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Materialien zur Pharmakologie des Stypticins und des Hydrastinins. Aus Prof. Popoff's pharmak. Laboratorium. (Berichte der Gesellschaft für wissenschaftliche Medic. und Hyg. an der Universität Charkoff, 1897)

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{"created":"2022-01-31T16:39:09.466826+00:00","id":"lit36385","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Inajeff, W.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 303-304","fulltext":[{"file":"p0303.txt","language":"de","ocr_de":"A N A L Y S E S.\n303\nten Ver\u00e4nderungen der Herztli\u00e4tigkeit weder von der W irkung des Extracts auf den centralen Hemmungsapparat nocli von dem Einfl\u00fcsse auf die peripherischen Endigungen der Nn. vagorum ab. Beobachtungen der A er\u00e4nde-rungen des Gef\u00e4sssystems unter der Einwirkung von Stigmata maydis ergaben, dass in der Schwimmhaut der F\u00fcsse und in der Zunge Verengerung der Gelasse stattfindet. Experimente an Hunden zeigten Folgendes: die Einspritzung von 0,2 Grm. des Extracts pro kilo Gewicht bewirkte sogleich Steigen des Blutdrucks und Fallen der Pulsfrequenz, wobei der Puls voller wurde; die fernere Einf\u00fchrung von 0,05\u20140,1 Grm. pro kilo Gewicht rief noch st\u00e4rkeres Steigen des Blutdrucks und Fallen der Pulsfrequenz hervor, wahrscheinlich als Folge der L\u00e4hmung der Nn. vagorum. Bei Durchschneidung beider Nn. vagorum bedingt die Injection des Extracts Erh\u00f6hung des Blutdrucks, aber keine Verlangsamung des Pulses. Unter Durchschneidung des R\u00fcckenmarks ange-stellte Versuche zeigten, dass in diesem Falle die Injection des Extracts auf die H\u00f6he des Blutdrucks gar keinen Einfluss hat. Die Autoren ziehen aus ihren Experimenten folgende Schl\u00fcsse: 1) die bei dem Frosche nach der Einspritzung des Extracts beobachtete Verlangsamung sowie die Verst\u00e4rkung der Herztli\u00e4tigkeit h\u00e4ngt haupts\u00e4chlich von der Wirkung desselben auf die intracardialen Ganglien und den Herzmuskel selbst ab. Die Verengerung der Gef\u00e4sse und, als Folge davon, der erh\u00f6hte Blutdruck k\u00f6nnen eine Wirkung auf die peripherischen Vasomotoren und die Gef\u00e4ssmuskeln selbst aus\u00fcben. 2) Die Verlangsamung der Herzschl\u00e4ge bei den Warmbl\u00fctlern d\u00fcrften, auf Grund von Experimenten unter Durchschneidung der Nn. vagorum, in der Beizung des Centrums dieser Nerven in dem verl\u00e4ngerten Mark ihre Erkl\u00e4rung finden: 3) die Erh\u00f6hung des Blutdrucks d\u00fcrfte sowohl von der erh\u00f6hten Herztli\u00e4tigkeit als auch von der Erregung des vasomotorischen Centrums des verl\u00e4ngerten Marks abh\u00e4ngen.\ninajeff. W. Materialien zur Pharmakologie des Stypticins und des Hy-drasiinins. Aus Prof. Popoff's pharmak. Laboratorium. (Berichte der Gesellschaft f\u00fcr wissenschaftliche Medic, und Hyg. an der Universit\u00e4t Charkoff, 1897).\nDer Autor veranstaltete ein Reihe von Experimenten \u00fcber die Wirkung des Stypticins und des Hydrastinins im allgemeinen, haupts\u00e4chlich aber auf die Con-tractilit\u00e4t des Uterus, indem er es sich angelegen sein liess die bisher bekannten Thatsachen n\u00e4her zu pr\u00fcfen. Die Experimente mit Stypticin an Kaltbl\u00fctlern zeigten, dass Dosen nicht unter 0.02\u20140,05 grm. die peripherische Sensibilit\u00e4t zu rein tactilen Erregungen reizen und die Reizbarkeit des peripherischen Apparats f\u00fcr Schmerzempfindungen herabsetzen. Auf die Herzth\u00e4-tigheit wirkt das Stypticin hemmend, auf die Atmungscentra\u2014l\u00e4hmend. Der vasomotorische Effect desselben wird durch dessen Wirkung auf die Gef\u00e4ssmuskeln und auf den gef\u00e4ssverengernden Mechanismus bedingt. Bei Warmbl\u00fctlern bringt Stypticin fast einen analogen Effect in Bezug auf die Erregung des Uterus, sowohl des gravid gewesenen als des jungfr\u00e4ulichen, hervor. In allen F\u00e4llen erfolgen sogleich nach der Einspritzung von Stypticin Contrac-tionen der H\u00f6rner und des K\u00f6rpers des Uterus. Der nach Ausschliessung","page":303},{"file":"p0304.txt","language":"de","ocr_de":"304\nA N A L Y S E S.