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Ein Jahr und sieben Monate lange Lebensdauer eines Hundes nach gleichzeitiger Excision beider Vagi am Halse. Inaug.-Diss. St.- Petersburg. 1902

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{"created":"2022-01-31T16:44:57.443148+00:00","id":"lit36574","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Tscheschkoff, A.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 3: 179-180","fulltext":[{"file":"p0179.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n179\ntische Zustand in einer localen Erregung des Nerven, \u00e4hnlich der idiomuskul\u00e4-ren Zuckung heim Muskel besteht, f\u00fchrte den Vf. zu Versuchen, die die Negativit\u00e4t der parabiotischen Strecke ergaben. Man erh\u00e4lt einen Strom, der dem Demarcationstrome des Nerven \u00e4hnlich ist, und der auch wie dieser hei Reizung des Nerven eine negative Schwankung aufweist. Vf. schildert weiter den parabiotischen Zustand der Nervenendplatte im Muskel und macht Vermutungen \u00fcber diesen Zustand im centralen Nervensystem. Es ist nicht m\u00f6glich in kurzen Worten die Menge der Versuche und reichen theoretischen Auseinandersetzungen der Monographie darzulegen.\nAwerbach, M. Zur Dioptrik der Augen verschiedener Refraction. Inaug.-\nDiss. Moskau. 1900. IX\u2014|\u2014337 S. Russisch.\nVon dem Gedanken ausgehend, dass die verschiedenen Refractionen der Augen von individuellen Schwankungen verschiedener optischer Constanten abh\u00e4ngig seinen k\u00f6nnen, unternahm Verf. eine sehr genaue Messung letzterer in 86 F\u00e4llen; die Tiefe der vorderen Kammer (beim Manne) schwankt zwischen 2,8671\u20144,2339, Radius der vorderen Linsenfl\u00e4che\u20148,8899\u201412,4155, Linsendicke\u20143,2735-\u20145,0780, Radius der hinteren Fl\u00e4che\u20145,1985\u20147,4535, der vordere Winkel a\u20142P00'\u20148\u00b006', der hintere Winkel a\u20140\u00b057'\u20149\u00b057\\ Bez\u00fcglich anderer Ergebnisse und eingehender Kritik der Untersuchungsmethoden s. das Original.\nTscheschkoff, A. Ein Jahr und sieben Monate lange Lebensdauer eines Hundes nach gleichzeitiger Excision beider Vagi am Halse. Inaug.-Diss. St.-Petersburg. 1902.\nAls unerl\u00e4ssliche Bedingung f\u00fcr die M\u00f6glichkeit ein Tier nach beiderseitiger Excision der Vagi am Leben zu erhalten, h\u00e4lt Vf., im Einkl\u00e4nge mit Pawlow (unter dessen Leitung die Arbeit ausgef\u00fchrt wurde), eine vorherige Magenfisteloperation und Oesophagotomie, denn auf diese Weise l\u00e4sst sich das Auftreten von Pneumonien und Verdauungsst\u00f6rungen vollst\u00e4ndig beseitigen. Aeusserst sch\u00e4dlich f\u00fcr die Tiere erwies sich eine ungen\u00fcgende Temperirung des Aufentlialtzimmers (zwei Hunde gingen in Folge dieses Umstandes eine Woche nach der Operation zu Grunde); Vf. stellt deshalb eine neue Todesart der vagotomirten Thiere auf: Tod in f olge einer St\u00f6rung der W\u00e4rme\u00f6konomie des Organismus. Der Hund, der 1 Jahr und 7 Monate lebte (er starb an einer zuf\u00e4lligen perforativen Peritonitis), wies im Laufe der ganzen Zeit sehr tiefgreifende und wesentliche Abweichungen von der Norm auf. Die sofort nach der Vagotomie \u00e4usserst beschleunigte Herzth\u00e4tigkeit wird allm\u00e4lig langsamer, um, nach einigen Schwankungen, etwa nach 1\u20142 Monaten eine Frequenz zu erreichen, die die gew\u00f6hnliche etwa um */., \u00fcbersteigt. Das Herz verliert in hohem Grade seine Eigenschaft sich verschiedenen Bedingungen leicht anzupassen: eine anstrengende Arbeit (Schleppen eines Wagens von 16 resp. 64 Kilo) bewirkt keine so ausgiebige Zunahme der Pulsfrequenz, wie vor der Vagotomie bei demselben Tiere; die erreichte Frequenz sinkt dann abnorm lange, bis die gew\u00f6hnlichen Zahlen wiederum erreicht werden.\u2014Die Athemfrequenz nimmt nach der Vagotomie sehr stark ab, zuweilen bis 3 Athem-z\u00fcge in d. Min; in der zweiten resp. der dritten Woche geht die Frequenz\n12*","page":179},{"file":"p0180.txt","language":"de","ocr_de":"180\nBIBLIOGRAPHIE.