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{"created":"2022-01-31T16:47:37.269146+00:00","id":"lit36148","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Samojloff, A.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 1: 123-129","fulltext":[{"file":"p0123.txt","language":"de","ocr_de":"PHYSIOLOGISTE RUSSE\nR\u00c9DIG\u00c9 PAR\nM. L\u00e9on Morokhowetz,\nProfesseur de physiologie \u00e0 l\u2019Universit\u00e9 Imp\u00e9riale.\nMOSCOU.\nVol. I.\t12 janvier 1899.\tN\u00b0N\u00b0 8\u201411.\nLeiter die Wiedergabe der ludiictiousstr\u00f6nie durcit das\nCapi 1 lare lectromet er.\nVon Dr. mecl. A. Samojloff.\nPriv.-Docent d. Physiologie und I Assistent am physiologischen Institute der Kaiserlichen Universit\u00e4t Moskau.\nDie M\u00f6glichkeit die Ausschl\u00e4ge des Capillarelectrometers auf einer lichtempfindlichen beweglichen Platte zu registriren hat in der letzten Zeit einerseits zu einer h\u00e4ufigeren Anwendung des Electrometers speciell zur L\u00f6sung electrophysiologischer Fragen, anderseits zur Aufkl\u00e4rung der Leistungsf\u00e4higkeit und mancher Eigent\u00fcmlichkeiten des Instrumentes selbst gef\u00fchrt. \"W as den letzteren Punct anbetrifft, so enthalten die eingehenden Untersuchungen von Burch, Einthoven. Kries u. A. sehr wertvolle Thatsachen, die f\u00fcr die staunensweithe Exactheit des Instrumentes sprechen, zugleich aber auch manche M\u00e4ngel des Electrometers aufdecken. Der Vorzug des Capillarelectrometers besteht ja haupts\u00e4chlich, was seine Anwendung in dep Physiologie anbetrifft, in der \u00e4us-serst kurzen Einstellungszeit, und die ganze Frage dreht sich um den Punct, wie viel Glauben man einer electrometrischen Curve schenken darf, und ob es nicht m\u00f6glich w\u00e4re aus einer untreu wiedergegebenen Curve die richtige durch Calc\u00fcl zu construiren.\nDass das Capillarelectrometer zu falschen Resultaten f\u00fchren kann, wurde schon von E. von Fleischl ') beobachtet. In einem bekannten Aufsatze dieses Autors findet sich eine diesbez\u00fcgliche Angabe, die, wie es scheint, wenig Be-\ni) E. Fleischl. lieber die Construction und die Eigenschaft des Capillarelectrometers. Gesammelte Abhandlungen, 1893, p. 481.\n8","page":123},{"file":"p0124.txt","language":"de","ocr_de":"124\nUEBER DIE WIEDERGABE DER INDUCTIONSSTROME.\nachtung gefunden hat, aber nichtsdestoweniger vollst\u00e4ndig richtig und nicht ohne Interesse ist. Es handelt sich um die Wiedergabe der Inductionsstr\u00f6me durch das Electrometer. Fleischl hat ohne Zuhilfenahme der photographischen Registration, blos durch Beobachtung der Ausschl\u00e4ge des Quecksilberfadens die merkw\u00fcrdige Thatsache festgestellt, dass der Schliessungsinductionsschlag durch das Capillarelectrometer als der st\u00e4rkere im Vergleich zum Oeffnungssclilage angegeben wird, w\u00e4hrend doch bekanntlich das Maximum der electromotori-schen Kraft beim Oeffnungssclilage gr\u00f6sser ist, als beim Schliessungsschlage. Es erweist sich somit das physiologische Rheoskop, das Telephon und das mit IK-L\u00f6sung befeuchtete St\u00e4rkepapier ') in diesem Falle dem Capillarelectrometer \u00fcberlegen.\nAndere Resultate bekam M. Marey * 2). In seiner Physiologie experimentale sind Copien von photographischen Aufnahmen angef\u00fchrt, aus denen hervorgeht, dass das Capillarelectrometer in der discutirten Frage keine Ausnahme macht und dass der Oeffnungsinductionsstrom einen st\u00e4rkeren Ausschlag bewirkt als der Schliessungsstrom. Ich muss hier bemerken, dass es mir kein einziges Mal gelungen ist die Angaben von Marey zu best\u00e4tigen.