\ndes Gehirns, des verl\u00e4ngerten Marks und des R\u00fcckenmarks seitens des Uterus erhaltene Effect kann als Folge der Reizung der neuromuscul\u00e4ren Elemente des Uterus selbst angesehen werden.\nDie Experimente des Autors hinsichtlich der Wirkung des Hydrastinins auf die Contractilit\u00e4t des Uterus zeigen, dass dasselbe auf die neuromuscul\u00e4ren Elemente des Uterus seihst, nicht aber auf das centrale Nervensystem einwirkt.\nMichaleff, S. Beobachtungen \u00fcber die Wirkung des Kefirs bei der Behandlung von Diarrh\u00f6e bei Kindern. (Wratsch. 1897, W 21,8.595).\nVon dem Gedanken ausgehend, dass bei der Behandlung von Diarrh\u00f6e die Patienten solcher Nahrungsmittel bed\u00fcrfen, welche einerseits den Darmkanal nicht reizen, in demselben weder sch\u00e4dliche G\u00e4hrungsprocesse entwickeln noch solche unterhalten, andererseits sich leicht assimiliren la-sen und nur wenig F\u00e4ces geben, verordnete der Autor an Diarrh\u00f6e erkrankten Kindern Kefir als Mittel, welches allen diesen Anforderungen vollkommen entspricht. Das Resultat war baldiges Aulh\u00f6ren der Diarrh\u00f6e, und der Autor schreibt dasselbe der Wirkung des Kefirs im allgemeinen und der in demselben enthaltenen Milchs\u00e4ure im besonderen zu.\nKaliapin, I. Lieber den Unterschied in der Wirkung des nat\u00fcrlichen und des gasirten Essentuker Mineralwassers N\u00e7 yj auf \u00e7jje absorbiren-de. secernirende und motorische Th\u00e4tigkeit des Magens. (Wratsch. 1897, M 27, 8. 753).\nDer Autor studirte den Unterschied der Wirkung des nat\u00fcrlichen und des gasirten Wassers auf die Functionen des Magens, indem er eine Reihe klinischer Experimente unternahm, in denen die absorbirende, secernirende und motorische Th\u00e4tigkeit des Magens untersuchte wurde, zuerst ohne Verabreichung von Mineralwasser, dann nach Verabreichung von nat\u00fcrlichem, nicht gasirtem Essentuker Wasser .V 17, zuletzt desselben Wassers nach dem Gasi-ren. Das Absorptionsverm\u00f6gen wurde nach dem Moment des Erscheinens des eingenommenen Iodkaliums im Speichel bestimmt, das Secretionsverm\u00f6gen\u2014 auf Grund der im entnommenen Magensaft enthaltenen Quantit\u00e4t Salzs\u00e4ure; als Maassgabe f\u00fcr die motorische Kraft diente die Zeit, die ein Ewald\u2019sches Fr\u00fchst\u00fcck zu seiner Verdauung bedurfte, was durch Magenaussp\u00fclung bestimmt wurde. Aus den vom Autor erhaltenen Thatsachen ist ersichtlich, dass sowohl das Absorptionsverm\u00f6gen als auch die motorische Kraft des Magens durch den Gebrauch des Mineralwassers steigt, besonders stark nach dem Gebrauch des gasirten. Auch das Secretionsverm\u00f6gen ist gesteigert, doch macht sich in der Wirkung des nat\u00fcrlichen und des gasirten Mineralwassers kein Unterschied bemerkbar.\nPoehl, A. Prof. Pr\u00e4parate der tierischen Therapie (Opopr\u00e4parate) welche den heutigen Anforderungen der praktischen Medicin gen\u00fcgen.\n(Wratsch. 1897, M 27, 8. 754).\nNachdem der Autor die Anforderungen, welche an die Pr\u00e4parate d<jr tierischen Therapie zu stellen sind, dargelegt, giebt er die Liste der Onopr\u00e4-parate, welche in seinem Laboratorium bereitet werden.","page":304}],"identifier":"lit36385","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"303-304","startpages":"303","title":"Materialien zur Pharmakologie des Stypticins und des Hydrastinins. Aus Prof. Popoff's pharmak. 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