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I. Eine neue Art Glycogen aus der Leber und den Muskeln erwachsener Tiere und Embryonen abzuscheiden. Ueber die Bedeutung des Glycogens als Bestandteil des Muskelplasma. 1893. / II. Die schnellste Art Glycogen aus der Leber und den Muskeln abzuscheiden und dasselbe quantitativ zu bestimmen. Ueber die chemische Zusammensetzung des tierischen Protoplasma. 1895. / III. Einige Bemerkungen über die Methodik der Abscheidung des Glycogens und über die Form, in der es sich in den Geweben befindet.

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{"created":"2022-01-31T16:38:45.858049+00:00","id":"lit36250","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Kistiakowski, W.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 1: 226-227","fulltext":[{"file":"p0226.txt","language":"de","ocr_de":"226\nBIBLIOGRAPH! E\nKistiakowski, W. Dr. med. I. Eine neue Art Glycogen aus der Leber und den Muskeln erwachsener Tiere und Embryonen abzuscheiden. Ueber die Bedeutung des Glycogens als Bestandteil des Muskelplasma. 1893.\nII.\tDie schnellste Art Glycogen aus der Leber und den Muskeln abzu-\nscheiden und dasselbe quantitativ zu bestimmen. Ueber die chemische Zusammensetzung des tierischen Protoplasma. 1895.\nIII.\tEinige Bemerkungen \u00fcber die Methodik der Abscheidung des Glyco-\ngens und \u00fcber die Form, in der es sich in den Geweben befindet.\nNach einer vergleichenden Uebersicht \u00fcber die von Cl. Bernard, K\u00fchne Br\u00fccke, Abeies, B\u00f6hm, K\u00fclz, Dietl u a. angewandten Methoden giebt Autor in der ersten Arbeit die Beschreibung der von ihm erdachten. Im Gegensatz zu dem allen fr\u00fcheren Verfahrungsweisen gemeinsamen Auskochen der Gewebe mit schwacher Alkalilauge, um den Uebergang des Glycogens in Zucker zu verh\u00fcten, verwendet Dr. Kistiakowski zu demselben Zwecke K\u00e4lte und schwache S\u00e4urel\u00f6sungen, wodurch die diastatischen Fermente zwar nicht zerst\u00f6rt, aber auf eine gewisse Zeit unwirksam werden. Seine Verfahrungsweise ist folgende: sogleich nach dem Abt\u00f6ten des Tieres werden in einem kalten Baume die zerkleinerten Teile (Leber, Muskeln) in einem abgek\u00fchlten M\u00f6rser zu einer homogenen Masse zerrieben und dann mit sehr kaltem Wasser (bis 0\") oder 1%\u20142%-iger Salzs\u00e4ure so lange ausgezogen, bis der Extrakt keine Reaktion auf Glycogen mehr giebt. Der Extrakt wird hierauf mit Br\u00fccke\u2019scher Jodkaliquecksilberl\u00f6sung Hg, I,K, behandelt, das Glycogen aus dem Filtrat mittels Alkohol ausgef\u00e4llt und nach dem Auswaschen mit Alkohol und Aether \u00fcber Schwefels\u00e4ure getrocknet. Das so gewonnene Glycogen bildet ein amorphes Pulver, welches beim Verbrennen keine Stickstoff Verbindungen und nur Spuren von Asche aufweist. 0,258 Gr. Glycogen lieferten beim Verbrennen mit Kupferoxyd und Sauerstoff\u20140,421 Gr. CO, und 0,165 Gr. HO, somit C\u2014 44,49%, H\u2014 7%, 0\u201448,51%, die Formel fordert: C\u201444,45\"/,, H \u2014 6,16%, 0\u201449,30%. Den Ueberschuss an H sollen weitere Versuche erkl\u00e4ren.\nDas auf kaltem Wege abgetrennte Glycogen ist in Wasser schwerer l\u00f6slich als das auf gew\u00f6hnliche Weise gewonnene und giebt st\u00e4rker opalescierende L\u00f6sungen. Zu quantitativen Bestimmungen eignet sich die neue Verfahrungsart weniger gut, da ein Teil des Glycogens in den Geweben zur\u00fcckbleibt und schliesslich doch durch Auskochen gewonnen werden muss; doch bietet diese Methode das Interesse, dass man das Glycogen, gleich dem pflanzlichen St\u00e4rkemehl, in seiner nat\u00fcrlichen Gestalt, so, wie ist in den Geweben enthalten ist, erh\u00e4lt. Ausserdem kann es zu einem vergleichenden Studium mit dem auf anderem Wege erhaltenen Glycogen, sowie zur Bestimmung von dessen Stellung zu den anderen Gliedern den Anhydridgruppe der Kohlenwasserstoffe dienen.