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{"created":"2022-01-31T16:42:13.329326+00:00","id":"lit36589","links":{},"metadata":{"alternative":"Le Physiologiste Russe","contributors":[{"name":"Ognew, I.","role":"author"}],"detailsRefDisplay":"Le Physiologiste Russe 3: 186-190","fulltext":[{"file":"p0186.txt","language":"de","ocr_de":"186\nBIBLIOGRAPHIE.\nqu\u2019il contient plus de sang riche en antitoxine. Cette hypoth\u00e8se a \u00e9t\u00e9 v\u00e9rifi\u00e9e par l\u2019exp\u00e9rience et l\u2019auteur conclut que le cerveau d\u2019un animal immunis\u00e9 ne poss\u00e8de pas un <pouvuir antitoxique> plus grand que le cerveau normal.\nh) Histologie.\nOgnew, I. Prof. Lehrbuch der normalen Histologie, l T. Die Lehre von der Zelle. Moskau. 1903. S. 1\u2014414.\nDieses Lehrbuch ist das erste Original werk eines russischen Gelehrten, welches der h\u00f6chst interessanten und weitgehenden Frage nach der Entwicklung der Zelle gewidmet ist. In der Einleitung erkl\u00e4rt der Autor, auf welche.Art der Begriff dessen, was wir durch das Wort \u00abHistologie\u00bb charakte-risiren, im menschlichen Geiste entstanden ist und sich entwickelt hat. Daselbst legt er auch den allm\u00e4ligen Entwicklungsgang der Lehre von der Zelle dar, ber\u00fchrt die Frage nach der Vermehrung dieser und erkl\u00e4rt, auf welche Art die Hypothese, welche die M\u00f6glichkeit generationis aequivocae zugab, der heutigen Zellentheorie gewichen ist. Indem der Autor in der Einleitung zu seinem Werke haupts\u00e4chlich die bis zu den sechziger Jahren des verflossenen Jahrhunderts herrschenden Lehren \u00fcber die Zelle darlegt, zeigt er zum Schluss das weite Feld, welches sich vor der heutigen Histologie ausbreitet, erkl\u00e4rt, warum diese jetzt \u00aballgemeine Anatomie\u00bb genannt wird, warum die \u00abHistologie\u00bb zur \u00abHistochemie\u00bb, zur Lehre von der \u00abHistogen\u00e8se\u00bb, schliesslich zur \u00abCytologie\u00bb geworden ist, welch letztere die Morphologie und Physiologie der Zelle umfasst, und somit den wesentlichsten Teil der Biologie bildet.\nDas Werk zerf\u00e4llt in 3 Teile; der erste, Ss- 17\u2014126, behandelt die Morphologie der Zehe, der zweite, Ss. 127\u2014374,\u2014deren Lebenstli\u00e4tigkeit; in dem dritten, Ss. 375\u2014414, sind die Hypothesen \u00fcber den molecul\u00e4ren Bau des Protoplasma in Ankn\u00fcpfung an die Vererbungslehre dargelegt. In dem ersten Kapitel wird in K\u00fcrze die Frage der Benennung \u00abZelle\u00bb besprochen und auf das Bestreben einiger Autoren hingewiesen, diesen histologischen Ausdruck durch einen anderen, passenderen zu ersetzen. Darauf folgen zahlreiche literarische Angaben \u00fcber die Bestimmung dessen, was eigentlich Zelle zu nennen ist, wobei der Autor sich der von Flemming gegeben Beschreibung anschliesst, die einen mehr oder weniger richtigen, wenn auch nur morphologischen Begriff von der Zelle giebt. In diesem ersten Kapitel endlich bespricht der Autor die Bedeutung des Protoplasma, welches er f\u00fcr eine ganze Categorie verschiedener, complexer Substanzen, die den Zellk\u00f6rper bilden, ansieht. Es werden sowohl die physikalischen als die chemischen Eigenschaften des Protoplasma betrachtet, wobei die reducirende F\u00e4higkeit des lebendigen Protoplasma aufgehellt und die chemischen Reactionen des toten angezeigt sind. L\u00e4nger h\u00e4lt sich der Autor bei dem Bau des Protoplasma auf, indem er die verschiedenen Ansichten \u00fcber diese Frage anf\u00fchrt und hierin der Lehre vom Polymorphismus desselben den Vorzug giebt, da ein solcher unserer Vorstellung von der Mannigfaltigkeit der Functionen desselben besser entspricht. Das","page":186},{"file":"p0187.