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{"created":"2022-01-31T16:41:12.349529+00:00","id":"lit36300","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Wjasemsky, T. I.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 81-106","fulltext":[{"file":"p0081.txt","language":"de","ocr_de":"LE\nPHYSIOLOGISTE RUSSE\nR\u00c9DIGE PAR\nM. L\u00e9on Morokhowetz,\nProfesseur de physiologie \u00e0 l\u2019Universit\u00e9 Imp\u00e9riale.\nMOSCOU.\nVol. U.\t17 octobre 1900.\tN\u00b0N\u00b0 26\u201430.\nLeiter deu Eiulluss der elektrisclieu Str\u00f6me auf deu Lei-Umgswiderstaud der Pflanzengewebe.\nDr. T. I. Wjasemsky.\nProf. J. Surdon Sanderson war der erste, der im Jahre 1888 die Beobachtung machte, dass sich der Widerstand der Gewebe eines Blattes von Dionaea mus ei pul a vermindert, nachdem dieses dem Einfl\u00fcsse eines durch dasselbe geleiteten galvanischen Stromes ausgesetzt gewesen war *). Die Ursache dieser Erscheinung untersuchte er aber nicht n\u00e4her, und die Frage blieb offen.\nAuf dieselbe Thatsache bin ich in meinen elektrophysiologisclien Untersuchungen gestossen, und da mich besonders die theoretische Seite der Frage interessirte, so unternahm ich eine ganze Reihe diesbez\u00fcglicher Versuche, deren Resultate ich hier mitzutheilen beabsichtige.\nAls Objekte dienten mir Bl\u00e4tter verschiedener Pflanzen, deren Aufz\u00e4hlung weiter unten folgt.\nDie von den Pflanzen abgeschnittenen Bl\u00e4tter wurden in einer feuchten Kammer gehalten, wo mit denselben experimentirt wurde.\nDer Strom der Batterie wurde durch das Blatt mittels unpolarisirbarer Elektroden geleitet, deren Thon statt mit einer 0.75%-igen Kochsalzl\u00f6sung mit gew\u00f6nlichem Wasser getr\u00e4nkt war. Die Elektroden ber\u00fchrten die Oberfl\u00e4che des Blattes unmittelbar mit ihren Thonspitzen. Die Widerstandsmessung\n7) B. Sanderson.\u2014On the Electromotive Properties of the Leaf of Dionaea in the Excited and Unexcited States. Second Paper (Philosophical Transactions ot the Royal Society ot London. Yol. 179 (B). 1889).\nG","page":81},{"file":"p0082.txt","language":"de","ocr_de":"82\nUE BE R DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STROME.\ngeschah nach Wheatston\u2019s Methode. Wie aus Fig. I ersichtlich ist, bediente icli mich der Wlieatstone\u2019schen Drahtcombination von solch einer Anordung, dass der rheostatische Widerstand w\u00e4hrend der ganzen Messungszeit eine constante Gr\u00f6sse blieb und bezwecks der Bestimmung von X sich nur das Yerh\u00e4ltniss zwischen den L\u00e4ngen SC und CQ des Neusilberdrathes ^ver\u00e4nderte bis zu dem Moment, wo das Gleichgewicht der Spannungen in bestimmten Punkten (B und C) der eigentlichen Br\u00fccke sich einstellte, ln diese letztere wurde entweder ein Galvanometer oder ein Capillar-Elektrometer (A) eingeschaltet. Als Br\u00fcckendraht diente ein Rheochord-Neusilberdraht i 000 Mm\n\nlang und 0.75 Mm. im Durchmesser. Ein quer \u00fcber denselben gespanntes Platindr\u00e4htchen bildete den verschiebbaren Contact (C). Des Capillar-Elektro-meters bediente ich mich auch bei der Messung der Potentialdifferenzen zwischen den Puncten a und b des Blattes.\nDie Widerstandmessung wurde nach folgendem einf\u00f6rmigem Schema ausgef\u00fchrt.\nDurch ein System von Leitern, welche die Wheatstone'sche Br\u00fccke bilden, fliesst der Strom eines grossen Daniell\u2019schen Elements. Die Wippe ( Tl Y) macht, es m\u00f6glich die Richtung dieses Stromes zu \u00e4ndern. Zwei andere derartige","page":82},{"file":"p0083.txt","language":"de","ocr_de":"TJEBER DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STROME.\n83\nWippen (TEj, Wt) ohne Kreuz befinden sich in den Zweigen der Wheatsto-ne sehen Br\u00fccke. Nehmen wir den Fall an, dass die Verbindung der Leiter durch die Quecksilbern\u00e4pfe 1, 2 der Wippe Wt und 3, 4 der Wippe W, stattfindet. Die Kette der Batterie E bei m ist offen. Bei einer solchen Anordnung der Contacte ist der Strom des Daniell\u2019schen Elements folgendermaassen verzweigt. Der Strom geht aus dem Ende des Rheochorddrahts (S) in das Quecksilbern\u00e4pfchen 1, in die Elektrode b, durch die Strecke (ba) des Hauptnerven. die Elektrode a in das Quecksilbern\u00e4pfchen 2, durch den Leiter zum Punkte B. Das ist der erste Zweig der Br\u00fccke, der einen unbekannten Widerstand enth\u00e4lt. Aus dem Punkte B fliesst der Strom durch den zweiten Zweig der Br\u00fccke, welcher einem genau bestimmten rheostatischen (B) Widerstand (bei meinen Versuchen war derselbe immer gleich 100000 Ohm) enth\u00e4lt, zum andern Ende (Q) des Rheochorddrahts. Vom Punkte B aus findet die Abzweigung des Stromes statt. Dieser Zweig des Stromes geht durch den Leiter, der die eigentliche Br\u00fccke bildet. In letzteren wurde entweder ein Galvanometer oder ein Capillar-Elektrometer (A) eingeschaltet. Der Strom geht hier aus dem Punkte B durch das Quecksilbern\u00e4pfchen 3 der Wippe W\u201e in den Elektrometer und von dort durch das Quecksilbern\u00e4pfchen 4 derselben Wippe zum verschiebbaren Gontact C des Rheochorddrahts.\nBei einer solchen Anordnung der Contacte wird zuerst die Widerstandsmessung der Strecke ab vor dem Durchgang des Batteriestromes durch dieselbe ausgef\u00fchrt. Nach Beendigung dieser Messung unterbricht man die metallische Verbindung mit den Quecksilbermassen 1 und 2 und stellt die Verbindung mit den Quecksilbermassen 7 und 8 her. Offenbar ist jetzt der Strom der Kette des Daniell 'sehen Elements in der Br\u00fccke unterbrochen (Der Du Bois-Reymond\u2019sche Schl\u00fcssel, welcher sich im Kreise des Elektrometers befindet, ist ge\u00f6ffnet). Darauf schliesst man im Punkte m die Kette der Batterie E. Die Strecke (ab) des Hauptnerven eines Blattes wird der Einwirkung des Batteriestromes w\u00e4hrend einer bestimmten Zeit ausgesetzt. Darnach wird die Kette der Batterie E ge\u00f6ffnet und werden die Contacte der Wippe IC, mit den Quecksilbermassen 5 und 0 verbunden. Dies giebt die M\u00f6glichkeit den Zustand der polarisirten Strecke ab hinsichtlich der zwischen den Punkten b und a vorhandenen elektrischen Differenzen zu untersuchen, oder, falls dies nicht n\u00f6tig ist, man setzt die Contacte wieder mit den Quecksilbermassen 1, 2, 3 und 4 in Verbindung und misst den durch den Strom schon ver\u00e4nderten Leitungswiderstand der Strecke (ab).\nIn den folgenden Messungsprotokollen wurden die in der ersten verticalen Colonne (ba) gegebenen Widerstandsgr\u00f6ssen dann erhalten, wenn der Strom der Batterie E und derjenige des Daniell\u2019schen Elements im Nerven eine und dieselbe Richtung von b nach a hatten; die in der zweiten verticalen Colonne (ab) enthaltenen Gr\u00f6ssen, wenn die Stromrichtung des Daniell sehen Elements eine entgegengesetzte, von \u00abnach b, war. Die dritte, durch den Buchstaben JA bezeiclmete, verticale Colonne enth\u00e4lt die mittleren arithmetischen Widerstandsgr\u00f6ssen. Die Zeit (T), w\u00e4hrend welcher die Messungen geschahen, ist in Stunden und Minuten angegeben. Ausserdem sind sowohl die Gr\u00f6ssen der Potentialdifferenzen (in Millivolten) zwischen den Punkten a und b (Ia\u2014Vb), als auch die diesen Punkten entsprechenden elektrischen Zeichen gegeben.\n6*","page":83},{"file":"p0084.txt","language":"de","ocr_de":"84\nUEBER DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STR\u00d6ME.\nUm von den Resultaten meiner Versuche einen vorl\u00e4ufigen Begriff zu geben, f\u00fchre ich ein Messungsprotokoll an; die Widerstandsgr\u00f6ssen sind in Tausenden gegeben.\nDer Widerstand der Elektroden allein war:\nT\tR\t\tM\nVI*. 25'\t17.2\t17.4\t17.3\n30'\t17.0\t17.0\t17.0\n40'\t16.6\t16.8\t16.7\nDann wurden die Elektroden an die untere Seite des Hauptnerven 10 Mm. weit von einander gesetzt. Der Batteriestrom (E\u2014bv. 4) hatte die Richtung von b nach a. Die Schliessungsdauer der Kette (t)=1 Minute.\n\t\tVor\tEinwirkung des\t\tStroms.\t\nT\t\tba\tab\tM\tVa-Vb\ta\nVII.\t30'\t463\t455\t459\t3.5\t\u2014\n\t35'\t461\t452\t456.5\t3.5\t\u2014\n\t45'\t463\t448\t455.5\t5\t\u2014\nVIII.\t2'\t467\t444\t455.5\t5\t\u2014\n\t\tNach\tEinwirkung des\t\tStroms.\t\n\t\u2022->/ D\t305\t326\t315.5\t5\t\n\t4'\t344\t315\t329.5\t6.5\t\u2014\n\t5'\t357\t315\t336\t7\t\u2014\n\t6'\t370\t319\t344.5\t7\t\u2014\n\t8'\t370\t321\t345.5\t6.8\t\u2014\n\t10'\t377\t332\t354.5\t6.5\t\u2014\n\t12'\t377\t342\t359.5\t6\t\u2014\n\t14'\t377\t357\t382\t4\t\u2014\n\t16'\t385\t370\t377.5\t3.5\t\u2014\n\t18'\t392\t382\t387\t3\t\u2014\n\t20'\t394\t388\t391\to O\t\t\t\n\t22'\t400\t388\t394\to O\t\u2014\n\t25'\t403\t394\t398.5\to\t\u2014\n\t30'\t409\t400\t404.5\t2\t\u2014\n\t35'\t409\t408\t408.5\t1\t\u2014\n\t40'\t417\t414\t415.5\t1\t\u2014\n\t45'\t426\t416\t421\t1.5\t\u2014\n\t50'\t433\t424\t423.5\t1.5\t\u2014\n\t55'\t435\t426\t430.5\t1.5\t\u2014\nIX.