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Zur Theorie der Harnbildung

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{"created":"2022-01-31T15:52:59.724200+00:00","id":"lit36315","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Bujniewicz, K.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 196-203","fulltext":[{"file":"p0196.txt","language":"de","ocr_de":"196\nEINIGE BEOBACHTUNGEN \u00dcBER INTERMITTIERENDE NETZ HAUTREIZUNG.\naus zwei Theilen zu je 90\u00b0 von der betreffenden Farbe und aus zwei Theilen zu je 90\u00b0 Grau, befindet. Dreht man nun eine solche Scheibe, so werden die grauen Theile, wie es fr\u00fcher f\u00fcr die schwarz-weissen Scheiben beschrieben war, immer gedehnter und f\u00fcllen fast vollst\u00e4ndig den Hing aus; sie erscheinen aber jetzt nicht grau, sondern complement\u00e4r gef\u00e4rbt und in einer enorm starken S\u00e4ttigung. Dreht man anfangs die Scheibe sehr schnell, so erscheint der Hing homogen und weist eine Farbe auf, die dem Gemisch aus der betreffenden Farbe und dem Grau entspricht. L\u00e4sst man nun die Scheibe auslaufen, so wird zu gleicher Zeit mit der Verlangsamung der Drehung, der Hing immer mehr und mehr deutlich complement\u00e4r; wenn die Scheibe sich schon sehr langsam dreht, so erscheint die complement\u00e4re Farbe sehr stark, ja, man kann sagen, blendend stark ges\u00e4ttigt. In den ersten Augenblicken, nachdem die Scheibe ausgelaufen ist, sieht man noch die starke S\u00e4ttigung der complement\u00e4ren F\u00e4rbung: gleich darauf, besonders wenn man f\u00fcr einen Moment die Augen von der Scheibe abgewendet hat, schwindet die starke S\u00e4ttigung, und die grauen Theile erscheinen nur schwach durch simultanen Contrast complement\u00e4r gef\u00e4rbt.\nWenn wir einen Hing, der beispielsweise aus grauen und rothen Theilen besteht, auf eine Scheibe, deren Farbe dem Gemische des Doth und des Grau des Hinges entspricht, aufsetzen, so erhalten wir Hesultate, die von den oben beschriebenen in einer bestimmten Hichtung abweichen. Tragen wir auf die Scheibe Fig. 11 Grau anstatt Weiss, und Hoth anstatt Schwarz auf, so werden beim Drehen einer solchen Scheibe die grauen Theile des Hinges ebenfalls complement\u00e4r: sie dolmen sich aber nicht auf Kosten der rothen Theile des Dinges aus, Bei langsamer notation erscheinen die grauen Theile des Dinges complement\u00e4r und die rothen mehr ges\u00e4ttigt, als sie auf der stillstehenden Scheibe waren.\nZur Theorie der IlnrnUiUlimg.\nVon Dr. K. Bujniewscz,\nArzt am Alten Katharinen Krankenhause in Moskau.\nIm Jahre 1826 legte Dutrochet mit seinen botanischen Forschungen den Grundstein zur Lehre von der Osmose, dieser Lehre f\u00fcr die Zukunft eine grosse Bedeutung verheissend.\n50 Jahre sp\u00e4ter unterwarfen Traube und besonders Pfeffer die Erscheinungen der Osmose einem allseitigen Studium und 10 Jahre darnach, im Jahre 1886, ver\u00f6ffentlichte van't Hoff seine Theorie des osmotischen Drucks der L\u00f6sungen.","page":196},{"file":"p0197.txt","language":"de","ocr_de":"ZUR THEORIE HER HARNBILDUNG.\n197\nIm Jahre 1884 gab de Yries eine Methode die Tonicit\u00e4t der L\u00f6sungen auf Grund der plasmolytischen Erscheinungen in der Pflanzenzelle zu bestimmen.\nIn den Jahren 1878\u20141882 brachte Raoul zu demselben Zwecke eine Bestimmungsmethode der Gefrierpunkte in Vorschlag.\nIm Jahre 1888 gab Beckmann einen vervollkommenten Apparat zur Bestimmung des Gefrierpunktes\u2014das Kryoskop.\nIm Jahre 1887 wandte Hamburger als erster die de Vries\u2019sche Methode bei der tierischen Zelle, den Blutk\u00f6rperchen\u2014seine bekannte Blutk\u00f6rperchenmethode zur Bestimmung der molekularen Concentration der L\u00f6sungen\u2014an.\nIm Jahre 1891 wies Dreser darauf hin, dass diese Methode bei der Untersuchung des Harnes nicht anwendbar sei, bediente sich zu letztgenanntem Zwecke der kryoskopischen Methode und berechnete die Arbeit der Nieren.