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{"created":"2022-01-31T12:22:36.250757+00:00","id":"lit36294","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Judin, A.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 70-73","fulltext":[{"file":"p0070.txt","language":"de","ocr_de":"Leber die Registrirung der kurzdaiierndeu Liclilcffekfe.\nYon Dr. Judin,\naus dem Physiologischen Institute der K. Universit\u00e4t zu Moskau.\nI. Eine neue Methode zur Bestimmung der Wirkungszeit der Momentverschl\u00fcsse sowie der Dauer des Magnesium-Blitzlichtes.\nlu Anbetracht der unzweifelhaften Bedeutung und des grossen Interesses der ber\u00fchrten Frage f\u00fcr die wissenschaftliche Photographie scheint es uns zweckm\u00e4ssig die Beschreibung der von uns ersonnenen Methode der Zeitbestimmung auf photographischem Wege zu geben. Die zu beschreibende Methode, die im physiologischen Institute der Kaiserlichen Universit\u00e4t zu Mos kau mehrfach mit Erfolg angewandt wurde, besitzt im Vergleich mit den bis jetzt gebrauchten Methoden J) grosse Vorz\u00fcge bez\u00fcglich der Einfachheit der Handhabung sowie namentlich der Genauigkeit der Resultate.\nDie graphische Methode der Messung kleiner resp. grosser Zeitintervalle, die einen hohen Grad von Genauigkeit besitzt und vielfach in physikalischen und physiologischen Versuchen angewandt wird, erwies uns auch in diesem Falle einen grossen Dienst. Diese Methode beruht auf folgendem Principe: eine Stimmgabel, die in den Kreis eines galvanischen Elementes eingef\u00fchrt und durch einen Elektromagnet in Schwingungen versetzt wird, ist imstande den Strom entsprechend der Schwingungszahl in der Sekunde zu unterbrechen; wird in denselben Kreis ein Chronograph\u2014ein kleiner Elektromagnet mit Anker eingef\u00fchrt, so wird der kleine Anker jede Schwingung der Gabel mit einer Bewegung beantworten, welche letztere vermittelst eines am Anker angehafteten Federchens auf einer berussten Trommel direkt aufgeschrieben werden kann. Wir benutzten diese Apparate in der geschilderten Anordnung. Anstatt des berussten Papiers werden auf der Trommel Bromsilberpapier resp. lichtempfindliche Films befestigt; die Trommel selbst wird in ein Dunkelzimmer resp. in die Monsterkammer von Prof. L. Morochowetz *) oder im Notf\u00e4lle in eine dunkle Kiste gestellt. Im Fenster der Kammer, unmittelbar vor der Trommel (Fig. 1), wird eine 2\u20145 Cm. lange, 2\u20143 Mm. breite Spalte (a) parallel der Trommel achse befestigt; auf der anderen Seite der Spalte stellt man den Chronographen (b) auf, dessen Federchen w\u00e4hrend der Schwingungen der Gabel bald den einen, bald den anderen Teil der Spalte zudeckt. Wird nun die Trommelin Bewegung gesetzt und gleichzeitig ein B\u00fcndel paralleler Strahlen vermittelst\n) J. Eder\u2019s Handbuch der Photographie.\n) S. o. p. 51, auch \u201eInternationale Monatsschrift f\u00fcr Medizin\u201c 1895 p. 93 u. 1897.","page":70},{"file":"p0071.txt","language":"de","ocr_de":"UEBER DIE REGISTRIRUNG DER KURZDAUERNDEN LIGHTEFFEKTE.\n71\neiner Linse (S) auf die Spalte geworfen, so bekommt man auf dem Photogramm einen schwarzen Streifen, in welchem sich eine weisse gezackte Linie aufgezeichnet befindet. Selbstverst\u00e4ndlich entspricht jeder Zacke eine Stimmgabelschwingung.\n1. Bestimmung der Wirkungszeit der Verschl\u00fcsse. Stellt man zwischen der Lichtquelle und der Spalte einen photographischen Verschluss, wie es auf der Zeichnung (Fig. 1, c) dargestellt ist, und setzt man den Mechanismus\nFig. 1.\nin Bewegung, so wird das Licht offenbar nur w\u00e4hrend der Zeit des Offenbleibens des Verschlusses auf die lichtempfindliche Schicht wirken k\u00f6nnen. Auf dem Photogramm resultirt eim schwarzer Streifen mit weissen Zacken, deren Zahl der Wirkungszeit der Verschlusses entspricht. Bei diesen Versuchen lassen sich Stimmgabeln mit verschiedenen Schwingungszahlen an wenden; wir benutzten bei unseren Versuchen Stimmgabeln von je 50, 100 und 500\nv. d. in der Sekunde, sodass jede Zacke \u00bb yqq und einer Sekunde\nentsprach. Als Lichtquelle kann Bogenlicht, Drummond\u2019sches Licht resp. Magnesiumstreifen dienen (Taf. I, Fig. 4\u20147).