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Experimentelle Materialien zur Lehre von der durch Blei verursachten Paralyse. Pathologisch-hystologische Untersuchung des Nervensystems einiger mit Blei vergifteter Tiere. (Dissertation. Moscau, 1899)

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{"created":"2022-01-31T16:46:11.614791+00:00","id":"lit36514","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Rybakoff, F.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 325-326","fulltext":[{"file":"p0325.txt","language":"de","ocr_de":"A X A L Y S E S.\n0Z0\nvon Beobachtungen an Tieren und Meuchen aus. Da einige Forscher die Wirkung dieser Pr\u00e4parate durch die Anwesenheit in denselben von Iod erkl\u00e4ren, so veranstaltete er einige Experimente, indem er Iod in solchen Mengen verabreichte, welche dem Inhalt desselben in dem Iodothyrin entsprechen, und gelangte zu folgenden Schl\u00fcssen: nach l\u00e4ngerem F\u00fcttern der Tiere mit Schild-dr\u00fcsenpr\u00e4paraten in Dosen von 0,12\u20140,40, ist die Anzahl der roten Blutk\u00f6rperchen vermindert, diejenige der roten nucle\u00e4ren K\u00f6rperchen vermehrt; es wird zuweilen leichte Leukocytose, absolute sowohl als relative Vermehrung der mononucle\u00e4ren Elemente beobachtet Bei dem Menschen bedingt l\u00e4ngerer Gebrauch von Gaben a 0,2\u20141.0 gr. pro die Verminderung der Anzahl der roten Blutk\u00f6rperchen, Erscheinen roter nucle\u00e4rer K\u00f6rperchen, Vermehrung, wenn auch unbedeutende, der allgemeinen Anzahl der Leukocyten, absolute und relative Vergr\u00f6sserung der Menge der mononucle\u00e4ren, oft auch eosinophilen weissen K\u00f6rperchen, wobei die absolute sowohl als die relative Anzahl \u00fcberreifer Leukocyten verringert ist, Der Procentgehalt des H\u00e4moglobins im Blute ist bei Menschen und Tieren vermindert. Das Fallen des K\u00f6rpergewichts ist bei der Einwirkung von Schilddr\u00fcsenpr\u00e4paraten eine best\u00e4ndige Erscheinung. Aus obigen Versuchen erhellt, dass kein Grund vorhanden ist dem Iod die Bolle eines activen Princips in diesen Pr\u00e4paraten zuzuschreiben: Iodthyrin \u00fcbt eine schw\u00e4chere und unbest\u00e4ndigere Wirkung aus als Thyreoidin.\nRybakoff, F Experimentelle Materialien zur Lehre von der durch Blei verursachten Paralyse. Pathologisch-hystologische Untersuchung des Nervensystems einiger mit Blei vergifteter Tiere. (Dissertation.\nMoscau, 1809).\nBei diesen Tieren (Kaninchen und Meerschweinchen), die mit Bleipr\u00e4paraten vergiftet worden waren, untersuchte der Verfasser mikroskopisch alle Teile des Nervensystems, von dem Gehirn an bis zu den peripherischen Nerven und Muskeln. Diese Untersuchungen bezweckten: 1) den Charakter des anatomisch-pathologischen Bildes, welches sich nach der Einf\u00fchrung von Bleipr\u00e4paraten in dem Nervensystem der Thiere entwickelt, zu studiren; 2) die gegenseitigen Beziehungen und die Verbindung zwischen den St\u00f6rungen der peri-\npherischen Teile und des centralen Teils des Nervensystems aufzuhellen; 3) die prim\u00e4re Localisation des pathologischen Processes in dem Nervensystem bei der Bleivergiftung zu bestimmen und 4) die Beziehung der beobachteten Ver\u00e4nderungen zu den klinischen Erscheinungen der Paralyse bei Tieren zu erforschen. Die dabei erhaltenen Besultate Hessen den Verfasser folgende Schl\u00fcsse ziehen: Bei Kaninchen und Meerschweinchen macht sich der Einfluss der Bleivergiftung in pathologisch-anatomischer Hinsicht vor allem durch St\u00f6rungen in den Zellenelementen der vorderen H\u00f6rner des R\u00fcckenmarks geltend, wobei der der Lendengegend angeh\u00f6rige Teil desselben in dieser Beziehung am empfindlichsten erscheint, Neben dem R\u00fcckenmark wirkt das Gift auch auf das Gehirn und auf andre Gebiete des centralen Nervensystems ein, doch wird dieser Einfluss lange Zeit nur durch sehr schwache anatomische Ver\u00e4nderungen der Nervenelemente k\u00fcndbar. Ausser den St\u00f6rungen in der grauen Substanz des R\u00fcckenmarks kann das Gift auch unmittelbare St\u00f6rungen in den","page":325},{"file":"p0326.txt","language":"de","ocr_de":"A X \\ T, T S E S.