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{"created":"2022-01-31T16:48:04.455634+00:00","id":"lit36532","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Dietrichson, W.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 333","fulltext":[{"file":"p0333.txt","language":"de","ocr_de":"ANALYSES.\n333\nunter dem Einfl\u00fcsse von Lecithin die Assimilation der Eiweissstoffe der Nahrung und die Ern\u00e4hrung des Organismus \u00fcberhaupt gehoben wird, ausgehend, empfiehlt der Autor eine systematische Untersuchung der therapeutischen Eigenschaften des Lecithins bei solchen St\u00f6rungen wie Blutarmut, verschlechterte Ern\u00e4hrung, Schwinden der Esslust, Verminderung der Energie des Muskel- und Nervensystems und allgemeine Schw\u00e4che. Bei Scroful\u00f6sen, an Chlorose und An\u00e4mie Leidenden erscheint, seiner Ansicht nach, die Anwendung von Lecithin im Verein mit entsprechenden Eisenpr\u00e4paraten am zweckm\u00e4ssigsten. Ferner h\u00e4lt Prof. Danilewski das Lecithin bei Erkrankungen des Blutes und des centralen Nervensystems f\u00fcr die beste Form Phosphor in den Organismus einzuf\u00fchren.\nDietrichson, W. Zur Pharmakologie des Nirwanins. Aus Prof. A. S. Po-\npoff\u2019s pharmakologischem Laboratorium zu Charkoff (Wratsch, 1900,\nA 21, S. Gib).\nDer Autor untersuchte die Wirkung des Nirwanins an Tieren und gelangte zu dem Schl\u00fcsse, dass es <keineswegs zu den ganz unschuldigen Mitteln gerechnet werden kann\u00bb. Die Giftigkeit dieses Mittels ist eine viel st\u00e4rkere als wie von Joanin, Manqu\u00e2t angegeben wird. Dies bezieht sich ebensowohl auf diejenigen Mengen, die nur allgemeine Erregung, von gesteigerter Reflexth\u00e4tigkeit begleitet, hervorrufen, als auf solche, weiche Kr\u00e4mpfe zur Folge haben oder unbedingt t\u00f6tlieh wirken, ln der Erregungsperiode tritt zu allererst die Erregung der psychomotorischen Centra, von Tr\u00fcbung des Bewusstseins und meistenteils unangenehmen Hallucination begleitet, hervor. Tiere (Hunde und Katzen) haben das Aussehen von Hundswut befallener, und kann dieser Zustand zuweilen sehr lange dauern. Bei t\u00f6tlichen Dosen treten immer tonische und klonische Kr\u00e4mpfe ein, wobei letztere im Uebergewicht. Jedesmal, selbst nach solchen Menge von Nirwanin, wenn sich die Tiere ziemlich rasch erholten, erfolgte bei dem Beginn der Erregung unfreiwillige Def\u00e4cation, h\u00e4ufig auch Uriniren. Fast w\u00e4hrend der ganzen Vergiftungsperiode und auch nachdem der Hund sich schon erholt hat, wird vermehrte Speichelabsonderung beobachtet. Wie bei dem localen AppJiciren von Nirwaninl\u00f6sungen auf die Hirnrinde, so auch bei der Einspritzung solcher unter die H\u00fclle und in die Ilirn-substanz selbst beobachtet man Erregung, darauf aber mehr oder weniger deutlich ausgesprochene Depression. Bei erneuerter Vergiftung von Tieren, sogar nach einem so langen Zeitr\u00e4ume wie 1 0 Tage, riefen fast unsch\u00e4dliche Mengen der Substanz starke Gifterscheinungen hervor, gr\u00f6ssere verursachten sogar den Tod. Dieser Umstand kann entweder der Cumulativwirkung des Nirwanins oder irgend welchen andern best\u00e4ndigen Ver\u00e4nderungen im K\u00f6rper, welche nach der Einwirkung des Nirwanins in demselben zur\u00fcckgeblieben waren, zugeschrieben werden. Die gew\u00f6hnliche Berechnung einer gewissen Giftdosis auf das Kilo K\u00f6rpergewicht scheint hier keine wesentliche Bedeutung zu haben, da kleine Tiere ziemlich grosse Dosen Nirwanin vertragen, grosse dagegen, denen, der Berechnung nach, gr\u00f6ssere Mengen eingef\u00fchrt werden d\u00fcrften, schon von weit kleineren Dosen zu Grunde gehen.