\nIm Jahre 1893 wandte A. v. Kor\u00e4uyi, Professor an der Universit\u00e4t zu. Buda-Pest, als erster die kryoskopische Methode zu klinischen Zwecken an und brachte im Jahre 1897 eine neue Theorie der Harnbildung und Lymph-circulation vor.\nDie physikalisch-chemischen und biologischen Thatsachen, die dieser Theorie zu Grunde gelegt sind, habe ich in meiner Abhandlung: \u00abUeber den osmotischen Druck der Fl\u00fcssigkeiten des tierischen Organismus\u00bb Q in JV\u00ab 3 der <Medicinischen Bundschau\u00bb (russisch),- 1901, dargelegt.\nNach dieser von Kor\u00e4nyi aufgestellten Theorie der Harnbildung scheiden die Glomeruli Wasser und Salze, haupts\u00e4chlich XaCI aus, wobei w\u00e4hrend des Durchgangs dieser Harnfl\u00fcssigkeit durch die Harnkan\u00e4lchen, durch deren Wandungen ein Austausch der Molek\u00fcle des Harnwassers gegen diejenigen des Blutes, des Kochsalzes des Harns gegen die chlorfreien, sogenannten abgearbeite-ten Molek\u00fcle des Blutes: Harnstoff, Harns\u00e4ure u. s. w., d. h. diejenigen Molek\u00fcle, die sich im Blute als Resultat des Stoffwechsels, der Eiweisszerspaltung bilden, stattfindet ~). Dabei scheiden sich aus dem Blute gerade so viel abgearbeitete Molek\u00fcle: Harnstoff, Harns\u00e4ure u. s. w. aus, wie viel Molek\u00fcle Xa CI resorbirt werden. Somit wird, dieser Theorie nach, die allgemeine molekulare Concentration des Harns, die ganze molekulare Diurese durch die Arbeit der Glomeruli bestimmt; nicht die Zahl der von den Gef\u00e4sskn\u00e4ueln ausgeschiedenen Molek\u00fcle erleidet bei dem Durchgang durch die Harnkan\u00e4lchen eine Ver\u00e4nderung, sondern deren Zusammensetzung, dem gr\u00f6sseren oder geringeren Austausche zwischen den Molek\u00fclen in den Harnkan\u00e4lchen entsprechend. Folglich k\u00f6nnen wir uns auf Grund der allgemeinen molekularen Diurese ein Urteil \u00fcber die Arbeit der Gef\u00e4sskn\u00e4uel bilden.\nDie Quantit\u00e4t der abgearbeiteten Molek\u00fcle\u2014Harnstoff, Harns\u00e4ure u. s. w.\u2014steht im umgekehrten Verh\u00e4ltnis zu der Quantit\u00e4t des Kochsalzes, in\n') Mitgeteilt am 22 M\u00e4rz 1901 in der physiologischen Abteilung der \u201eGesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften, der Anthropologie und Ethnographie\u201c zu Moskau.\n\u25a0) Alle Molek\u00fcle in den tierischen Fl\u00fcssigkeiten\u2014liarn, Blut, Lymphe\u2014werden als zu zwei Typen geh\u00f6rig betrachtet; einerseits solche, die, gleich dem Kochsalz, chemisch inactiv sind und, wie man annimmt, nur zum Beguliren des osmotischen Druckes dienen, andererseits alle \u00fcbrigen, als Resultat des Stoffwechsels, des Eiweisszerfalls entstehenden, die, Bouchard\u2019s Ausdruck nach, abgearbeiteten Molek\u00fcle.","page":197},{"file":"p0198.txt","language":"de","ocr_de":"ZUR THEORIE DER HARNBILDUNG.\nAbh\u00e4ngigkeit, von der gr\u00f6sseren oder geringeren Intensit\u00e4t des Stoffwechsels in den Harnkan\u00e4lchen und zeigt die funktionelle F\u00e4higkeit des Epithels der Kan\u00e4lchen an *).\nAuf die molekulare Concentration des Harns schliessen wir aus dessen Gefrierpunkt A (normal \u20141,3\u00b0 bis\u20142,3\u00b0). A mit der 24-st\u00fcndlichen Harnmenge V multiplicirt und auf die Gewichtseinheit P (in Kilogrammen) bezogen, A . V\n\u2014p\u2014 5 stellt die gesammte 24-st\u00fcndige molekulare Diurese, im Normalzust\u00e4nde\ndar, nach Claude und Baltazard == 2500\u20144000, wenn man f\u00fcr A ganze Zahlen annimmt, und zeigt zugleich auf die Arbeitsleistung der Harnkn\u00e4uel an. Es sei\nz. B. A = \u20141.50\u00b0, V \u2014 1200, P = 60, dann ist ^ TJ =\t= 3000.