\nIm Allgemeinen muss aber gesagt werden, dass keiner der gew\u00f6hnlichen von Amateuren gebrauchten Verschl\u00fcsse mit wechselnder Feststellung w\u00e4hrend der Wirkungszeit auch nur ann\u00e4hernd die auf denselben vermerkten Zahlen giebt.\n2. Bestimmung der Bauer des Magnesium\u2014Blitzlichtes. Dieselbe Methode wurde auch hier angewandt. Die Anordnung der Trommel, der Spalte und des Chronographen war dieselbe, wie in den obigen Versuchen. Anstatt der Lichtquelle und des Verschlusses wurde dagegen eine bestimmte Magnesiummenge genommen, die man, nachdem die Trommel und der Chronograph in Gang gesetzt worden waren, anz\u00fcndete. Die erhaltenen Photogramme unterscheiden sich von den fr\u00fcheren. Wie zu erwarten wan, bemerkten wir an denselben den Umstand, dass die Intensit\u00e4t der Beleuchtung w\u00e4hrend des \"\\ erbrennens des Magnesiumpulvers nicht eine und dieselbe im Laufe der Beleuchtungszeit bleibt. Das Ansteigen der Lichtst\u00e4rke vollzieht sich rasch, sodass ungef\u00e4hr 0,01 Sekunde nach dem Beginn die maximale Beleuchtung erlangt wird: letztere dauert, je nach der Zusammensetzung des Gemisches, eine mehr oder weniger","page":71},{"file":"p0072.txt","language":"de","ocr_de":"72\nUE BER DIE REGISTRIRUXG DER KURZDAUERNDEN LICHTEFFEKTE.\nkurze Zeit, um danu allm\u00e4hlig bis auf Null zu sinken, wie es aus der beiliegenden Figur 1 und 2, Tafel I zu ersehen ist.\nII. Ueber Registrirung periodischer Schwankungen in der Intensit\u00e4t einer\nLichtquelle.\nWir haben oft bemerkt, dass bei der Benutzung des Volta'schen Bogen-lichts, z. B. w\u00e4hrend der Pr\u00fcfung der \"Wirkung von Verschl\u00fcssen u. derg., auf dem Papier oder den Platten nach der Entwicklung zugleich mit der erwarteten Abbildung auch noch eine Reihe vertikaler Streifen sichtbar wird. Das Erscheinen solcher Streifen l\u00e4sst sich nicht anders als durch Schwankungen in der Intensit\u00e4t des Bogenlichts selbst erkl\u00e4ren.\nUnsere Beobachtungen k\u00f6nnen den schon bekannten Beobachtungen \u00fcber den Einfluss der Tonwellen auf das Bogenlicht angereicht werden. Wenn irgendwo in einer Nebenkette dess best\u00e4ndigen Stroms von 110 Volt der Dynamomaschine unseres Instituts ein W\u00e4hnelt'scher Unterbrecher funkzionnirt, so giebt das Bogenlicht einen Ton von sich, der demjenigen des Unterbrechers entspricht. Angesichts dessen, dass es H. Prof. Morochowetz gelungen ist mittels des Telephons die Ver\u00e4nderungen in der Spannung des Strom sin dem Bogenlicht zum h\u00f6ren und mit Hilfe des Kapilar-Elektrometers sogar zu re-gistriren, wovon in seinem n\u00e4chsten Artikel \u00abElectro dy na inique en physiologie\u00bb die Bede sein wird, fassten wir unsererseits den Gedanken die periodischen Ver\u00e4nderungen des Bogenlichts in Abh\u00e4ngigkeit von den periodischen Schwingungen des W\u00e4hnelt'sehen Unterbrechers zu registriren.\nZum Registriren bedienten wir uns des hierselbst beschriebenen chrono-photographischen Pendels von Prof. Morochowetz. In die vordere quadratische Oeffnung des Apparats wurde ein Verschluss mit einer in der Mitte befindlichen Spalte von 1 Mm. Breite und 10 Ct-in. bis 1 Mm. L\u00e4nge, oder einer runden punktf\u00f6rmigen Oeffnung eingesetzt. Die Spalte wurde von dem Bogen-licht entweder unmittelbar oder vermittelst kondensirender Linsen beleuchtet. Wenn wir nun den Unterbrecher in den Nebenkreis einf\u00fchren und das Licht zugleich auf die Negativplatte, die an dem Pendel befestigt ist, einwirken lassen, so erhalten wir auf der Platte, die zugleich mit dem Pendel vor der beleuchteten Spalte vorbeigekommen ist, nach der Entwicklung eine Reihe von Streifen, die von einander durch ganz regelm\u00e4ssige Zwischenr\u00e4ume getrennt sind, wenn der