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{"created":"2022-01-31T16:38:56.979204+00:00","id":"lit36408","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Tscherwinski, S.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 313-314","fulltext":[{"file":"p0313.txt","language":"de","ocr_de":"ANALYSES.\nO 1 O\nolo\nMittel zur Erhaltung der Stickstoffs\u00fcbstanzen im Organismus sein. Da Kola den Tonus des Muskel- und Nervensystems hebt, so kann es mit A ersieht in Krankheiten, die von Schw\u00e4che der Muskel- und Nervent\u00e4tigkeit herr\u00fchren, angewandt werden.\nRajewski, P. Ueber die Behandlung von Aktinomykose mit lodverbindun-\ngen. (Med. Obozrenje, 1898. S. 147).\nVom Autor in vitro ausgef\u00fchrte Versuche zeigten, dass V's % Iodnatrium in dem N\u00e4hrsubstrat gen\u00fcgen, um die Entwicklung der Aktinomykose hintanzuhalten. V; % verhindert das Wachsen des Pilzes vollst\u00e4ndig. Die klinischen Beobachtungen des Autors best\u00e4tigten die hemmende Wirkung des Iodnatriums auf die Entwicklung der Aktinomykose. Die Wirkung desselben trat besonders scharf in sulchen F\u00e4llen hervor, wo, ausser dem inneren Gebrauch, auch noch Einspritzungen von Iodnatriuml\u00f6sung in die Parenchyme der erkrankten Gewebe Anwendung fanden.\nKostkiewitsch. A. Fiuidextract Apocini cannabini als Mittel gegen durch Herzleiden verursachte Wassersucht. (Russ. Arch. f. Pathol., kl. Med. u. Bacter.. 1898, Bd. VI, 463).\nZu seinen Experimenten an Warmbl\u00fctlern benutzte der Autor Merck\u2019s amorphes Apocyn. Die Resultate gestalteten sich folgendermaassen: nach der Einf\u00fchrung in das Blut kleiner Dosen, 0,08\u20140,1 mgr. pro kilo K\u00f6rpergewicht, wurde unbedeutende Verlangsamung der Herzschl\u00e4ge und Erh\u00f6hung des Blutdrucks beobachtet. Mittelstarke Dosen, 0,14\u20140.15 mgr. pro kilo, rufen starke Verlangsamung des Pulses nebst bedeutend erh\u00f6htem Blutdruck hervor. Grosse Dosen, 0,15\u20140.2 mgr. pro kilo, haben Beschleunigung der Herzschl\u00e4ge und hohen Druck zur Folge. T\u00f6tliche Dosen 0,24 mgr. pro kilo, bewirken unregelm\u00e4ssige Herzaction, rasches Fallen des Blutdrucks, Stillstand des Herzens, sodann auch der Atmung:\nIn der Herzth\u00e4tigkeit der Fr\u00f6sche ruft Merck's Apocynum alle f\u00fcr Digitalin charakteristischen Ver\u00e4nderungen hervor. An Menschen vorgenommene Beobachtungen zeigten dem Autor, dass bei Kranken, die an Compensations-st\u00f6rungen des Blutumlaufs leiden. Extr. fluid. Apocyni cannabini verst\u00e4rkte Diurese, erh\u00f6hte Spannung der Pulswelle, Verlangsamung des Pulses, Verkleinerung des Gebietes der Stumpfheit des Herzens, st\u00e4rkere Contractionen desselben und, diesem parallel. Verminderung der Atemnot, der Blutstauung in der Loher und der der Wassersucht eigenen Erscheinungen hervorruft. Der .Einfluss auf den Puls und die Harnabsonderung macht sich schon am dritten Tage f\u00fchlbar, die maximale Wirkung f\u00e4llt auf den \u00df-ten oder 7-ten Tag.\nExtr. fluid. Apocyni cannabini hat die Eigenschaft den Magendarmkanal zu reizen. Cumulativwirkung besitzt es nicht.\nTscherwsnski. S. Prof, an der Universit\u00e4t Jurieff. Die Narcotica unter den Derivaten des Methans (CH,) und der narkotische Schlaf im Vergleich zu dem normalen. (Jurieff, 1898).