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Zur Frage nach der histologischen Theorie des Schlafes. (Aus dem pathologo-anatomischen Laboratorium von Prof. W. Bechtereff, Mitgliede der Akad. d. Wissensch.) <Psych. Obozrenie> No. 3, 1901

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{"created":"2022-01-31T16:41:07.252874+00:00","id":"lit36548","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Narbut, W.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 2: 344-345","fulltext":[{"file":"p0344.txt","language":"de","ocr_de":"344\nANALYSES.\nLawdowski, M. Prof. Unsre Begriffe liber die lebendige Zelle und deren Ursprung. Rede, gehalten gelegentlich des feierlichen Actes an der kaiserl. Milit\u00e4r-medicin Academie am 18-ten December 1900. Petersburg. 1901.\nln dieser Rede macht der Autor den \\ ersuch dem sogenannten Syncytium der Embryologen, welches zum Teil viel Analogie mit der lebenden, Jahrhunderte lang bestehenden, sich ewig erneuerenden und den K\u00f6rper der Tiere bildenden Materie viel Analogie besitzt, eine weitgehendere Bedeutung zuzuschreiben, weshalb er die Ansicht ausspricht, dass die Zelle ein Aggregat von protoplasmatischen Teilchen (Molek\u00fclen) oder Teilchen (Molek\u00fclen) von Syncytium, d h. ein mit allen physiologischen zum Functionniren des Organismus notwendigen Eigenschaften ausgestattetes Aggregat, ist. Diesem protoplasmatischen Aggregat von leilchen (Molek\u00fclen) schreibt der Autor eine gr\u00f6ssere Rolle in dem organischen Leben zu als der hochdifferencirten, mit einem Kern versehen Zelle. Seiner Ansicht nach ersch\u00f6pft der Process der indirecten Teilung den Lebenscyclus bei weitem nicht. In manchen F\u00e4llen (z. B. bei der Furchung der Eier), wenn die Kerne und vielleicht auch die Zellk\u00f6rper, Lawdowski nach, keine ihnen \u00e4hnlichen Vorg\u00e4nger haben, bilden sich Kerne durch Aggregation sich auf chemischem Wege ausscheidender Molek\u00fcle von Nucleinsubstanz des Protoplasmas oder des Syncytiums, um welche herum durch allmalige Zergliederung oder Teilung dieses Protoplasmas sich die Zellk\u00f6rper selbst formen. Indem das Dotter dem Embryo als Nahrung dient, k\u00f6nnen sich dessen vitelline Teilchen oder Molek\u00fcle in Zellkeime verwandeln. Noch mehr: das Dotter das H\u00fchnereies f\u00e4ngt noch lange vor der Reife und der Befruchtung des Eies an sich zu segmentiner. Aus den gelben K\u00fcgelchen des Dotters bilden sich weisse, und geht, unter Nucleinausscheidung, Kernbildung und danach Zellbildung vor sich. Die Ansicht verfechtend, dass der Kern im Eie vor der Entwicklung verschwindet nimmt Prof. Lawdowski folgenden Process an: der Kern mit allen seinen Bestandteilen zerf\u00e4llt und f\u00fchrt in das generative Syncytium des Eies die unz\u00e4hlige Menge seiner Molek\u00fcle ein, welche dasselbe definitiv zur Befruchtung vorbereiten. Somit w\u00e4re der historische Ausspruch: <omnis cellula e cellula\u00bb und <omnis nucleus e nucleo\u00bb weniger im morphologischen als im chemischen Sinne zutreffend.\nNarbut. W. Dr. Ueber die Ver\u00e4nderungen der Hirnrinde w\u00e4hrend des nat\u00fcrlichen Schlafes, (aus dem pathologe-anatomischen Laboratorium von Prof. W. Bechtereff, Mitgliede der Akad. d. Wissensch.). < Psych. Obozrenie> M 1, 1901.\nNarbut, W. Dr. Zur Frage nach der histologischen Theorie des Schlafes. (Aus dem pathologo-anatomischen Laboratorium von Prof. Bechtereff1, Mitgliede der Akad. d. Wissensch.). <Psvch. Obozrenie> jV 3, 1901.\nDer Autor ist auf Grund seiner Experimente an jungen Hunden zu folgenden Resultaten gelangt. Im Ruhezust\u00e4nde (Schlafe)' tritt Perlzustand der Dendriten ein, und je tiefer der Schlaf ist, desto sch\u00e4rfer ist diese Erscheinung ausgepr\u00e4gt, da unter dem Einfl\u00fcsse chemischer Processe (Anh\u00e4ufung von","page":344},{"file":"p0345.txt","language":"de","ocr_de":"ANALYSES.