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Ein neues Verfahren die vom Menschen ausgeathmete Luftmenge und deren CO2-Gehalt zu messen

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{"created":"2022-01-31T14:05:15.482285+00:00","id":"lit36182","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Schaternikow, M.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 1: 194-204","fulltext":[{"file":"p0194.txt","language":"de","ocr_de":"Eiu neues Verfahren die vom Menschen ausgeatlmiete Luft-menge und deren CO,- Gehalt zu messen.\nVon Dr. med. M. Schaternikow,\nAssistenten am physiologischen Institut der Kaiserlichen Universit\u00e4t zu Moskau.\n\"Wird das vom Menschen ausgeatlmiete Luftvolumen durch ein System von R\u00f6hren so geleitet, dass es auf diesem Wege eine d\u00fcnne Schicht Alkalilange passirt und hierbei nur einen beliebigen, jedoch genau bestimmbaren Theil der in ihm enthaltenen CO, verliert, so unterscheiden sich die durch das System durchgegangenen Luftvolumina diesseits und jenseits der Lauge nur durch das Volumen der von der letzteren absorbirten CO, voneinander. Bezeichnet man demnach mit x das Luftvolumen vor der Lauge und mit A das von der Lauge absorbirte, so passirt das System jenseits der Lauge das Volumen x\u2014A. Ordnet man ferner den Versuch so an, das es m\u00f6glich wird den mittleren CO,\u2014Gehalt der Luft (in n/j zu beiden seiten der Lauge genau zu\ngp jj\t^gp A)(| 1 )\nbestimmen, so l\u00e4sst sich folgende einfache Gleichung -in-----------f\u00f6\u00f6~\u2014\naufstellen, worin p und q die Procentzahlen von CO, zu beiden Seiten der Lauge, das erste Glied der Gleichung die ganze ausgeathmete (70,-Menge und X \u2014 A\n-j\u00d6Q- q den von der Lauge nicht absorbirten Theil der CO, bedeuten. Zugleich erh\u00e4lt man aus dieser Gleichung\nx\n= A\n100 \u2014q p \u2014 q\nd. h. das ganze ausgeathmete Luftvolumen.\nDas zu beschreibende Verfahren ist auf diesem mir von Herrn Professor\nSetchenow angegebenen Princip gegr\u00fcndet.\nDie\nmir gestellte\nAufgabe liefs sich am\neinfachsten auf die in der beistehenden schematischen Fig. 1. angedeutete Weise l\u00f6sen. Die Ausathmungsluft geht, nachdem sie in der Respirationsmaske {A) vermittelst einer Klappenvorrichtung (B) von der eingeathmeten abgeschieden ist, durch eine niedrige S\u00e4ule von Natrolange in einer Art Wulff'shen Flasche (Dp verliert darin nebst einem Tlieile COi auch einen Theil ihres Wassers, wird jedoch auf dem weiteren Wege in dem Beh\u00e4lter ^wiederum feuch t\n\u00ab) Nat\u00fcrlich sind die Volumena x, A und x\u2014A als trocken und auf 0\u00b0 und gleichen Druckwerth reducirt zu verstehen.","page":194},{"file":"p0194s0001.txt","language":"de","ocr_de":"Versuchsanordnung mit dem Athmungsapparat (S. 194).","page":0},{"file":"p0194s0002.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n\n\n","page":0},{"file":"p0195.txt","language":"de","ocr_de":"EIN NEUES VERFAHREN CO, ZU MESSEN.\n195\ngemacht und tritt durch das Austrittsventil H frei heraus. Auf diesem Wege, etwa in den Punkten a und b, diesseits der Natronflasche'2) und jenseits des Befeuchters F, wird ferner ein Theil der Ausathmungsluft (behufs ihrer sp\u00e4teren Analyse auf C0.2) in die Cylinder c und g gleichm\u00e4ssig und unaufl\u00f6rlich w\u00e4hrend der ganzen Dauer des Versuches abgeleitet. Sorgt man endlich daf\u00fcr, dass die Temperatur der Luft in dem Ausathmungsrohre an den Ableitungsstellen a und b constant und die gleiche bleibe, so werden offenbar alle Erfordernisse des Princips erf\u00fcllt. Der einzige schwache Punkt des Verfahrens ist der f\u00fchlbare Athmungswiderstand seitens der Lauge in der Natronflasche. Uebrigens kann derselbe so gering gemacht werden, dass das Atlimen, obgleich nicht ganz frei, doch imbeschwerlich wird.\nJetzt will ich die Eigenth\u00fcmlichkeiten der einzelnen Theile des Apparates beschreiben, mit dem Einathmungszweige desselben beginnend. Soweit die Versuche in geschlossenen R\u00e4umen stattfinden, ist es geboten die einzuathmende Zimmerluft von CO, frei zumachen. Zu dem Ende hat die Luft erst die cv-\n^\tv\nlindrische Erweiterung (Fig. 2, A.) des Rohres B zu passiren, welche mit in Natronlauge getr\u00e4nkten Bimssteinst\u00fccken gef\u00fcllt ist, und hierauf durch das Rohr B: dessen W\u00e4nde ebenfalls von Lauge benetzt sind, in den ger\u00e4umigen Ballon C (von 60\u201470 Lit.