb tbiffen fid) in feiner T\u00dfeife gu helfen ; beSljalb gelten fte, geWif aber mit Unrecht, f\u00fcr bie biimmften alter SS\u00f6get.\ntHkidjttjiere ber berfd)iebenften 3trt, fteine f\u00f6rebfe, bietteid^t and) ^ifdjdjen, bitben bie Nahrung, fettige \u00a9toffe, Del unb bergleidjen, Weldje auf bem SJteere fdjwimnten, toerben ebenfalls bon ihnen auf? genommen. SDM)r l\u00e4ft fid) nicht fagen, ba man in bem SJtagen ber \u00a9et\u00f6bteten immer nur thranige gl\u00fcffigfeit, niemals aber eine \u00a9pur bon Spieren finbet.\n\u2022podjfi angiepenb toirb bie \u00a9turmfehioatbe to\u00e4hrenb ihrer ^ortpflangung. Der erfte ausf\u00fchrliche 93erid)t \u00fcber biefe, Weldje ioir \u00a9raba berbanfen, ift noch ntdjt \u00fcbertroffen ioorben unb foil beSljalb bon mir, fobiet als m\u00f6glich bem S\u00dfortlaute nad), toiebergegeben toerben. \u201e2ttS id) unferem SBirtlje, ^opn DalSgaarb, ben T\u00dfunfdj ge\u00e4u\u00dfert hatte, toom\u00f6glich einen Drunquiti (\u00a9turmfehioatbe) gu erpatten, tourben bie Seute befragt, ob fte ein SReft W\u00fcften. \u00a9in \u00aenabe hatte eins entbedt unb f\u00fchrte unS gur biden \u00a9teimoanb eitteS etwas bout \u00f4paufe entfernt tiegenben \u00a9talteS, too eS ftdj gtoifd)en ben \u00a9teinen befinben f otite; er tourte jebodj bic \u00a9teile nicht genau, entbedte fte aber halb auf eine touuberbare S\u00f6eije. \u00a9r hielt n\u00e4mlich ben SJhtnb gegen mehrere Ott^en ber T3anb unb rief: \u201e\u00ael\u00fcrr\", toorauf ftch fogleid) ein feines \u201e\u00aee!erefi\" bernahm, WeldjeS ftch bei jebem auSgeftofenen \u00c4l\u00fcrr toieberholte. ipier tourbe nun mit \u00a9paten unb Bredjeifen tooljl eine halbe \u00a9tunbe gearbeitet, ba ber \u00a9tein nid)t toeid)en Wollte, toobei bie feine \u00a9timme ber fleinen \u00a9e\u00e4ngfteten berftutnmte. \u00a9nblid) geigte ftd) baS auS einigen \u00a9raShalnten beftepenbe Sceft; aber ber Drunquiti toar nicht gu finben: er hatte ftch h\u00f6her ^irtauf gtoifdjen bie lofett \u00a9teine berfrochen, tourbe jebod) enblidj entbedt unb an baS TageSlidjt bef\u00f6rbert. \u00a9obalb er IjerauSgegogen toar, fpie er mit einer \u00a9eitenbetoegung beS \u00aeopfeS unb fpalfeS breimal einen \u00a9trahi bon gelbem Tljrane auS, bon benett ber erfte ber ft\u00e4rffte, bie folgenben biintter ioaren. Die itad)herigen Berfudje gu]fpeiett, mi\u00dflangen, inb'effen flof ipm noch immer einiger Tljran auS bem ^alfe....\"\n,,\u00a9r ift ber harmlofefte Bogel, toeld)en eS geben fann unb macht nicht einmal Berfudje, ftd) gu toehren ober ben Slngveifenben gu beifen, fobalb er erft feinen Tljran bon fi^h gefpieen hat. 2luf meinem 3immer toar er fo g\u00e4hnt, baf ich ihtt anfaffen unb herumtragen, ftreidjeln unb forttreiben tonnte, toie eS mir beliebte. Die tieffte \u00fcftiebergefdjtagenheit br\u00fcdte ftd) in feiner \u00a9teHung auS. \u00a9r faf unbeweglich auf bett ^ufWurgeln, ohne bafj bie SSauchfebern bie \u00a9rbe ber\u00fchrten, lief ben \u00c4opf h\u00e4ngen unb berftel gleich lieber in biefe \u00a9tellung, Wenn man ihn in Stube lief. Scie machte er einen SSerfud), im 3iwmer feine ^lugWerfgeuge gu gebrauchen, fonbern ging nur einige \u00a9dritte fchwcrf\u00e4llig OorW\u00e4rtS, Wobei ipm oft bie Werfen einfnidten, fobalb er aufgejagt W\u00fcrbe. 2Benn er ftanb, waS ihm fd)Wer gu toerben fd)iett, glich er in \u00a9tellung unb Haltung beS K\u00f6rpers ber \u00a9fua; ber K\u00f6rper W\u00fcrbe","page":902},{"file":"p0903.txt","language":"de","ocr_de":"\u00bb\n\u00a9turmfdjtoctlbe unb (Sturmfegter.\t903\ntoagerecht, bie Seine gerabe unter ber SJtttte beg SeiOe\u00ea, ber jpatg aufrecht gehalten, iooburdh bie Sruft eine ftarfe S\u00f6\u00f6tbung erhielt. Er machte feinen Serfudh, \u00fcftahrung gu finben ober gu ftdh gu nehmen: gleicf; ben meiften (Seeo\u00f6getn fah er ftdh f\u00fcr verloren an, fobatb i^ttt berStnb\u00eficf beg SBafferg entgogeit tnar. 2>ch trug i^rt auf ber offenen (Strafe auf freier \u00a3anb; er fafj fetbft, atg ich an ber <See ftanb, auf itm noch unbeweglich: fobatb idb ipn aber in bie Suft Warf, flog er mit reijgenber <Sd;nettigfeit gegen ben S\u00f6inb auf unb fud^te bann mit hatbem S\u00dfinbe bie Weite <See.\"\n\u201eSiefen F\u00e4ringern War ber SDrunguiti btog bem tarnen nach befannt, unb gu -berichten Wufterc fte oon ihm nur, baf er unter ber Erbe in S\u00f6tern, nie aber aufertjatb berfefben fid^ auf bem Sanbe aufhatte. (Sotange id; auf S\u00e4r\u00f6 geWefen bin, habe id; ihn nie an ber \u00ae\u00fcfie angetroffen, auf bem offenen SJteere bagegen mtgemei* fftuftg, ingbefonbere in ber \u00fcft\u00e4lje ber SRorberinfefn.\"\n\u201eSte^rere 2Bod;en Oorljer, ehe bie (Sturmo\u00f6gel gu br\u00fcten beginnen, begeben fie ftd; in bie ^\u00f6hleit unb 9tipen unweit ber (See. .(pier graben fie ihr Sod; fo tief fie f\u00f6nnen in bie Erbe, oft ein big gwei Snf tief, Oerfertigen bag SReft aug einigen fofen \u00a9taghatmen unb befegen eg Enbe Sufi\u2019\u00ea mit einem eingigen runben meinen (Sie. Bwar fagte mir ein F\u00e4ringer, baf er bei einem 3Refie fd;on um Johanni ft\u00fcgge 2>nnge gefe^en unb um SDHdhaetig abermatg fofcJje in bemfefben gefunben habe; SDieg fann febod; nad; affen gentad;ten Erfahrungen nicht ber Satt fein. @dhon einige $eit o or her, ehe ber Sogei fein Ei fegt, rupft er ftd; Sebent oorn am Saud;e gum Srutfted'e aug; idt> fanb festere bei ben meiften ocn ihnen fd;ott acht Sage oor ber 3eit beg Eitegeng. Heber bag Sr\u00fcten fefbft unb bie Sangen famt ich aug eigener Erfahrung Siidjtg mittheifen, oerntuth^aber, baf bie Ettern ftdh im \u00a9\u00ef\u00fcten abf\u00f6fen, ba nie mehr atg ein alter S\u00f6get auf bem 3Refte gefunben Wirb, unb idh gu alten Sageggeiten beibe \u00a9efdhfechter erhaften habe.\"\nStufet ben <Sdf;maroherm\u00f4oen geht fein anberer Sogef bie \u00a9turmfd;Wal&en an, Weil fte inmitten beg SJteere\u00ea fein anberer Oerfolgen fann. S\u00f6enn fte aug Sanb oerfchfagen Werben, fatten fte- jebent Staben gur Seute; beim fte erwarten ben Seinb, ohne ftdh eigenttid; gu oertheibigen. S)er Stenfct; oerfotgt fte nicht, Weit ber Stwangerud;, toeld;er ihnen anhaftet, fo heftig ift, baf er fetbft ben Tiorbt\u00e4nber abfd;redt. 2)od; gebraud;te man nod; gu \u00a9rafca\u2019g Beiten bie Erlegten atg Sampen, inbem man ihnen einfad; einen SDodtit burdh ben K\u00f6rper gog unb biefen ang\u00fcnbete.\nStn bag Enbe ber Bunft ftetten mir bie (Sturmtaud;er (Puffini), obgleich toir in ihnen fehl-begabte (Sturmo\u00f6gel gu erfennen haben, \u00a3)ie hierher geh\u00f6rigen Sitten ber Bunft fenngeichnen ftdh burch fcplanfen Seib mit oetf;\u00e4ttnifm\u00e4fig furgen Sl\u00fcgetn unb mehr ober minber langem, aug gW\u00f6lf Sehern gebitbeten, gugerunbeten (Schwange, futgem ober mittettangen (Sd;nabel, mit getrennten Stafem h\u00f6hten, ioeit hinten eingetenfte, grofe, breitf\u00fcfige Seine unb glattantiegenbeg, fettigeg \u00a9efieber.\n$inftd;tlid; beg inneren Saueg bemerft SBagner nadh Unterfucpung einer europ\u00e4ifd;en Slrt ber Samitie, baf ber Sau be\u00ea \u00a9erippe\u00ea mit bem ber SUbatroffe ober (SturmO\u00f6get unb (Sturmfd;ioatben Oiete Stehntidbfeit habe, in geioiffer ^infid;t aber auch an \u00fctt\u00f6oett erinnere. S>er \u00a9dheitet ifl ftad; geio\u00f6tbt, bag ^interhauptgtod; ioeit unb runbfid;, bag \u00a9tirnbein fcpmat, bag Spr\u00e2nenbein gro\u00a7, bag St\u00fcgetbein tang unb fcptanf, opne britte \u00a9etenfung, bie \u00a9aumenbeine bicf unb gettig, bte 9tugen= fctjeibeioanb ftarf burdhbrod;en, ber Unterfiefer feberfeitg hinten breit unb abgeftupt. 2)ie SBirbeH faute befteht aug breigebn ^atg;, ad;t Db\u00fccfen;, gio\u00f6lf big breigehn \u00aereugbein= unb acht <Schtoang= ioirbetn; oon ben ac^t Sftippenpaaren ftnb ein oorbereg unb ein hintereg fatfd;; bag Sruftbein ift breit, aber furg, hinten tief gefurd;t, fein \u00aeiet mittetm\u00e4fig ftarf, bie \u00a9abet fdhmal\u00e4fiig, bag hintere \u00a9dht\u00fcffetbein furg, bag \u00a9chutterbfatt fcpmat. 2ttte 3trmfnod;en geid;nen ftdh aug burd;. ihre gro^e Entioidetung, ftnb geftrecft unb fchtanf unb alte brei 3tbtheitungen ber Sorbergtieber oon ungef\u00e4hr","page":903},{"file":"p0904.txt","language":"de","ocr_de":"904\n\u00a9te \u00abSchimmer, \u00a9ecflieger. \u00a9turmtaucher.\ngleicher S\u00e4nge. \u00a9ie (Singeinette unterfcpeiben ft<h inte bei allen \u00a9turmo\u00f6geln fehr foefentlich non benen ber VtoOen nnb \u00a9eefchtoalben. \u00a9ie Bunge tft f\u00fcrs, breiecfig, hinten mit inenig Margen befet^t, ber \u00a9dplunb ineit, gegen ben Vormagen ^in mugfelig, ber Vormagen fepr ineit unb grofj, aber b\u00fcnninanbig, ungef\u00e4hr acht SCRaX gr\u00f6\u00dfer a\u00efg ber Heine, etina\u00ea bicfmanbige aJtuSfelmagen, ber \u00a9\u00fcttnbarm opne Slnp\u00e4ngfel, bie Seber gro\u00df, ber rechte Sappen bebeutenb gr\u00f6\u00dfer alg ber linfe, bie SCRilg Hein nnb runblid) :c.\n5HIe \u00a9aucherfiurmo\u00f6gel ftnb gewifferma\u00dfen SDiittelglieber non SDi\u00f6oen, \u00a9f\u00e4rben unb Tauchern, nnb entsprechen ihrer \u00a9eftalt auch in ihren \u00a9igenfdhaften. \u00a9ie neriaffen bag \u00fcfteer ebenfatlg nur, inenn fte br\u00fcten iooHen, n\u00e4hern ftch bem Sanbe jebocX; \u00f6fter unb mehr alg ipre Vertoanbten, fommen beifpie(g= ineife gar nicht feiten big in bie $\u00e4fen herein, \u00a9eto\u00f6hnlich galten fie ftd^ in Fl\u00fcgen non acht big gtoangig \u00a9t\u00fc\u00e4t gufammen, ineiche, gemeinfchaftlich iagenb, einen geioiffen \u00a9trich nerfolgen; in\u00e4hrenb ber SSrutgeit aber fcharen auch fte ftdj in fehr gro\u00dfe fjl\u00fcge, ineiche einzelne Unfein f\u00f6rmlich bebecfen f\u00f6nnen. \u00a9o lebt in ber \u00a9\u00fcbfee ein \u00eeaucherfhtrmoogel, inelcher ftdp mit beginn ber Vrutgeit in unfehlbarer Slngapl gufammenfinbet, gu beftimmter Beit auf geiniffen Unfein ftch einf\u00eeeXIt unb hier br\u00fctet. \u201eSteige Minuten nor Sonnenuntergang\", fagt \u00a9aoieg, \u201efleht man gl\u00fcge, incite mit einer unbegreiflich rei\u00dfenben \u00a9chneEigfeit herbeifommen unb ftch auf ber \u201e\u00a9r\u00fcnen Bnfel\" nieberlaffen. \u00fc\u00f6enn fte erflehten, Oerbuufeln fte bie Suft fo, ba\u00df eg gehn 2Jtinuten nor ber Beit SRacht inirb. Ungef\u00e4hr eine \u00a9tunbe lang umfliegen fte bie Bnfel ; bann laffen fte auf ipr ftch nieber. \u00a9er Voben ift burchh\u00f6hlt; bie Vruth\u00f6hlen reichen aber nicht f\u00fcr ben \u00f6ierten 2he\u00dc ber SInf\u00f6mmlinge aug, unb bag \u00a9eg\u00e4nf, tneX^eg beghalb entfielt, fpottet ber Vefchreibung.\" \u00a9 a ni e g gibt ferner an, ba\u00df bie erften \u00a9turmtaudjer ftch ungef\u00e4hr am 20. teember um \u00a9onnenuntergang geigen unb big gum oierunbs gioangigften beffelben 2Tconatg bie gange SJiaffe nerfammelt ift. 21m f\u00fcnfunbgtoangigften foil bag SJt\u00e4nn^en abgiehen unb erfi am Slbenb gur\u00fccHepren unb fo big gu (Snbe ber Vrutgeit fortfahren, ^ebe eingelne ^\u00f6plung enth\u00e4lt je nad) ihrer \u00a9r\u00f6\u00dfe einen big brei ober nier V\u00f6gel ober ebenfo nieXe (Sier. \u00a9rei Vierteile ber Slnf\u00f6mmlinge aber ftnb gen\u00f6tigt, unter bie V\u00fcfdje gu legen, unb hiev bebecfen fte ben \u00a9oben fo bidjt, ba\u00df man ftch, inenn man gingen umpergept, in Sicht nehmen muff, um fte nicht gu gertreten. \u00a9ie Vetoohner non glinbergeilanb oerbringen um biefe Beit mehrere Vage auf ber gr\u00fcnen Bnfel, um bie (gier aufgufammeln unb lehren im SIpril gur\u00fccf, um ftch auch ihren Vorrat!) an jungen V\u00f6geln gu holen, \u00a9ier unb junge \u00a9turmtaucher bilben n\u00e4mlich einen gro\u00dfen 3:heiX ber Nahrung ber \u00a9infammler unb neben ben Gebern ben oorg\u00fcglichfien \u00a9egenftanb beg \u00a3anbelg. \u00a9anieg meint, ba\u00df bie Verfolgung, ineiche bie jungen V\u00f6gel gu erleibeti haben, big je^t noch feine Verminberung hernorgerufen habe; ihre Slngal)! foil aber auch alleg geioopute 9Jia\u00df bei Weitem \u00fcberfdhreiten.\n\u00a9ie Nahrung ber \u00a9aud^erfturmn\u00f6gel befteht haupts\u00e4chlich in 5if<hen unb Kopff\u00fc\u00dflern, \u00a9ent* entfprechenb ftnbet man in ihrem 2Jtagen feine tranige gl\u00fcfftgfeit, inie bei ben \u00a9turmn\u00f6geln. \u00a9ie Vente inirb tauchenb unb fcl)inimmenb gefangen, inie, mag ung bag SRad^foIgenbe lehren.\n. \u00a9er Stafferfcherer ober puffin (Puffinus anglorum) nertritt bie \u00a9ippe ber \u00a9turmtaucher unb unterfcheibet ftch non feinen Verioanbten im engeren \u00a9intte burch ben mittellangen, fchlanfen, fd^in\u00e4chlichen \u00a9chnabel, beffen \u00a9berfiefer mit einem eingefeilten, ftarf aufgefchioungenen, fcplanfen fpipen \u00a3afen \u00fcber bie ihm entfprechenb gefr\u00fcmmte \u00a9pi^e beg Unterfdjnabelg ftch herabbiegt unb beffen, SRafenl\u00f6cher oben auf ber ftirfte an ber \u00a9chnabelinurgel in einer breiten, platten \u00a9oppelr\u00f6pre etinag nach oben m\u00fcnben. \u00a9ag \u00a9efteber beg alten Vogelg ift auf ber Oberfeite braunfehtoarg, auf ber Xtnterfeite reinioet\u00df, an ben -ipalgfeiten, ba, ino bag \u00a9<f)toarg nom VBei\u00df fleh fcheibet, grau gefd^uppt, auf ben Slu\u00dfenfchenfeln braunfehtoarg geflecft. \u00a9ag Singe ift braun, ber \u00a9chnabel bleigrau, ber $u\u00df gr\u00fcnlichgelb, \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 14, bie \u00a9reite 30 big 82, bie gittigl\u00e4nge 10, bie \u00a9chtoang; l\u00e4nge 2V2 BoH. Vei j\u00fcngeren V\u00f6geln ift bag \u00a9efieber auf ber Oberfeite fd^mugigbr\u00e4unlichgrau, auf ber unteren ioei\u00dfgrau.","page":904},{"file":"p0905.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9turmtaudjer.\n905\nViS jefet ftnb Wir nod} nid}t im \u00a9tanbc, gu jagen, Wie weit baS Verbreitungsgebiet biefeS \u00a9turmtftu^erS reid}t; benn eS h\u00e4lt fe^r fd}toer, bie to er [Rieben en, in F\u00e4rbung unb SebenSWeife fe^r \u00fcbereinftimmenbeu Slrten gu unterfdheiben. 211S Vruttoogel hat man unfern V3afferfd}erer auf ben ^ebriben, F\u00e4rberin fein unb aud\u00a3} auf S^tanb fennen gelernt; h\u00e4ufiger aber fd}eint er Weiter unten im \u00a9\u00fcben aufgutreten,'an ber frang\u00f6ftfd}en unb fpantfd^en \u00ae\u00fcfte ober im Viittelmeere 3. V., Wofelbft er \u00fcberall toorfommt. 2ln unfern beutfd}en l\u00fcften ift er nid}t gerabe h\u00e4ufig, bod} Wirb er bei ^elijolanb allj\u00e4hrlich \u00fcnb gWar giemlid} regelm\u00e4\u00dfig beobachtet.\nVon allen \u00fcbrigen \u00a9turmto\u00f6geln unterfd}eibet man bie \u00a9turmtaud}er auf ben erften Vtid an ber fonberbaren Slrt il}reS glugeS. 3d} fenne feinen \u00a9eetoogel, Welker fo ungeft\u00fcm, Wie er, feines VBegcS fortgieht. @ar nid}t feiten ftel}t man i^n ruhig fd}itoimmen unb toom VSaffer auS in bie V\u00f6eHen hinabtauchen, gew\u00f6hnlich aber geigt er fid} fliegenb unb gWar nid)t eigentlich fchwebenb, fonbern \u00fcber bie 3BeHen bal}infchie\u00dfenb unb fie burchfliegenb. Vtit auSgebreiteten kl\u00fcgeln jagt er ba\u00ef}in, fd}nellt fiel} burd} mehrere, ungemein rafdh auf einanber folgenbe, ich m\u00f6chte jagen, fd}Wirrenbe \u00a9d}l\u00e4ge fort, breht unb Wenbet ftch, nicht bloS feitlid}, fonbern auch oon oben nach unten, joba\u00df man halb'bie bunfle Ober?, halb bie bolle Unter feite gu je^en befommt, unb folgt nun entWeber ben Stellen, \u00fcber bereu Verge flimmenb unb burd; bereu \u00a3I}\u00e4ter ftch fenfenb, ober erhebt ftd) pl\u00f6hlid} ungef\u00e4hr gehn bi\u00a3 gW\u00f6lf $u\u00df \u00fcber baS V\u00dfaffer unb ftiirgt in fd^tefer Ortung auf bie Vielten herab, toerfd}ltoinbet in ihnen, rubert nad} 2lrt ber \u00a7loffentaudher, Fl\u00fcgel unb Veine gugleid) bewegenb, ein gutes \u00a9t\u00fcd weg unb fliegt auS bem Veaffer heraus Wieber in bie Shift, oft bloS um 5lthem gu holen, ba er jofort wieber toerfd}Winbet. 2Ran ift Wohl berechtigt, ben $lug anberer \u00a9turmto\u00f6gel gierlid}er gu nennen, Wirb aber gugefieljen m\u00fcffen, ba\u00df fein anbereS \u00fcftitglieb ber Bunft in fo WedhfeltooHer, mand}fadher V\u00dfeife feinen V\u00dfeg gur\u00fcdlegt, Wie gerabe bie \u00a9turmtaudher. SDaS V$ed}feltoo\u00efIe beS $lugS Wirb nod} baburd) erh\u00f6ht, ba\u00df man gew\u00f6hnlich eine gr\u00f6\u00dfere Slngapl toon ihnen antrifft, Welche, burd} bie engften Vanbe ber \u00a9efelligfeit gufammengehaltcn, alle \u00a9efd}\u00e4fte in gewijjem \u00a9inne gemeinfd}aftlid}, aber nicht gu gleicher Beit toerrid}ten; benn W\u00e4hrenb bie einen in ben V\u00dfelten toerfd}ioinben, erheben ftd} bie anberen etwas Weiter gur\u00fccf auS benjelben, fliegen nun \u00fcber bie eingetauchten Weg unb toerfenfen ftch, w\u00e4hrenb jene gum Vorfd}ein fommen u. f..f. SDiefer ewige VSed}fet erh\u00f6ht ben 9beig ber Veobad}tung; ich toenigftenS mu\u00df jagen, ba\u00df mid) baS \u00a9fielen ber \u00a9turmtaudher mit Suft unb VSaffer Wahrhaft begeiftert hat. Vemerfen Will ich noch, ba\u00df troh ber beft\u00e4nbigen Unterbrechungen beS \u00c7lugeS alle \u00a9turmtaucher fehr rafdh bebeutenbe \u00a9tredfen burd}meffen, Weil fie ftch eigentlich nirgenbS aufhatten, fonbern immer unb immer Weiter gehen, Wenn fd}on guWeilen gro\u00dfe Greife befd}reibenb, Welche fie nadh bem SluSgangSpunfte wieber gur\u00fccf f\u00fchren. (Sine \u00a9timme habe ich meineStheitS nie toon ihnen toernommen; nad) f\u00c7aber fott fie an bie ber Vt\u00f6toen erinnern unb gWifd}en ber einer breigel}igen unb \u00a9d}maroherm\u00f6toe ungef\u00e4hr mitten inne ftei}en.\n\u00aeer \u00a9turmtaudher erscheint gWar nicht in fo\u00efd}en V\u00eeaffen Wie ber oben erw\u00e4hnte VerWanbte auf \u00a9t. \u00aeilba unb anberen jpebriben unb auf ben ^ar\u00f6erinfetn, immer aber nod) in giemtid}er VZenge, unb gWar SlnfangS Vlai, nach Verfidherung ber (Singebornen nur bei Vad}t, Welche \u00fcberhaupt alS-bie Beit ber VI}\u00e4tigfeit nuferer V\u00f6gel gelten foil. Vad} 2lrt mancher \u00a3aud}er gr\u00e4bt er fid) mit \u00a9d}nabet unb drallen tiefe SR\u00f6hren in bie Vorffd}id}t, Welche feine Vrutpl\u00e4he bebedt, guWeilen fold}e toon g Wei ^u\u00df unb mehr S\u00e4nge, welche einem $anind}enbaue \u00e4hnlicher fehen als einem Vogetnefie. 3m $intergrunbe biefer fehlen Wirb ber Van etwas erweitert, ein eigentliches -Reft jebod} nicht gegr\u00fcnbet, baS (Si toielmehr ohne Weiteres ober both nur auf einige @raSh\u00e4lmd}en abgelegt. \u00a9elbfU toerji\u00e4nblidh benn^en bie V\u00f6gel bie toorj\u00e4hrigen Vanten, Welche nicht gerft\u00f6rt W\u00fcrben, noch lieber, al\u00e4 ba\u00df fie ft<h fotd;e graben; hoch itoirb aud} biefe Arbeit in fehl* furger Bett beenbet. 2)aS \u00a9i ift gro\u00df, runblid} nnb faft reinWei\u00df toon $arbe. Veibe \u00a9atten beS fktareS br\u00fcten abWedhfetnb mehrere 2Bod}en lang mit gro\u00dfem \u00a9ifer, Wie lange, Wei\u00df man noch nicpt, geberben ftch fehr gornig, wenn man * fie beunruhigt unb geben, gereigt, einen Saut toon ftd}, \u00e4hnlich bem knurren unb Velfern eines jungen hutibeS, breiten ihren \u00a9dhloang f\u00e4cherf\u00f6rmig auS, erheben ihn unb bei\u00dfen giemlidh heftig nad) ihrem","page":905},{"file":"p0906.txt","language":"de","ocr_de":"906\n\u00a9te Schwimmer. SRuberf\u00fcfjler.\n@egner. \u00a9ineS bon ben \u00a9Item ftetft ftet\u00ea in ber \u00a3\u00f4h\u00efe, auch bann noch, Wenn bal in braungraue, btdjte, lange \u00c7lattmen gefleibcte 3>unge bereit\u00bb auSgefrodjen ift. Se^tereS fod, obgleich e\u00ea bon betben mitten \u00fcberreid)\u00efid) gef\u00fcttert Wirb, \u00efangfam heranWachfen unb erf\u00ef nach mehreren Monaten foWeit auSgebilbet fein, bai eS bie Vruth\u00f4l)len ber\u00efaffen unb auf baS \u00fc\u00ef\u00efeer hinaus fliegen fann. Vis ba^tn ift e\u00bb fo fett, bafc ihm gollbider \u00a9pedf auf ber Vrufi liegt, be\u00eaha\u00efb and; bie lederfte \u00a9peife bcr Snfefe beWo\u00efjner. SDie garinger erz\u00e4hlten \u00a9raba, ba\u00a7 bie Sitten in ber D\u00e4mmerung ob\u00e9r\u00e2t ihre SBruth\u00f6hlen ber\u00efaffen unb nur einmal unb gWar beS Borgens ihren jungen Slgung barW\u00fcrgen.\n5lbgefehen bon bent V\u00eeenfchen, Weldjer bie SBrutpI\u00e2^e befugt, h\u00fcben bie Sturmtaucher Wenig ^einbe. 3n ben f\u00fcblichen Leeren fetten fie burch grofje 9baubfif<he gef\u00e4hrbet Werben; auf ben Vrutbergen werben ihnen Ralfen unb Schmarofeerm\u00f6ben l\u00e4ftig.\n3hre 'Sagb ift fehr fdjWierig, Weil ihre fftafilojtgfeit eine Wirkliche Verfolgung Oerhinbert. \u00a9igentlid) fdjeu fann man fie nid^t nennen; benn menn man unter einen ftlug bon ihnen gefommen ift, fann man mehrere nach einanber erlegen; aber fie footten ber Verfolgung, obgleich fie ftc^ um baS Voot nicht im \u00a9eringften f\u00fcmmern, fonbern nur mit ihrer gew\u00f6hnlichen \u00a9ilfertigfeit babingiehen. \u00a9ingelne Werben in f^ifc^erne^en, anbere auf gef\u00f6berten Singeln gefangen; eine gangweife aber, W>el<he Wirflid) gum Siele f\u00fch^'t, gibt eS nicht.\n5cdj0jcl)ute f&r&iuwg.\n\u00a9te 9t ub er fuller (Steganopodes).\nSftein Vater War, fobiel mir befannt, ber \u00a9rfte, Welcher bie V\u00f6gel, mit benen Wir un\u00a7 nunmehr befd;\u00e4ftigen Werben, in einer befonberen Orbnung bereinigte. Sie fftuberf\u00fcjjler haben auch in ber Zfyat mit anberen SchWtmmb\u00f6geln nur entfernte SCehnlichfeit; nicht blo\u00a7 ber Sbuberfufj, fonbern ba\u00a7 \u00a9efammtgefw\u00e4ge ihres VaueS \u00fcberhaupt trennt fie bon allen \u00fcbrigen (Schwimmern, \u00a9inige erinnern nod) an bie Sangfl\u00fcgler, anbere m\u00f6gen mit geWiffen Saugern berglichen Werben: Wirfliche VerWanbtfchaft aber ftnbet gwifch en ihnen unb jenen nicht ftatt.\n\u00a3>er Seib ber fftuberf\u00fcfjler ift gejlrecft, ber \u00a3alS mittellang, ber \u00dfobf \u00abein, ber gt\u00fcgel lang unb runblich ober fehr lang unb fpi^ig, ber (Schwang belieben geftaltet, ftetS aber eigent\u00fcmlich unb bon bent anberer Schwimmer abweidjenb gebaut, ber Schnabel lang ober furg, breit ober runblich, hafig ober ff>i^ig, \u00fcbereinftimntenb bloS in fofern, als ftd) \u00a7Wifd;ett ben Unterliefer\u00e4ften eine nadte, mehr ober weniger fadartig erweiterte fpaut beftnbet, ber t^uf; immer furgl\u00e4uftg unb langgehig, Wegen ber Schwimmhaut, Welche alle Sehen berbinbet, bon bent SchWimmfufe anberer V\u00f6gel burchau\u00ea berf\u00abhieben. \u00a9)aS \u00dfleingefteber liegt fnapb an, iff bei einigen berb unb hart, bei anberen feibig Weich, feine Narbung nach bent \u00aeefd)led)t Wenig ober niebt, nad; bem ttlter meift fehr berfdjiebett.\n3luch bie Shtbetf\u00fcfjler b\u00fcrfen VeWohner beS StteereS genannt Werben, obwohl nur bie \u00a9lieber einer einzigen Familie ber \u00a9rbnung ben VSeltmeerb\u00f6geln infofern \u00e4hneln, als fte fid freiwillig niemals bon ber See entfernen. \u00a9Die \u00fcbrigen Sftuberf\u00fcfder ftrcichen gern tiefer inS Sanb, ftcbelit jtch an geeigneten Steden hier auch an, ja, einzelne erfdjeinen nur auSnahmSWeife am ober auf bent Sfteere: alle aber ftnb, Wenn fte ftd) hier einftnben, heimifd), alle f\u00f6nnen fidi monatelang hier auf;","page":906},{"file":"p0907.txt","language":"de","ocr_de":"Allgemetne\u00ea.\n907\nhalten unb, menu auch nicht bag Sanb, foboc^ bag \u00a9\u00fc\u00dfmaffer entbehren, \u00a9ingelne ra\u00dfen, urn jtd) augguruljen ober um gu fdf\u00dfafen, auf fel\u00dfgen Snfe\u00efn unb \u00ae\u00fc\u00dfen, anbere am \u00a9tranbe, bic meiftcn, faUg fie eg f\u00f6nneu, auf S\u00e4umen; gemiffe Arten \u00dfnb mahre Sklb\u00fc\u00f6gel. korben t\u00c7reg Ser; brcitungggebieteg gmingt fie ber S\u00dfinter gu regelm\u00e4\u00dfigen ^S\u00e4uberungen, im \u00a9\u00fcben |treid)ett fie, bent Saufe ber \u00a9em\u00e4ffer, beg\u00fcglid) ber Stceregf\u00fc\u00dfe folgenb.\nSian barf fagen, ba\u00df bie \u00a9lieber biefer Orbnung alle Semegunggarten ber \u00a9djmimntb\u00f6gel \u00fcber; haupt in \u00dfdj bereinigen. \u00a9g gibt \u00a9to\u00df; unb \u00a9dhmirnrntaudjer unter iljuen; fie fliegen bortrefflidj, eingelne mit ben \u00a9eefiiegent um bie S\u00dfette, gehen gmar fd\u00dfed\u00df, jebodj immer noch beffer alg biele anbere \u00a9djmimmer unb miffen \u00dfd) audj int \u00a9enneige ber S\u00e4ume gu benennten. 3hre \u00a9tnne ftnb gut entmicfelt, iljre geiftigen Kr\u00e4fte bagegen giemlidj gering; bod) geigen \u00dfd) einzelne bitbfam unb abridhtunggf\u00e4ljig. 3m SSefen fpridjt \u00dfdj, trofc aller Siebe gur \u00a9cfelligfeit, mettig ^riebfertigfeit, im \u00a9egentljeile Sfteib, Habgier unb Otaufluft, audj eine gemiffe Sogljeit unb S\u00fcde unb habet entfdjiebene Feigheit aug, menu eg \u00dfdj um ein 3ufantmentre\u00dfen mit anberen \u00a9efdj\u00f6pfen Ijanbett. \u00a9inm\u00fcthigeg ^ufammengeben, \u00a9intreten ber \u00a9efammtljeit gu \u00a9utt\u00dfen beg \u00a9ingelnen, mie bie \u00a9ee\u00dfteger eg ttng fennen lehrten, foutntt unter ben Otuberf\u00fc\u00dflern nid)t bor: \u00dfe Reifen \u00dfdj gegenfettig beim gifdjfange, nidjt aber bei it\u00f6t^ig merbenber Sertljeibigung gegen \u00c7einbe. Um anbere \u00a3!\u00dfere bef\u00fcmntern \u00dfe \u00dfdj menig, eingelne jebod; audj mieber fe^r genau, obfdjon nur in bent \u00a9inn\u00e9, in meinem \u00dfd) etn \u00a9djmaroher mit feinem Sifdjgeber befdj\u00e4ftigt. Steigere Arten niften unter Otei\u00efjern unb Angeh\u00f6rigen anberer Orbnungen \u00fcberhaupt, bertreiben biefe auch breift aug ihren Heftern ober rauben ihnen bie Oiift\u00dfo\u00dfe meg, treten aber bttrdjaug nicht in ein gefe\u00ef\u00efigcg Serh\u00e4ttni\u00df mit ben \u00a9enoffen ber Srutan\u00dfebelung.\nSag Oteft \u00dfel\u00df entmebcr auf S\u00e4umen ober in \u00a9palten beg \u00a9efteing, auf ^elgge\u00dfmfen unb Serggipfeln, feltener auf 3bfeld;en in \u00a9\u00fcmpfen unb Sr\u00fcdjen. SSo eg irgenb angeht, laffen unfere S\u00f6gel anbere f\u00fcr -\u00dfd; arbeiten, minbefteng ben \u00a9ruttb gu ihrem Ole\u00dfe legen unb bauen eg bann einfad) nach ihrem \u00a9efdjmade aug; au\u00dferbent fdjleppen \u00dfe \u00dfdh felbft bie n\u00f6tigen \u00a9to\u00dfe herbei unb fdjidjten \u00dfe fun\u00dflog \u00fcber einanber. Sag \u00a9elege g\u00e4ljlt ein eingigeg \u00a9i ober bereu gtoei big hier. Siefe \u00a9ier \u00dfnb berh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fleht, feljr l\u00e4nglid) unb gem\u00f6ljnlid) mit einem faltigen Ueberguge bebedt, meldjer bie lebhafter, aber gleichm\u00e4\u00dfig gef\u00e4rbte, eigentlidje \u00a9djale hier unb ba boK\u00df\u00e4nbig \u00fcberfleibet, feltener glattfdjalig unb auf lid)terem \u00a9ruttbe bunfler ge\u00dfecft. Seibe \u00a9Item br\u00fcten unb gmar fo eifrig, ba\u00df \u00dfe \u00dfch faurn berfdjeudjen laffen, beibe fdjleppen aud) bent ober ben geliebten jungen \u00fcberreidjlid) Agung gu. \u00a9ingelne Arten fdjeinen oft gmei Sruien in einem \u00a9ommer herangugiehett.\nS\u00dfenige anbere \u00a9djmimntb\u00f6gel n\u00e4hren \u00dfdh fo a\u00fcgfdhlie\u00dflid), mie bie Otuberf\u00fc\u00dfter, bon ^i\u00dfhen. \u00a9ingelne Arten nehmen gelegentlid) aECerbingg auch nod) anbere S\u00dfirbeltbierc, biedeidjt aud) S\u00f6eidj; thierc unb S\u00df\u00fcrmcr gu \u00dfdh, immer aber nur nebenbei, mehr guf\u00e4\u00f6ig alg ab\u00dfdjtlid). \u00a9ie \u00dffdjen, inbent \u00dfe \u00dfd) aug einer geV\u00fciffen .!p\u00f6\u00f6e auf unb ing Staffer ft\u00fcrgen, alfo fto\u00dftaudjen, inbem fie, fdjmintmenb, ihren langen ipalg in bag feid)tere S\u00dfaffer einfenfen ober enblidh, inbent \u00dfe ihre Sente unter S\u00dfaffer oerfolgen. Alle Obuberf\u00fc\u00dfler leiften \u00a9rftaunlicbeg in ber Sertilgung bon ^ifdjen, m\u00fcrben beghalb aud) ohne Augnaf)me gu ben fd)\u00e4blid)ftett S\u00f6geln geg\u00e4ljlt merben, m\u00fc\u00dften \u00dfe ben Obeidjthum beg iO\u00eeeereg ttng nidht in eigenth\u00fcmlidjer S\u00f6eife ttupar gu machen. 3hnen banft ^ertt ben gr\u00f6\u00dften Sh^il feiner \u00a9innaf)men; \u00dfe befdj\u00e4ftigen feit ^fahren bereitg eine gasreiche flotte: bemt \u00dfe \u00dfnb bie \u00a9rgeuger beg \u00a9uatto ober Sogetb\u00fcngerg, bie \u201ereinlidjen S\u00f6gel\", bereu fromme Sejdjauliddeit unb gefegnete Serbauttng \u00a9djeffel geb\u00fchrettb ger\u00fchmt hai- 3\u00ab ihrer \u00a9efr\u00e4\u00dfigfeit beruht ihre Sebeittung f\u00fcr ung: \u00dfe beeintr\u00e4chtigt unferen ^ifdb\u00dfanb in ben \u00a9em\u00e4ffern beg Sinnenlanbeg unb fpeidjert ung \u00a9dh\u00e4t^e auf oben ^elgriffen auf. \u00a9inen anbermeitigen S^u^en gem\u00e4f)reit bie Obuber; f\u00fc\u00dfler ung nidjt. \u00a9inige Arten bon ihnen halten mir alg \u00a9d)auft\u00fcde in \u00a9efangenfdjaft, anbere berauben mir ihrer \u00a9ier unb 3\u00abugen, um \u00dfe gu berfpeifen: ber auf biefe SSeife ergielte \u00a9eminn ift jebod) bebeutungglog. S)ie \u00a9hinefen rid)ten ein SCRitglieb ber Orbnung gum fyifdhfartge ab, bie Araber offen bag fd)lcd()lc $leifd) attberer Arten, unb bie \u00a9\u00fcbfeeinfulaner ettblid) nuhett bie langen","page":907},{"file":"p0908.txt","language":"de","ocr_de":"90g\t\u00a9ie \u00a9dihnmmer. iRuberf\u00fc\u00dfler. pcperjt\u00f6\u00dfer.\n\u00a9cpioangfebern eineg biefer 93\u00f6gel: hierauf befcpr\u00e4nfen f\u00eecf> bie 35ortf>eiIe, iuelc^>e bei* S^enfdj ben 9fhiberf\u00fc\u00dflern batt\u00eet.\nUnter bem kanten pf cp er fl\u00f6\u00df er (Piscatrices) bereinigen toir gtoei SS\u00f6gelgruppen, ioelcpe offenbar gufantmengep\u00f6ren, ipreg ettoag oerfdjiebenen \u00a9djnabelg falber jebod) ioeiter getrennt tourben a\u00ef\u00ea fte eg oerbienen. SBeibe fenngeicpnen ftcp burep geftredten Seib, furzen \u00a3alg, gro\u00dfen Kopf, langen, geraben, ober boep nur fanft gebogenen, ntepr ober toeniger feilf\u00f6rntigen \u00a9cpnabel, furgl\u00e4uftge dtuberf\u00fc\u00dfe, lange, fpipe gl\u00fcgel, unter bereu \u00a9cptoingen bie erfie bie l\u00e4ngfte ift, einen langen, feilf\u00f6rmig gugefyipten, aug gto\u00f6lf big oiergepn pbern befiepenben \u00a9Tirana unb ein giemlicp reicpeS, nad) bem Sllter oerfcpieben gef\u00e4rbteg \u00a9efteber. \u00aeag \u00a9eripp S^igt, nad) SBagner\u2019g Unterfucpung, bie mefentlicpen \u00dcRerfmale ber Dbuberf\u00fc\u00dfler, beutet jeboep auep auf eine getoiffe 23er\u00bbanbtfd)aft mit ben \u00a9eefliegern. \u00aeer \u00a9cp\u00e4bel ift geftredt, bie Slugenfcpeibetoanb blog p\u00e4utig, bie S\u00dfirbelf\u00e4ule befielt aug ftebgepn breiten unb furaen \u00a7alg=, acpt \u00a9ruft; unb ebenfo oielen \u00a9eptoangtoirMn; bag Srufc bein ift lang unb hinten feiert auggefepioeift, ber Kamm fortngt \u00bbeit nacp oorn oor. \u00a9epr oiele Kncepen ftnb luftf\u00fcprenb.\n3bie peperft\u00f6\u00dfer b\u00fcrfen alg bie ooHfommen|ten aller 9tuberf\u00fc\u00dfler angefepen \u00bberben. Sludj fte ftnb 2Beltmeero\u00f6gel, obgleich fte ftcp ungern \u00bbeit oon ber ^\u00fcfte entfernen, \u00bbenigfteng beg Slbenbg in ber 3ftegel gur\u00fcdfepren. 3pre oolle S3e\u00bbeglicpfeit befunben fte nur fliegend ; - benn fte ftnb ebenfo \u00bbenig im \u00a9taube, gefcpidt gu fcp\u00bbimnten, alg f\u00e4pig, gu gepen. 3Me Mjrung, treibe oorgugg\u00bbeife aug giften unb Kopff\u00fc\u00dflern befielt, er\u00bberben fte fiep burd) \u00a9to\u00dftauepen, \u00bbelcpeg fte meifterpaft augguf\u00fcpren \u00bbiffen.\n\u00a9efeUig, \u00bbie bie meiften \u00fcbrigen \u00a9ceo\u00f6gef, feparen fte fiep gegen bie prtpflangungg= geit pin in gr\u00f6\u00dferer ober ffeinerer Slngapl unb begiepen einfant gelegene, m\u00f6glicpft unbefugte Unfein, um pier gu br\u00fcten. 2luf eingelnen biefer Srutpl\u00e4pe f\u00fcpren fte unbebingt bag gro\u00dfe 2\u00f6ort: fte oertreiben gtoar anbere \u00a9eeo\u00f6get niept mit \u00aee\u00bbalt, beeintr\u00e4eptigen fte aber burep ipre au\u00dferorbentliepe 2Renge. Einige Slrten bauen auf bie blo\u00dfe (Srbe ein einfaepeg \u00ef\u00efteft aug langen, anbere giepen ^\u00f6plungen unb plbfpalten oor. 2)ag \u00a9elege bejtcpt in ber Siegel au\u00bb einem eingigen (Sie, \u00bbelcpeg oon beiben (Sltern gemeinfdjaftlicp bebr\u00fctet toirb, \u00bbie biefe auep bie \u00a9orge um bie \u00a9rn\u00e4prung unb (Srgiepung tpeilen.\nPr ben menfdjlid)en \u00a3augpalt ftnb auep bie gifeperft\u00f6\u00dfer niept opne Sebeutung. 2) a fte nur auf poper \u00a9ee ftep ipre \u00ef\u00eftaprung futpen, f\u00f6nnen fte in feiner S\u00f6eife fcp\u00e4blicp \u00bberben, bagegen n\u00fc^en auep fte burep ipre \u00a9ier unb Gebern, \u00bbelcpe manepfaepe 3Ser\u00bbenbung finben, unb in noep p\u00f6perent 3Jfa\u00dfe burd) Slufp\u00e4ufung ipreg SD\u00fcngerg auf ben \u00a9uanoinfeln. pr bie \u00a9efangenfdpaft eignen fte ftcp niept, obtoopl fte ftcp eine Beit\u00efattg erpalten laffen.\n,,\u00a9opn ber \u00a9onne\" (Phaeton) nannte Sinne einen SSogel, ioelcper bem \u00a9epiffer alg SBaprgeicpen gilt, ba\u00df fein pprgeug ben pei\u00dfen \u00a9\u00fcrtel erreiept pat; benn \u00bbirfliep begegnet man ipm, bem \u00a3ropifoogel, nur \u00e4u\u00dferft feiten innerpalb ber gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel unfern* (Srbe. (Singeine ftnb gtoar auep in unfere \u00a9egenb oerfcplagen \u00bborben, feilen beifpiel\u00eatoeife in ber SR\u00e4pe oon \u00a3eIgolanb beobachtet \u00bborben fein; folcpe t\u00dforfommniffe gep\u00f6ren febod) gu ben lugnapmen: bie \u00efropifo\u00f4gel oerbienen ipren kanten.","page":908},{"file":"p0909.txt","language":"de","ocr_de":"STroptf\u00fcoget.\n909\n2113 ^enttgeidjen btefer anmutigen Eefh\u00f6pfe gelten fo\u00efgenbe dfterfmale: gelungener Seibe\u00a7; bau unb geringe Er\u00f6fje, fo^>ftanger, feitlid) gufammengebr\u00fcdter, auf ber Oberfeite feid^t gebogener, ffnfcer, an bem \u00aeieferranbe fein geschneiter \u00a9cfmabel, mit baunt merblihent \u00a7a\u00efen, fd^tpad^e Seine, beren hintere unb innere 3he nur ^urh e\u2122e fhma^c berbunben Serben, lange Fl\u00fcgel unb ein au3 gtr\u00f6lf ober riergehn Gebern befte\u00effenber \u00a9htrang, b.effen beibe dRittelfebern fidj feljr oerl\u00e4ngern unb burd) i|re eigent\u00fcmliche Sauart auggeiclmen, ba fie faft fahnenlo\u00ea finb, tr\u00e4hrenb bie \u00fcbrigen b\u00fcrgen \u00efroht entmidelte $a$nen tragen, fotrie enblidj ein bic\u00efjte\u00ea, -gartgef\u00e2rbte\u00ea \u00a9efieber.\n2ftan unterf^eibet \u00efjauptfah\u00efid) gtrei SIrten biefer \u00a9type, ben ioei\u00a7fhh>\u00e2nsigen unb ben rot^fh^\u00e4ngigen \u00a9ropibrogel. Sei Erftgenanntem (Phaeton aethereus) finb $opf, .!pal3 unb bie Unterteile be3 Seibe\u00ea treifj, fanft rofenroth \u00fcberflogen; ein \u00df\u00fcgelftreifen ift fhtrarg; Ot\u00fccfen unb SRantel trerben auf tretjjem \u00a9runbd burd; gebr\u00fcmmte Ouerlinien, ge^eid^net ; bie \u00a9htringen fd^t\u00efaarj, treifj gef\u00e4umt. \u00a9a\u00ea Sluge ift braun, ber \u00a9clmabel boradenroth, ber $ufj b\u00fcftergelb. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt nah Sennett\u20193 S\u00fcDleffungen 2 $ufj 5 3od, trobon freilich 1 $ufj 5 3bd auf bie langen unb 6 3od auf bie Kursen \u00a9htrangfebern geregnet trerben mufj, bie Sreite 3 $ufj 4 3b\u00df-\n\u00a9a3 \u00a9efieber be\u00a7 rothfdjtr\u00e2ngigen \u00a9ropibrogel\u00ea (Phaeton phoenicurus) ift ebenfad\u00ea feibenireifj, blafjrofa \u00fcberlaufen; ein brcite\u00ea fhtrarge\u00ea \u00a9uerbanb, trelhe\u00ea b or bem 2luge beginnt, fefet ftdj ^inter bemfe\u00efben in einer \u00a9pi^e fort; bie \u00a9Ritte ber \u00a9berarmfhmingen unb bie Gebern ber \u00a9eiten finb tieffhirarg, bie \u00a9d^\u00e4fte ber Sorberfhtringen bi3 gegen bie \u00a9pi|e hin fhtrarg, beibe 50UtteIfd^toan\u00a7= febern am \u00a9runbe treifj, bon^ierau\u00ea fd)\u00f6n ^od)rot, bie \u00a9dj\u00e4fte fhtrarg. \u00a9a\u00ea Sluge ift fhtrarg; braun, ber \u00a9djnabel fharlah, ein \u00a9treifen an feiner \u00a9B\u00fcrget blafjb\u00efau, ber Sauf fhtrahblau, bie 3e^en unb bie \u00a9htrimmh\u00e4ute fhtrarg. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 2 gufj 4 3ott, bie Sreite 3 ffufj, bie S\u00e4nge ber l\u00e4ngfien'\u00a9htrangfebern 15, bie ber \u00fcbrigen 5 3od.\n2lde \u00a9Reerc, treidle gtrifhen ben \u00a9Benbebreifen liegen, beherbergen bie \u00a9rojnbr\u00f6gel. \u00a9tuf bem atlantifdjen fdjeint ber Jreifjfdjir\u00e4ngtge, auf bem ftiden \u00a9Beltmeere ber rot^fd()\u00efx>\u00e2n\u00a7ige ^\u00e4uftger gu fein; boh \u00efentmen beibe \u00a9Irten auf biefem trie auf jenem SD\u00eeeere ror. \u00a9Ran ftdjt fie geir\u00f6hnlih in ber \u00a9i\u00e4he ber fiiften; e\u00eb bann jebod; and) ba\u00a7 \u00a9egentheit ftattfinben. \u00a9o fah fie Seffon in ftiden, monb^ellen N\u00e4hten ebenfo raftlo\u00ea unterfliegen ali am \u00a9age, unb fo traf fie Sennett im \u00a9tyril rode taufenb \u00a9eemeilen rom Sanbe. 3m allgemeinen nehmen bie \u00a9eeleute an, bafj ihre \u00a9tu\u00eafl\u00fcge fth auf eine Entfernung ron brei\u00efjunbert \u00a9eemeilen erftreden.\n3h h^e nur einmal \u00a9ropibr\u00f6gel gefe^en, im f\u00fcblihen \u00a9heile bei rothen SOleere\u00e8 n\u00e4mlich, fte jeboh blo\u00ea b\u00fcrge 3eit beobahten b\u00f6mten. Side fReifenben aber, treidle fte genauer fennen lernten, finb einftimmig in ber Oetrunberung ihrer \u00a9h\u00f6nheit unb Slnmuth* \u00a9er erfte Einbrud bei \u00a9rof)if; rogeli, meint \u00a9fhubi, ift burhaui nicht ber einei SReerrogeli; man glaubt nietmehr in ihm einen in bie unabfeljbaren Oeben bei m\u00e4chtigen 2Beltmeerei rerfhtagenen Sanbbetrohner ju erbennen. * . . ,,^ein SSogel\", fagt ^\u00df\u00f6b^ig, \u201efliegt mit gleicher 3\u00efnmuth trie biefer; man m\u00f6chte fagen, er fhtrimme unb ruhe in ber Suft; benn ohne in leiht unterfheibbarer \u00a9Seife bie f^X\u00fcgel gu betregen unb ohne ben K\u00f6rper gu trenben, gieht er in getraltigen \u00a7\u00f6hen rafh bahin ober liegt in ben Suftfhid)ten, trie auf einer feften ftl\u00e4he. \u00a9tur trenn er im ^ifhen begriffen ift, ober ein \u00a9hiff getrahrt, rertaufht er biefe Ohthe mit fehr fhneden unb fraftlofen 33etregungen, fenft in treiten Sogen fhtted htnab unb unter; l\u00e4fjt nie, bai \u00c7ahrgeug einigemal gu umbreifen unb gleihfam fp\u00e4henb gu betrahten. h\u00e4ufig fhtrebt er fo hoh t ba\u00a7 ein unge\u00fcbte^ 2luge ihn niht bemerbt unb redjtfertigt feinen fh\u00f6nen dtamen. \u00a9ehr feiten fteht man hn fhtrimmen.\" dboh begeifterter br\u00fcdt fth Sennett au\u00ea: ,,\u00a9ie \u00a9ropibr\u00f6gel geh\u00f6ren unbebingt gu ben fh\u00f6nften \u00a9\u00dfeltmeerr\u00f6geln unb m\u00fcffen bie Setrunberung 5lder erregen, trenn fte bie \u00a9onne auf ihrem prahtboden Eefteber fpiegetn laffen. \u00a9ie ftnb ebenfo lieben\u00eatr\u00fcrbig in ihrem \u00a9\u00f6efett alg anntuthig in ihrem 5U*ge, unb e\u00a7 ift eine trahre \u00a7reube, ihre f\u00fcnfte gu beobad;ten. \u00a9htffe fheinen oft ihre 5lufmerbfambeit gu erregen; fte bomnten herbei, umbreifen ba\u00bb","page":909},{"file":"p0910.txt","language":"de","ocr_de":"910\t\u00aeie \u00a9djtotnuner. fRuberf\u00fcfe\u00eeer. gtfcberfi\u00f6fjer.\ngatjrjeug, fenfen ft<h au\u00a7 ihrer gewaltigen \u00a3\u00f6be in (Schraubenlinien tiefer unb tiefer herab unb garten jtcf) bann geitWeilig r\u00fctte\u00efnb in geringer \u00a3\u00f6be, laffen ftc^ and) Wohl, jebcc^ feljr feiten, auf ben fftaaen felbft nieber. 2\u00dfenn fte nicht geh\u00f6rt werben, begleiten fte in bief er 2\u00dfeife ba\u00ea \u00a9chiff oft tagelang, bi\u00ea e\u00a7 enblid) ihren So^nfrei\u00ea \u00fcberleitet, ober fie au\u00ea irgenb einem anberen \u00a9runbe ^ur\u00fccffebren. 3brc ganje SeWegung\u00eaf\u00e2bigfeit entfalten fie bei ihrem \u00c7if^fange. 2Bie bie gro\u00dfen \u00a9eefcpWalben erbalten fte fidj r\u00fcttelnb \u00fcber einer unb berfelben \u00a9teile, fp\u00e4ben forgfam nad) unten nub [t\u00fcrmen ftd) nun pl\u00f6hlidj mit eingejogenen kl\u00fcgeln in fa|t fentredjter ^Richtung auf ba\u00a7 SSaffer herab, fo frdftig, bafc fte ftet\u00ea unter ber Oberfl\u00e4che oerfchwinben, fu^tief einbringen unb mit kl\u00fcgeln unb Seinen\n\u00aeer toei\u00a7fd)to\u00e4nji9e Srolpt\u00ef\u00f4ogel (Phaeton aethereus). 1/4 ber not. \u00aer\u00f6\u00dfe.\nfr\u00e4ftig arbeiten m\u00fcffen, um fid) wieber emperjuf\u00f6rbent. Guttat oerfidjert, bafj man fte febr b^uftg unb mit vielem \u00a9efd)icf fliegenbe f^ifc^e jagen ftel)t; Sennett fattb in ihrem SJiagen and) bie Ueberrefte oon Kopff\u00fc\u00dflern.\nOie Srutjeit fepeint je nach ber Sage ber Srutinfeln oerfepieben 511 fein. 5Ra<h Sennett beginnt fte in ber Sft\u00e4be oon Sluftralien im Sluguft unb (September, naep SBebberburn unb \u00a7urbi\u00ea auf ben Sermubainfeln im 2R\u00e4r\u00a7 unb Slpril, auf beit Sabamainfein ungef\u00e4hr um biefelbe 3eit. \u00a9ewiffe \u00a9ilanbe Werben allen \u00fcbrigen be\u00fcorjugt, namentlich folche erw\u00e4hlt, Welche fern oom \u00a9etriebe be\u00a7 aftenfepen liegen, \u00fcftan bat beobachtet, bafj fte ba, Wo fte noch nicht beunruhigt w\u00fcrben, ihre \u00a9ier einfach auf ben Soben, meift unter \u00a9eb\u00fcfd; legen, W\u00e4brenb fie auf befud)ten Unfein ftet\u00e4","page":910},{"file":"p0911.txt","language":"de","ocr_de":"SroVi\u00efoogel. T\u00f6lpel.\n911\nH\u00f6hlungen unb Hi^en in ben $lihhen m\u00e2h\u00efen. Sebeg H\u00e4rchen legt nur ein eingigeg (Si oon bla\u00dfd)ocolabenbrauner \u00a9runbf\u00e4rbung unb einer aug gr\u00f6\u00dferen unb Heineren, \u00c7e\u00ef\u00efs unb bunf e\u00efbraunen \u00ee\u00fchfeln beftehenben \u00e2eid^nung. S5eibe \u00a9efdjlechter br\u00fcten unb gmar mit fo gro\u00dfer Eingebung, ba\u00df fie bei Slnfunft eineg SHenfdjen nicht baoonfliegen, fonbern ftch nur mit bem \u00a9chnabel gu bert^eibigen fudjen unb nicht feiten erfolgreich mehren, diejenigen, meldfe auf bem \u00a9oben br\u00fcten, \u00fcberlaffen bie (Siet um bie SHittagggeit ber \u00a9onne, m\u00e4hrenb bie, toeld^e Jp\u00f6hlungen gum Giften erm\u00e4hnen, gerabe in ben SJlittaggftunben br\u00fcten follen. die 3un\u00d6en gleichen, nach SSennett, eher einer ?Puberquafte alg einem SSogel, finb runb mie ein \u00a9all unb mit garten, fdjneemei\u00dfen dunen bidjt bebeeft. \u00a9p\u00e4ter erhalten fie ein geftreifteg Sugenb\u00efleib, melcheg mit ber erften K\u00e4ufer in ein rein mei\u00dfeg \u00fcbergeht. britten 3>ahre lommt bie fd>\u00f6ne rofenrothe F\u00e4rbung gum \u00a9orfchein, unb gleidhgeitig mit ihr madffen bie langen Gebern herauf.\ndie (Sintoohner ber \u00c7reunbfchaftginfe\u00efn unb anberer (Silanbe beg f\u00fcblid^en f\u00fcllen SHeereg gebrauchen biefe Gebern gum 3'erralh un^ halten fie h\u00b0dj in @hren-\tf^r \u00dce fitter h\u00e4lt,\nfeiere Gebern gu erlangen, haben fie fid) ein fel)t ftnnreic\u00a3)eg SJlittel erbaut : fie marten n\u00e4mlich, big bie Strbpi\u00efo\u00f4gel br\u00fcten, fangen fie auf ben -Heftern, giehen ihnen bie gebern au\u00bb unb laffen fie mieber fliegen, \u00a9enau baffelbe \u00a9erfahren mirb oon ben \u00a9urop\u00e4ern ber 3>nfel Sftauritiug angemanbt.\nOtobinfon hielt einen \u00a9ropitoogel ungef\u00e4hr eine \u00a9\u00f6oehe lang, am Seben unb f\u00fctterte ihn m\u00e4hrenb biefer Beit mit ben (Singemeiben Oerfdjiebener f^ift^e, melche er gierig fra\u00df. \u00a9Beim er gehen rnottte, breitete er feine Fl\u00fcgel unb matfd^elte mit gr\u00f6\u00dfter \u00a9djmierigfeit bahin. Beeilen flie\u00df er einen fchnatternben Saut aug mie ein (Sigoogel, manchmal fd^rie er mie eine 3H\u00f6oe. \u00a9r mar bifjig unb oermunbete mit feinem fd\u00fcrfen \u00a9chnabel fehr f\u00fchlbar.\ndie K\u00f6lbel (Sula) finb gr\u00f6\u00dfer unb fplanier gebaut alg bie drofnfo\u00dfgel ; ihr \u00a9chnabel ifl mehr alg lo\u00a3flang unb trennt fich hinten in eine obere unb untere Sage, foba\u00df eg augfieht, alg ob er aug brei \u00a9hfiten sufammengef\u00fcgt m\u00e4re; bie f^\u00fc\u00dfe finb niebrig, aber ft\u00e4mmig, bie Fl\u00fcgel ungemein lang, in ihnen bie erfte \u00a9chminge bie l\u00e4ngfte, ber \u00a9chmang, melcher aug gm\u00f6lf Gebern gebilbet mirb, fpifct ftch feilf\u00f6rmig gu; \u00a9efidjt unb \u00aeehle bleiben naeft.\nder \u00a9\u00f6lpel ober mei\u00dfe \u00a9eerabe (Sula alba) ifl mit Slugnahme ber braunfd)margen \u00a9chmingen erfter Orbnung mei\u00df, auf \u00d6berfopf unb Jpinterhalg gelblid; \u00fcberflogen, in ber Sugenb auf ber Oberfeite fchmargbraun, mei\u00df geflecft, unten auf lichtem \u00a9runbe bunf 1er geflecft unb gepunftet. dag Sluge ifl gelb, ber \u00a9chnabel bl\u00e4ulich, ber \u00a7u\u00df gr\u00fcn, bie nadte \u00c6ehlhaut fd^lt>arg. die S\u00e4nge betr\u00e4gt 36 big 38, bie Breite 72 big 74, bie gittigl\u00e4nge 21, bie \u00a9djmangl\u00e4nge 10 Bo\u00fc> dag \u00a9\u00f6eibdjen unterfdjeibet fich burch etmag geringere \u00a9r\u00f6\u00dfe oom SH\u00e4nnchen.\nSille 2Heere ber n\u00f6rblichen \u00a9rbh\u00e4lfte oom 70. \u00a9rabe ber \u00a9reite an nach \u00a9\u00fcben hin big gegen ben \u00a9\u00dfenbefreig beherbergen ben d\u00f6lpel; meiter f\u00fcblid) mirb er burd) \u00a9ertoanbte Oertreten, \u00a9r ift h\u00e4ufig um Sfglanb unb bie $ar\u00f6er, Drfaben unb $ebriben, feltener um bie \u00c4\u00fcfle Sformegeng, fommt oereingelt in bie SH\u00e4he Horbbeutfchlanbg, \u00a7ollanbg unb \u00c7ranfreidjg, tritt aber an ber amerifanifdjen \u00c6\u00fbfte unb ebenfo im tt\u00f6rblichen \u00a3he^e *>eg fltUert SHeereg, in gro\u00dfer Slngahl auf. \u00a9ingelne ftnb big ing innere deutfchlanbg Oerfd^Iagen toorben.\n\u00a9\u00dfie eg fcheint, geigt auch ber \u00a9\u00f6lpel eine gemiffe Vorliebe f\u00fcr beftimmte Bnfeln ober \u00a9teilen ber $\u00fcfte. \u00a9\u00f6enn er eg irgenb im \u00a9tanbe, oerbringt er bie St\u00e2djte auf feftem Sanbe, in ber Siegel auf hohen unb fdjroff abfallenben Reifen, meldje ftd) unmittelbar au\u00bb bem SHeere erheben unb oon benen er aug menigfteng bie \u00a9ee befl\u00e4nbig Oor ftch fteht. \u00a9r fcheint \u00fcbrigeng m\u00e4hlerifch gu fein unb fich menigfteng an gemiffe Unfein mehr alg an anbere, met^e anfeheinenb btefelben \u00a9ebingungen erf\u00fcllen, gu binben.","page":911},{"file":"p0912.txt","language":"de","ocr_de":"912\nSie \u00a9djtmmmer. SRuberf\u00fcfjler. fgifcberftcfcer.\n3m fliegen befunbet er feine \u00dcJteiftaf\u00f4aft; jum \u00a9chwimmen entfdjlieft er ft<h feltener, oieHeid)t !6lo\u00ea, um auf furge Beit ein Wenig au\u00abguruhen, unb ba\u00ab Sanb Betritt er auf er ber Vrutgeit nur, um Su fOlafen, \u00a9d)on ba\u00ab \u00a9te\u00c7en fdfeint ihn gu erm\u00fcben; er jte\u00c7t Wenigften\u00ab im haften \u00a9rabe unbe= Rolfen au\u00ab. 2)a\u00a7 \u00a9eben \u00efann faum ein S\u00f6atfcheln genannt werben, unb ba\u00ab \u00a9chwimmen ifi, tro\u00a3 ber mastigen Sauber, auch mdjt Weit her; benn er l\u00e4ft ftch lieber nom S\u00dfinbe treiben, al\u00ab baf er rubert, fc^eint \u00fcberhaupt jebe Bewegung mit ben pfen nur at\u00ab SRotipfe angufe\u00efjen. \u00a3)er $tug ift eigene th\u00fcmli<h, minber au\u00abgegeichnet Wohl al\u00ab ber ber \u00a9turmo\u00f6gel unb anberer Sangfd)Winger, aber bod^ uod^ immer oortrefflidj. Stach einigen rafdf) fidj folgenben $t\u00fcgelf<hl\u00e4gen gleitet ber S\u00f6lpel eine 3e^' lang pfeitfchnetl burch bie Suft, nicht in ruhiger S\u00f6eifc fd)Webenb, fonbern unter Slnnaijnte ber oerfd)iebenften \u00a9teUungen einfach bahinfdjiefenb, pl\u00f6^lic^ fd)Wenfenb, Wteber flatternb, non neuem fdfWebenb, geitWeilig freifenb, ohne gl\u00fcgelfd)tag ftch bre^enb unb Wieber baljinft\u00fcrmenb, halb bid)t \u00fcber bem Staffer \u00c7inffiegcnb, halb gu bebeutenben \u00a3\u00f6hen emhcrftrebenb. 211\u00ab echter \u00a9toftaucher erwirbt er fid) feine Sprung nur fliegenb, inbem er ftd) au\u00ab einer geWiffen \u00a3\u00f6\u00a7e auf ba\u00ea Vkffer herabft\u00fcrgt unb mit folder \u00a9eWalt in baffctbe einbringt, baf er ft<h guWeilen ben \u00dfotf an Oerborgenen \u00c4liWen gerf^eUt. \u00ab\u00a9eine \u00a9timme befielt au\u00ab b\u00fcrgen, abgebrochenen, fr\u00e4d)genben V\u00f6nen, Welche man ungef\u00e4hr bur^ bie \u00a9ilben \u201eStab, rab, rab\" au\u00abbr\u00fcden bann. \u00a3>ie jungen follen abfdjeutich breiten. \u00a3im fi^tlid) ber geifiigen \u00a9igenf^aften gilt ungef\u00e4hr SDaffelbc, wa\u00a7 id; Weiter oben oon ben \u00a9eeo\u00f6getn \u00fcberhaupt bemerfte. \u00a3>ie S\u00f6tpel haben feine \u00a9elegenljeit, ben SJtenfdfjen bennen gu lernen, unb benehmen ftd^> ihm gegen\u00fcber oft fo, baf ftc ihren tarnen Wirblig bet\u00e4tigen, oerlieren, Wenn fie ftd> nidjt mehr auf bem SJteere befinben, f\u00f6rmlich bie Veftnnung unb taffen bann, obfdjon nid)t Wiber; f\u00efanb\u00eblo\u00ab, aSiete\u00ea \u00fcber ftc^ ergeben, feinen aud) Wenig burd) fortgefe^te Verfolgung gu lernen. Slnberen V\u00f6geln gegen\u00fcber geigen fte ftd) Ij\u00e4mifd) unb bifftg, unb in ben gro\u00dfen Vereinen nimmt ba\u00ab \u00dfanben unb Veiten fein \u00a9nbe. 3hr gewaltiger \u00a9d)nabel ift eine fo furchtbare V\u00dfaffe, baf fte ftch oor beinern anberen \u00a9eeooget gu f\u00fcrchten brauchen, gteid)Wol)t follen fie burch ben pegattoogel unb bie \u00a9djmarofeemi\u00f6oen vielfach ge\u00e4ngftigt unb gum Slu\u00abbred)en ber aufgenommenen Nahrung gen\u00f6tigt Werben.\nV\u00dfenn man einmal S\u00f6tpet in ber St\u00e4lje ihrer Vrutpl\u00e4he fah, begreift man, baf burch fte \u00a9uatto* berge entftehen bonnten. Stuf ben erw\u00e4hlten \u00a9ilanben fammeln ftch #unberttaufenbe unb Mionen, fob aff ber Verg oon ihnen im bud)ft\u00e4blid)en \u00a9inn\u00e9 be\u00ab S\u00f6orte\u00ab bebedt unb bie Suft ringsum oon ihnen erf\u00fcllt Wirb. \u201eSDie gl\u00fcge beeintr\u00e4d)tigen ba\u00ab \u00a9onnenlicht, unb ihre \u00a9timinen bet\u00e4uben bie \u00a9inne \u00a3)e\u00abienigen, Welker ftch ben Vrutpl\u00e4hen n\u00e4hert.\" Unfere V\u00f6gel er feinen gegen ba\u00ab \u00a9nbe be\u00a7 Stpril auf bief en Unfein unb oertaffen fte gegen ben Obtober Wieber. 3\u00a7re ^c1ter Serben bidjt neben einanber angelegt, fobaf man an oielen \u00a9teilen b\u00e4um bagWifchen burdf>ge^en bann. 3)ie erjten Vcefter, Welche erbaut Werben, ftnb feljr grof, bie fp\u00e4teren \u00abein, Weil ftch bie lefeten ^5aare einfach begn\u00fcgen m\u00fcffen, gwif^en ben Heftern ber erftangebommenen gu bauen. Allerlei ohne Orbnung burch einanber gefd^tete Sanb= unb SDleergr\u00e4fer bilben bie V\u00dfanbungen; Oon einer eigentlichen Vaubunft ift feine 9bebe. 3ebe\u00ab S\u00dfeibd^en legt nur ein eingige\u00ea, oerh\u00e4ltni^m\u00e4fig \u00abeine\u00ab, fa\u00efffruftige\u00ea \u00a9i, Welche^ im Anf\u00e4nge Weif auSjteht, burch lange\u00ab Vr\u00fcten aber oon ben 2teftftoffen f^mugiggelbbraun gef\u00e4rbt Wirb. Anfang\u00ab 3uni finbet man bie eben au\u00eagefd^i\u00fchften jungen ; \u00a9nbe 3uli\u00ab ftnb fte bereit\u00ab halb erwachfen, feboch noch immer mit b\u00fcrgen, gelbWeifen gtaumen bebleibet. \u201e3m 3ahre 1821\", fagt^aber, \u201ewar id) gu biefer Seit auf ben Vkftntan\u00f6ern unb beflieg bie \u00abeine getfeninfel, auf Welcher biefer Vogel br\u00fctet. 3unge unb Sitte ftimmten bei meiner Slnbunft eine \u00fcbelftingenbe SDluftf an, bie aber au\u00ab einem eingigen Saute, einem tiefen, harten \u201eSlrrr\" beftaub, r\u00fchrten ftch aber nicht oon ber \u00a9teile, fobaf ich fooiete Sitte nebft ben 3ungen mit ben\u00a3\u00e4nben greifen bonnte, at\u00ab ich Wollte, \u00a9ie Sfefter lagen bidf)t neben einanber, ber Voben War aber in gotge ber fd)mugigen Scefter unb au\u00ab^ gew\u00fcrgten ^ifche unb anberWeitigen Stahrung\u00abmitteln fo fdt)l\u00fchfrig, baf ich \u00a9efahr lief, oon ber fchr\u00e4gen ^tip^e herabguft\u00fcrgen. SJterfW\u00fcrbig War, baf beinahe ein drittel ber Slefter faule \u00a9ier hatten, biefe aber bennoch oon ben Sitten bebr\u00fctet W\u00fcrben, ja baff bie teueren fogar, oon bem gu biefer","page":912},{"file":"p0913.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3\u00f6lpel. $vegattoogel.\n913\nSaljreggeit ertoad)ten \u00a9rn\u00e2hrung\u00eatriebe irregef\u00fc^rt, fotoohl Dor ben Heftern mit faulen Stern, a!3 Dor benen, ioeldje ^unge enthielten, Nahrung aufgeft\u00fcrgt hatten. S3 ioar f\u00fcr mich etne\u00ea ber angie\u00efjenb; ften \u00a9djaufyicle, bie K\u00f6thel ununterbrochen unb in SJtenge fifchen gu fehett. SBenn fie Dolle Sabung in ber \u00a9peifer\u00f6hre hatten, flogen fie fdj\u00efoeren $\u00efuge\u00ea gu ihren jungen gur\u00fcd. .. . \u00a9egen \u00a9nbe Sluguft\u00eb, auf \u00a9rimf\u00f6 erft um SD\u00fcchae\u00efi\u00ea, finb bie jungen beftebert unb bann auch faft gr\u00f6\u00dfer, febenfa\u00cf\u00cf\u00ea Diel fetter al3 bie Sitten. Oie \u00a9inioohner nehmen Don ihnen foDiel, als fte erreichen \u00ef\u00f4nnen, gum \u00a9infa\u00efgen au3.\" Stuf \u00a9t. \u00aeilba h\u00e4lt man allj\u00e4hrlich eine f\u00f6rmliche 3agb auf bie jungen ab, toelche fddiepd) in eine malere Sftehelei au\u00ebartet, iitbent man Sttle\u00ea tobtfdjl\u00e4gt, ioa\u00ea man erfchlagett \u00efann. Oie \u00a9rlegten ioerben bann Don ber jp\u00f6he hinab in bie \u00a9ee gemorfen unb bort in SBooten aufgefamntelt unb nach \u00a9binburg ttnb anberen \u00a9t\u00e4bten auf ben SJlar\u00eft gebracht, Ido fie ftet\u00e9 mittige K\u00e4ufer finben.\n\u00a9efangene K\u00f6thel habe ich nur im Olnergarten Su Stmfterbam gefehen, mich aber nicht mit ihnen befreunbett \u00ef\u00f4nnen, meil fte einen gu kl\u00e4glichen \u00a9inbrucf machen.\n*\n*\n*\nSBenn irgenb ein SSogel Dcrbient, ber Slbler ber \u00a9ee genannt gu ioerben, fo ifl e3 ber $regatt; Doget (Tachypetes Aquilus), ungioeifelhaft ber ebelfte aller Sbuberf\u00fcpr. Stad) meiner Slnficht Dertritt biefer SSogel eine befonbere Familie. \u00a9r unterfd;eibet ftd) Don allen SSermanbten Durch bie \u00a9ntmidelung feiner ^lugioerfgeuge. Oer Setb iftfd)\u00efan\u00ef, ber ^at3 kr\u00e4ftig, ber \u00aeopf m\u00e4fjig grofj, ber \u00a9chnabel anberthalb SJtal fo lang a!3 ber \u00c4opf, an ber S\u00dfurgel etma\u00a7 breit gebr\u00fcckt, auf ber Sirfte flach, l\u00e4ng\u00a7 ber \u00aeuhpe gelo\u00f6lbt unb hedenf\u00f6rmig herabge\u00efr\u00fcmmt, ber Unterfdjnabel ift eben; fafl\u00ea mit gebogen, ber $innminfel grofj, breit unb nadtl)\u00e4utig, ber SJtunbranb big unter bieSlugen gehalten; ber $ujj fehr \u00efurg, kr\u00e4ftig, bie $u\u00a7murgel beftebert, bie \u00a9c()mitnmh\u00e4ute gioifchen ben eingelnen gehen tief auggefdjnitten, jebe gehe wit \u00efr\u00e2ftig gebogener, ff>i^er dralle, bie mittlere mit einer \u00e4httlid) geftalteten, auf ber Snnenfeite \u00efammarttg geg\u00e4hnetten beioehrt. Oer Fl\u00fcgel ift aujjer; orbentlidb lang unb fd;arf gugepht, bie erfte \u00a9\u00abhioinge bie l\u00e4ngfte, ber aug gm\u00f6lf Gebern gebilbete \u00a9d)mang fehr lang, tief gegabelt. Oag \u00a9efteber, meldjeg glatt anliegenb, auf $opf, $alg, unb St\u00fcden gl\u00e4ngenb ift, Befte^t oben aug l\u00e4nglichen, auf Dem SJtantet aug runbltchen, auf ber SBruft aug gerfd)Iiffenen Gebern unb l\u00e4fjt um bie Stugen unb bie \u00aeel)le eine \u00a9teile frei.\n23ei gerglieberung beg inneren SBaueg f\u00e4llt bie Seichtigkeit beg $nod)enger\u00fcfleg unb bag augge; Dehnte Suftf\u00fcdunggoerm\u00f6gen auf, ingbefonbere ift ein hantiger \u00aeel)lfad, meiner beliebig mit Suft gef\u00fcllt unb geleert toerben \u00efann, Der SBeachtung mertl).\nOag \u00a9efteber beg alten SJt\u00e4ttndjeng ift br\u00e4unlid) fd)toarg, auf \u00c4opf, Staden, St\u00fcden, SBruft unb \u00a9eite metaHifch gr\u00fcn unb hurpurfchtmmernb, auf ben kl\u00fcgeln graulich \u00fcberzogen, auf beit Oberarm; fd)miitgen unb \u00a9teuerfebern br\u00e4unlich- Oag Stuge ift tiefbraun ober graubraun, bie nadte \u00a9teile um baffelbe purpurblau, ber \u00a9chnabel lichtblau an ber S\u00f6urgel, meijj in ber SERitte unb bun\u00efelhortt; farbig an ber \u00a9pi^e, ber \u00aeel)lfad orangenroth, ber $ufj auf ber Oberfeite licht farminroth, auf ber Unterfeite orangenfarben. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 41, bie SBreite 86, bie ^ittigl\u00e4nge 25, bie \u00a9d)toang; l\u00e4nge 18 god, bag @emid)t hingen nur menig \u00fcber 3 S\u00dffunb. Oag SBeibd)en unterfcheibet ftd) mefentlid) burd) bag minber gl\u00e4ngenbe unb lichter gef\u00e4rbte, auf ber SBruft mehr ober meniger reinmeifje \u00a9efteber.\nOer ^regattoogel theilt mit Dem \u201e\u00a9ohne ber \u00a9onne\" ungef\u00e4hr biefelbe Heimat unb Derbreitet ftd) auch in \u00e4hnlicher S\u00dfeife \u00fcber bie innerhalb ber SBenbe\u00efreife liegenben SJteere, entfernt ftd) aber feiten fo toeit toie jener Don ber \u00c4\u00fcfle. SOtan hat ihn gioar auch ftebgig big h^nbert geograp^ SJteilen Dom n\u00e4chften Sanbe gefunben; getD\u00d6hnlich aber entfernt er ftd) faurn \u00fcber funfgig ober gioangig\nSierra,\tIV.\t58","page":913},{"file":"p0914.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9ie \u00eadjnnntmcr. \u00abKuberf\u00fcjjtcr. . gregattoeget.\nStRetlen Wett bon ber SMfie unb lehrt bei jeber Ver\u00e4nberung bei SBetterS battit guriief. SBemt ber borgen anbridjt, Oerl\u00e4fct er feinen ed;\u00efafo\u00efafc unb giebt, halb in ^erSuft Greife befd&reibenb, halb bem \u00abffiinbe entgegenftiegenb, bem SDReere 31t, fW, bil er ftd? gef\u00e4ttigt bat nnb lehrt nut gefu\u00dftem \u00dcHagen\u2019unb 6<btunbe Wteber gunt Sanbe gur\u00fc\u00e4, menu \u00a9tuent broljt, bereits Oormittagl, fenft erft m ben Dtachmittaglftunben. @offe tooHte erfahren, um welche Beit er auf einem i^m bekannten @d)Iaf= pla^e eintr\u00e4fe nnb begab ftd; bal erfte 9M mit Sonnenuntergang ba^in, fattb ieboeb, ba\u00a7 $>te3 md;t fr\u00fc\u00a7 genug ioar, Weit bereits Fregattv\u00f6gel, \u00a3\u00f6tyel nnb Vetetane auf geb\u00e4umt Ratten unb fdjltefen. \u00a3>ie gange \u00a9efe\u00ef\u00effi^aft erhob ftd) bei \u00abulunft bei gorfd)erl, unb bie Fregattv\u00f6gel flogen augenblidltd; wieber nad) bem SJieere b\u2019mauS, gegen in b^er \u00eeuft i\u00a7re gierli^en Greife unb erfreuen erft nach\n\u00a9et grtegattbogel (Tachypetes A quitus). % bet nat- \u00aet\u00f6|6.\nOottfommen eingebrodjener \u00a3>untetbeit Wieber. SBenige \u00a3age fo&ter begab fid> \u00a9offe gWtfdjen brei unb nier U^r nach bem Sd&Iafolafee; aber fc^ott um biefe Beit ioaren bie Fregattv\u00f6gel in gro\u00dfer SXnga^l oorbanben, batten alfo bil babin iljren Fartggefdj\u00e4ften oottft\u00e4nbig gen\u00fcgt.\n21 u bub on unb anbere \u00abBeobachter ftnb geneigt, ben Fregattvogel f\u00fcr ben febnettften gtieger auf bem \u00abDieere gu batten. \u00a90 bebenb auch bie \u00a9eefdjtoatben unb SCR\u00f6ven ftnb, meint er, ibm verurfac^t el leine 2R\u00fcbc, fte gu \u00fcberholen. \u201eSDer \u00a3abidjt, ber Zauber = unb ber \u00a9ierfalt, Wetdje ich f\u00fcr bie fcbneUften gatten anfebe, ftnb gen\u00f6tigt, ibr \u00a3>bfer gutoeiten eine batbe DJleite Weit gu oerfolgen, beoor fte ftd) beffelben bem\u00e4chtigen tonnen: ber Fregattvogel binWn ft\u00fcrgt ftd) aul feiner \u00a3\u00f6be mit ber \u00a9d>nettigteit einel SBti^eS herunter auf bett \u00a9egenftanb feiner Verfolgung, ben fein fiibnel 2tuge","page":914},{"file":"p0915.txt","language":"de","ocr_de":"gregattooget.\n915\nborder ftfcpen fap, fd^ueibet ipm jeben fttiidgug ab unb gtoingt ipn, bie oerfcp\u00efungene Seute, toelcpe er juft gefangen, ipm oorguto\u00fcrgen.\" ttJ\u00eeeerfd;toeine unb \u00a9elppine \u00fcberhaupt, Beobachtet ev, nacp Serficperung beffe\u00efBett \u00a9cpriftftetterg, utjabl\u00e4fftg, [tretest \u00fcber fte pin, ^enn fte bie ftie'genben 5i[<Pe verfolgen unb ft\u00fcvgt fiep, foBalb fie bag S\u00dfaffer oerlaffen, unter fte, unt einen im \u00a7tuge toeggunepmen, ober oerfolgt fte, fiofjtaucpenb, noep in bie Oiefe. \u00a9inen \u00a7ifd;, toelcpen er gefangen, l\u00e4fjt er stoei, brei SDtat fatten, loentt er benfetben niept in erto\u00fcnfepter tt\u00f6eife mit bem \u00a9cpnabel gefaxt pat, ft\u00fcrgt ipm nad; unb f\u00e4ngt ipn jebeg SJial, nott) epe er bag tt\u00f6affer Ber\u00fchrt, fud>t nunmehr ipn in eine g\u00fcnstigere Sage gu Bringen. gutoeiten freifen bie f\u00c7regatt\u00fc\u00f4ge\u00ef ftunbenlang in poper Suft mit ber Seicptigfeit unb Sepaglicpfeit btr \u00a9eier ober cibler, an toetepe fie \u00fcberhaupt fepr erinnern;- gutoeiten oerfolgen fie fid) fpielenb unter ben iounberoottften \u00a9cptoentuugeu unb Sttnbuugen; nur Beim $ort= eiten feptagen fte tangfant mit ben \u00a9dringen. \u201e3>pre langen, fepmaten fl\u00f6get\", fagt ber ^rinj, \u201ebatten ben angeftrengten $tug lange aug; ber \u00a9turnt treibt fte gioar oft fort; hoch babe ich fie mit Seicptigfeit gegen benfetben t\u00e4mpfen unb tange Seit in ber Suft fteben feben.\" Stuf bem feften Soben toiffen fie fid; ni<ht gu Benehmen unb auf bem tt\u00f6affer fepe\u00efnen fie nicht oiet gefd;idter gu fein; toenigfteng pat ntan fie nod) nientalg fd;toimmen feben. Son bem Oed eineg \u00a9epiffeg oerm\u00f6gen fie fid) nicht gu erbeben; auf einem ftad;en, fanbigen Ufer ftnb fte einem $einbe gegen\u00fcber oertoren. Oegpalb raften fie auch nur auf S\u00e4umen, tuetd)e ihnen gen\u00fcgenben \u00a9pietraunt guut 3lbftiegen geto\u00e4pren. \u00a9ine \u00a9fintme Oernimmt man fetten oon ihnen ; ber eingige \u00fcftaturforfeper, ioeteper fte fr\u00e4epgen h\u00f6rte, ift 3t u bub on. Oie \u00a9d)\u00e4rfe ber \u00a9inne ntuf, ben \u00fcbereinftimmenben 3tngaben ber Secbacpter gu \u00c7olge, bebeittenb fein, nantentlid; bag \u00a9ef\u00efd)t ftch auggeidjnen. \u00a9tu in poper 2uft \u00f6abin fegetnber \u00c7regat\u00a9 oogel fott, toie man fagt, bag \u00efteinfte $ifd;d)en, ioetepeg nape ber Oberfl\u00e4che beg tt\u00dfafferg fcpioimmt, toaprnepmen, \u00fcberhaupt ein grofjeg \u00a9ebiet unter fid; auf bag Sottft\u00e4nbigfte beberrfd)en. Oag geifiige ttBefen fournit mit bem oieter tttaubo\u00f6get \u00fcberein, \u00a9inen befonberg peroorragenben Serfianb fdheint ber $regattOoget nicht gu beftpen; hoch unterfd)eibet er recht toopl gtoifepen feinen ^reunben unb ^einben unb toirb burd; \u00a9rfabrung getoipigt. \u00a9eto\u00f6pnlid) geigt er ftch nicht fd;eu, h\u00e4lt ftch aber bo<h in einer getoiffen \u00a9ntfernung oon bem ttftenfcpen, toetepem er nid;tg \u00a9itteg gutraut, to\u00e4prenb er bie Sarfe beg ^ifeperg forgfam beobachtet, oerfolgt unb, toenn eg gum jperanggiepen ber Sfifcpe gebt, fo biept umfepto\u00e4rmt, bafj er faft mit bem S\u00fctber erfcbjlagen ioerben fann. Um anbere Opiere bef\u00fcmmert er ftd; nur infofern, atg er aug ihnen einen getoiffen \u00fcftupen gu gieben gebenft. 3t u bub on leugnet, bafj er X\u00f6lpel unb S\u00dfelefane angreift unb fo tange peinigt, big fte ihm bie tt\u00eeaprung Oorto\u00fcrgen; anbere ^Beobachter hingegen beft\u00e4tigen biefe atte Stngabe. 3tuch ber t\u00dfrittg fagt, bafj er bie ^regatto\u00f6get oft eingetn ober in \u00a9efettfepaft eineg anberen ein paar \u00a9tunben toeit Oont SDZeere entfernt \u00fcber Sanbfeett unb \u00a9\u00fcmpfen feptoeben unb ftd) in ber Suft mit tttaubo\u00f6getn um bie Seute feptagen fap. Sont junger gequ\u00e4lt, oergifjt ber S\u00f6get jebe tti\u00fcdficpt, f\u00ee\u00fcrgt fid; g. S. unmittelbar oor ben Ortfcpaften auf \u00c7ifcpe ober $leifd)fi\u00fcde, ioetepe er im tt\u00f6affer feptoimmen fiept, perab ober fammett ftd; mit attberen feiner 3trt feparentoeife um ein gr\u00f6fjereg 3tag, ioetepeg an ben \u00a9trattb getrieben tourbe, unb oerfuept, oon biefent fooiet atg m\u00f6gtid; abgureifjett. \u00a9inett eigent\u00fcmlichen \u00a9inbrud fepeinen bunte f\u00e4rben auf ihn gu maepen. \u00a9pantiffo erg\u00e4plt, bafj ^regatto\u00f6get auf bie bunten S^intpel feineg \u00a9epiffeg, toie aufSeute, fd;offen, unb Sennett oerfiepert, Oaffe\u00efbe toieberpott gefepen gu pabeit. 3tngegriffene ^regatto\u00f6gel Oertpeibigen fiep \u00fcbrigeng to\u00fctpenb unb toiffen, toie Ofcpubi erfupr, fogar fiarfett $unben erfolgreich \u00e4u begegnen, ttttit ben O\u00f6tpetn fotten fte ftep, taut Sennett, oft tange 3\u00abt peruntbalgen, f\u00f6rmtiep in fte oertratten unb bann mit ipren SBiberfacpern aitg poper Snft auf bag Staffer perabft\u00fcrgen.\n^liegenbe ^ifdpe fcpmtett bie ^auptnaprung unfereg Sogetg gu bilbett; boep Oerfdpnt\u00e4pt er toopl fd;toerlicp ein tteinereg tt\u00dfirbeltpier \u00fcberhaupt. 3tububon pat ipn int Serbacpt, ba^ er bie jungen Setefane aug ben 9ceftern ftieptt; 3tnbere tootten ipn atg Di\u00e4uber junger 3apnfdpn\u00e4bter tennen gelernt paben. Oie $ifcpe fott er, toie man \u00a9offe erg\u00e4ptte, nid;t immer mit bem \u00a9d;ttabel, fonbertt fepr h\u00e4ufig auep mit ben $\u00fcfjen fangen unb fte bantit gnm ttttuttbe f\u00fcpren.\n58*","page":915},{"file":"p0916.txt","language":"de","ocr_de":"916\n5Die \u00a9djwimmer. Stuberf\u00fcfjler. \u00a9f\u00e4rben.\n3n ben n\u00f6rbl\u00fchen feilen ihres Ser BreitungSf reifes Beginnen bie gregatto\u00f6gelimgef\u00e4hr SJtitte i\u2019S mit bem Sieftbau. \u00a9ie finben ftdfj in ber SR\u00e4he non Snfeln ein, treize ihnen fchon feit Sauren gum Sr\u00fctplafje bienten unb neunten ^ier alle paffenben Dertlichfeiten in Sefih; benn guWeilen nerf ammein ftc\u00ef> ihrer f\u00fcnfhunbert g5aare ober mehr. 9ttan fielet eingelne ftunbenlang in gro\u00dfer \u00a3\u00f6he \u00fcber bem \u00a9ilanbe freifen, W\u00e4prenb bie \u00fcbrigen ftd) mit bem Saue beS SRefteS felBft Befestigen, keltere Hefter Serben auSgebeffert unb neue gegr\u00fcnbet, trodene \u00e4toeige unb Slefte fliegenb mit bem @d)naBeI non ben S\u00e4umen gebroden ober auS anberen Heftern geftohlen, aud) mobilem SBaffer aufgenommen unb bann, febodj nidjt gerabe funftooll, oerBaut. \u00a9eW\u00f6hnlid) derben bie Hefter auf ber S\u00dfafferfeite ber S\u00e4ume errietet, am lieBften auf S\u00e4umen, beren SBipfel \u00fcber bem Staffer ftebt, eingelne in ber Stiefe, anbere in ber \u00a3\u00f6l)e ber tone, nicht feiten oiele auf einem unb bemfelben Saume. $DaS \u00a9elege befiel nach Slububon auS gWei Bis brei jtarffdjaligen \u00a9ent non 27/8 3od S\u00e4nge unb 2 3oH 2)ide unb gr\u00fcnltchWeif\u00eaer F\u00e4rbung, weld)e \u00fcbrigens oft burd) bie F\u00fcllung be\u00ea ScefteS umgef\u00e4rbt ioirb. \u00a9d)Wang unb gl\u00fcgel beS Briitenben Eliten ragen einen gu\u00a3 toeit unb mehr \u00fcber baS Sceft oor. SBabrfcbeinlicb Wed)feln Beibe \u00a9tern int Sr\u00fcten ab: baff bie St\u00e4nn^en Xbeil an biefem \u00aeefd)\u00e4fte nehmen, unterliegt feinem Zweifel; ja, Sennett glaubt, baff fte ftcb mehr als bie Skibden ben @iern wibmen. 2)ie jungen fommen in einem gelblich meinen SDunenfleibe gur \u00e4\u00f6elt unb felgen anfangs auS, als ob fte feine g\u00fc&e h\u00e4tten, \u00a9ie \u00bberteilen febr lange im SRefie, ba bie 5IuSbiIbung ihres glugWerfgeugS eine lange 3ed erforbert.\n\u00c7ftad) Srp ant Br\u00fcten bie Fregattv\u00f6gel guWeilen auch auf nadten Felfcn unb gern unter T\u00f6lpeln. 2Iuf einem Srutfelfen ber Sabamainfel nifteten ungef\u00e4hr gWeihunbert ^aarejo nab an einanber, ba\u00a7 alle Softer im Umfreife oon oiergig guff gelegen Waren. 3wifd)en ifaen Br\u00fcteten feine Stolpel, aber \u00efaufenbe um fte herum. Sr haut fonnte Sunge unb Sitte mit ben #\u00e4nben greifen, fie \u00fcberhaupt faum oerfcbeuchen; benn nach einem glintenfehuffe flogen fte gWar mit Bet\u00e4ubenbem \u00a9efchrei in bte Suft, lehrten aber fogleich gu ihren Heftern gur\u00fcd. 9lach Serftcherung biefeS Forfc^erS fod baS Saar nur ein eingigeS \u00a9 unb Beg\u00fcg\u00efi<h SnngeS ergeugen.\nlieber baS \u00a9efangenleben biefer S\u00f6gel fehlen gur Seit noch Seriate. ^ \u00a9ingelne hat man aHerbingS gei\u00fcoeitig gehalten, Wie lange aber, ift mir unbefannt. \u00a9n \u00a9t\u00fcd, iveld^eS \u00a9haut; Ber lain pflegte, geigte ftd) fehr freffgierig unb heftig, lie\u00df ftcb faum oon feinem Sfleger \u00a9maS gefallen unb ftedte ftd) \u00c4inbem ober gieren, tvetc^e fid) ihm n\u00e4herten, fofort in B\u00f6swilliger SUftcpt gur S3el)re.\n* *\n\u00a3)ie artenreichfte Familie ber fftuberf\u00fc&Ier Wirb gebilbet burch bie \u00a9djarben (Haiiei), h\u00f6dft eigent\u00fcmliche unb leicht fennttid&e S\u00f6gel, beren SJterfmale ungef\u00e4hr bie folgenben ftnb: ber Seib ift fehr geftredt, aber fr\u00e4ftig unb Walgig, ber \u00a3>a!S lang ober fehr lang, fdjlanf ober biinn, ber \u00aeopf Hein, ber \u00a9chnabel mittellang unb entWeber gerabe gugefpipt ober ftarfhafig \u00fcbergebogen, ber guf furgl\u00e4uftg, groffgehig, feitlid) gufammengebr\u00fcdt, ber Fl\u00fcgel gWar lang, Wegen ber furgen #anb= zwingen, unter benen bie britte bie l\u00e4ngfie gu fein pflegt, aber fiutnpf gugefpipt, ber \u00a9d)Wang, Welder auS gW\u00f6lf bis oiergehtt \u00a9teuerfebern befielt, mittel ? ober giemlich lang unb faum gew\u00f6lbt, fo\u00f6a\u00df eS, Wie Naumann richtig bemerft, auSfteht, als fei er oon 9Renfchenhanb ungefdjidt^eingeftedt Worben. Oie \u00a9Zwingen unb bie \u00a9teuerfebern ftnb fepr hart, ihre g\u00e4hnen breit unb feft mit einanber oerbunben, bie \u00a9dj\u00e4fte ftarf, aber biegfam, ade \u00fcbrigen gebern furg unb fnapp anliegenb, bte ber Unterfeite feibig geraffen, bie ber Oberfeite eng gefd&Ioffen, fc^arf begrengt unb f^uppig \u00fcber ent,\nanber liegenb.\t,\n\u00a3>as \u00a9eripp geigt, nach SBagner\u2019S Unterfuchung, bie ben fRuberf\u00fcfffern gemetnfame Stlbung,\nnamenttid) in SBejug auf bie \u00abreite be? \u00a9feitet\u00ab, bie Stellung be? \u00a3intet\u00c7au|jt?Io<$e? K. \u00aete \u00e4ugenfdjeibetoanb ift gauj turdjtredieiv, ein wrmnibatev, breie\u00e4ig jugefpitstev \u00c4nedjeu, iretdjev mit","page":916},{"file":"p0917.txt","language":"de","ocr_de":"SlttgemeineS.\n917\nbem \u00a9dphpntheile beS $inter!puhtSbeine\u00a7 artifulirt uttb foagerep nad) hinten geteert i\u00df, fep eigenth\u00fcmtip \u00a9ie S\u00dfirbetf\u00e4ule Befielt auS \u00dfepept bis ap^ept $afS=, ad^t fft\u00fccfen=, ftebert bis ap \u00a9dpangfoirbeln; baS Sruftbein ift lang unb Brett. 3m \u00a9egenfap \u00a7u ben biSpr genannten Dtuberf\u00fc\u00dflern \u00dfnb nur foenige \u00aenopn ber \u00a9prben luftf\u00fcpenb. \u00a9ie 3uK9e i\u00df fleht, ber Anfang beS \u00a9punbeS ju einer Slrt f\u00f6ePfacf erweitert, ber Vormagen mittelm\u00e4\u00dfig entfoicfelt, ber \u00a3D7u^\u00efe\u00ef= magen b\u00fcmt unb runblip\n\u00a9darben fommen in a\u00ef\u00efeu \u00a9rbtpiten Oor unb leben eBenfoix>o^I im SCReere foie auf filtert \u00a9efo\u00e4ffertt. \u00a9inline Slrten Befoopen pdporbifdp Sauber, bie \u00e4ftep^ap prBergt in ben gem\u00e4\u00dfigten unb Rei\u00dfen \u00a9\u00fcrtetn ber \u00a9rbe. \u00a9ie S\u00efufentplt\u00eaorte finb Oerfpeben ; benn fo\u00e4penb einige \u00dfd) feiten Dom \u00fc\u00ef\u00efeere entfernen unb per auf gelfeninfetn ipen \u00a9tanb nehmen, foopett attbere in rops ober foatbreipn \u00a9\u00fcmhfen unb Sr\u00fcpn, an glu\u00dffeen unb \u00e4plidpn \u00a9efo\u00e4ffern unb oerirren \u00dfd) nur au\u00eanapt\u00eafoeife einmal Bis an bie \u00a9eef\u00fc\u00dfe. \u00a9r\u00f6\u00dferen \u00a9tr\u00f6men folgen \u00dfe meilenfoeit Bis inS Sttnere beS SanbeS, fdpeifen \u00fcBerpupt gern umpr unb halten \u00dfdj fo\u00e4penb ber SSrutgeit an einer unb berfelBen \u00a9teile auf. \u00a9ie norbifpn Slrten foanbern regelm\u00e4\u00dfig, bie \u00fcbrigen fireicpn.\nUnter ben 9tuberf\u00fc\u00dflern jeipen \u00dfdfj bie \u00a9prben auS burd) bie ipen eigentpmlidp Seprrfcpng beS S\u00f6afferS. \u00a9ie \u00dfttb bie Oo\u00fcenbet\u00dfen Staupr innerhalb iper \u00a9rbnung, aber auch in anberer $in\u00dfp feineSfoegS ungefpcft. Sluf ebenem Soben Befoegen \u00dfe \u00dfd\u00a7 ziemlich ungelenk unb foatfptnb, im \u00a9ejfoeig ber S\u00e4ume mit auffallenber \u00a9efoanbtpit, \u00dfiegenb rafter als man meinen m\u00f6pe, ba ber gtug auS\u00dfep, als ob er fep erm\u00fcben m\u00fcffc. \u00a9ooiel als m\u00f6glich oerfoeilen \u00dfe im SBaffer unb fcpoimnten unb tauben mit einer gertigfeit unb SfuSbauer, foetp bie Sefounberung beS 23eobad^terS erregen mu\u00df. jpinfiplid) iper \u00fcbrigen \u00a9igenfpften l\u00e4\u00dft \u00dfdj focnig fRpmenSfoertpS fagen. \u00a9ie \u00dfnb fprf\u00dfmtig, flug, oer\u00df\u00e4nbig, li\u00dftg, aber j\u00e4nfifp unfriebfertig, BoSpft unb t\u00fccfifch im ppten \u00a9rabe, leben unter \u00dfd) gfoar in greunbfp\u00df, jebocf) nur, foeil bie Eingriffe gegenfeitig in gleid; erbitterter S\u00dfeife' jur\u00fcdgefoiefen foerben, nti\u00dfpnbeln ade \u00fcbrigen S\u00f6get, Oerfupn foenigftenS, \u00dfe 3u qu\u00e4len unb ju peinigen, unb macpn \u00dfch ope Sebenfen beren Kr\u00e4fte gu Ship.\n3per fortfo\u00e4penben SRegfamfeit entfh'rip bie \u00a9efr\u00e4\u00dfigfeit, foetp, foie eS fdpint, einzig in iper Slrt baftep: alle \u00a9f\u00e4rben freffen fo lange, als \u00dfe freffen f\u00f6nnen unb \u00df\u00fcrjen \u00dfd) felbft mit gef\u00fclltem Sftagen gierig auf eine SBeute prab, foenn foldp ipen gerabe oor baS Sluge fommt. \u00a9ie ruprt, fo fdpint eS, nur, unt foieber \u00dffcpn unb freffen gu f\u00f6nnen unb freffen BloS bann nip, foenn \u00dfe ip \u00a9e\u00dfeber in \u00a9rbnung bringen ober fpafeit. \u00a9ie \u00a9epbarfeit ipeS \u00a9punbeS geftattet ipen, fep gro\u00dfe gifp pnapufo\u00fcrgen; aber biefe foerben ungemein rafd) jerfep, unb ber Sftagen oerlangt bann neue F\u00fcllung. 3n S\u00e4ubern, in foeldpn ber SJlenfd) $ur $errfpft gefommen ift, f\u00f6nnen \u00dfe nip gebulbet foerben, foeil \u00dfe ben gifpreien ben aUeremfj\u00dfnblp\u00dfett \u00a9pben ^uf\u00fcgen; im SQ\u00ceeere hingegen foerben \u00dfe foenigftenS per unb ba gerabe burd) ipe \u00a9efr\u00e4\u00dfigfeit n\u00fcpich ; benn auS ben gifpn, foetp fie beffen \u00a9dp\u00dfe entnehmen, bereiten \u00dfe ben \u00a9uano.\nSide Slrten ber Familie niften in \u00a9efedfpft unb gr\u00fcnben unter Umft\u00e4nben SIn\u00dfebelungen, foeldp mepere taufenb ^\u00dfaare g\u00e4lten, \u00a9ie Hefter ftepn entfoeber auf fel\u00dfgen 3tt\u00dfln unb per in \u00a9galten, H\u00f6hlungen, auf \u00a9e\u00dfmfen :c., ober auf S\u00e4umen, gufoeilen oiepg unb f\u00fcnfzig oon ipen auf einem einzigen. S\u00d6enn \u00dfe gen\u00f6tpgt \u00dfnB, felbft ju bauen, tragen \u00dfe \u00dfc\u00a7 bide Reifer unorbentlidf) jufammen unb f\u00fcllen \u00dfe innert mit \u00a9plf unb anberen \u00a9r\u00e4fern lieberlidh auS, halten \u00dfe aber fa\u00df nie trodfen, oft oielmep fo na\u00df, ba\u00df bie \u00a9ier f\u00f6rmlich im \u00a9flamme liegen. Sepefe, gfoei bis Oier an ber 3ap, finb oerh\u00e4ltni\u00dfnt\u00e4\u00dfig fe^r fleitt unb lang ge\u00dfrecft, haben eine \u00dfarfe unb gr\u00fcnlicbfoei\u00dfe, ungefledte \u00a9\u00df)ale, foelp noch ein etfoaS lodEerer ^alf ; ober \u00c6reibe\u00fcberjug umgibt. Seibe \u00a9attcn br\u00fcten abfoedhfelnb mit gro\u00dfer Eingebung, richtiger oielleic^t ^artn\u00e4cfigfeit; benn \u00dfe taffen \u00dfdh im buchft\u00e4btichen \u00a9inne beS SBorteS nip oertreiben; beibe fchte^^en ben jungen auch Nahrung in \u00e4Jtaffe gu. Seziere fommen fa\u00df nacft gur SSett, erhalten fp\u00e4ter einen furzen, b\u00fc\u00dfer gef\u00e4rbten glaumen, er\u00df foenn fie pt\u00efbto\u00fcdpg finb, gebern, oerfoeilen lange im \u00fcfte\u00dfe, folgen bann ben Sitten auf baS SBaffer, foerben ein haar \u00a3age lang unterrichtet unb perauf \u00dfch felbft \u00fcberlaffen.","page":917},{"file":"p0918.txt","language":"de","ocr_de":"918\n\u00aete \u00a9tytoimmer. DRuberf\u00fc\u00dfler. \u00a9f\u00e4rben.\n(befangene \u00a9f\u00e4rben ftnb ^\u00f6c^fl angiehenbe \u00a9efty\u00f6pfe, muffen aber auf einem \u00e4\u00f6afferbeden allein gehalten ober boty mit gleich ftarfen V\u00f6geln gufammengebratyt Serben, \u00a9ie erfreuen burty bie \u00a9ers ftyiebenartigleit tyrer \u00a9te\u00ef\u00efungen, non benen febe eingelne ettoaS S\u00efbfonberlitye\u00ea \u00c7at, burty tyre \u00fftaftloftgfeit unb 9Jtunter!eit, bie Sift, mit melier fte auf a\u00ef\u00efe\u00ea Sebenbige unb \u00a9erftylingbare 3agb matyen, tonnen auty bei guter \u00a9flege gur ^ortpflangung gebraut iverben, oerlaugen aber freilid^ einen Siebhaber, toeltyer bie feine\u00eatoeg\u00ea unbebeutenben Soften tyrer Unterhaltung nityt fdbyeut.