\t0'\t435\t433\t434\t1\t\u2014\nb\n\u2014I\u2014\n","page":84},{"file":"p0085.txt","language":"de","ocr_de":"l'EBEK DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STR\u00d6ME.\n85\nDer Widerstand der Elektroden allein ist nach Beendigung des Versuchs gleich\t\u2014 = 14.9 Ohm.\nWir sehen, dass die Widerstandsgr\u00f6sse der Strecke ab, die vor dem Durchgang des Stromes gleich 455500 Ohm gewesen war, nachdem der Strom eine Minute lang eingewirkt hatte, bis auf 315500 Ohm fiel worauf mit der Zeit die fr\u00fchere Widerstandsgr\u00f6sse allm\u00e4lig wiederkehrte. Die Abweichung der Gr\u00f6ssen der Summanden von der mittleren Gr\u00f6sse wird, wie das Untersuchungsprotokoll zeigt, durch das gleichzeitige Vorhandensein elektromotorischer Kr\u00e4fte in der beobachteten Strecke oder in deren Ber\u00fchrunsoberfl\u00e4che mit den Elektroden bedingt.\nMessungen, welche speziell das Studium dieser Kr\u00e4fte bezweckten, beweisen, dass dieselben wirklich vorhanden sind. Die Verteilung der Zeichen an den Ableitungspunkten ist \u00fcberhaupt dieselbe wie unmittelbar vor dem Durchgang des \u00e4usseren Stromes. Diese Verteilung der Zeichen war nur in der ersten Minute nach dem Oeffnen der Batteriekette eine andere. Die Gegenwart elektromotorischer Kr\u00e4fte in der Strecke, die wir hinsichtlich ihres Leitungswiderstands studiren, muss offenbar das Resultat der Messungen beeinflussen. Bei der Bildung einer geschlossenen Kette entwickeln die elektromotorischen Kr\u00e4fte des Blattes Str\u00f6me. Wenn deren Richtung im Blatte mit der Stromrichtung der Messungskette nicht zusammenf\u00e4llt, so muss gegenseitige Aufhebung (Compensation) und daher (scheinbare) Vergr\u00f6sserung des Widerstands stattfinden; in dem Falle aber, wenn die Stromrichtungen zusammenfallen, summiren sich die letzteren und es entsteht (scheinbare) Verminderung des Widerstandes. Auf diese Weise erhalten wir bei beiden Stromrichtungen der Messungskette nicht die wirkliche Gr\u00f6sse.\nNehmen wir aber an, dass w\u00e4hrend der Widerstandsmessung bei den entgegengesetzten Stromrichtungen der Messungskette die elektromotorischen Kr\u00e4fte des Blattes gleich gross bleiben, so k\u00f6nnen wir auch annehmen, dass die Vergr\u00f6sserung und Verminderung um eine und dieselbe Gr\u00f6sse stattfindet. Folglich ist die mittlere Gr\u00f6sse der durch die Messung erhaltenen Summanden eine Gr\u00f6sse, welche den Widerstand der intrapolaren Strecke genau bestimmt. Das Protokoll zeigt, dass die elektromotorischen Kr\u00e4fte des Blattes quantitativ \u00fcberhaupt schwanken; da uns aber bis jetzt das Gesetz dieser Schwankungen in der Zeitfunction unbekannt ist, so k\u00f6nnen wir auch nicht bestimmt sagen, ob die elektromotorischen Kr\u00e4fte des Blattes w\u00e4hrend der Widerstandsmessung constante Gr\u00f6ssen bleiben oder nicht. Anderseits ver\u00e4ndert der \u00e4ussere Strom, wie dasselbe Protokoll zeigt, nicht nur die Gr\u00f6sse, sondern auch die Verteilung der elektrischen Zeichen an den Ableitungspunkten. Folglich haben wir das Recht vorauszusetzen, dass auch der Strom der Messungskette, wie schwach er auch sei, eine gewisse Ver\u00e4nderung in der Widerstandsgr\u00f6sse und den elektromotorischen Kr\u00e4ften hervorbringen wird. Daraus ist ersichtlich, dass wir nicht mit Bestimmtheit davon reden k\u00f6nnen, dass die mittleren Gr\u00f6ssen reelle Widerstandsgr\u00f6ssen sind. Obgleich uns nicht die Bestimmung der absoluten Widerstandsgr\u00f6ssen der Pflanzengewebe, sondern nur das Verh\u00e4ltnis zwischen den beobachteten Gr\u00f6ssen inte-","page":85},{"file":"p0086.txt","language":"de","ocr_de":"86\nUE BER DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHE STR\u00d6ME.\nressirt, so w\u00e4re es doch w\u00fcnschenswert]) zu wissen, wie gross die Abweichung der mittleren Gr\u00f6ssen von der wirklichen ist. Die L\u00f6sung der Frage beschr\u00e4nkt sich auf das Studium des Einflusses des Messstromes w\u00e4hrend der Zeit des Messprozesses selbst auf die elektrische Differenz, die zwischen den Ableitungspunkten besteht. Wie wir aber aus einer speziellen Arbeit sehen werden, ist dieser Einfluss ein derartiger, dass die Genauigkeit der Schl\u00fcsse darunter nicht leidet.\nDass die Abweichung der Summanden von der mittleren Gr\u00f6sse wirklich durch das Vorhandensein elektromotorischer Kr\u00e4fte im lilatte bedingt wird, ist aus Folgendem ersichtlich. Wenn wir f\u00fcr jeden Moment der Messung 1) die Gr\u00f6ssenunterschiede des Leitungswiderstandes (Un. LTU), welche bei zwei entgegengesetzten Richtungen des Stromes eines Daniel] sehen Elements gemessen wurden und 2) die Gr\u00f6ssen der elektromotorischen Kr\u00e4fte des Blattes vergleichen, so sehen wir, dass je bedeutender diese letztere Gr\u00f6sse ist, desto sch\u00e4rfer der Gr\u00f6ssenunterschied der Summanden hervortritt, was offenbar auf ein Verh\u00e4ltnis von Ursache zu Wirkung hinweist.\nT VII SO' 35 45 VIII 2\t3 4 5 0 8\t10 12 14 10 IS 20 22 25 30 35 40 45 50 55 IX\nUn. LW 8 9 15 23 21 29 42 51 49 45 35 20 15 10 6 12 9 !\u00bb 1 3 10 9 9 2 Va\u2014Vb\t3.5 3.5 5.\t5 5 6.5 7. 7 6.8 6.5 6. 4. 3.5 3. 3. 3. 2. 2. 1 1 l.s l.s l.s 1.\nWenden wir uns jetzt wieder der Analyse der in dem ersten Messungsprotokoll angef\u00fchrten Thatsachen zu. Wenn wir die anf\u00e4ngliche Widerstandsgr\u00f6sse durch 100 bezeichnen, so linden die Gr\u00f6ssen, welche den ver\u00e4nderten Widerstand der beobachteten Strecke in verschiedenen Momenten (z. B. alle\n10 Minuten) nach der Unterbrechung der Stromeswirl genden Zahlen ihren Aussdruck:\t\t\t\t\tiimg vorstellen,\t\nT\t0'\t10'\t20'\t30'\t40'\t50'\nVllU\t69.o\t78.9\t86.4\t89.j\t91.o\t91.9\nIX\t95.o\t97-o\t98.o\t98.3\t99.0\t100\nX\t100.5\t101. 0\t192.3\t103.3\t103.!\t103.!\nWir sehen, dass die anf\u00e4ngliche Gr\u00f6sse zwei Stunden nach der Unterbrechung der Einwirkung des Stromes wieder hergestellt wird, dann im Laufe der dritten Stunde anw\u00e4chst, gegen das Ende der ersten H\u00e4lfte der dritten Stunde ihr Maximum erreicht, und in der ganzen zweiten H\u00e4lfte der dritten Stunde anh\u00e4lt.\nNach diesem vorl\u00e4ufigem Versuche wollen wir zur Analyse der Erscheinung in Abh\u00e4ngigkeit von den verschiedenen Umst\u00e4nden, die bei dem Ex-perimentiren stattfinden, \u00fcbergehen.\nWir k\u00f6nnen a priori annehmen, dass die trockene Blattoberfl\u00e4che dem durch dieselbe fliessenden Strome einen sehr grossen Widerstand entgegensetzt. Wir m\u00fcssen auch zugeben, dass bei dem Anlegen der feuchten unpolarisirbaren Elektroden an die Oberfl\u00e4che des Blattes Diffusion der Fl\u00fcssigkeit stattfindet. Folglich muss schon die Gegenwart der feuchten Elektroden die Leitungsf\u00e4higkeit der Gewebe beeinflussen. Das zeigen klar die Thatsachen des ersten Versuches (JYs 1). Doch ist die Ver\u00e4nderung der Widerstandsgr\u00f6sse hier un-","page":86},{"file":"p0087.txt","language":"de","ocr_de":"UEBER DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STR\u00d6ME.\n87\nbedeutend, da zwischen dem Moment des Anlegens der feuchten Elektroden an die Oberfl\u00e4che des Blattes und dem Anfang der Messung im gegebenen Falle eine geraume Zeit verstrichen war. Wir haben das Recht zu erwarten, dass die bedeutendsten Ver\u00e4nderungen der Widerstandsgr\u00f6sse in den ersten Momenten nach dem Anlegen der Elektroden vor sich gehen. Um sich \u00fcber die Gr\u00f6sse dieser Schwankungen ein Urtheil zu bilden, sind spezielle Versuche n\u00f6tig. Hier wollen wir uur die Thatsache vermerken, dass der Leitungswiderstand\" der Blattgewebe sich mit der Zeit in Abh\u00e4ngigkeit von der Feuchtigkeit der Elektroden ver\u00e4ndert.\nEs ist klar, dass wenn wir die Blattgewebe dem Einfl\u00fcsse des Stromes sogleich nach der Anlegung der Elektroden aussetzen, wir bei der Widerstandsmessung eine Gr\u00f6sse erhalten, auf deren Ver\u00e4nderung nicht nur der Batteriestrom, sondern auch die Diffusion des Wassers, aus den feuchten Elektroden gewirkt hat. Folglich muss man um den Einfluss des Stroms allein zu beurteilen, das Blatt nur dann der Einwirkung des Stromes aussetzen wenn sich eine mehr oder weniger constante Widerstandsgr\u00f6sse hergestellt hat. Wenn in den Protokollen meiner Messungen nur eine numerische Widerstandsgr\u00f6sse der Blattgewebe vor der Einwirkung des Stroms auf dieselben gegeben ist, so heisst das, dass durch vorl\u00e4ufige Messungen genau festgestellt wurde, dass in der Zeitperiode, welche man zu mehr oder weniger genauen Messungen bestimmt hatte, die genannte Gr\u00f6sse keine merklichen Schwankungen zeigte.\nI.\nAbh\u00e4ngigkeit der Ver\u00e4nderung des Widerstandes der Pflanzengewebe von der Intensit\u00e4t des sie durchfliessenden galvanischen Stromes 4).