\nInhalt), welcher eine Schicht Lauge am Boden hat, einzutreten. Es dient somit zur Athmung nicht unmittelbar die \u00e4ussere Luft, sondern diejenige des Ballons, und zwar nachdem dieselbe den Befeuchter I) passirt hat. Jenseits des letzteren werden im Laufe des Versuches Proben der einzuathmenden Luft in das mit 2 H\u00e4hnen versehene und mit Hg gef\u00fcllte Rohr //, behufs der Analyse auf 0,. abgeleitet. Diese Proben enthielten nie CO2. Nebst diesen wesentlichen Theilen des Einathunungszweiges geh\u00f6rt zu demselben noch der Ansatz E zur Registrirung der Anzahl und der relativen Tiefe der Athembewegun-geu. Wir bedienen uns zu dem Ende einfach einer mit dem Gange in Verbindung stehenden Marey'schen Kapsel. Die Zeit wird dabei ebenfalls durch einen elektro-magnetischen Markirer registrirt.\nDie Despirationsmaske. Anstatt des bekannten Mundst\u00fcckes mit zugeklemmter Nase bediene ich mich einer den Mund und die Nase umgebenden Maske, welche dem Menschen gestattet durch beide Oeffnungen zu atlimen. Dieselbe hat die Gestalt eines an das Gesicht dicht anliegenden hohlen Kegels (siehe die Phototypie), dessen W\u00e4nde aus in heissem Wasser erweichtem Hartgummi geknetet sind. Die teigartige Consistenz des letzteren gestattet n\u00e4mlich leicht der Maske eine der Configuration des gegebenen Gesichtes wollkom-men anpassenden Form zu geben. Man verfertigt dieselbe erst ann\u00e4hernd richtig; und sp\u00e4ter, wenn sie hart geworden ist, erweicht man nur deren frei-\n-) In der weiteren Beschreibung werde ich stets den Ausdruck \u201eNatronflasche\u201c f\u00fcr die Bezeichnung des Laugenbeh\u00e4lters in dem Expirationstractus gebrauchen.","page":195},{"file":"p0196.txt","language":"de","ocr_de":"196\nEIN NEUES VERFAHREN \u20ac0., ZU MESSEN.\nen Rand und diesen an das Gesicht leise andr\u00fcckend, knetet man ihm mit den Fingern an. Es versteht sich von selbst, dass eine und dieselbe Maske f\u00fcr beliebig viele Gesichter sehr leicht ungeformt werden kann; die Operation bleibt die soeben beschriebene und dauert nicht einmal */, Stunde. Uebri-gens muss bei den Versuchen der freie Rand der Maske jedesmal mit einer dicken Schicht Wachspommade bestrichen werden und die Maske fest an den Kopf (siehe die Phototypie) vermittelst Riemen angebunden werden. Das Tragen derselben, wenn sie an das Gesicht gut anpasst, ist nicht l\u00e4stig, wie ich es an mir selbst erprobt habe. Auch bietet eine solche Maske den Vortheil' dass das undichte Schliessen derselben sowohl von den Beobachter als von dem Maskentr\u00e4ger selbst sofort in Form eines leisen Ziehens bemerkt werden kann.\nDie Klappenvorrichlang (Fig. 3) unterscheidet sich von der Zuntz\u2019schen nur durch die Form der Ventile. Diese bestehen bei mir aus zwei viereckigen, an das Rohr oberhalb der Oeffnungen angeklebten d\u00fcnnen Kautschukplatten, welche seitlich durch einen steif erstarrenden Kitt *) so zusammengeklebt sind,\nE\nFig. 3.\ndass sie auf dem Rohre aufrechtstehend einen zwischen ihren oberen R\u00e4ndern l\u00e4nglichen, zusammenklappenden Schlitz behalten. Die Klappen schliessen ganz vorz\u00fcglich, wie es mir Proben vermittelst zweier mit dem Klappenapparat verbundener, gew\u00f6hnlicher Wasserspritzen gezeigt haben. Auch im Laufe des Versuches k\u00f6nnen die Leistungen derselben aus dem Stande der Lauge in der Natronflasche und aus den Schwankungen des Hebels der Marey'chen Kapsel beurteilt werden.\nDer Laugenbeh\u00e4lter hat die Form einer Wulffsehen Flasche (Fig. 4.), deren zuf\u00fchrender (aus Hartgummi gefertigter) Tubus an seinem unteren Ende\n*) Gelbes Wachs mit Colophonium.","page":196},{"file":"p0197.txt","language":"de","ocr_de":"EIN NEUES VERFAHREN CO, ZU MESSEN.