\n3ty rechne bie \u00a9dl)langenljal\u00eao\u00f4gel gu ben \u00a9tyarben. \u00a9er \u00a9au be3 \u00a9tynabel\u00eb unb #alfe\u00e2 unterftyeiben bie beiben \u00a9typen, in Welche bie gamili\u00e7 meiner Slnfttyt nach gerf\u00e4Ut, gtoar nicht m\u00fcoefentfity; alle \u00fcbrigen \u00a9lieber unb in\u00e4befonbere and) ber innere \u00a9au ftimmen fo vielfach mit einanber \u00fcberein, ba\u00df id) eine Trennung, toie englifche ^orftyer fte beliebt h^ben, fur g\u00e4nglity ungerechtfertigt h^en mu\u00df, \u00a9tyarben ftnb bie \u00a9ty\u00efangenhat\u00eao\u00f4gel in \u00a9eftalt unb F\u00e4rbung, \u00a9charbett ftnb fte in tyrem S\u00dfefen unb \u00a9etragen. #\n\u00a9ie \u00a9tylangenhaf\u00eao\u00f4gef (Plotus)* fenngeitynen ft<h burty fehr gefiredten Seib, au\u00dferorbentlity langen, b\u00fcnnen \u00a3al\u00ea, Heinen,. flatyen \u00df'opf unb langen, geraben, b.\u00fcnnen, fpinbelf\u00f6rntigen, fepr fptyen \u00a9tynabel, beffen ftyarfe Zauber gegen bie \u00a9ptye hm fein geg\u00e4ljnelt unb, turge, bide, ftarfe, Joeit nach hinten fteljenbo ff\u00fc\u00dfe mit fepr langen \u00e2chen/ tflnSe/ a^er turgfptyige Fl\u00fcgel, unter beren \u00a9tyjcoittgen bie britte bie l\u00e4ngfie, einen langen \u00a9d)toang, toeltyer au\u00ea gto\u00f6lf ftarten, gegen bie \u00a9ptye hin Verbreiterten, Itytyft biegfamen, auf ben ffaljnen geteilten ^ebent beftet)t uttb ein feijr fty\u00f6ne\u00e4 unb gl\u00e4ngenbeS, auf ber Oberfeite oerl\u00e2ngerte\u00ea, auf ber Unterfeite famtntig gerftyliffene\u00ea, berlj\u00e4ltni\u00dfs m\u00e4\u00dfig bunt gef\u00e4rbte^ $leingefieber. \u2014 \u00a9er innere \u00a9au geigt nach Slttbubon \u00e8 Unterfud)ung alle toefentlityen \u00fcDReidmale ber \u00a9d)arben, nur mit beut Unterfchiebe, ba\u00df ber \u00a9d)\u00e4bel bebeutettb Heiner unb ftylant gebaut ift unb bie \u00a7al3toirbel ioegen ihrer geftreden \u00a9eftalt an bie ber 3tetyer erinnern.\n3n ber 9teugeit hat man vier oerftytebene \u00a9tylangenhal\u00eaoogel unterfchieben, oon betten in Slmerifa, \u00a9frita, \u00a9\u00fcbaften unb fteuhotlanb je eine 2lrt oorfomtut. Side \u00e4hneln ftty nicht blo\u00ea in \u00a9eftalt unb F\u00e4rbung, fonbern and) in ber Seben\u00eatoeife fo, ba\u00df tyre Unterftyeibung ftymierig ift unb \u00fcber etmaige \u00a9erftyiebenheiten int betragen bi\u00ea je^t nod) nityt gefprod)en toerben taun.\n\u00a9ie 5lnl)inga (Plotus Anhinga) i|t auf $opf, <\u00a3)al\u00a7 uub alien Untertyeilen fammtfd)loarg, gr\u00fcnlich gl\u00e4ngenb, am \u00a9tycitel uub SSorber\u00efopfe ein toenig graubraun gefledt, auf bent \u00a9berr\u00fcden mit Heilten, auf ben \u00a9berfl\u00fcgeln mit gr\u00f6\u00dferen lichten Rieden gegeitynet; bie \u00a9tyulters unb hinter; pgelbedfebern ftnb ivei\u00a7 in bie S\u00e4nge geftreift, bie \u00a9tymingen unb \u00a9tyioaugfcbern ftym\u00e4rgltty, le^tere toei\u00dflitygraubrautt an ber \u00a9ptye. \u00a9a\u00a7 3luge i|t hodhorattgenroty, ber \u00a9djnabel am \u00a9berfiefet graubraun, am Unterliefet- r\u00f6tylid)gelbbraun, bie nadte &'el)Ie gelblid)fleif<hr\u00f6tylid), guioeilen ftymugigs orangengelb; ba\u00a7 \u00a9ein oom Sft\u00fcdert naty ber inneren \u00a9eite Ip ftymugiggelbbraun, an ber \u00e4u\u00dferen fdjmugiggraubrauu. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 85, bie \u00a9reite 45, bie gittigl\u00e4nge 13, bie \u00a9tytoangl\u00e4nge 10 3oll. \u00a9eint S\u00dfetbtyen ftnb \u00aeopf, ^interpal\u00ea unb 3Htden graubraun, bie Untertheile hedfahH gelbr\u00f6tylity, naty bem \u00a9autye gu br\u00e4unlityftytoarg.\n\u00a9er \u00a9tylangenhal\u00eaoogel (Plotus Levalliantii) ift auf ber Unterfeite ebenfalls ftyioarg, am ^alfe roftfarben, ein \u00a9treifen, ioeltyer, oom Sluge beginnenb, ftd) feitlity am .fpalfe herabgiept, fd)toarg^ braun, ein anberer unter tynt toei\u00df, ba\u00ea 9t\u00fcdengefieber roftbraun; bie langen f5ebern ftnb filbertoei\u00df geftreift, bie Mittige unb \u00a9teuerfebern ftytoarg, le^tere ebenfalls lityter an ber \u00a9ptye. \u00a9a\u00ea 2luge ift ergs ober rotygelb, bie nadten \u00a9teilen ant $opfe gelbgr\u00fcn, ber \u00a9tynabel hornfarbett, ber f^u\u00df gr\u00fcnlitygrau. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 33, bie \u00a9reite 41V2, bie ^ittigl\u00e4nge 13, bie \u00a9d)loangl\u00e4nge","page":918},{"file":"p0919.txt","language":"de","ocr_de":"S\u00efntyi\u00eetga. \u00a9djlaugeuba\u00efSOoge\u00ef,\n919\n914 3oll.\t93eim V\u00dfeibdjett ftnb alle f\u00e4rben mittber lebhaft; bet Unterfdjieb gtoifd^en feinem bleibe\nunb bem beS 2Mnnd)enS ift jebodf nicjjt bebeutenb.\n$)ie 2tnl)inga betoo\u00c7nt \u00a9\u00fcbameri\u00efa \u00bbon f\u00c7\u00eforiba, \u00a3ouifiana, 2l\u00efabama, \u00a9eorgia unb Carolina an bis nad) Varaguaty ober \u00a9fyile, ftreicfet gutreilen audf in n\u00f4rb\u00efidfer Obidftung bem 9ttifftff\u00efp|n entlang bis in bie fR\u00e4^e \u00bbon ^atfdjeg. \u00aeer \u00a9djlaugen\u00effalsrogel geh\u00f6rt Slfrita an unb finbet ftd) \u00effier auf allen \u00a9etr\u00e4ffern f\u00fcb\u00efidf \u00bbom 15. \u00a9rabe bet Breite bis gum Vorgebirge bet guten Hoffnung.\n\u00a9er \u00a9djlangett\u00efja\u00ef\u00eabogel (Piotus Levaiiiant\u00fc).\nVeibe Wirten, unb iljre Vertranbten auS Elften unb Sluftralieit ebenfo, leben, trenn nic^t ausftjliejjlidj, fo bod> \u00bborgugStreife auf f\u00fcfjen \u00a9etr\u00e4ffern, nicfyt im \u00e4fteete. Xf d^nbi \u00bberftdfert gtrar, baff man bie 2tnljinga gutreilen audf auf Ifoljer \u00a9ec antreffe, too fie in \u00a9dj)incirmen \u00bbon gtrangig bis breiig \u00a9t\u00fcc\u00ef ftfdfe, oerleitet aber butdf bie Vefdfreibung ber $ifdj)crei gu entfd)iebenem gtreifel &n ber D^id^tigfeit feiner Eingabe. 21 n bub on bemerft auSbriicflid), baff er niemals einen \u00a9djlangenlfalsrogef auf ber \u00a9ee gefeiten l>abe, nnb trenn biefe Velfauptung bie \u00bbon \u00a3fdfubi an anberer \u00a9teile gemachte Eingabe,","page":919},{"file":"p0920.txt","language":"de","ocr_de":"920\n\u00a9te \u00a9djttnmtner. Suberf\u00fcfjler. \u00a9f\u00e4rben.\nbaf bie Slnhinga auf aden ruhigen S\u00e4ten ber Skft\u00ef\u00fcfie bon \u00a9\u00fcbamerifa fe^r gemein fet, niht fibers legen fod, beweift fte bod; fooiel, bafj unfer Sogel bcr\u00ea f\u00fcjje SBaffer entfd^teben beborjugt hierin ftimmen ade gorf^er \u00fcberein.\nSei meinen Steifen auf bem meinen unb blauettSlile habe id^ ben \u00a9hlangenhaBoogel oft gefe^en unb manche\u00a9tunbe, mannen Sag feiner ,3>agb geWibmet: fo genau aber, Wie 21 ububon bie Slnljinga, l;abe id; \u00dc;n freilich nid;t beobachten l\u00f6nnen. 3h Werbe mid; be&halb im S^ahfolgenben Wefentlid; mit auf bie Si\u00efttheilungen be\u00ea lehtgenannten $orfd)er3 ft\u00fcfcen, foWeit fte meinen eigenen 2Ba^r= ne^mungen entbrechen.\n\u00a3)ie \u00a9d;langenhaBo\u00f6gel belohnen \u00a9tr\u00f6me, \u00a9een unb \u00a9\u00fcntpfe, in bereu St\u00e4he S\u00e4ume flehen, am liebflen foldte, Welche baumreiche Unfein umfhliefem Son ben S\u00e4umen fliegen fte am Storgen au\u00ea, um ihre 3agb gu beginnen, unb gu ben S\u00e4umen lehren fte gur\u00fcd, um gu fdjlafen ober um ftch au\u00eajuruheit; auf ben S\u00e4umen fleht and) in ber dtegel ihr 9befl. Slderbing\u00eb ruhen unb br\u00fcten fie Wie bie \u00a9f\u00e4rben unter Umft\u00e4nben auch auf Reifen, gewif; aber uur, Wenn e\u00ea ihnen an S\u00e4umen fehlt. Sfcne wunberbaren, an Steren f\u00b0 ttnenblich reichen \u00a9\u00fcntpfe im \u00a9\u00fcben ber Sereinigtett \u00a9taaten ober bie \u00a9tr\u00f6me unb dtegenfeen ^nnerafrifa\u00eb, \u00a9\u00fcbaften\u00ea unb SReuhodanb\u00ea bieten ihnen alle (Srforberniffe jum Seben unb beherbergen fte be\u00eahalb in ziemlicher Slnzahl. \u00a9o gefedig wie bie \u00a9djarben lann man fte freilich nicht nennen; benn mehr aB zehn bB zwanzig oon ihnen fleht man faum jemals oereinigt; gern aber galten ftch f\u00fcnf bB acht zufantmen auf einem unb bemfetben \u00a9ee;, Seich = ober $lufjtheile auf, unb gern vereinigen ftd^ mehrere folche Srupp\u00ea abenb\u00ea attf ben beliebten \u00a9hlafb\u00e4unten. SB\u00e4hrenb ber Srutzeit m\u00f6gen an g\u00fcnftigen \u00a9teilen nod; zahlvefhere Sereinigungen ftattfinben.\n(S\u00ea gibt faum einen tarnen, toeldjer beffer gew\u00e4hlt fein f\u00f6nnte aB ber oon bett Hottentotten ttnferem Sogei oerliehene. Oer H>aB erinnert wirflid; an eine \u00a9flange : er ift nicht blo\u00ea \u00e4httlid; gezeichnet, fonbern Wirb auch in \u00e4hnlicher Skife bewegt. 2Benn ber Sogei taudjenb ztmfheu ber Oberfl\u00e4che unb bem \u00a9runbe be3 Staffers bahinfchwimmt, Wirb er felbft zur \u00a9d)lange, unb Wenn er ftch zur Skhre fefjen muff ober einen $einb angreifen Will, Wirft er biefen .!paB mit einer fo bli|s artigen \u00a9hnedigfeit oor, baff man Wieberum an einen Singriff ber Siper benfen muff\nSide \u00a9hlangenhaBoogel befttnben bie \u00e4deifterfhaft ihrer SeWegung im Staffer, \u00a9ie finb Oodenbete \u00a9chiointmer, noch oodenbetere Sauver. (Sine \u00a9charbe erfcheint ihnen gegen\u00fcber aB \u00a9t\u00fcmper. 3hnen geb\u00fchrt zum Sdinbeften innerhalb ihrer Orbnung in biefer ^ertigfeit ber $reB; fie Werben aber Wohl auch faum oon einem anberen \u00a9htoimmer ober Sauger \u00fcberhaupt \u00fcbertroffen. \u00a3)a, wo fie ihrem $ifhfange behaglich nachgehen f\u00f6nnen unb ftd; Oodft\u00e4nbig ficher f\u00fchlen, fhtoimnten fte mit bB zur H\u00e4lfte eingetaud;tem Scibe auf ber Oberfl\u00e4che be3 2Baffer\u00a7 bahin; fowie fte aber einen 2Jtenfd)en ober ein gef\u00e4hrliche^ Shier gewahren, fenfen fie ftd; fo tief ein, baff nur noch ber b\u00fcttne HaB heroorragt. Ourd; biefe\u00ea ddittel entzieht ftch ber \u00a9hlangenhaBoogel ben Sliden aufferorbentlid; leiht: man.^ann nah bei ihm oor\u00fcbergeljen, ohne ihn zu gewahren, felbft Wenn er ftch auf 9an5 freiem Staffer bewegt, w\u00e4hrenb er ztoifd)en \u00a9hilf/ Sufhtoerf unb begleichen, Wenn er e\u00eb Wid, auch beut fh\u00e4rfften Sluge oerfhfttnbet. \u00a9ieht er ftd; oerfolgt, fo beginnt er fofort nah &cm Serfenfen feinet Seibe\u00ea unter ba\u00ea S\u00f6affer auh gu tauhen unb f\u00fchrt Oie\u00ea mit einer an3 Sknberbare grenzenben 5Hleifierfhaft au3. (Sr gebrauht bie Fl\u00fcgel niht znr Stithilfe, obgleih er fte etwa\u00bb oom K\u00f6rper abh\u00e4lt, fonbern rubert nur mit ben Seinen unb fteuert mit bem \u00a9hmanze, bewegt fth \u00fcber mit einer \u00a9hnedigfeit, \u00a9etoanbtheit unb \u00a9iherheit, baff er felbft ben fhnedften $ifh noch \u00fcbertrifft, \u00a9treden oon mehr aB ztoeil;unbert $uff burd;mifft er in weniger aB einer Stinute geit: e\u00ea fheint, bafj er unter SBaffer fth viel fhneder f\u00f6rbert aB auf ber Oberfl\u00e4he fd;Wimmenb. Sluf bem Sanbe bewegt fth ber \u00a9hlangetthaBoogel ztvar fheinbar feljr fh^erf\u00e4dig, Watfhelnb unb Wadelnb, aber boh oerh\u00e4ltni\u00a7m\u00e4fig rafh; im \u00a9ezioeig ber S\u00e4ume betunbet er eine \u00a9efhidlthleit, Weihe man niht oermuthen nt\u00f6d)te, ba er fth nicht blo\u00eb auf Slefieit feftzuhalten Oermag, fonbern auh ultb herzugehen Wei|, obgleih er bann freilih ftd; mit au\u00eagebreiteten kl\u00fcgeln im \u00aeleihgewid;te halten","page":920},{"file":"p0921.txt","language":"de","ocr_de":"Seben\u00eaweife ber ScptangenpatSOoget.\n921\nunb aucp bett Scpnabet a\u00efs St\u00fcpe gebrauchen mu\u00df. SDer $tug \u00e4hnelt bent ber Scparben fo, ba\u00df man beibe S\u00f6get oerWedpfetn bann; er hat ben Stnfcpein, als ob er erm\u00fcben muffe, f\u00f6rbert aber fepr rafch unb Wirb auch fange 3eit in einem \u00dfuge fortgefe\u00dft. Ungeft\u00f6rt pflegt ber ScptangenpatSOoget ziemlich niebrig \u00fcber bem S\u00dfaffer bahin gu [treiben, m\u00f6gticpft benfetben SIbftanb einpattenb. SBitt er ftep bann auf einem Saume nieberlaffen, fo fteigt er oon unten in einem j\u00e4hen Sogen bis gur .!p\u00f6pe beS SaumeS empor, umgreift biefen einige 9Jtate unb b\u00e4umt fobann auf. SM er oon einem \u00a9eW\u00e4ffet gunt anberen giepen,\u2019 fo erhebt er ftep mit fortw\u00e4prenben gt\u00fcgetfdpt\u00e4gen bis in eine giemtidp bebeutenbe $\u00f6pe, beginnt fcpWebenb gu f reif en, benu\u00dft bie herrfchenbe SBhtbftr\u00f6mung fo gefehlt, ba\u00df er halb in bie erW\u00fcnfdpte -Jp\u00f6pe getragen Wirb unb fliegt nun in biefer Weiter. S\u00f6\u00e4prenb ber ^aarung\u00eageit fott er, Wie Stububon unS belehrt, oft gu bebeutenben <\u00a3>\u00f6pen em\u00dforftiegen, guWeiten fogar ben Sticten entfdpwinbett unb f\u00eeunbentang fpte\u00efenb Greifen. 3>n ben \u00e4RittagSfhmben fe\u00dft er ftdp gang nach Strt ber Scharben auf barren 3ft>eigen ober fetftgen Unfein im Strome nieber, breitet bie ^l\u00fcget unb f\u00e4delt oon 3?it ^eit mit ihnen, gteichfam, als ob er ftch F\u00fchlung guWepen m\u00fcffe. 3>eber ScptangenpatSOoget, Wetdper einen Strtgenoffen in biefer Stellung ft\u00dfett fiept, Wirb nicht oerfepten, ftep 5U ipm gefeiten, unb fo gefdpiept eS, ba\u00df ein beliebter Si\u00dfpta\u00df im Strome gur geeigneten 3eit geW\u00f6pttlidp mit mepreren SdptangenpatSO\u00f6getn bebeeft unb burdp fte oon SBeitem fennttie\u00df gemadpt ifl. Stu fotepen Stetten p\u00e4ngen fte mit ebenfo tatet .Ipartn\u00e4ctigfeit wie an ben einmat geW\u00e4\u00dftten Scptafpt\u00e4pen, gu Wetdpen fie auep naep wieber\u00dfotter St\u00f6rung immer unb immer Wieber gur\u00fceffe\u00dfrett.\nStudp pinfidpttidp ber \u00fcbrigen \u00a9igenfdpaften taffen ftdp bie SdpfangenpatSo\u00f6get nur mit ben Scparben Oergteicpen. 2)aS geiftige SBefen ift mepr ober Weniger baffetbe bei alten \u00fcMtgtiebern ber beiben Sippen, \u00a9efettig geigen fiep bie ScptangenpatSOoget nur anberen iprer Strt gegen\u00fcber; benn trenn fte ftep auep gutoeilett unter ^Setefane unb Scparben unb in SImerita oietteiept audp unter ^regatto\u00f6get, ober W\u00e4prenb ber Smtgeit unter fReiper mifepen, patten fte ftep bodp ftetS ein wenig getrennt oon biefen unter ftep gufammen unb neprnen auf baS Spun unb Sreiben jener @efetl= fepaften feine fR\u00fcctftdpt. Unter ftdp fdpeinen bie \u00a9lieber eines SruppS in ^rieben gu leben; ber bet ipnen fepr ausgepr\u00e4gte \u00dcReib mag aber toopt gutoeiten K\u00e4mpfe ober WenigftenS Dcedbereien perbeif\u00fcpren. Sor bem SJtenfepen unb anberen gef\u00e4prticpen \u00a9efdp\u00f6pfen neprnen fte ftdp fepr in Sept: fte ftnb oon \u00a3>aufe auS fepr oorftdptig unb Werben, Wenn fte ftdp oerfotgt fepen, halb au\u00dferorbenttidp fdpeu/ betunben atfo oiet UrtpeitSf\u00e4pigfcit.\n\u00a3)ie ScptangenpatSOoget ftfdpen nadp 2trt ber Scparben, inbem fte Oon ber Dberft\u00e4dpe beS Staffers aus in bie Siefe taucpeit, burdp fdpnetteS Zubern unter bem Staffer $ifcpe einpoten unb mit einem rafdpett Sorfto\u00dfen ipreS $alfeS fie faffen. 2tuf ber popen See f\u00f6lten fie ftdp, Wie Sfcpubi fagt, mit ber gr\u00f6\u00dften Sdpnettigfeit auf bie gifdpe ft\u00fcrgen, ftep aber \u00e4\u00fc\u00dferft fetten auf bie S\u00dfetten fetten, fonbern fiep mit iprer Seute\u00abfogteidp wieber erpeben unb biefe im gtuge oerfeptingen. $n wie Weit biefe Eingabe genau ift, oermag idp niept gu fagen. \u00a3)aS (Sitte ift ridptig, ba\u00df fte mit ber gefangenen Seute regelm\u00e4\u00dfig gur Oberft\u00e4dpe beS S\u00dfafferS emporbomnten unb fte pier oerfeptingen. Sie beb\u00fcrfen fepr oiet \u00dcRaprung, bentt ipre \u00a9efr\u00e4\u00dfigfeit ift au\u00dferorbentlicp gro\u00df. SltterbingS f\u00f6nnen audp fte Wie bie \u00fcbrigen fRaub; unb ^ifdpero\u00f6gel tagelang opne \u00dcRaprung auSpatten, geW\u00f6pntidp aber braudpen fte ftdp fotdpe $afteiungen nidpt aufguertegen unb b\u00f6nnen iprer \u00a9efr\u00e4\u00dfigbeit ootte \u00a9en\u00fcge tpun. Stububon\u2019S \u00c7reunb, Sadpman, beobadptete an feinen \u00a9efangenen, ba\u00df eitt \u00a7ifdp oon neun 3ott S\u00e4nge unb gWei 3ott im SDurdpmeffer, Wetdpen ber ScptangenpatSOoget b\u00e4um Oerfeptingen bonnte, bereits nadp anbertpatb Stunben Oer baut War, unb ba\u00df ber gefr\u00e4\u00dfige fRuberf\u00fc\u00dfter an beut* fetben Sormittage noep bret anbere $ifdpe oon beinap berfelben \u00a9r\u00f6\u00dfe oerfdptang. SSenn ipm bteinere, ungef\u00e4pr brei 3oH lange I\u00c7ifdpe gereiept W\u00fcrben, napm er iprer oiergig unb mepr mit einem \u00e4Rale gu ftdp. gwifdpen ben oerfdpiebenen gifdparten fdpeinen bie ScptangenpatSOoget beinett Unterfdpieb gu ntadpen, unb Waprfcpeintidp Werben fte ebenfo Wie bie Scparben bteine SBirbettpiere, junge S\u00f6get unb mancherlei Surcpe, oietteiept auep oerfepiebene Wirbettofe Spiere auep niept oerfepm\u00e4pett.","page":921},{"file":"p0922.txt","language":"de","ocr_de":"922\nSie \u00a9d)toimmer. Ruberf\u00fcfeter. \u00a9djarben.\nSXCCe \u00a9d)Iangenf)alSO\u00f6get Br\u00fcten, menu fie irgenb f\u00f6unen, auf S\u00e4umen, im 9lct^fa\u00ef\u00efe jebor aud^ auf f elf gen Unfein, ftetS m\u00f6gtirf nah am Staffer. S)aS SRef ber Snljinga mirb, laut Su bubon, auf betriebenen Oert\u00efic^\u00efeiten angelegt, gumeilen im nieberen \u00a9eb\u00fcfd), fattm mehr als ad)t ober gehn gufe \u00fcBer bcm Staffer, gumeilen aud) auf bem SSipfel eines ber hohen S\u00e4ume, in ber 9R\u00e4t;e ober inmitten eines \u00a9em\u00e4ffcrS. 3n Souifana unb 2Riffffbpi fielen bie meiften Hefter auf gro\u00dfen unb hohen (Stypreffen, metre ringsum oom Staffer umgeben merben ober hart an bemfelBen fd) erheben. \u00a3)ft finbet man nur ein ehtgigeS SReft auf einem Saume; gumeilen aber baffelbe unter hunberten ober taufenben bon fReiherljorfeu. \u00a9S mifet ungef\u00e4hr gmei gufe im SDunljmeffer, ift fe$r flad), bem ber \u00a9rarben \u00e4hntid) unb Befielt auS einer Unterlage bon trodenen Geifern, gr\u00fcnen Steigen mit Slattern unb einer SuSf\u00fctterung bon fogenanntem fbanifhen 3RoS, garten Stargeln unb bergteiren. \u00aeie Srutgeit frcint nirt.an Beftimmte Stonate beS gahreS gebunben gu fein; Savait fanb nod) (gier im 3uni unb Su bubon Bereits gu \u00a9nbe gebruarS. (Sin \u00a9etege enthalt brei Bis hier (Ster, metre ebenfalls betten ber \u00a9darben \u00e4hneln, t\u00e4nglir eif\u00f6rmig ftnb unb tr\u00fcbmeife auSfeljen, meit ber f\u00e4llige Uebergug baS tiefer unten liegenbe Sidfblau ber \u00a9r^le berbedt. S)ie jungen ermatten in ben erften bierge^n Sagen ihres Mens ein Br\u00e4untireS SDunenfleib unb fe^en jungen \u00dformoranen feljr \u00e4^nlid). 3f\u00f6re (Sltern m\u00fcrgen ihnen bie Nahrung bor unb merben Bei ihrem \u00a9rfheinen mit einem leifen, ffeifenben fRufe Begr\u00fcbt. Saht fir i^uen ein geinb, fo br\u00fcden fie fir feft im \u00a3Refte nieber, benn nur im \u00e4ufecrfen \u00fcRothfulle fpringen fie inS Staffer ^inab. 3m Sllter bon brei Staren fproffen bie \u00a9gingen unb \u00a9rmangfebern ^erbor, aber erft, menu biefe faft auSgebitbet ftnb, Brereu bie ber Sruft unb beS Unterleibes \u00fcberhaupt burr bie \u00a3>unen. (Srft menu fie bollft\u00e4nbig fliegen gelernt haben, gelten fte gu Staffer.\nS)ie \u00a9efangenfr^ft ertragen bie \u00a9riangenhalSo\u00f6gel Bei einiger ^Pflege ebenfogut als mie bie \u00a9rarben; fte merben aud) feljr halb in gemiffern \u00a9rabe galjm unb geigen, menu fie jung aufgegogen m\u00fcrben, innige Snlj\u00e4nglirteit au ben \u00e4Renfijeu. Sttbubon falj gmei, metre il)rem \u00a9ebieter auf bem gufee folgten unb fp\u00e4ter bie (Srlaubnife erhalten burften, nar Seliebeu bie benarbarten \u00a9etaaffer gu befuren, ba fie ftetS red)tgeitig mieber gur\u00fcdfeljrten. Son gmei jungen, meld)e Sarutan bem iReftc enthoben hatte, mufete ber ft\u00e4rfere ^flegeelternftetle bei feinem j\u00fcngeren \u00a9efrlifter oertreten unb frien bie i\u00efjm jugemut\u00c7ete 9R\u00fclje aur fe^r gern gu \u00fcbernehmen, liefe fr menigftenS gefallen, bafe ber Heine mit feinem \u00a9rnabel ihm in ben Barett fuhr unb Oerfrtungene gifd)e mieber aus ber \u00a9urget IjerauShotte. Seibe maren fo gahm unb ihrem Pfleger fo anh\u00e4nglid) # bafe fte biefen f\u00f6rmlich bel\u00e4ftigten. Snf\u00e4nglid) trug Sad)man feinen \u00a9efangeneu oft gu einem Seidje unb marf ihn hiev in baS Staffer, mufete aber gu feinem (grfiaunen bemerfen, bafe ber \u00a9riangenljalSoogel ftetS fo eilig als m\u00f6glidj bem Sanbc gufrtoamm, gleidjfam als ob er fein (Slement f\u00fcrd)te; fp\u00e4ter oerlor fid) biefe \u00a9d)eu. \u00a9ron in fr\u00fchefter ^ugenb benahm fr bie Snljiuga angefrt\u00ea anberer Sljiere muthig unb furrtloS; bie \u00a3>\u00e4l)ne unb Sruth\u00fcljner auf bem $ofe midjen ihr halb eljrfurdfsooll auS, unb audf bie \u00a7unbe magten fr nid)t gern in ihre \u00dcR\u00e4lje, meit fe nie oerfeljtte, ihnen gelegener Seit einen ffjarfen \u00a3ieb gu Oerfe^en. SIS ber Sogei ermarfen mar, ging er tagt\u00e4glid) gu ben tragen Xtx^tn, um bort gu ffren, lehrte hierauf gur\u00fcd, flog auf bie hohen \u00a9piben beS 3auneS unb blieb hier ffcen, enttaebcr um fr gu fonnen ober um gu fdjlafen. teilte fd)ien ihm t)\u00f6rf unangenehm gu fein unb um ihr gu entgehen, ging er in bie unb feilte fr in bie $R\u00e4t)e beS geuerS, f\u00e4m^fte aud) mit bem \u00a3unbc ober felbft mit bem ftodhe um ben behagtid)ften \u00ab\u00dflafc an bem \u00a3erbe. 3m \u00a9onnenfdjein hingegen breitete er \u00a9rmingen unb gl\u00fcgel, bl\u00e4hte alle gebern unb frien begl\u00fcdt oon ber Starme gu fein, \u00a9elegenttir tourbe er ein haar Sage lang nufet gef\u00fcttert, nahm S)ieS aber fehr \u00dcbel unb rannte bann freifijenb im \u00a7ofe umher ober hieb nad) ben S)ienern, meire fr iu feine iR\u00e4he magten, gleirfun als molle er fte an ihre SRari\u00e4ffgfeit erinnern.\n3n abgelegenen, oon ben 2Renfd)en menig befurten \u00a9egenben fnb bie \u00a9rtangcnhalSO\u00f6gel fo menig freu, bafe ihre 3agb launt 3R\u00fche oerurfadjt. 2Ran oerfurt, bie \u00a9rinfb\u00e4ume gu ertunben, feilt fr unter biefen narmittagS an unb ermartet bie Slnfunft ber S\u00f6gel. iRad) bem \u00a9d)uffe","page":922},{"file":"p0923.txt","language":"de","ocr_de":"Kormoran.\n923\n[t\u00fcrmen fid) bie Uebertebenben f\u00e4mmtlid) Voie tobt in ba\u00ea Saffer ijtxab, tauben unter unb erfdjeinen nun I)ier unb bei mit bem .Ipalfe lieber \u00fcber ber Oberfl\u00e4che, inanen fiel) bamt febod) gew\u00f6hnlich \u00a9teilen, Wo \u00a9cf\u00fb\u00eff ober \u00a9ejWeig fie m\u00f6glichft verbirgt. Oie Stnljinga jagte ber ^3rinj toon Sieb in Srafitien fcom SBoote au3. \u00a9ein 3\u00e4ger legte fidj in biefem nieber unb lief; e\u00a7 f\u00fcll ben $\u00efuf$ hinabtreiben, bi\u00ea e\u00ea in gen\u00fcgenbe \u00dcKeitje eine\u00ea \u00fcber bem Saffer ftyenben SSogel\u00ea gekommen War, bann tourbe fo fd^neCC al\u00ea m\u00f6glid) abgefeuert. Stuf fc^toimmenbe \u00a9chlangent)at30\u00f6gel gu fdjiejzen, ift ein mi^ltd^ Oing; man oerfcpWenbet babei felty oiel puttier unb Blei unb tjat bedh nur fetten \u00a9rfolg, Weil ber Seib gegen ben $agel eine\u00ea \u00a9eWe\u00efjre\u00ea oottft\u00e4nbig geborgen ift unb nur ber b\u00fcnne $al\u00ea al3 Bielgegenftanb fidj bietet. 3n Snnerafrifa fann biefe 3^gb auch nod) in anberer \u00a3>infidht tyr Unangenehme^ hafon, Wie Wir gu unferem \u00a9ntfeben erfahren mu\u00dften ; both id) habe ja biefe @efd>idfjte (Banb II, \u00a9eite 773) bereite niitgetheilt.\nOie \u00a9d)arben (Phalacrocorax) unterfdbeiben fid) oon ben \u00a9dhlangenha\u00ef\u00ea\u00fc\u00f4ge\u00efn ^auptf\u00e4d^Itd) burd) plumperen Bau unb oerfd)ieben gebitbeten \u00a9d)nabet. Severer ift mittettang, gufammengebr\u00fcdt, auf bem fR\u00fcdeit runblid), an ber \u00a9eite ber Oberfinnlabe gefurcht, an ben \u00a9ptyen betber \u00c6innlaben abw\u00e4rts gebogen unb fiarf^a\u00eftg, ber $uf$ ift tr\u00e4ftig, ber $ittig turj, in tyrn bie britte \u00a9c&Winge bie t\u00e4ngfte, ber au3 gVo\u00f6tf bi\u00ea Oierjehn \u00a9teuerfebern befiehenbe \u00a9d)toan\u00a7 f\u00fcrder al\u00ea bei ben \u00a9djlangen; haf\u00eao\u00f4geln, ba\u00ea \u00a9efieber \u00e4hnlid) gebitbet, auf bem fR\u00fcden jebod) uidjt fo entwidelt Vote bei biefer.\nOie \u00a3eben\u00a7Wcife ber oerfepiebetten Strten biefer \u00a9type ftimmt uid>t in jeber ^\u00bbinfityt \u00fcberein; gleidjWohl b\u00fcrfte e\u00ea gen\u00fcgen,\u2022 Wenn Voir un\u00ea mit ber gemeinften unb un3 gun\u00e4tyfi angepenben \u00a9djarbenart befd)\u00e4ftigen. Oiefe, ber Kormoran, bie \u00a9i\u00ea^ ober Baumfc\u00efjarbe, ber 3\u00f6af f er -ober \u00a9eerabe, bie falben ente, \u00a9djotoer, \u00a9dt) a lud) er :c. (Phalacrocorax Carbo) ifi 35 bi\u00e4 37 Bott lang unb 60 bt\u00e9 64 Bott breit; bie gittigl\u00e4nge betr\u00e4gt 14 bt\u00e9 15, bie \u00a9djWanjl\u00e4nge 6Y2 bi3 7 Bott, Oa\u00a7 \u00a9efteber ift auf Obertopf, #al\u00e4, Bruft, Baud) unb Unterr\u00fcden gt\u00e4n^enbftytoar^ gr\u00fcn, fanft metattifchfdjimmernb, auf bem Borberr\u00fcdett unb ben kl\u00fcgeln br\u00e4unlich, bron^egt\u00e4ngenb unb Wegen ber buntteren \u00a9\u00e4ume ber Gebern voie gefebuppt; bie \u00a9djwingen unb \u00a9teuerfebern firttT fdfjtoarj; ein Weiter, hinter bem Stuge beginnenber Rieden umgibt bie \u00aeeljlc, ein anberer runbtidher fteljt auf ben Seidjen. Oa\u00ea Stuge ift meergr\u00fcn, ber \u00a9dhnabet fdjwarz, an ber Surjel getbtid), bie nadte \u00a3aut be\u00ea \u00a9eficht\u00ea unb ber \u00aeehle gelb, ber gufj fd)Warj. S\u00e4ljrenb ber ^ortpftanjung\u00eajeit tr\u00e4gt bie \u00a9tyarbe, namenttid) bie m\u00e2nntidje, jarte ^aarartige Voei^e Gebern am $opfe, toeld^e bie buntlen \u00fcberwuchern, aber fehr batb au\u00eafatlen. Oer junge Bogel ift mehr ober Weniger grau, auf ber Oberfeite bunfelafchgrau, in \u00e4hnlicher Seife Wie ber alte gefepuppt, auf ber unteren gilblid) ober lidtygrau.\nBorn mittleren Norwegen an trifft man ben Kormoran in gang \u00a9uropa unb W\u00e4prenb be\u00ea Sintert in erftauntidher Slnjapl in Stfrita an; aufjerbent lebt er fepr h\u00e4ufig in \u00fc\u00dctittelafien unb ebenfo in \u00dcRorbamerit'a, oonhierau\u00ea bk> Seftiubien, oonbortau\u00ea bt\u00e9 \u00a9\u00fcbaften Wanbernb. \u00a9r beWopnt ba3 \u00fctfteer unb f\u00fc\u00a7e \u00a9eW\u00e4ffer, je nach be3 Orte\u00ea \u00a9etegenpeit. \u00a9r\u00f6tere $l\u00fcffe ober \u00a9tr\u00f6me, Weld)e Oon Salbungen eingefd)loffen werben, beherbergen ftet\u00ea $ormorane, ba ^ter ber 9Jtenfdh tyrer nid)t ^)err Werben bann; ja bie gubringlid^en, frechen S\u00df\u00f6gel fiebetn ftd) fogar in unmittelbarer Sl\u00e4he bon Ortfd)aften an unb taffen fiep faum ober bodh mit gr\u00f6\u00dfter 3R\u00fche oertreiben. 2Ran fennt ein SSeifpiet, ba\u00a7 fte inmitten einer \u00a9tabt erftyknen unb ftdh ben ^irdhthurm jum fRuhefih erw\u00e4hlten. nod) gr\u00f6\u00dferer Stnjaht treten fie im Sfteere auf, jeboty nur an geWiffen \u00a9teilen, ba n\u00e4mlid), Wo bie ^\u00fcfte fetfig unb fd^Wer zug\u00e4nglich ift, ober aber ba, Wo ein $ranz oon \u00a9d)\u00e4ren fie umlagert. S\u00e2ng\u00ea ber ^\u00fcfte oon \u00a9fanbinaoien, auf 33kmb, ben 5ar\u00f6erinfeln, ^ebriben, Orfaben \u00eec. finb bie \u00aeormorane unb anbere \u00a9dharben fehr h\u00e4ufig, weil ber SDienfd) gar nid)t im \u00a9tanbe ift, ihnen hkr entgegen gu\n","page":923},{"file":"p0924.txt","language":"de","ocr_de":"924\n\u00a9ie \u00a9djtoimmer. \u00fc\u00eeuberf\u00fc^\u00efer. \u00a9f\u00e4rben.\ntreten. $n nicht geringerer Stenge fammeln fie fich m\u00e4hrenb beS SBinter\u00ea in [\u00fcblicheren Leeren an. \u00a9chou in \u00a9riec^en\u00efanb fie^t tnan fie fj\u00e2uftg jahraus jahrein auf ben gro\u00dfen \u00a9een unb auf bem SORcere; in Eggten bebccfen fie bie \u00a9tranbfeen feilen fotoeit baS 2luge reicht, sieben atfe borgen in ungeheuren \u00a9djaren bon ihnen auf baS h\u00b0he ^eeo h^nau^^ fifteen bort unb iehren gef\u00e4ttigt toieber juritd. \u00a9\u00fcbchina ober in 3nbien treten fie in \u00e4hnlicher Stenge auf. Stau barf behaupten, ba\u00a7 ihnen eigentlich jebc Oertlid)!eit rcd;t ift, ba| fte fich ba, mo eS Staffer unb ^tfcfce gibt, \u00fcberall ein; jurichten miff en,\n\u00a9er Kormoran (Plialacrocorax Carbo). 1/5 ber tiat. \u00aer\u00f6\u00dfe.\n3n ihrem Setragen unb Skfen haben bie \u00a9charben manches Eigent\u00fcmliche, \u00a9ie ftnb fehr gcfeHig unb halten fich beSlfalb in ber Siegel in gr\u00f6\u00dferen ober Heineren \u00a9d)aren gufammen; einzelne trifft man faft nie. S\u00df\u00e4hrenb ber Siorgenftunben fifchen fte mit gr\u00f6\u00dftem Eifer, nachmittags pflegen fte ber 9iuhe unb ber Serbauung; gegen Slbenb unternehmen fte normals einen f^ifc^gug, bann gehen fie fdjlafen. \u00dfur Nachtruhe mahlen fte fnh im Sinuenlanbe hohe S\u00e4ume, melche auf Unfein in bett \u00a9tr\u00f4m\u00e9n ober in \u00a9een flehen, biefelbett, treidle fte fp\u00e4ter jum Sr\u00fcten benufjen, auf bem Sieere hingegen felfige Unfein, melche ihnen Itmfchau nach allen \u00a9eiten unb leid)teS 3u; unb S\u00f6egfliegen","page":924},{"file":"p0925.txt","language":"de","ocr_de":"SebenStoeife ber Sdjarben.\n925\ngef\u00efatten. Sold)e ^nfeln er\u00efennt man fd)on oon Leitern an bem toeifen \u00aeoth\u00fcberguge, mit bem bie SS\u00ebge\u00ef fie bebedt haben, unb fie io\u00fcrben auch Bei unS fdjliefj\u00efidh gu \u00a9uanolagern toerben, fatten mir bie tropifd)e (Sonne, \u00efoeld)e ben SSogelb\u00fcnger unter bem Rimmel $eruS trocfnet, ober, Joie Set)effet ioibig fid^ auSbr\u00fcdt, l\u00e4utert (Sin foirer SieblingSfth int SO\u00ceeere oerfeI)lt nie, bie Stuf* merffamfeit beS \u00a9diff\u00e9r\u00e9 ober Steifenben auf ftd^ gu gieren; am feffelnbften aber \u00efoirb er felbftoer; ft\u00e4nblid) bann, menu er gerabe mit Starben bebeeft ift. fReihenioeife georbnet, einem \u00c6riegertrupp ettoa oergleid)bar, ft^en fte in materieller Stellung auf ben \u00c7elfengaden, alte in gteid^er S^id^tung bent \u00e4fteere gugetoenbet, aber nur toenige bon il)nen in fteifer Gattung, ba jebe einge\u00efne toenigftenS eines it)rer \u00a9lieber betoegt, euttoeber ben JSpatS unb \u00aeopf ober bic Fl\u00fcgel unb ben Sd)toang. SDaS S\u00f6ebetn unb $\u00e4d)eln mit ben kl\u00fcgeln mirb bon ben Scharben gutoeilen SSiertelftunben lang betrieben unb I)at offenbar ben S^edf, alte Gebern g\u00e4ngtidb gu trodnen; benn fp\u00e4ter ftel)t man bie SS\u00f6get ftd) fonnen, ohne bie Fl\u00fcgel gu betoegen. Stuf foteben 9tuhefihen behauptet \u00fcbrigens jebe eingetne Scharbe ben einmal eingenommenen Stanb fd)on auS bem einfachen \u00a9runbe, toeil ihr baS \u00a9eben befcbtoerlid) f\u00e4llt (Sinige Beobachter ha^ert behauptet, ba\u00a3 fte nur, menu fie ftcb auf ben Sd)ioang ft\u00fcfjen, geben f\u00f6nnett. \u00aeie\u00ea ift nun gioar nid^t begr\u00fcnbet, ber \u00a9ang felbft aber bod) nur ein trauriges 2\u00f6atfd)eln, oon bem man nicht gu begreifen Oermag, bafj eS nod) immer fo rafd) f\u00f6rbert Slber bie Scharbe ift eigentlich auch im \u00a9egtoeige noch gefehlter als auf bem flachen 33oben; fie befunbet ihre eigentliche \u00a9etoanbtheit unb Behenbigfeit \u00efoie ber Sd)langenhalSOogel nur im Sd)tointmen unb im Oaud)en. SBenn man ftcb mit bem 23oote einer ^elfeninfet im \u00dcDteere n\u00e4hert, auf loeld)er \u00a3)unberte oon Starben ft|en, getoahrt man guerft ein Strecken beS \u00a7a\u00effeS unb 33eloegen beS \u00aeopfeS, hierauf ein uttbehilflid)e3 $in= unb ^ertrippetn unb fobann ein allgemeines fl\u00fcchten. Slber nur toenige oon ben EBerfammelten erheben ftd) in bie Suft unb fliegen hier mit flatternben $l\u00fcgelfd)l\u00e4gen, auf ioeld)e bann ein fd)toebenbeS \u00a9leiten folgt, geraben SBegeS bahin ober erheben ftcb oon Slnfang an freifenb in h\u00f6heren \u00a3uftfdhid)tcn: bie SERehrgahl fpringt oielntehr beinahe toie fjr\u00f6fd^e in baS SCReer hinab, taud^t unter unb erfcheint nttn m\u00f6glichft ioeit oon bem Orte beS \u00a9intaud)enS ioieber an ber Oberfl\u00e4che, bie flugen, meergr\u00fcnen Slugen auf baS SSoot heftenb unb n\u00f6tigenfalls aufs neue tauchenb unb fl\u00fcd)tenb, bis bie erto\u00fcnfd)te Sicherheit erlangt tourbe. Oie SchlangetthalSo\u00f6gel tauten unb fd)tointmen ungtoeifelI)aft fd)neller, geioanbter, beffer als bie Scharben, ob biefeaber auferbem noch oon taud)enben S\u00df\u00f6geln \u00fcbertroffen loerben, m\u00f6chte ich begioeifetn. Sie fchiointmen unter bent Staffer fo fchnell, baf auch baS befte, Oon t\u00fcchtigen Zuberern beiregte Boot fie einhoten famt, unb fie tauchen lange unb in bebeutenbe Oiefett hinab, erfechten einen Slugenblicf lang an ber Oberfl\u00e4che, nehmen fid) rafd) eine \u00a7anb ooK Suft unb Oerfd)toinben ioieber. Beim Verfolgen ihrer SSeute ftreefen fte fid) lang aus unb rubern mit ioeit auSholenben Stoffen fo heftig, baff ihr K\u00f6rper toie ein S\u00dffeil burd) baS \u00e4\u00f6affer gefchleubert ioirb; furg, fie beherrfd)en ihr (Slement in einer h\u00f6d)ft oo\u00dcft\u00e4nbigen S\u00f6eife.\nUnter ben Sinnen fteht ioohl baS \u00a9eftcht obenan; ioenigftenS l\u00e4fft baS lebenbige, alfo nid)t bloS burch feine F\u00e4rbung auSgegeidhnete Slttge barauf fd)lieffen; baS \u00a9eh\u00f6r ift \u00fcbrigens ebenfalls fel)r entioidelt unb baS \u00a9ef\u00fcht geioiff nicht oerf\u00fcmmert; bagegen l\u00e4fft ftd) ioohl faum oon ber Reinheit beS \u00a9efdhmacfSftnneS fprechen: bagu ftnb bie Sd)arben oiel gu gefr\u00e4ffig. 2Jian bemerft atlerbingS, baff fie gioifd)en biefen unb jenen f^ifhen einen Unterfd)ieb mad)en, ift aber fd)ioer\u00efid) berechtigt, angu; nehmen, baff OieS aus \u00a9r\u00fcnbett gefdhehe, Joeldhe mit bem \u00a9efd)madsjtnne in Segiehung ftel)cn. ^inftdhtlid; beS geifiigen SBefenS gilt baS oben \u00a9efagte. 2)tan ntuf alle Slrten ber Sippe unter bie fingen, fd)lauen unb miftrauifchen B\u00f6gel w\u00e4hlen; benn man bemerft, baf fte ioeber in ber Freiheit noch in ber \u00a9efangenfdhaft ihre Sicherheit geigen ; aber man erf\u00e4hrt bod) ebenfo, baf fte fid; in Oer; fd)iebene Berh\u00e4ltniffe f\u00fcgen unb mit ioirflid)em ^Berftanbe auS ben Umfi\u00e4nben beftm\u00f6gtid)ften Bortheil gu giehen oerfud)en. \u00a9egett anbere B\u00f6gel, mit benen fie gufammenfommen, beioeifen fie fid) immer h\u00e4mifd) unb boshaft, gumal Jocnn Sceib unb ^abfudht inS Spiel fomnten; aber fte gioingen fold;e aud), f\u00fcr fte gu arbeiten. So h\u00fcben ioir beobachtet, bafj gefangene Starben \u00fc\u00dfelefane n\u00f6thigten, ihnen eine b\u00fcnne \u00a9isfd)id)t gn gerbreeben, loeldte ihnen baS Schlimmen unb Oaudheit in ihrem S\u00dfafferbecfcn","page":925},{"file":"p0926.txt","language":"de","ocr_de":"926\nSCie \u00a9pmimmer. gtuberf\u00fc\u00dfler. \u00a9f\u00e4rben.\ntoertoeprte: fie fatten gefepen, ba\u00df bie ^ete\u00efane bag \u00a9ig, toelpeg fte nipt gu gerbrepen oermopten, einbr\u00fcdten, unb benupten biefe S$aprneptnung attgenb\u00efidlid), fptoamtnen pinter ben gro\u00dfen Ser; raubten per unb gtoidten unb peinigten fte, bt\u00e9 fte, bor ipnen pptenb, eine \u00a9tra\u00dfc gebahnt fatten. Pr bie Sitbunggf\u00e4pigfeit ipreg Serftanbeg fpvid;t aup bie befannte Spatfape, bag \u00c6ormorane bon ben \u00a9pinefett gum gifpfange abgeriptet Serben unb gur Bufriebenpeit per Herren arbeiten, gor tun tourbe bon einem gifpereibeft\u00dfer berietet, ba\u00df bie \u00c6ormorane, toelpe man gum gif peu bertoenbet, in ber \u00a9efangenfpaft ergogett toerben, aup in ipr ftp fortpflangen, ba\u00df man aber bie \u00a9ier bon $aug; p\u00fcpern augbr\u00fcten laffe. \u00aeie 3ungen toerben fpcn bei Seiten mit auf bag Staffer genommen unb forgfam unterriptet, fpringen auf Sefepl beg \u00a3errn in baffetbe, taupn unb bringen bie gefangenen gifpe nap oben. \u201eSei \u00a3optoaffer\", erg\u00e4ptt SDootitle, \u201eftnb bie Sr\u00fcden in ptfpu bon Sufpauern bip befe\u00dft, toeld)e biefem gifpfange gufepen. SDer gifper fiept auf einem ettoa TU gu\u00df breiten, 15 big 20 gu\u00df langen gloffe aug Sambug, toelpeg bermittelg eineg 9tuberg in Setoegung gefept toirb. Stenn bie \u00aeormoratte fifteen feilen, ft\u00f6\u00dft ober toirft ber gifper fie ing Staffer, toenn fte nipt gleidt tauben, fd;I\u00e4gt er aup mit bem 9tuber in baffelbe ober nap ipnen, big fxe in ber SCiefe oerfptoinben. \u00a9obalb bie \u00a9parbe einen gifp pat, erfpeint fte toieber \u00fcber bem Staffer mit bem gifpe im \u00a9pnabel, einfach in ber Sbftpt, ipn gu berfplingen; baran berpinbert fte jebop ein p lofe um ben \u00a3alg gelegter gaben ober Stetallring, unb fo fptoimmt fte benn ioopl ober \u00fcbet bem gloffe gu. SDer gifper eilt fo rafp atg m\u00f6glip perbet, bamit ipm bie Sente nip toieber entgehe; benn bigtoeilen finbet, befonberg bei gro\u00dfen gifpcn, ein f\u00f6rmliper \u00dfantpf gtoifpen bem R\u00e4uber unb feinem Opfer ftatt. Stenn ber gifpr nape genug ift, toirft er einen an einer \u00a9tangc befeftigten neuartigen Seutcl \u00fcber feine \u00a9parbe, unb giept fte fo gu ftp auf bag glo\u00df, nimmt ipr ben gifd) ab unb gibt p gur Selopnung ettoag gutter, napbem er ben \u00dcting gel\u00f6ft unb bag Ser; fpingen erm\u00f6glipt pat. hierauf getopft er feinem Sogei eine turge 9tupe unb fpidt ipn bann bon Weitem an bie Arbeit. Sigtoeilen berfupt bie \u00a9parbe mit per Sente gu enttoifpn; bann fiept man ben gifpr p fo rafp atg m\u00f6glip napeilen, geto\u00f6pnlip mit, gutoeilen cpue \u00a9rfolg. Stanpmal f\u00e4ngt ein Kormoran einen fo ftarfen gifp, ba\u00df er ipn nipt allein in \u00a9iperpeit bringen tarnt; bann eilen meprere ber \u00fcbrigen perbei rmb pelfen ipm. Srtet biefe SIbftpt, toie eg aup gefpiept, in tampf aug unb fupen ftp bie \u00a9parben ipre Sente gegenfeitig ftreitig gu mapen, fo fteigert ftp bie Speit; napme ber \u00e4ufpauer im popen \u00a9rabe unb eg toerben toopl aup Stetten gu \u00a9unften biefeg ober jeneg abgefptoffen.\n2luf ben \u00a9eto\u00e4ffern beg Sinnenlanbeg ftnb bie \u00a9parben nipt gu bulben, ioeil fte bem gtfp; [taube unferer gtu\u00df; unb Sanbfeen gang ungtaublipen \u00a9paben guf\u00fcgen. Spre \u00a9efr\u00e4\u00dfigteit \u00fcberfteigt nufere Segriffe: bie eingetne \u00a9parbe nimmt oiel mepr an Saprung gu ftp, alg ein Stenfp; fte fri\u00dft, toenn fte \u00a9ttoag paben fann, fooiet toie ein gtetetan. 3m Steere ern\u00e4prt fte ftp toaprfpeinlip nur oon gifpen, toelpe fte oom \u00a9runbe emporpolt ober toegf\u00e4ngt, im Sinnentanbe [teilt fte aup nieberen Sterbettpieren ttap. 3m Spiergartett gu Steen beobaptete man, ba\u00df bortige \u00a9parben ftp auf ben \u00a9ptoalbenfang einge\u00fcbt patten, an pei\u00dfen \u00a9ommertagen mit tief eingefenttem K\u00f6rper im Stellagen, ben ^opf nap pinten bogen, ben \u00a9pnabel \u00f6ffneten unb nun auf bie pin; unb pergiepenben \u00a9ptoalben lauerten: \u2014 ber g\u00fcnftige Sugenblid tourbe toaprgenommen, ber \u00a3atg fpneUte oor unb epe bie arglofe \u00a9ptoalbe augtoeipeu tonnte, toar fte gepadt, mit einem kr\u00e4ftigen Siffe get\u00f6btet unb eine Slinute fp\u00e4ter oerfplungen. \u00a3\u00f6pfi toaprfpeinlip toerben aup anbere fleine ober Junge S\u00f6gel burp biefe gefr\u00e4\u00dfigen R\u00e4uber gef\u00e4prbet.\nSDie \u00a9parben beoorgugen S\u00e4ume gur Sntage ipreg Sefteg, begn\u00fcgen ftp jebop im Sotpfalle mit \u00a3\u00f6ptungen in gelfenoorfpr\u00fcngen unb \u00e4pnlipen SnlagefteUen. 3m Sinnentanbe ober ba, too Steilbungen big'an bie \u00df\u00fcfte beg Steereg perantreten, erfpeinen bie \u00dfcrmorane in ben Snfiebetungen ber Grapen unb gifpreiper, oertreiben bie elfteren fofort, bie lederen nap partn\u00e4digem Kampfe, fpleppett b\u00fcrre Steifer, Iftoprftengel, \u00a9pilfbt\u00e4tter unb bergteipen perbei, beffern bie oorgefunbenen Sefter nop ettoag aug uttb beginnen bann gu legen. Sterben fte ein paar 3apre laug nipt geft\u00f6rt,","page":926},{"file":"p0927.txt","language":"de","ocr_de":"SebenSmeife ber \u00a9djavben.\n927\nfo fxebeln fie jidj fo feft an, ba\u00df ntan fie fp\u00e4ter nur mit gr\u00f6\u00dfter Stnftrengung lieber toS merben fann. w3m $r\u00fchlinge beS 3ahveS 1812\", fagt Naumann, \u201efanben fid; auf einem \u00a9ute ber \u00a9tabt S\u00fctjen; burg bier 5{$aare ein unb ftebelten fid;, bem \u00a9eeftranbe nahe, auf fchr lmhen Suchen in einem \u00a9eh\u00f6lge an, meid;eS feit bieten Sauren einer gro\u00dfen Singahl bon \u00a9aatfr\u00e4hen unb $ifd;reif)eru gum SBr\u00fcteorte gebient hatte. \u00a9ie Oertrieben einige 9teit;erfamilien, um bereu Hefter f\u00fcr fid; gu benutzen, malten gmei Srutett, eine im SJiai, bie anbere im Suit, unb oeriie\u00dfen im ^\u00bberbfte beffe\u00efben ^a^re\u00ea, gu einem. $tuge bon einigen brei\u00dfig angeloachfen, bie \u00a9egenb. 3w ^r\u00fc^Iinge beS fotgenben 3at;veS tarnen fie, mie in a\u00ef\u00efen fotgenben, in einer immer mehr ftd^ oerfi\u00e4rfenben Singahl mieber, unb batb burfte man biefe gu fteben Saufenb br\u00fctenben paaren anfcptagen. Soje g\u00e4^tte auf einigen S\u00e4umen an funfgig \u00a9d;atbennef}er. \u00a3)ie SJtenge ber $u = unb Stbfliegenben erf\u00fcllte bie Suft, ihr milbeS \u00a9efdjrei bet\u00e4ubte bie Ohren. 5Die S\u00e4ume fammt ihrem Saube maren rnei\u00df gef\u00e4rbt bon bem Unrat^e, bie Suft mar oerpeftet burd; bie aus bem \u00ef\u00eftef\u00eee ^erabgefattenen unb fauten $ifd)e. \u00a9rft nach mehreren 3^ren eifriger Serfotgung gelang eS, bie ungebetenen \u00a9\u00e4fte mieber toS gu merben. @em\u00f6t;nlich erfd)einett bie brutf\u00e4^igen \u00a9f\u00e4rben im Slprit, bauen fepr eifrig, benu^en auf manchen S\u00e4umen jeben \u00dfmeig unb legen fd;on gu \u00a9nbe beS SftonatS brei bis hier fteine, f\u00eatante, feftfd;atige, bt\u00e4ulid;gr\u00fcne, mit einem faltigen Ueberguge bebedte \u00a9ier, bebr\u00fcten biefe abmedjfelnb etma oier S\u00dfod;en lang fehl* eifrig unb f\u00fcttern ihre jungen ebenfalls gemeinfd;aftitch gro\u00df. Seziere madjfen in $oige ber ihnen \u00fcberreic^lid^ gugetragenen \u00a9peife oerl;\u00e4ltni\u00dfnt\u00e4\u00dftg fd^nett heran, merben oon ben Sitten ungemein geliebt, bei \u00a9efal;r aber nid;t oertheibigt, toenigftenS nid;t bem 2Renfd;en gegen\u00fcber. SSentt bie Sllten im Scefte anfommen, haben fie gcm\u00f6t;nlid; \u00a9d;iunb unb SJlagen gum Slawen ood unb m\u00fcrgett auf bem \u00ef\u00ef\u00eeeft; raube mand;mal mehrere SDu^enb fleine $ifd;c auS; oiele oou biefen fallen \u00fcber ben -Jieftranb herunter: fein Kormoran aber gibt fid; bie 9Mhe, fie aufgulefen. SJiitte 3uniS fliegen bie jungen auS, unb bann machen bie Sitten gem\u00f6hnlid) fofort .gur gmeiten Srut Slnftatt, cS jenen \u00fcbertaffenb, fich gu ern\u00e4hren.\n\u00a9efangene ^ormorane gem\u00e4hren SDent, meld;er ihnen ein gen\u00fcgenb gro\u00dfes S\u00dfafferbeden gut* Serf\u00fcgung ftellen unb fie mit hinreid;enbem flutter Oerfel;eu tarnt, oiel Sergn\u00fcgen, meil fie angiehenb ftnb, menu fie fid; befch\u00e4ftigen ober menu fie ruhen. \u00a9ie halten bei reid^lid^er Siahrung bie \u00a9efattgen; fcpaft oiele 3ahre auS, haben au\u00dfer ihrem junger and; taunt nod; Seb\u00fcrfniffe. \u00a9teid;mohl ent; fd;lie\u00dfen fie fid; nur feiten.gum Stiften; in \u00a9uropa haben meines SBiffenS btoS bie \u00a9efangeneu, meld;e \u00a9chilling in \u00a9reifSmaibe hielt, gebr\u00fctet, fte aber mehrere 3ahre nad; einanber eine ober gmet Sruten in jebem \u00a9ommer. $\u00a3)a\u00df bie Unterhaltung eines \u00a9cbarbenpaareS nicht gang billig ift, mirb man mir glauben, menu ich fage, ba\u00df ein Kormoran fehr gern t\u00e4glid; feine Oierunbgmangig bis fed;S; unbbrei\u00dfig geringe ober bie beg\u00fcgiie^e SJtenge anberer f^ifc^c gu ftd; nimmt.\n3agb auf \u00aeormorane ober \u00a9f\u00e4rben \u00fcberhaupt geh\u00f6rt gu bem gr\u00f6\u00dften Sergn\u00fcgen leibenfd;aft; lieber \u00a9(h\u00fc^en, obgleich bie erlegten S\u00f6gel feinen \u2022\u2019Ruhen gem\u00e4hren. 2)ie \u00a9chiauheit unb Sorficht ber $ormorane forbert alle Sift beS $\u00e4gerS heraus. Seichter erlegt man bie S\u00f6get auf bem Slnftanbe unter ihrem \u00a9chlafbaume unb am ieid;teften nat\u00fcrlich) im -Jpbrfte. \u00a3>ier mirb bie $agb gur 9Roth= menbigfeit, oerliert aber aud; allen SReig, fd;on meil hiev jeber Saffe fte auS\u00fcben fann unb fte gur abfcheulichften \u00a9d;t\u00e4d;terei herab finit. 3\u00dfir erachten \u00a9dharbenfleifd; f\u00fcr ungenie\u00dfbar; bie Sappl\u00e4nber unb Slraber ftnb anberer SXnfid^t unb halten eS, feiner ^ettigfeit halber, f\u00fcr einen m\u00e4hren Secferbiffen.\nOie gr\u00f6\u00dften unb auffallettbften \u00a30lttg\u00efieber ber Ovbnung ftnb bie 5pelefane (Pelecani). \u00a9ie fenngeichnet oor Slllem ber gemaltige, nur ihnen eigene -Jpamenfchnabet, metier, fo gu fagen, aus einem \u00a9ade unb einem biefen fchtie\u00dfenbeu SDedel befiehl, \u00a9\u00f6fterer mirb gebitbet burd; ben Unter;","page":927},{"file":"p0928.txt","language":"de","ocr_de":"928\n$)ie (Sdjtmmmer. DRuberf\u00fc\u00dfler. ^etefane.\ntbeil, teuerer bergefie\u00ef\u00eft burd) ben Oberteil. Oer Oedel ift fe^r lang, gang fl ad) gebr\u00fcdt nnb bon ber S\u00dfurjel an big gegen bie \u00a9pi\u00a3e t)in giemlid) gleichm\u00e4\u00dfig Breit, an ibr aBgerunbet; bie f\u00c7trf\u00eee ber; l\u00e4uft als beutlicb fteptbarer \u00aeeb\u00ef feiner gangen S\u00e4nge nad) nnb gebt an ber \u00a9pifce in einen \u00efraUen= f\u00f6rmigen, ftavfen #a\u00efen \u00fcber. Sntoenbig ober auf ber Unterfeite ift biefer Oedel mit f\u00f4arfen, feinen \u00a9aumettteif\u00efdjen nnb jeberfettg mit einer boppe\u00effdjneibigen S\u00e2ng\u00ealeifte burcbgogen, n>eld)e beu Cabmen beg \u00a9adeg auf nimmt. S) er Unterfc^naBel Befielt aug ben febr fdbtoadben, b\u00fcnnen, niebrigeu, Biegfamen Untertiefer\u00e4ften, toeldje ftcb evft an ber \u00a9pi\u00a3e bereinigen nnb gtoifdjen ftd) einen au\u00dfer; orbentlid) gro\u00dfen, im l)o^en \u00a9rabe bc^nBaren $autfad aufne^men. 3m SSergleic^e gu biefen \u00fc\u00ef\u00eferf; malen ber ^elefane erfdjeinen bie \u00fcbrigen \u00c6enngeidben alg nebenf\u00e2djiicf), obgleid) aud) fie unferen V\u00f6geln burebaug eigent\u00fcmlich ftnb. Oer Seib ift febr gro\u00df, ettoag toalgig, ber $a\u00efg lang nnb Oerb\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig b\u00fcnn, ber $opf Hein, ber $u\u00df niebrig, febr \u00efangge^ig nnb be\u00ea^a\u00efb mit gro\u00dfen @d)ibimml)\u00e2uten Befe^t, ber Fl\u00fcgel gro\u00df unb Breit, unter feinen \u00a9dringen bie britte bie l\u00e4ngfte, ber \u00a9djtoang furg, breit, abgernnbet, aug gtoangig big oienutbgtoangig Gebern gnfammengefe^t, bag \u00a9efieber, \u00eeroelcfje\u00ea auf er ber \u00aeeblgegenb and) eine \u00a9teile um bie Slugeit frei gu taffen pflegt, bic\u00a3>t anliegenb, aber eigent\u00fcmlich raub unb harfd), ba feine eingelnen Gebern ftd) febr oerfdfim\u00e4lern unb gufpten. 9luf ber SJtitte ber 33ruft finbet ftd) eine \u00a9telle, too bie Gebern ooUft\u00e4nbig gerfdjliffen ftnb, auf bem -Spinterfopfe unb \u00fcftaden Oerl\u00e4ngern fte ftd) getoopnlid) b^n5 ober belmartig. .\u00a3)infid)tlid) ber F\u00e4rbung mad)t fiel) unter ben @efdjled)tern lein, gtoifd)ett eilten unb Snttgen ein febr bebeutenber Itnterfdjieb benterflid)-\n5ftadj S\u00dfagner\u2019g Unterfudjung geigte bag innere ber ^\u00dfelefane folgenben 23au: Oer \u00a9d)\u00e4bei ift breit unb geto\u00f6tbi, bat mittelm\u00e4\u00dfig enttoidelte 2Rugf eigr\u00e4ten, fn\u00f6d)erne 9lugenfd)eibeto\u00e4nbe, ein oieredigeg \u00a3)interbauptgtodj, toeuig enttoidelte \u00a9c^l\u00e4fenbornen, breiteg \u00a9tirnbein, furge gliigelbeine, o^ne britte \u00a9elenlung, mit bem pugfe^ar oerfd)molgeneg \u00a9aumenbein, unb geid^net ftd) aug burd) bag ungeto\u00f6bnlid) enttoidelte Suftf\u00fcdunggoerm\u00f6gen, fetoie bag feingellige $nod)engetoebe, toetd^eg bie gRufd)elt\u00c7eite beg Ober\u00efieferg unb bie laugen 3toifd)enfiefer augf\u00fcKt, Oie SBirbetf\u00e4ule befielt aug fed^ggebn biden, burd)ftd)tigen, tuftfi'trenben \u00a3alg;, fecf>g 93ruft = unb fieben \u00a9d)toangtoirbeln ; bag SSruftbein ift furg, breit, faft oieredig, hinten wenig balbmoitbf\u00f6rmig auggefd)toeift, ber ^amm nid>t befonberg ^eri'orti-etenb, bie \u00a9abel mit bem Sruftbeiite burd) \u00aenod)enmaffe oer\u00dfhmolgen, bag \u00a9d^nlterblatt fdjntal, jeher eingelne 2lrmfnod)ett tang, bag gange \u00a9eripp luftf\u00fcbrenb. Oie 3nnge ift ein runblid)er, bafenf\u00f6rmig gefriimmter 3apfen, eigentlich ein blog mit ber $ef)lfadbaut \u00fcbergogencr Knorpel; bag 3nngcnbein bat einen fleinen K\u00f6rper, aber ftarfe unb fv\u00e4ftige K\u00f6rner, ber \u00a9d)lunb ift au\u00dferorbentlid) toeit, ber S\u00dformageit febr bidtoanbig, ungemein enttoidelt unb f\u00fcnf; Big fed^gmal gr\u00f6\u00dfer, alg ber fd)toadbmugfelige $leifd)magen, ber Oarmfd)laud) langte, -fp\u00f6cbft eigent\u00fcmlich ift bie Slugbebnung beg Suftf\u00fcHunggDerm\u00f6geng audb auf bie #auttbeile. \u201eOie \u00a9eitenge\u00ef\u00efen im Rumpfe ftnb febon ungemein gro\u00df unb bure\u00efj gtoei \u00a9d)eibeto\u00e4nbc in brei gro\u00dfe Kammern getbeilt; aug ber borberften 5lbtbeilung berfelben gelangt bie Suft unter ber 2ldbfelb\u00f6f)le big gur ^)aut unb erf\u00fcllt hier ben 9taum auf ber SBruft unb bem Saudbe, bon ber \u00a9abel big gum \u00a9djambeine. \u00a9g finben \u00dfd) mehrere gr\u00f6\u00dfere unb berfdbiebene Heinere 3ebfeit; bag fonfi febr reichliche \u00a7ett fehlt b^b- S3efonberg ftarf ift bie Suftge\u00fce \u00fcber bem gro\u00dfen Sruftmugfel unb am unteren \u00efb^tb beg \u00a3>alfeg; hieb bilbet bag garte 3eUgetoebe \u00a9d;eibeto\u00e4nbe, toelche mehrere Sinien gro\u00dfe 3eHen einfcblie\u00dfen, bie gtoifdjen beit \u00a9pulen ber touturfebern Big nabe unter bie Oberbaut bringen; biefe gelligen Suftr\u00e4ume bringen ferner unter bie SDedfebern beg gl\u00fcgefg unb gtoifdjen bie \u00a9pulen ber gro\u00dfen \u00a9d)toungfebent. 3lnt mittleren unb oberen \u00a3beil[e ^\u00f6rperg fehlen biefe \u00c7autluftge\u00eflen; eine ifolirte unb toieber in Heinere gellige Z\u00e4unte abgetbeilte 3elle liegt am \u00a3interfopfe, unter ben fraufen \u00dfopffebern; fonft fehlen biefe ^autgellen am \u00dfopfe.\"\nOie ^\u00dfelefane betoobnen ben b^\u00dfen \u00a9\u00fcrtel ber \u00a9rbe unb bie baran grengenben Obe^e ^er beiben gem\u00e4\u00dfigten, \u00dfnben ftch in allen \u00a9rbtbeilen unb haben einen febr gro\u00dfen SSerbreitunggfreig. 3n ihrer Sebengtoeife fommen bie oerfdbiebeneit 5frten gtoar nidfit in jeber ^)inftd)t \u00fcberein, \u00e4hneln","page":928},{"file":"p0929.txt","language":"de","ocr_de":"^ele\u00efan.\t929\n\u00ea\nfid) aber bod) fo, bafj mir e\u00fbt richtiges 23tlb gemimten, menn mir un\u00ea mit ben beiben curojj\u00e2ifd)en Wirten au\u00a3fd)tie\u00a7lid) befd)\u00e2ftigen.\n\u00aeie gemeinfte unb oerbreitetj\u00efe btefer Slrten ift ber ^elefan ober bie $ropfgan\u00a7, bie \u00a9ad;, SSeutets, S\u00f6ffet unb Stteergan\u00ea, ber $ropf\u00ee nnb \u00a3)l)nOogeI (Pelecanus onocrotalus), mit feinen 33ermanbten ber gr\u00f6\u00dfte alter \u00a9d)mtmnt\u00f6\u00f6gel. 2)a\u00a7 \u00a9efteber, meld)e\u00ea auf bem ^o^>fc\n25et 9\u00dfelelan (Pelecanus onocrotalus). ber nat. @ro{je.\neine au\u00ea langen, runblidjen Gebern befte\u00ef)enbe \u00a3aube bilbet, ift im Sitter bi\u00ea auf bie braunen #anbfd)mingen mei\u00a7, rofenrott; \u00fcbert)aud)t, auf ber $orberbruft gelb, in ber Sugenb auf bem SO\u00ceantel braun, tief grau gentifdd, auf ber Unterfeite afdjgrau. \u00a3)a\u00a7 Singe ift I)od)rot\u00a7, bie nadte \u00a9telle um baffelbe gelb, ber \u00a9d)nabe\u00ef graulid), r\u00f4ti) unb gelb punftirt, ber \u00aee\u00ef)lfad gelbb\u00ef\u00e2ulid) ge\u00e4bert, ber gu\u00a7 lid;tfleifd)farbem 2)ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 55 bt\u00e9 62, bie SSreite 90 bi\u00ea 100, bie ftittigl\u00e4nge ettoa 20,\nSre\u00c7m, \u00dcberleben. IV.\t5 g","page":929},{"file":"p0930.txt","language":"de","ocr_de":"930\n\u00a3)te Schwimmer. Sfluberf\u00fc^fer. \u00c7elcfane.\n\u00ee)ie \u00a9djWansl\u00e4nge 61 \u00bb BoH. 9Jl\u00e4nnd)en unb SBeibthen unterfcheiben \u00dfd) fef>r auff\u00e4llig burcp bie \u00a9r\u00f6\u00dfe, wie \u00fcberhaupt bte SCRa^e gans ungew\u00f6hnlich fdjwanfen.\n3)er gr\u00f6\u00dfere \u00a9cpopfpelef an (Pelecanus crispus) ift Wei\u00df, fcinft graurcthlid) \u00fcberflogen, ber Mittig fdjWars; bte Gebern beS \u00c6opfeS itnb \u00a3interhalfeS ftnb geh\u00e4ufelt unb Jje\u00efmartig Verl\u00e4ngert. \u00aeag ginge ift fttberWeife ber \u00a9chnabel oben graugilblid), ber \u00dfropffad blutrot^ bl\u00e4ulich ge\u00e4bert, ber gu^ fchWars- \u00a3)er junge Sogei fte^t ebenfalls grau auS. &ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 66, bie Sreite 114, bie gittigl\u00e4nge 30, bie \u00a9djwanst\u00e4nge 8 B\u00b0\u00df*\n3)er 5\u00dfelefan verbreitet \u00dfd) von \u00a9\u00fcbungarn an \u00fcber bctt gr\u00f6\u00dften Xhe*t 3lfrifaS unb \u00a9\u00fcbafienS; ber \u00a9chopfpelef an geh\u00f6rt \u00f6ftlidjer gelegenen \u00a9egenben an, ftnbet \u00dfd) \u00a7un\u00e4d)ft unS ant fdjwarsen gjteere unb weiter nach Often hin, an ben gr\u00f6\u00dferen \u00a9eW\u00e4ffern \u00dcWittels unb \u00a9\u00fcba\u00dfenS; einseine fommen allj\u00e4hrlich in \u00a9\u00fcbchina, einseine ebenfo in Siorbafrifa vor, geh\u00f6ren hier aber hoch immer su ben gro\u00dfen (Seltenheiten.\n2\u00f6er nicht feibft \u00a9gppten ober D\u00eeorbafrifa \u00fcberhaupt bereift unb bie 3Jlaffen ber Mdjfreffer gefehen hat, welche auf ben bortigen \u00a9een Verberge ttnb Nahrung finben, fann \u00df<h unm\u00f6glich einen begriff von ber Strahl biefer Xhiere machen unb wirb ben 93erid;terftatter m\u00f6glicherweife ber Uebers treibung befdjutbigen. 2In ben \u00a9tranbfeen \u00a9gpptenS, auf bem M\u00dfrome W\u00e4hrenb ber Beit ber lleberfchWemmung ober Weiter unten im \u00a9\u00fcben, ebenfoWohl auf bem Wei\u00dfen unb blauen Dcile mit feinen Scebenfeen als auf bem rothen dJteere, gewahrt man suWeilen bie ^elefane s\u00ab folgen \u00dcKaffen vereinigt, ba\u00df baS Singe nicht im \u00a9tanbe ift, eine \u00a9char su \u00fcberblidcn. \u00a9ie bebeden im buchft\u00e4bltd;en \u00a9inn\u00e9 beS SBorteS ben vierten Xheit ober $\u00e4lfte einer \u00a9cviertmeile; fie gleichen, Wenn tie auf ben \u00a9een fdjwimmen, rieftgen S\u00dfafferrofen ober Wenn fie am \u00a9tranbe unb besuglich auf Bnfelu \u00dff$en, um fich Su fvunen unb ihr \u00a9e\u00dfeber su pu\u00dfen, einer Ungeheuern wei\u00dfen Stauer; fie bebcdett ba, wo fie fich sum \u00a9djlafen nieberlaffen, alle S\u00e4ume Meinerer Bnfeln fo bid;t, ba\u00df man von fernher meint, bie S\u00e4ume h\u00e4tten bloS gro\u00dfe, Wei\u00dfe Sl\u00fcthen, nid>t aber aud) gr\u00fcne Sl\u00e4ttcr. \u00a9d)aren von Sehn bis sw\u00f6lf \u00a9t\u00fcden finb etwas \u00a9elteneS, \u00a9efeUfd;aften von Rimberten unb Xaufenben baS @ew\u00f6hnlid)c. \u00a9egen baS Fr\u00fchjahr hin sertheilen fid) bie \u00a9d)W\u00e4rme einigerma\u00dfen, Weil bann viele von benen, Welche fiep W\u00e4hrenb beS SBinterS verfammelten, n\u00e4d) bem \u00a9\u00fcben \u00a9uropaS ikfyn, um bafclbit su br\u00fcten, unb bie in \u00a9gppten unb Sorbafrifa \u00fcberhaupt bleibenben auch nicht Srutpl\u00e4fce finben, Weld)e ihnen f\u00e4mmtlid) ge\u00dfatten, in \u00a9emeinfehaft su niften; immer aber \u00dfel\u00df man auch bann noch fehr Sahlreicpe, von ben Bungen gebilbete gerben. \u2014 3\u00ab \u00a9\u00fcbeuropa trifft ber ^elefan \u00a9nbc SlprilS unb Anfangs SD\u00ceai ein, br\u00fctet unb Verl\u00e4\u00dft baS Sanb im Oftober wieber. Sei biefer \u00a9elegenheit verfliegt er fich suWeilen \u00fcber bie \u00a9rensen feines \u00a9ebictcS hinaus, unb fo ift eS gefchehen, ba\u00df man ipn mitten in Oeutfcplanb angetroffen hat 2lm Sobenfee erfc^ien einmal eine \u00a3erbe von hunbertunbbrei\u00dfig \u00a9t\u00fccfen; einseine ober Heinere XruppS hat man in vielen \u00a9auen unfereS SaterlanbeS beobachtet. Bn Ungarn treffen fie in \u00a9efellfchaften von vier bis fedjShunbert \u00a9t\u00fcden ein, j>ertheilen fiep auf bie verriebenen \u00a9eW\u00e4ffer, br\u00fcten unb fammeln \u00dfd) im \u00a3erbfte su noch gr\u00f6\u00dferen gl\u00fcgen.\nSide ^\u00dfelefane machen feinen IXnterfdjieb jl\u00fctfdOen f\u00fc\u00dfen unb f\u00e4higen, Wohl aber sWifdjen feidjtcn unb tieferen \u00a9eW\u00e4ffern. Sur eine einige Slrt ber gamilie, Welche in Stittetamerifa lebt, erwirbt freh ihre Nahrung burd) \u00a9to\u00dftaudjen; alle \u00fcbrigen \u00dfnb nicht im \u00a9tanbe, in biefer Steife su \u00dffd)en, fonbern f\u00f6nnen OieS nur von ber Oberfl\u00e4che beS SkfferS auS thun. \u00a9erabe Wegen beS bitten Suftpcl\u00dferS, Welchem unter ihrer \u00a3>aut liegt, \u00dfnb \u00dfe gans unf\u00e4hig, ihven unter ^a\u00ea 3Saffer.su SW\u00e4ngen, liegen vielmehr Wie torf auf ber Oberfl\u00e4dje unb halten \u00df<h bemgem\u00e4\u00df bloS in benjenigen Xiefen auf, Welche fie mit \u00a7alS unb ^amenf^nabel auSbeuten f\u00f6nnen. Bu bief ent \u00a9nbe verfammelu \u00dfe \u00dfch auf feichteren \u00a9teilen ber \u00a9eW\u00e4ffer, vertheilen \u00dfch in einer gewiffen Orbnung \u00fcber einen gro\u00dfen 2ftaum unb \u00dfjd)en nun, mehr unb mehr sufammenr\u00fcdenb, ba\u00a7 swiften ihnen liegenbe Staffer auS. 2luf ben \u00a9een unb ben feid>ten SteereStheilen bi Iben \u00dfe einen gro\u00dfen fpalbmonb unb rubern","page":930},{"file":"p0931.txt","language":"de","ocr_de":"$ clef an.\n931\ngegen ben \u00a9tranb an ober fdfiefjen felbft einen $reig unb verringern biefen aflgemad) mehr unb mehr; auf fd)malen f^\u00ef\u00fcffert ober Kan\u00e4len teilen fie fid) in gWei Raufen, bilben eine gefd)loffene 9bei^e auf biefer, eine auf jener \u00a9eite, fd)tvimmen gegen einauber an unb fifteen fo ebenfallg ben betreffenben \u00ef^ei\u00ef rein aug. 3\u00a7r ipamenfcfynabel reiftet ihnen babei un\u00fcbertreffliche Oien fte, weil er i^nen ein leidfeg Erfaffen unb f\u00c7eft^ciIten ber gefangenen Seule geftattet. f^\u00fcr gew\u00f6hnlich freffen bie Selefane nur Sifdje; guWeilen greifen fie jebod) auch anbere 2BirbeltI)iere an. 3>uitge \u00a9d)tvinun; v\u00f6get, Welche ftd) in ihre S\u00e4he wagen, ftnb immer gefahrbet; fie fdjlingen noch h^Iberwachfene Enten hinab. 3h1\u2019 @d)lunb ift foto eit, bajj er eine geballte Slanngfauft bequem burcfl\u00e4ft: id) ha^e mehr alg einmal meinen gefangenen getanen grofe f^ifc^e mit ber ,!panb aug ihrem Siagen gegogen. \u00a3)er unenblidje Seid)thum ber f\u00fcblidjen \u00a9eW\u00e4ffer an ^ifd;en mad)t eg ihnen leicht, fid) gu ern\u00e4hren, geftattet ihnen fogar, ihrer ungeheueren Eefr\u00e4jjigteit (gen\u00fcge gu leiden.\nOie Selefane gehen mit giemlid) aufred)t getragenem Seibe langfant unb Ivanfenb, jeboch nicht eigentlich fdjtverf\u00e4\u00f6ig, unternehmen guWeilen berh\u00e4ltnifm\u00e4fig lange Suftvanbenutgen, geigen ftd) ebenfo auf Saumwipfeln fehr gefchidt, fudjcn biefe auch ba; Wo fie in ber S\u00e4he ftd) ftnben, regelm\u00e4fjig auf, um auggurul)en, fid) gu fonncn unb ihr \u00a9efieber gu pu^en; fie fhtvimmen leicht, rafch unb augbauernb unb fliegen gang auggegeid)net. Sad) einem furgen Snlaufe, Wobet fte, Wie bie \u00a9d)Wane, mit ben kl\u00fcgeln auf bag Staffer fdjlagen, ba\u00a7 eg auf Weithin fd)allt, erheben fte ft<h von ber Oberfl\u00e4che beffelben, legen ben \u00a3alg in ein S gebogen gufammett, ben \u00aeopf, fo gu fagen, auf ben Saden unb ben feflfad auf ben Sorberl)alg, bewegen bie^Sl\u00fcgel gehn big gW\u00f6lf Stal rafch unb nach einanber in Weit augholenben \u00a9chl\u00e4gen unb fireid)ett hierauf gleitenb einige Eden Weit fort, big fte einer gef\u00e4hrlichen \u00a9teile entr\u00fcdt ftnb unb nun entweber freifettb ftd) in [ h\u00f6here Suftfd)id)ten entporfd)rauben ober in ber angegebenen Steife weiter fliegen. Oafj fte ber $lug nicht im \u00a9eringften erm\u00fcbet, fteht man nid)t blog an ben Stanbernben, fonbent aud) an bcnen, Welche fich an einem Orte feftgefejst hflbett. OeWiffe Unfein behagen ihnen fo, baf fie biefelben nicht verlaffen m\u00f6gen; von ihnen aug miiffen fie bann, um einen reichlichen \u00a7ifd)fang gu thun, oft mehrere Steilen Weit fliegen; Oag aber ficht fte nicht an: ein fold)er Slug erfheint ihnen alg ein Stargenfpagiergang, unb fie legen bie Entfernung auch toirflid) in \u00fcberrafd)ettb furger \u00a3eit gutiid. Oie geiftigen 2ln= tagen ftnb feinegWegg Verf\u00fcmmert. 2ln \u00a9innegfd)\u00e4rfe flehen bie Seletane hinter anberen Suber= f\u00fcflern fchlverlid) tveit gur\u00fcd; an Serfianb fd)einen fie ihre SerWanbten gu \u00fcbertreffen, \u00a9ie geigen f fich ba, Wo fie bem Stengen nid)t trauen, ungemein vorfid)tig, an anberen Orten bagegen fo vertrauengfelig, baj? fie fich ivie gahme S\u00f6gel benehmen: fie fd)Wimmett g.\u00bbS. in ben jpafenft\u00e4bten keg f\u00fcbtichen rothen Staereg unbeforgt gWifd)en ben \u00a9d)iffeit umher uttb taffen fich von ben \u00a9\u00abhiffern f\u00fcttern, Wie unfere \u00a9d)W\u00e4ne Von \u00a9pagierg\u00e4ttgern. Stber fie meiden fid) jebe Serfolgung, Welche ihnen W\u00fcrbe, fehr genau unb unterfd)eiben einen S\u00eeeufdjen, welcher fte einmal bebrol)te, ficher von allen \u00fcbrigen, (gefangene f\u00f6nnen ungemein g\u00e4hnt unb ohne fonbertid)e Sorfehrungcn gum 2lug; unb Ein; fliegen gew\u00f6hnt Werben; eg gen\u00fcgt, ihnen mehrere Scale nad)einanber bie \u00a9d)wingen gu verf\u00fcrgen ober auggugie\u00a7en unb fte an einem beftimmten Orte gu f\u00fcttern, Von biefem aug mit ftd) gu nehmen, um fie cingugew\u00f6hneit. 3n ber S\u00e4he ber $ifd)erb\u00f6rfer an ben egt)ptifd)en \u00a9tranbfeett fteht man gahme Selefane, Welche beg Slorgeng auggehen, ftd) ihr Sutter felbft gu fud)en, unb be\u00bb Sbenbg guritdfehren ; eingelne befud)en bie gifchm\u00e4rfte, fteden fid) hier neben ben K\u00e4ufern auf unb betteln, big biefe ihnen EtWag guWerfen; anbere fehlen mit Wirtlicher Sift Einigeg von bett aufgefpeid)erten Sorr\u00e4tI)en. Snf\u00e4nglid) fe^en fich bie \u00a9efattgenen ihrem St\u00f6ger gur 3\u00f6el)re, bebrohen ihn Wenigfteng mit bem ungeheuren, aber fehr ungef\u00e4hrlichen \u00a9chnabet, fp\u00e4ter laffen fte ftch faft Sdeg gefallen, tvag biefer mit ihnen Vorgunehmen beliebt unb geftatten g. S. unferen \u00a3I)ieri\u2019d)aububenbefthern ben Weiten Sachen gu \u00f6ffnen, ben Unterfdmabel gu biegen, bie $el)lhaut auggubehnen, umguft\u00fclpen :c. getane ftnb ebenfo gutm\u00fctig alg Hug : fte vertragen ftd) mit allen 3:^teren unb fd)einen froh gu fein, Wenn ihnen Sid)tg gu Seibe gethan Ivirb. Sur % faum gu ftidettber $eifhunger treibt fie gt\u00fcveileit an, fich t\u00fchn vorgubr\u00e4ttgen ober felbft einen $ampf mit anberen SW^Gbent ju Ivagen ; hoch muf eg\n59*","page":931},{"file":"p0932.txt","language":"de","ocr_de":"932\n5Die \u00a9djtotmmcr. SRubcrf\u00fc^lcr. S\u00dfctefane.\narg fomnten, toenn fie ipre geto\u00f6pnlid;e geigpeit berleugnen. Unter ft et) leben bie gleichen 3trten au\u00dferordentlich frieblicp nnb betreiben aucp ipre @efd;\u00e4fte fobiel al\u00ea m\u00f6gtid; gemeinfeparttid;, berfd;iebene Slrten aber bereinigen fid; nie.\n$Da\u00ea t\u00e4gliche Seben ber ^elefane ift geregelt. Oie fr\u00fchen Siorgenftunben toerben gur 3agb Senupt; bewarb fiept man um biefe Beit unfere S\u00f6get in bielfeitigftcr Setoegung. kleinere ober gr\u00f6\u00dfere gt\u00fcge giepen bapin, bie elfteren in einer fd;iefen Sinic, bie lederen in ber bekannten teil; erbnung ; bie einen toenben fiep jeid;ten Suiten gu, bie anberen femmen bon biefen bereit gef\u00e4ttigt gur\u00fcd. einzelne fifd;enbe ^ctefane pabe id) nur in \u00a9riedpentanb gefepen; gcto\u00f6pnlicp toaren e\u00ea fepr gaplreid;? \u00a9dpto\u00e4rme, toeldpe fid; gu biefem Spun bereinigt Ratten, \u00a9egen gepn Upr bormittag\u00ea haben fid) 2lde gef\u00e4ttigt unb fliegen nun einer beliebten \u00a9anbbanf ober Saumgruppe gu, um pier au\u00eagurupen, gu berbauen unb babei ba\u00ea \u00a9efteber gu putzen unb neu eingufetten. Severe Op\u00e4tigfeit nimmt biele 3eit in Sufprudp, toeit ber ungef\u00fcge \u00a9cpnabel ba\u00ea \u00a9efdp\u00e4ft erfd;toert unb fepr fonberbare \u00a9tedungen n\u00f6tpig macpt, nanientlid; toenn e\u00ea fidp barum panbelt, bie Gebern be\u00ea \u00a3alfe\u00ea gu bearbeiten. Sacpbem ba\u00ea ^u^eu bor\u00fcber, nehmen bie burdp ba\u00ea bepaglicpe \u00a9ef\u00fcjl ber Verbauung tr\u00e4ge geworbenen S\u00f6gel berfdpiebene \u00a9tcltungen an, je nadpbem fie auf S\u00e4umen ober auf bem Sobeit fipen. Oort ftellen fie fid; mit tief eingegogenem $alfe geto\u00f6pnlicp fepr fenfredjt auf bie Sefte, b)ier legen ;ie tief) nid;t feiten platt auf ben Saudp nieber. Si\u00ea gegen Siittag tommen bejt\u00e4nbig neue perbei, unb bie Serfammlung to\u00e4d;ft bemnad; bon Slinute gu SQciunte. 9iad;mittag\u00ea gwifdpen brei unb hier Upr beginnen bie Seipen f*p toieber gu lichten ; gefedfdpaft\u00eatoeife gieren fie gu neuem gange au\u00ea. Oie gtoeite jgagb to\u00e4prt bi\u00ea \u00a9onnenuntergang, bann fliegt bie \u00a9efedfdpaft bem \u00a9d;lafptape gu. Sur ba, too e\u00ea an S\u00e4umen mangelt, iff biefer eine flad;e \u00a9anbbanf ober eine einfame Snfet; ba, mo c\u00ea b\u00e4um; bebedte Snfeln gibt, fdplafen bie Setefane ftet\u00ea auf folgen.\nlieber bie gortpflangung ber ^elefane.pabe id; eigene Scobacptungen nid;t fammeln \u00efonnen. \u00a9\u00ea ift mir nid;t unwat;rfd;einlicp, ba\u00df fie im jgnnern Sfrifa\u00ea aucp auf S\u00e4umen br\u00fcten, toeil man fie bort ftet\u00ea auf fold;cn fipen ftel;t; in \u00a9\u00fcbeuropa hingegen to\u00e4plen fie, Joie bon ber St\u00fchle un\u00ea belehrt, \u00a9\u00fcmpfe unb \u00a9een gu ipren Srutanfiebetungen. \u201eSn fold;en nur mit ben unglaublidften \u00a9cptoicrig; feiten gu erreidpenben Orten\", fagt unfer \u00a9eto\u00e2pr\u00eamann, \u201etoo fd;toimmenbe Snfeln fid; befiuben, fteben auf biefen, bid;t an einanber gebr\u00e4ngt, bie grob au\u00ea Sopr unb \u00a9cf>ilf gufammengetretenen, meiften\u00ea naffeu ober feuchten Hefter. Oie gange Umgegcnb ift mit iprem b\u00fcnnfliiffigen, toei\u00dfen Unr\u00e4te bebedt unb bie Su\u00eab\u00fcnf\u00eeung beffelben, fotoie einer Stenge faulenber gifd;e, bie beim g\u00fcttern berloren gingen, berbreiten in biefer peilen 2>apre\u00eageit einen efelerrcgenbeit, unertr\u00e4glid;en, berpejtcuben \u00a9eftanf. \u00a9onberbar, baff fie nidpt gu gleid;er Beit br\u00fcten; benn man fmbet auf ben \u00a9iern fipenbe S3eibd;en neben fl\u00fcggen jungen, ja mein greunb grepberg, ber biefe Srutpl\u00e4pe ntepiere Stale befud;te, berfid;erte mid;, in einem Stefte, \u2014 toenn ba\u00ea gufammengetretene Sopr ol;ne alle Sertiefung biefen Samen berbieut \u2014 ein ertoad;fene\u00ea unb ein nod; mit glanni bebedte\u00ea jgunge\u00ea gefunben gu pabeit, toetd;e\u00ea fid; nid;t anber\u00ea erfl\u00e4reu l\u00e4\u00dft, al\u00ea ba\u00df gtoei S\u00dfeibdpcn gufammen in baffelbe Seft gelegt paben.\" Oa\u00ea \u00a9elege fod au\u00ea brei bi\u00ea f\u00fcnf \u00a9iern beftepeu: fo toenigfien\u00ea toirb inS\u00e2beder\u2019\u00ea au\u00eagegeicpnetem \u00a9iertoerfe angegeben, to\u00e4prenb au \u00a9cfangenen beobachtet tourbe, ba\u00df fie nur gtoei \u00a9ier legten. Oie \u00a9ier ftub berp\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig \u00abein, nidpt fo gro\u00df al\u00ea \u00a9d;toaneneier unb bon einer eigentpiimlicpen mehr ober toeniger laug geftredten, uad; beiben \u00a9nben gleid; berb\u00fcnnten @e|talt, bl\u00e4ulicptoei^ bongarbe, aber immer mit einer bid aufliegenben \u00dfatffrujte bebedt, bie, nad; bem Segen noch U1)b breiartig, bon ben Scftftoffen .ftedentoeife- gufammengefd;oben ift unb \u00a9in; br\u00fcde erhalten I;at. \u00a9in br\u00e4unlid;fdhmugiger Uebergug, toeld;eu fie nach l\u00e4ngerer Sebr\u00fctung annehmen, haftet fo feft an ihnen, bafj er ftd; faum toieber reinigen l\u00e4Bt. Oie jungen haben ein h\u00f6dhft einf\u00e4ltiges Su\u00eafehen, iaffen beft\u00e4nbig h^ifere unb \u201efdf\u00fcrpenbe\" Saute bernchmen unb fmb \u00fcberhaupt ttodhft toiberlicpe \u00a9efd;\u00f6pfe. eilten lieben fie fel;r unb bergeffen im Sejte ade ihnen fonft eigene \u00a9epeu, foba^ man hie^\u2018 iljrcr fobiel erlegen fann, al\u00ea man toid.","page":932},{"file":"p0933.txt","language":"de","ocr_de":"$e!e\u00efait.\n933\n2ludj ber S\u00dfelefan irirb Oerfolgt, indbefonbere in S\u00fcbeuropa, ioo man ihm feinen f^ifc^Bcbarf nidjt \u00fcberall g\u00f6nnt. VSenn man (id) auf ben Schlaf; ober Sduhepl\u00e4fcen anpettt, h\u00e4lt ed nid)t (entrer, (o oiele ber gro\u00dfen Vogel gu erlegen, aid man mitt; benn pe pnb (o hinf\u00e4llig, bap fdfon ein Sdjup mit fd)ioad)em Schrot pe tobtet. VBemt fie auf bem V\u00dfaffer fd)toimmen, taffen pe ben S\u00e4ger feiten fo nah an pd) l)cranfommeu, bap biefer mit \u00a9rfolg einen Sdfup auf pe abgeben fann, fall\u00bb er nid)t ein ge\u00fcbter 33\u00fcd)fenfd)\u00fcfee ift. V\u00dfieberljolte Verfolgung madjt pe auperorbentlidj fdjeu; bod) m\u00f6gen pe aud) bann oon bem einmal gem\u00e4hten Sdflafplahc nic^t laffen. 3)ie Araber fangen pe, um pe gu effen, obgleich 3)ad nad) ben mahammebanifdjen \u00a9efefsen eigentlich oerboten ift. Oenn aid man bie \u00aeaaba in ttRetfa baute unb bad V\u00f6affer ioeit herbeigeholt ioerben mupte, gebrad) ed halb an ben n\u00f6thigen Pr\u00e4gern. '2)ie Vauleute flagtcn, bap pe ihre (p\u00e4nbe muffig ruhen laffen mupten; aber Slttah ioottte nicht, bap ber heilige Vau Oerhinbert ioerbe unb fanbte Vaufenbe oon Velefanen, ioe\u00efdje ihren \u00c6ehlfacf mit V\u00dfaffer f\u00fcllten unb biefed ben Vauleuten brachten.\nV\u00dfenn ein arabifcher $ifd)er einen ^\u00dfelefan gefangen hat, burd)ftid)t er bie Slugett mit einer tt\u00eeabel, gieht einen $aben burd) unb binbet biefen ioieber mit bem oom anberen 2luge oben auf bem $o\u00a3fe gufammen. Oie Siber entgiinben pd) felbftoerft\u00e4nblid) halb unb ber arme Vogel mup oiele Sd)mergen leiben, bid feine \u00a9rl\u00f6fungd;, beg\u00fcglich Vobedpunbe fd^I\u00e4gt; benn nur menige \u00a9efangene ioerben bed Vergn\u00fcgend halber gehalten ober geg\u00e4hnt, bie meipen oielmehr gelegener 3eit auf ben \u00fcJiarft gebrad)t. (pier foftete io\u00e4hrenb meined 3lufenthatted in \u00a9gtypten ein ^elefan ungef\u00e4hr gehn Silber grofd) en unfered \u00a9elbed, eine nach bortigen Vegripen fehl* bebeutenbe Summe. Uufere ^h^rfdjaububen^ bepfcer erhalten bie getane gegenio\u00e4rtig burch Vermittelung ber ^hierg\u00e4rten gu $\u00dfeft unb \u00fc\u00fclodfau, eingetue aud) oon \u00a9giften her \u00fcber SJcarfeitte unb 2lntioerf>en. 3uioeileit fommen ttJlaffen biefer V\u00f6gel auf einmal an; bemungeadpet halten pe pd) noch immer hod) im greife, and bem einfad)en \u00a9runbe, toeil fie gu ben fogenannten Sdjautbieren geh\u00f6ren. Ob pe irgenbioo in ber \u00a9efangenfebaft gebr\u00fctet haben, ift mir unbekannt; bap ed fp\u00e4ter gefdjehen toirb, unterliegt f\u00fcr mid) feinem 3ireifel, ioeil id) gefehen babe, bap ein m\u00e4nnlicher ^\u00dfelefan (ich einer St\u00f6rd)in f\u00f6rmlid) angehaart hatte, pe mit h\u00f6d)fter 3\u00e4rtlidjfeit behanbelte unb ioieberholt betrat.\n5\u00fcbffj)ntc tBrbnung*\n& i e X a u \u00e4) c r (Urinatores).\n'iJc.ui tami serfdjiebener SCiifkfjt fein, toeldjem untev allen gefieberten SBirteltfjieven man bie l)\u00f6d)pe \u00a9tettung gufpredjen foil, bagegen faum 3ireifel hegen, toeld)em ber nieberfte fftang geb\u00fchrt. V\u00f6gel, bei benen bad ^lugOerm\u00f6gen in bemfelben \u00a9rabe. oerf\u00fcmmert ift ioie bei ben $urgp\u00fcglern, ioeldje aber nic^t einmal mehr bem feften Sanbe an geh\u00f6ren, fonbern echte V\u00dfaffertlpere, gleichfam bepeberte f^tfd^e geioorben pnb, muffen, unferer 2lnpd)t nad), eine tiefe Stellung einnehmen unb bemgufolge an bad \u00a9nbe ber klaffe gebracht ioerben.\nUnter ber \u00a9enopenfdfaft, ioelche ioir hier in einer Orbnung oereinigen, gibt ed nun atterbingd V\u00f6enige, iocld)e etioa in bemfelben \u00a9rabe ioie bie $urgft\u00fcgler ber f\u00fcr V\u00f6gel begeid)nenben $lug; beioegung unf\u00e4hig pnb; biefe V\u00dfenigen aber geigen pch im \u00fcbrigen ben h\u00f6herftehenben \u00a9liebem ihrer Orbnung fo nah berioanbt, bap bie 3ufammengeh\u00f6rigfeit aller faum beftritten unb an eine Trennung","page":933},{"file":"p0934.txt","language":"de","ocr_de":"934\n\u00aeie <5djtrimmer. Sauver, \u00a9teifjf\u00fcfje.\nber flugf\u00e4higen unb ftugunf\u00e4^tgen Taucher nicht gebadet \u00efocrben fatttt. f^ifd^t>oge\u00ef finb fie alle, btc Pinguine ober gettg\u00e4nfe lote bie \u00a9teiff\u00fcfje ober \u00a9eetaudjer, bie Summen ober bie Sllfctt.\n2)ie Sierfmale ber Staufer haben allgemeine \u00a9iltigfeit. 2lUe, ohne 2lu\u00eaitahme, fenngeichnett fiel) burch einen geftrecftloalgigen, aber both kr\u00e4ftigen Seib, mit loeit hinten angefefcten Seinen, mittel; langem $alfe, m\u00e4fjig gro\u00dfem \u00aeopfe, Keinen, b. h- lur$en, fchmalen unb f^i^en kl\u00fcgeln, ioeldje bei eingelnen gu loahren gloffen toerben, unb einem bid^t anliegenben, gloar reichen, aber harten, glatten \u00a9efieber. \u00a3)er \u00a9dmabel ift \u00f6crfdjieben geftaltet, halb bicF hfriemenf\u00f6rmig, halb nteffer\u00eflingenartig, locil feitlid; fehr gufammengebr\u00fccft, ftet\u00ea jebod) furg, faum mehr al\u00ea fopflang, hart unb fcharffdC;tteibig; ber gufj ift entloeber brei ; ober oiergeljig ; feine \u00a9chtoimmh\u00e4ute ober \u00a9chl\u00fcimmlahheu \u00f6erbinben bei allen b\u00efo\u00ea bie brei Sorbergehen. SDer \u00a9d)loang fann g\u00e4nglid) fehlen unb ift, loentt oorhauben, immer furg, fanft gerunbet, gew\u00f6hnlich au\u00ea mehr al\u00ea gio\u00f6lf \u00a9teuerfebern gufammengefefct. \u00a3)inftd)tlich ber F\u00e4rbung be\u00ea \u00a9efteber\u00ea macht fid) \u00a9lei\u00e9artigfeit bemerflich. \u00a9\u00e9loarg unb S\u00dfeif in grellem \u00a9egenfahe herrf\u00e9en toor, Sradjtfarben finb jebc\u00e9 ni\u00e9t g\u00e4uglich au\u00eagefd;loffen.\nSDer gifdjgeftalt entfpredjenb, herbergen bie \u00a3aud)er oorgug\u00eaioeife im SJteere, loenige nur in Sinnengelo\u00e4fjent. \u00a9ie geh\u00f6ren jeboch nicht gu ben S\u00dfeltbiirgern im eigentlichen \u00a9inn\u00e9 be\u00ea SBorte\u00ea. \u00a9inline Familien loerben aderbing\u00ea in allen \u00a9iirteln ber \u00a9rbe oertreten: bie grofe Stehrgaljl hingegen h\u00e4uft in ber 9t\u00e4l>e ber 5\u00dfole, bie geftaltenreichere Dalbfdneb im Sorben, bie anbere im \u00a9\u00fcben. ^Diejenigen, welche auf Sinnengelo\u00e4ffern leben, loerben gum S\u00dfanbern gen\u00f6tbigt, bte f\u00e0ittber be\u00ea Steere\u00ea f\u00f6nnett h\u00f4difteu\u00ea al\u00ea \u00a9trichb\u00f6gel angefehen loerben. 2luf bem Sanbe finb fie fremb: fie befugen e\u00ea nur bann, loenn ber gor\u00a9flangung\u00eatrieb in ihnen fi\u00e9 regt unb fte gioingt, f\u00fcr bie fontmenbe Srut eine fidlere \u00a9t\u00e4tte gu fud;en.\n3h^e Slu\u00ear\u00fcftung geftattet ihnen, alle Sage\u00eagefdj\u00e2fte fchloimmenb abguthun; bie \u00a9abe be\u00ea gluge\u00ea erfdjeint faft al\u00ea nebenf\u00e2chli\u00e9 f\u00fcr ihr Seben. Sei loeitem ben gr\u00f6\u00dften \u00a3hei\u00ef biefe\u00ea Seben\u00ea bringen fte fdjloimmenb unb taudjenb gu: fdhloimmettb unb tau\u00e9enb erloerben fie fid; ihre Nahrung, fchloimmenb unb tau\u00e9enb ioanbent fie, ioenigften\u00ea bie meiften oon ihnen, fchloimmenb ruhen fte ftd> au\u00ea, fm^en fie ftc\u00a3> ibt \u00a9efteber, oergn\u00fcgen unb \u00fcberlaffen fte ftd) bem \u00a9djlafe. Siele oon ihnen fliegen nod) red)t gut, obf\u00e9on e\u00ea fd;einen toid, al\u00ea lo\u00e4ren bie g\u00fctige oiel gu fchloach, bie Saft be\u00ea Seibe\u00ea gu tragen, al\u00ea m\u00fcffe ba\u00ea fehmirreube gl\u00fcgelfd)lagett fie rafeh erm\u00fcben; einzelne f\u00f6nnen gehen, einzelne in geloiffem \u00a9inne fogar flettern: bei allen aber btenen bie g\u00fc\u00a3e hauptf\u00e4ct;lid^ gum \u00a9chloimmen unb bei oielen loerben and; bie gliigel mehr gum Saucen im Suffer al\u00ea gum SDur\u00e9; fdmeiben ber Suft oerloenbet. \u00a9ntfpredjenb einem fo einfeitigen Seben finb bie \u00fcbrigen Segabungen ber Sauger entloidelt. 