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{"created":"2022-01-31T14:03:42.864058+00:00","id":"lit36261","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Gulewitsch, Wl.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 1: 289-290","fulltext":[{"file":"p0289.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE\n289\nC^HiiAg,X!,0.\u00ee gef\u00e4llt, der mir eine ganz geringe Menge von der Verbindung mit einem h\u00f6heren Gehalt an Silber beigemischt ist. Das trockne Argininsilber ist ein weisses, lichtempfindliches Pulver. Das Argininsilber l\u00f6st sich leicht in S\u00e4uren und in Ammoniak und ist in einer Argininl\u00f6sung ziemlich l\u00f6slich, in Wasser dagegen \u00e4usserst schwer l\u00f6slich: in 1 Liter destillierten Wassers l\u00f6sen sich 0,035 Gnu. Arginin in Form von Argininsilber, in 1 Liter einer Mischung von Barythydrat und Bariumnitrat 4) l\u00f6sen sich 0,05 5 Grm. Arginin ebenfalls als Argininsilber.\nDibenzoylarginin CrH{,\t. GO)i K 0,. Benzovliert man ein Arginin-\nsalz mittelst Benzoylehlorid und Natronlauge, so bleibt das Dibenzoylarginin in der L\u00f6sung und scheidet sich erst nach dem Ans\u00e4uern mit Salzs\u00e4ure aus. Die beigemischte Benzoes\u00e4ure wird mit Aether extrahirt und der Niederschlag des Dibenzoylarginins 1\u20142 mal aus kochendem Wasser umkrystailisiert. Verdampft man das Filtrat von dem durch Salzs\u00e4ure erzeugten Niederschlag des Dibenzoylarginins und benzoyliert die Fl\u00fcssigkeit nochmals, so bekommt man eine neue Portion des Dibenzoylarginins. Die Verbindung krystallisiert aus heissen L\u00f6sungen in langen Nadeln und in rhombischen, sehr regelm\u00e4ssig ausgebildeten Tafeln; die Nadeln sind gew\u00f6hnlich etwas gebogen und ver\u00e4stelt resp. sternf\u00f6rmig gruppirt; ihre Enden sind meistens zersplittert. Die Axe der gr\u00f6sseren Elastlcit\u00e2t f\u00e4llt mit der langen Kante zusammen. Auf der breiten Fl\u00e4che der Nadeln ist der Austritt der ersten Mittellinie gut sichtbar. Die Kry-stalle sind optisch positiv und geh\u00f6ren dem rhombischen System an. Der Linearwinkel der tafelf\u00f6rmigen Krystalle ist 03,5\u00b0- 64,5u; die Ausl\u00f6schung der Polarisationsebene ist diagonal und f\u00e4llt mit der Axe der gr\u00f6sseren Elasticit\u00e4t und mit der Ebene der optischen Axen zusammen; die Tafeln zeigen den Austritt der ersten Mittellinie. Somit sind die beidem Krystallarten unter einander identisch.\n1 Theil Dibenzoylarginin l\u00f6st sich nur in etwa 750 Theilen kochenden Wassers auf. Die Verbindung schmilzt unter schwacher Zersetzung bei 217\"\u2014 218\u00b0.\nDas Dibenzoylarginin zeigt in seinen Eigenschaften so viel Aehnlichkeit mit der Ornithurs\u00e4ure, dass es kaum zu bezweifeln ist, dass im Arginin bei der Benzoylirung dieselben zwei Amidogruppen in die Enaction hereingezogen werden, in denen auch bei der Benzoylirung des Ornithins die Wasserstoffatome vertreten werden.\nGidewitsch, WL Ueber das Thymin. (Zeitschr. f\u00fcr physiol. Chem., Bd.\n27, S. 292\u2014296).\nDas Thymin G. Ht N, O, wurde von A. Kossel und A. Neumann-) im Jahre 1893 als Spaltungsproduct der Thymusnucleins\u00e4ure entdeckt; die Verfasser haben das Thymin sp\u00e4ter auch aus Hefe- und Milznucleins\u00e4ure erhalten 3). Von Mieschen O wurde dieser K\u00f6rper aus Lachs- und von Kossel 5) aus\n*) \u00fcei der Isolirung des Arginins nach Kossel\u2019s Verfahren wird das Argininsilber durch Bary-thydrat gelallt, wobei auch Bariumnitrat entsteht.\ns) A. Kossel und A. Neumann. Ber. d. deutsch, chem. Ges., Bd. 2G, S. 2754.\n*) A. Kossel und A. Neumann. Ibid., Bd. 27, S. 272.\n9 F. Miesche/' (bearb. von 0. Schmiedeberg). Arch. f. exper. Bath. u. Pharm.. Bd. 37, S. 124.