\n197\nin eine Erweiterung in Form eines flachen, hohlen, seitlich gefensterten Cylinders, mit Oeffnungen auch im Boden \u00fcbergeht. Der Sinn dieser Erweiterung ist klar: dieselbe vergr\u00f6ssert die Ber\u00fchrungsoberfl\u00e4che, zwischen der Lauge und der Luft, indem sie die grossen Luftblasen in kleinere spaltet und ihren Weg durch die Lauge bedeutend verl\u00e4ngert, ohne dadurch den Widerstand merklich zu vergr\u00f6ssern. Das gleichm\u00e4ssige Austreten der Luftblasen aus allen Fenstern des Cylinders besorgt das die Flasche tragende Stativ mit 3 Stellschrauben. Die horizontalen Linien f und g in der Fig. 4. bedeuten ferner die Lage zweier versilberter Kupfernetze, welche das Ueberspritzen der Lauge in das Rohr b verhindern. Das Eingiessen der Lauge in die (nat\u00fcrlich erst mit C02-freier Luft gef\u00fcllte) Flasche geschieht durch das mit einem Hahn versehene, oben konisch erweiterte Glasrohr c, und ein eben solches Rohr d dient zum Herauslassen der Lauge aus der Flasche. Die Dimensionen der letzteren m\u00fcssen endlich folgenden Bedingungen gen\u00fcgen: 1) sind 500 cm. einer 20%-gen Natronlauge f\u00fcr einen 2-st\u00fcndigen Versuch mehr als gen\u00fcgend; 2) muss das Niveau der Lauge nicht mehr als um 1 cm. oberhalb des flachen Cylinders stehen, damit der Widerstand in der Luftleitung f\u00fcr den athmenden Menschen unempfindlich sei. Der auf die Natronflasche folgende Befeuchter ist deshalb noting, weil die Ausathmugsluft diesseits der Lauge feucht ist und nach den Erfordernissen des Princips der Methode auch jenseits der Lauge feucht sein muss:\u2014es m\u00fcssen ja die Luftvolumina zu beiden Seiten der letzteren sich nur durch das Folumen der absorbirten CO, voneinander unterscheiden. Aus demselben Grunde ist es rathsam auch die Temperaturen der Luft an beiden Ableitungsstellen des Exspirationstractus einander gleich zu halten, weil das soeben erw\u00e4hnte Princip dann am vollst\u00e4ndigsten erf\u00fcllt wird \u2019). Auch sind in den Gang (Fig. 1 ,a,b) an beiden Ableitungsstellen Thermometer eingesetzt und ist der Befeuchter in eine ger\u00e4umige Wanne mit Wasser geh\u00f6riger Temperatur eingetaucht, um die Luft an der 2-ten Ableitungsstelle ebenso warm wie an der 1-en zu halten. Gleichzeitig hiermit entsteht die Nothwendigkeit die in den Ableitungscylindern gesammelte Luft vor Abk\u00fchlung zu sch\u00fctzen, weshalb dieselben in einen dicken wollenen Ueberzug gewickelt sind. Auch der Weg von dem Befeuchter bis zu der 2-ten Ableitungsstelle hat einen solchen. Die bequemste Form des Befeuchters ist die eines V\u2014 f\u00f6rmigen Rohres mit in Wasser getr\u00e4nkten Bimsteinst\u00fccken.\nDie Vorrichtung zur gleich massigen Ableitung der A usathmungsluft zu beiden Seiten der Lauge. Man denke sich die Cylinder 31, N, Q (Fig. 5), sowie den Schlauch Cp voll Quecksilber uud das hakenf\u00f6rmige, durch den Hahn verschliessbare Ende des letzteren mit einem Punkt verbunden, welcher f\u00e4hig ist mit verschiedenen Geschwindigkeiten, jedoch immer gleichm\u00e4ssig herabzusinken. Steht nun die Ausfluss\u00f6ffnung p niedriger als der obere Stand des Quecksilbers in den Cylindern und ist der bewegliche Punkt in Bewegung gesetzt, so erfolgt nach dem Oeffnen des Hahnes am Haken ein gleichzeitiges Herabsinken sowohl der Ausfluss\u00f6ffnung als der Quecksilbersniveaus in den\n*) Im Grunde genommen k\u00f6nnen die Temperaturen an den Ableitungsstellen sich voneinander unterscheiden, und m\u00fcssen dieselben nur in jedem einzelnen Punkte constant bleiben.","page":197},{"file":"p0198.txt","language":"de","ocr_de":"198\nEIN NEUES VERFAHREN CO. ZU MESSEN.\n\\n\nCylindern. Sinkt etwa die erstere geschwinder als die letzteren, so kann man (len Ausfluss des Quecksilbers entweder durch ein weiteres Oeffnen des Hahnes oc ei c^urch eiiie niedrigere Stellung des Hakens geschwinder machen. Will man, umgekehrt, das Herabsinken der Ausfluss\u00f6ffnung verlangsamen, so kann auc l dieses leicht geschehen, da dem beweglichen Punkte, wie wir es oben\ngesagt haben, die F\u00e4higkeit zukommt mit verschiedenen Geschwindigkeiten herabzusinken. Kurz, es ist unter den angegebenen Bedingungen leicht m\u00f6glich die Bewegungen an beiden Orten so auszugleichen, dass das Quecksilber in den Cylindern und die Ausfluss\u00f6ffnung desselben mit gew\u00fcnschter gleicher und gleichm\u00e4ssiger Geschwindigkeit herabsinken, wodurch zu gleichen Zpitpe-rioden gleichgrosse Luftvolumina abgeleitet werden.