3h?e \u00a9inne finb giemli\u00e9 fdh>arf ; il;re \u00a9eifte\u00eafr\u00e2fte bagegen fdeinen gering gu fein, weil fie niema\u00ef\u00ea in bie Sage fomtnen, oon ihnen einen oielfeitigen \u00a9ebrauch gu machen. SB\u00e4hrenb il;re\u00ea Slufentha\u00efte\u00ea am Sanbe betragen ftch bie Taucher fo, bafc loir un\u00ea f\u00fcr berechtigt halten, fte bumnt gu nennen: \u2014 f\u00fcr bie Snforberuttgen, Welche ba\u00ea Seben im Steere an fie ftedt, haben fte Serftanb genug. Hub \u00a9rfahruttg lehrt auch fie, ftch ^en btmft\u00e4nben gem\u00e4fj anber\u00ea, al\u00ea fie e\u00ea geloohnt, gu benehmen, \u00a9chon bie aufjerorbentli\u00e9e \u00a9efeUigfeit, griebfertigfeit unb SDienfttoidig; feit, Welche bie meiften Slrten befunben, fpri\u00e9t f\u00fcr h\u00f6here Zulagen be\u00ea \u00a9eifte\u00ea, al\u00ea mir angunehmen geneigt finb.\ngifdje unb ^ruftenthiere, au\u00eattahm\u00ealoeife \u00a3erfe, bilben bie Sahrmtg ber \u00a3aud;er. Su ben Stagen eingelner hat man aud) ^flaugenftof^ gefunben, jebod; nur m\u00e4hrenb ihre\u00ea 2lufentl)alte\u00ea am Sanbe, unb einige oerfch\u00efingen, fonberbar genug, ihre eigenen gebertt: beibe\u00ea aber rntif al\u00ea 2lu\u00ea= n\u00e4hme gelten, \u00a9d)maroijer ober Sla\u00eafreffer gibt e\u00ea nid;t unter il;nen: alle ermerben fich bie Sente burch eigene 3>agb.\n\u00a9iuige \u00a3aud;er uifteu eingeln, bie meiften gefeUig; jene legen minbeften\u00ea, biefe h\u00f4d;ften\u00ea gmei \u00a9ier. S5emt bie Srutgeit heranfontmt, ftrebt e\u00ea oottt l;ohen 2CR\u00abere her gemiffen, feit Stenfd;eu; gebenfen allj\u00e4hrlich benutzen Srutftelfeu gu: gelfenlo\u00e4nben, an bereu gufe bie Sranbttng ftd; brit^t, eingeln au\u00ea bem \u00a9ec fi\u00e9 erhebenben Sergen nttb Unfein, \u00a9\u00ea f\u00e9loimntt, e\u00ea rubert, e\u00ea fliegt herbei","page":934},{"file":"p0935.txt","language":"de","ocr_de":"SUIgeinetueS.\n935\nin bicpten g\u00fcgen, in unbefdjreiblidpem \u00a9emintrnel. $unberte gefeiten fiep gu Saufenben, \u00a3aufenbe gu ^junberttaufenben, alle getrieben oon bemfelbcn Grange. Um bie Serge fdpmirrt unb fummt eS epne Unterbredpung, fdpcinbar opne Sbaft, opne Stupe, auf ben Sorfpr\u00fcngen unb \u00a9efimfen br\u00e4ngt fiep baS ung\u00e4plbare \u00a3>eer, meldpeS ben gangen Serg in ein ^eftgeloanb Heibet. 3>eber Staunt mirb benupt, jebe Spalte bemopnt, feber Stip in Sefip genommen, bie \u00fctorfrinbe, baS m\u00fcrbe \u00a9eftein burcpm\u00fcplt, untergraben, \u00a9in unbefcf>retb\u00efid^e\u00ea Seben mirb rege, unb bennodp perrfcpt ein einiger Triebe unter ber \u00a9emeinbe, incite an 5Ittgapl bie unferer gr\u00f6\u00dften \u00a9t\u00e4bte \u00fcbertrifft. 3m biefen gefdf>ie^t eS, ba\u00a7 ber SSJlenfd^ an feinem oerpungeruben SJtitbruber fait oor\u00fcbergept: \u2014 in ben \u00a9emeinben ber tief; ftepenben S\u00f6gel finben ftd; ^\u00bbunberte, tt>eld;e nur auf bie \u00a9elegenpeit marten, Sarmpergigfeit gu \u00fcben. SDaS Suttge, meldpeS feine \u00a9Item oerlor, ift nicht verloren: bie \u00a9efammtpeit ftept ein f\u00fcr baS SSopl beS \u00a9ingelnen. Unenblidpe Siebe fontmt auf biefen oben Reifen im SJteere gur \u00a9eltung. \u00a3)ie \u00a9Item oergeffen \u00fcber ipren $inbent fiep felbft.\nSDodp ber innere ^rieben mirb geft\u00f6rt oon au\u00a7en per. Unten im SJteere lauern bie Staubfifdpe, um bie Serge fcpmeben bie gefieberten St\u00e4uber. $u ipnen gefeilt fiep ber SJtenfd), f\u00fcr meieren biefe S\u00f6gel bie Skdpteln ber SB\u00fcfte ftnb. ^unberttaufenbe oon \u00a9iern, ^unberttaufenbe oon jungen merben aUj\u00e4prlid) eingefammelt auf biefen Sergen, oft SlngejicptS beS lauernben \u00a3obeS, bie SJieereS; ernte mirb eingepeimft, ohne \u00a9rbarmen. \u00a9iner ber Sergo\u00f6gel ift ber St\u00fcdfidjtSlofigfeit beS SJtenfd^en bereite erlegen unb pat aufgep\u00f6rt gu fein: bie \u00fcbrigen fc^\u00fc^t gur 3eit nodp ipre unenblidpe SJienge oor bemfelben \u00a9dpidfale. Slber maS m\u00e4re ber arme SJtenfd) beS armen StorbenS, opne biefe \u201eS\u00f6gel beS \u00a9egenS? !\"\nSin elfter \u00a9teile m\u00f6gen bie \u00a9teifjfiifje ober Sappeutaucper (Podicipites) \u00a9rm\u00e4pnung finben, meil fie ben fu\u00dfen \u00a9em\u00e4ffern angeboren unb bemgem\u00e4fj gu ben S\u00f6geln beS SinnenlattbeS g\u00e4plen. 2)ie \u00c7amilie, meldpe fie bilben, m\u00fcrbe oon einigen \u00c7orfcpcrn in ber St\u00e4pe ber S\u00dfafferp\u00fcpner eingereipt, meil biefe unb bie \u00a9teiff\u00fcfje fiep im ^ufjbaue \u00e4hneln; leptere geboren aber ungioeifelpaft gu ben Sauciern. 3pr ift auffa\u00fcenb breit unb plattgebr\u00fcdft, ber jpalS lang unb giemlicp b\u00fcnn, ber^opf Hein, geftreeft unb niebrig, ber\u00a9dpnabel ein oerl\u00e4ngerter, auf ben \u00a9eiten gufammen; gebr\u00fchter \u00aeegel mit eingegogenen, fepr fd>arfen \u00a9dpneiben, bereu untere ein menig in bie obere ein= greift. \u00a3)ie g\u00fcfje ftnb gang am \u00a9nbe beS SeibeS eingelenft unb burcp ipren Sau p\u00f6dpfi auSgegeidpnet, nicht befonberS podp, fcitlidp fo gufanunengebr\u00fccft, bafj fie oorn an ber \u00a9panne eine fdfarfe, glatte $ante erhalten ; unter ben bret Sorbergepen ift bie \u00e4ufjerfte ebenfo lang ober nod) etmaS l\u00e4nger als bie mittlere, bie innere aber oiel f\u00fcrger als bie letztere, bie pintere giemlicp poch eingelenft unb ftummelartig ; alle Sorbergepen merben oon ber S\u00dfurgel an bis gum elften \u00a9elenf burcp eine \u00a9pamt; paut oerbunben, ftnb oon pier au gmar gefpalten, beiberfeitS febodb mit breiten, niept auSgefdpnittenen, oorn abgerunbeten \u00a9cpmimmlappen befept, auf benen bie breiten, platten St\u00e4gel aufliegen; an ber ipinterfeite finbet fiep nur an bernaep unten gefeprten \u00a9eite ein breiter, auf ber entgegengefepten bloS ein fepr fcpmaler Sappen. \u00a3>ie Fl\u00fcgel ftnb Hein, furg unb fcpmal, unter ben \u00a9cpmingen bie gmeite, elfte unb br\u00fcte bie l\u00e4ngften. \u00a9in \u00a9cpmang feplt g\u00e4nglicp; an feiner \u00a9teile fiept bloS ein Heiner S\u00fcfcpel gerfepliffener Gebern. \u00a9aS ^leingefteber liegt \u00fcberall biept an unb bilbet auf ber Unterfeite einen mapren 5)Mg, ift glatt unb befipt einen fanften SItlaSglang, m\u00e4prenb eS am \u00aeopfe, $alfe, auf bem Unterrucfeit unb'S\u00fcrgel paarartig gerfepliffen erfd;eint. 3^ ^od^geitSHeibe tr\u00e4gt ber \u00aeopf \u00e4lterer S\u00f6gel einen pradfoolleu \u00a9d)mud in \u00a9eftalt eines breiten SSangen; unb ^epIfragenS ober eines gmeitpeiligen ^eberbufd^eS, loclcper in ber Stegei burd) lebpaftere F\u00e4rbung fiep auSgeid)net.\nSIm \u00a9cp\u00e4bel f\u00e4llt, naep ben Unterfudjungen Oon SBagner, bie ftarfe \u00a9ntmidfelung ber StuSfcln; gr\u00e4ten am ^)iuterpaupte auf; baS ^interpauptSlod; ift mepr naep pinten als nadp unten geridptet, bie","page":935},{"file":"p0936.txt","language":"de","ocr_de":"936\n$5ie \u00a9djiounmcr. Sauger, \u00a9tei\u00dff\u00fc\u00dfe.\nSugenfdjeibetoanb g\u00e4nglid) burchbrodjcn, ber \u00a9tirntpeil beg \u00a9cfjeitelg fermai, bag Xljr\u00e4nenBcin fehr Hein, ber untere \u00c4'eilbein\u00df\u00fcgel lang, fd\u00c9j\u00efanf, faft [tabf\u00f6rmig ; bag Duabratbein \u00c7at fd\u00dfanfe Hefte. 5)ie Starbelf\u00e4ule befielt aug funfgeljn Big neungehn .!palg;, neun Big gehn S\u00fcdens, fteBen Big acf>t \u00a9djtoangioirbeln; bagSru\u00dfbein ift furg, aBer fe\u00efjr Breit, ber$amm beffelben fdt)ix>adB>, toenig gebogen, ber Hintere \u00dftanb Bogenf\u00f6rmig augge\u00dfh'nitten, bie \u00a9abel biinn unb fd\u00dfanf, bag Hintere \u00a9djl\u00fcffelbein nnb bag Oberarmbein lang, le^tereg eBenfo toenig toie ber DBerfcfyen\u00efelfnodjen luftf\u00fc^renb. Oie 3nnge ift lang nnb pfriemenf\u00f6rmig, am geraben hinteren 9tanbe fcptoach geg\u00e2pnelt, bie \u00a9peifer\u00f6pre mittelm\u00e4\u00dfig toeit, ber Vormagen l\u00e4nglich, ber ^lei\u00dfhmagen runblid), ber O\u00fcnnbarm furg u. f. to.\nOie \u00a9tei\u00dff\u00fc\u00dfe geh\u00f6ren bem gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtel Beiber \u00a9rbp\u00e4lften an, gelten nicht toeit nadj ben Solen hinauf, toanbern aBer and; niept toeit nadj bem \u00a9\u00fcben hinab, Betooljnen fte^enbe \u00a9eto\u00e4ffer, augnaljmgtoeife auch tool\u00df langfam flie\u00dfenbe, ftetg aBer fotdje, toeldje am fRanbe mit \u00a9djiEf nnb O\u00eeo\u00efjr umgeben \u00dfnb, unb la\u00dfen \u00dfdj nur augnaljmgtoeife geittoeilig auf bem SReere feljen. 3hr \u00a9ebiet ift bag Staffer, \u201e\u00aeeine anbere Sogelart\", fagt Naumann, \u201eift fo gang Staffers ober \u00a9djtoimmoogel toie fie, ba audj nidjt eine Big jept Belannt tourbe, toeldje nidjt toenigfteng gu getoiffen Seiten l\u00e4nger ober f\u00fcrder auf bem Sanbe \u00bberioeilte. Oie Sappentaudjer ge\u00efjen nur in p\u00f6ch\u00dfer Sebr\u00e4ngni\u00df, n\u00e4mlidj, toenn fie fl\u00fcgellahm gefdjoffen tourben, auf bag Sanb, bodj Bleiben \u00dfe gang nah am Staffer, um, \u00fcBerrafd^t, fiel) fogleicp ioieber in baffelbe \u00df\u00fcrgen gu tonnen. Sei allen ihren ^anblungen Beb\u00fcrfen fie bag Staffer, felb\u00df \u00dfcp in $Iug gu fepen unb \u00dfiegenb in bie Suft gu erheben, ioeil \u00dfe Oieg nidjt anberg tonnen, alg mit einem turgen Snlauf oon ber 3BafferfI\u00e4d;e, \u00dfdj aber Oom feften Soben nidjt auffdjioingen tonnen. Ourcp Unfall toeit oom Staffer auf bag Srodene geratene Sappentaudjer tonnen \u00dfdj baher nie burdj ben $lug retten. 3hre Sebengtoeife tljeilt \u00dfdj in \u00a9djtoimmen unb Oiudjen, unb toenn \u00dfch anbere \u00a9djtoimmo\u00f6gel erholen, augruhen, fonnen toolfen unb \u00dfch bagu an bag Ufer ober fonft ein fe\u00dfeg SR\u00df3djen Begeben, Bleiben bie Sappentaucher auf bem Stafferfpiegel unb erreichen baffelbe fdjtoimmenb. Oer 9tulje g\u00e4nglidj \u00fcberlaffen, liegt ihr fRumpf fo Joenig ein; getauft auf ber Staffer\u00df\u00e4dje toie ein \u00a9t\u00fcct $ord; bie Seine toerben in bie .\u00c9tape gehoben unb auf bie \u00a3ragfebern l\u00e4ngg ben kl\u00fcgeln gelegt, ber \u00a9djnaBel toirb gtoifdjen Et\u00fcden unb \u00a9cpulterfebern geftedt. \u00a9o rupen unb fdjlafen \u00dfe Bei ftilleni Statter, auf ruhiger \u00a9piegelfl\u00e4che, geto\u00f6hnlich toeit oom Sanbe. 3\u00df bag Staffer aber nidjt gang ruhig, foba\u00df fie Bef\u00fcrchten m\u00fcffen, ber Suftgug m\u00f6ge fie in bie 9R\u00e4he beg Uferg treiben, fo taffen fie babei bie Seine in bag Staffer h\u00e4ngen nnb \u00bberflehen eg mei\u00dferlich, \u00bbermutplich burdj gang eigene Setoegungen, impter auf berfelBen \u00a9teile gu bleiben.\"\n3pr Seibegbau Bef\u00f6rbert bag \u00a9eptoimmen unb Saudjen im popen \u00a9rabe. Oer tegelf\u00f6rmige Seib mit bem fpipen \u00a9cpnaBel, fdjmalen \u00aeopfe unb .\u00eepalfe burdjfdjneibet, getrieben oon ben oer; h\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fehr gro\u00dfen, gang nach hinten eingelentten $\u00fc\u00dfen, bag Staffer mit unglaublicher \u00a9efdjioinbigfeit, unb gtoar rubern bie S\u00f6gel unter ber Dber\u00df\u00e4cpe noch fchnetfer bapin alg fdjtoimmenb auf berfelBen. \u00a9in unter ber Staffer\u00df\u00e4dje fortfdjie\u00dfenber Sappentaudjer Beioegt fiep fo rafdj, ba\u00df ein am Ufer bahingehenber 2Renfdj mit iljm niept gleiten \u00a9epritt gu heilten oermag. Seim fyortfd)ie\u00dfen unter bem Staffer ftreden \u00dfe \u00dfc\u00df lang aug nnb rubern nun mit aller \u00aeraft ihrer ^\u00fc\u00dfe oorto\u00e4rtg. \u00a9in leichter 3tud Bringt \u00dfe unter bie OBerfl\u00e4dje, ein \u00a9to\u00df oon unten mu\u00df oben toieber in bie ip\u00f6he. @ie fihtoimmen in feber Sage beg Seibeg unb tauchen biefen nad) Selieben ing Staffer ein. Sei gro\u00dfer 9iuhe liegen \u00dfe \u00dfad^ auf ben Stallen, Bei einiger Aufregung fe\u00dfon ettoag tiefer unter ber fl\u00e4che, Bei \u00c7urd;t taudBen \u00dfe. Um ipr \u00a9e\u00dfeber eingufetten, nehmen \u00dfe bie tounberbar\u00dfen \u00a9teHungen an, legen fiep auf eine \u00a9eite, erbeben \u00dfd> faft feufrecht, foba\u00df man ihre Seine Beinahe Big gu ben 3ehen au\u00dferhalb beg Stafferg fielet, gieren ben ^alg Balb ein ober \u00dfreden bie \u00aeniee toeit oon \u00dfc\u00df \u00a9o leidet eg ihnen toirb, \u00dfdj fchtoimmenb gu Betoegen, fo fdljtoer f\u00e4llt eg ipnen, auf feftcmSanbe eine \u00a9tellung eingunepmen ober gu gehen. ,,\u00a9ie erfcheinen babei\", laut Naumann, \u201ein ber tounber; lichften Haltung, unb ihre %igur erh\u00e4lt bag abenteuerlichfte Sugfehen. Star fRumpf toirb Beinahe fenfredjt mit geringer Neigung nach oom aufgerichtet, ber $alg fehr \u00dfarf in bie Sform gebogen; bie S\u00e4ufe flehen mit geringer Siegung ber \u00a7erfe fa\u00df fenfred\u00df, hoch unten giemlich nad) au\u00dfen gefpreigt.","page":936},{"file":"p0937.txt","language":"de","ocr_de":"Sl\u00ef\u00efgemeineg.\n937\n\u00a9o unb nicht anber\u00e9 fielen unb geben fie.\"' kleinere \u00a9treden burd)faufen fie \u00fcbrigen\u00ea nie in auf; redder Spaltung, fonbern Wie bie \u00a9eetaud)er friec^enb. \u00a9efangene, Weld)e td^ int freien auf einem Keinen Seiche ^ieXt, babe id) nie fielen ober geben, fonbern immer nur fried)en feben. 2ln benen, Weld)e man in\u00ea 3^mmer nimmt, bemerft man aud) halb, Wie feiner ihnen ber \u00a9ang Wirb. \u00a9ie rennen gWar oft fd)ufweife umber, faden aber babei febr halb Wieber auf Sruf unb Saud) nieber unb beeilen fid), Wenn fie e\u00a7 f\u00f6nnen, fobalb ab\u00bb m\u00f6glich ein SBaffergef\u00e4f gu erreichen, in Weld)em fie ficb bann behaglids au\u00bbruhen.\n3\u00dfenn man bie furgen, fd)malen Fl\u00fcgel mit bent Umfange unb ber immerbin geir>id)tigen Saft be\u00ea Seibe\u00bb oergleidjt, ntu\u00a7 man ficb Wunbern, bat bie \u00a9teifjf\u00fcfe \u00fcberbauet fliegen tonnen, unb boeb ftnb fie bagu bef\u00e4higt. Sont feften Sanbe au\u00bb f\u00f6nnen fie ficb, nad) dtaumann\u2019\u00e9 Scobadfung, nid)t emporheben, Wohl aber nad) einem l\u00e4ngeren 2lnlaufe oont SBafferfpiegel aul. S)er lange ^al\u00ea unb Sopf Werben gerabe nach oorn, bie breiten $\u00fcfe gerabe nad) hinten au\u00e9gefredt unb bie Fl\u00fcgel febr rafd) fXatternb bewegt. \u00a9o ftreben fie in geraber Sinie ocrWart\u00e9, erreichen halb eine oerh\u00e4ltnifnt\u00e4fige <\u00a3>\u00f6l)e unb f\u00f6rbern ficb fo febned, bat ntan fi(b bar\u00fcber OerWunbent ntufj. \u00a9ie fteueru mit ben fyii^en unb finb alfo im \u00a9tanbe, ihre $lugrid)tung beliebig abgu\u00e4nbentp bie furgen Fl\u00fcgel geftatten ihnen aber nid)t gu fd)Weben: be\u00ea^alb Werfen fie ficb aucb> beim SRieberfejjen in fdfefer 3Rid)tung auf ba\u00ea-d\u00dfaffer herab unb faden mit h\u00f6rbarem \u00aeer\u00e4ufd)e auf beffen Oberfl\u00e4che. d\u00f6\u00e4prenb be\u00bb \u00a9ommer\u00e9 ent; fd)lief$en fie fid; \u00fcbrigen^ l)\u00f6d)f nngertt gunt fliegen unb thun and; fepr wopl baran, weil ihr Saud)en ]te beffer fiebert ab\u00bb ber $lug. Sei @efahr greifen fie f\u00eat\u00e9 guerft gum Saud)en unb nur Wenn fie auf ba\u00e9 Sleuferfe ge\u00e4ngftigt W\u00fcrben, erhoben fie ficb ton einer fieberen \u00a9tede be\u00bb d\u00f4affcr\u00ea au\u00e9 in bie Suft.\n2ln \u00a9inne\u00eafd)arfe liehen bie \u00a9teiff\u00fcfe Wahrfd)einlid) Wenig anberen \u00a9d)Wimmo\u00f6geln nach; ihre geiftigen g\u00e4pigfeiten febeinen bementfpre<henb entwidelt gu fein, SRiftrauifd), febeu unb liftig geigen fie ficb f\u00eat\u00e9, lernen gWar nad) unb nad; ungef\u00e4hrliche S\u00fccenfd^ert ober Spiere fcon gef\u00e4hrlichen geinbett unterfd)eiben, laffen ftch aber mit jenen uugent in ein n\u00e4here\u00bb Serh\u00e4ltnif ein, leben \u00fcber; baupt nur f\u00fcr ficb, am liebten paar;, ober b\u00f4d)ften\u00ea fantilienWeife, ohne fd) um anbere @efd)\u00f6pfe mehr al\u00bb n\u00f6thig gu f\u00fcmmern. Sei \u00a9efapr nehmen fie gu mancherlei Sift ihre 3ufud)t; gefangen, ergeben fie ficb ohne SBeitere\u00e9 in ihr \u00a9d)idfal unb Herrichten bann ade ihre \u00a9efd)\u00e4fte, ohne auf ben bicht neben ihnen ftebenben ddenfeben bie geringste SR\u00fcdftdf gu nehmen.\nkleine \u00a7ifd)e, $erbtl)iere, gr\u00f6fd)d)eu unb $rcfd)Iaroen bilben bie 9tal)rung ber Sappentaudjer. \u00a9ie holen fd) ihre Seute au\u00e9 ber Siefe be\u00e9 SBaffer\u00e9 herauf, oerfd)lucfen fe aber erft, naebbem fte-Wieber aufgetauept finb. Sabei nehmen fie guf\u00e4dig auch \u00a9anb unb gr\u00fcne ^flangentl)eile mit auf. 2lbfid)tlid) ocrfcblucfeu fie, Wie ber \u00e4ltere SRauntann guerft beobachtete, ihre eigenen gebern. \u201e@ie nehmen bagu\", fagt SR a um a nn, \u201emeift Sruffebern, auch niept blo\u00e9 bie, burch beren Entfernung, fe in ber \u00c7ortpflangung\u00e9geit gang unten am Saucpe nadte Srutfede bilben, fonbern auch folche, bie oou felbft au\u00e9 faden, gu manchen Seiten mehr, gu anberen Weniger. SDRan oermift fie bei feinem alten S\u00f6gel g\u00e4nglid), unb ber Stagen if nicht feiten fo bamit angef\u00fcdt, baf fe einen loderen Sadea barin bilben, in Weld)cm bie eingeh\u00fcdten SRaprung\u00eamittel faum perau\u00e9gufnben finb. 2>hre Sruf; haut geigt in jeber Sapre\u00e9geit baoon ; fe if f\u00eat\u00e9 mit peroorfeimenben, in ben Slutfielen fedenben, halbreifen, furg mit jungen Gebern oon jebent Sllter, gwifchen ben oodft\u00e4nbig au\u00e9gebilbeteit befept. Erft wenn fe ihr Oodf\u00e2nbige\u00ea \u00a9efeber, ihr Sugenbfleib erhalten paben, fangen fe an, fd) felbft Sruffebern au\u00e9gurupfen unb fe gu Oerfcpluden; fo lange bie jungen ba\u00bb Sunenfleib tragen, Wiffeit fe Ocn biefem \u00a9enuffe SRUpt\u00e9.\"\nShve ^ortpfangung\u00e9gefd)id)te hat mancpe\u00e9 Eigenth\u00fcmliche. \u00a9ie leben freng paar Weife, lieben feb g\u00e4rtlid), Wanberit oereinigt unb lehren gufammen Wieber gur\u00fcd auf benfelben Seid), Welker fe oorher beherbergte. $\\tx bauen fe fd) ein fcpwimmenbe\u00e9 SRef, Welcpe\u00e9 oon bem aller anberen S\u00f6gel","page":937},{"file":"p0938.txt","language":"de","ocr_de":"938\n\u00a9te (Schwimmer. \u00a9aucber. @t\u00e2\u00a7f\u00fcf?e.\nbaburdj abWeidjt, bajj e\u00a7 nicfyt cm3 trodeneit, fonbertt au\u00ea naffert (Stoffen gufammengefchidhtet wirb, bie (Sier a\u00effo f\u00eeet\u00ea im \u00a7eud)ten , fogar im \u00a9\u00dfaffer fetbft liegen muffen. \u00a9)ie SReftftoffe werben burdfj \u00a9audjen oom \u00a9runbe heraufgeholt, an einigen alten \u00a9chitfftengeln befeftigt unb I)\u00f6d)ft lieberlidh gufammengefchichtet, fobafj fie mehr einem gufantmengetriebenen Raufen, als einem Dlefte \u00e4hneln, \u00a9djoit W\u00e4ljrenb be\u00a7 23auen\u00a7 gefdjieht bie Begattung, \u00a9in betreten fann bei ihnen nidjt ftattfmben, Weil ihre $\u00fcfe gang am \u00a9nbe be3 dbumpfeS eingelenlt ftnb unb fte not^Wenbig aufrecht [teilen mieten. SSeibe \u00a9atten fdjwimmen baljer, laut \u00fcftaumaitn, nad; oorljergegangenen Siebeleien, bie bei einigen 5frten gulebt burcf) l\u00e4rmenbeS \u00a9efdjrei beenbet Werben, gegeneinanber, rieten fidj [entrecht gerabe in bie \u00a7\u00f6t)e, il;re SSr\u00fcfte fdjmiegen fiel) bid^t an einanber, enblidj auch bie SB\u00e4udje, unb ber 2lft ift mit einem 9lud oottgogen, worauf fie fogleid) Wieber, wie geW\u00f6^nlid;, neben einanber fdhwimmen unb ihre laute \u00a9timme ergeben, al\u00ea ob fie begWecften, bafj alle \u00a9Seit \u00bbernennten fodte, Wa\u00ea ^ier eben oorgegangen fei.\" \u00a9>a\u00a7 \u00a9elege befielt au\u00a7 brei bis fecljS m\u00e4fjig gro\u00dfen, t\u00e4nglidjen, ftarfen, aber rauhfdjaligen \u00a9iern oon urfbr\u00fcnglidj gr\u00fcntidjWeifjer F\u00e4rbung, Welche jebodfj halb oon bem \u00a9d>muge beS \u00fcltefieS eine gelbr\u00f6tljtidje ober olioenbr\u00e4unlidje F\u00e4rbung, guWeilen aud) eine mar; morirte \u00dfei^nung annehmen. SBeibe \u00a9efchledjter br\u00fcten abWedjfetnb, baS \u00a95eibd;en im \u00a9attgen l\u00e4nger als baS 9Jc\u00e4nnd)en, WetdjeS, W\u00e4hrettb bie \u00a9attin auf bem 9tefte ftfct, in ber 9t\u00e4l)e beffelben umher[d)wimmt. 23erlaffcrt beibe gemein[d)aftlich baS \u00fcfteft, fo holen fie ftetS border einen Raufen halb berfaulter \u00a9Safferpflangen oom \u00a9runbe herauf unb bebeden bamit bie \u00a9ier. -dad) ungef\u00e4hr breiw\u00f6d)entlict)er Srutgeit entfdjl\u00fchfen bie jungen, aud) aus fotdhen \u00a9iern, Weldie w\u00e4ljrenb ber Sebr\u00fctung gr\u00f6fjtentheilS im \u00a9Baffer liegen unb Werben nun fofort bem SBaffer gugef\u00fc^rt. \u00a9)a3 \u00a9d)Wimnten oerfte\u00ef)en fie oom erften Slugenblide il)re3 Sehens an, baS \u00a9aud)en lernen fte binnen wenigen \u00a9agen, ba fte bie \u00a9Ilten anfangs oft bei \u00a9efal)r immer unter ihre Fl\u00fcgel nehmen unb mit il)nen ftd) in bie \u00a9iefe oerfenfen; nicht feiten Werben bie gwifdjeit bett SSruftfebern oerftedten jungen aud) beim Sluffliegen mit fortgetragen, \u00a9in glaubw\u00fcrbiger 23eobad)ter hat mir erg\u00e4bt, baf? er einen O^renfteiffuf auS berSuft l)crabgefd)offen, gWifdjen beffen Gebern er gu feiner h\u00f6djften Ueberrafd)ung gWei 3utige oerftedt fanb. 3hr Dteft betreten bie $\u00fcd)lein feiten wieber; Wenn fte auSruhen Wollen, finbett fte ein D\u00eeu\u00c7epl\u00e2bdjen ober nad)t3 eine \u00a9d^laffteUe auf bem Si\u00fcdcn ber \u00a9Item. \u00a9)a3 \u00a9Jefteigen biefeS Warmen unb Weiten \u00a9it;e3 W\u00fcrbe it;nen fd)Werlid) gelingen; baf\u00fcr aber Wiffen bie liebenbett Sitten 9tatl). \u00a9ie geben ihnen ein \u00e4^en, ftd) im \u00a9d)Wintmen bid)t an einanber gu br\u00e4ngen, taudjen unter baS \u00a9Baffer unb ergeben ftd) unter ifmett Wieber fo auS bemfelben, bafj jene auf il)rem \u00a9i\u00fcden gu ft^en fommen. Stuf \u00e4^nlic^e 2Beife entlebigen fie jtdf> aud; biefer 93\u00fcrbe, wenn fte i^nen gur Saft wirb ober oieltne^r, wenn allen eine \u00a9efaljr bro^t.\n\u00a9olattge bie @teiffii\u00a7e jtd^ auf bem SSaffer beftnben, Wiffen fte ftd; oor ben meifteit \u00a9efa^ren gu fiebern, ftiegenb aber werben fte oft bie 93eute ber Dbaubo\u00f6gel. \u00aeen \u00a9iern ftellen 9baben unb D\u00eee\u00efjrWeiljen, oietteid^t aud) SBaffer^\u00fcbner unb hatten begierig ttad^i. \u00c7r\u00fc^er fiel e3 5Riemanbent ein, bie anmutl\u00fcgen SS\u00f6gel, Weide f\u00fcr jebeS fie^enbe \u00a9eW\u00e4ffer eine Wa^re \u00e4wrbe bilbett, gu oerfolgen; neuerbingS ift e3 3J\u00eeobe geworben, i^r reifes \u00a9efieber gu fragen unb anberent S\u00f6interfd^mude gu oerwenben, unb feitbent [teilt man iljnen mit allen m\u00f6glidett S\u00dfaffen nad^, befonberS auf beit \u00a9een Sllgerien\u00ea, oon Wo auS, laut SSuOrty, in matteren 3\u00ab^en oiergigtaufenb SS\u00e4lge auSgef\u00fc^rt Werben follen. 3nr \u00e4e^ ^er fycuerfd^l\u00f6ffer War e3 ein ^unftft\u00fcd, \u00a9teiff\u00fc\u00a7e gu erlegen; bemt fte tauften beim Stufbli^en beS ^uloerS auf ber Pfanne fo rafd; in bie \u00a9iefe, ba\u00a7 bie \u00a9d^rote WoP bie \u00a9teile, auf Welcher fie fret) befunben fatten, nid;t aber fie felbft trafen. Unferen jetzigen \u00a9eWeljren entgegen fie nid^t mel>r ober bod) nur fetten. \u00a9)er 5<*n9 ift \u00a9ad^e beS\tfads man itidjt ein fteineS\n\u00a9ew\u00e4ffer, in welkem fid^ gerabe \u00a9tei^f\u00fc\u00a7e beftnbett, ablaffen unb fte auf baS \u00a9rodelte bringen Hann. 3n Heineren \u00a9eidjett ober in entfpredjenb Ijergeridvteten, b. mit gr\u00f6\u00dferen \u00a9\u00dfafferbeden oerfe^enen \u00c4\u00e4fige^ laffett ftd; gefangene \u00a9teifjf\u00fcjje leicht erhalten, oorau\u00eagefebt nat\u00fcrlidj, baf\u2019 man i\u00a7nen eine hinl\u00e4ngliche DJienge oon ^ifchen unb $erbthieren oerfd^afft. \u00a9)ic gr\u00f6\u00dferen Slrtett begn\u00fcgen ftd mit gifdjen allein, bie Heineren oertangen biefe unb ^erbtljiere. \u00a9ie feffeln ungemein. 3hr beft\u00e4nbigeS","page":938},{"file":"p0939.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3 au 6 enftei\u00df fit ft.\n939\nSluf; unb Dliebertaucpen, bie oerfcbtebenen \u00a9tettungen, toeldte fie annetmten, bie parmlofe 3utpulidp; feit, toeldpe fie geigen, erfreuen ^ebermann.\n\u00aea\u00ea ftattlidpfte D\u00ef\u00efitglieb ber gamilte ift ber \u00a3>aubenftei\u00dffu\u00df, \u00a3>auben;, fragen;, $obel;, \u00a9trau\u00df; happens, \u00a9rg;, gelappter, geh\u00f6rnter \u00efaudpcr, ber \u00a9ee; ober \u00a9dplagpapn, \u00a9eebradpe, \u00a9eeteufel, DJleerpafe, DJteerradpen, SBlipOogel, \u00efut>crr D\u00eeerif e, 2Dterd>, 2\u00a3orf, Sordp, Diug, \u00a9eud)el u. f. to. (Podiceps cristatus), ein SSogel oon ber \u00a9r\u00f6\u00dfe einer \u00a9todente, 25 big 26 3oU lang, 36 Big 37 3oII breit, beffen f\u00c7ittig 7 3oH mi\u00dft. 3m \u00a3odp; SettSffeibe tr\u00e4gt ber $opf feinen \u00a9cprnud, einen oben getpeilten, gtoei K\u00f6rner bilbenben geberbufcp unb einen aug pr\u00e4dptigen, langen, gerfdpliffenen geben: gufammengefepten fragen, meiner bie \u00aeopf; feiten unb bie \u00c6ep\u00efe umgibt. \u00a9er \u00a9berf\u00f6rper ift gl\u00e4ngettb fdptoargbraun, ein \u00a9piegel auf bem gl\u00fcgel, bie S\u00d6angengegenb unb bie f\u00f6eple toei\u00df, ber fragen roftrotp, am Dlanbe fdptoargbraun, ber Unterleib gl\u00e4ngenb atlagtoei\u00df, feitlidp roftfarben unb fdpttarggraulidp gefledt, bag Sluge farminrotp, ber 3\u00fcgel, rotp, ber \u00a9dpnabel bla\u00dfrotp, ber gu\u00df auf ber \u00e4u\u00dferen \u00a9eite bunfelpornfarben, auf ber inneren \u00a9eite porngelblidptoei\u00df. 3m S\u00f6interfleibe fiub 33ufd) unb fragen nocp nicpt auggebilbet, auf bem Ober; f\u00f6rper mifdpt fidp bem \u00a9dptoargbraun tiefeg \u00a9rau bei; bag Dioffrotp beg ^ragen\u00ea unb bag Dtoftbraun ber \u00a9eiten ift matter. \u00a9ag S\u00dfeibdpen unterfcpeibet jtdp burd) geringere \u00a9r\u00f6\u00dfe, nicpt aber burdp bie g\u00e4rbung oon bem DJi\u00e4nndten. \u00a9ie jungen finb toeniger fdp\u00f6tt alg bie Sitten im S\u00f6interfleibe, unb um \u00aeopfe unb \u00a3>alfe noch geftreift, bie $\u00fcdplein im \u00a9unenfleibe grau unb fdptoarg geftreift.\n33om 60. \u00a9rabe n\u00f6rblidjer 93reite an f\u00fcblicp bemerkt man ben .Ipaubenftei\u00dffu\u00df auf geeigneten \u00a9een unb \u00a9eto\u00e4ffern \u00fcberall in \u00a9uropa, nidpt feiten in \u00a9eutfdjlanb, h\u00e4ufig auf ben \u00a9een beg \u00a9i\u2019tbeng. 3m Diorben erfdjeint er im gr\u00fcplinge nacp ber \u00a9cpneefdjmelge, geto\u00f6pnlidp atfo im Slprit unb oerioeilt big p\u00f6dpfieng \u00a9nbe DcoOemberg im SSaterlanbe; ba*aber, too bie \u00a9ee nicpt gufriert, giept er nad) bem DJleere pinaug unb \u00fcbcrtointert pier, folgt audp toopl ber $\u00fcfte big nad) \u00a9\u00fcbeuropa unb Dtorbafrifa. 3n \u00a9riedpenlanb unb in \u00a9panien lebt er ft\u00e4nbig japraug, jahrein; bie Slngapl ber bort DBopnenben toirb aber in jebent S\u00f6inter burd; bie oom korben per \u00a9intoanbernben betr\u00e4dptlidp oer= meprt. 3n Dlorbtoeffafrifa tritt er ebenfaltg nodp regelm\u00e4\u00dfig auf; in \u00a9gppten bemerft man ipn immer eingeln unb feiten, \u00a9benfo p\u00e4u\u00dfg alg \u00a9uropa betoopnt er Drittel; unb SRorbaften ober Dtorb; umerifa oon \u00a9ibirien aug big \u00a9iibdpina unb 3apan, oon Dtorbamerifa big gu bem \u00a9\u00fcben ber bereinigten \u00a9taaten toanbernb. \u00a9r erfcpeint im gr\u00fcpjapre paartoeife, oereinigt fiep aber im \u00a3>erbfte $ern gu gr\u00f6\u00dferen \u00a9efellfdpaften, toeldpe gutoeilen f\u00fcnfzig unb mepr \u00a9t\u00fcd g\u00e4plen l\u00f6nnen unb gemein; fdpaftlidp bie Dleife uadp bem \u00a9\u00fcben antreten. \u00a9a\u00df er nur beg Dcadptg toanbert, l\u00e4\u00dft ft dp erioarten, ba\u00df er auf gr\u00f6\u00dferen \u00a9een, audp toopl auf gi\u00fcffeu, unb regelm\u00e4\u00dfig l\u00e4ngg ber SDleeregf\u00fcfte feine 9beife fd)toimmenb jur\u00fcdlegt, toirb Oon ben meiften gorfdpern angenommen.\nSB\u00e4prenb beg \u00a9ommerg begiept ber ^aubenftei\u00dffu\u00df gr\u00f6\u00dfere \u00eeeiepe ober \u00a9een, toeldpe ftellentoeife mit 9lopr unb \u00a9dpilf betoadpfen finb. \u00a9r oertangt eine SBafferfl\u00e4dpe oon giemlidper Slugbepnung, foba\u00df er in ber SDlitte beg S\u00f6afferfpiegelg toenigfteng oor bem \u00a9dprotgetoepre fidper ift. 3m \u00fcbrigen fdpeint eg ipn -nidpt fonberlid) gu f\u00fcmmern, ob biept an feinem S\u00dfopnorte eine \u00a9rtfdpaft liegt ober ein ^2\u00dfeg oor\u00fcberf\u00fcprt. SDlepr alg anbere Slrten nod) p\u00e4lt er fiep im SBaffer auf; benn bag \u00a9tepen unb \u00a9epen toirb ipm befdptoerlidper alg ben flehten Skrtoaubten. 3ni \u00a9dptoimmen unb \u00efaudpen ftept er feinem oon biefen nadp; toag ipm an \u00a9eloanbtpeit abgept, erfept er burd) Slugbauer. Diadp Dt au mann\u2019g S3eobad)tungeu burdpmi\u00dft er unter SBaffer in einer palben DJiinute mepr alg gtoei; punbert gu\u00df. \u00a9er ging gefdtiept \u00fcerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fdpneU, gept in geraber Stnie fort unb oerurfad;t ein p\u00f6rbareg Dlaufdpen. Unter feinen gamilienoertoanbten ift er ber oorfidptigfte unb fdpeuefte. \u201e\u00a9igentlidp\", fagt Dtaitmann, \u201etraut er feinem DJtenfdpen, beobadptet felbff ^irten, grauengimmer","page":939},{"file":"p0940.txt","language":"de","ocr_de":"940\n\u00aeie &djttnmmer. Sauger. \u00a9teifjf\u00fcfje.\nitnb hinter erft eine $eit fang aul ber $ernc, clje er etiral me\u00efjr Vertrauen fafjt unb n\u00e4ljer fommt; au\u00fc) gifd^erf\u00e4ljne flie\u00dft er fd;on rcn Beitem, felbft trenn fie mit Leuten befei^t tr\u00e4ren, bie ficfy nid)t um ifyrt \u00ef\u00fcmmern. Strifft i\u00a7n ^enianb, in er e\u00ea audlj fei, einmal in ber 9i\u00e4f)e bel Uferl, fo beeilt* er f\u00eed), tljeitl auf, tljeilg unter bem Baffer, fo fd;neK all ni\u00f6glid) auf bie freie $lcicf)e un^ e^n baav ljunbert \u00a9fritte treit ireg ju fonimen. 3>n biefer Entfernung fdf)trimmt er nun fo rillig, all ob er\n2)et \u00a7au\u00a3>enfteifsfufj (Podiceps cristatus). J/4 bn nat. \u00a9r\u00f6fje.\nto\u00fcfjte, baf? i$m t)ier fein Seib jugef\u00fcgt trerben f\u00f6nne. \u00a9eine SSotjid&t gebietet i$nt, \u00fcberall, too el ifjm nidbft red)t ftdfjer fcbeint, fiel) auf freier Sl\u00e4nfe aufeuljalten, bamit i\u00efjn \u00ef\u00efiidjtl l)inbert, fief) umgu^ \u2022 flauen unb jebe \u00a9efaljr Oon Beitem erfa\u00dfen ju f\u00f6nnen, unb trenn tyn bag f\u00c7ortpf\u00efangung\u00eagefc^\u00e2ft in bie Wtyt ber \u00a9djilf- unb 9bo\u00a7rb\u00fcfd^e am Ufer treibt, fo n\u00e4hert er fid) nur, trenn feine 9Jienfdjen bort ftdj auf\u00c7alten. Ueberraf(f>t, fdjl\u00fcpft er \u00efro\u00c7l auc\u00a7 atrifdjen bag 3Ro$r, febod) nur folange, big er bie Gelegenheit abfie^t, unter bem Baffer entlang trieber bag ftreie 311 fitzen, trorauf er oft nur","page":940},{"file":"p0941.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3>aubenfiei\u00a7fufi.\n941\nben t\u00ebopf bilden la\u00dft, taucpt, unb fo fortf\u00e4^rt, bi\u00ab er bie fiebere S\u00dfeite erlangt gu paben meint.\" 3n anberen V\u00f6geln gefeilt fxtf> ber .Spaubenfteijjfufj niept ober bod) nur auf f urge 3eit ; to\u00e4prenb ber Srutgcit mag er felbft mit \u00a9eineSgleid)cn LidjtS gu tpun paben. \u00a9S fomnit oor, ba\u00a7 mehrere \u00fc\u00df\u00e4rcpen auf einem unb bcmfelben \u00a9eio\u00e4ffer niften; bann aber behauptet jebcS ftreng fein \u00a9ebiet unb vertreibt aus biefent anbere S\u00df\u00e4rcpen.\nOie fr\u00e4ftige, ioeitfdjadenbe \u00a9tirnrnc ift bielfach oerf epieben. Slit einem oft toicbcrpolten \u201et\u00f6f\u00f6f\u00f6f\" unterhalten fiep beibe @efcpled)ter; ein lauteres \u201e\u00aeraor\" ober \u201e$ruor\" Vertritt gleidhfam ben \u00a9efang anberer S\u00f6get, ioirb ioenigftenS ^auptf\u00e4d^Hd^ m\u00e4hrenb ber Srutgcit oernommen unb fcpaUt, als ob eS ber SQ\u00dfafferfpiegel Oerft\u00e4rfe unb ioeitcr fortpflange, ba\u00a7 man eS nach Laumann\u2019S Serficperung unter bem Suftguge auf eine \u00a9tunbe ioeit oernehmen fanit. 3>n ber L\u00e4pe beS LefieS fepreien bie\u00a3>aubenftei\u00a7f\u00fc\u00a7e \u00fcbrigens niept ober bod) nur feiten: Klugheit unb \u00c7urdjt oerbieten ihnen, hier git oiel S\u00e4rm gu fdE>lagcn. Um fo lebhafter rufen fie oor unb nad) ber Segattung, aber auep nur, toenn fie feinen Slenfcpen in ber L\u00e4pe ioiffen. Unter einanber ftnb bie \u00a9atten eines SaareS \u00fcberaus g\u00e4rtlicp. \u201e\u00a3)at fup'\\ fagt Laumann, \u201eber eine guf\u00e4ttig etioaS entfernt, fo ruft ihm ber anbere fepnf\u00fccptig gu, bis er ihn ioieber bei fiep hat. Ruinier f^mimmen fic bann biept neben einanber her, t\u00e4nbeln mit einanber unb ftimmen \u00f6fters ihren lautfdjaHenbcn gioeifang an. 3ebeS ^p\u00e4repen behauptet feinen Liftplap unb ba, ioo eS ber Umfang beS \u00a9eto\u00e4fferS mehreren ober oielen gu br\u00fcten f geftattet, gibt eS gu Anfang ber ScgattungSgeit gar oiel Laufereien, bei benen guid\u00e2t ber Sefiegte ben Serfolgungen beS \u00a9iegerS geio\u00f6prtlid) nidjt anberS als burd) ben ^lug gu entgehen ioeig.\" 3>e naepbent baS Lohr fr\u00fcher ober fp\u00e4ter eine gemiffe ip\u00f6pe erlangt hat, maept baS 5\u00df\u00e4rcpen Lnftalt gum Suiten. OaS Left ioirb in ber Lape \u00fcon Lopr, \u00a9d)ilf ober Sinfen angelegt, ftetS nap am Lanbe | beS Staffers unb ioeit ooni Sanbe entfernt, oft gang frei mitten im S\u00dfaffer, unb an einigen ^almen feft gemaept. \u00a9eine Sreite betr\u00e4gt etloa einen $ujj, bie ip\u00f6pe ungef\u00e4pr fedpS 3od. Oie Slulbe ift ungemein platt, \u00e4nfcpeinenb bloS burd) bie Saft beS liegenben SogelS naep unb nadp eingebriidt. \u201eOaS \u00a9ange gleicht einem aufgeioorfenen, guf\u00e4\u00dcig oom S\u00f6inbe gufammengdoepten, fd)ioimmcuben klumpen faulenber S\u00dfafferpf\u00fcmgen fo \u00f6oUfommcn, baff eS ein Unge\u00fcbter nie f\u00fcr baS Left eines Sogeis anfepen ioirb. \u00a9S ift nid)t allein gu beiounbern, baff biefer naffe klumpen ben giemlid) fepioeren Sogei \"tr\u00e4gt, fonbern noep mepr, baf er beim Luf; unb Lbfieigen beffelben nidjt auffippt.\" Obgleich iepterer baS Left mit einer getoiffen Sorficpt befteigt, rutfepenb n\u00e4mlicp, toirft er boep \u00ef guioeilen ein unb baS anbere \u00a9i in baS Staffer. Sier \u00a9ier bilben baS \u00a9elege, guioeilen eins mepr, mancpmal eins ioeniger: oon fielen \u00a9elegeu, ioeld;e ipolp unterfuepte, enthielten oier je oier, eines f\u00fcnf, eines brei unb eines gioei angebr\u00fctete \u00a9ier. Oie F\u00e4rbung berfelben ift anf\u00e4nglich ein reines SBeiff, gept aber halb in Sepntgelb \u00fcber. Seibe \u00a9efcplecpter br\u00fcten abioecpfelnb unb ungemein eifrig; OieS ift aber auep fepr n\u00f6tpig, ba bie \u00a9ier geio\u00f6pnlid) bis gur H\u00e4lfte ioirfliep im Staffer liegen. Unterfud)t man ein Left, oon ioeldjem ber br\u00fctenbe .ipaubenfteigfufj eben abftieg, fo finbet man, bafj niept bloS baS \u00a9elege, fonbern faft baS gange Left burcpio\u00e4rntt ift. Seibe \u00a9atten geigen eine aufer? orbentlicpe Siebe gur Srut, unb namentlid) baS Skibepen geberbet fid), ioeuu man fiep bem Lefte napt, ungemein \u00e4ngfiliep, ft\u00f6ft tlageube Saute -aus unb fept feine \u00a9ieperpeit opne Sebenfen aufs \u00a9piel. 2Benn man fiep n\u00e4pert, oerl\u00e4fjt eS bie \u00a9ier, bebedt fie aber beim Lbgepen in gro\u00dfer \u00a9il= fertigfeit mit Leftftoffen, entfernt ftep niept ioeit unb feprt fobalb als irgenb tpunlid) ioieber gur\u00fcd. Limmt man ipni ein \u00a9i nad) bem anberen ioeg, epe eS br\u00fctet, fo fann man eS naep unb nad) bapin bringen, iprer gioaugig unb mepr gu legen. Oie jungen ioerben oon beiben \u00a9Item gef\u00fcprt, boep \u00fcbernimmt ber Sater pauptf\u00e4cplid) baS Lmt beS S\u00df\u00e4cpterS. Lnf\u00e4nglidj ioerben beit \u00ae\u00fccplein fleine ^erbtpierlaroen mit bem \u00a9djnabel oorgepalteu, fp\u00e4ter nur auf baS S\u00dfaffer gelegt, gleicpgeitig fie im Oaucpen unterrteptet. $ifepe, ioeld)e gu grog finb, oerfpeifen bie Llten, naepbetn fie bie frucpt= lofen Sem\u00fcpungen ber jungen, fie gu oerfd)luden, angefepen pabett, fcpliefjlicp felbft, fangen baf\u00fcr aber bann fleinere. Saffen bie jungen aus St\u00e4ngel an \u00aeefcpidlid)feit bie Laprung fallen, fo fangen bie Llten biefe ioieber auf. Ole jungen finb, ioie S\u00e4del fd;ilbert, guntal in fr\u00fcper Sugettb gar","page":941},{"file":"p0942.txt","language":"de","ocr_de":"942\n\u00aete \u00a9djtutmmer. Sauger, \u00a9tei\u00dff\u00fc\u00dfc.\nttieblid)e S\u00dfefen. \u201eEg geto\u00e4ljrt bem SRaturfreunbe gro\u00dfeg Vergn\u00fcgen, bag Familienleben biefer Shiere gu beobachten unb gu fe\u00efjen, toie halb eineg, halb mehrere 3unge, ermiibet oon bem ttcd> ungewohnten, lange anljaltenben \u00a9d)toimnten \u00fcberhaupt ober namentlich oon bem oft ftarfen Vktten; filage ber breiten 2BafferfI\u00e4d;e, ber ttftutter auf beit 9t\u00fcden [teigen, unb toie biefe fp\u00e4terpin burd) Untertauchen it\u00e9rer V\u00fcrbe ftd) toieber entlebigt ober toie bie jungen, toenn jte etioag Oon ben Eltern abgefommen ftnb, \u00e4ngftlid) unb laut piepen unb pigpern, toie fte oon ben Sitten burdj Vorlegen oon Nahrung gef\u00fcttert ober aud) un Saudjen unterrichtet ioerbett.\" Anf\u00e4nglich tourbe ben 3nngen, toeld>e 3\u00e4det beobachtete, bie \u00a9peife immer nur \u00fcber bem S\u00f6affer oorgelegt; Oom achten Sage beg Sebeng aber begann ber Unterricht. \u201eSer Sitte fchioamm ben jungen, toenn biefe foebett gugreifen Wollten, nod) gWei ober brei SJ\u00eea\u00efe mit ber \u00a9peife oorait unb taufte bann mit bem Fifdje unter, um fte 311 oeranlaffett, ihm 31t folgen, \u00a9ie ioaren aber bodj nod) etwag gu unbeholfen; er legte ihnen baher aud) nod) fernerhin \u00a9peife \u00fcber bem Staffer oor. SJtit lautem \u201eOuong, quong\" todte er bie jungen herbei ; fie famen bann auf bem S\u00f6affer rubernb au\u00bb giemltcher Entfernung heran unb ber befte ber \u00a9d)Wimmer b\u00ealant bag Fi\u00dfhd)en gum Sohne.\" \u00a9egen fliegenbe R\u00e4uber oertheibigen bie Eltern ihre $inber mit gro\u00dfem SDJuthe. Staumau u fah bag \u2022 SSeibcpen nach oor\u00fcberfliegettben \u00aer\u00e4l)en unb Staubo\u00f6gcln oom Vkffer aug hoch in bie \u00a3\u00f6l)e fpringen, mit bem \u00a9cpnabet nach *>em St\u00e4uber fdjnappen ober haden unb baburch biefen \u00f6fterg Wirflid) Oon feinem Vorhaben abbringen. \u201e3n folchem be\u00e4ngftigenben \u00a9treite fdreit eg j\u00e4mmerlich, to\u00e4hrenb bag 2Ji\u00e4nnd)en aug geringer Entfernung gWar bie Slngft ber \u00a9attin gu theiten fd>eint unb mit fchreit, aber nid^t SDtutl) hal> ^hr au(h th^tige -fpilfe gu leiften.\"\nSer .Jpaubenftei\u00dffu\u00df n\u00e4hrt [ich in ber Freiheit faft aug[cf)Iie^lid6 oon Ftfhen, obtoohl er gr\u00f6\u00dfere \u00dferbthiere feinegftegg oerfchnt\u00e4ht. Stuf Vrutteidjen fann er beghalb einigen \u00a9d)aben anrid)ten, ba, too man gr\u00f6\u00dfere Fifdje h\u00e4lt, \u00efommt berfelbe jebod) nicht in Vetracpt, unb toirb \"oon bem Neuheit, toelchen ber Vogel gem\u00e4hrt, jebenfattg aufgetoogen. Sag F^f^ ift atterbittgg nidjt e\u00dfbar, ber Feberpelg hingegen gegento\u00e4rtig toieber feljr gefd)\u00e4jit unb in ber Stjat \u00a3in fo foftbareg $leibungg|t\u00fcd, ba\u00df man bie Verfolgung, toeld;e ber Vogel erbulben mu\u00df, toenigfteng entfd)ulbigen fann. Ein S\u00dfaibmann, toeld>er ben aug ben erlegten .Jpaubenftei\u00dff\u00fc\u00dfen gu ergielenbett \u00a9ewinn nid^t attnihod) anfefd\u00e4gt, toirb ihnen fchtoerlid) nad)[tetten, toeil er an ben betoeglid^en unb fonberbaren \u00a9efch\u00f6pfen, toetdje ben Sanbfeen unb Seichen gur gr\u00f6\u00dften Bierbe gereichen, nothtoenbiger V\u00dfeife feine F^nbe haben mu\u00df.\n3n ber \u00a9efangenfdjaft h\u00e4lt ftdj ber [paubenftei\u00dff u\u00df, toenn man ihm fleine Fi[c\u00a3)e reichen fann, monatelang. 3m Bimnter fann man ihn freilich niept pflegen, toeil ein nicht altgu fleineg 2Ba[fer= beden gu feinem SBoljlbefinben unbebingt nothioenbig ift; auf einem fleinett Seid)e im \u00a9arten aber toirb er halb heimifd), mit feinem Pfleger nach toenigen Sagen oertraut unb fdjlie\u00dflich fo g\u00e4hnt, ba\u00df er auf ben Stuf herbei fommt unb bag ihm oorgetoorfene Fntter unbef\u00fcmntert um ben -SJtenfchen unb in beffen unmittelbarer St\u00e4he gu ftd) nimmt, \u00a9eptoierig toirb feine Erhaltung nur im V\u00dfinter; benn er fann gro\u00dfe $\u00e4lte nicht oertragen unb geht bei ftarfem F^-'ofte regelm\u00e4\u00dfig gu \u00a9runbe. pterin ift bie Urfache gu fuepen, ba\u00df man ihn fo feiten in Shierg\u00e4rten fiel)t.\nh\u00e4ufiger noch alg ber Sappentaudjer ift ber \u00a3toergftei\u00dffu\u00df, B^erg;, Fln\u00df=, \u00a9umpf; taucher, Saud)?, [paar;, \u00ae\u00e4ferentd)en, Suddjen, Suder, \u00a9runbruch ic. (Podiceps minor), ein atterliebfteg \u00a9efd^\u00f6pf oon 9 big 10 Bott S\u00e4nge, 17 big 18 Boll Vreite unb 4 Bott Fittigl\u00e4nge. 3m [podjgeitgfleibe ift bag \u00a9efieber beg Sberf\u00f6rperg gl\u00e4ngenbfcptoarg, mit br\u00e4unlichem \u00a9d)immer, bag beg ltnterf\u00f6rperg grautoei\u00df, bunfler geto\u00f6lft; bie $eljle unb eine \u00a9teile oor bem Sluge finb f<hw\u00e4rglid), bie \u00aeopf; unb ^algfeiten unb bie \u00a9urgel faftanienrothbraun. Sag Sluge i|t","page":942},{"file":"p0943.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a7aubenftci\u00dffu\u00df. 3 *rc r 3 \u00ee*e * fe\u00eeu\u00cb-\n943\nTotplicpbraun, ber 3\u00fcgel gelbgr\u00fcn, ber \u00a9cpnabel an ber 2BurgeI gelbgr\u00fcn, an ber \u00a9pipe fdptrarg, ber gu\u00df auf ber \u00e4u\u00dferen \u00a9eite feptr\u00e4rglidh, auf ber inneren heflpornfarben. 3m $erbfi\u00efletbe if\u00ee bie Oberfeite mepr braungrau, bie tlnterfeite atlagwei\u00df, $cpf un^ $al\u00eb peHgtau.\nOa\u00eb iBerbreitung\u00ebgebiet be\u00eb 3toer3fte*Bfu^e\u00bb if\u00ee ungef\u00e4hr baffelbe trie ba\u00eb feine\u00ea gr\u00f6\u00dferen 3Ser^ iranbten; bodp fournit jener h\u00e4ufiger al\u00eb biefer tr\u00e4prcnb be\u00eb SBinter\u00eb in 9Ifrifa oor. 3ut n\u00f6rblidpen Oeutfcplanb erfepeint er im DJt\u00e2rg, rerireilt, fo\u00efange bie \u00a9etr\u00e4ffer offen [tub unb tranbert bann naef) \u00a9\u00fcben, finbet aber bereite in \u00a9\u00fcbeuropa eine geeignete 2Btnterperberge. \u00a9title, mit \u00a9dpitf unb 9\u00eeopr tpeiltreife betraepfene \u00efeiepe unb geeignete \u00a9tetten in gr\u00f6\u00dferen 23r\u00fccpen unb SJior\u00e4ften bitben feinen Sieblhtg\u00ebaufenthalt; \u00a9eto\u00e4ffer mit Harem 3Baffer meibet er, ioeil er feine \u00fcltaprung, trelcpe pauptf\u00e2dplidp in \u00aeerbtpiereit unb beren Sarren befielt, in fdplammigen unb tr\u00fcben \u00a9etn\u00e4ffern reicp; bidder finbet al\u00eb in jenem.\n\u00a9ein SBefen unb betragen ift ba\u00eb alter \u00a9tei\u00dff\u00fc\u00dfe, feine ^Bewegung fdpeint jeboep ettna\u00eb leidster 31t fein, at\u00eb bie ber gr\u00f6\u00dferen Wirten, namentlich rerftept er rerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gut gu laufen. 3^ \u00a9dt\u00bbtrimmen unb \u00efaucpen befunbet er bie \u00e4fteiflcrfcpaft feiner ^aniilienglieber; fein $lug aber ift fdpledpt: be\u00ebpalb fliegt er auch fepo ungern unb mit ungemein fcpnellen, furzen \u00a9epiringungen, faft fdhtrirrenb, \u00fcJcaumann fagt, trie eine jpeufdjrecfe. 2ftit bem \u00fcDtenfdpen mag audp er \u00fcRidpt\u00ea gu tpun * paben, trenigften\u00eb bet ttn\u00eb gu Sanbe; in ber SBinterperberge bagegen ift er trenig fdbjeu, treibt fiep oft in unmittelbarer 3t\u00e4pe ber ^D\u00f6rfer umher unb l\u00e4\u00dft unbeforgt ben S\u00e4ger an fiep peranfontmen. 23ci \u00a9efahr rerfucht er ft\u00abh flet\u00ea burch Untertauchen gu retten. 2Benn er ge\u00e4ngftigt irirb, fchtrimmt er einer mit fangen bicht bebeeften \u00a9teile gu, ftedft gtrifdpen bcn'felben ben \u00a9dpnabel horror unb rertreilt f \u00fcbrigen\u00eb rerborgen, folange al\u00eb e\u00eb ihm n\u00f6tpig fd^eint. \u00a9eine \u00a9timme ift ein furge\u00ea, pfeifenbe\u00eb \u201e23ib\" ober \u201eSBibi\", tre\u00efdpe\u00eb gutreiten, namentlich in ber ^aarung\u00ebgeit, fo oft trieberholt trirb, ba\u00df c\u00eb trillerartig Hingt.\nOa\u00eb \u00fcfteft fleht gtrifdpen \u00a9dpitf, Sinfen, \u00a9r\u00e4fern unb anberen ^flangeit, niemals rerflecft, getr\u00f6pnlidp rielmehr frei, aber immer rom \u00efeidpranbe m\u00f6glicbft entfernt, ift ein ebenfo unorbentlich gufammengefdpicpteter klumpen trie ba\u00eb ber anberen 2lrt, rerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig aber gr\u00f6\u00dfer unb mutbet fxct> oben feicpt ein. \u00a9nbe Slpril\u00eb ober 2lnfang\u00ea 9J\u00eeai finbet man brei bi\u00eb fecp\u00eb fleine, l\u00e4ngliche \u00a9ier, beren F\u00e4rbung ebenfalls burdp bie \u00fcTceftpftangen befiimmt irirb. 33etbe \u00a9atten br\u00fcten abtredpfelnb gtrangig bi\u00eb einunbgtrangig \u00a3age lang, geigen jtdp \u00e4u\u00dfer ft beforgt um bie 23rut unb f\u00fchren, lehren unb befehligen fte in berfelben SSeife trie ihre 3Sertranbten.\n3uf\u00e4Kig trirb ein unb ber anbere 3toergftei\u00dffu\u00df in bem gunt $ifcpfange aufgeftel\u00eften f lebgarne gefangen, leiber feltener al\u00eb man tr\u00fcnfdhen m\u00f6chte; beim ber t\u00dfogel geh\u00f6rt gu ben angiehenbften, trelche man im K\u00e4fige hatten tarnt. Slnf\u00e4nglidp liegt ber \u00a9efangene, trie \u00fcftaumanit fagt, platt auf 23ruft unb 23audp, redit ben ^\u00bbal\u00bb mitunter in bie \u00a3>\u00f6pe unb geberbet fleh, al\u00eb trenn er ireber-fiepen nodh gehen formte; fobalb e\u00eb aber im 3intmer ruhiger getrorben, geht unb l\u00e4uft er herum, befielt ftch ; ba\u00eb pingefieUte S\u00dfaffergefd^irr, tranbelt um baffelbe, fteigt enblich hinein unb legt ftch nieber. \u00dcJ\u00eeandpmal rennt er trie ein iBefeffener in ber \u00a9tube urnper, oft fdhu\u00dftreife trie Serdpen. 2\u00f6it( man ihn ergreifen, fo trirft er fidh auf bie IBruft nieber unb ertrartet ben l\u00e4nger ober rennt in eine \u00a9die. fRiemal\u00eb rerfucht er gu fliegen: feine Fl\u00fcgel bleiben ftet\u00eb unter ben \u00a3ragfebertt bicht am Rumpfe angefdhloffen. \u00a3put man ihm 2Bafferferfe, aucp Heine Dlegentn\u00fcrnter in feine \u00a9dpiiffel, fo l\u00e4uft er um biefe herum, bi\u00eb er fte alte herau\u00ebgeftfcht hat. \u00a9ehr behaglich fd;eint er ftch \u00e4u f\u00fchren, trenn man ihn auf ein gro\u00dfeg 2Baffergef\u00e4\u00df bringt, .^ter beginnt er fofort ftch gu pu^en unb eingufetten unb taucpeitb bie lebenbigen \u00a9efep\u00f6pfe, treidle man tpm pineingetrorfen, gu rerfolgen unb gu fangen: \u2014 2\u00ef\u00ef\u00efe\u00eb Oie\u00eb opne \u00a9dpeu ror bem SOlenfcpen. Sfat 2h^ev3arten 3U Sonboit leben in bem \u00a9ebauer, trelcper gur Aufnahme ber \u00a9igr\u00f6gel befiimmt ift, auch 3toergftei\u00dff\u00fc\u00dfe. \u00a9ie trerbeit mit fleinen ftifehepen, SDlehltr\u00fcnnern, Slmeifeneieru unb Wei\u00dfbrot gef\u00fcttert, palten fiep bet biefer SRaprung ror=","page":943},{"file":"p0944.txt","language":"de","ocr_de":"944\nSie \u00a9cfjtrimmer. Sauger, \u00a9eetaudjcr.\ntrefft unb gew\u00e4hren bem Befchauer gro\u00dfe peube, \u00bbcil man an ihnen nicht blog bie Belegungen auf ber Oberfl\u00e4che, fonbern auch bie unter bem B\u00dfaffer beobachten farm.\n*\n*\n*\n3m SJceere Serben bie \u00a9tei\u00dffii\u00dfe oertreten burd) bie\u00a9eetaucher (Colymbi). Oiefe B\u00f6gel, bon benen man nur toenige Wirten fennt, unterfcheiben fuh bon ben Sappentauchera burch i^rc bebeutenbere \u00a9r\u00f6\u00dfe, ben b\u00fcrgeren #atg, gr\u00f6\u00dferen \u00c4opf unb ft\u00e4rferen \u00a9chnabeb, bie mit botten \u00a9dhibimmhauten aulger\u00fcfieten P\u00dfe, bie b\u00fcrgen, hartfeberigen p\u00fcgel, unter beren \u00a9dringen bie gtoeite bie l\u00e4ngfte, ben aug fe^ge^n big gtoangig Gebern gufammengefe^ten \u00a9chtoang unb bie \u00e4u\u00dferft bid)te unb fnappe Befieberung, ioebche hinfichtlich ber F\u00e4rbung nach 2Uter 3<*hreggeit ab\u00e4nbert\nOer innere Bau erinnert nadj SSagner\u2019g Unterfudiungen in mancher \u00a3infid)t an ben ber \u00a9tei\u00dffii\u00dfe. 5lm \u00a9dj\u00e4beb ftnb bie 2Rug\u00efe\u00efgr\u00e2ten fiarb enttoidelt; bag Sthr\u00e4nenbein \u00d6i6t \u00abnett fd>\u2122aten, bornenf\u00f6rmigen gortfafe nach unten ab; auf ber \u00a9time liegen feljr gro\u00dfe \u00a9ruben gur Aufnahme ber Sftafenbr\u00fcfen. Oie Sf\u00f6irbebf\u00e4ube befiehl aug breigehn #abg = , geb;n K\u00fcchen ; unb fieben \u00a9djioangtoirbebn. Oag Bruftbein ift gro\u00df, breit unb bang, h^t aber einen toenig entioidelten \u00c4amm; bie \u00a9abeb ift ftarb gebogen, bie hinteren \u00a9dpffetbeine finb fe^r breit, bie \u00a9d;ulterbb\u00e4tter bang, b\u00fcnn unb gerabe; bie Borberglieber \u00e4hneln benen ber \u00a9tei\u00dff\u00fc\u00dfe : ber Oberarmfnochen bilbet bie l\u00e4ngfte, ber \u00a3>anbtheil bie f\u00fcrgefte Sbbtheilung; bag Beden ift fe^r geftredt unb bag \u00a3eiligbein ungemein lang, bag \u00a9ifebein bagegen breiter unb fiar\u00ef; bag Oberfchentelbein furg unb gebogen; bag \u00a9ch.ienbein l\u00e4uft oben unb oorn in einen bangen, breifantigen prtfafc aug, Welcher bie plenbe \u00a3nief<heibe mit gu erfe^en fcheint; am Saufe bemerft man bie feitbic\u00a3;e Bufammenbr\u00fcdung. Oie Bunge ift bang, pfriemenf\u00f6rmig, an ber S\u00dfurgeb mit groei Leihen hinter einanber biegenber Margen befefet, bie \u00a9peifer\u00f6hre io eit, ber anfehnlid;e Or\u00fcfenmagen b\u00fcnnh\u00e4utig, ber runblidje pifepmagen fehnig, ber O\u00fcnnbarm gienilid) toeit, ber Oid; barm Surg unb burd) eine Etappe abgegrengt, bie Seber gro\u00df, bie SWilg bang, bie Baud)fpei<hebbr\u00fcfe aug einer SJlenge lofe oerbunbener S\u00e4ppd)en gufammengefe^t \u00eec.\n3n Oeutfdhbanb hat man brei Slrtcn oon \u00a9eetaudhern beobachtet: ben \u00a9ig = , ben'$ obar= unb gemeinen ober rotptehbigen \u00a9eetaudjer, biefett am bjaufigften. \u00a9rfterer, an<h SBinter;, Dbiefett;, 3mmertau<her, 9Jteem unb 3\u00abrbergang, \u00a9cebaljn, puber, 3bboentgOogel unb \u00a9tuber genannt (Colymbus glacialis), ein ^orad^ttooller Bogel, ift ungef\u00e4hr 3 tfu\u00df bang unb 5 p\u00df breit, bei 16 3oU pttigl\u00e4nge unb 2743obb \u00a9chioangb\u00e4nge, im #ochgeitgtleibe oben unb an ben \u00a9eiten bunfebf^ioarg, mit ioci\u00dfbichen, fenfterartigen peden gegiert, am $opfe unb #abfe gr\u00fcnli<h= fdjtoarg, in ber \u00dcJlitte beg beferen burch ein oorn unb hinten unterbrocheneg, aug f<hioarg unb ioei\u00dfen S\u00e4nggftreifen gebilbeteg \u00a3abgbanb unb einen \u00e4hnbid) gef\u00e4rbten Ouerftreifen, ioebd;er an ber Borbcm feite beg \u00a3alfeg ficht, gegeid;net, an ben \u00a9eiten ber Oberbrufi fchtoarg unb ioei\u00df in bie S\u00e4nge geftreift, \u00fcbrigeng auf ber Unterfeite atbagioei\u00df. Oag 2buge ift hellbraun, ber \u00a9chnabel fd)ioarg, ber p\u00df au\u00dfen grau, innen r\u00f6tlich fbeifchfarben. 3m SBinterfbeibe ift bag \u00a9efieber oben unb an ben \u00a9eiten fchto\u00e4rgbich ohne ioei\u00dfe pnfterd)en, unten toei\u00df, an ben \u00dfropffeiten f^ioarg in bie S\u00e4nge gefledt, in ber 3ugenb \u00e4hnbid), jeboch ohne bie heiteren peden.\nOer ^o b*ar tauch er (Colymbus arcticus), toelcher nebenbei biefebben \u00ef\u00efcamen f\u00fchrt, i|t Heiner abg ber \u00a9igtaudjer, biefem aber fehr \u00e4hnlich gef\u00e4rbt unb gegebne!. 3m \u00a3od)geitgfbeibe finb Obers fopf unb ipinterhabg tiefafd^grau, Et\u00fcden unb p\u00fcgeb buntebfe^noarg, eine \u00a9teile auf bem Oberr\u00fcden unb eine anbere auf bem $interff\u00f6gei mit toei\u00dfen, fenfterartigen Rieden, eine anbere auf bem Borber\u00ab fl\u00fcgel mit bl\u00e4ulichen B\u00fcffeln, ber \u00a9eiten^abg burch fdjtoarge S\u00e4nggftreifen, ber Borberhalg burch ein ioei\u00dfeg, fchtoarg geftreifteg Ouerbanb, unb bie 3\u00f6cid)cn enbbich -burch fd)to\u00e4rgbiche S\u00e4nggfbeden","page":944},{"file":"p0945.txt","language":"de","ocr_de":"^o\u00efartaudjer. IRothfebliger \u00a9eetaucher.\n945\n\u00f6eaeicC;net, bie itnterfeite mei\u00a7. Oa\u00ea S\u00dfinterfleib ift am \u00c6opfe unb ^intcrt/alfe tiefgrau, \u00fcbrigen\u00ea fdjm\u00e4rglich mit helleren pberr\u00e4nbern, unten meifj, an ben \u00c6ropffeiten fd)lb\u00e4rglid) unb mei\u00a7 geftveift, t\u00fcdd;e 3eid;nung ben jungen fehlt. Oa\u00ea 5luge ift hellbraun, bev \u00a9chnabet fd;marg, bev p\u00a7 aufeit grau, innen r\u00f4tlfich fteifdfarben. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 28 bi\u00ea 30, bie Sreite 50 bi\u00ea 52, bie ptig; l\u00e4nge 14 bi\u00ea 15, bie \u00a9chmangl\u00e4nge 2V4 bi\u00ea 2Y2 gott.\nOer rotpe^tige \u00a9eetaudpr enblid), meldjer and; Sont unb \u00a9ntentaudher, Oattd;er ober @eerotpepd;en, \u00a9ternlumme unb \u00a9pefgan\u00ea genannt mirb (Colymbus septen-trionalis), ift ber Ueinfte bon a\u00ef\u00efeu, nur 24 bi\u00ea 26 Bott taug, 40 bi\u00ea 43 Boll breit, bei 10V2 bi\u00ea 12V2 Bod Sittig* unb 2V2 bi\u00ea 3' 3 3oU \u00a9djmangl\u00e4nge. \u00a9ein \u00a9efteber ift auf \u00aeo)>f; unb ^al\u00eafeiten afdjgrau, am ^interptfe fd)marg unb meif geftreift, am 93orberl)alfe gl\u00e4ttgenb faftanienbraunroth, auf bem bilden braunfehmarg, auf ber Unterfeite meif, au ben \u00aeropf ; unb SSruftfeiten fdjmarg in bie S\u00e4nge gefledt. 3 nt S\u00f6interfteibe tragen bie pbern ber Oberfeite meiftiche \u00a9pi^en unb bie \u00aeet)lgegenb fielet meif au\u00ea. ^m Bttgenbfleibe ftnb bie f\u00e4rben noch unfehlbarer. Oa\u00ea 2luge ift hellbraunroth, ber \u00a9d;nabet fdjmarg, ber p\u00a7 buttfelbraun, innen blaugrau, auf ben \u00a9cfftnmmputen bunfler.\nOer \u00a9i\u00eataud)er bemoljnt ben hohen korben ber alten SBelt, im \u00a9ommer ungef\u00e4hr bi\u00ea gum 76. \u00a9rabe ber ^Breite unb h\u00f4djften\u00ea bi\u00ea gum 59. \u00a9rabe nad; \u00a9\u00fcben l;in, in\u00eabefonbere bie 9JZeere\u00ea; l\u00fcften ton \u00a9r\u00f6nlanb, \u00a9fnfcbergen unb be\u00ea europc\u00fcfdjen unb afiatifcpn O\u00eeuftanb, eingelner B\u00eatanb\u00ea, ber pr\u00f6er, Orfaben unb ^ebriben, ftreidjt im hinter, jebodh fetten, bi\u00ea in nufere \u00a9egenb hinab unb befudd bann gelegentlich bie beutfdfcn p\u00fcffe. Oer f$olartaud;er fd^eiut mehr bent Often angugepren, ift in \u00a9uropa, mit 5lu\u00eanapie be\u00ea n\u00f6rblid)en Otuflanb, \u00fcberall fetten, in \u00a9ibirien hingegen h\u00e4ufig, foil auch im oberen 9\u00eforbamerifa \u00f4fter\u00ea borfommen. 2luf feiner SBinterreife befugt er \u00a9\u00fcb= unb S\u00dfcftrufjlanb, O\u00e4nentarf, Oeutfdfaub, \u00a9nglanb unb $ollanb. Oer rot^fe^lige \u00a9eetaud)cr enblid) finbet ftdj in benfetben \u00a9egenben, hat jebod) ungef\u00e4hr ben SSerbreitung\u00eafrei\u00ea beiber torprgenannten Slrten gufammengenommen. \u00a9r lebt in einem \u00a9\u00fcrtel gmif^cn bem 78. unb 60. \u00a9rabe ring\u00ea um bie \u00a9rbe unb befudjt atlminterlich bie f\u00fcblicber gelegenen \u00e4Reere unb ebenfo pfiffe unb f\u00fcfjc \u00a9ett\u00e4ffer, meldje gur Seit feiner Slnlunft it;m burd) bie \u00a9i\u00eabede nod) niep terfdfloffen ftnb.\n3n ihrem SSefen unb betragen \u00e4hneln ftd) alle \u00a9eetaudjer in fo hohem \u00a9rabe, ba\u00a7 e\u00ea gen\u00fcgt, menu mir un\u00ea im 3Radffolgenben auf eine\u00a9d^ilberung ber Seben\u00eameife be\u00ea guletjt erm\u00e4hnten befd;r\u00e4n!en. \u00a9r ift mie feine Skrmanbten ein echter \u00a9eeboget, melier nur m\u00e4hrenb ber prtyflangung\u00eageit unb im hinter auf bem \u00e4uge f\u00fcfe \u00a9em\u00e4ffer auffuep, im \u00fcbrigen ftd; ftet\u00ea im SReere aufh\u00e4lt unb hier feinen Pfchfang eifrig betreibt, \u00a9einen tarnen tr\u00e4gt er mit fRedft; benn er ift ein bo\u00ef\u00efenbeter \u00a9eetaudjer unb tann gemif ebenfotange at\u00ea ber \u00a9i\u00eataud^er unter Staffer bermeiten, bi\u00ea adjt Ginnten n\u00e4mlid). 2Bie bie \u00a9teijjf\u00fcfje f\u00fchren bie \u00a9cctaudjer alle SSemegungen unb faft alle ipe \u00a9efd^\u00e4fte \u00fcbepaupt im S\u00dfaffer au\u00ea. \u00a9ie burdfrubern mit gr\u00f6\u00dfter Seid;tigfeit meitc \u00a9treden, liegen nadj belieben flach auf ber Oberfl\u00e4che ober fenfen ipeu fRumfjf fo tief ein, bafj nur ein fd^maler \u00a9treifen torn fR\u00fcden ftdjtbar bleibt, f\u00f6rbern ftdf behaglich langfam ober mit einer erftaunlid)en \u00a9djneKigfeit, terfchminbeu ohne erftchtlid;e Slnftrengung, auch ohne jeglid^e\u00ea \u00a9er\u00e4ufch in ber Oiefe, ftreden ft^ fytx lang au\u00ea, br\u00fcden ba\u00ea \u00a9efieber bid;t an, Hemmen bie Fl\u00fcgel an ben Seib unb fehiefen, blo\u00ea mit ben pfeu rubernb, bfeUfdbneU burd) ba\u00ea Gaffer, halb in biefer, halb in jener 9Rid)tung, halb feid)t unter ber Oberfl\u00e4d^e, halb in einer Oiefe ton tielen pben. \u00a9ie fdjmimmen mit ben fchne\u00fcften gifdhen um bie SSette: benn fie bem\u00e4chtigen ftch berfelben; fte fd;mimmen unb t\u00e4tigen bom elften Oage i\u00efjre\u00ea Seben\u00ea an unb fp\u00e4ter bei jeber SBeranlaffung, ba fie fid) ftcherer im S\u00f6affer f\u00fchlen at\u00ea fliegenb, felbft in hoher Suft. luf bem feften Sanbe ftnb fte fremb. 2ltterbiug\u00ea betreten and) fie ba\u00ea Sanb gumeilen, gemif aber meniger at\u00ea bie mciften \u00fcbrigen 35\u00f6gel, oielIeid)t mit alleiniger Stu\u00eanahme ber \u00a9teiff\u00fcfe. Unb bann betreten fie baffclbe aud) nid)t, fonbern rutfehen nur nom SBaffer au\u00ea auf ba\u00ea \u00eerodene; benn gu einem \u00a9ange im gew\u00f6hnlichen \u00a9inn\u00e9 be\u00ea \u00cfSorte\u00ea, ja felbft gu aufrechtem \u00a9tehen ftnb fte unf\u00e4hig. 3$ habe \u00a9efangene mochentang beobachtet unb fte fep\nSre^m, \u00ef^ierle\u00f4en. IY.\t\u00dfQ","page":945},{"file":"p0946.txt","language":"de","ocr_de":"946\n$)ie (Schwimmer. \u00a3aucper. \u00a9eetaudjer.\noft auf bem Sanbe, niemals aber einen aufgeridptet fielen, niemall einen auf ben \u00dfe^en ober gufc Wurzeln bapin gepen, fonbern fietl nur mit \u00a7ilfe bel \u00a9dpnabell unb \u00abfpa\u00effel, foWie ber gl\u00fcgel nnb g\u00fc\u00dfe frieren fepen. SDer glug ift oiel beffer, all man meinen m\u00f6chte, Wenn man beu ferneren \u00a3eib mit ben fleinen Mittigen oergleicpt. Binar m\u00fcffen bie \u00a9eetaudper erft einen t\u00fcchtigen Anlauf nehmen, ioenn fte ftd) ergeben ioollen; paben fte iebodp erft eine geioiffe \u00a3\u00f6pe gewonnen, fo eiten fte fe^r rafd; bapin, obgleid; fte bie b\u00fcrgen Mittige mit fepr fdpneden \u00a9plagen fortw\u00e4prenb beioegen m\u00fcffen. Slu\u00dferorbentlicp fdp\u00f6tt ift ber ging, ioenn ftcp bie B\u00f6gel, ioie fte el regelm\u00e4\u00dfig tpun, oon ben popen t\u00fcftenbergen perab in bal Bteer ft\u00fcrgen. \u00a9ie beioegen bann bie gl\u00fcgel nur fooiel, all eben n\u00d6tpig ift, um eine fd;iefe glugridptung zu erm\u00f6glichen, unb fehlen unter faufenbem \u00a9er\u00e4ufd;, jtdp halb auf bie eine, halb auf bie anbere \u00a9eite ioenbenb, Wirhlidp ^feilfc^nen; in bie Oiefe hinab unb oerfenben ftch unmittelbar barauf im \u00e4Baffer. Me \u00a9eetaudper unb fo auch ber rothbehlige geiihnen ftcp burch ipre taute \u00a9timme oor anberen \u00a9eeo\u00f6geln aul. 2)ie meiften gorfdper nennen bie \u00a3\u00f6ne, ioelche fte h\u00f6ren taffen, unangenehm unb ioiberlid;, W\u00e4prenb ich fagen mu\u00df, ba\u00df ich bal taute Stufen ftetl gern oernontmeit h\u00fcbe, obgleich icp atlerbingl nicht leugnen Will, ba\u00df bal knarren raut; unb bal barauf folgenbe \u00a9freien ^eulenb blingt. SDie burchbrittgenbe \u00a9timme bel \u00a9iltaudperl foil, nadp gab er, ein fcpauberpaftel \u00e9cho in beu umliegenben bergen heroorrufen unb ben SBepblagen einel 3D\u00eeenfd;en in Sebenlgefapr \u00e4hneln; bie \u00a9timme bel rothbehligen \u00a9eetaudperl nennt berfelbe Staturforfdper hart, fchnarrenb unb laut jammernb unb oerfudpt fte burch bie \u00a9itben \u201e2laup, aup\" unb \u201e5lf, ab\" ioieber; Zugeben. lieber bie geiftigen (Sigenfcpaften ber \u00a9eetaucher ftnb bie Meinungen noch get^eilt, ioeil mir zu menig \u00a9elegenpeit paben, mit ipuen in n\u00e4peren SSerbe^r \u00a7u treten. \u00a3)a\u00df fte f\u00e4mmtlich fehr fcharfftnnig ftnb, namentlich oortrepch fehen unb h\u00f6ren, ergibt bie einfache Beobachtung; ba\u00df el ihnen nicht an llrtheil unb Uebertegung gebricht, erf\u00e4hrt man ebenfalls fehr halb. Borftcptig bleiben fte unter allen Itmft\u00e4nben, unb menu fte auch beim SRefte einen gro\u00dfen SC^eil iprer \u00a9cheu abtegen, geben fte ftch bo\u00abh niemals gebanbentofer \u00a9orgloftgbeit hin, achten oielmehr auf Mel unb Bebel, ma\u00ea um fte her oorgeht, unb trauen feiten. Ob fte gef\u00e4hrliche SCRenfd;en oon ungef\u00e4hrlichen gtt unterfcheiben miffen, m\u00f6dfte gu bezweifeln fein; fte nehmen oielmehr bal \u00a9eWiffe f\u00fcr bal llngemiffe unb fuchen ftch ber unangenehmen 5R\u00e4he bei 2Jtenfd;en fooiet all m\u00f6glich gu entziehen. Mlnapmen oon bief er Siegel ftnb atlerbingl auch beobachtet Worben, \u00a9o bemerbte \u00a9raba einen \u00a9iltaucper am Ufer, Wetter bie Mfmerbfamteit oon oier ober f\u00fcnf Knaben erregte unb ftdp eine Beitlang mit \u00a9teinen Werfen lief, \u201e\u00a9obatb ein folder nah bei ihm nieberfchlug, ftredte er ben fopf in bal S\u00f6affer, um ztt fehen, Wal el fei, tauchte auch Wohl nad; bemfelben. Ueber brei\u00dftg \u00a9teinW\u00fcrfe W\u00fcrben'nach ihm getpan, unb mehrere trafen ihn, ohne ba\u00df er ftch belhatb entfernte.\" \u00a9otd;e Bor* bommniffe ftnb feboep feiten. \u00a9eW\u00f6pnlidp meiben bie \u00a9eetaucher jebel frembartige \u00a9efep\u00f6pf fooiel all m\u00f6glich, machen ftcp \u00fcberhaupt Wenig aul ber \u00a9efettfdpaft anberer Bkfen, lieben nicht einmal bie Bprelgleidpen. \u00a9epr ^\u00e4uftg trifft man fte ganz einzeln an, W\u00e4prenb ber Brutzeit atlerbingl treu; innig oerbunben in paaren, aber bannt z^oei $aare auf einem unb bemfelben Reiche unb nur aulnahmlWeife ein auf folchem, Welcher bereitl oon anberen B\u00f6geln bewohnt Wirb, SB\u00e4prenb bel Buge\u00ea ober in \u00a9efangenfepaft Balten fte ftch immer entfernt oon anberen \u00a9chwintnto\u00f6geln, unb Wenn biefe fiep ihnen n\u00e4hern, hauen fte and) Wopl nad; ihnen; p\u00e4mifcp unb bolpcrft aber bann man fte eigentlich nicht nennen. 3n bie \u00a9nge getrieben, oertpeibigen fte ftd; hmtpenb unb bringen mit bem fdparfett \u00a9cpnabel ernftpafte Bhtnbetrbei; ipre Eingriffe paben audp fdpeinbar etwal X\u00fcdifdpel, Weil fte fo fepned erfolgen; ipr \u00a9ebapren l\u00e4\u00dft ftd; jebod; b\u00e4um mit bem ber Steiper oergleidpeu unb gewi\u00df nidpt bolpaft nennen: fte bebunben bei ber Bertpeibigung mepr eine geWiffe Oummbreiftigbeit all beredpnenbe Ueberlegung.\nBdp zweifle, ba\u00df ein \u00a9eetaudper etwal Mberel all gifd;e zu ftdp nimmt; folange er ftd; auf bem SJteere befinbet, p\u00e4lt er fidp gewi\u00df attlfdplie\u00dflidp an biefe. \u00a9eine au\u00dferorbenttidpe \u00a9dpwimm* unb Staucpfertigbeit maept el ipm leidpt, ftd; mit ber n\u00f6tpigen Staprung zu oerforgen, um fo mepr, all man ipn eigentlich nidpt zu ben gefr\u00e4\u00dfigen B\u00f6geln redpnen, oielmepr all einen anfprudpliofen Bogel","page":946},{"file":"p0947.txt","language":"de","ocr_de":"2Wgemetne\u00a7 \u00fcber bie \u00a9eetaud\u00dfev.\n947\nbegegnen famt. (Sr f\u00e4ngt feine SSeute biird) fd^nette\u00ea SFcadjjageu ini Staffer ober \u00a7ott fie fidE> oom \u00a9runbe beffelben empor, \u00a9dentale $ifd)e ftnb ipm felbftoerfi\u00e4nblidh lieber al\u00ea breite, aber auch biefe toerben nid^t Oerfdjm\u00e4^t. \u201eOftmals\", fagt \u00a9raba, ioe\u00efdher \u00a9i3taud)er oon feinem Renfler au\u00ea im Jpafen beobachten tonnte, \u201efab ich fie gro\u00dfe $lunber oergehrett, unb fie mu\u00dften mit ihnen fehr halb fertig gu toerben. Um ihn gu gerfl\u00fcdeltt, liefen fie ben \u00c7ifch au3 bem \u00a9d;nabel in\u00ea Staffer fatten, hactten ein gro\u00dfeg \u00a9t\u00fcd herau^/ fd;\u00fctte\u00eften ihn t\u00fcchtig unb toieberholten $E)ag, big fie ihn oergehrt hatten.\" kleine gifdje fdhluden fie felbftoerfi\u00e4nbtich gang h^ab ; aber fdjon folcpe oon ber \u00a9r\u00f6\u00dfe eineg .Jperittgg oerurfachen ihnen tBefdhtoer. Slug bem ^Betragen ber \u00a9efangenen tann man fdfdie\u00dfen, ba\u00df fie nur lebenbe SSeute Oergehren; benu biejenigett, ioe!d;e man eben fing, toollen anf\u00e4nglich gar nicht ang gutter, nehmen minbefteng oom \u00a9runbe beg S\u00dfafferg ober oom Sanbe feinen gif<h auf unb m\u00fcffeu erft nadh unb nach au bag ihnen ioiberlicpe ^ifcfjaag geio\u00f6hnt toerben, inbem man ihnen bie deinen \u00a7if<he eingetn gu unb fo ing S\u00dfaffer loirft, baff eg augfteht, alg ob fie fid) betoegen. dagegen freffen bie $ri|<hgefangcnen fofort, nachbem man fie in ein gr\u00f6\u00dferes S\u00f6afferbeden brachte, toenn biefe\u00bb mit lebenben gifdhen befe^t ift: fie beginnen gu taud;en unb untoiHf\u00fcrlidh babei gu jagen.\nSide \u00a9eetaudher io\u00e4hten fid) gum br\u00fcten deine, ftitte \u00a9\u00fc\u00dftoafferteidhe untoeit ber $\u00fcfte, gutoeilen jebod) folche, ioelche in bebeutenber Jfp\u00f6he \u00fcber bem SJteere liegen. Stuf ben Sofobben beobachtete ich oiele H\u00e4rchen beg rothdhtigen \u00a9eetaudherg, bie meiften hoch oben auf ben deinen Sllpfeen unb gtoar auf folcpen, ioelche nach SSerftdhermtg ber dtortoeger arm an f^ifd^en toaren, beg\u00fcglidh gar feine beherbergten. Slnbere SS\u00f6gel habe ich ttiemalg auf benfelben Reichen gefehen; eg toirb inbe\u00df oon fr\u00fcheren ^Beobachtern angegeben, ba\u00df nufer Staudjer gutoeilen mit einem feiner iBertoanbten ober mit ber arftifchen \u00a9eefdhtoalbe einen unb benfetben \u00a3eich beioohnt. S\u00f6\u00e4hrenb ber $ortbflangungggeit Oernimmt man bie fchatlenbe Stimme \u00f6fterer alg fonft, ingbefottbere bann, toenn bag $\u00df\u00e4r<hen fich aug ber jp\u00f6he herab in bag SJteer ft\u00fcrgt, um hier gu ftfchen, tote eg regelm\u00e4\u00dfig atlabenblidh gefdhieht. 2)ie Stefier flehen auf fleinen Unfein ber \u00a3eid;e ober, too biefe fehlen, am Ufer, immer fehr nah am SBaffer unb toerben aug biirrem Schilfe unb dtiebgrafe lieberlich gufammengefchichtet, aud) burdjaug nicht oerborgen angelegt, foba\u00df man ben br\u00fctenben 23ogel oon S\u00dfeitem fehen fann. Stoei lang; geftredte, ftarfe unb feftfchalige, grobf\u00f6rnige, jebod) etioag gl\u00e4ngenbe, auf b\u00fcfler\u00f6lgr\u00fcnem \u00a9runbe mit bunfelafdhgrauen ltnterfleden unb r\u00f6thlichfchtoargbraunen Oberfleden, Runden unb t\u00fcpfeln gegeidhnete \u00a9ter bilben bag \u00a9elege. S5eibe \u00a9atten br\u00fcten abioedhfelnb mit gleichem \u00a9ifer unb \u00fcber= nehmen audh gemeinfdhaftlid) bie R\u00fchrung ber jungen, \u00a9nbe DJ\u00ceai\u00ea finbet man bie \u00a9ier, \u00a9nbe 3uuig geto\u00f6hnlich bie 3ungen; ioie lauge bie SSrutgeit to\u00e4hrt, ift gur $eit noch nicht befannt. 3ft ber S3rutteidh felbft ftfdhreich, fo oertaffen beibe Sitten bie jungen nicht, io\u00e4hrenb fte SDieg abtoechfelnb thun, toenn fie nach bem dfteere fliegen m\u00fcffen, um hier ftdh gu ern\u00e4hren; toahrfcheinlidh tragen fie bann auch ^ett Sangen \u00a9peife Severe geigen fi<h Oom erflen \u00efage peg \u00a3ebeng an fehr gefdhidt unb fudhen fidh ihre Slahruttg felbft, toerben jebod) oon ben Sllten unterrichtet unb ebenfo auch untere halten; erft nachbem fte pgge geioorben finb, oerlaffen fte ben Ort ber \u00dfinbijeit, fliegen auf bag SQteer hinauf unb leben nun gang toie bie Sllten.\n\u00a9inen eigentlichen S^pen geto\u00e4hren bie \u00a9eetaudher nicht. 3h1' Steifch erfd)eint oielett 9Jtenfd)eu ungenie\u00dfbar, ihr fteberdeib ift nicht gu oevtoerthen. 3\u00ab Per uorbifd)en \u00a3eimat fteUt ihnen eigentlich SUemanb nad;, unb aud) bei un\u00ea gu Sanbe oerfolgt man fte nidd abftdhtlidh ober regelm\u00e4\u00dfig. 3hre 3agb erforbert toegeit ihrer \u00a9d;eu unb SSor\u00dfdht einen ge\u00fcbten 3\u00e4ger unb f\u00fchrt \u00efeine\u00eatoeg\u00ea immer gunt 3iele. \u00a9efangen toerben fte guf\u00e4dig. @ie oertoidelu fiep in ben gifdhernefjeu unb toerben blo\u00eb bann lebenb aufgebradjt, toenn ber $ifd;er fie red;tgeitig bemerd.\n\u00ab *\n*\n60*","page":947},{"file":"p0948.txt","language":"de","ocr_de":"948\nSttt Sdpoltotner. Saufet. Summen.\n$\u00a3)ie nod; gu erW\u00e4hnettben SeeO\u00d6gel gcvfatCen in gWei gr\u00f6\u00dfere \u00a9ruppen, Welche Vx>tv al! Ringel'; unb SMentaucher nuterfReiben. \u00a9rftere (Aleidae) haben einen fr\u00e4ftigen Seib, turgen $al!, bicfen \u00aeopf, furge, t^ei\u00eftneife fogar Oerf\u00fcmmerte \u00c7\u00efuge\u00ef, einen turgen Sd;Wang, ftart gufammengebriidte, breigeljige S\u00fc\u00dfe mit breiten Schwimmh\u00e4uten unb ein veid^c\u00eb unb bidjt autiegeube!, gcrfcbtiffeneo \u00a9efteber, beffen garbling bei beiben \u00a9efddecbtern biefelbe ift, W\u00e4t)renb e! ftd) ^ad) ber Sahre^jeit unter jd^eibet.\nUnter ben gl\u00fcgeltaudern, metd;e man in neuerer Beit in mehrere Unterfamilien, in nuferem \u00abSinne in Familien getrennt hat, fte^eu oben an bie Summen (\u00dcriae). Sie haben im allgemeinen ben eben betriebenen SSau ihrer BunftOerWanbten, oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig lange Fl\u00fcgel, unter bereu Schwingen bie erfte bie t\u00e4ngfte, einen turgen, au! gW\u00f6lf Gebern gebitbeten \u00a9djwang unb einen mittellangen, mehr ober Weniger fcplanten, oben gew\u00f6lbten, unten fanft cdig oortretenbeu, feitlid) gufammengebr\u00fcdten unb gefurzten Schnabel.\n\u00aeer S3au be! \u00aenod;enger\u00fcfte! ftimmt, nad) SBagner1! Unter fudjungen, in oie\u00efer \u00a3iuftd)t mit bem ber Seetaudjer \u00fcberein. SDer Sch\u00e4bcl hat bie ftarten 9Jtu!felgr\u00e4ten unb bie \u00a9ruben f\u00fcr bie Sftafenbr\u00fcfe auf ber Stirne. \u00a93 finb oiergehn \u00a3al! = unb gehn St\u00fcdenwirbel oorhanben. 3)a! lange, giemtich female SSruftbein hat einen regelm\u00e4\u00dfigen \u00c4amm; hinten ftnben fich jeberfeit! gWei Heine, orale Slulfcpnitte, non beneu ber innere ftd; gumeilen in ein Sod; Oertoanbelt. 2)a! madige Ober; armbein ift etwa! gufammengebr\u00fcdt, bie Slbtheilung f\u00fcr bie \u00a3anb l\u00e4nger al! bei ben Seetauchern.\n5llle Summen geh\u00f6ren bem n\u00f6rblicben \u00a9\u00fcrneere unb ben- mit ihm gufammenh\u00e4ngenben Suchten unb Stra\u00dfen au, oerbreiten ftd; Wenigften! nach S\u00fcben hm nur h'ter unb ba \u00fcber ben ^polarfrei\u00eb, obgleich fte biefen bei ihren ^S\u00e4uberungen im hinter regelm\u00e4\u00dfig gu \u00fcberfd;reiteit pflegen. Sie fmb echte SJteerO\u00f6gel, \u00bbeiche eigentlich nur W\u00e4prenb ber Srutgeit im Sanbe ftd; aufhalten, \u00fcbrigeng alle @efd;\u00e4fte im SSaffer oerrichten. Sie fd;Wimmen unb tauchen mit au!gegeid;nefer f\u00c7ertigteit, fliegen oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig nod; immer gut, gehen gWar ungern, jebod; giemlid; rafd; unb gWar mehr auf ber Sohle al! rutf\u00f4enb auf ber S\u00ab\u00dfWurgel. 3t;re \u00a9inn\u00e9 fmb f\u00f4arf, bie Trigen \u00a9eiftegfr\u00e4fte leine!' meg\u00ea in bem \u00a9rabe Oerl\u00fcmmert, a!3 man gew\u00f6hnlich annimmt, Weil man oergi\u00dft, ba\u00df bie S\u00f6get nur gu cinfeitiger 2lu!bitbung berfelben \u00a9elegenheit haben, gifdje unb frebfe bilben bie au!fd;lie\u00dflid;e Nahrung aller Sl\u00fcgeltaud;er unb fo aud; ber Summen; fte holen fte tpeitweife au! bebeutenben Tiefen empor. Sitte leben unb ftfd;en gern gemeinfd;aftlid; unb alle fchlagen ftd; W\u00e4prenb ber Srutgeit in gr\u00f6\u00dferen ober Heineren Scharen gufammen, cingelne Strteu in fold;c, Weld;e ^unbert; taufenbe oon paaren g\u00e4hten m\u00f6gen, S\u00fcr bie 23eWol;ner be! SRorbcn! fmb bie $l\u00fcgeltaud)er, in\u00eabefoubere aber bie Summen wirtliche S\u00f6gel bei Segen!. \u00a9ine Strt macht neben bem Seehuube bal hauplnahrunglmittel ber SeWohner mehrerer Slnftebelungeu S\u00fcbgr\u00f6ntanb! au!, unb junger!; noth W\u00fcrbe entstehen, wenn bief er Sogei einmal ftd; nicht mehr in ber gew\u00f6hnlichen Slngal\u00df einftetleu Wollte. 2Bod;en unb Monate lang bilben fte bie hauptf\u00e4chlid;fte, guweilen bie au!fd;lie\u00dftiche Speife jener ungefxtteten Smenfdjeu, beneu man, Wie ^olboelt fagt, \u201enoch nicht beibringett tonnte, oon einem Oag gum n\u00e4d;ften gu leben\".\n\u00a3)a! liebengWflrbigfte SDtitglieb ber Familie, Welche! Wir gu befd;reiben haben, ift ungWeifelhaft bie Steifte ober \u00a9rilllumme, bie \u00a3aud;er;, See; ober gr\u00f6nl\u00e4ubifchc Staube, Sted)^ ente 2c. (Cepphus Grylle),.Vertreter einer befonberen Sippe, Welche ftd; lenngeid;net burd; geringe \u00a9r\u00f6\u00dfe, oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig langen, fd\u00dfanfen, geraben, nur an ber Spipe bei Obertiefer! abw\u00e4rt! gebogenen, unten fautit mertlid) edigen Schnabel, Weit nach \u00dfet)enbe S\u00fc\u00dfe unb Heine, fdmtale, fpipe Sl\u00fcget mit ftarfen Schwingen, einen furgett, abgcrun\u00f6eteit, au! gW\u00f6lf bi! oiergepit Sebent gufammengefepten Schwang unb ba! turge, bid^t gerfd;liffette, fammtartige ^leingefteber, Weld;e! \u00df\u00abh","page":948},{"file":"p0949.txt","language":"de","ocr_de":"@ r i \u00cfI\u00cf u m m e.\n949\nnadp 5llter unb 3apreggeit hjcfcntlic^ ver\u00e4nbert. 3m \u00a3ocpgeitgtteibe ift bie Reifte bi\u00ab auf ein reintvei\u00dfeg ^l\u00fcgelfdpilb fammtfcptvarg, gr\u00fcnlidpfdpiffernb, bag Stuge braun, ber \u00a9dpnabel fdptvarg, ber ftu\u00df koraffenrotp. 3m S\u00dfiuterkleibe ifi bie Unterfeite ivei\u00df unb fdptvarg gefleckt, im Sugenbkletbe ber Oberk\u00f6rper fdptv\u00e4rglidp, ber Fl\u00fcgel ivei\u00df unb fdptvarg quer geb\u00e4nbert, ber Unterk\u00f6rper ivei\u00df, bag \u00fcbrige fe\u00dftvarggrau gefleckt. \u00a9ie S\u00e4nge betr\u00e4gt 13, bie Breite 22, bie ptigl\u00e4nge 6%, bie \u00a9cptvangl\u00e4ttge 2 Soff.\nSoviel man big jefet ivei\u00df, verbreitet ftep bie Reifte \u00fcber ben popen Sorbett ber \u00a9rbe unb lebt alg SBrut\u00fcogel gtvifdpen bem 80. unb 58. \u00a9rabe ber SBreite. Snnerpa\u00efb biefeg \u00a9\u00fcrtelS ift fre an affen geeigneten l\u00fcften gemein, obivopl man fte feiten in gr\u00f6\u00dferen \u00a9eparen, vielntepr meift in kleinen Srttppg, paartveife ober einzeln finbet. Stur ba, tvo bas SReer gefriert, ereignet cg fiep gutveilen, ba\u00df fte fiep in au\u00dferorbentlidp gro\u00dfer Slngapl an ben S\u00dfuptten im <Sife gufammenfinbet; foivie fiep bie SSerp\u00e4ltniffe \u00e4nbern, vertpeilt fte ftep bann lieber. SRit beginn beg eigentlichen SSittterg tritt fie eine ntepr ober Weniger regelm\u00e4\u00dfige SBanberung an, tveldpefte in f\u00fcblicpere \u00a9egenben unb fo g. S3, affj\u00e4prlidp an nufere n\u00f6rblidpen l\u00fcften bringt, 3\u00ab bag Snnere ber Sauber verfliegt fte fidp \u00e4u\u00dferft feiten; nur befonbere Ungl\u00fcckgf\u00e4lle, beifpielgtveife ftarker \u00a9cpneefaU im \u00a9p\u00e4tfr\u00fcpling Verbl\u00fcffen gutveilen einzelne biefer \u00a9eev\u00f6gel in bem \u00a9rabe, ba\u00df fte bie \u00df\u00fcfte, lanbeiniv\u00e4rtg fliegenb, aug bem Singe verlieren.\n\u00a9er Slnblick ber Reifte ift immer erfreulich, \u00abtag man fte nun auf ben ^elfenbl\u00f6den fipen, rieptiger kleben, ober feptvimmen unb tauben ober fliegen fepen. \u00a9ipettb pflegt fte ftep auf bie ftu\u00dfs ivurgeln niebcrgulaffett unb ben Stumpf giemlicp aufrecht gu palten: babei beivegt fie <fpalg unb ^opf in anmutpigen \u00e4\u00f6inbungen; im \u00a9dpivimmen ift fte fepr bepenb, obgleich fie getv\u00f6pnlicp ben 'Stumpf uiept tief eiufenkt, vielmepr leicpter alg alle SSertvanbten auf ber Dberpcpe liegt. S3eim St\u00fcbern geigt fie oft bie p\u00fcbfcpen rotpeu ffi\u2019t\u00dfe \u00fcber bem Staffer. SBenn fte taudpen iviff, f\u00fchrt fie mit beiben ft\u00fc\u00dfen einen kr\u00e4ftigen \u00a9to\u00df aug, ftiirgt ftep kopf\u00fcber optte jeglidpeg \u00a9er\u00e4ufcp ing SBaffer, \u00f6ffnet fofort naep bem \u00a9intauepen bie gl\u00fcgel unb rubert nun mit biefen unb mit ben $ii\u00dfen iveiter, palt jeboep p\u00f6dpfteng gtvei Minuten, opue Suft gu fep\u00f6pfett, unter S\u00f6affer aug. 3m f\u00fcllen, klaren SReere kann man fte auf tveitpiu mit ben \u00fcBlicken verfolgen, irrt fidp aber getv\u00f6pnlicp in ber \u00a9urdpfidptigkeit be\u00bb Safferg unb \u00fcberfep\u00e4pt bie Siefe, gu iveldper fte pinabfieigt. \u00a9er glug ift verp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig leiept, obfcp01t bie Fl\u00fcgel ebenfallg mit fepr rafdpen \u00a9dpl\u00e4gen, gleidpfam fdptvirrenb beivegt tverben m\u00fcffen. 