\nVersuche dieser Art sind einfach, die erhaltenen Resultate befriedigend, wie die weiter unten angef\u00fchrten Messungsprotokolle zeigen. Die erste Bemerkung, die ich hier hinsichtlich solcher Versuche machen muss, bezieht sich auf die Bestimmung der Intensit\u00e4t des einwirkenden Stromes. Das Blatt wurde nur dann dem Einfl\u00fcsse des Stromes ausgesetzt, wenn der anf\u00e4ngliche Widerstand desselben eine bestimmte, in allen beobachteten F\u00e4llen fast gleiche Gr\u00f6sse vorstellte. Dadurch wurde die Notwendigkeit der unmittelbaren Messung der Stromintensit\u00e4t vermieden. Indem wir in verschiedenen F\u00e4llen verschiedene Gr\u00f6ssen der elektromotorischen Kr\u00e4fte der Batterie anwenden, haben wir bei einer und derselben Widerstandsgr\u00f6sse der Blattgewebe verschiedene Gr\u00f6ssen der Stromintensit\u00e4t, die aber immer in geradem Verh\u00e4ltnisse zu den elektromotorischen Kr\u00e4ften der Batterie stehen. Da E und B bekannte Gr\u00f6ssen sind, so ist J offenbar der Berechnung nach auch eine bekannte Gr\u00f6sse.\n\u2018) Einige der von mir w eiter unten beschriebenen Versuche f\u00fchrte ich im Laboratorium des Hrn l\u2019rof. I. L. Pr\u00e9vost zu Genf aus. Ihm wie auch seinem Assistenten M. Battelli f\u00fchle ich mich gedrungen hier meinen lebhaftesten Dank f\u00fcr ihr liebensw\u00fcrdiges Entgegenkommen zu bezeugen.","page":87},{"file":"p0088.txt","language":"de","ocr_de":"88\nHEBER DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STR\u00d6ME.\nWarum ich dieses Verfahren des Dosirens der Stromintensit\u00e4t gew\u00e4hlt habe, wird in der Folge ersichtlich werden. Die unpolarisirbaren Elektroden wurden auf den Hauptnerven an der R\u00fcckseite des Blattes 1 Ctm. weit von einander gesetzt. Die Fl\u00e4che des Thons, die mit der Blattoberfl\u00e4che in Ber\u00fchrung kam, war 25 und 30 (\u25a1 Mm.) gross. Zwischen den Elektroden wurde ein Strom geleitet, im gegebenen Falle von einer Gaiffe\u2019schen Batterie mit Leclanch\u00e9- Elementen. Wirkungsdauer (t) des Stromes=l Minute.\nDie Zahlengr\u00f6ssen *), die in der ersten vertikalen Colonne stehen, wurden bei der Messung der Widerst\u00e4nde erhalten, wenn in dem Blatte die Richtung des Messstromes und diejenige des Batteriestromes zusammenfielen. In den gegebenen Versuchen ging der Batteriestrom von a nach b (Fig. 1). Folglich wurden die Gr\u00f6ssen der ersten vertikalen Colonne erhalten, wenn die Richtung des Messstromes von a nach b und die Gr\u00f6ssen der zweiten Colonne\u2014wenn die Richtung desselben Stromes von b nach a war. Die in den Widerstandsgr\u00f6ssen erhaltenen Ver\u00e4nderungen nach der Einwirkung des Batteriestromes w\u00e4hrend einer Minute wurden eine ganze Stunde lang beobachtet, gleich nach der Einwirkung des Stroms, dann nach 3', 5', 10', 20'. 30', 40', 50', 60'; die anf\u00e4ngliche Widerstandsgr\u00f6sse in den Messungsprotokollen bezieht sich auf 0 Zeit.\nDie Gr\u00f6ssen der Stromintensit\u00e4t der Batterie sind in Millionsteln Amp\u00e8re gegeben und entsprechen dem Momente des Stromschlusses. Diese Intensit\u00e4t w\u00e4chst in Folge continuirlicher Verminderung des Widerstandes mit jedem weiteren Momente an und erreicht ihre Maximalgr\u00f6sse bei der Stromunterbrechung.\n_E=3\tv (2 Eiern.\tLeck)\t\t\t\t\t\nV\tII. ,7=0.000012 A\t\tl.\t\tW III.\t,7=0.000012 A\t\n\t\tVor\tEinwirkung\tdes\tStromes.\t\t\nT\tab\tba\tM\t\tab\tba\tM\n0\t238\t250\t244\t\t240\t238\t239\n\t\tNach\tEinwirkung\tdes\tStromes.\t\t\n1\t188\t212\t200\t\t173\t227\t200\no \u00d6\t207\t217\t212\t\t207\t222\t214.5\n5\t215\t227\t221\t\t222\t227\t224.5\n10\t217\t233\t225\t\t227\t238\t232.5\n20\t227\t230\t228.5\t\t238\t238\t238\n30\t238\t233\t235.5\t\t250\t257\t253.5\n40\t250\t247\t248.5\t\t257\t257\t257\nl) j)a (|ie Resultate einer langen Reihe von Versuchen gut \u00fctereinstimmen, so f\u00fchre ich sowohl hier wie in den folgenden Paragraphen als Beispiel nur einige derselben an.","page":88},{"file":"p0089.txt","language":"de","ocr_de":"UEBER DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STR\u00d6ME.\n50\t263\t263\t263\t257\t263\t260\n60\t263\t263\t263\t257\t263\t260\nA I\\\t; 7=0.000012 .\t\t\u00c0.\tA V.\t7=0.000012 A,\t\n\t\tVor\tEinwirkung\tdes Stromes.\t\t\nT\tCil)\tba\tM\tab\tba\tM\n0\t250\t258\t254\t250\t250\t250\n\t\tNach\tEinwirkung\tdes Stromes.\t\t\n1\t217\t227\t222\t202\t238\t220\nO O\t238\t233\t235.5\t212\t244\t228\n5\t244\t235\t239.5\t227\t250\t238.5\n10\t244\t242\t243\t233\t257\t245\n20\t240\t257\t248.5\t238\t262\t250\n30\t250\t257\t253.5\t244\t270\t257\n40\t261\t261\t261\t257\t284\t270.5\n50\t261\t261\t261\t257\t284\t270.5\n60\t261\t261\t261\t257\t284\t270.5\nE--=\u00dcV\t(6 Elm.\tLed).\t\t\t\t\nA VI. 7=0.000037 A.\tA VII. ,7=0.000038 A.\n\t\tVor\tEinwirkung des\tStromes.\t\t\nT\tab\tba\tM\tab\tba\tM\n0\t238\t244\t241\t232\t234\t233\n\t\tNach\tEinwirkung des\tStromes.\t\t\n1\t129\t163\t146\t158\t150\t154\n3\t156\t170\t163\t166\t156\t161\n5\t170\t181\t175.5\t185\t166\t175.5\n10\t173\t194\t183.5\t185\t173\t179\n20\t170\t212\t191\t194\t177\t185.5\n30\t177\t217\t197\t207\t198\t202.5\n40\t185\t227\t206\t217\t207\t212\n50\t196\t235\t215.5\t222\t212\t217\n60\t200\t241\t220.5\t222\t212\t217\nA\tVIII.\t7=0.000038 A.\t\tA IX. J=\t\t=0.000036.\n\t\tVor\tEinwirkung des Stromes.\t\t\t\nT\tab\tb a\tM\tab\tba\tM\n0\t233\t227\t230\t245\t255\t250\n89","page":89},{"file":"p0090.txt","language":"de","ocr_de":"90\nUEBER PEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STROME.\n\t\tNach\tEinwirkung\tdes\tStromes.\t\t\n1\t138\t143\tHO.5\t\t150\t170\t160\no ,')\t150\t146\t148\t\t166\t185\t175.5\n5\t159\t164\t161.5\t\t189\t203\t196\n10\t166\t177\t171.5\t\t194\t207\t200 5\n20\t177\t181\t179\t\t194\t217\t205.5\n30\t185\t185\t185\t\t198\t228\t213\n40\t198\t184\t191\t\t194\t233\t213.5\n50\t203\t182\t192.5\t\t198\t233\t215.5\n60\t207\t181\t194-\t\t198\t233\t2155\nE= 18*\t(12 Elem. Led.).\t\t\t\t\t\t\nJVs\tX. J=\t0.000072 A.\t\t\tJVj XI.\t-7\u20140.000077 A.\t\n\t\tVor\tEinwirkung\tdes\tStromes.\t\t\nT\tab\tba\tM\t\tab\tba\tM\n0\t250\t250\t250\t\t232\t232\t232\n\t\tNach\tEinwirkung\tdes\tStromes.\t\t\n1\t117\t119\t\u00ce18\t\t112\t98\t105\no o\t134\t138\t136\t\t117\t104\t110 5\n5\t150\t156\t153\t\t138\t112\t125\n10\t163\t163\t163\t\t156\t129\t142.5\n20\t173\t163\t168\t\t163\t135\t149\n30\t181\t181\t181\t\t170\t140\t155\n40\t194\t189\t191.5\t\t177\t146\t158.5\n50\t212\t203\t207.5\t\t187\t153\t170\n60\t217\t207\t212\t\t196\t170\t183\nJVs\tXII. J--\t=0.0000\t72 A.\t\tA XIII. ,\t7=0.000069 A.\t\n\t\tVor\tEinwirkung\tdes\tStromes.\t\t\nT\tab\tba\tM\t\tab\tba\tM\n0\t250\t262\t256\t\t270\t238\t254\n\t\tNach\tEinwirkung\tdes\tStromes.\t\t\n1\t127\t117\t122\t\t122\t110\t116\no O\t134\t124\t129\t\t127\t119\t123\n5\t153\t143\t148\t\t156\t135\t145.5\n10\t163\t150\t156.5\t\t170\t153\t161.5\n20\t174\t163\t168.5\t\t194\t166\t180","page":90},{"file":"p0091.txt","language":"de","ocr_de":"\tUl\tSBEK DEN\tEINFLUSS PER\tELEKTRISCHEN\tSTROME.\t\n30\t189\t173\t181\t212\t188\t200\n40\t203\t181\t192\t233\t207\t220\n50\t212\t185\t198.5\t238\t222\t230\n60\t222\t194\t208\t238\t222\t230\nUm uns von den Ver\u00e4nderungen der Widerstandsgr\u00f6sse der Blattgewebe in Abh\u00e4ngigkeit von der Strornintensit\u00e4t besser Ptechenschaft zu geben, wollen wir diese Ver\u00e4nderungen auf 100 beziehen, d. h. annehmen, dass die Widerstandsgr\u00f6sse der Blattgewebe bis zum Moment, wo der Batteriestrom durch dieselben durchgeleitet wurde, 100 war.\n\t\t\tE=\t3 V J=\t:0.000012 A.\t\t\t\t\n100\t82.4\t86. \u201e\t90..\t, 92.,,\t93.6\t96..\t101. s\t107. (\t107. s\n100\t83.6\t89.3\t93.,\t, 97.2\t99..\t106\t107..\t108.,\t, 108.,\n100\t87. 4\t92..\t94.3\t, 95-c\t97.1\t99.6\t102.- i\t102.,\t102.,\n100\t88\t91.1\t95.,\t98\t100\t102.2\t108..\t108.5\t: 108..,\n100\t85.3\t89.;\t93.5\t95.\u201e\tCO\t101.8\t105 *\t106.8\t106.,.\nE=r. J=0.000036\u20140.000038 A.\nV\t6.\t100\t60.6\t67.6\t72.8\t76.,\t79.,\t81.,\t85.4\t89.,\t91.,\n>\t7.\t100\t66.,\t69.,\t75\t76. (\t* 79.\u00ab\t86.,\t90.9\t93.,\t93.1\n>\t8.\t100\t61.,\t64.3\t70.1\t74..\t; 77.8\t80.4\t83\t83.,\t84.3\n>\t9.\t100\t64\t70.2\t78.,\t80.'\t2 82.,\t85.,\t85.4\t86.,\t86.2\nIV!'\t\t100\t62.9\t68 '\t74.;\t76.\t79.;\t83.;\t86.,\t88\t88.,\nE=18V. J=0.000069\u20140.000077 A.\nV\t10.\t100\t47.2\t54\t61.2\t65.2\t67.2\t72.4\t76.6\t00\t84.,\n>\t11.\t100\t45.2\t47. G\t53.8\t61..\t64.,\t66.8\t68.3\t73.\u201e\t78.8\n>\t12.\t100\t47.0\t50.4\t57.,\tei.;\t65.8\t70.-\t75-0\t77.;\t81.,\n>\t13.\t100\t45.6\t48.4\t57.,\t63..\t70.8\t78.;\t862.\t90.5\t90,;\nM\"\t\tICO\t46.4\t50.,\t57.;\t62.;\t67\t72. t\t76.5\t82\t83.4\nDiese Zahlenangaben veranschaulichen derstandsgr\u00f6ssen, die durch den galvaniscln bewirkt werden, fast gleich sind, wenn nur die Stromintensit\u00e4t und die elektromotorische Kraft der Batterie dieselben sind.