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Materialien zur Pharmakologie des Arecolinbromids (Arecolinum hydrobromicum) (Dissert. Tomsk, 1899)

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{"created":"2022-01-31T16:45:59.154432+00:00","id":"lit36506","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Archangelski, K.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 321-322","fulltext":[{"file":"p0321.txt","language":"de","ocr_de":"A N A I. T S E S.\n321\nAksmoff Peretz. K. lieber das Thiocoll. (Botkin\u2019s klin. Zeitung, 1899, JV\u00ab 8,\nS. 321).\nDer Ruf des Thiocolls als eines den Magendarmkanal in keiner Hinsicht reizenden antitubercul\u00f6sen Mittels bewog den Verfasser dasselbe an Schwinds\u00fcchtigen zu erproben. Seinen Beobachtungen zufolge wird Thiocoll in Dosen bis 8,0 pro die von den Kranken leicht eingenommen, ruft seitens des Magens keine dyspeptischen Erscheinungen hervor und wird sogar von Kranken, die an Verdauungsst\u00f6rungen leiden, gut vertragen. Eine therapeutische Wirkung hat der Autor jedoch nicht beobachtet.\nNencki, M. Prof, und Za\u2019essks 1. lieber das Schicksal und die praktische Bedeutung des Benzoes\u00e4urehyperoxyds und des Calciumhyperoxyds in dem Darmkana! des Menschen und des Hundes. (Russ. Arch. f. Pathol., klin. Med. u. Bacter. Bd. 8, 1899).\nDie n\u00e4chste Aufgabe1 der Verfasser war zu ermitteln, ob Calciumhyperoxyd giftig sei und das Verhalten dieses Mittels gegen\u00fcber dem Magensaft. dem Pankreassaft und der Galle aufzukl\u00e4ren. Es erwies sich dabei, dass Calciumhyperoxvd nicht nur in kleineren Dosen, 2\u20144 grim, sondern auch in gr\u00f6sseren, b \u2014 lOgrm., gut vertragen wird. Ferner erkannte man, dass dasselbe unter Abspaltung von Sauerstoff sowohl durch den Magensaft als auch durch ein Gemisch von l\u2019ankreassaft und Galle z< rsetzt wird.\nVersuche mit Bcnzoes\u00e4ureliyperoxyd zeigten, dass es sich im Organismus spaltet und in Gestalt von llippurs\u00e4ure auscheidet. Doch ist diese Spaltung keine vollst\u00e4ndige: ein Teil des Hyperoxyds geht durch den Darmkanal unver\u00e4ndert hindurch, sodass es auf die G\u00e4hrungsprocesse keinerlei Wirkung hervurzubringen im Stande ist. Zum Schluss empfehlen die Verfasser Calciumhyperoxyd als antifermentatives Mittel f\u00fcr den Darmkanal.\nArchangelsk!. K. Materialien zur Pharmakologie des Arecolinbromids (Areco\u00fcnum hydrobromicum). (MaiepianH irr (JiapvaKojioriii \u00f6poMH-craro apeKo.niHa. (Dissert. Tomsk, 1899).\nWie bekannt, z\u00e4hlen einige Autoren das Arecolin der Gruppe der Muscarine zu, doch ist dessen pharmakologische Wirkung noch ziemlich unklar. Dies bewog Dr. Archangelsk! sich mit demselben zu besch\u00e4ftigen. Seine an Kaltbl\u00fctlern angestellt.cn Beobachtungen zeigten, dass bei Fr\u00f6schen auf eine durch Mattigkeit der Bewegungen charakterisirte Ruheperiode klonische, sp\u00e4ter auch tetnnische Kr\u00e4mpfe folgen, die mit L\u00e4hmung endigen. Versuche unter Entfernung des Gehirns und des verl\u00e4ngerten Marks Hessen erkennen, dass die tetanischen Kr\u00e4mpfe von der Reizung des R\u00fcckenmarks herr\u00fchren, w\u00e4hrend die klonischen in der Reizung des Krampfcentrums im verl\u00e4ngerten Mark ihren Grund haben. Die Untersuchung der reflectorischen Th\u00e4tigkeit dieses Organs nach T\u00fcrk-Setschenoffs Methode zeigte, dass nach der Einspritzung von Arecolin die Reflexe verst\u00e4rkt sind, worauf tetanische Kr\u00e4mpfe folgen; sp\u00e4ter h\u00f6ren die Reflexbewegungen infolge von Ersch\u00f6pfung der Bewegungscentra des R\u00fcckenmarks auf.","page":321},{"file":"p0322.txt","language":"de","ocr_de":"322\nA x A L y s i: s.