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n187\nKapitel schliesst mit der Betrachtung von A. Fischer\u2019s Lehre \u00fcber die moderne histologische Technik und mit dem Rat, die Richtigkeit der fixirten histologischen Bilder durch Beobachtung lebendiger Objecte zu controliren, was der Autor f\u00fcr die beste Methode beim Studium der Histologie h\u00e4lt.\nDas zweite Kapitel behandelt die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Kerns und beginnt mit der Darlegung des heutigen Standes der Lehre von den kernlosen Zellen, von den sogenannten H\u00e4ckel\u2019schen Moneren und van Beneden\u2019s Plasson an bis zu den Untersuchungen sp\u00e4terer Autoren \u00fcber die kern\u00e4hnlichen Gebilde in den Bact\u00e9rien, cyanophyten Algen und Hefen. Ausser den gew\u00f6hnlichen Betrachtungen des Kerns unterwirft der Autor einer genauen Analyse auch noch die heutige Lehre von den Nucleo-len. Das Ende des Kapitels ist der Beschreibung der Kerne bei allen Tieren, von den Protisten an bis zu den Wirbeltieren, gewidmet. In einigen Paragraphen dieses Kapitels, z. B. in der Frage nach der Kernmembran, bestrebt sich der Autor entgegengesetzte Lehren zu vereinbaren, wobei er hervorhebt, dass die Beobachtung des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins einer Membran bei den Kernen gewisser Zellen nicht das Recht giebt diese That-sache auf alle Zellenelemente zu erstrecken.\nIn dem Kapitel, welches den Centrosomen und Sph\u00e4ren gewidmet ist, behandelt der Autor diese verh\u00e4ltnissm\u00e4ssig erst vor kurzer Zeit entdeckten Gebilde der Zelle sehr ausf\u00fchrlich, namentlich die Frage nach der Vermehrung der Centrosomen, indem er die M\u00f6glichkeit einer selbst\u00e4ndigen Vermehrung zugiebt und die Vermutung ausspricht, dass die Functionen dieses Organs nicht durchaus mit den anderen Teilen des Zellk\u00f6rpers verkn\u00fcpft sein m\u00fcssen. Indem der Autor die Attractionssph\u00e4re beschreibt und einen Begriff von dem Archoplasma giebt, spricht er sich dahin aus, dass er Boveri\u2019s Ansicht \u00fcber die Natur dieses letzteren nicht teilt und geneigt ist, dasselbe f\u00fcr das Resultat der k\u00fcnstlichen Behandlung zu halten. Das Kapitel schliesst mit der Darlegung von Heidenhain\u2019s Theorie \u00fcber den Bau des Protoplasma sowie \u00fcber die Stellung der Centrosoma und Sph\u00e4ren in den ruhenden Zallen.\nDas folgende Kapitel behandelt die Zellmembranen vorerst der tierischen, dann der pflanzlichen Zelle. Besonders lange h\u00e4lt sich der Autor bei der Zellmembran dieser letzteren auf: indem er die Fragen nach deren Wachstun} in Verkn\u00fcpfung mit dem Bau derselben bespricht, legt er N\u00e4geli\u2019s und Wieslers Ansichten dar und erw\u00e4hnt zugleich der Ver\u00e4nderungen, welche die Membran der Pflanzenzellen erf\u00e4hrt: n\u00e4mlich die Incrustationen und Verwandlung der Celluluse derselben in einen der Constitution nach ganz verschiedenen chemischen K\u00f6rper. Die Nebenkerne beschreibt der Autor nach H. Rabl und auf Grund der Arbeit eines seiner Sch\u00fcler, H. Dr. Karpoff. In Bezug auf die Lehre von den Dotterkernen teilt der Autor Balbiani\u2019s Ansicht nicht, der dieselben f\u00fcr das Centrosoma des Eies h\u00e4lt. Indem Prof. Ognew van Beneden\u2019s, Flemming\u2019s, M. Heidenhain\u2019s, Hagen\u2019s und Rabl\u2019s Ansichten \u00fcber die Polarit\u00e4t der Zelle darlegt, f\u00fcgt er von sich hinzu, dass diese Frage mit der L\u00f6sung derjenigen nach dem feineren Bau der Zellen, mit dem Problem der philo- und ontogenetischen Entwicklung und Anpassung derselben an diese oder jene physiologischen Functionen verbunden sei.","page":187},{"file":"p0188.txt","language":"de","ocr_de":"188\nBIBLIOGRAPHIE.