\nDer oben angedeutete bewegliche Punkt ist das Uhrgewicht einer in Gang gesetzten Wanduhr der einfachsten Art. Dasselbe sinkt bekanntlich stets gleichra\u00e4ssig und zwar desto geschwinder, je k\u00fcrzer das Pendel oder je\n\n(GO-\nschwerer das Uhrgewicht ist -). Der Schlauch Cp ist mit dem Uhrgewichte durch den Haken p verbunden und daneben steht ein verticales Lineal mit 1bedungen f\u00fcr die aus den Vorproben bekannte Einstellung der Ausfluss\u00f6ffung, Die Gr\u00fcnde, warum man die Cylinder M und N mit einem dritten (Q) verbunden findet, sind folgende: 1) wirkt die in dem letzteren enthaltene Quecksilbers\u00e4ule auf den Luftdruck in M und N w\u00e4hrend der Athmungs-pausen einigermassen ausgleichend, wodurch die Ausflussmengen aus beiden Cylindern so gut wie gleich werden; 2) dient der Cylinder Q zur F\u00fcllung von M und N mit Quecksilber sowohl im Beginne des Versuches als nach Been-\ndigung desselben, namentlich bei Ueberfidirung der gesammelten Luft aus M und N durch die R\u00f6hren c und ct in die Absorptionsr\u00f6hren E und E{.\nNachdem alle Theile des Athmungsapparates beschrieben sind, habe ich jetzt noch den Gang des Versuches zu besprechen. Zuallererst werden von Q aus (Fig. 5) die Cylinder M und N sammt ihren R\u00f6hren c und c, mit auf die erwartete Temperatur der Ausathmungsluft (an der 1-en Ableitungsstelle) erw\u00e4rmtem Quecksilber gef\u00fcllt. In unseren Versuchen, bei der Zimmertemperatur 16,5\"\u201417\u00b0 C., hatten wir das Queksilber auf 20\"\u201421\u00b0 C. zu erw\u00e4rmen gehabt. Gleichzeitig hiermit ist die Wanne, worin der Befeuchter\n\u25a0) Der mit dem Uhrgewicht verbundene Ausflussschlauch bildet eine U-f\u00f6rmige Schleife, deren aufsteigender Schenkel Cp mit dem Herabsteigen des Uhrgewichtes allm\u00e4iig k\u00fcrzer wird. Zufolge dessen wird das letztere weniger und weniger von den Schlauche belastet und sein Gang nach unten muss allm\u00e4iig langsamer werden. Es liesse sich dieses leicht beseitigen, die Verlangsamung ist jedoch so unbedeutend, dass ich die Correctin' f\u00fcr unn\u00f6thig hielt.","page":198},{"file":"p0199.txt","language":"de","ocr_de":"EIN NEUES VEKFAHKEN CO., ZU MESSEN.\n199\nfr-\nj\n\u2022H-6\n1L\ndes Expirationstractus taucht, mit warmem (um ein Paar Grad h\u00f6her als das Quecksilber) Wasser zu f\u00fcllen. Hierauf folgt die etwas umst\u00e4ndlichere Opera-tion des F\u00fcllens der Natronflasche mit der Lauge; diese Operation besteht aus dem Ueberf\u00fchren dieser Fl\u00fcssigkeit aus dem Vorrathsbeh\u00e4lter (Fig. 6. II) in den f\u00fcr das Abmessen der Lauge dienenden Kugelrohrapparat (Fig.\n7. III) und erst von diesen in den Laugenreci-pienten des Expirationstractus. Ein grosser Vorrath\nan Natronlauge ist bei unserem Versuche unbe-\tb\ndingt nothwendig, weil man hundeite von Ccm\n\nFig. 6 CH.\ndavon f\u00fcr einen einzigen Versuch braucht und weil letzterer gestattet den Gehalt der f\u00fcr viele Versuche dienenden Fl\u00fcssigkeit an gebundener CO, aus einer einzigen experimentellen Bestimmung zu erkennen. Ebenso unentbehrlich ist der Apparat zum Abmessen der Lauge, weil dieses weder an dem Vorrathsbeh\u00e4lter noch an der Natronflasche, wegen ihrer Figur und Dimensionen, m\u00f6glich ist. Es ist kaum noting hinzuzuf\u00fcgen, dass sowohl der ganze Expirationstractus als der Messapparat erst nachdem sie von der (70,\u2014haltigen Zimmerluft befreit sind mit NaHO gef\u00fcllt werden;\nund ferner, dass auch w\u00e4hrend des F\u00fcllens die \u00e4ussere Luft nirgendwo eindringen kann, vTeil der Messapparat sowohl mit dem Vorrathsbeh\u00e4lter als mit der Natronflasche mittelst aneinander angeschliffener R\u00f6hren verbunden wird.\nNach dem Anlegen der Maske begint nun die Respiration und die Registrirung der Athembewegungen, w\u00e4hrend die Ableitung der Luft in die Cylinder il/ und N um einige Minuten (etwa 5 \u2014 6) sp\u00e4ter geschieht, damit der Expirationstractus sich mit der ausgeathmeten Luft f\u00fclle, ehe das Sammeln derselben beginnt; so lange die Respiraration dauert, hat man nichts weiter zu thun als die Temperatur der Ausathmungsluft an der 2-ten Ableitungsstelle von Zeit zu Zeit zu corrigiren, da dieselbe an der 1-en Ableitungsstelle so gut wie constant bleibt. Bis jetzt haben unsere Versuche h\u00f6chstens 2 Stunden gedauert.