\nIn einer neueren Arbeit von Schenk 3) wird diese Frage gelegentlich ber\u00fchrt. Es wurde auf einer sehr langsam sich bewegenden Platte photogra-phirt und deshalb erscheinen die Ausschl\u00e4ge als haarscharfe Linien; die Ausschl\u00e4ge, die dem Oeffnungs- und Schliessungsinductionsstrome entsprechen, erscheinen gleich gross.\nUm etwas Genaueres \u00fcber die Art, wie das Capillarelectrometer den Verlauf der Potential\u00e4nderung der inducirten Str\u00f6me wiedergiebt, zu erfahren, versuchte ich die Ausschl\u00e4ge des Quecksilberfadens auf schnell beweglichen Platten zu photographiren. Es war von vornherein nicht unwahrscheinlich, dass man aus dem Verlaufe der Curven Anhaltspuncte f\u00fcr das eigenth\u00fcmliche Verhalten des Capillarelectrometers bez\u00fcglich der Wiedergabe der Inductions-str\u00f6me wird finden k\u00f6nnen.\nDas von mir benutzte Capillarelectrometer war im ganzen und grossen dem von L. Morochowetz 4) construirten, sehr leicht zu handhabenden Apparate nachgebildet, mit dem unwesentlichen Unterschiede, dass die Spitze der Capillare wie gew\u00f6hnlich nach unten gerichtet war. Das Electrometer mit dem Mikroskope und die Bogen lichtlampe befanden sich in einem Zimmer, die bewegliche Platte in einem anderen; beide Zimmer waren durch ein lichtdichte, mit einer Oeffnung versehene Wand getrennt 5). Zur Bewegung der Platte wurde eine Einrichtung nach Art des Federmyographions verwendet; die Bewegung selbst wurde durch die spannende Kraft einer elastischen Schnur ausgel\u00f6st. Dicht vor der Platte befand sich eine 0,3 mm. breite Spalte. Zwischen der Spalte und dem Electrometer, sehr nahe der Spalte, war ein in den\n*) Gr\u00fctzner, Arch. f. d. g. Physiol. Bd. 41, p. 25(h ^\n-) Marey, Physiologie experimentale, III ann\u00e9e, 1877, p. 33.\n3)\tSchenk, Ueber den Einfluss der Spannung auf die negative Schwankung des Muskelstromes. Arch. f. d. g. Pbys., 1896, Bd. 63, p. 3l7.\t8Q 07\n4)\tMorochowetz, Appareils et instruments a 1 usage des physiologistes. Moscou, 1893, p. -<\u25a0\ns) Genaueres \u00fcber die Einrichtung des Dunkelzimmers in dem physiologischen Institute zu Moskau s A. Samojloff. Internationale photographische Monatsschrift, 1897, Band IV, Heft 2.","page":124},{"file":"p0125.txt","language":"de","ocr_de":"125\nUEBER DIE WIEDE KB ABE DER INDUCTIOXSSTR\u00d6ME.\nKreis einer electromagnetisch getriebenen Stimmgabel von 100 Schwingungen in der Secunde eingeschalteter Chronograph aufgestellt.\nFig. 1 ist nach einem Photogramm l), welches die Ausschl\u00e4ge beim Schlies-sen eines constanten Stromes darstellt, gezeichnet. Der helle Theil entspricht dem mit IIS04, der dunkle dem mit Hg gef\u00fcllten Abschnitt der Capillare. Die obere, dunkle, wellenf\u00f6rmige Linie entspricht dem schwingenden Schattenbild der Feder des Chronographen; jede ganze Periode dauert 0,01 Sec.\nAus der gleichen L\u00e4nge der Perioden l\u00e4sst sich entnehmen, dass die Bewegung der Platte mit gen\u00fcgender Gleich-m\u00e4ssigkeit geschah. An der Curve lassen sich keine Ersch\u00fctterungsoscillationen bemerken; die Einstellungs- \u25a0 zeit des Electrometeres dauert 0,0 6 -0,07 Sec.