33eim Slufftepen vom S\u00dfaffer maept fidp ein kurger Slnlauf n\u00f6tpig; pat fte jebodp einmal eine geiviffe <p\u00f6pe geivonnett, fo fliegt fte viel rafeper fort, alg man anfangg Vermutpet, unb klimmt fcptteU eine bebeutenbe #\u00f6pe, beifpielgtveife gu ben Reifen empor. SBeint Stieberlaffen auf bag S\u00f6affer breitet fte bie pigel, opue fte eigentlidp gu betvegen. \u00a9ie \u00a9timme unterfepeibet fte von affen Oerivanbten; bemt fie ift kein knarren, ivie bei biefen, fonbern ein pfeifen, tvelcpeg matt burdp bie \u00a9ilbe \u201e3ip\" ungef\u00e4pr augbr\u00fcden kann. 3\" iprem betragen geigt ftep bie Reifte, Wie bie \u00fcbrigen Summen auep, fanft, gutm\u00fctpig unb vertr\u00e4glich, jeboep, Wie fepon bemerkt, nidpt in bemfelbett \u00a9rabe gefeffig Wie jene. Stuf ben SSrutpl\u00e4\u00dfen fiept man fte ftetg eingeln unter ben.\u00fcbrigen, jebeg ffkar in treuer \u00a9emeinfdpaft. Um bag Spun unb Sreiben ber \u00fcbrigen Sergv\u00f6gel fdpeiut fte ftep niept gu bek\u00fcmmern, unb ebenfo-Wenig f\u00fcrdptet fie fiep vor einem peramtapenben SRenfcpen. SBenn ber 3agbfalt \u00fcber bie S3ogelberge ftreidpt unb affeg Sebenbe in'Sobegangft Verfe\u00dft, tvenn affe Summen unb Silken fo eilig alg m\u00f6glich bem SReere gufliegen, erpebt fiep auep bie Seifte, um fdpleunigft im S\u00dfaffer ipre Stellung gu flie\u00dfen; tvettn aber ein SRenfcp ben SBrutpla\u00df befudpt, kann er minbefteng big auf funfgepn, oft big auf geptt \u00a9dpritte an bag $\u00e4rcpen perangepen, optte eg aufgufdpeudpen. 3m Staffer ift bie Seifte ftetg Vor-fieptiger alg auf bem Sanbe, obgleicp fte auep pier gutveilen fidp \u00e4u\u00dferft Vertrauengfelig geigt, $ern vom SReere verliert fie, wie bie SSertvanbten, affe SSefittnung, fdpeint fte gu vergeffen, ba\u00df bie Statur ipr \u00c7\u00ef\u00fcgc\u00ef verliepen.\nSlttfattgg SR\u00e4rg erfdpeinen bie Seiften auf ben S)ogelbergen, auf kleineren p\u00f6dpfteng brei, vier tp\u00e4rdpen, auf ben gr\u00f6\u00dferen meprere, feiten jeboep \u00fcber gtvangig ober brei\u00dfig Von ipnen an folcpcn","page":949},{"file":"p0950.txt","language":"de","ocr_de":"950\n$)ie \u00a9cptrimmer. Sauger. Summen.\nOrten, treize \u00e4ftiKioneit non Summen Beherbergen. 3^be\u00ea S\u00df\u00e4rcpen erz\u00e4hlt (ich e^ne p\u00fcffenbe SRipe ober gelfenfpalte unb legt hier oom Eing\u00e4nge mehr ober Weniger entfernt, ohne jegliche Unterlage auf ben tiefigen Sobett bie betben, rerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig gro\u00dfen, eif\u00f6rmigen, grobk\u00f6rnigen, glanjlofen, auf tr\u00fcbtrei\u00dfem ober bl\u00e4ulichgr\u00fcnlichem \u00a9runbe mit Dielen afchgrauen Rieden unb runblichen unb l\u00e4nglichen braunen, fcptoarzbraunen OBerftedben,\tein unb f\u00fcnften gezeichneten \u00a9ier, fetten oor SDWtte\n2lpril\u00ea, oft erfi im Stftai. stimmt man, trie e\u00ea auf ben zug\u00e4nglichen Sogelbergen \u00fcberall gefcpiept, ba\u00a7 erfte \u00a9elege treg, fo br\u00fcten bie H\u00e4rchen zum zweiten SD\u00ceale, legen bann aber nur ein einzige^ (Si. M\u00e4nnchen unb S\u00dfeibcpen br\u00fcten abtr ecpfelnb, rupfen (ich z^ei gro\u00dfe Srutflecfe au\u00ea unb fipen zulefet fo feft auf bem Stefte, ba\u00df man fie mit ber \u00a3>anb tregnepmen bann, attach fcierunbztranzigt\u00e4giger Sebr\u00fctung tommen bie Sangen in einem bicfflaumigen, graulichen Ounentleibc zur SBelt unb erhalten nun al\u00ea erfte Nahrung \u00a9anbtr\u00fcrmer, \u00a9cplantmfifche, kleine \u00a9anbaale unb bergteichen Zugefcpleppt, bi\u00ea fie ba\u00ea gutter ber Sitten, gifcpe unb \u00dfr'ebfe aller Slrt, genie\u00dfen t\u00f6rnten. 3m Ounen= kleibe oerftehen bie Reiften tropl Zu fcptointmen, nicht aber, zu tauchen; bemt \u00efeptere\u00ea lernen fie erft, trenn fie ein rollf\u00ef\u00e2nbige\u00ea gebertleib erhalten h\u00fcben.\n\u00a9r\u00f6ttl\u00e4nber unb S^t\u00e4nber bem\u00e4chtigen fiep ber Reiften, trenn fie tonnen; bie SRortreger nehmen ihnen blo\u00ea ihre \u00a9ier treg, behelligen fie im \u00fcbrigen aber nicht. Slu\u00dfer bem Sftenfcpen (teilen bie \u00a9belfalten unb bie gro\u00dfen SRaubm\u00f6ren ihnen nach- g ab er fap auch einen \u00a9eeabler auf eine \u00a9efell; fcpaft biefer S\u00f6gel fto\u00dfeit unb folange zum \u00a3aucpen n\u00f6thigen, bi\u00ea er fie erm\u00fcbet.hatte unb eine ergreifen tonnte. \u00a9rc\u00dfe fftaubftfcpe foUen ihnen ebenfalls gef\u00e4hrlich trerben. Oie 3\u00fb\u00f4b pat ^aum \u00a9cptnierigteiten, treil bie geringe \u00a9cpeu ber S\u00f6gel jebe beliebige Slnn\u00e4perung geftattet; auch ber gang ift trenigften\u00ea im \u00a9ommer fehr leidet. Oa\u00ea gteifch fcpmedt thranig, l\u00e4\u00dft (ich aber fo zubereiteu, ba\u00df e\u00ea trenigften\u00ea genie\u00dfbar irirb; ba\u00ea ber 3uttgen erh\u00e4lt man in Sapplanb \u00f6ftere aufgetifcpt unb lernt e\u00ea mit ber 3eit recht gern effen. Slu\u00dferbem benupt man bie gebern zur g\u00fcKung ron Setten. Slnt h\u00f6<hftm fcp\u00e4pt man bie \u00a9ier, trelche auch un\u00ea trirtlich letter rortommen, trenn irir un\u00ea einmal an ben ihnen noch anp\u00e4ngenben ettra\u00ea eigentp\u00fcmlicpen.\u00aeefchmad: getr\u00f6hnt haben. 3u ber \u00a9efangen; fcpaft taffen fiep bie Oeiften leiber nicht, zum minbeften nicht l\u00e4ngere Beit erhalten; felbft trenn man ipnen ein SBafferbecten zur Verf\u00fcgung (teilt, betunben fie burep ihr traurige\u00ea SBefett beutlich genug, ba\u00df man ihnen ihr Sfteer bamit nicht erfepen tonnte.\nOie Summen ftnb gr\u00f6\u00dfer al\u00ea bie Reiften, ihnen jeboch fehr \u00e4hnlich gebaut. 3pr \u00a9tpnabel ift mittettang, geftreett, gerabe unb zugefpipt, auf ber Oberfirfte fanft getr\u00f6lbt, auf ber Unterfeite merflich Uorgeectt, feitlicp ettra\u00ea zufammengebr\u00fcctt unb an ben feparfen \u00a9cpneiben eingezogen, ber gu\u00df bem ber Oeiften fepr \u00e4hnlich, rerh\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig ettra\u00ea langzehiger, ber gt\u00fcget noch fcpm\u00e4ler unb (piper, ber au\u00ea z^\u00f6lf gebern gebilbete \u00a9cptranz noep ettra\u00ea t\u00fcrzer, ba\u00ea \u00aeleingefteber biept unb berb, auf ber Unterfeite pelzartig, pier trei\u00df, auf ber Oberfeite mepr ober treniger feptrarzbraun.\n3n Oeutfcplanb tommen brei Strten biefer \u00a9ippe ror, trelcpe fiep niept blo\u00ea in \u00a9eftalt unb g\u00e4rbung, fonbern auep in ber Seben\u00eatreife einanber \u00e4pnticp ftnb, foba\u00df*e\u00ea alfo gen\u00fcgt, trenn irir eine, bie Orot 1= ober bumme Summe (Uria troile) n\u00e4per in\u00ea Sluge faffen.\n3m \u00a3)ocpzeit\u00eatleibe ftnb bei ipr Sorberpal\u00ea unb Obert\u00f6rper fammtbraun, bie \u00a9pipen ber Ober; armfebern trei\u00df, foba\u00df baburep eine licpte SBittbe entftept, bie Unterteile trei\u00df, an ben \u00a9eiten braun tn bie S\u00e4nge gefireift. 3m S\u00dfinterfleibe ftnb auep ber Sorberpal\u00ea unb tpeiltreife bie ^intertrange trei\u00df. Oa\u00ea Singe ift braun, ber \u00a9cpnabel feptrarz, bie g\u00fc\u00dfe bteigrau, au\u00dfen bunfler. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 17Y2, bie Sreite 27 bi\u00ea 28, bie gittigt\u00e4nge 8, bie \u00a9cptranzl\u00e4nge 2V2 3^11. Oie 9tingel= lumme (Uria ringvia) unterfcpeibet ftep im ^ocp^eit\u00eakleibe pauptf\u00e4cplich burep einen trei\u00dfen 9ting um ba\u00ea Sluge unb einen ron ipm au\u00ea naep bem J^intertopfe zu rerlaufettben \u00a9treifen, bie i\u00dfolar;","page":950},{"file":"p0951.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3roillumme. Sf\u00eeinge\u00ef^ unb t\u00dfolarlumnte.\n951\nlumme (Uria Bruennichii) burcp b\u00fcrgeren, [teureren Scpnabel unb einett gelbinet^en Streifen auf bei* oberen QRunbbante toom SBinbel bi\u00ea gum SRafenlod^e.\nStile Summen leben in ben tt\u00f6rblicpen SReeren ber \u00a9rbe, br\u00fcten jeboep eingeln aud> in gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrteln, unb fomnten to\u00e4prenb be\u00ea SSinter\u00ea regelm\u00e4\u00dfig in btefe perab. \u00a3roil ; unb i\u00dfolarlummen leben auf3$lanb, Jo\u00e4prenb pier bie Dbingellumme noep niept gefunben tourbe; e\u00ea fdpeint alfo, ba\u00df bie brei Slrten gioar ungef\u00e4hr biefelben \u00a9rabe ber SSreite, aber oerfepiebene S\u00e4ngengrabe betoopnen, ba\u00df namentlicp bie SRingellumme rnepr bem SBeften angep\u00f6rt. Slucp bie Slrten biefer Sippe n\u00e4hern fiep nur Jo\u00e4prenb ber SSrutgeit bem Sanbeunb leben au\u00dferbent im popen 2Reere, bie meiften japrau\u00ea japr= ein mepr ober Joeniger in einer unb betreiben \u00a9egenb. Sie fdploimmen fepr gefepieft unb fenben\nSie SroiU ober bumnte Summe (Uria troile). 1/4 bet nat. \u00a9r\u00f6fje.\nbabei ben Seib ungef\u00e4pr bi\u00a7 gur \u00a9rettge ber ioei\u00dfen Unterfeite in8 SBaffer, tauepen meifterpaft unb rubern unter SBaffer mit kl\u00fcgeln unb S\u00fc\u00dfen \u00e4u\u00dferft fcpnelt unb geioanbt, b\u00f6nnen auep nteprere Minuten lang unter ber \u00a3iefe be\u00ea SBafferS Oerloeiten; fte fliegen mit fdptoirrenben Scpl\u00e4gen rafcp burep bie Suft, niept gern aber Joeit in einem 3uge, unb nur Joemt fte fiep gu iprem iRefte begeben tool\u00efen, in bebeutenber #\u00f6pc \u00fcber bent SSaffcr, fonft meift biept \u00fcber ben Stellen fort. 23on fern gefepen erfepeinen fie Joegen ber feptoirrenben i\u00f6eloegung iprer Sl\u00fcgel Joie gro\u00dfe \u00dferbtpiere, unb in ber \u00fcft\u00e4pe iprer Srutpl\u00e4pe br\u00e4ngt ftep, in\u00eabefonbere Joemt ber 33erg eine fegeif\u00f6rmige \u00a9eftalt pat, ber SSergleicp mit einem oon SSienen umfcpJo\u00e4rmten Stode untoiHb\u00fcrlidp auf. SRur, Joemt fte ftep in\u00a7 Gaffer ft\u00fcrgen, gleiten fie faft opne Sl\u00fcgelfcplag fort, fo g. S3, fcon ber \u00a3\u00f6pe iprer S3erge perab in","page":951},{"file":"p0952.txt","language":"de","ocr_de":"952\n. \u00a3>ie \u00a9dptoimmer. Staudper. Summen.\neiner geraden Stute bem 2Jtecre gu; babei galten a\u00ef\u00efe fooie\u00ef als m\u00f6glidp benfelben \u00a9triep ein, foba\u00df eS erlernt, als ob aus ben auf: unb nieberfteigenben V\u00f6geln eine f\u00f6rmliche Sebadpung rings um ben 5berg gebilbet toerbe. Slu\u00dfer bev Srutgeit fiept man fie nie in biefer 2Beife fliegen, oielmepr nur fdptoimmen unb taudpen ober p\u00f6cpftenS ftd) gu \u00efurgen gl\u00fcgen ergeben unb halb ioieber in bie Men Oerfenfen. Bunt \u00a9epen auf feftem Soben ftnb ipre g\u00fc\u00dfe nidpt geeignet; man fiept fie beSpalb auep nur ^\u00f6c^ft feiten pier fiep betoegen. \u00a9eio\u00f6pnlicp gefdpiept Dies rutfepenb, inbent fie auf ber ^u\u00dffople fdptoerf\u00e4dig fortgleiteu; gutoeilen febod) taufen fie mie tangenb auf ben Bepen fort, m\u00fcffen bann aber bie Fl\u00fcgel gur -Spilfe nehmen, um fid) im \u00a9leidpgetoiept gu erhalten, foba\u00df alfo ipr Sauf eper ein un\u00f6odfommeneS fliegen, als ein \u00a9epeu genannt toerben famt. Die \u00a9timme ifi ein auSgebepnteS \u00a9^narren unb pl\u00e4rren, toelcpeS aber fepr oerfdpiebett betont toirb unb bentnadp enttoeber toic \u201eDem*\" ober \u201eeerr\" gu Hingen fdpeint; auep ein peulenber ober miauenber \u00a3on toirb gutoeilen Oer: nommen. Die Bungen pfeifen.\nDerjenige, melier einen Oon Summen befepten Sogelberg befugte, tounbert fid) nidpt mepr bar\u00fcber, ba\u00df man biefe S\u00f6get als bumnt begeidpnet. Bu ber Sp\u00e4t geigen fie fid) a\u00efs au\u00dferorbentlidp parmlofe ober oertrauenSfelige \u00a9efdp\u00f6pfe, inSbefonbere bann, toenn fie ftd) am Sanbe befinben. Slucp to\u00e4prenb fte fdptoimmen, laffen fte ein Soot oft nap an ftd) peran\u00efommen; auf ben Srutptapen achten fie faum auf ben SJtenfdpen. .Spier fann man jtcf), optte ipr Sebettfen gu erregen, bi\u00bb auf fecpS ober oier \u00a9dpritte n\u00e4hern; man barf fiep oor ipnen nieberlaffen, fte attfepett, fid) geidpneub ober fd)i*eibenb befdp\u00e4ftigen : fie fliegen nidpt baoon. Slber fie betoeifen tropbem bem aufnterffamen Seobadpter beutlid^ genug, ba\u00df fie nur in getoiffem \u00a9inn\u00e9 als buntnte SS\u00f6gel begeidpnet toerben b\u00fcrfen. Der SJienfd), melier feiten fie peimfudpt, erregt leine Seforgtti\u00df; ein \u00a9belfalf hingegen r\u00e4umt einen gangen Sogeiberg, fobalb er pdf; fepen la\u00dft, ein fern perbeigiepenber \u00a9eeabler fdpeudpt Staufenbe fofort in bie $iudpt. 2Iudp fte alfo \u00efennen ipre geinbe toopl, unb toenn fte ben SDtotfdpen nidpt bagu regnen, fo gefdpiept eS eben nur beSpalb, toeil fte benfelben als folgen niept anfepen. Bubem fann man eS nidpt toaprnepmen, ob unter ben Mionen, toeldpe mau oor fidp pat, ftd) eingelne finben, Joelc^e \u00a9rfaprung fammelten unb burd) fte Hug tourben. \u00a9ooiel ioei\u00df man, ba\u00df fie ba, too fie eingefn auftreten, burdp fortgefepte diaepftedungen bodp auep furdptfam toerben unb fdplie\u00dflidp bie ddenfepett als ipre f^einbe ernennen lernen. Unter ftep leben fte p\u00f6dpft frieblid), auep mit anberett V\u00f6geln, toeldpe iptten nidpt gef\u00e4^rlid; toerben f\u00f6nnen, galten fie gute greuubfdpaft. \u00a9ie iprerfeitS beledigen feilten anberen Sergooget, fud)en fid) eper n\u00fcptidp unb gef\u00e4llig gu geigen. 3Ber fie lieb getoinnen toid, mu\u00a7 fie auf iljren Srutpl\u00e4^en befud)en. v^iergu erto\u00e4^len fie fid) peil auffteigenbe \u00a9c\u00a7\u00e4ren ober eingelne $el\u00a3>to\u00e4nbe, toeld^e unmittelbar oont \u00a9eftabe ftd^ ergeben uttb reid) an \u00a9eftmfen, SSorfpritttgen unb \u00a9palten finb, aud) einen nt\u00f6glicpft ergiebigen ^ifd)fang gcto\u00e4\u00a7ren. SBaprfd^eittlid) i)t ba\u00ea SfReer in ber \u00fcft\u00e4l>e biefer Drutfelfen befonber\u00ea reid^ an ^ifepett unb ^rebfett, iprer d\u00efaljruug, unb m\u00f6glicpertoeife beeinflu\u00dft bie ^intme\u00ef\u00eagegeub, nad^ toeld^er eine SBattb ober ein .Spauptt\u00efjeil be\u00ea Derge\u00ea liegt, bie 2BaI)t: jebenfadl mu\u00df man biefelbe al\u00bb eine gl\u00fcdlic^e begeiepnen. Slulgang\u00e4 SOi\u00e4rg ober im Anf\u00e4nge be\u00ea 2lpril erfdpeinen fie in gr\u00f6\u00dferen ober ffeineren \u00a9d)arett auf ben Sergen, unb nunmepr beginnt halb ba\u00ea eigentp\u00fcmlid)e Seben unb \u00a9etoimmel um biefelben. Bept toirb ber Soged berg in ber Dpat gu einem ungepeuren Sienenftod'e. \u00a9ine SBoIfe oon S\u00f6geln umlagert ipn fort: to\u00e4preub; Daufenbe uub ^unberttaufenbe fipen, fdpeinbar in dteipeit georbnet, bie toei\u00dfe Sruft bem SCReere gugefeprt, auf adett Sorfpr\u00fcngett, SBiufeltt, \u00a9pipen, \u00a9efimfen, \u00fcberpaupt ba, too e\u00e4 einen \u00a9ipplap gibt, anbere \u00a3>unberttaufenbe fliegen oon oben ttadp unten ober Oon unten nad) oben, anbere Waffen fifepen unb taudpett unten im SJieere. Sludp ber gr\u00f6\u00dfte Serg, bie au\u00eagebepntefte \u00c7el\u00eatoanb toirb \u00fcberf\u00fcdt mit Setoopnern; aber jeber eingelne begn\u00fcgt pdp, unb niemals fiept man \u00a9treit um bie diiftpl\u00e4pe entftepen. Beber fd)eint pdp in Dulbung gegen ben Siadpbar \u00fcberbieten gu tooden, einer fudjt bem anberen gu pelfcn unb beiguftepen fooiel als m\u00f6glid). Die S\u00dfmxpen p\u00e4ttgen auf baS Bnnigfte gufamnten, fipeit, beOor bie \u00a9ier gelegt tourbeu, beft\u00e4nbig neben einattber, liebfofen fidp mit ben \u00a9dpn\u00e4beln, reiben bie $\u00e4lfe gegen einanber, fliegen in bemfelben Slugenblide auf unb in","page":952},{"file":"p0953.txt","language":"de","ocr_de":"Allgemeines \u00fcber bie Summen.\n953 '\n\u00eefaS S\u00efeer hmab, ftfd^en gemeinftf;aftlidh unb fet;ren toieber gum SRefte gur\u00fcd, an welkem (ic ftd; fp\u00e4ter in alle @efd;\u00e4fte bei* Sebr\u00fctung feilen. $\u00a3>aS Skibdjen legt nur ein einiges, aber feljr gro\u00dfes (St, toeld;eS freifelf\u00f6rmig geftaltet, ftarf fd;alig, grobf\u00f6rnig unb auf lichtem \u00a9rmtbe bunfler gefledft unb gegeid;net ift, aber fo oielfad; abtoed;felt, ba\u00df mau unter Rimberten faum gtoei finbet, meld^e fid; oodft\u00e4nbig \u00e4hneln, \u00a3)ie \u00a9runbfarbe fanu Sen S\u00f6ei\u00df burd; \u00a9elb unb \u00a9rau alle Sch\u00e4tzungen burd;iaufen, bie Betonung aus Rieden, f\u00fcnften, t\u00fcpfeln befielen, toeldhe fp\u00e4rs (per eher bitter \u00fcber bie Oberfl\u00e4che gerfireut ftnb, am oorberen ober Hinteren \u00a9nbe trangartig fid; Oereinigen ober gleichm\u00e4\u00dfig \u00fcber bie gange \u00a3>berpd;e ftd; oertheiten. \u00a9igentlpe Hefter ioerben nicht gebaut, bie \u00a9ier oictmehr ohne jegliche Unterlage auf baS nadte \u00a9eftein gelegt, hier nicht einmal bie gr\u00f6\u00dferen \u00aeiefeld;en toeggefeharrt. Son abfdfmfftgen fl\u00e4chen ft\u00fcrgen \u00c7unberte unb \u00a3anfenbe in baS Steer hinab unb gertr\u00fcmmern. Sofort nadh bent Regelt beginnt bie Sebr\u00fctung, unb babei l\u00f6fen ftd; uid;t bloS bie beibeit \u00a9atten eiltet Haares ab, fonbern eS finbett fid), ben glaubto\u00fcrbigften Berichten gtt $olge, auf allen Sogelbergett aud; gutm\u00fctige Ueberg\u00e4hlige, toeld;e ftch mit loader $reube auf baS unbefehte \u00a9i ft\u00fcrgen unb eS flugS ein ioenig bebr\u00fcten, fr\u00fcher nahm man an, ba\u00df le^tercS fihenb gefdjehe; ioer aber einen Sogelberg befugt, fteht fehl* halb, ba\u00df bie S\u00f6gel hierbei btefelbe Sage ioie anbere entnehmen. Sad; brei\u00dfig = bis f\u00fcnfuttbbrei\u00dfigt\u00e4giger Srutgeit entfchl\u00fcpft baS Sunge, ein S\u00dfefen, ioeld(;eS eher einem graufdpargen SSodflumpen als einem S\u00f6gel gleicht, aber, Oaitt bei* Sorgfalt, iiaeld^e ihm sott feilten \u00a9Item unb adelt \u00fcbrigen uubefch\u00e4ftigteit Summen getoibmet toirb, rafd; heranto\u00e4dhft, baS Ouncittleib halb ablegt unb binnen SioitatSfrift bereits beftebert ift. Sunniepr oertaufchen bie jungen ihre gelfenpe mit bem Steere, \u201eein Sf\u00f6ed^fel\", fagt S-autnann, \u201eioeldjer nicht ohne ade \u00a9efahr ift, tote ein auffadenbeS, \u00e4ngftlidjeS Jfpitt; unb .ipertrippcln, Schreien bei* Familie beim .Jperattnahen bei* ^atafirop^e beutlich genug fitnb gibt. SDaS 3>uttge fi\u00fcrgt fidh jet^t mit einem Sprunge son ber \u00c7elfentaitte \u00fbuj: fog Steer hinab uttb bie Sllten i\u00a7nt nadf\u00bb, taud;t in beim fe\u00efben Sugeitblide, als eS bas Staffer gum erfteit Stale ber\u00fchrt, auch gleich unter, ioobei ihm bie Sllten ebenfadS folgen, uttb ioeitn eS mit ihnen ioieber heraufgefontmett, br\u00e4ngt eS unter lautem pfeifen fidh \u00e4itgftlid; au fte, toie toenn eS Schuh bei ihnen fitdjett unb auf ihren S\u00fcden toodte, mu\u00df fid; jebod; barein f\u00fcgen, mit bem naffett \u00a9lementc n\u00e4here Sefanntfchaft gu mad;ett, wirb nadh \u00f6fterem Untertauchen mit ben Sitten auch halb oertrauter mit ihm. Sie geben ihm fofort Einleitung gttm Selbftfangen feinet* SahrungSmittel, toeil ihm OieS soit jetd au adeiit \u00fcbertaffen bleibt, halten fid; febod; gu anbertoeitiger Sefd;\u00fci3ung gu ihm unb geleiten eS auf baS Steer hinaus, too matt bann oft oiete Steilen sont Sanbe fotd;e Eilte mit ihren meift erft halbertoadhfenen \u00c4sungen uttb geto\u00f6l;nlid; mehrere Familien beifamnteit beut ESinb unb ben S\u00f6edeit trogen fteht Staitdhem biefer 2pr0en betommt jebodh ber Sturg Sont Reifen fchlec\u00efjt, namentlich folchett, ioeld;c baS Ungl\u00fcd haben, unten auf Steine gu faden, an benen fte fogleid; tobt fiegeu blieben.\"\n2)ie Sogeiberge toerbett oon beit Stenfd;ett regelm\u00e4\u00dfig abgeerntet unb gew\u00e4hren je ttadh ihrer \u00a9r\u00f6\u00dfe unb bei* Elttgal;l ber auf ihnen br\u00fctenben S\u00f6gel eine mehr ober mittber reidhlid;e SluSbeute au \u00a9iertt unb jungen, \u00a9rftere oerfenbet man im Sorbett giemlid; toeit, le^tere toerbett ehtgep\u00f6telt uttb f\u00fcr ben S\u00f6inter aufbetoahrt. Eluf ben ^ar\u00f6crinfeltt ^at ftd; eine eigene $afte oon Seuteit gebitbet, um bie Serge auSgunuhen, Sogeif\u00e4nger, Voetche leine \u00a9efahr fdheuen uttb bem Sobe in hunbertfad;er \u00a9eftalt f\u00fcl;it ittS Eluge fehen m\u00fcffen, to\u00e4l;renb fie ipr .ipaubtoert auS\u00fcben, oon benett taunt einer auf bem Sied;bette ftirbt. Sie ertlettern bie Reifen oon unten her ober laffett fid; an langen Seilen oon oben herab, fdjtoingen fidh au biefen bis fttnfgig $u\u00df toeit, um einen mit br\u00fctenben S\u00f6geln bebedten Slbfah gu erreichen, fu\u00dfen auf \u00a9eftmfen, roeld^e taum f\u00fcr einen S\u00f6gel Saum genug haben, unb machen baS unm\u00f6glid; Sd;cineube m\u00f6glid;. 3n \u00a9r\u00f6ulanb erlegt man bie Summen lo\u00e4hrenb beS S\u00f6iuterS gu Oaufenben mit bem $euergetoehr, bem\u00e4chtigt fidh ihrer aud; nodh in einer anberen, fehr eigenthiimlichen E\u00dfeife. Sie tommen n\u00e4mlid; an ihren Srutfelfen an, beOor baS \u00a9iS aufgebrodhett ift, unb bringen bort bie turge Sacht fd;lafenb gu. Sad; ihrer Elutunft nun begeben ftd; bie \u00a9r\u00f6m l\u00e4ttber fo ftid als m\u00f6glid; gu bem Serge, erfd;reden, bort angetommen, bie S\u00f6gel, ittbem fte pl\u00f6hlid;","page":953},{"file":"p0954.txt","language":"de","ocr_de":"954\n\u00aeie \u00a9cpimmtner. $audper. Summen.\n[freien unb fdjiefcen; bie armen Summen bebenlen nidpt, ba\u00a7 unter ipttett bag 2Reer nodp mit f\u00eat\u00e9 bebedt ift, ft\u00fcrgeu [id\u00bb entfett lopflingg perab unb ftofjen fiep auf bem <$ife beu \u00aeopf ein. Slufer ben dRenfcpen fie\u00ef\u00efen ipnen ade gro\u00dfen diaubb\u00f6gel, bie $olfraben unb dtaubm\u00f6beu ununterbrodpen ncup, unb ebenfo berfolgen fie bie \u00fclaubfifcpe unter bem SBaffer. Slber trop aller Verfolgung, toelcper fte auggefept fmb, trop ader (Sinbufjen, ibeldje fte au (Siern unb jungen erleiben, nimmt ipre Mgapl ntd)t ab, menigfteng nicpt in einer ung bemerkbaren V\u00f6eife: bie Vogelberge toerben nodp peutigentagg oon anfdjehtenb ebenfobiel \u00a3unberttaufenben befugt alg bor Vtenfdpengebenten.\n\u00a9efangene Summen babe id) einmal l\u00e4ngere Seit gepflegt unb meine toapre greube an ipnen gehabt. 0ie gingen opne llmft\u00e4nbe an bag gutter, meldpeg icp ipnen reichte, unb feinen gtbifdpen \u00efleinen giften unb Krabben leinen Unterfcpieb gu macpen. \u00e4Reprere \u00a9tunben t\u00e4glich bergn\u00fcgten fie fid) mit \u00a9djlbimmen auf bem Gaffer, gum Xaucpen aber entfcploffen fie ftdp nod; nicpt, biedeidjt meil fte biefe \u00dfunft nodp nicpt erlernt patten. Vknn fie erm\u00fcbet m\u00e4ren, begaben fte fiep auf bag Sanb unb br\u00e4ngten ftdp pier fo bidpt gufammen, ba\u00a3 fie nur einen eingigen Raufen bitbeten, fRientalg rutfdpten fie auf ber gufmurgel fort, gingen bielmepr ftetg auf ben Sepen unb napmett nur gumeilen tpre \u00a9djtbingen gu \u00a3ilfe; bann beibegteu fie ftcp p\u00f6dpft gierlidp, t\u00e4ngelnb, iiberrafdpenb fcpned unb gemanbt. dReprere m\u00fcrben burcp ^aubtpiere get\u00f6btet, bie \u00fcbrigen erlagen foaprfcpeinlicp bem Kummer \u00fcber ben Verluft iprer \u00a9ef\u00e4prten.\nMe gorfcper, melcpe bie Heinfie aller Summen, ben\u00dfrabbentaudper (Arctica-Mergulus-alle) lebenb fapen, br\u00fcden ftcp \u00fcbereinftimmenb bapin aug, ba\u00a7 biefer Vogel gu ben anmutpigften tinbern beg 2ReereS geg\u00e4plt Serben muff Ourdp ben furgen unb biden, oben gew\u00f6lbten, att ber \u00a9cpneibe fepr eittgegogenen, bor ber fdparfen \u00a9pipe mit einem (Sinfcpnitt berfepenen \u00a9dpnabel, toeldpet bei alten V\u00f6geln uodp gurcpett bor ben eirunben dlafenl\u00f6dpern geigt, unterfdpeibet er ftcp bon feinen garnilienbermanbten, benett er im \u00fcbrigen \u00e4pnelt, unb erfdpeint ung getoiffermafen alg ein lieber; gangggtieb gmifdpen ben Summen unb Stilen. Oag \u00a9eftebet ift auf ber Oberfeite bunfel;, am Vorher; palfe rnattfcpmarg, auf ber Unterfeite meifj, feitlidp braun geftreift, ber guf? bt\u00e4ulidp; im d\u00f6intetfleibe ift aucp bie feple meifjlid) unb ber $alg tiefgrau. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 9 big 10, bie Vreite 16 bi\u00bb 18, bie gittigl\u00e4nge \u00f6'A big 6, bie \u00a9cpmangl\u00e4nge IVs big 1% 3\u00b0d.\nOie \u00a9r\u00f6nlanbgfaprer nennen ben tabbentaueper, ibelcper fonft aucp noep SItflumme, Heine \u00a9eetaube, dlott unb dRurr peifjt, ben \u201e(Sigbogel\", meil fein maffenpafteg Auftreten gem\u00f6pnlicp bie SR\u00e4pe gro\u00dfer (Sigmaffen anbeutet. \u201eSmeimal\", fagt \u00a3o!boeII, \u201ebin idp bom (Sife eingefcploffen gemefen, unb beibe dRale fap icp gapltofe V\u00f6gel biefer 5Irt ftetg in gro\u00dfen Raufen naep korben giepen.'1 dlnbere Veobadpter bemerkten ben Vogel, fotoeit fte naep korben borbrangen: S\u00dfarrp fanb ipn nodp unter bem 82.\u00b0 45/ n\u00f6rblicper Vreite, glbifdpen bem 81. unb 82. \u00aerabe aber in gro\u00dfer gjtenge. Um \u00a9pipbergen, 3an;dRapen, dtomaja;\u00a9emlja ift er gemein, in \u00a9r\u00f6nlanb p\u00e4uftg; auf ^gtanb kommt er ftedenmeife bor; Leiter ttaep \u00a9\u00fcben pin gep\u00f6rt er gu ben \u00a9eltenpeiten, obgleicp eingetne ebenfallg big an unfere \u00c4\u00fcfte ober bie \u00a9ropritannieng, \u00a3odanbg unb grankreidpg berfdptagen tburben, Ja bei ^etgolanb aEf\u00e4prlid) einige im hinter bortommen fetten. TOglicp, ba\u00a7 ber Vogel, mit bem SfReere bertrauter alg irgenb ein anberer, gr\u00f6\u00dfere SBanberungen unternimmt, alg man big jept geglaubt pat, m\u00f6glidp alfo, ba\u00a7 mir ipn leinegmegg im ftrengen \u00a9inne alg \u00a9tanbbogel angufepen paben. Stucp er n\u00e4pert ftdp bem Sanbe freitbidig blog, um gu br\u00fcten, unb gegtoungen, bann aber meift gu feinem Verberben, nur naep l\u00e4ngeren \u00a9t\u00fcrmen im d\u00f6inter; benn bei geib\u00f6pnlidpem Verlaufe ber Oinge, aucp bei fepr popem Vktlengange, fepmimmt er moplgemutp auf ben belegten S\u00dfogen, roelcpe ipn, mie eg fdpeint, miberftanbgtog umperfcpleubern, fepl\u00e4ft auf iptten, ben \u00a9cpnabet gtbifepen bie \u00a9dpulterfebern berborgett, lurg, f\u00fcplt ftcp im Vteere \u00fcberall peimifcp, Ibo er ftdp aucp beftnben m\u00f6ge.","page":954},{"file":"p0955.txt","language":"de","ocr_de":"\u00dfrabbentaucber.\n955\nUnter alten Summen unb glugeltaud;ern \u00fcberhaupt ift ber \u00c6rabbentaudber ber bemeglidbfte, munterfte unb gemanbtefte. (Sr gebt auf beu geben, berb\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig rafd; unb gefcf\u00e4dt, menu aud; mit \u00efleinen trippelnben \u00a9djrittctjen, bufdbt be^enb gmifdbcn ben Steinen umher aber triebt mie eine 9Jtau\u00a7 in bie Kl\u00fcfte, fdominant unb tautet mit au\u00dferordentlicher gertigteit, nod; beffer al\u00ea Summen unb Sitten, bermeilt gmei unb metjr Stinuten in ber SSaffertiefe unb ertr\u00e4gt alte Unbi\u00ef\u00ef be\u00ea SBetterS lange geit, bebor er ermattet. 3m gluge geigt er Slebn\u00efid;\u00efeit mit feinen Sermanbten unb nod; mehr a\u00ef\u00ea biefe mit \u00aeerbt\u00ef)ieren, meil bie \u00efteinen Sdbmingen nodt\u00bb rafter bemegt merben al\u00ea bon jenen. Sont S\u00dfaffer mie bom Sanbe ergebt er ftd; leidjt unb ohne St\u00fche, unb ebenfo gemanbt f\u00e4llt er mieber auf ober in ba\u00eb,Staffer ein, \u00efurg, beSbeifi, ba\u00df er feinen glug bottft\u00e4nbig in ber \u00a9emalt bat. \u00aeie Stimme unterfd^eibet i\u00a7n bon allen \u00fcbrigen gl\u00fcgeltaud;ern unb fdjeint fe^r mandbfaltig gu fein, ba bie Seobacpter fte berfd^ieben miebergeben, bie einen burdj bie Silbe \u201e\u00aeief\", meld;e pfeifenb tlingen foil, bie anberett bur<h bie Saute \u201eIttr, trr, tet, tet, tet\". Sdbaren, tbeldje man bei Stebelmetter im Steere antrifft, bernimmt man fd^ort biet eher, a\u00ef\u00ea man fie gu febett be\u00efommt, tbie ftcb benn \u00fcberbauet ber \u00aerabbentaucher burd; eine au\u00dferordentliche Sebbaftig\u00efeit unb Regfamfeit febr gu feinem Sortbeife au$getd;net. 3ut \u00fcbrigen be\u00efunbet er in feinem S\u00f6efen fidb al\u00ea ec()te Summe, geigt ftcb ebenfo friebliebenb, bulbfam unb gefellig, ebenfo forgto\u00ea unb un\u00fcberlegt mie bie Sermanbten.\n\u00aeie Rabrung fdbeint borgugSmeife au\u00eb \u00efleinen, nab ber Oberfl\u00e4che lebenben \u00c4reb3tbteren gu befteben; benn nur gumeilen ftnbet man Ueberrefte bon gifdben in bem Stagen ber (Srlegten. Sei ihrer 3<*gb ftebt man bie \u00c4rabbentaucber, \u00fcber eine gro\u00dfe \u00c7l\u00e2cbe be\u00a7 Steere# gerfireut, eifrigft fdbmitnrnen, taudl)en tytb mit rafdben Semegungen be# \u00aeopfe# ihre Sente berfotg\u00e8n unb immer (Stma# aufnebmen.\nStuf bodbnorbifdben 3nfeln rotten ftcb biefe S\u00f6geldbeit m\u00e4brenb berSrutgeit ebenfalls gu unfd;\u00e4(3; baren Sdbaren gufammett. Sin ben l\u00fcften Sptpbergen# g. S. fiebt man fie, laut Statutgren, \u00fcberall in gro\u00dfer Stenge unb bernimmt bon ben Sergfeiten, mel<he fie ftd; erm\u00e4btt haben, \u00a3ag unb \u00fcftadbt ibr ununterbrod;cne# \u00a9efcprei bi# auf eine halbe Steile meit bon ber $\u00fcfte. 3u ber 3R\u00e4I;c 3Manb# br\u00fcten fte, laut gab er, nur auf einer Stelle, auf ber n\u00f6rblidbfien Spipe ber \u00efleinen 3ufel @rim#\u00f6. 3ebe# $\u00df\u00e4rd;en fuept ftcb pier tief unter ben niebergefallenen f\u00c7el\u00eaft\u00fcc\u00efen eine ^oaffenbe \u00fcRiftfteKe unb legt bier fein mei\u00dfe#, bl\u00e4ulidb fdbimmcrnbe\u00eb, bem einer \u00eeaube an \u00a9r\u00f6\u00dfe gleid;; \u00efommenbe# (Si. \u201eSlm 17. 3uniu#\", fagt gaber, \u201em\u00e4lgte idb nad;t# um gm\u00f6lf Ubr mit einigen Semobnern ber 3nfel bie Steine meg, meld;e bie Sriitenben berbargen, unb griff gehn auf ben (Stern fipenbe ^rabbentaucper, bie, mie idb beim gerlegen fanb, alle St\u00e4nndben maren. Sie gaben mir einen r\u00fcbrettben Semei# ber Siebe, meld;e aud; bie St\u00e2trucpen biefer S\u00f6get an ihre (Sier binbet. 5Drci Sage bor biefem Unternehmen n\u00e4rnlid; batte id; ben Srutpla\u00df ebenfall# befudbt unb (Stnen fl\u00fcgellahm gefdboffett; berfelbe berbarg ficb aber bebenb gmifd;en ben Steinen, ehe icb ibn greifen \u00efonnte. (Sr mar eine# bon ben gehn St\u00e4nndben, melcpe idb ^i \u00a3age fp\u00e4ter auf ben (Siern fing, lag gang abgegebrt mit gerfepmetterten kl\u00fcgeln ba: feine leiblichen Sdbmergen aber batten bie Siebe f\u00fcr bie Srut nid;t unterbr\u00fcden tonnen.\" Stuf ben Srutpl\u00e4pen ftebt man biejenigen, m\u00e8td^e nid;t br\u00fcten, febarenmeife auf ben berabgefa\u00ef\u00efenen gel#ft\u00fcden ftpen, meld;e bie br\u00fctenben \u00a9atten berbergen. SBerben jene auf; gejagt, fo fliegen fie f\u00e4mmtlid; auf ba# Steer ptnau#, \u00efebren jebod; halb gttr\u00fcd unb umtreifen bie Srutpl\u00e4pe, foba\u00df man fie leid;t erlegen \u00efann. Uebertage# ftfd^en bie nidbtbr\u00fctenben S\u00f6gel auf bent Steere, abenb# fepen fic fidb unter ftetem Sdbreien, Schnattern unb \u00a9adern in ber St\u00e4be ber Stefter auf ben Steinen nieber. SBie lange bie Srutgeit m\u00e4hrt, mei\u00df man bi# jept noch nicht, mobl aber, ba\u00df beibe \u00a9Item ba# in graue Raunten getleibete 3unge ebenfalls g\u00e4rtlidb lieben unb fo lange mit putter berforgen, bi# e# bo\u00efl\u00efommen au\u00eagefiebert bie Spohle berlaffen unb auf ba# Steer piuau#fliegen \u00efann. S\u00dfaprfcbemlicb fammeln ficb nunntel;r nach unb nach bie \u00aerabbentaudber bon berfdbiebenen Sruthl\u00e4hett, um jene unerme\u00dflichen Sdbaren gu bilben, metd;e man gumeilett bemertt bat.","page":955},{"file":"p0956.txt","language":"de","ocr_de":"956\n\u00a9te \u00a9djmimmer. S\u00fbud&er. \u00a9dfjmudtaudjer. Stlfen.\nmty blog bie 9taubo\u00f6gel unb TOoen beg fftorbeng ober bie gro\u00dfen fftaubfif\u00e0e Oerfo\u00efgen ben \u00c2rabBentaud&er, fonbern aud> bie SRenf^n, ba bag SWbpret \u00ef)od) gefcpfct toirb. Su ^eld)er SJ\u00cfenge man biefc nieblic^cn S\u00f6gel erlegt, bemeift bie Stngabe, ba\u00a7 brei \u00a9cfc\u00fcfcen, meld)e sur Sftannfdjaft beg @d)iffe\u00a7 \u201eSHeranber\" geh\u00f6rten, in f\u00fcnf big fed)g \u00a9tunben eintaufenbgmei\u00c7unbertunbbreiunbfe^gig @t\u00fcd unb einer mit einem einigen glintenfd)uffe gmeiunbbreifjig \u00a9t\u00fcd frabbentaudjer erlegten, \u00a9ebratene S\u00f6gel biefer Strt geh\u00f6ren neben bem S\u00dfilbpret beg 9tentj)ierg gu ben oortrefflid)fien Sederbiffen \u00a9pifjbergeng.\n* *\n*\nSn ben n\u00f6rblidjen feiten beg gro\u00dfen SBeltmeereg gefeiten ftd) gu beu Summen unb Sllten im engeren \u00a9inn\u00e9 oermanbte SS\u00f6gcI (Pkaleres), meld)e mir \u00a9d)mudtauber nennen molten, \u00a9te \u00e4pnetn in tarent Saue beu Summen unb mitten, geidpten ftd) aber butd) \u00f6erl\u00e4ngerte Gebern am $opfe aug. S\u00a7* \u00a9d)nabel ift turg, fe\u00ef)r niebergebr\u00fcdt, bat)er breit unb faft oieredig erfd)einenb, an ber \u00a9pipe auggefd)nitten, auf ber Obetfirfie fanft gem\u00f6lbt, au ber unteren torgebogen, ber ftufj meit hinten eingetent't, turg unb b\u00fcitttl\u00e4uftg, ber Fl\u00fcgel mittettang, ber \u00a9d)mang fcl)r turg, bag \u00a9efteber reid) unb giemlid) lebhaft gef\u00e4rbt.\nStau tennt mehrere Slrten, meld)e gu biefer \u00a9ruppe ober gamitie geg\u00e4rt merbeu unb f\u00e4mmtlid) in ber angegebenen \u00a9egenb, atfo gmifd)en 3Rorboftaften unb Storbweftamerita leben. il)rem S\u00dfefen unb Treiben \u00e4hneln fte, fomeit big fefct belannt, ben Summen unb Sitten in jeber \u00a3>infid)t, febaf id) mid) auf \u00a9djilberung einer Slrt befd)r\u00e4nten unb and) babei turg faffen tarnt.\n\u00a3)er \u00a9trauetand)er ober \u00a9tarit, mie bie Stoffen i^t nennen (Phaleris cristatella), tr\u00e4gt einen geberbttfd) auf ber \u00a9time, metier aug fed)g big ad)t fonberbaren Gebern gufammengefefet ift. S\u00c7re \u00aeic\u00efe ftnb fel)r elaftifd), bie S\u00e4rte R\u00e4ngen feft gufamnten, fte biegen ftd) aber fid)elf\u00f6rmig ton hinten nad) torn, fobafj ipre \u00a9pi^en \u00fcber bie \u00a9d)uabelmurgel gu fielen tommen. Slubere lange unb gcrfdjtiffene Gebern ton blenbenbmeifer F\u00e4rbung brechen an ber \u00a9djuabelmurget unb an ben langen peroor unb merben ber \u00a9time unb ben Sopffeiten gur befonberen Sterbe. Oag \u00a9efteber ber \u00e4lteren S\u00f6gel, bei melden ber*\u00a9d)mud jtd) befottberg entmidelt geigt, i|t auf ber Oberfeite fd)m\u00e4rglid)brauu, auf ber Unterfeite afd)graubtau, meld)e g\u00e4tbung am Saudje in \u00a9raugetb \u00fcbergebt ; bie \u00a9dringen unb \u00a9d)mangfebern ftnb fd^marg, bie \u00e4ufcerften \u00a9djmiugen braun, bie \u00fcbrigen meifj gefledt. \u00a3)ag Sluge ift buntelbraun, ber \u00a9d)ttabel foratlenrotl), ber $u\u00a7 bl\u00e4ulid). Oen Sung en mangelt ber \u00a9d;mud; bie \u00a9time ift fd^marg, febe geber mei\u00a7 gefd&\u00e4ftet, bie \u00a9d)ultergegenb grautid), bie Ober; feite \u00fcbrigeng fdjmarg, bie \u00a9ttrgel meifgelblid), bie Unterfeite reinmeifj. Sn ber \u00a9r\u00f6fje tommt ber Sogei einer ftarten S\u00dfad)tel ungef\u00e4hr gleid).\n\u00a9teller entbedte ben \u00a9traufftaudjer int Se^ringgmecre, fp\u00e4tere Seobad)ter fanben i\u00ef)n kontier; aug big gum fapanifdjen Steere unb an ber ameritanifdjen $\u00fcfte oor. \u00a9r lebt mie feine Sermanbtcn ungemein gefellig, aber, mie eg fdjeint, mel)r am Sanbe alg bie Summen, foil menigfteng atlabenblid) \u00ef)ierl)er tommen, um gu fd)lafett. Uebertageg fd)mimmt unb taud)t er in grofett @efellfd)afteu auf bem \u00fc\u00ef\u00efeere. \u00dcJtan oerftd)ert, baf er ftd) im Sanbe ungemein btinint unb gutraulid) benehme. SDie ^amtf^attalen follen ipre Selge an ben \u00a9tranb legen unb bie \u00a9d)mudtaud)cr biefe alg 3uflud)tg; ft\u00e4tte gegen fc^led^teg SBetter benutzen, ntaffenmeife gmifd)en bie galten- ober in bie Slermel triedjen unb fo gefangen merben. S\u00dfieoiel oott biefer \u00a9rg\u00e4ljlung gu glauben i|t, \u00fcberlaffe id), mie billig, bem gefunben Urteil meiner Sefer: id) mill nur fagen, baf einer nuferer t\u00fcd)tigfien 25eobad)tcr, meld)er fie auf ben SBrutpl\u00e4fccn befugte, ^ieroon 9cid)tg gu erg\u00e4ben mei|. \u00a9efangen merben aud) bie \u00a9trau\u00a7* tauber, aber gang in berfelbett SBeife mie bie Summen unb Sllten.\n^ittlib fd)ilbert einen Srutplab, meldbett er befud)te, in ber St\u00e4pe \u00f6on ^peter Sattlgl)afen genanntem ^elfeneilanbe. ,,Sd) mar oertieft in bem munberbaren Slnblid, meld)er fid mir oon","page":956},{"file":"p0957.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9trau\u00dftaucBer. S un b.\n957\nmeinem luftigen \u00a9djauplape au! bavBot; ba! @anje f;atte man fur einen gro\u00dfen, Bezauberten, bitrd^ mehrere female \u00a9affen in mehrere \u00a9eb\u00e4ube get^eilten ^pa\u00efaft aufe^en m\u00f6gen, \u00f6on beffen Oadj tnir ben gr\u00f6\u00dften 3d)eil be! UeBrigen 51t \u00fcberfel)en B\u00fctten. 2Ba! ben \u00a9ittbrud baOon nollenbet, ift bie feBr auffattenbe gufammenfeBung ber fenfred^t get\u00fcrmten Staffen au! gleidjgro\u00dfeit, t^eif\u00f4 rnnben, tBeil! ftumpfedigen \u00a9teinbl\u00f6den, bie Bei i\u00efjret Segelm\u00e4\u00dfigfeit ba! 3Xnfe^en f\u00f6rmlicher \u00a9eB\u00e4ube Buben, bereit untere! \u00a9todtncrf au! gro\u00dfen, auf ungeBeueren Pfeilern ruBenben \u00a9etn\u00f6lben BefteBt. @0 erfcBeinen Bier bie tnciten, feBr regelm\u00e4\u00dfig gefalteten ^\u00f6Blett, \u00eer>eld)e bie Slut altm\u00e2Blic\u00efj geBilbet Bat unb bie un! Bin unb inieber feBr nta\u00eferifcBe SDurdjg\u00e4ugc zeigten. \u00efief unter unferen S\u00fc\u00dfen fcBimmerten bie fdnnalen S\u00dfaffergaffen biefer tounberBaren \u00a9tabt, fo ruBig trie ber \u00a9piegel be! tneiten S\u00eeeere! ring! um ben Balben Horizont; aBer meld; fd)red\u00efid)e! \u00a9et\u00fcmmel m\u00fc\u00dfte Bien fein, trenn ber leifefte SMttb ftcB erBoBen Batte! \u2014 30a! inbeffen ber \u00a9ceite ben eigentlidjen \u00a9tempel bel 3uuBert)aften aufbr\u00fcd'te, tnaren bie unz\u00e4pligen SeinoBner be! \u00a9cB\u00efoffe!, bie mancBer\u00efei fo abenteuerlich al! mand)facB geformten 93\u00f6geT, bie int oo\u00ef\u00efen Setou\u00dftfeiit iBre! jpan!red)t! non ben unberufenen SefucBern nidjt bie \u00efBeinfie d\u00eeotiz zu neBmen fdjieiten. Oie 8eid)tigfcit, mit ber fte anfanten unb ftcB entfernten, mu\u00dfte nod) ba! peinlid^e \u00a9ef\u00fcBl be!jenigeit OermeBren, ber, feinen S\u00fc\u00dfen nid)t trauenb, jefct eBen bal tief unter iBm \u00efiegenbe S&BvSeu9 lieber erreichen f otite.\"\n3lttf biefen Sc\u00effeninfeXn tnar ber \u00a9oben \u00fcberall burcBin\u00fcB\u00eft non ben nerfehiebenen Sruto\u00ebgeln, unter beiten fid) and) einzelne \u00a9trau\u00dftaud)er Befanbeu. \u00aeittlib Batte ^tele non iBnen im SCReere fd\u00fcoimtttcu tutb taudjeti feBcit, bie meiften paartneife ober zu breien, traf fte bann aud) auf ben Sergen au, fattb aBer zu feinem Schauern bie nteiften Sefter Bereit! aulgeraubt. IRur ztnei entBielteu noep \u00a9ier unb au! einem tourbe oermitte\u00ef! eine! .\u00eepafen! aud) ber Br\u00fctenbe Sogei Beroorgczogen. 2>ebe! \u2018i\u00df\u00e4rdjen legt ztnei aitfeBnlidj gro\u00dfe, l\u00e4ngliche, non SarBe roftr\u00f6tBlid)tnei\u00dfe, \u00fcberall roftbraun marmorirte unb Befpritde \u00a9ier oBite alle Unterlage in bie S\u00f6Bre.\n311 fen (Alcae) inerben btejettigeit Sl\u00fcgeltaudjer genannt, bereit \u00a9cBuabel feBr l)cd; ttnb fd)tnal, Jneil feitli<h ungemein zufammengebr\u00fctft ttnb norn mel)rfad) gefurcht ift. SDie \u00fcbrigen Scerfmale ftimmen mit beneit ber Bereit! Betriebenen S\u00ef\u00fcgeltau\u00e0^er \u00fcberein. \u00a3)er S\u00ef\u00fcgel ift feBr fleht unb fpfjig, ber \u00a9d)toanz, ineld)er au! ztn\u00f6lf Bi! fecplzeBtt Sebent geBilbet tnirb, ungemein furz. Sitte 3lrtett ber Samilie BetooBneit ebenfatt! beit korben nuferer \u00a9rbe ttnb finb l)ier \u00a9anb; ober \u00a9trid); n\u00f6gel. 3Bl'e Sebenltneife ioerbeit tut! bie uad)ftcf)enb zu befd)reibenbeu 3lrten zur \u00a9en\u00fcge fennen leBren.\n(Sincr ber merftn\u00fcrbigfiett S\u00f6gel be! Steerc! ift berSttnb ober ttBafferfdjerfdjnabel, bie Suttelftampfe ober S\u00dfflugfcBarnafc, ber \u00a9olbfopf, ba! Sr\u00fcberd)eit, bie ^olareitte ttnb inie er fonft nod) genannt tnirb (Mormon fratercula), Sertrcter ber \u00a9ippe ber Sarbentaudjer, ein mittelgro\u00dfer, fttrzB\u00e4lfiger unb bidff\u00f6pftger Sogei mit feBr auffaXlenb geftaltetem \u00a9cBnabel. tiefer Bat, non ber \u00a9eite gef eBen, eine breieefige \u00a9eftalt, ift an ber Shtrzel B\u00f6Bet* all an \u00a9time ttnb \u00aeinn, feitlicB au\u00dferorbcntlicB zufainmengebriidt, Bauten mit einer tnulftigen \u00a7aut, tneld)e ftd) aud) am Shtitbtoinfel fortfe^t, umgeben, norn nteBrfad) gefurd)t, nid)t Befottber! fpifsig, aber feBr fdBarffantig, mit bem feine! anberen Sogei! zu nergleideit. 3lm breiigen S\u00fc\u00dfe, tneld)er zieutlicB gro\u00dfe \u00a9d)tnintmB\u00e4ute Beft^t, fallen bie gro\u00dfen, feitlicB gebogenen S\u00e4gel auf. Oer Sl\u00fcgel ift fleitt, \u00dfBmal, Bittten mit aBgerunbeteit, furzen \u00a9Bitten, ber fecBlzeBnfebcrige \u00a9d)tnanz feBr furz, ^u! \u00c6feingefteber oben bid)t, berb unb glatt anliegenb, unten l\u00e4nger unb pelzartig, \u00fcberall zerfd)liffen. SeacBteulmertB crfd)eint and) nod) bie Umgebung be! 3lttge!, au beffen nadtent Sib ftcB unten eine fnorpelartige, l\u00e4nglid)e, toagered)t fteBenbe, oben eine breiedige, fenfred)t fteBenbe \u00a9d)tniele anfd)lie\u00dft. Oer Ober;","page":957},{"file":"p0958.txt","language":"de","ocr_de":"958\tSie \u00a9trimmer. Sauter. SUfeit.\ntopf, ein .\u00eepal\u00eabanb unb ber Oberdieten fittb fttoarg, bie S\u00f6angen unb bie \u00aeeble aurait, bie Unterteile Weip, feitlid; grau ober ftto\u00e4rglit- \u00aea\u00a7 Huge ift buntelbraun, ber Hugenring toratlen; rot, \u00a9t^iele aftgtau, ber \u00a9tnabel an ^ev blaptora\u00ef\u00efenrotbt iti beit gurten litter, an ber S\u00dfurgel blaugrau, im \u00e4Jhmbwintel orangengelb, ber gup ginnoberrot. Sunge S\u00f6gel unter; fteiben pt burt ben nieberen \u00a9tnabel nnb ntinber lebhafte F\u00e4rbung be\u00ea \u00a9efteber\u00ea. Oie S\u00e4nge betr\u00e4gt 12, bie Sreite 23 bis 2B\\2, bie $ittigl\u00e4nge 6V4 bis 6V2, bie \u00a9tfoangl\u00e4nge 2V* 3oH.\nOer Sunb bewohnt bie iftorbfee, ben n\u00f6rb\u00dcc^>ert Streit beS atlantifdjen SkltmeereS unb bas \u00a9iS; meet bis gum 80. \u00a9rabe n\u00f6rblidjer SBreite, ftnbet pt bementfpretenb an ben europ\u00e4iften l\u00fcften\n\u00a9er Sunb ober SSSafferfcfyerfdjnabel (Mormon fratercula). % ber nat. \u00a9tojje.\nebenfoioobl als an ben apatiften unb amenfaniften, Wirb jebot tm korben beS (litten \u00ce\u00d4\u00ceeereS burt eine oerWanbte Hrt oertreten. Huf ^elgolanb br\u00fcten not einige ^\u00abcire, Weiter nat korben bin Werben fte b\u00e4upger, unb im \u00a9iSmeere treten pe in Wirtlit unft\u00e4pbarer SJtenge auf, W\u00e4brenb beS \u00a9ommerS alle geeigneten Srutpl\u00e4^e gn jpunberttaufenben unb SDWUieneu beo\u00f6lternb. Sn \u00a9\u00fcb; gr\u00f6nlanb fo\u00ef\u00efen pe nitt b^npg heiter nat SRorben bin jebot gablreiter werben. Huf ber europ\u00e4iften \u00a9eite beS 9JteereS bilbeu pe ben \u00a3aupttbeit ber SeO\u00f6lterung aller Sogeiberge. 9Jtan fann nitt annebmen, bap pe toanbern, obwohl pe im hinter pt \u00f6fters in fnbliteren \u00a9egenben geigen; benn preng genommen, preiten pe nur bon ihrem Srutylatje nat ^em Men SHeere hinaus unb Oon biefem wieber nat ken Sogelbergen gur\u00fcct. Oabei fann eS allerbingS oortommen, bap pe,","page":958},{"file":"p0959.txt","language":"de","ocr_de":"Sunb.\n959\nWetter unb Leiter ftreidjenb, fid^ bi! in fe^r f\u00fcblidje \u00a9egenben, beifpie\u00dcWeife bi! in! mittell\u00e4nbifche STlcer Verirren; Oie! aber gefegt bodj nur aulnaljmlWeife. 3hr Seben treibt ftd^ in g\u00efrei 5Xbfc^nitte: ba! \u00a9ommerleben auf ben Sergen unb bal S\u00dfinterleben im QJieere. \u00a9rftere! ift f\u00fcr un! jebod^ ba! bet Weitem angieljenbfte; \u00fcber ba! le^tere ftnb wir nodj nid)t gur \u00a9en\u00fcge unterrichtet.\nStuf meiner Steife nad) Sa^>^>Ianb traf ober unterfdjieb id) ben Sunb erft in ber St\u00e4^e ber Soffoben. Oa! \u00a9rfte, Wal mir an btefem Sogei auffiel, war fein f\u00fcr mich ungemein \u00fcberrafd^enber $Iug bid^t \u00fcber ben S\u00dfeden bal)in, all trenn er ftd) nicht ron benfelben erheben, fonbern nur auf ihnen fort; rutfehen trolle. Oer Sogei gebraucht babei bie gl\u00fcgel ebenforiel all bie \u00a7\u00fcfje nub fchiebt ftd) rafd) ron S3ede guSBede, ettra trie ein halb fliegenber unb halb fchwimmettber \u00a7ifc(), fd^I\u00e4gt mit ben kl\u00fcgeln unb mit ben \u00a7\u00fc\u00a7en forttr\u00e4hrenb in bal S\u00dfaffer, befchreibt einen Sogen nach bem anberen, ben SBogen fid) anfd)miegenb, unb arbeitet fid), atxfdfteinenb mit gro\u00dfer fpafiigfeit, aber noch gr\u00f6\u00dferer SInfirengung treiter. Oer \u00a9d)ttabel burd)fd)neibet beim fliegen bie Siebten, fobaf ber $fug lebhaft an ben bei \u00a9d)ereitfdhnabel! erinnert, mich irenigftenl an ihn erinnert hat. \u00a9inmal emporgefommen fliegt ber Sunb gerabe anl, unter fdhtrirrenber Setregung feiner Fl\u00fcgel unb gwar fo fd)ned bahin, baf ber \u00a9dh\u00fch im SInfange immer gu fttrg fd)iefjt. 3m \u00a9d)trimmen gibt er getrif beinern Scitgliebe feiner Familie ober gunft ettral nad). \u00a9r liegt Ieid)t auf beu Sieden ober rerfenft ftd) nach Selieben unter ber Oberfl\u00e4che, taucht ohne erftd)tlid)e SInftrengung unb ohne jeglid)e! \u00a9er\u00e4ufd) unb rertreilt bil brei dftinuten unter SBaffer, fod auch nad) Serftd)erung ber f\u00c7orfcher bil in eine \u00a3iefe ron breifig fabelt hinabtauchen f\u00f6nnen. Sluf feftent Soben geht er trippelnb unb tradelnb, aber bod) \u00fcberrafchenb gut, erhebt fid) auch Dom \u00a9i|e aul fofort in bie Suft ober f\u00e4llt ftiegenb ohne Sebenfen auf feftem Soben nieber; ft^enb ruht er getr\u00f6hnlich auf ben \u00a9ol)Ien feiner $\u00fcfe unb bem \u00a9d)Wange ober legt fidh felbft platt auf ben Sauch nieber. S\u00dfie feine Sertranbten betregt er $opf unb \u00a3>al! auch bei ruhigem \u00a9ipen ohne Unterla\u00df, gerabe all ob er ettral fud)en m\u00fcffe ober ftd) Serfd)iebene! forgf\u00e4ltig angufehen habe. Oiefel \u00aeopfniden macht einen h\u00f6d)ft fomifd)en \u00a9inbrud auf ben Sefdhauer. \u00a9eine \u00a9timme unterfdheibet ftch nur burd) bie O^iefe ron bem knarren ber rertranbten S\u00f6gel, am treuigften ron ber bel \u00a3orbaIf; fie Hingt tief unb gebelmt, trie \u201eOrr, orr\", guWeilen and), laut $aber, ix>ie bie Saute, treldhe ein fdhl\u00e4friger \u00e4ftettfd) beim \u00a9\u00e4ljnen heroorbringt, im Borne fnurrenb, nach SIrt einel Heuten, b\u00f6ltri\u00dcigen Jpunbel.\n^dh habe tagelang mit Suttben in innigfter \u00a9emeinfdhaft gelebt, b. I). fie auf ben Sogelbergen foriel all m\u00f6glidh gu ftubiren gefudht unb mich f\u00f6rmlich mit ihnen unterhalten, unb ich mu\u00dc fagen, baf mir bie Seobadhtung grojge $reube getr\u00e4hrt hat. Unter ben mir bekannten \u00a9Itebern ber Familie halte ich ben Sunb f\u00fcr ben munterften unb \u00efl\u00fcgften. S\u00f6enn er fo ruhig ror feinem Sodhe fi^t, ift man allerbing! geneigt, ihn mit^aber f\u00fcr langtreilig unb einf\u00e4ltig gu halten, unb trenn man erf\u00e4hrt, bafj er angeftd)t! einel Stenfdhen, treldher feinen Srutberg befud^t, anftatt in bal ddeer gu fliegen, nur in bie Htrge Stifth\u00f6hle \u00efriedht, an beren \u00a9nbe fidh fnurrenb gur S\u00dfehre ftellt, \u00ffer aber audh, ohne eigentlich an $Iud)t gu benfett, ftd) ergreifen l\u00e4fjt, h\u00e4lt man ftch f\u00fcr beredhtigt, ihn fogar bumm gu fchelten. \u00a9ine fo!d)e 2lnftd)t trirb nod) trefentlich unterfi\u00fcfet, trenn man einen \u00a9efangenen, trie id) el gethan habe, rom Srutberge wegf\u00fchrt unb trenige haubert \u00a9dritte rom SJteere auf ebenem Soben freil\u00e4ft; benn hier geigt ftch ber Sogei fo verbl\u00fcfft, bafj er bie Sebeutung feiner \u00a9entringen g\u00e4nglich gu rergeffen fd)eint, ftd) in bie Suft werfen l\u00e4ftunb eben nur trieber gum Soben herabflattert, nid)t aber baran benft, bem nahen SJteere guguftiegen, ba\u00a7 er erboft jebem ftd) St\u00e4l)ernben entgegentritt, fputtben wohl feinen Staun fteht, ftch feboch auch burd) fie nicht gum gluge betregen I\u00e4\u00a7t. \u00a9oId)e 2Inftd)ten \u00e4nbert man, fad! man benfelben Sogei \u00bberfolgt, Wenn er ftch in feinem \u00a9lemente befinbet unb jebe feiner Segabungen gur \u00a9eltung bringen fann. Sorftd)tig ober f<heu im gew\u00f6hnlichen \u00a9inne bei Sporte! geigt ftch ber Sunb aderbing! auch \u00f6antt noch nicht, au! bem gang einfachen \u00a9runbe, Weil e! in feiner feint\u00e2t feinem Stenfd)en einf\u00e4dt, ihn rom Soote au! gu befehben, er alfo bie @ef\u00e4hrlid)feit eine! im Soote fidh nahenben Stenfd)en gar nid)t fennen gelernt hat; aber erwirb rorfichtig, fobalb er fidh rerfolgt fteht, unb fdhliepd), wie ich gu meiner Heber;","page":959},{"file":"p0960.txt","language":"de","ocr_de":"960\nSie \u00a9\u00abhmintmet. Saudjer. Sttfen.\nraffling erfahren mufte, aufevorbenttid) fd^eit. (Sitten flugen 93ogel mitt id) ihn nid;t nennen, einen bnmmen laffe id) iljn leidet fdjelten. \u00a9egett \u00a9eine\u00eag\u00efeichen bet\u00e4ubet er bie in feiner Familie \u00fcbliche \u00a9efe\u00ef\u00efigfeit nnb Sertr\u00e4gtid)teit. \u00a9\u00a7 mag fein, bafj mehr 3\u00e4ntereien gmifdjcn ben Sunbett bortommen at\u00a7 gmifdjcn ben Summen: id) aber habe haben Siidjt\u00eb gefeljen, fonbern immer nur bemerkt, bajj aud) unter jenen ba.\u00a7 befte \u00a9ittbernehnten ^errfd^te. 3>m fyatfc ber Sott) freilid) toeifj ftd) ber Sunb feine\u00ea fdjarfen \u00a9d)nabel3 mit \u00a9rfolg 31t bebienen; er aber ^at aud) metjr als jeber anbere Sergboget Seranlaffttng gunt Seiten, ba er in feiner .Jp\u00f6hte bem \u00a9inbringtinge nothmenbigermeife SBiberftanb leiften muff Sitte Sunbe, meldje id) au\u00bb ifjren fp\u00f6l)ten her\u00f6bvgog, bebienten ftd) if)re\u00a7 \u00a9djnabetS mit fcl)r bielern @efd)id unb mit crft\u00e4untid)cm 9tad)bntd, unb jener, metd)en id) etmaS fern bem SDteere freilief;, mieS einen grofjen Sauevf\u00f6ter, meldjer ftd) unborf\u00efdjtig n\u00e4herte, fe entfliehen gur\u00fcdt, baf ber \u00a3mnb fortan burd) fein 3urebcn mehr gu einem erneuten Angriffe anf ben fteinen S\u00f6gel gu bemegen mar.\nOie 9\u00eeaf)rnng befielt in fteinen \u00aerufteutt)ieren unb fteinen gifd)en; mit teueren f\u00fcttert er feine jungen groff S\u00dfeld)en befonberen SDienft il)m fein mertm\u00fcrbiger \u00a9d)nabel beim fangen feiner Seute teiftet, bermag ich nidjt gu fagen, |etbred)e mir aud) ben \u00aeopf bar\u00fcber nid)t, mie anbere $orfd)er eS getl)an Ijaben, fonbern begn\u00fcge mid) mit ber SorauSfehuttg, bafj er ii)n gefdjicft gu gebrauten meiff Stuf ben Srutbergen fott er gumeiten gr\u00fcne 5pftanjent^eite freffen, SBt\u00e4tter beS S\u00f6ffelfrauteS g. S3. ; nad) eigener ^Beobachtung bermag ich hier\u00fcber 9\u00eeid)tS gu fagen.\nOa ber Sunb \u00fcberall unter ben Summen unb Sillen br\u00fctet unb tt>a^rfd;einlich nirgenbS eigene Slnftebelungen bitbet, gilt atteS \u00fcber baS Srutgefdj\u00e4ft ber Sermanbten \u00a9efagte aud) f\u00fcr ihn. SJtitte Stpri\u00ef\u00ea ober SlnfangS Slai, je nad)bem ber \u00a9d)nee fr\u00fcher ober fp\u00e4ter bon ben Sergen fd^mitjt, n\u00e4hert er ftd) ben Sergen unb fudht nun batbm\u00f6gtidhft feine alte Sruttj\u00f6hte lieber auf ober gr\u00e4bt ftd) eine neue. 3n biefer fpinftept unterfdheibet er ftd) bon ben Summen unb Stilen; ben.n niemals mopt tegt er fein \u00a9i auf freiem Sobett ab. Sticht ade graben ftdh fetbft Siiftt)\u00f6l)len, meit jebe geifernde ober bunfte \u00a9patte, metdhe ftd) ftnbet, gun\u00e4d)ft benu^t tbirb unb erft bie Sott) fie gu eigener Arbeit gmingt: fo menigftenS hat nttr erfcheinen motten. Stuf ben Spfen br\u00fcteten fel)r biete Sunbe unter grojen St\u00f6dten ober \u00a9teinen, nicht Wenigere in ben tt\u00fcften, \u00a9patten unb ffti^en ber feitlidp abfa\u00ef\u00efetfcen $etfenm\u00e4nbe; aber freilich f\u00fcr bie SRenge ber S\u00f6get gab e\u00bb auf ben grofjen Sergen ber nat\u00fcrlichen Srutpl\u00e4he nid)t genug unb beSmegen mar bie b\u00fcnne \u00a3orffd)id)t, metdhe fie bebeette, \u00fcberall burd); m\u00fchtt. OieS\u00f6djer hoben, maS ben Ourchmeffer antaugt, 2teljnlid)feit mit tanind)enh\u00f6t)ten, ftnb aber fetten tang, in ben meiften h\u00e4tten bielmehr fo furg, baf; man ben br\u00fctenben S\u00f6get bom \u00a9ingattge auS hinten filmen fleht. Seihe \u00a9efd;tedfder fd)einen am Saue ber $\u00f6t)te gu arbeiten; id) habe ebenfo; mopt St\u00e4nnd)en als S\u00dfeibd)en beim \u00a9rabett gefangen. 3u ihrer Slrbeit benutzen fte ben \u00a9d)nabet unb bie giifje, in meteper S\u00dfeife fann ich jebod) nicht fagen, meil fte gu graben aufh\u00f6ren, menu man ftdh ihnen n\u00e4hert. S\u00df\u00e4hrenb fte fcharren, ftnb fie mit Sorferbe fo eingeft\u00e4ubt, ober rid)tiger ein; gef^miert, baf man bie Farben ihre\u00ea \u00a9efteber\u00ea fattm nod) gu erteunen bermag; allen \u00a9d)tnug aber entfernen fte, nod) ehe fie gunt Sr\u00fcten fd)reiten. Sebe\u00ea S^,(h^ legt blo\u00ea ein eingige\u00ea \u00a9i bon ber; h\u00e4ttnifm\u00e4fig bebeuteuber \u00a9r\u00f6\u00a7e, ba e\u00ea ba3 nuferer ^au\u00eaeuten iibertrifft. \u00a9eine \u00a9epate ift grob; t\u00f6rnig unb uneben, feine F\u00e4rbung ein reined S\u00dfeif, metdhe\u00ea jeboch burep ben Sorfboben fepr halb gitbtid) unb fp\u00e4ter br\u00e4unlich gef\u00e4rbt mirb. Seihe \u00a9ttern br\u00fcten, mie biete 3eit, ift mir unbekannt, man fagt ungef\u00e4hr f\u00fcnf SBod)en tang. 2)a\u00a7 Sunge tommt in einem taugen unb bid)ten \u00a9unent\u2019teibc bon \u00efohtfd>marger unb Iid)tgrauer F\u00e4rbung gur SSett, piept in ben erften Sagen feine\u00ea Seben\u00ea fehr tt\u00e4gtich, fdhreit fp\u00e4ter kr\u00e4ftiger, lernt aber ba\u00ea \u00efuarrenbe \u201eOrr\" ber Sitten erft, menu e\u00eb au\u00ebgeftogen. \u00a9\u00ea fdheint giemlid) tangfam gu mad)fen, bemgent\u00e4f and) \u00fcber SDconat\u00eafri]t in feiner ^\u00bbopte bermeiten gu m\u00fcffen; benn erft, menu eg bottfommen fl\u00fcgge gemorbeit ift, bert\u00e4ft eg biefe, unb ft\u00fcrgt ftdh unter R\u00fchrung feiner Sitten in ba\u00ea Steer. Seihe \u00a9Item ermeifen ipm bie gr\u00f6\u00dfte 3\u00e4rttid)feit, fd)teppen ihm meitenmeit ^ifdhe herbei unb fefjeu ftdp r\u00fcdficht\u00eato\u00ea \u00a9efapren att\u00ea, menu fte glauben, baburd) ba\u00a7 geliebte ^inb gu fdtmhen, bertheibigen eg auch n\u00f4thigenfatt\u00ea mit m\u00fcttjenben Siffen. Seihe","page":960},{"file":"p0961.txt","language":"de","ocr_de":"Sun b. \u00a3orbaIf.\n961\njj?n?ett mtt \u00d4ro&ter \u00e2Svt\u00efi^\u00efcit an ber \u00a9rut, unb fcIBft ba\u00a7 aJt\u00e4nndjen nimmt alle TO\u00efjen ber Lijteljuug gern unb hnUig auf fid) unb f\u00fcttert, trenn e\u00eb fein 2\u00f6eiBd;en berlor, allein ba\u00a7 Sunge groB . Stimmt man bem $\u00e4rd)cn ba\u00ea (Si, fo legt e\u00eb ein gtoeifeS, unb nimmt mau biefeS, au* tvohl ein bntte\u00ea, geto\u00f6hnlid) in biefelBe #\u00f6hle. g\u00e4ngt mau Beibe \u00a9Itern t>om Oiefte, fo ftnben fidb anbere treld)e bal \u00a9i bebr\u00fcten ober bie jungen erhielten.\nSte Segger bet S\u00dfoflctE'cvjc rauben ben Sunben regetm\u00e4gig bag elfte gi, falls fie baffefbc erlangen t\u00f6nnen, laffen aber getc\u00f6^nrict; bag gtocite ben gttern gum Slugbr\u00fcfen unb holen W bann graufam genug, bag Sunge, bettor eg fl\u00fcgge Icivb, um eg gu \u00bbergreifen ober f\u00fcr ben fomntenben -\u00fcnnter emgufalgen. gut l\u00e4ngere \u00a9efnngonftfaft nimmt man Sunbe ober Sitten \u00fcberbaust au\u00e4 bem emfadben Orunbe nicht aug, Weil fie fief nid,t batten, ober richtiger, Weit man nt\u00ab im Staube ffi .bnen bag nctfige gutter ,n fdjaffen. \u00aeie Sagb im \u00bbleere ijt niematg ergiebig, Weil biefe S\u00f6get wenn fie fu\u00df \u00bberfolgt feiert, fo tief fdiWimmen, ba\u00df man btog ben fiogf unb fial\u00e4 atg Sietttuntt bat bemgemai mit feinem Sdjrot fliegen rang unb beggatb erft auf mehrere Scg\u00fcffe einen erh\u00e4lt.' Jttemat\u00bb habe ich gefefen, ba\u00df Sunbe, auf Weldfie wir hoffen, fief ftiegenb \u00bbom Staffer erhoben; alle\ntief^unVanbat'ten'b^1' ^ U\",crtau^c\" Ju retten-\tunb ft\u00fcgeltabme taudjten noef\n\u00aete 3t 11 e n (Alcn) b\u00fcrfen in getoiffem \u00a9imre a[g \u00e4Rittetglieber gWifdjen ben Summen unb Sunben augefeben Werben (\u00e4rgeren \u00e4hneln fie in g\u00e4rbung unb Sebenlweife, biefen einigennagen im Saue e \u00a9djnakl\u00ea. Severer tfi mitteltang, feljr fdjmal unb hodj, auf ber DBerftrf\u00efe Bogenf\u00f6rmig auf. gefc^mungen am Untertiefer edig \u00f6orgeBogen, hinten gur@eite gefurzt, an ben gezogenen \u00a9d&nciben |eln fd)arf; ber lurge @d)ioan\u00a7 Befiehl au\u00ea gto\u00f6lf fdjmaleh Gebern; ber Fl\u00fcgel ift fddanf, laugfmfeiq unb ettoa\u00ea f\u00e4Belf\u00f6rmig.\t'\t'\tJ\ner \u00aee\u00f6Cnben unb SKeere\u00c2t\u00c7ei\u00efe, in benen ber Sunb \u00bborfommt, Beherbergen aud) ben \u00a3orbalf, oJo nSX\u00ea: 0bn (S^evar^Alcatorda)/ einen \u00abogcl 00U16 Bi\u00ea 17 \u00a3oll S\u00e4nge, 26V* Bi\u00ea Ti 'S011 \u00aerettc^ bet 8 3oH S\u2019ittig- unb 3V2 3olI \u00a9chfcangl\u00e4nge. 3m ^odcgeif\u00eafleibe ift ba\u00a7 \u00a9efteber oben unb am Sorbertjalfe fd;Warg; eine fdjmate Sinbe \u00bbom \u00a9djnabet big jum Stuge, ein \u00a9\u00efihenfaum an ben SchWungfebcvn gweiter Dr\u00e4nung, bie Sruft unb ber Sauch fmb Weig. 3m SBintertleibe geigt ficb bte toeige g\u00e4rbung and) am \u00aborberbalfe unb ben Sofffeiteu; im Sugenbtleibe finb bie garben unreiner. \u00aeag Stuge ift bunfelbraun, ber \u00ae<bnabel, mit Stugnabme eine\u00ab Weigeu Quer, t-anbeg, fdjtvarj, ber gug ebenfalls fdgoarg.\njit Sebeii\u00e4toeife, Setragen unb SBefen \u00e4hnelt ber \u00eforbaft ben Summen fo, bag faft Sllteg Wag f\u00fcr uefe gilt, auch \u00bbon ihm gefagt Werben faim, (St ift in bemfetben Orabe SDteerOoget' tebt lafraug jahrein fo jiemtidb an einer unb berfetben Ste\u00ef\u00efe, firent aber gern \u00bbon einem SD\u00ceeeveBtfieit gum anbeten, befudgt beifpietgweife. im SBinter b\u00e4ugg alte gjorbe SiorWegeng, in WeMen man ihn im Sommer mdbt fleht, erfdgemt andg giemlid) regelm\u00e4\u00dfig an unferen, ben b\u00bbn\u00e4nbifdjen unb frangofifeben Sugen unb Wenbet fiifi mit beginnenbem gr\u00fcbtinge wieber itadfi Storben gur\u00fcct uni gu br\u00fcten. 3m SDtoi trifft er mit ben Summen unb Sunben auf ben Sogelbergen ein in tiier\nr.fC?rf ,e6enf\u00b0 ^Ufl8 toie Me 6ei6t\"- \u00ae\u00b0ie 6e\u00b0Mtete einen 3ug, Welcher bei taufenb Schutt Suite im bidjten \u00a9ebrangc fo tauge \u00fcber feinem Soote Weg gog, bag er gehn Sffiat fein \u00a9ewebr laben unb geuer geben tonnte; ich ^>6e in berfetben\u00aeegenb mehrere gl\u00fcge \u00bbon \u00e4bntidger Stngabl beobachtet. Stuf ben Sthten lebten \u00a3imberttaufenbe \u00bbon torbatfen. SWan fah fie faarWeife unb in \u00a9efedfe^aften auf allen ^orfpr\u00fcngen ber Reifen fi^en, nur fd)eiuBar ruhig ftch haltenb, in d\u00dfahrBeit Beft\u00e4nbig ftd; Beloegenb, )oeuigften\u00ea ben ^opf hin = unb herBiegenb. 2lnch fie liefen mich, ohne gurd)t\nS3re^m, \u00a3ljierleben. IY.\n61","page":961},{"file":"p0962.txt","language":"de","ocr_de":"gg2\t\u00aeie \u00a9chttimmer. Taucher. 5t\u00ef\u00efen.\nju werratljett, big auf fedhg unb wier \u00a9fritte au fte \u00c7eran\u00efommen, unb ttenn idh mich bann ruhig \u00f6er|tclt, gem\u00e4chlich betrauten, prgten iebodf) nach bem dfteere ^inab, ttenn id) werfud)te, fte gu ergreifen, flammen bort einige Seit untrer, tauften nnb famen \u00c7ierauf gum Berge gur\u00fcd. (Sinjelne flogen in berfelben SBeife ttie ber Sunb bid)t \u00fcber bem Gaffer \u00bbeg nnb thetlttetfe bur<h bte Hellen, anbere erhoben ftdf> leicht worn Gaffer nnb flirrten ungemein rap gur \u00a3\u00f6he empor. 3m ginge gittern fte ttie r\u00fcttelnbe galfen mit ben gl\u00fcgeln, bettegen febodh babei bte gl\u00fcgel wiel fc^ne\u00fcer, in\u00eabefonbere ttenn fte non oben nad) unten flogen. Beachtengttertl) fc^eint mir eine Beobachtung gu fein, ttelche id) machte. Um gu erproben, ttie tief ein 3U\u00cf tauchen nnb ttie lange er unter Gaffer Wertteilen tonne, battb ich einem, tteld)en ich aug einer dttp\u00f6ljle Ijerworgegogen hatte, einen fehr langen, b\u00fcnnen gaben an ben gu\u00a7 unb ttarf ihn Worn Boote ajug in bag Bteer. Oer Bogel wer; fdjttanb angenblicflidh nnb rollte mir bie fcd^\u00eagig \u00a9den lange \u00a9d;nur big gum lebten \u00a9nbe ab; nach gtteinnbbreiwiertel Minuten ettta erschien er ttieber an ber Oberfl\u00e4che, fd^\u00f6pfte Snft unb tauchte won neuem. Seht 30g id) ihn gu mir heran unb bemer\u00efte fofort, ba\u00df fein Seib ttie aufgebunfen ttar; bei n\u00e4herer Unterfudjung ergab ftch, ba\u00df er ftch wodft\u00e4nbig mit Suft aufgeblafen hatte, berart, ba\u00df fein ged nur noch am \u00a3alfe, an ben gl\u00fcgeln, an ben Beinen unb am @d)ttange feft anlag, \u00fcbrigen^ aber einem aufgeblafenen Suftfade glich- Oie stimme Hingt ber beg Sunbeg \u00e4hnlich, febod) nod) ettta\u00ea tiefer unb rauher, ungef\u00e4hr ttie \u201eOer\" ober \u201earr\", gutteilen auch miauenb ttte \u201e2Irr, err,\nquerr, que\u00f6r\".\tvf\t.\n2Iuf ben meljrertt\u00e4hnten Bogclbergen nimmt ber \u00a3orba!f am Itebften bte gelfenrtfeen unb \u00a9palten inOefth; eingeltte Bcefter fanb i<h aud) unter \u00a9teinen, alfo gettifferma\u00dfen tn H\u00f6hlungen. Sebe\u00ea ^\u00e4rdjen- legt nur ein eingigeg (Si won fehr bebeutenber \u00a9r\u00f6\u00dfe, l\u00e4nglicher \u00a9eftalt unb Jjwdhft werfdbiebener g\u00e4rbung unb Seidjnung; benn auch f\u00fcr biefe 2Irt gilt, ba\u00df man faum gttet (Ster finbet, ttelche ftch \u00e4hneln. 2Bie lange bie Brutzeit tt\u00e4^rt, ift unbetannt, ttefl man bie einzelnen H\u00e4rchen nicht ttohl beobachten !ann; ttahrfdjeinlidj bauert fte auch \u00fcber wier S\u00dfochen. Oag Sunge fommt tn einem braunfdhttargen, im \u00a9eftdjte ttei\u00dfen Outtenf leibe gur SBelt unb fpringt, \u00efaum halb ertta<hfen, nad) l\u00e4ngerem 3\u00f6gern, aufgemuntert burch bte lebhaft f\u00f6reienben unb ftch geberbenben Sitten, won ber \u00a3\u00f6lje ber gelfen enttteber unmittelbar in bag Bteer hinab ober rollt ftch an ben Bergtt\u00e4nben hernteber, big eg bag SBaffer erreicht; bie (Sltern folgen, fd)ttimmen neben ihm, lehren eg taudjen unb feine Nahrung auffuchen unb begleiten eg, ttenn eg felbft freffen gelernt hat, noch einige Seitlang, ohne c\u00bb jebodh gu f\u00fcttern. SC\u00dfirb bem S\u00dfaare fein (Si genommen, fo legt eg ein gtteiteg, aud) ttohl ein britteg; bag aug lebt er em fd)l\u00fcpfenbe 3\u00abnge ift aber meift ein \u00a9chtt\u00e4chling.\nBeim \u00a9turge worn gelfen herab werungl\u00fcden Wiele Oorbalfen: an eingelnen Bogelbergen finbet man in ber beg\u00fcglichen Seit ben gu\u00df ber gelfen regelm\u00e4\u00dfig mit Seiten bebedt. \u00a9olche, tteld)e gu fr\u00fchgeitig ben \u00a9prung ttagten ober burch irgenb ein Bti\u00dfgefchid herabgerollt tturben, gehen ebenfaUg gu \u00a9runbe, tteil fte ttohl gu fdhttimmen, nicht aber gu tauchen werftehen, unb bie \u00a9Item gu ungepidt ftub, fte auf bem Gaffer gu f\u00fcttern. Slu\u00dferbcm ftnb bie Oorbalfcn benfelben \u00a9efahren auggefebt unb tterben Won benfelben geinben bebroht ttie bie Berttanbten.\n3!o* im Stnfange unfere\u00e4 3o$t$unt>ertt leite im @temeere ein Wunberbarer S\u00f6get; gegenw\u00e4rtig ift er toafjridjeinlicl) bereits g\u00e4njlid) au\u00e4gerottet unb jwar in golge Bon 9la#eHungen, Welcfje et Bon \u00a9eiten beS SRenfdjen erleiben mufjte. Unb wenn er wir(Iicf) an irgenb einem un\u00bb unbefannten Orte nod) leben fottte, (o Mt, Wie Slewton fe$r richtig fagt, bodj fo\u00f6iet feft, ba\u00a7 feinet S\u00dfieberauf finbung ber Untergang auf bem gufee folgen miifete. gr\u00fcner biente biefer S\u00f6get ben S\u00e4ianbern unb OrSnt\u00e4nbern gut \u00a9peife, gegenw\u00e4rtig Wiegt man feinen SSatg taum mit \u00aeolbe auf.","page":962},{"file":"p0963.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a3orbaIf. SHefntctlf.\n963\n$\u00a3)er D\u00eetefens obev SSvil\u00efena\u00eff (Alca-Pinguinus\u2014 Plautus impennis) Bilbet ein UeBergang\u00ea\u00ef g\u00efieb bon ben ftt\u00fcget ; ju ben getttaudpern nnb ift mit fRecpt jurn Vertreter einer Befonberen \u00a9ippe, melier inir ben \u2022\u2019Reimen \u00a9tuntrn \u00e9tait geBen ino\u00eften, erpoBen ioorben. 3>ptt tennjeicpnen aufjer Bebeutenber @r\u00f4\u00a7e namentticp bie nerfiimmerten ^tilget, inelcpe \u00a7inar noep \u00a9epiningen genannt inerben b\u00fcrften, ineit alle \u00c7eberorbnungen ber Soge\u00effl\u00fcget, oBfcpon unOo\u00ef\u00effommen, oerpanben, juin fliegen feboep nid;t Bef\u00e4higen. 3)er \u00a9djnaBet ift geftreett nnb non ber 2Bur$e\u00ef an Bi\u00ea jur \u00a9pipe in fanften Sogen getr\u00fcmmt, am Untertiefer feiert naep innen au\u00eagein\u00f4IBt, fepr pod), aBer aufjerft fermai : bie\n25er 9\u00eeiefettal\u00efi(Alca-Pinguinus \u2014 Plautus impennis). i/\u00f4 ber itat Orbfee.\n\u00a9cpneiben Bilben nom Stunb\u00efninfet Bt\u00ea nor ba\u00a7 \u00dc\u00efafentodj faft eine gerabe Sinie, inelcpe ineiterpin fief\u00bb ettoa3 auffepiningt unb an ber \u00a9pipe inieber peraBfentt; bie \u00a9cpnaBettaben ftnb Dorn meprfad) gefurzt, am OBertiefer fedj\u00eb Big fieBen, am Untertiefer neun Bt\u00eb $epn 3Rat. $5ie g\u00fcjie unterfepeiben fid) in iprent Saue niept non benen ber 5tlten, unb eBenfo pat bal@efieber biefe\u00efBe Sefcpaffenpeit, ber.Scpinanj aucp biefelBe Slitgapl non \u00a9teuerfebern. Unfer fRiefenalt pat ungef\u00e4pr bie \u00a9r\u00f6fje einer \u00aean3; feine S\u00e4nge Betr\u00e4gt et\u00efoa breifjtg Boit, toon ber Sreite tann, ber toert\u00fcmmerten f\u00c7\u00ef\u00fcgel patBer, faum gefprocpen inerben, bie eigentliche gittigt\u00e4nge fepinantt ginifepen 6V* Bi\u00ea TU Bo\u00ef\u00ef, bie \u00a9epinangt\u00e4nge ginifepen < 61*","page":963},{"file":"p0964.txt","language":"de","ocr_de":"964\nSDie \u00a9clj trimmer. \u00a3\u00fbitdjer. Sllfen.\n3 unb 3Va Bo\u00fc. Oa\u00a7 \u00a9efieber ift auf ber Oberfeite gl\u00e4ngenb fditoarg, an ber \u00c6ehle fdf)toargbraun ; ein l\u00e4nglidhrunber, toei\u00dfer \u00c7ledfett, Dor unb \u00fcber bent Sluge, bie Unterfeite, fotoie ein \u00a9bihenfaum ber Slrmfchtoingen ftnb Joei\u00df. 3m 2Bintetfleibe nimmt letztere ^arbung aud) bie \u00c6ehlgegenb an; im Bugettbfleibe erftredft fie fid) theiltoeife \u00fcber bie \u00dfopffeiteit. \u00a9dfmabel unb $\u00fc\u00dfe ftnb fdhtoarg.\nSB oll eh unb Steh)ton haben neuerbingl bie Siaturgefd;idbte be\u00ea Stiefeualf 8 gum \u00a9egenftaube it\u00e9rer gorfdhung gemacht unb 3We\u00ea gufammengeftellt, toa\u00bb fie burd) Stadhfchtagen in \u00e4lteren SBerfen unb Siachfragen bei ben SBetoohuern Belaub\u00bb erfahren tonnten; ich loerbe mid) alfo toefentlich auf ihre Arbeit ft\u00fctjen, nebenbei jebodb) auch nod; einige anbere Eingaben ber\u00fctfftd^tigen.\n$Bi.\u00a7 in bie neuere Beit nahm man an, ba\u00df unfer SSegeX ben norblichften SJ\u00ceeere\u00eatheil ber (Srbe beioohnt habe ober betoohne; au\u00ea SBolleb\u2019\u00ea Unterfuctjungen gel)t ba\u00ea \u00a9cgentheil ^erbor. Stid)t8 faim un\u00ea berb\u00fcrgen, ba\u00df ber D\u00eeiefenatC jemals \u00a9pifcbergen befugt f>at, unb cbenfo ioenig ift er im hohen korben Slmerifa\u00ea gefunben toorben. .ipolboell berietet, ba\u00df an \u00a9ronlanb\u00ea $\u00fcfie im 3al)rc 1815 ber lefcte Stiefeualf gefangen toorben fei; alle \u00fcbrigen SUad^rid^ten fpredhen baf\u00fcr, ba\u00df er mehr im \u00a9\u00fcben be\u00ea \u00a9i\u00eanteere\u00ea lebte, fa borntal\u00ea toahrfdheinlid) nod) in gr\u00f6\u00dferer Stetige im Storben be\u00ea atlantifd)en SBeltmeere\u00ea ober ber Storbfee gefunben tourbe. Oa\u00df er fr\u00fcher bi\u00ea gu ben $aroern als SSrutoogel ^erabtam, fd)eint feftgufte^en. unb ebettfo fann man \u00fcber feine 33efud)e ber ^ebriben leinen B^eifcl he9en- 23r\u00fcllocf erlegte einen im 3al)re 1812, nad)bcm er il)n lange umfonft ber; folgt hatte, in ber St\u00e4l)e ber .fpebriben, unb ber Staturforfdf)er $ lemming toar im Ba^re 1822 beim $ange eines anberen auf \u00a9t. $ilba gegenio\u00e4rtig. 3nt 3dt;re 1790 tourbe ein \u00a9t\u00fccC im .\u00eepafeit bon \u00aeiel erlegt, unb ber feltfame 33ogel erlangte baburd; B\u00fcrgerrecht; 1830 trieb, taut 9taumann, ein tobter Stiefeualf an bie $\u00fcfte ber Siormanbie; toeiter ttad) \u00a9\u00fcben hin fd)eint ber SSogct niemals berfct)lagen toorben gu fein. 3lut h\u00e4ufigften toar er tool)l febergeit auf 3slanb unb Steufunblanb, bort aber nid^t auf ber $nfel felbft, fonbern auf bett \u00a9d)\u00e4ren unb fleinett f\u00c7e\u00effeninfelu in ber St\u00e4l)e beS gr\u00f6\u00dferen \u00a9ilanbeS, toeld)e, beft\u00e4nbig bon to\u00fctI)enber Branbuttg umtobt, bon ihm als fidlere ^\u00dflahe gum Stiften crto\u00e4^lt tourben unb il)m ioegen ber Unnabbarfeit ber Orte bis in bie neuere Beit einen Buflud)tSott gew\u00e4hrten. 9JteI)rere biefer \u00a9d;\u00e4ren f\u00fchren noch heutigentageS ben Stamen \u201e\u00a9eirfu; glaSfer\" ober \u201eStiefeualfSfliphe\", gum Betoeife, ba\u00df auf ihnen bormalS unfer 3111, ber \u201e\u00a9etrfugl\" ber 3$l\u00e4nber, ntel)r regelm\u00e4\u00dfig gefunben toorben. Stimmt matt, fagt SteJoton, bie fd)one $arte bon 2$lanb gut \u00a3anb, toeld^e im Bahre 1844 im Sluftrage ber iSl\u00e4nbifd)en ioiffenfd)aftlid)en \u00a9efeH; fd)aft berbffenttidjt tourbe, fo toirb man ben Stamen \u201e\u00a9eirfuglaSfer\" an brei berfd^iebenen \u00a9teilen auffittbett. Oie \u00f6ftlid)fte Bnfel ift einige brei\u00dfig ^-u\u00df bon ber f\u00f6\u00fcfte entfernt unb ben b\u00e4nifd;en \u00a9ee; \u00efeuten al\u00ea 2\u00f6al\u00dffd;r\u00fccfen ioo^l Mannt; bie f\u00fcblid^fte geh\u00f6rt gu ben SBeftman\u00f6ern; bie toeftlid^fte liegt auf ber ^\u00f6^e be\u00ea \u00c4a^8 Stat)ffane\u00a7. 06 auf allen brei biefer Bafeln borntal\u00ea Stiefenalfe gebr\u00fctet haben, bleibt fraglich, gtoei bon ihnen h\u00fcben bie SS\u00f6gel getoi\u00df gu Orutpl\u00e4ben benu^t.\nSBirflid; h\u00e4uftg fd;eint ber Sticfenalf h>e^ fct;on int h\u00f6rigen Bdhrhun^ert nicht met;r getoefen gu fein. 3n einem alten hanbfd;riftlid;en 33erid;te au\u00ea bent Slnfange ber lebten JSp\u00e4lftc bc\u00ea borigett Bahrhunbert\u00ea fanben Stetoton unb S\u00f6olleh eine SBefchreibttttg ber Sllfflippe bon Stat;ffane\u00ea, in ioeldher bon ber tounberbaren 3lngal;l bon S\u00df\u00f6geln auf bem bortigen Reifen gebrochen, aber hingtt; gef\u00fcgt toirb, ba\u00df ber Stiefeualf bort gar nicht fo h\u00e4ufig ift all bie Beute fidh einbilbett, unb ber Staum, toeldjen er betoohnt, nid;t mehr al\u00ea auf ben fech\u00eagehnten 3:he^ ^ev beranfdhlagt toerben barf, toeil er ft\u00abh hbher h^nauf ^c\u00f6en fe^ner ^lugunf\u00e4higfeit nicht begeben f\u00f6nne. \u00a9in Oheil biefer Slbhanblung gibt eine genaue 23efd;reibuttg bon.bem Stiefeualf unb feinen \u00a9igenth\u00fcmlid^feiten, ein; fdhlie\u00dflidh ber \u00a9ter, toelc^e ber \u00a9Treiber fo genau fd;ilbert, a\u00ef\u00ea ob er Fachmann getoefen toare, uttb au\u00dferbem ift ber \u00a3anbfcbrift eine Beid;nung beigef\u00fcgt, treidle bie Klippe uttb gtoei mit bent frange bon Stiefeualf en befd^\u00e4ftigte Scanner barflellt. Oetn Stcifenbeu Olaf fett, toeld;er int Sahjte 1458 auf S\u00ealanb toar, tourbe erg\u00e4hlt, ba\u00df in fr\u00fcherer B^t bie Beute il)re 33oote auf befagter 3nfel mit \u00a9iern gef\u00fcllt hatten, toorau\u00ea alfo herborgeht, ba\u00df matt bantal\u00ea regelm\u00e4\u00dfig Sagbgiige nad) gebadeter ^libbe unternahm. Oiefc fd^eiuett bi\u00bb gu Slnfattg ttnfere\u00bb 3<*hrhMn^ert3 fovtgcfel^t toorben gu fein; gu","page":964},{"file":"p0965.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9iefenalF.\n965\nSaber\u2019s aber, alfo im Sa\u00efjre 1822, mar man Bereits baron abgeFonimeu, unb nur guf\u00e4\u00f6tg m\u00fcrben nod) 23efud^e unternommen. (So fege\u00efte im (Sommer 1813 ein (Sd)iff oott ben Sar\u00f6ent auS nad) 3$lanb, um Oon bort SebenSmittel gu holen, Farn an ber stippe \u00fcor\u00fcber, fab fie mit V\u00f6geln bebedt, befticg fie, meil ba\u00ea SSettev SDie;\u00a7 geftattete, unb erlegte \u00fcerfd)iebene \u00a9iefeitalFe, oon benen einige nach \u00a9epFia\u00fciF gebracht m\u00fcrben. \u00a9\u00dfenn unfere \u00a9em\u00e4brSni\u00e4ittier red)t berietet morben finb, ^abett biefe (Sd)iffer eine arge \u00a9iebelei unter ben V\u00f6geln augeftellt, ba fid) unter ihrer \u00a9eute nidjt meitiger als \u00fcierunbgmangig \u00a9iefena\u00efFe befuttbett haben f\u00fcllen, biejenigen ungerechnet, meldje bereite eingefallen maren. 3m 3abrc 1814 m\u00fcrben, laut Saber, oon einem \u00a9auer fieben \u00a9iefenalFe auf einer Flehten (Sd)\u00e4re erfdjlagen, oon ba an bis gunt 3afyre 1830 febenfadS noch oiele get\u00f6btet, jcbod) niemals gr\u00f6\u00dfere \u00a9efe\u00fcfd^aften rernicfytet. 3m 3al)re 1830 unternahm ein gemiffer \u00a9oub; nutnbsfon gmei 3agbg\u00fcge nad) \u00a9Ibet) ober bem \u00a9tel)lfad unb fanb auf bem einen gm\u00f6lf ober breige^n, auf bem anberen ad)t \u00a9iefettalFeit, oon benen ber gr\u00f6\u00dfere \u00a3betf f\u00fcr (Sammlungen erhalten m\u00fcrbe. 3m folgenben 3al)re m\u00fcrbe unter bemfelben ^\u00e4^rer mieber eine Sabrt unternommen unb babei \u00fcteruttbgmaugig gefangen, oon benen fogar lebenbe beintgebrad)t unb auch eine Beitlang gefangen gehalten m\u00fcrben. 2lud) biefe DiiefenalFe m\u00fcrben f\u00fcr (Sammlungen erhalten unb f\u00e4ntmtlidj oon einer unb berfeiben grau, mit melcber \u00a9emton unb SSollep fpradjett, abgegogen unb auSgeftopft. 3nt 3al)re 1833 m\u00fcrben breige^n, im 3al)re 1834 neun \u00a9\u00f6gel erlegt, im 3a^e 1840 ober 41 brei, im 3abre J844 gmei, bie lebten, oon benen man Kunbe batte, oiedeid)t Me lebten i^reS \u00a9efd)led^teS, gefangen, \u00a9tan mirb mid;, fagt \u00a9emton, eittfcbulbigen, menn ich mit einiger 2luS; f\u00fcl)ilid)Feit bie \u00a9ingelubeiten beS lebten gangeS berichte. (5S merben biefe eine \u00a9orfte\u00ef\u00efung baron geben, mie fr\u00fcher oerfabren m\u00fcrbe.\n\u201e\u00a3)ie \u00a9efedfdjaft beftaub aus oiergeljn \u00a9tarnt. \u00a9on il)uen ftnb gmei tobt; mit allen \u00fcbrigen gm\u00f6lf lebenbeu fprad)en mir. (Sie bradben in einem adbtruberigen \u00a9oote oon KprFfueOogr am \u00a9benb gmi|d)en bem 2. unb 3. 3uni auf unb Famen am n\u00e4djften \u00a9iorgen oor \u00a9Ibep an. 3brer \u00a9eftalt nad; ift biefe 3nfel ein abfd)\u00fc|figer <Sd)ober, faft ringsum feuFrecbt abfadettb. 2)ie am b\u00f6dbfteit binauffteigenben ^be^e ftnb oerfd)iebeit gefd)\u00e4\u00a3t morben; aber auf ber gegeit\u00fcberliegenben (Seite giebt fid) eine Sl\u00e4d)e, baS llnterlanb, oon ber (See bis gu einer betr\u00e4d)tlid)en $\u00f6be hinauf, bis fte oott ber fteil auffteigenbcu \u00a9Sattb beS h\u00f6hnen ^be^e^ unterbrochen mirb. \u00a9m Sufe biefer St\u00e4che ift ber eingige SanbungSplah, unb meiter hinauf bie @ teile, mo bie \u00a9iefettalFe ihren Aufenthalt batten. \u00aerei \u00a9Faun fliegen auS, ein vierter lehnte ab, fo gef\u00e4hrlich fdjien bie Sanbung gu fein. 3ene fahen gmei \u00a9iefenalFeit unter ben gabllofeu anbereu \u00a9ergo\u00f6geln fifcen unb begannen fofort bie 3agb auf biefelbe. 2)ie \u00a9iefenalFe geigten nicht bie geringfte \u00a9eigung, ben \u00a9ngreifenben \u00a9\u00dfiberftanb gu leiften, fonbern liefen fofort unter ber fteilcn Klippe entlang, ohne laut gu merben, ihre K\u00f6pfe oorftredenb unb ihre Sl\u00fcgel etmaS auSbreitenb. \u00a9rop ihrer Furgen <Sd)ritte bemegten fie ftdb ungef\u00e4hr fo fd)nell oorm\u00e4rtS, als ein \u00a9tann fytx geben Fonnte. 