\n345\nKohlens\u00e4ure) die protoplasmatischen Forts\u00e4tze sich zusammenziehen, so zu sagen in sich hineinschrumpfen, um sicli von den Sauerstoffresten zu n\u00e4hren, indem sie das kleinste Volum (n\u00e4mlich die Kugelform) annehmen. Wenn sich die Sauerstoffzufuhr vergr\u00f6ssert, so scheinen die Dendriten ihre Forts\u00e4tze auszustrecken, es bildet sich ein Kontakt, es erfolgt Erwachen und Th\u00e4tig-keit. Die glatten Dendriten sind Uebergangsstadien von dem obenbeschriebenen Ruhezust\u00e4nde zu der Th\u00e4tigkeit der Nervenzellen. Die groben varic\u00f6sen Verdickungen an den Dendriten entsprechen einem pathologichen Zustande, der degenerativen Atrophie derselben. Aehnliche Rilder beobachtete der Autor zum Teil unter der Wirkung der Narkose (Chloroform und Morphium), d. h. viel \u00f6fter als im wachen Zustande; man trifft bimf\u00f6rmige Anh\u00e4ngsel oder Knoten an den plasmatischen Abzweigungen an. Am \u00f6ftesten beobachtet man perlenf\u00f6rmige Schwellungen und zuweilen Verunstaltungen der Zellen und der Dendriten. auf denen Schwellungen und Aush\u00f6hlungen zu bemerken sind. Aehnliche Abweichungen werden auch an Pr\u00e4paraten beobachtet, welche gest\u00fcrzten Tieren, sogar bald nach dem Tode, entnommen wurden. Unter dem Einfl\u00fcsse der Narkose schreiten die Ver\u00e4nderungen der Hirnrinde von der Peripherie zum Centrum fort: zuerst ver\u00e4ndern sich die protoplasmatischen Forts\u00e4tze in der Schicht der kleinen pyramidalen Zellen, dann die zum Centrum von denselben abgehenden Forts\u00e4tze und zuletzt die Dendriten der grossen pyramidalen Zellen.\nMitrofanoff, P. lieber die anf\u00e4ngliche Entwicklung der Wachtel. (Coturnix communis) (mit 11 Abbildungen im Text). \u00abArbeiten aus dem zooto-mischen Laboratorium der Universit\u00e4t Warschaus Liefer. XXV. Warschau. 190\u20182, S. 1\u201414.\nDiese Notiz ist eine Erg\u00e4nzung der schon fr\u00fcher in unserrn Journal re-ferirten Arbeit desselben Autors: \u00abVergleichende Thatsachen \u00fcber die anf\u00e4ngliche Entwicklung der V\u00f6gel\u00bb (Arbeiten aus dem zootomisch. Labor, der Univ. Warschau Rd. XXlil. 1900). Der Autor h\u00e4lt f\u00fcr die ersten Schritte in der Entwicklung der Wachtel das Entstehen einer Verdickung im Ektoderm, welche in ihrem Centrum einen Primitivknoten ausscheidet, der als Ansganspunkt f\u00fcr die Bildung des Primitivstreifens dient. Das wachsende Ende desselben ist gegen das hintere langgezogene Ende des hellen Hofes gerichtet, welci les aus einer kreisrunden Form in eine ovale \u00fcbergeht. Diese Thatsachen, die an der Hand eines eingehenden Studiums von 4 Wachtelembryonen gewonnen wurden, stehen ganz im Einklang mit den Schl\u00fcssen des Autors \u00fcber die Entwicklung des Blastoderms bei den V\u00f6geln und scheinen sich sogar aut die Entwicklung des Embryo bei den S\u00e4ugetieren beziehen zu k\u00f6nnen.\nKouiiabko. \u00c4. Exp\u00e9riences sur la ranimation du coeur. Travaux ex\u00e9cutes au laboratoire physiologique de l\u2019Acad\u00e9mie des sciences \u00e0 St.-P\u00e9tersbourg. Bulletins de l'Acad\u00e9mie lmp. des Sciences, 1902. Mars. (Lu \u00e0 la Section physico-math\u00e9matique dans la s\u00e9ance du 13 f\u00e9vrier, 1902).\nDans les trait\u00e9s de m\u00e9decine g\u00e9n\u00e9rale autant que dans les \u00e9crits sp\u00e9ciaux des physiologistes on rencontre un assez grand nombre d'exemples de la","page":345}],"identifier":"lit36548","issued":"1900-1902","language":"de","pages":"344-345","startpages":"344","title":"Zur Frage nach der histologischen Theorie des Schlafes. (Aus dem pathologo-anatomischen Laboratorium von Prof. W. Bechtereff, Mitgliede der Akad. d. Wissensch.) <Psych. Obozrenie> No. 3, 1901","type":"Journal Article","volume":"2"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:41:07.252879+00:00"}

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