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Milchsaures Strontium (Strontium lacticum) bei der Bright'schen Krankheit. (Russisches Archiv für Pathol., klinische Med. u. Bacter. 1896, II, S. 650).

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{"created":"2022-01-31T14:07:46.936326+00:00","id":"lit36340","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Bronowski, C.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 285-286","fulltext":[{"file":"p0285.txt","language":"de","ocr_de":"ANALYSES.\n285\nEvenhof, I. Einfluss des Strychnins auf den Chloroformcollapsus. (Wratsch\n1896, S. 5).\nDa die wesentlichste Gefahr, welche die Chloroformnarkose ^ mit sich bringt, in dem von der L\u00e4hmung des vasomotorischen Centrums abh\u00e4ngenden Fallen des Blutdrucks besteht, so machte der Autor es sich zur Aufgabe an Hunden zu pr\u00fcfen, welchen Einfluss das Chloroform auf das vasomotorische Centrum, das vorher die erregende Wirkung von Strychnin erfahren hatte, aus\u00fcben w\u00fcrde. Die Experimente zeigten, dass nach der Einf\u00fchrung von Strychnin das Chloroformiren von den Tieren viel l\u00e4nger vertragen wurde als vorher. Zum Beweise, dass dieses wirklich eine Folge des erh\u00f6hten Tonus des vasomotorischen Centrums war, f\u00fchrte der Autor einige Versuche unter Abtrennung des verl\u00e4ngerten Marks aus, wobei es sich erwies., dass nach der Unterbindung desselben das Strychnin aut die Dauer der Chloroformnarkose keinen Einfluss aus\u00fcbte.\nBronowski, C. Dr. med. Milchsaures Strontium (Strontium lacticum) bei der Brighfschen Krankheit. (Russisches Archiv f\u00fcr Pathol., klinische Med. u. Bacter. 1896, II, S. 650).\nDa bei der Bright'schen Krankheit das Gefahrvollste die Harnverhaltung und dadurch das Verbleiben giftiger Producte des Stoffwechsels im Organismus ist, die gew\u00f6hnlichen harntreibenden Mittel aber nicht immer ihren Zweck erreichen, so unternahm der Autor die Pr\u00fcfung des milchsauren Strontiums, dem von einigen Klinikern eine harntreibende V irkung zugeschrieben wird. Seine Untersuchungen, die klinischen sowohl als die experimentellen, f\u00fchrte er an Kaninchen und Hunden aus. Die klinische Anwendung des Mittels lieferte g\u00fcnstige \u00dcesultate: fast in allen F\u00e4llen wurde ein mehr oder weniger starker diuretischer Effect beobachtet. Die Harnabsonderung erreichte ihr Maximum gew\u00f6hnlich am 6-ten Tage nach Beginn der Verabreichung von Strontium lacticum, wobei die 24-st\u00fcndige Urinmenge bis 4 Liter betrug. In chronischen F\u00e4llen war die Wirkung des Mittels weniger schlagend und best\u00e4ndig. Auf die Quantit\u00e4t des ausgeschiedenen Albumins \u00fcbt, dem Autor nach, das Mittel keinen Einfluss aus. Auch auf die Eigenschaft des Pulses und auf den Blutdruck wirkt es nicht.\nExperimente an Tieren zeigten, dass Str. lacticum bei ihnen erh\u00f6hte Harnabsonderung hervorruft; nach \u00fcberm\u00e4ssig starken Dosen (Einspritzung von 0,06 Gr. pro Kilo Gewicht) zeigte sich jedoch blutiger Harn, welcher Albumin, Cylinder und Zellen des Nierenepithels enthielt. Die Autopsie erwies: Hyper\u00e4mie der Nieren, Tr\u00fcbung der Nierenkapsel, welche an ihrer Oberfl\u00e4che sehr viele mit Blut unterlaufene Flecken hatte, Verdickung und Tr\u00fcbung der Corticalsubstanz, starke Erweiterung der Gef\u00e4sse, aus denen beim Einschnitt sich viel Blut ergoss. Die mikroscopische Untersuchung liess eine deutliche Erweiterung der mit Blut \u00fcberf\u00fcllten Gef\u00e4sse, Extravasate in das Lumen der Nierenkan\u00e4lchen und k\u00f6rniges Epithelium der Niere wahrnehmen.