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{"created":"2022-01-31T16:42:17.479803+00:00","id":"lit36325","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Korolkow, P. J.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 220-222","fulltext":[{"file":"p0220.txt","language":"de","ocr_de":"220\nBIBLIOGRAF II I E.\nanstalten an ein Handbuch f\u00fcr specielle Anatomie gestellt werden k\u00f6nnen, ist dem Autor zur Gen\u00fcge bekannt, und ist in dieser Hinsicht dieses Werk ein vorz\u00fcglicher und f\u00fcr die daselbst Studirenden h\u00f6chst empfehlenswerter Leitfaden. Herr Dr. N. Altuchoff hat sein Lehrbuch nicht nur nach anderen umfangreichen Lehr- und Handb\u00fcchern zusammengestellt, sondern auch aus den besten speciellen, den Fragen \u00fcber Anatomie, Structur und Entwicklung der Z\u00e4hne gewidmeten, Arbeiten reichlich gesch\u00f6pft. Da bei uns in Russland das zahn\u00e4rztliche Studium immer mehr um sich greift und die Gr\u00fcndung neuer Schulen f\u00fcr Odontologie bedingt, so wird Herrn Dr. Altuchoff's Buch als erstes russisches Lehrbuch in dieser Branche wohlverdient gewiss einen weiten Kreis von Lesern finden.\nZykow, W. P. Privat-Docent an der Moskauer Universit\u00e4t. Rechenschaftsbericht Uber die Th\u00e4tigkeit der Wolgaer biologischen Station in den Sommermonaten 1900. Beilage zu Bd. II der Berichte der Gesellschaft von Naturforschern und Freunden der Naturwissenschaften zu Saratow. Saratow 1900. S. 1 \u2014 25.\nDer Autor ist der Verweser der ersten best\u00e4ndigen biologischen Flussstation in Europa, die ihre Gr\u00fcndung den Bem\u00fchungen der Gesellschaft von Naturforschern u. s. w. zu Saratow verdankt. Eine \u00e4hnliche Station wurde im Jahre 1894 von Professor S. A. Forbes in Havana am Flusse Illinois gegr\u00fcndet.\nAus dem vorliegenden Rechenschaftsberichte ist ersichtlich, dass die Station bis dahin nur 2 Monate (16 Juni\u201412 August) functionirt und in dieser kurzen Zeit \u00fcber die seitens der Station studirte Fauna der Wolga folgende Zahlen geliefert hatte. Es wurden'gefunden: Protozoa\u201421 Arten, C\u0153\u00eeenterata\u2014 1 Art, Vennes\u201422 Arten, Arthropoda \u201421 Arten, Mollusca\u201410 Arten. Pisces\u201424 Arten, Amphibia\u20142 Arten und Reptilia\u2014 1 Art. Ausser den Untersuchungen \u00fcber die Fauna der Wolga hat die biologische Station auch Materialien \u00fcber die Fauna des Saratow'schen Gouvernements gesammelt. Besondere Aufmerksamkeit wandte der Autor den gefahrdrohenden Thatsachen aus der Parasitologie der Fische zu, wobei es sich erwiesen, dass gerade die wertvollsten und fast ausschliesslich Russland angeh origen Arten (Accipensiridae) Ausser den reinwissenschaftlichen Zwecken stellt sich die erste russische biologische Flussstation noch die weitgehende praktische Aufgabe die Ursache des Aussterbens der Accipensiridae in der Wolga ausfindig zu machen und solche Massregeln auszuarbeiten, welche es m\u00f6glich machen w\u00fcrden gegen die f\u00fcr diese Fische in der Wolga ung\u00fcnstigen Lebensbedingungen anzuk\u00e4mpfen.\nKorolkow, P. i. Die Nervenendigungen in den Speicheldr\u00fcsen und der Leber. Separatabdruck aus den Berichten der Kais. Gesellschaft von Naturforschern zu Petersburg. Bd. XXX. L. 2. (Inaug.\u2014 Dissert.) 1899. Petersburg.\nDer Autor bediente sich bei seinen Untersuchungen zweier Methoden: Ehrlich's Methylenblau- und Golgi's und Ramon y Cajal's Versilberungsmethode, wobei er der ersten den Vorzug giebt, Im Nervengewebe werden durch","page":220},{"file":"p0221.