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Eine einfache und zuverlässige Methode Celloidinserien mit Wasser (resp. verdünntem Alkohol) und Eisweiss aufzukleben

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{"created":"2022-01-31T16:40:18.628246+00:00","id":"lit36286","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Argutinsky, P.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 15-18","fulltext":[{"file":"p0015.txt","language":"de","ocr_de":"METHODE CELLOIDINSERIEN JUT WASSER UND EIWEISS AUFZUKLEBEN.\n15\n7, --1 heure et plus, d\u00e9compose encore H, O,, quoique plus faiblement qu'\u00e0 l\u2019\u00e9tat normal.\nIdacide carbdlique agit aussi beaucoup plus faiblement que le sublim\u00e9; par exemple l\u2019anthrax, apr\u00e8s avoir \u00e9t\u00e9 plong\u00e9 dans une solution de cet acide \u00e0 2 pour cent pendant 24 heures et m\u00eame plus, d\u00e9compose encore H, O, assez \u00e9nergiquement. h'hydrocliinone agit un peu plus \u00e9nergiquement, mais exerce en g\u00e9n\u00e9ral une action moins forte sur le foie et la fibrine que sur les cultures des bact\u00e9ries. Le chlorure de fer d\u00e9prime la catalyse \u00e0 un plus haut degr\u00e9 en solutions relativement faibles (\u00e0 0,1 \u20140.3 pour cent), vis-\u00e0-vis de la fibrine aussi bien que vis-\u00e0-vis de l'anthrax. Notons ici que Y acide chlorhydrique pur en solution tr\u00e8s faible, apr\u00e8s avoir produit le gonflement d\u2019un petit morceau de fibrine, en d\u00e9truit les propri\u00e9t\u00e9s catalytiques, si m\u00eame on le neu-tralyse apr\u00e8s et qu\u2019on le lave soigneusement \u00e0 l\u2019eau.\nOn peut dire, en g\u00e9n\u00e9ral, qu\u2019une fois que les propri\u00e9t\u00e9s catalytiques, soit de quelque substance organis\u00e9e, soit de la fibrine ou d\u2019un ferment, ont \u00e9t\u00e9 d\u00e9truites par la chaleur ou un agent chimique, elles ne se regagnent plus, ni par le refroidissement, ni par la neutralisai n de l\u2019acide par un alcali et vice versa, ni par le lavage \u00e0 l'eau.\nEine einfache und zuverl\u00e4ssige Methode Ceiloidiuserien mit Masser (resp. verd\u00fcnntem Alkohol) und Ehveiss anfzuklebcn.\nVon Dr. P. Argutinsky,\nProfessor der Kinderheilkunde an der K. Universit\u00e4t zu Kasan.\nV\t\u00e4hrend wir f\u00fcr Paraffinschnitte ebenso zuverl\u00e4ssige als einfache Auf-klebemethoden besitzen, macht sich das Fehlen einer solchen Methode f\u00fcr Celloidinserien nur zu oft in empfindlicher Weise geltend. Dieses ist\u2014abgesehen von den 5 ortheilen des Trocken- und Bandschneidens von Paraffin\u2014 gewiss eine der Ursachen, dass die vortreffliche und f\u00fcr grosse Objecte so \u00fcberaus vortheilhafte Celioidinmethode auch jetzt noch beim Serienschneiden im Vergleich zum Paraffin verh\u00e4ltnissm\u00e4ssig wenig zur Anwendung kommt.\nV\tie bekannt, verf\u00fcgen wir f\u00fcr Paraffinschnitte ausser \u00fcber die Schellack-, die Collodiumnelken\u00f6l- und die ursp\u00fcngliche Eiweissmethode noch \u00fcber zwei vorz\u00fcgliche Methoden: 1) das Aufkleben mit Wasser und 2) das Aufkleben mit V asser und Eiweiss. Diese zwei Methoden gew\u00e4hren in vollem Maasse den ortheil des Gl\u00e4ttens und Ordnens der Schnitte und sind den erstgenannten, die das nicht gestatten, bei Weitem \u00fcberlegen.","page":15},{"file":"p0016.txt","language":"de","ocr_de":"IG\nMETHODE CELLOIPINSEKIEN MIT WASSER UND EIWEISS AUFZUKLEBEN.