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Materialien zur Pharmakologie von Stigmata maydis (Experimentelle Untersuchung aus Prof. Popoff's Laboratorium)

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{"created":"2022-01-31T16:39:47.807513+00:00","id":"lit36384","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Schischkin, St.","role":"author"},{"name":"M. Riasnianski","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 302-303","fulltext":[{"file":"p0302.txt","language":"de","ocr_de":"302\nA X A LYSE S.\ntractionen des Uterus hervorrufen. Um die willk\u00fcrlichen rythmischen Zusammen-ziehungen auszuschliessen, injicirte er zuvor 1\u20142 Ctgr. Morphium. Nach Durchschneidung des R\u00fcckenmarks zwischen dem 12-ten Brustwirbel und dem 1-sten Kreuzwirbel, wodurch die Einwirkung des Mittels auf die uterinen Centra ausgeschlossen wurde, fanden die Contractionen des Uterus dennoch, obgleich in geringerem Grade, statt. Dasselbe wurde auch bei Zerst\u00f6rung des R\u00fcckenmarks in der Lendengegend beobachtet. Bei Durchleitung von physiologischer Kochsalzl\u00f6sung mit Extract. Stigmat. maydis durch den Uterus fanden keine Zusammenziehungen desselben statt. Der Ansicht des Autors nach zeugen all diese Experimente daf\u00fcr, dass Stigmata maydis auf die Contractionen des Uterus auf vasomotorischem Wege, nicht aber durch Einfluss auf die uterinen Centra oder auf die neuromuscul\u00e4ren Elemente des Uterus selbst, einwirkt. Der Autor meint, dass der vasomotorische Effect von der Reizung des Centrums des N. splanchnic., welches in dem pectoralen Teile des R\u00fcckenmarks liegt, in Abh\u00e4ngigkeit steht.\nDie Versuche mit Ustilago maydis zeigten, dass dieses Mittel bei Durchleitung von physiologischer Kochsalzl\u00f6sung durch den Uterus des Kaninchens Zusammenziehungen des Organs hervorrufen, was ein Beweis daf\u00fcr sei, dass dieses Mittel auf die neuromuscul\u00e4ren Elemente des Uterus selbst eine Wirkung aus\u00fcbt.\nAlexandroff, J. Dr. Ueber die desinfecirenden Eigenschaften der iVlilch s\u00e4ure. (<Russ. Arch. f. Pathol., klin. Med. und Bacter.\u00bb B. 4, 1897).\nAuf Grund seiner Experimente ist der Autor zu dem Schl\u00fcsse gelangt, dass Milchs\u00e4ure in einem gewissen (unbedeutenden) Grade die F\u00e4higkeit besitzt die Entwicklung der Bact\u00e9rien zur\u00fcckzuhalten.\nMosse-Schwili, W. Ueber die Bedeutung des Cobaitoxyduinitrats ais Antidotum bei Vergiftungen mit Cyanverbindungen. (Aus Prof. Popoffs. Laboratorium. Medic. Westnik, 1897, B. II, .V 3).\nUm die Bedeutung von Cobaltum nitricum in dessen Eigenschaft als Gegenmittel bei Vergiftungen mit Cyanverbindungen zu pr\u00fcfen, stellte der Autor Experimente an Hunden an. Aus denselben folgt, dass das Mittel gegen Blaus\u00e4ure unwirksam ist, aber mit Erfolg bei F\u00e4llen von Vergiftung mit Cyankali angewandt werden kann.\nSchischkin, St. und Riasnianski, M. Materialien zur Pharmakologie von Stigmata maydis. (Experimentelle Untersuchung aus Prof. Popoffs Laboratorium).\nExperimente an Fr\u00f6schen zeigten, dass nach der Injection des Extracts bedeutende Verlangsamung der Herzschl\u00e4ge mit lange andauernden diastolischen Pausen beobachtet wird. Dabei fanden die Contractionen des Ventrikels nicht auf einmal sondern teilweise, peristaltisch statt. Nach weiterer Verlangsamung der Herzschl\u00e4ge erfolgte v\u00f6lliger Stillstand des Herzens in der Diastole. Bei Durchschneidung der Nn. vagorum und Injection von Atropin lieferten Stigmata maydis analoge Resultate. Folglich h\u00e4ngen die beobachte-","page":302},{"file":"p0303.txt","language":"de","ocr_de":"A N A L Y S E S.