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n221\ndas Methylenblau ausschliesslich die Nervenelemente\u2014Axencylinder, varicose Fibrillen, Ganglienzellen\u2014tingirt, Dabei nehmen die markhaltigen Nervenfasern eine andre F\u00e4rbung als die marklosen an und k\u00f6nnen daher von diesen leicht unterschieden werden.\nSeine Schl\u00fcsse fasst der Autor in folgende S\u00e4tze zusammen: 1) die Speicheldr\u00fcsen des Menschen (gl. sublingualis) und anderer Tiere (gl. parotis und submaxillaris) (der weissen und grauen Iiatte, der weissen und grauen Maus, der Katze, des Hundes und des Meerschweinchens) sind haupts\u00e4chlich marklose, nach dem Bemak'schen Typys gebaute, Nervenfasern; 2) markhaltige Nervenfasern treten in die Speicheldr\u00fcsen in weit geringerer Menge ein; 3) aut den Strecken, die die Nerven zwischen den Dr\u00fcsenl\u00e4ppchen durchziehen, liegen Gruppen von Ganglienzellen eingebettet, die nach dem Typus von sympathischen Nervenzellen gebaut sind; 4) die marklosen Nervenfasern endigen in den Dr\u00fcsengef\u00e4ssen; sie erscheinen als Vasomotore und senden ausserdem unmittelbare secretorische Endigungen zu den Dr\u00fcsenelementen aus; 5) einige markhaltige Nervenfasern endigen in Gestalt von sensoriellen Aestehen zwischen den Dr\u00fcsenl\u00e4ppchen; jedoch die meisten markhaltigen Nervenfasern zerfallen in varicose Fibrillen, mittelst derer sie sich an die marklosen Nervenfasern des intratubul\u00f6sen Plexus anschliessen, welches secretorische Endigungen aussendet; 6) somit besitzen die marklosen Nervenfasern in den Dr\u00fcsen unmittelbare secretorische Endigungen w\u00e4hrend die markhaltigen solche Endigungen nicht aufweisen, sondern nur mittelst Anschluss an die marklosen Nervenfasern endigen; 7) die secretorischen Endigungen bilden einen supracellularen Plexus oder Netz, von welchem stellenweise freie Endigungen \u00fcber und zum Teil zwischen den Zellen abgehen; 8) in den Schleimdr\u00fcsen des Menschen dringen die freien Endigungen zwischen die Zellen der Gianuzzi\u2019schen Halbmonde bis zu den Schleimzellen der Dr\u00fcsentubuli selbst vor, die Ausf\u00fchrungsg\u00e4nge nehmen marklose Nervenfasern auf, welche als Vasomotore dienen, und markhaltige, welche ihre sensorischen Endigungen zwischen die Epithelzellen der G\u00e4nge abgeben. In den Wandungen der G\u00e4nge sind reichlich Ganglien eingebettet; 10) und 11) zu der Leber f\u00fchren marklose Remack'sche und markhaltige Nervenfasern mit einer sehr d\u00fcnnen Myelinscheide; 12) zwischen den L\u00e4ppchen giebt es keine sympathischen Ganglien, wohl aber befinden sich solche in der Wandung der Gallenblase; 13) marklose Nervenfasern endigen in den Gelassen und der Kapsel und dringen zwischen die Leberzellenbalken ein, indem sie die Capillare als Vasomotore umflechten; 14) markhaltige Nervenfasern geben sensorische Aestehen in dem zwischen den L\u00e4ppchen befindlichen Lindegewebe und in der Leberkapsel ab; 15) secretorische Nerven gehen von den markhaltigen Nervenfasern ab und ziehen zwischen den Leberzellenbalken als marklose Aestehen hin, indem sie zwischen denselben einen Plexus bildeu; 16) die Form der secretorischen Endigungen hat das Aussehen eines supracel-lul\u00e4ren Plexus aus varic\u00f6sen Fibrillen, von denen freie Endigungen zu den Zellen gehen. An den Ber\u00fchrungsstellen der Leberzellenbalken dringen die End-tibrillen zwischen die Leberzellen ein.\nAus dem Gesagten folgt, dass die angef\u00fchrten Thatsachen und Schl\u00fcsse des Autors hinsichtlich der Nervenendungen der Speicheldr\u00fcsen mit den neuesten","page":221},{"file":"p0222.txt","language":"de","ocr_de":"222\nBIBLIOGRAPHIE.