\nDas Aufkleben mit Wasser, die Capillarattractionsmethode, stellt f\u00fcr Schnitte der in Sublimat oder in Alkohol lixirten Objecte ein Verfahren dar, das allen denkbaren Anforderungen entspricht und geradezu eine vollkommene Aufklebemethode genannt werden kann. Sie klebt diese Objecte sicher und hinterl\u00e4sst auf dem Glase nichts, was nachtr\u00e4glich mitgef\u00e4rbt werden k\u00f6nnte. Aber auf Objecte, die in oxydirend wirkenden Fl\u00fcssigkeiten, wie Chroms\u00e4ure, Osmiums\u00e4ure und deren Gemische ffxirt sind, ist die Capillarattrationsmethode bekanntlich nicht anwendbar.\nDagegen gestattet die zweite, die ComUnirte T Yasser- und Eiweissmethode, die Anwendung auch auf Objecte aus verschiedenen Chrom- und Osmiums\u00e4uregemischen und sonstigen Fixirungsfl\u00fcssigkeiten und besitzt daher f\u00fcr Paraffin-schnitte eine allgemeine Anwendbarkeit. Sie ist ebenso einfach wie die vorhergehende, klebt absolut sicher, erm\u00f6glicht ebenso in unbeschr\u00e4nktem Maasse das Gl\u00e4tten und Ordnen und hat nur den einen geringen Nachtheil, dass die minimalsten Spuren von Eiweiss sich hie und da mitf\u00e4rben, obgleich dieses bei den \u00fcblichen regressiven F\u00e4rbemethoden nur sehr selten geschieht und in keiner nennenswerthen Weise der Reinheit des mikroskopischen Bildes Eintrag thut. Dass die grossen Vorz\u00fcge der combinirten Wasser- und Eiweissmethode bei Weitem den eben erw\u00e4hnten geringen Nachtheil \u00fcberwiegen, das beweist die grosse Zahl der Freunde, die sich diese Methode in den wenigen Jahren seit ihrer Ver\u00f6ffentlichung erworben hat.\nW ie steht es aber mit dem Aufkleben der Celloidinserien?\nMan ist wohl dar\u00fcber einig, dass die hier in Betracht kommenden Methoden mehr oder weniger complizirt, zeitraubend und umst\u00e4ndlich sind, dass sie auch im besten Falle sich in keiner Weise mit den so \u00fcberaus einfachen und doch absolut zuverl\u00e4ssigen Paraffinaufklebemethoden messen k\u00f6nnen. Das gilt sowohl f\u00fcr die Methoden von Weigert, von Obregia, als f\u00fcr die Bergamott\u00f6l- und Vaselinmethoden von Apathy, ohne selbsverst\u00e4ndlich ihre Vorz\u00fcge und Vortheile verkennen zu wollen. Bei einer solchen Sachlage ist es daher ganz erkl\u00e4rlich, dass man immer wieder bestrebt ist neue Methoden zum Aufkleben der Celloidinschnitte auszudenken und zu erfinden.\nWie w\u00e4re es aber, wenn, anstatt eine neue, besondere, speziell zum Aufkleben der Celloidinschnitte geeignete Methode auszuarbeiten, wir versuchten, ob es nicht m\u00f6glich w\u00e4re N\u00fcttel und Wege zu finden eine der vorz\u00fcglichen einfachen Paraffinaufklebemethoden auch auf Celloidin anzuwenden; wenn wir versuchten die Hindernisse zu umgehen, die ihrer Anwendung auf Celloidinschnitte bis jetzt entgegengestanden haben?\nDiejenigen Paraffinaufklebemethoden, die das Gl\u00e4tten und Ordnen der Schnitte nicht erm\u00f6glichen, kommen nat\u00fcrlich kaum in Erw\u00e4gung. Hier k\u00f6nnen wir nur die Wassermethode und besonders die combinirte Wasser und Eiweissmethode in Betracht ziehen.\nDa die erstere nur f\u00fcr Sublimat- und Alkoholobjecte zuverl\u00e4ssig ist, so kann sie schon desshalb f\u00fcr eine \u00fcberaus grosse Zahl der Celloidinpr\u00e4pa-rate gar nicht in Anwendung kommen. Ganz abgesehen davon bleibt die Methode als solche f\u00fcr alle Celoidinschnitte ausgeschlossen, weil das Antrocknen der Schnitte, und zwar das m\u00f6glichst vollkommene Antrocknen, der einzige","page":16},{"file":"p0017.txt","language":"de","ocr_de":"METHODE CE ELOl DIX SERIEN MIT WASSER UND EIWEISS AUFZUKLEBEN.