\nWas die Abh\u00e4ngigkeit der Gr\u00f6sse der Ver\u00e4nderungen von der Intensit\u00e4t des einwirkenden Stromes anbetrifft, so wird durch diese Angaben nur die Thatsache constatirt, dass mit der Stromintensit\u00e4t auch die Gr\u00f6sse der Ver\u00e4nderungen zunimmt. Die Kurven auf Fig. 2 zeigen anschaulich die Abh\u00e4ngigkeit der Widerstandsgr\u00f6sse von der Stromintensit\u00e4t. Auf der geraden Linie OT sind die Zeiten vermerkt, auf der Linie OB\u2014die Widerstandsgr\u00f6ssen (die mittleren Gr\u00f6ssen: M, M' und M\"). Der gestrichelte Teil entspricht dem Zeitraum (1 Min.), Blatt ein Strom von verschiedener Intensit\u00e4t (7=11,=\ndass die Ver\u00e4nderungen der Strom R\nFig. 2.\nin welchem auf das :37,=72) einwirkte.","page":91},{"file":"p0092.txt","language":"de","ocr_de":"92\nU EBE R P EX EINFLUSS PER ELEKTRISCHEN STR\u00d6ME.\nIL\nAbh\u00e4ngigkeit der Ver\u00e4nderungen der Widerstandsgr\u00f6ssen der Pflanzengewebe von der Dichtigkeit des sie durchfliessenden galvanischen Stromes.\nAus den Protokollen II\u2014XIII erfahren wir, dass die Gr\u00f6sse der Ver\u00e4nderungen des Widerstands der Blattgewebe als Resultat des Einflusses des \u00e4usseren Stromes mit der Intensit\u00e4t dieses letzteren zunimmt. Dabei wurde vorausgesetzt. dass alle \u00fcbrigen Versuchsbedingungen dieselben waren. Beobachtungen zeigen, dass bei der Anwendung von Str\u00f6men gleicher Intensit\u00e4t die Resultate sich scharf von einander unterscheiden k\u00f6nnen. Offenbar weist dieser Umstand darauf hin, dass in dem geschlossenen Kreise solche Bedingungen vorhanden sein k\u00f6nnen, deren Ver\u00e4nderungen bei den Versuchen an verschiedenen Bl\u00e4ttern sehr merklich auf das Resultat des Einflusses von Str\u00f6men gleicher Intensit\u00e4t einwirken. Wenn diese Bedingungen nicht schon fr\u00fcher studirt worden w\u00e4ren, so w\u00fcrde es kaum m\u00f6glich gewesen sein die befriedigenden Resultate zu erhalten, welche in den oben angef\u00fchrten Protokollen mitgeteilt sind. Unter diesen Bedingungen nimmt die Gr\u00f6sse der Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen der Thonspitzen der Elektroden mit dem Blatte die erste Stelle ein. A on der Gr\u00f6sse dieser Fl\u00e4chen wird, wie bekannt, bei einer und derselben Stromintensit\u00e4t die Dichtigkeit des Stromes bedingt.\nUm die Abh\u00e4ngigkeit der Ver\u00e4nderungen des Widerstands der Blattgewebe von der Dichtigkeit des durch dieselben geleiteten Stroms festzustellen, f\u00fchrte ich eine Reihe diesbez\u00fcglicher Versuche aus. Dieselben sind in zwei Serien geteilt.\nErste Serie. In dieser Serie sind alle die Versuche gruppirt. bei denen die Stromintensit\u00e4t eine constante Gr\u00f6sse blieb. Wenn in zwei analogen Versuchen die Stromintensit\u00e4ten gleich sind, die Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen der Elektroden aber ungleich, so ist es klar, dass der Unterschied in dem Resultat der Einwirkung des Stroms in diesen beiden Versuchen von dem Unterschiede in der Gr\u00f6sse der Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen der Elektroden mit dem Blatte der Pflanze abh\u00e4ngt.\nDa in einem dieser F\u00e4lle (bei der Anwendung kleiner Fl\u00e4chen der Elektroden) der gesammte Widerstand des Kreises gr\u00f6sser sein wird als in dem andern (bei gr\u00f6sseren Fl\u00e4chen der Elektroden), so ist es klar, dass in dem ersten Falle die elektromotorische Kraft der Batterie verh\u00e4ltnissm\u00e4ssig ver-gr\u00f6ssert werden muss, damit in beiden F\u00e4llen die Stromintensit\u00e4t gleich sei.\nIn den weiter unten gegebenen Protokollen, JYxiV (XIV\u2014XXI), befinden sich die Zahlenangaben des Leitungswiderstands des Blattes vor Einwirkung des Stroms (die erste horizontale Reihe ist auf 0 bezogen) sowie nach dessen Einwirkung\u2014zuerst unmittelbar (U). dann nach 5, 10, 20, 30, 40, 50 und 60 Min. Die Stromrichtung war in allen hierher geh\u00f6rigen F\u00e4llen von a nach b. Die Entfernung der Elektroden von einander war 10 Mm.","page":92},{"file":"p0093.txt","language":"de","ocr_de":"LEBER BEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STR\u00d6ME.\n93\nE= 6\u00dc (4 Elem. Led.).\nl)ie Ber\u00fchrungsfl\u00e4che einer jeden Elektrode war 38\u201442 Mm. lang, 6\t8\nMm. breit.\nJ\\o XIV. J=0.000070 A.\tM XV. J=0.000074 A.\nT\tab\tba\tM\t\tab\tba\tM\t\n0\t86\t84\t85\t100\t81\t83\t82\t100\n1\t60\t98\t79\t92.,,\t75\t81\t78\t95,\n5\t70\t92\t81\t95 2\t75\t81\t78\t95,\n10\t80\t92\t86\t101.,\t76\t80\t78\t95,\n20\t81\t96\t88..\t104.,\t75\t83\t79\t96,\n30\t81\t96\t88.5\t104.,\t72\t88\t80\t97,\n40\t78\t94\t86\t101,\t75\t90\t82.5\t100,\n50\t80\t96\t88\t103-5\t73\t92\t82.5\t100,\n60\t78\t96\t87\t102.3\t74\t92\t83\t101,\nE=\t42\u00fc (8 Elem.\t\tLech).\t\t\t\t\t\nDie\tFl\u00e4chen\tder\tElektroden\twaren:\t10\u201412\tmm. lau\tg, 6\u20148\tmm.breit\n\u00db XVI.\t\tJ=\ti0.000076\tA.\tJVs XVII.\t\tJ=0.000072 A.\t\nT\tab\tba\tM\t\tab\tba\tM\t100\n0\t156\t176\t166\t100\t166\t188\t177\t\n1\t117\t100\t108,\t65,\t104\t140\t122\t68,\n5\t98\t156\t127\t76,\t92\t170\t131\t74\n10\t104\t163\t133,\t80,\t100\t177\t138.5\t78,\n20\t134\t143\t138,\t83,\t104\t177\t140,\t79,\n30\t129\t153\t141\t84,\t117\t173\t145\tfi.\n40\t119\t163\t141\t84,\t128\t170\t149\t84,\n50\t115\t170\t142,\t85,\t138\t172\t155\t87,\n60\t115\t173\t144\t86,\t142\t170\t156\t88,\nE=\t= 18* (12\tElem. Led ).\t\t\t\t\t\t\nDie\tFl\u00e4chen\tder Elektroden\t\twaren:\t6\u20148 mm.\tlang,\t4\u20146 mm.\tbreit.\nX XVIII.\t\tJ=\t0.000073 A.\t\tJE XIX. J--\t\t=0.000066\tA.\nT\tab\tba\tM\t\tab\tba\tM\t\n0\t244\t292\t268\t100\t270\t286\t278\t100\n1\t122\t106\t114\t42.s\t120\t129\t124,\t44,\n5\t143\t117\t130\t48.5\t124\t140\t132\tcn 4\n10\t163\t134\t148,\t55.j\t129\t150\t139.5\t50,\n20\t170\t150\t160\t59.\u00bb\t134\t163\t148.5\t53,","page":93},{"file":"p0094.txt","language":"de","ocr_de":"94\nUE\u00dfER I)EX EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STROME.\n30\t173\t170\t171.5\t64,\t146\t172\t159\t57.,\n40\t181\t177\t179\t66.s\t154\t179\t166,\t59.;\n50\t185\t185\t185\t69\t162\t186\t174 J\t62,,\n60\t189\t191\t190\t70,\t170\t192\t181\t65.,\nE=\t=24r. (IG\ti Eiern.\tLeck).\t\t\t\t\t\nDie\tFl\u00e4chen\tder Elektroden\t\twaren:\t4 \u2014 5 mm.\tlang.\t, 3\u20144 mm.\tbreit\n\tXX.\tJ^0.000070 A\t\t\tV XXI.\t\tJ=0.00007\t2 A.\nT\tab\tba\tAl\t\tab\tba\tAI\t\nO\t342\t336\t339\t100\t340\t320\t330\t100\n1\t78\t63\t70.,\t20,\t78\t81\t79-\t24,\n5\t66\t7 5\t70.- o\t20,\t75\t92\t83.;\t25,\n10\t72\t78\tr* \u201c i 0\t22,\t88\t98\t93\t28.,\n20\tr- O / O\t78\t75- D\t22,\t96\t104\t100\t30,'\n30\t72\t83\t77-\t22,\t98\t112\t105\t31,\n40\t76\t85\t80-\t23,\t102\t117\t109.5\t33,\n50\t78\t87\t82.;\t24,\t105\t120\t112- o\t34,\n60\t76\t88\t82\t24,\t105\t120\t112-\t34,\nDie Messungsprotokolle enthalten die Angaben, welche bei der Einwirkung von Str\u00f6men gleicher Intensit\u00e4t, aber ungleicher I fichtigkeit erhalten wurden. Wollen wir dieselben benutzen, um die Abh\u00e4ngigkeit der Ver\u00e4nderungen der Widerstandsgr\u00f6sse von der Dichtigkeit des Stroms deutlicher zu zeigen.\nWir haben 4 Paar Versuche: 1) XIV und XV, 2) XVI und XVII, S) XVIII und XIX, 4) XX und XXI. in denen die Gr\u00f6ssen der Elektrodenfl\u00e4chen sich scharf von einander unterscheiden. Die mittlere Gr\u00f6sse der Elektrodenfl\u00e4chen in dem ersten Paar war = 280 Q Mm., in dem zweiten =77 G Mm., in dem dritten = LI 35 Mm. und in dem vierten Paar von Versuchen = 15 LI1 Mm.\nDie Verh\u00e4ltnisse der Gr\u00f6ssen der Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen der Elektroden sind:\n18.6 : 5 . j : 2.3 : 1.\nWollen wir sehen, um wieviel Prozent die anf\u00e4ngliche Widerstandsgr\u00f6sse des Blattes bei der Einwirkung von Str\u00f6men gleicher Intensit\u00e4t aber ungleicher Dichtigkeit, wie soeben angegeben wurde, fiel. Benutzen wir die Angaben, welche sogleich nach der Unterbrechung des Batteriestroms und 5 Minuten sp\u00e4ter vermerkt wurden.\nT\tXIV\tXV\tM\tXVI\tXVII\tM\tXVIII\tXIX\tM\tXX\tXXI\tIil\nF\t7u\t4.,\t6\t34-\t31,\t32.,\t57-\t55,\t56,\t79 ,\t75,\t77,\n5'\t4-8\t4-o\t4*9\t23.;\t26\t24,\t51- D\t52,\t52\t79.;\t74,\t77","page":94},{"file":"p0095.txt","language":"de","ocr_de":"VE BE R BEN EINFLUSS BER ELEKTRISCHEN STROME.\n95\nWenn wir nur die mittleren Gr\u00f6ssen ins li\u00e4ltnis zu einander nehmen, so erhalten wir:\nAuge fassen und nur ihr Ver-\nU 1 : 5..\n9., : 12..,.\nW 1 : 5.0 : 10.4 : 15...\nVergleichen wir jetzt alle constatirten Verh\u00e4ltnisse mit einander\n1:2:\n3:4.\n1.\n:13.