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Ueber gallertartigen Harn. Russkij Wratsch. 1902. No. 19

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{"created":"2022-01-31T15:51:55.217581+00:00","id":"lit36584","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Krawkoff, N.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 3: 183-184","fulltext":[{"file":"p0183.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n183\nDurch Reizung der Corticalsubstanz des Hirnes unter gleichzeitiger Aufzeichnung der Volumschwankung des Penis, sowie des Blutdruckes der Penisarterie bei Hunden, stellte Verf. fest, dass in beiden Hemisph\u00e4ren symmetrisch im hinteren und oberen Theil der motorischen Windung ein 0,5 mm. grosses Erectionscentrum sich befindet; anhaltende Reizung bewirkt nicht blos Erection, sondern auch Ejaculatio seminis. Der Charakter der Centrumwirkung ist haupts\u00e4chlich vasomotorisch, wie eine n\u00e4here Pr\u00fcfung der betreffenden Blutcircuiationsverh\u00e4ltnisse lehrt. Hunde, die die Operation der Excision des Centrums \u00fcberstanden haben, weisen eine deutliche Schw\u00e4chung des Geschlechtstriebes auf. Ausser diesem Hauptcentrum giebt es im Centralnervensystem noch andere Stellen, deren Reizung Erection bewirkt, namentlich: im Thalom. Opt., Corpora quadrigem., Medulla oblongata, sowie im Lumbal- und Sacraltheil des R\u00fcckenmarks. Die Kleinhirnreizung \u00fcbt keinen Einfluss auf die Penisfunction aus. In unmittelbarer N\u00e4he von den Erectionscentren befinden sich an den genannten Theilen des Centralnervensystems Stellen, deren Reizung eine bedeutende Zunahme der Samenabsonderung nach sich zieht und zugleich Ver\u00e4nderungen der Gef\u00e4sslumina der Samendr\u00fcse bewirkt; es handelt sich also um Samenabsonderungscentren. Ejaculationscentren giebt es nach Vf. nicht. Auf weitere Einzelheiten, sowie den anatomischen Theil der Arbeit sei nur hingewiesen.\nNencki, M. Ueber die Aufgabe der biologischen Chemie. Journal der russischen physiko-chemischen Gesellschaft in St.-Petersburg. 1902.\nEine interessante und an sch\u00f6nen Ideen reiche Rede, die von dem ber\u00fchmten, leider fr\u00fch der Wissenschaft entrissenenen Forscher 1900 in der Naturforscherversammlung zu Krakau gehalten wurde. Die Rede erscheint jetzt zum ersten Mal im Druck und zwar in einer russischen Ueberzetzung der Herren I. Zaleskij und S. Salaskin.\nUssoff, P. lieber die Refraction des Blutes. Medicinskoje Obosrenie. 1902. JV\u00f6 17.\nDurch Bestimmungen der Refraction des Kaninchenblutes constatirte Ussoff, dass der Coefficient der Lichtbrechung vom Ern\u00e4hrungszustand des Tieres abh\u00e4ngig ist. An einem Kaninchen, das durch Aenderung der F\u00fctterung aut verschiedenes Gewicht gebracht wurde, erhielt Vf. folgende Zahlen:\n274\t27\u00c4\nGewicht in gr. 1605\t1390\nCoefficient der\nLichtbrechung.......\t1,34736\t1,34642\n1365\t1505\n\u00ab/\n/ 6\n1600\n1,34556\t1,34568\t1,34650\nKrawkoff, N. Usber gallertartigen Harn. Russkij Wratsch. 1902. J\\\u00bb 19.\nBekanntlich kommt es h\u00e4ufig vor, dass Kaninchenharn nach einigem Stehen in eine gallertartige Masse sich verwandelt. Vf. constatirte, dass diese Masse nicht aus Eiweisssubstanzen, sondern aus Phosphaten der alkalischen Erden,","page":183},{"file":"p0184.txt","language":"de","ocr_de":"184\nBIBLIO GK APHI E.