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{"created":"2022-01-31T16:48:21.749117+00:00","id":"lit36531","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Danilewski, W.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 332-333","fulltext":[{"file":"p0332.txt","language":"de","ocr_de":"332\nANALYSES\nAlkohols bewirken und ausserdem verhindern, dass die Temperatur die normale H\u00f6he erreicht. Eine anregende oder erfrischende A\\ irkung aut den < Organismus seitens der Kolan\u00fcsse wurde nicht beobachtet.\nPoehL A. Prof, lieber die Beziehung der osmotischen Eigenschaften und des elektrischen le\u00e4tungsverm\u00f6gens der Mineralw\u00e4sser zu deren Heilkraft. (Wratsch, 1S99, At 5, S. 125).\nDer Verfasser macht auf die Wichtigkeit der Untersuchung der Mineralw\u00e4sser auf deren osmotische Eigenschaften und elektrisches Leitungs'vcim\u00f6gen aufmerksam, durch welche die ])hysiologische \"Wirkung dieser \\\\ \u00e4ssei sien ge-wissermaassen erkl\u00e4ren l\u00e4sst, da dieselben die osmotisemen Eigenschaften des Blutplasma des Organismus steigern und dadurch demselben eine bedeutende Quantit\u00e4t \u00abmotorischer\u00bb Energie verleihen. Der Autor giebt in Form von Tabellen seine Beobachtungen \u00fcber die Schnelligkeit (den Tempus), mit welcher die Osmose gewisser Mineralw\u00e4sser (Borschomer, Katharinenquelle., und Vichy, Grande Guile) und k\u00fcnstlicher Salzl\u00f6sungen vor sich geht. Aus diesen Beobachtungen geht hervor, dass Mineralw\u00e4sser ungleich schm Ih r als k\u00fcnstliche L\u00f6sungen diffundiren, was der Autor durch den Unterschied in neu osmotischen Eigenschaften dieser und jener erkl\u00e4rt.\nBeketoff. \u00c4. Zur Frage nach der Behandlung mit Heroin. (AVratsch.\n1899, A) 13, S. 3bl).\nDer Autor zieht aus seinen Beobachtungen folgende Schl\u00fcsse: als haupts\u00e4chlichste AVirkung des Heroins erscheint die Stillung der Hustenant\u00e4lle. Dessen hypnotische Wirkung h\u00e4ngt gew\u00f6hnlich von der Linderung der Schmerzen ab. Auf die Blutcirculation \u00fcbt Heroin keinen bemerkbaren Einfluss aus. Sch\u00e4dliche Nebenwirkungen hat der Autor nicht wahrgenommen\nWirschilio. W. lieber den Einfluss des Fischleberthrans auf die Secretion des Magensaftes, (AVratsch. 1899, At 3, v nu.\nDie Beobachtungen des Autors \u00fcber den Einfluss\ndes Fischleberthrans auf\n_L7ib JJLUUcH iltUU\u00f6Cil\to\t^\t-,\tl\ndie Secretion dos Magensaftes bei Kindern mit normaler A eraauung^ ergaben folgende Resultate: das Eischleber\u00f6l vermindert den Salzs\u00e4ure-, und Pepsmgo-haft im Magensafte, wobei anf\u00e4nglich die Pepesinsecretion st\u00e4rker vermindert ist. in der Folge jedoch die AMrminderung der S\u00e4ure und des Pepsins so ziemlich gleich ist. Am st\u00e4rksten wirkt der Leberthran im Beginn der Secretion: im weiteren AMrlaufe dauert die AAirkung fort,, doch in geimgei em Maase. Die secretorische Th\u00e4tigkeit der Magendr\u00fcsen wird schw\u00e4cher wahrt aber l\u00e4nger. Demzufolge sieht der Autor nicht ein, warum dem Leberthran besondere Heilkraft zuzuschreiben und ihm vor andern betten der \\ orzug\nzu gehen w\u00e4re.\nDanilewski, W. Prof, (in Charkoff). Eine vorl\u00e4ufige Notiz \u00fcbet nie fuBs a-peutische Anwendung des Lecithins. (AVratsch, 1899, AMT, S. 481).\nVon seinen fr\u00fcheren Beobachtungen (Med. AViestnik, 1896, AM 1, 14 u. 15) sowohl als von denjenigen anderer Forscher, welche gezeigt hatten, dass","page":332},{"file":"p0333.txt","language":"de","ocr_de":"ANALYSES.