\nNach Beendigung des Athmungsversuches bleiben nur noch zwei Operationen \u00fcbrig1): 1) die Analyse der an beiden Ableitungsorten gesammelten Luft auf CO,; und 2) die Bestimmung der von der Lauge absorbirten CO,\u2014 Menge, d. h. die Ermittelung der Zahlenwerthe\np, a und A in der Formel X= A\tDiese Formel\np \u2014 q\nzeigt unmittelbar, in welch hohem Grade die Richtig-\n*) Ich \u00fcbergehe hierbei die von selbst verst\u00e4ndlichen, auf den Schluss des Versuches unmittelbar folgenden Manipulationen, wie das Unterbrechen des Quecksilberausflusses, das Absperren der Luftsammler von dem Expirationstractus, das Ueberf\u00fchren des Gases aus M und N in die Absorptionsr\u00f6hren u. s. w.","page":199},{"file":"p0200.txt","language":"de","ocr_de":"200\nEIN ZEUES VERFAHREN 00., ZU MESSEN.\nkeit der Resultate von der Genauigkeit aller drei Bestimmungen abh\u00e4ngig ist. Auch haben wir die \u00e4usserste Sorgfalt auf die Ausf\u00fchrung derselben verwendet, wie man sogleich sehen wird.\nDa es bei der Analyse der abgeleiteten Luft auf die Procente von CO, in einem an diesem Gase relativ armen Luftgemische ankommt, so war es geboten eine grosse Menge Luft f\u00fcr die Analyse zu nehmen und diese letztere unter einem relativ niedrigen Drucke auszuf\u00fchren. Dementsprechend tragen unsere dazu verwendeten Absorptionsr\u00f6hren an ihren oberen Enden kugelige Erweiterungen von circa 250 ccm. Gehalt, sind \u00fcber 50 cm. lang, sehr fein in halbe Millimeter eingetheilt und mit Hg nach Gewicht calibrirt. Dank der Liebensw\u00fcrdigkeit des Herrn Prof. Louguinine sind wir zudem im Besitze sehr feiner, mit Berichtigungstabellen versehener Thermometer. Endlich geschieht die Analyse in der Luft nach Bunsen, 2 Tage in Anspruch nehmend.\nDie von der Lauge absorbirte CO, wird volumetrisch bestimmt und zwar in dem vom Prof. Setschenow speciell zu diesem Zwecke construirten Apparate. Ehe ich jedoch zu dessen Beschreibung \u00fcbergehe, muss ich zuv\u00f6rderst der Operationen erw\u00e4hnen, wie man der Lauge in der Natronflasche eine zur Analyse n\u00f6thigen Theil entnimmt und diesen in den Kohlens\u00e4ureaustreiber \u00fcbertr\u00e4gt. Nachdem die Natronflasche aus ihrer Verbindung mit dem Ausathmungs-rohre gebracht und vorsichtig durchgesch\u00fcttelt worden ist, wird deren unteres Ende luftdicht (mittelst Schliffe) mit dem oberen Ende des in der nebenstehenden Figur gezeichneten Hilfapparates H (Fig. 8) verbunden, und dieser letztere bei ge\u00f6ffnetem Hahne l zuerst mittelst einer Pumpe mit CO,\u2014 freier Luft, und dann bei geschlossenem Plahne s mit Lauge gef\u00fcllt. Man muss von dieser etwas mehr nehmen, als es f\u00fcr die Analyse n\u00f6thig ist; und da die Lauge w\u00e4hrend der Ath-mung in Folge der Wasserabsoption an Volumen zunimmt und diese Zunahme bekannt sein muss, so ist es n\u00f6thig den Rest der Lauge aus der Natronflasche in einen Messev-linder ablaufen zu lassen und ebenso den Laugen\u00fcberschuss aus dem Hilfsapparate H \u00fcber die von dort in den CO, \u2014 Austreiber \u00fcbergef\u00fchrte (und hier zu messende) Laugenmenge.\nDer Kohlens\u00e4ureaustreiber (Fig. 9) besteht aus dem mit Theilungen versehenen und auf seinen Inhalt genau ca* librirten Reciptienten A, wohinein zuerst die Lauge allein, und zwar aus dem oben beschriebenen Hilfsapparate, und sp\u00e4ter auch die die CO, austreibende S\u00e4ure kommt\u2014 letztere auf dem Wege von D aus \u00fcber C und b nach A hin. Das sich in A entwickelnde Gas entweicht durch das 82 Cm lange dickwandige Capillarrohr B, dessen oberes Ende in die trichterf\u00f6rmige Erweiterung des Recipienten A eingeschliffen ist, und sammelt sich in einem ger\u00e4umigen Absorptionsrohr von 650 \u2014 700 Ccm. Inhalt und 900 Mm. L\u00e4nge.\nNachdem alle Theile dieses Apparates richtig eingestellt sind und das Rohr B aus dem Trichter weggenommen ist. wird das untere r\u00f6hrenf\u00f6rmige\nFig. 8 (70-","page":200},{"file":"p0201.txt","language":"de","ocr_de":"EIN NEUES VERFAHREN CO., ZU MESSEN.