Unterbrecher einen bestimmten Ton von sich gegeben hat oder eine durch unregelm\u00e4ssige Zwischenr\u00e4ume getrennte Reihe von Streiten, wenn der W\u00e4hnelt\u2019sche Unterbrecher unregelm\u00e4ssig funkzionnirt, gebrummt hat, wie es in den Apparaten vorkommt, bei denen der positive Pol in einer Gummischeide steckt. In diesem Falle weist das Photogramm unregelm\u00e4ssig angeordnete Streifen auf (Taf. I, Fig. 9). Wenn man die in Prof. L. Morochowetz's Artikel (p. 51). beschriebene Verfahnmgsweise anwendet, so ist es ein Leichtes sowohl die Anzahl der Unterbrechungen des W\u00e4hnelt'sehen Unterbrechers als auch die Anzahl der Schwankungen in der Spannung des Bogenlichts unter dem Einfl\u00fcsse verschiedener Umst\u00e4nde zu bestimmen.","page":72},{"file":"p0072s0001table1.txt","language":"de","ocr_de":"Tafel X\nA. Judin\nFig. 1.\n/vWWWWW^V*WVAV.V.A-.V.A.V.\\W^V\u2018vW'///////\u00ef\nFig. 3.\n'I'OTOTmiiii K. A. \u2022I\u2019jmiep'E, ^rocK!i;i","page":0},{"file":"p0072s0002.txt","language":"de","ocr_de":"\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n","page":0},{"file":"p0073.txt","language":"de","ocr_de":"bibliographie.\n73\nIII. Die photographische Registration der Reactionszeit.\nDas in meinem Aufs\u00e4tze \u00abein einfaches Verfahren zur Bestimmung der Dauer kleiner Zeitintervalle> *) angegebene Mittel der doppelten Aufzeichnung vermittelst einer einzigen Feder, erlaubt uns die Aufzeichnungen nicht nur auf einer berussten Trommel zu machen, sondern auch dieselben auf photographischem Wege zu gewinnen; die Art und Weise der Anwendung der Photographie zu diesem Zwecke ist im Anlange dieses Aufsatzes angegeben (p. 70). Auf Tafel 1, Fig. 3 und 4 sieht man einige Beispiele solcher Aufzeichnungen,\nBibliographie.\nI. Analyses.\nAkimow-Peretz, K. Observations cliniques sur l\u2019influence des substances graisseuses sur la fonction s\u00e9cr\u00e9toire de l'estomac. Th\u00e8se. S.-P\u00e9tersbourg. 1897.\nL'objet de ces exp\u00e9riences \u00e9tait celui de v\u00e9rifier si une diminution de la s\u00e9cr\u00e9tion du suc gastrique sous l'influence des graisses, observ\u00e9e par Lobas-soff (m\u00eame vol. p. 386) chez le chien, avait lieu aussi chez l'homme. 18 exp\u00e9riences, faites sur des malades dont les uns jouissaient d'une digestion normale, tandis que chez les autres l\u2019estomac pr\u00e9sentait des sympt\u00f4mes catarrhaux (acidit\u00e9 trop forte ou trop faible) donn\u00e8rent des r\u00e9sultats affirmatifs. Ces exp\u00e9riences furent faites de la sorte que les malades recevaient des quantit\u00e9s alternantes (variables) d\u2019huile d\u2019amandes ou d'olives (15\u201490 grs.); 15 minutes apr\u00e8s on leur donnait, afin de stimuler la s\u00e9cr\u00e9tion du suc gastrique, le d\u00e9jeuner exp\u00e9rimental d\u2019Ewald, ou on leur introduisait, \u00e0 l\u2019aide de la zonde stomacale, 10,0 d'extrait de viande de Liebig dans 400 cc. d\u2019eau; une heure apr\u00e8s, l\u2019estomac \u00e9tait vid\u00e9 au moyen d\u2019un siphon et le contenu analys\u00e9 d'apr\u00e8s la m\u00e9thode ordinaire (l\u2019acide chlorhydrique selon T\u0153pfer, l\u2019acide lactique selon de Jong, la facult\u00e9 digestive selon Mett). Quoique les r\u00e9sultats fussent loin d'\u00eatre identiques, cependant dans 16 exp\u00e9riences sur 18 on a put constater une diminution de la teneur en acide chlorhydrique, et dans 12, une diminution du pouvoir peptique, ind\u00e9pendamment du degr\u00e9 d\u2019acidit\u00e9. Il va sans dire que les jours d\u2019exp\u00e9rience alternaient avec des jours de contr\u00f4le, lorsque les malades ne recevaient pas d\u2019huile avant le d\u00e9jeuner.\n*) Hiysiol. Russe, vol. I, p. 65.","page":73}],"identifier":"lit36294","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"70-73","startpages":"70","title":"Ueber die Registrirung der kurzdauernden Lichteffekte","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T12:22:36.250762+00:00"}