\nhaupts\u00e4chlich aus Calciumphosphat in coagulirtem Zustande besteht. Die zuweilen gelingenden Eiweissreactionen h\u00e4ngen von mechanisch mitgerissenen Eiweissspuren ab; wird die Gallerte gut gewaschen, in Essigs\u00e4ure gel\u00f6st, irgend welche ungel\u00f6ste Reste abfiltrirt, darauf mit Natronlauge wiederum gef\u00e4llt und die Procedur mehrmals wiederholt, so gelangt man zu vollst\u00e4ndig reinem Calciumphosphat.\nDubrowin, F, Ueber den Glykokollgehalt in verschiedenen Eiweisssubstanzen. Inaug.-Diss. Aus dem Laboratorium f\u00fcr physiologische Chemie von Prof. A. Danilewskij. St.-Petersburg. 1902.\nVf. spaltete eine Reihe von Eiweisssubstanzen vermittelst 20 \u00b0/0 H.,SO, im Papin\u2019schen Kessel im Laufe von 8 Stunden bei 140\u00b0 und bestimmte darauf nach der Methode von Baum den Glykokollgehalt der durch Verdampfung; eingedickten Fl\u00fcssigkeit. Vf. fand im pflanzlichen Eiweiss keine Glykokollgruppe. Eine grosse Glykokollmenge enthalten dagegen die Proteide der Binde- und Ger\u00fcstsubstanzen. Collagen, Ossein, Chondin und Elastin sind miteinander nahe verwandt, soweit sich dies auf Gruud des Glykokollgehalts in den Spaltungs-producten beurtheilen l\u00e4sst. Die Eiweisssubstanz der Augenlinse ergiebt 4,5% Tyrosin und 0,7% Glykokoll. In den Spaltungsproducten des Myosins fand Vf. kein Glykokoll.\nAstwatzaturoff, M. Ueber die negative und die positive Schwankung des Nervenstromes. (Aus dem physiologischen Laboratorium von Wwe-denskij; an der Universit\u00e4t St.-Petersburg). Arbeiten der Kaiserlichen St.-Petersburger Naturforschergesellschaft. Bd. XXXIII. Lief. 1,\nIn Uebereinstimmung mit fr\u00fcheren Autoren findet Vf., dass die positive Schwankung des Nervenstromes immer in sp\u00e4teren Stadien des Versuches zu beobachten ist. Die Art des Reizes hat sich als maassgebend erwiesen, denn es giebt Stadien, in welchen schwache, resp. weniger frequente Reize bereits positive Schwankung erzeugen, w\u00e4hrend starke, resp. frequente noch die negative Schwankung hervorrufen. Im Zusammenhang hiermit bespricht der Vf. auch den Fall, wo ein und derselbe Reiz einmal oben am Nervenquerschnitt applicirt negative Schwankung, etwas weiter unten dagegen\u2014positive Schwankung bewirkt; der Unterschied wird auf Grund der gr\u00f6sseren Reizbarkeit des Querschnittes erkl\u00e4rt. Weiter wurden drei Versuchsreihen angestellt: 1) eine Elektrode am Querschnitt, die andere am L\u00e4ngsschnitt, 3\u20144 mm. entfernt, 2) eine Elektrode am Querschnitt, die andere am L\u00e4ngsschnitt, 7\u20148 mm. entfernt und 3) beide Elektroden am L\u00e4ngsschnitt an den angegebenen Stellen. In den Versuchsreihen 1 und 2, namentlich in 1 ist eine stetige Verminderung des Ruhestromes zu constatiren, in Versuchsreihe 3 nimmt dagegen der Ruhestrom mit der Zeit zu. In bestimmten Stadien erscheint die positive Schwankung in allen 3 Combinationen, es liess sich aber keine Gesetzm\u00e4ssigkeit im Auftreten derselben feststellen.\nPonomareff, S. Die Physiologie der Brunner'schen Abteilung des Duodenum beim Hunde. Inaug.-Diss. (Aus dem physiologischen Laborato-","page":184}],"identifier":"lit36584","issued":"1903-1904","language":"de","pages":"183-184","startpages":"183","title":"Ueber gallertartigen Harn. Russkij Wratsch. 1902. 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