\n1\tb 0\nIst der Procentgehalt des NaCl im Harne bestimmt, so wir es leicht den Gefrierpunkt desselben zu berechnen, da 1%-tige Kochsalzl\u00f6sung bei\u20140,613\u00b0 gefriert, und daraus, auf Grund der Differenz, auch den Gefrierpunkt (die Concentration) aller anderen, chlorfreien, abgearbeiteten Molek\u00fcle. Bezeichnet\nman diesen Gefrierpunkt mit c,\nso stellt\ndie\n24-st\u00fcndige\nMenge\nder\nabgearbeiteten Molek\u00fcle, die Diurese der Harnkan\u00e4lchen dar, die im Normalzust\u00e4nde = 1600\u20142500 ist. Wenn in dem angef\u00fchrten Beispiele das % NaCl \u2014 0,5 ist, berechnet sich dessen Gefrierpunkt X: 0,613 = 0,5 : 1, wobei X\u2014 \u2014 0,30 (ann\u00e4hernd) ist. Auf Grund dessen ist o = A \u2014 X= 1,50 \u2014 0,30 = c .V 120.1200\n= 1,20\u00b0; -p- = - -\t\u2014 = 2100. Das Verh\u00e4ltnis der Diuresen der Kn\u00e4uel\n60\nund der Harnkan\u00e4lchen\nA . V\n. V\n~P~\nwird durch das Verh\u00e4ltnis der betreffen-\nden Gefrierpunkte \u2014 ausgedr\u00fcckt, welches im Normalzust\u00e4nde 1,30\u20141,60 ist.\nc\nClaude und Baltazard, aus Bouchard's Klinik, haben, von Kor\u00e4nyi\u2019s Theorie der Harnbildung ausgehend, sehr anschauliche und in praktischer Hinsicht bequeme Tabellen vorgeschlagen, die sie empirisch auf Grund von Beobachtungen an einer grossen Anzahl gesunder Menschen zusammengestellt haben. In die-\nA . V\nsen Tabellen stellt die eine Kurve, welche \u2014p\u2014 entspricht, die Diurese der Ge-\nf\u00e4sskn\u00e4uel, die zweite \u2014\ndie Diurese\nder Harnkan\u00e4lchen, die dritte \u2014\n\u2014 \u2014das Verh\u00e4ltnis beider Diuresen zu einander dar. Auf Grund dieser Kur-o\nven ist es leicht eine Vorstellung von dem Zustande des Blutumlaufs in den Nieren, dem Zustande der Glomeruli und der Harnkan\u00e4lchen im einzelnen\n*) Nach dieser Theorie, wie auch nach anderen, findet in den Harnkan\u00e4lchen ausserdem auch noch umgekehrte Resorption von Wasser aus dem Harn ins Blut statt. Somit sind die Harnkan\u00e4lchen Apparate, die den Harn condensiren.","page":198},{"file":"p0199.txt","language":"de","ocr_de":"ZUR THEORIE PER HARNBILDUNG.\n199\nzu gewinnen und demzufolge eine feinere Diagnose der Erkrankungen der Nieren zu stellen und zu bestimmen, ob in dem gegebenen Falle das Leiden seinen Sitz in den Glomeruli oder in dem Epithel der Harnkan\u00e4lchen oder in diesem und jenen zugleich hat.\nIn Normalf\u00e4llen nehmen alle 3 Kurven die Mitte der Tabelle zwischen den schwarz gedruckten Strichen ein.\nBei verminderter Diurese der Gef\u00e4sskn\u00e4uel, wie das bei St\u00f6rungen der Herzcompensation (bei Stauungsniere), bei Glomerulo-Nephritis der Fall ist,\n\u00b1 . V A\nbesitzen die Kurven \u2014und \u2014 eine geringe H\u00f6he und kommen in dem\nunteren Teil der Tabelle zu stehen: dabei ist im Harn wenig Chlornatrium enthalten, da bei der Stauung viel davon von den Harnkan\u00e4lchen resorbirt wird, dagegen aber ist eine grosse Menge abgearbeiteter Molek\u00fcle, Harnstoff, Harns\u00e4ure u. dergl. vorhanden; o erreicht eine bedeutende H\u00f6he und n\u00e4hert\nsich A, weshalb das Verh\u00e4ltnis zwischen den beiden Diuresen 4- durch eine\ng\ngeringe, der Einheit nahekommende, Gr\u00f6sse ausgedr\u00fcckt wird.\nBei pathologischen Ver\u00e4nderungen des Epithels der Harnkan\u00e4lchen wird wenig Chlornatrium resorbirt und Del mit dem Harn ausgeschieden, dementsprechend scheidet sich nur eine geringe Anzahl abgearbeiteter Molek\u00fcle aus; o besitzt eine geringe Gr\u00f6sse und die Kurve, welche das Verh\u00e4ltnis zwischen A\nden Diuresen s- ausdr\u00fcckt, erreicht eine bedeutende H\u00f6he und befindet sich\nG\nin der oberen Abteilung der Tabelle. Diese Lage der Kurve \u2014 ist f\u00fcr die\n0\nErkrankung des Epithels der Harnkan\u00e4lchen charakteristisch.\nAuf Grund dieser Methode diagnoscirten die Autoren bei einem an St\u00f6rung der Herzcompensation leidenden Kranken auch noch Nephritis mit vorwiegender Erkrankung des Epithels der Harnkan\u00e4lchen, wobei ausser einer geringen Menge Eiweiss in Harne, keine Andeutungen auf das Vorhandensein von Nephritis gefunden wurden. Die Autopsie best\u00e4tigte die Diagnose und vermehrte mithin die Anzahl der zu Gunsten von Kor\u00e4nyi\u2019s Theorie zeugenden Thatsachen.