\nNach einer kurzen Uebersicht \u00fcber die narkotischen Mittel der Reihe der Methonderivate und nach der Darlegung der wichtigsten dem Studium","page":313},{"file":"p0314.txt","language":"de","ocr_de":"314\nA X A L Y S E S\ndes Gehirns gewidmeten Arbeiten gellt der Antor zur Charakteristik der Wirkung der Narcotica \u00fcber. Besonders eingehend setzt er die Wirkung eines der K\u00f6rper der Methanreihe, des Alkohols, auseinander. Sich auf Bunge's und Schmiedeberg\u2019s Untersuchungen st\u00fctzend, widerlegt Prof. Tschirwinski die Meinung \u00fcber die erregende Wirkung des Alkohols und spricht sich dahin aus, dass dessen Einfluss auf die L\u00e4hmung gewisser Teile des Gehirns, die Schw\u00e4chung der Hemmungscentra, zur\u00fcckzuf\u00fchren sei.\nNachdem der Autor auf die Analogie der Wirkung des Alkohols und anderer das Alkoholradical enthaltender Narcotica hingewiesen, wendet er seine Aufmerksamkeit besonders der Wirkung dieser Mittel auf das Herz und die Atemwerkzeuge zu und beschreibt seine Beobachtungen \u00fcber die folgenden Substanzen: Pental, Aethylbromid, Dichlormethan, Methylal, Aethylidenchlorid, Urethan, Chloralcyanhydrat, Trional und Sulfonal. Aus diesen Beobachtungen folgt, dass einige der genannten Verbindungen \u2014diejenigen, die kein Halogen enthalten: Pental, Urethan, Trional und Sulfonal\u2014nur die Atem Werkzeuge treffen,\u2014Urethan wirkt anf\u00e4nglich auf das Atmungscentrum sogar erregend. Diejenigen Mittel dagegen, welche Halogene, Brom oder Chlor, enthalten, d. h. Aethylbromid und Dichlormethan, l\u00e4hmen nicht nur die Atemwerkzeuge, sie k\u00f6nnen auch das Herz l\u00e4hmen. Dasselbe gilt auch von Aethylidenchlorid. Von den untersuchten K\u00f6rpern l\u00e4hmt nur Chloralcyanhydrat zuerst die Herzaction. Das letzte der genannten Mittel\u2014Methylal\u2014paralysirt. den Beobachtungen des Autors zufolge, weder die Atmung noch den der Blutcirculation vorstehenden Mechanismus.\nIm weiteren bespricht der Autor die therapeutische Bolle obiger Substanzen, indem er besonders den Schaden hervorhebt, den Misbrauch narkotischer Mittel nach sich ziehen kann.\nDer \u00fcbrige Teil der Schrift ist der Darlegung der bestehenden Theorien des normalen Schlafs gewidmet. Der chemischen Theorie des Schlafs beistimmend, nach welcher derselbe durch Anh\u00e4ufung von Producten, welche die Hirnzellen erm\u00fcden, herbeigef\u00fchrt werden soll, vergleicht der Autor den normalen Schlaf mit dem narkotischen und findet, dass dieser sich wesentlich von jenem durch verlangsamten Sauerstoffumsatz und Erweiterung der Hirngef\u00e4sse unterscheidet.\nMankowski, A. Ueber die einfachsten Gewinnungsmethoden des Neben-nierenextracts und dessen Wirkung auf den tierischen Organismus.\nBuss. Arch, f\u00fcr Pathol., klin. Medic, und Barter. Bd. V, 1898, S. 261).\nAn der Hand eigner Versuche ist der Autor zu dem Schl\u00fcsse gelangt, dass die bedeutende Erh\u00f6hung des Blutdrucks, welche nach der Einspritzung von Nebennierenextract in das Blut beobachtet wird, haupts\u00e4chlich eine Folge der erregenden Wirkung desselben auf das peripherische vasomotorische Nervensystem ist. Dabei sei aber den functioneilen Ver\u00e4nderungen in der Herzaction, welche immer auf die Einspritzungen folgen, Bechnung zu tragen.\nAngesichts der starken Wirkung des Mittels auf Blutdruck, Atmung und Herzschlag h\u00e4lt der Autor f\u00fcr m\u00f6glich die Anwendung des Nebennierenextracts in F\u00e4llen von Herzschw\u00e4che und drohendem Collaps zu empfehlen.","page":314}],"identifier":"lit36408","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"313-314","startpages":"313","title":"Die Narcotica unter den Derivaten des Methans (CH), und der narkotische Schlaf im Vergleich zum Normalen. (Jurieff, 1898)","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:38:56.979210+00:00"}