\nIn den Versuchen mit Inductionsstr\u00f6men wurde ein gew\u00f6hnlicher Schlittenapparat gebrauche dessen secund\u00e4re Spirale mit den Polen des Electrometers verbunden war. Das Schliessen und Oeffnen des prim\u00e4ren Kreises bewirkte die Platte selbst bei ihrer Bewegung. Da der Schliessungs- und Oefthungs-inductionsstrom entgegengesetzte Richtungen haben, so muss der Meniscus ein Mal in der einen, das andere Mal in der anderen Richtung sich bewegen, was selbstverst\u00e4ndlich die Beurtheilung der Curven complicirt, denn es ist ja bekannt, dass ein und derselbe Potentialunterschied Ausschl\u00e4ge von ver-\nschiedener Gr\u00f6sse bewirkt, je nachdem das Hg zur Capillarspitze, oder von derselben sich bewegt. Um diese Complication zu beseitigen und beide Ausschl\u00e4ge auf einer Platte in einer und derselben Richtung zu erhalten wurde auf dem Wege zwischen der Capillare cund dem Inductorium eine Wippe W1 mit Kreuz (Fig. 2) eingeschaltet. Der Rahmen, an welchem die photographische Platte befestigt war, trug einen vorspringenden festen Fig. 2.\tStab, der bei der Bewegung der\nPlatte zuerst den prim\u00e4ren Strom durch Eintauchen der Platindr\u00e4hte in die Quecksilbern\u00e4pfchen bei a* schloss, dann die Wippe umwarf und schliesslich den Strom bei b \u00f6ffnete. Wiederholt\nl\\\nJ\nDie Figuren sind nach den Photogrammen in nat\u00fcrlicher Gr\u00f6sse gezeichnet.","page":125},{"file":"p0126.txt","language":"de","ocr_de":"126\n\u00dcEBER DIE WIEDERGABE DER IXDUCTIONSSTK\u00d6ME.\nman nun den Versuch noch ein Mal nachdem man die in den prim\u00e4ren Kreis eingeschaltete Wippe W mit Kreuz umgelegt hat, so erh\u00e4lt man wiederum zwei nach der anderen Seite gleichgerichtete Ausschl\u00e4ge.\nIn den Fig. 3 und 4 sieht man je zwei Ausschl\u00e4ge: der eine (a resp. c) entspricht dem Schliessen, der andere (b resp. d) dem Oeffnen des prim\u00e4ren Stromes; in Fig. 4 bewegte sich der Meniscus zur Capillarspitze, in Fig. 3 in umgekehrter Richtung. Die beiden Ausschl\u00e4ge a und b sind kleiner, als die\nFig. 3.\nentsprechenden c und d, was sich aus der verschiedenen Richtung in der Bewegung des Meniscus erkl\u00e4rt. Die Schliessungsschl\u00e4ge geben gr\u00f6ssere Ausschl\u00e4ge (a und c) als die Oeffnungsschl\u00e4ge (b und d), wie es auch Fleischl beobachtet hat. Es muss hier aber auf folgenden Umstand hingewiesen werden. Betrachtet man den Fall des Schliessens und Oeffnens des prim\u00e4ren Stromes bei einfacher Verbindung der secund\u00e4ren Rolle mit dem Capillar-electrometer, so erh\u00e4lt man ein Mal die zwei entgegengesetzten Ausschl\u00e4ge c und b, das andere Mal\u2014 a und d\\ die Differenz zwischen c und b ist gr\u00f6s-\nEig. 4.\nser, als die zwischen a und d. Dieses verschiedene \\ erhalten l\u00e4sst sich folgen-dermassen erkl\u00e4ren. Im ersten Falle ist c gr\u00f6sser als b, erstens weil der Schhessfnngsschlag einen h\u00f6heren Ausschlag giebt als dei Oeffnungsschlag und zweitens, weil der Ausschlag c in der Richtung zur Capillarspitze geschieht, w\u00e4hrend bei b der Meniscus sich in entgegengesetzter Richtung bewegt. Zwei","page":126},{"file":"p0127.txt","language":"de","ocr_de":"UEBEK DIE WIEDERGABE DER IXDUCTIONSSTR\u00d6ME.\n127\nUmst\u00e4nde, die die Verschiedenheit der Gr\u00f6sse der Ausschl\u00e4ge bewirken, sum-miren sicli in diesem Falle. Es ist ohne Weiteres zu ersehen, dass in der combinirten Curve mit den Ausschl\u00e4gen a und b, die beiden Wirkungen sich subtrahiren m\u00fcssen, weshalb auch die Differenz zwischen a und d kaum angedeutet ist.