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{"created":"2022-01-31T16:43:59.630677+00:00","id":"lit36327","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Melnikoff-Rasvedenkoff, N.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 223-224","fulltext":[{"file":"p0223.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n223\nauch beim Hungern, obgleich in geringerer Menge als w\u00e4hrend der Verdauung. Das Dr\u00fcsensecret wird nicht in den Zellen selbst, sondern in dem Lumen der Dr\u00fcsentubuli und aus den Zymogenk\u00f6rnern in den Ausf\u00fchrungsg\u00e4ngen gebildet, bei deren Secretion aus den Zellen dem protoplasmatischen Gerippe letzterer die Hauptrolle zukommt, worauf charakteristische morphologische Ver\u00e4nderungen desselben hiuweisen. 4) Parallel mit der Secretion von Zymogenk\u00f6rnchen geht die Bildung neuer vor sich, die in den Zwischenr\u00e4umen des protoplasmatischen Gerippes der Aussenzone der Zellen entstehen. Das protoplasmatische Gerippe sowie die geformten Bestandteile des Kerns verwandeln sich nicht in Zymogen. 5) An der Bildung des Zymogens nehmen die Nebenkerne nicht Teil. Unter den Nebenkerne sind die einen, die sogenannten \u00abaus den Kernen des Plasmosoma emigrirten> ohne allen Zweifel ein k\u00fcnstliches Produkt; alle \u00fcbrigen, die beim Menschen fast gar nicht angetroffen werden, stellen eine Degeneration des Zellk\u00f6rpers und teils auch der Kerne vor. Bei den Kaltbl\u00fctlern (Amphibien), jedoch nicht bei den S\u00e4ugetieren, findet zugleich mit diesem Degenerationsprocess karyokinetische Vermehrung in dem Pankreas statt. 6) Die Langerhans\u2018sehen Inselchen bestehen aus Epithelzellen, die aus gew\u00f6hnlichen zymogenhaltigen Elementen entstehen. Hinsichtlich der Bedeutung dieser Inselchen kann kein bestimmter Schluss gezogen werden, doch unterliegt keinem Zweifel, dass sie an der Bildung der Bestandteile des pankreatischen Saftes nicht Teil nehmen und sich nicht in gew\u00f6hnliche Dr\u00fcsenzellen verwandeln k\u00f6nnen. 7) Als Anfang der Ausf\u00fchrungsg\u00e4nge im Pankreas dienen die secernirenden Kan\u00e4lchen, welche an Pr\u00e4paraten zwischen den R\u00e4ndern der Zellen als einfache Ritzen erscheinen, welche dort sichtbar werden, wo sich das von den Zellen secernirte Zymogen befindet, welches sogleich nach der Sekretion in das Lumen der Dr\u00fcsenr\u00f6hrchen eintritt. 8) Die centroacin\u00e4ren Zellen bilden nicht die innere Auskleidung der Dr\u00fcsenr\u00f6hrchen, sondern geh\u00f6ren einfach zum Epithel der eingeschalteten Kan\u00e4lchen und liegen in dem Lumen der Dr\u00fcsenr\u00f6hrchen infolge einer besonderen gegenseitigen Stellung dieser letzteren zu den Ausf\u00fchrungsg\u00e4ngen.\nIVSelnikoff-Rasvedenkoff, Dr. N. 1) Histologische Untersuchungen \u00fcber das elastische Gewebe in normalen und pathologisch ver\u00e4nderten Organen. (Mit Abbildungen). Separat Abdruck aus <Medicin. Umschau\u00bb Moskau, 1899, November S. l\u201431. 2) Histologische Untersuchungen \u00fcber das elastische Gewebe in normalen und pathologisch ver\u00e4nderten Organen. Separat-Abdruck aus \u00abBeitr\u00e4ge zur path. Anatomie und zur allgem. Pathologie\u00bb, herausgegeben von Professor Dr. Ernst Ziegler. Bd. XXVI, Jena 1900, S. 1\u201445.\nZu seinen Beobachtungen, die in obigen zwei Schriften (der einen in russischer, der andern in deutscher Sprache) dargelegt sind, benutzte der Autor verschiedene Organe des menschlichen K\u00f6rpers, sowohl im normalen als im pathologischen Zustande. Die Tinction des elastischen Gewebes geschah nach der abge\u00e4nderten Weigert\u2019schen Methode.\nOhne sich bei der reichhaltigen Literatur \u00fcber das elastische Gewebe aufzuhalten, geht Melnikoft-Rasvedenkoff unmittelbar an die Beschreibung der","page":223},{"file":"p0224.txt","language":"de","ocr_de":"224\nBIBLIOGRAPHIE.