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{"created":"2022-01-31T15:16:18.693869+00:00","id":"lit36581","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Pussep, L.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 3: 182-183","fulltext":[{"file":"p0182.txt","language":"de","ocr_de":"182\nBIBLIOGRAPHIE.\nling beruht auf dem Widerstande seitens eines ganz besonderen, mit der Zeit verg\u00e4nglichen Organes in der Wange, des sogenanten Saugpolsters.\nKladnitzkj, N. Ueber den Eintritt der Galle ins Duodenum. Iijaug.-Diss.\nSt.-Petersburg. 1902.\nYerf. experimentirte an im Pawlow\u2019schen Laboratorium operirten Hunden, bei welchen der ductus choledochus mit der Papilla und den angrenzenden Teilen der Duodenalschleimhaut in die Bauchwunde eingen\u00e4ht war; bei g\u00fcnstigem und dauerhaftem Erfolge der Operation wurde noch eine Magenfisteloperation hinzugef\u00fcgt. Es wurden verschiedene Nahrungsmittel auf nat\u00fcrlichem Wege oder durch die Magenfistel eingef\u00fchrt und die darauf sich anschliessende Gallenausscheidung durch den ductus choledochus studirt. Vf. best\u00e4tigt zun\u00e4chst den Bruno\u2019schen Satz (99, 205, 218), dass bei Abwesenheit von Speisen im Magen der Eintritt von Galle in den Darm niemals beobachtet wird. Die Zeit zwischen Nahrungsaufnahme und Erscheinen des ersten Gallentropfens ist verschieden, je nach dem Nahrungsmittel (f\u00fcr Milch\u201420 Min., Fleisch\u2014 36 Min., Brod\u201447 Min.); in dieser latenten Periode ist es zweckm\u00e4ssig zu unterscheiden: 1) die Zeit bis zum Durchtritt der Nahrung aus dem Magen und 2) die Zeit nach diesem Momente,\u2014der letzte Theil der latenten Periode ist die eigentliche Reflexzeit (sie dauert f\u00fcr Milch\u20145 Min., Fleisch\u201421 Min. und Brod \u2014 19 Min.). Die Quantit\u00e4t und Schnelligkeit der Ausscheidung der Galle ist verschieden, je nach der Art der aufgenommenen Nahrung: bei Milch ist die anf\u00e4ngliche Schnelligkeit am Ende der ersten Stunde vermindert und erreicht in der dritten Stunde ihr Maximum, um dann allm\u00e4lig zu sinken; bei Fleisch: das Maximum in der 1-en und 2-en Stunde, dann eine etwas steilere Senkung; bei Brod\u2014eine protrohirte, ziemlich gleichm\u00e4ssige geringe Ausscheidung. Die Quantit\u00e4ten der ausgeschiedenen Galle sind proportional den Stickstoff\u00e4quivalenten der Nahrungsmittel. Der Gang der Gallenausscheidung, verglichen mit den Curven der Pancreassecretion nach den Versuchen von Walter, ergiebt eine vollst\u00e4ndige Ueb er einstimm ung in F\u00e4llen, wo das Tier mit Milch oder Fleisch gef\u00fcttert wird; nach F\u00fctterung mit Brod ist keine Uebereinstimmung vorhanden. Der Uebertritt der Galle in den Darm wird durch 1) Fette und 2) Producte der EiweissVerdauung im Magen eingeleitet.\nPostojeff, I. Die Leberresection und der Einfluss derselben auf den Gaswechsel bei Tieren. Russkij Wratsch. 1902. Vs 40.\nVf. resecirte bei Hunden Leberst\u00fccke bis etwa 19% des Lebergewichtes und liess dann die Hunde mehrere Monate am Leben. Der respiratorische Gaswechsel wurde vermittelst des Paschutin\u2019schen Apparates untersucht. Nach Excision grosser St\u00fccke sind die ausgeschiedenen C02- und die H,0-Mengen, sowie die aufgenommene 02-Menge kleiner, nach Excision kleiner Leberst\u00fccke gr\u00f6sser als in der Norm.\nPussep, L. U\u00eaber die Gehirncentren der Peniserection und des Samenergusses, lnaug.