\nBetrachtet man genauer die Fig. 3 und 4, so bemerkt man, dass die Ausschl\u00e4ge beim Schliessen und Oeffnen sich nicht nur der Gr\u00f6sse nach, sondern auch dem zeitlichen Verlaufe nach unterscheiden. Dieses Verhalten tritt\nHvIT'\tFig- 5.\nnochjj bedeutend deutlicher in den Fig. 5 und 6 hervor, in welchen dagegen die Differenz der Ausschlaggr\u00f6sse a\u2014b und c-\u2014d nur sehr gering ist. Die Curven a und c, die dem Schliessen entsprechen, weisen einen langsamen Anstieg und eine gedehnte Kuppe auf, w\u00e4hrend d und ganz besonders b \u00e4usserst rasch, fast vertical, ansteigen und unter scharfem Winkel abfallen. Der Winkel, der zwischen der Abscisse und der Tangente zur Curve im Puncte ihres\nFig S.\nBeginnes eingeschlossen ist, ist bei a ein stumpfer, bei b dagegen fast ein rechter.\nDie geschilderten Unterschiede des Verlaufes der Curven beim Schliessen und Oeffnen des prim\u00e4ren Stromes geben den Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndniss der untreuen Wiedergabe durch das Capillarelectrometer der Gr\u00f6ssenverh\u00e4ltnisse der Ausschl\u00e4ge bei Inductionsschl\u00e4gen. Das Maximum der Potentialdifferenz, welches sich im Verlaufe des Oeffnungsschlages entwickelt, ist gr\u00f6sser als das","page":127},{"file":"p0128.txt","language":"de","ocr_de":"128\nUE BER DIE WIEDERBARE DER IXDUCTIOXSSTROME.\ndes Scliliessungsschlages, dagegen ist die Zeit des ganzen Vorganges im ersten Falle k\u00fcrzer und das Maximum wird schneller erreicht als im zweiten Falle. Die Zeit des Verlaufes der Inductionsstr\u00f6me ist zu gering im Vergleich zur Einstellungszeit des Capillarelectrometers, welches den raschen Aenderungen der Potentialdifferenz zu folgen nicht im Stande ist. Da aber der Schliessungs-inductionsstrom l\u00e4nger dauert als der Oeffnungsstrom, so wird f\u00fcr die Bewegung des Quecksilberfadens im ersten Falle nicht so viel verloren, wie im zweiten. Es ist sehr einleuchtend, dass z. B. in b der Fig. 5 der rasche Anstieg sich deshalb nicht weiter fortsetzt, weil das Maximum der Potentialdifferenz des Oeffnungsschlages schon zu einer Zeit vorbei ist, wo der Meniscus noch nicht die diesem Maximum entsprechende Ausschlagsgr\u00f6sse erreichen konnte.\nEs war interessant zu versuchen, wie sich die Verh\u00e4ltnisse gestalten, wenn man das Schliessen und Oeffnen des prim\u00e4ren Kreises nach dem bekannten Verfahren von Helmholtz in einer Nebenschliessung vornimmt. In der Fig. 7\nFig. 7.\nsieht man, dass unter diesen Bedingungen die fr\u00fcheren Unterschiede des Oeffnungs- und Schliessungsinductionsausschlages schwinden, die Ausschl\u00e4ge haben gleiche H\u00f6he und gleichen Verlauf.\nAus dem Mitgetheilten ist zu ersehen, dass das Capiilarelectrometer auch im Falle so rascher electrischer Vorg\u00e4nge, wie die Inductionsstr\u00f6me sind, Cur ven liefert, die trotz ihres entstellten Aussehens Andeutungen der characteristi-schen Momente der betreffenden Vorg\u00e4nge aufweisen. Die Ungenauigkeit der Wiedergabe der Inductionsstr\u00f6me h\u00e4ngt nicht von irgend einer specifischen Eigenschaft des Instrumentes, sondern einzig von dem Umstande ab, dass das Instrument eine bestimmte Zeit f\u00fcr seine Einstellung braucht und \u00fcbeihaupt \u00fcr sehr rasche Vorg\u00e4nge untreue Bilder liefert. Es ist eine Frage f\u00fcr