\nAus den Beobachtungen an Warmbl\u00fctern erhellt, dass bei ihnen Arecoiin folgende Vergiftungssymptome hervorruft: scharf ausgesprochene Verlangsamung der Herzaction, welche nach t\u00f6tlichen Dosen in vollkommenen Stillstand \u00fcbergeht, Arythmie, Schw\u00e4che des Pulses, starke, gleichzeitig mit der Verlangsamung der Herziction auftretende, Atemnot, krampfhaftes Zucken der Glied-maassen und Anf\u00e4lle wirklicher klonischer Kr\u00e4mpfe, Pupillenverengerung, erh\u00f6hte Speichelabsonderung, Tr\u00e4nenfluss, st\u00fcrmische Peristaltik des Darmes, bei Hunden ausserdem noch Erbrechen. Nach gleichzeitiger Einf\u00fchrung von Arecoiin und Atropin wurde bei Hunden Arecolinvergiftung nicht beobachtet, bei Kaninchen dagegen hob das Atropin die Wirkung des Arecolins nicht auf, was der Autor der geringen Empf\u00e4nglichkeit dieser Tiere f\u00fcr Atropin zu-schreibt. Experimente unter Darschneidung der Nn. vagorum zeigten, dass die Durchschneidung auf die Verlangsamung der Ilerzaction keinen Einfluss aus\u00fcbte. Der Verfasser sehliesst daraus, dass das Arecoiin die peripherischen Teile des Hemmungsapparats erregt, w\u00e4hrend das Hemmungscentrum des Gehirns nicht erregt wird.\nBei vorhergegangener Einf\u00fchrung von Atropin ruft Arecoiin Verlangsamung der Herzaction hervor, was ein Beweis daf\u00fcr ist, dass L\u00e4hmung der Beschleuniger an der Verlangsamung keinen Anteil hat. W\u00e4hrend der Verlangsamung der Herzaction unter der Einwirkung des Arecolins f\u00e4llt der Blutdruck; dasselbe bef\u00f6rdet die Absonderungen der Submaxillar- und der Pankreasdr\u00fcse.\nIndem der Autor die Wirkung des Arecolins auf das Herz mit der Wirkung auf die Pupille, auf das Secretionsverm\u00f6gen gewisser Dr\u00fcsen, auf die Peristaltik des Darms vergleicht,, gelangt er zu dem Schl\u00fcsse, dass diese Wir kungen mit einander in innigem Zusammenh\u00e4nge stehen, insofern als das Arecoiin die Endigungen der Sch\u00e4delnerven reizt, doch nur in den Organen, welche glatte Muskelfasern oder dr\u00fcsenartiges Gewebe besitzen, wobei das Herz sich der glatten Muskulatur anschliesst.\nKorowitzki, K. Das Pyramiden und dessen medicinische Verwendung.\n(Wratsch, 1899, JV\u00ae 50, S. 1479, W 51, S. 1510).\nDer Verfasser pr\u00fcfte die antipyretische Wirkung des Pyramidons an Kranken und gelangte zu folgendem Schl\u00fcsse: in allen F\u00e4llen, wo es notwendig ist die Frieberhitze zu vermindern, ist es r\u00f6tlich von Pyramiden Gebrauch zu machen, welches an Schnelligkeit des gew\u00fcnschten Resultats andern An-tipyretica nicht nachsteht und dabei noch einige Vorz\u00fcge vor jenen besitzt. So tritt die Temperaturerniedrigung zwar bald ein, geht aber sehr allm\u00e4lig von statten und h\u00e4lt lange an. Die darauffolgende Temperaturerh\u00f6hung wird von keinen unangenehmen Erscheinungen (Fr\u00f6steln und dergl.) begleitet, Noch wichtiger ist der Umstand, dass das Pyramiden ganz unsch\u00e4dlich ist, keine depressorische Wirkung auf die Herzaction aus\u00fcbt, die Zusammensetzung des Blutes nicht verschlechtert und \u00fcberhaupt keine unangenehmen Nebenerscheinungen hervorruft. Auch als schmerzstillendes, nervenberuhigendes Mittel ist es zuverl\u00e4ssig. Im Hinblick darauf verdient das Pyramiden besondere Beachtung.","page":322}],"identifier":"lit36506","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"321-322","startpages":"321","title":"Materialien zur Pharmakologie des Arecolinbromids (Arecolinum hydrobromicum) (Dissert. Tomsk, 1899)","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:45:59.154437+00:00"}

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