\n17\nund daher unvermeidliche Weg ist. wodurch diese Methode ihre Wirksamkeit aus\u00fcbt, w\u00e4hrend die Celloidinschnitte das Austrocknen bekantlich durchaus nicht vertragen und dabei ganz zu Grunde gehen.\nAuch die combinirte Wasser- und Eiweissmethode, soweit sie, wie bei Pa-rathnschnitten, durch Austrochien wirkt, ist auf Celloidinschnitte absolut nicht anwendbar. Desshalb k\u00f6nnen wir bei Celloidinsclmitten weder die Methode von Duval, noch die von Henneguy oder die sogenannte japanische Methode anwenden; eben weil bei diesen Methoden das Aufkleben durch Antrocknen erreicht wird.\nDie vortreffliche Wasser- und Eiweissmethode kann nur dann Anwendung auf Celloidinschnitte Anden, wenn wir das Austrocknen resp. das Antrocknen der Schnitte vollst\u00e4ndig vermeiden und die M\u00f6glichkeit finden das Aufkleben durch ein anderes Verfahren (anderes Prinzip) zu bewirken.\nIch glaube diese M\u00f6glichkeit gefunden zu haben und zwar unter Mitbenutzung der von Reinke f\u00fcr Paraffinschnitte vorgeschlagenen Ab\u00e4nderung der sogenannten japanischen Methode, das heisst durch Gerinnenlassen des Eiweis-ses auf dem Objecttr\u00e4ger, bevor er mit Schnitten beschickt wird.\nIn Folgendem glaube ich ein Verfahren empfehlen zu k\u00f6nnen, das die combinirte Wasser- und Eiweissmethode auf alle Celloidinschnitte absolut sicher und in einfachster Weise anzuwenden erm\u00f6glicht und dabei das Gl\u00e4tten und Ordnen der Schnitte in unbeschr\u00e4nktem Maasse gestattet, ein Verfahren, das noch einfacher ist und viel schneller ausgef\u00fchrt wird als das Aufkleben der Paraffinschnitte.\nMan reinigt die erforderliche Anzahl Objecttr\u00e4ger sorgf\u00e4ltig von Fett*) und bringt auf jeden ein ganz kleines Tr\u00f6pfchen von Paul Meyer 'schein Glyce-rineiweiss, das gleichm\u00e4ssig in d\u00fcnnster Schicht verrieben wird. Darauf wird das Eiweiss durch Erw\u00e4rmen des Objectglases zum Gerinnen gebracht2).\nDas Schneiden geschieht, wie gew\u00f6hnlich, unter 70\u00b0/o Alkohol. Jeder Celloidinschnitt wird gleich, nachdem er geschnitten ist, mit einem Pinsel vom Mikrotommesser in ein Sch\u00e4lchen mit 70% Alkohol gebracht. Solgf\u00e4ltig entfaltet, wird der Schnitt von hier aus auf einem Pr\u00e4paratenl\u00f6ffel auf das Objectglas \u00fcbertragen, wo er reichlich mit Alkohol bedeckt und faltenlos zu liegen kommt, ohne im Geringsten am Glase zu kleben. Ganz in derselben Weise\n') Zu dem Zweck reinige ich die Objectglaser gr\u00fcndlich mit Alkohol und erhitze sie dann sC/rk in der Spiritus\u2014resp. Gastlamme, mit der zur Aufnahme der Schnitte bestimmten Seite nach oben, damit sich aus der Flamme nichts darauf niederschlage.\n-) Alan bringt die mit Glycerineiweiss bestrichenen Objectgl\u00e4ser auf einige Minuten in einen bis etwa auf loO\u00b0 G. erhitzten W\u00e4rmeschrank, oder man nimmt einen Blechkessel (oder Kochtopf) mi\u00a3 stark siedendem Wasser, \u00fcberdeckt ihn mit einer glatten Aletallplatte und, sobald diese Blatte sich auf beinah 100\u00b0 G. erhitzt hat, legt man f\u00fcr ein paar Almuten die Objectgl\u00e4ser darauf.\nViel unvollkommener ist das Gerinnenlassen des Eiweisses durch directes Erhitzen des Objecttr\u00e4gers \u00fcber der Flamme. Da die Eiweissglycerinschicht auch nach dem Gerinnen des Eiweisses ebenso durchsichtig und kaum wahrnehmbar bleibt, so kann man beim directen Erhitzen nur zu leicht die Objectgl\u00e4ser zu stark (seltener zu schwach) erw\u00e4rmen.","page":17},{"file":"p0018.txt","language":"de","ocr_de":"18\nMETHODE CELLOIPINSERIEN MIT WASSER UND EIWEISS AUFZUKLEBEN.