sich, wie genau man vermittelst des von Burch und Einthoven angegebenen Cor-rectionsverfahrens die wahre Gestalt der Curven reconstiuiien kann. Das ist aber klar, dass wenn man von dem m\u00fchsamen Correctionsverfahren absieht und sich auf die Photogramme verl\u00e4sst, man doch Gefahr l\u00e4uft zu irrth\u00fcm-lichen Schl\u00fcssen zu gelangen. Der gedehnte Verlauf des absteigenden Theils","page":128},{"file":"p0129.txt","language":"de","ocr_de":"UEBER DIE GENETISCHE BEZIEHUNG ZWISCHEN AIIITOSE U. MITOSE.\n129\nunserer Curven k\u00f6nnte z. B. zu Vermutliungen \u00fcber irgend welche Nachwirkung f\u00fchren, w\u00e4hrend die Curven thats\u00e4chlich einen fast momentanen Vor-gang reproduciren.\nNoch ein Umstand sei hier erw\u00e4hnt. Einthoven ') berichtet \u00fcber Photogramme, die beweisen, dass der Hg\u2014faden eminent rasche Schwingungen zu vollziehen im Stande ist. Eine Stimmgabel von 1920 Schwingungen in der Secunde war in den prim\u00e4ren Kreis eines Inductomims eingeschaltet; ein in den secund\u00e4ren Kreis eingeschaltetes Capillarelectrometer lieferte Photogramme, an denen man 3840 Schwingungen in d. Sec. z\u00e4hlen konnte. Einthoven sieht darin den Beweis einer \u00e4usserst raschen Einstellungsf\u00e4higkeit des Meniscus, w\u00e4hrend eigentlich ein solcher Beweis nicht zwingend ist: anderseits hatte auch thats\u00e4chlich die Capillare von Einthoven, soweit man dem citirten Aufs\u00e4tze entnehmen kann, eine durchaus nicht allzukurze Einstellungszeit, nicht weniger als 0,5 Sec. Die getreue Wiedergabe der grossen Schwingungszahl l\u00e4sst sich dadurch erkl\u00e4ren, dass das Capillarelectrometer in den secund\u00e4ren Kreis eingeschaltet war. Aus Fig. 5 ist zu ersehen, dass ein Meniscus, welcher wie beim Oeffnungsinductionsschlag bei b fast vertical ansteigt und 1 unter spitzem Winkel sinkt, \u00e4usserst rasche Schwingungen mitmachen kann. H\u00e4tte man aber nicht mit Inductionsstr\u00f6men, die einen raschen Verlauf haben und fortw\u00e4hrend ihre Richtung \u00e4ndern, zu thun gehabt, h\u00e4tte man einen constant en Strom \u00fcber 1000 Mal in d. Sec. unterbrochen, so h\u00e4tte ein in diesen Kreis eingeschaltes Electrometer die raschen Oscillationen nicht mitgemacht, denn dazu w\u00e4re ein sehr rascher Anstieg der Curve bei jedem Schliessen, d h eine sehr hohe Potentialdifferenz erforderlich gewesen. Unter diesen Bedingungen w\u00fcrde aber schon das erste Schliessen des constanten Stromes die\nH\u00e4SO< zersetzt haben.\nEinige Thatsaelieu zur die genetische Bezie-\nhung zwischen Amitose und Mitose\nVon VV. R u d n e w.\n(Aus dem histologischen Laboratorium der Universit\u00e4t Moskau).\nDie Frage \u00fcber die Beziehung beider Formen der Zellteilung zu einander ist bis jetzt noch wenig bearbeitet. Einige Autoren suchen Uebergangs-formen zwischen Amitose und Mitose unter den Pflanzenzellen, andere unter den Protozoen, noch andere unter den Gewebezellen. Meinerseits erlaube ich mir zu Gunsten dieser genetischen Beziehung beider Formen der Zellteilung\nL Einthoven, Arch. f. d. g. Physiol., 1894, 56, p. 528.","page":129}],"identifier":"lit36148","issued":"1898-99","language":"de","pages":"123-129","startpages":"123","title":"Ueber die Wiedergabe der Inductionsstr\u00f6me durch das Capillarelectrometer","type":"Journal Article","volume":"1"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:47:37.269152+00:00"}