\nEine vielleicht noch gewichtigere Best\u00e4tigung der Richtigkeit dieser Theorie hat die Untersuchung eines Falles geliefert, den ich seit Januar d. J. in der chirurgischen Abteilung des Alten Katharinen-Krankenhauses zu Moskau zu beobachten Gelegenheit gehabt habe.\nAm 5 September 1900 war bei einer 44-j\u00e4hrigen Frau die rechte Niere infolge eines Stosses in drei Teile gespalten und auch der Harnleiter entzweigerissen.\nAm 8 September wurden auf chirurgischem Wege zwei Teile dieser Niero entfernt, ein Teil aber zur\u00fcckgelassen und die zu derselben f\u00fchrende Arterie unterbunden mit der Berechnung, dass sich das nachgebliebene St\u00fcck der Niere atrophiren werde. Wider Erwarten atrophirte sich dieser Nierenrest aber nicht, sonders es bildete sich bei der Kranken eine Nierenfistel, durch welche eine bedeutende Menge\u2014in 24 Stunden bis zu 1 Liter\u2014Harn von","page":199},{"file":"p0200.txt","language":"de","ocr_de":"200\nZUR THEORIE DER HARNBILDUNG.\nniedrigem specifisclien Gewichte ausgeschieden wurde. Da der rechte Harnleiter gerissen war, so fand die Harnsecretion durch die Blase aus der gesund gebliebenen linken Niere ganz isolirt von dem Best der rechten Niere statt, ln die Fistel wurde eine Drainage gelegt. Der Harn aus der Blase und aus der Fistel wurde sorgf\u00e4ltig gesammelt, dessen 24-st\u00fcndige Menge, Gefrierpunkt und Procentgehalt an Chlornatrium genau bestimmt. Fast jedes Mal wurde der Harn auf Eiweiss und der Niederschlag unter dem Mikroskop untersucht: weder in dem einen noch in dem andern Urin wurden jemals die geringsten Spuren von Eiweiss gefunden oder in dem Niederschlage unter dem Mikroskop ein Cylinder gesehen.\n\u25a0q: h c jr o.\t19 20 ; 23 24 31\t1 11\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t19 20 23 24 31\t1\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t\t\t\t\t\t|\t|\t\t\t\t\t\t\t\nAV T\tb\\ P\tA\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n\t\t'b\t\t\t\t\tI\t\t\t\t\t\tV\t\t\n6.000\t3.700\t2.10\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t1\t\t\t\n5.500\t3.400\t2.\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n5.000\t3.100\t1.90\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n4.500\t2.SOO\t1.80\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n4.000\t2.500\t1.70\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n3.500\t2.200\t1.60 1.50\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n3.000\t1.900\t\t\t\t/ s\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n2.500\t1.600\t1.40\t\tf\tr\t\t\u2014\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n2.000\t1.300\t1.30\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t! 1\t\n1.500\t1.000\t1.20\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\u2014\n1.000\t700\t1.10\t\t\t\t\t\t\t\t\u2014\t\t\t\t\t!\n500\t400\t1\t\t\t|\t\t\t|\t\t\t\t\t\tL\tJ\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tf\t\t\t\t~ 1\nY\t1330 1740\t\t\t\t\t1250 1200\t\t1200\t1150 1180\t\t870 100Q\t\t740\t775 700\t590\t\t\nA\t; 0.98 0.84 1.37: 1.36\t\t\t\t\t\t\t1.37 1.38 1.40\t\t\t0.22 0.22 0.34 0.31 0.28, 0.37\t\t\t\t\t\nNa CI. 7o\t0.41 0.49\t\t\t\t\t0.70\t0.76\t0.77, 0.SO 0.0b\t\t\t0.24 0.22, 0.35\t\t\t0.29 0.30 0.3S\t\t\nAV -p\t. 2210\t\t\t\t2420\t2902\t2806\t12800 2690, 2800\t\t\t325\t377\t426\t42,\t33:\t370\nb\\ P\t\t\t1650 1556\t\t2000\t1830 1S50 1754\t\t\t| 2000\t103\t152\t163\t181\t115\t| 140\n| 1 P\t! 59 1\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t","page":200},{"file":"p0201.txt","language":"de","ocr_de":"ZUR THEORIE RER HARNBILDUNG.