3on trieb mit auSgeftredten \u00a9rmen \u00a9iiten in eine \u00a9de unb ergriff ihn bmr; (Sigurbr unb Ketit, bie anberen S\u00e4nger, oerfolgten ben gmeiten, unb ber erftere padte ihn bicht am \u00a9anbe beS SMfenS. Ketil Fe^rte barauf gu ber \u00a9bbacbung gur\u00fcd, oon meld)er tie \u00a9\u00f6gel aufgeft\u00f6rt morben maren, unb fab ein \u00a9i auf einem Sa\u00fcablod liegen, meldjeS er als baS beS \u00a9iefenalFeS erFannte. \u00a9r nahm eS auf, marf eS aber, ba er eS gerbrodjen fanb, mieber meg. \u00a3>b nod) ein gmeiteS \u00a9i Oorl)anben mar ober nicht, bleibt fraglich- \u00a9deS SDieS ereignete ftd) in meit meitiger B\u00ab\u00fc, als gur \u00a9rg\u00e4hlung n\u00f6thig ift; bie \u00a9i\u00e4nner hatten aud) Feine Beit gu \u00fcerliereu; benn ber \u00a9Hub erhob ftdb, uttb bie \u00a9ranbung nahm gu. \u00a9eibe \u00a9\u00f6gel m\u00fcrben erm\u00fcrgt unb f\u00fcr ungef\u00e4hr fed)Sgig \u00a9ha^er unfereS \u00a9elbeS \u00fcerFauft. 3bve K\u00f6rper befinben ftdb im \u00a9htfeum Oon Kopenhagen.\"\n2)urch gahlreidb\u2019e \u00a9tittl)eilungen \u00e4lterer Seefahrer unb neuerliche Unterfudbuitgen Fonnte fefigeftedt merben, bajj ber \u00a9iefenalF auf 9?eufunblanb unb einigen benachbarten (Sch\u00e4ren ebenfadS h\u00e4ufig gemefen ift. \u00a9teenftrup bat &aS \u00a9erbienfi, biefe alten, bead)tenSmertben \u00a9a<hrid)ten \u00fcber bie uninberBare \u00a9tenge ber \u201ePinguine\", mie bie \u00a9iefettalFe an ber \u00a9kftF\u00fcfte beS atlantifd)eu \u00a9tecrcS ftetS","page":965},{"file":"p0966.txt","language":"de","ocr_de":"966\nSie \u00a9dp immer. Taucher. Silken.\ngenannt m\u00fcrben, gefammelt gu haben. Sind ben \u00a9ert\u00f6ten, toeld^e im fetp^nten 3ahrhun\u00f6ert \u00f6on jener \u00a9rbgegenb und gut amen, geht IjerOor, ba\u00df bie fRtefenatfen ^ter fe^r Jj\u00e4u\u00dfg gemefen [ein m\u00fcffen. Wir erfahren gugleid) auch, in melier SBeife bie S\u00f6gel audgerottct m\u00fcrben. 9Ran trieb fte entmeber in Umlegungen, bereit \u00dcRauern aud Steinen roh gufammen ge\u00dfhidffet m\u00fcrben, eher unmittelbar auf bad Schiff. So erg\u00e4bt ein getoiffet ^aklupt in einem Briefe unterm 13. [Roo. 1578, ba\u00df auf ber fogcnannten [\u00dfinguinettinfel eine \u00e4Raffe unferer SS\u00f6gel gefeiert unb \u00fcber eine flanke Ipmeg in bad Soot getrieben m\u00fcrbe, fooiel aid baffe\u00efbe tragen tonnte. \u201eWir bekamen\", fagt berfelbe SBeridjterftatter, \u201efp\u00e4ter eine Snfel in Sic^t, genannt bie ^inguineninfel, oon einem SSogel, ber bort in faft Unglaube lieber SRenge br\u00fctet, unb ber nicht gu fliegen oermag, ba bie Fl\u00fcgel nicht im Stanbe ftttb, ben K\u00f6rper ju heben, unb ber [ehr gro\u00df, nidjt Heiner aid eine \u00a9and unb au\u00dferorbentlich fett ift. Oie ^rangofen pflegen bief en Sogei auf gebauter 3nfel ohne Schmierigkeit gu fangen unb fte eingufatgen; menn mir Beit genug gehabt Ratten, m\u00fcrben mir und biefelben [Rahrungdoorr\u00e4the bort oerfd^afft haben.\" Slnbere Serid)te baffen \u00fcber bie \u00a9laubm\u00fcrbigkeit leinen Bmeifel; ein treffliched 3eugni\u00a7 aber f\u00fcr bie Wahrhaftig; feit jener Eingabe fxnbet ftcb> in golgenbem. 3nt 3alp 1841 m\u00fcrbe [\u00df e t e r S t u 0 i h, ein normegi\u00dfher Statur for [eher, oon feiner [Regierung abgefanbt, um ftd) \u00fcber bie Serh\u00e4ltuiffe bed Stod\u00df\u00dfhfanged jener \u00a9egctib gu unterrichten* \u00a9eigentlich feiner $orfd)ungen h\u00f6rte er oft bie \u00d6ifdjer, mit benen er \u00dfd) unterhielt, oon bem ehemaligen Sorhanbenfein einer unz\u00e4hligen SRenge oon S\u00f6geln erz\u00e4hlen, melche fte Pinguine nannten, unb fpra<h in feinem Seriate beil\u00e4ufig oon biefer Ohatfad;e. \u00aeic \u00a9elehrten feiner feint\u00e2t m\u00fcrben \u00fcber feine Eingabe ftu\u00dfig, meil fte glaubten, ba\u00df Pinguine nur auf ber [\u00fcblichen halbkugel oorf\u00e4men unb [brachen [ich bemgem\u00e4\u00df aud. Stuoih, meiner feine \u00a9laubm\u00fcrbigkeit betrep biefer Eingabe angegripn fah, entflo\u00df ftp bie \u00c7un\u00efinfel gu befugen, eine \u00a9ruppe oon Heineren Sch\u00e4ren, melche oor bem \u00a9ingange ber Sonaoifiabap liegen, unb hier fattb er, mie man ihm ooraud gefagthatte, bie Ueberrefte oon rohen Steineinhegungen, in metd>e oor feiten bie ungl\u00fccklichen Opfer oon ihren Serfolgern getrieben morben maren, auch Raufen fogenannter [\u00dfinguinentnochen. \u00a9inige oon benlepteren fanbte er nach \u00a9hri\u00dfiania, mo fte aid Knochen bed [Riefenalkd erkannt m\u00fcrben, unb fo mar bad Wttnber erkl\u00e4rt. 3m 3Pre 1863 erhielt ein Slmeritaner oon ber [Regierung bie \u00a9rlaubni\u00df, bie \u00a9rbe oon ben Reifen megguf\u00fchren unb fte aid ^D\u00fcngemittel nach Softon gu fenben. Sei ber Wegnahme bed halbgefrornen \u00a9rbbobend m\u00fcrben nidjt nur oiele Knochen berfelben Slrt aufgebedt, fonbern in einiger Siefe unter ber Oberfl\u00e4che auch mehrere nat\u00fcrliche SRumieit bed Sogeld, melche jtd; in Oorf unb \u00a9id erhalten hatten, aufgefunbett. Bmet biefer SRumien erhielt gl\u00fcdlichermeife ber Sifdjof oon [Reufunblanb, meldjer, auf ihren Werth aufmerkfam gemacht, fte nach \u00a9nglanb fct\u00dfdte unb Omen \u00a9elegen^eit gab, feine ber\u00fchmte SIbhanblung \u00fcber ben Knochenbau bed [Riefenalfd gu f ^reiben.\nSlud ben \u00fcbrigen SRittheilungen ber 3dl\u00e4nber, melche Wolleh gemacht m\u00fcrben, geht ^olgettbed heroor. 3\u00ab fr\u00fcheren B\u00e4ten mttrben bie [Riefenalke m\u00e4hrenb ber Sommerdgeit fo regelm\u00e4\u00dfig oon ben gi\u00dfhern auf ber See gefehen, ba\u00df ihrem \u00a9rfdjeinen kaum Seaddung gesenkt m\u00fcrbe. Oie \u00a9in; mohner oon Kprkjuoogr unb Subrned m\u00fcrben ihrer gem\u00f6hnlid) guerft an\u00dfdjtig, menn \u00dfe auf ber \u00a3\u00f6he bed jpafnaberged er\u00dfhtenen unb bort nach ber Str\u00f6mung bei [Rehkjaned gelangten. Sille Seobachter erm\u00e4hnen, ba\u00df fte mit hoch erhobenem Kopfe, aber mit eingegogenem [Racken gu fchmirnrnen pflegten unb, beunruhigt, ftetd untertauchten, nientald ftch auf ber Ober\u00df\u00e4dje bed Wafferd fort; bemegten. Sluf ben Reifen fa\u00dfen fte gerabe aufgerichtet, fteiler aid Summen unb Silken. Sie gingen ober liefen mit kleinen, kurgen Schritten aufrecht einher mie ein \u00fcRen\u00dfh unb ft\u00fcrgten ftch \u00f6ei \u00a9ofahr \u00fcber bie Reifen herab in bie See; man mei\u00df oon einem, ba\u00df er \u00fcber gtoei $aben hoch ^hiabfprang. \u00a9in \u00a9er\u00e4ufch er[d)redte fte eher aid eine \u00a9rpeinung, melche \u00dfe burch bad \u00a9e\u00dfdjt mahrnahmen. SRitunter lie\u00dfen \u00dfe ein \u00dfhmached Kr\u00e4djgen oernehmen. [Rientald hat man bemerkt, ba\u00df \u00dfe ihre \u00a9ier oertheibigten; menn fte aber angegriffen m\u00fcrben, mehrten \u00dfe \u00dfd\u00bb mit heftigem Sei\u00dfen.\nWie gemanbt ber [Riefenalt im Waffer ftch bemegt hat, erfahren mir burch ben oon SRontagu ver\u00f6ffentlichten Seridjt Sullod\u2019d. Slid berfelbe im3alp 1812 bie Ortnepinfel befugte, erg\u00e4lfften","page":966},{"file":"p0967.txt","language":"de","ocr_de":"S\u00fcef enalf.\n967\nt^nt bie (Singebornen bon einem SMnndjen, meldheg mehrere Saljre hinter einanber auf \u00aba \u00a9e\u00dfra beobachtet morben fei. \u00a3)ag d\u00dfeibchen, non ben \u00a9ingebornen K\u00f6nigin ber Sllfen genannt, mar gerabe oor\u00a9ullocTg Slnfunft get\u00f6btet morben. Stuf bag SMnndjen machte unfer \u00a9amrnler in einem fedhgruberigen \u00a9oote mehrere \u00a9tunben lang 3agb, ohne eg erlegen au \u00ef\u00f4nnen; benn obgleich eg i\u00a7m mehrmals nahe tarn, mar bod) ber \u00a9ogel fo behenb, ba\u00df man feinen \u00a9\u00abauf ihn abgeben tonnte, \u00a9ie \u00a9e\u00dfhminbigfeit, mit melier er feinen 2\u00f6eg unter SBaffer verfolgte, mar faft unglaublich Satham f\u00fcgt ber \u00a9efd\u00dfdhte ^ingu, ba\u00df ber fRiefenalC \u00dfd) gegen bie eingebornen gifd)er meniger fd)eu S^igte, 23ulloct aber, alg einem gremben, forgf\u00e4ltig augmich. S)ie gifdher ergingen ben \u00a9ogel fp\u00e4ter mit einem St\u00fcber.\n\u00aeie Stahrung foU in giften oerfdhiebener \u00a9r\u00f6\u00dfe beftanben haben. gabriciug gibt an, ba\u00df er au\u00dferbem im SJtagen eineg jungen 5\u00dfftangent^eile fanb. \u00a3)ag einzige (Si, toeldjeg ein $\u00e4rd)en eraeugte, m\u00fcrbe im 3uni gelegt; eg hat bie freifelf\u00f6rmige \u00a9eftalt ber Sllfeneier \u00fcberbauet, $ei<hnet aber burdh feine bebeutenbe \u00a9r\u00f6\u00dfe oor allem aug, ift \u00fcberhaupt bag gr\u00f6\u00dfte ge\u00dfedte (St aller europ\u00e4ifdjen \u00a9\u00f6gel. \u00a9eine S\u00e4nge betr\u00e4gt 4 Bod 7\t5.Bod 1 Sinie, ber SDurdhmeffer an ber\nbiefften \u00a9teile ber \u00a9reite 2 Bod 10 big 3 Boll 1 Sinie. SDie biete \u00a9c^ale i\u00df glanalog mit tiefen $oren, i^re \u00a9runbf\u00e4rbung graulic^mei\u00df, mehr ober meniger ing \u00a9e\u00efblidje ober \u00a9r\u00fcnliche a^henb, bie B^icfmung mie auf Summen; unb Storbalfeneier oerfchieben unb oielgeftaltig oertheilt, ba fie braune unb fdjmarae, runblidfje ober langgeaogene gleden, gefc^l\u00e4ngelte Sinien ober \u00e4hnliche Boidjen bilbet. SJt\u00e4nndhen unb 2Seibd)en haben, mie ihre \u00a9rut\u00dfede bemeifen, abmechfelnb gebr\u00fctet, mte lange, mei\u00df man nicht, oiedeidit amifdhen fed)g ober \u00dfeben 2Bod)en. 2)ag Sunge i\u00df in einem bunfel; grauen g\u00efaumen\u00efleibe auggefd)t\u00fcpft unb feljr halb bem Staffer augef\u00fchrt morben.\nStud) \u00fcber bag \u00a9efangenleben liegt ein furaer \u00a9erid)t oor. 3ahre 1821 ober 1822 begleitete \u00bbSflemming einen gemiffen \u00a9teoenfon auf feiner j\u00e4hrlichen Steife aur \u00a9e\u00dfd)tigung ber n\u00f6rblidhen Seudhtth\u00fcrme. 9113 mir am 18. Slugu\u00df im ^Begriff [tauben, bie Snfel \u00a9lag a\u00ab \u00bberlaffen, \u00dfhrieb ber elftere, murbe*ung -ein lebenber Stiefenal! an \u00a9orb gebrad^t, meldhen SJiaclellan, ber P\u00e4chter oon \u00a9lag, oor einiger B\u00a3it auf ber \u00a9ee oon \u00a9t. Kilba gefangen hatte. (Sr mar abgemagert unb hatte ein fr\u00e4uflidheg Slugfehen, m\u00fcrbe jebodh nach einigen \u00a3agen munter, nadjbem man ihn mit gifdjen reichlich oerfehen unb ihm erlaubt hatte, gelegentlich \u00dfd) im S\u00dfaffer an tummeln, mobei man fein \u00a9nt\u00efommen burdh eine ihm ang \u00a9ein gebunbene Seine an oerhinberu mn\u00dfte. Ungeadhtet biefeg f)inberuiffeg tauchte unb fchmarnrn er unter Staffer mit folder \u00a9chnedigfeit, ba\u00df er jeher \u00a9erfolgung oom \u00a9oote aug fpottete. SSenn er in ber \u00a9efangen\u00dfhaft gef\u00fcttert m\u00fcrbe, redite er feinen Kopf in bie \u00a3\u00f6he, gab feine Slngft burdh \u00a9dt>\u00fctteln beg Kepfeg unb $alfeg funb unb lie\u00df ein gurgelnbeg \u00a9er\u00e4ufch h\u00f6ren. (Sin anbere\u00ea \u00a9t\u00fcct m\u00fcrbe, laut 2JT\u00ae illiorap, im^ahre 1829 bei \u00a9t. Kilba, ein britteg im Saljre 1834 im (Singange anm 2Baterforbhafen gefangen. Severer mar, nadh ber Slngabe beg g\u00e4ngerg, \u00e4ugen= fcheinlich fa\u00df oerhungert. 9113 er fid) in feiner Bode in einiger (Sntfernung oon ber K\u00fc\u00dfe befanb, fah er ben 911! in feiner St\u00e4hc fchmintrnen unb hielt ihm einige \u00a9protten oor, benen an Siebe ber \u00a9ogel \u00dfd) bem \u00a9oote n\u00e4herte, morauf er ohne SJt\u00fche ergriffen m\u00fcrbe. Unfer ganger hielt ihn einige Stage lang in feinem \u00a9emahrfam unb f\u00fctterte ihn hauptf\u00e4dhlid) mit in SJtild) eingemeidhten Kartoffeln, melcpeg unnat\u00fcrliche gutter bag hungrige Sthier gierig oerfdhlungen haben foU. Siachbem er ben 911! a\u00abhn Xage gehabt, oerfaufte er ihn an \u00a3)aoi\u00ea, oon meldhern er an \u00a9r\u00fcgh nach ^oretomn gefanbf m\u00fcrbe. \u00a7ier blieb er ungef\u00e4hr oier \u00a9tonate lang am Seben, e\u00e4 m\u00fcrben ihm ebenfalls in OTdh eingemeid^te Kartoffeln, fp\u00e4ter aber gifche, in bie Kehle ge\u00dfoffft, unb er fra\u00df \u00dfe gierig big einen ober a^ei Stage oor feinem \u00efobe. SDiefer Sllf \u00dfanb fehr aufrecht unb \u00dfrid) h\u00e4n\u00dfg feinen Ko^f mit bem gu\u00dfe, befonberg menu ihm irgenb eine Sieblinggnahrung gem\u00e4hrt m\u00fcrbe. Stach \u00a9rugh'\u00ea \u00a9eobadhtungen aog et* \u00a9\u00fc\u00dfmaffer\u00dffdhe, inibefonbere goreden, ben \u00a9ee\u00dffehen oor. 9lde Scahrung oerfdbludte er gang, \u00a9r blieb fortm\u00e4hrenb aientlidh milb.\n\u00a9tma\u00ea S\u00f6eitereg i\u00df nicht befannt.\n* *\n*","page":967},{"file":"p0968.txt","language":"de","ocr_de":"968\nSDie.\u00a9chwimmer. Saucer, Stoffentaucher.\n2tn bag \u00a9nbe ber klaffe [teilen toir bie Sloffentaudher (Aptenodytae), biejenigen S\u00f6gel, inelc^e ben Uebergcutg ten ben S\u00f6geln 51t ben ftiftfjen gu vermitteln fd^etnen. \u00a9ie haben in ihrer \u00a9eftalt mit ben Al\u00fcgeltauctjevn nur entfernte 2le^nlic\u00ef;feit unb bilben eine jener Familien, weld;e fid) ftreng nad; au\u00dfen. l)in abfdjlie\u00dfen. 3\u00a7re \u00a9eftalt fann in gewiffem \u00a9ittue fegeif\u00f6rmig genannt Werben, meil ber Sftumpf in ber SWitte fid) faum Verbidt, vielmehr von unten nad; oben faft gleichm\u00e4\u00dfig [ich gufpi\u00dft. \u00aeer $al\u00ea ifi mittellang, aber feljr bid, ber fopf flein, ber \u00a9d;nabel ungef\u00e4hr fopflang, geiabe, ftarf, hart, feit\u00efid; etWag gufammengebr\u00fcdt, oft in bie Quere gefurcht, fd;arffd;neibig, etWag ftumpffpi^ig, ber Su\u00df eigenth\u00fcmlich, Weil feine vier gehen, von benen brei burd; eine \u00a9djtvimmhaut verbunben ftnb, f\u00e4mnitlich nach \u00dfdj n\u00e4\u00dfen, ber gl\u00fcgel fo Verfiimmert, ba\u00df er mirftich eher einer gloffe alg einem Sittige gleid;t, ba feine Gebern ftd; gu f\u00f6rmlichen \u00a9d;uppeu umgebilbet haben. 3luch bag \u00a9e\u00dfeber erinnert burch bie Silbung unb bachgiegelartige Sage ber gebern an bie \u00a9puppen ber St\u00dfhe, unb fomit barf man bie gloffentaud;er in ber 5\u00a3\u00a7at Sifd;; V\u00f6gel nennen.\nQer innere Sau entfprid\u00df ben \u00e4u\u00dferen \u00a9igenth\u00fcmlid\u00dfeiten. 5'llle Knochen meinen von benen auberer S\u00f6gel Wefentlid; baburch ab, ba\u00df fie fehr hQrt, bid;t unb fdjWer finb, feiner bie Suft gulaffenben Deffnungen beftfct unb ba\u00df felbft bie 9t\u00f6hrenfuod;en ein \u00f6ligeg SOtarf enthalten.\n2)ie Stoffentaucher ober Pinguine finb nur auf ber f\u00fcblichen ^albfugel gu \u00a3aufe, lebeu im SOteere gWifd;en bent 30. unb 75. \u00a9rabe ber f\u00fcblid;en Sreite unb befuchen bag Sattb tv\u00e4hrenb ihrer Sortp\u00dfangungggeit. \u00a3infid\u00dflid; ihrer SebengWeife unterfd;eiben ftd; bie eingelnen Slrten in mand;er Segtehung, bemungead;tet l\u00e4\u00dft fich, unbefd;abet Wiffen\u00dfhaftlicher \u00a9enauigfeit, ein \u00a9efamnitbilb ber Santilie entwerfen, aud; Wenn wir nur bie Wichtigen Wirten ing Suge faffett.\nSDurch gewaltige \u00a9r\u00f6\u00dfe geiebnen ftd; aug bie Sinn ent and; er (Aptenodytes), alg bereu Vertreter ber f \u00f6ttiggtaitd;er (Aptenodytes patagonica) gelten mag. 3hn femtgeid^net ber mehr alg fopflange, bitnne, gerabe, an ber \u00a9pt^e gefr\u00fcmmte \u00a9d;nabel, beffen Qberfiefer feiner gangen S\u00e4nge nad; gefurcht ift, W\u00e4hrenb ber untere, an ber S\u00f6urgel Verbreiterte mit einer nadten, glatten \u2019S*aut bebedt Wirb, ber febr furge, bide, gang am \u00a9tei\u00dfe eingelenfte, fa\u00df big auf bie .gehen herab be\u00dfeberte S^\u00df, beffen brei lange Sorbergeheit burd; jtarfauggefchtveifte \u00a9dblvimmh\u00e4itte Verbunben tverben, foWic ettblid; bag \u00fcberall glatt anliegenbe, nirgenbg verl\u00e4ngerte, an eingelnen \u00a9teilen aber burd; $rad;tfarben gegierte \u00a9e\u00dfeber. Se^tereg ift am fopfe unb an ber fehle fchwarg, auf bem ^interhalfe unb bilden gl\u00e4ngenbbunfelfd)iefergrau, auf ber Unterfeite Wei\u00df, auf ber Sruft mehr ober minber lebhaft gelb \u00fcber\u00dfogen; ein \u00a9treifen, Welcher hinter bem Sluge entfteht, fid; an ben $algfeiten I\u00dfruntergieht unb unter ber fd\u00dfvargett fehle mit bem ber gegen\u00fcberliegenben \u00a9eite vereinigt, ift hod;citronengelb, ber gefd;uppte Sl\u00fcgel fd;Warggrau, ber \u00a9cfmabel an ber Skrgel fchtvarg, an ber \u00a9pi^e unb am Unterfiefer gelblich, ber fchuppige Su\u00df fd;Wargbraun, Qie S\u00e4nge betr\u00e4gt etwag \u00fcber 3 Su\u00df, bag \u00a9eWicht 30 Sfunb unb bar\u00fcber.\nSetttaucher (Spheniscus) nennt man biejenigen Slrten, beren \u00a9chnabel f\u00fcrger alg ber fopf, gerabe, gufammengebr\u00fcdt, bid, hart, unregelm\u00e4\u00dfig quer gefurd;t, an ben Ob\u00e4nbent nach innen umgebogen, an ber S\u00dfurgel ber unteren Sabe be\u00dfebert ift.\nS)ag befanntefte SOxitglieb biefer \u00a9ippe ift ber Srillenfetttaud;er (Spheniscus demersus), ein Sogei von etwa 20 god S\u00e4nge. Set ihm ftnb bie Dbertheile, fehle unb Saden, foWie ein auf ber Sru\u00df entftehenbeg, an ben \u00a9eiten ftd; l;erabgiehenbeg, hnfeifenf\u00f6rmigeg Sanb fd)Warggrau, ein Slugeubrauenftreifen unb bie Unterfeite Wei\u00df, ledere oft mit eingeln ftehenben, runben, br\u00e4unlichen Sieden gegeid;net, ber \u00a9chnabel ift fd;Warg, Wei\u00dflid; geb\u00e4nbert, ber Su\u00df br\u00e4unltd;.\n\u00a9prungtaucher (Eudyptes) enblich hei\u00dfen biejenigen Slrtet^ beren \u00a9chnabel an ber SBurgel gerabe gufammengebr\u00fcdt, fchief gefurd\u00df unb fpt^ig, an ber oberen etWag hafig herabgebogen, an ber","page":968},{"file":"p0968s0001table.txt","language":"de","ocr_de":"licfcu-pinguin.","page":0},{"file":"p0969.txt","language":"de","ocr_de":"\u00aeonig\u00a7 = , 23ri\u00eflenfett\u00ee itnb \u00a9o\u00efbtaitdfjer.\n969\nabgefdjnitten tfi unb beren \u00a9efieber in ber 2tugenbrauengegenb fidj bufdjartig Verl\u00e4ngert. 2llg Vertreter.biefcr Sippe mag ber \u00a9olbtaucber (Eudyptes chrysocoma) gelten, ein tvirllid) pradjt; veiler Sogel Von ber \u00aer\u00f6\u00a7e einer \u00a9nte, beffett S\u00e4nge ebenfalls gegen 20 3od Betr\u00e4gt. Sei itjm ftnb ffopf, .!palg 9t\u00fccfen, (Seiten unb bie Fl\u00fcgel fd;tvarg, bie Gebern, ivelcbe ben Sufd) Bit beit, btaggetblicp, bie Unterfeite unb ber ^interranb beg ^litgelg iveig; ber \u00a9d;nabel ift rotbraun, ber $itg graulicptveig.\n2>er \u00c4\u00dfnig3taud)er betvoljnt bag S\u00efeer um bag ^euerlaub, bie ^alllanbginfeln unb flteugeorgien unb ift tv\u00e4^renb ber Srutjeit an ben l\u00fcften i\u00dfatagouieng ^\u00e4ufig ; ber Srillentaucfjer lebt in allen\n\u00aeer \u00a9olbtaudjer (Eudyptes chrysocoma). i/* ber nat. \u00aer\u00f6\u00dfe.\nLeeren vom $ap an big gum Spolarfreife in unenblitf>er Stenge, um bie \u00dcMouien unb gal\u00eflanbg= infein, bie Siacquarieilanbe, \u00fcberhaupt beibe Steere jtoifdfcen ber Siibfpibe Slfrifag unb Siibamerifag unb vom \u00dfap \u00a3crn n\u00f6rblidj big nad> Salparaifo ober big nad) ben Saplataftaaten \u00efjinab; ber \u00a9olb; tauber enblidj tourbe in ben Verliebenden feilen ber \u00a9\u00fcbfee unb cbenfo an ber patagonifdjen \u00df\u00fcfte, im fteuerlanbe unb auf \u00a3riftan b\u2019Sfcunpa gefunben. Si\u00fft untvahrfdjeinlid) ift eg, bag albe 2lrten ber Familie aiemltdj auggebe\u00ffnte S\u00e4uberungen unternehmen; einzelne hat man fe^r toeit von allem Sanbe inmitten beg Steereg gefunben, von anberen ein regelm\u00e4gigeg Sorfommen auf biefer unb jener Oertlidjfeit beobachtet.","page":969},{"file":"p0970.txt","language":"de","ocr_de":"970\n\u00aeie \u00a9trimmer. Sauger, gfoffeutauc^er.\n2)te $Ioffentau<her ftnb ben Delfinen gu Dergleichen : fte f\u00fchren nicht b\u00efoS eine entfprechenbe SebenSWeife, fonbern \u00e4hneln bief en r\u00e4uberten Saldieren auch in ihren \u00a9eWegnngen gar Dielfach, eingelne Wirten Heineren \u00a9raunftf\u00e4en bis gum \u00a9erWechfeln. 3hr LeibeSbau weift: fte bem \u00a9teere gu; in ihm aber bewegen fie ftch mit einer unDergleichlichen \u00a9eWanbtheit. Segen ber \u00a9chWere unb ber \u00a9idjtig\u00efeit ihres \u00a9efieberS fchwimmen fte, Wie \u00a9outb bemertt, fehr tief im Saffer, fo baft nur ber Kopf unb ber \u00a3alS, feltener ber Dberr\u00fcden herauSragt. 3h\u00ab \u00dfraft, in ber \u00a9iefe fortgufommen, ift beWunberungSW\u00fcrbig. \u00a9ie bebienen ftch tyrer Burgen IPfld gugleich mit ben \u00a9einen gur \u00a9eWegung unb f\u00f6wimmen fo Mftig, baft fte mit gr\u00f6\u00dfter fieid&tigleit bie Sogen beS ff\u00f6rmif\u00f6en \u00a9teere\u00ea bew\u00e4ltigen, baft fte w\u00e4prenb beS heftigen \u00a9turmeS auf; unb niebertauchen. \u00a9ingelne Slrten, mSbe; fonbere bie \u00a9prungtaudjer, fchneHen ftch bur<h einen kr\u00e4ftigen dtuberftoft bis \u00fcber baS Saffer empor, geigen ftch auf Stugenblide frei in ber Luft unb oerfc$winben bann Wieber unter ben Sellen. 3\u00ab ioelche liefen fte hinabtauchen f\u00f6nnen, Weift man nicht, ift jebod) berechtigt, angunehmen, baft fte hierin ben auSgegeichnetften guft; unb $lfigeltau<hern nicht nadtftehen. Stud> auf bem Laube bewegen fte ftch mit \u00fcberrafdfenbem \u00a9efchid. \u00a9ie \u00a9tcUimg ihrer \u00a9eine gWingt fte gu einem aufrechten \u00a9ange unb, ba fte nur furge \u00a9djritte machen f\u00f6nnen, m\u00fcffen fte babei einen $uft \u00fcber ben anbern wegfefjen, brehen ftch alfo gleichzeitig beft\u00e4nbig hin unb her unb fommen nur langfam Don ber \u00a9teile; Werben fte jeboch erfchredt unb gu fchneUerer \u00a9ewegung genothigt, fo toerfeu fte ft<h, wie neuerbingS auch Slbott beobachtete, auf bie \u00a9ruft nieber unb rutfehen nun, bie f\u00c7loffenfC\u00fcgel unb bie g\u00fcfte gugleich gebrauchenb, fo rafch bahin, baft ein gehenber SRenfch SR\u00fche hat, fte einguholen. Heber fteile Men; W\u00e4nbe werfen fte ftch halb rutfehenb, halb roUenb herab, unb trenn fte erft einmal Wieber baS Saffer erreicht haben, ftnb fte geborgen, \u00a9ont \u00a9chiffe auS fteht man fte in mehr ober minber gahlreichen \u00a9efedfdjaften in einer beftimmten Richtung ihres SegeS fortfdfwimmen, ftetS rafler als baS fchnel\u00effte f^ahrgeug bie Sogen bur<hf<hneibenb. \u00a9er gange Bug ift babei in einer beft\u00e4nbig Wedjfetnben \u00a9eWegung; ber eine unb ber anbere taucht in bie \u00a9iefe unb erfdjeint weiter Dorn in ber Segrid)tung wieber, ift to\u00e4hrenbbem Don ben nicht tauchenben, fonbern nur fdfwimmenben \u00fcberholt Worben unb fudjt nun feinerfeitS baS \u00a9erf\u00e4untte eingubrittgen. 3tt biefer Seife fchwimmen heiftt bei ihnen auch jagen; benn fte tauchen eben nur in ber Slbftcht, um \u00a9eute gu machen. Severe befteht auS ^if^en ber Derate; benften Strt unb mancherlei \u00a9chalen; unb Seichteren, Welche fte Don ben Korallenriffen nehmen ober gtoifchen ben \u00a9eegeW\u00e4djfen fuchen. \u00a9ingelne Slrten flehten ftch nur auf f\u00c7tf<he befdjr\u00e4nfen. \u00a9aft fte fchtoimmenb alle \u00fcbrigen \u00a9ageSgefdjafte abmachen, fchwintmenb auch fdflafen, bebarf faum ber \u00a9rto\u00e4hnung; Wohl aber glaube ich anf\u00fchren gu m\u00fcffen, baft fte Weniger Beit als anbere \u00a9\u00f6gel mit ber Snftanbhaltung ihres \u00a9efieberS oertieren, Weil ihre \u00a3>aut ungemein fettig ift unb beft\u00e4nbig eine \u00d6lige gl\u00fcfftgfeit auSf\u00e4Wifet, Welche gur Einfettung beS \u00a9efieberS bient.\n\u00a9inen groften \u00a9heil beS SahreS beb\u00fcrfen bie Mffentau^er ihrer gorpflangung, unb baS \u00a9ouberbare babei ift, baft to \u00e4hren b ber \u00a9rutgeit aud) bie nicht brutf\u00e4higen \u00a9\u00f6gel auf bem Lanbe leben. Stuf ben altgewohnten \u00a9rutpl\u00e4hen treffen fte gu einer gang beft'nimten Beit beS 3<*hreg ein,^ auf ben galflanbSinfeln, nach Slbott, gegen \u00a9nbe \u00a9eptemberS, auf anberett \u00a9ilanben fr\u00fcher ober fp\u00e4ter, unb nunmehr beginnt ein \u00fcberaus regeS Leben. \u00a9ennett, Welcher bie SRacquariSinfeln im f\u00fchlten [ti\u00fcen Seitmeere befuchte, gibt eine h\u00f6d;fi lebenbige \u00a9c^ilberung Don biefem \u00a9reiben. ,,\u00a9ie Stngapl ber gloffentaucher\", fagt er, \u201ewelche ftd) auf biefer einen \u00a9tede oereinigen, ift unglaublich groft, unb eS erfcheint als reine Unm\u00f6glichfeit, abgufch\u00e4^en, Wie Diele ungef\u00e4hr oerfammelt fein m\u00f6gen, Weil \u00a9ag unb Scacht hinburd) beft\u00e4nbig etwa breiftig ; bis Diergigtaufenb \u00a9t\u00fcd lanben unb ebenfoDiele gu Saffer gehen, \u00a9ie am Sanbe beftnbli^en, Weldje ein noch Weit gasreicheres #eer bilben, ftnb georbnet Wie ein Sfteghnent \u00a9olbaten, unb gWar nid)t bloS in Leihen, fonbern auch uad) bem Stlter. \u00a9ie 3ungen finben fiep an einem \u00a3k'te, bie maufernben an einem anberen, bie br\u00fctenbett Seibdjen an einem britten unb bie freien Seibdfen an einem oierten. \u00a9ie StuSftellung Wirb aucf) fo ftreng inne gehalten, baft jeber nicht gu einem Raufen \u00a9eh\u00f6rige, alfo nicht \u00a9erechtigte, feine Stufnahme ftnbet.\" \u00a9in Lieutenant Siarbet, Welcher l\u00e4ngere Beit auf ben ^alflanbSinfeln DerWeilte, beft\u00e4tigt \u00a9ennctt\u2019S \u00a9erid^t in","page":970},{"file":"p0971.txt","language":"de","ocr_de":"SlltgemeineS \u00fcber Me g\u00efoffentcuidjer.\n971\na\u00ef\u00efcn Eingel\u00dfeiten unb filbert ben \u00fcberrafc\u00dfenben Einbrud, Weldjen bie Bewegung ber auf einen engen D\u00eeaunt gufammengebr\u00e4ngten Baufenbe auf benBefd\u00dfauer macht. Sin fdj\u00f6nen Slbenben erbeben fie, wenn bie Slbenbb\u00e4mmerung eintritt, ibve (Stimme unb fc\u00dfreien bann unaufh\u00f6rlich, eine Wahrhaft f\u00fcrchterliche SJcufif \u00dfetoorbringeub, it>e\u00efc^e in gewiffer Entfernung 3le\u00dfnlid)feit mit bem DerWorrenen \u00a9et\u00f6ne einer ga\u00dflreic\u00dfen BolfSmaffe bat, Born S\u00f6affer aus Bilben fie W\u00e4\u00dfrenb ber Brutgeit gerabe B\u00f6ege burc\u00df baS \u00a9raS, Wc\u00efdje bon allen Steinen unb B\u00dfattgent\u00dfeilen gereinigt unb fo glatt unb nett ausgetreten inerben, ba\u00df man fie f\u00fcr \u00dcJtenfc\u00dfenWerf b^tt. Solche B\u00dfege f\u00fchren, nach SlbotHS Beobachtung, auf ben SalHanbSinfeln bier unb ba meilenweit in baS Sanb.\nEingetue Wirten graben ficb gur Aufnahme ihrer Eier tiefe fohlen, #iergu W\u00e4hlen fte \u00dfc\u00df einen ebenen 5\u00dflah, unterW\u00fcblen ihn nun in lauter Bierede, Weil bie Sinien ihrer Su\u00dffteige \u00dfc\u00df fo oiel als immer m\u00f6glich red\u00dfwinletig bure\u00dffe\u00dfneiben. BebeS Biered bient als Stiftftelle unb Wirb auSge\u00df\u00f6blt. OaS 97eft beftebt aus einem badofenf\u00f6rmigen Sodje non gWei bis brei $u\u00df Stiefe. Oer Eingang ift giemlidh Weit, aber febr niebrig, bie $\u00f6\u00dfle im inneren mit bem benachbarten unter; irbifcheu \u00a9ange Derbunben, fo ba\u00df fte ftch alfo in ber Sfciefe gegenfeitig S3efud^e abflatten f\u00f6nnen. Befonbere SBege f\u00fchren um ben Brutyla\u00df berum unb \u00dfttb f\u00b0 eben unb gtatt Wie bie Seitenwege unb Strafen in nuferen Stabten. BcbeS S\u00dfaar, welches ftch fe^n \u00a3\u00b0<h ttttb a^e/ toelc\u00dfe e^uen un^ benfetben Brut\u00dfta\u00df bewohnen, bilben eine f\u00c7antilie unb gehorchen ber gefetlfd^afttid^en Drbnuitg. OaS SOt\u00e4nnc\u00dfen \u00df\u00dft neben bem br\u00fctenbeu S\u00dfeibd\u00dfen unb fdf>l\u00fcf>ft, Wenn biefeS baS 5Tceft Dert\u00e4\u00dft, felbft hinein, um fortgubr\u00fcten, foba\u00df baS Ei niemals Don beiben \u00a9atten gugleich Derlaffen wirb. OieS aber fdheint auch n\u00f6tbig gu fein, Weil bie Stoff entaue\u00dfer ftch gegenfeitig um bie Eier beftehlen. \u00a9r\u00f6\u00dfere Slrten treiben ihre BemutterungSfuc\u00dft fo Weit, ba\u00df fte ben Schw\u00e4cheren bie Eier mit \u00a9ewatt Weg; nehmen. ES fanu gefdbeben, ba\u00df man Bunge Don allen Slrten in einem unb bemfetben Sce\u00dfe finbet. Oie Eier \u00e4hneln benen unferer \u00a9\u00e4nfe unb ftnb auf gr\u00fcnlichem \u00a9runbe braun ge\u00dfedt. Sille Pinguine br\u00fcten mit gro\u00dfer Eingebung unb Derlaffen baS Steft nicht, Wenn ein StJtenfcB ftdb> n\u00e4hert, fonbern Wenben unter ben fonberbarften unb t\u00e4dherlidhfien Bewegungen ben \u00aeo\u00dff Don ber einen Seite gur anberen, um ben Setnb abgutreiben, bebietten ftch aber auch \u00a9c\u00dfnabetS, wenn OieS Sftic\u00dftS halfen Will. Beim Br\u00fcten nehmen bie S\u00f6eibc\u00dfen baS Ei, nad) BennetHS Berftdherung, gWifchen bie ftch faft ber\u00fchrenben unb mit ber Bauchbaut DerWac\u00dffenen Oberfc\u00dfenfet unb Hemmen eS hier fo feft ein, ba\u00df fte, er\u00df\u00dfredt, eS oft giemlid) Weit mit ftch fortfc\u00dflep\u00dfen. Oie Sft\u00e4nnc\u00dfen gehen w\u00e4hrenbbem beft\u00e4nbig ab unb gu, b. h- ttad\u00df bem Bieere unb Wieber gur\u00fcd, um f\u00fcr baS B\u00dfeibc\u00dfen unb f\u00df\u00e4ter f\u00fcr bie Familie bie n\u00f6tige Nahrung herbcigufdha\u00dfeit, Wibmen ftch biefer Slufgabe auch mit fo Diel Eifer unb Erfolg, ba\u00df \u00dfe \u00a9attin unb \u00aeinb f\u00f6rmlich m\u00e4\u00dfen. Eingelne Slrten br\u00fcten in feie\u00dften SJtulbcn auf bem Boben unb hie\u00dft neben einanber: Slbott g. B. fanb einen Brut\u00dfta\u00df, Welcher bei h\u00f6dhftenS f\u00fcnfhunbert Ellen S\u00e4uge nur funfgig Ellen Breite einnahnt; auf i\u00dfm aber lagen bie Eier fo hie\u00dft, ba\u00df eS unm\u00f6glich War, bagwife\u00dfen gn gehen, ohne eingelne gu gerbree\u00dfen. \u201e9$ habe mid)\", f\u00fcgt er hittgu, \u201egeWunbert, ba\u00df bie B\u00f6gel, Wenn \u00dfe aufgefe\u00dfredt werben, i\u00dfr Steft Wieber \u00dfnben, aber OieS ift ber gad; benn fte gehen gerabe nach i\u00dfrem Eie gu unb bringen eS mit gr\u00f6\u00dfter Sorgfalt Wieber gWi\u00df\u00dfen i\u00dfre ^\u00fc\u00dfe, gerabe unter ben Brutfledcn.\" Sluf eingelnen Siiftpl\u00e4\u00dfen br\u00fcten Sd)arben mitten unter ben Sloffentauc\u00dfern unb fte\u00dflen i\u00dfnen aue\u00df Wo\u00dfl bie Wenigen Sce\u00dfftoffe Weg, Welc\u00dfe \u00dfe \u00dfc\u00df gufamnten gefd\u00dflep\u00dft haben; auf anberen Unfein mife\u00dfen \u00dfc\u00df Sturmtauc\u00dfer unter \u00dfe unb leben anfd\u00dfeinenb in Srieben mit i\u00dfnen; aud) mit Seerobben halten fte gute Sreunbfc\u00dfaft. Ob alle Slrten unter Umft\u00e4nben \u00dfc\u00df \u00dftifth\u00f6\u00dflen graben ober ob OieS nur eingelne t\u00dfun, fe\u00dfehtt mir gur Beit nod) nie\u00dft gen\u00fcgenb auf; gefl\u00e4rt gu fein.\nOie jungen lommen in einem Wolligen, grauen OunenHeibe gur 2\u00dfelt unb er\u00dfalten fo Diel SRa\u00dfrung, ba\u00df fte halb \u00dferanWac\u00dffen. Si\u00dfooi befd\u00dfreibt baS SlgungSgefc\u00df\u00e4ft Wie folgt: Oie alten B\u00f6gel [teilen \u00dfc\u00df auf eine Heine Er\u00df\u00f6\u00dfung, bringen ein lautes \u00a9er\u00e4ufd\u00df \u00dferDor, ein Btittelbing gwifd\u00dfen Br\u00fcllen unb Dualen, heben ben \u00aeo\u00dff in bie Suft, als ob \u00dfe ber gangen Sloffetttauc\u00dferei eine dtebe aus bem Stegreife hatten Wollten, unb baS Bunge fte\u00dft bid)t babei, aber ein Hein Wenig","page":971},{"file":"p0972.txt","language":"de","ocr_de":"972\n\u00a9te \u00a9djtotmmer. Sauver, $loffentaucher.\nttiebriger. iftachbem ber alte23ogel ettoa eine Minute lang gefd^nattert hat, neigt ev fein $aupt herab, \u00f6ffnet fein \u00fc\u00fcJ\u00eeaul fotoeit al\u00bb nt\u00f4g\u00efid); ba\u00ea 3>unge ftecft feinen $opf ba hinein, unb e\u00a7 fic^t nun au\u00ea, aid ob e\u00ea ein ober gtoei Minuten lang fange. SDa\u00ea \u00a9epl\u00e2n* toieberholt fid), bad Bunge toirb Oon dieuent ge\u00e4gt, unb fo fpinnt ftd) bie \u00a9efd)id)te ungef\u00e4hr 10 9Jiinuten lang fort. ?\u00eead)bem bie jungen eine getoiffe \u00a9r\u00f6j;e erreid)t haben, b. h- etiua\u00e2 mehr al\u00ea ^alblo\u00fcdjftg geioorben ftnb, toenbet ftd) 2We\u00ea bem \u00e4ftecre gu, unb bie Srutft\u00e4tte oer\u00f6bet bi3 auf toenige \u00dciachg\u00fcgler, toeld)e fie ftd) gum fRu^epla^e erforen l)aben. \u00a9old)e Bur\u00fcdbleibenbe beobachtete toenigftend 2lbott auf ben $alflanb\u00bbittfeln.\n2Bie e3 jugent, trenn ftch 2Jtenfd)en unter br\u00fctenben $loffentaud)ern einfinben, l)aben utt\u00ea Seffott unb \u00a9arnot befchrieben. $\u00a3>a\u00ea \u00a9d)iff \u201eUrania\", toeld)e\u00a7 unfere $orfd)er trug, fd)eiterte an ben dftalttinett, unb bie 9Jianttfd)aft, toeldje\u00fcftangel anSeben\u00f6mitteln litt, tourbe au\u00eagefdfdt, unt fold)e gu fttdhen. \u00a9ie betraten audf) bie S\u00dfinguineniufel, einen S\u00f6rutplah, toeldher ungef\u00e4hr gtoeihuuberttaufenb $loffentaucf)er beherbergte, in ber Hoffnung, bort \u00a9eehunbe gu ftnben. 23ei ihrer Ann\u00e4herung, toeld)e nod) in ber \u00fcRacbt erfolgte, fd)oll ihnen ein furchtbare^ \u00a9efchrei entgegen; al\u00ea e\u00a7 \u00a3ag tourbe, fahen fie \u00a9aufenbe oott 93\u00f6gelit am Ufer flehen, toeld)e alle mit einem 2J\u00eeale aud oo\u00ef\u00efem \u00a7alfe fd)rien. ^ebcr \u00a9ingelne l)at eine \u00a9timmc, toeldje ber bc\u00ea \u00a9feld an \u00a9t\u00e4rfe faunt naihfteht; man mag fid) alfo ba\u00f6 \u00a9efdjrei oorfieden, ioeldhed biefe \u00a9aufettbe l)erOorbrad)ten. Aid bie \u00a9djiffer ba\u00bb Sanb betreten hatten, entflohen bie ^loffentaucher fo eilig aid m\u00f6glid) unb oerfd)ioattben tf)eiltoeife im hohen \u00a9rafe, theiltoeife in ihren 2\u00f6d)etn. dJiatt bemerfte balb,\u2018ba\u00a7 fie nur auf ihren 2Begen fortliefen, ftellte fid) bort auf unb fonnte nunmehr bie 23\u00f6gel leid)t ergreifen. $Die Bagb tourbe mit \u00a9t\u00f6dett betrieben unb fo oft loieberholt, aid n\u00f6thig fdljien, um ftd) mit Seben\u00eamitte\u00efu gu oerforgen. Ad)t bid gehn dRann iourbett abgefd)idt, fd)titten ftid oorto\u00e4rtd, befehlen bie ASege unb fd)lugett bie A\u00f6gel mit furgen \u00a9t\u00f6cfen gu A3obett. Aber man mufjte ihnen ben $obf entgtoei fd)lagert, toemt fie nicht toieber aufftehen unb entfliehen fodtett. A\u00dfentt fie fid) \u00fcberrafcf>t fahen, erhoben fte ein herggerreifettbed \u00a9efchrei, Ocrtheibigten ftd) auch mit furchtbaren \u00a9dhnabelhieben. 23eint \u00a9ehett traten fte fo hart auf, ba\u00a7 matt h\u00e4tte glauben f\u00f6nnett, fleine ^f\u00dfferbe traben gu h\u00f6ren. 9Rad) uttb nach lernte matt bie Bagb ausgiebig betreiben, uttb in f\u00fcnf bid fed)3 \u00a9tunbett tourben geto\u00f6hnlid) fed^\u00eagig bi\u00bb ad)tgig \u00a9tiid erlegt, \u00a9ie gew\u00e4hrten ber \u00a9\u00e7hiff\u00eamattttfdhaft jebod) nur f\u00fcr gtoei \u00a3age Seben\u00eamittel ober d\u00eeahrttng. Beber SSogel trog gtoar gehn bid gto\u00f6lf 5|3funb; baoott aber fam ein grofer \u00a3f)e\u00fc auf ^ie \u00a9ingetoeibe, unb aufjerbeitt mu^te beim 2lbgiel)en ber jpaut aded ^ett entfernt Serben, fo baf faum mehr ab\u00bb brei bi\u00e4 oier ^futtb $leifd) Oon einem 93ogel \u00fcbrig blieben. Dl)nc eiferne 9coth io\u00fcrbe man \u00fcbrigen^ gegen bie unfd)ulbigen 33\u00f6gel feinen ^rieg gef\u00fchrt haben, bentt ba\u00a7 ifi ein fehl* fehlte\u00bb dtahrung\u00f6mittel.\n3uttg eingefangene $loffentaud)er laffett fid) leidet g\u00e4hnten, toerben gutraulidh unb folgen ihrem .Sperrn ioie ein t\u00c7unb; bie Slltett bagegett bleiben ftet\u00ea ioitb unb bifjtg, geben fc\u00a3>reiettb ttttb mit beut Fl\u00fcgel fla^penb felbft auf bie gr\u00f6\u00dften ^\u00bbau\u00eathiere lod unb fud^en mit ihrem \u00a9d)ttabel fooiel al\u00bb m\u00f6glich Unfug gu fliften. \u00a9itt \u00a9d)iff)of\u00fchrer erg\u00e4hlte mir, ba^ er einmal gtoei ^loffentaud)er fecb\u00bb S\u00f6odhen lang auf feinem \u00a9chiffe gehalten unb mit \u00a9bed uttb \u00a9algfleifd) ern\u00e4hrt habe. 5ltt biefe unnat\u00fcrliche \u00fcftahruttg hatten ftd) bie \u00a9efangetten fo geio\u00f6hut, ba\u00a7 unfer ^af)it\u00e4n bie befte Hoffnung hatte, fte lebenb nad) \u00a9urof)a gu bringen, \u00a9ine\u00eb fd)\u00f6nen \u00a9age\u00eb aber fanben bie beiben Pinguine bei ihrem \u00a9pagiergange auf bem 23erbede eine Sttfe offen, fahen fehnf\u00fcd)ttg auf bad 2)ieer hinab unb ehe ber beforgte 23efther gur \u00a9teile fam, fchtoatnmen uttb taud)ten beibe luftig in ihrem ioat)ren \u00a9lementc umher, \u00a9vft in ber f\u00fcngften Beit gelang e\u00ea ber Boologifdhett \u00a9efeUfd^aft gu Sonbon, einen lebenbett pinguin gu erioerbeit; er hat aber leiber bie \u00a9efangcnfdhaft nid)t lange au\u00f6gehalten.","page":972},{"file":"p0973.txt","language":"de","ocr_de":"(Ein Slid; auf dns \u00efrbm der (jkfammtljdt.\n,,^)eit SSogel er\u00efennt man an feinen Gebern.\" SCRit liefern \u00a9fnmd;U>orte untcrfd;eibet ba\u00ea S\u00dfol! fel)v richtig bie 33\u00f4gel non allen \u00fcbrigen S\u00f6irbelfkieren; nnb ioenn man i\u00a7m kinguf\u00fcgt, ba\u00a7 ftd; bie \u00a3inn\u00efaben ber gefieberten 9t\u00fcdgratiniere in einen kornartigen \u00a9d;nabe\u00ef, bie S3orberglieber in f^\u00ef\u00fcge\u00ef umgebitbet I;aben, alfo nnr ttod; gUiei 23eine ooifanben, Unrb man auck bent 9Ratur= forfe^er geredet.\n@o abioeidjenb gebaut ber S3ogel gu fein fd^eint, fo grofe 3teknlid;!eit geigt fein \u00a9eripb mit bem ber @auget|iere. \u201eSDer bem legieren gu \u00a9runbe liegenbe fUan Uneberkolt fick\", Une \u00f6 ^ i g treffenb bemer\u00eft, \u201emit ben n\u00f6tigen Slb\u00e4nbermtgen aud; am SSoge\u00ef. 2\u00f6a\u00a7 bem in ber $nod)en!eI)re ntinber \u00a9eiibten al\u00a7 neu an bief eut erfekeint, beruht in ben meiften Ratten auf Umgeftattung unb Ucranberten 3\u00fbktenoerk\u00fbttniffen. \u00a9e\u00fcnffe \u00aenod;en, g. S3, ba\u00ea SBabenbein, fd;einen bem SSogel gu festen, anbere, Une bie au\u00ea fteben \u00a9t\u00fcc\u00efen befte^enbe Unter\u00efinnlabe, in xtngeUoc^nlid^er Slngakl ber; kattben gu fein. 3m erftereu f^a\u00ef\u00efe ift eine 3ufammengiekung borgegangen, im teueren trat 3er; f\u00e4\u00fcung eine\u00ea am \u00a9\u00e4ugetkiere einfad;ett ober I;\u00f6d)ften3 au\u00eb glnei ipalften befte^enben \u00c2nodjen\u00ea ein.\" Um ben 33att be\u00ea 33ogel\u00ea in feinen gr\u00f6bfteu Umriffen gu befd;reibett, mag \u00a3Rad;fte^enbe\u00e2 bemer\u00eft fein: \u2014 ba\u00a7 3lulf\u00fckr\u00efid)e geh\u00f6rt nid;t in ba\u00ea \u201e^erleben\", fonbern in SKer\u00efe, U>eld;e bie 3cl\u2019; glieberung\u00ea\u00efunft gnnt \u00a9egenftanbe kaben.\n3)er $opf befte^t au\u00a7 bem \u00a9ckabel unb au\u00ea bem \u00aeefid;t\u00eat\u00a7eile. \u00a9rfterer ift ftar\u00ef gem\u00f6lbt unb ioirb au\u00eb betriebenen \u00c6nodjen gufammengefe^t, bereu berbinbenbe SR\u00e4^te in ber Sugcnb beut\u00efid) ftdfbar, im Sitter fo mit einanber oertoackfen, ba\u00a7 feine \u00a9pur rnekr bon ber bormaligen Trennung \u00fcbrig bleibt. SDie ba\u00ea \u00a9eficbt bilbenben $uockett ftttb \u00efleitt, aber befonber\u00ea verl\u00e4ngert; fie befielen au\u00ea gtoei Ober\u00efieferbeinen, ben $flttgfd;arfnocken, ben Ouabratfnodjen, ben SSerbinbung\u00eabeinen unb ben Unter\u00efiefern. SBemer\u00efenSUjertk ift bie \u00a9r\u00f4fje ber Stugenk\u00f6kten unb bie SD\u00fcttne ber gU>ifd;em liegenben 2Banb, tt>eld;e auck bttrd)brod)en fein fantt, fotbie ber einfad;e \u00a9elenffnopf am hinter; kaupt\u00eatocke, tt>etd;cr gr\u00f6\u00dfere 23eU>eglickfeit be\u00ea \u00a9djabel\u00ea erm\u00f6glid;t, af\u00f4 fte beim \u00aeopfe be\u00ea \u00a9\u00e2ugetkiere\u00ea ftattpnbeu faun. Sln ber SBirbetfau\u00efe unterfckeibet man\t9Uiden;, SSeden;\nunb \u00a9d;U>angtoirbel. \u00a9rftere fdjtbanfen au 3akl gU)ifd;en neun unb breiunbgtoangig unb geidjmen f\u00abk att\u00ea burd; ikre 33eU>eglid;\u00efeit, ur\u00e2krettb bie fteben bi\u00ea elf SRumpfUrirbc\u00ef unb bie fteben bt\u00e9 gtoangig Senben; ober \u00dfreugtoirbet im \u00a9egentkeite fekr unbeweglich ftnb unb oft mit einanber uerfd;melgeu. 3nt \u00a9egenfa^e gu bem entfpred;enben \u00a3ke^e &er \u00a9\u00e4ugetkiere \u00e4ttbert bie Stngakl ber \u00a9d;U?angU)irbet Wenig ab: fte fdfvanft nur gtoifdten f\u00fcnf unb neun, unb ebenfo ftnb biefe SBirbe\u00ef ftet\u00ea Vo\u00ef\u00ef\u00efommner au\u00eagebitbet al\u00ea bei ben \u00a9\u00e4ugetkieren, U?a\u00ea fid; namentlid; an bem letzten, bent Pr\u00e4ger ber gro\u00dfen \u00a9teuerfebern, bemerflick mackt; bentt biefer \u00e4\u00f6irbel fte\u00ef\u00eft ftd; al\u00a7 eine koke, brei= ober Vierfeitige ^nodkenblatte bar. SDie b\u00fcnnen unb breiten fRibbeit, bereit Singakt mit jener ber 9?\u00fcdenUnrbel im \u00a9inflange ftel;t, gelenfen an teueren unb burd; befonbere ^'nod;ettf\u00f6rf)er am S3ruftbeine, tragen and; mit Sltt\u00eattakme ber elften ttnb lebten am kiuferen 9tanbe kettenf\u00f6rmige ^ortf\u00e4^e, We\u00efd;e fick auf bem","page":973},{"file":"p0974.txt","language":"de","ocr_de":"974\n(Sin Slid auf ba$ Sehen ber \u00a9efammttjeit.\noberen 9\u00eeanbe ber folgenben Unterrippen anlegen nnb gur \u00c7eftigung be\u00ea Sruftforbe\u00ea toefentlid) beitragen, bementfprecfyenb aud) bet ben fr\u00e4ftigen Fliegern felfr entloidelt, bei ben S\u00e4ufern hingegen oerf\u00fcmmert finb ober g\u00e4nglid) fehlen. Oa\u00ea Sruftbein l\u00e4fjt fid) mit einem gro\u00dfen \u00a9dflbe vergleichen, auf beffen Siitte ber $amm aufgefefd ift. \u00a9eine'\u00a9r\u00f6f|e unb bte ^)\u00f4l;e be\u00ea \u00c6antme\u00ea toirb bebingt burdh bie fich hier anfe^enben gewaltigen Sruftmu\u00f6feln, Oer\u00e4nbert ftd) alfo je nad) ber gr\u00f6\u00dferen ober geringeren $lugf\u00e4l)igfeit be\u00ea Sogel\u00ea. Sei allen fftaubo\u00f6geln g. S. ift ber \u00aeamm fe^r hod) unb ftarf gebogen, bei ben Iturgfl\u00fcglern fel;lt er ganoid). Sll\u00ea befonbere (Sigenth\u00fcmlid)feit beffeiben mag nod) heroorgehoben \u00eeoerben, baf er bet einzelnen S\u00f6geln intoenbig tyfy ift unb bann einen \u00ef\u00efjetl ber Sufts r\u00f6hre aufnintmt. Oa\u00f6 Seden unterfd)eibet ftd) von bem ber \u00a9\u00e4ugetljiere h\u00fcittf\u00e4chlidj burd) feine Serl\u00e4ngerung ; benn e\u00ea befielt au\u00ea bettfelben \u00aenod)enft\u00fcden tote beim 3Jtenfd)en. (Sin ben S\u00f6geln eigentlj\u00fcntlidjer \u00aenodjett ift ba\u00a7 \u00a9abelbein, ein hufeifenf\u00f4rmige\u00ea, unpaarige^ \u00a9ebilbe, ioeldje\u00eb ftd) hinten unb oben an bie \u00a9d)l\u00fcffelbeine, oorn unb unten an ben Slnfang be\u00a7 Sruftbeinfamme\u00ea anlegt, mit biefem fogar oerlo\u00e4d)ft, um fo ft\u00e4rfer ift, je fr\u00e4ftiger bie glugtoerfgeuge finb, bei ben $urgfl\u00fcglern ebenfalls fehlt, alfo unzweifelhaft beim gluge eine wichtige #ilfe leiften muff Oie Fl\u00fcgel befielen au\u00ea ben \u00a9d)ulterfnod)en, bem fangen, ftarfen, feft mit bem Sruftbeine eingclenften, oben mit bem \u00a9coulter; unb bem Oberarmfnodfen oerbuttbenett, nadj innen gu mit bem \u00a9abets \u00efnod)en oereinigten \u00a9d)l\u00fcff elbeine, bem Oberarmtheile, einem langen, luftgef\u00fcllten fft\u00f6hrenfnod)en, ber im \u00a9egenfah gu ben \u00a9\u00e4ugethieren ftarfen \u00a9Ke unb ber oerh\u00e4ltnifm\u00e4ffig f^toad^en \u00a9pei^e, Welche ben Unterarmtljeil bilben, gwei, h\u00f6d)ften\u00f6 brei \u00e4ftittelbanbfnodhen uttb brei Ringern, einem Daumen, Welcher bei mehreren S\u00f6geln einen ioirflid) frallenartigen, aber unter ben Gebern oerftedten Scagel tr\u00e4gt itnb bann gWei \u00a9lieber hat, bem gro\u00dfen, gWciglieberigeu unb bem mit ihm oertoad)fenen flehten, eingtieberigen Ringer. Oie Seine ioerben gebilbet au\u00ea bem Ober= unb bem Unterfd)enfel, bem Saufe unb bem eigentlichen $u\u00a7 e ober ben Behen- 2lm Unterfdjenfel geigt lieh ba\u00ea SSabenbein al\u00ea ein oer; f\u00fcmmerter, mit bem ftarfen \u00a9d)ienbeine oertoad)fener Knochen; ber Sauf befte^t au\u00f6 einem langen 9t\u00f6l>renfnod)en, an loeId)ent bie BteTt gelenfen. Son ben festeren linb geto\u00f6hnlid) brei nach torn, eine nad) hinten gerid)tet; bei einzelnen S\u00f6geln lehrt ftd) bie hintere Bel)e febod) nad) oorn, bei anberen Oerf\u00fcmmert fie, bei anberen Joenbet fid) eine Behe> bie \u00e4u\u00dfere ober bie innere nad) hinten, bei eingelnen enblid) oerf\u00fcmmert ber \u00c7uf bi\u00ea auf gtoei aufjen fid)tbare Bten* Oer Oaumen befitd gWei, bie erfte Sorbergeffe brei, bie gtoeite vier, bie \u00e4ufere f\u00fcnf \u00a9lieber.\nUnter ben SJtu\u00eafeln fielen bie, toeld)e tie gf\u00fcgel beioegen, alfo bie Sruftmu\u00eafeln, obenan; fie erreichen hier einen Umfang, Wie bei feinem S3irbeltl)iere Weiter. 3hnen gegen\u00fcber treten bie Shi\u00eafeln be\u00ea dt\u00fcden\u00ea auffatlenb gur\u00fcd. Slm Seine b\u00abben in ber fftegel nur ber Obers uub ber Unterfd)cnfel fr\u00e4ftige Stu\u00eafeln; benn blo\u00ea bei benfenigen S\u00f6geln, beren Sf\u00e4nge bi\u00f6 gu ben Bten herab befiebert finb, erftreden ftd) bie Sht\u00eafe\u00efn Weiter nad) unten bi3 gegen bie Bten\t^en\n\u00fcbrigen finb fie am Sauft^eile bereite fertig geioorben. \u00a9el)i* entloidelt geigen ftd) bie .jpautntu\u00eafeln, oerf\u00fcmhtert bie \u00a9efidjt\u00eamu\u00eafeln.\nOa\u00ea S\u00eeerOenfhftem fommt bem ber \u00a9\u00e4uget^iere feljr nah-\t\u00a9ebirn \u00fcberwiegt an SDtaffe\nnod) ba\u00f6 \u00dct\u00fcdenmarf, ift jebod) fd^on einfadf>er gebilbet, t()eilt fidf) in ba\u00ea gro^e unb fleine ^)irn, geigt beibe \u00a3>albfugeln be\u00ea elfteren, nicht aber aud) bie SSinbungen, Welche ba\u00ea ipirn ber \u00a9\u00e4ugethiere fo au\u00eageidbnen. 2)a\u00a7 Verl\u00e4ngerte SJtarf ift betr\u00e4chtlich grofj, ba\u00a7 9t\u00fcdenmarf in ber Dt\u00f6ljre ber ^al\u00eas Wirbel runbli<h unb gleich bid, in ber 9t\u00f6l)re ber Sruftloirbel breiter unb bider, in ben ^reugloirbeln loieber b\u00fcnner. Oie Heroen oeifalten ftch in iljrem Serlaufe im allgemeinen ebenfo Wie bie ber \u00a9\u00e4ugethiere.\nSide \u00a9intte\u00eaioerfgeuge ftttb oorhanben unb Wohl en\u00fcoidelt, eingelne gloar oereinfad)t, nid)t aber Oerf\u00fcmmert. Oa\u00ea 3luge fteljt obenan, ebenfoiool)l loegen feiner ftet\u00ea betr\u00e4chtlichen \u00a9r\u00d6^e, Wie feiner inneren Silbung. \u00a9eftalt unb @r\u00f6\u00a7e finb felfr verfdf>ieben : affe fernftdfigen unb alle n\u00e4chtlichen S\u00f6get g. S. haben fehr gro^e, bie \u00fcbrigen f leinere Singen. Oent Sogelauge eigent\u00fcmlich finb : ber fogenannte \u00aenod)enriitg, gebilbet au\u00ea gw\u00f6lf bi\u00f6 fedh^gehn oierfeitigen \u00a9d)uhf)en, welche ftd) mit","page":974},{"file":"p0975.txt","language":"de","ocr_de":"975\n\u00a9eripp. SJtuSfe\u00efn. fteroenfpf\u00efem. 6iuncS= unb SUpmungStoerfzeuge.\nipren Sft\u00e4nbern bad)ziegelartig \u00fcber einanber fd)ieben, hinjtdjtlich iprer \u00a9r\u00f6\u00dfe, \u00a9t\u00e4rfe unb gorrn aber oielfacp abioeicpen,. fotoie ber g\u00e4tper ober \u00aeamnt, eine bicpt gefaltete, gef\u00e4\u00dfreidje, mit fcptoarzem garbfioff \u00fcberzogene ^jaut, toeldje im \u00a9runbe beS \u00a9laSf\u00f6rperS auf ber \u00a9intrittSjtelle beS \u00a9epneros liegt unb oft bis jur Sinfe reicht. SBeibe, \u00a3Ring unb g\u00e4cper, erm\u00f6glichen bem Vogel lt>ah>rfd^einlid^ naep Velieben fern; ober \u00efurgfidbtig \u00a7u fein, bebingen jebenfa\u00efl\u00ea bie au\u00dferorbcutlidje innere Vetocglicp; feit beS SlugeS. Sieben ben beibert Slugenlibent, \u00efoelcpe ftetS oorpanben ]inb, be|ipen bie V\u00f6gel nod) ein britteS, halbburd)ftd)tigeS, bie fogenannte 9*cidf\u00ee)aut, ioe\u00efd)e im oorberen Slugentoinfel liegt, feit; m\u00e4rtS toorgegogen toerben fann unb bei fepr grellem Sicpte fid) rt\u00fc^ltd^ ertoeifen mag. Oie Siegen; bogenpaut anbert in ihrer g\u00e4rbung naep 5lrt, Sllter unb \u00a9efd^lec^t ab. Vei ben meiften V\u00f6geln fiept fie braun auS; oon biefer garbe burcpl\u00e2uft fie aile \u00a9cpattivungen bis zu Siotp unb hellgelb ober \u00a9ilbergrau unb ebenfo oont (Silbergrau zu \u00a7edgrau unb Vlatt. (Sinige V\u00f6gel haben ein lebhaft gr\u00fcnes, anbere ein bl\u00e4uIichfcpmarzeS Singe, \u00a9in \u00e4u\u00dferes Ohr ift nicht oorpanben. Oie gro\u00dfen Ohr\u00f6ffnungen liegen feitto\u00e4rtS am hinteren Opeile beS \u00c6opfeS unb ftnb bei ben meiften V\u00f6geln mit ftrahligen Gebern umgeben ober bebedt, toelcpe bie \u00a9cpa\u00eftoellett nicht abhalten. Vei ben \u00a9ulen ioirb bie SRttfcpel burd) eine h\u00e4utige g\u00e4lte, ioeldje aufgeflappt Serben fann, erfefct. OaS Raufen fell liegt nahe am \u00a9ingange; ber \u00a9ep\u00f6rgang ijt furz unb ^\u00e4utig, bie Vaufenp\u00f6ple ger\u00e4umig. Sln|tatt ber brei \u00a9ep\u00f6rfn\u00f6cpelchen ber (S\u00e4ugetiere ift nur ein einziger, oielediger Knochen oorpanben, Welcher mit bem Jammer einige 9lepnlid)feit hat unb gleichzeitig (Steigb\u00fcgel unb 2lmboS erfepen mu\u00df. Oie \u00a9erudjStoerfzeuge ftehen benen ber S\u00e4ugetiere entfepieben nad). \u00a9ine \u00e4u\u00dfere Stafe unb gro\u00dfe Slafenp\u00f6plen fehlen. Oie Skfenl\u00f6cper, toelcpe am Oberfiefer geto\u00f6pulid) nahe ber V\u00dfurzel beS (Schnabels liegen, \u00f6ffnen fiep als rttnblicpe S\u00f6cper ober \u00a9palten, auSnapmStoeife auch in l\u00e4ngeren ^jontr\u00f6pren unb ftnb entmeber nadt ober mit \u00a7aut ober mit borftenartigen gebent bebedt. Snnen teilt ft bie Scafe in z^ei fohlen, in Welchen je brei h\u00e4utige, fnorpelige ober fn\u00f6djerne Sftufcpefit liegen, unb auf bereu fie \u00fcberziehenbeu (Schleimhaut fiep ber Sliecpnero auSbreitet. \u00a9inen feinen \u00a9efchmadSfinn feinen nur Wenige S\u00df\u00f6gel zu beftpen, ba bie Bunge bloS bei ihnen fo gebilbet ift, ba\u00df toir auf ihre g\u00e4pigfeit zum \u00a9cpmeden fdplie\u00dfen b\u00fcrfen. S3ei ben meiften V\u00f6geln ift fie mehr ober Weniger oerf\u00fcmmert, enttoebet oerf\u00fcrzt unb oerfleinert ober mit einer hornartigen \u00a3>aut \u00fcberzogen, bei menigen lang unb flei\u00dfig. SJie\u00c7r als zum \u00a9cpmeden mag fie im allgemeinen zum Oaften benupt toerben, unb ebenfo fann fie zum Stnfpie\u00dfen ober \u00a9rgreifen ber Nahrung bienen. Oer \u00a9inn beS \u00a9ef\u00fcplS, m\u00f6ge er nun als \u00a9ntpf nbungS ; ober als Oaftoerm\u00f6gen aufgefa\u00dft ioerben, teint hod) entioidelt zu fein; benn bie \u00e4u\u00dfere \u00a3aut ift reich an Sceroen, unb ber fo oft taftf\u00e4higen Bunge fommt auch ber mit meieper $aut \u00fcberzogene \u00a9cpnabel noch zu \u00a3i\u00eff\u00ab-\n\u00a9ehr oo\u00dffommen finb bie Organe beS VlutumlaufS unb ber Sltfjmung. Oie V\u00f6gel befi^ett ein \u00a3>erz mit z^ei Kammern unb z^ei Vorfammern, ioelcpeS in feiner Vilbmtg bem ber S\u00e4ugetiere fehr \u00e4hnelt, oerp\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig aber muSfelfr\u00e4ftiger ift. 3u beiben \u00a9eiten beffelben liegen bie Sungen unb feitlid) ber \u00a9pte beS ^erzenS bie beiben Seberlappen. Oie Sungen ftnb mit ben 3^i^>^ert Oer; madjfen unb erftreden ftch ^eiter nac\u00a3) unten a\u00ef\u00ea \u00dfei ^ett \u00a9\u00e4ugethieren, mie benn \u00fcberhaupt eine \u00a9d)eibung ztoifchen SBruft unb 23aud)h\u00f6hlo nicht ftattfinbet, ba baS 3d>otfe^- fe^^. Slu^er ben Sungen f\u00fcllen bie 3$\u00f6get noch mehr \u00a9\u00e4de unb 3e\u00fcen, melche im ganzen K\u00f6rper liegen, mit ber ein; geatmeten Suft an, inbem biefe auS ben Sungen in bie SSruftfellf\u00e4de einbringt unb fit *>\u00fcnn \u00f6on hieraus meiter im K\u00f6rper oerbreitet, ja fogar ben gr\u00f6\u00dften Oheil ber \u00c4nocpen, enttoeber bie fRopren, melcpe bei \u00a9\u00e4ugetpieren marfig finb ober bie gem\u00f6pnlich oorpanbenen Bellen, erf\u00fcllt. Oie Suftr\u00f6pre beftept auS fn\u00f6cpernen, burd; ^aut oerbunbenen S\u00e4ngen unb beftpt einen oberen unb unteren \u00c4cplfopf. Sener liegt pinter ber Bunge, ift faft breiedig unb pat feinen \u00dfeplbedel; feine \u00a9timmripe toirb oon neroenreidpen SB\u00e4rzcpen umgeben unb an ben Si\u00e4nbern mit einer toeiepen, muSfeligen \u00a7aut befleibet, meldpe oodfommne \u00a9cplieBung beS ^eplfopfeS erm\u00f6glicht. Oer untere \u00dfeplfopf liegt am \u00a9nbe ber Suftr\u00f6pre oor ber Opeilung in bie Slefte unb ift eigentlich nur eine Vergr\u00f6\u00dferung beS lebten Suft; r\u00f6prenringeS. \u00a9in \u00a9teg in ber 3Ritte, gebilbet burep Verboppelttttg ber inneren ^paut ber Suftr\u00f6pre,","page":975},{"file":"p0976.txt","language":"de","ocr_de":"976\n\u00a9in Vlid auf bag Seben ber \u00a9efammtpeit.\nt^eitt iptt in gtoei \u00a9galten ober Stipen, unb bereu.St\u00e4uber n>evbert beim Slugftr\u00f6men ber Suft in \u00a9d;loingungen gefept, bienen alfo gur \u00a9rgeuguttg ber Stimme. Sin jeher Seite.beg unteren $epl; fopfeg liegen SStugfelu, einer big f\u00fcnf an ber 3ap6 toeld;e bitrcp ipre V\u00f6irfung ben \u00c6ep\u00effopf t>er= \u00e4nbern f\u00f6nnett. Stur bei Wenigen V\u00f6geln fehlen biefc S\u00ef\u00efugfeln g\u00e4nglid;, bei anberen, gu benen bie meiften Sittgo\u00f6gel g\u00e4plen, ftnb f\u00fcnf f\u00dfaare oorpanben. 3U beiben \u00a9eiten ber Suftv\u00f6pre Verlaufen aufjerbent lange Viugfeln, toeld;e am unteren \u00aeeplfopfe beginnen unb bei einzelnen bi\u00ea gu ben Opren auffteigen unb burd; ipre \u00efp\u00e2tigfeit Verf\u00fcgungen ober Verl\u00e4ngerungen ber Suftr\u00f6pre beioirfen tonnen. h\u00f6d;ft eigeutp\u00fcmlicp ift ber Verlauf ber Suftr\u00f6pre bei mand;en V\u00f6geln; bemt nid;t immer fentt fie ftd; oom unteren \u00a9nbe beg ^alfeg unmittelbar in bag dunere beg Vruftforbeg, tritt oielmepr bei eingelnen border erft in ben Samm beg Vruftbeineg ein ober bilbet auf ben \u00e4u\u00dferen Vruftmugfeln eine mepr ober Weniger tiefe Scplhtge, feprt nacp oben gur\u00fcd unb fenft fiep nun erft in bag innere beg Vrufttorbeg.\nSDie Verbauunggtocrfgeuge ber V\u00f6gel unterfd;eiben ftd; ioefentlicp oou benen ber S\u00e4ugetiere, fdjoit begpalb, ioeil jene feine 3apue paben unb alle Viffen gang oerfd;luden. Speid;elbr\u00fcfen ftnb Oorpanben; eine toirflidpe $Durcpfpetd;elung in ber SJhtnbp\u00f6ple aber finbet fautn ftatt, ioeil ber Viffen oor bem Verfd)liugeu nicpt getaut toirb. Vei fepr oielen V\u00f6geln gelangt er gun\u00e4cpft in eine Slug; bucptung ber Speifer\u00f6pre, ioelcpe mau \u00aeropf nennt, unb ioirb hier vorl\u00e4ufig aufbeioaprt unb ooroer; baut; bei anberen fomntt er unmittelbar in ben Vormagen, eine \u00a9rtoeiterung ber unteren Speifer\u00f6pre, toelcpe reid; au Pr\u00fcfen unb fietg b\u00fcnner alg ber eigentliche Viagen ift, feinem Vogel fehlt unb bei bettjenigen am gr\u00f6\u00dften ift, toeld;e feinen $ropf befi^en. S)er eigentliche Vlageft fann fepr oerfcpieben gebilbet fein. Vei benen, toeld;e Oorguggioeife ober augfcpliefjlidp oon anberen Spieren leben, ift er geW\u00f6hulid; b\u00fcnuh\u00e4utig, bei benen, ioeld;e ftd; Oou S\u00dfftangenftoffen n\u00e4hren, fepr ftarfmugfelig unb innen mit einer garten, gefalteten haut aitggefleibet, ioeid;e Wirf lieh bie Stelle eineg Sleiberg oertritt unb, oou ben fr\u00e4ftigen Vtugfeln bewegt, bie Steifen, benen Sanbf\u00f6rner unb Riefelten beigemifd)t toerben, gerfleinert unb germalmt. 3nt 2)armfd;laud;e fehlt ber SMdbarnt, ift ioenigfteng nur beim Strau\u00df fo gu fagcit augebeutet. 2)er Vtaftbarm erweitert fich gegen fein \u00a9nbe gur fogenauuten \u00c4loafe, in toeld;e bie beiben Harnleiter, bie \u00a9anteng\u00e4nge unb bie \u00a9ileiter m\u00fcnben. \u00a3)ie SJiilg ift Oerp\u00e4ltnifm\u00e4fiig fleht, bie Vattd;fpeicpelbr\u00fcfe grofj, bie partf\u00f6rnige, in mehrere Sappen geteilte Seber anfehnlich, ebenfo bie \u00a9a\u00fcenblafe, bie Stiere lang, breit unb gelappt.\n\u00a9huge V\u00f6gel befipen eine beutlkpe Stutpe, alle, wie felbftoerft\u00e4nblicp, hoben unb Sameng\u00e4nge, \u00a9rftere liegen in ber Vattcpp\u00f6ple am oberen \u00efpeile ber Stieren, fdgoelten to\u00e4preub ber S\u00dfaarungggeit aufjerorbentlicp an unb fdprumpfen ttad; ipr auf fleine, faunt bemerfbare $\u00fcgeld;en gufammen; leptere laufen, ftarf gefcpl\u00e4ngelt, Oor ben Stieren neben ben havnleitern perab, erweitern fiep unb bilbett oor ihrer SJt\u00fcubuug eine fleine Vlafe. SDer traubenf\u00f6rmige \u00a9ierftod liegt am oberen \u00a9nbe ber Stiere unb beftept aug oielen runblid;en \u00c4\u00f6rpercpen, beit lottern, bereu Slitgapl fid; ungef\u00e4pr ghnfd;en punbert unb f\u00fcnfpunbert bewegt. S)er \u00a9Heiter ift ein langer, barmf\u00f6rmiger Sd;laud; mit gtoei SJ\u00ee\u00fcnbungen, oou benen eine in bie Vattcpp\u00f6ple, bie anbere itt bie \u00dfloafe fiep \u00f6ffnet.\n\u00a3>ie haut ber V\u00f6gel pat pinftcptlid; iprer Vilbuttg im toefentlid;en mit ber ber S\u00e4ugetpiere Slcpnlicpfeit. Sind) fte beftept aug brei Sagen, ber Oberpaut, bem Scpleimttepe uttb ber Seberpaut-\u00a9rftere ift b\u00fcnn unb faltenreich, Oerbidt ftep aber an ben ^ufpourgeltt unb 3opeu gu pornigen \u00a9cpuppcit unb toanbelt ftd; audp am Sdpnabel in \u00e4pnlid;er S\u00f6eife um; bie Seberpaut ift oerfdneben bid, bei eittgelnen V\u00f6geln fepr b\u00fcnn, bei anberen ftarf unb part, ftetg gef\u00e4\u00a7; unb neroenreiep unb nad; innen gu oft mit einer bidden $ettfcpid;t bebedt. $Die Gebern enttoideln ftd; in \u00a3afd;en ber haut, innerhalb eineg Valgcg, in toeld;em guerft ein gweitcr, garterer ftept, eine gallertartige $l\u00fcfftgfeit unb bie ern\u00e4prenben Vlutgef\u00e4fe entpaltenb, W\u00e4prenb gft>ifd;en beiben V\u00e4fgen ein breiartiger, feink\u00f6rniger Stoff liegt. \u201eS)ttt fortfdpreitenber \u00a9nttoidelung\", fagt \u00a9iebel, \u201e\u00f6ffnet ftd; bie \u00a9pipe beg \u00e4nderen Valgeg unb ein pinfelfeiner Strapl, bie \u00a9pipe ber Sapne, tritt oor; halb geigt ftd; ein ft\u00e4rferer \u00a9trapl, Welcher bag \u00a9ttbe beg Sdiafteg Wirb unb bie \u00fcbrigen Straplen tr\u00e4gt, im inneren aber ttod; klar unb","page":976},{"file":"p0977.txt","language":"de","ocr_de":"SSerbauurtg\u00eamet\u00efgeuge. $ebent. Stoffmecpfe\u00ef.\n977\nmatfleer ift. 3>m S3a\u00efgc verliert fit ber garte \u00aeiet auf ber ^ornerfd^id^t; bertn biefe Iiefert*ba\u00ea Material gum Stufbau ber Gebern.\" Severe [tub \u00e4pnlkpe \u00a9ebitbe mie -Spaare, \u00abStapeln ober Stupfen ber S\u00e4ugetiere, bet ben oerftiebenen SRitgliebern ber klaffe aber gro\u00dfen S3er\u00e4n; beruugen untermorfen unb aut au beu oerftiebenen Speilen be\u00ea SSoget\u00ea felbft abmeitenb gebilbet. SRan uuterfdjeibet beu Stamm, bie $apne ober ben S3art, am Stamme bie Spule uub ben Sdmft. (Srfterer ift ber untere, iu ber -fpaut ftedeube Speil ber $eber, ein runbe\u00ea, popte\u00ea, burd)fid)^9e^ \u00a9ebilbe, melte\u00ea uad) oben pin oierfantig mirb unb mit gelligem SRarfe fit f\u00fcllt, m\u00e4preub e\u00ea iu ber SRitte bie oben uub unten angematfene Seele, eine S\u00eeeipe b\u00fctenf\u00f6rmiger, in einauber fiedenber \u00e2etlen enth\u00e4lt, mekpe bie Sprung guf\u00fcpren. \u00a3)er obere Speil be\u00ea Stafte\u00ea ift gem\u00f6lbt unb ebenfalls mit glatter, dorniger SRaffe bebedt, ber untere burd) eine Sang\u00earimte geteilt unb minber glatt. Sim Stafte ftepen gmeigeilig bie ben S3art bilbeuben Strahlen, b\u00fcnue ^pornpl\u00e4ttten, mette fd)ief Don innen uad) au\u00dfen am Stafte befeftigt ftnb uub au bereu obereu \u00aeante ftd) gmeigeilig bie $afent aufe^eu; \u00efe^tere trageu faft iu gteid)er SBeife angefepte uub gebilbete -Spalteu, toelte beu iuuigen Bufanim^tt; pang ber Gebern 0 ermitteln. Unter biefen felbft uuterfteibet mau Slu\u00dfenfebent uub \u00c7taumenfebern ober \u00a3>unen; elftere merbeu mieberurn in K\u00f6rper;, Stmung;, Steuer; uub Sedfebern, bie Stmung; feberu iu -Spanb;, Slrnt; uub Stulterftmingen eiugeteilt. Sim $anbtpeil be\u00ea $l\u00fcgel\u00ea fiepen gem\u00f6pnlid) gepn ^aubftmingen ober Stmuugfebern elfter Drbnung, m\u00e4preub bie Slngapl ber Strut; ftmiugeu ober Stmuugfebern gmeiter Drbnung ftmanfenb ift; ber Stmang mirb in ber SRegel au\u00ea gm\u00f6lf, feiten au\u00ea meniger, \u00f6fterer au\u00ea ntepr Steuerfebe\u00efn gebilbet. \u00a3)ie ^otperfeberu ftepen nitt \u00fcberall gleit Mt*/ fiub oietmepr in gemiffer S\u00f6eife ntat Fluren georbuet, foba\u00df eigeut\u00efit ber gr\u00f6\u00dfte Speil be\u00ea Seibe\u00ea uadt unb bie SSefteberung nur auf ftmate, reipeuartige, bei beu oerftiebenen SSogeln aud) oerfd)iebett oerlaufettbe Streifen beftr\u00e4nft ift. ^Diejenigen SS\u00f6gel, mette ein gleit= m\u00e4\u00dfig bid)te\u00ea $eberfleib tr\u00e4gen, ftnb gum fliegen uuf\u00e4pig. SDie ^\u00f6rperfebertt liegen batgieg-elartig, bie Stmung ; unb Steuerfebern f\u00e4d)erf\u00f6rmig \u00fcbereiuauber; bie \u00a3)edfebern legen fit Oon obennat unten \u00fcber bieSd)mung; unb Steuerfebern unb merben bentgem\u00e4\u00df al\u00ea Dber; unb itnterft\u00fcget; ober Stmang; bedfebern unterftieben. SSei ben SDuneit ift bie $apue meitftraptiger, loderer unb biegfamer, ber SSerbanb ber \u00a3\u00e4fd)en ntepr ober meniger aufgepoben unb ba\u00ea gange \u00a9ef\u00fcge babttrd) ein anbere\u00ea gemorben. Slud) mit ben oerftiebenen Farben, mette an ben Gebern paften, ftept SSerftiebenpeit ber SSilbttng im \u00a9tnflange: eine unb biefelbe fjeber, mette oerftiebene f\u00e4rben geigt, fantt and; oer; ftieben gebilbet fein, ba ipre $ratt meit meniger auf ben an ipr paftenben \u00c7arbftoffen, al\u00ea oietmepr auf Straptenbred)ung berupt.\n$t mu\u00df auf bereite \u00a9efagte\u00ea gur\u00fcdfommen. \u00aeeine klaffe pat einen fo regen Stoffmetfet, feine anbere fo marnte\u00ea S3tut mie bie ber gefieberten Spiere. \u00a9in\u00bb gept au\u00ea bemSlnberen peroor: bie erp\u00f6pte Sltpmung\u00eatp\u00e2tigfeit ift e\u00ea, mette ben SS\u00f6getn ipre erp\u00f6pte Sp\u00e4tigfeit unb \u00aeraft oerleipt. Sie atpmen eine ungleit gr\u00f6\u00dfere SRenge Suft ein al\u00ea anbere Spiere; benn bie Suft fommt nitt blo\u00ea temift oerbunben, fonbern not unoer\u00fcnbert \u00fcberall in iprent Seibe gur \u00a9eltung unb SSebeutung, ba, mie bereite bemerft, nitt allein bie Sungen, fonbern aud) bie Suftf\u00e4de, bie \u00c6notenp\u00f4pten unb knoten; gellen, gumeilen fogar nod) befoubere ^autgettcn mit ipr angef\u00fcllt merben. S)a\u00ea SStut mirb alfo reitlid)er mit Sauerftoff oerforgt al\u00ea bei ben \u00fcbrigen Spieren; ber SSerbrennung\u00eapergang ift beftteunigter uub bebeutenber, feine reigenbe \u00a9igeuftaft gr\u00f6\u00dfer, ber gange Kreislauf rafter unb ftneller. 9Ran pat gefunben, ba\u00df bie Sd)Iag; unb 33lutabern Oerp\u00e4ttni\u00dfm\u00e4\u00dfig ft\u00e4rfer ftnb, ba\u00ea SBIut r\u00f6tper ift unb mepr SStutfiigelten al\u00ea ba\u00ea ber \u00fcbrigen SBirbeltpiere entp\u00e4tt. | hiermit fiept bie un\u00fcbertroffene Stegfamfeit in engfter SSerbtnbung unb att\u00ea bent burd) fte notpmenbig bebingten \u00c6r\u00e2fteoerbraud) gept felbftoerft\u00e4nblid) mieberurn bie gro\u00dfartige SSerbauung\u00eaf\u00e2pigfeit peroor.\nSreljm, SE^\u00efev\u00efeben- IV.\t\u00df2","page":977},{"file":"p0978.txt","language":"de","ocr_de":"978\nGin S3\u00eftdC auf ba\u00a7 Seben ber \u00a9efammtpeit.\n\u00a9tan barf behaupten, bafj ber \u00a9ogel oerp\u00e4ltntfm\u00e4fig ntepr frift als jebe\u00ea anbere \u00a9efdp\u00f6pf. dtidpt toenige freffen beinah ebenfolange, als fte Joadp ftnb, bie \u00aeerff\u00e4ger fooiel, ba\u00a7 bie t\u00e4gliche \u2022Jlaprung\u00e4menge an \u00a9einigt ipre eigene \u00ae\u00f6rperfdpJoere gJoei bis brei \u00a9tal \u00fcberftetgt. \u00a9ei ben $leifd); freffern gefia\u00eftet ftd) ba\u00a7 \u00a9erp\u00e4ltnif g\u00fcnftiger; benn fte beb\u00fcrfen faum ein \u00a9edj\u00ebtpeit ipre\u00ea K\u00f6rper; geJoicpt\u00ea an \u00fcftaprung, unb ade \u00a9flangenfreffer brauchen laum mepr al\u00ea fie; tropbem w\u00fcrben Joir audp fie als greffer begeidpnen miiffen, ioenn Joir fie mit \u00a9\u00e4ugetpieren oergteidpen Joodten. \u00a3>ie \u00dcRaprung Joirb enttoeber unmittelbar in ben Vormagen ober in ben $ropf eingef\u00fcprt unb pier oor; oerbaut, im \u00a9tagen aber oodenbS gerfept ober, Joie fair gefepen paben, f\u00f6rmlidp Joie gJoifd)en \u00a9tapi; fteinen gertteinert. \u00a9tandpe \u00a9\u00f6gel f\u00fcllen ftdb> beim ^reffen bie \u00a9peifer\u00f6pre bis gum \u00a9cpluttbe mit Sprung an, anbere ben $ropf fo, baf; er fugelig am .Jpalfe perOortritt. \u00a9attbo\u00f6gel oerbauen ttodp alte \u00aenodpen, gr\u00f6\u00dfere $\u00f6rnerfreffer oerarbeiten fogar \u00a9ifenft\u00fcde berartig, baf ipre fr\u00fchere \u00a7orm ioefentlidp oer\u00e4nbert Joirb. Unoerbaultdpe \u00a9toffe liegen bei ipnen Joodjenlaug im \u00a9tagen, beoor fte abgepen, io\u00e4prenb fie oon ben \u00a9aubo\u00f6getn in gufamntengebadten kugeln Joieber auSgefpieen Joerben. Xrop beS regen \u00a9toffioedpfetS fammelt ftd^ bei reichlicher \u00a9aprmtg unter ber \u00a3>aut unb gloifdpen ben \u00a9ingeioeiben fepr oiel f^ett an; mehrere ^ungertage nadp einanber oerbrennen baffelbe aber audj ooKft\u00e4nbig Joieber. 2)emtodp ertragen bie \u00a9\u00f6gel junger l\u00e4nger als geJoiffe \u00a9\u00e4ugetpiere, beifpietS; ioeife ber \u00a9taullourf, ioelcper, Joie oben mitgetpeilt Jourbe, fdpon nadp Joenigen \u00a9tunben bent \u00a9aprungSmanget unterliegt.\nSind) bie Joidl\u00fcrtidpen \u00a9eioegungen ber \u00a9\u00f6gel gefdjepett rafdper unb finb auSbatternber, ipre \u00a9tuSfetn in ber \u00a3pat bitter unb fefter, reigbarer unb ihre Bufammengiepttngen Mftiger als bei ben \u00fcbrigen gieren; ihre \u00aeraft fdpeint ttnerm\u00fcblidp gu fein.\nlieber ben f\u00e4llig, bie auSgegeicpnetfte \u00a9eioegung, pabe idp oben fdpon einige SBorte gefagt uttb m\u00f6chte an\u2018 fte erinnern, Joeil baS SRachfolgenbe bamit in \u00a9erbhtbuttg ftept. Side \u00fcbrigen Spiere, Joeldje f\u00e4hig ftnb, fiel) in ber Suft gu beJoegen, flattern ober fdpjotrren: \u2014 bie \u00a9\u00f6gel fliegen. 2>ieS bauten fte ber \u00a9itbung ihrer ^ittige. 3lHe Gebern berfefben liegen bachgiegelartig \u00fcber einanber unb ftnb gebogen, Jooburd) ber Fl\u00fcgel eine mttlbenartige \u00a9uSbudptung nadp oben erh\u00e4lt, d\u00f6enn bie \u00a9epioingen empor gehoben Joerben, Joirb bie \u00a9erbinbung ber einzelnen \u00a9djJoungfebent gelodert unb bie Suft bann gloifdpen ben Gebern burdpftreidpen; beim \u00a9ieberbr\u00fcden hingegen fdpliefen ftch bie $apnen innig an bie ber anberen an unb fepen ber Suft einen bebeutenben \u00a9dberftanb entgegen: ber \u00a9ogel muf ftch alfo bei jebem \u00c7t\u00fcgclfdplage ergeben; unb ba nun \u00a3)ieS oon oorn nadp pinteu ttnb oben nadp unten gefdpiept, finbet gleichseitig \u00a9orlo\u00e4rtSbeioegung ftatt. \u00a3)er \u00a9dptoang bient als \u00a9teuer, Joirb beim \u00a9mporfieigen etJoaS gep\u00f6ben, beim ^erabfteigen niebergebogen, bei 3Benbungen gebrept. \u00a9elbftoerft\u00e4nblidp ift, ba\u00a7 bie ^t\u00fcgetfcpl\u00e4ge ber oollenbeten Flieger halb rafeper, halb l\u00e4ngs famer erfolgen, halb g\u00e4nglid) unterbrodpen Joerben, ba\u00a7 ber Fl\u00fcgel mepr ober Joeniger geJoenbet Joirb, unb ber oorbere \u00dctanb bemnaep balb p\u00f6per, halb nieberer in ben pinteren ju fiepen fontmt, je nad;bem ber $ogel fd;neller ober gem\u00e4d)lidper auf; unb oor\u00efo\u00e2rt\u00ea fliegen, fcpJoebett ober Greifen JoiH, unb ebenfo, ba^ fte etngejogen Joerben, Joenn ftdp berfelbe au\u00a7 bebeutenben ^\u00f6pett j\u00e4p gum \u00a9oben perabguft\u00fcrgen beabfteptigt. \u00aeie SB\u00f6lbung ber Fl\u00fcgel bebingt audp, ba\u00a7 er gum ^luge \u00a9egenJoinb bebarf; benn ber oon oorn lommenbe Suftgug f\u00fcdt ipm bie \u00a9cpJoingett unb pebt ipn, to\u00e4prenb 9t\u00fcdJoinb ipnt bie Gebern lodert unb bie fyl\u00fcgel perabbr\u00fcdt, bie \u00a9eJoegung \u00fcberpaupt beeintr\u00e4chtigt. \u00aeie beg\u00fcglidpe \u00a9cpnetligfeit unb bie Slrt unb \u00e4Beife be\u00ea ^luge\u00ea felbft ftept mit ber \u00a9efiattung be\u00ea ^l\u00fcgel\u00ea unb ber \u00a9efepaffenpeit be3 \u00a9efteber\u00ea im innigften \u00a9itdlange. Sange, fdpmale, fdjarf gugefpipte, partfeberige Fl\u00fcgel uttb etn lurgef \u00a9efteber bef\u00e4ptgen gu rafdpem \u00c7lttge, \u00efurge, breite, ftumpfe Fl\u00fcgel unb lodere\u00ea \u00a9efieber ertauben umgefeprt nur einen langfanten; ein oerp\u00e4ttnijgm\u00e4fig langer unb breiter \u00a9cpJoang mad)t f\u00e4pe S\u00dfenbungen m\u00f6glidp, grofe, abgerunbete unb breite Fl\u00fcgel erleidptern l\u00e4ngere^ \u00a9dpjoeben :c. ^\u00bbinficptlicp ber beg\u00fcgtidpen \u00a9(pnedigteit be\u00ea ^luge\u00ea pabe id) bereits gefagt, ba\u00a7 fte bie jebel anberen \u00efpiere\u00ea \u00fcbertrifft;\u00bbbeg\u00fcgltdp ber 5lu\u00eabauer mag bemerlt fein, ba\u00a7 ber \u00a9oget pierin pinter leinent Spiere gur\u00fcd ftept, baft er f\u00fcr un\u00ea Uttbegreiflid)e\u00ea leiftet unb im \u00a9erlaufe Joeniger \u00a3age punbertc","page":978},{"file":"p0979.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9toffwehfel. 58ewegungen.\n979\nbon Steilen zur\u00fccflegen, Binnen Wenigen \u00a9tunben ein BreiteS Steer \u00fcberfliegen \u00efamt. 3uS^Se* fliegen tagelang olfne Wefentlidfe Unterbrechung, \u00a9htoeBe\u00f6\u00f6gel fjne\u00efen ftunbenlang in Ber Suft, unb nur fe\u00effr ung\u00fcnftige SSer^\u00e4ltniffe entkr\u00e4ften einzelne fhlieph Wirflid). SeWunberungSW\u00fcrbig ift, baff ber 33ogel in ben Oerfhiebenften Rolfen, in benen bocfy bie berpiebene Oiddigfeit ber Suft and) einen oerfd)iebenen \u00aeraftaufWanb Bebittgen muf, anfheinenb mit berfelBen*Seid)tigfeit fiiegt. 5ll\u00ea ftd) Jpumbolbt in ber S\u00e4lfe beS \u00a9tyfetS boni \u00a9t)imBoraffo Befanb, fah er in unermefBarer ^\u00f6^e \u00fcber [ich nod; einen $onbor fhweben, jo hoch, bafj er mtr fleineS $\u00df\u00fcnft<hen erf chien; ber Sogei flog anfheinenb mit berfetBen Seidftigfeit Wie in ber Xiefe. Oaf OieS nicht ber f\u00c7aU ift, Ip wart kurh Serfud)e feftfteUen f\u00f6nnen : \u00efauBen, Weldfe Suftfa^rer fliegen liefen, flogen in Bebeutenben Rolfen Weit unftc^erer als in tieferen Schichten.\n3>n ber Segel ftnb bie guten Flieger \u00a3um \u00a9eben mehr ober Weniger unf\u00e4hig; inbeffen giBt eS and) unter ihnen einige, Welche fid) laufenb mit Seihtigfeit Belegen. Oer \u00a9ang felBft ift oiel; fad; berfd)ieben: eS giBt Sentter, Araber, S\u00e4ufer, \u00a9^ringer, \u00a9breiter, \u00a9\u00e4nger unb enblidj ungefd)idte SOBatfchler ober Sutfher unter ben S\u00f6geln. Son bem \u00a9ange beS Stenfdjen, Welcher Wie fie anf ZWei\tein^erfchveitet, Weid)t ihr Sauf merflih aB. Siit SluSnahme Weniger \u00a9hwimmo\u00f6gel,\nWelche nurrutfdjenb ftdj Bewegen, gehen alle S\u00f6get auf ben 3ehen5 biefenigen, Bei benen ber \u00a9dfwer; bnnft in bie Stitte beS K\u00f6rpers f\u00e4llt, am Beften, Wenn auch nicht am rafdjefien, bie hod)Beinigen gut, febod) mit gemeffenen \u00a9chritten, bie kurzbeinigen fchled)t, gew\u00f6hnlich h\u00fcpfenb, biefenigen mit mittel; hohen Seinen felfr fdmell unb mehr rennenb als laufenb; alle, Welche ftch fteil tragen, Bewegen fid) f^merf\u00e4Uig unb ungefd)idt, biefenigen, Bei benen bie Seine ebenfalls Weit hinten am K\u00f6rper eingelenft ftnb, Weldfe aber ben Sorbertheil beffelben heraBBiegett, faurn leichter, Weil Bei ihnen feber \u00a9chritt and) eine nterflid^e Orelfung beS Sorberf\u00f6rfrerS nothwcnbig macht, \u00a9inige bortreffliche Flieger f\u00f6nnen gar nicht mehr gehen, einige ausgezeichnete \u00a3aud)er BloS rutfchenb unb friecftenb ftch f\u00f6rbertt. Sei fehr eiligem Saufe nehmen biele ihre fyl\u00fcgel zu -Jpilfe.\n97icht wenige Stitgtieber ber klaffe Belegen ftch int S\u00dfaffer mit Selfenbigfeit, nehmen fhwimtnenb bie meiften ^anblungen bor, f\u00f6rbern ftch rubernb auf ber Oberfl\u00e4che Weiter unb taud)en in beffen Oiefe hinab. S^ber S\u00f6gel fhwimmt, Wenn er auf baS Staffer geworfen toirb ; bie \u00a9djWimtn; f\u00e4higfeit Befdjr\u00e4nft ftch auh mht auSfdjlieph auf bie eigentlichen \u00a9hWimmer. Sei biefen, Wie Bei allen im Staffer lebenben S\u00f6geln \u00fcBerhaubt, flehen bie Gebern bitter als Bei ben \u00fcbrigen, Werben aud) Beft\u00e4nbig reidtlid) eingefettet unb ftnb fo bortrefflich geeignet, bie S\u00e4ffe abzuhalten. Oer auf ber Oberfl\u00e4che beS S\u00dfafferS fortfh Wimmen be S\u00f6gel erh\u00e4lt ftch \u00b0Pe i^senb Weldfe 3lnftrengung in feiner Sage, unb feber Suberfdftag Ip Bei ihm einzig unb allein Fortbewegung beS K\u00f6rpers zur $ol\u00f6e-3um \u00a9d)Wimmen Benufct er gew\u00f6hnlich nur bie F\u00fcfe, welche er zufammengefaltet borW\u00e4rtS zieht, auSBreitet unb bann mit boiler \u00aeraft gegen baS Staffer br\u00fcdt, Bei ruhigem \u00a9chwimnten einen nach bem anberen, Bei raflent meift Beibe zugteid). Um zu fteuern, legt er ein Sein mit auSgebreiteten 3ehen nadh hinten unb rubert mit bem anberen. Stil bem \u00a9d)Wimmen ift oft \u00a3aud)f\u00e4l)igfeit ber; Bttnben. \u00a9inige S\u00f6gel fd)Wimmett unter ber Oberfl\u00e4che beS SkfferS fouetter als auf ihr unb Wett; eifern mit ben Fifhen; anbere ftnb nur bann im \u00a9taube zu tauchen, Wenn fte ftdj auS einer geWiffen ^\u00f6he herab auf baS Staffer ft\u00fcrzen. Seibe F\u00e4higkeiten ftnb Bebeutfam f\u00fcr bie SeBenSWeife. $ene, Welche bon ber Oberfl\u00e4che beS S\u00dfafferS auS mit einem mehr ober Weniger ftdjtbaren \u00a9prunge in baS S\u00f6affer tauchen, Werben \u00a9d)Wintm; ober \u00a9prungtandjer, fette,- Welche ftch aus ber Suft herab in bie Steifen ft\u00fcrzen, \u00a9topmdjer genannt. Oie \u00a9hwintmtaudjer ftnb Steifer, bie \u00a9topmdjer eigentlich nur \u00a9t\u00fcmper in ihrer \u00df'unft : fenc f\u00f6nnen ohne S\u00dfeitereS in bie Siefe hinab taud)en unb l\u00e4ngere 3eit in ihr berWeilen, biefe zw\u00e4ngen ftd\u00a9 nur burd) bie Stacht beS \u00a9to^eS unter bie OBerf\u00e4he unb Werben geWiff gegen ihren Seiden Wieber emporgef\u00e9leubert ; fene fud)en unter Staffer nah \u00aeeute, biefe ftnb BeftreBt, eine Bereits erfunbete Wegzunehmen. $urze Fl\u00fcgel erm\u00f6glichen baS \u00a9hwimmtauhen, lange ftnb zuw \u00a9toftauhen unerl\u00e4^Iih, Weil h^er ^S fliegen \u00a7auf)tfad)e, baS \u00efauhen SeBenfad)e geworben ift. Sur eine einzige S\u00f6gelfamilie, bie ber \u00a9turmtauher, oereinigt itt gewiffent \u00a9inne Beibe fertig;\n62*","page":979},{"file":"p0980.txt","language":"de","ocr_de":"980\n(Sin 23Iid auf ba\u00a7 SeOett ber \u00aecfammtl;eit.\nfeiten. Bei ben @djtoimmtaud)ern merben bie $\u00fcfe unb ber \u00a9dfmang gebraud;t, Bei ben \u00a9toftauchern hauptf\u00e4chlich bte Fl\u00fcgel, Bet einzelnen ber erf\u00eeere, Bet ben gloffentauchern namentlid; $ufj, \u00a9d;mang unb $l\u00fcge\u00ef. \u00aete Biefe, BiS gu meld;er einzelne unter baS Staffer tauten, bte 3Hd;tung unb \u00a9djnedigfeit, tu weiter fte ftd; Ijier Belegen, bie $eit, mefd;e fte unter ber Oberfl\u00e4che gubringen, jtnb auferorbentlid; berfdbiebett. (Sibcrenten foden, trie fd;on fr\u00fcher Bemerft fourbe, Bis fieBeu ddinuten bermeilen unb, taut ^olboell, Bis in eine Biefe bon f\u00fcnfunbfed^gig $aben ^inaBfteigen f\u00f6nnen; bie 9Jtehrgahl Befud;t fo Bebeutenbe liefen fid^erlidO nid;t, erfd;eint attd; fd;on nad; h\u00f6d;ftenS brei STcinuten an ber Oberfl\u00e4che, unt Suft gu fd^\u00f6pfett. Einige SS\u00f6gel, toeXdt;e nid;t gu ben \u00a9dfmintmern g\u00e4lten, ftnb nicht BloS fertig, gu fdhmintnten unb gu taud;en, fonbern and), auf bem \u00a9ruttbe beS B\u00dfafferS ittnhergulaufen.\nZloty eine gertigfeit ift ben B\u00f6geln eigen: oiele bon il;neu flettern unb gmar gang borg\u00fcglid). \u00a3>iergu Bennien fte borgttgSmeife bie $\u00fcfe, neBettBei aBer auch beu \u00a9d;nabel unb ben \u00a9chmang, BebingungSmeife fogar bie Fl\u00fcgel. Oie unbodfommenftc 2lrt gu flettern ift bie, meld;e bie Papageien auS\u00fcben, menu fte mit bem \u00a9d;nabel einen h\u00f6her ftehenben 3meig ergreifen, ftch an ihm fefthalten uttb ben K\u00f6rper nad;giehett, bie bodfommenfte bie, melche mir bon ben \u00a9Rechten Beobachten f\u00f6nnen, Bei benen nur noch bie $\u00fcfje unb ber \u00a9d;mang in $rage fomnten. (Sinige flattern mehr in bie $\u00f6he, als fie flettern, inbem fte Bei feber 2lufm\u00e4rtSbemegttng bie Fl\u00fcgel l\u00fcften unb mieber augiehen, fontit eigentlich emporjXiegen unb fid; bann erft mieber fefth\u00e4ngen : in biefer Bkife berf\u00e4hrt ber dftauer; X\u00e4ufer, m\u00e4l;renb bie \u00a9fechte ftch X;\u00fc^fenb borm\u00e4rtS Bemegen, ohne bie Fl\u00fcgel gu l\u00fcften. $aft alle Kletterer feigen nur bon unten nad; oBett ober auf ber oberen \u00a9eite ber Slefte fort; einzelne aber ftttb mirflich im \u00a9tanbe, fopfunterft am \u00a9tamnte herabgulattfett unb anbere an ber unteren \u00a9eite ber 2lefte hingugeheit.