\n32fi\nperipherischen Nerven bewirken; in den meisten F\u00e4llen sind jedoch letztere widerstandsf\u00e4higer und erkranken in der Regel sp\u00e4ter. Somit k\u00f6nnen bei der Bleivergiftung die centralen und peripherischen Ver\u00e4nderungen von einander unabh\u00e4ngig entstehen; zuweilen aber, namentlich in langwierigen F\u00e4llen, k\u00f6nnen St\u00f6rungen in den Nerven infolge von Ver\u00e4nderungen in den motorischen Zellen der vorderen H\u00f6rner als secund\u00e4re Erscheinungen eintret en. Ver\u00e4nderungen in dem Muskelgewebe stellen sich in der Regel erst sp\u00e4t ein und stehen gew\u00f6hnlich zum Teil mit der Abmagerung und Ersch\u00f6pfung der Tiere, zum Teil mit den Ver\u00e4nderungen in den Zellen der vorderen H\u00f6rner und der peripherischen Nerven in Verbindung.\nDie Entwicklung der durch Bleivergiftungen hervorgerufenen Paralyse beruht haupts\u00e4chlich auf den St\u00f6rungen in den Zellen der vorderen H\u00f6rner. Ist gleichzeitig Neuritis vorhanden, so kann letztere ebenfalls zur Entwicklung des klinischen Bildes der Paralyse beitragen.\nEin Vergleich der Resultate der eigenen Untersuchung mit den aus der Literatur gesch\u00f6pften l\u00e4sst den Autor die Meinung aussprechen, dass dem Blei die F\u00e4higkeit \u00fcberhaupt zukommt auf die Zellen der vorderen H\u00f6rner als Krankheitserreger zu wirken, nur tritt diese1 Wirkung bei manchen Tieren sch\u00e4rfer, bei anderen schw\u00e4cher hervor: unter gewissen Umst\u00e4nden tritt die Erkrankung der Zellenelemente fr\u00fcher ein als unter anderen, geht in einigen F\u00e4llen den St\u00f6rungen anderer Gebiete des Nervensystems voran, bleibt in anderen hinter diesen zur\u00fcck. Der Charakter und die Dauer der Entwicklung des pathologischen Bildes h\u00e4ngen von der Zeit der Einwirkung und der Menge der Giftes sowie von den individuellen Eigenschaften und dem Alter des Tieres ab. Dies erkl\u00e4rt, nach der Ansicht des Verfassers, die in der Literatur \u00fcber diese Frage herrschenden Meinungsverschiedenheiten.\nStepanoff, W. Zur Frage nach dem Einfl\u00fcsse des in Flaschen gef\u00fcllten Essentuker Mineralwasser N2 17 auf die Ausscheidung der Aether-schwefels\u00e4uren durch den Harn bei gesunden Menschen, (Dissert. St.-Petersburg. 1899).\nAuf seine Beobachtungen sich st\u00fctzend zieht der Autor folgende Schl\u00fcsse: der t\u00e4gliche Gebrauch von 700 Cc. Essentuker Mineralwasser JV2 17 verringert die Menge der Aetherscliwefels\u00e4uren im Harne nur unbedeutend, dabei wird diese Verminderung nur bei l\u00e4ngerem Gebrauch (\u00fcber 5 Tage) beobachtet, da anf\u00e4nglich die Menge der Aetherscliwefels\u00e4uren sogar vermehrt ist. Verminderung derselben wurde auch in der nachfolgenden Beobachtungsperiode wahrgenommen. Obgleich eine gleiche Menge destillirten Wassers die Quantit\u00e4t der Aetherscliwefels\u00e4uren im Harne auch vermindert, so wird doch in der nachfolgenden Beobachtungsperiode eine Verminderung derselben nicht beobachtet. Die Ge-sammtmenge der Schwefels\u00e4ure sowie der pr\u00e4formirten Schwefels\u00e4ure steigt unter der Einwirkung des Essentuker Wassers JV2 17, obgleich in geringem Maasse. Auf die 24-st\u00fcndige Harnmenge und das specifische Gewicht des Harns \u00fcbt dieses Wasser keinen merklichen Einfluss aus. Der Harn f\u00e4ngt gew\u00f6hnlich an sauer oder neutral zu reagiren. Das K\u00f6rpergewicht nimmt fast in allen","page":326}],"identifier":"lit36514","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"325-326","startpages":"325","title":"Experimentelle Materialien zur Lehre von der durch Blei verursachten Paralyse. Pathologisch-hystologische Untersuchung des Nervensystems einiger mit Blei vergifteter Tiere. (Dissertation. 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