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{"created":"2022-01-31T16:41:38.218631+00:00","id":"lit36537","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Inaieff, W.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 335-337","fulltext":[{"file":"p0335.txt","language":"de","ocr_de":"A N A LYSE S.\nSB 5\nschw\u00e4cherem Grade deprimirt Cumarin die Erregbarkeit der Muskeln des Knochenger\u00fcstes Eine der L\u00e4hmung vorausgehende Erregung des Nervensystems wurde nicht beobachtet. In kleinen Dosen (0,00o) verlangsamt Cumarin bei dem Frosche die Herzaction, in grossen kommt zu der Veilang-samung auch noch Schw\u00e4cherwerden der Herzschl\u00e4ge. Letale Dosen (0.03 0,06) bewirken Stillstand des Herzens. Die Verlangsamung der Herzschl\u00e4ge h\u00e4ngt von der Wirkung des Cumarins aut den Herzmuskel und die m demselben gelegenen motorischen Ganglien, nicht aber von der Erregung des Hemmungsapparats ab, da vorangegangene L\u00e4hmung der Endigungen des Hemmungsapparats mittels Atropin das Bild der V irkung des Mittels aut das Herz nicht \u00e4ndert.\u2014Auf das Nervensystem der Warmbl\u00fctler wirkt Cumarin im allgemeinen ebenso wie auf dasjenige der Kaltbl\u00fctler, auf das Heiz abei etwas verschieden. Kleine Dosen bewirken Verlangsamung und Verst\u00e4rkung der Herzschl\u00e4ge, wobei die Verlangsamung von der Erregung der Centra des Hemmungsapparats abh\u00e4ngt. Die Erregbarkeit der Endigungen der Hemmungsfasern des Herzens ist in dieser Periode der Intoxication nicht gesteigert. Auf das Gef\u00e4sssystem \u00fcben k\u00fchne Dosen Cumarin keine wahrnehmbare Wirkung aus\u2019, unter dem Einfl\u00fcsse gr\u00f6sserer erweitern sich die Gef\u00e4sse, was von dei Depression der vasomotorischen ( entra der R\u00fcckenmarks und der medulla oblongata abh\u00e4ngt und Fallen des Blutdrucks zur Folge hat. Die Atmung ist unter der Einwirkung des ( umarins verlangsamt. .Vus all diesen That-sachen zieht der Autor den Schluss, dass Hierochloa borealis keine am egenden Eigenschaften besitzt und dass die deprimirende Wirkung dieses Volksmittels auf das Herz grosse Vorsicht in der Anwendung desselben gebietet.\nMosse-Schwili, W. Kobaitcifrat als Gegengift gegen Blaus\u00e4ure. Aus Prof.\nPopoff\u2019s pharmak. Laboratorium (Ber. d. Ges. i. wiss. Medic, u. Hyg. an d. Univers. Charkoff, 1900).\nDas von Antal im Jahre 1895 vorgeschlagene Kobaltnitrat als Antidotum gegen Blaus\u00e4ure hat sich nach Lang's (Arch. f. exp. Pathol, u. Pharmak. XXXVI, 75), und des Autors (Viesnik medic. II. V 3, 1897) eigenen That-sachen als unwirksam erwiesen, da Blaus\u00e4ure nicht im Stande ist die Salpeters\u00e4ure aus ihrer Verbindung mit dem Kobalt zu verdr\u00e4ngen. Daraufhin nahm der Autor zu den Versuchen, anstatt Kobaltnitrat, Kobaltcitrat, da Citronen-s\u00e4ure von Blaus\u00e4ure leicht verdr\u00e4ngt wird. Die an Tieren ausgef\u00fchrten Experimente zeigten, das Kobaltcitrat als Antidotum gegen Cyanverbindungen unzweifelhaft grosse Dienste leisten kann. Was die Giftigkeit des Kobaltcitrats selbst anbetrifft, so haben die erw\u00e4hnten Experimente gezeigt, dass bei der Einf\u00fchrung dieser Substanz per os oder subcutan in Dosen von 0,13\u20140,4 Gr. nur leichtes Erbrechen erfolgt.\nInaieff. W. Dr. Ueber den Einfluss des Anesons auf den Organismus von Warm- und Kaltbl\u00fctlern. Aus Prof. Popoff\u2019s pharmak. Labor, in Charkoff (Ber. d. Ges. f. wissensch. Medic, und Hyg. a. d. Univ. Charkoff, 1900).\nIm Hinblick darauf, dass es an genauen Thatsachen \u00fcber den Einfluss des Anesons auf den tierischen Organismus fehlte, nahm der Verfasser die","page":335},{"file":"p0336.txt","language":"de","ocr_de":"336\nA NALTSE S.