\n333\nunter dem Einfl\u00fcsse von Lecithin die Assimilation der Eiweissstoffe der Nahrung und die Ern\u00e4hrung des Organismus \u00fcberhaupt gehoben wird, ausgehend, empfiehlt der Autor eine systematische Untersuchung der therapeutischen Eigenschaften des Lecithins bei solchen St\u00f6rungen wie Blutarmut, verschlechterte Ern\u00e4hrung, Schwinden der Esslust, Verminderung der Energie des Muskel- und Nervensystems und allgemeine Schw\u00e4che. Bei Scroful\u00f6sen, an Chlorose und An\u00e4mie Leidenden erscheint, seiner Ansicht nach, die Anwendung von Lecithin im Verein mit entsprechenden Eisenpr\u00e4paraten am zweckm\u00e4ssigsten. Ferner h\u00e4lt Prof. Danilewski das Lecithin bei Erkrankungen des Blutes und des centralen Nervensystems f\u00fcr die beste Form Phosphor in den Organismus einzuf\u00fchren.\nDietrichson, W. Zur Pharmakologie des Nirwanins. Aus Prof. A. S. Po-\npoff\u2019s pharmakologischem Laboratorium zu Charkoff (Wratsch, 1900,\nA 21, S. Gib).\nDer Autor untersuchte die Wirkung des Nirwanins an Tieren und gelangte zu dem Schl\u00fcsse, dass es <keineswegs zu den ganz unschuldigen Mitteln gerechnet werden kann\u00bb. Die Giftigkeit dieses Mittels ist eine viel st\u00e4rkere als wie von Joanin, Manqu\u00e2t angegeben wird. Dies bezieht sich ebensowohl auf diejenigen Mengen, die nur allgemeine Erregung, von gesteigerter Reflexth\u00e4tigkeit begleitet, hervorrufen, als auf solche, weiche Kr\u00e4mpfe zur Folge haben oder unbedingt t\u00f6tlieh wirken, ln der Erregungsperiode tritt zu allererst die Erregung der psychomotorischen Centra, von Tr\u00fcbung des Bewusstseins und meistenteils unangenehmen Hallucination begleitet, hervor. Tiere (Hunde und Katzen) haben das Aussehen von Hundswut befallener, und kann dieser Zustand zuweilen sehr lange dauern. Bei t\u00f6tlichen Dosen treten immer tonische und klonische Kr\u00e4mpfe ein, wobei letztere im Uebergewicht. Jedesmal, selbst nach solchen Menge von Nirwanin, wenn sich die Tiere ziemlich rasch erholten, erfolgte bei dem Beginn der Erregung unfreiwillige Def\u00e4cation, h\u00e4ufig auch Uriniren. Fast w\u00e4hrend der ganzen Vergiftungsperiode und auch nachdem der Hund sich schon erholt hat, wird vermehrte Speichelabsonderung beobachtet. Wie bei dem localen AppJiciren von Nirwaninl\u00f6sungen auf die Hirnrinde, so auch bei der Einspritzung solcher unter die H\u00fclle und in die Ilirn-substanz selbst beobachtet man Erregung, darauf aber mehr oder weniger deutlich ausgesprochene Depression. Bei erneuerter Vergiftung von Tieren, sogar nach einem so langen Zeitr\u00e4ume wie 1 0 Tage, riefen fast unsch\u00e4dliche Mengen der Substanz starke Gifterscheinungen hervor, gr\u00f6ssere verursachten sogar den Tod. Dieser Umstand kann entweder der Cumulativwirkung des Nirwanins oder irgend welchen andern best\u00e4ndigen Ver\u00e4nderungen im K\u00f6rper, welche nach der Einwirkung des Nirwanins in demselben zur\u00fcckgeblieben waren, zugeschrieben werden. Die gew\u00f6hnliche Berechnung einer gewissen Giftdosis auf das Kilo K\u00f6rpergewicht scheint hier keine wesentliche Bedeutung zu haben, da kleine Tiere ziemlich grosse Dosen Nirwanin vertragen, grosse dagegen, denen, der Berechnung nach, gr\u00f6ssere Mengen eingef\u00fchrt werden d\u00fcrften, schon von weit kleineren Dosen zu Grunde gehen.\n","page":333}],"identifier":"lit36531","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"332-333","startpages":"332","title":"Eine vorl\u00e4ufige Notiz \u00fcber die therapeutische Anwendung des Lecithins. (Wratsch, 1899, No. 17, S. 481)","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:48:21.749123+00:00"}
