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{"created":"2022-01-31T16:44:59.187476+00:00","id":"lit36326","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Tschassownikow, C.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 222-223","fulltext":[{"file":"p0222.txt","language":"de","ocr_de":"222\nBIBLIOGRAPHIE.\nUntersuchungen \u00fcber die Nervenendigungen \u00fcbereinstimmen. Es waltet dar\u00fcber kein Zweifel, dass es freie Nervenendigungen giebt, doch sei, den Worten des Autors nach, nicht zu vergessen, dass sie in je geringeren Mengen auftreten, je vollst\u00e4ndiger die F\u00e4rbung ist, Was nun die Nervenendigungen in quasten-, maulbeerf\u00f6rmigen und anderen granul\u00f6sen Anh\u00e4ufungen anbetrifft, die von Arnstein beschrieben worden sind, so ist Korolkoff geneigt derartige Bilder f\u00fcr das Resultat anhaltender Wirkung der Farbstoffe zu halten, wenn die M\u00f6glichkeit des Zerfalls der varic\u00f6sen Fibrillen in Gruppen von Granula vorliegt.\nEs muss noch auf ein vom Autor beschriebenes Bild hingewiesen werden, n\u00e4mlich auf das Vorhandensein in der Wandung der Gallenblase der Katze von Pacini sehen K\u00f6rperchen, welche gew\u00f6hnlich in dem Mesenterium derselben vorgefunden werden.\nTschassownikow, C. lieber den Bau und die functioneilen Ver\u00e4nderungen des Pankreas. Aus dem histologischen Laboratorium der Universit\u00e4t Warschau. 2 Tabellen mit Zeichnungen. Inaug.-Dissert. 1900. Warschau. S. 1\u2014118.\nAls Objecte beim Studium der functioneilen Ver\u00e4nderungen in den Zellen des Pankreas dienten dem Autor haupts\u00e4chlich S\u00e4ugetiere (Katzen und Igel), zur Aufkl\u00e4rung der Frage nach den Nebenkernen benutzte er Fr\u00f6sche, Tritone, Axolotle und Salamander. In technischer Beziehung waren die Experimente sehr gut organisirt; auch zog der Autor die Meinung des Botanikers Al. Fischer in Betracht, nach welcher nach der Bearbeitung mit gewissen fixirenden Substanzen intensive Bilder erhalten werden, die der Wirklichkeit nicht entsprechen. Daher studirte Tschassownikow zur Kontrole zugleich mit fixirten Pr\u00e4paraten auch St\u00fcckchen von Pankreas in indifferenten Fl\u00fcssigkeiten. Als Fixirungsfl\u00fcssigkeit gebrauchte .er haupts\u00e4chlich Mischungen von Sublimat, Osmium und Essigs\u00e4ure, da durch Sublimat gut die Zymogenk\u00f6rnchen, durch Osmium und Essigs\u00e4ure gut das Protoplasma fixirt weiden. Ausserdem wurden noch die Flemming'sehe, die Hermann'sche Fl\u00fcssigkeit, die noch Heidenhain bereitete Sublimatl\u00f6sung angewandt, zum F\u00e4rben die von Reinke ver\u00e4nderte Flemming'sche Methode und H\u00e4matoxylin nach Heindenhain gebraucht. Zu vollkommenerer Fixirung injicirte der Autor die Blutgef\u00e4sse des Pankreas mit der fixirenden Fl\u00fcssigkeit (3\u20144 Minuten) und brachte darnach kleine St\u00fcckchen des auf diese Weise injicirten Pankreas (auf 18\u201424 Stunden) in dieselbe Fl\u00fcssigkeit.\nDie Schl\u00fcsse, zu denen der Autor auf Grund seiner genauen Beobachtungen gelangt ist, bestehen in Folgendem: 1) Der Bau der zymogenhaltigen Zellen ist ein faseriger; dabei bilden die F\u00e4serchen in der \u00e4usseren Zellenzone einen dichten Filz\u2014das Spongioplasma, in der inneren bilden die F\u00e4serchen infolge des Vorhandenseins von secretorischen K\u00f6rnchen die Wandungen protoplasmatischer Waben. 2) Die zymogenhaltigen Zellen liefern alle als Bestandteile des pankreatischen Saftes erscheinenden Fermente, das Trypsin, das amylolitische und fettige, oder es wird aus denselben wenigstens das Material secernirt, woraus sich die erw\u00e4hnten Fermente bilden; die Zellen secerniren","page":222},{"file":"p0223.