\n\u00a9ine ausgezeichnete Begabung ber B\u00f6gel Befunbet ftd) in ihrer lauten, bo\u00ef\u00efen unb reinen \u00a9timme. 3mar gibt eS biete unter ihnen, melche menig B\u00f6ne ober BloS unangenehm freifchenbe unb gedenbe bemehmeit taffen; bie StRehrjahl aber hat eine ungemein Biegfame unb flangreid;e \u00a9timme: mirflid; ftuntme B\u00f6gel fennt man nid;t. Oie \u00a9timme erm\u00f6glid;t eine reichhaltige \u00a9pracpe unb ben anmutigen \u00a9efaitg. 3ebe eingehettbere Beobachtung lehrt, baf bie B\u00f6gel f\u00fcr berfchiebene \u00a9mpfhtbungett, (Sinbr\u00fccfe unb Begriffe Befonbere Saute auSftofjen, benen man ohne UeBertreiBung bie Bebeutung bon Porten gufpred;en barf, ba ftch bie \u00a3hiere nidjt allein unter ftch berft\u00e4nbigen, fonbern fetbft ber aufnterffame Beobachter fie berftehen lernt \u00a9ie toefen ober rufen, geben ihre $reube unb Siebe funb, forbern ftch gegenfeitig gum Kampfe h^attS ober zu \u00a9d;uh unb \u00a3ruh auf, marnen bor ^einben unb anbermeitiger \u00a9efahr unb machen ftch \u00fcberhaupt bie berfd;iebenften ZSliU theilungen. Unb nicht BloS bie Slrten unter fich miff en ftd; gu berft\u00e4nbigen, fonbern Beborgugte aud; gu minber Begabten gu reben. 2luf bie 2Barnung gr\u00f6\u00dferer \u00a9umpfb\u00f6gel achtet baS Heinere \u00a9efinbcl, auf eine \u00aer\u00e4l)e \u00a9taaren unb anbereS f^elbgefX\u00fcgel, auf ben Slngftruf einer Slmfet laufd;t ber gange Bklb. Oie BefonberS Borftchtigen fdhmingen ftd; gu P\u00e4chtern ber \u00a9efammtheit auf, unb ihre 2leu\u00a7erungen merben bon anberen moht Beachtet. \u00e4\u00f6\u00e4hrenb ber Beit ber Siebe unterhalten ftd; bie B\u00f6gel, fd;matjenb unb fofenb, oft in atferliebfter SSeife, unb ebenfo fprid;t bie dftutter g\u00e4rtlid; gu ihren \u00dfinbern. (Singelne mirfen gemeinfchaftlid; in regelrechter SBeife am #erborBringen Beftimmter \u00a3\u00f6ne, inbem fie ftd; gegenfeitig antmorten; anbere geben ihren \u00a9ef\u00fchlett d\u00f6orte, unbef\u00fcmmert barum, ob fte Berft\u00e4nbnif finbett ober nicht. 3u ihuett geh\u00f6ren bie \u00a9ingb\u00f6get, bie Sieblinge ber \u00a9d;\u00f6pfung, mie man fte mol;l nennen barf, biejenigen dditglieber ber klaffe, meld;e biefer unfere bode Siebe ermorben haben, \u00a9olattge eS ftd; um reine Unterhaltung hanbett, ftehen ftd; Beibe \u00a9efd;ted;tcr in ihrer \u00a9prad;fertig\u00efeit ungef\u00e4hr gleich; ber \u00a9efang aber ift eine Beborgttgung beS m\u00e4nnlichen \u00a9efd;led;te\u00a7; benn h\u00f6chft feiten nur lernt eS ein Weibchen, einige \u00a9tropl;eu aBguftttgett. Bei aden eigentlichen \u00a9\u00e4ttgern ftnb bie dRuS\u00efeln am unteren $et;ltopfe im 3Sefentlid;en gleid;artig entmidelt; ihre \u00a9angeSfertig\u00efeit aber ift benitod; l;\u00f6d;ft berfd;ieben. S^be einzelne 5lrt hat ihre eigenth\u00fcntlid;en B\u00f6ne unb einen gemiffett Umfang ber \u00a9timme; jfebe berbinbet bie \u00a3\u00f6tte in Befonberer SSeife gu","page":980},{"file":"p0981.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9timme. \u00a9tune.\n981\n\u00a9trogen, toelcp fid) burd) gr\u00f6\u00dfere ober geringere kittle, Stunbung uub \u00a9tarie ber \u00a3\u00f6tte \u00efeid)t ton \u00e4plidpn unter\u00dfpiben taffen; bag Sieb beiocgt fid) bet einzelnen in ioeuigen \u00ef\u00f4nen, to\u00e4penb aubere Oltaocn beprrfdpn. S)ie einzelnen \u00efone liegen eine \u00a3ei*z ober eine Ditinte aug einanber. Skrben bie \u00a9efanggtpite ober \u00a9tropen fd)arf nnb be\u00dfimmt oorgetrageu nnb beutlid) abgefep, fo nennen loir bag Sieb \u00a9dpag, to\u00e4penb loir ton \u00a9efang reben, loenn bie \u00a3\u00f6ne ztoar fortto\u00e4penb loed)fetn, fid) jebod) nid)t zu einer \u00a9trope geftalten. 2)ie 9^acf;tigatl ober ber \u00a9bel\u00dfnl fd\u00dfagen, bie Serd)e ober ber \u00a9tiegli^ fingen. 3kber \u00a9ingoogel toei\u00df \u00fcbrigeng 2Ibioed)felung in fein Sieb zu bringen, unb gerabe begplb loirlt eg fo m\u00e4chtig auf ung. Sind; bie \u00a9egenb tr\u00e4gt zur Slenberung bag Spige mit bei; bettn biefelben Slrten fingen im \u00a9ebirge anberg atg in ber \u00a9bene, loenn fid) aud) bag S\u00dfie nur oon einem Kenner praugf\u00fcpen taffen loitt. \u00a9in guter \u00a9Kl\u00e4ger ober \u00a9\u00e4nger in einer geioiffett \u00a9egenb bann t\u00fcdftige \u00a9dr\u00fcber bitben, ein fd^Ied^ter aber aud) gute oerberben: bie j\u00fcngeren S\u00f6get lernen oon ben \u00e4lteren iper Slrt, neunten aber leiber lieber bag SJtangelpfte alg bag So\u00ef\u00efenbetere au. \u00a9injetne begn\u00fcgen fid) nid)t mit bem ipen urfp\u00fcnglid) eigenen Siebe, fonbern rni\u00dfpn i\u00ef)m einzelne \u00a3\u00f6ne ober \u00a9tropen anberer S\u00f6get ober fogar innert auffallenbe kl\u00e4nge nnb \u00a9er\u00e4u\u00dfp ein. \u00a9ie nennen loir \u00a9potto\u00f6get, obioop loir ipen mit biefer Sezeipung ein gro\u00dfeg ttureep tpn. \u00a9ingo\u00f6get im eigentlifipn \u00a9inn\u00e9 beg SSorteg, alfo fold)e, toelcp nid)t blog bie \u00a9ingmugleln am unteren \u00c6epiope pben, fonbent and\u00bb toirllid) fingen, gibt eg in allen S\u00e4ubern bei* \u00a9rbe, jebod) oorgug\u00f6loeife in benen bei* gem\u00e4\u00dfigten \u00a9\u00fcrtet.\n\u00a9d)on oorpn tourbe angebeutet, ba\u00df leine \u00a9imtegf\u00e4pgleit ber S\u00f6gel oerl\u00fcmmert i\u00df. \u00aeiefer \u00a9d)tu\u00df l\u00e4\u00dft f\u00eed^ aug ber einfad)en Setrad\u00dfung beg \u00a9innegtoerlzeugeg sieben, erh\u00e4lt aber bod) erft burd) Seobacpung feine Seft\u00e4tigung. Sitte S\u00f6gel fel)en unb pren fep fd^arf, einzelne be\u00dfpn einen feinen \u00a9erud), anbere unleugbar einen, \u00abloenn aud) befcp\u00e4ulten \u00a9efd)mad unb alle loieberunt ein feinet \u00a9ef\u00fcp, ioenigfteng foloeit eg \u00dfd) um bag \u00a9mpubunggoerm\u00f6gen pnbett. fS)ie leidste, \u00e4u\u00dfere unb innere Setoeg\u00efidpeit beg Slugeg geftattet bem Sogei, ein fel)r gro\u00dfeg \u00a9efid\u00dfgfelb zu beprrfdpn unb innerhalb beffelbett einen \u00a9egenftanb mit f\u00fcr ung \u00fcb erraff en bei* \u00a9d^\u00e4rfe toapzunet)men. 3taub= o\u00f6get unterfd)eiben Heine \u00a9\u00e4uget^iere, ^erfj\u00e4ger fXtegenbe ober fipnbe \u00aeerbtpere auf erftauntid)e \u00a9ntfernung. 2>p 2luge beloegt fid) aber aud) fortto\u00e4penb, toeil ber Srennpnlt f\u00fcr jebe \u00a9ntfernung befonberg eingeftetlt loerben mu\u00df. gierten bann mau fid) burd) einen einfachen Serfud) \u00fcberzeugen. St\u00e4prt man bie Jpanb bem Sluge eineg Stauboogetg, beifpielgtoeife bem eineg \u00c6\u00f4nigggeierg, beffen libpfarbige Stegenbogepaut bie Seobad\u00dfung erleichtert, unb merit man auf bie \u00a9r\u00f6\u00dfe beg \u00a9terneg, fo toirb man fepn m\u00fcffett, ba\u00df biefe fid) beft\u00e4nbig in bemfelben SJta\u00dfe oerengert unb erloeitert, atg man bie fpanb entfernt ober n\u00e4hert, Stur perburd) toirb eg erlt\u00e4rtid), ba\u00df biefe S\u00f6gel, loenn fie \u00fctaufenbe oon $u\u00df \u00fcber bem \u00a9rbboben fd)toeben, Heinere \u00a9egenft\u00e4nbe ioal)rnel)men unb aud) in ber St\u00e4p fep feprf felgen l\u00f6nnen. Sott bem Oortrefflid)en \u00a9epr ber S\u00f6gel gibt fd)ott ip \u00a9efang ung \u00aeunbe, ba biefer, loie bemerlt, leine\u00ealoeg\u00ea eine \u201eSegabttng oon oben\" ift, fonbern erft eingeterut loerben mu\u00df. S\u00dfir l\u00f6nnen un\u00ea jebod) oon fein\u00f6r \u00a9d^\u00e4rfe auc\u00a7 burd) unmittelbare Seobadfjtungen \u00fcberzeugen, \u00a9c^eue S\u00f6gel*loerben oft nur burd) ba\u00ea \u00a9epr auf eine \u00a9efap aufmerlfam gemad)t, gelo\u00f6^nte ^au\u00eao\u00f4get achten auf ben leifeften Slnruf. S)a\u00df bie gro\u00df\u00f6pigen \u00a9ulen bei ihrer Sagb ba\u00a7 \u00a9epr ebenfoloop benupn loerben, at\u00ea ba\u00ea \u00a9e\u00dfe\u00dft, l\u00e4\u00dft fp mit Seftimmtpit aunepien, loenn fd)on big jefet nod) nicht beloeifen; bod) ftepn auch \u00dfe ben feinprigen \u00a9\u00e4ugetperen loat)rfd)einlid) nod) nacE); eg liegen toenigfteng leine Seobad)tungen oor, ioetd)e ung glauben mae\u00dfen l\u00f6nnen, ba\u00df irgenb ein Sogei ebenfo fein prt loie eine ^tebermaug, eine \u00aeap ober ein S\u00dfieberl\u00e4uer. lieber ben @erud)g\u00dfnn prrfd^en nod) putigentageg fep* oerfd\u00dfebeneSLfteinuugen, toeil man \u00dfd) in entfdpebenett Fabeleien gefallen pt. \u00a3)a\u00df ber Stabe bag S^loer im \u00a9etoepe ried^e, ift putigentageg nod) bei oieten 2$gern eine auggemad)te \u00a9ad)e, ba\u00df ber \u00a9eier auf SJ\u00eeeiten pu Slaggerud) toap*nepie, toirb feibft nod) oon mancljem \u00c7orfdpr geglaubt: ba\u00df erftereg nidfit ber $atl, brauet nidfjt erlo\u00e4ptt zu loerben, ba\u00df le^tereg unrichtig, lann id^, auf Otelfad^e Seobadf)tungen geft\u00fcp, mit \u00a9ntfd)iebenpit bepupen. \u00a9in getoiffeg SJta\u00df Oon \u00a9erud) ift getoi\u00df nicht zu leugnen: ^)ieg beloeifen uug alle","page":981},{"file":"p0982.txt","language":"de","ocr_de":"982\n\u00a9in SSricf auf ba\u00a7 Seben ber \u00a9efammt^eit.\nSSogel, mit benen mir hierauf beg\u00fcglip Seobapungen anftetfen; Don einer Witterung aber, mie mir fie bei S\u00e4ugetieren mabrnebmen, bann unter pen gemi\u00df nip bie 3^ebe fein. Sut ber \u00a9eftntafl: ber S\u00f6gel fte^t bem ber S\u00e4ugetiere ungmeifelbaft meit nap SSir bemerlen gloar, ba\u00df jene gemiffe 0la^rung\u00e4ftoffe anbereu oorgieben, unb fpie\u00dfen barauS, bat eS gefpbe, to\u00abl bk gebauten Stoffe f\u00fcr fie einen h\u00f6heren Skblgefpnact haben als anbere; mettn mir unS aber erinnern, ba\u00df bie SBiffen gem\u00f6bntit ungerft\u00fcdett oerfpungen merben, erleibet eine etmaige Spu\u00dffolgerung auS fener Skbrn\u00e4bme bod; eine mefenttid;e Seeintr\u00e4pigung. \u00a3)ie Bunge iff mo$l mehr Skrlgeug ber \u00a9mpfinbung als folp\u00ea beS \u00a9efptadeS: fte bient mehr gum haften als gum Spteden. Sei nip menigen S\u00f6geln bat gerabe ber \u00eeaffffnn in ber Bunge feinen beoorgugten Sip alle Specke, alle Colibris, alle 3a^nfd)n\u00e4bler unterfupn mit per \u00a3>ilfe bie Stlupfminlet per Seute unb fpiben biefe hurt fte Don ungenie\u00dfbaren Stoffen ab. 3^\u00e4dE)ft p mirb ^auptf\u00e4djlicr) ber Schnabel gum haften gebraucht, fo g. S. Don ben Schnepfen Utt& Babnftn\u00e4btern. Oer $u\u00df lotnrnt lautn in Setrap. \u00aeer Sinn beS \u00a9effUp burt baS \u00a9ntpffnbitngSOerm\u00f6gen fpint allgemein oorbanben unb feljr auS; gebilbet gu fein: alle S\u00f6gel belunben bie gr\u00f6\u00dfte \u00a9mbfinblipeit gegen \u00a9inmirlungen Don au\u00dfen, gegen \u00a9infl\u00fcffe ber Sktterung fomo\u00c7l als gegen Serprung.\nN\u00fcdfidfflit ber pljigteiten beS \u00a9ebirnS, meld;e mir als Serftanb unh*@em\u00fctb unterfpiben, fomie binffplit beS SkfenS ober \u00a9baralterS ber S\u00f6get gilt meiner Snffp nat Sites, maS it fr\u00fcher beg\u00fcglit ber S\u00e4ugetiere fagte; it m\u00fc\u00dfte menigffenS leine \u00a9eifteSf\u00e4bigleit, leinen \u00a9baraltergug bet Iperen angugeben, meldjer bei ben S\u00f6geln nitt ebenfalls bemerllit m\u00fcrbe. Stau bat lange Beit ba\u00ea \u00a9egenpit einer foltert Snftauung feftge^alten unb namenttid; bem fogenanuten Naturtrieb ober Snftiutt Seeinfluffuug beS SogelS guftreibeu molleu, tut OieS mo^t aut putigentageS not, gemi\u00df aber nur beSbatb, meil man entmeber nitt beobattet ober fit bie Seobattungen Snberer nitt ttar gematt bat. Snnabme eines fogenannten Naturtriebes ift, mie bie \u00a9ebr\u00fcber SN\u00fcller fe\u00a7r rittig fagen, \u201ebaS begriffSlofe SuSlunftSmittel einer SftermeiSbeit, mette ben Snftinlt f\u00fcr bie geleugnete pierfeele fepn mill\"; Slnna^me beS BnffinltS m\u00fcrbe gleipebeutenb fein mit bem \u00a9lauben an Offenbarung, an eine Don au\u00dfen ber einmirlenbe, bem \u00a9efpbfe nitt gum Semu\u00dftfein lommenbe toft, mette mobl ben urpil\u00ealoS \u00a9laubenben, nitt aber ben forfpnb ffk\u00fcfenben beliebigen mag. \u201e3Jlan barf\",.fo babe id; bereits im \u201eSehen ber S\u00f6get\" gefagt, \u201ebei allen berartigen fragen nitt Dergeffen, ba\u00df unfere \u00a9rll\u00e4rungen Don gegriffen Sorg\u00e4ngen im Sbierleben laum mehr als Snnabmett finb. Skr Derfteben baS Ztytx unb fein Skfen im g\u00fcnftigften $alle nur gunr Spil. Sou feiuen \u00a9ebanlett unb Stlu\u00dffolgerungen geminnen mir gumeiten eine Sorftetlung : inmiemeit biefetbe aber rittig ift, miff en mir nip.\"\tStandes freitit erfteint uns nod; r\u00e4tbfetbaft unb unerll\u00e4rlip Opin\ngeboren Sorlebrungen, meld;e S\u00f6get fteinbar in SorauSftp lommenber \u00a9reigniffe treffen, p Suff brut gur S\u00e4uberung, not ebe ber Mangel an Nabrung, metten ber hinter bringt, eingetreten, Sbrnepungen Don ber fonft gem\u00f6bntiten Srt beS NeftbaueS ober bie $ortyflauguug \u00fcberbauet, mette fit f^\u00e4ter als gmedm\u00e4\u00dfig bemeifen; hierher geh\u00f6rt aut, obfton mit mefentlipr Sefp\u00e4nlung, bie Skibrnebmung, mette mir beg\u00fcglit beS fogenannten f\u00eauufttriebeS maten, unb anbereS mehr. Siet rittiger als baS Sefireben, folte not nnaufgelt\u00e4rte fcbatfaten einfeitig erlt\u00e4ren gu molleu, m\u00fcrbe fein, unfere einftmeilige Unlenntni\u00df r\u00fcdl;attStoS eingugefteben. Weitere \u00a7orfd;ungen merben uns bie \u00a9tll\u00e4rungen biefer fteinbaren Sknber gem\u00e4bren, Seugnung biefer SSunber menigfienS gu meiterern D\u00f6rpen anfboruen. \u00a9S ift bequem, beS NtenftengeifteS aber unm\u00fcrbig, ba, mo baS Serft\u00e4nbni\u00df aufb\u00f6rt, bem SJunberglauben irgenbmelte\u00ea Nep eiugur\u00e4umen; benn fomie mir Don Uebematiirlip \u2022 leit gu fafeln beginnen, Dertieren mir eben bie Natur aus ben Nugen. Skr ben S\u00f6geln Serfknb unb gmar febr auSgebilbeten, urnfangrepen Serftanb abfyrepn mill, lennt fte nitt ober mill fte nitt lernten, meil er bem Stenfpn bie unhaltbare Stellung ber ^atbg\u00f6ttlipeit gu retten hofft, \u00a9r Der-gi\u00dft bie SilbungSf\u00e4bigleit ber S\u00f6gel, Dergi\u00dft, ba\u00df man fte abritten, gum SuS; unb \u00a9inffiegen gem\u00f6bnen, fpeten ober meinetmegen Sporte nap\u00efau^ern kbren/ a^f\u00b0\t\u00efciffen lann, metd;eS\nmit ber Sttnabme einer Don au\u00dfen her mirlenben, unbegreiflit^n, alfo aut unbenlbaren \u00c4raft Dolls","page":982},{"file":"p0983.txt","language":"de","ocr_de":"SS er fi a n b. Serbreitung.\n988\nft\u00e4nbig int Wibertyrudje fie\u00ef>t, Joeil jeher 2Jlenf\u00a7, toeldjer ftd) mit \u00a9rgie\u00efjung eine\u00eb Sogel\u00ea abgibt, baburd) bie unbefannte \u00aeraft, loetdje festeren unbeiou\u00dft leitet, beeintr\u00e4chtigen m\u00fcrbe.\n\u00aeie SS\u00f6gel ftnb Weltb\u00fcrger. \u00a9otoeit man bie \u00a9rbe fennt, l^at man fte gefnnben: auf beurlauben itm beibe ^5ole Joie unter bem \u00a9leider, auf bem QJteere Joie auf ober \u00fcber ben hofften \u00a9leihen ber \u00a9ebirge, im fruchtbaren Sanbe Joie in ber W\u00fcfte, im Urioalbe Joie auf ben fahlen fegeln, toelc^e ftch unmittelbar am \u00fc\u00efteere erheben. $eber einzelne \u00a9\u00fcrtel ber \u00a9rbe ^at feine befonberen Setoohner. 3>m allgemeinen gehorchen auch bie S\u00f6gel ben \u00a9efe^en ber thierifchen Ser; breitung, inbem fte in ben falten \u00a9\u00fcrteln gtoar in ungeheurer 2lngahl, aber in nur ioenigen 2lrten auftreten unb mehr nach bem \u00a9leider hin ftetig an SJtanchfaftigfeit unb Sielartigfeit gunehmen. 2)aB au^gteidjenbe 3Baffer \u00fcbt feinen \u00a9inftu\u00df aud) auf fte au\u00ea: e\u00a7 beherbergt unb erh\u00e4lt oerh\u00e4ttni\u00df; m\u00e4\u00dfig Joenige unb ftch im Wefentlidjen \u00e4hnelnbe Slrten, Jo\u00e4hrenb ba\u00ea Sanb feinen oietfadjen Wed)fet auch in ber SogelJoett Joieberfyiegelt. Oemt nicht bto\u00ea in jebern \u00a9\u00fcrtel, fonbern and) in jeber Oerttidjfeit treten geJoiffe S\u00f6gel auf, in ber norbifchen Ounbra, ber W\u00fcfte be\u00ea WafferS, anbere at3 in ber 3B\u00fcfte be\u00a7 \u00a9anbe\u00ea, in ber \u00a9bene anbere als int \u00a9ebirge, im baumlofen \u00a9ebiet anbere al\u00ea im \u00dcBatbe. 5ll\u00ea \u00a9rgebniffe unb \u00a9rgeugniffe ber Sobenbefdjaffenheit unb be\u00ea $lima8 m\u00fcffen bie SS\u00f6gel itt eben bemfelben \u00a9rabe ab\u00e4nbern at\u00ea ihre jpeimat felbft. 2luf bem Staffer ift ber Serbreitung\u00ea\u00efrei\u00e2 ber einzelnen Wirten gr\u00f6\u00dfer als auf bem Sanbe, Joo fchon ein breiter \u00a9trorn, ein SUleereStheil, ein \u00a9ebirge gur \u00a9renge loerben fanrt : aber \u00a9rengen gibt eS auch auf bem Steere. SDlur \u00e4u\u00dferft Joenige S\u00f6get beJoohnen buchft\u00e4blich alle \u00a3he^e\tfobtel\tiefet befannt, fein einziger Sanbooget,\nfonbern blo8 \u00a9umpf; unb Wafferoftget; Weltb\u00fcrger ift g. 23. ber \u00a9teinto\u00e4lger, Joetcher an ben l\u00fcften aller f\u00fcnf \u00a9rbt^eile unb auf ber toeftlidjen toie auf ber \u00f6ftlidjen ^albfuget oorfommt unb \u00fcorfommen fanit, Joeil er \u00fcberall, auf ber gangen \u00a9rbe bie gleichen Seben\u00eabebingungen oorfinbet. 3n ber Siegel erf\u00eerecft ftd) ber SerbreitungSfrei\u00ea joeiter in ber Dichtung ber S\u00e4ngengrabe als in jener ber Sreiten; grabe : im korben ber \u00a9rbe leben oiete S\u00f6get, ioelche in allen brei \u00a9rbtheilen mehr ober ioeniger in gleicher Slngaljl gefnnben Joerben, Jo\u00e4hrenb einige hnnbert SCReilen oom korben nad) \u00a9\u00fcben hm fchon eine gro\u00dfe Ser\u00e4nberung beJoirfen f\u00f6nnen. SDie Seioegung\u00eaf\u00e2higfeit be\u00a7 SogetS fteht mit ber \u00a9t\u00f6\u00dfe be\u00ea Serbreitung\u00eafreife\u00ea nicht im \u00a9inflange: fehr gute Flieger f\u00f6nnen auf einen Oerlj\u00e4ltni\u00df; m\u00e4\u00dfig geringen UmfretS bef<hr\u00e4nft fein, ntinber gute ftch oiel Joeiter oerbreiten als jene. Sind) bie regelm\u00e4\u00dfigen Reifen, ber Bug unb bie Wanberung ber S\u00f6gel tragen, Joie Joir fp\u00e4ter fehen Joerben, gur Slu\u00eabehnung geJoiffer Serbreitung\u00eafreife nicht bei.\n\u00a9ooiel ttn\u00ea jefct befannt, b\u00fcrfen loir bie 2lngaljt ber befchriebenen unb unterfdjiebenen S\u00f6gel auf etioa 8000 anfdjtagen. \u00a3ieroon g\u00e4hlt bie Orbnung ber S\u00fcpageien 350, bie ber SRaubo\u00f6gel gegen 400, bie ber tauben ungef\u00e4hr 800, bie ber \u00a9charro\u00f6get ebenfooiel, bie ber furgfl\u00fcgler 10, bie ber \u00a9tetgo\u00f6gel unb bie'ber \u00a9d)iointmo\u00f6gel ungef\u00e4hr je 600 2lrten; bie \u00fcbrigen geh\u00f6ren ben anberett Orbnungen an. Slmerifa jft ioohl berjenige \u00a9rbtheil, ioelcber bie meiften 2lrten bejtfct; auf ihn folgt ioahrfcheinltch Elften, auf biefe\u00ea Slfrifa, auf 2lfrifa Oc\u00e9anien unb gulefct erft ttnfer \u00a9uropa, in Joeldjem man etJoa fech^hunbert 2lrten unterfebieben hat- ^inftdjtlich ber Orbnungen l\u00e4\u00dft ftch $olgenbe\u00a7 bemerfen: $)ie Sapageien fehlen in \u00a9uropa; bie ^egetfdjn\u00e4bter ober \u00a9perlinge unb iftabeno\u00f6gel, bie O\u00eeaub;, \u00a9perr;, \u00a9ing; unb Slettero\u00f6gel ftnb Weltb\u00fcrger, bie \u00a9chloirro\u00f6gel auf Wnerifa befchr\u00e4nft, bie Seidhtfchn\u00e4bler hemptf\u00e4chtich in ben WenbefreiM\u00e4nbern heimifd), bie \u00a9irr; unb \u00a9djarr\u00f6\u00f6gel in allen Weltweiten oertreten, bie \u00dfurgfl\u00fcgler in Slfrifa, Oc\u00e9anien im loeiteren \u00a9inne unb in 2lnterifa anf\u00e4fftg, bie \u00a9tetgo\u00f6gel unb bie oerfWiebenen Orbnungen ber \u00a9chioimmer enblich Joieberum \u00fcber bie gange \u00a9rbe oerbreitet.","page":983},{"file":"p0984.txt","language":"de","ocr_de":"984\n(Sin 23H\u00c6 auf ba\u00a7 geben ber \u00a9efammtpeit.\n\u00a9uropa beftfjt feinen $oge\u00ef, ine\u00efc^er nid^t audp in onberen \u00a9rbtpei\u00efen gefunben m\u00fcrbe; man fann a\u00effo pier faurn bon [\u00a9genannten \u00a9para\u00eftero\u00f4ge\u00efn reben, \u00a9on folgen n\u00e2m\u00efidp, me\u00efdpe ba\u00ea \u00a9enrage be\u00ea Sanbe\u00ea gemifferntafjen miebergeben, e3 a\u00effo \u00efenngeidpnen. S\u00efften hingegen geigt ein entfliehen felbft\u00e4nbigeg \u00a9epr\u00e4ge. \u00a98 ift bie $ eint at ber Papageien; unb Sangfdpmanggirnpc\u00ef, ber Hirtenftaare unb 2\u00efpe\u00efn, ber ^radptfr\u00e4pen, \u00a9dpmeif;, Sappen; unb \u00a9tumme\u00efpeper, $itta8, ^eberfdpn\u00e2be\u00ef, ber 3^ergebelfalfen, Haubenmeisen, 23uffarbe, 2Baffereu\u00efen, \u00a9tacpe\u00effeg\u00efer, grofcpfdpma\u00eftne, \u00fcD\u00efennigo\u00f4ge\u00ef, B^ergf\u00efiegenf\u00e2nger, EtubinnadptigaEen, \u00a9cpma\u00a3; unb Sacpbroffe\u00efn, \u00a9dpneiberb\u00f4ge\u00ef, SSa\u00efb; unb \u00a9Ejmalbenfte\u00efgen, \u00c4urgfdpmangfpedpte, E\u00efadptfpinte, \u00a9udfe\u00ef, ber \u00a9teppett;, $radpt; unb \u00c6antmp\u00fcpner, Hornfafanen, gafattenp\u00fcpner unb ^afatten, Pfauen, \u00a9dpmudftrappen, EBafferfafanen unb \u00a9erfeptebener \u00a9dpmitnm\u00a9\u00f6gel. \u2014 3>n 5lfrifa Saufen bie \u00a9rau;, B^erg; unb 9tabenpapageien, bie SB\u00fcfiengimpe\u00ef, \u00a9o\u00efbfpape unb ber gr\u00f6\u00dfte Opei\u00ef ber ^radptftnfen, bie 2Seber\u00a9ijge\u00ef, \u00a9on benen nur einige audp in S\u00efften \u00a9ertreten ftnb, EBitmen, bie \u00a9anb;, \u00a9poren; unb S\u00e2ufer\u00eferdpen, faft aCCe \u00a9lang; broffe\u00efn, bie \u00a9cier ;, \u00a9cpmudf; unb \u00c6ap\u00efraben, bie ^ifangfreffer, \u00a9cp\u00efangenpabidpte, Haubenab\u00efer, S\u00efb\u00efer; unb 3t\u00a9ergfcSma\u00efbem\u00a9eiSen, S\u00efb\u00efer; unb \u00a9teppenbuffarbe, \u00c6ranicp ; unb \u00c6ragengeier, bie Otugfcpma\u00efben, SBufdpm\u00fcrger, ber gr\u00f6\u00dfte Opei\u00ef &er \u00a9teinfepm\u00e4feer, bie SBaumpopfe, Hotttg\u00efu\u00efu\u00efe, ^er\u00efp\u00fcpner, ber \u00a9trau\u00a7, bie meifien trappen, bie Etenn\u00a9bge\u00ef, ber \u00a9cpupf(pnaber unb \u00a9cpatten\u00a9oge\u00ef, bie \u00c6ronenfranidpe unb meprere \u00a9dpmintm\u00a9\u00f4gel. \u2014 Oc\u00e9anien int meiteften \u00a9inn\u00e9, a\u00effo all\u00e9 \u00a9i\u00efanbe unb Snfe\u00efn be\u00ea fti\u00ef\u00efen SBe\u00eftmeere\u00ea mit 9tu\u00eanapme ber part an 3\u00effrifa liegettben beperbergt bie Sort\u00e9, \u00c6a\u00efabu\u00ea, \u00fcftadptpapageien, $radpt;, \u00a9ra\u00eb ;, SBunt;, 3ter;, \u00a9dpmudf ; unb \u00a9rbfittidpe, bie \u00a9ittidpftnfen, bie 5\u00eft\u00efa\u00eb; unb \u00c6rageno\u00f4ge\u00ef, \u00a9eibenpiro\u00efe, ^arabie\u00e8\u00a95ge\u00ef, ^SfeifMpen unb S\u00dffeifafceln, SBuffarbfa\u00ef\u00efcn; ab\u00efer,. g\u00efecfemoeipen, bie SSaumfeg\u00efer unb \u00a9a\u00efanganett, 3merg; unb \u00a9it\u00efenfdpma\u00efrne, Oic\u00ef\u00efopf; unb \u00c4rapenm\u00fcrger, ^antpero\u00f4ge\u00ef, ^radptbroffe\u00efn, Seierfdpm\u00e2nge, \u00a9dpneiberobge\u00ef, Pfang\u00efciufer, 5J3infe\u00ef; g\u00fcng\u00efer, \u00aeeEenfdpn\u00e2be\u00ef unb Hornradpen, SB\u00efau;, liefen;, S\u00dfarabie\u00e4; unb \u00a9\u00e2ger\u00efiefte, bie \u00a9piege\u00ef;, kronen; unb Bapntauben, H\u00fcpner; unb ^>urbe\u00efrt>al\u00efnifter, \u00a9ntu\u00ea, \u00aeafuare unb \u00a9cpnepfenftrauf\u00eae, \u00a9er; fdpiebene \u00a9dpmirnrnb\u00f4ge\u00ef u. a. m. \u2014 3\u00ab ^m\u00e9rita enb\u00efidp, bent an $\u00f4ge\u00efn reidpften aCCer \u00a9rbtpei\u00efe, mopnen bie \u00a9ritu;, \u00a9tumpffdpmang;, \u00c7\u00e2dper ; unb \u00a9per\u00efing\u00eapapageieit, S\u00efrara\u00ea, $ei\u00effcpmang; unb Etafenfittidpe, bie\u00c6'crnfnacfer, $arbina\u00ef;, Sauber;, Papagei; unb ERa\u00eafenfinfen, jpabia\u00ea unb \u00efangara\u00ea int Weiteren \u00a9inn\u00e9, bie EJiorgen;, \u00a9teppett ;, Simmer; unb Uferftnfen, \u00a9t\u00e2r\u00efinge unb \u00fcB\u00efaupeper, bie Bapnpabtcpte, bie \u00a9perber; unb SOtorbab\u00efer, \u00a9cpmebe;, 33uffarb; unb \u00a9cpma\u00efbenmeipen, Hafen; unb ^erfenbuffarbe, bie \u00a9eierfa\u00effen, $amm;, 3\u00eeaben; unb frapengeier, bie H\u00f4p\u00efeneu\u00efen, \u00a9eg\u00efer, 23orften; unb SRiefettfcpma\u00efben, $ett\u00a9\u00f4ge\u00ef, SBatara\u00ea, $\u00f4nig$m\u00fcrger, \u00a9dpmucf ; unb $ropf\u00a9\u00f4ge\u00ef, S\u00efmeifettbroffe\u00efn, Slauto\u00f4ge\u00ef, Saumfteiger, O\u00f6pferb\u00f6gel, liefen;, He\u00a7ei';/ \u00aeufuf; unb SBeidpfdpmangfpedpte, bie \u00a9cpmirr; \u00a9\u00f6gel, \u00a9\u00e4gerafen, ^\u00efattfdpuabe\u00ef, \u00ae\u00efang\u00a9\u00f4ge\u00ef, \u00a9artfufu\u00efe unb ber gr\u00f6\u00dfte Opet\u00ef ber fRagefdpnabe\u00ef, bie Bferfenfufufe, EJtaben; unb ^Pfefferfreffer, bie EBanber; unb Sauftauben, bie 33aum; unb Orutp\u00fcpner, Ho\u00effo8, \u00a9cpafu; unb \u00a9tei^p\u00fcpner, \u00fcftanbu\u00ea, \u00a9onnenreiper, ^e\u00efbft\u00f4rdpe unb 3Bepr\u00a9\u00f4ge\u00ef, fotoie eben; faE\u00ea \u00a9erfdpiebene \u00a9dptoimmb\u00f4ge\u00ef.\n2\u00efu\u00ebbr\u00fccf\u00eficp bemerfen \u00a9oiE idp, ba\u00a7 \u00a9orftepenbe Ueberftcpt toeit entfernt ift, audp nur antt\u00e4pernb etma\u00ea SSoEft\u00e2nbige\u00ea gu bieten.\nOer S\u00efufentpa\u00eft ber $\u00f4ge\u00ef ift p\u00f6dpft \u00a9erfdpieben. \u00a9ie betooptten, mie bemer\u00eft, bie gange \u00a9rbe unb Eebe\u00efn jtdp an aEen Often an, me\u00efdpe ipnen bie 2J\u00ee\u00f4g\u00efidp\u00efeit gum Seben gem\u00e2pren. 23on bem \u00cfEeere an fteigen bie im S\u00f6affer paufenben S\u00df\u00f6get bi\u00ea poep in ba\u00ea \u00a9ebirge empor, unb mepr a\u00ef8 fie nodp erpeben ftdp bie \u00a9te\u00efgobge\u00ef, au\u00ea bem einfadpen \u00a9runbe, mei\u00ef fie meniger a\u00ef8 jene an ba3 Staffer gebunben ftnb. Oa8 troctene Sanb pat ebenfo uberaE feine ft\u00e4nbigen 50emopner: fe\u00efbft","page":984},{"file":"p0985.txt","language":"de","ocr_de":"(Sparatterr\u00f6gel. Stufentpalt. \u00a9etrerbe.\n985\ninmitten bei* S\u00df\u00fcftc, auf Sanbfl\u00e4dpen, treldpe unfever Meinung naep launt ein \u00a9efdp\u00f6pf ern\u00e4hren l\u00f6nnen, finben fte nodp ipr t\u00e4glicpe\u00e4 Srot. S)odp ift bie gr\u00f6\u00dfere Sftenge ebenfo an fangen gebunben trie bie Saugetiere, trenn nicpt unmittelbar, fo bodp mittelbar. (Srft im Skilbe entfaltet unfere klaffe ipren rollen Sieidptpum unb ipre Sftandpfaltigleit. S)aS reiche 50leer ern\u00e4hrt Millionen ron \u00a9ingeltrefett berfelben Slrt, unb bie Srutgeit rerfammclt fte auf einzelnen ^elfettlr\u00e4nben, Snfeltt, Sparen; trie gaplreicp aber auep bie \u00a9efellfcpaft fein m\u00f6ge: auf bem Sanbe unb felbft im S\u00f6albe gibt eS Sdptr\u00e4rme ron \u00e4^nlid^er St\u00e4rle, unb tr\u00e4prenb bort Ute \u00a9inf\u00f6rmigleit rorperrfdpt, belunbet ffdp pier nebenbei bie gr\u00f6\u00dfte Stancpfaltigteit. 3>e mepr man fiep bem \u00a9leider n\u00e4hert, um fo arten; reicher geigt ftdp bie klaffe ber S\u00f6gel, treil in ben S\u00f6enbelreiSl\u00e4nbern baS Sanb felbft treepfelr oller ift als irgenbtro anberS unb mit biefer Sielfeitigleit ber \u00a9rbe eine Semteprung rerfdpiebener SebenS; bebingungen im \u00a9htllange fielen mu\u00df. S)em entfprid^t, ba\u00df eS nid^t bie gro\u00dfen Salbungen ftnb, treibe bie gr\u00f6\u00dfte Sttandpfaltigleit geigen, fonbern rielntepr \u00a9egenben, in treldpen SSalb unb Steppe, Serg unb Spal, trodfeneS Sanb unb Sumpf unb S\u00dfaffer mit einanber abiredpfeln. \u00a9in burep S\u00df\u00e4lber flie\u00dfettber Strom, ein ron S\u00e4umen umgebener Sumpf, ein \u00fcberfdptremmter S\u00dfalbeStpeil rerfammelt ftetS mepr Sogeiarten, als man fte. fonft gufammen fiept, treil ba, iro bie \u00a9rgeugniffe beS Staffers\u00bb unb beS \u00a3anbeS fiep rereinigen, notptrenbigertreife auep ein gr\u00f6\u00dferer SReidptpum an \u00fcftaprungSmitteln rorpanben fein tnirb als ba, tro baS eine ober baS anbere \u00a9ebiet rorperrftpt. S)te gr\u00f6\u00dfere ober s geringere Seidptigleit, fiep gu ern\u00e4pren, binbet bie S\u00f6gel trie alle \u00fcbrigen \u00a9efdp\u00f6pfe att eine getriffe Stelle; Mangel an tRaprung gtringt fte, geittreilig ober f\u00fcr immer \u00a9egettben gu rerlaffeit.\nS)ie S\u00f6gel rerftepen eS meifterpaft, ein beftimmteS \u00a9ebiet auSgubeuten. Sie burepfp\u00e4pett jebett Sdplupftrinlel, jebe 9tipe, jebeS Serfted ber Spiere unb lefen alles \u00a9enie\u00dfbare auf. S\u00dfBeun man bie [ 2lrt unb SBeife ber \u00a9rn\u00e4prung in Setradpt giept, lann man auep bei ipttett oon Seruf ober -fjpanbtrerl reben. \u00a9ingelne, trie riele K\u00f6rner f reff er unb bie Sauben, lefett offen gu Sage liegenbe SRaprungS; mittel einfadp auf; anbere $\u00f6rnerfreffer gi\u2019epen S\u00e4mereien auS h\u00fclfen perauS, bie Jp\u00fcpner legen fie, SBurgeln; Knollen unb \u00e4pnlidpe Stoffe bttrep Sdparren bloS. S)ie ^rudptfreffer pfl\u00fcden Seeren ober $r\u00fccpte mit bem Scpnabel ab, eingelne ron ipnett, ittbent fte fiep int $litge fliegettb auf bie erfp\u00e4pte \u00fcftaprung ft\u00fcrgen. SDie f\u00f6erbtpierfreffer lefen ipre Sente in allen SebenSguft\u00e4nben berfelben ront Soben ab, nepmett fte ron g\u00fctigen unb Sl\u00e4ttern treg, giepen fie auS Sl\u00fctpen, Spalten unb 9Upett perror, legen fie oft erft ttadp l\u00e4ngerer unb parier Arbeit bloS ober rerfolgen fte mit ber Bunge bis i in baS Sfanerfte iprer Sdplupftrinlel. S)ie 9?aben betreiben alle biefe \u00a9etrerbe genteinfdpaftlidp, pfufdpen aber auep fepon ben edpten R\u00e4ubern inS \u00a3>anbtrerl. Unter biefett beutet jeber \u00a9ingelne feinen \u00fcftaprungSgtreig felbft\u00e4nbtg auS. \u00a9S gibt unter ipnett Settler ober Sdpmaroper, \u00a9affenleprer unb SlbfaHfammler, folcpe, treldpe nur 9laS, anbere, treldpe pauptf\u00e4dplidp \u00aenodpen freffen, riele, treldpe 2laS niept rerfdpm\u00e4pett, nebenbei jebodp auep fdpott auf lebenbe Spiere jagen; eS gibt unter ipnen eingelne, treldpe pauptf\u00e4dplidp gr\u00f6\u00dferen Werfen nadpftreben unb p\u00f6dpftenS ein fleineS S\u00dftrbeltpier anfallen, anbere, beren 3agb bloS biefett gilt; eS gibt Sfautbr\u00f6gel, treldpe nur auf fipettbeS ober laufenbeS, anbere, treldpe bloS auf fliegenbeS 3Bilb fl\u00f6\u00dfen, eingelne, treldpe bie rerfepiebenartigften \u00a9etrerbe betreiben. ; Unter ben Sumpf; unb S\u00dfafferr\u00f6geln ift eS \u00e4pnlidp. Siele ron ipnen lefen S)aS auf, traS ftdp offen ftnbet, anbere burcpfucpen Serftedfpl\u00e4pe ber Spiere; einige freffen pflanglidpe unb tpierifdpe Stoffe, anbere leptere auSfcplie\u00dflidp; biefe feipen ftdp auS fl\u00fcfftgem Scplamme ipre SSaprung ab; jene polen fte taudpenb auS bebeutenben Siefen empor; bie einen fudpen ipre Seute unter bent SBaffer; bie anberen ft\u00fcrgen ftdp auf bereits erfp\u00e4pte ron oben perab. \u00a9S gibt leine \u00a9egenb, lein eingigeS ^Sl\u00e4pdpett auf ber gangen \u00a9rbe, treldpeS ron ipnen nidpt auSgebeutet tr\u00fcrbe. \u00a9in jeber rerfudpt feine SluSr\u00fcfiung in ber beften S\u00dfeife gu rertrertpen, jeber ftdp fdpledpt unb redpt burdp baS Seben gu fdplagen. S)ie SluSr\u00fcftung, alfo bie \u00a9eftaltung unb Setraffnung beS Sogeis ift eS, treldpe baS \u00a9etrerbe ober ben Seruf beftimmt.","page":985},{"file":"p0986.txt","language":"de","ocr_de":"986\nGin Blid auf bag Seben bec \u00a9efammt^eit.\n\u201e\u00a9er Boget lebt eine luqe $inbbeit, aber eine lange 3>ugenbaeit, foernt aud) nicht gerabe im Berh\u00e4ltni\u00df au bem Sitter, i\u00fce\u00efd^e\u00ea er erreicht. StUerbittg\u00ea ift fein B\u00dfachgthum rafd) beenbet itnb er fdjott menige B\u00dfodf)en nad) bem (Eintritte in bie B\u00dfelt bef\u00e4higt, beren \u00a9reiben unb \u00a9r\u00e4ngen, $orbent nnb Slnft\u00fcrmen bie \u00a9ruft 31t bieten; aber eine lange 3ett mu\u00df \u00bbergangen fein, ehe er feinen Glteru glcid) ba fteht.\" Gr entmidelt fid), trie mir Sitte iniffen, aug bem (Sie, nnb jmar burd) bie B\u00df\u00e4rme, m\u2019elc^e bie br\u00fctenben (SItern ober bie br\u00fctenbe \u00dcWutter, g\u00e4hrenbe S\u00dfflanjenfioffe ober bie \u00a9onne biefern fpenben. Stad) ber Befruchtung trttf\u00abineg ber SDotterf\u00f6r^erd^en, i\u00fceld^e am Gierftode hangen, aug ber \u00dcJ\u00ceitte ber \u00fcbrigen herauf, nimmt aug bem Blute alle bem \u00a9otter gufommenbe \u00a9toffe auf, toirb baburd) felbft jum \u00a9otter unb to\u00e4dhft bis \u00a7u beffen Gr\u00f6\u00dfe heran, trennt ftch fobann unb getaugt nun in beu (Siteiter, toetd)er to\u00e4hrenb ber Segegeit eine erh\u00f6hte ^h\u00e4tigfeit belunbet, namentlich bag Gitoei\u00df abfonbert. Beibe, \u00a9otter unb Gitoei\u00df, ioerben burch 3ufammenaiehungen beg (Sileiterg \u00bborto\u00e4rtg beiuegt, gelangen in bie untere Grloeiterung beffetben ober in bie fogenannte (Geb\u00e4rmutter, nehmen hier bie (Sigeftatt an unb erhalten bie (Sifd)alenhaut unb bie \u00aealffd)ale. Severe, iueld^e anfangg meichbreiig unb fieberig ift, erh\u00e4rtet rafd; unb \u00bbotlenbet ben Stufbau beg (Sieg, \u00a9urd) 3ufammem jiehung ber SJhtgf eifafern ber (Geb\u00e4rmutter toirb bief eg, mit ber \u00a9pi^e \u00f6oran, gegen bie B\u00ee\u00fcnbung ber \u00a9dpeibe, in biefe unb bie floate betoegt, fyev mahrfcheinlid) gef\u00e4rbt unb fobann burch ben Sifter -auggefto\u00dfen. Gr\u00f6\u00dfe unb (Geftatt beg Gieg, fteldhe inohl burch ben Bau ber (Geb\u00e4rmutter bebingt merben, finb fehr \u00bberfd)ieben. Grftere ift in ber Siegel bem Umfange beg \u00ae\u00f6rperg ber SJtutter infofern angemeffen, alg bag (Si einen gemiffen Get\u00bbid)tgtheit beg $\u00f6rperg betr\u00e4gt, fc^man\u00eft aber erheblicb: benn eg gibt B\u00f6get, metd)e \u00bberh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fehr gro\u00dfe, unb anbere, i\u00bbel<he \u00bberh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig fehr fteine (Sier legen; bie (Geftatt meidet \u00bbon ber beg H\u00fchnereteg gew\u00f6hnlich nicht auff\u00e4llig ab, geht jebod) bei einzelnen mehr ing Greifet; ober Birnenf\u00f6rmige, bei anberen mehr ing B\u00dfalaige \u00fcber. Heber bie F\u00e4rbung ber (Sier l\u00e4\u00dft ftd) im allgemeinen ioenig, nur ungef\u00e4hr fo\u00fciel fagen, ba\u00df biejenigen (Sier, Welche in H\u00f6hlungen gelegt merben, meift )\u00bbei\u00df ober both einfarbig, bie, i\u00bbetd)e in offene Stefter 5u liegen tommen, get\u00fcpfelt finb. \u00a9ie Strahl ber Gier, ioeldhe ein Boget legt, f^ioanlt \u00bbon eing big oierunb^manjig; Gelege \u00bbon oier big fed)g Giern b\u00fcrften am h\u00e4ufigften \u00bbortommen.\n\u00a9obatb bag SMbdjen bie geh\u00f6rige Slnaaht \u00bbon Giern gelegt hat, beginnt bag Br\u00fcten, \u00a9ie \u00dcKutter bleibt auf bem SRefte fi^en, angefpornt burd) einen gteiepfam fieberhaften \u00dfuftanb, unb fpenbet nun, enttoeber allein ober abWechfelnb mit ihrem Gatten, bem im Gie eingebetteten $eime bie B\u00df\u00e4rme ihrer Bruft, macht fiep auch mopt zeitweilig bie \u00a9onnenftrahlen ober bie burd) G\u00e4hrung faulenber Bflangenfioffe fid) ergeugenbe B\u00df\u00e4rme nu^bar. $e nach ber B\u00dfitterung ioerben bie Gier fr\u00fcher ober fp\u00e4ter gezeitigt; bie 3eitfd;i\u00bbanfungen finb jeboch bei ben einzelnen Slrten nicht befonberg erheblich-Slnberg \u00bberh\u00e4lt eg ftch, tote gu erwarten, r\u00fcdftdhtlidh ber Brutbauer bei ben \u00bberfd)iebenen Slrten: ein \u00a9trau\u00df br\u00fctet felbftOerft\u00e4nblidl) l\u00e4nger alg ein Kolibri, jener f\u00fcnfunbfunfaig big fedhjig, bief er gepn big jw\u00f6lf Bage. Siebzehn big fechgunbgmangig Bage m\u00f6gen alg eine mittlere Seit angefepen ioerben.\n3ur Bilbuug unb Gnttoicflung beg $etmeg im Gie ift eine B\u00df\u00e4rme \u00bbon 30 big 32 Grab 9t. Bebingung. \u00a9ie braucht nicht \u00bbon ber Bruft beg m\u00fctterlichen Bogelg augguftrahlen, fonbern tarnt, mit gewiffen Bef^r\u00e4nlungen, beliebig erfe^t Serben. $Iiniug erz\u00e4hlt, ba\u00df bie ^ulia Slugufta, beg \u00a9iberiug Gemahlin, in ihrem Bufen Gier auggebr\u00fctet habe, unb bie alten Ggppter mu\u00dften bereitg \u00bb\u00f6r Baufenben \u00bbon fahren, ba\u00df man bie br\u00fctenbe ^enne burd) t\u00fcnjtlich erzeugte, gleichm\u00e4\u00dfig unterhaltene B\u00df\u00e4rme etfefcen f\u00f6nne. \u00a9rei\u00dfig Grab B\u00df\u00e4rme einunbamangig Bage lang gleichm\u00e4\u00dfig unterhalten unb in geeigneter Bkife gur Gintoirfung auf ein befruchtenbeg H\u00fchnerei gebracht, liefert faft unfehlbar ein B\u00fcchlein, \u00a9tofftoeepfet, ingbefonbere 3utritt ber Suft ift gur Slugbilbung beg \u00aeeimeg unerl\u00e4\u00dfliche Bebingung: ein Gi, melcheg leinen \u00a9auer\u00dfoff aufnehmen lann, gept ftetg gu Grunbe.\n\u00a9ie Gintoirfung ber SB\u00e4rme ift fchon nach Wenigen \u00a9tunben erfichttich. 3W\u00f6lf \u00a9tunben nach Beginn ber Bebr\u00fctung eineg ^aughuhneieg mirb bie Starbe ober ber Hahnentritt l\u00e4nglicher; bie ihn umgebenben Wei\u00dflichen Otinge \u00bbergr\u00f6\u00dfern ftch unb nehmen an Slnaahl au- 5lm aWeiten Bage macht","page":986},{"file":"p0987.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9nttoidlung Be\u00a7 \u00a9ie\u00a7.\n987\nfief) hier nadj aufen ein Heiner Sorfptung BemerHid); in ber breifigj\u00efen \u00a9tunbe fielet man in ber Blafenf\u00f6rntigen ^\u00f6^fung beffelBen, meld)e mit einer Reffen ^l\u00fcffigfeit angef\u00fcllt ift, einen tr\u00fcBen, Wolligen K\u00f6rper oon l\u00e2ng\u00efidjer \u00a9efta\u00eft, meldjer au\u00a7 garter \u00a9alterte Beftept. \u00a9egen \u00a9nbe be\u00ea gtoeiten \u00a3age\u00ea geigen fid^ bie erf\u00eeen \u00a9puren bon Slut al\u00eb tiSS f\u00fcnfte, Streifen unb Sinien, incite nadb nnb nad) gufammenfliefen nnb ein Dtef\u00ee Bilben. Diefe\u00ea, bie Anlage ber \u00a9ef\u00e4fe, t\u00fcirb am britten \u00a3age beutlid;er, \u00f6erBinbet fidj erft gn heften unb Bilbet fdjtieflidb einen SJtittelpunH, ba\u00ea \u00a3erg, in govnt einer gufantmengefdpngelten 9t\u00f6\u00a7re mit bret \u00a9rmeiterungen. Salb nad) feiner Soflenbuttg Beginnt e\u00ea ftd) au\u00eagubebnen unb gufammen gu gieren: ba\u00ea SeBen ift nid)t Blo\u00ea ertoadf, fonbern audj fSBar geworben. 9lu3 brei burd^jtd^tigen Sl\u00e4\u00a7djeu/ unter benen man einen gang farBlofen, aBer beroorftebenben ^Sun\u00eft Bemerft, Baut ftdj ber $opf auf; jene f\u00fcnfte finb bie 3lugen. Sen bem einen Sl\u00e2\u00eadjen gie^t fid) ein Streifen aBto\u00e4rtg, melier au3 paartoeife aneinanberliegenben Sl\u00e43djen Befielt : au\u00ea i^m ibirb bie SHrBelf\u00e4ulc beroorgeben. Btoei beroorfpringenbe glatten am unteren \u00a9nbe berfelBen Begegnen ben Umfrei\u00ea be\u00ea UnterleiBe\u00ea ; \u00a9puren be\u00ea \u00a9efr\u00f4fe\u00ea, be\u00ea SJtagen\u00ea unb ber \u00a9eb\u00e4rme geigen fidb Bereits. 21m bierten \u00a3age but ftd) ber SDotter oergr\u00f6fert, aBer gelistet unb berb\u00fcnnt; baS \u00a9itoeif bdt aBgenommen; ber \u00a9ef\u00e4fraum ift gr\u00f6fer gefoorben; bie \u00a9ef\u00e4fe buben ftd) gemehrt; bie \u00a9cbeibmtg berfelBen in \u00a9cplug = unb Slutabern Bereitet ftdj bor; ber \u00aeeim but fid) gefr\u00fcmmt unb Ber\u00fchrt mit bem \u00c6opfe buS \u00a9djmungenbe; buS \u00a3erg but fidb beutfidjer geBilbet: mun fiebt \u00a9ef\u00e4fe beS furnS, \u00a9puren ber \u00c6iefer, Slnf\u00e2be gu kl\u00fcgeln unb Pfen nnb eine \u00e2raur\u00f4t^\u00efid^e ga\u00ef\u00efert; artige SDtaffe, toelcbe ftcb gur SeBer gefta\u00eften mirb. 3lm f\u00fcnften \u00a3uge buben ftdj bu\u00ea \u00a3erg, bie \u00a9ef\u00e2fje unb bie \u00a9htgetoeibe meiter auSgeBi\u00efbet; bie Sruft ift bon bem bout tft\u00fccfgrat a\u00fcSgebettben SBu\u00effte unb ben g\u00ef\u00fcgeln faft BebecH; am \u00a9nbe beS \u00a3age\u00ea Serben bie Sungenanf\u00fcnge Bemer\u00efUcf). DaS \u00a3erg ift mit einem burdbfid)tigen Sente! umgeben, bas fR\u00fcdenmar\u00ef beut\u00efid) fnbtbar geinorben. SDtit bem feepten \u00a3age but ftdb bie \u00a9ibuut gu gfoei in einanber gesoffenen Slufen auSgeBilbet, bon benen bie \u00e4ndere bie Seberpuut, bie innere ben $eim umgebenbe bie \u00a9djufSpunt genannt toirb ; am UnterleiBe beS \u00c6eimeS Bemerft man einen \u00a9ad, tte\u00efdjer ftdb nun burdb SeimiStt be\u00ea \u00a9itoeife\u00ea bergr\u00f6fert unb \u00a9ef\u00e4fe in ben Seib be\u00ea \u00c6\u00fcgelcben fenbet. Die einge\u00efnen ^be^e be\u00ea SeiBeS entfoide\u00efn fid) Befiimmter unb g\u00eftebern ftdb; ber ^eim fe\u00efbft geigt am \u00a9nbe be\u00ea \u00a3age\u00ea gutbeifen eine 2frt bon Setoegung. Sfttt fiebenten \u00efage febibimmt er in ber fpfftgfeit ber \u00a9dbaf\u00e9buut, ift faft einen Bott fang geworben, fein ^of)f Beinahe fo grof ibie ber SeiB; im \u00a9ebirn, ibefdbe\u00ea af\u00ea eine Seimige, meStdbe SD^uffe erfcf>eint, laffen ftdb Bereite eingefne ^beite unterfdbeiben, am 9t\u00fcdgrat \u00a9puren ber Beginnenben Serfnorpefung Benterfen, bie 9tippenf\u00e4nge af\u00ea tbeiffidbe Streifen mabrnebmen, \u00a9peifer\u00f6bre, ^ropf unb \u00e4Jtagen beutficber feben, \u00a9aflenBfafe unb 9Mg menigftenl erfennen. 2fm aepten \u00eeage but ftd) ber \u00aeeim ibieber um gibei Sinien bergr\u00f6fjert, ber Sfnfab gum SruftBein geBilbet; tbeifflidje \u00a9treifen um bie $nodjenunf\u00e4nge geben ftdb\ttrerbenben \u00dcJtugfefn. \u2018Der neunte \u00a3ag f\u00fcft einen fleinett\nSorfprung un bem febr gro\u00dfen ^opfe, ben OBerfdbnaBef, burcpStige 5fugenliber uuf ben febr gro\u00dfen 3fugen, bu\u00ea im ^ergBeute\u00ef eingefdb\u00efoffene, f^on au\u00eageBifbete, gtb\u00f6ff 3Jtaf in einer Minute pttfftrenbe reigBure ^erg, bu\u00ea fefter geworbene $irn unb beu Seginn ber f\u00f6norpelberb\u00e4rtung erfidbtfid) tberben. 3ftt ben Beiben folgenben \u00a3ugen, bem gebnten unb elften, ib\u00e4dbft ber $eim Bi\u00ea gu einer S\u00e4nge bon gtbungig Siuien berun; ber ^opf tbirb berb\u00fcftni^m\u00e4^ig Heiner, liegt gtbifdben ben ft\u00fcfjen unb ift fuft mit ben kl\u00fcgeln Bebedt; bie \u00a9attenBlufe but ftd) gef\u00fcllt; bie gef\u00e4\u00dfreiche \u00a3aut geigt \u00a9rbuBenbeiten, au\u00ea ttefdben Gebern berborBredben. 2ln ben Beiben folgenben \u00a3ugen Betbegt fid) ber \u00fcber gibei Bott tunge \u00aeeint fdbon ftur!; uu\u00ea ber ^uut Brechen in ber \u00a9tei^gegenb, um 9t\u00fcden, auf ben kl\u00fcgeln unb \u00a9dbenleln flaumenartige Gebern berOor; bie \u00a9lieber Bilben ftdb uu3; $u\u00a3 unb B^en Bebedien ftdb mit garten, merflid)en \u00a9dbuppen; ber \u00a9djnaBel gefaltet fidb unb berfnorpelt; ba\u00e4 \u00a9ebirn erlangt faft gang feine l\u00fcnftige, BleiBenbe \u00a9eftalt; bie \u00a9db\u00e4belbedten berfnorpeln; bie Sungen Bilben fidp gu berb\u00e4ltnif;m\u00fcSer \u00aer\u00f6\u00a7e au\u00ea ; an ber Suftr\u00f6bre nimmt man Bereite ^norpelringe, an ben gieren bie $arngef\u00e4fc, auferbem ben Harnleiter, \u00a9ierftod unb bie \u00a9ierleiter mabr; bie S\u00een\u00eafeln ftnb nodb toeif unb toeid), bie gr\u00f6\u00dferen \u00a9ebnen toerben aBer f^on beutlidber, in ben meiften Knorpeln geigen ftd) Sers","page":987},{"file":"p0988.txt","language":"de","ocr_de":"988\n(Sin Slid auf ba\u00a7 Sebcit ber \u00a9efammtheit.\n!n\u00f6d;erunggj)unfte. 3u ben beiben fotgenben Sagen lo\u00e4d;ft ber \u00aeeim big zu brei\u00dfig unb ztoeiunb= brei\u00dfig Stuten S\u00e4uge; bet Schnabel unb bte B^englieber erhalten einen kornartigen Uebei\u2019zug; an ben kl\u00fcgeln brechen bie Gebern heroor; geft\u00f6rt, \u00f6ffnet unb fd^\u00efie^t bag \u00a3kier(\u00a7en ben @d;nabet. $n ben brei n\u00e4dkften Sagen, bem ftebje^nteu big neunzehnten alfo, oerbreitet ftd; bie Seberkaut \u00fcber bie ganze innere fl\u00e4che beg \u00a9ieg; bag \u00a9itoei\u00df oerfd;toinbet faft g\u00e4nzlid;, ber SDotterfad f\u00e4llt zufammen unb tritt burd; ben dcabetring mehr unb mehr in bie SBauc^^\u00f6^lCe ein; ber \u00aeeim erk\u00e4lt feine Sefieberung oodenbg, liegt in einer zufammengebadten Sage in ber Sdhafgljaut eingefd;Ioffen, ben $opf meift unter bem redeten Fl\u00fcgel feitto\u00e4rtg an bie Sruft gelegt, bie Seine gegen ben Saud; ange: Zogen, beioegt fid; and; lebhaft, \u00f6ffnet unb fd;tie\u00dft ben Schnabel, fd;nahf}t nad; Suft unb l\u00e4\u00dft nicht feiten feine piepenbe Stimme k\u00f6ren. $\u00a3)er \u00aeo\u00a3f ift auggebitbet; bie \u00a9ehirntkeite haben ihre bletbenbe \u00a9eftalt erkalten. SRod; ift bie S\u00df\u00e4rmeerzeugung gering. 3n ben beiben testen Sagen toirb ber botter oodenbg oon ber Saud;l;\u00f6kle aufgenommen; ber $eint f\u00fcllt bag ganze (Si aug, atkmet, piept unb ftredt bie Bange heroor, toenn er kerauggenommen toirb. Mehrere Stunben oor bem Slug; fd;l\u00fcpfen, am einunbzloanzigften Sage, beioegt er fick hin unb her, reibt mit feinem auf bem Schnabel beftnblid;en .fp\u00f6der an ber (Sifckale; eg entfteken 9Ziffe, S\u00fcden, ittbem Heine Sckalenft\u00fcdcken abfpringen; bie (Sifckalenkaut rei\u00dft; bag S\u00f6geld;en ftredt feine $\u00fc\u00dfe, sieht ben \u00aeopf unter ben kl\u00fcgeln ke&or unb \u00f6erl\u00e4\u00dft nun bie zerbrochene .fpiide.\nSBenige S\u00f6gel gelangen im (Sie zu \u00e4hnlicher Slugbitbung ioie bag ^upn; oerk\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig toenige ftnb im Staube, einige SZinuten nach bem Slugfriedken unter R\u00fchrung ber Stutter ober fogar ohne jeglid;e $ilfe abfeiteng ber \u00a9Item ihren S5eg burdh\u2019g Seben zu ioanbetn. \u00a9erabe biefenigen, ioeldf;e alg \u00a9rtoad;fene bie gr\u00f6\u00dfte Setoeglidf>feit unb St\u00e4rle beft^en, ftnb in ber Sugeub ungemein hilflog. S)ie 9Zeftfl\u00fcd;ter \u00efommen beftebert unb mit auggebilbeten Sinnen, bie \u00fcfteftkoder nadt unb blinb zur S\u00dfelt; jene machen nad; bem Slugfriedken einen h\u00f6d)ft angenehmen (Sinbrud, toeil fie big zu \u00e7inem gcioiffen \u00a9rabe oodenbet finb, biefe faden auf burd; ttnanfekntidkfeit unb \u00a7\u00e4f$liddeit. S)ie loeitere \u00a9ntioidelung big zum Slugfliegen beanfforuc^t eine oerfd)ieben lange Beit, kleinere dtefthoder finb brei 2Bod;ett nach ihrem Slugfried;en fl\u00fcgge, gr\u00f6\u00dfere beb\u00fcrfen mehrere Stonate, beOor fte fliegen f\u00f6nnen, einzelne mehrere Sdki'O, beOor fie ihren \u00a9Item gleid; baftehen. \u00aeenn bie Bugenbzeit beg Sogelg ift nicht mit bem Slugfliegen, fonbern erft bann beenbet, toenn er bag Slltergfteib anlegt. Sicht ioenige erhalten anfangg ein ^eberfleib, ioetd;eg mit bem ihrer \u00a9Item leine 2let;nltd)feit zeigt; anbere gleid;en in ber Bugenb bem Skibcpen, unb bie Unterfcpiebe, ioeldhe ftd; hiuftd;tlid; beg @efdhled;tg bemerflid; mad;en, zeigen fick erft bann, toenn bag Slltergfleib angelegt loirb. \u00a9inzelne Saubo\u00f6gel nt\u00fcffen eine Seihe Oon 3>akren erlebt haben, beoor fie alt, b. h- ioirflid; ertoadhfen genannt loerben f\u00f6nnen.\nSide Ser\u00e4nberungen, loelche bag $Ieib erleibet, loerben heroorgebrad;t burd; Slbreibung, Ser= f\u00e4rbung unb Sermauferung ober Seubilbung ber Gebern. $o!ge ber Slbreibung bebingt nid^t immer Serringerung, fonbern im \u00a9egeutheile oft \u00a9rh\u00f6hung ber Sch\u00f6nheit; benn burd; fie loerben bie unfcheinbarer gef\u00e4rbten Spieen ber Gebern entfernt unb bie lebhafter gef\u00e4rbten SDZittelfteden berfelben Zum Sorfdheiu gebracht. \u00a3)ie Serf\u00e4rbung, eine higher oon fehr oielen $orfd;ern geleugnete, febodh unzloeifelhaft b.eftehenbe Sl;atfad;e, detoirft auf anberem, big je%t nod; uid^t erft\u00e4rtem SBege Ser\u00e4nberungen ber F\u00e4rbung einzelner Skeile beg \u00a9efteberg. 3>unge Seeabler S. tragen in ber Sugenb ein ziemlich gleichm\u00e4\u00dfig bunfleg \u00aeIeib, Jo\u00e4hrenb im Sitter loenigfteng ber Scptoanz, bei anberen Slrten aud; ber ^ohf loei\u00df augfieht. SBeber bie Steuer=, noch bie ^opffebern nun loerben oermaufert, fonbern einfach oerf\u00e4rbt. SJlan bemerft auf ben breiten Steuerfebern, loetd;e fidh zu fortgefehten Seobadhtungen fehr g\u00fcnftig ertoeifen, zuerft lichte Suutte; biefe Oermehren unb oergr\u00f6\u00dfern fidh, bleichen gleichzeitig ab, flie\u00dfen enblich in einanber, unb bie $eber ift umgef\u00e4rbt. SZie oiele S\u00f6gel ihr Sugenblleib burdh Serf\u00e4rbung adein ober burdh Serf\u00e4rbung unb gleichzeitig ftattfinbenbe, theid loeife Sermauferung in bag Slltergfleib oerloanbeln, loiffen loir zur Beit noch nicht; ba\u00df einzelne in biefer SZeife fick um\u00efteiben, barf nidb>t mehr beftritten loerben. SZauferung ftnbet bann ftatt, toenn","page":988},{"file":"p0989.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9nttoidlung be\u00a7 (Sieg. K\u00e4ufer. 2Uter. St\u00e4glidjeg geben.\n989\nMe Gebern burd) l\u00e4ngeren \u00a9ebraud), burdfj \u00a9tnloirfung bon Sicht, \u00a9taub, St\u00e4ffe \u00eec. mehr ober toeniger unbrauchbar geloorben (mb, in ber Siegel nad) beendigtem 33rutgefd^\u00e4ft, ioelche\u00ea bie gebern befonber\u00ea mitnimmt, oie\u00ef\u00efeic\u00efjt in golge be\u00a7 fieberhaften .guftanbe\u00eb, in bem fid; ber br\u00fctenbe 93oge\u00ef befinbet. SDiefer geberloe<hfel beginnt an oerfehiebenen \u00a9teilen be\u00ea \u00c6'\u00f4rper\u00ea, infofern aber immer gleichm\u00e4\u00dfig, al\u00ea er ftet\u00ea bie entf|>red)enben gebern einer \u00c4\u00f6rperh\u00e4lfte betrifft. S5ei bieten 33\u00f4ge\u00efn toerben bei einer SRaufer nur bie fleinen \u00c6\u00f4rperfebern erfefjt nnb bei ber gtoeiten erft bie \u00a9d)loung; nub \u00a9teuerfebern mit; bei anberen bebarf ber \u00a9rf at; ber legieren einen Bcitraum oon mehreren fahren, ba immer nur gloei gleid;geitig nengebitbet loerben, io\u00e4hrenb bei anberen bie SJlauferung biefe\u00ea \u00efhe^e\u00e2 \u00f4e\u00ea \u00a9efteber\u00ea fo rafd; ftattfinbet, ba\u00df fie ftugnnf\u00e4hig Joerben u. f. lo. \u00a9olange ber SSogel gefunb i]t, Oer\u00efei\u00a7t ihm febe neue SJlaufer neue \u00a9d)\u00f6nheit, nnb biefe nimmt mit bem Sllter gu, nid)t ab, lote bei anberen \u00a3h*cren- 2\u00dfirb Me Staufer unterbrochen, fo erfranft ber SSogel; benn ber Sleuerfah feiner gebern ift ihm f\u00fcr fein Seben unbebingt nothioenbig.\nS)a\u00ea bez\u00fcgliche Sitter, ioeld;eg ein SSogel erreichen bann, fteht mit ber \u00a9r\u00f6\u00dfe, oiedeidjt and; mit ber SwQenbjeit einigerma\u00dfen im \u00a9inflange. 3m allgemeinen l\u00e4\u00dft fld) behaupten, ba\u00df ber SSogel ein \u2018fet)r hohe\u00ea Sllter erreicht, ^anarieno\u00f6gel leben bei guter pflege ungef\u00e4hr ebenfolange loie ,\u00a3)au\u00a7; hunbe, glo\u00f6lf, f\u00fcnfzehn, achtzehn 3ahre, im freien, loenn*nid)t ein geloaltfamer Xob ihnen ein \u00a9nbe macht, toohl noch oiel l\u00e4nger; Slbler h\u00fcben \u00fcber hnnbert 3ahre in ber \u00a9efangenfdhaft au\u00ebgehatten, Papageien mehrere SOtenfcbenatter erlebt. $ranfheiten fhtb feiten unter ben V\u00f6geln; bie meiften loohl eubett gloifd;en ben Bahnen ober flauen eine\u00ea Staubthiere\u00eb, bie mehrhaften an allgemeiner \u00a9nt; fr\u00e4ftmtg unb \u00a9d;lo\u00e4d;e. \u00aeod) h<*t man auch \u00a9eud;eu beobad;tet, loeld;e oiele S3\u00f6gel einer Strt rafdh nad; einanber hinrafften, unb ebenfo loei\u00df man oon jpau\u00ea ; unb \u00a9tubeno\u00f6geln, ba\u00df e\u00a7 geloiffe \u00aeraitf; heiten unter il;nen gibt, meld^e in ber Siegel mit bem \u00a3obe enbigen. 3m freien ftnbet man feiten eine SSogelleidbe, im atterfeltenften galle bie eine\u00ea gr\u00f6\u00dferen SJlitg\u00efiebe\u00ea ber klaffe, oorau\u00eagefeht,' ba\u00df ber \u00a3ob ein fogenannter nat\u00fcrlid)er loar. S3on oielen \u00efoiffen loir nicht, loo unb loie fie fterben. \u00a3)a\u00ea SReer loirft guloeilen bie Seiten feiner \u00c4inber an ben \u00a9tranb; unter ben \u00a9djlafyl\u00e4hen anberer lieht man auch loohl einen tobten 25oget liegen: bie Seichen ber \u00fcbrigen oerfd;loinben, all ob fie bie Statur felbft begrabe.\n\u201e\u00aeein anbere\u00eb \u00a9efdh\u00f6pf oerfteht\", fo habe id; in bem \u201eSeben ber 23\u00f6gel\" gefagt, \u201efooiel gu leben, loie ber SSogel lebt, fein anbere\u00ea @efd;\u00f6pf loei\u00df fo au\u00ebgegeid;net hmt\u00eaguhalten mit feiner Beit loie er. 3hm i]t ber l\u00e4ngfte \u00a3ag faum lang, bie f\u00fcrge|te Stad;t faunt furg genug; feine beft\u00e4nbige Stegfamfeit geftattet it;m nicht, bie H\u00e4lfte feine\u00ea Seben\u00ea gu Oertr\u00e4umen unb gu oerfdhlafen: er loiU loach, munter, fr\u00f6hlich bie Beit burebmeffen, loeldjc ihm geg\u00f6nnt ift.\"\nSille SS\u00f6gel ertoadben fr\u00fch bem furgen \u00a9d;lafe ber Stacht. \u00a3)ie meiften ftub rege, noch ehe ba\u00ea SRorgenroth ben Rimmel f\u00e4umt. 3n ben S\u00e4ubern fenfeit\u00e8 be\u00ea 5\u00dfolarfreife3 bemerft man an ihnen faum, ba\u00df fie einen Unterfd;ieb mad;en gloifd)en ben \u00a9tunben be\u00ea \u00a3age\u00ea unb benen ber Slad;t. 3<h \u00c7abe Mn \u00c4ufuf nod; in ber glo\u00f6lften Slbenbftunbe unb bereite in ber erften SRorgenftunbe loieber rufen h\u00f6ren unb lo\u00e4hrenb be\u00a7 gangen bagloifdjen liegenbeu \u00a3age\u00a7 in \u00a3h\u00abtigfeit gefeheu. SBer bei un\u00ea im ^ochfommer fr\u00fch m ben S\u00f6alb gel;t, oernimmt fd;on mit bem erften \u00a9rauen ber ^D\u00e4mmerung bie \u00a9timmen ber SS\u00f6gel unb biefelben ebenfo noch nad; \u00a9onneuuntergang. \u00a9ine furge Beit in ber Stad;t, einige SRinuten bann unb loann \u00fcbertage^ fd;einen ihnen gum \u00a9d;lafen gu gen\u00fcgen. Unfere k\u00fchner feigen ftd; gloar fd;ou oor \u00a9onneuuntergang gur Scad;truhe auf, fdjlafen febod; nod; nicht unb beioeifen burd; ihren S\u00dfccfruf am SRorgeu, ba\u00df faum brei \u00a9tunben erforberfid; loaren, um fte f\u00fcr bie lange \u00a3age3arbeit gu ft\u00e4rfen. Slehnlid; ift e\u00ea bei ben meiften; nur bie gr\u00f6\u00dferen Staub; o\u00f6gel unb in\u00eabefonbere bie \u00a9eier fd;einen hieroon eine Slu\u00eanahme gu mad;en.","page":989},{"file":"p0990.txt","language":"de","ocr_de":"990\n\u00a9n \u00a9lid auf ba\u00a7 Men bet \u00a9efammtheit.\n\u00a3)er \u00a9ogel, bem Stimme nnb \u00aelang getoorben, begr\u00fcbt ben fommenben borgen mit feinem \u00a9efange, thut $)ieS toenigftenS. to\u00e4ljrenb ber \u00a9aarungSgeit, in toeldjer bie Siebe fein \u00a9Befen erregt nnb oergeiftigt; erft bann beginnt er Stahrung gu fud)ett. $aft dde neunten gtoei \u00a9tahtgeiten jn fid), eine am borgen, eine gegen \u00a9benb, nnb toibmen bie \u00a9tittagSftunben ber 3tuhe, ber Reinigung be\u00ea \u00a9efteberS, ber Orbnuijg ihrer Gebern. SiuSnahmen oon biefer Siegel bemerken mir bei aden V\u00f6geln, toeldhe hinfidhttid) ihrer dtahrung mehr als anbere auf einen g\u00fcnftigen Bufad angetoiefen finb. $)ie dtaubo\u00f6gel freffen geto\u00f6ljntich nur einmal t\u00e4glich ; biejenigen unter ihnen, mettre nid)t fe\u00efbft Sente madden, fonbern einfach \u00a9aS aufnehmen, finb nicht einmal immer fo gl\u00fccklich, leben \u00a3ag freffen gu !\u00f6nnen, fonbern m\u00fcffen oft tagelang hungern, $n ben meiften fallen toirb nur biejenige Steife oergehrt, toelche ber \u00a3ag ertoerben lie^; eingelne aber, beifpielStoeife bie \u00a9B\u00fcrger nnb mehrere klettert\u00bb\u00f6gel, namentlich Sbed)te nnb Leiber, tragen ftdh Speifefch\u00e4he gufammen nnb bemalten biefe an geioiffen Orten auf, legen fid) alfo f\u00f6rmlich \u00a9orratlje an, norbamerifanifdhe Spechte auch foldhe f\u00fcr ben \u00a9Binter. dtad) ber \u00a9ial)lgeit toirb ein \u00a3run! nnb bann ein \u00a9ab genommen, faU\u00ea nicht Sanb, Staub nnb Sdjnee baS Staffer erfefcen muff death biefer \u00a9rquidung pflegt ber \u00a9ogel in behaglicher dtulje ber \u00a9erbanung; gegen baS \u00a9nbe berfelben neftelt nnb pupt er feine Gebern; bann tritt er einen gtoeiten Sagbgng an. giel aud) biefer gimftig auS, fo oerf\u00fcgt er ftdh gegen Slbenb nach beftimmten ^l\u00e4fcen, um ftdh hier ber \u00a9efedfdjaft anberer gu toibmen, ober ber SingOoget l\u00e4fjt nodj einmal feine Sieber mit oollem fteuer ert\u00f6nen; bann enblid) begibt er ftdh 8ur dtulje, enttoeber gemeinfchaftlidh mit anberen nach beftimmten Sdhtafpl\u00e4hen ober io\u00e4ljrenb ber \u00a9rntgeit in bie \u00a9\u00e2pe feinet StefteS gur br\u00fctenbett \u00a9attin ober gu bett unm\u00fcnbigen \u00aeinbern, fadS er nicht biefe mit ftdh f\u00fchrt- 3nbett= gehen gefd^ieht nicht ohne \u00a9BeitereS, oielmehr erft nad) l\u00e4ngeren \u00a9erathungen, nad) oielfadjem Sdjtoapen, S\u00e4rmen nnb pl\u00e4rren, bis enblich bie \u00a9t\u00fcbigfeit ihr SRecht oerlangt. Ung\u00fcnftige \u00a9Bitterung ft\u00f6rt nnb \u00e4nbert bie Stegelm\u00e2fig\u00efeit ber SebenStoeife, ba baS \u00a9Better auf ben \u00a9ogel \u00fcber; hattet ben gr\u00f6\u00dften \u00a9influjj \u00fcbt.\n\u00a9tit bem Sluf leben ber Statur erlebt auch ber \u00a9ogel. Sein gortpfkngungSgefdh\u00e4ft f\u00e4llt \u00fcberall mit bem gr\u00fc\u00efjlinge gufammen, in ben S\u00e4ubern unter ben \u00a9\u00f6enbefreifen alfo mit \u00a9eginn ber Siegen; geit, toeldhe, tote ich fdhon toieberholt gn bemerfen \u00a9etegenpeit nahm, nicht bem \u00a9Sinter, fonbern nuferem $r\u00fchlinge entfprid)t. 2lbtoeid)enb oon anberen ^h^eren ieben *>te uteiften \u00a9\u00f6gel in gefdhloffener \u00a9pc auf SebenSgeit nnb nur toenige oon ihnen, toie bie S\u00e4ugetiere, in \u00a9ietioeiberei ober richtiger \u00a9ielchigteit, ba eine \u00a9ietioeiberei nur bei ben ^urgfl\u00fcgtern ftattfinben foil. 2)aS $\u00e4rd>en, toeld)eS ftdh einmal oereinigt, h\u00e4lt ftdh io\u00e4hrenD beS gangen SebenS treuinnig gufammen, nnb nur auS; napmStoeife gefdhieht eS, baj; einer ber \u00a9atten, oon heftiger \u00a9rnnft ergriffen, bie \u00a9efefce einer gefdhloffenen \u00a9he mi\u00dfachtet. SDa eS nun andh unter ben \u00a9\u00f6geln mehr \u00a9t\u00e4nndjen als \u00a9Beibcpen gibt, iotrb eS erkl\u00e4rlich, bafj oon jeber \u00a9ogelart beft\u00e4nbig eingelne Bunggefeden ober \u00a9Bittoer umherfireifen, in ber \u00a9tbftd)t, ftdh eine \u00a9attin gu fucpen, nnb l\u00e4\u00dft eS fid) entfdhnlbigen, bafj biefe bann auf bie Heiligkeit ber \u00a9he uidht immer geb\u00fchrenbe St\u00fcdficpt nehmen, oielmehr einem \u00a9hotter fein \u00a9efponS abtoenbig gn machen fnchen. \u00a3)ie nothtoenbige f^olge oon folch freoelhaftem \u00a9eginnen ttttb Z^un ift, ba\u00a7 ber \u00a9he|e^ frechen \u00a9inbriugling mit aden feinen Kr\u00e4ften gnr\u00fcdgutoeifen fud)t, unter Umft\u00e4nben alfo gn ^h\u00fctlichleiten \u00fcbergehen mn\u00a7: baher benn bie beft\u00e4nbigen K\u00e4mpfe gtoifd;en ben m\u00e4nnlichen \u00a9\u00f6geln to\u00e4hrenb ber 5\u00dfaarung\u00a7geit. 3Bahrf<heinltdh ntad;t jeber eingelne \u00a9htedter b\u00f6fe \u00a9rfahrnngen; oiedeidht ift auch fein ,,\u00a9$eib falfcher 3lrt, nnb bie Sfrge liebt ba\u00a7 9teue\": htrg, er hat ade feine Kr\u00e4fte aufgubieten, um fid) ihren \u00a9eftfe gn erhalten, \u00a9iferfudht, toiithenbe, r\u00fcdftdht\u00ealofe \u00a9iferfudht ift fomit oodfommen entfdhulbigt. \u00a9derbing\u00ea gibt e\u00ea eingelne \u00a9ogeltoeibd)en, toeldhe bann, toenn ftdh rtn foldher \u00a9inbringling geigt, mit ihrem \u00a9atten gu Schutt nnb \u00a3ruh gufammenftehen nnb gemeinfchaftlidh mit teuerem \u00fcber ben grcoler herfaden; bie meiften aber taffen fich abtenfen oom ^\u00dffabe ber \u00eeugenb nnb fdheinen mehr am \u00a9tanne als an bem \u00a9tanne gu h\u00e4ngen, \u00a9tan h^t fonberbare \u00a9eobadhtttngen gemacht, \u00a9\u00f6gel, bereu \u00a9t\u00e4ttndhen get\u00f6btet tourbe, toaren fdhon eine halbe Stunbe fp\u00e4ter toieber oerheirath'et; ber gtoeite \u00a9effjonS tourbe ebenfalls ein","page":990},{"file":"p0991.txt","language":"de","ocr_de":"et eben, $ortpflangung. \u00dcRefibau.\n991\nOpfer feiner $einbe \u2014 unb biefelben A\u00dfeibdhen nahmen ohne Vebenfen flttg\u00ea einen britten an. Oie AR\u00e4nndhen legen geir\u00f6hnlicl), eine riel tiefere Iraner um ben Verluft ihrer \u00a9attin an ben \u00a3ag, trahr; fd^einlid^ aber nur, treil e\u00a7 ihnen ungleich feinerer trirb al\u00ea ben A\u00dfeibdhen, fid; trieb er ein \u00a9hegenofj gu ertrerben; benn in ber \u00a3reue unb Untreue finb ftdj beibe \u00a9efdhledhter roUft\u00e4nbig gleich-\nOie m\u00e4nnlichen V\u00f6gel trerben mit \u00a9ifer unb unter Aufbietung ihrer rollen Siebett\u00eair\u00fcrbig; feit um bie A\u00dfeibchen, einige burch fe^nf\u00fcchtige\u00ea Stufen ober \u00a9ingcn, anbere burcE) gierlicbe O\u00e4ngc, anbere burdh $lugfpiele u. f. tr. Oft trirb bie Werbung fehr ft\u00fcrmif, unb ba\u00ea \u00e4R\u00e4nndhen jagt ftunbenlang hinter bem S\u00f6eibd^en brein, biefe\u00ea fc\u00efjeinbar im Bont\u00e9 ror ftdh ^ertreibenb ; in ber Siegel aber erh\u00f6rt ba\u00a7 A\u00dfeibdhen feinen Siebhaber halb unb tribmet ftdh ihm bann mit aller Eingebung. <Sdhon tr\u00e4hrenb ber Siebe\u00eafpiele trirb ein g\u00fcnftiger $lah f\u00fcr ba\u00ea Steft gefudht, \u00bborauSgefefct, bafj ber SSogel nicht gu benjenigen geh\u00f6rt, treidle Anfiebelungett bilben unb aKj\u00e4hrlidh gu berfelben \u00a9teile guriicffehren. $n ber Siegel fteht ba\u00ea fReft ungef\u00e4hr im ARittelpunlte be\u00ea A\u00dfohnlreifel, nad) ber Art felbftrerft\u00e4nblidh rerfdhieben. \u00a9treug genommen ftnbet jeber paffenbe ^lah in ber trie in ber STiefe, auf bem Staffer trie auf bem Sanbe, im A\u00dfalbe trie auf bem f^elbe feinen Siebhaber. Oie fRaubr\u00f6gel berorgugen bie ,!p\u00f6he gur Anlage i\u00efjre\u00ea ^orfte\u00ea unb laffen ftdh feiten herbei, auf bem Voben gu niften; faft alle Saufr\u00f6gel hingegen bringen hier ba\u00a7 Steft an; bie ABalb; unb Vaumr\u00f6gel fte\u00dcett e\u00e4 in bie Steige, auf bie Aefte, in rorgefunbene ober ron ihnen au^gemeifelte -fp\u00f6hlen, in ba\u00a7 ARo\u00ea am Voben tc., bie \u00a9umpfr\u00f6gel gtrifchen ba\u00a7 \u00a9djilf unb R\u00f6hricht, ba\u00eb Stieb unb @ra\u00a7 am Ufer, auf flehte 3>ttfel(hen ober fdhtrimmenb auf ba3 A\u00dfaffer felbft; einzelne SDteerr\u00f6gel rerbergen e3 in Kl\u00fcften, felbft gegrabene fohlen unb an \u00e4hnlichen Orten: lurg, ber \u00a9taub ift fo rerfdhieben, bafj man im allgemeinen nur fagen fann, jebe\u00a7 Steft fteht enttreber rerborgen unb entzieht ftdh baburdh ben Olicfen ber f^einbe, ober ift, trenn e\u00bb frei fteht, fo gebaut, baff e\u00a7 nicht leidet bemerft trerben fann, ober fteht enblidh an Orten, treidle bem in forage fommenben $einbe unzug\u00e4nglich ftnb. 'Oie Familien; ober Orbnuug\u00eaangeh\u00f4rigfeit eineg Vogelg berechtigt nicht, angunepmen, baff er fein Steft in berfelben A\u00dfeife erricftet trie feine Vertranbten, benn gerabe ^inftchtlid; beg \u00a9tanborte\u00ea unterfdheiben ftdh toer; fdhiebenen \u00a9lieber einer Familie, ja fogar bie einer \u00a9ippe fefr iref entlieh- Oie einfachen Stefter haben biejenigen V\u00f6gel, tneldje ihre \u00a9ier ohne jegliche Vorbereitung auf ben Voben ablegen; an fte reifen ftcf biejenigen an, trelcfe trenigfteng eine Heine SRuIbe f\u00fcr bie \u00a9ier fcfarren; hinauf folgen bie, treltfe biefe SRuIbe mit treidferen \u00a9toffen augf leiben. Oiefelbe \u00a9teigerung trieberholt ftdh bei bendn, treidle anftatt auf bem flachen Voben in ^\u00f6flen br\u00fcten, unb int getriffen \u00a9inne and) bei benjenigen, treidle ein fchtrimmenbeg Steft errichten, obgleich biefe felbftrerft\u00e4nblidh erft eine Unterlage erbauen muffen. Unter ben Vaumneftern gibt eg faft ebenfo riele rerfdjiebenartige Vauten alg Vaumr\u00f6gel. Oie einen tragen nur trenige Reifer lieberlid) gufammen, bie anberen richten trenigfteng eine orbcntlidfe Unterlage her, biefe mulben leftere aug, jene belegen bie SRuIbe innen mit Stieb unb feinem Steifig, anbere trieberum mit Geifern, St\u00fcth<hen, ABurgeldjen, paaren unb Gebern; mehrere \u00fcbertr\u00f6lbett bie SRuIbe, unb einzelne rerl\u00e4ngern aud) noch bag \u00a9djlupflodh r\u00f6hrenartig. Oen Steignefterbauern gun\u00e4chft ftefen bie A\u00dfeber, treldfe nicht blog \u00a9raghalme, fonbern audf troKige ^SfCangenftoffe verflechten, rertreben unb Verfilmen, biefelben fogar mit rorgefunbenen ober felbft bereiteten $aben f\u00f6rmlich gufammemt\u00e4hen, unb bamit ft cf bie SReifterfchaft ertrerben. Aber SReifter in ihrer \u00aeunfi ftnb auch bie Kleiber, trelcfe bie A\u00dfaubungen ifre\u00ea Stefteg aug Sefm herftellen. Oiefer \u00a9toff trirb burdf \u00a9in; fpeicfelung noch befonber\u00ea burdhgearbeitct unb rerbeffert ober fein Buf\u00fcmmenhattg rerntefrl, foba\u00a7 ba\u00ea 5Reft eine fefr bebeutenb.e ^altbarfeit getrinnt. ARefrere Kleiber benufen \u00fcbrigen^ gar leinen Sefm mefr, fonbern nefmen feine \u00fcf\u00dfflan^enftoffe, 9Ro\u00ea unb Vlatttheildhen S3., uttb \u00fcbergiefen biefe mit ifrem \u00a9peicfel, anbere enblidf rertrenben nur ben letzteren, irelcher, halb erf\u00e4rtenb, gur ABanb be\u00ea 5Refte\u00a7 felbft trerben muff 3tt ber Siegel bient ba3 9left nur gur Aufnahme ber \u00a9ier, gur A\u00f6iege unb \u00aeinberftube ber jungen; einige V\u00f6gel aber erbauen ftdh auch \u00a9piel; unb Vergn\u00fcgung\u00eanefter ober A\u00dfinterherbergen, beituhen bie Scefter trenigften\u00ea als folche. 3^ ienen geh\u00f6ren mehrere A\u00dfeber; unb bie Atla^; unb Drageur\u00f6gel, auch ein \u00a9untpfrogel, beffen riefen^aftc\u00ea fRdft einen Vrut; unb \u00a9efelf;","page":991},{"file":"p0992.txt","language":"de","ocr_de":"992\n\u00a9in Slid auf bag Sebeu ber \u00aeefammtf)eit.\nfd)aft\u00f6raum, ein Sktd)? unb \u00a9heifegimmer enth\u00e4lt, gu biefen unter anberen bie \u00a9bed)te, meld)e immer in Saumlmhten fd)fafen, ober unfere \u00a9per\u00efinge, metcbe m\u00e4hrenb beS S\u00dfinterS in bent marin auS= gef\u00fctterten D^efte Nachtruhe Ratten.\n\u00a3)aS S\u00f6eibdjen baut, baS 2N\u00e4nnd)en tr\u00e4gt gu. \u00a3)ieS ift bie Neget; aber aud) baS Umgefehrtc finbet ftatt. Sei ben SSeberb\u00f6geln bauen bie SN\u00e4nndjen minbeftenS ebenfo eifrig als bie SSeibcben, menu mid) meine Seobadjtungen nidjt get\u00e4ufd)t haben, fogar faft allein. Sei ben meiften \u00fcbrigen V\u00f6geln \u00fcbernimmt baS 9N\u00e4nnd)en menigftenS baS Slmt beS 3\u00df\u00e4d)terS am Nefte, unb nur biejenigen, treidle in SBie\u00efe^ig\u00efeit leben, bef\u00fcmmern fid) gar nicht um baffelbe. S\u00df\u00e4hrenb beS SaueS felbft macht fid) baS Nt\u00e4nttd)en bieler S\u00f6gel aud) nod) in anberer Seife oerbient, inbem eS mit feinen Siebern ober mit feinem \u00a9efdjm\u00e4h bie arbeitenbe \u00a9attin unterh\u00e4lt. \u00a9inige S\u00f6gel errieten ftd) gemeinfd)afttid) Hefter, unb bie oerfd)iebenen SLR\u00fctter legen in biefen gufammen i\u00ef)re \u00a9ier ab, br\u00fcten moI)l aud) auf benfelben abmed)fetnb; anbere feilen einen gefet(fd)aftlid) angef\u00fchrten .(pauptbau in oerfcbiebene \u00ae\u00e4mnterd)en, oon benen j[e eines einer Familie gur S\u00dfohnung bient.\nNtit Seginn beS \u00a9iertegenS erh\u00f6ht fid) bie Srutm\u00e4rrne beS SogelS; ber erm\u00e4hnte fieberhafte Bufianb tritt ein unb betunbet fid) bei oieten auch baburd), bafj auf gemiffen \u00a9teilen beS K\u00f6rpers Gebern auSfatlen, tooburd) bie fogenannten Srutftecfen fidh bitben. SDer Nhitter f\u00e4llt faft ausnahmslos ber ^aupttheil beS Sr\u00fctenS gu : fie fi^t oon Nachmittag an bis gum n\u00e4chsten Sormittag ununterbrochen auf ben \u00a9ient, unb ber Sater l\u00f6ft fte btoS fo lange ab, als fie bebarf, um ftd) gu ern\u00e4hren. Sei anberen mirb bie Slrbeit gleid)m\u00e4fjiger oertheilt; bei einzelnen, beifpietsmeife bei ben \u00a9trauten, br\u00fctet nnr ber Sater. \u00a3)aS \u00a9efdj\u00e4ft mirb mit gr\u00f6\u00dfter \u00a9orgfalt unb mit oielem Serft\u00e4nbnijj auSgeridjtet, jebeS (Si t\u00e4glid) gemenbet, baS \u00a9etege oon oieten beim Weggehen mit SDunen ober mit \u00a9anb bebedt, bei anberen ben \u00a9tragen ber \u00a9onne preiSgegeben; fogar bie S\u00dfatlnifter, meldje gar nid)t mehr br\u00fcten, fonbern g\u00e4inenben 5\u00dffiangenfioffen bie B^itigung ihrer \u00a9er anheim geben, finb bem\u00fcht, biefen ben n\u00f6tigen \u00a9toffmed)fet gu oerfd)affen. 2\u00df\u00e4l)renb beS 2luSfd)t\u00fcbfenS teiften bie \u00a9ttern ber Srut feine $ilfe, nehmen ftd) aber fofort, nachbem baS B\u00fcchlein bem (Sie entfdjl\u00fcbft ift, feiner infofern an, als fie eS abtrodnen unb erio\u00e4rmen. Nunmehr beginnt bieSlgung, metd)e ebenfalls h^f* oerft\u00e4nbig beforgt mirb. Slnf\u00e4nglid) erhalten bie garten kleinen nur bie garteften \u00a9peifeftoffe, nad) unb nach immer herbere \u00aeoft, bis fie enblid) baS gutter ihrer \u00a9tern oerbauen f\u00f6nnen. \u00a9inb fie erft einmal auSgeflogen, fo merben fte nod) im \u00a9emerbe unterrichtet unb belehrt, ftch bie Nahrung gtt fttd)en, unb erft, menn fie SDieS oerm\u00f6gen, Oon ben \u00a9Item oertaffen. Sille S\u00f6get lieben ihre Srut \u00fcberaus g\u00e4rtlid), oertheibigett fte nach beften Kr\u00e4ften gegen jebe \u00a9efahr, menben alle ihnen m\u00f6gliche SNittet an, um ben $einb abgutenfen, unb fe^en ihr eigenes Seben gu \u00a9unften ber \u00aeinber r\u00fcdfidhtStoS aufs \u00a9fuel. \u00a3)ie \u00aeinber ihrerfeitS h\u00e4ngen mit eben berfelben Siebe an ihren \u00a9Item xtnb achten gehorfam auf jeben Nttf ober Socfton oon ihnen.\nSNcIjrere S\u00f6gel treten unmittelbar nad) oollenbeter Srutgeit eine Neife an, je nad) Slrt unb Familie ober nad) feint\u00e2t unb \u00e4\u00dfohnfreiS eine l\u00e4nger ober f\u00fcrger m\u00e4t)renbe, auSgebehntere ober befchr\u00e4nftere. SMr unterfdheiben biefe Neifen als 3^3, 2Banberfd)aft unb \u00a9treidhen. Unter Bug oerfteljen mir biejenige Slrt ber ^S\u00e4uberung, metdhe allj\u00e4hrtidh gu beftimmter Beit ftattfinbet unb in beftimmter Nidjtuttg gefd)ieht, unter SBanbern ein Neifen, meld)eS bebingt mirb burd) bie Nothioenbig^ feit, alfo meber eine beftimmte Beit, noch Nidhtung hut, nid)t allj\u00e4hrlich gefd;ieht itttb enbet, mentt feine Urfache aufgehoben m\u00fcrbe, unter \u00a9treidjett enblid) eine S3anberfd)aft in engeren \u00a9rengen, heroorgerufen burd) benS^unfd), einen fr\u00fcheren SBohnfh burd) einett anberen umgutaufd)en, oon einer gemiffen, gerabe je^t in $\u00fcKe fid) finbenben Nahrung Sortheit gu giel)en.","page":992},{"file":"p0993.txt","language":"de","ocr_de":"Srutgefcfj\u00e4ft. Unterricht ber jungen. 3ug, S\u00dfanberfdjaft unb grent\u00f6eulebert. 993\nOer 3ug ift eS, ioeld;er unS im .iperbfte unfere S\u00e4nger nimmt unb fie im Fr\u00fchjahre ioieber; bringt, ioeld;er unfere Skffero\u00f6gel vertreibt, nod; beoor baS \u00a9iS il;r \u00a9ebiet ihnen unzug\u00e4nglich macht, ioeld;e oiele R\u00e4uber zwingt, ihrer abgereiften Seute nachzufliegen. Son ben europ\u00e4ifchen V\u00f6geln Zieht mehr als bie -Jp\u00e4lfte, bon ben norbafiatifchen unb norbanterifanifd;en oerh\u00e4ltni\u00dfm\u00e4\u00dfig ebenfo oiele. 5lUe ioanbern in mehr ober ioeniger f\u00fcblicher Dichtung, bie auf ber Ofth\u00e4lfte ber \u00a9rbe leben; ben nach S\u00fcbtoeften, bie auf ber SBefth\u00e4lfte ber \u00a9rbe inohnenben nach Often, entfprechenb ber Sklt; l\u00e4ge ihres? \u00a9rbtheilS unb ber SBefchaffenl;eit beS \u00a9\u00fcrtelS, in ioeld;em bie S\u00dfinterherberge liegt. 3>u ber 3ugrid;tung flie\u00dfenbe Str\u00f6me ober oerlaufenbe Scaler iocrben zu \u00a3>eerftra\u00dfen, hohe \u00a9ebirgSth\u00fcler Zu Raffen f\u00fcr bie Sknberer; in ihnen fammeln ftd; nadh unb nach bie Neifenben an. \u00a9intge ziehen paartoeife, anbere in \u00a9efeUfcfjiaft, bie fd;toad;en hauptf\u00e4d)lich beS NacbtS, bie ftar\u00efen auch bei Sage, alle fo eilig als m\u00f6glich- Sie reifen ab, lange beoor ber Slangel in ihrer Heimat eintritt; fte reifen fo eilig, als ob ein un\u00fcberioinblicher Orang fte treibe; fte ioerben um bie 3eit ber Neife unruhig, auch toenn fte im \u00ae\u00e4fig ftd; beftnben, io erben eS, toenn fte als Sunge bem Riefte entnommen unb in ber \u00a9efangenfcfcaft aufgef\u00fcttert iourben. Oie einen Oerlaffen unS fchon fr\u00fch im Sahre, bie anberen oiel fp\u00e4ter, jeber einzelne aber zu einer bestimmten, nur ioenig toechfelnben 3eit. Oiejenigen, ioelche am fp\u00e4teften ioegzogen, lehren am erften zur\u00fcd, bie, ioelche am fr\u00fchesten unS oertie\u00dfen, fornmen am fp\u00e4teften ioieber: ber Siauerfegler reift fd;on in ben erften Sagen beS Suguft ab unb ftellt ftd; erft im Niai ioieber ein; bie lebten Nachz\u00fcgler ioanbern erft tm Nooember auS unb ftnb bereits im Februar ioieber angelangt. 3hre 2\u00f6interherbcrgen ftnb ungemein auSgebehnt ; oon oielett fennt man bie St\u00e4tte nicht, in ioeld^er fte enblid; Nul>e finben. Stehrere \u00fcberiointern fchon in S\u00fcbeuropa, oiele in Norbafrifa ztoifd;en bem 37. unb 24. \u00a9rabe ber n\u00f6rblichen Breite; rtid^t ioenige gehen bis tief iu bas innere beS heilen \u00a9\u00fcrtelS unb finben ftch io\u00e4hrenb ber SMntermonate Oon ber \u00ae\u00fcfte beS rothen ober inbifd;en NieereS an bis zu ber beS atlantifchen. \u00a9ine \u00e4hnliche Verberge bilben pubien, ein; fchlie\u00dflid; ber benad;barten gro\u00dfen Unfein, Sirma, Siam unb S\u00fcbd;ina. Oie norbamerifanifdhen S\u00df\u00f6gel reifen bis in ben S\u00fcben ber bereinigten Staaten unb bis nach SNittelamerda. Sind) auf ber f\u00fcblichen ^albfugel ftnbet ein regelm\u00e4\u00dfiger 3ug ftatt. Oie S\u00f6gel S\u00fcbamerifaS fliegen in n\u00f6rb; lieber Nid;tung bis nach S\u00fcb; unb Niittelbrafilien, bie S\u00fcbauftralienS ioanbern nach ^em korben biefeS \u00a9rbtheilS, tljeilioeife ioohl auch bis nach Neuguinea unb auf bie benachbarten \u00a9ilanbe.\nSor bem Skggange pflegen bie Nbreifenben berfammlungen zu bilben, ioelche einige Sage an einer unb betreiben Stelle oerioeilen, bie einzeln bor\u00fcberziehenben zu ftch h^rbeiloden unb enblich, toenn ber Schtoarm zu einer geioiffen St\u00e4rfe angeioad;fen ift, mit biefem pl\u00f6plid; aufbrechen unb baoon fliegen, \u00a9inzelne halten oorher Ntufterung \u00fcber bie Ntitglieber ber Neifegefellfchaft, oerfto\u00dfen manche, folfen fie zuioeilen fogar umbringen. Oie 3uggefellfd;aften bleiben io\u00e4hrenb ber Neife, meift aud; in ber b\u00dfinterherberge, mehr ober ioeniger bereinigt. UnterioegS beobad;ten fte entloeber eine beftimmte Orbnung, geio\u00f6^ulidh bie eines Teiles ober richtiger bie ztoeier geraber Sinien, ioelche in fdfjiefer Nietung gegen einanber laufen unb oorn an ber Spi^e fid; oereinigen, einem V oerglei\u00abh-bar; anbere fliegen in Neihen, anbere in einem getoiffen Sbftanbe burd; einanber, in ioirren, nach au\u00dfen hin jebod; einigerma\u00dfen gerunbeten Raufen. Oie meiften ftreid;en in bebeutenber $\u00f6he fort, manche ft\u00fcrzen fi<h aber aus biefer \u00a3>\u00f6he fal\u00f6^lid; tief nadh unten herab, ftreiepen eine 3eitlang \u00fcber bem \u00a9oben ioeg unb erheben ftch allgemach ioieber in ihre fr\u00fchere $\u00f6he. Scptoachere S\u00f6get benutzen unterloegS SB\u00e4lber unb \u00a9eb\u00fcfehe zu ihrer Oedung, fliegen ioenigftenS \u00fcbertageS fooiel als nt\u00f6glid; Oon Saum zu Saum, oon Skib zu Sklbe. Saufo\u00f6gel, benen baS fliegen feptoer ioirb, legen einen guten Speil beS SSegeS zu $u\u00dfe, mand;e SkfferO\u00f6gel geringere Streden fdhioimmenb zur\u00fcd. \u00a9egenioinb f\u00f6rbert unb befchleunigt, N\u00fcdioinb ft\u00f6rt unb oerlangfamt ben 3\u00abg, h\u00e4lt ihn ioohl auch tagelang auf\u00bb Oie \u00a9rregung unb Unruhe, ioelche bie \u00a9em\u00fcther erf\u00fcllt, enbet erft am 3iele ber Neife; jebod; tritt auch bort baS getoohnte Seben erft gegen ben Niidzug hin ioieber ein.\nOie Sknbermtg fann unter Umft\u00e4nben bem 3uge infofern \u00e4hnlich toerben, als fte zu einer beftimmten 3\u00abt mit gr\u00f6\u00dferer ober geringerer Negelm\u00e4\u00dfigfeit fiattfinbet. Sknbero\u00f6gel ftnb oiele ber\nSreljm, Xfytiltbtn. IY.\t63","page":993},{"file":"p0994.txt","language":"de","ocr_de":"994\n\u00a9in Sief auf ba\u00a7 Sebcn ber \u00a9cfammt^cit.