\nBearbeitung dieser Frage in Angriff. Seinen Experimenten nach werden bei Kaltbl\u00fctlern zuerst Erscheinungen von Erregung beobachtet, worauf eine De-pressiosperiode folgt, und schliesslich allgemeine L\u00e4hmung eintritt. Dabei f\u00e4hrt das Herz fort sich schwach zusammenzuziehen, und wird der Function desselben erst nach einigen Minuten durch vollen Stillstand in der Diastole ein Ende gemacht. Einspritzungen verschiedener Dosen des Mittels Fr\u00f6schen zeigten, dass unter dessen Einfl\u00fcsse die Herzaction sich wesentlich ver\u00e4ndert. Ane-son ver\u00e4ndert sowohl die Zahl als auch den Charakter der Contractioncn. Dosen von 0,1\u20140,2 Gr. bewirken Verlangsamung der Zusammenziehungen des Herzens, ohne dass dieselben schw\u00e4cher werden; nach gr\u00f6sseren Dosen werden sie auch schw\u00e4cher, wobei die Herzschl\u00e4ge immer oberfl\u00e4chlicher werden; sp\u00e4ter kommen auch zeitweilige diastolische Pausen hinzu, welche immer l\u00e4nger andauern und zuletzt in v\u00f6lligen Stillstand \u00fcbergehen. Entsprechende Experimente unter vorl\u00e4ufiger Isolation des Gehirns vom R\u00fcckenmark, unter Zerst\u00f6rung beider, unter Durchschneidung beider Nn. vagorum vor und nach der Vergiftung mit Aneson, unter Einspritzung von Atropin vor und nach der Vergiftung, sowie Experimente an ausgeschnittenen Herzen zeigten, dass unter der Einwirkung von Aneson die Herzaction bei Fr\u00f6schen analoge Ver\u00e4nderungen erleidet, ob das Herz dem Einfl\u00fcsse des Nervensystems des R\u00fcckenmarks und des Gehirns entzogen sei, oder mit demselben in Verbindung stehe. Sowohl vorangegangene als auch nachfolgende Atropinisation hebt auf den Einfluss des Anesons auf das Herz nicht auf. Die Erregbarkeit der peripherischen Endungen der Nn. vagorum sowie die Erregbarkeit des Sinus venarum f\u00e4llt unter dem Einfl\u00fcsse des Anisons ungeachtet der starken Verlangsamung der Herzschl\u00e4ge allm\u00e4lig bis auf Null herab; auf das ausgeschnittene Herz wirkt das Mittel ebenso wie bei der subcutanen Einspritzung. Aus allem Dargelegten folgt, dass das Aneson auf den neuromuscul\u00e4ren Apparat depressorisch wirkt. Das centrale Nervensystem und der Hemmungsapparat nehmen daran keinen merklichen Anteil. Die beobachten Erscheinungen lassen sich durch die Wirkung des Anesons auf den Herzmuskel seihst erkl\u00e4ren. Zugleich giebt der Autor zu, dass der motorische Apparat des Herzens unter dem Einfl\u00fcsse des Anesons seine Erregbarkeit gleichfalls einb\u00fcsst.\nUm die Wirkung des Anesons auf die Reffexth\u00e4tigkeit zu pr\u00fcfen, wurde das T\u00fcrck-Setschenoff'sche Verfahren der Reizung der peripherischen Endigungen der sensorischen Hautnerven durch Schwefels\u00e4urel\u00f6sung (1 : 700) und die Reizung des centralen Endes der Nervi ischiadici durch den Inductionsstrom angewandt. Die Experimente zeigten, dass unter dem Einfl\u00fcsse von Aneson die Reflexe rasch verloren gehen. Bei Warmbl\u00fctlern ruft Aneson kurz dauernde Erregung hervor, auf welche Depression folgt, die nach grossen Dosen in L\u00e4hmung \u00fcbergeht. In allen Experimenten an Warmbl\u00fctlern wurde Fallen des Blutdrucks und Beschleunigung des Pulses beobachtet. Die Experimente unter Durchschneidung der Nn. vag. zeigten, dass Aneson auf diese Nerven selbst und deren Endigungen im Herzen keine wahrnehmbare Wirkung hervorbringt. Was das centrale Ende derselben anbetrifft, so darf angenommen werden, dass Aneson auf diesen Teil depressorisch wirkt. Das Fallen des Blutdrucks h\u00e4ngt von dem Einfl\u00fcsse dieses Mittels auf den vasomotorischen Ner-","page":336},{"file":"p0337.txt","language":"de","ocr_de":"A N A L Y S E S.