\n","page":333},{"file":"p0334.txt","language":"de","ocr_de":"384\nANALYSES.\nKrupetzki, A. Priv.-Doc. Zur Kasuistik der Behandlung der Zuckerruhr\nmit Urannitrat. (Med. Obozrenie, 1900, II, S. 214).\nDer Autor wandte Urannitrat in 2 F\u00e4llen von Diabetes an. Im ersten Falle trat sehr rasche Besserung ein, im zweiten brachte sogar l\u00e4ngere Anwendung des Mittels keinen Nutzen. Im Gegegensatze zu Duncan's (Brit. Med. Journ. IG \u00dckt. 1897) Ansicht meint der Autor, dass das salpetersaure Uran nicht als unbedingt wirksammes (Mittel gegen Diabetes angesehen werden k\u00f6nne.\nIstomin und T\u00e4chotzki. Zur Pharmakologie des Peronins. Aus Prof. S. Po-poff\u2019s Laboratorium in ( backoff (Ber. d. Gesellseh. 1. wissensch. Medic, u. Hyg. an d. Univers, ( harknff, 1900).\nDie Verfasser studirten die pharmakologische V irkung des Peronins an Kalt- und Warmbl\u00fctlern. Die an den ersteren (Fr\u00f6schen) vorgenommenen Ex-perimente zeigten, dass Peronin gleich Morphium auf das Gehirn deprimirend wirkt, die Reflexerregbarkeit vermindert, indem es gleichzeitig auf die sensorischen Nerven und die im R\u00fcckenmark befindlichen Reflexcentra einwirkt, und Kr\u00e4mpfe, wahrscheinlich durch Reizung des R\u00fcckenmarks, hervorruft, obgleich dieser Effect bei weitem schw\u00e4cher ist als bei Morphiumvergiftung.\nDie Experimente an Warmbl\u00fctlern (Kaninchen und Hunden; Hessen er. kennen, dass bei der Vergiftung mit Peronin am st\u00e4rksten das Gehirn getroffen wird. Peronin \u00fcbt einen Einfluss auf das Blutgef\u00e4sssystem aus, indem e-die Zahl der Herzcontractionen vergr\u00f6ssert und den Blutdruck verminderts Das Fallen des Blutdrucks h\u00e4ngt vornehmlich davon ab. dass sowohl die im verl\u00e4ngerten Mark gelegenen als auch die im Herzen selbst befindlichen Centra St\u00f6rungen erleiden.\nTarassoff. R. Zur Pharmakologie von Hierochloa borealis K\u00f6rnet Sch. Aus\nProf. S. A. Popoff's Laboratorium (Ber. d. Ges. f. wissensch. Medic, und Hyg. a. d. Univers. Charkoff, 1900).\nUm die Wirkung dieses Mittels auf Tiere zu erproben, f\u00fchrte der Autor eine Reihe von Experimenten aus. Letztere wurden mit einem w\u00e4sserigen Aufguss von Hierochloae borealis und auch mit einem Extract, aus welchem das in demselben enthaltene Cumarin mittelst 90u-igem Alkohol entfernt worden war, vorgenommen. Auch die Wirkung alkoholischer und \u00e4therischer Ex-tracte wurde erprobt. Es erwies sich dabei, dass die Y\\ irkung aller Pr\u00e4parate von dem in demselben enthaltenen Cumarin abh\u00e4ngt, da alle ausser demjenigen. welchem das Cumarin entzogen worden war, ganz ebenso wie das C umarm selbst wirkten, w\u00e4hrend der w\u00e4sserige Aufguss, aus welchem das ( umarm entfernt worden war, sich als ganz indifferent erwies. Die Wirkung des Cumarins bestellt in Folgendem: bei localer Anwendung reizt es zuerst, dann an\u00e4sthesirt es. Bei Kaltbl\u00fctlern bedingt Cumarin anf\u00e4nglich Verlust der willk\u00fcrlichen Bewegungen, sodann auch Schwinden der Reflexe infolge von L\u00e4hmung der Reflexcentra des R\u00fcckenmarks. Sogleich nach der L\u00e4hmung des centralen Nervensystems beginnt diejenige der peripherischen. Sp\u00e4ter und in","page":334}],"identifier":"lit36532","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"333","startpages":"333","title":"Zur Pharmakologie des Nirwanins. Aus Prof. A. S. Popoff's pharmakologischen Laboratorium zu Charkoff (Wratsch, 1900, No. 21, S. 616)","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:48:04.455639+00:00"}