\nDie Verh\u00e4ltnisse der Gr\u00f6ssen der elektromotorischen Kr\u00e4fte sind >\t\u00bb\t\u00bb Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen der Elektroden\u201418.6 : 5., : 2.3\n\u00bb\t\u00bb\t% der Abnahme des Leitungswiderstandes \u20141:5.. :9.4\nWir sehen, dass je gr\u00f6sser die Dichtigkeit des Stromes ist, desto bedeutender die Ver\u00e4nderungen des Widerstandes der Blattgewebe sind. Wir k\u00f6nnten uns mit diesem Resultate begn\u00fcgen, wenn wir nicht gesehen h\u00e4tten, dass bei dem Studium dieser Abh\u00e4ngigkeit, mit der Ver\u00e4nderung der Dichtigkeit des Stromes sich zugleich und in derselben Richtung auch die Gr\u00f6sse der elektromotorischen Kr\u00e4fte ver\u00e4ndert. Der Einfluss der Gr\u00f6ssenver\u00e4nderungen dieser letzteren auf die Gr\u00f6ssenver\u00e4nderungen des Leitungswiderstandes der Blattgewebe ist uns bis jetzt nicht bekannt. Den Unterschied in den erhaltenen Resultaten k\u00f6nnen wir nicht auschliesslich dem Unterschiede in der Dichtigkeit des Stromes zuschreiben, ehe wir einen Beweis daf\u00fcr erhalten haben, dass eine Schwankung in der Gr\u00f6sse der elektromotorischen Kr\u00e4fte die Resultate nicht \u00e4ndert, solange die Stromintensit\u00e4t unver\u00e4ndert bleibt.\nZweite Serie.\u2014Das gegenseitige Verh\u00e4ltnis der Richtungen des Batteriestromes und des Stromes der Messungskette, die Wirkungsdauer des Stromes und die Entfernung der Elektroden von einander waren dieselben wie in den Versuchen der ersten Serie. Ein wesentlicher Unterschied bestand nur darin, dass die elektromotorische Kraft der Batterie in allen Versuchen eine constante Gr\u00f6sse blieb \u2014 12v (8 Elemente Leclanch\u00e9).\nBei den Versuchen XXII und XXIII war die mittlere Gr\u00f6sse der Ber\u00fchrungsfl\u00e4che einer jeden Elektrode 9 _J Mm.\nX\tXXII.\t4=0.000023\t\tA ^ Jl \u2022\tXXXIII. J=\t\t-0.000024 A.\t\nT\tab\tba\tM\t\tab\tba\tM\t\n0\t526\t488\t507\t100\t488\t566\t527\ttoo\n1\t2 0 2\t156\t189\t37.o\t177\t212\t194,\t36.9\n5\t244\t194\t219\t43.o\t203\t263\t233\t44.2\n10\t244\t244\t244\t48.; 57.s\t222\t308\t265\t50.,\n20\t270\t316\t293\t\t257\t400\t328,\t62.,\n30\t300\t400\t350\t59.0\t257\t440\t348,\t66.\u00ce 74-\n40\t334\t455\t394,\t77,\t300\t480\t390\t\n50\t354\t488\t421\t83\t300\t520\t410\t77.s\n60\t376\t525\t450.,\t88.0\t310\t550\t430\tSie\nfl den Versuchen\t\t\tXXIV\tund XXV\tvrar die mittlere Gr\u00f6sse der\t\t\t\nBe-\nr\u00fchrungsfl\u00e4che einer jeden Elektrode 20 n Mm.","page":95},{"file":"p0096.txt","language":"de","ocr_de":"96\nLEBER BEX EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STROME.\nJV2\tXXIV.\tJ=\t=0.000030 A.\t\tJV2\tXXV. J=0.0000\t\t30 A.\nT\tab\tba\txM\t\tab\tba\tM\t\n0\t400\t376\t388\t100\t400\t316\t358\t100\n1\t212\t185\t198-5\t51.,\t194\t181\t187.5\t52,\n5\t227\t257\t242\t62.4\t207\t233\t220\t61,\n10\t238\t277\t257.5\t66.4\t217\t263\t240\t67\n20\t263\t300\t281.5\t72,\t227\t277\t252\t70,\n30\t292\t300\t296\t76.,\t244\t292\t268\t74,\n40\t300\t316\t308\t79.4\t263\t325\t294\t82,\n50\t316\t334\t325\t83,\t263\t344\t303.5\t84,\n60\t320\t350\t335\t66.\t370\t354\t312\t87,\nBei den Versuchen XXVI und XXVII war die mitlere Gr\u00f6sse der Ber\u00fchrungsfl\u00e4che einer jeden Elektrode 200 [H Mm.\nV XXVI. J=0.000092 A.\tV XXVII. <7=0.000089 A.\nT\tab\tba\tM\t\tab\tba\tM\t\n0\t130\t134\t132\t100\t135\t155\t145\t100\n1\t106\t90\t98\t74.0\t108\t115\t111..\t77\n5\t100\t112\t106\tso;\t117\t117\t117\t80,\n10\t110\t117\t113.\t86\t127\t129\t128\t88.3\n20\t117\t124\t120.5\t91,\t135\t138\t136.5\t94,\n30\t119\t127\t123\t93..\t138\t146\t142\t97..,\n30\t122\t127\t124.5\t94.;\t140\t150\t145\t100\n50\t126\t132\t129\t97,\t138\t156\t147\t101.4\n60\t130\t134\t132\t100\t140\t159\t149.5\t103,\nVergleichen wir unter einander die mittleren Gr\u00f6ssen 1) der Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen der angewandten Elektroden (\u25a1), 2) der Stromintensit\u00e4ten (J, in Millionsteln Amp\u00e8re) und 3) der Abnahme des Leitungswiderstandes (in %), die sogleich nach dem Oeffnen der Kette stattgefunden hat.\n<7= 90.,\t30\t23.5\n\u25a1 = 200\t20\t9\n% der Abnahme = 23.3\t48.3\t63\nWir sehen, dass die anf\u00e4ngliche Widerstandsgr\u00f6sse der Blattgewebe unter dem Einfl\u00fcsse des Batteriestromes je mehr abnimmt, je geringer der Fl\u00e4chenraum der dabei angewandten Elektroden ist. Dieser Einfluss der Gr\u00f6sse der Ber\u00fchrungsfl\u00e4che der-Elektroden ist um so offenbarer, als bei der Anwendung von Elektroden mit kleinen Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen die Stromintensit\u00e4t weit geringer ist als, in einem analogen Versuche, die Stromintensit\u00e4t, wenn Elektroden* mit gr\u00f6sseren Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen angewandt werden. Wenn in dem Falle, wo Elektroden angewandt werden, deren Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen je 200 \u25a1","page":96},{"file":"p0097.txt","language":"de","ocr_de":"LEBER DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STR\u00d6ME.\n97\nMm. betragen und die anf\u00e4ngliche Widerstandsgr\u00f6sse der Blattgewebe um 23% sinkt, so sinkt dieselbe Gr\u00f6sse um 4S.3% bei der Anwendung von Elektroden mit noch kleineren Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen, z. B. 20 \u25a1 Mm., zweimal gr\u00f6sser als im ersten Falle, obgleich die Stromintensit\u00e4t (30) dreimal schw\u00e4cher ist als im ersten Falle (90.).\nIII.\nAbh\u00e4ngigkeit der Gr\u00f6ssenver\u00e4nderung des Leitungswiderstandes der Pflanzengewebe von der Gr\u00f6sse der elektromotorischen Kr\u00e4fte der Batterie.\nGehen wir jetzt L ei tungs wi d erst an d es se\u2014 den der\nzum Studium der der Pflanzengewebe\nAbh\u00e4ngigkeit\nder Ver\u00e4nderungen\nmit\nund\ndes\nvon der zweiten elektrischen Gr\u00f6s-der elektromotorischen Kraft der angewandten Batterie \u00fcber. Obgleich in Versuchen, deren Resultate wir oben mitgeteilt haben, Ver\u00e4nderungen in Gr\u00f6sse dieser Kraft beobachtet wurden, so fanden dieselben gleichzeitig den Ver\u00e4nderungen der Stromintensit\u00e4t (Protokolle JVsJM\u00ae II\u2014XIII) statt standen zu denselben in geradem Verh\u00e4ltnisse. In weiteren Versuchen machten wir es uns zur Aufgabe die Thatsache der Abh\u00e4ngigkeit der Gr\u00f6ssenver\u00e4nderungen des Leitungswiderstandes von der Dichtigkeit des Stromes festzustellen, wobei aber bei diesen Versuchen (zweite Serie) die elektromotorische Kraft der Batterie eine constante Gr\u00f6sse blieb.\nUm die Abh\u00e4ngigkeit der Gr\u00f6ssenver\u00e4nderungen des Leitungswiderstandes der Pflanzengewebe von den elektromotorischen Kr\u00e4ften der Batterie festzustellen wird eine solche Anordnung des Versuches notwendig, bei welcher die\nconstante Gr\u00f6ssen w\u00e4ren.\nDie\nvon mir\nIntensit\u00e4t und Dichtigkeit des Stromes getroffene Anordnung bestand in Folgendem.\nZwischen die Elektroden a und c (Fig. 3), durch welche der Batteriestrom floss, setzte ich noch eine Elektrode b. Gemessen wurden die Gr\u00f6ssen des Leitungswiderstandes zwischen den\tFl\u00a7- 3-\nPunkten a und c, a und b, b und c vor und nach dem Durchg\u00e4nge des Batteriestromes. Dann wurde ein anderes Blatt genommen und an dasselbe ebenfalls drei Elektroden gesetzt. Der Zweck dieses Versuches bestand darin, dass auf die Strecke ac dieses zweiten Blattes ein Strom von derselben Intensit\u00e4t einwirke, wie auf die \"analoge Strecke des ersten Blattes eingewirkt hatte. Der einzige Unterschied muss darin bestehen, dass die elektromotorische Kraft der Batterie in beiden F\u00e4llen merklich eine verschiedene sei. Zu diesem Zwecke wird im zweiten Versuche wird die Gr\u00f6sse der Ber\u00fchrungsfl\u00e4che einer der Elektroden und zwar der Elektrode c ver\u00e4ndert, w\u00e4hrend diejenige der Elektrode a im Vergleich zu derjenigen des ersten Versuchs unver\u00e4ndert bleibt. So war im Versuch XX41II die Ber\u00fchrungsfl\u00e4che einer jeden der\nbeiden Elektroden, a und diejenige der Elektrode a\nc = 16(4.4) [_1 Mm. Im auch\u201416 rj Alm., die\nVersuch XXX war Ber\u00fchrungsfl\u00e4che der","page":97},{"file":"p0098.txt","language":"de","ocr_de":"98\nUE BEE BEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STR\u00d6ME.\nElektrode c aber 120 j_ Mm. Im ersten Falle wirkte auf die Strecke ca der Strom einer Batterie von 24' , im zweiten von 18r ein, in beiden F\u00e4llen aber war die Stromintensit\u00e4t (24:615000 = 0,000038 und 18:460000 = = 0,000039) dieselbe. Mit derselben Intensit\u00e4t boss der Strom auch durch einen jeden Querschnitt des Leiters, folglich auch durch die Strecke ab.