\n201\nEnde e des mit Lange gef\u00fcllten Hilfapparates H durch den Trichter des Ct\u00d62-Austreibers so weit in A eingef\u00fchrt, bis der an dem Rohre t befindliche Kautschukpfropfen den Hals der Trichters verschliesst. Nun wird es m\u00f6glich in dem Raume ABC des GYL-Austreibes (bei geschlossenem Dreiweghahne c des letzteren!) die Zimmerluft durch eine CO,-freie zu ersetzen; worauf man nur dem Hahne s des Hilfapparates die Stellung n zu gehen hat, um den Kohlens\u00e4ureaustreiber mit Lauge zu f\u00fcllen.\nIn diesem Momente h\u00e4lt der Geh\u00fclfe das Rohr B schon bereit um es in den Trichter, anstatt des daraus zu entfernenden Hilfapparates, einzusetzen. Das Gef\u00e4ss D war schon vorher mit CO,-austreibender S\u00e4ure (diluirte Schwefels\u00e4ure) gef\u00fcllt, und nun wird dasselbe in e mit der Luftpumpe verbunden und bei der in der Fig. 8. gezeichneten Stellung des Dreiweghalmes c ausgepumpt. Hiedurch wird einerseits die S\u00e4ure entgast, andererseits werden die R\u00e4ume A und C evacuirt und ebenso das Rohr B, in welchem das Quecksilber hierbei barometrich aufsteigt. Es ist vortheilhaft die Luft in A f\u00fcr die sp\u00e4tere Entwicklung des Gases stark zu verd\u00fcnnen; eine vollst\u00e4ndige Evacuation ist jedoch nicht noting\u2014ein Rest an Luft in diesem Raume ist f\u00fcr die sp\u00e4tere Analyse des gesammelten Gases sogar vortheilhaft. Nach Beendigung der Evacuation wird der Hahn c geschlossen und in D Luft eingelassen, worauf man nur dem Hahne c (vorsichtig) die fr\u00fchere Stellung zu geben hat, um den Raum Cb mit S\u00e4ure zu f\u00fcllen. Sind einige Tropfen davon in A \u00fcbergegangen, so wird dem Dreiweghalme c die Stellung 2 gegeben, wobei die S\u00e4ure von G in A durch das Quecksilber aus dem Nebenschlauche F mit seinem Trichter verdr\u00e4ngt wird. Die Fl\u00fcssigkeit in A wird zuerst durch kochendes Wasser, zuletzt am freien Feuer und zwar bis zu starkem Kochen erw\u00e4rmt. Durch weiteres Einlassen des Quecksilbers in C wird das Gas bis auf Spuren in E \u00fcbergef\u00fchrt. Zu den Hauptm\u00e4ngeln der Methode geh\u00f6ren folgende Umst\u00e4nde.\nErstens kann von der zum Versuche genommenen Laugenmenge nur ein relativ kleiner Theil auf die gebundene CO, untersucht werden. Wir konnten n\u00e4mlich gew\u00f6hnlich nur den zwanzigsten Theil davon f\u00fcr die Analyse gebrauchen, weshalb die durch Versuch gefundene Zahl, der Formel X= A\t1\n, .\t.\tP \u2014 rl\ngem\u00e4ss, beinahe mit 2000 multiplicirt werden musste. Uebrigens kann der daraus entstehende Fehler bei unserem Verfahren die entbundene CO, zu sammeln und zu messen, nicht einmal 1 \u00b0/0 betragen. Gesetzt, wir \"h\u00e4tten bei allen Operationen der Gewinnung des Gases das Volumen desselben um 1 Ccm. fehlerhaft bestimmt, was eher zu viel als zu wenig genommen ist, so w\u00fcrde der totale Fehler 2 Liter auf etwa 350\u2014400 Liter ausgeathmete Luft (siehe weiter unten die Tabellen) betragen. Viel gef\u00e4hrlicher sind hingegen die Fehler\nFig. 9","page":201},{"file":"p0202.txt","language":"de","ocr_de":"202\nEIN NEUES VERFAHREN CO, ZU MESSEN.\nin den Bestimmungen von p und <p und zwar wenn sie ausnahmsweise so Zusammentreffen, das sowohl der Z\u00e4hler als der Nenner des Bruches A.-----------\np\u2014q\ndadurch fehlerhaft vergr\u00f6ssert oder vermindert wird. Aber auch in solchen Ausnahmsf\u00e4llen kann der totale Fehler kaum mehr als 2\u2014 3\u00b0/0 betragen, da die Ablesungsfehler in unseren Analysen meist auf die dritte D\u00e9cimale fallen.\nDer zweite Uebelstand der Methode besteht in dem f\u00fcr die Versuchsperson allerdings nicht l\u00e4stigen, jedoch nicht ganz freien Athmen, bedingt durch den Widerstand in der Natronflasche. Ich habe nat\u00fcrlich nicht unterlassen, die Gr\u00f6sse desselben mit der daraus entspringenden Zunahme der respiratorischen Muskelarbeit zu messen. Zu dem Ende wurde in das Ausathmungsrohr vor der Natronflasche ein Wassermanometer eingesetzt und die Maxima der AVassers\u00e4uleerhebungen notirt. Dieselben betrugen h\u00f6chstens 13 Mm., woraus die Zunahme der Muskelarbeit f\u00fcr 1 Stunde Respiration gleich 5,85 Mk. sich berechnen liess '). Um ferner zu erfahren, in welchem