\nin die H\u00f6he, sogar bis zur Norm, um dann wiederum auf immer bis zu den Zahlen 4, 5, 6, 8 in d. Min zu. sinken. Der Charakter der Athmung wird sehr ver\u00e4ndert, die richtigen Beziehungen zwischen der Frequenz und Tiefe werden gest\u00f6rt; die Respirationsth\u00e4tigkeit zeigt, analog der Herzth\u00e4tigkeit, eine besondere Tr\u00e4gheit und eine \u00e4usserst gesch\u00e4digte Anpassungsf\u00e4higkeit.\u2014 Im Einkl\u00e4nge mit den fr\u00fcheren Untersuchungen von Pawlow f\u00e4llt bei den vagotomirten Hunden die Phase der psychischen Magensaftsecretion auf immer fort. Die Magenverdauung wird verlangsamt, die Anpassungsf\u00e4higkeit der Verdauungsorgane verschiedenen Nahrungsmitteln gegen\u00fcber leidet in hohem Grade.\u2014Als eine Folgeerscheinung constatirt Vf. eine St\u00f6rung des W\u00e4rmehaushaltes des vagotomirten Hundes; seine K\u00f6rpertemperatur ist labil raschen Temperatur\u00e4nderungen der Umgebung gegen\u00fcber, was wahrscheinlich mit der Tr\u00e4gheit der Respirationsth\u00e4tigkeit im Zusammenh\u00e4nge steht.\u2014Die abweichenden Resultate von Prof. Nikola'ides, nach welchem man Hunde unbestimmt lange, ohne irgend welche besondere Kunstgriffe am Leben erhalten kann, wenn man nur die Vagusexcision nicht gleichzeitig an beiden Seiten, sondern mit einer Zwischenpause macht, basiren nach Vf. ganz bestimmt auf einem Missverst\u00e4ndniss.\nKersten, W. Die verdauende Kraft verschiedener Magens\u00e4fte in ihrer Abh\u00e4ngigkeit von verschiedenen Miederschl\u00e4gen in denselben. Inaug.-Diss. St.-Peterburg. 1902.\nVf. sammelte st\u00fcndliche Magensaftportionen im Laufe eines Verdauungsversuches am Hunde und pr\u00fcfte dieselben, nach Mett, auf deren Verdauungskraft: anderseits wurden Teile derselben Portionen vorher auf gleiche Acidit\u00e4t gebracht und ebenfalls nach Mett untersucht. Es erwies sich, dass man beim Vergleiche der Verdauungskraft nicht n\u00f6thig hat, die Acidit\u00e4t verschiedener Magensaftportionen gleich zu machen, denn die erhaltenen Unterschiede sind sehr gering. Diese Schlussfolgerung ist von Bedeutung f\u00fcr Pawlow\u2019s Laboratorium, wo man sehr h\u00e4ufig S\u00e4fte ohne vorherigen Acidit\u00e4tsausgleich mit einander vergleicht. Im zweiten Teil der Arbeit beweist Vf., dass die verdauende Kraft des Magensaftes parallel mit der Gr\u00f6sse des Trockenr\u00fcckstandes (die Gewichte desselben sind proportional den mm-Zahlen des verdauten Eiweisses, nach Mett) und des Alkoholniederschlages (die Gewichte desselben sind proportional den Quadraten der mm\u2014Zahlen) geht.\nOrlowskij, W. Neue Thatsachen in der Lehre von der Blutalkalescenz Vorl\u00e4ufige Mittheilung. Russkij Wratsch. 1902, JV\u00bb 46.\nIn seinen fr\u00fcheren Untersuchungen hat Vf. schon gezeigt, dass die Alka-lescenz des Blutplasma eine constante Gr\u00f6sse darstellt. Dagegen unterliegt die Alkalescenz des gesammten Blutes grossen Schwankungen, was nach Vf. im Zusammenh\u00e4nge mit dem wechselnden Gehalte des Blutes an roten Blutk\u00f6rperchen, die bekanntlich ebenfalls alkalische Substanzen enthalten, steht. Vf. untersuchte nun, welchen Einfluss der wechselnde Gehalt des Blutes an weissen Blutk\u00f6rperchen auf die Alkalescenz aus\u00fcbt. Die auf verschiedene Weise hervorgerufene sehr starke Hyperleukocythose (bis 75\u00b0/n) \u00e4ndert den Alka-lescenzgrad des Blutes nicht. Bei Gelegenheit dieser Versuche \u00fcberzeugte Vf.","page":180}],"identifier":"lit36574","issued":"1903-1904","language":"de","pages":"179-180","startpages":"179","title":"Ein Jahr und sieben Monate lange Lebensdauer eines Hundes nach gleichzeitiger Excision beider Vagi am Halse. Inaug.-Diss. St.- Petersburg. 1902","type":"Journal Article","volume":"3"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:44:57.443153+00:00"}

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