\nWas die Dichtigkeit des Stromes anbetrifft, so bestehen offenbar in einem jeden der beiden Versuche ungleiche Bedingungen. W\u00e4hrend wir in dem ersten Versuche dieselbe in beiden Elektroden f\u00fcr gleich ansehen k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir in dem zweiten Versuche in denselben Elektroden in den Dichtigkeitsgr\u00f6ssen einen scharfen Unterschied anerkennen. Folglich, wenn wir in Bezug auf die Dichtigkeit des Stromes alle Querschnitte beider interpolarer Strecken mit einander vergleichen, so finden wir die bedeutendsten Unterschiede in deren Gr\u00f6sse in der unmittelbaren Nachbarschaft mit der Elektrode c, w\u00e4hrend dieselbe, je mehr sich jene der Elektrode a n\u00e4hern, allm\u00e4lig ausgleicht und in der unmittelbaren N\u00e4he der letzteren wahrscheinlich gleich Null wird. Je k\u00fcrzer ab im Vergleich zur interpolaren Strecke ist, desto geringer ist der Unterschied in der Dichtigkeit des sie durchfiiessenden Stromes. In meinen Versuchen war ab\u2014'/3 ac (ac=30 Mm.). Diese Strecke ab wurde in beiden Versuchen der Einwirkung eines Stromes von gleicher Intensit\u00e4t und gleicher Dichtigkeit ausgesetzt (letztere war eine und dieselbe bei der Elektrode a, aber (wahrscheinlich) eine verschiedene bei der Elektrode b). Folglich, wenn sich in dem Effekt des Einflusses des Stromes auf die Objekte, die man studirt, ein Unterschied bemerkbar macht, so ist derselbe dem Unterschiede in der Gr\u00f6sse der elektromotorischen Kr\u00e4fte (richtiger\u2014dem Unterschiede in der Gr\u00f6sse der Botentialdifferenzen zwischen den Punkten a und b) zuzuschreiben.\nIn allen Versuchen, deren Protokolle weiter unten gegeben werden, hatte der Strom in dem Blatte die Richtung von a nach c, wobei die Elektrode h weder mit der Elektrode a noch mit der Elektrode c in metallischer Verbindung stand.\nBei den Versuchen XXVIil und XXIX war die Gr\u00f6sse der Ber\u00fchrungsfl\u00e4che einer jeden Elekrode (a und c) 16 ______ Mm.\n.V\tXXVIII.\t\t_E=24r\t(16 Eiern. Lech).\t\t\tJ=\t0.000038 A.\t\nT\tac\tca\t51\tab\tba\tM\tbc\tcb\t51\n0\t615\t669\t642\t376\t354\t365\t440\t506\t473\n1\t308\t257\t282.\t193\t227\t210\t284\t216\t250\n5\t284\t316\t300\t207\t270\t238.5\t276\t243\t259.,\n10\t292\t354\t323\t249\t316\t282.\t300\t287\t293.5\n20\t328\t392\t360\t320\t375\t347. ;\t340\t312\t326\n30\t365\t415\t390\t327\t295\t361\t388\t327\t357.,\n40\t394\t448\t421\t319\t415\t367\t406\to 0 /\t381.,\n50\t430\t458\t444\t337\t398\t367.,\t408\t372\t390\n50\t450\t480\t465\t337\t398\t367..\t418\t396\t407","page":98},{"file":"p0099.txt","language":"de","ocr_de":"LEBER TiEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STROME.\n99\nX XXIX. F=24\u00fc (16 Elem. Led.).\tJ=0.000037 A.\nT\tac\tca\tM\t\tab\tba\t51\tbc\tcb\t1\u20141\n0\t640\t680\t660\t\t004 004\t334\t334\t490\t514\t502\n1\t304\t272\t288\t\t168\t173\t170.5\t236\t207\t221.,\n5\t315\t294\t304.\t.\t193\t203\t198\t254\t226\t240\n10\t350\t300\t325\t\t200\t214\t207\t308\t280\t294\n20\t376\t366\t371\t\t207\t270\t238.,\t372\t360\t366\n30\t438\t426\t432\t\t241\t300\t270.5\t442\t408\t425\n40\t516\t450\t483\t\t285\t370\t327.,\t503\t463\t483\n50\t564\t476\t520\t\t308\t370\t339\t510\t460\t485\n60\t683\t538\t610.\t5\t317\t368\t342. B\t515\t450\t482.,\nBei\tden\tVersuchen\t\tXXX und\t\tXXXI war die\t\tGr\u00f6sse\tder\tBer\u00fchrungs-\nfl\u00e4che dt\tt Elektrode\t\ta 16\t1 1\t51m., 1\tder Elektrode c\t\t\u2014120 [\tJ 51m. (10.12).\t\nXi\tXXX.\tE-\t= 18''\t(12\tElem.\tLeck\t).\tJ=0.000039 A.\t\t\nT\tac\tca\tM\t\tab\tba\t51\tbc\tcb\t51\n0\t460\t422\t431\t\t354\t412\t383\t300\t222\t261\n1\t316\t354\t335\t\t257\t292\t274.5\t233\t233\t233\n5\t316\t387\t351.\t\t250\t344\t297\t263\t227\t245\n10\t325\t400\t362.\t\t270\t376\t323\t263\t227\t245\n20\t325\t426\t375.\t\t270\t376\t323\t257\t233\t245\n30\t331\t455\t393\t\t270\t400\t335\t257\t238\t247.,\n40\t336\t488\t413\t\t277\t412\t344.5\t263\t250\t256.,\n50\t342\t495\t418.\t5\t280\t426\t353\t268\t258\t263\n60\t340\t502\t421\t\t284\t438\t361\t274\t264\t269\nX\tXXXI.\tE-\t=18r\t(12\tElem\t. Leck).\t\tJ=0.0000:\t\t39 A.\nT\tac\tca\t51\t\tab\tba\t51\tbc\tcb\t51\n0\t455\t371\t413\t\t308\t354\t331\t355\t257\t306\n1\t270\t376\t323\t\t177\t270\t223.,\t233\t238\t235.,\n5\t300\t376\t338\t\t212\t270\t241\t233\t250\t241.,\n10\t316\t387\t351.\t.\t233\t277\t255\t238\t270\t254\n20\t334\t400\t367\t\t250\t300\t275\t260\t263\t261.,\n30\t334\t406\t370\t\t244\t310\t277\t276\t250\t263\n40\t340\t400\t370\t\t263\t308\t285.,\t262\t258\t260\n50\t342\t402\t372\t\t278\t292\t285\t254\t284\t269.,\n60\t344\t402\t373\t\t284\t300\t292\t250\t290\t270\nBei\tden Versuchen XXXII und\t\t\t\t\tXXXIII war die Gr\u00f6sse der Ber\u00fchrungs-\t\t\t\t\nfl\u00e4che der Elektrode\t\t\t\u00ab16\t\u25a1\tMm..\u2014\t-der Elektrode\t\tc\u2014200\t(25.\t8) \u25a1 51m.\nX\tXXXII. E=\t\t212'\"\t(8 Elem. Leck).\t\t\t\tJ = 0.000036 A.\t\t\nT\tac\tca\tM\t\tab\tba\t51\tbc\tcS)\t51\n0\t324\t284\t304\t\t316\t354\t335\t344\t256\t300\n1\t284\t257\t270.\t\t284\t004 oo4\t309\t254\t270\t312\nr' *\ni","page":99},{"file":"p0100.txt","language":"de","ocr_de":"100\nUEBER PEN EINFLUSS PER ELEKTRISCHEN STR\u00d6ME.\n5\t292\t263\t277.5\t300\t354\t327\t376\t277\t326..\n10\t292\t277\t284.5\t308\t387\t347..\t380\t300\t340\n20\t263\t325\t294\t325\t426\t375 ;\t384\t334\t359\n30\t263\t334\t298. r\t334\t44q\t387\t387\t360\t373.5\n40\t270\t330\t300\t365\t420\t392..\t394\t365\t379.,\n50\t305\t305\t305\t400\t412\t406\t400\t370\t385\n60\t330\t288\t309\t440\t400\t420\t426\t376\t401\nAl\tXXXIII.\t\te= ir\t(8 Elem.\tLeck)\t\u2022\tJ =\to.oooo:\t33 A.\nT\tac\tca\tM\tab\tba\tM\tbc\tcb\tAI\n0\t354\t376\t365\t278\t376\t327\t354\t284\t319\n1\t316\t365\t340 .\t257\t365\t311\t354\t270\t312\n5\t325\t365\t345\t263\t376\t319..\t365\t277\t321\n10\t334\t358\t346\t270\t372\t321\t365\t280\t322..\n20\t376\t344\t360\t308\t365\t336.,\t376\t292\t334\n30\t371\t358\t364.5\t365\t354\t359.:\t325\t344\t334.5\n40\t376\t365\t370 .\t400\t354\t377\t344\t372\t358\n50\t387\t370\t378.;\t405\t365\t385\t354\t376\t365\n60\t390\t372\t381\t410\t370\t390\t352\t384\t368\nUm\tdie\tAbh\u00e4ngigkeit,\t\tdie wir\teben\tstudiren,\tanschaulicher\t\tzu machen\nwollen wir die erhaltenen Zahlen (M) wieder auf 100 beziehen. Angesichts dessen, dass die Resultate in einem jeden Paar von Versuchen (XXYIII und XXIX, XXX und XXXI, XXXII und XXXIII), die unter gleichen Bedingungen angestellt wurden, einander \u00e4usserst \u00e4hnlich sind, f\u00fchre ich nur die mittleren der auf jedes Paar AVrsuche bez\u00fcglichen Gr\u00f6ssen an.\nXXYIII XXX\tXXXI\tXXYIII\tXXX\tXXXII\tXXYIII\tXXX\tXXXII\nund\tund\tund\tund\tund\tund\tund\tund\tund\nXXIX. XXXII.\tXXXIII.\tXXIX.\tXXXI.\tXXXIII.\tXXIX.\tXXXI.\tXXXIII.\nT ac\tac\tac\tab\tab\tab\tbc\tbc\tbc\n\t\tE - 24\u00ab.\tE=1S\u00ab.\tE- 12\u00ab.\t\t\t\n0 100 100\t100\t100\t100\t100\t100\t100\t100\n1\t43.8\t77.9\t91 m\t54. \u00ab\t69.,\t93. g\t48..\t83.\t, 100.,\n5\t46.3\t81.6\t92.8\t62.,\t75.{\t97.,\t51. o\t86.\to 104.7\n10\t49.8\t84.6\t94. j\t\t80.,\t100.3\t60.2\t88.\t4 107.o\n20\t56.!\t87.,\t97.6\t<53.3\t83.6\t107.,\t70.9\t89.\t6\t1 1 \u201d ' i\n30\t63\t90.4\t99\t89\t<95.5\t112..\t80\t90.\t3 114.,\n40\t69.3\t02.7\t100\t99. o\t88\t116.,\t88.4\t91.\t5 110-3\n50\t73. a 93..\t102\t101. {\t89.,\t119.,\t89.,\t94.\t3\t121.3\n60\t82.,\t94\t103\t101.,\t91.o\t122.,\t91\t95.\t\u00ab 124.,\nWir richten unser Augenmerk nur auf die Strecke ab. Obgleich dieselbe in allen Versuchen dem Einfl\u00fcsse von Str\u00f6men einer und derselben Intensit\u00e4t","page":100},{"file":"p0101.txt","language":"de","ocr_de":"L'EBER DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STR\u00d6MR.\n101\nund Dichtigkeit ausgesetzt gewesen war, so boten doch die seitens derselben in dieser Strecke bervorgerufenen Ver\u00e4nderungen in dem Leitungswiderstande bedeutende Schwankungen. Diese Schwankungen treten um so sch\u00e4rfer hervor, je gr\u00f6sser die elektromotorische Kraft der Batterie ist. Wenn bei Anwendung einer Batterie von 12r elektromotorischer Kraft der Leitungswiderstand der Blattgewebe der Strecke ab sich um 7% der anf\u00e4nglichen Gr\u00f6sse verminderte, so hei derselbe um 45.8%, wenn eine Batterie von 24r elektromotorischer Kraft angewandt wurde. Daraufhin m\u00fcssen wir anerkennen, dass die Gr\u00f6ssen der Ver\u00e4nderungen des Leitungswiderstandes der Blattgewebe sich in offenbarer Abh\u00e4ngigkeit von der Gr\u00f6sse der elektromotorischen Kr\u00e4fte der angewandten Batterien befinden.\nVorl\u00e4ufige Analyse der Versuche.\nElie ich zur weiteren Darlegang meiner Versuche \u00fcbergehe, halte ich es f\u00fcr n\u00f6tig mich bei der theoretischen Absch\u00e4tzung der von mir schon erhaltenen Thatsachen aufzuhalten. Ich bezwecke damit die Aufstellung eines Programms f\u00fcr die weiteren Versuche, welche auf diese Weise als eine logische Folge schon jetzt angedeuteter allgemeiner Prinzipien erscheinen werden.