\n337\nvenapparat, (las im verl\u00e4ngerten Mark gelegene Centrum, ab, da bei vollst\u00e4ndiger Isolation des Gehirns vom R\u00fcckenmark Aneson Fallen des Blutdrucks nicht mehr bewirkt. Auf das Atmungscentrum wirkt es sehr energisch, indem es L\u00e4hmung verursacht. Bei localer Anwendung wirkt es an\u00e4sthesirend.\nFreifeld. A. und Feldmann. 1. Die diuretische Wirkung des Flieders.\n(Sambucus nigra). Aus Prof. Popoff\u2019s Laboratorium in Charkoff (Ber. d. Ges. f. wiss. Medic, u. Hyg. au d. Univers. Charkoff, 1900).\nDie Verfasser f\u00fchrten an Tieren eine Reihe von Experimenten aus, welche dmi Zweck hatten die diuretische Wirkung der Fliederbl\u00fcten, eines in der Volksmedicin so weit verbreiteten Mittels, aufzuhellen. Als Versuchsobjecte dienten Hunde, denen in die Venen bestimmte Quantit\u00e4ten von Fliederaufguss eingef\u00fchrt wurde. Die erhaltenen Resultate zeigten, dass Flieder diuretische Eigenschaften besitzt. Da unter dem Einfluss des Flieders der Blutdruck nicht f\u00e4llt und die Herzaction nur in geringem Maasse ver\u00e4ndert ist, so sind die Verfasser der Ansicht, dass die Wirkung des Mittels nicht von der Steigerung des Blutdrucks abhangt, sondern sich durch den Einfluss des eingef\u00fchrten Fliederaufgusses auf die secretorischen Elemente der Nieren erkl\u00e4ren d\u00fcrfte.\nTodorski, A. Dr. Ueber den Einfluss des Convallamarins und des Saftes Antiaridis toxicariae auf die Biutclrculation im Gehirn. Bjibmie KOH\u00dfaji-\n.wiMapnua ii coua aimapa na upoBOoopameme bu fojiobhou'b MOary. (Aus Prof. Popoffs pharmak. Laboratorium in Charkoff, 1900, Dissert.).\nDer Autor bezweckte mit seinen Arbeiten die experimentelle Untersuchung der Frage, wie sich die Blutgef\u00e4sse des Gehirns gegen\u00fcber einem dauernden und zuweilen sehr starken Blutandrang aus andern K\u00f6rpergegenden verhalten, wie er z. B. bei Vergiftung der Tiere mit Convallamarin und dem Safte von Antiaridis toxicariae stattfindet. Versuche mit dem ersteren der beiden Mittel zeigten, das unter dessen Einfl\u00fcsse Verengerung der Hirn-gef\u00e4sse gleichzeitig mit der Verengerung von Gelassen in andern K\u00f6rpergegenden, unter demselben Einfl\u00fcsse, stattfindet. Aus den Experimenten mit Antiaris toxicariae folgt, dass bei dem Beginn der Wirkung fast immer bedeutende Beschleunigung der Str\u00f6mung des Blutes in den Hirngef\u00e4ssen statt hat. Der Venenblutdruck im Gehirn ist unter dem Einfl\u00fcsse Antiaridis toxicariae nicht immer gleich: in vielen F\u00e4llen ist er erh\u00f6ht, in andern bleibt er unver\u00e4ndert oder sinkt unter den normalen. Der Autor zieht aus seinen Experimenten folgende Schl\u00fcsse: 1) die Iiirnget\u00e4sse besitzen einen starken vasomotorischen Apparat. wobei sie in gewissen F\u00e4llen bei der Reizung desselben um das doppelte als im normalen Zustand oder noch mehr verengert erscheinen. Folglich muss die Hypothese von dem Mangel an Widerstandskraft der Hirngef\u00e4sse bei dem Andrang des Blutes aus andern K\u00f6rpergegenden als nicht gen\u00fcgend begr\u00fcndet angesehen werden.\n2)\tDie Bestimmung des Venendruckes im Gehirn nach G\u00e4rntner\u2019s und Wagner\u2019s Methode giebt unsichere Resultate.\n3)\tIm Verein mit Hurthl\u2019s Methode geben die Bestimmungsmethoden des Venenblutdrucks im Gehirn bedeutsame Resultate die zur Pr\u00fcfung und Erg\u00e4nzung von Hurthls Methode dienen.","page":337}],"identifier":"lit36537","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"335-337","startpages":"335","title":"Ueber den Einfluss des Anesons auf den Organismus von Warm- und Kaltbl\u00fctern. Aus Prof. Popoff's pharmak. Labor. in Charkoff (Ber. d. Ges. f. wissensch. Medic. und Hyg. a. d. Univers. Charkoff, 1900)","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:41:38.218637+00:00"}