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n223\nauch beim Hungern, obgleich in geringerer Menge als w\u00e4hrend der Verdauung. Das Dr\u00fcsensecret wird nicht in den Zellen selbst, sondern in dem Lumen der Dr\u00fcsentubuli und aus den Zymogenk\u00f6rnern in den Ausf\u00fchrungsg\u00e4ngen gebildet, bei deren Secretion aus den Zellen dem protoplasmatischen Gerippe letzterer die Hauptrolle zukommt, worauf charakteristische morphologische Ver\u00e4nderungen desselben hiuweisen. 4) Parallel mit der Secretion von Zymogenk\u00f6rnchen geht die Bildung neuer vor sich, die in den Zwischenr\u00e4umen des protoplasmatischen Gerippes der Aussenzone der Zellen entstehen. Das protoplasmatische Gerippe sowie die geformten Bestandteile des Kerns verwandeln sich nicht in Zymogen. 5) An der Bildung des Zymogens nehmen die Nebenkerne nicht Teil. Unter den Nebenkerne sind die einen, die sogenannten \u00abaus den Kernen des Plasmosoma emigrirten> ohne allen Zweifel ein k\u00fcnstliches Produkt; alle \u00fcbrigen, die beim Menschen fast gar nicht angetroffen werden, stellen eine Degeneration des Zellk\u00f6rpers und teils auch der Kerne vor. Bei den Kaltbl\u00fctlern (Amphibien), jedoch nicht bei den S\u00e4ugetieren, findet zugleich mit diesem Degenerationsprocess karyokinetische Vermehrung in dem Pankreas statt. 6) Die Langerhans\u2018sehen Inselchen bestehen aus Epithelzellen, die aus gew\u00f6hnlichen zymogenhaltigen Elementen entstehen. Hinsichtlich der Bedeutung dieser Inselchen kann kein bestimmter Schluss gezogen werden, doch unterliegt keinem Zweifel, dass sie an der Bildung der Bestandteile des pankreatischen Saftes nicht Teil nehmen und sich nicht in gew\u00f6hnliche Dr\u00fcsenzellen verwandeln k\u00f6nnen. 7) Als Anfang der Ausf\u00fchrungsg\u00e4nge im Pankreas dienen die secernirenden Kan\u00e4lchen, welche an Pr\u00e4paraten zwischen den R\u00e4ndern der Zellen als einfache Ritzen erscheinen, welche dort sichtbar werden, wo sich das von den Zellen secernirte Zymogen befindet, welches sogleich nach der Sekretion in das Lumen der Dr\u00fcsenr\u00f6hrchen eintritt. 8) Die centroacin\u00e4ren Zellen bilden nicht die innere Auskleidung der Dr\u00fcsenr\u00f6hrchen, sondern geh\u00f6ren einfach zum Epithel der eingeschalteten Kan\u00e4lchen und liegen in dem Lumen der Dr\u00fcsenr\u00f6hrchen infolge einer besonderen gegenseitigen Stellung dieser letzteren zu den Ausf\u00fchrungsg\u00e4ngen.\nIVSelnikoff-Rasvedenkoff, Dr. N. 1) Histologische Untersuchungen \u00fcber das elastische Gewebe in normalen und pathologisch ver\u00e4nderten Organen. (Mit Abbildungen). Separat Abdruck aus <Medicin. Umschau\u00bb Moskau, 1899, November S. l\u201431. 2) Histologische Untersuchungen \u00fcber das elastische Gewebe in normalen und pathologisch ver\u00e4nderten Organen. Separat-Abdruck aus \u00abBeitr\u00e4ge zur path. Anatomie und zur allgem. Pathologie\u00bb, herausgegeben von Professor Dr. Ernst Ziegler. Bd. XXVI, Jena 1900, S. 1\u201445.\nZu seinen Beobachtungen, die in obigen zwei Schriften (der einen in russischer, der andern in deutscher Sprache) dargelegt sind, benutzte der Autor verschiedene Organe des menschlichen K\u00f6rpers, sowohl im normalen als im pathologischen Zustande. Die Tinction des elastischen Gewebes geschah nach der abge\u00e4nderten Weigert\u2019schen Methode.\nOhne sich bei der reichhaltigen Literatur \u00fcber das elastische Gewebe aufzuhalten, geht Melnikoft-Rasvedenkoff unmittelbar an die Beschreibung der","page":223}],"identifier":"lit36326","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"222-223","startpages":"222","title":"Ueber den Bau und die functionellen Ver\u00e4nderungen des Pankreas. Aus dem histologischen Laboratorium der Universit\u00e4t Warschau. 2 Tabellen mit Zeichnungen. Inaug.- Dissert. 1900. Warschau. S. 1-118.","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:44:59.187481+00:00"}