\nDerjenige Teil des Werkes, der von der Th\u00e4tigkeit der Zelle handelt, f\u00e4ngt mit den Bewegungserscheinungen dieser an. In dem darauf bez\u00fcglichen Kapitel werden ausf\u00fchrlich die am\u00f6boiden Bewegungen betrachtet, n\u00e4mlich: die Bewegungen des membranlosen Protoplasma, die rollende Bewegung f Rhumbler), die Str\u00f6mungen in dem Ekto- und Entoplasma, die Schnelligkeit der am\u00f6boiden Bewegung, die Bewegung der Plasmodien, der Diatomeen (0. M\u00fcller), der von Membranen umgebenen Plasmen (Circulation und Flotation). Seine besondere Aufmerksamkeit wendet der Autor dem Versuche zu, die am\u00f6boiden Bewegungen auf Grund mechanischer Gesetze zu erkl\u00e4ren (Berthold, Quinke, B\u00fctschli, Rhumbler, Verworn K\u00fchne, Hofmeister); indem er das Verdienst dieser Bestrebungen anerkennt, bemerkt er im Einklang mit seinem Sch\u00fcler Karpoff, dass das Protoplasma der Am\u00f6be nicht als ein Tropfen homogener Fl\u00fcssigkeit, etwa wie ein Oel- oder Creosottropfen, betrachtet werden k\u00f6nne.\nIn dem Kapitel \u00fcber die Flimmerbewegung sind mit grosser Ausf\u00fchrlichkeit die Bewegungen der einzelnen Geissein, der Spermatoz( iden (Hensen), die Bewegungen der Zellen, welche vermittelst ondulirender Membranen mit zahlreichen Flimmerwimpern ausgestattet sind, behandelt. Nicht weniger ausf\u00fchrlich werden die contractilen Vacuolen, deren physiologische Eigenschaften und Natur (Hertwig\u2019s und B\u00fctschli\u2019s Ansicht) besprochen. Das Kapitel \u00fcber die Bewegungen schliesst mit der Beschreibung der Brown\u2019schen Molecularbe-wegung.\nIn der darauffolgenden, der Lehre von den Erregungserscheinungen gewidmeten Abteilung des Buches, finden wir die Darlegung des M\u00fcller\u2019schen Gesetzes der specifischen Energie und die Betrachtung der verschiedenen Hypothesen \u00fcber das Wesen der Nervenreizes. Der Autor beginnt mit der Betrachtung der Lichtreize, indem er den Leser mit dem Heliotropismus und der Phototaxis bekannt macht. -Den Einfluss der Intensit\u00e4t des Lichtes zeigt er an den Chlorophyllk\u00f6rnern in den Pflanzenzellen. Weiter folgt eine Beschreibung der W\u00e4rmerreize nebst Beispielen von Erscheinungen von Thermotropismus. Das n\u00e4chste Kapitel handelt von den mechanischen, im weiteren von den elektrischen Reizen, und macht der Autor einen Versuch die Erscheinungen des Galvanotropismus zu erkl\u00e4ren. Das letzte, den chemischen Reizen gewidmete Kapitel behandelt die Wirkung der Gase und Fl\u00fcssigkeiten auf die Zelle und stellt den Begriff von dem Chemotropismus und der Chemiotaxis fest, wobei neuere Arbeiten (Rhumbler, Bernstein) dargelegt sind, in denen der Versuch gemacht ist, die chemotropisehen Erscheinungen wenigstens teilweise durch die Ver\u00e4nderungen in der oberfl\u00e4chlichen Spannung zu erkl\u00e4ren.\nMit gr\u00f6sster Ausf\u00fchrlichkeit ist in dem vorliegenden Werke die Lehre von der Teilung und Vermehrung der Zellen, behandelt, auch beginnt diese Abteilung mit der Karyokinesis als der vorherrschenden Form der Teilung. Nach einer historischen Uebersicht der Entwicklung der Lehre von der Karyokinesis beschreibt der Autor den typischen Process letzterer und h\u00e4lt sich besonders lange bei der Lage der Centrosomen in den Telopha-sen und der Telokinesis auf. Was die Nucleole anbetrifft so unterwirft der Autor der kritischen Analyse zuerst die Lehre, nach welcher dieselben","page":188},{"file":"p0189.txt","language":"de","ocr_de":"BIBLIOGRAPHIE.