Grade die Production von GO, durch diesen Umstand beeinflusst war, ersetzte ich in 2 Versuchen die Natronflasche durch ein vertical aufgestelltes Rohr von 1 M. L\u00e4nge und 25 Mm. Durchmesser, l\u00e4ngs dessen innerer Wand eine continuirliche Schicht Lauge herabfloss und sich in einen vor dem Eindringen der \u00e4usseren Luft gesch\u00fctzten Beh\u00e4lter sammelte. Die Ausathmungsluft stieg in dem Rohre von unten nach oben dessen ganzer L\u00e4nge nach, und die Ausathmung war allerdings vollkommen frei; jedoch brauchten die Versuche so viel Lauge, dass die Beobachtung zu kurz war um sichere Ergebnisse zu geben. Die Frage ist also einstweilen als offen zu betrachten.\nIm Ganzen habe ich bis jetzt nur 6 Versuche an drei verschiedenen Individuen angestellt, und da sie mir alle sehr befriedigende Resultate ergaben, entschloss ich mich die ganze Arbeit zu ver\u00f6ffentlichen, um so mehr als es mir dabei eigentlich nur um die Beweisf\u00fchrung galt, dass das Verfahren gute Resultate liefern kann. Alle Versuche wurden an Individuen in halb liegender Stellung, bei vollst\u00e4ndiger Ruhe und, mit einer emgigen Ausnahme (\u2019Versuch W 5), zur Periode der Verdauung, 3\u20144 Stunden nach einem leichtem Morgenfr\u00fchst\u00fcck angestellt. Zu den 3 ersten Versuchen diente ein schw\u00e4chlicher junger Mann (Laboratoriumsdiener, 19 Jahre alt, von 45 Kilo K\u00f6rpergewicht), welcher in allen 3 Versuchen eine Zeitlang schlief, besonders tief in dem \u2019Versuche 2). Die n\u00e4chsten wurden, umgekehrt, an einem gesunden, starko-ebauten jungen Manne (Ofenheitzer des Laboratoriums, von 64 Kilo K\u00f6rpergewicht) angestellt. Bei diesem waren, von allen 3, die Athembewegungen am regelm\u00e4ssigsten, auch dauerte jeder Versuch an ihm 2 Stunden. Der erste davon, JV\u00bb 4, entspricht der Verdauungsperiode, JV\u00ab 5 dem n\u00fcchternen Zustande. Endlich atlunete in dem Versuche 6 ein h\u00f6chst starkgebauter junger Mann, von hohem Wuchs, 75 Kilo wiegend\u2014ein directer Gegensatz des Indi-\n*\\ Dieser Plus an Arbeit entspricht der Hebung des Gewichtes der im Laufe einer Stunde ausgeathmeten Luft auf die H\u00f6he der als Lufts\u00e4ule berechneten Wassers\u00e4ule, oder was dasselbe ist & der Hebung auf die beobachtete H\u00f6he der Wassers\u00e4ule des Gewichtes des dem Luftvolnmen gleichen Volumens Wasser. Setzt man die im Laufe 1 Stunde ausgeathmete Luftmenge gleich 450 Lit., so ist die gesuchte Gr\u00f6sse gleich X4o0 Kgr. X f^\u00f4lo M. \u20145,85 Mk.","page":202},{"file":"p0203.txt","language":"de","ocr_de":"E\u00eeX NEUES VERFAHREN C0\u201e ZU MESSEN.\t203\nviduums der ersten 3 Versuche. Zugleich zeichnete er sich durch einen un-gemein langsamen und unregelm\u00e4ssigen Athmungsrythmus aus.\nIn der Tabelle I entsprechen die Uezeiclmungen A. p und q den gleichnamigen Gr\u00f6ssen der Formel, wie sie die Versuche ergeben haben, ln den zwei letzten Spalten hingegen sind die Gasvolumina auf 1 Stunde Respirationszeit berechnet. Ueberall sind die Gasvolumina auf 0\" und 700 mm. berechnet.\nT A 15 E L L E 1.\nVers.\tDauer d. Vers.\tA.\t!\u2019\u25a0\t4\t-4'.\t('Ch\nI.\t1 St.\t5298,2\t2.40\t1 .21\t418,73\t10,3005\n2.\t50 Min.\t3489,3\t2.89\t1.72\t351,72\t10,165\n\u00fc.\t1 St.\t4218,0\t2.62\t1.59\t403,38\t10,582\n4.\t2 St.\t12403,0\t3.63\t2.10\t412,70\t14,987\nf>.\t2 St.\t10116,1\t3.23\t1.90\t389,25\t12,573\n0.\t53 Min.\t0270,0\t3.03\t2.2 5\t501.98\t18,238\nIn der Tabelle 11 sind weitere aus denselben Versuchen sich ergebende Data angef\u00fchrt. Die Zahlen der zwei ersten Spalten in der Tabelle 11 sprechen sehr \u00fcberzeugend zu Gunsten des Verfahrens.\nT A 15 E L L E II.\n\tVol. C(k\tV ol. C ( k\tMittl. Atlimungs-\t\nWv Vers.\tin 1 St. auf 1 Kil.\tin 1 Min. auf\t1 Kilo, frequenz in 15\tgrosse in Ce.\n1.\t228,29\t3.805\t20\t345,0\no\t228,11\t3.802\t19\t311,3\n,\u00bb.\t235,15\t3.919\t20\t337,4\n4.\t234.19\t3.903\t12\t573,3\n5.\t196,45\t3.274\t12\t540.0\n0.