\nverf\u00e4hrt man mit dem zweiten, dritten etc. Schnitt, bis man die gew\u00fcnschte Anzahl auf dem Objectglase hat. Man kann dabei in aller Ruhe arbeiten; Man kann sogar das Uebertragen der Schnitte auf ein und dasselben Objectglas beliebig unterbrechen und die Schnitte, unbeschadet und ohne dass sie vorzeitig ankleben, stundenlang auf dem Glase liegen lassen; es ist nur daf\u00fcr Sorge zu tragen, dass jeder Schnitt reichlich mit Alkohol bedeckt bleibt und ja nicht austrocknet.\nSobald die Schnitte in gew\u00fcnschter Anzahl auf das Objectglas gebracht sind, \u00fcberzeugt man sich, ob alle faltenlos liegen. Ist das nicht der Fall, und wurde zuf\u00e4llig irgend ein Schnitt beim Uebertragen nicht ganz ausgebreitet aufgelegt, so nimmt man ihn mit einer Nadel ab, bringt ihn wieder in das Alkoholsch\u00e4lchen zur\u00fcck, entfaltet ihn hier vollst\u00e4ndig und \u00fcbertr\u00e4gt ihn dann sorgf\u00e4ltig von neuem auf das Objectglas. Nuu werden die Schnitte geordnet. Ist das geschehen, so wird der den Objecttr\u00e4ger und die Schnitte reichlich bedeckende Alkohol abgesogen, indem man mit dem Rande eines Filtrirpapier-bl\u00e4ttchens die L\u00e4ngsr\u00e4nder des Objectglases vorzichtig ber\u00fchrt, ohne dass die Schnitte hierbei verr\u00fccken. Hierdurch werden sowohl das Objectglas als die Schnitte vom \u00fcbersch\u00fcssigen Alkohol befreit. Die Schnitte sind nun vom Alkohol nur noch benetzt und liegen in Folge dessen jetzt unverschiebbar, aber noch nicht aufgeklebt.\nJetzt wird, um das Aufkleben der Schnitte zu bewirken, ein etwa S-bis 12-mal gefalteter Streifen von glattem Filtrirpapier auf das mit Schnitten beschickte Ocjectglas gelegt. Durch wiederholtes ziemlich starkes Streichen mit dem Finger wird das Filtrirpapier an die noch nasse Oberfl\u00e4che des Objectglases gepresst, wodurch der Alkohol vom Objectglas und den Celloidinschnitten in das Papier aufgesaugt und zugleich die Schnitte an die Eiweissschicht sorgf\u00e4ltig angedr\u00fcckt werden. Hiernach wird der Filtrirpapierstreifen abgenommen und das Objectglas mit den nun absolut fest daran klebenden Schnitten sofort (damit sie nicht austrocknen) in ein Gef\u00e4ss mit destillirtem Wasser getlian. wo es liegen bleibt, bis man es f\u00e4rbt und weiter behandelt, was gleich oder beliebig sp\u00e4ter geschehen kann. Ich bemerke noch, dass beim Andr\u00fccken des Filtrirpapiers das Aufkleben desselben an Glas oder Schnitte durchaus nicht zu bef\u00fcrchten ist (weil sie noch feucht sind), ebenso wenig wie die Verschiebung oder Besch\u00e4digung der Schnitte.\nMan kann die Objecttr\u00e4ger mit den Schnitten Tage lang im Wasser oder in Farbl\u00f6sungen liegen lassen, ohne dass sich auch nur einer davon abl\u00f6st. Sie vertragen jede Behandlung und jede Fl\u00fcssigkeit, sofern diese das Ei-weiss (oder das Celloidin) nicht aufl\u00f6sen resp. angreifen. Will man das F\u00e4rben erst nach vielen Tagen vornehmen, was bei dieser Methode vollkommen m\u00f6glich ist, so empfieht es sich, zur Sicherung gegen F\u00e4ulniss, das Objectglas mit den Schnitten in 70% resp. schw\u00e4cherem Alkohol aufzubewahren.","page":18}],"identifier":"lit36286","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"15-18","startpages":"15","title":"Eine einfache und zuverl\u00e4ssige Methode Celloidinserien mit Wasser (resp. verd\u00fcnntem Alkohol) und Eisweiss aufzukleben","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:40:18.628252+00:00"}

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