\n201\nAuf Grund dieser nach Claude und Baltarard zusammengestellten Tabelle konnten folgende Schl\u00fcsse gezogen werden:\n1) dass die linke gesunde Niere fast vollst\u00e4ndige Compensation leistet und wie zwei normale Nieren arbeitet: die Kurve, welche deren molekulare Diurese darstellt, befindet sich in den Grenzen der Arbeitsleistung der zwei Nieren. Die Compensation wird sowohl seitens der Glomeruli als auch seitens der Harnkan\u00e4lchen beobachtet: alle drei Kurven finden ihren Platz in den Grenzen der Normalwerte; 2) dass die molekulare Diurese des Nierenrests sehr herabgesetzt und 7-mal geringer als diejenige der gesunden Niere ist: 325 aus der Fistel gegen 2210 aus der gesunden Niere, 426 : 2902 u. s. w.; dass sich verh\u00e4ltnismassig viel Chlornatrium und eine ganz unbedeutende Menge abgearbeiteter Molek\u00fcle (Harnstoff, Harns\u00e4ure und dergl.)\u2014103 aus der Fistel gegen 1650 aus der gesunden Niere\u2014ausscheidet. Das Verh\u00e4ltnis der Diuresen zu einander wird in sogrossen Zahlen ausgedr\u00fcckt, dass f\u00fcr die Kurve in der Tabelle kein Platz ist, was auf eine starke Ver\u00e4nderung des Epithels der Harnkan\u00e4lchen deutet. Man durfte annehmen, dass die Glomeruli nicht ver\u00e4ndert waren, da viel Wasser und Kochsalz ausgeschieden wurde.\nDa die gesunde linke Niere sich Hinl\u00e4nglich hypcrtrophirt hatte und der Nierenrest hinsichtlich der Harnsecretion sehr geringe Arbeit leistete, der Kranken dabei grosse Beschwerden verursachend, so wurde der Schluss gezogen, dass es angezeigt sei den Rest der rechten Niere zu entfernen, wobei grosse Hoffnung auf einen gl\u00fccklichen Ausgang der Operation vorhanden war.\nAm 11 Februar d. J. wurde der Rest, der ungef\u00e4hr der ganzen Niere\nbetrug, entfernt, wonach aus einem sagittalen Schnitte der oberen H\u00e4lfte und einem \u00e4quatorialen Schnitte der vorderen Seite desselben, mikroskopische Pr\u00e4parate zubereitet wurden. In beiden Pr\u00e4paraten waren die Glomeruli ganz unver\u00e4ndert. Tn den Harnkan\u00e4lchen hatte \u00fcberall ein mehr oder weniger scharf ausgepr\u00e4gter, diffuser Desquamations- und Atrophirungsprocess stattgefunden: die tubuli contorti waren an vielen Stellen durch k\u00f6rnige Chromatinmassen verstopft, das Epithel derselben entweder ganz verschwunden oder abgestorben. In der Richtung der Medullarschicht wird das Bild der Desquamationserscheinungen weniger deutlich, doch findet man auch hier krankhafte Ver\u00e4nderungen am Epithel der Henel\u2019schen Schlingen und der geraden Kan\u00e4lchen, welche an vielen Stellen mit eben solchen k\u00f6rnigen Massen ausgef\u00fcllt sind, wobei diese Massen wahrscheinlich nicht autochtonen Ursprungs sind, sondern sich von oben herabgesenkt haben. Solches ist Prof. Nikiforoff\u2019s Meinung.\nDie ausschliesslich auf der Annahme von der Richtigkeit der Kor\u00e4nyi\u2019schen Theorie der Harnbildung beruhende Diagnose hatte sich in vollem Maasse best\u00e4tigt.\nSeit der Operation sind nun schon zwrei Monate vergangen; die Kranke f\u00fchlt sich vollkommen wohl und hat schon l\u00e4ngst das Bett verlassen.\nIn den ersten Tagen nach der Operation fiel die Diurese, wahrscheinlich aus dem Grunde, dass die Kranke 5 Tage lang keine Speise zu sich nahm, wornach dieselbe wieder stieg, sodass gegenw\u00e4rtig die Kurven sich in den Grenzen der Norm befinden.","page":201},{"file":"p0202.txt","language":"de","ocr_de":"202\nZUR THEORIE DER HARKBILDUNG.\nOffenbar gewinnt Kor\u00e0nyi's Theorie immer mehr Anh\u00e4nger, und ist zu erwarten, dass seine Methode die wissenschaftliche sowohl als die praktische Medicin noch um manche Thatsachen bereichern wird.\nDie Bestimmung der Arbeitsleistung der Nieren wird hier durch mathematische Gr\u00f6ssen ausgedr\u00fcckt *). Vieles von dem, was zu seiner Erkl\u00e4rung der Mitwirkung der Lebenskraft bedurfte, d. h. nicht n\u00e4her, im Einzelnen, erkl\u00e4rt werden konnte, erkl\u00e4rt sich jetzt durch einfache physikalische Gesetze der Osmose. Bis jetzt bleibt auf Grund dieser Theorie der Harnbildung, wie auch aller anderen, nur unerkl\u00e4rbar, auf welche Weise das Wasser aus den Kan\u00e4lchen zur\u00fcck ins Blut resorbirt, der Harn condensirt wird.