\nEs wirft sich uns die Frage auf, warum unter dem Einfl\u00fcsse des elektrischen Stromes der Leitungswiderstand der Blattgewebe abnimmt. In dem hier gegebenen Falle besitzt der Leiter besondere'Eigenschaften, die der Physiker nicht in Betracht zu ziehen hat. Daraus folgt aber noch nicht, dass der das Blatt durchfliessende Strom in letzterem irgend eine andere Form von Arbeit leistet, als diejenigen, welche schon bei dem Durchg\u00e4nge des Stromes durch nicht organisirte K\u00f6rper beobachtet worden sind. Folglich m\u00fcssen wir auf eine uns schon bekannte Arbeitsform des Stromes hinweisen, und zwar auf diejenige, welche in dem gegebenen Falle einwirkte und die Ver\u00e4nderung des Leitungswiderstandes, dessen Gr\u00f6ssenabnahme, hervorrief. Diese Abnahme wurde, wie wir gesehen haben, gr\u00f6sser verh\u00e4ltnism\u00e4ssig: 1) zur Intensit\u00e4t (Dichtigkeit) des Stroms und 2) zur Gr\u00f6sse der elektromotorischen Kr\u00e4fte. Eine solche Funktionalit\u00e4t der Erscheinung bewegt uns, zuerst die mechanischen Aeusse-rungen des Stromes zu untersuchen.\nIm Jahre 1809 wurde die von Reuss (in Moskau) entdeckte Thatsache der Fortf\u00fchrung von Fl\u00fcssigkeiten durch ein por\u00f6ses Diaphragma unter dem Einfl\u00fcsse eines dieses Diaphragma durchfliessenden elektrischen Stromes bekannt, Diese Thatsache wurde jedoch bald vergessen, und erst seit 1816 wird ihrer in den speciellen Zeitschriften wieder erw\u00e4hnt. Seitdem ist die Frage von die Fortf\u00fchrung der Fl\u00fcssigkeiten durch den Strom der Gegenstand eines aufmerksamen Studiums seitens einer ganzen Reihe von Physikern geworden, und hat die Erscheinung selbst zwei Benennungen \u00abelektrische Endosmose\u00bb1) und \u00abkathaphorische Wirkung des Stromes\u00bb erhalten. Was die Gesetze anbe-\n') Diese Benennung ist unbefriedigend.\u2014S. \u00c9tude sur l\u2019osmose des liquides au point de vue historique, physique et de ses principales applications.\u2014 Th\u00e8se par Em. Doumer. 1881, Bordeaux.","page":101},{"file":"p0102.txt","language":"de","ocr_de":"102\nUEBER DEM EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STROME.\ntrifft, denen diese Fortf\u00fchrung von Fl\u00fcssigkeiten von der Anode zur Kathode durch das por\u00f6se Diaphragma unterworfen ist. so waren dieselben bis 1852 nicht festgestellt. Dann aber erschien eine grosse experimentelle Arbeit Wiedemann\u2019s, in welcher er eine bestimmte Abh\u00e4ngigkeit der Menge (m) der \u00fcbergef\u00fchrten Fl\u00fcssigkeit, von verschiedenen Versuchsbedingungen feststellt, und zwar die Abh\u00e4ngigkeit von der Intensit\u00e4t (i) des Batteriestroms, von der Oberfl\u00e4che (o) des Thondiaphragma, von dessen Dicke (d) und dem specifisehen Leitungswiderstande (r) der Fl\u00fcssigkeit. Erfand, dass m = ki ist, wobei k eine f\u00fcr jede Fl\u00fcssigkeit constante, f\u00fcr verschiedene Fl\u00fcssigkeiten ver\u00e4nderliche Gr\u00f6sse, in Abh\u00e4ngigkeit von deren Leitungswiderstand und der Reibung in den Poren, ist. Wir sehen, dass die Menge der Fl\u00fcssigkeit, die durch den galvanischen Strom in einer Zeiteinheit von der Anode zur Kathode fortgef\u00fchrt wird, von der Oberfl\u00e4che und Dicke des Diaphragma nicht abh\u00e4ngt und f\u00fcr eine jede gegebene Fl\u00fcssigkeit und ein jedes gegebene Material des Diaphragma in geradem Verh\u00e4ltnisse zur Intensit\u00e4t des Batteriestromes steht.\nWenn man das Ende der R\u00f6hre, aus welcher die Fl\u00fcssigkeit unter dem Einfl\u00fcsse des Stromes herausfliesst mit einem Quecksilbermanometer verbindet, so wird die Kraft, mit welcher der galvanische Strom die Fl\u00fcssigkeit von der Anode zur Kathode \u00fcberzuf\u00fchren strebt, durch einen entsprechenden Druck compensirt werden. Die Gr\u00f6sse des compensirenden Druckes wird, so zu sagen, als Maass der fortbewegenden Kraft des Stromes dienen. Wiedemann hat die Abh\u00e4ngigkeit dieser Kraft, die durch die H\u00f6he (//) der Quecksilbers\u00e4ule des Manometers gemessen wird, von verschiedenen Versuchsbedingungen untersucht und gefunden, dass\n(I)\th = Const. \u2014\u2014\u2014 \u2019\nv J\to\nist.\nWir sehen, dass die Kraft, mit welcher der galvanische Strom die Fl\u00fcssigkeit fortf\u00fchrt, der Intensit\u00e4t dieses Stromes, dem specifisehen Widerstand der Fl\u00fcssigheit und der Dicke der Thonwand (d. h. der L\u00e4nge der Capillar-r\u00f6hrchen) proportional, der Oberfl\u00e4che der letzteren umgekehrt proportional ist.\nWenn wir mit E die elektrische Spannung auf den in die Fl\u00fcssigkeit tauchenden und an beiden Seiten des Thondiaphragma befindlichen Metallplatten bezeichnen, so ist\nai)\ni \u2014 Const..\nEo\nTr '\nDieser galvanische Strom f\u00fchrt die Fl\u00fcssigkeit durch das Diaphragma mit einer gewissen Kraft fort, welche dem hydrostatischen Drucke (Ji) entspricht. Substituirt man den Wert i in Gleichung (I), so erh\u00e4lt man\nEo rd\nh = Const. Const. \u2014r . \u2014 = CE,\nar o","page":102},{"file":"p0103.txt","language":"de","ocr_de":"TJEBF.R BEX EINFLUSS PER ELEKTRISCHE STROME.\n103\nd. h. die elektrische Spannung, die in den an beiden Seiten des in die Fl\u00fcssigkeit tauchenden Thondiaphragma\u2019s befindlichen Elektrodenplatten vorhanden ist, f\u00fchrt die Fl\u00fcssigkeit mit einer Kraft fort, die dem hydrostatischen Drucke gleich ist, welcher dieser Spannung proportional ist. Daraus zieht Wiedemann folgenden Schluss: <Es ist demnach die Fortf\u00fchrung der Fl\u00fcssigkeit durch den galvanischen Strom lediglich eine Aeusserung der sie erzeugenden elektromotorischen Kraft\u00bb. Aber in Wiedemann's Arbeit linden wir keine speciellen Versuche zur Best\u00e4tigung dieses Satzes. Solche wurden sp\u00e4ter (im Jahre 1861) von Quincke veranstaltet, aber nicht unter Anwendung von Thondiaphragmen, sondern von capillaren Glasr\u00f6hrchen. Die Resultate dieser Versuche stimmen volkommen mit den von Wiedemann mitgeteilten \u00fcberein. Das ist begreiflich. da man ein Thondiaphragma als eine Sammlung von Capillarr\u00f6hrehen betrachten kann.\nIch f\u00fchre hier zwei Paar von Quincke\u2019s Versuchen an, welche ein unmittelbares Verh\u00e4ltnis zu dem Falle haben, den wir untersuchen, und welche das oben festgestellte Gesetz best\u00e4tigen.\nEin Capillarr\u00f6hrehen 0,897 Mm. im Durchmesser enthielt destillirtes Wasser, welches in demselben dem Einfl\u00fcsse des Stromes einer Batterie aus Grove\u2019schen Elementen ausgesetzt wurde. Die Entfernung (L) zwischen den Elektroden war entweder 100 oder 190 Mm. Das Ansteigen des Meniscus der Wassers\u00e4ule wurde mit dem Mikroskop beobachtet.\nL\u00e4nge der Wassers\u00e4ule = 190 Mm. L\u00e4nge der Wassers\u00e4ule=100 Mm.\n;terie:\ti\tA ll\ti\tAh\n80\t58.J- DO\t5.60\t'\u2022M\t5.875\n40\t07 Sk w ' -07\t2.85\t\t2.85\nWir sehen, das die Steigh\u00f6hen (A h) des Wassers unter sonst gleichen Bedingungen den Stromintensit\u00e4ten proportional sind. Vergleichen wir jetzt mit einander die Resultate der Versuche bei der Anwendung von Batterien mit einer und derselben elektromotorischen Kraft.\n\tL\tE\t1\tAli\nM 1\t100\t40\t64,53\t2,85\nM 2\t190\t40\t27,07\t2,85\nWir sehen, dass, obgleich im ersten Falle (M 1) die Wassers\u00e4ule dem Einfl\u00fcsse eines st\u00e4rkeren Stromes ausgesetzt war, die absolute Steigh\u00f6he des Meniscus in beiden F\u00e4llen eine und dieselbe war (2,85). Da aber in beiden F\u00e4llen die Gr\u00f6sse der elektromotorischen Kr\u00e4fte der Batterie dieselbe war, so m\u00fcssen wir daraus schliessen, dass die Gr\u00f6sse der Wirkung sich in gerader Abh\u00e4ngigkeit von der Gr\u00f6sse der elektromotorischen Kr\u00e4fte der angewandten Batterien befindet. Bei einer und derselben elekromotorischen Kraft der Batterie hat die L\u00e4nge der Capillarr\u00f6hrehen keinen Einfluss auf die Gr\u00f6sse der Steigh\u00f6he des Wassermeniscus, was aus Wiedemann\u2019s Versuchen geschlossen","page":103},{"file":"p0104.txt","language":"de","ocr_de":"104\nLT. B EK LEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STROME.\nwerden kann, nach welchen die Menge der fortgef\u00fchrten Fl\u00fcssigkeit von der Dicke il der Thondiaphragmen, das heisst von der L\u00e4nge der Capillaren, nicht abh\u00e4nngt.\nNun wende icli mich wieder meinen eigenen Versuchen zu. Die Bedingungen, unter denen sie angestellt wurden, lassen nat\u00fcrlicherweise die Vermutung auf kommen, dass w\u00e4hrend des Durchgangs des elektrischen Stromes durch das Blatt, die soeben betrachtete Arbeitsform des Stromes vor sich gehen k\u00f6nnte. In der That hatten wir dort in unmittelbarer Ber\u00fchrung mit einander feuchte Elektroden und die Oberfl\u00e4che des Hauptnerven, welche die Eigenschaft besitzt, gut benetzt zu werden, vor uns. Folglich kann unter dem Einfl\u00fcsse des Stromes Fortf\u00fchrung des Wassers aus dem feuchten Elektroden in das Blatth\u00e4utchen stattfinden, was seinerseits zur Verminderung des Widerstandes der darunterliegenden Strecke des Blattes herbeif\u00fchren kann. Diese Erkl\u00e4rung wird an Wahrscheinlichkeit gewinnen, wenn es uns gelingt die Resultate meiner Versuche mit den physikalischen Gesetzen von der Fortf\u00fchrung der Fl\u00fcssigkeiten in Uebereinstimmung zu bringen.