\nIn seiner 2-ten Arbeit bespricht der Autor die Anwendung seiner Methode auch auf die Abscheidung des Glycogens aus embryonalen Geweben. Es l\u00e4sst sich aus letzteren beinahe vollst\u00e4ndig abtrennen, da es sich in denselben zum Teil in plasmatischem Zustande befindet und auch von den festeren Teilen beim Auspressen durch Iminwand leicht abgegeben wird.","page":226},{"file":"p0227.txt","language":"de","ocr_de":"B i B L T 0 0 R A P H I E\n227\nJedoch noch schneller l\u00e4sst sich das Glycogen aus embryonalen Geweben durch wiederholtes Auskochen (je 20 Minuten), Anspressen der Gewebe durch Leinwand und Abfiltriren der Fl\u00fcssigkeit, aus welcher die in L\u00f6sung \u00fcbergegangenen Eiweissstoffe durch ////I und Salzs\u00e4ure abgef\u00e4llt werden, gewinnen. I)as Abscheiden alles Glycogens aus 50\u2014150 Grm. embryonaler Gewebe nimmt blos 1 \u2014 2 Stunden in Anspruch. Zu quantitativen Bestimmungen bedient sich Autor letzterer Verfahrungsmethode.\nEine lange Reihe von Versuchen hat den Autor zu dem Schl\u00fcsse gef\u00fchrt , dass das Glycogen einen best\u00e4ndigen und wichtigen Bestandteil der Leber und der Muskelgewebe des erwachsenen tierischen K\u00f6rpers, sowie der Epidermis, des prim\u00e4ren Horngewebes, der Epithelialplatten (plaques h\u00e9patiques) der Embryonen bildet. Im Gegensatz zu dem Fette und zu dem St\u00e4rkemehl der Pflanzen ist es in den verschiedenen Gebilden nicht als abgesonderter, unter dem Mikroskop erkennbarer K\u00f6rper, sondern im Protoplasma der Zellen in aufgel\u00f6stem Zustande enthalten.\nDie chemische Zusammensetzung des tierischen Protoplasma verspricht Autor n\u00e4chstens n\u00e4her auszuf\u00fchren.\nDie 3-ten Schrift dient zur Best\u00e4tigung der in den zwei ersten aufgestellten S\u00e4tze, wobei der Autor einige Angriffe auf letztere zur\u00fcckweist.\n2. Index.\na) Pharmacodynamie.\nArkhangelsk!, C. Sur la pharmacodynamie de Far\u00e9coline bromique. Th\u00e8se. Tomsk. 1899. Sn. pp. 122. (Maiepia.ii\u00bbi im ({japMaKo.iorin opouncTaro apeKomina).\nInaiew, B. Sur la pharmacodynamie de la stipticine et de rhydrastinine. Travaux de la Soci\u00e9t\u00e9 de m\u00e9decine scientifique et d\u2019hygi\u00e8ne, attach\u00e9e \u00e0 1 Universit\u00e9 de Kharkow. 1897. (MarepiauLi im ({lapaiaKO-joriu CTimTiirpma n niqpacTiiniiHa).\nIwanow. N. L'action h\u00e9mostatique de la vapeur dans la chirurgie de la rate. Th\u00e8se. Moscou. 1895. 8\". pp. 75. (3naueme napa Kaum upokoo crananjitiba\u00efoiparu cpeqcTBa bb xiipyprin ceje3enKii).\nKalantarow, Z. Sur la pharmacologie de l\u2019euca\u00efne\u2014A. Kharkow. 1897. 8\u00b0. pp. 99.\nKramma, L. Mat\u00e9riaux pour l\u2019\u00e9tude de la moutarde de Sarepta. Moscou, 1896. 8\u00b0. pp. 28. (MaTepia.jLi j/ra oanvKanmaro anaKOMCTna cm ropuupeio ca-penTCKoio.\nMartinsen, Th. Sur la cannelle de Chine. Th\u00e8se. Penza. 1899. (S\", pp. 54. (Maiepia.iLi aaa oanaaiiiiiiaro anauoMCTBa cm KiiTancKofr Kopnpeil).\nL\u00e9bedew, N. La carpa\u00efne sous les rapports pharmacognostique et pharmacodynamique. Th\u00e8se. Moscou. 1895. pp. 115. (MaTopiaati qjni djiiuKaumaro ana-KOMCTBa cm KapnaiiiTOAin bt, OTHomeniaxn (JapMaKoriiocTiniecKOsrL n <{>apMai;o;i,iina-MiniecKOM'r.j.","page":227}],"identifier":"lit36250","issued":"1898-99","language":"de","pages":"226-227","startpages":"226","title":"I. Eine neue Art Glycogen aus der Leber und den Muskeln erwachsener Tiere und Embryonen abzuscheiden. Ueber die Bedeutung des Glycogens als Bestandteil des Muskelplasma. 1893. / II. Die schnellste Art Glycogen aus der Leber und den Muskeln abzuscheiden und dasselbe quantitativ zu bestimmen. Ueber die chemische Zusammensetzung des tierischen Protoplasma. 1895. / III. 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