\nvon ihm selbst erhaltenen Thatsachen. Er giebt das Bild der Verteilung des elastischen Gewebes in folgenden gesunden und pathologisch ver\u00e4nderten Organen: den Lymphdr\u00fcsen, der Leber, den Nieren, den Nebennieren, den Te-sticuli und dem Herzen. Am Ende des descriptiven Teils seiner Arbeit zieht der Autor einen allgemeinen Schluss, indem er die Frage von der Bedeutung des elastischen Gewebes f\u00fcr den ganzen Organismus im normalen Zustande sowohl als im pathologischen ber\u00fchrt. Seinen Beobachtungen nach zeichnet sich das Blutgef\u00e4sssystem durch den gr\u00f6ssten und best\u00e4ndigsten Reichtum an elastischem Gewebe aus. Da letzteres besondere physikalische Eigenschaften, namentlich Festigkeit besitzt, so giebt es den contractilen Elementen der Wandungen des Blutgef\u00e4sssystems einen Halt und hilft auf diese Weise diesen Elementen ihre mechanische Th\u00e4tigkeit in m\u00f6glichst vorteilhafter Richtung entwickeln. Die Lungen, die sich in best\u00e4ndiger Bewegung befinden und die wichtige Function des Atmens versehen, sind, in Anbetiacht obiger Eigenschaften des elastischen Gewebes, ebenfalls reich daran. Auch die Milz, die die Eigenschaft der Volumver\u00e4nderung besitzt, enth\u00e4lt viel elastisches Gewebe. Ausserdem sind die Verzweigungen der Arterien der Milz mit einem sch\u00fctzenden Netzwerk von elastischen F\u00e4serchen zum Schutze der Follikeln gegen die Pulsst\u00f6sse versehen. Noch zu erw\u00e4hnen ist die grosse Menge von elastischem Gewebe in dem Darmkanale und den gr\u00f6sseren Lymphgef\u00e4ssen des Zwerchfelles, d. h. in solchen Organen, welche sich infolge ihrer Functionen in fortw\u00e4hrender Bewegung befinden. Dr\u00fcsen (Leber, Pancreas), in denen die Bewegung der S\u00e4fte verh\u00e4ltnism\u00e4ssig schwach ^or sich geht, sind an elastischem Gewebe arm. Das Nervensystem, welches von aussen gesch\u00fctzt ist, bedarf des elastischen Gewebes nicht, desgleichen auch das Knochenger\u00fcst. Kinder besitzen in ihren Organen weniger elastisches Gewebe als Erwachsene. Bei der physiologischen Atrophie des Organismus im Greisenalter steht die Zunahme des elastischen Gewebes im geradem Verh\u00e4ltnis zum Schwinden der specifischen Elemente der Gewebe. Der Autor sieht diese Zunahme des elastischen Gewebes f\u00fcr einen dem greisen Organismus notwendigen physiologischen Process an. Wenn das Gewebe der Organismen nach und nach schw\u00e4cher wird, so bedarf es einer \u00e4usseren mechanischen Hilfe, damit die schw\u00e4cher werdenden Gewebselemente ihre Arbeit mit geringerem Kraftaufwand verrichten k\u00f6nnen. Eben um diese sch\u00fctzende mechanische Function zu verrichten, erscheint das elastische Gewebe in grosser Menge. Was die pathologischen Bilder anbetrifft, so hebt der Autor einerseits die Widerstandsf\u00e4higkeit des elastischen Gewebes den Krankheitserregern gegen\u00fcber, andererseits dessen grosse F\u00e4higkeit zu Neubildungen hervor, letzteres aber nur da, wo es in seiner Masse dem kranken Organismus Nutzen bringt.\nTischutkin, N. Prosector an der Milit.-medicin. Akademie. Lieber die faserige Structur der epithelialen Schichten der Haut und die hornige Metamorphose des Epithels. (Nebst einer Tafel mit Abbildungen) Separatabdruck aus dem 2-ten Bande, JV2 4, der \u00abNachrichten d. Kais. Milit.-medicin. Akademien Petersb. 1901, S. 1\u201432.\nSeine Untersuchungen f\u00fchrte der Autor haupts\u00e4chlich an den hornigen Ans\u00e4tzen der Haut, d. h. an den Hufen der Embryonen von K\u00e4lbern, Schwei-","page":224}],"identifier":"lit36327","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"223-224","startpages":"223","title":"1. Histologische Untersuchungen \u00fcber das elastische Gewebe in normalen und pathologisch ver\u00e4nderten Organen. (Mit Abbildungen). Separat Abdruck aus <Medicin. Umschau> Moskau, 1899, November S. 1-31. / 2. Histologische Untersuchungen \u00fcber das elastische Gewebe in normalen und pathologisch ver\u00e4nderten Organen. Separat Abdruck aus <Beitr\u00e4ge zur path. Anatomie und zur allgem. Pathologie>, herausgegeben von Professor Dr. Ernst Ziegler. Bd. XXVI, Jena 1900, S. 1-45","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:43:59.630683+00:00"}