\n189\nbei den vielzelligen Organismen mit den Centrosomen identificirt werden und besch\u00e4ftigt sich dann ziemlich lange mit derselben Frage in Bezug auf die Protisten und Spirogyren. In dem den besonderen Formen der Mitose gewidmeten Teile seines Werkes er\u00f6rtert der Autor aufs genaueste die Frage nach der reducirten Teilung bei den Tieren und Pflanzen. Am Schl\u00fcsse dieses Kapitels finden wir eine Darlegung der Theorien., welche den Mechanismus der complicirten karyokinetischen Figuren erkl\u00e4ren sollen, wobei der Autor (ine mehr oder weniger befriedigende Erkl\u00e4rung dieser Erscheinungen mit einem richtigen Begriff von dem Bau der ruhenden Zelle in Verbindung bringt, was bis jetzt leider noch nicht erreicht ist. Die Statik und Dynamik der Zelle sind unl\u00f6slich mit einander verkn\u00fcpft, ln dem Kapitel \u00fcber die directe Teilung behandelt der Autor diese Frage sehr ausf\u00fchrlich, unterwirft die \u00fcber das Wesen dieser Teilung herrschenden Ansichten einer eingehenden Pr\u00fcfung und ber\u00fchrt und analysirt die Lehre von der Verbindung, welche zwischen diesen beiden Formen der Zellteilung bestehn soll. Nachdem der Autor die neuesten Ansichten \u00fcber das Verh\u00e4ltnis des Protoplasma zu dem Kern dargelegt, geht er zu der wichtigen und gegenw\u00e4rtig das Interesse vieler Gelehrten in Anspruch nehmenden Frage nach dem Stoffwechsel in der Zelle \u00fcber. Zuerst bespricht er den Gasumsatz: den Umsatz des Sauerstoffs und die Ana\u00f6-robiose, die Assimilation der Kohlens\u00e4ure. Zu dem Umsatz der fl\u00fcssigen Substanzen \u00fcbergehend, giebt der Verfasser einen' Begriff von der Plasmolyse, indem er Overton\u2019s Untersuchungen \u00fcber die Wirkung der Alkaloide und Ammoniumverbindungen auf die Zellen ausf\u00fchrlich dargelegt. In dem Teile, welcher sich auf die Aufnahme fester K\u00f6rper seitens der Zellen bezieht, wird der Phagocytose, der Immunit\u00e4t, der Toxine und x\\ntitoxine und der Alexine sowie der besonderen Einrichtungen zur Aufnahme fester K\u00f6rper, welche gewisse Protisten (Infusorien) in ihrer dichteren Membran besitzen, Erw\u00e4hnung getlian. In dem folgenden, der Assimilation der Nahrungsstoffe von den Zellen gewidmeten Kapitel sind die Lehren \u00fcber die Rolle der Chlorophyllk\u00f6rner bei der Assimilation der Kohlens\u00e4ure von den Pflanzen, die Umwandlungen der St\u00e4rke in Fett, der Kohlehydrate und Fette in Eiweissstoffe, die Assimilation des Stickstoffs durch die Pflanzen, den Chemismus der Bildung der Eiweissstoffe in den Pflanzen dargelegt. Im weiteren beschreibt der Autor die Art und Weise, wie die Assimilation der Nahrungsstoffe bei den Tieren (Absorption der Fette, Kohlehydrate, Eiweissstoffe, die Rolle der Fermente) und die Processe des Zerfalls und der Spaltung der von den Zellen assimilirten Nahrungsstoffe von statten gehen. Am Ende des Kapitels wird die Bedeutung der chemischen Processe als Grundquelle der thermalen Energie f\u00fcr den Organismus betrachtet. In dem Kapitel: Morphologie des Stoffwechsels; bildende Th\u00e4-tigkeit der Zelle\u2014finden wir zuerst eine Beschreibung der Producte, welche sich im Innern des Protoplasma der pflanzlichen uud der tierischen Zelle ab-lagern (Vacuolen, De Vries & Vent\u2019sche Tonoplasten, Glycogen, Aleuronk\u00f6r-ner, Dotterpl\u00e4ttchen); ausserdem werden als best\u00e4ndigere Gebilde die Stromata der einzelligen Organismen, die Leueyten oder Trophoplasten, die Amyloplasten, die St\u00e4rkek\u00f6rner, die Chloroplasten beschrieben. Zugleich wirft der Verfasser die Frage auf, ob das Protoplasma der tierischen Zelle, gleich der Pflanzen-","page":189},{"file":"p0190.txt","language":"de","ocr_de":"190\nBIBLIOGRAPHIE.