\t213,17\t4.053\t11\t702,8\nNebst der\tausgeathmeten\tLuft habe\tich auch die Menge\tder eingeathme-\nten zu bestimmen gesucht:\nEs lag anf\u00e4nglich im Plane des Herrn Prof. Setsehenow letzteres durch Vereinigung des nach seinem Principe construirten Exspirationszweiges mit einer Gasuhr im Inspirationszweige zu erreichen. Die Gasuhr sollte namentlich nicht bloss zur Abmessung der cingeathmeten Luftmenge, sondern auch zur Pr\u00fcfung der Angaben der Exspiration dienen. Leider sind wir nicht im Stande gewesen der Leistungen dieses Instruments Herr zu werden, obgleich die Gasuhr des hiesigen Laboratoriums von Elster in 1 \u00bberlin stammt. I>ei stetigem Luftzuge arbeitet die Gosuhr ganz gut; bei intermittirenden Z\u00fcgen hingegen, wie es die Athemz\u00fcge sind, bekamen wir. bei gleicher Tiefe derselben, sehr ungleiche Ausschl\u00e4ge, je nach der Raschheit der St\u00f6sse aber auch je nach der Lage des Zeigers in diesem oder jenem Quadranten des Zifferblattes. Schliesslich mussten wir doch von deren Anwendung abstehen und uns der Berechnung der eingeathmeten Luft nach der Menge und der Zusam-","page":203},{"file":"p0204.txt","language":"de","ocr_de":"204\n\u00ebin neues Verfahren co\u201e zu messen.\nmensetzung der ausgeathmeten bedienen. Die Mengen der ausgeathmeten Luft gaben uns unsere Versuche, folglich hatten wir nur noch den Procentgehalt derselben an 0, und die entsprechende Gr\u00f6sse in der Zimmerluft w\u00e4hrend des Versuches zu bestimmen, um n\u00e4mlich nebst der eingeathmeten Luftmenge auch den 0,\u2014Verbrauch zu berechnen. Aus diesem Grunde wurde die Luft in dem 1-en Ableitungscylinder in zwei Portionen getheilt; die gr\u00f6ssere diente zur Analyse auf CO., und die kleinere, nach vorheriger Befreiung derselben von CG.,, auf CL. Endlich diente zum Sammeln der inspirirten Luft, behufs ihrer sp\u00e4teren Analyse auf Oa, das w\u00e4hrend des Versuches ununterbrochen dauernde Ausfliessen des Quecksilbers aus einem mit dem Inspirationszweige (siehe oben Fig. 2) verbundenen Bohre (H). Die entsprechenden Versuch- und Bereclmungsdata sind in der n\u00e4chstfolgenden Tabelle 11T\nzusammengestellt. Die\t\tNumeration der Versuche ist\t\t\tdie fr\u00fchere.\tAlle Gasvo-\nlumina sind auf 0\"\tund\t760\tmm. reducirt.\t\t\t\n\t\tT A B E L L E\t\t; in.\t\t\nm\t\thJ\tcn\t\t| _\t\n>\u25a0\ta 4\t\t\u00f6 %\t.\u00a3 j\t\t\t\n^\t7 ^\t\t\trr .5\t\to -\tf ( y*2\n_ - _\t\to ^\tr_*\t\u2019\tr* 1-1 \u00a3\t> ^ \u00a3\t0-2\nl\u00c4\to'- aj\t\t0 cn\t\u00ab ^ > J\tO .2 I-I\t~ \u2014 \u00ab\t\n1. 18.16\t\t20,78\t419,40\t244,80\t4,080\t0,935\n2.\t17'38\t\t20,46\t352,46\t243,78\t4,063\t0,927\n3.\t18,11\t\t20.92\t404,15\t255,30\t4,255\t0,921\n4.\t17,00\t\t20,86\t413,71\t252,23\t4,204\t0,928\n5.\t17.17\t\t20,97\t391,47\t237,35\t3,956\t0,827\n6. 16,66\t\t20,58\t503,44\t280,00\t4,667\t0,868\nEndlich m\u00f6ge\tzu\tdem\tbis jetzt Gesa\tgten noch Folgendes\t\thinzugef\u00fcgt\nwerden.\nSoweit die kurzdauernden Respirationsversuche nur dann von Bedeutung sind, wenn man zwei verschiedene und rasch aufeinander folgende Zust\u00e4nde des Organismus in Bezug auf den Gasaustausch vergleichend untersucht, so muss auch unserem Apparate die diesem Zwecke entsprechende Form gegeben werden. Dieses erreicht man am zweckm\u00e4ssigsten durch das Anbringen eines zweiten Ausathmungsrohres mit allen seinen Theilen gleich jenseits der Klappenvorrichtung. Die Einrichtungskosten des Apparates sind \u00fcberhaupt so gering, dass eine Verdoppelung derselben von keinem Belange sein kann.\nNebst diesem hat Herr Prof. Setschenow dem Apparate noch eine portative Form gegeben, welche dem Versuchsmanne bei verh\u00e4ltnissm\u00e4ssig geringer Belastung, sich vollkommen frei zu bewegen, erlaubt. Versuche mit dieser Form sind schon im Gange.\nZum Schl\u00fcsse erf\u00fclle ich die angenehme Pflicht, meinen hochverehrten Lehrern, Herrn Prof. Setschenow und Herrn Director des physiologischen Instituts Prof. L. Morochowctz, f\u00fcr ihre th\u00e4tige Unterst\u00fctzung bei dieser Arbeit meinen tiefsten Dank auszusprechen.","page":204}],"identifier":"lit36182","issued":"1898-99","language":"de","pages":"194-204","startpages":"194","title":"Ein neues Verfahren die vom Menschen ausgeathmete Luftmenge und deren CO2-Gehalt zu messen","type":"Journal Article","volume":"1"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T14:05:15.482291+00:00"}

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