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{"created":"2022-01-31T16:45:40.948752+00:00","id":"lit36507","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Korowitzki, K.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 322","fulltext":[{"file":"p0322.txt","language":"de","ocr_de":"322\nA x A L y s i: s.\nAus den Beobachtungen an Warmbl\u00fctern erhellt, dass bei ihnen Arecoiin folgende Vergiftungssymptome hervorruft: scharf ausgesprochene Verlangsamung der Herzaction, welche nach t\u00f6tlichen Dosen in vollkommenen Stillstand \u00fcbergeht, Arythmie, Schw\u00e4che des Pulses, starke, gleichzeitig mit der Verlangsamung der Herziction auftretende, Atemnot, krampfhaftes Zucken der Glied-maassen und Anf\u00e4lle wirklicher klonischer Kr\u00e4mpfe, Pupillenverengerung, erh\u00f6hte Speichelabsonderung, Tr\u00e4nenfluss, st\u00fcrmische Peristaltik des Darmes, bei Hunden ausserdem noch Erbrechen. Nach gleichzeitiger Einf\u00fchrung von Arecoiin und Atropin wurde bei Hunden Arecolinvergiftung nicht beobachtet, bei Kaninchen dagegen hob das Atropin die Wirkung des Arecolins nicht auf, was der Autor der geringen Empf\u00e4nglichkeit dieser Tiere f\u00fcr Atropin zu-schreibt. Experimente unter Darschneidung der Nn. vagorum zeigten, dass die Durchschneidung auf die Verlangsamung der Ilerzaction keinen Einfluss aus\u00fcbte. Der Verfasser sehliesst daraus, dass das Arecoiin die peripherischen Teile des Hemmungsapparats erregt, w\u00e4hrend das Hemmungscentrum des Gehirns nicht erregt wird.\nBei vorhergegangener Einf\u00fchrung von Atropin ruft Arecoiin Verlangsamung der Herzaction hervor, was ein Beweis daf\u00fcr ist, dass L\u00e4hmung der Beschleuniger an der Verlangsamung keinen Anteil hat. W\u00e4hrend der Verlangsamung der Herzaction unter der Einwirkung des Arecolins f\u00e4llt der Blutdruck; dasselbe bef\u00f6rdet die Absonderungen der Submaxillar- und der Pankreasdr\u00fcse.\nIndem der Autor die Wirkung des Arecolins auf das Herz mit der Wirkung auf die Pupille, auf das Secretionsverm\u00f6gen gewisser Dr\u00fcsen, auf die Peristaltik des Darms vergleicht,, gelangt er zu dem Schl\u00fcsse, dass diese Wir kungen mit einander in innigem Zusammenh\u00e4nge stehen, insofern als das Arecoiin die Endigungen der Sch\u00e4delnerven reizt, doch nur in den Organen, welche glatte Muskelfasern oder dr\u00fcsenartiges Gewebe besitzen, wobei das Herz sich der glatten Muskulatur anschliesst.\nKorowitzki, K. Das Pyramiden und dessen medicinische Verwendung.\n(Wratsch, 1899, JV\u00ae 50, S. 1479, W 51, S. 1510).\nDer Verfasser pr\u00fcfte die antipyretische Wirkung des Pyramidons an Kranken und gelangte zu folgendem Schl\u00fcsse: in allen F\u00e4llen, wo es notwendig ist die Frieberhitze zu vermindern, ist es r\u00f6tlich von Pyramiden Gebrauch zu machen, welches an Schnelligkeit des gew\u00fcnschten Resultats andern An-tipyretica nicht nachsteht und dabei noch einige Vorz\u00fcge vor jenen besitzt. So tritt die Temperaturerniedrigung zwar bald ein, geht aber sehr allm\u00e4lig von statten und h\u00e4lt lange an. Die darauffolgende Temperaturerh\u00f6hung wird von keinen unangenehmen Erscheinungen (Fr\u00f6steln und dergl.) begleitet, Noch wichtiger ist der Umstand, dass das Pyramiden ganz unsch\u00e4dlich ist, keine depressorische Wirkung auf die Herzaction aus\u00fcbt, die Zusammensetzung des Blutes nicht verschlechtert und \u00fcberhaupt keine unangenehmen Nebenerscheinungen hervorruft. Auch als schmerzstillendes, nervenberuhigendes Mittel ist es zuverl\u00e4ssig. Im Hinblick darauf verdient das Pyramiden besondere Beachtung.","page":322}],"identifier":"lit36507","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"322","startpages":"322","title":"Das Pyramidon und dessen medicinische Verwendung. (Wratsch, 1899, No. 50, S. 1479, No. 51, S. 1510)","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:45:40.948757+00:00"}