\n*) A. Kossel. Ztsclir. f. phys. Cb., Bd. 22, S. ISO.","page":289},{"file":"p0290.txt","language":"de","ocr_de":"290\n15 i 15 L 1 O G K A P U 1 E.\nSt\u00f6rsperma isolirt. Dass auch die Nucleins\u00e4ure der H\u00e4ringstestikeln das Thy-min als Spaltuugsproduct giebt, zeigt die Untersuchung von Guleivitsch.\nDer Verfasser beschreibt die Darstellung des Thymins aus H\u00e4ringstestikeln mittelst Kochen derselben mit Schwefels\u00e4ure (vgl. das vorhergehende Referat) und die Trennung des Thymins von Arginin und Histidin. Das gewonnene Pr\u00e4parat wurde mit dem von A. Kossel aus St\u00f6rsperma und Thymusdr\u00fcse erhaltenen Thymin vergleichend untersucht.\nDie Thyminpr\u00e4parate waren in heissem Wasser leicht, in kaltem schwer l\u00f6slich. Vorsichtig erhitzt, sublimierten sie ohne zu schmelzen; bei st\u00e4rkerem Erhitzen *) schmolzen sie und sublimierten gleichzeitig. Mit S\u00e4uren bildeten sie keine Verbindungen. Silbernitrat gab keinen Niederschlag, aber nach Zusatz von Ammoniak, resp. von Barytwasser zu der Mischung entstand ein volumin\u00f6ser Niederschlag, der sich im \u00fcbersch\u00fcssigem Ammoniak leicht l\u00f6ste.\nDer Stickstoffgehalt des Thymins aus H\u00e4ringstestikeln wurde gleich 22,49% gefunden (berechnet; 22,26% N).\nSomit ist die Identit\u00e4t dieses Pr\u00e4parates von Thymin mit den anderen bewiesen. Zur Bekr\u00e4ftigung wurden noch die krystallographischen Untersuchungen ausgef\u00fchrt.\nDas Thymin, welches dem aus Alkohol krystallisierten Cholesterin nicht un\u00e4hnlich ist, krystallisiert aus heissen, w\u00e4sserigen L\u00f6sungen in kleinen, sternf\u00f6rmig oder dendritisch gruppirten kleinen Bl\u00e4ttchen; selten scheiden sich auch kurze Nadeln aus. Unter dem Mikroskop werden h\u00e4ufig Krystalle beobachtet, worin nur zwei parallele Kanten regelm\u00e4ssig ausgebildet sind; die Axe der kleineren Elasticit\u00e4t ist diesen Kanten parallel, die Ebene der optischen Axen zu denselben senkrecht; der Austritt der ersten Mittellinie ist sichtbar, aber die Farbenringe undeutlich ausgesprochen. H\u00e4ufig werden auch gr\u00f6ssere Tafeln beobachtet, die aus zusammengesezten kleineren bestehen und durch zwei Arten von Kanten begrenzt sind, die untereinander einen geraden Winkel und einen von 45\u00b0, resp. von 135\u00b0 bilden.\nEs kommen auch quadratische, trapezische, nadelf\u00f6rmige, rhombische (mit dem Linearwinkel von 48\u00b0, resp. von 60\u00b0) Tafeln vor. Wie es die Richtung der Elastit\u00e4tsaxen und der Ebene der optischen Axen zeigt, stellen alle diese Formen dieselbe krystallographische Fl\u00e4che dar. die nur durch Fl\u00e4chen mit verschiedenen Indices begrenzt ist. Das System ist h\u00f6chst wahrscheinlich rhombisch; die Krystalle sind optisch positiv.\nDie aus Thymusdr\u00fcsen, aus St\u00f6rsperma und aus H\u00e4ringstestikeln erhaltenen Thyminpr\u00e4parate sind auch krystallographisch untereinander identisch.\nGulewitsch, Wi. lieber das Verhalten des Trypsins gegen einfachere chemische Verbindungen. (Zeitschr. f\u00fcr physiol. Chem. Bd. 27, S.\n540\u2014556).\nNachdem der Verfasser im Anf\u00e4nge der Abhandlung darauf hingewiesen hat, dass die Kenntniss des Mechanismus der tryptischen Verdauung von Eiweissstoffen nicht, nur den stufenweisen Zerfall des Eiweissmolek\u00fcls unter der Einwirkung von Trypsin verst\u00e4ndlich machen, sondern auch den Schl\u00fcssel\nBei 290* schmilzt das Thymin noch nicht.","page":290}],"identifier":"lit36261","issued":"1898-99","language":"de","pages":"289-290","startpages":"289","title":"Ueber das Thymin (Zeitschr. f\u00fcr physiol. Chem., Bd. 27, S. 292-296)","type":"Journal Article","volume":"1"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T14:03:42.864064+00:00"}
