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Chemische Untersuchung einer Meningoceleflüssigkeit

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{"created":"2022-01-31T16:39:24.908989+00:00","id":"lit36288","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Gulewitsch, Wl.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 35","fulltext":[{"file":"p0035.txt","language":"de","ocr_de":"Clifiuisclic UutersHcIiiiDg einer Meuiugoceleflussigkeil.\nVon Wl. Gulewitsch,\nProfessor der physiologischen Chemie an der K. Universit\u00e4t zu Charkow.\nWie Mott und Halliburton *) gezeigt haben, enth\u00e4lt die Cerebrospinalfl\u00fcssigkeit bei der Paralysis progressiva Cholin, w\u00e4hrend diese Base in der normalen Cerebrospinalfl\u00fcssigkeit abwesend ist. Einen Beitrag zu der f\u00fcr die Pathologie wichtigen Casuistik des Vorkommens resp. der Abwesenheit von Cholin in Cerebrospinalfl\u00fcssigkeit bildet auch die folgende Untersuchung. Das Material f\u00fcr die Arbeit habe ich durch die G\u00fcte des Herrn Prof. Dr. L. Orlow bekommen, der mir einen Theil (300 c.c.) der Fl\u00fcssigkeit \u00fcberlassen hat, welche in seiner Klinik bei einer Meningoceleexcision erhalten wurde.\nDie Fl\u00fcssigkeit war strohgelb und hatte ein niedriges specifisches Gewicht (1008). Die Reaction derselben war alkalisch, der Gehalt an Eiweissstoffen \u00e4usserst gering (fast Spuren). Die Fl\u00fcssigkeit reducirte ziemlich ki\u00e4ftig die Fehling'sehe L\u00f6sung; die reducirende F\u00e4higkeit soll nach Halliburton (1. c.) durch die Anwesenheit von Brenzcatechin verursacht werden.\nDie Fl\u00fcssigkeit wurde mit Bleizuckerl\u00f6sung unter Vermeidung eines Ueber-schusses derselben gef\u00e4llt, das Filtrat durch Schwefelwasserstoff entbleit, das neue Filtrat auf dem Wasserbade unter Zusatz von einigen Tropfen verd\u00fcnnter Salzs\u00e4ure stark eingedampft und der R\u00fcckstand mit kaltem Alkohol ausgezogen. Die alkoholische L\u00f6sung wurde mit einer alkoholischen L\u00f6sung von Platinchlorid versetzt, der Niederschlag nach 24 Stunden abfiltrirt, mit Alkohol ausgewaschen, getrocknet und mit wenig kaltem Wasser dreimal behandelt. Die w\u00e4sserige L\u00f6sung hinterliess nach dem Verdunsten einen \u00e4usserst geringen R\u00fcckstand, in dem\" keine characteristischen Krystalle von Cholinplatinchlorid zu bemerken waren. Der in kaltem Wasser ungel\u00f6st gebliebene Theil des Platinchloridniederschlages lieferte nach der Krystallisation aus heissem Wasser ausschliesslich die Krystalle von Ammoniumplatinchlorid. Das alkoholische Filtrat von dem urspr\u00fcnglichen Platinchloridniederschlag wurde durch Schwefelwasserstoff zersetzt, filtrirt und eingedampft; der mit Goldchloridl\u00f6sung versetzte R\u00fcckstand gab keinen Niederschlag von einem schwer l\u00f6slichen Golddoppelsatz (Cholingoldchlorid ist in kaltem Wasser schwer l\u00f6slich -).\nSomit enthielt die von mir untersuchte Meningocelefl\u00fcssigkeit kein pr\u00e4for-mirtes Cholin.\n\u2018) F. W. Mott and W. D. Halliburton. Phylosopk. Transact., Ser. B, Yol. 191, p. 218. = ) Wl. Gulewitsch. Zeitschr. f. physiol. Ckem., Bd. 24, S. 531.\n''\tn J/\no'*'","page":35}],"identifier":"lit36288","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"35","startpages":"35","title":"Chemische Untersuchung einer Meningocelefl\u00fcssigkeit","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:39:24.908994+00:00"}

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