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Methylal-Chloroformnarkose. (Medic. Obozrenie, 1899, S. 221)

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{"created":"2022-01-31T14:57:51.125179+00:00","id":"lit36517","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Tschirwinski, S.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 327-328","fulltext":[{"file":"p0327.txt","language":"de","ocr_de":"\u00c0NALYStS.\n327\nF\u00e4llen zu. obgleich der Autor sich nicht entschliesst diese Zunahme der Einwirkung des Mineralwassers allein zuzuschreiben, da die nahrhaftere Di\u00e4t w\u00e4hrend der Experimente auch einen gewissen Einfluss auf die Gewichtszunahme haben konnte.\nLunz. W. Ueber den Einfluss des in Flaschen gef\u00fcllten gasirten Borscho-mer Wassers der Katharinenqueiie auf die Ausscheidung der Aetherschwefels\u00e4uren durch den Harn bei gesunden Menschen.\n(Dissert. St.-Petersburg. 1893).\nDer Verfasser bestimmte die Gesammtmenge der Schwefels\u00e4ure und der Aetherschwefels\u00e4uren nach Baumann\u2019s und Salkowski s Methode. Seinen Beobachtungen zufolge bewirkt in t\u00e4glichen Portionen von 720 Cc. genossenes in Flaschen gef\u00fclltes gasirtes Borschomer Wasser der Katharinenqueiie nur eine unbedeutende Verminderung der mit dem Harn ausgeschiedenen Mengen von Aetherschwefels\u00e4uren und auch nur in dem Falle, wenn das Wasser nicht wenige]' als 7 Tage gebraucht wurde, da in den ersten 2\u20143 Tagen die Menge der Aetherschwefels\u00e4uren unter dessen Einfluss nicht selten vermehrt ist. Eine gleiche Quantit\u00e4t destillirten Wassers vermehrte die Menge der Aetherschwefels\u00e4uren im Harn bei den Einen, verminderte sie bei den Andern, doch war diese Verminderung viel weniger deutlicli ausgedr\u00fcckt als bei dem Borschomer Wasser. Die Menge der gesummten Schwefels\u00e4ure und der pr\u00e4formirten (des gesummten Schwefels ohne den Schwefel der Aetherschwefels\u00e4uren) nimmt in den meisten F\u00e4llen zu. Die diuretische Wirkung des Borschomer Wassers der Ka-tharinquelle wurde in der einen H\u00e4lfte der F\u00e4lle beobachtet, in der andern nicht. Das specifische Gewicht des Harns fiel unter dem Einfl\u00fcsse des Borschomer Wassers in allen F\u00e4llen. Der fr\u00fcher sauer reagirende Harn reagirte hinfort schwach sauer, neutral oder sogar alkalisch. Das K\u00f6rpergewicht stieg bei 5 der beobachteten Personen und fiel bei einer.\nTschirwinski, $. Prof, der Pharmakol. Methylai-Chioroformnarkose.\n(Medic. Obozrenie, 1899, S. 221).\nNach einer kritischen Petrachtung der M\u00e4ngel der bisher bekannten Anaesthetic\u00bb, welche entweder durch ein in den letzteren enthaltenes, auf die Schw\u00e4chung der Herzaction wirkendes Halogen (wie z. B. Chloroform), oder durch einen gar zu hohen Siedepunkt, infolge dessen die Narkose zu lange dauert, oder durch einen allzu niedrigen Siedepunkt (w. z. Aether), infolge dessen die Substanz den Organismus zu schnell verl\u00e4sst und daher keine gen\u00fcgend anhaltende Narkose giebt, entstehen, wendet der Verfasser seine Aufmerksamkeit dem Methylal zu. welches kein Halogen enth\u00e4lt, einen niedrigeren Siedepunkt als Chloroform und einen h\u00f6heren als Aether besitzt. Die von ihm ausgef\u00fchrten Experimente zeigen, dass das Methylal auf die Herz-rh\u00e4tigkeit nicht l\u00e4hmend, sondern anregend wirkt, dabei aber keine anhaltende An\u00e4sthesie bewirkt, was nat\u00fcrlich von dessen Fl\u00fcchtigkeit abh\u00e4ngt. Daraufhin w\u00e4hlte der Verfasser Mischungen von Methylal und Chloroform, deren respective M\u00e4ngel sich durch respective Vorz\u00fcge decken sollten. Der Autor nahm zu seinen Experimenten an Hunden beide Substanzen in verschiedenen Volum Verh\u00e4ltnissen:","page":327},{"file":"p0328.txt","language":"de","ocr_de":"analyses.