\nim \u00dfo\u00dfen Sorbett lebenben, benen heftiger \u00a9c\u00dfneefatt in getoiffen Sauren i\u00dfve Sta\u00dfrung gub'edt. Smter\u00dfalb eine\u00ea getoiffen \u00a9\u00fcrtelS [treiben fte aGj\u00e4^rlic^ mu\u00dfer, aber nur, toenn befonbcr\u00e4 ftrenger Sinter eintritt, toanbern fte mehr nad) \u00a9\u00fcben ^erab unb gelangen bann aud) bis gu un\u00ea ober reifen felb\u00df.biS nach \u00a9\u00fcbeuro\u00dfa hinab. dagegen gieren \u00dfc\u00df alle SB\u00f6gel, toelc\u00dfe im oberen \u00a9\u00fcrtet be\u00ea \u00c7o\u00efjen \u00a9ebirge\u00e2 leben, febe\u00ea ^a\u00dfr unregelm\u00e4\u00dfig in tiefere \u00a9egenben ^inab unb toanbern mit beginn be3 ftni\u00dflingg ebenfalls gu einer beftimmten 3eit toieber nae\u00dfihrem \u00a9tanborte gur\u00fccf; i\u00dfre Steife alfo ifi ber ber 3ug0\u00f6gel \u00e4hnlich.\n\u00a3)a\u00a7 \u00a9treiben gefe\u00dfieht io\u00e4\u00dfrenb be\u00ea gangen Sa\u00dfre\u00bb unb. auf ber gangen \u00a9rbe. Sitte $age; ftolgen ober Sitttoer ftreie\u00dfen, gr\u00f6\u00dfere Staubo\u00f6gel fe\u00dfon i\u00dfrer Stauung \u00bbegen; anbere fe\u00dftoeifen im \u00a3anbe umber, fe\u00dfeinbar me\u00dfr gu i\u00dfrem Vergn\u00fcgen, als ber Siot\u00dftoenbigfeit folgenb; eingetne ftreid^en in fe\u00dfr engem Greife, anbere bure\u00dftoanbern babei mehrere SJieilen. Unter ben Senbefret\u00e9\u00ef\u00e2nbern fann auch biefe Slrt ber \u00a9rt\u00eaoeranberung bem 3uge \u00e4hnlich toerben.\nSie immer ber SSogel reifen m\u00f6ge, ob als giehenber Sanberer ober \u00a3anbftrei(\u00dfer, unb tote? leeit feine Steife \u00dfc\u00df augbe\u00dfne: feine \u00a7eimat haben loir immer-itur ba gu fue\u00dfen, loo er liebt unb \u00dfc\u00df fort\u00df\u00dfangt. $n biefem \u00a9inn\u00e9 barf ba\u00ea Steft ba\u00ea \u00a3au8 be\u00ea S\u00dfogel\u00e4 genannt toerben.\n\u00a3)ie \u00a9\u00e4uger \u00dfnb bie Stu\u00dft\u00dfiere, bie SS\u00f6gel bie S\u00dfergn\u00fcgungSt\u00dfiere be\u00f6 SSienfc\u00dfen. 3ene m\u00fcffen gotten unb geben, toenn \u00dfe oom SJtenfc\u00dfen nicht oertilgt toerben iootten, biefe genie\u00dfen eine 33eoors gugung oor allen \u00fcbrigen \u00a3\u00dfieren : fte befi^en be3 SJtenfc\u00dfen So\u00dfltootten unb be3 SJtenfd;en Siebe. \u00aeie Slnmut\u00df ihrer \u00a9eftalt, bie \u00a9ch\u00f6nheit ber f\u00e4rben, bie \u00a9djnettigfeit unb SSe\u00dfenbigfeit ihrer tBetoegungen, ber Sohllaut ihrer \u00a9timme, bie Sieben\u00eato\u00fcrbig\u00efeit i\u00dfreS Sefen\u00ea giehen un\u00ea untoiber* \u00dfehlich an. \u00a9chon bie erften \u00dcJtenfd;en, oon beren \u00a9ef\u00fc\u00dflen toir $unbe haben, befreunbeten \u00dfc\u00df mit ben V\u00f6geln; bie Silben nahmen fie unter ihren \u00a9d;u\u00df; S\u00dfriefter oergangener 3eiten fahen in ihnen heilige Xhiere; dichter be\u00a7 Slltert\u00dfum\u00bb unb ber \u00a9egentoart la\u00dfen \u00dfc\u00df begeiftern oon ihnen. 3\u00dfr geben, ihre \u00a9timme, ihr glug, ihre er\u00dfc\u00dftltc\u00dfe 3ufrieben\u00dfeit mit bem \u00aeafeiu erhebt unb erbaut unS. 3\u00dfnen geto\u00e4hren toir gern bie \u00a9aftfreunbfc\u00dfaft, toelc^e toir ben \u00a9\u00e4ugern unb noe\u00df mehr ben Surren entfe\u00dfieben oerfagen, geto\u00e4hren \u00dfe ihnen, auch wenn\ttoenig Stufen bringen; unter ihnen\ntoerben toir un\u00a7 mehr \u00a7au\u00eb; unb \u00a9tubengenoffen als unter allen \u00fcbrigen \u00a3\u00dfieren; felbft trenn toir un\u00ea anfe\u00dfiden, ihnen mit Steh unb \u00a9e\u00dflinge nachgugehen, toenn toir uns? mit ihrer 3>agb befc\u00df\u00e4ftigen, erftirbt bie 3uneigung, toelc\u00dfe toir gegen \u00dfe hegen, nicht, \u00a9ie \u00dfnb unfere \u00a9c\u00dfo\u00dffinber unb Sieblinge. 3hr Seben ift aber auch oon hoher SSebeutung f\u00fcr unfer S\u00f6e\u00dfht\u00dfum unb Sohlbe\u00dfnben. SDie S\u00df\u00f6gel bilben ein unentbe\u00dfrlic\u00dfei \u00a9lieb in ber Stei\u00dfe ber Sefen; \u00dfe \u00dfnb bie S\u00e4c\u00dfter be\u00a7 \u00a9leidjgeioidjt\u00ea in ber Xhlertoelt unb toehren ben Oerberbltc\u00dfen Uebergri\u00dfen ber anberen klaffen, in\u00f6befonbere ber $erb= t\u00dfiere, benen prei\u00eagegeben fcie Statur oer\u00f6ben to\u00fcrbe. \u00a9in eingige\u00bb SSogelp\u00e4rdjen fann un3 mehr Stuben bringen als alle SJtitglieber einer \u00a9\u00e4ugethierorbnung gufammengenommen. 3\u00dfo Stufen l\u00e4\u00dft \u00dfc\u00df toeber berechnen noe\u00df ab\u00df\u00df\u00e4\u00dfen, toeil er jebe Stec\u00dfnung ober \u00a9cfj\u00e4^ung \u00fcberfteigt; too\u00dfl aber berechtigt er 3>eben, toelc\u00dfer \u00dfc\u00df mit ber \u00c7orfdjung be\u00ea \u00a3\u00dfierlebeng befc\u00df\u00e4ftigt, allen Irenen, toelc\u00dfe \u00dfc\u00df unterrichten la\u00dfen tootten, bie ernfte SDta\u00dfnung an3 \u00a7erg gu legen:\n\u201e\u00a9c\u00dfuh ben 33\u00f6gelnl\"","page":994},{"file":"p0995.txt","language":"de","ocr_de":"Sebeutung ber 33ogel. \u00a9pjUmatifhe \u00a9intpeilung.\n99\u00bb\nHeber bie fhftematifdje \u00a9intheilung ber S\u00dfgel hat matt fid^ gur 3eit nod) nidjt geeinigt, Weil bie gro\u00dfe Hebereinftimmung ber eingelnen* SUiitg\u00efieber ber klaffe unter fid) unb bie oielfadjen Heberg\u00e2nge, Weldje eine bestimmte ^orm gut anberen geigt, eine foldje (Eintreibung im h\u00f6hnen \u00a9rabe erfdjWeren* ^ebenfalls ift gegenw\u00e4rtig nod) fein Raturforfher berechtigt, feine Rnftdjten f\u00fcr bie richtigen gu halten. \u00a9S ift feljr leiht, ein aufgefteKteS \u00a9pftem umguWerfen, aber \u00fcberaus fdjwierig, ein beffereS aufgubauen, unb ebenfo fdjwierig f\u00fcr denjenigen, Weid)er einigerma\u00dfen felbft\u00e4nbig gu forfdjen gewohnt ift, fid) einem ber oorpanbenen \u00a9pfteme unbebingt angufcplie\u00dfen. ' 2\u00dfeitere f^ortfc^ritte unferer S\u00dfiffen; fchaft Werben audh in biefer ^inficht Hebereinftimmung unter ben ^orfd)ern ergielen; einftWeilen ift oon einer foldjen noch ERid^t\u00ea gu bemerfen.\nSinne, ber \u00a9dj\u00dfpfer unb Sater ber hantigen St$ietftmbe, theilte bie S\u00dfgel ein in Raub;, Raben;, \u00a9d)Wimm;, Sauf;, k\u00fchner; unb \u00a9perlingSO\u00dfget; Slliger in ^letter;, \u00a9ang;, Raub;, \u00a9harr;, Sauf;, 2Bat; unb \u00a9djwimmo\u00dfget; Stem mind, Welcher feinen Hnterfudhungen eines ber reidjften SRufeen ber (Erbe gu \u00a9runbe legen tonnte, in Raubo\u00dfgel, SlHeS;, $erf; unb K\u00f6rner f reff er, Saar; unb \u00abJpaftgeljer, Siefto\u00dfgel, \u00a9djWalben, Stauben, k\u00fchner, Sradjfhtoalben, S\u00e4ufer, \u00a9umpfo\u00dfgel, Sappenf\u00fc\u00dfe unb \u00a9hwimmo\u00dfgel; \u00a9hing, Welcher feinen 2lnfd)auungen fid) guneigte, in Raubo\u00dfgel, $erf; unb \u00c4\u00dfmerfreffer, \u00a9leid)* unb ^aftgeljer, \u00a9iSO\u00dfgel, \u00a9cpWalben, tauben, k\u00fchner, S\u00e4ufer, S\u00dfato\u00dfget, \u00a9hwimmo\u00dfgel; S\u00f6ppig, Welcher biefeS\ta6ermal\u00ea oer\u00e4nberte, in Raubo\u00dfgel,\n\u00a3)oder, $aft; unb 2>od)geher, k\u00fchner;, Sauf;, 3\u00f6at; unb \u00a9hwimmo\u00dfgel; Naumann, Weiher Weniger im SRufeum als in ber Ratur ftubirte, in Raub; unb RabenO\u00dfget, $erf; unb \u00a9ef\u00e4mefreffer, Saargeper, \u00a9teig; unb \u00a9ijjf\u00fc\u00dfter, \u00a9djwalbeno\u00dfgel, tauben; unb Jp\u00fchnero\u00dfget, S\u00e4ufer, 2\u00dfat; unb \u00a9hwimmo\u00dfgel; nteinSater, aderbingS nur mit Bugrunbelegmtg ber europ\u00e4ifdjen SogelWelt, in Raub; unb \u00a9djwalbeno\u00dfgel, \u00a9ipf\u00fc\u00dfler, kr\u00e4hen; unb \u00a9pecpto\u00dfgel, Fliegenf\u00e4nger, ^B\u00fcrger, dicffhn\u00e4bler, Serben, \u00a9\u00e4nger, Reifen, tauben, k\u00fchner, Sauf\u00fc\u00dfget, Regenpfeifer, \u00a9anbh\u00fchner, Reiher, \u00a9hnepfen, Rallen, \u00a9eeflieger, Soll; ober Ruberf\u00fc\u00dfler, Bahnfdjn\u00e4bler unb Rauher; 2B agier in \u00a9ulen, \u00a9hwalben, ^jadjte, k\u00fchner, tauben, trappen, Mute, Papageien, \u00a9perlinge, ^r\u00e4pen, -fp\u00e4ger, \u00a9hWebefped)te, \u00a9pec^te, \u00a9djluder, Reiher, \u00a9\u00e4nfe unb \u00a9trau\u00dfen; \u00a9unbeoall in \u00a9perlinge, \u00a9ingo\u00dfgel, SangfhWinger, \u00a9ped^te, \u00a9ittidje, \u00c4ufufe, Raubo\u00dfgel, \u00a9dwinlj\u00fchner (Pullastrae), ^\u00fcpner, \u00a9djano\u00dfgel, \u00a9trau\u00dfe, ^\u00fchnerftelgen, \u00a9telgo\u00dfgel, SR\u00dfoen, SoKf\u00fc\u00dfler, \u00a9\u00e4nfe unb Staudjer; Ofen, ber Segr\u00fcnber einer anberen Rid)tung, in $ahn;, d\u00fcnn;, did; unb \u00a9tumpffdjn\u00e4bter; \u00aeaup, einer feiner Racpfolger, in Saargeher, Suft; ober echte S\u00dfget, \u00a9telgo\u00dfgel, FW^gel unb \u00a3>\u00fchner; Reihenbah in \u00a9harr*;, Saum;, S3at; unb \u00a9hwimm; o\u00dfgel; Quoi er, faft gu Sinne gur\u00fcdfehrenb, in Raub;, \u00a9perlingS;, ^letter;, k\u00fchner;, \u00a9teig; unb \u00a9hwimmo\u00dfgel; deglanb in Raub; unb Sklbo\u00dfgel, Stauben, \u00a7\u00fcpner, Sauf; unb \u00a9hwimm; o\u00dfgel; SfaftuS in Raub;, \u00c4letter; unb \u00a9ingo\u00dfgel, k\u00fchner, \u00a9umpf; unb \u00a9djwimmo\u00dfgel; Surmeifter in Raub;, ^letter;, ipodo;, \u00a9in;, \u00a9djarr;, Sauf;, \u00a9umpf; unb \u00a9d)Wimm; o\u00dfgel; SeuniS in Raub;, \u00c4letter;, \u00a9ingo\u00dfgel, Stauben, k\u00fchner, Sauf;, \u00a9umpf; unb \u00a9djwimnw\u00dfgel; Sonaparte, ein f\u00c7orfcfecr, Weiher in allen gr\u00df\u00dferen \u00a9ammlungen \u00a9uropa1\u00a3 gearbeitet hat, in Papageien, Raubo\u00dfgel, \u00a9perlingSo\u00dfgel, tauben, ^\u00fcpner, \u00a9trau\u00dfen, \u00a9teig; unb \u00a9hwimmo\u00dfgel; \u00a9rap, ber Sorfianb beS britifhen SRufeumS, in Raub;, \u00a9perlingS;, \u00c4lettero\u00dfgel, Sauben, ^\u00fcpner, \u00a9trau\u00dfen, \u00a9umpf; unb \u00a9hwimmo\u00dfgel; Serben, einer feiner \u00a9h\u00fcler, in Raub;, $ed;, \u00a9irr;, \u00a9harr;, 2Bat; unb \u00a9hwimmo\u00dfgel; t^trt9er in Papageien/ dagraubo\u00dfgel, Rahtraubo\u00dfgel, ^letter;, \u00a9ang;, \u00a9pen;, \u00eeauben=, #offo;, k\u00fchner;, Sauf;, k\u00fchner; ftelg;, Reiherftelg;, \u00a9nten;, \u00a9egler; unb Stauhero\u00dfgel; \u00a9abaniS, ber \u00a9h\u00dfpfer einer anberen Richtung, Wethe gegenw\u00e4rtig oiete Anh\u00e4nger g\u00e4htt, in \u00a9ing;, \u00a9djrei;, \u00a9d)ritl;, ^letter;, Raub;, \u00a9in*;, \u00a9harr;, 2\u00dfat; unb \u00a9hwimmo\u00dfgel; \u00aeart Sogt in Raub;, ^letter;, \u00a9hrei;, \u00a9ingo\u00dfgel, Sauben, Sauf;, $\u00fct)ner;, \u00a9umpf; unb \u00a9hloimmo\u00dfgel. \u00a9iebet, S\u00dfrofeffor in ^\u00bballe, nahm baS oon \u00a9ab aniS aufgeftcKte \u00a9pftem an, fah fid) aber Oeranta\u00dft, bie Orbnung ber \u00a9hoido\u00dfgel gu ftreid)en; \u00a9pencer F- Sairb in dBafhington enblih flellte, giemtih in Hebereinftimmung mit Siljenb org,\n63*","page":995},{"file":"p0996.txt","language":"de","ocr_de":"996\n(Sin S3 lief auf ba\u00a7 Sebeit bcr \u00a9cfammtl;eit.\nbie Otbnungen bet @perling\u00a70\u00f6gel, \u00a9djriUb\u00dfget, ^\u00dfaatjeljer, \u00dc\u00eeaub\u00fc\u00f4ge\u00ef, tauben, \u00a3\u00fc\u00a7ner, $urg= ft\u00fcgler, \u00a9teljo\u00f6gel,\tcibler, SSollf\u00fcfjter, \u00a9ees ober Sangflieger unb \u00a3aud)er auf.\nSBet einer fo aufserotbentlidjen 23erfd)iebenljeit ber 9Infid>ten \u00a7abe idj> im \u201e\u00a3l)ierleben\" meine \u2022eigene befolgt unb glaube 3)ie\u00ea burd) ba\u00a7 SSorftefyenbe geniigenb entfd^ulbigen, oielleidjt fogar redjt; fertigen jn f\u00f6mten. 3>d> bin io eit entfernt, $u meinen, ba\u00a7 nun gerabe icb ba\u00a7 9ted)te getroffen \u00c7abe: ift mir einfa$ unm\u00f6glich geioefen, midj f\u00fcr eine\u00ea ber foeben aufgef\u00fc^rten \u00a9fyfteme ju entfcbeiben.","page":996},{"file":"p0997.txt","language":"de","ocr_de":"^famen\u00fcerseitfjni#\na.\nSla\u00eageier, egtyptifdjer, 573. Sla\u00eafrct\u00efje 581.\nSIBBagamBa IV, 248.\nSIBbecfer 693.\nSlBenbfal\u00ef 428.\n2IBenb\u00efernBei\u00a7er 176. 2IBu;9tifd) IV, 10.\nAcanthylis caudacuta 653. Accentor alpinus 914. Accentores 911.\nAccipitres 431 f.\nSldfjolafter 371.\nSIcferbroffel 299.\nSldfergrille IY, 586.\nSlcferfrci\u00c7e 356.\nSlcferm\u00e2mtc\u00efjcn 899. Acridotheres tristis 301. Acrocephalus turdoides 867.\nA cry Ilium yulturinum IY, 477, Actitis hypoleucos IY, 635. Actodroma minuta IY, 624. SIbeBar IV, 675.\nSlbler 444 f.\n\u2014\tBrauner, 447.\n\u2014\tgemeiner, 447.\n\u2014\tgemeiner (\u00a9eeabler), 472.\n\u2014\tgeftiefelter, 456.\n\u2014\tringelfdBto\u00e4n^iger, 447.\n\u2014\trufftfcBer, 454.\n\u2014\tfdjmarger, 447. Slblerjmpagei 47.\nSIblerfdjnaBel IY, 99. Slboent\u00eabegel IV, 944.\nA\u00ebdon galactodes 763.\nS\u00efegerft 371.\nAegialites minor IY, 591. Aegithalus pendulinus 923. Aegotheles Novae - Hollandiae 683.\nAethopyga miles IY, 12. SIgami IY, 735.\nAgapornis Swinderiana 33. Agelaius phoeniceus 282. Agelastus meleagrides IY, 479.\nI Agornithes IV, 177. j Agrobates 763.\nAgrodroma campestris 894. j Agyrtria albicollis IV, 125.\n[ Aithurus polytmus IV, 103. j Aix galericulata IV, 828.\n\u2014\tsponsa IY, 825.\nj Alaemon desertorum 27 6.\n[ mp 431.\n' Alauda arvensis 271.\nJ SIlBatro\u00ea, gr\u00fcnfc\u00a7n\u00e2Beliger > IV.\n\u2014\trufifarBener\t) 886.\nSIIBatroffe IV, 885 f.\nAlcae IV, 957 f. j Alca impennis IY, 963. j \u2014 torda IY, 961.\nAlcedines IV, 158 f.\n! Alcedo ispida IV, 161.\n! Alcidae IV, 948 f.\n! Alectorides IY, 557 f. Alectornis albirostris 231. Alectrurus tricolor 726. j SUeftobogel 231. j \u00eelleranberfittid) 10.\nI Sllgarbe 371.\n! S\u00fcimofdf) 573.\n| SUfeu IV, 957 f. 961 f.\n: Sltyenamfel 341. j Sibpenbo\u00efjle 341.\n; SUpenfl\u00fcebogel 914. i SIlpenB\u00e4fler 658.\nSIfyenBu\u00efjn IY, 376.\n! Sllpenfrafje 334.\nSll^enlerdie 265. j Sllpenmauerl\u00e4ufer IV, 44.\n1SlfyenrauBmcbe IV, 884.\nI SIfyenregenpfeifer IV, 589.\n1SItyenfegler 658.\nI 2IIpenfped)t IV, 44.\nAmadinae 197 f.\nAmadina fasciata 198.\n| Slmagonenpapagei 28. Slmeifenfreffer 827.\nSlmeifcnfonig 828.\nSImeifenb\u00f6gel 826 f. 5Xmet^ftfoIiBri IV, 106.\nSimmer 242 f.\n\u2014\tlapBl\u00e2nbifdjer, 252. SImmerfinI (\u00a9Borenammer) 252.\n\u2014\t(SBinterfinf) 139. SImmerfinfen 238 f. Slmmerlerdje, fd^ttaarjf\u00f4pftge,\n264.\nSImmerhjeBer 225 f. Ammodromus maritimus 241. Ammomanes deserti 262. Amphibolae 387 f.\nSImfelmerle 799.\nSImfe\u00efm\u00f4be IV, 861.\nAmydrus Naborup 313. Anabatae IV, 28 f.\nSInalan 59.\nAnas bosebas IV, 821. Anastomus lamelligerusIV, 692-Anates IV, 809.\nSInge\u00efc\u00c7e\u00ea 147.\nSIn\u00c7ima IV, 738.\nSln^inga IV, 918.\nSIni IV, 216.\nSIniuma IV, 738. Anodorhynchushyacinthinus 61.\nI Anomalocorax splendens 362.\n| Anous stolidus IV, 865.\nAnser - Oben - hyperboreus IV, 800.\nAnser cinereus IV, 794. Anseres IV, 787 f. Anthropoides Virgo IV, 728. Anthus aquaticus 892.\n\u2014\tarboreus 891.\n\u2014\tpratensis 889.\n\u2014\trupestris 893.\nAntrostomus vociferus 666. Aptenodytae IV, 968 f. Aptenodytes patagonica IV,\n968.\nApternus tridactylus IV, 76. Apteryx australis IV, 550.\n\u2014\tMantelli IV, 550.\n\u2014\tOwenii IV, 550.\nAquila 447 f.\n\u2014\tchrysa\u00ebtos 448.","page":997},{"file":"p0998.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a798\tSRamenberjeid&nifj.\nAquila fulva 447.\n\u2014\timperialis 449.\n\u2014\tminuta 456.\n\u2014\tnaevia 454.\n\u2014\tpennata 456.\nArachnocestra longirostris IV,\n15.\nArachnotherae 1Y, 13 f. Stracuang IV, 511.\nArae 56.\nAra Macao 56.\n\u2014\tsevera 59.\nAramides gigas IY, 746. Straponga 753.\nStrata, ^tacintfarbiger, 61. Arara militaris 59.\nStrara\u00a7 56 f.\nStrarauna 60.\nStraff an IY, 231.\nArceuthornis 797.\nArchibuteo lagopus 512. Arctica - Mergulus - alle IY, 954. Ardea cinerea IY, 697.\n\u2014\tGoliath IY, 700.\nArdeae IY, 694 f.\nArdetta minuta IY, 711. Strgu\u00eafafan IY, 469.\nArgus giganteus IY, 469. Striel 641.\nSttpfcpnart IY, 748.\nArtamus sordidus 716.\nStrtfdje 141.\nArvicolae IY, 731 f.\nStfd)^u^n IY, 744.\nStj^meife 936.\nStfter 371.\nAstragalinus tristis 153. Astrapia gularis 333.\nStftrilb, grauer, 216.\nAstrilda cinerea 216.\n\u2014\tundulata 216.\nAstrildae 211 f.\nStftrilben 211 f.\nAstura\u00ebtus 460.\nAstur palumbarius 437. Athene indigena 598.\n\u2014\tnoctua 598.\nSttla\u00eaboget 314.\nAtticora fasciata 642.\nSlfcetn 302 f.\nStuerbubn IY, 335.\nStuf 606.\nStufternbieb IY, 602. Slufternegel IY, 602. Stu[ternftfd)cr IY, 602. Stufternfrcffer IY, 602. Stufternfammter IY, 602. Aythya ferina IY, 842.\nSac&a 507.\nSacpamfel 817.\nSa^fle^e 899.\n\u2014\tblaue, 899.\n\u2014\tgemeine, 899.\n\u2014\tiuei\u00a7e, 899.\nSad\u00f6feld>en 858.\nS\u00e4uerling 798.\nSaijfalf 416.\nBalaeniceps rex IY, 667. Balearicae IY, 729 f.\nBalearica pavonina IY, 730. Saltimoreboget 288. Sananenfreffer 388.\nSanbfafan IY, 456.\nSanbfinf 103.\nSanbfdjtoalbe 642.\nSanbfpcdbt IY, 72.\nSanb\u00fcoget 198.\nSanfira^u^n IY, 442. San^ofit IY, 210.\nSartabler 544.\nSartammer 248.\nSartfalf 544.\nSartgeier 542.\nSattfufrde IY, 179.\nSartmeife 926.\nSartb\u00f6gel IY, 225 f. Saftarbnacptigallen 861 f.\nBatrachostomus cornutus 68/.\n\u2014\tjavanensis 687. Sauernfdbmatbe 629.\nSaumeifter IY, 31. Saumelftern 384.\nSaumenten IY. 819 f. Saumfalf 421.\nSaumfiu! 136.\nSaumgritte IY, 53. Saumbader IY, 37. Saumb\u00e4det IY, 53. Saumpopfe IY, 26 f. Saumb\u00fcbncr IY, 407 f. Saumpubn IY, 347. [Saumlauj 616.\nSaundteber IY, 43. Saumftetterer IY, 52 f. j Saumfr\u00e4ben 370 f. Sauml\u00e4ufer IY, 52. 53. Sauntlercbe 269.\nSaumliefte IY, 170. SaumnacbtigaU 763. Saumpidcr IY, 37. Saumpieper 891.\nSaumreitcr IY, 53. Saumreuter IY, 37. Saumritter IV, 37.\nI Saumrotbfdjtoatt\u00e0 778. Saumrutfdjer IY, 37. 53. Sauntfdbarbe IY, 923. Saumf4h)\u00e4lbcben 734. Saumfegler 647 f. Saumfperling 240. Saumfteiger IY, 28 f. 53.. j Saumtuadjtel IY, 409. Saummiebebopf IY, 27.\nSa^a 225.\nBaza lophotes 490. Sebefdduanj 899.\nSeinbredber 472.\nSefafjute IY, 613.\nBellatrix reginae IY, 109. Senguelift 215.\nSenteot 384.\nSentebi 721.\nSergabler 447.\nSergammer 254.\nSergamfel 798.\nSergbraunelle 913.\nSergboble 341.\nSergbroffet 796. 798. Sergetfter 693.\nSergente IY, 815.\nSergfatf 416..\nSergfafan IY, 335.\nSergfrnt 136.\nSergglanjftaaren 313. Sergb\u00e4nfling 144.\nSergbeber 365.\nSergboffc IY, 509.\nSergf\u00e4d 365.\nSerglerdie 265.\nSergmeife 927.\nSergupnipben IV, 101. Sergf^neebubn IV, 376. i Sergfdjnepfe IY, 608. Sergfcb^atbe 638.\nScrgfpedjt IY,^60.\nSergfperling (ftelbfpetltng) 165 ! \u2014 (\u00a9teinf petting) 168.\nI Sergfpb1' 658.\nI Sergft\u00f6\u00dfer 434.\n! Sergtaube IY, 269.\nSergbogel 914.\n! Serigora 424.\nBernicla torquata IY, 802. SernifelganS IY. 802.\nScrotft 317.\nSe\u00ebra 437.\nSettet 70.\nSeutetgan\u00ea IY. 929. Seutelmeife 923.\nSienenf\u00e4nger IY, 138. Siencnfalf 508.\n! Sienenfraft IY, 138.","page":998},{"file":"p0999.txt","language":"de","ocr_de":"Dtamenrerjeidjnif.\n999\nSienenfreffer IV, 136. 138.\n\u2014\tperfider, IV, 139. Sienenf\u00f6nig 713.\nSienenmeife 934.\nSienenboget IV, 138. Sieneniu\u00f6tfe IV, 141. Sienentootf IV, 138.\nSierefet 317.\nSinfenf\u00f6nige 886 f.\nSirfenjeiftg 145.\n\u00a9irf&e$er 365. IV, 148. Sirfkutjn IV, 347.\nSitter 798.\nStaffe IV, 762.\nSl\u00e4^I)u^tt IV, 762. St\u00e4tterk\u00fckncken IV, 751 f. S3Ia\u00a7broffeI 800.\nStauamfel 791.\nStaubroffet 791.\nStauelfter 374.\nStaufatf 416.\nStauijeker 376.\nStaufeptcken, fckroebifdjeg, 765.\n\u2014\ttoei\u00eafternige\u00ea, 766. Staufr\u00e4^e IV, 148.\nStautieft IV, 172.\nStaumeife 934.\nStaumerte 791.\nStaurabe, ge^\u00e4u&ter, 375 f. Slaurafe IV, 148.\nStaufpedjt IV, 37.\nStautaube IV, 266.\nStaub\u00f6get IV, 6 f.\nStauboget 498.\nStautteik 498.\nSlikboget IV, 939.\nStocktaube IV, 262.\nStocftaube IV, 266. St\u00fcmtterct)e 914.\nSt\u00fct^entefer, auftratifefjer, IV, 13.\nSt\u00fctting 914.\nStumenente IV, 821. Stumeuf\u00fcffer IV, 105. Stumennpnipken IV, 105. Stumeufauger IV, 106. Slumenjutufu\u00ea IV, 184. Stumenb\u00f6get IV, 6 f. Slumeng\u00fcngter IV, 18. Stutaftritb 212.\nStutbroffet 798.\nStutfiuf (\u00a9ompfaff) 112.\n\u2014\t(\u00a9enegati) 212. Stutk\u00e4nfting 141. Stutfckuabeltoeber 227. Stutboget IV, 17.\nSobtinf 280.\nS\u00f6cferte IV, 617.\nS\u00f6knter 136.\nS\u00f6kmte 798.\nS\u00f6tte IV, 762.\nS\u00f6Hkuku IV, 762. Sogenfckuabet IV, 13. Sottenbeifjer (\u00a9ompfaff) 112.\n\u2014\t($irf<kfembetfjer) 173. Bombycilla cedrorum 739.\n\u2014\tgarrula 739.\n\u2014\tphoenicoptera 739. Bonasia sylvestris IV, 356. Sootfmf 131.\nSootfcktoauj 292. Sorftenfcktoatben 666 f. Botaurus stellaris IV, 714. Sracker IV, 649. Srackb\u00fckncken IV, 586. Srackkukn IV, 649. Sracktercke 271. 894. Sradkpieper 894.\nSrad)fd)nepfe IV, 649. Srad)fd)ttalbe IV, 578. Srackftetje 894.\nSradjooget IV, 649. Sranbeute IV, 815.\nSranbeute 613.\n\u2014\tgro&f\u00f6pfige, 616.\n\u2014\tkeuteube, 616.\nSranbfauj 616.\nSraubmeife 931.\nSranbboget IV. 861. Sranbtoeik 500.\nSraunette 912.\nSrauuettert 779. Sraunfektdjen 779. Srauitfperltng 165. Srau)ekaku IV, 625. Srautente IV, 825. Brevipennes IV, 520 f. Srittenatf IV, 963. Srittenfetttaud;er IV, 968. Sritlengra\u00eam\u00fccfe 848. Srittenuafe 665.\nSrommet\u00e9 112.\nSroufgau\u00ea IV, 802. Sronjeftiigettaube IV, 293. Svuckbroffet 867.\nSrmkeule 613.\nSrudjfyakn IV, 625. Sruckfcknepfe IV, 613. Sr\u00fcberdjen IV, 957.\nBubo ascalaphus 606.\n\u2014\tcinerascens 606.\n\u2014\tlacteus 606.\n\u2014\tmaximus 606.\n\u2014\tvirginianus 606.\nBubones 605 f.\nBubulcus Ibis IV, 705.\nBucanetes githagineus 106. Buccones IV, 179.\nBucerotes IV, 239.\nBucerotidae IV, 228.\nSuckfiuf 131. 136. Sudjftabentaube IV, 295. Bucorax abyssinicus IV, 248. Budytes citreolus 908.\n\u2014\tflavus 905.\n\u2014\tmelanocephalus 905. S\u00fcffetboget 231. S\u00fcffetfaeberboget 231.\nSiitott\u00bb 317.\nS\u00fcmbetmeife 934.\nS\u00fcnbetuiftter IV, 29 f. S\u00fcrgermeifterm\u00f6oe IV, 870. Suku 606.\nSukuo 606.\nSutbut 813.\nSuntbroffet 798.\nSuntfafau IV, 457.\nSuntfinf 214.\nSuntfittidj) 73.\nSuntfpeckte IV, 71 f.\nSuntf pinte IV, 143.\nBuphaga africana 304.\n\u2014\terythrorhyncha 304. Surong ; 9Jtati ; $epeng 329. Surrkakn IV, 625.\nSu\u00eaaar 512.\nSufcketfter 693.\nSufckfatf 693.\nSufd)kiiku IV, 490.\nSufckfauj 616.\nSufdifufufe IV, 209 f. Sufcktercke 269.\nSufckpieper 891.\nSu[ck)rei^er IV, 701. Sufck\u00eeimger 875. Sufckfckm\u00e4ker 793. Sufckfckttepfe IV, 608. Sufd)trutl)akn IV, 490. Suf^to\u00fcrger 704 f.\nSuffaare 502 f.\nSuffarbe 502 f. Suffarbfalfenabter 459. Suffarbtoeik 489.\nSuparb 512.\nButalis grisola 732.\nButeones 502 f.\nButeo vulgaris 512. Suttetftampfe IV, 957.\n<L\nCacatua galerita 42.\n\u2014 Leadbeateri 42.\nCaccabis graeca IV, 388.","page":999},{"file":"p1000.txt","language":"de","ocr_de":"1000\n^amettberjeidjnif?.\nCaccabis petrosa IY, 395.\n\u2014\trubra IY, 391.\n\u2014\tsaxatilis IY, 388.\nCaereba cyanea IY, 7.\nCairina moschata IY, 832. Calamoditae 866.\nCalamodus phragmitis 870. Calandrae 258 f.\nCalandritis bracbydactyla 260. Calidris arenaria IY, 620. Calliope camtschatcensis 769. Callipblox ametbystina IY, 106. Calliste festiva 193.\n(Sallifte, rot^natfige, 193. Callocephalus galeatus 43. Calloenas nicobarica IY, 297. Calobates sulphurea 902. Calothorax Mulsanti IY, 108. Calurus antisianus IY, 188.\n\u2014\tparadiseus IY, 188.\n\u2014\tpavoninus IY, 187.\n\u2014\tresplendens IY, 188. Calyptorhynchus Banksii 50. Campepbagae 726.\nCampephilus imperialis IV, 64.\n\u2014\tprincipalis IV, 64. Campylopterus Delattre\u00ef IV,\n102.\n\u2014\tbemileucurus IY, 102. (Sanarto 120.\nCancroma cocblearia IY, 668. Cancromata IV, 667. Cannabina linota 141.\n\u2014\tmontium 144.\n(Scipi 186.\n(Sapirote 844.\nCapitones IY, 225.\nCaprimulgi 659 f.\nCaprimulgus eximius 666.\n\u2014\tisabellinus 669.\n\u2014\tJotaca 666.\n\u2014\tpunctatus 665.\n\u2014\trufieollis 666.\nCaptantes 400 f.\n(Sapuere IY, 408.\n(Satandjo 525.\nCardinalis virginianus 180. Carduelis elegans 151. Carmosyna papuensis 38. Caryothraustes brasiliensis 185. Casarea rutila IY, 812. (Salmalo\u00ea 49.\nCassicus cristatus 290. Casuarius australis IY, 547.\n\u2014\tBenettii IV, 547.\n\u2014\tbiearunculatus IV. 547.\n\u2014\tgaleatus IY, 547.\n\u2014\tKaupii IY, 547.\nCasuarius uniappendiculatus IY,\n547.\nCatamblyrhyncbus diademata\n184.\nCatbartae 573 f.\nCatbartes Aura 581.\nCatbeturus Lathami IV, 490. Cecropis americana 629.\n\u2014\tBoissoneauti 629.\n\u2014\tcahirica 629.\n\u2014\tfilifera 634.\n\u2014\tneoxena 629.\n\u2014\trufa 629.\n\u2014\trustica 629.\n\u2014\tsenegalensis 634. (Seberntiogel 739.\nCentrococcyx viridis IY, 222. Centrophanes lapponicus 252. Centropodes IY, 221.\nCentropus aegyptius IY, 221. CepbalolepisDelalandiilV, 108. Cepbalopterus ornatus 752. Ceppbus Grylle IY, 948. Cereopsis Novae-HollandiaelV.\n808.\nCeriornis melanocephala IY,\n440.\n\u2014\tSatyra IY, 439.\nCerthia familiaris IY, 53. Certhilaudae 274 f.\nCertbiolae IV, 6 f.\nCerthiola flaveola IY, 8. Ceryle rudis IY, 166.\nCeyx tridactyla IY, 166. Cbalcopeleia afra IY, 283. Chaptia musica 712.\nCbaradrii IY, 585 f. Charadrius auratus IY, 586. Cbasmarhynchus carunculatus\n753.\n\u2014\tnudicollis 753.\n\u2014\ttricarunculatus 754.\n\u2014\tvariegatus 753.\nCbauna Chavaria IV, 740. Cbelidon Ariel 641.\n\u2014\turbica 635.\nCbelidoptera tenebrosa IV, 181. Cbelidopteryx Riocouri 497. Cbenalopex aegyptiacus IY, 804.\nCben byperboreus IY, 800. Cbenopsis atratus IV, 784. Cbera cafira 235.\n(S^imango 523.\n(SptBcrajotooget IY, 101. Gtpqut\u00e9 IY, 470.\nCbionis alba (SBilb) IY, 592. Cbiromacbaeris Manacus 748.\nChiroxiphia caudata 748.\n(SPtt IY, 37.\nChlamydodera maculata 316. Chlo\u00ebbia Grouldii 208.\n\u2014\tmirabilis 208.\nChloris hortensis 170. Cbordeiles virginianus 663. (EpOty 66.\nCbroicocepbalus icbtbya\u00ebtus IY,\n876.\n\u2014\tmelanocepbalus IY, 876.\n\u2014\tminutus IY, 876.\n\u2014\tridibundus IY, 876. Chrysococcyx auratus IY, 206. Cbrysolampis mosebita IY, 104. Chrysospiza lutea 167. Chrysotis 27 f.\n\u2014\taestiva 28.\n\u2014\tamazonica 28.\nCicinnurus regius 327.\nCiconia alba IY, 675.\n\u2014\tAbdimii IY, 683.\n\u2014\tleucocepbala IY, 679.\nCiconiae IV, 672.\t\u00ab\nCinclus aquaticus 817.\nCirca\u00ebtos bracbydactylus 504.\n\u2014\tgallicus 504.\nCircus rufus 500.\nCissa sinensis 386.\n(Siftenfanger 876.\nCisticola schoenicola 876. (Jitronenftelge 908.\n(Sttvonen\u00fcogel IV, 589. Coccoborus ludovicianus 178. Coccolarynx frenatus IY, 143. Coccotbraustes vulgaris 173. Coccygi IV, 210.\nCoccygus americanus IV, 211. Coccystes glandarius IY, 200. Colaptes auratus IV, 80.\n\u2014\tmexicanus IY, 83.\nColymbus glacialis IY, 944.\n\u2014\tarcticus IY, 944.\n\u2014\tseptentrionalis IV, 945. (Solinlpn IY, 409.\nColius leucotis 396.\n\u2014\tsenegalensis 396. Coliuspasser flaviscapulatus\n235.\nCollocalia fuciphaga 650.\n\u2014\tnidifiea 649.\nColumbae IV, 262.\nColumba glauconotos IV, 269.\n\u2014\tintermedia IY, 269.\n\u2014\tlivia IV, 268.\n\u2014\toenas IY, 267.\nConurus carolinensis 63.\n\u2014\tleucotis 62.","page":1000},{"file":"p1001.txt","language":"de","ocr_de":"\u25a0Jtomen&erjetdfjmfj.\n1001\nConurus luteus 61.\n\u2014\tsolstitialis 17.\nCoracias garrulus IV, 148. Coracii IV, 146.\nCoracirostres 276 f.\nCoragyps atratus 582.\nCorax nobilis 343.\n(SoteKct 80.\n(Soriango 662.\n(Sotopa IY, 216.\nCorvultur albicollis 349.\n\u2014\tcrassirostris 349.\nCorvus cornix 351.\n\u2014\tcorone 351.\n\u2014\tfrugilegus 356.\nCorydalla Pichardii 897. Corydon sumatranus IY, 154. Coryphilus tahitianus 38.\nCorys arborea 269. Corythaeola cristata 393. Corythaix leucotis 390. Cosma\u00ebrops ornatus IY, 145. Cosmetornis africana 668. Cosmonessa IV, 829.\nCosmurus pavoninus IV, 187. Coturnix communis IV, 423. Cotyle riparia 639.\n\u2014\trupestris 638.\nCracidae IY, 500 f.\nCracticus destructor 709. Crateropus leucopygius 815. Crax alector IV, 501.\n\u2014\tcarunculata IY, 501.\n\u2014\trubra IV, 502.\nCrex pratensis IY, 748.\n(Sriango 662.\nCrossoptilon auritum IV, 466. Crotophaga Ani IY, 216.\n\u2014\tmajor IY, 216.\n\u2014\trugirostris IV, 217. Crypsirhina varians 384. Crypturidae IY, 515 f. Crypturus Tataupa IY, 517. Cuculi IV, 193 f.\nCuculidae IY, 189.\nCuculus canorus IY, 194.\n\u2014\tglandarius IY, 200. Cupidonia americana IY, 361. Curruca atricapilla 844.\n\u2014\tcinerea 846.\n\u2014\tconspicillata 848.\n\u2014\tgarrula 843.\n\u2014\thortensis 841.\n\u2014\tleucopogon 848. 850.\n\u2014\tnisoria 837.\n\u2014\u25a0 orphea 839.\n\u2014\tpasserina 848.\n\u2014\tRuepp\u00e9llii 853.\nCurruca ruficapilla 844. Cursores IY, 253 f.\nCursorius isabellinus IY, 572. (Suruje 601.\nCyanalcyon Macleayi IV, 172. Cyanecula leucocyana 766.\n\u2014\tsuecica 765.\n\u2014\tWolfii.766.\nI Cyanistes coeruleus 934.\n1 \u2014 cyanus 936.\nI Cyanocitta cristata 376.\nJ Cyanocorax pileatus 375. Cyanopica Cookii 374.\n\u2014\tcyanea 374.\nCygnopsis canadensis IY, 791. Cygnus atratus IV, 784.\n\u2014\tBewickii IY, 780.\nI \u2014 musicus IY, 780.\n[ \u2014 nigricollis IY, 784.\n\u2014\tolor IY, 780.\nI Cymindis uncinatus 489. Cynchramus schoeniclus 250. Cypborhinus cantans 888. Cypseli 644 f.\nCypselus apus 655.\n! \u2014 Melba 658.\n\u2014\tpalmarum 655.\n\u2014\tparvus 654.\nCypsiurus 654.\nCyrtostomus australis IY, 13.\n2).\nj Dacelo gigantea IV, 172.\n! SadflMe 359.\n! SDacpfdftoalbe 635.\n12)\u00e4ntmerung\u00a7fdjtoal6en 663.\nI Dasyptilus Pecquetii 47. \u00a9egenfliigel 748. Dendrocbelidon Klecho 647.\nI Dendrocitta rufa 384.\nI Dendrocitta vagabunda 384. j Dendrocygna viduata IY, 819. j Dendroplex Picus IY, 55. j Dentirostres 692 f.\nDeroptyus accipitrinus 31.\n\u2014\tcoronatus 31.\nSDeutpel IY, 939.\nI 2)iabemruberftnf 184.\n12)iantantbegel 750. j \u00a9ianenamfet 798.\nDiardigallus \u25a0praelatus IY, 450.: Dicboceros bicornis IV, 242. Dicholophus cristatus IY, 732. \u00a3)idfuf$ IV, 581.\nSDicffopftoiirger 702 f. |2)icffd)naBel 173.\n\u00a9icffdjnabefljuljn IV, 490.^ Dicrourus macrocercus 712. SDibti! IV, 206.\nDidunculus strigirostrisIV, 301. 2)ieb 155.\n\u00aeioc$ 227.\nDiomede a chlor orhynchos IY,\n886.\n\u2014\texsulans IY, 886.\n\u2014\tdPhoebetria fuliginosa IV.\n886.\nDissemurus 712.\n\u00a3)iftel\u00a7eiftg 151.\nSDobin 901.\nDocimastes ensifer IY, 98. \u00a9ityftnf 131.\n\u00a3)op!e 359.\nDolichonyx oryzivorus 280. \u00a3)oKarbcgel IY, 150. \u00a9olmetfdjer IV, 600.\n5\u00a3)omperr 112.\nSDominifanerftnf 183. 2)ominifanertoitttt?e 237. Dompfaff 112.\n\u2014(\u00a3>afengitnpel) 100. Donacola bivittata 207.\n\u2014\teastaneothorax 207. \u00a3)oppeIporntoogel IY, 242. 2)oppelfd)nepfe IY, 649. SDoppeljperber 437.\n\u00a9ombreper 699.\n2)ornenente IY, 844.\n\u00a9ornfin\u00ef: 734.\nSDorngra\u00eam\u00fctfe 846.\n2)ornf\u00f6nig 882.\n2)crnrei<\u00ef> 699. 846. j\u00a3>ornfd)nakI IY, 113. \u00a9recall IY, 89.\n3Drepbogel IY, 89. SDreige\u00efjenfpedft IY, 76. Dromaeus irroratus IY, 543.\n\u2014\tNovae-Hollandiae IY, 542. Dromolaea leucura 786. 2)rongo\u00ea 711.\n3DrcffeI, einfame, 791.\n\u2014\trof\u00eefl\u00fcgelige,\n\u2014\trot^SIftgc,\n\u2014\tfdjfoarjfepge,\n\u2014\tfibirifcpe,\n\u2014\ttief finnige, 791.\n\u2014\ttoeidjfeberige, 800.\n2)toffeIn 795 f.\n2)ro ff elf anger 867. jDroffelfd^m\u00e4^er 794. 2)roffeIb\u00dfgeI 756 f.\nSDropng 815 f.\nDrymoicae 875.\nDryocopus Martius IY, 60.","page":1001},{"file":"p1002.txt","language":"de","ocr_de":"1002\nDryospiza canaria 120. \u00a9fcbungelpupn IY, 442. SDudW&en IV, 942. SDudEcr IV, 942. 2)\u00fcnnfc\u00ef)n\u00e2bler IY, 6 f. $)\u00fcte IV, 586.\nSDiitboge\u00ef IY, 586. $DuIIs2er$e 269.\n6.\n(Ebener IY, 675.\nEctopistes migratorius IY, 273. (Ebelabler 447 f.\n(Sbelfalfen 407 f.\n(Ebelfafanen IV, 456 f. (Sbelftnl 131.\n(Ebelfinfen 130 f.\n(Sbelrabe 343.\n(Sbe\u00efret^cr IY, 701. (Sbelfdjtoalben 629.\n\u0152belftttidj 67.\n(Ebelfteintoogel IY, 102.\nEdolii 711.\nEdolius paradiseus 713. (Stc^el^e^er 378.\n(Eicprogel 437.\n(Eibecbfenfufuf IY, 213. (Eiber\u00fcogel IY, 836.\n(Sinftebler 791. IY, 100. (Einfieblerbroffel 800.\n\u00a9t\u00e8alf IY, 942.\n(Et\u00e9ammer 254.\n(Eifengart IY, 161. (St\u00eafelbmo\u00fccn IV, 872. (Ei\u00eam\u00f4toe IY, 870.\n(Si\u00eafdjarbe IY, 923. (Ei\u00eaf\u00eeurotbogel IY, 895 f. (Eistaucher IY, 846. 944. (EiSb\u00f6gel IY, 158 f. 161. Elanus melanopterus 487. (Elfen IY, 108.\n(Elfenbehun\u00f6\u00f6e IY, 872. (Slfenbeinfd)nabel IY, 64.\n(Elfe 359. lifter 371.\n\u2014- manbernbe, 384.\n(Elfteralf IY, 961. (Elfterentcpen IY, 846. (Elfternfcpnepfe IY, 602. (Elftertaube IV, 296. (Elftertaucper IY, 846. (Elfterb\u00f6gelcpen 200.\nEmberiza cia 248.\n\u2014 Cirlus 246.\n\u2014 citrinella 245.\n9Iamenberjetcbnl\u00a7.\nEmberiza hortulana 246. Emblema picta 214.\n(Emu IV, 542.\n\u2014\tgefledter, IY, 543. (Emufdb\u00ef\u00fcpfer 880.\nEnicognathus leptorhynchus 66. Enicurus coronatus 910.\n\u2014\tLeschenaulti 910. Enueoctonus collurio 699.\n\u2014\tpersonatus 702.\n\u2014\trufus 701.\n(Entcuab\u00efer 454.\n(Ente, t\u00fcrfifdbe, IY, 832.\n\u2014\tmeifjf\u00f6pfige, IY, 844. (Entenfturmtoogel IY, 899. (Sntentaucper IY, 945. Enucleatores 1 f.\nEpbialtes scops 615. Ephthianura. albifrons 782. Epimachus magnus 331. (Srbamfel 798.\n(Srbbroffel 800.\n(Erbente IY, 815.\n(Erbfreffer 676.\n(Erbfleiber IY, 33.\n(Erbf\u00e4nger 756 f.\n(Erbfcpmalbe 639.\n(Erbfitticb 81.\n(Erbtauben IY, 285. 288. (Eremit 334.\nErismatura leucocephala IY.\n844.\n(Erlenjeiftg 147.\nErythropus vespertinus 428. Erytbrosterna parra 737. Erythrothorax erythrinus 103.\n\u2014\troseus 103.\n(Er^taucper IY, 939. Eudolma\u00ebtos 460.\nEudromias Morinellus IY, 589. Eudynamys orientalis IY, 204. Eudyptes chrysochoma IY,\n969.\n(Eulen 586 f.\n(Eulenfopf IY, 581. (Sulenfdjtoalben 682 f.\nEuphone yiolacea 196. Euphoniae J 95 f.\nEuplectes franciscanus 229.\n\u2014\tignicolor 229.\n\u2014\tPetiti 231.\nEuplocamus - Diardigallus - prae-latus IY, 450. Euplocamus - Gallophasis -melanotus IY, 451.\n\u2014\t\u2014 albocristatus IV, 452.\n\u2014\tnycthemerus IY, 454. Eurylaimi IY, 154 f.\nEurylaimus javanicus IY, 155. Eurypyga \u00ef\u00efelias IY, 717. Eurystomus orientalis IY, 151. \u2014 pacificus IY, 150.\nEuspiza melanocephala 249. Eustepbani IY, 97.\nEutoxeres Aquila IY, 99. Excalfactoria chinensis IY, 428.\n%-\ngabenpopf 330. gabenfcpmalbe 634. gacperfcbtoan^e 730. g\u00e4cpertaube IY, 298. ganger 400 f.\nFalcinellus igneus IY, 654. Falco Chicquera 420.\n\u2014\tperegrinus 416.\n\u2014\truficollis 420.\nFalcones 407 f.\nFalconidae 406 f.\nFalcunculus frontatus 702. galt, gepfeilter, 437.\n\u2014\tr\u00f6test figer, 420. galten 406 f. galfento\u00fcrger 702. galtenbornfc\u00f6gel IY, 245. garbenfinfen 190 f. gaf\u00e4ncpen 216.\ngafan, gemeiner, IY, 456. gafanen IY, 448 f. gafanente IY, 844. gafanen^\u00fcbner IY, 450. gafanenfufuf IY, 224. gafanenfporenfufufe IY, 223 f. gafaneitr\u00f6gel IY, 434 f. gaul IY, 714. gaulfperling 155^ gaulfc\u00f6gel IY, 177. gauftfmpncben IY, 432. geberfcpn\u00e4bel 386 f. geen IY, 106. geenfcpmalbe IV, 863. gelbammer 246. gelbp\u00fcbner IY, 382 f. gelbpupn IY, 396. gelbfrape 356. gelbtercpe 271. gelbm\u00e4ber IY, 649. gelbpfau IY, 593. gelbfcpnepfe IY, 649. gelbfpecpt IY, 87. gelbfperling 165. gelbftelje 894. gelbft\u00f6rcpe IY, 731 f. gelbm\u00e4d)ter IY, 748.","page":1002},{"file":"p1003.txt","language":"de","ocr_de":"sftameufcerjetdjnifj.\n1003\nge\u00efbtoeipen 498 f. gelfenglanjobgel 312 f. gelfenfleiber 1Y, 42. gelfenfcpneepupn IV, 37G. gelfenfcpttalbe 638. gelfenftaar 312. gelfenftel^e 902. gelfentaube IY, 268. gel\u00eafinf 144. gel\u00eafcpm\u00e2per 789 f. genfferfcptoalbe 635. gerfenbuffarb 520. gerfenfufufe IY, 210. gettammer 246. getttaucper IV, 968. gettoogel 677. geuerauge 827. geuereule 621. geuerfinf 229. geuerponigfauger IV, 12 f. geuerrabe 334. geuerfcptoalbe 655. geuerfuruht\u00e2 IY, 183. geuertangara\u00ea 191 f. gicptenpader 100. giddenfreujfcpnabel 91. gilglau\u00eb IY, 617. ginnentaudjer IY, 968. ginga 712. gin f 131.\n\u2014\tfeuerfarbiger, 103.\n\u2014\t(\u00a9perling) 165. ginfenbeifjer 699. ginfenbabiebt 434. ginfenf\u00f6nig 173. gtnfmeife 931. ginfdjcr 100. giufcppapagei 100. gifd)ab\u00efer 472. 481. gifdjerm\u00f6oen IY, 870. 876. gifd)erft\u00f6fjer IY, 908 f. gifdjeule, braune, 611. gifdjgeier 472.\ngifepraal 481. gifepreiper IY, 697. gifdjroeip 481. gifter\u00efeiu IY, 635. giting 858. giti\u00ea 858. g\u00efacp\u00eaoogel 191. glaggenbrongo\u00ea 712. glaggenfplppe IY, 111. glaming IY, 771. glammeneule 621. gledenbuffarb 507. gledenfreip 502. gleberntaulfdpnepfe IY, 617. glider IY, 80.\ngliegencute IY, 830. gliegenf\u00e4nger 731 f. gliegenfdjn\u00e2pper 728 f. gliegenftelgen 725. gl\u00f6tenfpieler 888. gl\u00f6tenoogel 368. gl\u00f6tento\u00fcrger 704. 705. glorifia IY, 570.\nFlorisuga atra IY, 106. Florisugi IY, 105. gloffentaucper IY, 968 f. gluber IY, 939. 944. gl\u00fcelercpe 914. gl\u00fceo\u00f4gel 911.\ng\u00ef\u00fceoogel, fcpieferbriiftiger, 912. gliigeltaudjer IY, 948 f. gl\u00fct\u00e4fie 341.\ng\u00efugp\u00fcpner IY, 310 f. 313. glujgabler 481. glu\u00a7fd)toaIbe IY, 858. glujjregenpfeifer IY, 591. glu\u00a7taud)er IY, 942. glufjuferl\u00e4ufer IY, 635. Fluvicolae 725. gode IY, 707.\nFormicivori 827.\nFrancolinus vulgaris IY, 404. granfoline IY, 403 f. grapeno\u00f4gel IY, 208. grauenlori 35. gregattoogel IY, 913.\nFregilus graculus 334. Fringilla coelebs 131.\n\u2014- montifringilla 136. gruepttauben IY, 259 f. gr\u00fc^ling\u00eaftetge 902.\nFrugilegus segetum 356. gucp\u00eaente IY, 812. gucp\u00eaeule 612. gucp\u00eag\u00e2nfe IY, 804 f. g\u00fcrftenfcpnepfe IY, 613. Fulica atra IY, 762.\nFuligulae IY, 834. gulmar IY, 895.\nFurnarii IY, 30 f.\nFurnarius rufus IY, 31.\n\u00a9.\n\u00a9abelgeier 492. \u00a9abelfcptoan^ 492. \u00a9abelfpinte IY, 144. \u00a9abe\u00eftprannen 723. \u00a9abelmeip 491. 492. \u00a9abler 492.\n\u00a9abenoogel 914.\n\u00a9\u00e4nfe IY, 787 f.\n\u00a9anfeabler (\u00a9cpretab\u00efer) 454.\n\u2014\t(\u00a9eeabler) 472.\n\u00a9\u00e4nfegeier, fahler, 563. \u00a9\u00e4nfef\u00e4ger IY, 848.\n\u00a9\u00e4rtner 246.\nGalbula viridis IV, 178. Galeoscoptes carolinensis 810. G-alerita cristata 267. \u00a9algenbogel IY, 148.\nGallinago scolopacinus IY, 613. \u00a9allinajo 582.\nGallinulae IY, 754 f. Gallophasis albocristatus IY, 452.\n\u2014\tmelanotus IY, 451.\nGallus Bankiva IY, 442.\n\u2014\tfurcatus IV, 443.\n\u2014\tSonnerati IY, 443.\n\u2014\tStanleyii IY, 442.\n\u00a9anga 529. IY, 313.\n\u00a9ang\u00e9par IY, 443.\n\u00a9anner IY, 848.\n\u00a9anl, fanabifepe, IY. 791. \u00a9anltaudjer IY, 848. \u00a9arbenfrape IY, 148.\nGarrulax chinensis 817.\n\u2014\tleucolophus 816.\nGarruli 370 f.\nGarrulus glandarius 378. \u00a9artenammer 246.\n\u00a9artenfinf 131.\n\u00a9artengra\u00eam\u00fcde 841. \u00a9arteumeife 936.\n\u00a9artenpieper 891.\n\u00a9arteurabe 371. \u00a9artenrotpfdjfoanj 778.\n\u00a9arten] auger 861.\n\u00a9artenftelje 909.\n\u00a9aruba 61.\n\u00a9aud) IY, 194.\n\u00a9auf 606.\n\u00a9auf 1er 484.\n\u00a9ebirg\u00eaamfel 789. 791. \u00a9ebirg\u00ebrabe 334.\n\u00a9ebirglftelje 902.\nGecinus viridis IY, 77.\n\u00a9eier 534 f. 555 f.\n\u2014\t(^onigbuffarb) 508.\n\u2014\tbrauner ($uttengeier), 567.\n\u2014\tbrauner (\u00a9cpntuggeter), 573.\n\u2014\tgemeiner, 567.\n\u2014\tgrauer, 567.\n\u2014\tgro\u00dfer, 567.\n\u2014\tpeiliger, 573.\n\u2014\tHeiner, 573.\n\u00a9eierabler 544.","page":1003},{"file":"p1004.txt","language":"de","ocr_de":"1004\n^amenberjeidjuijj.\n\u00a9eierbuffarb 500. 524. \u00a9eierfa\u00effen 521 f. \u00a9eierper\u00ef\u00c7pn IY, 477. \u00a9eierrabe 849.\n\u00a9eterfdjtoalbe 655.\n(Me 359.\n\u00a9et\u00e9\u00efopffdjnepfe IY, 639. \u00a9et\u00e9melfer 665.\n\u00a9ei\u00eaboge\u00ef IY, 593. 649. \u00a9e\u00efbling 317.\n\u00a9elb\u00fcogel 147.\n\u00a9emfengeter 544.\nGeocolaptes campestris IY, 87.\nGeopeleia striata IV, 289. Geophaps scripta IY, 295. Geositta cunicularia IY, 33. Geospiza magnirostris 177. Geotrygones IV, 290 f. \u00a9ererle 798.\n\u00a9erftenammer 244. \u00a9etoitterbogel IY, 649. 901. @ib=\u00aetb 831.\n\u00a9tebelfdpalbe 635.\n\u00a9ierfalf 414.\n\u00a9terifc IV, 876.\n\u00a9i\u00efer 112.\n\u00a9itbo\u00f4gel 286 f.\n\u00a9impel 98 f.\n\u2014\tpincer, 105.\n\u00aet^>fer 892.\n\u00a9itja IY. 807.\n\u00a9irlip 116.\n\u00a9irrmcoe IV, 861.\n\u00a9irrb\u00f6gel IY, 255 f.\n\u00a9tier 889.\n\u00a9langbroffeln 306 f. \u00a9lanjelftern 311 f.\n\u00a9langfafan IY, 435. \u00a9lanjfrpe 362.\n\u00a9langftaar 307.\n\u00a9langb\u00f6gel IV, 177.\nGlareola pratincola IV, 578. \u00a9Iatt\u00a7orno\u00f4gel IY, 240. \u00a9\u00efattmeife 936.\nGlaucopes 383.\nGlaucopteryx 498.\n\u00a9Icitaar 487.\n\u00a9lodeno\u00f4gel 753.\n\u00a9l\u00f6dner 753.\nGlottis chloropus IY, 637. \u00a9lutt IY, 637.\nGlycyspina cia 248.\n\u2014\tbortulana 246.\n\u00a9nomen IY, 99.\n\u00a9otteroogel 322.\n\u00a9olbabler 448.\n\u00a9o\u00efbammer 245.\n\u00a9olbbartbogel IV, 227. \u00a9olbbr\u00fcfidjen 212. \u00a9clbbifielfttt\u00ee 153. \u00a9olbbroffel 317. \u00a9olbemmepen 919. \u00a9olbeule 621.\n\u00a9o\u00efbfafan IY, 462. \u00a9o\u00efbpf (SSergp\u00ef) 136.\n\u2014\t(\u00a9ompfaff) 112.\n\u2014\t(\u00a9tieglip) 151. \u00a9olbgeier 544. \u00aeolb^\u00e20ttc\u00ef;en 919.\nI\u2014 feuerf\u00ebpfige\u00ea, 919.\n\u2014\tfafranf\u00ebpfigel, 919. \u00a9olbfopf IY, 957. \u00a9olbfrpe IY, 148. \u00a9olbfufuf IY, 206. \u00a9olbra\u00ef\u00efe IY, 742. \u00a9clbregen^fetfer IV, 586. \u00a9o\u00efbfdjnepfe IY, 742. \u00a9olbfpa^ 167.\nj \u00a9olbjpecpt IY, 80.\n1 \u00a9olbtaucper IY, 969. \u00a9olbo\u00ebgelcpen 919. \u00a9olbtoeber 223.\n\u00a9olf\u00fccgel IY, 148. \u00a9ottler IV, 37. j Goura coronata IV, 298.\n\u2014\tYictoriae IY, 298. \u00a9otoinba 492.\n\u00a9rabengan\u00ea IV, 815. Gracula musica 302.\n\u2014\treligiosa 302. \u00a9rainlein 144.\n\u00a9rafcln 302 f.\nGrallaria Rex 828. Grallatores IY, 553 f. Graphephasianus IY, 457. \u00a9revente IV,. 821. \u00a9ra\u00ebpfen 208 f. \u00a9rappfer 872. \u00a9rall\u00e4ufer IV, 591. \u00a9ra\u00eametl'e 931.\n\u00a9ra\u00eam\u00fccfe, braune, 846.\n\u2014\tfaple, 846.\n\u2014\tgraue, 846.\n\u2014\tfdparjf\u00ebpftge, 844.\n\u2014\tioeip\u00e4rtige, 848. \u00a9ra\u00eam\u00fcden 835. 837. \u00a9ra\u00eapapageien 72. \u00a9ra\u00earatper IY, 748. \u00a9ra\u00earutfdjer IY, 748. \u00a9ra\u00eafdjnepfe IY, 613. @ra\u00eafped)t IY, 74. 77. \u00a9rauainmer 244.\n\u00a9raufxnf 168.\n\u00a9raupfen 183 f. @raupd;er IY, 166.\n\u00a9raugan\u00ea IV, 794. \u00a9raufopf 425.\n\u00a9raumeife 936.\n\u00a9raufp\u00ebtter 865.\n\u00a9rauoogel 811. 812. \u00a9retfgeter 544.\n\u00a9rilitfd) 116.\n\u00a9riUenlevdfje 889. \u00a9ridenfanger 872. \u00a9rtQIumme IV, 948. \u00a9rimmer 544.\n! \u00a9rinbpnabel 356.\n\u00a9ringing 170.\n\u00a9riming 170.\n\u00a9r\u00f6ffel IV, 748.\n\u00aevo|fu\u00a7 IY, 498. \u00a9rofjfuf$fi$iter IV, 497.\n- IY, 489 f. @rc\u00a7meife 931. @ro\u00a7fietf$pner IY, 517. \u00a9rofjtrappe IY, 560. \u00a9rottentaube IY, 268. \u00a9r\u00fcnfrpe IY, 148. \u00a9r\u00fcnling 170. \u00a9r\u00fcripa^ageien 27 f. \u00a9r\u00fcnfdjenfel IV, 637. \u00a9riinjped^ IY, 77. \u00a9ninoogel 170.\n\u00a9r\u00fcnj\u00eftng 246.\nGrues IY, 721 f.\n\u00a9runbrud) IY, 942. \u00a9runbtaube IY, 287.\nGrus cinerea IY, 723. Grypus naevius IY, 99. \u00a9nadjare 677.\n\u00a9uanppner IY, 510 f. Gubernatrix critatella 243. Gubernetes Yetapa 725.\n\u2014\tYiperu 725.\n\u00a9udel IY, 204.\n\u00a9urnpf 112.\n\u00a9urgelpupn IY, 335. \u00a9uttarama 196.\nGuttera Pucheranii IY, 477. Gygis Candida IV, 863. Gymnocephalus cal vus 751. Gymnoderi 750.\nGymnorhina tibicen 368. Gypa\u00ebtos barbatus 542. Gypogeranus serpentarius\n530.\nGyps bengalensis 564.\n\u2014\u2022 fulvus 563.\n\u2014\tindicus 564.\n\u2014\tKolbii 564.\n\u2014\tRueppellii 564.\nGyratores IV, 255 f. Gyrinorhypcha minuta 184.","page":1004},{"file":"p1005.txt","language":"de","ocr_de":"\u25a0iftamenberjeicbmjj.\n1005\n$\u2666\nJaarentdj)en IY, 942. Jacirpubel IV, 617. Jaarfcfynepfe IY, 613. Jaarfd)tbeiftt>itttbe 237.\nJabta\u00ea 186.\nJabid)t 437.\n\u2014\tboppel^niger, 433. Jabtdjte 431 f.\n^abidOt\u00eaabler 460.\nJabid&tSnafe IY, 99.\n^ad^tfal\u00ef 437.\nJadjdbogel 437.\nJ\u00e4gerb 378.\nJ\u00e4l)nd;)en 726.\nHaematopus ostralegus IY, 602 J\u00e4mmerling 754.\nJ\u00e4nfltnge 141 f.\nJ\u00e4ngebogel IY, 15. J\u00e4ubelntetje 930.\nJaferfr\u00e4fye 356.\nJagfdjl\u00fcpfer 846.\nJagjpa^ 861. Jal)nfdf)tbeifmtt\u00fcr>en 236. Jatbebroffel 798.\nJatbelercbe 269.\nJaibenac^tigad 269. Jaibenelfter IY, 148. Jaibenmeife 930.\nJafenbuffarb 520.\nJafenftnf 100.\t\u2022\nJcdengimpel 99. Jafenfernbeifjer 100. Jcdenfreu^djmabel 100. Jalbfdjn\u00e4bel IV, 14. Jalbfdmepfe IY, 617. Halcyonidae IY, 136.\nHalcyon rufiventris IY, 170. Jalbenente IY, 923.\nJede 112.\nHali\u00e0\u00ebtos albicilla 472.\n\u2014\tleucocephalus 473.\n\u2014\tyocifer 478.\nHaliei IY, 916 f.\nJal\u00eabanbftn\u00ef 198. Jallbanbfltegenf\u00e4nger 734. Jal\u00eabanbftttidj) 67.\nJal\u00eabre\u00efjer IY, 89.\nJaf\u00eabogel IY, 148.\nJaf\u00eatbinber IY, 89.\nJanffer 141.\nJanfftnf 141.\nJanfmeife 936.\nJanfbogel 141.\nHapaloderma narina IY, 184. Jarlefinfpe^t IY, 74. Harpactes fasciatus IY, 183.\nHarpagus bidentatus 433. Harpyia destructor 468. Jarptyte 468.\nJartfdjnabel 100.\nJafel\u00c7u\u00c7n IY, 356.\nJafenabler (\u00a9eeabler) 472.\n\u2014\t(Stetnabler) 447.\nJaijel 378.\nJaubenabler 462. Jaubenammer 243. Jaubenfaffde 290. Jaubenfernbet\u00a7er 180. Jaubenf\u00f6ntg 919.\nI Jaubenlerd)e 267.\nJanbenmetfe 930.\nI Jaubenfteifjfufj IY, 939. Jaubenfiraujg IY, 939. Jaufenb\u00f6gel 280 f.\nJan\u00eafinf 155.\nJau\u00a7I)n^n IY, 446.\nJau\u00ebfauj 598.\nJauMerd)e 267.\nJau\u00ear\u00f4tlj\u00efing 775. Jau3rot\u00a7[d}ft>an\u00a7 775. Jctu\u00eafdd\u00fcpfer 887. Jau\u00ea[d)tbalbe 635. Jau\u00a7tyerltng 155.\nJau\u00eaftelje 899.\nJau\u00eaftorcb IY, 675.\nJauSteufel IY, 625.\nJedjtfalb 421.\nJedengrunltng 246.\nJedenb\u00f6ntg 886 f.\nJedenbr\u00e2l)e IY, 222. Jedenf\u00e4nger 763.\nI Jedenfcfy\u00e4r IY, 748.,\nJedgan\u00ea IY, 794.\nHedydipna metallica IY, 10. Jeerfdjnepfe IY, 613. Jeerbogel IY, 22.\nJeljer 370 f.\nJe^er, beutfd)er, 378.\n\u2014\tgr\u00fcner, 386.\nJeljerbubube IY, 200 f. Jebertyedjte IY, 68 f.\nI Jeifter 371.\n. Jetfterfd)ne\u00a3fe IY, 602.\n: Heliactinus cornutus IY, 110. Heliornis Surinamensis IV, 765. ! Heliothrix auriculata IY, 105. Jelbbogel IY, 148.\nJelmbctbabu 43.\nJeltnbafnar IY, 547. Jelndjobbo IY, 502. Jelmbolibri\u00ea IY, 113.\nJe Imperien IY, 478. Jelmbogel, toet\u00a7ibangtger, 390. Jebmfoadjtel IY, 413.\nJe\u00efmto\u00fcrger 707.\nHelotarsus ecaudatus 484. Hemignathus lucidus IY, 14. Jemperling 141.\nHeniconetta Stelleri IY, 837. Jenne ber ^\u00df^araonen 573. Jerbb\u00f6gebdjen 892.\nJerenbogel 378. j Jertng\u00eam\u00f4be IY, 870. i Herodiae IY, 652 f. j Herodias alba IY, 701.\n\u2014\tgarzetta IY, 705.\nJerolb 378.\n[ Herpetotlieres cachinnans 432. ; Jerrenfdjnepfe IY, 613.\nI Jerjeule 621.\nHesperiphona vespertina 176. Jefte 371.\nJeufdjredenbuffatb 518. Jeufdjredenfanger 872. Jeubogel IY, 138.\nJere 665.\nHiantes 625.\nHieracidea Berigora 424. Hierax coerulescens 431. Hierofalco arcticus 414.\n\u2014\tcandicans 414.\n\u2014\tGyrfalco 414.\nJimmel\u00eagei\u00ea IY, 649. Jtmmef\u00ealercbje 271. Jtmmellmetfe 934.\nJtrngtrl 116.\nJirngritterl 116.\nJtrfenboge\u00ef 170.\nJirtenbogel 299.\nHirundines 627 f.\nJod)amfeI 789.\nJodjlanb^uljn IY., 384. J\u00f6der[d)inan I Y, 780. J\u00f6ljlenentcn IY, 815 f. J\u00f6fyleneulen 601 f.\nJ\u00f6ljbenbleiber IY, 33. J\u00f6rnermetfe 930.\nJoffyerltng 155.\nJoljlbr\u00e4\u00a7e IY, 60.\nJo<aube IY, 267.\nJobbo IY, 501.\nJobbob\u00f6get IY, 500 f.\nJoIe\u00efbei\u00c7 492.\nJol^ader IY, 37.\nJoiner 378.\nJol^fr\u00e4^e IY, 60.\nJoI\u00a7lerd;e 269.\nJoljpteper 891.\nJoljfd^nepfe IY, 608. Jcl^reter 378.\nJoljfperltng 165.\nJoljtaube IY, 262.","page":1005},{"file":"p1006.txt","language":"de","ocr_de":"1006\nJpomrctty IV, 242. .\u00c7onigangeiger IV, 190. |jonigbuffarb 508.\n.\u00a3>onigfaIf 508.\n\u2014\tgeraubter, 511.\n$onigfreffer IV, 17. \u00a3>onigfufufe IV, 190 f.\n|>onigf auger IV, 9 f.\n\u00a3>onoter IV, 675. ipc^fe IV, 22.\nHoplopterus spinosus IV, 597. Corbel IV, 762.\n^ornculc 612.\nJpornfafanen IV, 439. |)ornracpeu, jaoanif<f)er, IV, 155.\n$ornfcpft>alm 687. ipornv\u00f6gel IV, 228. 239. \u00a3ortifel IV, 714. ipubara IV, 568.\nHubara Macquenii IV, 568.\n\u2014\tundulata IV, 568.\nL\u00fcfter 894.\n^\u00fcpnerfalf 973.\n.\u00eep\u00fcpnergan\u00ea IV, 808. ^\u00fcpnergeier (\u00a3>abicpt) 437.\n\u2014\t(K\u00f4nig\u00eatoeip) 492. ^\u00fcpnerraHen IV, 746 f. \u00a3>\u00fcpnerftelgen IV, 557 f. .^\u00fcpner s 2\u00f6allnifter IV, 490 f. \u00a3\u00fcfter 889.\nR\u00fcting 775.\n\u00a3\u00fcttenbauer IV, 31.\nHumicolae 756 f.\n\u00a3>unb\u00eameife 934.\nKurbel=SBaHnifter IV, 497. Hyas aegyptiacus IV, 575. Hydrochelidon leucopareja IV, 862.\n\u2014\tleucoptera IV, 862.\n\u2014\tnigra IV, 861.\nHydroictinia atra 491.\n\u2014\tGovinda 492.\n\u2014\tparasitica 492. Hydrophasianus Sinensis IV,\n754.\nHydropsalis forcipata 667. Hylactes Tqrnii 831. Hyphantes Baltimore 288. Hypo cher a nitens 214.\n\u2014\tultramarina 214.\nHypolais Arigonis 865.\n\u2014\tcinerascens 865.\n\u2014\thortensis 861.\n\u2014\tpolyglotta 862.\n\u2014\tsalicaria 861. Hypomorphnus Urubitinga 520. Hypophaniae IV, 102.\n^amenverjeicpnifj.\nHypotriorchis subbuteo 421. Hypsibates himantopus IV, 642.\nSacamar\u00ea IV, 177. 178. S\u00e4gerlieft IV, 172.\nSagbfalf 413.\nSctgbfr\u00e4pe 387.\nSapr\u00fcogel IV, 245.\nSafo 20.\nSapu 290.\nSaffana IV, 752.\nIbides IV, 652 f.\nSbijau 676.\nSbt\u00e9, peiliger, IV, 659.\nIbis rubra IV, 657.\nSbtffe IV, 652 f.\nSbrum IV, 714.\nIbycter amerieanus 529.\n\u2014 nudicollis 529.\nIcteri 279 f.\nIcterus Jamacaii 287.\nIctinia mississippensis 488. Jeracidea Berigora 424.\nSer ; 2J\u00eeonal IV, 384.\nSetoar IV, 440.\nSmbergan\u00eb IV, 944. Smmenfreffer IV, 138. Smmertaucper IV, 944. Snambu IV, 517.\nIndicator albirostris IV, 190. Snfa ; Kafabu 42.\nSnfafcpftalbe (SBilb) IV, 865. Inrestigatores IV, 1 f. Socpgeier 544.\nSotafa 666.\nSrlttt 902.\nIrrisor erythrorhynchus IV, 27. SfabeUfafan IV, 456.\nSterling 712.\nSungfermeife 934. Sungfernfranicp IV, 728. Supiter\u00eafinf 151.\nJynx torquilla IV, 89.\nKaba! IV, 384.-Kabet IV, 12.\nK\u00e4ferentcpen IV, 942. Kaplfopfgeier 571.\nKaplfr\u00e4pe 370.\nKapnfcpn\u00e4bler IV, 667 f.\nKaife 359.\nKaiferabler 449.\nKaiferfpedpt IV, 64 f.\nKa\u00efabu, gelbfcp\u00f6pfiger, 42. Katabug 39 f.\n^afa^o 52.\nKalanberlercpe 258. KalanbreHe 260.\nKammgeier 555 f. Kammpiipner IV, 442 f. Kammlercpe 267. Kampfabier 462. Kampfpapn IV, 625. Kampfl\u00e4ufer IV, 625. Kanarienvogel 120. Kanarienjeiicpcn 116. Kanincpeneule 601. Kappenammer 249. Kappenbaumtleber IV, 43. Kappenfinfen 200 f. Kappengan\u00ea IV, 808. Kappenfolibri IV, 103. Kappenmooeit IV, 876. Kappentaueber IV, 939. Kappento\u00fcrger 707. Kappeule 612'\nKapfcpaf IV, 886.\nKaptaube IV, 897. Kapujineroogel 751. Karbin\u00e4lcpen 844.\nKarbinal 180.\nKarecpel 356.\nKarmingimpel 103.\nKama IV, 183. Karolinaperifitt 63. Karolinenente IV, 825. Kafintu IV, 442.\nKafuar IV, 547.\nKatu\u00efoli IV, 443. Kapeneule (S\u00dfalbcule) 612.\n\u2014\t(Mbfauj) 616. Kapenvogel 810.\nKau\u00a7 ber iMnerva 598. Kegler 136.\nKeblr\u00f6tpcpen 770.\nKeilpafen IV, 649. Keilfcptoanjabler 459. Keilfcptoanjtaube IV, 289. Kelitfcp IV, 452. Ke\u00fbenfdpnabel IV, 154. Kernbei\u00dfer 170. 173.\n\u2014\trofenbr\u00fcftiger, 178.\nKefft ; Kefft ; Papageien 17. Ketfcpfcpnepfe IV, 613. Ketupa ceylonensis 611.\nKpata IV, 313.\nKiebip, gemeiner, IV, 593.\n\u2014\tgr\u00fcner, IV, 586. Kiefernfreujfdmabel 91. Kielocp IV, 649. Kinbcrmelfer 665. Kircpeneule 621.\nKircpfalf 425.","page":1006},{"file":"p1007.txt","language":"de","ocr_de":"\u2022ftamenberjeidjnifj.\n1007\nKirima IY, 233.\nKirrit IY, 451.\nKirf<hfinf 173.\nKirfd)bernbeij$er 173. Kirfddnader 173.\nKirfdjpirol 317.\nKirfchfdjmetler 173.\nKirfchbogel 317.\nKitta 385 f.\nKlafffdptabel IY, 692. Klagemutter 598.\nKlageule 621. Klabbergra3m\u00fcde 843. Klabperftorch IY, 675. Klau\u00earabe 334.\nKledjo 647.\nKleiber IY, 37.\nKleinfpecht IV, 74.\nKlepper 173.\nKletterbroffel IY, 29. Kletterrothbogel 151. Kletterb\u00f6gel IY, 2 f. Klingelafcel, l\u00e4rmenbe, 369. $Iipben\u00a3)ut)tt (Kupicola) 744. \u2014 (Caccabis) IY, 395. Klibpenb\u00f6gel 744.\nKlofterf rau lein 899. Kloflermengel 844.\nKlubalf IY, 961.\nKlut IY, 581.\nKnader 1 f.\nKnarret IY, 748.\nKneifer IY, 848.\nKnede\u00eale IY, 635.\nKobelmeife 930.\nKobelftraufj IV, 939.\nKoel IY, 204.\nK\u00f6nig\u00a7abler 449.\nK\u00f4nig\u00e9elfen IY, 109. K\u00f4nig\u00ebfafan IY, 457. K\u00f4nig\u00eafifcher IY, 161. K\u00f6nig^geier 560.\nK\u00f6niggfr\u00e4he 712. K\u00f6nig\u00a7barabie3bogel 327. K\u00f4nig\u00eaber\u00efh\u00fchner IV, 476 f. K\u00f6nig\u00bbrebhnhn IY, 384. $imtg\u00eafd)nctyper 728. Konig\u00eataucher IY, 968. K\u00f4nig\u00eatbranit 724. K\u00f4nig\u00eabogel 719.\nK\u00f4nig\u00ebtoeih 492. K\u00f4nig\u00eam\u00fcrger 718.\nKohlamfel 799.\nKohleule 613.\nKohlfal\u00ef 416.\nKohlmeife 931.\nKehltaube IV, 262. Kohlb\u00f4ge\u00efdjen 779.\nMil IY, 210.\nColibri, norbamerifan., IY, 106. \u2014 fceifplftger, IV, 125. Kolibris IY, 93 f. 97. Kolfrabe 343.\nKoderhahn IY, 625.\nKonbor 555.\nCormoran IV, 923.\nKontlerdje 271.\nKornfdjnebfe IY, 649. ^ornfperling 155.\nKornbogel 498.\nKornloeih 498.\nKothftnf 136.\nKothgeier 573.\nKoth\u00efr\u00e2mer IY, 22.\nKothterdje 267.\n| Kotljmeife 936.\nKothbogel IY, 22.\nKotri 384.\nKrabbenfreffer 100. Krabbentaudjer IY, 954. Kr\u00e4hen 351 f.\nKr\u00e4henbohle 334. Kr\u00e4henfafanen IY, 222. Kr\u00e4henfbedjt IY, 60. Kr\u00e4hento\u00fcrger 709.\nKragbroffel 796.\nKragenfafanen IV, 463. Kragenhopf 331. KragenbarabieSbogel 329. Kragenftrauf\u00ee IY, 939. Kragentaube IY, 297. Kragentrabpe IY, 568. Kragenbogel, gefledter, 316. Krahenbeitel 356. KrammtSboge\u00ef 797.\nKraniche IY, 721 f. 723. Kranichgeier 530.\nKrau\u00eaelfter 693.\nKrauth\u00e4nfling 141.\nKrautlerche 779. 889. 894. Krautbogel 891.\nKre&ler IY, 748.\nKreujente IY, 846. Kreujfchnabel, binbiger, 91. Kreu^dm\u00e4bel 89 f.\nKreujbogel 739.\nKriegelelfter 693.\nKriefelfter 693.\nKriebente IY, 815.\nKritfdjene IV, 762. Krobobilw\u00e4chter IY, 575. Krorten\u00efraniche IY, 729 f. Kronentauben IV, 298 f. KropfganS IY, 929. Krohfft\u00f6rdje IV, 688. Krejjfb\u00f4gel 750 f.\nKropfbogel IV, 929. Kr\u00fcmmer 492.\nKr\u00fcper IY, 53. Krummfl\u00fcgel IY, 102. Krummjd)nabel IV, 645. K\u00fcchenelfter IY, 148. K\u00fcrtoeih 492.\nK\u00fcftenhuhn IY, 405. K\u00fcfterfnecht IY, 22. Kuhveiher IV, 705. 714. Kuhfauger 665.\nKuhftaar 284.\nKuhftel^e 905.\nKuhb\u00f6gel 284 f.\nKuil IY, 204.\nKufaf\u00ea IY, 221.\nKubub, gemeiner, IY, 194. Kubufe IV, 193 f. Ku!u\u00ef\u00eafne.cht IY, 22. Kufuf\u00eafhechte IV, 80 f. KububStauben IY, 272. KububSb\u00f6gel IV, 189. Kubttli IY, 286.\nKuhferente IY, 844. Kuj>ferfafan IV, 457. Kuhferfhed)t IY, 83. Kuhhmeife 930.\nKuride 29.\nKurod 356.\nKurjfl\u00fcgler IY, 520 f. Kufajjpi 650.\nKuttengeier 567.\nKuttbogel 170.\nSadjbroffel, dEjineftfche, 816.\n\u2014\tmeifsfchobfige, 816. Sachhdbidjt 432.\nSad)tn\u00f6be IV, 876.\nSad)taube IY, 282. S\u00e4mmergeier 544.\nS\u00e4rmbroffeln 811 f.\nS\u00e4rmbitta 824.\nS\u00e4rmbogel 394.\nS\u00e4ufer IV, 253 f. S\u00e4uferlcrchen 275. Lagonostieta minima 212. Lagopus albus IY, 369.\n\u2014- alpinus IY, 376.\n\u2014\tscoticus IY, 374. Lamellirostres IV, 767 f. Lampornis Mango IY, 104. Lamprocolius chalybeus 307. Lamprotornis aenea 311. Lamprotornithes 306 f. Sanbfchtoafbe 629.","page":1007},{"file":"p1008.txt","language":"de","ocr_de":"1008\nSRamenbergetdjmjj.\nSanbftretdjer 384. \u00a3angfd)toan;$fufuf IY, 200. 214. Laniarius aethiopicus 705.\n\u2014\tbarbarus 704.\n\u2014\terythrogaster 704.\nLanio atricapillus 195.\nLanius excubitor 693.\n\u2014\tmeridionalis 696.\n\u2014\tminor 697.\nSap})en!tebt\u00a3 IY, 599. Sappentaudjer IY, 935 f. \u00a3aj>j}enb\u00f6gel _383.\nLari IY, 867 f.\nLaridae IY, 853 f.\nLarus argentatus IY, 870.\n\u2014\tfus eus I Y, 870\n\u2014\tglaucus I Y, 870.\n\u2014\tleucopterus IY, 870.\n\u2014\tmarinus IY, 870. Sarbentcmcfyer IY, 957. Safurmeife 936.\nSaubftnf 112. 136.\n\u00a3aubi)ubn IY, 347.\nSaubf\u00f6nig 860.\nSaubf\u00e4nger 857.\nSaubtoegel, grower, 861. Saufb\u00fc\u00efjner IY, 429 f. Sauftauben IY, 290 f. Sab\u00eafrife 382.\nSeber\u00efjaubt IY, 21.\n\u00a3el)m\u00a3}an\u00ea I Y, 31.\n\u00a3etd)eneule 598.\nSetdE)enpbnd)en 598. \u00a3etd)enooget 598.\n\u00a3eidjtfd)nabler IY, 134 f. Seierfdjttalbe 667.\nSeterfdjmang 831.\nSeimbogel 891.\nSetnftnf 145.\nSeinftnfen 144 f.\nLeipoa- ocellata IY, 495.\nSep\u00ea 155.\nLeptoptilos crumenifer IV, 689. Serpen 257 f.\n\u00a3erd)enammer 244. 252. Serdjenftnf 252.\n\u00a3erd)enfau$ 598.\nSerdienftofjer 421.\nLesbiae IY, 111.\nSe\u00eafe 173.\nLestres IY, 879 f.t Lestris catarractes IY, 880.\n\u2014\tcrepidata IY, 884.\n\u2014\tStercorarius parasitica\nIY, 883.\nL\u00c4cosareia picata IY, 296. Levirostres IY, 134.\nLicmetis nasicus 43.\niSiefte IY, 169 f.\nI Sieftb\u00f6gel IY, 136.\nLimicolae IV, 606 f. Limicola pygmaea IY, 620. Limosa rufa IY, 639.\nLinaria rubra 145.\nLobipes byperboreus IY,\n630.\nISodjente IY, 815.\nSodjMfie IY, 60.\n\u00a3od)taube IY, 266.\nSocfftnf 734.\nI Locustella certbiola 872.\n\u2014\tKayii 872.\nL\u00f6ffelente IY, 830.\nS\u00f4ffelgan\u00ea IY, 664. 929. S\u00f4ffe\u00efretljer IY, 663.\nL\u00f6ffler IY, 663.\nSoljftnfe 112.\nSom IY, 945.\nLongipennes IY, 851 f. Lophoa\u00ebtos occipitalis 464. Lophogyps 570.\nLophophanes cristatus 930. Lopbopborus resplendens IY,\n435.\n\u2014\tLhuysii IY, 436. Lopborina superba 329. Lopbornis ornata IY, 108. Lopbornites IY, 108. Lopbortyx californianus IY,\n413.\n\u2014\tGambelii IY, 413.\nI Sordj IY, 939.\nSorifet 35.\n\u2014\tgefdjedter, 36.\n\u2014\t\u00a9toatnfon\u00ea, 36.\nLorius Domicella 35.\nLoxia curvirostra 91.\n\u2014\tpityopsittacus 91.\n\u2014\ttaenioptera 91.\n! Loxiae 89 f.\nI Lucifer IY, 107.\nSuberfpedjt IY, 60.\nLiibtdO 112.\nS\u00fcd) 112.\nS\u00fcff 112.\nS\u00fcntng 155.\nSub 112.\nSuHlercbe 269.\nSumme, bumme, IY, 950. Summen IY, 948.\nSunb IV, 957.\nLuscinia major 759.\n\u2014\tpbilomela 758.\nLyrurus tetrix IY, 347. S^blider 173.\nSofter 799.\nm.\nMacrodipteryx africanus 668.\n\u2014\tlongipennis 668.\nMacronix capensis 274. Macropygiae IY, 272. \u00e4ftacuca IY, 519.\n2ftabenfre[fer IY, 215 f. 2JtabenI)acfer, gemeiner, 304.\n\u2014\trotbfdjn\u00e4beltger, 304. aJt\u00e4bnentaube IY, 297. aJt\u00e4rjente IY, 821. \u00fcMr^gan\u00ea IY, 794.\n9JI\u00e4ufeaar 512.\nSERaufebuffarb 512.\nSDZ\u00e4ufefalf (Suffarb) 512.\n\u2014\t(\u00eeburmfa\u00eff) 425. SOt\u00e4ufegeier 512.\n2Jt\u00e4u[ebabicbt 512.\nSR\u00e4ufeoogel, toetf^toangtger, 396. 2ftabatttoeberbogel 222. SDIatb\u00efort 38.\n9\u00ef\u00efaifbed)t IY, 37.\nMtaffa 31. aJiaibogel IY, 861.\nMao 56.\nMalaconoti 704 f.\nSOialeo IY, 493.\n2Mte[ergeier 573.\n\u00cfRamberit 329.\nSJIanafin, langfdjto\u00e4njtger, 748. StRanbarinenente IY, 828. SJtanbeHjeber IV, 148. 2Ranbetfr% IY, 148.\nSRango IY, 104.\n\u00dcRantelm\u00f6oe IY, 870.\nMabu IY, 689.\nSDRargolf 365.\nMgolfu\u00e4 378.\nMariposa phoenicotis 215. ai\u00eearquart 378. ailarttn\u00eabogel IY, 161. aRa\u00eafenfoItbrt\u00ea IY, 112. aRa\u00eafenpabagetfinf 185. SJta\u00eafenfreber 224. aJ\u00efa\u00eafento\u00fcrger 702. aiiauerfatf 425. aJ\u00eeauer\u00efj\u00e2\u00efler 655.\nSJ\u00ceauerfletten 1Y, 44 f. aj\u00eeauer\u00efdjtoa\u00efbe 655. liRauerfegler 655. aj\u00efauerjbedjt IY, 44. SRaurtfcber 3SogeI 106.\nSRaufer 512.\nSRau\u00eafobf 844.\n2Rau3fd)ne})fe IY, 617. SReerabter 472.\nSReeramfet 798.","page":1008},{"file":"p1009.txt","language":"de","ocr_de":"\u25a0Kamen*) er jeidjmjj.\n1009\n2Keere\u00effter IV, 602.\nSDReerg\u00e4nfe IV, 801 f. 9Keergan\u00a7 IV, 929. 944. SDReer\u00c7afe IV, 939.\nSKeet^er IV, 148.\nQKeerradjen IV, 848. 939. Megacephalon Maleo IV, 493. Megalophus regius 724. Megapodiinae IV, 489 f. Megapodius tumulus IV, 498. 9Ke\u00ef)lbruft 861.\nS\u00dbRe^\u00ef^\u00e2nfltng 141. \u00fcKeJjlmetfe 926. 934. 936. 2ReTO\u00efpa\u00ef&e 635.\n9Ke\u00ef>Ii)ogeI 498.\nSDRetnct 301.\nSOReinate 302.\nSDReifett 917.\nS\u00dcReifenf\u00f6ntg 882.\nSDRetfierf\u00e4ttger 839. 930.\nMelanerpes erytlirocephalus IV, 68.\n\u2014\tformicivorus IV, 70. Melanocorypha brachydactyla\n260.\n\u2014\tcalandra 258.\nMeleagris Gallopavo IV, 484.\n\u2014\tocellata IV, 484. Melichaera mellivora IV, 18. Melierax monogrammicus 443.\n\u2014\tmusicus 442.\n\u2014\tpolyzonus 442.\nMeliphagae IV, 16 f. Melittophagus hirundinaceus\nIV, 144.\nMelittotheres nubicus IV, 141.\nMelopeleia meloda IV, 286. Melopsittacus undulatus 74. SOReninting 910.\n9Kenmg*)ogeI 727.\nMenura Alberti 832.\n\u2014\tsuperba 831.\n\u2014\tVictoriae 832.\nSJRerd) IV, 939.\nSDRerg IV, 846.\nMergellus albellus IV, 846. SDRergt IV, 845 f.\nMergulus alle IV, 954.\nMergus merganser IV, 848. SORerle 799.\nSJRerlmetfe 934.\nMeropes IV, 136.\nMerops apiaster IV, 138.\n\u2014\tpersicus IV, 139.\nMerula vulgaris 799.\nSORe^ger 693.\nMicroglossus aterrimus 49. Sreljnt, !\u00a3f)ierleben. IV.\nMicronisus monogrammicus\n443.\nMicroptynx passerina 603. Microrampbi IV, 112.\n9KUan, rotier, 492.\n\u2014\tfdjtoctrjer, 491. \u00fcDRMfauger 665.\nMiliaria valida 244.\nMilvago australis 524.\n\u2014\tChimacliima 523.\n\u2014\tNovae -Zelandiae 524. Milvulus Tyrannus 723.\nMilvus regalis *492.\nMimi 806 f.\nMimus polyglottus 807.\n2Kino3 301. 302. \u00fcDRiftelbroffel 796. \u00fcDRiftel\u00e4ienter 796.\n\u00dcDRiftftnf 136. 155.\nSDRtftler 796. ajRittel^u^n IV, 354. \u00dcKitteltyedjt IV, 74.\nMocinno pa*adiseus IV, 188.\n\u2014\tresplendens IV, 188. 2K\u00f6ncb 844.\n\u2014\troftl'cfyetteliger, 844. SDR\u00f6rtdO\u00e4geier 578. 2K\u00f6nd)3manafin 748. iDR\u00f6nd^metfen 934. SDR\u00f6nd^n\u00f6gel IV, 21.\n9DR\u00f6*)e, breiige, IV, 873. 2DR\u00f6t\u00bben IV, 867 f. 2DR\u00f6oentaud>er IV, 846. 9DR\u00f6*)en*)\u00f6gel 853 f. 9Koljrenf\u00f6|)fd)ett 734. 2Ko\u00c7ren\u00efotf 844. IV, 876. \u00dcKobrenlerdje 261.\nSDRo^rmeife 927.\nMolothrus pecoris 284. Monasta fusca IV, 180. SDRonaul IV, 435.\nMonedula turrium 359. Monticolae 774 f. Montifringilla nivalis 138. SORooreuIe 613.\n9DRoor^\u00fcBntf)en IV, 758. SDRoorl^uljn IV, 347. 369. 9Koorlerd)e 892.\n| SDRoornteife 927.\nSORoorodjfe IV, 714. SDRoorfd\u00c9mepfe IV, 613. SKoorjcfynepfen IV, 617 f. SORooruf IV, 547.\n9KoraftI)uI)n IV, 369. SKorgenfmf 239. 93Rorttte\u00efI=9Regen|)fetfer IV, 589. Moriones 312 f.\nMormon fratercula IV, 957.\n\u00e4)RornelI;9Regen})fetfer IV, 589-SORoro 106.\nMorphnus guianensis 467. 2Kofd)u3ente IV, 832. SDRo\u00eaemmerltng 250.\nSKo\u00ebente IV, 821.\nSDRo\u00eafra^e IV, 714.\n93Ro\u00eaod)fe IV, 714.\nSDRo\u00earei^er IV, 714. SDRo\u00eafdfynepfe IV, 613.\nDJRo\u00ea\u00efret^ (gifdfjabler) 481.\n\u2014\t(DRoljrtoeil)) 500.\nMotacilla alba 899.\n\u2014\tdukhunensis 901.\n\u2014\tLichtensteinii 902.\nSDRotmot IV, 152.\n9K\u00fc<fencnte IV, 830. \u00dcBR\u00fctterdjen 843.\nMuscicapa albicollis 734.\n\u2014\tatricapilla 734.\nMuscicapae 731.\nMusophaga violacea 388.\nSCRutt 431.\nSDRutung IV, 501. ,\nMycteria senegalensis IV, 685. Myiagrae 728 f.\nMyiotherae 826 f.\nMyzomela erythrocephala IV,\n17.\n9t.\nSRaborup 313.\n3Rad^tfalf 663.\nSRadjdtga\u00ef\u00ef 758.\nDRa^tf\u00e2uje 616 f.\n9Ra^tpa|)aget 52.\n\u25a0Kacfytrabe (SRo\u00c7rbommel) IV, 707.\n\u2014\t(3tegenmelfer) 665.\n9tac^treiljer IV, 707. SRadjt\u00efcinger 846.\n9Rad)tffatten 659. 665.\n\u2014\tifa6eUfarbiger, 669. Dcadjtl'djlnalk, euvop\u00e4t[d)e, 665. DRac^tfdjtDal&en 659 f. \u2022Kacfyttyinte \u00abV, 146. DRac^\u00dc\u00fcanberer 665. DRacfentotnbel IV, 89. D\u00eeacft\u00c7a\u00ef\u00ealj\u00fc\u00c7ner IV, 405 f. SRacftfcfjnabel 356.\nBRacunba 662.\nNaenia Inca (33\u00dcb) IV, 865. 9Rage[d^n\u00e4BeI IV, 182 f.\n9Ranbtt IV, 535.\n\u2014\tlangfdjn\u00e4Mtger, IV, 535. 9Rartna IV, 184.\n64","page":1009},{"file":"p1010.txt","language":"de","ocr_de":"1010\nlliamenoeraeidfjmfc.\n97a\u00eeen\u00efa\u00efabu 43.\nNasiterna pygmaea 34. Natatores 1Y, 766 f. 97atter\u00a7aI3 IY, 89. Sftatternbuffarb 504. 9latterft>enbel IY, 89. 97atterftnnbel IY, 89. 97atterjange IV, 89.\nNauclerus furcatus 495. 91aumann\u00a7broffel 800. Otebe\u00effr\u00e2tje 351.\nNectariniae IY, 9 f. Nelicurvius Baya 225. Nemoricola indica 909. Neophron percnopterus 573.\n\u2014\tpileatus 579.\n97ertfe IY, 939.\n9\u00eeeffelf\u00f4nig 882.\n97eftor 45.\nNestor productus 45.\nNettapus coromandelianus IY, 807.\n9teunt\u00f4bter 699.\n9Reu0ogeI 254.\n97tlgait\u00ea IV, 804.\nSRimmerfatt IV, 673.\nNiphaea hyemalis 139.\nNisus communis 434.\n\u2014\tvirgatus 437.\n\u00fcftobbty IV, 865.\nSflonne 899.\n\u2022ftonnenentdjen IY, 846. \u00fcftonnenente IY, 819. 97onnenmeife 936.\nNotauges chrysogaster 308.\n\u2014\tsuperbus 308.\nNothura nana IV, 519. Nucifraga caryocatactes 365. Numenius arquatus IV, 649. Numida meleagris IV, 477.\n\u2014\tmitrata IY, 478.\n\u2014\tptilorhyncha IY, 478. 9lurang 823. \u00fcftupeifjer 173. 365.\n9\u00efuf$acfer 378.\n3foif$e$er 378.\nIRu^jacf 378.\n97uf$nacfer 365. * SRujjfnatferftnf 207.\n2tu\u00a7|)ic!er 365.\nSftufrabe 365.\n^ufctyerling 165.\nNycta\u00ebtos lacteus 606.\nNyctale dasypus 619.\nNyctea nivea 595.\nNycthemerus argentatusIV, 454. Nyctibius grandis 676. Nycticorax europaeus IY, 707,\nNyctiornis Athertonii IY, 146. Nymphicus Novae-Hollandiae 80.\nNystalus Chacuru IY, 179.\n\u00a3>.\nOceanides IY, 900 f. Oceanodroma Leachii IV, 901. Ocyphaps lophotes IV, 292. Obin\u00ealjenne IV, 630. Odontophorus dftntatus IV, 408. Oedicnemus crepitans IY, 581. Ofenboge\u00ef IY, 31.\nO\u00c7noogel IY, 929.\nO\u00c7rb\u00fcfcfyler IY, 18.\nOfyrengeter 570.\nO\u00c7renfauj 615. O\u00c7renfleinfdfjmafcer 784. O\u00c7reule 612.\nOtyreulen 605 f.\nO\u00c7rfafan IY, 466*.\nOidemia fusca IY, 841. Opisthocomus cristatus IY, 513. Oreophasis Derbyanus IY, 509. Oreotrochilus Chimborazo IV, 101.\nOrganiften 195 f.\nOriolus Galbula 317.\nOrites caudatus 927.\nOrtalida Aracuan IY, 511. Orthotomus longicaudus 878. Ortolan 246.\nOrtolanfonig 249.\nOrtorhynchus Boothi IV, 118. Ortyx virginianus IY, 409. Oscines 688 f.\nOssifragus Gigantea IV, 893. Otides IY, 557 f.\nOtis tarda IY, 560.\n\u2014\ttetrax IY, 565.\nOtogyps auricularis 570.\n\u2014\tcal vus 571.\nOtterbogel 693.\nOttertoinbel IV, 89.\nOtus brachyotus 613.\n\u2014\tsilyestris 612.\nOxypogon Lindeni IY, 113.\n%\nPachycephali 702 f.\nPadda oryzivora 209. Pagophila eburnea IY, 872. Palaeornis cubicularis 67. \u2014 pondiceriana 70.\nPalaeornis torquata 67. Palaeornithes 66 f.\nPalamedea cornuta IY, 738. Palamedeae IV, 737. ^almenfegler 655.\nPaludicolae IY, 720 f. Palumboena IV, 266. Palumbus torquatus IY, 262. Pandion Halia\u00ebtos 481. ^antljero\u00f4gel 749.\nPanurus biarmicus 926. Papagei, grauer, 20.\n\u2014\tgr\u00fcner, 28.\n\u2014\trot[)fdj)tt>\u00e4n3tger, 20. Papageien 3 f.\nS\u00dfapageifinf, afdjblaner, 185. \u00ffaipagetftnfen 177 f. S\u00dfapagetgtmpel 99. 3\u00dfapageitaube IY, 260. \u00ffajjerling 280.\nS\u00dfapualort 38. \u00ffarabieMfter 332. ^parabie\u00ealtefle IV, 175. 176. ^arabic\u00e2fdjnctyper 728.\n\u2014\tfcfytoaqbaucijiger, 729. ^arabie\u00eaoogel 322.\n\u2014\trotier, 323.\n\u2014\tfecfy\u00f6febertger, 329. ^arabie\u00ean\u00fctttoe 236.\nParadisea apoda 323.\n\u2014\tpapuana 323.\n\u2014\trubra 323.\nParadoxornis flavirostris 99. Paralcyon gigas IV, 172. Pardalotus punctatus 750. ^\u00dfarberoogel IY, 586.\nPari 917.\n^ari\u00eaoogel 100.\nParoaria 183 f.\n\u2014\tdominicana 183.\nParotia sexsetacea ober sexpennis\n329.\nParra Jacana IV, 752.\nParus coeruleus 934.\n\u2014\tmajor 931.\n\u2014\tpalustris 936. g5a\u00eaperlmg 889.\nPasser domesticus 155.\n\u2014\thispanicus 162.\n\u2014\u25a0' italicus 162.\n\u2014\tmontanus 165.\n\u2014\tsalicicolus 162.\nPasserculus savannus 241. Passerellae 238.\nPasseres 83 f. 153.\nPastor roseus 299.\nPatagona gigas IY, 97.\nPavo cristatus IV, 472.","page":1010},{"file":"p1011.txt","language":"de","ocr_de":"^amenDcrgeic^ni^.\n1011\nPavo muticus IV, 472.\n\u2014\tnigripennis IV, 472.\n\u2014\tspicifer IV, 472. Pedionomus torquatus IY, 433. Pelecani IV, 927.\nPelecanus onocrotalus IV, 929.\n\u2014\tcrispus IV, 930.\nSPele\u00ef\u00fbn IV, 929.\n5JMefcme IV, 927 f.\nPelidna subarquata IV, 622. Penelope superciliaris IV, 510. Percnopterus stercorarius 573. Perdices IV, 382 f.\nPerdix cinerea IV, 396. Pericrocotus speciosus 727. ^Perifitten 61 f.\nPerisoreus canadensis 382.\n\u2014\tinfaustus 382.\n^erleule 621.\nS\u00dferlljuljn, gemeine\u00ea, IV, 477. =Per\u00efI)\u00fcl)ner IV, 476 f. \u00fferl\u00fcoge\u00ef IV, 225.\nPernis apivorus 508.\n\u2014\tcristatus 511.\n^err\u00fc\u00c6eneule 621. gSeflbogel 739.\n$eter\u00eal\u00fcufer IV, 901. Petrocincla cyana 791.\n\u2014\tsaxatilis 789.\nPetronia rupestris 168. Pezoporus formosus 81. ^f\u00fcffdjen 184. spf\u00e4ffletn 112.\nSPfaff IV, 762.\nSPfaffe 665. IV, 762. S\u00dffannenftiel 927.\nPfauen IV, 472 f. ^fauenpljttdjert IV, 519. S\u00dffauenfranicij IV, 730. gSfcmenfurufu IV, 187. S\u00dffauentrutlju^n IV, 484. ^fauteufel IV, 625. qSfefferfveffer IV, 228. 233. gSfefferbogel 739. gSfeiferle IV, 635.\n^fetffrc\u00fcjen 367 f.\nS\u00dfftngftbogel 317. Spflan^enmci^ber 187. \u00ffflugfcfyarnafe IV, 957. S\u00dfflugfdfm\u00e4bler IV, 771. 5\u00dffu^Ifd;nepfe IV, 639. Phacellodomus rufifrons IV, 29. Phaethornis Eurynome IV, 125.\n\u2014\tsuperciliosus IV, 100. Phaethornithes IV, 99 f. Phaeton aethereus IV, 909.\n\u2014\tphoenicurus IV, 909. Phalacrocorax Carbo IV, 923.\nPhalacroteron abyssinica IV, 260.\nPhalaropus rufus IV, 631. Phaleres IV, 956 f.\nPhaleris cristatella IV, 956. Phapes IV, 292 f.\nPhaps chalcoptera IV, 293. Pharomacrus resplendens IV, 188.\n\u2014\tparadiseus IV, 188. Phasiani IV,, 448 f. Phasianidae IV, 434 f. Phasianus colchicus IV, 456.\n-\u2014 Revesii IV, 457.\n\u2014\tS\u00f6mmerringii IV, 457.\n\u2014\ttorquatus IV, 456.\n\u2014\tveneratus IV, 457.\n\u2014\tversicolor IV, 457. Phasidus niger IV, 479. Phileremos alpestris 265. Philetaerus socius 221. Philolimnos gallinula IV, 617. Philomachus pugnax IV, 625. Phoebetria fuliginosa IV, 886. Phoenicophaei IV, 209 f. Phoenicopterus roseus IV, 771 i ^\u00f6nix IV, 462.\nPholeoptynx cunicularia 601.\n\u2014\thypogaea 601.\nPholidauges leucogaster 309. Phoneus rufus 701.\nPhonygamae 367 f. Phyllopneuste Trochilus 858. Phylloscopi 857 f.\nPhytotoma 187.\n\u2014\tRar a 188.\nPica caudata 371.\n$tca\u00a3are IV, 765.\nPicathartes gymnocephalus 370. Pici IV, 71 f.\nPicidae IV, 57 f.\n$tcfmetje 931.\nPiculus minor IV, 74.\nPicumnus minutus IV, 88.\nPicus major IV, 72.\n\u2014\tm\u00e9dius IV, 74.\n\u2014\tminor IV, 74.\nPieper 889.\n9\u00dftej}Ierd)e 889.\nPilorhinus albirostris 312. ^impelmetfe 934.\nPinguinus impennis IV, 963. Pinicola Enucleator 99. $mfetyerl$u$n IV, 478. ^infelg\u00fcngler IV, 16 f.\nPionus mteistruus 31.\nPipastes 891.\nPipile leucolophos IV, 510.\nPipra caudata 748/\n-\u2014 Manacus 748.\n\u2014- pareola 748.\nPiprae 743 f.\n$i[angl\u00e4ufer IV, 13 f.\nIV, 8. 124.\nPitta angolensis 823.\n\u2014\tbengalensis 823.\n\u2014\tstrepitans 824. gHvol 317.\nCircle 313.\n$\u00dft[angfreffex 387 f.\nPiscatrices IV, 908 f.\nPityli 177 f.\nPitylus coerulescens 185. pl\u00e4rre IV, 762.\nPlatalea leucorodia IV, 664. ^\u00dflattfdjnabel, gr\u00fcner, IV, 157. ^\u00dflattfcfpi\u00fcbler IV, 156 f. Platycerci 72 f.\nPlatycercus eximius 72. Platystylopterus rufus IV, 102. Plautus impennis IV, 963. Plectrophanes nivalis 254. Plectropterus Gambensis IV,789. Plocei 218 f.\nPloceus Galbula 223.\n\u2014\tlarvatus 224.\nPlotus Anhinga IV, 918.\n\u2014\tLevalliantii IV, 918. Plyctolophi 39 f.\nPodager Nacunda 662. Podargus humeralis 684. Podiceps cristatus IV, 939.\n\u2014\tminor IV, 942.\nPodicipites IV. 935 f.\n5\u00dfobitti IV, 176.\nPodoae IV, 765.\n*\u00dfoe IV, 19.\nPo\u00ebcile palustris 936.\nPo\u00ebphila 208 f.\n^\u00dfolarente IV, 957.\nS\u00dfolarfalf 414.\nS\u00dfolarlumme IV, 950. 5\u00dfolarm\u00f6be IV, 870. 9\u00dfoIartaud)er IV, 944.\nPoliornis rufipennis 518.\n\u2014\tTesa 519.\nPolophilus phasianus IV, 224. Polybori 521 f.\nPolyboroides Typicus 443. Polyborus brasiliensis (vulgaris)\n525.\nPolyplectron chinquis IV, 470. Polytelis Barrabandi 71. Polytmi IV, 99. ^omerctngenbogel IV, 589. ^\u00dfornpeo IV, 185.\n64*","page":1011},{"file":"p1012.txt","language":"de","ocr_de":"1012\n^amemm-jeidjni\u00df.\nPorphyrio hyacintbinus IV, 755. ^\u00dfoffeneule 615. ijSoffertrei^er IV, 589. \u00fc\u00dfradjtammer 249.\n1\u00c7rad)tbroffeIn 823 f. ijkadjteibercnte IV, 837. $j]rad)telfen IV, 108.\nI\u00dftadjtente IV, 837. lj$rad)tfin\u00efen 197 f. ^radjtgtanjftaar 308. ^rad>fy5pfe 330 f. s-jSrad)4\u00fc^ner IV, 435 f. ^raddfttticp, fdjarladj&r\u00fcftiger, 71.\n\u2014\tfd)mrjfcfdb?m\u00a7iger, 71. ^rac^tfpmt IV, 143. '\u00ffradjtfuru\u00efu\u00ea iv, 187. ^\u00dfracptjiegenmelfer 666.\nPr\u00e4lat IV, 450.\n^Srairteeulc 601.\n^\u00dfratrtelju^n IV, 361.\nPratincola rubetra 779.\n\u2014\trubicola 779.\nPrion vittatus IV, 899. I\u00dfrtnjptrol 320.\nPrionites Momota IV, 152. Prionops cristatus 707.\n\u2014\tpoliocepbalus 707. Prionotelus temnurus IV, 187 Procellaria - Daption capensis\nIV, 897.\n\u2014\tglacialis IV, 895.\n\u2014\tossifragus-gigantea IV, 893. Procellariae IV, 892 f. Proeellaridae IV, 885 f.\nProgne purpurea 642.\nProphia crepitans IV, 735. Prostbemadera circinata IV, 19. Psarisomus Dalhousiae IV, 156. Psepbotus multicolor 73. Pseuda\u00ebtos Bonellii 460. Psittacini 3 f.\nPsittacula 33 f.\n\u2014\tpasserina 34.\nPsittacus eritbacus 20. Psitteuteles versicolor 36. Psittirostra psittacea 98. Psophia crepitans IV, 735. Pternistes rubricollis IV, 405. Pternifra Isidori 467.\n\u2014\tTyrannus 466.\nPteroclae IV, 310.\nPterocles Alchata IV, 313.\n\u2014\tarenarius IV, 313.\n\u2014\texustus IV, 314.\n\u2014 Licbtensteinii IV, 315. Pterocorax scapulatus 350. Pteroglossus Aracari IV, 231.\nI Pteroptochus albicollis 830.\n! \u2014 megapodius 829. Ptilonorhynchus bolosericeus\n314.\nPtilotis flavigula IV, 18. puffin IV, 904.\n! Puffini IV, 903.\nI Puffinus anglorum IV, 904.\n1S\u00dful\u00fcj 823. j ^urpurftfdjer IV, 166. ^\u00dfurputljuljtt IV, 755.\n; ^urputfd)malbe 642.\n| S\u00dfuter IV, 484. j Pycnonotus Arsino\u00eb 812.\n\u2014\thaemorrbous 813.\n\u2014\tVaillantii 812.\nPyranga 191 f.\n\u2014\taestiva 191.\n\u2014\trubra 191.\nPyrenestes ostrinus 207. Pyrgitoenas passerina IV, 287. Pyrgitopsis simplex 166. Pyriglena domicella 827. Pyropbthalma melanocephala\n853.\n\u2014\tprovincialis 856.\n\u2014\tsarda 854.\nPyrrbococcyx cayanus 1\\ , 214. Pyrrhocorax alpinus 341. Pyrrhodes papuensis 38. Pyrrbula vulgaris 112.\n, Pyrrhulauda leucotis 264.\n: Pytelia subflava 212.\nj\n\u00f6.\nDucifer 136.\n!Ou\u00e4!fterg 899.\n; Ouatfdjftn\u00ef 136. j Ouafretper IV, 707.* Duartanreiper IV, 711.\nQuelea sanguinirostris 227. Duefal IV, 188.\nQuiscalus major 292. Quitfdjfmf 112.\nSR.\ni Raben 333 f.\nRabengeter 573 f. Rabenfafabu 50.\nRabenfr\u00e4^e 351.\nRabenv\u00f6gel 276 f. Rabento\u00fcrger 708.\nRatsam 573.\nRabenv\u00f6gel IV', 154 f. i Radelen IV, 354.\nR\u00e2Sdjen IV, 830.\nRafen IV, 146- f.\nKadett IV, 741 f.\n| Rallentauben IV, 285.\nRallus aquaticus IV, 744. Ramphasti IV, 228. 233.\n! Ramphastus erytrorbynebus IV,\n233.\nI \u2014 Temminckii IV, 234.\n\u2014\tToco IV, 233.\nRampbocelus brasilianus 194.\n! Ramphomicorn heteropogon 1\\ ,\n113.\nRan^eule 612.\nRappftnf 170.\nRaptatores 402 f. j Rara 188.\nMarita 188.\nRa\u00eamala\u00ea 38.\nI Rasores IV, 304.\nRaubm\u00f6ven IV, 879 f.\nI Raubfeefcptoalbe IV, 856. Raubv\u00f6gel 402 f.\nRaubiv\u00fcrger 693.\n91aud>fufjabler 447. 454. Raubfuffbuffarb 512. Raubfufp\u00c7ner IV, 333 f. Raubfufffau$ 619. Raudjfbmalbe 629. kau^fperling 155. Raupenfreffer 726.