\nDa der Blutdruck unter der Einwirkung von Strontium lacticum f\u00e4llt, so ist der diuretische Effect dieses Mittels der Erweiterung der arteriellen Nieren\u00e4ste zuzuschreiben, welche es hervorruft und infolge deren der Blutumlauf in den\n19*","page":285},{"file":"p0286.txt","language":"de","ocr_de":"286\nA N A L Y S E S.\nGef\u00e4ssen der Glomeruli beschleunigt und die Menge der hindurchfiltrirenden Fl\u00fcssigkeit vergr\u00f6ssert ist.\nFutran, M. Dr. med. Ueber die diuretische Wirkung des Harnstoffs,\n(Russ. Arch. f. Pathol., klin. Med. u. Bacter. Bd. 4. 1897. S. 1).\nBeobachtungen, die der Autor an Menschen anstellte, haben gezeigt, dass der diuretische Effect des Harnstoffs ein sehr unbedeutender ist und in dieser Hinsicht andern Diuretica nachstellt. Auf den allgemeinen Zustand hatte der Gebrauch von Harnstoff keine \u00fcble Wirkung.\nMankowski, A. Dr. med. Ueber die belebende Wirkung des Extracts von glandulae suprarenales bei Ohnm\u00e4chten w\u00e4hrend der Ghloroform-narkose.\nVersuche des Autors an Hunden zeigten, dass das Extract gl. suprarenales, w\u00e4hrend der durch Chloroform verursachten Ohnm\u00e4chten in das Blut eingef\u00fchrt, auf das Herz und die Atmung eine belebende Wirkung aus\u00fcbt.\nLehmann, E, Prof, und Burschinski, P. Per\u00e4ploca graeca in ihrer Wirkung\nauf das Herz. (Wratsch, 1896, V 22, S. 631).\nVorl\u00e4ufige Versuche mit Extractum fluidium Periplocae graecae an Fr\u00f6schen kennzeichneten es als ein auf das Herz und die Atmung wirkendes Mittel. Nach der Einf\u00fchrung unter die Haut einiger Centigramme dieses Mittels machte der Frosch einige tiefe Athemz\u00fcge, die aber bald schw\u00e4cher wurden und ganz aufh\u00f6rten, wobei auch das Herz Stillstand. Auf das centrale Nervensystem, die peripherischen Nervenendigungen und die quergestreiften Muskeln blieb das Mittel ohne Wirkung.\nEingehendere Versuche zeigten ferner, dass nach der Einf\u00fchrung des Extracts dem Frosche die Zusammenziehungen der Herzkammer st\u00e4rker und seltener wurden, die Systolen l\u00e4nger andauerten. W\u00e4hrend den Systolen wurde die Herzkammer bl\u00e4sser, w\u00e4hrend den Diastolen wurden dagegen locale Con-tractionen beobachtet, infolge deren Ausbuchtungen entstanden, welche dem Ventrikel das Aussehen einer Maulbeere gaben. Schliesslich stand die Herzkammer im Moment der Systole still, wobei die durch das Blut ausgedehnten Vorkammern nicht die Kraft hatten es in die zusammengezogene Herzkammer zu treiben.\nVersuche an Hunden best\u00e4tigten das an Fr\u00f6schen Gefundene, wobei Steigerung des Blutdrucks und Verlangsanung des Pulses beobachtet wurden; bald trat, anstatt Verlangsamung, Beschleunigung ein, schliesslich liel der Blutdruck und die Herzschl\u00e4ge wurden seltener, bis zu v\u00f6lligem Stillstand.\nDie Steigerung des Blutdrucks erkl\u00e4rt der Autor durch die Beizung des vasomotorischen Centrums.\nDas von Prof. Lehmann aus dem Extract gewonnene Glucosid, Periplocin genannt, \u00fcbt dieselbe Wirkung aus wie das Extract selbst. Bei ferneren Versuchen wurde Vermehrung der Zahl und Verst\u00e4rkung der Atemz\u00fcge beobachtet, was, dem Autor nach, sich durch die unmittelbare Reizung des Atmungscentrums erkl\u00e4ren d\u00fcrfte.","page":286}],"identifier":"lit36340","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"285-286","startpages":"285","title":"Milchsaures Strontium (Strontium lacticum) bei der Bright'schen Krankheit. (Russisches Archiv f\u00fcr Pathol., klinische Med. u. Bacter. 1896, II, S. 650).","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T14:07:46.936332+00:00"}

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