\nNach Prof. Ludwig\u2019s Theorie wird das Harnwasser von den Glomeruli ausgeschieden und von den Harnkan\u00e4lchen, w\u00e4hrend es dieselben durchstr\u00f6mt, teilweise wieder aufgesogen. Darauf weisen hin: 1) H\u00fcfner's Untersuchungen, welcher gefunden hat, dass bei Tieren, welche concentr\u00e2t en Harn ausschei-den, die tubuli contorti sehr lang, wohingegen bei Fischen und Fr\u00f6schen, deren Harn sehr diluirt ist, die Harnkan\u00e4lchen kurz sind. 2) Wenn das Wasser von den Harnkan\u00e4lchen wieder resorbirt wird, so muss die Menge des aufgesogenen Wassers von der Zeit abh\u00e4ngen, w\u00e4hrend der der Harn in denselben verblieben ist: je l\u00e4nger die Zeit ist, je mehr Wasser muss aufgesogen werden und je concentrirter muss der Urin sein. Heidenhain hat bewiesen, dass je schneller die Blutcirculation in den Nieren vor sich geht, desto schneller der Harn von den Glomeruli abgesondert wird und durch die Harnkan\u00e4lchen tiiesst und dass, umgekehrt, bei Verlangsamung der Blutcirculation in den Nieren der Harn langsamer abgesondert wird und in den Harnkan\u00e4lchen fliesst. Daher muss bei incompensirten Herzfehlern die Concentration des Harns eine starke sein, resp. A, einen grossen Wert haben. Das wird in der Wirklichkeit auch beobachtet. 3) Bei pathologischer Ver\u00e4nderung des Epithels der Harnkan\u00e4lchen\u2014fettige Entartung bei Nephritis, bei chronischer An\u00e4mie\u2014 geht die Besorption des Wassers unvollkommen vor sich, und der Harn ist wenig concentr\u00e2t, A hat einem kleinen Wert. 4) Auf Grund von Versuchen \u00fcber Auscheidung von Carmin durch die Nieren sieht Sobieranski die Harnkan\u00e4lchen f\u00fcr einen Eindickungsapparat f\u00fcr den Harn an.\nMit einem Worte, die Frage von der Resorption des Wassers seitens der Harnkan\u00e4lchen erscheint fast als eine durch faktische Beweise gel\u00f6ste, und herrscht Ungewissheit nur dar\u00fcber, auf welche Weise dieselbe stattfindet.\nDem Anscheine nach widerspricht dieser Process allen physikalischen Gesetzen der Osmose. In der That findet bei Ber\u00fchrung zweier durch eine tierische\n') Um die funktionelle Tli\u00e4tigkeit einer jeden der beiden Nieren zu bestimmen, m\u00fcsste man die ganze 24-st\u00fcndige Harnmenge einer jeden davon getrennt besitzen, d. b. eine jede 24 Stunden lang katheterisiren, was nat\u00fcrlich unm\u00f6glich ist. Um sich jedoch ein ann\u00e4herndes I rteil von der molekularen Diurese einer jeden Niere zu bilden, k\u00f6nnte, glaube ich, folgendes A erfahren angewandt werden. Man bestimme die 24-st\u00fcndige gesammte Diurese beider Nieren, - angenommen dieselbe betrage 3000. Dann werde der eine Harnleiter z. B. 15 Minuten lang katheterisirt,\u2014die Diurese der w\u00e4hrend dieser Zeit erhaltenen Harns sei = 10. Die Katketerisation des andern Harnleiters w\u00e4hrend einer gleichen Zeitperiode, d h. 15 Minuten, ergebe f\u00fcr die Diurese der betreffenden v^iere\u201420. Nimmt man an, dass das Verli\u00e4ltniss 10:20 dieser Diuresen zu einander den funktionellen F\u00e4higkeiten der beiden proportional ist, so kommen aus der Zahl der gesammten Diurese\u20143000\u2014 auf den Teil der ersten 1000, auf denjenigen der zweiten 2000.","page":202},{"file":"p0202s0201.txt","language":"de","ocr_de":"ZUR TITEORTE RER ITAENBTLDUNf\u00ee.\n201\nMembran getrennter Fl\u00fcssigkeiten von verschiedener Concentration die Str\u00f6mung der Fl\u00fcssigkeit immer aus der weniger coucentrirten L\u00f6sung nach der concentrirteren hin statt, im gegebenen Falle m\u00fcsste also, da die Concentration des Blutes (\u2014 0,56) viel geringer ist als diejenige des Harns, das Wasser sich aus dem Blute in die Harnkan\u00e4lchen absondern und nicht umgekehrt, wie es in Wirklichkeit der Fall ist. Als Widerlegung von Prof. Ludwigs llieorie wies Hoppe-Seyler schon vor langer Zeit auf einen bekannten Versuch hin: er brachte Harn und Blut eines und denselben Tieres in osmotische Ber\u00fchrung, wobei das Wasser durch die Membran aus dem Blute in den Harn \u00fcberging.