\n303\nten Ver\u00e4nderungen der Herztli\u00e4tigkeit weder von der W irkung des Extracts auf den centralen Hemmungsapparat nocli von dem Einfl\u00fcsse auf die peripherischen Endigungen der Nn. vagorum ab. Beobachtungen der A er\u00e4nde-rungen des Gef\u00e4sssystems unter der Einwirkung von Stigmata maydis ergaben, dass in der Schwimmhaut der F\u00fcsse und in der Zunge Verengerung der Gelasse stattfindet. Experimente an Hunden zeigten Folgendes: die Einspritzung von 0,2 Grm. des Extracts pro kilo Gewicht bewirkte sogleich Steigen des Blutdrucks und Fallen der Pulsfrequenz, wobei der Puls voller wurde; die fernere Einf\u00fchrung von 0,05\u20140,1 Grm. pro kilo Gewicht rief noch st\u00e4rkeres Steigen des Blutdrucks und Fallen der Pulsfrequenz hervor, wahrscheinlich als Folge der L\u00e4hmung der Nn. vagorum. Bei Durchschneidung beider Nn. vagorum bedingt die Injection des Extracts Erh\u00f6hung des Blutdrucks, aber keine Verlangsamung des Pulses. Unter Durchschneidung des R\u00fcckenmarks ange-stellte Versuche zeigten, dass in diesem Falle die Injection des Extracts auf die H\u00f6he des Blutdrucks gar keinen Einfluss hat. Die Autoren ziehen aus ihren Experimenten folgende Schl\u00fcsse: 1) die bei dem Frosche nach der Einspritzung des Extracts beobachtete Verlangsamung sowie die Verst\u00e4rkung der Herztli\u00e4tigkeit h\u00e4ngt haupts\u00e4chlich von der Wirkung desselben auf die intracardialen Ganglien und den Herzmuskel selbst ab. Die Verengerung der Gef\u00e4sse und, als Folge davon, der erh\u00f6hte Blutdruck k\u00f6nnen eine Wirkung auf die peripherischen Vasomotoren und die Gef\u00e4ssmuskeln selbst aus\u00fcben. 2) Die Verlangsamung der Herzschl\u00e4ge bei den Warmbl\u00fctlern d\u00fcrften, auf Grund von Experimenten unter Durchschneidung der Nn. vagorum, in der Beizung des Centrums dieser Nerven in dem verl\u00e4ngerten Mark ihre Erkl\u00e4rung finden: 3) die Erh\u00f6hung des Blutdrucks d\u00fcrfte sowohl von der erh\u00f6hten Herztli\u00e4tigkeit als auch von der Erregung des vasomotorischen Centrums des verl\u00e4ngerten Marks abh\u00e4ngen.\ninajeff. W. Materialien zur Pharmakologie des Stypticins und des Hy-drasiinins. Aus Prof. Popoff's pharmak. Laboratorium. (Berichte der Gesellschaft f\u00fcr wissenschaftliche Medic, und Hyg. an der Universit\u00e4t Charkoff, 1897).\nDer Autor veranstaltete ein Reihe von Experimenten \u00fcber die Wirkung des Stypticins und des Hydrastinins im allgemeinen, haupts\u00e4chlich aber auf die Con-tractilit\u00e4t des Uterus, indem er es sich angelegen sein liess die bisher bekannten Thatsachen n\u00e4her zu pr\u00fcfen. Die Experimente mit Stypticin an Kaltbl\u00fctlern zeigten, dass Dosen nicht unter 0.02\u20140,05 grm. die peripherische Sensibilit\u00e4t zu rein tactilen Erregungen reizen und die Reizbarkeit des peripherischen Apparats f\u00fcr Schmerzempfindungen herabsetzen. Auf die Herzth\u00e4-tigheit wirkt das Stypticin hemmend, auf die Atmungscentra\u2014l\u00e4hmend. Der vasomotorische Effect desselben wird durch dessen Wirkung auf die Gef\u00e4ssmuskeln und auf den gef\u00e4ssverengernden Mechanismus bedingt. Bei Warmbl\u00fctlern bringt Stypticin fast einen analogen Effect in Bezug auf die Erregung des Uterus, sowohl des gravid gewesenen als des jungfr\u00e4ulichen, hervor. In allen F\u00e4llen erfolgen sogleich nach der Einspritzung von Stypticin Contrac-tionen der H\u00f6rner und des K\u00f6rpers des Uterus. Der nach Ausschliessung","page":303}],"identifier":"lit36384","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"302-303","startpages":"302","title":"Materialien zur Pharmakologie von Stigmata maydis (Experimentelle Untersuchung aus Prof. Popoff's Laboratorium)","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:39:47.807518+00:00"}

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