\nRapa IV, 156.\nRebpupn IV, 396. Rebpupntaube IV, 290. Recurvirostra Avocetta IV, 645. Regenfape 317.\nRegenlufu\u00ef IV, 211. Regenpfeifer IV, 585 f.\n\u2014\tbaltifber, IV, 591.\n\u2014\tbummer, IV, 589.\n\u2014\tlappl\u00e4nbtfd&er, IV, 589.\n\u2014\tSJ\u00ceorne\u00cf\u00cf;, IV, 589.\n\u2014\tfbtvarjb\u00e4nbiger, IV, 589. j\u2014 ftbirifdjer, IV, 589.\n!\u2014 tatarifdjer, IV, 589.\nI Regenfd)nepfe IV, 637. Regenvogel IV, 213. 649.\nI Reguloides Proregulus 860.\n1 Regulus cristatus 919.\n\u2014\tcrococepbalus 919.\n\u2014\tflavicapillus 919.\n\u2014\tignicapillus 919.\n|\u2014 pyrocepbalus 919.\n\u2014\tSatrapa 923.\nI Retgel IV, 697. iReiper IV, 694.\nReiperv\u00f6gel IV, 652 f. [Ret\u00e9vogcl 209.","page":1012},{"file":"p1013.txt","language":"de","ocr_de":"Ranienoerjeidjnif?.\n1015\nReitmeife 936.\nRemij 923.\nRennfdjm\u00e4fcer 786 f.\nRennv\u00f6gel IV, 571 f.\nRhea americana IV, 535.\n\u2014\tDarwinii IV, 535.\n\u2014\tmacrorhyncha IY, 535. Rhipichira motacilloides 730. Rhodostethia rosea IY, 885.\n\u2014\tRossii IV, 885. Rhynehaceros erythrorhynchus\n\u00cfV, 240.\nRhynchaca capensis IV, 742. Rhynchodon sparverius 430. Rhynchops orientalis IY, 866. Rhynchotus rufescens IY, 517. Rhyticeros plicatus IV, 245. Rieben IY. 744.\nRiebmeife 927.\nRiebodffe IY, 714.\nRiebfd)nebfe IV, 613. Riebf\u00efranblciufer IV, 593. Rienienfufi IY, 642.\nRiefenalf IV, 963.\nRiefenbatara 710.\n3^ieTenftfd^er IV, 172. Riefengnomen IY, 97. Riefenfolibrt IY, 97. Riefenfufuf IY, 208. Riefenliefte IV, 172.\nRiefenbfau IY, 472. Riefenreilfer IY, 700. Riefenfd)tt>alben 676. Riefenfdpualm 684.\nRiefenfbedfte IV, 64 f. Riefenft\u00f6rdbe I Y, 684. Riefenfturmbogel IY, 893. Riefentaucfjer IY, 944. Rieten IY, 335.\nRinbenfleber IV, 53. Rinberflelje 905.\nRinbreiber IY, 714.\nRingamfel 798.\nRingbroffel 798.\nRinge\u00efgan\u00ea IY, 802. Ringelgeier 498.\nRingellumme IY, 950. Ringelmeife 934.\nRingelfberling 165.\nRingeltaube IY, 262.\nRingfafan IV, 456.\nRissa tridactyla IV, 873. R\u00f4t\u00c7elfalf 425.\nR\u00f6tljeltoeib 492.\nRotwein 778.\nR\u00f6tpng 778.\nRobrammer 250.\nRo\u00c7rbr\u00fcUer IY, 714.\nRo^rbomb IV, 714. Ro^rbommel IV, 714. Ro\u00c7tbroffel 867.\nRobreule 613.\nRo^rlep\u00ea 250.\nRobrmeifen 926.\nRo^ump IY, 714. Robrf\u00e4nger 867.\nRo^rjd^irf 867.\nRobrfcbliefer 867. Robrf(f)tt>albe IY, 858. Robrfberling 867.\n\u2014\t(^elbfberling) 165.\n\u2014\t(Robrammer)' 250. Ro^roogel (RobrbroffeI)*867.\n\u2014\t(Roljrtoeil)) 500. Robrtteib 500.\nRollen IY, 150.\nRoofe 356.\nRofetla 72.\nRofenfinf 103.\nRofengimbel 103.\nRofenm\u00f6fce IV, 885. Rofenfkar 299.\nRoftbroffel 798.\nRostrhamus haixiatus 520. Roft[d)tt>aIbe 629.\nRofttoei^ 500.\nRotljammer 248.\nRotbbiirtcben 770. Rotbbl\u00e4fjcben IV, 758. Rotbbr\u00fcftcf)en 770.\nRot^br\u00fcfter 141.\nRotljbroffel 798.\nRotbfalf 425.\nRotbfinf 112. 131. 136. Rotbfl\u00fcgel 282.\nRotbfufifalf 428.\nRot^gimpel 112.\nRot^\u00e4nfling 141.\nRot^u^n IY, 391. Rotbb\u00fcbner IV, 388 f.\n, Rotf)febId}en 770.\nRotbfob\u00ee (33tutb\u00e2nfling) 141.\n\u2014\t(2B\u00fcrger) 701.\n\u2014\t(\u00a9becbt) IY, 68. Rotbfv\u00f4bfd)en 770. Rotbfdjl\u00e2ger 112. Rotbfcbto\u00e4nje 775 f. Rotbfcbtna\u00efbe 629. Rotbf4ft>an\u00a7, gro\u00dfer, 789. Rotbfpecbt IV, 72. Rotbfberling 165.\nRotbfterj 775.\nRotbhogel 112.\nRotbjagel 775.\nRottele 775.\nRottfinf 131.\nRottgan\u00ea IY, 802.\nRotten IV, 356.\nRubecula silyestris 770.\nRubin 141.\nRubinnacf)tigallen 769 f. Ruberente IV, 844. Ruberf\u00fc\u00dfler IV, 906 f.\n! R\u00fcffelbabageien 48. j R\u00fcttelfalf 425. j R\u00fcttelgeier 425. j R\u00fcttelioeif) (\u00c6\u00f4nig\u00eatoeib) 492.\n1 \u2014 (Rl\u00e4ufebuffarb) 512.\n; Rug IV, 939. j Runjelfcfmabel IV, 217. Rupicola crocea 744.\n\u2014\tperuana 747.\nRuticilla atra 775.\n\u2014\tphoenicura 778.\n\u2014\ttithys 775.\n\u00a9\u2666\n\u00a9aatgritle iy, 586.\n\u00a9aatfr\u00e4be 356.\n\u00a9aatlerdje 271.\n\u00a9acfgan\u00ea IV, 929.\n\u00a9\u00e4belfl\u00fcgler IV, 102. \u00a9\u00e4belfdpt\u00e4bler IY, 645. \u00a9\u00e4belfbedft IY, 55.\n\u00a9abler IY, 644.\n\u00a9\u00e4gegani IV. 848.\n\u00a9\u00e4ger IY, 845 f.\n\u00a9\u00e4gerafen IY, 151,\n\u00a9\u00e4gerliefte IV, 176. \u00a9vlgefcl)tt>ang 385.\n\u00a9\u00e4nger 835 f.\n\u2014\tber ^\u00dfro\u00fcence 856.\n\u00a9ai IY, 7.\n\u00a9alangane 649.\nS\u00e4ltator coerulescens 186. \u00a9ammelfbedft IY, 70. \u00a9ammtente IV, 841. \u00a9anberling IY, 620. \u00a9anbb\u00fcbndben IY, 591. \u00a9anb\u00efjuljn IY, 314. 578. 744. \u00a9anbl\u00e4ufcr IY, 591. \u00a9anbl\u00e4ufercfien IV, 624. \u00a9anbbfeifer IV, 635. \u00a9anbfi\u00fcoalbe 639.\n\u00a9anb\u00efoadftel IY, 423. \u00a9anglerdfje 271.\n\u00a9angrof IY, 146.\n\u00a9abbo IY, 112.\nSarciophorus pileatus IV, 599. Sarcorhamphus californianus 560.\n\u2014\tCondor 555.","page":1013},{"file":"p1014.txt","language":"de","ocr_de":"1014\n\u2022ftamenberjeidjntfi-\nSarcorhamphus Gryphus 555.\n\u2014\tPapa 560.\n(Satrap 923.\n\u00a9attetftordj IV, 685. Oatpvpupn IT, 439. \u00a9aumf\u00fcfje IV, 765. Saurophagus sulphuratus 721. Saurothera vetula IV, 213. \u00a9atoafu IV, 668.\nSaxicola aurita 784.\n\u2014\toenanthe 783.\n\u2014\tstapazina 784.\nSaxilauda tatarica 261. Scandentes IV, 52 f.\nScansores IV, 2 f.\n\u00a9deader 797.\n\u00a9d^afftelge 905.\n\u00a9djafevutdjen 861. \u00a9cfya\u00efuIjiUjner IV, 510. \u00a9djafupemba IV, 510. \u00a9djafutinga IV, 510. \u00a9cpalafter 371.\n\u00a9djaludjer IV, 923.\n\u00a9d)arben IV, 916, 923. \u00a9cparffcpn\u00e4bler IV, 771. \u00a9d)arlad)tbt\u00a7 IV, 657. \u00a9djatladjjpint IV, 141. \u00a9djartacpttmrger 704. \u00a9djarrn\u00f6gel iv, 304 f. \u00a94artenjd>n\u00e4bler IV, 771. \u00a9d>attenoogel IV, 668. \u00a9d)eibenfdj)nabel, iret^er, (iBilb)\nIV, 592.\n\u00a9d^eUenabler 454. \u00a9cperenfdjnabel IV, 866. \u00a9cfyerenoogel 723.\n\u00a9djeunen!au\u00a7 598.\n\u00a9djtlbbtoffel 798.\n\u00a9dji\u00efbente iv, 830.\n\u00a9djilbftn\u00ef 131.\n\u00a9djilbpu^n IV, 347.\n\u00a9d^tlbrabe 350.\n\u00a9c\u00c7ilbtei\u00c7er IV, 707. \u00a9d)ilb[ped)t IV, 72. \u00a9d)i!fbroffel 867.\n\u00a9djilfftnf, boppelbhtbtger, 207.\n\u2014\tfafianienbriifttger, 207. \u00a9djitff\u00e4nger 866.\n\u00a9ddlffd^to\u00e4ber 250.\n\u00a9djttf\u00f6ogel 250.\n\u00a9d)ilftt>ei\u00a7 500.\n\u00a9djiUertauben IV, 293 f. \u00a9d)tnfenmet[e 931.\n\u00a9cfyirmoogel 752.\nSchizorhis zonura 394. \u00a9djlafereule 621.\n\u00a9cfylajo\u00f6gel IV, 179. \u00a9d^lagljatm IV, 939.\n\u00a9d)Iagtauben IV, 286. \u00a9d)lagtracbtel IV, 423. \u00a9d;lamnilciufer IV, 622 f. \u00a9cplangenabler 504. \u00a9d^angenbuffarb 504. \u00a9d^angen^al\u00eaooge\u00ef IV, 918. \u00a9cplangenfperber 443. \u00a9d)(angenft\u00f6rd;e IV, 732. \u00a9cplanffufufe IV, 214 f. \u00a9cfyleieRute 621.\n\u00a9d;teterfau\u00a7 621. \u00a9d)teppenfcbtt>albe 667. \u00a9d;leppenfptpfyeit IV, 112. \u00a9cplepptpitti\u00fce 235.\n\u00a9cpl\u00fcpfer 881 f.\n@d)lupff\u00f4mg 882.\n\u00a9cpm\u00e2bev 774 f.\n\u00a9c^mabogel 891. \u00a9dnnarobevmitan 492. \u00a9d^maroberraubm\u00f6\u00fce IV, 883. \u00a9cpmerlfalf 421. @d>metterltng\u00eaftnf 215.\n\u00a9djmibt 753.\n\u00a9cpnttnt 434.\n\u00a9d)mitt\u00ef 858.\n\u00a9cpmudbart\u00fcbgc\u00ef IV, 225. \u00a9cpmudenten IV, 825. \u00a9dmmdfafan IV, 464. \u00a9cpmudretljer IV, 700. \u00a9cfymudfptnt IV, 145. \u00a9djmudfurulu IV, 188. \u00a9djmudtangara 190. \u00a9djmudtaudjer IV, 956 f. \u00a9cpmudtrappen IV, 570. \u00a9dbmud\u00fc\u00f4get 743.\n\u00a9djmiujgeter 573.\n\u00a9d)n\u00e4i'3 IV, 748.\n\u00a9dptardjeu\u00efe 621.\n\u00a9d;narf IV, 748.\n\u00a9djnarier IV, 748.\n\u00a9djnarper IV, 748. \u00a9d)narvtd)ett IV, 748. \u00a9d)narrft>ad)tel IV, 423. \u00a9djneeammer 254.\n\u00a9djneebroffel 798.\n\u00a9d^neeeule 595.\n\u00a9cpneefafati IV, 384.\n\u00a9d^neeftnt 138.\n\u00a9d)neegan\u00ea IV, 800. \u00a9cbneeb\u00fc^ner IV, 366 f. \u00a9d^neeljupn IV, 369.\n\u2014 fdjiottifdje\u00ea, IV, 374. \u00a9djneefatet 796.\n\u00a9djneef\u00f4nig 882.\n\u00a94neefra^e 341.\n\u00a9cfmecmeife 927.\n\u00a9cfyneerei^et IV, 701. \u00a9dmeefpertmg 254.\n\u00a9djnecoogel 254. \u00a9dmetberoogel 876. 878. \u00a9djnepfen IV, 606 f.\n\u2014\tgemeine, IV, 608.\n\u2014\tftumme, IV, 617. \u00a9cfynepfeneu\u00efe 613. \u00a9djnepfenva\u00fcen IV, 742 f. \u00a9djmepfenftranbl\u00e4ufer IV, 620. \u00a9djmepfenftrauf} IV, 550. \u00a9cpnepfenooget IV, 606 f. \u00a9dmerper IV, 748. .\n\u00a9d)nerr 796.\n\u00a9d)ntgel 112.\n\u00a9d)ntl 112.\n\u00a9cpmrWfdjtoetf 327. \u00a9cfynnrro\u00f6get IV, 179. \u00a9dj\u00f6nfopftafabu 43. \u00a9djo\u00ef\u00efen^\u00fcpfet 779.\n\u00a9cpoloer IV, 923.\n\u00a9djopfabler 464.\n\u00a9djopfbuffarb 507.\n\u00a9cpopfgeier 567. 570. \u00a9d)Opr\u00a7u|n IV, 513. \u00a9djopflerdje 267.\n\u00a9cpopfmetfe 930.\n\u00a9d)opfpetefan IV, 930. \u00a9d)0pfperl^\u00fc^ner IV, 477. \u00a9d)opftaube IV, 292. \u00a9d)opf\u00eft>ad)te! IV, 413.\n\u00a9djrede IV, 748.\n\u00a9cpretabler 454.\n\u00a9d)reibu[[arbe 529. \u00a9d)retfeeabler 478.\n\u00a9djretn\u00f4ge\u00ef 823 f.\n\u00a9d)tpf IV, 748.\n\u00a9djufler IV, 664.\n\u00a9d}up[d;nabe\u00ef IV, 667.\n\u00a9epupu 606.\n\u2014 milcfytoetfjer, 606.\n\u00a9cpulj non Mo 317. \u00a9d)Uppenglan\u00a7ftaar 309. \u00a9d)ufteroogel IV, 645. \u00a9d)to\u00e2ber\u00efetn 116.\n\u00a9djtc\u00e4ne IV, 777 f.\n\u00a9cpioalben 627. \u00a9d)ftatbenfd)h)an\u00e4 492. \u00a9d)toa\u00efbenfpint IV, 144. \u00a9d)tnalben[tel3cn 909. \u00a9cpmalbenft\u00f6^er 434. \u00a9d)toalbenfr>ater IV, 577 f. \u00a9djtvalbenmei\u00ef) 495. \u00a9cfdnalbeniourger 716.\n\u00a9cfytoa\u00efme 682 f.\n\u00a9d)toan, fc^tnarjer, IV, 784. \u00a9d)ft>att, fdjtoarj^aljtger, IV, 784.\n\u00a9d)toan, ftummer, IV, 780. \u00a9d)wanengan\u00a7 IV, 791.","page":1014},{"file":"p1015.txt","language":"de","ocr_de":"sftamenoerjeidjnifj.\n1015\n\u00a9dpangmeife 927. \u00a9cftoarjamfet 799. \u00a9cptoarjbacfen 416. \u00a9cptoarjbtqttdjen 844. \u00a9cptoarjbr\u00fcftcfen 775. \u00a9dpargbroffet 799. \u00a9cftoarjente IV, 844. \u00a9dftoarjpgel 498, \u00a9dparjfap'pe 844. \u00a9dparjfeftd)en 779. \u00a9cftoarjfopfcfen 853. \u00a9dpar\u00a7fopf 844. \u00a9dpargfopfm\u00f6oe IV, 876. \u00a9dpargmeife 936. \u00a9dpargfcfnepfe IV, 654. \u00a9d&toargfpedjt IV, 60. \u00a9dpar^O\u00f6get 289 f. \u00a9cftoafebrofjel, rotft\u00f6pftge, 814. \u00a9dpa^broffeltt 814 f. \u00a9dpebeioeip 488.\n\u00a9cftoeifelfe IV, 110. \u00a9dpeif\u00efitta 386.\n\u00a9dpeiffr\u00e4fen 383. \u00a9dpeiffdpanjoogel 311. \u00a9dpertfcfnabel IV, 98. \u00a9dpielenfcfn\u00e4bter 194 f. \u00a9cftoimmenten IV, 809 f. \u00a9dpimmer 492. IV. 766 f. \u00a9dpirt 872.\n\u00a9dpirro\u00f6gel IV, 93. \u00a9dpunfcpooget 170.\nScqlopax rusticola IV, 608. Scops carniolica 615.\nScopus umbretta IV, 668. Scotornis climacura 667. Scythrops Novae-Hollandiae 15\", 208.\n\u00a9ebum 323.\n\u00a9eeabter 472.\n\u2014\tmeifppfiger, 473.\n\u00a9ceamfel 798. 817.\n\u00a9eebracfe IV, 939.\n\u00a9eeetfter IV, 602.\n\u00a9eefafart I5T, 830.\n\u00a9eefttif 241.\n(Seeftieger IV, 851 f.\n\u00a9eefafn IV, *939. 944. (Seefr\u00e4fe IV, 876.\n(Seeterdje IV, 591.\n(Seerabe, treuer, IV, 911.\n\u2014\t(\u00a9cparbe) IV, 923. \u00a9eeracpen IV, 848. \u00a9eerotffeftcfen IV, 945. \u00a9eefcfnepfe IV, 602. 639. \u00a9eefdpa\u00efben IV, 853 f. \u00a9eefdpatm IV, 138.\n\u00a9eefpedft iy; 161.\n(Seetaube IV, 948.\n\u00a9eetaudjer IV, 944 f.\n\u2014\trotpfeptiger, 15\", 845. \u00a9ceteufet IV, 625. 939.\n\u00a9egter 644 f.\n\u00a9egterfdpatben 642. \u00a9eibenreifer 15\", 705. \u00a9eibenfcftoatbe IV, 863. \u00a9eibenfcfttanj, europ\u00e4ifcfer,\n739.\n\u2014\tgemeiner, 739.\n\u2014\tjapanefifcfer, 739. Selasphorus rufus IV, 115. Seleucides alba 330.\n\u2014\tresplendens 330.\n\u00a9enegali, \u00efteiner, 212. \u00a9enegatfcf\u00efoatbe 634.\nSericulus chrysocepkalus 320. \u00a9eriema IV, 732.\nSerinus bortulanus 116. \u00a9errafura 15\", 746. \u00a9icfelpgter 15\", 102. \u00a9td^elret^er 15\", 654. 701. 705.\n\u00a9icfetfdfnabet IV, 654.\n\u00a9\u00fcfter IV, 654. \u00a9iebetioeberoogel 221. \u00a9tlberfafart 15\", 454. \u00a9itberm\u00f6oe 15\", 870. \u00a9\u00dcberreifer 15\", 701.\n\u2014\tfteiner, 15\", 705.\n\u00a9intb\u00fc 15\", 683.\n\u00a9ingbrongo 712.\n\u00a9ingbroffet 796.\n\u00a9ingfabicft 442.\n\u00a9ingfcftoan 15\", 780.\n\u00a9ingo\u00f6get 688 f.\n\u00a9irgang 386.\nSitta caesia 15\", 37.\n\u2014\teuropaea IV, 37.\n\u2014\tSyriaca 15\", 42.\nSittace Ararauna 60.\nSittella pileata IV, 43.\n\u00a9itticfe 66 f.\n\u00a9itticfgriinting 98.\n\u00a9fua 15\", 880.\n\u00a9offre 287.\n\u00a9offu 329.\n\u00a9ofn ber \u00a9onne IV, 908. \u00a9olbatenarara 59.\nSomateria mollissima 15\", 836. Somateria - Heniconetta - Stelleri\nIV, 837.\n(Sommerammer 246. \u00a9ommerbroffet 796. (Sommerente 15\", 825. \u00a9ommert\u00f6nig (\u00aeolbf\u00e4fnd)en) 919.\n\u2014\t(Staubf\u00e4nger) 858.\n\u00a9ommerrotffcftt>anj 775. \u00a9ommerrotfooget 191. \u00a9onnenlotibri IV, 125. \u00a9onnenreifer IV, 717. \u00a9onneno\u00f6get IV, 99. \u00a9oitnerat\u00ebfufn I5r, 443.\n\u00a9p\u00e4fcr IV, 1 f.\n\u00a9par 155.\nSparganura Sapbo 15\", 112. \u00a9parting 155.\n\u00a9pate\u00efente IV, 830.\n\u00a9patetgan\u00ea 15\", 664. _\nSpatula clypeata 15\", 830.\n\u00a9paf 155. 165.\n\u2014\teinfacher, 166. (Spedpauntfader I5r, 55. \u00a9peeftmeife 15\", 37. (Spedftmeifen 15\", 35 f. \u00a9pedp\u00f6gel 15\", 57 f. \u00a9pecfmeife 931. 936.\n\u00a9pelant 208.\n(Sperber 434.\n\u00a9perberabter 467.\n\u00a9perbereule 591.\n\u00a9perberfatt 437.\n\u00a9perbergeier 564. \u00a9perbergra\u00eam\u00fcde 837. \u00a9perbert\u00e4ubcfen 15\", 288. 289. \u00a9perling 153 f.\n\u2014\titatienifcfer, 162.\n\u2014\troftfcfeiteliger, 240.\n\u2014\tfpanifcfer, 162.\n\u2014\tloeijpf tiger, 238. \u00a9perling\u00eaeu\u00efe 603. \u00a9perting\u00eafat! 430. \u00a9perting\u00eagra\u00eam\u00fcde 848. \u00a9perting\u00eafanj 598. \u00a9perliitg\u00ebpapagei 34. \u00a9perting\u00eafpecft 15\", 74. \u00a9per\u00efing\u00a7ft\u00f4\u00a7er 434. \u00a9perting\u00eatauben 15\", 287. \u00a9ferting\u00eao\u00f4get 83 f. Spermestes 200 f.\n\u2014\tcucullata 200.\n\u00a9perr 155.\n\u00a9perro\u00f6get 625 f.\nSpheniscus demersus 15\", 968. Sphenorhynchus Abdimii 15\",\n683.\n\u00a9piegetenten 15\", 821. \u00a9piegetfufn 15\", 347. \u00a9piegetmeife 927. 931. \u00a9piegetpfauen IV, 470 f. \u00a9piegettauben IV, 292 f. \u00a9pietfufn 15\", 347.\n\u00a9piefjer 699.\n\u00a9pie\u00a7gan\u00ea 15\", 945. \u00a9piefjtercfe 889. 891.","page":1015},{"file":"p1016.txt","language":"de","ocr_de":"1016\ndament\u00bb ergeid&nifj.\nSpilocircus Jardinii 502. Spilornis Bacha 507.\nSpinus 147 f.\n\u2014\tviridis 147,\n\u00a9pirer IV, 858. \u00a9pifcenfdfjto\u00e4nae IV, 107. \u00a9pi^geier 498.\n\u00a9pifelerdje 891.\n\u00a9pi^bogel 914.\nSpiza\u00ebtos bellicosus 462. Spizella canadensis 240. \u00a9pbtter\u00efing 861.\n\u00a9porenammer 252.\n\u00a9porenftnf 252.\n\u00a9porenf\u00fcf\u00eae IV, 221. \u00a9porengan\u00ea IV, 789. \u00a9porenftebif\u00ee IV, 597. \u00a9porenfufufe IV, 221. \u00a9porenlerdfjen 274. \u00a9porenpieper 897.\nSporophila minuta 184. \u00a9pottbroffel 806.\n\u2014\trotp, 810.\n\u00a9prep 294.\n\u00a9preu 294.\n\u00a9preuftnf 131.\n\u00a9prin\u00a7 434.\n\u00a9proffer 759.\n\u00a9prungtaudpr IV, 968. \u00a9pprfdtjtoalbe 655.\n\u00a9taar 293 f.\n\u2014\teinfarbiger, 295. \u00a9taaramfel 299. \u00a9taarglangbogel 308. \u00a9taarb\u00f6gel 279 f.\n\u00a9tapiemer 798. \u00a9tadjelfdjtoa\u00efben 653. \u00a9tadplfegler 653. \u00a9tabtrotpdjtoang 775. \u00a9t\u00e2r\u00efinge 279 f.\nStagnicola chloropus IV, 758. \u00a9ta\u00c7Iftn\u00ef 214.\n\u00a9tammgan\u00ea IV, 794.\n\u00a9tarif IV, 956.\nStarna cinerea IV, 396. Starnoenas eyanocephala IV,\n290.\nSteatornis caripensis 677. \u00a9tedpnte IV, 948.\n\u00a9tedpogel 437.\nSteganopodes IV, 906 f. Steganura paradisea 236. Steganurus Underwoodii IV, 111.\n\u00a9teigfdjnabe\u00ef IV, 35. \u00a9teinabler 447.\n\u00a9teinbeijjer 173. 783.\n\u2014\t(\u00a9tranbpfeifer) IV, 635.\n\u00a9teinbredpr 472.\n\u00a9teinbple 341.\n\u00a9teinbrepr IV, 600. \u00a9teinbroffelrt 789 f.\n\u00a9teinfalf 416.\n\u00a9teinftnf (\u00a9djneeftnf) 138.\n\u2014\t(\u00a9perling) 168. \u00a9teinfletjdper 783.\n\u00a9teingeier ($\u00f4nig\u00ebroei\u00a7) 492.\n\u2014\t(\u00a9eeabler) 472. \u00a9tein\u00c7anfling 144.\n\u00a9teinptljn IV, 388.\n\u00a9tetnfauj 598.\n\u00a9teinflitfc^ 783.\n\u00a9teinfrcip 334.\n\u00a9teinlerdp 889. 914. \u00a9temparbe\u00ef IV, 581. \u00a9teinpicfer 783.\n\u2014\tIV, 635.\n\u00a9teinquafer 783.\n\u00a9teinreitling 789.\n\u00a9teinr\u00f6tpl 789. \u00a9teinrotpcpranj 775. \u00a9teinf\u00e4nger 783. \u00a9teinfdfjm\u00e4pr 783.\n! \u2014 fc^arjfexiger, 784. \u00ee \u00a9teinfdjtoalbe (^elfenfdbtoa\u00efbe) 638.\n\u2014\t(9J\u00eeauerfegIer) 655. \u00a9teinfperling 168.\n\u00a9teinftelje 899.\n\u00a9teintaube IV, 268. \u00a9teinbogel 106.\n\u00a9teinin\u00e2\u00efjer IV, 600. \u00a9teifjfiijje IV, 935 f. \u00a9teif$\u00fcpter IV, 515 f. j\u00a9telje, gelbe, 902.\n\u2014\tfammtf\u00f6pfige, 906.\n\u00a9teilen 898 f.\n\u00a9te\u00efjenlaufer IV, 642. \u00a9telgenlerdpn 274. \u00a9tcljenpieper 897. \u00a9teljentoipper 782.\n\u00a9teiger IV, 642.\n\u00a9teljfdjto\u00e4ne IV, 770 f. \u00a9telgo\u00f6gel IV, 553 f. \u00a9teppenfinf 241.\n\u00a9teppenppn IV, 322. \u00a9teppenioeil) 498.\n\u00a9terbebogel 739.\n\u00a9terenga\u00ef\u00ef 425.\n\u00a9tertio 151.\nSterna hirundo IV, 858, Sternae IV, 853 f.\n\u00a9ternente IV, 846. \u00a9ternlumme IV, 945.\nSternula minuta IV, 860.\n\u00a9tert 492.\n\u00a9tidprling 902.\n\u00a9ticfjiemer 798.\nStictopeleia cuneata IV, 289. \u00a9tieglifc 151.\n\u00a9tinff)al)n IV, 22.\n\u00a9tinfb\u00f6gel (\u00a9dppfpi\u00c7ner) IV, 513.\n\u00a9tinfb\u00f6gel IV, 22.\nStipiturus malachurus 880. \u00a9tocfabler 447.\n\u00a9tccfamfel 799.\n\u00a9tecfente IV, 821.\n\u00a9tocffa\u00eff 437.\n\u00a9tocffaug 598.\n\u00a9tocfft\u00f4fjer 434.\n\u00a9toppling 894.\n\u00a9tordre IV, 672 f.\n\u00a9t\u00f4f\u00eaerbcgel 437.\n\u00a9toppelbogel 891. 894. \u00a9tordpdjnepfe IV, 642. \u00a9to\u00a7ente IV, 821.\n\u00a9tojgfa\u00eff 421.\n\u00a9to\u00a7ftfd;er IV, 166.\n\u00a9tofcgeier 492.\n\u00a9trap 294.\n\u00a9tranbelfter IV, 602. \u00a9tranbl\u00e4ufer IV, 618. \u00a9tranbpfeifer IV, 591. 635 f. \u00a9tranbpieper 893.\n\u00a9tranbreiter IV, 642. \u00a9traudjamfel 798. \u00a9traudp\u00e4nger, farbifd^er, 854. \u00a9tran\u00a7, afrifanifdpr, IV, 523.\n\u2014\tamerifanifdpr, IV, 534. \u00a9traufelfter 693.\n\u00a9traujjpljn IV, 625. \u00a9traufjfufuf IV, 200. \u00a9traupneife 930.\n\u00a9traupaudpr 956. \u00a9treifenftnfen 212. \u00a9treifenfluglmljn IV, 315. \u00a9treitlanff)u\u00a3)n IV, 430. \u00a9treitbogel IV, 625.\nStrepera graculina 369 f. Strepsilas interpres IV, 600. Streptopeleia risqria IV, 282. Stridores IV, 93 f.\nStrigiceps cineraceus 498.\n\u2014\tcyaneus 498.\n\u2014\tpallidus 498.\nStriginae 586 f.\nStrigops habroptilus 52. \u00a9tritbogel 254.\nStrix flammea 621.\n\u00a9trcmamfel 817.\n\u00a9tromfc\u00a3)tpatben IV, 858. \u00a9trumpftpirfer 244-Struthio camelus IV, 523.","page":1016},{"file":"p1017.txt","language":"de","ocr_de":"\u00a9tuber IV, 944.\n\u00a9tumme\u00efalf IV, 963. \u00a9tummelei\u00eab\u00f4gel IV, 166. \u00a9tummelm\u00f6oen IV, 874. \u00a9tumpffcbVoanjpapageien 30. \u00a9turmfcbtoalben IV, 900 f. \u00a9turmfeg\u00efer IV, 901. \u00a9turnitaucfjer IV, 903 f. \u00a9turmo\u00f6gel IV, 885 f. 892 f. Sturnidae 279 f.\nSturnus unicolor 295.\n\u2014\tvulgaris 294.\n\u00a9turjente IV, 821.\n\u00a9ufuni 571.\nSula alb a IV, 911. \u00a9u\u00eftongp&ner IV, 755. \u00a9umpfbuffar\u00f6 500.\n\u00a9umpfeufe 613.\n\u00a9umpfb\u00fcbner IV, 720 f. \u00a9umpfl\u00e4ufer IV, 619. 620. \u00a9umpflerdje 889. 892. \u00a9umpfmeife 936. \u00a9umpffcbuepfen IV, 613 f. \u00a9umpffperling 162. \u00a9umpitaudjer IV, 942. \u00a9umpftrupiale 282. \u00a9umpftoater IV, 639. \u00a9umpftoeib 500.\nSurnia funerea 591.\n\u2014\tnisoria 591.\n\u2014\tUlula 591.\n\u00a9urufua IV, 185.\n\u00a9urufu\u00ea IV, 182 f. \u00a9toamfongbroffel 800.\n\u00a9pama 490.\nSylocbelidon caspia IV, 856.\n\u00a9plpben IV, 111.\nSylviadae 835 f.\nSylviae 835 f.\nSyma flavirostris IV, 176.\n\u2014\tTorotoro IV, 177. Sypbeotidis bengalensis IV,\n570.\nSyrnium aluco 616.\nSyrrhaptes paradoxus IV, 322.\nX.\nTachydromi IV, 571 f. Tachypetes Aquilus IV, 913. M\u00e4nner IV, 858.\nTafelente IV, 842.\nStageulen 591 f.\nStaglercbe 271.\nStagfcbl\u00e4fer 665. gapa 229.\nTaha dubia 229.\nStalgmeife 931.\nSftatnenoerjeicbmfj.\nTallegalli IV, 490 f.\nTanagrae 190 f.\nTanagra ornata 190.\nStangara 138.\nStannenfalf 416.\nStannenfinf 136.\nStannenbeber 365.\nStannenro\u00fcer IV, 60.\nTantalus Ibis IV, 673. Tanysiptera dea IV, 176.\n\u2014\tnympha IV, 176.\n\u2014\tSylvia IV, 176.\nStapacolo 829.\nStapiranga 194.\nStafcpenmaul IV, 830.\nStataupa IV, 517.\n\u25a0taube, gr\u00f6nl\u00e4nbifcpe, IV, 948. tauben IV, 262.\nStaubenfalf 437.\nStaubender 416. StaubenVoaflnifter IV, 495. Staucbentcpen IV. 942. Staudjenten IV, 834.\nStaucper IV, 933 f. 945.\n\u2014\tgetappter ober geh\u00f6rnter, IV\n939.\n\u00efaudjerpljncfyen IV, 765. Staucpertaube IV, 948. Taxostoma rufum 810. Steicppupn IV. 758.\nSteifte IV, 948.\nTelepbonus erythropterus 707. Temnurus truncatus 385.\nSterna 384.\nTenuirostres IV, 6 f. Terpsiphone Ferreti 729.\n\u2014\tmelanogastra 729.\n\u2014\tparadisea 728.\nStefa 519.\nTetraenura regia 237. Tetragonops ramphastinus IV. 228.\nTetrao m\u00e9dius IV, 354.\n\u2014\u2022 urogallus IV, 335. Tetraogallus caspicus IV, 384.\n\u2014\thimalayensis IV, 384. Tetraones IV, 333 f. Tetraonidae IV, 333 f.\nTetrax campestris IV, 565. geufelgboljen 927.\nTextor Alecto 231.\n\u2014\tDinemellii 232.\n\u2014\terythrorhyncbus 231. Thalassa\u00ebtos pelagicus 478. Tbalassidroma pelagica IV,\n901.\nStpa\u00efpupn IV, 369.\nStpa\u00ef\u00ef 359.\n1017\nThamnolaea albiscapulata 793. Thamnopbilus undulatus 711.\n\u2014\tVigorsii 711.\nTbarrbaleus modularis 912.\n\u2014\tmontanellus 913.\nThaumalea picta IV, 463.\n\u2014\tAmherstiae IV, 464. Stpaufcpnarre IV, 744.\nStpomag im \u00a3aune 882. Threskiornis religiosa IV, 659. Thryothorus ludovicianus 886.\n\u2014\tplatensis 887.\nStpurmeule 621.\nStburmfalt 425.\nStputnifrape 359.\nStpurmfcpftalbe 655. Stpurmfegler 655. Stburmmiebebopf 334. Tichodroma muraria IV, 44. Stif\u00e9 194.\nStile 748.\nTimaliae 811 f. 814.\n\u2014\tpileata 814.\nTinnunculus alaudarius 425.\n\u2014\tcenchris 425.\nStiriba 62.\nStiteritcpen 861.\nStocoloro IV, 187.\nStobt IV, 157.\nTodirhamphus cblorocepbalus\nIV, 171.\nStobteneufe' 598.\nStobtenf\u00f6pfdjen 734.\nStobtenoogel 598.\nTodus viridis IV, 157.\nSt\u00f6tpel IV, 911.\nSt\u00f6pferoogcl IV, 30 f. tof IV, 240.\nStofo IV, 233. gopag IV, 103.\nTopaz a pella .IV, 103. Storopi\u00ea^u 753.\nStorbalf IV, 661.\nStorotoro IV, 177.\nTotani IV, 634 f.\nStottler IV, 37.\nTracheliae IV, 577 f. Trachypelmus brasiliensis IV, 519.\nTrachypbonus margaritatus IV,\n225.\nStr\u00e4umer IV, 181.\nStrapped IV, 557 f. trappentoachtel IV, 433. Strappgang IV, 560.\nStrappiji IV, 180.\nStrato 525.\nI Strcmerb\u00efumenfauger IV, 10.6.","page":1017},{"file":"p1018.txt","language":"de","ocr_de":"1018\n\u00ff\u00ee\u00fbmeinm-jeicfynif?.\nTrauerenten IV, 840 f. Trauerfltegenf\u00e4nger 734. Trauerfietnfdjm\u00e4ker 786. Trauerbogel 734. Trauertoitttoe, gelbfd^ultertge, 235.\nTraumpogel IV, 181.\nTrerones IV, 259.\nTriel IV, 581.\nTriftfiel^e 905.\nTringae IV, 618. \u00efrochilus colubris IV. 106. Troglodytae 881 f. Troglodytes borealis 882.\n\u2014\tNaumanni 882.\n\u2014\tparvulus 882.\nTrogon Surucua IV, 185.\n\u2014\tviridis IV, 185.\nTrogones IV, 182 f.\nTroils Summe iv, 950. Trompetervogel IV, 735. Tropidorbynchus corniculatus\nIV, 21.\nTroptfoogel, rotljfdjtoanjiger, IV, 909.\n\u2014\tit>etfifd)to\u00e4n;$tger, IV, 909. Trun 151.\nTrutfyatmbuffarb 581. Trutpupn IV, 484.\nTfcpagra 707.\nTfd?aja IV. 740.\nTfcpafuru IV, 179.\nTfdjoferle 359.\nTftanfar 323.\nTut IV, 19.\nTufana IV, 230. 234. Tufanfcartoogel IV, 228. Turafo 393.\nTurdi 795.\nTurdidae 756 f.\nTurdus atrogularis 800.\n\u2014\tfuscatus 800.\n\u2014\t41iacus 798.\n\u2014\tmigratorius 800.\n\u2014\tminor 800.\n\u2014\tmollissimus 800.\n\u2014\tmusicus 796.\n\u2014\tNaumanni 80t).\n\u2014\tpallens 800.\n\u2014\tpilaris 797.\n\u2014\truficollis 800.\n\u2014\tsibiricus 800.\n\u2014- solitarius 800.\n\u2014\tS wains oni 800.\n\u2014\ttorquatus 798.\n\u2014\tvarius 800.\n\u2014\tviscivorus 796.\n\u2014\tWilsoni 800.\n| Turnices IV, 429.\nTurnix africanus IV, 432.\n\u2014\tgibraltariensis IV, 432.\n\u2014\tpugnax IV,. 430. Turpane IV, 841.\nTurtel I\\', 279. Turteltauben IV, 278. 279. Turtur auritus IV, 279. Turtures IV, 278.\nTurumbt 420.\nTutter 170.\nTprantt 719.\nTyrannus intrepidus 719. Tpverl 492.\nit.\nUferftnfen 241 f.\nUferpfeifer IV, 591 f. Ufevfdjilff\u00e4nger 870. Uferfdmepfen IV, 639 f. Uferfcbtealbe 639.\nUferfped)t IV, 161.\n! Ufertaube IV, 268. itpreule 612.\nU\u00c7u 606.\n\u2014\tfur^\u00f6tniger, 606.\n\u2014\tbtrginifdjer, 606. Ungl\u00fcdf\u00eal^er 382. Unfenfreffer 512.\nUpupa Epops IV, 22. Uragus sibiricus 105.\nUrax Pauxi IV, 502.\n\u2014\ttomentosa IV, 503.\n! Ur\u00c7u\u00c7n IV, 335.\nI Uriae IV, 948.\nUria Bruennicbii IV, 951.\nI \u2014 ringvia IV, 950.\n\u2014\ttroile IV, 950.\nUrtgurap 573.\nUrinatores IV, 933 f. Uroa\u00ebtus audax 459. Urocissa sinensis 386. Uromitus filiferus 634. Urubitinga 520.\nUrubu 581.\nUrutaurana 466.\nUtum 611.\nVanelli IV, 592 f.\nVanellus cristatus IV, 593. \u00e6erfe\u00c7rtf\u00f4nabel IV, 645. Viduae 234.\nVidua paradisea 236.\nI Vidua serena 237.\nI $tel?toeber 231.\nI '-\u00f6terfK\u00fcgel 667 f.\n'Togetft\u00f6\u00a7cr 434.\nVulpanser tadorna IV, 815. Vultur cinereus 567.\n\u2014 occipitalis 570.\nVultures 555 f.\nVulturidae 534 f.\nS,\n2Bad$oIberbro[fel 797.\n2\u00d6od)teI, caltfornt[d)e, IV, 413.\n\u2014\tgemeine, IV, 423.\n\u2014\tuirgtnifcpe, IV, 409. SBacptelf\u00f6nig IV. 748. \u00fc\u00dfacpteln IV, 422 f. T\u00dfadjteltauben IV, 295 f. TBacptlerc\u00c7e 274.\n\u00a9acpter 693.\nTBacfert 136.\n\u00dcBa^rbogel 693. ff\u00eealbente IV, 825.\n\u00ceBalbeufet 615.\nT\u00dfatbeule 612.\n\u00a9albfalf 416.\nSBalbftnf 131. 136. \u00eftklbf\u00ef\u00fcebogel 912.\nSSalbgeter 512.\n2SaIbpeper 378.\nT\u00f4atbperr 693.\nT\u00dfalbpiUjner IV, 333. S\u00dfalbpubn IV, 335.\nTSalbtafse 701.\n\u00a9a\u00efblauj 616.\nTBalblerd^e 269.\n\u00dcBalblieft IV, 170.\nSSalbmetfen 931. ffia\u00efbnadjtiga\u00ef\u00ef 269. SBalbnpmppen IV, 104. 2Ba\u00efbpteper 891.\nSBalbr\u00f4tpdjen 770. 2Balbrot\u00a7fd)ttan$ 778. T\u00dfalbf\u00e4nger 846.\nSMbfdptepfe IV, 608. 2BaIbfd)tt)a\u00efben 642. TBalbfperltng 165.\n\u00a9albftel^en 902. 909. T\u00dfalbtaube IV, 262.\n2Sadntfter IV, 489 f. SBanberbroffel 800.\nT\u00dfanberfalf 416.\nS\u00dfanbertaube IV, 273. SBafferamfel 817.\nTBafferbroffel 817.\n2Baffere\u00effier IV, 602.","page":1018},{"file":"p1019.txt","language":"de","ocr_de":"9\u00efamem>er$etdjni&.\n1019\n\u00a9afferfafan IV, 754. \u00a9afferij\u00fc\u00c7ner IV, 754. \u00a9afferm\u00eet IV, 762. \u00a9afferl\u00e4ufer IV, 634 f. \u00a9afferterdje 889. 892. \u00a9affernac()ttgatl 867. \u00a9ajferod)fe IV, 714. \u00a9afferpieper 892.\n\u00a9afferrabe ((Scharbe) IV. 923. SBafferraUe IV, 744. 9Bafferfct>erer IV, 904. \u00a9afferfdjerfdjnabel IV, 957. SBafferfc^nabcI IV, 645. \u00a9afferfdjtr\u00e4ger 817. 2Bafferfd>tt>aIbc 639.\n\u2014\tfdjtoatje, IV, 861.\n\u2014\troeij\u00e4b\u00e4rtige, IV, 862.\n\u2014\ttt>ei\u00a3fl\u00fcgeltge, IV, 862. 2\u00f6afferf^ec\u00a3>t IV, 161.\n3Bafferftaar 817.\n\u00a9afferfietae 899. 902.\n\u00a9aff er ft erg 899.\n\u00a9affertreter IV, 629 f. 631. \u00a9afjerboget 512.\n2Baffcrn>ci^ 500.\n\u00a9eber\u00fc\u00f6gel 218 f.\n\u00a9eberboget, golbftirttiger, 219. r\u2014 fdjtoarjer, 232. \u00a9ebelf\u00e0ttana 899.\n\u00a9egeftera 899.\n\u00a9egterdje 267.\n\u00a9e^ftage 598.\n\u00a9el^rto\u00f6gel IV, 737 f.\nSOBeid^fd^tuangfpcd^tc IV, 88 f. \u00a9cibenbt\u00e4ttcfyen 858. \u00a9eibenbroffet 867.\n\u00a9eibentjuljn IV, 369. \u00a9etbettlaubf\u00e4nger 858. \u00a9eibenm\u00fcde 858.\n\u00a9eibenpieper 891. \u00a9eibenfperling 165. \u00a9eibenaeijtg 858.\n2\u00f6ei^, toeifjer, 984.\n\u00a9eiljen 482 f.\n\u00a9eitjraud) 317.\n\u00a9einbroffet 798.\n\u00a9einaapfer 927.\n\u00a9eifjb\u00e4ddjen 421.\n\u00a9ei\u00a7b\u00e4rtd)en 850. \u00a9ei&baud;abler 481. \u00a9ei&b\u00fcraet 783.\n\u00a9eifjbroffet 796. \u00a9eifjfteifdjtauben IV, 296 f. \u00a9eijgfufcabter 481.\n\u00a9eif$ul)n IV, 369. \u00a9eipe\u00c7tdjen 846.\n\u00a9eifjfopf (^Bartgeier) 544. \u00a9eijgfopf (9\u00eeot)rtt>ei\u00a7) 500.\n9Sei\u00a7Ier 892.\n\u00a9ei\u00a7tid) 798.\n\u00a9eifjfdjtoana 783.\n\u00a9ettenftttid) 74. \u00a9ettmeerm\u00f6ttefjen IV, 901. \u00a9enbetjat\u00ea IV, 89. \u00a9efpenbuffarb 508. \u00a9efpenfal! 508.\n\u00a9ettertooget IV, 649.\n= pooir5 3BiCC 666.\n\u00a9ibben 144.\n\u00a9iebe\u00c7opf IV, 22.\n\u00a9iebetoat\u00ef 317.\n\u00a9iegtoe\u00f6e 425.\n\u00a9iefetentdjen IV, 846. \u00a9iefenammer 244.\n\u00a9iefeneute 613.\n\u00a9iefen\u00efnarer IV, 748. \u00a9iefenterebe 889.\n3Biefeu^te^\u00bber 889. \u00a9iefenfdjmafjer 779. \u00a9iefenfcbnarcfjer 15'. 748. \u00a9iefenfdjn\u00e4rper IV. 748. \u00a9iefenftetae 905.\n\u00a9teferttoeil) 498.\n\u00a9itbftfter 693.\n\u00a9itbente IV, 821.\n\u00a9itbgan\u00eb IV. 794. \u00a9tlb|\u00fc^ner IV, 442 f. \u00a9itbtaube IV, 262.\n\u00a9ilbma\u00efb 693.\n\u00a9ilfon\u00eabroffel 800. \u00a9itnmerm\u00f6oe IV, 856. \u00a9inbe\u00c7af\u00ea IV, 89. j\u00a9inbtiogeI 15', 649. \u00a9inb\u00efuetje 425. ff\u00eetnefel 798.\n\u00a9interammer 244. \u00a9interbroffe\u00ef 739. 798. \u00a9interfmt OXtmmerfin!) 139. \u2014 (Sergfmf) 136. \u00a9iuter\u00ee\u00f4nig 882.\n\u00a9interr\u00f4ti) djen 770. \u00a9interfperting 254. \u00a9interftetae 902. \u00a9intertaudjer 15'. 944. \u00a9internogel 254.\n\u00a9ipper 782.\n\u00a9ippfdjbxma 899. \u2022\n\u00a9ippftera 899.\n\u00a9iritoa 396.\n\u00a9i\u00ebperlein 858.\n\u00a9iftting 775.\n\u00a9itttoen 234 f.\n\u00a9itttoenente 15', 819. \u00a9onga;\u00a9onga I5r, 296. \u00a9or! IV, 939.\n\u00a9ottitooftt 329.\n\u00a9d\u00e9tente IV, 815.\n\u00a9\u00fcrgabter 466 f.\n\u00a9\u00fcrga^et 709.\n\u00a9\u00fcrgenget 693.\n\u00a9\u00fcrger 692 f.\n\u2014\tgrauer, 693.\n\u2014\tpommerfd&er, 701.\n\u2014\tfdjtoaraftirniger, 697.\n\u2014\tf\u00fcbl\u00e2nbifdjer, 696. \u00a9urgerfdjn\u00e4pper 711. \u00a9\u00fcrgtangara, fdjtoaraf\u00f6pfige,\n195\n\u00a9\u00fcrgbogel 693.\n\u00a9\u00fcftengimpet 106. \u00a9\u00fcftenp\u00c7ner IV, 310 f. \u00a9\u00fcftent\u00e4ufer 15', 572. \u00a9\u00fcftenl\u00e4uferlerne 276. \u00a9\u00fcftenterdje 262. \u00a9\u00fcftenrennfcogel 15', 572. \u00a9ufientrompeter 106.\n\u00a9umbi 323.\nX.\nXantholaema indica 15', 227. Xenops genibarbis 15', 35. Xiphorhynchus trocbilirostris\nIV, 55.\n9.\nDtperu 725.\n3.\nSagetmeije 927.\nSaljlmeife 927. \u00e2a\u00c7nf\u00e2ger IV, 848. Safynfdjn\u00e2bler 692 f. 15', 767 f. Safyntaube H7', 301. Zanclostomus tristis 15', 210. Barder 796.\nSaunammer 246. Saungra\u00eam\u00fcde 843.\nSaun\u00ef\u00f4nig 882.\nSaunf\u00e4nger 882.\n3aunfd)l\u00fcpfer 882.\nSaunfdjnera 882.\n3e^rer 796.\nSeifige 144. 147 f. Seifigpapagei 34.\nSeiftng 147.\nZenaidae 15', 285.\nSerting 136.","page":1019},{"file":"p1020.txt","language":"de","ocr_de":"1020\nS\u00eecmtenbergeidjnifc.\n3etfd\u00c9)cr 136.\nBiegenmel\u00efer 665.\n\u2014 rottyfjalf\u00efger, 666. Btegeitfauger 665.\nBtcmer 797. 798. Btcrbroffel 796.\nBierling 7.96.\nBterto\u00f4ge\u00ef 747.\nBimmttjoffo IV, 502.\nBinit 116.\nBtypammer 248.\nStype 796. 798.\nMm 147.\nBi\u00ealetn 147.\n3obellerd)e 267.\nZonotrichia albicollis 238.\nSemer\u00efung! 2>ie nic\u00efjt mit\nZonotricha matutina 239. Bopfelfen IV, 108. Bopfyapagei 31.\nBo^p IV, 762.\nBucfer\u00fcoge\u00ef 176. Btoevgabler 456.\n13toergfcrac[)fcogel IV, 622.\nI Broergbvoffel 800.\n: Bil?er\u00f4ebelfa\u00ef\u00ef 431.\n! Bargelde 603. Bfoergfltegenfcmger 737.\nJ Btoergg\u00e4nfe IV, 807 f.\nI Btoergm\u00f6be IV, 876.\nI B^ergnanbu IV, 535.\n! 3\u00fc>ergo\u00ef)reide 615.\nI Btoergpapageien 33 f.\nBtoergteifyer IV, 711. Broergroljvbommel IV, 711. Btoergf\u00e4ger IV, 746. Btoergfdfjtoalbentoeil) 497. Btoergfcfytoalm 683. Btoergjcfytoan IV, 780. 3toergfee[d)h>a\u00ef6e IV, 860. Btoergfegfer 654. Bmergfped)t IV, 88. 3ttergflei\u00a7fu\u00a7 IV, 942. 3toergfiet\u00a7l)\u00fcljner IV, 519. Btoergftrcmb\u00ef\u00e2ufet IV, 624. Btoergtaufce IV, 283. Btoergtaudjer IV, 942. Blrtergtra^e IV, 565. Btoergtoadjtel, IV, 428.\nbejeictyneten \u00a9eitenjaljlen in obigem 3rt\u00fbmen\u00eaber\u00e2eic\u00ef)ni\u00a7 oermeifen auf ben 3. 33an\u00ef>.","page":1020},{"file":"p1021content.txt","language":"de","ocr_de":"Ketirrfidjt \u00eei e \u00f6 $ n I) a 110.\nSStettec S3<titb.\n\u00a9ritte 91 e t \\y e.\n3 p \u00e4 1) c r (Investigatores).\n\u00a9iebente Drbnuttg.\n$ie klettern\u00f6get (Scansores).\n(\u00a3rfte Familie: Slumcn\u00f6\u00f6gel (Certhiolae).\n1.\t\u00a9type: 231aub\u00f6gel (Caereba): \u00a9at (C. cyanea) \u00a9. 7.\n2.\t\u00a9type: $itpit\u00a7 (Certhiola): ptpit (C. flaveola) \u00a9. 8.\nBtocitc Familie: \u00a7onigf auger (Nectariniae).\n1.\t\u00a9type: .Ipoitigf auger (Hedydipna):\t(H. metallica) \u00a9. 10.\n2.\t\u00a9type: ^euerpontgfauger (Aethopyga): $abet (A. miles) \u00a9. 12.\n3.\t\u00a9type: S3l\u00fct^ettlefer (Cyrtostomus): Sluliraltfcper 23l\u00fctyenlefer (C. australis) \u00a9. 13.\ndritte gami\u00fce: pfaitgl\u00e4ufer (Arachnotherae).\n1.\t\u00a9type: ^palbftyn\u00e4bel (Hemignathus): \u00a9l\u00e4ngenber ^a\u00efBfd^nabel (H. lucidus) \u00a9. 14.\n2.\t\u00a9type: ^j\u00e4ttgeb\u00f6gel (Arachnocestra): ^\u00e4ttgebcgel (A. longirostris) \u00a9. 15.\nVierte gam\u00fcie: ^infelpuglcr (Meliphagae).\n1.\t\u00a9type: ^orttgfreffer (Myzomela): 33\u00efutbogeI (M. erythrocephala) \u00a9. 17.\n2.\t\u00a9type: Dprb\u00fcfcpler (Ptilotis): \u00a9elbfepltger Dprbitftyler (P. flavigula) \u00a9. 18.\n3.\t\u00a9type: S3lunten\u00a7\u00fcttgler (Melicbaera): SSIumenj\u00fcng\u00efer (M. mellivora) \u00a9. 18. \u2014 $o\u00eb\n(Prosthemadera circinata) \u00a9. 19.\n4.\t\u00a9type: Sft\u00f6ncp\u00eab\u00f4ge\u00ef (Tropidorhynchus): Seberpaupt (T. corniculatus) \u00a9. 21.\nf\u00fcnfte gamtlie: \u00a7opfe (Upupae).\n1.\t\u00a9type: SBtebepopf (Upupa): \u00e4\u00dftebeltypf (U. epops) \u00a9. 22.\n2.\t\u00a9type: 23aumI)opfe (Irr is or): SBaumftiebeltypf (I. erythrorhynchus) \u00a9. 27.","page":0},{"file":"p1022.txt","language":"de","ocr_de":"1022\nUeberfidEjt be\u00a7 Sbfjalt\u00eb.\nSeifte gamilie: Saumfteiger (Anabatae).\nS\u00fcubeluifHer (Phacellodomus): $letterbroffeI (Ph. rufifrons) \u00a9. 29.\nSiebente gamtlie: \u00a3\u00f6pferbiigel (Furnarii).\n1.\tSippe: Dfeub\u00f6gel (Furnarius): \u2019 \u00a3ebmbau\u00ea (F. rufus) \u00a9. 31.\n2.\t\u00a9ippe: (Srbfleiber (Geositta): .Jp\u00f6blenfleiber (G. cunicularia) \u00a9. 33.\n3.\t\u00a9ippe: \u00a9teicjfd)n\u00e4bel (Xenops): \u00a9teigfd;nabel (X. genibarbis) \u00a9. 35.\nfdjte Familie: Spechtmeifen (Sittae).\n1.\t\u00a9ippe: Slaufpecpte (Sitta): Kleiber (S. caesia) \u00a9. 37. \u2014 $elfenfleiber (S. syriaca) \u00a9. 42.\n2.\t\u00a9ippe: Saumfieber (Sitella): ^appeubaumfleber (S. pileata) 43.\nNeunte gamilie: flauerfletten (Ticbodromae).\n2Ilpenm au erlauf er (Tichodroma): 2Ilpeumauerl\u00e4ufer (T. muraria) \u00a9. 44.\ngebnte $antilie: Sanmlletterer (Scandentes).\n1.\t\u00a9ippe: Sauml\u00e4ufer (Certhia): Sauml\u00e4ufer (C. familiaris) \u00a9. 53.\n2.\t\u00a9ippe: Saumbacfer (Xiphorhynchus): \u00a9\u00e4belfped)t (X. trochilirostris) \u00a9. 55.\n3.\t\u00a9ippe: \u00a9pedjtbaumbacf er (Dendroplex): \u00a9pedjtbaumbatfer (D. Picus) \u00a9. 55.\n(gifte Familie: Specfjtb\u00f6gel (Picidae).\n1.\t\u00a9ippe: \u00a9djirarjfpedbte (Dryocopus): \u00a9d;marjfpec^t (D. Martius) \u00a9. 60.\n2.\t\u00a9ippe: 9iiefenfped)te (Campephilus): $aiferfped)t (C. imperialis) \u00a9. 64. \u2014 (\u00e4lfenbeim\nfd)uabel (C. principalis) \u00a9. 64.\n3to\u00fclfte Familie: \u00a7eherfperf)te (Melanerpes).\nJpebetfpedjte (Melanerpes): ERotl^fopf (M. erythrocephalus) \u00a9. 68. \u2014 \u00a9ammelfped^t (M. formicivorus) \u00a9. 70.\ndreizehnte gamilie: Snntfpedjte (Pici).\n1.\t\u00a9ippe: Suutfped)te (Picus): Suntfpec^t (P. major) \u00a9. 72.\n2.\t\u00a9ippe: \u00dcDlittelfped)te: 9JUtteIfped;t (P. m\u00e9dius) \u00a9. 74.\n3.\t\u00a9ippe: \u00aeleiufpedjte: $leinfpecf)t (P. minor) \u00a9. 74.\n4.\t\u00a9ippe: SDreije^enfped^te (Apternus): \u00dbDreige^enfped;t (A. tridactylus) \u00a9. 76.\nSierzepnte Familie: Giriinfp echte (Gecini).\n(Sr\u00fcnfped^t (Gecinus viridis) \u00a9. 77.\n$nnf$el)ntc Familie: tnfuf^fpeebte (Colapti).\n1.\t\u00a9ippe: \u00a9olbfped;te (Colaptes): Oolbfpedjt (C. auratus) \u00a9. 80. \u2014 $upferfped)t (C. mexi-\ncanus) \u00a9. 83.\n2.\t\u00a9ippe: ^elbfpecbte (Geocolaptes): ^elbfpedjt (G. campestris) \u00a9. 87.\nSechzehnte gamilie: SSeitfjfrfjnmnzfpechte (Picumni).\n3 toergfped)te (Picumnus):\tP. minutus) \u00a9. 88.\nSiebzehnte gamilie: Seitbeh\u00e4lfe (Jynges).\n2Bertbe^\u00e4lfe (Jynx): 2\u00dfenbel)aI0 (J. torquilla) \u00a9. 89.","page":1022},{"file":"p1023.txt","language":"de","ocr_de":"Ueberftc\u00efjt bel Sn^altl.\n1023\nSterte Otbnung.\n$te 8tf)\u00fcnrrb\u00f4ge\u00ee, foltbri\u00e9 (Stridores).\n(Srfte Familie : f\u00f4iefengnomen (Eustephani).\n1.\tSippe: Otief enfolibri\u00ea (Patagona): Sftiefenfolibri (P. gigas) S. 97.\n2.\t(Sippe: Sd)ft>ertfdf)n&Bet (Docimastes): Sd)toertfd)nabel (D. ensifer) S. 98.\ngtteite Familie: (Gnomen (Polytmi).\n1.\tSippe: ^abic^tlnafen (Gr y pus): jpabicfytlnafe (G. naevius) S. 99.\n2.\t(Sippe: Stblerfdjn\u00e4bel (Eutoxeres): 21bletfdj)na6el (E. Aquila) S. 99.\ndritte gantilie: Stmnenb\u00f6gel (Pha\u00ebtbornites).\n(Stnfieb\u00efev (Pha\u00ebthornis): (Sinfieble^ (Ph. superciliosus) S. 100.\nVierte gam\u00fcte: Sergmjmbben (OreotrocMli).\n1.\tSippe: GHjimboragoPogel (Oreotrochilus): \u00a9^imborago\u00fcogel (0. Chimborazo) S. 101.\n2.\tSippe: S\u00e4belfl\u00fcgler (\u00c7ampylopterus): Sic^elft\u00fcgTer (C. hemileucurus ober C. Delat-\ntre!) S. 102.\n3.\tSippe: $rummf\u00efxige\u00ef (Platystylopterus): $rununf(\u00fcgel (P. rufus) S. 102.\nf\u00fcnfte gamilie: \u00a9betfteinb\u00f6gel (Hypophaniae).\n1.\tSippe: \u00a3opa\u00ea (Topaza): \u00eeopa\u00ea (T. pella) @. 103.\n2.\tSippe: $appenfo!ibri\u00ea (Aithurus): ^appenfolibri (A. polyt mus) (S. 103.\nSeifte gomilic: ^Balbntjntp^cn (Lampornithes).\n1.\tSippe: SOI an go (Lamp omis): 9J?ango (L. Mango) S. 104.\n2.\tSippe: 28albnpmpl)en (Chrysolampis): \u00e4\u00f6albnpmp^e (C. moschita) <S. 104.\nSiebente gant\u00fcie: SInmennbmpbrn (Florisugi).\n1.\tSippe: SBlumen\u00ef\u00fcffer (Heliothrix): \u00cfHuntenf\u00fcffer (H. auriculata) S. 105.\n2.\tSippe: 23\u00efumenfauger (Florisuga): Xrauerblunten(auger (F. atra) S. 106.\n3Jcfjte gamitie: $een (TrocMli).\n1.\tSippe: \u00c6olibri\u00ea (Troehilus): Sf\u00eforbamerifanifdjer Kolibri (T. colubris) S. 106.\n2.\tSippe: 2lmet^iftt>\u00f6gel (Calliphlox): $nietf)ifi\u00efoIibri (C. amethystina) S. 106.\n3.\tSippe: Spibenfd)toan\u00a7e (Calothorax): Spibenfcfjtoana (c. Mulsanti) S. 108.\nNeunte gontilie: (Hfen (Lophornitlies).\n1.\tSippe: 3opfeifert (Cephalolepis): 3op>fe\u00effe (C. Delalandii) (S. 108.\n2.\tSippe: $rad)telfen (Lophornis): ^\u00dfradjtelfe (L. ornata) (S. 108.\n3.\tSippe: \u00df\u00f6niglelfen (Bellatrix): \u00c6\u00f4nig\u00ebelfe (B. reginae) S. 109.\n4.\tSippe: Sdjtoeifelfen (Heliactinus): \u00a9errate Sdjtoeifelfe (H. comutus) S. 110.\nBernte gnmtlie: Sieben (Lesbiae).\n1.\tSippe: glaggenfptpljen (Steganurus): fttaggenfplplje (St. Underwoodi) S. 111.\n2.\tSippe: Sd)leppen[plp\u00ef)en (Sparganura): Sap\u00c7o (S. Sapho) S. 112.","page":1023},{"file":"p1024.txt","language":"de","ocr_de":"C i CO\n1024\nUeberfidjt bel ^npa\u00eftl-.\nGifte gatntlie: 9fta\u00eafenfol\u00fcm3 (MicrorampM).\n1.\t\u00a9ippe: SDontfd\u00c9)\u00eet\u00e2beI (Raraphomicorn): SDorttfd^ttaSe\u00ef (R. heteropogon) \u00a9. 113.\n2.\t\u00a9type: ^e\u00efmfoUbrt\u00e2 (Oxypogon): \u00c7elmfoltbn (0. Lindeni) \u00a9. 113.\nNeunte Drbnung.\nSeidjtfdjna&Ier (L e v i r o s t r e s).\nGrfte gamtlie: 23ienenfreffer (Meropes).\n1. \u00a9ippe: 33iettenfre[[er (Merops): i\u00f6ienenfreffer (M. apiaster) \u00a9. 138. $\u00dferftf$er 33. (M. persicus) \u00a9. 139.\n. \u00a9ippe: Siencnto\u00f4lfe (Melittotheres): \u00a9djarIac\u00c7[putt (M. nubicus) \u00a9. 141.\n. \u00a9ippe: 23urttfpinte (Coccolarynx): $\u00dfradjtfpint (C. frenatus) \u00a9. 143.\n4.\t\u00a9ippe: \u00a9abelfpinte (Melittophagus): \u00a9d)ioaf6enfpint (M. hirundinaceus) \u00a9. 144.\n5.\t(Sippe: \u00a9cfymucf [pinte (CQsma\u00ebrops): \u00a9djmucffpint (C. ornatus) \u00a9. 145.\n6.\t\u00a9ippe: 9Rad)t[pinte (Nyctiornis): \u00a9angrof (N. Athertonii) \u00a9. 146.\n3&>eite familier SRa\u00efett (Coracii).\n1.\t(Sippe: Slanrafen (Coracias): 231aurctfe (C. garrulus) \u00a9. 148.\n2.\t\u00a9ippe: \u00fctol\u00efen (Eurystoraus): SDo\u00ef\u00efarbogel (E. pacificus) \u00a9. 150.\nfritte gantilie: \u00a9\u00e4gcrafen (Prionites).\n\u00a9\u00e2gerafen (Prionites): SD\u00ceotmot (P. Mamota) \u00a9. 152.\nVierte gamilie: \u00fc\u00eeadjenbiiget (Eurylaimi).\n1.\t\u00a9ippe: $e\u00eflen[c\u00a7ncibe\u00ef (Corydon): $e\u00ef\u00efen[d}naM (C. sumatranus) \u00a9. 154.\n2.\t\u00a9tppe: .Jpornrctdjen (Eurylaimus): 2)Ctoani[c\u00a7er ^jontracfyen (E. javanicus) \u00a9. 155.\n3.\t\u00a9ippe: 9tapa\u00a7 (P sari so mus): Snbif^e Otapa (P. Dalhousiae) \u00a9. 156.\nf\u00fcnfte Familie: ^lattfc^n\u00e4Her (Todi).\nS\u00dflattfdjnafcel (Todus): \u00a9rimer $\u00dflatt[djnabel (T. viridis) \u00a9. 157.\n\u00a9edjfte gantilic: Gi\u00f6b\u00f6gel (Alcedines).\n1.\t\u00a9ippe: \u00a9i\u00eao\u00f4gel (Alcedo): \u00a9il\u00f6ogel (A. ispida) \u00a9. 161.\n2.\t\u00a9ippe: \u00a9tummeleilb\u00f6gel (Ceyx): $nrpnrfi[cper (C. tridactyla) \u00a9. 166.\n3.\t\u00a9ippe: \u00a9toftfifdjer (Ceryle): \u00a9rauftfdper (C. rudis) \u00a9. 166.\n\u00a9ieknte gamilie: Siefte (Halcyones).\n1.\t\u00a9ippe: 33aumliefte (Halcyon): SBaumliejl (H. rufiventris) \u00a9. 170.\n2.\t\u00a9ippe: SBalbliefle (Todirhamphus): S\u00dfalblieft (T. chlorocephalus) \u00a9. 171.\n3.\t\u00a9ippe: SBIauliefle (Cyanalcyon): 33laulieft (C. Macleayi) \u00a9. 172.\n4.\t\u00a9ippe: 9tie[enliefte (Paralcyon ober Dacelo): ^Sgerlieft (P. gigas) \u00a9. 172.\n5.\t\u00a9ippe: Farabie\u00ealiefte (Tanysiptera): ^arabiellieft (T. Sylvia, dea unb Nympha) \u00a9. 176.\n6.\t\u00a9ippe: \u00a9Sgerliefte (Syma): S\u00dfobitti (S. flavirostris) \u00a9.176. \u2014 \u00eeorotoro (S. Torotoro)\n\u00a9. 177.\nStrfjte gctmilie: gaulb\u00f6gel (Agornithes).\nSacamar\u00ea (G-albula): ^acamar (G. viridis) \u00a9. 178.","page":1024},{"file":"p1025.txt","language":"de","ocr_de":"Uebeift\u00f6fjt be\u00a7 Sn\u00c7a\u00eft\u00e9.\n1025\nkennte gantilie: $artfufufe (Buccones).\n1* \u00a9type: \u00a9tylafb\u00f6gel (Nystalus): XfdjdfUTU (N. Chacuru) \u00a9. 179.\n2.\t\u00a9type: \u00a3rapgiften (Monasta): \u00a3r\u00fbpptf\u00ee (M. fusca) \u00a9. 180.\n3.\t\u00a9type: \u00dctr\u00e4umer (Chelidoptera): \u00efrautntooge\u00ef (Ch. tenebrosa) \u00a9. 181.\n3d)ttte Familie: Sftagejdjnakl (Trogones).\n1.\t\u00a9type: $euerfurufu3 (Harpactes): $atna (H. fasciatus) \u00a9. 183.\n2.\t\u00a9type: SIumeitfurufu\u00ea' (Hapaloderma): 37artnci (H. Narina) \u00a9. 184.\n3.\t\u00a9type: \u00a9uvu\u00efu\u00ea (Trogon): \u00a9utu\u00efua (T. Surucua) \u00a9. 185. \u2014 S\u00dfompeo (T. viridis) \u00a9, 185.\n4.\t\u00a9type: \u00efocoloro\u00ea (Prionotelus): Stocoloro (P. temnurus) \u00a9. 187.\n5.\t\u00a9type: ^vatytfuru\u00efu\u00ea (Calurus): S\u00dff\u00e4uenfurufu (C. pavoninus) \u00a9. 187. \u2014 \u00a9dtytud;\nfuru\u00efu (C. antisianus) \u00a9. 188. \u2014 Oltefct\u00ef (C. resplendens) \u00a9. 188.\n(gifte gaittiltc: Stuf ufSbii gel (Cucnlidae).\n$ontg\u00efu\u00efu\u00efe (Indicator): \u00a3ontgan$etger (I. albirostris) \u00a9. 190.\n3tui51ftc gantilte: Stufufe (Cuculi).\n1.\t\u00a9type: Eigentliche hulule (Cuculus): \u00c4uM (C. canorus) \u00a9. 194.\n2.\t\u00a9type: \u00a3>ebet\u00efuf uf e (Coccystes): \u00a9traufjfu\u00efu\u00ef (C. glandarius) \u00a9. 200.\n3.\t\u00a9type: \u00a9Utfel (Eudynamys): $oe\u00ef (E. orientalis) \u00a9. 204.\n4.\t\u00a9type: \u00a9O\u00cfbfltflt\u00efe (Chrysococcyx): SDtbrtf (C. auratus) \u00a9. 206.\n5.\t\u00a9type: ^rct^enb\u00f6gel (Scythrops): 9tiefen\u00efufut (S. Novae-Hollandiae) \u00a9. 208.\nSreiseftyte gutuilie: 23ufc()fu\u00efufe (Phoenieophae\u00ef).\n\u00a9ityeltufute (Zanclostomus): $o!il (Z. tristis) \u00a9. 210.\n^ier^e^ntc gamilie: $erjenfufufe (Coccygi).\n1.\t\u00a9type: Siegett\u00efu\u00efufe (Coccygus): Otegen\u00efuM (C. amerieanus) \u00a9. 211.\n2.\t\u00a9type: (Stbedjfett\u00efufufe (Saurotbera): (Stbedjfettfufuf (S. vetula) \u00a9. 213.\n3.\t\u00a9type: \u00a9Cpldttffufuf e (Pyrrhococcyx): Sang\u00efdtyxmgfltM (P. cayanus) \u00a9. 214.\n$unf\u00e2d)ute gamilte: SJlabenfr effet (Crotophagae).\nSD\u00ceabenfreffer (Crotophaga): \u00dforcpct (C. major) \u00a9. 216. \u2014 3\u00efnt (C. Ani) \u00a9. 216. \u2014 9iun\u00a7e\u00efftynabel (C. rugirostris) \u00a9. 217.\n\u00a9edj^efjute gomtlte: \u00a9poreufufufe (Centropodes).\n1.\t\u00a9type: \u00a9porenf\u00fc^e (Centropus): \u00a9potenfuM (C. aegyptius) \u00a9. 221.\n2.\t\u00a9type: ftv\u00e4penfafane (Centrococcyx): \u00a7'edfen!ra\u00a7e (C. viridis) \u00a9. 222.\n3.\t\u00a9type: fjafftnenfporen\u00efttfufe (Polophilus): ^afanen\u00efuM (P. phasianus) \u00a9. 224.\n\u00a9ieb^nte gamtlie: 23art9\u00fcgcl (Capitones).\n1.\t\u00a9type: \u00a9cpmudibartb\u00f4ge\u00ef (Trachyphonus): ^erlboge\u00ef (T. margaritatus) \u00a9. 225.\n2.\t\u00a9type: \u00a9o\u00efbbartb\u00f4ge\u00ef (Xantholaema): \u00a9o\u00efbbartboge\u00ef (X. indica) \u00a9. 227.\n3.\t\u00a9ippe: \u00fc\u00a3ufanf>artbcge\u00ef (Tetragonops): itufcmbartbogel (T. ramphastinus) \u00a9. 228*\n2(rfjt3cf)ute gamtlic: ^pfefferfreffer (Ramphasti).\n1. \u00a9ippe: 2traffari\u00ea (Pteroglossus): ^Craffari (P. Aracari) \u00a9. 231.\nS9re\u00efjm, \u00a3fjiet\u00efet>en. IV.\n65","page":1025},{"file":"p1026.txt","language":"de","ocr_de":"1026\nUebevfidjt be\u00ea Sn^a\u00eft\u00ea.\n2.\t\u00a9type: ^Pfefferfrcffer (Ramphastus): Tofo (R. Toco) \u00a9. 233. \u2014 $irima (R. erythror-hynclius) \u00a9. 233. \u2014 Tufana (R. Temminckii) \u00a9. 234.\nRenitente gantilie: $ornbityeI (Bucerotes).\n1.\t\u00a9type: \u00a9lattljombcgel (Rhynchaceros): Tot (R. erythrorhynchus) \u00a9. 240.\n2.\t\u00a9type: T)opp elpornb\u00f6gel (Di ch oc er os): .\u00eepcmra\u00ef) (D. bicornis) \u00a9. 242.\n3.\t\u00a9type: ^alten\u00eftyrnb\u00f4gel (Rhyticeros): 3>ctyrboge\u00ef (R. plicatus) \u00a9. 245.\n4.\t\u00a9type: jpornraben (Bucorax): Slbbagamba (B. abyssinicus) \u00a9. 249.\nVierte 91 e i lie*\n? \u00e2 u f \u00ee r (C u r s o r e s).\n3e^nte Drbnung.\n\u00a9trrDijgel (Gyratores).\n(Srfte gamilie: gruc^ttaukn (Trerones).\n^\u00dfapageitauben (Phalacroteron): ^\u00dfapageitaube (P. abyssinica) \u00a9. 260.\nOmette gamtlie: tauben (Columbae).\n1.\t\u00a9ippe: Ringeltauben (Palumbus): Unfre Ringeltaube (P. torquatus) \u00a9. 262.\n2.\t\u00a9ippe: .\u00eepopltauben (Columba): ^opltaube (C. oenas) \u00a9. 267. \u2014 ^elfentaube (C. livia)\n\u00a9. 268.\nfritte gaut\u00fcie: fufnf\u00eatauben (Macropygiae).\n28 aube r taub en (Ectopistes): SBanbertaube (E. migratorius) \u00a9. 273.\nVierte Familie: Turteltauben (Turtures),\n1.\t\u00a9ippe: (Sigentlitye Turteltauben (Tortur): Turteltaube (T. auritus) \u00a9. 279.\n2.\t\u00a9ippe: Sacptauben (Streptopeleia): Satytaube (S. risoria) \u00a9. 282.\n3.\t\u00a9ippe: g\u00efoergtauben (Chalcopeleia): \u00dfteergtaube (C. afra) \u00a9. 283.\npnfte Familie: Rallentanben (Zenaidae).\n1.\t\u00a9type: \u00a9tylagtauben (Melopeleia): $it!u\u00efi (M. meloda) \u00a9. 286.\n2.\t\u00a9ippe: \u00a9perling\u00eatauben (Pyrgitoenas): \u00a9runbtaube (P. passerina) \u00a9. 287.\n3.\t\u00a9ippe: \u00a9perbertciubtyen (Geopeleia): \u00a9perbertaubcpen (G. striata) 289.\n4.\t\u00a9ippe: \u00c6eiljtytoangtauben (Stictopeleia): $eilfcpttangtaube (S. cuneata) \u00a9. 289.\n\u00a9etyfte gamilte: Sanftaitbcn (Geotrygones).\nReb bupntaubeu ( Starnoenas): Rebpu^ntaube (S. cyanocephala) \u00a9. 290.","page":1026},{"file":"p1027.txt","language":"de","ocr_de":"l\u00eeeBerfidjt be\u00a7 ^n^a\u00eftg.\n1027\nSiebente gant\u00fcic: 0piegeltauben (Pliapes).\n1.\t\u00a9type: \u00a9tyopftattBert (Ocyphaps): \u00a9tyopft\u00fbuBe (0. lophotes) \u00a9. 292.\n2.\t\u00a9type: \u00a9tyillertauBen (Phaps): SSvongefl\u00fcgeltauBe (Ph. chalcoptera) \u00a9. 293.\n3.\t\u00a9type: 2BatyteItauBen (Geo phaps): SButyftaBentauBe (G. scripta) \u00a9. 295.\n4.\t\u00a9type: SBeififleiftytauBen (Leucosarcia): \u00e4\u00dfong<t;2\u00f6onga (L. picata) \u00a9. 296.\n2ttytc g-antUic: TOIjnentaubett (Oalloenas).\nSJl\u00e4bnentrtuBen (Calloenas): StftctynentauBe (C. Nicobarica) \u00a9. 297.\nNeunte gamilie: tonentauben (Gonrae).\n^rottett; unb ^r\u00e2tyevtciuBe (Goura corouata unb G. Victoriae) \u00a9. 298.\ngeinte Familie: 3a\u00ef)ntaubcn (Didunculi).\n3\u00fb^ntauBett (Didunculus): 3aI)ntauBe (G. Strigirostris) \u00a9. 301.\n(gifte Orbnuitg.\n8 dj a x x b \u00f6 g c t (R a s o r e s),\n(grftc gantiltc: glugb\u00fcljner (Pteroclae).\n1.\t\u00a9ippe: \u00c7lug^\u00fcbtter (Pterocles): \u00a9anga (P. arenarius) \u00a9. 313. \u2014 $pata (P. Alchata)\n\u00a9. 313. \u2014 \u00a9anb\u00c7uljn (P. exustus) 314. \u2014 \u00a9treifenflugBupn (P. Lichtensteinii) \u00a9. 315.\n2.\t\u00a9ippe: \u00a9teppenb\u00fcfjnev (Syrrhaptes): \u00a9teppenttyk (S. paradoxus) @. 322.\n\u00e2tucite gamilte: f\u00f4audjfitP\u00fcfyner (Tetraones).\n1.\t\u00a9type: 2lueityut;ner (Tetrao): SIuer\u00eftyBrt (T. urogallus) \u00a9. 335.\n2.\t\u00a9ippe: \u00a9pielp\u00fcpner (Lyrurus): $8irtyul)n (L. tetrix) \u00a9. 347. \u2014 \u00ef\u00eftacletyityn (L. Tetrao\nm\u00e9dius) \u00a9. 354.\n3.\t\u00a9ippe: ^afelp\u00fcpner (Bonasia): ^afetyitytt (B. sylvestris) \u00a9. 356.\n4.\t\u00a9ippe: ^rairieB\u00fc^ner (Cupidonia): ^rairtepupn'(C. americana) \u00a9. 361.\n5.\t\u00a9ippe: \u00a9tyneep\u00fcpner (Lagopus): \u00dcIRocrftyneebubn (L. albus) \u00a9. 369. \u2014 \u00a9tyottifdje\u00ea\n\u00a9tyneepttyn (L. scoticus) \u00a9. 374. \u2014 2IIpenftyneebupn (L. alpinus) \u00a9. 376.\nfritte gamt\u00fcc: ^elbbityncr (Perdices).\n1.\t\u00a9ippe: \u00c7elfen^\u00fcpnet (Tetraogallus): \u00c6\u00f4nig\u00eateBIptyn (T. caspius) \u00a9. 384. \u2014\n\u00a9tyneefetfeut (T. himalayensis) \u00a9. 384.\n2.\t\u00a9type: 9\u00caotpI)iU)ner (Caccabis): \u00a9tcutyulty (C. saxatilis) \u00a9. 388. \u2014 Ofotltyityn\n(C. rubra) \u00a9.391. \u2014 $Iippettyltyn (C. petrosa) \u00a9. 395.\n3.\t\u00a9type: \u00c7elbb\u00fcbner (Perdix): SReBbupn (P. cinerea) \u00a9. 396.\n4.\t\u00a9ippe: ^ranfoline (Francolinus): ^rau\u00efolirt (F. vulgaris) \u00a9. 404.\n5.\t\u00a9type: SRadtbal\u00eab\u00fcbner (Pternistes): ^\u00fcftenpulpt (P. rubricollis) \u00a9. 405.\nVierte Familie: SBaumbityner (Odontophori).\n1.\t\u00a9ippe: 33auml)\u00fcl)ner (Odontopborus): (gapuera (0. dentatus) \u00a9. 408.\n2.\t\u00a9ippe: \u00dcSaumfaatyteln (Ortyx): 33irginifd)e SBatytel (0. virginianus) \u00a9. 409.\n3.\t\u00a9ippe: \u00a9tyopftoatyteln (Lopbortyx): \u00a9dtypf; unb \u00a7elmtt>ad)tel (L. californianus unb\nL. Gambelii) \u00a9. 413.\ngiinftc Familie: Satyteln (Coturnices),\n1. \u00a9ippe: SSatytdn (Coturnix): ^BacBtel (C. communis) \u00a9. 423.\n65*","page":1027},{"file":"p1028.txt","language":"de","ocr_de":"1028\nUeberftdjt beg Srtyalt\u00ea.\n2. \u00a9type: ,3toergft>ad)teln (Exealfactoria): Gpinefiftye \u00dfftevgftXttytel (E. chinensis)\n\u00a9. 428.\n^ecfifte gam\u00fcie: Saufp^ter (Turnices).\n1.\t\u00a9ippe: Sauffiifyne\u00ef (Turnix): \u00a9treitlautyupn (T. pugnax) \u00a9. 430. \u2014 gauftyityntyen\n(T. africanus) \u00a9. 432.\n2.\t\u00a9type: \u00a3vappeuttatyteltt (Pedionomus): \u00a3rappentoad)te\u00ef (P. torquatus) \u00a9. 433.\ngieBente gamilie: gafaueubityel (Phasianidae).\n1.\t\u00a9ippe: ^tacptp\u00fcpuet (Lophophori): \u00a9\u00efangfafart (L. resplendens) \u00a9. 435.\n2.\t\u00a9type: ipo\u00efnfafanen (Ceriornis): \u00a9atprpupn (C. Satyra) \u00a9. 439. \u2014 Sehxtr (C. mela-\nnocephala) \u00a9. 440.\n21 rfjte gamilie: tammB\u00fcBnet* (Galli).\n2SiIbB\u00fcpner (Gallus): SBcmfibctyttyn (G. Bankiva) \u00a9. 442. \u2014 \u00a9ftyungetyityn (G. Stanleyn) \u00a9. 442. \u2014 \u00a9ang\u00e9gar (G. furcatus) \u00a9. 443. \u2014 \u00a9onnerat\u00eapityit (G. Sonnerati) \u00a9. 443. \u2014 ^paulpitytt (G. domesticus) \u00a9. 446.\nNeunte gantilie: gafaneu (Phasiani).\n1.\t\u00a9type:\tCUteaB\u00fcBtte\u00ee- (Euplocamus): Pr\u00e4lat (E. Diardigallus praelatus) \u00a9. 450.\n\u2014 gaf\u00fbttenpttytt (E. melanotus) \u00a9. 451. \u2014 ^elitjcf) (E. albocristatus) \u00a9. 452.\n2.\t\u00a9type: \u00a9t\u00efbevfcifanert (Nycthemerus): \u00a9tlberfafatt (N. argentatus) \u00a9, 454.\n3.\t\u00a9type: (Sbelfctfanen (Pbasiani): (Sbelfafcm (Pb. colcbicus) \u00a9. 456. \u2014 9\u00eeingfafan\n(Ph. torquatus) \u00a9. 456. \u2014 Suntfafcm, \u00c6upferfafan, \u00ae\u00f4nig\u00eafcifcm (Ph. versicolor, Soemmerringii \u00eetnb Revesii) \u00a9. 457.\u2019\n4.\t\u00a9ippe: ^tctgettfcifcittert (Thaumalea): \u00a9olbfafau (Th. picta) \u00a9. 463. \u2014\u00a9cpntudfafau\n(Th. Amherstiae) \u00a9. 464.\n5.\t\u00a9type: Optfafatten (Crossoptilon): Dprfafan (C. auritum) \u00a9. 466.\n6.\t\u00a9type: SXrgugfafanett (Argus): 21rgu\u00eafafcm (A. giganteus) \u00a9. 469.\n7.\t\u00a9type: \u00a9piegelf afanen (Polyplectron): (\u00fctyinqui\u00ea (P. Chinquis) \u00a9. 470.\n3e\u00ee>ntc gamilie: Pfauen (Pavones).\nPfauen (Pavo): ^\u00dffau (P. cristatus xmb nigripennis): 9\u00efiefenpfau (P. muticus) \u00a9. 472.\n(gifte gamilie: ^erlplpter (Numidae).\n1.\t\u00a9type: ^\u00f4nig\u00eapev\u00efp\u00fcpner (Acryllium): \u00a9etevpevtyupu (A. vulturinum) \u00a9. 477.\n2.\t\u00a9ippe: \u00a9cpopfperlp\u00fcpner (Guttera): \u00a9tyopfpertyupn (G. Pucheranii) \u00a9. 477.\n3.\t\u00a9type: ^erlp\u00fcpner (Numida): \u00a9emetne\u00ea ^ettyupn (N. meleagris) \u00a9. 477. \u2014 \u00a3e\u00efnt;\npertyupn (N. mitrata) \u00a9. 478. \u2014 ^tnfelpevtyltyn (N. ptilorhyncha) \u00a9. 478.\ngm\u00f6lfte gamilie: Srutplj\u00eeter (Meleagrides).\n\u00a3vutp\u00fcpnev (Meleagris): \u00a3rutyltyn (M. Gallopavo). \u2014 ^fauentrutpltyu (M. ocellata) \u00a9.484.\n$rei$e\u00ef)itte garni lie: $ityner=2\u00f4a\u00eeluifter (Tallegalli).\n1.\t\u00a9type: \u00a9tdftynabe\u00efp\u00fcpner (Catheturus): SBufdtyupit (C. Lathami) \u00a9. 490.\n2.\t\u00a9ippe: S\u00fc\u00eea\u00efeo\u00ea (Megacephalon): -\u00fcRaleo (M. Maleo) \u00a9. 493.\n3.\t\u00a9ippe: ^aitbeniS\u00f6ctUuiftev (Leipoa): ^auben=2\u00f6adniftcv (L. ocellata) \u00a9. 495.","page":1028},{"file":"p1029.txt","language":"de","ocr_de":"\u00eftefceiftdjt beg ^n^attl.\n1029\nSBiergepntc $antUie: Gtyopfup\u00fcljuer (Megapodii).\n\u00a9ro\u00a7f\u00dc\u00a7e (Megapodius): \u00a9rofjfujj (M. tumulus) \u00a9. 498.\nSunfzepnte Familie: \u00a7offot)iigel (Cracidae).\n1.\t\u00a9type: jpoffol (Craces): jpoffo (Crax alector) \u00a9. 501. \u2014 SD\u00ceutuug (C. carunculata)\n\u00a9. 501. \u2014 Bimmtpoffo unb \u00a7eImf;o\u00effo (C. rubra unb C. Pauxi) \u00a9. 502.\n2.\t\u00a9type: SSetgpO\u00cffo\u00ea (Oreopbasis): 23etg\u00ef)offo (O. Derby anus) \u00a9. 509.\n\u00a9ecfty^eputc gant\u00fcie: \u00a9rfjafup\u00fcpuer (Penelopae).\n1.\t\u00a9ippe: \u00a9uanfy\u00fcpnet (Penelope): \u00a9tya\u00efupemba (P. superciliaris) \u00a9. 510. \u2014 \u00a9tyafu*\ntit\u00eega (Pipile leucolophos) \u00a9. 510. \u2014 2Ivacuang (Ortalida Aracuan) \u00a9. 511.\n2,\t\u00a9ippe: \u00a9tyopfp\u00fcpner (Opisthoeomus): \u00a9cpopfpulty (O. cristatus) \u00a9. 513.\n\u00a9iefijeljttte Familie: \u00a9tcipp\u00fcfjncr (Crypturidae).\nJ. \u00a9ippe*. OSuicitubu\u00ea (Crypturus): \u00dctataupa (C. Tataupa) \u00a9. 517.\n2.\t\u00a9ippe: \u00a9rofjfteif\u00eapiiljner (Rbynchotus): Styftinbu (R. rufescens) \u00a9. 517.\n3.\t\u00a9ippe: Broevgf\u00eeeifjp\u00fcpner (Nothura): ^\u00dffauenpityntyen (N. nana) \u00a9. 519.\n4.\t\u00a9ippe: SRacueci\u00ea (Trachypelmus): $0\u00eeacuca (T. brasiliensis) \u00a9. 519.\n3to\u00f4lfte Orbnuttg.\nKurzfl\u00fcgler (B r e v i p e n n e s).\n\u00a9rfte gamtlie; \u00a9traupc (Struthiones).\n1.\t\u00a9type: \u00a9tvaujje (Struthio): 2lfrifani[tyer \u00a9trau\u00a7 (8. camelus) \u00a9. 522.\n2.\t\u00a9ippe: 5Ranbu\u00a3 (R he a): D\u00eeanbu (Rh. americana) \u00a9. 535. \u2014 3h>evgnanbu unb Sang?\nftyn\u00e2be\u00efiget 2lanbU (Rh. Darwinii unb Rh. macrorhyncha) \u00a9, 535.\n3.\t\u00a9ippe: \u00a9mu3 (Dromaeus): \u00a9mu (D. Novae-Hollandiae) \u00a9. 542. \u2014 \u00a9ef\u00efecftet \u00a9mu\n(D. irroratus) \u00a9. 543.\n3toeite Familie: Kafuarc (Casuarii).\n^afltate (Casuarius): Jpelmfafu\u00e2t (C. galeatus) \u00a9. 547. \u2014 \u00dc\u00dc\u00ceOOtuf (C. Bennettii) \u00a9. 547.\n\u2014 \u00a9in \u00ef unb gWei\u00efappiger $afu\u00fbt (C. uniappendiculatus unb C. bicarunculatus) \u00a9. 547. \u2014 \u00aeaup\u00a7 \u00ae\u00fbfuar (C. Kaupii) \u00a9. 547. \u2014 \u00eetuftvaliftyev $afuat (C. australis) \u00a9. 547.\nfritte gctmUie: \u00a9djnepfcnftraupe (Apteryges).\n\u00a9tynepf en [traute (Apteryx): $ihn (A. australis unb A. Mantelli) \u00a9. 550.\n\u00a3)vetyepnte Dvbnung.\n\u00ae t e l z \u00fc \u00f6 g c l (G r a l 1 a t o r e s).\n\u00a9rfte gamilte: trappen (Otides).\n1.\t\u00a9ippe: Etappen (Otis): \u00a9vofjtrappe (O. tarda) \u00a9. 560.\n2.\t\u00a9ippe: 3ft>ergttappeu (Tetrax): gfoergtrappe (O. tetrax) \u00a9. 565.","page":1029},{"file":"p1030.txt","language":"de","ocr_de":"1030\tXtcberfidjt be\u00ea\n3.\t\u00a9type: $uBava\u00e4 (Hubara): \u00c6ragent va ppc (H. Macquen\u00eei) \u00a9. 568. \u2014 $uBara (H. undu-\nlata) \u00a9. 568.\n4.\t\u00a9type: \u00a9tymudtvcippen (Sypheotides): ^Xortfin (S. bengalensis) ,\u00a9. 570.\n\u00e2tucitc gctmilie: Remtb\u00f6gel (Tachydromi).\n1. \u00a9type: SB\u00fcfteit\u00ef\u00e2ufer (Cursorius): S\u00f6iiflenl\u00e4xifer (C. isabellinus) \u00a9. 572.\n2..\u00a9type: $rof obillucicptev (Hyas): $re\u00efobtOu\u00e2tytei* (H. aegyptiacus) \u00a9. 575.\nfritte ganttlie: \u00a9ty\u00fcmtfiettttmter (TracMiae).\n33rcid)fcph)a\u00efBen (Glareola): SBratyftyl\u00fccilBe (G. pratineola) \u00a9. 578.\nVierte ^anttlte: Sttff\u00fcpe (Oedicnemi).\n3Mdff\u00fc'\u00a7e (Oedicnemus): \u00a3rte\u00ef (O. crepitans) \u00a9. 581.\ng\u00fcnfte Sont\u00fcic; Regenpfeifer (Charadrii).\n1.\t\u00a9type: \u00a9olbtegenpfetfet (Charadrius): \u00a9o\u00efbregeupfeifer (Ch. auratus) \u00a9. 586.\n2.\t\u00a9type: 2Upenregenpfetfer (Eudromias): 9?cornet( = Regenpfeifer (E. Morinellus) \u00a9. 589.\n3.\t\u00a9type: Uferpfetfer (Aegialites): gtuftyegenpfeifev (A. minor) \u00a9. 591.\n\u00a9edjfte $amtlte: ^tefitpe (Vanelli).\n1.\t\u00a9type: \u00c6ieBipe (Vanellus): \u00aeteBty (Y. critsatus) \u00a9. 593.\n2.\t\u00a9type: \u00a9potenHeBtpe (Hoplopterus): \u00a9poren\u00efieBip (H. spinosus) \u00a9. 597.\n3.\t\u00a9type: Sappen\u00efieBtpe (Sarciophorus): Sappen\u00efieBty (S. pileatus) \u00a9. 599.\n\u00a9iebente Ramifie: \u00a9teintimlser (Strepsilates).\n\u00a9teinrocitjer (Strepsilas): \u00a9tetnto\u00e4tyer (S. interpres) \u00a9. 600.\n2(d)te Familie: Rufternfifcfjer (Haematopi).\n2\u00efu fient fifty et* (Haematopus): 2lufterttftftyer (H. ostrealegus) \u00a9. 602.\nReimte ^amiti\u00e9: \u00a9tynepfett\u00fc\u00f6gel (Limicolae).\n1.\t\u00a9type: \u00a9tyttepfen (Scolopax): SBatbftynepfe (S. rustieola) \u00a9. 608.\n2.\t\u00a9type: \u00a9ttmpfftynepfert (Gallinago): \u00a9efaffuie (G. scolopacinus) \u00a9. 613.\n3.\t\u00a9type: 5D\u00ceoorftyttepfen (Philolimnos): ipa\u00efBftynepfe (P. gallinula) \u00a9. 617.\nBetinte g-nmilie: \u00a9tranblanfer (Tringae).\n1.\t\u00a9type: \u00a9umpfi\u00e4ufer (Limicola): \u00a9umpfl\u00e4ufer (L. pygmaea) \u00a9. 620.\n2.\t\u00a9type: \u00a9anberltnge (Calidris) \u00a9anber\u00eftrtg (C. arenaria) \u00a9. 620.\n3.\t\u00a9ippe: \u00a9tylammlciufer (Pelidna): 3tt>ergBratyt>oge\u00ef (P. subarquata) \u00a9. 622.\n4.\t\u00a9type: Btoergftranbt\u00e2ufer (Actodroma): \u00a9anbt\u00e2ufertyen (A. minuta) \u00a9. 624.\n5.\t\u00a9ippe: \u00ae ampf\u00efciufev (Philomachus); Kampfl\u00e4ufer (Ph. pugnax) \u00a9. 625.","page":1030},{"file":"p1031.txt","language":"de","ocr_de":"\u00efteberf\u00efdjt bel 3n$a\u00eft&.\n1031\n(Hfte Familie: Saffertreter (Phalaropi).\n1.\t\u00a9ippe: Dbtn\u00ea^cntten (Lobipes): Obin\u00e4penue (L. hyperboreus) \u00a9. 630.\n2.\t\u00a9type: SBaffevtretev (Phalaropus): 2Ba[fertveter (Ph. rufus) \u00a9. 631.\ngtoiilttc gamilie: Safferl\u00e4ufer (Totani).\n1.\t\u00a9type: \u00a9tranbpf eifer (Aetitis): \u00a9anbpfetfev (A. hypoleucos) \u00a9. 635.\n2.\t\u00a9type: 9begenfd)ttepfen (Glottis): \u00a9lutt (G. chloropus) \u00a9. 637.\n3.\t\u00a9type: ttferftynepfen (Limosa): \u00a9umptyxiter (L. rufa) \u00a9. 639.\n4.\t\u00a9type: \u00a9te\u00efje nicht fer (Hypsibates): \u00a9te\u00efjenl\u00e2ufer (H. himantopus) \u00a9. 642.\n2)rct3cljitle familier tabler (Recurvirostrae).\n\u00a9\u00e4belfd;ncibler (Recurvirostra): \u00a9ctbelftynctbler (R. Avocetta) \u00a9. 645.\n$icr3cljute gamt\u00efie: SBrarfty\u00f4gcl (Numenii).\n33vacE)b\u00f4gel (Nu me ni us): 33rad)er (N. arquatus) \u00a9. 649.\ngmtfee\u00efjnte gamtlie: 3btfie (Ibides).\n1.\t\u00a9type: .\u00a9id)ler (Falcinellus): \u00a9idjelftyncibel (F. igneus) \u00a9. 654.\n2.\t\u00a9type: \u00a9d^ctrlacpibi\u00ea (Ibis): \u00a9djarlacptbt\u00ea (I. rubra) \u00a9. 657.\n3.\t\u00a9type: $bt\u00ea (T hr e ski omis): ^\u00bbeiliger 3bt\u00e9 (T. religiosa) \u00a9. 659.\n\u00a9cdtyjcbntc gamtlie: S\u00f4ffe\u00efrctyer (Plataleae),\n2off elretyet (Platalea): \u00a3\u00f6fflev (P. leucorodia) \u00a9. 664.\n\u00a9tebsetytte gamt\u00fcc; tabttfdjn\u00e2bler (Cancromata).\n1.\t\u00a9type: \u00a9d) ttpfcpncibcl (Balaeniceps): \u00a9dtypfdjncibel (B. Rex) \u00a9. 667.\n2.\t\u00a9type: \u00a9abClfu\u00ea (Cane rom a): \u00a9abafu (C. cochlearia) \u00a9. 668.\n9Wjt$eIjnte gami\u00efic: \u00a9tyattcub\u00f6gel (Scopi).\n\u00a9djattenb\u00f6gel (Scopus): \u00a9tyattenbogel (S. umbretta) \u00a9. 668.\nSftennjeljttte ganttltc: \u00a9titytyc (Clconiae).\n1.\t\u00a9type: Sftimmerfatt\u00ea (Tantalus): \u00fcftitnmerjdtt (T. Ibis) \u00a9. 673.\n2.\t\u00a9type: \u00a9tordre (Ciconia): ipau\u00eaf\u00ef\u00fcrd) (C. alba) \u00a9. 675.\n3.\t\u00a9type: \u00a9tntbt\u00ef\u00ea (Spbenorhynchus): \u00a9imbil (Abdimii) \u00a9. 683.\n4.\t\u00a9type: 9he[enft\u00f4rd)e (Mycteria): \u00a9\u00fbtteljlovd) (M. senegalensis) \u00a9. 685.\n5.\t\u00a9type: $ropfft\u00f4rd)e (Leptoptilos): SJ\u00cear\u00fbbu (L. crumenifer) \u00a9. 689.\n6.\t\u00a9type: $lafffdj)ncibe\u00ef (Anastomus): 5\u00effrifartificer \u00aelaff[d)nabel (A. lamelligerus) \u00a9. 692.\n3toan,$igftc gamtlie: \u00fctei^er (Ardeae).\n1.\t\u00a9type: giftyreiltyr (Ardea): gifdtyetyer (A. cinerea) \u00a9. 697. \u2014 D^tefertvet^ev (A. Go-\nliath) \u00a9. 700.\n2.\t\u00a9type: \u00a9cpmudvetpet (Plerodias): \u00a9belretyer (H. alba) \u00a9. 701. \u2014 \u00a9eibenretyer\n(H. garzetta) \u00a9. 705.","page":1031},{"file":"p1032.txt","language":"de","ocr_de":"1032\nUeberfidjt beg Sttyaltg.\n3.\t\u00a9type: \u00aeuljretl}er (Bubulcus): ^upretyer (B. Ibis) \u00a9. 705,\n4.\t\u00a9type: ^atytreiper (Nycticorax): 97ad)tretyer (N. europaeus) \u00a9. 707.\n5.\t\u00a9type: B^crgrei^er (Ardetta): gtoergroltybommel CA- rainuta) 711.\n6.\t\u00a9type: O\u00eectyrbommeln (Botaurus): S\u00eeoprbommel (B. stellaris) \u00a9. 714.\n^immb^ansigfte gamtlte: \u00a9bnnenretyer (Eurypygae).\n\u00a9onnenretljer (Eurypyga): \u00a9onnenretyer (E. Helias) \u00a9. 717.\ngtbeiunb^anji\u00f6fte Familie : $ranttfje (Grues).\n1.\t\u00a9type: \u00aerantc()e (Grus): \u00aerantd) (G. cinerea) \u00a9. 723.\n2.\t\u00a9type: Sungfernlranitye (Anthropoides): ^ungfernlrantty (A. Virgo) \u00a9. 728.\nSretmtbstoanjigfte Familie: tonenfranidje (Balearicae).\n^\u00dffauenfranttye (Balearica): S\u00dffauenfccmid) (B. payonina) \u00a9. 730.\n^ierunb^itmnsigfte Familie: gelbft\u00f6rdje (Arvicolae).\n1.\t\u00a9type: \u00a9tylangenftortye (Dicholophus): \u00a9eriema (D. cristatus) \u00a9. 732.\n2.\t\u00a9type: Trompeterv\u00f6gel (Psophia): 2lgami (P. crepitans) \u00a9. 735.\ngiinf unbelt) ansigfte gamilte: Seljrb\u00f6gel (Palamedeae).\n1.\t\u00a9ippe: \u00e4\u00dfepro\u00f6gel (Palamedea): 3lnintna (A. cornuta) \u00a9. 738.\n2,\t\u00a9type: Tftyaja\u00ea (Ghauna): Tfcftyia (C. Chavaria) \u00a9. 740.\n\u00a9edtymtbsUmiGigfte gantilic: Sollen (Ralli).\n1.\t\u00a9type: \u00a9tynepfenrallen (Rhynchaea): \u00a9o\u00efbva\u00cf\u00cfe (R. capensis) \u00a9. 742.\n2.\t\u00a9type: SBaffcrr alien (Ralius): SBafferra\u00ef\u00efe (R. aquaticus) \u00a9. 744.\n3.\t\u00a9ippe: jpupnerrallen (Aramides): \u00a9errafura (A. gigas) \u00a9. 746.\n4.\t\u00a9type: SSiefenfnavrer (Crex): SSiefentnarrer (C. pratensis) \u00a9. 748.\n\u00a9iebcnmtbanmiGtgfte gamtlie: Sliitterljityutycn (Parrae).\n1.\t\u00a9type: \u00a9porenflitgel (Parra): 3<ty'ana (P. Jacana) \u00a9. 752.\n2.\t\u00a9type: 3Baj(er[afanen (Hydrophasianus): S\u00dfafferfafan (H. Sinensis) \u00a9. 754.\n^Itytmtbjlnansigftc garni lie: Bafferljityuer (Gallinulae).\n1.\t\u00a9type: \u00a9ultan\u00eappner (Porphyrio): ^urputyulty (P. hyacinthinus) \u00a9. 755.\n2.\t\u00a9type: S\u00ef\u00efoorlj\u00fcpntyen (Stagnicola): Teidtyupn (St. chloropus) \u00a9. 758.\n3.\t\u00a9type: Sl\u00e4fip\u00fcpner (Fulica): SSafferpulpt (F. atra) \u00a9. 762.\n9\u00eecumtnb3\u00fcmt5igfte gamilie: \u00a9amnfitye (Podoae).\nTautyeityiifytttyen (Heliornis): ^\u00dficapare (H. surinamensis) \u00a9. 765.","page":1032},{"file":"p1033.txt","language":"de","ocr_de":"IMerfidjt bf\u00ea gnfyiltS.\n1033\nf\u00fcnfte Steife.\n3 rf) iu i m in t r (N a t a t o r e s).\nSSiergepnte Drbnung.\ngafynfdjtt\u00e4Mcr (Lainellirostres).\n(\u00a3rfte gatntlie: Stelsfcfjto\u00e4ne (Phoenicopteri).\n^\u00efamutgo\u00ea (Pho\u00f6nicopterus): Raming (Ph. roseus) S. 771.\n3tt)etfc gautilic; Stfjto\u00e4ne (Cygni).\n$\u00f6d:erfd)b?an: Stummer Sd)toan (Cygnus oior) S. 780.\nSingfd)ft>an (C. musicus) S. 780.\n3toergfd)toan (C. Bewickii) S. 780.\nScfyftiar^alfiger Sarnau (C. nigrieollis) S. 784.\nSdjtoatger Sarnau (C. cbenopsis atratus) S. 784.\ndritte gamtlie: \u00a9tinfe (Anseres).\nSporeitg\u00e4nfe (Plectropterus): Sporettgan\u00ea (PI. gambensis) S. *89. Scpmaneng\u00e4nfe (Cygi^opsis): $anabifd)e @anS (C. canadensis) S. *91.\n3Sitbg\u00e4nfe (Anser): \u00a9raugan\u00ea (A. cinereus) S. 794.\nScpneeg\u00e4nfe (Anser-Cben): Scf;neeganS (A. hyperboreus) S. 800. Sfteerg\u00e4nfe (Bernicla): 9\u00eetnge\u00efganS (B. torquata) S. 802.\n5ud)Sg5nfe (Chenalopex): 97iIganS (Cb. aegyptiacus) S. 804.\nBmergg\u00e4nfe (Nettapus): \u00a9trja (N. coromandelianus) S. 807.\n^\u00fcpnerg\u00e4nfe (Cereopsis): ^appengan\u00ea (C. Novae-Hollandiae) S. 808.\nVierte Familie; Sdjtoimmenten (Anates).\n$ud)\u00a7enten (Cas\u00e4rca): $ud)\u00eaente (C. rutila) S. 812.\nKopienenten (Vulpanser): SBranbente (Y. tadorna) S. 815.\nSau menten (Dendrocygna): SBittttenente (D. viduata) S. 819. Spiegelenten (Anas): Stecfente (A. bosebas) S. 821.\nScp m\u00fcden ten (Aix): Srautente (A. sponsa) S. 825. \u2014 9Ranbarinenente (A. galericulata) S. 828.\nS\u00f6ffet ent en (Spatula): S\u00f6ffelente (S. elypeata) S. 830.\n9J\u00eeof(^nSenten (C airin a): 9Jtofd)uScnte (C. moschata) S. 832.\nf\u00fcnfte gamilic: Tauc&ettteit (Fuligulae).\n1.\tSippe: \u00a9ibero\u00f6get (Somateria): (Siberente (S. mollissima) S. 836. $\u00dfiad)teibexi\nente (S. spectabilis). \u2014 $ra<$tente (S. - Henieonetta - Stelle\u00bb) S. 837.\n2.\tSippe: Trauerenten (Oidemia): Sammtente (0. fusca) S. 841.\n3.\tSippe: Tafelenten (Aythya): Stt\u00e4nnlidje Tafelente S. 842.\n4.\tSippe: fRuberenten (Erismatura): 3Ruberente (E. leucocepbala) S. 844.\n1.\tSippe :\n2.\tSippe :\n3.\tSippe:\n4.\tSippe:\n5.\tSippe :\n1.\tSippe:\n2.\tSippe:\n3.\tSippe :\n4.\tSippe :\n5.\tSippe:\n6.\tSippe:\n7.\tSippe:\n8.\tSippe:\n1.\tSippe:\n2.\tSippe :\n3.\tSippe:\n4.\tSippe:\n5.\tSippe :\n6.\tSippe:\n7.\tSippe:","page":1033},{"file":"p1034.txt","language":"de","ocr_de":"1034\nUeberfic\u00efjt be\u00a7 ^nt)a\u00eft\u00a7.\n\u00a9etyfte gamtlie: S\u00e4ger (Mergi).\n1.\t\u00a9type: Bftergf\u00e4ger (Mergellus): 3^er9f^9er (M. albellus) S. 846.\n2.\t\u00a9type: 3ct!f)nf\u00e4ger: \u00a9\u00e4nfef\u00e4ger (M. merganser) \u00a9. 849.\n^unfeepute Drbnung.\nS e c f I i c g c r (L o n g i p e n 11 e s).\n(vrfte gcun\u00fcie: \u00a9ecfcfittmlkn (Sternae).\n1.\t\u00a9type: fftaubfeef tytoalben (Sylochelidon): \u00a9immer mob e (S. caspia) \u00a9. 856.\n2.\t\u00a9type: \u00a9tvomftyftalbert (Sterna): ^luj\u00fcftytoa\u00efbe (St. hirundo) \u00a9. 858.\n3.\t\u00a9type: 3lt>ergfeef tymalbeu (S ter nul a): 3\u00fc^rgfeefc()maI6e (st. minuta) \u00a9. 860.\n4.\t\u00a9type: \u00a9afferftytoa\u00efbevt (Hydrochelidon): 2tmfelm\u00ebbe (H. nigra) \u00a9. 861. \u2014 \u00a9ei\u00a7;\nft\u00fcgelige \u00a9afferftymalbe (H. leucoptera) \u00a9. 862.\n5.\t\u00a9ippe: e en ftytea\u00efben (Gygis): $eenfd)toalbe (G. Candida) \u00a9. 863.\n6.\t\u00a9type: \u00fcltobbp (Anous stolidus) \u00a9. 865.\n3\u00fc)eitc gamiltc: \u00a9tycrenftyn\u00e4bel (Rhyncliopes).\n\u00a9tyerenftyn\u00e4bel (Rhynchops): \u00a9tyevenftyrtabel (Rh. orientalis) \u00a9. 866.\nfritte ^ami\u00efic: TObcn (Lari).\n1.\t\u00a9ippe: \u00a7ifd)erm\u00ebben (Larus): SPtantelm\u00ebhe (L. mai\u00e2nus) \u00a9. 870. \u2014=\u25a0 \u00a9i\u00efbevm\u00ebhe (L. argen\ntatus) \u00a9. 870. \u2014\u2022 -fpeving\u00eam\u00ebre (L. fuscus) \u00a9. 870. \u2014 (Silm\u00ebbe (L. glaucus) \u00a9. 870. \u2014 ^o\u00efarm\u00ebee (L. leueopterus) \u00a9. 870.\n2.\t\u00a9ippe: (St\u00eafe\u00efbm\u00ebben (Pagophila): \u00a9Ifenbeirtm\u00ebbe (P. eburnea) \u00a9. 872.\n3! \u00a9type: \u00a9tummehn\u00ebben (Hissa): SDveijedge SR\u00ebbe (E. tridactyla) \u00a9. 874.\n4.\t\u00a9type: ^Ctppenm\u00ebbett (Chroicocephalus): Satym\u00ebbe (G. ridibundus) \u00a9. 876.\n5.\t\u00a9type: Sftofenm\u00ebben (Rhodostethia): D\u00eeofenm\u00ebbe (Rh. rosea) \u00a9. 885.\nVierte $\u00fbtnUie: fRoitbm\u00f6\u00fcctt (Lestres).\n1.\t\u00a9type: 9bciuBm\u00ebben (Lestris): \u00a9!ua (L. catarractes) \u00a9. 880.\n2.\t\u00a9ippe: \u00a9tymavofjerraubm\u00ebbeu (L.-Stercorarius): \u00a9d)matopetvaubm\u00ebbe (L. para-\nsitica) \u00a9. 883.\nf\u00fcnfte gami\u00efte: OTatroffe (Diomedeae).\n2Hb a tr\u00f6ffe (Diomedea): $apfd)af (D. exsulans) \u00a9. 886. \u2014 \u00a9r\u00fcnfcptt\u00e4beliger unb rufp farbenev Sllbatl\u2019ofi (D. chlororhynchos unb D.-Phoebetria-fuliginosa) \u00a9. 886.\n\u00a9etfjfte gamiOc: \u00a9turmb\u00e2gcl (Procellariae).\n1.\t\u00a9type: fftiefenftuvmb\u00ebgel (Procellaria-Ossifragus): 9\u00eeiefenftutmoogeI (P. giganteus)\n\u00a9. 893..\n2.\t\u00a9ippe: (Si\u00eaftuvmb\u00ebgel (Procellaria): \u00c7ri\u00eafturmeoge\u00ef (P. glacialis) \u00a9. 895. \u2014 \u00aeap;\ntdube (P.-Daption-capensis) \u00a9. 897.\n3.\t\u00a9ippe: (Sntenft\u00fcrmer (Prion): (Sntenfturmbogel (P. yittatus) \u00a9. 899.","page":1034},{"file":"p1035.txt","language":"de","ocr_de":"Ueberfid)t be\u00a7 3^ci\u00eftS.\n1035\nsiebente ganttfie: \u00a9turmftyttmlben (Oceanides).\n1.\t\u00a9type: \u00a9tlirmfd)toatben(Thalassidroina): \u00a9turmfcpftcdbe (Th. pelagica) \u00a9. 904.\n2.\t\u00a9type: \u00a9turmfeg 1er (Oceanodroma): \u00a9turmfegler (Oc. Leachii) \u00a9. 901.\n2td)te gamilie: \u00a9tnrmtaudjer (Puffini).\n\u00a3aucperfturmto\u00f6gel (Puffinus): S\u00dfctfferfdkrer (P. Anglorum) \u00a9. 904.\n\u00a9etpjepnte Orbnung.\n\u00dc\u00ee n b t x f it $ l c r (S t e g a u o p o d e s).\n(Srftc Familie: Biftyerft\u00f6pcr (Piscatrices).\n1.\t\u00a9type: \u00a3ropifb\u00f6gel (Phaeton): 2\u00f6et\u00a7= unb rotyfd)tocm\u00a7tger \u00eeropifboge\u00ef (Ph. aefchereus\nunb phoenieurus) \u00a9. 909.\n2.\t\u00a9type: \u00a3 \u00f6l pel (Sula): \u00a9cevabe (S. alba) \u00a9. 911.\nBreite gamilte: $regatt\u00fc\u00f6gcl (Tachypetes).\n^regattb\u00f6gel (Tachypetes): ^regattbogel (T. Aquilus) \u00a9. 913.\ndritte Familie: \u00a9tyarben (f\u00eealiei).\n1.\t\u00a9type: \u00a9d)\u00efangenpa\u00ef\u00a7b\u00f4gel (plotus): Slnpittgct (P. Anhinga) \u00a9. 918. \u2014 \u00a9d)langen=\nbal\u00eahoge\u00ef (P. Levalliantii) \u00a9. 918. *\n2,\t\u00a9type: \u00a9djarben (Phalacrocorax): Cormoran (Ph. Carbo) \u00a9. 923.\nVierte gamtlie: f\u00dfelefane (Pelecaui). *\n5\u00dfelefane (Pelecanus): \u00a9erneuter ^Metern (P. onocrotalus) \u00a9. 929. \u2014 \u00a9dtypfpelefcut (P. crispus) \u00a9. 930.\n\u00a9ieb^epute Drbnung.\n\u00a3 a it d) e r (C r i n a t o r e s).\n\u00a9rfte gamilic: \u00a9tetyfity* (Podicipites).\n1.\t\u00a9type: ^)auBenftei\u00a7f\u00fc\u00a7e (Podiceps): ^aubenfletyfufj (P. cristatus) \u00a9. 939.\n2.\t\u00a9type: Btoergfteifffufj (p. mino r) \u00a9. 942.\nBreite gantilte: ^eetaudjer (Colymbi.)\n\u00a9eetautyer (Colymbus): \u00a9i\u00eataucper (C. glacialis) \u00a9. 945. \u2014 ^olartaucper (c. arcticus) \u00a9. 945. \u2014 Sftotpepger \u00a9eetaudjer (C. septentrionalis) \u00a9. 945.\nfritte ganttlie: Summen (\u00fcriae).\n1.\t\u00a9ippe: Reiften (Cepphus): \u00a9rt\u00fclumme (C. Grylle) \u00a9. 948.\n2.\t\u00a9type: Summen (U ri a): \u00a3roi\u00eflumme (U. troile) \u00a9. 950.\n3.\t\u00a9type: ftrabb entautyer (Mergulus): tobbentautyer (Arctica-Mergulus-Alle) \u00a9. 954.","page":1035},{"file":"p1036.txt","language":"de","ocr_de":"1036\nUefcerjtdjt bel Sn\u00c7a\u00eftS.\nMiette gcmtilie: \u00a9djmuiftaudjcr (Phaleres).\n@trau\u00a7taud^er (P haler is): \u00a9tarif (Ph. cristatella) \u00a9. 956.\nf\u00fcnfte gamtlie: 2llfen (Alcae).\n1.\t\u00a9type: \u00a3art>entaud)er (Mormon): Sunb (M. fratercula) \u00a9. 956.\n2.\t\u00a9type: 211 fett (A'ica): \u00a3orba\u00eff (A. torda) \u00a9. 961.\n3.\t\u00a9type: \u00a9tumme\u00efalf (Pinguinus): 9tiefeua\u00eff (A.-P.-Plautus impennis) \u00a9. 963.\n\u00a9ed)fte gamtlie: gloff enternd) er (Aptenodytae).\n1.\t\u00a9type: $tnnentaud)er (Aptenodytes): \u00ae\u00f4m<j\u00eataud)er (A. patagonica) \u00a9. 968.\n2.\t\u00a9ippe: Jet tt and) er (Spheniscus): SSrittenfetttaudjer (S. demersus) \u00a9. 968.\n3.\t\u00a9type: \u00a9pvungtautyer (Eudyptes): \u00a9olbtaudjer (E. chrysocoma) \u00a9. 969.\n\u00a9in 23Iid auf ba\u00ea Men ber \u00a9efammtyeit \u00a9. 973. 9Rament>er$eid)nty \u25a0\u00a9. 997.\n=S3Q99QQ03\u00ae\nSDru\u00e2 bom Sibliogra^ifc^en 3nftitut (iD\u00ce. SfJ\u00eee^ev) in \u00c7ilbburg'fjaufen.","page":1036},{"file":"z0001.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n\n","page":0}],"identifier":"lit29460","issued":"1867","language":"de","pages":"1-1036","startpages":"1","title":"Illustrirtes Thierleben: eine allgemeine Kunde des Thierreichs. Vierter Band. Zweite Abtheilung: Die V\u00f6gel. Zweite H\u00e4lfte: Sp\u00e4her, L\u00e4ufer und Schwimmer","type":"Book","volume":"4"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T13:31:38.254488+00:00"}