\nzelle, Chlorophyllk\u00f6rner oder St\u00e4rkek\u00f6rner enthalten k\u00f6nne. Das Kapitel schliesst mit der Darlegung der Lehre von den intermedi\u00e4ren Substanzen und den cuticularen Bildungen. Das vorletzte Kapitel handelt von dem Tode der Zelle; zuerst werden Thatsachen \u00fcber die Lebensdauer derselben, dann GoetteA und Weissmann\u2019s Ansichten \u00fcber deren Tod dargelegt, im weiteren\u2014interessante Erscheinungen latenten und schwankenden Lebens, unter anderem auch des schlummernden Zustands der Zelle (nach Grawitz) beschrieben; noch weiter ist von den greisenhaften Ver\u00e4nderungen und den Entartungserscheinungen als von regressiven Processen (Rindfleisch) die Rede. Das Ende des Kapitels ist den Erscheinungen der Chromatolyse, Karyorrhexis, Picnose und der einfachen Atrophie der Kerne gewidmet.\nDas letzte Kapitel dieses Lehrbuchs enth\u00e4lt die Darlegung der Hypothesen \u00fcber den molecularen Bau des Protoplasma in Verbindung mit der Vererbungstheorie und giebt einen Begriff von den auf die Embryologie bez\u00fcglichen Hypothesen im XVII und XVIII Jahrhundert (Evolutionisten und Vertreter der Lehre von der Epigenesis), von Buffon's Hypothesen, Herbert Spencer\u2019s Pangenesis, Darwin\u2019s Gemmulen, N\u00e4geli\u2019s Idioplasma; weiter folgt die Darlegung von Hiss\u2019 Princip der organbildenden Keimbezirke und von Pflii-ger\u2019s Lehre von der Isotropie der Eier. Die n\u00e4chsten Seiten des Kapitels sind der Betrachtung der sowohl auf der Bedeutung des Protoplasma als auf derjenigen des Kerns beruhenden Vererbungstheorien gewidmet, wobei zuerst Weissmann\u2019s Lehre, dann Roux\u2019s Mosaiktheorie dargelegt und die Ansichten vieler Gelehrten f\u00fcr und wider diese Lehren angef\u00fchrt sind. Das Kapitel schliesst mit der Darlegung von 0. Hertwig's Hypothese \u00fcber die Biogenesis. Der Verfasser h\u00e4lt diese mit der Frage nach dem molecularen Bau der Materie im allgemeinen, dem Verh\u00e4ltnis zwischen Stoff und Kraft, dem Leben u. s. w. verkn\u00fcpften Frage in Bezug auf die Vererbung f\u00fcr ein R\u00e4tsel, welches bei dem heutigen Stande der- Wissenschaft unl\u00f6slich ist, und meint, dass auch in Zukunft die erw\u00e4hnten Fragen ihre L\u00f6sung nur in allgemeinen Z\u00fcgen finden werden.\nProf. Ognew\u2019s Werk, wie gesagt das erste Originalwerk in russischer Sprache auf diesem Gebiete, enth\u00e4lt das Neueste und Wesentlichste \u00fcber die Zelle, die, wie bekannt, schon eine reichhaltige Literatur ins Leben gerufen hat. Da es die interessantesten biologischen Fragen ber\u00fchrt, so d\u00fcrfte es nicht nur in dem Studentenkreise, f\u00fcr den es bestimmt ist, sondern auch in allen denjenigen, die sich von der biologischen Wissenschaft angezogen f\u00fchlen, ein reges Interesse erwecken. Dieses Buch enth\u00e4lt nur einen Teil der Histologie, daher d\u00fcrfen wir hoffen, dass Prof. Ognew demselben bald die \u00fcbrigen Teile, n\u00e4mlich die allgemeine und specielle Histologie, die zum Druck bereit sind, nachschicken wird.\nGardner, M. Dr. Med. Notizen \u00fcber die Methodik des Vortrags der Histologie und Embryologie an den deutschen Universit\u00e4ten. Moskau.\n1901. Ss. 1\u2014246.\nDieses Buch erscheint als Resultat einer im Auftr\u00e4ge der Facult\u00e4t ausgef\u00fchrten Besichtigung ausl\u00e4ndischer Universit\u00e4ten, wobei der Autor die Unter-","page":190}],"identifier":"lit36589","issued":"1903-1904","language":"de","pages":"186-190","startpages":"186","title":"Lehrbuch der normalen Histologie. 1 T. Die Lehre von der Zelle. Moskau. 1903. S. 1- 414.","type":"Journal Article","volume":"3"},"revision":0,"updated":"2022-01-31T16:42:13.329332+00:00"}