\n328\nSpec. Gew. Siedepunkt.\n1)\tMethylal 4 Teile, Chloroform 1 Teil..... 0.982...... 44\"\u201440\u00b0\n2)\tMethylal\t3\tT.,\tChloroform\t1\tT....... 1,012...... 41)\"\u201447\u00b0\n3)\tMethylal\t2\tT.,\tChloroform\t1\tT....... 1,070...... 49\"\u201450\"\n4)\tMethylal\t1\tT.,\tChloroform\t1\tr4........ 1,107..... 51\"\u201451.5\"\n5)\tMethylal\t1\tT.,\tC hloroform\t2\tT....... 1.280...... 55\"\u201456\u00b0\nAus den vom Autor angef\u00fchrten Thatsachen ist Folgendes ersichtlich: in der Narkose durch die Mischung .V 1 ist der Einfluss des Methylais vorherrschend: die Narkose ist nicht trnf und nicht anhaltend, wobei die Atmung erregt, der Fuis beschleunigt bleibt. Durch das Gemisch V. 2 ist die Atmung nur im Beginn der Narkose beschleunigt, dann aber verlangsamt. Der Rythmus des Herzens ist auch beschleunigt, aber nicht so bedeutend, wie nach der Mischung N E Durch diese Mischungen kann der Tod nur dann herbeigef\u00fchrt werden, wenn der Atem stockt. Die Mischung ,V 3 gab eine tiefere Narkose und die anf\u00e4ngliche Anregung der Atmung fehlte. Der Puls verz\u00f6gerte sich und dei Blutdruck fiel st\u00e4rker als in den vorhergehenden F\u00e4llen. Bei lange dauerndem und ununterbrochenem Einatmen trat Stocken der Atmung ein, welche ktins-lich wieder eingeleitet wurde. Das Herz fuhr fort zu arbeiten. Aus dem Vorhergehenden ist ersichtlich, dass das Methylal die muskelmotorischen Ganglien des Herzens anregt und dadurch der Schw\u00e4chung derselben durch das Chloroform entgegenwirkt, wodurch die Hauptgefahr seitens der Chloroform -narkose\u2014die Herzl\u00e4hmung\u2014beseitigt ist. Bei weiterer Verminderung des Methylais in der Mischung nimmt die Narkose mehr und mehr den Charakter der Chloroformnarkose an, wird aber mit dieser nicht identisch, und unterscheidet sich von letzterer in ihrer Wirkung auf die Herzaction gerade um soviel als der beigefugten Menge Methylal entspricht. Aus den erhaltenen Thatsachen glaubt der Autor auf den Menschen nur den Hauptschluss \u00fcbertragen zu k\u00f6nnen, n\u00e4mlich: dass das Methylal auf die llerzaction nicht nur nicht l\u00e4hmend wirkt, sondern in einem gewissen Maasse der durch das Chloroform hervorgebrachten L\u00e4hmung enfgegenwirkt. Selbstverst\u00e4ndlich wird die Form der Mischung, den individuellen Eigenschaften des Organismus gem\u00e4ss, bei dem Menschen eine andre sein m\u00fcssen. So erwies es sich bei der Anwendung der Mischungen ATM 3 und 4, die auf die Tiere so gut wirkten, dass bei Kranken die Operation zwar schmerzlos verlief, vollkommene, tiefe Narkose jedoch nicht statt gehabt hatte, da die Bewegungsrefiexe nicht ganz aufgehoben waren. Fallen des Pulses, wie solches bei Chloroform stattfindet, wurde nicht beobachtet.\nPoroschin, N. Zur Frage nach den pathologisch-anatomischen Ver\u00e4nderungen in den Organen bei Todesf\u00e4llen in der Chloroformnarkose. (Dissert. Kasan, 1899). Kl Bonpocy o naiojioro aHaTOsnmecKiixa\u00bb ii3Mr\u00ef>Heniax'L b'l opranax'L b\u00ef> cjiyuaaxn CMeprn otl xjiopo<j)op.uenHaro napKosa.\nExperimentelle Untersuchungen sowie die Untersuchung der inneren Organe zweier in der Chloroformnarkose Gestorbener leiteten den Verfasser zu folgenden Schl\u00fcssen: Chloroform ruft in jedem einzelnen Falle Ver\u00e4nderungen in den inneren Organen hervor. In diesen bilden die pathologisch-anato-","page":328}],"identifier":"lit36517","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"327-328","startpages":"327","title":"Methylal-Chloroformnarkose. (Medic. Obozrenie, 1899, S. 221)","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T14:57:51.125185+00:00"}

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