\nMan kann sich schwer vorstellen, sagt Hamburger, dass durch blosses Durchl\u00e4ssen durch einen Filter eine 1 %-ige L\u00f6sung, z. B. von Chlornatrium, sich in eine 1 VV/u\"D'(- L\u00f6sung verwandeln k\u00f6nnte und dass die Eindickung des Harnes sich durch einfache physikalische Processe, ohne die Mitwirkung der Lebensth\u00e4tigkeit des Epithels der Kan\u00e4lchen erkl\u00e4ren liesse.\nIch erlaube mir einige Betrachtungen zum Ausdruck zu bringen, welche vielleicht auch diese Seite der Frage beleuchten werden.\nDass Transsudation aus einer concentrirteren in eine weniger concentrirte L\u00f6sung durch eine halb durchg\u00e4ngige Membran m\u00f6glich ist, ist eine Th attache, die durch Pfeifer's Versuche bewiesen ist. Wird ein Gef\u00e4ss mit halb-durchg\u00e4ngigen Wandungen (Pfeifers Thonzelle), welches eine Zuckerl\u00f6sung enth\u00e4lt, in Wasser gestellt, so dringt letzteres in das Gef\u00e4ss mit der L\u00f6sung ein, und das Niveau in der Bohre desselben steigt und erreicht eine gewisse H\u00f6he, dem osmotischen Drucke des Zuckers entsprechend. Dieser Druck kann manometrisch gemessen und in Atmosph\u00e4ren ausgedr\u00fcckt werden. Wird diese Zucker-\ndem osmotischen gleichkommenden\nl\u00f6sung vorher einem entgegegesetzten,\nDrucke durch die R\u00f6hre ausgesetzt, so findet die Osmose nicht statt. Ist der Druck noch gr\u00f6sser, so findet anstatt Endosmose Exosmose des Wassers aus der Zuckerl\u00f6sung in das mit Wasser gef\u00fcllte Gef\u00e4ss statt.\nMir scheint, die Annahme berechtigt, dass der hydraulische Filtrationsdruck in den Harnkan\u00e4lchen gr\u00f6sser ist als der Blutdruck in den die Harnkan\u00e4lchen umgebenden Capillaren, und zwar aus folgenden Gr\u00fcnden: der Blutdruck in den Capillaren der Glomeruli ist bei weitem h\u00f6her als in den die Harnkan\u00e4lchen umgebenden Capillaren. Die Gef\u00e4sse der Glomeruli sind nicht einmal Capiliare, sondern eine d\u00fcnne verzweigte Arterie. Das Vas a lierons des Gef\u00e4sskn\u00e4uols ist viel weiter als das Vas etter ens, welches von hier aus sich zu den Harnkan\u00e4lchen hinzieht und ein Capillarnetz bildet. Es ist offenbar, dass nachdem das Blut einen so laugen Weg und ein so d\u00fcnnes Vas offerees durchlaufen hat, es in die Capiliare der Harnkan\u00e4lchen mit einem viel niedrigeren Drucke gelangt, als wie er in dem Gef\u00e4sskn\u00e4uel ist.\nSemit filtrirt der Harn in den Glomeruli und tiiesst in den Harnkan\u00e4lchen unter einem verh\u00e4ltnism\u00e4ssig starken Drucke, und es ist sehr wahrscheinlich, dass der hydraulische (Filtrations-) Druck des Harns in den Harnkan\u00e4lchen gr\u00f6sser ist als der Blutdruck in den sie umgebenden Capillaren; ist aber dies der Fall, so muss aus dem Harn, obgleich einer concentrirteren Fl\u00fcssigkeit, durch die Wandungen des Harnkan\u00e4lchens Wasser in das Blut treten.\nu","page":0},{"file":"p0202s0202.txt","language":"de","ocr_de":"202\n2UR THEORIE DER HARNBILDUNG.\nDass der Druck in den Harnkan\u00e4lchen gr\u00f6sser ist als in den Capillaren, findet auch directe Best\u00e4tigung: wenn der Druck, unter welchem der Harn aus dem Harnleiter secernirt, 40\u201464 Mm., d. h. eine bedeutendere H\u00f6he erreichen kann als in den Capillaren, so muss er in den dem Centrum, der Einwirkungsstelle des Filtrationsdruckes, n\u00e4her liegenden Harnkan\u00e4lchen noch h\u00f6her sein. Stellt man sich noch vor, dass die Absonderung des Wassers aus den Harnkan\u00e4lchen in den ven\u00f6sen Teil der Capillaren, wo der Druck noch niedriger ist, vor sich geht, so wird die Differenz des Druckes des Harns in den Kan\u00e4lchen und des Blutes noch gr\u00f6sser sein. Es ist auch m\u00f6glich, dass die Schliessmuskeln, von denen die Papillae renales umgeben sind und deren Funktion bis jetzt unbekannt ist, den Druck in denselben und das Aufsaugen des Wassers ebenfalls bef\u00f6rdern, indem sie den Ausgang aus den Harnkan\u00e4lchen verschliessen.