-Diss. Aus dem Laboratorium der Klinik f\u00fcr Nerven-und Geisteskranke von Prof. W. Bechterew. St.-Petersburg. 1902.","page":182},{"file":"p0183.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n183\nDurch Reizung der Corticalsubstanz des Hirnes unter gleichzeitiger Aufzeichnung der Volumschwankung des Penis, sowie des Blutdruckes der Penisarterie bei Hunden, stellte Verf. fest, dass in beiden Hemisph\u00e4ren symmetrisch im hinteren und oberen Theil der motorischen Windung ein 0,5 mm. grosses Erectionscentrum sich befindet; anhaltende Reizung bewirkt nicht blos Erection, sondern auch Ejaculatio seminis. Der Charakter der Centrumwirkung ist haupts\u00e4chlich vasomotorisch, wie eine n\u00e4here Pr\u00fcfung der betreffenden Blutcircuiationsverh\u00e4ltnisse lehrt. Hunde, die die Operation der Excision des Centrums \u00fcberstanden haben, weisen eine deutliche Schw\u00e4chung des Geschlechtstriebes auf. Ausser diesem Hauptcentrum giebt es im Centralnervensystem noch andere Stellen, deren Reizung Erection bewirkt, namentlich: im Thalom. Opt., Corpora quadrigem., Medulla oblongata, sowie im Lumbal- und Sacraltheil des R\u00fcckenmarks. Die Kleinhirnreizung \u00fcbt keinen Einfluss auf die Penisfunction aus. In unmittelbarer N\u00e4he von den Erectionscentren befinden sich an den genannten Theilen des Centralnervensystems Stellen, deren Reizung eine bedeutende Zunahme der Samenabsonderung nach sich zieht und zugleich Ver\u00e4nderungen der Gef\u00e4sslumina der Samendr\u00fcse bewirkt; es handelt sich also um Samenabsonderungscentren. Ejaculationscentren giebt es nach Vf. nicht. Auf weitere Einzelheiten, sowie den anatomischen Theil der Arbeit sei nur hingewiesen.\nNencki, M. Ueber die Aufgabe der biologischen Chemie. Journal der russischen physiko-chemischen Gesellschaft in St.-Petersburg. 1902.\nEine interessante und an sch\u00f6nen Ideen reiche Rede, die von dem ber\u00fchmten, leider fr\u00fch der Wissenschaft entrissenenen Forscher 1900 in der Naturforscherversammlung zu Krakau gehalten wurde. Die Rede erscheint jetzt zum ersten Mal im Druck und zwar in einer russischen Ueberzetzung der Herren I. Zaleskij und S. Salaskin.\nUssoff, P. lieber die Refraction des Blutes. Medicinskoje Obosrenie. 1902. JV\u00f6 17.\nDurch Bestimmungen der Refraction des Kaninchenblutes constatirte Ussoff, dass der Coefficient der Lichtbrechung vom Ern\u00e4hrungszustand des Tieres abh\u00e4ngig ist. An einem Kaninchen, das durch Aenderung der F\u00fctterung aut verschiedenes Gewicht gebracht wurde, erhielt Vf. folgende Zahlen:\n274\t27\u00c4\nGewicht in gr. 1605\t1390\nCoefficient der\nLichtbrechung.......\t1,34736\t1,34642\n1365\t1505\n\u00ab/\n/ 6\n1600\n1,34556\t1,34568\t1,34650\nKrawkoff, N. Usber gallertartigen Harn. Russkij Wratsch. 1902. J\\\u00bb 19.\nBekanntlich kommt es h\u00e4ufig vor, dass Kaninchenharn nach einigem Stehen in eine gallertartige Masse sich verwandelt. Vf. constatirte, dass diese Masse nicht aus Eiweisssubstanzen, sondern aus Phosphaten der alkalischen Erden,","page":183}],"identifier":"lit36581","issued":"1903-1904","language":"de","pages":"182-183","startpages":"182","title":"Ueber die Gehirncentren der Peniserection und des Samenergusses. Inaug.- Diss. Aus dem Laboratorium der Klinik f\u00fcr Nerven und Geisteskranke von Prof. W. Bechterew. St.- Petersburg. 1902","type":"Journal Article","volume":"3"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T15:16:18.693874+00:00"}