\nWenden wir uns einem Vergleich zu. Derselbe zeigt deutlich, dass zwei Reihen von Erscheinungen\u2014die Fortf\u00fchrung einer Fl\u00fcssigkeit durch por\u00f6se Diaphragmen und die Verminderung des Widerstandes der Blattgewebe\u2014in ihrer Funktion von der Stromdichte mit einander garnicht \u00fcbereinstimmen. W\u00e4hrend die Gr\u00f6sse der Oberfl\u00e4che des por\u00f6sen Diaphragma gar keine Bedeutung f\u00fcr die Menge der durchfliessenden Fl\u00fcssigkeit hat, ist die Gr\u00f6sse der Verminderung des Widerstandes der Blattgewebe, im Gegenteil, in offenbarer Abh\u00e4ngigkeit von der Gr\u00f6sse der Ber\u00fchrungsfl\u00e4che der Thonelektroden.\nWas die Abh\u00e4ngigkeit beider bezeichneter Erscheinungen von der zweiten elektrischen Gr\u00f6sse \u2014 E anbetrifft, so beobachten wir zwar eine Aehnlich-keit, aber keine vollst\u00e4ndige. W\u00e4hrend wir in Wiedemann\u2019s und Quincke's Versuchen Proportionalit\u00e4t zwischen der Menge der \u00fcbergef\u00fchrten Fl\u00fcssigkeit und der Gr\u00f6sse der elektromotorisclnn Kr\u00e4fte sehen, vermissen wir eine solche Proportionalit\u00e4t in den Versuchen mit dem Blatte; alles, was wir sagen k\u00f6nnen, wird sich nur auf die Beobachtung beschr\u00e4nken, dass der \"Widerstand der Pflanzengewebe mit dem Anwachsen der elektromotorischen Kr\u00e4fte der Batterie geringer wird, indem er dabei einem andern Gesetze als demjenigen der geraden Linie folgt.\nFolglich, wenn wir die Verminderung des Widerstandes der Gewebe des Blattes durch den Eintritt in dasselbe von Wasser aus den feuchten Elektroden unter dem Einfl\u00fcsse des elektrischen Stromes erkl\u00e4ren wollen, so m\u00fcssen wir zuerst den scheinbaren Widerspruch der von mir erhaltenen Resultate mit denjenigen, die wir auf Grund physikalischer Forderungen von der Ueber-f\u00fchrung von Fl\u00fcssigkeiten zu erwarten berechtigt w\u00e4ren, beseitigen.\nWie l\u00e4sst sich nun der Widerspruch dieser beiden Erscheinungen erkl\u00e4ren? Um das zu verdeutlichen, wollen wir uns zuerst bei ihrer Abh\u00e4ngigkeit von den elektromotorischen Kr\u00e4ften der angewandten Batterien aufhalten.\u2014 Das Wesentlichste, was hier unsere Aufmerksamkeit auf sich lenkt, ist der Unterschied in der Natur der von uns untersuchten Gr\u00f6ssen: in Wiedemann's","page":104},{"file":"p0105.txt","language":"de","ocr_de":"UE B Eli DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STROME.\n10:')\nund Quincke's Versuchen werden die Mengen frei ausfliessender oder fortgef\u00fchrter Fl\u00fcssigkeit, in den Versuchen mit dem Blatte\u2014die Ver\u00e4nderungen elektrischer Gr\u00f6ssen untersucht. Diese Ver\u00e4nderungen, welche durch denselben elektrischen Strom bedingt werden, welcher in demselben Versuche auch die Fortf\u00fchrung der Fl\u00fcssigkeit bewirkt, k\u00f6nnen wir als secund\u00e4re Erscheinungen betrachten. Nehmen wir, dass wir anstatt eines Blattes ein dickes Thondiaphragma vor uns haben, welches an jeder Seite von einer unpolarisirbaren Elektroden ber\u00fchrt wird, deren Fl\u00e4che im Vergleich zu der Fl\u00e4che des Thondiaphragma sehr klein ist. Der Strom einer Batterie von zwei Grove'sehen Elemente wird auf so lange geschlossen, dass das aus den feuchten Elektroden \u00fcbergef\u00fchrte Wasser den Thon nur sehr oberfl\u00e4chlich befeuchte. Machen wir einen \u00e4hnlichen Versuch mit einem andern Thondiaphragma, indem wir uns aber einer Batterie von 4 Elementen bedienen. Offenbar wird im zweiten Falle die in die Thonwand eingetretene Wassermenge doppelt so gross als im ersten Falle sein. Nehmen wir jetzt an, dass der Widerstand des ersten Thondiaphragma in Abh\u00e4ngigkeit von dem in dasselbe unter der Einwirkung des Stromes von 2 Grove sehen Eleme nten eingetretenen Wassers im Vergleich mit seiner anf\u00e4nglichen Gr\u00f6sse um 25% geringer geworden ist. D\u00fcrfen wir nun behaupten, dass im zweiten Falle, wenn zweimal mehr Wasser Eintritt, der Widerstand um 50\u00b0 0 sinkt. Offenbar nicht, da die Ver\u00e4nderungen der Widerstandsgr\u00f6ssen k\u00f6rperlicher Leiter in dem gegebenen Falle einem andern Gesetze untergeordnet sind. Aber es ist ebenso klar, dass die Menge der ortgef\u00fchrten Fl\u00fcssigkeit sowohl als auch die Gr\u00f6sse der Ver\u00e4nderungen des Widerstandes von einer und derselben unabh\u00e4ngigen Variablen E abh\u00e4ngen. Das bezieht sich auch auf die Versuche mit dem Blatte. Der Eintritt von Wasser in das Blattgewebe steht (in gewissen Grenzen) in gerader Abh\u00e4ngigkeit von der elektromotorischen Kraft der Batterie, w\u00e4hrend die dadurch hervorgerufene Verminderung des Widerstandes des Blattes einem andern Gesetze untergeordnet ist; beide Erscheinungen befinden sich jedoch in Abh\u00e4ngigkeit von E.\nWenden wir uns jetzt der Vergleichung beider Erscheinungen, die wir studiien, hinsichtlich ihrer Abh\u00e4ngigkeit von der Stromdichtigkeit zu. In Wiedemann\u2019s Versuchen h\u00e4ngt bei einer und derselben Stromintensit\u00e4t die Menge der fortgef\u00fchrten Fl\u00fcssigkeit von der Gr\u00f6sse der Oberfl\u00e4che der Thonwand nicht ab. In den Versuchen mit dem Blatte befindet sich, im Gegenteil, die Gr\u00f6sse der Ver\u00e4nderungen des Widerstandes in offenbarer Abh\u00e4ngigkeit von der Gr\u00f6sse der Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen der Elektroden. Wenn wir die Verminderung des Widerstandes der Gewebe durch die Ueberf\u00fchrung von Wasser in dieselben aus den feuchten Elektroden erkl\u00e4ren wollen, so m\u00fcssen wir auch diesen Widerspruch beseitigen. Auch l\u00e4sst er sich leicht erkl\u00e4ren.\u2014Wiedemann's Versuchen nach, wird durch ein kleines Diaphragma ebenso viel Fl\u00fcssigkeit fortgef\u00fchrt wie durch ein grosses. Daraus erhellt offenbar, dass ein unter einer mit kleiner Ber\u00fchrungsfl\u00e4che versehenen Elektrode befindlicher Teil des Blattes ebenso viel Fl\u00fcssigkeit erh\u00e4lt wie einer, der sich unter einer Elektrode befindet, die eine grosse Ber\u00fchrungsfl\u00e4che hat. Folglich stellt die oberfl\u00e4chliche Schicht des ersten Teils eine homogenere Masse vor und bedingt","page":105},{"file":"p0106.txt","language":"de","ocr_de":"106\nHEBER DEN EINFLUSS DER ELEKTRISCHEN STR\u00d6ME.\ndaher im Vergleich mit dem zweiten Teil geringeren Widerstand. Um in gleichen Zeitr\u00e4umen eine und dieselbe Fl\u00fcssigkeitsmenge durch Diaphragmen, die sich durch ihre Oberfl\u00e4che unterscheiden, fortzuf\u00fchren, muss die Stromintensit\u00e4t umgekehrt proportional den Gr\u00f6ssen dieser Fl\u00e4chen sein. In dem\nVersuche A betr\u00e4gt die Oberfl\u00e4che der Elektroden der Oberfl\u00e4che der\nElektrode des Versuches B. Obgleich f\u00fcr einen jeden der beiden Blattteile eine und dieselbe Wassermeiige gen\u00fcgen wird, so wird das Wasser auf den kleineren Teil (Versuch A) des Blattes mit einer 10-mal gr\u00f6sseren Kraft str\u00f6men als auf den gr\u00f6sseren Teil (Versuch B). Folglich wird der erste Teil tiefer durchfeuchtet werden, auf einer gr\u00f6sseren Strecke eine homogenere und besser leitende Masse vorstellen als der zweite.\nDiese vorl\u00e4ufige Analyse der durch Versuche erhaltenen Tliatsachen gieht uns die M\u00f6glichkeit anzuerkennen, dass die durch den Strom bedingte Verminderung des Widerstandes der Blattgewebe durch die Fortf\u00fchrung in dieselben von Wasser aus den feuchten Elektroden bedingt wird.\nAber d\u00fcrfen wir uns darauf beschr\u00e4nken und die ganze Erscheinung auf die \u00f6rtliche Ver\u00e4nderung der Oberfl\u00e4che des Blattes zur\u00fcckf\u00fchren? Offenbar nicht. Das Blatth\u00e4utchen an den Ber\u00fchrungsstellen mit den Elektroden ist die erste und letzte Haltestelle, die Aus- und Eintrittsstelle des Stromes. Man muss a priori zugeben, dass auf der ganzen interpolaren Strecke unseres compli-cirt gebauten Leiters der Strom irgend eine Arbeit ausf\u00fchrt, die auf die Leitungsf\u00e4higkeit der Gewebe einen Einfluss aus\u00fcbt. Von diesem Gesichtpunkte aus wird der Unterschied zwischen den Gr\u00f6ssen des anf\u00e4nglichen und des ver\u00e4nderten Widerstandes nicht nur durch Ver\u00e4nderungen in dem Blatth\u00e4utchen, sondern auch durch solche in allen Geweben, durch welche der Strom fliesst, bedingt.\nWenn ich hier diese vorl\u00e4ufige Analyse der durch Versuche erhaltenen Tliatsachen gebe, so geschieht es, um den Ausgangspunkt zu weiteren Versuchen festzustellen.","page":106}],"identifier":"lit36300","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"81-106","startpages":"81","title":"Ueber den Einfluss der elektrischen Str\u00f6me auf den Leitungswiderstand der Pflanzengewebe","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:41:12.349535+00:00"}