\nNat\u00fcrlich ist es nicht denkbar, dass aus einer durch einen einfachen Filter durchgelassenen 1%-igen L\u00f6sung eine l'/_, %-ige erhalten werden k\u00f6nnte; w\u00fcrde aber ein so complicirter Filter, wie die Niere einen vorstellt, eingerichtet, so ist es h\u00f6chst wahrscheinlich, dass eine concentnrtere L\u00f6sung erhalten werden w\u00fcrde.\nSteilen wir uns einen Destillirkolben A aus irgend einem durchg\u00e4ngigen Material, etwa Thon, vor, umgeben wir dieselbe mit der Muffe B aus einer halbdurchg\u00e4ngigen Membran, und lassen wir eine l\"/0-ige Kochsalzl\u00f6sung unter Druck durch diesen Kolben fiiessen; in die Muffe wird diese L\u00f6sung auch als l\u00fc/0-ige durchfiltriren, da aber unter der Einwirkung des Druckes aus dem Cylinder durch die Membran Wasser durch-sickern, der Kochsalzgehalt aber nicht geringer werden wird, so ist es sehr wahrscheinlich, dass in der Muffe B eine 1'/, \u00b0/0-ige L\u00f6sung entsteht. Der Kolben A ist dem Gfefasskn\u00e4uel, die Muffe B\u2014dem Harnkan\u00e4lchen analog.\nWenn es sich erweist, dass diese Annahme eine gen\u00fcgende Grundlage besitzt, so wird die Frage bez\u00fcglich der Resorption des Wassers durch die Harnkan\u00e4lchen sowie die ganze Theorie der Harnbildung auf einfache physikalisch-chemische Prozesse zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, welche nach Maly\u2019s Versuchen unter anderem auch die saure Reaktion des aus dem alkalischen Blute erhaltenen Harns erkl\u00e4rt. Wird n\u00e4mlich in den Dialysator eine L\u00f6sung gebracht, die eine Mischung von alkalischem phosphorsaurem Natron XaMBOi und saurem NaII2POi enth\u00e4lt, so dringt durch die tierische Membran vorwiegend das saure phosphorsaure Natron, im Blute sind diese beiden Salze enthalten, das letztere aber in geringerer Menge, und es bildet sich aus dem ersteren unter der Einwirkung der Kohlens\u00e4ure, der Harns\u00e4ure u. s. w. Nach der Filtration dieser Salze in der Niere ist auf Grund des physikalischen Gesetzes der Dialyse die M\u00f6glichkeit der sauren Reaktion des Harnes gegeben.\nA\nB","page":0},{"file":"p0203.txt","language":"de","ocr_de":"2UR THEORIE HER HARNBILDUNG.\n203\nLITERATUR.\n1.\tW. Pfeffer. Osmotische Untersuchungen. 1877.\n2.\tI. II. Y a n\u2019t Hoff. Die Rolle des osmotischen Druckes in der Analogie zwi-\nschen L\u00f6sungen und Gasen. Zeits. f. physik. Chemie. Bd. I. 1887.\n3.\tHugo de Vries. Osmot. Versuche mit lebenden Membranen. Z. f. phys.\nChemie. 1hl. 11. 1883.\n4.\tE. Beckmann. Ueber die Methode der Molekulargewichtsbestimmung etc.\nIbidem.\n5.\tH. Dreser. Ueber Diurese etc. Arch. f. exp. Pathol. 1891.\n(i, II. I. Hamburger. Die osmotische Spannkrait in den medicinischen Wissenschaften. Yirch. Arch. 1895.\n7.\tA. V. Koran y i. Physiologische und klinische Untersuchungen \u00fcber den osmo-\ntischen Druck thierischer Fl\u00fcssigkeiten. Zeits. f. klin. Medicin. Bd. 33\t->l.\n1897\u201498.\n8.\tL. Lindemann (M\u00fcnchen). Die Concentration des Harnes und Blutes etc.\nDeutsch. Arch. f. klin. Med. Bd. 05. 1899.\n9.\tRichter und Roth. Exper. Beitr\u00e4ge zur Frage der Niereninsufficienz. Berl.\nklin. Ydoche. 1899. .Y 30 \u2014 31.\n10.\tClaude et Baltazard. Cryoscopie des Urins etc. Journ. de Physiologie et de\nPathologie g\u00e9n\u00e9rale. 1900. .Y 5.\n11.\t\\V. Sobieranski. Ueber die Eierenfunction etc. Arch. f. exp. Pathol. 1895.\n12.\tR. Maly. Z. f. physiolog. Chemie. Bd. 1. 1887.\n13.\tHoppe-Seyler. Physiologische Chemie.","page":203}],"identifier":"lit36315","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"196-203","startpages":"196","title":"Zur Theorie der Harnbildung","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T15:52:59.724205+00:00"}

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