\nUntersuchungen \u00fcber die Nervenendigungen \u00fcbereinstimmen. Es waltet dar\u00fcber kein Zweifel, dass es freie Nervenendigungen giebt, doch sei, den Worten des Autors nach, nicht zu vergessen, dass sie in je geringeren Mengen auftreten, je vollst\u00e4ndiger die F\u00e4rbung ist, Was nun die Nervenendigungen in quasten-, maulbeerf\u00f6rmigen und anderen granul\u00f6sen Anh\u00e4ufungen anbetrifft, die von Arnstein beschrieben worden sind, so ist Korolkoff geneigt derartige Bilder f\u00fcr das Resultat anhaltender Wirkung der Farbstoffe zu halten, wenn die M\u00f6glichkeit des Zerfalls der varic\u00f6sen Fibrillen in Gruppen von Granula vorliegt.\nEs muss noch auf ein vom Autor beschriebenes Bild hingewiesen werden, n\u00e4mlich auf das Vorhandensein in der Wandung der Gallenblase der Katze von Pacini sehen K\u00f6rperchen, welche gew\u00f6hnlich in dem Mesenterium derselben vorgefunden werden.\nTschassownikow, C. lieber den Bau und die functioneilen Ver\u00e4nderungen des Pankreas. Aus dem histologischen Laboratorium der Universit\u00e4t Warschau. 2 Tabellen mit Zeichnungen. Inaug.-Dissert. 1900. Warschau. S. 1\u2014118.\nAls Objecte beim Studium der functioneilen Ver\u00e4nderungen in den Zellen des Pankreas dienten dem Autor haupts\u00e4chlich S\u00e4ugetiere (Katzen und Igel), zur Aufkl\u00e4rung der Frage nach den Nebenkernen benutzte er Fr\u00f6sche, Tritone, Axolotle und Salamander. In technischer Beziehung waren die Experimente sehr gut organisirt; auch zog der Autor die Meinung des Botanikers Al. Fischer in Betracht, nach welcher nach der Bearbeitung mit gewissen fixirenden Substanzen intensive Bilder erhalten werden, die der Wirklichkeit nicht entsprechen. Daher studirte Tschassownikow zur Kontrole zugleich mit fixirten Pr\u00e4paraten auch St\u00fcckchen von Pankreas in indifferenten Fl\u00fcssigkeiten. Als Fixirungsfl\u00fcssigkeit gebrauchte .er haupts\u00e4chlich Mischungen von Sublimat, Osmium und Essigs\u00e4ure, da durch Sublimat gut die Zymogenk\u00f6rnchen, durch Osmium und Essigs\u00e4ure gut das Protoplasma fixirt weiden. Ausserdem wurden noch die Flemming'sehe, die Hermann'sche Fl\u00fcssigkeit, die noch Heidenhain bereitete Sublimatl\u00f6sung angewandt, zum F\u00e4rben die von Reinke ver\u00e4nderte Flemming'sche Methode und H\u00e4matoxylin nach Heindenhain gebraucht. Zu vollkommenerer Fixirung injicirte der Autor die Blutgef\u00e4sse des Pankreas mit der fixirenden Fl\u00fcssigkeit (3\u20144 Minuten) und brachte darnach kleine St\u00fcckchen des auf diese Weise injicirten Pankreas (auf 18\u201424 Stunden) in dieselbe Fl\u00fcssigkeit.\nDie Schl\u00fcsse, zu denen der Autor auf Grund seiner genauen Beobachtungen gelangt ist, bestehen in Folgendem: 1) Der Bau der zymogenhaltigen Zellen ist ein faseriger; dabei bilden die F\u00e4serchen in der \u00e4usseren Zellenzone einen dichten Filz\u2014das Spongioplasma, in der inneren bilden die F\u00e4serchen infolge des Vorhandenseins von secretorischen K\u00f6rnchen die Wandungen protoplasmatischer Waben. 2) Die zymogenhaltigen Zellen liefern alle als Bestandteile des pankreatischen Saftes erscheinenden Fermente, das Trypsin, das amylolitische und fettige, oder es wird aus denselben wenigstens das Material secernirt, woraus sich die erw\u00e4hnten Fermente bilden; die Zellen secerniren","page":222}],"identifier":"lit36325","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"220-222","startpages":"220","title":"Die Nervenendigungen in den Speicheldr\u00fcsen und der Leber. Separatabdruck aus den Berichten der Kais. Gesellschaft von Naturforschern zu Petersburg. Bd. XXX. L. 2. (Inaug.-Dissert.) 1899. Petersburg","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:42:17.479809+00:00"}
